Teufel Cage 2020
In aller Kürze
Es ist schon fast 3 Jahre her, als Teufel das erste Gaming-Headset mit dem Namen Cage vorgestellt hat. Dieses konnte mich persönlich damals trotz einigen Kritikpunkten durchaus überzeugen. Doch nun hat Teufel dem Cage einige Updates spendiert, woraus ein optisch sehr ähnliches Gaming-Headset entstanden ist, welches jedoch mit einigen wichtigen Verbesserungen Punkten kann.
So gehören zu den neuen Funktionen der verbesserte Klang, der neue Popschutz inkl. neu gestaltetem Headset und die frei belegbaren Funktionstasten. Schade ist jedoch mal wieder, dass Teufel hier nur auf eine Micro-USB Schnittstelle setzt und das Headset zwar nun klanglich und von der Platzierung deutlich besser überzeugen kann, dafür jedoch nun nicht mehr beidseitig verwendbar ist.
Insgesamt ist das Teufel Cage 2020 jedoch ein würdiger Nachfolger, der in vielen Bereichen besser abschneidet, sich jedoch für Besitzer des Cage 2017 eher weniger lohnen wird. Stören könnte einige unter euch jedoch, dass ein recht lautes Grundrauschen vorhanden ist, welches man deutlich wahrnehmen kann, wenn gerade kein Sound wiedergeben wird.
Gefällt uns
- guter Tragekomfort
- klares Mikrofon
- sehr guter Klang
- tolles Design + Verarbeitung
Gefällt uns weniger
- etwas zu starkes Grundrauschen
- veralteter Micro-USB Anschluss
Teufel Cage 2020
TEIL 1
Bestehend aus „Verpackung/Design/Verarbeitung“ entspricht 25% der Gesamtwertung
Verpackung
Anders als beim Vorgänger handelt es sich bei der Verpackung nichtmehr um die typische schwarz/rote Verpackung, welche Teufel bei allen Kopfhörern verwendet hat, sondern um die übliche braune Verpackung, sämtlicher anderer Produkte wie z.B. Lautsprecher usw. Die Verpackung ist somit gleich gestaltet und sehr schlicht gehalten. Außer dem bekannten große Teufel Logo auf der Oberseite, hält die Verpackung noch den Namen des Produktes und an zwei Seiten einige technische Daten bereit. Zu diesen zählen das Gewicht, die Einheit und die Produktmaße.
Im Inneren der Verpackung kommt direkt das Teufel Cage Headset zum Vorschein, welches hier in zwei Kunststofffolien eingewickelt wurde und in einem schwarzen Kartonage-Einsatz an seinem Platz gehalten wird. Unter diesem Kartonage-Einleger befindet sich der restliche Zubehör. Hierbei handelt es sich zum einen um das abnehmbares Mikrofon mit Popschutz, dem Micro USB Kabel 1,3 Meter lang, dem 3 Meter langen USB-Kabel, sowie den üblichen Beschreibungen.
(Verpackung: 3,5 von 5 Punkten)
Design
Auf dem ersten Blick, könnte man meinen, dass sich Teufel bei der Neuauflage des Cage doch sehr stark an das erste Modell aus 2017 orientiert hat. Beim Genauen betrachten kann man jedoch sehen, dass es dennoch einige kleine Veränderungen gibt bzw. Anpassungen vorgenommen wurden.
Daher setzt Teufel beim Cage 2020 weiterhin auf ein dezentes Design, bei dem verschiedene Schwarz und Grautöne genutzt wurden. Lediglich die beiden etwas herausragenden Textilkabel, sowie das beleuchtete Teufel-Logo an beiden Ohrmuschel-Außenseiten erstrahlt in dem typischen Farbton von Teufel, nämlich Rot. Hier wird spätesten nach dem Verwenden des Cage 2020 die Erste Änderung ersichtlich, denn beim neuen Modell kann man nun die Beleuchten des Logos nicht nur in mehrer Stufen regulieren, sondern auf Wunsch auch komplett abschalten. Dies war beim ersten Cage Headset noch nicht der Fall und konnte somit den ein oder anderen Gamer sicherlich stören.Somit spricht das neue Teufel Cage 2020 nun auch sicherlich diejenigen an, die kein Fan von den typischen auffälligen Gaming-Headsets sind.
Beim Headset kommt, wie es im Gaming-Bereich üblich ist, viel Kunststoff und Kunstleder zum Einsatz, doch das Gelenk, welches den Kopfbügel mit der Ohrmuschel verbindet, wurde wie bereits beim Vorgängermodell aus hochwertig wirkendem, gräulich eloxiertem Aluminium hergestellt. Diese würden komplett identisch gefertigt, da das Headset beim selben Zulieferer gefertigt wird, welcher auch das Cage 2017 fertigt. Das Cage 2020 ist nun nicht mehr symmetrisch aufgebaut, daher befindet sich in beiden Ohrmuscheln jeweils ein großer Buchstaben, durch welchen man direkt erkennt, wo rechts und wo links ist. Durch diese Veränderung ist es nun jedoch nicht mehr möglich, das Mikrofon auf der rechten oder linken Seite zu verwenden. Nun ist dessen Platz fest auf der linken Seite vorgesehen.
Bei den Bedienelementen hat sich ebenfalls etwas getan. Zwar setzt Teufel auch hier erneut auf keine direkte Fernbedienung im Kabel, sondern nur direkt am Headset, doch hierbei gibt es eine neue Taste. So hat man das Ganze so verändert, das die Tasten nicht mehr alle auf einer Seite sitzen und es somit eventuell zu fehl Bedienungen kommen kann, bzw. es vorkommt, dass man eine Taste erst noch suchen muss. Sinnvollerweise hat man somit den Mute-Regler auf die linke Seite versetzt, sodass man auch direkt weiß, da wo das Mikrofon ist, befindet sich auch der Regler, um das Mikro jederzeit stumm schalten zu können.
An der genüberleitenden Ohrmuschel findet man wie bereits beim Cage 2017 den Lautstärke-Regler als Drehrad. Möchte man wiederum eine Möglichkeit haben, die Lautstärke auch am Kabel zu regulieren, muss man ein sogenanntes 4-poliges 3,5 mm Klinkenkabel mit Lautstärkeregulierung kaufen. Nach hinten gerichtet befindet sich zudem ein neuer Knopf, bei dem es sich um eine Funktionstaste handelt, die man als Nutzer frei belegen kann. So kann man mittels Teufel Audio Center am PC wählen, dass beim Betätigen des Knopfes z. B. der virtuelle Surroundsound aktiviert wird, man die Lautstärke zwischen Chat- und Gaming-Sound direkt während des Zockens einstellen kann, ohne das Spiel verlassen zu müssen, oder die Beleuchtung des Teufel-Logos regulieren kann.
(Design: 4 von 5 Punkten)
Verarbeitung
Bereits beim Vorgängermodell hat Teufel sehr gute Arbeit geleistet, was auch beim Cage 2020 erneut der Fall ist. Somit besteht z. B. der Kopfbügel erneut aus einem robusten und langlebigen Aluminium, sodass immer dafür gesorgt wird, dass sich das Headset jedem Kopfumfang perfekt anpasst. Die Form des Kopfbügels hat Teufel jedoch etwas rundlicher gestaltet, sodass der Tragekomfort und somit der halt nochmals verbessert wurde. Auch die Aufhängung des Kopfhörers macht durch die Aluminium-Scharniere einen langlebigen Eindruck und sorgt für eine angenehme Beweglichkeit, die auch nach langem Zocken perfekt sitzt.
Ich bin soweit sehr mit der Verarbeitung des Teufel Cage 2020 zufrieden, sodass mich dieses nicht nur haptisch in den Händen überzeugen kann, sondern auch getragen auf dem Kopf.
(Verarbeitung: 4,5 von 5 Punkten)
TEIL 2
bestehend aus „Funktion des Produktes“ entspricht 65% der Gesamtwertung
| Headset-Art | Over-Ear-Headset |
|---|---|
| Mikrofon-Art | HD-Mikrofon abnehmbar |
| Farbe | Schwarz/Gun-Metal |
| Gewicht | 340 Gramm |
| Material | Ohrmuscheln: Kunststoff; Bügel-Aufhängung: eloxiertes Aluminium Bügelweitenverstellung: Federstahl Ohrpolster: Kunstlederbezug |
| Konnektivität | 3,5mm-Klinke, micro-USB |
| Treiber | Jeweils links und rechts ein 40-mm-Treiber |
| Treiber-Bandbreite | 20 – 20000 Hz |
| Mikrofonfrequenzbereich | keine Angaben |
| Impedanz | 32 Ohm |
| Besonderheiten | Mikrofon abnehmbar, gleichzeitiges nutzen des USB- und Klinkenanschluss, rot beleuchtete „t“ auf den Hörmuscheln (Beleuchtung regulierbar), virtueller 7.1-Klang, Stereo-Sound |
| Lieferumfang | Teufel Cage 2020 Headset 1,3 Meter langes Klinkenkabel 3 Meter USB-Kabel |
Tragekomfort
Mit knapp 340 Gramm hat das Cage 2020 gut 20 Gramm gegenüber der 1. Generation zugelegt. Diesen Gewichtsunterschied merkt man jedoch beim Tragen nicht, wobei hier auch die dickere Polsterung (Kunstleder überzogen) an der Ohrmuschel und dem Bügel dafür sorgt, dass hier nach mehreren Stunden nichts unangenehm wird. Die Aussparung für die Ohren, ist wie für ein Gaming-Headset üblich sehr groß gehalten, sodass selbst etwas größere Ohren problemlos von den Polstern umschlossen werden.
Die Ohrpolster und die Bügelpolsterung sind zudem angenehm weich mit Memory-Foam gepolstert, sodass sich der Anpressdruck rund um die Ohren sehr gleichmäßig verteilt. Selbst als Brillenträger kommt es hier zu keinen bis nur minimalen Druckbeschwerden. Durch das zusätzliche 10-stufige verstellbare Kopfband ist es sehr gut möglich, dass Headset zahlreichen Kopfformen bzw. Größen anzupassen, wobei man bei der kleinsten Einstellung, also bei kleineren Köpfen das Problem haben kann, dass das Ohrpolster am unteren Bereich des Ohres nicht mehr 100 % abdichtet. Hier empfiehlt sich das Teufel Cage 2020 au jeden Fall selbst mal aufzusetzen und dies abzuchecken, was bei Teufel ja kein Problem ist, denn sollte was nicht passen, bietet Teufel wie bei allen Produkten ein 8-wöchiges Rückgaberecht.
Damit ein stundenlanges Spielvergnügen möglich wird, ist jedoch nicht nur ein guter Tragekomfort, sondern auch eine gute Belüftung wichtig, denn wenn sich untere den Ohrmuscheln ein Hitzestau entwickelt endet der Spaß beim Zocken schnell. Hier hat Teufel mitgedacht und Lüftungsöffnungen eingebaut, somit wird ein guter Temperaturausgleich unter den Hörmuscheln gewährleistet, sodass man hier mit der Hitze kaum Probleme haben wird.
(Tragekomfort: 4,5 von 5 Punkten)
Software
Teufel bietet wie bereits beim Teufel Cage 2017 im Download/Service-Bereich zum CAGE Headset das so genante Teufel Audio Center, kurz „TAC“ für Windows 10 und Windows 7/8.1/8.2 kostenfrei zum Download an (Windows Vista wird nicht unterstützt).
Hierüber ist es möglich weitere Soundeinstellungen in Form von der Lautstärke, einigen vordefinierten Presets von Teufel zu wählen oder einen selbst anpassbaren 10-Band Equalizer in den Höhen, Mitten und Tiefen nach den eigenen Vorlieben anzupassen. Außerdem bietet Teufel hier die Möglichkeit für kleinere Spielereien wie z. B. einen Stimmenverzerrer, der dafür sorgt, dass die anderen Mitspieler einen mit einer tieferen Stimme hören usw. Funktionen wie der 7.1 Surround-Sound, sowie das Nutzen der Software ist jedoch nur Windows-Nutzern vorenthalten. Alle Apple-User und Konsolen-Gamer müssen leider auf den 7.1 Sound Verzichten und sich „nur“ mit dem Stereo-Klang zufriedengeben.
Neu und eine bei dem alten Cage sehr vermisste Funktion ist die Möglichkeit, beim Cage 2020 die Beleuchtung in drei Stufen zu regulieren oder sogar komplett auszuschalten. Andere Farben können hier jedoch nicht eingestellt werden, da hier von Teufel lediglich die Farbe Rot bestimmt wurde. Außerdem werden alle Einstellungen was den Klang angeht nicht auf dem Headset gespeichert, das soviel bedeutet, dass ihr den am PC eingestellten Klang mit dem selbst eingestellten Equalizer nur an diesem nutzen könnt, schließt ihr das Cage 2020 an der Konsole an, wird wieder der Klang von Werk aus genutzt.
In dem Teufel Audio Center kann zudem wie bereits erwähnt auch die Funktion der neue Funktionstaste an der rechten Hörmuschel verändert werden, hier kann man dann aus mehreren Funktionen wählen, welche das Headset beim betätigen ausführen soll.
(Software: 3,5 von 5 Punkten)
Klang
Bereits beim Vorgängermodell hat mir der Klang sehr gut gefallen und genau so ist es nun auch wieder bei Cage 2020. Teufel setzt hier jeweils links und rechts auf einen 40 Millimeter Mylar-Treiber, dieser bietet einige Vorteile gegenüber einem Titanmembranen-Treiber. Mylarmebranen haben nämlich eine deutlich bessere innere Dämpfung, wodurch der Klirrfaktor im Hohen Frequenzbereich deutlich abgesenkt wird. Der Frequenzbereich liegt im normlange Bereich zwischen 20 Hz und 20 kHz und die Impedanz bei 32 Ohm, sodass hier eigentlich auch eine mobile Wiedergabe am Smartphone als Kopfhörer möglich wäre, doch hier wäre das Cage 2020 sicherlich nicht gerade laut.
Das Klangbild wurde von Teufel sehr gut für Spiele ausgelegt, somit können bei Ego-Shooter die Schritte der anpirschenden Gegner sehr gut geortet werden und auch die Feuergefechte werden hervorragend dargestellt. Durch den kräftigen Bass der bei einem Headset zum zocken ein absolutes muss ist, kommen auch die Explosionen von Granaten usw. perfekt zur Geltung und machen mit dem Cage 2020 richtig Spaß. Somit kann kann klar sagen, dass Teufel wie versprochen an dem schon sehr guten Klang der 1. Generation angeknüpft hat und dieses sogar nochmals etwas besser abgestimmt hat.
Jedoch ist nicht alles perfekt beim Teufel Cage 2020. So viel mir beim anschließen an die Konsole oder am PC auf, dass ein doch sehr präsentes Gundrauschen vorhanden ist. Dies nimmt man immer dann war, wenn gerade kein Ton wiedergegeben wir, sobald man über das Headset Musik hört oder zockt, wird dieses jedoch problemlos übertönt.
Sofern man das Teufel Cage 2020 via USB-Kabel am PC nutzt, kann man von dessen geschlossener Bauweise und dem 7.1 Surround-Raumklang profitieren. Über diesen macht das zocken klanglich nochmals etwas mehr Spaß, da der 7.1 Klang natürlich nochmals etwas besser überzeugen kann, als der normale aber dennoch ebenfalls sehr gute Stereo-Klang. Außerdem wird durch das Anschließen via USB-Kabel die interne Soundkarte des Cage 2020 verwendet, welche dafür sorgt, dass Hintergrundgeräusche besser abgeschirmt werden, wodurch man noch besser in die verschiedenen Spiele eintauchen kann.
Beim Klang ist jedoch nicht nur der wichtig, denn ihr auf die Ohren übertragen bekommt, sondern auch der, welchen eure Mitspieler von euch über das Mikrofon übertragen bekommen. Schließlich ist eine störungsfreie und verständliche Kommunikation bei den meisten Spielen für einen Erfolgt unerlässlich. Anders als beim Vorgängermodell hat Teufel das neue Cage 2020 mit einem Popschutz versehen, dieser kann bei Bedarf entfernt werden, sorgt jedoch dafür, dass störende Hintergrundgeräusch wie z.B. der rotierende Lüfter nebenan nicht so Präsent mit aufgenommen wird.
Der Arm des Mikrofons wurde verkürzt und von der Position so versetzt, dass dieser nichtmehr wie beim alten Cage je nach Ausrichtung im Blickfeld stören kann. Jedoch kann dieses beim neuen nichtmehr auf beiden Seiten verwendet werden, sonder nur noch an der linken Seite. Die Mikrofonqualität ist wie bereits beim Cage 2017 sehr gut und kann mich soweit absolut überzeugen. Es filtert Störgeräusche hervorragend raus und die Kommunikation klappte absolut problemlos.
(Klang: 4 von 5 Punkten)
TEIL 3
bestehend aus „Preis/Leistung“ entspricht 10% der Gesamtwertung
Beschreibung
Teufel wirbt das Cage 2020 als überarbeitetes und in mehren Punkten verbessertes Gaming Headset an. Hier kann ich Teufel absolut recht geben, man hat hier sehr auf die Teufel-Community gehört und zahlreiche Kritikpunkte des Vorgängers ausgemerzt. Das Ergebnis ist ein neues Headset, welches einen noch angenehmeren Tragekomfort, bei einem verbesserten Klang bietet und dabei auch noch weiterhin sehr gut aussieht. Des Weiteren kann man nun die Beleuchtung komplett abschalten oder in drei Stufen dimmen und die neue Funktionstaste, welche man im Teufel Audio Center frei belegen kann, möchte ich ebenfalls nichtmehr missen.
Preis/Leistung
Preislich orientiert sich Teufel genau bei der selben UVP, wie beim Modell von 2017 und zwar bei 169,99€. Das alte Cage hat Teufel jedoch nicht eingestampft, sondern bietet dies mit einem Rabatt von knapp 40€ an. Das neue Cage 2020 kann in vielen Punkten überzeugen, der leicht verbesserte Klang kann ebenso punkten, wie das neue Mikrofon mit einer besseren Positionierung und dem zusätzlichen Popschutz und außerdem gefällt mir die neue frei belegbare Funktionstaste. Für alle die ein neues oder ein erstes Headset suchen, könnte das neue Cage 2020 genau das richtige sein, habt ihr jedoch das 2017-Modell, dann lohnt sich das Upgrade eher weniger, doch am Ende ist es jedem selbst überlassen.
Teufel Cage 2020
testr Gesamtwertung
unter Berücksichtigung aller Teilwertungen

Wir bedanken uns beim Hersteller für die Bereitstellung des Produktes. Zu unseren Grundsätzen
Link zum Hersteller: teufelaudio.at/





























