Eve Cam
Eve setzt bei sämtlichen Produkten ausschließlich auf Apple HomeKit, daher ist dasselbe auch bei der Eve Cam der Fall und somit lohnt sich diese nur für Apple-User. Dabei greift Eve auf HomeKit Secure Video von Apple zu, sodass die Daten verschlüsselt übermittelt werden, das Speichern der Videos auf der iCloud von Apple ermöglicht wird und einigen weitere Funktionen. Dank HomeKit ist die Einrichtung sehr schnell und einfach erledigt, sodass dies jedem gelingen sollte. Nachteil an der Eve Cam ist die etwas verwaschene Videoqualität und das hierzu mindestens ein iCloud Speicherplan von 200 GB erforderlich ist. Doch das größte Manko ist der Preis von 150 € UVP, denn hier bietet z. B. Logitech mit der Circle View für ein paar Euro mehr eine Kamera an, die zusätzlich ein wetterfestes Gehäuse bietet und Ring ein deutlich günstigeres Modell.
TEIL 1
Bestehend aus „Verpackung/Design/Verarbeitung“ entspricht 25% der Gesamtwertung
Verpackung
Eve System GmbH oder kurz Eve liefert die Eve Cam in der vom Unternehmen gewohnten stabilen weißen Verpackung aus. Diese hat das Unternehmen natürlich rundum mit einigen Informationen und einem Produktbild der Kamera versehen.
Direkt an der Vorderseite erblickt man neben einer großen Abbildung der Eve Cam auch den Produktnamen und die Produktbezeichnung „ smarte Innenkamera“. Da Eve ausschließlich Produkte für Apple HomeKit entwickelt und diese somit nur mit Apple-Devices genutzt werden können, ziert die untere linke Ecke der Vorderseite wie bereits von anderen Produkten aus dem Hause Eve das typische Siegel “ works with Apple HomeKit“.
An der rechten schmalen Seite befasst man sich in drei Sprachen mit der Unterstützung von HomeKit Secure Video. Somit werden hier einem die Vorteile des Systems erläutert und das ausschließlich auf diese Speicherung der Aufnahmen gesetzt wird. Des Weiteren ist für eine Eve Cam ein 200 GB Cloud Speicherplan vorausgesetzt, dem jedoch die Aufnahmen der Kamera nicht angerechnet werden, mehr dazu im Laufe des Testberichts. Die Linke Seite zeigt uns relativ wenig, denn hier sieht man lediglich das Übersichtsmenü der App in Verbindung mit der Eve Cam sowie das App-Logo.
Zum Schluss zeigt einem die Rückseite noch wie bereits von den bisher von mir getesteten Eve Produkten gewohnt zwei Bilder mit Anwendungsbeispielen. Dabei wird einmal die montierte Kamera an der Wand im Innenbereich gezeigt und einmal ein Bild, auf dem der Besitzer mit dem Smartphone auf die Kamera zugreift und deren Live-Bild betrachtet. Außerdem wird hier auf einige Vorteile und auf die Voraussetzungen zur erfolgreichen Verwendung der Eve Cam hingewiesen.
Nach dem Öffnen der Verpackung kann man das komplette Innenleben aus der Verpackung herausziehen und hat einen Karton in der Hand, der mit einem bedruckten Deckel ausgestattete wurde. Auf diesem Deckel ist die Eve Cam zu sehen, wie diese auf einem Regal steht und den Raum, in dem diese steht, überwacht. Klappt man den Deckel auf, befindet sich in dessen Innenseite eine Kurzanleitung mit dem wichtigen Apple HomeKit Code, über den man die Kamera später ganz schnell und einfach über die HomeKit App einrichten kann. In dem Karton selbst erblickt man in der rechten Hälfte die Eve Cam, welche hier an vielen Stellen mit einer Schutzfolie geschützt wird und sicher in einem Zellulose-Einsatz eingesetzt wurde, der diese wunderbar schützt. Daneben befindet sich ein Karton, in dem das Unternehmen das Netzteil mit insgesamt vier Adaptern verstaut hat, wovon für uns lediglich der EU-Stecker wichtig ist. Außerdem mit an Bord ist ein 2,20 Meter langes USB-A auf Micro-USB Kabel, sowie eine Stahl-Montageplatte, die an die Wand gebohrt wird oder geklebt werden kann, sodass die Eve Cam mit ihrem Magnetfuß sauber daran befestigt werden kann.
(Verpackung: 3,5 von 5 Punkten)
Design
Die Eve Cam wurde sehr schlicht gehalten, was so weit auch absolut ok ist, schließlich soll eine Kamera von der Bildqualität und weniger mit einem auffälligen Design überzeugen. Jedoch setzt Eve hier auf ein Kunststoffgehäuse, welches z. B. anders als bei der Nest Cam IQ Innenkamera deutlich billiger wirkt. Der große runde Hauptkörper der Kamera mit einem Durchmesser von 60 cm und einer tiefe von knapp 40 cm beinhaltet die komplette Elektronik und setzt sich aus zwei Außenschalen zusammen. Der Rückseite mit den vielen kleinen Löchern, hinter dem sich der Lautsprecher, das Mikrofon und der Reset Knopf versteckt und die Hochglanz Front, die im Zentrum die Kamera-Einheit, die Bewegungssensoren im unteren gräulichen Element beherbergt und die Nachtsicht LEDs sowie eine kleine Status-LED. Die vordere Schale verläuft am unteren Abschnitt zu einem 10 mm breiten, runden Fuß über der sowohl gedreht als auch mit einem Gelenk geknickt werden kann, sodass eigentlich jederzeit einer perfekten Ausrichtung nach der Montage nichts im Wege steht.
Die Stromversorgung der Eve Cam erfolgt über das beiliegende 2,20 Meter lange Micro-USB Kabel und das Netzteil. Dies wird ganz einfach an der Rückseite direkt an der abgeflachten Fläche am Kameragehäuse eingesteckt. Die Eve Cam gehört definitiv zu den leichtesten Indoor Kameras, denn mit gut 100 Gramm ist diese wesentlich leichter als z. B. die Nest Cam IQ Innenkamera, die fast 360 Gramm auf die Waage brachte.
Die besagte Status-LED an der Front zeigt direkt den momentanen Aufnahmestatus an. Leuchtet die LED nicht, dann ist die Aufnahme und das Streaming deaktiviert, da aktuell jemand zu Hause ist und nichts überwacht werden muss. Leuchtet diese Blau, dann ist das Streaming möglich, jedoch wird gerade nicht aufgezeichnet und rot bedeutet Streaming aktiv und Aufnahme erlaubt, da man gerade das Haus verlassen hat und niemand zu Hause ist.
Der 10 mm Sockel ist mit einem Standfuß, der eine Fläche 65 x 60 mm und in der Höhe 10 mm einnimmt, verbunden. Dieser sorgt zum einen für einen sicheren Stand und wurde an der Unterseite mit einem Gummiring versehen, sodass die Eve Cam zusätzlich noch gegen verrutschen gesichert ist. Für einen bombenfesten halt kann die Eve Cam jederzeit oder vor allem zur Wandmontage auch mit der Stahlplatte montiert werden, sodass diese sich durch den im Standfuß verbauten starken Magneten absolut sicher mit dieser Platte verbindet. Diese Platte kann wahlweise verschraubt werden oder mithilfe des Klebe-Pads auch nur an die gewünschte Fläche geklebt werden. Zu guter Letzt befindet sich an der Unterseite noch der HomeKit-Code, mit dem die Kamera über die HomeKit App eingerichtet werden kann.
(Design: 4 von 5 Punkten)
Verarbeitung
Die Verarbeitung der Eve Cam ist so weit in Ordnung. Klar wirkt hier die Eve Cam im Vergleich zur Nest Cam IQ Innenkamera, die ich bereits vor längerer Zeit getestet habe, nicht ganz so hochwertig, doch es handelt sich hier bei beiden Geräten um eine reine Innenkamera und die Eve Cam kostet um einiges weniger und ist so weit für den Indoor-Einsatz bestens gerüstet.
Es wäre hier zwar wünschenswert gewesen, dass man anstelle von Micro-USB auf USB-C setzt, doch einmal angeschlossen stört einen das eigentlich hier nicht mehr, da dann alles so an Ort und stelle bleibt. Bei einem Gerät, welches ich ständig aufladen müsste, wäre dies dann natürlich etwas anderes. Eine Akku-Variante gibt es hier bei der Eve Cam ebenso nicht, da dies bei kaum einer Indoor-Kamera der Fall ist, denen auch hier gilt eigentlich einmal am gewünschten Ort platziert, bleibt die Kamera meist sehr lange dort und eine permanente Stromversorgung ist definitiv besser, als wenn man ständig nachsehen muss, dass der Akku noch voll genug ist und die Kamera nicht ausgerechnet über die Zeit, wenn man mal eine Woche weg ist, abschaltet.
(Verarbeitung: 4 von 5 Punkten)
TEIL 2
bestehend aus „Funktion des Produktes“ entspricht 65% der Gesamtwertung
| Kamera-Art | kabelgebundene Überwachungskamera (2,20 cm Kabel) |
|---|---|
| Auflösung/ Sensor | 1920×1080 (24fps) (1080p), H.264-Codierung |
| Weitwinkel | 150° (Sichtfeld) |
| Infrarot-LEDs | ja, zwei Infrarot-LEDs |
| Zoom | kein Zoom |
| Material | Kunststoff |
| Konnektivität | WLAN 2,4/5 GHz, HomeKit Support, HomeKit Secure Video |
| Funktionen | Personen-/Tiererkennung, Bewegungserkennung, IR-Beleuchtung, integriertes Mikrofon und ein Lautsprecher, per App steuerbar (iOS), Magnetbefestigung, HomeKit Support |
| Lieferumfang | Eve Cam USB-Netzteil Austauschbarer Steckerschuh (EU, UK, US, AU) 220 cm USB-Kabel Metallplatte für magnetische Wandmontage Schraube und Dübel für Metallplatte Klebepad für Metallplatte Quick Start Guide |
Einrichtung und Konfiguration
Kommen wir zur Einrichtung, welche dank HomeKit sehr einfach ist und bei allen Geräten, die diesen Dienst von Apple unterstützen, nahezu identisch abläuft. Da die Eve Cam wie sämtliche andere vom Unternehmen entwickelten Produkte ausschließlich mit HomeKit arbeitet, ist für die Inbetriebnahme bzw. die Einrichtung ein Apple-Device zwingend erforderlich. Somit kann, wer ein iPhone oder iPad besitzt, auf dem das iOS bzw. iPadOS System läuft, bei dem die Apple HomeKit von Werk aus installiert ist, direkt mit der Einrichtung loslegen. In meinem Fall beschreibe ich hier die Einrichtung via iPhone, doch via iPad ist es nicht wirklich anders, eben nur etwas größer. Da Apple mit dem Update Namens Mojave, die HomeKit App auch auf den Mac gebracht hat, kann man, sofern man einen entsprechenden Mac mit diesem bzw. MacOS Catalina oder Big Sur besitzt, die Kamera später auch bequem vom Mac steuern.
Bei der Einrichtung gibt es zwei Möglichkeiten: Entweder klassisch und mit umfangreichen Funktionen direkt über die Eve-App (für ein Update der Firmware notwendig) oder schnell und kompakt über die HomeKit App. Dabei habe ich mich für Letzteres entschieden, da es einfach vonstattengeht und kein Download einer zusätzlichen App erfordert. Um die Eve Cam einzurichten, öffnet man wie bei allen HomeKit fähigen Geräten die HomeKit App wählt hier beim klick auf das „+“ im oberen rechten Bildschirmrand „Gerät hinzufügen“, scannt den Code an der Unterseite der Kamera oder an der beiliegenden Kurzanleitung. Daraufhin muss man kurz warten, bis die Kamera erkannt wurde, ordnet diese einem entsprechenden Raum zu bzw. erstellt einen neuen und schon ist die Kamera einsatzbereit. Absolut einfach und man muss keine WLAN- und Personen-Daten eingeben oder ähnliches.
(Einrichtung & Konfiguration: 5 von 5 Punkten)
Funktionsumfang und Bedienung
In der HomeKit-App kann man neben dem aktuell Live-Bild direkt in die Einstellungen navigieren, wo man einige Einstellungen vornehmen kann. Sodass man hier selbst festlegen kann, wann ihr eine Push-Benachrichtigung auf euer iPhone erhalten wollt. Dabei seht zur Auswahl, dass ihr nur bei einer Veränderung des Kamerastatus, also wenn die Kamera offline geht usw. benachrichtigt werdet oder wenn diese eine Person oder ein Tier erkennt, welches sich im Bewegungsbereich bewegt hat.
Des Weiteren kann man in den Einstellungen festlegen, wie die Kamera sich in verschiednen Situationen verhalten soll. Sodass ihr selbst entscheidet, ob die Eve Cam nur Streamen oder Streamen und Aufnehmen soll oder ob alles ausgeschaltet sein soll und die Kamera nur aktiv ist, wenn diese eine Bewegung durch die Bewegungssensoren registriert hat. Dabei kann man natürlich zudem entscheiden, was die Eve Cam bei der eigenen Anwesen- oder Abwesenheit in eurem Zuhause tun soll. Ich z. B. hab die Eve Cam nämlich wenn ich zu Hause bin, deaktiviert und nur wenn ich das Haus verlassen habe, ist alles aktiv.
Mit iOS 14 neu dazu kam die Möglichkeit, eine Gesichtserkennung zu aktivieren. Dabei werden die erkannten Gesichter aus der eigenen Foto-Mediathek verwendet bzw. verglichen, um bekannte Personen, darunter natürlich auch euch selbst zu indizieren. Dann erscheint hier nicht mehr nur der Hinweis Bewegung bzw. Person erkannt, sondern z. B. Tobias erkannt usw. Ebenso können praktischerweise nun auch mehrere oder einzelne Aktivitätszonen erstellt werden. Dabei wählt man diesen Menüpunkt in den Einstellungen in der HomeKit App aus und erstellt nun durch das tippen auf das Display mehrere Punkte, die sich dann automatisch zu einem Bereich verbinden, der fortan bewacht wird, daraufhin ignoriert die Kamera alle anderen Bewegungen, die außerhalb des Bereiches stattfinden.
Nebenbei kann man in der HomeKit App noch die Status-LED abschalten oder die Nachsicht deaktivieren, was ich jedoch für mich persönlich beides aktiviert gelassen habe. Zudem ist natürlich auch eine Zwei-Wege-Kommunikation mit an Bord, sodass man selbst mit dem eignen Smartphone, mit dem man gerade auf die Kamera zugreift, mit einer Person zu Hause reden könnte. Da dabei der Lautsprecher eure Worte wiedergibt und das Mikrofon die Antworten eures Partners oder der Kinder usw. überträgt.
(Funktionsumfang und Bedienung: 3,5 von 5 Punkten)
Software
Hier möchte ich euch noch kurz etwas die Eve Home App näher vorstellen bzw. auf die Funktionen, welche euch bei der Eve Cam zur Verfügung stehen, erläutern. Die Eve Home App ist kostenlos im AppStore verfügbar und es ist ratsam, diese zu installieren, da man darüber Software-Updates durchführen kann, was bei mir nämlich direkt der Fall war.
Als ich die Eve Cam via HomeKit eingerichtet hatte und in die Eve Home App gegangen bin, war unten rechts im Punkt Einstellungen direkt eine rote „1“ zu sehen. Als ich darauf geklickt hatte, wurde mir direkt mitgeteilt, dass für die Eve Cam ein Firmwareupdate mit der Version 1.0.3 zu Verfügung steht, welches neben allgemeinen Verbesserungen für eine verbesserte WLAN-Verbindung und Stabilität sorgen soll und es ermöglicht, die Kameraausrichtung umzukehren. Letzteres ist vor allem dann sinnvoll, wenn man die Kamera z. B. über Kopf an der Decke montiert hat.
Ansonsten kann man auch hier das Live-Bild einsehen sowie einen Verlauf der Bewegungserkennung einsehen, eben nur mit einem etwas anderen Layout bzw. Design. Hat man die Eve Cam mehrere Tage in Betrieb, kann man jederzeit die Timeline der letzten Tage nach verschiednen Ereignissen durchforschen und das ganze bei Bedarf noch schneller durch die Kalenderansicht durchführen.
Sehr praktisch finde ich, dass der Bewegungssensor der Eve Cam nicht nur rein für die Kameraaufzeichnung genutzt werden kann, sondern man kann diesen für Automationen nutzen. Somit kann man z. B. wenn die Eve Cam den Hauseingang überwacht, einstellen, dass beim Erkennen einer Bewegung automatisch das Licht im Flur oder einem anderen Raum, in dem smarte Leuchten im Betrieb sind, eingeschaltet werden. Oder man bestimmt das, sobald man das Haus verlässt, automatisch das smarte Türschloss verschlossen wir, was bei mir bei Nuki jedoch sowieso automatisch der Fall ist.
(Software: 3,5 von 5 Punkten)
Bild-/ Videoqualität und Speicherlösung
Bei der Eve Cam setzt man auf einen Bildsensor mit einer Auflösung von 1080p/ bei 24 fps (Bilder in der Sekunde). Ein direkter Zoom wird zwar nicht ermöglicht, doch bei einem doppelten tippen auf das Live-Bild erfolgt eine Vergrößerung der Aufnahme. Das Sichtfeld der Kamera liegt bei 150°, was soweit für den Indoor-Einsatz mehr als ausreichend ist, schließlich kann man damit einen großen Raum problemlos und weiträumig überwachen. Für die Aufnahme bei Dunkelheit und Nacht hat Eve die Kamera mit zwei sichtbaren Infrarot-LEDs ausgestattet, die eine ausreichende Beleuchtung bis zu 5 Meter ermöglichen sollen.
eDie Bildqualität der Eve Cam ist eher mittelmäßig. Schließlich konnte in der Vergangenheit bereits einige Kameras für den Innen- und Außenbereich testen und mir somit ein klares Bild verschaffen, was bei einer Überwachungskamera ein gutes Bild ist und was nicht. Hier bei der Eve Cam ist das Bild doch etwas zu sehr unscharf und dem Bild fehlt es eindeutig an Farbe. Die Lichtverhältnisse sind dabei einfach zu hell abgestimmt, sodass alle Farben wesentlich blasser wirken, als diese es in echt sind. Anfangs dachte ich noch, dass ich vielleicht vergessen habe, eine Folie auf der Linse zu entfernen, doch dem war nicht so. Bei aktiviertem Nachtsicht-Modus ist das Bild zwar ebenfalls etwas unscharf im Vergleich zur Konkurrenz, doch man erkennt auf die vom Hersteller versprochenen 5 Meter, soweit alles ganz gut. Kommt dabei jedoch Dunkelheit und Licht zusammen, dann wird es vor allem im hellen Bereich zur Überbelichtung, sodass ich mir hier persönlich einen Modus wünsche, der die Nachsicht in Farbe ermöglicht wie z. B. bei Ring. Dabei werden die hellen Bereiche, die ausreichend beleuchtet werden, teils mit Farbe dargestellt, während der dunklere Bereich schwarz/weiß bleibt. Somit würde man meiner Meinung nach sehr gut dem Problem entgehen, dass in einem helleren Bereich eine Überbelichtung stattfindet, wobei dies im indoor Einsatz, sofern man nicht zu Hause ist und dann erst die Kamera aktiviert wird, kein Problem darstellen sollte.
Speicherlösung
Die Aufnahmen, welche die Eve Cam aufzeichnet, werden nicht auf irgendeinem Server von Eve gespeichert und können ebenso wenig auf eine Micro-SD Speicherkarte gespeichert werden. Eve Home setzt hier nämlich voll und ganz auf Apple HomeKit, was auch bedeutet, dass die Kamera HomeKit Secure Video unterstützt. Dafür wiederum ist ein iCloud Speicherplan notwendig, habt ihr solch einen von Apple nicht abgeschlossen bzw. wollt dies nicht, dann könnt ihr nur das Live Bild betrachten und man wird über jede Art von Bewegungen vor der Kamera informiert. Möchte man die Kamera jedoch voll nutzen, also sowohl Aufnahmen im Nachhinein betrachten und Push-Benachrichtigungen über spezifische Bewegungen wie z. B. ein Mensch oder Tier usw. erhalten, dann ist ein iCloud Speicherplan mit min. 200 GB notwendig. Dieser kostet bei Apple monatlich 2,99 Euro, solltet ihr mehrer kompatible Kameras (max. 5 Stück) verwenden, die HomeKit Secure Video unterstützen, dann muss man sogar monatlich 9,99 Euro bezahlen, bekommt aber im Gegenzug 2 TB iCloud-Speicher, den man selbstverständlich auch mit der Familie teilen kann. Dabei werden alle Aufnahmen, die von der oder den Kameras aufgenommen werden, nicht eurem Speicher-Limit angerechnet.
(Bild-/ Videoqualität und Speicherlösung: 3,5 von 5 Punkten)
TEIL 3
bestehend aus „Preis/Leistung“ entspricht 10% der Gesamtwertung
Beschreibung
Sämtliche Produkte von Eve Home funktionieren ausschließlich mit Apple HomeKit, daher sind die Produkte, darunter auch die von mir hier getestete Eve Cam nur für Apple-Nutzer sinnvoll. Nutzer von Android-Geräten bzw. wenn verschiedene Devices im Haushalt vorhanden sind, sollten vielleicht eher zu einem anderen Produkt greifen. Doch nutzt ihr und eure Familie sowieso ausschließlich Apple-Geräte, dann ist die Eve Cam bzw. sind die Produkte von Eve perfekt in eurer Wohnung bzw. Haus.
Die Einrichtung ist absolut einfach und dank HomeKit sehr durchdacht und verständlich aufgebaut. Die Eve Home App wird eigentlich kaum benötigt, lediglich dann, wenn ein Firmwareupdate verfügbar ist, denn darüber wird man nur in der App informiert und kann es auch nur darüber installieren. Ansonsten bekommt man über HomeKit denselben Funktionsumfang wie über die Eve Home App geboten.
Die Kamera hat bei mir ohne Aussetzer funktioniert und erledigt nach der Einrichtung zuverlässig ihren Dienst. Der Funktionsumfang ist absolut ausreichend und als Apple-User wird man hier durch die Möglichkeit, die Eve Cam ins SmartHome zu integrieren, voll auf seine Kosten. Dafür wiederum muss man, um diese voll nutzen zu können zusätzlich mit den Kosten von mindestens 2,99€ für den Cloud Dienst rechnen und die Anschaffungskosten der Kamera und genau da hat die Eve Cam es schwer. Schließlich ist der Markt inzwischen gut umkämpft und man bekommt hier für gut 60€ sehr gute Alternativen, die mit einem besseren Bild punkten können.
Preis/Leistung
Mit einer UVP von 149,95 € bzw. inzwischen 119,95€ ist die Eve Cam wirklich nicht gerade günstig. Schließlich gibt es hier bereits für 60€ sehr gute Alternativen, die mich in machen Punkten mehr überzeugen konnten. Leider gibt es jedoch auch hier wie bei vielen anderen Herstellern keine Möglichkeit, die Aufnahmen auf eine separate Micro-SD Speicherkarte abzuspeichern.
Somit muss man hier zwar ebenfalls auf eine Cloud zurückgreifen, jedoch handelt es sich hier um die iCloud von Apple, sodass man hier mit den Daten bei einem Unternehmen bleiben kann. Die zusätzlichen Kosten der Cloud basieren hier auf 2,99€ im Monat, dafür erhält man dann wie von Apple gewohnt 200 GB iCloud Speicher, welchen man zusammen mit der Familie teilen kann, und zudem wird der Speicher nicht von den Aufnahmen der Kamera belastet. Für alle diejenigen, die keinen Cloud-Dienst zum Speichern der Aufnahmen nutzen wollen, müssen natürlich auch hier abstand nehmen und zu einem anderen Modell greifen, außer man vertraut hier zumindest Apple, was das Thema Daten angeht.
testr Gesamtwertung
unter Berücksichtigung aller Teilwertungen

Wir bedanken uns beim Hersteller für die Bereitstellung des Produktes. Zu unseren Grundsätzen
Link zum Hersteller: evehome.de






















































