Cambridge Audio Yoyo L

In diesem Testbericht möchte ich euch den Cambridge Audio Yoyo L genauer vorstellen. Dabei handelt es sich um einen Streaming-Lautsprecher, der mit drei Breitband-Treibern und drei Subwoofer ausgestattet wurde und zudem nicht nur Spotify-Connect, sondern auch ein integriertes Chromecast, einen ARC-HDMI- und Optischen-Anschluss besitzt. Daher kann er auch problemlos an den Fernseher angeschlossen werden. Was der knapp über 4 kg schwere stationäre Lautsprecher noch so drauf hat und wie er in meinem Alltagstest abgeschnitten hat, erfahrt ihr in folgendem Testbericht.

PUNKT 1

bestehend aus „Verpackung/Design/Verarbeitung“ entspricht 25% der Gesamtwertung

Verpackung

Cambridge liefert den Yoyo L in einer quadratischen Schwarz/türkisen Verpackung aus, welche mit einigen Infos zum Produkt versehen ist. 

Direkt auf der schwarzen Oberseite ist der original Umriss und die Bedienelemente des Yolo L mit türkisen Linien skizziert. Auf der Vorderseite ist wie üblich der Name des Unternehmens „Cambridge Audio“, der Name des Lautsprechersystems „Yoyo“ und das Modell „L“ zu sehen. Auf der linken Seite wird lediglich mit einem kleinen Logo auf den „Great British Sound, seit 1968“ hingewiesen. Die gegenüberliegende Seite ist mit einem Aufkleber versehen, welcher über die Modellfarbe, den Name des Gerätes und die Seriennummer informiert. 

Die meisten Informationen findet man auf der Rückseite. Hier wird nämlich nicht nur wie bereits auf der Vorderseite über den Namen des Unternehmens und dem Lautsprecher informiert, sondern auch über die Funktionen und die Konnektivität. So erfährt man hier z. B. dass neben NFC, Bluetooth, Chromecast, auch noch eine IR-Fernbedienung und eine einfache Verbindung via HDMI-Kabel mit dem Fernseher möglich ist. 

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Hebt man den Deckel der Verpackung vorsichtig an, präsentiert sich der Cambridge Yoyo L in einer schwarzen Kartonage zentriert. Zudem wurde er zum Schutz in einer Kunststofffolie verpackt und damit der schwere Lautsprecher beim Transport nicht hin und her fliegt, ist im Deckel zudem das Gegenstück der Zentrierung eingeklebt. Unter der schwarz gefärbten Zellulose-Zentrierung befindet sich noch weiterer Zubehör. Dieser befindet sich in einer schwarzen Kartonage. Direkt nach dem Öffnen dieser Pappschachtel kommt eine kleine Hülle auf der Oberseite zum Vorschein, in der sämtliche Beschreibungen in Zahlreichen Sprachen untergebracht sind. Rechts daneben liegt sicher verpackt die Infrarot-Fernbedienung, über welche man den Cambridge Yoyo L von der Entfernung steuern kann.

Unter der kleinen schwarzen Mappe mit den Beschreibungen ist noch einiges Weiteres verstaut. So findet man darin nicht nur die Batterien für die Fernbedienung und das europäische Netzkabel, sonder auch noch gleich das Britische (Stecker BS 1363) und sogar einen für Steckdosen in den USA (NEMA-Stecke). Doch das war es noch nicht, denn für den Anschluss an sämtliche Geräte liefert Cambridge ebenfalls alles mit, so liegt im Lieferumfang auch noch ein Klinken-Kabel, ein HDMI-Kabel und ein optisches Audiokabel bei.

(Verpackung: 4 von 5 Punkten)

Design

Schon auf den ersten Blick hebt sich der Cambridge Audio Yoyo L von den vielen klassischen Lautsprechern aus MDF-Platten, Kunststoff und Echtholz ab. Dafür sorgt nicht nur die quadratische Formgebung, sonder auch das Material, aus dem Cambridge den Lautsprecher gefertigt hat. Durch die etwas größer abgerundeten Ecken und den mit hochwertiger 100 % Kammwolle bezogenen Seiten, wirkt dieser nahezu aus einem Stück.

 Mit seinen Abmessungen von 269 mm x 269 mm x 125 mm (L x B x H) ist der Cambridge Audio Yoyo L zwar relativ flach, aber nimmt eine etwas größere Fläche ein. Zudem überrascht dieser beim Anheben aus der Verpackung mit einem Gewicht von knapp 4,3 kg. Doch dies kommt durch den Aufbau zustande, im inneren des Lautsprechers steckt nämlich einiges an Technik. Dafür benötigt man für den Betrieb bis auf das Netzkabel für die Stromversorgung kein weiteres Kabel. Wer den Cambridge Yoyo L jedoch via Klinkenkabel mit dem Smartphone, oder HDMI bzw. Optischem Audiokabel mit dem TV verbinden möchte, kann dies ganz einfach tun, denn die Anschlüsse hierfür befinden sich an der Unterseite.

Rundum ist die Unterseite mit mehreren Anti-Rutsch-Gummis versehen, was man beim Cambridge Audio Yoyo L, trotz seines höheren Eigengewichts durchaus benötigt. Im Zentrum befindet sich ein Stativ-Gewinde, hier könnte der Yoyo L zwar auf ein Stativ geschraubt werden, aber ich glaub kaum, dass ein Stativ dieses hohe Gewicht bzw. bei Musikwiedergabe diesen lange genug halten kann. Vielleicht ist dies auch ein Überbleibsel, dass Cambridge zur Klangmessung im Studio genutzt hat.

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In einer schrägen Mulde an der hinteren Rückseite sind sämtliche Anschlüsse verstaut. Hier findet man von recht aus betrachtet den Netzstrom-Anschluss, ein USB-Anschluss, um z. B. ein Smartphone oder Tablet mit max. 1 A aufzuladen, ein Toslink (optischer Audio-Anschluss), HDMI und 3,5 mm Klinke-Anschluss.

Unter dem Stoffbezug aus 100 %% Kammwolle, welcher von der britischen (Yorkshire) Weberei Marton Mills stammt, sind die sechs Treibereinheiten versteckt. Das Besondere dabei ist, dass diese an den beiden Seite und nach vorne verteilt sind. Mehr dazu jedoch unter Klang.

Doch beim Yoyo L setzt Cambridge auf einen Materialmix aus dem gewebten Stoff und Kunststoff. Die Oberfläche ist mit einem weichen Kunststoff versehen, dies fühlt sich zwar gut an, hat jedoch einen weniger guten Nachteil, denn es handelt sich hier um einen Staubmagneten. Den angezogenen Staub bekommt man hier nur sehr schlecht wieder weg. Unter bzw. in dieser Oberfläche sind zudem auch die Bedienelemente per Touch-Sensoren mit integrierter Beleuchtung untergebracht.

 Ein-/ausgeschaltet wird der Cambridge Yoyo L ganz rechts, über eine herkömmliche Drucktaste. Direkt daneben kann man mit den beiden + und – Tasten die Musik lauter-/leiser stellen. Die fünf Punkte-Anzeige, zeigt während dem verstellen der Lautstärke die Stufe an, dabei leuchten unterschiedlich viele LED´s bzw. diese leuchten auch unterschiedlich hell. Verstellt man wiederum via Fernbedienung die Stufe vom Bass, wird dieses hier im angehobenen bzw. Abgesenkten Wert angezeigt. 

Direkt neben der Lautstärkeanzeige befindet sich die Auswahl-Sensortaste um zwischen den Eingangsquellen: ARC (HDMI), Optischem- und AUX-Audioeingang zu wechseln. Je nachdem, wie die Sensortaste leuchtet, erkennt man, welche Eingangsquelle aktuell gewählt wurde. Orange steht für AUX, Lila für ARC und Weiß für den optischen Eingang. Doch der Cambridge Yoyo L verfügt noch über weitere Eingangsquellen. So befindet sich auf der Oberseite neben den Eingangsquellen-Tasten die Bluetooth-Taste. Über diese kann man durch Längeres betätigen die Paarung initialisieren und sobald einmal verbunden, jedes Mal automatisch die Wiedergabe via Bluetooth starten. Auf der rechten Seite über dem Power-Knopf ist zudem noch die WLAN-Status-LED. Diese zeigt zum einen an, ob das Gerät mit dem WiFi verbunden ist bzw. wurde und ob Google Cast oder Spotify Connect bereit ist. Zu guter Letzt befinden sich an der linken Seite noch drei Direktwahltasten, welche man mit verschiednen Spotify Playlists belegen kann.

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Die Bedienung wird wie bereits eingangs erwähnt durch die zusätzlich beiliegende Fernbedienung etwas erweitert. Neben den Funktionen, welche man auch auf der Oberfläche direkt am Cambridge Yoyo L zur Verfügung hat, kann man hier im Zentrum direkt den Ton stumm schalten, aus vier Klangprofilen (Musik, TV, Film und Stimmen) wählen und den Bass in mehrere Stufen erhöhen oder absenken. 

(Design: 4 von 5 Punkten)

Verarbeitung

Bei der Herstellung der Yoyo Serie setzt Cambridge Audio auf ein besonderes Design. Der Lautsprecher Yoyo L ist an den Seiten rundum, wie bereits erwähnt mit 100 % Kammwolle überzogen. Diese Kammwolle lässt den Klang, von den Lautsprechern ungefiltert durch, wurde jedoch vorbehandelt, damit der Stoff eine abweisende Schicht gegen Schmutz und Wasser besitzt und der Verschleiß minimiert wird. Der besondere Stoff kommt von der weltbekannten Weberei Marton Mills aus Yorkshire. Insgesamt bietet man den Yoyo L in zwei Farben an, einem hellgrauen und dunkelgrauen Modell. Letzteres entspricht hier genau meinem Testmodell. Durch diesen besonderen Stoff hebt sich der Yoyo L und die anderen Geräte der Yoyo-Serie von den vielen anderen Lautsprechern, welche aus reinem Kunststoff gefertigt sind deutlich ab.

Die Sensortasten auf der Oberseite des Yoyo L reagieren sehr genau, jedoch manchmal sogar zu genau. Also ich z.B. die Fernbedienung auf den Yoyo L gelegt habe, hat die Fernbedienung schon die ein oder andere Taste betätigt. 

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Die gummierte Soft-Oberfläche des Cambirdge Audio Yoyo L fühlt sich zwar sehr angenehm an, bringt jedoch wie bereits erwähnt einen Nachteil mit sich, denn die Oberfläche lässt sich durch die gummiartige Oberfläche schwerer von Staub, der drauf landet befreien. Ein weiterer kleiner Kritikpunkt ist die beiliegende Fernbedienung. Diese passt zwar auf dem ersten Blick gut zum Design des Cambridge Yoyo L. Doch was hier zwar optisch auch schwarzem gebürsteten Aluminium aussieht, ist in Wirklichkeit alles nur Kunststoff. Des Weiteren muss man die Fernbedienung zur Bedienung auf jeden Fall in die Hand nehmen. Da die Fernbedienung nämlich auf der Unterseite am Batteriefach abgerundet wurde, wippt diese nur umher, wenn diese auf einer ebenen Fläche liegen bedient wird.

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(Verarbeitung: 4 von 5 Punkten)

PUNKT 2

bestehend aus „Funktion des Produktes“ entspricht 65% der Gesamtwertung

Technische Daten des Cambridge Audio Yoyo L
Lautsprecher Anzahl je ein Hochtöner und Tiefmitteltöner an drei Seiten (vorne, links und rechts).
Gesamtausgangsleistung keine Angabe vom Hersteller
Gehäuse Material Kunststoff, Oberfläche mit Softtouch versehen, Rundum mit 100 % Kammwolle von der Weberei Marton Mills bezogen
Anschlussmöglichkeiten USB-Anschluss (Ladeanschluss max. 1A), NFC, WLAN, Bluetooth, HDMI, Toslink, Klinke (3,5mm)
Stromversorgung Netzbetrieb
Maße/Gewicht 265 x 265 x 125 mm (LxBxH)/ 4,3 KG
Steuerung direkt am Lautsprecher, Fernbedienung, Chromecast
Lieferumfang Cambridge Audio Yoyo L

Fernbedienung

2x AAA Batterie für Fernbedienung

HDMI-Kabel

Toslink-Kabel

3,5 mm Klinke-Kabel

Netzstecker Europa, Britische und amerikanische Ausführung liegt ebenfalls bei.

Anleitungen

Einrichtung und Installation

‎Google Home
‎Google Home
Entwickler: Google LLC
Preis: Kostenlos

Google Home
Google Home
Entwickler: Google LLC
Preis: Kostenlos

Um den Cambridge Yoyo L einzurichten, ist es anders als ich erst erwartet habe, nicht nötig, eine besondere Cambridge App aus dem Appstore herunterzuladen. Dank integriertem Google Chromecast, erfolgt die Einrichtung nämlich via Google Home App, welche man kostenlos im AppStore (iOS) und Google Play Store (Android) laden kann. Die Einrichtung ist in wenigen Schritten erledigt und eigentlich bei allen Lautsprechern, die via Chromecast eingerichtet werden identisch.

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  • Cambridge Audio Yoyo L Einrichtung  5
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  • Cambridge Audio Yoyo L Einrichtung  9
     

    Den Verlauf der Einrichtung beschreib ich euch kurz hier, jedoch könnt ihr dies auch in den nachfolgenden Screenshots betrachten. Direkt nach dem Starten der Google Home App und dem Einschalten das Cambridge Yoyo L sollte dieser nach wenigen Sekunden automatisch angezeigt werden, bzw. sobald man unter Gerät-Einrichten—> Zuhause, auf weiter klickt und kurz wartet, bis die Suche den Yoyo L gefunden hat. Nach dem Hinweis, dass der Yoyo L gefunden wurde, wird die Verbindung hergestellt und man wird kurz gefragt, ob man einen Ton gehört hat. Ist dies der Fall, wird daraufhin im nächsten Schritt gefragt, wo man den Lautsprecher aufgestellt hat und anschließend wird der Cambridge Yoyo L noch mit dem Internet verbunden. Dazu einfach das heimische WLAN-Netz aus der Liste aussuchen, Passwort eingeben und schon ist der Yoyo L einsatzbereit.

    (Einrichtung und Installation: 4 von 5 Punkten)

    Bedienung

    Die Bedienung das Cambridge Audio Yoyo L erfolgt entweder über die Sensortasten an der Softtouch-Oberfläche am Lautsprecher selbst, oder über die mitgelieferte Fernbedienung. Was ich jedoch bei beiden Bedienmöglichkeiten vermisse, ist die fehlende Funktion, einen Track vor- und zurückspringen. Denn diese Funktion sucht man bei beiden Möglichkeiten vergebens. Ein Titel zu überspringen ist daher nur direkt am Smartphone möglich.

    Cambridge hat im Yoyo L die Google Chromecast-Schnittstelle integriert. Dies bedeutet, dass man hier ganz einfach Musik aus den Streaming-Anbietern: Spotify, Deezer, TuneIn, Tidal und Google Play Music direkt über der Yoyo L abspielen kann. Hierfür startet man eine der eben erwähnten Apps, die man zum streamen nutzen möchte, und hält darin Ausschau nach dem Chromecast-Logo. Darauf klickt man und sobald man gefragt wird, welcher Lautsprecher Zugriff erhalten soll, wählt man ganz einfach den Yoyo L aus. Schon kann man damit beginnen die Musik wiederzugeben. Dabei ist der entscheidende Vorteil des Google Chromecast, dass man nach dem Einrichten keinen weiteren Kontakt (Verbindung) beider Geräte benötigt, denn ab sofort bezieht der Cambridge Yoyo L die Musik direkt aus dem Internet. Dies hat zur Folge, dass Anrufe oder Hinweistöne während der Musikwiedergabe nicht die Musik unterbrechen. Das Smartphone kann daher völlig normal genutzt werden, was bei einer herkömmlichen Bluetooth Verbindung nicht ganz der Fall wäre.

    Nutzer von Spotify kommen zudem in den Vorteil, dass diese die an der Oberfläche des Yoyo L angebrachten Speicherplätze für die Lieblingsplaylist nutzen können. Hier ist jedoch ein premium Nutzerabo erforderlich. Die Einrichtung ist auch hier denkbar einfach: Spielt man eine der aktuellen Lieblingsplaylists bei Spotify auf dem Lautsprecher ab, genügt es, einfach eine der drei Zahlen zu betätigen und für drei Sekunden gedrückt zu halten. Anschließend kann man direkt nach dem Einschalten der Cambridge Yoyo L die Playlist mit dem Betätigen der jeweiligen Taste starte. Hierfür muss das Smartphone nicht zwingend in der Nähe sein, denn auch hier wird die Musik direkt aus dem Netzwerk bezogen. 

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    Natürlich sind das noch nicht alle Verbindungsmöglichkeiten, schließlich ist der Yoyo L auch mit einem Bluetooth-Modul ausgestattet. Welche ebenfalls schnell eingerichtet ist. Wer es hier noch schneller bevorzugt und ein NFC-fähiges (Nearfield Communication Modul) Smartphone sein eigen nennt, kann das ganze noch etwas schneller und einfacher verbinden. Hierfür genügt es, NFC am Smartphone zu aktiveren und an den gekennzeichneten Punkt (da wo das NFC-Logo ist) zu legen und schon koppeln sich beide Geräte voll automatisch miteinander.

    Zu guter Letzt bewirbt Cambridge Audio den Yoyo L auch als Lautsprecher, der an dem Fernseher angeschlossen werden kann. Dies ist durch den verbauten HDMI-Eingang, sowie den Toslink-Eingang möglich. Diese ermöglichen den Yoyo L als Heim-Audio-Lautsprecher zu nutzen. Hierfür kann man den Cambridge Audio Yoyo L entweder via dem beiliegenden HDMI-Kabel an dem beim Fernseher vorhanden HDMI-ARC Anschluss (Audio Return Channel), oder bei älteren Modellen via optischen Audio-Eingang angeschlossen werden. Sollte man noch einen ganz alten Fernseher besitzen, der keinen der eben genannten Anschlüssen besitzt, kann der analoge 3,5 mm Klinke-Anschluss zur Klangübertragung genutzt werden. Somit wäre für jeden Fernseher usw. der passende Anschluss vorhanden.

    (Bedienung: 4,5 von 5 Punkten)

    Klang

    Kommen wir zum eigentlich wichtigsten Bestandteil eines Lautsprechers dem Klang. Schließlich kann ein Lautsprecher noch so gut aussehen und sämtliche Anschlüsse besitzen, doch gerade beim Klang ist er eine wahre Enttäuschung. Ob der Cambridge Audio Yoyo L im Klang überzeugen kann, verrate ich euch unter folgendem Punkt. Doch zuvor schauen wir uns den Aufbau des Yoyo L etwas genauer an.

    Insgesamt hat Cambridge Audio den Yoyo L mit sechs Treibern bestückt. Davon befinden sich je zwei Stück an drei Seiten: vorne, links und rechts. An jeder der drei Seiten ist ein Tiefmitteltöner und ein Hochtöner verbaut. Wie groß diese sind, und welche Leistung (RMS) der Yoyo L besitzt, ist leider nicht bekannt, denn dazu macht Cambridge keine weiteren Angaben. Doch nun die Frage, wie klingt das verbaute Treiber-Set-up.

    Für ein aussagekräftiges Klangbild habe ich den Cambridge Audio Yoyo L auf einem stabilen Untergrund gestellt und auf der Fernbedienung die Klangeinstellung Musik gewählt. Insgesamt kann ich ganz klar sagen, dass der Grundton des Yoyo L etwas wärmer abgestimmt ist. Dies liegt auch daran, dass sowohl für die Mitten, als auch für die Tiefen, dieselben Treiber zuständig sind. Die Höhen wiederum verstecken sich etwas im Hintergrund und werden von den restlichen Tönen übertrumpft. Dies bedeutet unter anderem auch, dass die Höhen meiner Meinung nach nicht ganz so natürlich wiedergegeben werden. Leider ist es beim Cambridge Audio Yoyo L nicht möglich, via Equalizer Einstellungen am Klang vorzunehmen, sodass man hier z. B. die Höhen erhöht, aber den Rest etwas absenkt. Lediglich der Bass, kann via Fernbedienung erhöht bzw. zurückgenommen werden. Doch gerade dieser ist beim Lautsprecher sowieso schon sehr dominant.

    Quelle: Cambridge Audio

    Daher ist es auch gut, dass Cambridge den Yoyo L mit den Antirutschgummis versehen hat, dreht man den Yoyo L nämlich etwas höher auf, ist das kräftige Bassfundament klar zu spüren. Mir ist im Test bei hohen Lautstärken jedoch aufgefallen, dass die Treiber aufgrund der Gehäusegröße und dem daraus etwas geringeren Volumen etwas zur Verzerrung neigt. Doch dies ist nur der Fall, wenn man die Lautstärke besonders hochdreht, was man in normalen Raumgrößen sicherlich selten machen wird.

    Bei der Bühne war ich leider ebenfalls etwas enttäuscht. Zwar versucht Cambridge hier mit den Treibern, welche an drei Seiten angebracht sind diesem Problem entgegenzuwirken. Doch aufgrund des kompakten Designs, sitzen diese nah beinander bzw. gegenüber und so merkt man ganz klar, dass die Musik aus einem Gerät kommt. Dieses Problem merkt man vor allem bei dem Einsatz am TV. Denn dadurch das die seitlich Treiber mehr zur Seite und nicht nach vorne abstrahlen, klingt das Klangbild nicht breit genug. Ein weiteres Problem beim verwenden mit dem TV ist, dass der Yoyo L um diesen davor zu stellen, etwas zu hoch ist. Dieser würde das Bild im unteren Bereich verdecken. Wer den Fernseher jedoch an der Wand hängen hat, kann den Cambridge Audio Yoyo L problemlos darunter stellen.

    (Klang: 3,5 von 5 Punkten)

    PUNKT 3

    bestehend aus „Beschreibung und Preis-/Leistung“ entspricht 10% der Gesamtwertung

    Beschreibung

    Bei dem Design oder der Verarbeitung konnte mich der Cambridge Audio Yoyo L sehr überzeugen. Hier erhält man ein klasse Gerät, welches vor allem dank dem 100 % Kammstoff von Marton Mills nicht versteckt werden will. Lediglich die Softtouch-Oberfläche welche sich etwas schwerer vom Staub, der darauf landen befreien lässt, gibt es hier optisch zu bemängeln.  

    Dafür bietet Cambridge mit dem Yoyo L ein Streaming Lautsprecher an, der mit zahlreichen Verbindungsmöglichkeiten ausgestattet wurde. So kann man hier dank Google Chromecast nicht nur auf Google Music, sondern auch auf Spotify, Deezer, TuneIn usw. zugreifen. Des Weitern kann man den Lautsprecher via HDMI, Toslink oder Klinke-Kabel, welche Cambridge alle im Lieferumfang mitliefert, an den TV anschließen. 

    Preis/Leistung

    Cambridge fordert für den Yoyo L einen Preis von 399€ (UVP). Diesen Preis hat der Lautsprecher jedoch aktuelle nach mehren Monaten immer noch.
    Der geforderte Preis mag zwar aufgrund der Optik, der Verarbeitung und dem umfangreichen Lieferumfang inkl. Anschlussmöglichkeiten stimmen. Doch gerade im wichtigsten Bereich, dem Klang, schneidet des Cambridge Audio Yoyo L etwas schlechter ab. Dies trifft vor allem auf die Höhen zu, denn hier hätte ich etwas mehr erwartet. Doch leider sind hier die Mitten und Tiefen zu sehr im Vordergrund. Würde es wenigsten eine Equalizer Einstellungen geben, mit der man diesen Kritikpunkt beheben kann, wäre das Ganze gar nicht so schlimm, doch leider fehlt mit dieser. Auch was den Raumklang angeht, gibt es bessere Alternativen. Hier versucht man zwar, mit den seitlichen Treibern für ein breites Klangbild zu sorgen, doch dies gelingt nicht so sehr, wie erwartet.

    Cambridge Audio Yoyo L

    Zum Angebot bei


    Somit ergibt sich unter Berücksichtigung aller Teilwertungen folgende testr – Bewertung:

    Wir bedanken uns beim Hersteller für die Bereitstellung des Produktes. Zu unseren Grundsätzen.

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