Mit der Anker Prime Power Bank (26K, 300W) hatten wir nun gut drei Monate lang eine besonders leistungsstarke Powerbank im regelmäßigen Einsatz. Geladen haben wir damit unter anderem ein iPhone 15 Pro Max, ein iPad Pro 11 Zoll (2. Generation) und auch ein MacBook Pro 14 Zoll (2024).
Mit 26.250 mAh beziehungsweise 99,75 Wh, bis zu 300 Watt Gesamtleistung und maximal 140 Watt über einen einzelnen USB-C-Anschluss bietet die Powerbank genügend Reserven, um nicht nur Smartphones und Tablets, sondern auch leistungsstarke Notebooks unterwegs mit Energie zu versorgen. Bis zu drei Geräte lassen sich gleichzeitig anschließen.
Besonders interessant fanden wir neben der hohen Leistung und Kapazität das integrierte Smart-Display, auf dem sich wichtige Informationen direkt ablesen lassen. Hinzu kommen App-Steuerung und eine intelligente Leistungsverteilung zwischen den Anschlüssen.
Nach rund drei Monaten können wir bereits vorwegnehmen. Die Anker Prime 26K hat uns im Alltag sehr gut gefallen, auch wenn die enorme Leistung und Kapazität natürlich mit einem entsprechend höheren Gewicht einhergehen.
Der MOVA LiDAX Ultra 1000 AWD ist ein leistungsstarker Mähroboter für größere und anspruchsvollere Gärten. Für die Navigation kombiniert er LiDAR mit einer Dual-Kamera, wodurch weder Begrenzungskabel noch eine separate RTK-Antenne erforderlich sind.
Eine Besonderheit ist der Allradantrieb mit vier einzeln angetriebenen Rädern. Zusammen mit den omnidirektionalen Vorderrädern und der Einzelradaufhängung bewegt sich der schwere Mähroboter überraschend wendig und kommt auch mit Unebenheiten und Steigungen gut zurecht.
Gemäht wird mit zwei schwimmend gelagerten Messerscheiben mit jeweils sechs Klingen. Mit UltraTrim 2.0 kann das Mähwerk zusätzlich seitlich ausgefahren werden, um den Rasen möglichst nah an Mauern und anderen Begrenzungen zu schneiden.
Zur Ausstattung gehören außerdem die automatische elektrische Schnitthöhenverstellung, Hinderniserkennung, Regensensor, App-Steuerung sowie eine umfangreiche Verwaltung der Rasenflächen und Mähbereiche. Mit 23,6 kg ist der LiDAX Ultra 1000 AWD allerdings ein echtes Schwergewicht.
In unserem bisherigen Praxistest gefallen uns besonders das präzise Navigationssystem, der AWD-Antrieb, die hohe Wendigkeit und die randnahe Mähfunktion. Wie zuverlässig diese Funktionen tatsächlich arbeiten und wo die Schwächen des Mähroboters liegen, zeigen wir im ausführlichen Test.
Das gefällt uns
Präzise LiDAR-Navigation
Zwei Messerscheiben mit 40 cm Schnittbreite und insgesamt 12 Klingen
Sehr sauberes und gleichmäßiges Schnittbild
Einfache Einrichtung & digitale Kartierung
elektrische Schnitthöhenverstellung
Umfangreiche und dennoch übersichtliche App
Schnelle Ladezeiten
Sehr gute Hinderniserkennung durch LiDAR und Dual-Kamera
Hochwertige Verarbeitung
Integrierter Regensensor mit einstellbarer Regenpause
Leistungsstarker Allradantrieb (AWD)
Hervorragende Traktion bei Steigungen und Unebenheiten
Große Schnitthöhenverstellung von 3 bis 10 cm
UltraTrim 2.0 reduziert die Nacharbeit an Rasenkanten
Austauschbarer Akku
Das gefällt uns weniger
Hohes Gewicht
Benötigt aufgrund seiner Größe etwas mehr Platz zum Wenden
UltraTrim 2.0 reduziert die Schnitthöhe am Rand automatisch auf 3 cm
Rund 3 cm ungemähter Rand bleiben bei UltraTrim bestehen
Kleine Steine werden nicht immer zuverlässig erkannt
Gelegentliche Fehlerkennungen bei der Personenerkennung
Manuelle Nacharbeit an komplexen Randbereichen weiterhin notwendig
Bestehend aus „Verpackung/Design/Verarbeitung“ entspricht 25% der Gesamtwertung
Verpackung
Der MOVA LiDAX Ultra 1000 AWD wird in einer entsprechend großen und schweren Verpackung geliefert. Das überrascht angesichts der Dimensionen des Mähroboters nicht, schließlich bringt allein der Roboter rund 23,6 kg auf die Waage. Etwas schade finden wir, dass der Karton keine Tragegriffe oder Griffmulden besitzt. Dadurch gestaltet sich der Transport der großen und schweren Verpackung unnötig umständlich.
Im Inneren sind Mähroboter und Zubehör dagegen sehr gut vor Transportschäden geschützt. MOVA setzt hierfür auf Kunststofffolie und Styropor, während das kleinere Zubehör zusätzlich in einem separaten Karton untergebracht ist.
Umfangreiches Zubehör inklusive 36 Ersatzklingen
Neben dem MOVA LiDAX Ultra 1000 AWD befindet sich die Ladestation im Lieferumfang. Diese besteht aus der Bodenplatte, auf welcher der Mähroboter später steht, sowie der noch aufzusteckenden Ladevorrichtung. Dazu kommen ein rund 10 Meter langes Anschlusskabel und das entsprechende Netzteil.
Zur Befestigung der Station auf Rasen oder Erde legt MOVA acht Erdschrauben samt Kunststoff-Inbusschlüssel bei. Ebenfalls enthalten ist eine Reinigungs- beziehungsweise Schutzbürste für den LiDAR-Sensor, die später an der Station montiert wird.
Erfreulich umfangreich fällt das Zubehör für das Mähwerk aus. Die beiden Messerscheiben sind bereits mit jeweils sechs Klingen bestückt. Zusätzlich legt MOVA 36 Ersatzklingen samt Schrauben sowie einen passenden Schraubendreher für den Wechsel bei. Damit ist für zukünftige Klingenwechsel bereits einiges an Ersatzmaterial vorhanden.
Einrichtung wird ausführlich erklärt
Direkt beim Öffnen des Kartons stößt man auf einen Quick-Start-Guide, der die ersten Schritte erläutert. Zusätzlich liegt eine ausführlichere Bedienungsanleitung bei. Besonders detailliert führt allerdings die kostenlose MOVAhome-App durch die spätere Einrichtung und erklärt die einzelnen Schritte verständlich.
Bereits die Verpackung macht mit Bildern und entsprechenden Hinweisen auf einige der besonderen Funktionen des LiDAX Ultra 1000 AWD aufmerksam.
Insgesamt hinterlässt die Verpackung einen guten Eindruck. Roboter und Zubehör sind sicher verstaut und der Lieferumfang fällt umfangreich aus. Lediglich Griffmulden am schweren Karton hätten den Transport deutlich erleichtert.
(Verpackung: 4 von 5 Punkten)
Design
Sportlicher Auftritt mit markanten Details
Der MOVA LiDAX Ultra 1000 AWD hebt sich optisch deutlich von vielen klassischen Mährobotern ab. Das graue Gehäuse mit roten Akzenten gefällt uns sehr gut und verleiht dem Modell einen modernen und zugleich sportlichen Charakter. Trotz seiner stattlichen Abmessungen lässt sich der Mähroboter unserer Meinung nach gut in unterschiedliche Bereiche des Gartens integrieren.
Besonders markant ist die Front. Der große Stoßfänger, die mittig platzierte Dual-Kameraeinheit und die vier einzeln angetriebenen Räder lassen bereits auf den ersten Blick erkennen, dass es sich beim LiDAX Ultra 1000 AWD um einen technisch aufwendigeren Mähroboter handelt. Gleichzeitig wirkt das Design trotz der zahlreichen sichtbaren technischen Komponenten nicht überladen.
LiDAR-Turm prägt die Oberseite
Nicht zu übersehen ist der auf der Oberseite sitzende LiDAR-Turm. Dieser prägt das Erscheinungsbild deutlich und unterstreicht den technischen Charakter des Mähroboters. MOVA versucht somit nicht, die umfangreiche Sensorik vollständig im Gehäuse zu verstecken, sondern integriert sie sichtbar in das Design.
Auch die unterschiedlichen Räder tragen zum markanten Erscheinungsbild bei. Während hinten große Räder mit einem ausgeprägten und versetzt angeordneten Profil zum Einsatz kommen, fallen vorne die speziellen omnidirektionalen Räder sofort ins Auge. Dadurch sieht man dem LiDAX Ultra 1000 AWD bereits äußerlich an, dass er sich bei der Fortbewegung von einem klassischen Mähroboter unterscheidet.
Bedienelemente und Farbdisplay geschützt untergebracht
Die Bedienelemente sind dagegen bewusst unauffällig in das Design integriert. Auf der Oberseite befinden sich die entsprechenden Tasten sowie ein kleines Farbdisplay, über das sich wichtige Informationen direkt am Mähroboter ablesen lassen.
Display und Bedienelemente liegen unter einer Abdeckung und sind dadurch vor Witterung und Verschmutzungen geschützt. Bei Bedarf lässt sich die Abdeckung einfach öffnen und anschließend wieder schließen. Dadurch bleiben die Bedienelemente jederzeit gut erreichbar, während gleichzeitig die aufgeräumte Optik der Oberseite erhalten bleibt.
Schmaler LED-Streifen als optisches Highlight
Ein kleines, aber besonders gelungenes Designelement ist für uns das schmale Statuslicht am Heck. Tagsüber fügt es sich dezent in das Gehäuse ein, während es in der Dämmerung und Dunkelheit wesentlich stärker zur Geltung kommt.
Mit seiner schmalen Lichtsignatur erinnert es ein wenig an moderne Fahrzeuge und passt hervorragend zum sportlichen Erscheinungsbild des LiDAX Ultra 1000 AWD. Gleichzeitig dient die Beleuchtung als Statusanzeige und erfüllt somit nicht nur einen optischen Zweck.
Insgesamt gehört das Design für uns zu den Stärken des MOVA LiDAX Ultra 1000 AWD. Er versucht nicht, möglichst unauffällig auszusehen, sondern präsentiert seine Technik durchaus selbstbewusst. Die Kombination aus grauem Gehäuse, roten Akzenten, markanter Front, LiDAR-Turm, ungewöhnlichem Fahrwerk und schmaler Lichtsignatur wirkt modern, sportlich und hochwertig, ohne dabei überladen zu erscheinen.
(Design: 5 von 5 Punkten)
Verarbeitung
Hochwertige und robuste Konstruktion
Bei der Verarbeitung hinterlässt der MOVA LiDAX Ultra 1000 AWD einen sehr guten Eindruck. Die Spaltmaße sind gleichmäßig, störende Übergänge oder scharfe Kanten konnten wir nicht feststellen. Auch beim Anheben des immerhin 23,6 kg schweren Mähroboters knarzt oder verwindet sich nichts. Insgesamt vermittelt die Konstruktion einen sehr stabilen und durchdachten Eindruck.
Das hohe Gewicht macht sich natürlich bemerkbar, wenn der Roboter von Hand umgesetzt werden muss. Die seitlich integrierten Tragegriffe erleichtern dies allerdings deutlich.
Stoßfänger als zusätzliche Absicherung
Auch der große Stoßfänger an der Front funktioniert zuverlässig. Kommt es tatsächlich zu einem Kontakt mit einem Hindernis, gibt er leicht nach und der Roboter reagiert entsprechend darauf. Anschließend federt der Stoßfänger sauber in seine ursprüngliche Position zurück.
Im normalen Betrieb kommt er bei uns allerdings vergleichsweise selten zum Einsatz, da die Kameras viele Hindernisse bereits vorher erkennen. Der mechanische Stoßfänger bildet somit eine zusätzliche Absicherung, falls ein Objekt von der Sensorik einmal nicht rechtzeitig erkannt wird.
AWD-Fahrwerk überzeugt auch auf unebenem Untergrund
Einen hochwertigen Eindruck hinterlässt insbesondere das Fahrwerk. Die hinteren Räder verfügen über ein ausgeprägtes Profil und sorgen auch auf feuchterem Untergrund für guten Halt. Durch den AWD-Antrieb mit vier einzelnen Nabenmotoren werden alle vier Räder aktiv angetrieben.
Die speziellen omnidirektionalen Vorderräder funktionieren ebenfalls gut. Bei normalen Bedingungen setzt sich darin kaum Gras oder Erde fest. Auf frisch bewässertem Rasen oder nach Regen bleiben naturgemäß mehr Gras und Verschmutzungen an Rädern und Unterseite haften.
Gelegentlich entsteht der Eindruck, dass einzelne Grashalme zwischen den kleinen Rollen der Vorderräder eingeklemmt und herausgerissen werden könnten. Einen dadurch sichtbar beschädigten Rasen konnten wir allerdings nicht feststellen. Wenn überhaupt, betrifft dies einzelne Halme und keinesfalls größere Bereiche samt Grasnarbe.
Auch die Einzelradaufhängung macht sich positiv bemerkbar und gleicht Unebenheiten gut aus. Die beiden schwimmend gelagerten Mähscheiben können sich Unebenheiten des Untergrunds anpassen und tragen dadurch zu einem möglichst gleichmäßigen Schnittbild bei.
Mähwerk macht einen stabilen Eindruck
Die beiden Messerscheiben mit ihren jeweils sechs Klingen wirken stabil und hochwertig verarbeitet. Auch die elektronische Höhenverstellung arbeitet überraschend leise. Generell ist der Mähroboter im Betrieb überraschend leise.
Besonders interessant ist das seitlich bewegliche Mähwerk dank UltraTrim 2.0. Dieses kann für die Randbearbeitung ausgefahren werden und ermöglicht dadurch einen Schnitt sehr nah an Mauern und anderen Begrenzungen. Wie gut das tatsächlich funktioniert, werden wir beim späteren Praxistest noch genauer betrachten.
Für einen Klingenwechsel oder eine gründliche Reinigung muss der schwere Mähroboter umgedreht werden. Am einfachsten legt man ihn dafür vorsichtig auf Rasen oder beispielsweise auf einen Karton, damit die Oberseite nicht zerkratzt. Wer einen 3D-Drucker besitzt, kann sich natürlich auch eine entsprechende Halterung anfertigen, in der der Roboter für Wartungsarbeiten sicher in aufrechter Position positioniert werden kann.
Regelmäßige Reinigung der Unterseite sinnvoll
Ganz ohne Pflege kommt auch der LiDAX Ultra 1000 AWD nicht aus. Vor allem beim Mähen von feuchtem Grasbleiben Schnittreste an der Unterseite und rund um das Mähwerk hängen. Bei trockenem Rasen fällt dies deutlich geringer aus.
Eine regelmäßige Kontrolle und Reinigung ist daher sinnvoll, insbesondere damit das bewegliche Mähwerk dauerhaft frei arbeiten kann. Auch Kameras und LiDAR-Sensor sollten gelegentlich von Verschmutzungen befreit werden, ähnlich wie man es von der Sensorik eines Saugroboters kennt.
Ladestation ebenfalls solide verarbeitet
Die Ladestation hinterlässt ebenfalls einen guten Eindruck. Auf Rasen oder Erde kann sie mit den mitgelieferten Erdschrauben fixiert werden. Bei uns steht sie auf Pflaster direkt an einer Mauer und bleibt auch dort sicher an ihrer Position.
Die Anschlüsse sind für den Außeneinsatz entsprechend geschützt und auch die Ladekontakte zeigen nach unserer bisherigen Nutzung keine auffälligen Veränderungen.
Nennenswerte Kratzer, Beschädigungen oder Verschleißerscheinungen konnten wir bislang ebenfalls nicht feststellen. Insgesamt wird der hochwertige Eindruck des LiDAX Ultra 1000 AWD daher auch bei der Verarbeitung bestätigt.
(Verarbeitung: 4,5 von 5 Punkten)
TEIL 2
bestehend aus „Funktion des Produktes“ entspricht 65% der Gesamtwertung
Empfohlene Rasenfläche
bis 1.000 m²
Navigation/ Hindernisserkennung
LiDAR + Dual-Kamera, KI erkennt und umfährt über 300 Hindernisse
Begrenzungskabel
Nein, nicht nötig
RTK-Antenne erforderlich
nein
Schnittsystem
2 Messerteller mit insgesamt 12 Klingen (6 je Messerteller)
Schnittbreite
40 cm
Schnitthöhe
30–100 mm (elektrisch per App)
Kantenmähfunktion
UltraTrim 2.0 mit seitlich ausfahrbarem Mähwerk (3 cm Rand)
Die Inbetriebnahme des MOVA LiDAX Ultra 1000 AWD gestaltet sich unkompliziert. Zunächst wird das Element mit den Ladekontakten auf die Bodenplatte der Station gesteckt und rastet dort über drei Haltenasen ein. Zusätzlich kann die Konstruktion von unten verschraubt werden, zwingend erforderlich ist dies jedoch nicht.
Anschließend werden Netzteil und Anschlusskabel über die dafür vorgesehene Kupplung miteinander verbunden und verschraubt. Dadurch ist die Verbindung vor Feuchtigkeit geschützt. Zum Schluss wird noch die mitgelieferte LiDAR-Bürste an der Station aufgesteckt, damit ist der Aufbau bereits erledigt.
MOVA empfiehlt seitlich der Ladestation jeweils etwa einen Meter Freiraum. Bei uns stehen allerdings links und rechts jeweils Pflanzgefäße mit rund 50 cm Durchmesser. Probleme bereitete dies bislang nicht. Der LiDAX Ultra 1000 AWD fand seine Ladestation trotzdem jederzeit zuverlässig.
Wichtig ist außerdem eine Steckdose in Reichweite des rund zehn Meter langen Kabels sowie eine ausreichende 2,4-GHz-WLAN-Abdeckung am Standort der Station.
MOVAhome-App führt Schritt für Schritt durch die Einrichtung
Nach dem Aufstellen der Station wird der Mähroboter eingesetzt und zunächst vollständig aufgeladen. Anschließend übernimmt die MOVAhome-App einen großen Teil der Einrichtung und erklärt die notwendigen Schritte verständlich und ausführlich.
Für die Nutzung der App ist ein Benutzerkonto erforderlich, das unter anderem über eine E-Mail-Adresse angelegt werden kann. Insgesamt empfanden wir den Einrichtungsprozess als unkompliziert, sodass der LiDAX Ultra 1000 AWD nach dem Auspacken schnell einsatzbereit ist.
Automatische oder manuelle Kartierung
Bei der Erstellung der ersten Karte stehen verschiedene Möglichkeiten zur Verfügung. Der LiDAX Ultra 1000 AWD kann die Rasenfläche automatisch erfassen, alternativ lässt sich die Begrenzung manuell abfahren. Letzteres ist besonders praktisch, wenn die Grenzen sehr individuell festgelegt werden sollen.
Die automatische Erkennung unserer Rasenbegrenzungen funktionierte gut. Zusätzlich lässt sich in der App in Zentimetern (10,15 oder 20 cm) bestimmen, welchen Abstand der Mähroboter beispielsweise zu Hindernissen, Blumen oder anderen Bereichen einhalten soll.
Die Kartierung selbst ist schnell erledigt, wobei die benötigte Zeit natürlich von Größe und Aufbau des Gartens abhängt. Es lassen sich mehrere Zonen erstellen und auch nachträglich No-Go-Zonen sowie virtuelle Grenzen in die Karte einzeichnen. Durchgänge zwischen einzelnen Bereichen sollten mindestens etwa 60 cm breit sein.
Kurze Wartezeit bei der Positionierung
Nach dem Start fährt der LiDAX Ultra 1000 AWD zunächst aus seiner Station und bestimmt seine Position. Das funktioniert zuverlässig, benötigt nach unserem Eindruck allerdings ein paar Sekunden länger als bei einigen von uns getesteten Modellen anderer Hersteller.
Erst wenn die Positionierung abgeschlossen ist, beginnt der Roboter mit seiner eigentlichen Fahrt. Im Alltag ist diese kurze Wartezeit kaum störend, sie fällt im direkten Vergleich aber durchaus auf.
Kein Begrenzungskabel und keine RTK-Antenne notwendig
Ein großer Vorteil ist für uns die Navigation ohne Begrenzungskabel oder zusätzliche RTK-Antenne. Das LiDAR-System übernimmt die entsprechende Umgebungserfassung und funktionierte während unserer bisherigen Nutzung zuverlässig.
Gerade gegenüber klassischen Mährobotern mit Begrenzungskabel bietet das deutlich mehr Flexibilität. Änderungen am Garten oder am Standort der Station erfordern nicht erst das Umlegen eines im Boden verlegten Kabels. Nach unseren bisherigen Erfahrungen möchten wir daher keinen Mähroboter mit klassischem Begrenzungskabel mehr verwenden.
Insgesamt gehört die einfache Einrichtung und flexible Kartierung für uns zu den Stärken des LiDAX Ultra 1000 AWD. Trotz seiner umfangreichen Technik benötigt es nicht viel Zeit, bis der Mähroboter erstmals selbstständig seine Arbeit aufnehmen kann.
(Einrichtung & Inbetriebnahme: 4,5 von 5 Punkten)
Navigation & Hinderniserkennung
LiDAR sorgt für präzise Navigation
Bei der Navigation hinterlässt der MOVA LiDAX Ultra 1000 AWD einen sehr guten Eindruck. Nach erfolgreicher Kartierung fährt er die Rasenfläche in geordneten Bahnen ab, deren Ausrichtung sich entsprechend festlegen lässt. Größere Korrekturen während des Mähens sind kaum notwendig. Lediglich an den Rändern passt er seine Route an, wenn beispielsweise Stauden oder andere Pflanzen weiter in die Rasenfläche hineingewachsen sind.
Besonders präzise arbeitet der Roboter, wenn die Grenzen zuvor manuell festgelegt wurden. Hier kann man selbst bestimmen, wie weit er fahren darf. Bei einer ebenen, mit Pflastersteinen eingefassten Rasenkante lässt sich die Grenze beispielsweise so setzen, dass der Roboter darüber hinwegfährt und möglichst weit bis zum Rand mäht. Bei der automatischen Kartierung geht er dagegen vorsichtiger vor.
Ist die Karte einmal sauber erstellt, arbeitet der LiDAX Ultra 1000 AWD anschließend sehr zuverlässig. Selbst unter größeren Bäumen konnten wir bei einem weiteren Test keine Einschränkungen feststellen. Hier spielt die LiDAR-Navigation ohne RTK-Antenne ihre Stärke aus und ermöglicht auch bei eingeschränkter Sicht zum Himmel eine präzise Positionierung.
Hinderniserkennung überzeugt
Auch die Kombination aus LiDAR und Dual-Kamera leistet im Alltag gute Arbeit. Gartenwerkzeug, Fußbälle, dickere und dünnere Äste, Wasserschläuche, Stromkabel und sogar herumliegende Gartenschuhe wurden in unserem Test zuverlässig erkannt und umfahren. Gerade Letzteres ist praktisch, denn bei älteren Mährobotern ohne Kameras können solche Gegenstände schnell unter das Mähwerk geraten.
Der MOVA nähert sich Hindernissen vorsichtig, fährt aber dennoch so weit heran, wie es die zuvor in der App gewählten Abstandseinstellungen erlauben. Der mechanische Stoßfänger musste während unseres bisherigen Tests deshalb praktisch nicht eingreifen.
Eine Schwachstelle haben wir allerdings bei sehr kleinen Steinen festgestellt. Diese werden nicht immer zuverlässig erkannt. Insbesondere bei Rasenflächen mit angrenzenden Beeten und Zierkies sollte man deshalb darauf achten, dass keine kleinen Steine auf der Mähfläche liegen.
Personen werden erkannt – manchmal auch etwas zu viel
Personen und Tiere kann der LiDAX Ultra 1000 AWD ebenfalls erkennen. Zusätzlich lässt sich in der App ein Alarm für menschliche Präsenz aktivieren und in seiner Empfindlichkeit anpassen. Erkennt der Mähroboter eine Person in seinem Arbeitsbereich, weist er diese wiederholt per Sprachansage darauf hin, dass sich ein Mähroboter in der Nähe befindet.
Ganz fehlerfrei arbeitet die Erkennung allerdings nicht. Bei uns wurden beispielsweise eine am Spalier wachsende Kiwi und der Grill vereinzelt als Person interpretiert. Für die eigentliche Hindernisvermeidung stellte dies zwar kein großes Problem dar, zeigt aber, dass die Objekterkennung nicht in jeder Situation perfekt arbeitet.
AWD zeigt seine Stärken auf schwierigem Gelände
Auf freien, ebenen Rasenflächen arbeitet der MOVA sehr souverän. Seine eigentliche Stärke zeigt sich allerdings bei Steigungen, Gefälle und Unebenheiten. Die vier einzeln über Nabenmotoren angetriebenen Räder bieten zusammen mit dem ausgeprägten Profil viel Traktion. Unebenheiten werden durch die gefederte Radaufhängung ebenfalls sehr gut ausgeglichen.
Während unseres Tests blieb der LiDAX Ultra 1000 AWD kein einziges Mal stecken. Auch anspruchsvollere Steigungen meisterte er zuverlässig. Gerade hier besitzt das AWD-System einen deutlichen praktischen Vorteil gegenüber klassischen Mährobotern.
Die omnidirektionalen Vorderräder unterstützen zudem beim Manövrieren. Aufgrund seiner insgesamt großen und langen Bauweise benötigt der MOVA beim Wenden allerdings entsprechend Platz. In engen Passagen fährt er vorsichtiger, kommt mit Durchgängen ab etwa 60 cm Breite aber gut zurecht.
Beim Wenden ist gelegentlich zu hören, wie sich ein einzelner Grashalm in den Rollen der Vorderräder verfängt und abreißt. Eine Beschädigung der Grasnarbe konnten wir dadurch jedoch nicht feststellen.
Randbereiche bleiben die größte Herausforderung
Wie bei praktisch jedem von uns getesteten Mähroboter bleiben komplizierte Randbereiche eine Herausforderung. Auf offenen Flächen arbeitet der MOVA hervorragend. Stehen dagegen Bäume, Sträucher, Stauden oder andere Hindernisse unmittelbar am Rand, können kleinere Bereiche stehen bleiben und müssen gelegentlich manuell nachbearbeitet werden.
Hinzu kommt, dass Pflanzen im Laufe der Zeit weiter in die Rasenfläche hineinwachsen. Der Roboter erkennt diese und hält entsprechend mehr Abstand, wodurch sich der nicht gemähte Bereich vergrößern kann. Ganz ohne Rasentrimmer oder Rasenkantenstecher kommt man bei einem entsprechend gestalteten Garten daher weiterhin nicht aus.
Zuverlässige Rückkehr zur Station
Nach erledigter Arbeit findet der LiDAX Ultra 1000 AWD jederzeit selbstständig und zuverlässig zu seiner Ladestation zurück. Probleme bei der Heimfahrt oder beim Andocken konnten wir bislang nicht feststellen.
Im Vergleich mit von uns bereits genutzten Modellen gefällt uns insbesondere die Hinderniserkennung besser als bei einem älteren Navimow. Gegenüber dem von uns getesteten ECOVACS spielt der MOVA vor allem auf Steigungen und anspruchsvollerem Gelände seine AWD-Stärken aus. Dafür ist er aufgrund seiner Größe weniger wendig und benötigt beim Rangieren etwas mehr Platz.
Insgesamt gehören Navigation, Hinderniserkennung und Geländegängigkeit für uns bislang zu den größten Stärken des LiDAX Ultra 1000 AWD. Perfekt ist auch dieses System nicht, insbesondere sehr kleine Steine und komplexe Randbereiche bleiben Herausforderungen, im normalen Gartenalltag arbeitet der MOVA jedoch ausgesprochen zuverlässig.
(Navigation & Hinderniserkennung: 4,5 von 5 Punkten)
Mähleistung & Schnittbild
Sauberes Schnittbild mit zwölf Klingen
Bei der eigentlichen Mähleistung überzeugt der MOVA LiDAX Ultra 1000 AWD. Das Schnittbild ist gleichmäßig und sauber, wobei sich die Leistung der beiden Mähscheiben gerade mit frischen Klingen bemerkbar macht. Selbst höheres und dichteres Gras wird zuverlässig abgeschnitten.
Hier spielen auch die beiden Messerscheiben mit jeweils sechs Klingen und insgesamt 40 cm Schnittbreite ihre Vorteile aus. MOVA setzt pro Scheibe auf einen 180-W-Motor. Die Bahnen werden sauber abgearbeitet und ungemähte Streifen zwischen den einzelnen Fahrwegen konnten wir nicht feststellen.
Auch Bodenwellen bereiten dem Mähwerk kaum Probleme. Die schwimmend gelagerten Messerscheiben passen sich Unebenheiten an und sorgen zusammen mit der gefederten Radaufhängung für ein gleichmäßiges Schnittbild.
Schnitthöhe von 3 bis 10 cm
Die Schnitthöhe lässt sich bequem über die MOVAhome-App elektronisch zwischen 3 und 10 cm einstellen. Die Verstellung arbeitet schnell und angenehm leise. Besonders der große Einstellbereich gefällt uns, denn längst nicht jeder Mähroboter erlaubt eine Schnitthöhe von bis zu 10 cm.
Wir mähen unseren Rasen überwiegend mit 5 bis 6 cm. Gerade im Sommer bevorzugen wir einen etwas längeren Rasen, da sich die Halme gegenseitig beschatten und der Boden dadurch besser vor starker Sonneneinstrahlung geschützt wird.
Wie häufig gemäht werden sollte, hängt stark von Wetter und Wachstum ab. Während der heißen und trockenen Wochen reichten bei uns ein bis zwei Durchgänge pro Woche. Bei niedrigeren Temperaturen und regelmäßigem Regen wächst der Rasen deutlich schneller, sodass wir wieder täglich mähen lassen.
Klingen regelmäßig kontrollieren
Die Schnittqualität hängt natürlich auch vom Zustand der Klingen ab. Mit zunehmendem Verschleiß lässt die Qualität sichtbar nach. Wir empfehlen deshalb, die Messer regelmäßig selbst zu kontrollieren und sich nicht ausschließlich auf den Wechselhinweis der App zu verlassen.
Gerade beim Mähen von feuchtem Gras hatten wir zudem den Eindruck, dass die Klingen etwas schneller beansprucht werden. Grundsätzlich kommt der LiDAX Ultra 1000 AWD auch mit feuchtem Rasen zurecht, das Schnittbild wird dabei allerdings nicht ganz so sauber wie unter trockenen Bedingungen.
Bei regelmäßigem Mähen fällt der Mulchschnitt sehr fein aus und kann problemlos auf der Fläche verbleiben. Lässt man den Rasen dagegen länger wachsen, fällt entsprechend mehr und längeres Schnittgut an, das anschließend sichtbar liegen bleiben kann.
UltraTrim 2.0 mäht näher am Rand
Für die Randbearbeitung setzt MOVA auf UltraTrim 2.0. Dabei kann das Mähwerk seitlich ausgefahren werden, wodurch sich der Abstand zwischen Messer und Rasenkante auf etwa 3 cm reduziert. In unserem Test funktioniert das gut und verringert die notwendige manuelle Nacharbeit an vielen Stellen deutlich.
Vollständig überflüssig wird Rasentrimmer oder Rasenkantenstecher allerdings nicht. Mauern, Pflanzen, enge Ecken oder andere komplizierte Randbereiche können weiterhin etwas Handarbeit erforderlich machen. An ebenen Übergängen zu Pflastersteinen lässt sich die Grenze dagegen so kartieren, dass der Roboter darüber hinwegfährt und entsprechend weit bis zur Rasenkante mäht.
Eine wichtige Besonderheit von UltraTrim 2.0 sollte man aber beachten. Bei aktiviertem UltraTrim 2.0 wird nicht nur der Abstand zur Rasenkante reduziert, sondern die Schnitthöhe automatisch auf 3 cm abgesenkt. Eine höhere Schnitthöhe lässt sich für diesen Vorgang nicht auswählen.
Der Grund liegt in der Konstruktion und den entsprechenden Sicherheitsanforderungen. Da sich die Messerscheiben für die Randbearbeitung seitlich weiter aus dem normalerweise geschützten Bereich des Gehäuses bewegen, werden Mähwerk und Schutzabdeckung abgesenkt. Dadurch bleibt die Bodenfreiheit entsprechend gering und das Risiko eines Kontakts mit den Messern wird reduziert.
Wer die restliche Rasenfläche, wie wir beispielsweise mit 5 oder 6 cm mäht, sollte dies berücksichtigen. Der Rand wird mit UltraTrim 2.0 entsprechend kürzer geschnitten als die übrige Fläche und kann dadurch optisch auffallen. Die Randbearbeitung muss allerdings nicht bei jedem Mähvorgang durchgeführt werden. So kann das Gras am Rand zwischen den Durchgängen wieder entsprechend nachwachsen.
Leise Alternative zum separaten Trimmer
Im Vergleich zum separaten Kantentrimmer des von uns getesteten ECOVACS gefällt uns ein Punkt besonders. UltraTrim 2.0 verursacht praktisch keine zusätzliche Lärmbelastung. Das Mähwerk bleibt beim Randmähen angenehm leise.
Der zusätzliche Trimmer des ECOVACS ist ebenfalls ein guter Ansatz und kann sehr nah am Rand arbeiten, ist im Betrieb aber deutlich hörbar, ähnlich einem klassischen Rasentrimmer. Beim MOVA kann die Randbearbeitung dagegen auch morgens oder abends erfolgen, ohne dass sich die Geräuschkulisse gegenüber dem normalen Mähen verändert.
Insgesamt gehört die Mähleistung zu den großen Stärken des LiDAX Ultra 1000 AWD. Hohe Schnittleistung, 40 cm Arbeitsbreite, zwölf Klingen, schwimmende Messerscheiben und UltraTrim 2.0 ergeben ein sehr gutes Gesamtpaket. Etwas manuelle Randpflege bleibt je nach Gartengestaltung zwar weiterhin notwendig, gegenüber vielen klassischen Mährobotern wird diese jedoch deutlich reduziert.
(Mähleistung & Schnittbild: 4,5 von 5 Punkten)
App & Bedienung
Umfangreiche, aber übersichtliche MOVAhome-App
Trotz des großen Funktionsumfangs gefällt uns die MOVAhome-App sehr gut. Sie lief während unseres Tests stabil und ist weitestgehend übersichtlich aufgebaut. Auf der Startseite werden unter anderem der Name des Mähroboters und der aktuelle Akkustand angezeigt. Von hier aus lässt sich der Mähvorgang direkt starten oder der LiDAX Ultra 1000 AWD zurück zur Ladestation schicken.
Über „Eintreten“ gelangt man in die umfangreichere Geräteansicht. Hier erscheint die erstellte Karte, auf der sich Position und Mähfortschritt live verfolgen lassen. Man sieht somit jederzeit, wo sich der Roboter befindet und welche Bereiche bereits bearbeitet wurden.
Viele Einstellungen für jede Rasenfläche
Mähpläne lassen sich sehr individuell erstellen. Dabei können Tage, Uhrzeiten und einzelne Zonen festgelegt und mit unterschiedlichen Mäheinstellungen versehen werden. Der LiDAX Ultra AWD unterstützt dabei bis zu 150 Zonen sowie zwei unabhängige Karten.
Zu den Einstellungen gehören unter anderem Schnitthöhe, Mährichtung, Randmähen und UltraTrim 2.0. Auch bestehende Grenzen, Zonen, Verbindungswege und No-Go-Bereiche lassen sich nachträglich unkompliziert über die Kartenbearbeitung verändern, ohne dafür gleich die komplette Karte neu erstellen zu müssen.
Bei der Mährichtung stehen neben einer individuellen Ausrichtung auch Schachbrett- und Kreuzmuster zur Verfügung. Dadurch kann die Fahrtrichtung zwischen den Mähvorgängen variiert werden, anstatt den Rasen dauerhaft in derselben Richtung zu bearbeiten. Die verschiedenen Mährichtungsmodi werden auch von MOVA offiziell für die AWD-Serie angegeben.
Bei der Arbeitsgeschwindigkeit stehen ebenfalls unterschiedliche Einstellungen zur Verfügung. In der App werden unter anderem Standard mit bis zu 1.800 m² pro Tag und Effizient mit bis zu 2.600 m² pro Tag angegeben. Für kleinere Flächen ist die höhere Geschwindigkeit natürlich nicht zwingend notwendig.
Hinderniserkennung individuell anpassbar
Auch die Hinderniserkennung lässt sich an den eigenen Garten anpassen. Der gewünschte Abstand kann beispielsweise auf 10, 15 oder 20 cm eingestellt werden. Zusätzlich lässt sich die Empfindlichkeit regulieren. Bei einem komplexeren Garten kann dadurch entsprechend angepasst werden, wie vorsichtig der Roboter auf erkannte Objekte reagieren soll.
Ähnliches gilt für den bereits erwähnten Personenerkennungsalarm, dessen Empfindlichkeit ebenfalls angepasst werden kann. MOVA fasst diese Sicherheitsfunktionen unter TrueGuard zusammen und bietet zusätzlich eine automatische Patrouille sowie Live-Audio.
Statistiken und Updates direkt in der App
Auch Informationen zur bisherigen Nutzung fehlen nicht. Die App stellt Statistiken zur Mähzeit und gemähten Flächebereit. Firmware-Updates werden ebenfalls direkt über die MOVAhome-App angeboten. Auf Wunsch können Aktualisierungen automatisch heruntergeladen beziehungsweise installiert werden, sodass man sich darum im Alltag kaum kümmern muss.
Insgesamt bietet die App zahlreiche Möglichkeiten, den Mähroboter sehr genau an den eigenen Garten anzupassen. Nach der anfänglichen Einrichtung muss man sich mit vielen dieser Einstellungen allerdings kaum noch beschäftigen, wenn der gewünschte Mähplan einmal erstellt wurde.
Bedienung auch direkt am Mähroboter möglich
Für grundlegende Funktionen ist nicht jedes Mal das Smartphone notwendig. Unter der Abdeckung auf der Oberseite befinden sich die Bedientasten und das kleine Farbdisplay, über die sich zahlreiche Funktionen direkt am Gerät aufrufen lassen. Hier wird beispielsweise auch die PIN eingegeben.
Beim Diebstahlschutz ist der LiDAX Ultra 1000 AWD umfangreich ausgestattet. Neben PIN-Schutz und Alarm bietet er eine Standortverfolgung und kann Benachrichtigungen senden, wenn er den vorgesehenen Bereich verlässt oder unerwartet angehoben wird. MOVA integriert zudem drei Jahre 4G-Service.
Eine nette zusätzliche Lösung ist das vorgesehene Fach für einen optionalen Apple AirTag. Wer möchte, kann den Mähroboter damit noch über Apples „Wo ist?“-Netzwerk absichern. MOVA sieht diese Möglichkeit ausdrücklich für die LiDAX Ultra AWD-Serie vor.
Insgesamt gefällt uns die Bedienung sehr gut. Die MOVAhome-App bietet enorm viele Einstellmöglichkeiten, bleibt dabei aber weitgehend verständlich und lief während unseres Tests zuverlässig. Wer seinen Garten einmal sauber kartiert und die gewünschten Mähpläne eingerichtet hat, muss im normalen Alltag nur noch selten eingreifen.
(App & Bedienung: 4,5 von 5 Punkten)
Akku & Laden
Lange Laufzeit und hohe Flächenleistung
Der MOVA LiDAX Ultra 1000 AWD ist mit einem 36-Volt-Akku mit 243 Wh ausgestattet. Die Akkulaufzeit liegt bei etwa 150 bis 170 Minuten, womit der Mähroboter rund 2,5 bis knapp 3 Stunden am Stück arbeiten kann.
Damit sind je nach Beschaffenheit des Grundstücks etwa 800 bis 1.000 m² mit einer Akkuladung möglich. Auch Steigungen, dichteres beziehungsweise höheres Gras und UltraTrim 2.0 erhöhen zwar den Energiebedarf, in unserem Einsatz hielt sich der zusätzliche Verbrauch jedoch in Grenzen. Eine Fläche von rund 1.000 m² sollte der LiDAX Ultra 1000 AWD daher unter normalen Bedingungen ohne Zwischenladen bewältigen können.
Wer eine deutlich größere Rasenfläche besitzt, sollte sich dagegen eines der größeren Modelle der Baureihe ansehen.
Nur rund 65 Minuten Ladezeit
Sinkt der Akkustand auf 15 Prozent, fährt der Mähroboter selbstständig zurück zu seiner Ladestation, dies kann aber in der App auch zwischen 10 und 25% festgelegt werden. Besonders gut gefällt uns die kurze Ladezeit. Von 15 auf 95 Prozent benötigt der Akku lediglich rund 65 Minuten. Im Verhältnis zu einer Laufzeit von bis zu knapp drei Stunden ist das ein hervorragender Wert.
Sollte während eines Mähvorgangs dennoch eine Ladepause notwendig werden, geht keine bereits erledigte Arbeit verloren. Nach dem Laden fährt der LiDAX Ultra 1000 AWD wieder zur zuvor unterbrochenen Stelle und setzt dort seine Arbeit fort.
In der App kann zudem festgelegt werden, bei welchem Akkustand der Mähroboter seine Arbeit wieder aufnehmen soll. Ab Werk ist hier eine vollständige Ladung eingestellt.
Während des Ladens konnten wir keine auffällige Wärmeentwicklung feststellen. Der Ladevorgang selbst ist hörbar, allerdings nicht störend laut.
Akku kann bei Bedarf ausgetauscht werden
Sehr gut gefällt uns auch die Konstruktion des Akkus. Er ist zwar nicht als klassischer Wechselakku ausgeführt, lässt sich bei einem späteren Defekt oder nach entsprechendem Verschleiß jedoch vergleichsweise einfach ersetzen.
Der Akku befindet sich unter einer verschraubten Abdeckung. Nach dem Entfernen der Schrauben kann er herausgenommen und von seiner Steckverbindung getrennt werden. Somit muss bei einem verschlissenen Akku nicht zwangsläufig der komplette Mähroboter ersetzt werden. Gerade mit Blick auf eine möglichst lange Nutzungsdauer ist das für uns ein klarer Pluspunkt.
Insgesamt überzeugt uns der LiDAX Ultra 1000 AWD beim Akku. Bis zu knapp drei Stunden Laufzeit, eine hohe Flächenleistung und nur rund 65 Minuten Ladezeit von 15 auf 95 Prozent passen hervorragend zu einem Mähroboter dieser Leistungsklasse.
(Akku & Laden: 5 von 5 Punkten)
Regensensor & Wetter
Integrierter Regensensor reagiert zuverlässig
Der MOVA LiDAX Ultra 1000 AWD besitzt einen direkt am Heck integrierten Regensensor und ist dadurch nicht auf externe Wetterdaten angewiesen. Das gefällt uns grundsätzlich gut, denn entscheidend ist schließlich, ob es tatsächlich am eigenen Standort regnet.
Der Sensor reagiert allerdings nicht bereits auf die ersten Regentropfen. Auf der Sensorfläche muss sich zunächst ausreichend Feuchtigkeit sammeln. Bei leichtem Nieselregen oder einem plötzlich einsetzenden Schauer können deshalb mehrere Minuten vergehen, bis Regen erkannt wird. Sobald dies der Fall ist, unterbricht der LiDAX Ultra 1000 AWD seinen Mähvorgang und fährt selbstständig zurück zur Ladestation.
Morgentau reichte während unseres Tests dagegen nicht aus, um den Regensensor auszulösen. Trifft beispielsweise die Gartenbewässerung direkt auf den Sensor, wird dies verständlicherweise ebenfalls als Regen erkannt.
Regenpause zwischen 1 und 24 Stunden
Sehr gut gefällt uns, dass sich das weitere Verhalten individuell über die MOVAhome-App festlegen lässt. Nach erkanntem Regen kann eine Wartezeit zwischen 1 und 24 Stunden eingestellt werden. Standardmäßig sind acht Stunden hinterlegt. Alternativ lässt sich festlegen, dass anschließend nicht mehr automatisch weitergemäht wird. Der Regensensor kann bei Bedarf auch vollständig deaktiviert werden.
Die Wartezeit ist durchaus sinnvoll. Schließlich benötigt der Rasen nach einem Regenschauer etwas Zeit zum Trocknen. Feuchtes Gras lässt sich zwar mähen, haftet aber wesentlich stärker an Messerscheiben, Rädern und Unterseite. Dadurch steigt der Reinigungsaufwand und nach unserem Eindruck werden auch die Klingen stärker beansprucht.
Ist die eingestellte Wartezeit abgelaufen und sind die entsprechenden Voraussetzungen erfüllt, nimmt der MOVA seine Arbeit zuverlässig wieder auf. Regnet es bereits vor einem geplanten Mähvorgang und erkennt der Sensor die Feuchtigkeit, bleibt der Roboter entsprechend in seiner Station.
Wetterfest für den dauerhaften Außeneinsatz
Regen selbst stellt für den LiDAX Ultra 1000 AWD kein Problem dar. Beim Roboter insgesamt nennt MOVA IPX6, also Schutz gegen starke Wasserstrahlen. Der besonders exponierte 360°-3D-LiDAR wird von MOVA zusätzlich mit IP6K6 angegeben.
Das etwas ungewöhnliche „K“ stammt aus einer erweiterten IP-Klassifizierung. Vereinfacht bedeutet IP6K6 beim LiDAR: Die erste 6K steht für ein staubdichtes Gehäuse, die zweite 6 für Schutz gegen starke Wasserstrahlen. Das „K“ kennzeichnet dabei die entsprechende Prüfung nach der erweiterten Klassifizierung; bei der Wasserprüfung steht 6K beispielsweise für starke Wasserstrahlen mit erhöhtem Druck.
Wir bevorzugen trockenen Rasen
Auch wenn der MOVA problemlos mit Feuchtigkeit umgehen kann, lassen wir ihn bevorzugt bei trockenem Rasenarbeiten. Das Schnittbild fällt sauberer aus, Schnittgut haftet weniger stark an der Unterseite und der anschließende Reinigungsaufwand reduziert sich deutlich.
Im Winter würden wir den LiDAX Ultra 1000 AWD wie jeden unserer Mähroboter ohnehin nicht dauerhaft draußen stehen lassen. Wenn der Rasen aufgrund niedriger Temperaturen nicht mehr wächst, wird der Roboter gründlich gereinigt und bis zur nächsten Mähsaison entsprechend eingelagert.
Insgesamt funktioniert die Regenautomatik in unserem Test zuverlässig und sinnvoll. Besonders die individuell einstellbare Wartezeit nach einem Regenschauer gefällt uns, da der Roboter nicht direkt wieder auf noch vollständig nassen Rasen geschickt werden muss.
(Regensensor & Wetter: 4,5 von 5 Punkten)
Reinigung & Wartung
Regelmäßige Reinigung hält das Mähwerk sauber
Auch ein weitgehend autonom arbeitender Mähroboter kommt nicht vollständig ohne Pflege aus. Wir reinigen die Unterseite des MOVA LiDAX Ultra 1000 AWD ungefähr alle drei bis vier Wochen. Wer die Abstände etwas größer wählt, muss deshalb nicht unmittelbar mit Problemen rechnen, eine regelmäßige Kontrolle ist unserer Meinung nach dennoch sinnvoll.
Für die Reinigung entfernen wir zunächst gröbere Grasreste mit einer Bürste. Anschließend verwenden wir Wasser aus dem Gartenschlauch sowie einen Lappen. Vor allem auf dem Messerschutz sammelt sich mit der Zeit Schnittgut, das sich auf diese Weise aber gut entfernen lässt. Bei feuchtem Rasen fallen die Ablagerungen erwartungsgemäß stärker aus.
Die beiden schwimmend gelagerten Messerscheiben bleiben gut zugänglich und lassen sich bewegen, wodurch auch die Bereiche rund um das Mähwerk vernünftig gereinigt werden können. Für eine gründliche Reinigung benötigen wir je nach Verschmutzung ungefähr 20 Minuten.
Einfacher Klingenwechsel
Auch der Wechsel der insgesamt zwölf Klingen ist unkompliziert. Jede Klinge ist einzeln verschraubt und MOVA legt den dafür benötigten Schraubendreher direkt bei. Mit den ebenfalls mitgelieferten 36 Ersatzklingen ist zudem bereits ausreichend Ersatz für mehrere komplette Wechsel vorhanden.
Wie lange ein Klingensatz hält, lässt sich nicht pauschal sagen. Nach unseren Erfahrungen sind ungefähr ein bis drei Monate realistisch. Rasengröße und Mähhäufigkeit spielen dabei ebenso eine Rolle wie Äste, kleine Steine oder Maulwurfshügel.
Die App erinnert an die entsprechende Wartung und der Wartungszähler lässt sich nach erledigter Arbeit zurücksetzen. Wir betrachten diese Anzeige allerdings nur als Richtwert. Aussagekräftiger ist es, bei der Reinigung die Schärfe der Klingen selbst zu kontrollieren und auf das Schnittbild des Rasens zu achten. Werden die Halme zunehmend unsauber oder ausgefranst abgeschnitten, sollte man die Klingen entsprechend früher wechseln.
LiDAR und Kameras ebenfalls sauber halten
Auch die omnidirektionalen Vorderräder und die großen AWD-Hinterräder lassen sich ohne größeren Aufwand von Gras und Schmutz befreien. Größere Probleme mit festgesetzten Fremdkörpern hatten wir während unseres Tests bislang nicht.
LiDAR und Dual-Kameraeinheit reinigen wir ebenfalls gelegentlich, wenn sichtbare Verschmutzungen vorhanden sind. Bei der LiDAR-Einheit hilft zusätzlich die Reinigungsbürste an der Ladestation, die ihren Zweck gut erfüllt.
Die App erinnert zudem nach jeweils 60 Mähstunden daran, unter anderem Unterseite, LiDAR und Kameraeinheit zu kontrollieren beziehungsweise zu reinigen. Auch die LiDAR-Reinigungsbürste selbst gehört zu den Teilen, die langfristig kontrolliert und bei entsprechendem Verschleiß ersetzt werden sollten.
Auch die Station benötigt etwas Pflege
Großen Wartungsaufwand verursacht die Ladestation nicht. Mit der Zeit sammelt sich auf der Bodenplatte etwas Gras, das beim Einfahren vom Mähroboter beziehungsweise von dessen Unterseite herunterfällt. Dieses lässt sich einfach zusammenkehren und entsorgen.
Die Ladekontakte mussten wir bislang nicht gesondert reinigen. Dennoch schadet es nicht, sie bei der regelmäßigen Pflege kurz zu kontrollieren und bei Bedarf von Verschmutzungen zu befreien.
Insgesamt hält sich der Wartungsaufwand für einen Mähroboter dieser Größe absolut im Rahmen. Wer sich alle paar Wochen etwa 20 Minuten Zeit für eine gründlichere Reinigung nimmt und zusätzlich Klingen sowie Sensorik im Blick behält, hat die wichtigsten Arbeiten bereits erledigt.
(Reinigung & Wartung: 4,5 von 5 Punkten)
TEIL 3
bestehend aus „Preis/Leistung“ entspricht 10% der Gesamtwertung
Beschreibung
Die wichtigsten Herstellerversprechen kann der MOVA LiDAX Ultra 1000 AWD in unserem Praxistest weitgehend erfüllen. Zu seinen größten Stärken gehört der Allradantrieb. Die vier einzeln angetriebenen Räder bieten eine hervorragende Traktion und meisterten auch starke Steigungen in unserem Test problemlos. Die maximal mögliche Steigfähigkeit konnten wir allerdings nicht ausreizen.
Auch die LiDAR-Navigation ohne RTK-Antenne überzeugte. Selbst unter großen Bäumen navigierte der MOVA präzise und zuverlässig. Die Hinderniserkennung arbeitet ebenfalls sehr gut, lediglich sehr kleine Steine können gelegentlich übersehen werden. Bei der Personenerkennung kam es vereinzelt zu Fehlinterpretationen, weshalb wir den optionalen akustischen Präsenzalarm deaktiviert haben.
UltraTrim 2.0 reduziert die notwendige Nacharbeit an den Rasenkanten deutlich. Schade ist lediglich, dass die Schnitthöhe dabei sicherheitsbedingt automatisch auf 3 cm reduziert wird. Die beiden Messerscheiben mit zwölf Klingen und 40 cm Schnittbreite sorgen wiederum für ein sauberes Schnittbild und schnellen Mähfortschritt.
Insgesamt hält der LiDAX Ultra 1000 AWD damit, was er verspricht. Besonders AWD, LiDAR-Navigation, Mähleistung und Flächenleistung konnten uns im Praxistest überzeugen.
Preis/Leistung
Mit einer UVP von 1.599 Euro gehört der MOVA LiDAX Ultra 1000 AWD klar zur Oberklasse der Mähroboter. Vereinzelt ist das Modell bereits für rund 1.399 Euro erhältlich. Die größeren Varianten LiDAX Ultra 1600 AWD und 2000 AWD sind technisch und von den Abmessungen weitgehend identisch, unterscheiden sich aber in der vorgesehenen Flächenleistung. Entsprechend würden wir das Modell wählen, das zur eigenen Rasengröße passt.
Gegenüber dem von uns getesteten ECOVACS GOAT A1600 LiDAR PRO spielt der MOVA seine Vorteile vor allem bei Steigungen aus. Dank Allradantrieb ist er hier dem reinen Hinterradantrieb des ECOVACS klar überlegen. Hinzu kommen die größere Schnittbreite von 40 cm und eine hohe Flächenleistung. Bei Navigation und Hinderniserkennung bewegen sich beide dagegen auf einem sehr guten Niveau.
Unterschiedliche Ansätze verfolgen beide bei der Randpflege. Der ECOVACS arbeitet mit einem separaten Trimmer und kommt dadurch noch näher an die Kante, ist dabei aber deutlich lauter. UltraTrim 2.0 des MOVA arbeitet wesentlich leiser, lässt jedoch etwa 3 cm Abstand und reduziert die Schnitthöhe beim Randmähen auf 3 cm. Gerade im heißen Sommer kann das bei höher eingestelltem Rasen ungünstig sein, da die kurzen Randbereiche schneller austrocknen können.
Für einen einfachen und weitgehend ebenen Garten ist AWD unserer Meinung nach nicht zwingend notwendig. Bei größeren Rasenflächen, Hanglagen und stärkeren Unebenheiten spielt der LiDAX Ultra AWD dagegen seine Stärken voll aus. Insgesamt gefällt uns der MOVA sowohl optisch als auch hinsichtlich seiner Leistung sehr gut und bietet insbesondere für anspruchsvollere Grundstücke ein überzeugendes Gesamtpaket.
Der Tineco Floor One S9 Artist Premium hinterlässt nach gut vier Wochen im Test einen sehr guten Gesamteindruck. Auf Fliesen und Parkett überzeugte der Nass-Trockensauger mit einer guten Reinigungsleistung und nimmt sowohl alltäglichen Schmutz als auch Flüssigkeiten zuverlässig auf. Eingetrocknete Verschmutzungen können mehrere Durchgänge erfordern, lassen sich in der Regel aber ebenfalls entfernen. Haare bereiteten im Test keine Probleme und werden durch das integrierte Klingensystem zuverlässig getrennt, wodurch sich diese nicht störend um die Reinigungswalze wickeln.
Besonders positiv fällt das Handling auf. Das SmoothDrive-System erleichtert das Manövrieren nochmals gegenüber dem von uns getesteten Floor One S7 Stretch. Dank der 180°-Flachlage lässt sich der S9 Artist Premium zudem weit unter Betten, Sideboards und andere Möbel führen. Die Akkulaufzeit erwies sich im Alltag als ausreichend, während die vergleichsweise lange Ladezeit und der fest verbaute Akku kleinere Kritikpunkte darstellen.
Sehr komfortabel ist auch die automatische Selbstreinigung und Trocknung auf der Station. Nach der Reinigung müssen im Wesentlichen nur noch der Schmutzwassertank entleert und ausgespült sowie die Station gelegentlich gereinigt werden. Insgesamt kombiniert der Floor One S9 Artist Premium eine überzeugende Reinigungsleistung mit hohem Bedienkomfort und besonders gutem Handling.
Das gefällt uns
Sehr gute Reinigungsleistung
SmoothDrive erleichtert die Handhabung spürbar
Praktische 180°-Flachlage
Gute Aufnahme von Haaren ohne Verheddern
Frisch- und Schmutzwasser werden zuverlässig getrennt
Selbstreinigung und automatische Heißlufttrocknung
Übersichtliches Display direkt am Griff
Gute Verarbeitung und hochwertiges Design
Frischwassertank komfortabel von der Seite befüllbar
Das gefällt uns weniger
Akku fest verbaut
Mit rund 4,5 Stunden lange Ladezeit
Hochglanzflächen anfällig für Fingerabdrücke und Gebrauchsspuren
Bestehend aus „Verpackung/Design/Verarbeitung“ entspricht 25% der Gesamtwertung
Verpackung
Bei der Verpackung bleibt Tineco seinem bekannten Stil treu. Der Karton ist in den markentypischen Farben gestaltet, zeigt den Tineco Floor One S9 Artist Premium und weist bereits auf zentrale Ausstattungsmerkmale wie SmoothDrive und die 180°-Flachlage hin.
Im Inneren ist alles sicher für den Transport verstaut. Tineco setzt dabei auf eine Kombination aus Kartonage, Folien und Kunststoffbeuteln. Gerade die empfindlichen und glänzenden Oberflächen werden dadurch wirkungsvoll vor Kratzern geschützt. Etwas weniger Kunststoff wäre aus Umweltgesichtspunkten dennoch wünschenswert.
Die Inbetriebnahme erfordert praktisch keine Montage. Lediglich das Griffstück muss in das Gerät eingesetzt werden, Schrauben oder Werkzeug sind nicht erforderlich. Positiv fällt der umfangreiche Lieferumfang auf. Neben dem Floor One S9 Artist Premium und der Reinigungs- und Trocknungsstation legt Tineco unter anderem zwei Ersatz-Reinigungswalzen und zwei Ersatzfilter bei. Damit ist bereits ausreichend Zubehör für eine längere Nutzungsdauer vorhanden.
Lieferumfang
Anzahl
Tineco Floor One S9 Artist Premium
1
Griffstück
1
Lade-/Reinigungs- und Trocknungsstation
1
Reinigungsmittel
500 ml
Ersatz-Reinigungswalzen
2
Ersatzfilter
2
Reinigungsbürste
1
Bedienungsanleitung
1
Sicherheitsinformationen
1
Die Station selbst ist ebenfalls in Folie verpackt und gut geschützt. Praktisch ist zudem, dass Tineco einen Quick-Start-Guide direkt auf die Kartonage druckt, sodass die ersten Schritte bereits beim Auspacken ersichtlich sind. Insgesamt gibt es beim Lieferumfang wenig zu kritisieren. Besonders die doppelt beigelegten Ersatzwalzen und Filter sind bei einem Gerät dieser Art ein echter Mehrwert.
(Verpackung: 4 von 5 Punkten)
Design
Deutlich cleaner und eleganter als zuvor
Der Tineco Floor One S9 Artist Premium macht seinem Namen auch optisch alle Ehre und wirkt im direkten Vergleich mit dem von uns getesteten Floor One S7 Stretch nochmals eleganter und moderner. Einen wesentlichen Anteil daran hat die veränderte Anordnung des Schmutzwassertanks auf der Rückseite. Dort landen wie beim Tineco Floor One S7 Stretch neben dem Schmutzwasser auch die aufgenommenen festen Verschmutzungen. Die Front wirkt dadurch deutlich aufgeräumter und cleaner.
Der Frischwassertank befindet sich weiterhin im unteren Bereich des Geräts, wurde im Detail aber sinnvoll überarbeitet. Statt von oben wird dieser beim Tineco Floor One S9 Artist Premium nun seitlich befüllt. Das klingt zunächst nach einer Kleinigkeit, macht sich im Alltag aber positiv bemerkbar. Der Tank kann beim Befüllen gerade gehalten werden, wodurch sich sein Volumen einfacher vollständig ausnutzen lässt. Beim von uns getesteten Tineco Floor One S7 Stretch musste der Tank aufgrund der oben liegenden Einfüllöffnung beim Befüllen stärker geneigt werden, wodurch sich die einzelnen Bereiche nicht immer gleichmäßig füllen ließen.
Tineco kombiniert matte mit hochglänzenden Oberflächen, wobei Letztere etwas überwiegen. Trotz des höheren Hochglanzanteils wirkt das Design nicht überladen. Die insgesamt schlanke Form gefällt uns gut und lässt den Tineco Floor One S9 Artist Premium trotz seiner Größe vergleichsweise elegant erscheinen.
iLoop-Statusring als optisches Highlight
Ein besonderes Designelement ist der farbige iLoop-Statusring im oberen Bereich. Dieser informiert während der Reinigung auch optisch über den erkannten Verschmutzungsgrad. Rot signalisiert stärkeren Schmutz, während sich die Anzeige mit sauberer werdendem Boden in Richtung Blau verändert. Durch seine prominente Position prägt der beleuchtete Ring gleichzeitig das Erscheinungsbild des Geräts.
Display wandert direkt an den Griff
Sehr gut gefällt uns außerdem die neue Position des Displays direkt am Griff. Hier lassen sich unter anderem der gewählte Reinigungsmodus und weitere wichtige Informationen gut ablesen. Beim von uns getesteten Tineco Floor One S7 Stretch befand sich die Anzeige noch weiter unten. Beim Tineco Floor One S9 Artist Premium wirkt die Aufteilung dadurch moderner und während der Nutzung übersichtlicher.
Schlichte Station, die sich nicht verstecken muss
Auch die Lade-, Reinigungs- und Trocknungsstation hält Tineco optisch vergleichsweise schlicht. Sie erfüllt in erster Linie ihren Zweck, wirkt zusammen mit dem Gerät aber hochwertig genug, dass der Tineco Floor One S9 Artist Premium nicht zwingend im Technikraum verschwinden muss. Wer ausreichend Platz hat, kann ihn beispielsweise auch im Flur aufstellen. Unauffällig ist das Gesamtpaket aufgrund seiner Größe allerdings nicht, dafür macht der Tineco Floor One S9 Artist Premium einen entsprechend hochwertigen und modernen Eindruck.
(Design: 4,5 von 5 Punkten)
Verarbeitung
Hochwertige Kunststoffe und saubere Übergänge
Bei der Verarbeitung hinterlässt der Tineco Floor One S9 Artist Premium einen sehr guten Eindruck. Die verwendeten Kunststoffe wirken hochwertig, stabil und auf eine lange Nutzungsdauer ausgelegt. Die Spaltmaße sind gleichmäßig, störende Kanten oder unsaubere Übergänge konnten wir an unserem Testgerät nicht feststellen.
Auch das Griffstück überzeugt. Dieses muss bei der ersten Inbetriebnahme lediglich in das Gehäuse eingesetzt werden, rastet dort sauber ein und sitzt anschließend fest. Selbst beim Manövrieren des Geräts konnten wir weder störendes Spiel noch Knarzgeräusche feststellen.
Bewegliches Gelenk trifft auf SmoothDrive
Besonders wichtig ist bei einem Nass-Trockensauger die Mechanik rund um den Reinigungskopf. Das Gelenk des Tineco Floor One S9 Artist Premium ermöglicht eine sehr flexible Führung und vermittelt dennoch einen stabilen Eindruck. In Kombination mit SmoothDrive lässt sich das Gerät leicht und kontrolliert manövrieren.
Auch die für die 180°-Flachlage notwendige Beweglichkeit macht nach unseren bisherigen vier Wochen einen robusten Eindruck. Trotz der hohen Bewegungsfreiheit konnten wir weder auffälliges Spiel noch andere Verschleißerscheinungen feststellen.
Überarbeitete Tanks erleichtern die Handhabung
Nicht nur die seitliche Befüllung des Frischwassertanks wurde gegenüber dem von uns getesteten Tineco Floor One S7 Stretch verbessert. Auch beim Schmutzwassertank hat Tineco ein kleines, aber im Alltag durchaus praktisches Detail überarbeitet.
Der Deckel sitzt aufgrund seiner umlaufenden Dichtung entsprechend fest auf dem Behälter. Beim Tineco Floor One S9 Artist Premiumbefindet sich nun ein blauer Hebel am Deckel, der beim Betätigen dabei hilft, diesen einfacher vom Tankgehäuse anzuheben. Dadurch muss man nicht mehr gegen die vergleichsweise fest sitzende Dichtung arbeiten und der Behälter lässt sich komfortabler öffnen.
Die Dichtungen selbst erfüllen bislang zuverlässig ihren Zweck. Wasser trat während unseres Tests nicht ungewollt aus. Wie sich die Dichtungen über mehrere Jahre hinweg verhalten, lässt sich nach vier Wochen Nutzung naturgemäß noch nicht beurteilen.
Reinigungswalze mit wenigen Handgriffen entnommen
Auch die Reinigungswalze ist unkompliziert zugänglich. Über den dafür vorgesehenen Klappbügel lässt sie sich greifen und anschließend seitlich aus dem Reinigungskopf herausziehen. Das erleichtert sowohl die regelmäßige Kontrolle als auch eine gründlichere manuelle Reinigung.
Schmutzwasser und aufgenommener fester Schmutz werden im vorgesehenen Behälter gesammelt. Dieser lässt sich anschließend ausspülen und bei Bedarf mit der mitgelieferten langen Reinigungsbürste gründlicher säubern.
Hochglanz bleibt empfindlich
Die vielen glänzenden Oberflächen haben allerdings einen bekannten Nachteil: Fingerabdrücke und mit der Zeit auch kleinere Kratzer lassen sich nicht vollständig vermeiden. Fingerabdrücke können problemlos abgewischt werden. Kleinere Gebrauchsspuren sehen wir bei einem Gerät, das regelmäßig über den Boden geführt, entleert und gereinigt wird, allerdings nicht als wirklichen Kritikpunkt.
Nach gut vier Wochen im Einsatz konnten wir keine Defekte, auffälligen Verschleißerscheinungen oder lockeren Bauteile feststellen. Insgesamt entspricht die Verarbeitung damit dem hochwertigen Anspruch, den Tineco mit dem Floor One S9 Artist Premium verfolgt.
(Verarbeitung: 4 von 5 Punkten)
TEIL 2
bestehend aus „Funktion des Produktes“ entspricht 65% der Gesamtwertung
Produkttyp
Nass-Trockensauger / Wischsauger
Leistung
220 W
Saugleistung
22.000 Pa
Akku
Lithium-Ionen Softpack-Akku, fest verbaut, 7× 6250 mAh Zellen
Akkulaufzeit
im Test ca. 40–50 Min. im Auto-Modus, ca. 30 Min. im Max-Modus
Ladezeit
ca. 4,5 Stunden
Frischwassertank / Schmutzwassertank
Frisch: 0,88 Liter; Schmutz: 0,75 Liter
Reinigungsmodi
Auto, Max, Saugmodus
Lautstärke
im Test ca. 70–76 dB
Display
Farbdisplay im Griff
Selbstreinigung/Trocknung
Ja, automatische Selbstreinigung/ FlashDry, bis zu 85 °C Heißluft
Besonderheiten
iLoop-Sensor, SmoothDrive-Antrieb, DualBlock Anti-Tangle, 180°, Höhe ca. 12,85 cm
Schmutztrennung
3-Kammer-System
Einsatzbereich
Hartböden, z. B. Fliesen, Laminat und Parkett
Lieferumfang
Tineco Floor One S9 Artist Premium Lade-/Reinigungsstation 2x Reinigungswalzen 2x Filter Reinigungsbürste 500 ml Reinigungslösung Anleitung und Sicherheitskarte
Technische Daten des Tineco Floor S9 Artis Premium
Inbetriebnahme & Einrichtung
In wenigen Minuten einsatzbereit
Die Inbetriebnahme des Tineco Floor One S9 Artist Premium gestaltet sich erfreulich unkompliziert. Nach dem Auspacken müssen zunächst lediglich die Folien und übrigen Transportsicherungen entfernt werden. Anschließend wird das Griffstück in das Gerät gesteckt, bis es hör- und spürbar einrastet. Schrauben oder Werkzeug werden nicht benötigt.
Auch bei der Reinigungs- und Ladestation hält sich der Aufwand in Grenzen. Station am gewünschten Standort aufstellen, mit dem Stromnetz verbinden und den Tineco Floor One S9 Artist Premium einsetzen und fertig.
Unser Testgerät wurde mit einem Akkustand von rund 60 Prozent ausgeliefert. Vor der ersten Reinigung haben wir den Akku dennoch zunächst vollständig geladen.
Frischwassertank einfach befüllt
Der Frischwassertank lässt sich über die Entriegelung und eine Griffmulde komfortabel aus dem Gerät entnehmen. Beim Wiedereinsetzen rastet er sauber und sicher ein. Durch das transparente Gehäuse ist der aktuelle Wasserstand gut erkennbar, zusätzlich kennzeichnet eine dezente Linie die maximale Füllmenge.
Die bereits angesprochene seitliche Einfüllöffnung erweist sich auch hier als praktische Verbesserung. Der Tank lässt sich beim Befüllen besser halten und sein Volumen einfacher ausnutzen als beim von uns getesteten Tineco Floor One S7 Stretch.
Das Tineco-Reinigungsmittel wird direkt dem Frischwasser hinzugegeben. Als Dosierhilfe dient die Verschlusskappe der Flasche, von der eine Füllung ausreicht. Der Verbrauch des Konzentrats hält sich dadurch in Grenzen. Tineco weist darauf hin, ausschließlich das dafür vorgesehene Reinigungsmittel zu verwenden.
Grundsätzlich lässt sich der Tineco Floor One S9 Artist Premium auch mit klarem Wasser betreiben. Für die eigentliche Bodenreinigung verwenden wir jedoch das vorgesehene Reinigungsmittel, unter anderem um ein möglichst gutes und gleichmäßiges Reinigungsergebnis zu erzielen.
Sprachansagen begleiten die Bedienung
Nach dem Einschalten ist der Tineco Floor One S9 Artist Premium innerhalb kurzer Zeit einsatzbereit. Ein integrierter Lautsprecher informiert während des Betriebs per Sprachausgabe über den aktuellen Zustand und notwendige Schritte.
Ab Werk erfolgten die Ansagen bei unserem Gerät auf Englisch. Über die Tineco-App lässt sich die Sprache jedoch problemlos auf Deutsch umstellen, was wir direkt vorgenommen haben.
Schnelle Einbindung in die Tineco-App
Da bei uns bereits ein Floor One S7 Stretch eingerichtet ist, verlief auch die WLAN-Einrichtung besonders schnell. Die vorhandenen WLAN-Daten konnten für den neuen Tineco Floor One S9 Artist Premium übernommen werden. Ein Firmware-Update war bei unserem Testgerät zum Zeitpunkt der Einrichtung nicht erforderlich.
Für die Nutzung der App wird ein Tineco-Benutzerkonto mit E-Mail-Adresse benötigt. Für den normalen Reinigungsvorgang ist die App allerdings nicht zwingend erforderlich, der Bodenreiniger kann auch ohne Smartphone verwendet werden.
Einen Mehrwert bietet die App dennoch. Neben der Sprache der Sprachansagen lassen sich dort beispielsweise die Reinigungsmodi individueller konfigurieren. Im Auto-Modus übernimmt der Tineco Floor One S9 Artist Premium die Anpassung automatisch. Beim Max-Modus lässt sich die Leistung jedoch zwischen 150 auf 120 Watt anpassen. Im Modus Saugen stehen weitere Anpassungen der Leistung und Wassermenge zur Verfügung.
(Inbetriebnahme & Einrichtung: 4,5 von 5 Punkten)
Handhabung & Bedienkomfort
SmoothDrive macht den Unterschied
Das Gewicht des Tineco Floor One S9 Artist Premium ist beim Arbeiten durchaus spürbar. Man merkt, dass man einen vergleichsweise großen Nass-Trockensauger führt. Dank SmoothDrive fällt die Handhabung im direkten Vergleich mit dem von uns getesteten Floor One S7 Stretch allerdings spürbar leichter aus.
Die aktiv angetriebenen Räder unterstützen die Bewegungen und vermitteln das Gefühl, dass das Gerät beim Reinigen tatsächlich mitarbeitet. Besonders beim normalen Vorwärtsfahren ist die Unterstützung angenehm. Da wir beim Wischen häufig in kurzen Bewegungen vor- und zurückfahren, muss SmoothDrive allerdings permanent auf einen Richtungswechsel reagieren. Beim Wechsel von vorwärts zu rückwärts und umgekehrt ist daher eine minimale Verzögerung zu spüren. Gleiches gilt bei schnellen Richtungswechseln oder beim Fahren um Ecken. Störend empfanden wir dies im Alltag jedoch nicht, insgesamt funktioniert die Unterstützung sehr gut und stellt für uns eine der deutlichsten Verbesserungen gegenüber dem Tineco Floor One S7 Stretch dar.
180°-Flachlage überzeugt unter Möbeln
Ein weiterer großer Vorteil ist die 180°-Flachlage. Der Tineco Floor One S9 Artist Premium lässt sich nahezu vollständig auf den Boden absenken und kommt dadurch auch unter Betten, hängende Sideboards und vergleichbare Möbel.
Mit einer Höhe von knapp unter 13 cm im flachgelegten Zustand benötigt er dafür vergleichsweise wenig Platz. Natürlich muss man sich selbst entsprechend herunterbeugen oder hinknien, um das Gerät weit unter ein Bett zu führen. Überraschend gut bleibt dabei das Handlig. Selbst vollständig abgesenkt lässt sich der Tineco Floor One S9 Artist Premium kontrolliert vor- und zurückbewegen.
Gute Randreinigung mit kleinen Restbereichen
Bei der Randreinigung kommt die Walze auf beiden Seiten sehr nah an Wände und Sockelleisten heran, vollständig randlos arbeitet sie allerdings nicht. In unserem Test verblieben auf der linken Seite rund 6 mm, auf der rechten Seite etwa 9 bis 10 mm ungewischter Bereich.
Fährt man mit der Vorderseite des Reinigungskopfs direkt auf eine Wand zu, fällt der Abstand konstruktionsbedingt größer aus. Durch die abgerundete Form des Reinigungskopfs bleiben hier ungefähr 3 cm bis zur Wand. Für eine möglichst gründliche Randreinigung empfiehlt es sich daher, den S9 seitlich entlang der Wand zu führen.
Auf Fliesen und Parkett gleichermaßen angenehm
Zwischen unseren Feinsteinzeugfliesen und dem Parkett konnten wir bei der Handhabung keine nennenswerten Unterschiede feststellen. Der Tineco Floor One S9 Artist Premium lässt sich auf beiden Bodenarten gleichermaßen gut führen.
Kleinere Schwellen stellen ebenfalls kein großes Hindernis dar. Bei höheren Absätzen sollte man die unterschiedlichen Ebenen dagegen getrennt reinigen und das Gerät entsprechend umsetzen.
Praktisch finde ich, wird der Tineco Floor One S9 Artist Premium während der Reinigung auf ungefähr 90° aufgerichtet, kann er wie bereits der Tineco Floor One S7 Stretch selbstständig und sicher stehen. Für eine kurze Unterbrechung muss er somit nicht jedes Mal zurück zur Station gebracht werden. Ein ungewolltes Austreten oder Nachtropfen von Wasser konnten wir dabei nicht feststellen.
Display und iLoop immer im Blick
Auch die Bedienung direkt am Griff überzeugt. Die Tasten sind gut erreichbar und das integrierte Display lässt sich während der Reinigung problemlos ablesen. Gerade die neue Positionierung im direkten Blickfeld empfinden wir gegenüber dem Tineco Floor One S7 Stretch als Verbesserung.
Der farbige iLoop-Sensor liefert zusätzlich eine schnell erfassbare Rückmeldung zum erkannten Verschmutzungsgrad. Stärker verschmutzte Bereiche werden entsprechend signalisiert und man erkennt unmittelbar, an welchen Stellen weitere Reinigungsvorgänge sinnvoll sind. Im Alltag erwies sich diese Funktion nicht nur als optische Spielerei, sondern als praktische Orientierungshilfe.
Hörbar, aber nicht unangenehm laut
Leise ist der Tineco Floor One S9 Artist Premium nicht. Je nach gewähltem Modus haben wir während des Betriebs ungefähr 70 bis 76 dB gemessen. Die Geräuschkulisse empfanden wir dennoch als angenehm und für einen Nass-Trockensauger nicht störend. Die Reinigungs- und Trocknungsvorgänge innerhalb der Station fallen teilweise noch etwas lauter aus.
Spürbare Fortschritte gegenüber dem S7 Stretch
Insgesamt hat Tineco die Handhabung an mehreren Stellen sinnvoll weiterentwickelt. Neben SmoothDrive zählen dazu der einfacher zu befüllende Frischwassertank, der komfortabler zu öffnende Schmutzwassertank und das direkt am Griff platzierte Display. Für sich betrachtet mögen manche dieser Änderungen klein erscheinen, zusammengenommen sorgen sie im Alltag jedoch für einen merklich höheren Bedienkomfort.
(Handhabung & Bedienkomfort: 4,5 von 5 Punkten)
Reinigungsleistung im Praxistest
Saugen und Wischen in einem Arbeitsgang
Im Alltag überzeugt der Tineco Floor One S9 Artist Premium mit einer sehr guten Reinigungsleistung. Typische Verschmutzungen wie Staub, Krümel, Erde und kleinere Steinchen werden problemlos aufgenommen und landen zusammen mit den übrigen festen Verschmutzungen im dafür vorgesehenen Bereich des Schmutzbehälters.
Ein vorheriges Staubsaugen ist in den meisten Fällen somit nicht erforderlich. Genau darin liegt für uns einer der größten Vorteile eines solchen Nass-Trockensaugers, denn Saugen und Wischen erfolgen gleichzeitig in nur einem Arbeitsgang.
Auf unseren Feinsteinzeugfliesen zeigte sich die Reinigungsleistung ebenfalls deutlich. Aufgrund ihrer Oberflächenstruktur ist im Alltag teilweise kaum zu erkennen, wie verschmutzt der Boden tatsächlich ist. Hebt man beispielsweise die Schmutzfangmatte im Eingangsbereich an, wird anhand des darunterliegenden Bodens schnell sichtbar, wie viel Schmutz sich bereits angesammelt hat. Der Tineco Floor One S9 Artist Premium entfernte diesen zuverlässig und kam auch mit stärker anhaftendem Alltagsschmutz gut zurecht.
Eingetrocknete Flecken benötigen mehrere Überfahrten
Auch eingetrocknete Flüssigkeiten wie Kaffee oder Saft stellten in unserem Test kein größeres Problem dar. Bei solchen Verschmutzungen reicht allerdings nicht immer eine einzelne Überfahrt aus. Nach mehrmaligem Vor- und Zurückfahren löste der S9 Artist Premium die Rückstände zuverlässig vom Boden.
Bei Fugen sollte man dagegen keine Wunder erwarten. Diese werden beim Wischen zwar mitgereinigt, stark verschmutzte oder verfärbte Fugen sehen anschließend aber nicht plötzlich wieder wie neu aus. Dafür ist eine gezieltere und intensivere Reinigung notwendig.
Positiv fiel auf, dass der Tineco Floor One S9 Artist Premium auf unseren getesteten Böden keine störenden Streifen oder Wasserfleckenhinterließ.
Haare wickeln sich nicht um die Walze
Auch bei Haaren überzeugte der Tineco Floor One S9 Artist Premium. Mittellange Haare wurden in unserem bisherigen Test zuverlässig aufgenommen und landeten anschließend im Schmutzbehälter. Haare, die sich störend um die Reinigungswalze gewickelt haben, konnten wir bislang nicht feststellen.
Das integrierte Schneidsystem zur Vermeidung von Haarverwicklungen erfüllt damit in unserem Alltag zuverlässig seinen Zweck. Gerade bei einem regelmäßig verwendeten Bodenreiniger ist dies praktisch, da die Walze nicht ständig von aufgewickelten Haaren befreit werden muss.
3-Kammer-System überzeugt auch in 180°-Flachlage
Eine Besonderheit des Tineco Floor One S9 Artist Premium ist die Trennung des aufgenommenen Schmutzes. Das 3-Kammer-Systemsorgt dafür, dass Schmutzwasser und feste Schmutzpartikel getrennt gesammelt werden. Gröbere Verschmutzungen verbleiben im dafür vorgesehenen Bereich, während das Schmutzwasser separat in dem Behälter gesammelt wird.
Gerade in Verbindung mit der 180°-Flachlage ist dieses System wichtig. Selbst wenn wir den Tineco Floor One S9 Artist Premium nahezu waagerecht unter einem Bett oder Sideboard führten, funktionierten Schmutzaufnahme und Trennung weiterhin zuverlässig. Ein Austreten von Schmutzwasser konnten wir dabei nicht feststellen.
Auto-Modus ist im Alltag unsere erste Wahl
Die meiste Zeit verwenden wir den Auto-Modus. Für die alltägliche Bodenreinigung ist dieser unserer Meinung nach die sinnvollste Einstellung. Der iLoop-Sensor erkennt den Verschmutzungsgrad und passt die Reinigungsleistung entsprechend an. Gleichzeitig zeigt der farbige Statusring an, ob noch stärkerer Schmutz erkannt wird oder der entsprechende Bereich bereits sauberer ist.
Dadurch muss man sich während der normalen Reinigung kaum Gedanken über die passende Einstellung machen. Gerade stärker verschmutzte Stellen lassen sich durch die optische Rückmeldung zudem schnell erkennen und bei Bedarf nochmals überfahren.
Der separate Saugmodus eignet sich dagegen für Situationen, in denen trockener Schmutz, Haare oder Krümel aufgenommen werden sollen, ohne gleichzeitig die normale feuchte Wischfunktion zu verwenden.
22.000 Pa bringen gegenüber dem S7 Stretch nur einen kleinen Unterschied
Mit einer angegebenen Saugleistung von 22.000 Pa bietet der Tineco Floor One S9 Artist Premium 1.000 Pa mehr als der von uns bereits getestete Floor One S7 Stretch. Auf dem Datenblatt ist das eine Verbesserung, im normalen Alltag fällt der Unterschied allerdings gering aus.
Bei typischen Verschmutzungen ist die höhere Saugleistung höchstens minimal wahrnehmbar. Das ist jedoch weniger als Kritik am S9 Artist Premium zu verstehen, denn bereits der Tineco Flor One S7 Stretch hatte für gewöhnlichen Alltagsschmutz ausreichend Leistung.
Die deutlich größeren Fortschritte des Tineco Floor One S9 Artist Premium sehen wir deshalb an anderen Stellen, beispielsweise bei SmoothDrive, der überarbeiteten Tankkonstruktion und dem verbesserten Handling.
Auch nach der Bodenreinigung holt die Selbstreinigung noch einiges heraus
Nach dem Wischen macht die Reinigungswalze auf den ersten Blick häufig bereits einen relativ sauberen Eindruck. Sobald der Tineco Floor One S9 Artist Premium jedoch zurück auf seiner Station steht und die automatische Selbstreinigung gestartet wird, zeigt sich, dass sich noch weiterer Schmutz aus Walze und Reinigungssystem herausspülen lässt.
direkt nach dem Saug-/Wischennach der Selbstreinigung
Im Anschluss übernimmt die Station auch die Trocknung der Walze mit bis zu 85 °C heißer Luft. Dadurch beschränkt sich die Pflege nach einer normalen Bodenreinigung auf vergleichsweise wenige Handgriffe.
Wie gut Selbstreinigung und Trocknung tatsächlich funktionieren und was trotzdem noch von Hand gereinigt werden muss, behandeln wir im nächsten Abschnitt „Selbstreinigung & Wartung“ ausführlich.
(Reinigungsleistung im Praxistest: 4 von 5 Punkten)
Selbstreinigung & Wartung
Selbstreinigung auf Knopfdruck
Nach der Bodenreinigung wird der Tineco Floor One S9 Artist Premium einfach zurück auf seine Station gestellt. Über die obere Taste am Griff lässt sich anschließend die automatische Selbstreinigung starten. Auch die Sprachansage weist auf die entsprechende Funktion hin.
Wichtig ist, dass sich noch ausreichend Frischwasser im Tank befindet, da dieses für den Reinigungsvorgang benötigt wird. Anschließend übernimmt der Tineco Floor One S9 Artist Premium den Großteil der Arbeit selbst. In unserem Test dauert der Vorgang insgesamt ungefähr 10 Minuten.
Dabei wird nicht nur oberflächlich die Walze mit 85°C heißem Wasser gespült. Das Reinigungssystem wird ebenfalls durchgespült und das dabei entstehende Schmutzwasser anschließend im Schmutzwassertank gesammelt.
Trocknung verhindert unangenehme Gerüche
Nach der Reinigung folgt automatisch die Trocknung. Dabei wird die Bürstenwalze immer wieder gedreht, sodass sie möglichst gleichmäßig von der bis zu 85 °C heißen Luft erreicht wird.
Das Ergebnis überzeugt. Nach Abschluss des Vorgangs fühlt sich die Walze sehr trocken an. Während unseres bisherigen Tests entstanden dadurch auch keine unangenehmen Gerüche. Gerade bei einer dauerhaft feuchten Reinigungswalze wäre dies auf Dauer ein Problem. Die automatische Trocknung ist für uns daher keineswegs nur eine Funktion fürs Datenblatt, sondern bietet einen echten praktischen Mehrwert.
Eine zusätzliche Reinigung der Walze von Hand war während unseres bisherigen Tests nicht erforderlich.
Ein wenig Handarbeit bleibt trotzdem
Ganz ohne manuelle Pflege kommt allerdings auch der Tineco Floor One S9 Artist Premium nicht aus. Nach der Selbstreinigung sollte der Schmutzwassertank entleert und ausgespült werden. Dank der Trennung lassen sich gröbere bzw. feste Verschmutzungen einfach über den Hausmüll entsorgen, während das Schmutzwasser separat entleert werden kann.
Auch auf der Station kann sich mit der Zeit ein leichter Schmutzfilm bilden. Der Aufwand hält sich allerdings in Grenzen. Bei uns reicht es aus, die entsprechenden Bereiche gelegentlich, etwa einmal im Monat, mit einem feuchten Tuch abzuwischen.
Insgesamt benötigen wir für die manuelle Nachbereitung nach einer Reinigung ungefähr fünf bis maximal zehn Minuten. Der größte Teil der Reinigung von Walze und internem System wird schließlich automatisch erledigt.
Etwas lauter, dafür vollautomatisch
Während der Selbstreinigung arbeitet der S9 Artist Premium etwas lauter als beim normalen Wischen. Da man währenddessen allerdings nicht am Gerät bleiben muss, empfanden wir dies nicht als störend.
Über die Tineco-App lässt sich festlegen, ob die Selbstreinigung nur mit Frischwasser oder zusätzlich mit Reinigungslösung erfolgen soll. Eine automatische Dosierung des Reinigungsmittels besitzt der Tineco Floor One S9 Artist Premium allerdings nicht. Möchte man die Reinigungslösung verwenden, muss diese zuvor manuell in der entsprechenden Menge in den Frischwassertank gegeben werden.
Ist die Selbstreinigung einmal gestartet, läuft der weitere Vorgang einschließlich der anschließenden Trocknung vollständig automatisch ab. Zusätzliche Einstellungen für die Trocknung sind weder notwendig noch vorgesehen.
Insgesamt reduziert die Kombination aus automatischer Selbstreinigung und Trocknung den Pflegeaufwand deutlich. Ganz wartungsfrei ist der Tineco Floor One S9 Artist Premium natürlich nicht, insbesondere Schmutzwassertank und gelegentlich auch die Station benötigen weiterhin etwas Aufmerksamkeit. Die zeitaufwendigere Reinigung von Walze und internem System nimmt einem das Gerät jedoch weitgehend ab.
(Selbstreinigung & Wartung: 4 von 5 Punkten)
Akku & Laufzeit
Rund 45 Minuten im Auto-Modus
Im von uns am häufigsten genutzten Auto-Modus erreicht der Tineco Floor One S9 Artist Premium in der Praxis durchschnittlich rund 45 Minuten Laufzeit. Je nachdem, wie viel Schmutz der iLoop-Sensor erkennt und wie stark Saugleistung und Wassermenge daraufhin angepasst werden, bewegte sich die Laufzeit in unserem Test zwischen ungefähr 40 und 50 Minuten.
Im Max-Modus fällt der Energiebedarf aufgrund der höheren Leistung entsprechend größer aus. Hier reduziert sich die Laufzeit bei uns auf etwa 30 Minuten.
Die verbleibende Akkukapazität wird während der Nutzung übersichtlich angezeigt und passt sich laufend an die aktuelle Nutzung an. Zusätzlich machen die Sprachansagen rechtzeitig auf einen niedrigen Akkustand und andere relevante Zustände aufmerksam.
Rund 80 bis 90 m² sind realistisch
Rein rechnerisch ließe sich mit einer Akkuladung eine deutlich größere Fläche bearbeiten, wenn jede Stelle lediglich einmal überfahren würde. In einem realistischen Reinigungsszenario fährt man über stärker verschmutzte Bereiche allerdings zwei- oder mehrmals.
Aus unseren bisherigen Erfahrungen halten wir deshalb eine tatsächliche Reinigungsfläche von ungefähr 80 bis 90 m² mit einer Akkuladung für einen realistischen Wert. Reinigen wir beispielsweise lediglich zwei Räume und den Flur im Eingangsbereich, verbleiben anschließend häufig noch rund 30 bis 40 Prozent Akkukapazität.
Interessant ist zudem, dass die Reichweite des Frischwassertanks ungefähr zur Akkulaufzeit passt. Je nach Verschmutzungsgrad und entsprechend höherem Wasserverbrauch kann es allerdings vorkommen, dass bereits vorher Frischwasser nachgefüllt werden muss.
4,5 Stunden Ladezeit erfordern Geduld
Weniger überzeugend fällt die Ladegeschwindigkeit aus. Ein vollständig entladener Akku benötigt bei uns ungefähr 4,5 Stunden, bis wieder 100 Prozent erreicht sind. Eine Schnellladefunktion gibt es nicht.
Kurze Zwischenladungen bringen daher nur einen begrenzten Vorteil. Wer den Tineco Floor One S9 Artist Premium beispielsweise für 30 Minuten auf die Station stellt, gewinnt lediglich einige zusätzliche Minuten Reinigungszeit.
Im normalen Alltag fällt das weniger ins Gewicht, da der Bodenreiniger nach getaner Arbeit ohnehin wieder auf seiner Station landet und dort bis zum nächsten Einsatz laden kann. Möchte man allerdings eine sehr große Fläche am Stück reinigen, kann die lange Ladezeit störend sein. Bei größeren Häusern bietet es sich gegebenenfalls an, die Reinigung von Erd- und Obergeschoss zeitlich aufzuteilen.
Fest verbauter Softpack-Akku
Einen Kritikpunkt sehen wir beim fest verbauten Akku. Ein leerer Akku kann somit nicht einfach gegen einen zweiten, vollständig geladenen Akku ausgetauscht werden. Gerade in Verbindung mit der langen Ladezeit wäre ein Wechselakku für besonders große Flächen praktisch.
Tineco setzt beim S9 Artist Premium auf einen Beutelzellen-Akku, der laut Hersteller auf eine hohe Lebensdauer ausgelegt sein soll. Ob sich dieser Vorteil auch nach mehreren Jahren regelmäßiger Nutzung bemerkbar macht, können wir nach unserem bisherigen Testzeitraum selbstverständlich noch nicht beurteilen.
Eine auffällige Wärmeentwicklung beim Laden konnten wir nicht feststellen. Gegenüber dem von uns getesteten S7 Stretch fällt die praktische Laufzeit insgesamt ähnlich aus. Die großen Fortschritte des Tineco Floor One S9 Artist Premium liegen somit auch hier weniger in einer erheblich längeren Laufzeit als vielmehr in anderen Bereichen des Geräts.
(Akku & Laufzeit: 3,5 von 5 Punkten)
Bedienung & App
Alle wichtigen Funktionen direkt am Griff
Die Bedienung des Tineco Floor One S9 Artist Premium ist unkompliziert und bereits ohne Smartphone vollständig alltagstauglich. Direkt am Griff befindet sich zunächst die Ein-/Ausschalttaste. Über eine weitere Taste kann zwischen den verschiedenen Reinigungsmodi gewechselt werden. Nach dem Einschalten startet der Tineco Floor One S9 Artist Premium standardmäßig im Auto-Modus, den wir auch während unseres Tests überwiegend verwendet haben. Der Wechsel in die anderen Betriebsarten erfolgt unmittelbar und ohne störende Verzögerung.
Ganz oben am Griff befindet sich zusätzlich die Taste für die automatische Selbstreinigung. Sobald der Tineco Floor One S9 Artist Premium nach dem Wischen wieder auf seiner Reinigungsstation steht, lässt sich der Vorgang darüber direkt starten.
Auf der Rückseite des Griffs gibt es zudem eine weitere Taste für Funktionen rund um WLAN und Sprachansagen. Da wir diese Einstellungen über die App vorgenommen haben, benötigten wir sie im Alltag kaum. Praktisch ist sie dennoch, da sich wichtige Grundeinstellungen damit auch ohne Smartphone vornehmen lassen.
Display liefert alle wichtigen Informationen
Sehr gut gefällt uns das direkt in den Griff integrierte Display. Der verbleibende Akkustand wird exakt in Prozentangezeigt. Zusätzlich informiert die Anzeige über den aktuell gewählten Reinigungsmodus und den WLAN-Status.
Darüber hinaus gibt es zahlreiche Status- und Warnhinweise. Das Display informiert beispielsweise darüber, wenn eine Selbstreinigung durchgeführt werden sollte oder der Tineco Floor One S9 Artist Premium in die 180°-Flachlage gebracht wurde. Während der Trocknung auf der Station erscheint zudem die entsprechende Bürstenrollen-Trocknungsanzeige.
Auch Probleme werden direkt signalisiert. Dazu zählen beispielsweise eine blockierte Reinigungswalze, ein leerer Frischwassertank oder ein voller Schmutzwassertank. In Verbindung mit den Sprachansagen weiß man somit ziemlich genau, was das Gerät gerade macht oder welche Handlung erforderlich ist.
Die Ablesbarkeit überzeugte uns ebenfalls. Unabhängig davon, ob wir bei hellerem Tageslicht oder in dunklerer Umgebung gereinigt haben, konnten wir die Informationen gut erkennen.
Tineco-App bietet zusätzliche Einstellungen
Noch mehr Möglichkeiten bietet die Tineco-App. Bereits auf der Startseite lässt sich unter anderem der aktuelle Akkustand einsehen, ob das Gerät gerade geladen wird und wann die letzte Reinigung stattgefunden hat. Auch ein Reinigungsverlauf steht zur Verfügung.
Interessanter sind jedoch die zusätzlichen Geräteeinstellungen. So lassen sich beispielsweise Max- und Saugmodus individuell konfigurieren und unter anderem Saugkraft und Wasserabgabe anpassen. Auch die Laufgeschwindigkeit der Rollen kann verändert werden. Wir sind hier allerdings bei der Werkseinstellung geblieben, da diese für uns bereits gut abgestimmt ist.
Zusätzlich können die Sprache der Ansagen sowie deren Lautstärke angepasst und das Produkthandbuch direkt aufgerufen werden. Die App selbst lief während unseres Tests flüssig, reagierte schnell und bereitete uns keine Verbindungsprobleme.
App ist praktisch, aber kein Muss
Gerade zu Beginn lädt die App dazu ein, verschiedene Einstellungen und Reinigungsmodi auszuprobieren. Nach einiger Zeit nimmt ihre Bedeutung im Alltag allerdings deutlich ab. Da wir überwiegend den gut funktionierenden Auto-Modus verwenden, öffnen wir die App inzwischen nur noch selten.
Das sehen wir eher als Vorteil, der Tineco Floor One S9 Artist Premium ist nicht von der App abhängig. Grundlegende Funktionen und selbst Einstellungen rund um die Sprachansagen lassen sich direkt am Gerät vornehmen. Für weitergehende Anpassungen der Reinigungsmodi und die Reinigungsstatistiken wird dagegen die App benötigt.
Damit eignet sich der Bodenreiniger auch für Nutzer, die möglichst wenig mit Smartphone-Apps zu tun haben möchten. Auch Personen, die technisch weniger versiert sind, sollten mit der grundlegenden Bedienung schnell zurechtkommen. Die App erweitert den Funktionsumfang, drängt sich im Alltag aber erfreulicherweise nicht auf.
(Bedienung & App: 4 von 5 Punkten)
Tanks & Verbrauch
Tankgrößen passen gut zum Gesamtkonzept
Der Tineco Floor One S9 Artist Premium verfügt über einen 880 ml großen Frischwassertank und einen 750 ml fassenden Schmutzwassertank. Diese Größen haben sich in unserem Alltag als gut gewählt erwiesen. Größere Tanks würden zwar die Reichweite erhöhen, gleichzeitig aber auch zusätzliches Gewicht mit sich bringen.
Bei unserer üblichen, gründlichen Reinigung reicht eine Frischwasserfüllung ungefähr für die bereits erwähnten 80 bis 90 m². Wer schneller arbeitet und einzelne Bereiche nur einmal überfährt, kann entsprechend größere Flächen reinigen.
In der Praxis wird bei uns normalerweise zuerst der Frischwassertank leer. Das ist nachvollziehbar, da kontinuierlich Frischwasser für die Reinigung bereitgestellt wird, während die Walze abgestreift und das aufgenommene Schmutzwasser separat gesammelt wird.
Wasserabgabe passt sich der Verschmutzung an
Im Auto-Modus reguliert der Tineco Floor One S9 Artist Premium die Wasserabgabe abhängig vom erkannten Verschmutzungsgrad. Erkennt das Gerät stärkeren Schmutz, steigt dadurch auch der Wasserverbrauch etwas an. In unserem Test blieb dieser zusätzliche Verbrauch allerdings in einem vernünftigen Rahmen.
Auf dem Boden verbleibt nach dem Wischen lediglich ein gleichmäßiger, leichter Feuchtigkeitsfilm. Bei guter Luftzirkulation trocknen die gereinigten Flächen entsprechend schnell. Störende Rückstände oder Schlieren konnten wir weder auf unseren Fliesen noch auf dem Parkett feststellen.
Ist der Frischwassertank leer oder der Schmutzwassertank voll, macht der Tineco Floor One S9 Artist Premium rechtzeitig über seine Anzeigen und Sprachhinweise darauf aufmerksam.
Im Vergleich zum von uns getesteten Floor One S7 Stretch konnten wir beim Wasserverbrauch keinen wesentlichen Unterschied feststellen.
500 ml Reinigungslösung reichen für zahlreiche Füllungen
Tineco legt dem S9 Artist Premium 500 ml Reinigungslösung bei. Pro vollständig gefülltem Frischwassertank verwenden wir maximal etwa 15 ml beziehungsweise eine kleine Verschlusskappe.
Damit reichen 500 ml rechnerisch für ungefähr 33 vollständige Tankfüllungen. Bei einer von uns realistisch eingeschätzten Reichweite von 80 bis 90 m² pro Füllung entspricht das theoretisch mehr als 2.600 m² gereinigter Bodenfläche. In der Praxis hängt der tatsächliche Verbrauch natürlich stark davon ab, wie gründlich gereinigt wird und wie häufig einzelne Bereiche überfahren werden.
Die Dosierung über die Verschlusskappe ist simpel, funktioniert aber problemlos. Eine aufwendigere automatische Dosierung vermissen wir hier nicht. Das Reinigungsmittel hinterließ während unseres Tests zudem keine sichtbaren Rückstände oder Schlieren.
Schmutzwassertank nach jeder Reinigung leeren
Nach jeder Nutzung sollte der Schmutzwassertank geleert und ausgespült werden. Das ist bei einem Nass-Trockensauger besonders wichtig. Bleiben Schmutzwasser und aufgenommene Verschmutzungen längere Zeit im geschlossenen Behälter, können sich schnell unangenehme Gerüche entwickeln.
Die Reinigung gestaltet sich unkompliziert. Mit Wasser und der mitgelieferten langen Reinigungsbürste lassen sich die entsprechenden Bereiche gut erreichen.
Insgesamt halten wir die Tankgrößen des Tineco Floor One S9 Artist Premium für gut auf Laufzeit, Reinigungsleistung und Gewicht abgestimmt. Größere Behälter wären für besonders große Flächen zwar praktisch, würden das ohnehin nicht gerade leichte Gerät jedoch zusätzlich schwerer machen.
(Tanks & Verbrauch: 4 von 5 Punkten)
TEIL 3
bestehend aus „Preis/Leistung“ entspricht 10% der Gesamtwertung
Beschreibung
Die von Tineco beworbenen Funktionen konnten in unserem Praxistest weitgehend überzeugen. SmoothDrive erleichtert die Führung des Geräts spürbar, die 180°-Flachlage ermöglicht die Reinigung unter niedrigen Möbeln und auch die 3-Kammer-Schmutzwassertrennung funktioniert dabei zuverlässig. Ebenso überzeugte das System gegen Haarverwicklungen: Mittellange Haare landeten bei uns im Schmutzbehälter, anstatt sich um die Walze zu wickeln. Auch die automatische Selbstreinigung samt anschließender Heißlufttrocknung erfüllt ihren Zweck und verhinderte während unseres Tests unangenehme Gerüche.
Etwas relativieren muss man die beworbene Kantenreinigung. Vollständig bis an die Wand reicht die Walze nicht. In unserem Test blieben seitlich etwa 6 beziehungsweise 9 bis 10 mm und beim frontalen Heranfahren aufgrund der Bauform rund 3 cm ungereinigt.
Auch die maximale Akkulaufzeit ist als Optimalwert zu verstehen. Im alltäglichen Auto-Modus erreichten wir abhängig vom Verschmutzungsgrad 40 bis 50 Minuten, durchschnittlich rund 45 Minuten. Da der Tineco Floor One S9 Artist Premium und Wasserabgabe automatisch an die erkannte Verschmutzung anpasst, kann die Laufzeit entsprechend variieren.
Insgesamt treffen die wesentlichen Werbeversprechen von Tineco damit auch in der Praxis zu. Einige Angaben wie die maximale Laufzeit oder Kantenreinigung sollte man jedoch unter den entsprechenden Idealbedingungen beziehungsweise konstruktiven Einschränkungen betrachten.
Preis/Leistung
Zum Marktstart lag die UVP des Tineco Floor One S9 Artist Premium bei 899 Euro, mittlerweile ist er bereits für rund 450 Euro erhältlich. Zu diesem Preis fällt das Preis-Leistungs-Verhältnis deutlich attraktiver aus. Der von uns ebenfalls getestete Floor One S7 Stretch ist aktuell allerdings nochmals rund 190 Euro günstiger.
Bei der eigentlichen Reinigungsleistung liegen beide Geräte unserer Erfahrung nach nah beieinander. Der Mehrpreis des S9 Artist Premium fließt daher vor allem in den höheren Bedienkomfort, das elegantere Design und zahlreiche Detailverbesserungen. Besonders SmoothDrive macht im direkten Vergleich einen spürbaren Unterschied. Hinzu kommen unter anderem der einfacher zu befüllende Frischwassertank, der überarbeitete Schmutzwassertank und das besser positionierte Display.
Wer bereits einen Tineco Floor One S7 Stretch besitzt, muss unserer Meinung nach nicht allein wegen des Tineco Floor One S9 Artist Premium wechseln. Bei einem Neukauf würden wir den Aufpreis hingegen in Betracht ziehen, wenn einem SmoothDrive und der zusätzliche Bedienkomfort wichtig sind. Der Tineco Floor One S7 Stretch bleibt die preisbewusstere Wahl mit ähnlich guter Reinigungsleistung.
Einen austauschbaren Akku hätten wir uns beim Tineco Floor One S9 Artist Premium dennoch gewünscht. Gerade langfristig wäre es kundenfreundlicher, einen verschlissenen oder defekten Akku unkompliziert ersetzen zu können. Zum aktuellen Straßenpreis von rund 450 Euro bietet der Tineco Floor One S9 Artist Premium insgesamt aber ein überzeugendes Gesamtpaket.
Die Eve Energy Outdoor bringt smarte Steuerung und Energiemessung in den Außenbereich und hinterlässt bereits bei der Verarbeitung einen hochwertigen Eindruck. Besonders das hochwertig ausgeführte Gehäuse und die saubere Abdichtung hinterlassen einen sehr guten ersten Eindruck. Obwohl Eve auch hier auf Kunststoff setzt, vermittelt die matte, strukturierte Oberfläche einen ausgesprochen wertigen Eindruck und hebt sich optisch angenehm von vielen klassischen Außensteckdosen ab. In unserem Test nutzten wir sie unter anderem für die Gartenbeleuchtung und am Pool, denkbar ist aber ebenso die Steuerung der Weihnachtsbeleuchtung im Winter.
Die Einrichtung und Einbindung in Apple Home gelang gewohnt unkompliziert und schnell. Auch im Alltag überzeugte die Eve Energy Outdoor mit kurzen Reaktionszeiten, unabhängig davon, ob direkt an der Steckdose oder über die App geschaltet wurde. Die integrierte Energiemessung liefert zusätzlich einen praktischen Überblick darüber, wie viel Strom das angeschlossene Gerät tatsächlich benötigt. Insgesamt präsentiert sich die Eve Energy Outdoor als hochwertige und durchdachte Smart-Home-Lösung für den Außenbereich, deren Preis angesichts des gebotenen Funktionsumfangs angemessen erscheint.
Das gefällt uns
Hochwertige und robuste Verarbeitung
Zuverlässiger Betrieb im Außenbereich
Matter over Thread mit guter Mesh-Reichweite
Schnelle und einfache Einrichtung
Umfangreiche Automationen und Zeitpläne
Energiemessung mit Verbrauchs- und Kostenübersicht
Einbindung in verschiedene Smart-Home-Systeme
Keine Registrierung, Cloud oder Abokosten erforderlich
Manuelle Bedienung direkt an der Steckdose möglich
Schnelle Reaktion beim Schalten
Das gefällt uns weniger
Verbrauchsmessung über Google Home und Amazon Alexa derzeit nicht verfügbar
Mit rund 80 Euro deutlich teurer als einfache Smart-Plugs
Bestehend aus „Verpackung/Design/Verarbeitung“ entspricht 25% der Gesamtwertung
Verpackung
Die Verpackung der Eve Energy Outdoor ist schlicht gehalten und entspricht damit dem typischen Auftritt, den wir bereits von anderen Produkten des Herstellers kennen. Auf der Vorderseite sind die Steckdose und der Produktname abgebildet. Gleichzeitig weist Eve auf den Schutz der Privatsphäre, die Unterstützung von Matter sowie das TÜV-Rheinland-Siegel hin.
Auch die weiteren Seiten der Verpackung nutzt Eve sinnvoll zur Produktinformation. Eine Darstellung zeigt, wie die Steckdose später innerhalb der App erscheint. Zudem wird auf die Kompatibilität mit Apple Home, Samsung SmartThings, Google Home und Amazon Alexa hingewiesen. Auf der Rückseite zeigen zwei weitere Abbildungen die Eve Energy Outdoor unter anderem im montierten Zustand. Die wichtigsten Eigenschaften werden dort auf Deutsch und Englisch zusammengefasst.
Die Eve Energy Outdoor kommt in einer weitgehend kunststofffreien Verpackung mit allem notwendigen Zubehör für die Montage und Einrichtung.
Beim Lieferumfang beschränkt sich Eve auf das Wesentliche. Neben der Eve Energy Outdoor befinden sich zwei Schrauben samt passenden Dübeln für die Wandmontage sowie eine kompakte Anleitung im Karton. Ebenfalls enthalten ist die Karte mit dem für die Einrichtung benötigten Matter-Code. Viel mehr braucht es für die Installation der smarten Außensteckdose auch nicht.
Positiv fällt zudem die weitgehend kunststofffreie Verpackung auf. Die Steckdose selbst ist zum Schutz vor Kratzern in Papier eingeschlagen, während Schrauben und Dübel in einer kleinen Papiertüte untergebracht sind. Auf unnötige Kunststoffbeutel oder zusätzliche Kunststoffeinlagen verzichtet Eve damit erfreulicherweise.
Insgesamt ist der Lieferumfang zweckmäßig und vollständig. Alles, was für die Montage und anschließende Einrichtung benötigt wird, befindet sich bereits im Karton. Die eigentliche Einrichtung wird später ohnehin komfortabel Schritt für Schritt über die App begleitet.
(Verpackung: 4 von 5 Punkten)
Design
Optisch hinterlässt die Eve Energy Outdoor einen sehr gelungenen Eindruck. Das Design wirkt elegant, zeitlos und zugleich hochwertig, wodurch sich die smarte Außensteckdose deutlich von vielen klassischen Aufputzsteckdosen abhebt. Gerade bei einem Produkt, das dauerhaft sichtbar an einer Hauswand, Garage oder auf der Terrasse montiert wird, ist das durchaus ein wichtiger Punkt.
Die Grundform ist nach vorne und hinten vergleichsweise kantig gehalten, während die umlaufenden Seiten deutlich abgerundet sind. Dadurch erinnert die Form ein wenig an eine moderne App-Kachel und passt entsprechend gut zum Smart-Home-Charakter des Produkts. Trotz der notwendigen Aufputzbauweise wirkt die Eve Energy Outdoor dadurch nicht unnötig klobig.
Hochwertige Kunststoffoberfläche
Besonders hochwertig wirkt das eigentliche Hauptgehäuse, in dem die Elektronik untergebracht ist. Auf den ersten Blick könnte man aufgrund der strukturierten, matten Oberfläche und der spacegrauen Farbgebung sogar meinen, dass Eve hier Aluminium verwendet. Tatsächlich besteht jedoch auch dieser Bereich aus Kunststoff. Das tut dem optischen Eindruck allerdings kaum einen Abbruch. Materialwahl, Oberflächenstruktur und Farbgebung sind so gelungen, dass die Eve Energy Outdoor ausgesprochen hochwertig wirkt.
Auch die Rückseite, Teile des Innenbereichs sowie der bündig abschließende Steckdosendeckel bestehen aus Kunststoff. Die verschiedenen Oberflächen und Bauteile sind farblich gut aufeinander abgestimmt und ergeben ein harmonisches Gesamtbild.
Durchdachter Steckdosendeckel
Der Deckel schließt im geschlossenen Zustand bündig mit dem Gehäuse ab und lässt sich über eine Aussparung an der Unterseite problemlos öffnen. Ein Federmechanismus sorgt dafür, dass er nach dem Herausziehen eines Steckers selbstständig wieder schließt, so, wie man es von einer guten Außensteckdose erwartet. Der maximale Öffnungswinkel fällt mit rund 90 Grad allerdings etwas knapp aus. Im normalen Alltag stört das kaum, etwas weiter dürfte sich der Deckel für unseren Geschmack dennoch öffnen lassen.
Die Eve Energy Outdoor präsentiert sich in einem schlichten, modernen Design. Deckel, Taster und Status-LED sind sauber in das Gehäuse integriert.
Auch der innere Aufbau wirkt durchdacht. Der Deckel besitzt ein Gegenstück, das den eigentlichen Steckdosenbereich beim Schließen zusätzlich umschließt. Zusammen mit den Dichtungen auf Rückseite und vor der eigentlichen Elektronik im Inneren, wird der Bereich so vor eindringendem Spritzwasser geschützt.
Taste und Status-LED
Direkt unterhalb der Steckdose befindet sich ein kleiner runder Taster für die manuelle Bedienung. Dieser ist ebenfalls gegen Witterungseinflüsse geschützt, lässt sich gut erreichen und bietet einen angenehm definierten Druckpunkt.
Darüber sitzt eine dezente Status-LED. Leuchtet diese hellgrün, ist die Steckdose eingeschaltet. Dadurch lässt sich auch ohne Smartphone auf einen Blick erkennen, ob der angeschlossene Verbraucher aktuell mit Strom versorgt wird. Die LED ist gut sichtbar, ohne das ansonsten zurückhaltende Design unnötig zu dominieren.
Flexible Kabelzuführung
Gut gefallen hat uns auch die Lösung für die Stromzuführung. Das Anschlusskabel kann je nach vorhandener Elektroinstallation von oben oder unten in das Gehäuse geführt werden.
Dafür stehen unterschiedliche Einsätze zur Verfügung. Bei einer direkten Kabelzuführung kommt eine hervorstehende Dichtung zum Einsatz, deren Öffnung passend zum Kabel ausgeschnitten wird. Hier sollte man beim Zuschneiden vorsichtig vorgehen und die Öffnung nicht unnötig groß wählen, damit die Dichtung anschließend sauber am Kabel anliegt.
Alternativ steht eine flachere Durchführung für Installationen zur Verfügung, bei denen die Leitung beispielsweise in einem Schutz- beziehungsweise Installationsrohr bis zur Steckdose geführt wird. Die beiden Zuführungen lassen sich entsprechend der gewünschten Installationsrichtung zwischen Ober- und Unterseite tauschen. Damit kann die Eve Energy Outdoor flexibel an unterschiedliche bauliche Gegebenheiten angepasst werden.
Elegant trotz Aufputzmontage
Montiert macht die Eve Energy Outdoor ebenfalls eine gute Figur. Besonders auf modernen Fassaden fügt sich die Kombination aus Spacegrau, Aluminium und der schlichten Form harmonisch ein. Auf einer weißen Putzfassade hebt sie sich farblich natürlich deutlich ab, wirkt dadurch aber keineswegs wie ein Fremdkörper.
Auch beim Branding hält sich Eve angenehm zurück. Lediglich ein kleines Eve-Logo auf dem Deckel weist auf den Hersteller hin. Auf große Schriftzüge oder andere auffällige Designelemente wird verzichtet.
Insgesamt gefällt uns das Design der Eve Energy Outdoor ausgesprochen gut. Besonders die matte und hochwertig strukturierte Kunststoffoberfläche, der bündig integrierte Deckel sowie die sauber eingebundenen Bedienelemente sorgen dafür, dass sich die Eve Energy Outdoor optisch von vielen gewöhnlichen Außensteckdosen abhebt.
(Design: 4 von 5 Punkten)
Verarbeitung
Auch bei der Verarbeitung hinterlässt die Eve Energy Outdoor einen sehr guten Eindruck. Das Kunststoffgehäuse wirkt dickwandig, stabil und robust und vermittelt einen langlebigen Eindruck. Gerade bei einer dauerhaft im Außenbereich montierten Steckdose ist eine widerstandsfähige Konstruktion besonders wichtig.
Die einzelnen Gehäuseteile sind sauber zusammengesetzt. Die Spaltmaße fallen gleichmäßig aus, störende Übergänge oder unsauber verarbeitete Kanten konnten wir nicht feststellen. Auch der bündig integrierte Steckdosendeckel sitzt fest in seiner Führung. Das Scharnier weist kein störendes Spiel auf und der Federmechanismus sorgt zuverlässig dafür, dass der Deckel nach der Benutzung wieder selbstständig schließt.
Einen kleinen Kritikpunkt gibt es bei der Verschraubung des Gehäuses. Das Vorderteil wird mit vier vergleichsweise kleinen und tief sitzenden Schrauben befestigt. Dadurch benötigt man einen entsprechend schlanken Schraubendreher, während sich ein gewöhnliches Modell je nach Ausführung nicht weit genug einführen lässt. Auch beim Zerlegen sollte man etwas aufpassen, da die kleinen Schrauben schnell verloren gehen können. Etwas größere und robustere Schrauben hätten uns an dieser Stelle besser gefallen und würden eine spätere Demontage zusätzlich erleichtern.
Aufwendige Abdichtung der Elektronik
Ein besonders wichtiger Punkt bei einer Außensteckdose ist natürlich der Schutz vor Feuchtigkeit. Im Inneren fällt deshalb die großflächige Abdichtung des Elektronikbereichs positiv auf. Die empfindlichen Komponenten sind entsprechend vom äußeren Gehäusebereich getrennt, sodass eindringendes Spritzwasser nicht ohne Weiteres an die Elektronik gelangen kann.
Die Eve Energy Outdoor besitzt die Schutzart IP44 und ist damit gegen feste Fremdkörper ab einem Millimeter sowie gegen allseitiges Spritzwasser (herkömmlicher Regen) geschützt. Für eine typische Montage an einer Hauswand, auf der Terrasse oder in einem vergleichbaren Außenbereich ist das grundsätzlich ausreichend.
Etwas Verbesserungspotenzial sehen wir dennoch auf der Rückseite. Dort gibt es keine zusätzliche umlaufende Abdichtung zwischen Gehäuse und Montagefläche. Andere Außensteckdosen setzen an dieser Stelle teilweise auf eine weitere Dichtung und erreichen damit beispielsweise eine höhere Schutzart wie IP55. Eine zusätzliche rückseitige Abdichtung hätten wir daher gerade bei einem hochwertigen Outdoor-Produkt durchaus begrüßt.
Das bedeutet allerdings nicht, dass während unseres Tests Feuchtigkeit ins Innere gelangt wäre. Nach rund acht Monaten Nutzung konnten wir diesbezüglich keine Probleme feststellen. Eine zumindest teilweise geschützte Position an einer Hauswand oder unter einem Dachvorsprung ist dennoch von Vorteil und reduziert die direkte Witterungsbelastung zusätzlich.
Auf die Kabeldurchführung achten
Gut gelöst sind die austauschbaren Kabeldurchführungen. Das Material wirkt robust und legt sich sauber um die eingeführte Leitung. Entscheidend ist allerdings die Montage. Die entsprechende Öffnung sollte nicht größer als notwendig ausgeschnitten werden. Nur wenn die Durchführung eng am Kabel anliegt, kann sie ihre abdichtende Funktion zuverlässig erfüllen.
Im Inneren zeigt sich der durchdachte Aufbau mit umfangreicher Abdichtung der Elektronik. Lediglich die kleinen und tief sitzenden Gehäuseschrauben hätten wir uns etwas robuster gewünscht.
Gerade hier lohnt es sich also, beim Zuschneiden lieber vorsichtig vorzugehen und die Öffnung schrittweise an den Kabeldurchmesser anzupassen.
Stabiler Taster und sichere Montage
Auch der manuelle Taster macht einen langlebigen Eindruck. Er sitzt fest im Gehäuse, besitzt kein merkliches Spiel und bietet einen klar definierten Druckpunkt. Über die App lässt sich zudem eine Kindersicherung für die manuelle Bedienung aktivieren. Dadurch kann verhindert werden, dass die Steckdose über den Taster beispielsweise von Kindern unbeabsichtigt ein- oder ausgeschaltet wird.
Nach der fachgerechten Wandmontage sitzt die gesamte Einheit fest und sicher. Wackelnde Gehäuseteile oder andere Auffälligkeiten konnten wir nicht feststellen.
Nach acht Monaten keine sichtbare Alterung
Interessant ist vor allem der bisherige Langzeiteindruck. Nach rund acht Monaten Nutzung zeigt unsere Eve Energy Outdoor bislang weder Risse noch Verfärbungen oder andere auffällige Alterungserscheinungen. Auch die mechanischen Komponenten funktionieren weiterhin wie zu Beginn.
Kratzer können auf der matten Oberfläche natürlich sichtbar werden, wenn das Gehäuse entsprechend stark beansprucht wird. Eine ungewöhnlich hohe Kratzempfindlichkeit konnten wir bislang jedoch nicht feststellen.
Insgesamt gibt es an der Verarbeitung daher wenig auszusetzen. Gehäuse, Deckel, Taster, Dichtungen und Kabeldurchführungen vermitteln einen robusten und langlebigen Eindruck. Lediglich eine zusätzliche Abdichtung auf der Rückseite und damit ein noch höherer Schutz gegen Witterungseinflüsse wäre für eine zukünftige Generation aus unserer Sicht eine sinnvolle Verbesserung.
(Verarbeitung: 4 von 5 Punkten)
TEIL 2
bestehend aus „Funktion des Produktes“ entspricht 65% der Gesamtwertung
Produkttyp
Smarte Außensteckdose zur festen Installation
Smart-Home-Standard
Matter over Thread
Plattformen
Apple Home, Samsung SmartThings, Amazon Alexa, Google Home
Steuerung
App, Sprache, Automationen, Zeitpläne, Taste am Gerät
Energiemessung
Ja
Max. Dauerlast
10 A / 2.300 W
Eingangsspannung
230 V AC
Schutzart
IP44
Einsatzbereich
Außenbereich
Kindersicherung
Ja, über App aktivierbar
Automationen
Ja, u. a. nach Uhrzeit sowie Sonnenauf- und Sonnenuntergang uvm.
Montageart
Aufputz / feste Elektroinstallation
Kabelzuführung
Von oben oder unten möglich
Gehäusematerial
Kunststoff
Betriebstemperatur
-25 bis +40 °C
Lieferumfang
Eve Energy Outdoor je zwei Schrauben + Dübel zur Wandmontage Kurzanleitung Karte mit Matter-Code
Technische Daten der Eve Energy Outdoor
Installation & Einrichtung
Die Montage der Eve Energy Outdoor unterscheidet sich grundsätzlich kaum von der Installation einer herkömmlichen Aufputzsteckdose. In unserem Fall wurde sie an einer Betonmauer montiert. Die benötigte Stromleitung hatten wir bereits beim Erstellen unserer Außenanlage bis zur vorgesehenen Position in der Mauer verlegt, sodass keine zusätzliche Leitung mehr gezogen werden musste.
Wichtig ist allerdings. Bei der Eve Energy Outdoor handelt es sich um eine fest angeschlossene 230-Volt-Steckdose. Die Arbeiten an der elektrischen Installation sollten daher von einer entsprechend qualifizierten Elektrofachkraft durchgeführt werden.
Gehäuse lässt sich einfach zerlegen
Für die Wandmontage wird zunächst der Steckdosendeckel geöffnet. Anschließend müssen vier kleine und relativ tief im Gehäuse sitzende Schrauben gelöst werden, um das Vorderteil abzunehmen. Hier empfiehlt sich ein ausreichend langer und schlanker Schraubendreher. Danach lässt sich auch der Elektronikbereich aus dem rückseitigen Gehäuseteil herausnehmen.
Dadurch bleibt zunächst die eigentliche Montageplatte übrig. Diese kann an der gewünschten Position mit einer Wasserwaage oder einem Linienlaser ausgerichtet werden und dient gleichzeitig als Schablone für die benötigten Bohrlöcher. Nach dem Bohren lässt sich das Gehäuse mit den mitgelieferten Schrauben und Dübeln an der Wand befestigen.
Für die Wandmontage wird die Eve Energy Outdoor zunächst zerlegt. Das rückseitige Gehäuseteil dient anschließend zur Ausrichtung und Befestigung.
Praktisch ist dabei die bereits beim Design erwähnte flexible Kabelzuführung. Da sich die entsprechenden Einsätze zwischen Ober- und Unterseite tauschen lassen, konnten wir die direkte Kabeldurchführung genau dort positionieren, wo unsere bereits vorhandene Stromleitung in die Steckdose geführt wird.
Übersichtlich aufgebauter elektrischer Anschluss
Im Inneren stehen eindeutig beschriftete Anschlüsse für L, N und Schutzleiter zur Verfügung. Der zur Verfügung stehende Platz ist für die bei solchen Installationen üblichen Leitungsquerschnitte ausreichend bemessen. Auch Leitungen mit einem Querschnitt von bis zu 3 × 2,5 mm² lassen sich nach unserem Eindruck unterbringen.
Nach erfolgtem Anschluss wird der Elektronikbereich wieder in das rückseitige Gehäuse eingesetzt und das vordere Gehäuseteil mit den vier Schrauben befestigt. Insgesamt ist der konstruktive Aufbau übersichtlich und gut zugänglich.
Der eigentliche Zeitaufwand hält sich entsprechend in Grenzen. Gehäuse öffnen, Montageposition ausrichten und anzeichnen, Löcher bohren, Gehäuse befestigen, Adern befestigen und anschließend alles wieder zusammensetzen, wesentlich aufwendiger als die Installation einer herkömmlichen Aufputzsteckdose ist die Montage nicht.
Schnelle Einrichtung über die App
Sobald die Eve Energy Outdoor mit Strom versorgt wird, kann bereits die Smart-Home-Einrichtung beginnen. Hier zeigt sich eine Stärke, die wir bereits von anderen Eve-Produkten kennen. Die Einrichtung ist angenehm unkompliziert und weitgehend selbsterklärend.
Die Steckdose lässt sich sowohl über die Eve App als auch direkt über Apple Home hinzufügen. In unserem Fall erfolgte die Einbindung in Eve Home. Eine besondere Netzwerkkonfiguration war nicht notwendig und die Verbindung wurde innerhalb kurzer Zeit hergestellt.
Auch ein Firmware-Update war bei unserem Testgerät nach der ersten Einrichtung nicht erforderlich. Nach wenigen Schritten war die Eve Energy Outdoor damit vollständig eingerichtet und für die Steuerung über die Eve Home/Apple Home App bereit.
Wer bereits andere Eve-Produkte eingerichtet hat, findet sich sofort zurecht. Aber auch ohne Vorerfahrung sollte die Einrichtung kaum Schwierigkeiten bereiten.
(Installation & Einrichtung: 4 von 5 Punkten)
Bedienung im Alltag
Bei der täglichen Bedienung hat man grundsätzlich die Wahl zwischen Apple Home und der Eve App. Apple Home konzentriert sich dabei auf die wesentlichen Smart-Home-Funktionen und ist entsprechend einfach und übersichtlich aufgebaut. Die Eve Energy Outdoor lässt sich direkt ein- und ausschalten und natürlich auch in Automationen einbinden.
Wer tiefer in die Funktionen der Steckdose einsteigen möchte, ist dagegen in der Eve App besser aufgehoben. Hier stehen zusätzliche Möglichkeiten wie Zeitpläne und insbesondere die umfangreichere Auswertung des Energieverbrauchs zur Verfügung.
Schnelle Reaktion beim Schalten
Im Alltag reagiert die Eve Energy Outdoor angenehm schnell. Wird die Steckdose über die App ein- oder ausgeschaltet, erfolgt der Schaltvorgang bei uns üblicherweise innerhalb von weniger als einer Sekunde. Eine störende Verzögerung konnten wir nicht feststellen.
Gleiches gilt für den Taster direkt an der Steckdose. Ein Druck genügt und der angeschlossene Verbraucher wird unmittelbar mit Strom versorgt beziehungsweise stromlos geschaltet. Dadurch bleibt die Eve Energy Outdoor auch ohne Smartphone jederzeit wie eine klassische schaltbare Steckdose bedienbar.
Die kleine Status-LED oberhalb des Tasters erweist sich dabei als praktisch. Sie zeigt unmittelbar an, ob die Steckdose aktuell eingeschaltet ist. Zu hell fällt sie aus unserer Sicht nicht aus. Bei geschlossenem Deckel ist sie ohnehin nicht sichtbar und auch bei geöffnetem Deckel wirkt sie nicht störend.
Namen, Räume und Automationen
Für eine bessere Übersicht kann die Eve Energy Outdoor entsprechend ihrem Einsatzzweck benannt und einem Bereich zugeordnet werden. Bezeichnungen wie „Pool“, „Terrasse“ oder „Gartenbeleuchtung“ erleichtern insbesondere bei mehreren Smart-Home-Geräten die spätere Bedienung.
Besonders praktisch sind die Automatisierungsmöglichkeiten. Neben festen Uhrzeiten können Schaltvorgänge beispielsweise auch an Sonnenauf- und Sonnenuntergang gekoppelt werden.
In unserem Fall lässt sich damit beispielsweise die Poolpumpe morgens automatisch einschalten und abends wieder vom Strom trennen. Für eine Garten- oder Weihnachtsbeleuchtung funktioniert das Prinzip ebenso gut: Bei Sonnenuntergang einschalten und zu einer gewünschten Uhrzeit oder bei Sonnenaufgang wieder ausschalten. Einmal eingerichtet, muss man sich anschließend praktisch nicht mehr darum kümmern.
Auch eine Sprachsteuerung über Siri ist möglich. Im Alltag nutzen wir diese allerdings eher selten, da App und Automationen für unseren Einsatzzweck bereits ausreichend komfortabel sind.
Umfangreiche Energiemessung in der Eve App
Einen deutlichen Mehrwert gegenüber einer einfachen schaltbaren Außensteckdose bietet die integrierte Energiemessung. In der Eve App lässt sich unter anderem der aktuelle Stromverbrauch des angeschlossenen Gerätes nachvollziehen.
Darüber hinaus stellt die App weitere Informationen wie den Gesamtverbrauch, geschätzten Verbrauch und die daraus resultierenden geschätzten Stromkosten bereit. Diagramme helfen dabei, die Entwicklung über einen längeren Zeitraum nachzuvollziehen.
Die Eve App bietet neben der klassischen Steuerung umfangreiche Automationen, Zeitpläne, eine Kindersicherung sowie detaillierte Auswertungen zu Energieverbrauch und Kosten.
Gerade bei dauerhaft oder regelmäßig betriebenen Verbrauchern wie einer Poolpumpe ist das ausgesprochen praktisch. Statt lediglich zu wissen, wann das Gerät läuft, bekommt man gleichzeitig einen Eindruck davon, wie viel Energie tatsächlich benötigt wird und welche Kosten dadurch entstehen.
Kindersicherung per App
Eine weitere sinnvolle Funktion ist die Kindersicherung für den Taster. Wird sie in der App aktiviert, lässt sich die Eve Energy Outdoor nicht mehr einfach über die Taste am Gehäuse schalten. In unserem Test funktionierte auch diese Funktion zuverlässig.
Gerade bei einer vergleichsweise niedrig montierten Außensteckdose kann dies praktisch sein, damit Kinder einen angeschlossenen Verbraucher nicht unbeabsichtigt ein- oder ausschalten.
Im Alltag zuverlässig
Während unseres bisherigen Testzeitraums traten weder störende Verbindungsabbrüche noch andere Auffälligkeiten bei der Bedienung auf. Besonders gut gefällt uns, dass man selbst entscheiden kann, wie intensiv man sich mit der Steckdose beschäftigen möchte: Für einfaches Ein- und Ausschalten reicht Apple Home vollkommen aus, während die Eve App zusätzliche Funktionen und detaillierte Verbrauchsinformationen bereitstellt.
Zeitgesteuerte Automationen und die Orientierung an Sonnenauf- beziehungsweise Sonnenuntergang sind im Außenbereich besonders praktisch. Einmal sinnvoll eingerichtet, arbeitet die Eve Energy Outdoor weitgehend im Hintergrund und verlangt im Alltag kaum noch Aufmerksamkeit.
(Bedienung im Alltag: 4,5 von 5 Punkten)
Praxiseinsatz
Im täglichen Einsatz zeigt sich die Eve Energy Outdoor von ihrer besten Seite. Hat man sie einmal montiert und eingerichtet, arbeitet sie weitgehend unauffällig im Hintergrund. Während unseres bisherigen Testzeitraums von rund acht Monaten funktionierte die Steckdose zuverlässig und ohne Aussetzer. Schaltbefehle und eingerichtete Automationen wurden wie vorgesehen ausgeführt.
Thread sorgt für gute Reichweite im Garten
Gerade bei einer Outdoor-Steckdose spielt die Funkreichweite eine wichtige Rolle. Schließlich befindet sich der Montageort häufig deutlich weiter vom heimischen Router entfernt als typische Smart-Home-Geräte im Innenbereich.
Hier sehen wir einen wesentlichen Vorteil von Thread. Thread-fähige Geräte können ein Mesh-Netzwerk bilden und damit die Abdeckung erweitern, anstatt dass jedes Gerät eine direkte Verbindung zum WLAN-Router benötigt. In unserem Smart Home befinden sich bereits zahlreiche Thread-Geräte sowie zwei HomePod mini als entsprechende Steuerzentralen beziehungsweise Thread Border Router. Dadurch steht auch im Außenbereich eine gute Abdeckung zur Verfügung.
Für unseren Einsatzzweck ist das deutlich angenehmer, als für jedes Smart-Home-Gerät ein ausreichend starkes WLAN-Signal bis in die letzte Ecke des Gartens gewährleisten zu müssen.
Nach Stromunterbrechungen schnell wieder erreichbar
Auch eine vorübergehende Stromunterbrechung stellte während des Tests kein Problem dar. Wird beispielsweise die Sicherung ausgeschaltet und später wieder aktiviert, verbindet sich die Eve Energy Outdoor nach kurzer Zeit selbstständig wieder mit dem Smart Home. Ein erneutes Einrichten ist nicht notwendig.
Damit verhält sie sich so, wie wir es von einer fest installierten Smart-Home-Komponente erwarten. Nach einer Stromunterbrechung muss man sich im Normalfall um nichts kümmern.
Genügend Leistung für typische Outdoor-Anwendungen
Mit einer zulässigen Dauerlast von 10 A beziehungsweise 2.300 Watt bietet die Eve Energy Outdoor ausreichend Reserven für zahlreiche typische Verbraucher im Garten. Eine Pool- oder Filterpumpe stellt beispielsweise kein Problem dar, solange deren Leistungsaufnahme innerhalb der zulässigen Grenzwerte der Steckdose liegt.
Bei uns kam die Eve Energy Outdoor unter anderem für die Pooltechnik und Gartenbeleuchtung zum Einsatz. Gerade für solche Anwendungen ergibt die Kombination aus smarter Steuerung und Energiemessung besonders viel Sinn.
Automatische Gartenbeleuchtung nach Sonnenstand
Ein schönes Praxisbeispiel ist die Außenbeleuchtung. Ob der Olivenbaum im Garten während der Abendstunden angestrahlt oder zur Weihnachtszeit eine Tanne mit einer Lichterkette beleuchtet werden soll, die angeschlossene Beleuchtung muss nicht jeden Tag manuell ein- und ausgeschaltet werden.
Besonders praktisch ist dabei die Orientierung an Sonnenauf- und Sonnenuntergang. Statt beispielsweise eine feste Einschaltzeit von 20 Uhr vorzugeben, kann die Beleuchtung automatisch bei Sonnenuntergang aktiviert werden. Verschiebt sich dieser im Jahresverlauf immer weiter nach vorne oder hinten, passt sich die Automation entsprechend an. Die Schaltzeiten müssen somit nicht ständig von Hand korrigiert werden.
Energiemessung bietet echten Mehrwert
Die integrierte Energiemessung gehört für uns zu den wichtigsten Zusatzfunktionen der Eve Energy Outdoor. Gerade bei Geräten wie einer Poolpumpe, die über längere Zeiträume laufen, ist es interessant zu sehen, wie viel Energie tatsächlich benötigt wird.
Die Eve App stellt die relevanten Verbrauchsinformationen übersichtlich dar und ermöglicht es, die Entwicklung über einen längeren Zeitraum nachzuvollziehen. Dadurch ist die Eve Energy Outdoor eben nicht nur ein ferngesteuerter Ein-/Ausschalter, sondern gleichzeitig ein praktisches Werkzeug zur Überwachung des Energieverbrauchs.
Ganzjährig im Freien
Während unseres Tests blieb die Eve Energy Outdoor dauerhaft im Außenbereich montiert. Regen, Frost und direkte Sonneneinstrahlung führten bislang zu keinen Problemen. Auch nach rund acht Monaten funktioniert sie weiterhin wie vorgesehen und zeigt, wie bereits im Abschnitt zur Verarbeitung erwähnt, keine auffälligen Alterungserscheinungen.
Und genau das ist bei einer fest installierten Außensteckdose entscheidend. Sie ist für den dauerhaften Einsatz gedacht und soll selbstverständlich nicht jeden Winter demontiert werden müssen.
Insgesamt hat sich die Eve Energy Outdoor in unserem Praxistest als zuverlässige und vielseitige Außensteckdose erwiesen. Besonders Matter over Thread, die Automatisierungsmöglichkeiten und die umfangreiche Energiemessung bieten gegenüber einer gewöhnlichen Außensteckdose einen deutlichen Komfortgewinn.
(Praxiseinsatz: 4,5 von 5 Punkten)
TEIL 3
bestehend aus „Preis/Leistung“ entspricht 10% der Gesamtwertung
Beschreibung
Mit einer UVP von 79,95 Euro gehört die Eve Energy Outdoor nicht zu den günstigsten smarten Steckdosen. Auch inzwischen hat sich am Marktpreis wenig verändert und größere Rabatte sind eher selten. Einfache smarte Zwischenstecker sind deutlich günstiger, benötigen jedoch eine vorhandene Außensteckdose und wirken durch das zusätzlich aufgesteckte Gehäuse weniger elegant. Die fest installierte Eve-Lösung ist hier deutlich sauberer und unauffälliger.
Die von Eve beworbenen Eigenschaften konnten sich in unserem Praxistest bestätigen. Matter over Thread, Automationen, Energiemessung und die schnelle Steuerung funktionierten zuverlässig. Besonders positiv bleibt der Eve-typische Datenschutz. Es sind weder Eve-Cloud noch Registrierung oder ein kostenpflichtiges Abonnement erforderlich.
Bei Amazon Alexa und Google Home steht die Verbrauchsmessung derzeit nicht zur Verfügung. Das ist allerdings weniger eine Einschränkung der Eve Energy Outdoor selbst als eine Frage des Funktionsumfangs der jeweiligen Smart-Home-Plattform.
Ganz ohne Verbesserungspotenzial ist die Eve Energy Outdoor dennoch nicht. Größere und weniger tief sitzende Gehäuseschrauben sowie ein weiter öffnender Steckdosendeckel würden die Handhabung zusätzlich verbessern.Auch eine zusätzliche rückseitige Abdichtung und damit ein höherer Wetterschutz wären bei einer zukünftigen Generation willkommene Verbesserungen.
Unterm Strich halten wir die knapp 80 Euro für angemessen. Wer lediglich einen Verbraucher günstig per App schalten möchte, findet preiswertere Zwischenstecker. Wer dagegen Wert auf eine fest installierte, optisch saubere Outdoor-Lösung mit Matter over Thread, Energiemessung und umfangreichen Automationen legt, erhält mit der Eve Energy Outdoor ein überzeugendes Gesamtpaket.
Preis/Leistung
Nach rund acht Monaten im Einsatz hinterlässt die Eve Energy Outdoor einen sehr guten Gesamteindruck. Die smarte Außensteckdose arbeitet zuverlässig, ist hochwertig verarbeitet und lässt sich angenehm unkompliziert in das bestehende Smart Home integrieren. Besonders die schnelle Einrichtung sowie die einfache Erstellung von Automationen und Zeitplänen machen sich im Alltag positiv bemerkbar.
Ein großer Vorteil ist die Kombination aus Matter over Thread, Energiemessung und der guten Einbindung in das Eve-Ökosystem. Wer bereits weitere Eve-Produkte verwendet, kann diese problemlos miteinander kombinieren und gemeinsame Automationen erstellen. Gleichzeitig bleibt man dank Matter nicht auf ein einzelnes Smart-Home-System beschränkt. Ebenfalls positiv ist der für Eve typische Ansatz beim Datenschutz ohne Registrierung, Eve-Cloud oder laufende Abokosten.
Ganz ohne Kritik kommt die Eve Energy Outdoor dennoch nicht davon. Die vier kleinen und tief sitzenden Gehäuseschrauben könnten größer und robuster ausgeführt sein, während sich der Steckdosendeckel für unseren Geschmack weiter als die derzeit möglichen rund 90 Grad öffnen dürfte. Auch eine zusätzliche rückseitige Abdichtung und damit ein noch höherer Wetterschutz als IP44 wären bei einer zukünftigen Generation wünschenswert. Im bisherigen Außeneinsatz mit Regen, Frost und direkter Sonneneinstrahlung bereitete der vorhandene Schutz allerdings keinerlei Probleme.
Besonders interessant ist die Eve Energy Outdoor überall dort, wo eine Aufputzinstallation sinnvoll oder ohnehin vorgesehen ist. Bei einem Neubau würden wir an einer verputzten Hausfassade optisch meist eine bündig integrierte Unterputzsteckdose bevorzugen. Anders sieht es beispielsweise in einer Garage, Gartenhütte oder an einer Garten- beziehungsweise Betonmauer aus. Hier ist die Aufputzmontage der Eve Energy Outdoor eine unkomplizierte und kostengünstige Lösung. Schließlich muss kein entsprechend großer Ausschnitt beziehungsweise keine Vertiefung für eine Unterputzdose hergestellt werden, um die Steckdose bündig in die Wand einzusetzen.
Ebenso eignet sie sich hervorragend zum Nachrüsten oder Ersetzen einer bereits vorhandenen Aufputzsteckdose. Wer Gartenbeleuchtung, Pooltechnik oder andere Verbraucher im Außenbereich smart steuern möchte, erhält damit eine saubere, dauerhaft installierte Alternative zu einem zusätzlichen Smart-Plug. Der Preis von knapp 80 Euro ist zwar höher als bei einfachen smarten Zwischensteckern, dafür erhält man eine optisch deutlich aufgeräumtere Lösung mit Energiemessung, Matter over Thread und umfangreichen Automatisierungsmöglichkeiten.
Mit dem GOAT A1600 LiDAR PRO erweitert ECOVACS sein Portfolio um einen Mähroboter für mittelgroße bis große Gärten, der auf LiDAR-Navigation setzt und vollständig ohne Begrenzungskabel auskommt. Neben einer großen Schnittbreite und zahlreichen Komfortfunktionen verspricht der Hersteller vor allem eine einfache Einrichtung sowie eine präzise Navigation im Garten.
Im Praxistest musste der GOAT zeigen, wie gut diese Versprechen im Alltag tatsächlich funktionieren. Dabei überzeugte der Mähroboter in vielen Bereichen, offenbarte aber auch einige Punkte, bei denen noch Verbesserungspotenzial besteht.
Ob sich der ECOVACS GOAT A1600 LiDAR PRO gegen die starke Konkurrenz behaupten kann und für wen sich der Kauf lohnt, klären wir im ausführlichen Test.
Das gefällt uns
Präzise LiDAR-Navigation
Sehr gutes Mähbild dank 33 cm Schnittbreite
TruEdge-Trimmer reduziert die Nacharbeit an Rasenkanten
Einfache Einrichtung & digitale Kartierung
elektrische Schnitthöhenverstellung
Gute App
Schnelle Ladezeiten
Gute Hinderniserkennung bei Tageslicht
Hochwertige Verarbeitung
Regensensor direkt im Mähroboter integriert
Das gefällt uns weniger
TruEdge-Trimmer deutlich lauter als das eigentliche Mähwerk
Hinderniserkennung bei Dämmerung weniger zuverlässig
An No-Go-Zonen arbeitet der Trimmer nicht ganz so präzise wie an echten Rasenkanten
Hinterradantrieb auf lockerem Untergrund einem Allradmodell unterlegen
Bestehend aus „Verpackung/Design/Verarbeitung“ entspricht 25% der Gesamtwertung
Verpackung
Bereits beim Auspacken hinterlässt der ECOVACS GOAT A1600 LiDAR PRO einen positiven Eindruck. Die Verpackung ist rundum bedruckt und liefert bereits auf den ersten Blick einen guten Überblick über die wichtigsten Funktionen des Mähroboters. Zwar setzt ECOVACS optisch eher auf eine zweckmäßige als auf eine besonders hochwertige Präsentation, dafür sind sämtliche Komponenten sauber angeordnet und für den Transport zuverlässig geschützt.
Der Mähroboter selbst wird zusätzlich von einem weichen, leicht schaumstoffartigen Schutzmaterial umhüllt. Dadurch ist das Gehäuse während des Transports zuverlässig vor Kratzern oder anderen Beschädigungen geschützt. Auch die übrigen Komponenten sind ordentlich verstaut und sicher verpackt, sodass beim Auspacken nichts lose im Karton liegt oder verrutschen kann.
Beim Lieferumfang zeigt sich ECOVACS großzügig. Die beiden Messerteller sind bereits mit insgesamt sechs Klingen ausgestattet – jeweils drei pro Messerteller. Zusätzlich legt der Hersteller zwölf Ersatzklingen inklusive passender Befestigungsschrauben bei. Damit steht einem längeren Einsatz zunächst nichts im Wege, ohne dass direkt neues Zubehör nachgekauft werden muss. Für den späteren Klingenwechsel befindet sich außerdem der passende Schraubendreher im Lieferumfang.
Auch an die Installation wurde gedacht. Die Ladestation wird inklusive Netzteil und einer zusätzlichen Kabelverlängerung geliefert, wodurch sich die Station auch dann flexibel platzieren lässt, wenn die nächste Steckdose etwas weiter entfernt ist. Das Ladekabel ist bereits mit der Ladestation verbunden, was den Aufbau zusätzlich vereinfacht. Für die sichere Befestigung im Boden liegen selbstverständlich die passenden Bodenanker bei. Das hierfür benötigte Werkzeug liefert ECOVACS in Form eines Inbusschlüssels direkt mit, sodass für die Montage kein eigenes Werkzeug benötigt wird.
Bei der Dokumentation setzt der Hersteller auf zwei Varianten. Neben einer klassischen, ausführlichen Bedienungsanleitung befindet sich eine großformatige Schnellstartanleitung im Karton, die die wichtigsten Schritte übersichtlich zusammenfasst. In der Praxis dürfte beides jedoch nur selten zum Einsatz kommen, denn die ECOVACS-App führt den Nutzer nach dem Einschalten Schritt für Schritt durch die gesamte Einrichtung. Von der Verbindung mit dem WLAN über die Inbetriebnahme bis hin zur ersten Kartierung werden alle notwendigen Schritte verständlich erklärt, sodass selbst Einsteiger kaum auf die gedruckten Unterlagen angewiesen sind.
Insgesamt hinterlässt der Lieferumfang einen durchdachten Eindruck und bewegt sich auf dem Niveau anderer Mähroboter dieser Preisklasse. Alle für die Inbetriebnahme erforderlichen Komponenten sind vorhanden, zusätzlich erleichtern die beiliegenden Ersatzklingen den Einstieg. Kleinere Wünsche bleiben dennoch offen: Einige zusätzliche Ersatzklingen hätten die Wartungsintervalle weiter verlängert und eine Ersatzspule für den integrierten Trimmer wäre eine sinnvolle Ergänzung gewesen, da auch sie zu den typischen Verschleißteilen zählt. Diese Punkte ändern jedoch nichts daran, dass der GOAT A1600 LiDAR PRO mit einem insgesamt gut abgestimmten und vollständigen Lieferumfang ausgeliefert wird.
(Verpackung: 4 von 5 Punkten)
Design
Bereits beim Auspacken macht der ECOVACS GOAT A1600 LiDAR PRO einen modernen und durchdachten Eindruck. Die Oberseite des Gehäuses ist größtenteils weiß gehalten, während der untere Bereich in Schwarz beziehungsweise Anthrazit ausgeführt ist. Diese Zweiteilung passt gut zur technischen Ausrichtung des Mähroboters und lässt ihn modern wirken, ohne zu verspielt zu erscheinen.
Durch seine beiden Messerteller fällt der Mähroboter sichtbar größer aus als Modelle mit nur einem einzelnen Mähteller. Das überrascht zunächst nicht, denn die Konstruktion ermöglicht eine Schnittbreite von 33 Zentimetern. Zusätzlich verbreitert der seitlich angebrachte Trimmer das Gehäuse etwas. Anders als die beiden unter dem Roboter liegenden Messerteller bleibt er sichtbar und prägt damit das Erscheinungsbild des GOAT deutlich mit.
Der Trimmer ist von einem Borstenkranz umgeben, der Kanten und Hindernisse schützen soll, wenn der Roboter dicht an ihnen entlangfährt. Während des Einsatzes wird das Trimmerelement elektronisch abgesenkt. Auch die Schnitthöhe des eigentlichen Mähwerks lässt sich elektrisch verstellen. Solche beweglichen Elemente unterstreichen den modernen, beinahe futuristischen Charakter des Geräts.
Die Oberflächen sind überwiegend matt ausgeführt. Dadurch wirkt das Gehäuse weniger anfällig für sichtbare Fingerabdrücke als ein Hochglanzfinish. Der verwendete Kunststoff macht optisch einen soliden Eindruck, während stärker beanspruchte Bereiche teilweise aus Aluminium bestehen. Darauf gehen wir im Kapitel zur Verarbeitung noch genauer ein.
Auch die Sensorik ist sinnvoll in die Formgebung eingebunden. Der LiDAR-Turm sitzt im hinteren Bereich und wirkt durch die strukturierte, in das Gehäuse eingelassene Einfassung nicht wie ein nachträglich aufgesetztes Bauteil. Vorne befindet sich die Kamera für die Objekterkennung. Beide Komponenten sind klar sichtbar, passen aber dennoch stimmig in das Gesamtbild.
Der seitliche Trimmer fällt naturgemäß stärker auf, da er nicht unter dem Gehäuse verborgen ist. Gerade dadurch besitzt der GOAT A1600 LiDAR PRO aber auch einen hohen Wiedererkennungswert. Bei aktuellen Mährobotern ist ein solches Bauteil noch eher ungewöhnlich. Ob sich diese Lösung künftig auch bei anderen Herstellern stärker durchsetzt, bleibt abzuwarten.
Die Form gefällt insgesamt gut. Trotz der breiteren Bauweise wirkt der GOAT nicht unnötig klobig. Weiß, Schwarz und Anthrazit sind sinnvoll verteilt, LiDAR und Kamera wurden harmonisch eingebunden und der sichtbare Trimmer verleiht dem Roboter eine eigenständige Optik.
(Design: 4,5 von 5 Punkten)
Verarbeitung
Der ECOVACS GOAT A1600 LiDAR PRO hinterlässt bereits beim ersten Anheben einen stabilen Eindruck. Mit einem Nettogewicht von 17,8 Kilogramm gehört er nicht zu den leichtesten Mährobotern am Markt. Aufgrund seiner beiden Messerteller, der großzügigen Schnittbreite von 33 Zentimetern und der umfangreichen Sensorik ist das zusätzliche Gewicht jedoch nachvollziehbar. Trotz seiner Größe lässt sich der Roboter noch gut anheben und transportieren. Auf einen Allradantrieb verzichtet ECOVACS, stattdessen erfolgt der Antrieb über die beiden Hinterräder.
Das Gehäuse wirkt robust und ist klar auf den dauerhaften Einsatz im Garten ausgelegt. Gleichzeitig besitzt der verwendete Kunststoff eine gewisse Flexibilität, sodass kleinere Kollisionen nicht sofort zu Rissen oder Brüchen führen dürften. Dieser Eindruck setzt sich auch beim genaueren Betrachten fort. Die Spaltmaße sind überwiegend gleichmäßig, scharfe Kanten oder unsaubere Übergänge konnten wir nicht feststellen.
Klopft man auf die großen Gehäuseteile, fällt auf, dass sie sich stellenweise etwas hohl anhören. Das liegt daran, dass die Kunststoffteile konstruktionsbedingt nicht vollflächig aufliegen, sondern an definierten Befestigungspunkten verschraubt sind. Dieses Verhalten ist bei vielen Mährobotern zu beobachten und stellt aus unserer Sicht keinen Qualitätsmangel dar.
Lediglich im Bereich der hinteren Kotflügel gibt es eine kleine Auffälligkeit. Dort treffen jeweils zwei weiße Gehäuseteile aufeinander, wobei eines der beiden Bauteile auf beiden Seiten minimal hervorsteht. Dieser Versatz fällt nur bei genauer Betrachtung auf und hat keinerlei Einfluss auf die Funktion. Rein optisch wäre hier zwar etwas mehr Präzision wünschenswert gewesen. Gleichzeitig hätte eine zusätzliche Verschraubung oder ein weiterer Befestigungspunkt an dieser Stelle vermutlich auch Nachteile mit sich gebracht. Gerade bei einem Mähroboter, der regelmäßig Vibrationen, Unebenheiten oder gelegentlichen Kollisionen ausgesetzt ist, können bewusst flexibel ausgeführte Kunststoffteile Spannungen besser aufnehmen als eine sehr starre Konstruktion. Aus unserer Sicht ist der kleine Versatz daher eher ein konstruktiver Kompromiss zugunsten der Langlebigkeit als ein echter Verarbeitungsmangel.
Für zusätzliche Sicherheit sorgt der federnd gelagerte Frontbereich. Sollte der GOAT bei schwierigen Lichtverhältnissen oder in einer Ausnahmesituation doch einmal ein Hindernis berühren, trifft die Front nicht starr auf das Objekt. Stattdessen ist der vordere Stoßfänger über blaue Dämpfungselemente mit dem Gehäuse verbunden und kann bei einer Berührung kontrolliert nachgeben. Diese Konstruktion reduziert die Belastung auf Gehäuse und Mechanik und vermittelt einen durchdachten Eindruck.
Auch bei den verwendeten Materialien wurde an den richtigen Stellen nicht gespart. Sämtliche Bauteile, die im täglichen Betrieb höheren Belastungen ausgesetzt sind, bestehen aus Metall oder Aluminium. Dazu gehören unter anderem die Ladekontakte, Teile des Hinterradantriebs, die gefederte Aufhängung der beiden vorderen Lenkrollen sowie die Kühlrippe im vorderen Bereich des Roboters. Auch sämtliche Schraubverbindungen bestehen selbstverständlich aus Metall. Die großflächigen Gehäuseteile dagegen bestehen aus robustem Kunststoff, wodurch das Gesamtgewicht trotz der Größe in einem vernünftigen Rahmen bleibt.
Die beiden Messerteller bestehen aus glasfaserverstärktem Kunststoff und verfügen über integrierte Metalleinsätze für die Befestigung der Klingen. Diese Bauweise hat sich bei vielen Herstellern etabliert, da sie Stabilität mit einem möglichst geringen Gewicht verbindet. Beide Messerteller drehen leichtgängig und die Klingenaufnahmen machen einen sauber verarbeiteten Eindruck.
Ebenfalls hochwertig wirkt der seitliche Trimmer. Nach außen wird die gesamte Einheit von einem robusten Kunststoffgehäuse geschützt, das den eigentlichen Trimmermechanismus vor Schmutz, Steinen und Beschädigungen bewahren soll. Im Inneren setzt ECOVACS dagegen auf Metallkomponenten. Sowohl der Trimmer selbst als auch der Motorantrieb und die mechanischen Bauteile bestehen aus Metall und vermitteln einen langlebigen Eindruck. Der Mechanismus sitzt spielfrei im Gehäuse, nichts klappert oder wackelt. Da der Trimmer während des Mähvorgangs motorisch aus- und eingefahren wird, wirkt die gesamte Konstruktion stabil, präzise und für den dauerhaften Einsatz im Garten ausgelegt.
Auch die Sensorik hinterlässt einen hochwertigen Eindruck. Der LiDAR-Sensor sitzt stabil im hinteren Bereich des Gehäuses und wirkt gut geschützt. Die Kamera an der Front befindet sich einige Zentimeter hinter dem beweglichen Stoßfänger bzw. Gehäseteil und ist dadurch zusätzlich vor direkten Kollisionen geschützt.
Die Bedienelemente und das kleine Display sind frei zugänglich und überzeugen mit einem angenehmen Druckpunkt. Da sie nicht unter einer separaten Abdeckung liegen, sind sie allerdings dauerhaft der Witterung ausgesetzt. Da der GOAT für den ganzjährigen Außeneinsatz entwickelt wurde, ist dies konstruktiv nachvollziehbar, langfristig wird sich jedoch erst im Dauereinsatz zeigen, wie sich diese Lösung über mehrere Jahre bewährt.
Auch die Ladestation macht einen soliden Eindruck. Sämtliche Bauteile wirken sauber verarbeitet und erfüllen ihren Zweck zuverlässig. Wackelige Kunststoffteile oder schlecht sitzende Steckverbindungen konnten wir nicht feststellen.
Nach den bisherigen Testeinsätzen zeigt der GOAT A1600 LiDAR PRO lediglich den erwartbaren Verschleiß an den Mähklingen. Am Gehäuse selbst konnten wir weder Kratzer noch Verfärbungen oder gelockerte Bauteile feststellen. Für eine belastbare Aussage zur Langzeitqualität sind jedoch längere Praxiserfahrungen über mehrere Saisons erforderlich. Wie bei allen Mährobotern empfiehlt es sich außerdem, das Gerät während der Wintermonate gründlich zu reinigen und anschließend trocken in einer Garage oder einem Schuppen einzulagern.
Insgesamt hinterlässt der ECOVACS GOAT A1600 LiDAR PRO einen überzeugenden Verarbeitungseindruck. Kleinere optische Unregelmäßigkeiten an den hinteren Kotflügeln ändern nichts daran, dass der Mähroboter robust konstruiert ist und einen langlebigen Eindruck vermittelt. Gerade die Kombination aus widerstandsfähigem Kunststoff, gezielt eingesetzten Metallkomponenten und dem gedämpften Frontaufbau zeigt, dass ECOVACS den GOAT auf die Anforderungen des täglichen Einsatzes im Garten ausgelegt hat.
(Verarbeitung: 4,5 von 5 Punkten)
TEIL 2
bestehend aus „Funktion des Produktes“ entspricht 65% der Gesamtwertung
Empfohlene Rasenfläche
bis 1.600 m²
Navigation/ Hindernisserkennung
LiDAR + KI-Kamera (AIVI 3D), erkennt laut Hersteller über 200 Hindernistypen
Begrenzungskabel
Nein, nicht nötig
RTK-Antenne erforderlich
nein
Schnittsystem
2 Messerteller mit insgesamt 6 Klingen (3 je Messerteller)
Schnittbreite
33 cm
Schnitthöhe
30–90 mm (elektrisch per App)
Kantenmähfunktion
ja, mit TruEdge-Trimmer
Fahrgeschwindigkeit
0,4–0,7 m/s
Antrieb und max. Steigung
bis 50 %; Hinterradantrieb
Besonderheiten
Regensensor im Gehäuse Mehrzonenverwaltung No-Go-Zonen Kartenverwaltung Elektrische Schnitthöhenverstellung
Akku-Ladezeit
ca. 50 Minuten
Schutzklasse
IPX6 (Roboter)
Abmessungen (L × B × H)
ca. 68 × 46 × 31 cm
Gewicht
17,8 kg
Lieferumfang
ECOVACS GOAT A1600 LiDAR PRO Ladestation Netzteil 6x Bodenanker (Kunststoff) für Ladestation inkl. Inbusschüssel Seitlicher TruEdge-Trimmer inkl. zwei Seitenbürsten und Schrauben 6 vormontierte Klingen (3 je Messerteller) und 12 Ersatzklingen inkl. Schrauben Bedienungsanleitung Schnellstartanleitung
Technische Daten der ECOVACS GOAT A1600 LiDAR PRO
Einrichtung & Inbetriebnahme
Die Einrichtung des ECOVACS GOAT A1600 LiDAR PRO gestaltet sich insgesamt unkompliziert und ist auch für Einsteiger gut zu bewältigen. Vom Öffnen des Kartons bis zum ersten Mähvorgang vergehen abhängig von der Größe und Komplexität des Gartens etwa 20 bis 40 Minuten. Der größte Zeitfaktor ist dabei nicht der Zusammenbau, sondern die anschließende Kartierung der Rasenfläche.
Nach dem Aufbau ist der GOAT innerhalb kurzer Zeit bereit für die App-Einrichtung und Kartierung. Der GOAT hat die Station selbst zwischen diesen Töpfen immer auf anhieb gefunden und getroffen.
Ladestation schnell montiert
Nach dem Auspacken müssen zunächst alle Komponenten aus dem Karton entnommen werden. Die Ladestation besteht aus einer Grundplatte und einem oberen Bügel mit ECOVACS-Logo, Ladekontakten und Stromanschluss. Dieser wird zunächst einfach aufgesteckt und rastet sicher ein. Theoretisch könnte die Station bereits so verwendet werden, auf der Rückseite befinden sich jedoch zusätzlich zwei Verschraubungen, mit denen sich der Aufbau dauerhaft sichern lässt.
Anschließend wird lediglich noch das Netzteil mit der beiliegenden Kabelverlängerung über die verschraubbare Steckerkupplung verbunden. Danach kann die Ladestation bereits an ihrem endgültigen Standort aufgestellt werden.
Vor dem ersten Einsatz muss außerdem noch der seitliche Trimmer montiert werden. Dieser wird zunächst in seine Aufnahme gesteckt und anschließend mit insgesamt drei Schrauben befestigt. Eine bereits eingesetzte Schraube befindet sich gut geschützt unter einer gekennzeichneten Gummilasche, zwei weitere Schrauben werden von der Unterseite beziehungsweise der Seite eingeschraubt. Zum Schluss werden noch die beiden Schutzbürsten eingeklipst. Die Montage ist insgesamt unkompliziert und innerhalb weniger Minuten erledigt.
Der richtige Standort
Da der GOAT A1600 LiDAR PRO vollständig auf ein Begrenzungskabel verzichtet und stattdessen per LiDAR navigiert, gestaltet sich die Wahl des Aufstellortes deutlich einfacher als bei klassischen Mährobotern. Wichtig ist in erster Linie eine stabile WLAN-Verbindung, da sich die Ladestation idealerweise innerhalb der Reichweite des heimischen 2,4-GHz-Netzes befinden sollte.
Der Untergrund sollte möglichst eben sein. Auf Rasen kann die Station mit den mitgelieferten Kunststoff-Erdankern befestigt werden. Befinden sich jedoch Steine im Boden, ist deren Verwendung nicht immer problemlos möglich. Alternativ lässt sich die Ladestation auch auf gepflasterten Flächen aufstellen. Wer sie dort dauerhaft befestigen möchte, kann dies mit geeigneten Edelstahlschrauben, Dübeln und Unterlegscheiben problemlos nachrüsten.
Wie bei den meisten Mährobotern sollten außerdem die vom Hersteller empfohlenen Mindestabstände eingehalten werden. Vor der Ladestation werden rund zwei Meter freier Platz benötigt, seitlich jeweils etwa 40 Zentimeter ohne Hindernisse. Der Abstand zwischen Ladestation und der eigentlichen Rasenfläche sollte möglichst nicht mehr als drei Meter betragen. Die App weist während der Einrichtung auf diese Anforderungen hin und unterstützt bei der Wahl eines geeigneten Standorts.
App führt Schritt für Schritt durch die Einrichtung
Für die Inbetriebnahme steht die ECOVACS HOME App für iOS und Android zur Verfügung. Ein Benutzerkonto ist erforderlich. Wer bereits einen DEEBOT-Saugroboter oder einen WINBOT-Fensterputzroboter von ECOVACS nutzt, kann denselben Account weiterverwenden. Sämtliche Geräte des Herstellers werden zentral über dieselbe App verwaltet.
Kopplungsmodus am RoboterWLAN auswählenFirmware-AktualisierungDie ECOVACS HOME App führt vom Kopplungsmodus über die WLAN-Verbindung bis zum ersten Firmware-Update verständlich durch die Einrichtung.
Die Verbindung mit dem Mähroboter verlief im Test schnell und ohne Schwierigkeiten. Wie üblich erfolgt die Einbindung über ein 2,4-GHz-WLAN, das aufgrund seiner höheren Reichweite für den Einsatz im Garten die bessere Wahl gegenüber 5 GHz ist. Direkt nach der Einrichtung wurde außerdem ein Firmware-Update installiert. Sämtliche Schritte werden verständlich erklärt, sodass kaum Fragen offenbleiben.
Flexible Kartierung ohne Begrenzungskabel
Besonders angenehm ist die Einrichtung der Mähfläche. Statt ein Begrenzungskabel zu verlegen, erstellt der GOAT seine Karte digital. Dabei stehen zwei Möglichkeiten zur Verfügung.
Für einfache und offene Rasenflächen kann der Roboter die Kartierung vollständig automatisch übernehmen. In vielen Fällen funktioniert dies bereits erstaunlich gut. Wer jedoch viele Beete, enge Durchgänge oder verwinkelte Bereiche im Garten besitzt, erzielt mit der manuellen Kartierung deutlich präzisere Ergebnisse.
Die ECOVACS HOME App führt Schritt für Schritt durch die Kartierung – von der optimalen Positionierung der Ladestation über das Anlegen der Mähfläche bis zum erfolgreichen Abschluss der Kartenerstellung.
Da sich der seitliche TruEdge-Trimmer auf der linken Fahrzeugseite befindet, empfiehlt es sich, den Roboter bei der manuellen Kartierung so zu führen, dass der Trimmer zur Rasenkante zeigt. Grundsätzlich funktioniert die Kartierung jedoch auch in umgekehrter Richtung – wichtig ist lediglich, dass die Kartierungsrunde vollständig geschlossen wird. Beim Einfahren der Grundstücksgrenze sollte zudem ein Abstand von etwa 10 Zentimetern zur Rasenkante eingehalten werden. Den verbleibenden Bereich übernimmt der GOAT später automatisch mit seinem TruEdge-Trimmer, wodurch die Rasenkante besonders sauber bearbeitet wird.
Bei der manuellen Kartierung wird der GOAT mithilfe der virtuellen Joystick-Steuerung entlang der Rasenkante geführt. Dadurch lassen sich insbesondere verwinkelte Grundstücke besonders präzise erfassen.
Die Dauer der Kartierung hängt stark von der Größe und Komplexität des Grundstücks ab. Während die automatische Kartierung bei einfachen Grundstücken häufig bereits ausreicht, mussten wir bei komplexeren Bereichen vereinzelt noch kleinere Korrekturen an der Karte vornehmen.
Zonen und No-Go-Bereiche
Mehrere Mähzonen lassen sich problemlos anlegen. Selbst getrennte Rasenflächen können genutzt werden, sofern die Verbindungswege mindestens etwa 90 Zentimeter breit sind.
Auch No-Go-Zonen sind schnell erstellt. Sie werden direkt in der Kartenansicht eingezeichnet und können jederzeit verändert oder wieder gelöscht werden. Ob die gewählten Bereiche optimal passen, zeigt sich anschließend beim nächsten Mähvorgang und lässt sich bei Bedarf problemlos nachjustieren.
Elektrische Schnitthöhenverstellung
Die Schnitthöhe wird vollständig elektronisch über die App eingestellt. Mechanische Drehregler oder Hebel am Gerät gibt es nicht.
Im Alltag bietet diese Lösung einen deutlichen Komfortgewinn, da die Höhe jederzeit bequem vom Smartphone aus angepasst werden kann, ohne zum Mähroboter gehen zu müssen. Langfristig bleibt allerdings abzuwarten, wie sich der dafür notwendige Verstellmotor über viele Jahre hinweg bewährt, da er gegenüber einer rein mechanischen Lösung konstruktionsbedingt ein zusätzliches Verschleißteil darstellt.
Erster Mähvorgang
Nach Abschluss der Einrichtung begann der GOAT A1600 LiDAR PRO ohne Verzögerung mit seiner Arbeit. Der Roboter startete direkt mit dem systematischen Bahnenmähen, ohne dass während unseres Tests Probleme bei der Inbetriebnahme oder der ersten Ausfahrt auftraten.
Während des Mähvorgangs zeigt die App unter anderem die aktuelle Position des Roboters, den Akkustand sowie den Fortschritt in Echtzeit an.
Gerade der vollständige Verzicht auf ein Begrenzungskabel zählt dabei zu den größten Vorteilen des Systems. Die Ladestation kann bei einer späteren Umgestaltung des Gartens jederzeit an einen anderen Ort versetzt werden, ohne dass zunächst Kabel ausgegraben oder neu verlegt werden müssen. Diese Flexibilität erleichtert nicht nur die Erstinstallation, sondern auch spätere Anpassungen erheblich.
(Einrichtung & Inbetriebnahme: 4,5 von 5 Punkten)
Bedienung im Alltag
Nach einer kurzen Eingewöhnungszeit präsentiert sich die ECOVACS HOME App als übersichtlich und weitgehend selbsterklärend. Die einzelnen Menüs sind logisch aufgebaut, wichtige Funktionen lassen sich schnell finden und auch Nutzer, die bisher keinen Mähroboter von ECOVACS verwendet haben, dürften sich rasch zurechtfinden. Während unseres Testzeitraums arbeitete die App zuverlässig und stabil. Abstürze oder Verbindungsprobleme konnten wir nicht feststellen.
Der Mähvorgang lässt sich jederzeit bequem über die App starten, pausieren oder vollständig beenden. Alternativ stehen die Bedientasten direkt am Mähroboter zur Verfügung. Diese Möglichkeit ist vor allem dann praktisch, wenn das Smartphone gerade nicht griffbereit ist. Im Alltag dürfte jedoch die Steuerung über die App von den meisten Nutzern bevorzugt werden, da sämtliche Funktionen dort komfortabel erreichbar sind.
Bei den Einstellungsmöglichkeiten bietet der GOAT A1600 LiDAR PRO einen erfreulich großen Funktionsumfang. Zeitpläne lassen sich individuell erstellen und die Schnitthöhe kann elektronisch zwischen 30 und 90 Millimeterneingestellt werden, ohne dass man den Mähroboter aufsuchen muss. Ebenso lässt sich die Fahrgeschwindigkeit im Bereich von 0,4 bis 0,7 m/s anpassen.
Über die ECOVACS HOME App lassen sich unter anderem Schnitthöhe, Fahrgeschwindigkeit, Mährichtung sowie die Hinderniserkennung individuell anpassen.
Auch das Mähverhalten kann individuell konfiguriert werden. Der GOAT mäht den Rasen grundsätzlich in systematischen, geraden Bahnen und orientiert sich dabei mithilfe seines 360°-LiDAR- sowie Kamerasystems. Wer möchte, kann die Ausrichtung der Mähbahnen für einzelne Bereiche individuell festlegen und zwischen den Mähvorgängen variieren. Dadurch entstehen keine dauerhaft sichtbaren Fahrspuren und der Rasen erhält ein gleichmäßigeres Schnittbild.
Praktisch ist außerdem, dass sich der seitliche Trimmer separat aktivieren oder deaktivieren lässt. Wer beispielsweise an Sonn- oder Feiertagen besonders geräuscharm mähen möchte oder den Trimmer nur bei Bedarf einsetzen möchte, kann dies direkt in der App festlegen. Auch die Empfindlichkeit der Hinderniserkennung lässt sich an die eigenen Anforderungen anpassen.
Die Kartenansicht gehört zu den Stärken der App. Bereits auf den ersten Blick erkennt man die angelegten Mähzonen, Verbindungswege und No-Go-Bereiche. Änderungen an der Karte lassen sich unkompliziert durchführen und sind nach kurzer Zeit verinnerlicht. Dadurch bleibt die Verwaltung auch bei komplexeren Grundstücken angenehm übersichtlich.
Auch bei den Benachrichtigungen findet ECOVACS einen guten Mittelweg. Die App informiert zuverlässig über abgeschlossene Mähvorgänge, eventuelle Störungen oder andere wichtige Ereignisse. Gleichzeitig wird der Nutzer nicht mit unnötigen Meldungen überhäuft. Wer möchte, kann die Benachrichtigungen zusätzlich an die eigenen Wünsche anpassen.
Während des Betriebs liefert die App zahlreiche Statusinformationen. Neben dem aktuellen Akkustand werden die Position des Mähroboters, bereits gemähte Flächen, der Fortschritt des aktuellen Mähvorgangs angezeigt. Treten Fehler auf, erscheinen diese ebenfalls verständlich in der App, sodass sich mögliche Probleme schnell erkennen lassen.
Auch akustisch verhält sich der GOAT A1600 LiDAR PRO im Alltag unauffällig. Gemeint sind hierbei jedoch ausschließlich die Bedien- und Komfortfunktionen. So sind beispielsweise das automatische Verstellen der Schnitthöhe, das motorische Absenken beziehungsweise Einfahren des Trimmers sowie das Andocken an die Ladestation zwar hörbar, wirken jedoch angenehm dezent und keineswegs störend. Sämtliche Bewegungen erfolgen ruhig und kontrolliert. Auf die Lautstärke während des eigentlichen Mäh- und Trimmvorgangs gehen wir im nächsten Abschnitt „Leistung im Alltag“ noch ausführlich ein.
Die Reinigung gestaltet sich ebenfalls unkompliziert. Grasreste lassen sich mit einer Bürste und einem Gartenschlauch schnell entfernen. Da die Unterseite gut zugänglich ist, erreicht man sowohl die beiden Messerteller als auch den Bereich des Trimmers problemlos. Der Pflegeaufwand hält sich dadurch insgesamt in Grenzen.
Im täglichen Einsatz zeigt sich schließlich der größte Vorteil eines modernen Mähroboters. Hat man die Einrichtung einmal abgeschlossen und die Karte angepasst, muss man nur noch selten in die App schauen. Während man in den ersten Tagen verständlicherweise häufiger kontrolliert, wie sich der Roboter verhält, rückt die App später zunehmend in den Hintergrund. Stattdessen erledigt der GOAT seine Arbeit weitgehend selbstständig und zuverlässig. Man kann den Mähroboter einfach arbeiten lassen und die Zeit lieber auf der Terrasse oder mit anderen Tätigkeiten verbringen.
Besonders überzeugend ist dabei das Arbeiten ohne Begrenzungskabel. Hat man diese Art der Navigation einmal kennengelernt, möchte man kaum noch zu einem klassischen System zurückkehren. Die Installation ist deutlich einfacher, spätere Änderungen an der Gartengestaltung lassen sich wesentlich flexibler umsetzen und auch das Umsetzen der Ladestation ist jederzeit möglich, ohne zunächst ein Begrenzungskabel neu verlegen zu müssen. Gerade dieser Komfortgewinn macht sich im Alltag immer wieder bemerkbar und zählt aus unserer Sicht zu den größten Stärken des GOAT A1600 LiDAR PRO.
(Bedienung im Alltag: 4 von 5 Punkten)
Leistung im Alltag
Mähbild
Im täglichen Einsatz hinterlässt der ECOVACS GOAT A1600 LiDAR PRO insgesamt ein überzeugendes Mähbild. Mit neuen beziehungsweise scharfen Klingen wird der Rasen sauber und gleichmäßig geschnitten. Die beiden versetzt angeordneten Messerteller sorgen dafür, dass sich ihre Arbeitsbereiche überlappen und kaum ungemähte Streifen zurückbleiben. Gleichzeitig profitiert der Roboter von seiner großzügigen Schnittbreite von 33 Zentimetern, wodurch größere Flächen deutlich schneller abgearbeitet werden als bei Modellen mit nur einem einzelnen Messerteller.
Im direkten Vergleich zu aktuellen Spitzenmodellen anderer Hersteller fällt jedoch ein kleiner Unterschied auf. ECOVACS setzt pro Messerteller weiterhin auf drei Klingen. Das hat durchaus Vorteile. Beim späteren Klingenwechsel müssen lediglich sechs Klingen ausgetauscht werden, was die laufenden Kosten für Verschleißteile reduziert.
Viele Hersteller verwenden bei ihren größeren Modellen inzwischen allerdings Messerteller mit jeweils sechs Klingen. Dadurch verteilt sich die Schneidarbeit auf mehr Klingen, was insbesondere bei dichterem oder kräftigerem Gras oft für ein etwas gleichmäßigeres Schnittbild sorgt. Gleichzeitig bleibt die Schneidleistung über einen längeren Zeitraum konstanter, bevor ein Klingenwechsel erforderlich wird. Der Nachteil dieser Bauweise liegt wiederum in den höheren Folgekosten, da beim Austausch doppelt so viele Klingen ersetzt werden müssen.
Im Alltag liefert der GOAT A1600 LiDAR PRO dennoch ein insgesamt sauberes Schnittbild. Die systematische Fahrweise sorgt dafür, dass sämtliche Bahnen zuverlässig abgearbeitet werden und nur selten einzelne Halme stehen bleiben.
Große Schnittbreite spart Zeit
Die 33 Zentimeter Schnittbreite machen sich im täglichen Betrieb deutlich bemerkbar. Im Vergleich zu Mährobotern mit einer Schnittbreite von rund 18 bis 22 Zentimetern benötigt der GOAT weniger Bahnen und erreicht sein Ziel entsprechend schneller. Gerade auf größeren Rasenflächen verkürzt sich dadurch die Mähzeit spürbar.
TruEdge-Trimmer in der Praxis
Zu den Besonderheiten des GOAT A1600 LiDAR PRO gehört der seitlich angebrachte TruEdge-Trimmer. Sein Ziel ist es, den Abstand zu festen Begrenzungen wie Mauern, Zäunen, Hochbeeten oder Rasenkanten zu minimieren und dadurch die notwendige Nacharbeit mit einem Rasentrimmer möglichst gering zu halten. Im Test gelang dies gut: An Mauern blieb lediglich ein schmaler Streifen von etwa zwei bis drei Zentimetern stehen.
An klassischen Rasenkanten funktioniert der Trimmer besonders in Verbindung mit der Funktion Adaptive Grenzen zuverlässig. Anders sieht es an künstlich angelegten No-Go-Zonen aus. Hier hält der Roboter einen größeren Sicherheitsabstand ein, wodurch etwas mehr Gras stehen bleibt.
Nicht in jeder Situation ist der Einsatz des TruEdge-Trimmers jedoch zwingend notwendig. Bereiche, über die der Mähroboter problemlos hinwegfahren kann – beispielsweise ebenerdige Rasenkanten –, lassen sich bereits bei der manuellen Kartierung entsprechend berücksichtigen. Fährt man den Roboter dort etwas weiter über die Rasenkante hinaus, wird auch dieser Bereich sauber gemäht, ohne dass der Trimmer eingreifen muss.
Besondere Aufmerksamkeit empfiehlt sich dagegen bei Blumenbeeten oder Hochbeeten mit niedrig wachsenden Pflanzen direkt am Rasenrand. Junge Ziergräser oder empfindliche Stauden können vom Trimmer unter Umständen mit erfasst werden, wenn sie in den Mähbereich hineinragen. Zwar erkennt die Kamera größere Pflanzen in vielen Fällen zuverlässig, dennoch sollte man die ersten Mähvorgänge aufmerksam beobachten und die Kartierung bei Bedarf anpassen. Befinden sich einzelne Stauden oder andere Pflanzen direkt innerhalb der Rasenfläche, empfehlen wir grundsätzlich das Anlegen einer No-Go-Zone. So lässt sich vermeiden, dass eine Pflanze im ungünstigsten Fall einmal nicht erkannt und beschädigt wird.
Ein gelungenes Sicherheitsmerkmal besitzt der TruEdge-Trimmer ebenfalls. Sobald sich Personen oder Tiere auf etwa 1,5 Meter nähern, wird der Trimmer automatisch deaktiviert und erst wieder eingeschaltet, wenn der Bereich wieder frei ist.
Lautstärke
Während des eigentlichen Mähvorgangs arbeitet der GOAT angenehm leise. Die beiden Messerteller sind kaum störend und ermöglichen problemlos den Einsatz in Zeiten, in denen möglichst wenig Lärm entstehen soll.
Ganz anders verhält sich der seitliche Trimmer. Sobald dieser aktiviert wird, steigt die Geräuschentwicklung deutlich an. Im subjektiven Eindruck erinnert die Lautstärke an einen klassischen Rasentrimmer mit Faden. Dadurch geht ein Teil des ansonsten sehr leisen Gesamteindrucks verloren.
Gerade an Sonn- oder Feiertagen würde ich den Trimmer deshalb deaktivieren. Praktischerweise lässt sich dies direkt über die App erledigen. So kann der GOAT weiterhin den Rasen mähen, ohne dass der deutlich lautere Trimmer zum Einsatz kommt.
Navigation
Die Navigation zählt zu den größten Stärken des GOAT A1600 LiDAR PRO. Der Roboter fährt seine Bahnen sehr präzise und gleichmäßig ab. Wendemanöver gelingen sauber, ohne den Rasen unnötig aufzureißen oder Spuren im Boden zu hinterlassen. Auch unnötige Doppelbefahrungen konnten wir während des Tests nicht beobachten.
Hinderniserkennung
Die Kombination aus LiDAR und Kamera arbeitet insgesamt zuverlässig. Der GOAT erkennt laut ECOVACS mehr als 200 verschiedene Hindernistypen. Im Test zeigte sich die Hinderniserkennung bei typischen Gartenobjekten wie Bäumen, Blumentöpfen oder Gartenmöbeln zuverlässig. Auch Werkzeuge, Spielzeug oder lose Gegenstände wurden in den meisten Fällen erkannt und sicher umfahren.
Auffällig ist allerdings, dass der Roboter an festen Hindernissen bewusst relativ dicht vorbeifährt, um möglichst wenig Gras stehen zu lassen. Dieses Verhalten verbessert die Flächenabdeckung, verlangt der Hinderniserkennung jedoch einiges ab.
Sehr kleine Gegenstände werden erwartungsgemäß nicht immer zuverlässig erkannt. Außerdem nimmt die Erkennungsleistung in der Dämmerung sichtbar ab. Aus diesem Grund würden wir den GOAT grundsätzlich bevorzugt tagsüber einsetzen. Das verbessert nicht nur die Hinderniserkennung, sondern kommt auch nachtaktiven Tieren wie Igeln zugute.
Steigungen
Steigungen von bis zu 50 Prozent meistert der GOAT problemlos, sofern der Untergrund ausreichend griffig ist. Für den überwiegenden Teil der Gärten in Deutschland reicht diese Leistung vollkommen aus.
Grenzen zeigt der Hinterradantrieb allerdings auf sehr weichem oder aufgeweichtem Boden. Bleibt der Roboter dort einmal hängen, können sich die Antriebsräder aufgrund des fehlenden Allradantriebs relativ schnell eingraben. Wer besonders steile Grundstücke mit lockerem Boden besitzt, sollte deshalb eher zu einem Modell mit Allradantrieb greifen.
Akku und Ladeverhalten
Die Akkulaufzeit erwies sich im Test als ausreichend für längere Mähabschnitte. Reicht die Ladung für die komplette Fläche nicht aus, fährt der GOAT selbstständig zur Ladestation, lädt seinen Akku und setzt den Mähvorgang anschließend automatisch an der richtigen Stelle fort.
Dank der Schnellladefunktion dauert eine vollständige Akkuladung lediglich rund 50 Minuten. Dadurch entstehen auch bei größeren Grundstücken nur kurze Ladepausen.
Wetter
Der GOAT verfügt über einen integrierten Regensensor und kann entsprechend auf Niederschlag reagieren. Während unseres Testzeitraums wurde ausschließlich auf trockenem Rasen gemäht. Das entspricht auch unserer bevorzugten Nutzung. Nasses Gras haftet deutlich stärker an der Unterseite des Mähroboters und belastet gleichzeitig die Grasnarbe stärker als ein Schnitt bei trockenen Bedingungen.
Unser Eindruck
Der ECOVACS GOAT A1600 LiDAR PRO überzeugt im Alltag mit einer sehr präzisen Navigation, einer hohen Flächenleistung und einem insgesamt sauberen Schnittbild. Besonders die Kombination aus LiDAR-Navigation, Kamera und der großen Schnittbreite sorgt dafür, dass der Roboter effizient arbeitet und größere Flächen schnell bewältigt.
Der seitliche TruEdge-Trimmer ist eine spannende und grundsätzlich sinnvolle Idee. An klassischen Rasenkanten funktioniert er gut und reduziert die notwendige Nacharbeit deutlich. Seine hohe Geräuschentwicklung und die weniger präzise Arbeitsweise an No-Go-Zonen zeigen jedoch, dass hier noch Entwicklungspotenzial vorhanden ist.
Für zukünftige Generationen könnten wir uns vorstellen, dass ECOVACS den Randschnitt noch eleganter löst. Beispielsweise durch einen weiter außen positionierten Messerteller oder eine Konstruktion, bei der sich das eigentliche Mähwerk für den Randbereich seitlich verschieben lässt. Dadurch ließe sich der zusätzliche Trimmer möglicherweise ganz ersetzen und gleichzeitig die Geräuschentwicklung reduzieren.
(Leistung im Alltag: 4 von 5 Punkten)
TEIL 3
bestehend aus „Preis/Leistung“ entspricht 10% der Gesamtwertung
Beschreibung
Im Praxistest hält der ECOVACS GOAT A1600 LiDAR PRO seine Herstellerversprechen größtenteils ein. Die LiDAR-Navigation arbeitet präzise und zuverlässig und bietet insbesondere unter Bäumen Vorteile gegenüber vielen GPS- beziehungsweise RTK-Systemen, da keine zusätzliche Antenne installiert werden muss.
Auch der TruEdge-Trimmer sorgt dafür, dass der Roboter deutlich näher an Mauern und Rasenkanten arbeitet. Andere Hersteller verfolgen hierfür mittlerweile jedoch ebenfalls interessante Ansätze, sodass sich erst in den kommenden Jahren zeigen wird, welche Lösung sich langfristig durchsetzt.
Die Hinderniserkennung überzeugte bei Tageslicht mit einer zuverlässigen Erkennung typischer Gartenhindernisse. In der Dämmerung nimmt die Erkennungsleistung der Kamera jedoch sichtbar ab, weshalb wir den Einsatz grundsätzlich tagsüber empfehlen.
Die maximale Flächenleistung von 1.600 m² konnten wir aufgrund unserer Testfläche nicht vollständig überprüfen. Die angegebene Steigfähigkeit von bis zu 50 Prozent ist für die meisten Gärten jedoch vollkommen ausreichend. Auf lockerem Untergrund stößt der Hinterradantrieb naturgemäß früher an seine Grenzen als ein Allradmodell.
Auch die elektrische Schnitthöhenverstellung sowie die Schnellladefunktion funktionierten im Test zuverlässig und erwiesen sich im Alltag als echter Komfortgewinn.
Unterm Strich erfüllt der ECOVACS GOAT A1600 LiDAR PRO seine Herstellerversprechen mit nur wenigen Einschränkungen und überzeugt insbesondere durch seine präzise Navigation, den Verzicht auf ein Begrenzungskabel und die insgesamt hohe Alltagstauglichkeit.
Preis/Leistung
Zum Marktstart verlangte ECOVACS für den GOAT A1600 LiDAR PRO eine unverbindliche Preisempfehlung von 1.499 Euro. Damit positionierte sich der Mähroboter im oberen Preisbereich seiner Klasse. Inzwischen hat sich der Marktpreis jedoch deutlich eingependelt. Bereits für rund 999 Euro ist das Modell regelmäßig erhältlich, teilweise sogar inklusive passender Garage.
Gerade dieses aktuelle Preisniveau macht den GOAT deutlich attraktiver. Für weniger als 1.000 Euro erhalten Käufer einen Mähroboter mit kabelloser LiDAR-Navigation, KI-gestützter Hinderniserkennung, großer Schnittbreite von 33 Zentimetern, elektrischer Schnitthöhenverstellung sowie integriertem TruEdge-Trimmer. Noch vor wenigen Jahren musste man für eine vergleichbare Ausstattung häufig deutlich über 2.000 Euro investieren.
Natürlich ist die Konkurrenz nicht untätig. Modelle wie der Segway Navimow X3, der Dreame A2 oder die Mammotion-YUKA-Serie bieten ebenfalls interessante Ansätze, etwa Allradantrieb, alternative Lösungen für den Kantenschnitt oder andere Navigationskonzepte. Letztlich entscheidet hier weniger die Ausstattung auf dem Papier als vielmehr, welches Gesamtkonzept am besten zum eigenen Garten passt.
Zur ursprünglichen UVP hätten wir den GOAT A1600 LiDAR PRO etwas kritischer bewertet. Zum heutigen Straßenpreis überzeugt das Gesamtpaket dagegen deutlich mehr. Zwar sehen wir beim TruEdge-Trimmer und beim fehlenden Allradantrieb noch Verbesserungspotenzial, die präzise LiDAR-Navigation, die hohe Flächenleistung und der vollständige Verzicht auf ein Begrenzungskabel machen den Mähroboter insgesamt zu einem sehr attraktiven Angebot.
Gemessen am aktuellen Marktpreis bietet der ECOVACS GOAT A1600 LiDAR PRO ein sehr gutes Preis-Leistungs-Verhältnis und gehört derzeit zu den interessantesten Mährobotern für mittelgroße bis große Gärten in seiner Preisklasse.
Mit dem Jackery Explorer 300D verfolgt der Hersteller ein etwas anderes Konzept als viele klassische Powerstations. Statt auf eine 230-Volt-Steckdose setzt Jackery vollständig auf moderne Gleichstromanschlüsse wie USB-C, USB-A und den 12-Volt-Kfz-Anschluss. Dadurch richtet sich die kompakte Powerstation vor allem an Nutzer, die Smartphones, Tablets, Notebooks, Kameras oder Kühlboxen unterwegs mit Energie versorgen möchten.
Im Praxistest überzeugte der Explorer 300D mit einer hochwertigen Verarbeitung, einem durchdachten Bedienkonzept und einem lautlosen Betrieb, da vollständig auf einen Lüfter verzichtet wird. Praktisch ist zudem das integrierte USB-C-Kabel, das gleichzeitig als Tragegriff dient und so stets griffbereit ist. Auf eine integrierte LED-Leuchte muss ebenfalls nicht verzichtet werden und erhöht den praktischen Nutzen beim Camping oder unterwegs.
Der Verzicht auf eine 230-Volt-Steckdose schränkt den Einsatzbereich zwar bewusst ein, macht die Powerstation dafür aber besonders kompakt und leicht. Ob dieses Konzept im Alltag überzeugt und für wen sich der Explorer 300D eignet, zeigt unser ausführlicher Praxistest.
Das gefällt uns
Kompakte und leichte Bauweise
Lautloser Betrieb dank lüfterlosem Design
Schnelles Laden über USB-C mit bis zu 140 Watt
Integriertes USB-C-Kabel dient gleichzeitig als Trageschlaufe
Übersichtliches Display mit allen wichtigen Informationen
Stabile Stromversorgung im Praxistest
Kurze Ladezeit von etwas mehr als zwei Stunden (140 W)
Bestehend aus „Verpackung/Design/Verarbeitung“ entspricht 25% der Gesamtwertung
Verpackung
Bereits die Verpackung des Jackery Explorer 300D hinterlässt einen hochwertigen Eindruck. Der Karton ist rundum bedruckt und informiert bereits vor dem Auspacken über die wichtigsten Funktionen, technischen Daten und Einsatzmöglichkeiten der Powerstation. Gleichzeitig sorgt die stabile Verpackung dafür, dass das Gerät den Transport gut geschützt übersteht.
Im Lieferumfang befinden sich neben dem Explorer 300D ein USB-C-Ladekabel, dabei handelt es sich um ein USB-C-auf-USB-C-Kabel sowie die notwendigen Unterlagen für die Inbetriebnahme. Damit ist grundsätzlich alles enthalten, um die Powerstation direkt in Betrieb zu nehmen.
Ein separates Netzteil gehört allerdings nicht zum Lieferumfang. Das mag zunächst überraschen, entspricht inzwischen jedoch dem aktuellen Trend bei vielen Smartphones und Tablets. Da der Explorer 300D bequem über ein vorhandenes USB-C-Netzteil geladen werden kann, stellt dies aus unserer Sicht keinen echten Nachteil dar, vorausgesetzt, ein entsprechend leistungsfähiges Netzteil ist bereits vorhanden.
Unterm Strich hinterlässt der Lieferumfang einen durchdachten Eindruck. Jackery liefert alles mit, was für den direkten Einsatz erforderlich ist, ohne unnötiges Zubehör beizulegen.
(Verpackung: 4 von 5 Punkten)
Design
Bereits beim ersten Auspacken wird deutlich, dass Jackery beim Explorer 300D den Fokus auf Mobilität gelegt hat. Statt einer möglichst großen Powerstation mit zahlreichen Anschlüssen steht hier ein kompaktes und leicht transportierbares Gerät im Mittelpunkt. Das zeigt sich nicht nur an der schlichten Gestaltung, sondern vor allem an den Abmessungen und dem gesamten Bedienkonzept.
Mit 230 × 155 × 167 Millimetern und einem Gewicht von rund 3,75 Kilogramm gehört der Explorer 300D zu den handlicheren Powerstations seiner Klasse. Im Praxiseinsatz ließ sich das Gerät problemlos mit einer Hand vom Auto zum Campingplatz oder auf den Schreibtisch tragen. Auch im Kofferraum oder Wohnmobil nimmt die Powerstation nur wenig Platz ein und lässt sich schnell verstauen.
Optisch setzt Jackery auf ein graphitfarbenes Kunststoffgehäuse mit einer matten Oberfläche. Die Farbgebung wirkt modern und zurückhaltend, sodass der Explorer 300D sowohl im Wohnmobil als auch im Homeoffice oder auf dem Schreibtisch eine gute Figur macht. Gleichzeitig ist die Oberfläche vergleichsweise unempfindlich gegenüber Fingerabdrücken und kleinen Gebrauchsspuren, die sich im mobilen Einsatz kaum vermeiden lassen.
Das auffälligste Designelement ist das integrierte USB-C-Kabel. Es verschwindet sauber im Gehäuse und dient gleichzeitig als Tragegriff. Diese Lösung erwies sich im Alltag als überraschend praktisch. Während des gesamten Testzeitraums mussten wir nie nach einem passenden Ladekabel suchen, da es immer direkt an der Powerstation befestigt war. Gleichzeitig liegt das Gerät durch diese Konstruktion sicher in der Hand und lässt sich angenehm transportieren.
Auch die Gestaltung der Vorderseite überzeugt. Das Display ist zentral angeordnet und lässt sich bereits aus etwas Entfernung gut ablesen. Darunter befinden sich sämtliche Anschlüsse übersichtlich gruppiert und eindeutig beschriftet. Bereits nach kurzer Zeit war klar, welcher Anschluss für welches Gerät vorgesehen ist, ein Blick in die Bedienungsanleitung war dafür nicht notwendig.
Unauffällig integriert ist außerdem die LED-Leuchte. Sie fügt sich harmonisch in das Gesamtbild ein und fällt optisch kaum auf. Bei Bedarf steht sie jedoch sofort zur Verfügung und erwies sich beispielsweise beim Einräumen des Autos in der Dämmerung als praktische Ergänzung.
(Design: 4,5 von 5 Punkten)
Verarbeitung
Der Jackery Explorer 300D macht bereits beim ersten Anfassen einen sorgfältig verarbeiteten Eindruck. Das Gehäuse besteht vollständig aus Kunststoff, die einzelnen Bauteile sind jedoch sauber miteinander verbunden. Gleichmäßige Spaltmaße und sauber ausgeführte Übergänge zeigen, dass Jackery bei der Verarbeitung auf eine präzise Fertigung geachtet hat.
Auch im Praxistest bestätigte sich dieser Eindruck. Selbst bei leichtem Druck auf das Gehäuse waren weder Knarzgeräusche noch ein Nachgeben des Materials festzustellen. Dadurch vermittelt der Explorer 300D das Gefühl, auch häufige Transporte im Auto, Wohnmobil oder beim Camping problemlos zu verkraften.
Die Bedientasten besitzen einen angenehm definierten Druckpunkt und reagierten während des gesamten Testzeitraums zuverlässig. Jeder Tastendruck wird sauber quittiert, wodurch sich die Powerstation intuitiv bedienen lässt.
Ebenfalls positiv fiel die Qualität der Anschlüsse auf. Sämtliche Stecker ließen sich leicht einstecken und rasteten sicher ein. Weder USB-C-, USB-A- noch der 12-Volt-Anschluss wirkten zu locker oder übermäßig stramm. Gerade bei einer mobilen Powerstation, bei der Kabel regelmäßig angeschlossen und wieder entfernt werden, hinterlässt dies einen vertrauenerweckenden Eindruck.
Für einen sicheren Stand sorgen vier gut dimensionierte Gummifüße auf der Unterseite. Selbst auf glatten Oberflächen blieb der Explorer 300D sicher stehen und verrutschte weder beim Anschließen von Kabeln noch während des Betriebs.
Das Display ist mit einer Kunststoffabdeckung versehen. Im Vergleich zu Glas wirkt diese zwar etwas einfacher und dürfte auf Dauer anfälliger für Kratzer sein, im Test erwies sie sich jedoch als vollkommen ausreichend. Alle Informationen waren jederzeit gut ablesbar und auch bei normaler Nutzung hinterließ die Oberfläche einen unauffälligen Eindruck. Da eine Powerstation in erster Linie ein Gebrauchsgegenstand ist und kein Premium-Smartphone, passt diese Entscheidung aus unserer Sicht gut zum Gesamtkonzept.
Während unseres gesamten Testzeitraums konnten wir keine Verarbeitungsmängel feststellen. Weder lockere Bauteile noch unsaubere Übergänge oder andere Qualitätsmängel trübten den insgesamt sehr positiven Eindruck.
(Verarbeitung: 4,5 von 5 Punkten)
TEIL 2
bestehend aus „Funktion des Produktes“ entspricht 65% der Gesamtwertung
Akkukapazität
288 Wh
Akkutyp
LiFePO₄ (Lithium-Eisenphosphat)
Lebensdauer
bis zu 4.000 Ladezyklen bis 70 % Restkapazität
Nennleistung
300 W
Spitzenleistung
600 W
Ausgänge
USB-C (PD: bis 140 W (Ein- und Ausgang) USB-C (PD: bis 140 W (Ausgang) USB-C (PD: bis 65 W (Ausgang) 1× USB-A (15W) 12-Volt-Ausgang (Kfz-Steckdose) DC8020-Anschluss (Solarladung)
Display
LCD
LED-Leuchte
ja
Lüfter
Nein (passiv gekühlt)
Maße
230 × 155 × 167 mm (H x B xT)
Gewicht
2,5 kg
Betriebsverwendung Temperatur
Ladetemperatur = 0 °C bis 45 °C Entladetemperatur = -15 °C bis 45 °C
Lieferumfang
Jackery Explorer 300D 28cm langes 140 Watt Ladekabel als Trageschlaufe integriert Anleitung
Technische Daten der Jackery Explorer 300D
Einrichtung & Inbetriebnahme
Die Inbetriebnahme des Jackery Explorer 300D gestaltet sich erfreulich unkompliziert. Nach dem Auspacken ist die Powerstation innerhalb weniger Minuten einsatzbereit. Sämtliche Anschlüsse sind eindeutig beschriftet, sodass sich auch ohne Blick in die Bedienungsanleitung sofort erschließt, welcher Anschluss für welchen Einsatzzweck vorgesehen ist.
Eine App oder eine WLAN- beziehungsweise Bluetooth-Verbindung gibt es beim Explorer 300D nicht. Alle Funktionen werden direkt über die Tasten an der Powerstation gesteuert. Das klingt zunächst ungewohnt, erwies sich im Praxistest jedoch als unkompliziert. Nach einem kurzen Druck auf die jeweilige Einschalttaste stehen die entsprechenden Ausgänge sofort zur Verfügung.
Das Display informiert übersichtlich über den aktuellen Akkustand sowie die Ein- und Ausgangsleistung. Dadurch lassen sich alle wichtigen Informationen direkt am Gerät ablesen, ohne dass dafür ein Smartphone benötigt wird.
Gerade im mobilen Einsatz empfanden wir den Verzicht auf eine App nicht als Nachteil. Es müssen keine Benutzerkonten angelegt, keine Firmware-Updates installiert und keine Berechtigungen vergeben werden. Stattdessen funktioniert der Explorer 300D nach dem klassischen Plug-and-Play-Prinzip: einschalten, Gerät anschließen und nutzen.
Die beiliegende Bedienungsanleitung erklärt die wichtigsten Funktionen verständlich. Aufgrund der einfachen Bedienung mussten wir während des Tests jedoch nur selten darauf zurückgreifen.
(Einrichtung & Inbetriebnahme: 4,5 von 5 Punkten)
Bedienung im Alltag
Im Alltag punktet der Jackery Explorer 300D vor allem mit seiner unkomplizierten Bedienung. Nach kurzer Zeit mussten wir weder in die Bedienungsanleitung schauen noch über die Funktionen nachdenken. Alle wichtigen Bedienelemente befinden sich auf der Vorderseite und sind logisch angeordnet.
Das Display liefert genau die Informationen, die im täglichen Einsatz benötigt werden. Akkustand sowie Ein- und Ausgangsleistung lassen sich jederzeit auf einen Blick ablesen. Die Darstellung ist übersichtlich und auch aus etwas größerer Entfernung noch gut erkennbar. Auf überflüssige Animationen oder verschachtelte Menüs verzichtet Jackery bewusst.
Besonders angenehm fiel auf, dass sich die einzelnen Ausgänge separat aktivieren lassen. Benötigt man beispielsweise nur die USB-C-Anschlüsse, bleiben die übrigen Bereiche deaktiviert. Dadurch behält man jederzeit die Kontrolle über die angeschlossenen Geräte.
Im täglichen Gebrauch überzeugte vor allem der lautlose Betrieb. Da der Explorer 300D vollständig auf einen Lüfter verzichtet, waren während unseres Tests keinerlei Betriebsgeräusche wahrnehmbar. Selbst beim Laden meines MAcBooks oder beim Betrieb einer Kühlbox blieb die Powerstation angenehm leise. Gerade beim Arbeiten am Schreibtisch, im Wohnmobil oder nachts beim Camping ist dies ein echter Vorteil.
Ein weiteres Detail, das uns im Alltag schnell ans Herz gewachsen ist, ist das integrierte USB-C-Kabel. Da es gleichzeitig als Tragegriff dient, war das passende Ladekabel jederzeit griffbereit. Gerade wenn die Powerstation häufiger den Einsatzort wechselt, spart diese Lösung Zeit und verhindert, dass das wichtigste Kabel versehentlich vergessen wird.
Die integrierte LED-Leuchte erwies sich ebenfalls als praktische Ergänzung. Sie ersetzt zwar keine leistungsstarke Taschenlampe, reicht jedoch vollkommen aus, um beispielsweise den Innenraum eines Autos auszuleuchten oder im Dunkeln angeschlossene Kabel problemlos zu finden.
(Bedienung im Alltag: 4,5 von 5 Punkten)
Leistung im Alltag
Smartphones, Tablet und Notebook laden
Im Alltag musste sich der Jackery Explorer 300D mit den Geräten beweisen, die bei uns regelmäßig im Einsatz sind. Zum Test gehörten ein Apple iPhone 15 Pro Max, ein iPad Pro (2020) sowie ein MacBook Pro 14 (2024). Alle Geräte wurden zuverlässig erkannt und während des gesamten Testzeitraums ohne Unterbrechungen geladen.
Wie schnell ein Gerät tatsächlich lädt, hängt allerdings von mehreren Faktoren ab. Neben dem gewählten USB-C-Anschluss mit bis zu 65 Watt beziehungsweise 140 Watt spielen auch das angeschlossene Endgerät und das verwendete USB-C-Kabel eine entscheidende Rolle. Unterstützt eines der beiden die maximale Ladeleistung nicht, reduziert sich die Ladegeschwindigkeit entsprechend. Im Test kamen überwiegend das integrierte USB-C-Kabel des Explorer 300D sowie die Originalkabel der Apple-Geräte zum Einsatz. Beide funktionierten zuverlässig und ohne Auffälligkeiten.
Besonders positiv fiel auf, dass sich auch mehrere Geräte nacheinander oder parallel problemlos laden ließen. Die Stromversorgung blieb jederzeit stabil, Leistungseinbrüche oder Verbindungsabbrüche konnten wir während des gesamten Tests nicht feststellen.
Kühlbox im Dauerbetrieb
Neben Smartphones, Tablets und Notebooks musste der Explorer 300D auch eine Kühlbox über den 12-Volt-Anschluss mit Energie versorgen. Direkt nach dem Einschalten war die Leistungsaufnahme erwartungsgemäß höher, da zunächst die voreingestellte Temperatur erreicht werden musste. Sobald diese erreicht war, schaltete sich der Kompressor nur noch bei Bedarf ein, wodurch die Leistungsaufnahme deutlich sank.
Dieses Verhalten spiegelte sich auch auf dem Display der Powerstation wider. Die angezeigte Ausgangsleistung schwankte entsprechend leicht, bewegte sich jedoch jederzeit im erwartbaren Bereich. Während des gesamten Tests versorgte der Explorer 300D die Kühlbox zuverlässig und ohne Auffälligkeiten mit Energie.
Bei einer vernünftigen Kompressor-Kühlbox läuft der Kompressor nicht dauerhaft, sondern schaltet sich nur ein, wenn die eingestellte Temperatur nachgeregelt werden muss. Dadurch liegt die durchschnittliche Leistungsaufnahme im Alltag häufig deutlich unter der maximalen Leistungsaufnahme. Wie lange eine Kühlbox letztendlich mit einer Akkuladung betrieben werden kann, hängt daher von verschiedenen Faktoren wie der Außentemperatur, der eingestellten Kühltemperatur, dem Füllstand der Kühlbox und der Häufigkeit des Öffnens ab. Eine pauschale Laufzeit lässt sich deshalb seriös nicht angeben.
Akkukapazität im Alltag
Ein praxisnaher Eindruck der verfügbaren Energiereserven ergab sich beim Laden eines vollständig entladenen iPhone 15 Pro Max sowie einer ebenfalls leeren Apple Watch. Zusammen verbrauchten beide Geräte lediglich rund 8 % der Akkukapazität des Explorer 300D.
Dieser Wert zeigt eindrucksvoll, dass die Powerstation für den Alltag reichlich Reserven bietet. Smartphones, Smartwatches, Tablets oder Notebooks lassen sich mehrfach laden, bevor der Akku der Powerstation selbst wieder aufgeladen werden muss.
Aufladen der Powerstation
Auch das Aufladen des Explorer 300D hinterließ einen positiven Eindruck. Über den 140-Watt-USB-C-Eingang war die Powerstation in unserem Test nach etwas mehr als zwei Stunden wieder vollständig einsatzbereit.
Wie bereits beim Laden externer Geräte gilt auch hier. Die tatsächlich erreichbare Ladegeschwindigkeit hängt vom verwendeten Netzteil sowie vom USB-C-Kabel ab. Nur wenn beide die entsprechende Leistung unterstützen, kann die Powerstation ihr volles Potenzial ausschöpfen.
Während des gesamten Tests arbeitete der Explorer 300D angenehm unauffällig. Das Gehäuse erwärmte sich nur leicht, die Stromversorgung blieb jederzeit stabil und dank des lüfterlosen Designs entstanden keinerlei Betriebsgeräusche. Gerade beim Arbeiten am Schreibtisch, im Wohnmobil oder nachts auf dem Campingplatz ist dieser lautlose Betrieb ein echter Pluspunkt.
(Leistung im Alltag: 4 von 5 Punkten)
TEIL 3
bestehend aus „Preis/Leistung“ entspricht 10% der Gesamtwertung
Beschreibung
Mit dem Explorer 300D verspricht Jackery eine kompakte und einfach zu bedienende Powerstation für den mobilen Alltag. Nach unserem Praxistest können wir dieses Versprechen größtenteils bestätigen.
Im täglichen Einsatz überzeugte der Explorer 300D vor allem durch seine unkomplizierte Handhabung, den lautlosen Betrieb und die zuverlässige Stromversorgung unserer Testgeräte. Sowohl Smartphones, Tablet, Notebook als auch die Kühlbox wurden problemlos mit Energie versorgt. Positiv fiel zudem die kurze Ladezeit der Powerstation auf, die über den 140-Watt-USB-C-Eingang in etwas mehr als zwei Stunden wieder vollständig einsatzbereit war.
Wer hingegen umfangreiche App-Funktionen oder eine Fernüberwachung erwartet, wird hier nicht fündig. Jackery setzt bewusst auf eine klassische Bedienung direkt am Gerät. Das macht den Explorer 300D besonders einfach in der Handhabung, schränkt den Funktionsumfang gegenüber einigen Mitbewerbern aber etwas ein.
Insgesamt konzentriert sich der Explorer 300D auf das Wesentliche und erfüllt die Erwartungen an eine kompakte Powerstation für mobile Geräte und kleinere Verbraucher. Wer genau dieses Einsatzgebiet sucht, erhält ein zuverlässiges und alltagstaugliches Gesamtpaket.
Preis/Leistung
Mit einer unverbindlichen Preisempfehlung von 239 Euro positioniert Jackery den Explorer 300D im oberen Bereich kompakter DC-Powerstations. Mittlerweile ist das Modell jedoch bereits für rund 168 Euro erhältlich. In dieser Preisklasse hinterlässt die Powerstation einen ausgesprochen guten Eindruck.
Besonders überzeugen konnten im Test die kompakte Bauweise, das geringe Gewicht und die einfache Bedienung. Trotz ihrer handlichen Abmessungen bietet der Explorer 300D genügend Kapazität, um Smartphones, Tablets, Notebooks oder eine Kühlbox zuverlässig mit Energie zu versorgen. Der lautlose Betrieb und das integrierte USB-C-Kabel als Trageschlaufe sorgen zusätzlich für einen hohen Alltagsnutzen.
Wer hingegen klassische 230-Volt-Steckdosen oder umfangreiche App-Funktionen benötigt, sollte zu einer größeren Powerstation greifen. Für alle, die überwiegend moderne USB-C-Geräte laden und möglichst wenig Platz im Rucksack, Auto oder Wohnmobil zur Verfügung haben, bietet der Explorer 300D jedoch ein stimmiges Gesamtpaket.
Zum aktuellen Straßenpreis von rund 168 Euro halten wir das Preis-Leistungs-Verhältnis für ausgezeichnet.
Smarte Türklingeln sind längst mehr als nur ein digitaler Ersatz für die klassische Haustürklingel. Sie informieren über Besucher in Echtzeit, ermöglichen Gespräche von unterwegs und sorgen für ein zusätzliches Maß an Sicherheit. Mit der Aqara Türklingel-Kamera G400 richtet sich Aqara an alle, die Wert auf eine hochwertige Videoüberwachung, moderne KI-Funktionen und eine möglichst breite Smart-Home-Kompatibilität legen.
Die G400 setzt auf eine 2K-Kamera mit 3:4-Bildformat, sodass Besucher von Kopf bis Fuß erfasst werden. Gleichzeitig unterstützt sie unter anderem Apple HomeKit Secure Video, Amazon Alexa, Google Home, SmartThings sowie Home Assistant und bietet mit PoE oder einer vorhandenen Klingelverkabelung zwei flexible Installationsmöglichkeiten.
Doch technische Daten allein sagen wenig über die Alltagstauglichkeit aus. Entscheidend ist, wie schnell Benachrichtigungen eintreffen, wie zuverlässig die Personen- und Bewegungserkennung arbeitet und ob die Bildqualität auch bei Dunkelheit überzeugen kann. Genau diesen Fragen gehen wir in unserem Praxistest nach und zeigen, ob die Aqara Doorbell Camera G400 ihren Preis rechtfertigt und für wen sie die richtige Wahl ist.
Gefällt uns
Sehr gute 2K-Bildqualität mit hoher Detaildarstellung
3:4-Bildformat für die vollständige Erfassung von Personen
Flexible Installation über PoE oder vorhandene Klingelverkabelung
Lokale KI-Erkennung für Personen, Fahrzeuge und Pakete
Unterstützung für Apple HomeKit Secure Video, Home Assistant (RTSP), Alexa und Google Home
Lokale Speicherung per microSD sowie NAS-Unterstützung
Schnelle und zuverlässige Push-Benachrichtigungen
gute Verarbeitung und wetterfestes Gehäuse (IP65)
Gefällt uns weniger
Keine Akku-Variante verfügbar
Für einige Funktionen ist die Aqara Home App erforderlich
microSD-Karte nun in Türklingel, nichtmehr im Chime
Bestehend aus „Verpackung/Design/Verarbeitung“ entspricht 25% der Gesamtwertung
Verpackung
Bereits die Verpackung der Aqara Türklingel-Kamera G400 vermittelt einen hochwertigen Eindruck und gibt einen guten Vorgeschmack auf das, was den Käufer erwartet. Auf der Vorderseite sind neben der Video-Türklingel selbst auch der mitgelieferte Chime abgebildet, sodass sofort ersichtlich ist, welche Komponenten zum Lieferumfang gehören.
Darüber hinaus hebt Aqara die wichtigsten Funktionen und die breite Smart-Home-Kompatibilität bereits auf der Verpackung hervor. So finden sich gut sichtbar die Logos von Apple Home, Samsung SmartThings, Google Home, Works with Alexa sowie IFTTT. Dadurch wird bereits vor dem Auspacken deutlich, dass sich die G400 problemlos in verschiedene Smart-Home-Ökosysteme integrieren lässt und nicht ausschließlich auf das Aqara-Universum beschränkt ist.
Auch die Rückseite und die Seitenflächen liefern weitere Informationen. Hier sind die wichtigsten Funktionen, technische Daten sowie Hinweise zur Installation und Inbetriebnahme übersichtlich zusammengefasst. Wer sich vor dem Öffnen einen ersten Überblick verschaffen möchte, findet hier bereits alle wesentlichen Informationen.
Nach dem Öffnen setzt sich der positive Eindruck fort. Die Türklingel und der Gong sind sicher in passgenauen Kartoneinlagen untergebracht und zusätzlich vor Transportschäden geschützt. Das übrige Zubehör ist sauber sortiert, sodass alle Komponenten sofort griffbereit sind.
Zum Lieferumfang gehören neben der Aqara Türklingel-Kamera G400 und dem Gong außerdem die Montagehalterung, das benötigte Befestigungsmaterial, ein Entriegelungswerkzeug sowie eine mehrsprachige Schnellstartanleitung. Diese ist übersichtlich gestaltet und erklärt die Installation anhand verständlicher Grafiken Schritt für Schritt, sodass auch weniger erfahrene Nutzer schnell ans Ziel kommen.
Insgesamt hinterlässt bereits das Auspacken einen gelungenen ersten Eindruck. Die Verpackung informiert umfassend über das Produkt, präsentiert die wichtigsten Funktionen auf einen Blick und sorgt gleichzeitig dafür, dass alle Komponenten sicher und ordentlich untergebracht sind.
(Verpackung: 4 von 5 Punkten)
Design
Bereits beim ersten Auspacken wird deutlich, dass Aqara bei der Türklingel-Kamera G400 großen Wert auf ein modernes und gleichzeitig zeitloses Erscheinungsbild gelegt hat. Die Video-Türklingel verzichtet bewusst auf auffällige Designelemente oder futuristische Formen und fügt sich stattdessen dezent in nahezu jede Hausfassade oder Wohnungstür ein. Gerade dieser zurückhaltende Ansatz sorgt dafür, dass die G400 hochwertig wirkt, ohne sich optisch in den Vordergrund zu drängen.
Mit ihren kompakten Abmessungen fällt die Türklingel angenehm schlank aus. Sie trägt nicht übermäßig weit auf und wirkt dadurch deutlich eleganter als viele Konkurrenzmodelle, die oftmals sehr massiv gebaut sind. Vor allem an schmalen Türrahmen oder modernen Eingangsbereichen macht die G400 deshalb eine ausgesprochen gute Figur.
Die Front ist klar gegliedert und funktional aufgebaut. Im oberen Bereich sitzt das Kameraobjektiv, darunter befinden sich die Sensoren nahezu unsichtbar hinter der glänzenden Front. Im unteren Drittel ist die großzügig dimensionierte Klingeltaste untergebracht, die von einem dezenten LED-Ring umgeben wird. Dieser dient nicht nur als optisches Gestaltungselement, sondern erleichtert Besuchern insbesondere in den Abendstunden die Orientierung und informiert gleichzeitig über verschiedene Betriebszustände der Türklingel.
Aqara kombiniert bei der G400 matte und glänzende Oberflächen miteinander. Das matte Gehäuse wirkt hochwertig und hat gleichzeitig den Vorteil, dass kleinere Kratzer oder Staub kaum auffallen. Die glänzende Front im Bereich der Kamera verleiht der Türklingel zwar einen modernen Look, zieht allerdings Fingerabdrücke und Staub etwas stärker an. Da dieser Bereich ohnehin regelmäßig gereinigt werden sollte, um dauerhaft eine optimale Bildqualität zu gewährleisten, fällt dies im Alltag jedoch kaum negativ ins Gewicht.
Auch die Materialwahl hinterlässt einen positiven Eindruck. Obwohl überwiegend hochwertiger Kunststoff verwendet wird, wirkt die G400 keineswegs billig. Das Gehäuse fühlt sich stabil an, gibt selbst bei stärkerem Druck nicht nach und zeigt sauber verarbeitete Übergänge. Unregelmäßige Spaltmaße, scharfe Kanten oder unsaubere Fertigung konnten wir während unseres Tests nicht feststellen.
Besonders gut gefallen hat uns, dass Aqara trotz der umfangreichen Technik auf eine aufgeräumte Optik setzt. Kamera, Sensoren, Mikrofon und Klingeltaste sind harmonisch in die Front integriert und wirken wie aus einem Guss. Dadurch erinnert die G400 eher an ein hochwertiges Smart-Home-Produkt als an eine klassische Überwachungskamera an der Haustür.
Ein weiterer Pluspunkt ist die Größe der Klingeltaste. Sie lässt sich problemlos treffen und bietet auch mit Handschuhen oder für ältere Personen eine ausreichend große Druckfläche. Der Druckpunkt ist angenehm definiert und vermittelt eine hochwertige Haptik, ohne zu schwergängig zu sein.
Zum Lieferumfang gehört außerdem ein separater Gong (Chime), der optisch auf die Türklingel abgestimmt ist. Sein Gehäuse ist in einem dunklen Farbton gehalten und wirkt modern sowie unauffällig. Das schlichte Design fügt sich problemlos in unterschiedliche Wohnumgebungen ein, ohne besonders aufzufallen. Auch hier setzt Aqara auf eine funktionale Gestaltung statt auf auffällige Designelemente.
Insgesamt hinterlässt die Aqara Türklingel-Kamera G400 bereits vor der ersten Inbetriebnahme einen überzeugenden Eindruck. Die Kombination aus schlankem Gehäuse, sauberer Verarbeitung und einer durchdachten Anordnung aller Bedienelemente zeigt, dass Aqara nicht nur auf die technischen Funktionen, sondern auch auf eine gelungene Gestaltung Wert gelegt hat. Das Design wirkt modern, hochwertig und dürfte sich sowohl an einer klassischen Haustür als auch an einem modernen Eingangsbereich harmonisch einfügen.
(Design: 4,5 von 5 Punkten)
Verarbeitung
Obwohl das Gehäuse überwiegend aus Kunststoff besteht, fühlt sich das Material keineswegs billig an. Stattdessen setzt Aqara auf einen robusten Kunststoff mit einer angenehmen Oberflächenstruktur, die wertig wirkt und gleichzeitig ausreichend Grip bietet. Dadurch liegt die Türklingel sicher in der Hand und hinterlässt bereits vor der Montage einen positiven Eindruck.
Bereits beim Auspacken fiel uns auf, dass die werkseitig angebrachte Schutzfolie sauber und blasenfrei aufgebracht war. Das mag zunächst nach einem kleinen Detail klingen, zeigt aber, dass Aqara auch bei der Qualitätskontrolle auf Sorgfalt achtet. Solche Feinheiten tragen zu einem hochwertigen Gesamteindruck bei.
Auch die Verarbeitung des Gehäuses gibt keinen Anlass zur Kritik. Sämtliche Spaltmaße sind gleichmäßig, scharfe Kanten oder unsaubere Übergänge konnten wir während unseres Tests nicht feststellen. Selbst bei leichtem Druck gibt das Gehäuse kaum nach und wirkt insgesamt verwindungssteif. Die Rückseite besteht ebenfalls aus robustem Kunststoff und vermittelt den Eindruck, den Belastungen einer dauerhaften Außenmontage problemlos standhalten zu können.
Ein besonderes Augenmerk verdient die Klingeltaste. Diese sitzt absolut fest im Gehäuse und weist keinerlei Spiel auf. Selbst bei mehrmaligem Betätigen konnten wir kein Wackeln oder Klappern feststellen. Der Druckpunkt ist angenehm definiert und vermittelt eine hochwertige Haptik. Dadurch fühlt sich jeder Tastendruck präzise an – ein Detail, das im Alltag häufiger auffällt, als man zunächst vermuten würde.
Auch die Front macht einen durchdachten Eindruck. Kamera, Sensoren, Mikrofon und Klingeltaste sind sauber integriert und ergeben ein stimmiges Gesamtbild. Nichts wirkt nachträglich eingesetzt oder unsauber verarbeitet. Gerade diese Details lassen die G400 hochwertiger erscheinen, als es der Materialeinsatz zunächst vermuten lässt.
Für den Außeneinsatz ist die Video-Türklingel nach IP65 gegen Staub und Strahlwasser geschützt. Regen, Schnee oder sommerliche Temperaturen sollten ihr bei fachgerechter Montage daher nichts anhaben können. Das schafft Vertrauen, schließlich ist eine Türklingel ganzjährig Wind und Wetter ausgesetzt.
Der mitgelieferte Chime fällt im Vergleich zur Türklingel deutlich schlichter aus. Sein Gehäuse wirkt funktional und verzichtet auf hochwertige Materialakzente. Das ist jedoch keineswegs negativ zu bewerten, denn im Alltag erfüllt er seine Aufgabe zuverlässig und unauffällig. Da der Gong in den meisten Haushalten ohnehin an einer festen Stelle installiert wird und selten im Mittelpunkt steht, fällt die einfachere Gestaltung kaum ins Gewicht.
Insgesamt überzeugt die Verarbeitung der Aqara Türklingel-Kamera G400 auf ganzer Linie. Aqara legt erkennbar Wert auf eine saubere Fertigungsqualität und eine stabile Konstruktion. Besonders die spielfrei sitzende Klingeltaste, die angenehme Haptik und die präzise Verarbeitung sorgen dafür, dass die G400 einen hochwertigen Eindruck hinterlässt. Lediglich der Chime wirkt etwas einfacher gestaltet, erfüllt seine Aufgabe im Alltag jedoch zuverlässig und ohne Einschränkungen.
(Verarbeitung: 4 von 5 Punkten)
TEIL 2
bestehend aus „Funktion des Produktes“ entspricht 65% der Gesamtwertung
Produkttyp
Smarte Video-Türklingel
Kameraauflösung
2K
Sichtfeld
165° Ultraweitwinkel
Bildformat
3:4 (Kopf-bis-Fuß-Ansicht)
Nachtsicht
Schwarz-Weiß-Nachtsicht mit nahezu unsichtbaren 940-nm-Infrarot-LEDs
KI-Funktionen
Personen-, Fahrzeug- und Paketerkennung, Bewegungszonen
Audio
Zwei-Wege-Audio mit Geräuschunterdrückung
Speicher
microSD-Karte, NAS, HomeKit Secure Video
Installation
PoE oder 8–24 V AC/DC Klingelverkabelung
Smart-Home
Apple HomeKit Secure Video, Alexa, Google Home, SmartThings, Home Assistant (RTSP)
Schutzklasse
P65
Material
UV- und witterungsbeständiges Kunststoffgehäuse
Abmessungen
Türklingel: 140,97 × 52,97 × 32,4 mm Chime: 60,42 × 60 × 23 mm
Gewicht
etwa 163 g
Lieferumfang
Aqara Doorbell Camera G400 Chime (Innen-Gong) Montageplatte 15°-Keilhalterung Schrauben- und Dübelset Verlängerungskabel-Set USB-C-Kabel (für den Chime) Bohrschablone Entnahmestift 2× Dichtungsstopfen Benutzerhandbuch / Kurzanleitung
Technische Daten der Aqara Türklingel-Kamera G400
Einrichtung & Installation
Einer der wichtigsten Punkte bei einer smarten Video-Türklingel ist die Inbetriebnahme. Schließlich nützt die beste Ausstattung wenig, wenn bereits die Installation zur Geduldsprobe wird. Glücklicherweise zeigt sich die Aqara Türklingel-Kamera G400 hier von ihrer benutzerfreundlichen Seite.
Bereits nach dem Start der Aqara Home App wird man Schritt für Schritt durch den gesamten Einrichtungsprozess geführt. Sämtliche Schritte sind verständlich erklärt und mit passenden Grafiken ergänzt, sodass auch Nutzer ohne große Smart-Home-Erfahrung problemlos zurechtkommen. Während unseres Tests mussten wir an keiner Stelle rätseln, wie es weitergeht, die App nimmt den Nutzer praktisch an die Hand und führt sicher durch die komplette Einrichtung.
Auch die Montage selbst gestaltet sich erfreulich unkompliziert. Im Lieferumfang befinden sich gleich zwei verschiedene Montagehalterungen. Neben einer geraden Halterung legt Aqara zusätzlich einen angewinkelten Keil bei. Dieser ist besonders praktisch, wenn sich die Türklingel aufgrund der baulichen Gegebenheiten nicht optimal gerade montieren lässt und der Erfassungsbereich entsprechend angepasst werden soll.
Für zusätzlichen Halt befindet sich auf der Rückseite der Montagehalterung bereits eine vormontierte 3M-Klebefläche. Dadurch kann die Halterung vor dem Verschrauben fixiert werden oder, je nach Untergrund sogar ausschließlich mit der Klebefläche befestigt werden. Wir empfehlen dennoch die Verschraubung, da diese insbesondere im Außenbereich die dauerhaft sicherere Lösung darstellt.
Die eigentliche Installation war in unserem Test inklusive Bohren der Befestigungslöcher nach rund zehn Minutenabgeschlossen. Damit gehört die G400 definitiv zu den unkomplizierteren Vertretern ihrer Klasse.
Nach der Montage genügt ein Scan des auf der Rückseite der Türklingel angebrachten QR-Codes, damit die Aqara Home App das Gerät automatisch erkennt. In unserem Test funktionierte dieser Vorgang auf Anhieb. Bereits wenige Sekunden später wurde die G400 gefunden und konnte ohne weitere Eingaben eingerichtet werden.
Direkt im Anschluss überprüfte die App automatisch, ob eine neue Firmware verfügbar ist. Tatsächlich stand unmittelbar nach der Ersteinrichtung ein Update bereit, das sich mit wenigen Fingertipps installieren ließ. Positiv fiel dabei auf, dass der gesamte Vorgang transparent dargestellt wurde und nach kurzer Zeit erfolgreich abgeschlossen war. Es empfiehlt sich, diesen Schritt direkt zu Beginn durchzuführen, da Aqara regelmäßig Verbesserungen und Fehlerbehebungen bereitstellt.
Auch bei der Netzwerkverbindung gab es keinerlei Probleme. Die Verbindung zum WLAN wurde sofort hergestellt und blieb während unseres gesamten Testzeitraums stabil. Verbindungsabbrüche oder eine erneute Kopplung waren nicht erforderlich.
Im Anschluss haben wir die G400 zusätzlich in Apple Home eingebunden. Auch dieser Schritt verlief problemlos und war innerhalb weniger Minuten erledigt. Dadurch stand uns anschließend HomeKit Secure Video zur Verfügung, sodass Aufnahmen sicher in der iCloud gespeichert und intelligente Benachrichtigungen direkt über Apples Home-App genutzt werden konnten. Gerade für Nutzer des Apple-Ökosystems ist diese Integration ein großer Pluspunkt, da sich die Türklingel nahtlos in bestehende Automationen und Szenen einfügt.
Insgesamt hinterließ die Einrichtung der Aqara Türklingel-Kamera G400 einen sehr positiven Eindruck. Von der Montage über die Inbetriebnahme bis hin zur Integration in Apple Home verlief jeder Schritt reibungslos. Besonders die verständliche Schritt-für-Schritt-Anleitung, die durchdachten Montagemöglichkeiten und die schnelle Erkennung durch die App sorgen dafür, dass die G400 bereits wenige Minuten nach dem Auspacken einsatzbereit ist.
(Einrichtung und Konfiguration: 4,5 von 5 Punkten)
Bedienung im Alltag
Technische Daten und Funktionslisten vermitteln zwar einen ersten Eindruck, über die Qualität einer Video-Türklingel entscheiden jedoch andere Faktoren. Wie schnell erscheint das Livebild? Kommen Benachrichtigungen ohne Verzögerung an? Und funktioniert die Erkennung im Alltag zuverlässig? Genau diese Fragen muss die Aqara Türklingel-Kamera G400 beantworten.
Schon nach den ersten Tagen fällt auf, dass die Türklingel angenehm unauffällig arbeitet. Ist sie einmal eingerichtet, verrichtet sie ihren Dienst zuverlässig im Hintergrund. Man muss sich nicht regelmäßig um Einstellungen kümmern oder die Verbindung überprüfen genau so sollte ein Smart-Home-Gerät funktionieren.
Besonders wichtig ist bei einer Video-Türklingel die Geschwindigkeit. Sobald jemand klingelt oder eine Bewegung erkannt wird, möchte man möglichst sofort informiert werden. Im Test trafen die Push-Benachrichtigungen innerhalb weniger Sekunden auf unserem iPhone ein. Dadurch konnten wir praktisch in Echtzeit reagieren unabhängig davon, ob wir uns zu Hause oder unterwegs befanden.
Ebenso überzeugte der Zugriff auf das Livebild. Nach dem Antippen der Benachrichtigung wurde die Verbindung zügig aufgebaut und das Kamerabild stand nach kurzer Ladezeit zur Verfügung. Verbindungsabbrüche oder längere Wartezeiten traten während unseres Testzeitraums nicht auf. Gerade in Situationen, in denen man schnell wissen möchte, wer vor der Tür steht, macht sich diese Zuverlässigkeit positiv bemerkbar.
Die Einbindung in Apple Home erwies sich im Alltag als echter Mehrwert. Benachrichtigungen erscheinen direkt innerhalb der Home-App und lassen sich ohne Umwege öffnen. Dadurch muss nicht zwangsläufig zwischen mehreren Apps gewechselt werden. Wer bereits ein Apple-Ökosystem mit iPhone, iPad oder Apple TV nutzt, wird diese nahtlose Integration schnell zu schätzen wissen.
Auch die Kommunikation über die integrierte Zwei-Wege-Audiofunktion funktionierte zuverlässig. Stimmen wurden klar übertragen und waren auf beiden Seiten gut verständlich. Selbst bei stärkerem Straßenlärm konnten kurze Gespräche mit Paketdiensten oder Besuchern problemlos geführt werden. Für längere Unterhaltungen ist eine Gegensprechanlage zwar grundsätzlich nicht gedacht, ihren eigentlichen Zweck erfüllt die G400 jedoch ohne Einschränkungen.
Erfreulich ist außerdem, dass die Bedienung der Aqara Home App logisch aufgebaut ist. Wichtige Funktionen wie Livebild, Aufzeichnungen, Benachrichtigungen oder Geräteeinstellungen sind schnell erreichbar und erfordern keine lange Einarbeitung. Auch nach mehreren Tagen mussten wir nicht nach bestimmten Menüpunkten suchen ein Zeichen für eine gut durchdachte Benutzeroberfläche.
Während des gesamten Testzeitraums arbeitete die G400 stabil und zuverlässig. Weder mussten wir das Gerät neu starten noch kam es zu Verbindungsabbrüchen oder Fehlermeldungen. Gerade bei einem Sicherheitsprodukt schafft diese Zuverlässigkeit Vertrauen, denn im entscheidenden Moment muss die Technik einfach funktionieren.
Im Alltag überzeugt die Aqara Türklingel-Kamera G400 vor allem durch ihre Zuverlässigkeit. Sie reagiert schnell, integriert sich nahtlos in bestehende Smart-Home-Systeme und erledigt ihre Aufgaben unauffällig im Hintergrund. Genau diese Eigenschaften erwartet man von einer modernen Video-Türklingel und genau hier sammelt die G400 viele Pluspunkte.
(Bedienung im Alltag: 4,5 von 5 Punkten)
Kameraqualität
Die Kamera ist das Herzstück jeder Video-Türklingel und genau hier muss die Aqara Türklingel-Kamera G400 zeigen, ob sie den Anforderungen des Alltags gerecht wird. Eine hohe Auflösung allein reicht dafür nicht aus. Entscheidend ist vielmehr, ob Gesichter klar zu erkennen sind, Details erhalten bleiben und das Livebild jederzeit schnell und zuverlässig zur Verfügung steht.
Bildqualität bei Tageslicht
Bei guten Lichtverhältnissen liefert die Aqara Türklingel-Kamera G400 eine überzeugende Bildqualität. Personen, Fahrzeuge oder Pakete werden scharf dargestellt und auch kleinere Details wie Hausnummern oder Paketaufkleber bleiben gut erkennbar. Farben wirken natürlich, während die Belichtung insgesamt ausgewogen ausfällt. Selbst bei kontrastreichen Szenen hinterlässt die Kamera einen stimmigen Gesamteindruck.
Auch das Livebild überzeugte im Test. Die Übertragung erfolgt in hoher Qualität und baut sich zügig auf, sodass jederzeit ein klarer Blick auf den Eingangsbereich möglich ist. Gerade wenn man unterwegs schnell überprüfen möchte, wer vor der Haustür steht, macht sich diese zuverlässige Darstellung positiv bemerkbar.
TageslichtNachtaufnahme
Wer die G400 zusammen mit Apple HomeKit Secure Video nutzt, sollte jedoch eine Besonderheit kennen. Zum Zeitpunkt unseres Tests werden Videoaufnahmen innerhalb von HomeKit Secure Video ausschließlich in Full-HD gespeichert, obwohl die Kamera selbst eine höhere Auflösung bietet. Dabei handelt es sich nicht um eine Einschränkung der Aqara G400, sondern um eine aktuelle Begrenzung von Apples Plattform. Apple hat bereits angekündigt, HomeKit Secure Video ab Herbst 2026 um die Unterstützung von Aufnahmen mit bis zu 4K zu erweitern. Sobald das entsprechende Update verfügbar ist, dürfte auch die G400 von der höheren Auflösung profitieren.
Bildqualität bei Dämmerung und Nacht
Sobald das Umgebungslicht nachlässt, nimmt die Detaildarstellung erwartungsgemäß etwas ab. Das ist bei nahezu jeder Video-Türklingel der Fall und stellt daher keine Besonderheit der G400 dar.
Die integrierte Nachtsicht sorgt dennoch dafür, dass Personen und Bewegungen weiterhin gut erkennbar bleiben. Der Eingangsbereich wird ausreichend ausgeleuchtet und wichtige Details gehen nicht verloren. Für das Erkennen von Besuchern oder das Nachvollziehen von Ereignissen reicht die Qualität auch bei Dunkelheit problemlos aus.
Dennoch zeigt sich in diesem Bereich, dass es mittlerweile einige Konkurrenzmodelle gibt, die bei schwierigen Lichtverhältnissen noch etwas mehr Details darstellen oder ein geringeres Bildrauschen bieten. Die G400 liefert zwar eine gute Nachtqualität, gehört in dieser Disziplin aber nicht ganz zur absoluten Spitzengruppe.
Sichtfeld und 3:4-Bildformat
Eine der größten Neuerungen gegenüber dem Vorgängermodell ist das 3:4-Bildformat. Während viele Video-Türklingeln weiterhin auf ein klassisches 16:9-Bild setzen, erfasst die G400 den Bereich vor der Haustür deutlich stärker in der Vertikalen.
Im Alltag macht sich dieser Unterschied sofort bemerkbar. Besucher werden von Kopf bis Fuß erfasst, wodurch sich deutlich besser erkennen lässt, wer tatsächlich vor der Tür steht. Gleichzeitig geraten auch Pakete, die direkt vor der Haustür abgelegt werden, vollständig ins Bild. Gerade für Nutzer, die regelmäßig Lieferungen erhalten, ist das ein echter Mehrwert.
Der Nachteil dieser Ausrichtung liegt auf der Hand. Durch das vertikale Bildformat fällt der seitliche Erfassungsbereich etwas kleiner aus als bei einem klassischen 16:9-Bild. In der Praxis empfanden wir das jedoch kaum als Einschränkung. Für den Einsatzzweck einer Video-Türklingel ist das 3:4-Format aus unserer Sicht sogar die sinnvollere Lösung, da der Bereich unmittelbar vor der Haustür deutlich wichtiger ist als zusätzliche Bildfläche links und rechts.
Personen-, Fahrzeug- und Bewegungserkennung
Ebenso überzeugend arbeitete die intelligente Objekterkennung. Personen wurden im Test zuverlässig erkannt und entsprechend gekennzeichnet. Auch Fahrzeuge erkannte die G400 zuverlässig. Fehlalarme hielten sich dabei erfreulich in Grenzen.
Die Bewegungserkennung reagierte präzise und löste zuverlässig aus, sobald sich jemand dem Eingangsbereich näherte. Dadurch verpassten wir während des Testzeitraums keine relevanten Ereignisse. Insgesamt arbeitet die KI-Erkennung angenehm unauffällig und genau so, wie man es sich von einer modernen Video-Türklingel wünscht.
Aufnahmen
Auch die aufgezeichneten Videos hinterlassen einen positiven Eindruck. Die Bildqualität entspricht weitgehend dem Livebild und bietet genügend Details, um Ereignisse später problemlos nachzuvollziehen. Sowohl bei Tageslicht als auch bei Dunkelheit bleiben Personen und Gegenstände gut erkennbar.
Unser Fazit zur Kamera
Die Kamera zählt ohne Zweifel zu den größten Stärken der Aqara Video-Türklingel G400. Vor allem bei Tageslicht überzeugt sie mit einer hohen Detaildarstellung, einem scharfen Livebild und einer zuverlässigen Objekterkennung. Das neue 3:4-Bildformat erweist sich im Alltag als echter Vorteil, da Besucher vollständig erfasst und Pakete besser sichtbar werden. Lediglich bei Nacht gibt es mittlerweile einige Konkurrenten, die noch etwas mehr Bildqualität bieten. Insgesamt liefert die G400 jedoch eine Leistung, die den hohen Ansprüchen an eine moderne Premium-Video-Türklingel gerecht wird.
(Kameraqualität: 4 von 5 Punkten)
App & Smart-Home-Integration
Eine gute Video-Türklingel endet nicht bei einer hochwertigen Kamera. Erst die dazugehörige App und die Einbindung in bestehende Smart-Home-Systeme entscheiden darüber, wie komfortabel sich das Gerät im Alltag nutzen lässt. Genau hier zeigt die Aqara Video-Türklingel G400 ihre größte Stärke.
Bereits während der Einrichtung hinterließ die Aqara Home App einen sehr guten Eindruck. Die Benutzeroberfläche ist modern gestaltet, logisch aufgebaut und verzichtet auf unnötig verschachtelte Menüs. Sämtliche wichtigen Funktionen sind schnell erreichbar, sodass man sich auch ohne lange Einarbeitung problemlos zurechtfindet.
Die Startseite liefert einen schnellen Überblick über den aktuellen Status der Türklingel. Mit nur wenigen Fingertipps gelangt man zum Livebild, den aufgezeichneten Ereignissen oder den umfangreichen Einstellungen. Besonders gelungen ist dabei die klare Struktur der App. Trotz des großen Funktionsumfangs wirkt die Oberfläche nie überladen.
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Im Bereich der Einstellungen bietet Aqara zahlreiche Möglichkeiten, die G400 an die eigenen Bedürfnisse anzupassen. So lassen sich beispielsweise die Empfindlichkeit der Bewegungserkennung verändern, Erkennungszonen definieren oder Benachrichtigungen individuell konfigurieren. Dadurch kann jeder Nutzer selbst entscheiden, welche Ereignisse tatsächlich gemeldet werden sollen und welche ignoriert werden können. Gerade in Bereichen mit viel Verkehr, sei es Autos und Fußgängern hilft dies dabei, unnötige Benachrichtigungen deutlich zu reduzieren.
Ein weiterer Pluspunkt ist die Geschwindigkeit der App. Während unseres Tests reagierten Menüs zügig, das Livebild wurde schnell geöffnet und sämtliche Einstellungen wurden ohne spürbare Verzögerung übernommen. Abstürze oder Fehlermeldungen traten im gesamten Testzeitraum nicht auf.
Apple Home und HomeKit Secure Video
Besonders überzeugt hat uns die Integration in Apple Home. Nach dem Scannen des HomeKit-Codes ließ sich die G400 innerhalb weniger Augenblicke in Apples Smart-Home-System einbinden. Anschließend stand die Kamera sofort in der Home-App zur Verfügung und konnte wie jedes andere HomeKit-Gerät genutzt werden.
Im Alltag erwies sich diese Integration als echter Mehrwert. Erkennt die G400 eine Person oder betätigt jemand die Klingel, erscheinen die Benachrichtigungen direkt auf iPhone, iPad, Apple Watch oder Apple TV. Das Livebild lässt sich unmittelbar öffnen, ohne zunächst die Aqara Home App starten zu müssen. Wer bereits vollständig auf das Apple-Ökosystem setzt, erhält dadurch eine besonders komfortable Bedienung.
Mit HomeKit Secure Video werden Aufnahmen verschlüsselt in der iCloud gespeichert und können bequem über die Home-App angesehen werden. Zum Zeitpunkt unseres Tests speichert Apple die Videos allerdings noch in Full-HD. Ab Herbst 2026 soll HomeKit Secure Video laut Apple Aufnahmen mit einer Auflösung von bis zu 4K unterstützen. Davon dürfte auch die Aqara Doorbell Camera G400 profitieren.
Plattformübergreifend nutzbar
Erfreulich ist außerdem, dass sich Aqara nicht ausschließlich auf das eigene Smart-Home-System beschränkt. Neben Apple Home unterstützt die G400 unter anderem Amazon Alexa, Google Home, Samsung SmartThings sowie IFTTT. Dadurch lässt sich die Video-Türklingel problemlos in bestehende Smart-Home-Umgebungen integrieren.
Gerade Nutzer, die Geräte verschiedener Hersteller miteinander kombinieren, profitieren von dieser Offenheit. Man ist nicht gezwungen, das komplette Smart Home auf einen einzigen Hersteller auszurichten, sondern kann die G400 flexibel in bereits vorhandene Systeme einbinden.
(App & Smart-Home-Integration: 5 von 5)
Datenschutz & Speicheroptionen
Eine der häufigsten Fragen beim Kauf einer Video-Türklingel betrifft die Speicherung der Aufnahmen. Nicht jeder möchte seine Videos ausschließlich in einer Cloud ablegen oder für zusätzliche Speicherfunktionen ein kostenpflichtiges Abonnement abschließen. Umso erfreulicher ist es, dass Aqara der Doorbell Camera G400 mehrere Möglichkeiten zur Speicherung spendiert.
Im Vergleich zum Vorgängermodell gibt es allerdings eine interessante Änderung. Während sich der microSD-Kartensteckplatz bisher im mitgelieferten Chime befand, hat Aqara ihn bei der G400 direkt in die Türklingel integriert. Unterstützt werden Speicherkarten mit einer Kapazität von bis zu 256 GB.
Die Verlagerung des Kartensteckplatzes hat Vor- und Nachteile. Positiv ist, dass sich der Speicher nun direkt am Gerät befindet und keine zusätzliche Hardware benötigt wird. Andererseits bot die Lösung des Vorgängers einen gewissen Schutz, da sich die Speicherkarte im Innenbereich befand. Wird die Türklingel beschädigt oder entwendet, befindet sich auch die Speicherkarte am Gerät. Das sollte man bei der Wahl der Speicherlösung berücksichtigen.
Dafür bietet die G400 eine Funktion, die beim Vorgänger noch fehlte, die Unterstützung eines NAS (Network Attached Storage). Aufzeichnungen lassen sich dadurch automatisch auf einem eigenen Netzwerkspeicher sichern. Das sorgt nicht nur für mehr Flexibilität, sondern erhöht auch die Datensicherheit, da wichtige Aufnahmen zusätzlich auf einem separaten Gerät gespeichert werden können.
Wer bereits ein NAS von Synology, QNAP oder einem anderen Hersteller betreibt, erhält damit eine komfortable Möglichkeit, sämtliche Ereignisse zentral zu archivieren, ohne auf einen Cloud-Dienst angewiesen zu sein. Gerade datenschutzbewusste Nutzer dürften diese Option zu schätzen wissen.
Natürlich unterstützt die G400 auch Apple HomeKit Secure Video. Werden Kamera und Apple Home miteinander gekoppelt, können Ereignisse verschlüsselt in der iCloud gespeichert und bequem über die Home-App abgerufen werden. Voraussetzung hierfür sind ein iCloud+-Abonnement sowie ein kompatibler Apple Home Hub, beispielsweise ein HomePod oder Apple TV.
Gut zu wissen: Nutzt ihr sowohl eine microSD-Karte als auch ein NAS, stehen eure Aufnahmen selbst dann noch zur Verfügung, wenn eine der beiden Speicherlösungen ausfällt. Für wichtige Sicherheitsaufzeichnungen ist diese Kombination aus unserer Sicht die sinnvollste Wahl.
Unterm Strich bietet die Aqara Video-Türklingel G400 deutlich mehr Flexibilität als viele Konkurrenzmodelle. Besonders die neue NAS-Unterstützung ist eine sinnvolle Erweiterung und dürfte vor allem anspruchsvolle Nutzer freuen. Den Wechsel des microSD-Kartensteckplatzes direkt in die Kamera sehen wir dagegen mit gemischten Gefühlen: Die Lösung ist praktisch, erreicht aber nicht ganz den Sicherheitsvorteil des Vorgängers, bei dem die Speicherkarte geschützt im Chime untergebracht war. Gerade deshalb empfehlen wir, sofern vorhanden, die zusätzliche Sicherung der Aufnahmen auf einem NAS oder über HomeKit Secure Video.
(Datenschutz & Speicheroptionen: 4,5 von 5 Punkten)
Stromverbrauch
Eine Video-Türklingel ist rund um die Uhr in Betrieb. Umso wichtiger ist die Frage, wie hoch der Energieverbrauch tatsächlich ausfällt. Schließlich arbeitet die Kamera dauerhaft im Hintergrund, überwacht den Eingangsbereich und muss jederzeit bereit sein, innerhalb weniger Sekunden ein Livebild bereitzustellen oder Aufzeichnungen zu erstellen.
Im Alltag fällt der Stromverbrauch der Aqara Video-Türklingel G400 erfreulich gering aus. Im normalen Betrieb benötigt die Türklingel nur wenig Energie und eignet sich damit problemlos für den Dauerbetrieb. Auch während unseres Testzeitraums konnten wir keine ungewöhnliche Erwärmung des Gehäuses feststellen. Selbst nach längerer Nutzung blieb die Kamera lediglich handwarm.
Etwas höher fällt der Energiebedarf naturgemäß aus, wenn das Livebild geöffnet wird oder Aufzeichnungen erstellt werden. Da diese Situationen jedoch meist nur für kurze Zeit auftreten, wirkt sich dies im Alltag kaum auf den gesamten Stromverbrauch aus. Im normalen Bereitschaftsbetrieb arbeitet die G400 äußerst effizient.
Wer die Türklingel per PoE (Power over Ethernet) betreibt, profitiert zusätzlich davon, dass sowohl die Stromversorgung als auch die Netzwerkverbindung über ein einziges Netzwerkkabel erfolgen. Das reduziert nicht nur den Installationsaufwand, sondern sorgt auch für eine besonders stabile Verbindung.
Unterm Strich gibt es beim Stromverbrauch keinen Anlass zur Kritik. Die Aqara Video-Türklingel G400 arbeitet effizient und eignet sich problemlos für den dauerhaften 24/7-Betrieb. Wer sich für die kabelgebundene Variante entscheidet, muss sich weder Gedanken über einen leeren Akku noch über einen nennenswert hohen Energieverbrauch machen.
(Stromverbrauch: 5 von 5 Punkten)
TEIL 3
bestehend aus „Preis/Leistung“ entspricht 10% der Gesamtwertung
Beschreibung
Aqara liefert mit der Video-Türklingel G400 genau das, was der Hersteller verspricht. Die Kombination aus einer sehr guten Bildqualität, einer zuverlässigen KI-Erkennung, einer durchdachten App und der breiten Unterstützung verschiedener Smart-Home-Plattformen macht die G400 zu einer der überzeugendsten kabelgebundenen Video-Türklingeln ihrer Preisklasse.
Kleinere Schwächen, wie die etwas nachlassende Bildqualität bei Nacht oder der nun direkt in der Kamera integrierte microSD-Kartensteckplatz, trüben den insgesamt sehr positiven Gesamteindruck kaum. Wer eine zuverlässige Video-Türklingel mit hoher Bildqualität, flexiblen Speicheroptionen und einer ausgezeichneten Smart-Home-Integration sucht, findet in der Aqara Video-Türklingel G400 ein rundes Gesamtpaket, das im Test auf ganzer Linie überzeugen konnte.
Preis/Leistung
Mit einer unverbindlichen Preisempfehlung von 99,99 Euro bietet die Aqara Video-Türklingel G400 ein äußerst attraktives Gesamtpaket. Für diesen Preis erhalten Käufer eine hochwertige Video-Türklingel mit sehr guter Bildqualität, zuverlässiger KI-Erkennung, flexiblen Speicheroptionen und einer breiten Unterstützung für Smart-Home-Plattformen wie Apple Home, Google Home, Amazon Alexa und Samsung SmartThings.
Kleinere Schwächen, wie die etwas nachlassende Bildqualität bei Nacht oder der nun direkt in der Kamera integrierte microSD-Kartensteckplatz, ändern nichts am insgesamt sehr positiven Gesamteindruck.
Wer eine moderne, kabelgebundene Video-Türklingel mit umfangreichen Smart-Home-Funktionen sucht, erhält mit der Aqara Video-Türklingel G400 ein überzeugendes Gesamtpaket zu einem fairen Preis. Aqara hält die wichtigsten Versprechen und bietet eine der derzeit interessantesten Video-Türklingeln ihrer Preisklasse. Das Preis-Leistungs-Verhältnis bewerten wir daher als ausgezeichnet.
Mit dem Fitbit Air verfolgt Google einen konsequent anderen Ansatz als bei klassischen Fitness-Trackern oder Smartwatches. Statt auf ein Display, Apps oder Benachrichtigungen zu setzen, konzentriert sich das Wearable vollständig auf das, was viele Nutzer tatsächlich interessiert. Die zuverlässige Erfassung von Gesundheits- und Fitnessdaten, unauffällig, leicht und rund um die Uhr.
Bereits nach kurzer Zeit am Handgelenk wird deutlich, worauf das Konzept abzielt. Das Fitbit Air möchte nicht ständig Aufmerksamkeit erregen, sondern den Nutzer möglichst unbemerkt durch den Alltag begleiten. Dank seines geringen Gewichts und des dezenten Designs gerät der Tracker schnell in Vergessenheit, genau das macht ihn besonders interessant für alle, die ihre Aktivität, ihren Schlaf und ihre Erholung kontinuierlich überwachen möchten.
Im Alltag überzeugt das Fitbit Air vor allem durch seinen hohen Tragekomfort, die einfache Bedienung über die Google Health App und eine lange Akkulaufzeit. Die Gesundheitsfunktionen arbeiten zuverlässig und liefern aussagekräftige Einblicke in den eigenen Körper. Gleichzeitig verzichtet Google bewusst auf klassische Smartwatch-Funktionen wie ein Display, Benachrichtigungen oder die Installation von Apps. Dieses Konzept ist sicherlich nicht für jeden geeignet, dürfte aber genau die Zielgruppe ansprechen, die einen möglichst unauffälligen Begleiter für den Alltag sucht.
Im Verlauf unseres Tests werfen wir einen detaillierten Blick auf Design, Verarbeitung, Tragekomfort, Gesundheitsfunktionen, Sporttracking und die Akkulaufzeit. Außerdem zeigen wir, für wen sich das Fitbit Air lohnt und in welchen Bereichen Google noch Verbesserungspotenzial hat.
Gefällt uns
hoher Tragekomfort durch das geringe Gewicht
Hochwertige Verarbeitung und Materialqualität
Modernes, zeitloses und unauffälliges Design
Präzise Erfassung von Herzfrequenz, Schlaf und weiteren Gesundheitsdaten
Lange Akkulaufzeit von bis zu sieben Tagen
Praktische Akkuanzeige über die integrierte Status-LED
Einfache und schnelle Einrichtung
Umfangreiche Gesundheitsauswertungen in der Google Health App
Gefällt uns weniger
Kein Display zur Anzeige von Trainings- oder Gesundheitsdaten
Kein integriertes GPS für Outdoor-Aktivitäten
Keine Smartwatch-Funktionen wie Benachrichtigungen oder Apps
Erweiterte KI-Funktionen und Coaching nur mit Google Health Premium
Für ambitionierte Sportler nur eingeschränkt geeignet
Bestehend aus „Verpackung/Design/Verarbeitung“ entspricht 25% der Gesamtwertung
Verpackung
Noch bevor das Fitbit Air zum ersten Mal am Handgelenk sitzt, hinterlässt Google einen positiven Eindruck. Die Verpackung wirkt hochwertig, modern und verzichtet bewusst auf überflüssige Gestaltungselemente. Statt auffälliger Farben oder großer Werbeversprechen setzt der Hersteller auf ein minimalistisches Design, das bereits von den Pixel-Smartphones und anderen Google-Produkten bekannt ist.
Auf der Vorderseite der Umverpackung befindet sich eine großformatige Abbildung des Fitbit Air in der jeweiligen Farbvariante. Ergänzt wird diese lediglich durch den Produktnamen sowie das Google- und Fitbit-Logo. Das Erscheinungsbild wirkt aufgeräumt und vermittelt sofort den Eindruck eines Premium-Produkts. Die Seiten der Verpackung enthalten lediglich wenige Informationen, während auf der Rückseite die wichtigsten Funktionen des Trackers, Hinweise zur Kompatibilität sowie die gesetzlichen Kennzeichnungen, Seriennummern und Recyclinghinweise untergebracht sind.
Nach dem Entfernen der Versiegelung lässt sich die innere Schachtel leicht aus der äußeren Hülle herausziehen. Bereits dabei fällt auf, dass Google nahezu vollständig auf Kunststoff verzichtet. Stattdessen kommen stabile Karton- und Papiermaterialien zum Einsatz, die nicht nur hochwertig wirken, sondern auch den nachhaltigen Anspruch des Unternehmens unterstreichen.
Öffnet man die Verpackung, liegt das Fitbit Air direkt im Blickfeld und wird von einer passgenauen Kartoneinlage sicher an seinem Platz gehalten. Nichts verrutscht, nichts klappert, alles ist sauber organisiert und ordentlich präsentiert. Dieser erste Eindruck vermittelt sofort das Gefühl, ein durchdachtes und hochwertiges Produkt in den Händen zu halten.
Unterhalb der Halterung befindet sich das Zubehör in einem separaten Fach. Google hält den Lieferumfang bewusst schlank und legt nur das bei, was für den Start wirklich benötigt wird. Dadurch wirkt die Verpackung angenehm aufgeräumt und nicht unnötig überladen.
Insgesamt überzeugt die Verpackung des Fitbit Air auf ganzer Linie. Sie schützt den Inhalt zuverlässig, präsentiert den Tracker ansprechend und setzt gleichzeitig auf nachhaltige Materialien. Auch wenn die Verpackung nach dem Auspacken schnell in den Hintergrund rückt, zeigt Google bereits hier, wie viel Wert auf Details und eine hochwertige Produktpräsentation gelegt wird.
(Verpackung: 4,5 von 5 Punkten)
Design
Schon beim ersten Anlegen wird deutlich, dass Google mit dem Fitbit Air bewusst einen anderen Weg einschlägt als viele Hersteller klassischer Fitness-Tracker oder Smartwatches. Während zahlreiche Wearables mit großen Displays und auffälligen Gehäusen um Aufmerksamkeit werben, setzt das Fitbit Air auf maximale Zurückhaltung. Das minimalistische Design wirkt modern, zeitlos und fügt sich unauffällig in den Alltag ein.
Herzstück des Trackers ist das kompakte Sensormodul, das sich harmonisch in das Armband integriert. Durch seine flache Bauweise trägt das Fitbit Air kaum auf und wirkt am Handgelenk deutlich dezenter als eine Smartwatch. Gerade im Alltag ist das ein großer Vorteil, denn der Tracker fällt weder unter einer Hemdmanschette noch unter einer Jacke störend auf.
Google verzichtet vollständig auf ein Display. Was im ersten Moment ungewohnt erscheinen mag, ist Teil des Gesamtkonzepts. Das Fitbit Air soll den Nutzer nicht ständig mit Benachrichtigungen oder Informationen ablenken, sondern sich auf die kontinuierliche Erfassung von Gesundheits- und Fitnessdaten konzentrieren. Sämtliche Auswertungen erfolgen über die Google Health App auf dem Smartphone. Dadurch entsteht ein angenehm ruhiges Nutzungserlebnis, bei dem das Armband eher in den Hintergrund rückt.
Auch die Materialauswahl passt zum minimalistischen Gesamteindruck. Das textile Performance-Loop-Armband fühlt sich angenehm weich an und schmiegt sich gut an das Handgelenk an. Gleichzeitig verleiht es dem Fitbit Air eine etwas hochwertigere und alltagstauglichere Optik als viele klassische Silikonarmbänder. Besonders im Büro oder bei formeller Kleidung wirkt der Tracker dadurch weniger wie ein Sportgerät und mehr wie ein dezentes Accessoire.
Ein weiterer Pluspunkt ist die zurückhaltende Farbgestaltung. Google setzt auf dezente Farbtöne, die sich problemlos mit unterschiedlichen Kleidungsstilen kombinieren lassen. Große Logos oder auffällige Designelemente sucht man vergeblich. Stattdessen steht ein aufgeräumtes Erscheinungsbild im Vordergrund, das auch nach längerer Zeit modern wirken dürfte.
Das Design des Fitbit Air polarisiert allerdings auch ein wenig. Wer gerne Trainingsdaten direkt am Handgelenk abliest oder Benachrichtigungen sofort im Blick haben möchte, wird das fehlende Display vermutlich vermissen. Wer hingegen bewusst weniger Ablenkung sucht und den Fokus auf Gesundheitsdaten legt, dürfte das reduzierte Konzept schnell zu schätzen wissen.
(Design: 4 von 5 Punkten)
Verarbeitung
Nach dem positiven ersten Eindruck beim Design lohnt sich ein genauerer Blick auf die Verarbeitung und auch hier gibt sich das Fitbit Air kaum eine Blöße. Bereits beim ersten Anfassen fällt auf, dass sämtliche Komponenten sauber verarbeitet sind. Scharfe Kanten, unsaubere Übergänge oder störende Spaltmaße sucht man vergeblich. Stattdessen vermittelt der Tracker das Gefühl, als wäre er aus einem Guss gefertigt.
Das kompakte Sensormodul sitzt fest im Armband und hinterlässt einen stabilen Eindruck. Selbst bei stärkeren Bewegungen oder während des Sports sitzt alles sicher an seinem Platz. Gleichzeitig lässt sich das Modul problemlos entnehmen, sofern das Armband gewechselt oder gereinigt werden soll. Dieser Mechanismus funktioniert im Test zuverlässig und wirkt langlebig.
Besonders positiv ist uns das Performance-Loop-Armband aufgefallen. Das Material fühlt sich angenehm weich an, kratzt nicht auf der Haut und hinterlässt auch nach längerem Tragen keine unangenehmen Druckstellen. Die Verarbeitung der Nähte ist sauber ausgeführt und selbst bei genauer Betrachtung konnten wir keine losen Fäden oder Materialfehler feststellen. Auch der Verschluss mit Klett macht einen hochwertigen Eindruck und hält das Fitbit Air zuverlässig am Handgelenk.
Im Alltag muss ein Fitness-Tracker deutlich mehr aushalten als eine klassische Armbanduhr. Schweiß, Regen oder kleinere Stöße gehören einfach dazu. Das Fitbit Air hinterließ während unseres Tests den Eindruck, diesen Belastungen problemlos gewachsen zu sein. Die verwendeten Materialien wirken robust und gleichzeitig hochwertig, ohne dabei unnötig massiv auszufallen.
Erfreulich ist außerdem, dass sich weder Fingerabdrücke noch kleinere Verschmutzungen besonders stark auf dem Sensormodul bemerkbar machen. Ein kurzes Abwischen genügt in der Regel, damit der Tracker wieder einen sauberen Eindruck hinterlässt. Gerade bei einem Wearable, das möglichst rund um die Uhr getragen werden soll, ist das ein nicht zu unterschätzender Vorteil.
Ein weiterer Pluspunkt ist die Widerstandsfähigkeit im Alltag. Das Fitbit Air ist nach 5 ATM (50 Meter) wasserdicht und damit für Aktivitäten wie Duschen, Schwimmen oder das Training im Regen problemlos geeignet. Im Test hinterließ das Gehäuse auch nach mehreren Tagen intensiver Nutzung einen robusten Eindruck. Weder Schweiß noch Wasser konnten der Verarbeitung etwas anhaben, sodass der Tracker bedenkenlos rund um die Uhr getragen werden kann – selbst nachts oder bei sportlichen Aktivitäten.
Natürlich wird erst ein Langzeittest zeigen, wie sich Material und Armband nach mehreren Monaten intensiver Nutzung schlagen. Der erste Eindruck fällt jedoch durchweg positiv aus. Google hat bei der Verarbeitung sichtbar Wert auf Qualität gelegt und liefert ein Produkt ab, das sich keineswegs günstig oder kompromissbehaftet anfühlt.
(Verarbeitung: 4,5 von 5 Punkten)
TEIL 2
bestehend aus „Funktion des Produktes“ entspricht 65% der Gesamtwertung
Kein integriertes GPS (Nutzung über verbundenes Smartphone)
Konnektivität
Bluetooth 5.0
Kompatibilität
Android 11.0 oder höher Apple iOS 16.4 oder höher
Akkulaufzeit
etwas 7 Tage
Ladeanschluss
Magnetisches USB-C-Ladekabel
Material
Aluminiumgehäuse mit elastischem Armband
Gewicht
5,2 g ohne Armband 12 g inklusive Armband
Verfügbare Größen
Textil und Polyurethan: Einheitsgröße Handgelenkumfang: 130–210 mm Umfang
Silikon: Klein: Für 130–175 mm Handgelenkumfang Groß: Für 165–210 mm Handgelenkumfang
Farben
Textil und Polyurethan: Einheitsgröße Handgelenkumfang: 130–210 mm Umfang
Silikon: Klein: Für 130–175 mm Handgelenkumfang Groß: Für 165–210 mm Handgelenkumfang
Lieferumfang
Google Fitbit Air Magnetisches USB-C-Ladekabel Zusätzliche Größen-/Armbandoptionen (modellabhängig) Kurzanleitung sowie Sicherheits- und Garantiehinweise
Technische Daten der Google Fitbit Air
Tragekomfort
Der Tragekomfort gehört ohne Zweifel zu den größten Stärken des Fitbit Air. Schließlich ist ein Fitness-Tracker nur dann wirklich sinnvoll, wenn er möglichst rund um die Uhr getragen wird, sei es im Büro, beim Sport oder während der Nacht. Genau hier zeigt Google, dass das Konzept bis ins Detail durchdacht wurde.
Schon nach den ersten Minuten am Handgelenk fällt das geringe Gewicht positiv auf. Das Fitbit Air sitzt angenehm leicht und trägt kaum auf. Tatsächlich vergisst man bereits nach kurzer Zeit, dass man überhaupt einen Fitness-Tracker trägt. Gerade im Vergleich zu vielen Smartwatches mit ihren deutlich größeren Gehäusen und höherem Gewicht ist das ein spürbarer Unterschied.
Einen wesentlichen Anteil daran hat auch das mitgelieferte Performance-Loop-Armband. Das textile Material fühlt sich angenehm weich an, schmiegt sich gut an das Handgelenk an und sorgt selbst an warmen Tagen für ein angenehmes Tragegefühl. Während Silikonarmbänder bei längeren Aktivitäten oder hohen Temperaturen häufig zum Schwitzen neigen, bleibt das Armband des Fitbit Air deutlich luftiger und trocknet nach dem Sport vergleichsweise schnell wieder ab.
Auch über einen längeren Zeitraum hinweg hinterließ das Fitbit Air einen sehr angenehmen Eindruck. Weder beim Arbeiten am Schreibtisch noch beim Autofahren oder im Alltag störte der Tracker durch Druckstellen oder unangenehmes Scheuern. Dank der flachen Bauweise bleibt das Armband zudem kaum an Kleidung hängen und verschwindet problemlos unter einer Jacken- oder Hemdmanschette.
Besonders wichtig ist der Tragekomfort während der Nacht, denn schließlich zeichnet das Fitbit Air auch den Schlaf auf. Gerade hier spielt das geringe Gewicht seine Stärken aus. Während größere Smartwatches beim Schlafen häufig als störend empfunden werden können oder dann in der Regel aufgeladen werden, fällt das Fitbit Air kaum auf. Bereits nach kurzer Zeit vergisst man, dass man den Tracker überhaupt trägt, eine wichtige Voraussetzung für eine zuverlässige Schlafanalyse.
Auch beim Sport machte das Fitbit Air eine gute Figur. Das Armband hielt den Tracker jederzeit sicher am Handgelenk, ohne zu verrutschen oder unangenehm einzuschneiden. Gleichzeitig ließ sich die Passform schnell anpassen, sodass sowohl lockeres Tragen im Alltag als auch ein fester Sitz beim Training problemlos möglich waren.
Natürlich ist das persönliche Empfinden beim Tragekomfort immer etwas subjektiv. Dennoch gehört das Fitbit Air für uns zu den angenehmsten Wearables, die wir bislang im Alltag getragen haben. Gerade wer seinen Fitness-Tracker Tag und Nacht nutzen möchte, wird das durchdachte Gesamtkonzept schnell zu schätzen wissen.
(Tragekomfort: 5 von 5 Punkten)
Einrichtung & Google Health App
Die Einrichtung des Fitbit Air gestaltet sich erfreulich unkompliziert und ist auch für Einsteiger innerhalb weniger Minuten erledigt. Nach dem ersten Aufladen muss lediglich die Google Health App auf dem Smartphone installiert beziehungsweise geöffnet werden. Anschließend führt die App Schritt für Schritt durch den Einrichtungsprozess und erklärt die wichtigsten Funktionen verständlich.
Die Verbindung zwischen Tracker und Smartphone erfolgt über Bluetooth und funktionierte in unserem Test auf Anhieb. Das Fitbit Air wurde innerhalb weniger Sekunden erkannt und mit dem Google-Konto verknüpft. Im Anschluss prüft die App automatisch, ob eine aktuelle Firmware verfügbar ist, und installiert diese bei Bedarf direkt. Währenddessen informiert sie den Nutzer jederzeit über den aktuellen Fortschritt.
Nach der erfolgreichen Einrichtung beginnt das Fitbit Air sofort mit der Erfassung der ersten Gesundheitsdaten. Bereits nach kurzer Zeit stehen die ersten Informationen zu Herzfrequenz, Aktivität und Bewegung in der App zur Verfügung. Weitere Auswertungen, etwa zum Schlaf oder zur Erholung, werden im Laufe der Nutzung automatisch ergänzt.
Die Google Health App präsentiert sich insgesamt modern und übersichtlich. Die Startseite zeigt die wichtigsten Gesundheitsdaten auf einen Blick, sodass sich aktuelle Werte schnell erfassen lassen. Wer tiefer in die einzelnen Bereiche eintauchen möchte, findet ausführliche Diagramme, Tages-, Wochen- und Monatsübersichten sowie verständlich aufbereitete Statistiken. Trotz des großen Funktionsumfangs wirkt die Oberfläche nicht überladen und bleibt auch für Neueinsteiger leicht verständlich.
Besonders gut gefällt uns, dass die App nicht einfach nur Messwerte anzeigt, sondern diese auch sinnvoll einordnet. Veränderungen bei der Herzfrequenz, der Schlafqualität oder dem Aktivitätsniveau werden nachvollziehbar dargestellt und mit hilfreichen Erläuterungen ergänzt. Dadurch erhalten die gesammelten Daten einen echten Mehrwert und bleiben nicht nur eine Sammlung von Zahlen.
Wer möchte, kann seine Gesundheitsdaten zusätzlich mit anderen Google-Diensten oder kompatiblen Fitness-Apps synchronisieren. Dadurch lassen sich Aktivitäten und Gesundheitsinformationen zentral verwalten, was vor allem für Nutzer interessant ist, die bereits im Google-Ökosystem unterwegs sind.
Ein kleiner Wermutstropfen ist allerdings das Premium-Angebot von Google. Die wichtigsten Gesundheits- und Fitnessfunktionen stehen zwar bereits in der kostenlosen Version der Google Health App zur Verfügung, einige der spannendsten Neuerungen bleiben jedoch Nutzern von Google Health Premium vorbehalten.
Dazu zählen unter anderem der auf Google Gemini basierende KI-Gesundheitscoach, der individuelle Auswertungen und Empfehlungen erstellt, geführte Trainingsprogramme sowie weiterführende Analysen zu Schlaf, Erholung und Fitness. Auch personalisierte Trainingsvorschläge und zusätzliche Coaching-Inhalte gehören zum kostenpflichtigen Leistungsumfang.
Beim Kauf des Fitbit Air erhalten Nutzer zunächst eine dreimonatige Testmitgliedschaft für Google Health Premium. Nach Ablauf dieses Zeitraums werden jedoch 9,99 Euro pro Monat fällig, sofern das Abonnement weiter genutzt werden soll.
Unserer Meinung nach bietet bereits die kostenlose Version einen umfangreichen Funktionsumfang, der für die meisten Nutzer vollkommen ausreicht. Wer jedoch alle KI-Funktionen, das erweiterte Coaching und die exklusiven Trainingsinhalte nutzen möchte, sollte die zusätzlichen Kosten bei der Kaufentscheidung berücksichtigen.
Im Alltag überzeugte die Google Health App durch ihre stabile Arbeitsweise. Synchronisationen liefen im Test zuverlässig im Hintergrund ab und die aktuellen Daten standen meist innerhalb weniger Sekunden auf dem Smartphone zur Verfügung. Abstürze oder Verbindungsprobleme traten während unseres Testzeitraums nicht auf.
(Einrichtung & Google Health App: 4,5 von 5 Punkten)
Bedienung im Alltag
Spätestens nach den ersten Tagen im Alltag zeigt sich, ob das Konzept des Fitbit Air funktioniert. Schließlich verzichtet Google bewusst auf ein Display und sämtliche klassischen Smartwatch-Funktionen. Benachrichtigungen, eingehende Anrufe oder Nachrichten sucht man hier ebenso vergeblich wie Apps oder eine Bedienung direkt am Handgelenk. Was zunächst wie ein Nachteil klingt, entpuppt sich im täglichen Einsatz jedoch schnell als bewusste Designentscheidung.
Nach einer kurzen Eingewöhnungszeit fiel es uns erstaunlich leicht, auf ein Display zu verzichten. Statt ständig auf das Handgelenk zu schauen oder sich von eingehenden Nachrichten ablenken zu lassen, arbeitet das Fitbit Air unauffällig im Hintergrund. Alle relevanten Daten werden automatisch erfasst und stehen bei Bedarf in der Google Health App zur Verfügung. Dadurch entsteht ein deutlich entspannteres Nutzungserlebnis als bei einer klassischen Smartwatch.
Gerade im Berufsalltag hat uns dieses Konzept gut gefallen. Das Fitbit Air sammelt kontinuierlich Daten zu Aktivität, Herzfrequenz und Bewegung, ohne den Nutzer regelmäßig zu unterbrechen. Wer bewusst weniger Zeit mit Benachrichtigungen verbringen möchte, dürfte genau diesen minimalistischen Ansatz zu schätzen wissen.
Auch im Alltag arbeitet der Tracker zuverlässig. Aktivitäten werden automatisch erkannt und aufgezeichnet, sodass man nur selten selbst eingreifen muss. Ob ein Spaziergang in der Mittagspause oder eine Trainingseinheit am Abend – das Fitbit Air dokumentiert die wichtigsten Daten zuverlässig und synchronisiert diese anschließend automatisch mit der Google Health App.
Positiv aufgefallen ist außerdem die zuverlässige Synchronisation. Neue Messwerte werden innerhalb kurzer Zeit an das Smartphone übertragen und stehen dort übersichtlich aufbereitet zur Verfügung. Während unseres Testzeitraums kam es weder zu Verbindungsabbrüchen noch zu Problemen bei der Datenübertragung.
Natürlich bringt das Konzept auch Einschränkungen mit sich. Wer während eines Laufs seine aktuelle Herzfrequenz oder Trainingsdauer direkt am Handgelenk ablesen möchte, wird das fehlende Display vermissen. Gleiches gilt für Nutzer, die Benachrichtigungen oder Anrufe direkt über ihr Wearable verwalten möchten. Das Fitbit Air verfolgt jedoch bewusst einen anderen Ansatz und richtet sich an Anwender, die ihre Gesundheitsdaten später in Ruhe auswerten möchten, anstatt sie permanent im Blick zu behalten.
Nach einigen Tagen im Test wurde deutlich, dass genau hierin die größte Stärke des Fitbit Air liegt. Der Tracker fordert kaum Aufmerksamkeit, arbeitet zuverlässig im Hintergrund und liefert dennoch alle wichtigen Gesundheits- und Aktivitätsdaten. Statt ständig mit dem Wearable zu interagieren, kann man sich auf den Alltag konzentrieren und genau das dürfte für viele Nutzer der größte Vorteil sein.
(Bedienung im Alltag: 4 von 5 Punkten)
Funktionen
Gesundheitsfunktionen
Im Mittelpunkt des Fitbit Air stehen eindeutig die Gesundheitsfunktionen. Während viele Wearables versuchen, möglichst viele unterschiedliche Features unterzubringen, konzentriert sich Google auf die kontinuierliche Erfassung wichtiger Gesundheitsdaten und deren verständliche Auswertung. Das Ergebnis ist ein Tracker, der den Nutzer nicht mit Informationen überflutet, sondern die gesammelten Daten sinnvoll aufbereitet.
Bereits im Alltag zeichnet das Fitbit Air rund um die Uhr die Herzfrequenz auf und liefert dadurch einen guten Überblick über die Belastung im Tagesverlauf. Ergänzt wird die Messung durch weitere Sensoren, die unter anderem die Sauerstoffsättigung (SpO₂), die Herzfrequenzvariabilität (HRV), die Atemfrequenz sowie Veränderungen der Hauttemperatur erfassen können. Diese Werte fließen in verschiedene Gesundheitsberichte ein und helfen dabei, Veränderungen des eigenen Körpers frühzeitig zu erkennen.
Einen besonders hohen Stellenwert nimmt die Schlafanalyse ein. Während unseres Tests erkannte das Fitbit Air Einschlaf- und Aufwachzeiten zuverlässig und lieferte detaillierte Informationen zu den einzelnen Schlafphasen. Ergänzt werden die Auswertungen durch einen Schlafindex sowie Hinweise, wie sich die Schlafqualität langfristig verbessern lässt. Gerade Nutzer, die ihren Schlaf regelmäßig analysieren möchten, erhalten hier einen echten Mehrwert.
Auch die Erholung spielt beim Fitbit Air eine wichtige Rolle. Anhand der gesammelten Gesundheitsdaten berechnet die Google Health App verschiedene Erholungswerte und gibt Aufschluss darüber, wie belastbar der Körper aktuell ist. Dadurch lässt sich besser einschätzen, ob ein intensives Training sinnvoll ist oder ob dem Körper eine Pause guttun würde.
Besonders interessant sind die neuen KI-Funktionen, die Google in Verbindung mit Google Health Premium anbietet. Der auf Gemini basierende Gesundheitscoach analysiert die erfassten Daten und erstellt individuelle Zusammenfassungen sowie persönliche Empfehlungen zu Schlaf, Bewegung und Erholung. Die Erklärungen wirken verständlich und helfen dabei, die eigenen Gesundheitswerte besser einzuordnen. Allerdings stehen diese erweiterten Funktionen ausschließlich Premium-Abonnenten zur Verfügung.
Insgesamt hinterlassen die Gesundheitsfunktionen einen sehr ausgereiften Eindruck. Die wichtigsten Werte werden zuverlässig erfasst, übersichtlich dargestellt und sinnvoll miteinander verknüpft. Dadurch eignet sich das Fitbit Air nicht nur für sportlich aktive Nutzer, sondern ebenso für alle, die ihre allgemeine Gesundheit langfristig im Blick behalten möchten.
Sport- und Aktivitätstracking
Auch beim Sport konzentriert sich das Fitbit Air auf das Wesentliche. Statt unzählige Trainingsprogramme oder komplexe Leistungsanalysen anzubieten, legt Google den Fokus auf eine zuverlässige Erfassung alltäglicher Aktivitäten und der wichtigsten Trainingsdaten. Für die meisten Freizeitsportler dürfte dieses Konzept vollkommen ausreichen.
Im Alltag zählt der Tracker zuverlässig Schritte, berechnet zurückgelegte Distanzen sowie den Kalorienverbrauch und dokumentiert aktive Minuten. Sämtliche Werte werden automatisch mit der Google Health App synchronisiert und dort übersichtlich aufbereitet. Tages-, Wochen- und Monatsübersichten erleichtern es, die eigene Entwicklung im Blick zu behalten und persönliche Ziele zu verfolgen.
Besonders praktisch ist die automatische Trainingserkennung. Spaziergänge, Läufe oder andere wiederkehrende Aktivitäten werden in vielen Fällen selbstständig erkannt und aufgezeichnet, ohne dass der Nutzer ein Training manuell starten muss. Das funktionierte während unseres Tests insgesamt zuverlässig und sorgt dafür, dass Aktivitäten auch dann erfasst werden, wenn man einmal vergisst, den Tracker bewusst zu aktivieren.
Während einer Trainingseinheit zeichnet das Fitbit Air unter anderem die Herzfrequenz auf und ermöglicht dadurch eine Einschätzung der Belastungsintensität. In Kombination mit den Gesundheitsdaten entsteht so ein umfassender Überblick über Training und Erholung. Wer seine Fortschritte regelmäßig kontrollieren möchte, findet in der Google Health App zahlreiche Diagramme und Auswertungen, die verständlich aufbereitet sind.
Grenzen zeigt das Fitbit Air allerdings bei ambitionierten Outdoor-Sportlern. Da der Tracker bewusst auf ein eigenes Display und integriertes GPS verzichtet, ist für die Aufzeichnung von Lauf- oder Radstrecken ein verbundenes Smartphone erforderlich. Auch Trainingsdaten lassen sich nicht direkt am Handgelenk ablesen, sondern erst nach der Synchronisation in der App auswerten. Wer während des Sports jederzeit aktuelle Werte im Blick behalten möchte, dürfte mit einer klassischen Sportuhr oder Smartwatch besser bedient sein.
Für den vorgesehenen Einsatzzweck erfüllt das Fitbit Air seine Aufgabe jedoch sehr überzeugend. Es begleitet den Nutzer unauffällig durch den Alltag, dokumentiert Aktivitäten zuverlässig und liefert alle wichtigen Informationen für einen gesunden und aktiven Lebensstil, ohne dabei unnötig kompliziert zu werden.
(Funktionen 4 von 5)
Akkulaufzeit
Neben den Gesundheitsfunktionen gehört die Akkulaufzeit zu den wichtigsten Kriterien eines Fitness-Trackers. Schließlich bringt selbst das umfangreichste Funktionspaket wenig, wenn das Gerät ständig an das Ladegerät muss. Genau hier spielt das Fitbit Air seine Stärken aus und zeigt, dass der Verzicht auf ein Display durchaus Vorteile mit sich bringt.
Im Test überzeugte das Fitbit Air mit einer ausdauernden Akkulaufzeit. Selbst bei aktivierter kontinuierlicher Herzfrequenzmessung, automatischer Aktivitätserkennung und täglicher Synchronisation mit der Google Health App hielt der Tracker mehrere Tage problemlos durch. Wer den Tracker hauptsächlich zur Gesundheitsüberwachung und für gelegentliche Trainingseinheiten nutzt, muss sich im Alltag nur selten Gedanken über den Akkustand machen.
Google gibt eine Akkulaufzeit von bis zu sieben Tagen an. Wie bei jedem Wearable hängt die tatsächliche Laufzeit jedoch stark vom individuellen Nutzungsverhalten ab. Häufige Synchronisationen, intensive Trainingseinheiten oder die Nutzung zusätzlicher Gesundheitsfunktionen können den Energieverbrauch erhöhen. Während unseres Testzeitraums erwies sich die Herstellerangabe jedoch als durchaus realistisch.
Praktisch gelöst ist zudem die Anzeige des aktuellen Akkustands. Da das Fitbit Air bewusst auf ein Display verzichtet, setzt Google auf eine kleine Status-LED an der Seite des Sensormoduls. Möchte man den ungefähren Ladezustand überprüfen, genügt ein doppeltes Antippen auf der Oberseite des Trackers. Anschließend informiert die LED mit unterschiedlichen Leuchtsignalen über den verbleibenden Akkustand: Blinkt sie weiß, liegt die Akkuladung noch zwischen 20 und 100 Prozent. Ein rot blinkendes Licht signalisiert dagegen einen Akkustand von unter 20 Prozent, während eine dauerhaft rot leuchtende LED darauf hinweist, dass der Akku nahezu vollständig entladen ist und zeitnah aufgeladen werden sollte.
Zusätzlich informiert die Google Health App rechtzeitig, wenn sich der Akkustand dem Ende zuneigt. Ist nur noch etwa ein Tag Restlaufzeit vorhanden, erscheint automatisch eine entsprechende Benachrichtigung auf dem Smartphone. Dadurch bleibt ausreichend Zeit, den Tracker wieder aufzuladen, ohne dass wichtige Gesundheits- oder Schlafdaten verloren gehen.
Ist der Akku schließlich doch einmal leer, erfolgt das Aufladen über das mitgelieferte magnetische USB-C-Ladekabel. Die magnetische Verbindung sitzt sicher und richtet den Tracker automatisch korrekt aus, sodass das Laden ohne langes Ausprobieren gelingt. Das ist besonders praktisch, wenn es morgens einmal schnell gehen muss.
Positiv fiel im Test außerdem auf, dass der Ladevorgang zuverlässig funktionierte. Sobald das Fitbit Air mit dem Ladegerät verbunden wird, beginnt der Ladevorgang automatisch und der aktuelle Akkustand lässt sich bequem in der Google Health App verfolgen. Auf ein separates Netzteil verzichtet Google allerdings, ein Trend, der inzwischen bei nahezu allen Herstellern zu beobachten ist. Wer bereits ein USB-C-Netzteil oder einen freien USB-C-Anschluss am Computer besitzt, kann das mitgelieferte Ladekabel jedoch problemlos weiterverwenden.
Durch die lange Akkulaufzeit eignet sich das Fitbit Air besonders gut für das kontinuierliche Gesundheits- und Schlaftracking. Anders als viele Smartwatches, die bereits nach ein bis zwei Tagen wieder geladen werden müssen, bleibt der Tracker auch über mehrere Nächte hinweg einsatzbereit. Gerade für die Schlafanalyse ist das ein nicht zu unterschätzender Vorteil, da keine nächtlichen Messungen aufgrund eines leeren Akkus verloren gehen.
(Akkulaufzeit: 4,5 von 5 Punkten)
TEIL 3
bestehend aus „Preis/Leistung“ entspricht 10% der Gesamtwertung
Beschreibung
Google bewirbt das Fitbit Air als besonders leichten Fitness-Tracker, der Gesundheitsdaten rund um die Uhr erfasst und den Nutzer dabei möglichst unauffällig durch den Alltag begleitet. Nach unserem Test können wir sagen, dieses Versprechen hält das Wearable größtenteils ein.
Vor allem beim Tragekomfort und der Akkulaufzeit überzeugt das Fitbit Air auf ganzer Linie. Durch das geringe Gewicht und die flache Bauweise gerät der Tracker schnell in Vergessenheit – genau so, wie es Google beabsichtigt. Auch die Gesundheitsfunktionen arbeiten zuverlässig und liefern in Kombination mit der Google Health App aussagekräftige Informationen zu Herzfrequenz, Schlaf, Aktivität und Erholung.
Ebenso gefällt uns der bewusste Verzicht auf ein Display. Was zunächst ungewöhnlich wirkt, entwickelt sich im Alltag schnell zu einem Vorteil. Das Fitbit Air möchte den Nutzer nicht ständig mit Benachrichtigungen oder Apps beschäftigen, sondern arbeitet unauffällig im Hintergrund. Wer genau dieses Konzept sucht, erhält einen Fitness-Tracker, der sich angenehm von vielen klassischen Smartwatches abhebt.
Ganz ohne Kritik bleibt das Fitbit Air allerdings nicht. Einige der interessantesten Funktionen, darunter der auf Gemini basierende KI-Gesundheitscoach, geführte Trainingsprogramme und weiterführende Analysen, stehen ausschließlich über das kostenpflichtige Google Health Premium-Abonnement zur Verfügung. Die kostenlose Version bietet zwar bereits einen großen Funktionsumfang, dennoch sollte man die zusätzlichen Kosten berücksichtigen, wenn man das volle Potenzial des Trackers ausschöpfen möchte.
Auch ambitionierte Sportler gehören nicht unbedingt zur Zielgruppe. Das fehlende Display und der Verzicht auf integriertes GPS machen sich vor allem beim Laufen oder Radfahren bemerkbar. Wer während des Trainings aktuelle Daten direkt am Handgelenk ablesen oder seine Strecken ohne Smartphone aufzeichnen möchte, wird mit einer Sportuhr oder Smartwatch besser bedient sein.
Die Frage nach besseren Alternativen lässt sich daher nicht pauschal beantworten. Wer möglichst viele Smartwatch-Funktionen sucht, findet beispielsweise mit der Google Pixel Watch oder anderen Wearables die passendere Lösung. Liegt der Fokus hingegen auf einem leichten, unauffälligen Tracker für Gesundheits- und Schlafanalyse, gehört das Fitbit Air aktuell zu den interessantesten Geräten seiner Klasse. Es verfolgt ein anderes Konzept als klassische Smartwatches und genau darin liegt seine größte Stärke.
Preis/Leistung
Mit einer unverbindlichen Preisempfehlung von 99,99 Euro positioniert Google das Fitbit Air bewusst in einem Bereich, der für viele Interessenten noch gut erreichbar bleibt. Angesichts des minimalistischen Konzepts wirkt der Preis auf den ersten Blick fair, denn das Wearable bietet keine Smartwatch-Funktionen, kein Display und kein integriertes GPS. Gleichzeitig steckt im Tracker jedoch deutlich mehr als ein einfacher Schrittzähler.
Vor allem der hohe Tragekomfort, die lange Akkulaufzeit und die umfangreichen Gesundheitsfunktionen sorgen dafür, dass das Fitbit Air seinen Preis im Alltag rechtfertigen kann. Google richtet sich klar an Nutzer, die einen möglichst unauffälligen Begleiter für Schlaf, Aktivität, Herzfrequenz und Erholung suchen. Genau in diesem Bereich liefert der Tracker ein stimmiges Gesamtpaket, das sich angenehm von klassischen Fitnessarmbändern abhebt.
Zum Zeitpunkt unseres Tests ist das Fitbit Air allerdings noch sehr neu auf dem Markt. Entsprechend sind größere Preisnachlässe bislang kaum zu finden. Bei den meisten Händlern wird der Tracker weiterhin zur UVP oder nur geringfügig darunter angeboten. Wer auf ein echtes Schnäppchen hofft, wird sich deshalb vermutlich noch etwas gedulden müssen.
Etwas kritischer sehen wir die optionalen Folgekosten. Die wichtigsten Funktionen stehen zwar ohne laufendes Abonnement zur Verfügung, doch für den Gemini-basierten Gesundheitscoach, geführte Workouts und weiterführende Premium-Auswertungen wird ein kostenpflichtiges Google-Health-Premium-Abo benötigt. Wer diese zusätzlichen Inhalte dauerhaft nutzen möchte, sollte die monatlichen Kosten daher in die persönliche Kalkulation einbeziehen.
Unterm Strich fällt das Preis-Leistungs-Verhältnis dennoch positiv aus. Für knapp 100 Euro erhält man einen sehr leichten, angenehm zu tragenden Fitness-Tracker mit überzeugender Gesundheits- und Schlafanalyse, moderner App-Anbindung und einem konsequent reduzierten Konzept. Gerade weil das Fitbit Air nicht versucht, eine günstige Smartwatch zu sein, sondern sich klar auf kontinuierliches Gesundheitsmonitoring konzentriert, wirkt der Preis nachvollziehbar.
Mit der Prime Wireless Charging Station erweitert Anker sein Premium-Portfolio um eine leistungsstarke 3-in-1-Ladestation für das Apple-Ökosystem. Die Station ermöglicht das gleichzeitige kabellose Laden von iPhone, Apple Watch und AirPods und kombiniert die Qi2-Technologie mit zahlreichen Komfortfunktionen. Dazu zählen unter anderem ein integriertes Smart Display, die aktive AirCool-Kühlung sowie die Steuerung über die Anker-App.
Im Gegensatz zu vielen herkömmlichen 3-in-1-Ladegeräten möchte Anker nicht nur eine zentrale Lademöglichkeit bieten, sondern auch mehr Transparenz über den Ladevorgang schaffen. Das Display informiert beispielsweise über den Ladestatus, die aktuelle Ladeleistung oder den gewählten Betriebsmodus, während sich verschiedene Einstellungen bequem über die App anpassen lassen.
Ob die umfangreiche Ausstattung im Alltag tatsächlich einen Mehrwert bietet und ob die Prime Wireless Charging Station ihren Premiumpreis rechtfertigt, klären wir in diesem Test.
Mit dem MOVA V70 Ultra Complete erweitert der Hersteller sein Portfolio um einen Premium-Saug- und Wischroboter, der mit einer umfangreichen Ausstattung und modernen Reinigungstechnologien überzeugen möchte. Neben einer hohen Saugleistung gehören eine intelligente Navigation, präzise Hinderniserkennung sowie eine vollautomatische Reinigungsstation zum Gesamtpaket. Besonderes Augenmerk legt MOVA zudem auf die Kanten- und Eckenreinigung sowie die Fähigkeit, auch höhere Türschwellen zu überwinden.
Im folgenden Testbericht nehmen wir den MOVA V70 Ultra Complete genauer unter die Lupe. Wir prüfen, wie gut sich der Roboter im Alltag schlägt, bewerten seine Reinigungsleistung auf verschiedenen Bodenarten, die Zuverlässigkeit der Navigation und Wischfunktion sowie die Bedienung über die App. Außerdem zeigen wir, ob sich die umfangreiche Ausstattung in der Praxis bezahlt macht und für wen sich das Modell besonders eignet.
Gefällt uns
Sehr hohe Saugleistung von bis zu 40.000 Pa
LiDAR-Navigation mit versenkbarem Laserturm
StepMaster System 2.0 ermöglicht das Überwinden hoher Türschwellen und Hindernisse
ausfahrbarer Seitenbürste und ausfahrbarem Wischmopp
Sehr zuverlässige KI-Hinderniserkennung
Hervorragende Reinigungsleistung auf Hartböden und Teppichen
Leistungsstarke Wischfunktion mit rotierenden Mopps
Automatisches Ablegen und Aufnehmen der Wischmopps in der Station
EcoCyclone-System ohne Einweg-Staubbeutel
Umfangreicher Lieferumfang inklusive Ersatzteilen
Gute Akkulaufzeit
Gute Smart-Home-Integration (Amazon Alexa und Google Assistant)
Multifunktionsstation mit Staubentleerung, Moppwäsche und Warmlufttrocknung
Gefällt uns weniger
Hoher Anschaffungspreis (UVP 1.399 €, aktuell ca. 1.099
Wischwalzensysteme reinigen hartnäckige oder flüssige Verschmutzungen konstruktionsbedingt etwas effektiver
Vielzahl an Funktionen kann Einsteiger anfangs etwas überfordern
Bestehend aus „Verpackung/Design/Verarbeitung“ entspricht 25% der Gesamtwertung
Verpackung
Bereits die Verpackung vermittelt den Premium-Anspruch des MOVA V70 Ultra Complete. Der Saugroboter wird in einem großformatigen, stabilen Karton ausgeliefert, der überwiegend in einem schlichten Weiß gehalten ist und durch farbige Produktabbildungen ergänzt wird. Auf der Vorderseite ist sowohl der Saugroboter als auch die Reinigungsstation großflächig abgebildet, sodass bereits auf den ersten Blick ersichtlich ist, um welches Modell es sich handelt. Ergänzend sind die wichtigsten Ausstattungsmerkmale und Funktionen aufgedruckt, darunter die hohe Saugleistung, das automatische Reinigungssystem der Station sowie weitere Premium-Funktionen. Die Seiten des Kartons enthalten zusätzliche Produktinformationen, technische Highlights und Abbildungen einzelner Funktionen. Insgesamt wirkt die Verpackung modern, aufgeräumt und hochwertig gestaltet.
Nach dem Öffnen fällt sofort die durchdachte Verpackung der einzelnen Komponenten auf. Sowohl der Saugroboter als auch die Reinigungsstation sind durch passgenaue Formteile aus Karton und Schaumstoff sicher fixiert, sodass während des Transports kaum Bewegung möglich ist. Empfindliche Bauteile wie Sensoren, Hochglanzflächen oder bewegliche Elemente sind zusätzlich mit Schutzfolien versehen. Sämtliche Zubehörteile befinden sich in separaten Kartons oder Beuteln und sind übersichtlich angeordnet. Dadurch gestaltet sich das Auspacken angenehm und alle Komponenten lassen sich problemlos zuordnen.
Auch der Lieferumfang fällt erfreulich umfangreich aus. Neben dem eigentlichen Saugroboter und der Multifunktionsstation befinden sich ein Netzkabel, die Seitenbürste, zwei rotierende Wischmopps sowie ein Reinigungsmittel für die Wischfunktion im Karton. MOVA stellt darüber hinaus ein umfassendes Sortiment an Ersatz- und Verschleißteilen bereit. Im Lieferumfang enthalten sind sechs zusätzliche Wischpads, zwei zusätzliche Filter, eine Seitenbürste sowie ein Satz Hauptbürsten. Abgerundet wird das Paket durch eine mehrsprachige Schnellstartanleitung und eine ausführliche Bedienungsanleitung, die den Aufbau und die Inbetriebnahme verständlich erläutern.
Insgesamt hinterlässt die Verpackung einen ausgezeichneten ersten Eindruck. Sie schützt sämtliche Komponenten zuverlässig vor Transportschäden, präsentiert das Produkt hochwertig und bietet einen sehr umfangreichen Lieferumfang, sodass der MOVA V70 Ultra Complete unmittelbar nach dem Auspacken einsatzbereit ist. Besonders positiv ist, dass MOVA bereits zahlreiche Verschleiß- und Ersatzteile beilegt, wodurch in den ersten Monaten des Betriebs in der Regel keine zusätzlichen Anschaffungen notwendig sind.
(Verpackung: 5 von 5 Punkten)
Design
Saugroboter
Bereits auf den ersten Blick wird deutlich, dass der MOVA V70 Ultra Complete zur Premiumklasse gehört. Mit seinem runden Gehäuse und einem Durchmesser von rund 35 cm wirkt der Roboter modern und hochwertig. Die Kombination aus matten und glänzenden Oberflächen verleiht ihm eine elegante Optik, während die klaren Linien dafür sorgen, dass das Design trotz der zahlreichen verbauten Technologien nicht überladen wirkt. Sämtliche Gehäuseteile schließen sauber miteinander ab und vermitteln einen sehr hochwertigen Gesamteindruck.
Die Oberseite wird vom markanten LiDAR-Laserturm dominiert, der für die präzise Lasernavigation verantwortlich ist. Eine Besonderheit des V70 Ultra Complete ist jedoch, dass sich dieser Turm vollständig in das Gehäuse einfahren lässt. Dadurch reduziert sich die Gesamthöhe des Roboters von rund 11 cm auf lediglich 8,8 cm, wodurch auch Bereiche unter niedrigen Möbeln wie Sofas, Sideboards oder Betten deutlich besser erreicht werden können. Sobald ausreichend Platz vorhanden ist, fährt der Laserturm automatisch wieder aus und steht für die vollständige 360-Grad-Raumerfassung zur Verfügung. Diese Lösung kombiniert die Vorteile einer präzisen LiDAR-Navigation mit einer besonders flachen Bauweise, ein Merkmal, das bislang nur wenige Premium-Modelle bieten.
Auf dem Laserturm befinden sich die Tasten zum Starten, Pausieren und Zurücksenden des Roboters zur Station. Eine längliche, sauber ins Gehäuse integrierte mehrfarbige Status-LED informiert jederzeit über den aktuellen Betriebszustand.
An der Front des Roboters befindet sich das Kameramodul der intelligenten Hinderniserkennung. Unterstützt wird dieses von weiteren Sensoren, wodurch der V70 Ultra Complete über 300 verschiedene Hindernistypen erkennen und entsprechend umfahren kann. Kabel, Schuhe, Spielzeug oder Tiernäpfe werden dadurch deutlich zuverlässiger erkannt als bei einfachen Infrarotsensoren. Gleichzeitig schützt der umlaufende Stoßfänger Möbel vor Beschädigungen, falls es dennoch einmal zu einem leichten Kontakt kommen sollte.
Auch die Unterseite ist mit zahlreichen technischen Komponenten ausgestattet. Zentral sitzt die Hauptbürste, welche den aufgenommenen Schmutz direkt zum Saugkanal transportiert. Daneben befindet sich die Seitenbürste, die jedoch nicht starr montiert ist. Sie gehört zum MaxiReachX-System und kann auf einem ausfahrbaren Arm bis zu 12 cm seitlich ausgefahren werden. Dadurch erreicht sie Bereiche entlang von Fußleisten, zwischen Stuhlbeinen oder unter überstehenden Möbeln deutlich besser als herkömmliche Konstruktionen.
Hinter der Hauptbürste befinden sich die beiden rotierenden Wischmopps. Auch hier kommt das MaxiReachX-System zum Einsatz. Der rechte Wischmopp lässt sich auf einem Ausleger um bis zu 16 cm ausfahren und gelangt dadurch tief unter Küchenmöbel, Schränke oder entlang von Sockelleisten. Gleichzeitig verbessert diese Konstruktion die Reinigung von Innenecken erheblich, da der Roboter Bereiche erreicht, die mit einer klassischen runden Bauform normalerweise unzugänglich bleiben.
Ebenfalls auf der Unterseite befinden sich mehrere Absturzsensoren, welche Treppen und Absätze zuverlässig erkennen. Ergänzt werden diese durch einen Teppichsensor, der Teppiche automatisch identifiziert und je nach Reinigungsmodus die Saugleistung erhöht oder die Wischmopps anhebt. Die beiden großen gummierten Antriebsräder sorgen gemeinsam mit dem StepMaster-System dafür, dass selbst hohe Türschwellen oder Stufen von bis zu 9 cm überwunden werden können. Unterstützt wird dies durch zusätzliche ausfahrbare Fahrwerksmechanismen, die den Roboter beim Überklettern anheben und stabilisieren.
Insgesamt wirkt der Aufbau äußerst durchdacht. Sämtliche Sensoren, beweglichen Elemente und Reinigungskomponenten sind harmonisch in das Gehäuse integriert, ohne die elegante Optik zu beeinträchtigen. Gerade die Kombination aus versenkbarem LiDAR-Sensor, ausfahrbarer Seitenbürste und ausfahrbarem Wischmopp hebt den MOVA V70 Ultra Complete deutlich von vielen anderen Premium-Saugrobotern ab.
Reinigungsstation
Ebenso hochwertig präsentiert sich die zum Lieferumfang gehörende All-in-One-Reinigungsstation. Trotz ihrer umfangreichen Technik wirkt sie überraschend aufgeräumt und fügt sich mit ihrem modernen Design gut in Wohnräume ein. Die Station besitzt eine schlanke, hochformatige Bauweise mit einer klar strukturierten Front und harmoniert optisch perfekt mit dem Roboter.
Unter der oberen Abdeckung befinden sich der Frisch- und Schmutzwassertank. Beide Tanks lassen sich über stabile Griffe leicht entnehmen und wieder einsetzen. Durch ihre großzügige Größe müssen sie nur vergleichsweise selten nachgefüllt beziehungsweise entleert werden, was den Wartungsaufwand reduziert.
Im unteren Bereich befindet sich die eigentliche Andock- und Reinigungsplattform. Hier werden die Wischmopps automatisch mit heißem Wasser gereinigt und anschließend getrocknet. Gleichzeitig übernimmt die Station das automatische Entleeren des Staubbehälters des Roboters. Beim V70 Ultra Complete setzt MOVA dabei auf das EcoCyclone-System, das ohne klassische Einweg-Staubbeutel arbeitet und den aufgenommenen Schmutz in einem wiederverwendbaren Staubbehälter sammelt. Das spart langfristig Folgekosten und reduziert Abfall.
Sämtliche Wartungsklappen sind sauber in das Gehäuse integriert und lassen sich komfortabel öffnen. Auch die Reinigungswanne für die Wischmopps ist gut erreichbar und kann zur regelmäßigen Reinigung problemlos entnommen werden. Die Materialqualität der Station entspricht dem hohen Niveau des Roboters. Die Kunststoffoberflächen wirken hochwertig, sämtliche Klappen schließen präzise und die gesamte Konstruktion steht selbst während der automatischen Staubentleerung oder Moppwäsche sicher und vibrationsarm auf dem Boden.
Optisch bilden Roboter und Station eine gelungene Einheit. Beide Komponenten setzen auf dieselbe Designsprache und vermitteln bereits beim ersten Eindruck den Charakter eines modernen Premiumprodukts, bei dem Funktionalität und hochwertige Verarbeitung gleichermaßen im Vordergrund stehen.
(Design: 5 von 5 Punkten)
Verarbeitung
Bei einem Premium-Saugroboter spielt nicht nur die technische Ausstattung eine Rolle, sondern auch die Qualität der verwendeten Materialien und die Verarbeitung. Bereits beim ersten Kontakt hinterlässt der MOVA V70 Ultra Complete in dieser Hinsicht einen hervorragenden Eindruck. Sowohl der Roboter als auch die Multifunktionsstation wirken äußerst solide gefertigt und vermitteln ein hochwertiges Gesamtbild, das dem gehobenen Preisniveau gerecht wird.
Das Gehäuse des Roboters besteht überwiegend aus robustem Kunststoff mit einer Kombination aus matten und glänzenden Oberflächen. Sämtliche Bauteile sind sauber verarbeitet und schließen präzise miteinander ab. Die Spaltmaße fallen gleichmäßig aus, scharfe Kanten oder unsaubere Übergänge sucht man vergeblich. Auch bei leichtem Druck auf das Gehäuse sind weder Knarzgeräusche noch Verwindungen festzustellen, was auf eine stabile Konstruktion schließen lässt.
Besonders positiv fällt die Verarbeitung der beweglichen Komponenten auf. Der versenkbare LiDAR-Turm fährt schnell, leise und präzise ein beziehungsweise aus und hinterlässt dabei einen sehr wertigen Eindruck. Auch die ausfahrbare Seitenbürste sowie der bewegliche Wischmopp arbeiten sauber und ohne sichtbares Spiel. Während des Testzeitraums funktionierten sämtliche Mechanismen zuverlässig und fuhren auch nach zahlreichen Reinigungsvorgängen jederzeit präzise in ihre jeweilige Ausgangsposition zurück.
Die Unterseite des Roboters ist ebenso hochwertig verarbeitet. Sowohl die Hauptbürste als auch die Seitenbürste und die Wischmopps sitzen sicher in ihren Halterungen und lassen sich dennoch mit wenigen Handgriffen für Wartungs- oder Reinigungsarbeiten entnehmen. Auch die Antriebsräder hinterlassen einen robusten Eindruck. Sie verfügen über eine griffige Gummierung und sind sauber gelagert, wodurch sie auch auf unterschiedlichen Bodenbelägen zuverlässig arbeiten. Sämtliche Sensoren sind sauber in das Gehäuse integriert und durch ihre Position gut vor Verschmutzungen oder versehentlichen Beschädigungen geschützt.
Der entnehmbare Staubbehälter überzeugt ebenfalls durch eine hochwertige Verarbeitung. Er rastet sicher im Gehäuse ein und lässt sich dennoch einfach entnehmen. Die Verriegelungsmechanismen wirken langlebig und vermitteln auch nach mehrmaligem Öffnen und Schließen einen stabilen Eindruck. Gleiches gilt für den Wassertank sowie sämtliche Wartungskomponenten, die sich angenehm bedienen lassen.
Auch die Multifunktionsstation setzt den hochwertigen Eindruck konsequent fort. Das Gehäuse steht stabil auf dem Boden und vermittelt selbst während der automatischen Staubentleerung oder der Reinigung der Wischmopps ein solides Gefühl. Klappen und Abdeckungen schließen sauber und ohne übermäßiges Spiel, während sich Frisch- und Schmutzwassertank komfortabel einsetzen und entnehmen lassen. Die Tanks verfügen über stabile Tragegriffe und sauber schließende Verschlüsse, wodurch sich das Befüllen und Entleeren unkompliziert gestaltet.
Ein weiterer Pluspunkt ist die gute Wartungsfreundlichkeit. Sämtliche regelmäßig zu reinigenden Komponenten sind leicht zugänglich und lassen sich ohne Werkzeug entnehmen. Sowohl die Reinigungswanne der Station als auch Bürsten, Filter und Wischmopps können innerhalb weniger Sekunden entfernt und wieder eingesetzt werden. Dadurch gestaltet sich die regelmäßige Pflege angenehm einfach und nimmt nur wenig Zeit in Anspruch.
Auch im laufenden Betrieb hinterlässt der MOVA V70 Ultra Complete einen sehr hochwertigen Eindruck. Während der Reinigung sind weder klappernde Gehäuseteile noch störende Vibrationen zu hören. Sämtliche beweglichen Elemente arbeiten präzise und vermitteln den Eindruck einer langlebigen Konstruktion. Insgesamt bewegt sich die Verarbeitungsqualität auf einem sehr hohen Niveau und zählt ohne Zweifel zu den Stärken des Geräts. Sowohl der Roboter als auch die Reinigungsstation erfüllen den Premium-Anspruch in jeder Hinsicht und lassen hinsichtlich Materialwahl, Stabilität und Fertigungsqualität kaum Anlass zur Kritik.
(Verarbeitung: 5 von 5 Punkten)
TEIL 2
bestehend aus „Funktion des Produktes“ entspricht 65% der Gesamtwertung
Stromversorgung
Akku-Betrieb mit automatischer Ladestation
Akku-Art
Lithium-Ionen-Akku, 6.400 mAh
Navigation/Sensoren
LiDAR-/Lasernavigation mit versenkbarem Laserturm zur Raumkartierung und Navigation KI-gestützte RGB-Frontkamera zur Hinderniserkennung (über 300 Objekte) 3D-ToF- und Abstandssensoren zur Objekterkennung Fallsensoren gegen Treppenstürze Teppicherkennungssensoren Kollisionssensoren im Stoßfänger Docking-Sensoren zum präzisen Andocken an die Station Rad- und Bewegungssensoren zur Positionsbestimmung Sensoren zur automatischen Teppich- und Wischanpassung
Farbe
Weiß
Lautstärke
ca. 56 dB (Wischen), ca. 64–66 dB (Standard), bis ca. 75 dB (Max), Staubentleerung kurzzeitig deutlich lauter
Hauptbürste
TurboWave DuoBrush mit Anti-Haarverwicklung
Seitenbürste
Ausfahrbare MaxiReachX-Seitenbürste, fährt automatisch zur Kanten- und Eckenreinigung aus
Wischsystem
Zwei rotierende Wischmopps mit automatischem Ausfahren des rechten Wischmopps (MaxiReachX), automatische Moppanhebung, automatisches Ablegen und Aufnehmen der Mopps in der Station
Form
Rund
Betriebszeit
bis zu 220 Minuten (je nach Reinigungsmodus)
Saugleistung
bis zu 40.000 Pa
Hindernisüberwindung
StepMaster System 2.0, überwindet Schwellen und Hindernisse bis zu 9 cm
Maße
Saugroboter: ca. 350 × 350 × 88–110 mm (L × B × H, je nach Position des LiDAR-Turms) Reinigungsstation: ca. 458 × 458 × 470 mm (B × T × H)
Gewicht
Saugroboter: ca. 5,3 kg Reinigungsstation: ca. 13 kg (betriebsbereit)
Die Ersteinrichtung des MOVA V70 Ultra Complete gestaltet sich angenehm unkompliziert und ist auch für Nutzer ohne große Vorerfahrung mit Saugrobotern gut zu bewältigen. Nach dem Auspacken müssen zunächst die Transportsicherungen entfernt und die einzelnen Komponenten vorbereitet werden. Dazu gehören unter anderem das Anbringen der Wischmopps sowie das Platzieren der Reinigungsstation an einem geeigneten Standort.
Für die Station sollte ausreichend Platz eingeplant werden, damit der Roboter problemlos ein- und ausfahren kann. Idealerweise steht sie auf einem ebenen Untergrund, nahe an einer Steckdose und mit etwas Freiraum nach vorne sowie zu den Seiten. Anschließend werden Frischwasser- und Schmutzwassertank eingesetzt, der Frischwassertank befüllt und das Netzkabel angeschlossen. Danach ist die Station grundsätzlich betriebsbereit.
Die weitere Einrichtung erfolgt über die MOVA-App. Nach dem Einschalten lässt sich der Roboter in wenigen Schritten mit dem heimischen WLAN verbinden. Die App führt verständlich durch den Kopplungsprozess und erklärt die wichtigsten Schritte direkt auf dem Smartphone. Nach erfolgreicher Verbindung können zunächst grundlegende Einstellungen vorgenommen werden, etwa Sprache, Reinigungsvoreinstellungen, Wassermenge, Saugleistung oder automatische Funktionen der Station.
Vor der ersten vollständigen Reinigung empfiehlt sich eine Kartierung der Wohnung. Dabei fährt der MOVA V70 Ultra Complete die Räume systematisch ab und erstellt mithilfe seiner LiDAR-Navigation eine digitale Karte. Dieser Vorgang funktioniert in der Regel schnell und zuverlässig. Räume werden automatisch erkannt und können anschließend in der App benannt, zusammengelegt oder getrennt werden. Auch Sperrzonen, No-Mop-Bereiche oder virtuelle Wände lassen sich direkt festlegen.
Besonders praktisch ist, dass der Roboter viele Einstellungen bereits automatisch vorschlägt. Teppiche werden erkannt, die Reinigung kann je nach Bodenart angepasst werden und auch die Station übernimmt zahlreiche Wartungsaufgaben selbstständig. Dazu zählen das automatische Entleeren des Staubbehälters, das Waschen der Wischmopps sowie deren anschließende Trocknung. Dadurch ist der manuelle Aufwand nach der Einrichtung vergleichsweise gering.
Im Alltag zeigt sich die Inbetriebnahme sehr komfortabel. Nach der abgeschlossenen Kartierung kann der Nutzer einzelne Räume, bestimmte Zonen oder die gesamte Wohnung reinigen lassen. Auch Zeitpläne lassen sich unkompliziert erstellen. Der Roboter startet zuverlässig, findet nach der Reinigung sicher zur Station zurück und setzt dort automatisch die vorgesehenen Wartungsprozesse in Gang.
Insgesamt überzeugt der MOVA V70 Ultra Complete bei der Ersteinrichtung mit einer klaren Nutzerführung, einer schnellen Kartierung und einer weitgehend selbsterklärenden App. Vom Auspacken bis zur ersten Reinigung vergehen nur wenige Schritte, sodass der Roboter schnell einsatzbereit ist. Gleichzeitig bietet die App genügend Einstellungsmöglichkeiten, um die Reinigung später detailliert an die eigenen Wohnräume und Bedürfnisse anzupassen.
(Ersteinrichtung und Inbetriebnahme: 5 von 5 Punkten)
Reinigungsleistung und Navigation
Die Reinigungsleistung ist das wichtigste Kriterium eines Saug- und Wischroboters und entscheidet letztendlich darüber, wie groß die tatsächliche Arbeitserleichterung im Alltag ausfällt. Der MOVA V70 Ultra Complete möchte in diesem Bereich mit einer Kombination aus hoher Saugleistung, einem leistungsstarken Wischsystem und einer intelligenten Navigation überzeugen. Ergänzt wird das Gesamtpaket durch zahlreiche Sensoren, eine KI-gestützte Hinderniserkennung sowie mehrere ausfahrbare Reinigungselemente, die auch schwer zugängliche Bereiche entlang von Wänden, Möbeln oder unter Schränken erreichen sollen.
Bereits während der ersten Reinigung fällt auf, wie strukturiert der Roboter arbeitet. Nach der Kartierung fährt er die Räume nicht wahllos ab, sondern plant seine Reinigungsroute effizient und arbeitet diese Bahn für Bahn ab. Dadurch werden unnötige Fahrwege vermieden und die vorhandene Akkukapazität optimal genutzt. Auch größere Wohnungen werden zügig gereinigt, ohne dass Bereiche ausgelassen oder mehrfach unnötig befahren werden.
Besonders überzeugend arbeitet die Navigation. Dank der Kombination aus LiDAR-Navigation, Kamera und weiteren Sensoren erkennt der MOVA V70 Ultra Complete Möbel, Wände und Hindernisse äußerst zuverlässig. Bereits beim ersten Reinigungsvorgang erstellt der Roboter eine präzise Karte der Wohnung und erkennt die einzelnen Räume automatisch. Während der Reinigung bewegt er sich sicher durch enge Passagen, umfährt Tisch- und Stuhlbeine präzise und reduziert Kollisionen auf ein Minimum. Kabel, Schuhe, Haustierspielzeug oder andere kleinere Gegenstände werden in den meisten Fällen frühzeitig erkannt und elegant umfahren, anstatt sie mitzuschleifen oder einzusaugen.
Positiv fällt außerdem auf, dass der Roboter sehr nah an Möbeln und Wänden entlangfährt, ohne diese unnötig zu berühren. Unterstützt wird dies durch die ausfahrbare Seitenbürste sowie den beweglichen Wischmopp, wodurch auch Bereiche gereinigt werden, die bei klassischen Saugrobotern häufig zurückbleiben. Insgesamt hinterlässt die Kombination aus Navigation, Hinderniserkennung und Reinigung einen äußerst ausgereiften Eindruck und zählt zweifellos zu den größten Stärken des MOVA V70 Ultra Complete.
Saugleistung
Mit einer maximalen Saugleistung von bis zu 40.000 Pa gehört der MOVA V70 Ultra Complete aktuell zu den leistungsstärksten Saugrobotern auf dem Markt. Diese enorme Leistungsreserve macht sich insbesondere auf Teppichen sowie bei größeren Verschmutzungen bemerkbar, wobei der Roboter im Alltag nicht dauerhaft mit voller Leistung arbeiten muss. Je nach gewähltem Reinigungsmodus passt er die Saugkraft automatisch an den Verschmutzungsgrad und den jeweiligen Bodenbelag an.
Auf Hartböden liefert der V70 Ultra Complete eine hervorragende Reinigungsleistung. Feiner Staub, Sand, Haare sowie größere Partikel wie Reis, Haferflocken, Tierfutter oder Krümel werden bereits in einem Reinigungsgang nahezu vollständig aufgenommen. Selbst entlang von Fußleisten oder unter Küchenschränken bleiben nur selten Schmutzreste zurück.
Einen wesentlichen Anteil daran hat die bis zu 12 cm ausfahrbare Seitenbürste des MaxiReachX-Systems. Sobald der Roboter Kanten oder Möbel erkennt, fährt die Seitenbürste automatisch aus und transportiert den Schmutz gezielt in den Saugbereich. Dadurch werden Bereiche erreicht, die bei vielen anderen Modellen konstruktionsbedingt nur unzureichend gereinigt werden. Besonders in Ecken oder zwischen Tisch- und Stuhlbeinen zeigt sich dieser Vorteil deutlich.
Auch auf Teppichen überzeugt der Roboter. Sobald ein Teppich erkannt wird, erhöht der MOVA V70 Ultra Complete automatisch die Saugleistung. Kurzflorige Teppiche werden dabei gründlich gereinigt, wobei selbst tief sitzender Staub oder Tierhaare zuverlässig entfernt werden. Auch auf höherflorigen Teppichen liefert der Roboter ein sehr gutes Ergebnis, wenngleich physikalische Grenzen – wie bei jedem Saugroboter – bestehen bleiben.
Ein weiterer Pluspunkt ist die intelligente Hauptbürste. Ihre Konstruktion aus zwei Bürsten reduziert Haarverwicklungen deutlich, wodurch insbesondere Haushalte mit Haustieren oder langen Haaren profitieren. Nach mehreren Reinigungsvorgängen befanden sich nur wenige Haare an der Bürste, was den Wartungsaufwand erheblich reduziert.
Während des gesamten Tests arbeitete die Saugleistung konstant auf hohem Niveau. Der Roboter hinterließ sowohl auf Hartböden als auch auf Teppichen einen äußerst sauberen Eindruck und zählt damit ohne Zweifel zu den stärksten Modellen seiner Klasse.
(Saugleistung: 5 von 5 Punkten)
Wischfunktion
Ebenso überzeugend präsentiert sich die Wischfunktion des MOVA V70 Ultra Complete. MOVA setzt auf zwei rotierende Wischmopps, die mit konstantem Druck von 15 N über den Boden geführt werden. Dadurch entsteht eine deutlich höhere Reinigungswirkung als bei einfachen Wischtüchern, die lediglich hinterhergezogen werden.
Im Vergleich zu Saugrobotern mit einer Wischwalze verfolgen rotierende Wischmopps jedoch ein etwas anderes Reinigungskonzept. Wischwalzen bieten den Vorteil, dass sie während der Reinigung kontinuierlich mit Frischwasser benetzt werden und Schmutz permanent von der Walze abgestreift wird. Dadurch wird verhindert, dass bereits aufgenommener Schmutz über längere Zeit auf dem Boden verteilt wird. Insbesondere bei flüssigen Verschmutzungen oder stärker haftendem Schmutz können Wischwalzen daher eine noch effektivere Reinigungsleistung erzielen.
Rotierende Wischmopps besitzen dafür andere Stärken. Durch ihre kompakte Bauweise und die Möglichkeit, einzelne Mopps auszufahren, reinigen sie deutlich flexibler entlang von Fußleisten, in Raumecken sowie unter überstehenden Möbeln. Gerade das MaxiReachX-System des MOVA V70 Ultra Complete spielt diesen Vorteil konsequent aus, indem der rechte Wischmopp automatisch ausgefahren wird und dadurch Bereiche erreicht, die für Wischwalzen aufgrund ihrer Bauform oftmals schwer zugänglich sind. Im Alltag ergibt sich somit ein ausgewogenes Gesamtbild: Während Wischwalzen bei der eigentlichen Nassreinigung leichte Vorteile besitzen können, überzeugen rotierende Wischmopps, insbesondere in Kombination mit den ausfahrbaren Elementen des MOVA – durch ihre deutlich bessere Kanten-, Ecken- und Möbelreinigung.
Im Alltag entfernt der Roboter Staubfilme, Fußabdrücke, getrocknete Wassertropfen sowie alltägliche Verschmutzungen zuverlässig. Selbst leicht eingetrocknete Flecken werden durch die rotierenden Mopps oftmals bereits im ersten Reinigungsgang beseitigt. Bei stärkeren Verschmutzungen kann der Roboter einzelne Bereiche mehrfach reinigen oder im entsprechenden Reinigungsmodus mit höherer Wasserzufuhr bearbeiten.
Besonders hervorzuheben ist erneut das MaxiReachX-System. Der rechte Wischmopp fährt bei Bedarf automatisch bis zu 16 cm aus und reinigt dadurch deutlich näher entlang von Sockelleisten, Küchenmöbeln oder anderen Hindernissen. Gerade an Innenkanten und entlang von Möbeln verbessert sich das Reinigungsergebnis sichtbar. Bereiche, die bei herkömmlichen Saugrobotern häufig trocken bleiben, werden hier zuverlässig mitgewischt.
Die Wasserzufuhr lässt sich in mehreren Stufen individuell anpassen. Dadurch kann je nach Bodenbelag entweder sparsamer oder intensiver gewischt werden. Gleichzeitig erkennt der Roboter Teppiche automatisch. Je nach gewählter Einstellung hebt er die Wischmopps an, umfährt den Teppich vollständig oder entfernt die Mopps sogar selbstständig in der Station, bevor ausschließlich gesaugt wird. Dadurch werden Teppiche zuverlässig vor Feuchtigkeit geschützt.
Auch die automatische Moppreinigung trägt maßgeblich zum guten Reinigungsergebnis bei. Während längerer Reinigungsvorgänge kehrt der Roboter selbstständig zur Station zurück, wäscht die Mopps mit heißem Wasser und setzt anschließend die Reinigung mit sauberen Mopps fort. Nach Abschluss werden die Mopps erneut gereinigt und anschließend mit warmer Luft getrocknet. Dadurch wird verhindert, dass Schmutz lediglich über den Boden verteilt wird, während gleichzeitig unangenehme Gerüche oder Schimmelbildung reduziert werden.
Eine besonders praktische Funktion ist das automatische Ablegen der Wischmopps in der Reinigungsstation. Wird eine reine Saugreinigung gestartet oder sollen ausschließlich Teppichbereiche gereinigt werden, fährt der MOVA V70 Ultra Complete zunächst zur Station und legt die beiden Wischmopps selbstständig ab. Anschließend reinigt der Roboter die vorgesehenen Flächen ausschließlich im Saugmodus, ohne unnötig die Wischmopps mitzuführen. Nach Abschluss der Reinigung oder sobald wieder gewischt werden soll, kehrt er zur Station zurück, nimmt die Wischmopps automatisch wieder auf und setzt den Reinigungsvorgang fort.
Insgesamt hinterlässt die Wischfunktion einen hervorragenden Eindruck. Für die regelmäßige Unterhaltsreinigung ersetzt sie das manuelle Wischen in den meisten Haushalten nahezu vollständig. Lediglich stark eingetrocknete oder sehr klebrige Verschmutzungen erfordern, wie bei nahezu allen derzeit erhältlichen Saugrobotern, gelegentlich noch eine manuelle Nachreinigung. Im direkten Vergleich mit anderen Premium-Modellen zählt der MOVA V70 Ultra Complete jedoch ohne Zweifel zu den leistungsstärksten Geräten seiner Klasse.
(Wischfunktion: 4,5 von 5 Punkten)
Navigation
Die Navigation gehört zu den größten Stärken des MOVA V70 Ultra Complete und zählt zweifellos zu den modernsten Systemen, die derzeit in einem Saug- und Wischroboter zum Einsatz kommen. Anstatt sich ausschließlich auf einen einzelnen Sensor zu verlassen, kombiniert der Roboter mehrere Technologien miteinander. Dadurch kann er seine Umgebung präzise erfassen, Hindernisse zuverlässig erkennen und selbst komplexe Wohnumgebungen effizient reinigen.
Das Herzstück der Navigation bildet der LiDAR-Lasersensor auf der Oberseite des Roboters. Dieser erstellt durch eine kontinuierliche 360-Grad-Abtastung der Umgebung eine äußerst präzise Karte der Wohnung. Bereits während der ersten Erkundungsfahrt erkennt der MOVA V70 Ultra Complete die Raumstruktur, Wände, Möbel sowie größere Hindernisse und legt daraus eine detaillierte Karte an. Im Gegensatz zu kamerabasierten Systemen funktioniert die Lasernavigation auch bei schlechten Lichtverhältnissen oder vollständiger Dunkelheit zuverlässig.
Eine Besonderheit des Roboters ist der versenkbare LiDAR-Turm. Erkennt der V70 Ultra Complete, dass er unter besonders niedrige Möbel fahren möchte, wird der Laserturm automatisch eingefahren. Dadurch reduziert sich die Gesamthöhe des Roboters von rund 11 cm auf lediglich 8,8 cm, wodurch auch Bereiche unter Sofas, Betten oder Sideboards gereinigt werden können, die für viele andere LiDAR-Roboter unerreichbar bleiben. Sobald wieder ausreichend Platz vorhanden ist, fährt der Sensor automatisch aus und setzt die vollständige Lasernavigation ohne Unterbrechung fort.
Ergänzt wird der Laserscanner durch ein KI-gestütztes Kamerasystem an der Vorderseite des Roboters. Dieses dient in erster Linie der intelligenten Hinderniserkennung. Mithilfe künstlicher Intelligenz analysiert die Kamera permanent den Bereich vor dem Roboter und unterscheidet zwischen verschiedenen Objekten wie Schuhen, Kabeln, Hausschuhen, Spielzeug, Tiernäpfen oder anderen Gegenständen. Dadurch kann der Roboter seine Fahrtroute frühzeitig anpassen und Hindernisse gezielt umfahren, anstatt sie zu berühren oder mitzuschieben.
Unterstützt wird die Frontkamera von weiteren Sensoren, darunter Abstandssensoren und Infrarotsensoren, welche die Distanz zu Möbeln und Wänden kontinuierlich überwachen. Dadurch fährt der Roboter sehr nah an Hindernissen entlang, ohne ständig mit ihnen zu kollidieren. Kleinere Berührungen lassen sich konstruktionsbedingt zwar nicht vollständig vermeiden, sie fallen jedoch äußerst sanft aus und werden zusätzlich durch den federnd gelagerten Stoßfänger an der Front abgefangen.
Auf der Unterseite befinden sich mehrere Absturzsensoren, welche Treppen, Podeste oder andere Höhenunterschiede zuverlässig erkennen. Bereits wenige Zentimeter vor einer Treppenkante stoppt der Roboter und passt seine Fahrtrichtung an. Während des gesamten Testzeitraums arbeitete diese Absturzerkennung zuverlässig und verhinderte jederzeit ein Herunterfallen des Roboters.
Zusätzlich verfügt der MOVA V70 Ultra Complete über Sensoren zur Teppicherkennung. Sobald ein Teppich erkannt wird, reagiert der Roboter abhängig vom gewählten Reinigungsmodus automatisch. Er erhöht die Saugleistung, hebt die Wischmopps an oder umfährt den Teppich vollständig. In Kombination mit der Multifunktionsstation kann der Roboter die Wischmopps vor einer reinen Teppichreinigung sogar automatisch ablegen und nach Abschluss wieder aufnehmen.
Auch die Odometrie spielt eine wichtige Rolle bei der Navigation. Über die Antriebsräder erfasst der Roboter kontinuierlich seine zurückgelegte Strecke und gleicht diese permanent mit den Daten des LiDAR-Scanners und der Kamera ab. Dadurch bleibt die Position auch bei längeren Reinigungsvorgängen äußerst präzise, selbst wenn einzelne Sensoren kurzfristig eingeschränkt werden.
In der Praxis hinterlässt das gesamte Navigationssystem einen ausgezeichneten Eindruck. Bereits nach kurzer Zeit liegt eine sehr detaillierte Karte der Wohnung vor, in der Räume automatisch erkannt und sauber voneinander getrennt werden. Auch nach mehreren Reinigungsvorgängen blieb die Kartierung stabil. Möbel wurden zuverlässig erkannt, Fahrwege logisch geplant und unnötige Doppelreinigungen weitgehend vermieden.
Positiv fiel außerdem die intelligente Routenplanung auf. Der MOVA V70 Ultra Complete arbeitet Räume systematisch Bahn für Bahn ab und orientiert sich dabei stets an der zuvor erstellten Karte. Enge Passagen zwischen Stühlen oder Möbeln werden sicher durchfahren, während Hindernisse frühzeitig erkannt und elegant umfahren werden. Selbst nach einer Unterbrechung – beispielsweise zum Nachladen des Akkus oder zum Reinigen der Wischmopps – setzt der Roboter seine Arbeit exakt an der zuletzt bearbeiteten Stelle fort.
Ein weiterer Vorteil ist das Zusammenspiel mit den ausfahrbaren Reinigungselementen. Erkennt der Roboter eine Wand oder einen Schrank, fährt die Seitenbürste beziehungsweise der rechte Wischmopp automatisch aus, sodass auch Kanten und schwer erreichbare Bereiche gründlich gereinigt werden. Die Navigation beschränkt sich somit nicht nur auf die Orientierung im Raum, sondern steuert aktiv sämtliche Reinigungskomponenten, um das bestmögliche Reinigungsergebnis zu erzielen.
Insgesamt überzeugt die Navigation des MOVA V70 Ultra Complete auf ganzer Linie. Die Kombination aus versenkbarem LiDAR-Scanner, KI-gestützter Frontkamera, Abstandssensoren, Teppich- und Absturzsensoren sowie intelligenter Software sorgt für eine äußerst präzise Orientierung. Der Roboter bewegt sich sicher, effizient und nahezu fehlerfrei durch die Wohnung und zählt damit zu den derzeit leistungsfähigsten Navigationssystemen im Bereich der Premium-Saugroboter.
(Navigation: 4,5 von 5 Punkten)
Hindernisüberwindung
Die Hindernisüberwindung zählt zu den besonderen Stärken des MOVA V70 Ultra Complete. Während viele Saugroboter bereits bei höheren Türschwellen, Teppichkanten oder Übergängen zwischen verschiedenen Bodenbelägen an ihre Grenzen stoßen, wurde der MOVA V70 Ultra Complete gezielt für anspruchsvollere Wohnumgebungen entwickelt. Besonders das StepMaster System 2.0 spielt dabei eine zentrale Rolle.
Dieses System unterstützt den Roboter dabei, höhere Hindernisse kontrolliert zu überwinden. Dazu nutzt der Saugroboter seine kräftigen Antriebsräder, eine intelligente Fahrwerkssteuerung sowie zusätzliche ausfahrbare beziehungsweise anhebende Mechanismen. Erkennt der Roboter eine Schwelle oder einen Absatz, fährt er diese nicht einfach nur mit Kraft an, sondern passt seine Bewegung gezielt an. So kann er sich stabil anheben, über das Hindernis bewegen und anschließend kontrolliert wieder absetzen.
In der Praxis ist das vor allem bei Türschwellen, Übergangsleisten, Teppichkanten oder kleinen Stufen hilfreich. Der MOVA V70 Ultra Complete kann Hindernisse von bis zu 9 cm überwinden und liegt damit deutlich über dem, was klassische Saugroboter normalerweise schaffen. Dadurch eignet sich das Modell besonders gut für Wohnungen mit Altbau-Türschwellen, unterschiedlichen Bodenhöhen oder erhöhten Teppichbereichen.
Auch die großen, gummierten Antriebsräder tragen zur guten Hindernisüberwindung bei. Sie bieten ausreichend Grip auf Hartböden, Teppichen und leicht unebenen Flächen. Gleichzeitig sorgen sie dafür, dass der Roboter beim Überfahren von Schwellen nicht sofort durchdreht oder hängen bleibt. Die Federung beziehungsweise Beweglichkeit der Räder hilft zusätzlich dabei, kleinere Unebenheiten auszugleichen.
Ein weiterer wichtiger Faktor ist die Sensorik. Der MOVA V70 Ultra Complete erkennt Hindernisse nicht nur optisch, sondern bewertet sie auch während der Fahrt. Mithilfe der Frontsensoren, der Hinderniserkennung und der Bodensensoren kann der Roboter einschätzen, ob ein Objekt umfahren oder überfahren werden soll. Flache Übergänge, Teppichkanten und Schwellen werden dadurch meist zuverlässig gemeistert, während größere Gegenstände wie Schuhe, Spielzeug oder Kabel bewusst umfahren werden.
Positiv ist außerdem, dass die ausfahrbaren Reinigungselemente die Beweglichkeit des Roboters nicht einschränken. Seitenbürste und Wischmopp werden nur dann ausgefahren, wenn sie tatsächlich benötigt werden. Beim Überwinden von Hindernissen bleiben sie geschützt eingefahren beziehungsweise werden entsprechend angehoben, sodass sie nicht an Teppichkanten oder Schwellen hängen bleiben. Auch die Wischmopps können bei Teppichen angehoben werden, wodurch der Roboter Übergänge sicherer passiert und empfindliche Bodenbeläge geschützt werden.
Gerade im Alltag macht sich diese hohe Kletterfähigkeit deutlich bemerkbar. Der Roboter muss seltener umgesetzt werden, kann mehrere Räume selbstständig erreichen und reinigt auch Wohnbereiche, die für viele andere Modelle problematisch wären. Das verbessert nicht nur den Komfort, sondern sorgt auch für eine vollständigere Reinigung der gesamten Wohnung.
Trotz der sehr guten Hindernisüberwindung gibt es natürlich Grenzen. Sehr steile, lose oder rutschige Hindernisse können auch für den MOVA V70 Ultra Complete schwierig sein. Gleiches gilt für Kabel, leichte Teppiche oder Gegenstände, die sich beim Anfahren verschieben. Insgesamt gehört die Hindernisüberwindung jedoch klar zu den stärksten Eigenschaften des Roboters. Das StepMaster System 2.0, die kräftigen Antriebsräder, die intelligente Sensorik und die geschützten Reinigungselemente arbeiten hier sehr gut zusammen und machen den MOVA V70 Ultra Complete deutlich flexibler als viele herkömmliche Saug- und Wischroboter.
(Hindernisüberwindung: 4,5 von 5 Punkten)
App
Die Steuerung des MOVA V70 Ultra Complete erfolgt über die MOVA-App, die sowohl für Android als auch für iOS kostenlos erhältlich ist. Bereits während der Ersteinrichtung wird deutlich, dass die App zu den umfangreichsten ihrer Klasse gehört. Sie überzeugt nicht nur durch eine moderne und übersichtliche Gestaltung, sondern vor allem durch die Vielzahl an Einstellungs- und Individualisierungsmöglichkeiten. Sowohl Einsteiger als auch erfahrene Nutzer kommen hier auf ihre Kosten: Während sich die wichtigsten Funktionen schnell erreichen lassen, bietet die App gleichzeitig zahlreiche Optionen, um das Reinigungsverhalten bis ins kleinste Detail an die eigenen Bedürfnisse anzupassen.
Nach dem Öffnen der App gelangt man zunächst auf die Startseite, auf der alle verbundenen MOVA-Geräte übersichtlich angezeigt werden. Mit einem Fingertipp öffnet sich anschließend die Steuerungsoberfläche des V70 Ultra Complete.
Im oberen Bereich werden der aktuelle Status des Roboters, der Akkustand sowie eventuelle Hinweise oder Fehlermeldungen angezeigt. Darunter befindet sich die erstellte Wohnungs- beziehungsweise Hauskarte, die den Mittelpunkt der Bedienung bildet. Die Karte wird übersichtlich dargestellt und lässt sich frei zoomen, verschieben oder drehen. Bereits nach der ersten Kartierung erkennt die App die einzelnen Räume automatisch und versieht diese mit unterschiedlichen Farben, wodurch die Orientierung sehr leicht fällt.
Unterhalb der Karte befinden sich die wichtigsten Schnellfunktionen. Hier kann der Nutzer mit wenigen Fingertipps eine komplette Reinigung starten, einzelne Räume auswählen oder gezielt bestimmte Bereiche reinigen lassen. Ebenso lassen sich Sperrzonen, virtuelle Wände oder Bereiche definieren, in denen ausschließlich gesaugt beziehungsweise gewischt werden soll.
Bereits die Startseite vermittelt einen aufgeräumten Eindruck. Trotz des großen Funktionsumfangs wirkt die Bedienoberfläche nicht überladen, da die wichtigsten Funktionen logisch angeordnet und leicht erreichbar sind.
Kartenverwaltung
Ein großer Bestandteil der App ist die Kartenverwaltung. Nach der ersten Kartierung lassen sich sämtliche Räume individuell bearbeiten. So können Räume zusammengelegt oder getrennt, umbenannt und mit eigenen Symbolen versehen werden. Auch mehrere Etagenkarten werden unterstützt, wodurch sich der Roboter problemlos in mehrstöckigen Häusern einsetzen lässt.
Darüber hinaus können zahlreiche Bereiche definiert werden:
Virtuelle Wände
Sperrzonen
No-Mop-Zonen
Teppichbereiche
Individuelle Reinigungszonen
Temporäre Reinigungsbereiche
Ebenso kann für jeden einzelnen Raum eine individuelle Reinigungskonfiguration hinterlegt werden. So lässt sich beispielsweise das Wohnzimmer mit hoher Saugleistung reinigen, während Schlafzimmer oder Büro besonders leise gereinigt werden.
Reinigungseinstellungen
Besonders umfangreich fallen die eigentlichen Reinigungseinstellungen aus. Für nahezu jeden Parameter bietet die App mehrere Anpassungsmöglichkeiten.
Unter anderem können folgende Einstellungen vorgenommen werden:
Saugleistung in mehreren Leistungsstufen
Wassermenge für die Wischfunktion
Anzahl der Reinigungsdurchgänge
Reihenfolge der Raumreinigung
Reinigungsmuster
Intensität der Teppichreinigung
Automatische Saugleistungsanpassung auf Teppichen
Verhalten der Wischmopps auf Teppichen (Anheben, Umfahren oder Ablegen in der Station)
Kantenreinigungsmodus
Intelligente Reinigung nach Verschmutzungsgrad
Automatische Nachreinigung bei stark verschmutzten Bereichen
Besonders praktisch ist die Möglichkeit, für jeden Raum eigene Reinigungsparameter zu speichern. Dadurch muss der Nutzer diese Einstellungen nicht bei jeder Reinigung erneut auswählen.
Einstellungen der Reinigungsstation
Auch die Multifunktionsstation lässt sich umfangreich konfigurieren. Hier zeigt sich besonders, wie viele Automatikfunktionen der MOVA V70 Ultra Complete bietet.
Unter anderem können folgende Funktionen angepasst werden:
Häufigkeit der automatischen Moppreinigung
Temperatur des Waschwassers
Dauer der Mopptrocknung
Intensität der Trocknung
Automatische Staubentleerung
Häufigkeit der Staubentleerung
Reinigungsmittelverwaltung
Selbstreinigung der Waschwanne
Wartungserinnerungen
Dadurch lässt sich das Verhalten der Station optimal an unterschiedliche Wohnsituationen anpassen.
Roboter-Einstellungen
Neben den eigentlichen Reinigungsfunktionen bietet die App zahlreiche weitere Optionen zur Konfiguration des Roboters.
Dazu gehören beispielsweise:
Zeitpläne für automatische Reinigungen
Kindersicherung
„Nicht stören“-Modus
Sprachpakete
Lautstärke der Sprachausgabe
Firmware-Updates
WLAN-Einstellungen
Freigabe für weitere Familienmitglieder
Fernsteuerung
Standort des Roboters
Reinigungsprotokolle
Verbrauchsanzeige aller Verschleißteile
Gerade die Wartungsübersicht ist äußerst hilfreich. Für Bürsten, Filter, Wischmopps und weitere Verschleißteile zeigt die App den aktuellen Nutzungsgrad an und informiert rechtzeitig über einen notwendigen Austausch oder eine Reinigung.
Untermenüs und Zusatzfunktionen
Die verschiedenen Untermenüs sind logisch aufgebaut und klar strukturiert. Trotz der enormen Anzahl an Funktionen findet man sich nach kurzer Eingewöhnung schnell zurecht. Sämtliche Menüpunkte sind verständlich beschriftet und werden teilweise zusätzlich mit kleinen Grafiken erklärt.
Besonders gelungen sind die zahlreichen Zusatzfunktionen. So lässt sich der Roboter beispielsweise manuell fernsteuern, die Kamera für Kontrollfahrten nutzen (modellabhängig und regional unterschiedlich verfügbar), der aktuelle Reinigungsverlauf nachvollziehen oder detaillierte Informationen zur Kartierung anzeigen.
Ebenso bietet die App umfangreiche Statistiken über bereits gereinigte Flächen, absolvierte Reinigungsvorgänge, Betriebsstunden sowie den Zustand der einzelnen Verbrauchsteile.
Sprachsteuerung und Smart Home
Selbstverständlich unterstützt der MOVA V70 Ultra Complete auch die Einbindung in Smart-Home-Systeme. Über Amazon Alexa sowie Google Assistant können Reinigungen bequem per Sprachbefehl gestartet, gestoppt oder zur Ladestation zurückgeschickt werden. Dadurch lässt sich der Roboter problemlos in bestehende Smart-Home-Umgebungen integrieren.
(App: 4,5 von 5 Punkten)
Lautstärke
Die Lautstärke spielt bei einem Saug- und Wischroboter eine wichtige Rolle, insbesondere wenn dieser regelmäßig während des Tages oder in den Abendstunden eingesetzt wird. Der MOVA V70 Ultra Complete bietet verschiedene Reinigungsmodi, wodurch sich die Geräuschentwicklung je nach gewählter Saugleistung und aktueller Funktion deutlich unterscheiden kann. Insgesamt hinterlässt das Gerät im Alltag einen angenehmen Eindruck und bewegt sich – gemessen an seiner hohen Leistungsfähigkeit – auf einem guten bis sehr guten Niveau.
Lautstärke beim Saugen
Während des Saugens hängt die Lautstärke maßgeblich von der gewählten Saugleistungsstufe ab. Im leisesten Modus arbeitet der MOVA V70 Ultra Complete angenehm zurückhaltend. Das Betriebsgeräusch ist zwar jederzeit wahrnehmbar, wirkt jedoch nicht aufdringlich und eignet sich gut für die regelmäßige Unterhaltsreinigung, beispielsweise während man sich in einem anderen Raum aufhält oder arbeitet.
Im Standardmodus steigt die Geräuschkulisse erwartungsgemäß etwas an, bleibt jedoch weiterhin angenehm. Vor allem das gleichmäßige Laufgeräusch fällt positiv auf. Klappernde Gehäuseteile oder störende Vibrationen sind während der Reinigung nicht zu hören. Stattdessen erzeugt der Roboter ein konstantes Betriebsgeräusch, das für einen Saugroboter dieser Leistungsklasse vergleichsweise angenehm ausfällt.
Erst in den höchsten Leistungsstufen macht sich die enorme Saugleistung von bis zu 40.000 Pa deutlich bemerkbar. Hier nimmt die Lautstärke spürbar zu, was angesichts der hohen Motorleistung jedoch kaum überrascht. Gerade auf Teppichen, wenn der Roboter automatisch die Saugleistung erhöht, ist das Betriebsgeräusch deutlich hörbar. Gleichzeitig zeigt sich aber auch, dass die zusätzliche Lautstärke unmittelbar mit der höheren Reinigungsleistung einhergeht. Für die tägliche Reinigung genügt in den meisten Fällen bereits der Standard- oder Automatikmodus, wodurch der Roboter vergleichsweise leise arbeitet.
Lautstärke während der Wischfunktion
Beim Wischen arbeitet der MOVA V70 Ultra Complete deutlich leiser als beim Saugen. Da die rotierenden Wischmopps selbst nur sehr geringe Geräusche verursachen, dominieren hauptsächlich die Fahrgeräusche des Roboters sowie das leichte Surren der Motoren. Auf Hartböden bewegt sich der Roboter angenehm ruhig durch die Wohnung und eignet sich dadurch auch für Reinigungen während der Arbeitszeit im Homeoffice oder am Abend.
Positiv fällt auf, dass die Wischmopps ruhig laufen und keine störenden Schleif- oder Klappergeräusche verursachen. Selbst beim Ausfahren des rechten Wischmopps oder der Seitenbürste sind die Bewegungen kaum hörbar. Insgesamt gehört der Wischbetrieb zu den leisesten Arbeitsmodi des Roboters.
Lautstärke der Reinigungsstation
Deutlich lauter wird es hingegen an der Multifunktionsstation – insbesondere während der automatischen Staubentleerung. Sobald der Roboter nach der Reinigung zur Station zurückkehrt und der Staubbehälter abgesaugt wird, entsteht für einige Sekunden ein kräftiges Sauggeräusch. Dieses liegt auf dem Niveau eines klassischen Bodenstaubsaugers und zählt zu den lautesten Betriebsphasen des gesamten Systems. Da die Staubentleerung jedoch nur kurz dauert, fällt dies im Alltag kaum negativ ins Gewicht.
Die automatische Reinigung der Wischmopps arbeitet dagegen wesentlich leiser. Während des Spülvorgangs sind lediglich das Einlaufen des Wassers sowie die rotierenden Mopps zu hören. Die Geräuschentwicklung bleibt dabei angenehm zurückhaltend und ist deutlich leiser als die Staubentleerung.
Auch die anschließende Warmlufttrocknung der Wischmopps fällt positiv auf. Während der mehrstündigen Trocknungsphase arbeitet die Station mit einem leichten Luftstrom, der lediglich als sanftes Rauschen wahrnehmbar ist. Selbst wenn sich die Station in einem angrenzenden Wohnraum befindet, wird dieser Vorgang kaum als störend empfunden.
(Lautstärke: 5 von 5 Punkten)
Akkulaufzeit
Der MOVA V70 Ultra Complete ist mit einem 6.400-mAh-Akku ausgestattet und bietet damit eine sehr solide Grundlage für größere Wohnungen oder Häuser. Die Akkukapazität liegt auf dem Niveau aktueller Premium-Saugroboter und ermöglicht auch längere Reinigungsvorgänge ohne ständige Ladeunterbrechungen.
In der Praxis hängt die tatsächliche Laufzeit stark vom gewählten Reinigungsmodus ab. Im reinen Saugmodus mit niedriger oder mittlerer Saugleistung hält der Roboter am längsten durch und kann größere Flächen problemlos in einem Durchgang reinigen. Wird hingegen mit hoher Saugleistung, aktivierter Teppicherkennung oder zusätzlicher Wischfunktion gearbeitet, sinkt die Laufzeit entsprechend. Besonders intensive Reinigungsmodi mit maximaler Saugkraft und regelmäßiger Moppreinigung beanspruchen den Akku deutlich stärker.
Positiv ist, dass der MOVA V70 Ultra Complete über eine automatische Fortsetzungsfunktion verfügt. Reicht der Akkustand für die komplette Reinigung nicht aus, fährt der Roboter selbstständig zurück zur Station, lädt nach und setzt die Reinigung anschließend an der zuletzt bearbeiteten Stelle fort. Gerade bei großen Wohnflächen ist das sehr praktisch, da der Nutzer nicht manuell eingreifen muss.
Auch die Ladezeit fällt angenehm aus. MOVA setzt auf eine Schnellladefunktion, wodurch der Akku schneller wieder einsatzbereit ist als bei vielen älteren Modellen. Eine vollständige Ladung dauert zwar weiterhin einige Zeit, im Alltag fällt das jedoch kaum negativ auf, da der Roboter meist automatisch nachlädt und seine Arbeit bei Bedarf eigenständig fortsetzt. Laut Hersteller beziehungsweise Händlerangaben soll die Ladezeit rund 30 Prozent kürzer ausfallen als beim Vorgängermodell V50.
Insgesamt überzeugt der MOVA V70 Ultra Complete bei Akkulaufzeit und Ladeverhalten. Die hohe Akkukapazität, die automatische Wiederaufnahme der Reinigung und die schnellere Ladefunktion sorgen dafür, dass der Roboter auch für größere Haushalte gut geeignet ist. Nur bei sehr großen Flächen und gleichzeitig maximaler Reinigungsintensität kann eine Zwischenladung notwendig werden.
(Akkulaufzeit: 5 von 5 Punkten)
TEIL 3
bestehend aus „Preis/Leistung“ entspricht 10% der Gesamtwertung
Beschreibung
Der MOVA V70 Ultra Complete überzeugt im Test mit einer insgesamt sehr starken Leistung und wird dem Premium-Anspruch in nahezu allen Bereichen gerecht. Die hohe Saugleistung, die präzise Navigation sowie die umfangreiche Multifunktionsstation sorgen für eine zuverlässige und weitgehend automatisierte Bodenreinigung. Besonders die ausfahrbare Seitenbürste, der bewegliche Wischmopp, das StepMaster System 2.0 und der versenkbare LiDAR-Turm bieten im Alltag einen echten Mehrwert und sind keineswegs nur Marketingversprechen.
Auch die App überzeugt mit einer übersichtlichen Bedienung und zahlreichen Einstellungs- und Individualisierungsmöglichkeiten. Die Verarbeitung bewegt sich auf einem sehr hohen Niveau und der umfangreiche Lieferumfang rundet das Gesamtpaket ab.
Kleine Einschränkungen gibt es lediglich bei sehr hartnäckigen Verschmutzungen, bei denen Wischwalzensysteme konstruktionsbedingt noch etwas effektiver arbeiten können. Dafür bieten die rotierenden Wischmopps des MOVA deutliche Vorteile bei der Reinigung entlang von Kanten, in Ecken und unter Möbeln.
Unterm Strich hält der MOVA V70 Ultra Complete, was der Hersteller verspricht. Wer auf der Suche nach einem leistungsstarken und technisch ausgereiften Saug- und Wischroboter mit umfangreicher Ausstattung ist, erhält hier eines der derzeit besten Gesamtpakete auf dem Markt.
Preis/Leistung
Mit einer unverbindlichen Preisempfehlung von 1.399 € gehört der MOVA V70 Ultra Complete zweifellos zur Premiumklasse der Saug- und Wischroboter. Inzwischen ist das Modell jedoch bereits für rund 1.099 € im Handel erhältlich, wodurch sich das Preis-Leistungs-Verhältnis deutlich verbessert.
Angesichts der gebotenen Ausstattung erscheint dieser Preis durchaus gerechtfertigt. Der MOVA V70 Ultra Complete bietet zahlreiche Technologien, die derzeit nur bei wenigen Konkurrenzmodellen zu finden sind. Dazu zählen unter anderem das MaxiReachX-System mit ausfahrbarer Seitenbürste und ausfahrbarem Wischmopp, das StepMaster System 2.0 zur Überwindung hoher Hindernisse, der versenkbare LiDAR-Turm, die leistungsstarke EcoCyclone-Station ohne Staubbeutel sowie eine umfangreiche App mit zahlreichen Individualisierungsmöglichkeiten.
Auch bei der Reinigungsleistung muss sich der Roboter nicht verstecken. Sowohl die Saugleistung als auch die Navigation und die automatische Wartung durch die Multifunktionsstation bewegen sich auf einem sehr hohen Niveau. Hinzu kommen die hochwertige Verarbeitung, der umfangreiche Lieferumfang inklusive verschiedener Ersatzteile sowie die insgesamt ausgereifte Software.
Natürlich handelt es sich weiterhin um ein hochpreisiges Modell, sodass sich die Investition vor allem für Nutzer lohnt, die möglichst viele Reinigungs- und Wartungsaufgaben automatisieren möchten. Wer hingegen lediglich einen einfachen Saugroboter sucht, findet bereits deutlich günstigere Alternativen. Wer jedoch die zahlreichen Komfortfunktionen regelmäßig nutzt, erhält mit dem MOVA V70 Ultra Complete ein sehr stimmiges Gesamtpaket.
Unterm Strich bietet der MOVA V70 Ultra Complete zum aktuellen Straßenpreis von rund 1.099 € ein sehr gutes Preis-Leistungs-Verhältnis. Die Kombination aus innovativer Technik, hervorragender Reinigungsleistung, umfangreicher Ausstattung und hochwertiger Verarbeitung rechtfertigt den aufgerufenen Preis und macht den Roboter zu einer der interessantesten Optionen im Premium-Segment.
Der Dreame SF25 ist ein moderner Küchenhelfer, der Bioabfälle deutlich reduziert und dabei für mehr Hygiene und weniger Gerüche in der Küche sorgen soll. Käufer können eine einfache Bedienung, eine hochwertige Verarbeitung und eine effektive Verkleinerung von Speiseresten erwarten. Im Alltag überzeugt das Gerät vor allem durch seine zuverlässige Geruchskontrolle und die sauberen Ergebnisse bei der Verarbeitung von Küchenabfällen. Weniger positiv fallen der hohe Anschaffungspreis sowie die vergleichsweise lange Laufzeit des Vorgangs auf. Wer regelmäßig größere Mengen organischer Abfälle entsorgt und Wert auf Komfort legt, erhält mit dem SF25 eine praktische Lösung, muss dafür jedoch etwas Geduld und eine entsprechende Investition mitbringen.
Gefällt uns
Hochwertige Verarbeitung
Effektive Geruchskontrolle durch Aktivkohlefilter
Deutliche Volumenreduzierung von Bioabfällen
Einfache und intuitive Bedienung
Angenehm leiser Betrieb
Geringer Wartungsaufwand
Modernes und kompaktes Design
Gefällt uns weniger
Hoher Anschaffungspreis
Lange Programmlaufzeit
Regelmäßiger Filterwechsel erforderlich
braucht knapp 1,2 kWh Strom pro Durchlauf
Selbstreinigung ersetzt keine manuelle Reinigung vollständig
Bestehend aus „Verpackung/Design/Verarbeitung“ entspricht 25% der Gesamtwertung
Verpackung
Die Verpackung des Dreame SF25 macht bereits auf den ersten Blick einen hochwertigen Eindruck. Auf den Verpackungsseiten befinden sich zum Teil große Produktbilder, welche den Küchenkomposter in seiner typischen Einsatzumgebung zeigen. Ergänzend dazu werden die wichtigsten Funktionen und Vorteile übersichtlich hervorgehoben, darunter die starke Volumenreduzierung von Bioabfällen, die Geruchskontrolle durch das Filtersystem sowie die einfache Bedienung.
Im Inneren ist der Dreame SF25 sicher durch passgenaue Formteile aus Karton und zusätzliche Schutzfolien gegen Transportschäden geschützt. Das Gerät selbst ist nochmals in einer Schutzhülle verpackt, sodass die Oberfläche während des Versands vor Kratzern bewahrt wird. Sämtliche Zubehörteile sind separat untergebracht und ordentlich sortiert.
Zum Lieferumfang gehören neben dem Dreame SF25 selbst ein Netzkabel, ein Aktivkohlefilter für die Geruchsfilterung (Bereits eigesetzt, aber noch in Folie verpackt), die Bedienungsanleitung. Insgesamt hinterlässt die Verpackung einen durchdachten und hochwertigen Eindruck, wobei die Produktpräsentation auf allen Seiten informativ gestaltet ist und die wichtigsten Vorteile des Geräts klar kommuniziert.
(Verpackung: 4 von 5 Punkten)
Design
Bereits auf den ersten Blick wird deutlich, dass der Dreame SF25 nicht wie ein gewöhnlicher Bioabfallbehälter gestaltet wurde. Stattdessen orientiert sich das Gerät optisch an modernen Premium-Küchengeräten und fügt sich dadurch harmonisch in zeitgemäße Küchenumgebungen ein. Das Gehäuse zeichnet sich durch eine klare Linienführung, abgerundete Ecken und ein insgesamt sehr aufgeräumtes Erscheinungsbild aus. Die dezente Farbgestaltung wirkt hochwertig und unaufdringlich, sodass der SF25 selbst auf der Arbeitsplatte nicht störend wirkt, sondern vielmehr den Eindruck eines modernen Haushaltsgeräts vermittelt.
Mit seinen Abmessungen von rund 35 × 31 × 40 Zentimetern (B × T × H) fällt der Küchenkomposter vergleichsweise kompakt aus. Dadurch findet er auch in kleineren Küchen problemlos einen festen Platz. Trotz der kompakten Bauweise bietet das Gerät ausreichend Volumen für die tägliche Aufnahme von Küchenabfällen. Die Proportionen wirken ausgewogen und sorgen dafür, dass der SF25 weder zu massiv noch zu klein erscheint.
Besonders gelungen ist die Gestaltung der Bedienoberfläche. Das Touchpanel wurde unauffällig in die Front integriert und unterstreicht den modernen Charakter des Geräts. Die Symbole sind übersichtlich angeordnet und lassen sich auch aus etwas größerer Entfernung gut erkennen. Im ausgeschalteten Zustand fügt sich das Bedienfeld nahezu nahtlos in die Front ein, wodurch die elegante Optik erhalten bleibt.
Auch bei den funktionalen Elementen hat Dreame auf eine möglichst dezente Integration geachtet. Lüftungsöffnungen, Sensoren und das Filtersystem sind so in das Gehäuse eingearbeitet, dass sie kaum auffallen. Der Deckel schließt bündig mit dem Gehäuse ab und sorgt für eine saubere Gesamtoptik. Insgesamt vermittelt der SF25 den Eindruck eines durchdacht gestalteten Premium-Produkts, das sich deutlich von herkömmlichen Kompostern oder Bioabfallbehältern abhebt.
(Design: 4,5 von 5 Punkten)
Verarbeitung
Nicht nur optisch, sondern auch bei der Verarbeitungsqualität hinterlässt der Dreame SF25 einen überzeugenden Eindruck. Bereits beim Auspacken fällt das vergleichsweise hohe Gewicht von rund 13 Kilogramm auf, das auf eine stabile Konstruktion und hochwertige Materialien schließen lässt. Das Gerät steht sicher auf seinem Platz und verrutscht selbst während des Betriebs nicht.
Die einzelnen Gehäuseteile sind sauber verarbeitet und passgenau miteinander verbunden. Sämtliche Spaltmaße fallen gleichmäßig aus, lose oder klappernde Elemente sind nicht vorhanden. Die Oberflächen wirken hochwertig und sind gleichzeitig pflegeleicht, was besonders in einer Küchenumgebung von Vorteil ist. Fingerabdrücke und leichte Verschmutzungen lassen sich problemlos entfernen.
Auch der Deckel macht einen sehr soliden Eindruck. Er öffnet und schließt zuverlässig und sitzt sauber auf dem Gehäuse. Die Scharniere arbeiten präzise und vermitteln eine hohe Stabilität. Der herausnehmbare Innenbehälter ist ebenfalls hochwertig verarbeitet und lässt sich leicht einsetzen beziehungsweise entnehmen. Sämtliche Kontaktflächen und Bedienelemente wirken langlebig und für eine regelmäßige Nutzung ausgelegt.
Das Touch-Bedienfeld reagiert präzise auf Eingaben und vermittelt ebenfalls einen hochwertigen Eindruck. Während des Testzeitraums zeigten sich weder Verarbeitungsmängel noch Schwachstellen bei den verwendeten Materialien. Insgesamt wird deutlich, dass Dreame beim SF25 großen Wert auf Qualität gelegt hat. Die Kombination aus robusten Materialien, sauberer Fertigung und hochwertiger Haptik sorgt dafür, dass das Gerät seinem Premium-Anspruch in vollem Umfang gerecht wird.
(Verarbeitung: 4,5 von 5 Punkten)
TEIL 2
bestehend aus „Funktion des Produktes“ entspricht 65% der Gesamtwertung
Küchenabfälle, Obst- und Gemüsereste, Kaffeesatz, Eierschalen u. a.
Fassungsvermögen
Bis zu 2,5 Liter
Volumenreduzierung
Bis zu 90 %
Technologie
Zerkleinern, Trocknen und Geruchsfilterung
Filtersystem
Aktivkohlefilter
Bedienung
Touch-Bedienfeld
Geräuschpegel
unter 30 dB
Farbe
Weiß
Abmessungen
35 × 31 × 40 cm (Breite x Tiefe x Höhe)
Gewicht
Ca. 13 kg
Lieferumfang
1 x Dreame Speisereste-Entsorger SF25 1 x Aktivkohlefilter, bereits eingesetzt aber in Folie verpackt. Bedienungsanleitung
Technische Daten des Dreame Speisereste-Entsorger SF25
Bedienung und Einrichtung
Bereits bei der ersten Inbetriebnahme wird deutlich, dass Dreame den SF25 mit besonderem Augenmerk auf Benutzerfreundlichkeit entwickelt hat. Nach dem Auspacken sind lediglich wenige Handgriffe erforderlich, um das Gerät in Betrieb zu nehmen. Der Aktivkohlefilter ist aus dem hinteren Fach zu entnehmen und von seiner Schutzfolie zu befreien. Anschließend kann der Filter wieder eingesetzt werden. Im Anschluss wird der Küchenkomposter an das Stromnetz angeschlossen. Aufwendige Montagearbeiten oder komplexe Einrichtungsschritte sind nicht erforderlich. Das Gerät eignet sich somit auch für Nutzer ohne vorherige Erfahrung mit Küchenkompostern.
Das Bedienfeld befindet sich gut erreichbar auf der Vorderseite des Geräts und setzt auf moderne Touch-Bedienung. Die einzelnen Symbole sind übersichtlich angeordnet und lassen sich auch ohne Blick in die Bedienungsanleitung weitgehend intuitiv verstehen. Die Reaktionsgeschwindigkeit des Touchpanels überzeugt im Test, da Eingaben zuverlässig erkannt und unmittelbar umgesetzt werden. Sämtliche Programme (zwei Stück) lassen sich mit wenigen Berührungen starten oder anpassen.
Im Alltag profitiert der Nutzer von der weitgehend automatisierten Arbeitsweise des SF25. Nachdem die Küchenabfälle eingefüllt und das gewünschte Programm ausgewählt wurden, übernimmt das Gerät den restlichen Verarbeitungsprozess selbstständig. Eine permanente Überwachung oder zusätzliche Eingriffe sind nicht notwendig. Besonders praktisch ist dabei die klare Statusanzeige, welche jederzeit Auskunft über den aktuellen Betriebszustand bzw. Restlaufzeit gibt.
Auch das Befüllen gestaltet sich komfortabel. Der Deckel lässt sich leicht öffnen und gewährt Zugang zum großzügig dimensionierten Innenbehälter. Selbst größere Mengen an Obst- und Gemüseresten können problemlos eingefüllt werden. Dank der durchdachten Konstruktion bleiben die Hände dabei weitgehend sauber.
(Bedienung und Einrichtung: 4,5 von 5 Punkten)
Funktionsumfang
Der Dreame SF25 ist deutlich mehr als ein gewöhnlicher Behälter für Küchenabfälle. Das Gerät kombiniert mehrere Arbeitsschritte in einem geschlossenen System und übernimmt die Zerkleinerung, Trocknung sowie Geruchsneutralisierung organischer Abfälle nahezu vollautomatisch. Ziel ist es, das Volumen von Speiseresten erheblich zu reduzieren und gleichzeitig unangenehme Gerüche zu minimieren, die bei herkömmlichen Biomüllbehältern häufig auftreten.
vor dem Start Eimer fast komplett vollnach 6 Stunden ist das der Resthier habe ich ein paar unserer eigenen Erdbeeren, Brokkoli und Pilze eingemacht, bzw. deren Reste, was sonst im Biomüll gelandet wäre.
Im Inneren arbeitet ein spezielles Verarbeitungssystem, das die eingefüllten Lebensmittelreste zunächst zerkleinert und anschließend durch Hitze trocknet. Dadurch wird den Abfällen ein Großteil ihrer Feuchtigkeit entzogen, wodurch das ursprüngliche Volumen deutlich schrumpft. Nach Abschluss des Vorgangs bleibt lediglich ein trockener Rückstand zurück, der sich wesentlich einfacher entsorgen bzw. nutzen lässt als frische Küchenabfälle.
(Funktionsumfang: 4,5 von 5 Punkten)
Leistung
Im praktischen Einsatz kann der Dreame SF25 seine Stärken eindrucksvoll unter Beweis stellen. Während des Testzeitraums wurden unterschiedliche Arten von Küchenabfällen verarbeitet, darunter Obst- und Gemüsereste, Kaffeesatz, Eierschalen sowie kleinere Speisereste. Das Gerät bewältigte sämtliche Aufgaben zuverlässig und lieferte durchgehend top Ergebnisse.
Besonders beeindruckend ist die Volumenreduzierung. Bereits nach einem vollständigen Durchlauf bleibt nur ein Bruchteil der ursprünglich eingefüllten Abfallmenge zurück. Die entstandenen Rückstände sind trocken, leicht und deutlich hygienischer als herkömmlicher Biomüll. Dadurch verlängern sich auch die Entleerungsintervalle erheblich.
Positiv fällt zudem auf, dass die Verarbeitung weitgehend gleichmäßig erfolgt. Selbst größere Mengen werden zuverlässig behandelt, ohne dass regelmäßig manuell eingegriffen werden muss. Der Innenraum bleibt dabei vergleichsweise sauber und die Ergebnisse überzeugen unabhängig von der Zusammensetzung der Abfälle.
Lediglich die Dauer des Programs fällt recht lang aus. Je nach Füllmenge und Art der Lebensmittel läuft das ganze in der Regel 6 Stunden, bis ein Durchgang abgeschlossen ist. Da der gesamte Prozess jedoch automatisiert abläuft, stellt dies im Alltag meist kein größeres Problem dar.
(Leistung: 4,5 von 5 Punkten)
Geruchsreduzierung
Einer der wichtigsten Gründe für die Anschaffung eines Küchenkomposters ist die Reduzierung unangenehmer Gerüche. Genau hier zählt der Dreame SF25 zu den stärksten Geräten seiner Klasse. Bereits während der Testphase zeigte sich, dass selbst bei der Verarbeitung feuchter Lebensmittelreste kaum wahrnehmbare Gerüche entstehen.
Das integrierte Filtersystem mit Aktivkohlefilter ist für die effektive Geruchskontrolle verantwortlich. Dieser großvolumige Behälter, gefüllt mit Aktivkohle, ermöglicht eine unkomplizierte Entleerung und Nachfüllung mit neuer Aktivkohle, sobald die Filterleistung nachlässt. Dadurch wird eine effiziente Filterung der während des Trocknungsprozesses entstehenden Geruchsstoffe gewährleistet. Selbst in kleineren Küchen oder offenen Wohnbereichen wird die Luftqualität nachhaltig verbessert.
Auch bei längeren Standzeiten zwischen zwei Verarbeitungsvorgängen entstehen kaum störende Gerüche im Gerät. Dadurch eignet sich der SF25 besonders für Haushalte, die empfindlich auf Geruchsbelästigungen reagieren oder ihren Biomüll bisher regelmäßig nach draußen bringen mussten.
Im Test gehört die Geruchsfilterung eindeutig zu den größten Stärken des Geräts. Dreame selbst bietet übrigens ach einen Filter samt Gehäuse neu zum Kauf an, dieser kostet dann knapp unter 35€
(Geruchsreduzierung: 5 von 5 Punkten)
Lautstärke
Neben der Geruchsentwicklung spielt auch die Lautstärke bei Geräten dieser Art eine wichtige Rolle. Schließlich laufen die Programme oftmals mehrere Stunden am Stück. Der Dreame SF25 arbeitet insgesamt angenehm leise und eignet sich daher auch für offene Wohnküchen, wie es bei uns der Fall ist.
Während der Zerkleinerungsphase sind die Arbeitsgeräusche zwar wahrnehmbar, verbleiben jedoch auf einem moderaten Niveau. Nach Abschluss dieser Phase arbeitet das Gerät überwiegend mit einem gleichmäßigen Hintergrundgeräusch, das im Alltag kaum störend wahrgenommen wird. Wir haben den Speisereste-Entsorgen während des Fernsehens problemlos genutzt, wobei dieser keinesfalls störend oder negativ hörbar war. Die Geräuschentwicklung ist bemerkenswert gering.
(Lautstärke: 4,5 von 5 Punkten)
Reinigung und Wartung
Auch bei der Reinigung zeigt sich, dass Dreame großen Wert auf Alltagstauglichkeit gelegt hat. Der Innenbehälter lässt sich mit wenigen Handgriffen entnehmen und kann anschließend bequem gereinigt werden. Dank der glatten Oberflächen haften Rückstände nur in geringem Umfang an. An der Aluminiumkonstruktion, in der die Lebensmittel durch die Klingen zerkleinert werden, verbleiben in der Regel Rückstände, die einer manuellen Entfernung bedürfen.
Ansonsten reicht im Alltag meist ein kurzes Auswischen aus, um den Behälter sauber zu halten. Zusätzlich bietet das Gerät eineReinigungsfunktionen, welche die Pflege erleichtern sollen. Die meisten Verschmutzungen werden dadurch reduziert.
Dennoch lässt sich eine gelegentliche manuelle Reinigung nicht vollständig vermeiden. Besonders bei stark klebenden oder fetthaltigen Speiseresten können Rückstände entstehen, die etwas mehr Aufmerksamkeit erfordern. Auch der Aktivkohlefilter bzw. dessen Pellet´s müssen in regelmäßigen Abständen ausgetauscht werden, um die optimale Filterleistung zu gewährleisten.
Insgesamt bleibt der Wartungsaufwand jedoch erfreulich gering.
(Reinigung und Wartung: 4,5 von 5 Punkten)
Energieverbrauch
Da der SF25 Lebensmittelreste trocknet und verarbeitet, benötigt er zwangsläufig elektrische Energie. Im Test zeigte sich der Stromverbrauch insgesamt angemessen und bewegt sich im Rahmen vergleichbarer Geräte dieser Leistungsklasse. Ein Stromverbrauch von etwa 1,2 kWh ist zwar beachtlich, stellt aber für uns dank unserer Photovoltaikanlage kein Problem dar.
Natürlich hängt der tatsächliche Verbrauch stark von der Nutzungshäufigkeit und der Füllmenge ab. Wer das Gerät täglich mit größeren Mengen Küchenabfällen betreibt, wird einen höheren Energiebedarf feststellen als Gelegenheitsnutzer. Im Gegenzug profitieren Anwender jedoch von deutlich weniger Biomüll und einer verbesserten Hygiene in der Küche.
Angesichts der gebotenen Leistung und der umfangreichen Verarbeitungsschritte erscheint der Energiebedarf insgesamt nachvollziehbar und vertretbar. Dennoch ein normaler Komposter funktioniert ohne Strom, aber hat man keine Platz dafür, ist der Dreame SF25 eine tolle Entwicklung.
(Energieverbrauch: 4 von 5 Punkten)
TEIL 3
bestehend aus „Preis/Leistung“ entspricht 10% der Gesamtwertung
Beschreibung
Im Test hält der Dreame SF25 die meisten seiner Versprechen. Das Gerät reduziert Bioabfälle zuverlässig, arbeitet weitgehend geruchsarm und überzeugt durch seine einfache Bedienung sowie die hochwertige Verarbeitung. Zu den größten Stärken zählen die effektive Geruchskontrolle, die deutliche Volumenreduzierung der Abfälle und der hohe Bedienkomfort im Alltag. Schwächen zeigen sich vor allem beim vergleichsweise hohen Anschaffungspreis, den langen Programmlaufzeiten sowie dem regelmäßigen Filterwechsel. Insgesamt bietet der Dreame SF25 eine durchdachte und komfortable Lösung für Haushalte, die Küchenabfälle hygienisch und platzsparend entsorgen möchten.
Preis/Leistung
Markt gebracht. Gelegentlich ist das Gerät auf 299 bzw. 349 Euro reduziert, während die offizielle Preisempfehlung weiterhin bei 399 Euro liegt.
Betrachtet man die gebotene Ausstattung, die hochwertige Verarbeitung, die effektive Geruchskontrolle sowie die zuverlässige Reduzierung von Küchenabfällen, erscheint der aktuelle Marktpreis durchaus fair. Besonders im Preisbereich um 299 bis 349 Euro bietet der SF25 ein attraktives Gesamtpaket und kann seine Stärken im Alltag klar ausspielen. Die einfache Bedienung, der leise Betrieb und die überzeugenden Ergebnisse rechtfertigen einen Großteil der Investition.
Zur UVP von 399 Euro bewegt sich der Küchenkomposter allerdings bereits im oberen Bereich seiner Produktklasse. Hier fällt die Kaufentscheidung etwas schwerer, da die langen Programmlaufzeit und die Folgekosten für Ersatzfilter berücksichtigt werden müssen. Wer das Gerät regelmäßig nutzt und Wert auf Komfort sowie eine geruchsfreie Küchenabfallentsorgung legt, wird den Mehrwert dennoch schnell zu schätzen wissen.
Insgesamt ist der Dreame SF25 zum aktuellen Straßenpreis von rund 300 bis 350 Euro klar empfehlenswert. Zur unverbindlichen Preisempfehlung von 399 Euro ist das Gerät zwar etwas teuer, bietet aber dennoch eine gute Ausstattung und eine überzeugende Alltagstauglichkeit.
Mit dem MYND verfolgt Teufel einen ungewöhnlichen Ansatz. Statt eines klassischen Wegwerfprodukts setzt der Hersteller auf Langlebigkeit, Reparierbarkeit und Nachhaltigkeit. Das Gehäuse ist verschraubt statt verklebt, viele Komponenten lassen sich austauschen und Teufel bietet zahlreiche Ersatzteile an. Dadurch kann der Lautsprecher bei Defekten oft selbst repariert oder über viele Jahre hinweg instand gehalten werden.
Besonders positiv fallen die hochwertige Verarbeitung, das moderne Design und das durchdachte Reparaturkonzept auf. Nutzer profitieren von einer Konstruktion, die Wartungsarbeiten erleichtert und zukünftige Upgrades oder den Austausch einzelner Komponenten ermöglicht. Das macht den MYND zu einer interessanten Alternative für alle, die Wert auf Nachhaltigkeit und eine lange Nutzungsdauer legen.
Weniger im Fokus stehen dagegen spektakuläre Effekte oder kurzlebige Trends. Der MYND möchte nicht mit möglichst vielen Zusatzfunktionen überzeugen, sondern mit einem langlebigen Gesamtkonzept und einer soliden technischen Basis.
Im Test schauen wir uns daher nicht nur Klang, Verarbeitung und Bedienung an, sondern auch die Reparaturfreundlichkeit, die Ersatzteilversorgung und die Frage, ob Teufels nachhaltiger Ansatz im Alltag tatsächlich überzeugt.
Gefällt uns
Hervorragende Reparierbarkeit durch verschraubte Konstruktion
Austauschbarer Akku
Zahlreiche Ersatzteile direkt von Teufel erhältlich
Ausgewogener Klang mit kräftigem Bassfundament
Sehr lange Akkulaufzeit von bis zu 42 Stunden
Integrierte Powerbank-Funktion
IP67-Zertifizierung gegen Staub und Wasser
Party-Link-Funktion für mehrere Lautsprecher
Teufel Go App mit Klang- und Geräteeinstellungen
Gefällt uns weniger
Für sehr große Partys etwas zu leistungsschwach
Für die Größe nicht der leichteste Bluetooth-Lautsprecher
Akku muss im Lautsprecher geladen werden
Konkurrenzmodelle bieten teilweise mehr Bassdruck oder höhere Maximallautstärke
Bestehend aus „Verpackung/Design/Verarbeitung“ entspricht 25% der Gesamtwertung
Verpackung
Bereits beim Auspacken wird deutlich, dass beim MYND nicht nur das Produkt selbst, sondern auch die Verpackung unter dem Gesichtspunkt der Nachhaltigkeit entwickelt wurde. Der Lautsprecher wird in einem Teufel typischen stabilen Karton geliefert, der überwiegend aus recycelten Materialien besteht und auf unnötige Kunststoffverpackungen weitgehend verzichtet. Statt Hochglanzoptik und aufwendiger Präsentation setzt Teufel auf eine funktionale und umweltfreundliche Verpackungslösung.
Die Außenseite des Kartons informiert mit Produktabbildungen und den wichtigsten technischen Daten über den Inhalt. Nach dem Öffnen präsentiert sich der Lautsprecher sicher in passgenauen Formteilen, die ihn während des Transports zuverlässig vor Beschädigungen schützen. Alle Komponenten sind ordentlich voneinander getrennt und lassen sich ohne großen Kraftaufwand entnehmen.
Der MYND selbst ist zusätzlich durch Schutzfolien beziehungsweise Verpackungsmaterial gegen Kratzer und Transportschäden gesichert. Bereits beim ersten Kontakt hinterlässt das Gerät einen hochwertigen Eindruck und vermittelt das Gefühl eines langlebigen Produkts.
Zum Lieferumfang gehören neben dem Lautsprecher alle für die Inbetriebnahme erforderlichen Zubehörteile. Darüber hinaus liegen die üblichen Dokumentationen wie Kurzanleitung, Sicherheitshinweise und Garantieinformationen bei. Positiv fällt auf, dass Teufel auf unnötige Beigaben verzichtet und sich stattdessen auf das Wesentliche konzentriert.
Insgesamt hinterlässt die Verpackung einen durchdachten Eindruck. Sie schützt das Gerät zuverlässig, vermeidet überflüssigen Verpackungsmüll und passt damit gut zum nachhaltigen Konzept des MYND. Bereits beim Auspacken wird deutlich, dass hier Langlebigkeit und Umweltbewusstsein eine wichtige Rolle spielen.
(Verpackung: 4 von 5 Punkten)
Design
Mit dem MYND verfolgt Teufel einen bewusst anderen Designansatz als viele Hersteller moderner Audioprodukte. Statt auf futuristische Formen, auffällige Beleuchtung oder kurzlebige Designtrends zu setzen, steht hier ein funktionales und langlebiges Erscheinungsbild im Mittelpunkt. Das Design soll nicht nur gut aussehen, sondern auch die nachhaltige Philosophie des Produkts widerspiegeln. Dieser Gedanke zieht sich konsequent durch die gesamte Gestaltung.
Unser Testgerät präsentiert sich in der Farbvariante Warm White (Warmweiß), die dem MYND eine besonders freundliche und moderne Ausstrahlung verleiht. Die helle Farbgebung wirkt elegant, ohne steril zu erscheinen, und fügt sich harmonisch in unterschiedlichste Wohn- und Arbeitsumgebungen ein. Gleichzeitig sorgt sie dafür, dass sich der MYND optisch deutlich von der Masse meist schwarzer Audiogeräte abhebt.
Neben Warm White bietet Teufel den MYND auch in den Farbvarianten Warm Black (Warm Schwarz), Light Mint (Helles Minzgrün) und Wild Berry (Waldbeere) an. Während Warm Black besonders dezent und klassisch wirkt, richtet sich Light Mint an Nutzer, die ihrem Arbeitsplatz oder Wohnraum einen frischen Farbakzent verleihen möchten. Wild Berry fällt durch seinen kräftigeren Farbton am stärksten auf und verleiht dem Produkt einen individuellen Charakter. Positiv ist dabei, dass alle Farbvarianten geschmackvoll umgesetzt wurden und nicht den Eindruck eines kurzlebigen Modetrends vermitteln.
Die Formgebung des MYND ist insgesamt angenehm zurückhaltend. Klare Linien, ausgewogene Proportionen und eine aufgeräumte Gestaltung sorgen dafür, dass das Produkt hochwertig wirkt, ohne sich unnötig in den Vordergrund zu drängen. Auffällig ist zudem, dass Teufel die technische Konstruktion nicht vollständig versteckt. Schrauben, einzelne Bauteile und konstruktive Elemente sind teilweise sichtbar und werden bewusst als Teil des Designs integriert. Dadurch entsteht ein authentischer, fast schon industrieller Charakter, der hervorragend zum Reparatur- und Nachhaltigkeitskonzept passt.
Besonders gelungen ist die Tatsache, dass die modulare Bauweise nicht zulasten der Optik geht. Viele reparierbare Produkte wirken technisch oder unfertig, beim MYND ist das Gegenteil der Fall. Die einzelnen Komponenten fügen sich harmonisch in das Gesamtbild ein und vermitteln bereits auf den ersten Blick den Eindruck eines durchdachten und langlebigen Produkts.
Insgesamt überzeugt das Design durch seine Eigenständigkeit. Es kombiniert moderne Gestaltung mit funktionalen Aspekten und hebt sich dadurch angenehm von der Konkurrenz ab. Der MYND versucht nicht, durch Effekthascherei Aufmerksamkeit zu erzeugen, sondern überzeugt mit einem zeitlosen Erscheinungsbild, das auch nach Jahren noch aktuell wirken dürfte.
(Design: 4,5 von 5 Punkten)
Verarbeitung
Auch bei der Verarbeitung zeigt der MYND, dass Teufel großen Wert auf Qualität und Langlebigkeit gelegt hat. Bereits beim Auspacken hinterlässt das Produkt einen äußerst soliden Eindruck. Sämtliche Bauteile wirken präzise gefertigt und sauber montiert. Unregelmäßige Spaltmaße, scharfe Kanten oder unsaubere Übergänge sind selbst bei genauer Betrachtung nicht zu erkennen.
Ein besonderes Merkmal des MYND ist seine konsequent reparaturfreundliche Konstruktion. Während zahlreiche moderne Elektronikprodukte verklebt oder vernietet werden, setzt Teufel auf eine verschraubte Bauweise. Dadurch können einzelne Komponenten vergleichsweise einfach demontiert, ausgetauscht oder repariert werden. Dieser Ansatz ist mittlerweile eine Seltenheit und verdient besondere Anerkennung.
Die Verschraubungen sind dabei nicht nur funktional, sondern wirken hochwertig integriert. Nichts erscheint provisorisch oder nachträglich ergänzt. Vielmehr entsteht der Eindruck, dass die Reparierbarkeit bereits während der Entwicklung ein zentraler Bestandteil des Gesamtkonzepts war. Genau das unterscheidet den MYND von vielen Wettbewerbern, bei denen Reparaturen oft nur mit erheblichem Aufwand oder überhaupt nicht möglich sind.
Auch die Materialqualität überzeugt im Test. Sämtliche Oberflächen fühlen sich hochwertig an und vermitteln Vertrauen in die langfristige Haltbarkeit. Selbst bei genauer Untersuchung zeigen sich keine Schwachstellen oder Bereiche, an denen sichtbar gespart wurde. Das Gehäuse wirkt verwindungssteif und robust. Druckversuche führen weder zu störenden Knarzgeräuschen noch zu sichtbaren Verformungen.
Ein weiterer Pluspunkt ist die umfangreiche Ersatzteilversorgung. Teufel bietet zahlreiche Komponenten als Ersatzteile an, sodass Verschleiß oder kleinere Defekte nicht zwangsläufig das Ende des Produkts bedeuten. Nutzer können viele Reparaturen selbst durchführen, was nicht nur Kosten spart, sondern auch die Lebensdauer erheblich verlängert. Darüber hinaus eröffnet die modulare Konstruktion perspektivisch sogar Möglichkeiten für zukünftige Upgrades oder den Austausch einzelner Komponenten.
Gerade im Hinblick auf Nachhaltigkeit setzt der MYND damit Maßstäbe. Statt ein Produkt für wenige Jahre zu entwickeln, verfolgt Teufel einen Ansatz, der auf langfristige Nutzung ausgelegt ist. Das merkt man an nahezu jedem Detail der Verarbeitung.
Unter dem Strich gehört die Verarbeitung zu den größten Stärken des MYND. Die Kombination aus hochwertigen Materialien, präziser Fertigung, durchdachter Konstruktion und außergewöhnlich guter Reparierbarkeit macht das Produkt zu einer erfreulichen Ausnahmeerscheinung in einem Markt, der häufig von Wegwerfmentalität geprägt ist.
(Verarbeitung: 4,5 von 5 Punkten)
TEIL 2
bestehend aus „Funktion des Produktes“ entspricht 65% der Gesamtwertung
Art
mobiler Bluetooth Lautsprecher (Bluetooth 5.3)
Farben
Warm White (Warmweiß), Warm Black (Warmschwarz), Light Mint (Helles Mintgrün), Wild Berry (Waldbeere)
Lautsprechersystem
2.1-System
Treiber
Hochtöner: 2 × 20 mm Tieftöner: 1 × 90 mm Passivradiatoren: 2 × 50 × 100 mm
Verstärkerleistung
35 Watt RMS
Schutzklasse
IP67
Akku
5.200 mAh; Bis zu 39 Stunden; Bis zu 42 Stunden im Eco-Modus Powerbank-Funktion
Besonderheiten
Party Link, App-Unterstützung (Teufel Go), Austauschbarer Akku, Reparierbare Bauweise.
Abmessungen
26,0 × 18,5 × 10,3 cm (Breite x Höhe x Tiefe)
Gewicht
ca. 2,5 kg
Lieferumfang
1 x Teufel MYND 1 x MYND Gurt Bedienungsanleitung
Technische Daten der Teufel MYND
Inbetriebnahme
Die Inbetriebnahme des Teufel MYND gestaltet sich erfreulich unkompliziert und dürfte selbst technisch weniger versierte Nutzer vor keine Herausforderungen stellen. Nach dem Auspacken kann der Lautsprecher entweder sofort über den integrierten Akku oder über eine externe Stromquelle betrieben werden. Dadurch bietet der MYND ein hohes Maß an Flexibilität und eignet sich sowohl für den stationären Einsatz zu Hause als auch für den mobilen Betrieb unterwegs.
Besonders praktisch ist die Stromversorgung über USB-C. Der moderne Anschluss dient nicht nur zum Laden des integrierten Akkus, sondern ermöglicht auch den direkten Betrieb über ein entsprechendes USB-C-Netzteil. Dadurch muss der Lautsprecher nicht zwingend auf seinen Akku zurückgreifen, wenn eine Steckdose in der Nähe verfügbar ist. Gleichzeitig vereinfacht USB-C den Alltag, da viele Nutzer ohnehin bereits passende Ladegeräte für Smartphones, Tablets oder Notebooks besitzen.
Im mobilen Einsatz profitiert der MYND von seinem integrierten Akku. Dieser ermöglicht einen kabellosen Betrieb über viele Stunden hinweg und macht den Lautsprecher unabhängig von festen Stromquellen. Ob auf der Terrasse, im Garten, beim Camping oder unterwegs, der Lautsprecher lässt sich flexibel einsetzen und bleibt dabei jederzeit einsatzbereit.
Ein weiteres Highlight ist die integrierte Powerbank-Funktion. Über den USB-C-Anschluss können kompatible Geräte wie Smartphones, Kopfhörer oder andere mobile Elektronikprodukte unterwegs mit Energie versorgt werden. Der MYND dient somit nicht nur als Lautsprecher, sondern kann im Notfall auch als praktische Energiereserve genutzt werden. Gerade auf Reisen oder bei längeren Aufenthalten im Freien erweist sich diese Funktion als äußerst nützlich.
Musik kann bequem kabellos per Bluetooth von Smartphones, Tablets oder Computern übertragen werden. Die Verbindung gelingt schnell und stabil, sodass die Musikwiedergabe bereits wenige Augenblicke nach dem Einschalten beginnen kann. Je nach Zuspielgerät stehen dabei sämtliche gängigen Streaming-Dienste sowie lokal gespeicherte Musikbibliotheken zur Verfügung.
Für größere Veranstaltungen oder die Beschallung mehrerer Räume bietet Teufel zudem die Party-Link-Funktion. Mit dieser lassen sich mehrere kompatible Lautsprecher miteinander koppeln und synchron betreiben. Dadurch entsteht ein deutlich größeres Klangbild, das insbesondere bei Gartenpartys, Feiern oder größeren Räumen von Vorteil ist. Die Einrichtung erfolgt unkompliziert und ermöglicht eine flexible Erweiterung des Systems ohne zusätzlichen Verkabelungsaufwand.
Die Bedienung selbst erfolgt über die am Gerät angebrachten Tasten sowie ergänzend über die Teufel-App. Sämtliche wichtigen Funktionen sind schnell erreichbar und logisch angeordnet. Statusanzeigen informieren zuverlässig über den aktuellen Betriebszustand, die Bluetooth-Verbindung oder den Ladezustand des Akkus.
Insgesamt überzeugt der MYND mit einer modernen und benutzerfreundlichen Ausstattung. Die Kombination aus Akku- und Netzbetrieb, USB-C-Stromversorgung, Powerbank-Funktion, vielfältigen Wiedergabemöglichkeiten und der Party-Link-Unterstützung sorgt für eine hohe Alltagstauglichkeit und macht den Lautsprecher zu einem vielseitigen Begleiter für unterschiedlichste Einsatzszenarien.
(Inbetriebnahme: 4,5 von 5 Punkten)
Bedienung
Der Teufel-Lautsprecher lässt sich sowohl direkt über die Bedienelemente am Gerät als auch komfortabel über die Teufel Go App steuern. Dadurch haben Nutzer die Wahl, ob sie die wichtigsten Funktionen unmittelbar am Lautsprecher bedienen oder auf die erweiterten Möglichkeiten der Smartphone-App zurückgreifen möchten.
Bedienung direkt am Lautsprecher
Die Bedienelemente befinden sich gut erreichbar auf der Oberseite des Gehäuses und sind übersichtlich angeordnet. Dank ihrer klaren Beschriftung und der angenehmen Druckpunkte gelingt die Bedienung auch ohne Blick in die Anleitung schnell und intuitiv.
Über die Tasten am Lautsprecher lassen sich die wichtigsten Funktionen direkt steuern. Dazu gehören das Ein- und Ausschalten des Geräts, die Lautstärkeregelung sowie die Wiedergabesteuerung. Titel können pausiert, fortgesetzt oder übersprungen werden, ohne dass das verbundene Smartphone zur Hand genommen werden muss.
Darüber hinaus kann die Bluetooth-Kopplung direkt am Gerät gestartet werden. Neue Zuspieler lassen sich dadurch schnell verbinden oder bestehende Verbindungen wechseln. Ebenfalls lassen sich spezielle Funktionen wie Party Link direkt über die Bedienelemente aktivieren, um mehrere kompatible Lautsprecher miteinander zu koppeln.
Praktisch sind zudem die Statusanzeigen (LEDs), die über den aktuellen Betriebszustand informieren. Nutzer erhalten auf einen Blick Informationen zum Akkustand, zur aktiven Bluetooth-Verbindung oder zum Kopplungsmodus. Dadurch bleibt die Bedienung jederzeit transparent und nachvollziehbar.
Im Alltag erweist sich die direkte Steuerung als besonders komfortabel, da sämtliche Grundfunktionen ohne Smartphone verfügbar sind. Wer lediglich Musik hören möchte, muss die App daher nicht zwingend installieren.
Bedienung über die Teufel Go App
Noch mehr Möglichkeiten eröffnet die kostenlose Teufel Go App für Android und iOS. Nach der Einrichtung erkennt die Anwendung den Lautsprecher automatisch und stellt zahlreiche Zusatzfunktionen zur Verfügung, die direkt am Gerät nicht oder nur eingeschränkt erreichbar sind.
Besonders hilfreich ist die zentrale Geräteverwaltung. Hier können Informationen zum Akkustand, zur Verbindung und zum aktuellen Betriebsmodus eingesehen werden. Auch Firmware-Updates werden über die App bereitgestellt und lassen sich komfortabel installieren. Dadurch bleibt der Lautsprecher technisch auf dem neuesten Stand und profitiert gegebenenfalls von Fehlerkorrekturen oder neuen Funktionen.
Ein weiterer wichtiger Bestandteil der App sind die Klanganpassungen. Nutzer können den Klang individuell an ihre Vorlieben oder die jeweilige Hörsituation anpassen. Je nach Modell stehen hierfür verschiedene Klangprofile, Equalizer-Einstellungen oder vordefinierte Soundmodi zur Verfügung. Dadurch lässt sich beispielsweise mehr Bass erzeugen oder eine ausgewogenere Wiedergabe für Podcasts und Sprachinhalte einstellen.
Auch die Verwaltung der Party-Link-Funktion wird über die App deutlich komfortabler. Mehrere kompatible Lautsprecher können einfacher miteinander verbunden und organisiert werden. Besonders bei größeren Setups mit mehreren Geräten erleichtert dies die Einrichtung erheblich.
Darüber hinaus dient die App als zentrale Schaltstelle für verschiedene Geräteeinstellungen. Nutzer können individuelle Konfigurationen vornehmen, Verbindungen verwalten und zusätzliche Funktionen aktivieren oder deaktivieren.
Im Alltag ergänzen sich die Bedienung am Lautsprecher und die Teufel Go App sehr gut. Die wichtigsten Funktionen sind jederzeit direkt am Gerät verfügbar, während die App zusätzliche Komfort- und Anpassungsmöglichkeiten bietet. Dadurch eignet sich der Lautsprecher sowohl für Nutzer, die möglichst unkompliziert Musik hören möchten, als auch für Anwender, die Klang und Einstellungen individuell anpassen wollen.
Insgesamt überzeugt das Bedienkonzept durch seine einfache Handhabung, die übersichtliche Struktur und die gelungene Kombination aus direkter Gerätebedienung und erweiterten App-Funktionen.
(Bedienung: 4,5 von 5 Punkten)
Reparierbarkeit und Modulares Konzept
Die größte Besonderheit des Lautsprechers
Eine der mit Abstand spannendsten Eigenschaften dieses Lautsprechers ist sein konsequent auf Langlebigkeit und Reparierbarkeit ausgelegtes Konzept. Während viele moderne Elektronikprodukte verklebt, vernietet oder nur mit Spezialwerkzeug zu öffnen sind, verfolgt Teufel hier einen völlig anderen Ansatz. Das gesamte Gerät wurde so konstruiert, dass einzelne Komponenten unkompliziert demontiert, ausgetauscht und bei Bedarf ersetzt werden können.
Bereits ein Blick auf die Konstruktion zeigt, dass Reparaturen ausdrücklich erwünscht sind. Statt versteckter Clips oder verklebter Bauteile kommen überwiegend Inbusschrauben zum Einsatz, die das Gehäuse sicher zusammenhalten und gleichzeitig einen schnellen Zugang zum Innenleben ermöglichen. Mit wenigen Handgriffen lässt sich der Lautsprecher öffnen, ohne dass dabei Bauteile beschädigt oder zerstört werden müssen.
Besonders erfreulich ist die modulare Bauweise. Viele Komponenten sind nicht fest verlötet oder dauerhaft verklebt, sondern über Steckverbindungen miteinander verbunden. Das erleichtert den Austausch erheblich. Sollte ein Bauteil nach Jahren verschleißen oder beschädigt werden, kann es oftmals einzeln ersetzt werden, ohne dass das komplette Gerät entsorgt werden muss. Das spart nicht nur Geld, sondern reduziert gleichzeitig unnötigen Elektroschrott.
Auch der Akku kann bei Bedarf gewechselt werden. Gerade bei mobilen Lautsprechern stellt dies einen enormen Vorteil dar, da die Akkuleistung naturgemäß mit zunehmendem Alter nachlässt. Statt das gesamte Produkt ersetzen zu müssen, kann lediglich die betroffene Komponente ausgetauscht werden.
Ein weiterer außergewöhnlicher Schritt ist die Offenheit von Teufel gegenüber der Community. Der Hersteller stellt zahlreiche Informationen und Dateien rund um das Gehäuse zur Verfügung. Dadurch erhalten Nutzer die Möglichkeit, bestimmte Bauteile selbst mittels 3D-Druck herzustellen. Sollte beispielsweise ein Gehäuseteil beschädigt werden oder nach vielen Jahren nicht mehr als Ersatzteil verfügbar sein, kann dieses theoretisch selbst nachproduziert werden.
Noch spannender wird das Konzept durch die verfügbaren Designvorlagen. Teufel und diverse Nutzer stellt verschiedene Dateien bereit, mit denen sich individuelle Anpassungen realisieren lassen. So können kreative Nutzer beispielsweise das Lautsprechergitter gegen selbst gestaltete Alternativen austauschen und dem Lautsprecher einen ganz persönlichen Look verleihen. Der Fantasie sind dabei kaum Grenzen gesetzt. Von schlichten geometrischen Mustern bis hin zu aufwendigen individuellen Designs lassen sich zahlreiche Varianten umsetzen.
Dieses Maß an Offenheit ist in der Unterhaltungselektronik nach wie vor eine absolute Ausnahme. Während viele Hersteller versuchen, Nutzer möglichst eng an ihre Produkte und ihren Service zu binden, fördert Teufel aktiv Reparaturen, Modifikationen und individuelle Anpassungen.
Im Alltag bedeutet dies vor allem eines. Der Lautsprecher ist nicht als Wegwerfprodukt konzipiert, sondern als langlebiger Begleiter für viele Jahre. Die einfache Zerlegbarkeit, die Verwendung von Standardwerkzeugen, die umfangreiche Ersatzteilversorgung sowie die Möglichkeit, Gehäuseteile und Designelemente selbst herzustellen, machen ihn zu einem der derzeit interessantesten Beispiele für nachhaltige Unterhaltungselektronik. Wer Wert auf Reparierbarkeit, Individualisierung und eine möglichst lange Nutzungsdauer legt, findet hier ein Konzept, das in dieser Form bislang nur selten anzutreffen ist.
(Reparierbarkeit und Modulares Konzept: 5 von 5 Punkten)
Klang
Klanglich setzt der Teufel MYND auf ein 2.1-System mit aktiven und passiven Treibern. Zum Einsatz kommen zwei 20-mm-Hochtöner, ein 90-mm-Tiefmitteltöner sowie zwei seitlich arbeitende Passivradiatoren im Format 50 × 100 mm. Ergänzt wird das Ganze durch einen Class-D-Verstärker mit DSP-Unterstützung und einer Gesamtleistung von 35 Watt RMS.
Die beiden Hochtöner kümmern sich um die Wiedergabe der Höhen und sorgen dafür, dass Stimmen, Details und feinere Klanginformationen sauber herausgearbeitet werden. Gerade bei Podcasts, akustischer Musik oder Gesang fällt positiv auf, dass der MYND nicht dumpf oder verhangen klingt. Stimmen stehen klar im Raum und bleiben auch bei höherer Lautstärke gut verständlich.
Der zentrale Tiefmitteltöner übernimmt den wichtigen Bereich zwischen Grundton und Bass. Mit seinen 90 mm Durchmesser ist er für einen mobilen Bluetooth-Lautsprecher ordentlich dimensioniert und sorgt für ein kräftiges Fundament. Gitarren, Stimmen, Schlagzeug und elektronische Beats werden mit guter Substanz wiedergegeben, ohne dass der Klang künstlich aufgebläht wirkt.
Für zusätzlichen Tiefgang sorgen die beiden passiven Bassmembranen. Sie besitzen keinen eigenen Antrieb, werden aber durch den Luftdruck im Gehäuse in Bewegung versetzt und unterstützen so die Basswiedergabe. Dadurch wirkt der MYND deutlich voluminöser, als es seine kompakten Abmessungen zunächst vermuten lassen. Der Bass reicht angenehm tief hinunter, bleibt kontrolliert und dröhnt im normalen Hörbereich nicht unangenehm.
In der Praxis liefert der Lautsprecher einen ausgewogenen, kräftigen und alltagstauglichen Klang. Pop, Rock, elektronische Musik und Podcasts werden gleichermaßen überzeugend wiedergegeben. Besonders positiv ist, dass der MYND nicht nur auf maximalen Bassdruck abgestimmt wurde, sondern insgesamt recht sauber und erwachsen klingt. Höhen, Mitten und Bass stehen in einem guten Verhältnis zueinander.
Auch bei höheren Lautstärken bleibt der Klang weitgehend stabil. Der Lautsprecher kann problemlos einen mittelgroßen Raum, den Schreibtischbereich oder eine Terrasse beschallen. Erst bei sehr hoher Lautstärke merkt man, dass das kompakte Gehäuse physikalische Grenzen hat. Dann verliert der Bass etwas an Druck und wirkt nicht mehr ganz so souverän wie bei moderater Lautstärke.
Sehr gut gefällt die breite Abstrahlung. Durch die getrennten Hochtöner entsteht ein für diese Geräteklasse angenehm räumlicher Eindruck. Der MYND klingt nicht wie ein kleiner Monolautsprecher, sondern erzeugt eine ordentliche Klangbühne. Für echten Stereo-Eindruck sollte man zwar nicht zu weit entfernt sitzen, dennoch wirkt die Wiedergabe offener und luftiger als bei vielen einfachen Bluetooth-Speakern.
Über die Teufel Go App lässt sich der Klang zusätzlich anpassen. Nutzer können den Sound je nach Geschmack oder Einsatzort etwas verändern, etwa wenn mehr Bass gewünscht ist oder Stimmen stärker im Vordergrund stehen sollen. Das ist praktisch, da sich der Lautsprecher dadurch flexibler an unterschiedliche Räume und Musikrichtungen anpassen lässt.
Insgesamt überzeugt der Teufel MYND klanglich mit einem kräftigen, klaren und erstaunlich erwachsenen Auftritt. Die Kombination aus zwei 20-mm-Hochtönern, einem 90-mm-Tiefmitteltöner und zwei 50 × 100 mm großen Passivradiatoren sorgt für ein sattes Klangbild mit guter Sprachverständlichkeit, solider Räumlichkeit und ordentlichem Bassfundament. Wer keinen extremen Tiefbass erwartet, sondern einen ausgewogenen, mobilen Lautsprecher mit kräftigem Sound sucht, wird hier sehr gut bedient.
(Klang: 5 von 5 Punkten)
Akkulaufzeit
Bei der Akkulaufzeit gehört der Teufel MYND zu den ausdauernden Bluetooth-Lautsprechern seiner Klasse. Teufel gibt eine Laufzeit von bis zu 39 Stunden bei mittlerer Lautstärke an. Im Eco-Modus sind sogar bis zu 42 Stunden möglich. Damit eignet sich der Lautsprecher problemlos für lange Tage im Garten, unterwegs, beim Camping oder für mehrere Abende Musikwiedergabe ohne ständiges Nachladen. Der Akku besitzt eine Kapazität von 5.200 mAh und basiert auf Lithium-Ionen-Technik.
Wie lange der MYND im Alltag tatsächlich durchhält, hängt natürlich stark von der Lautstärke, der gewählten Klangabstimmung und der Nutzung zusätzlicher Funktionen ab. Bei moderater Lautstärke zeigt sich der Lautsprecher sehr sparsam und kann tatsächlich über viele Stunden hinweg spielen. Wird dauerhaft mit hoher Lautstärke gehört oder der Bass stärker betont, reduziert sich die Laufzeit entsprechend. Dennoch bleibt der MYND auch dann ein sehr ausdauernder Begleiter.
Geladen wird der Lautsprecher über USB-C. Praktisch ist dabei, dass der MYND mit einer maximalen Ladeleistung von bis zu 60 Watt umgehen kann. Mit einem entsprechend leistungsfähigen USB-C-Netzteil lässt sich der Akku also deutlich schneller laden als mit einem einfachen Ladegerät. Gleichzeitig unterstützt der Lautsprecher aber auch langsameres Laden ab 2,5 Watt, sodass er notfalls auch an schwächeren Ladequellen betrieben oder geladen werden kann.
Besonders sinnvoll ist der akkuschonende Lademodus in der Teufel Go App. Wird dieser aktiviert, lädt der Akku nicht vollständig bis 100 Prozent, sondern nur bis etwa 90 Prozent. Dadurch wird der Akku weniger stark belastet, was langfristig den Verschleiß reduzieren kann. Gerade wenn der Lautsprecher häufig am Strom hängt oder nicht die maximale Laufzeit benötigt wird, ist diese Funktion ein echter Vorteil.
Ein weiterer Pluspunkt ist die integrierte Powerbank-Funktion. Der USB-C-Anschluss dient nicht nur zum Laden des Lautsprechers, sondern kann auch andere Geräte wie Smartphones, Kopfhörer oder kleinere mobile Geräte mit Strom versorgen. Gerade unterwegs ist das praktisch, wenn der Smartphone-Akku zur Neige geht und keine Steckdose in der Nähe ist. Der MYND wird dadurch nicht nur zum Lautsprecher, sondern auch zur mobilen Energiereserve.
In der Praxis sollte man allerdings bedenken, dass die Powerbank-Funktion natürlich Energie aus dem Lautsprecherakku zieht. Wer sein Smartphone unterwegs auflädt, reduziert entsprechend die verbleibende Musikwiedergabezeit. Für den Notfall oder zum kurzen Nachladen ist die Funktion aber äußerst nützlich.
Insgesamt überzeugt der Teufel MYND beim Akku mit sehr langer Laufzeit, moderner USB-C-Ladetechnik, schneller Ladeoption, akkuschonendem Lademodus und zusätzlicher Powerbank-Funktion. Gerade in Kombination mit dem austauschbaren Akku passt dieses Konzept hervorragend zum nachhaltigen Anspruch des Lautsprechers.
(Akku: 5 von 5 Punkten)
TEIL 3
bestehend aus „Preis/Leistung“ entspricht 10% der Gesamtwertung
Beschreibung
Mit dem MYND beweist Teufel, dass Nachhaltigkeit, Reparierbarkeit und guter Klang problemlos miteinander vereinbar sind. Der Bluetooth-Lautsprecher überzeugt nicht nur durch seinen ausgewogenen Klang, die lange Akkulaufzeit und moderne Ausstattung, sondern vor allem durch sein einzigartiges, modulares Konzept.
Dank verschraubter Konstruktion, steckbarer Komponenten und zahlreicher verfügbarer Ersatzteile lassen sich Reparaturen und Wartungsarbeiten einfach selbst durchführen. Besonders hervorzuheben sind die von Teufel bereitgestellten Gehäusedateien, Schaltpläne und Designvorlagen, die sogar individuelle Anpassungen oder den Nachdruck einzelner Bauteile ermöglichen.
Klanglich liefert der MYND mit seinem 2.1-System eine überzeugende Vorstellung mit kräftigem Bass, klaren Mitten und sauberen Höhen. Hinzu kommen praktische Funktionen wie USB-C-Ladung, Powerbank-Funktion, Party Link und die Teufel Go App.
Wer maximale Lautstärke oder extremen Tiefbass sucht, findet am Markt leistungsstärkere Alternativen. Keine davon bietet jedoch ein vergleichbar offenes und nachhaltiges Gesamtkonzept.
Unterm Strich hält Teufel seine Versprechen weitgehend ein. Der MYND ist nicht einfach nur ein weiterer Bluetooth-Lautsprecher, sondern ein zukunftsorientiertes Produkt, das zeigt, wie langlebige Unterhaltungselektronik im Jahr 2026 aussehen kann.
Preis/Leistung
Zum Marktstart wurde der Teufel MYND für 249,99 Euro angeboten. Mittlerweile ist der Lautsprecher regelmäßig bereits für rund 199,99 Euro erhältlich, wodurch sich das Preis-Leistungs-Verhältnis nochmals deutlich verbessert hat.
Betrachtet man ausschließlich die reine Klangqualität, findet man in dieser Preisklasse durchaus starke Konkurrenz. Der MYND punktet jedoch mit Eigenschaften, die aktuell kaum ein anderer Bluetooth-Lautsprecher bietet. Dazu gehören die vollständig verschraubte Konstruktion, der austauschbare Akku, zahlreiche verfügbare Ersatzteile, frei zugängliche 3D-Druck-Dateien, offene Dokumentationen sowie die außergewöhnlich hohe Reparierbarkeit. Hinzu kommen eine lange Akkulaufzeit, Powerbank-Funktion, IP67-Zertifizierung und eine insgesamt hochwertige Verarbeitung.
Wer lediglich möglichst viel Bass oder maximale Lautstärke für sein Geld sucht, findet günstigere Alternativen. Wer dagegen Wert auf Nachhaltigkeit, Langlebigkeit und Reparierbarkeit legt, bekommt mit dem MYND derzeit ein nahezu einzigartiges Gesamtpaket.
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