Gigaset GS280

Die einzelnen Komponenten von Smartphones sämtlicher Hersteller, werden im asiatischen Markt hergestellt und zudem findet auch hier die Endmontage der Geräte statt. Anschließend werden diese dann über den ganzen Kontinent verteilt und zu den Zuliefern und Endkunden geliefert. So ist dies bei den Komponenten auch bei Gigaset der Fall, doch mit dem GS280 hat das Unternehmen aus Bocholt bereits das zweite Smartphone auf den Markt gebracht, welches man in der Tat im eigenen Werk zusammenbaut. Somit werden die neuen Geräte mit dem früher oft bekannten Satz „Made in Germany“ geworben.

Das neue Gigaset GS280 ist als Nachfolger des eigentlichen Gigaset GS270 Plus anzusehen, da es ebenfalls eine Single-Kamera besitzt und auf den ersten Blick ähnlich ausschaut. Jedoch hat man dieses in einigen Bereichen verbessert. Vor allem der sehr große Akku mit 5.000 mAh klingt sehr vielversprechend. Doch kann das neue Gigaset GS280 mit dem größeren Akku, einem neuen Display und seinem Prozessor im Test überzeugen? Das erfahrt ihr in diesem Testbericht. 

PUNKT 1

bestehend aus „Verpackung/Design/Verarbeitung“ entspricht 25% der Gesamtwertung

Verpackung

Bei den bisher von mir getesteten Gigaset-Smartphones, ähnelten die Verpackungen von der Materialwahl und Verarbeitung sehr dem Mainstream, also dem Großteil alles Smartphone-Verpackungen. Schließlich werden so gut wie alle Verpackungen der Smartphone-Hersteller, in China hergestellt und auf nahezu identischer weiße hergestellt und bedruckt.

Bei der Verpackung des GS280 ist dies jedoch anders, denn die Verpackung wird ebenso wie die Bedienungsanleitung und die Endmontage des Smartphones in Deutschland hergestellt bzw. erledigt. Somit kommt die Verpackung zwar in dem üblichen weiß/orangenen Design daher, jedoch unterscheidet sich die Verpackung von den bisherigen asiatischen Geräten. Es handelt sich um eine Weiße typisch für Versandkarton genutzte 1. wellige Kartonage, welche an den Außenseite mit einigen Infos und technischen Daten bedruckt wurde.

Die Oberseite zieren wie üblich der Name des Herstellers „Gigaset“ und die Modellbezeichnung „GS280“. Des Weiteren ist hier bei Gigaset üblich noch das Smartphone von der Vorder- und Rückseite abgebildet. Zu guter Letzt prangt im unteren linken Rand noch der Satz „ Made in Germany“, denn wie bereits erwähnt, wurde das Gerät in Bocholt zusammengeschraubt. An den Seiten der Verpackung prangt rundum lediglich das Gigaset Logo. An der oberen Stirnseite ist darüber wiederum ein Aufkleber geklebt, der wie üblich über die IMEI 1-/2-Nummer, die Seriennummer, das Smartphone-Modell und dessen Farbe informiert.

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 Auf der Rückseite sind wie von Gigaset üblich und schon von den anderen getesteten Geräten bekannt, die wichtigsten Informationen zum Smartphone mit Bildern und Text aufgelistet. Somit erfährt man hier anhand der kleinen Bilder, die Daten zur Display-Größe und dessen Format, Akku-Größe, Kamera-Auflösungen, und dem vorinstallierten Betriebssystem. Im Text darunter werden zudem noch zahlreiche weitere technische Merkmale aufgelistet.

Anders wie von anderen Herstellern und Gigaset gewohnt, handelt es sich hier nicht um eine zweiteilige Verpackung, welche nach oben hinweg geöffnet wird, sondern von rechts nach links aufgeklappt wird. Anschließend erblickt man nach dem Öffnen, direkt das Gigaset GS280 Smartphone in einer dünnen transparenten Schutzfolie, welches zudem mit einer Displayschutzfolie versehen wurde. Das restliche Zubehör verbirgt sich unter dem Gerät. Beim Lieferumfang gibt es einige Neuerungen, denn nun setzt auch Gigaset bei seinen Smartphones auf den aktuellen USB-Typ-C-Ladeanschluss. Daher befindet sich logischerweise auch ein USB-Typ-C-Ladekabel im Lieferumfang. Zudem legt man wie üblich in dem Mittelklasse-Preissektor von Smartphones noch ein 18 Watt Netzteil, ein SIM-Tool, In-Ear Kopfhörer mit Silikontips und 1-Tasten Fernbedienung bei, sowie  und die üblichen Papierbeilagen.

(Verpackung: 3,5 von 5 Punkten)

Design

Beim Gigaset GS280 handelt es sich um ein klassisches Smartphone, bei dem der Hersteller der bisherigen Designsprache absolut treu geblieben ist. Somit bleibt man auch hier der Materialwahl, beim Gehäuse usw. treu und folgt nicht dem aktuellen Trend, der hochglänzenden Glasrückseiten von den bekannten Hersteller wie Huawei, OnePlus, Apple und Co. Beim Gehäuse des GS280 setzt Gigaset auf eine Mischung aus Aluminium und Kunststoff. Zwar besteht die Rückseite, also das etwas größere eingelassene Element auf dem sich auch der Fingerabdrucksensor befindet aus Aluminium. Doch der Rahmen wiederum wurde aus einem Kunststoff gefertigt. 

Von den Abmessungen ist das Gigaset GS280 etwas größer als das GS270/Plus und daher 152,6 mm x 73,7 mm x 92 mm groß. Im Vergleich, beim Gigaset GS270/Plus betrugen die Maße noch 149,5 x 74 x 8,95 Millimeter (L x B x H). Jedoch war hier auch kein 5,7 Zoll Display verbaut, sondern lediglich 5,2 Zoll. Das Gewicht fällt mit knapp 175 g (selbst nachgewogen) noch gut aus, jedoch ist z. B. das Gigaset GS370 Plus bei gleicher Displaygröße und ähnlichen Abmaßen knapp 30 Gramm leichter.

Der Rand um das Display fällt für die Verhältnisse im Jahre 2019, bei dem der Trend selbst bei Mittelklasse-Smartphones immer mehr richtigen Notch und einem nahezu randlosen Display geht, relativ breit aus. An den seitlichen Rändern ist dieser knapp 2 mm dick, am oberen Rand 10 mm, sowie unten knapp 12 mm breit. Das 5,7 Zoll Display besitzt ein 18:9 Format, daher ist es in der Höhe doppelt so hoch wie in der Breite. 

Der Fingerabdrucksensor ist wie bei bisher allen Gigaset Smartphones nicht an der Vorderseite im Displayrand, sondern zentral im oberen Drittel auf der Rückseite integriert. Dieser lässt sich daher sehr gut sowohl als Rechtshänder, als auch Linkshänder mit dem Zeigefinger erreichen. Betrachten wir nun noch die restlichen Bedienelemente, Kameramodule usw. 

Bei diesen bleibt Gigaset der bisherigen Anordnung wie der Designsprache ebenfalls treu. Daher findet man wie gewohnt an der rechten Seite die beiden getrennten Lauter-/Leiser-Tasten und wenige Millimeter darunter den geriffelten Power-Knopf. Die Knöpfe sind hier allesamt gleich groß, daher hat Gigaset eben diesen Power-Knopf etwas weiter nach unten gesetzt und zur haptischen Unterscheidung geriffelt ausgeführt. An der linken Seite des Geräts findet man wie gewohnt im oberen Drittel den SIM- und microSD-Karten-Slot. Dabei handelt es sich um den von Gigaset bisher oft genutzten 3-Fach Einschub, welcher nicht nur Platz für zwei SIM-Karten bietet, sondern zudem noch für eine MicroSD-Speicherkarte (max. 256 GB).

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An der Rückseite ist in der oberen linken Ecke ein Single-Kameramodul verbaut. Dabei handelt es sich um eine mit 16 Megapixeln auflösende Kamera, welche von einem zweifarbigen LED-Blitz bei dunklen Aufnahmen unterstützt wird (kaltes und warmes Licht). Dieser Blitz soll für eine natürlichere Farbwiedergabe bei Bildern mit Blitzlicht sorgen, da es früher bei Smartphones mit lediglich einem weißen LED-Blitz oftmals zu unnatürlichen Hauttönen gekommen ist. Dieser zweifarbige Blitz gehört mittlerweile jedoch schon zum Standard bei fast allen Herstellern und ist somit keine große Besonderheit mehr.

Direkt über dem Display, befindet sich im Rand mittig, die Hörmuschel. Diese wird lediglich zum Telefonieren genutzt und fungiert daher nicht als zusätzlicher Stereo-Lautsprecher. Rechts neben der Hörmuschel befindet sich der Annäherungssensor, dieser dient dazu, dass Display auszuschalten, sobald man das Smartphones an Ohr hält. Zudem ist hier auch der Lichtsensor untergebracht, welcher wie üblich die Helligkeit des Displays, automatisch der aktuellen Lichtsituation anpasst. Links neben der Hörmuschel wiederum ist wie gewohnt die Front-Kamera verstaut, welche in diesem Fall mit 13 Megapixeln auflöst. Auf die genaueren Werte, sowie Qualität der Kamerabilder, gehe ich wie gewohnt unter dem Punkt „Kamera“ genauer ein.

Zum Ersten mal verwendet Gigaset die aktuelle USB- Schnittstelle USB-Typ-C, zum Aufladen des Smartphones. Dies ist sehr gut, denn im Jahre 2019 sollten eigentlich alle Hersteller auf diesen Anschluss setzen, damit man endlich einen einheitlichen Standard bei den neuen Geräten erreicht, der zudem einfacher in der Handhabung (beidseitiges einstecken) und schneller in der Übertragung ist. Links und rechts neben dem USB-Typ-C Lade-Anschluss befindet sich jeweils ein Lautsprechergitter. Unter dem sich links das Mikrofon für Telefongespräche und rechts der normale Mono-Lautsprecher versteckt. Wie bereits erwähnt und in dieser Preisklasse nicht anders zu erwarten, gibt es kein Stereo-Lautsprecher an Bord des Gigaset GS280. Dennoch ist der Mono-Lautsprecher als klanglich klar einzustufen und von der Lautstärke, ist dieser ebenfalls laut genug, um damit z. B. während dem duschen Musik zu hören. Im Tiefgang, also dem Bassbereich, fehlt es dem GS280 jedoch etwas zu sehr, sodass der Lautsprecher zwar zur Wiedergabe von Klingeltönen, Youtube-Videos reicht, aber für Filme definitiv weniger. Die Hörmuschel im oberen Bereich ist klanglich wiederum sehr gut, hier gefällt mir sehr, die maximal Lautstärke und die klare Sprachverständlichkeit.

Der USB-Typ-C-Ladeanschluss an der Unterseite unterstützt USB-on-the-go (OTG). Dies bedeutet soviel, dass man mit dem passenden Kabel ein angeschlossenes Gerät mit Strom versorgen kann. Dabei dient das Gigaset GS280 wie bereits dessen Vorgänger, als Power-Bank. Zu guter Letzt gibt es an der Oberseite des Smartphones noch eine 3,5 mm Klinke-Buchse, um die mitgelieferten oder andere Kopfhörer anzuschließen. 

(Design: 3,5 von 5 Punkten)

Verarbeitung

Mit der Verarbeitung des „Made in Germany“ Gigaset GS280 bin ich persönlich soweit sehr zufrieden. Die Rückseite aus Aluminium und der Kunststoffrahmen harmonieren sehr gut miteinander. Sodass man hier kaum einen Unterschied feststellen kann. Auf dem ersten Blick sieht beides hier nach Aluminium aus, erst mit dem Abfahren mit dem Fingernagel stellt man einen Unterschied fest. Bei meinen Aufnahmen via. Kamera fällt der Unterschied jedoch überraschenderweise deutlich mehr auf, wie es in Wirklichkeit ist. Dies muss vermutlich an der Nahaufnahme und dem Lichteinfall liegen.

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Die Kamera auf der Rückseite ist jedoch wie bereits bei den Vorgängergeräten soweit oben platziert worden, sodass das Modul durch die abgerundete Kante rundherum, im oberen Bereich etwas mehr hervorsteht. Im restlichen Bereich steht die Kameralinse bzw. das Glas und der Chrom-Schutzring darum knapp 0,5 mm hervor. Wer von euch sein Smartphone jedoch so wie ich vorhat, sowieso immer in einer Schutzhülle zu verwenden, muss sich über diese Eigenschaft keine Gedanken machen. Zumal bei vielen anderen Herstellern die Kamera sogar bis zu 2 mm hervorsteht.

(Verarbeitung: 4 von 5 Punkten)


PUNKT 2

bestehend aus „Funktion des Produktes“ entspricht 65% der Gesamtwertung

Technische Daten des Gigaset GS280
Display 5,7 Zoll (18:9 Format) 2160 x 1080 Pixel (Full HD plus), Pixeldichte beträgt 423 ppi
CPU Qualcomm Octa-Core, Snapdragon430, 64bit, 8x 1.40 GHz Cortex-A53 / GPU: Adreno 505
RAM 3 GB RAM
Speicher 32 GB (mit microSD bis zu 256 Gigabyte erweiterbar)
Betriebssystem  Android 8.1 „Oreo“
Haupt-Kamera 16MP f/2.0 Blende; Dual-Tone-LED-Blitz.
Front-Kamera 13 Megapixel
Anschlüsse USB-Typ-C-Ladenaschluss, 3.5mm-Klinke
Akku 5.000 mAh nicht austauschbar
Konnektivität Wi-Fi 802.11 a/b/g/n/ac 2,4 &5 GHz. Mobilfunknetz bis 4G, Wi-Fi Direct, Bluetooth 4.2 und GPS, A-GPS, GLONASS, Beido
Abmessungen (LxBxH) 152,6 mm x 73,7 mm x 9,2 mm
Gewicht  174 Gramm
Lieferumfang
  • Gigaset GS280
  • 18 Watt-Netzteil
  • USB-Typ-C-Ladekabel
  • SIM-Karten Tool
  • In-Ear Kopfhörer
  • Bedienungsanleitung

Performance

Gigaset setzt beim GS280 auf den Mittelklasse CPU Snapdragon 430 aus dem Hause Qualcomm. Dieser Prozessor wurde bereits im Februar 2016 vorgestellt und ist daher nicht mehr gerade der jüngste. Dieser kommt mit insgesamt acht A53-Kernen daher, welche jeweils mit maximal 1,4 GHz getaktet werden. Zwar handelt es sich um einen 64-Bit CPU, jedoch wurde dieser im 28 nm Verfahren hergestellt. Unterstützt wird der Prozessor von einem 3 GByte großen RAM und einem GPU (Grafikchip) Adreno 505. Beim Speicher stehen für den geforderten Preis akzeptable 32 GByte zur Verfügung. Wer mehr benötigt, kann in den SIM-Karten-Slot eine micro-SD-Speicherkarte mit einer Größe von max. 256 GByte einsetzen.

Beim internen 32 GByte Speicher handelt es sich um einen älteren. Daher erreicht dieser bei der Lese und Schreibgeschwindigkeit keine überraschend hohe Werte, doch dies kann man sich angesichts des Preises denken. Zudem reicht die Geschwindigkeit für die Zielgruppe der Gigaset-Geräte, welche keine allzu großen Werte auf ein rasant schnelles Smartphone legt problemlos aus. Laut AndroBench erreicht der interne Speicher beim Schreiben fast 106 MB/s und beim Lesen 290 MB/s.

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    Für die Alltäglichen aufgaben wie z. B. Mails verfassen, WhatsApp Nachrichten schreiben und im Internet surfen, ist die Leistung des Mittelklasse-Prozessors absolut ausreichend. Bei aufwendigen 3D-Games kommt das Gigaset GS280 jedoch logischerweise an seine Rechenleistung, denn dafür ist der verbaute CPU, RAM und GPU einfach zu schwach bestückt. Hier muss man dann eben mit einem weniger flüssigen Spiel leben und die grafischen Details sind natürlich ebenfalls heruntergesetzt. Normale nicht allzu anspruchsvolle Games laufen jedoch ohne Probleme.

    So viel zu den technischen Daten und meiner Einschätzung der Rechenleistung in meinem Alltagstest. Doch einige legen hier natürlich Wert auf die Zahlen einiger Benchmark Test  und daher schauen wir uns diese wie gewohnt ebenfalls an. 

    Bei Antutu konnte das Gigaset GS280 einen Wert von 59.997 erreichen und bei Geekbench 4 kam es im Singel-Core Test auf 683 Punkte und beim Multi-Core-Test auf 2620 Punkte. Somit ist es technisch gesehen etwas besser als das Gigaset GS370 Plus. Bei meinem Testgerät mit 32 GByte Speicher waren übrigens von Werk aus knapp 26 GByte frei zur Verfügung. 

    (Performance: 3 von 5 Punkten)

    Display

    Beim Display setzt Gigaset wie bereits eingangs erwähnt auf ein 5,7 Zoll große IPS-Display, mit einer Auflösung von 2.160 x 1.080 Pixeln und einer Pixeldichte von 423 ppi. Dies entspricht einer Auflösung von, Full-HD+ und ist daher deutlich schärfer als bei den bisherigen von mir getesteten Smartphones aus dem Hause Gigaset. Der Formfaktor liegt weiterhin bei einem Wert von 18:9 und der Screen-to-Body-Ratio wert liegt bei 74,8 %. Dieser Wert gibt an, wie viel der Vorderseite mit einem Display abgedeckt ist.

    Die maximale Helligkeit des Displays wurde zwar von 400 cd/m2 (Gigaset GS370 Plus) auf 450 cd/m2 verbessert. Doch dies ist immer noch kein allzu hoher Wert im Vergleich zu einigen anderen Mittelklasse-Smartphones. Im Alltag reicht die Helligkeit zwar im Indoor-Einsatz und im Schatten aus, geht man jedoch ins direkte Licht, wird einem einfach bewusst, wie gering die Helligkeit dennoch ist. Hier wird es sehr schnell etwas schwieriger, alles vernünftig auf dem Display zu erkennen, da zudem das Display im Freien etwas zu sehr spiegelt.

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    Die dargestellten Farben des IPS-Panel kann ich als sehr ordentlich bezeichnen und die Farben sind ausreichend kräftig dargestellt. Der Kontrast ist ebenfalls ok, kann jedoch logischerweise nicht mit einem OLED-Display mithalten. Die Blickwinkelstabilität ist wiederum ebenfalls gut, neigt man das Gerät jedoch zu sehr, dann sind minimale Farbveränderungen feststellbar. Diese zeigen sich je nach Betrachtungswinkel durch einen leichten blau-/ und Gelb-Stich.

    (Display: 3,5 von 5 Punkten)

    Akku

    Im Gigaset Gs280 hat man nun wieder den großen 5.000 mAh Akku verbaut. Zwischenzeitlich hat Gigaset in den Geräten nämlich auch kleinere Akkus mit 3.000 mAh Akku verbaut. Mit 5.000 mAh gehört das GS280 zu den sehr gut ausgestatteten Geräten, schließlich haben die meisten Geräte eine Akkukapazität zischen 3.000 – 4.200 mAh. Alles was darüber liegt, kommt eher selten vor.

    Das Besondere beim Gigaset GS280 ist jedoch, dass man diesem die hohe Akkuleistung weder beim Ansehen, noch beim in der Hand halten, anmerkt. Daher ist es zwar dick, aber nicht auffällig dick, sodass es sofort logisch wäre, dass hier ein 5.000 mAh Akku verbaut wäre. Des Weiteren ist es vom Gewicht nicht sonderlich schwerer als andere Geräte.

    Doch wie lange hält der Akku im Alltag zeitlich gesehen durch, dies habe ich natürlich ebenfalls getestet. Im kam mit einer vollen Aufladung gut drei Tage aus, ehe ich das Gerät wieder via USB-Typ-C Ladekabel und dem 18 Watt Netzteil aufladen musste. Dank Schnellladefunktion, ist das Gerät trotz des riesigen Akkus in knapp zweieinhalb Stunden wieder auf 100 % aufgeladen.

    (Akku: 5 von 5 Punkten)

    Kamera

    Beim Gigaset GS280 wurde lediglich eine Hauptkamera mit 16 Megapixeln und einer Blende von f/2.0 verbaut. Wäre hier eine Dual-Kamera erwartet, muss ich leider enttäuschen, denn diese gibt es hier leider nicht. Die Auflösung der Kamera mit 16 Megapixeln ist überraschend hoch, den bei sonstigen Geräten in dieser Preisklasse setzen die Hersteller sonst oftmals auf 12 oder 13 Megapixeln. Die Blende von f/2.0 wiederum, ist für die heutige Zeit, in der es bereits Kameras mit f/1.6 usw. gibt, eher als schwächer einzustufen.

    Neben der Hauptkamera befindet sich noch ein DualTone-LED-Blitz, welcher je nach Helligkeit automatisch zugeschaltet wird, oder auch einfach manuell zugeschaltet werden kann. Als Fokus ist ein Phase-Detection-Autofokus (PDAF) integriert, welcher durch Phasenvergleich die richtige Objektivposition errechnet. Leider ist bei der Hauptkamera erneut kein optischer Bildstabilisator verbaut. Hier ist nämlich lediglich ein elektronischer Bildstabilisator (EIS) integriert.

    Schon alleine die Blende der Kamera sagt für mich persönlich aus, dass es sich hierbei wohl eher um eine Kameralinse handelt, welche ihre „stärken“ beim schönen (sonnigen) und hellen Tagen zeigt. Doch natürlich zeigt sich die Qualität der Bilder erst bei einigen Testaufnahmen bei verschiedenen Helligkeiten und Motiven. Wie üblich habe ich die Bilder im Standard-Modus geknipst, da die meisten dies im Regelfall ebenfalls so machen werden. 

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    Die Bilder können mich bei gutem Licht mit sehr guten Farben und einer zufriedenstellenden Bildschärfe, sowie Dynamik überzeugen. Jedoch variiert diese Qualität etwas, sodass ich nach einigen geknipsten Bildern festgestellt habe, dass wenn die Software der Kamera, HDR zuschaltet, die Bilder am besten sind. Da ich jedoch den Automatik-Modus, so wie dieser von Werk aus eingestellt ist, genutzt habe, hat diesen die Kamera bzw. die Software automatisch aktiviert oder eben nicht. 

    Bei Tageslicht sind die Bilder somit mit aktiviertem HDR besser als ohne HDR, da dadurch die sonst etwas schlechtere Dynamik der Fotos deutlich aufgewertet wird. Ein sonst gelegentlich vorkommender Effekt, wie man diesen z. B. von den ersten Smartphones mit HDR kennt, bei denen das Bild sehr überarbeitet wirkt, entsteht dabei jedoch glücklicherweise nicht.

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    • Gigaset GS280 Kamera 5
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    • Gigaset GS280 Kamera 7
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    • Gigaset GS280 Kamera 19
    • Gigaset GS280 Kamera 20
    • Gigaset GS280 Kamera 21

      Das aktiveren des HDR-Modus bringt jedoch einen minimalen Nachteil mit sich, mit dem ich persönlich jedoch aufgrund der deutlich besseren Bilder leben kann. Man muss das Smartphone nämlich etwas länger, als ohne ruhig halten, da ansonsten die Bilder durch den fehlenden optischen Bildstabilisator verwackelt aufgenommen werden. Bei schlechtem Licht schneidet das Gigaset GS280 zwar ganz gut ab, aber zu den stärken gehört der Lowlight-Bereich definitiv nicht.

      Die Frontkamera löst mit maximal 13 MP auf. Damit gelingen im Großen und Ganzen bei gutem Licht brauchbare Aufnehmen. Jedoch hat die Frontkamera etwas zu sehr Probleme, die verschiedenen Helligkeitsstufen zu erkennen, sodass es bei den Fotos dazu kommt, dass vor allem der dunkle Bereich sehr gleich aussieht. Was zur Folge hat, dass man hier keine wirklichen Kanten und Details mehr wahrnehmen kann.

      Videos können mit dem Gigaset GS280 mit maximal 1.080p und 30 fps aufgenommen werden. 4K-Videos werden daher ebenso wenig unterstützt wie Slow-Motion aufnahmen.

      (Kamera: 3 von 5 Punkten)

       Software

      Das GS280 liefert Gigaset mit Android Oreo in der Version 8.1 zum Kunden. Der auf meinem Testgerät installierte Sicherheitspatch stammt vom Februar 2019 und ist daher auch nicht mehr wirklich der aktuellste. 

      Wie bereits bei den bisher von mir getestet Gigaset Smartphones, halten sich die bereits vorinstallierten Apps in Grenzen. Standardmäßig sind hier Apps wie z. B. eine Hilfe-, und eine Gigaset-entdecken-App (Werbe-App) vorinstalliert. Diese können bei Bedarf aber ganz einfach deinstalliert werden.

      • Gigaset GS280 Software 3
      • Gigaset GS280 Software 7
      • Gigaset GS280 Software 4
      • Gigaset GS280 Software 5
      • Gigaset GS280 Software 6
      • Gigaset GS280 Software 2
      • Gigaset GS280 Software 8

        Kamera Startbildschirm

      • Gigaset GS280 Software 9

        Kamera Menü 1

      • Gigaset GS280 Software 10

        Kamera Funktionen 1

      • Gigaset GS280 Software 11

        Kamera Funktionen 2

        Wer unter euch vorhat, mit dem Gigaset GS280 Filme unterwegs via Netflix oder Amazon Prime zu streamen, muss ich jedoch vorwarnen. Trotz Full-HD+ Auflösung, wird nämlich keine Wiedergabe von Full-HD Inhalten unterstützt. Hier muss man sich aufgrund der fehlenden DRM Widevine L1 Zertifizierung mit einer niedrigeren Auflösung zurecht geben, den mit der L3 Zertifizierung ist dies leider nicht möglich.

        Das System startet aufgrund der etwas schwächeren Ausstattung nicht gerade schnell, hält sich jedoch im Vergleich zu iOS-Devices und manch anderen Android-Smartphones auf einem ähnlichen Niveau.

        (Software: 4 von 5 Punkten)


        PUNKT 3

        bestehend aus „Beschreibung und Preis-/Leistung“ entspricht 10% der Gesamtwertung

        Beschreibung

        Das Gigaset GS280 ist definitiv kein Smartphone für High-End-Nutzer. Doch dies hat das Unternehmen auch gar nicht behauptet, denn selbst spricht Gigaset hier von: Ausgezeichneter Funktionalität und Qualität für preisbewusste Kunden. 

        Die Zielgruppe von Gigaset liegt somit bewusst bei den normalen Nutzern, oder auch solchen, wo älter bzw. im höheren Alter auf der Suche nach dem ersten Smartphone sind.

        Für genau diejenigen, welche auf der Suche nach einem schlichte, aber robusten Smartphone sind. Welches einen Akku bietet, den man nicht jeden Abend, sondern problemlos auch mal erst nach drei Tagen wieder aufladen muss. Aber ebenso eventuell noch Wert auf ein „Made in Germany“ Produkt legt, für den ist das Gigaset GS280 genau die richtige Wahl.

        Die Auflösung ist für den Mittelklasse-Bereich absolut ausreichend und die Ausstattung kommt problemlos mit WhatsApp, Facebook und Co. klar.

        Preis/Leistung

        Das Gigaset GS280 ist direkt bei Gigaset ab 249,00 EUR erhältlich. Ein besser ausgestattetes Plus-Model gibt es dieses Mal nicht. Ebenso gibt es das Gerät aktuell nur in der Farbe Coffee Brown, weitere Farbvarianten sind momentan nicht geplant.

        Das Gigaset GS280 ist meiner Meinung nach nicht nur vom Akku ein sehr gutes Gerät, sondern auch die Verarbeitung, dass man bei diesem Gerät auf USB-TYP-C gesetzt hat gefällt mir ausgesprochen gut. Daher ist das Gerät trotz der etwas älteren Ausstattung, gerade für Smartphone-Einsteiger empfehlenswert. Schließlich möchte gerade die älteren typischen deutschen und österreichischen Bürger, welche sich dazu entscheiden, in die Welt der Smartphones einzusteigen, nicht unbedingt zu einem Gerät aus China und Co. greifen. Sondern setzten hier sicherlich viel lieber auf ein „Made in Germany“ Gerät. Wer ein Smartphone lediglich zum surfen, telefonieren, Nachrichten schreiben und gelegentliche Schnappschüsse nutzen möchte, für denjenigen reicht das neue Gigaset GS280 definitiv aus.

        Gigaset GS280

        Zum Angebot bei


        Somit ergibt sich unter Berücksichtigung aller Teilwertungen folgende testr – Bewertung:

        TESTR GESAMTWERTUNG:
        3.7 von 5

        Wir bedanken uns beim Hersteller für die Bereitstellung des Produktes. Zu unseren Grundsätzen.

        Link zum Hersteller: Gigaset.de

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