Mit dem MOTIV GO 2 erfindet Teufel seinen kompakten Bluetooth-Lautsprecher nicht neu, verbessert ihn aber an den richtigen Stellen. Der hochwertige Aluminiumrahmen bleibt ebenso erhalten wie der kräftige und ausgewogene Stereoklang, der für die kompakte Bauform erstaunlich erwachsen wirkt.
Neu sind unter anderem Bluetooth 5.3, Multipoint, die Teufel Go App und USB-C, über das der Lautsprecher nicht nur geladen, sondern auch als USB-Soundkarte genutzt werden kann. Die Akkulaufzeit fällt mit rund 11 bis 12 Stunden bei etwas höherer Lautstärke ebenfalls ordentlich aus.
Mit 229,99 Euro ist der MOTIV GO 2 zwar kein günstiger Bluetooth-Lautsprecher. Die hochwertige Verarbeitung, der gute Klang und die zeitgemäße Ausstattung ergeben insgesamt aber ein überzeugendes Gesamtpaket.
Bestehend aus „Verpackung/Design/Verarbeitung“ entspricht 25% der Gesamtwertung
Verpackung
Der Teufel MOTIV GO 2 wird in einem schlichten Verkaufskarton geliefert. Auf der Außenseite finden sich eine Skizze des Lautsprechers sowie der Produktname. Ein zusätzlicher Aufkleber enthält neben dem Barcode auch die jeweilige Farbbezeichnung, sodass bereits am verpackten Produkt schnell erkennbar ist, welche Variante sich darin befindet.
Auf eine besonders aufwendige Präsentation verzichtet Teufel. Die Verpackung erfüllt ihren Zweck und schützt den Lautsprecher ausreichend. Im Inneren steckt der MOTIV GO 2 zusätzlich in einer Folie und wird durch passend eingesetzte Kartonagen gegen Bewegungen und Beschädigungen während des Transports gesichert.
Der Lieferumfang fällt überschaubar aus. Neben dem MOTIV GO 2 befinden sich ein 1 Meter langes USB-C-Kabelsowie eine Kurzanleitung im Karton. Ein Netzteil wie bei der 1. Generation gehört dagegen nichtmehr zum Lieferumfang. Das Kabel dient nicht nur zum Aufladen. Der USB-C-Anschluss kann auch zur kabelgebundenen Audiowiedergabe über die integrierte USB-Soundkarte genutzt werden.
Hochwertiger erster Eindruck
Unser Testgerät kommt in der Farbe Night Black. Alternativ bietet Teufel den MOTIV GO 2 auch in Silver White und Soft Lavender an.
Bereits beim ersten Herausnehmen gefällt uns die Kombination aus kompakten Abmessungen und hochwertiger Materialanmutung. Besonders der umlaufende Aluminiumrahmen trägt dazu bei, dass der Lautsprecher deutlich wertiger wirkt als viele vollständig aus Kunststoff gefertigte Bluetooth-Speaker. Teufel kombiniert Aluminium mit Kunststoff und einem robusten Textilbezug, letzterer ist laut Hersteller abwischbar und kratzfest.
Auch das Lautsprechergitter beziehungsweise der Textilbezug an der Front fühlt sich fest und hochwertig an und schützt die dahinterliegenden Treiber. Mit 21,1 × 11,5 × 6,5 cm und 890 Gramm bleibt der MOTIV GO 2 gleichzeitig angenehm handlich und lässt sich problemlos von Raum zu Raum oder unterwegs mitnehmen.
Insgesamt hinterlässt der MOTIV GO 2 bereits beim Auspacken einen sehr wertigen und stabilen ersten Eindruck. Ob sich dieser Eindruck auch bei Design und Verarbeitung fortsetzt, schauen wir uns im nächsten Kapitel genauer an.
(Verpackung: 4 von 5 Punkten)
Design
Optisch bleibt Teufel beim MOTIV GO 2 der ersten Generation weitgehend treu. Das flache, rechteckige Gehäuse mit abgerundeten Ecken, der umlaufende Aluminiumrahmen und der Textilbezug sorgen weiterhin für einen eher dezenten und hochwertigen Auftritt. Wer den von uns bereits getesteten Vorgänger kennt, wird die zweite Generation daher auf Anhieb wiedererkennen.
Mit 21,1 × 11,5 × 6,5 cm ist der MOTIV GO 2 nur geringfügig größer als sein Vorgänger. Das Gewicht liegt bei 890 Gramm. Damit besitzt der Lautsprecher durchaus etwas Substanz, bleibt aber kompakt genug, um ihn problemlos mitzunehmen oder innerhalb der Wohnung schnell an einen anderen Ort zu stellen.
Neu ist neben der zusätzlichen Farbvariante Soft Lavender vor allem ein Blick auf die Anschlüsse interessant. Beim Vorgänger befanden sich hinter einer seitlichen Gummiabdeckung noch ein 3,5-mm-AUX-Eingang und der Anschluss für das separate Netzteil. Beim MOTIV GO 2 sind beide verschwunden.
USB-C ersetzt gleich zwei Anschlüsse
Die deutlichste Veränderung findet sich an der Seite. Beim von uns ebenfalls getesteten Vorgänger saßen dort unter einer Gummiabdeckung noch ein 3,5-mm-AUX-Eingang und der Hohlsteckeranschluss für das Netzteil. Beide sind beim MOTIV GO 2 verschwunden.
Stattdessen gibt es jetzt nur noch einen offen zugänglichen USB-C-Anschluss. Dieser dient sowohl zum Laden als auch zur digitalen Audioübertragung über die integrierte USB-Soundkarte. Ein Notebook oder einen anderen kompatiblen Zuspieler kann man somit direkt per USB-C anschließen. Das ist zeitgemäßer, allerdings entfällt damit auch die Möglichkeit, analoge Geräte per 3,5-mm-Klinkenkabel anzuschließen.
Trotz des offenen Anschlusses ist der Lautsprecher nach IPX5 gegen Strahlwasser geschützt. Er kann damit beispielsweise auch im Bad, in der Küche oder draußen eingesetzt werden. Untertauchen sollte man ihn allerdings nicht.
Flexibel aufstellbar
An der Unterseite befinden sich wie beim Vorgänger Gummifüße, die für einen sicheren und rutschfesten Stand sorgen. Praktisch ist außerdem, dass sich der Lautsprecher bei Bedarf auf seine Rückseite legen lässt. Rund um die rückseitigen Passivmembranen befinden sich entsprechende Auflageflächen, sodass diese beim Ablegen nicht direkt auf dem Untergrund aufliegen.
Auf der Oberseite sitzt weiterhin das gut erreichbare Bedienfeld mit großen Tasten. Dort befinden sich auch die Statusanzeigen. Eine blaue LED informiert über den Bluetooth- beziehungsweise Verbindungsstatus, während eine weitere Anzeige Rückmeldung zum Akku- und Ladezustand gibt. Bei einer USB-Audioverbindung leuchtet die Quellenstatus-LED beispielsweise weiß.
Insgesamt erfindet Teufel das Design beim MOTIV GO 2 also nicht neu, was unserer Meinung nach auch nicht notwendig war. Die Grundform wirkt weiterhin modern und hochwertig. Vor allem der Wechsel auf USB-C ist eine sinnvolle Modernisierung und macht den Lautsprecher im Alltag unkomplizierter.
(Design: 4,5 von 5 Punkten)
Verarbeitung
Auch bei der Verarbeitung gibt sich der Teufel MOTIV GO 2 keine Blöße. Unser Testgerät ist rundum sauber verarbeitet. Die Spaltmaße fallen gleichmäßig aus, unerwünschtes Spiel oder Knarzgeräusche konnten wir nicht feststellen. In Verbindung mit dem umlaufenden Aluminiumrahmen vermittelt der kompakte Lautsprecher einen ausgesprochen stabilen und hochwertigen Eindruck.
Das gilt ebenso für das Bedienfeld auf der Oberseite. Die Tasten besitzen einen angenehmen und klar definierten Druckpunkt und lassen sich auch ohne großen Kraftaufwand sicher bedienen. Gleichzeitig passt ihre Haptik zum insgesamt hochwertigen Eindruck des Gehäuses.
Robuster Textilbezug
Gut gefällt uns auch der großflächige Textilbezug. Dieser fühlt sich nicht nur hochwertig an, sondern erweist sich im Alltag als angenehm pflegeleicht. Staub oder leichter Schmutz lassen sich problemlos entfernen, ohne dass sich Verschmutzungen unmittelbar im Gewebe festsetzen.
Der Materialmix aus Aluminium, Kunststoff, Textil und gummierten Elementen wirkt insgesamt gut aufeinander abgestimmt. Auch die rückseitigen Passivmembranen sind durch die umliegenden Gehäusebereiche beziehungsweise Auflageflächen sinnvoll geschützt, wenn der Lautsprecher auf dem Rücken abgelegt wird.
Zusammen mit der IPX5-Zertifizierung vermittelt der MOTIV GO 2 damit nicht nur optisch einen hochwertigen Eindruck, sondern wirkt auch ausreichend robust für den mobilen Einsatz. Nach unserer bisherigen Nutzung gibt es bei der Verarbeitung keinen nennenswerten Kritikpunkt.
(Verarbeitung: 4,5 von 5 Punkten)
TEIL 2
bestehend aus „Funktion des Produktes“ entspricht 65% der Gesamtwertung
Bluetooth 5.3, Audio-Codec: SBC und AAC, Multipoint, Google Fast Pair, Party Link
Anschlüsse
USB-C mit integrierte USB-Soundkarte
App
Teufel Go App mit Equalizer uvm.
Akku
Lithium-Ionen, bis zu 15 Stunden; im Test bei etwas höherer Lautstärke etwa 11–12 Stunden Komplette Ladedauer: ca. 2,5 Stunden mit 30-Watt-Netzteil im Test Schnelladen: ca. 25 % in 30 Minuten
Schutzklasse
IPX5 (Schutz gegen Strahlwasser)
Material
Aluminium / Kunststoff / Textil
Abmessungen (B × H × T)
21,1 × 11,5 × 6,5 cm
Schutzklasse
IPX6 (Mähroboter)
Farben
Night Black (mein Testgerät), Silver White, Soft Lavender
Gewicht
890 g
Lieferumfang
MOTIV GO 2 1-m-USB-C-Kabel Kurzanleitung / Dokumentation
Technische Daten der Teufel Motiv GO 2
Einrichtung & Verbindung
Die Einrichtung des Teufel MOTIV GO 2 ist innerhalb weniger Augenblicke erledigt. Nach dem Einschalten genügt es, die Bluetooth-Taste einige Sekunden gedrückt zu halten, bis der bekannte Teufel-Kopplungston ertönt. Anschließend erscheint der MOTIV GO 2 in den Bluetooth-Einstellungen des Smartphones und ist nach der Auswahl sofort einsatzbereit.
Teufel setzt beim neuen Modell auf Bluetooth 5.3 und unterstützt unter anderem den AAC-Codec sowie Google Fast Pair. Beim Vorgänger kam noch Bluetooth 5.0 zum Einsatz. In unserem Test arbeitete die Verbindung durchgehend stabil. Abbrüche konnten wir nicht feststellen.
Auch bei der Reichweite gibt es nichts zu kritisieren. Innerhalb eines zweistöckigen Hauses blieb die Verbindung problemlos bestehen. Im Garten kamen wir je nach Position und Ausrichtung von Smartphone und Lautsprecher auf ungefähr 10 bis 15 Meter, bevor die Verbindung abriss.
Bluetooth Multipoint
Praktisch ist die Unterstützung von Bluetooth Multipoint. Dadurch kann der MOTIV GO 2 gleichzeitig mit zwei Zuspielern verbunden bleiben. In unserem Test funktionierte das mit Smartphone und Notebook problemlos.
Der Vorteil zeigt sich vor allem im Alltag. Wer beispielsweise am Notebook Musik hört, muss die Bluetooth-Verbindung zum Smartphone nicht erst trennen und später wieder neu herstellen. Beide Geräte bleiben gekoppelt und können entsprechend genutzt werden. Nach dem erneuten Einschalten stellte unser MOTIV GO 2 zudem schnell wieder die Verbindung zum zuletzt verwendeten Gerät her.
USB-C mit integrierter Soundkarte
Eine der praktischsten Neuerungen gegenüber dem Vorgänger ist die integrierte USB-Soundkarte. Über den USB-C-Anschluss wird der MOTIV GO 2 nicht nur geladen, sondern kann auch direkt als digitales Audiogerät verwendet werden.
An unserem Mac wurde der Lautsprecher problemlos als Audioausgabegerät erkannt. Dabei wird das digitale Audiosignal über USB an die im MOTIV GO 2 integrierte Soundkarte übertragen und dort für die Wiedergabe verarbeitet. Ein zusätzlicher Klinkenanschluss oder externer DAC ist somit nicht erforderlich.
Auch mit iPhone, iPad und einem Android-Smartphone funktionierte die USB-C-Audiowiedergabe in unserem Test einwandfrei. Im mobilen Alltag würden wir trotzdem meistens Bluetooth bevorzugen, schließlich bleibt der eigentliche Vorteil eines portablen Lautsprechers die komplett kabellose Nutzung.
Teufel Go App
Neu beziehungsweise ebenfalls wichtig ist die Unterstützung der Teufel Go App. Darüber stehen zusätzliche Einstellungen zur Verfügung, darunter ein Equalizer zur individuellen Anpassung des Klangs. Teufel führt den MOTIV GO 2 offiziell als kompatibles Modell. Auf die App und die darin verfügbaren Klangoptionen gehen wir beim Thema Bedienung noch genauer ein.
Interessant ist außerdem Party Link. Damit können bis zu 100 kompatible Teufel-Lautsprecher für eine synchrone Wiedergabe miteinander verbunden werden. Für echtes Stereo gibt es Party Link Stereo mit zwei kompatiblen Lautsprechern. Da uns für den Test nur ein MOTIV GO 2 zur Verfügung stand, konnten wir diese Funktion allerdings nicht selbst ausprobieren.
Insgesamt hinterlässt der MOTIV GO 2 bei den Verbindungsmöglichkeiten einen sehr guten Eindruck. Vor allem Bluetooth Multipoint, USB-C-Audio und die Teufel Go App machen die zweite Generation flexibler als den Vorgänger.
(Einrichtung & Verbindung: 4,5 von 5 Punkten)
Bedienung & Teufel Go App
Die Bedienung des Teufel MOTIV GO 2 erfolgt wahlweise direkt über die großen Tasten auf der Oberseite oder über die Teufel Go App. Die Tasten sind gut erreichbar und bieten, wie bereits bei der Verarbeitung erwähnt, einen angenehm definierten Druckpunkt.
Direkt am Lautsprecher lassen sich die wichtigsten Funktionen steuern. Neben der Ein-/Aus-Taste gibt es eine Bluetooth-Taste für Kopplung und Verbindungsfunktionen sowie Plus und Minus zur Lautstärkeregelung. Über die zentrale Play/Pause-Taste wird die Wiedergabe gesteuert. Eine eigene Dynamore-Taste ermöglicht es zudem, Teufels Stereo-Erweiterung direkt am Gerät ein- beziehungsweise auszuschalten. Verschiedene Tastenkombinationen dienen darüber hinaus zur Aktivierung von Party Link beziehungsweise Party Link Stereo.
Mehr Möglichkeiten über die App
Deutlich mehr Einstellmöglichkeiten bietet die Teufel Go App, die für Android sowie iOS zur Verfügung steht und den MOTIV GO 2 offiziell unterstützt. Die Verbindung funktionierte in unserem Test schnell und problemlos. Auf der Übersichtsseite lässt sich unter anderem der aktuelle Akkustand des Lautsprechers ablesen.
Besonders interessant ist der integrierte Equalizer. Zur Auswahl stehen neun voreingestellte Klangprofile. Alternativ lässt sich ein eigenes Profil erstellen. Dabei können Höhen und Bass jeweils in sechs Stufen angehoben oder abgesenkt werden. Dadurch kann der Klang recht unkompliziert an den eigenen Geschmack oder unterschiedliche Musikrichtungen angepasst werden.
Auch Dynamore lässt sich innerhalb der App ein- und ausschalten. Die von Teufel entwickelte Technik soll das wahrgenommene Stereopanorama des vergleichsweise kompakten Lautsprechers verbreitern. Wie groß der Unterschied tatsächlich ausfällt, schauen wir uns im folgenden Klangtest genauer an.
Praktisch ist außerdem der einstellbare Auto-Off-Timer. Hier lässt sich festlegen, nach welcher Zeit ohne Wiedergabe sich der Lautsprecher automatisch abschaltet. So wird der Akku nicht unnötig belastet, wenn man beispielsweise vergisst, den MOTIV GO 2 nach der Wiedergabe auszuschalten.
Insgesamt gefällt uns die Kombination aus klassischen Bedientasten und App-Steuerung sehr gut. Für alltägliche Funktionen muss das Smartphone nicht herausgeholt werden, während die Teufel Go App zusätzliche Klang- und Komforteinstellungen bereitstellt.
(Bedienung & Teufel Go App: 4,5 von 5 Punkten)
Klang
Beim grundsätzlichen Lautsprecherkonzept bleibt Teufel dem Vorgänger treu. Im MOTIV GO 2 arbeiten zwei Vollbereichstreiber, die von zwei Passivmembranen bei der Basswiedergabe unterstützt werden. Die Verstärkung übernimmt weiterhin ein effizienter Class-D-Verstärker mit insgesamt 20 Watt RMS. Der angegebene Frequenzbereich reicht von 60 Hz bis 20 kHz und fällt damit nahezu identisch zum Vorgänger aus, der mit 59 Hz bis 20 kHz angegeben war.
Zwei Passivmembranen für mehr Tiefgang
Interessant ist weiterhin die Konstruktion der beiden Passivmembranen. Eine arbeitet nach vorne, die zweite auf der Rückseite. Sie besitzen keinen eigenen Antrieb, sondern werden durch den im Gehäuse entstehenden Luftdruck in Bewegung versetzt und unterstützen insbesondere die tieferen Frequenzen. Für einen derart flachen Bluetooth-Lautsprecher lässt sich dadurch mehr Bassfundament erzeugen, als es mit den beiden kompakten Vollbereichstreibern allein möglich wäre.
Klanglich würden wir den MOTIV GO 2 als ausgewogen, gleichzeitig aber angenehm kräftig und lebendig beschreiben. Für seine kompakte Bauform liefert er ein erstaunlich solides Bassfundament. Der Tiefton besitzt Druck und gibt Musik die notwendige Fülle, ohne Stimmen und andere Bereiche permanent zu überlagern. Wunder im Tiefbass darf man angesichts der Gehäusegröße natürlich nicht erwarten, unterhalb von 60 Hz ist der Lautsprecher laut Datenblatt ohnehin nicht ausgelegt.
Die Mitten wirken sauber und präsent, wodurch Stimmen gut verständlich und natürlich wiedergegeben werden. Auch bei akustischer Musik oder Podcasts macht sich das positiv bemerkbar. Die Höhen lösen ordentlich auf und verleihen dem Klang ausreichend Klarheit, ohne dass der MOTIV GO 2 für unseren Geschmack übermäßig scharf abgestimmt wirkt.
Dynamore verbreitert die Bühne
Wie schon beim Vorgänger ist außerdem Teufel Dynamore an Bord. Die Technologie soll trotz des geringen Abstands zwischen den beiden Treibern eine breitere Stereobühne erzeugen. Gerade bei einem nur 21,1 cm breiten Lautsprecher ist das sinnvoll, denn eine ausgeprägte physische Kanaltrennung ist konstruktionsbedingt kaum möglich. Mit aktiviertem Dynamore wirkt die Wiedergabe räumlicher und löst sich stärker vom kompakten Gehäuse.
Die Abstimmung lässt sich zusätzlich über den Equalizer der Teufel Go App an den eigenen Geschmack anpassen. Wer beispielsweise etwas mehr Bass oder zurückhaltendere Höhen bevorzugt, muss sich somit nicht mit der Werkseinstellung zufriedengeben.
Quelle:Teufel
Insgesamt liefert der MOTIV GO 2 für seine Größe einen erstaunlich erwachsenen Stereoklang. Die 20 Watt klingen auf dem Papier zunächst nicht spektakulär, entscheidender ist hier jedoch das Zusammenspiel aus den beiden Vollbereichstreibern, den zwei Passivmembranen und Dynamore. Gegenüber dem bereits guten Vorgänger ist damit weniger eine komplette klangliche Neuausrichtung zu erwarten, Teufel setzt vielmehr das bewährte Grundkonzept fort.
(Klang: 4 von 5 Punkten)
Akku & Laden
Bei der Akkulaufzeit hat sich gegenüber dem Vorgänger auf dem Papier wenig verändert. Während Teufel beim ersten MOTIV GO noch bis zu 16 Stunden angab, sind es beim MOTIV GO 2 bis zu 15 Stunden. Dieser Unterschied von einer Stunde ist in der Praxis allerdings kaum relevant.
Die maximale Laufzeit hängt ohnehin stark von Lautstärke, Zuspielart und weiteren Einstellungen ab. Im besonders sparsamen Betrieb sind etwa 14 bis 15 Stunden möglich. Ohne entsprechende Energiesparmaßnahmen und bei etwas angehobener Lautstärke würden wir nach unseren Erfahrungen eher mit rund 11 bis 12 Stunden am Stück kalkulieren. Damit kommt der MOTIV GO 2 problemlos durch einen langen Tag, ohne zwischendurch an die Steckdose zu müssen.
Endlich USB-C
Eine deutlich wichtigere Verbesserung betrifft das Laden. Der proprietärere Hohlstecker des Vorgängers ist verschwunden, stattdessen wird der MOTIV GO 2 zeitgemäß über USB-C geladen. Das gefällt uns ausgesprochen gut. Entsprechende Kabel und Netzteile sind mittlerweile bei Smartphones, Tablets, Notebooks oder Kopfhörern weit verbreitet und auf Reisen ohnehin meist dabei. Gleichzeitig lässt sich ein defektes oder verlorenes Kabel wesentlich einfacher ersetzen.
Der MOTIV GO 2 unterstützt USB-C Power Delivery mit bis zu 30 Watt. Mit einem entsprechend leistungsfähigen Netzteil dauert eine vollständige Ladung in unserem Test etwa 2,5 Stunden. Mit schwächeren USB-Netzteilen funktioniert das Laden ebenfalls, benötigt entsprechend mehr Zeit.
Praktisch ist außerdem die Schnellladefunktion. Innerhalb von 30 Minuten lässt sich der leere Akku auf etwa 25 Prozentbringen. Gerade wenn man kurz vor dem Aufbruch bemerkt, dass der Lautsprecher leer ist, reicht bereits eine kurze Ladepause für einige weitere Stunden Musikwiedergabe.
Akkustand direkt erkennbar
Den verbleibenden Akkustand kann man in der Teufel Go App genauer kontrollieren. Für einen schnellen Blick reicht allerdings bereits die Statusanzeige am Lautsprecher. Über unterschiedliche Farben von Grün über Gelb beziehungsweise Orange bis Rot lässt sich der ungefähre Ladezustand erkennen.
Auch im Standby zeigt sich der MOTIV GO 2 genügsam. Während unseres Tests konnten wir nur einen sehr geringen Akkuverlust feststellen. Wer den Lautsprecher einige Tage nicht verwendet, muss ihn daher nicht automatisch vor jeder Nutzung erneut aufladen.
Insgesamt ist USB-C für uns eine der sinnvollsten Verbesserungen der zweiten Generation. Die nominell um eine Stunde reduzierte maximale Laufzeit fällt dagegen kaum ins Gewicht.
(Akku & Laden: 4,5 von 5 Punkten)
TEIL 3
bestehend aus „Preis/Leistung“ entspricht 10% der Gesamtwertung
Beschreibung
Teufel hat den MOTIV GO 2 nicht komplett neu erfunden, sondern das bereits gute Konzept des Vorgängers gezielt modernisiert. Optisch bleibt sich der Hersteller weitgehend treu und auch klanglich sind die Unterschiede überschaubar. Für uns klingt der MOTIV GO 2 noch etwas besser und ausgewogener, ohne dass Besitzer der ersten Generation allein deshalb wechseln müssten.
Deutlich wichtiger sind die Neuerungen bei der Ausstattung. Bluetooth 5.3, Multipoint, die Unterstützung der Teufel Go App und USB-C bringen den Lautsprecher technisch auf einen zeitgemäßen Stand. Besonders USB-C gefällt uns, da darüber nun sowohl geladen als auch Musik kabelgebunden wiedergegeben werden kann.
Wer bereits den ersten MOTIV GO besitzt, für den lohnt sich ein Wechsel daher vor allem dann, wenn eine modernere Funkverbindung, App-Unterstützung oder USB-C gewünscht sind.
Alternativen
Der ursprüngliche MOTIV GO bleibt vor allem beim Gebrauchtkauf eine interessante Alternative. Hier entscheidet letztlich die Preisdifferenz, denn klanglich liegen beide Generationen relativ nah beieinander.
Beim Neukauf würden wir dagegen klar zum MOTIV GO 2 greifen. Zum Zeitpunkt unseres Tests wird die zweite Generation bei Teufel sogar günstiger angeboten als die noch verfügbaren Restbestände des Vorgängers. Damit gibt es kaum einen Grund, bei einem Neugerät noch zum älteren Modell zu greifen.
Auch JBL und Bose bieten in dieser Größenklasse interessante Alternativen. Der MOTIV GO 2 punktet im Vergleich insbesondere mit seiner hochwertigen Materialanmutung, dem Stereoaufbau mit Dynamore und der zusätzlichen Audiowiedergabe über USB-C.
Preis/Leistung
Mit einer UVP von 229,99 Euro gehört der Teufel MOTIV GO 2 nicht zu den günstigen Bluetooth-Lautsprechern seiner Größenklasse. Zum Zeitpunkt unseres Tests ist er zudem noch kaum unterhalb der UVP erhältlich. Das ist bei Teufel allerdings nicht ungewöhnlich, größere Preisnachlässe gibt es häufig erst im Rahmen von Aktionen oder wenn sich ein Nachfolger ankündigt.
Der Preis ist damit durchaus ambitioniert, dafür bekommt man aber auch einen hochwertig verarbeiteten Bluetooth-Lautsprecher. Während viele Konkurrenten überwiegend auf Kunststoff setzen, punktet der MOTIV GO 2 mit seinem Aluminiumrahmen und einer insgesamt sehr wertigen Materialanmutung. Hinzu kommen der ausgewogene Stereoklang, Dynamore, App-Unterstützung, Multipoint sowie der vielseitige USB-C-Anschluss inklusive Schnellladen und Audiowiedergabe.
Wer sparen möchte, kann sich auf dem Gebrauchtmarkt umsehen. Beim Neukauf würden wir dagegen zum MOTIV GO 2 greifen, zumal die Restbestände des Vorgängers bei Teufel aktuell sogar teurer angeboten werden.
Insgesamt ist der MOTIV GO 2 kein Schnäppchen, sein Preis angesichts von Verarbeitung, Klang und Ausstattung aber durchaus nachvollziehbar.
Der Mammotion LUBA mini 2 AWD 1500 gehört zu den bislang überzeugendsten Mährobotern in unserem Test. Besonders die automatische Kartierung funktioniert erstaunlich gut und macht eine manuelle Kartierung bei einfachen Rasenflächen nahezu überflüssig. 360°-LiDAR, Dual-Kamera und Allradantrieb sorgen anschließend für eine sehr präzise Navigation und zuverlässige Hinderniserkennung.
Ein echtes Highlight ist der zusätzliche seitliche Kantenschneider, der deutlich näher an Rasenkanten mäht und die manuelle Nacharbeit reduziert. Dazu kommen eine hochwertige und kompakte Konstruktion, ein sauberes Schnittbild sowie eine ausgesprochen umfangreiche App. Kritik gibt es vor allem für die fest auf 50 mm eingestellte Schnitthöhe des Kantenschneiders und die in der Praxis deutlich von den Bedingungen abhängige Akkureichweite.
Das gefällt uns
Sehr präzise 360°-LiDAR-Navigation
Überraschend gute automatische Kartierung
Sehr sauberes und gleichmäßiges Schnittbild
Zuverlässige Hinderniserkennung mit Dual-Kamera
elektrische Schnitthöhenverstellung in 0,1mm Schritten
Umfangreiche und dennoch übersichtliche App
Schnelle Ladezeiten
Hochwertige Verarbeitung und kompakte Bauweise
Integrierter Regensensor mit einstellbarer Regenpause
Starker Allradantrieb und gute Federung
Hervorragende Traktion bei Steigungen und Unebenheiten
Viele individuelle Mäh- und Karteneinstellungen
Zusätzlicher Kantenschneider reduziert Nacharbeit deutlich
Austauschbarer Akku
Integriertes 4G für drei Jahre inklusive
Das gefällt uns weniger
Hoher Anschaffungspreis
Kantenschneider fest auf 50 mm Schnitthöhe
Bis zu 500 m² pro Akkuladung eher unter Idealbedingungen
Kleine Steine werden nicht immer zuverlässig erkannt
Manuelle Nacharbeit an komplexen Randbereichen weiterhin notwendig
Bestehend aus „Verpackung/Design/Verarbeitung“ entspricht 25% der Gesamtwertung
Verpackung
Der Mammotion Luba mini 2 AWD 1500 wird in einem einzelnen, rundum bedruckten Karton geliefert. Neben verschiedenen Produktabbildungen finden sich darauf bereits einige der wichtigsten technischen Highlights des Mähroboters. Im Inneren ist alles ordentlich und transportsicher verpackt. Passgenaue Styroporelemente, Folien und zusätzliche Kartonagen schützen sowohl den Mäher als auch das Zubehör vor Beschädigungen.
Positiv fällt auf, dass der Luba mini 2 AWD bereits vollständig montiert aus der Verpackung kommt. Am Mähroboter selbst müssen keine Komponenten mehr angebracht werden. Auch bei der Ladestation hält sich der Aufwand in Grenzen. Hier wird lediglich das Netzteil beziehungsweise die Stromversorgung verbunden und die obere Kunststoffabdeckung eingesetzt. Danach ist die Hardware grundsätzlich einsatzbereit.
Umfangreiches Zubehör
Beim Lieferumfang zeigt sich Mammotion großzügig. Neben dem Luba mini 2 AWD 1500 und der Ladestationbefinden sich das Netzteil sowie die kleine Abdeckung für die Station im Karton. Für die spätere Wartung legt der Hersteller gleich zwölf Ersatzklingen einschließlich der passenden Schrauben bei.
Ebenfalls enthalten ist ein Schraubendreher mit Torx- und Kreuzschlitz-Aufsatz sowie eine kleine Reinigungsbürste. Zur Befestigung der Ladestation auf dem Rasen liegen vier Erdhaken samt Kunststoffschlüssel bei. Weitere vier Erdanker können verwendet werden, um das Stromkabel bei Bedarf am Boden zu fixieren. Damit befindet sich praktisch alles im Karton, was für die erste Installation und kleinere Wartungsarbeiten benötigt wird.
Neben einer großformatigen Schnellstartanleitung liegt auch eine normale Bedienungsanleitung bei. Wirklich zwingend benötigt haben wir diese bei der Einrichtung allerdings nicht, denn die einzelnen Schritte werden später auch innerhalb der App ausführlich erklärt.
Überraschend kompakt
Beim ersten Herausnehmen überrascht vor allem die Größe. Für einen Mähroboter mit Allradantrieb und dieser Leistungsklasse fällt der Luba mini 2 AWD 1500 vergleichsweise kompakt aus. Er ist beispielsweise sichtbar kleiner als der von uns getestete MOVA LiDAX Ultra AWD.
Auch qualitativ hinterlässt der Mammotion bereits beim Auspacken einen sehr hochwertigen ersten Eindruck. Tatsächlich wirkt er in einigen Bereichen sogar noch einmal aufwendiger verarbeitet als der MOVA. Darauf gehen wir im folgenden Kapitel zu Design & Verarbeitung allerdings noch wesentlich genauer ein.
(Verpackung: 4 von 5 Punkten)
Design
Fast wie ein kleiner Formel-1-Wagen
Schon beim ersten Blick unterscheidet sich der Mammotion Luba mini 2 AWD 1500 deutlich von vielen klassischen Mährobotern. Die flache, breite Karosserie mit der weit nach vorne gezogenen Front erinnert eher an ein ferngesteuertes RC-Auto oder einen kleinen Formel-1-Rennwagen. Die Farbkombination aus Weiß, Grau und Schwarz passt sehr gut zu diesem technischen Auftritt und gefällt uns ausgesprochen gut.
Trotz seiner umfangreichen Technik fällt der Luba mini 2 AWD überraschend kompakt aus. Gerade angesichts des Allradantriebs, des 360°-LiDARs und des zusätzlichen Kantenschneiders hätten wir mit einem größeren Gehäuse gerechnet.
Besonders auffällig ist die weit nach vorne gezogene Stoßfänger-Konstruktion, die optisch ein wenig an die Nase eines Formel-1-Wagens erinnert. Der Stoßfänger ist beweglich gelagert und stellt gleichzeitig eine zusätzliche Sicherheitsebene dar. Sollte ein Hindernis von der Sensorik einmal nicht rechtzeitig erkannt werden, kann der physische Kontakt über den Stoßfänger einen Stopp auslösen.
360°-LiDAR und Dual-Kamera
Eine zentrale Rolle beim neuen Modell spielt der oben integrierte 360°-LiDAR. Anders als bei Modellen mit separater RTK-Station benötigt der Luba mini 2 AWD 1500 keine zusätzliche RTK-Antenne für seine LiDAR-Navigation. Ergänzt wird das System durch eine Dual-Kamera an der Vorderseite, die insbesondere bei der Erkennung von Hindernissen unterstützt. Mammotion kombiniert beide Systeme für Navigation, Kartierung und Objekterkennung.
Gut gefällt uns auch die geschützte Position des 360°-LiDARs. Direkt über dem eigentlichen LiDAR-Turm befindet sich eine separate, dachartig ausgeführte Schutzstrebe, die etwas über den Sensor hinausragt. Sie bildet damit den höchsten beziehungsweise zuerst aufliegenden Bereich und schützt die empfindliche LiDAR-Abdeckung insbesondere dann, wenn der Mähroboter für Reinigungs- oder Wartungsarbeiten umgedreht wird. Eine kleine, aber sehr durchdachte konstruktive Lösung, die das Risiko von Kratzern oder Beschädigungen am Sensor reduziert.
Allradantrieb mit Omni-Rädern
Auch das Fahrwerk unterscheidet den Luba deutlich von vielen günstigeren Mährobotern. Alle vier Räder werden angetrieben. An der Vorderseite kommen Omni-Räder zum Einsatz, während hinten deutlich breitere, stark profilierte und gummierte Antriebsräder sitzen.
Die Omni-Räder können sich nicht nur in ihrer eigentlichen Laufrichtung bewegen, sondern besitzen zusätzliche frei bewegliche Rollen. Dadurch kann der LUBA seine Fahrtrichtung mit weniger Widerstand verändern und sehr enge Wendemanöver ausführen. Gerade beim Wenden auf dem Rasen soll dadurch unnötiges Schieben und Aufreißen der Grasnarbe reduziert werden. Hinzu kommt ein adaptives Federungssystem, das den Bodenkontakt auf unebenem Gelände verbessern soll. Mammotion gibt für den AWD-Antrieb Steigungen von bis zu 80 Prozent und eine Hindernisüberwindung von bis zu 50 mm an.
Zwei separate Mähscheiben
Auf der Unterseite setzt Mammotion auf ein interessantes Zwei-Scheiben-Konzept. Die große zentrale Mähscheibe besitzt sechs frei bewegliche Klingen und deckt eine Schnittbreite von rund 20 cm ab. Rechts in Fahrtrichtung befindet sich zusätzlich eine separate 12-cm-Kantenschneidscheibe mit drei Klingen. Mammotion gibt an, dass diese bis auf etwa 5 cm an Wände herankommen kann.
Die seitliche Scheibe steht dabei nicht ungeschützt über die Karosserie hinaus. Nach außen ist sie eingefasst, während der zum Rasen gerichtete Bereich für den Schnitt geöffnet bleibt. Uns gefällt diese Konstruktion auch unter Sicherheitsaspekten. Selbst wenn man den Roboter an den seitlichen Griffmulden aufnimmt und dabei versehentlich etwas weiter unter das Gehäuse greift, gelangt man nicht unmittelbar von außen an die Messer.
Eine schöne Detaillösung sind außerdem die verwendeten Wendemesser. Durch die doppelte Lochung können die Klingen nach entsprechendem Verschleiß gedreht und von der jeweils anderen Schneidseite weiterverwendet werden.
Die zentrale Mähscheibe ist zudem beweglich aufgehängt. Den Übergang zum Gehäuse schützt ein Gummi-Faltenbalg. Dieser kann die Höhenbewegung der Einheit mitmachen und verhindert gleichzeitig, dass Schmutz und Gras ungehindert in den darüberliegenden Mechanismus gelangen.
Die Schnitthöhe der zentralen 20-cm-Mähscheibe wird vollständig elektronisch über die App eingestellt und lässt sich zwischen 20 und 65 mm anpassen. Ein mechanischer Drehregler am Gerät ist damit nicht notwendig. Anders sieht es bei der zusätzlichen 12-cm-Kantenschneidscheibe aus. Sie arbeitet mit einer fest vorgegebenen Schnitthöhe von 50 mm, die sich nicht verändern lässt. Wer den Hauptrasen beispielsweise auf 40 mm mäht, muss daher berücksichtigen, dass der separate Kantenschneider weiterhin auf seiner fixen Höhe von 50 mm arbeitet.
Auffällige Beleuchtung
Ein ungewöhnliches Designmerkmal findet sich außerdem seitlich am Heck. Dort sind rote Leuchten integriert, die den ohnehin fahrzeugähnlichen Charakter des Luba mini 2 AWD noch einmal unterstreichen. Tagsüber bleiben die Leuchten ausgeschaltet, bei Dunkelheit werden sie dagegen automatisch aktiviert. Das gilt auch dann, wenn sich der Mähroboter gerade in seiner Ladestation befindet.
Gerade nachts sieht die rote Beleuchtung in Verbindung mit der flachen Karosserie durchaus stylisch aus und erinnert noch stärker an ein kleines Fahrzeug. Wer die Beleuchtung beispielsweise während der Nacht nicht dauerhaft eingeschaltet haben möchte, kann sie über die Mammotion App deaktivieren.
(Design: 5 von 5 Punkten)
Verarbeitung
Hochwertiger Materialmix
Bei der Verarbeitung hinterlässt der Luba mini 2 AWD 1500 einen ausgezeichneten Eindruck. Zwar besteht ein großer Teil der äußeren Karosserie erwartungsgemäß aus Kunststoff, Mammotion setzt an verschiedenen Stellen allerdings auch auf Aluminium und weitere Metallkomponenten. Dadurch wirkt die Konstruktion insgesamt sehr robust.
Die Spaltmaße unseres Testgeräts sind gleichmäßig, scharfe Kanten oder störendes Knarzen konnten wir bislang nicht feststellen. Auch bewegliche Bauteile wie Stoßfänger, Fahrwerk und Mähwerk wirken nicht billig oder unnötig locker.
Besonders positiv fallen die vielen kleinen Details auf. Rechts und links befinden sich beispielsweise gelb abgesetzte Griffmulden mit gummierter Oberfläche. Dadurch lässt sich der Mäher sicher greifen und tragen. Gerade nach einer Reinigung, wenn Gehäuse oder Hände noch etwas feucht sind, bietet die Gummierung einen spürbaren Vorteil gegenüber glatten Kunststoffgriffen.
Auch die geschützte Konstruktion des LiDAR-Sensors, der Gummi-Faltenbalg am höhenverstellbaren Mähwerk und die Einfassung des Kantenschneiders vermitteln den Eindruck, dass bei der Konstruktion nicht nur auf technische Daten, sondern auch auf Wartung und den praktischen Umgang mit dem Gerät geachtet wurde.
Für den Außeneinsatz ausgelegt
Der Mäher selbst ist nach IPX6 gegen Wasser geschützt. Damit ist er gegen starke Wasserstrahlen geschützt und entsprechend auf den dauerhaften Außeneinsatz ausgelegt. Mammotion nennt außerdem eine integrierte Regenerkennung.
IPX6 bedeutet allerdings nicht, dass der Roboter wasserdicht im Sinne eines Untertauchens ist. Bei der Reinigung sollte man sich daher weiterhin an die Herstellervorgaben halten.
Insgesamt gehört die Verarbeitung für uns bereits nach den ersten Wochen zu den stärksten Eigenschaften des Luba mini 2 AWD 1500. Im direkten Vergleich mit dem von uns getesteten MOVA LiDAX Ultra AWD wirkt der Mammotion trotz seiner kompakteren Abmessungen in vielen Details sogar noch einmal aufwendiger konstruiert. Vor allem der Materialmix, die gummierten Griffbereiche, das Fahrwerk und die vielen durchdachten Schutzdetails vermitteln einen ausgesprochen hochwertigen Gesamteindruck.
(Verarbeitung: 5 von 5 Punkten)
TEIL 2
bestehend aus „Funktion des Produktes“ entspricht 65% der Gesamtwertung
Empfohlene Rasenfläche
bis 1.500 m²
Navigation/ Hindernisserkennung
360°-LiDAR + Dual-Kamera KI-Vision; LiDAR mit bis zu 61 m Reichweite, 360° × 49° Sichtfeld und ca. 200.000 Punkten/s; KI-Hinderniserkennung
Begrenzungskabel
Nein, nicht erforderlich
RTK-Antenne erforderlich
Nein; Mammotion iNavi Service mit NetRTK-Unterstützung über 4G
Schnittsystem
Zentrale Mähscheibe mit 6 Klingen + seitliche Kantenschneidscheibe mit 3 Klingen
Schnittbreite
Hauptmähscheibe ca. 20 cm + separate 12-cm-Kantenschneidscheibe
Schnitthöhe
Hauptmähwerk: 20–65 mm, elektronisch per App in 0,1-mm-Schritten; Kantenschneidscheibe: fest 50 mm
Kantenmähfunktion
Fest montierte 120-mm-Kantenschneidscheibe; mäht bis auf ca. 5–5,5 cm an Wänden heran
Fahrgeschwindigkeit
0,2–0,6 m/s einstellbar
Antrieb und max. Steigung
AWD-Allradantrieb; bis 80 % bzw. 38,6° Steigung
Besonderheiten
Omni-Vorderräder; adaptives Federungssystem; automatische Kartierung; bis zu 20 Mähzonen; No-Go-Zonen; nachträgliche Kartenbearbeitung; Regensensor + Online-Wetterdaten; variable Mähmuster und Mährichtungen; Null- oder Mehrpunktwende; Live-Kamera; 4G-Modul mit 3 Jahren Daten inklusive; automatische Wiederaufnahme nach Ladepause
Akku-Ladezeit
ca. 150 Minuten im Test
Akku
6,1 Ah; intelligentes Batteriemanagement mit adaptivem Nachladen Hersteller: bis ca. 150 Minuten bzw. bis 500 m² pro Ladung; im Test unter realistischen Bedingungen etwa 350 m², stark abhängig von Rasen und Einstellungen
Schutzklasse
IPX6 (Mähroboter)
Abmessungen (L × B × H)
58,4 x 46,0 x 29,0 cm
Gewicht
17.2kg
Lieferumfang
Luba mini 2 AWD 1500 Ladestation mit Abdeckung Netzteil 12 Ersatzklingen inkl. Schrauben Schraubendreher mit Torx-/Kreuzschlitz-Bits Reinigungsbürste 4 Erdanker für Ladestation inkl. Kunststoffwerkzeug 4 zusätzliche Kabel-Erdanker Schnellstartanleitung Bedienungsanleitung
Technische Daten der Mammotion Luba mini 2 AWD 1500
Einrichtung & Inbetriebnahme
Ladestation flexibel aufstellbar
Die grundlegende Installation des Mammotion Luba mini 2 AWD 1500 ist schnell erledigt. Wer die Ladestation direkt auf dem Rasen platzieren möchte, kann sie mit den vier mitgelieferten Erdnägeln sicher im Boden fixieren. Wir haben uns allerdings bewusst für eine andere Lösung entschieden.
Wie bei unseren anderen Mährobotern steht die Station auf einer gepflasterten Fläche direkt vor unserer Stützmauer. Dadurch wächst rundherum kein Gras, das später von Hand nachgeschnitten werden müsste. Eine zusätzliche Verschraubung war bei uns nicht notwendig. Die Station steht stabil und verrutscht auch beim rückwärtigen Einfahren des Luba nicht. Bei Bedarf könnte sie auf Pflaster natürlich zusätzlich mit geeigneten Schrauben, Unterlegscheiben und Dübeln befestigt werden.
Die überwiegend aus Kunststoff bestehende Station macht einen soliden Eindruck. In der Bodenplatte befinden sich im Bereich der Fahrspuren mehrere Öffnungen beziehungsweise Schlitze, durch die Regen- und Reinigungswasser besser ablaufen kann.
Mammotion empfiehlt für die Station 1,5 Meter Freiraum nach vorne sowie jeweils einen Meter zu den Seiten. Bei uns funktioniert die Ein- und Ausfahrt auch mit weniger seitlichem Platz zuverlässig. Wer den erforderlichen Platz zur Verfügung hat, sollte sich dennoch möglichst an die Herstellervorgaben halten.
Auch die Stromversorgung ist schnell angeschlossen. Vom Netzteil bis zur Ladestation stehen rund fünf Meter Kabel zur Verfügung, insgesamt sind es ungefähr sechs Meter. Da lediglich die obere Abdeckung der Station eingesteckt und die Stromversorgung verbunden werden muss, hält sich der Montageaufwand entsprechend in Grenzen.
In wenigen Minuten mit der App verbunden
Für die Einrichtung wird die Mammotion App benötigt. Zunächst muss ein Benutzerkonto mit E-Mail-Adresse und selbst gewähltem Passwort angelegt werden. Anschließend genügt es, den eingeschalteten Luba über „Gerät hinzufügen“ einzubinden.
In unserem Fall wurde der Mähroboter unmittelbar als verfügbares Gerät angezeigt. Nach Auswahl des WLANs und Eingabe des entsprechenden Passworts war die Verbindung innerhalb kurzer Zeit hergestellt. Die App führt dabei Schritt für Schritt durch den gesamten Vorgang und erklärt unter anderem, worauf beim Standort der Ladestation geachtet werden sollte.
Direkt im Anschluss standen bei unserem Testgerät zwei aufeinanderfolgende Firmware-Updates bereit, die wir vor der weiteren Einrichtung installiert haben.
Die integrierte 4G-Verbindung mussten wir nicht separat aktivieren. Sie stand automatisch zur Verfügung. Bei diesem Modell ist der Mobilfunkdienst für die ersten drei Jahre enthalten. Dadurch bleibt der Luba auch außerhalb der heimischen WLAN-Abdeckung erreichbar und kann weiterhin über die App überwacht werden.
Insgesamt ist die grundlegende Inbetriebnahme erfreulich schnell erledigt. Da Mäher und Ladestation weitgehend vormontiert geliefert werden, benötigten wir einschließlich Aufstellung und Einrichtung lediglich etwa 10 bis 20 Minuten, anschließend konnte es bereits an die Kartierung gehen.
Automatische Kartierung überzeugt
Gerade auf die automatische Kartierung waren wir besonders gespannt. Statt unsere Testfläche wie bei RTK-Antennen Mährobotern zunächst manuell abzufahren, wollten wir wissen, wie zuverlässig der Luba mini 2 AWD 1500 seine Arbeitsfläche selbstständig erkennt.
In der App wählten wir lediglich „Kartierung starten“. Der Luba verließ daraufhin seine Station und wurde von uns über die beiden virtuellen Joysticks bis an unsere Rasenfläche gefahren. Bereits dort erkannte der Roboter selbstständig, dass er sich vor einer geeigneten Rasenfläche befindet, stoppte und meldete den erkannten Rasen in der App.
Anschließend konnten wir auswählen, ob die gefundene Fläche direkt kartiert werden soll oder noch weitere getrennte Rasenflächen vorhanden sind. Insgesamt lassen sich bis zu 20 unterschiedliche Mähzonen verwalten. Da es sich bei unserer Testfläche um eine einzelne zusammenhängende Rasenfläche handelt, konnten wir unmittelbar mit der automatischen Kartierung beginnen.
Ab diesem Moment mussten wir nicht mehr eingreifen. Abhängig von Form und Größe der Fläche fuhr der Luba die Rasengrenzen sowie verschiedene Bereiche innerhalb der Fläche mehrfach und aus unterschiedlichen Richtungen ab. Daraus erstellte er selbstständig seine Karte und kehrte nach Abschluss der Kartierung wieder zur Ladestation zurück.
Das Ergebnis hat uns positiv überrascht. Bei einer vergleichsweise klar abgegrenzten Rasenfläche funktioniert die automatische Kartierung so gut, dass wir keinen Grund sehen, die komplette Grenze von Anfang an manuell abzufahren.
Kleine Korrekturen bleiben möglich
Ganz perfekt war die automatisch erzeugte Karte bei uns allerdings nicht. Insbesondere an einigen 90-Grad-Ecken setzte der Luba seine Grenze etwas zu früh und fuhr nicht weit genug in die Ecke hinein. Diese Stellen haben wir anschließend manuell angepasst.
Das ist erfreulicherweise möglich, ohne die gesamte Karte neu erstellen zu müssen. Gerade im Zusammenspiel mit der zusätzlichen seitlichen Kantenschneidscheibe lohnt es sich, die Grenze möglichst sauber festzulegen. Nach unserer Korrektur fährt der Luba die entsprechenden Bereiche nun so an, dass auch die Rasenkanten sehr sauber erfasst werden.
Bei komplizierteren Gärten würden wir die automatische Kartierung deshalb eher als sehr gute Ausgangsbasis betrachten. Einfache, klar abgegrenzte Rasenflächen kann der Luba weitgehend selbstständig erfassen. Bei verwinkelten Flächen, vielen Beeten, Sträuchern oder anderen Besonderheiten innerhalb beziehungsweise unmittelbar an der Rasenfläche kann eine manuelle Nachbearbeitung oder Kartierung dagegen sinnvoll sein.
Beim manuellen Festlegen der Grenze lässt sich der Mäher über die virtuellen Joysticks in der App sehr präzise positionieren. An ebenerdigen Übergängen zu Pflaster oder ähnlichen befahrbaren Flächen kann die virtuelle Grenze bewusst etwas über die eigentliche Rasenkante hinausgelegt werden. Dadurch fährt insbesondere der seitliche Kantenschneider weit genug über die Kante und es bleibt weniger Gras stehen.
Natürlich sollte dabei darauf geachtet werden, dass sich außerhalb der Rasenfläche keine Pflanzen oder anderen empfindlichen Hindernisse befinden. An Mauern, Zäunen und vergleichbaren festen Begrenzungen würden wir dagegen einen kleinen Sicherheitsabstand von etwa 3 bis 5 cm einplanen.
Unterm Strich gehört die automatische Kartierung bereits zu unseren positiven Überraschungen beim Luba mini 2 AWD 1500. Gerade bei einfach aufgebauten Gärten reduziert sie den Einrichtungsaufwand erheblich: zur Rasenfläche fahren, die automatische Kartierung starten und den Rest übernimmt der Mäher weitgehend selbst. Dass einzelne Grenzen anschließend gezielt korrigiert werden können, macht das System zusätzlich flexibel.
(Einrichtung & Inbetriebnahme: 4,5 von 5 Punkten)
Navigation & Hinderniserkennung
Präzise Bahnen und intelligentes Randmähen
Bereits nach den ersten Mähvorgängen zeigt sich, wie strukturiert der Mammotion Luba mini 2 AWD 1500 arbeitet. Bevor er mit dem eigentlichen Flächenmähen beginnt, kümmert er sich zunächst um den kompletten Rasenrand. Dabei fährt er die zuvor kartierte Begrenzung mehrfach ab und aktiviert zusätzlich zur zentralen Mähscheibe die seitliche 12-cm-Kantenschneidscheibe.
In der App lässt sich festlegen, wie viele Runden entlang des Rasenumfangs gefahren werden sollen. Standardmäßig sind bei unserem Testgerät zwei Randrunden voreingestellt. Dadurch umrundet der Luba zunächst mehrfach den gesamten Rasen und sorgt für ein besonders sauberes Schnittbild an den Kanten, bevor anschließend die seitliche Kantenschneidscheibe deaktiviert wird und das eigentliche Flächenmähen beginnt.
Ist der kleine Trimmer mit seinen drei Klingen aktiv, wird der Roboter zwar etwas hörbarer, wirklich laut ist er aber keineswegs. Im direkten Vergleich zum von uns getesteten ECOVACS GOAT mit Faden-Trimmer arbeitet das Mammotion-System deutlich angenehmer und wesentlich weniger aufdringlich.
Anschließend mäht der Luba die Fläche Bahn für Bahn im gewählten Muster. Über die App kann zwischen verschiedenen Mährichtungen gewählt werden. Neben einer festen Richtung stehen auch wechselnde beziehungsweise zufällige Ausrichtungen zur Verfügung. Das ist sinnvoll, weil dadurch nicht bei jedem Mähvorgang dieselben Fahrspuren entstehen und die Grasnarbe langfristig geschont wird.
In unserem Test hielt der Luba seine Bahnen sehr präzise ein. Abweichungen waren praktisch nicht festzustellen oder beschränkten sich auf minimale Unterschiede an Stellen, an denen Pflanzen etwas in den zuvor kartierten Randbereich hineinragen. Insgesamt wirkt die Navigation ausgesprochen sauber und wiederholbar. Das deckt sich auch mit Mammotions Anspruch einer zentimetergenauen LiDAR- und Dual-Kamera-Navigation.
Omni-Räder sorgen für saubere Wendemanöver
Besonders positiv sind uns die Wendemanöver aufgefallen. Durch die vorderen Omni-Räder kann der Luba sogenannte Nullwendungen durchführen. Dabei dreht er nahezu auf der Stelle und richtet sich direkt auf die nächste Mähbahn aus.
Im direkten Vergleich mit dem von uns getesteten MOVA LiDAR Ultra AWD empfanden wir die Wendungen des Mammotion sogar als etwas sauberer. Ob das ausschließlich an den Omni-Rädern oder zusätzlich am geringeren Gewicht des Roboters liegt, lässt sich natürlich nicht eindeutig beurteilen, im Ergebnis wirkt der LUBA auf unserem Rasen jedoch sehr kontrolliert und hinterlässt nur geringe Belastungen der Grasnarbe.
Wer den Rasen noch stärker schonen möchte, kann in der App alternativ auf eine Mehrpunktdrehung umstellen. Statt einer direkten Nullwende führt der Roboter mehrere progressive Lenkbewegungen aus, bis er die nächste Bahn erreicht. Das dauert etwas länger, reduziert aber die punktuelle Belastung des Rasens zusätzlich.
Diese Wahlmöglichkeit gefällt uns gut, denn je nach Garten und persönlicher Priorität kann zwischen maximaler Effizienz und besonders rasenschonendem Wenden entschieden werden.
Hindernisse zuverlässig erkannt
Bei der Hinderniserkennung konnten wir dem Luba bereits einige typische Alltagsgegenstände in den Weg legen. Fußbälle, Tennisball, Gartenschlauch und Schuhe wurden zuverlässig erkannt und sauber umfahren. Der Roboter reduzierte rechtzeitig seine Fahrt und plante seine Route entsprechend neu, ohne dass es zu Berührungen kam.
Mammotion gibt an, dass das Zusammenspiel aus 360°-LiDAR und Dual-Kamera-KI mehr als 300 verschiedene stationäre und bewegliche Objekte erkennen kann. Dazu zählen laut Hersteller unter anderem Gartenmöbel, Spielzeug, Pflanzen, Haustiere und weitere typische Hindernisse im Garten. Unser Test bestätigt zumindest die von uns geprüften Alltagsobjekte sehr überzeugend.
Gerade diese Kombination aus LiDAR und Kamera hat einen praktischen Vorteil. Während der LiDAR die Umgebung dreidimensional vermisst und dauerhaft zur Orientierung nutzt, unterstützt die Dual-Kamera zusätzlich bei der Klassifizierung von Objekten. Dadurch erkennt der Roboter nicht nur Begrenzungen, sondern kann Hindernisse auch gezielt umfahren, anstatt sich ausschließlich auf einen mechanischen Stoßfänger verlassen zu müssen.
Natürlich bleibt der bewegliche Frontstoßfänger weiterhin als zusätzliche Sicherheitsinstanz erhalten. Sollte ein Objekt ausnahmsweise nicht erkannt werden, kann dieser einen physischen Kontakt registrieren und den Roboter entsprechend stoppen.
Auch bei Dunkelheit grundsätzlich einsatzbereit
Der Luba mini 2 AWD 1500 kann laut Hersteller grundsätzlich auch bei Nacht arbeiten. Voraussetzung ist allerdings, dass ausreichend Licht für die kamerabasierte Hinderniserkennung vorhanden ist. Das integrierte Frontlicht unterstützt dabei die Sicht der Dual-Kamera und sollte deshalb bei Nachtfahrten aktiviert bleiben.
Wir persönlich würden den Roboter dennoch bevorzugt morgens oder abends bei Tageslicht mähen lassen. Das ist aus unserer Sicht der sinnvollste Einsatzzeitraum. Die Umgebung bleibt für die Kameras optimal sichtbar und gleichzeitig vermeidet man die größte Mittagshitze für den Rasen. Für reine Nachtfahrten sehen wir im Alltag daher keinen entscheidenden Vorteil.
Allrad und Federung auf unebenem Gelände
Ein weiteres Highlight des Luba ist der echte Allradantrieb in Verbindung mit dem adaptiven Federungssystem. Unebenheiten auf unserem Testgelände gleicht der Roboter sehr souverän aus. Die Federung sorgt dafür, dass die Räder auch auf leicht unebenem Rasen möglichst gleichmäßig Bodenkontakt behalten, während der Allradantrieb jederzeit für ausreichend Traktion sorgt. Mammotion gibt für das Modell Steigungen von bis zu 80 % beziehungsweise 38,6° an. Das entspricht einer außergewöhnlich hohen Geländetauglichkeit für einen Mähroboter dieser Klasse.
Auch kleinere Löcher oder Vertiefungen stellen in der Praxis kein größeres Problem dar. Solange diese nicht außergewöhnlich groß sind, fährt der Luba sauber hindurch und setzt seinen Mähvorgang fort. Wird eine Vertiefung dagegen so groß, dass eines der Räder deutlich einsinkt, kann der Roboter kurzfristig etwas nach vorne oder zur Seite kippen. Dank des Allradantriebs kommt er in solchen Situationen zwar wieder zuverlässig heraus, das Schnittbild kann an dieser einzelnen Stelle jedoch etwas ungleichmäßiger ausfallen.
Das ist weniger eine Schwäche des Luba als vielmehr eine physikalische Grenze jedes Mähroboters. Ein Loch in der Größenordnung eines kompletten Rades sollte daher ohnehin möglichst ausgebessert werden, nicht nur für den Roboter, sondern auch für ein dauerhaft ebenes und gleichmäßiges Rasenbild.
Navigation gehört zu den größten Stärken
Im bisherigen Test zählt die Navigation eindeutig zu den größten Stärken des Mammotion Luba mini 2 AWD 1500. Die Kombination aus präzisem Bahnfahren, sauberem Randmähen, frei wählbaren Mährichtungen, zuverlässiger Hinderniserkennung und den sehr kontrollierten Wendemanövern sorgt für einen ausgesprochen durchdachten Gesamteindruck.
Besonders überzeugt hat uns, dass der Roboter nicht einfach nur gerade Linien fährt, sondern den kompletten Mähvorgang intelligent strukturiert, erst die Kanten, anschließend die Fläche. Zusammen mit den Omni-Rädern, dem Allradantrieb und der LiDAR-gestützten Orientierung entsteht ein Mähverhalten, das im Alltag sehr präzise und gleichzeitig angenehm rasenschonend wirkt.
(Navigation & Hinderniserkennung: 5 von 5 Punkten)
Mähleistung & Schnittbild
Zwei unterschiedlich große Testflächen
Für die Beurteilung der Mähleistung haben wir den Mammotion Luba mini 2 AWD 1500 auf zwei sehr unterschiedlichen Flächen eingesetzt. Mein eigener Testrasen umfasst lediglich knapp 40 m², wird dafür aber entsprechend gepflegt und eignet sich sehr gut, um Schnittbild, Rasenkanten und die Genauigkeit des Mähwerks zu beurteilen.
Zusätzlich musste sich der Luba auf einer rund 800 m² großen Rasenfläche beweisen. Diese nutzen wir regelmäßig für Mähroboter-Tests, um unter anderem Flächenleistung, Akkulaufzeit und das Verhalten auf größeren Grundstücken beurteilen zu können. Der Rasen dort ist weniger stark gepflegt und stellenweise eher wiesenähnlich. Für die reine Beurteilung der Schnittqualität ziehen wir deshalb vor allem unsere kleinere Testfläche heran.
Aktuell mähen wir unseren Rasen auf 50 mm. Diese Höhe hat sich bei unserer Rasensorte über längere Zeit als guter Kompromiss erwiesen und passt beim LUBA besonders gut, denn auch die zusätzliche seitliche Kantenschneidscheibe arbeitet mit einer fest vorgegebenen Schnitthöhe von 50 mm.
Die zentrale Mähscheibe lässt sich dagegen elektronisch zwischen 20 und 65 mm verstellen. Bemerkenswert ist dabei die sehr feine Abstufung. Mammotion erlaubt Einstellungen in 0,1-mm-Schritten. Während viele Mähroboter lediglich deutlich gröbere Abstufungen in 0,5-mm anbieten, lässt sich die gewünschte Höhe beim Luba damit ausgesprochen präzise vorgeben.
Ob eine Zehntelmillimeter-Abstufung beim tatsächlichen Rasenschnitt angesichts von Bodenunebenheiten,Radbewegungen und unterschiedlich aufgerichteten Grashalmen praktisch sichtbar ist, steht natürlich auf einem anderen Blatt. Sie zeigt aber, wie detailliert Mammotion die Einstellmöglichkeiten innerhalb der App gestaltet.
Für unseren Test ergibt sich mit 50 mm an Haupt- und Kantenschneidscheibe zudem ein besonders harmonisches Ergebnis.
Der seitliche Kantenschneider macht den Unterschied
Eine der größten Stärken beim Mähen ist für uns die zusätzliche 120-mm-Kantenschneidscheibe mit drei frei beweglichen Klingen. Die zentrale Mähscheibe eines gewöhnlichen Mähroboters kann konstruktionsbedingt nicht bis unmittelbar an den äußeren Gehäuserand reichen. Um trotzdem möglichst nah an einer Rasenkante zu schneiden, müsste der gesamte Roboter entsprechend weit über diese hinausfahren.
An einer ebenerdigen Pflasterkante ist das häufig noch möglich. Bei Mauern, Pflanzen, Beeten oder anderen Hindernissen funktioniert es dagegen nicht.
Genau hier spielt der Luba seine zusätzliche seitliche Mähscheibe aus. Sie sitzt deutlich weiter außen und erreicht dadurch Bereiche, an die die Hauptscheibe alleine nicht herankommen würde. Gleichzeitig ist sie weiterhin gut innerhalb beziehungsweise unterhalb der Gehäusekontur geschützt.
Auf unserem Testrasen funktioniert das ausgesprochen gut. Überall dort, wo Pflanzen und andere Hindernisse genügend Platz lassen, wird das Gras sehr weit bis an den tatsächlichen Rand geschnitten. Der Bereich, der anschließend eventuell noch von Hand nachgearbeitet werden müsste, fällt dadurch erheblich kleiner aus.
Gerade bei einem gepflegten Rasen ist das für uns kein nebensächliches Extra, sondern einer der größten praktischen Vorteile des Luba mini 2 AWD.
Sauberes Schnittbild mit sichtbaren Bahnen
Auch auf der eigentlichen Fläche überzeugt das Ergebnis. Die sechs frei beweglichen Klingen der zentralen Mähscheibe hinterlassen auf unserem regelmäßig gepflegten Rasen ein gleichmäßiges und sauberes Schnittbild. Ausgelassene Bereiche konnten wir nicht feststellen, gleichzeitig überlappt der Luba seine Bahnen nicht unnötig stark.
Nach dem Mähen sind die einzelnen Bahnen durchaus sichtbar und erzeugen ein ansprechendes Streifenbild. Natürlich darf man hier keine Streifen wie bei einem schweren Spindelmäher mit Walze erwarten. Für einen vergleichsweise leichten Mähroboter gefällt uns das Ergebnis aber sehr gut.
Wir bevorzugen dabei eine wechselnde Rasterausrichtung. Wird die Mährichtung regelmäßig verändert, fährt der Luba nicht bei jedem Einsatz exakt in derselben Richtung über den Rasen. Dadurch wird die Grasnarbe gleichmäßiger belastet und die Gefahr dauerhaft sichtbarer Fahrspuren reduziert. Gleichzeitig wird das Gras aus unterschiedlichen Richtungen geschnitten, was einem gleichmäßigen Gesamtbild zugutekommt.
Geschwindigkeit und Messerleistung anpassbar
Wie schon bei der Kartierung zeigt sich auch beim Mähen, wie umfangreich Mammotion die Einstellungen gestaltet. Die Fahrgeschwindigkeit lässt sich zwischen 0,2 und 0,6 m/s anpassen. Werkseitig waren bei unserem Gerät 0,6 m/s eingestellt.
Zusätzlich kann die Drehzahl beziehungsweise Leistungsstufe des Mähwerks angepasst werden. Standardmäßig arbeitet unser Luba auf der mittleren Einstellung. Bei besonders dichtem Gras kann eine höhere Stufe sinnvoll sein.
Das gefällt uns besser als ein komplett starres System. Wer einen dichten, kräftigen Zierrasen besitzt, kann andere Einstellungen wählen als jemand, dessen Mähroboter regelmäßig eine eher dünne und langsam wachsende Fläche pflegt. Ebenso lässt sich über eine geringere Fahrgeschwindigkeit bei schwierigen Bedingungen mehr Zeit für einen sauberen Schnitt einplanen.
Rund 150 m² in weniger als einer Stunde
Trotz des gründlichen Randmähens arbeitet der Luba ordentlich schnell. Für rund 150 m² benötigt er in unserem Test etwas weniger als eine Stunde.
Solche Werte sollte man allerdings nicht als feste Flächenleistung verstehen. Die tatsächliche Dauer hängt erheblich von der Form des Gartens, der Anzahl und Länge der Rasenkanten, Hindernissen, gewählten Randrunden, Mähmuster und Fahrgeschwindigkeit ab. Eine einfache rechteckige Fläche ist entsprechend schneller erledigt als ein verwinkelter Garten gleicher Größe.
Akustisch hält sich der Luba dabei angenehm zurück. Beim normalen Flächenmähen empfinden wir ihn als sehr leise. Wird zusätzlich die seitliche Kantenschneidscheibe aktiviert, steigt die Geräuschkulisse etwas an, bleibt aber weiterhin auf einem angenehmen Niveau.
Regelmäßiges Mähen liefert das beste Mulchergebnis
Wie praktisch alle Mähroboter arbeitet auch der Luba nach dem Mulchprinzip. Bei regelmäßigem Einsatz werden lediglich die Spitzen der Grashalme abgeschnitten. Das sehr feine Schnittgut fällt zwischen die Halme und ist anschließend kaum noch sichtbar.
Genau dafür sollte ein Mähroboter unserer Ansicht nach auch eingesetzt werden, häufig mähen und dafür jeweils nur wenig abschneiden.
Der Luba kommt zwar auch damit zurecht, wenn einmal rund ein Zentimeter oder mehr gekürzt werden muss. Das Ergebnis fällt dann allerdings weniger gleichmäßig aus und auf der Oberfläche bleiben sichtbar längere Grasreste zurück. Zu viel Schnittgut auf einmal ist zudem für einen gepflegten Rasen nicht ideal, da größere Mengen Mulch die Grasnarbe abdecken und beispielsweise Feuchtigkeit länger festhalten können.
Wer den Luba regelmäßig fahren lässt und die Schnitthöhe nicht ständig stark verändert, erhält dagegen einen sehr feinen Mulchschnitt und muss praktisch kein Schnittgut einsammeln.
Sehr starkes Gesamtpaket beim Mähen
Nach unseren bisherigen Erfahrungen gehört auch die eigentliche Mähleistung zu den Stärken des Luba mini 2 AWD 1500. Auf unserem knapp 40 m² großen, gepflegten Testrasen liefert er ein gleichmäßiges Schnittbild mit sauber sichtbaren Bahnen. Auf der wesentlich größeren 800-m²-Testfläche kann er wiederum zeigen, dass das Konzept nicht nur auf kleinen Gärten funktioniert.
Besonders hervorheben würden wir den separaten Kantenschneider. Er löst eines der klassischen Probleme von Mährobotern deutlich besser als eine einzelne, zentral positionierte Mähscheibe und reduziert die notwendige Nacharbeit an vielen Rasenkanten erheblich.
Zusammen mit der elektronischen Schnitthöhenverstellung, variabler Fahrgeschwindigkeit, anpassbarer Messerleistung und frei wählbaren Mährichtungen bietet Mammotion außerdem ungewöhnlich viele Möglichkeiten, das Mähverhalten an den eigenen Rasen anzupassen.
(Mähleistung & Schnittbild: 5 von 5 Punkten)
App & Bedienung
Viele Funktionen, trotzdem schnell verständlich
Die Mammotion App gehört zu den umfangreicheren Apps, die wir bislang bei einem Mähroboter verwendet haben. Entsprechend viele Menüs und Einstellmöglichkeiten warten zunächst auf den Nutzer. Trotzdem wirkt die Oberfläche nicht unnötig kompliziert. Nach kurzer Eingewöhnungszeit wussten wir schnell, welche Einstellungen wo zu finden sind.
Im Test reagierte die App schnell und zuverlässig. Eingaben wurden ohne spürbare Verzögerungen umgesetzt, Aussetzer oder Abstürze konnten wir während unseres Testzeitraums nicht feststellen.
Dabei darf man den großen Funktionsumfang nicht falsch verstehen: Im normalen Alltag verbringt man keineswegs ständig Zeit in irgendwelchen Untermenüs. Im Grunde wird der Luba einmal nach den eigenen Vorstellungen eingerichtet, anschließend werden die gewünschten Zeitpläne definiert und ab diesem Zeitpunkt arbeitet der Mähroboter weitgehend vollautomatisch.
Abgesehen von gelegentlichen Kontrollen und der notwendigen Reinigung mussten wir im Alltag entsprechend kaum noch eingreifen.
Die wichtigsten Informationen direkt auf der Startseite
Bereits die Startseite ist sinnvoll aufgebaut. Neben einer Abbildung des eigenen Mähroboters wird dessen aktueller Akkustand prominent angezeigt. Weiter unten finden sich zusätzlich Informationen zum Betriebszustand sowie zur bestehenden WLAN- beziehungsweise Bluetooth-Verbindung.
Ist der Luba einsatzbereit, lässt sich über die zentrale Play-Taste unmittelbar ein neuer Mähvorgang starten. Vor dem Start fragt die App noch einmal die gewünschten Parameter ab, darunter beispielsweise die Schnitthöhe. Dadurch kann auch spontan gemäht werden, ohne zuvor einen neuen Zeitplan erstellen zu müssen.
Direkt erreichbar sind außerdem die Rückkehr zur Ladestation und die manuelle Steuerung über virtuelle Joysticks. Befindet sich der Luba bereits in seiner Station, wird die entsprechende Rückkehrfunktion folgerichtig ausgegraut.
Zieht man den unteren Bereich der Oberfläche nach oben, erhält man unter anderem Zugriff auf die Zeitpläne und Mähberichte. Letztere sind praktisch, um bereits abgeschlossene Einsätze nachzuvollziehen.
Umfangreiche Mähparameter
Richtig umfangreich wird es innerhalb der Geräteeinstellungen. Mammotion erlaubt eine ungewöhnlich detaillierte Anpassung des Mähverhaltens.
So können unter anderem Schnitthöhe, Fahrgeschwindigkeit, Messerleistung, Mährichtung, Mähmuster und Anzahl der Randrunden angepasst werden. Hinzu kommen verschiedene Strategien für die Hindernisvermeidung und die bereits angesprochene Wahl zwischen direkter Nullwende und rasenschonenderer Mehrpunktdrehung.
Besonders detailliert fällt die elektronische Schnitthöhenverstellung aus. Die zentrale Mähscheibe lässt sich zwischen 20 und 65 mm in 0,1-mm-Schritten einstellen. Die Fahrgeschwindigkeit kann wiederum zwischen 0,2 und 0,6 m/sangepasst werden.
Auch bei der Mährichtung gibt es verschiedene Möglichkeiten. Wer vermeiden möchte, dass der Luba den Rasen permanent in derselben Richtung befährt, kann die Ausrichtung regelmäßig verändern lassen. Wir bevorzugen diese Variante, da sich dadurch langfristig weniger ausgeprägte Fahrspuren bilden und das Gras aus unterschiedlichen Richtungen geschnitten wird.
Trotz dieser Vielzahl an Optionen muss man sich nicht mit jedem Parameter beschäftigen. Die Grundeinstellungen funktionieren bereits gut, während ambitionierte Nutzer nahezu jeden relevanten Aspekt des Mähvorgangs an den eigenen Garten anpassen können.
Karten nachträglich korrigieren
Sehr gelungen ist auch die Kartenbearbeitung. Wie bereits bei der automatischen Kartierung beschrieben, wurden einige unserer rechtwinkligen Rasenecken zunächst etwas zu konservativ erfasst.
Um das zu korrigieren, musste keineswegs die komplette Karte gelöscht und neu erstellt werden. Stattdessen wechselten wir in die Kartenbearbeitung und fuhren lediglich die betreffenden Bereiche über die virtuelle Steuerung noch einmal genauer ab. Die App erklärt den Vorgang verständlich und nach wenigen Minuten waren die entsprechenden Stellen korrigiert.
Daneben können mehrere Mähbereiche, Verbindungskorridore und No-Go-Zonen angelegt werden. Bis zu 20 unterschiedliche Mähzonen sind möglich. Gerade bei größeren oder stärker unterteilten Grundstücken eröffnet das deutlich mehr Möglichkeiten als bei unserem vergleichsweise einfachen Testrasen.
Zeitpläne einmal festlegen – anschließend läuft alles automatisch
Einer der wichtigsten Bereiche sind für uns die Zeitpläne. Auch deren Erstellung ist unkompliziert. Neben Tag und Uhrzeit lassen sich die gewünschten Mähparameter hinterlegen. Dazu gehören beispielsweise Schnitthöhe, Mährichtung und weitere Einstellungen für den jeweiligen Einsatz.
Damit zeigt sich auch, weshalb der enorme Funktionsumfang der App im Alltag weniger kompliziert ist, als er zunächst wirken könnte. Hat man den Garten einmal kartiert, die gewünschten Parameter festgelegt und einen passenden Zeitplan erstellt, gibt es eigentlich kaum noch etwas zu tun.
Der Luba verlässt selbstständig seine Station, mäht die vorgegebenen Bereiche nach den definierten Einstellungen und fährt anschließend wieder zum Laden. Genau so sollte ein moderner Mähroboter im Alltag funktionieren.
Live-Kamera macht den Luba zur mobilen Gartenkamera
Interessant ist außerdem der Zugriff auf die Live-Kamera. Das Kamerasystem dient damit nicht ausschließlich der Navigation und Hinderniserkennung.
Selbst während eines laufenden Mähvorgangs können wir in der App die Kameraansicht öffnen und live verfolgen, was der Luba gerade vor sich sieht. Darüber hinaus lässt sich die Kamera auch unabhängig von einem Mähauftrag aufrufen.
In Verbindung mit der manuellen Steuerung geht Mammotion noch einen Schritt weiter: Über die virtuellen Joysticks kann der Luba gezielt durch den Garten gefahren werden, während man gleichzeitig das Kamerabild betrachtet. Damit wird der Mähroboter bei Bedarf tatsächlich zu einer Art mobilen Gartenkamera.
Durch die integrierte 4G-Verbindung ist der Fernzugriff zudem nicht allein von einer flächendeckenden WLAN-Versorgung des Gartens abhängig. Gerade auf größeren Grundstücken ist das ein praktischer Vorteil.
Hilfestellungen direkt in der App
Gut gefällt uns außerdem, dass Mammotion nicht sämtliche Hilfestellungen in eine externe Bedienungsanleitung auslagert. Über einen eigenen Bereich innerhalb der App lassen sich unter anderem Anleitungen und Tutorial-Videosaufrufen.
Selbst saisonale Themen wie die richtige Winterwartung beziehungsweise Einlagerung werden dort behandelt. Wer den Luba zum ersten Mal verwendet oder eine bestimmte Funktion sucht, bekommt dadurch direkt an der passenden Stelle zusätzliche Unterstützung.
Über den Profilbereich lassen sich wiederum die persönlichen Konto- und Benutzereinstellungen verwalten.
Eine der umfangreichsten Mähroboter-Apps
Insgesamt gefällt uns die Mammotion App sehr gut. Die schiere Anzahl an Funktionen kann in den ersten Minuten zwar etwas umfangreich wirken, die Oberfläche bleibt aber logisch genug aufgebaut, dass wir uns schnell zurechtgefunden haben.
Screenshot
Vor allem die Kombination aus detaillierten Mähparametern, nachträglicher Kartenbearbeitung, umfangreichen Zeitplänen, Mähhistorie, manueller Steuerung und Live-Kamera hebt die App hervor.
Entscheidend ist aber etwas anderes. Man muss diese Möglichkeiten nicht ständig nutzen. Nach der einmaligen Einrichtung läuft der Luba mini 2 AWD 1500 weitgehend selbstständig. Für Einsteiger funktionieren die Grundeinstellungen, während erfahrene Nutzer sehr tief in das Mähverhalten eingreifen können. Genau diese Kombination aus Automatisierung und Konfigurierbarkeit ist für uns eine der großen Stärken des Systems.
(App & Bedienung: 4,5 von 5 Punkten)
Akku & Laden
6,1-Ah-Akku für größere Flächen
Im LUBA mini 2 AWD 1500 steckt ein Akku mit einer Kapazität von 6,1 Ah. Mammotion gibt eine Flächenleistung von bis zu 500 m² pro Akkuladung an. Wie bei praktisch jedem Mähroboter sollte man diese Angabe allerdings als Idealwert und nicht als fest erreichbare Größe verstehen.
Denn die tatsächlich mit einer Ladung gemähte Fläche hängt von zahlreichen Faktoren ab. Dazu gehören unter anderem Fahrgeschwindigkeit, Messerleistung, Bahnabstand, Anzahl der Randrunden, Rasendichte, Steigungen, Hindernisse und vor allem die Anzahl notwendiger Wendemanöver.
Eine große, rechteckige und hindernisfreie Fläche kann wesentlich effizienter abgearbeitet werden als ein verwinkelter Garten mit Beeten, Bäumen und zahlreichen kurzen Mähbahnen.
Rund 300-350 m² sind für uns realistischer
Genau deshalb haben wir den Luba neben unserem knapp 40 m² großen Testrasen zusätzlich auf einer rund 800 m² großen Fläche eingesetzt.
Unter realistischen Bedingungen würden wir eher mit ungefähr 300-350 m² pro Akkuladung kalkulieren. Auch dieser Wert ist ausdrücklich nicht allgemeingültig, sondern hängt stark von den genannten Bedingungen und Einstellungen ab.
Bei einer Fahrgeschwindigkeit von 0,5 m/s schaffte unser Testgerät ungefähr die Hälfte der 800-m²-Testfläche, bevor eine Ladepause notwendig wurde. Damit liegt unsere Erfahrung zwar unter dem theoretischen Maximum von 500 m², für einen realen Garten mit Randfahrten und entsprechenden Manövern aber in einem nachvollziehbaren Bereich.
Die reine Quadratmeterangabe sollte man deshalb unserer Ansicht nach nicht überbewerten. Für die Praxis ist viel wichtiger, dass der Roboter einen größeren Auftrag selbstständig unterbrechen, laden und anschließend fortsetzen kann.
Bei 15 Prozent geht es zurück zur Station
Erreicht der Akku bei uns einen Reststand von ungefähr 15 Prozent, unterbricht der Luba seinen aktuellen Auftrag automatisch und macht sich auf den Weg zur Ladestation.
Die Rückkehr funktioniert bislang ausgesprochen zuverlässig. Der Roboter fährt zunächst zügig in Richtung Station. Erst unmittelbar davor reduziert er seine Geschwindigkeit deutlich, richtet sich präzise aus und fährt anschließend langsam rückwärts auf die Ladekontakte.
Fehlgeschlagene Andockversuche konnten wir während unseres Tests bislang nicht beobachten.
Rund 150 Minuten Ladezeit
Für einen vollständigen Ladevorgang benötigt der Luba bei uns ungefähr 150 Minuten. Damit dauert eine Ladepause zwar relativ lange, sie findet im normalen automatischen Betrieb allerdings ohne Zutun des Nutzers statt.
Noch wichtiger, nach dem Laden betrachtet der Roboter einen zuvor unterbrochenen Mähauftrag nicht als erledigt. Stattdessen verlässt er seine Station wieder und setzt die Arbeit genau dort fort, wo er sie aufgrund des niedrigen Akkustands unterbrochen hatte.
Auf unserer rund 800 m² großen Testfläche ist eine zwischenzeitliche Ladepause deshalb kein wirkliches Problem. Der komplette Mähvorgang dauert dadurch zwar entsprechend länger, er läuft aber vollständig automatisch ab.
Flächenleistung nicht mit maximaler Grundstücksgröße verwechseln
An dieser Stelle ist außerdem eine wichtige Unterscheidung sinnvoll: Die Modellbezeichnung 1500 beziehungsweise die Eignung für Rasenflächen bis 1.500 m² bedeutet nicht, dass der Luba diese Fläche mit einer einzigen Akkuladung mäht.
Mammotion gibt für dieses Modell ausdrücklich bis zu 500 m² pro Ladung an. Größere Grundstücke werden entsprechend in mehreren Etappen bearbeitet.
Das ist im Alltag weniger problematisch, als es auf dem Papier zunächst klingt. Hat man einen Zeitplan eingerichtet, erledigt der Luba Mähen, Rückfahrt, Laden und Fortsetzen des Auftrags selbstständig. Ob er eine große Fläche dafür mit einer oder mehreren Akkuladungen bearbeitet, spielt für den Nutzer letztlich eine deutlich kleinere Rolle als bei einem manuell bedienten Akkumäher.
Insgesamt sind wir mit dem Akku zufrieden. Die beworbenen bis zu 500 m² sollte man allerdings tatsächlich als Bestwert unter günstigen Bedingungen betrachten. Für unsere Planung würden wir unter realistischen Bedingungen eher mit etwa 350 m² pro Ladung rechnen, mit dem ausdrücklichen Hinweis, dass komplexe Gärten auch deutlich darunter liegen können.
(Akku& Laden: 4 von 5 Punkten)
Regensensor & Wetter
Regenerkennung funktioniert zuverlässig
Ein Mähroboter arbeitet über viele Monate weitgehend selbstständig im Freien. Entsprechend wichtig ist ein zuverlässiger Umgang mit wechselnden Wetterbedingungen. Der Mammotion LUBA mini 2 AWD 1500 besitzt dafür einen direkten Regensensor und kann zusätzlich Wetterinformationen aus dem Internet berücksichtigen.
Während unseres Tests konnten wir die Regenerkennung auch unter realen Bedingungen ausprobieren. Bei einem laufenden Mähvorgang setzte plötzlich stärkerer Regen ein. Der Luba registrierte diesen recht zügig, unterbrach den aktuellen Auftrag und machte sich auf den Weg zurück zur Ladestation.
Bei sehr leichtem Nieselregen kann die Reaktion naturgemäß etwas länger dauern. Schließlich müssen zunächst genügend Tropfen tatsächlich auf den Sensor gelangen. In unserem Test konnte es bei leichtem Niederschlag ungefähr eine Minute dauern, bis der Regen erkannt und der Mähvorgang unterbrochen wurde.
Das empfinden wir nicht als problematisch. Gerade bei wenigen einzelnen Tropfen muss der Roboter schließlich nicht beim allerersten Kontakt hektisch zur Station zurückkehren.
Lokale Wetterdaten als zusätzliche Absicherung
Mammotion verlässt sich allerdings nicht ausschließlich auf den Sensor am Gerät. In der App kann zusätzlich die Berücksichtigung des lokalen Online-Wetters anhand des Standorts aktiviert werden.
Das gefällt uns besonders gut, weil sich beide Ansätze sinnvoll ergänzen. Der physische Sensor erkennt, was tatsächlich am Standort des Roboters passiert, während die Online-Wetterdaten zusätzliche Informationen liefern können, ohne dass zunächst ausreichend Regentropfen direkt auf dem Sensor landen müssen.
Gerade bei einem weitgehend automatisch betriebenen Mähroboter ist diese Kombination für uns sinnvoller, als sich ausschließlich auf eine der beiden Methoden zu verlassen.
Bis zu 48 Stunden Pause nach Regen
Sehr umfangreich fällt auch die Einstellung für die Wartezeit nach einem Regenereignis aus. Werkseitig sind bei unserem Luba drei Stunden eingestellt. Erst nach einer entsprechend langen regenfreien Phase soll der Mähbetrieb wieder aufgenommen werden.
Wer einen empfindlicheren Boden besitzt oder seinem Rasen nach stärkeren Niederschlägen deutlich mehr Zeit zum Abtrocknen geben möchte, kann die Pause in der App verlängern. Möglich sind bis zu 48 Stunden.
Das ist mehr als nur eine Komfortfunktion. Selbst wenn es nicht mehr regnet, kann ein stark durchnässter Boden für einen Mähroboter ungünstig sein. Die Räder hinterlassen leichter Spuren, Wendemanöver belasten die aufgeweichte Grasnarbe stärker und auch das Schnittbild kann unter sehr feuchten Bedingungen leiden.
Wir vermeiden das Mähen von feuchtem Rasen
Auch morgendlicher Tau ist ein Thema. Gerade in den aktuell kühleren Nächten ist unser Rasen morgens teilweise deutlich feucht. Wir haben deshalb bewusst darauf verzichtet, den Luba zu dieser Zeit mähen zu lassen.
Das hat gleich mehrere Gründe. Neben den ungünstigeren Bedingungen für einen sauberen Rasenschnitt steigt vor allem der Reinigungsaufwand des Roboters erheblich. Feuchtes Schnittgut haftet wesentlich stärker an Mähscheiben, Unterboden und anderen Bauteilen als trockene, fein gemulchte Grasspitzen.
Da sich die Zeitpläne flexibel einstellen lassen, sehen wir keinen Grund, den Roboter unbedingt über einen taunassen Rasen zu schicken. Wir bevorzugen einen Zeitpunkt, zu dem die Fläche bereits ausreichend abgetrocknet ist.
Wie groß der Unterschied beim Reinigungsaufwand tatsächlich sein kann, zeigen wir im folgenden Kapitel noch genauer.
Ladestation bleibt dauerhaft im Freien
Unsere Ladestation steht während des Tests ohne zusätzliche Überdachung im Freien. Regen und sommerliche Temperaturen haben bislang keinerlei Probleme verursacht. Weder beim Laden noch bei der Kommunikation oder beim automatischen Ein- und Ausfahren konnten wir wetterbedingte Auffälligkeiten feststellen.
Eine Garage ist damit aus unserer bisherigen Erfahrung nicht zwingend notwendig.
Wer den Luba trotzdem überdachen möchte, sollte allerdings den Regensensor berücksichtigen. Steht der komplette Roboter geschützt und der Sensor bleibt trocken, kann ein lokal einsetzender Regen möglicherweise zunächst nicht direkt am Gerät erkannt werden. Im ungünstigsten Fall startet ein geplanter Auftrag, der LUBA fährt aus der trockenen Garage heraus, erkennt erst anschließend den Regen und kehrt wieder zurück.
Die zusätzliche Nutzung der Online-Wetterinformationen kann dieses Szenario zwar reduzieren, bei der Konstruktion einer eigenen Überdachung würden wir den Regensensor dennoch nicht völlig außer Acht lassen.
Sinnvolle Kombination aus Sensor und Wetterdaten
Insgesamt gefällt uns die Wettersteuerung des Luba mini 2 AWD 1500 sehr gut. Physischer Regensensor, optionale Online-Wetterdaten und eine individuell einstellbare Regenpause von bis zu 48 Stunden ergeben zusammen ein flexibles System.
Bei stärkerem Regen reagierte unser Testgerät schnell und zuverlässig. Gleichzeitig lässt uns Mammotion selbst entscheiden, wie vorsichtig der Roboter anschließend mit einem möglicherweise noch nassen Rasen umgehen soll. Gerade bei einem Mähroboter, der nach der Einrichtung ansonsten nahezu vollständig autonom arbeitet, ist das eine sinnvolle Ergänzung.
(Regensensor & Wetter: 5 von 5 Punkten)
Reinigung & Wartung
Für die Reinigung gut zugänglich
Auch ein weitgehend autonom arbeitender Mähroboter kommt nicht vollständig ohne Pflege aus. Gerade an der Unterseite sammeln sich mit der Zeit Grasreste, Staub und Erde. Beim Mammotion Luba mini 2 AWD 1500 hält sich der Aufwand unserer Erfahrung nach allerdings in vernünftigen Grenzen.
Praktisch ist zunächst, dass sich der Roboter für eine schnelle Reinigung auf seiner relativ ebenen Rückseite aufstellenlässt. Ganz ohne Vorsicht sollte man dabei allerdings nicht arbeiten. Übt man beispielsweise beim Bürsten stärkeren Druck aus, kann der Mäher nach hinten kippen.
Für eine gründlichere Reinigung bevorzugen wir deshalb die sicherere Variante. Den Luba auf einer weichen Unterlage beziehungsweise direkt auf dem Rasen umdrehen und entsprechend abstützen. Dadurch liegt er stabil und empfindliche Gehäuseteile werden nicht unnötig verkratzt.
Die dachartige Schutzstrebe über dem LiDAR verhindert zwar grundsätzlich, dass der eigentliche Sensor direkt aufliegt. Dauerhaft würden wir den Mäher trotzdem nicht mit diesem Bereich auf Pflaster oder einem anderen harten Untergrund ablegen. Schließlich würde dann anstelle des Sensors die Schutzstrebe selbst mit der Zeit Kratzer bekommen und entsprechend unschön aussehen.
Mitgelieferte Bürste erleichtert die Pflege
Für die normale Reinigung kann direkt die mitgelieferte Bürste verwendet werden. Damit lassen sich trockene Grasreste zunächst von Unterboden, Mähwerk, Rädern und den verschiedenen Vertiefungen entfernen.
Nach mehreren Mähvorgängen finden sich Grasreste insbesondere an den Radachsen und in verschiedenen Hohlräumen der Unterseite. Durch die Konstruktion des Mähers gelangen einzelne Grasschnipsel außerdem auf die weißen Gehäusebereiche. Das sieht nach dem Mähen zwar schnell etwas schmutzig aus, lässt sich aber problemlos wieder entfernen.
Deutlich hartnäckiger wird die Verschmutzung erwartungsgemäß bei feuchtem Gras. Dann bleiben die abgeschnittenen Halme nahezu überall wesentlich leichter haften und können sich zu größeren Ansammlungen verbinden. Genau deshalb vermeiden wir nach Möglichkeit das Mähen von taunassem Rasen.
Gummi-Faltenbalg schützt die Höhenverstellung
Besonders gut gefällt uns bei der Reinigung erneut der Gummi-Faltenbalg rund um die höhenverstellbare Hauptmähscheibe. Dieser schirmt den dahinterliegenden beziehungsweise darüberliegenden Mechanismus wirkungsvoll gegen Grasreste und Schmutz ab.
Das merkt man nach mehreren Mähvorgängen tatsächlich. Der geschützte Bereich bleibt vergleichsweise sauber.
Für die Reinigung lässt sich die zentrale Mähscheibe außerdem gezielt in eine abgesenkte Position fahren. Dadurch entsteht mehr Platz und die Bereiche rund um beziehungsweise oberhalb der Scheibe sind wesentlich besser zugänglich. Gerade bei einer Konstruktion mit elektronischer Höhenverstellung ist das ein durchdachtes Detail.
Wasser ja, Hochdruckreiniger nein
Nach dem Entfernen gröberer Verschmutzungen lässt sich der Unterboden mit Wasser reinigen. Anschließend verwenden wir einen weichen Lappen, um verbleibende Verschmutzungen vom Gehäuse zu entfernen.
Auf scheuernde Schwämme oder aggressive Reinigungsmittel würden wir verzichten. Sie sind nicht notwendig und könnten insbesondere die Oberflächen des Gehäuses unnötig beschädigen.
Ebenso sollte kein Hochdruckreiniger verwendet werden. Der Luba selbst besitzt zwar eine IPX6-Klassifizierung, daraus sollte man aber keinesfalls ableiten, dass beliebig hoher Wasserdruck unproblematisch wäre. Ein Hochdruckreiniger kann Wasser mit wesentlich höherer Energie in Dichtungen, Lagerstellen und andere Bereiche drücken, die bei normalem Regen oder einem gewöhnlichen Wasserstrahl nicht auf diese Weise belastet werden.
Nach einer Nassreinigung lassen wir den Roboter vollständig an der Luft trocknen beziehungsweise wischen verbleibendes Wasser mit einem weichen Tuch ab, bevor er wieder normal eingesetzt wird.
Durchdachte Klingenaufnahme
Auch beim Mähwerk zeigt sich ein interessantes konstruktives Detail. Nach rund einem Monat Testbetrieb mussten wir bislang keine der Klingen austauschen. Sowohl die sechs Messer der zentralen Mähscheibe als auch die drei Klingen des seitlichen Kantenschneiders lassen sich weiterhin problemlos bewegen.
Gerade bei frei beweglichen Mähroboterklingen ist das nicht selbstverständlich. Bei anderen Konstruktionen kann sich Gras unmittelbar rund um die Befestigungsschraube sammeln und die Beweglichkeit der Klinge mit der Zeit einschränken.
Beim Luba sitzen die Klingen konstruktiv so, dass rund um ihre Befestigung ausreichend Bewegungsraum bleibt. In unserem bisherigen Test konnten sie deshalb auch nach mehreren Einsätzen weiterhin frei ausschwenken, ohne dass wir sie erst aufwendig von festgesetztem Gras befreien mussten.
Klingen können gewendet werden
Zusätzlich besitzen die Messer eine zweifache Lochung. Ist eine Schneidseite irgendwann verschlissen, muss die Klinge deshalb nicht unmittelbar entsorgt werden. Sie kann um 180 Grad gedreht beziehungsweise umgesetzt werden, sodass anschließend die zweite Schneidseite zum Einsatz kommt.
Erst wenn auch diese verschlissen ist, wird ein Austausch notwendig. Mit den bereits im Lieferumfang enthaltenen zwölf Ersatzklingen samt Schrauben ist man dafür zunächst gut ausgestattet.
Wie häufig ein Wechsel tatsächlich notwendig wird, hängt stark vom Grundstück ab. Kleine Äste, Steine oder andere harte Fremdkörper beanspruchen die Schneiden natürlich wesentlich stärker als ein sauberer und regelmäßig gepflegter Rasen.
Auch die Räder sind schnell sauber
Die stark profilierten Hinterräder und die vorderen Omni-Räder lassen sich ebenfalls ohne größere Schwierigkeiten reinigen. Erde und Gras können mit Bürste und Wasser entfernt werden. Besondere Problemstellen, an denen sich während unseres bisherigen Tests dauerhaft große Mengen Schmutz festgesetzt hätten, konnten wir nicht feststellen.
Insgesamt gefällt uns der Luba deshalb auch bei der Wartung. Gut zugängliches Mähwerk, mitgelieferte Reinigungsbürste, geschützte Höhenverstellung, frei bewegliche und wendbare Klingen sowie die wasserfeste Konstruktion halten den regelmäßigen Pflegeaufwand überschaubar.
Ganz wartungsfrei ist natürlich auch dieser Mähroboter nicht. Wer allerdings möglichst bei trockenem Rasen mähen lässt und Grasreste regelmäßig entfernt, verhindert von vornherein, dass sich größere Mengen feuchten Schnittguts am Unterboden festsetzen.
(Reinigung & Wartung: 5 von 5 Punkten)
TEIL 3
bestehend aus „Preis/Leistung“ entspricht 10% der Gesamtwertung
Beschreibung
Unterm Strich hält der Mammotion Luba mini 2 AWD 1500 die wichtigsten Herstellerversprechen überzeugend ein. Besonders die automatische Kartierung hat uns positiv überrascht. Auf unserer einfach aufgebauten Testfläche erkannte der Luba den Rasen selbstständig und erstellte eine erstaunlich präzise Karte. Lediglich einige 90-Grad-Ecken mussten wir anschließend geringfügig korrigieren.
Auch die Kombination aus 360°-LiDAR, Dual-Kamera und Allradantrieb überzeugt in der Praxis. Der Luba navigiert sehr präzise, erkennt die von uns getesteten Hindernisse zuverlässig und kommt auch mit Unebenheiten problemlos zurecht. Die von Mammotion angegebenen maximal 80 Prozent Steigung konnten wir mangels entsprechend steiler Testfläche allerdings nicht selbst überprüfen.
Ein echter Mehrwert ist für uns die zusätzliche 120-mm-Kantenschneidscheibe. Sie reduziert die notwendige Nacharbeit an den Rasenkanten deutlich. Schade ist lediglich, dass deren Schnitthöhe fest auf 50 mm eingestellt ist.
Etwas relativieren würden wir die beworbenen bis zu 500 m² pro Akkuladung. Unter optimalen Bedingungen mag dieser Wert erreichbar sein, im realen Garten beeinflussen Hindernisse, Wendemanöver, Rasendichte und die gewählten Einstellungen die Flächenleistung jedoch erheblich. Nach unseren Erfahrungen würden wir eher mit rund 350 m² unter realistischen Bedingungen kalkulieren.
Alternativen
Eine interessante Alternative ist der von uns bereits getestete MOVA LiDAX Ultra AWD. Auch er kombiniert LiDAR-Navigation mit Allradantrieb und benötigt weder Begrenzungskabel noch eine separate RTK-Antenne, ist aber hingegen nochmals deutlich größer und schwerer.
Der Luba wirkt auf uns allerdings in einigen Details noch etwas aufwendiger konstruiert. Besonders die geschützte LiDAR-Einheit, die Omni-Vorderräder und der zusätzliche Kantenschneider gefallen uns sehr gut. Wer besonderen Wert auf präzise Navigation, hohe Geländegängigkeit und möglichst wenig Nacharbeit an den Rasenkanten legt, bekommt mit dem Luba mini 2 AWD 1500 ein sehr starkes Gesamtpaket.
Preis/Leistung
Mit einer ursprünglichen UVP von 1.899 Euro gehört der Mammotion Luba mini 2 AWD 1500 klar zu den höherpreisigen Mährobotern. Mittlerweile ist er beim Hersteller für 1.699 Euro erhältlich, bei verschiedenen Online-Händlern finden sich Angebote bereits ab etwa 1.599 Euro.
Günstig ist der Luba damit weiterhin nicht. Allerdings bekommt man für sein Geld auch ein ausgesprochen umfangreiches Gesamtpaket. Allradantrieb, 360°-LiDAR, Dual-Kamera, automatische Kartierung, zusätzlicher Kantenschneider und integriertes 4G treffen auf eine sehr umfangreiche App und eine insgesamt hochwertige Verarbeitung.
Entscheidend ist für uns aber, dass diese Ausstattung nicht nur auf dem Datenblatt gut aussieht. Der Lubafunktioniert praktisch direkt nach der Einrichtung ausgesprochen gut. Insbesondere die automatische Kartierung hat uns noch besser gefallen als beim bereits getesteten MOVA LiDAX Ultra AWD. Gleichzeitig wirkt der Mammotion kompakter und leichter und in einigen konstruktiven Details sogar noch hochwertiger.
Wer lediglich einen einfachen Mähroboter für eine kleine, ebene Rasenfläche sucht, muss sicherlich keine 1.600 Euro oder mehr ausgeben. Wer dagegen Wert auf Allradantrieb, sehr präzise Navigation, eine weitgehend automatische Einrichtung und möglichst wenig Nacharbeit an den Rasenkanten legt, bekommt mit dem Luba mini 2 AWD 1500 trotz des hohen Preises ein überzeugendes Gesamtpaket.
Für uns stimmt das Preis-Leistungs-Verhältnis insbesondere zum aktuellen Straßenpreis von rund 1.599 Euro.
Die HUAWEI FreeClip 2 S gehören für uns aktuell zu den besten Open-Ear-Kopfhörern auf dem Markt. Sie überzeugen mit einem sehr hohen Tragekomfort, sitzen dank der flexiblen C-Bridge auch bei stärkeren Bewegungen sicher am Ohr und lassen den Gehörgang vollständig frei. Selbst über mehrere Stunden hinweg empfanden wir die nur 5,1 Gramm leichten Ohrhörer als ausgesprochen angenehm.
Auch klanglich liefern die FreeClip 2 S für ihre offene Bauweise ein überzeugendes Ergebnis. Klare Mitten, saubere Höhen und ein ordentliches Bassfundament sorgen für ein ausgewogenes Klangbild. Hinzu kommen eine sehr gute Sprachqualität bei Telefonaten, eine zuverlässige Gestensteuerung, eine umfangreiche App sowie eine Akkulaufzeit von bis zu neun Stunden beziehungsweise 38 Stunden mit Ladecase.
Technisch unterscheiden sich die FreeClip 2 S allerdings kaum von den günstigeren FreeClip 2. Der wesentliche Unterschied liegt im besonders edlen Metallic-Design und dem auffälligen, reflektierenden Ladecase. Wer vor allem Klang, Komfort und Funktionen sucht, kann deshalb bedenkenlos zum günstigeren Modell greifen. Wer die FreeClip dagegen auch als modisches Accessoire versteht, bekommt mit den FreeClip 2 S die unserer Meinung nach attraktivste Variante der Serie.
Gefällt uns
sehr bequemer und sicherer Tragekomfort
leichtes Gewicht
Umgebung wird wahrgenommen
IP57 Schutzklasse
lange Akkulaufzeit
tolle App
Ausgewogener Klang für Open-Ear
Sehr gute Sprachqualität
Automatische Links-/Rechts-Erkennung
Kabelloses Laden des Cases
Edles Metallic-Design mit auffälligem Ladecase
Gefällt uns weniger
bauartbedingt schwacher Bass
Musik für Umgebung hörbar:
Kein aktives Noise Cancelling
Vergleichsweise hoher Preis
Technisch kaum Unterschiede zu den günstigeren FreeClip 2
Bestehend aus „Verpackung/Design/Verarbeitung“ entspricht 25% der Gesamtwertung
Verpackung
Die Verpackung der HUAWEI FreeClip 2 S ist vergleichsweise schlicht gehalten. Unser Testmodell in Silber wird zunächst von einer dünnen, goldfarbenen Umverpackung umschlossen, unter der sich die eigentliche weiße Hauptverpackung befindet. Sowohl auf der Umverpackung als auch auf dem Karton ist auf der Oberseite die Modellbezeichnung zu sehen.
Auf der Rückseite nennt HUAWEI neben verschiedenen Kennzeichnungen bereits einige der wichtigsten Eigenschaften der Open-Ear-Kopfhörer. Dazu gehören das nur 5,1 Gramm leichte Airy C-Bridge Design, das sich flexibel an das Ohr anschmiegen soll, das adaptive Open-Ear-Hören, kristallklare Anrufe sowie die IP57-Schutzklasse der Ohrhörer. Letztere bedeutet, dass die FreeClip 2 S gegen Staub und zeitweiliges Untertauchen in Wasser geschützt sind.
Nach dem Öffnen der weißen Hauptverpackung kommt zunächst das auffällig geformte, runde Ladecase zum Vorschein. Dieses ist zusätzlich mit Schutzpapier umwickelt, um die Oberfläche während des Transports vor Kratzern zu schützen. Im Inneren des Cases befinden sich bereits die beiden FreeClip 2 S.
Unter dem Einleger liegen schließlich die üblichen Unterlagen wie Kurzanleitung, Sicherheitshinweise und Garantiekarte. Ein USB-C-Ladekabel legt HUAWEI nicht bei. Zum Aufladen muss somit ein bereits vorhandenes Kabel verwendet werden.
Insgesamt fällt der Lieferumfang damit eher überschaubar aus. Da die FreeClip 2 S konstruktionsbedingt ohne klassische Ohrstöpsel auskommen, werden allerdings auch keine zusätzlichen Silikonaufsätze in unterschiedlichen Größen benötigt.
(Verpackung: 4 von 5 Punkten)
Design
Elegante Open-Ears im Schmuck-Design
Optisch gefallen uns die HUAWEI FreeClip 2 S in Silber ausgesprochen gut. Alternativ bietet HUAWEI das Modell in Metallic Blau an. Gerade die von uns getestete silberne Variante wirkt elegant und erinnert mit ihren glänzenden Oberflächen beinahe mehr an ein Schmuckstück als an klassische Kopfhörer. Damit unterstreicht HUAWEI noch einmal das ohnehin ungewöhnliche Design der FreeClip-Serie.
Die beiden Ohrhörer setzen sich im Wesentlichen aus drei Bereichen zusammen. Auf der Innenseite befindet sich die sogenannte Acoustic Ball, also die kleine, annähernd runde Akustikkugel mit dem eigentlichen Treiber. HUAWEI verbaut hier einen 10,8-mm-Dualmembrantreiber. Anders als bei klassischen In-Ears wird dieser beim Tragen nicht in den Gehörgang eingesetzt, sondern davor positioniert. Das Ohr bleibt dadurch offen und Umgebungsgeräusche können weiterhin wahrgenommen werden.
Auf der gegenüberliegenden Seite sitzt das etwas größere, ebenfalls abgerundete Element. HUAWEI bezeichnet dieses als Comfort Bean. Darin ist ein Teil der benötigten Elektronik einschließlich des Akkus untergebracht. Auch die Kontakte zum Aufladen im Ladecase sind hier integriert. Hinzu kommen verschiedene Sensoren, die unter anderem für die Trageerkennung und Bedienung benötigt werden.
Beide Elemente werden durch die charakteristische C-Bridge miteinander verbunden. Außen kommt dabei weiches Flüssigsilikon zum Einsatz, während sich im Inneren eine flexible Formgedächtnislegierung befindet. Dabei handelt es sich vereinfacht gesagt um ein Material, das sich verformen lässt und anschließend wieder in seine ursprüngliche Form zurückkehrt. Die C-Bridge kann dadurch beim Aufsetzen leicht auseinandergezogen werden und legt sich danach wieder sanft um das Ohr. Gleichzeitig fühlt sich gerade dieser Bereich angenehm griffig an, wodurch sich die FreeClip 2 S gut greifen und einsetzen lassen.
Mit lediglich 5,1 Gramm pro Ohrhörer fällt das gesamte Konstrukt erstaunlich leicht aus. Wie sich die besondere Bauweise über mehrere Stunden am Ohr schlägt und wie sicher die FreeClip 2 S bei stärkeren Bewegungen sitzen, betrachten wir im Kapitel zum Tragekomfort noch ausführlicher.
Rundes Ladecase mit spiegelnder Oberfläche
Auch beim Ladecase verfolgt HUAWEI beim FreeClip 2 S einen auffälligen Ansatz. Das Gehäuse ist stark abgerundet und nahezu kreisförmig gestaltet. Besonders ins Auge fällt bei unserer silbernen Variante die reflektierende Metallic-Oberfläche. Je nach Lichteinfall entstehen dadurch unterschiedliche Reflexionen, die das Case hochwertig und außergewöhnlich wirken lassen.
Trotz der glänzenden Oberfläche waren wir überrascht, dass Fingerabdrücke bislang kaum sichtbar sind. Wie empfindlich das Case langfristig gegenüber Kratzern ist, wird sich im weiteren Alltagstest zeigen. Kleinere Gebrauchsspuren dürften bei einer solchen Oberfläche auf Dauer allerdings kaum vollständig ausbleiben.
Durch seine kompakte und abgerundete Form liegt das Ladecase angenehm in der Hand und lässt sich problemlos in der Hosentasche transportieren. Nach dem Öffnen sind die beiden Ohrhörer unmittelbar zugänglich. Beim Einsetzen werden sie magnetisch an ihre vorgesehene Position gezogen und anschließend über die integrierten Ladekontakte aufgeladen. Die Magneten halten die FreeClip 2 S sicher genug, dass sie auch beim Bewegen des geöffneten Cases nicht einfach herausfallen.
Die wenigen Bedienelemente hat HUAWEI unauffällig integriert. Die Pairing-Taste befindet sich im Inneren vor den beiden Ohrhörern. Die Status-LED sitzt vorne unmittelbar unterhalb des Deckels und ist damit bei geschlossenem Case weiterhin sichtbar. Der USB-C-Anschluss zum kabelgebundenen Aufladen befindet sich wiederum auf der Rückseite.
(Design: 4,5 von 5 Punkten)
Verarbeitung
Bei der Verarbeitung hinterlassen sowohl die Ohrhörer als auch das Ladecase bislang einen sehr guten Eindruck. Wir konnten weder störendes Knarzen noch scharfe Kanten oder auffällig ungleichmäßige Spaltmaße feststellen. Auch die flexible C-Bridge vermittelt trotz ihrer Beweglichkeit einen robusten Eindruck.
Für den Einsatz unterwegs und beim Sport spielt außerdem der Schutz gegen Staub und Wasser eine wichtige Rolle. Die Ohrhörer verfügen über eine IP57-Zertifizierung, während das Ladecase nach IP54 geschützt ist. Damit sind die beiden Komponenten unterschiedlich stark gegen äußere Einflüsse abgesichert. Während unseres bisherigen Tests waren die Ohrhörer bereits Schweiß und leichtem Regen ausgesetzt. Beides bereitete ihnen keinerlei Probleme.
Insgesamt gefällt uns die Kombination aus dem ungewöhnlichen Open-Ear-Aufbau, der silbernen Farbgebung und dem reflektierenden runden Ladecase sehr gut. Die FreeClip 2 S wirken weniger wie klassische Kopfhörer und stärker wie ein modernes Accessoire, ohne dass HUAWEI dabei die für den Alltag wichtige Verarbeitung und Robustheit vernachlässigt.
(Verarbeitung: 4,5 von 5 Punkten)
TEIL 2
bestehend aus „Funktion des Produktes“ entspricht 65% der Gesamtwertung
Kopfhörer-Art
True-Wireless Open-Ear Kopfhörer
Kategorie
Bluetooth Kopfhörer (Bluetooth 6.0)
Farbe
Silver, weitere Farben: Metallic Blue
Akku
integriert, 537 mAh großer Akku im Case und 60 mAh großer Akku in jedem der beiden Kopfhörern Akku Ohrhörer: bis zu 9 h Gesamtlaufzeit ca.: 38 h
Gewicht (selbst gewogen)
51,2 g (Ohrhörer und Ladebox) 10,2 g (beide Ohrhörer) 41 g (Ladebox)
Material
Kunststoff, C-Bridge aus Flüssigsilikon mit Formgedächtnislegierung
Konnektivität
Bluetooth 6.0, Multipoint-Verbindung mit zwei Geräten. SBC, AAC, L2HC (geräteabhängig)
Treiber
Dynamische Treiber mit einer Größe von 10,8 mm (links und rechts)
Frequenzbereich
20 Hz bis 20 kHz
Treiberempfindlichkeit bei 1 kHz/ 1 mW (dB
kein Angaben
Impedanz (Ohm)
keine Angaben vermutlich 16 Ohm
Transparenzmodus
durch offen Bauweise immer aktiv
Lieferumfang
Huawei FreeClips 2 S Ladecase Schnellstartanleitung und Sicherheitshinweise Garantiekarte
Technische Daten der Huawei FreeClips 2 S
Tragekomfort
Sehr leicht und auch über Stunden bequem
Beim Tragekomfort können die HUAWEI FreeClip 2 S bislang besonders überzeugen. Einen wesentlichen Anteil daran hat das geringe Gewicht von lediglich 5,1 Gramm pro Ohrhörer. Hinzu kommt die besondere Konstruktion, bei der der Ohrhörer nicht in den Gehörgang eingesetzt, sondern am Ohr getragen wird.
Wir haben die FreeClip 2 S regelmäßig zwei bis drei Stunden am Stück getragen und dabei keinerlei unangenehmen Druck festgestellt. Bereits nach kurzer Zeit nimmt man die Ohrhörer am Ohr kaum noch wahr. Aufgrund unserer bisherigen Erfahrungen können wir uns daher gut vorstellen, sie auch über einen kompletten Arbeitstag hinweg zu tragen.
Für den sicheren Sitz sorgt vor allem die flexible C-Bridge. Die weiche Flüssigsilikon-Oberfläche liegt angenehm am Ohr an, während die bereits erwähnte Formgedächtnislegierung im Inneren dafür sorgt, dass der Bügel nach dem Aufsetzen wieder in seine vorgesehene Form zurückkehrt. Dadurch entsteht ein guter Kompromiss aus Flexibilität und sicherem Halt.
Selbst bei schnellen Kopfbewegungen konnten wir kein störendes Verrutschen feststellen. Auch Bewegungen des Kiefers beim Sprechen, Essen oder Trinken hatten in unserem Test keinen Einfluss auf den Sitz.
Auch mit Brille problemlos
Ein wichtiger Punkt bei dieser Bauform ist die Kombination mit einer Brille, schließlich befinden sich sowohl Brillenbügel als auch ein Teil der Ohrhörer im Bereich hinter beziehungsweise seitlich am Ohr. In unserem Test bereitete das allerdings keinerlei Probleme. Brille und FreeClip 2 S kamen sich nicht störend in die Quere und ließen sich bequem gleichzeitig tragen.
Auch das Einsetzen und Herausnehmen funktioniert nach kurzer Eingewöhnung unkompliziert. Wer bisher ausschließlich klassische In-Ears oder normale Kopfhörer verwendet hat, dürfte die Clip-Konstruktion zunächst etwas ungewohnt finden. Das gilt möglicherweise insbesondere für ältere Nutzer, die mit dieser Bauform noch keine Erfahrungen gesammelt haben.
Kompliziert ist das Prinzip jedoch nicht. Anhand der Produktabbildungen beziehungsweise der entsprechenden Hinweise in der App lässt sich schnell erkennen, wie die FreeClip 2 S korrekt am Ohr positioniert werden. Nach einigen Anwendungen geht das Einsetzen praktisch von selbst.
Automatische Links-/Rechts-Erkennung
Praktisch finden wir außerdem, dass man sich beim Herausnehmen keine Gedanken über einen linken und rechten Ohrhörer machen muss. Die FreeClip 2 S erkennen automatisch, an welchem Ohr sie getragen werden, und ordnen den linken beziehungsweise rechten Audiokanal entsprechend zu.
Gerade im Alltag ist das komfortabel: Man nimmt einen Ohrhörer aus dem Case, setzt ihn am gewünschten Ohr ein und muss vorher nicht erst nach einer kleinen L- oder R-Markierung suchen.
Freier Gehörgang als großer Vorteil – aber nicht für jeden
Einer der größten Vorteile der FreeClip 2 S ist für uns gleichzeitig ein grundsätzliches Merkmal des Open-Ear-Konzepts. Der Gehörgang bleibt vollständig frei. Wir empfinden das als sehr angenehm, insbesondere wenn die Ohrhörer über einen längeren Zeitraum getragen werden.
Gleichzeitig nimmt man seine Umgebung weiterhin wahr. Im Alltag, beim Arbeiten oder unterwegs kann genau das ein großer Vorteil sein, da beispielsweise Gespräche und andere Umgebungsgeräusche nicht vollständig ausgeblendet werden.
Allerdings muss man diese Eigenschaft auch mögen. Wer Kopfhörer hauptsächlich verwendet, um sich möglichst vollständig von seiner Umgebung abzuschotten, ist bei dieser Art von Ohrhörer konstruktionsbedingt an der falschen Adresse. Genau diesen Punkt werden wir später beim Klang noch einmal aufgreifen, denn die offene Bauweise hat nicht nur Auswirkungen auf den Tragekomfort, sondern zwangsläufig auch auf das Hörerlebnis.
Unterm Strich gehört der Tragekomfort für uns bislang zu den größten Stärken der FreeClip 2 S. Das geringe Gewicht, die flexible C-Bridge und der sichere Sitz sorgen dafür, dass wir die Ohrhörer selbst nach mehreren Stunden noch als sehr angenehm empfinden.
(Tragekomfort: 5 von 5 Punkten)
Einrichtung & HUAWEI Audio Connect App
Schnelle Einrichtung auf dem iPhone
Eingerichtet haben wir die HUAWEI FreeClip 2 S mit unserem iPhone und der HUAWEI Audio Connect App. Die Anwendung steht sowohl für iOS als auch Android zur Verfügung; natürlich lassen sich die Ohrhörer ebenfalls mit entsprechenden HUAWEI-Geräten mit HarmonyOS verwenden. Huawei nennt für die Audio Connect App mindestens iOS/iPadOS 13 beziehungsweise Android 8.0.
Grundsätzlich ist die App für die reine Nutzung der FreeClip 2 S allerdings nicht zwingend erforderlich. Da die Verbindung ganz normal über Bluetooth erfolgt, lassen sich die Ohrhörer auch ohne zusätzliche Anwendung koppeln und verwenden. Verzichten muss man dann jedoch auf die erweiterten Einstellungen und Anpassungsmöglichkeiten.
Die erstmalige Einrichtung verlief in unserem Test unkompliziert. Nach dem Öffnen des Ladecases wird die innenliegende Pairing-Taste gedrückt, woraufhin die Status-LED an der Vorderseite zu blinken beginnt. Kurz darauf wurden die FreeClip 2 S bereits von der Audio Connect App gefunden und konnten mit dem iPhone verknüpft werden.
Direkt nach der Einrichtung stand bei unserem Testmodell außerdem ein Firmware-Update zur Verfügung, das wir anschließend installiert haben.
Übersichtlich trotz zahlreicher Einstellungen
Die HUAWEI Audio Connect App gefällt uns von der Aufmachung her gut. Huawei packt zwar eine ganze Reihe an Funktionen hinein, dennoch wirkt die Oberfläche nicht überladen. Die verschiedenen Einstellungen sind sauber in einzelne Bereiche unterteilt und lassen sich dadurch schnell finden.
Direkt in der App kann unter anderem der Akkustand kontrolliert werden. Einen vergleichsweise großen Funktionsumfang bietet Huawei bei den Klangeinstellungen. Neben verschiedenen vorgegebenen Klangprofilen steht ein 10-Band-Equalizer zur Verfügung, über den sich Bass, Mitten und Höhen individuell an den eigenen Geschmack anpassen lassen.
Auch die Gestensteuerung lässt sich einsehen und teilweise an die eigenen Vorlieben anpassen. Beispielsweise können Funktionen für mehrfaches Antippen beziehungsweise Gedrückthalten festgelegt werden. Hinzu kommen Einstellungen zur Lautstärke und zu den Kopfgesten. Die genaue Bedienung und wie zuverlässig die verschiedenen Gesten in der Praxis funktionieren, betrachten wir im nächsten Kapitel separat.
Praktisch ist außerdem die Suchfunktion. Hat man einen der Ohrhörer verlegt, kann über die App ein Ton abgespielt werden, um ihn leichter wiederzufinden.
Huawei bietet darüber hinaus experimentelle Funktionen. Dazu gehört beispielsweise die adaptive Lautstärkeregelung, bei der die Lautstärke abhängig von Audioquelle, Umgebung und den eigenen Hörgewohnheiten angepasst werden kann. Diese Funktion ist ab Werk deaktiviert und muss bei Interesse innerhalb der App aktiviert werden.
Verbindung mit zwei Geräten gleichzeitig
Ebenfalls an Bord ist Multipoint. Die FreeClip 2 S können also mit zwei Geräten gleichzeitig verbunden bleiben. Über die Audio Connect App lassen sich die verbundenen Geräte verwalten und bei Bedarf entsprechend wechseln. Huawei unterstützt die duale Verbindung dabei auch betriebssystemübergreifend.
Positiv ist für uns vor allem, dass wir beim Einsatz mit dem iPhone keine relevanten Einschränkungen feststellen konnten. Man benötigt also nicht zwingend ein HUAWEI-Smartphone, um auf die umfangreichen Einstellmöglichkeiten der FreeClip 2 S zugreifen zu können.
Insgesamt hinterlässt die HUAWEI Audio Connect App einen aufgeräumten und funktionalen Eindruck. Für die grundlegende Nutzung der Ohrhörer ist sie zwar nicht zwingend erforderlich, aufgrund des Equalizers, der konfigurierbaren Gesten, der Geräteverwaltung, Suchfunktion und weiterer Einstellungen würden wir die Installation dennoch empfehlen.
(Einrichtung & HUAWEI Audio Connect App: 4,5 von 5 Punkten)
Bedienung im Alltag
Zuverlässige Gestensteuerung
Die Bedienung der HUAWEI FreeClip 2 S gefällt uns im Alltag sehr gut. Trotz der ungewöhnlichen Bauform lassen sich die wichtigsten Funktionen direkt an den Ohrhörern steuern, sodass das Smartphone häufig in der Tasche bleiben kann.
Besonders zuverlässig funktioniert das Tippen auf die C-Bridge. Die Eingaben wurden während unseres Tests sehr zuverlässig erkannt, ohne dass wir eine bestimmte Stelle besonders genau treffen mussten. Dadurch lässt sich die Steuerung auch unterwegs problemlos verwenden.
Standardmäßig kann über Doppeltippen die Wiedergabe gestartet beziehungsweise pausiert werden. Dreifaches Tippen wechselt zum nächsten Titel. Die Belegung lässt sich in der HUAWEI Audio Connect App jedoch an die eigenen Vorlieben anpassen. Beispielsweise kann festgelegt werden, dass über einen Ohrhörer zum nächsten und über den anderen zum vorherigen Titel gewechselt wird.
Auch die Wischsteuerung am Comfort Bean funktioniert überraschend präzise. Durch Wischen lässt sich die Lautstärke in mehreren Stufen erhöhen beziehungsweise reduzieren. Die zur Verfügung stehende Fläche ist trotz der kompakten Abmessungen ausreichend groß, sodass es bei uns nur selten zu Fehlbedienungen kam.
Eine weitere Geste ist das Gedrückthalten. Diese ist ab Werk zunächst keiner Funktion zugeordnet. In der App kann ihr beispielsweise der Aufruf des Sprachassistenten zugewiesen werden. Damit bietet Huawei genügend Möglichkeiten, die Bedienung an die eigenen Gewohnheiten anzupassen.
Anrufe per Kopfbewegung steuern
Etwas ungewöhnlicher ist die integrierte Kopfsteuerung. Sie ist standardmäßig deaktiviert und muss zunächst in der App eingeschaltet werden. Anschließend können eingehende Anrufe beispielsweise durch eine entsprechende Kopfbewegung angenommen oder abgelehnt werden.
In unserem Test funktionierte die Erkennung überraschend zuverlässig. Die FreeClip 2 S erkennen die entsprechende Bewegung schnell und setzen den gewünschten Befehl um. Im Alltag nutzen wir diese Funktion persönlich allerdings eher selten. Sie ist dennoch eine interessante zusätzliche Bedienmöglichkeit, insbesondere wenn gerade keine Hand frei ist.
Schnelle Trageerkennung
Sehr gut funktioniert auch die automatische Trageerkennung. Bereits kurz nach dem Einsetzen eines Ohrhörers bestätigt ein Signalton, dass dieser korrekt erkannt wurde.
Nimmt man während der Musikwiedergabe einen der beiden FreeClip 2 S vom Ohr, wird die Wiedergabe praktisch unmittelbar pausiert. Setzt man ihn wieder auf, ertönt erneut der entsprechende Signalton und die Wiedergabe wird automatisch fortgesetzt. Im Alltag reagierte die Erkennung bei uns schnell und zuverlässig.
Natürlich lassen sich die FreeClip 2 S bei Bedarf auch einzeln verwenden, während der zweite Ohrhörer beispielsweise im Ladecase verbleibt. Persönlich haben wir davon allerdings nur selten Gebrauch gemacht. Durch die offene Bauweise bleibt die Umgebung ohnehin wahrnehmbar, weshalb wir normalerweise beide Ohrhörer gleichzeitig tragen.
Insgesamt gehört die Bedienung für uns zu den Stärken der FreeClip 2 S. Besonders die Kombination aus zuverlässiger Tippsteuerung, gut funktionierender Lautstärkeregelung per Wischgeste und schneller Trageerkennung macht die Bedienung im Alltag angenehm. Die Kopfgesten sind dagegen eher eine interessante Zusatzfunktion, die je nach persönlichen Gewohnheiten mehr oder weniger häufig zum Einsatz kommen dürfte.
(Bedienung im Alltag: 4 von 5 Punkten)
Klangqualität
Ausgewogener Klang trotz offener Bauweise
Für die Audiowiedergabe setzt HUAWEI bei jedem FreeClip 2 S auf einen 10,8 mm großen Dualmembran-Treiber. Der angegebene Frequenzbereich reicht von 20 Hz bis 20 kHz. Technisch knüpft HUAWEI damit an die bereits von uns getesteten FreeClip 2 an und auch klanglich zeigen sich deutliche Parallelen.
Die FreeClip 2 S liefern für Open-Ear-Kopfhörer einen angenehm ausgewogenen Klang. Besonders gut gefallen uns erneut die Mitten. Stimmen werden klar und natürlich wiedergegeben und lassen sich sauber vom restlichen Klangbild unterscheiden. Davon profitieren neben Musik insbesondere Podcasts und Hörbücher. Auch akustische Instrumente werden differenziert und natürlich dargestellt.
Die Höhen präsentieren sich ebenfalls sauber und detailreich. Sie verleihen der Wiedergabe einen luftigen und transparenten Charakter, ohne bei normaler Lautstärke unangenehm scharf zu wirken. Störende Zischlaute sind uns während unseres Tests ebenfalls nicht aufgefallen.
Gerade die offene Konstruktion trägt dazu bei, dass das Klangbild weniger eingeengt wirkt. Gleichzeitig bleibt der Gehörgang frei, sodass Umgebungsgeräusche weiterhin wahrgenommen werden können.
Guter Bass mit konstruktionsbedingten Grenzen
Beim Bass werden die Unterschiede zu klassischen In-Ears am deutlichsten. Die 10,8-mm-Treiber liefern für einen Open-Ear-Kopfhörer ein ordentliches Fundament und der Tieftonbereich gefällt uns im Alltag gut. Mit dem Druck und Tiefgang gut abdichtender In-Ears oder größerer Over-Ear-Kopfhörer können die FreeClip 2 S allerdings nicht mithalten.
Das liegt in erster Linie am offenen Aufbau. Da die Treiber lediglich vor dem Gehörgang positioniert werden und dieser nicht abgedichtet wird, lässt sich im Tieftonbereich konstruktionsbedingt weniger Druck aufbauen.
Wer besonders basslastige Musik bevorzugt und einen kräftigen, körperlich spürbaren Tiefbass erwartet, dürfte deshalb mit klassischen In-Ears besser bedient sein. Für den alltäglichen Musikgenuss, Podcasts, Videos und ähnliche Inhalte empfinden wir den vorhandenen Bass dagegen als vollkommen ausreichend. Zusammen mit den klaren Mitten und sauberen Höhen ergibt sich ein angenehmes und ausgewogenes Gesamtbild.
Adaptive Lautstärke für wechselnde Umgebungen
Neu hinzugekommen ist eine adaptive Lautstärkeregelung. Sie kann die Wiedergabelautstärke abhängig von der jeweiligen Umgebung automatisch anpassen. Über die HUAWEI Audio Connect App lässt sich dabei zwischen drei Empfindlichkeitsstufen wählen.
Gerade bei einem Open-Ear-Kopfhörer ergibt eine solche Funktion Sinn. Da Außengeräusche nicht abgeschirmt werden, verändert sich die wahrgenommene Lautstärke beispielsweise beim Wechsel von einem ruhigen Raum auf eine belebte Straße wesentlich stärker als bei geschlossenen In-Ears. Die automatische Anpassung soll genau hier gegensteuern.
Am grundlegenden Open-Ear-Prinzip ändert das natürlich nichts. Eine aktive Geräuschunterdrückung wie bei geschlossenen In-Ears gibt es nicht. Die Umgebung bleibt bewusst hörbar und genau darin liegt schließlich einer der wesentlichen Vorteile der FreeClip 2 S.
Klang über die App anpassbar
Wer mit der werkseitigen Abstimmung nicht vollständig zufrieden ist, kann über die HUAWEI Audio Connect AppEinfluss auf den Klang nehmen. Neben verschiedenen vorgegebenen Klangeffekten steht ein 10-Band-Equalizer zur Verfügung, über den einzelne Frequenzbereiche gezielt angepasst werden können.
Damit lässt sich beispielsweise der Bass etwas stärker hervorheben oder die Abstimmung bei Mitten und Höhen an den persönlichen Geschmack anpassen. Die physikalischen Grenzen der offenen Konstruktion lassen sich dadurch selbstverständlich nicht vollständig ausgleichen, dennoch bietet der Equalizer ausreichend Spielraum für eine individuelle Abstimmung.
Darüber hinaus unterstützen die FreeClip 2 S Spatial Audio mit Head-Tracking. Dabei werden Bewegungen des Kopfes erfasst und bei der räumlichen Audiowiedergabe berücksichtigt. Je nach verwendetem Endgerät und Inhalt können sich bei solchen erweiterten Audiofunktionen allerdings Unterschiede ergeben.
Die drahtlose Verbindung erfolgt über Bluetooth 6.0. Bei hochauflösenden beziehungsweise herstellerspezifischen Audio-Codecs ist zu beachten, dass deren Verfügbarkeit vom verwendeten Smartphone abhängt. Da wir die FreeClip 2 S hauptsächlich mit einem iPhone getestet haben, sollte man entsprechende Funktionen kompatibler HUAWEI-Geräte nicht automatisch auf alle Smartphones übertragen.
Insgesamt liefern die HUAWEI FreeClip 2 S für ihre offene Bauweise eine überzeugende Klangqualität. Besonders die klaren Mitten, sauberen Höhen und die luftige Wiedergabe gefallen uns. Beim Bass können sie konstruktionsbedingt nicht ganz mit gut abdichtenden In-Ears mithalten, für den alltäglichen Musikgenuss ist dennoch ausreichend Tiefton vorhanden. Die offene Bauweise bleibt dabei bewusst ein Kompromiss. Man erhält ein natürliches Hörgefühl und nimmt seine Umgebung weiterhin wahr, verzichtet dafür aber auf die starke Abschirmung und den kräftigeren Tiefbass klassischer In-Ears.
(Klangqualität: 4 von 5 Punkten)
Telefonie & Mikrofone
Für Telefonate setzen die HUAWEI FreeClip 2 S auf ein System aus zwei klassischen Mikrofonen und einem zusätzlichen VPU-Knochenschallmikrofon. Letzteres erfasst die beim Sprechen entstehenden Vibrationen und hilft dabei, die eigene Stimme besser von Geräuschen aus der Umgebung zu unterscheiden.
Das ist gerade bei einem Open-Ear-Modell interessant, da die Kopfhörer häufig bewusst unterwegs getragen werden, also genau dort, wo Straßenverkehr, Gespräche oder andere Hintergrundgeräusche auftreten können.
Sehr gute Sprachqualität
Im Praxistest hinterlassen die FreeClip 2 S bei Telefonaten einen sehr guten Eindruck. Unsere Stimme wurde auf der Gegenseite klar und verständlich übertragen. Gleichzeitig ist auch die Stimme des Gesprächspartners über die Ohrhörer sauber und deutlich zu verstehen.
In einer ruhigen Umgebung gibt es entsprechend kaum etwas zu beanstanden. Interessanter wird es jedoch bei stärkeren Hintergrundgeräuschen. Wir haben die FreeClip 2 S unter anderem an einer Straße, im Café und in der Bahnverwendet. Auch hier blieben wir für unsere Gesprächspartner gut verständlich.
HUAWEI kombiniert die Mikrofonhardware mit einer algorithmischen Geräuschunterdrückung, die störende Geräusche während eines Gesprächs von der eigenen Stimme unterscheiden soll. In unserem Test funktionierte das zuverlässig: Hintergrundgeräusche wurden deutlich reduziert, ohne dass unsere Stimme dadurch unverständlich wurde oder zu stark in den Hintergrund rückte.
An die Abschirmung und Sprachisolierung sehr guter geschlossener In-Ear-Systeme kommen die FreeClip 2 S unter schwierigen Bedingungen naturgemäß nicht immer heran. Für ein offenes System ist die gebotene Leistung unserer Erfahrung nach jedoch sehr stark und gehört zu den besseren Lösungen, die wir bislang bei Open-Ear-Kopfhörern erlebt haben.
Problemlos für FaceTime, WhatsApp und Teams
Die gute Sprachqualität beschränkt sich nicht auf klassische Telefonate. Wir haben die FreeClip 2 S ebenfalls mit WhatsApp, FaceTime und Microsoft Teams verwendet. Auch dabei funktionierten Mikrofone und Audiowiedergabe problemlos.
Verbindungsabbrüche oder auffällige Verzögerungen konnten wir während unserer bisherigen Nutzung nicht feststellen. Damit eignen sich die FreeClip 2 S nicht nur für gelegentliche Telefonate unterwegs, sondern auch gut für längere Gespräche und Videokonferenzen.
Ein weiterer Vorteil der offenen Bauweise zeigt sich gerade bei längeren Gesprächen. Da der Gehörgang nicht verschlossen wird und wir die Ohrhörer bereits beim Tragekomfort als sehr angenehm empfunden haben, lassen sie sich auch über längere Telefonate hinweg bequem tragen. Gleichzeitig hört man weiterhin etwas von seiner Umgebung, je nach Einsatzort kann das ein Vorteil sein, setzt in besonders lauten Situationen aber auch die natürlichen Grenzen eines Open-Ear-Systems.
Insgesamt ist die Telefonie für uns eine weitere Stärke der FreeClip 2 S. Besonders die Kombination aus dem 3-Mikrofon-System, der guten Unterdrückung störender Umgebungsgeräusche und dem hohen Tragekomfort macht die Ohrhörer zu einer interessanten Lösung für alle, die regelmäßig unterwegs oder im Arbeitsalltag telefonieren.
(Telefonie & Mikrofone: 4,5 von 5 Punkten)
Akku & Laden
Bis zu neun Stunden Musikwiedergabe
Bei der Akkulaufzeit unterscheiden sich die HUAWEI FreeClip 2 S kaum von den bereits von uns getesteten FreeClip 2. In jedem Ohrhörer steckt ein 60-mAh-Akku, während das Ladecase eine Kapazität von 537 mAh bietet.
Mit einer vollständigen Ladung gibt HUAWEI eine Musikwiedergabe von bis zu neun Stunden an. Zusammen mit dem vollständig geladenen Case steigt die mögliche Gesamtlaufzeit auf bis zu 38 Stunden. Diese Herstellerwerte wurden bei 50 Prozent Lautstärke mit AAC-Wiedergabe ermittelt, weshalb die tatsächliche Laufzeit je nach Lautstärke, verwendeten Funktionen und Nutzungsverhalten etwas abweichen kann.
Bei Telefonaten fällt die Laufzeit erwartungsgemäß etwas geringer aus. Hier nennt HUAWEI bis zu sechs Stunden mit einer Ladung beziehungsweise bis zu 25 Stunden einschließlich Ladecase. Damit bieten die FreeClip 2 S genügend Reserven, um auch längere Arbeitstage ohne zwischenzeitliches Aufladen zu überstehen.
Schnellladen für drei Stunden Wiedergabe
Besonders praktisch ist die Schnellladefunktion. Bereits zehn Minuten im Ladecase können genügend Energie für bis zu drei weitere Stunden Musikwiedergabe bereitstellen. HUAWEI ermittelt diesen Wert unter festgelegten Laborbedingungen bei 50 Prozent Wiedergabelautstärke, entsprechend kann die tatsächliche Laufzeit etwas variieren.
Gerade im Alltag gefällt uns diese Funktion sehr gut. Hat man vor dem Verlassen des Hauses festgestellt, dass die Ohrhörer nahezu leer sind, muss man nicht erst auf eine vollständige Ladung warten. Einige Minuten im Case reichen bereits aus, um wieder mehrere Stunden Musik hören zu können.
Eine vollständige Ladung der Ohrhörer über das Case benötigt laut HUAWEI rund 40 Minuten. Werden Ohrhörer und Case gemeinsam über USB-C vollständig geladen, sind es etwa 60 Minuten. Das Case alleine benötigt kabelgebunden ungefähr 50 Minuten.
USB-C und kabelloses Laden
Beim Ladecase stehen zwei Möglichkeiten zur Verfügung. Klassisch lässt es sich über den rückseitigen USB-C-Anschluss mit bis zu 5 V/1,5 A aufladen. Alternativ unterstützt das Case kabelloses Laden mit bis zu 3 Watt.
Das ist insbesondere praktisch, wenn auf dem Schreibtisch oder Nachttisch ohnehin ein Qi-Ladepad vorhanden ist. Man legt das Case einfach darauf und benötigt kein zusätzliches Kabel. Mit rund 150 Minuten dauert eine vollständige kabellose Ladung allerdings deutlich länger als über USB-C. Angesichts der vergleichsweise niedrigen Ladeleistung von maximal 3 Watt ist das wenig überraschend.
Den jeweiligen Akkustand kann man bequem über die HUAWEI Audio Connect App kontrollieren. Dadurch lässt sich bereits vor dem Einsatz abschätzen, ob die verbleibende Energie für den geplanten Zeitraum ausreicht.
Insgesamt bietet HUAWEI mit den FreeClip 2 S ein stimmiges Gesamtpaket aus guter Akkulaufzeit, kompaktem Ladecase und flexiblen Lademöglichkeiten. Besonders die Schnellladefunktion gefällt uns im Alltag: Bis zu neun Stunden Musikwiedergabe mit einer Ladung sind bereits ordentlich, und sollte der Akku doch einmal unerwartet leer sein, reichen zehn Minuten im Case für mehrere weitere Stunden Wiedergabe.
(Akku & Laden: 4,5 von 5 Punkten)
TEIL 3
bestehend aus „Preis/Leistung“ entspricht 10% der Gesamtwertung
Beschreibung
Im Kern bekannte FreeClip-2-Technik
Die HUAWEI FreeClip 2 S sind technisch betrachtet sehr eng mit den bereits von uns getesteten FreeClip 2 verwandt. Das ist keineswegs negativ gemeint, denn bereits diese konnten uns mit ihrem hohen Tragekomfort, dem für Open-Ears guten Klang und der zuverlässigen Bedienung überzeugen.
Bei den entscheidenden technischen Daten gibt es tatsächlich kaum Unterschiede. Beide Modelle wiegen 5,1 Gramm pro Ohrhörer, verwenden einen 10,8-mm-Dualmembrantreiber, bieten eine Akkulaufzeit von bis zu neun Stunden beziehungsweise 38 Stunden mit Ladecase und sind als Ohrhörer nach IP57 geschützt. Auch Bluetooth 6.0 und die Verbindung mit zwei Geräten gleichzeitig gehören bei beiden Modellen zur Ausstattung.
Auch bei Klang, Tragekomfort und Telefonie konnten wir im direkten Vergleich keine Unterschiede feststellen, die einen Wechsel allein aus technischer Sicht rechtfertigen würden. Die FreeClip 2 S übernehmen damit im Wesentlichen die bereits sehr guten Eigenschaften der FreeClip 2.
Das S steht vor allem für das besondere Design
Der entscheidende Unterschied liegt vielmehr bei der Optik und insbesondere beim Ladecase. Die FreeClip 2 S werden in Metallic Blau und Silber angeboten und kommen mit einem nahezu runden, stark reflektierenden Ladecase. HUAWEI spricht selbst von einem metallisch glänzenden Finish, für das mehr als 100 Verarbeitungsschritte notwendig sein sollen.
Gerade unsere silberne Variante wirkt dadurch noch stärker wie ein Modeaccessoire beziehungsweise Schmuckstück als die regulären FreeClip 2. Das Case fällt sofort ins Auge und hebt die S-Version optisch deutlich vom normalen Modell mit seinem flacheren, eher quadratischen Ladecase ab. Interessanterweise ist das S-Case mit rund 39,4 Gramm sogar geringfügig schwerer als das 37,8-Gramm-Case der normalen FreeClip 2.
FreeClip 2 oder FreeClip 2 S?
Welche Variante wir empfehlen würden, hängt deshalb hauptsächlich vom persönlichen Geschmack und letztlich vom Preisunterschied ab.
Wer in erster Linie einen guten Open-Ear-Kopfhörer mit hohem Tragekomfort, ausgewogenem Klang, sehr guter Telefonie und langer Akkulaufzeit sucht, kann genauso zu den normalen FreeClip 2 greifen. Funktional muss man dabei praktisch keine relevanten Abstriche machen.
Wer dagegen gerade das besondere Erscheinungsbild der FreeClip-Serie schätzt und die Ohrhörer auch als modisches Accessoire betrachtet, bekommt mit den FreeClip 2 S die unserer Meinung nach elegantere Variante. Insbesondere das reflektierende Ladecase und die Metallic-Farben verleihen ihnen einen eigenständigen Charakter.
Damit sind die FreeClip 2 S weniger ein technisches Upgrade als vielmehr eine exklusiver gestaltete Variante der bereits sehr guten FreeClip 2. Ob sich diese lohnt, entscheidet daher vor allem der persönliche Geschmack und natürlich, wie groß der Preisunterschied zwischen beiden Modellen ausfällt.
Preis/Leistung
Mit einer UVP von 229 Euro gehören die HUAWEI FreeClip 2 S zu den höherpreisigen Open-Ear-Kopfhörern. Mittlerweile sind sie je nach Farbe bereits für rund 190,99 Euro erhältlich, womit der Preis bislang allerdings nur moderat gefallen ist. Die regulären FreeClip 2 starten aktuell dagegen bereits bei etwa 157,90 Euro. Dieser Preis lässt sich derzeit auch im Preisvergleich bestätigen.
Damit beträgt der Aufpreis für die S-Version etwas mehr als 30 Euro. Technisch erhält man dafür, wie bereits erwähnt, kaum einen Mehrwert. Der Aufpreis fließt in erster Linie in die besondere Gestaltung mit dem metallisch glänzenden, runden Ladecase und den exklusiven Farbvarianten.
Wer das auffällige Design mag und die FreeClip 2 S auch als modisches Accessoire betrachtet, für den halten wir diesen Aufpreis durchaus für vertretbar. Wer dagegen hauptsächlich Wert auf Klang, Tragekomfort, Telefonie und Funktionenlegt, bekommt mit den günstigeren FreeClip 2 praktisch das gleiche Gesamtpaket und spart etwas mehr als 30 Euro.
Insgesamt bewerten wir das Preis-Leistungs-Verhältnis als gut. Die FreeClip 2 S sind zwar kein Schnäppchen, bieten dafür aber einen sehr hohen Tragekomfort, guten Open-Ear-Klang, eine starke Telefonie, lange Akkulaufzeit und eine hochwertige Verarbeitung. Ob man zur S-Version greift, ist am Ende vor allem eine Frage des persönlichen Geschmacks.
Mit der Anker Prime Power Bank (26K, 300W) hatten wir nun gut drei Monate lang eine besonders leistungsstarke Powerbank im regelmäßigen Einsatz. Geladen haben wir damit unter anderem ein iPhone 15 Pro Max, ein iPad Pro 11 Zoll (2. Generation) und auch ein MacBook Pro 14 Zoll (2024).
Mit 26.250 mAh beziehungsweise 99,75 Wh, bis zu 300 Watt Gesamtleistung und maximal 140 Watt über einen einzelnen USB-C-Anschluss bietet die Powerbank genügend Reserven, um nicht nur Smartphones und Tablets, sondern auch leistungsstarke Notebooks unterwegs mit Energie zu versorgen. Bis zu drei Geräte lassen sich gleichzeitig anschließen.
Besonders interessant fanden wir neben der hohen Leistung und Kapazität das integrierte Smart-Display, auf dem sich wichtige Informationen direkt ablesen lassen. Hinzu kommen App-Steuerung und eine intelligente Leistungsverteilung zwischen den Anschlüssen.
Nach rund drei Monaten können wir bereits vorwegnehmen. Die Anker Prime 26K hat uns im Alltag sehr gut gefallen, auch wenn die enorme Leistung und Kapazität natürlich mit einem entsprechend höheren Gewicht einhergehen.
Der MOVA LiDAX Ultra 1000 AWD ist ein leistungsstarker Mähroboter für größere und anspruchsvollere Gärten. Für die Navigation kombiniert er LiDAR mit einer Dual-Kamera, wodurch weder Begrenzungskabel noch eine separate RTK-Antenne erforderlich sind.
Eine Besonderheit ist der Allradantrieb mit vier einzeln angetriebenen Rädern. Zusammen mit den omnidirektionalen Vorderrädern und der Einzelradaufhängung bewegt sich der schwere Mähroboter überraschend wendig und kommt auch mit Unebenheiten und Steigungen gut zurecht.
Gemäht wird mit zwei schwimmend gelagerten Messerscheiben mit jeweils sechs Klingen. Mit UltraTrim 2.0 kann das Mähwerk zusätzlich seitlich ausgefahren werden, um den Rasen möglichst nah an Mauern und anderen Begrenzungen zu schneiden.
Zur Ausstattung gehören außerdem die automatische elektrische Schnitthöhenverstellung, Hinderniserkennung, Regensensor, App-Steuerung sowie eine umfangreiche Verwaltung der Rasenflächen und Mähbereiche. Mit 23,6 kg ist der LiDAX Ultra 1000 AWD allerdings ein echtes Schwergewicht.
In unserem bisherigen Praxistest gefallen uns besonders das präzise Navigationssystem, der AWD-Antrieb, die hohe Wendigkeit und die randnahe Mähfunktion. Wie zuverlässig diese Funktionen tatsächlich arbeiten und wo die Schwächen des Mähroboters liegen, zeigen wir im ausführlichen Test.
Das gefällt uns
Präzise LiDAR-Navigation
Zwei Messerscheiben mit 40 cm Schnittbreite und insgesamt 12 Klingen
Sehr sauberes und gleichmäßiges Schnittbild
Einfache Einrichtung & digitale Kartierung
elektrische Schnitthöhenverstellung
Umfangreiche und dennoch übersichtliche App
Schnelle Ladezeiten
Sehr gute Hinderniserkennung durch LiDAR und Dual-Kamera
Hochwertige Verarbeitung
Integrierter Regensensor mit einstellbarer Regenpause
Leistungsstarker Allradantrieb (AWD)
Hervorragende Traktion bei Steigungen und Unebenheiten
Große Schnitthöhenverstellung von 3 bis 10 cm
UltraTrim 2.0 reduziert die Nacharbeit an Rasenkanten
Austauschbarer Akku
Das gefällt uns weniger
Hohes Gewicht
Benötigt aufgrund seiner Größe etwas mehr Platz zum Wenden
UltraTrim 2.0 reduziert die Schnitthöhe am Rand automatisch auf 3 cm
Rund 3 cm ungemähter Rand bleiben bei UltraTrim bestehen
Kleine Steine werden nicht immer zuverlässig erkannt
Gelegentliche Fehlerkennungen bei der Personenerkennung
Manuelle Nacharbeit an komplexen Randbereichen weiterhin notwendig
Bestehend aus „Verpackung/Design/Verarbeitung“ entspricht 25% der Gesamtwertung
Verpackung
Der MOVA LiDAX Ultra 1000 AWD wird in einer entsprechend großen und schweren Verpackung geliefert. Das überrascht angesichts der Dimensionen des Mähroboters nicht, schließlich bringt allein der Roboter rund 23,6 kg auf die Waage. Etwas schade finden wir, dass der Karton keine Tragegriffe oder Griffmulden besitzt. Dadurch gestaltet sich der Transport der großen und schweren Verpackung unnötig umständlich.
Im Inneren sind Mähroboter und Zubehör dagegen sehr gut vor Transportschäden geschützt. MOVA setzt hierfür auf Kunststofffolie und Styropor, während das kleinere Zubehör zusätzlich in einem separaten Karton untergebracht ist.
Umfangreiches Zubehör inklusive 36 Ersatzklingen
Neben dem MOVA LiDAX Ultra 1000 AWD befindet sich die Ladestation im Lieferumfang. Diese besteht aus der Bodenplatte, auf welcher der Mähroboter später steht, sowie der noch aufzusteckenden Ladevorrichtung. Dazu kommen ein rund 10 Meter langes Anschlusskabel und das entsprechende Netzteil.
Zur Befestigung der Station auf Rasen oder Erde legt MOVA acht Erdschrauben samt Kunststoff-Inbusschlüssel bei. Ebenfalls enthalten ist eine Reinigungs- beziehungsweise Schutzbürste für den LiDAR-Sensor, die später an der Station montiert wird.
Erfreulich umfangreich fällt das Zubehör für das Mähwerk aus. Die beiden Messerscheiben sind bereits mit jeweils sechs Klingen bestückt. Zusätzlich legt MOVA 36 Ersatzklingen samt Schrauben sowie einen passenden Schraubendreher für den Wechsel bei. Damit ist für zukünftige Klingenwechsel bereits einiges an Ersatzmaterial vorhanden.
Einrichtung wird ausführlich erklärt
Direkt beim Öffnen des Kartons stößt man auf einen Quick-Start-Guide, der die ersten Schritte erläutert. Zusätzlich liegt eine ausführlichere Bedienungsanleitung bei. Besonders detailliert führt allerdings die kostenlose MOVAhome-App durch die spätere Einrichtung und erklärt die einzelnen Schritte verständlich.
Bereits die Verpackung macht mit Bildern und entsprechenden Hinweisen auf einige der besonderen Funktionen des LiDAX Ultra 1000 AWD aufmerksam.
Insgesamt hinterlässt die Verpackung einen guten Eindruck. Roboter und Zubehör sind sicher verstaut und der Lieferumfang fällt umfangreich aus. Lediglich Griffmulden am schweren Karton hätten den Transport deutlich erleichtert.
(Verpackung: 4 von 5 Punkten)
Design
Sportlicher Auftritt mit markanten Details
Der MOVA LiDAX Ultra 1000 AWD hebt sich optisch deutlich von vielen klassischen Mährobotern ab. Das graue Gehäuse mit roten Akzenten gefällt uns sehr gut und verleiht dem Modell einen modernen und zugleich sportlichen Charakter. Trotz seiner stattlichen Abmessungen lässt sich der Mähroboter unserer Meinung nach gut in unterschiedliche Bereiche des Gartens integrieren.
Besonders markant ist die Front. Der große Stoßfänger, die mittig platzierte Dual-Kameraeinheit und die vier einzeln angetriebenen Räder lassen bereits auf den ersten Blick erkennen, dass es sich beim LiDAX Ultra 1000 AWD um einen technisch aufwendigeren Mähroboter handelt. Gleichzeitig wirkt das Design trotz der zahlreichen sichtbaren technischen Komponenten nicht überladen.
LiDAR-Turm prägt die Oberseite
Nicht zu übersehen ist der auf der Oberseite sitzende LiDAR-Turm. Dieser prägt das Erscheinungsbild deutlich und unterstreicht den technischen Charakter des Mähroboters. MOVA versucht somit nicht, die umfangreiche Sensorik vollständig im Gehäuse zu verstecken, sondern integriert sie sichtbar in das Design.
Auch die unterschiedlichen Räder tragen zum markanten Erscheinungsbild bei. Während hinten große Räder mit einem ausgeprägten und versetzt angeordneten Profil zum Einsatz kommen, fallen vorne die speziellen omnidirektionalen Räder sofort ins Auge. Dadurch sieht man dem LiDAX Ultra 1000 AWD bereits äußerlich an, dass er sich bei der Fortbewegung von einem klassischen Mähroboter unterscheidet.
Bedienelemente und Farbdisplay geschützt untergebracht
Die Bedienelemente sind dagegen bewusst unauffällig in das Design integriert. Auf der Oberseite befinden sich die entsprechenden Tasten sowie ein kleines Farbdisplay, über das sich wichtige Informationen direkt am Mähroboter ablesen lassen.
Display und Bedienelemente liegen unter einer Abdeckung und sind dadurch vor Witterung und Verschmutzungen geschützt. Bei Bedarf lässt sich die Abdeckung einfach öffnen und anschließend wieder schließen. Dadurch bleiben die Bedienelemente jederzeit gut erreichbar, während gleichzeitig die aufgeräumte Optik der Oberseite erhalten bleibt.
Schmaler LED-Streifen als optisches Highlight
Ein kleines, aber besonders gelungenes Designelement ist für uns das schmale Statuslicht am Heck. Tagsüber fügt es sich dezent in das Gehäuse ein, während es in der Dämmerung und Dunkelheit wesentlich stärker zur Geltung kommt.
Mit seiner schmalen Lichtsignatur erinnert es ein wenig an moderne Fahrzeuge und passt hervorragend zum sportlichen Erscheinungsbild des LiDAX Ultra 1000 AWD. Gleichzeitig dient die Beleuchtung als Statusanzeige und erfüllt somit nicht nur einen optischen Zweck.
Insgesamt gehört das Design für uns zu den Stärken des MOVA LiDAX Ultra 1000 AWD. Er versucht nicht, möglichst unauffällig auszusehen, sondern präsentiert seine Technik durchaus selbstbewusst. Die Kombination aus grauem Gehäuse, roten Akzenten, markanter Front, LiDAR-Turm, ungewöhnlichem Fahrwerk und schmaler Lichtsignatur wirkt modern, sportlich und hochwertig, ohne dabei überladen zu erscheinen.
(Design: 5 von 5 Punkten)
Verarbeitung
Hochwertige und robuste Konstruktion
Bei der Verarbeitung hinterlässt der MOVA LiDAX Ultra 1000 AWD einen sehr guten Eindruck. Die Spaltmaße sind gleichmäßig, störende Übergänge oder scharfe Kanten konnten wir nicht feststellen. Auch beim Anheben des immerhin 23,6 kg schweren Mähroboters knarzt oder verwindet sich nichts. Insgesamt vermittelt die Konstruktion einen sehr stabilen und durchdachten Eindruck.
Das hohe Gewicht macht sich natürlich bemerkbar, wenn der Roboter von Hand umgesetzt werden muss. Die seitlich integrierten Tragegriffe erleichtern dies allerdings deutlich.
Stoßfänger als zusätzliche Absicherung
Auch der große Stoßfänger an der Front funktioniert zuverlässig. Kommt es tatsächlich zu einem Kontakt mit einem Hindernis, gibt er leicht nach und der Roboter reagiert entsprechend darauf. Anschließend federt der Stoßfänger sauber in seine ursprüngliche Position zurück.
Im normalen Betrieb kommt er bei uns allerdings vergleichsweise selten zum Einsatz, da die Kameras viele Hindernisse bereits vorher erkennen. Der mechanische Stoßfänger bildet somit eine zusätzliche Absicherung, falls ein Objekt von der Sensorik einmal nicht rechtzeitig erkannt wird.
AWD-Fahrwerk überzeugt auch auf unebenem Untergrund
Einen hochwertigen Eindruck hinterlässt insbesondere das Fahrwerk. Die hinteren Räder verfügen über ein ausgeprägtes Profil und sorgen auch auf feuchterem Untergrund für guten Halt. Durch den AWD-Antrieb mit vier einzelnen Nabenmotoren werden alle vier Räder aktiv angetrieben.
Die speziellen omnidirektionalen Vorderräder funktionieren ebenfalls gut. Bei normalen Bedingungen setzt sich darin kaum Gras oder Erde fest. Auf frisch bewässertem Rasen oder nach Regen bleiben naturgemäß mehr Gras und Verschmutzungen an Rädern und Unterseite haften.
Gelegentlich entsteht der Eindruck, dass einzelne Grashalme zwischen den kleinen Rollen der Vorderräder eingeklemmt und herausgerissen werden könnten. Einen dadurch sichtbar beschädigten Rasen konnten wir allerdings nicht feststellen. Wenn überhaupt, betrifft dies einzelne Halme und keinesfalls größere Bereiche samt Grasnarbe.
Auch die Einzelradaufhängung macht sich positiv bemerkbar und gleicht Unebenheiten gut aus. Die beiden schwimmend gelagerten Mähscheiben können sich Unebenheiten des Untergrunds anpassen und tragen dadurch zu einem möglichst gleichmäßigen Schnittbild bei.
Mähwerk macht einen stabilen Eindruck
Die beiden Messerscheiben mit ihren jeweils sechs Klingen wirken stabil und hochwertig verarbeitet. Auch die elektronische Höhenverstellung arbeitet überraschend leise. Generell ist der Mähroboter im Betrieb überraschend leise.
Besonders interessant ist das seitlich bewegliche Mähwerk dank UltraTrim 2.0. Dieses kann für die Randbearbeitung ausgefahren werden und ermöglicht dadurch einen Schnitt sehr nah an Mauern und anderen Begrenzungen. Wie gut das tatsächlich funktioniert, werden wir beim späteren Praxistest noch genauer betrachten.
Für einen Klingenwechsel oder eine gründliche Reinigung muss der schwere Mähroboter umgedreht werden. Am einfachsten legt man ihn dafür vorsichtig auf Rasen oder beispielsweise auf einen Karton, damit die Oberseite nicht zerkratzt. Wer einen 3D-Drucker besitzt, kann sich natürlich auch eine entsprechende Halterung anfertigen, in der der Roboter für Wartungsarbeiten sicher in aufrechter Position positioniert werden kann.
Regelmäßige Reinigung der Unterseite sinnvoll
Ganz ohne Pflege kommt auch der LiDAX Ultra 1000 AWD nicht aus. Vor allem beim Mähen von feuchtem Grasbleiben Schnittreste an der Unterseite und rund um das Mähwerk hängen. Bei trockenem Rasen fällt dies deutlich geringer aus.
Eine regelmäßige Kontrolle und Reinigung ist daher sinnvoll, insbesondere damit das bewegliche Mähwerk dauerhaft frei arbeiten kann. Auch Kameras und LiDAR-Sensor sollten gelegentlich von Verschmutzungen befreit werden, ähnlich wie man es von der Sensorik eines Saugroboters kennt.
Ladestation ebenfalls solide verarbeitet
Die Ladestation hinterlässt ebenfalls einen guten Eindruck. Auf Rasen oder Erde kann sie mit den mitgelieferten Erdschrauben fixiert werden. Bei uns steht sie auf Pflaster direkt an einer Mauer und bleibt auch dort sicher an ihrer Position.
Die Anschlüsse sind für den Außeneinsatz entsprechend geschützt und auch die Ladekontakte zeigen nach unserer bisherigen Nutzung keine auffälligen Veränderungen.
Nennenswerte Kratzer, Beschädigungen oder Verschleißerscheinungen konnten wir bislang ebenfalls nicht feststellen. Insgesamt wird der hochwertige Eindruck des LiDAX Ultra 1000 AWD daher auch bei der Verarbeitung bestätigt.
(Verarbeitung: 4,5 von 5 Punkten)
TEIL 2
bestehend aus „Funktion des Produktes“ entspricht 65% der Gesamtwertung
Empfohlene Rasenfläche
bis 1.000 m²
Navigation/ Hindernisserkennung
LiDAR + Dual-Kamera, KI erkennt und umfährt über 300 Hindernisse
Begrenzungskabel
Nein, nicht nötig
RTK-Antenne erforderlich
nein
Schnittsystem
2 Messerteller mit insgesamt 12 Klingen (6 je Messerteller)
Schnittbreite
40 cm
Schnitthöhe
30–100 mm (elektrisch per App)
Kantenmähfunktion
UltraTrim 2.0 mit seitlich ausfahrbarem Mähwerk (3 cm Rand)
Die Inbetriebnahme des MOVA LiDAX Ultra 1000 AWD gestaltet sich unkompliziert. Zunächst wird das Element mit den Ladekontakten auf die Bodenplatte der Station gesteckt und rastet dort über drei Haltenasen ein. Zusätzlich kann die Konstruktion von unten verschraubt werden, zwingend erforderlich ist dies jedoch nicht.
Anschließend werden Netzteil und Anschlusskabel über die dafür vorgesehene Kupplung miteinander verbunden und verschraubt. Dadurch ist die Verbindung vor Feuchtigkeit geschützt. Zum Schluss wird noch die mitgelieferte LiDAR-Bürste an der Station aufgesteckt, damit ist der Aufbau bereits erledigt.
MOVA empfiehlt seitlich der Ladestation jeweils etwa einen Meter Freiraum. Bei uns stehen allerdings links und rechts jeweils Pflanzgefäße mit rund 50 cm Durchmesser. Probleme bereitete dies bislang nicht. Der LiDAX Ultra 1000 AWD fand seine Ladestation trotzdem jederzeit zuverlässig.
Wichtig ist außerdem eine Steckdose in Reichweite des rund zehn Meter langen Kabels sowie eine ausreichende 2,4-GHz-WLAN-Abdeckung am Standort der Station.
MOVAhome-App führt Schritt für Schritt durch die Einrichtung
Nach dem Aufstellen der Station wird der Mähroboter eingesetzt und zunächst vollständig aufgeladen. Anschließend übernimmt die MOVAhome-App einen großen Teil der Einrichtung und erklärt die notwendigen Schritte verständlich und ausführlich.
Für die Nutzung der App ist ein Benutzerkonto erforderlich, das unter anderem über eine E-Mail-Adresse angelegt werden kann. Insgesamt empfanden wir den Einrichtungsprozess als unkompliziert, sodass der LiDAX Ultra 1000 AWD nach dem Auspacken schnell einsatzbereit ist.
Automatische oder manuelle Kartierung
Bei der Erstellung der ersten Karte stehen verschiedene Möglichkeiten zur Verfügung. Der LiDAX Ultra 1000 AWD kann die Rasenfläche automatisch erfassen, alternativ lässt sich die Begrenzung manuell abfahren. Letzteres ist besonders praktisch, wenn die Grenzen sehr individuell festgelegt werden sollen.
Die automatische Erkennung unserer Rasenbegrenzungen funktionierte gut. Zusätzlich lässt sich in der App in Zentimetern (10,15 oder 20 cm) bestimmen, welchen Abstand der Mähroboter beispielsweise zu Hindernissen, Blumen oder anderen Bereichen einhalten soll.
Die Kartierung selbst ist schnell erledigt, wobei die benötigte Zeit natürlich von Größe und Aufbau des Gartens abhängt. Es lassen sich mehrere Zonen erstellen und auch nachträglich No-Go-Zonen sowie virtuelle Grenzen in die Karte einzeichnen. Durchgänge zwischen einzelnen Bereichen sollten mindestens etwa 60 cm breit sein.
Kurze Wartezeit bei der Positionierung
Nach dem Start fährt der LiDAX Ultra 1000 AWD zunächst aus seiner Station und bestimmt seine Position. Das funktioniert zuverlässig, benötigt nach unserem Eindruck allerdings ein paar Sekunden länger als bei einigen von uns getesteten Modellen anderer Hersteller.
Erst wenn die Positionierung abgeschlossen ist, beginnt der Roboter mit seiner eigentlichen Fahrt. Im Alltag ist diese kurze Wartezeit kaum störend, sie fällt im direkten Vergleich aber durchaus auf.
Kein Begrenzungskabel und keine RTK-Antenne notwendig
Ein großer Vorteil ist für uns die Navigation ohne Begrenzungskabel oder zusätzliche RTK-Antenne. Das LiDAR-System übernimmt die entsprechende Umgebungserfassung und funktionierte während unserer bisherigen Nutzung zuverlässig.
Gerade gegenüber klassischen Mährobotern mit Begrenzungskabel bietet das deutlich mehr Flexibilität. Änderungen am Garten oder am Standort der Station erfordern nicht erst das Umlegen eines im Boden verlegten Kabels. Nach unseren bisherigen Erfahrungen möchten wir daher keinen Mähroboter mit klassischem Begrenzungskabel mehr verwenden.
Insgesamt gehört die einfache Einrichtung und flexible Kartierung für uns zu den Stärken des LiDAX Ultra 1000 AWD. Trotz seiner umfangreichen Technik benötigt es nicht viel Zeit, bis der Mähroboter erstmals selbstständig seine Arbeit aufnehmen kann.
(Einrichtung & Inbetriebnahme: 4,5 von 5 Punkten)
Navigation & Hinderniserkennung
LiDAR sorgt für präzise Navigation
Bei der Navigation hinterlässt der MOVA LiDAX Ultra 1000 AWD einen sehr guten Eindruck. Nach erfolgreicher Kartierung fährt er die Rasenfläche in geordneten Bahnen ab, deren Ausrichtung sich entsprechend festlegen lässt. Größere Korrekturen während des Mähens sind kaum notwendig. Lediglich an den Rändern passt er seine Route an, wenn beispielsweise Stauden oder andere Pflanzen weiter in die Rasenfläche hineingewachsen sind.
Besonders präzise arbeitet der Roboter, wenn die Grenzen zuvor manuell festgelegt wurden. Hier kann man selbst bestimmen, wie weit er fahren darf. Bei einer ebenen, mit Pflastersteinen eingefassten Rasenkante lässt sich die Grenze beispielsweise so setzen, dass der Roboter darüber hinwegfährt und möglichst weit bis zum Rand mäht. Bei der automatischen Kartierung geht er dagegen vorsichtiger vor.
Ist die Karte einmal sauber erstellt, arbeitet der LiDAX Ultra 1000 AWD anschließend sehr zuverlässig. Selbst unter größeren Bäumen konnten wir bei einem weiteren Test keine Einschränkungen feststellen. Hier spielt die LiDAR-Navigation ohne RTK-Antenne ihre Stärke aus und ermöglicht auch bei eingeschränkter Sicht zum Himmel eine präzise Positionierung.
Hinderniserkennung überzeugt
Auch die Kombination aus LiDAR und Dual-Kamera leistet im Alltag gute Arbeit. Gartenwerkzeug, Fußbälle, dickere und dünnere Äste, Wasserschläuche, Stromkabel und sogar herumliegende Gartenschuhe wurden in unserem Test zuverlässig erkannt und umfahren. Gerade Letzteres ist praktisch, denn bei älteren Mährobotern ohne Kameras können solche Gegenstände schnell unter das Mähwerk geraten.
Der MOVA nähert sich Hindernissen vorsichtig, fährt aber dennoch so weit heran, wie es die zuvor in der App gewählten Abstandseinstellungen erlauben. Der mechanische Stoßfänger musste während unseres bisherigen Tests deshalb praktisch nicht eingreifen.
Eine Schwachstelle haben wir allerdings bei sehr kleinen Steinen festgestellt. Diese werden nicht immer zuverlässig erkannt. Insbesondere bei Rasenflächen mit angrenzenden Beeten und Zierkies sollte man deshalb darauf achten, dass keine kleinen Steine auf der Mähfläche liegen.
Personen werden erkannt – manchmal auch etwas zu viel
Personen und Tiere kann der LiDAX Ultra 1000 AWD ebenfalls erkennen. Zusätzlich lässt sich in der App ein Alarm für menschliche Präsenz aktivieren und in seiner Empfindlichkeit anpassen. Erkennt der Mähroboter eine Person in seinem Arbeitsbereich, weist er diese wiederholt per Sprachansage darauf hin, dass sich ein Mähroboter in der Nähe befindet.
Ganz fehlerfrei arbeitet die Erkennung allerdings nicht. Bei uns wurden beispielsweise eine am Spalier wachsende Kiwi und der Grill vereinzelt als Person interpretiert. Für die eigentliche Hindernisvermeidung stellte dies zwar kein großes Problem dar, zeigt aber, dass die Objekterkennung nicht in jeder Situation perfekt arbeitet.
AWD zeigt seine Stärken auf schwierigem Gelände
Auf freien, ebenen Rasenflächen arbeitet der MOVA sehr souverän. Seine eigentliche Stärke zeigt sich allerdings bei Steigungen, Gefälle und Unebenheiten. Die vier einzeln über Nabenmotoren angetriebenen Räder bieten zusammen mit dem ausgeprägten Profil viel Traktion. Unebenheiten werden durch die gefederte Radaufhängung ebenfalls sehr gut ausgeglichen.
Während unseres Tests blieb der LiDAX Ultra 1000 AWD kein einziges Mal stecken. Auch anspruchsvollere Steigungen meisterte er zuverlässig. Gerade hier besitzt das AWD-System einen deutlichen praktischen Vorteil gegenüber klassischen Mährobotern.
Die omnidirektionalen Vorderräder unterstützen zudem beim Manövrieren. Aufgrund seiner insgesamt großen und langen Bauweise benötigt der MOVA beim Wenden allerdings entsprechend Platz. In engen Passagen fährt er vorsichtiger, kommt mit Durchgängen ab etwa 60 cm Breite aber gut zurecht.
Beim Wenden ist gelegentlich zu hören, wie sich ein einzelner Grashalm in den Rollen der Vorderräder verfängt und abreißt. Eine Beschädigung der Grasnarbe konnten wir dadurch jedoch nicht feststellen.
Randbereiche bleiben die größte Herausforderung
Wie bei praktisch jedem von uns getesteten Mähroboter bleiben komplizierte Randbereiche eine Herausforderung. Auf offenen Flächen arbeitet der MOVA hervorragend. Stehen dagegen Bäume, Sträucher, Stauden oder andere Hindernisse unmittelbar am Rand, können kleinere Bereiche stehen bleiben und müssen gelegentlich manuell nachbearbeitet werden.
Hinzu kommt, dass Pflanzen im Laufe der Zeit weiter in die Rasenfläche hineinwachsen. Der Roboter erkennt diese und hält entsprechend mehr Abstand, wodurch sich der nicht gemähte Bereich vergrößern kann. Ganz ohne Rasentrimmer oder Rasenkantenstecher kommt man bei einem entsprechend gestalteten Garten daher weiterhin nicht aus.
Zuverlässige Rückkehr zur Station
Nach erledigter Arbeit findet der LiDAX Ultra 1000 AWD jederzeit selbstständig und zuverlässig zu seiner Ladestation zurück. Probleme bei der Heimfahrt oder beim Andocken konnten wir bislang nicht feststellen.
Im Vergleich mit von uns bereits genutzten Modellen gefällt uns insbesondere die Hinderniserkennung besser als bei einem älteren Navimow. Gegenüber dem von uns getesteten ECOVACS spielt der MOVA vor allem auf Steigungen und anspruchsvollerem Gelände seine AWD-Stärken aus. Dafür ist er aufgrund seiner Größe weniger wendig und benötigt beim Rangieren etwas mehr Platz.
Insgesamt gehören Navigation, Hinderniserkennung und Geländegängigkeit für uns bislang zu den größten Stärken des LiDAX Ultra 1000 AWD. Perfekt ist auch dieses System nicht, insbesondere sehr kleine Steine und komplexe Randbereiche bleiben Herausforderungen, im normalen Gartenalltag arbeitet der MOVA jedoch ausgesprochen zuverlässig.
(Navigation & Hinderniserkennung: 4,5 von 5 Punkten)
Mähleistung & Schnittbild
Sauberes Schnittbild mit zwölf Klingen
Bei der eigentlichen Mähleistung überzeugt der MOVA LiDAX Ultra 1000 AWD. Das Schnittbild ist gleichmäßig und sauber, wobei sich die Leistung der beiden Mähscheiben gerade mit frischen Klingen bemerkbar macht. Selbst höheres und dichteres Gras wird zuverlässig abgeschnitten.
Hier spielen auch die beiden Messerscheiben mit jeweils sechs Klingen und insgesamt 40 cm Schnittbreite ihre Vorteile aus. MOVA setzt pro Scheibe auf einen 180-W-Motor. Die Bahnen werden sauber abgearbeitet und ungemähte Streifen zwischen den einzelnen Fahrwegen konnten wir nicht feststellen.
Auch Bodenwellen bereiten dem Mähwerk kaum Probleme. Die schwimmend gelagerten Messerscheiben passen sich Unebenheiten an und sorgen zusammen mit der gefederten Radaufhängung für ein gleichmäßiges Schnittbild.
Schnitthöhe von 3 bis 10 cm
Die Schnitthöhe lässt sich bequem über die MOVAhome-App elektronisch zwischen 3 und 10 cm einstellen. Die Verstellung arbeitet schnell und angenehm leise. Besonders der große Einstellbereich gefällt uns, denn längst nicht jeder Mähroboter erlaubt eine Schnitthöhe von bis zu 10 cm.
Wir mähen unseren Rasen überwiegend mit 5 bis 6 cm. Gerade im Sommer bevorzugen wir einen etwas längeren Rasen, da sich die Halme gegenseitig beschatten und der Boden dadurch besser vor starker Sonneneinstrahlung geschützt wird.
Wie häufig gemäht werden sollte, hängt stark von Wetter und Wachstum ab. Während der heißen und trockenen Wochen reichten bei uns ein bis zwei Durchgänge pro Woche. Bei niedrigeren Temperaturen und regelmäßigem Regen wächst der Rasen deutlich schneller, sodass wir wieder täglich mähen lassen.
Klingen regelmäßig kontrollieren
Die Schnittqualität hängt natürlich auch vom Zustand der Klingen ab. Mit zunehmendem Verschleiß lässt die Qualität sichtbar nach. Wir empfehlen deshalb, die Messer regelmäßig selbst zu kontrollieren und sich nicht ausschließlich auf den Wechselhinweis der App zu verlassen.
Gerade beim Mähen von feuchtem Gras hatten wir zudem den Eindruck, dass die Klingen etwas schneller beansprucht werden. Grundsätzlich kommt der LiDAX Ultra 1000 AWD auch mit feuchtem Rasen zurecht, das Schnittbild wird dabei allerdings nicht ganz so sauber wie unter trockenen Bedingungen.
Bei regelmäßigem Mähen fällt der Mulchschnitt sehr fein aus und kann problemlos auf der Fläche verbleiben. Lässt man den Rasen dagegen länger wachsen, fällt entsprechend mehr und längeres Schnittgut an, das anschließend sichtbar liegen bleiben kann.
UltraTrim 2.0 mäht näher am Rand
Für die Randbearbeitung setzt MOVA auf UltraTrim 2.0. Dabei kann das Mähwerk seitlich ausgefahren werden, wodurch sich der Abstand zwischen Messer und Rasenkante auf etwa 3 cm reduziert. In unserem Test funktioniert das gut und verringert die notwendige manuelle Nacharbeit an vielen Stellen deutlich.
Vollständig überflüssig wird Rasentrimmer oder Rasenkantenstecher allerdings nicht. Mauern, Pflanzen, enge Ecken oder andere komplizierte Randbereiche können weiterhin etwas Handarbeit erforderlich machen. An ebenen Übergängen zu Pflastersteinen lässt sich die Grenze dagegen so kartieren, dass der Roboter darüber hinwegfährt und entsprechend weit bis zur Rasenkante mäht.
Eine wichtige Besonderheit von UltraTrim 2.0 sollte man aber beachten. Bei aktiviertem UltraTrim 2.0 wird nicht nur der Abstand zur Rasenkante reduziert, sondern die Schnitthöhe automatisch auf 3 cm abgesenkt. Eine höhere Schnitthöhe lässt sich für diesen Vorgang nicht auswählen.
Der Grund liegt in der Konstruktion und den entsprechenden Sicherheitsanforderungen. Da sich die Messerscheiben für die Randbearbeitung seitlich weiter aus dem normalerweise geschützten Bereich des Gehäuses bewegen, werden Mähwerk und Schutzabdeckung abgesenkt. Dadurch bleibt die Bodenfreiheit entsprechend gering und das Risiko eines Kontakts mit den Messern wird reduziert.
Wer die restliche Rasenfläche, wie wir beispielsweise mit 5 oder 6 cm mäht, sollte dies berücksichtigen. Der Rand wird mit UltraTrim 2.0 entsprechend kürzer geschnitten als die übrige Fläche und kann dadurch optisch auffallen. Die Randbearbeitung muss allerdings nicht bei jedem Mähvorgang durchgeführt werden. So kann das Gras am Rand zwischen den Durchgängen wieder entsprechend nachwachsen.
Leise Alternative zum separaten Trimmer
Im Vergleich zum separaten Kantentrimmer des von uns getesteten ECOVACS gefällt uns ein Punkt besonders. UltraTrim 2.0 verursacht praktisch keine zusätzliche Lärmbelastung. Das Mähwerk bleibt beim Randmähen angenehm leise.
Der zusätzliche Trimmer des ECOVACS ist ebenfalls ein guter Ansatz und kann sehr nah am Rand arbeiten, ist im Betrieb aber deutlich hörbar, ähnlich einem klassischen Rasentrimmer. Beim MOVA kann die Randbearbeitung dagegen auch morgens oder abends erfolgen, ohne dass sich die Geräuschkulisse gegenüber dem normalen Mähen verändert.
Insgesamt gehört die Mähleistung zu den großen Stärken des LiDAX Ultra 1000 AWD. Hohe Schnittleistung, 40 cm Arbeitsbreite, zwölf Klingen, schwimmende Messerscheiben und UltraTrim 2.0 ergeben ein sehr gutes Gesamtpaket. Etwas manuelle Randpflege bleibt je nach Gartengestaltung zwar weiterhin notwendig, gegenüber vielen klassischen Mährobotern wird diese jedoch deutlich reduziert.
(Mähleistung & Schnittbild: 4,5 von 5 Punkten)
App & Bedienung
Umfangreiche, aber übersichtliche MOVAhome-App
Trotz des großen Funktionsumfangs gefällt uns die MOVAhome-App sehr gut. Sie lief während unseres Tests stabil und ist weitestgehend übersichtlich aufgebaut. Auf der Startseite werden unter anderem der Name des Mähroboters und der aktuelle Akkustand angezeigt. Von hier aus lässt sich der Mähvorgang direkt starten oder der LiDAX Ultra 1000 AWD zurück zur Ladestation schicken.
Über „Eintreten“ gelangt man in die umfangreichere Geräteansicht. Hier erscheint die erstellte Karte, auf der sich Position und Mähfortschritt live verfolgen lassen. Man sieht somit jederzeit, wo sich der Roboter befindet und welche Bereiche bereits bearbeitet wurden.
Viele Einstellungen für jede Rasenfläche
Mähpläne lassen sich sehr individuell erstellen. Dabei können Tage, Uhrzeiten und einzelne Zonen festgelegt und mit unterschiedlichen Mäheinstellungen versehen werden. Der LiDAX Ultra AWD unterstützt dabei bis zu 150 Zonen sowie zwei unabhängige Karten.
Zu den Einstellungen gehören unter anderem Schnitthöhe, Mährichtung, Randmähen und UltraTrim 2.0. Auch bestehende Grenzen, Zonen, Verbindungswege und No-Go-Bereiche lassen sich nachträglich unkompliziert über die Kartenbearbeitung verändern, ohne dafür gleich die komplette Karte neu erstellen zu müssen.
Bei der Mährichtung stehen neben einer individuellen Ausrichtung auch Schachbrett- und Kreuzmuster zur Verfügung. Dadurch kann die Fahrtrichtung zwischen den Mähvorgängen variiert werden, anstatt den Rasen dauerhaft in derselben Richtung zu bearbeiten. Die verschiedenen Mährichtungsmodi werden auch von MOVA offiziell für die AWD-Serie angegeben.
Bei der Arbeitsgeschwindigkeit stehen ebenfalls unterschiedliche Einstellungen zur Verfügung. In der App werden unter anderem Standard mit bis zu 1.800 m² pro Tag und Effizient mit bis zu 2.600 m² pro Tag angegeben. Für kleinere Flächen ist die höhere Geschwindigkeit natürlich nicht zwingend notwendig.
Hinderniserkennung individuell anpassbar
Auch die Hinderniserkennung lässt sich an den eigenen Garten anpassen. Der gewünschte Abstand kann beispielsweise auf 10, 15 oder 20 cm eingestellt werden. Zusätzlich lässt sich die Empfindlichkeit regulieren. Bei einem komplexeren Garten kann dadurch entsprechend angepasst werden, wie vorsichtig der Roboter auf erkannte Objekte reagieren soll.
Ähnliches gilt für den bereits erwähnten Personenerkennungsalarm, dessen Empfindlichkeit ebenfalls angepasst werden kann. MOVA fasst diese Sicherheitsfunktionen unter TrueGuard zusammen und bietet zusätzlich eine automatische Patrouille sowie Live-Audio.
Statistiken und Updates direkt in der App
Auch Informationen zur bisherigen Nutzung fehlen nicht. Die App stellt Statistiken zur Mähzeit und gemähten Flächebereit. Firmware-Updates werden ebenfalls direkt über die MOVAhome-App angeboten. Auf Wunsch können Aktualisierungen automatisch heruntergeladen beziehungsweise installiert werden, sodass man sich darum im Alltag kaum kümmern muss.
Insgesamt bietet die App zahlreiche Möglichkeiten, den Mähroboter sehr genau an den eigenen Garten anzupassen. Nach der anfänglichen Einrichtung muss man sich mit vielen dieser Einstellungen allerdings kaum noch beschäftigen, wenn der gewünschte Mähplan einmal erstellt wurde.
Bedienung auch direkt am Mähroboter möglich
Für grundlegende Funktionen ist nicht jedes Mal das Smartphone notwendig. Unter der Abdeckung auf der Oberseite befinden sich die Bedientasten und das kleine Farbdisplay, über die sich zahlreiche Funktionen direkt am Gerät aufrufen lassen. Hier wird beispielsweise auch die PIN eingegeben.
Beim Diebstahlschutz ist der LiDAX Ultra 1000 AWD umfangreich ausgestattet. Neben PIN-Schutz und Alarm bietet er eine Standortverfolgung und kann Benachrichtigungen senden, wenn er den vorgesehenen Bereich verlässt oder unerwartet angehoben wird. MOVA integriert zudem drei Jahre 4G-Service.
Eine nette zusätzliche Lösung ist das vorgesehene Fach für einen optionalen Apple AirTag. Wer möchte, kann den Mähroboter damit noch über Apples „Wo ist?“-Netzwerk absichern. MOVA sieht diese Möglichkeit ausdrücklich für die LiDAX Ultra AWD-Serie vor.
Insgesamt gefällt uns die Bedienung sehr gut. Die MOVAhome-App bietet enorm viele Einstellmöglichkeiten, bleibt dabei aber weitgehend verständlich und lief während unseres Tests zuverlässig. Wer seinen Garten einmal sauber kartiert und die gewünschten Mähpläne eingerichtet hat, muss im normalen Alltag nur noch selten eingreifen.
(App & Bedienung: 4,5 von 5 Punkten)
Akku & Laden
Lange Laufzeit und hohe Flächenleistung
Der MOVA LiDAX Ultra 1000 AWD ist mit einem 36-Volt-Akku mit 243 Wh ausgestattet. Die Akkulaufzeit liegt bei etwa 150 bis 170 Minuten, womit der Mähroboter rund 2,5 bis knapp 3 Stunden am Stück arbeiten kann.
Damit sind je nach Beschaffenheit des Grundstücks etwa 800 bis 1.000 m² mit einer Akkuladung möglich. Auch Steigungen, dichteres beziehungsweise höheres Gras und UltraTrim 2.0 erhöhen zwar den Energiebedarf, in unserem Einsatz hielt sich der zusätzliche Verbrauch jedoch in Grenzen. Eine Fläche von rund 1.000 m² sollte der LiDAX Ultra 1000 AWD daher unter normalen Bedingungen ohne Zwischenladen bewältigen können.
Wer eine deutlich größere Rasenfläche besitzt, sollte sich dagegen eines der größeren Modelle der Baureihe ansehen.
Nur rund 65 Minuten Ladezeit
Sinkt der Akkustand auf 15 Prozent, fährt der Mähroboter selbstständig zurück zu seiner Ladestation, dies kann aber in der App auch zwischen 10 und 25% festgelegt werden. Besonders gut gefällt uns die kurze Ladezeit. Von 15 auf 95 Prozent benötigt der Akku lediglich rund 65 Minuten. Im Verhältnis zu einer Laufzeit von bis zu knapp drei Stunden ist das ein hervorragender Wert.
Sollte während eines Mähvorgangs dennoch eine Ladepause notwendig werden, geht keine bereits erledigte Arbeit verloren. Nach dem Laden fährt der LiDAX Ultra 1000 AWD wieder zur zuvor unterbrochenen Stelle und setzt dort seine Arbeit fort.
In der App kann zudem festgelegt werden, bei welchem Akkustand der Mähroboter seine Arbeit wieder aufnehmen soll. Ab Werk ist hier eine vollständige Ladung eingestellt.
Während des Ladens konnten wir keine auffällige Wärmeentwicklung feststellen. Der Ladevorgang selbst ist hörbar, allerdings nicht störend laut.
Akku kann bei Bedarf ausgetauscht werden
Sehr gut gefällt uns auch die Konstruktion des Akkus. Er ist zwar nicht als klassischer Wechselakku ausgeführt, lässt sich bei einem späteren Defekt oder nach entsprechendem Verschleiß jedoch vergleichsweise einfach ersetzen.
Der Akku befindet sich unter einer verschraubten Abdeckung. Nach dem Entfernen der Schrauben kann er herausgenommen und von seiner Steckverbindung getrennt werden. Somit muss bei einem verschlissenen Akku nicht zwangsläufig der komplette Mähroboter ersetzt werden. Gerade mit Blick auf eine möglichst lange Nutzungsdauer ist das für uns ein klarer Pluspunkt.
Insgesamt überzeugt uns der LiDAX Ultra 1000 AWD beim Akku. Bis zu knapp drei Stunden Laufzeit, eine hohe Flächenleistung und nur rund 65 Minuten Ladezeit von 15 auf 95 Prozent passen hervorragend zu einem Mähroboter dieser Leistungsklasse.
(Akku & Laden: 5 von 5 Punkten)
Regensensor & Wetter
Integrierter Regensensor reagiert zuverlässig
Der MOVA LiDAX Ultra 1000 AWD besitzt einen direkt am Heck integrierten Regensensor und ist dadurch nicht auf externe Wetterdaten angewiesen. Das gefällt uns grundsätzlich gut, denn entscheidend ist schließlich, ob es tatsächlich am eigenen Standort regnet.
Der Sensor reagiert allerdings nicht bereits auf die ersten Regentropfen. Auf der Sensorfläche muss sich zunächst ausreichend Feuchtigkeit sammeln. Bei leichtem Nieselregen oder einem plötzlich einsetzenden Schauer können deshalb mehrere Minuten vergehen, bis Regen erkannt wird. Sobald dies der Fall ist, unterbricht der LiDAX Ultra 1000 AWD seinen Mähvorgang und fährt selbstständig zurück zur Ladestation.
Morgentau reichte während unseres Tests dagegen nicht aus, um den Regensensor auszulösen. Trifft beispielsweise die Gartenbewässerung direkt auf den Sensor, wird dies verständlicherweise ebenfalls als Regen erkannt.
Regenpause zwischen 1 und 24 Stunden
Sehr gut gefällt uns, dass sich das weitere Verhalten individuell über die MOVAhome-App festlegen lässt. Nach erkanntem Regen kann eine Wartezeit zwischen 1 und 24 Stunden eingestellt werden. Standardmäßig sind acht Stunden hinterlegt. Alternativ lässt sich festlegen, dass anschließend nicht mehr automatisch weitergemäht wird. Der Regensensor kann bei Bedarf auch vollständig deaktiviert werden.
Die Wartezeit ist durchaus sinnvoll. Schließlich benötigt der Rasen nach einem Regenschauer etwas Zeit zum Trocknen. Feuchtes Gras lässt sich zwar mähen, haftet aber wesentlich stärker an Messerscheiben, Rädern und Unterseite. Dadurch steigt der Reinigungsaufwand und nach unserem Eindruck werden auch die Klingen stärker beansprucht.
Ist die eingestellte Wartezeit abgelaufen und sind die entsprechenden Voraussetzungen erfüllt, nimmt der MOVA seine Arbeit zuverlässig wieder auf. Regnet es bereits vor einem geplanten Mähvorgang und erkennt der Sensor die Feuchtigkeit, bleibt der Roboter entsprechend in seiner Station.
Wetterfest für den dauerhaften Außeneinsatz
Regen selbst stellt für den LiDAX Ultra 1000 AWD kein Problem dar. Beim Roboter insgesamt nennt MOVA IPX6, also Schutz gegen starke Wasserstrahlen. Der besonders exponierte 360°-3D-LiDAR wird von MOVA zusätzlich mit IP6K6 angegeben.
Das etwas ungewöhnliche „K“ stammt aus einer erweiterten IP-Klassifizierung. Vereinfacht bedeutet IP6K6 beim LiDAR: Die erste 6K steht für ein staubdichtes Gehäuse, die zweite 6 für Schutz gegen starke Wasserstrahlen. Das „K“ kennzeichnet dabei die entsprechende Prüfung nach der erweiterten Klassifizierung; bei der Wasserprüfung steht 6K beispielsweise für starke Wasserstrahlen mit erhöhtem Druck.
Wir bevorzugen trockenen Rasen
Auch wenn der MOVA problemlos mit Feuchtigkeit umgehen kann, lassen wir ihn bevorzugt bei trockenem Rasenarbeiten. Das Schnittbild fällt sauberer aus, Schnittgut haftet weniger stark an der Unterseite und der anschließende Reinigungsaufwand reduziert sich deutlich.
Im Winter würden wir den LiDAX Ultra 1000 AWD wie jeden unserer Mähroboter ohnehin nicht dauerhaft draußen stehen lassen. Wenn der Rasen aufgrund niedriger Temperaturen nicht mehr wächst, wird der Roboter gründlich gereinigt und bis zur nächsten Mähsaison entsprechend eingelagert.
Insgesamt funktioniert die Regenautomatik in unserem Test zuverlässig und sinnvoll. Besonders die individuell einstellbare Wartezeit nach einem Regenschauer gefällt uns, da der Roboter nicht direkt wieder auf noch vollständig nassen Rasen geschickt werden muss.
(Regensensor & Wetter: 4,5 von 5 Punkten)
Reinigung & Wartung
Regelmäßige Reinigung hält das Mähwerk sauber
Auch ein weitgehend autonom arbeitender Mähroboter kommt nicht vollständig ohne Pflege aus. Wir reinigen die Unterseite des MOVA LiDAX Ultra 1000 AWD ungefähr alle drei bis vier Wochen. Wer die Abstände etwas größer wählt, muss deshalb nicht unmittelbar mit Problemen rechnen, eine regelmäßige Kontrolle ist unserer Meinung nach dennoch sinnvoll.
Für die Reinigung entfernen wir zunächst gröbere Grasreste mit einer Bürste. Anschließend verwenden wir Wasser aus dem Gartenschlauch sowie einen Lappen. Vor allem auf dem Messerschutz sammelt sich mit der Zeit Schnittgut, das sich auf diese Weise aber gut entfernen lässt. Bei feuchtem Rasen fallen die Ablagerungen erwartungsgemäß stärker aus.
Die beiden schwimmend gelagerten Messerscheiben bleiben gut zugänglich und lassen sich bewegen, wodurch auch die Bereiche rund um das Mähwerk vernünftig gereinigt werden können. Für eine gründliche Reinigung benötigen wir je nach Verschmutzung ungefähr 20 Minuten.
Einfacher Klingenwechsel
Auch der Wechsel der insgesamt zwölf Klingen ist unkompliziert. Jede Klinge ist einzeln verschraubt und MOVA legt den dafür benötigten Schraubendreher direkt bei. Mit den ebenfalls mitgelieferten 36 Ersatzklingen ist zudem bereits ausreichend Ersatz für mehrere komplette Wechsel vorhanden.
Wie lange ein Klingensatz hält, lässt sich nicht pauschal sagen. Nach unseren Erfahrungen sind ungefähr ein bis drei Monate realistisch. Rasengröße und Mähhäufigkeit spielen dabei ebenso eine Rolle wie Äste, kleine Steine oder Maulwurfshügel.
Die App erinnert an die entsprechende Wartung und der Wartungszähler lässt sich nach erledigter Arbeit zurücksetzen. Wir betrachten diese Anzeige allerdings nur als Richtwert. Aussagekräftiger ist es, bei der Reinigung die Schärfe der Klingen selbst zu kontrollieren und auf das Schnittbild des Rasens zu achten. Werden die Halme zunehmend unsauber oder ausgefranst abgeschnitten, sollte man die Klingen entsprechend früher wechseln.
LiDAR und Kameras ebenfalls sauber halten
Auch die omnidirektionalen Vorderräder und die großen AWD-Hinterräder lassen sich ohne größeren Aufwand von Gras und Schmutz befreien. Größere Probleme mit festgesetzten Fremdkörpern hatten wir während unseres Tests bislang nicht.
LiDAR und Dual-Kameraeinheit reinigen wir ebenfalls gelegentlich, wenn sichtbare Verschmutzungen vorhanden sind. Bei der LiDAR-Einheit hilft zusätzlich die Reinigungsbürste an der Ladestation, die ihren Zweck gut erfüllt.
Die App erinnert zudem nach jeweils 60 Mähstunden daran, unter anderem Unterseite, LiDAR und Kameraeinheit zu kontrollieren beziehungsweise zu reinigen. Auch die LiDAR-Reinigungsbürste selbst gehört zu den Teilen, die langfristig kontrolliert und bei entsprechendem Verschleiß ersetzt werden sollten.
Auch die Station benötigt etwas Pflege
Großen Wartungsaufwand verursacht die Ladestation nicht. Mit der Zeit sammelt sich auf der Bodenplatte etwas Gras, das beim Einfahren vom Mähroboter beziehungsweise von dessen Unterseite herunterfällt. Dieses lässt sich einfach zusammenkehren und entsorgen.
Die Ladekontakte mussten wir bislang nicht gesondert reinigen. Dennoch schadet es nicht, sie bei der regelmäßigen Pflege kurz zu kontrollieren und bei Bedarf von Verschmutzungen zu befreien.
Insgesamt hält sich der Wartungsaufwand für einen Mähroboter dieser Größe absolut im Rahmen. Wer sich alle paar Wochen etwa 20 Minuten Zeit für eine gründlichere Reinigung nimmt und zusätzlich Klingen sowie Sensorik im Blick behält, hat die wichtigsten Arbeiten bereits erledigt.
(Reinigung & Wartung: 4,5 von 5 Punkten)
TEIL 3
bestehend aus „Preis/Leistung“ entspricht 10% der Gesamtwertung
Beschreibung
Die wichtigsten Herstellerversprechen kann der MOVA LiDAX Ultra 1000 AWD in unserem Praxistest weitgehend erfüllen. Zu seinen größten Stärken gehört der Allradantrieb. Die vier einzeln angetriebenen Räder bieten eine hervorragende Traktion und meisterten auch starke Steigungen in unserem Test problemlos. Die maximal mögliche Steigfähigkeit konnten wir allerdings nicht ausreizen.
Auch die LiDAR-Navigation ohne RTK-Antenne überzeugte. Selbst unter großen Bäumen navigierte der MOVA präzise und zuverlässig. Die Hinderniserkennung arbeitet ebenfalls sehr gut, lediglich sehr kleine Steine können gelegentlich übersehen werden. Bei der Personenerkennung kam es vereinzelt zu Fehlinterpretationen, weshalb wir den optionalen akustischen Präsenzalarm deaktiviert haben.
UltraTrim 2.0 reduziert die notwendige Nacharbeit an den Rasenkanten deutlich. Schade ist lediglich, dass die Schnitthöhe dabei sicherheitsbedingt automatisch auf 3 cm reduziert wird. Die beiden Messerscheiben mit zwölf Klingen und 40 cm Schnittbreite sorgen wiederum für ein sauberes Schnittbild und schnellen Mähfortschritt.
Insgesamt hält der LiDAX Ultra 1000 AWD damit, was er verspricht. Besonders AWD, LiDAR-Navigation, Mähleistung und Flächenleistung konnten uns im Praxistest überzeugen.
Preis/Leistung
Mit einer UVP von 1.599 Euro gehört der MOVA LiDAX Ultra 1000 AWD klar zur Oberklasse der Mähroboter. Vereinzelt ist das Modell bereits für rund 1.399 Euro erhältlich. Die größeren Varianten LiDAX Ultra 1600 AWD und 2000 AWD sind technisch und von den Abmessungen weitgehend identisch, unterscheiden sich aber in der vorgesehenen Flächenleistung. Entsprechend würden wir das Modell wählen, das zur eigenen Rasengröße passt.
Gegenüber dem von uns getesteten ECOVACS GOAT A1600 LiDAR PRO spielt der MOVA seine Vorteile vor allem bei Steigungen aus. Dank Allradantrieb ist er hier dem reinen Hinterradantrieb des ECOVACS klar überlegen. Hinzu kommen die größere Schnittbreite von 40 cm und eine hohe Flächenleistung. Bei Navigation und Hinderniserkennung bewegen sich beide dagegen auf einem sehr guten Niveau.
Unterschiedliche Ansätze verfolgen beide bei der Randpflege. Der ECOVACS arbeitet mit einem separaten Trimmer und kommt dadurch noch näher an die Kante, ist dabei aber deutlich lauter. UltraTrim 2.0 des MOVA arbeitet wesentlich leiser, lässt jedoch etwa 3 cm Abstand und reduziert die Schnitthöhe beim Randmähen auf 3 cm. Gerade im heißen Sommer kann das bei höher eingestelltem Rasen ungünstig sein, da die kurzen Randbereiche schneller austrocknen können.
Für einen einfachen und weitgehend ebenen Garten ist AWD unserer Meinung nach nicht zwingend notwendig. Bei größeren Rasenflächen, Hanglagen und stärkeren Unebenheiten spielt der LiDAX Ultra AWD dagegen seine Stärken voll aus. Insgesamt gefällt uns der MOVA sowohl optisch als auch hinsichtlich seiner Leistung sehr gut und bietet insbesondere für anspruchsvollere Grundstücke ein überzeugendes Gesamtpaket.
Der Tineco Floor One S9 Artist Premium hinterlässt nach gut vier Wochen im Test einen sehr guten Gesamteindruck. Auf Fliesen und Parkett überzeugte der Nass-Trockensauger mit einer guten Reinigungsleistung und nimmt sowohl alltäglichen Schmutz als auch Flüssigkeiten zuverlässig auf. Eingetrocknete Verschmutzungen können mehrere Durchgänge erfordern, lassen sich in der Regel aber ebenfalls entfernen. Haare bereiteten im Test keine Probleme und werden durch das integrierte Klingensystem zuverlässig getrennt, wodurch sich diese nicht störend um die Reinigungswalze wickeln.
Besonders positiv fällt das Handling auf. Das SmoothDrive-System erleichtert das Manövrieren nochmals gegenüber dem von uns getesteten Floor One S7 Stretch. Dank der 180°-Flachlage lässt sich der S9 Artist Premium zudem weit unter Betten, Sideboards und andere Möbel führen. Die Akkulaufzeit erwies sich im Alltag als ausreichend, während die vergleichsweise lange Ladezeit und der fest verbaute Akku kleinere Kritikpunkte darstellen.
Sehr komfortabel ist auch die automatische Selbstreinigung und Trocknung auf der Station. Nach der Reinigung müssen im Wesentlichen nur noch der Schmutzwassertank entleert und ausgespült sowie die Station gelegentlich gereinigt werden. Insgesamt kombiniert der Floor One S9 Artist Premium eine überzeugende Reinigungsleistung mit hohem Bedienkomfort und besonders gutem Handling.
Das gefällt uns
Sehr gute Reinigungsleistung
SmoothDrive erleichtert die Handhabung spürbar
Praktische 180°-Flachlage
Gute Aufnahme von Haaren ohne Verheddern
Frisch- und Schmutzwasser werden zuverlässig getrennt
Selbstreinigung und automatische Heißlufttrocknung
Übersichtliches Display direkt am Griff
Gute Verarbeitung und hochwertiges Design
Frischwassertank komfortabel von der Seite befüllbar
Das gefällt uns weniger
Akku fest verbaut
Mit rund 4,5 Stunden lange Ladezeit
Hochglanzflächen anfällig für Fingerabdrücke und Gebrauchsspuren
Bestehend aus „Verpackung/Design/Verarbeitung“ entspricht 25% der Gesamtwertung
Verpackung
Bei der Verpackung bleibt Tineco seinem bekannten Stil treu. Der Karton ist in den markentypischen Farben gestaltet, zeigt den Tineco Floor One S9 Artist Premium und weist bereits auf zentrale Ausstattungsmerkmale wie SmoothDrive und die 180°-Flachlage hin.
Im Inneren ist alles sicher für den Transport verstaut. Tineco setzt dabei auf eine Kombination aus Kartonage, Folien und Kunststoffbeuteln. Gerade die empfindlichen und glänzenden Oberflächen werden dadurch wirkungsvoll vor Kratzern geschützt. Etwas weniger Kunststoff wäre aus Umweltgesichtspunkten dennoch wünschenswert.
Die Inbetriebnahme erfordert praktisch keine Montage. Lediglich das Griffstück muss in das Gerät eingesetzt werden, Schrauben oder Werkzeug sind nicht erforderlich. Positiv fällt der umfangreiche Lieferumfang auf. Neben dem Floor One S9 Artist Premium und der Reinigungs- und Trocknungsstation legt Tineco unter anderem zwei Ersatz-Reinigungswalzen und zwei Ersatzfilter bei. Damit ist bereits ausreichend Zubehör für eine längere Nutzungsdauer vorhanden.
Lieferumfang
Anzahl
Tineco Floor One S9 Artist Premium
1
Griffstück
1
Lade-/Reinigungs- und Trocknungsstation
1
Reinigungsmittel
500 ml
Ersatz-Reinigungswalzen
2
Ersatzfilter
2
Reinigungsbürste
1
Bedienungsanleitung
1
Sicherheitsinformationen
1
Die Station selbst ist ebenfalls in Folie verpackt und gut geschützt. Praktisch ist zudem, dass Tineco einen Quick-Start-Guide direkt auf die Kartonage druckt, sodass die ersten Schritte bereits beim Auspacken ersichtlich sind. Insgesamt gibt es beim Lieferumfang wenig zu kritisieren. Besonders die doppelt beigelegten Ersatzwalzen und Filter sind bei einem Gerät dieser Art ein echter Mehrwert.
(Verpackung: 4 von 5 Punkten)
Design
Deutlich cleaner und eleganter als zuvor
Der Tineco Floor One S9 Artist Premium macht seinem Namen auch optisch alle Ehre und wirkt im direkten Vergleich mit dem von uns getesteten Floor One S7 Stretch nochmals eleganter und moderner. Einen wesentlichen Anteil daran hat die veränderte Anordnung des Schmutzwassertanks auf der Rückseite. Dort landen wie beim Tineco Floor One S7 Stretch neben dem Schmutzwasser auch die aufgenommenen festen Verschmutzungen. Die Front wirkt dadurch deutlich aufgeräumter und cleaner.
Der Frischwassertank befindet sich weiterhin im unteren Bereich des Geräts, wurde im Detail aber sinnvoll überarbeitet. Statt von oben wird dieser beim Tineco Floor One S9 Artist Premium nun seitlich befüllt. Das klingt zunächst nach einer Kleinigkeit, macht sich im Alltag aber positiv bemerkbar. Der Tank kann beim Befüllen gerade gehalten werden, wodurch sich sein Volumen einfacher vollständig ausnutzen lässt. Beim von uns getesteten Tineco Floor One S7 Stretch musste der Tank aufgrund der oben liegenden Einfüllöffnung beim Befüllen stärker geneigt werden, wodurch sich die einzelnen Bereiche nicht immer gleichmäßig füllen ließen.
Tineco kombiniert matte mit hochglänzenden Oberflächen, wobei Letztere etwas überwiegen. Trotz des höheren Hochglanzanteils wirkt das Design nicht überladen. Die insgesamt schlanke Form gefällt uns gut und lässt den Tineco Floor One S9 Artist Premium trotz seiner Größe vergleichsweise elegant erscheinen.
iLoop-Statusring als optisches Highlight
Ein besonderes Designelement ist der farbige iLoop-Statusring im oberen Bereich. Dieser informiert während der Reinigung auch optisch über den erkannten Verschmutzungsgrad. Rot signalisiert stärkeren Schmutz, während sich die Anzeige mit sauberer werdendem Boden in Richtung Blau verändert. Durch seine prominente Position prägt der beleuchtete Ring gleichzeitig das Erscheinungsbild des Geräts.
Display wandert direkt an den Griff
Sehr gut gefällt uns außerdem die neue Position des Displays direkt am Griff. Hier lassen sich unter anderem der gewählte Reinigungsmodus und weitere wichtige Informationen gut ablesen. Beim von uns getesteten Tineco Floor One S7 Stretch befand sich die Anzeige noch weiter unten. Beim Tineco Floor One S9 Artist Premium wirkt die Aufteilung dadurch moderner und während der Nutzung übersichtlicher.
Schlichte Station, die sich nicht verstecken muss
Auch die Lade-, Reinigungs- und Trocknungsstation hält Tineco optisch vergleichsweise schlicht. Sie erfüllt in erster Linie ihren Zweck, wirkt zusammen mit dem Gerät aber hochwertig genug, dass der Tineco Floor One S9 Artist Premium nicht zwingend im Technikraum verschwinden muss. Wer ausreichend Platz hat, kann ihn beispielsweise auch im Flur aufstellen. Unauffällig ist das Gesamtpaket aufgrund seiner Größe allerdings nicht, dafür macht der Tineco Floor One S9 Artist Premium einen entsprechend hochwertigen und modernen Eindruck.
(Design: 4,5 von 5 Punkten)
Verarbeitung
Hochwertige Kunststoffe und saubere Übergänge
Bei der Verarbeitung hinterlässt der Tineco Floor One S9 Artist Premium einen sehr guten Eindruck. Die verwendeten Kunststoffe wirken hochwertig, stabil und auf eine lange Nutzungsdauer ausgelegt. Die Spaltmaße sind gleichmäßig, störende Kanten oder unsaubere Übergänge konnten wir an unserem Testgerät nicht feststellen.
Auch das Griffstück überzeugt. Dieses muss bei der ersten Inbetriebnahme lediglich in das Gehäuse eingesetzt werden, rastet dort sauber ein und sitzt anschließend fest. Selbst beim Manövrieren des Geräts konnten wir weder störendes Spiel noch Knarzgeräusche feststellen.
Bewegliches Gelenk trifft auf SmoothDrive
Besonders wichtig ist bei einem Nass-Trockensauger die Mechanik rund um den Reinigungskopf. Das Gelenk des Tineco Floor One S9 Artist Premium ermöglicht eine sehr flexible Führung und vermittelt dennoch einen stabilen Eindruck. In Kombination mit SmoothDrive lässt sich das Gerät leicht und kontrolliert manövrieren.
Auch die für die 180°-Flachlage notwendige Beweglichkeit macht nach unseren bisherigen vier Wochen einen robusten Eindruck. Trotz der hohen Bewegungsfreiheit konnten wir weder auffälliges Spiel noch andere Verschleißerscheinungen feststellen.
Überarbeitete Tanks erleichtern die Handhabung
Nicht nur die seitliche Befüllung des Frischwassertanks wurde gegenüber dem von uns getesteten Tineco Floor One S7 Stretch verbessert. Auch beim Schmutzwassertank hat Tineco ein kleines, aber im Alltag durchaus praktisches Detail überarbeitet.
Der Deckel sitzt aufgrund seiner umlaufenden Dichtung entsprechend fest auf dem Behälter. Beim Tineco Floor One S9 Artist Premiumbefindet sich nun ein blauer Hebel am Deckel, der beim Betätigen dabei hilft, diesen einfacher vom Tankgehäuse anzuheben. Dadurch muss man nicht mehr gegen die vergleichsweise fest sitzende Dichtung arbeiten und der Behälter lässt sich komfortabler öffnen.
Die Dichtungen selbst erfüllen bislang zuverlässig ihren Zweck. Wasser trat während unseres Tests nicht ungewollt aus. Wie sich die Dichtungen über mehrere Jahre hinweg verhalten, lässt sich nach vier Wochen Nutzung naturgemäß noch nicht beurteilen.
Reinigungswalze mit wenigen Handgriffen entnommen
Auch die Reinigungswalze ist unkompliziert zugänglich. Über den dafür vorgesehenen Klappbügel lässt sie sich greifen und anschließend seitlich aus dem Reinigungskopf herausziehen. Das erleichtert sowohl die regelmäßige Kontrolle als auch eine gründlichere manuelle Reinigung.
Schmutzwasser und aufgenommener fester Schmutz werden im vorgesehenen Behälter gesammelt. Dieser lässt sich anschließend ausspülen und bei Bedarf mit der mitgelieferten langen Reinigungsbürste gründlicher säubern.
Hochglanz bleibt empfindlich
Die vielen glänzenden Oberflächen haben allerdings einen bekannten Nachteil: Fingerabdrücke und mit der Zeit auch kleinere Kratzer lassen sich nicht vollständig vermeiden. Fingerabdrücke können problemlos abgewischt werden. Kleinere Gebrauchsspuren sehen wir bei einem Gerät, das regelmäßig über den Boden geführt, entleert und gereinigt wird, allerdings nicht als wirklichen Kritikpunkt.
Nach gut vier Wochen im Einsatz konnten wir keine Defekte, auffälligen Verschleißerscheinungen oder lockeren Bauteile feststellen. Insgesamt entspricht die Verarbeitung damit dem hochwertigen Anspruch, den Tineco mit dem Floor One S9 Artist Premium verfolgt.
(Verarbeitung: 4 von 5 Punkten)
TEIL 2
bestehend aus „Funktion des Produktes“ entspricht 65% der Gesamtwertung
Produkttyp
Nass-Trockensauger / Wischsauger
Leistung
220 W
Saugleistung
22.000 Pa
Akku
Lithium-Ionen Softpack-Akku, fest verbaut, 7× 6250 mAh Zellen
Akkulaufzeit
im Test ca. 40–50 Min. im Auto-Modus, ca. 30 Min. im Max-Modus
Ladezeit
ca. 4,5 Stunden
Frischwassertank / Schmutzwassertank
Frisch: 0,88 Liter; Schmutz: 0,75 Liter
Reinigungsmodi
Auto, Max, Saugmodus
Lautstärke
im Test ca. 70–76 dB
Display
Farbdisplay im Griff
Selbstreinigung/Trocknung
Ja, automatische Selbstreinigung/ FlashDry, bis zu 85 °C Heißluft
Besonderheiten
iLoop-Sensor, SmoothDrive-Antrieb, DualBlock Anti-Tangle, 180°, Höhe ca. 12,85 cm
Schmutztrennung
3-Kammer-System
Einsatzbereich
Hartböden, z. B. Fliesen, Laminat und Parkett
Lieferumfang
Tineco Floor One S9 Artist Premium Lade-/Reinigungsstation 2x Reinigungswalzen 2x Filter Reinigungsbürste 500 ml Reinigungslösung Anleitung und Sicherheitskarte
Technische Daten des Tineco Floor S9 Artis Premium
Inbetriebnahme & Einrichtung
In wenigen Minuten einsatzbereit
Die Inbetriebnahme des Tineco Floor One S9 Artist Premium gestaltet sich erfreulich unkompliziert. Nach dem Auspacken müssen zunächst lediglich die Folien und übrigen Transportsicherungen entfernt werden. Anschließend wird das Griffstück in das Gerät gesteckt, bis es hör- und spürbar einrastet. Schrauben oder Werkzeug werden nicht benötigt.
Auch bei der Reinigungs- und Ladestation hält sich der Aufwand in Grenzen. Station am gewünschten Standort aufstellen, mit dem Stromnetz verbinden und den Tineco Floor One S9 Artist Premium einsetzen und fertig.
Unser Testgerät wurde mit einem Akkustand von rund 60 Prozent ausgeliefert. Vor der ersten Reinigung haben wir den Akku dennoch zunächst vollständig geladen.
Frischwassertank einfach befüllt
Der Frischwassertank lässt sich über die Entriegelung und eine Griffmulde komfortabel aus dem Gerät entnehmen. Beim Wiedereinsetzen rastet er sauber und sicher ein. Durch das transparente Gehäuse ist der aktuelle Wasserstand gut erkennbar, zusätzlich kennzeichnet eine dezente Linie die maximale Füllmenge.
Die bereits angesprochene seitliche Einfüllöffnung erweist sich auch hier als praktische Verbesserung. Der Tank lässt sich beim Befüllen besser halten und sein Volumen einfacher ausnutzen als beim von uns getesteten Tineco Floor One S7 Stretch.
Das Tineco-Reinigungsmittel wird direkt dem Frischwasser hinzugegeben. Als Dosierhilfe dient die Verschlusskappe der Flasche, von der eine Füllung ausreicht. Der Verbrauch des Konzentrats hält sich dadurch in Grenzen. Tineco weist darauf hin, ausschließlich das dafür vorgesehene Reinigungsmittel zu verwenden.
Grundsätzlich lässt sich der Tineco Floor One S9 Artist Premium auch mit klarem Wasser betreiben. Für die eigentliche Bodenreinigung verwenden wir jedoch das vorgesehene Reinigungsmittel, unter anderem um ein möglichst gutes und gleichmäßiges Reinigungsergebnis zu erzielen.
Sprachansagen begleiten die Bedienung
Nach dem Einschalten ist der Tineco Floor One S9 Artist Premium innerhalb kurzer Zeit einsatzbereit. Ein integrierter Lautsprecher informiert während des Betriebs per Sprachausgabe über den aktuellen Zustand und notwendige Schritte.
Ab Werk erfolgten die Ansagen bei unserem Gerät auf Englisch. Über die Tineco-App lässt sich die Sprache jedoch problemlos auf Deutsch umstellen, was wir direkt vorgenommen haben.
Schnelle Einbindung in die Tineco-App
Da bei uns bereits ein Floor One S7 Stretch eingerichtet ist, verlief auch die WLAN-Einrichtung besonders schnell. Die vorhandenen WLAN-Daten konnten für den neuen Tineco Floor One S9 Artist Premium übernommen werden. Ein Firmware-Update war bei unserem Testgerät zum Zeitpunkt der Einrichtung nicht erforderlich.
Für die Nutzung der App wird ein Tineco-Benutzerkonto mit E-Mail-Adresse benötigt. Für den normalen Reinigungsvorgang ist die App allerdings nicht zwingend erforderlich, der Bodenreiniger kann auch ohne Smartphone verwendet werden.
Einen Mehrwert bietet die App dennoch. Neben der Sprache der Sprachansagen lassen sich dort beispielsweise die Reinigungsmodi individueller konfigurieren. Im Auto-Modus übernimmt der Tineco Floor One S9 Artist Premium die Anpassung automatisch. Beim Max-Modus lässt sich die Leistung jedoch zwischen 150 auf 120 Watt anpassen. Im Modus Saugen stehen weitere Anpassungen der Leistung und Wassermenge zur Verfügung.
(Inbetriebnahme & Einrichtung: 4,5 von 5 Punkten)
Handhabung & Bedienkomfort
SmoothDrive macht den Unterschied
Das Gewicht des Tineco Floor One S9 Artist Premium ist beim Arbeiten durchaus spürbar. Man merkt, dass man einen vergleichsweise großen Nass-Trockensauger führt. Dank SmoothDrive fällt die Handhabung im direkten Vergleich mit dem von uns getesteten Floor One S7 Stretch allerdings spürbar leichter aus.
Die aktiv angetriebenen Räder unterstützen die Bewegungen und vermitteln das Gefühl, dass das Gerät beim Reinigen tatsächlich mitarbeitet. Besonders beim normalen Vorwärtsfahren ist die Unterstützung angenehm. Da wir beim Wischen häufig in kurzen Bewegungen vor- und zurückfahren, muss SmoothDrive allerdings permanent auf einen Richtungswechsel reagieren. Beim Wechsel von vorwärts zu rückwärts und umgekehrt ist daher eine minimale Verzögerung zu spüren. Gleiches gilt bei schnellen Richtungswechseln oder beim Fahren um Ecken. Störend empfanden wir dies im Alltag jedoch nicht, insgesamt funktioniert die Unterstützung sehr gut und stellt für uns eine der deutlichsten Verbesserungen gegenüber dem Tineco Floor One S7 Stretch dar.
180°-Flachlage überzeugt unter Möbeln
Ein weiterer großer Vorteil ist die 180°-Flachlage. Der Tineco Floor One S9 Artist Premium lässt sich nahezu vollständig auf den Boden absenken und kommt dadurch auch unter Betten, hängende Sideboards und vergleichbare Möbel.
Mit einer Höhe von knapp unter 13 cm im flachgelegten Zustand benötigt er dafür vergleichsweise wenig Platz. Natürlich muss man sich selbst entsprechend herunterbeugen oder hinknien, um das Gerät weit unter ein Bett zu führen. Überraschend gut bleibt dabei das Handlig. Selbst vollständig abgesenkt lässt sich der Tineco Floor One S9 Artist Premium kontrolliert vor- und zurückbewegen.
Gute Randreinigung mit kleinen Restbereichen
Bei der Randreinigung kommt die Walze auf beiden Seiten sehr nah an Wände und Sockelleisten heran, vollständig randlos arbeitet sie allerdings nicht. In unserem Test verblieben auf der linken Seite rund 6 mm, auf der rechten Seite etwa 9 bis 10 mm ungewischter Bereich.
Fährt man mit der Vorderseite des Reinigungskopfs direkt auf eine Wand zu, fällt der Abstand konstruktionsbedingt größer aus. Durch die abgerundete Form des Reinigungskopfs bleiben hier ungefähr 3 cm bis zur Wand. Für eine möglichst gründliche Randreinigung empfiehlt es sich daher, den S9 seitlich entlang der Wand zu führen.
Auf Fliesen und Parkett gleichermaßen angenehm
Zwischen unseren Feinsteinzeugfliesen und dem Parkett konnten wir bei der Handhabung keine nennenswerten Unterschiede feststellen. Der Tineco Floor One S9 Artist Premium lässt sich auf beiden Bodenarten gleichermaßen gut führen.
Kleinere Schwellen stellen ebenfalls kein großes Hindernis dar. Bei höheren Absätzen sollte man die unterschiedlichen Ebenen dagegen getrennt reinigen und das Gerät entsprechend umsetzen.
Praktisch finde ich, wird der Tineco Floor One S9 Artist Premium während der Reinigung auf ungefähr 90° aufgerichtet, kann er wie bereits der Tineco Floor One S7 Stretch selbstständig und sicher stehen. Für eine kurze Unterbrechung muss er somit nicht jedes Mal zurück zur Station gebracht werden. Ein ungewolltes Austreten oder Nachtropfen von Wasser konnten wir dabei nicht feststellen.
Display und iLoop immer im Blick
Auch die Bedienung direkt am Griff überzeugt. Die Tasten sind gut erreichbar und das integrierte Display lässt sich während der Reinigung problemlos ablesen. Gerade die neue Positionierung im direkten Blickfeld empfinden wir gegenüber dem Tineco Floor One S7 Stretch als Verbesserung.
Der farbige iLoop-Sensor liefert zusätzlich eine schnell erfassbare Rückmeldung zum erkannten Verschmutzungsgrad. Stärker verschmutzte Bereiche werden entsprechend signalisiert und man erkennt unmittelbar, an welchen Stellen weitere Reinigungsvorgänge sinnvoll sind. Im Alltag erwies sich diese Funktion nicht nur als optische Spielerei, sondern als praktische Orientierungshilfe.
Hörbar, aber nicht unangenehm laut
Leise ist der Tineco Floor One S9 Artist Premium nicht. Je nach gewähltem Modus haben wir während des Betriebs ungefähr 70 bis 76 dB gemessen. Die Geräuschkulisse empfanden wir dennoch als angenehm und für einen Nass-Trockensauger nicht störend. Die Reinigungs- und Trocknungsvorgänge innerhalb der Station fallen teilweise noch etwas lauter aus.
Spürbare Fortschritte gegenüber dem S7 Stretch
Insgesamt hat Tineco die Handhabung an mehreren Stellen sinnvoll weiterentwickelt. Neben SmoothDrive zählen dazu der einfacher zu befüllende Frischwassertank, der komfortabler zu öffnende Schmutzwassertank und das direkt am Griff platzierte Display. Für sich betrachtet mögen manche dieser Änderungen klein erscheinen, zusammengenommen sorgen sie im Alltag jedoch für einen merklich höheren Bedienkomfort.
(Handhabung & Bedienkomfort: 4,5 von 5 Punkten)
Reinigungsleistung im Praxistest
Saugen und Wischen in einem Arbeitsgang
Im Alltag überzeugt der Tineco Floor One S9 Artist Premium mit einer sehr guten Reinigungsleistung. Typische Verschmutzungen wie Staub, Krümel, Erde und kleinere Steinchen werden problemlos aufgenommen und landen zusammen mit den übrigen festen Verschmutzungen im dafür vorgesehenen Bereich des Schmutzbehälters.
Ein vorheriges Staubsaugen ist in den meisten Fällen somit nicht erforderlich. Genau darin liegt für uns einer der größten Vorteile eines solchen Nass-Trockensaugers, denn Saugen und Wischen erfolgen gleichzeitig in nur einem Arbeitsgang.
Auf unseren Feinsteinzeugfliesen zeigte sich die Reinigungsleistung ebenfalls deutlich. Aufgrund ihrer Oberflächenstruktur ist im Alltag teilweise kaum zu erkennen, wie verschmutzt der Boden tatsächlich ist. Hebt man beispielsweise die Schmutzfangmatte im Eingangsbereich an, wird anhand des darunterliegenden Bodens schnell sichtbar, wie viel Schmutz sich bereits angesammelt hat. Der Tineco Floor One S9 Artist Premium entfernte diesen zuverlässig und kam auch mit stärker anhaftendem Alltagsschmutz gut zurecht.
Eingetrocknete Flecken benötigen mehrere Überfahrten
Auch eingetrocknete Flüssigkeiten wie Kaffee oder Saft stellten in unserem Test kein größeres Problem dar. Bei solchen Verschmutzungen reicht allerdings nicht immer eine einzelne Überfahrt aus. Nach mehrmaligem Vor- und Zurückfahren löste der S9 Artist Premium die Rückstände zuverlässig vom Boden.
Bei Fugen sollte man dagegen keine Wunder erwarten. Diese werden beim Wischen zwar mitgereinigt, stark verschmutzte oder verfärbte Fugen sehen anschließend aber nicht plötzlich wieder wie neu aus. Dafür ist eine gezieltere und intensivere Reinigung notwendig.
Positiv fiel auf, dass der Tineco Floor One S9 Artist Premium auf unseren getesteten Böden keine störenden Streifen oder Wasserfleckenhinterließ.
Haare wickeln sich nicht um die Walze
Auch bei Haaren überzeugte der Tineco Floor One S9 Artist Premium. Mittellange Haare wurden in unserem bisherigen Test zuverlässig aufgenommen und landeten anschließend im Schmutzbehälter. Haare, die sich störend um die Reinigungswalze gewickelt haben, konnten wir bislang nicht feststellen.
Das integrierte Schneidsystem zur Vermeidung von Haarverwicklungen erfüllt damit in unserem Alltag zuverlässig seinen Zweck. Gerade bei einem regelmäßig verwendeten Bodenreiniger ist dies praktisch, da die Walze nicht ständig von aufgewickelten Haaren befreit werden muss.
3-Kammer-System überzeugt auch in 180°-Flachlage
Eine Besonderheit des Tineco Floor One S9 Artist Premium ist die Trennung des aufgenommenen Schmutzes. Das 3-Kammer-Systemsorgt dafür, dass Schmutzwasser und feste Schmutzpartikel getrennt gesammelt werden. Gröbere Verschmutzungen verbleiben im dafür vorgesehenen Bereich, während das Schmutzwasser separat in dem Behälter gesammelt wird.
Gerade in Verbindung mit der 180°-Flachlage ist dieses System wichtig. Selbst wenn wir den Tineco Floor One S9 Artist Premium nahezu waagerecht unter einem Bett oder Sideboard führten, funktionierten Schmutzaufnahme und Trennung weiterhin zuverlässig. Ein Austreten von Schmutzwasser konnten wir dabei nicht feststellen.
Auto-Modus ist im Alltag unsere erste Wahl
Die meiste Zeit verwenden wir den Auto-Modus. Für die alltägliche Bodenreinigung ist dieser unserer Meinung nach die sinnvollste Einstellung. Der iLoop-Sensor erkennt den Verschmutzungsgrad und passt die Reinigungsleistung entsprechend an. Gleichzeitig zeigt der farbige Statusring an, ob noch stärkerer Schmutz erkannt wird oder der entsprechende Bereich bereits sauberer ist.
Dadurch muss man sich während der normalen Reinigung kaum Gedanken über die passende Einstellung machen. Gerade stärker verschmutzte Stellen lassen sich durch die optische Rückmeldung zudem schnell erkennen und bei Bedarf nochmals überfahren.
Der separate Saugmodus eignet sich dagegen für Situationen, in denen trockener Schmutz, Haare oder Krümel aufgenommen werden sollen, ohne gleichzeitig die normale feuchte Wischfunktion zu verwenden.
22.000 Pa bringen gegenüber dem S7 Stretch nur einen kleinen Unterschied
Mit einer angegebenen Saugleistung von 22.000 Pa bietet der Tineco Floor One S9 Artist Premium 1.000 Pa mehr als der von uns bereits getestete Floor One S7 Stretch. Auf dem Datenblatt ist das eine Verbesserung, im normalen Alltag fällt der Unterschied allerdings gering aus.
Bei typischen Verschmutzungen ist die höhere Saugleistung höchstens minimal wahrnehmbar. Das ist jedoch weniger als Kritik am S9 Artist Premium zu verstehen, denn bereits der Tineco Flor One S7 Stretch hatte für gewöhnlichen Alltagsschmutz ausreichend Leistung.
Die deutlich größeren Fortschritte des Tineco Floor One S9 Artist Premium sehen wir deshalb an anderen Stellen, beispielsweise bei SmoothDrive, der überarbeiteten Tankkonstruktion und dem verbesserten Handling.
Auch nach der Bodenreinigung holt die Selbstreinigung noch einiges heraus
Nach dem Wischen macht die Reinigungswalze auf den ersten Blick häufig bereits einen relativ sauberen Eindruck. Sobald der Tineco Floor One S9 Artist Premium jedoch zurück auf seiner Station steht und die automatische Selbstreinigung gestartet wird, zeigt sich, dass sich noch weiterer Schmutz aus Walze und Reinigungssystem herausspülen lässt.
direkt nach dem Saug-/Wischennach der Selbstreinigung
Im Anschluss übernimmt die Station auch die Trocknung der Walze mit bis zu 85 °C heißer Luft. Dadurch beschränkt sich die Pflege nach einer normalen Bodenreinigung auf vergleichsweise wenige Handgriffe.
Wie gut Selbstreinigung und Trocknung tatsächlich funktionieren und was trotzdem noch von Hand gereinigt werden muss, behandeln wir im nächsten Abschnitt „Selbstreinigung & Wartung“ ausführlich.
(Reinigungsleistung im Praxistest: 4 von 5 Punkten)
Selbstreinigung & Wartung
Selbstreinigung auf Knopfdruck
Nach der Bodenreinigung wird der Tineco Floor One S9 Artist Premium einfach zurück auf seine Station gestellt. Über die obere Taste am Griff lässt sich anschließend die automatische Selbstreinigung starten. Auch die Sprachansage weist auf die entsprechende Funktion hin.
Wichtig ist, dass sich noch ausreichend Frischwasser im Tank befindet, da dieses für den Reinigungsvorgang benötigt wird. Anschließend übernimmt der Tineco Floor One S9 Artist Premium den Großteil der Arbeit selbst. In unserem Test dauert der Vorgang insgesamt ungefähr 10 Minuten.
Dabei wird nicht nur oberflächlich die Walze mit 85°C heißem Wasser gespült. Das Reinigungssystem wird ebenfalls durchgespült und das dabei entstehende Schmutzwasser anschließend im Schmutzwassertank gesammelt.
Trocknung verhindert unangenehme Gerüche
Nach der Reinigung folgt automatisch die Trocknung. Dabei wird die Bürstenwalze immer wieder gedreht, sodass sie möglichst gleichmäßig von der bis zu 85 °C heißen Luft erreicht wird.
Das Ergebnis überzeugt. Nach Abschluss des Vorgangs fühlt sich die Walze sehr trocken an. Während unseres bisherigen Tests entstanden dadurch auch keine unangenehmen Gerüche. Gerade bei einer dauerhaft feuchten Reinigungswalze wäre dies auf Dauer ein Problem. Die automatische Trocknung ist für uns daher keineswegs nur eine Funktion fürs Datenblatt, sondern bietet einen echten praktischen Mehrwert.
Eine zusätzliche Reinigung der Walze von Hand war während unseres bisherigen Tests nicht erforderlich.
Ein wenig Handarbeit bleibt trotzdem
Ganz ohne manuelle Pflege kommt allerdings auch der Tineco Floor One S9 Artist Premium nicht aus. Nach der Selbstreinigung sollte der Schmutzwassertank entleert und ausgespült werden. Dank der Trennung lassen sich gröbere bzw. feste Verschmutzungen einfach über den Hausmüll entsorgen, während das Schmutzwasser separat entleert werden kann.
Auch auf der Station kann sich mit der Zeit ein leichter Schmutzfilm bilden. Der Aufwand hält sich allerdings in Grenzen. Bei uns reicht es aus, die entsprechenden Bereiche gelegentlich, etwa einmal im Monat, mit einem feuchten Tuch abzuwischen.
Insgesamt benötigen wir für die manuelle Nachbereitung nach einer Reinigung ungefähr fünf bis maximal zehn Minuten. Der größte Teil der Reinigung von Walze und internem System wird schließlich automatisch erledigt.
Etwas lauter, dafür vollautomatisch
Während der Selbstreinigung arbeitet der S9 Artist Premium etwas lauter als beim normalen Wischen. Da man währenddessen allerdings nicht am Gerät bleiben muss, empfanden wir dies nicht als störend.
Über die Tineco-App lässt sich festlegen, ob die Selbstreinigung nur mit Frischwasser oder zusätzlich mit Reinigungslösung erfolgen soll. Eine automatische Dosierung des Reinigungsmittels besitzt der Tineco Floor One S9 Artist Premium allerdings nicht. Möchte man die Reinigungslösung verwenden, muss diese zuvor manuell in der entsprechenden Menge in den Frischwassertank gegeben werden.
Ist die Selbstreinigung einmal gestartet, läuft der weitere Vorgang einschließlich der anschließenden Trocknung vollständig automatisch ab. Zusätzliche Einstellungen für die Trocknung sind weder notwendig noch vorgesehen.
Insgesamt reduziert die Kombination aus automatischer Selbstreinigung und Trocknung den Pflegeaufwand deutlich. Ganz wartungsfrei ist der Tineco Floor One S9 Artist Premium natürlich nicht, insbesondere Schmutzwassertank und gelegentlich auch die Station benötigen weiterhin etwas Aufmerksamkeit. Die zeitaufwendigere Reinigung von Walze und internem System nimmt einem das Gerät jedoch weitgehend ab.
(Selbstreinigung & Wartung: 4 von 5 Punkten)
Akku & Laufzeit
Rund 45 Minuten im Auto-Modus
Im von uns am häufigsten genutzten Auto-Modus erreicht der Tineco Floor One S9 Artist Premium in der Praxis durchschnittlich rund 45 Minuten Laufzeit. Je nachdem, wie viel Schmutz der iLoop-Sensor erkennt und wie stark Saugleistung und Wassermenge daraufhin angepasst werden, bewegte sich die Laufzeit in unserem Test zwischen ungefähr 40 und 50 Minuten.
Im Max-Modus fällt der Energiebedarf aufgrund der höheren Leistung entsprechend größer aus. Hier reduziert sich die Laufzeit bei uns auf etwa 30 Minuten.
Die verbleibende Akkukapazität wird während der Nutzung übersichtlich angezeigt und passt sich laufend an die aktuelle Nutzung an. Zusätzlich machen die Sprachansagen rechtzeitig auf einen niedrigen Akkustand und andere relevante Zustände aufmerksam.
Rund 80 bis 90 m² sind realistisch
Rein rechnerisch ließe sich mit einer Akkuladung eine deutlich größere Fläche bearbeiten, wenn jede Stelle lediglich einmal überfahren würde. In einem realistischen Reinigungsszenario fährt man über stärker verschmutzte Bereiche allerdings zwei- oder mehrmals.
Aus unseren bisherigen Erfahrungen halten wir deshalb eine tatsächliche Reinigungsfläche von ungefähr 80 bis 90 m² mit einer Akkuladung für einen realistischen Wert. Reinigen wir beispielsweise lediglich zwei Räume und den Flur im Eingangsbereich, verbleiben anschließend häufig noch rund 30 bis 40 Prozent Akkukapazität.
Interessant ist zudem, dass die Reichweite des Frischwassertanks ungefähr zur Akkulaufzeit passt. Je nach Verschmutzungsgrad und entsprechend höherem Wasserverbrauch kann es allerdings vorkommen, dass bereits vorher Frischwasser nachgefüllt werden muss.
4,5 Stunden Ladezeit erfordern Geduld
Weniger überzeugend fällt die Ladegeschwindigkeit aus. Ein vollständig entladener Akku benötigt bei uns ungefähr 4,5 Stunden, bis wieder 100 Prozent erreicht sind. Eine Schnellladefunktion gibt es nicht.
Kurze Zwischenladungen bringen daher nur einen begrenzten Vorteil. Wer den Tineco Floor One S9 Artist Premium beispielsweise für 30 Minuten auf die Station stellt, gewinnt lediglich einige zusätzliche Minuten Reinigungszeit.
Im normalen Alltag fällt das weniger ins Gewicht, da der Bodenreiniger nach getaner Arbeit ohnehin wieder auf seiner Station landet und dort bis zum nächsten Einsatz laden kann. Möchte man allerdings eine sehr große Fläche am Stück reinigen, kann die lange Ladezeit störend sein. Bei größeren Häusern bietet es sich gegebenenfalls an, die Reinigung von Erd- und Obergeschoss zeitlich aufzuteilen.
Fest verbauter Softpack-Akku
Einen Kritikpunkt sehen wir beim fest verbauten Akku. Ein leerer Akku kann somit nicht einfach gegen einen zweiten, vollständig geladenen Akku ausgetauscht werden. Gerade in Verbindung mit der langen Ladezeit wäre ein Wechselakku für besonders große Flächen praktisch.
Tineco setzt beim S9 Artist Premium auf einen Beutelzellen-Akku, der laut Hersteller auf eine hohe Lebensdauer ausgelegt sein soll. Ob sich dieser Vorteil auch nach mehreren Jahren regelmäßiger Nutzung bemerkbar macht, können wir nach unserem bisherigen Testzeitraum selbstverständlich noch nicht beurteilen.
Eine auffällige Wärmeentwicklung beim Laden konnten wir nicht feststellen. Gegenüber dem von uns getesteten S7 Stretch fällt die praktische Laufzeit insgesamt ähnlich aus. Die großen Fortschritte des Tineco Floor One S9 Artist Premium liegen somit auch hier weniger in einer erheblich längeren Laufzeit als vielmehr in anderen Bereichen des Geräts.
(Akku & Laufzeit: 3,5 von 5 Punkten)
Bedienung & App
Alle wichtigen Funktionen direkt am Griff
Die Bedienung des Tineco Floor One S9 Artist Premium ist unkompliziert und bereits ohne Smartphone vollständig alltagstauglich. Direkt am Griff befindet sich zunächst die Ein-/Ausschalttaste. Über eine weitere Taste kann zwischen den verschiedenen Reinigungsmodi gewechselt werden. Nach dem Einschalten startet der Tineco Floor One S9 Artist Premium standardmäßig im Auto-Modus, den wir auch während unseres Tests überwiegend verwendet haben. Der Wechsel in die anderen Betriebsarten erfolgt unmittelbar und ohne störende Verzögerung.
Ganz oben am Griff befindet sich zusätzlich die Taste für die automatische Selbstreinigung. Sobald der Tineco Floor One S9 Artist Premium nach dem Wischen wieder auf seiner Reinigungsstation steht, lässt sich der Vorgang darüber direkt starten.
Auf der Rückseite des Griffs gibt es zudem eine weitere Taste für Funktionen rund um WLAN und Sprachansagen. Da wir diese Einstellungen über die App vorgenommen haben, benötigten wir sie im Alltag kaum. Praktisch ist sie dennoch, da sich wichtige Grundeinstellungen damit auch ohne Smartphone vornehmen lassen.
Display liefert alle wichtigen Informationen
Sehr gut gefällt uns das direkt in den Griff integrierte Display. Der verbleibende Akkustand wird exakt in Prozentangezeigt. Zusätzlich informiert die Anzeige über den aktuell gewählten Reinigungsmodus und den WLAN-Status.
Darüber hinaus gibt es zahlreiche Status- und Warnhinweise. Das Display informiert beispielsweise darüber, wenn eine Selbstreinigung durchgeführt werden sollte oder der Tineco Floor One S9 Artist Premium in die 180°-Flachlage gebracht wurde. Während der Trocknung auf der Station erscheint zudem die entsprechende Bürstenrollen-Trocknungsanzeige.
Auch Probleme werden direkt signalisiert. Dazu zählen beispielsweise eine blockierte Reinigungswalze, ein leerer Frischwassertank oder ein voller Schmutzwassertank. In Verbindung mit den Sprachansagen weiß man somit ziemlich genau, was das Gerät gerade macht oder welche Handlung erforderlich ist.
Die Ablesbarkeit überzeugte uns ebenfalls. Unabhängig davon, ob wir bei hellerem Tageslicht oder in dunklerer Umgebung gereinigt haben, konnten wir die Informationen gut erkennen.
Tineco-App bietet zusätzliche Einstellungen
Noch mehr Möglichkeiten bietet die Tineco-App. Bereits auf der Startseite lässt sich unter anderem der aktuelle Akkustand einsehen, ob das Gerät gerade geladen wird und wann die letzte Reinigung stattgefunden hat. Auch ein Reinigungsverlauf steht zur Verfügung.
Interessanter sind jedoch die zusätzlichen Geräteeinstellungen. So lassen sich beispielsweise Max- und Saugmodus individuell konfigurieren und unter anderem Saugkraft und Wasserabgabe anpassen. Auch die Laufgeschwindigkeit der Rollen kann verändert werden. Wir sind hier allerdings bei der Werkseinstellung geblieben, da diese für uns bereits gut abgestimmt ist.
Zusätzlich können die Sprache der Ansagen sowie deren Lautstärke angepasst und das Produkthandbuch direkt aufgerufen werden. Die App selbst lief während unseres Tests flüssig, reagierte schnell und bereitete uns keine Verbindungsprobleme.
App ist praktisch, aber kein Muss
Gerade zu Beginn lädt die App dazu ein, verschiedene Einstellungen und Reinigungsmodi auszuprobieren. Nach einiger Zeit nimmt ihre Bedeutung im Alltag allerdings deutlich ab. Da wir überwiegend den gut funktionierenden Auto-Modus verwenden, öffnen wir die App inzwischen nur noch selten.
Das sehen wir eher als Vorteil, der Tineco Floor One S9 Artist Premium ist nicht von der App abhängig. Grundlegende Funktionen und selbst Einstellungen rund um die Sprachansagen lassen sich direkt am Gerät vornehmen. Für weitergehende Anpassungen der Reinigungsmodi und die Reinigungsstatistiken wird dagegen die App benötigt.
Damit eignet sich der Bodenreiniger auch für Nutzer, die möglichst wenig mit Smartphone-Apps zu tun haben möchten. Auch Personen, die technisch weniger versiert sind, sollten mit der grundlegenden Bedienung schnell zurechtkommen. Die App erweitert den Funktionsumfang, drängt sich im Alltag aber erfreulicherweise nicht auf.
(Bedienung & App: 4 von 5 Punkten)
Tanks & Verbrauch
Tankgrößen passen gut zum Gesamtkonzept
Der Tineco Floor One S9 Artist Premium verfügt über einen 880 ml großen Frischwassertank und einen 750 ml fassenden Schmutzwassertank. Diese Größen haben sich in unserem Alltag als gut gewählt erwiesen. Größere Tanks würden zwar die Reichweite erhöhen, gleichzeitig aber auch zusätzliches Gewicht mit sich bringen.
Bei unserer üblichen, gründlichen Reinigung reicht eine Frischwasserfüllung ungefähr für die bereits erwähnten 80 bis 90 m². Wer schneller arbeitet und einzelne Bereiche nur einmal überfährt, kann entsprechend größere Flächen reinigen.
In der Praxis wird bei uns normalerweise zuerst der Frischwassertank leer. Das ist nachvollziehbar, da kontinuierlich Frischwasser für die Reinigung bereitgestellt wird, während die Walze abgestreift und das aufgenommene Schmutzwasser separat gesammelt wird.
Wasserabgabe passt sich der Verschmutzung an
Im Auto-Modus reguliert der Tineco Floor One S9 Artist Premium die Wasserabgabe abhängig vom erkannten Verschmutzungsgrad. Erkennt das Gerät stärkeren Schmutz, steigt dadurch auch der Wasserverbrauch etwas an. In unserem Test blieb dieser zusätzliche Verbrauch allerdings in einem vernünftigen Rahmen.
Auf dem Boden verbleibt nach dem Wischen lediglich ein gleichmäßiger, leichter Feuchtigkeitsfilm. Bei guter Luftzirkulation trocknen die gereinigten Flächen entsprechend schnell. Störende Rückstände oder Schlieren konnten wir weder auf unseren Fliesen noch auf dem Parkett feststellen.
Ist der Frischwassertank leer oder der Schmutzwassertank voll, macht der Tineco Floor One S9 Artist Premium rechtzeitig über seine Anzeigen und Sprachhinweise darauf aufmerksam.
Im Vergleich zum von uns getesteten Floor One S7 Stretch konnten wir beim Wasserverbrauch keinen wesentlichen Unterschied feststellen.
500 ml Reinigungslösung reichen für zahlreiche Füllungen
Tineco legt dem S9 Artist Premium 500 ml Reinigungslösung bei. Pro vollständig gefülltem Frischwassertank verwenden wir maximal etwa 15 ml beziehungsweise eine kleine Verschlusskappe.
Damit reichen 500 ml rechnerisch für ungefähr 33 vollständige Tankfüllungen. Bei einer von uns realistisch eingeschätzten Reichweite von 80 bis 90 m² pro Füllung entspricht das theoretisch mehr als 2.600 m² gereinigter Bodenfläche. In der Praxis hängt der tatsächliche Verbrauch natürlich stark davon ab, wie gründlich gereinigt wird und wie häufig einzelne Bereiche überfahren werden.
Die Dosierung über die Verschlusskappe ist simpel, funktioniert aber problemlos. Eine aufwendigere automatische Dosierung vermissen wir hier nicht. Das Reinigungsmittel hinterließ während unseres Tests zudem keine sichtbaren Rückstände oder Schlieren.
Schmutzwassertank nach jeder Reinigung leeren
Nach jeder Nutzung sollte der Schmutzwassertank geleert und ausgespült werden. Das ist bei einem Nass-Trockensauger besonders wichtig. Bleiben Schmutzwasser und aufgenommene Verschmutzungen längere Zeit im geschlossenen Behälter, können sich schnell unangenehme Gerüche entwickeln.
Die Reinigung gestaltet sich unkompliziert. Mit Wasser und der mitgelieferten langen Reinigungsbürste lassen sich die entsprechenden Bereiche gut erreichen.
Insgesamt halten wir die Tankgrößen des Tineco Floor One S9 Artist Premium für gut auf Laufzeit, Reinigungsleistung und Gewicht abgestimmt. Größere Behälter wären für besonders große Flächen zwar praktisch, würden das ohnehin nicht gerade leichte Gerät jedoch zusätzlich schwerer machen.
(Tanks & Verbrauch: 4 von 5 Punkten)
TEIL 3
bestehend aus „Preis/Leistung“ entspricht 10% der Gesamtwertung
Beschreibung
Die von Tineco beworbenen Funktionen konnten in unserem Praxistest weitgehend überzeugen. SmoothDrive erleichtert die Führung des Geräts spürbar, die 180°-Flachlage ermöglicht die Reinigung unter niedrigen Möbeln und auch die 3-Kammer-Schmutzwassertrennung funktioniert dabei zuverlässig. Ebenso überzeugte das System gegen Haarverwicklungen: Mittellange Haare landeten bei uns im Schmutzbehälter, anstatt sich um die Walze zu wickeln. Auch die automatische Selbstreinigung samt anschließender Heißlufttrocknung erfüllt ihren Zweck und verhinderte während unseres Tests unangenehme Gerüche.
Etwas relativieren muss man die beworbene Kantenreinigung. Vollständig bis an die Wand reicht die Walze nicht. In unserem Test blieben seitlich etwa 6 beziehungsweise 9 bis 10 mm und beim frontalen Heranfahren aufgrund der Bauform rund 3 cm ungereinigt.
Auch die maximale Akkulaufzeit ist als Optimalwert zu verstehen. Im alltäglichen Auto-Modus erreichten wir abhängig vom Verschmutzungsgrad 40 bis 50 Minuten, durchschnittlich rund 45 Minuten. Da der Tineco Floor One S9 Artist Premium und Wasserabgabe automatisch an die erkannte Verschmutzung anpasst, kann die Laufzeit entsprechend variieren.
Insgesamt treffen die wesentlichen Werbeversprechen von Tineco damit auch in der Praxis zu. Einige Angaben wie die maximale Laufzeit oder Kantenreinigung sollte man jedoch unter den entsprechenden Idealbedingungen beziehungsweise konstruktiven Einschränkungen betrachten.
Preis/Leistung
Zum Marktstart lag die UVP des Tineco Floor One S9 Artist Premium bei 899 Euro, mittlerweile ist er bereits für rund 450 Euro erhältlich. Zu diesem Preis fällt das Preis-Leistungs-Verhältnis deutlich attraktiver aus. Der von uns ebenfalls getestete Floor One S7 Stretch ist aktuell allerdings nochmals rund 190 Euro günstiger.
Bei der eigentlichen Reinigungsleistung liegen beide Geräte unserer Erfahrung nach nah beieinander. Der Mehrpreis des S9 Artist Premium fließt daher vor allem in den höheren Bedienkomfort, das elegantere Design und zahlreiche Detailverbesserungen. Besonders SmoothDrive macht im direkten Vergleich einen spürbaren Unterschied. Hinzu kommen unter anderem der einfacher zu befüllende Frischwassertank, der überarbeitete Schmutzwassertank und das besser positionierte Display.
Wer bereits einen Tineco Floor One S7 Stretch besitzt, muss unserer Meinung nach nicht allein wegen des Tineco Floor One S9 Artist Premium wechseln. Bei einem Neukauf würden wir den Aufpreis hingegen in Betracht ziehen, wenn einem SmoothDrive und der zusätzliche Bedienkomfort wichtig sind. Der Tineco Floor One S7 Stretch bleibt die preisbewusstere Wahl mit ähnlich guter Reinigungsleistung.
Einen austauschbaren Akku hätten wir uns beim Tineco Floor One S9 Artist Premium dennoch gewünscht. Gerade langfristig wäre es kundenfreundlicher, einen verschlissenen oder defekten Akku unkompliziert ersetzen zu können. Zum aktuellen Straßenpreis von rund 450 Euro bietet der Tineco Floor One S9 Artist Premium insgesamt aber ein überzeugendes Gesamtpaket.
Die Eve Energy Outdoor bringt smarte Steuerung und Energiemessung in den Außenbereich und hinterlässt bereits bei der Verarbeitung einen hochwertigen Eindruck. Besonders das hochwertig ausgeführte Gehäuse und die saubere Abdichtung hinterlassen einen sehr guten ersten Eindruck. Obwohl Eve auch hier auf Kunststoff setzt, vermittelt die matte, strukturierte Oberfläche einen ausgesprochen wertigen Eindruck und hebt sich optisch angenehm von vielen klassischen Außensteckdosen ab. In unserem Test nutzten wir sie unter anderem für die Gartenbeleuchtung und am Pool, denkbar ist aber ebenso die Steuerung der Weihnachtsbeleuchtung im Winter.
Die Einrichtung und Einbindung in Apple Home gelang gewohnt unkompliziert und schnell. Auch im Alltag überzeugte die Eve Energy Outdoor mit kurzen Reaktionszeiten, unabhängig davon, ob direkt an der Steckdose oder über die App geschaltet wurde. Die integrierte Energiemessung liefert zusätzlich einen praktischen Überblick darüber, wie viel Strom das angeschlossene Gerät tatsächlich benötigt. Insgesamt präsentiert sich die Eve Energy Outdoor als hochwertige und durchdachte Smart-Home-Lösung für den Außenbereich, deren Preis angesichts des gebotenen Funktionsumfangs angemessen erscheint.
Das gefällt uns
Hochwertige und robuste Verarbeitung
Zuverlässiger Betrieb im Außenbereich
Matter over Thread mit guter Mesh-Reichweite
Schnelle und einfache Einrichtung
Umfangreiche Automationen und Zeitpläne
Energiemessung mit Verbrauchs- und Kostenübersicht
Einbindung in verschiedene Smart-Home-Systeme
Keine Registrierung, Cloud oder Abokosten erforderlich
Manuelle Bedienung direkt an der Steckdose möglich
Schnelle Reaktion beim Schalten
Das gefällt uns weniger
Verbrauchsmessung über Google Home und Amazon Alexa derzeit nicht verfügbar
Mit rund 80 Euro deutlich teurer als einfache Smart-Plugs
Bestehend aus „Verpackung/Design/Verarbeitung“ entspricht 25% der Gesamtwertung
Verpackung
Die Verpackung der Eve Energy Outdoor ist schlicht gehalten und entspricht damit dem typischen Auftritt, den wir bereits von anderen Produkten des Herstellers kennen. Auf der Vorderseite sind die Steckdose und der Produktname abgebildet. Gleichzeitig weist Eve auf den Schutz der Privatsphäre, die Unterstützung von Matter sowie das TÜV-Rheinland-Siegel hin.
Auch die weiteren Seiten der Verpackung nutzt Eve sinnvoll zur Produktinformation. Eine Darstellung zeigt, wie die Steckdose später innerhalb der App erscheint. Zudem wird auf die Kompatibilität mit Apple Home, Samsung SmartThings, Google Home und Amazon Alexa hingewiesen. Auf der Rückseite zeigen zwei weitere Abbildungen die Eve Energy Outdoor unter anderem im montierten Zustand. Die wichtigsten Eigenschaften werden dort auf Deutsch und Englisch zusammengefasst.
Die Eve Energy Outdoor kommt in einer weitgehend kunststofffreien Verpackung mit allem notwendigen Zubehör für die Montage und Einrichtung.
Beim Lieferumfang beschränkt sich Eve auf das Wesentliche. Neben der Eve Energy Outdoor befinden sich zwei Schrauben samt passenden Dübeln für die Wandmontage sowie eine kompakte Anleitung im Karton. Ebenfalls enthalten ist die Karte mit dem für die Einrichtung benötigten Matter-Code. Viel mehr braucht es für die Installation der smarten Außensteckdose auch nicht.
Positiv fällt zudem die weitgehend kunststofffreie Verpackung auf. Die Steckdose selbst ist zum Schutz vor Kratzern in Papier eingeschlagen, während Schrauben und Dübel in einer kleinen Papiertüte untergebracht sind. Auf unnötige Kunststoffbeutel oder zusätzliche Kunststoffeinlagen verzichtet Eve damit erfreulicherweise.
Insgesamt ist der Lieferumfang zweckmäßig und vollständig. Alles, was für die Montage und anschließende Einrichtung benötigt wird, befindet sich bereits im Karton. Die eigentliche Einrichtung wird später ohnehin komfortabel Schritt für Schritt über die App begleitet.
(Verpackung: 4 von 5 Punkten)
Design
Optisch hinterlässt die Eve Energy Outdoor einen sehr gelungenen Eindruck. Das Design wirkt elegant, zeitlos und zugleich hochwertig, wodurch sich die smarte Außensteckdose deutlich von vielen klassischen Aufputzsteckdosen abhebt. Gerade bei einem Produkt, das dauerhaft sichtbar an einer Hauswand, Garage oder auf der Terrasse montiert wird, ist das durchaus ein wichtiger Punkt.
Die Grundform ist nach vorne und hinten vergleichsweise kantig gehalten, während die umlaufenden Seiten deutlich abgerundet sind. Dadurch erinnert die Form ein wenig an eine moderne App-Kachel und passt entsprechend gut zum Smart-Home-Charakter des Produkts. Trotz der notwendigen Aufputzbauweise wirkt die Eve Energy Outdoor dadurch nicht unnötig klobig.
Hochwertige Kunststoffoberfläche
Besonders hochwertig wirkt das eigentliche Hauptgehäuse, in dem die Elektronik untergebracht ist. Auf den ersten Blick könnte man aufgrund der strukturierten, matten Oberfläche und der spacegrauen Farbgebung sogar meinen, dass Eve hier Aluminium verwendet. Tatsächlich besteht jedoch auch dieser Bereich aus Kunststoff. Das tut dem optischen Eindruck allerdings kaum einen Abbruch. Materialwahl, Oberflächenstruktur und Farbgebung sind so gelungen, dass die Eve Energy Outdoor ausgesprochen hochwertig wirkt.
Auch die Rückseite, Teile des Innenbereichs sowie der bündig abschließende Steckdosendeckel bestehen aus Kunststoff. Die verschiedenen Oberflächen und Bauteile sind farblich gut aufeinander abgestimmt und ergeben ein harmonisches Gesamtbild.
Durchdachter Steckdosendeckel
Der Deckel schließt im geschlossenen Zustand bündig mit dem Gehäuse ab und lässt sich über eine Aussparung an der Unterseite problemlos öffnen. Ein Federmechanismus sorgt dafür, dass er nach dem Herausziehen eines Steckers selbstständig wieder schließt, so, wie man es von einer guten Außensteckdose erwartet. Der maximale Öffnungswinkel fällt mit rund 90 Grad allerdings etwas knapp aus. Im normalen Alltag stört das kaum, etwas weiter dürfte sich der Deckel für unseren Geschmack dennoch öffnen lassen.
Die Eve Energy Outdoor präsentiert sich in einem schlichten, modernen Design. Deckel, Taster und Status-LED sind sauber in das Gehäuse integriert.
Auch der innere Aufbau wirkt durchdacht. Der Deckel besitzt ein Gegenstück, das den eigentlichen Steckdosenbereich beim Schließen zusätzlich umschließt. Zusammen mit den Dichtungen auf Rückseite und vor der eigentlichen Elektronik im Inneren, wird der Bereich so vor eindringendem Spritzwasser geschützt.
Taste und Status-LED
Direkt unterhalb der Steckdose befindet sich ein kleiner runder Taster für die manuelle Bedienung. Dieser ist ebenfalls gegen Witterungseinflüsse geschützt, lässt sich gut erreichen und bietet einen angenehm definierten Druckpunkt.
Darüber sitzt eine dezente Status-LED. Leuchtet diese hellgrün, ist die Steckdose eingeschaltet. Dadurch lässt sich auch ohne Smartphone auf einen Blick erkennen, ob der angeschlossene Verbraucher aktuell mit Strom versorgt wird. Die LED ist gut sichtbar, ohne das ansonsten zurückhaltende Design unnötig zu dominieren.
Flexible Kabelzuführung
Gut gefallen hat uns auch die Lösung für die Stromzuführung. Das Anschlusskabel kann je nach vorhandener Elektroinstallation von oben oder unten in das Gehäuse geführt werden.
Dafür stehen unterschiedliche Einsätze zur Verfügung. Bei einer direkten Kabelzuführung kommt eine hervorstehende Dichtung zum Einsatz, deren Öffnung passend zum Kabel ausgeschnitten wird. Hier sollte man beim Zuschneiden vorsichtig vorgehen und die Öffnung nicht unnötig groß wählen, damit die Dichtung anschließend sauber am Kabel anliegt.
Alternativ steht eine flachere Durchführung für Installationen zur Verfügung, bei denen die Leitung beispielsweise in einem Schutz- beziehungsweise Installationsrohr bis zur Steckdose geführt wird. Die beiden Zuführungen lassen sich entsprechend der gewünschten Installationsrichtung zwischen Ober- und Unterseite tauschen. Damit kann die Eve Energy Outdoor flexibel an unterschiedliche bauliche Gegebenheiten angepasst werden.
Elegant trotz Aufputzmontage
Montiert macht die Eve Energy Outdoor ebenfalls eine gute Figur. Besonders auf modernen Fassaden fügt sich die Kombination aus Spacegrau, Aluminium und der schlichten Form harmonisch ein. Auf einer weißen Putzfassade hebt sie sich farblich natürlich deutlich ab, wirkt dadurch aber keineswegs wie ein Fremdkörper.
Auch beim Branding hält sich Eve angenehm zurück. Lediglich ein kleines Eve-Logo auf dem Deckel weist auf den Hersteller hin. Auf große Schriftzüge oder andere auffällige Designelemente wird verzichtet.
Insgesamt gefällt uns das Design der Eve Energy Outdoor ausgesprochen gut. Besonders die matte und hochwertig strukturierte Kunststoffoberfläche, der bündig integrierte Deckel sowie die sauber eingebundenen Bedienelemente sorgen dafür, dass sich die Eve Energy Outdoor optisch von vielen gewöhnlichen Außensteckdosen abhebt.
(Design: 4 von 5 Punkten)
Verarbeitung
Auch bei der Verarbeitung hinterlässt die Eve Energy Outdoor einen sehr guten Eindruck. Das Kunststoffgehäuse wirkt dickwandig, stabil und robust und vermittelt einen langlebigen Eindruck. Gerade bei einer dauerhaft im Außenbereich montierten Steckdose ist eine widerstandsfähige Konstruktion besonders wichtig.
Die einzelnen Gehäuseteile sind sauber zusammengesetzt. Die Spaltmaße fallen gleichmäßig aus, störende Übergänge oder unsauber verarbeitete Kanten konnten wir nicht feststellen. Auch der bündig integrierte Steckdosendeckel sitzt fest in seiner Führung. Das Scharnier weist kein störendes Spiel auf und der Federmechanismus sorgt zuverlässig dafür, dass der Deckel nach der Benutzung wieder selbstständig schließt.
Einen kleinen Kritikpunkt gibt es bei der Verschraubung des Gehäuses. Das Vorderteil wird mit vier vergleichsweise kleinen und tief sitzenden Schrauben befestigt. Dadurch benötigt man einen entsprechend schlanken Schraubendreher, während sich ein gewöhnliches Modell je nach Ausführung nicht weit genug einführen lässt. Auch beim Zerlegen sollte man etwas aufpassen, da die kleinen Schrauben schnell verloren gehen können. Etwas größere und robustere Schrauben hätten uns an dieser Stelle besser gefallen und würden eine spätere Demontage zusätzlich erleichtern.
Aufwendige Abdichtung der Elektronik
Ein besonders wichtiger Punkt bei einer Außensteckdose ist natürlich der Schutz vor Feuchtigkeit. Im Inneren fällt deshalb die großflächige Abdichtung des Elektronikbereichs positiv auf. Die empfindlichen Komponenten sind entsprechend vom äußeren Gehäusebereich getrennt, sodass eindringendes Spritzwasser nicht ohne Weiteres an die Elektronik gelangen kann.
Die Eve Energy Outdoor besitzt die Schutzart IP44 und ist damit gegen feste Fremdkörper ab einem Millimeter sowie gegen allseitiges Spritzwasser (herkömmlicher Regen) geschützt. Für eine typische Montage an einer Hauswand, auf der Terrasse oder in einem vergleichbaren Außenbereich ist das grundsätzlich ausreichend.
Etwas Verbesserungspotenzial sehen wir dennoch auf der Rückseite. Dort gibt es keine zusätzliche umlaufende Abdichtung zwischen Gehäuse und Montagefläche. Andere Außensteckdosen setzen an dieser Stelle teilweise auf eine weitere Dichtung und erreichen damit beispielsweise eine höhere Schutzart wie IP55. Eine zusätzliche rückseitige Abdichtung hätten wir daher gerade bei einem hochwertigen Outdoor-Produkt durchaus begrüßt.
Das bedeutet allerdings nicht, dass während unseres Tests Feuchtigkeit ins Innere gelangt wäre. Nach rund acht Monaten Nutzung konnten wir diesbezüglich keine Probleme feststellen. Eine zumindest teilweise geschützte Position an einer Hauswand oder unter einem Dachvorsprung ist dennoch von Vorteil und reduziert die direkte Witterungsbelastung zusätzlich.
Auf die Kabeldurchführung achten
Gut gelöst sind die austauschbaren Kabeldurchführungen. Das Material wirkt robust und legt sich sauber um die eingeführte Leitung. Entscheidend ist allerdings die Montage. Die entsprechende Öffnung sollte nicht größer als notwendig ausgeschnitten werden. Nur wenn die Durchführung eng am Kabel anliegt, kann sie ihre abdichtende Funktion zuverlässig erfüllen.
Im Inneren zeigt sich der durchdachte Aufbau mit umfangreicher Abdichtung der Elektronik. Lediglich die kleinen und tief sitzenden Gehäuseschrauben hätten wir uns etwas robuster gewünscht.
Gerade hier lohnt es sich also, beim Zuschneiden lieber vorsichtig vorzugehen und die Öffnung schrittweise an den Kabeldurchmesser anzupassen.
Stabiler Taster und sichere Montage
Auch der manuelle Taster macht einen langlebigen Eindruck. Er sitzt fest im Gehäuse, besitzt kein merkliches Spiel und bietet einen klar definierten Druckpunkt. Über die App lässt sich zudem eine Kindersicherung für die manuelle Bedienung aktivieren. Dadurch kann verhindert werden, dass die Steckdose über den Taster beispielsweise von Kindern unbeabsichtigt ein- oder ausgeschaltet wird.
Nach der fachgerechten Wandmontage sitzt die gesamte Einheit fest und sicher. Wackelnde Gehäuseteile oder andere Auffälligkeiten konnten wir nicht feststellen.
Nach acht Monaten keine sichtbare Alterung
Interessant ist vor allem der bisherige Langzeiteindruck. Nach rund acht Monaten Nutzung zeigt unsere Eve Energy Outdoor bislang weder Risse noch Verfärbungen oder andere auffällige Alterungserscheinungen. Auch die mechanischen Komponenten funktionieren weiterhin wie zu Beginn.
Kratzer können auf der matten Oberfläche natürlich sichtbar werden, wenn das Gehäuse entsprechend stark beansprucht wird. Eine ungewöhnlich hohe Kratzempfindlichkeit konnten wir bislang jedoch nicht feststellen.
Insgesamt gibt es an der Verarbeitung daher wenig auszusetzen. Gehäuse, Deckel, Taster, Dichtungen und Kabeldurchführungen vermitteln einen robusten und langlebigen Eindruck. Lediglich eine zusätzliche Abdichtung auf der Rückseite und damit ein noch höherer Schutz gegen Witterungseinflüsse wäre für eine zukünftige Generation aus unserer Sicht eine sinnvolle Verbesserung.
(Verarbeitung: 4 von 5 Punkten)
TEIL 2
bestehend aus „Funktion des Produktes“ entspricht 65% der Gesamtwertung
Produkttyp
Smarte Außensteckdose zur festen Installation
Smart-Home-Standard
Matter over Thread
Plattformen
Apple Home, Samsung SmartThings, Amazon Alexa, Google Home
Steuerung
App, Sprache, Automationen, Zeitpläne, Taste am Gerät
Energiemessung
Ja
Max. Dauerlast
10 A / 2.300 W
Eingangsspannung
230 V AC
Schutzart
IP44
Einsatzbereich
Außenbereich
Kindersicherung
Ja, über App aktivierbar
Automationen
Ja, u. a. nach Uhrzeit sowie Sonnenauf- und Sonnenuntergang uvm.
Montageart
Aufputz / feste Elektroinstallation
Kabelzuführung
Von oben oder unten möglich
Gehäusematerial
Kunststoff
Betriebstemperatur
-25 bis +40 °C
Lieferumfang
Eve Energy Outdoor je zwei Schrauben + Dübel zur Wandmontage Kurzanleitung Karte mit Matter-Code
Technische Daten der Eve Energy Outdoor
Installation & Einrichtung
Die Montage der Eve Energy Outdoor unterscheidet sich grundsätzlich kaum von der Installation einer herkömmlichen Aufputzsteckdose. In unserem Fall wurde sie an einer Betonmauer montiert. Die benötigte Stromleitung hatten wir bereits beim Erstellen unserer Außenanlage bis zur vorgesehenen Position in der Mauer verlegt, sodass keine zusätzliche Leitung mehr gezogen werden musste.
Wichtig ist allerdings. Bei der Eve Energy Outdoor handelt es sich um eine fest angeschlossene 230-Volt-Steckdose. Die Arbeiten an der elektrischen Installation sollten daher von einer entsprechend qualifizierten Elektrofachkraft durchgeführt werden.
Gehäuse lässt sich einfach zerlegen
Für die Wandmontage wird zunächst der Steckdosendeckel geöffnet. Anschließend müssen vier kleine und relativ tief im Gehäuse sitzende Schrauben gelöst werden, um das Vorderteil abzunehmen. Hier empfiehlt sich ein ausreichend langer und schlanker Schraubendreher. Danach lässt sich auch der Elektronikbereich aus dem rückseitigen Gehäuseteil herausnehmen.
Dadurch bleibt zunächst die eigentliche Montageplatte übrig. Diese kann an der gewünschten Position mit einer Wasserwaage oder einem Linienlaser ausgerichtet werden und dient gleichzeitig als Schablone für die benötigten Bohrlöcher. Nach dem Bohren lässt sich das Gehäuse mit den mitgelieferten Schrauben und Dübeln an der Wand befestigen.
Für die Wandmontage wird die Eve Energy Outdoor zunächst zerlegt. Das rückseitige Gehäuseteil dient anschließend zur Ausrichtung und Befestigung.
Praktisch ist dabei die bereits beim Design erwähnte flexible Kabelzuführung. Da sich die entsprechenden Einsätze zwischen Ober- und Unterseite tauschen lassen, konnten wir die direkte Kabeldurchführung genau dort positionieren, wo unsere bereits vorhandene Stromleitung in die Steckdose geführt wird.
Übersichtlich aufgebauter elektrischer Anschluss
Im Inneren stehen eindeutig beschriftete Anschlüsse für L, N und Schutzleiter zur Verfügung. Der zur Verfügung stehende Platz ist für die bei solchen Installationen üblichen Leitungsquerschnitte ausreichend bemessen. Auch Leitungen mit einem Querschnitt von bis zu 3 × 2,5 mm² lassen sich nach unserem Eindruck unterbringen.
Nach erfolgtem Anschluss wird der Elektronikbereich wieder in das rückseitige Gehäuse eingesetzt und das vordere Gehäuseteil mit den vier Schrauben befestigt. Insgesamt ist der konstruktive Aufbau übersichtlich und gut zugänglich.
Der eigentliche Zeitaufwand hält sich entsprechend in Grenzen. Gehäuse öffnen, Montageposition ausrichten und anzeichnen, Löcher bohren, Gehäuse befestigen, Adern befestigen und anschließend alles wieder zusammensetzen, wesentlich aufwendiger als die Installation einer herkömmlichen Aufputzsteckdose ist die Montage nicht.
Schnelle Einrichtung über die App
Sobald die Eve Energy Outdoor mit Strom versorgt wird, kann bereits die Smart-Home-Einrichtung beginnen. Hier zeigt sich eine Stärke, die wir bereits von anderen Eve-Produkten kennen. Die Einrichtung ist angenehm unkompliziert und weitgehend selbsterklärend.
Die Steckdose lässt sich sowohl über die Eve App als auch direkt über Apple Home hinzufügen. In unserem Fall erfolgte die Einbindung in Eve Home. Eine besondere Netzwerkkonfiguration war nicht notwendig und die Verbindung wurde innerhalb kurzer Zeit hergestellt.
Auch ein Firmware-Update war bei unserem Testgerät nach der ersten Einrichtung nicht erforderlich. Nach wenigen Schritten war die Eve Energy Outdoor damit vollständig eingerichtet und für die Steuerung über die Eve Home/Apple Home App bereit.
Wer bereits andere Eve-Produkte eingerichtet hat, findet sich sofort zurecht. Aber auch ohne Vorerfahrung sollte die Einrichtung kaum Schwierigkeiten bereiten.
(Installation & Einrichtung: 4 von 5 Punkten)
Bedienung im Alltag
Bei der täglichen Bedienung hat man grundsätzlich die Wahl zwischen Apple Home und der Eve App. Apple Home konzentriert sich dabei auf die wesentlichen Smart-Home-Funktionen und ist entsprechend einfach und übersichtlich aufgebaut. Die Eve Energy Outdoor lässt sich direkt ein- und ausschalten und natürlich auch in Automationen einbinden.
Wer tiefer in die Funktionen der Steckdose einsteigen möchte, ist dagegen in der Eve App besser aufgehoben. Hier stehen zusätzliche Möglichkeiten wie Zeitpläne und insbesondere die umfangreichere Auswertung des Energieverbrauchs zur Verfügung.
Schnelle Reaktion beim Schalten
Im Alltag reagiert die Eve Energy Outdoor angenehm schnell. Wird die Steckdose über die App ein- oder ausgeschaltet, erfolgt der Schaltvorgang bei uns üblicherweise innerhalb von weniger als einer Sekunde. Eine störende Verzögerung konnten wir nicht feststellen.
Gleiches gilt für den Taster direkt an der Steckdose. Ein Druck genügt und der angeschlossene Verbraucher wird unmittelbar mit Strom versorgt beziehungsweise stromlos geschaltet. Dadurch bleibt die Eve Energy Outdoor auch ohne Smartphone jederzeit wie eine klassische schaltbare Steckdose bedienbar.
Die kleine Status-LED oberhalb des Tasters erweist sich dabei als praktisch. Sie zeigt unmittelbar an, ob die Steckdose aktuell eingeschaltet ist. Zu hell fällt sie aus unserer Sicht nicht aus. Bei geschlossenem Deckel ist sie ohnehin nicht sichtbar und auch bei geöffnetem Deckel wirkt sie nicht störend.
Namen, Räume und Automationen
Für eine bessere Übersicht kann die Eve Energy Outdoor entsprechend ihrem Einsatzzweck benannt und einem Bereich zugeordnet werden. Bezeichnungen wie „Pool“, „Terrasse“ oder „Gartenbeleuchtung“ erleichtern insbesondere bei mehreren Smart-Home-Geräten die spätere Bedienung.
Besonders praktisch sind die Automatisierungsmöglichkeiten. Neben festen Uhrzeiten können Schaltvorgänge beispielsweise auch an Sonnenauf- und Sonnenuntergang gekoppelt werden.
In unserem Fall lässt sich damit beispielsweise die Poolpumpe morgens automatisch einschalten und abends wieder vom Strom trennen. Für eine Garten- oder Weihnachtsbeleuchtung funktioniert das Prinzip ebenso gut: Bei Sonnenuntergang einschalten und zu einer gewünschten Uhrzeit oder bei Sonnenaufgang wieder ausschalten. Einmal eingerichtet, muss man sich anschließend praktisch nicht mehr darum kümmern.
Auch eine Sprachsteuerung über Siri ist möglich. Im Alltag nutzen wir diese allerdings eher selten, da App und Automationen für unseren Einsatzzweck bereits ausreichend komfortabel sind.
Umfangreiche Energiemessung in der Eve App
Einen deutlichen Mehrwert gegenüber einer einfachen schaltbaren Außensteckdose bietet die integrierte Energiemessung. In der Eve App lässt sich unter anderem der aktuelle Stromverbrauch des angeschlossenen Gerätes nachvollziehen.
Darüber hinaus stellt die App weitere Informationen wie den Gesamtverbrauch, geschätzten Verbrauch und die daraus resultierenden geschätzten Stromkosten bereit. Diagramme helfen dabei, die Entwicklung über einen längeren Zeitraum nachzuvollziehen.
Die Eve App bietet neben der klassischen Steuerung umfangreiche Automationen, Zeitpläne, eine Kindersicherung sowie detaillierte Auswertungen zu Energieverbrauch und Kosten.
Gerade bei dauerhaft oder regelmäßig betriebenen Verbrauchern wie einer Poolpumpe ist das ausgesprochen praktisch. Statt lediglich zu wissen, wann das Gerät läuft, bekommt man gleichzeitig einen Eindruck davon, wie viel Energie tatsächlich benötigt wird und welche Kosten dadurch entstehen.
Kindersicherung per App
Eine weitere sinnvolle Funktion ist die Kindersicherung für den Taster. Wird sie in der App aktiviert, lässt sich die Eve Energy Outdoor nicht mehr einfach über die Taste am Gehäuse schalten. In unserem Test funktionierte auch diese Funktion zuverlässig.
Gerade bei einer vergleichsweise niedrig montierten Außensteckdose kann dies praktisch sein, damit Kinder einen angeschlossenen Verbraucher nicht unbeabsichtigt ein- oder ausschalten.
Im Alltag zuverlässig
Während unseres bisherigen Testzeitraums traten weder störende Verbindungsabbrüche noch andere Auffälligkeiten bei der Bedienung auf. Besonders gut gefällt uns, dass man selbst entscheiden kann, wie intensiv man sich mit der Steckdose beschäftigen möchte: Für einfaches Ein- und Ausschalten reicht Apple Home vollkommen aus, während die Eve App zusätzliche Funktionen und detaillierte Verbrauchsinformationen bereitstellt.
Zeitgesteuerte Automationen und die Orientierung an Sonnenauf- beziehungsweise Sonnenuntergang sind im Außenbereich besonders praktisch. Einmal sinnvoll eingerichtet, arbeitet die Eve Energy Outdoor weitgehend im Hintergrund und verlangt im Alltag kaum noch Aufmerksamkeit.
(Bedienung im Alltag: 4,5 von 5 Punkten)
Praxiseinsatz
Im täglichen Einsatz zeigt sich die Eve Energy Outdoor von ihrer besten Seite. Hat man sie einmal montiert und eingerichtet, arbeitet sie weitgehend unauffällig im Hintergrund. Während unseres bisherigen Testzeitraums von rund acht Monaten funktionierte die Steckdose zuverlässig und ohne Aussetzer. Schaltbefehle und eingerichtete Automationen wurden wie vorgesehen ausgeführt.
Thread sorgt für gute Reichweite im Garten
Gerade bei einer Outdoor-Steckdose spielt die Funkreichweite eine wichtige Rolle. Schließlich befindet sich der Montageort häufig deutlich weiter vom heimischen Router entfernt als typische Smart-Home-Geräte im Innenbereich.
Hier sehen wir einen wesentlichen Vorteil von Thread. Thread-fähige Geräte können ein Mesh-Netzwerk bilden und damit die Abdeckung erweitern, anstatt dass jedes Gerät eine direkte Verbindung zum WLAN-Router benötigt. In unserem Smart Home befinden sich bereits zahlreiche Thread-Geräte sowie zwei HomePod mini als entsprechende Steuerzentralen beziehungsweise Thread Border Router. Dadurch steht auch im Außenbereich eine gute Abdeckung zur Verfügung.
Für unseren Einsatzzweck ist das deutlich angenehmer, als für jedes Smart-Home-Gerät ein ausreichend starkes WLAN-Signal bis in die letzte Ecke des Gartens gewährleisten zu müssen.
Nach Stromunterbrechungen schnell wieder erreichbar
Auch eine vorübergehende Stromunterbrechung stellte während des Tests kein Problem dar. Wird beispielsweise die Sicherung ausgeschaltet und später wieder aktiviert, verbindet sich die Eve Energy Outdoor nach kurzer Zeit selbstständig wieder mit dem Smart Home. Ein erneutes Einrichten ist nicht notwendig.
Damit verhält sie sich so, wie wir es von einer fest installierten Smart-Home-Komponente erwarten. Nach einer Stromunterbrechung muss man sich im Normalfall um nichts kümmern.
Genügend Leistung für typische Outdoor-Anwendungen
Mit einer zulässigen Dauerlast von 10 A beziehungsweise 2.300 Watt bietet die Eve Energy Outdoor ausreichend Reserven für zahlreiche typische Verbraucher im Garten. Eine Pool- oder Filterpumpe stellt beispielsweise kein Problem dar, solange deren Leistungsaufnahme innerhalb der zulässigen Grenzwerte der Steckdose liegt.
Bei uns kam die Eve Energy Outdoor unter anderem für die Pooltechnik und Gartenbeleuchtung zum Einsatz. Gerade für solche Anwendungen ergibt die Kombination aus smarter Steuerung und Energiemessung besonders viel Sinn.
Automatische Gartenbeleuchtung nach Sonnenstand
Ein schönes Praxisbeispiel ist die Außenbeleuchtung. Ob der Olivenbaum im Garten während der Abendstunden angestrahlt oder zur Weihnachtszeit eine Tanne mit einer Lichterkette beleuchtet werden soll, die angeschlossene Beleuchtung muss nicht jeden Tag manuell ein- und ausgeschaltet werden.
Besonders praktisch ist dabei die Orientierung an Sonnenauf- und Sonnenuntergang. Statt beispielsweise eine feste Einschaltzeit von 20 Uhr vorzugeben, kann die Beleuchtung automatisch bei Sonnenuntergang aktiviert werden. Verschiebt sich dieser im Jahresverlauf immer weiter nach vorne oder hinten, passt sich die Automation entsprechend an. Die Schaltzeiten müssen somit nicht ständig von Hand korrigiert werden.
Energiemessung bietet echten Mehrwert
Die integrierte Energiemessung gehört für uns zu den wichtigsten Zusatzfunktionen der Eve Energy Outdoor. Gerade bei Geräten wie einer Poolpumpe, die über längere Zeiträume laufen, ist es interessant zu sehen, wie viel Energie tatsächlich benötigt wird.
Die Eve App stellt die relevanten Verbrauchsinformationen übersichtlich dar und ermöglicht es, die Entwicklung über einen längeren Zeitraum nachzuvollziehen. Dadurch ist die Eve Energy Outdoor eben nicht nur ein ferngesteuerter Ein-/Ausschalter, sondern gleichzeitig ein praktisches Werkzeug zur Überwachung des Energieverbrauchs.
Ganzjährig im Freien
Während unseres Tests blieb die Eve Energy Outdoor dauerhaft im Außenbereich montiert. Regen, Frost und direkte Sonneneinstrahlung führten bislang zu keinen Problemen. Auch nach rund acht Monaten funktioniert sie weiterhin wie vorgesehen und zeigt, wie bereits im Abschnitt zur Verarbeitung erwähnt, keine auffälligen Alterungserscheinungen.
Und genau das ist bei einer fest installierten Außensteckdose entscheidend. Sie ist für den dauerhaften Einsatz gedacht und soll selbstverständlich nicht jeden Winter demontiert werden müssen.
Insgesamt hat sich die Eve Energy Outdoor in unserem Praxistest als zuverlässige und vielseitige Außensteckdose erwiesen. Besonders Matter over Thread, die Automatisierungsmöglichkeiten und die umfangreiche Energiemessung bieten gegenüber einer gewöhnlichen Außensteckdose einen deutlichen Komfortgewinn.
(Praxiseinsatz: 4,5 von 5 Punkten)
TEIL 3
bestehend aus „Preis/Leistung“ entspricht 10% der Gesamtwertung
Beschreibung
Mit einer UVP von 79,95 Euro gehört die Eve Energy Outdoor nicht zu den günstigsten smarten Steckdosen. Auch inzwischen hat sich am Marktpreis wenig verändert und größere Rabatte sind eher selten. Einfache smarte Zwischenstecker sind deutlich günstiger, benötigen jedoch eine vorhandene Außensteckdose und wirken durch das zusätzlich aufgesteckte Gehäuse weniger elegant. Die fest installierte Eve-Lösung ist hier deutlich sauberer und unauffälliger.
Die von Eve beworbenen Eigenschaften konnten sich in unserem Praxistest bestätigen. Matter over Thread, Automationen, Energiemessung und die schnelle Steuerung funktionierten zuverlässig. Besonders positiv bleibt der Eve-typische Datenschutz. Es sind weder Eve-Cloud noch Registrierung oder ein kostenpflichtiges Abonnement erforderlich.
Bei Amazon Alexa und Google Home steht die Verbrauchsmessung derzeit nicht zur Verfügung. Das ist allerdings weniger eine Einschränkung der Eve Energy Outdoor selbst als eine Frage des Funktionsumfangs der jeweiligen Smart-Home-Plattform.
Ganz ohne Verbesserungspotenzial ist die Eve Energy Outdoor dennoch nicht. Größere und weniger tief sitzende Gehäuseschrauben sowie ein weiter öffnender Steckdosendeckel würden die Handhabung zusätzlich verbessern.Auch eine zusätzliche rückseitige Abdichtung und damit ein höherer Wetterschutz wären bei einer zukünftigen Generation willkommene Verbesserungen.
Unterm Strich halten wir die knapp 80 Euro für angemessen. Wer lediglich einen Verbraucher günstig per App schalten möchte, findet preiswertere Zwischenstecker. Wer dagegen Wert auf eine fest installierte, optisch saubere Outdoor-Lösung mit Matter over Thread, Energiemessung und umfangreichen Automationen legt, erhält mit der Eve Energy Outdoor ein überzeugendes Gesamtpaket.
Preis/Leistung
Nach rund acht Monaten im Einsatz hinterlässt die Eve Energy Outdoor einen sehr guten Gesamteindruck. Die smarte Außensteckdose arbeitet zuverlässig, ist hochwertig verarbeitet und lässt sich angenehm unkompliziert in das bestehende Smart Home integrieren. Besonders die schnelle Einrichtung sowie die einfache Erstellung von Automationen und Zeitplänen machen sich im Alltag positiv bemerkbar.
Ein großer Vorteil ist die Kombination aus Matter over Thread, Energiemessung und der guten Einbindung in das Eve-Ökosystem. Wer bereits weitere Eve-Produkte verwendet, kann diese problemlos miteinander kombinieren und gemeinsame Automationen erstellen. Gleichzeitig bleibt man dank Matter nicht auf ein einzelnes Smart-Home-System beschränkt. Ebenfalls positiv ist der für Eve typische Ansatz beim Datenschutz ohne Registrierung, Eve-Cloud oder laufende Abokosten.
Ganz ohne Kritik kommt die Eve Energy Outdoor dennoch nicht davon. Die vier kleinen und tief sitzenden Gehäuseschrauben könnten größer und robuster ausgeführt sein, während sich der Steckdosendeckel für unseren Geschmack weiter als die derzeit möglichen rund 90 Grad öffnen dürfte. Auch eine zusätzliche rückseitige Abdichtung und damit ein noch höherer Wetterschutz als IP44 wären bei einer zukünftigen Generation wünschenswert. Im bisherigen Außeneinsatz mit Regen, Frost und direkter Sonneneinstrahlung bereitete der vorhandene Schutz allerdings keinerlei Probleme.
Besonders interessant ist die Eve Energy Outdoor überall dort, wo eine Aufputzinstallation sinnvoll oder ohnehin vorgesehen ist. Bei einem Neubau würden wir an einer verputzten Hausfassade optisch meist eine bündig integrierte Unterputzsteckdose bevorzugen. Anders sieht es beispielsweise in einer Garage, Gartenhütte oder an einer Garten- beziehungsweise Betonmauer aus. Hier ist die Aufputzmontage der Eve Energy Outdoor eine unkomplizierte und kostengünstige Lösung. Schließlich muss kein entsprechend großer Ausschnitt beziehungsweise keine Vertiefung für eine Unterputzdose hergestellt werden, um die Steckdose bündig in die Wand einzusetzen.
Ebenso eignet sie sich hervorragend zum Nachrüsten oder Ersetzen einer bereits vorhandenen Aufputzsteckdose. Wer Gartenbeleuchtung, Pooltechnik oder andere Verbraucher im Außenbereich smart steuern möchte, erhält damit eine saubere, dauerhaft installierte Alternative zu einem zusätzlichen Smart-Plug. Der Preis von knapp 80 Euro ist zwar höher als bei einfachen smarten Zwischensteckern, dafür erhält man eine optisch deutlich aufgeräumtere Lösung mit Energiemessung, Matter over Thread und umfangreichen Automatisierungsmöglichkeiten.
Mit dem GOAT A1600 LiDAR PRO erweitert ECOVACS sein Portfolio um einen Mähroboter für mittelgroße bis große Gärten, der auf LiDAR-Navigation setzt und vollständig ohne Begrenzungskabel auskommt. Neben einer großen Schnittbreite und zahlreichen Komfortfunktionen verspricht der Hersteller vor allem eine einfache Einrichtung sowie eine präzise Navigation im Garten.
Im Praxistest musste der GOAT zeigen, wie gut diese Versprechen im Alltag tatsächlich funktionieren. Dabei überzeugte der Mähroboter in vielen Bereichen, offenbarte aber auch einige Punkte, bei denen noch Verbesserungspotenzial besteht.
Ob sich der ECOVACS GOAT A1600 LiDAR PRO gegen die starke Konkurrenz behaupten kann und für wen sich der Kauf lohnt, klären wir im ausführlichen Test.
Das gefällt uns
Präzise LiDAR-Navigation
Sehr gutes Mähbild dank 33 cm Schnittbreite
TruEdge-Trimmer reduziert die Nacharbeit an Rasenkanten
Einfache Einrichtung & digitale Kartierung
elektrische Schnitthöhenverstellung
Gute App
Schnelle Ladezeiten
Gute Hinderniserkennung bei Tageslicht
Hochwertige Verarbeitung
Regensensor direkt im Mähroboter integriert
Das gefällt uns weniger
TruEdge-Trimmer deutlich lauter als das eigentliche Mähwerk
Hinderniserkennung bei Dämmerung weniger zuverlässig
An No-Go-Zonen arbeitet der Trimmer nicht ganz so präzise wie an echten Rasenkanten
Hinterradantrieb auf lockerem Untergrund einem Allradmodell unterlegen
Bestehend aus „Verpackung/Design/Verarbeitung“ entspricht 25% der Gesamtwertung
Verpackung
Bereits beim Auspacken hinterlässt der ECOVACS GOAT A1600 LiDAR PRO einen positiven Eindruck. Die Verpackung ist rundum bedruckt und liefert bereits auf den ersten Blick einen guten Überblick über die wichtigsten Funktionen des Mähroboters. Zwar setzt ECOVACS optisch eher auf eine zweckmäßige als auf eine besonders hochwertige Präsentation, dafür sind sämtliche Komponenten sauber angeordnet und für den Transport zuverlässig geschützt.
Der Mähroboter selbst wird zusätzlich von einem weichen, leicht schaumstoffartigen Schutzmaterial umhüllt. Dadurch ist das Gehäuse während des Transports zuverlässig vor Kratzern oder anderen Beschädigungen geschützt. Auch die übrigen Komponenten sind ordentlich verstaut und sicher verpackt, sodass beim Auspacken nichts lose im Karton liegt oder verrutschen kann.
Beim Lieferumfang zeigt sich ECOVACS großzügig. Die beiden Messerteller sind bereits mit insgesamt sechs Klingen ausgestattet – jeweils drei pro Messerteller. Zusätzlich legt der Hersteller zwölf Ersatzklingen inklusive passender Befestigungsschrauben bei. Damit steht einem längeren Einsatz zunächst nichts im Wege, ohne dass direkt neues Zubehör nachgekauft werden muss. Für den späteren Klingenwechsel befindet sich außerdem der passende Schraubendreher im Lieferumfang.
Auch an die Installation wurde gedacht. Die Ladestation wird inklusive Netzteil und einer zusätzlichen Kabelverlängerung geliefert, wodurch sich die Station auch dann flexibel platzieren lässt, wenn die nächste Steckdose etwas weiter entfernt ist. Das Ladekabel ist bereits mit der Ladestation verbunden, was den Aufbau zusätzlich vereinfacht. Für die sichere Befestigung im Boden liegen selbstverständlich die passenden Bodenanker bei. Das hierfür benötigte Werkzeug liefert ECOVACS in Form eines Inbusschlüssels direkt mit, sodass für die Montage kein eigenes Werkzeug benötigt wird.
Bei der Dokumentation setzt der Hersteller auf zwei Varianten. Neben einer klassischen, ausführlichen Bedienungsanleitung befindet sich eine großformatige Schnellstartanleitung im Karton, die die wichtigsten Schritte übersichtlich zusammenfasst. In der Praxis dürfte beides jedoch nur selten zum Einsatz kommen, denn die ECOVACS-App führt den Nutzer nach dem Einschalten Schritt für Schritt durch die gesamte Einrichtung. Von der Verbindung mit dem WLAN über die Inbetriebnahme bis hin zur ersten Kartierung werden alle notwendigen Schritte verständlich erklärt, sodass selbst Einsteiger kaum auf die gedruckten Unterlagen angewiesen sind.
Insgesamt hinterlässt der Lieferumfang einen durchdachten Eindruck und bewegt sich auf dem Niveau anderer Mähroboter dieser Preisklasse. Alle für die Inbetriebnahme erforderlichen Komponenten sind vorhanden, zusätzlich erleichtern die beiliegenden Ersatzklingen den Einstieg. Kleinere Wünsche bleiben dennoch offen: Einige zusätzliche Ersatzklingen hätten die Wartungsintervalle weiter verlängert und eine Ersatzspule für den integrierten Trimmer wäre eine sinnvolle Ergänzung gewesen, da auch sie zu den typischen Verschleißteilen zählt. Diese Punkte ändern jedoch nichts daran, dass der GOAT A1600 LiDAR PRO mit einem insgesamt gut abgestimmten und vollständigen Lieferumfang ausgeliefert wird.
(Verpackung: 4 von 5 Punkten)
Design
Bereits beim Auspacken macht der ECOVACS GOAT A1600 LiDAR PRO einen modernen und durchdachten Eindruck. Die Oberseite des Gehäuses ist größtenteils weiß gehalten, während der untere Bereich in Schwarz beziehungsweise Anthrazit ausgeführt ist. Diese Zweiteilung passt gut zur technischen Ausrichtung des Mähroboters und lässt ihn modern wirken, ohne zu verspielt zu erscheinen.
Durch seine beiden Messerteller fällt der Mähroboter sichtbar größer aus als Modelle mit nur einem einzelnen Mähteller. Das überrascht zunächst nicht, denn die Konstruktion ermöglicht eine Schnittbreite von 33 Zentimetern. Zusätzlich verbreitert der seitlich angebrachte Trimmer das Gehäuse etwas. Anders als die beiden unter dem Roboter liegenden Messerteller bleibt er sichtbar und prägt damit das Erscheinungsbild des GOAT deutlich mit.
Der Trimmer ist von einem Borstenkranz umgeben, der Kanten und Hindernisse schützen soll, wenn der Roboter dicht an ihnen entlangfährt. Während des Einsatzes wird das Trimmerelement elektronisch abgesenkt. Auch die Schnitthöhe des eigentlichen Mähwerks lässt sich elektrisch verstellen. Solche beweglichen Elemente unterstreichen den modernen, beinahe futuristischen Charakter des Geräts.
Die Oberflächen sind überwiegend matt ausgeführt. Dadurch wirkt das Gehäuse weniger anfällig für sichtbare Fingerabdrücke als ein Hochglanzfinish. Der verwendete Kunststoff macht optisch einen soliden Eindruck, während stärker beanspruchte Bereiche teilweise aus Aluminium bestehen. Darauf gehen wir im Kapitel zur Verarbeitung noch genauer ein.
Auch die Sensorik ist sinnvoll in die Formgebung eingebunden. Der LiDAR-Turm sitzt im hinteren Bereich und wirkt durch die strukturierte, in das Gehäuse eingelassene Einfassung nicht wie ein nachträglich aufgesetztes Bauteil. Vorne befindet sich die Kamera für die Objekterkennung. Beide Komponenten sind klar sichtbar, passen aber dennoch stimmig in das Gesamtbild.
Der seitliche Trimmer fällt naturgemäß stärker auf, da er nicht unter dem Gehäuse verborgen ist. Gerade dadurch besitzt der GOAT A1600 LiDAR PRO aber auch einen hohen Wiedererkennungswert. Bei aktuellen Mährobotern ist ein solches Bauteil noch eher ungewöhnlich. Ob sich diese Lösung künftig auch bei anderen Herstellern stärker durchsetzt, bleibt abzuwarten.
Die Form gefällt insgesamt gut. Trotz der breiteren Bauweise wirkt der GOAT nicht unnötig klobig. Weiß, Schwarz und Anthrazit sind sinnvoll verteilt, LiDAR und Kamera wurden harmonisch eingebunden und der sichtbare Trimmer verleiht dem Roboter eine eigenständige Optik.
(Design: 4,5 von 5 Punkten)
Verarbeitung
Der ECOVACS GOAT A1600 LiDAR PRO hinterlässt bereits beim ersten Anheben einen stabilen Eindruck. Mit einem Nettogewicht von 17,8 Kilogramm gehört er nicht zu den leichtesten Mährobotern am Markt. Aufgrund seiner beiden Messerteller, der großzügigen Schnittbreite von 33 Zentimetern und der umfangreichen Sensorik ist das zusätzliche Gewicht jedoch nachvollziehbar. Trotz seiner Größe lässt sich der Roboter noch gut anheben und transportieren. Auf einen Allradantrieb verzichtet ECOVACS, stattdessen erfolgt der Antrieb über die beiden Hinterräder.
Das Gehäuse wirkt robust und ist klar auf den dauerhaften Einsatz im Garten ausgelegt. Gleichzeitig besitzt der verwendete Kunststoff eine gewisse Flexibilität, sodass kleinere Kollisionen nicht sofort zu Rissen oder Brüchen führen dürften. Dieser Eindruck setzt sich auch beim genaueren Betrachten fort. Die Spaltmaße sind überwiegend gleichmäßig, scharfe Kanten oder unsaubere Übergänge konnten wir nicht feststellen.
Klopft man auf die großen Gehäuseteile, fällt auf, dass sie sich stellenweise etwas hohl anhören. Das liegt daran, dass die Kunststoffteile konstruktionsbedingt nicht vollflächig aufliegen, sondern an definierten Befestigungspunkten verschraubt sind. Dieses Verhalten ist bei vielen Mährobotern zu beobachten und stellt aus unserer Sicht keinen Qualitätsmangel dar.
Lediglich im Bereich der hinteren Kotflügel gibt es eine kleine Auffälligkeit. Dort treffen jeweils zwei weiße Gehäuseteile aufeinander, wobei eines der beiden Bauteile auf beiden Seiten minimal hervorsteht. Dieser Versatz fällt nur bei genauer Betrachtung auf und hat keinerlei Einfluss auf die Funktion. Rein optisch wäre hier zwar etwas mehr Präzision wünschenswert gewesen. Gleichzeitig hätte eine zusätzliche Verschraubung oder ein weiterer Befestigungspunkt an dieser Stelle vermutlich auch Nachteile mit sich gebracht. Gerade bei einem Mähroboter, der regelmäßig Vibrationen, Unebenheiten oder gelegentlichen Kollisionen ausgesetzt ist, können bewusst flexibel ausgeführte Kunststoffteile Spannungen besser aufnehmen als eine sehr starre Konstruktion. Aus unserer Sicht ist der kleine Versatz daher eher ein konstruktiver Kompromiss zugunsten der Langlebigkeit als ein echter Verarbeitungsmangel.
Für zusätzliche Sicherheit sorgt der federnd gelagerte Frontbereich. Sollte der GOAT bei schwierigen Lichtverhältnissen oder in einer Ausnahmesituation doch einmal ein Hindernis berühren, trifft die Front nicht starr auf das Objekt. Stattdessen ist der vordere Stoßfänger über blaue Dämpfungselemente mit dem Gehäuse verbunden und kann bei einer Berührung kontrolliert nachgeben. Diese Konstruktion reduziert die Belastung auf Gehäuse und Mechanik und vermittelt einen durchdachten Eindruck.
Auch bei den verwendeten Materialien wurde an den richtigen Stellen nicht gespart. Sämtliche Bauteile, die im täglichen Betrieb höheren Belastungen ausgesetzt sind, bestehen aus Metall oder Aluminium. Dazu gehören unter anderem die Ladekontakte, Teile des Hinterradantriebs, die gefederte Aufhängung der beiden vorderen Lenkrollen sowie die Kühlrippe im vorderen Bereich des Roboters. Auch sämtliche Schraubverbindungen bestehen selbstverständlich aus Metall. Die großflächigen Gehäuseteile dagegen bestehen aus robustem Kunststoff, wodurch das Gesamtgewicht trotz der Größe in einem vernünftigen Rahmen bleibt.
Die beiden Messerteller bestehen aus glasfaserverstärktem Kunststoff und verfügen über integrierte Metalleinsätze für die Befestigung der Klingen. Diese Bauweise hat sich bei vielen Herstellern etabliert, da sie Stabilität mit einem möglichst geringen Gewicht verbindet. Beide Messerteller drehen leichtgängig und die Klingenaufnahmen machen einen sauber verarbeiteten Eindruck.
Ebenfalls hochwertig wirkt der seitliche Trimmer. Nach außen wird die gesamte Einheit von einem robusten Kunststoffgehäuse geschützt, das den eigentlichen Trimmermechanismus vor Schmutz, Steinen und Beschädigungen bewahren soll. Im Inneren setzt ECOVACS dagegen auf Metallkomponenten. Sowohl der Trimmer selbst als auch der Motorantrieb und die mechanischen Bauteile bestehen aus Metall und vermitteln einen langlebigen Eindruck. Der Mechanismus sitzt spielfrei im Gehäuse, nichts klappert oder wackelt. Da der Trimmer während des Mähvorgangs motorisch aus- und eingefahren wird, wirkt die gesamte Konstruktion stabil, präzise und für den dauerhaften Einsatz im Garten ausgelegt.
Auch die Sensorik hinterlässt einen hochwertigen Eindruck. Der LiDAR-Sensor sitzt stabil im hinteren Bereich des Gehäuses und wirkt gut geschützt. Die Kamera an der Front befindet sich einige Zentimeter hinter dem beweglichen Stoßfänger bzw. Gehäseteil und ist dadurch zusätzlich vor direkten Kollisionen geschützt.
Die Bedienelemente und das kleine Display sind frei zugänglich und überzeugen mit einem angenehmen Druckpunkt. Da sie nicht unter einer separaten Abdeckung liegen, sind sie allerdings dauerhaft der Witterung ausgesetzt. Da der GOAT für den ganzjährigen Außeneinsatz entwickelt wurde, ist dies konstruktiv nachvollziehbar, langfristig wird sich jedoch erst im Dauereinsatz zeigen, wie sich diese Lösung über mehrere Jahre bewährt.
Auch die Ladestation macht einen soliden Eindruck. Sämtliche Bauteile wirken sauber verarbeitet und erfüllen ihren Zweck zuverlässig. Wackelige Kunststoffteile oder schlecht sitzende Steckverbindungen konnten wir nicht feststellen.
Nach den bisherigen Testeinsätzen zeigt der GOAT A1600 LiDAR PRO lediglich den erwartbaren Verschleiß an den Mähklingen. Am Gehäuse selbst konnten wir weder Kratzer noch Verfärbungen oder gelockerte Bauteile feststellen. Für eine belastbare Aussage zur Langzeitqualität sind jedoch längere Praxiserfahrungen über mehrere Saisons erforderlich. Wie bei allen Mährobotern empfiehlt es sich außerdem, das Gerät während der Wintermonate gründlich zu reinigen und anschließend trocken in einer Garage oder einem Schuppen einzulagern.
Insgesamt hinterlässt der ECOVACS GOAT A1600 LiDAR PRO einen überzeugenden Verarbeitungseindruck. Kleinere optische Unregelmäßigkeiten an den hinteren Kotflügeln ändern nichts daran, dass der Mähroboter robust konstruiert ist und einen langlebigen Eindruck vermittelt. Gerade die Kombination aus widerstandsfähigem Kunststoff, gezielt eingesetzten Metallkomponenten und dem gedämpften Frontaufbau zeigt, dass ECOVACS den GOAT auf die Anforderungen des täglichen Einsatzes im Garten ausgelegt hat.
(Verarbeitung: 4,5 von 5 Punkten)
TEIL 2
bestehend aus „Funktion des Produktes“ entspricht 65% der Gesamtwertung
Empfohlene Rasenfläche
bis 1.600 m²
Navigation/ Hindernisserkennung
LiDAR + KI-Kamera (AIVI 3D), erkennt laut Hersteller über 200 Hindernistypen
Begrenzungskabel
Nein, nicht nötig
RTK-Antenne erforderlich
nein
Schnittsystem
2 Messerteller mit insgesamt 6 Klingen (3 je Messerteller)
Schnittbreite
33 cm
Schnitthöhe
30–90 mm (elektrisch per App)
Kantenmähfunktion
ja, mit TruEdge-Trimmer
Fahrgeschwindigkeit
0,4–0,7 m/s
Antrieb und max. Steigung
bis 50 %; Hinterradantrieb
Besonderheiten
Regensensor im Gehäuse Mehrzonenverwaltung No-Go-Zonen Kartenverwaltung Elektrische Schnitthöhenverstellung
Akku-Ladezeit
ca. 50 Minuten
Schutzklasse
IPX6 (Roboter)
Abmessungen (L × B × H)
ca. 68 × 46 × 31 cm
Gewicht
17,8 kg
Lieferumfang
ECOVACS GOAT A1600 LiDAR PRO Ladestation Netzteil 6x Bodenanker (Kunststoff) für Ladestation inkl. Inbusschüssel Seitlicher TruEdge-Trimmer inkl. zwei Seitenbürsten und Schrauben 6 vormontierte Klingen (3 je Messerteller) und 12 Ersatzklingen inkl. Schrauben Bedienungsanleitung Schnellstartanleitung
Technische Daten der ECOVACS GOAT A1600 LiDAR PRO
Einrichtung & Inbetriebnahme
Die Einrichtung des ECOVACS GOAT A1600 LiDAR PRO gestaltet sich insgesamt unkompliziert und ist auch für Einsteiger gut zu bewältigen. Vom Öffnen des Kartons bis zum ersten Mähvorgang vergehen abhängig von der Größe und Komplexität des Gartens etwa 20 bis 40 Minuten. Der größte Zeitfaktor ist dabei nicht der Zusammenbau, sondern die anschließende Kartierung der Rasenfläche.
Nach dem Aufbau ist der GOAT innerhalb kurzer Zeit bereit für die App-Einrichtung und Kartierung. Der GOAT hat die Station selbst zwischen diesen Töpfen immer auf anhieb gefunden und getroffen.
Ladestation schnell montiert
Nach dem Auspacken müssen zunächst alle Komponenten aus dem Karton entnommen werden. Die Ladestation besteht aus einer Grundplatte und einem oberen Bügel mit ECOVACS-Logo, Ladekontakten und Stromanschluss. Dieser wird zunächst einfach aufgesteckt und rastet sicher ein. Theoretisch könnte die Station bereits so verwendet werden, auf der Rückseite befinden sich jedoch zusätzlich zwei Verschraubungen, mit denen sich der Aufbau dauerhaft sichern lässt.
Anschließend wird lediglich noch das Netzteil mit der beiliegenden Kabelverlängerung über die verschraubbare Steckerkupplung verbunden. Danach kann die Ladestation bereits an ihrem endgültigen Standort aufgestellt werden.
Vor dem ersten Einsatz muss außerdem noch der seitliche Trimmer montiert werden. Dieser wird zunächst in seine Aufnahme gesteckt und anschließend mit insgesamt drei Schrauben befestigt. Eine bereits eingesetzte Schraube befindet sich gut geschützt unter einer gekennzeichneten Gummilasche, zwei weitere Schrauben werden von der Unterseite beziehungsweise der Seite eingeschraubt. Zum Schluss werden noch die beiden Schutzbürsten eingeklipst. Die Montage ist insgesamt unkompliziert und innerhalb weniger Minuten erledigt.
Der richtige Standort
Da der GOAT A1600 LiDAR PRO vollständig auf ein Begrenzungskabel verzichtet und stattdessen per LiDAR navigiert, gestaltet sich die Wahl des Aufstellortes deutlich einfacher als bei klassischen Mährobotern. Wichtig ist in erster Linie eine stabile WLAN-Verbindung, da sich die Ladestation idealerweise innerhalb der Reichweite des heimischen 2,4-GHz-Netzes befinden sollte.
Der Untergrund sollte möglichst eben sein. Auf Rasen kann die Station mit den mitgelieferten Kunststoff-Erdankern befestigt werden. Befinden sich jedoch Steine im Boden, ist deren Verwendung nicht immer problemlos möglich. Alternativ lässt sich die Ladestation auch auf gepflasterten Flächen aufstellen. Wer sie dort dauerhaft befestigen möchte, kann dies mit geeigneten Edelstahlschrauben, Dübeln und Unterlegscheiben problemlos nachrüsten.
Wie bei den meisten Mährobotern sollten außerdem die vom Hersteller empfohlenen Mindestabstände eingehalten werden. Vor der Ladestation werden rund zwei Meter freier Platz benötigt, seitlich jeweils etwa 40 Zentimeter ohne Hindernisse. Der Abstand zwischen Ladestation und der eigentlichen Rasenfläche sollte möglichst nicht mehr als drei Meter betragen. Die App weist während der Einrichtung auf diese Anforderungen hin und unterstützt bei der Wahl eines geeigneten Standorts.
App führt Schritt für Schritt durch die Einrichtung
Für die Inbetriebnahme steht die ECOVACS HOME App für iOS und Android zur Verfügung. Ein Benutzerkonto ist erforderlich. Wer bereits einen DEEBOT-Saugroboter oder einen WINBOT-Fensterputzroboter von ECOVACS nutzt, kann denselben Account weiterverwenden. Sämtliche Geräte des Herstellers werden zentral über dieselbe App verwaltet.
Kopplungsmodus am RoboterWLAN auswählenFirmware-AktualisierungDie ECOVACS HOME App führt vom Kopplungsmodus über die WLAN-Verbindung bis zum ersten Firmware-Update verständlich durch die Einrichtung.
Die Verbindung mit dem Mähroboter verlief im Test schnell und ohne Schwierigkeiten. Wie üblich erfolgt die Einbindung über ein 2,4-GHz-WLAN, das aufgrund seiner höheren Reichweite für den Einsatz im Garten die bessere Wahl gegenüber 5 GHz ist. Direkt nach der Einrichtung wurde außerdem ein Firmware-Update installiert. Sämtliche Schritte werden verständlich erklärt, sodass kaum Fragen offenbleiben.
Flexible Kartierung ohne Begrenzungskabel
Besonders angenehm ist die Einrichtung der Mähfläche. Statt ein Begrenzungskabel zu verlegen, erstellt der GOAT seine Karte digital. Dabei stehen zwei Möglichkeiten zur Verfügung.
Für einfache und offene Rasenflächen kann der Roboter die Kartierung vollständig automatisch übernehmen. In vielen Fällen funktioniert dies bereits erstaunlich gut. Wer jedoch viele Beete, enge Durchgänge oder verwinkelte Bereiche im Garten besitzt, erzielt mit der manuellen Kartierung deutlich präzisere Ergebnisse.
Die ECOVACS HOME App führt Schritt für Schritt durch die Kartierung – von der optimalen Positionierung der Ladestation über das Anlegen der Mähfläche bis zum erfolgreichen Abschluss der Kartenerstellung.
Da sich der seitliche TruEdge-Trimmer auf der linken Fahrzeugseite befindet, empfiehlt es sich, den Roboter bei der manuellen Kartierung so zu führen, dass der Trimmer zur Rasenkante zeigt. Grundsätzlich funktioniert die Kartierung jedoch auch in umgekehrter Richtung – wichtig ist lediglich, dass die Kartierungsrunde vollständig geschlossen wird. Beim Einfahren der Grundstücksgrenze sollte zudem ein Abstand von etwa 10 Zentimetern zur Rasenkante eingehalten werden. Den verbleibenden Bereich übernimmt der GOAT später automatisch mit seinem TruEdge-Trimmer, wodurch die Rasenkante besonders sauber bearbeitet wird.
Bei der manuellen Kartierung wird der GOAT mithilfe der virtuellen Joystick-Steuerung entlang der Rasenkante geführt. Dadurch lassen sich insbesondere verwinkelte Grundstücke besonders präzise erfassen.
Die Dauer der Kartierung hängt stark von der Größe und Komplexität des Grundstücks ab. Während die automatische Kartierung bei einfachen Grundstücken häufig bereits ausreicht, mussten wir bei komplexeren Bereichen vereinzelt noch kleinere Korrekturen an der Karte vornehmen.
Zonen und No-Go-Bereiche
Mehrere Mähzonen lassen sich problemlos anlegen. Selbst getrennte Rasenflächen können genutzt werden, sofern die Verbindungswege mindestens etwa 90 Zentimeter breit sind.
Auch No-Go-Zonen sind schnell erstellt. Sie werden direkt in der Kartenansicht eingezeichnet und können jederzeit verändert oder wieder gelöscht werden. Ob die gewählten Bereiche optimal passen, zeigt sich anschließend beim nächsten Mähvorgang und lässt sich bei Bedarf problemlos nachjustieren.
Elektrische Schnitthöhenverstellung
Die Schnitthöhe wird vollständig elektronisch über die App eingestellt. Mechanische Drehregler oder Hebel am Gerät gibt es nicht.
Im Alltag bietet diese Lösung einen deutlichen Komfortgewinn, da die Höhe jederzeit bequem vom Smartphone aus angepasst werden kann, ohne zum Mähroboter gehen zu müssen. Langfristig bleibt allerdings abzuwarten, wie sich der dafür notwendige Verstellmotor über viele Jahre hinweg bewährt, da er gegenüber einer rein mechanischen Lösung konstruktionsbedingt ein zusätzliches Verschleißteil darstellt.
Erster Mähvorgang
Nach Abschluss der Einrichtung begann der GOAT A1600 LiDAR PRO ohne Verzögerung mit seiner Arbeit. Der Roboter startete direkt mit dem systematischen Bahnenmähen, ohne dass während unseres Tests Probleme bei der Inbetriebnahme oder der ersten Ausfahrt auftraten.
Während des Mähvorgangs zeigt die App unter anderem die aktuelle Position des Roboters, den Akkustand sowie den Fortschritt in Echtzeit an.
Gerade der vollständige Verzicht auf ein Begrenzungskabel zählt dabei zu den größten Vorteilen des Systems. Die Ladestation kann bei einer späteren Umgestaltung des Gartens jederzeit an einen anderen Ort versetzt werden, ohne dass zunächst Kabel ausgegraben oder neu verlegt werden müssen. Diese Flexibilität erleichtert nicht nur die Erstinstallation, sondern auch spätere Anpassungen erheblich.
(Einrichtung & Inbetriebnahme: 4,5 von 5 Punkten)
Bedienung im Alltag
Nach einer kurzen Eingewöhnungszeit präsentiert sich die ECOVACS HOME App als übersichtlich und weitgehend selbsterklärend. Die einzelnen Menüs sind logisch aufgebaut, wichtige Funktionen lassen sich schnell finden und auch Nutzer, die bisher keinen Mähroboter von ECOVACS verwendet haben, dürften sich rasch zurechtfinden. Während unseres Testzeitraums arbeitete die App zuverlässig und stabil. Abstürze oder Verbindungsprobleme konnten wir nicht feststellen.
Der Mähvorgang lässt sich jederzeit bequem über die App starten, pausieren oder vollständig beenden. Alternativ stehen die Bedientasten direkt am Mähroboter zur Verfügung. Diese Möglichkeit ist vor allem dann praktisch, wenn das Smartphone gerade nicht griffbereit ist. Im Alltag dürfte jedoch die Steuerung über die App von den meisten Nutzern bevorzugt werden, da sämtliche Funktionen dort komfortabel erreichbar sind.
Bei den Einstellungsmöglichkeiten bietet der GOAT A1600 LiDAR PRO einen erfreulich großen Funktionsumfang. Zeitpläne lassen sich individuell erstellen und die Schnitthöhe kann elektronisch zwischen 30 und 90 Millimeterneingestellt werden, ohne dass man den Mähroboter aufsuchen muss. Ebenso lässt sich die Fahrgeschwindigkeit im Bereich von 0,4 bis 0,7 m/s anpassen.
Über die ECOVACS HOME App lassen sich unter anderem Schnitthöhe, Fahrgeschwindigkeit, Mährichtung sowie die Hinderniserkennung individuell anpassen.
Auch das Mähverhalten kann individuell konfiguriert werden. Der GOAT mäht den Rasen grundsätzlich in systematischen, geraden Bahnen und orientiert sich dabei mithilfe seines 360°-LiDAR- sowie Kamerasystems. Wer möchte, kann die Ausrichtung der Mähbahnen für einzelne Bereiche individuell festlegen und zwischen den Mähvorgängen variieren. Dadurch entstehen keine dauerhaft sichtbaren Fahrspuren und der Rasen erhält ein gleichmäßigeres Schnittbild.
Praktisch ist außerdem, dass sich der seitliche Trimmer separat aktivieren oder deaktivieren lässt. Wer beispielsweise an Sonn- oder Feiertagen besonders geräuscharm mähen möchte oder den Trimmer nur bei Bedarf einsetzen möchte, kann dies direkt in der App festlegen. Auch die Empfindlichkeit der Hinderniserkennung lässt sich an die eigenen Anforderungen anpassen.
Die Kartenansicht gehört zu den Stärken der App. Bereits auf den ersten Blick erkennt man die angelegten Mähzonen, Verbindungswege und No-Go-Bereiche. Änderungen an der Karte lassen sich unkompliziert durchführen und sind nach kurzer Zeit verinnerlicht. Dadurch bleibt die Verwaltung auch bei komplexeren Grundstücken angenehm übersichtlich.
Auch bei den Benachrichtigungen findet ECOVACS einen guten Mittelweg. Die App informiert zuverlässig über abgeschlossene Mähvorgänge, eventuelle Störungen oder andere wichtige Ereignisse. Gleichzeitig wird der Nutzer nicht mit unnötigen Meldungen überhäuft. Wer möchte, kann die Benachrichtigungen zusätzlich an die eigenen Wünsche anpassen.
Während des Betriebs liefert die App zahlreiche Statusinformationen. Neben dem aktuellen Akkustand werden die Position des Mähroboters, bereits gemähte Flächen, der Fortschritt des aktuellen Mähvorgangs angezeigt. Treten Fehler auf, erscheinen diese ebenfalls verständlich in der App, sodass sich mögliche Probleme schnell erkennen lassen.
Auch akustisch verhält sich der GOAT A1600 LiDAR PRO im Alltag unauffällig. Gemeint sind hierbei jedoch ausschließlich die Bedien- und Komfortfunktionen. So sind beispielsweise das automatische Verstellen der Schnitthöhe, das motorische Absenken beziehungsweise Einfahren des Trimmers sowie das Andocken an die Ladestation zwar hörbar, wirken jedoch angenehm dezent und keineswegs störend. Sämtliche Bewegungen erfolgen ruhig und kontrolliert. Auf die Lautstärke während des eigentlichen Mäh- und Trimmvorgangs gehen wir im nächsten Abschnitt „Leistung im Alltag“ noch ausführlich ein.
Die Reinigung gestaltet sich ebenfalls unkompliziert. Grasreste lassen sich mit einer Bürste und einem Gartenschlauch schnell entfernen. Da die Unterseite gut zugänglich ist, erreicht man sowohl die beiden Messerteller als auch den Bereich des Trimmers problemlos. Der Pflegeaufwand hält sich dadurch insgesamt in Grenzen.
Im täglichen Einsatz zeigt sich schließlich der größte Vorteil eines modernen Mähroboters. Hat man die Einrichtung einmal abgeschlossen und die Karte angepasst, muss man nur noch selten in die App schauen. Während man in den ersten Tagen verständlicherweise häufiger kontrolliert, wie sich der Roboter verhält, rückt die App später zunehmend in den Hintergrund. Stattdessen erledigt der GOAT seine Arbeit weitgehend selbstständig und zuverlässig. Man kann den Mähroboter einfach arbeiten lassen und die Zeit lieber auf der Terrasse oder mit anderen Tätigkeiten verbringen.
Besonders überzeugend ist dabei das Arbeiten ohne Begrenzungskabel. Hat man diese Art der Navigation einmal kennengelernt, möchte man kaum noch zu einem klassischen System zurückkehren. Die Installation ist deutlich einfacher, spätere Änderungen an der Gartengestaltung lassen sich wesentlich flexibler umsetzen und auch das Umsetzen der Ladestation ist jederzeit möglich, ohne zunächst ein Begrenzungskabel neu verlegen zu müssen. Gerade dieser Komfortgewinn macht sich im Alltag immer wieder bemerkbar und zählt aus unserer Sicht zu den größten Stärken des GOAT A1600 LiDAR PRO.
(Bedienung im Alltag: 4 von 5 Punkten)
Leistung im Alltag
Mähbild
Im täglichen Einsatz hinterlässt der ECOVACS GOAT A1600 LiDAR PRO insgesamt ein überzeugendes Mähbild. Mit neuen beziehungsweise scharfen Klingen wird der Rasen sauber und gleichmäßig geschnitten. Die beiden versetzt angeordneten Messerteller sorgen dafür, dass sich ihre Arbeitsbereiche überlappen und kaum ungemähte Streifen zurückbleiben. Gleichzeitig profitiert der Roboter von seiner großzügigen Schnittbreite von 33 Zentimetern, wodurch größere Flächen deutlich schneller abgearbeitet werden als bei Modellen mit nur einem einzelnen Messerteller.
Im direkten Vergleich zu aktuellen Spitzenmodellen anderer Hersteller fällt jedoch ein kleiner Unterschied auf. ECOVACS setzt pro Messerteller weiterhin auf drei Klingen. Das hat durchaus Vorteile. Beim späteren Klingenwechsel müssen lediglich sechs Klingen ausgetauscht werden, was die laufenden Kosten für Verschleißteile reduziert.
Viele Hersteller verwenden bei ihren größeren Modellen inzwischen allerdings Messerteller mit jeweils sechs Klingen. Dadurch verteilt sich die Schneidarbeit auf mehr Klingen, was insbesondere bei dichterem oder kräftigerem Gras oft für ein etwas gleichmäßigeres Schnittbild sorgt. Gleichzeitig bleibt die Schneidleistung über einen längeren Zeitraum konstanter, bevor ein Klingenwechsel erforderlich wird. Der Nachteil dieser Bauweise liegt wiederum in den höheren Folgekosten, da beim Austausch doppelt so viele Klingen ersetzt werden müssen.
Im Alltag liefert der GOAT A1600 LiDAR PRO dennoch ein insgesamt sauberes Schnittbild. Die systematische Fahrweise sorgt dafür, dass sämtliche Bahnen zuverlässig abgearbeitet werden und nur selten einzelne Halme stehen bleiben.
Große Schnittbreite spart Zeit
Die 33 Zentimeter Schnittbreite machen sich im täglichen Betrieb deutlich bemerkbar. Im Vergleich zu Mährobotern mit einer Schnittbreite von rund 18 bis 22 Zentimetern benötigt der GOAT weniger Bahnen und erreicht sein Ziel entsprechend schneller. Gerade auf größeren Rasenflächen verkürzt sich dadurch die Mähzeit spürbar.
TruEdge-Trimmer in der Praxis
Zu den Besonderheiten des GOAT A1600 LiDAR PRO gehört der seitlich angebrachte TruEdge-Trimmer. Sein Ziel ist es, den Abstand zu festen Begrenzungen wie Mauern, Zäunen, Hochbeeten oder Rasenkanten zu minimieren und dadurch die notwendige Nacharbeit mit einem Rasentrimmer möglichst gering zu halten. Im Test gelang dies gut: An Mauern blieb lediglich ein schmaler Streifen von etwa zwei bis drei Zentimetern stehen.
An klassischen Rasenkanten funktioniert der Trimmer besonders in Verbindung mit der Funktion Adaptive Grenzen zuverlässig. Anders sieht es an künstlich angelegten No-Go-Zonen aus. Hier hält der Roboter einen größeren Sicherheitsabstand ein, wodurch etwas mehr Gras stehen bleibt.
Nicht in jeder Situation ist der Einsatz des TruEdge-Trimmers jedoch zwingend notwendig. Bereiche, über die der Mähroboter problemlos hinwegfahren kann – beispielsweise ebenerdige Rasenkanten –, lassen sich bereits bei der manuellen Kartierung entsprechend berücksichtigen. Fährt man den Roboter dort etwas weiter über die Rasenkante hinaus, wird auch dieser Bereich sauber gemäht, ohne dass der Trimmer eingreifen muss.
Besondere Aufmerksamkeit empfiehlt sich dagegen bei Blumenbeeten oder Hochbeeten mit niedrig wachsenden Pflanzen direkt am Rasenrand. Junge Ziergräser oder empfindliche Stauden können vom Trimmer unter Umständen mit erfasst werden, wenn sie in den Mähbereich hineinragen. Zwar erkennt die Kamera größere Pflanzen in vielen Fällen zuverlässig, dennoch sollte man die ersten Mähvorgänge aufmerksam beobachten und die Kartierung bei Bedarf anpassen. Befinden sich einzelne Stauden oder andere Pflanzen direkt innerhalb der Rasenfläche, empfehlen wir grundsätzlich das Anlegen einer No-Go-Zone. So lässt sich vermeiden, dass eine Pflanze im ungünstigsten Fall einmal nicht erkannt und beschädigt wird.
Ein gelungenes Sicherheitsmerkmal besitzt der TruEdge-Trimmer ebenfalls. Sobald sich Personen oder Tiere auf etwa 1,5 Meter nähern, wird der Trimmer automatisch deaktiviert und erst wieder eingeschaltet, wenn der Bereich wieder frei ist.
Lautstärke
Während des eigentlichen Mähvorgangs arbeitet der GOAT angenehm leise. Die beiden Messerteller sind kaum störend und ermöglichen problemlos den Einsatz in Zeiten, in denen möglichst wenig Lärm entstehen soll.
Ganz anders verhält sich der seitliche Trimmer. Sobald dieser aktiviert wird, steigt die Geräuschentwicklung deutlich an. Im subjektiven Eindruck erinnert die Lautstärke an einen klassischen Rasentrimmer mit Faden. Dadurch geht ein Teil des ansonsten sehr leisen Gesamteindrucks verloren.
Gerade an Sonn- oder Feiertagen würde ich den Trimmer deshalb deaktivieren. Praktischerweise lässt sich dies direkt über die App erledigen. So kann der GOAT weiterhin den Rasen mähen, ohne dass der deutlich lautere Trimmer zum Einsatz kommt.
Navigation
Die Navigation zählt zu den größten Stärken des GOAT A1600 LiDAR PRO. Der Roboter fährt seine Bahnen sehr präzise und gleichmäßig ab. Wendemanöver gelingen sauber, ohne den Rasen unnötig aufzureißen oder Spuren im Boden zu hinterlassen. Auch unnötige Doppelbefahrungen konnten wir während des Tests nicht beobachten.
Hinderniserkennung
Die Kombination aus LiDAR und Kamera arbeitet insgesamt zuverlässig. Der GOAT erkennt laut ECOVACS mehr als 200 verschiedene Hindernistypen. Im Test zeigte sich die Hinderniserkennung bei typischen Gartenobjekten wie Bäumen, Blumentöpfen oder Gartenmöbeln zuverlässig. Auch Werkzeuge, Spielzeug oder lose Gegenstände wurden in den meisten Fällen erkannt und sicher umfahren.
Auffällig ist allerdings, dass der Roboter an festen Hindernissen bewusst relativ dicht vorbeifährt, um möglichst wenig Gras stehen zu lassen. Dieses Verhalten verbessert die Flächenabdeckung, verlangt der Hinderniserkennung jedoch einiges ab.
Sehr kleine Gegenstände werden erwartungsgemäß nicht immer zuverlässig erkannt. Außerdem nimmt die Erkennungsleistung in der Dämmerung sichtbar ab. Aus diesem Grund würden wir den GOAT grundsätzlich bevorzugt tagsüber einsetzen. Das verbessert nicht nur die Hinderniserkennung, sondern kommt auch nachtaktiven Tieren wie Igeln zugute.
Steigungen
Steigungen von bis zu 50 Prozent meistert der GOAT problemlos, sofern der Untergrund ausreichend griffig ist. Für den überwiegenden Teil der Gärten in Deutschland reicht diese Leistung vollkommen aus.
Grenzen zeigt der Hinterradantrieb allerdings auf sehr weichem oder aufgeweichtem Boden. Bleibt der Roboter dort einmal hängen, können sich die Antriebsräder aufgrund des fehlenden Allradantriebs relativ schnell eingraben. Wer besonders steile Grundstücke mit lockerem Boden besitzt, sollte deshalb eher zu einem Modell mit Allradantrieb greifen.
Akku und Ladeverhalten
Die Akkulaufzeit erwies sich im Test als ausreichend für längere Mähabschnitte. Reicht die Ladung für die komplette Fläche nicht aus, fährt der GOAT selbstständig zur Ladestation, lädt seinen Akku und setzt den Mähvorgang anschließend automatisch an der richtigen Stelle fort.
Dank der Schnellladefunktion dauert eine vollständige Akkuladung lediglich rund 50 Minuten. Dadurch entstehen auch bei größeren Grundstücken nur kurze Ladepausen.
Wetter
Der GOAT verfügt über einen integrierten Regensensor und kann entsprechend auf Niederschlag reagieren. Während unseres Testzeitraums wurde ausschließlich auf trockenem Rasen gemäht. Das entspricht auch unserer bevorzugten Nutzung. Nasses Gras haftet deutlich stärker an der Unterseite des Mähroboters und belastet gleichzeitig die Grasnarbe stärker als ein Schnitt bei trockenen Bedingungen.
Unser Eindruck
Der ECOVACS GOAT A1600 LiDAR PRO überzeugt im Alltag mit einer sehr präzisen Navigation, einer hohen Flächenleistung und einem insgesamt sauberen Schnittbild. Besonders die Kombination aus LiDAR-Navigation, Kamera und der großen Schnittbreite sorgt dafür, dass der Roboter effizient arbeitet und größere Flächen schnell bewältigt.
Der seitliche TruEdge-Trimmer ist eine spannende und grundsätzlich sinnvolle Idee. An klassischen Rasenkanten funktioniert er gut und reduziert die notwendige Nacharbeit deutlich. Seine hohe Geräuschentwicklung und die weniger präzise Arbeitsweise an No-Go-Zonen zeigen jedoch, dass hier noch Entwicklungspotenzial vorhanden ist.
Für zukünftige Generationen könnten wir uns vorstellen, dass ECOVACS den Randschnitt noch eleganter löst. Beispielsweise durch einen weiter außen positionierten Messerteller oder eine Konstruktion, bei der sich das eigentliche Mähwerk für den Randbereich seitlich verschieben lässt. Dadurch ließe sich der zusätzliche Trimmer möglicherweise ganz ersetzen und gleichzeitig die Geräuschentwicklung reduzieren.
(Leistung im Alltag: 4 von 5 Punkten)
TEIL 3
bestehend aus „Preis/Leistung“ entspricht 10% der Gesamtwertung
Beschreibung
Im Praxistest hält der ECOVACS GOAT A1600 LiDAR PRO seine Herstellerversprechen größtenteils ein. Die LiDAR-Navigation arbeitet präzise und zuverlässig und bietet insbesondere unter Bäumen Vorteile gegenüber vielen GPS- beziehungsweise RTK-Systemen, da keine zusätzliche Antenne installiert werden muss.
Auch der TruEdge-Trimmer sorgt dafür, dass der Roboter deutlich näher an Mauern und Rasenkanten arbeitet. Andere Hersteller verfolgen hierfür mittlerweile jedoch ebenfalls interessante Ansätze, sodass sich erst in den kommenden Jahren zeigen wird, welche Lösung sich langfristig durchsetzt.
Die Hinderniserkennung überzeugte bei Tageslicht mit einer zuverlässigen Erkennung typischer Gartenhindernisse. In der Dämmerung nimmt die Erkennungsleistung der Kamera jedoch sichtbar ab, weshalb wir den Einsatz grundsätzlich tagsüber empfehlen.
Die maximale Flächenleistung von 1.600 m² konnten wir aufgrund unserer Testfläche nicht vollständig überprüfen. Die angegebene Steigfähigkeit von bis zu 50 Prozent ist für die meisten Gärten jedoch vollkommen ausreichend. Auf lockerem Untergrund stößt der Hinterradantrieb naturgemäß früher an seine Grenzen als ein Allradmodell.
Auch die elektrische Schnitthöhenverstellung sowie die Schnellladefunktion funktionierten im Test zuverlässig und erwiesen sich im Alltag als echter Komfortgewinn.
Unterm Strich erfüllt der ECOVACS GOAT A1600 LiDAR PRO seine Herstellerversprechen mit nur wenigen Einschränkungen und überzeugt insbesondere durch seine präzise Navigation, den Verzicht auf ein Begrenzungskabel und die insgesamt hohe Alltagstauglichkeit.
Preis/Leistung
Zum Marktstart verlangte ECOVACS für den GOAT A1600 LiDAR PRO eine unverbindliche Preisempfehlung von 1.499 Euro. Damit positionierte sich der Mähroboter im oberen Preisbereich seiner Klasse. Inzwischen hat sich der Marktpreis jedoch deutlich eingependelt. Bereits für rund 999 Euro ist das Modell regelmäßig erhältlich, teilweise sogar inklusive passender Garage.
Gerade dieses aktuelle Preisniveau macht den GOAT deutlich attraktiver. Für weniger als 1.000 Euro erhalten Käufer einen Mähroboter mit kabelloser LiDAR-Navigation, KI-gestützter Hinderniserkennung, großer Schnittbreite von 33 Zentimetern, elektrischer Schnitthöhenverstellung sowie integriertem TruEdge-Trimmer. Noch vor wenigen Jahren musste man für eine vergleichbare Ausstattung häufig deutlich über 2.000 Euro investieren.
Natürlich ist die Konkurrenz nicht untätig. Modelle wie der Segway Navimow X3, der Dreame A2 oder die Mammotion-YUKA-Serie bieten ebenfalls interessante Ansätze, etwa Allradantrieb, alternative Lösungen für den Kantenschnitt oder andere Navigationskonzepte. Letztlich entscheidet hier weniger die Ausstattung auf dem Papier als vielmehr, welches Gesamtkonzept am besten zum eigenen Garten passt.
Zur ursprünglichen UVP hätten wir den GOAT A1600 LiDAR PRO etwas kritischer bewertet. Zum heutigen Straßenpreis überzeugt das Gesamtpaket dagegen deutlich mehr. Zwar sehen wir beim TruEdge-Trimmer und beim fehlenden Allradantrieb noch Verbesserungspotenzial, die präzise LiDAR-Navigation, die hohe Flächenleistung und der vollständige Verzicht auf ein Begrenzungskabel machen den Mähroboter insgesamt zu einem sehr attraktiven Angebot.
Gemessen am aktuellen Marktpreis bietet der ECOVACS GOAT A1600 LiDAR PRO ein sehr gutes Preis-Leistungs-Verhältnis und gehört derzeit zu den interessantesten Mährobotern für mittelgroße bis große Gärten in seiner Preisklasse.
Mit dem Jackery Explorer 300D verfolgt der Hersteller ein etwas anderes Konzept als viele klassische Powerstations. Statt auf eine 230-Volt-Steckdose setzt Jackery vollständig auf moderne Gleichstromanschlüsse wie USB-C, USB-A und den 12-Volt-Kfz-Anschluss. Dadurch richtet sich die kompakte Powerstation vor allem an Nutzer, die Smartphones, Tablets, Notebooks, Kameras oder Kühlboxen unterwegs mit Energie versorgen möchten.
Im Praxistest überzeugte der Explorer 300D mit einer hochwertigen Verarbeitung, einem durchdachten Bedienkonzept und einem lautlosen Betrieb, da vollständig auf einen Lüfter verzichtet wird. Praktisch ist zudem das integrierte USB-C-Kabel, das gleichzeitig als Tragegriff dient und so stets griffbereit ist. Auf eine integrierte LED-Leuchte muss ebenfalls nicht verzichtet werden und erhöht den praktischen Nutzen beim Camping oder unterwegs.
Der Verzicht auf eine 230-Volt-Steckdose schränkt den Einsatzbereich zwar bewusst ein, macht die Powerstation dafür aber besonders kompakt und leicht. Ob dieses Konzept im Alltag überzeugt und für wen sich der Explorer 300D eignet, zeigt unser ausführlicher Praxistest.
Das gefällt uns
Kompakte und leichte Bauweise
Lautloser Betrieb dank lüfterlosem Design
Schnelles Laden über USB-C mit bis zu 140 Watt
Integriertes USB-C-Kabel dient gleichzeitig als Trageschlaufe
Übersichtliches Display mit allen wichtigen Informationen
Stabile Stromversorgung im Praxistest
Kurze Ladezeit von etwas mehr als zwei Stunden (140 W)
Bestehend aus „Verpackung/Design/Verarbeitung“ entspricht 25% der Gesamtwertung
Verpackung
Bereits die Verpackung des Jackery Explorer 300D hinterlässt einen hochwertigen Eindruck. Der Karton ist rundum bedruckt und informiert bereits vor dem Auspacken über die wichtigsten Funktionen, technischen Daten und Einsatzmöglichkeiten der Powerstation. Gleichzeitig sorgt die stabile Verpackung dafür, dass das Gerät den Transport gut geschützt übersteht.
Im Lieferumfang befinden sich neben dem Explorer 300D ein USB-C-Ladekabel, dabei handelt es sich um ein USB-C-auf-USB-C-Kabel sowie die notwendigen Unterlagen für die Inbetriebnahme. Damit ist grundsätzlich alles enthalten, um die Powerstation direkt in Betrieb zu nehmen.
Ein separates Netzteil gehört allerdings nicht zum Lieferumfang. Das mag zunächst überraschen, entspricht inzwischen jedoch dem aktuellen Trend bei vielen Smartphones und Tablets. Da der Explorer 300D bequem über ein vorhandenes USB-C-Netzteil geladen werden kann, stellt dies aus unserer Sicht keinen echten Nachteil dar, vorausgesetzt, ein entsprechend leistungsfähiges Netzteil ist bereits vorhanden.
Unterm Strich hinterlässt der Lieferumfang einen durchdachten Eindruck. Jackery liefert alles mit, was für den direkten Einsatz erforderlich ist, ohne unnötiges Zubehör beizulegen.
(Verpackung: 4 von 5 Punkten)
Design
Bereits beim ersten Auspacken wird deutlich, dass Jackery beim Explorer 300D den Fokus auf Mobilität gelegt hat. Statt einer möglichst großen Powerstation mit zahlreichen Anschlüssen steht hier ein kompaktes und leicht transportierbares Gerät im Mittelpunkt. Das zeigt sich nicht nur an der schlichten Gestaltung, sondern vor allem an den Abmessungen und dem gesamten Bedienkonzept.
Mit 230 × 155 × 167 Millimetern und einem Gewicht von rund 3,75 Kilogramm gehört der Explorer 300D zu den handlicheren Powerstations seiner Klasse. Im Praxiseinsatz ließ sich das Gerät problemlos mit einer Hand vom Auto zum Campingplatz oder auf den Schreibtisch tragen. Auch im Kofferraum oder Wohnmobil nimmt die Powerstation nur wenig Platz ein und lässt sich schnell verstauen.
Optisch setzt Jackery auf ein graphitfarbenes Kunststoffgehäuse mit einer matten Oberfläche. Die Farbgebung wirkt modern und zurückhaltend, sodass der Explorer 300D sowohl im Wohnmobil als auch im Homeoffice oder auf dem Schreibtisch eine gute Figur macht. Gleichzeitig ist die Oberfläche vergleichsweise unempfindlich gegenüber Fingerabdrücken und kleinen Gebrauchsspuren, die sich im mobilen Einsatz kaum vermeiden lassen.
Das auffälligste Designelement ist das integrierte USB-C-Kabel. Es verschwindet sauber im Gehäuse und dient gleichzeitig als Tragegriff. Diese Lösung erwies sich im Alltag als überraschend praktisch. Während des gesamten Testzeitraums mussten wir nie nach einem passenden Ladekabel suchen, da es immer direkt an der Powerstation befestigt war. Gleichzeitig liegt das Gerät durch diese Konstruktion sicher in der Hand und lässt sich angenehm transportieren.
Auch die Gestaltung der Vorderseite überzeugt. Das Display ist zentral angeordnet und lässt sich bereits aus etwas Entfernung gut ablesen. Darunter befinden sich sämtliche Anschlüsse übersichtlich gruppiert und eindeutig beschriftet. Bereits nach kurzer Zeit war klar, welcher Anschluss für welches Gerät vorgesehen ist, ein Blick in die Bedienungsanleitung war dafür nicht notwendig.
Unauffällig integriert ist außerdem die LED-Leuchte. Sie fügt sich harmonisch in das Gesamtbild ein und fällt optisch kaum auf. Bei Bedarf steht sie jedoch sofort zur Verfügung und erwies sich beispielsweise beim Einräumen des Autos in der Dämmerung als praktische Ergänzung.
(Design: 4,5 von 5 Punkten)
Verarbeitung
Der Jackery Explorer 300D macht bereits beim ersten Anfassen einen sorgfältig verarbeiteten Eindruck. Das Gehäuse besteht vollständig aus Kunststoff, die einzelnen Bauteile sind jedoch sauber miteinander verbunden. Gleichmäßige Spaltmaße und sauber ausgeführte Übergänge zeigen, dass Jackery bei der Verarbeitung auf eine präzise Fertigung geachtet hat.
Auch im Praxistest bestätigte sich dieser Eindruck. Selbst bei leichtem Druck auf das Gehäuse waren weder Knarzgeräusche noch ein Nachgeben des Materials festzustellen. Dadurch vermittelt der Explorer 300D das Gefühl, auch häufige Transporte im Auto, Wohnmobil oder beim Camping problemlos zu verkraften.
Die Bedientasten besitzen einen angenehm definierten Druckpunkt und reagierten während des gesamten Testzeitraums zuverlässig. Jeder Tastendruck wird sauber quittiert, wodurch sich die Powerstation intuitiv bedienen lässt.
Ebenfalls positiv fiel die Qualität der Anschlüsse auf. Sämtliche Stecker ließen sich leicht einstecken und rasteten sicher ein. Weder USB-C-, USB-A- noch der 12-Volt-Anschluss wirkten zu locker oder übermäßig stramm. Gerade bei einer mobilen Powerstation, bei der Kabel regelmäßig angeschlossen und wieder entfernt werden, hinterlässt dies einen vertrauenerweckenden Eindruck.
Für einen sicheren Stand sorgen vier gut dimensionierte Gummifüße auf der Unterseite. Selbst auf glatten Oberflächen blieb der Explorer 300D sicher stehen und verrutschte weder beim Anschließen von Kabeln noch während des Betriebs.
Das Display ist mit einer Kunststoffabdeckung versehen. Im Vergleich zu Glas wirkt diese zwar etwas einfacher und dürfte auf Dauer anfälliger für Kratzer sein, im Test erwies sie sich jedoch als vollkommen ausreichend. Alle Informationen waren jederzeit gut ablesbar und auch bei normaler Nutzung hinterließ die Oberfläche einen unauffälligen Eindruck. Da eine Powerstation in erster Linie ein Gebrauchsgegenstand ist und kein Premium-Smartphone, passt diese Entscheidung aus unserer Sicht gut zum Gesamtkonzept.
Während unseres gesamten Testzeitraums konnten wir keine Verarbeitungsmängel feststellen. Weder lockere Bauteile noch unsaubere Übergänge oder andere Qualitätsmängel trübten den insgesamt sehr positiven Eindruck.
(Verarbeitung: 4,5 von 5 Punkten)
TEIL 2
bestehend aus „Funktion des Produktes“ entspricht 65% der Gesamtwertung
Akkukapazität
288 Wh
Akkutyp
LiFePO₄ (Lithium-Eisenphosphat)
Lebensdauer
bis zu 4.000 Ladezyklen bis 70 % Restkapazität
Nennleistung
300 W
Spitzenleistung
600 W
Ausgänge
USB-C (PD: bis 140 W (Ein- und Ausgang) USB-C (PD: bis 140 W (Ausgang) USB-C (PD: bis 65 W (Ausgang) 1× USB-A (15W) 12-Volt-Ausgang (Kfz-Steckdose) DC8020-Anschluss (Solarladung)
Display
LCD
LED-Leuchte
ja
Lüfter
Nein (passiv gekühlt)
Maße
230 × 155 × 167 mm (H x B xT)
Gewicht
2,5 kg
Betriebsverwendung Temperatur
Ladetemperatur = 0 °C bis 45 °C Entladetemperatur = -15 °C bis 45 °C
Lieferumfang
Jackery Explorer 300D 28cm langes 140 Watt Ladekabel als Trageschlaufe integriert Anleitung
Technische Daten der Jackery Explorer 300D
Einrichtung & Inbetriebnahme
Die Inbetriebnahme des Jackery Explorer 300D gestaltet sich erfreulich unkompliziert. Nach dem Auspacken ist die Powerstation innerhalb weniger Minuten einsatzbereit. Sämtliche Anschlüsse sind eindeutig beschriftet, sodass sich auch ohne Blick in die Bedienungsanleitung sofort erschließt, welcher Anschluss für welchen Einsatzzweck vorgesehen ist.
Eine App oder eine WLAN- beziehungsweise Bluetooth-Verbindung gibt es beim Explorer 300D nicht. Alle Funktionen werden direkt über die Tasten an der Powerstation gesteuert. Das klingt zunächst ungewohnt, erwies sich im Praxistest jedoch als unkompliziert. Nach einem kurzen Druck auf die jeweilige Einschalttaste stehen die entsprechenden Ausgänge sofort zur Verfügung.
Das Display informiert übersichtlich über den aktuellen Akkustand sowie die Ein- und Ausgangsleistung. Dadurch lassen sich alle wichtigen Informationen direkt am Gerät ablesen, ohne dass dafür ein Smartphone benötigt wird.
Gerade im mobilen Einsatz empfanden wir den Verzicht auf eine App nicht als Nachteil. Es müssen keine Benutzerkonten angelegt, keine Firmware-Updates installiert und keine Berechtigungen vergeben werden. Stattdessen funktioniert der Explorer 300D nach dem klassischen Plug-and-Play-Prinzip: einschalten, Gerät anschließen und nutzen.
Die beiliegende Bedienungsanleitung erklärt die wichtigsten Funktionen verständlich. Aufgrund der einfachen Bedienung mussten wir während des Tests jedoch nur selten darauf zurückgreifen.
(Einrichtung & Inbetriebnahme: 4,5 von 5 Punkten)
Bedienung im Alltag
Im Alltag punktet der Jackery Explorer 300D vor allem mit seiner unkomplizierten Bedienung. Nach kurzer Zeit mussten wir weder in die Bedienungsanleitung schauen noch über die Funktionen nachdenken. Alle wichtigen Bedienelemente befinden sich auf der Vorderseite und sind logisch angeordnet.
Das Display liefert genau die Informationen, die im täglichen Einsatz benötigt werden. Akkustand sowie Ein- und Ausgangsleistung lassen sich jederzeit auf einen Blick ablesen. Die Darstellung ist übersichtlich und auch aus etwas größerer Entfernung noch gut erkennbar. Auf überflüssige Animationen oder verschachtelte Menüs verzichtet Jackery bewusst.
Besonders angenehm fiel auf, dass sich die einzelnen Ausgänge separat aktivieren lassen. Benötigt man beispielsweise nur die USB-C-Anschlüsse, bleiben die übrigen Bereiche deaktiviert. Dadurch behält man jederzeit die Kontrolle über die angeschlossenen Geräte.
Im täglichen Gebrauch überzeugte vor allem der lautlose Betrieb. Da der Explorer 300D vollständig auf einen Lüfter verzichtet, waren während unseres Tests keinerlei Betriebsgeräusche wahrnehmbar. Selbst beim Laden meines MAcBooks oder beim Betrieb einer Kühlbox blieb die Powerstation angenehm leise. Gerade beim Arbeiten am Schreibtisch, im Wohnmobil oder nachts beim Camping ist dies ein echter Vorteil.
Ein weiteres Detail, das uns im Alltag schnell ans Herz gewachsen ist, ist das integrierte USB-C-Kabel. Da es gleichzeitig als Tragegriff dient, war das passende Ladekabel jederzeit griffbereit. Gerade wenn die Powerstation häufiger den Einsatzort wechselt, spart diese Lösung Zeit und verhindert, dass das wichtigste Kabel versehentlich vergessen wird.
Die integrierte LED-Leuchte erwies sich ebenfalls als praktische Ergänzung. Sie ersetzt zwar keine leistungsstarke Taschenlampe, reicht jedoch vollkommen aus, um beispielsweise den Innenraum eines Autos auszuleuchten oder im Dunkeln angeschlossene Kabel problemlos zu finden.
(Bedienung im Alltag: 4,5 von 5 Punkten)
Leistung im Alltag
Smartphones, Tablet und Notebook laden
Im Alltag musste sich der Jackery Explorer 300D mit den Geräten beweisen, die bei uns regelmäßig im Einsatz sind. Zum Test gehörten ein Apple iPhone 15 Pro Max, ein iPad Pro (2020) sowie ein MacBook Pro 14 (2024). Alle Geräte wurden zuverlässig erkannt und während des gesamten Testzeitraums ohne Unterbrechungen geladen.
Wie schnell ein Gerät tatsächlich lädt, hängt allerdings von mehreren Faktoren ab. Neben dem gewählten USB-C-Anschluss mit bis zu 65 Watt beziehungsweise 140 Watt spielen auch das angeschlossene Endgerät und das verwendete USB-C-Kabel eine entscheidende Rolle. Unterstützt eines der beiden die maximale Ladeleistung nicht, reduziert sich die Ladegeschwindigkeit entsprechend. Im Test kamen überwiegend das integrierte USB-C-Kabel des Explorer 300D sowie die Originalkabel der Apple-Geräte zum Einsatz. Beide funktionierten zuverlässig und ohne Auffälligkeiten.
Besonders positiv fiel auf, dass sich auch mehrere Geräte nacheinander oder parallel problemlos laden ließen. Die Stromversorgung blieb jederzeit stabil, Leistungseinbrüche oder Verbindungsabbrüche konnten wir während des gesamten Tests nicht feststellen.
Kühlbox im Dauerbetrieb
Neben Smartphones, Tablets und Notebooks musste der Explorer 300D auch eine Kühlbox über den 12-Volt-Anschluss mit Energie versorgen. Direkt nach dem Einschalten war die Leistungsaufnahme erwartungsgemäß höher, da zunächst die voreingestellte Temperatur erreicht werden musste. Sobald diese erreicht war, schaltete sich der Kompressor nur noch bei Bedarf ein, wodurch die Leistungsaufnahme deutlich sank.
Dieses Verhalten spiegelte sich auch auf dem Display der Powerstation wider. Die angezeigte Ausgangsleistung schwankte entsprechend leicht, bewegte sich jedoch jederzeit im erwartbaren Bereich. Während des gesamten Tests versorgte der Explorer 300D die Kühlbox zuverlässig und ohne Auffälligkeiten mit Energie.
Bei einer vernünftigen Kompressor-Kühlbox läuft der Kompressor nicht dauerhaft, sondern schaltet sich nur ein, wenn die eingestellte Temperatur nachgeregelt werden muss. Dadurch liegt die durchschnittliche Leistungsaufnahme im Alltag häufig deutlich unter der maximalen Leistungsaufnahme. Wie lange eine Kühlbox letztendlich mit einer Akkuladung betrieben werden kann, hängt daher von verschiedenen Faktoren wie der Außentemperatur, der eingestellten Kühltemperatur, dem Füllstand der Kühlbox und der Häufigkeit des Öffnens ab. Eine pauschale Laufzeit lässt sich deshalb seriös nicht angeben.
Akkukapazität im Alltag
Ein praxisnaher Eindruck der verfügbaren Energiereserven ergab sich beim Laden eines vollständig entladenen iPhone 15 Pro Max sowie einer ebenfalls leeren Apple Watch. Zusammen verbrauchten beide Geräte lediglich rund 8 % der Akkukapazität des Explorer 300D.
Dieser Wert zeigt eindrucksvoll, dass die Powerstation für den Alltag reichlich Reserven bietet. Smartphones, Smartwatches, Tablets oder Notebooks lassen sich mehrfach laden, bevor der Akku der Powerstation selbst wieder aufgeladen werden muss.
Aufladen der Powerstation
Auch das Aufladen des Explorer 300D hinterließ einen positiven Eindruck. Über den 140-Watt-USB-C-Eingang war die Powerstation in unserem Test nach etwas mehr als zwei Stunden wieder vollständig einsatzbereit.
Wie bereits beim Laden externer Geräte gilt auch hier. Die tatsächlich erreichbare Ladegeschwindigkeit hängt vom verwendeten Netzteil sowie vom USB-C-Kabel ab. Nur wenn beide die entsprechende Leistung unterstützen, kann die Powerstation ihr volles Potenzial ausschöpfen.
Während des gesamten Tests arbeitete der Explorer 300D angenehm unauffällig. Das Gehäuse erwärmte sich nur leicht, die Stromversorgung blieb jederzeit stabil und dank des lüfterlosen Designs entstanden keinerlei Betriebsgeräusche. Gerade beim Arbeiten am Schreibtisch, im Wohnmobil oder nachts auf dem Campingplatz ist dieser lautlose Betrieb ein echter Pluspunkt.
(Leistung im Alltag: 4 von 5 Punkten)
TEIL 3
bestehend aus „Preis/Leistung“ entspricht 10% der Gesamtwertung
Beschreibung
Mit dem Explorer 300D verspricht Jackery eine kompakte und einfach zu bedienende Powerstation für den mobilen Alltag. Nach unserem Praxistest können wir dieses Versprechen größtenteils bestätigen.
Im täglichen Einsatz überzeugte der Explorer 300D vor allem durch seine unkomplizierte Handhabung, den lautlosen Betrieb und die zuverlässige Stromversorgung unserer Testgeräte. Sowohl Smartphones, Tablet, Notebook als auch die Kühlbox wurden problemlos mit Energie versorgt. Positiv fiel zudem die kurze Ladezeit der Powerstation auf, die über den 140-Watt-USB-C-Eingang in etwas mehr als zwei Stunden wieder vollständig einsatzbereit war.
Wer hingegen umfangreiche App-Funktionen oder eine Fernüberwachung erwartet, wird hier nicht fündig. Jackery setzt bewusst auf eine klassische Bedienung direkt am Gerät. Das macht den Explorer 300D besonders einfach in der Handhabung, schränkt den Funktionsumfang gegenüber einigen Mitbewerbern aber etwas ein.
Insgesamt konzentriert sich der Explorer 300D auf das Wesentliche und erfüllt die Erwartungen an eine kompakte Powerstation für mobile Geräte und kleinere Verbraucher. Wer genau dieses Einsatzgebiet sucht, erhält ein zuverlässiges und alltagstaugliches Gesamtpaket.
Preis/Leistung
Mit einer unverbindlichen Preisempfehlung von 239 Euro positioniert Jackery den Explorer 300D im oberen Bereich kompakter DC-Powerstations. Mittlerweile ist das Modell jedoch bereits für rund 168 Euro erhältlich. In dieser Preisklasse hinterlässt die Powerstation einen ausgesprochen guten Eindruck.
Besonders überzeugen konnten im Test die kompakte Bauweise, das geringe Gewicht und die einfache Bedienung. Trotz ihrer handlichen Abmessungen bietet der Explorer 300D genügend Kapazität, um Smartphones, Tablets, Notebooks oder eine Kühlbox zuverlässig mit Energie zu versorgen. Der lautlose Betrieb und das integrierte USB-C-Kabel als Trageschlaufe sorgen zusätzlich für einen hohen Alltagsnutzen.
Wer hingegen klassische 230-Volt-Steckdosen oder umfangreiche App-Funktionen benötigt, sollte zu einer größeren Powerstation greifen. Für alle, die überwiegend moderne USB-C-Geräte laden und möglichst wenig Platz im Rucksack, Auto oder Wohnmobil zur Verfügung haben, bietet der Explorer 300D jedoch ein stimmiges Gesamtpaket.
Zum aktuellen Straßenpreis von rund 168 Euro halten wir das Preis-Leistungs-Verhältnis für ausgezeichnet.
Smarte Türklingeln sind längst mehr als nur ein digitaler Ersatz für die klassische Haustürklingel. Sie informieren über Besucher in Echtzeit, ermöglichen Gespräche von unterwegs und sorgen für ein zusätzliches Maß an Sicherheit. Mit der Aqara Türklingel-Kamera G400 richtet sich Aqara an alle, die Wert auf eine hochwertige Videoüberwachung, moderne KI-Funktionen und eine möglichst breite Smart-Home-Kompatibilität legen.
Die G400 setzt auf eine 2K-Kamera mit 3:4-Bildformat, sodass Besucher von Kopf bis Fuß erfasst werden. Gleichzeitig unterstützt sie unter anderem Apple HomeKit Secure Video, Amazon Alexa, Google Home, SmartThings sowie Home Assistant und bietet mit PoE oder einer vorhandenen Klingelverkabelung zwei flexible Installationsmöglichkeiten.
Doch technische Daten allein sagen wenig über die Alltagstauglichkeit aus. Entscheidend ist, wie schnell Benachrichtigungen eintreffen, wie zuverlässig die Personen- und Bewegungserkennung arbeitet und ob die Bildqualität auch bei Dunkelheit überzeugen kann. Genau diesen Fragen gehen wir in unserem Praxistest nach und zeigen, ob die Aqara Doorbell Camera G400 ihren Preis rechtfertigt und für wen sie die richtige Wahl ist.
Gefällt uns
Sehr gute 2K-Bildqualität mit hoher Detaildarstellung
3:4-Bildformat für die vollständige Erfassung von Personen
Flexible Installation über PoE oder vorhandene Klingelverkabelung
Lokale KI-Erkennung für Personen, Fahrzeuge und Pakete
Unterstützung für Apple HomeKit Secure Video, Home Assistant (RTSP), Alexa und Google Home
Lokale Speicherung per microSD sowie NAS-Unterstützung
Schnelle und zuverlässige Push-Benachrichtigungen
gute Verarbeitung und wetterfestes Gehäuse (IP65)
Gefällt uns weniger
Keine Akku-Variante verfügbar
Für einige Funktionen ist die Aqara Home App erforderlich
microSD-Karte nun in Türklingel, nichtmehr im Chime
Bestehend aus „Verpackung/Design/Verarbeitung“ entspricht 25% der Gesamtwertung
Verpackung
Bereits die Verpackung der Aqara Türklingel-Kamera G400 vermittelt einen hochwertigen Eindruck und gibt einen guten Vorgeschmack auf das, was den Käufer erwartet. Auf der Vorderseite sind neben der Video-Türklingel selbst auch der mitgelieferte Chime abgebildet, sodass sofort ersichtlich ist, welche Komponenten zum Lieferumfang gehören.
Darüber hinaus hebt Aqara die wichtigsten Funktionen und die breite Smart-Home-Kompatibilität bereits auf der Verpackung hervor. So finden sich gut sichtbar die Logos von Apple Home, Samsung SmartThings, Google Home, Works with Alexa sowie IFTTT. Dadurch wird bereits vor dem Auspacken deutlich, dass sich die G400 problemlos in verschiedene Smart-Home-Ökosysteme integrieren lässt und nicht ausschließlich auf das Aqara-Universum beschränkt ist.
Auch die Rückseite und die Seitenflächen liefern weitere Informationen. Hier sind die wichtigsten Funktionen, technische Daten sowie Hinweise zur Installation und Inbetriebnahme übersichtlich zusammengefasst. Wer sich vor dem Öffnen einen ersten Überblick verschaffen möchte, findet hier bereits alle wesentlichen Informationen.
Nach dem Öffnen setzt sich der positive Eindruck fort. Die Türklingel und der Gong sind sicher in passgenauen Kartoneinlagen untergebracht und zusätzlich vor Transportschäden geschützt. Das übrige Zubehör ist sauber sortiert, sodass alle Komponenten sofort griffbereit sind.
Zum Lieferumfang gehören neben der Aqara Türklingel-Kamera G400 und dem Gong außerdem die Montagehalterung, das benötigte Befestigungsmaterial, ein Entriegelungswerkzeug sowie eine mehrsprachige Schnellstartanleitung. Diese ist übersichtlich gestaltet und erklärt die Installation anhand verständlicher Grafiken Schritt für Schritt, sodass auch weniger erfahrene Nutzer schnell ans Ziel kommen.
Insgesamt hinterlässt bereits das Auspacken einen gelungenen ersten Eindruck. Die Verpackung informiert umfassend über das Produkt, präsentiert die wichtigsten Funktionen auf einen Blick und sorgt gleichzeitig dafür, dass alle Komponenten sicher und ordentlich untergebracht sind.
(Verpackung: 4 von 5 Punkten)
Design
Bereits beim ersten Auspacken wird deutlich, dass Aqara bei der Türklingel-Kamera G400 großen Wert auf ein modernes und gleichzeitig zeitloses Erscheinungsbild gelegt hat. Die Video-Türklingel verzichtet bewusst auf auffällige Designelemente oder futuristische Formen und fügt sich stattdessen dezent in nahezu jede Hausfassade oder Wohnungstür ein. Gerade dieser zurückhaltende Ansatz sorgt dafür, dass die G400 hochwertig wirkt, ohne sich optisch in den Vordergrund zu drängen.
Mit ihren kompakten Abmessungen fällt die Türklingel angenehm schlank aus. Sie trägt nicht übermäßig weit auf und wirkt dadurch deutlich eleganter als viele Konkurrenzmodelle, die oftmals sehr massiv gebaut sind. Vor allem an schmalen Türrahmen oder modernen Eingangsbereichen macht die G400 deshalb eine ausgesprochen gute Figur.
Die Front ist klar gegliedert und funktional aufgebaut. Im oberen Bereich sitzt das Kameraobjektiv, darunter befinden sich die Sensoren nahezu unsichtbar hinter der glänzenden Front. Im unteren Drittel ist die großzügig dimensionierte Klingeltaste untergebracht, die von einem dezenten LED-Ring umgeben wird. Dieser dient nicht nur als optisches Gestaltungselement, sondern erleichtert Besuchern insbesondere in den Abendstunden die Orientierung und informiert gleichzeitig über verschiedene Betriebszustände der Türklingel.
Aqara kombiniert bei der G400 matte und glänzende Oberflächen miteinander. Das matte Gehäuse wirkt hochwertig und hat gleichzeitig den Vorteil, dass kleinere Kratzer oder Staub kaum auffallen. Die glänzende Front im Bereich der Kamera verleiht der Türklingel zwar einen modernen Look, zieht allerdings Fingerabdrücke und Staub etwas stärker an. Da dieser Bereich ohnehin regelmäßig gereinigt werden sollte, um dauerhaft eine optimale Bildqualität zu gewährleisten, fällt dies im Alltag jedoch kaum negativ ins Gewicht.
Auch die Materialwahl hinterlässt einen positiven Eindruck. Obwohl überwiegend hochwertiger Kunststoff verwendet wird, wirkt die G400 keineswegs billig. Das Gehäuse fühlt sich stabil an, gibt selbst bei stärkerem Druck nicht nach und zeigt sauber verarbeitete Übergänge. Unregelmäßige Spaltmaße, scharfe Kanten oder unsaubere Fertigung konnten wir während unseres Tests nicht feststellen.
Besonders gut gefallen hat uns, dass Aqara trotz der umfangreichen Technik auf eine aufgeräumte Optik setzt. Kamera, Sensoren, Mikrofon und Klingeltaste sind harmonisch in die Front integriert und wirken wie aus einem Guss. Dadurch erinnert die G400 eher an ein hochwertiges Smart-Home-Produkt als an eine klassische Überwachungskamera an der Haustür.
Ein weiterer Pluspunkt ist die Größe der Klingeltaste. Sie lässt sich problemlos treffen und bietet auch mit Handschuhen oder für ältere Personen eine ausreichend große Druckfläche. Der Druckpunkt ist angenehm definiert und vermittelt eine hochwertige Haptik, ohne zu schwergängig zu sein.
Zum Lieferumfang gehört außerdem ein separater Gong (Chime), der optisch auf die Türklingel abgestimmt ist. Sein Gehäuse ist in einem dunklen Farbton gehalten und wirkt modern sowie unauffällig. Das schlichte Design fügt sich problemlos in unterschiedliche Wohnumgebungen ein, ohne besonders aufzufallen. Auch hier setzt Aqara auf eine funktionale Gestaltung statt auf auffällige Designelemente.
Insgesamt hinterlässt die Aqara Türklingel-Kamera G400 bereits vor der ersten Inbetriebnahme einen überzeugenden Eindruck. Die Kombination aus schlankem Gehäuse, sauberer Verarbeitung und einer durchdachten Anordnung aller Bedienelemente zeigt, dass Aqara nicht nur auf die technischen Funktionen, sondern auch auf eine gelungene Gestaltung Wert gelegt hat. Das Design wirkt modern, hochwertig und dürfte sich sowohl an einer klassischen Haustür als auch an einem modernen Eingangsbereich harmonisch einfügen.
(Design: 4,5 von 5 Punkten)
Verarbeitung
Obwohl das Gehäuse überwiegend aus Kunststoff besteht, fühlt sich das Material keineswegs billig an. Stattdessen setzt Aqara auf einen robusten Kunststoff mit einer angenehmen Oberflächenstruktur, die wertig wirkt und gleichzeitig ausreichend Grip bietet. Dadurch liegt die Türklingel sicher in der Hand und hinterlässt bereits vor der Montage einen positiven Eindruck.
Bereits beim Auspacken fiel uns auf, dass die werkseitig angebrachte Schutzfolie sauber und blasenfrei aufgebracht war. Das mag zunächst nach einem kleinen Detail klingen, zeigt aber, dass Aqara auch bei der Qualitätskontrolle auf Sorgfalt achtet. Solche Feinheiten tragen zu einem hochwertigen Gesamteindruck bei.
Auch die Verarbeitung des Gehäuses gibt keinen Anlass zur Kritik. Sämtliche Spaltmaße sind gleichmäßig, scharfe Kanten oder unsaubere Übergänge konnten wir während unseres Tests nicht feststellen. Selbst bei leichtem Druck gibt das Gehäuse kaum nach und wirkt insgesamt verwindungssteif. Die Rückseite besteht ebenfalls aus robustem Kunststoff und vermittelt den Eindruck, den Belastungen einer dauerhaften Außenmontage problemlos standhalten zu können.
Ein besonderes Augenmerk verdient die Klingeltaste. Diese sitzt absolut fest im Gehäuse und weist keinerlei Spiel auf. Selbst bei mehrmaligem Betätigen konnten wir kein Wackeln oder Klappern feststellen. Der Druckpunkt ist angenehm definiert und vermittelt eine hochwertige Haptik. Dadurch fühlt sich jeder Tastendruck präzise an – ein Detail, das im Alltag häufiger auffällt, als man zunächst vermuten würde.
Auch die Front macht einen durchdachten Eindruck. Kamera, Sensoren, Mikrofon und Klingeltaste sind sauber integriert und ergeben ein stimmiges Gesamtbild. Nichts wirkt nachträglich eingesetzt oder unsauber verarbeitet. Gerade diese Details lassen die G400 hochwertiger erscheinen, als es der Materialeinsatz zunächst vermuten lässt.
Für den Außeneinsatz ist die Video-Türklingel nach IP65 gegen Staub und Strahlwasser geschützt. Regen, Schnee oder sommerliche Temperaturen sollten ihr bei fachgerechter Montage daher nichts anhaben können. Das schafft Vertrauen, schließlich ist eine Türklingel ganzjährig Wind und Wetter ausgesetzt.
Der mitgelieferte Chime fällt im Vergleich zur Türklingel deutlich schlichter aus. Sein Gehäuse wirkt funktional und verzichtet auf hochwertige Materialakzente. Das ist jedoch keineswegs negativ zu bewerten, denn im Alltag erfüllt er seine Aufgabe zuverlässig und unauffällig. Da der Gong in den meisten Haushalten ohnehin an einer festen Stelle installiert wird und selten im Mittelpunkt steht, fällt die einfachere Gestaltung kaum ins Gewicht.
Insgesamt überzeugt die Verarbeitung der Aqara Türklingel-Kamera G400 auf ganzer Linie. Aqara legt erkennbar Wert auf eine saubere Fertigungsqualität und eine stabile Konstruktion. Besonders die spielfrei sitzende Klingeltaste, die angenehme Haptik und die präzise Verarbeitung sorgen dafür, dass die G400 einen hochwertigen Eindruck hinterlässt. Lediglich der Chime wirkt etwas einfacher gestaltet, erfüllt seine Aufgabe im Alltag jedoch zuverlässig und ohne Einschränkungen.
(Verarbeitung: 4 von 5 Punkten)
TEIL 2
bestehend aus „Funktion des Produktes“ entspricht 65% der Gesamtwertung
Produkttyp
Smarte Video-Türklingel
Kameraauflösung
2K
Sichtfeld
165° Ultraweitwinkel
Bildformat
3:4 (Kopf-bis-Fuß-Ansicht)
Nachtsicht
Schwarz-Weiß-Nachtsicht mit nahezu unsichtbaren 940-nm-Infrarot-LEDs
KI-Funktionen
Personen-, Fahrzeug- und Paketerkennung, Bewegungszonen
Audio
Zwei-Wege-Audio mit Geräuschunterdrückung
Speicher
microSD-Karte, NAS, HomeKit Secure Video
Installation
PoE oder 8–24 V AC/DC Klingelverkabelung
Smart-Home
Apple HomeKit Secure Video, Alexa, Google Home, SmartThings, Home Assistant (RTSP)
Schutzklasse
P65
Material
UV- und witterungsbeständiges Kunststoffgehäuse
Abmessungen
Türklingel: 140,97 × 52,97 × 32,4 mm Chime: 60,42 × 60 × 23 mm
Gewicht
etwa 163 g
Lieferumfang
Aqara Doorbell Camera G400 Chime (Innen-Gong) Montageplatte 15°-Keilhalterung Schrauben- und Dübelset Verlängerungskabel-Set USB-C-Kabel (für den Chime) Bohrschablone Entnahmestift 2× Dichtungsstopfen Benutzerhandbuch / Kurzanleitung
Technische Daten der Aqara Türklingel-Kamera G400
Einrichtung & Installation
Einer der wichtigsten Punkte bei einer smarten Video-Türklingel ist die Inbetriebnahme. Schließlich nützt die beste Ausstattung wenig, wenn bereits die Installation zur Geduldsprobe wird. Glücklicherweise zeigt sich die Aqara Türklingel-Kamera G400 hier von ihrer benutzerfreundlichen Seite.
Bereits nach dem Start der Aqara Home App wird man Schritt für Schritt durch den gesamten Einrichtungsprozess geführt. Sämtliche Schritte sind verständlich erklärt und mit passenden Grafiken ergänzt, sodass auch Nutzer ohne große Smart-Home-Erfahrung problemlos zurechtkommen. Während unseres Tests mussten wir an keiner Stelle rätseln, wie es weitergeht, die App nimmt den Nutzer praktisch an die Hand und führt sicher durch die komplette Einrichtung.
Auch die Montage selbst gestaltet sich erfreulich unkompliziert. Im Lieferumfang befinden sich gleich zwei verschiedene Montagehalterungen. Neben einer geraden Halterung legt Aqara zusätzlich einen angewinkelten Keil bei. Dieser ist besonders praktisch, wenn sich die Türklingel aufgrund der baulichen Gegebenheiten nicht optimal gerade montieren lässt und der Erfassungsbereich entsprechend angepasst werden soll.
Für zusätzlichen Halt befindet sich auf der Rückseite der Montagehalterung bereits eine vormontierte 3M-Klebefläche. Dadurch kann die Halterung vor dem Verschrauben fixiert werden oder, je nach Untergrund sogar ausschließlich mit der Klebefläche befestigt werden. Wir empfehlen dennoch die Verschraubung, da diese insbesondere im Außenbereich die dauerhaft sicherere Lösung darstellt.
Die eigentliche Installation war in unserem Test inklusive Bohren der Befestigungslöcher nach rund zehn Minutenabgeschlossen. Damit gehört die G400 definitiv zu den unkomplizierteren Vertretern ihrer Klasse.
Nach der Montage genügt ein Scan des auf der Rückseite der Türklingel angebrachten QR-Codes, damit die Aqara Home App das Gerät automatisch erkennt. In unserem Test funktionierte dieser Vorgang auf Anhieb. Bereits wenige Sekunden später wurde die G400 gefunden und konnte ohne weitere Eingaben eingerichtet werden.
Direkt im Anschluss überprüfte die App automatisch, ob eine neue Firmware verfügbar ist. Tatsächlich stand unmittelbar nach der Ersteinrichtung ein Update bereit, das sich mit wenigen Fingertipps installieren ließ. Positiv fiel dabei auf, dass der gesamte Vorgang transparent dargestellt wurde und nach kurzer Zeit erfolgreich abgeschlossen war. Es empfiehlt sich, diesen Schritt direkt zu Beginn durchzuführen, da Aqara regelmäßig Verbesserungen und Fehlerbehebungen bereitstellt.
Auch bei der Netzwerkverbindung gab es keinerlei Probleme. Die Verbindung zum WLAN wurde sofort hergestellt und blieb während unseres gesamten Testzeitraums stabil. Verbindungsabbrüche oder eine erneute Kopplung waren nicht erforderlich.
Im Anschluss haben wir die G400 zusätzlich in Apple Home eingebunden. Auch dieser Schritt verlief problemlos und war innerhalb weniger Minuten erledigt. Dadurch stand uns anschließend HomeKit Secure Video zur Verfügung, sodass Aufnahmen sicher in der iCloud gespeichert und intelligente Benachrichtigungen direkt über Apples Home-App genutzt werden konnten. Gerade für Nutzer des Apple-Ökosystems ist diese Integration ein großer Pluspunkt, da sich die Türklingel nahtlos in bestehende Automationen und Szenen einfügt.
Insgesamt hinterließ die Einrichtung der Aqara Türklingel-Kamera G400 einen sehr positiven Eindruck. Von der Montage über die Inbetriebnahme bis hin zur Integration in Apple Home verlief jeder Schritt reibungslos. Besonders die verständliche Schritt-für-Schritt-Anleitung, die durchdachten Montagemöglichkeiten und die schnelle Erkennung durch die App sorgen dafür, dass die G400 bereits wenige Minuten nach dem Auspacken einsatzbereit ist.
(Einrichtung und Konfiguration: 4,5 von 5 Punkten)
Bedienung im Alltag
Technische Daten und Funktionslisten vermitteln zwar einen ersten Eindruck, über die Qualität einer Video-Türklingel entscheiden jedoch andere Faktoren. Wie schnell erscheint das Livebild? Kommen Benachrichtigungen ohne Verzögerung an? Und funktioniert die Erkennung im Alltag zuverlässig? Genau diese Fragen muss die Aqara Türklingel-Kamera G400 beantworten.
Schon nach den ersten Tagen fällt auf, dass die Türklingel angenehm unauffällig arbeitet. Ist sie einmal eingerichtet, verrichtet sie ihren Dienst zuverlässig im Hintergrund. Man muss sich nicht regelmäßig um Einstellungen kümmern oder die Verbindung überprüfen genau so sollte ein Smart-Home-Gerät funktionieren.
Besonders wichtig ist bei einer Video-Türklingel die Geschwindigkeit. Sobald jemand klingelt oder eine Bewegung erkannt wird, möchte man möglichst sofort informiert werden. Im Test trafen die Push-Benachrichtigungen innerhalb weniger Sekunden auf unserem iPhone ein. Dadurch konnten wir praktisch in Echtzeit reagieren unabhängig davon, ob wir uns zu Hause oder unterwegs befanden.
Ebenso überzeugte der Zugriff auf das Livebild. Nach dem Antippen der Benachrichtigung wurde die Verbindung zügig aufgebaut und das Kamerabild stand nach kurzer Ladezeit zur Verfügung. Verbindungsabbrüche oder längere Wartezeiten traten während unseres Testzeitraums nicht auf. Gerade in Situationen, in denen man schnell wissen möchte, wer vor der Tür steht, macht sich diese Zuverlässigkeit positiv bemerkbar.
Die Einbindung in Apple Home erwies sich im Alltag als echter Mehrwert. Benachrichtigungen erscheinen direkt innerhalb der Home-App und lassen sich ohne Umwege öffnen. Dadurch muss nicht zwangsläufig zwischen mehreren Apps gewechselt werden. Wer bereits ein Apple-Ökosystem mit iPhone, iPad oder Apple TV nutzt, wird diese nahtlose Integration schnell zu schätzen wissen.
Auch die Kommunikation über die integrierte Zwei-Wege-Audiofunktion funktionierte zuverlässig. Stimmen wurden klar übertragen und waren auf beiden Seiten gut verständlich. Selbst bei stärkerem Straßenlärm konnten kurze Gespräche mit Paketdiensten oder Besuchern problemlos geführt werden. Für längere Unterhaltungen ist eine Gegensprechanlage zwar grundsätzlich nicht gedacht, ihren eigentlichen Zweck erfüllt die G400 jedoch ohne Einschränkungen.
Erfreulich ist außerdem, dass die Bedienung der Aqara Home App logisch aufgebaut ist. Wichtige Funktionen wie Livebild, Aufzeichnungen, Benachrichtigungen oder Geräteeinstellungen sind schnell erreichbar und erfordern keine lange Einarbeitung. Auch nach mehreren Tagen mussten wir nicht nach bestimmten Menüpunkten suchen ein Zeichen für eine gut durchdachte Benutzeroberfläche.
Während des gesamten Testzeitraums arbeitete die G400 stabil und zuverlässig. Weder mussten wir das Gerät neu starten noch kam es zu Verbindungsabbrüchen oder Fehlermeldungen. Gerade bei einem Sicherheitsprodukt schafft diese Zuverlässigkeit Vertrauen, denn im entscheidenden Moment muss die Technik einfach funktionieren.
Im Alltag überzeugt die Aqara Türklingel-Kamera G400 vor allem durch ihre Zuverlässigkeit. Sie reagiert schnell, integriert sich nahtlos in bestehende Smart-Home-Systeme und erledigt ihre Aufgaben unauffällig im Hintergrund. Genau diese Eigenschaften erwartet man von einer modernen Video-Türklingel und genau hier sammelt die G400 viele Pluspunkte.
(Bedienung im Alltag: 4,5 von 5 Punkten)
Kameraqualität
Die Kamera ist das Herzstück jeder Video-Türklingel und genau hier muss die Aqara Türklingel-Kamera G400 zeigen, ob sie den Anforderungen des Alltags gerecht wird. Eine hohe Auflösung allein reicht dafür nicht aus. Entscheidend ist vielmehr, ob Gesichter klar zu erkennen sind, Details erhalten bleiben und das Livebild jederzeit schnell und zuverlässig zur Verfügung steht.
Bildqualität bei Tageslicht
Bei guten Lichtverhältnissen liefert die Aqara Türklingel-Kamera G400 eine überzeugende Bildqualität. Personen, Fahrzeuge oder Pakete werden scharf dargestellt und auch kleinere Details wie Hausnummern oder Paketaufkleber bleiben gut erkennbar. Farben wirken natürlich, während die Belichtung insgesamt ausgewogen ausfällt. Selbst bei kontrastreichen Szenen hinterlässt die Kamera einen stimmigen Gesamteindruck.
Auch das Livebild überzeugte im Test. Die Übertragung erfolgt in hoher Qualität und baut sich zügig auf, sodass jederzeit ein klarer Blick auf den Eingangsbereich möglich ist. Gerade wenn man unterwegs schnell überprüfen möchte, wer vor der Haustür steht, macht sich diese zuverlässige Darstellung positiv bemerkbar.
TageslichtNachtaufnahme
Wer die G400 zusammen mit Apple HomeKit Secure Video nutzt, sollte jedoch eine Besonderheit kennen. Zum Zeitpunkt unseres Tests werden Videoaufnahmen innerhalb von HomeKit Secure Video ausschließlich in Full-HD gespeichert, obwohl die Kamera selbst eine höhere Auflösung bietet. Dabei handelt es sich nicht um eine Einschränkung der Aqara G400, sondern um eine aktuelle Begrenzung von Apples Plattform. Apple hat bereits angekündigt, HomeKit Secure Video ab Herbst 2026 um die Unterstützung von Aufnahmen mit bis zu 4K zu erweitern. Sobald das entsprechende Update verfügbar ist, dürfte auch die G400 von der höheren Auflösung profitieren.
Bildqualität bei Dämmerung und Nacht
Sobald das Umgebungslicht nachlässt, nimmt die Detaildarstellung erwartungsgemäß etwas ab. Das ist bei nahezu jeder Video-Türklingel der Fall und stellt daher keine Besonderheit der G400 dar.
Die integrierte Nachtsicht sorgt dennoch dafür, dass Personen und Bewegungen weiterhin gut erkennbar bleiben. Der Eingangsbereich wird ausreichend ausgeleuchtet und wichtige Details gehen nicht verloren. Für das Erkennen von Besuchern oder das Nachvollziehen von Ereignissen reicht die Qualität auch bei Dunkelheit problemlos aus.
Dennoch zeigt sich in diesem Bereich, dass es mittlerweile einige Konkurrenzmodelle gibt, die bei schwierigen Lichtverhältnissen noch etwas mehr Details darstellen oder ein geringeres Bildrauschen bieten. Die G400 liefert zwar eine gute Nachtqualität, gehört in dieser Disziplin aber nicht ganz zur absoluten Spitzengruppe.
Sichtfeld und 3:4-Bildformat
Eine der größten Neuerungen gegenüber dem Vorgängermodell ist das 3:4-Bildformat. Während viele Video-Türklingeln weiterhin auf ein klassisches 16:9-Bild setzen, erfasst die G400 den Bereich vor der Haustür deutlich stärker in der Vertikalen.
Im Alltag macht sich dieser Unterschied sofort bemerkbar. Besucher werden von Kopf bis Fuß erfasst, wodurch sich deutlich besser erkennen lässt, wer tatsächlich vor der Tür steht. Gleichzeitig geraten auch Pakete, die direkt vor der Haustür abgelegt werden, vollständig ins Bild. Gerade für Nutzer, die regelmäßig Lieferungen erhalten, ist das ein echter Mehrwert.
Der Nachteil dieser Ausrichtung liegt auf der Hand. Durch das vertikale Bildformat fällt der seitliche Erfassungsbereich etwas kleiner aus als bei einem klassischen 16:9-Bild. In der Praxis empfanden wir das jedoch kaum als Einschränkung. Für den Einsatzzweck einer Video-Türklingel ist das 3:4-Format aus unserer Sicht sogar die sinnvollere Lösung, da der Bereich unmittelbar vor der Haustür deutlich wichtiger ist als zusätzliche Bildfläche links und rechts.
Personen-, Fahrzeug- und Bewegungserkennung
Ebenso überzeugend arbeitete die intelligente Objekterkennung. Personen wurden im Test zuverlässig erkannt und entsprechend gekennzeichnet. Auch Fahrzeuge erkannte die G400 zuverlässig. Fehlalarme hielten sich dabei erfreulich in Grenzen.
Die Bewegungserkennung reagierte präzise und löste zuverlässig aus, sobald sich jemand dem Eingangsbereich näherte. Dadurch verpassten wir während des Testzeitraums keine relevanten Ereignisse. Insgesamt arbeitet die KI-Erkennung angenehm unauffällig und genau so, wie man es sich von einer modernen Video-Türklingel wünscht.
Aufnahmen
Auch die aufgezeichneten Videos hinterlassen einen positiven Eindruck. Die Bildqualität entspricht weitgehend dem Livebild und bietet genügend Details, um Ereignisse später problemlos nachzuvollziehen. Sowohl bei Tageslicht als auch bei Dunkelheit bleiben Personen und Gegenstände gut erkennbar.
Unser Fazit zur Kamera
Die Kamera zählt ohne Zweifel zu den größten Stärken der Aqara Video-Türklingel G400. Vor allem bei Tageslicht überzeugt sie mit einer hohen Detaildarstellung, einem scharfen Livebild und einer zuverlässigen Objekterkennung. Das neue 3:4-Bildformat erweist sich im Alltag als echter Vorteil, da Besucher vollständig erfasst und Pakete besser sichtbar werden. Lediglich bei Nacht gibt es mittlerweile einige Konkurrenten, die noch etwas mehr Bildqualität bieten. Insgesamt liefert die G400 jedoch eine Leistung, die den hohen Ansprüchen an eine moderne Premium-Video-Türklingel gerecht wird.
(Kameraqualität: 4 von 5 Punkten)
App & Smart-Home-Integration
Eine gute Video-Türklingel endet nicht bei einer hochwertigen Kamera. Erst die dazugehörige App und die Einbindung in bestehende Smart-Home-Systeme entscheiden darüber, wie komfortabel sich das Gerät im Alltag nutzen lässt. Genau hier zeigt die Aqara Video-Türklingel G400 ihre größte Stärke.
Bereits während der Einrichtung hinterließ die Aqara Home App einen sehr guten Eindruck. Die Benutzeroberfläche ist modern gestaltet, logisch aufgebaut und verzichtet auf unnötig verschachtelte Menüs. Sämtliche wichtigen Funktionen sind schnell erreichbar, sodass man sich auch ohne lange Einarbeitung problemlos zurechtfindet.
Die Startseite liefert einen schnellen Überblick über den aktuellen Status der Türklingel. Mit nur wenigen Fingertipps gelangt man zum Livebild, den aufgezeichneten Ereignissen oder den umfangreichen Einstellungen. Besonders gelungen ist dabei die klare Struktur der App. Trotz des großen Funktionsumfangs wirkt die Oberfläche nie überladen.
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Im Bereich der Einstellungen bietet Aqara zahlreiche Möglichkeiten, die G400 an die eigenen Bedürfnisse anzupassen. So lassen sich beispielsweise die Empfindlichkeit der Bewegungserkennung verändern, Erkennungszonen definieren oder Benachrichtigungen individuell konfigurieren. Dadurch kann jeder Nutzer selbst entscheiden, welche Ereignisse tatsächlich gemeldet werden sollen und welche ignoriert werden können. Gerade in Bereichen mit viel Verkehr, sei es Autos und Fußgängern hilft dies dabei, unnötige Benachrichtigungen deutlich zu reduzieren.
Ein weiterer Pluspunkt ist die Geschwindigkeit der App. Während unseres Tests reagierten Menüs zügig, das Livebild wurde schnell geöffnet und sämtliche Einstellungen wurden ohne spürbare Verzögerung übernommen. Abstürze oder Fehlermeldungen traten im gesamten Testzeitraum nicht auf.
Apple Home und HomeKit Secure Video
Besonders überzeugt hat uns die Integration in Apple Home. Nach dem Scannen des HomeKit-Codes ließ sich die G400 innerhalb weniger Augenblicke in Apples Smart-Home-System einbinden. Anschließend stand die Kamera sofort in der Home-App zur Verfügung und konnte wie jedes andere HomeKit-Gerät genutzt werden.
Im Alltag erwies sich diese Integration als echter Mehrwert. Erkennt die G400 eine Person oder betätigt jemand die Klingel, erscheinen die Benachrichtigungen direkt auf iPhone, iPad, Apple Watch oder Apple TV. Das Livebild lässt sich unmittelbar öffnen, ohne zunächst die Aqara Home App starten zu müssen. Wer bereits vollständig auf das Apple-Ökosystem setzt, erhält dadurch eine besonders komfortable Bedienung.
Mit HomeKit Secure Video werden Aufnahmen verschlüsselt in der iCloud gespeichert und können bequem über die Home-App angesehen werden. Zum Zeitpunkt unseres Tests speichert Apple die Videos allerdings noch in Full-HD. Ab Herbst 2026 soll HomeKit Secure Video laut Apple Aufnahmen mit einer Auflösung von bis zu 4K unterstützen. Davon dürfte auch die Aqara Doorbell Camera G400 profitieren.
Plattformübergreifend nutzbar
Erfreulich ist außerdem, dass sich Aqara nicht ausschließlich auf das eigene Smart-Home-System beschränkt. Neben Apple Home unterstützt die G400 unter anderem Amazon Alexa, Google Home, Samsung SmartThings sowie IFTTT. Dadurch lässt sich die Video-Türklingel problemlos in bestehende Smart-Home-Umgebungen integrieren.
Gerade Nutzer, die Geräte verschiedener Hersteller miteinander kombinieren, profitieren von dieser Offenheit. Man ist nicht gezwungen, das komplette Smart Home auf einen einzigen Hersteller auszurichten, sondern kann die G400 flexibel in bereits vorhandene Systeme einbinden.
(App & Smart-Home-Integration: 5 von 5)
Datenschutz & Speicheroptionen
Eine der häufigsten Fragen beim Kauf einer Video-Türklingel betrifft die Speicherung der Aufnahmen. Nicht jeder möchte seine Videos ausschließlich in einer Cloud ablegen oder für zusätzliche Speicherfunktionen ein kostenpflichtiges Abonnement abschließen. Umso erfreulicher ist es, dass Aqara der Doorbell Camera G400 mehrere Möglichkeiten zur Speicherung spendiert.
Im Vergleich zum Vorgängermodell gibt es allerdings eine interessante Änderung. Während sich der microSD-Kartensteckplatz bisher im mitgelieferten Chime befand, hat Aqara ihn bei der G400 direkt in die Türklingel integriert. Unterstützt werden Speicherkarten mit einer Kapazität von bis zu 256 GB.
Die Verlagerung des Kartensteckplatzes hat Vor- und Nachteile. Positiv ist, dass sich der Speicher nun direkt am Gerät befindet und keine zusätzliche Hardware benötigt wird. Andererseits bot die Lösung des Vorgängers einen gewissen Schutz, da sich die Speicherkarte im Innenbereich befand. Wird die Türklingel beschädigt oder entwendet, befindet sich auch die Speicherkarte am Gerät. Das sollte man bei der Wahl der Speicherlösung berücksichtigen.
Dafür bietet die G400 eine Funktion, die beim Vorgänger noch fehlte, die Unterstützung eines NAS (Network Attached Storage). Aufzeichnungen lassen sich dadurch automatisch auf einem eigenen Netzwerkspeicher sichern. Das sorgt nicht nur für mehr Flexibilität, sondern erhöht auch die Datensicherheit, da wichtige Aufnahmen zusätzlich auf einem separaten Gerät gespeichert werden können.
Wer bereits ein NAS von Synology, QNAP oder einem anderen Hersteller betreibt, erhält damit eine komfortable Möglichkeit, sämtliche Ereignisse zentral zu archivieren, ohne auf einen Cloud-Dienst angewiesen zu sein. Gerade datenschutzbewusste Nutzer dürften diese Option zu schätzen wissen.
Natürlich unterstützt die G400 auch Apple HomeKit Secure Video. Werden Kamera und Apple Home miteinander gekoppelt, können Ereignisse verschlüsselt in der iCloud gespeichert und bequem über die Home-App abgerufen werden. Voraussetzung hierfür sind ein iCloud+-Abonnement sowie ein kompatibler Apple Home Hub, beispielsweise ein HomePod oder Apple TV.
Gut zu wissen: Nutzt ihr sowohl eine microSD-Karte als auch ein NAS, stehen eure Aufnahmen selbst dann noch zur Verfügung, wenn eine der beiden Speicherlösungen ausfällt. Für wichtige Sicherheitsaufzeichnungen ist diese Kombination aus unserer Sicht die sinnvollste Wahl.
Unterm Strich bietet die Aqara Video-Türklingel G400 deutlich mehr Flexibilität als viele Konkurrenzmodelle. Besonders die neue NAS-Unterstützung ist eine sinnvolle Erweiterung und dürfte vor allem anspruchsvolle Nutzer freuen. Den Wechsel des microSD-Kartensteckplatzes direkt in die Kamera sehen wir dagegen mit gemischten Gefühlen: Die Lösung ist praktisch, erreicht aber nicht ganz den Sicherheitsvorteil des Vorgängers, bei dem die Speicherkarte geschützt im Chime untergebracht war. Gerade deshalb empfehlen wir, sofern vorhanden, die zusätzliche Sicherung der Aufnahmen auf einem NAS oder über HomeKit Secure Video.
(Datenschutz & Speicheroptionen: 4,5 von 5 Punkten)
Stromverbrauch
Eine Video-Türklingel ist rund um die Uhr in Betrieb. Umso wichtiger ist die Frage, wie hoch der Energieverbrauch tatsächlich ausfällt. Schließlich arbeitet die Kamera dauerhaft im Hintergrund, überwacht den Eingangsbereich und muss jederzeit bereit sein, innerhalb weniger Sekunden ein Livebild bereitzustellen oder Aufzeichnungen zu erstellen.
Im Alltag fällt der Stromverbrauch der Aqara Video-Türklingel G400 erfreulich gering aus. Im normalen Betrieb benötigt die Türklingel nur wenig Energie und eignet sich damit problemlos für den Dauerbetrieb. Auch während unseres Testzeitraums konnten wir keine ungewöhnliche Erwärmung des Gehäuses feststellen. Selbst nach längerer Nutzung blieb die Kamera lediglich handwarm.
Etwas höher fällt der Energiebedarf naturgemäß aus, wenn das Livebild geöffnet wird oder Aufzeichnungen erstellt werden. Da diese Situationen jedoch meist nur für kurze Zeit auftreten, wirkt sich dies im Alltag kaum auf den gesamten Stromverbrauch aus. Im normalen Bereitschaftsbetrieb arbeitet die G400 äußerst effizient.
Wer die Türklingel per PoE (Power over Ethernet) betreibt, profitiert zusätzlich davon, dass sowohl die Stromversorgung als auch die Netzwerkverbindung über ein einziges Netzwerkkabel erfolgen. Das reduziert nicht nur den Installationsaufwand, sondern sorgt auch für eine besonders stabile Verbindung.
Unterm Strich gibt es beim Stromverbrauch keinen Anlass zur Kritik. Die Aqara Video-Türklingel G400 arbeitet effizient und eignet sich problemlos für den dauerhaften 24/7-Betrieb. Wer sich für die kabelgebundene Variante entscheidet, muss sich weder Gedanken über einen leeren Akku noch über einen nennenswert hohen Energieverbrauch machen.
(Stromverbrauch: 5 von 5 Punkten)
TEIL 3
bestehend aus „Preis/Leistung“ entspricht 10% der Gesamtwertung
Beschreibung
Aqara liefert mit der Video-Türklingel G400 genau das, was der Hersteller verspricht. Die Kombination aus einer sehr guten Bildqualität, einer zuverlässigen KI-Erkennung, einer durchdachten App und der breiten Unterstützung verschiedener Smart-Home-Plattformen macht die G400 zu einer der überzeugendsten kabelgebundenen Video-Türklingeln ihrer Preisklasse.
Kleinere Schwächen, wie die etwas nachlassende Bildqualität bei Nacht oder der nun direkt in der Kamera integrierte microSD-Kartensteckplatz, trüben den insgesamt sehr positiven Gesamteindruck kaum. Wer eine zuverlässige Video-Türklingel mit hoher Bildqualität, flexiblen Speicheroptionen und einer ausgezeichneten Smart-Home-Integration sucht, findet in der Aqara Video-Türklingel G400 ein rundes Gesamtpaket, das im Test auf ganzer Linie überzeugen konnte.
Preis/Leistung
Mit einer unverbindlichen Preisempfehlung von 99,99 Euro bietet die Aqara Video-Türklingel G400 ein äußerst attraktives Gesamtpaket. Für diesen Preis erhalten Käufer eine hochwertige Video-Türklingel mit sehr guter Bildqualität, zuverlässiger KI-Erkennung, flexiblen Speicheroptionen und einer breiten Unterstützung für Smart-Home-Plattformen wie Apple Home, Google Home, Amazon Alexa und Samsung SmartThings.
Kleinere Schwächen, wie die etwas nachlassende Bildqualität bei Nacht oder der nun direkt in der Kamera integrierte microSD-Kartensteckplatz, ändern nichts am insgesamt sehr positiven Gesamteindruck.
Wer eine moderne, kabelgebundene Video-Türklingel mit umfangreichen Smart-Home-Funktionen sucht, erhält mit der Aqara Video-Türklingel G400 ein überzeugendes Gesamtpaket zu einem fairen Preis. Aqara hält die wichtigsten Versprechen und bietet eine der derzeit interessantesten Video-Türklingeln ihrer Preisklasse. Das Preis-Leistungs-Verhältnis bewerten wir daher als ausgezeichnet.
Mit dem Fitbit Air verfolgt Google einen konsequent anderen Ansatz als bei klassischen Fitness-Trackern oder Smartwatches. Statt auf ein Display, Apps oder Benachrichtigungen zu setzen, konzentriert sich das Wearable vollständig auf das, was viele Nutzer tatsächlich interessiert. Die zuverlässige Erfassung von Gesundheits- und Fitnessdaten, unauffällig, leicht und rund um die Uhr.
Bereits nach kurzer Zeit am Handgelenk wird deutlich, worauf das Konzept abzielt. Das Fitbit Air möchte nicht ständig Aufmerksamkeit erregen, sondern den Nutzer möglichst unbemerkt durch den Alltag begleiten. Dank seines geringen Gewichts und des dezenten Designs gerät der Tracker schnell in Vergessenheit, genau das macht ihn besonders interessant für alle, die ihre Aktivität, ihren Schlaf und ihre Erholung kontinuierlich überwachen möchten.
Im Alltag überzeugt das Fitbit Air vor allem durch seinen hohen Tragekomfort, die einfache Bedienung über die Google Health App und eine lange Akkulaufzeit. Die Gesundheitsfunktionen arbeiten zuverlässig und liefern aussagekräftige Einblicke in den eigenen Körper. Gleichzeitig verzichtet Google bewusst auf klassische Smartwatch-Funktionen wie ein Display, Benachrichtigungen oder die Installation von Apps. Dieses Konzept ist sicherlich nicht für jeden geeignet, dürfte aber genau die Zielgruppe ansprechen, die einen möglichst unauffälligen Begleiter für den Alltag sucht.
Im Verlauf unseres Tests werfen wir einen detaillierten Blick auf Design, Verarbeitung, Tragekomfort, Gesundheitsfunktionen, Sporttracking und die Akkulaufzeit. Außerdem zeigen wir, für wen sich das Fitbit Air lohnt und in welchen Bereichen Google noch Verbesserungspotenzial hat.
Gefällt uns
hoher Tragekomfort durch das geringe Gewicht
Hochwertige Verarbeitung und Materialqualität
Modernes, zeitloses und unauffälliges Design
Präzise Erfassung von Herzfrequenz, Schlaf und weiteren Gesundheitsdaten
Lange Akkulaufzeit von bis zu sieben Tagen
Praktische Akkuanzeige über die integrierte Status-LED
Einfache und schnelle Einrichtung
Umfangreiche Gesundheitsauswertungen in der Google Health App
Gefällt uns weniger
Kein Display zur Anzeige von Trainings- oder Gesundheitsdaten
Kein integriertes GPS für Outdoor-Aktivitäten
Keine Smartwatch-Funktionen wie Benachrichtigungen oder Apps
Erweiterte KI-Funktionen und Coaching nur mit Google Health Premium
Für ambitionierte Sportler nur eingeschränkt geeignet
Bestehend aus „Verpackung/Design/Verarbeitung“ entspricht 25% der Gesamtwertung
Verpackung
Noch bevor das Fitbit Air zum ersten Mal am Handgelenk sitzt, hinterlässt Google einen positiven Eindruck. Die Verpackung wirkt hochwertig, modern und verzichtet bewusst auf überflüssige Gestaltungselemente. Statt auffälliger Farben oder großer Werbeversprechen setzt der Hersteller auf ein minimalistisches Design, das bereits von den Pixel-Smartphones und anderen Google-Produkten bekannt ist.
Auf der Vorderseite der Umverpackung befindet sich eine großformatige Abbildung des Fitbit Air in der jeweiligen Farbvariante. Ergänzt wird diese lediglich durch den Produktnamen sowie das Google- und Fitbit-Logo. Das Erscheinungsbild wirkt aufgeräumt und vermittelt sofort den Eindruck eines Premium-Produkts. Die Seiten der Verpackung enthalten lediglich wenige Informationen, während auf der Rückseite die wichtigsten Funktionen des Trackers, Hinweise zur Kompatibilität sowie die gesetzlichen Kennzeichnungen, Seriennummern und Recyclinghinweise untergebracht sind.
Nach dem Entfernen der Versiegelung lässt sich die innere Schachtel leicht aus der äußeren Hülle herausziehen. Bereits dabei fällt auf, dass Google nahezu vollständig auf Kunststoff verzichtet. Stattdessen kommen stabile Karton- und Papiermaterialien zum Einsatz, die nicht nur hochwertig wirken, sondern auch den nachhaltigen Anspruch des Unternehmens unterstreichen.
Öffnet man die Verpackung, liegt das Fitbit Air direkt im Blickfeld und wird von einer passgenauen Kartoneinlage sicher an seinem Platz gehalten. Nichts verrutscht, nichts klappert, alles ist sauber organisiert und ordentlich präsentiert. Dieser erste Eindruck vermittelt sofort das Gefühl, ein durchdachtes und hochwertiges Produkt in den Händen zu halten.
Unterhalb der Halterung befindet sich das Zubehör in einem separaten Fach. Google hält den Lieferumfang bewusst schlank und legt nur das bei, was für den Start wirklich benötigt wird. Dadurch wirkt die Verpackung angenehm aufgeräumt und nicht unnötig überladen.
Insgesamt überzeugt die Verpackung des Fitbit Air auf ganzer Linie. Sie schützt den Inhalt zuverlässig, präsentiert den Tracker ansprechend und setzt gleichzeitig auf nachhaltige Materialien. Auch wenn die Verpackung nach dem Auspacken schnell in den Hintergrund rückt, zeigt Google bereits hier, wie viel Wert auf Details und eine hochwertige Produktpräsentation gelegt wird.
(Verpackung: 4,5 von 5 Punkten)
Design
Schon beim ersten Anlegen wird deutlich, dass Google mit dem Fitbit Air bewusst einen anderen Weg einschlägt als viele Hersteller klassischer Fitness-Tracker oder Smartwatches. Während zahlreiche Wearables mit großen Displays und auffälligen Gehäusen um Aufmerksamkeit werben, setzt das Fitbit Air auf maximale Zurückhaltung. Das minimalistische Design wirkt modern, zeitlos und fügt sich unauffällig in den Alltag ein.
Herzstück des Trackers ist das kompakte Sensormodul, das sich harmonisch in das Armband integriert. Durch seine flache Bauweise trägt das Fitbit Air kaum auf und wirkt am Handgelenk deutlich dezenter als eine Smartwatch. Gerade im Alltag ist das ein großer Vorteil, denn der Tracker fällt weder unter einer Hemdmanschette noch unter einer Jacke störend auf.
Google verzichtet vollständig auf ein Display. Was im ersten Moment ungewohnt erscheinen mag, ist Teil des Gesamtkonzepts. Das Fitbit Air soll den Nutzer nicht ständig mit Benachrichtigungen oder Informationen ablenken, sondern sich auf die kontinuierliche Erfassung von Gesundheits- und Fitnessdaten konzentrieren. Sämtliche Auswertungen erfolgen über die Google Health App auf dem Smartphone. Dadurch entsteht ein angenehm ruhiges Nutzungserlebnis, bei dem das Armband eher in den Hintergrund rückt.
Auch die Materialauswahl passt zum minimalistischen Gesamteindruck. Das textile Performance-Loop-Armband fühlt sich angenehm weich an und schmiegt sich gut an das Handgelenk an. Gleichzeitig verleiht es dem Fitbit Air eine etwas hochwertigere und alltagstauglichere Optik als viele klassische Silikonarmbänder. Besonders im Büro oder bei formeller Kleidung wirkt der Tracker dadurch weniger wie ein Sportgerät und mehr wie ein dezentes Accessoire.
Ein weiterer Pluspunkt ist die zurückhaltende Farbgestaltung. Google setzt auf dezente Farbtöne, die sich problemlos mit unterschiedlichen Kleidungsstilen kombinieren lassen. Große Logos oder auffällige Designelemente sucht man vergeblich. Stattdessen steht ein aufgeräumtes Erscheinungsbild im Vordergrund, das auch nach längerer Zeit modern wirken dürfte.
Das Design des Fitbit Air polarisiert allerdings auch ein wenig. Wer gerne Trainingsdaten direkt am Handgelenk abliest oder Benachrichtigungen sofort im Blick haben möchte, wird das fehlende Display vermutlich vermissen. Wer hingegen bewusst weniger Ablenkung sucht und den Fokus auf Gesundheitsdaten legt, dürfte das reduzierte Konzept schnell zu schätzen wissen.
(Design: 4 von 5 Punkten)
Verarbeitung
Nach dem positiven ersten Eindruck beim Design lohnt sich ein genauerer Blick auf die Verarbeitung und auch hier gibt sich das Fitbit Air kaum eine Blöße. Bereits beim ersten Anfassen fällt auf, dass sämtliche Komponenten sauber verarbeitet sind. Scharfe Kanten, unsaubere Übergänge oder störende Spaltmaße sucht man vergeblich. Stattdessen vermittelt der Tracker das Gefühl, als wäre er aus einem Guss gefertigt.
Das kompakte Sensormodul sitzt fest im Armband und hinterlässt einen stabilen Eindruck. Selbst bei stärkeren Bewegungen oder während des Sports sitzt alles sicher an seinem Platz. Gleichzeitig lässt sich das Modul problemlos entnehmen, sofern das Armband gewechselt oder gereinigt werden soll. Dieser Mechanismus funktioniert im Test zuverlässig und wirkt langlebig.
Besonders positiv ist uns das Performance-Loop-Armband aufgefallen. Das Material fühlt sich angenehm weich an, kratzt nicht auf der Haut und hinterlässt auch nach längerem Tragen keine unangenehmen Druckstellen. Die Verarbeitung der Nähte ist sauber ausgeführt und selbst bei genauer Betrachtung konnten wir keine losen Fäden oder Materialfehler feststellen. Auch der Verschluss mit Klett macht einen hochwertigen Eindruck und hält das Fitbit Air zuverlässig am Handgelenk.
Im Alltag muss ein Fitness-Tracker deutlich mehr aushalten als eine klassische Armbanduhr. Schweiß, Regen oder kleinere Stöße gehören einfach dazu. Das Fitbit Air hinterließ während unseres Tests den Eindruck, diesen Belastungen problemlos gewachsen zu sein. Die verwendeten Materialien wirken robust und gleichzeitig hochwertig, ohne dabei unnötig massiv auszufallen.
Erfreulich ist außerdem, dass sich weder Fingerabdrücke noch kleinere Verschmutzungen besonders stark auf dem Sensormodul bemerkbar machen. Ein kurzes Abwischen genügt in der Regel, damit der Tracker wieder einen sauberen Eindruck hinterlässt. Gerade bei einem Wearable, das möglichst rund um die Uhr getragen werden soll, ist das ein nicht zu unterschätzender Vorteil.
Ein weiterer Pluspunkt ist die Widerstandsfähigkeit im Alltag. Das Fitbit Air ist nach 5 ATM (50 Meter) wasserdicht und damit für Aktivitäten wie Duschen, Schwimmen oder das Training im Regen problemlos geeignet. Im Test hinterließ das Gehäuse auch nach mehreren Tagen intensiver Nutzung einen robusten Eindruck. Weder Schweiß noch Wasser konnten der Verarbeitung etwas anhaben, sodass der Tracker bedenkenlos rund um die Uhr getragen werden kann – selbst nachts oder bei sportlichen Aktivitäten.
Natürlich wird erst ein Langzeittest zeigen, wie sich Material und Armband nach mehreren Monaten intensiver Nutzung schlagen. Der erste Eindruck fällt jedoch durchweg positiv aus. Google hat bei der Verarbeitung sichtbar Wert auf Qualität gelegt und liefert ein Produkt ab, das sich keineswegs günstig oder kompromissbehaftet anfühlt.
(Verarbeitung: 4,5 von 5 Punkten)
TEIL 2
bestehend aus „Funktion des Produktes“ entspricht 65% der Gesamtwertung
Kein integriertes GPS (Nutzung über verbundenes Smartphone)
Konnektivität
Bluetooth 5.0
Kompatibilität
Android 11.0 oder höher Apple iOS 16.4 oder höher
Akkulaufzeit
etwas 7 Tage
Ladeanschluss
Magnetisches USB-C-Ladekabel
Material
Aluminiumgehäuse mit elastischem Armband
Gewicht
5,2 g ohne Armband 12 g inklusive Armband
Verfügbare Größen
Textil und Polyurethan: Einheitsgröße Handgelenkumfang: 130–210 mm Umfang
Silikon: Klein: Für 130–175 mm Handgelenkumfang Groß: Für 165–210 mm Handgelenkumfang
Farben
Textil und Polyurethan: Einheitsgröße Handgelenkumfang: 130–210 mm Umfang
Silikon: Klein: Für 130–175 mm Handgelenkumfang Groß: Für 165–210 mm Handgelenkumfang
Lieferumfang
Google Fitbit Air Magnetisches USB-C-Ladekabel Zusätzliche Größen-/Armbandoptionen (modellabhängig) Kurzanleitung sowie Sicherheits- und Garantiehinweise
Technische Daten der Google Fitbit Air
Tragekomfort
Der Tragekomfort gehört ohne Zweifel zu den größten Stärken des Fitbit Air. Schließlich ist ein Fitness-Tracker nur dann wirklich sinnvoll, wenn er möglichst rund um die Uhr getragen wird, sei es im Büro, beim Sport oder während der Nacht. Genau hier zeigt Google, dass das Konzept bis ins Detail durchdacht wurde.
Schon nach den ersten Minuten am Handgelenk fällt das geringe Gewicht positiv auf. Das Fitbit Air sitzt angenehm leicht und trägt kaum auf. Tatsächlich vergisst man bereits nach kurzer Zeit, dass man überhaupt einen Fitness-Tracker trägt. Gerade im Vergleich zu vielen Smartwatches mit ihren deutlich größeren Gehäusen und höherem Gewicht ist das ein spürbarer Unterschied.
Einen wesentlichen Anteil daran hat auch das mitgelieferte Performance-Loop-Armband. Das textile Material fühlt sich angenehm weich an, schmiegt sich gut an das Handgelenk an und sorgt selbst an warmen Tagen für ein angenehmes Tragegefühl. Während Silikonarmbänder bei längeren Aktivitäten oder hohen Temperaturen häufig zum Schwitzen neigen, bleibt das Armband des Fitbit Air deutlich luftiger und trocknet nach dem Sport vergleichsweise schnell wieder ab.
Auch über einen längeren Zeitraum hinweg hinterließ das Fitbit Air einen sehr angenehmen Eindruck. Weder beim Arbeiten am Schreibtisch noch beim Autofahren oder im Alltag störte der Tracker durch Druckstellen oder unangenehmes Scheuern. Dank der flachen Bauweise bleibt das Armband zudem kaum an Kleidung hängen und verschwindet problemlos unter einer Jacken- oder Hemdmanschette.
Besonders wichtig ist der Tragekomfort während der Nacht, denn schließlich zeichnet das Fitbit Air auch den Schlaf auf. Gerade hier spielt das geringe Gewicht seine Stärken aus. Während größere Smartwatches beim Schlafen häufig als störend empfunden werden können oder dann in der Regel aufgeladen werden, fällt das Fitbit Air kaum auf. Bereits nach kurzer Zeit vergisst man, dass man den Tracker überhaupt trägt, eine wichtige Voraussetzung für eine zuverlässige Schlafanalyse.
Auch beim Sport machte das Fitbit Air eine gute Figur. Das Armband hielt den Tracker jederzeit sicher am Handgelenk, ohne zu verrutschen oder unangenehm einzuschneiden. Gleichzeitig ließ sich die Passform schnell anpassen, sodass sowohl lockeres Tragen im Alltag als auch ein fester Sitz beim Training problemlos möglich waren.
Natürlich ist das persönliche Empfinden beim Tragekomfort immer etwas subjektiv. Dennoch gehört das Fitbit Air für uns zu den angenehmsten Wearables, die wir bislang im Alltag getragen haben. Gerade wer seinen Fitness-Tracker Tag und Nacht nutzen möchte, wird das durchdachte Gesamtkonzept schnell zu schätzen wissen.
(Tragekomfort: 5 von 5 Punkten)
Einrichtung & Google Health App
Die Einrichtung des Fitbit Air gestaltet sich erfreulich unkompliziert und ist auch für Einsteiger innerhalb weniger Minuten erledigt. Nach dem ersten Aufladen muss lediglich die Google Health App auf dem Smartphone installiert beziehungsweise geöffnet werden. Anschließend führt die App Schritt für Schritt durch den Einrichtungsprozess und erklärt die wichtigsten Funktionen verständlich.
Die Verbindung zwischen Tracker und Smartphone erfolgt über Bluetooth und funktionierte in unserem Test auf Anhieb. Das Fitbit Air wurde innerhalb weniger Sekunden erkannt und mit dem Google-Konto verknüpft. Im Anschluss prüft die App automatisch, ob eine aktuelle Firmware verfügbar ist, und installiert diese bei Bedarf direkt. Währenddessen informiert sie den Nutzer jederzeit über den aktuellen Fortschritt.
Nach der erfolgreichen Einrichtung beginnt das Fitbit Air sofort mit der Erfassung der ersten Gesundheitsdaten. Bereits nach kurzer Zeit stehen die ersten Informationen zu Herzfrequenz, Aktivität und Bewegung in der App zur Verfügung. Weitere Auswertungen, etwa zum Schlaf oder zur Erholung, werden im Laufe der Nutzung automatisch ergänzt.
Die Google Health App präsentiert sich insgesamt modern und übersichtlich. Die Startseite zeigt die wichtigsten Gesundheitsdaten auf einen Blick, sodass sich aktuelle Werte schnell erfassen lassen. Wer tiefer in die einzelnen Bereiche eintauchen möchte, findet ausführliche Diagramme, Tages-, Wochen- und Monatsübersichten sowie verständlich aufbereitete Statistiken. Trotz des großen Funktionsumfangs wirkt die Oberfläche nicht überladen und bleibt auch für Neueinsteiger leicht verständlich.
Besonders gut gefällt uns, dass die App nicht einfach nur Messwerte anzeigt, sondern diese auch sinnvoll einordnet. Veränderungen bei der Herzfrequenz, der Schlafqualität oder dem Aktivitätsniveau werden nachvollziehbar dargestellt und mit hilfreichen Erläuterungen ergänzt. Dadurch erhalten die gesammelten Daten einen echten Mehrwert und bleiben nicht nur eine Sammlung von Zahlen.
Wer möchte, kann seine Gesundheitsdaten zusätzlich mit anderen Google-Diensten oder kompatiblen Fitness-Apps synchronisieren. Dadurch lassen sich Aktivitäten und Gesundheitsinformationen zentral verwalten, was vor allem für Nutzer interessant ist, die bereits im Google-Ökosystem unterwegs sind.
Ein kleiner Wermutstropfen ist allerdings das Premium-Angebot von Google. Die wichtigsten Gesundheits- und Fitnessfunktionen stehen zwar bereits in der kostenlosen Version der Google Health App zur Verfügung, einige der spannendsten Neuerungen bleiben jedoch Nutzern von Google Health Premium vorbehalten.
Dazu zählen unter anderem der auf Google Gemini basierende KI-Gesundheitscoach, der individuelle Auswertungen und Empfehlungen erstellt, geführte Trainingsprogramme sowie weiterführende Analysen zu Schlaf, Erholung und Fitness. Auch personalisierte Trainingsvorschläge und zusätzliche Coaching-Inhalte gehören zum kostenpflichtigen Leistungsumfang.
Beim Kauf des Fitbit Air erhalten Nutzer zunächst eine dreimonatige Testmitgliedschaft für Google Health Premium. Nach Ablauf dieses Zeitraums werden jedoch 9,99 Euro pro Monat fällig, sofern das Abonnement weiter genutzt werden soll.
Unserer Meinung nach bietet bereits die kostenlose Version einen umfangreichen Funktionsumfang, der für die meisten Nutzer vollkommen ausreicht. Wer jedoch alle KI-Funktionen, das erweiterte Coaching und die exklusiven Trainingsinhalte nutzen möchte, sollte die zusätzlichen Kosten bei der Kaufentscheidung berücksichtigen.
Im Alltag überzeugte die Google Health App durch ihre stabile Arbeitsweise. Synchronisationen liefen im Test zuverlässig im Hintergrund ab und die aktuellen Daten standen meist innerhalb weniger Sekunden auf dem Smartphone zur Verfügung. Abstürze oder Verbindungsprobleme traten während unseres Testzeitraums nicht auf.
(Einrichtung & Google Health App: 4,5 von 5 Punkten)
Bedienung im Alltag
Spätestens nach den ersten Tagen im Alltag zeigt sich, ob das Konzept des Fitbit Air funktioniert. Schließlich verzichtet Google bewusst auf ein Display und sämtliche klassischen Smartwatch-Funktionen. Benachrichtigungen, eingehende Anrufe oder Nachrichten sucht man hier ebenso vergeblich wie Apps oder eine Bedienung direkt am Handgelenk. Was zunächst wie ein Nachteil klingt, entpuppt sich im täglichen Einsatz jedoch schnell als bewusste Designentscheidung.
Nach einer kurzen Eingewöhnungszeit fiel es uns erstaunlich leicht, auf ein Display zu verzichten. Statt ständig auf das Handgelenk zu schauen oder sich von eingehenden Nachrichten ablenken zu lassen, arbeitet das Fitbit Air unauffällig im Hintergrund. Alle relevanten Daten werden automatisch erfasst und stehen bei Bedarf in der Google Health App zur Verfügung. Dadurch entsteht ein deutlich entspannteres Nutzungserlebnis als bei einer klassischen Smartwatch.
Gerade im Berufsalltag hat uns dieses Konzept gut gefallen. Das Fitbit Air sammelt kontinuierlich Daten zu Aktivität, Herzfrequenz und Bewegung, ohne den Nutzer regelmäßig zu unterbrechen. Wer bewusst weniger Zeit mit Benachrichtigungen verbringen möchte, dürfte genau diesen minimalistischen Ansatz zu schätzen wissen.
Auch im Alltag arbeitet der Tracker zuverlässig. Aktivitäten werden automatisch erkannt und aufgezeichnet, sodass man nur selten selbst eingreifen muss. Ob ein Spaziergang in der Mittagspause oder eine Trainingseinheit am Abend – das Fitbit Air dokumentiert die wichtigsten Daten zuverlässig und synchronisiert diese anschließend automatisch mit der Google Health App.
Positiv aufgefallen ist außerdem die zuverlässige Synchronisation. Neue Messwerte werden innerhalb kurzer Zeit an das Smartphone übertragen und stehen dort übersichtlich aufbereitet zur Verfügung. Während unseres Testzeitraums kam es weder zu Verbindungsabbrüchen noch zu Problemen bei der Datenübertragung.
Natürlich bringt das Konzept auch Einschränkungen mit sich. Wer während eines Laufs seine aktuelle Herzfrequenz oder Trainingsdauer direkt am Handgelenk ablesen möchte, wird das fehlende Display vermissen. Gleiches gilt für Nutzer, die Benachrichtigungen oder Anrufe direkt über ihr Wearable verwalten möchten. Das Fitbit Air verfolgt jedoch bewusst einen anderen Ansatz und richtet sich an Anwender, die ihre Gesundheitsdaten später in Ruhe auswerten möchten, anstatt sie permanent im Blick zu behalten.
Nach einigen Tagen im Test wurde deutlich, dass genau hierin die größte Stärke des Fitbit Air liegt. Der Tracker fordert kaum Aufmerksamkeit, arbeitet zuverlässig im Hintergrund und liefert dennoch alle wichtigen Gesundheits- und Aktivitätsdaten. Statt ständig mit dem Wearable zu interagieren, kann man sich auf den Alltag konzentrieren und genau das dürfte für viele Nutzer der größte Vorteil sein.
(Bedienung im Alltag: 4 von 5 Punkten)
Funktionen
Gesundheitsfunktionen
Im Mittelpunkt des Fitbit Air stehen eindeutig die Gesundheitsfunktionen. Während viele Wearables versuchen, möglichst viele unterschiedliche Features unterzubringen, konzentriert sich Google auf die kontinuierliche Erfassung wichtiger Gesundheitsdaten und deren verständliche Auswertung. Das Ergebnis ist ein Tracker, der den Nutzer nicht mit Informationen überflutet, sondern die gesammelten Daten sinnvoll aufbereitet.
Bereits im Alltag zeichnet das Fitbit Air rund um die Uhr die Herzfrequenz auf und liefert dadurch einen guten Überblick über die Belastung im Tagesverlauf. Ergänzt wird die Messung durch weitere Sensoren, die unter anderem die Sauerstoffsättigung (SpO₂), die Herzfrequenzvariabilität (HRV), die Atemfrequenz sowie Veränderungen der Hauttemperatur erfassen können. Diese Werte fließen in verschiedene Gesundheitsberichte ein und helfen dabei, Veränderungen des eigenen Körpers frühzeitig zu erkennen.
Einen besonders hohen Stellenwert nimmt die Schlafanalyse ein. Während unseres Tests erkannte das Fitbit Air Einschlaf- und Aufwachzeiten zuverlässig und lieferte detaillierte Informationen zu den einzelnen Schlafphasen. Ergänzt werden die Auswertungen durch einen Schlafindex sowie Hinweise, wie sich die Schlafqualität langfristig verbessern lässt. Gerade Nutzer, die ihren Schlaf regelmäßig analysieren möchten, erhalten hier einen echten Mehrwert.
Auch die Erholung spielt beim Fitbit Air eine wichtige Rolle. Anhand der gesammelten Gesundheitsdaten berechnet die Google Health App verschiedene Erholungswerte und gibt Aufschluss darüber, wie belastbar der Körper aktuell ist. Dadurch lässt sich besser einschätzen, ob ein intensives Training sinnvoll ist oder ob dem Körper eine Pause guttun würde.
Besonders interessant sind die neuen KI-Funktionen, die Google in Verbindung mit Google Health Premium anbietet. Der auf Gemini basierende Gesundheitscoach analysiert die erfassten Daten und erstellt individuelle Zusammenfassungen sowie persönliche Empfehlungen zu Schlaf, Bewegung und Erholung. Die Erklärungen wirken verständlich und helfen dabei, die eigenen Gesundheitswerte besser einzuordnen. Allerdings stehen diese erweiterten Funktionen ausschließlich Premium-Abonnenten zur Verfügung.
Insgesamt hinterlassen die Gesundheitsfunktionen einen sehr ausgereiften Eindruck. Die wichtigsten Werte werden zuverlässig erfasst, übersichtlich dargestellt und sinnvoll miteinander verknüpft. Dadurch eignet sich das Fitbit Air nicht nur für sportlich aktive Nutzer, sondern ebenso für alle, die ihre allgemeine Gesundheit langfristig im Blick behalten möchten.
Sport- und Aktivitätstracking
Auch beim Sport konzentriert sich das Fitbit Air auf das Wesentliche. Statt unzählige Trainingsprogramme oder komplexe Leistungsanalysen anzubieten, legt Google den Fokus auf eine zuverlässige Erfassung alltäglicher Aktivitäten und der wichtigsten Trainingsdaten. Für die meisten Freizeitsportler dürfte dieses Konzept vollkommen ausreichen.
Im Alltag zählt der Tracker zuverlässig Schritte, berechnet zurückgelegte Distanzen sowie den Kalorienverbrauch und dokumentiert aktive Minuten. Sämtliche Werte werden automatisch mit der Google Health App synchronisiert und dort übersichtlich aufbereitet. Tages-, Wochen- und Monatsübersichten erleichtern es, die eigene Entwicklung im Blick zu behalten und persönliche Ziele zu verfolgen.
Besonders praktisch ist die automatische Trainingserkennung. Spaziergänge, Läufe oder andere wiederkehrende Aktivitäten werden in vielen Fällen selbstständig erkannt und aufgezeichnet, ohne dass der Nutzer ein Training manuell starten muss. Das funktionierte während unseres Tests insgesamt zuverlässig und sorgt dafür, dass Aktivitäten auch dann erfasst werden, wenn man einmal vergisst, den Tracker bewusst zu aktivieren.
Während einer Trainingseinheit zeichnet das Fitbit Air unter anderem die Herzfrequenz auf und ermöglicht dadurch eine Einschätzung der Belastungsintensität. In Kombination mit den Gesundheitsdaten entsteht so ein umfassender Überblick über Training und Erholung. Wer seine Fortschritte regelmäßig kontrollieren möchte, findet in der Google Health App zahlreiche Diagramme und Auswertungen, die verständlich aufbereitet sind.
Grenzen zeigt das Fitbit Air allerdings bei ambitionierten Outdoor-Sportlern. Da der Tracker bewusst auf ein eigenes Display und integriertes GPS verzichtet, ist für die Aufzeichnung von Lauf- oder Radstrecken ein verbundenes Smartphone erforderlich. Auch Trainingsdaten lassen sich nicht direkt am Handgelenk ablesen, sondern erst nach der Synchronisation in der App auswerten. Wer während des Sports jederzeit aktuelle Werte im Blick behalten möchte, dürfte mit einer klassischen Sportuhr oder Smartwatch besser bedient sein.
Für den vorgesehenen Einsatzzweck erfüllt das Fitbit Air seine Aufgabe jedoch sehr überzeugend. Es begleitet den Nutzer unauffällig durch den Alltag, dokumentiert Aktivitäten zuverlässig und liefert alle wichtigen Informationen für einen gesunden und aktiven Lebensstil, ohne dabei unnötig kompliziert zu werden.
(Funktionen 4 von 5)
Akkulaufzeit
Neben den Gesundheitsfunktionen gehört die Akkulaufzeit zu den wichtigsten Kriterien eines Fitness-Trackers. Schließlich bringt selbst das umfangreichste Funktionspaket wenig, wenn das Gerät ständig an das Ladegerät muss. Genau hier spielt das Fitbit Air seine Stärken aus und zeigt, dass der Verzicht auf ein Display durchaus Vorteile mit sich bringt.
Im Test überzeugte das Fitbit Air mit einer ausdauernden Akkulaufzeit. Selbst bei aktivierter kontinuierlicher Herzfrequenzmessung, automatischer Aktivitätserkennung und täglicher Synchronisation mit der Google Health App hielt der Tracker mehrere Tage problemlos durch. Wer den Tracker hauptsächlich zur Gesundheitsüberwachung und für gelegentliche Trainingseinheiten nutzt, muss sich im Alltag nur selten Gedanken über den Akkustand machen.
Google gibt eine Akkulaufzeit von bis zu sieben Tagen an. Wie bei jedem Wearable hängt die tatsächliche Laufzeit jedoch stark vom individuellen Nutzungsverhalten ab. Häufige Synchronisationen, intensive Trainingseinheiten oder die Nutzung zusätzlicher Gesundheitsfunktionen können den Energieverbrauch erhöhen. Während unseres Testzeitraums erwies sich die Herstellerangabe jedoch als durchaus realistisch.
Praktisch gelöst ist zudem die Anzeige des aktuellen Akkustands. Da das Fitbit Air bewusst auf ein Display verzichtet, setzt Google auf eine kleine Status-LED an der Seite des Sensormoduls. Möchte man den ungefähren Ladezustand überprüfen, genügt ein doppeltes Antippen auf der Oberseite des Trackers. Anschließend informiert die LED mit unterschiedlichen Leuchtsignalen über den verbleibenden Akkustand: Blinkt sie weiß, liegt die Akkuladung noch zwischen 20 und 100 Prozent. Ein rot blinkendes Licht signalisiert dagegen einen Akkustand von unter 20 Prozent, während eine dauerhaft rot leuchtende LED darauf hinweist, dass der Akku nahezu vollständig entladen ist und zeitnah aufgeladen werden sollte.
Zusätzlich informiert die Google Health App rechtzeitig, wenn sich der Akkustand dem Ende zuneigt. Ist nur noch etwa ein Tag Restlaufzeit vorhanden, erscheint automatisch eine entsprechende Benachrichtigung auf dem Smartphone. Dadurch bleibt ausreichend Zeit, den Tracker wieder aufzuladen, ohne dass wichtige Gesundheits- oder Schlafdaten verloren gehen.
Ist der Akku schließlich doch einmal leer, erfolgt das Aufladen über das mitgelieferte magnetische USB-C-Ladekabel. Die magnetische Verbindung sitzt sicher und richtet den Tracker automatisch korrekt aus, sodass das Laden ohne langes Ausprobieren gelingt. Das ist besonders praktisch, wenn es morgens einmal schnell gehen muss.
Positiv fiel im Test außerdem auf, dass der Ladevorgang zuverlässig funktionierte. Sobald das Fitbit Air mit dem Ladegerät verbunden wird, beginnt der Ladevorgang automatisch und der aktuelle Akkustand lässt sich bequem in der Google Health App verfolgen. Auf ein separates Netzteil verzichtet Google allerdings, ein Trend, der inzwischen bei nahezu allen Herstellern zu beobachten ist. Wer bereits ein USB-C-Netzteil oder einen freien USB-C-Anschluss am Computer besitzt, kann das mitgelieferte Ladekabel jedoch problemlos weiterverwenden.
Durch die lange Akkulaufzeit eignet sich das Fitbit Air besonders gut für das kontinuierliche Gesundheits- und Schlaftracking. Anders als viele Smartwatches, die bereits nach ein bis zwei Tagen wieder geladen werden müssen, bleibt der Tracker auch über mehrere Nächte hinweg einsatzbereit. Gerade für die Schlafanalyse ist das ein nicht zu unterschätzender Vorteil, da keine nächtlichen Messungen aufgrund eines leeren Akkus verloren gehen.
(Akkulaufzeit: 4,5 von 5 Punkten)
TEIL 3
bestehend aus „Preis/Leistung“ entspricht 10% der Gesamtwertung
Beschreibung
Google bewirbt das Fitbit Air als besonders leichten Fitness-Tracker, der Gesundheitsdaten rund um die Uhr erfasst und den Nutzer dabei möglichst unauffällig durch den Alltag begleitet. Nach unserem Test können wir sagen, dieses Versprechen hält das Wearable größtenteils ein.
Vor allem beim Tragekomfort und der Akkulaufzeit überzeugt das Fitbit Air auf ganzer Linie. Durch das geringe Gewicht und die flache Bauweise gerät der Tracker schnell in Vergessenheit – genau so, wie es Google beabsichtigt. Auch die Gesundheitsfunktionen arbeiten zuverlässig und liefern in Kombination mit der Google Health App aussagekräftige Informationen zu Herzfrequenz, Schlaf, Aktivität und Erholung.
Ebenso gefällt uns der bewusste Verzicht auf ein Display. Was zunächst ungewöhnlich wirkt, entwickelt sich im Alltag schnell zu einem Vorteil. Das Fitbit Air möchte den Nutzer nicht ständig mit Benachrichtigungen oder Apps beschäftigen, sondern arbeitet unauffällig im Hintergrund. Wer genau dieses Konzept sucht, erhält einen Fitness-Tracker, der sich angenehm von vielen klassischen Smartwatches abhebt.
Ganz ohne Kritik bleibt das Fitbit Air allerdings nicht. Einige der interessantesten Funktionen, darunter der auf Gemini basierende KI-Gesundheitscoach, geführte Trainingsprogramme und weiterführende Analysen, stehen ausschließlich über das kostenpflichtige Google Health Premium-Abonnement zur Verfügung. Die kostenlose Version bietet zwar bereits einen großen Funktionsumfang, dennoch sollte man die zusätzlichen Kosten berücksichtigen, wenn man das volle Potenzial des Trackers ausschöpfen möchte.
Auch ambitionierte Sportler gehören nicht unbedingt zur Zielgruppe. Das fehlende Display und der Verzicht auf integriertes GPS machen sich vor allem beim Laufen oder Radfahren bemerkbar. Wer während des Trainings aktuelle Daten direkt am Handgelenk ablesen oder seine Strecken ohne Smartphone aufzeichnen möchte, wird mit einer Sportuhr oder Smartwatch besser bedient sein.
Die Frage nach besseren Alternativen lässt sich daher nicht pauschal beantworten. Wer möglichst viele Smartwatch-Funktionen sucht, findet beispielsweise mit der Google Pixel Watch oder anderen Wearables die passendere Lösung. Liegt der Fokus hingegen auf einem leichten, unauffälligen Tracker für Gesundheits- und Schlafanalyse, gehört das Fitbit Air aktuell zu den interessantesten Geräten seiner Klasse. Es verfolgt ein anderes Konzept als klassische Smartwatches und genau darin liegt seine größte Stärke.
Preis/Leistung
Mit einer unverbindlichen Preisempfehlung von 99,99 Euro positioniert Google das Fitbit Air bewusst in einem Bereich, der für viele Interessenten noch gut erreichbar bleibt. Angesichts des minimalistischen Konzepts wirkt der Preis auf den ersten Blick fair, denn das Wearable bietet keine Smartwatch-Funktionen, kein Display und kein integriertes GPS. Gleichzeitig steckt im Tracker jedoch deutlich mehr als ein einfacher Schrittzähler.
Vor allem der hohe Tragekomfort, die lange Akkulaufzeit und die umfangreichen Gesundheitsfunktionen sorgen dafür, dass das Fitbit Air seinen Preis im Alltag rechtfertigen kann. Google richtet sich klar an Nutzer, die einen möglichst unauffälligen Begleiter für Schlaf, Aktivität, Herzfrequenz und Erholung suchen. Genau in diesem Bereich liefert der Tracker ein stimmiges Gesamtpaket, das sich angenehm von klassischen Fitnessarmbändern abhebt.
Zum Zeitpunkt unseres Tests ist das Fitbit Air allerdings noch sehr neu auf dem Markt. Entsprechend sind größere Preisnachlässe bislang kaum zu finden. Bei den meisten Händlern wird der Tracker weiterhin zur UVP oder nur geringfügig darunter angeboten. Wer auf ein echtes Schnäppchen hofft, wird sich deshalb vermutlich noch etwas gedulden müssen.
Etwas kritischer sehen wir die optionalen Folgekosten. Die wichtigsten Funktionen stehen zwar ohne laufendes Abonnement zur Verfügung, doch für den Gemini-basierten Gesundheitscoach, geführte Workouts und weiterführende Premium-Auswertungen wird ein kostenpflichtiges Google-Health-Premium-Abo benötigt. Wer diese zusätzlichen Inhalte dauerhaft nutzen möchte, sollte die monatlichen Kosten daher in die persönliche Kalkulation einbeziehen.
Unterm Strich fällt das Preis-Leistungs-Verhältnis dennoch positiv aus. Für knapp 100 Euro erhält man einen sehr leichten, angenehm zu tragenden Fitness-Tracker mit überzeugender Gesundheits- und Schlafanalyse, moderner App-Anbindung und einem konsequent reduzierten Konzept. Gerade weil das Fitbit Air nicht versucht, eine günstige Smartwatch zu sein, sondern sich klar auf kontinuierliches Gesundheitsmonitoring konzentriert, wirkt der Preis nachvollziehbar.
Mit der Prime Wireless Charging Station erweitert Anker sein Premium-Portfolio um eine leistungsstarke 3-in-1-Ladestation für das Apple-Ökosystem. Die Station ermöglicht das gleichzeitige kabellose Laden von iPhone, Apple Watch und AirPods und kombiniert die Qi2-Technologie mit zahlreichen Komfortfunktionen. Dazu zählen unter anderem ein integriertes Smart Display, die aktive AirCool-Kühlung sowie die Steuerung über die Anker-App.
Im Gegensatz zu vielen herkömmlichen 3-in-1-Ladegeräten möchte Anker nicht nur eine zentrale Lademöglichkeit bieten, sondern auch mehr Transparenz über den Ladevorgang schaffen. Das Display informiert beispielsweise über den Ladestatus, die aktuelle Ladeleistung oder den gewählten Betriebsmodus, während sich verschiedene Einstellungen bequem über die App anpassen lassen.
Ob die umfangreiche Ausstattung im Alltag tatsächlich einen Mehrwert bietet und ob die Prime Wireless Charging Station ihren Premiumpreis rechtfertigt, klären wir in diesem Test.
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