Huawei Watch Fit

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Art der Uhrrechteckige Smartwatch mit Herzfrequenzsensor und integriertem GPS-Modul
Display1,64 Zoll AMOLED 456 x 280 HD
Touch-Displayja
Wasserfestigkeit5 Bar/50 m
SensorenBeschleunigungssensor
Gyroskopsensor
Optischer Herzfrequenzsensor
Umgebungslichtsensor
Kapazitätssensor
MaterialKunststoff: haltbare Polymerfaser
KonnektivitätBluetooth 5.0, BLE
Größe/Gewicht46 x 30 x 10,7 mm (rechteckige Form) / 21 Gramm (ohne Armband)
Handgelenkumfang: 13 bis 21 cm (Standard Modell)
11 bis 19 cm (Sakura Pink Modell)
Akkulaufzeit bis zu 10 Tage
Kompatibleab Android 5, ab iOS 9
BetriebssystemLiteOS by Huawei
LieferumfangHuawei Watch Fit
Ladekabel
Bedienungsanleitung usw.
Technische Daten der Huawei Watch Fit

Tragekomfort

Bei der Huawei Watch Fit handelt es sich um eine sportliche Smartwatch, welche jedoch selbstverständlich auch problemlos im Alltag getragen werden kann. 

Beim Aufzeichnen von Aktivitäten hat Huawei bei der Watch Fit keine Abstriche gemacht, denn diese unterstützt über 100 unterschiedliche Sportarten. Außerdem hat das Unternehmen einen Herzfrequenzsensor an der Unterseite integriert, der während dem Training jederzeit die vitalen Daten des Trägers überwacht. Übrigens, für besonders zierliche Armgelenke empfiehlt es sich das Sakura Pink Model näher anzusehen, denn dieses hat ein Armband, welches 2 cm kleiner ausfällt, als die anderen drei Modelle. 

Durch die die längliche, aber zugleich schmale Ausführung liegt die Smartwatch angenehm auf dem Handgelenk auf. Während ich die Huawei Watch Fit den ganzen Tag und auch teilweise nachts in meiner Testzeit getragen habe, hatte diese mich niemals gestört. Unter der Smartwatch sammelt sich jedoch wie bei allen anderen Uhren nach einiger Zeit schweiß, dies liegt daran, dass die Smartwatch mit der Rückseite so dicht auf der Haut aufliegt, dass hier die Luft nicht richtig zirkulieren kann. Dies ist jedoch kein Nachteil, denn dieses Problem hat man bei sämtlichen anderen Smartwatches ebenfalls. 

(Tragekomfort: 4 von 5 Punkten)

Einrichtung & Bedienung

‎HUAWEI Health
Preis: Kostenlos
Huawei Health
Preis: Kostenlos

Die Ersteinrichtung der Huawei Watch Fit ähnelt aufgrund des identischen Betriebssystems „LiteOS“ absolut den bisher von mir getesteten Smarwatches aus dem Hause Huawei. Kompatible ist die Smartwatch mit allen Smartphones ab Android 5.0 sowie iOS 9.0. 

Damit man die Huawei Watch Fit sowie das Smartphone miteinander koppeln kann, muss man sich die von Huawei kostenlos zur Verfügung gestellte Huawei Health App (erhältlich für iOS und Android) auf das Smartphone installieren, dabei handelt es sich exakt um dieselbe App, welche auch für die Watch GT-Series benötigt wird. Während die App installiert wird, kann man natürlich direkt die Huawei Watch Fit einschalten, indem man die Rechte längliche Drucktaste etwas länger gedrückt hält, bis das Huawei-Logo erscheint. Anschließend wählt man hier an der Smartwatch lediglich die Sprache aus und wird auf die kostenfreie App hingewiesen, welche man dementsprechend daraufhin direkt startet.

Nachdem man die App das erste Mal gestartet hat, muss man am iPhone einigen Nutzungshinweisen und den Benutzervereinbarungen zustimmen. Außerdem müsste man noch eine Huawei-ID erstellen, falls man bisher noch keine besitzt, diese zu erstellen ist jedoch selbstverständlich kostenlos. Für die Registrierung benötigt ihr lediglich eine E-Mail Adresse und ein selbst ausgedachtes Passwort, persönliche Kontaktdaten usw. werden hier nämlich nicht verlangt. Sobald man dies getan hat und im Anschluss noch weiteren Zugriffsrechten zugestimmt hat, gelangt man auf eine weitere Seite, bei der man wiederum grundlegende Informationen über sich selbst angeben sollte. Dazu zählen unter anderem: Das eigene Geschlecht, Körpergröße, Gewicht und Geburtsdatum, diese Daten werden natürlich nicht für Euren Account benötigt, sondern damit die wichtigen Messwerte: wie verbrannte Kohlenhydrate usw. möglichst genau berechnet werden können. Ist dies alles eingegeben bzw. ausgewählt worden, gelangt man nach weiteren Zustimmungen zu dem Punkt, an dem man wie ich als iPhone-User zustimmen kann, dass sämtliche sportlichen Aktivitäten, welche die Uhr aufzeichnet, in die Apple Health-App importiert werden. 

Anschließend hat man in der App alle wichtigen Daten angegeben, doch nun muss natürlich auch noch die Huawei Wach Fit eingerichtet bzw. mit der App und dem Smartphone gekoppelt werden. Dazu auf der Startseite unten rechts „Geräte“ auswählen und auf das „+“ tippen. Daraufhin Smart Watch-> Huawei Watch Fit-Reihe auswählen und die Smartwatch auswählen, welche euch im Pop-up Fenster eingezeigt wird. Daraufhin wird die Uhr automatisch mit eurem Smartphone gekoppelt und ist einsatzbereit. Nach dem koppeln wird direkt nach dem Testen Firmware-Update gesucht, welches man daraufhin direkt herunterladen und installieren sollte. Schließlich werden dadurch einige Fehler behoben und Funktionen erweitert.

DDa es sich bei der App um exakt dieselbe wie bei der Huawei Watch GT-Series handelt, ist der Menüaufbau absolut identisch. Somit gelangt man bei jedem Starten der App wie gewohnt direkt auf der Startseite. Hier erhält man direkt eine tägliche Übersicht sämtlicher aufgezeichneter Aktivitäten, sprich: Schritte, Work-out-Zeiten, Kalorien, gelaufene Distanz, Herzfrequenz usw. Außerdem wird beim Runterscrollen nach ganz unten automatisch die Qualität des Schlafs angezeigt, also wie lange man täglich geschlafen hat usw. Im nächsten Untermenü, dem Punkt „Sport“, können Trainingseinheiten direkt vom Smartphone aus gestartet werden. Daher kann man über das Auswahlfenster oben die gewünschte Trainingseinheit z. B. Radfahren auswählen und darunter ein Ziel auswählen z. B. eine bestimmte Distanz, Kalorien oder eine Zeit. Drückt man auf Start, zählt der Countdown von 3 runter und die Aufzeichnung fängt an. Hier wird einem dann direkt alles Wichtige für die jeweilige Sportart angezeigt, beim Radfahren ist dies z. B. die Karte, Zeit, Geschwindigkeit und die Herzfrequenz.

Zu guter Letzt gelangt man durch das letzte wichtige Untermenü „Geräte“ zu den Einstellungen der Huawei Watch Fit. In diesem Abschnitt kann man nicht nur nach Aktualisierungen suchen, sondern auch die Watchfaces verändern, den Gesundheitsüberwachung (z. B. Huawei TruSleep usw. aktivieren) und den Wecker einstellen. Beim letzten Menüpunkt handelt es sich um das Konto, hier kann man z. B. einige Daten, die man zu beginn festgelegt hat, ändern usw.

(Einrichtung & Bedienung: 4 von 5 Punkten)

Display

Beim verbauten Display handelt es sich wie bereits anfangs erwähnt, um ein hochwertiges OLED-Display mit einer 1,64 Zoll Bildschirmdiagonale. Die Auflösung beträgt stolze 456 x 280 Pixel, was einer Bildschärfe von 326 Pixel pro Zoll entspricht, sodass der Nutzer keine einzelnen Pixel auf dem Display erkennen kann. Außerdem ist das Display exakt so scharf wie bei der Huawei Watch GT Serie 2 Uhren. Das OLED-Display bietet die typischen perfekten Schwarzwerte und hat ein sehr hohen Kontrastwert. Außerdem besticht das OLED-Display mit hervorragend leuchtenden Farben und die Blickwinkelstabilität ist ebenfalls absolut überzeugend.

 Im Displayrand ist ein Umgebungslichtsensor verbaut, der die Helligkeit des Displays stufenlos und völlig automatisch dem aktuellen Umgebungslicht anpasst. Dieser wird soweit eigentlich immer passend reguliert, lediglich bei direkter Sonnenstrahlung reicht die max. Helligkeit nicht ganz aus und somit muss man in diesem Fall wie bei vielen anderen Smartwatches gelegentlich die Hand zum Schattenspenden nutzen, um die Inhalte auf dem Display besser erkennen zu können.

(Display: 4 von 5 Punkten)

Funktionen

Die Huawei Watch Fit ist mit allem wichtigen ausgestattet, was man zum aufzeichnen von Bewegungen, Schlaf und sportlichen Aktivitäten benötigt. Dazu zählen ein Beschleunigungs- Herzfrequenzsensor, ein Gyroskop sowie GPS (ist bei Trainings automatisch aktiviert und lässt sich nicht aktivieren, um etwa Strom zu sparen). Außerdem ganz wichtig Bluetooth 5.0, damit eine sparsame Verbindung zu eurem Smartphone hergestellt werden kann und ein Umgebungslichtsensor, damit das Display immer automatisch an das aktuell Umgebungslicht angepasst wird. 

Musik kann man leider auch auf die neue Watch Fit nicht übertragen, denn hierfür bietet weder das System noch der nur 4 Gigabyte große Speicher die Möglichkeit, da hiervon der Großteil für das Betriebssystem benötigt wird. Daher muss man während des Joggens weiterhin das Smartphone mitnehmen und kann lediglich die Huawei Watch Fit als Fernbedienungen verwenden. Genau so wie bei eingehenden Anrufen über diese werdet ihr zwar direkt an der Watch Fit informiert und könnt diese annehmen oder ablehnen, doch ohne ein Smartphone, welches mit der Uhr verbunden ist, geht dies selbstverständlich dann auch nicht. Dafür wiederum hat Huawei direkt in die Watch Fit ein Mikrofon und Lautsprecher verbaut, dass ihr zumindest beim Telefonieren das Smartphone in der Hosentasche lassen könnt. Die Gesprächsqualität von Mikrofon und Lautsprecher ist soweit in Ordnung, sodass man diese Funktion zumindest in einer ruhigen Umgebung nutzen kann, während es in der Stadt meiner Meinung nach keinen Sinn macht, da es einfach zu laut ist und zu viele Störgeräusche vorhanden sind. Nachrichten via SMS, WhatsApp und Co. werden euch wie bei bisher allen Huawei-Smartwatches gut leserlich angezeigt, können jedoch auch hier leider nicht direkt beantwortet werden.      

Weitere Funktionen, die man bereits von den Smart Watch GT 2 Modellen kennt, ist die permanente Herzfrequenzmessung, Schrittzähler, Schlaftracking, Blutsauerstoffmessung uvm. Natürlich stehen auch die normalen Funktionen wie Timer, Stoppuhr, Wecker, Barometer und Kompass bereit, sodass der Funktionsumfang den normalen Smartwatch-Modellen in nichts nachsteht. Sollte einem jedoch der Funktionsumfang dennoch nicht ausreichen, muss man sich eine Smartwatch mit Apples WatchOS oder WearOS by Google kaufen, denn Huawei setzt auf LiteOS, ein System, das es bisher noch nicht ermöglicht, den Funktionsumfang zu erweitern. Dasselbe trifft übrigens auch auf die Zifferblätter zu. Hier stellt Huawei zwar über 100 Watchfaces zur Verfügung, doch wünscht man sich hier dennoch Weitere, muss man auf Huawei hoffen, denn hier kann man lediglich auf die Zifferblätter zugreifen, die das Unternehmen bereitstellt und eventuell mit einem Update nachreicht. 

Wie es sich für eine Smartwatch mittlerweile gehört, ist auch eine integrierte Schlaftracking-Funktion mit an Bord, die im Test sehr gut funktionierte. Die Smartwatch misst, während man in der Nacht schläft, regelmäßig den Puls, wie sehr man sich bewegt und wie regelmäßig die Atmung ist. Außerdem zeichnet diese auch die Dauer des Schlafes auf und nicht nur das sie ermittelt auch genau, wie viel ihr davon im Tiefschlaf bzw. leichten Schlaf und dem sogenannten REM-Schlaf gewesen seid. Diese Werte, allesamt zusammen kombiniert, ergeben dann zudem eine sogenannte Schlafbewertung für jede Nacht, damit ihr genau Bescheid wisst, wie gut ihr in der jeweiligen Nacht geschlafen habt, und bietet einem in der App Empfehlungen, wie man einen eventuellen schlechteren Schlaf verbessern könnte.

(Funktionen 3,5 von 5)

Akku

Das Gehäuse der Huawei Watch Fit bietet neben der ganzen Elektronik nicht sonderlich viel Platz für den Akku, daher fällt dieser natürlich kleiner aus als bei der Watch GT 2- Series. Dennoch soll der Akku für knapp 10 Tage ausreichen, was man mit dem reduzieren von einigen Funktionen auch sicherlich im Alltag erreichen kann. Somit müsste man dann auf die permanente 24h Pulsmessung, die bewegungsgesteuerte Display-Aktivierung und auf eine hohe Displayhelligkeit verzichten. 

In meinem Test habe ich die Uhr jedoch so verwendet, wie es jeder tun würde, der die Smartwatch im Alltag verwendet, daher habe ich die Funktionen alle aktiv gelassen, da sonst eine Smartwatch kein Sinn machen würde. Das Ergebnis war, dass bei mir definitiv nicht die 10 Tage, sondern 6 Tage erreicht wurde, ehe die Huawei Watch Fit aufgeladen werden musste. Solltet ihr jedoch mehr Aktivitäten aufzeichnen, bei den GPS immer aktiv ist, dann wird die Laufzeit nochmals etwas geringer, geht jedoch immer noch absolut in Ordnung.

Beim Ladekontakt setzt Huawei auf einen magnetischen Ladeanschluss mit zwei Pogo-Pins. Mit denen die Smartwatch nach gut einer Stunde wieder komplett voll aufgeladen ist.

(Akku: 4 von 5 Punkten)

Der Testbericht ist in drei Teile unterteilt, klicke dich hier durch:

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