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Huawei P40 Pro

In aller Kürze

Bei der Hardware des Huawei P40 Pro hat Huawei definitiv nicht gespart. Eine hervorragende Kamera, ein tolles Design und eine sehr gute Verarbeitung, dabei zeigt das Unternehmen wieder mal sein können. Doch ein Nachteil hat das Ganze, und zwar der neue Huawei Mobile Service anstelle von Google´s Android. Dieser setzt sich aus mehreren Diensten zusammen darunter auch App Gallery, die Huawei alternative zum Google Play Store. Hier gibt es leider noch nicht den vollen Umfang ans Apps wie von den bisherigen Huawei-Geräten gewohnt war, doch was für einige ein absolutes No-Go sein dürfte, wird manch anderen vielleicht freuen bzw. nichts ausmachen. Wer beim Smartphone viel Wert auf eine überragende Kamera und auch sonst eine rundum überzeugende Hardware sucht, kommt beim Huawei P40 Pro voll auf seine Kosten. Ist man jedoch auf zahlreiche Apps angewiesen, oder gar auf die bisher gewohnten Google-Dienste, sollte man eher zu einem anderen Smartphone greifen.

Gefällt uns

  • überragende Kamera
  • überzeugendes Design + Verarbeitung
  • rundum überzeugende Hardware

Gefällt uns weniger

  • keine Dienste von Google und noch wenig Apps verfügbar

Huawei P40 Pro

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TEIL 1

Bestehend aus „Verpackung/Design/Verarbeitung“ entspricht 25% der Gesamtwertung

Verpackung

Wie ich es bereits von den bisher getesteten Huawei Smartphones gewohnt bin, wurde mir auch das neue Huawei P40 Pro in einer typischen weißen Verpackung geliefert, welche lediglich rundherum mit goldenen Schriftsegmenten in Form des Firmenlogos bzw. dem Namen des Produktes versehen wurde. Hierbei darf natürlich auf die Zusammenarbeit bei der Kamera mit Leica nicht fehlen und der hinweiß auf die neuen Huawei „App Store“ alternative, Namens AppGallery.  

Im Inneren der Verpackung verbirgt sich direkt auf der Oberseite das Huawei P40 Pro, welches zum Schutz in eine Kunststofffolie eingepackt ist. Unter diesem wiederum, befindet sich eine Kartonage, in der man ein transparentes Kunststoff-Case zusammen mit den üblichen Beschreibungen findet. Letzteres war bei meinem Testgerät jedoch aufgrund eines Leihgeräts nicht mit dabei. Zu guter Letzt findet man im untersten Teil der Verpackung noch das USB-C-Ladekabel, ein 40 Watt Schnelllade-Netzteil und In-Ear Kopfhörer mit einem USB-C Anschluss.

(Verpackung: 3,5 von 5 Punkten)

Design

Schon bei dem Vorgängermodell zeigte Huawei, das man viel Wert auf ein edles und vor allem ein rundum überzeugendes Design legt. Keine Frage, die Qualität des Huawei P40 Pro ist absolut überzeugend.

Erneut setzt man hier auf die stark abgerundeten Ränder zu den langen Seiten hin und hat nun auch noch den Displayrand im oberen und unteren Bereich eine wichtige Rundung verpasst. Dies ist soweit ein wichtiges Detail, sodass man beim wischen von oben nach unten, nicht wie zuvor über eine störende Kante stößt, sondern nahezu schmeichelhaft über das Display gleitet. Spätestens nach dem Anschalten des Displays erkennt man hier einen wichtigen Unterschied, denn wo Huawei beim P30 Pro noch auf ein Tropfen-Notch setzte, ist es nun beim P40 Pro ein sogenannte Punchhole-Notch. Dieser sitzt hier jedoch deutlich sichtbarer und meiner Meinung nach schon etwas aufdringlich in der oberen linken Ecke des Displays. 

Am Edelstahlrahmen sowie der Anordnung der Anschlüsse und Bedientasten, hat sich gegenüber dem Huawei P30 Pro ansonsten kaum was verändert. Das man im Jahre 2020 auf eine herkömmliche analoge Klinkenbuchse und Benachrichtigung-LED verzichtet ist soweit nichts Neues, denn dies ist bei allen anderen Herstellern ebenfalls der Fall. An der Rückseite kommt zumindest bei meinem Testgerät in „Ice White“ und dem schwarzen Modell die gewohnte hochglänzende Glasoberfläche zum Einsatz. Diese gefällt mir bei meinem Testgerät zwar sehr gut, da sich hier der Farbverlauf je nach Lichteinfall in sehr schöne Regenbogenfarben verändert, doch beide hochglänzende Modelle sind extrem anfällig gegenüber Fingerabdrücken. Hier sorgt jedoch eine Hülle, welche die meiste sowieso verwenden werden für Abhilfe. Jedoch gefallen mir persönlich die matten Modelle in Silber und Gold deutlich besser, wobei das goldene nur in Deutschland und somit zumindest aktuell nicht in Österreich erhältlich ist. 

SSehr dominant ist die neue Leica-Quad-Kamera auf der Rückseite im oberen linken Bereich. Dieses Kamera-Plateau nimmt eine stolze Fläche von 45 x 24 mm ein. Dadurch, dass dieses Plateau gut 2 mm aus dem Gehäuse hervorsteht, muss man zumindest ohne eine Hülle, beim Nutzen auf dem Tisch usw. ein stärkeres wippen in Kauf nehmen, was hierbei dann natürlich stören wird, doch dieses Problem hat man ja aktuell bei sämtlichen Smartphone-Herstellern.    

Schauen wir uns nun wie gewohnt, das Smartphone rundum etwas genauer an. Die Front nimmt ein großes Display mit einer Diagonale von 6,58 Zoll (16,7 cm) ein. In der linken Ecke, also innerhalb der länglichen Punchhole-Notch, befindet sich neben der mit 32 Megapixel auflösenden Frontkamera, auch die IR-Tiefenkamera die beide zusammenarbeiten und somit für beeindruckenden Selfie Aufnahmen mit natürlichem Bokeh-Effekt sorgen sollen. Zwischen den beiden Kamera-Sensoren sitzt jedoch auch der Face-Unlock Sensor, der neben dem im Display integrierten Fingerabdrucksensor für die Sicherheit sorgen soll. Face-Unlock arbeitet jedoch nicht wie bei Apple mit eine biometrischen 3-D-Abgleich, sondern lediglich 2D. Über eine Ohrmuschel verfügt das Huawei P40 Pro übrigens nicht, hierfür setzt man wie bereits beim P30 Pro, auf die Huawei Akustik-Display-Technologie. Dabei wird der obere Teil des OLED-Displays, bei dem sozusagen die neue Technologie sitzt, zum Lautsprecher gemacht. Dies gelingt Huawei dadurch, dass man das Display minimal zum Schwingen bringt und somit zur Klangübertragung gebracht wird. Das ganze kennt der ein oder andere auch von den Sony OLED-Fernseher, denn diese besitzen ebenfalls soggenante Aktuatoren, welche das Bild bzw. das Display zum Vibrieren bringen, um den Klang zu übertragen. Die Huawei Technologie funktioniert hier soweit absolut gut, ohne dass man sagen könnte, dass diese schlechter oder besser als eine herkömmliche Hörmuschel klingt. Das Vibrieren des Schalls merkt man übrigens nicht und wird nur beim Telefonieren genutzt. Bei der Musikwiedergabe und YouTube Videos ansehen, wird nämlich leider nur der Mono-Lautsprecher an der Unterseite genutzt.

Durch das sehr große Display kann man das Huawei P40 Pro nicht mehr wirklich als kompakt einstufen, schließlich ist es 158,2 x 72,6 x 8,95 mm (H x B x T) groß und wiegt knapp 209 Gramm. Bei den seitlichen Anschlüssen und Bedienelementen gibt es wie bereits erwähnt keine großen Veränderungen gegenüber dem Huawei P30 Pro.

Sämtliche Bedientasten befinden sich wie von Huawei gewohnt auf der rechten Seite des Smartphones. Dabei handelt es sich zum einen um den kleineren Power-Button und die doppelt so lange Lautstärkewippe. Beide Tasten sind hier bei der Bedienung problemlos als Rechtshänder mit dem Daumen und auch als Linkshänder mit den Zeige- und Mittelfinger erreichbar. 

 An der Unterseite befinden sich neben dem zentral angeordneten USB-C Ladeanschluss, wie üblich rechts der Lautsprecher und links das kleine Mikrofon für Telefonate usw. Außerdem hat sich Huawei aus Platzgründen und zum Großteil wegen den starken Abrundungen der langen Seiten dafür entschieden, hier auch den Hybrid-SIM Slot an der Unterseite zu verbauen. Dies bedeutet, dass man in diesen neben einer Nano-SIM-Karte auch eine Nano-Memory-Card (max. 256 GB) von Huawei einsetzten, kann. Außerdem ist es beim Huawei P40 Pro auch möglich, eine eSIM zu nutzen. Zu guter Letzt findet man an der oberen Stirnseite neben einem weiteren Mikrofon für Video-Aufnahmen, auch noch den von Huawei schon länger genutzten kleinen Infrarotsensor, der sich zum Bedienen verschiedener Geräte nutzen lässt, wie z.B. euer Fernseher usw.

Zum Schluss noch zur Rückseite bzw. der hier befindlichen sehr auffälligen Kamera-Einheit. Hier findet man stolze vier Kamera-Linsen und einen Dual-LED-Blitz, welches alles zusammen eines der Hauptmerkmale des Huawei P40 Pro bilden. Schließlich wissen alle Smartphones-Freaks, dass sich das Unternehmen bei der P-Serie immer auf den Fokus Fotos spezialisiert.

(Design: 4,5 von 5 Punkten)

Verarbeitung

Bei der Verarbeitung des neuen Huawei P40 Pro gibt es nichts zu beanstanden. Gegenüber dem Huawei P30 Pro hat man hier nochmals auf kleine Details wert gelegt, die den täglichen Bedienkomfort nochmals entscheidend verbessern. 

Die abgerundete Ober- und Unterseite des Displays z. B. nimmt man zwar nur, als kleine Veränderung war, doch im täglichen Nutzen merkt man hier direkt den deutlich flüssigeren Bedienkomfort. Schließlich gleitet der Daumen und andere Finger bei den häufig genutzten Wischgesten wesentlich angenehmer vom Rahmen über das Display. Auch sonst konnte mich Huawei beim P40 Pro mal wieder mit einer tadellosen Verarbeitung überzeugen, sodass das Curved Overflow Display an allen Ränder quasi nahtlos in den Rahmen übergeht. Die IP68-Schutzklasse gehört beim Pro Modell jedes Huawei Gerät inzwischen auch zum Standard und so ist auch das P40 Pro nicht nur gegen Spritzwasser, sonder auch gegen Staub und zeitweises Untertauchen ins Wasser geschützt ist. Genauer gesagt bis zu 1,5 Metern für max. 30 Minuten.

(Verarbeitung: 4,5 von 5 Punkten)

TEIL 2

bestehend aus „Funktion des Produktes“ entspricht 65% der Gesamtwertung

Display6,58 Zoll 2.640 x 1.200 Pixel (Full HD+), Pixeldichte beträgt 441 ppi
CPU/ GPU / NPUHUAWEI Kirin 990 5G, 64bit, Octa-Core-Prozessor
2 x 2,86 GHz basierend auf Cortex-A76 + 2 x 2,36 GHz basierend auf Cortex-A76 + 4 x 1,95 GHz basierend auf Cortex-A55 / GPU: 16-Core Mali-G76 / NPU: Dual Big Core + Tiny Core NPUs (Neural-network Processing Unit)
RAM8 GB RAM
Speicher256 GB (mit NM-Karte, bis zu weitere 256 GB erweiterbar)
BetriebssystemEMUI 10.1 (basiert auf AndroidTM 10)
Haupt-KameraUltra Vision Leica 4-fach Kamera:
50 MP Ultra Vision Kamera (Weitwinkel, f/1.9 Blende, OIS) + 40 MP Ultraweitwinkel Kamera (f/1.8 Blende) + 12 MP SuperSensing Teleobjektiv Kamera (f/3.4 Blende, OIS) + 3D-Tiefensensor
Fokus: Octa PD-Autofokus
Bildstabilisierung: OIS / AIS
Zoom: Digitaler, Optischer Zoom, Hybrid Zoom, Zoom
Bildauflösung: Unterstützt bis zu 8.192 x 6.144 Pixel
Videoauflösung: Unterstützt bis zu 3.840 x 2.160 Pixel
Videoaufnahmen: Unterstützt 4K (3.840 x 2.160 Pixel) 60fps Videoaufnahmen
Front-Kamera32 MP Selfie Kamera (f/2.2 Blende) + Tiefensensor*
Autofokus Modus
Bildauflösung: bis zu 6.528 x 4.896 Pixel
Videoauflösung: bis zu 3.840 x 2.160 Pixel
Videoaufnahmen: Unterstützt 4K (3.840 x 2.160 Pixel) 60fps Videoaufnahmen
*Tiefensensor unterstützt zusätzlich Face Unlock
AnschlüsseUSB-Typ-C-Ladenaschluss
Akku4.200 mAh; fest verbaut
FarbenIce White, weitere Farben: Schwarz, Silver Frost und Blush Gold (letzteres aktuell nur und Deutschland)
Konnektivität802.11a/b/g/n/ac/ax, 2 × 2 MIMO, HE160, 1024 QAM, MU-MIMO. Mobilfunknetz bis 5G, Wi-Fi Direct, Bluetooth 5.1: Unterstützt BLE, SBC, AAC, LDAC.
GPS (L1 + L5 Dualband), AGPS, Glonass, BeiDou (B1I + B1C + B2a Tri-Band), Galileo 
(E1 + E5a Dualband). QZSS (L1 + L5 Dualband), NavIC. NFC und kabelloses Laden
Abmessungen (LxBxH)158,2 mm mm x 72,6 mm x 8,5 mm
Gewicht209 g
LieferumfangHuawei P40 Pro 
40 Watt Netzteil
USB-Typ-C-Kabel 
USB-Typ-C-Kopfhörer
Kurzanleitung 
SIM-Karten-Auswurfwerkzeug 
Garantiekarte 
Technische Daten des Huawei P40 Pro

Performance

Im Huawei P40 Pro kommt der eigens entwickelte Kirin 990 5G zum Einsatz, der nicht nur ein 5G-Modem besitzt, sondern nochmals eine etwas höhere Taktfrequenz wie der normale Kirin 990 CPU. Dabei handelt es sich um einen Octa-Core Prozessor, welcher eine ordentliche Leistung aufweisen kann. Von den insgesamt 8 Rechenkernen, leisten 2 bis zu 2,86 GHz (Cortex-A76), zwei weitere 2,36 GHz (ebenfalls Cortex-A76), dabei handelt es sich um die Performance Cluster und die restlichen vier, die sogenannten Stromspar Cluster, max. 1,95 GHz (Cortex-A55). Unterstützt wird der Prozessor von dem GPU Mali-G76 MP16 und einem 8 GB großen Arbeitsspeicher.

Beim verbauten Speicher steht nur ein Modell zur Auswahl, und zwar eines mit 256 GB. Damit hat man jedoch mehr als ausreichend Speicher zur Verfügung, auf dem man viele hochauflösende Bilder und Videos speichern kann. Da es sich hierbei zudem um denen modernen UFS 3.0 Speicher handelt, ist dieser zudem auch noch sowohl beim Schreiben, als auch beim Lesen rasend schnell. Sollten die 256 GB nicht ausreichen, kann man den Speicher jederzeit noch um das doppelte erweitern. Doch Vorsicht, hierbei darf man keine herkömmliche Micro-SD-Speicherkarte kaufen, denn diese passt nicht. Huawei setzt nämlich schon seit einigen Generation auf das selbst entwickelte NM-Card-Format, eine etwas andere Speicherkarte, die sehr einer Nano-SIM-Karte ähnlich sieht.

Das der UFS 3.0 Speicher sehr schnell ist, zeigt sich soweit auch im Leistungstest. Laut AndroBench erreicht dieser nämlich beim Schreiben einen Wert von knapp 400 MB/s und beim Lesen stolze 1794 MB/s. Hier ist der Speicher beim Schreiben, zwar anders als ich es erwartet habe nicht der schnellste, doch immer noch ausreichend rasant und kann beim Lesen mit einem hervorragenden Wert punkten. Von den 256 GB stehen euch zu Beginn übrigens knapp 240 GB frei zur Verfügung.

Die Rechenleistung des Kirin 990 5G ist sehr schnell und somit gehört dieser zu den aktuell schnellsten Prozessoren. Jedoch kann dieser mit den High-End CPUs von Qualcomm und Apple nicht ganz mithalten. Beim Zocken zeigt der ARM Mali-G76 MP16 eine sehr gute Grafik-Performance, sodass alle verfügbaren Spiele problemlos und flüssig auf dem Smartphone laufen. Die 90 Hz Bildwiederholrate wiederum macht sich zumindest beim Zocken weniger bemerkbar als gedacht, denn leider unterstützen die Games dies kaum.

So viel zum textlichen Teil der Performance, doch schauen wir uns doch noch einige Zahlen an, welche meine Einschätzung der Rechenleistung größtenteils Belegen. Bei Geekbench 5.0 konnte das Huawei P40 Pro einen Wert von 757 im Single-Core und 2.995 im Multi-Core erreichen und bei PCMark kam es auf eine Score von 9721.

(Performance: 4,5 von 5 Punkten)

Display

Beim bereits erwähnte 6,58 Zoll (16,71 cm) große Display, handelt es sich um ein OLED-Panel, welches eine 90 Hz Bildwiederholrate besitzt und mit einer erweiterten Full-HD-Auflösung (FHD+), genauer gesagt 2.640 x 1.200 Pixel auflöst. Dies ergibt eine Pixelschärfe von knapp 441 ppi, was für eine ausreichend scharfe Darstellung am Display sorgt. 

Die max. Displayhelligkeit fällt jedoch mit im Schnitt 570 cd/m² (Candela pro Quadratmeter) etwas mager aus, hier schneiden Samsungs AMOLED-Displays nochmals um einiges besser ab. Wer jedoch den verbauten Umgebungslichtsensor verwendet, muss mit einer noch etwas geringeren max. Helligkeit rechnen.

Die Blickwinkelstabilität ist wie ich es von einem OLED-Panel gewohnt bin sehr gut, sodass man selbst bei einem äußerst flachen Betrachtungswinkel alles gut erleben kann. Lediglich der gebogene Bereich an den länglichen Rändern wird z. B. beim flachem betrachten von der Seite deutlich heller beleuchtet als die Oberfläche des Displays. Doch dies ist wiederum bei solch einem Curved-Display typisch, der beste Betrachtungswinkel für eine gleichmäßige Ausleuchtung ist dementsprechend frontal.

(Display: 4 von 5 Punkten)

Akku

Das Huawei P40 Pro verfügt über einen 4.200 mAh Akku. Dies ist soweit kein kleiner Akku, doch es gibt aktuell dennoch Geräte, die einen noch größeren Akku besitzen. Jedoch bringt ein größerer Akku nicht immer was, denn viel wichtiger als eine reine Kapazität, ist die Energieeffizienz des Smartphones. Saugt nämlich die Hardware oder Software den Akku schneller leer, hat dies deutlich mehr Auswirkungen auf die Laufzeit.

Huawei ist die Software beim P40 Pro sehr gut gelungen, sodass das Smartphone eine sehr lange Standby-Laufzeit bietet. Im Praxistest, bei dem ich das Smartphone unterschiedlich den Tag über genutzt habe, was sich aus surfen im Web, durchs Twitter und Facebook scrollen und einigen Videos ansehen zusammensetzt, kam ich auf gut 8 bis 9 Stunden. Dies ist definitiv kein schlechter Wert, doch es gibt durchaus Smartphone-Modelle, die hier noch eine Schippe drauflegen. 

 Das Aufladen erfolgt mit bis zu 40 Watt, das passende Netzteil inkl. Ladekabel legt Huawei dem Lieferumfang bei. Durch dieses kabelgebundene Ladegerät ist der 4.200 mAh Akku innerhalb von knapp eineinhalb Stunden wieder voll aufgeladen. Kabelloses Aufladen funktioniert jedoch ebenso, dafür wird max. 27 Watt unterstützt. Um diese passende Ladegeschwindigkeit zu erreichen, ist es jedoch erforderlich z. B. den Wireless Huawei Super Charger separat zu kaufen. Wie bereits bei den Vorgängermodellen ist es auch hier möglich, ein anderes Gerät kabellos aufzuladen, dazu zählt z. B. auch eine elektrische Zahnbürste von Oral-B usw.

(Akku: 4 von 5 Punkten)

Kamera

Eines der Hauptmerkmale des Huawei P40 Pro ist die Kamera auf der Rückseite. Hier zeigt Huawei schon seit einigen Generationen eine überragende Hardware und trumpft von Generation zu Generation mit immer wieder neuer überzeugender Hardware auf. 

Die Kamera setzt sich aus vier einzelnen Sensoren zusammen:

  1. Die Hauptlinse, einem 50 Megapixel Sensor, aus dem Hause Sony (IMX700), der mit einer Blende von f/1.9 ausgestattet wurde.
  2. Eine Weitwinkellamera mit 40 Megapixel f/1.8, bei der es sich ebenfalls um einen Sensor von Sony handelt (IMX650 Exmor RS)
  3. Die Telelinse, von Huawei auch SuperSensing Teleobjektiv Kamera genannt, welche mit 12 Megapixel auflöst f/3.4
  4. 3D-Tiefensensor (ToF-Sensor)

Beachtlich ist die Sensor-Größe der neuen Hauptkamera, denn mit 1/1,28 Zoll ist dieser aktuell der größte jemals verbaute Sensor in einem Smartphone und somit auch größer als der im Samsung S20 Ultra. Mit 50 Megapixel hat das Huawei natürlich weniger als halb soviel Pixel wie das Samsung S20 Ultra, doch mehr Pixel auf einem kleineren Sensor bedeutet meist auch gleichzeitig eine schlechtere Lichtempfindlichkeit. Somit zeigt sich auch bei Testaufnahmen, dass dem Huawei P40 Pro selbst bei wenig Licht beeindruckende Bilder gelingen. Hier hat die Konkurrenz aktuell mal wieder ganz klar das nachsehen.

Erneut setzt Huawei beim Zoom auf eine optische 5-fache Vergrößerung, was dem Unternehmen durch die bereits im P30 Pro bewährte Periskoplinse gelingt. Zugleich wird auch ein ebenso qualitativ guter 10-fach Hybrid Zoom, und eine bis zu 50-fache Vergrößerung via Digitalzoom ermöglicht. Beim Digitalzoom nimmt die Qualität jedoch deutlich ab, doch dennoch ist es wieder einmal erstaunlich, wie nah man so mit dem Smartphone an ein eigentlich weit entferntes Objekt zoomen kann. Bei maximaler Vergrößerung empfiehlt sich übrigens eine ruhige Hand, die man sicherheitshalber stütz, denn hier verwackelt man schnell, zumindest musste ich mich etwas dran gewöhnen das Ziel, das ich fotografieren wollte mittig im Bild zu knipsen. Für mich hat das Ganze schon etwas, als würde man mit einem Zielfernrohr ein Ziel fixieren. Alle Linsen besitzen übrigens einen optischen Bildstabilisator, was ebenso wie der AIS (AI Image Stabilisation) dennoch trotz maximaler Vergrößerung für stabile Bilder sorgen sollen.

Die Primäre-Linse für Videos ist beim Huawei P40 Pro, die 40 MP Ultraweitwinkel Kamera. Durch den ausreichend scharf auflösenden 40 Megapixel Sensor und die max. Blende f/1.8, gelingen mit dieser Kamera auch bei schwachen Lichtverhältnissen hervorragende aufnahmen. Da hiermit nicht nur gerne Bilder geknipst werden, sondern wie bereits erwähnt auch Videos aufgenommen werden, ermöglicht Huawei hier, eine max. Auflösung von 4K (UHD) mit bis zu 60 Fps (Bilder pro Sekunde). Damit die Videos nicht nur vom Bild gut aussehen, sondern auch verwacklungsfrei sind, werden diese vom Bildstabilisator sehr gut stabilisiert. Während einer Video-Aufnahme kann man übrigens stufenlos bis zur zehnfachen Vergrößerung zoomen, sodass man sehr nah an das Objekt herankommt. Dank den vielen qualitativ überzeugenden Mikros am Smartphone, wird der Ton ebenfalls sehr natürlich aufgenommen, wenn jedoch auch etwas Schade ist, dass dies lediglich im monoton erfolgt. 

Die Frontkamera beim Huawei P40 Pro liefert mit 32 MP und einer Blende von f/2.2 Blende ein gutes Gesamtpaket. Endlich setzt Huawei auch hier auf keinen Fixfokus mehr, sondern einen Autofokus. Somit passt sich die Scharfstellung der Linse automatisch zur Entfernung an. Durch die sogenannte Pixel-Binning Funktion, wird wie bei der Hauptkamera dafür gesorgt, dass mehrer Pixel zu einem größerem zusammengefasst werden. Das Ergebnis ist ein noch besseres Bild bei schlechten Lichtverhältnissen, dafür jedoch muss man bei der Auflösung, also den Megapixel abstriche machen, denn diese werden z. B. bei der 50 MP Linse auf der Rückseite auf 12,5 Megapixel reduziert. 

Die Kamera an der Font zeichnet Videos ebenfalls mit max. 4K und 60 Bilder pro Sekunde auf. Die Ergebnisse mit der Selfie-Kamera gefallen mir soweit ganz gut, die Farben sind im Großen und Ganzen sehr natürlich. Jedoch gehen mir teilweise zu sehr die Details verloren, doch dennoch handelt es sich hier um ein sehr gutes Kamera-Set-up.

(Kamera: 4,5 von 5 Punkten)

Software

Mittlerweile sollte jedem bekannt sein, dass die neusten Huawei-Geräte keinen Zugriff mehr auf Dienste von Google erhalten. Da Android jedoch eine frei verfügbare Software ist, darf Huawei diese wie gewohnt mit der eigenen EMUI Oberfläche nutzen, aber die gewohnten Google-Dienste dürfen bei sämtlichen neue Huawei Smartphones nicht mehr installiert sein. Ob dieses Verbot irgendwann wieder aufgehoben wird, z. B. wenn ein neuer Präsident in Amerika gewählt wird, ist aktuell nicht zu sagen, könnte aber durchaus möglich sein.

Über einige Umwege (Anleitung gibt es hier) könne zwar einige Google Dienste auf den Huawei-Geräten wie auch beim P40 Pro installiert werden, dies ist jedoch zum einen nicht gerade einfach und läuft nicht wirklich stabil. Ob man dies dann persönlich riskieren und machen will, muss jeder selbst entscheiden. Huawei arbeitet seit dem Verbot an einer Alternative zum Google PlaySore, der sogenannten App Gallery. Diese bietet zwar aktuell noch lang nicht die App Auswahl wie von den alten Huawei Smartphones gewohnt, doch Huawei arbeitet hier sehr stark daran, schließlich hat sich hier gegenüber etwa vor einem halben Jahr viel getan.  

Leider fehlen im Huawei AppStore immer noch einige der sehr beliebten Apps, die viele Nutzer auf ihrem bisherigen Android Smartphone problemlos installiert hatten. Erfreulich ist jedoch, dass einige Anbieter wie z. B. Facebook und ganz wichtig WhatsApp, einen Link zur App Download direkt auf der eignen Webseite anbieten. Doch um weitestgehend den gewohnten Umfang an Apps wie beim Smartphone zuvor, zu erhalten, kommt man nicht drumherum auf 3. Anbieter Seiten wie  https://www.apkmirror.com/ oder https://apkpure.com/de/ zuzugreifen.

 Dennoch ist natürlich nicht ausgeschlossen, dass man gelegentlich wieder an den Punkt kommt, wo man eventuell eine App die man gerne haben möchte, aktuell nicht auf das Smartphone geladen bekommt. Dazu zählen z. B. einige unbekannte Spiele, sowie zahlreiche Banking-Apps, und der Smarthome Bereich ist ebenfalls noch etwas schwach ausgebaut. Da zu den Google Dienste auch Google Maps gehört, fehlt dies hier auf dem Smartphone ebenso. Jedoch setzt Huawei hier beispielsweise auf HERE WeGo, was soweit auch sehr gut auf dem Gerät läuft.

Das Android 10 bei dem Huawei die eigene Nutzeroberfläche EMUI 10.1 aufspielt, gefällt mir soweit sehr gut. Hier hat Huawei gegenüber den Vorgängerversionen nochmals deutlich Hand angelegt, um immer mehr unabhängig von den Google-Diensten zu werden. Somit gehöret zu den neuen Apps der eigens entwickelte Videochat-Dienst Namens „MeeTime“ (wird in Kürze via Update nachgereicht) als Google Duo alternative, der Unterhaltungen in max. 1080p ermöglicht und die bereits bekannte Huawei Share-Funktion, mit der man wie bei Apples AirDrop, einen schnellen Datentransfer unter sämtlichen Huawei Geräten ermöglicht.

Neue Gesten welche die Bedienung unter anderem z. B. bei Scrollen im Web erleichtern sollen oder berührungslos einen Screenshot erstellen sollen gibt es zwar seit neusten auch. Jedoch funktioniert dies im Alltag wie bei zahlreichen anderen Smartphone-Anbietern nur bedingt und daher nutze ich diese Gesten eher weniger. Da zu den Google-Diensten auch der Google Assistant gehört, arbeitet Huawei auch hier an einer alternative Namens Celia, diese soll im Laufe des Jahres erscheinen. Den hauseigenen Musikdienst Huawei Music gibt es schon, welcher für Käufer des neue Huawei P40 Pro für die ersten 3 Monate kostenfrei ist. 

Bezüglich Software-Updates und Sicherheitspatches müsst ich euch keine Sorgen machen. Da das System weiterhin auf Android basiert, werden regelmassig Software-Updates von Huawei bereitgestellt und Sicherheitspatches gibt es alle 3 Monate.

(Software: 2,5 von 5 Punkten)

TEIL 3

bestehend aus „Preis/Leistung“ entspricht 10% der Gesamtwertung

Beschreibung

Mit dem Huawei P40 Pro verspricht das Unternehmen natürlich wieder einmal ein neues Fotowunder. Dies ist Huawei auch wider sehr gut gelungen, denn der neue sehr große Sensor im Standard-Objektiv überzeugt im Test ebenso, wie die weiteren Kameralinsen. 

Beim Design redet Huawei von einem „neuen Design“, doch wirklich rundum neu ist dies nicht. Auffallend ist natürlich die deutlich größere Kamera-Einheit an der Rückseite, welche wie bei vielen neuen Premium-Smartphones einen großen Teil der Smartphone-Rückseite einnimmt. Beim alltäglichen bedienen macht sich jedoch eine kleine nicht direkt auffallende Änderung bemerkbar, gemeint sind die rundum abgerundeten Displayränder, diese sorgen nämlich bei sämtlichen Wischgesten über das Display, für ein überraschend flüssigeres Gleiten der Finger. 

Die Performance überzeugt trotz „nur“ 8 GB RAM sehr gut und der Speicher von 256 GB sollte jedem problemlos ausreichen. Jedoch gibt es das bereits erwähnte größte Manko, und zwar die fehlenden Google-Apps. Dadurch ist das Smartphone für normale Leute nicht die erste Wahl, Huawei App Gallery wird zwar immer wieder durch neue Apps erweitert, doch bis zum Umfang wie beim Google PlayStore dauert es noch lange. Dennoch tut Huawei viel dafür dieses starke Defizit auszumerzen, denn man merkt selbst, dass die Sanktionen der USA sehr große Auswirkungen auf die Verkaufszahlen der sonst so sehr beliebten Smartphones hat.

Preis/Leistung

Die UVP des Huawei P40 Pro hatte das Unternehmen zum Marktstart mit 999€ festgesetzt. Ein eigentlich sehr guter Preis für ein Flaggschiff-Smartphone, im Vergleich zur Konkurrenz von Samsung, Apple und Co. Jedoch haben hier viele misstrauen aufgrund der bisher gewohnten, aber nun fehlenden Google-Diensten.

Inzwischen ist das Huawei P40 Pro für knapp 720€ erhältlich, was es preislich zwar noch attraktiver macht, doch das misstrauen der fehlenden Google Dienste besteht weiterhin.

Die Hardware ist für diesen Preis sehr gut und mehr als ausreichend. Bezüglich der fehlenden Google-Diensten ist es sehr abhängig, wie sehr ihr auf diese angewiesen seid. Nutzt ihr ein Smartphone nur zum gelegentlichen Surfen, Nachrichten via WhatsApp und Co. verfassen, dann bekommt ihr hier ein klasse Smartphone mit einer der besten Kameras auf dem Markt. Doch gehört ihr zu denen, die viele verschiedene Apps auf dem Smartphone nutzen und viel via SmartHome und Online-Banking macht, dann kann ich das Huawei P40 Pro aktuell leider weniger empfehlen.

Huawei P40 Pro

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testr Gesamtwertung

unter Berücksichtigung aller Teilwertungen

 Wir bedanken uns beim Hersteller für die Bereitstellung des Produktes. Zu unseren Grundsätzen

Link zum Hersteller: Huawei.com/de

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