Skip to main content

JBL Tune 230NC TWS

Seite 2 von 3

TEIL 2

bestehend aus „Funktion des Produktes“ entspricht 65% der Gesamtwertung

Kopfhörer-ArtTrue-Wireless In-Ear Kopfhörer
KategorieBluetooth Kopfhörer (Bluetooth 5.2)
FarbeSchwarz, weitere Farben: Blau, Weiß und Beige
Akkuintegriert, Lithium-Polymer-Akku
Akku Ohrhörer: 10 h (ohne ANC) 8 Stunden (mit ANC)
Akku Ladecase: 30 h
Gesamt somit: bis zu 40 h
Gewicht 58 g (Ohrhörer und Ladebox)
10 g (beide Ohrhörer)
48 g (Ladebox)
MaterialOhrhörer und Ladecase aus Kunststoff
KonnektivitätBluetooth 5.2 Audio-Codec: SBC. Unterstützte Profile: A2DP 1.3, AVRCP 1.6, HFP 1.7
Fast Pairing von Google wird unterstützt.
TreiberDynamische Treiber mit einer Größe von 6 mm (links und rechts)
Frequenzbereich20 Hz–20 kHz
Treiberempfindlichkeit bei 1 kHz/ 1 mW (dB105 dB
Impedanz (Ohm)16 Ohm
LieferumfangJBL Tune 230NC TWS
1 x Ohrstöpsel in 3 Größen
1 x USB-C-Ladekabel
1 x Ladestation
1 x Garantie/Warnung (W/!)
1 x Kurzanleitung/Sicherheitsdatenblatt (S/i)
Technische Daten der JBL Tune 230NC TWS

Tragekomfort

Durch ihr sehr geringes Gewicht und den angenehm leichten Sitz bieten die JBL Tune 230NC TWS genau wie die sehr ähnlichen JBL Live Pro+ TWS einen sehr angenehmen Tragekomfort. JBL liefert zum Anpassen der In-Ears zwar weniger Silikon-Eartips mit, aber die drei Größen reichen eigentlich dennoch fürs Anpassen aus.

Die Größen S, M und L sind dabei von den Durchmessern der Tips so ausgelegt, sodass man damit eigentlich alle Ohren abdeckt und ein bequemer sowie sicherer Halt geboten wird. Für sportliche Aktivitäten sind hier bei diesem Modell zwar keine zusätzlichen Absicherungen in Form von Ear-Hooks oder Flügeln vorhanden, aber der Halt ist dabei dennoch sehr gut. Hat man am besten alle Anpassstücke ausprobiert und die gefunden, welche am bequemsten und sichersten sitzen, dann sollte auch der Klang sehr gut passen. Hat man wiederum die zu großen Anpassstücke gewählt, drücken diese sich vielleicht sogar heraus und halten wie die zu kleinen nicht wirklich und zudem entfaltet sich dann auch der Klang nicht wirklich gut.

(Tragekomfort: 4 von 5 Punkten)

Bedienung

JBL setzt bei den JBL Tune 230NC TWS auf eine berührungsempfindliche Oberfläche zur Bedienung. Dies hat zwar den Vorteil, dass man sich die In-Ears nicht ins Ohr drückt, wenn man z. B. eine Taste drücken muss, doch einen Nachteil bringt dies dennoch mit sich. Man kann die In-Ears nämlich nicht über die Touch-Funktion einschalten und benötigt so stets das Ladecase, doch dies ist nicht wirklich schlimm im Alltag. Ich bewahre meine In-Ears eigentlich immer im Case auf, sodass ich diese am besten wieder finde und diese auch für jeden Einsatz wieder voll aufgeladen sind. Nachteil am ständigen Einsetzen ins Case ist wiederum, dass der Akku immer wieder geladen wird und dieser somit schneller verschleißen könnte.

Über die JBL Headphones App kann man bei Bedarf die Belegung der Touch-Zuweisung etwas verändern, jedoch hat man hier dann nicht komplett die freie Wahl, sondern kann aus verschiedenen Settings das passende Auswählen. Von Werk aus ist die Bedienung so gewählt, dass man durch das Antippen der linken Oberfläche zwischen ANC und dem Ambient Aware an/aus wechseln kann, während man durch ein zweimaliges antippen die TalkThru-Funktion ein- und ausschalten kann. Die Musiksteuerung erfolgt wiederum am rechten In-Ear, sodass ein einmaliges berühren, die Musik pausiert und ein doppeltes zum Vor- und dreimaliges Antippen einen Musiktitel zurückspringt. Einen eingehenden Anruf kann man bei den JBL Tune 230NC TWS über beide Seiten annehmen, indem man einmal auf einen der beiden In-Ears tippt und möchte man den Sprachassistenten nutzen, muss man eine Seite der In-Ears länger berührt halten.

Von der Werkseinstellung muss man auf eine Lautstärkeregulierung verzichten, doch wenn man in den Einstellungen der App z. B. auf die Wiedergabesteuerung verzichtet, kann man anstelle von dieser die Lautstärke regulieren. Hier hat man also die Wahl zwischen entweder oder und nicht allem, was auch gut ist, denn könnte man alle Funktionen über die In-Ears steuern, würde dies hier durch die ganzen verschiedenen Befehle keiner mehr verstehen und so wie es gewöhnt wurde, ist es sicherlich besser.

(Bedienung: 4 von 5 Punkten)

Klang

JBL setzt bei den Tune 230NC TWS je In-Ear auf einen kompakten 6 mm Treiber, was häufig zum Einsatz kommt. Hochwertige Audio-Codecs sucht man bei diesem Modell leider vergebens, denn hier wird kein aptX oder AAC geschweige denn die noch hochwertigeren Codes unterstützt. Die klangliche Abstimmung ist hier typisch für JBL, denn die Tune 230NC TWS trumpfen von Werk aus mit einem leicht wärmeren Klangbild auf. Dabei handelt es sich eigentlich um die von JBL gewohnten Klangsignatur, welche so gut wie allen Hörern auf Anhieb am besten gefallen wird, wenn man diese im Vergleich zu einer weniger wärmer abgestimmten Signatur hören würde.  

Die Wiedergabe der Höhen gelingt den Tune 230NC soweit sehr gut. Diese überzeugen mit einer sauber und fast schon luftigen Wiedergabe, welche mir gut gefällt und sind je nach Musikgenre gut auf den Bass abgestimmt. Dennoch muss ich klar zugeben, der Bass steht bei vielen Titeln dennoch ganz klar im Vordergrund. Kurz in einem Satz beschrieben, die Höhen sind für diese Preisklasse gut und stimmen so weit zum Gesamtpaket.

Die Mitten halten sich wiederum in Hintergrund und werden von den dominanten Höhen und noch präsenteren Bässen etwas zurückgedrängt. Dennoch werden durch die Mitten Stimmen beim Anhören von Hörbüchern und beim Telefonieren usw. sauber wiedergeben. Der Fokus liegt jedoch, wie ich es nun schon mehrmals erwähnt habe, deutlich mehr im Bassbereich und bei den Höhen.    

Kommen wir zum vom JBL als „Pure Bass“ bezeichneten Klang bzw. dessen Stärke. Der Bass ist hier definitiv das Highlight und wird druckvoll, knackig sowie energiereich wiedergegeben. Hierbei wird auch ein ordentlicher Tiefgang geboten, welcher eigentlich keine Wünsche offenlässt. Ihr mögt Bass und hört vorrangig Musik, welche davon profitiert, dann sind die JBL Tune 230NC TWS eine gute Wahl. Keineswegs falsch verstehen die Tune 230NC TWS sind keine Bassbetonten In-Ears, aber diese sind dafür gemacht, euch mit warm abgestimmter Klangsignatur „Pure Bass Sound“ zu beschallen.

Die Sprachverständlichkeit der JBL Tune 230NC TWS ist insgesamt gut. Die zahlreichen Mikros sorgen dafür, dass eure Stimme klar und laut aufgenommen werden, sodass die Gesprächspartner euch sowohl klar als auch absolut deutlich verstehen. Kommen um euch herum jedoch mehrere Umgebungsgeräusche hinzu, dann wird die Verständlichkeit etwas eingeschränkt, da die verbaute Software versucht, die Umgebung auszublenden. Das Resultat ist dabei jedoch, dass auch an euere Stimme etwas eingegriffen wird, hierbei empfiehlt es sich dann einfach lauter zu sprechen, damit dies umgangen wird. 

Die Latenz beim ansehen von Filmen und Videos haben eigentlich inzwischen alle Hersteller im Griff und so konnte ich auch bei den JBL Tune 230NC TWS keine Verzögerungen zischen dem auf dem Smartphone dargestellten Bild und dem Ton, der über die Kopfhörer wiedergegeben wird, feststellen. In der App kann man hier unter „Smart Audio &Video“ wählen, ob man den Audio-Modus für den besten Klang oder den Video-Modus für bessere Lippensynchronisierung bevorzugt. 

(Klang: 3,5 von 5 Punkten)

App

JBL bietet inzwischen eigentlich für so gut wie alle neu erscheinenden Kopfhörer eine kostenlose App-Anbindung für iOS und Android Smartphones an, über die man weitere Personalisierung vornehmen kann. Diese trägt den Namen „JBL Headphones“ und steht in den entsprechenden Stores kostenlos zum Download bereit. 

‎JBL Headphones
Preis: Kostenlos
JBL Headphones
Preis: Kostenlos

Zu den Funktionen zählen unter anderem die Möglichkeit, das ANC zu steuern, das VoiceAware Level zu bestimmen und zahlreiche weitere Dinge. In dem Einstellungsmenü kann zudem bestimmt werden, ob man den am Smartphone integrierten Sprachassistenten nutzen möchte oder alternativ kann man auch sowohl Amazons Alexa und den Google Assistant darüber nutzen und einrichten. Die üblichen Einstellungen wie z. B. der Equalizer stehen hier natürlich auch zur Verfügung und ermöglicht es entweder zwischen einigen voreingestellten EQ-Settings zu wählen oder eigene zu erstellen und diese abzuspeichern.

Außerdem können über die App selbstverständlich wie gewohnt Firmware-Updates installiert werden, oder man kann die automatische Abschaltung aktivieren und bei Bedarf die integrierte Kopfhörer-Suchfunktion verwenden. Dabei gebt der oder beide gewählten Kopfhörer einen permanenten Piepton von sich, der beim Finden der In-Ears sehr hilfreich ist.

App: 4 von 5 Punkten)

Ausstattung

ANC / Umgebung ein-/ausblenden

JBL hat dieTune 230NC TWS wie die Modellbezeichnung schon verrät, mit ANC ausgestattet, was so weit gut ist, aber man sollte hier in dieser Preisklasse kein perfektes ANC erwarten. Schon durch das einstecken der Tune 230NC TWS sorgen die Anpassstücke dafür, dass der Großteil der Umgebungsgeräusche um einen herum herausgefiltert werden. Das ANC ist dabei sozusagen nur noch das kleine i-Tüpfelchen. Es ist schlicht und einfach ein aktives Noise Cancelling das zwar noch etwas mehr Geräusche herausfiltert, aber so gut wie die bekannten Marktführer ist es wie zu erwarten nicht. 

Das Aktivieren des ANC führt zu einem sehr dezent hörbaren Grundrauschen, was bei vielen Kopfhörern mit ANC der Fall ist. Dies ist aber echt nur so minimal, dass man es bei absoluter Ruhe hört. Im Ambient Aware und TalkThru-Modus nimmt dies hingegen deutlich hörbarer zu, sodass man dies bei ruhigen Passagen teilweise schon deutlicher hört und sogar stört. Dies geschieht dadurch, dass die außen verbauten Mikrofone dazu verwendet werden, die Umgebungsgeräusche verstärkt zu einem durchzulassen. Dabei wird der Ton um einen herum über die Treiber eingespielt, was eben funktionsbedingt wie bei vielen anderen Kopfhörer mit dieser Funktion dazu führt, dass ein Rauschen mit übertragen wird.  

Das ANC arbeiten gut, aber wie zu erwarten nur bei sehr tiefen bis mittleren Frequenzen, sodass es Motorgeräusche zuverlässig herausfiltert, aber bei hohen Frequenzen teils sehr Probleme hat. Zudem finde ich es etwas Schade, dass einem beim Wechsel über die In-Ears nicht angesagt wird, welchen Modus man gerade eingestellt hat, sondern dies dann in der App prüfen muss.

Akkulaufzeit

Bei der Energieversorgung der JBL Tune 230NC TWS setzt JBL je In-Ear auf einen 70 mAh großen Akku. Dieser bindet sich hierbei im „Stiel“ und bietet aufgrund dessen etwas größere Ausführung auch mehr Platz für einen größeren Akku. Durch diesen Akku erreicht man bei den Tune 230NC TWS eine Akkulaufzeit ohne ANC von bis zu 10 Stunden und mit ANC von max. 8 Stunden. Ein solider Wert, den ich im Test bei etwas mittlerer Lautstärke und teils aktiven und teils auch deaktivierten ANC ganz gut erreichen konnte. Wie bei vielen Dingen mit Akku hängt die Laufzeit dann jedoch vom persönlichen Nutzungsverhältnis ab und kann noch etwas nach unten oder auch oben gehen. 

Da die Kopfhörer im Case wie üblich nicht nur aufbewahrt werden können, sondern automatisch wieder aufgeladen werden, ist es wichtig, diese hier drin zu verstauen. Dies ist auch nicht wirklich anders möglich, denn sind die In-Ears leer, können diese nur durch das einsetzen und der Anschließenden entnehme aus dem Case eingeschaltet werden. Das Etui mit seinem 750 mAh Akku bietet die Möglichkeit, die In-Ears insgesamt bis zu drei Mal von komplett leer auf voll aufzuladen, sodass man mit ANC auf eine gesamte Akkulaufzeit von ca. 24 Stunden und ohne ANC auf knapp 30 Stunden kommen kann. Daher steht hier auch jeder der drei Balken an der Griffmulde am Lade-Case für eine komplette Aufladung. 

Sofern man die In-Ears spontan aufladen muss, da man diese z. B. vergessen hat, ins Ladecase einzusetzen, dann ist die integrierte Schnellladefunktion durchaus praktisch, denn diese sorgt dafür, dass man innerhalb von gerade einmal 10 Minuten aufladen für gut zwei Stunde Musik hören kann. Wireless Charging unterstützt das Case jedoch leider nicht, aber dies würden vermutlich sowieso nur wenige unter euch verwenden. Eine komplette Aufladung des Case dauert im Schnitt rund 2 Stunden, was so weit ein guter Wert ist.

Leider hat JBL hier bei diesem Modelle keine automatische Play/Pause Funktion integriert, da die dafür benötigten Sensoren nicht verbaut wurden. Dafür wiederum kann man in der App bestimmen, dass die In-Ears nach 15 Minuten ohne Aktivität bzw. Wiedergabequelle in den Standby-Betrieb übergehen.

Bluetooth

Beim Bluetooth setzt JBL auf den Bluetooth-Standard 5.2 mit Fast Pair, welches ein schnelles Verbinden mit kompatiblen Android-Geräten unterstützt. Dabei handelt es sich um das Pedant zur Apple-Technologie, die es ermöglicht, dass direkt durch das Öffnen des Case, die In-Ears mit dem Android Smartphone schnell und einfach gekoppelt werden können. Die Kopfhörer können jedoch nicht nur im Stereo, sondern bei Bedarf auch einzeln im Single-Modus verwendet werden und dabei ist es völlig egal, ob man den rechten oder linken In-Ear bevorzugt. 

Das Koppeln mit einem iPhone ist hingegen wie gewohnt auch nicht sonderlich umständlich, denn dies erfolgt ganz normal über die Einstellungen->Bluetooth und hier wählt man dann, nachdem man die Kopfhörer aus dem Case genommen hat die „JBL TUNE 230NC TWS“ aus. Die Bluetooth-Reichweite hat mir im Test gut gefallen, denn diese war zum einen sehr stabil und zudem auch mit gut 13 Metern indoor sehr gut.

(Ausstattung: 4 von 5 Punkten)

Ähnliche Testberichte

Sennheiser Ambeo Smart Headset

Binauraler Sound. Die Umgebung mit 3D-Sound aufnehmen.

Qbo You-Rista + Milk Master

Smartes Kaffee-Kapsel-System: Qbo YOU-RISTA

Beats Powerbeats³ Wireless

Die neuen Beats Powerbeats³ Wireless mit dem neuartigen W1-Chip.

BQ Aquaris X2 Pro

BQ Aquaris X2 Pro. Das Mittelkasse-Smartphone aus Spanien.

Huawei Watch GT2

Huawei Watch GT2: Die aktuell beste Smartwatch im Bereich Akkulaufzeit.

Marshall Mid A.N.C.

Marshall Mid A.N.C.: Der erste Noise-Cancelling Kopfhörer von Marshall.