Gigaset GS290

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Display6,3 Zoll (19,5:9 Format) 2340 x 1080 Pixel (Full HD plus), Pixeldichte beträgt 409 ppi
CPUMediaTek Helio P23 Octa-Core MT6763, 64bit, 4x 2,30 GHz 4x 1.65 GHz / GPU: ARM Mali-G71 MP2
RAM4 GB RAM
Speicher64 GB (mit microSD bis zu 256 Gigabyte erweiterbar)
BetriebssystemPure Android™ 9.0 Pie (Update auf Android 10 geplant)
Haupt-KameraDual-Kamera: 16 MP f/2.0 Blende und 2 MP für Bokeh-Effekt, Mono-LED-Blitz
Front-Kamera16 Megapixel
AnschlüsseUSB-Typ-C-Ladenaschluss, 3.5mm-Klinke
Akku4.700 mAh; fest verbaut
FarbenPearl White
KonnektivitätWi-Fi 802.11 a/b/g/n 2,4GHz und 5GHz. Mobilfunknetz bis 4G, Wi-Fi Direct, Bluetooth 5 und GPS, A-GPS, GLONASS, NFC und kabelloses Laden
Abmessungen (LxBxH)157 mm x 75,1 mm x 9,65 mm
Gewicht190 g
LieferumfangGigaset GS290
18 Watt-Netzteil
transparente Hülle
USB-Typ-C-Ladekabel
SIM-Tool
Bedienungsanleitung

Performance

Das Gigaset GS290 wird von einem 64-Bit CPU aus dem Hause MediTek angetrieben genauer gesagt von dem Mediatek MT6763V Helio P23 SoC. Dabei handelt es sich zwar um keinen schlechten Prozessor, doch High-End ist dieser definitiv auch nicht, sondern eher sagen wir als Mittelklasse einzustufen. Dieser Prozessor ist leider nicht gerade der neuste, sondern stammt aus dem Jahr 2017. Es handelt sich jedoch um einen Octa-Core( 8-Kern) Prozessor, der im sogenannten 16 nm Verfahren hergestellt wurde. Bei der Taktrate, laufen von den insgesamt 8-Kernen, vier mit jeweils bis zu 1,65 GHz (Stromspar Cluster) und die anderen vier mit bis zu 2,3 GHz (Performance Cluster). Unterstützt wird der CPU wie üblich von einer integrierten Grafikkarte (GPU) bei der es sich in diesem Fall um den ARM Mali-G71 MP2 mit 2 Kernen handelt, welche mit je 770 MHz takten. Unterstützt wird der CPU zudem von einem 4 GB großen Arbeitsspeicher, der für einen flüssigen Systembetrieb sorgen soll. 

Beim verbauten Flash-Speicher hat man den Speicher auf zeitgemäße 64 GB erweitert, was für die meisten die ein gutes Mittelklasse-Smartphone suchen, absolut ausreichend sein sollte. Sollte man jedoch mehr Speicher brauchen, dann kann dieser natürlich wie gewohnt mit einer zusätzlichen Micro-SD-Speicherkarte um bis zu 256 GB erweitern.

Der Speicher des Gigaset GS290 gehört zwar nicht zu der schnellsten Sorte, doch für ein Mittelklasse-Smartphone, ist dieser mehr als ausreichend schnell. Laut AndroBench erreicht der interne Speicher beim Schreiben einen Wert von knapp 193 MB/s und beim Lesen fast 279 MB/s, daher schneidet das Gerät sowohl beim Lesen, als auch beim Schreiben besser ab, als die bisherigen Smartphones von Gigaset. Der Flash-Speicher von 64 GB ist wie bereits erwähnt gut bemessen und von den 64 GB stehen einem knapp 53 GB frei zur Verfügung.

Wie ich bereits erwähnt habe, handelt es sich beim verbauten CPU nicht um den Besten, doch die verbaute Leistung reicht für alle alltäglichen Arbeiten und für eine flüssige Systemperformance aus. Besonders anspruchsvolle Spiele laufen auf dem Gigaset GS290 zwar auch, doch damit hier ein flüssiges Spielvergnügen gewährleistet werden kann, wird die Grafik bzw. die Darstellung der Details etwas reduziert. Die verbaut Hardware (CPU, GPU und 4 GB RAM) sorgt zwar für eine gute Leitung, doch gegenüber der Konkurrenz gibt es hier für unter 300€ noch einige Smartphones mit einer etwas stärkeren Rechenleistung.

So viel zu den technischen Daten und meiner Einschätzung der Rechenleistung in meinem Alltagstest. Doch einige legen hier natürlich Wert auf die Zahlen einiger Benchmark Tests und daher schauen wir uns diese wie gewohnt ebenfalls an. Bei Geekbench 5.0 konnte das Gigaset GS290 einen Wert von 152 im Single-Core und 876 im Multi-Core erreichen und bei PCMark for Android kam es auf eine Score von 5064.

(Performance: 3,5 von 5 Punkten)

Display

Beim Gigaset GS290 hat man ein 6,3 Zoll großes Full HD+ Display verbaut. Dieses IPS-Display löst mit einer Auflösung von 2340 x 1080 Pixeln auf, daher auch die zusätzliche Bezeichnung „+“. Dies ergibt eine Pixelschärfe von knapp 409 ppi, was somit für ein Mittelklasse-Smartphone überraschend gut ist.

Die Helligkeit liegt wie beim Gigaset GS195 bei durchschnittlich knapp 430 cd/m². Dies ist zwar eine gute max. Helligkeit, doch hier muss man an einem sonnigen Tag teils mit Einschränkungen leben, da hierfür das Display dann doch etwas zu dunkel ist. Jedoch geht es für ein Mittelklasse-Smartphone durchaus in Ordnung und liegt eigentlich sogar über dem Durchschnitt in dieser Preisklasse. 

(Display: 3,5 von 5 Punkten)

Akku

Beim fest verbauten Akku im Gigaset GS290 handelt es sich um einen 4.700 mAh Lithium Polymer Akku. Das ist natürlich für ein Smartphone dieser Preisklasse ein wahres Kraftpaket, was dafür sorgt, dass man in der Praxis eine lange Akkulaufzeit erreicht. Trotz des großen Akkus ist das Gigaset GS290 jedoch kein schweres bzw. dickes Gerät, dem man den großen Akku direkt ansehen würde.

 Die Akkulaufzeit des Gigaset GS290 ist zwar sehr gut, sodass man damit gut zwei Tage ohne aufladen zurechtkommt, doch ich konnte feststellen, dass das Energiemanagement nicht ganz so gut gelöst ist. Dies muss an der verbauten Hardware liegen, die angesichts der Leistung, weitaus nicht so energiesparend ist, wie die technisch deutlich leistungsstärkeren Prozessoren. Somit gibt es durchaus Konkurrenten, die trotz einem etwas kleineren Akku gleich lange oder sogar länger durchhalten können.

Der Akku im Gigaset GS290 ist sehr groß, daher dauert es trotz einer Schnellladefunktion (18 Watt) knapp 3 Stunden, bis der Akku von 0 auf 100 % aufgeladen wurde. Das Gigaset GS290 ist übrigens das erste Smarten aus Bocholt, welches nicht nur via USB-Typ-C Ladekabel geladen werden kann, sondern auch kabellos.

(Akku: 4,5 von 5 Punkten)

Kamera

Die Dual-Kamera auf der Rückseite des Gigaset GS290 setzt sich aus einem 16 MP f/2.0 und einem 2 Megapixel Sensor zusammen, wobei Letzteres lediglich für den Bokeh-Effekt (Tiefenschärfe) genutzt wird. Somit hat man hier auf der Rückseite zwar optisch wie bei anderen Geräten mit einer Dual-Kamera, zwei Kamera-Linsen, doch davon kann man effektiv nur eine nutzen, sprich die 16 Megapixel-Linse.

Die Hauptkamera auf der Rückseite ist zwar nicht schlecht, doch was mich persönlich etwas störte, war der nicht immer richtig gesetzte Autofokus und dessen teils etwas träge Scharfstellung. Klar wir reden hier von einem Mittelklasse-Smartphone, doch hier hatte ich schon im Fokus schnellere Geräte in dieser Preisklasse im Test. 

Bei normalen „guten“ Lichtbedienungen gelingen einem mit dem Gigaset GS290 durchaus gute Bilder. Sprich, die Kamera eignet sich gut, um teilweise auch im leichten Schatten oder indoor Bilder zu knipsen. Die Farben sind im großen und ganze ok, haben jedoch einen von Werk aus erhöhten Sättigungswert, sodass Farben auf dem Display etwas kräftiger wirken, wie diese es in natura sind.

Aufgrund der Blende und einigen weiteren Faktoren, schneidet die Kamera im Low-Light Bereich etwas schwächer ab, doch um einige Schnappschüsse zu knipsen reicht die Kamera dennoch aus. Klar nimmt hier das Rauschen zu und die Kamera kann hier nicht mit den High-End Smartphones mithalten, doch für unter 300€ ist es eine gute brauchbare Kamera. Was ich jedoch teilweise bei manchen Aufnahmen durchaus vermisst habe, war die Funktion „Auto-HDR“, diese ist nämlich besonders bei gemischten Lichtverhältnissen bei denen zugleich Sonne aber auch Schatten im Bild sind von Vorteil. Es gibt zwar einen HDR-Modus im Kamera-Menü, doch diesen muss man beim Gigaset GS290 jedes Mal manuell anwählen, was in der Praxis einfach oftmals zu umständlich ist.

Die Frontkamera löst ebenfalls mit maximal 16 MP auf. Beim Blitzlicht setzt Gigaset hier wie üblich auf das Aufhellen des Displays, sodass man theoretisch auch im Dunkeln ein Selfie knipsen könnte. Dies geht zwar soweit in Ordnung, doch schöne Bilder gelingen hier eher weniger. Die Frontkamera ermöglicht bei guten Lichtverhältnissen ordentliche Selfies, doch im Großen und Ganzen gehen hier einige Details verloren und mit persönlich fehlt es hier teils etwas an der Dynamik und der Detailschärfe.

Videos können mit dem Gigaset GS290 wie bisher bei sämtlichen anderen Gigaset Smartphones lediglich mit maximal 1.080p und 30 fps aufgenommen werden. 4K-Videos werden daher ebenso wenig unterstützt, wie Slow-Motion aufnahmen.

(Kamera: 3 von 5 Punkten)

Software

Auf dem Gigaset GS290 hat das Unternehmen Android 9 Pie vorinstalliert. Leider hat es Gigaset bei der Aktualität der Sicherheitspatch nicht so eilig, da auf meinem Testgerät noch immer die Version vom 5. Oktober 2019 läuft. Laut eigener Aussage soll jedoch viermal im Jahr, sprich jedes Quartal ein Sicherheitspatch zur Verfügung gestellt werden, daher sollte hier demnächst eine neue Version bereitgestellt werden. Außerdem hat man vor, dass man für das Gigaset GS290 Android 10 ausrollt, was in den nächsten Monaten soweit sein sollte.

Was man beim Smartphone beachten sollte, ist, dass dieses keine sogenannte DRM-Zertifizierung besitzt. Somit kann man entsprechend geschützte Inhalte, sprich Videos nur in SD-Qualität streamen mehr nicht. Positiv wiederum ist das verbaute NFC, Bluetooth 5.0 und einige weitere Kleinigkeiten. Das System läuft weitergehend flüssig, wie es dann später mit Android 10 aussieht, ist eine andere Sache, die sich dann zeigen wird.

(Software: 4 von 5 Punkten)

Der Testbericht ist in drei Teile unterteilt, klicke dich hier durch:

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