DJI Mavic Pro

Dà-Jiāng Innovations Science and Technology Co. Ltd, oder wie die meisten das Unternehmen kennen „DJI“ wurde im Jahr 2006 in China von Frank Wang gegründet. Das Unternehmen hat sich auf die Entwicklung und Herstellung unbemannter Luftfahrzeuge, insbesondere sogenannten Quadrocopter, zur Luftbildfotografie und -videografie für den privaten sowie professionellen Einsatz spezialisiert.

DJI wurde besonders bekannt durch ihre Phantom Drohne, die erste Generation erschien im Jahr 2012, diese verfügte noch nicht über ein integriertes Kamerasystem, sondern lediglich über eine Aufhängung für eine Action-Cam. Darauf folgte die 2. Generation, welche einen sogenannten Gimbal und eine Full-HD-Kamera an Bord hatte. Die drauf folgende 3. Generation war dann auch in mehreren Versionen erhältlich, die mit weiteren Verbesserungen, darunter einer 4K-Kamera und einer größeren Funkreichweite ausgestattet waren. Bei der Phantom 4, kam zum ersten Mal das Anti-Kollisionssystem zum Einsatz und zudem wurde die Drohne in vielen weiteren Punkten verbessert.

Doch nun kommen wir zu unserem eigentlichen Testprodukt der DJI Mavic Pro. Diese stellte das Unternehmen am 27. September 2016 in New York vor. Diese ist im Gegensatz zur Phantom und den bisher anderen Drohnen, welche das Unternehmen vorgestellt hat wesentlich kompakter. Denn diese verfügt über einklappbare Propellerarme, sodass sie wesentlich kleiner für den Transport ist. Doch wie schlägt sich die kompakte Drohne im Einsatz, kann sie von den Luftaufnahmen und von der Steuerung überzeugen? Das erfahrt ihr in diesem Testbericht.

Vorschriften, die vor dem Starten einer Drohne in Deutschland, Österreich & Schweiz beachtet werden sollten:

Eine Haftpflichtversicherung ist in Deutschland und Österreich Pflicht, egal ob die Drohne für Hobbyzwecke oder gewerblich genutzt wird. Eine reguläre Haftpflicht deckt dies nicht immer ab, am besten fragt ihr bei eurer Versicherung nach.

Kennzeichen-Pflicht besteht bei allen Drohnen ab einem Startgewicht über 250 g in sämtlichen Ländern. Also gilt auch für die DJI Mavic Pro diese Pflicht. Diese Kennzeichnung muss gut lesbar angebracht sein und zudem feuerfest sein. Dort sollte auf jeden Fall euer Name, sowie die Adresse stehen.

Die Flughöhe in Deutschland ist durch die neue Drohnen-Verordnung generell auf 100 Meter über dem Grund begrenzt. Zudem darf man nicht außerhalb der Sichtweite, über Wohngrundstücke, Naturschutzgebiete und innerhalb eines Radius von 1,5 km zum Flughafen fliegen.

In Österreich ist ab einem Startgewicht über 250 g eine Bewilligung von Austro Control für die Drohne erforderlich. Denn Drohnen unterliegen dem Luftfahrtgesetz, die maximal erlaubte Flughöhe beträgt bei Genehmigung (kostenpflichtig) 150 m bei ständigem Sichtkontakt.

Weiterhin darf in allen drei Ländern nicht über Menschenansammlungen, Bundesfernstraßen, Bundeswasserstraßen und Bahnanlagen, Krankenhäuser, Unglücksorten, Katastrophengebieten und sämtlichen anderen Einsatzorten von Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben, sämtlichen militärischen Anlagen und Organisationen, sowie mobilen Einrichtungen und Truppen der Bundeswehr, Industrieanlagen, Justizvollzugsanstalten, Einrichtungen des Maßregelvollzugs, Anlagen der Energieerzeugung und -verteilung, fliegen.

Aktuell am lockersten sind die Vorschriften in der Schweiz, dort dürfen ferngesteuerte Multikopter (Drohnen) unter 30 kg (!) Gesamtgewicht mit direktem Sichtkontakt geflogen werden. Ansonsten gilt auch hier, Menschenansammlungen usw. zu vermeiden.

PUNKT 1

bestehend aus „Verpackung/Design/Verarbeitung“ entspricht 25% der Gesamtwertung

Verpackung

Die Verpackung, bei der es sich um eine Klappbox handelt, wurde sehr schlicht gehalten.

Auf der oberen Seite der weißen Verpackung ist die Mavic Pro mit ausgeklappten Propellern 2/3 zu sehen. Des Weiteren ist das Logo des Herstellers und der Name „Mavic Pro“ aufgedruckt.
Auf der Rückseite erkennt man sofort, dass die Mavic sowohl mit iOS-Geräten als auch Android-Geräten kompatible ist.

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Direkt darüber sieht man das Siegel „Made for iPhone“ und die direkte Auflistung, welche Modelle der iPhone-Familie sich dafür eignen. Ansonsten findet man auf der Rückseite noch einige Warnhinweise in verschiedenen Sprachen und eine knappe Info zum Hersteller. Technische Details über die Mavic Pro sucht man hier vergebens.

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Was man bei der Verpackung aber absolut Loben kann, ist der perfekte Transportschutz, der beim Aufklappen im inneren zum Vorschein kommt. Alles, was im Lieferumfang dabei ist, hat seinen festen und sehr sicheren Platz im schwarzen Verpackungsfach. Zusätzlich sind sämtliche empfindliche Bereiche, wie z.B. die Gimbal Abdeckung durch eine dünne Schicht Schaumstoff zusätzlich geschützt. An der Drohne befinden sich zahlreiche Schutzfolien, welche die Kameras und Sensoren vor Kratzer schützen. Zudem ist an dem Gimbal die transparente Transportsicherung aus Plastik angebracht. Diese sollte man eigentlich immer beim Transport anbringen, da sonst der Gimbal Schaden nehmen kann.

(Verpackung: 4 von 5 Punkten)

Design

Auch wenn es bei einer Drohne eigentlich weniger um das Design geht, kann man meiner Meinung nach sagen, dass die Mavic Pro durch ihren grau matten Body zeitlos und zudem sehr schick ist. Der Großteil der Mavic besteht dabei aus robustem Plastik. Das Grundgerüst, der Gimbal und die 4 Motoren bestehen aber aus Aluminium. Auf der Oberseite befindet sich das Akku-Fach. Drückt man diesem Knopf kurz, zeigt er einem die Akku-Kapazität mit Hilfe von 4 grünen LED Leuchten an. Ist der Akku eingelegt, schaltet man durch zweimaliges betätigen und kurzes halten des Knopfes die Drohne ein.

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Auch das Design der Fernbedienung gefällt mit persönlich sehr gut. Die gummierte Unterseite und die Klapparme, in die das Smartphone befestig wird, sind ebenfalls gummiert. Somit liegt die Fernbedienung eigentlich immer sehr gut in den Händen. Zudem verliert man mit den Daumen eigentlich nie den Grip zu den Steuerknüppeln, denn diese haben eine Verzahnung und sorgen damit für den perfekten halt.

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Auch hier wird einem durch kurzes betätigen des Ein-/Ausschaltknopfes an der Fernbedienung die Restkapazität des integrierten Akkus angezeigt. Durch zweimaliges Drücken und kurzes Halten dieser Taste wird die Fernbedienung angeschaltet und sucht sofort nach der Mavic Pro Drohne. Das Ausschalten funktioniert ebenfalls durch diese Vorgehensweise an beiden Geräten.

Durch die Höhe von 83 mm, einer Breite von 90 mm und mit einer Länge von 205 mm kommt die Mavic Pro auf ein Eigengewicht von knapp 734 Gramm. Ausgeklappt betragen die Maße übrigens 83 mm x 295 mm x 240 mm, gemessen ohne Propeller.

(Design: 4 von 5 Punkten)

Verarbeitung

An der Verarbeitung der Drohne und der Fernbedienung gibt es eigentlich nichts zu beanstanden. Es wirkt alles sehr stabil, nichts klappert oder wackelt. Beim Transport der Drohne im Rucksack, sollte man aber die Propeller sicherheitshalber entfernen, nicht dass jene irgendwie durch andere Dinge kaputt gehen. Alternativ kauft man sich eine separate Tasche, wo man alles sauber unterbringen kann, so wie ich das getan habe.

Umhängetasche. Hier Kann man eigentlich alles ordentlich und sicher verstauen
Mein zusätzlicher Zubehör im Überblick (ohne Tasche)

Die Produkte, welche ich euch empfehle noch dazu zu kaufen, seht ihr in den vier Bildern am Ende dieses Punktes. Zusammengeklappt, wenn man die Mavic Pro zum ersten Mal sieht, wirkt diese durch ihre Kompaktheit sehr unscheinbar. Klappt man diese auseinander, was übrigens in wenigen Sekunden funktioniert, ist dieser erste Eindruck verfolgen. Denn sofort ist diese wesentlich größer von der Fläche. Die Klappmechanismen fühlen sich sehr hochwertig an und DJI garantiert, dass diese mindestens 5000 Mal gefaltet werden können und es sehr unwahrscheinlich ist, dass sich diese abnutzen.

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Auch die Verarbeitung der Fernbedienung macht wie bereits erwähnt einen sehr stabilen und hochwertigen Eindruck. Übrigens die Fernsteuerung der Mavic ist passend für Smartphones mit einer Dicke von 6,5 mm bis 8,5 mm und einer Länge von bis zu 160 mm. Ich hab das Ganze mit meinem iPhone 7 Plus probiert, dafür musste ich jedoch die Hülle entfernen.

DJI Mavic Fernsteuerungs-Monitorblende (Hilft sehr bei starkem Sonnenlicht)
walimex pro Filter Set (um eine Überbelichtung zu vermeiden)
Ersatz Propeller (Inhalt pro Packung sind immer 2)
Ladekabel Toways Lightning Kabel (Sorgt für eine stabile Live-Bild Übertragung)

(Verarbeitung: 4,5 von 5 Punkten)

PUNKT 2

bestehend aus „Funktion des Produktes“ entspricht 65% der Gesamtwertung

Technische Daten der DJI Mavic Pro
Maße (gefaltet) 83 x 90 x 205 mm (HxBxL)
Akku 3830 mAh (3S-Lipo)
Flugzeit bis zu 27 Minuten
Abfluggewicht 734 Gramm
Max. Geschwindigkeit 64,8 km/h (im Sportmodus, ohne Wind)
Max. Höhe Über NN 5000 Meter
Kamera 3-Achsen Gimbal mit einem Sichtfeld von 78,8°

Video: 4k (30fps) FHD (96/60/50/30 fps) HD (120/60/50/30 fps)( MP4, MOV)

Foto:,12,35 Megapixel; f 2,2 (Jpeg, DNG)

Fernsteuerung Mit integriertem Display
integrierter Akku mit 2970 mAh
Reichweite bis zu 7 km (Vorausgesetzt keine Störungen und Aufnahme bei 1080p/720p)
Lieferumfang 1 x DJI Mavic Pro

1 x Akku

6 x Propeller (2 davon als Ersatz)

1x Fernsteuerung

3 x Verbindungskabel zwischen Smartphone und Fernsteuerung

1x Micro-USB-Kabel

1x 16 GB Micro-SD Karte (ink. Adapter auf SD-Format)

1x Netzteil inkl. Netzstecker

Kurzanleitungen

Flugverhalten

Ich hatte vor der Mavic Pro einmal eine billig Drohne geflogen, diese kostete knapp 70 Euro. Mit großer Mühe konnte man dieses schreckliche Teil überhaupt einigermaßen geradeaus fliegen. Das ist und sollte mit der DJI Mavic Pro auch überhaupt kein Problem sein und genau so ist es auch in relativ kurzer Zeit, hat man die sehr leichte Steuerung erlernt. In relativ kurzer Zeit traute ich mich immer weiter von meinem Startpunkt und somit auch aus dem Sichtfeld zu entfernen. Natürlich müsst ihr dabei die oben erwähnten Vorschriften die in eurem Land gelten beachten. Auch wenn die DJI Mavic Pro kompakter als die bisherigen DJI-Drohnen ist, macht dieser auch ein stärkerer Wind kaum etwas aus. Man kann sie trotzdem sehr präzise steuern und auch im Schwebeflug, bleibt sie bei stärkerem Wind erstaunlich stabil.

Damit dies funktioniert, besitzt die Mavic Pro ein sogenanntes Flight-Autonomy-System, bei dem zwei GPS-Streams, Ultraschallsensoren und 5 Kameras benutzt werden, um die Mavic nicht nur wie erwähnt stabil in der Luft zu halten. Sondern auch, dass diese Hindernisse erkennen kann, um Kollisionen damit zu verhindern. Diese Technologie soll laut DJI Hindernisse bereits aus 15 Metern Entfernung erkennen und dies bei einer Geschwindigkeit bis zu 36 km/h.

Bei den Sensoren, die auch vorne Objekte erkennen handelt, es sich um optische Sensoren. Diese erkennen Hindernisse jedoch nur bei ausreichender Beleuchtung und mit einer deutlichen Fläche. Also sollte man beim Fliegen natürlich nicht voll und ganz auf die Sensoren alleine verlassen. Interessant sind auch die Sensoren auf der Unterseite. Diese erkennen nämlich bis zu einer Flughöhe von 13 Metern den Untergrund. Wenn man z.B. auf Gras landen möchte, war es bei mir der Fall, dass ich auf dem iPhone Display die Meldung erhalten habe, dass der Untergrund nicht sicher ist.

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Wer schneller wie die oben genanten 36 km/h fliegen möchte, kann den Sport-Modus aktivieren. In diesem fliegt die Drohne bis zu 65 km/h schnell, zudem reagiert sie wesentlich schneller und sensibler auf die Steuerknüppel Bewegungen. Beachten solltet ihr aber dabei, dass in diesem Modus der Weg, bis die Drohne stehen bleibt länger wird und zudem sämtliche Sensoren deaktiviert sind. Also ist dieser Modus nur für diejenigen, die schon etwas länger mit der Drohen unterwegs sind ratsam.

Denn logischer ist es in diesem Modus wesentlich risikoreicher, dass man gegen etwas fliegt. Das ist auch oft ärgerlich, weil oftmals gehen gleich der Gimbal, Propeller-Arm oder ähnliches kaputt. Bei demjenigen, wo es nur ein Propeller trifft, hat dabei noch mal Glück gehabt, denn diese sind dagegen wesentlich günstiger.

(Flugverhalten: 5 von 5 Punkten)

Flugzeit (Akkulaufzeit)

DJI gibt die Flugzeit der Mavic mit 27 Minuten bei einem Flug mit einer konstanten Geschwindigkeit von 25 km/h und ohne Gegenwind an. In der Realität kam ich auf durchschnittlich 18 bis 20 Minuten. Wie lang die Akkulaufzeit hält, hängt dabei eben von vielen Faktoren ab. Das wäre z.B. die Fluggeschwindigkeit, ob es windig ist und ob man viel im Schwebeflug unterwegs ist, denn in diesem braucht die Drohne ebenfalls mehr Strom.

Knapp 20 Minuten mag jetzt nicht nach allzu viel klingen, jedoch ist das meiner Meinung nach eine sehr gute Flugzeit für eine Drohne mit dem ganzen Funktionsumfang. Man kann damit locker ohne Probleme von einem Ort zum nächsten fliegen, ohne sich irgendwie Sorgen machen zu müssen, dass der Akku schlapp macht und die Mavic Pro abstürzen sollte. Falls es einmal der Fall ein sollte, dass der Akku der Drohne fast leer ist, erscheint sofort eine akustische, sowohl auch eine Warnung auf dem Display des iPhones. Zudem führt die Drohne, wenn man diese Warnung länger ignorieren sollte, automatisch ein Return-to-Home Befehl aus und kehrt zum Startpunkt zurück.

(Flugzeit: 4 von 5 Punkten)

Kamera

Wie bei den technischen Daten zu lesen ist, wird die Kamera der Mavic Pro über einen 3-Achsen-Gimbal stabilisiert. Das Ganze funktioniert echt prima, dass sieht man sehr gut an den Videos, wenn man diese anschaut. Die Aufnahmen sind wirklich absolut stabil und somit wackelfrei. Der Kamerasensor der DJI Mavic Pro ist zwar nur 1/2,3“ groß, dennoch liefert dieser überraschend gute Bilder und Videos.

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Die Kameralinse kann dank dem Gimbal um 90° gedreht werden, somit kann man auch sehr einfach  Fotos bzw. Videos im Hochkantformat aufnehmen. Ich bevorzuge jedoch die normale Variante, da man diese am Besten an allen anderen Geräten ansehen kann. Videos können mit maximal 4096 x 2160 Pixeln bei 24 fps aufgenommen werden. Bei 3840x 2160 sind bis zu 30 fps möglich. Ich nehme gerne in 4K auf, da ich aber aktuell noch keinen 4K-Fernseher besitze, war meine Lieblingseinstellung 1080p mit 60 fps. Mit einer Auflösung von 720p sind sogar Aufnahmen mit bis zu 120 fps möglich, dies ermöglicht sehr gute Zeitlupen-Videos.

(Kamera: 4 von 5 Punkten)

Smartphone App

Wie bereits erwähnt werden die Bewegungen der Mavic Pro über die Fernbedienung gesteuert. Man kann sie zwar auch nur mit dem Smartphone steuern, jedoch ist dadurch die Flugreichweite wesentlich eingeschränkt. Den vollen Funktionsumfang hat man nur mit dem Smartphone durch das Zusammenspiel mit der DJI GO 4 App und der per Kabel verbundenen Fernbedienung. Dort siehst man nicht nur das, was die Kamera sieht, sondern auch alles, was man über die Mavic wissen muss. So kann man dort die Kamera und Video Einstellungen verändern, den Akkuzustand und sogar dessen Temperatur usw. einsehen.

Zudem können hier sämtliche Einstellungen der Hinderniserkennung aktiviert werden. Des weiteren erscheinen Informationen und Warnungen direkt auf dem Display, wie z.B wenn Frequenzstörungen vorhanden sind. Auch die ganzen Flugmodi können dort ausgewählt werden, diese sind dort sehr gut und verständlich erklärt. Der Funktionsumfang der App ist einfach sehr riesig, doch trotz alldem ist er meiner Meinung nach noch sehr übersichtlich gestaltet.

(Smartphone App 4 von 5 Punkten)

Flugmodis

So mancher von euch dürfte eventuell die vielen bekannten Flugmodi aus der DJI Phantom kennen. Dies beherrscht die Mavic natürlich auch und einige davon wurden nochmals etwas weiterentwickelt. Zu diesen Gehören:

TapFly
Durch das Typen auf dem Smartphone Display fliegt die Drohen automatisch an diesen Punkt und weicht dabei Hindernissen aus.

ActiveTrack
Erkennt und verfolgt ein von Nutzer festgelegtes Ziel.

Gesture Mode
Die verbauten Vision-Sensoren erkennen Gestiken einer Person und lösen Funktion wie. z.B. die Fotofunktion aus.

Tripod Mode
Der perfekte Modus wenn man Videos aufnehmen möchte. Den dabei wird die Geschwindigkeit auf ca. 3,6 km/h reduziert und auch die Steuerknüppel-Sensibilität wird verringert

Terrain Follow Mode
Ähnlich wie ActiveTrack, nur das die Mavic auch noch die Höhe ausgleicht, besonders nützlich bei Steigungen oder beim Wandern in den Bergen.

Cinematic Mode
Ebenfalls sehr gut für Video-Aufnahmen geeignet, da die Bremswege länger und somit weniger ruppig werden.

Fixed-Wing Mode
FPV-Sichtweise in Form eines Starrflüglers

Point of Interest
Ein Ziel wird von der Mavic kreisförmig umflogen, dabei kann man ebenfalls interessante Aufnahmen erzielen.

Follow Me
Die Mavic verfolgt nicht eine Person, sondern die Fernsteuerung auf Basis derer GPS-Daten.

Waypoints
Ermöglicht eine Navigation der Mavic auf Basis von GPS-Wegpunkten.

Home Lock
Dynamische Referenzrichtung in Relation zum Home Point, sehr nützlich, wenn man mit der Mavic weiter aus dem Sichtfeld geflogen ist und nichtmehr weis, in welche Richtung diese gerade gedreht ist.

Course Lock
statische Referenzrichtung in Relation zur Himmelsrichtung bei Start, dass heißt die Drohne fliegt auch wenn diese in der Luft gedreht wird in die Himmelsrichtungen, welche beim Start eingestellt wurden.

Meine Lieblingsfunktion, die ich eigentlich am meisten nutze, ist die AktiveTrack, denn da hat das Unternehmen einiges verbessert. Diese kann nämlich nun Autos, Lkws, Boote, Radfahren und sogar Tier erkennen, sobald diese am Smartphone markiert wurde und folgt diesem Ziel automatisch. Zudem bewegt sich dabei der Gimbal und die Drohne dreht sich selbst, sodass man eigentlich immer im Bild ist. Den ActivTrack Modus seht ihr hier in einem kleinen Beispiel Video von mir.

(Flugmodis: 5 von 5 Punkten)

Fernbedienung und Reichweite

Zwar kann man die Mavic Pro wie bereits erwähnt auch per Wi-Fi, also nur mit dem Smartphone steuern, doch eigentlich ist es immer ratsam, diese mit der Fernbedienung und mit eurem Smartphone zusammen zu nutzen. Da in die Halterung definitiv kein großes Tablet passt, muss man sich im Internet nach einer speziellen Halterung umsehen und das Tablet an den USB-Anschluss an der Unterseite anschließen. Achtung das DJI-Kabel, welches Standard mäßig zum Smartphone anschließen vorgesehen ist, muss dafür entfernt werden, sonst funktioniert das ganze nicht.

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Das Einspannen des Smartphones geht eigentlich relativ einfach, dazu muss man eben wie bereits Anfangs erwähnt, in den meisten Fällen die Hülle entfernen. Leider kommt man, wenn das Smartphone in der Halterung ist, nichtmehr so gut an den Homebutton des iPhone´s ran. Aber im Normalfall geht man mitten im Flug, oder besser gesagt während der Aufnahme, sowieso nicht aus der App raus. Was ich euch definitiv raten kann, ist das DJI-Kabel durch ein anderes zu ersetzen, denn am Anfang hat ich sehr oft nach kurzem keine Livebild-Übertragung mehr und konnte somit nicht sehen, wohin ich fliege. Dieses Kabel müsst Ihr dann einfach über den integrierten USB-Port anschließen.

DJI hat auch die digitale Kommunikation zur Steuerung und Bildübertragung verbessert. Die neue Technologie nennt sich OcuSync und ist in der Lage, das Bild auf eine Entfernung bis zu 7 km (bei 1080p/Full-HD) auf euer Display zu übertragen.

(Fernbedienung und Reichweite 5 von 5)

Belegung der Bedienelemente

So gehen wir nun näher auf die Belegung der Bedienelemente auf der Fernbedienung ein. Direkt fallen einem die beiden Steuerknüppel auf, welche sich beide auf gleicher Achselhöhle befinden. Höhenverstellbar sind diese jedoch nicht. Die rote Pause-Taste neben dem Linken Steuerknüppel dient als Notstopp. Sollte also irgendwas sein, wie z.B. dass die Mavic Pro beim automatischen Rückflug kurz vor der Kollision mit etwas steht, hält mit diesem Knopf die Mavic sofort an. Danach reagiert diese erst nach Kurzem wieder auf Befehle. Links oben ist die Return-to-Home-Taste, drückt man diese für ca. 2 Sekunden aktiviert man den Return-to-Home Modus. Dabei geht die Drohne auf eine in der App, festgelegt Höhe und kommt automatisch an den zuvor gesetzten Home Punkt zurück.

Rechts vom Display ist noch ein kleines Steuerkreuz, drückt man dieses nach links, erhöht man den Digitalzoom bis zur 2-Fachen Vergrößerung. Nach rechts Drücken verringert den Digitalzoom. Beim Drücken nach unten wird der Gimbal an der DJI Mavic Pro sofort 90-Grad nach unten geschwenkt. Drückt man das Steuerkreuz nach oben schwenkt er sofort in eine senkrechte Position nach vorne. Direkt rechts im Bereich des Zeigefinger finden wir noch die Taste um ein Foto zu machen und beim linken Zeigefinger die Taste, um eine Video-Aufnahme zu starten bzw. zu beenden.

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Direkt unter der Videotaste befindet sich das Gimbal-Rädchen, mit diesem kann man die Neigung der Kamera verstellen. Unter der Foto-Taste rechts ist ebenfalls ein Rädchen, mit dem man die Kameraeinstellungen anpassen kann. Voraussetzung hierfür ist jedoch, dass die Fernbedienung mit einem Smartphone gekoppelt ist.

Auf der Unterseite befinden sich noch die C1 sowie die C2 Taste. C1 kurz gedrückt fokussiert die Bildmitte und C2 dient dazu, die Aufnahme abzuspielen. Natürlich können sämtliche Buttons von den Funktionen nach belieben geändert werden. Zu guter letzt finden wir auf der rechten Seite noch den Flugmodus-Schalter, mit diesem schalten wir zwischen dem normalen Modus „P“ und den Sport Modus „S“ um. Auf der linken Seite wird die Fernbedienung aufgeladen und die Verbindung per RC-Kabel (DJI-Kabel) mit dem Smartphone hergestellt. Zudem befinden sich an der Fernbedienung Mikrofone die den Ton, wenn man redet usw. mit ins Video aufnehmen.

(Fernbedienung und Reichweite: 5 von 5 Punkten)

PUNKT 3

bestehend aus „Beschreibung und Preis-/Leistung“ entspricht 10% der Gesamtwertung

Beschreibung

DJI wirbt die Mavic Pro unter anderem als eine kleine und gleichzeitig unfassbar leistungsfähige Drohne. Genau dieses ist auch das, was die Mavic unter anderem so besonders macht. Man kann sie einfach in einem Rucksack verstauen, denn sie nimmt zusammengefaltet erstaunlich wenig Platz in Anspruch. Daher ist sie inzwischen sehr beliebt bei Leuten, die gerne Aufnahmen im Urlaub machen wollen. Auch wenn natürlich eine Spiegelreflexkamera von der Qualität bessere Bilder macht, ist es einfach toll Aufnahmen von oben zu machen, wo man mit einer normalen Kamera nicht hinkommen würde.

Preis/Leistung

Rundum hat mich die DJI Mavic Pro voll und ganz überzeugt. Der Preis von 1199,99€ (UVP) ist zwar nicht wirklich niedrig, aber meiner Meinung nach erhält man dafür die wohl beste mobile Drohne, die aktuell auf dem Markt erhältlich ist. Wer sich diesen Quadrocopter von DJI zulegen möchte, dem rate ich sich gleich die Mavic Pro Fly More Combo zuzulegen, diese kostet zwar 1499€ (UVP). Dafür ist in diesem Paket auch einiges mehr dabei als bei der Standard Variante. So ist in diesem Set neben der Mavic Pro noch eine 4-Fach Akku-Ladestation, ein Autoladegerät, ein zweiter Akku, ein Battery auf Powerbank Adapter und eine Umhängetasche.


Somit ergibt sich unter Berücksichtigung aller Teilwertungen folgende testr – Bewertung:

Wir bedanken uns beim Hersteller für die Bereitstellung des Produktes. Zu unseren Grundsätzen.

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