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Teufel Real Blue Pro

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TEIL 2

bestehend aus „Funktion des Produktes“ entspricht 65% der Gesamtwertung

Kopfhörer-ArtOver-Ear In-Ear Kopfhörer
KategorieBluetooth Kopfhörer (Bluetooth 5.1)
FarbeTitanium Grey; weitere Farbe Night Black
Akkuintegriert, Lithium-Ionen-Akku
Akku Kopfhörer: 56 h (ohne ANC) 44 h (mit ANC) bei mittlerer Lautstärke.
Ladezeit bis komplett aufgeladen: 2,5 Stunden
Schnellladefunktion 15min für 7 Stunden Wiedergabe
Gewicht 296 Gramm
Materialbis auf die stärker beanspruchten Bauteile (Scharniere und Bügel), weitestgehend aus Kunststoff. Hier wurden jedoch die Touch-Oberflächen (Ohrmuschel-Aussenseiten) aus Aluminium gefertigt.
KonnektivitätBluetooth 5.1 Audio-Codec: AAC, aptX und aptX Adaptive
Treiber44 mm Treiber (links und rechts)
Frequenzbereich10 Hz bis 21 kHz
Treiberempfindlichkeit bei 1 kHz/ 1 mW (dBkeine Angaben
Impedanz (Ohm)ca. 16 Ohm
LieferumfangREAL BLUE Pro
1 ×Audiokabel mit Fernbedienung
1 × Transporttasche
1 × USB-C Ladekabel
die üblichen Beipackzettel
Technische Daten des Teufel Real Blue Pro

Tragekomfort

Bezüglich des Tragekomforts habe ich beim Teufel Real Blue Pro genau wie beim nahezu identischen Teufel Real Blue NC kaum Kritikpunkte gefunden. Die Polster des Kopfbands und die der beiden Ohrmuscheln sind sehr angenehm weich gepolstert, sodass sich der Kopfhörer selbst nach mehreren Stunden Musikhören absolut bequem trägt. Die Öffnung der beiden Ohrmuscheln bzw. deren Polster ist groß genug, sodass darin normale bis größere Ohren problemlos hineinpassen, ohne dass hier auf Dauer etwas uninahem drücken wird. 

Bei sehr großen Ohren sollte man die Kopfhörer dennoch ausprobieren, ob diese einem passen, falls nicht, hat man hier bei Teufel ja 8 Wochen Rückgaberecht. Der Verstellmechanismus des Kopfbügels bietet die Möglichkeit, sich weit verstellen zu lassen, sodass kleine Köpfe aber auch größere damit einen perfekten Sitz geboten bekommen. Des Weiteren hat Teufel die Ohrmuscheln leicht nach vorne geneigt, sodass sich der Kopfhörer laut eigener Aussage besser dem Kopf- und der Ohrenform anpassen soll. 

Mit einem Gesamtgewicht von exakt 296 Gramm gehört der Real Blue Pro zwar definitiv nicht zu den leichtesten seiner Sorte, aber dafür fühlt dieser sich deutlich hochwertiger an und zudem spürt man hier durch die weichen Polster das höhere Gewicht kaum. Für Brillenträger würde ich den Kopfhörer wie viele andere Over-Ear Kopfhörer weniger empfehlen, denn hier kann zum einen der permanente Druck auf die Brillenbügel etwas unangenehm werden und zudem erreicht man hierdurch kein gutes ANC, da die Kopfhörer dann mit den Polstern nicht mehr sauber auf den Ohren aufliegen. Somit gelangen Geräusche, die man eigentlich nicht beim Musikhören mitbekommen möchte, ungestört ins Gehör, was definitiv nicht gut ist. 

Für sportliche Tätigkeit würde ich den Over-Ear Kopfhörer schon allein aufgrund seiner Bauweise weniger empfehlen. Schließlich deckt dieser die Ohren komplett ab, sodass kaum bis gar keine Luft zirkulieren kann, was wiederum dazu führt, dass man unter den Polster schwitzt.

(Tragekomfort: 4,5 von 5 Punkten)

Bedienung

Teufel setzt beim Teufel Real Blue Pro, wie ich es bereits erwähnt habe, auf eine Bedienung aus Tasten, dem Joystick und Touch-Sensoren. Dabei finde ich es genau so, wie Teufel es gelöst hat sehr gut, denn das ANC wird über den separaten ANC-Schalter reguliert, der Joystick übernimmt alles bezüglich der Musiksteuerung und der Lautstärke und die Sensorenfelder an beiden Ohrmuscheln dienen um zum Transparenz-Modus zu wechseln oder Dynamore Ein-/ Auszuschalten. 

Der Joystick ist, wie ich es bereits erwähnt habe, im Hause Teufel keine Neuheit, denn dieser kam bereits beim Teufel Supreme On zum Einsatz und dem von mir getesteten Teufel Real Blue NC. Diesen kleinen Joystick kann man in vier Richtungen bewegen und zudem auch drücken, sodass man je nachdem, in welche Richtung man diesen betätigt, verschiedene Befehle ausführen kann. Für mich ist dies das aktuell beste Bedienkonzept, da man sich zum einen das mühsame Ertasten der vielen ähnlichen Tasten an den Ohrhörern erspart und zudem nervt mich dann auch keine Touch-Bedienung, bei der es zu oft zu falschen Befehlen kommt, da dies falsch erkannt wird. 

An der linken Seite des Teufel Real Blue Pro findet man neben der mittig nach unten gerichteten 3,5 mm Klinkenbuchse ein nach vorne gerichtetes Mikrofon für Telefonate. Dieses versteckt sich hierbei aber sehr unauffällig als gelochtes Gitter im seitlichen Design der Ohrmuschel, optisch gesehen sehr gut gelöst und sieht dabei genau so aus, wie die Mikrofone, welche die Umgebungsgeräusche fürs ANC erfassen. Neben der Klinkenbuchse findet man dann noch die USB-C Ladebuchse, über welche der Akku aufgeladen wird, sowie ein nach hinten angeordneter Power-Button inkl. Status-LED. Über diesen Power-Knopf schaltet man durch 1,5 Sekunden gedrückt halten den Kopfhörer ein-/ aus. Kurz drücken führt dazu, dass einem der aktuelle Batteriestand anhand der aufleuchtenden Status-LED angezeigt wird und zweimal hintereinander betätigen führt dann wiederum dazu, dass man den Bluetooth-Kopplungsmodus aktiviert. Hält man die Taste 8 Sekunden gedrückt, dann löscht man die aktuelle Geräteliste, aber dies ist kaum bis sehr selten erforderlich. 

 Genau wie beim Teufel Real Blue NC finde ich auch hier beim Teufel Real Blue Pro schade, dass der Akkustand nur über die Status-LED angezeigt wird, dies sieht man nämlich nur, wenn man den Kopfhörer nicht trägt. Hier hätte ich mir vielleicht zusätzlich noch gewünscht, dass eine Stimme mir die Restkapazität in Prozent direkt über die Kopfhörer mitteilt. Somit muss ich dann in die App navigieren und hier den Akkustand einsehen oder dies tun, bevor ich den Kopfhörer aufsetze. 

Kurz erläutere ich hier noch die LED-Anzeige des Akkus, die je nach Restkapazität unterschiedlich farbig aufleuchtet. Ein durchgängiges weißes Aufleuchten zeigt an, dass die Kapazität des Akkus noch bei (60 – 100 %) liegt. Leuchtet die LED wiederum gelb auf, sind es noch (21 – 59 %), während rot pulsierend eine niedrige Kapazität anzeigt (1 – 20 %) und somit sollte man spätestens dann schauen, dass man den Akku in der nächsten Zeit wieder voll auflädt.

Kommen wir nun zur rechten Ohrmuschel hier findet man zum einen den von mir bereits gelobten Joystick, der sozusagen als Multifunktion-Bedienelement betrachtet werden kann.Durch einmaliges Drücken wird die Musik angehalten und fortgesetzt, wenn man diesen erneut betätigt. Drückt man den Joystick wiederum nach oben, sprich nach hinten, dann wird die Lautstärke der Musik stufenweise erhöht oder so lange, bis man den Joystick nicht mehr in die entsprechende Richtung gedrückt hält. Um die Lautstärke wiederum zu verringern, drückt man den Joystick nach unten bzw. nach vorne. Um den aktuell wiedergegebenen Musiktitel zu überspringen, betätigt man den Joystick nach rechts, also nach außen und sobald man dies in die entgegengesetzte Richtung macht, spielt man den vorherigen Titel erneut ab, oder springt je nachdem wie oft man ihn betätigt, mehrere Titel zurück. Hält man den Joystick in eine der beiden Richtungen gedrückt, ist sogar ein Vor- bzw. Zurückspulen möglich, was ich gut finde, denn dies ist bei vielen anderen Kopfhörern nicht möglich und muss über das Smartphone erfolgen. 

Zudem kann man über den Joystick auch die automatische Trageerkennung deaktivieren/aktivieren, indem man den Joystick 4 Sekunden gedrückt hält. Ich persönlich würde das Ganze jedoch wie von Werk eingestellt aktiv lassen, denn so wird die Musik automatisch angehalten wenn ihr den Kopfhörer absetzt und fortgesetzt, wenn ihr ihn wieder aufhabt. Neu beim Teufel Real Blue Pro sind die Touch-Sensoren an beiden Ohrmuschel-Außenseiten, die hierbei jedoch egal auf welcher Seite exakt dieselben Befehle ausführt. So genügt es zweimal das Touch-Feld anzutippen, um den Transparenz-Modus zu aktivieren, sodass euch die Umgebungsgeräusche verstärkt eingespielt werden und ein erneutes doppeltes betätigen sorgt wieder für mehr Ruhe. Hierbei finde ich es sehr gut, dass Teufel sozusagen ein Schnellzugriff auf den Transparenz-Modus direkt über die Touch-Sensoren ermöglicht hat, denn so kann man schnell wichtige Ansagen am Bahnhof oder Flughafen hören, ohne die Kopfhörer abnehmen zu müssen. Würde man das ganze umständlich über die ANC-Taste tun, würde dies deutlich länger dauern. Tippt man die Fläche wiederum dreimal hintereinander an, dann aktiviert man Dynamore. Bei Dynamore handelt es sich um eine besondere Funktion aus dem Hause Teufel, die den Stereoklang dynamisch erweitert und so für eine besseres bzw. breiteres Stereobild sorgt, auf welches ich jedoch im Punkt „Klang“ ausführlich eingehen werde.

Über den Teufel Real Blue Pro kann man neben der Musik steuern und regulieren, auch den Sprachassistenten aktivieren und telefonieren. Möchte man z. B. Siri und Co. etwas fragen, dann genügt es, den Joystick für 1,5 Sekunden zu betätigen und schon wartet Siri auf euren Befehl bzw. eure Frage. Sobald ein Anruf eingeht, wird eure Musik automatisch angehalten und wieder am selben Punkt fortgesetzt, sobald man aufgelegt hat. Geht gerade ein Anruf ein, kann man diesen durch einmaligen Betätigen des Joysticks annehmen und ablehnen, wenn man diesen für knapp 1,5 Sekunde gedrückt hält.

Zum Steuern des ANC-Modus hat Teufel an der rechten Ohrmuschel einen separaten länglichen Knopf integriert. Hiermit kann man durch jedes Betätigen zwischen den drei verfügbaren ANC Stufen (hoch, mittel und niedrig) wechseln. Dabei wechselt man nach der Reihe durch alle drei ANC Modis und den Transparenz-Modus und gelangt dann nach dem Transparenz-Modi wieder zu ANC (hoch). Hält man die Taste für 1,5 Sekunden gedrückt, dann deaktiviert man das ANC und den Transparenz-Modus. Die Status-LED direkt daneben zeigt einem durch verschieden Farben an, in welchem Modus man den Kopfhörer gerade eingestellt hat, alternativ kann man dies auch hören oder eben über die App einsehen. Leuchtet die RGB-LED cyan, dann ist ANC (hoch) an, grün bedeutet ANC (mittel) und hellgrün (ANC niedrig). Weiß steht dann für den Transparenz-Modus und ein leichtes graues Licht sagt aus, dass ANC und der Transparenz-Modus deaktiviert sind.

(Bedienung: 5 von 5 Punkten)

Klang

Bei Teufel Real Blue Pro ist wirklich in vielen Punkten auch das versprochene „Pro“ enthalten. Optisch konnte ich dies schon voll und ganz bestätigen und auch im Bezug der Bedienung haben sich kleine, aber feine Dinge verbessert. Nun kommen wir zum Klang und auch hier sieht man direkt beim Betrachten der technischen Daten, hier ist ebenfalls etwas verändert worden und so macht der Real Blue Pro seinen Namen alle Ehre.

Anstelle von zwei 40 mm Treibern an jeder Seite, wie es oftmals üblich in der Branche ist, setzt Teufel hier beim Teufel Real Blue Pro auf 44 mm Linear-HD-Treiber. Diese sollen laut der Aussage von Teufel für eine extrem ausgewogene Klangdarstellung, detailreiche Höhen und einem trockenen Tiefbass sorgen, sodass das Ganze auch High Resolution Audio unterstützen soll. Zur Besonderheit gehört auch hier dann wieder die Aluminiumschwingspulen, welche bereits im Real Blue NC verbaut waren. Diese bewirken, dass auch bei hohen Pegeln keine Verzerrung auftritt und das insgesamt eine konstante Klanggetreue herrscht. Die belüftete Rückraumkammer beim Treiber reduziert dann den sogenannten Klirr-Faktor und sorgt zugleich für einen präzisen und breiten Klang. Zuletzt wäre da dann noch die akustische Abstimmplatte zu erwähnen, die ebenso den Frequenzgang konstant hält, was für eine ausgewogene und tolle Wiedergabe sorgt. Also kurz zusammengefasst einiges ist zum Teufel Real Blue NC ähnlich, aber der 44mm Treiber ist neu und daher war auch ich vor meinem Test gespannt, was ich hier geboten bekomme.  

 Hochwertige Audio-Codecs hat Teufel hier selbstverständlich in dieser Preisklasse mit integriert, sodass hier neben AAC auch aptX und sogar aptX Adaptive unterstützt wird. Bei aptX Adaptive handelt es sich um den Nachfolger von aptX LL und somit einfach gesagt um eine Weiterentwicklung des aptX, welches je nach Inhalt den ihr über euer Abspielgerät wiedergebt, die Latenz anpasst. Bei Musik ist nämlich die Latenz nicht so wichtig, hier muss die Qualität im Vordergrund stehen, währen es bei Videos bzw. Filmen wichtig ist, dass hier das Bild absolut zum Ton passt. Dafür sorgt eben aptX Adaptive, sodass diese automatisch immer perfekt angepasst wird, ohne das ihr etwas davon mitbekommt, dies läuft alles im Hintergrund ohne euer Zutun. 

Somit sind alle wichtigen Audio-Codecs mit an Bord und daher haben sowohl iPhone- als auch Android-Nutzer beim Teufel Real Blue Pro einen klaren und hochwertigen Klang. Beim Frequenzgang gibt Teufel einen überdurchschnittlichen Frequenzgang von 10 Hz bis 21 kHz an, sodass man hier bei Klang einen noch etwas tieferen Bass erwarten kann. Jedoch muss ich hier klar dazu sagen, dass der eigentliche menschliche hörbare Bereich bei 20 Hz im Bassbereich endet, aber es gibt dennoch junge Leute unter uns, die diesen Bereich noch wahrnehmen.

Teufel ist mit dem Real Blue Pro den Schritt zur persönlichen Klanganpassung gegangen und so arbeitet Teufel hier mit Mimi (Mimi Defined) zusammen, einem führenden Unternehmen ist diesem Bereich, mit dem bereits Beyerdynamic zusammenarbeitet. Diese Funktion würde ich raten zu verwenden, denn damit wird der abgespielte Klang passend zum Gehör des Trägers also euch angepasst. Dabei durchläuft man quasi wie einen Hörtest bei dessen Einrichtung, bei dem man, sobald man das abgespielte Grundrauschen hört, dies bestätigt. Die Korrektur bzw. deren Ziel ist es, die Hörschwächen des Nutzers zu komprimieren. Anschließend kann man dieses Klangprofil in der Intensität anpassen und das Resultat ist auf jeden Fall deutlich hörbar. Der „Hörtest“ dauert rund drei Minuten, hierbei wird  jedes Ohr nach der Reihe individuelle analysiert indem verschiedene Frequenzen an Piepstönen wiedergeben werden. Hört man das Piepsen, hält man den Button, solange man diesen Ton hört, berührt und dann wird im Anschluss alles angepasst und euer Klangprofil kann direkt verwendet werden. Für mich ist der direkte Unterschied mit aktiviertem Klangprofil sehr beeindruckend, ich höre auf einmal Instrumente heraus, die ich zuvor nicht wirklich wahrgenommen habe und im Testsound, den man über die App abspielen kann, höre ich das Vogelzwitschern deutlich, was ich zuvor nicht wirklich als Zwitschern wahrgenommen hatte. Daher eine wirklich tolle Technologie, die man auf jeden Fall nutzen sollte, wenn der Kopfhörer diese Funktion bietet. Nachteil des Ganzen, man kann die hier nicht mehrere Klangprofile absichern.

Kommen wir nun zum Klang für Teufel typisch punktet der Real Blue Pro mit einem ausgewogenen Klangbild mit knackigen und druckvollen Bässen. Die Staffelung des Tiefbassbereichs ist sehr gut gelungen und so überzeugt mich auch die tolle Dynamik, was wiederum dafür sorgt, dass egal ob Pop, Rock, Hip-Hop oder die normalen Charts gehört werden, der Teufel Real Blue Pro hat damit absolut kein Problem und klingt beeindruckend gut. Eine Nachbesserung über den Equalizer in der App ist hier eigentlich nicht wirklich notwendig, denn der Teufel Real Blue Pro klingt Out of the Box einfach schon top. Die maximale Lautstärke des Teufel Real Blue Pro ist ebenfalls spitze, denn hier sind mehr als genug Reserven vorhanden, sodass man den Kopfhörer auch sehr Laut drehen kann. Auf Dauer sollte man dies aber nicht tun, denn dies ist keineswegs gut für die Ohren, aber dies wisst ihr ja alle selbst. 

Die Mitten des Teufel Real Blue Pro sind griffig und verstecken sich nicht hinter dem etwas dominanteren Bass, somit hören sich mit dem Real Blue Pro auch Hörbücher gut an, denn die Stimmen werden sehr natürlich und deutlich wiedergegeben. Des Weiteren profitieren von den Mitten auch die Instrumente wie Gitarren, die bei ihren Solos sehr griffig und eindringlich daher kommen. Dann wären da natürlich noch die Höhen, die detailreich und kristallklar hörbar sind und zusammen mit dem Bass und den Mitten für eine tolle räumliche Klangdarstellung sorgen. 

Insgesamt ein toller Klang, welcher Teufel hier mit dem Real Blue Pro gelungen ist, welcher von der Klanganpassung sogar noch deutlich angehoben wird, sodass man hier einen wirklich sehr gut klingenden Kopfhörer geboten bekommt. Selbstverständlich kann der Klang in der App im Equalizer angepasst werden, sodass z. B. der Bass, sofern Bedarf besteht, zurückgenommen werden kann. Somit kann der Klang noch in der App ein wenig feingetunt werden und perfekt angepasst werden, was aber wie gesagt nicht unbedingt notwendig sein wird. 

Kurz möchte ich hier auch noch die Dynamore-Funktion erwähnen, die mit dem Teufel Real Blue Pro zum ersten Mal auch so in einem Kopfhörer zum Einsatz kommt. Bisher war dies nur den Soundbars, Lautsprechern usw. vorenthalten, aber nun hat Teufel die eigene Technologie auch in einen Kopfhörer integriert. Dynamore ist ja bekanntlich dafür zuständig, das vorhandene Stereobild dynamisch zu erweitern, also das durch exakt dieselbe Lautsprecher der Klang beim hinzuschalten noch breiter klingen bzw. wirken soll. Also im Falle des Real Blue Pro soll so noch mehr an räumlicher Bühne erreicht werden, was sogar sehr gut gelingt. Jedoch empfehle ich hier, dies persönlich auszuprobieren, denn je nach Musikgenre bzw. Titel kann dies auch zu einem negativen Effekt führen, aber beim Großteil der Musik und Filme kann man Dynamore auf jeden Fall aktiviert lassen. 

Die Sprachverständlichkeit des Teufel Real Blue Pro ist sehr gut, hier habe ich eigentlich nichts zu bemängeln. Die eigene Stimme wird klar und sehr verständlich übertragen, und dabei ist es egal, ob man daheim in Ruhe oder unterwegs im Freien telefoniert. Störgeräusche um einen herum werden zuverlässig neutralisiert, sodass man weitestgehend eine gute Ruhe geboten bekommt und so ungestört telefonieren kann. Lediglich im viel befahrenen Straßenverkehr in der Stadt beklagte sich meine Gesprächsperson hin und wieder etwas aufgrund von Rauschen im Hintergrund meiner Stimme, was jedoch von der Elektronik übermittelt wird, weil diese versucht, die lauten Geräusche des Verkehrs zu neutralisieren. Zu guter Letzt versteht man selbst die Gesprächsperson sehr klar und deutlich und auch sonst gibt es hier nichts zu beanstanden. 

Das Thema Latenz ist ja inzwischen bekanntlich auch kein Problem mehr, denn die haben alle Hersteller im Griff und so ist hier alles absolut synchron, sodass das Bild beim Ansehen von Filmen perfekt zum abgespielten Ton der Kopfhörer passt.

(Klang: 4,5 von 5 Punkten)

App

Inzwischen gelingt es Teufel allen neue, auf den Markt kommenden Kopfhörern eine App Anbindung zu spendieren, sodass man die neusten Kopfhörer mit der kostenlosen Teufel Headphones App nutzen kann. Diese App bietet Teufel sowohl für iOS als auch. Android im jeweiligen AppStore kostenlos zum Download an.

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Inzwischen hat sich etwas mehr bei der Entwicklung getan und so wurde aus der anfänglichen schlichten und mit wenig Anpassungsmöglichkeiten eine nun weiterhin übersichtliche, aber etwas umfangreichere App, welche mehr Einstellungen bietet. Ist der Teufel Real Blue Pro wie gewöhnlich via Bluetooth mit dem Smartphone gekoppelt, kann man die Teufel Headphone App öffnen und hier dann ebenfalls noch kurz den Kopfhörer verknüpfen. Anschließend landet man direkt auf der Startseite, auf welcher man zu Beginn immer zuerst landet. Hierbei wird einem neben dem Kopfhörer und dessen Namen auch direkt der Akkustand in einzelnen Prozentschritten (10 % Schritten) gezeigt. 

Unmittelbar darunter hat man dann noch im Falle des Real Blue Pro noch vier Einstellungsmöglichkeiten, bei denen es sich um Dynamore An/Aus, Mimi (Klanganpassung) An/Aus handelt und darunter folgen noch die Geräuschkontrolle und der Equalizer. Beim Tippen auf Dynamore, kann man dies nur entweder An-/ oder Ausschalten mehr nicht, während man beim Tippen auf „Mimi“ auf ein weiteres Untermenü gelangt. Hier kann man dies dann zu Beginn einrichten, was wie gesagt einfach ist und nur rund 3 Minuten dauert mehr nicht. Im Anschluss kann man dies dann Ein-/Ausschalten und die Intensität regulieren. Darunter wird einem dann erklärt, was euch nach dem Erstellen des Klangprofils angepasst wurde, also welche Tonlagen ihr weniger gut hört und somit verstärkt wiedergegeben werden und ihr könnt einen neuen Hörtest usw. erstellen.

Zurück auf der Startseite wählen wir das Einstellungsmenü Geräuscherkennung, hier kann das ANC aktiviert und in den drei Stufen reguliert werden und zudem kann bei Bedarf auch der Transparenz-Modus aktiviert bzw. deaktiviert werden. Diese Einstellung kann man aber wie bereits unter „Bedienung“ erklärt, auch direkt und schnell am Kopfhörer vornehmen. Zu guter Letzt folgt dann noch das Menü „EQ“, wo man den Equalizer nach den eigenen Vorlieben anpassen kann. Anstelle eines 3- bzw. 5-Band Equalizer setzt Teufel hier auf einen parametrischen EQ, bei dem man etwas mehr Gewöhnungszeit benötig, bis man alles eingestellt hat. Dies liegt daran, dass man hier sowohl den Pegel als auch die Frequenz immer zusammen einstellen muss. Hier ist etwas Übung und Probieren angesagt, aber dann lernt man die Vorzüge schnell kennen und kann z. B. den Bass, wenn dieser zu dominant wäre zurücknehmen usw.

Alle weiteren Einstellungen, welche nicht täglich benötig werden, erreicht man über das Einstellungsmenü, zu welchem man über das Zahnrad-Symbol oben rechts gelangt. Hier angekommen findet man ganz oben die Funktion „ShareMe“ diese ist nur dann wichtig und sinnvoll, wenn z. B. ihr und euer-/e Partner-/in ebenfalls einen Teufel Real Kopfhörer (gleiches Modell erforderlich) besitzt. Mit Share Me könnt ihr völlig kabellos beide Kopfhörer mit einem Smartphone verbinden, sodass z. B. jeder für sich mit dem eigenen Kopfhörer einen Film auf Netflix am Smartphone ansehen kann. 

Darunter folgen dann noch weitere Einstellungsmöglichkeiten, die durchaus interessant sind. Dazu zählt z. B. Dynamik Bass ist dies aktiv, wird der Bass auch bei geringer Lautstärke etwas angehoben, sodass die Klangwahrnehmung unabhängig von der eingestellten Lautstärke gleich sein soll. Danach folgt „Smart Pause“ dies ist sehr wichtig, denn somit wird die Musik pausiert, wenn ihr den Kopfhörer abnehmt und automatisch fortgesetzt, wenn ihr ihn wieder aufsetzt. Danach folgt noch ANC und Touch-Steuerung, wo euch genau erklärt wird, was wie ausgeführt wird und bei ANC könnt ihr z.B. bestimmen, dass ihr hier nur das höchste ANC und den Transparenz-Modus wählen könnt, also ganz so, wie ihr es selbst wollt. Zu guter Letzt folgt dann noch die Auto-Off-Funktion, also wann der Kopfhörer ausgeschaltet werden soll, wenn er mit keinem Gerät verbunden ist und ihr könnt auf die Anleitung zugreifen. Alles andere ist weniger wichtig und betrifft z. B. oben im Untermenü App nur weniger interessante Infos zu App.

App: 4 von 5 Punkten)

ANC/Umgebungsmodus

Beim Teufel Real Blue Pro fehlt zwar die Bezeichnung NC im Namen, aber angesichts des Preises wäre es mehr als fragwürdig, wäre hier kein ANC an Bord, somit war mir dies direkt klar. Hier setzt Teufel auf die exakt gleiche Technologie wie beim Teufel Real Blue NC und somit auf ein Hybrid-ANC, was zwar zuverlässig und effizient arbeitet, aber nicht ganz mit Sony mithalten kann. Schlecht ist das ANC aber keineswegs, es ist jedoch eher als obere Mittelklasse nicht als Premium anzuordnen, kann im Alltag in den meisten Situationen voll und ganz überzeugen, auch wenn hier wie gesagt ein Sony WH-1000XM4 nochmals etwas besser arbeitet. 

Die am Teufel Real Blue Pro verbauten Mikrofone, sowohl an den Ohrmuscheln-Außenseiten als auch Innen arbeiten dabei zusammen. Während die Äußeren die Störgeräusche erfassen und hier bereits ein entsprechend passendes Gegensignal generieren, misst das Innere ebenfalls nach, was noch durchkommt und somit wird noch feiner alles, was durchkommen möchte, herausgefiltert. 

In der ANC-Technologie hat sich noch einiges getan in den letzten Jahren und so wird zum einen der Klang nicht mehr vom Aktivieren des ANC beeinflusst und zudem wurde das Grundrauschen, was sonst vorhanden war, ebenfalls fast komplett neutralisiert. Genau so ist es auch beim Teufel Real Blue Pro, das Aktivieren von ANC, führt zu einer tollen Ruhe, ohne störendes Rauschen und der Klang wird nicht bzw. nur wenig verändert. Das ANC arbeitet sehr gut, ist jedoch kein marktführendes ANC, aber ein sehr gut Arbeitendes. Mittlere Frequenzen werden fast komplett herausgefiltert, zu denen die typischen Geräusche wie Motorengeräusche im Verkehr und die Turbinengeräusche beim Fliegen zählen. Hochfrequente und sehr tiefe Geräusche kommen noch durch, aber deutlich gedämpfter als ohne aktives ANC. Probleme hat das ANC hier jedoch ganz typisch mit starken Windgeräuschen, hier sollte man dieses abschalten, denn das Rauschen, welches dadurch mit eingespielt wird, stört zu sehr. In einer ruhigen Umgebung, also z. B. zu Hause ist mir zudem beim Laufen aufgefallen, dass hier ein leichtes hallen meiner Schritte durch das ANC eingespielt wird, dieses wiederum stört im Alltag nicht, denn bereits bei mittlerer Lautstärke wird dieses Geräusch neutralisiert und geht im Hintergrund unter. 

Beim Transparenz-Modus ist es dann wiederum so, dass Außengeräusche bewusst verstärkt in den Kopfhörer übertragen werden. Dabei entsteht zugleich aufgrund der Technik ein verstärktes Grundrauschen, was daran liegt, dass die Geräusche in der Umgebung mit den Mikros aufgenommen und eingespielt werden. Dieser Modus ist dann sinnvoll, wenn man sich trotz aufgesetztem Kopfhörer mit jemand unterhalten möchte oder eventuelle Ansagen am Flughafen oder am Bahnhof mitbekommen möchte. 

(ANC: 4 von 5 Punkten)

Zubehör

Teufel liefert den Real Blue Pro in einem sehr stabilen und hochwertigen Aufbewahrungs-Case aus. Dieses sieht optisch recht hübsch aus und fühlt sich auch wertig an. Es wurde rundum mit robustem Kunstleder bezogen und besitzt im Inneren Polsterung, sodass darin wunderbar das Zubehör verstaut werden kann.

(Zubehör: 4 von 5 Punkten)

Bluetooth

Beim Bluetooth setzt Teufel auf den Bluetooth-Standard 5.1, hierbei wird eine sehr stabile und absolut zuverlässig Verbindung zum Zuspielgerät ermöglicht. Zum Koppeln navigiert man wie gewöhnlich in die Bluetootheinstellungen, hier dann den Teufel Real Blue Pro auswählen und schon ist dieser gekoppelt. Dann bei Bedarf noch mit der App verknüpfen und schon koppelt dieser sich nach dem Einschalten automatisch mit dem Smartphone. 

Im Praxistest lieferte das Bluetooth eine Reichweite von gut 13 Meter indoor und erst nach knapp 29 Meter war outdoor Schluss. Allesamt gute Werte, welche sich sehen lassen können und somit kann man sich auch im Haus über zwei bis drei Stockwerke bewegen, ohne dass gleich die Verbindung abbricht. Bei der Wiedergabe via Bluetooth profitieren Android- und Apple-User, denn hier wird sowohl der aptX, aptx Adaptive als auch der AAC-Codec unterstützt, welches eine Musikübertragung in nahezu CD-Qualität ermöglicht.

Wie bereits erwähnt, unterstützt der Teufel Real Blue Pro auch die Share-Me-Funktion aus dem Hause Teufel. Somit können zwei Kopfhörer desselben Modells völlig kabellos mit einem Smartphone verbunden werden, sodass jeder für sich mit dem eigenen Kopfhörer einen Film auf Netflix am Smartphone ansehen können.

(Bluetooth: 4 von 5 Punkten)

Akkulaufzeit

Im Teufel Real Blue Pro sind größere Treiber verbaut, welche energiehungriger sind und ebenso verbrauchen auch die Touch-Sensoren permanent einen geringen Anteil an Strom. Somit war es eigentlich ein Muss, dass Teufel hier einen 100 mAh größeren Akku als beim Real Blue NC verbaut, denn mit den 800 mAh erreicht dieser ungefähr dieselbe Akkulaufzeit bzw. knapp 1 Stunden mehr. Mit diesem Akku soll laut Teufel eine Laufzeit von bis zu 56 Stunden am Stück bei mittlerer Lautstärke möglich sein. Schaltet man wiederum ANC hinzu, dann erreicht man damit immer noch sehr lange 44 Stunden, was absolut ausreichend ist und hier gibt es kaum eine Konkurrenz in dieser Preisklasse, die hier mithalten kann. Beachten sollte man hier aber die 44 Stunden erreicht man im niedrigen ANC Modus nutzt man nur den hohen, also effektivsten Modus, dann erreicht man im Alltag eher 36 bis 37 Stunden, abhängig von der gewählten Lautstärke. 

Sollte der Akku dennoch unerwartet leer gehen, kann man den Kopfhörer noch mit dem mitgelieferten Kabel (mit integrierter Fernbedienung) betrieben. Mangels Klinkenbuchse wird das bei den neueren Smartphones kaum einer machen, den hierfür müsste man dann ständig auch den Adapter mit im Case haben und sind wir mal ehrlich, wer nutzt heutzutage noch einen Kopfhörer mit Kabel, der von Werk aus auch Bluetooth kann.

Erneut hat Teufel auch die für viele sehr wichtige Schnellladefunktion integriert, sodass gut 15 Minuten Aufladen für bis zu 7 Stunden Musikwiedergabe (ohne ANC) ausreichen. Eine komplette Aufladung dauert wiederum knapp zweieinhalb Stunden, was angesichts der langen Akkulaufzeit sehr gut ist. Außerdem finde ich es gut, dass man den Kopfhörer auch während des Ladevorgangs nutzen kann, ein wichtiges Detail, welches nicht immer der Fall ist.

(Akkulaufzeit: 5 von 5 Punkten)

Der Testbericht ist in drei Teile unterteilt, klicke dich hier durch:

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