Huawei MateBook 13

Huawei ist ein chinesischer Smartphone-Hersteller, welcher im Jahr 1987 gegründet wurde. Der Hauptsitz des Unternehmens ist in Shenzhen, China und der Geschäftsführer ist Ren Zhengfei, welcher das Unternehmen auch gründete. Neben Endgeräten wie Smartphones, Tablets und Notebooks bietet Huawei auch Dienstleistungen für Netzwerk-Infrastrukturen und Cloud-Computing-Lösungen an.

Neben dem Huawei MateBook D, welches Huawei Ende des letzten Jahres in der von mir getesteten 15,6 Zoll Variante exklusiv in Österreich auf den Markt gebracht hat, wurde von Huawei vor Kurzem noch ein weiteres Notebook vorgestellt. Es handelt sich dabei um das Huawei MateBook 13, welches unter anderem in Deutschland und Österreich erschienen ist. Laut Huawei handelt es sich bei dem Gerät um ein gehobeneres Mittelklasse-Notebook, welches an die jüngere Zielgruppe gerichtet wurde. Wie sich das neue MateBook 13 im Alltagstest schlägt und ob es mich überzeugen konnte, erfahrt ihr in folgendem Testbericht.

HUAWEI MATEBOOK 13

Zum Angebot bei

TEIL 1

Bestehend aus „Verpackung/Design/Verarbeitung“ entspricht 25% der Gesamtwertung

Verpackung

Die Verpackung des Huawei MateBook 13 kommt wesentlich unspektakulärer als die des von mir getesteten MateBook D daher. Bei der Verpackung handelt es sich um eine ungebleichte Kartonage, welche an der Seite, an der sich der Tragegriff befindet, geöffnet wird. Die schlichte Hülle ist kaum mit Informationen zu Produkt bedruckt. Lediglich auf einer der Stirnseite befindet sich ein Aufkleber, der mit den wichtigsten Daten wie: Modellnummer, Speicher, RAM usw. versehen ist. Da der Karton bei mir jedoch gleichzeitig, als Versandkarton genutzt wurde, fehlt dieser Aufkleber vermutlich. 

Somit hält die Verpackung kaum Informationen zum Produkt bereit und ist lediglich an der Oberseite mit einem weißen Huawei Logo und einer Umriss-Skizze des MateBook 13 versehen. Ansonsten gibt es keine Infos, selbst der Name des Gerätes wird hier überraschenderweise nicht extra präsentiert. Wie bereits erwähnt, wird die Verpackung an der länglichen schmalen Seite geöffnet, an der sich auch der Transportgriff befindet. Direkt nach dem Aufklappen erkennt man das MateBook 13 darin, welches rundum von Schaumstoffeinsätzen umgeben ist. Diese sorgen dafür, dass das Gerät in der Mitte zentriert wird und somit sicher geschützt vor Schäden ist. Zusätzlich befindet sich das MateBook 13 in eine Folie eingepackt.

Direkt neben dem MateBook 13, bzw. einem Schaumstoffeinsatz, befindet sich eine kleine Kartonage. In dieser ist sämtlicher Zubehör verstaut. Dabei handelt es sich zum einen um das 65 Watt Netzteil, ein abnehmbares knapp 2 Meter langes USB-C Ladekabel und einen Adapter, der via USB-C Anschluss angeschlossen wird. Dieser bietet die Möglichkeit ein Gerät via analogen Videoausgang (VGA-Anschluss), via HDMI-Anschluss und USB-A-Anschluss anzuschließen. Zudem ist auch noch ein USB-C Port vorhanden, denn durch das Einstecken des Adapters an der rechten Seite des Notebooks, wird dieser belegt. Somit hätte man ohne diesen Port, keinen freien mehr zur Verfügung.

(Verpackung: 3 von 5 Punkten)

Design

Huawei setzt bei seinen Notebooks bzw. Ultrabook auf ein elegantes Aluminiumgehäuse. So ist dies auch beim Huawei MateBook 13 der Fall, dieses kommt wie die anderen Notebooks und Smartphones mit dem soggenanten diamantgeschliffenen Ecken daher. Damit sind unter anderem die „polierte“ Fase um die Oberseite der Tastaturebene wie man es z.B an dem Element direkt über dem Lade-Anschluss verlaufend sieht gemeint. 

Das Design des Space Grey farbigen Huawei MateBook 13 gefällt mir sehr gut. Dank der Aluminium-Bauart, besitzt das Huawei MateBook 13 eine glatte Oberfläche, welche typisch für Aluminium dem Notebook eine matte aber hübsche Optik verleiht. Wie bereits beim MateBook D gefallen mir auch hier sehr, die abgerundeten Ecken und Kanten der Display-Einheit. Beim Aufklappen fallen direkt die schmalen Ränder links und rechts zwischen Gehäuserand und Tastatur auf. Dadurch ist hier kein Platz für die Lautsprecher, sodass diese nach unten gerichtet im Buttom-Case (unter der Tastatureinheit) sitzen.

Da das MateBook 13 wie Huawei angibt, mit einem 3:2 Format daher kommt, besitzt dieses eine deutlich schmalere Form und wirkt somit von der Form betrachtet wesentlich quadratischer, als andere Konkurrenz-Notebooks. Bei den Maßen von 286 x 211 x 14,9 mm (B x H x T) bringt das MateBook 13 gerade mal 1,3 kg auf die Waage, was für ein 13 Zoll Gerät ein sehr gutes Gewicht ist. Im Vergleich Apples 13- Zoll MacBook Pro ist bei identischer dicke und Tiefe knapp über 20 mm breiter.

Das verbaute IPS-Display löst in Full-HD+ Auflösung auf und unterstützt je nach Modell 10-Punkt-Multi-Touch. So wie es bei dem von mir getestete Modell auch der Fall ist, denn dies kommt mit einem zusätzlichen Touch-Display daher. Der schwarze Bildschirmrand welcher um das Display verläuft, ist wie bei Smartphones unter dem Display-Glas integriert und rundum sehr schmal gehalten. An der linken und rechten Seite ist dieser lediglich 4,4 mm dünn und an dem oberen Bereich, in dem die Kamera integriert ist, nimmt dieser knapp 7 mm ein. Lediglich der untere Rand, an dem wie gewohnt das Huawei Logo prangt, ist mit knapp 11 mm etwas breiter gehalten. Der Screen-to-Body-Ratio Wert liegt beim MateBook 13 somit bei 88 %.

Enttäuscht bin ich beim Huawei MateBook 13 leider von den verfügbaren Anschlüssen. Hier hat man lediglich zwei USB-C Ports (USB-C 3.1) verbaut, von denen nur der linke zum Laden des Notebook genutzt werden kann. Steckt man das Ladekabel in den rechten Anschluss, erscheint eine Meldung, dass man das Kabel an der anderen Seite einstecken soll. Hier hätte ich mir nicht nur weitere Anschlüsse wie z. B. ein USB-A Port oder einen SD-Kartenleser gewünscht, sondern auch die Möglichkeit, das Gerät über jeden seiner USB-C-Ports mit Strom zu versorgen. Zwar liefert Huawei einen Adapter im Lieferumfang mit, der unter anderem einen USB-A Port liefert, aber dadurch muss ich, diesen immer wenn ich unterwegs bin mit rumschleppen und mit Adaptern zu hantieren gefällt mir weniger. Platz für die Anschlüsse wäre auf jeden Fall vorhanden gewesen. Auch ärgerlich ist, dass keiner der beiden USB-Typ-C Ports Thunderbolt 3 unterstützt. DisplayPort wird über den rechten der beiden USB-C-Ports ausgegeben. An der linken Seite befindet sich neben dem Stromanschluss, noch eine 3,5 mm Audiobuchse, worüber man z. B. einen Kopfhörer via Klinkenkabel anschließen kann.

Durch den verwendeten Prozessor, auf den ich später genauer eingehe, reicht es nicht aus das MateBook 13 passiv zu kühlen, sondern aktiv mit Lüftern. Dafür setzt Huawei auf das selbst entwickelte „Shark Fin Design 2.0“, welches aus zwei mittig hinter dem Akku verbauten Lüftern und zwei Heatpipes besteht.

Die beiden hochfrequenten Lüfter saugen die Luft von den Seiten an, sodass die kalte Luft zum CPU und GPU befördert wird. Gleichzeitig wird die entstehende warme Luft als Abluft nach hinten zu den Luftschlitzen zwischen dem Display abgeleitet. Damit die Wärme nach unten entweichen kann, befindet sich an der Aluminium Bodenplatte im hinteren Drittel mehrere Löcher. Die verbauten Lautsprecher strahlen ihren Klang nicht nach oben, sondern nach unten ab. Daher wirbt Huawei beim MateBook 13 mit einem Dolby Atmos Sound, welcher durch die beiden Lochgitter am vorderen Bereich an der Unterseite nach unten abgegeben wird. Der Power-Butten rechts oberhalb der Tastatur dient nicht nur als Einschaltknopf, sondern kann auch als Fingerabdrucksensor verwendet werden.

(Design: 4 von 5 Punkten)

Verarbeitung

Auf dem ersten Blick wirkt die Verarbeitung des Huawei MateBook 13 sehr gut. Dennoch konnte ich an dem mit zur Verfügung gestellten Testgerät ein paar Mängel feststellen. Ob davon wiederum alle verallgemeinern kann, weiß ich nicht genau, denn diese könnten eventuell auch Einzelfälle sein. Da diese jedoch bei mir vorhanden waren, möchte ich diese nicht verheimlichen und euch natürlich darüber Informieren.

Das Gehäuse des MateBook 13 ist im Großen und Ganzen zwar sehr schön verarbeitet, doch im betracht der Stabilität hatte ich schon bessere Notebooks. Die Einheit z. B. in der die Tastatur integriert ist, gehört nicht zu den stabilsten. Somit gibt das Aluminium zwischen den Tasten beim Tippen im mittleren Bereich etwas stärker nach. Zudem muss ich bei der Verarbeitung einen noch einen ungleichmäßigen Spalt kritisieren. Dieser war bei meinem Gerät an der Öffnungsmulde, direkt unter dem Touchpad. Hier wurde vermutlich die obere Aluminium Schicht auf das restliche Gehäuse geklebt oder verschraubt und dadurch wurde das ganze knapp 1 mm versetzt angebracht, was man an dem Detailbild von mir erkennen kann. Zudem wurde der Huawei Schriftzug samt Logo auf dem Deckel nicht aus einem Stück gefräst, sondern das ganze wurde lediglich aufgeklebt. Somit ist dieses wie z. B. der aufgelaserte „Huawei“ Schriftzug beim MateBook D nicht eben, sondern steht knapp 1 mm hervor und besitzt eine raue Oberfläche, was mir persönlich weniger gut gefällt.

Für das Aufklappen des MateBook 13 sind definitiv beide Hände vonnöten. Dies spricht für kräftige Scharniere, die beim Touch-Display genau richtig sind, denn somit wippt dieses beim Berühren und antippen nichts nach. Würde man das MateBook nur mit einer Hand aufklappen, würde das ganze nicht so gut gehen, da das Gerät ab einem höheren Winkel sehr kopflastig wird. Mit dem maximalen Öffnungswinkel von 150°, welchen die Klappscharniere zulassen bin ich soweit zufrieden.

Die vier runden Gummifüße sorgen für einen sicheren und somit rutschfesten Stand auf dem Schreibtisch usw. Da jedoch wie bei vielen anderen Notebooks die kalte Luft teilweise auch von unten angesaugt wird, sollte man ein Notebook nie ohne stabile Unterlage auf der Couch oder im Bett betreiben. Da dadurch das Gerät keine frische Luft ansaugen kann und somit Schaden nehmen kann.

(Verarbeitung: 4 von 5 Punkten)

Der Testbericht ist in drei Teile unterteilt, klicke dich hier durch:

© 2020 testr. Alle Rechte vorbehalten.