JBL Everest Elite 150 NC

Die US-amerikanische Firma JBL wurde 1946 in Los Angeles unter dem Namen Lansing Sound Inc. von James Bullough Lansing gegründet. Zuvor arbeitete er bis zu seinem Ausscheiden bei Altec Lansing, da es aber wegen dem Namen Lansing als Produktname einen Rechtsstreit gab, änderte man letztendlich den Namen in James B. Lansing Sound Inc. Daraus lässt sich auch der aktuelle Firmenname JBL ableiten.

Nach dem Suizid von James B. Lansing, übernahm 1949 William Thomas bis zum Jahre 1969 die Geschäftsführung und rettete es aus den finanziellen Schwierigkeiten. Da er jedoch aus privaten Gründen nicht mehr in der Lage war, die Firma weiter zu leiten, fand man mit Dr. Sydney Harman schnell einen idealen Käufer. Seit dem gehört JBL zur Harman-International-Group, zu der unter anderem auch AKG und Harman/Kardon gehören. JBL stellt neben Auto-Lautsprecher auch Heim-Audio und Kopfhörer her.

In diesem Testbericht möchte ich euch einen neuen Bluetooth In-Ear Ohrhörer aus dem Hause JBL vorstellen. Es handelt sich um den JBL Everest Elite 150 NC, welcher wie alle In-/Over-Ear Kopfhörer der Everest-Serie mit adaptiven Noise-Cancelling ausgestattet ist. Zudem handelt es sich dabei aktuell um den teuersten In-Ear Ohrhörer aus dem Hause JBL. Doch kann der JBL Everest Elite 150 NC vom Klang, dem Noise-Cancelling überzeugen und ist er knapp 200€ wert? Das erfahrt ihr in diesem Testbericht.

PUNKT 1

bestehend aus „Verpackung/Design/Verarbeitung“ entspricht 25% der Gesamtwertung

Verpackung

Die Verpackung ist überwiegend schwarz gehalten, besitzt aber wie alle JBL Produkte die typischen orangenen Farbakzente. Wie bereits beim JBL Everest Elite 750 NC, befindet sich die eigentliche stabile schwarze Hauptverpackung in einer bedruckte Umverpackung.

Auf der grauen Vorderseite ist der In-Ear Ohrhörer groß abgelichtet. Des Weiteren ist an der oberen linken Ecke das orangefarbene Logo des Herstellers „JBL“ und auf der rechten Seite nach unter verlaufend der Name „Everest Elite 150 NC„ aufgedruckt. Zudem erfährt man hier einige besondere Funktionen, z. B. dass es sich um einen kabellosen In-Ear Ohrhörer mit adaptiven Noise-Cancelling handelt, daher auch die Bezeichnung „NC“ im Namen des In-Ears. Außerdem wird auf die Akkulaufzeit von bis zu 14 Stunden mit ANC hingewiesen. 

Auf der rechten Seite der Verpackung ist die rechte Seite der Steuereinheit zu sehen. Des Weiteren wird einem hier im unteren Bereich der Frequenzbereich, die Treibergröße und der Lieferumfang gezeigt. An der orangefarbenen Oberseite befindet sich lediglich eine Aufhängelasche, an dem die Verpackung im Laden aufgehängt werden kann und in vier Sprachen wird hier drauf hingewiesen, dass es sich um wireless In-Ear NC Kopfhörer handelt. Die linke Seite zeigt lediglich in silberner Schrift den JBL-Slogan „Dare to Listen!“ Zu guter Letzt sind auf der Rückseite der Verpackungshülle erneut die JBL Everest Elite 150 NC In-Ears abgebildet. Dieses Mal jedoch von vorne betrachtet und mit dem Slogan „Legendary Sound, Superior Experience“. Zudem ist hier wie bereits auf der Vorderseite das Logo von JBL, der Name der Ohrhörer und die Akkulaufzeit in weißer Farbe zu lesen. Bei der Akkulaufzeit erfährt man nun aber, dass bei aktiviertem ANC die angegeben 14 h Laufzeit möglich sind und ohne ANC bis zu 16 h.

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Des weiteren erwähnt JBL auf der Rückseite die wichtigsten Funktionen mit Symbolen und Text. So erfährt man hier unter anderem, dass der Everest Elite 150 NC mit einem legendären JBL Pro Sound ausgestattet sein soll, über ANC verfügt, ein Dual-Mikrofon mit Echounterdrückung besitzt, mit bequemen Ohrtips geliefert wird und für den Transport sozusagen „zusammengeknüllt“ werden könne. Zu guter Letzt sind an der Unterseite noch einige typischen Infos zum Unternehmen JBL zu lesen.

Klappt man die schwarze Innenverpackung nach dem herausziehen aus der Hülle auf, kommt direkt ein hochwertiges Transportetui zum Vorschein. In diesem ist neben dem kompletten Zubehör (Ladekabel, verschiedenen Ohrtips und Sport-Ohreinsätze) , auch der JBL Everest Elite 150 NC Ohrhörer untergebracht. Zudem befindet sich unter dem Etui noch eine Kurzanleitung zum Everest Elite 150 NC.

(Verpackung: 4 von 5 Punkten)

Design

Den JBL Everest Elite 150 NC gibt es nur in der Farboption Gunmetal (dunkelgrau). Diese Farbe gefällt mir persönlich sehr gut. Es handelt sich beim Everest Elite 150 NC um einen Wireless-In-Ear Ohrhörer, bei dem jedoch beide Ohrhörer mit einem Nackenbügel verbunden sind. Der flexibel Nackenbügel besteht aus einer Kunststoffummantelung, in deren inneren ein dünner Federstahl eingearbeitet wurde. Dadurch springt der 6 mm dicke Nackenbügel nach dem Umformen immer wieder in seine ursprüngliche Form zurück.

An den besagten etwas dickeren Enden sind die Bedienelemente und der größte Teil der Technik untergebracht. Den integrierten Akku kann man per Micro-USB-Buchse aufladen. Diese befindet sich im rechten Teil des JBL Everest Elite 150 NC unter einer Kunststoffkappe. Knapp einen Zentimeter daneben ist eine Status-LED zu sehen. Diese weißt auf den aktuell Betriebsstatus des Elite 150 NC hin. Eine weitere Status-LED findet man direkt gegenüber nach oben zeigend. Die untere LED informiert darüber ob das ANC an ist und über den Status des Akkus. Anhand der oberen Status-LED sieht man, ob sich der Ohrhörer gerade im Kopplungsmodus befindet oder bereits verbunden ist. Betrachtet man die Bedienelemente auf der rechten Seite, erkennt man hier drei einzelne Knöpfe. Der runde 8 mm große Kopf dient, wie das Symbol darauf vermuten lässt, als Ein- und Ausschaltknopf. Direkt davor sind zwei weiter länglichere Knöpfe, welche mit einem Bluetooth-Symbol und einem „S“ versehen sind. 

Der „Bluetooth-Knopf“ dient dazu, den Pairing-Modus zu aktiveren, falls man den Everest Elite 150 NC z. B. mit einem zweiten Gerät verbinden möchte. Bei dem „S“ Knopf handelt es sich um den soggenanten Smart-Button. Dieser kann mit zwei unterschiedlichen Funktionen belegt werden. Von JBL aus ist die Taste mit der Ambient Awareness Funktion belegt. Daher regelt man hier per Knopfdruck wie stark die Umgebungsgeräusche herausgefiltert werden sollen. Durch mehrmaliges drücken des Knopfes kann man so zwischen dem Level Low, High und Off wechseln. In der App direkt kann dies jedoch noch genauer eingestellt werden. In der App kann der Smart-Button auch umprogrammiert werden, sodass man damit das ANC Ein-/Ausschalten kann.

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Betrachtet man die Knöpfe am linken Bedienelement, befindet sich hier ebenfalls drei Tasten mit dem gleichen Formfaktor wie auf der rechten Seite. Dabei handelt es sich jedoch um keine besonderen Tasten, sondern um die Play/Pause und leiser und lauter Tasten. Der runde 8 mm Knopf dient dazu, die Musik zu pausieren und bei erneutem betätigen wieder wiederzugeben. Erhält man, während der JBL Everest Elite 150 NC mit dem Smartphone genutzt wird eun Anruf, dann kann dieser durch einmaliges Betätigen der Play-Taste entgegengenommen werden oder durch drücken und 3 Sekunden halten abgelehnt werden. Ebenso kann man bei Gesprächsende den Anruf durch betätigen der Play-Taste beenden und durch zweimaliges drücken Siri / Google Now aktiveren. Mit den beiden Knöpfen mit dem „+“ und „-“ Symbol, kann man die Musik Lauter/Leiser stellen und bei 3 Sekunden drücken einen Titel vor- bzw. zurückspringen. Zu guter Letzt, befindet sich an der Oberseite der Bedienelemente jeweils an der rechten und linken Seite ein Mikrofon mit Echounterdrückung, um Telefonate zu ermöglichen. 

Die Ohrstöpsel baumeln an Kabeln, die direkt vom Bügel kommen und haben eine fixe Länge von ca. 22 cm. Ein Verknoten der Kabel ist durch die Länge nicht wirklich möglich. Bei Kleidung mit Kragen wie z. B. ein Polohemd, kommt es jedoch wie oftmals bei einer Ausführung von In-Ear Ohrhörern mit Nackenbügel dazu, dass dieser am Kabel reibt und unangenehme Störgeräusche auf die Kopfhörer überträgt. Daher würde ich Oberteile mit Kragen lieber vermeiden.

Die Steuerung des JBL Everest Elite 150 NC ist entweder wie bereits erwähnt über die Bedienelemente am Halsbereich möglich oder über das Smartphone. Im Sommer mit T-Shirt usw. ist es problemlos möglich, den In-Ear Ohrhörer an den Bedientasten zu bedienen. Jedoch sehe ich bei der Nackenbügelausführung einen Nachteil, den die Bedienelemente kann man im Winter mit dicker Jacke und einem Schall kaum erreichen. Hier muss man dann die Musik direkt via Smartphone steuern, da dies in dem Fall deutlich komfortabler ist.

Die Ohrhörer selbst haben ein rundes 15 mm großes Gehäuse, welches an der Außenseite abgeflacht ist und mit einem Chrom JBL Logo versehen wurde. Die Grundfarbe der Ohrhörer ist ebenfalls Gunmetal. Für einen bequemen Sitz sind die Ohrstöpsel mit den typischen Ohrtips in verschiedenen Größen ausgestattet. Zudem sorgen die ebenfalls in unterschiedlichen Größen beigelegten Sport-Einsätze für einen sichern halt beim Rennen usw. Diese Sport-Einsätze müssen jedoch genutzt werden, ohne können die In-Ears nicht genutzt werden. Grund hierfür ist eine Haltenase an der Innenseite der Ohrstöpsel, durch welche die Sporteinsätze gegen verdrehe gesichert werden. 

Das Design der JBL Everest Elite 150NC In-Ear-Kopfhörer gefällt mir sehr gut. Zwar wurde dieser lediglich aus verschiedenen Kunststoffen gefertigt, aber dies machen andere Hersteller bei ihren In-Ear Ohrhörer mit Nackenbügel und ANC auch nicht anders. Ein großer Vorteil ist hier das sehr leichte Gewicht und selbst wenn der Ohrhörer einmal herunterfällt, ist dieser sicherlich nicht gleich defekt. 

(Design: 4 von 5 Punkten)

Verarbeitung

Die Verarbeitung des JBL Everest Elite 150 NC gefällt mir sehr gut. Die Übergänge der verschiedenen Materialien sind hervorragend und ich konnte keine scharfen oder unschönen Kanten finden. Das Nackenband liegt sehr angenehm um den Hals und durch das geringe Gewicht sitzt bzw. liegt der Everest Elite 150 NC sehr angenehm um den Hals. 

Die Kabellänge ist mehr als ausreichend. Meiner Meinung nach könnte der Nackenbügel, sowie das Kabel der Ohrhörer jeweils gut 1-2 cm kürzer sein. Jedoch ist es auf keinem Fall so, dass es zu lange ist und stören würde. Hat man den In-Ear Ohrhörer einige Zeit genutzt und sich mit den Bedientasten vertraut gemacht, kann man den Everest Elite 150 NC quasi blind bedienen. Hier gefällt mir sehr gut die ca. 1 mm vorstehende runde Taste links und recht, denn so findet man schnell auch die beiden anderen Tasten.

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Das Gewicht ist mit 53 g inklusive Ohrstöpsel (und Kabel) angenehm leicht. Beim Lade-Anschluss hätte man zum aktuellen USB-C Anschluss greifen können und nicht zum alten Micro-USB-Anschluss, doch zum neuen USB-C greifen aktuell leider immer noch nicht viele Hersteller.

(Verarbeitung: 4 von 5 Punkten)

PUNKT 2

bestehend aus „Funktion des Produktes“ entspricht 65% der Gesamtwertung

Technische Daten des JBL Everest Elite 150 NC
Kopfhörer-Art In-Ear-Ohrhörer
Kategorie In-Ear-Ohrhörer mit Bluetooth 4.1 SBC-Codec
Farbe Gunmetal
Trageart Nackenbügel, Kabellänge von Nackenbügelenden bis Ohrhörer 22 cm
Gewicht 53 Gramm
Material Nackenbügel aus Kunststoff und teilweise Silikon. Ohrhörer ebenfalls aus Kunststoff.
Töner Jeweils links und rechts ein 12 mm Dynamic-Membran
Akkulaufzeit bis zu 16 Stunden; Ladezeit 2 Stunden.
Schalldruckpegel 94 db/mW
Frequenzbereich 10 Hz – 22 kHz
Lieferumfang 1x JBL Everest Elite 150 NC

3 paar Silikon Ohrtips Passstücke (S, M, L)

2 paar Sport-Einsätze (S, M, L)

Micro-USB-Ladekabel

Beschreibung

Transportetui

 Tragekomfort

Mit dem Tragekomfort des JBL Everest Elite 150 NC bin ich sehr zufrieden. Hat man die richtigen Ohrtips und Sporteinsätze gefunden, dann halten die In-Ears selbst bei hektischen Bewegungen problemlos. JBL liefert sowohl die normalen Ohrtips als auch die Sporteinsätze in drei Größen S, M, L mit. Ein Paar davon ist bereits vormontiert und dies waren auch genau das richtige Paar, welches ich für den perfekten Sitz benötigt habe. Mit diesen mitgelieferten Ohrtips kann der Everest Elite 150 NC perfekt den eigenen Ohren angepasst werden und dafür rate ich euch unbedingt genug Zeit zu nehmen. Denn bei In-Ears ist es extrem wichtig, dass diese richtig Sitzen. Ein zu kleiner Ohrtip sorgt dafür, dass dieser nicht isoliert und ständig herausfällt. Ist der Ohrtip zu groß gewählt, drückt dieser unter Umständen nicht nur, sondern sitzt nicht tief genug im Gehör und somit bekommt man ein falsches Klangbild. Auf einmal fehlt der Bass total usw. Daher unbedingt 5 oder 10 Minuten Zeit nehmen und die Ohrtips und Sport-Einsätze alle durchprobieren.

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In meinen Testberichten zu In-Ear Ohrhörern mit einer Nackenbügel-Ausführung, habe ich bereits oft erwähnt, dass diese Variante einige Vorteile hat. Jedoch hat fast jedes System auch Nachteile, so ist es auch bei der Nackenbügel-Ausführung. Einer der größten Vorteile ist die gleichmäßige Verteilung des Gewichtes über den Nacken. Hierdurch spürt man an den Ohren deutlich weniger Zug, als bei herkömmlichen Ohrhörern. Ein weiterer Vorteil ist, das man jederzeit einen oder beide Ohrstöpsel herausziehen und loslassen kann, ohne sich sorgen machen zu müssen, dass man die Ohrhörer verliert. Praktischerweise hat JBL beim Everest Elite 150 NC einen Magnetverschluss eingebaut. So verbinden sich die beiden Ohrhörer beim herausziehen und hängen lassen automatisch an der Rückseite zu einer Kette. Dies ist zwar sehr praktisch, doch leider hätte man hier eventuell die Funktion integrieren können, dass bei der Verbindung automatisch die Musik pausiert wird. So haben es nämlich bereits einige andere Hersteller, bei ihren Ohrhörer mit Nackenbügel bzw. Kabel gemacht. 

Der Nachteil dieser Nackenbügel Bauform ist unter anderem, dass sich solche Kopfhörer selten für Sport eignen. Es gibt hier zwar Ausnahmen wie z. B. den von mir bereits getesteten JBL Reflect Fit, doch dieser wird auch extra als Sport-Ohrhörer angepriesen. Dies ist beim JBL Everest Elite 150 NC jedoch nicht der Fall. Ich persönlich würde euch, falls ihr nach einem In-Ear Ohrhörer sucht, welcher auch zum Sport genutzt werden kann, zu einem mit einem dünnen Kabel anstelle des dickeren Silikonbands inkl. klobigeren Enden raten. Fürs Sportstudio ist der Everest Elite 150 NC schlichtweg nicht geeignet und dafür auch gar nicht konzipiert. Denn er ist, wie JBL angibt nicht auf schweißresistent und Wasserabweisung geprüft bzw. dafür vorgesehen. 

(Tragekomfort: 4,5 von 5 Punkten)

Klang

Beim JBL Everest Elite 150 NC kommt pro Ohrhörer jeweils ein 12 mm-Dynamikmembran zum Einsatz. JBL wirbt die In-Ears mit „Legendärem JBL Pro Audio Sound“ an. Damit möchte JBL seine über 70-jährige Erfahrung in der Entwicklung der Technik für präzisen und natürlichen Sound in Kinos, Tonstudios und Konzerthallen werben und das genau diese auch in den In-Ears zum Einsatz kommt. Hier sollte man jedoch beachten, dass es sich zwar um verhältnismäßig große Membrane für In-Ear Ohrhörer handelt. Doch diese können bauartbedingt nicht wie z. B. ein Over-Ear Kopfhörer klingen können.  

Betrachtet man die technischen Daten des JBL Everest Elite 150 NC, sieht man zum einen, dass der Frequenzgang von 10Hz bis 22 kHz reicht, somit deckt dieser einen große Frequenzwiedergabe ab. Die Impedanz liegt bei niedrigen 16 Ohm und der Schalldruckpegel bei 94 dB. Soviel zu den technischen Angaben, die sich soweit vielversprechend anhören, doch wie immer sagen diese nichts aus, ob der Ohrhörer am Ende gut klingt oder eben nicht. Daher nun die Frage, wie gut klingt der Everest Elite 150 NC?

Zuerst möchte ich dazu sagen, dass leider kein aptX/aptX HD oder AAC Codec unterstützt werden. Somit verfügt der Everest Elite 150 NC lediglich über die nicht ganz so gute Bluetooth-Übertragung mit dem SBC Codec. Bei einer guten Signalübertragung ist die Soundqualität sehr gut, diese nimmt jedoch bei Hindernissen und steigender Entfernung schnell ab. Bei aptX und ANC ist es wie mit Digitalradio, hier gibt es entweder eine sehr gute Soundqualität Übertragung oder gar keine. Daher finde ich es bei einem fast 200€ teuren In-Ear Ohrhörer etwas Schade, dass hier keiner der besseren Codecs unterstützt wird.

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 Vom Klang her ist der Everest Elite 150 NC typisch für JBL etwas bassbetonter abgestimmt. Der Everest Elite 150 NC hat jedoch ein ähnliches Problem mit dem ANC wie der von mir bereits getestete Everest Elite 750 NC. Denn auch hier sorgt das aktivere ANC für ein anderes Klangbild, sodass man beim aktiveren eine deutliche Betonung des Basses wahrnimmt. Dies dürfte zwar Liebhaber von Bassbetonten-Kopfhörern gefallen, aber das Ziel sollte eigentlich sein, dass die Ohrhörer bei aktiviertem und deaktiviertem ANC fast identisch klingen. 

Der Klang ohne ANC gefällt mit persönlich deutlich besser. Hier ist das Klangbild sehr ausgewogen, es ist zwar dennoch eine leichte Bassbetonung vorhanden, aber diese weiß zu überzeugen. Nach mehren unterschiedlichen Genres, die ich mit dem JBL Everest Elite 150 NC gehört habe, kann ich beurteilen, dass die Höhen sehr sauber und detailreich wiedergegeben werden. Stimmen klingen natürlich und keineswegs schrill. Die Mitten klingen ebenfalls gut, sind jedoch aufgrund der Bassbetonung etwas zurückhaltend. Der Bass ist ohne ANC druckvoll und sehr präzise, wie gesagt gefällt mir der Kopfhörer ohne ANC klanglich deutlich besser. Aktivere man ANC übertönt der Bass vor allem bei hoher Lautstärke sehr, sodass dieser zu unpräzise wirkt und die Mitten zu sehr überspielt. Abhilfe schafft hier, wenn man in der „My JBL Headphones“ App in den Equalizer Einstellungen änderungen vornimmt und hier z. B. die Bassfrequenz etwas reduziert. Doch JBL könnte hier eventuell auch mit einem Firmwareupdate für die Ohrhörer das Problem automatisch beheben, denn über die App können die Everest Kopfhörer auch geupdatet werden.

Die Geräuschunterdrückung ist beim JBL Everest Elite 150 NC entweder direkt über den Smart-Button oder in der App regulierbar. Man kann hier entweder ANC Ein-/Ausschalten oder bestimmen, wie viel der Umgebungsgeräusche zu einem durchgelassen werden. Man kann die Intensität der Umgebungsgeräusche in der App in vier Stufen einstellen. Das Ganze geht jedoch auch per Smart-Button, hier jedoch nur in drei Stufen. Wechselt man per Knopfdruck das Level der Unterdrückung, sagt einem eine Stimme in englischer Sprache, in welcher Stufe man sich nun befindet.

My JBL Headphones
My JBL Headphones
Preis: Kostenlos

My JBL Headphones
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Preis: Kostenlos

Umgebungsgeräusche auf hoch geschaltet, lassen die meisten Umgebungsgeräusche durch. Mittel und leicht reduzieren die Umgebungsgeräusche deutlich. Schaltet man die Funktion aus, werden alle Umgebungsgeräusche weitestgehend eliminiert. Vom Noise-Cancelling sind die JBL Everest Elite 150 NC definitiv nicht schlecht, das Noise-Cancelling arbeitet sehr zuverlässig. Kommt jedoch mit dem typischen Grundrauschen daher, was gerade bei leiserer Musikwiedergabe z. B. beim abends leise Musik hören stört. Daher empfehle ich, ANC sowieso bei alle Kopfhörern nur zu nutzen, wenn man in einer lauten Umgebung ist. In einem leisen Raum z. B. zuhause, würde das typische ANC Rauschen zu sehr stören und zudem die Laufzeit der Kopfhörer reduzieren, daher deaktiviere ich es zuhause fast immer und schalte es erst an, wenn ich im Freien in der Stadt unterwegs bin.

Das Telefonieren, mit dem Everest Elite 150 NC funktionierte ohne Probleme. Bei Telefongesprächen werden die beiden Mikrofone, die an den Bedienelementen sind verwendet. In mehrer Telefonaten mit den In-Ears in verschiedenen Umgebungen und Situationen, hat sich keiner meiner Gesprächspartner über Probleme beschwert. Meine Stimme wurde weder verzerrt, noch störten Umgebungsgeräusche von vorbeifahrenden Autos usw. Beim Ansehen von Videos und Filmen konnte ich zudem keine Verzögerungen feststellen.

(Klang: 3,5 von 5 Punkten)

Ausstattung

Akku

Laut JBL kann man mit dem Everest Elite 150 NC bis zu 16 Stunden Musik genießen. Schaltet man ANC an, reduziert sich die Laufzeit auf immer noch gute 14 Stunden. Verständlicherweise hängt die effektive Laufzeit der Ohrhörer von mehren Faktoren ab wie z. B. der Lautstärke. In meinen Test habe ich die Kopfhörer eine längere Zeit im Alltag genutzt. Ich kam in meinem Test auf zusammengerechnet ca. 13,5 Stunden. Dabei habe ich jedoch häufig zwischen aktiven ANC und nicht aktiven ANC gewechselt. Für mich persönlich ist die erreichte Laufzeit für einen Ohrhörer dieser Größe und mit ANC ausgestattet eine sehr gute Laufzeit. Wenn der Akku zu Neige geht, muss er über ein micro-USB-Kabel aufgeladen werden. Die Ladezeit beträgt etwas 2 Stunden. 

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Bluetooth

Die Einrichtung der Bluetooth-Verbindung ist sehr schnell erledigt und erfordert keine besonderen Kenntnisse. Beim ersten Einschalten befindet sich der JBL Everest Elite 150 NC automatisch im Kopplung Modus. Ist dies nicht der Fall, oder ihr wollt ein weiteres Gerät mit dem Ohrhörer koppeln, dann muss man lediglich für 3 Sekunden den Bluetooth-Knopf an der rechten Seite des Nackenbügels gedrückt halten. Dadurch wird wie bei anderen Bluetooth Geräten auch, die Kopplung initiiert und man kann in den Bluetooth-Einstellungen den Kopfhörer suchen und beide Geräte miteinander koppeln.

In den Räumlichkeiten war die Reichweite mit zwei dickeren Beton-Wänden auf ca. 9 Metern begrenzt. Im freien Feld sind bis zu 15 Metern kein Problem. Dabei müsst ihr jedoch zu dem iPhone schauen und euch mit der rechten Seite des Nackenbügels zum iPhone befinden, denn in der rechten Seite im vorderen Bereich ist die Antenne verbaut. Sobald ich die Kopfhörer angeschaltet habe, hat sich dieser mit meinem iPhone automatisch verbunden.

Zubehör

JBL liefert den Everest Elite 150 NC in einer praktischen und ausreichend großen Transportetui aus. Darin passt nicht nur der Nackenbügel Ohrhörer problemlos rein, sondern man kann zudem noch das Ladekabel und sogar die Ohrtips/Sporteinsätze darin verstauen. Das Transportetui besteht aus einem Kunstleder und macht einen sehr hochwertigen und schönen Eindruck. Im Lieferumfang befinden sich wie bereits erwähnt drei paar Silikon-Ohrstöpsel und drei paar Sporteinsätze. Die wechselbaren Ohrstöpsel sind wichtig um den Kopfhörer für die eigenen Ohren anzupassen.

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(Ausstattung: 4 von 5 Punkten)

PUNKT 3

bestehend aus „Beschreibung und Preis-/Leistung“ entspricht 10% der Gesamtwertung

Beschreibung

JBL wirbt den Everest Elite 150 NC mit seinem legendären JBL Pro Audio Sound, dem adaptiven Noise-Cancelling und einer Laufzeit von bis zu 16 Stunden. Ich kann dem ganzen auch soweit zustimmen, der Klang des Everest Elite 150 NC ist ohne aktiviertes ANC gut. Aktiviert man ANC, ist das Klangbild zu basslastig und leidet von der Qualität sehr darunter. Das Noise-Cancelling arbeitet sehr gut und weiß zu überzeugen. Gerade mit tiefen gleichbleibenden Tönen hat es keinerlei Probleme und eliminiert diese Umgebungsgeräusche hervorragend. Die Verarbeitung und das Design des Everest Elite 150 NC gefällt mir sehr gut.

Preis/Leistung

Mit einem einer UVP von 199€ ist der Everest Elite 150 NC der aktuell teuerste In-Ear Ohrhörer aus dem Hause JBL. Für dieses Geld bekommt man jedoch einen schönen Ohrhörer, welcher eine sehr gute Akkulaufzeit und sogar adaptives Noise-Cancelling besitzt. Wer einen In-Ear Ohrhörer sucht, der auch in der Stadt oder im Flugzeug dafür sorgt, dass man ungestört die Musik genießen kann, ist beim JBL Everest Elite 150 NC genau richtig. Ein Kritikpunkt wäre die fehlende Funktion, dass die Musik automatisch pausiert, wenn die magnetische Zusammenführung der Ohrstöpsel genutzt wird und das kein aptx/aptx HD oder AAC unterstütz wird. Was mich jedoch etwas mehr stört, als die beiden eben genannten Kritikpunkte ist, dass das Klangbild beim aktivierten ANC sich zu sehr verändert. Hier sollte man eventuell per Softwareupdate nachbessern und dafür sorgen, dass das Klangbild beim aktivierten ANC wie ohne klingt. Denn ohne ANC gefällt mir persönlich der Klang deutlich besser, da dieser wesentlich ausgewogener und besser abgestimmt ist.


Somit ergibt sich unter Berücksichtigung aller Teilwertungen folgende testr – Bewertung:

Wir bedanken uns beim Hersteller für die Bereitstellung des Produktes. Zu unseren Grundsätzen.

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