LG Q6

LG wurde 1958, als Tochter der Lucky Chemical Industrial Co., unter dem Namen Goldstar Co. gegründet. Anfangs wurden Radios, Fernseher, Kühlschränke, Waschmaschinen, Klimaanlagen und Staubsauger produziert. Im Jahr 1995 wurde der Firmenname von Goldstar in LG Electronics umbenannt. LG ist die Abkürzung von Lucky GoldStar. Gelegentlich ist auch die Bezeichnung LGe zu finden, wobei hier das e für Electronics steht. Inzwischen gehört der Konzern zu einer der ganz Großen und bietet Produkte aus den Bereichen Informationstechnik, Unterhaltungselektronik, Mobilfunk, Photovoltaik, sowie Haushaltsgeräte an.

Mit dem Smartphone LG Q6 bringt der Hersteller eine etwas abgespeckte Version des LG G6, welches wir bereits für euch getestet haben auf den Markt. Dabei handelt es sich preislich gesehen um ein Mittelklasse-Smartphone, welches mit einem Displayformat von 18:9 wie das G6 daher kommt. Doch wie schlägt sich das Mittelklasse-Smartphone im Test?

PUNKT 1

bestehend aus „Verpackung/Design/Verarbeitung“ entspricht 25% der Gesamtwertung

Verpackung

Die Verpackung des LG Q6 ist sehr schlicht gehalten. Auf der oberen Seite der komplett in schwarz gehaltenen Verpackung ist das Q6 Logo in Silber aufgedruckt. Bei den wenigen Informationen auf der Rückseite handelt es sich nicht großartig um das eigentliche Produkt, sondern vielmehr über den Hersteller. Auf der rechten Seite befindet sich ein großer Aufkleber, der unter anderem über die IMEI-Nummer, S/N-Nummer, Modellbezeichnung sowie die Farbe des LG Q6 informiert. Auf der linken Seite ist der Slogan „Life´s Good When You Play More“ aufgedruckt. Mit dem auch das LG G6 angepriesen wurde. Auf der oberen Stirnseite ist noch ein klassisches LG Logo zu sehen.

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Nach dem Öffnen der Verpackung kommt direkt das LG Q6-Smartphone in der üblichen Schutzfolie zum Vorschein. Das restliche Zubehör verbirgt sich unter dem Gerät. Beim Lieferumfang gibt es wenig Überraschungen, es ist im Wesentliche alles dabei, was man für den täglichen Smartphone-Einsatz benötigt. Ladekabel, Netzteil, SIM-Tool, Kopfhörer und die üblichen Papier-Beilagen.

(Verpackung: 3,5 von 5 Punkten)

Design

Auf dem ersten Blick sieht das LG Q6 zumindest von der Frontseite direkt aus wie das LG G6. Das liegt vor allem an dem 5,5 Zoll großen Display, welches mit einem 18:9 Formfaktor daher kommt. Geschützt wird das Display übrigens von Gorilla Glas 3. Dank dem 18:9 Displayformfaktor und den sehr schmalen Displayrändern, ist das LG Q6 insgesamt recht kompakt und liegt sehr gut in der Hand.

Das es sich wie bereits erwähnt um eine abgespeckte Version des LG G6 handelt, merkt man vor allem auf der Rückseite. Denn das Gehäuse besteht nicht aus Glas oder Aluminium, sondern aus  Plastik, welches wesentlich kratzanfälliger ist. Unser Testmodel in Ice Platinum hat mir persönlich aber dennoch auf Anhieb gut gefallen. Das 5,5 Zoll große Smartphone bringt 149 Gramm auf die Waage und liegt wie bereits erwähnt sehr gut in der Hand. Dazu trägt die leicht abgerundete Rückseite bei.

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Kommen wir zu den Bedienelementen. Da merkt man teilweise sehr, dass es sich um ein Mittelklasse-Smartphone handelt. Angefangen bei der linken Seite des Geräts, dort finden wir die Lautstärkewippe und etwas weiter unterhalb den SIM- und microSD-Slot. Anders als bei LG G6 besitzt das LG Q6 keinen Fingerabdrucksensor und so wurde der Power-Button auf die rechte Seite platziert.

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Auf der Rückseite befindet sich neben einer Kamera-Linse noch ein LED-Blitz sowie der meiner Meinung nach schlecht platzierte Lautsprecher im unteren Bereich. Dazu unter dem Punkt Verarbeitung mehr. Zu guter Letzt befindet sich an der Unterseite noch das Mikrofon, ein veralteter USB-Typ-B Anschluss und eine Klinke-Buchse. Das Design des LG Q6 ist meiner Meinung nach kein besonders Highlight.

(Design: 2,5 von 5 Punkten)

Verarbeitung

Sobald man des LG Q6 anschaltet, fällt einem der relativ schmale Rand rund um das Display auf. Durch das 18:9 Format ist das Display somit nicht breiter, sondern nur etwas länger als bei einem Display im 16:9 Format und lässt sich somit zumindest mit meinen durchaus großen Händen, weiterhin überall gut erreichen. Das LG Q6 ist IP52-zertifiziert und verträgt somit lediglich groben Dreck und Tropfwasser. Also damit ins Wasser gehen, solltet ihr definitiv nicht. Laut den Angaben von LG ist es zudem gegen Schläge gemäß Mil-STD-810G geschützt.

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Die Verarbeitung des abgespeckten LG Q6 kann sich durchaus sehen lassen, ganz im Gegenteil zum Eindruck der Wertigkeit. Was hauptsächlich an der Rückseite liegt, denn hier wurde wie bereits erwähnt auf die Verwendung von Glas verzichtet und lieber mit Kunststoff gearbeitet. Des Weiteren hat LG auf der Rückseite auf eine Dual-Kamera und den Fingerabdrucksensor, der auch als Power-Button diente, verzichtet. Auch das der einzige Lautsprecher auf der Rückseite platziert wurde, was vor allem blöd ist, wenn das LG Q6 auf der Rückseite liegt, mindert diesen Eindruck.

(Verarbeitung: 3,5 von 5 Punkten)


PUNKT 2

bestehend aus „Funktion des Produktes“ entspricht 65% der Gesamtwertung

Technische Daten des LG Q6
Display 5,5 Zoll (18:9 Format) 2160 x 1080 Pixel, Pixeldichte beträgt 442 ppi
CPU Qualcomm Snapdragon 435 8x 1,4 GHz
RAM 3 GB RAM
Speicher 32 GB (mit microSD bis zu 2 Terrabyte erweiterbar)
Betriebssystem  Android 7.1.1 “Nougat”
Haupt-Kamera 13MP f/2.2 Blende mit LED-Blitz
Front-Kamera 5MP f/2.2 Blende
Anschlüsse USB-Typ-B Anschluss; 3,5 mm Kopfhöreranschluss
Akku 3000 mAh nicht austauschbar
Konnektivität Wi-Fi 802.11/b/g/n, Mobilfunknetz bis 4G, Wi-Fi Direct, Bluetooth 4.2 und GPS, A-GPS, GLONASS
Abmessungen (LxBxH)  142,5 mm x 69,3 mm x 8,1 mm
Gewicht  149 Gramm

Performance

Zum Einsatz kommt ein Snapdragon 430 Prozessor von Qualcomm. Zwar verfügt dieser über acht Kern, jedoch Takten diese nur mit jeweils 1,4 GHz. Unterstütz wird dieser von drei Gigabyte RAM. Zwar ist der interne Flash-Speicher mit 32 Gigabyte (Netto 20 Gigabyte) nicht allzu groß bemessen, kann bei Bedarf aber mit einer mircoSD-Speicherkarte um bis zu 2 Terabyte erweitert werden. Als Betriebssystem ist Android 7.1.1 vorinstalliert.

Im Alltag dürfte die Leistung der verbauten Hardware den meisten ausreichen, den Mails verfassen, WhatsApp Nachrichten schreiben und im Internet surfen ist damit kein Problem. Jedoch merkt man die etwas schwächere Leistung bei grafisch anspruchsvollen Games, denn diese ruckeln hin und wieder mal. Dies ist auch nicht wirklich anders zu erwarten, denn schließlich handelt es sich wie LG selbst es bezeichnet nur um ein Mittelklasse-Smartphone.

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Wie schneidet das LG Q6 im Benchmark Test ab? Dies haben wir für euch natürlich auch getestet. Hier das Ergebnis der Benchmark-Tests — 34.364 Punkte bei Antutu, bei Geekbench 4 kommt es im Singel-Core Test auf 508 Punkte und beim Multi-Core-Test auf 2075 Punkte. Damit liegt es nach diesem Test von der Leistung ungefähr bei einem Nokia 5.

(Performance: 2,5 von 5 Punkten)

Display

Das 5,5 Zoll große Display, das von LG als FullVision Full-HD+ Display bezeichnet wird, löst mit 2160 x 1080 Pixeln auf. Die Pixeldichte beträgt somit 442ppi. Zum Vergleich beim LG G6 ist es ein 5,7 Zoll Display mit einer Pixeldichte von 564 ppi. In Sachen Farbe, Kontrast und Bildschärfe ist es zwar etwas schwächer als das LG G6, dennoch kann das Display des LG Q6 überzeugen.

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Leider ist die maximale Bildschirmhelligkeit etwas zu gering. So hatte ich im Outdoor-Einsatz bei maximaler Hintergrundbeleuchtung im Sonnenlicht meine Probleme, etwas auf dem Display zu erkennen. Mir persönlich hat das Display auf etwas zu stark gespiegelt, was das Ganze zusätzliche erschwerte.

(Display: 3,5 von 5 Punkten)

Akku

Der fest verbaute Akku hat eine Kapazität von 3.000 mAh und konnte im Test überzeugen. Denn das Durchhaltevermögen des Akkus kann sich durchaus sehen lassen. Ich konnte das LG Q6 gut einen Tage verwenden, bis ich es wieder aufladen musste. In dem Testzeitraum hatte ich teilweise über das mobile Datennetz und abends über WLAN im Internet gesurft, einige Videos angeschaut, Nachrichten versendet und gelegentlich telefoniert. Leider fehlt dem LG Q6, die schnell Ladefunktion Quick Charge, daher dauert das Aufladen wesentlich länger. Es dauerte knapp 2 einhalb Stunden, bis der Akku wieder voll aufgeladen war.

(Akku: 3 von 5 Punkten)

Kamera

Wie bereits erwähnt, gibt es auf der Rückseite keine Dual-Kamera, obwohl diese nun auch immer mehr bei Mittelklasse-Smartphones zum Einsatz kommt. Die Auflösung der Hauptkamera auf der Rückseite beträgt 13-Megapixel mit einer nicht so lichtstarken Blende von f/2.2.
Die Bildschärfe kann sich sehen lassen, auch wenn diese an den Rändern nachlässt. Mit der Farbwiedergabe war ich bei meinen Testaufnahmen sehr zufrieden.

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Um mit der maximalen Auflösung von 13 Megapixeln Bilder aufzunehmen, müsst ihr jedoch unbedingt in den 4:3 Aufnahme-Modus wechseln, denn sonst werden die Bilder im 18:9 Format geknipst. Dies sieht zwar auf dem Display des LG Q6 sehr gut aus, jedoch macht dies beim Ausdrucken Probleme, da dies kein übliches Format für Fotos ist.

An der 13 Megapixel-Kamera gibt es in puncto Bildqualität nur wenig zu meckern. Bei Tageslicht schießt das LG Q6 gute Bilder, diesen fehlt leider etwas an Tiefenschärfe und an Kontrast. Dennoch bin ich mit der Kamera auf der Rückseite durchaus zufrieden. In dunkleren Lichtverhältnissen lässt die Qualität jedoch vor allem wegen der Blende von f/2.2 stark ab und das Bildrauschen nimmt zu.

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Die Auflösung der Frontkamera beträgt 5 Megapixeln und erlaubt Bilder mit Normalen- (82 Grad) und Weitwinkel (100 Grad) zu knipsen. Damit sind vor allem Selfies mit mehreren Freunden kein Problem mehr. Auf dem Smartphone sehen die Selfies ganz gut aus, wenn man diese jedoch auf dem Computer betrachtet, fällt einem auf, dass diese deutliches Rauschen vorweisen und nicht richtig scharf sind.

Videos können mit dem LG Q6 mit maximal 1.080p und 30 fps aufgenommen werden. 4K- Videos sind leider nicht möglich. Mit der Qualität der Testaufnahme bei Sonnenschein war ich durchaus zufrieden. Auch hier ist die Farbdarstellung ganz gut.

(Kamera: 3 von 5 Punkten)

 Software

Das LG Q6 kommt mit Android 7.1.1 Nougat Betriebssystem, welchem LG seine Nutzeroberfläche LG UX verpasst. Den Homescreen Launcher hat das Unternehmen sinnvoll optimiert. So ist z. B. der App-Drawer von Werk aus vorhanden, zudem passen sich die App-Icons, die geladen werden, automatisch an das Design der LG UX Oberfläche an. Der Umfang an vorinstallierten Apps hält sich zum Glück gering. Zwar sind einige Apps von LG vorinstalliert, diese sind aber durchaus interessant und bieten nützliche Funktionen. Googles künstliche Intelligenz „Google Assistent“ ist übrigens ebenfalls mit an Bord.

(Software: 4,5 von 5 Punkten)


PUNKT 3

bestehend aus „Beschreibung und Preis-/Leistung“ entspricht 10% der Gesamtwertung

Beschreibung

Die online präsentierten Produktbilder des LG Q6 entsprechen durchaus der Realität. Man muss natürlich zur Kenntnis nehmen, dass es sich hierbei um ein Mittelklasse-Smartphone handeln soll. Daher kommt es mit einer etwas schwächeren Leistung als das Flaggschiff LG G6 oder das LG V30 daher.
Einige Punkte wie z.B. die fehlende Dual-Kamera, den Fingerabdrucksensor und den fehl platzierten Lautsprecher sind einige der Dinge, die ich bemängeln kann. Auch die Ladezeit ist mit 2 einhalb Stunden nicht gerade kurz, wenigsten da hätte LG eine Schnellladefunktion integrieren können.

Preis/Leistung

Der Preis des LG Q6 war bei der Markteinführung 349 EUR (in D/A). Das ist gut 400 Euro günstiger als das LG G6, welches Anfang des Jahres erschienen ist. Dafür muss man wie bereits erwähnt aber auch auf einige Funktionen verzichten. Inzwischen ist das Smartphone seit einigen Wochen auf den Markt und je nach Farbe für knapp 250 EUR verfügbar. Dieser Preis entspricht eher dem, was geboten wird, denn für den veranschlagten UVP von 349 Euro würde man bessere Alternativen bekommen.

Das LG Q6 ist meiner Meinung nach ein gutes Smartphone. Es ist sehr gut für Smartphone Einsteiger geeignet. Auch wenn die verbaute Hardware nicht die Beste ist, reicht diese für viele Nutzer, welche ihr Smartphone lediglich zum Surfen, Telefonieren, Nachrichten schreiben und gelegentliche Schnappschüsse nutzen, vollkommen aus. Das große Display mit dem relativ schmalen Rand kann im Test durchaus überzeugen und auch die Kamera liefert akzeptable Bilder.


Somit ergibt sich unter Berücksichtigung aller Teilwertungen folgende testr – Bewertung:

Wir bedanken uns beim Hersteller für die Bereitstellung des Produktes. Zu unseren Grundsätzen.

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