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JBL Everest Elite 150 NC

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ArtIn-Ear-Ohrhörer
KategorieIn-Ear-Ohrhörer mit Bluetooth 4.1 SBC-Codec
FarbeGunmetal
TrageartNackenbügel, Kabellänge von Nackenbügelenden bis Ohrhörer 22 cm
Gewicht53 Gramm
MaterialNackenbügel aus Kunststoff und teilweise Silikon. Ohrhörer ebenfalls aus Kunststoff.
TönerJeweils links und rechts ein 12 mm Dynamic-Membran
Akkulaufzeitbis zu 16 Stunden; Ladezeit 2 Stunden.
Schalldruckpegel94 db/mW
Frequenzbereich10 Hz – 22 kHz
Lieferumfang1x JBL Everest Elite 150 NC
3 paar Silikon Ohrtips Passstücke (S, M, L)
2 paar Sport-Einsätze (S, M, L)
Micro-USB-Ladekabel
Beschreibung
Transportetui

Tragekomfort

Mit dem Tragekomfort des JBL Everest Elite 150 NC bin ich sehr zufrieden. Hat man die richtigen Ohrtips und Sporteinsätze gefunden, dann halten die In-Ears selbst bei hektischen Bewegungen problemlos. JBL liefert sowohl die normalen Ohrtips als auch die Sporteinsätze in drei Größen S, M, L mit. Ein Paar davon ist bereits vormontiert und dies waren auch genau das richtige Paar, welches ich für den perfekten Sitz benötigt habe. Mit diesen mitgelieferten Ohrtips kann der Everest Elite 150 NC perfekt den eigenen Ohren angepasst werden und dafür rate ich euch unbedingt genug Zeit zu nehmen. Denn bei In-Ears ist es extrem wichtig, dass diese richtig Sitzen. Ein zu kleiner Ohrtip sorgt dafür, dass dieser nicht isoliert und ständig herausfällt. Ist der Ohrtip zu groß gewählt, drückt dieser unter Umständen nicht nur, sondern sitzt nicht tief genug im Gehör und somit bekommt man ein falsches Klangbild. Auf einmal fehlt der Bass total usw. Daher unbedingt 5 oder 10 Minuten Zeit nehmen und die Ohrtips und Sport-Einsätze alle durchprobieren.

In meinen Testberichten zu In-Ear Ohrhörern mit einer Nackenbügel-Ausführung, habe ich bereits oft erwähnt, dass diese Variante einige Vorteile hat. Jedoch hat fast jedes System auch Nachteile, so ist es auch bei der Nackenbügel-Ausführung. Einer der größten Vorteile ist die gleichmäßige Verteilung des Gewichtes über den Nacken. Hierdurch spürt man an den Ohren deutlich weniger Zug, als bei herkömmlichen Ohrhörern. Ein weiterer Vorteil ist, das man jederzeit einen oder beide Ohrstöpsel herausziehen und loslassen kann, ohne sich sorgen machen zu müssen, dass man die Ohrhörer verliert. Praktischerweise hat JBL beim Everest Elite 150 NC einen Magnetverschluss eingebaut. So verbinden sich die beiden Ohrhörer beim herausziehen und hängen lassen automatisch an der Rückseite zu einer Kette. Dies ist zwar sehr praktisch, doch leider hätte man hier eventuell die Funktion integrieren können, dass bei der Verbindung automatisch die Musik pausiert wird. So haben es nämlich bereits einige andere Hersteller, bei ihren Ohrhörer mit Nackenbügel bzw. Kabel gemacht. 

Der Nachteil dieser Nackenbügel Bauform ist unter anderem, dass sich solche Kopfhörer selten für Sport eignen. Es gibt hier zwar Ausnahmen wie z. B. den von mir bereits getesteten JBL Reflect Fit, doch dieser wird auch extra als Sport-Ohrhörer angepriesen. Dies ist beim JBL Everest Elite 150 NC jedoch nicht der Fall. Ich persönlich würde euch, falls ihr nach einem In-Ear Ohrhörer sucht, welcher auch zum Sport genutzt werden kann, zu einem mit einem dünnen Kabel anstelle des dickeren Silikonbands inkl. klobigeren Enden raten. Fürs Sportstudio ist der Everest Elite 150 NC schlichtweg nicht geeignet und dafür auch gar nicht konzipiert. Denn er ist, wie JBL angibt nicht auf schweißresistent und Wasserabweisung geprüft bzw. dafür vorgesehen. 

(Tragekomfort: 4,5 von 5 Punkten)

Klang

Beim JBL Everest Elite 150 NC kommt pro Ohrhörer jeweils ein 12 mm-Dynamikmembran zum Einsatz. JBL wirbt die In-Ears mit „Legendärem JBL Pro Audio Sound“ an. Damit möchte JBL seine über 70-jährige Erfahrung in der Entwicklung der Technik für präzisen und natürlichen Sound in Kinos, Tonstudios und Konzerthallen werben und das genau diese auch in den In-Ears zum Einsatz kommt. Hier sollte man jedoch beachten, dass es sich zwar um verhältnismäßig große Membrane für In-Ear Ohrhörer handelt. Doch diese können bauartbedingt nicht wie z. B. ein Over-Ear Kopfhörer klingen können.  

Betrachtet man die technischen Daten des JBL Everest Elite 150 NC, sieht man zum einen, dass der Frequenzgang von 10Hz bis 22 kHz reicht, somit deckt dieser einen große Frequenzwiedergabe ab. Die Impedanz liegt bei niedrigen 16 Ohm und der Schalldruckpegel bei 94 dB. Soviel zu den technischen Angaben, die sich soweit vielversprechend anhören, doch wie immer sagen diese nichts aus, ob der Ohrhörer am Ende gut klingt oder eben nicht. Daher nun die Frage, wie gut klingt der Everest Elite 150 NC?

Zuerst möchte ich dazu sagen, dass leider kein aptX/aptX HD oder AAC Codec unterstützt werden. Somit verfügt der Everest Elite 150 NC lediglich über die nicht ganz so gute Bluetooth-Übertragung mit dem SBC Codec. Bei einer guten Signalübertragung ist die Soundqualität sehr gut, diese nimmt jedoch bei Hindernissen und steigender Entfernung schnell ab. Bei aptX und ANC ist es wie mit Digitalradio, hier gibt es entweder eine sehr gute Soundqualität Übertragung oder gar keine. Daher finde ich es bei einem fast 200€ teuren In-Ear Ohrhörer etwas Schade, dass hier keiner der besseren Codecs unterstützt wird.

Vom Klang her ist der Everest Elite 150 NC typisch für JBL etwas bassbetonter abgestimmt. Der Everest Elite 150 NC hat jedoch ein ähnliches Problem mit dem ANC wie der von mir bereits getestete Everest Elite 750 NC. Denn auch hier sorgt das aktivere ANC für ein anderes Klangbild, sodass man beim aktiveren eine deutliche Betonung des Basses wahrnimmt. Dies dürfte zwar Liebhaber von Bassbetonten-Kopfhörern gefallen, aber das Ziel sollte eigentlich sein, dass die Ohrhörer bei aktiviertem und deaktiviertem ANC fast identisch klingen. 

Der Klang ohne ANC gefällt mit persönlich deutlich besser. Hier ist das Klangbild sehr ausgewogen, es ist zwar dennoch eine leichte Bassbetonung vorhanden, aber diese weiß zu überzeugen. Nach mehren unterschiedlichen Genres, die ich mit dem JBL Everest Elite 150 NC gehört habe, kann ich beurteilen, dass die Höhen sehr sauber und detailreich wiedergegeben werden. Stimmen klingen natürlich und keineswegs schrill. Die Mitten klingen ebenfalls gut, sind jedoch aufgrund der Bassbetonung etwas zurückhaltend. Der Bass ist ohne ANC druckvoll und sehr präzise, wie gesagt gefällt mir der Kopfhörer ohne ANC klanglich deutlich besser. Aktivere man ANC übertönt der Bass vor allem bei hoher Lautstärke sehr, sodass dieser zu unpräzise wirkt und die Mitten zu sehr überspielt. Abhilfe schafft hier, wenn man in der „My JBL Headphones“ App in den Equalizer Einstellungen änderungen vornimmt und hier z. B. die Bassfrequenz etwas reduziert. Doch JBL könnte hier eventuell auch mit einem Firmwareupdate für die Ohrhörer das Problem automatisch beheben, denn über die App können die Everest Kopfhörer auch geupdatet werden.

Die Geräuschunterdrückung ist beim JBL Everest Elite 150 NC entweder direkt über den Smart-Button oder in der App regulierbar. Man kann hier entweder ANC Ein-/Ausschalten oder bestimmen, wie viel der Umgebungsgeräusche zu einem durchgelassen werden. Man kann die Intensität der Umgebungsgeräusche in der App in vier Stufen einstellen. Das Ganze geht jedoch auch per Smart-Button, hier jedoch nur in drei Stufen. Wechselt man per Knopfdruck das Level der Unterdrückung, sagt einem eine Stimme in englischer Sprache, in welcher Stufe man sich nun befindet.

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[appcode googleplay jbl.stc.com]

Umgebungsgeräusche auf hoch geschaltet, lassen die meisten Umgebungsgeräusche durch. Mittel und leicht reduzieren die Umgebungsgeräusche deutlich. Schaltet man die Funktion aus, werden alle Umgebungsgeräusche weitestgehend eliminiert. Vom Noise-Cancelling sind die JBL Everest Elite 150 NC definitiv nicht schlecht, das Noise-Cancelling arbeitet sehr zuverlässig. Kommt jedoch mit dem typischen Grundrauschen daher, was gerade bei leiserer Musikwiedergabe z. B. beim abends leise Musik hören stört. Daher empfehle ich, ANC sowieso bei alle Kopfhörern nur zu nutzen, wenn man in einer lauten Umgebung ist. In einem leisen Raum z. B. zuhause, würde das typische ANC Rauschen zu sehr stören und zudem die Laufzeit der Kopfhörer reduzieren, daher deaktiviere ich es zuhause fast immer und schalte es erst an, wenn ich im Freien in der Stadt unterwegs bin.

Das Telefonieren, mit dem Everest Elite 150 NC funktionierte ohne Probleme. Bei Telefongesprächen werden die beiden Mikrofone, die an den Bedienelementen sind verwendet. In mehrer Telefonaten mit den In-Ears in verschiedenen Umgebungen und Situationen, hat sich keiner meiner Gesprächspartner über Probleme beschwert. Meine Stimme wurde weder verzerrt, noch störten Umgebungsgeräusche von vorbeifahrenden Autos usw. Beim Ansehen von Videos und Filmen konnte ich zudem keine Verzögerungen feststellen.

(Klang: 3,5 von 5 Punkten)

Ausstattung

Akku

Laut JBL kann man mit dem Everest Elite 150 NC bis zu 16 Stunden Musik genießen. Schaltet man ANC an, reduziert sich die Laufzeit auf immer noch gute 14 Stunden. Verständlicherweise hängt die effektive Laufzeit der Ohrhörer von mehren Faktoren ab wie z. B. der Lautstärke. In meinen Test habe ich die Kopfhörer eine längere Zeit im Alltag genutzt. Ich kam in meinem Test auf zusammengerechnet ca. 13,5 Stunden. Dabei habe ich jedoch häufig zwischen aktiven ANC und nicht aktiven ANC gewechselt. Für mich persönlich ist die erreichte Laufzeit für einen Ohrhörer dieser Größe und mit ANC ausgestattet eine sehr gute Laufzeit. Wenn der Akku zu Neige geht, muss er über ein micro-USB-Kabel aufgeladen werden. Die Ladezeit beträgt etwas 2 Stunden. 

Bluetooth

Die Einrichtung der Bluetooth-Verbindung ist sehr schnell erledigt und erfordert keine besonderen Kenntnisse. Beim ersten Einschalten befindet sich der JBL Everest Elite 150 NC automatisch im Kopplung Modus. Ist dies nicht der Fall, oder ihr wollt ein weiteres Gerät mit dem Ohrhörer koppeln, dann muss man lediglich für 3 Sekunden den Bluetooth-Knopf an der rechten Seite des Nackenbügels gedrückt halten. Dadurch wird wie bei anderen Bluetooth Geräten auch, die Kopplung initiiert und man kann in den Bluetooth-Einstellungen den Kopfhörer suchen und beide Geräte miteinander koppeln.

In den Räumlichkeiten war die Reichweite mit zwei dickeren Beton-Wänden auf ca. 9 Metern begrenzt. Im freien Feld sind bis zu 15 Metern kein Problem. Dabei müsst ihr jedoch zu dem iPhone schauen und euch mit der rechten Seite des Nackenbügels zum iPhone befinden, denn in der rechten Seite im vorderen Bereich ist die Antenne verbaut. Sobald ich die Kopfhörer angeschaltet habe, hat sich dieser mit meinem iPhone automatisch verbunden.

Zubehör

JBL liefert den Everest Elite 150 NC in einer praktischen und ausreichend großen Transportetui aus. Darin passt nicht nur der Nackenbügel Ohrhörer problemlos rein, sondern man kann zudem noch das Ladekabel und sogar die Ohrtips/Sporteinsätze darin verstauen. Das Transportetui besteht aus einem Kunstleder und macht einen sehr hochwertigen und schönen Eindruck. Im Lieferumfang befinden sich wie bereits erwähnt drei paar Silikon-Ohrstöpsel und drei paar Sporteinsätze. Die wechselbaren Ohrstöpsel sind wichtig um den Kopfhörer für die eigenen Ohren anzupassen.

(Ausstattung: 4 von 5 Punkten)

Der Testbericht ist in drei Teile unterteilt, klicke dich hier durch:

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