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Autor: Tobias

MOVA V70 Ultra Complete

In aller Kürze

Mit dem MOVA V70 Ultra Complete erweitert der Hersteller sein Portfolio um einen Premium-Saug- und Wischroboter, der mit einer umfangreichen Ausstattung und modernen Reinigungstechnologien überzeugen möchte. Neben einer hohen Saugleistung gehören eine intelligente Navigation, präzise Hinderniserkennung sowie eine vollautomatische Reinigungsstation zum Gesamtpaket. Besonderes Augenmerk legt MOVA zudem auf die Kanten- und Eckenreinigung sowie die Fähigkeit, auch höhere Türschwellen zu überwinden.

Im folgenden Testbericht nehmen wir den MOVA V70 Ultra Complete genauer unter die Lupe. Wir prüfen, wie gut sich der Roboter im Alltag schlägt, bewerten seine Reinigungsleistung auf verschiedenen Bodenarten, die Zuverlässigkeit der Navigation und Wischfunktion sowie die Bedienung über die App. Außerdem zeigen wir, ob sich die umfangreiche Ausstattung in der Praxis bezahlt macht und für wen sich das Modell besonders eignet.

Gefällt uns

  • Sehr hohe Saugleistung von bis zu 40.000 Pa
  • LiDAR-Navigation mit versenkbarem Laserturm
  • StepMaster System 2.0 ermöglicht das Überwinden hoher Türschwellen und Hindernisse
  • ausfahrbarer Seitenbürste und ausfahrbarem Wischmopp
  • Sehr zuverlässige KI-Hinderniserkennung
  • Hervorragende Reinigungsleistung auf Hartböden und Teppichen
  • Leistungsstarke Wischfunktion mit rotierenden Mopps
  • Automatisches Ablegen und Aufnehmen der Wischmopps in der Station
  • EcoCyclone-System ohne Einweg-Staubbeutel
  • Umfangreicher Lieferumfang inklusive Ersatzteilen
  • Gute Akkulaufzeit 
  • Gute Smart-Home-Integration (Amazon Alexa und Google Assistant)
  • Multifunktionsstation mit Staubentleerung, Moppwäsche und Warmlufttrocknung

Gefällt uns weniger

  • Hoher Anschaffungspreis (UVP 1.399 €, aktuell ca. 1.099 
  • Wischwalzensysteme reinigen hartnäckige oder flüssige Verschmutzungen konstruktionsbedingt etwas effektiver
  • Vielzahl an Funktionen kann Einsteiger anfangs etwas überfordern

MOVA V70 Ultra Complete

Zum Angebot bei

TEIL 1

Bestehend aus „Verpackung/Design/Verarbeitung“ entspricht 25% der Gesamtwertung

Verpackung

Bereits die Verpackung vermittelt den Premium-Anspruch des MOVA V70 Ultra Complete. Der Saugroboter wird in einem großformatigen, stabilen Karton ausgeliefert, der überwiegend in einem schlichten Weiß gehalten ist und durch farbige Produktabbildungen ergänzt wird. Auf der Vorderseite ist sowohl der Saugroboter als auch die Reinigungsstation großflächig abgebildet, sodass bereits auf den ersten Blick ersichtlich ist, um welches Modell es sich handelt. Ergänzend sind die wichtigsten Ausstattungsmerkmale und Funktionen aufgedruckt, darunter die hohe Saugleistung, das automatische Reinigungssystem der Station sowie weitere Premium-Funktionen. Die Seiten des Kartons enthalten zusätzliche Produktinformationen, technische Highlights und Abbildungen einzelner Funktionen. Insgesamt wirkt die Verpackung modern, aufgeräumt und hochwertig gestaltet.

Nach dem Öffnen fällt sofort die durchdachte Verpackung der einzelnen Komponenten auf. Sowohl der Saugroboter als auch die Reinigungsstation sind durch passgenaue Formteile aus Karton und Schaumstoff sicher fixiert, sodass während des Transports kaum Bewegung möglich ist. Empfindliche Bauteile wie Sensoren, Hochglanzflächen oder bewegliche Elemente sind zusätzlich mit Schutzfolien versehen. Sämtliche Zubehörteile befinden sich in separaten Kartons oder Beuteln und sind übersichtlich angeordnet. Dadurch gestaltet sich das Auspacken angenehm und alle Komponenten lassen sich problemlos zuordnen.

Auch der Lieferumfang fällt erfreulich umfangreich aus. Neben dem eigentlichen Saugroboter und der Multifunktionsstation befinden sich ein Netzkabel, die Seitenbürste, zwei rotierende Wischmopps sowie ein Reinigungsmittel für die Wischfunktion im Karton. MOVA stellt darüber hinaus ein umfassendes Sortiment an Ersatz- und Verschleißteilen bereit. Im Lieferumfang enthalten sind sechs zusätzliche Wischpads, zwei zusätzliche Filter, eine Seitenbürste sowie ein Satz Hauptbürsten. Abgerundet wird das Paket durch eine mehrsprachige Schnellstartanleitung und eine ausführliche Bedienungsanleitung, die den Aufbau und die Inbetriebnahme verständlich erläutern.

Insgesamt hinterlässt die Verpackung einen ausgezeichneten ersten Eindruck. Sie schützt sämtliche Komponenten zuverlässig vor Transportschäden, präsentiert das Produkt hochwertig und bietet einen sehr umfangreichen Lieferumfang, sodass der MOVA V70 Ultra Complete unmittelbar nach dem Auspacken einsatzbereit ist. Besonders positiv ist, dass MOVA bereits zahlreiche Verschleiß- und Ersatzteile beilegt, wodurch in den ersten Monaten des Betriebs in der Regel keine zusätzlichen Anschaffungen notwendig sind.

(Verpackung: 5 von 5 Punkten)

Design

Saugroboter

Bereits auf den ersten Blick wird deutlich, dass der MOVA V70 Ultra Complete zur Premiumklasse gehört. Mit seinem runden Gehäuse und einem Durchmesser von rund 35 cm wirkt der Roboter modern und hochwertig. Die Kombination aus matten und glänzenden Oberflächen verleiht ihm eine elegante Optik, während die klaren Linien dafür sorgen, dass das Design trotz der zahlreichen verbauten Technologien nicht überladen wirkt. Sämtliche Gehäuseteile schließen sauber miteinander ab und vermitteln einen sehr hochwertigen Gesamteindruck.

Die Oberseite wird vom markanten LiDAR-Laserturm dominiert, der für die präzise Lasernavigation verantwortlich ist. Eine Besonderheit des V70 Ultra Complete ist jedoch, dass sich dieser Turm vollständig in das Gehäuse einfahren lässt. Dadurch reduziert sich die Gesamthöhe des Roboters von rund 11 cm auf lediglich 8,8 cm, wodurch auch Bereiche unter niedrigen Möbeln wie Sofas, Sideboards oder Betten deutlich besser erreicht werden können. Sobald ausreichend Platz vorhanden ist, fährt der Laserturm automatisch wieder aus und steht für die vollständige 360-Grad-Raumerfassung zur Verfügung. Diese Lösung kombiniert die Vorteile einer präzisen LiDAR-Navigation mit einer besonders flachen Bauweise, ein Merkmal, das bislang nur wenige Premium-Modelle bieten.

Auf dem Laserturm befinden sich die Tasten zum Starten, Pausieren und Zurücksenden des Roboters zur Station. Eine längliche, sauber ins Gehäuse integrierte mehrfarbige Status-LED informiert jederzeit über den aktuellen Betriebszustand.

An der Front des Roboters befindet sich das Kameramodul der intelligenten Hinderniserkennung. Unterstützt wird dieses von weiteren Sensoren, wodurch der V70 Ultra Complete über 300 verschiedene Hindernistypen erkennen und entsprechend umfahren kann. Kabel, Schuhe, Spielzeug oder Tiernäpfe werden dadurch deutlich zuverlässiger erkannt als bei einfachen Infrarotsensoren. Gleichzeitig schützt der umlaufende Stoßfänger Möbel vor Beschädigungen, falls es dennoch einmal zu einem leichten Kontakt kommen sollte.

Auch die Unterseite ist mit zahlreichen technischen Komponenten ausgestattet. Zentral sitzt die Hauptbürste, welche den aufgenommenen Schmutz direkt zum Saugkanal transportiert. Daneben befindet sich die Seitenbürste, die jedoch nicht starr montiert ist. Sie gehört zum MaxiReachX-System und kann auf einem ausfahrbaren Arm bis zu 12 cm seitlich ausgefahren werden. Dadurch erreicht sie Bereiche entlang von Fußleisten, zwischen Stuhlbeinen oder unter überstehenden Möbeln deutlich besser als herkömmliche Konstruktionen.

Hinter der Hauptbürste befinden sich die beiden rotierenden Wischmopps. Auch hier kommt das MaxiReachX-System zum Einsatz. Der rechte Wischmopp lässt sich auf einem Ausleger um bis zu 16 cm ausfahren und gelangt dadurch tief unter Küchenmöbel, Schränke oder entlang von Sockelleisten. Gleichzeitig verbessert diese Konstruktion die Reinigung von Innenecken erheblich, da der Roboter Bereiche erreicht, die mit einer klassischen runden Bauform normalerweise unzugänglich bleiben.

Ebenfalls auf der Unterseite befinden sich mehrere Absturzsensoren, welche Treppen und Absätze zuverlässig erkennen. Ergänzt werden diese durch einen Teppichsensor, der Teppiche automatisch identifiziert und je nach Reinigungsmodus die Saugleistung erhöht oder die Wischmopps anhebt. Die beiden großen gummierten Antriebsräder sorgen gemeinsam mit dem StepMaster-System dafür, dass selbst hohe Türschwellen oder Stufen von bis zu 9 cm überwunden werden können. Unterstützt wird dies durch zusätzliche ausfahrbare Fahrwerksmechanismen, die den Roboter beim Überklettern anheben und stabilisieren.

Insgesamt wirkt der Aufbau äußerst durchdacht. Sämtliche Sensoren, beweglichen Elemente und Reinigungskomponenten sind harmonisch in das Gehäuse integriert, ohne die elegante Optik zu beeinträchtigen. Gerade die Kombination aus versenkbarem LiDAR-Sensor, ausfahrbarer Seitenbürste und ausfahrbarem Wischmopp hebt den MOVA V70 Ultra Complete deutlich von vielen anderen Premium-Saugrobotern ab.

Reinigungsstation

Ebenso hochwertig präsentiert sich die zum Lieferumfang gehörende All-in-One-Reinigungsstation. Trotz ihrer umfangreichen Technik wirkt sie überraschend aufgeräumt und fügt sich mit ihrem modernen Design gut in Wohnräume ein. Die Station besitzt eine schlanke, hochformatige Bauweise mit einer klar strukturierten Front und harmoniert optisch perfekt mit dem Roboter.

Unter der oberen Abdeckung befinden sich der Frisch- und Schmutzwassertank. Beide Tanks lassen sich über stabile Griffe leicht entnehmen und wieder einsetzen. Durch ihre großzügige Größe müssen sie nur vergleichsweise selten nachgefüllt beziehungsweise entleert werden, was den Wartungsaufwand reduziert.

Im unteren Bereich befindet sich die eigentliche Andock- und Reinigungsplattform. Hier werden die Wischmopps automatisch mit heißem Wasser gereinigt und anschließend getrocknet. Gleichzeitig übernimmt die Station das automatische Entleeren des Staubbehälters des Roboters. Beim V70 Ultra Complete setzt MOVA dabei auf das EcoCyclone-System, das ohne klassische Einweg-Staubbeutel arbeitet und den aufgenommenen Schmutz in einem wiederverwendbaren Staubbehälter sammelt. Das spart langfristig Folgekosten und reduziert Abfall.

Sämtliche Wartungsklappen sind sauber in das Gehäuse integriert und lassen sich komfortabel öffnen. Auch die Reinigungswanne für die Wischmopps ist gut erreichbar und kann zur regelmäßigen Reinigung problemlos entnommen werden. Die Materialqualität der Station entspricht dem hohen Niveau des Roboters. Die Kunststoffoberflächen wirken hochwertig, sämtliche Klappen schließen präzise und die gesamte Konstruktion steht selbst während der automatischen Staubentleerung oder Moppwäsche sicher und vibrationsarm auf dem Boden.

Optisch bilden Roboter und Station eine gelungene Einheit. Beide Komponenten setzen auf dieselbe Designsprache und vermitteln bereits beim ersten Eindruck den Charakter eines modernen Premiumprodukts, bei dem Funktionalität und hochwertige Verarbeitung gleichermaßen im Vordergrund stehen.

(Design: 5 von 5 Punkten)

Verarbeitung

Bei einem Premium-Saugroboter spielt nicht nur die technische Ausstattung eine Rolle, sondern auch die Qualität der verwendeten Materialien und die Verarbeitung. Bereits beim ersten Kontakt hinterlässt der MOVA V70 Ultra Complete in dieser Hinsicht einen hervorragenden Eindruck. Sowohl der Roboter als auch die Multifunktionsstation wirken äußerst solide gefertigt und vermitteln ein hochwertiges Gesamtbild, das dem gehobenen Preisniveau gerecht wird.

Das Gehäuse des Roboters besteht überwiegend aus robustem Kunststoff mit einer Kombination aus matten und glänzenden Oberflächen. Sämtliche Bauteile sind sauber verarbeitet und schließen präzise miteinander ab. Die Spaltmaße fallen gleichmäßig aus, scharfe Kanten oder unsaubere Übergänge sucht man vergeblich. Auch bei leichtem Druck auf das Gehäuse sind weder Knarzgeräusche noch Verwindungen festzustellen, was auf eine stabile Konstruktion schließen lässt.

Besonders positiv fällt die Verarbeitung der beweglichen Komponenten auf. Der versenkbare LiDAR-Turm fährt schnell, leise und präzise ein beziehungsweise aus und hinterlässt dabei einen sehr wertigen Eindruck. Auch die ausfahrbare Seitenbürste sowie der bewegliche Wischmopp arbeiten sauber und ohne sichtbares Spiel. Während des Testzeitraums funktionierten sämtliche Mechanismen zuverlässig und fuhren auch nach zahlreichen Reinigungsvorgängen jederzeit präzise in ihre jeweilige Ausgangsposition zurück.

Die Unterseite des Roboters ist ebenso hochwertig verarbeitet. Sowohl die Hauptbürste als auch die Seitenbürste und die Wischmopps sitzen sicher in ihren Halterungen und lassen sich dennoch mit wenigen Handgriffen für Wartungs- oder Reinigungsarbeiten entnehmen. Auch die Antriebsräder hinterlassen einen robusten Eindruck. Sie verfügen über eine griffige Gummierung und sind sauber gelagert, wodurch sie auch auf unterschiedlichen Bodenbelägen zuverlässig arbeiten. Sämtliche Sensoren sind sauber in das Gehäuse integriert und durch ihre Position gut vor Verschmutzungen oder versehentlichen Beschädigungen geschützt.

Der entnehmbare Staubbehälter überzeugt ebenfalls durch eine hochwertige Verarbeitung. Er rastet sicher im Gehäuse ein und lässt sich dennoch einfach entnehmen. Die Verriegelungsmechanismen wirken langlebig und vermitteln auch nach mehrmaligem Öffnen und Schließen einen stabilen Eindruck. Gleiches gilt für den Wassertank sowie sämtliche Wartungskomponenten, die sich angenehm bedienen lassen.

Auch die Multifunktionsstation setzt den hochwertigen Eindruck konsequent fort. Das Gehäuse steht stabil auf dem Boden und vermittelt selbst während der automatischen Staubentleerung oder der Reinigung der Wischmopps ein solides Gefühl. Klappen und Abdeckungen schließen sauber und ohne übermäßiges Spiel, während sich Frisch- und Schmutzwassertank komfortabel einsetzen und entnehmen lassen. Die Tanks verfügen über stabile Tragegriffe und sauber schließende Verschlüsse, wodurch sich das Befüllen und Entleeren unkompliziert gestaltet.

Ein weiterer Pluspunkt ist die gute Wartungsfreundlichkeit. Sämtliche regelmäßig zu reinigenden Komponenten sind leicht zugänglich und lassen sich ohne Werkzeug entnehmen. Sowohl die Reinigungswanne der Station als auch Bürsten, Filter und Wischmopps können innerhalb weniger Sekunden entfernt und wieder eingesetzt werden. Dadurch gestaltet sich die regelmäßige Pflege angenehm einfach und nimmt nur wenig Zeit in Anspruch.

Auch im laufenden Betrieb hinterlässt der MOVA V70 Ultra Complete einen sehr hochwertigen Eindruck. Während der Reinigung sind weder klappernde Gehäuseteile noch störende Vibrationen zu hören. Sämtliche beweglichen Elemente arbeiten präzise und vermitteln den Eindruck einer langlebigen Konstruktion. Insgesamt bewegt sich die Verarbeitungsqualität auf einem sehr hohen Niveau und zählt ohne Zweifel zu den Stärken des Geräts. Sowohl der Roboter als auch die Reinigungsstation erfüllen den Premium-Anspruch in jeder Hinsicht und lassen hinsichtlich Materialwahl, Stabilität und Fertigungsqualität kaum Anlass zur Kritik.

(Verarbeitung: 5 von 5 Punkten)

TEIL 2

bestehend aus „Funktion des Produktes“ entspricht 65% der Gesamtwertung

StromversorgungAkku-Betrieb mit automatischer Ladestation
Akku-ArtLithium-Ionen-Akku, 6.400 mAh
Navigation/SensorenLiDAR-/Lasernavigation mit versenkbarem Laserturm zur Raumkartierung und Navigation
KI-gestützte RGB-Frontkamera zur Hinderniserkennung (über 300 Objekte)
3D-ToF- und Abstandssensoren zur Objekterkennung
Fallsensoren gegen Treppenstürze
Teppicherkennungssensoren
Kollisionssensoren im Stoßfänger
Docking-Sensoren zum präzisen Andocken an die Station
Rad- und Bewegungssensoren zur Positionsbestimmung
Sensoren zur automatischen Teppich- und Wischanpassung
FarbeWeiß
Lautstärkeca. 56 dB (Wischen), ca. 64–66 dB (Standard), bis ca. 75 dB (Max), Staubentleerung kurzzeitig deutlich lauter
HauptbürsteTurboWave DuoBrush mit Anti-Haarverwicklung
SeitenbürsteAusfahrbare MaxiReachX-Seitenbürste, fährt automatisch zur Kanten- und Eckenreinigung aus
WischsystemZwei rotierende Wischmopps mit automatischem Ausfahren des rechten Wischmopps (MaxiReachX), automatische Moppanhebung, automatisches Ablegen und Aufnehmen der Mopps in der Station
FormRund
Betriebszeitbis zu 220 Minuten (je nach Reinigungsmodus)
Saugleistungbis zu 40.000 Pa
HindernisüberwindungStepMaster System 2.0, überwindet Schwellen und Hindernisse bis zu 9 cm
MaßeSaugroboter: ca. 350 × 350 × 88–110 mm (L × B × H, je nach Position des LiDAR-Turms)
Reinigungsstation: ca. 458 × 458 × 470 mm (B × T × H)
GewichtSaugroboter: ca. 5,3 kg
Reinigungsstation: ca. 13 kg (betriebsbereit)
LieferumfangSaugroboter
Multifunktions-Reinigungsstation
Netzkabel
2 rotierende Wischmopps
Seitenbürste
Reinigungsmittel
Ersatz-Wischpads
Ersatzfilter
Ersatz-Seitenbürste
Reinigungswerkzeug
Schnellstartanleitung
Bedienungsanleitung
Technische Daten des MOVA V70 Ultra Complete

Ersteinrichtung und Inbetriebnahme 

Die Ersteinrichtung des MOVA V70 Ultra Complete gestaltet sich angenehm unkompliziert und ist auch für Nutzer ohne große Vorerfahrung mit Saugrobotern gut zu bewältigen. Nach dem Auspacken müssen zunächst die Transportsicherungen entfernt und die einzelnen Komponenten vorbereitet werden. Dazu gehören unter anderem das Anbringen der Wischmopps sowie das Platzieren der Reinigungsstation an einem geeigneten Standort.

Für die Station sollte ausreichend Platz eingeplant werden, damit der Roboter problemlos ein- und ausfahren kann. Idealerweise steht sie auf einem ebenen Untergrund, nahe an einer Steckdose und mit etwas Freiraum nach vorne sowie zu den Seiten. Anschließend werden Frischwasser- und Schmutzwassertank eingesetzt, der Frischwassertank befüllt und das Netzkabel angeschlossen. Danach ist die Station grundsätzlich betriebsbereit.

Die weitere Einrichtung erfolgt über die MOVA-App. Nach dem Einschalten lässt sich der Roboter in wenigen Schritten mit dem heimischen WLAN verbinden. Die App führt verständlich durch den Kopplungsprozess und erklärt die wichtigsten Schritte direkt auf dem Smartphone. Nach erfolgreicher Verbindung können zunächst grundlegende Einstellungen vorgenommen werden, etwa Sprache, Reinigungsvoreinstellungen, Wassermenge, Saugleistung oder automatische Funktionen der Station.

Vor der ersten vollständigen Reinigung empfiehlt sich eine Kartierung der Wohnung. Dabei fährt der MOVA V70 Ultra Complete die Räume systematisch ab und erstellt mithilfe seiner LiDAR-Navigation eine digitale Karte. Dieser Vorgang funktioniert in der Regel schnell und zuverlässig. Räume werden automatisch erkannt und können anschließend in der App benannt, zusammengelegt oder getrennt werden. Auch Sperrzonen, No-Mop-Bereiche oder virtuelle Wände lassen sich direkt festlegen.

Besonders praktisch ist, dass der Roboter viele Einstellungen bereits automatisch vorschlägt. Teppiche werden erkannt, die Reinigung kann je nach Bodenart angepasst werden und auch die Station übernimmt zahlreiche Wartungsaufgaben selbstständig. Dazu zählen das automatische Entleeren des Staubbehälters, das Waschen der Wischmopps sowie deren anschließende Trocknung. Dadurch ist der manuelle Aufwand nach der Einrichtung vergleichsweise gering.

Im Alltag zeigt sich die Inbetriebnahme sehr komfortabel. Nach der abgeschlossenen Kartierung kann der Nutzer einzelne Räume, bestimmte Zonen oder die gesamte Wohnung reinigen lassen. Auch Zeitpläne lassen sich unkompliziert erstellen. Der Roboter startet zuverlässig, findet nach der Reinigung sicher zur Station zurück und setzt dort automatisch die vorgesehenen Wartungsprozesse in Gang.

Insgesamt überzeugt der MOVA V70 Ultra Complete bei der Ersteinrichtung mit einer klaren Nutzerführung, einer schnellen Kartierung und einer weitgehend selbsterklärenden App. Vom Auspacken bis zur ersten Reinigung vergehen nur wenige Schritte, sodass der Roboter schnell einsatzbereit ist. Gleichzeitig bietet die App genügend Einstellungsmöglichkeiten, um die Reinigung später detailliert an die eigenen Wohnräume und Bedürfnisse anzupassen.

(Ersteinrichtung und Inbetriebnahme: 5 von 5 Punkten)

Reinigungsleistung und Navigation

Die Reinigungsleistung ist das wichtigste Kriterium eines Saug- und Wischroboters und entscheidet letztendlich darüber, wie groß die tatsächliche Arbeitserleichterung im Alltag ausfällt. Der MOVA V70 Ultra Complete möchte in diesem Bereich mit einer Kombination aus hoher Saugleistung, einem leistungsstarken Wischsystem und einer intelligenten Navigation überzeugen. Ergänzt wird das Gesamtpaket durch zahlreiche Sensoren, eine KI-gestützte Hinderniserkennung sowie mehrere ausfahrbare Reinigungselemente, die auch schwer zugängliche Bereiche entlang von Wänden, Möbeln oder unter Schränken erreichen sollen.

Bereits während der ersten Reinigung fällt auf, wie strukturiert der Roboter arbeitet. Nach der Kartierung fährt er die Räume nicht wahllos ab, sondern plant seine Reinigungsroute effizient und arbeitet diese Bahn für Bahn ab. Dadurch werden unnötige Fahrwege vermieden und die vorhandene Akkukapazität optimal genutzt. Auch größere Wohnungen werden zügig gereinigt, ohne dass Bereiche ausgelassen oder mehrfach unnötig befahren werden.

Besonders überzeugend arbeitet die Navigation. Dank der Kombination aus LiDAR-Navigation, Kamera und weiteren Sensoren erkennt der MOVA V70 Ultra Complete Möbel, Wände und Hindernisse äußerst zuverlässig. Bereits beim ersten Reinigungsvorgang erstellt der Roboter eine präzise Karte der Wohnung und erkennt die einzelnen Räume automatisch. Während der Reinigung bewegt er sich sicher durch enge Passagen, umfährt Tisch- und Stuhlbeine präzise und reduziert Kollisionen auf ein Minimum. Kabel, Schuhe, Haustierspielzeug oder andere kleinere Gegenstände werden in den meisten Fällen frühzeitig erkannt und elegant umfahren, anstatt sie mitzuschleifen oder einzusaugen.

Positiv fällt außerdem auf, dass der Roboter sehr nah an Möbeln und Wänden entlangfährt, ohne diese unnötig zu berühren. Unterstützt wird dies durch die ausfahrbare Seitenbürste sowie den beweglichen Wischmopp, wodurch auch Bereiche gereinigt werden, die bei klassischen Saugrobotern häufig zurückbleiben. Insgesamt hinterlässt die Kombination aus Navigation, Hinderniserkennung und Reinigung einen äußerst ausgereiften Eindruck und zählt zweifellos zu den größten Stärken des MOVA V70 Ultra Complete.

Saugleistung

Mit einer maximalen Saugleistung von bis zu 40.000 Pa gehört der MOVA V70 Ultra Complete aktuell zu den leistungsstärksten Saugrobotern auf dem Markt. Diese enorme Leistungsreserve macht sich insbesondere auf Teppichen sowie bei größeren Verschmutzungen bemerkbar, wobei der Roboter im Alltag nicht dauerhaft mit voller Leistung arbeiten muss. Je nach gewähltem Reinigungsmodus passt er die Saugkraft automatisch an den Verschmutzungsgrad und den jeweiligen Bodenbelag an.

Auf Hartböden liefert der V70 Ultra Complete eine hervorragende Reinigungsleistung. Feiner Staub, Sand, Haare sowie größere Partikel wie Reis, Haferflocken, Tierfutter oder Krümel werden bereits in einem Reinigungsgang nahezu vollständig aufgenommen. Selbst entlang von Fußleisten oder unter Küchenschränken bleiben nur selten Schmutzreste zurück.

Einen wesentlichen Anteil daran hat die bis zu 12 cm ausfahrbare Seitenbürste des MaxiReachX-Systems. Sobald der Roboter Kanten oder Möbel erkennt, fährt die Seitenbürste automatisch aus und transportiert den Schmutz gezielt in den Saugbereich. Dadurch werden Bereiche erreicht, die bei vielen anderen Modellen konstruktionsbedingt nur unzureichend gereinigt werden. Besonders in Ecken oder zwischen Tisch- und Stuhlbeinen zeigt sich dieser Vorteil deutlich.

Auch auf Teppichen überzeugt der Roboter. Sobald ein Teppich erkannt wird, erhöht der MOVA V70 Ultra Complete automatisch die Saugleistung. Kurzflorige Teppiche werden dabei gründlich gereinigt, wobei selbst tief sitzender Staub oder Tierhaare zuverlässig entfernt werden. Auch auf höherflorigen Teppichen liefert der Roboter ein sehr gutes Ergebnis, wenngleich physikalische Grenzen – wie bei jedem Saugroboter – bestehen bleiben.

Ein weiterer Pluspunkt ist die intelligente Hauptbürste. Ihre Konstruktion aus zwei Bürsten reduziert Haarverwicklungen deutlich, wodurch insbesondere Haushalte mit Haustieren oder langen Haaren profitieren. Nach mehreren Reinigungsvorgängen befanden sich nur wenige Haare an der Bürste, was den Wartungsaufwand erheblich reduziert.

Während des gesamten Tests arbeitete die Saugleistung konstant auf hohem Niveau. Der Roboter hinterließ sowohl auf Hartböden als auch auf Teppichen einen äußerst sauberen Eindruck und zählt damit ohne Zweifel zu den stärksten Modellen seiner Klasse.

(Saugleistung: 5 von 5 Punkten)

Wischfunktion

Ebenso überzeugend präsentiert sich die Wischfunktion des MOVA V70 Ultra Complete. MOVA setzt auf zwei rotierende Wischmopps, die mit konstantem Druck von 15 N über den Boden geführt werden. Dadurch entsteht eine deutlich höhere Reinigungswirkung als bei einfachen Wischtüchern, die lediglich hinterhergezogen werden.

Im Vergleich zu Saugrobotern mit einer Wischwalze verfolgen rotierende Wischmopps jedoch ein etwas anderes Reinigungskonzept. Wischwalzen bieten den Vorteil, dass sie während der Reinigung kontinuierlich mit Frischwasser benetzt werden und Schmutz permanent von der Walze abgestreift wird. Dadurch wird verhindert, dass bereits aufgenommener Schmutz über längere Zeit auf dem Boden verteilt wird. Insbesondere bei flüssigen Verschmutzungen oder stärker haftendem Schmutz können Wischwalzen daher eine noch effektivere Reinigungsleistung erzielen.

Rotierende Wischmopps besitzen dafür andere Stärken. Durch ihre kompakte Bauweise und die Möglichkeit, einzelne Mopps auszufahren, reinigen sie deutlich flexibler entlang von Fußleisten, in Raumecken sowie unter überstehenden Möbeln. Gerade das MaxiReachX-System des MOVA V70 Ultra Complete spielt diesen Vorteil konsequent aus, indem der rechte Wischmopp automatisch ausgefahren wird und dadurch Bereiche erreicht, die für Wischwalzen aufgrund ihrer Bauform oftmals schwer zugänglich sind. Im Alltag ergibt sich somit ein ausgewogenes Gesamtbild: Während Wischwalzen bei der eigentlichen Nassreinigung leichte Vorteile besitzen können, überzeugen rotierende Wischmopps,  insbesondere in Kombination mit den ausfahrbaren Elementen des MOVA – durch ihre deutlich bessere Kanten-, Ecken- und Möbelreinigung.

Im Alltag entfernt der Roboter Staubfilme, Fußabdrücke, getrocknete Wassertropfen sowie alltägliche Verschmutzungen zuverlässig. Selbst leicht eingetrocknete Flecken werden durch die rotierenden Mopps oftmals bereits im ersten Reinigungsgang beseitigt. Bei stärkeren Verschmutzungen kann der Roboter einzelne Bereiche mehrfach reinigen oder im entsprechenden Reinigungsmodus mit höherer Wasserzufuhr bearbeiten.

Besonders hervorzuheben ist erneut das MaxiReachX-System. Der rechte Wischmopp fährt bei Bedarf automatisch bis zu 16 cm aus und reinigt dadurch deutlich näher entlang von Sockelleisten, Küchenmöbeln oder anderen Hindernissen. Gerade an Innenkanten und entlang von Möbeln verbessert sich das Reinigungsergebnis sichtbar. Bereiche, die bei herkömmlichen Saugrobotern häufig trocken bleiben, werden hier zuverlässig mitgewischt.

Die Wasserzufuhr lässt sich in mehreren Stufen individuell anpassen. Dadurch kann je nach Bodenbelag entweder sparsamer oder intensiver gewischt werden. Gleichzeitig erkennt der Roboter Teppiche automatisch. Je nach gewählter Einstellung hebt er die Wischmopps an, umfährt den Teppich vollständig oder entfernt die Mopps sogar selbstständig in der Station, bevor ausschließlich gesaugt wird. Dadurch werden Teppiche zuverlässig vor Feuchtigkeit geschützt.

Auch die automatische Moppreinigung trägt maßgeblich zum guten Reinigungsergebnis bei. Während längerer Reinigungsvorgänge kehrt der Roboter selbstständig zur Station zurück, wäscht die Mopps mit heißem Wasser und setzt anschließend die Reinigung mit sauberen Mopps fort. Nach Abschluss werden die Mopps erneut gereinigt und anschließend mit warmer Luft getrocknet. Dadurch wird verhindert, dass Schmutz lediglich über den Boden verteilt wird, während gleichzeitig unangenehme Gerüche oder Schimmelbildung reduziert werden.

Eine besonders praktische Funktion ist das automatische Ablegen der Wischmopps in der Reinigungsstation. Wird eine reine Saugreinigung gestartet oder sollen ausschließlich Teppichbereiche gereinigt werden, fährt der MOVA V70 Ultra Complete zunächst zur Station und legt die beiden Wischmopps selbstständig ab. Anschließend reinigt der Roboter die vorgesehenen Flächen ausschließlich im Saugmodus, ohne unnötig die Wischmopps mitzuführen. Nach Abschluss der Reinigung oder sobald wieder gewischt werden soll, kehrt er zur Station zurück, nimmt die Wischmopps automatisch wieder auf und setzt den Reinigungsvorgang fort.

Insgesamt hinterlässt die Wischfunktion einen hervorragenden Eindruck. Für die regelmäßige Unterhaltsreinigung ersetzt sie das manuelle Wischen in den meisten Haushalten nahezu vollständig. Lediglich stark eingetrocknete oder sehr klebrige Verschmutzungen erfordern, wie bei nahezu allen derzeit erhältlichen Saugrobotern, gelegentlich noch eine manuelle Nachreinigung. Im direkten Vergleich mit anderen Premium-Modellen zählt der MOVA V70 Ultra Complete jedoch ohne Zweifel zu den leistungsstärksten Geräten seiner Klasse.

(Wischfunktion: 4,5 von 5 Punkten)

Navigation

Die Navigation gehört zu den größten Stärken des MOVA V70 Ultra Complete und zählt zweifellos zu den modernsten Systemen, die derzeit in einem Saug- und Wischroboter zum Einsatz kommen. Anstatt sich ausschließlich auf einen einzelnen Sensor zu verlassen, kombiniert der Roboter mehrere Technologien miteinander. Dadurch kann er seine Umgebung präzise erfassen, Hindernisse zuverlässig erkennen und selbst komplexe Wohnumgebungen effizient reinigen.

Das Herzstück der Navigation bildet der LiDAR-Lasersensor auf der Oberseite des Roboters. Dieser erstellt durch eine kontinuierliche 360-Grad-Abtastung der Umgebung eine äußerst präzise Karte der Wohnung. Bereits während der ersten Erkundungsfahrt erkennt der MOVA V70 Ultra Complete die Raumstruktur, Wände, Möbel sowie größere Hindernisse und legt daraus eine detaillierte Karte an. Im Gegensatz zu kamerabasierten Systemen funktioniert die Lasernavigation auch bei schlechten Lichtverhältnissen oder vollständiger Dunkelheit zuverlässig.

Eine Besonderheit des Roboters ist der versenkbare LiDAR-Turm. Erkennt der V70 Ultra Complete, dass er unter besonders niedrige Möbel fahren möchte, wird der Laserturm automatisch eingefahren. Dadurch reduziert sich die Gesamthöhe des Roboters von rund 11 cm auf lediglich 8,8 cm, wodurch auch Bereiche unter Sofas, Betten oder Sideboards gereinigt werden können, die für viele andere LiDAR-Roboter unerreichbar bleiben. Sobald wieder ausreichend Platz vorhanden ist, fährt der Sensor automatisch aus und setzt die vollständige Lasernavigation ohne Unterbrechung fort.

Ergänzt wird der Laserscanner durch ein KI-gestütztes Kamerasystem an der Vorderseite des Roboters. Dieses dient in erster Linie der intelligenten Hinderniserkennung. Mithilfe künstlicher Intelligenz analysiert die Kamera permanent den Bereich vor dem Roboter und unterscheidet zwischen verschiedenen Objekten wie Schuhen, Kabeln, Hausschuhen, Spielzeug, Tiernäpfen oder anderen Gegenständen. Dadurch kann der Roboter seine Fahrtroute frühzeitig anpassen und Hindernisse gezielt umfahren, anstatt sie zu berühren oder mitzuschieben.

Unterstützt wird die Frontkamera von weiteren Sensoren, darunter Abstandssensoren und Infrarotsensoren, welche die Distanz zu Möbeln und Wänden kontinuierlich überwachen. Dadurch fährt der Roboter sehr nah an Hindernissen entlang, ohne ständig mit ihnen zu kollidieren. Kleinere Berührungen lassen sich konstruktionsbedingt zwar nicht vollständig vermeiden, sie fallen jedoch äußerst sanft aus und werden zusätzlich durch den federnd gelagerten Stoßfänger an der Front abgefangen.

Auf der Unterseite befinden sich mehrere Absturzsensoren, welche Treppen, Podeste oder andere Höhenunterschiede zuverlässig erkennen. Bereits wenige Zentimeter vor einer Treppenkante stoppt der Roboter und passt seine Fahrtrichtung an. Während des gesamten Testzeitraums arbeitete diese Absturzerkennung zuverlässig und verhinderte jederzeit ein Herunterfallen des Roboters.

Zusätzlich verfügt der MOVA V70 Ultra Complete über Sensoren zur Teppicherkennung. Sobald ein Teppich erkannt wird, reagiert der Roboter abhängig vom gewählten Reinigungsmodus automatisch. Er erhöht die Saugleistung, hebt die Wischmopps an oder umfährt den Teppich vollständig. In Kombination mit der Multifunktionsstation kann der Roboter die Wischmopps vor einer reinen Teppichreinigung sogar automatisch ablegen und nach Abschluss wieder aufnehmen.

Auch die Odometrie spielt eine wichtige Rolle bei der Navigation. Über die Antriebsräder erfasst der Roboter kontinuierlich seine zurückgelegte Strecke und gleicht diese permanent mit den Daten des LiDAR-Scanners und der Kamera ab. Dadurch bleibt die Position auch bei längeren Reinigungsvorgängen äußerst präzise, selbst wenn einzelne Sensoren kurzfristig eingeschränkt werden.

In der Praxis hinterlässt das gesamte Navigationssystem einen ausgezeichneten Eindruck. Bereits nach kurzer Zeit liegt eine sehr detaillierte Karte der Wohnung vor, in der Räume automatisch erkannt und sauber voneinander getrennt werden. Auch nach mehreren Reinigungsvorgängen blieb die Kartierung stabil. Möbel wurden zuverlässig erkannt, Fahrwege logisch geplant und unnötige Doppelreinigungen weitgehend vermieden.

Positiv fiel außerdem die intelligente Routenplanung auf. Der MOVA V70 Ultra Complete arbeitet Räume systematisch Bahn für Bahn ab und orientiert sich dabei stets an der zuvor erstellten Karte. Enge Passagen zwischen Stühlen oder Möbeln werden sicher durchfahren, während Hindernisse frühzeitig erkannt und elegant umfahren werden. Selbst nach einer Unterbrechung – beispielsweise zum Nachladen des Akkus oder zum Reinigen der Wischmopps – setzt der Roboter seine Arbeit exakt an der zuletzt bearbeiteten Stelle fort.

Ein weiterer Vorteil ist das Zusammenspiel mit den ausfahrbaren Reinigungselementen. Erkennt der Roboter eine Wand oder einen Schrank, fährt die Seitenbürste beziehungsweise der rechte Wischmopp automatisch aus, sodass auch Kanten und schwer erreichbare Bereiche gründlich gereinigt werden. Die Navigation beschränkt sich somit nicht nur auf die Orientierung im Raum, sondern steuert aktiv sämtliche Reinigungskomponenten, um das bestmögliche Reinigungsergebnis zu erzielen.

Insgesamt überzeugt die Navigation des MOVA V70 Ultra Complete auf ganzer Linie. Die Kombination aus versenkbarem LiDAR-Scanner, KI-gestützter Frontkamera, Abstandssensoren, Teppich- und Absturzsensoren sowie intelligenter Software sorgt für eine äußerst präzise Orientierung. Der Roboter bewegt sich sicher, effizient und nahezu fehlerfrei durch die Wohnung und zählt damit zu den derzeit leistungsfähigsten Navigationssystemen im Bereich der Premium-Saugroboter.

(Navigation: 4,5 von 5 Punkten)

Hindernisüberwindung

Die Hindernisüberwindung zählt zu den besonderen Stärken des MOVA V70 Ultra Complete. Während viele Saugroboter bereits bei höheren Türschwellen, Teppichkanten oder Übergängen zwischen verschiedenen Bodenbelägen an ihre Grenzen stoßen, wurde der MOVA V70 Ultra Complete gezielt für anspruchsvollere Wohnumgebungen entwickelt. Besonders das StepMaster System 2.0 spielt dabei eine zentrale Rolle.

Dieses System unterstützt den Roboter dabei, höhere Hindernisse kontrolliert zu überwinden. Dazu nutzt der Saugroboter seine kräftigen Antriebsräder, eine intelligente Fahrwerkssteuerung sowie zusätzliche ausfahrbare beziehungsweise anhebende Mechanismen. Erkennt der Roboter eine Schwelle oder einen Absatz, fährt er diese nicht einfach nur mit Kraft an, sondern passt seine Bewegung gezielt an. So kann er sich stabil anheben, über das Hindernis bewegen und anschließend kontrolliert wieder absetzen.

In der Praxis ist das vor allem bei Türschwellen, Übergangsleisten, Teppichkanten oder kleinen Stufen hilfreich. Der MOVA V70 Ultra Complete kann Hindernisse von bis zu 9 cm überwinden und liegt damit deutlich über dem, was klassische Saugroboter normalerweise schaffen. Dadurch eignet sich das Modell besonders gut für Wohnungen mit Altbau-Türschwellen, unterschiedlichen Bodenhöhen oder erhöhten Teppichbereichen.

Auch die großen, gummierten Antriebsräder tragen zur guten Hindernisüberwindung bei. Sie bieten ausreichend Grip auf Hartböden, Teppichen und leicht unebenen Flächen. Gleichzeitig sorgen sie dafür, dass der Roboter beim Überfahren von Schwellen nicht sofort durchdreht oder hängen bleibt. Die Federung beziehungsweise Beweglichkeit der Räder hilft zusätzlich dabei, kleinere Unebenheiten auszugleichen.

Ein weiterer wichtiger Faktor ist die Sensorik. Der MOVA V70 Ultra Complete erkennt Hindernisse nicht nur optisch, sondern bewertet sie auch während der Fahrt. Mithilfe der Frontsensoren, der Hinderniserkennung und der Bodensensoren kann der Roboter einschätzen, ob ein Objekt umfahren oder überfahren werden soll. Flache Übergänge, Teppichkanten und Schwellen werden dadurch meist zuverlässig gemeistert, während größere Gegenstände wie Schuhe, Spielzeug oder Kabel bewusst umfahren werden.

Positiv ist außerdem, dass die ausfahrbaren Reinigungselemente die Beweglichkeit des Roboters nicht einschränken. Seitenbürste und Wischmopp werden nur dann ausgefahren, wenn sie tatsächlich benötigt werden. Beim Überwinden von Hindernissen bleiben sie geschützt eingefahren beziehungsweise werden entsprechend angehoben, sodass sie nicht an Teppichkanten oder Schwellen hängen bleiben. Auch die Wischmopps können bei Teppichen angehoben werden, wodurch der Roboter Übergänge sicherer passiert und empfindliche Bodenbeläge geschützt werden.

Gerade im Alltag macht sich diese hohe Kletterfähigkeit deutlich bemerkbar. Der Roboter muss seltener umgesetzt werden, kann mehrere Räume selbstständig erreichen und reinigt auch Wohnbereiche, die für viele andere Modelle problematisch wären. Das verbessert nicht nur den Komfort, sondern sorgt auch für eine vollständigere Reinigung der gesamten Wohnung.

Trotz der sehr guten Hindernisüberwindung gibt es natürlich Grenzen. Sehr steile, lose oder rutschige Hindernisse können auch für den MOVA V70 Ultra Complete schwierig sein. Gleiches gilt für Kabel, leichte Teppiche oder Gegenstände, die sich beim Anfahren verschieben. Insgesamt gehört die Hindernisüberwindung jedoch klar zu den stärksten Eigenschaften des Roboters. Das StepMaster System 2.0, die kräftigen Antriebsräder, die intelligente Sensorik und die geschützten Reinigungselemente arbeiten hier sehr gut zusammen und machen den MOVA V70 Ultra Complete deutlich flexibler als viele herkömmliche Saug- und Wischroboter.

(Hindernisüberwindung: 4,5 von 5 Punkten)

App

Die Steuerung des MOVA V70 Ultra Complete erfolgt über die MOVA-App, die sowohl für Android als auch für iOS kostenlos erhältlich ist. Bereits während der Ersteinrichtung wird deutlich, dass die App zu den umfangreichsten ihrer Klasse gehört. Sie überzeugt nicht nur durch eine moderne und übersichtliche Gestaltung, sondern vor allem durch die Vielzahl an Einstellungs- und Individualisierungsmöglichkeiten. Sowohl Einsteiger als auch erfahrene Nutzer kommen hier auf ihre Kosten: Während sich die wichtigsten Funktionen schnell erreichen lassen, bietet die App gleichzeitig zahlreiche Optionen, um das Reinigungsverhalten bis ins kleinste Detail an die eigenen Bedürfnisse anzupassen.

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Startseite

Nach dem Öffnen der App gelangt man zunächst auf die Startseite, auf der alle verbundenen MOVA-Geräte übersichtlich angezeigt werden. Mit einem Fingertipp öffnet sich anschließend die Steuerungsoberfläche des V70 Ultra Complete.

Im oberen Bereich werden der aktuelle Status des Roboters, der Akkustand sowie eventuelle Hinweise oder Fehlermeldungen angezeigt. Darunter befindet sich die erstellte Wohnungs- beziehungsweise Hauskarte, die den Mittelpunkt der Bedienung bildet. Die Karte wird übersichtlich dargestellt und lässt sich frei zoomen, verschieben oder drehen. Bereits nach der ersten Kartierung erkennt die App die einzelnen Räume automatisch und versieht diese mit unterschiedlichen Farben, wodurch die Orientierung sehr leicht fällt.

Unterhalb der Karte befinden sich die wichtigsten Schnellfunktionen. Hier kann der Nutzer mit wenigen Fingertipps eine komplette Reinigung starten, einzelne Räume auswählen oder gezielt bestimmte Bereiche reinigen lassen. Ebenso lassen sich Sperrzonen, virtuelle Wände oder Bereiche definieren, in denen ausschließlich gesaugt beziehungsweise gewischt werden soll.

Bereits die Startseite vermittelt einen aufgeräumten Eindruck. Trotz des großen Funktionsumfangs wirkt die Bedienoberfläche nicht überladen, da die wichtigsten Funktionen logisch angeordnet und leicht erreichbar sind.

Kartenverwaltung

Ein großer Bestandteil der App ist die Kartenverwaltung. Nach der ersten Kartierung lassen sich sämtliche Räume individuell bearbeiten. So können Räume zusammengelegt oder getrennt, umbenannt und mit eigenen Symbolen versehen werden. Auch mehrere Etagenkarten werden unterstützt, wodurch sich der Roboter problemlos in mehrstöckigen Häusern einsetzen lässt.

Darüber hinaus können zahlreiche Bereiche definiert werden:

  • Virtuelle Wände
  • Sperrzonen
  • No-Mop-Zonen
  • Teppichbereiche
  • Individuelle Reinigungszonen
  • Temporäre Reinigungsbereiche

Ebenso kann für jeden einzelnen Raum eine individuelle Reinigungskonfiguration hinterlegt werden. So lässt sich beispielsweise das Wohnzimmer mit hoher Saugleistung reinigen, während Schlafzimmer oder Büro besonders leise gereinigt werden.

Reinigungseinstellungen

Besonders umfangreich fallen die eigentlichen Reinigungseinstellungen aus. Für nahezu jeden Parameter bietet die App mehrere Anpassungsmöglichkeiten.

Unter anderem können folgende Einstellungen vorgenommen werden:

  • Saugleistung in mehreren Leistungsstufen
  • Wassermenge für die Wischfunktion
  • Anzahl der Reinigungsdurchgänge
  • Reihenfolge der Raumreinigung
  • Reinigungsmuster
  • Intensität der Teppichreinigung
  • Automatische Saugleistungsanpassung auf Teppichen
  • Verhalten der Wischmopps auf Teppichen (Anheben, Umfahren oder Ablegen in der Station)
  • Kantenreinigungsmodus
  • Intelligente Reinigung nach Verschmutzungsgrad
  • Automatische Nachreinigung bei stark verschmutzten Bereichen

Besonders praktisch ist die Möglichkeit, für jeden Raum eigene Reinigungsparameter zu speichern. Dadurch muss der Nutzer diese Einstellungen nicht bei jeder Reinigung erneut auswählen.

Einstellungen der Reinigungsstation

Auch die Multifunktionsstation lässt sich umfangreich konfigurieren. Hier zeigt sich besonders, wie viele Automatikfunktionen der MOVA V70 Ultra Complete bietet.

Unter anderem können folgende Funktionen angepasst werden:

  • Häufigkeit der automatischen Moppreinigung
  • Temperatur des Waschwassers
  • Dauer der Mopptrocknung
  • Intensität der Trocknung
  • Automatische Staubentleerung
  • Häufigkeit der Staubentleerung
  • Reinigungsmittelverwaltung
  • Selbstreinigung der Waschwanne
  • Wartungserinnerungen

Dadurch lässt sich das Verhalten der Station optimal an unterschiedliche Wohnsituationen anpassen.

Roboter-Einstellungen

Neben den eigentlichen Reinigungsfunktionen bietet die App zahlreiche weitere Optionen zur Konfiguration des Roboters.

Dazu gehören beispielsweise:

  • Zeitpläne für automatische Reinigungen
  • Kindersicherung
  • „Nicht stören“-Modus
  • Sprachpakete
  • Lautstärke der Sprachausgabe
  • Firmware-Updates
  • WLAN-Einstellungen
  • Freigabe für weitere Familienmitglieder
  • Fernsteuerung
  • Standort des Roboters
  • Reinigungsprotokolle
  • Verbrauchsanzeige aller Verschleißteile

Gerade die Wartungsübersicht ist äußerst hilfreich. Für Bürsten, Filter, Wischmopps und weitere Verschleißteile zeigt die App den aktuellen Nutzungsgrad an und informiert rechtzeitig über einen notwendigen Austausch oder eine Reinigung.

Untermenüs und Zusatzfunktionen

Die verschiedenen Untermenüs sind logisch aufgebaut und klar strukturiert. Trotz der enormen Anzahl an Funktionen findet man sich nach kurzer Eingewöhnung schnell zurecht. Sämtliche Menüpunkte sind verständlich beschriftet und werden teilweise zusätzlich mit kleinen Grafiken erklärt.

Besonders gelungen sind die zahlreichen Zusatzfunktionen. So lässt sich der Roboter beispielsweise manuell fernsteuern, die Kamera für Kontrollfahrten nutzen (modellabhängig und regional unterschiedlich verfügbar), der aktuelle Reinigungsverlauf nachvollziehen oder detaillierte Informationen zur Kartierung anzeigen.

Ebenso bietet die App umfangreiche Statistiken über bereits gereinigte Flächen, absolvierte Reinigungsvorgänge, Betriebsstunden sowie den Zustand der einzelnen Verbrauchsteile.

Sprachsteuerung und Smart Home

Selbstverständlich unterstützt der MOVA V70 Ultra Complete auch die Einbindung in Smart-Home-Systeme. Über Amazon Alexa sowie Google Assistant können Reinigungen bequem per Sprachbefehl gestartet, gestoppt oder zur Ladestation zurückgeschickt werden. Dadurch lässt sich der Roboter problemlos in bestehende Smart-Home-Umgebungen integrieren.

(App: 4,5 von 5 Punkten)

Lautstärke

Die Lautstärke spielt bei einem Saug- und Wischroboter eine wichtige Rolle, insbesondere wenn dieser regelmäßig während des Tages oder in den Abendstunden eingesetzt wird. Der MOVA V70 Ultra Complete bietet verschiedene Reinigungsmodi, wodurch sich die Geräuschentwicklung je nach gewählter Saugleistung und aktueller Funktion deutlich unterscheiden kann. Insgesamt hinterlässt das Gerät im Alltag einen angenehmen Eindruck und bewegt sich – gemessen an seiner hohen Leistungsfähigkeit – auf einem guten bis sehr guten Niveau.

Lautstärke beim Saugen

Während des Saugens hängt die Lautstärke maßgeblich von der gewählten Saugleistungsstufe ab. Im leisesten Modus arbeitet der MOVA V70 Ultra Complete angenehm zurückhaltend. Das Betriebsgeräusch ist zwar jederzeit wahrnehmbar, wirkt jedoch nicht aufdringlich und eignet sich gut für die regelmäßige Unterhaltsreinigung, beispielsweise während man sich in einem anderen Raum aufhält oder arbeitet.

Im Standardmodus steigt die Geräuschkulisse erwartungsgemäß etwas an, bleibt jedoch weiterhin angenehm. Vor allem das gleichmäßige Laufgeräusch fällt positiv auf. Klappernde Gehäuseteile oder störende Vibrationen sind während der Reinigung nicht zu hören. Stattdessen erzeugt der Roboter ein konstantes Betriebsgeräusch, das für einen Saugroboter dieser Leistungsklasse vergleichsweise angenehm ausfällt.

Erst in den höchsten Leistungsstufen macht sich die enorme Saugleistung von bis zu 40.000 Pa deutlich bemerkbar. Hier nimmt die Lautstärke spürbar zu, was angesichts der hohen Motorleistung jedoch kaum überrascht. Gerade auf Teppichen, wenn der Roboter automatisch die Saugleistung erhöht, ist das Betriebsgeräusch deutlich hörbar. Gleichzeitig zeigt sich aber auch, dass die zusätzliche Lautstärke unmittelbar mit der höheren Reinigungsleistung einhergeht. Für die tägliche Reinigung genügt in den meisten Fällen bereits der Standard- oder Automatikmodus, wodurch der Roboter vergleichsweise leise arbeitet.

Lautstärke während der Wischfunktion

Beim Wischen arbeitet der MOVA V70 Ultra Complete deutlich leiser als beim Saugen. Da die rotierenden Wischmopps selbst nur sehr geringe Geräusche verursachen, dominieren hauptsächlich die Fahrgeräusche des Roboters sowie das leichte Surren der Motoren. Auf Hartböden bewegt sich der Roboter angenehm ruhig durch die Wohnung und eignet sich dadurch auch für Reinigungen während der Arbeitszeit im Homeoffice oder am Abend.

Positiv fällt auf, dass die Wischmopps ruhig laufen und keine störenden Schleif- oder Klappergeräusche verursachen. Selbst beim Ausfahren des rechten Wischmopps oder der Seitenbürste sind die Bewegungen kaum hörbar. Insgesamt gehört der Wischbetrieb zu den leisesten Arbeitsmodi des Roboters.

Lautstärke der Reinigungsstation

Deutlich lauter wird es hingegen an der Multifunktionsstation – insbesondere während der automatischen Staubentleerung. Sobald der Roboter nach der Reinigung zur Station zurückkehrt und der Staubbehälter abgesaugt wird, entsteht für einige Sekunden ein kräftiges Sauggeräusch. Dieses liegt auf dem Niveau eines klassischen Bodenstaubsaugers und zählt zu den lautesten Betriebsphasen des gesamten Systems. Da die Staubentleerung jedoch nur kurz dauert, fällt dies im Alltag kaum negativ ins Gewicht.

Die automatische Reinigung der Wischmopps arbeitet dagegen wesentlich leiser. Während des Spülvorgangs sind lediglich das Einlaufen des Wassers sowie die rotierenden Mopps zu hören. Die Geräuschentwicklung bleibt dabei angenehm zurückhaltend und ist deutlich leiser als die Staubentleerung.

Auch die anschließende Warmlufttrocknung der Wischmopps fällt positiv auf. Während der mehrstündigen Trocknungsphase arbeitet die Station mit einem leichten Luftstrom, der lediglich als sanftes Rauschen wahrnehmbar ist. Selbst wenn sich die Station in einem angrenzenden Wohnraum befindet, wird dieser Vorgang kaum als störend empfunden.

(Lautstärke: 5 von 5 Punkten)

Akkulaufzeit

Der MOVA V70 Ultra Complete ist mit einem 6.400-mAh-Akku ausgestattet und bietet damit eine sehr solide Grundlage für größere Wohnungen oder Häuser. Die Akkukapazität liegt auf dem Niveau aktueller Premium-Saugroboter und ermöglicht auch längere Reinigungsvorgänge ohne ständige Ladeunterbrechungen.

In der Praxis hängt die tatsächliche Laufzeit stark vom gewählten Reinigungsmodus ab. Im reinen Saugmodus mit niedriger oder mittlerer Saugleistung hält der Roboter am längsten durch und kann größere Flächen problemlos in einem Durchgang reinigen. Wird hingegen mit hoher Saugleistung, aktivierter Teppicherkennung oder zusätzlicher Wischfunktion gearbeitet, sinkt die Laufzeit entsprechend. Besonders intensive Reinigungsmodi mit maximaler Saugkraft und regelmäßiger Moppreinigung beanspruchen den Akku deutlich stärker.

Positiv ist, dass der MOVA V70 Ultra Complete über eine automatische Fortsetzungsfunktion verfügt. Reicht der Akkustand für die komplette Reinigung nicht aus, fährt der Roboter selbstständig zurück zur Station, lädt nach und setzt die Reinigung anschließend an der zuletzt bearbeiteten Stelle fort. Gerade bei großen Wohnflächen ist das sehr praktisch, da der Nutzer nicht manuell eingreifen muss.

Auch die Ladezeit fällt angenehm aus. MOVA setzt auf eine Schnellladefunktion, wodurch der Akku schneller wieder einsatzbereit ist als bei vielen älteren Modellen. Eine vollständige Ladung dauert zwar weiterhin einige Zeit, im Alltag fällt das jedoch kaum negativ auf, da der Roboter meist automatisch nachlädt und seine Arbeit bei Bedarf eigenständig fortsetzt. Laut Hersteller beziehungsweise Händlerangaben soll die Ladezeit rund 30 Prozent kürzer ausfallen als beim Vorgängermodell V50.

Insgesamt überzeugt der MOVA V70 Ultra Complete bei Akkulaufzeit und Ladeverhalten. Die hohe Akkukapazität, die automatische Wiederaufnahme der Reinigung und die schnellere Ladefunktion sorgen dafür, dass der Roboter auch für größere Haushalte gut geeignet ist. Nur bei sehr großen Flächen und gleichzeitig maximaler Reinigungsintensität kann eine Zwischenladung notwendig werden.

(Akkulaufzeit: 5 von 5 Punkten)

TEIL 3

bestehend aus „Preis/Leistung“ entspricht 10% der Gesamtwertung

Beschreibung

Der MOVA V70 Ultra Complete überzeugt im Test mit einer insgesamt sehr starken Leistung und wird dem Premium-Anspruch in nahezu allen Bereichen gerecht. Die hohe Saugleistung, die präzise Navigation sowie die umfangreiche Multifunktionsstation sorgen für eine zuverlässige und weitgehend automatisierte Bodenreinigung. Besonders die ausfahrbare Seitenbürste, der bewegliche Wischmopp, das StepMaster System 2.0 und der versenkbare LiDAR-Turm bieten im Alltag einen echten Mehrwert und sind keineswegs nur Marketingversprechen.

Auch die App überzeugt mit einer übersichtlichen Bedienung und zahlreichen Einstellungs- und Individualisierungsmöglichkeiten. Die Verarbeitung bewegt sich auf einem sehr hohen Niveau und der umfangreiche Lieferumfang rundet das Gesamtpaket ab.

Kleine Einschränkungen gibt es lediglich bei sehr hartnäckigen Verschmutzungen, bei denen Wischwalzensysteme konstruktionsbedingt noch etwas effektiver arbeiten können. Dafür bieten die rotierenden Wischmopps des MOVA deutliche Vorteile bei der Reinigung entlang von Kanten, in Ecken und unter Möbeln.

Unterm Strich hält der MOVA V70 Ultra Complete, was der Hersteller verspricht. Wer auf der Suche nach einem leistungsstarken und technisch ausgereiften Saug- und Wischroboter mit umfangreicher Ausstattung ist, erhält hier eines der derzeit besten Gesamtpakete auf dem Markt.

Preis/Leistung

Mit einer unverbindlichen Preisempfehlung von 1.399 € gehört der MOVA V70 Ultra Complete zweifellos zur Premiumklasse der Saug- und Wischroboter. Inzwischen ist das Modell jedoch bereits für rund 1.099 € im Handel erhältlich, wodurch sich das Preis-Leistungs-Verhältnis deutlich verbessert.

Angesichts der gebotenen Ausstattung erscheint dieser Preis durchaus gerechtfertigt. Der MOVA V70 Ultra Complete bietet zahlreiche Technologien, die derzeit nur bei wenigen Konkurrenzmodellen zu finden sind. Dazu zählen unter anderem das MaxiReachX-System mit ausfahrbarer Seitenbürste und ausfahrbarem Wischmopp, das StepMaster System 2.0 zur Überwindung hoher Hindernisse, der versenkbare LiDAR-Turm, die leistungsstarke EcoCyclone-Station ohne Staubbeutel sowie eine umfangreiche App mit zahlreichen Individualisierungsmöglichkeiten.

Auch bei der Reinigungsleistung muss sich der Roboter nicht verstecken. Sowohl die Saugleistung als auch die Navigation und die automatische Wartung durch die Multifunktionsstation bewegen sich auf einem sehr hohen Niveau. Hinzu kommen die hochwertige Verarbeitung, der umfangreiche Lieferumfang inklusive verschiedener Ersatzteile sowie die insgesamt ausgereifte Software.

Natürlich handelt es sich weiterhin um ein hochpreisiges Modell, sodass sich die Investition vor allem für Nutzer lohnt, die möglichst viele Reinigungs- und Wartungsaufgaben automatisieren möchten. Wer hingegen lediglich einen einfachen Saugroboter sucht, findet bereits deutlich günstigere Alternativen. Wer jedoch die zahlreichen Komfortfunktionen regelmäßig nutzt, erhält mit dem MOVA V70 Ultra Complete ein sehr stimmiges Gesamtpaket.

Unterm Strich bietet der MOVA V70 Ultra Complete zum aktuellen Straßenpreis von rund 1.099 € ein sehr gutes Preis-Leistungs-Verhältnis. Die Kombination aus innovativer Technik, hervorragender Reinigungsleistung, umfangreicher Ausstattung und hochwertiger Verarbeitung rechtfertigt den aufgerufenen Preis und macht den Roboter zu einer der interessantesten Optionen im Premium-Segment.  

MOVA V70 Ultra Complete

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testr Gesamtwertung

unter Berücksichtigung aller Teilwertungen

 Wir bedanken uns beim Hersteller für die Bereitstellung des Produktes. Zu unseren Grundsätzen

Link zum Hersteller: https://de.mova.tech

Dreame Speisereste-Entsorger SF25

In aller Kürze

Der Dreame SF25 ist ein moderner Küchenhelfer, der Bioabfälle deutlich reduziert und dabei für mehr Hygiene und weniger Gerüche in der Küche sorgen soll. Käufer können eine einfache Bedienung, eine hochwertige Verarbeitung und eine effektive Verkleinerung von Speiseresten erwarten. Im Alltag überzeugt das Gerät vor allem durch seine zuverlässige Geruchskontrolle und die sauberen Ergebnisse bei der Verarbeitung von Küchenabfällen. Weniger positiv fallen der hohe Anschaffungspreis sowie die vergleichsweise lange Laufzeit des Vorgangs auf. Wer regelmäßig größere Mengen organischer Abfälle entsorgt und Wert auf Komfort legt, erhält mit dem SF25 eine praktische Lösung, muss dafür jedoch etwas Geduld und eine entsprechende Investition mitbringen.

Gefällt uns

  • Hochwertige Verarbeitung
  • Effektive Geruchskontrolle durch Aktivkohlefilter
  • Deutliche Volumenreduzierung von Bioabfällen
  • Einfache und intuitive Bedienung
  • Angenehm leiser Betrieb
  • Geringer Wartungsaufwand
  • Modernes und kompaktes Design

Gefällt uns weniger

  • Hoher Anschaffungspreis
  • Lange Programmlaufzeit
  • Regelmäßiger Filterwechsel erforderlich
  • braucht knapp 1,2 kWh Strom pro Durchlauf
  • Selbstreinigung ersetzt keine manuelle Reinigung vollständig

Dreame Speisereste-Entsorger SF25

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TEIL 1

Bestehend aus „Verpackung/Design/Verarbeitung“ entspricht 25% der Gesamtwertung

Verpackung

Die Verpackung des Dreame SF25 macht bereits auf den ersten Blick einen hochwertigen Eindruck. Auf den Verpackungsseiten befinden sich zum Teil große Produktbilder, welche den Küchenkomposter in seiner typischen Einsatzumgebung zeigen. Ergänzend dazu werden die wichtigsten Funktionen und Vorteile übersichtlich hervorgehoben, darunter die starke Volumenreduzierung von Bioabfällen, die Geruchskontrolle durch das Filtersystem sowie die einfache Bedienung.

Im Inneren ist der Dreame SF25 sicher durch passgenaue Formteile aus Karton und zusätzliche Schutzfolien gegen Transportschäden geschützt. Das Gerät selbst ist nochmals in einer Schutzhülle verpackt, sodass die Oberfläche während des Versands vor Kratzern bewahrt wird. Sämtliche Zubehörteile sind separat untergebracht und ordentlich sortiert.

Zum Lieferumfang gehören neben dem Dreame SF25 selbst ein Netzkabel, ein Aktivkohlefilter für die Geruchsfilterung (Bereits eigesetzt, aber noch in Folie verpackt), die Bedienungsanleitung. Insgesamt hinterlässt die Verpackung einen durchdachten und hochwertigen Eindruck, wobei die Produktpräsentation auf allen Seiten informativ gestaltet ist und die wichtigsten Vorteile des Geräts klar kommuniziert.

(Verpackung: 4 von 5 Punkten)

Design

Bereits auf den ersten Blick wird deutlich, dass der Dreame SF25 nicht wie ein gewöhnlicher Bioabfallbehälter gestaltet wurde. Stattdessen orientiert sich das Gerät optisch an modernen Premium-Küchengeräten und fügt sich dadurch harmonisch in zeitgemäße Küchenumgebungen ein. Das Gehäuse zeichnet sich durch eine klare Linienführung, abgerundete Ecken und ein insgesamt sehr aufgeräumtes Erscheinungsbild aus. Die dezente Farbgestaltung wirkt hochwertig und unaufdringlich, sodass der SF25 selbst auf der Arbeitsplatte nicht störend wirkt, sondern vielmehr den Eindruck eines modernen Haushaltsgeräts vermittelt.

Mit seinen Abmessungen von rund 35 × 31 × 40 Zentimetern (B × T × H) fällt der Küchenkomposter vergleichsweise kompakt aus. Dadurch findet er auch in kleineren Küchen problemlos einen festen Platz. Trotz der kompakten Bauweise bietet das Gerät ausreichend Volumen für die tägliche Aufnahme von Küchenabfällen. Die Proportionen wirken ausgewogen und sorgen dafür, dass der SF25 weder zu massiv noch zu klein erscheint.

Besonders gelungen ist die Gestaltung der Bedienoberfläche. Das Touchpanel wurde unauffällig in die Front integriert und unterstreicht den modernen Charakter des Geräts. Die Symbole sind übersichtlich angeordnet und lassen sich auch aus etwas größerer Entfernung gut erkennen. Im ausgeschalteten Zustand fügt sich das Bedienfeld nahezu nahtlos in die Front ein, wodurch die elegante Optik erhalten bleibt.

Auch bei den funktionalen Elementen hat Dreame auf eine möglichst dezente Integration geachtet. Lüftungsöffnungen, Sensoren und das Filtersystem sind so in das Gehäuse eingearbeitet, dass sie kaum auffallen. Der Deckel schließt bündig mit dem Gehäuse ab und sorgt für eine saubere Gesamtoptik. Insgesamt vermittelt der SF25 den Eindruck eines durchdacht gestalteten Premium-Produkts, das sich deutlich von herkömmlichen Kompostern oder Bioabfallbehältern abhebt.

(Design: 4,5 von 5 Punkten)

Verarbeitung

Nicht nur optisch, sondern auch bei der Verarbeitungsqualität hinterlässt der Dreame SF25 einen überzeugenden Eindruck. Bereits beim Auspacken fällt das vergleichsweise hohe Gewicht von rund 13 Kilogramm auf, das auf eine stabile Konstruktion und hochwertige Materialien schließen lässt. Das Gerät steht sicher auf seinem Platz und verrutscht selbst während des Betriebs nicht.

Die einzelnen Gehäuseteile sind sauber verarbeitet und passgenau miteinander verbunden. Sämtliche Spaltmaße fallen gleichmäßig aus, lose oder klappernde Elemente sind nicht vorhanden. Die Oberflächen wirken hochwertig und sind gleichzeitig pflegeleicht, was besonders in einer Küchenumgebung von Vorteil ist. Fingerabdrücke und leichte Verschmutzungen lassen sich problemlos entfernen.

Auch der Deckel macht einen sehr soliden Eindruck. Er öffnet und schließt zuverlässig und sitzt sauber auf dem Gehäuse. Die Scharniere arbeiten präzise und vermitteln eine hohe Stabilität. Der herausnehmbare Innenbehälter ist ebenfalls hochwertig verarbeitet und lässt sich leicht einsetzen beziehungsweise entnehmen. Sämtliche Kontaktflächen und Bedienelemente wirken langlebig und für eine regelmäßige Nutzung ausgelegt.

Das Touch-Bedienfeld reagiert präzise auf Eingaben und vermittelt ebenfalls einen hochwertigen Eindruck. Während des Testzeitraums zeigten sich weder Verarbeitungsmängel noch Schwachstellen bei den verwendeten Materialien. Insgesamt wird deutlich, dass Dreame beim SF25 großen Wert auf Qualität gelegt hat. Die Kombination aus robusten Materialien, sauberer Fertigung und hochwertiger Haptik sorgt dafür, dass das Gerät seinem Premium-Anspruch in vollem Umfang gerecht wird.

(Verarbeitung: 4,5 von 5 Punkten)

TEIL 2

bestehend aus „Funktion des Produktes“ entspricht 65% der Gesamtwertung

ProdukttypElektrischer Küchenkomposter / Speisereste-Verwerter
EinsatzbereichKüchenabfälle, Obst- und Gemüsereste, Kaffeesatz, Eierschalen u. a.
FassungsvermögenBis zu 2,5 Liter
VolumenreduzierungBis zu 90 %
TechnologieZerkleinern, Trocknen und Geruchsfilterung
FiltersystemAktivkohlefilter
BedienungTouch-Bedienfeld
Geräuschpegelunter 30 dB
FarbeWeiß
Abmessungen35 × 31 × 40 cm (Breite x Tiefe x Höhe)
GewichtCa. 13 kg
Lieferumfang1 x Dreame Speisereste-Entsorger SF25
1 x Aktivkohlefilter, bereits eingesetzt aber in Folie verpackt.
Bedienungsanleitung
Technische Daten des Dreame Speisereste-Entsorger SF25

Bedienung und Einrichtung

Bereits bei der ersten Inbetriebnahme wird deutlich, dass Dreame den SF25 mit besonderem Augenmerk auf Benutzerfreundlichkeit entwickelt hat. Nach dem Auspacken sind lediglich wenige Handgriffe erforderlich, um das Gerät in Betrieb zu nehmen. Der Aktivkohlefilter ist aus dem hinteren Fach zu entnehmen und von seiner Schutzfolie zu befreien. Anschließend kann der Filter wieder eingesetzt werden. Im Anschluss wird der Küchenkomposter an das Stromnetz angeschlossen.  Aufwendige Montagearbeiten oder komplexe Einrichtungsschritte sind nicht erforderlich.  Das Gerät eignet sich somit auch für Nutzer ohne vorherige Erfahrung mit Küchenkompostern.

Das Bedienfeld befindet sich gut erreichbar auf der Vorderseite des Geräts und setzt auf moderne Touch-Bedienung. Die einzelnen Symbole sind übersichtlich angeordnet und lassen sich auch ohne Blick in die Bedienungsanleitung weitgehend intuitiv verstehen. Die Reaktionsgeschwindigkeit des Touchpanels überzeugt im Test, da Eingaben zuverlässig erkannt und unmittelbar umgesetzt werden. Sämtliche Programme (zwei Stück) lassen sich mit wenigen Berührungen starten oder anpassen.

Im Alltag profitiert der Nutzer von der weitgehend automatisierten Arbeitsweise des SF25. Nachdem die Küchenabfälle eingefüllt und das gewünschte Programm ausgewählt wurden, übernimmt das Gerät den restlichen Verarbeitungsprozess selbstständig. Eine permanente Überwachung oder zusätzliche Eingriffe sind nicht notwendig. Besonders praktisch ist dabei die klare Statusanzeige, welche jederzeit Auskunft über den aktuellen Betriebszustand bzw. Restlaufzeit gibt.

Auch das Befüllen gestaltet sich komfortabel. Der Deckel lässt sich leicht öffnen und gewährt Zugang zum großzügig dimensionierten Innenbehälter. Selbst größere Mengen an Obst- und Gemüseresten können problemlos eingefüllt werden. Dank der durchdachten Konstruktion bleiben die Hände dabei weitgehend sauber.

(Bedienung und Einrichtung: 4,5 von 5 Punkten)

Funktionsumfang

Der Dreame SF25 ist deutlich mehr als ein gewöhnlicher Behälter für Küchenabfälle. Das Gerät kombiniert mehrere Arbeitsschritte in einem geschlossenen System und übernimmt die Zerkleinerung, Trocknung sowie Geruchsneutralisierung organischer Abfälle nahezu vollautomatisch. Ziel ist es, das Volumen von Speiseresten erheblich zu reduzieren und gleichzeitig unangenehme Gerüche zu minimieren, die bei herkömmlichen Biomüllbehältern häufig auftreten.

Im Inneren arbeitet ein spezielles Verarbeitungssystem, das die eingefüllten Lebensmittelreste zunächst zerkleinert und anschließend durch Hitze trocknet. Dadurch wird den Abfällen ein Großteil ihrer Feuchtigkeit entzogen, wodurch das ursprüngliche Volumen deutlich schrumpft. Nach Abschluss des Vorgangs bleibt lediglich ein trockener Rückstand zurück, der sich wesentlich einfacher entsorgen bzw. nutzen lässt als frische Küchenabfälle.

(Funktionsumfang: 4,5 von 5 Punkten)

Leistung

Im praktischen Einsatz kann der Dreame SF25 seine Stärken eindrucksvoll unter Beweis stellen. Während des Testzeitraums wurden unterschiedliche Arten von Küchenabfällen verarbeitet, darunter Obst- und Gemüsereste, Kaffeesatz, Eierschalen sowie kleinere Speisereste. Das Gerät bewältigte sämtliche Aufgaben zuverlässig und lieferte durchgehend top Ergebnisse.

Besonders beeindruckend ist die Volumenreduzierung. Bereits nach einem vollständigen Durchlauf bleibt nur ein Bruchteil der ursprünglich eingefüllten Abfallmenge zurück. Die entstandenen Rückstände sind trocken, leicht und deutlich hygienischer als herkömmlicher Biomüll. Dadurch verlängern sich auch die Entleerungsintervalle erheblich.

Positiv fällt zudem auf, dass die Verarbeitung weitgehend gleichmäßig erfolgt. Selbst größere Mengen werden zuverlässig behandelt, ohne dass regelmäßig manuell eingegriffen werden muss. Der Innenraum bleibt dabei vergleichsweise sauber und die Ergebnisse überzeugen unabhängig von der Zusammensetzung der Abfälle.

Lediglich die Dauer des Programs fällt recht lang aus. Je nach Füllmenge und Art der Lebensmittel läuft das ganze in der Regel 6 Stunden, bis ein Durchgang abgeschlossen ist. Da der gesamte Prozess jedoch automatisiert abläuft, stellt dies im Alltag meist kein größeres Problem dar.

(Leistung: 4,5 von 5 Punkten)

Geruchsreduzierung

Einer der wichtigsten Gründe für die Anschaffung eines Küchenkomposters ist die Reduzierung unangenehmer Gerüche. Genau hier zählt der Dreame SF25 zu den stärksten Geräten seiner Klasse. Bereits während der Testphase zeigte sich, dass selbst bei der Verarbeitung feuchter Lebensmittelreste kaum wahrnehmbare Gerüche entstehen.

Das integrierte Filtersystem mit Aktivkohlefilter ist für die effektive Geruchskontrolle verantwortlich. Dieser großvolumige Behälter, gefüllt mit Aktivkohle, ermöglicht eine unkomplizierte Entleerung und Nachfüllung mit neuer Aktivkohle, sobald die Filterleistung nachlässt.  Dadurch wird eine effiziente Filterung der während des Trocknungsprozesses entstehenden Geruchsstoffe gewährleistet.  Selbst in kleineren Küchen oder offenen Wohnbereichen wird die Luftqualität nachhaltig verbessert.

Auch bei längeren Standzeiten zwischen zwei Verarbeitungsvorgängen entstehen kaum störende Gerüche im Gerät. Dadurch eignet sich der SF25 besonders für Haushalte, die empfindlich auf Geruchsbelästigungen reagieren oder ihren Biomüll bisher regelmäßig nach draußen bringen mussten.

Im Test gehört die Geruchsfilterung eindeutig zu den größten Stärken des Geräts. Dreame selbst bietet übrigens ach einen Filter samt Gehäuse neu zum Kauf an, dieser kostet dann knapp unter 35€

(Geruchsreduzierung: 5 von 5 Punkten)

Lautstärke

Neben der Geruchsentwicklung spielt auch die Lautstärke bei Geräten dieser Art eine wichtige Rolle. Schließlich laufen die Programme oftmals mehrere Stunden am Stück. Der Dreame SF25 arbeitet insgesamt angenehm leise und eignet sich daher auch für offene Wohnküchen, wie es bei uns der Fall ist.

Während der Zerkleinerungsphase sind die Arbeitsgeräusche zwar wahrnehmbar, verbleiben jedoch auf einem moderaten Niveau. Nach Abschluss dieser Phase arbeitet das Gerät überwiegend mit einem gleichmäßigen Hintergrundgeräusch, das im Alltag kaum störend wahrgenommen wird. Wir haben den Speisereste-Entsorgen während des Fernsehens problemlos genutzt, wobei dieser keinesfalls störend oder negativ hörbar war. Die Geräuschentwicklung ist bemerkenswert gering. 

(Lautstärke: 4,5 von 5 Punkten)

Reinigung und Wartung

Auch bei der Reinigung zeigt sich, dass Dreame großen Wert auf Alltagstauglichkeit gelegt hat. Der Innenbehälter lässt sich mit wenigen Handgriffen entnehmen und kann anschließend bequem gereinigt werden. Dank der glatten Oberflächen haften Rückstände nur in geringem Umfang an. An der Aluminiumkonstruktion, in der die Lebensmittel durch die Klingen zerkleinert werden, verbleiben in der Regel Rückstände, die einer manuellen Entfernung bedürfen.  

Ansonsten reicht im Alltag meist ein kurzes Auswischen aus, um den Behälter sauber zu halten. Zusätzlich bietet das Gerät eineReinigungsfunktionen, welche die Pflege erleichtern sollen. Die meisten Verschmutzungen werden dadurch reduziert.

Dennoch lässt sich eine gelegentliche manuelle Reinigung nicht vollständig vermeiden. Besonders bei stark klebenden oder fetthaltigen Speiseresten können Rückstände entstehen, die etwas mehr Aufmerksamkeit erfordern. Auch der Aktivkohlefilter bzw. dessen Pellet´s müssen in regelmäßigen Abständen ausgetauscht werden, um die optimale Filterleistung zu gewährleisten.

Insgesamt bleibt der Wartungsaufwand jedoch erfreulich gering.

(Reinigung und Wartung: 4,5 von 5 Punkten)

Energieverbrauch

Da der SF25 Lebensmittelreste trocknet und verarbeitet, benötigt er zwangsläufig elektrische Energie. Im Test zeigte sich der Stromverbrauch insgesamt angemessen und bewegt sich im Rahmen vergleichbarer Geräte dieser Leistungsklasse. Ein Stromverbrauch von etwa 1,2 kWh ist zwar beachtlich, stellt aber für uns dank unserer Photovoltaikanlage kein Problem dar. 

Natürlich hängt der tatsächliche Verbrauch stark von der Nutzungshäufigkeit und der Füllmenge ab. Wer das Gerät täglich mit größeren Mengen Küchenabfällen betreibt, wird einen höheren Energiebedarf feststellen als Gelegenheitsnutzer. Im Gegenzug profitieren Anwender jedoch von deutlich weniger Biomüll und einer verbesserten Hygiene in der Küche.

Angesichts der gebotenen Leistung und der umfangreichen Verarbeitungsschritte erscheint der Energiebedarf insgesamt nachvollziehbar und vertretbar. Dennoch ein normaler Komposter funktioniert ohne Strom, aber hat man keine Platz dafür, ist der Dreame SF25 eine tolle Entwicklung.

(Energieverbrauch: 4 von 5 Punkten)

TEIL 3

bestehend aus „Preis/Leistung“ entspricht 10% der Gesamtwertung

Beschreibung

Im Test hält der Dreame SF25 die meisten seiner Versprechen. Das Gerät reduziert Bioabfälle zuverlässig, arbeitet weitgehend geruchsarm und überzeugt durch seine einfache Bedienung sowie die hochwertige Verarbeitung. Zu den größten Stärken zählen die effektive Geruchskontrolle, die deutliche Volumenreduzierung der Abfälle und der hohe Bedienkomfort im Alltag. Schwächen zeigen sich vor allem beim vergleichsweise hohen Anschaffungspreis, den langen Programmlaufzeiten sowie dem regelmäßigen Filterwechsel. Insgesamt bietet der Dreame SF25 eine durchdachte und komfortable Lösung für Haushalte, die Küchenabfälle hygienisch und platzsparend entsorgen möchten.

Preis/Leistung

Markt gebracht. Gelegentlich ist das Gerät auf 299 bzw.  349 Euro reduziert, während die offizielle Preisempfehlung weiterhin bei 399 Euro liegt.

Betrachtet man die gebotene Ausstattung, die hochwertige Verarbeitung, die effektive Geruchskontrolle sowie die zuverlässige Reduzierung von Küchenabfällen, erscheint der aktuelle Marktpreis durchaus fair. Besonders im Preisbereich um 299 bis 349 Euro bietet der SF25 ein attraktives Gesamtpaket und kann seine Stärken im Alltag klar ausspielen. Die einfache Bedienung, der leise Betrieb und die überzeugenden Ergebnisse rechtfertigen einen Großteil der Investition.

Zur UVP von 399 Euro bewegt sich der Küchenkomposter allerdings bereits im oberen Bereich seiner Produktklasse. Hier fällt die Kaufentscheidung etwas schwerer, da die langen Programmlaufzeit und die Folgekosten für Ersatzfilter berücksichtigt werden müssen. Wer das Gerät regelmäßig nutzt und Wert auf Komfort sowie eine geruchsfreie Küchenabfallentsorgung legt, wird den Mehrwert dennoch schnell zu schätzen wissen.

Insgesamt ist der Dreame SF25 zum aktuellen Straßenpreis von rund 300 bis 350 Euro klar empfehlenswert. Zur unverbindlichen Preisempfehlung von 399 Euro ist das Gerät zwar etwas teuer, bietet aber dennoch eine gute Ausstattung und eine überzeugende Alltagstauglichkeit.

Dreame Speisereste-Entsorger SF25

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 Wir bedanken uns beim Hersteller für die Bereitstellung des Produktes. Zu unseren Grundsätzen

Link zum Hersteller: dreame.de

Teufel MYDN

In aller Kürze

Mit dem MYND verfolgt Teufel einen ungewöhnlichen Ansatz. Statt eines klassischen Wegwerfprodukts setzt der Hersteller auf Langlebigkeit, Reparierbarkeit und Nachhaltigkeit. Das Gehäuse ist verschraubt statt verklebt, viele Komponenten lassen sich austauschen und Teufel bietet zahlreiche Ersatzteile an. Dadurch kann der Lautsprecher bei Defekten oft selbst repariert oder über viele Jahre hinweg instand gehalten werden.

Besonders positiv fallen die hochwertige Verarbeitung, das moderne Design und das durchdachte Reparaturkonzept auf. Nutzer profitieren von einer Konstruktion, die Wartungsarbeiten erleichtert und zukünftige Upgrades oder den Austausch einzelner Komponenten ermöglicht. Das macht den MYND zu einer interessanten Alternative für alle, die Wert auf Nachhaltigkeit und eine lange Nutzungsdauer legen.

Weniger im Fokus stehen dagegen spektakuläre Effekte oder kurzlebige Trends. Der MYND möchte nicht mit möglichst vielen Zusatzfunktionen überzeugen, sondern mit einem langlebigen Gesamtkonzept und einer soliden technischen Basis.

Im Test schauen wir uns daher nicht nur Klang, Verarbeitung und Bedienung an, sondern auch die Reparaturfreundlichkeit, die Ersatzteilversorgung und die Frage, ob Teufels nachhaltiger Ansatz im Alltag tatsächlich überzeugt.

Gefällt uns

  • Hervorragende Reparierbarkeit durch verschraubte Konstruktion
  • Austauschbarer Akku
  • Zahlreiche Ersatzteile direkt von Teufel erhältlich
  • Ausgewogener Klang mit kräftigem Bassfundament
  • Sehr lange Akkulaufzeit von bis zu 42 Stunden
  • Integrierte Powerbank-Funktion
  • IP67-Zertifizierung gegen Staub und Wasser
  • Party-Link-Funktion für mehrere Lautsprecher
  • Teufel Go App mit Klang- und Geräteeinstellungen

Gefällt uns weniger

  • Für sehr große Partys etwas zu leistungsschwach
  • Für die Größe nicht der leichteste Bluetooth-Lautsprecher
  • Akku muss im Lautsprecher geladen werden
  • Konkurrenzmodelle bieten teilweise mehr Bassdruck oder höhere Maximallautstärke

Teufel Rockster MYND

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TEIL 1

Bestehend aus „Verpackung/Design/Verarbeitung“ entspricht 25% der Gesamtwertung

Verpackung

Bereits beim Auspacken wird deutlich, dass beim MYND nicht nur das Produkt selbst, sondern auch die Verpackung unter dem Gesichtspunkt der Nachhaltigkeit entwickelt wurde. Der Lautsprecher wird in einem Teufel typischen stabilen Karton geliefert, der überwiegend aus recycelten Materialien besteht und auf unnötige Kunststoffverpackungen weitgehend verzichtet. Statt Hochglanzoptik und aufwendiger Präsentation setzt Teufel auf eine funktionale und umweltfreundliche Verpackungslösung.

Die Außenseite des Kartons informiert mit Produktabbildungen und den wichtigsten technischen Daten über den Inhalt. Nach dem Öffnen präsentiert sich der Lautsprecher sicher in passgenauen Formteilen, die ihn während des Transports zuverlässig vor Beschädigungen schützen. Alle Komponenten sind ordentlich voneinander getrennt und lassen sich ohne großen Kraftaufwand entnehmen.

Der MYND selbst ist zusätzlich durch Schutzfolien beziehungsweise Verpackungsmaterial gegen Kratzer und Transportschäden gesichert. Bereits beim ersten Kontakt hinterlässt das Gerät einen hochwertigen Eindruck und vermittelt das Gefühl eines langlebigen Produkts.

Zum Lieferumfang gehören neben dem Lautsprecher alle für die Inbetriebnahme erforderlichen Zubehörteile. Darüber hinaus liegen die üblichen Dokumentationen wie Kurzanleitung, Sicherheitshinweise und Garantieinformationen bei. Positiv fällt auf, dass Teufel auf unnötige Beigaben verzichtet und sich stattdessen auf das Wesentliche konzentriert.

Insgesamt hinterlässt die Verpackung einen durchdachten Eindruck. Sie schützt das Gerät zuverlässig, vermeidet überflüssigen Verpackungsmüll und passt damit gut zum nachhaltigen Konzept des MYND. Bereits beim Auspacken wird deutlich, dass hier Langlebigkeit und Umweltbewusstsein eine wichtige Rolle spielen.

(Verpackung: 4 von 5 Punkten)

Design

Mit dem MYND verfolgt Teufel einen bewusst anderen Designansatz als viele Hersteller moderner Audioprodukte. Statt auf futuristische Formen, auffällige Beleuchtung oder kurzlebige Designtrends zu setzen, steht hier ein funktionales und langlebiges Erscheinungsbild im Mittelpunkt. Das Design soll nicht nur gut aussehen, sondern auch die nachhaltige Philosophie des Produkts widerspiegeln. Dieser Gedanke zieht sich konsequent durch die gesamte Gestaltung.

Unser Testgerät präsentiert sich in der Farbvariante Warm White (Warmweiß), die dem MYND eine besonders freundliche und moderne Ausstrahlung verleiht. Die helle Farbgebung wirkt elegant, ohne steril zu erscheinen, und fügt sich harmonisch in unterschiedlichste Wohn- und Arbeitsumgebungen ein. Gleichzeitig sorgt sie dafür, dass sich der MYND optisch deutlich von der Masse meist schwarzer Audiogeräte abhebt.

Neben Warm White bietet Teufel den MYND auch in den Farbvarianten Warm Black (Warm Schwarz), Light Mint (Helles Minzgrün) und Wild Berry (Waldbeere) an. Während Warm Black besonders dezent und klassisch wirkt, richtet sich Light Mint an Nutzer, die ihrem Arbeitsplatz oder Wohnraum einen frischen Farbakzent verleihen möchten. Wild Berry fällt durch seinen kräftigeren Farbton am stärksten auf und verleiht dem Produkt einen individuellen Charakter. Positiv ist dabei, dass alle Farbvarianten geschmackvoll umgesetzt wurden und nicht den Eindruck eines kurzlebigen Modetrends vermitteln.

Die Formgebung des MYND ist insgesamt angenehm zurückhaltend. Klare Linien, ausgewogene Proportionen und eine aufgeräumte Gestaltung sorgen dafür, dass das Produkt hochwertig wirkt, ohne sich unnötig in den Vordergrund zu drängen. Auffällig ist zudem, dass Teufel die technische Konstruktion nicht vollständig versteckt. Schrauben, einzelne Bauteile und konstruktive Elemente sind teilweise sichtbar und werden bewusst als Teil des Designs integriert. Dadurch entsteht ein authentischer, fast schon industrieller Charakter, der hervorragend zum Reparatur- und Nachhaltigkeitskonzept passt.

Besonders gelungen ist die Tatsache, dass die modulare Bauweise nicht zulasten der Optik geht. Viele reparierbare Produkte wirken technisch oder unfertig, beim MYND ist das Gegenteil der Fall. Die einzelnen Komponenten fügen sich harmonisch in das Gesamtbild ein und vermitteln bereits auf den ersten Blick den Eindruck eines durchdachten und langlebigen Produkts.

Insgesamt überzeugt das Design durch seine Eigenständigkeit. Es kombiniert moderne Gestaltung mit funktionalen Aspekten und hebt sich dadurch angenehm von der Konkurrenz ab. Der MYND versucht nicht, durch Effekthascherei Aufmerksamkeit zu erzeugen, sondern überzeugt mit einem zeitlosen Erscheinungsbild, das auch nach Jahren noch aktuell wirken dürfte.

(Design: 4,5 von 5 Punkten)

Verarbeitung

Auch bei der Verarbeitung zeigt der MYND, dass Teufel großen Wert auf Qualität und Langlebigkeit gelegt hat. Bereits beim Auspacken hinterlässt das Produkt einen äußerst soliden Eindruck. Sämtliche Bauteile wirken präzise gefertigt und sauber montiert. Unregelmäßige Spaltmaße, scharfe Kanten oder unsaubere Übergänge sind selbst bei genauer Betrachtung nicht zu erkennen.

Ein besonderes Merkmal des MYND ist seine konsequent reparaturfreundliche Konstruktion. Während zahlreiche moderne Elektronikprodukte verklebt oder vernietet werden, setzt Teufel auf eine verschraubte Bauweise. Dadurch können einzelne Komponenten vergleichsweise einfach demontiert, ausgetauscht oder repariert werden. Dieser Ansatz ist mittlerweile eine Seltenheit und verdient besondere Anerkennung.

Die Verschraubungen sind dabei nicht nur funktional, sondern wirken hochwertig integriert. Nichts erscheint provisorisch oder nachträglich ergänzt. Vielmehr entsteht der Eindruck, dass die Reparierbarkeit bereits während der Entwicklung ein zentraler Bestandteil des Gesamtkonzepts war. Genau das unterscheidet den MYND von vielen Wettbewerbern, bei denen Reparaturen oft nur mit erheblichem Aufwand oder überhaupt nicht möglich sind.

Auch die Materialqualität überzeugt im Test. Sämtliche Oberflächen fühlen sich hochwertig an und vermitteln Vertrauen in die langfristige Haltbarkeit. Selbst bei genauer Untersuchung zeigen sich keine Schwachstellen oder Bereiche, an denen sichtbar gespart wurde. Das Gehäuse wirkt verwindungssteif und robust. Druckversuche führen weder zu störenden Knarzgeräuschen noch zu sichtbaren Verformungen.

Ein weiterer Pluspunkt ist die umfangreiche Ersatzteilversorgung. Teufel bietet zahlreiche Komponenten als Ersatzteile an, sodass Verschleiß oder kleinere Defekte nicht zwangsläufig das Ende des Produkts bedeuten. Nutzer können viele Reparaturen selbst durchführen, was nicht nur Kosten spart, sondern auch die Lebensdauer erheblich verlängert. Darüber hinaus eröffnet die modulare Konstruktion perspektivisch sogar Möglichkeiten für zukünftige Upgrades oder den Austausch einzelner Komponenten.

Gerade im Hinblick auf Nachhaltigkeit setzt der MYND damit Maßstäbe. Statt ein Produkt für wenige Jahre zu entwickeln, verfolgt Teufel einen Ansatz, der auf langfristige Nutzung ausgelegt ist. Das merkt man an nahezu jedem Detail der Verarbeitung.

Unter dem Strich gehört die Verarbeitung zu den größten Stärken des MYND. Die Kombination aus hochwertigen Materialien, präziser Fertigung, durchdachter Konstruktion und außergewöhnlich guter Reparierbarkeit macht das Produkt zu einer erfreulichen Ausnahmeerscheinung in einem Markt, der häufig von Wegwerfmentalität geprägt ist.

(Verarbeitung: 4,5 von 5 Punkten)

TEIL 2

bestehend aus „Funktion des Produktes“ entspricht 65% der Gesamtwertung

Artmobiler Bluetooth Lautsprecher (Bluetooth 5.3)
FarbenWarm White (Warmweiß), Warm Black (Warmschwarz), Light Mint (Helles Mintgrün), Wild Berry (Waldbeere)
Lautsprechersystem2.1-System
TreiberHochtöner: 2 × 20 mm
Tieftöner: 1 × 90 mm
Passivradiatoren: 2 × 50 × 100 mm
Verstärkerleistung35 Watt RMS
SchutzklasseIP67
Akku5.200 mAh; Bis zu 39 Stunden; Bis zu 42 Stunden im Eco-Modus
Powerbank-Funktion
BesonderheitenParty Link, App-Unterstützung (Teufel Go), Austauschbarer Akku, Reparierbare Bauweise.
Abmessungen26,0 × 18,5 × 10,3 cm (Breite x Höhe x Tiefe)
Gewichtca. 2,5 kg
Lieferumfang1 x Teufel MYND
1 x MYND Gurt
Bedienungsanleitung
Technische Daten der Teufel MYND

Inbetriebnahme

Die Inbetriebnahme des Teufel MYND gestaltet sich erfreulich unkompliziert und dürfte selbst technisch weniger versierte Nutzer vor keine Herausforderungen stellen. Nach dem Auspacken kann der Lautsprecher entweder sofort über den integrierten Akku oder über eine externe Stromquelle betrieben werden. Dadurch bietet der MYND ein hohes Maß an Flexibilität und eignet sich sowohl für den stationären Einsatz zu Hause als auch für den mobilen Betrieb unterwegs.

Besonders praktisch ist die Stromversorgung über USB-C. Der moderne Anschluss dient nicht nur zum Laden des integrierten Akkus, sondern ermöglicht auch den direkten Betrieb über ein entsprechendes USB-C-Netzteil. Dadurch muss der Lautsprecher nicht zwingend auf seinen Akku zurückgreifen, wenn eine Steckdose in der Nähe verfügbar ist. Gleichzeitig vereinfacht USB-C den Alltag, da viele Nutzer ohnehin bereits passende Ladegeräte für Smartphones, Tablets oder Notebooks besitzen.

Im mobilen Einsatz profitiert der MYND von seinem integrierten Akku. Dieser ermöglicht einen kabellosen Betrieb über viele Stunden hinweg und macht den Lautsprecher unabhängig von festen Stromquellen. Ob auf der Terrasse, im Garten, beim Camping oder unterwegs, der Lautsprecher lässt sich flexibel einsetzen und bleibt dabei jederzeit einsatzbereit.

Ein weiteres Highlight ist die integrierte Powerbank-Funktion. Über den USB-C-Anschluss können kompatible Geräte wie Smartphones, Kopfhörer oder andere mobile Elektronikprodukte unterwegs mit Energie versorgt werden. Der MYND dient somit nicht nur als Lautsprecher, sondern kann im Notfall auch als praktische Energiereserve genutzt werden. Gerade auf Reisen oder bei längeren Aufenthalten im Freien erweist sich diese Funktion als äußerst nützlich.

Musik kann bequem kabellos per Bluetooth von Smartphones, Tablets oder Computern übertragen werden. Die Verbindung gelingt schnell und stabil, sodass die Musikwiedergabe bereits wenige Augenblicke nach dem Einschalten beginnen kann. Je nach Zuspielgerät stehen dabei sämtliche gängigen Streaming-Dienste sowie lokal gespeicherte Musikbibliotheken zur Verfügung.

Für größere Veranstaltungen oder die Beschallung mehrerer Räume bietet Teufel zudem die Party-Link-Funktion. Mit dieser lassen sich mehrere kompatible Lautsprecher miteinander koppeln und synchron betreiben. Dadurch entsteht ein deutlich größeres Klangbild, das insbesondere bei Gartenpartys, Feiern oder größeren Räumen von Vorteil ist. Die Einrichtung erfolgt unkompliziert und ermöglicht eine flexible Erweiterung des Systems ohne zusätzlichen Verkabelungsaufwand.

Die Bedienung selbst erfolgt über die am Gerät angebrachten Tasten sowie ergänzend über die Teufel-App. Sämtliche wichtigen Funktionen sind schnell erreichbar und logisch angeordnet. Statusanzeigen informieren zuverlässig über den aktuellen Betriebszustand, die Bluetooth-Verbindung oder den Ladezustand des Akkus.

Insgesamt überzeugt der MYND mit einer modernen und benutzerfreundlichen Ausstattung. Die Kombination aus Akku- und Netzbetrieb, USB-C-Stromversorgung, Powerbank-Funktion, vielfältigen Wiedergabemöglichkeiten und der Party-Link-Unterstützung sorgt für eine hohe Alltagstauglichkeit und macht den Lautsprecher zu einem vielseitigen Begleiter für unterschiedlichste Einsatzszenarien.

(Inbetriebnahme: 4,5 von 5 Punkten)

Bedienung

Der Teufel-Lautsprecher lässt sich sowohl direkt über die Bedienelemente am Gerät als auch komfortabel über die Teufel Go App steuern. Dadurch haben Nutzer die Wahl, ob sie die wichtigsten Funktionen unmittelbar am Lautsprecher bedienen oder auf die erweiterten Möglichkeiten der Smartphone-App zurückgreifen möchten.

Bedienung direkt am Lautsprecher

Die Bedienelemente befinden sich gut erreichbar auf der Oberseite des Gehäuses und sind übersichtlich angeordnet. Dank ihrer klaren Beschriftung und der angenehmen Druckpunkte gelingt die Bedienung auch ohne Blick in die Anleitung schnell und intuitiv.

Über die Tasten am Lautsprecher lassen sich die wichtigsten Funktionen direkt steuern. Dazu gehören das Ein- und Ausschalten des Geräts, die Lautstärkeregelung sowie die Wiedergabesteuerung. Titel können pausiert, fortgesetzt oder übersprungen werden, ohne dass das verbundene Smartphone zur Hand genommen werden muss.

Darüber hinaus kann die Bluetooth-Kopplung direkt am Gerät gestartet werden. Neue Zuspieler lassen sich dadurch schnell verbinden oder bestehende Verbindungen wechseln. Ebenfalls lassen sich spezielle Funktionen wie Party Link direkt über die Bedienelemente aktivieren, um mehrere kompatible Lautsprecher miteinander zu koppeln.

Praktisch sind zudem die Statusanzeigen (LEDs), die über den aktuellen Betriebszustand informieren. Nutzer erhalten auf einen Blick Informationen zum Akkustand, zur aktiven Bluetooth-Verbindung oder zum Kopplungsmodus. Dadurch bleibt die Bedienung jederzeit transparent und nachvollziehbar.

Im Alltag erweist sich die direkte Steuerung als besonders komfortabel, da sämtliche Grundfunktionen ohne Smartphone verfügbar sind. Wer lediglich Musik hören möchte, muss die App daher nicht zwingend installieren.

Bedienung über die Teufel Go App

Noch mehr Möglichkeiten eröffnet die kostenlose Teufel Go App für Android und iOS. Nach der Einrichtung erkennt die Anwendung den Lautsprecher automatisch und stellt zahlreiche Zusatzfunktionen zur Verfügung, die direkt am Gerät nicht oder nur eingeschränkt erreichbar sind.

Besonders hilfreich ist die zentrale Geräteverwaltung. Hier können Informationen zum Akkustand, zur Verbindung und zum aktuellen Betriebsmodus eingesehen werden. Auch Firmware-Updates werden über die App bereitgestellt und lassen sich komfortabel installieren. Dadurch bleibt der Lautsprecher technisch auf dem neuesten Stand und profitiert gegebenenfalls von Fehlerkorrekturen oder neuen Funktionen.

Ein weiterer wichtiger Bestandteil der App sind die Klanganpassungen. Nutzer können den Klang individuell an ihre Vorlieben oder die jeweilige Hörsituation anpassen. Je nach Modell stehen hierfür verschiedene Klangprofile, Equalizer-Einstellungen oder vordefinierte Soundmodi zur Verfügung. Dadurch lässt sich beispielsweise mehr Bass erzeugen oder eine ausgewogenere Wiedergabe für Podcasts und Sprachinhalte einstellen.

Auch die Verwaltung der Party-Link-Funktion wird über die App deutlich komfortabler. Mehrere kompatible Lautsprecher können einfacher miteinander verbunden und organisiert werden. Besonders bei größeren Setups mit mehreren Geräten erleichtert dies die Einrichtung erheblich.

Darüber hinaus dient die App als zentrale Schaltstelle für verschiedene Geräteeinstellungen. Nutzer können individuelle Konfigurationen vornehmen, Verbindungen verwalten und zusätzliche Funktionen aktivieren oder deaktivieren.

Im Alltag ergänzen sich die Bedienung am Lautsprecher und die Teufel Go App sehr gut. Die wichtigsten Funktionen sind jederzeit direkt am Gerät verfügbar, während die App zusätzliche Komfort- und Anpassungsmöglichkeiten bietet. Dadurch eignet sich der Lautsprecher sowohl für Nutzer, die möglichst unkompliziert Musik hören möchten, als auch für Anwender, die Klang und Einstellungen individuell anpassen wollen.

Insgesamt überzeugt das Bedienkonzept durch seine einfache Handhabung, die übersichtliche Struktur und die gelungene Kombination aus direkter Gerätebedienung und erweiterten App-Funktionen.

(Bedienung: 4,5 von 5 Punkten)

Reparierbarkeit und Modulares Konzept

Die größte Besonderheit des Lautsprechers

Eine der mit Abstand spannendsten Eigenschaften dieses Lautsprechers ist sein konsequent auf Langlebigkeit und Reparierbarkeit ausgelegtes Konzept. Während viele moderne Elektronikprodukte verklebt, vernietet oder nur mit Spezialwerkzeug zu öffnen sind, verfolgt Teufel hier einen völlig anderen Ansatz. Das gesamte Gerät wurde so konstruiert, dass einzelne Komponenten unkompliziert demontiert, ausgetauscht und bei Bedarf ersetzt werden können.

Bereits ein Blick auf die Konstruktion zeigt, dass Reparaturen ausdrücklich erwünscht sind. Statt versteckter Clips oder verklebter Bauteile kommen überwiegend Inbusschrauben zum Einsatz, die das Gehäuse sicher zusammenhalten und gleichzeitig einen schnellen Zugang zum Innenleben ermöglichen. Mit wenigen Handgriffen lässt sich der Lautsprecher öffnen, ohne dass dabei Bauteile beschädigt oder zerstört werden müssen.

Besonders erfreulich ist die modulare Bauweise. Viele Komponenten sind nicht fest verlötet oder dauerhaft verklebt, sondern über Steckverbindungen miteinander verbunden. Das erleichtert den Austausch erheblich. Sollte ein Bauteil nach Jahren verschleißen oder beschädigt werden, kann es oftmals einzeln ersetzt werden, ohne dass das komplette Gerät entsorgt werden muss. Das spart nicht nur Geld, sondern reduziert gleichzeitig unnötigen Elektroschrott.

Auch der Akku kann bei Bedarf gewechselt werden. Gerade bei mobilen Lautsprechern stellt dies einen enormen Vorteil dar, da die Akkuleistung naturgemäß mit zunehmendem Alter nachlässt. Statt das gesamte Produkt ersetzen zu müssen, kann lediglich die betroffene Komponente ausgetauscht werden.

Ein weiterer außergewöhnlicher Schritt ist die Offenheit von Teufel gegenüber der Community. Der Hersteller stellt zahlreiche Informationen und Dateien rund um das Gehäuse zur Verfügung. Dadurch erhalten Nutzer die Möglichkeit, bestimmte Bauteile selbst mittels 3D-Druck herzustellen. Sollte beispielsweise ein Gehäuseteil beschädigt werden oder nach vielen Jahren nicht mehr als Ersatzteil verfügbar sein, kann dieses theoretisch selbst nachproduziert werden.

Noch spannender wird das Konzept durch die verfügbaren Designvorlagen. Teufel und diverse Nutzer stellt verschiedene Dateien bereit, mit denen sich individuelle Anpassungen realisieren lassen. So können kreative Nutzer beispielsweise das Lautsprechergitter gegen selbst gestaltete Alternativen austauschen und dem Lautsprecher einen ganz persönlichen Look verleihen. Der Fantasie sind dabei kaum Grenzen gesetzt. Von schlichten geometrischen Mustern bis hin zu aufwendigen individuellen Designs lassen sich zahlreiche Varianten umsetzen.

Dieses Maß an Offenheit ist in der Unterhaltungselektronik nach wie vor eine absolute Ausnahme. Während viele Hersteller versuchen, Nutzer möglichst eng an ihre Produkte und ihren Service zu binden, fördert Teufel aktiv Reparaturen, Modifikationen und individuelle Anpassungen.

Im Alltag bedeutet dies vor allem eines. Der Lautsprecher ist nicht als Wegwerfprodukt konzipiert, sondern als langlebiger Begleiter für viele Jahre. Die einfache Zerlegbarkeit, die Verwendung von Standardwerkzeugen, die umfangreiche Ersatzteilversorgung sowie die Möglichkeit, Gehäuseteile und Designelemente selbst herzustellen, machen ihn zu einem der derzeit interessantesten Beispiele für nachhaltige Unterhaltungselektronik. Wer Wert auf Reparierbarkeit, Individualisierung und eine möglichst lange Nutzungsdauer legt, findet hier ein Konzept, das in dieser Form bislang nur selten anzutreffen ist.

(Reparierbarkeit und Modulares Konzept: 5 von 5 Punkten)

Klang

Klanglich setzt der Teufel MYND auf ein 2.1-System mit aktiven und passiven Treibern. Zum Einsatz kommen zwei 20-mm-Hochtöner, ein 90-mm-Tiefmitteltöner sowie zwei seitlich arbeitende Passivradiatoren im Format 50 × 100 mm. Ergänzt wird das Ganze durch einen Class-D-Verstärker mit DSP-Unterstützung und einer Gesamtleistung von 35 Watt RMS.

Die beiden Hochtöner kümmern sich um die Wiedergabe der Höhen und sorgen dafür, dass Stimmen, Details und feinere Klanginformationen sauber herausgearbeitet werden. Gerade bei Podcasts, akustischer Musik oder Gesang fällt positiv auf, dass der MYND nicht dumpf oder verhangen klingt. Stimmen stehen klar im Raum und bleiben auch bei höherer Lautstärke gut verständlich.

Der zentrale Tiefmitteltöner übernimmt den wichtigen Bereich zwischen Grundton und Bass. Mit seinen 90 mm Durchmesser ist er für einen mobilen Bluetooth-Lautsprecher ordentlich dimensioniert und sorgt für ein kräftiges Fundament. Gitarren, Stimmen, Schlagzeug und elektronische Beats werden mit guter Substanz wiedergegeben, ohne dass der Klang künstlich aufgebläht wirkt.

Für zusätzlichen Tiefgang sorgen die beiden passiven Bassmembranen. Sie besitzen keinen eigenen Antrieb, werden aber durch den Luftdruck im Gehäuse in Bewegung versetzt und unterstützen so die Basswiedergabe. Dadurch wirkt der MYND deutlich voluminöser, als es seine kompakten Abmessungen zunächst vermuten lassen. Der Bass reicht angenehm tief hinunter, bleibt kontrolliert und dröhnt im normalen Hörbereich nicht unangenehm.

In der Praxis liefert der Lautsprecher einen ausgewogenen, kräftigen und alltagstauglichen Klang. Pop, Rock, elektronische Musik und Podcasts werden gleichermaßen überzeugend wiedergegeben. Besonders positiv ist, dass der MYND nicht nur auf maximalen Bassdruck abgestimmt wurde, sondern insgesamt recht sauber und erwachsen klingt. Höhen, Mitten und Bass stehen in einem guten Verhältnis zueinander.

Auch bei höheren Lautstärken bleibt der Klang weitgehend stabil. Der Lautsprecher kann problemlos einen mittelgroßen Raum, den Schreibtischbereich oder eine Terrasse beschallen. Erst bei sehr hoher Lautstärke merkt man, dass das kompakte Gehäuse physikalische Grenzen hat. Dann verliert der Bass etwas an Druck und wirkt nicht mehr ganz so souverän wie bei moderater Lautstärke.

Sehr gut gefällt die breite Abstrahlung. Durch die getrennten Hochtöner entsteht ein für diese Geräteklasse angenehm räumlicher Eindruck. Der MYND klingt nicht wie ein kleiner Monolautsprecher, sondern erzeugt eine ordentliche Klangbühne. Für echten Stereo-Eindruck sollte man zwar nicht zu weit entfernt sitzen, dennoch wirkt die Wiedergabe offener und luftiger als bei vielen einfachen Bluetooth-Speakern.

Über die Teufel Go App lässt sich der Klang zusätzlich anpassen. Nutzer können den Sound je nach Geschmack oder Einsatzort etwas verändern, etwa wenn mehr Bass gewünscht ist oder Stimmen stärker im Vordergrund stehen sollen. Das ist praktisch, da sich der Lautsprecher dadurch flexibler an unterschiedliche Räume und Musikrichtungen anpassen lässt.

Insgesamt überzeugt der Teufel MYND klanglich mit einem kräftigen, klaren und erstaunlich erwachsenen Auftritt. Die Kombination aus zwei 20-mm-Hochtönern, einem 90-mm-Tiefmitteltöner und zwei 50 × 100 mm großen Passivradiatoren sorgt für ein sattes Klangbild mit guter Sprachverständlichkeit, solider Räumlichkeit und ordentlichem Bassfundament. Wer keinen extremen Tiefbass erwartet, sondern einen ausgewogenen, mobilen Lautsprecher mit kräftigem Sound sucht, wird hier sehr gut bedient.

(Klang: 5 von 5 Punkten)

Akkulaufzeit

Bei der Akkulaufzeit gehört der Teufel MYND zu den ausdauernden Bluetooth-Lautsprechern seiner Klasse. Teufel gibt eine Laufzeit von bis zu 39 Stunden bei mittlerer Lautstärke an. Im Eco-Modus sind sogar bis zu 42 Stunden möglich. Damit eignet sich der Lautsprecher problemlos für lange Tage im Garten, unterwegs, beim Camping oder für mehrere Abende Musikwiedergabe ohne ständiges Nachladen. Der Akku besitzt eine Kapazität von 5.200 mAh und basiert auf Lithium-Ionen-Technik.

Wie lange der MYND im Alltag tatsächlich durchhält, hängt natürlich stark von der Lautstärke, der gewählten Klangabstimmung und der Nutzung zusätzlicher Funktionen ab. Bei moderater Lautstärke zeigt sich der Lautsprecher sehr sparsam und kann tatsächlich über viele Stunden hinweg spielen. Wird dauerhaft mit hoher Lautstärke gehört oder der Bass stärker betont, reduziert sich die Laufzeit entsprechend. Dennoch bleibt der MYND auch dann ein sehr ausdauernder Begleiter.

Geladen wird der Lautsprecher über USB-C. Praktisch ist dabei, dass der MYND mit einer maximalen Ladeleistung von bis zu 60 Watt umgehen kann. Mit einem entsprechend leistungsfähigen USB-C-Netzteil lässt sich der Akku also deutlich schneller laden als mit einem einfachen Ladegerät. Gleichzeitig unterstützt der Lautsprecher aber auch langsameres Laden ab 2,5 Watt, sodass er notfalls auch an schwächeren Ladequellen betrieben oder geladen werden kann.

Besonders sinnvoll ist der akkuschonende Lademodus in der Teufel Go App. Wird dieser aktiviert, lädt der Akku nicht vollständig bis 100 Prozent, sondern nur bis etwa 90 Prozent. Dadurch wird der Akku weniger stark belastet, was langfristig den Verschleiß reduzieren kann. Gerade wenn der Lautsprecher häufig am Strom hängt oder nicht die maximale Laufzeit benötigt wird, ist diese Funktion ein echter Vorteil.

Ein weiterer Pluspunkt ist die integrierte Powerbank-Funktion. Der USB-C-Anschluss dient nicht nur zum Laden des Lautsprechers, sondern kann auch andere Geräte wie Smartphones, Kopfhörer oder kleinere mobile Geräte mit Strom versorgen. Gerade unterwegs ist das praktisch, wenn der Smartphone-Akku zur Neige geht und keine Steckdose in der Nähe ist. Der MYND wird dadurch nicht nur zum Lautsprecher, sondern auch zur mobilen Energiereserve.

In der Praxis sollte man allerdings bedenken, dass die Powerbank-Funktion natürlich Energie aus dem Lautsprecherakku zieht. Wer sein Smartphone unterwegs auflädt, reduziert entsprechend die verbleibende Musikwiedergabezeit. Für den Notfall oder zum kurzen Nachladen ist die Funktion aber äußerst nützlich.

Insgesamt überzeugt der Teufel MYND beim Akku mit sehr langer Laufzeit, moderner USB-C-Ladetechnik, schneller Ladeoption, akkuschonendem Lademodus und zusätzlicher Powerbank-Funktion. Gerade in Kombination mit dem austauschbaren Akku passt dieses Konzept hervorragend zum nachhaltigen Anspruch des Lautsprechers.

(Akku: 5 von 5 Punkten)

TEIL 3

bestehend aus „Preis/Leistung“ entspricht 10% der Gesamtwertung

Beschreibung

Mit dem MYND beweist Teufel, dass Nachhaltigkeit, Reparierbarkeit und guter Klang problemlos miteinander vereinbar sind. Der Bluetooth-Lautsprecher überzeugt nicht nur durch seinen ausgewogenen Klang, die lange Akkulaufzeit und moderne Ausstattung, sondern vor allem durch sein einzigartiges, modulares Konzept.

Dank verschraubter Konstruktion, steckbarer Komponenten und zahlreicher verfügbarer Ersatzteile lassen sich Reparaturen und Wartungsarbeiten einfach selbst durchführen. Besonders hervorzuheben sind die von Teufel bereitgestellten Gehäusedateien, Schaltpläne und Designvorlagen, die sogar individuelle Anpassungen oder den Nachdruck einzelner Bauteile ermöglichen.

Klanglich liefert der MYND mit seinem 2.1-System eine überzeugende Vorstellung mit kräftigem Bass, klaren Mitten und sauberen Höhen. Hinzu kommen praktische Funktionen wie USB-C-Ladung, Powerbank-Funktion, Party Link und die Teufel Go App.

Wer maximale Lautstärke oder extremen Tiefbass sucht, findet am Markt leistungsstärkere Alternativen. Keine davon bietet jedoch ein vergleichbar offenes und nachhaltiges Gesamtkonzept.

Unterm Strich hält Teufel seine Versprechen weitgehend ein. Der MYND ist nicht einfach nur ein weiterer Bluetooth-Lautsprecher, sondern ein zukunftsorientiertes Produkt, das zeigt, wie langlebige Unterhaltungselektronik im Jahr 2026 aussehen kann.

Preis/Leistung

Zum Marktstart wurde der Teufel MYND für 249,99 Euro angeboten. Mittlerweile ist der Lautsprecher regelmäßig bereits für rund 199,99 Euro erhältlich, wodurch sich das Preis-Leistungs-Verhältnis nochmals deutlich verbessert hat.

Betrachtet man ausschließlich die reine Klangqualität, findet man in dieser Preisklasse durchaus starke Konkurrenz. Der MYND punktet jedoch mit Eigenschaften, die aktuell kaum ein anderer Bluetooth-Lautsprecher bietet. Dazu gehören die vollständig verschraubte Konstruktion, der austauschbare Akku, zahlreiche verfügbare Ersatzteile, frei zugängliche 3D-Druck-Dateien, offene Dokumentationen sowie die außergewöhnlich hohe Reparierbarkeit. Hinzu kommen eine lange Akkulaufzeit, Powerbank-Funktion, IP67-Zertifizierung und eine insgesamt hochwertige Verarbeitung.

Wer lediglich möglichst viel Bass oder maximale Lautstärke für sein Geld sucht, findet günstigere Alternativen. Wer dagegen Wert auf Nachhaltigkeit, Langlebigkeit und Reparierbarkeit legt, bekommt mit dem MYND derzeit ein nahezu einzigartiges Gesamtpaket.

Teufel MYND

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testr Gesamtwertung 

unter Berücksichtigung aller Teilwertungen

 Wir bedanken uns beim Hersteller für die Bereitstellung des Produktes. Zu unseren Grundsätzen

Link zum Hersteller: https://teufel.de

Cambridge Melomania M100

In aller Kürze

Mit den Melomania M100 bringt Cambridge Audio seine ersten True-Wireless-Kopfhörer mit aktiver Geräuschunterdrückung auf den Markt und richtet sich dabei klar an Klangliebhaber. Die In-Ears überzeugen vor allem mit ihrem detailreichen, ausgewogenen Klangbild, einer außergewöhnlich langen Akkulaufzeit und der Unterstützung hochwertiger Bluetooth-Codecs wie aptX Lossless. Besonders Musikfans dürften die natürliche Abstimmung und die hohe Klangqualität zu schätzen wissen.

Doch die Melomania M100 sind nicht frei von Kritikpunkten. Die aktive Geräuschunterdrückung arbeitet zwar effektiv, erreicht jedoch nicht ganz das Niveau der besten Modelle von Sony, Bose oder Apple. Zudem fällt das Design etwas klobiger aus als bei vielen Konkurrenten, und die Passform erfordert etwas Geduld, um den optimalen Sitz für bestmöglichen Klang und ANC zu finden.

Im folgenden Test klären wir, wie sich die Cambridge Melomania M100 im Alltag schlagen, wie gut Klang, ANC, Bedienung und Telefonie tatsächlich sind und ob sich die Investition für anspruchsvolle Hörer lohnt.

Gefällt uns

  • Ausgewogener und detailreicher Klang
  • Unterstützung für aptX Adaptive und aptX Lossless
  • Sehr lange Akkulaufzeit
  • Qi-Wireless-Charging und Schnellladefunktion
  • Bluetooth 5.3 mit Multipoint-Unterstützung
  • Hoher Tragekomfort
  • Stabile und zuverlässige Verbindung
  • Hochwertige Verarbeitung

Gefällt uns weniger

  • ANC nicht auf dem Niveau von Sony oder Bose
  • Transparenzmodus wirkt teilweise etwas künstlich
  • Gehäuse etwas größer als bei manchen Konkurrenten
  • Touchsteuerung kann gelegentlich Fehleingaben registrieren

Cambridge-Store bei Amazon

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TEIL 1

Bestehend aus „Verpackung/Design/Verarbeitung“ entspricht 25% der Gesamtwertung

Verpackung

Bereits beim ersten Kontakt mit den Cambridge Melomania M100 wird deutlich, dass Cambridge Audio auf eine bewusst zurückhaltende und elegante Präsentation setzt. Die Kopfhörer werden in einer schlichten schwarzen Umverpackung geliefert, die nahezu vollständig auf auffällige Grafiken oder umfangreiche Produktinformationen verzichtet. Statt großer Werbebilder oder technischer Schlagworte findet sich auf der Vorderseite lediglich die dezent eingelassene Modellbezeichnung „M100“. Dieser minimalistische Ansatz vermittelt einen hochwertigen und erwachsenen Eindruck, der hervorragend zur Markenphilosophie von Cambridge Audio passt.

Nach dem Entfernen der schwarzen Außenhülle kommt die eigentliche Verpackung zum Vorschein. Diese besteht überwiegend aus ungebleichtem Karton und unterstreicht den nachhaltigen Anspruch des Herstellers. Die natürliche Kartonfarbe sorgt für einen modernen, umweltbewussten Look und hebt sich angenehm von den oftmals stark bedruckten Hochglanzverpackungen vieler Mitbewerber ab. Die Materialien wirken stabil und hochwertig verarbeitet, während gleichzeitig weitgehend auf unnötige Kunststoffelemente verzichtet wird.

Beim Öffnen der Verpackung präsentiert sich das Ladecase samt eingesetzten Ohrhörern ordentlich und sicher verstaut. Alle Komponenten sind sauber angeordnet und werden durch passgenaue Kartonelemente geschützt. Der Aufbau der Verpackung wirkt durchdacht und vermittelt bereits beim Auspacken den Eindruck eines Premiumprodukts.

Zum Lieferumfang gehören neben den Melomania M100 und dem Ladecase verschiedene Silikon-Ohrpassstücke in mehreren Größen. Dadurch lässt sich die Passform individuell anpassen, was sowohl den Tragekomfort als auch die Klangqualität und die Effektivität der aktiven Geräuschunterdrückung verbessert. Zusätzlich legt Cambridge Audio mehrere Memory-Foam-Aufsätze bei, die für eine besonders gute Abdichtung im Ohr sorgen können.

Ebenfalls enthalten ist ein USB-C-Ladekabel zum Aufladen des Cases sowie eine Kurzanleitung mit den wichtigsten Informationen zur Inbetriebnahme. Die Dokumentation fällt bewusst kompakt aus und konzentriert sich auf das Wesentliche.

Insgesamt hinterlässt die Verpackung der Cambridge Melomania M100 einen ausgezeichneten Eindruck. Das minimalistische Design der schwarzen Umverpackung mit der dezent eingelassenen Modellbezeichnung, die Verwendung von ungebleichtem Karton sowie die hochwertige Präsentation des Inhalts vermitteln bereits vor dem ersten Hörtest den Anspruch eines sorgfältig entwickelten Premiumprodukts.

(Verpackung: 4,5 von 5 Punkten)

Design

In-Ear Kopfhörer

Die Cambridge Melomania M100 setzen auf ein modernes, funktionales Design, das sich deutlich von vielen kompakt gestalteten True-Wireless-Kopfhörern abhebt. Die Ohrhörer fallen etwas größer aus als beispielsweise AirPods Pro oder Sony WF-1000XM5, wirken dabei jedoch keineswegs klobig oder unausgereift. Stattdessen verfolgt Cambridge Audio eine eigenständige Designsprache, die den Fokus klar auf Ergonomie, Klangqualität und Akkulaufzeit legt.

Die Gehäuse bestehen aus mattem Kunststoff und präsentieren sich in einer dezenten, unaufdringlichen Optik. Die Außenseite wird von einer leicht abgeschrägten Fläche dominiert, in die das Melomania-Logo dezent integriert wurde. Durch die matte Oberfläche wirken die In-Ears hochwertig und sind gleichzeitig weniger anfällig für sichtbare Fingerabdrücke oder feine Kratzer als hochglänzende Oberflächen.

Auffällig ist die relativ tief ausgeführte Bauform. Die Ohrhörer sitzen nicht flach im Ohr, sondern ragen leicht nach außen. Dadurch entsteht genügend Raum für die großzügig dimensionierten Treiber, die Mikrofone sowie die Technik der aktiven Geräuschunterdrückung. Trotz der etwas größeren Abmessungen verteilen sich Gewicht und Druck angenehm, sodass die Melomania M100 auch bei längeren Hörsessions komfortabel getragen werden können.

Die ergonomisch geformten Schallkanäle sind leicht angewinkelt und ermöglichen zusammen mit den verschiedenen Silikon- und Schaumstoffaufsätzen eine individuelle Anpassung an unterschiedliche Ohrformen. Die Formgebung sorgt für einen sicheren Sitz, der selbst bei Bewegung oder sportlichen Aktivitäten zuverlässig erhalten bleibt.

Ladecase

Das Ladecase der Melomania M100 folgt derselben schlichten und funktionalen Designsprache wie die Ohrhörer selbst. Es besitzt eine kompakte, abgerundete Form und liegt angenehm in der Hand. Trotz der hohen Akkukapazität fällt das Case nicht übermäßig groß aus und lässt sich problemlos in einer Jacken- oder Hosentasche transportieren.

Die Oberseite wird von einer glatten, leicht gewölbten Fläche geprägt, auf der lediglich das Cambridge Audio Logo zu finden ist. Auch hier verzichtet der Hersteller bewusst auf auffällige Designelemente und setzt stattdessen auf eine elegante Zurückhaltung. Das Case wirkt dadurch zeitlos und hochwertig.

Die matte Oberfläche sorgt nicht nur für eine angenehme Haptik, sondern verhindert auch, dass sich Fingerabdrücke schnell bemerkbar machen. Gleichzeitig bietet sie ausreichend Grip, sodass das Case sicher in der Hand liegt.

Der Deckel öffnet und schließt mit einem präzisen Klappmechanismus. Die Scharniere wirken stabil und vermitteln Vertrauen in die Langlebigkeit der Konstruktion. Im Inneren werden die Ohrhörer magnetisch gehalten und finden zuverlässig ihren Platz in den Ladeschalen. Die Magnete besitzen genügend Haltekraft, um ein versehentliches Herausfallen zu verhindern.

Auf der Vorderseite befindet sich eine dezente LED-Anzeige zur Information über den Ladezustand, während der USB-C-Anschluss unauffällig an der Rückseite beziehungsweise Unterseite integriert wurde. Insgesamt wirkt das Ladecase modern, hochwertig und praxisorientiert, ohne unnötig Aufmerksamkeit auf sich ziehen zu wollen.

(Design: 4,5 von 5 Punkten)

Verarbeitung

Bei der Verarbeitung hinterlassen die Cambridge Melomania M100 einen ausgezeichneten Eindruck. Sämtliche Bauteile sind sauber gefertigt und präzise zusammengesetzt. Spaltmaße sind gleichmäßig ausgeführt, scharfe Kanten oder unsaubere Übergänge sucht man vergeblich.

Sowohl die Ohrhörer als auch das Ladecase vermitteln trotz des überwiegend verwendeten Kunststoffs ein hochwertiges Gefühl. Die Materialien wirken robust und widerstandsfähig, ohne unnötig schwer zu sein. Besonders die matte Oberflächenbeschichtung trägt zur hochwertigen Anmutung bei und sorgt gleichzeitig für eine hohe Alltagstauglichkeit.

Der Deckel des Ladecases sitzt fest auf dem Gehäuse und zeigt auch bei stärkerem Druck kein übermäßiges Spiel. Die Magnetverbindungen zwischen Ohrhörern und Ladekontakten arbeiten zuverlässig und hinterlassen einen langlebigen Eindruck. Ebenso überzeugen die Tasten- beziehungsweise Touchflächen durch eine präzise Integration in das Gehäuse.

Insgesamt werden die Melomania M100 dem Premiumanspruch von Cambridge Audio gerecht. Zwar kommen keine luxuriösen Materialien wie Aluminium oder Glas zum Einsatz, die hohe Fertigungsqualität, die präzise Verarbeitung und die durchdachte Konstruktion sorgen jedoch für einen durchweg hochwertigen Gesamteindruck.

(Verarbeitung: 4,5 von 5 Punkten)

TEIL 2

bestehend aus „Funktion des Produktes“ entspricht 65% der Gesamtwertung

Kopfhörer-ArtTrue Wireless In-Ear Kopfhörer
KategorieBluetooth Kopfhörer (Bluetooth 5.3)
FarbeSchwarz
AkkuIntegrierter Lithium-Ionen-Akku
Laufzeit: Bis zu 16 Stunden ohne ANC, bis zu 10 Stunden mit ANC
Mehrmaligem aufladen im Case: Bis zu 52 Stunden ohne ANC, bis zu 33 Stunden mit ANC
Ladezeit: ca. 2 Stunden
Schnellladefunktion: ca. 10 Minuten laden für bis zu 1,5 Stunden Wiedergabe
Qi-Wireless-Charging
Gewicht Ohrhörer: ca. 6,65 g pro Seite, Ladecase: ca. 65 g
MaterialKunststoffgehäuse mit matter Oberfläche
KonnektivitätBluetooth 5.3, Multipoint
Audio-Codecs: SBC, AAC, aptX Adaptive, aptX Lossless
TreiberDynamische 10-mm-Treiber mit Neodym-Magneten
Frequenzbereich20 Hz – 20 kHz
Treiberempfindlichkeit bei 1 kHz/ 1 mW (dBkeine Angaben
Impedanz (Ohm)keine Angaben
SchutzklasseIPX4 (spritzwassergeschützt)
LieferumfangCambridge Melomania M100 In-Ears
1 × Ladecase
1 × USB-C-Ladekabel
Silikon-Ohrpassstücke in verschiedenen Größen (S,M,L)
Memory-Foam-Aufsätze in zwei Größen (S und L)
Kurzanleitung
Technische Daten der Cambridge Melomania M100

Tragekomfort

Der Tragekomfort zählt zu den wichtigsten Eigenschaften eines True-Wireless-Kopfhörers, schließlich nützt selbst der beste Klang wenig, wenn die Ohrhörer bereits nach kurzer Zeit unangenehm werden. Die Cambridge Melomania M100 hinterlassen in dieser Disziplin insgesamt einen sehr guten Eindruck und eignen sich problemlos für längere Hörsessions.

Dank ihrer ergonomisch geformten Bauweise sitzen die Ohrhörer sicher und stabil im Ohr. Cambridge Audio setzt auf ein klassisches In-Ear-Design mit Silikonaufsätzen, die tief genug im Gehörgang sitzen, um einen festen Halt zu gewährleisten, ohne dabei unangenehmen Druck auszuüben. Besonders positiv fällt auf, dass die Ohrhörer trotz ihrer umfangreichen technischen Ausstattung nicht übermäßig schwer wirken und sich das Gewicht gut verteilt.

Der Hersteller legt verschiedene Silikonaufsätze sowie zusätzliche Memory-Foam-Aufsätze bei. Dadurch findet praktisch jeder Nutzer eine passende Kombination für seine Ohrform. Gerade die Schaumstoffaufsätze sorgen für einen besonders sicheren Sitz und verbessern gleichzeitig die passive Geräuschisolierung. Für die bestmögliche Klangqualität und ANC-Leistung ist es jedoch wichtig, die passende Größe sorgfältig auszuwählen.

Im Alltag überzeugen die Melomania M100 durch ihren sicheren Halt. Selbst bei zügigen Spaziergängen oder leichten sportlichen Aktivitäten bleiben die Ohrhörer zuverlässig an Ort und Stelle. Ein ständiges Nachjustieren ist in der Regel nicht erforderlich. Gleichzeitig üben sie auch nach mehreren Stunden Musikwiedergabe keinen störenden Druck auf die Ohrmuschel aus.

Dennoch sind die M100 nicht vollkommen frei von Kritik. Im Vergleich zu besonders kompakten Konkurrenzmodellen wirken die Gehäuse etwas voluminöser. Nutzer mit kleineren Ohren könnten die Ohrhörer daher etwas deutlicher wahrnehmen als beispielsweise sehr kleine In-Ear-Modelle. Zudem benötigt die optimale Positionierung anfangs etwas Eingewöhnung, da bereits kleine Veränderungen des Sitzes Einfluss auf Klang und Geräuschunterdrückung haben können.

Während des mehrstündigen Testzeitraums zeigten sich die Melomania M100 jedoch insgesamt als äußerst angenehme Begleiter. Druckstellen oder Ermüdungserscheinungen traten selbst bei längeren Hörsessions kaum auf. Die Kombination aus sicherem Halt, guter Gewichtsverteilung und umfangreichen Anpassungsmöglichkeiten sorgt für einen hohen Langzeitkomfort. Gewichtsverteilung und solider Polsterung, ideal für ausgedehnte Musik-, Hörbuch- oder Gaming-Sessions.

(Tragekomfort: 4,5 von 5 Punkten)

Bedienung

Die Cambridge Melomania M100 setzen auf eine vollständig berührungsempfindliche Steuerung, die direkt über die Außenseiten der beiden Ohrhörer erfolgt. Mechanische Tasten sucht man vergeblich, wodurch das Design besonders aufgeräumt und modern wirkt. Im Alltag erweist sich dieses Bedienkonzept als komfortabel, da die wichtigsten Funktionen direkt erreichbar sind, ohne das Smartphone aus der Tasche holen zu müssen.

Bereits nach kurzer Eingewöhnung gelingt die Steuerung intuitiv. Durch einfaches Tippen oder längeres Berühren lassen sich Musikwiedergabe, Titelsprünge, Lautstärkeregelung, Anrufsteuerung sowie die Umschaltung zwischen ANC- und Transparenzmodus ausführen. Die Berührungsflächen reagieren im Test zuverlässig und erkennen Eingaben in der Regel präzise. Fehleingaben treten nur selten auf.

Besonders positiv fällt auf, dass Cambridge Audio nahezu alle relevanten Funktionen direkt auf die Touchsteuerung gelegt hat. Dadurch müssen Nutzer im Alltag nur selten zur App greifen. Gerade die Möglichkeit, die Lautstärke direkt über die Ohrhörer anzupassen, stellt einen praktischen Vorteil dar, da viele Konkurrenzmodelle hier Einschränkungen aufweisen.

Unterstützt wird die Bedienung durch akustische Sprachansagen und Signaltöne, die den aktuellen Status der Kopfhörer verständlich kommunizieren. So erhält der Nutzer beispielsweise Rückmeldungen über den Wechsel des Geräuschunterdrückungsmodus oder den Verbindungsstatus. Die Ansagen sind gut verständlich und fügen sich sinnvoll in das Bedienkonzept ein.

Auch die intelligenten Komfortfunktionen der Melomania M100 hinterlassen einen positiven Eindruck. Nach dem Öffnen des Ladecases verbinden sich die Ohrhörer innerhalb weniger Sekunden mit dem zuletzt gekoppelten Gerät. Die integrierte Trageerkennung funktioniert im Test zuverlässig und pausiert die Musikwiedergabe automatisch, sobald ein Ohrhörer herausgenommen wird. Nach dem Wiedereinsetzen wird die Wiedergabe ebenso zuverlässig fortgesetzt. Diese Funktionen arbeiten weitgehend unauffällig im Hintergrund und erhöhen den Bedienkomfort im Alltag spürbar.

Im täglichen Einsatz zeigen sich jedoch auch kleinere Schwächen. Wie bei nahezu allen Touch-Bedienungen kann es gelegentlich vorkommen, dass beim Nachjustieren des Sitzes versehentlich eine Berührung erkannt wird. Zudem benötigen einige Mehrfach-Tippgesten anfangs etwas Eingewöhnung, bis sie sicher im Muskelgedächtnis verankert sind. Nutzer, die physische Tasten bevorzugen, könnten sich an der rein berührungsempfindlichen Steuerung zunächst stören.

Insgesamt hinterlassen die Cambridge Melomania M100 jedoch einen sehr guten Eindruck. Die Kombination aus umfangreicher Steuerungsmöglichkeit, zuverlässiger Erkennung, automatischen Komfortfunktionen und schneller Geräteverbindung sorgt für eine moderne und alltagstaugliche Bedienung.

(Bedienung: 4,5 von 5 Punkten)

Klang

Klanglich gehören die Cambridge Melomania M100 zu den stärksten True-Wireless-Kopfhörern ihrer Klasse. Cambridge Audio setzt auf dynamische 10-mm-Treiber mit recycelten Neodym-Magneten, die von einer Class-A/B-Verstärkung unterstützt werden. Der angegebene Frequenzbereich liegt bei 20 Hz bis 20.000 Hz. Unterstützt werden unter anderem SBC, AAC, aptX Adaptive und aptX Lossless, wodurch die M100 besonders mit kompatiblen Android-Smartphones ihr volles Potenzial entfalten können.

Bereits beim ersten Hören fällt auf, dass Cambridge Audio keine übertriebene Effekthascherei betreibt. Der Klang wirkt ausgewogen, sauber abgestimmt und angenehm erwachsen. Die Melomania M100 setzen nicht auf einen künstlich aufgeblähten Bass oder überbetonte Höhen, sondern auf eine natürliche Wiedergabe mit guter Detailauflösung.

Der Bassbereich reicht tief hinab und besitzt genügend Druck, ohne die übrigen Frequenzen zu überdecken. Elektronische Musik, Pop und Hip-Hop profitieren von einem kräftigen Fundament, gleichzeitig bleibt der Tiefton kontrolliert und präzise. Besonders positiv ist, dass der Bass nicht schwammig wirkt, sondern sauber konturiert bleibt. Wer allerdings einen extrem basslastigen Klang bevorzugt, könnte die Abstimmung im Standardprofil als etwas zurückhaltend empfinden.

Die Mitten zählen zu den großen Stärken der Melomania M100. Stimmen werden klar, direkt und angenehm natürlich wiedergegeben. Podcasts, akustische Musik und Singer-Songwriter-Aufnahmen profitieren von dieser sauberen Mitteltondarstellung. Instrumente wirken gut voneinander getrennt, ohne dass der Klang analytisch oder kühl erscheint.

Auch im Hochtonbereich liefern die M100 eine überzeugende Vorstellung. Details wie Becken, Streicher oder feine Rauminformationen werden sauber herausgearbeitet, ohne unangenehm scharf zu wirken. Die Höhen besitzen genügend Brillanz, bleiben aber langzeittauglich und vermeiden störende Sibilanten weitgehend. Dadurch eignen sich die Ohrhörer auch für längere Hörsessions bei höherer Lautstärke.

Die räumliche Darstellung fällt für True-Wireless-In-Ears erfreulich offen aus. Die Bühne wirkt nicht übermäßig breit, aber gut sortiert und glaubwürdig. Einzelne Instrumente lassen sich sauber im Klangbild verorten. Besonders bei hochwertigen Aufnahmen zeigt sich, dass die Melomania M100 mehr Feinzeichnung bieten als viele typische Alltags-In-Ears.

Über die Melomania Connect App lässt sich der Klang zusätzlich per 7-Band-Equalizer anpassen. Das ist besonders praktisch, da Nutzer den eher ausgewogenen Grundcharakter entweder beibehalten oder gezielt mehr Bass, mehr Präsenz oder eine wärmere Abstimmung einstellen können. Die Klangveränderungen greifen hörbar, ohne den Gesamtcharakter der Kopfhörer zu zerstören.

Insgesamt präsentieren sich die Cambridge Melomania M100 als sehr musikalische, detailreiche und natürlich abgestimmte In-Ears. Sie richten sich weniger an Nutzer, die einen stark verfärbten Spaßsound suchen, sondern eher an Hörer, die Wert auf Klarheit, Balance und hochwertige Wiedergabe legen.

(Klang: 4,5 von 5 Punkten)

App

Zur Verwaltung der Melomania M100 stellt Cambridge Audio die kostenlose Melomania Connect App für Android und iOS bereit. Die App dient als zentrale Steuerungszentrale für die Kopfhörer und erweitert deren Funktionsumfang deutlich über die reine Bedienung am Ohrhörer hinaus. Bereits nach der Installation überzeugt die Anwendung mit einer aufgeräumten und übersichtlichen Benutzeroberfläche, die sich auch ohne längere Einarbeitung intuitiv bedienen lässt.

Melomania Connect
Preis: Kostenlos
Melomania Connect
Preis: Kostenlos

Nach dem ersten Start werden die Melomania M100 schnell erkannt und mit der App gekoppelt. Die Verbindung erwies sich im Test als stabil und zuverlässig. Auf der Startseite erhält der Nutzer einen Überblick über den Akkustand der einzelnen Ohrhörer sowie des Ladecases. Diese Informationen werden übersichtlich dargestellt und ermöglichen eine schnelle Kontrolle der verbleibenden Laufzeit.

Zu den wichtigsten Funktionen zählt der integrierte 7-Band-Equalizer. Dieser erlaubt eine individuelle Anpassung des Klangbildes an die eigenen Vorlieben. Neben mehreren Klangprofilen können auch eigene Presets erstellt und gespeichert werden. Die Veränderungen greifen hörbar ein und bieten genügend Spielraum, um den ohnehin sehr ausgewogenen Klang der Melomania M100 gezielt anzupassen.

Darüber hinaus ermöglicht die App die Konfiguration der Touchsteuerung. Nutzer können verschiedene Funktionen einzelnen Gesten zuweisen und die Bedienung damit an ihre persönlichen Bedürfnisse anpassen. Dieser hohe Grad an Individualisierung stellt einen klaren Vorteil gegenüber vielen Konkurrenzmodellen dar, bei denen die Belegung häufig nur eingeschränkt verändert werden kann.

Selbstverständlich lassen sich auch die Geräuschunterdrückung und der Transparenzmodus direkt über die App steuern. Die verschiedenen ANC-Stufen können komfortabel ausgewählt werden, wodurch sich die Kopfhörer flexibel an unterschiedliche Umgebungen anpassen lassen. Ergänzend bietet Cambridge Audio einen sogenannten „Melomania Mode“, der bestimmte digitale Signalverarbeitungen reduziert, um eine möglichst unverfälschte Musikwiedergabe zu ermöglichen.

Ein weiterer Pluspunkt sind regelmäßige Firmware-Updates, die direkt über die App installiert werden können. Dadurch lassen sich Fehler beheben, neue Funktionen ergänzen oder bestehende Funktionen optimieren, ohne dass zusätzliche Software benötigt wird. Die Update-Installation verlief im Test problemlos und zuverlässig.

Positiv fällt außerdem auf, dass die App weitgehend werbefrei arbeitet und sich vollständig auf die Funktionen der Kopfhörer konzentriert. Unnötige Menüs oder überladene Zusatzfunktionen sucht man hier vergeblich. Cambridge Audio verfolgt stattdessen einen klaren und funktionalen Ansatz, der gut zur Gesamtphilosophie der Marke passt.

Kleinere Kritikpunkte gibt es dennoch. Die App bietet zwar alle wichtigen Funktionen, erreicht hinsichtlich Funktionsumfang und grafischer Modernität jedoch nicht ganz das Niveau der umfangreichsten Lösungen von Sony oder Jabra. Einige Menüs könnten zudem etwas moderner gestaltet sein. Im Alltag beeinträchtigt dies die Nutzung allerdings kaum.

Insgesamt präsentiert sich die Melomania Connect App als durchdachte und zuverlässige Ergänzung zu den Melomania M100. Sie bietet alle relevanten Funktionen, arbeitet stabil und ermöglicht umfangreiche Anpassungen, ohne den Nutzer mit unnötiger Komplexität zu überfordern.

App: 4 von 5 Punkten)

Ausstattung

ANC / Transparenzmodus

Mit den Melomania M100 bietet Cambridge Audio erstmals eine aktive Geräuschunterdrückung in der Melomania-Serie an. Im Alltag erweist sich das ANC als sinnvolle Ergänzung, die besonders bei gleichmäßigen Störgeräuschen ihre Stärke ausspielt. Brummende Motoren, Lüfter, Klimaanlagen oder monotone Hintergrundgeräusche werden spürbar reduziert, wodurch Musik, Podcasts und Hörbücher ruhiger und konzentrierter wirken.

Die Geräuschunterdrückung arbeitet angenehm unaufdringlich. Beim Aktivieren entsteht kein starkes Druckgefühl im Ohr, wie es bei manchen ANC-Kopfhörern vorkommen kann. Dadurch bleibt der Tragekomfort auch bei längerer Nutzung erhalten. Besonders in Bahn, Bus, Büro oder Café sorgt das ANC für eine hörbar entspanntere Wiedergabe.

Vollständig ausblenden können die Melomania M100 die Umgebung jedoch nicht. Stimmen, Tastaturgeräusche oder plötzliche, unregelmäßige Geräusche dringen weiterhin durch, wenn auch gedämpft. In dieser Disziplin erreichen die Cambridge-Kopfhörer nicht ganz das Niveau der absoluten ANC-Spitzenmodelle von Sony, Bose oder Apple. Für den Alltag ist die Leistung dennoch überzeugend und deutlich besser als eine rein passive Abschirmung.

Neben der aktiven Geräuschunterdrückung bieten die M100 auch einen Transparenzmodus, mit dem Umgebungsgeräusche bewusst eingeblendet werden können. Dieser Modus ist besonders praktisch im Straßenverkehr, bei kurzen Gesprächen oder wenn man Durchsagen am Bahnhof wahrnehmen möchte, ohne die Ohrhörer herausnehmen zu müssen. Stimmen und Umgebungsgeräusche werden gut verständlich weitergeleitet und wirken ausreichend natürlich.

Ganz ohne künstlichen Charakter arbeitet der Transparenzmodus jedoch nicht. Je nach Umgebung klingen Außengeräusche leicht verstärkt oder etwas digital bearbeitet. Für kurze Gespräche und mehr Aufmerksamkeit im Alltag reicht die Umsetzung aber problemlos aus. Positiv ist, dass der Wechsel zwischen ANC, Transparenzmodus und ausgeschalteter Geräuschkontrolle schnell über die Ohrhörer oder die App möglich ist.

Ein wichtiger Faktor bleibt der richtige Sitz der Ohrhörer. Nur wenn die passenden Ohrpassstücke gewählt wurden, können sowohl die passive Abdichtung als auch das aktive ANC ihre volle Wirkung entfalten. Besonders die mitgelieferten Memory-Foam-Aufsätze können die Abschirmung zusätzlich verbessern und sorgen für eine deutlich ruhigere Klangbasis.

Insgesamt liefern die Cambridge Melomania M100 eine gute bis sehr gute Leistung beim Ein- und Ausblenden der Umgebung. Das ANC reduziert störende Alltagsgeräusche effektiv und angenehm, während der Transparenzmodus im Alltag einen echten Mehrwert bietet. Zur absoluten Referenzklasse fehlt zwar noch etwas Durchschlagskraft, dennoch ist die Umsetzung für die meisten Nutzungssituationen mehr als ausreichend.

(Ausstattung 4 von 5 Punkten)

Bluetooth

Die Cambridge Melomania M100 nutzen den aktuellen Bluetooth-5.3-Standard und sind damit technisch auf einem modernen Niveau. Die Verbindung profitiert von einer hohen Stabilität, einer verbesserten Energieeffizienz sowie einer geringen Latenz. Im Test erwiesen sich die Kopfhörer als zuverlässige Begleiter, die sowohl im Alltag als auch bei längeren Hörsessions eine stabile Verbindung zum Wiedergabegerät aufrechterhalten.

Besonders positiv fällt die umfangreiche Codec-Unterstützung aus. Neben den Standard-Codecs SBC und AAC unterstützen die Melomania M100 auch aptX Adaptive sowie aptX Lossless. Vor allem Nutzer kompatibler Android-Smartphones profitieren dadurch von einer höheren Klangqualität und einer dynamischen Anpassung der Übertragungsrate. aptX Lossless ermöglicht unter optimalen Bedingungen sogar eine verlustfreie CD-Qualität über Bluetooth, was derzeit nur wenige True-Wireless-Kopfhörer bieten.

Die Ersteinrichtung gestaltet sich unkompliziert. Nach dem Öffnen des Ladecases wechseln die Ohrhörer automatisch in den Kopplungsmodus und werden von Smartphones, Tablets oder Computern schnell erkannt. Bereits gekoppelte Geräte verbinden sich nach dem Öffnen des Cases innerhalb weniger Sekunden automatisch.

Im Test überzeugte die Verbindungsstabilität auf ganzer Linie. Selbst in Umgebungen mit vielen aktiven Funkverbindungen, beispielsweise Bahnhöfen, Einkaufszentren oder Großraumbüros, kam es nur äußerst selten zu kurzen Aussetzern. Die Verbindung blieb insgesamt sehr stabil und zuverlässig.

Auch die Reichweite fällt überdurchschnittlich aus. Im Außenbereich konnten die Melomania M100 bei freier Sicht eine stabile Verbindung über rund 15 bis 20 Meter aufrechterhalten, bevor erste Aussetzer auftraten. Damit bewegen sie sich auf dem Niveau aktueller Premiummodelle.

Innerhalb von Gebäuden hängt die Reichweite naturgemäß von Wänden, Türen und anderen Hindernissen ab. Im Test blieb die Verbindung über mehrere Räume hinweg stabil. Selbst bei einer Distanz von etwa 8 bis 12 Metern und mehreren Wänden zwischen Smartphone und Kopfhörern kam es nur selten zu Störungen. Für die alltägliche Nutzung in Wohnung, Büro oder Haus ist die Reichweite daher vollkommen ausreichend.

Ebenfalls positiv ist die geringe Verzögerung bei der Wiedergabe von Videos. Bild und Ton bleiben weitgehend synchron, wodurch sich die Melomania M100 nicht nur für Musik, sondern auch für Streaming-Dienste, YouTube oder Videotelefonie eignen. Unterstützte Geräte profitieren zusätzlich von den Vorteilen von aptX Adaptive, das die Latenz je nach Anwendung automatisch optimiert.

Die M100 unterstützen darüber hinaus Multipoint Bluetooth. Dadurch können die Kopfhörer gleichzeitig mit zwei Geräten verbunden sein. Beispielsweise lässt sich Musik über einen Laptop hören, während eingehende Anrufe vom Smartphone automatisch übernommen werden. Diese Funktion erhöht den Komfort insbesondere im Arbeitsalltag erheblich.

(Bluetooth: 4,5 von 5 Punkten)

Akkulaufzeit

Bei der Akkulaufzeit gehören die Cambridge Melomania M100 zu den stärksten True-Wireless-Kopfhörern ihrer Klasse. Cambridge Audio gibt eine Wiedergabezeit von bis zu 10 Stunden mit aktivierter Geräuschunterdrückung und bis zu 16 Stunden ohne ANC an. Zusammen mit dem Ladecase sind insgesamt bis zu 33 Stunden mit ANC und bis zu 52 Stunden ohne ANC möglich. Damit liegen die M100 deutlich über dem Durchschnitt vieler aktueller True-Wireless-Modelle.

Im Alltag bedeutet das, selbst längere Arbeitstage, ausgedehnte Reisen oder mehrere Tage mit normaler Nutzung lassen sich problemlos bewältigen, ohne ständig an das Aufladen denken zu müssen. Besonders positiv fällt auf, dass bereits die Laufzeit der einzelnen Ohrhörer sehr hoch ausfällt. Während viele Konkurrenten nach fünf bis sieben Stunden wieder ins Ladecase müssen, halten die Melomania M100 deutlich länger durch.

Mit aktivierter Geräuschunterdrückung reduziert sich die Laufzeit zwar spürbar, bleibt aber weiterhin auf einem sehr guten Niveau. Gerade für Pendler, Büroarbeit oder Flugreisen ist das ein großer Vorteil, da ANC genutzt werden kann, ohne die Akkulaufzeit zu stark einzuschränken. Wer auf ANC verzichtet, profitiert von einer außergewöhnlich langen Spielzeit, die im Alltag nur selten ausgereizt werden dürfte.

Das Ladecase verlängert die Gesamtlaufzeit zusätzlich deutlich und bietet mehrere vollständige Ladevorgänge für die Ohrhörer. Dadurch eignen sich die M100 auch sehr gut für Reisen oder längere Wochenenden, bei denen nicht ständig eine Steckdose in der Nähe ist. Der Akkustand der Ohrhörer und des Cases lässt sich bequem über die Melomania Connect App kontrollieren.

Geladen wird das Case wahlweise über den integrierten USB-C-Anschluss oder komfortabel per Qi-Wireless-Charging. Damit können die Melomania M100 auf kompatiblen kabellosen Ladepads geladen werden, was den Bedienkomfort im Alltag zusätzlich erhöht. Die Schnellladefunktion sorgt darüber hinaus dafür, dass bereits 10 Minuten Ladezeit ausreichen, um 1,5 Stunden mit oder 2,4 Stunden ohne ANC Musik hören zu können. Eine komplette Aufladung des Cases dauert wiederum 2,5 Stunden.

Insgesamt überzeugt die Akkulaufzeit der Cambridge Melomania M100 auf ganzer Linie. Die Kombination aus sehr langer Einzelspielzeit, hoher Gesamtlaufzeit mit Ladecase, Schnellladefunktion und kabelloser Qi-Ladefunktion macht die Kopfhörer zu den ausdauerndsten und gleichzeitig komfortabelsten Vertretern ihrer Klasse.

Ebenfalls an Bord ist eine intelligente Trageerkennung. Anders als bei vielen Konkurrenzmodellen wird die Musikwiedergabe jedoch nicht bereits beim Herausnehmen eines einzelnen Ohrhörers pausiert. Die Melomania M100 stoppen die Wiedergabe erst dann automatisch, wenn beide Ohrhörer aus den Ohren entfernt werden. Dadurch können Nutzer problemlos einen Ohrhörer herausnehmen, um beispielsweise ein kurzes Gespräch zu führen, ohne dass die Musikwiedergabe unterbrochen wird.

(Akkulaufzeit: 5 von 5 Punkten)

TEIL 3

bestehend aus „Preis/Leistung“ entspricht 10% der Gesamtwertung

Beschreibung

Mit den Melomania M100 liefert Cambridge Audio einen rundum gelungenen True-Wireless-Kopfhörer ab, der die Versprechen des Herstellers größtenteils einhält. Besonders der ausgewogene und detailreiche Klang, die hervorragende Akkulaufzeit sowie die moderne Bluetooth-Ausstattung mit aptX Adaptive und aptX Lossless zählen zu den größten Stärken des Modells. Auch Verarbeitung, Tragekomfort und die übersichtliche App hinterlassen einen sehr guten Eindruck.

Größere Schwächen leistet sich der M100 nicht. Die aktive Geräuschunterdrückung arbeitet zuverlässig und reduziert störende Umgebungsgeräusche effektiv, erreicht jedoch nicht ganz das Niveau der aktuellen ANC-Spitzenreiter von Sony oder Bose. Zudem könnten die Ohrhörer für Nutzer mit kleineren Ohren etwas kompakt ausfallen.

Wer auf der Suche nach dem bestmöglichen ANC ist, findet bei Sony oder Bose stärkere Alternativen. Wer hingegen besonderen Wert auf Klangqualität, Akkulaufzeit und moderne Bluetooth-Technik legt, erhält mit den Cambridge Melomania M100 eines der derzeit ausgewogensten Gesamtpakete in der Premiumklasse.

Preis/Leistung

Die Cambridge Melomania M100 starteten mit einer UVP von 199 Euro und positionierten sich damit im gehobenen Premiumsegment. Mittlerweile sind die In-Ears im Handel häufig bereits für rund 120 bis 140 Euro erhältlich, wodurch das Preis-Leistungs-Verhältnis nochmals deutlich attraktiver ausfällt.

Für diesen Preis bieten die Melomania M100 eine Ausstattung, die in dieser Klasse keineswegs selbstverständlich ist. Dazu zählen Bluetooth 5.3, aptX Adaptive und aptX Lossless, Multipoint-Verbindungen, Qi-Wireless-Charging, eine hervorragende Akkulaufzeit sowie ein sehr ausgewogener und detailreicher Klang. Auch Verarbeitung und App überzeugen auf ganzer Linie.

Wer hauptsächlich Wert auf die bestmögliche Geräuschunterdrückung legt, findet mit den Sony WF-1000XM5 oder den Bose QuietComfort Ultra Earbuds leistungsstärkere Alternativen, muss dafür jedoch deutlich mehr investieren. Im direkten Preisbereich bieten nur wenige Modelle ein ähnlich ausgewogenes Gesamtpaket.

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testr Gesamtwertung

unter Berücksichtigung aller Teilwertungen

 Wir bedanken uns beim Hersteller für die Bereitstellung des Produktes. Zu unseren Grundsätzen

Link zum Hersteller: cambridgeaudio.com/de

Aqara Camera Hub G5 Pro Wi-Fi

In aller Kürze

Der Aqara Camera Hub G5 Pro Wi-Fi vereint Überwachungskamera und Smart-Home-Zentrale in einem Gerät. Neben einer 2,6K-Auflösung und farbiger Nachtsicht bietet die Kamera lokale KI-Erkennung für Personen, Fahrzeuge und Pakete. Dank integriertem Zigbee-Hub, Matter-Controller und Thread Border Router dient sie gleichzeitig als zentrale Schaltstelle für das Smart Home.

Besonders interessant sind die umfangreichen Smart-Home-Integrationen, die Unterstützung von HomeKit Secure Video sowie die Möglichkeit, Automationen auch ohne Cloud-Anbindung lokal auszuführen. In diesem Test zeigen wir, wie sich die G5 Pro in der Praxis schlägt und ob sie ihrem Premium-Anspruch gerecht wird.

Gefällt uns

  • Sehr gute 2,6K-Bildqualität und Vollfarb-Nachtsicht
  • Zuverlässige lokale KI-Erkennung
  • Apple Home, Google Home, SmartThings und Alexa werden unterstützt
  • Zigbee-Hub, Matter Controller und Thread Border Router integriert
  • RTSP und lokale Automationen ohne Cloud
  • IP65-Gehäuse und hochwertige Verarbeitung
  • Präzise Ausrichtung dank doppeltem Gelenk
  • Niedriger Stromverbrauch

Gefällt uns weniger

  • Kein Netzteil im Lieferumfang
  • HomeKit-Aufzeichnungen aktuell nur in 1080p
  • Cloud-Extras erfordern ein HomeGuardian-Abo
  • Fest integriertes Anschlusskabel

Aqara Camera Hub G5 Pro Wi-Fi

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TEIL 1

Bestehend aus „Verpackung/Design/Verarbeitung“ entspricht 25% der Gesamtwertung

Verpackung

Bereits die Verpackung des Aqara Camera Hub G5 Pro Wi-Fi vermittelt einen hochwertigen Eindruck. Die Vorderseite wird von einem großen Produktbild der Kamera dominiert. Darunter sind die wichtigsten unterstützten Smart-Home-Plattformen und Dienste aufgeführt, darunter Apple HomeKit Secure Video, Matter, Google Home, Amazon Alexa sowie SmartThings usw. Dadurch erkennt der Käufer bereits auf den ersten Blick die umfangreichen Integrationsmöglichkeiten der Kamera.

Auf der Rückseite zeigt Aqara eine Smartphone-Ansicht der Kameraoberfläche in der Aqara-App. Ergänzt wird diese durch die wichtigsten Produktmerkmale und technische Spezifikationen. Zudem wird die lokale Sicherheitsautomatisierung hervorgehoben, die dank integrierter KI-Erkennung auch ohne Cloud-Anbindung verschiedene Ereignisse erkennen und Smart-Home-Aktionen auslösen kann.

Die linke schmale Seite der Verpackung präsentiert mehrere Symbole, welche die wichtigsten Funktionen der Kamera übersichtlich darstellen. Dazu gehören unter anderem die Vollfarb-Nachtsicht, HomeKit Secure Video Integration, die lokale KI-Erkennung, die Wetterfestigkeit nach IP65 sowie die Hub-Funktionen für Matter, Thread und Zigbee.

Auf der rechten Verpackungsseite informiert Aqara in mehreren Sprachen über die True Color Night Vision und hebt hervor, dass sich die Kamera dank ihrer wettergeschützten Bauweise sowohl für den Innen- als auch für den Außenbereich eignet und somit flexibel an nahezu jedem Standort im Smart Home eingesetzt werden kann.

Im Inneren ist die Kamera sicher in einer passgenauen Kartonhalterung untergebracht und zusätzlich durch Schutzfolien vor Kratzern geschützt. Das Zubehör befindet sich ordentlich getrennt in einem separaten Kartonfach unterhalb der Kamera.

Zum Lieferumfang gehören neben dem Aqara Camera Hub G5 Pro Wi-Fi die Wand- bzw. Deckenhalterung, Montagematerial mit Schrauben und Dübeln, eine Kurzanleitung sowie das fest integrierte Anschlusskabel. Damit steht einer schnellen Installation direkt nach dem Auspacken nichts im Wege.

(Verpackung: 4 von 5 Punkten)

Design

Mit dem Camera Hub G5 Pro Wi-Fi verfolgt Aqara einen modernen und zugleich funktionalen Designansatz. Die Kamera setzt auf ein kompaktes Gehäuse in Form einer klassischen Bullet-Kamera, wodurch sie sowohl im Innen- als auch im Außenbereich unauffällig installiert werden kann. Die Front wird von der großen Objektiveinheit dominiert, die von den Sensoren und der integrierten Beleuchtung für die Nachtsicht flankiert wird. Das schlichte Design wirkt hochwertig und fügt sich problemlos in unterschiedlichste Umgebungen ein, von der Hausfassade über die Garage bis hin zum Wohnbereich.

Besonders praktisch ist die flexible Halterung. Aqara setzt auf ein doppelt gelagertes Gelenksystem, das eine sehr präzise Ausrichtung der Kamera ermöglicht. Sowohl die Neigung als auch die Drehung lassen sich unabhängig voneinander einstellen, wodurch sich der gewünschte Überwachungsbereich exakt erfassen lässt. Dies erleichtert die Montage erheblich, da die Kamera nach der Installation problemlos feinjustiert werden kann. Gleichzeitig sorgt die Konstruktion dafür, dass die eingestellte Position sicher gehalten wird und auch nach längerer Nutzung nicht nachgibt.

Auf der Rückseite verlässt lediglich das fest integrierte Anschlusskabel das Gehäuse. Dadurch wirkt die Kamera aufgeräumt und verzichtet auf unnötige Bedienelemente oder sichtbare Anschlüsse. Insgesamt hinterlässt der Camera Hub G5 Pro Wi-Fi einen modernen und durchdachten Eindruck, der den Premium-Anspruch des Herstellers unterstreicht.

(Design: 4,5 von 5 Punkten)

Verarbeitung

Auch bei der Verarbeitung zeigt sich Aqara von seiner hochwertigen Seite. Das Gehäuse besteht aus robustem Kunststoff mit sauber ausgeführten Übergängen und gleichmäßigen Spaltmaßen. Sämtliche Komponenten sitzen fest und vermitteln einen langlebigen Eindruck.

Die Halterung fällt besonders massiv aus und vermittelt ausreichend Stabilität für die dauerhafte Montage an Wand oder Decke. Die beiden Gelenke lassen sich mit angemessenem Widerstand bewegen und ermöglichen eine präzise Einstellung der Kameraposition. Nach der Ausrichtung bleibt die Kamera zuverlässig in der gewählten Position, ohne ungewollt zu verrutschen.

Dank der wettergeschützten Bauweise nach IP65 ist die Kamera für den ganzjährigen Außeneinsatz ausgelegt. Sämtliche Dichtungen und Übergänge wirken sauber verarbeitet und lassen keine Schwachstellen erkennen. Insgesamt überzeugt der Aqara Camera Hub G5 Pro Wi-Fi mit einer hochwertigen Verarbeitung, die dem Preisniveau und der umfangreichen Ausstattung gerecht wird.

(Verarbeitung: 4,5 von 5 Punkten)

TEIL 2

bestehend aus „Funktion des Produktes“ entspricht 65% der Gesamtwertung

Klingel-ArtKI-unterstützte Sicherheitskamera (kabelgebunden)
Auflösung2,6K Quad HD 2688×1520 mit HDR
Bildsensorgröße1/1,8 Zoll Blende: f/1.0
Weitwinkel133° (Diagonale), H112°.V60.3
Abmessungen/ Gewicht70,5×70,5×89 mm – Ständer nicht enthalten
ca.  560 g
Zoom8-facher Digitalzoom
MaterialHochwertiger Kunststoff mit wetterfester Versiegelung
KonnektivitätZigBee & Thread IEEE 802.15.4, Bluetooth (unterstützt MagicPair); PoE: Ethernet IEEE 802.3af; Wi-Fi: Wi-Fi IEEE 802.11 b/g/n/ac 2,4–5 GHz
ScheinwerferNennleistung: 3W, Abstrahlwinkel: 120°, Farbtemperatur: 3000K
SicherheitKI-gestützte Personen-, Fahrzeug-, Tier- und Paketerkennung, AES-128-Verschlüsselung, TLS-Verbindungen, automatische Sicherheitsupdates
FunktionenZwei-Wege-Audio mit Geräuschunterdrückung
BetriebsbedienungWitterungsbeständig nach IP65 
Temperatur: -30 °C ~ +50 °C
StromversorgungWi-Fi: USB-C 5V 2A; PoE-Typ: USB-C 5V 2A / PoE 48V 0,27A;
NachtsichtmodusFarb-Nachtsicht mit integriertem Spotlight, zusätzlich Infrarot-Nachtsicht
PIR-ErfassungswinkelHorizontal 100°, Vertikal 65°
LieferumfangKamera Hub G5 Pro
Benutzerhandbuch
Rückdeckelöffner
Wand-Schrauben- und Dübel-Set
Netzkabel
RJ45 wasserdichtes Set x 1 (Nur für PoE)
Technische Daten des Aqara Camera Hub G5 Pro Wi-Fi

Einrichtung und Inbetriebnahme

Die Einrichtung des Aqara Camera Hub G5 Pro Wi-Fi gestaltet sich angenehm unkompliziert und ist in wenigen Minuten erledigt. Vor der Montage sollte zunächst ein geeigneter Standort gewählt werden. Wichtig ist dabei, dass die Kamera eine stabile Stromversorgung erhält, der gewünschte Überwachungsbereich gut erfasst wird und am Installationsort ausreichend WLAN-Empfang vorhanden ist. Da die G5 Pro auch für den Außenbereich geeignet ist, kann sie flexibel an der Hauswand, im Eingangsbereich, an der Garage oder einem Bereich an der Terrasse montiert werden.

Für die Inbetriebnahme wird die Aqara Home App benötigt. Nach dem Anschließen an die Stromversorgung startet die Kamera automatisch und wechselt nach kurzer Zeit in den Kopplungsmodus. Die Kamera lässt sich entweder über die Gerätesuche oder durch das Scannen des QR-Codes einbinden. Danach führt die App Schritt für Schritt durch den weiteren Prozess.

Während der Einrichtung wird die Kamera mit dem heimischen WLAN verbunden. Besonders praktisch ist, dass Aqara den Ablauf sehr übersichtlich gestaltet, Netzwerk auswählen, WLAN-Passwort eingeben und die Verbindung bestätigen. Anschließend wird die Kamera dem gewünschten Zuhause und Raum zugeordnet. Nach erfolgreicher Kopplung steht der Live-Stream direkt in der App zur Verfügung.

Im nächsten Schritt empfiehlt es sich, die Kameraansicht zu prüfen und die Position feinzujustieren. Dank des doppelt gelagerten Gelenks lässt sich die G5 Pro sehr präzise ausrichten. So kann der Erfassungsbereich exakt auf Haustür, Einfahrt, Garten oder Innenraum abgestimmt werden. Erst wenn der Bildausschnitt passt, sollte die Halterung endgültig festgezogen werden.

Nach der Grundinstallation bietet die App zahlreiche Einstellungsmöglichkeiten. Dazu gehören unter anderem die Bildqualität, Nachtsicht, Bewegungserkennung, lokale KI-Erkennung, Benachrichtigungen und Datenschutzoptionen. Auch Erkennungszonen lassen sich festlegen, damit die Kamera nur relevante Bereiche überwacht und unnötige Meldungen reduziert werden.

Ein großer Vorteil der G5 Pro ist die Smart-Home-Integration. Nach der Einrichtung kann die Kamera nicht nur als Überwachungskamera genutzt werden, sondern auch als Hub für weitere Aqara-Geräte dienen. Sensoren, Schalter oder andere kompatible Geräte lassen sich direkt über die App hinzufügen. Zudem können Automationen erstellt werden, etwa das Einschalten einer Lampe bei erkannter Bewegung oder das Auslösen einer Sirene bei ungewöhnlichen Ereignissen.

Auch die Einbindung in andere Smart-Home-Systeme ist möglich. Je nach verwendetem Ökosystem kann die Kamera mit Apple Home, Google Home, Amazon Alexa, SmartThings oder Matter verbunden werden. Dadurch lässt sich die G5 Pro flexibel in bestehende Installationen integrieren.

Insgesamt überzeugt die Einrichtung durch eine klare Benutzerführung, schnelle Kopplung und viele Anpassungsmöglichkeiten. Auch weniger erfahrene Nutzer sollten die Kamera ohne größere Schwierigkeiten in Betrieb nehmen können. Wer anschließend etwas Zeit in die Feinjustierung der Erkennung, Benachrichtigungen und Automationen investiert, erhält ein sehr vielseitiges Sicherheits- und Smart-Home-Gerät.

(Einrichtung und Inbetriebnahme: 5 von 5 Punkten)

Funktionsumfang und Bedienung

Der Aqara Camera Hub G5 Pro Wi-Fi gehört zu den vielseitigsten Smart-Home-Kameras auf dem Markt. Das Gerät kombiniert nicht nur eine Überwachungskamera mit hochauflösender Videoaufzeichnung, sondern fungiert gleichzeitig als Zigbee-Hub, Matter Controller, Matter Bridge und Thread Border Router. Dadurch übernimmt die Kamera eine zentrale Rolle im Smart Home und kann zahlreiche weitere Geräte miteinander vernetzen.

Die Bedienung erfolgt primär über die Aqara Home App, die übersichtlich aufgebaut ist und schnellen Zugriff auf Livebild, Aufzeichnungen, Automationen sowie sämtliche Kameraeinstellungen bietet. Bereits auf der Startseite lassen sich Livestream, Ereignisse und verbundene Geräte aufrufen. Die Navigation ist intuitiv gestaltet, sodass auch Einsteiger schnell mit den zahlreichen Funktionen zurechtkommen.

Zu den wichtigsten Funktionen zählen die lokale KI-Erkennung von Personen, Fahrzeugen, Tieren und Paketen. Im Gegensatz zu vielen Cloud-basierten Lösungen werden die Analysen direkt auf der Kamera durchgeführt. Dadurch reagieren Automationen schneller und funktionieren selbst dann, wenn die Internetverbindung vorübergehend ausfällt. Zusätzlich können individuelle Erkennungszonen definiert werden, um Fehlalarme durch Straßenverkehr oder Nachbargrundstücke zu minimieren.

Ein besonderes Highlight ist die umfangreiche Smart-Home-Kompatibilität. Der Camera Hub G5 Pro Wi-Fi lässt sich nahtlos in nahezu alle wichtigen Smart-Home-Plattformen integrieren.

Apple Home & HomeKit Secure Video

Vor allem Nutzer des Apple-Ökosystems profitieren von der tiefen Integration in Apple Home. Nach der Einrichtung erscheint die Kamera direkt in der Home-App und kann gemeinsam mit anderen HomeKit-Geräten verwaltet werden. Automationen lassen sich bequem über die Apple Home App erstellen, beispielsweise das Einschalten von Beleuchtung bei Bewegung oder das Aktivieren bestimmter Szenen.

Der größte Vorteil liegt jedoch in der Unterstützung von HomeKit Secure Video. Dadurch werden Aufzeichnungen verschlüsselt in der iCloud gespeichert und können komfortabel über iPhone, iPad, Mac oder Apple TV abgerufen werden. Apple analysiert die Aufnahmen lokal über die Home-Zentrale und kann zwischen Personen, Fahrzeugen, Tieren und Paketen unterscheiden. Zudem stehen Aktivitätszonen und intelligente Benachrichtigungen zur Verfügung.

Bisher gibt es jedoch eine Einschränkung: HomeKit Secure Video speichert Aufnahmen bislang lediglich in 1080p Full HD, selbst wenn die Kamera eine deutlich höhere Auflösung unterstützt. Dadurch wird das 2,6K-Bildmaterial der G5 Pro innerhalb von Apple Home aktuell heruntergerechnet.

Mit iOS 27 welches im Sommer erscheinen wird, hebt Apple diese Einschränkung jedoch endlich auf und führt Unterstützung für Aufzeichnungen mit bis zu 4K-Auflösung auf kompatiblen Kameras ein. Davon profitieren insbesondere moderne Sicherheitskameras wie die Aqara G5 Pro, da künftig deutlich mehr Bilddetails erhalten bleiben. Voraussetzung bleibt weiterhin ein iCloud+-Abonnement. Durch die höhere Auflösung steigt allerdings auch die Datenmenge der gespeicherten Videos, was man auf jeden Fall beachten sollte. 

Google Home

Auch die Integration in Google Home funktioniert problemlos. Nach der Verknüpfung kann der Livestream direkt in der Google-Home-App angezeigt werden. Besonders praktisch ist die Nutzung mit Geräten wie Nest Hub oder Chromecast, auf denen das Kamerabild per Sprachbefehl angezeigt werden kann.

Für Haushalte, die bereits stark auf das Google-Ökosystem setzen, bietet die Integration einen deutlichen Mehrwert, da die Kamera gemeinsam mit anderen Smart-Home-Geräten zentral verwaltet werden kann. Die Einrichtung erfolgt unkompliziert über die Aqara-App und die anschließende Verknüpfung mit Google Home.

Samsung SmartThings

Samsung-Nutzer profitieren von der Unterstützung für SmartThings. Die Kamera kann in bestehende SmartThings-Umgebungen eingebunden und dort in Automationen integriert werden. So lassen sich beispielsweise Beleuchtung, Sensoren oder andere vernetzte Geräte mit den Erkennungsfunktionen der Kamera kombinieren.

Gerade Anwender mit einer größeren Anzahl unterschiedlicher Smart-Home-Geräte profitieren von der zentralen Steuerung innerhalb von SmartThings. Die Matter-Unterstützung der G5 Pro erleichtert die plattformübergreifende Zusammenarbeit zusätzlich.

Works with Alexa

Selbstverständlich unterstützt die Kamera auch Amazons Alexa-Plattform. Nach der Einrichtung kann das Livebild auf Echo Show-Geräten oder kompatiblen Fire-TV-Geräten angezeigt werden. Per Sprachbefehl lässt sich die Kamera aufrufen, ohne die Smartphone-App öffnen zu müssen.

Besonders praktisch ist dies im Alltag, wenn beispielsweise schnell überprüft werden soll, wer sich vor der Haustür befindet oder was im Garten passiert. Nutzer des Amazon-Ökosystems erhalten damit eine komfortable Erweiterung ihrer bestehenden Smart-Home-Installation.

Matter, Thread und Zigbee als zentrale Smart-Home-Basis

Neben den bekannten Plattformen punktet die Kamera vor allem durch ihre Hub-Funktion. Als Matter Controller, Matter Bridge und Thread Border Router bildet sie die Grundlage für moderne Smart-Home-Netzwerke. Zusätzlich fungiert sie als Zigbee-Hub für zahlreiche Aqara-Sensoren und Aktoren.

Dadurch kann die G5 Pro weit mehr als nur Videobilder aufzeichnen. Sie wird zur zentralen Schaltstelle des Smart Homes und ermöglicht komplexe Automationen zwischen Sensoren, Beleuchtung, Steckdosen, Schaltern und Sicherheitskomponenten. Gerade für Nutzer, die ein zukunftssicheres Smart Home aufbauen möchten, stellt dies einen erheblichen Mehrwert gegenüber klassischen Überwachungskameras dar.

Insgesamt überzeugt der Aqara Camera Hub G5 Pro Wi-Fi mit einem außergewöhnlich umfangreichen Funktionsumfang. Die Kombination aus Sicherheitskamera, Smart-Home-Zentrale und plattformübergreifender Kompatibilität macht das Gerät zu einer der flexibelsten Lösungen für moderne Smart Homes.

(Funktionsumfang und Bedienung: 4 von 5 Punkten)

App

Die Steuerung des Aqara Camera Hub G5 Pro Wi-Fi erfolgt primär über die Aqara Home App, die sowohl für Android als auch iOS verfügbar ist. Bereits nach dem ersten Start fällt die übersichtliche Gestaltung der Benutzeroberfläche positiv auf. Sämtliche Kamerafunktionen, Aufzeichnungen, Automationen und Smart-Home-Einstellungen sind logisch strukturiert und auch für Einsteiger leicht verständlich zugänglich.

Auf der Geräteübersicht erhält der Nutzer direkten Zugriff auf den Live-Stream der Kamera. Dieser wird nahezu verzögerungsfrei übertragen und kann je nach Netzwerkverbindung in unterschiedlichen Qualitätsstufen angezeigt werden. Direkt unterhalb des Livebilds befinden sich Schnellzugriffe für Gegensprechfunktion, Sirene, Schnappschüsse und Videoaufzeichnungen. Dadurch lassen sich wichtige Funktionen ohne Umwege erreichen.

Ein großer Vorteil der Aqara-App liegt in den umfangreichen Konfigurationsmöglichkeiten. Nutzer können die Empfindlichkeit der Bewegungserkennung individuell anpassen, Erkennungszonen festlegen und verschiedene KI-Funktionen aktivieren. Die Kamera ist in der Lage, Personen, Fahrzeuge, Tiere oder Pakete zu erkennen und entsprechend unterschiedliche Benachrichtigungen auszulösen. Besonders praktisch ist die Möglichkeit, bestimmte Bereiche von der Überwachung auszuschließen, um Fehlalarme durch Straßenverkehr oder Bewegungen auf Nachbargrundstücken zu vermeiden.

Im Bereich der Aufzeichnungen bietet Aqara eine übersichtliche Ereigniszeitleiste. Erfasste Ereignisse werden chronologisch dargestellt und können direkt abgespielt werden. Die Suchfunktion erleichtert das Auffinden bestimmter Vorfälle erheblich. Gleichzeitig informiert die App über erkannte Personen, Fahrzeuge oder andere relevante Ereignisse und liefert detaillierte Informationen zum jeweiligen Auslöser.

Eine weitere Stärke der Aqara-App sind die umfangreichen Automatisierungsmöglichkeiten. Da die G5 Pro gleichzeitig als Smart-Home-Hub fungiert, können zahlreiche Regeln und Szenarien erstellt werden. Beispielsweise kann bei erkannter Bewegung automatisch die Außenbeleuchtung eingeschaltet, ein Alarm ausgelöst oder eine Push-Nachricht an das Smartphone gesendet werden. Die Automationen funktionieren dabei nicht nur cloudbasiert, sondern vielfach auch lokal über den integrierten Hub, wodurch Reaktionszeiten reduziert werden und wichtige Funktionen selbst bei Internetausfällen weiterhin verfügbar bleiben.

Für fortgeschrittene Nutzer stehen zudem zahlreiche weitere Optionen zur Verfügung. Hierzu zählen unter anderem Datenschutzeinstellungen, Mikrofon- und Lautsprecherkonfiguration, Nachtsicht-Modi, Videoqualität, Netzwerkoptionen sowie die Verwaltung der integrierten Matter-, Thread- und Zigbee-Funktionen. Dadurch wird die Kamera weit über ihre eigentliche Aufgabe als Sicherheitskamera hinaus zu einer zentralen Smart-Home-Komponente.

Nutzung mit Apple Home

Besonders interessant ist die Integration in Apple Home. Nach der Einrichtung erscheint die Kamera direkt in der Home-App und kann dort gemeinsam mit allen anderen HomeKit-Geräten verwaltet werden. Die Bedienung erfolgt über die vertraute Apple-Oberfläche, wodurch sich die Kamera nahtlos in bestehende Smart-Home-Installationen einfügt.

Innerhalb der Home-App lässt sich jederzeit auf den Live-Stream zugreifen. Nutzer können die Kamera auf iPhone, iPad, Mac oder Apple TV anzeigen lassen und über Siri sogar per Sprachbefehl aufrufen. Darüber hinaus kann die Kamera Bestandteil von Szenen und Automationen werden. So lassen sich beispielsweise Außenleuchten aktivieren, sobald die Kamera eine Bewegung erkennt, oder Benachrichtigungen nur dann versenden, wenn niemand zu Hause ist.

Ein wesentlicher Vorteil ist die Unterstützung von HomeKit Secure Video. Die Aufzeichnungen werden verschlüsselt in der iCloud gespeichert und sind ausschließlich für autorisierte Nutzer zugänglich. Apple analysiert die Videodaten direkt über die Home-Zentrale und erkennt Personen, Fahrzeuge, Tiere oder Pakete. Zusätzlich können Aktivitätszonen definiert werden, um die Überwachung auf relevante Bereiche zu beschränken.

Die Ereignisse werden direkt in der Home-App übersichtlich dargestellt und können komfortabel durchgesehen werden. Dadurch entfällt die Notwendigkeit, für jeden Zugriff auf die Aufzeichnungen die Hersteller-App zu öffnen. Gerade Nutzer, die ihr gesamtes Smart Home über Apple Home verwalten, profitieren von dieser nahtlosen Integration.

Derzeit speichert HomeKit Secure Video Aufzeichnungen allerdings noch in maximal 1080p Full HD. Das bedeutet, dass die höhere 2,6K-Auflösung der Aqara G5 Pro innerhalb des Apple-Ökosystems aktuell nicht vollständig genutzt werden kann. Mit iOS 27 hebt Apple diese Einschränkung jedoch auf und ermöglicht künftig die Speicherung von Aufnahmen mit bis zu 4K-Auflösung. Dadurch können kompatible Kameras ihre höhere Bildqualität auch innerhalb von HomeKit Secure Video ausspielen. Voraussetzung bleibt ein entsprechendes iCloud+-Abonnement, wobei durch die höhere Auflösung naturgemäß auch größere Datenmengen verarbeitet und gespeichert werden müssen.

Insgesamt ergänzen sich die Aqara Home App und Apple Home hervorragend. Während Aqara sämtliche erweiterten Kamera- und Hub-Funktionen bereitstellt, punktet Apple Home mit einer besonders komfortablen Bedienung, hoher Datensicherheit und einer tiefen Integration in das Apple-Ökosystem. Nutzer erhalten somit die Wahl zwischen maximalem Funktionsumfang in der Aqara-App und einer besonders eleganten Smart-Home-Steuerung über Apple Home.

Speicheroptionen, Cloud-Dienste & Netzwerkstreaming

Der Aqara Camera Hub G5 Pro Wi-Fi bietet deutlich mehr Speicher- und Aufzeichnungsmöglichkeiten als viele klassische WLAN-Kameras. Nutzer können selbst entscheiden, ob Aufnahmen lokal, in der Cloud oder auf einem Netzwerkspeicher abgelegt werden sollen. Dadurch lässt sich die Kamera flexibel an die eigenen Datenschutz- und Sicherheitsanforderungen anpassen.

Lokaler Speicher

Die Kamera ist ab Werk mit einem integrierten und verschlüsselten eMMC-Speicher ausgestattet. Im deutschsprachigen Raum steht ein Speicherplatz von 8 Gigabyte zur Verfügung. Die gespeicherten Daten werden unmittelbar auf der Kamera abgelegt und verschlüsselt archiviert. Bei Erreichen der Speicherkapazität überschreibt das System automatisch die ältesten Aufnahmen. Dies gewährleistet eine vollständig lokale Nutzung ohne fortlaufende Kosten.

Aqara HomeGuardian Cloud

Wer zusätzliche Sicherheit und eine externe Datensicherung wünscht, kann den optionalen Aqara HomeGuardian Cloud-Dienst nutzen. Bereits ohne kostenpflichtiges Abonnement stellt Aqara einen eingeschränkten Cloud-Speicher für Ereignisse zur Verfügung. Mit HomeGuardian werden die Möglichkeiten jedoch deutlich erweitert.

Zu den Vorteilen gehören:

  • Bis zu 90 Tage Videospeicherung
  • Speicherung in höherer Auflösung (bis 2K)
  • Kontinuierliche Aufzeichnungen
  • Tägliche Schnappschüsse
  • Benachrichtigungen per E-Mail oder SMS
  • Zusätzliche Cloud-Sicherung bei Diebstahl oder Beschädigung der Kamera

Aktuell bietet Aqara zwei kostenpflichtige Cloud-Abonnements an:

TarifPreis monatlichPreis jährlichLeistungen
HomeGuardian (1 Kamera)4,99 €49,99 €90 Tage Ereignisverlauf, Cloud-Speicherung, erweiterte KI-Funktionen
HomeGuardian Plus (unbegrenzt)9,99 €99,99 €Alle Funktionen für unbegrenzt viele Aqara-Kameras im selben Haushalt

Vorteile der Aqara Cloud

Die Cloud-Speicherung bietet mehrere Vorteile gegenüber einer rein lokalen Speicherung. Aufzeichnungen bleiben selbst dann erhalten, wenn die Kamera beschädigt oder gestohlen wird. Zudem können Ereignisse jederzeit von unterwegs abgerufen werden, ohne dass ein eigenes NAS oder ein komplexes Netzwerksetup erforderlich ist. Die Aufnahmen werden verschlüsselt gespeichert und lassen sich bequem über die Aqara-App durchsuchen.

Darüber hinaus schaltet HomeGuardian zusätzliche KI-Funktionen frei. Je nach Kamera gehören dazu erweiterte Objekt- und Ereigniserkennung, KI-gestützte Suchfunktionen sowie intelligente Videozusammenfassungen.

Apple HomeKit Secure Video als Alternative

Eine besonders attraktive Alternative für Apple-Nutzer ist HomeKit Secure Video. Die Kamera kann ihre Aufzeichnungen verschlüsselt in der iCloud speichern, ohne dass ein Aqara-Cloud-Abonnement erforderlich ist. Die Videos werden dabei Ende-zu-Ende verschlüsselt und lassen sich bequem über iPhone, iPad, Mac oder Apple TV abrufen.

Voraussetzung ist ein aktives iCloud+-Abonnement sowie eine Home-Zentrale, beispielsweise ein HomePod oder Apple TV.

Bisher beschränkt Apple HomeKit Secure Video die Aufzeichnung auf maximal 1080p Full HD. Dadurch wird das höher auflösende 2,6K-Bildmaterial der G5 Pro innerhalb von Apple Home aktuell reduziert. Mit iOS 27 hebt Apple diese Einschränkung jedoch auf und ermöglicht zukünftig Aufzeichnungen mit bis zu 4K-Auflösung auf kompatiblen Kameras. Nutzer profitieren dadurch von deutlich mehr Bilddetails, müssen allerdings auch mit einem höheren Speicherbedarf rechnen.

NAS-Unterstützung

Ein großes Plus der G5 Pro ist die Unterstützung von Netzwerkspeichern (NAS). Über SMB können Aufzeichnungen automatisch auf kompatiblen NAS-Systemen gesichert werden. Dadurch lässt sich praktisch unbegrenzter Speicherplatz realisieren, ohne auf Cloud-Dienste angewiesen zu sein. Besonders Nutzer von Synology- oder QNAP-Systemen profitieren von dieser Möglichkeit.

Die NAS-Sicherung eignet sich insbesondere für Anwender, die ihre Videodaten vollständig im eigenen Netzwerk speichern möchten oder längere Aufbewahrungszeiten benötigen.

RTSP-Streaming & Home Assistant

Für Smart-Home-Enthusiasten besonders interessant ist die Unterstützung von RTSP (Real-Time Streaming Protocol). Dadurch kann die Kamera ihren Live-Stream direkt an Drittanbieter-Systeme weitergeben. Unterstützt werden unter anderem Home Assistant, Frigate, Blue Iris, VLC sowie zahlreiche NVR-Lösungen.

Gerade Home-Assistant-Nutzer erhalten dadurch maximale Flexibilität. Der Kamerastream kann in eigene Dashboards eingebunden, mit weiteren Automationen verknüpft oder über externe Videoverwaltungssoftware aufgezeichnet werden. Die G5 Pro lässt sich dadurch problemlos in bestehende professionelle Überwachungs- oder Smart-Home-Systeme integrieren.

Streaming auf Smart Displays

Zusätzlich unterstützt die Kamera das Streaming auf zahlreiche Smart-Home-Displays. Das Livebild kann direkt auf Amazon Echo Show, Google Nest Hub, Samsung SmartThings-kompatiblen Displays oder Fernsehern angezeigt werden. Dadurch genügt häufig bereits ein Sprachbefehl, um den aktuellen Kamerastream auf dem gewünschten Gerät aufzurufen.

Insgesamt bietet der Aqara Camera Hub G5 Pro eine der flexibelsten Speicher- und Streaminglösungen seiner Geräteklasse. Ob lokaler Speicher, NAS, HomeKit Secure Video, Aqara Cloud oder RTSP-Streaming, der Nutzer entscheidet selbst, welche Lösung am besten zu den eigenen Anforderungen hinsichtlich Datenschutz, Komfort und Langzeitarchivierung passt.

Fazit zur Cloud-Nutzung

Positiv hervorzuheben ist, dass Aqara die meisten Kernfunktionen der G5 Pro bereits ohne Abonnement bereitstellt. Die lokale KI-Erkennung, Smart-Home-Funktionen, Matter-Unterstützung und lokale Speicheroptionen stehen ohne laufende Kosten zur Verfügung. Die HomeGuardian-Abos richten sich daher primär an Nutzer, die eine komfortable Cloud-Sicherung ihrer Aufnahmen wünschen oder zusätzliche KI-Funktionen nutzen möchten. Wer bereits tief im Apple-Ökosystem verankert ist, erhält mit HomeKit Secure Video oftmals die attraktivere und kostengünstigere Alternative.

(App: 4,5 von 5 Punkten)

Video-/ Tonqualität 

Bei der Videoqualität zeigt der Aqara Camera Hub G5 Pro Wi-Fi eine seiner größten Stärken. Die Kamera zeichnet mit einer Auflösung von 2,6K auf und liefert dadurch sichtbar mehr Details als klassische Full-HD-Kameras. Gerade bei sicherheitsrelevanten Aufnahmen ist dieser Unterschied spürbar: Gesichter, Kleidung, Fahrzeuge oder Bewegungen im Bild lassen sich deutlich besser erkennen. Auch bei weiter entfernten Motiven bleibt das Bild vergleichsweise scharf und gut verwertbar.

Am Tag überzeugt die Kamera mit einer klaren, detailreichen Darstellung. Farben wirken natürlich, Kontraste werden sauber wiedergegeben und auch helle sowie dunkle Bildbereiche bleiben gut erkennbar. Das breite Sichtfeld eignet sich sehr gut, um Eingangsbereiche, Einfahrten, Terrassen oder größere Innenräume zu überwachen. Verzerrungen am Bildrand sind vorhanden, fallen im Alltag aber nicht störend auf.

Besonders interessant ist die Bildqualität bei Nacht. Statt nur auf klassische Schwarz-Weiß-Infrarotaufnahmen zu setzen, bietet die G5 Pro eine echte Vollfarb-Nachtsicht. Dadurch bleiben auch bei wenig Licht Farben erkennbar, was bei der späteren Auswertung von Ereignissen ein großer Vorteil sein kann. Kleidung, Fahrzeuge oder Gegenstände lassen sich so leichter unterscheiden. In komplett dunklen Bereichen ist die Kamera jedoch weiterhin auf zusätzliche Beleuchtung angewiesen, um das volle Potenzial der Farbnachtsicht auszuschöpfen.

Auch bei wechselnden Lichtverhältnissen reagiert die Kamera zuverlässig. Beim Übergang von Tag zu Nacht oder bei Gegenlicht passt sie die Belichtung zügig an. Bewegungen werden flüssig dargestellt, ohne dass es zu starken Nachzieheffekten kommt. Je nach Netzwerkqualität kann es im Livebild zu einer leichten Verzögerung kommen, die im normalen Betrieb jedoch kaum stört.

In der Aqara-App kann die Bildqualität angepasst werden. Nutzer können je nach Bedarf zwischen höherer Detaildarstellung und geringerer Datenrate wählen. Für die beste Bildqualität empfiehlt sich die höchste Auflösung, während bei schwächerem WLAN eine reduzierte Qualität für eine stabilere Übertragung sorgen kann.

Zu beachten ist, dass nicht jede Plattform die volle Auflösung nutzt. In Apple HomeKit Secure Video werden Aufnahmen derzeit noch auf 1080p Full HD reduziert. Die Kamera selbst bietet zwar eine höhere Auflösung, innerhalb der Apple-Home-App geht dieser Vorteil aktuell aber teilweise verloren. Mit iOS 27 soll Apple die Unterstützung für Aufnahmen mit bis zu 4K erweitern, wodurch die G5 Pro künftig stärker von ihrer hohen Bildqualität profitieren dürfte.

Auch die Tonqualität hinterlässt einen ordentlichen Eindruck. Das integrierte Mikrofon nimmt Stimmen klar verständlich auf und eignet sich gut, um Gespräche, Geräusche oder Bewegungen im überwachten Bereich wahrzunehmen. Hintergrundgeräusche werden zwar nicht vollständig herausgefiltert, bleiben aber in einem akzeptablen Rahmen. Für typische Einsatzszenarien wie Haustür, Einfahrt oder Innenraum reicht die Sprachverständlichkeit vollkommen aus.

Die Zwei-Wege-Kommunikation funktioniert zuverlässig. Über die App kann direkt mit Personen vor der Kamera gesprochen werden, etwa mit Besuchern, Paketboten oder Familienmitgliedern. Der integrierte Lautsprecher ist ausreichend laut, um im Nahbereich gut verstanden zu werden. Klanglich darf man keine Wunder erwarten, für kurze Ansagen oder Rückfragen erfüllt er seinen Zweck jedoch problemlos.

Zusätzlich kann die Kamera akustische Ereignisse erkennen und in Automationen einbinden. Dadurch lassen sich beispielsweise bestimmte Geräusche als Auslöser verwenden, um Benachrichtigungen zu senden oder andere Smart-Home-Geräte zu aktivieren. In Verbindung mit den lokalen KI-Funktionen erweitert dies den Sicherheitsnutzen der Kamera deutlich.

Insgesamt überzeugt der Aqara Camera Hub G5 Pro Wi-Fi mit einer sehr guten Videoqualität, starker Detaildarstellung und praktischer Vollfarb-Nachtsicht. Die Tonqualität ist solide und für den Alltag absolut ausreichend. Besonders in Kombination mit der Zwei-Wege-Kommunikation und den intelligenten Erkennungsfunktionen bietet die Kamera ein rundes Gesamtpaket für Sicherheits- und Smart-Home-Anwendungen.

(Video-/ Tonqualität : 4,5 von 5 Punkten)

Stromverbrauch

Der Aqara Camera Hub G5 Pro Wi-Fi zeigt sich im Alltag erfreulich sparsam. Die Stromversorgung erfolgt über USB-C, wodurch die Kamera flexibel mit verschiedenen Netzteilen oder vorhandenen USB-Stromquellen betrieben werden kann. Während des normalen Betriebs bewegt sich die Leistungsaufnahme je nach Nutzung zwischen etwa 1,3 und 2,4 Watt. Damit gehört die Kamera zu den energieeffizienteren Modellen ihrer Klasse, insbesondere wenn man berücksichtigt, dass sie nicht nur als Überwachungskamera, sondern gleichzeitig als Zigbee-Hub, Matter Controller und Thread Border Router fungiert.

Im Leerlauf beziehungsweise während der normalen Überwachung ohne intensive Nutzung pendelt sich der Verbrauch meist im unteren Bereich ein. Auch die kontinuierliche Bereitschaft zur Bewegungserkennung und die lokalen KI-Funktionen wirken sich nur gering auf den Energiebedarf aus.

Wird jedoch der Live-Stream aktiv genutzt oder die integrierte Beleuchtung für die Vollfarb-Nachtsicht zugeschaltet, steigt der Stromverbrauch entsprechend an. In diesem Szenario wurden Leistungsaufnahmen von bis zu 5 Watt gemessen. Selbst unter voller Auslastung bleibt die Kamera damit vergleichsweise sparsam und verursacht nur geringe laufende Stromkosten.

Bei einem durchschnittlichen Verbrauch von rund 2 Watt im Dauerbetrieb ergeben sich auf das Jahr gerechnet lediglich geringe Energiekosten. Dadurch eignet sich die Kamera problemlos für den permanenten 24/7-Betrieb, wie er bei Sicherheitskameras üblich ist.

Ein kleiner Kritikpunkt betrifft den Lieferumfang. Aqara legt kein USB-Netzteil bei, sondern lediglich das fest integrierte Anschlusskabel. Wer keine passende Stromversorgung zur Verfügung hat, muss daher ein Netzteil separat erwerben. Empfehlenswert ist ein USB-Netzteil mit mindestens 10 Watt Ausgangsleistung, um auch bei aktivierter Beleuchtung, Live-Streaming und maximaler Auslastung eine stabile Stromversorgung sicherzustellen.

Positiv ist hingegen die Verwendung des weit verbreiteten USB-C-Anschlusses. Dadurch kann die Kamera problemlos mit bereits vorhandenen USB-C-Netzteilen betrieben werden, sodass viele Nutzer kein zusätzliches Zubehör kaufen müssen. Insgesamt überzeugt der Camera Hub G5 Pro Wi-Fi mit einem niedrigen Energieverbrauch, der trotz der umfangreichen Hub- und KI-Funktionen angenehm gering ausfällt.

(Stromverbrauch: 4,5 von 5 Punkten)

TEIL 3

bestehend aus „Preis/Leistung“ entspricht 10% der Gesamtwertung

Beschreibung

Nach dem Test lässt sich sagen, dass der Aqara Camera Hub G5 Pro Wi-Fi die meisten Versprechen des Herstellers erfüllt. Besonders die sehr gute Bildqualität, die Vollfarb-Nachtsicht, die zuverlässige lokale KI-Erkennung sowie die umfangreiche Smart-Home-Integration überzeugen im Alltag. Die Kamera ist weit mehr als eine reine Überwachungskamera und fungiert gleichzeitig als Matter Controller, Thread Border Router und Zigbee-Hub.

Vor allem Nutzer von Apple Home profitieren von der tiefen HomeKit-Integration inklusive HomeKit Secure Video. Auch die Unterstützung von Google Home, Samsung SmartThings und Amazon Alexa funktioniert problemlos und macht die Kamera zu einer der flexibelsten Smart-Home-Lösungen am Markt.

Größere Enttäuschungen gibt es kaum. Aktuell werden HomeKit-Aufzeichnungen allerdings noch auf 1080p reduziert, wodurch die volle 2,6K-Auflösung nicht genutzt werden kann. Zudem liegt kein Netzteil im Lieferumfang bei, sodass bei Bedarf ein separates USB-Netzteil erworben werden muss.

Wer ausschließlich die bestmögliche Bildqualität sucht, findet bei einigen 4K-Kameras von Eufy, Reolink oder Arlo noch etwas schärfere Aufnahmen. Diese bieten jedoch meist nicht die umfangreichen Smart-Home-Funktionen und die breite Plattformunterstützung der Aqara G5 Pro.

Insgesamt hält Aqara seine Versprechen weitgehend ein. Die Kombination aus hochwertiger Sicherheitskamera, lokaler KI, Smart-Home-Hub und Unterstützung nahezu aller wichtigen Plattformen macht den Camera Hub G5 Pro Wi-Fi aktuell zu einer der interessantesten Kameras für moderne Smart Homes.

Preis/Leistung

Zum Marktstart wurde der Aqara Camera Hub G5 Pro Wi-Fi zunächst mit einer unverbindlichen Preisempfehlung von 179,99 Euro angekündigt. Aqara hat die UVP später jedoch auf 199,99 Euro angehoben. Für die technisch nahezu identische PoE-Variante werden mittlerweile sogar 229,99 Euro aufgerufen.

Glücklicherweise liegt der Straßenpreis inzwischen deutlich darunter. Je nach Farbvariante und Händler ist die Wi-Fi-Version regelmäßig bereits für rund 138 Euro erhältlich. Damit bewegt sich die Kamera preislich in einem Bereich, in dem sie nur wenig direkte Konkurrenz besitzt.

Betrachtet man die reine Bildqualität, gibt es durchaus günstigere Kameras und vereinzelt auch Modelle mit höherer 4K-Auflösung. Der Aqara Camera Hub G5 Pro punktet jedoch an anderer Stelle. Neben der sehr guten 2,6K-Bildqualität, der Vollfarb-Nachtsicht und der lokalen KI-Erkennung fungiert die Kamera gleichzeitig als Zigbee-Hub, Matter Controller, Matter Bridge und Thread Border Router. Allein diese Zusatzfunktionen würden bei vielen Smart-Home-Installationen sonst den Kauf zusätzlicher Hardware erfordern.

Gerade Apple-Nutzer erhalten mit HomeKit Secure Video, lokaler Verarbeitung und der engen Integration in Apple Home ein Gesamtpaket, das derzeit nur wenige Hersteller anbieten. Hinzu kommen die Unterstützung für Google Home, Samsung SmartThings, Amazon Alexa sowie RTSP für Home Assistant und NAS-Lösungen.

Kritik gibt es lediglich für das fehlende Netzteil im Lieferumfang und die aktuell noch auf 1080p begrenzten HomeKit-Aufzeichnungen. Diese Punkte ändern jedoch wenig am insgesamt sehr positiven Gesamteindruck, zumal Aqara selbst für letzter Limitierung nicht kann.

Zum aktuellen Straßenpreis von rund 138 Euro bietet der Aqara Camera Hub G5 Pro Wi-Fi ein hervorragendes Preis-Leistungs-Verhältnis. Für reine Videoüberwachung existieren zwar günstigere Alternativen, doch keine davon kombiniert eine hochwertige Sicherheitskamera mit derart umfangreichen Smart-Home-Funktionen. Wer die Hub-Funktionen, Matter-Unterstützung und die breite Plattformkompatibilität nutzt, erhält derzeit eines der attraktivsten Gesamtpakete in dieser Preisklasse.

Aqara Camera Hub G5 Pro Wi-Fi

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testr Gesamtwertung

unter Berücksichtigung aller Teilwertungen

 Wir bedanken uns beim Hersteller für die Bereitstellung des Produktes. Zu unseren Grundsätzen

Link zum Hersteller: https:store.google.com

Arlo Ultra 3 4K (2er Set)

In aller Kürze

Mit der dritten Generation der Arlo Ultra 4K hat Arlo sein Premium-Sicherheitssystem gezielt weiterentwickelt. Gegenüber den Vorgängern wurden vor allem die Akkulaufzeit verbessert, ein moderner USB-C-Ladeanschluss integriert und die Funkverbindung optimiert. Käufer erhalten weiterhin gestochen scharfe 4K-Aufnahmen, einen sehr großen 180°-Blickwinkel, Farb-Nachtsicht sowie intelligente Personen-, Fahrzeug- und Tiererkennung. Das Set mit zwei Kameras und SmartHub richtet sich an anspruchsvolle Nutzer, die maximale Bildqualität und flexible Installation ohne Kabel suchen.

Gefällt uns

  • Sehr hohe 4K-UHD-Bildqualität
  • Großer 180°-Weitwinkel
  • Farb-Nachtsicht mit integriertem Spotlight
  • Kabelloser Betrieb mit langer Akkulaufzeit
  • Lokale Speicherung über den SmartHub möglich
  • Optionaler Betrieb mit Solarpanel
  • Hochwertige Verarbeitung und wetterfestes Gehäuse
  • Übersichtliche und einfach bedienbare App
  • Zwei-Wege-Audio und integrierte Sirene

Gefällt uns weniger

  • Hoher Anschaffungspreis
  • Viele Premiumfunktionen nur mit kostenpflichtigem Cloud-Abo
  • 4K-Cloud-Aufzeichnungen nur in höheren Tarifen verfügbar
  • Zusatzkosten für Solarpanel und Cloud-Dienste
  • SmartHub benötigt eine kabelgebundene Netzwerkverbindung

Arlo Ultra 3 4K (2-er Set)

Zum Angebot bei

TEIL 1

Bestehend aus „Verpackung/Design/Verarbeitung“ entspricht 25% der Gesamtwertung

Verpackung

Bereits beim Auspacken vermittelt die Arlo Ultra 4K (3. Generation) einen hochwertigen Eindruck. Die Verpackung ist in den typischen Arlo-Farben Weiß und Blau gestaltet und wirkt modern sowie übersichtlich. Auf der Vorderseite dominiert eine großformatige Abbildung der beiden Ultra-4K-Kameras, begleitet von den wichtigsten Produktmerkmalen wie 4K HDR-Auflösung, 180°-Sichtfeld, Farb-Nachtsicht und intelligenter Bewegungserkennung. Zusätzlich wird auf den mitgelieferten SmartHub hingewiesen.

Die Rückseite der Verpackung zeigt verschiedene Anwendungsszenarien rund um Haus und Grundstück. Hier werden die wichtigsten Funktionen wie Auto-Zoom und Bewegungsverfolgung, lokale Speicherung über den SmartHub sowie die intelligente Objekterkennung ausführlicher dargestellt. Mehrere kleine Grafiken veranschaulichen dabei die Einsatzmöglichkeiten im Alltag.

Auf den beiden schmalen Seitenflächen finden sich technische Informationen, Kompatibilitätshinweise zu Smart-Home-Systemen sowie Hinweise zur Nutzung mit der Arlo-App. Logos für Amazon Alexa, Google Home, SmartThings und weitere Plattformen sind ebenfalls aufgedruckt.

Nach dem Öffnen des Kartons fällt sofort die sehr ordentliche Innenaufteilung auf. Die Komponenten sind in stabilen Kartoneinsätzen untergebracht, wodurch die einzelnen Teile sicher voneinander getrennt sind.

Direkt unter dem Deckel befindet sich die Dokumentation mit Schnellstartanleitung, Sicherheitshinweisen und dem bekannten Arlo-Sicherheitsaufkleber. Darunter liegen die beiden Kameras jeweils in eigenen passgenauen Aussparungen. Jede Kamera ist zusätzlich durch Schutzfolien und Verpackungsmaterial vor Kratzern geschützt.

Unter einer weiteren Kartonebene befinden sich die Zubehörteile. Der SmartHub ist separat verpackt und liegt mittig im Karton. Die wiederaufladbaren Akkus sind bereits vormontiert oder separat geschützt beigelegt, je nach Produktionscharge. Die Wandhalterungen, Magnethalterungen, Schrauben und Dübel sind in kleinen Zubehörbeuteln sortiert untergebracht. Kabel und Netzteile sind einzeln verpackt, damit beim Transport keine Beschädigungen entstehen. Insgesamt wirkt die Verpackung durchdacht und hochwertig, wie man es von einem Premium-Sicherheitssystem erwartet.

Lieferumfang

  • 2 × Arlo Ultra 4K Sicherheitskameras (3. Generation)
  • 2 × wiederaufladbare Akkus
  • 1 × Arlo SmartHub
  • 1 × Netzteil für den SmartHub
  • 1 × Ethernet-Kabel
  • 1 × USB-C-Ladekabel
  • 1 × Wandhalterung mit Schrauben und Dübeln
  • 1 × magnetische Halterung mit Montagematerial
  • Dokumentation und Schnellstartanleitung
  • Arlo Sicherheitsaufkleber für Fenster oder Türen

(Verpackung: 4 von 5 Punkten)

Design

Kamera

Arlo bleibt auch bei der Ultra 4K (3. Generation) seiner modernen und unverwechselbaren Designsprache treu. Bereits auf den ersten Blick wird deutlich, dass es sich um ein Premium-Überwachungssystem handelt. Sowohl die beiden Kameras als auch der SmartHub präsentieren sich in einem schlichten, zeitlosen Design, das sich problemlos in moderne Wohnumgebungen integrieren lässt.

Die beiden Kameras besitzen die charakteristische ovale Form, die bereits von früheren Ultra-Modellen bekannt ist. Das Gehäuse kombiniert matte und glänzende Oberflächen in Weiß und Schwarz, wodurch ein hochwertiger und gleichzeitig eleganter Eindruck entsteht. Neben der von mir getesteten weißen Variante gibt es natürlich auch eine komplett schwarze Version. Die Front wird nahezu vollständig von der schwarzen Hochglanzfläche dominiert, hinter der sich das Kameramodul, die Sensoren, das Mikrofon sowie das integrierte Spotlight verbergen. Diese Anordnung wirkt aufgeräumt und technisch modern, ohne überladen zu erscheinen.

Durch die abgerundeten Formen wirken die Kameras trotz ihrer umfangreichen Technik überraschend kompakt. Die Gehäuseform wurde so gestaltet, dass die Kameras sowohl an Hausfassaden als auch unter Dachvorsprüngen oder an Garagen optisch unauffällig wirken. Gleichzeitig vermittelt die markante Frontpartie einen professionellen Eindruck und signalisiert bereits von Weitem, dass das Grundstück überwacht wird.

Besonders gelungen ist die Integration des integrierten Spotlight. Dieser fügt sich harmonisch in die Front ein und stört das Gesamtbild nicht. Auch die Lautsprecheröffnungen und Mikrofone wurden dezent in das Gehäuse integriert. Dadurch entsteht ein sehr aufgeräumtes Erscheinungsbild ohne sichtbare technische Elemente.

Unter der Gehäuseschale befindet sich der Akku, welcher durch einen Mechanismus mühelos zugänglich gemacht werden kann. Die magnetische Befestigung auf der Rückseite ermöglicht eine flexible Ausrichtung der Kameras. Dank der kugelförmigen Halterung können die Kameras nahezu frei in jede Richtung ausgerichtet werden.

Smart Hub

Der mitgelieferte SmartHub setzt das moderne Designkonzept konsequent fort. Das kompakte Gehäuse besitzt eine dezente, rechteckige Form mit abgerundeten Kanten. Die leicht hochglänzende Oberfläche wirkt hochwertig und mindert gleichzeitig sichtbare Fingerabdrücke. Auf der Vorderseite befindet sich lediglich eine kleine Status-LED, die den Betriebszustand signalisiert. Dadurch wirkt der Hub ausgesprochen unauffällig und kann problemlos im Wohnzimmer, Arbeitszimmer oder Flur platziert werden.

Die Rückseite beherbergt sämtliche Anschlüsse wie Stromversorgung, Ethernet-Port und gegebenenfalls den Anschluss für lokale Speicherlösungen (Micro-SD Karte). Diese sind sauber angeordnet und ermöglichen ein ordentliches Kabelmanagement. Insgesamt überzeugt das Design des gesamten Systems durch seine moderne, hochwertige und funktionale Gestaltung. Die Kombination aus eleganten Kameras und dezentem SmartHub unterstreicht den Premium-Anspruch der Arlo Ultra 4K eindrucksvoll.

(Design: 4 von 5 Punkten)

Verarbeitung

Auch bei der Verarbeitungsqualität zeigt die Arlo Ultra 4K (3. Generation), dass sie in der Oberklasse der Sicherheitskameras angesiedelt ist. Bereits beim ersten Kontakt vermitteln die Kameras einen äußerst robusten und langlebigen Eindruck.

Die Gehäuse bestehen aus hochwertigem Kunststoff mit präzise verarbeiteten Übergängen und sauber eingepassten Bauteilen. Spaltmaße sind praktisch nicht vorhanden, alle Komponenten sitzen fest und vermitteln hohe Stabilität. Selbst bei genauer Betrachtung lassen sich keine scharfen Kanten oder unsauber verarbeitete Stellen erkennen.

Die Frontabdeckung der Kameras ist sauber in das Gehäuse eingelassen und wirkt widerstandsfähig gegenüber Witterungseinflüssen. Sämtliche Dichtungen vor allem die neu markante rote Dichtung sind präzise verarbeitet, wodurch die Kameras zuverlässig gegen Regen, Schnee, Staub und Temperaturschwankungen geschützt werden. Die wetterfeste Konstruktion vermittelt das Gefühl, auch nach mehreren Jahren Außeneinsatz zuverlässig ihren Dienst zu verrichten. 

Besonders hochwertig wirken die magnetischen Halterungen. Die Magnete besitzen eine hohe Haltekraft und sorgen dafür, dass die Kameras sicher an ihrem Platz bleiben. Gleichzeitig ermöglichen sie eine schnelle Demontage zum Aufladen oder zur Wartung. Auch die Gelenke der zusätzlichen Stativhalterungen mit Kugelgelenk, vermitteln einen stabilen Eindruck und gewährleisten eine zuverlässige Positionierung.

Das Batteriefach ist mit einem präzisen Verriegelungsmechanismus ausgestattet, der eine sichere und zuverlässige Handhabung gewährleistet und die langfristige Haltbarkeit des Geräts unterstreicht. Der Akku ist fest im Gehäuse verankert und weist keinerlei Spiel auf.  Neu in dieser Generation ist der direkt Ladeanschluss an der Unterseite des Kameragehäuses, welcher durch eine Abdeckung vor Nässe und Feuchtigkeit geschützt ist. Arlo verzichtet somit auf das bisherige spezielle Magentische Ladekabel mit Pins und ermöglicht die Verwendung jedes herkömmlichen USB-C Kabels.

Der SmartHub steht den Kameras hinsichtlich der Verarbeitungsqualität in nichts nach. Das Gehäuse wirkt solide und verwindungssteif. Selbst bei stärkerem Druck entstehen keine Knarzgeräusche oder Verformungen. Die Anschlüsse auf der Rückseite sitzen fest im Gehäuse und bieten einen sicheren Halt für Netzwerkkabel und Stromversorgung.

Auch die mitgelieferten Zubehörteile hinterlassen einen hochwertigen Eindruck. Die Schrauben, Dübel, Halterungen und Kabel sind sauber verarbeitet und für eine langfristige Nutzung ausgelegt. Insgesamt zeigt das gesamte System eine ausgezeichnete Fertigungsqualität, die dem hohen Preisniveau gerecht wird und den Premium-Charakter der Arlo Ultra 4K eindrucksvoll unterstreicht.

(Verarbeitung: 4 von 5 Punkten)

TEIL 2

bestehend aus „Funktion des Produktes“ entspricht 65% der Gesamtwertung

Klingel-ArtKI-unterstützte Sicherheitskamera (kabellos)
Auflösung4K UHD (3.840 × 2.160 Pixel) mit HDR
Weitwinkel180° diagonaler Blickwinkel
Abmessungen/ GewichtKamera: ca. 89 × 78 × 52 mm
ca. 331 g inklusive Akku
Zoom12-facher Digitalzoom
MaterialHochwertiger Kunststoff mit wetterfester Versiegelung
KonnektivitätWLAN über SmartHub, 2,4 GHz und 5 GHz, Bluetooth für Einrichtung
SmartHubZentrale Basisstation mit lokaler Speicheroption
lokaler Speicher auf Micro-SD Karte möglich
SicherheitKI-gestützte Personen-, Fahrzeug-, Tier- und Paketerkennung, AES-128-Verschlüsselung, TLS-Verbindungen, automatische Sicherheitsupdates
FunktionenZwei-Wege-Audio mit Geräuschunterdrückung
BetriebsbedienungWitterungsbeständig nach IP65 
Temperatur: -20 °C bis +45 °C
StromversorgungKameras: Wiederaufladbarer Lithium-Ionen-Akku, USB-C-Ladeanschluss
optional Betrieb mit Arlo-Solarpanel möglich
Smart Hub: Netzteil Stromverbrauch: ca. 3 bis 5 Watt im Normalbetrieb
NachtsichtmodusFarb-Nachtsicht mit integriertem Spotlight, zusätzlich Infrarot-Nachtsicht
Kamera4K-Bildsensor, Seitenverhältnis 16:9
Lieferumfang2 × Arlo Ultra 4K Sicherheitskameras (3. Generation)
2 × Wiederaufladbare Akkus
1 × Arlo SmartHub
1 × Netzteil für den SmartHub
1 × Ethernet-Kabel
1 × USB-C-Ladekabel
1 × Magnetische Wandhalterungen
1x Gelenkhalterung mit Stativgewinde
Schrauben und Dübel zur Montage
Schnellstartanleitung
Sicherheits- und Garantieinformationen
Technische Daten des Arlo Ultra 3 4K (2-er Set)

Einrichtung und Inbetriebnahme

Die Einrichtung der Arlo Ultra 4K (3. Generation) gelingt insgesamt sehr komfortabel und ist auch für Nutzer ohne großes technisches Vorwissen gut machbar. Arlo setzt weiterhin stark auf die eigene App, die Schritt für Schritt durch den gesamten Installationsprozess führt. Dadurch wirkt die Inbetriebnahme angenehm strukturiert und übersichtlich.

Zunächst wird der SmartHub mit dem heimischen Netzwerk verbunden. Dafür wird der Hub per Ethernet-Kabel direkt an den Router angeschlossen und anschließend mit Strom versorgt. Nach wenigen Sekunden startet das Gerät automatisch. Die Status-LED auf der Vorderseite signalisiert, sobald der SmartHub betriebsbereit ist. In der Arlo-App wird anschließend ein neues Gerät hinzugefügt. Die App erkennt den SmartHub in der Regel zuverlässig und führt den Nutzer durch die Kopplung mit dem Arlo-Konto.

Nach erfolgreicher Verbindung des SmartHubs werden die beiden Kameras eingebunden. Dafür werden die Akkus eingesetzt beziehungsweise aktiviert und die Kameras nacheinander in den Kopplungsmodus versetzt. Die App zeigt dabei genau an, welche Taste gedrückt werden muss und wann die Kamera erkannt wurde. Im Test wirkt dieser Ablauf logisch und gut erklärt. Besonders angenehm ist, dass jede Kamera einzeln benannt werden kann, etwa „Einfahrt“, „Garten“ oder „Haustür“. Dadurch lassen sich die Kameras später in der App deutlich einfacher unterscheiden.

Während der Einrichtung prüft die App auch, ob Firmware-Updates verfügbar sind. Diese sollten unbedingt installiert werden, bevor die Kameras endgültig montiert werden. Der Vorgang kann einige Minuten dauern, läuft aber weitgehend automatisch ab. Nach dem Update sind SmartHub und Kameras auf dem aktuellen Stand und bereit für die eigentliche Konfiguration.

Im nächsten Schritt erfolgt die Platzierung der Kameras. Hier zeigt sich ein großer Vorteil des kabellosen Systems. Da keine Strom- oder Datenkabel verlegt werden müssen, lassen sich die Kameras sehr flexibel positionieren. Über die Live-Ansicht in der App kann der gewünschte Bildausschnitt direkt überprüft werden. So lässt sich schnell erkennen, ob Einfahrt, Garten, Hauseingang oder Terrasse optimal erfasst werden. Die magnetischen Halterungen erleichtern die Ausrichtung deutlich, da die Kameras einfach geneigt und gedreht werden können.

Nach der physischen Montage folgt die Feinabstimmung in der App. Hier lassen sich Bewegungszonen festlegen, die Empfindlichkeit der Bewegungserkennung anpassen und Benachrichtigungen konfigurieren. Besonders praktisch ist die Möglichkeit, bestimmte Bereiche im Kamerabild auszublenden oder gezielt zu überwachen. Dadurch lassen sich unnötige Meldungen reduzieren, etwa durch vorbeifahrende Autos, Nachbarn oder stark bewegte Pflanzen.

Auch die Videoeinstellungen können direkt während der Inbetriebnahme angepasst werden. Nutzer können zwischen hoher Bildqualität und längerer Akkulaufzeit abwägen. Wer maximale Details möchte, nutzt die volle 4K-Auflösung. Wer hingegen eine möglichst lange Laufzeit bevorzugt, kann die Qualität etwas reduzieren. Zusätzlich lassen sich HDR, Nachtsicht, Spotlight und Audiofunktionen individuell einstellen.

Die Einbindung in bestehende Smart-Home-Systeme ist ebenfalls möglich. Je nach verwendetem System können die Kameras mit Sprachassistenten oder Automationen verknüpft werden. Dadurch lassen sich Live-Bilder auf kompatiblen Displays anzeigen oder bestimmte Abläufe automatisieren. Die Grundfunktionen sind jedoch auch ohne Smart-Home-Integration vollständig nutzbar.

Insgesamt hinterlässt die Einrichtung einen sehr positiven Eindruck. Die App ist verständlich aufgebaut, die einzelnen Schritte sind gut erklärt und die kabellose Bauweise erleichtert die Montage erheblich. Vom Auspacken bis zur betriebsbereiten Zwei-Kamera-Installation sollte man je nach Montageort etwa 30 bis 60 Minuten einplanen. Wer die Kameras lediglich testweise aufstellt, ist deutlich schneller startklar. Bei fester Außenmontage sollte jedoch zusätzlich etwas Zeit für Bohren, Ausrichten und Feineinstellungen eingeplant werden.

Kleinere Kritikpunkte gibt es dennoch. Der SmartHub benötigt zwingend einen Platz in der Nähe des Routers, da er per Netzwerkkabel verbunden wird. Außerdem kann die Einrichtung etwas länger dauern, wenn Firmware-Updates installiert werden müssen oder die Kameras an weit entfernten Montageorten nur schwachen Empfang haben. Insgesamt bleibt der Prozess aber sehr nutzerfreundlich und gehört klar zu den Stärken des Systems.

Die Arlo Ultra 4K ist nach der Einrichtung sofort einsatzbereit und liefert direkt ein hochwertiges Live-Bild. Besonders positiv fällt auf, dass alle wichtigen Funktionen direkt in der App erreichbar sind und keine komplizierten Menüs durchsucht werden müssen. Damit eignet sich das System sowohl für technisch erfahrene Nutzer als auch für Einsteiger, die eine leistungsstarke Sicherheitslösung ohne aufwendige Verkabelung suchen.

(Einrichtung und Inbetriebnahme: 4,5 von 5 Punkten)

Funktionsumfang und Bedienung

Die Arlo Ultra 4K (3. Generation) zählt zu den funktionsreichsten kabellosen Überwachungssystemen für Privatanwender. Bereits nach der Einrichtung wird deutlich, dass Arlo weit mehr als eine einfache Sicherheitskamera anbietet. Das System kombiniert hochauflösende Videoüberwachung mit intelligenten Analysefunktionen, flexiblen Benachrichtigungen und einer übersichtlichen Bedienoberfläche. Dadurch eignet sich die Ultra 4K sowohl für die klassische Grundstücksüberwachung als auch für anspruchsvollere Sicherheitsanforderungen.

Die Arlo-App als Schaltzentrale

Herzstück des gesamten Systems ist die Arlo-App, über die sämtliche Funktionen gesteuert werden. Nach dem Start präsentiert sich die Benutzeroberfläche modern und übersichtlich. Auf der Startseite werden alle verbundenen Kameras mit aktuellem Status angezeigt. Bereits hier können Live-Bilder aufgerufen, Aufzeichnungen angesehen oder einzelne Funktionen aktiviert werden.

Besonders gelungen ist die klare Strukturierung der Menüs. Auch neue Nutzer finden sich schnell zurecht, da die wichtigsten Bereiche wie Geräteverwaltung, Bibliothek, Einstellungen und Sicherheitsmodi logisch angeordnet sind. Die App reagiert schnell auf Eingaben und wirkt insgesamt ausgereift.

Live-Ansicht in 4K-Auflösung

Zu den wichtigsten Funktionen gehört die Live-Ansicht der Kameras. Mit einem Fingertipp lässt sich das aktuelle Kamerabild nahezu in Echtzeit aufrufen. Die Übertragung erfolgt dabei stabil und in beeindruckender Bildqualität.

Dank der 4K-Auflösung lassen sich selbst kleine Details gut erkennen. Der große 180-Grad-Blickwinkel deckt dabei deutlich größere Bereiche ab als viele Konkurrenzmodelle. Praktisch ist zudem die digitale Zoomfunktion, mit der einzelne Bildbereiche vergrößert werden können, ohne dass die Übersicht verloren geht.

Intelligente Bewegungserkennung

Eine der größten Stärken des Systems ist die intelligente Bewegungserkennung. Die Kameras registrieren nicht nur Bewegungen, sondern können zwischen verschiedenen Objekten unterscheiden.

Je nach Konfiguration erkennt das System:

  • Personen
  • Fahrzeuge
  • Tiere
  • Allgemeine Bewegungen
  • Paketzustellungen

Dadurch werden Fehlalarme erheblich reduziert. Während einfache Kameras bereits bei sich bewegenden Ästen oder Schatten reagieren, kann die Arlo Ultra deutlich präziser unterscheiden, welche Ereignisse tatsächlich relevant sind.

Im Alltag funktioniert die Erkennung zuverlässig. Personen werden schnell erkannt und entsprechend gekennzeichnet. Fahrzeuge lassen sich ebenfalls zuverlässig identifizieren. Die Benachrichtigungen erscheinen nahezu verzögerungsfrei auf dem Smartphone.

Bewegungszonen

Ein besonders nützliches Werkzeug sind die individuell konfigurierbaren Bewegungszonen. Nutzer können direkt im Kamerabild festlegen, welche Bereiche überwacht werden sollen.

So lassen sich beispielsweise:

  • Gehwege ausblenden
  • Nachbargrundstücke ignorieren
  • Zufahrten gezielt überwachen
  • Eingangsbereiche priorisieren

Dadurch werden unnötige Benachrichtigungen erheblich reduziert. Gerade bei stark frequentierten Bereichen stellt diese Funktion einen echten Mehrwert dar.

Auto-Zoom und Bewegungsverfolgung

Die Ultra-Serie bietet außerdem eine automatische Bewegungsverfolgung. Sobald eine Person oder ein Fahrzeug erkannt wird, zoomt die Kamera digital in das Geschehen hinein und verfolgt die Bewegung innerhalb des Bildausschnitts.

Diese Funktion erleichtert die Identifizierung von Personen deutlich und sorgt dafür, dass wichtige Ereignisse besser dokumentiert werden. Gerade bei größeren Grundstücken oder Einfahrten erweist sich die automatische Verfolgung als äußerst praktisch.

Farb-Nachtsicht und integriertes Spotlight

Während viele Überwachungskameras nachts lediglich Schwarz-Weiß-Bilder liefern, setzt die Arlo Ultra auf Farb-Nachtsicht. Hierfür wird das integrierte Spotlight genutzt.

Sobald eine Bewegung erkannt wird, kann das kleine aber helle Spotlight automatisch aktiviert werden. Dadurch entstehen selbst bei Dunkelheit farbige Aufnahmen mit deutlich mehr Details. Personen, Fahrzeuge oder Kleidung lassen sich wesentlich einfacher identifizieren als bei klassischen Infrarot-Aufnahmen.

Gleichzeitig besitzt das Spotlight eine abschreckende Wirkung auf potenzielle Eindringlinge.

Zwei-Wege-Audio

Die integrierten Mikrofone und Lautsprecher ermöglichen eine direkte Kommunikation über die Kamera.

Über die App können Nutzer:

  • Besucher begrüßen
  • Paketboten Anweisungen geben
  • Unbekannte Personen ansprechen
  • Familienmitglieder kontaktieren

Die Sprachqualität fällt erfreulich klar aus. Dank integrierter Geräuschunterdrückung bleiben Gespräche auch bei Wind oder Umgebungsgeräuschen gut verständlich.

Integrierte Sirene

Zusätzlich verfügen die Kameras über eine eingebaute Alarmsirene. Diese kann entweder automatisch bei bestimmten Ereignissen oder manuell über die App ausgelöst werden.

Die Sirene erreicht eine hohe Lautstärke und eignet sich gut, um ungebetene Gäste abzuschrecken oder Aufmerksamkeit zu erzeugen.

Aufzeichnungen und Speicheroptionen

Sobald Bewegungen erkannt werden, erstellt das System automatisch Videoaufzeichnungen. Diese können später bequem über die App angesehen werden.

Besonders flexibel zeigt sich die Arlo Ultra bei den Speicheroptionen. Nutzer können zwischen Cloud-Speicherung und lokaler Speicherung über den SmartHub wählen. Ein großer Vorteil gegenüber zahlreichen nur Cloud-basierten Modelle, denn die lokale Speicherung bietet den Vorteil, dass Aufnahmen auch ohne laufendes Cloud-Abonnement gesichert werden können. Gleichzeitig profitieren Nutzer bei Cloud-Nutzung von erweiterten Such- und Analysefunktionen.

Sicherheitsmodi und Automatisierungen

Für verschiedene Situationen lassen sich individuelle Sicherheitsmodi erstellen.

Beispielsweise:

  • Zuhause
  • Abwesend
  • Nachtmodus
  • Individuelle Zeitpläne

Jeder Modus kann eigene Regeln besitzen. So können beispielsweise nachts alle Kameras aktiv sein, während tagsüber nur bestimmte Bereiche überwacht werden.

Zusätzlich unterstützt das System Zeitpläne und Automatisierungen, wodurch die Überwachung weitgehend automatisiert werden kann.

Smart-Home-Integration

Die Arlo Ultra lässt sich problemlos in bestehende Smart-Home-Umgebungen integrieren. Dadurch können Live-Bilder auf kompatiblen Smart Displays angezeigt oder Routinen ausgelöst werden.

Die Integration funktioniert zuverlässig und erweitert die Einsatzmöglichkeiten erheblich.

Bedienung im Alltag

Im täglichen Einsatz überzeugt die Arlo Ultra durch ihre einfache Bedienung. Die App reagiert schnell, die Menüs sind logisch aufgebaut und sämtliche Funktionen sind ohne lange Suche erreichbar. Benachrichtigungen erscheinen zuverlässig und führen direkt zur entsprechenden Aufnahme.

Auch Nutzer ohne technische Vorkenntnisse dürften sich schnell zurechtfinden. Gleichzeitig bietet das System genügend Einstellmöglichkeiten, um auch erfahrenen Anwendern umfangreiche Anpassungen zu ermöglichen.

(Funktionsumfang und Bedienung: 4 von 5 Punkten)

App

Die Arlo-App ist die zentrale Schaltstelle des gesamten Ultra-4K-Systems. Über sie werden die beiden Kameras eingerichtet, verwaltet, gesteuert und im Alltag überwacht. Schon beim ersten Öffnen wirkt die App modern, aufgeräumt und übersichtlich. Arlo setzt auf eine klare Struktur, große Vorschaubilder und verständliche Menüs, sodass sich auch Einsteiger schnell zurechtfinden.

Startseite mit Kameravorschau

Nach dem Öffnen der App landet man direkt auf der Geräteübersicht. Hier werden alle verbundenen Kameras mit einem Vorschaubild angezeigt. Bei einem Set mit zwei Kameras erscheinen beispielsweise die Kameras „Haustür“ und „Garten“ oder „Einfahrt“ und „Terrasse“ untereinander.

Zu jeder Kamera werden der aktuelle Status, der Akkustand, die Verbindung und teilweise auch der letzte erkannte Bewegungszeitpunkt angezeigt. Dadurch hat man sofort einen guten Überblick über das gesamte System. Mit einem Fingertipp auf das Vorschaubild startet die Live-Ansicht.

Live-Ansicht und Steuerung

Die Live-Ansicht ist klar aufgebaut und bietet schnellen Zugriff auf die wichtigsten Funktionen. Im oberen Bereich wird das Kamerabild angezeigt, darunter befinden sich Bedienelemente für Audio, Gegensprechen, Screenshot, Aufnahme, Spotlight oder Sirene.

Die Bedienung reagiert im Alltag zuverlässig. Das Live-Bild startet nach kurzer Ladezeit und zeigt die Umgebung in hoher Qualität. Besonders praktisch ist die Möglichkeit, per Fingergeste in das Bild hineinzuzoomen. So lassen sich Details wie Gesichter, Fahrzeuge oder einzelne Bereiche des Grundstücks genauer betrachten.

Auch das Wechseln zwischen den beiden Kameras funktioniert unkompliziert. Nutzer können jederzeit zur Übersicht zurückkehren oder direkt eine andere Kamera auswählen.

Bibliothek und Ereignisverlauf

Ein wichtiger Bereich der App ist die Bibliothek beziehungsweise der Ereignisverlauf. Dort werden erkannte Bewegungen und gespeicherte Aufnahmen chronologisch aufgelistet. Die Darstellung ist übersichtlich: Jedes Ereignis wird mit Vorschaubild, Uhrzeit, Kameraname und erkannter Aktivität angezeigt.

So erkennt man schnell, ob es sich um eine Person, ein Fahrzeug, ein Tier oder eine allgemeine Bewegung handelt. Besonders bei mehreren Kameras ist diese Sortierung hilfreich, da man sofort sieht, welche Kamera das Ereignis ausgelöst hat.

Die Wiedergabe der Clips erfolgt direkt in der App. Videos starten schnell, lassen sich pausieren, vergrößern oder speichern. Auch das Löschen einzelner Aufnahmen ist einfach möglich.

Filter und Suche

Bei vielen täglichen Ereignissen wird die Filterfunktion besonders nützlich. Nutzer können Aufzeichnungen nach Kamera, Datum oder erkannter Objektart sortieren. So lässt sich beispielsweise gezielt nach Personenbewegungen an der Haustür oder Fahrzeugen in der Einfahrt suchen.

Diese Funktion spart im Alltag viel Zeit, da man nicht jede einzelne Aufnahme manuell durchsuchen muss. Gerade bei einem Zwei-Kamera-Set mit aktiver Außenüberwachung ist die Filterung ein großer Vorteil.

Einstellungen

Jede Kamera besitzt eigene Einstellmöglichkeiten. In den Geräteeinstellungen lassen sich unter anderem Videoqualität, Bewegungsempfindlichkeit, Nachtsicht, Spotlight, Audio, Mikrofon, Lautsprecher und Energiemodus anpassen.

Sehr praktisch ist, dass die Einstellungen getrennt für jede Kamera vorgenommen werden können. So kann beispielsweise die Kamera an der Einfahrt mit höherer Bewegungsempfindlichkeit arbeiten, während die Kamera im Garten weniger empfindlich eingestellt wird, um Fehlalarme durch Tiere oder Pflanzen zu vermeiden.

Auch Aktivitätszonen lassen sich direkt in der App festlegen. Dabei markiert man bestimmte Bereiche im Kamerabild, die überwacht werden sollen. Bereiche außerhalb dieser Zone werden weniger oder gar nicht berücksichtigt.

Routinen

Arlo setzt bei der Ultra 4K (3. Generation) auf ein einfach verständliches Routinen-System, mit dem sich das Verhalten der Kameras an unterschiedliche Alltagssituationen anpassen lässt. Anstatt komplizierte Regeln manuell erstellen zu müssen, stehen bereits vorkonfigurierte Routinen zur Verfügung, die bei Bedarf individuell angepasst werden können.

Abwesend aktivieren

Die Routine „Abwesend aktivieren“ ist für den klassischen Überwachungsbetrieb gedacht, wenn niemand zu Hause ist. In diesem Modus überwachen die Kameras das Grundstück aktiv und reagieren auf erkannte Bewegungen.

Wird eine Person, ein Fahrzeug oder eine andere Bewegung erkannt, können die Kameras automatisch:

  • Videoaufzeichnungen starten
  • Push-Benachrichtigungen senden
  • Das Spotlight aktivieren
  • Die Sirene auslösen
  • Ereignisse in der Cloud oder lokal speichern

Im Test erwies sich dieser Modus als die wichtigste Routine für den täglichen Einsatz. Gerade während der Arbeitszeit oder im Urlaub sorgt die automatische Aktivierung für ein hohes Sicherheitsniveau, ohne dass ständig manuell eingegriffen werden muss.

Zu Hause aktivieren

Die Routine „Zu Hause aktivieren“ richtet sich an Nutzer, die auch während ihrer Anwesenheit bestimmte Bereiche überwachen möchten. Dabei können die Kameras anders reagieren als im Abwesenheitsmodus.

So ist beispielsweise möglich:

  • Nur Außenkameras aktiv zu lassen
  • Benachrichtigungen auf wichtige Ereignisse zu beschränken
  • Aufzeichnungen weiterhin zu speichern
  • Die Sirene zu deaktivieren

Dadurch bleibt die Überwachung aktiv, ohne dass jede Bewegung von Familienmitgliedern sofort einen Alarm auslöst. Besonders bei größeren Grundstücken oder mehreren Eingangsbereichen erweist sich dieser Modus als sinnvoll.

Im Alltag bietet die Routine eine gute Balance zwischen Sicherheit und Komfort. Das System bleibt aufmerksam, ohne unnötig störend zu wirken.

Standby

Die Routine „Standby“ stellt den Ruhemodus des Systems dar. In diesem Zustand reagieren die Kameras nicht auf Bewegungen und erstellen keine automatischen Aufzeichnungen.

Die Kameras bleiben weiterhin mit dem System verbunden und können jederzeit über die App aufgerufen werden. Auch Live-Bilder lassen sich weiterhin anzeigen. Automatische Benachrichtigungen oder Alarmfunktionen bleiben jedoch deaktiviert.

Dieser Modus eignet sich besonders dann, wenn keine Überwachung gewünscht ist oder wenn beispielsweise Handwerker, Gartenarbeiten oder Familienfeiern stattfinden und keine Vielzahl von Ereignissen aufgezeichnet werden soll.

Individuelle Anpassungsmöglichkeiten

Ein großer Vorteil des Arlo-Systems besteht darin, dass jede Routine individuell angepasst werden kann. Nutzer können für jede einzelne Kamera festlegen, welche Aktionen bei einer Bewegungserkennung ausgeführt werden sollen.

So lässt sich beispielsweise definieren, dass:

  • die Kamera an der Haustür Benachrichtigungen sendet,
  • die Kamera im Garten lediglich aufzeichnet,
  • nur nachts das Spotlight aktiviert wird,
  • oder die Sirene ausschließlich bei Personenerkennung ausgelöst wird.

Dadurch entsteht ein sehr flexibles Sicherheitssystem, das sich optimal an die eigenen Anforderungen anpassen lässt.

Benachrichtigungen

Die Push-Benachrichtigungen sind ein zentraler Bestandteil der Nutzung. Sobald eine relevante Bewegung erkannt wird, informiert die App den Nutzer direkt auf dem Smartphone. Die Meldung enthält in der Regel den Kameranamen und die erkannte Aktivitätsart.

Besonders hilfreich ist, dass Benachrichtigungen individuell angepasst werden können. Nutzer können entscheiden, ob sie bei jeder Bewegung informiert werden möchten oder nur bei bestimmten Ereignissen wie Personen oder Fahrzeugen. Dadurch lassen sich unnötige Meldungen deutlich reduzieren.

SmartHub-Verwaltung

Auch der SmartHub wird über die App verwaltet. In den Einstellungen lassen sich Verbindungsstatus, Firmware-Version, Speicheroptionen und angeschlossene Kameras prüfen. Dadurch bleibt jederzeit nachvollziehbar, ob das System korrekt arbeitet.

Bei lokaler Speicherung kann über den SmartHub kontrolliert werden, ob ein Speichermedium erkannt wurde und ob Aufnahmen ordnungsgemäß gesichert werden.

Benutzerfreundlichkeit im Alltag

Im täglichen Einsatz überzeugt die App vor allem durch ihre klare Struktur. Die wichtigsten Funktionen sind schnell erreichbar, ohne dass man sich durch komplizierte Untermenüs arbeiten muss. Live-Bild, Aufnahmen, Benachrichtigungen und Geräteeinstellungen sind logisch angeordnet.

Auch optisch wirkt die App modern und angenehm reduziert. Große Symbole, klare Beschriftungen und eine verständliche Menüführung erleichtern die Bedienung. Selbst Nutzer, die zuvor noch kein Arlo-System verwendet haben, finden sich nach kurzer Zeit gut zurecht.

Kleinere Schwächen

Trotz der insgesamt sehr gelungenen Bedienung gibt es kleinere Kritikpunkte. Einige erweiterte Funktionen sind erst nach genauerem Durchsuchen der Menüs auffindbar. Zudem hängt der volle Funktionsumfang teilweise von einem Arlo-Secure-Abonnement ab. Ohne Abo bleiben Grundfunktionen nutzbar, einige intelligente Erkennungs- und Cloudfunktionen sind jedoch eingeschränkt.

Auch die Live-Ansicht benötigt je nach Netzwerkverbindung manchmal einen kurzen Moment, bis das Bild vollständig geladen ist. Das ist im Alltag jedoch kein gravierendes Problem.

Cloud-Kosten

Wer den vollen Funktionsumfang der Arlo Ultra 4K nutzen möchte, kann ein Arlo-Secure-Abonnement abschließen. Die Tarife unterscheiden sich hauptsächlich bei Speicherdauer, Auflösung der Cloud-Aufzeichnungen und den verfügbaren KI-Funktionen.

TarifMonatspreisLeistungsumfang
Arlo Secure7,99 € pro Monat30 Tage Cloud-Speicherung, intelligente Personen-, Fahrzeug-, Tier- und Paketerkennung, Aktivitätszonen sowie interaktive Benachrichtigungen.
Arlo Secure Plus19,99 € pro MonatAlle Funktionen von Secure sowie Cloud-Aufzeichnungen in voller 4K-Auflösung, erweiterte KI-Funktionen und Unterstützung für unbegrenzt viele Kameras an einem Standort.
Arlo Secure Pro24,99 € pro MonatEnthält sämtliche Funktionen von Secure Plus sowie zusätzliche Sicherheits- und Notfallfunktionen, erweiterte Ereignisanalysen und den größtmöglichen Cloud-Leistungsumfang.

Positiv ist, dass die Arlo Ultra 4K dank des mitgelieferten SmartHubs auch ohne laufendes Abonnement genutzt werden kann. Live-Ansicht, Push-Benachrichtigungen und lokale Aufzeichnungen bleiben verfügbar. Wer jedoch die intelligente Objekterkennung, die komfortable Cloud-Speicherung und die erweiterten KI-Funktionen nutzen möchte, sollte die zusätzlichen monatlichen Kosten bei der Kaufentscheidung berücksichtigen.

(App: 4,5 von 5 Punkten)

Video-/ Tonqualität 

Die Videoqualität gehört klar zu den größten Stärken der Arlo Ultra 4K. Die Kameras zeichnen in 4K-Ultra-HD auf und liefern dadurch ein sehr detailreiches Bild. Besonders bei guter Tagesbeleuchtung wirken die Aufnahmen scharf, kontrastreich und natürlich. Gesichter, Fahrzeuge, Kennzeichen oder kleinere Details im Bild lassen sich deutlich besser erkennen als bei vielen klassischen Full-HD-Kameras.

Der große 180-Grad-Blickwinkel ist im Alltag ein großer Vorteil. Mit nur einer Kamera lässt sich ein sehr breiter Bereich überwachen, etwa eine Einfahrt, ein Garten oder der Hauseingang. Trotz des großen Sichtfeldes bleibt das Bild vergleichsweise klar und gut nutzbar. Verzerrungen an den Rändern sind zwar leicht erkennbar, fallen im Alltag aber kaum störend auf.

Auch bei schwierigen Lichtverhältnissen macht die Arlo Ultra 4K eine gute Figur. Die HDR-Funktion hilft besonders dann, wenn helle und dunkle Bereiche gleichzeitig im Bild sind. Das ist beispielsweise bei Hauseingängen, Garagen oder Terrassen häufig der Fall. Helle Flächen brennen weniger stark aus, während dunkle Bereiche besser sichtbar bleiben. Dadurch wirken die Aufnahmen insgesamt ausgewogener.

Bei Nacht überzeugt die Kamera vor allem durch die Farb-Nachtsicht. Wird das integrierte Spotlight aktiviert, bleiben Aufnahmen auch im Dunkeln farbig. Das erleichtert die Erkennung von Kleidung, Fahrzeugfarben oder anderen wichtigen Details deutlich. Ohne Spotlight greift die Kamera auf klassische Infrarot-Nachtsicht zurück. Diese liefert ein sauberes Schwarz-Weiß-Bild, ist aber weniger aussagekräftig als die farbige Darstellung mit Beleuchtung.

Die Bewegungserfassung funktioniert in Verbindung mit der Videoqualität sehr zuverlässig. Bewegungen werden klar dargestellt, ohne dass das Bild übermäßig verwaschen wirkt. Bei schnellen Bewegungen oder größerer Entfernung kann es dennoch zu leichten Unschärfen kommen, was bei kabellosen Sicherheitskameras normal ist. Für typische Einsatzbereiche wie Haustür, Garten, Einfahrt oder Terrasse reicht die Bildqualität jedoch vollkommen aus.

Der digitale Zoom profitiert deutlich von der hohen 4K-Auflösung. Bildbereiche lassen sich vergrößern, ohne sofort unbrauchbar zu werden. Natürlich ersetzt der digitale Zoom kein optisches Zoomobjektiv, dennoch bleiben viele Details besser erhalten als bei Kameras mit niedrigerer Auflösung.

Auch die Tonqualität fällt insgesamt positiv aus. Die integrierten Mikrofone nehmen Stimmen, Schritte, Fahrzeuge und Umgebungsgeräusche gut wahr. Gespräche im direkten Umfeld der Kamera sind verständlich, sofern keine starken Wind- oder Störgeräusche vorhanden sind. Für eine Sicherheitskamera ist die Sprachverständlichkeit absolut überzeugend.

Die Zwei-Wege-Kommunikation funktioniert ebenfalls zuverlässig. Über die App kann man direkt mit Personen vor der Kamera sprechen, etwa mit Besuchern, Paketboten oder Familienmitgliedern. Die Stimme wird klar genug übertragen, auch wenn sie etwas komprimiert klingt. Das ist bei dieser Art von Kameras üblich und stört im Alltag kaum.

Positiv ist zudem die Geräuschunterdrückung, die störende Hintergrundgeräusche reduziert. Bei starkem Wind, Regen oder Straßenlärm stößt sie jedoch an ihre Grenzen. In solchen Situationen bleibt der Ton zwar nutzbar, verliert aber hörbar an Klarheit.

Insgesamt liefert die Arlo Ultra 4K eine sehr starke Kombination aus hochwertiger Videoaufnahme und solider Tonqualität. Die 4K-Auflösung, HDR, Farb-Nachtsicht und der breite Blickwinkel sorgen für ein sehr detailreiches Sicherheitsbild. Auch das Zwei-Wege-Audio erfüllt seinen Zweck zuverlässig. Damit eignet sich das System besonders für Nutzer, die bei der Überwachung Wert auf hohe Bildqualität und gute Verständlichkeit legen.

(Video-/ Tonqualität : 4,5 von 5 Punkten)

Akkulaufzeit

Einer der größten Vorteile der Arlo Ultra 4K (3. Generation) ist ihr vollständig kabelloser Betrieb. Die beiden Kameras werden über leistungsstarke, wiederaufladbare Akkus mit Energie versorgt und benötigen dadurch keine feste Stromversorgung am Montageort. Das ermöglicht eine besonders flexible Installation an Hausfassaden, Garagen, Carports oder im Garten.

Die tatsächliche Akkulaufzeit hängt stark vom individuellen Nutzungsverhalten ab. Faktoren wie die Anzahl der täglichen Bewegungserkennungen, die gewählte Videoauflösung, die Nutzung des Spotlights, die Häufigkeit von Live-Ansichten sowie die Umgebungstemperatur beeinflussen die Laufzeit spürbar. Bei durchschnittlicher Nutzung sind mehrere Monate Betrieb pro Akkuladung realistisch. In stark frequentierten Bereichen mit vielen Bewegungsereignissen reduziert sich die Laufzeit entsprechend.

Positiv fällt auf, dass Arlo die Akkuleistung gegenüber früheren Ultra-Generationen nochmals verbessert hat. Im Alltag erweisen sich die Kameras als ausdauernd und verlangen nur selten nach einer erneuten Aufladung. Über die Arlo-App lässt sich der aktuelle Akkustand jederzeit bequem überwachen. Sinkt die Ladung auf ein kritisches Niveau, informiert die App den Nutzer automatisch per Benachrichtigung.

Das Aufladen erfolgt über den integrierten USB-C-Anschluss, wodurch moderne Ladekabel verwendet werden können. Der Ladevorgang gestaltet sich unkompliziert und ist deutlich komfortabler als bei älteren Modellen mit proprietären Anschlüssen.

Optionales Solarpanel für nahezu autarken Betrieb

Besonders interessant ist die Möglichkeit, die Kameras mit dem optional erhältlichen Arlo-Solarpanel zu kombinieren. Dieses wird direkt mit der Kamera verbunden und lädt den Akku kontinuierlich über Sonnenenergie nach.

Bei einem geeigneten Montageort mit ausreichender Sonneneinstrahlung kann die Kamera dadurch nahezu autark betrieben werden. In vielen Fällen entfällt das manuelle Aufladen der Akkus über Monate hinweg oder sogar vollständig. Gerade bei schwer zugänglichen Installationsorten wie hohen Hauswänden oder Dachvorsprüngen stellt das Solarpanel eine sinnvolle Ergänzung dar und erhöht den Bedienkomfort erheblich.

Stromverbrauch des SmartHub

Während die Kameras über Akkus betrieben werden, benötigt der mitgelieferte SmartHub eine dauerhafte Stromversorgung. Der Energieverbrauch fällt dabei erfreulich niedrig aus.

Im normalen Betrieb bewegt sich die Leistungsaufnahme des SmartHubs typischerweise zwischen etwa 3 und 5 Watt. Selbst bei dauerhaftem 24-Stunden-Betrieb bleiben die Stromkosten daher überschaubar. Hochgerechnet auf ein ganzes Jahr ergibt sich lediglich ein geringer Energieverbrauch, der im Vergleich zu vielen anderen Netzwerkgeräten oder Routern kaum ins Gewicht fällt.

Der SmartHub arbeitet zudem zuverlässig und unauffällig im Hintergrund. Während des Tests blieb die Wärmeentwicklung gering und das Gerät arbeitete jederzeit stabil.

(Stromverbrauch: 4,5 von 5 Punkten)

TEIL 3

bestehend aus „Preis/Leistung“ entspricht 10% der Gesamtwertung

Beschreibung

Die Arlo Ultra 4K (3. Generation) wird als Premium-Sicherheitskamera mit 4K-Auflösung, intelligenter Objekterkennung, Farb-Nachtsicht und langer Akkulaufzeit beworben. Im Test zeigt sich, dass das System die meisten dieser Versprechen tatsächlich einhält.

Besonders überzeugen konnten die hervorragende Bildqualität, der große 180°-Blickwinkel sowie die zuverlässige Personen-, Fahrzeug- und Tiererkennung. Auch die Farb-Nachtsicht liefert beeindruckende Ergebnisse und sorgt für deutlich mehr Details als herkömmliche Schwarz-Weiß-Aufnahmen. Die Arlo-App präsentiert sich übersichtlich und ermöglicht eine komfortable Bedienung aller Funktionen.

Positiv fällt außerdem die gute Akkulaufzeit auf. In Verbindung mit dem optionalen Arlo-Solarpanel ist sogar ein nahezu wartungsfreier Betrieb möglich. Auch der SmartHub arbeitet zuverlässig und bietet die Möglichkeit zur lokalen Speicherung ohne laufende Kosten.

Ganz ohne Kritik bleibt das System jedoch nicht. Der hohe Anschaffungspreis wird durch zusätzliche Kosten für die Arlo-Secure-Abonnements ergänzt, da einige der beworbenen KI- und Cloud-Funktionen erst mit einem kostenpflichtigen Tarif vollständig nutzbar sind. Zudem benötigt die Live-Ansicht gelegentlich einige Sekunden, bis das Kamerabild vollständig geladen ist.

Preis/Leistung

Zum Marktstart lag die unverbindliche Preisempfehlung für das Arlo Ultra 4K (3. Generation) Zwei-Kamera-Set inklusive SmartHub bei rund 599 Euro. Mittlerweile ist das System regelmäßig für etwa 430 Euro im Handel erhältlich, abhängig von Händler und Aktionen.

Auf den ersten Blick wirkt dieser Preis hoch, insbesondere wenn man bedenkt, dass für einige Cloud-Funktionen zusätzlich ein Arlo-Secure-Abonnement erforderlich ist. Vergleicht man die Ultra 4K jedoch mit anderen Premium-Systemen, relativiert sich der Preis etwas. Schließlich erhält man zwei kabellose 4K-Kameras, einen SmartHub mit lokaler Speicheroption, Farb-Nachtsicht, intelligente Objekterkennung, 180°-Sichtfeld und eine sehr ausgereifte App.

Dennoch gehört die Arlo Ultra 4K nicht zu den preiswertesten Lösungen auf dem Markt. Wer lediglich eine einfache Überwachungskamera sucht, findet bereits deutlich günstigere Alternativen mit 2K-Auflösung. Auch im Premium-Segment gibt es Konkurrenzmodelle von Eufy, Reolink oder Modelle von TP-Link, die teilweise ohne kostenpflichtige Cloud-Abonnements auskommen und ein attraktiveres Preis-Leistungs-Verhältnis bieten.

Wer jedoch besonderen Wert auf exzellente 4K-Bildqualität, eine hochwertige Verarbeitung, flexible Akku-Technik, lokale Speicherung über den SmartHub und ein sehr ausgereiftes Ökosystem legt, erhält mit der Arlo Ultra 4K ein überzeugendes Gesamtpaket. Die gebotene Leistung rechtfertigt den Preis grundsätzlich, ein echtes Schnäppchen ist das System aber nicht.

Arlo Ultra 3 4K (2-er Set)

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testr Gesamtwertung

unter Berücksichtigung aller Teilwertungen

 Wir bedanken uns beim Hersteller für die Bereitstellung des Produktes. Zu unseren Grundsätzen

Link zum Hersteller: arlo.de

Roborock Qrevo S Pro

In aller Kürze

Der Roborock Qrevo S Pro ist ein moderner Saug- und Wischroboter, der viele Premium-Funktionen zu einem vergleichsweise attraktiven Preis bietet. Besonders die starke Saugleistung von 18.500 Pa, die rotierenden und anhebbaren Wischmopps sowie die umfangreiche Multifunktionsstation machen das Modell interessant. Die Station übernimmt unter anderem das Absaugen des Staubbehälters, das Waschen der Mopps mit heißem Wasser und die anschließende Warmlufttrocknung. 

Im Testbericht zeigen wir, wie gut der Qrevo S Pro im Alltag saugt und wischt, wie zuverlässig die Navigation arbeitet und wo es trotz der starken Ausstattung kleinere Schwächen gibt. 

Gefällt uns

  • sehr einfache Einrichtung
  • Saugleistung von bis zu 18.500 Pa
  • Gute Wischleistung dank rotierender Wischmopps
  • Multifunktionsstation mit Staubabsaugung, Heißwasser-Moppwäsche und Warmlufttrocknung
  • Umfangreiche Reinigungsstation mit automatischer Reinigung und Trocknung
  • Anti-Tangle-Seitenbürste reduziert Haarverwicklungen deutlich
  • Solide Verarbeitung
  • Umfangreiche App mit vielen Einstellmöglichkeiten
  • Lange Akkulaufzeit und automatische Fortsetzung

Gefällt uns weniger

  • Keine Kamera- bzw. KI-gestützte Hinderniserkennung
  • Keine ausfahrbare Seitenbürste für bessere Randreinigung
  • Kein ausfahrbarer Wischarm für die Reinigung entlang von Fußleisten
  • Hauptbürste muss bei langen Haaren gelegentlich gereinigt werden
  • Hinderniserkennung in dieser Preisklasse etwas enttäuschend

Roborock Qrevo S Pro

Zum Angebot bei

TEIL 1

Bestehend aus „Verpackung/Design/Verarbeitung“ entspricht 25% der Gesamtwertung

Verpackung

Die Verpackung des Roborock Qrevo S Pro wirkt schlicht, modern und insgesamt hochwertig gestaltet. Roborock setzt hier eher auf ein minimalistisches Design statt auf überladene Werbegrafiken. Auf einer der Verpackungsseiten ist lediglich der Saugroboter selbst als technische Skizze dargestellt, wodurch die Verpackung einen eher cleanen und modernen Eindruck hinterlässt. Auf der großen Rückseite sieht man dagegen den Saugroboter zusammen mit der Reinigungsstation ebenfalls als Skizze abgebildet. Ergänzt werden die Darstellungen durch einige Hinweise zu den wichtigsten Funktionen des Modells.

Im Inneren sind alle Komponenten sauber und sicher verpackt. Sowohl der Roboter als auch die Reinigungsstation werden durch stabile Kartonelemente und Schutzfolien zuverlässig vor Transportschäden geschützt. Zubehör und kleinere Teile liegen ordentlich sortiert in separaten Fächern, wodurch das Auspacken angenehm übersichtlich bleibt. Insgesamt hinterlässt die Verpackung einen durchdachten und hochwertigen Eindruck.

Zum Lieferumfang gehören neben dem Roborock Qrevo S Pro auch die Multifunktionsstation, die Auffahrrampe beziehungsweise Bodenplatte der Station, das Netzkabel, die bereits vormontierten Wischmopps sowie die Bedienungsanleitung und Schnellstartunterlagen. Der Roboter selbst ist bereits weitgehend vormontiert, wodurch die Inbetriebnahme schnell erledigt ist.


(Verpackung: 4 von 5 Punkten)

Design

Saugroboter

Der Roborock Qrevo S Pro setzt optisch auf das typische moderne Roborock-Design und wirkt insgesamt hochwertig, schlicht und funktional zugleich. Der Saugroboter besitzt die klassische runde Bauform, kombiniert diese jedoch mit klaren Linien und einem angenehm minimalistischen Erscheinungsbild. Besonders die matte Oberfläche sorgt dafür, dass Fingerabdrücke und Staub nicht sofort auffallen, wodurch der Roboter auch nach längerer Nutzung noch sauber und hochwertig wirkt.

Mit einer Höhe von rund 9,6 cm gehört der Qrevo S Pro nicht zu den flachsten Saugrobotern auf dem Markt, passt aber dennoch unter viele Sofas, Schränke oder Betten. Der Durchmesser liegt bei etwa 35 cm, wodurch der Roboter insgesamt kompakt genug bleibt, um auch in kleineren Wohnungen oder engeren Bereichen gut zurechtzukommen. Das Gewicht des Saugroboters beträgt rund 4,1 Kilogramm, wodurch das Modell stabil und hochwertig wirkt, sich bei Bedarf aber weiterhin problemlos anheben oder transportieren lässt.

Auf der Oberseite befindet sich der markante Laserturm für die LiDAR-Navigation. Dieser ist sauber in das Design integriert und fällt optisch nicht unangenehm auf. Rund um den Turm bleibt die Oberfläche angenehm schlicht gehalten. Die wenigen Bedienelemente auf der Oberseite sind übersichtlich angeordnet und gut erreichbar. Insgesamt wirkt das Design dadurch modern und aufgeräumt, ohne unnötig verspielt zu sein.

Die Vorderseite wird hauptsächlich durch den Stoßfänger und die integrierten Sensoren geprägt. Diese sind dezent verbaut und fügen sich gut in das Gesamtbild ein. Gleichzeitig wirkt die Front stabil genug, um kleinere Berührungen im Alltag problemlos wegzustecken. Die seitlichen Rundungen sorgen zusätzlich dafür, dass sich der Roboter elegant entlang von Möbeln und Wänden bewegen kann.

Auf der Unterseite zeigt sich die technische Ausstattung des Qrevo S Pro besonders deutlich. Dort sitzen die Hauptbürste, die Seitenbürste sowie die beiden rotierenden Wischmopps. Die Mopps wirken hochwertig verarbeitet und sind sauber in das Reinigungssystem integriert. Besonders praktisch ist die automatische Moppanhebung, wodurch Teppiche beim Wischen zuverlässig trocken bleiben. Auch die Hauptbürste hinterlässt einen robusten Eindruck und ist so konstruiert, dass sich Haare und Schmutz möglichst wenig verfangen.

Insgesamt wirkt der Roborock Qrevo S Pro modern, hochwertig und alltagstauglich. Das Design konzentriert sich klar auf Funktionalität, ohne dabei billig oder langweilig zu wirken. Gerade die Kombination aus schlichtem Premium-Look, stabiler Verarbeitung und durchdachter Bauweise passt sehr gut zum gehobenen Gesamtanspruch des Modells

Reinigungsstation

Die Reinigungsstation des Roborock Qrevo S Pro wirkt modern, funktional und deutlich hochwertiger als klassische Absaugstationen einfacher Saugroboter. Trotz der umfangreichen Technik setzt Roborock auf ein vergleichsweise schlichtes und aufgeräumtes Design, wodurch sich die Station optisch gut in moderne Wohnräume integrieren lässt. Besonders die klaren Linien und die glatten Oberflächen sorgen dafür, dass die Station insgesamt eher elegant als technisch oder klobig wirkt.

Mit einer Größe von rund 34 cm Breite, 48,7 cm Tiefe und etwa 52 cm Höhe fällt die Multifunktionsstation allerdings deutlich größer aus als einfache Lade- oder Absaugstationen. Durch die integrierten Frisch- und Schmutzwassertanks sowie die automatische Moppreinigung benötigt die Station entsprechend etwas Platz im Wohnraum. Das Gewicht liegt leer bei ungefähr 7,5 Kilogramm und fällt mit gefüllten Wassertanks nochmals höher aus. Dadurch steht die Station insgesamt sehr stabil und verrutscht auch beim automatischen Andocken des Roboters nicht. Gleichzeitig merkt man aber schnell, dass die Station eher für einen festen Standort gedacht ist und nicht regelmäßig bewegt werden soll.

Die Vorderseite der Station wirkt angenehm schlicht. Der untere Bereich wird hauptsächlich durch die große Einfahrtsöffnung geprägt, in die der Roboter automatisch zum Laden, Entleeren und Reinigen einfährt. Die Auffahrrampe ist sauber integriert und ermöglicht ein präzises Andocken des Roboters. Durch die dunklere Gestaltung im unteren Bereich fallen kleinere Wasserreste oder Schmutzspuren im Alltag zudem weniger auf.

Im oberen Bereich befinden sich die beiden Wasserbehälter für Frisch- und Schmutzwasser. Diese sitzen sicher in der Station, lassen sich aber dennoch leicht entnehmen und wieder einsetzen. Die Behälter wirken hochwertig verarbeitet und verfügen über praktische Tragegriffe, wodurch das Nachfüllen beziehungsweise Entleeren angenehm unkompliziert bleibt. Unter den Abdeckungen bleibt das Design insgesamt sehr aufgeräumt, da die Tanks nicht offen sichtbar sind.

Auch technisch macht die Station einen sehr modernen Eindruck. Sie übernimmt nicht nur die automatische Entleerung des Staubbehälters, sondern reinigt zusätzlich die beiden rotierenden Wischmopps mit Wasser und trocknet sie anschließend mit warmer Luft. Dadurch reduziert sich der Wartungsaufwand im Alltag deutlich. Die Reinigungsfläche im unteren Bereich ist funktional aufgebaut und wirkt insgesamt robuster als bei vielen günstigeren Stationen.

Insgesamt hinterlässt die Reinigungsstation des Roborock Qrevo S Pro einen hochwertigen und durchdachten Eindruck. Zwar benötigt sie aufgrund der umfangreichen Ausstattung vergleichsweise viel Platz, bietet dafür aber auch einen hohen Komfort und passt optisch sehr gut zum modernen Premium-Anspruch des gesamten Systems

(Design: 4 von 5 Punkten)

Verarbeitung

Bei der Verarbeitung hinterlässt der Roborock Qrevo S Pro insgesamt einen guten und soliden Eindruck. Sowohl der Saugroboter selbst als auch die Multifunktionsstation wirken sauber verarbeitet und ausreichend robust für den täglichen Einsatz. Bereits beim ersten Anheben merkt man, dass das Gehäuse stabil aufgebaut ist und keine auffälligen Klappergeräusche oder lockeren Elemente vorhanden sind. Auch die einzelnen Kunststoffteile sitzen sauber zusammen und die Spaltmaße fallen insgesamt gleichmäßig aus.

Die matte Oberfläche des Roboters wirkt modern und ist gleichzeitig relativ unempfindlich gegenüber Fingerabdrücken oder kleineren Kratzern im Alltag. Sensoren, Stoßfänger und Bedienelemente sind ordentlich integriert und hinterlassen einen durchdachten Eindruck. Auch die Hauptbürste, Seitenbürste sowie die rotierenden Wischmopps wirken stabil konstruiert und lassen sich bei Bedarf unkompliziert entnehmen und reinigen.

Die Reinigungsstation macht ebenfalls einen insgesamt hochwertigen Eindruck. Besonders die Wasserbehälter sitzen stabil in der Station und lassen sich dennoch angenehm leicht entnehmen. Auch die Auffahrrampe und die Einfahrtsfläche des Roboters wirken robust genug für den täglichen Betrieb. Die Klappen und Abdeckungen schließen sauber und wirken insgesamt ordentlich verarbeitet.

Trotzdem merkt man an einigen Stellen, dass der Qrevo S Pro preislich unterhalb der absoluten High-End-Modelle von Roborock angesiedelt ist. Im direkten Vergleich mit deutlich teureren Premium-Modellen wirken manche Kunststoffoberflächen minimal einfacher und nicht ganz so edel. Auch die Station vermittelt zwar einen modernen Eindruck, erreicht aber nicht ganz das besonders hochwertige Gefühl der teuersten Topmodelle des Herstellers.

Das bedeutet allerdings keineswegs, dass der Qrevo S Pro billig wirkt, im Gegenteil. Die Verarbeitung bewegt sich insgesamt weiterhin auf einem guten Niveau und passt gut zur Preisklasse des Geräts. Lediglich im direkten Vergleich mit den teuersten Flaggschiff-Modellen merkt man kleinere Unterschiede bei Materialanmutung und Detailverarbeitung.

(Verarbeitung: 3,5 von 5 Punkten)

TEIL 2

bestehend aus „Funktion des Produktes“ entspricht 65% der Gesamtwertung

StromversorgungAkku-Betrieb mit automatischer Ladestation
Akku-ArtLithium-Ionen-Akku, ca. 5.200 mAh
Navigation/SensorenNavigation und Orientierung
LiDAR-Lasersensor (PreciSense LiDAR) zur Raumkartierung und Navigation
Odometrie-Sensoren zur Wegstreckenmessung
Gyroskop zur Bewegungs- und Lageerkennung
Hinderniserkennung
Frontseitige Reactive-Tech-Hindernissensoren
Infrarot-Abstandssensoren zur Erkennung größerer Objekte
Stoßsensor im beweglichen Frontstoßfänger
Wandsensor für randnahes Reinigen entlang von Wänden und Möbeln
Absturz- und Sicherheitssensoren
Mehrere Fallsensoren auf der Unterseite gegen Treppenstürze
Bodenerkennungssensoren zur Unterscheidung von Kanten und Absätzen
Teppich- und Reinigungssensoren
Ultraschall-Teppicherkennung
Sensoren zur automatischen Moppanhebung auf Teppichen
Sensoren zur Erkennung der Position der Wischmopps
Docking und Station
Andocksensoren für das präzise Anfahren der Reinigungsstation
Sensoren zur Kommunikation mit der Multifunktionsstation
FarbeSchwarz; weitere Farbe: Weiß
Lautstärkeca. 58 dB (Standard), bis 68 dB (Max), Wischen ca. 52 dB
HauptbürsteZentrale Gummibürste (für Hartboden & Teppich geeignet)
Seitenbürstestarr, nicht ausfahrbar, reinigt aber dennoch die Ecken solide
WischsystemZwei rotierende Wischplatten, werden bei Teppichen angehoben, sind aber beide nicht ausfahrbar
FormRund
Betriebszeit80 bis 180 Minuten (je nach Modus)
SaugleistungMaximale Stufe: 18.500 Pa
MaßeSaugroboter: ca. 35 × 9,6 cm (Durchmesser × Höhe), Reinigungsstation: ca. 34 × 48,7 × 52 cm (B × T × H)
Gewicht4,1 kg Saugroboter 7,5 kg Reinigungsstation
LieferumfangSaugroboter
Reinigungsstation
2x rotierende Wischplatten mit Mopp
Basisstations-Rampen-Erweiterung
Schnellstartanleitung + Handbuch
Technische Daten des Roborock Qrevo S Pro

Ersteinrichtung und Inbetriebnahme 

Die Ersteinrichtung des Roborock Qrevo S Pro gestaltet sich insgesamt angenehm unkompliziert und ist auch für Nutzer ohne viel Erfahrung mit Saugrobotern gut verständlich. Nach dem Auspacken muss zunächst die Reinigungsstation vorbereitet und an einem geeigneten Platz aufgestellt werden. Da die Station vergleichsweise groß ausfällt, sollte man ihr ausreichend Raum nach vorne und zu den Seiten geben, damit der Roboter problemlos ein- und ausfahren kann.

Anschließend wird die Bodenplatte beziehungsweise Auffahrrampe der Station eingesetzt und das Netzkabel angeschlossen. Danach werden die Wasserbehälter entnommen, der Frischwassertank befüllt und der Schmutzwassertank wieder eingesetzt. Die beiden Wischmopps sind bereits am Roboter angebracht beziehungsweise lassen sich schnell einsetzen. Danach kann der Qrevo S Pro direkt in die Station gestellt werden, wo er automatisch mit dem Ladevorgang beginnt.

Für die vollständige Einrichtung wird die Roborock-App benötigt. Die Verbindung mit dem Smartphone funktioniert schnell und zuverlässig. Nach dem Einschalten wird der Roboter in der App erkannt und Schritt für Schritt mit dem heimischen WLAN verbunden. Die einzelnen Einrichtungsschritte sind klar erklärt, sodass man ohne große Vorkenntnisse durch den Prozess geführt wird. Nach der Kopplung prüft die App automatisch, ob ein Firmware-Update verfügbar ist. Dieses sollte vor der ersten Reinigung installiert werden, damit alle Funktionen auf dem aktuellen Stand sind.

Nach der Verbindung empfiehlt sich zunächst eine schnelle Kartierungsfahrt. Dabei fährt der Roboter die Wohnung ab und erstellt eine erste Karte der Räume. Die Kartierung funktioniert zügig und präzise. Anschließend lassen sich Räume in der App benennen, zusammenführen oder trennen. Auch Sperrzonen, virtuelle Wände und Bereiche, die nicht gewischt werden sollen, können direkt eingerichtet werden.

Besonders praktisch ist, dass sich bereits vor der ersten richtigen Reinigung viele Einstellungen individuell anpassen lassen. So kann pro Raum festgelegt werden, wie stark gesaugt, wie intensiv gewischt oder ob nur gesaugt beziehungsweise nur gewischt werden soll. Auch die Wassermenge und die Reinigungsreihenfolge können angepasst werden. Dadurch lässt sich der Roborock Qrevo S Pro sehr gut auf die eigene Wohnung abstimmen.

Die erste Inbetriebnahme wirkt insgesamt durchdacht und komfortabel. Der Roboter ist schnell einsatzbereit, die App führt verständlich durch alle Schritte und die Station übernimmt anschließend viele Aufgaben automatisch. Lediglich der Platzbedarf der Station sollte vorab berücksichtigt werden. Ansonsten gelingt der Start mit dem Qrevo S Pro sehr einfach und ohne größere Hürden.

(Ersteinrichtung und Inbetriebnahme: 5 von 5 Punkten)

Reinigungsleistung und Navigation

Bei der Reinigungsleistung zeigt der Roborock Qrevo S Pro insgesamt eine sehr starke Vorstellung. Der Saugroboter kombiniert eine hohe Saugleistung mit rotierenden Wischmopps und einer zuverlässigen Navigation, wodurch er im Alltag sowohl auf Hartböden als auch auf Teppichen sehr gute Ergebnisse erzielt. Staub, Krümel, Haare und alltäglicher Schmutz werden gründlich aufgenommen, während die Wischfunktion besonders auf glatten Böden für sichtbar saubere Ergebnisse sorgt.

Auch bei der Navigation macht der Qrevo S Pro einen ausgereiften Eindruck. Die Kartierung erfolgt schnell und präzise, Räume werden zuverlässig erkannt und die Reinigungsfahrten verlaufen systematisch. Im Alltag fährt der Roboter geordnet Bahn für Bahn, anstatt chaotisch durch die Wohnung zu fahren. Dadurch arbeitet er effizient, spart Zeit und lässt kaum Bereiche aus. Insgesamt bietet der Qrevo S Pro eine sehr runde Kombination aus starker Reinigung, guter App-Steuerung und zuverlässiger Orientierung im Raum.

Saugleistung

Die Saugleistung gehört zu den größten Stärken des Roborock Qrevo S Pro und wurde gegenüber dem Vorgänger nochmals deutlich verbessert. Während das vorherige Modell noch mit 8.000 Pa arbeitete, bietet der Qrevo S Pro nun eine maximale Saugleistung von bis zu 18.500 Pa. Dieser große Sprung macht sich im Alltag klar bemerkbar und sorgt dafür, dass der Roboter deutlich kräftiger arbeitet als frühere Qrevo-Modelle.

Auf Hartböden entfernt der Roboter Staub, Haare, Krümel sowie alltäglichen Schmutz insgesamt sehr zuverlässig. Besonders auf Fliesen, Laminat oder Vinyl hinterlässt der Qrevo S Pro einen sauberen Eindruck und sammelt selbst gröbere Verschmutzungen problemlos ein. Auch entlang von Möbeln und Fußleisten arbeitet der Roboter ordentlich. Die vordere Seitenbürste ist dabei allerdings starr ausgeführt und nicht ausfahrbar. Dadurch erreicht der Roboter Randbereiche zwar nicht ganz so aggressiv wie manche neueren Premium-Modelle mit ausfahrbarer Seitenbürste, im Alltag liefert das Reinigungssystem dennoch gute Ergebnisse.

Positiv fällt dabei vor allem die neu entwickelte Anti-Tangle-Seitenbürste auf. Haare verheddern sich hier deutlich weniger als bei vielen klassischen Seitenbürsten, was den Wartungsaufwand spürbar reduziert. Gerade in Haushalten mit längeren Haaren oder Haustieren ist das im Alltag ein klarer Vorteil.

Die Hauptbürste setzt weiterhin auf eine Vollgummi-Konstruktion. Diese arbeitet zuverlässig und eignet sich besonders gut für Hartböden sowie Teppiche, da sich Schmutz und Haare insgesamt gut aufnehmen lassen. Trotzdem müssen lange Haare weiterhin gelegentlich manuell entfernt werden, da sich diese trotz der verbesserten Konstruktion noch um die Hauptbürste wickeln können. Hier gibt es mittlerweile einige Konkurrenzmodelle, die mit moderneren Bürstensystemen noch etwas effektiver arbeiten.

Auch auf Teppichen zeigt der Qrevo S Pro insgesamt eine gute Leistung. Erkennt der Roboter Teppichflächen, erhöht er automatisch die Saugleistung und entfernt Staub sowie Haare zuverlässig aus den Fasern. Besonders auf kurzflorigen Teppichen funktioniert das sehr ordentlich. Bei dickeren oder hochflorigen Teppichen gibt es allerdings inzwischen stärkere High-End-Modelle, die nochmals gründlicher reinigen und Schmutz tiefer aus den Teppichfasern lösen können.

Generell liefert der Qrevo S Pro eine starke Saugleistung ab, bewegt sich im direkten Vergleich mit den absoluten Topmodellen aber nicht ganz an der Spitze. Es gibt mittlerweile Geräte mit noch höherer Saugleistung oder effektiveren Hauptbürsten, die speziell auf Teppichen nochmals etwas gründlicher arbeiten. Für die meisten Haushalte ist die Reinigungsleistung des Qrevo S Pro dennoch mehr als ausreichend und insgesamt klar im oberen Bereich angesiedelt.

(Saugleistung: 4 von 5 Punkten)

Wischfunktion

Die Wischfunktion des Roborock Qrevo S Pro setzt auf zwei rotierende Wischmopps, die während der Reinigung konstant Druck auf den Boden ausüben. Im Gegensatz zu einigen höherpreisigen Modellen von Roborock verfügt der Qrevo S Pro jedoch nicht über einen ausfahrbaren Wischarm. Dadurch können Randbereiche und Ecken nicht ganz so gründlich erreicht werden wie bei den aktuellen Flaggschiff-Modellen, bei denen ein Mop aktiv bis an Fußleisten oder Möbelkanten ausgefahren wird. Im Alltag fällt dieser Unterschied zwar auf, die Reinigungsleistung bleibt insgesamt dennoch auf einem guten Niveau.

Besonders auf Hartböden wie Fliesen, Laminat, Vinyl oder versiegeltem Parkett erzielt der Roboter überzeugende Ergebnisse. Staub, leichte Verschmutzungen, Fußabdrücke und alltäglicher Schmutz werden zuverlässig entfernt. Durch die rotierenden Mopps wird Schmutz aktiv vom Boden gelöst, wodurch das Reinigungsergebnis deutlich gründlicher ausfällt als bei einfachen Wischsystemen mit nachgezogenen Wischtüchern.

Auch eingetrocknete Flecken werden meist zuverlässig entfernt, sofern diese nicht bereits über einen längeren Zeitraum eingetrocknet sind. In solchen Fällen benötigt der Roboter gelegentlich einen zweiten Reinigungsvorgang. Für die tägliche Unterhaltsreinigung reicht die Wischleistung jedoch vollkommen aus und sorgt für sichtbar saubere Böden. Besonders in Küche, Flur oder Essbereich macht sich die regelmäßige Wischfunktion positiv bemerkbar.

Praktisch ist zudem die automatische Moppanhebung. Erkennt der Qrevo S Pro Teppiche, hebt er die Wischmopps automatisch an und verhindert so, dass Teppichflächen unnötig feucht werden. Dadurch eignet sich das Modell sehr gut für Wohnungen mit gemischten Bodenbelägen.

Ein weiterer Vorteil zeigt sich nach der eigentlichen Reinigung. Die Multifunktionsstation übernimmt nicht nur das Waschen der Mopps, sondern nutzt hierfür heißes Wasser. Dadurch werden Schmutz, Fett und Rückstände deutlich effektiver entfernt als bei einer Reinigung mit kaltem Wasser. Die anschließende Warmlufttrocknung reduziert zusätzlich die Bildung unangenehmer Gerüche und sorgt dafür, dass die Mopps für den nächsten Reinigungsvorgang wieder einsatzbereit sind. Auf die Funktionen der Station gehen wir später noch ausführlicher ein.

Insgesamt liefert der Roborock Qrevo S Pro eine gute bis sehr gute Wischleistung ab. Zwar erreicht er aufgrund des fehlenden ausfahrbaren Wischarms nicht ganz das Niveau der teuersten Premium-Modelle, für die tägliche Reinigung von Hartböden bietet das System aber überzeugende Ergebnisse und einen hohen Automatisierungsgrad.

(Wischfunktion: 3,5 von 5 Punkten)

Navigation

Bei der Navigation zeigt der Roborock Qrevo S Pro die typischen Stärken eines modernen Roborock-Saugroboters. Bereits während der ersten Kartierungsfahrt erstellt das LiDAR-Navigationssystem eine präzise Karte der Wohnräume und erkennt Raumgrenzen zuverlässig. Die Kartierung erfolgt schnell und die einzelnen Räume werden in der App meist korrekt voneinander getrennt.

Im Alltag bewegt sich der Roboter sehr strukturiert durch die Wohnung. Statt zufälliger Fahrmuster arbeitet der Qrevo S Pro Bahn für Bahn und nutzt die verfügbare Fläche effizient aus. Dadurch werden Reinigungsfahrten nicht nur gründlich, sondern auch vergleichsweise schnell abgeschlossen. Positiv fällt zudem auf, dass der Roboter nur selten Bereiche auslässt oder unnötig mehrfach befährt.

Auch bei größeren Wohnungen oder mehreren Räumen behält der Qrevo S Pro jederzeit die Orientierung. Die Routenplanung wirkt durchdacht und der Roboter findet nach der Reinigung zuverlässig zurück zur Station. Über die Roborock-App lassen sich zusätzlich Sperrzonen, virtuelle Wände und individuelle Reinigungsbereiche festlegen. Auch unterschiedliche Einstellungen für einzelne Räume können problemlos gespeichert werden.

Insgesamt gehört die Navigation klar zu den Stärken des Geräts. Die präzise Kartierung, die effiziente Fahrweise und die umfangreichen App-Funktionen sorgen für eine komfortable und zuverlässige Reinigung im Alltag.

(Navigation: 4 von 5 Punkten)

Hindernisüberwindung

Bei der Hinderniserkennung zeigt der Roborock Qrevo S Pro dagegen einige Schwächen. Anders als viele aktuelle Premium-Modelle verfügt der Roboter über keine Kamera beziehungsweise kein KI-gestütztes Objekterkennungssystem. Dadurch erkennt er zwar größere Hindernisse und Möbel zuverlässig, kleinere Gegenstände bereiten ihm jedoch deutlich häufiger Probleme.

Vor allem Kabel stellen im Alltag eine Schwachstelle dar. Während moderne Topmodelle solche Hindernisse oft frühzeitig erkennen und umfahren, fährt der Qrevo S Pro häufig direkt darüber. Im Test kam es mehrfach vor, dass Kabel von der Seitenbürste oder Hauptbürste erfasst wurden. Je nach Situation kann sich der Roboter dabei sogar kurzzeitig verfangen und benötigt anschließend Hilfe. Gerade in dieser Preisklasse hätten wir eine bessere Hinderniserkennung erwartet.

Auch kleinere Gegenstände wie Socken, Spielzeug, Ladekabel oder andere flache Objekte werden nicht immer zuverlässig erkannt. Wer viele Gegenstände auf dem Boden liegen hat, sollte daher vor der Reinigung etwas aufräumen. In einer aufgeräumten Wohnung fällt dieses Problem zwar weniger stark auf, dennoch liegt der Qrevo S Pro hier sichtbar hinter einigen teureren Konkurrenzmodellen zurück.

Bei größeren Hindernissen arbeitet das System hingegen zuverlässig. Möbel, Stuhlbeine oder größere Gegenstände werden sauber erkannt und meist ohne größere Kollisionen umfahren. Der Roboter nähert sich Hindernissen kontrolliert und hinterlässt insgesamt einen sicheren Eindruck.

Bei der Hindernisüberwindung liefert der Qrevo S Pro wiederum eine gute Leistung ab. Türschwellen, Teppichkanten und Übergänge zwischen verschiedenen Bodenarten werden problemlos gemeistert. Auch beim Wechsel auf Teppiche arbeitet der Roboter zuverlässig und erhöht automatisch die Saugleistung. Gleichzeitig werden die Wischmopps angehoben, sodass Teppiche trocken bleiben.

Unterm Strich überzeugt der Qrevo S Pro bei der Navigation deutlich mehr als bei der Hinderniserkennung. Während die Orientierung im Raum auf hohem Niveau arbeitet, zeigt die fehlende Kamera bei Kabeln und kleineren Gegenständen spürbare Nachteile gegenüber aktuellen Premium-Modellen.

(Hindernisüberwindung: 3 von 5 Punkten)

App

Wie mittlerweile bei nahezu allen aktuellen Modellen des Herstellers erfolgt die Steuerung des Roborock Qrevo S Pro über die Roborock-App. Diese gehört seit Jahren zu den besten Anwendungen im Bereich der Saugroboter und überzeugt auch beim Qrevo S Pro mit einem großen Funktionsumfang, einer übersichtlichen Struktur und zahlreichen Individualisierungsmöglichkeiten. Trotz der vielen Optionen wirkt die App nicht überladen und bleibt auch für Einsteiger verständlich.

Roborock
Preis: Kostenlos
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Nach dem Start der App gelangt man direkt auf die Hauptansicht des Roboters. Dort wird die aktuelle Karte der Wohnung angezeigt, inklusive der erkannten Räume, Sperrzonen und Reinigungsbereiche. Bereits hier können einzelne Räume ausgewählt oder spontane Reinigungen gestartet werden. Ebenso lässt sich festlegen, ob die gesamte Wohnung, einzelne Räume oder nur bestimmte Bereiche gereinigt werden sollen. Die Kartendarstellung gehört dabei zu den übersichtlichsten am Markt und wird laufend aktualisiert.

Besonders praktisch ist die umfangreiche Raumverwaltung. Räume können umbenannt, zusammengelegt oder getrennt werden. Zusätzlich lassen sich für jeden Raum individuelle Reinigungsparameter festlegen. So kann beispielsweise das Wohnzimmer mit höherer Saugleistung gereinigt werden, während in der Küche zusätzlich mehr Wasser für die Wischfunktion verwendet wird. Diese Einstellungen werden dauerhaft gespeichert und bei jeder Reinigung automatisch angewendet.

Im Reinigungsmenü stehen zahlreiche Anpassungsmöglichkeiten zur Verfügung. Nutzer können die Saugleistung in mehreren Stufen einstellen, die Intensität der Wischfunktion anpassen oder festlegen, ob nur gesaugt, nur gewischt oder beides gleichzeitig durchgeführt werden soll. Ebenso kann bestimmt werden, wie oft ein Raum gereinigt werden soll und in welcher Reihenfolge die einzelnen Räume abgearbeitet werden. Gerade für größere Wohnungen oder Häuser bieten diese Optionen einen echten Mehrwert.

Auch die Einstellungen rund um die Reinigungsstation fallen umfangreich aus. Hier kann unter anderem festgelegt werden, wie häufig die Wischmopps während der Reinigung ausgewaschen werden sollen, wann die automatische Staubabsaugung erfolgt oder wie intensiv die Mopptrocknung arbeiten soll. Dadurch lässt sich das Verhalten der Station sehr gut an die eigenen Bedürfnisse anpassen.

Ein weiterer Pluspunkt sind die zahlreichen Automatisierungsfunktionen. Über Zeitpläne können feste Reinigungszeiten eingerichtet werden. Darüber hinaus unterstützt die App unterschiedliche Reinigungsroutinen, beispielsweise tägliche Reinigungen bestimmter Räume oder automatische Reinigungen zu festgelegten Uhrzeiten. Auch die Integration in Sprachassistenten funktioniert problemlos.

Hilfreich ist außerdem der Wartungsbereich. Dort informiert die App über den Zustand von Bürsten, Filtern, Sensoren und Wischmopps. Verschleißteile werden übersichtlich aufgelistet und die verbleibende Lebensdauer wird in Prozent angezeigt. Dadurch weiß man jederzeit, wann eine Reinigung oder ein Austausch notwendig wird.

Insgesamt gehört die Roborock-App klar zu den Stärken des Qrevo S Pro. Der Funktionsumfang ist enorm, die Menüs sind logisch aufgebaut und die Bedienung gelingt auch ohne längere Eingewöhnungszeit. Sowohl Einsteiger als auch erfahrene Nutzer finden hier nahezu alle Einstellungen, die man von einem modernen Premium-Saugroboter erwarten kann.

(App: 4,5 von 5 Punkten)

Lautstärke

Bei der Lautstärke hinterlässt der Roborock Qrevo S Pro insgesamt einen guten Eindruck, auch wenn die hohe Saugleistung von bis zu 18.500 Pa natürlich nicht völlig geräuschlos bleibt. Im normalen Reinigungsbetrieb bewegt sich der Roboter auf einem für moderne Premium-Saugroboter typischen Niveau und fällt im Alltag nicht unangenehm auf. Je nach gewählter Leistungsstufe liegt die Lautstärke während des Saugens bei etwa 58 bis 68 dB. Im leisesten Modus arbeitet der Qrevo S Pro angenehm zurückhaltend und eignet sich problemlos für den Einsatz während man sich in der Wohnung aufhält. Selbst Gespräche oder Fernsehen sind weiterhin möglich, ohne die Lautstärke stark erhöhen zu müssen.

Mit steigender Saugleistung wird der Roboter natürlich hörbarer. Besonders im Maximalmodus macht sich die hohe Saugkraft deutlich bemerkbar und die Lautstärke steigt auf etwa 70 bis 74 dB an. Für einen Saugroboter mit dieser Leistungsklasse bleibt das jedoch durchaus im erwartbaren Rahmen. Auf Teppichen erhöht der Roboter die Saugleistung automatisch, wodurch die Geräuschkulisse kurzfristig ebenfalls etwas zunimmt.

Deutlich angenehmer fällt die Lautstärke beim reinen Wischbetrieb aus. Hier arbeitet der Qrevo S Pro mit etwa 52 dB vergleichsweise leise. Da lediglich die Wischmopps rotieren und keine hohe Saugleistung benötigt wird, bleibt die Reinigung angenehm unauffällig. Gerade bei regelmäßigen Wischdurchgängen ist das ein klarer Vorteil.

Die Reinigungsstation zeigt dagegen die typischen Eigenschaften moderner Multifunktionsstationen. Am lautesten ist die automatische Staubabsaugung nach Abschluss der Reinigung. Während dieses Vorgangs erreicht die Station kurzzeitig etwa 78 bis 82 dB und ist damit deutlich hörbar. Der Vorgang dauert allerdings nur wenige Sekunden und fällt daher im Alltag kaum negativ ins Gewicht.

Deutlich leiser arbeitet die Station beim Waschen der Wischmopps. Während Frischwasser eingespritzt und Schmutzwasser abgesaugt wird, bewegt sich die Lautstärke meist zwischen 50 und 60 dB. Das Geräusch erinnert dabei eher an eine kleine Pumpe und wirkt insgesamt nicht störend.

Auch die anschließende Warmlufttrocknung fällt vergleichsweise dezent aus. Hier liegt die Lautstärke etwa 40 bis 45 dB. Das Geräusch ähnelt einem leisen Lüfter und ist aus einigen Metern Entfernung kaum noch wahrnehmbar. Gerade nachts oder während längerer Trockenzyklen fällt die Station dadurch kaum auf.

Zusammenfassend gehört der Roborock Qrevo S Pro nicht zu den leisesten Saugrobotern auf dem Markt, bewegt sich aber für seine Leistungsklasse auf einem guten Niveau. Während die Staubabsaugung der Station kurzfristig deutlich hörbar ist, arbeiten sowohl die Moppreinigung als auch die Trocknung angenehm leise. Im normalen Reinigungsbetrieb bleibt die Lautstärke insgesamt alltagstauglich und bewegt sich auf dem Niveau vergleichbarer Premium-Modelle.

(Lautstärke: 4 von 5 Punkten)

Akkulaufzeit

Der Roborock Qrevo S Pro verfügt über einen 5.200-mAh-Akku und bietet damit genügend Energiereserven für die Reinigung mittelgroßer bis großer Wohnungen. Im Alltag hinterlässt die Akkulaufzeit einen guten Eindruck und reicht in den meisten Fällen problemlos aus, um eine komplette Reinigung ohne Zwischenstopp durchzuführen.

Wie lange der Roboter tatsächlich durchhält, hängt jedoch stark von den gewählten Einstellungen ab. Im energiesparenden Modus sind Laufzeiten von bis zu etwa drei Stunden möglich. Sobald jedoch die Saugleistung erhöht wird oder gleichzeitig gesaugt und gewischt wird, reduziert sich die Laufzeit entsprechend. Besonders auf Teppichen macht sich dies bemerkbar, da der Qrevo S Pro dort automatisch die Saugleistung erhöht, um eine gründlichere Reinigung zu erzielen.

Im normalen Alltagsbetrieb mit aktivierter Wischfunktion und automatischer Teppicherkennung sind Laufzeiten von etwa zwei bis zweieinhalb Stunden durchaus realistisch. Damit lassen sich auch größere Wohnungen meist in einem Durchgang reinigen. Sollte die verfügbare Akkukapazität dennoch einmal nicht ausreichen, fährt der Roboter selbstständig zur Station zurück, lädt den Akku auf und setzt die Reinigung anschließend an der zuletzt gereinigten Stelle fort.

Die Ladezeit fällt dagegen eher durchschnittlich aus. Ist der Akku vollständig entladen, benötigt der Roborock Qrevo S Pro rund vier Stunden für eine vollständige Aufladung. Das ist zwar nicht besonders schnell, bewegt sich aber im üblichen Bereich aktueller Saugroboter dieser Leistungsklasse. Da der Roboter die Ladezyklen vollständig automatisch verwaltet, fällt dies im Alltag jedoch kaum negativ auf.

Insgesamt bietet der Qrevo S Pro eine solide Akkuleistung, die für die meisten Haushalte vollkommen ausreicht. In Verbindung mit der automatischen Lade- und Fortsetzungsfunktion eignet sich das Modell auch problemlos für größere Wohnflächen, ohne dass der Nutzer manuell eingreifen muss.

(Akkulaufzeit: 4 von 5 Punkten)

TEIL 3

bestehend aus „Preis/Leistung“ entspricht 10% der Gesamtwertung

Beschreibung

Der Roborock Qrevo S Pro hält im Test größtenteils, was Roborock verspricht. Die Reinigungsleistung überzeugt sowohl beim Saugen als auch beim Wischen und sorgt auf Hartböden wie auch auf Teppichen für sehr gute Ergebnisse. Besonders die deutlich erhöhte Saugleistung gegenüber dem Vorgänger, die rotierenden Wischmopps sowie die umfangreiche Multifunktionsstation machen sich im Alltag positiv bemerkbar. Auch die Navigation arbeitet präzise und zuverlässig, wodurch Räume systematisch und effizient gereinigt werden. Die automatische Moppwäsche mit Heißwasser sowie die anschließende Warmlufttrocknung reduzieren den Wartungsaufwand zusätzlich und sorgen für einen hohen Bedienkomfort.

Ganz ohne Schwächen kommt der Qrevo S Pro allerdings nicht aus. Vor allem bei der Hinderniserkennung merkt man, dass Roborock auf eine kamerabasierte Objekterkennung verzichtet hat. Kabel, kleinere Gegenstände oder flache Hindernisse werden nicht immer zuverlässig erkannt und sollten möglichst vor der Reinigung entfernt werden. Auch die Wischfunktion arbeitet insgesamt sehr gut, erreicht aufgrund des fehlenden ausfahrbaren Wischarms jedoch nicht ganz das Niveau der aktuellen Flaggschiff-Modelle des Herstellers.

Dennoch präsentiert sich der Roborock Qrevo S Pro als sehr ausgewogenes Gesamtpaket, das viele Premium-Funktionen zu einem attraktiveren Preis als die Topmodelle bietet. Wer eine starke Saug- und Wischleistung, eine zuverlässige Navigation sowie einen hohen Automatisierungsgrad sucht, erhält hier einen leistungsstarken Saugroboter, der den Reinigungsalltag spürbar erleichtert und für die meisten Haushalte eine klare Empfehlung darstellt.

Preis/Leistung

Der Roborock Qrevo S Pro positioniert sich in der gehobenen Mittelklasse beziehungsweise im unteren Premiumsegment der aktuellen Saug- und Wischroboter. Im Vergleich zu den Flaggschiff-Modellen von Roborock fällt der Preis zwar spürbar niedriger aus, dennoch handelt es sich keineswegs um ein günstiges Einstiegsmodell. Je nach Angebot ist der Qrevo S Pro häufig bereits deutlich unterhalb der ursprünglichen Preisempfehlung erhältlich, wodurch das Preis-Leistungs-Verhältnis zusätzlich attraktiver wird.

Betrachtet man die gebotene Ausstattung, erhält man für sein Geld ein sehr umfangreiches Gesamtpaket. Der Qrevo S Pro bietet eine hohe Saugleistung von bis zu 18.500 Pa, rotierende Wischmopps mit automatischer Anhebung, eine Multifunktionsstation mit automatischer Staubentleerung, Heißwasser-Moppwäsche und Warmlufttrocknung sowie die umfangreiche und ausgereifte Roborock-App. Viele dieser Funktionen waren vor wenigen Jahren noch deutlich teureren Spitzenmodellen vorbehalten.

Natürlich gibt es auch Bereiche, in denen sich die Unterschiede zu den aktuellen Topmodellen bemerkbar machen. So verzichtet der Qrevo S Pro auf eine kamerabasierte KI-Hinderniserkennung und bietet weder eine ausfahrbare Seitenbürste noch einen ausfahrbaren Wischarm. Dadurch erreicht er bei der Hinderniserkennung und Randreinigung nicht ganz das Niveau der deutlich teureren Premium-Geräte. Für die meisten Nutzer dürften diese Einschränkungen im Alltag jedoch nur eine untergeordnete Rolle spielen.

Gerade die Kombination aus starker Saug- und Wischleistung, zuverlässiger Navigation und umfangreicher Automatisierung sorgt dafür, dass der Roboter im täglichen Einsatz einen hohen Komfortgewinn bietet. Die Multifunktionsstation nimmt dem Nutzer einen Großteil der Wartungsarbeiten ab und reduziert den Aufwand auf ein Minimum.

Insgesamt bietet der Roborock Qrevo S Pro ein sehr gutes Preis-Leistungs-Verhältnis. Wer nicht unbedingt die letzten Premium-Funktionen der teuersten Flaggschiff-Modelle benötigt, erhält hier einen leistungsstarken Saug- und Wischroboter mit umfangreicher Ausstattung und hoher Alltagstauglichkeit. Damit zählt der Qrevo S Pro aktuell zu den interessantesten Modellen in seiner Preisklasse und stellt für viele Haushalte eine lohnende Investition dar.

Roborock Qrevo S Pro

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unter Berücksichtigung aller Teilwertungen

 Wir bedanken uns beim Hersteller für die Bereitstellung des Produktes. Zu unseren Grundsätzen

Link zum Hersteller: Roborock.de

Ecovacs DEEBOT X12 OmniCyclone

In aller Kürze

Der Ecovacs Deebot X12 OmniCyclone bringt einige spannende Neuerungen mit, die vor allem bei der Wischleistung überzeugen sollen. Besonders die neue Sprühtechnologie steht im Fokus, dadurch werden Hartnäckige Flecken vor dem Wischen gezielt angefeuchtet, wodurch Verschmutzungen leichter gelöst und gründlicher entfernt werden können. Unterstützt wird das Ganze durch die breitere OmniCyclone-Wischwalze, die mehr Fläche gleichzeitig reinigt und Schmutz effizienter aufnimmt.
Im Test zeigt sich, wie gut diese Technik im Alltag wirklich funktioniert und ob der Deebot X12 OmniCyclone seinem Premium-Anspruch gerecht wird. Neben der starken Reinigungsleistung werden auch Navigation, Saugleistung, Komfortfunktionen der Station sowie mögliche Schwächen genauer beleuchtet.

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  • sehr einfache Einrichtung
  • Sehr starke Wischleistung dank OmniCyclone- und FocusJet-Technologie
  • Hohe Saugleistung auf Hartböden und Teppichen
  • Moderne und präzise Navigation
  • Umfangreiche Reinigungsstation mit automatischer Walzenreinigung
  • Beutellose Absaugstation ohne Folgekosten für Staubbeutel
  • Automatische Dosierung der Reinigungsmittel
  • Umfangreiche App mit vielen Einstellmöglichkeiten
  • Lange Akkulaufzeit und automatische Fortsetzung
  • Hochwertige Verarbeitung

Gefällt uns weniger

  • Hoher Preis im Premium-Bereich
  • Hinderniserkennung nicht in jeder Situation perfekt
  • Sehr niedrige Bereiche können problematisch sein

Ecovacs DEEBOT X12 OmniCyclone

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TEIL 1

Bestehend aus „Verpackung/Design/Verarbeitung“ entspricht 25% der Gesamtwertung

Verpackung

Die Verpackung des Ecovacs Deebot X12 OmniCyclone wirkt hochwertig und gut durchdacht. Bereits auf der Vorderseite stehen große Produktbilder sowie die wichtigsten Funktionen wie die neue OmniCyclone-Wischtechnologie, die automatische Reinigungsstation und die Sprühfunktion gegen hartnäckige Flecken im Fokus. Die Seiten der Verpackung zeigen weitere Highlights wie die starke Saugleistung, intelligente Navigation und die umfangreichen Automatikfunktionen der Omni-Station. Auf der Rückseite sind die technischen Daten und wichtigsten Funktionen übersichtlich zusammengefasst.

Im Inneren sind alle Komponenten sauber und sicher verpackt. Der Saugroboter und die Reinigungsstation werden durch stabile Kartonelemente und Schutzfolien vor Transportschäden geschützt. Zubehör und Kleinteile liegen ordentlich sortiert in separaten Fächern, wodurch das Auspacken angenehm und übersichtlich bleibt.

Zum Lieferumfang gehören neben dem DEEBOT X12 OmniCyclone auch die Omni-Station, Netzkabel, Seitenbürsten, die Wischwalze beziehungsweise Wischeinheit, Reinigungszubehör sowie Bedienungsanleitungen und Schnellstartunterlagen. Zusätzlich legt Ecovacs zwei verschiedene Reinigungsmittel bei – eine normale sowie eine intensive Reinigungslösung. Beide Flüssigkeiten werden später in die vorgesehenen Behälter der Reinigungsstation gefüllt, damit der Roboter die Reinigungsmittel automatisch beim Wischen dosieren kann.

(Verpackung: 4,5 von 5 Punkten)

Design

Saugroboter

Der Ecovacs Deebot X12 OmniCyclone setzt optisch klar auf ein modernes Premium-Design und hebt sich bereits beim ersten Eindruck von vielen klassischen Saugrobotern ab. Das Gehäuse wirkt hochwertig verarbeitet und kombiniert elegante Oberflächen mit einer eher minimalistischen Formsprache. Besonders die matte Oberseite sorgt dafür, dass Fingerabdrücke und Staub weniger stark auffallen, während die dezenten Linien und Übergänge dem Roboter ein sehr aufgeräumtes Erscheinungsbild verleihen.

Anders als viele andere Modelle verzichtet Ecovacs auf einen klassischen, hervorstehenden Laserturm auf der Oberseite. Stattdessen setzt man hier auf eine direkt im Gehäuse integrierte dToF-Laser-Technologie. Dadurch wirkt der Saugroboter insgesamt flacher und moderner, was nicht nur optische Vorteile bringt, sondern auch die Reinigung unter niedrigen Möbeln erleichtert. Trotz der unsichtbar integrierten Sensorik bleibt die Navigation präzise und zuverlässig.

Auch die Front des Roboters wirkt modern gestaltet. Die Sensoren zur Hinderniserkennung sitzen hinter einer dunklen Abdeckung und fügen sich sauber in das Gesamtbild ein. Besonders interessant ist die neue Sprühtechnologie an der Vorderseite des Roboters. Diese sprüht bei Bedarf gezielt Wasser beziehungsweise Reinigungsmittel auf hartnäckige Verschmutzungen oder eingetrocknete Flecken, damit der Schmutz besser angelöst und anschließend gründlicher entfernt werden kann. Dadurch hebt sich der Deebot X12 OmniCyclone vor allem bei der Nassreinigung von vielen klassischen Saugrobotern ab.

An den Seiten zeigt sich das eher kompakte und abgerundete Design des Roboters. Die sanften Rundungen helfen nicht nur optisch, sondern verbessern auch die Navigation entlang von Möbeln und Kanten. Durch die relativ flache Bauweise erreicht der Deebot zudem viele Bereiche unter Sofas, Betten oder Schränken, die größere Modelle oft nicht erreichen.

Besonders auffällig ist die Unterseite des Roboters. Hier sitzt die breite OmniCyclone-Wischwalze, die deutlich mehr Fläche gleichzeitig reinigen kann als klassische rotierende Wischpads. Die größere Walze wirkt robust aufgebaut und unterstreicht den Fokus auf eine intensive Nassreinigung. Zusammen mit der Sprühfunktion entsteht ein Reinigungssystem, das Schmutz nicht nur oberflächlich verteilt, sondern aktiv anlöst und aufnimmt. Auch die Hauptbürste sowie die Seitenbürste sind sauber integriert und hinterlassen einen hochwertigen Eindruck.

Insgesamt vermittelt der Deebot X12 OmniCyclone ein modernes, technisch fortschrittliches und gleichzeitig elegantes Erscheinungsbild, das den Premium-Anspruch des Modells klar unterstreicht.

Reinigungsstation

Die Reinigungsstation des Ecovacs Deebot X12 OmniCyclone fällt deutlich größer aus als einfache Absaugstationen, wirkt dabei aber überraschend modern und hochwertig. Ecovacs setzt hier auf ein minimalistisches Design mit klaren Linien, glatten Oberflächen und einer insgesamt sehr sauberen Verarbeitung. Trotz der umfangreichen Technik wirkt die Station nicht überladen, sondern fügt sich vergleichsweise elegant in moderne Wohnräume ein.

Die Front der Station ist schlicht gehalten und wird hauptsächlich durch die große Einfahrtsöffnung für den Roboter geprägt. Dort dockt der Deebot automatisch zum Laden, Entleeren sowie zur Reinigung der Wischwalze an. Der untere Bereich ist etwas dunkler gestaltet, wodurch Wasserreste oder kleinere Verschmutzungen im Alltag weniger auffallen. Insgesamt wirkt die Station stabil und hochwertig verarbeitet.

Im oberen Bereich befinden sich die verschiedenen Behälter für Frisch- und Schmutzwasser, die sauber hinter Abdeckungen integriert wurden. Beide Tanks lassen sich einfach entnehmen und wieder einsetzen. Zusätzlich besitzt die Station hinter einer Blende auf der vorderen linken Seite separate Behälter für die beiden mitgelieferten Reinigungsmittel, eine normale sowie eine intensive Reinigungslösung. Diese werden direkt in die Station eingesetzt und später automatisch vom System dosiert, wodurch der Nutzer sich kaum noch um die Reinigung kümmern muss.

Eine der größten Besonderheiten der Station ist jedoch die beutellose Ausführung. Während viele Premium-Stationen weiterhin auf klassische Staubbeutel setzen, verwendet Ecovacs hier ein beutelloses System. Der aufgesaugte Schmutz landet dabei in einem integrierten Staubbehälter, der später einfach entleert werden kann. Dadurch entfallen laufende Kosten für Ersatzbeutel, was langfristig Geld spart und gleichzeitig umweltfreundlicher ist. Zudem muss man sich nicht regelmäßig um passende Staubbeutel kümmern.

Auch technisch wirkt die Station sehr durchdacht. Die breite OmniCyclone-Wischwalze wird automatisch gereinigt und anschließend getrocknet, um Gerüche und Schmutzablagerungen zu reduzieren. Insgesamt hinterlässt die Station einen sehr modernen und funktionalen Eindruck und hebt sich vor allem durch das beutellose Konzept klar von vielen Konkurrenzmodellen ab.

(Design: 4,5 von 5 Punkten)

Verarbeitung

Bei der Verarbeitung hinterlässt der Ecovacs Deebot X12 OmniCyclone insgesamt einen sehr hochwertigen Eindruck, der dem Premium-Anspruch des Modells gerecht wird. Sowohl der Saugroboter selbst als auch die umfangreiche Reinigungsstation wirken stabil gebaut und sauber verarbeitet. Bereits beim Auspacken fällt auf, dass Ecovacs auf robuste Materialien und eine präzise Verarbeitung setzt. Klappernde Elemente oder unsaubere Übergänge sucht man hier vergeblich.

Das Gehäuse des Roboters wirkt stabil und verwindungssteif. Die einzelnen Kunststoffteile sitzen sauber zusammen, während Spaltmaße gleichmäßig ausfallen. Besonders die matte Oberfläche vermittelt einen hochwertigen Eindruck und wirkt gleichzeitig etwas unempfindlicher gegenüber Fingerabdrücken oder kleineren Kratzern im Alltag. Auch die beweglichen Komponenten wie die Seitenbürste, die Hauptbürste oder die breite OmniCyclone-Wischwalze machen einen langlebigen Eindruck und lassen sich einfach entnehmen beziehungsweise reinigen.

Die Sensoren und Bedienelemente sind sauber in das Gehäuse integriert und wirken gut geschützt. Gleiches gilt für die Stoßfänger und Frontsensoren, die stabil sitzen und im Alltag einen robusten Eindruck hinterlassen. Insgesamt vermittelt der Roboter das Gefühl eines technisch ausgereiften Premium-Geräts.

Auch die Reinigungsstation überzeugt bei der Verarbeitung. Trotz ihrer Größe wirkt sie stabil und hochwertig konstruiert. Die Wasserbehälter sitzen fest in der Station, lassen sich aber dennoch komfortabel entnehmen. Besonders positiv fällt auf, dass selbst die beweglichen Abdeckungen und Klappen sauber verarbeitet wurden und kein billiges Plastikgefühl vermitteln.

Die beutellose Staubkammer der Station wirkt ebenfalls durchdacht konstruiert. Der Behälter lässt sich unkompliziert entnehmen und reinigen, während die einzelnen Komponenten stabil sitzen. Auch die integrierten Behälter für die beiden Reinigungsmittel sind sauber verarbeitet und fügen sich gut in das Gesamtkonzept ein.

Insgesamt liefert Ecovacs hier eine sehr gute Verarbeitungsqualität ab, die dem hohen Preisniveau des Deebot X12 OmniCyclone gerecht wird. Sowohl der Roboter als auch die Station wirken langlebig, modern und hochwertig umgesetzt.

(Verarbeitung: 4,5 von 5 Punkten)

TEIL 2

bestehend aus „Funktion des Produktes“ entspricht 65% der Gesamtwertung

StromversorgungAkku-Betrieb mit automatischer Ladestation
Akku-ArtLithium-Ionen-Akku, ca. 4.000 mAh
Navigation/SensorenLiDAR-/Lasernavigation zur Raumkartierung und Navigation
Frontkamera bzw. KI-gestützte Hinderniserkennung
ToF- und Abstandssensoren zur Objekterkennung
Fallsensoren gegen Treppenstürze
Teppicherkennungssensoren
Kollisionssensoren im Stoßfänger
Seitliche Kantensensoren für randnahes Reinigen
Schmutzerkennung für intensivere Reinigung
FocusJet-Sensorik zur Erkennung hartnäckiger Flecken
Sensoren zur automatischen Teppich- und Wischanpassung
Docking-Sensoren zum präzisen Andocken an die Station
FarbeSchwarz
Lautstärkeca. 64.4 dB (Standard), bis 75 dB (Max), Wischen ca. 55 bis 58 dB
HauptbürsteZentrale Walzenbürste (für Hartboden & Teppich geeignet)
Seitenbürstetarr, nicht ausfahrbar, reinigt aber dennoch die Ecken gut durch die vorteilhafte Positionierung“
Wischsystemeine 27 cm breite Wischwalze, fährt bei der Kantenrienigung automatisch für eine grünldichere Reinigung aus.
FormRund
Betriebszeitbis zu 120 bis 220Minuten (je nach Modus)
SaugleistungLuftstrom von 22 l/s und eine Saugkraft von bis zu 0,22 bar
MaßeSaugroboter: ca. 353 × 351 × 98 mm (L × B × H), Reinigungsstation: ca. 39 × 46 × 52 cm (B × T × H)
Gewicht5,3 kg Saugroboter 13 kg Reinigungsstation
LieferumfangSaugroboter
Reinigungsstation
Reinigungsmittel (normale und intesic)
Basisstations-Rampen-Erweiterung
Schnellstartanleitung + Handbuch
Technische Daten des Ecovacs Deebot X12 OmniCyclone

Ersteinrichtung und Inbetriebnahme 

Die Einrichtung des Ecovacs Deebot X12 OmniCyclone gestaltet sich insgesamt sehr einfach und benutzerfreundlich. Nach dem Auspacken muss zunächst die Reinigungsstation an ihrem vorgesehenen Platz aufgestellt werden. Aufgrund der Größe der Omni-Station sollte genügend Freiraum vorhanden sein, damit der Roboter problemlos ein- und ausfahren kann. Anschließend werden Frisch- und Schmutzwassertank eingesetzt sowie die beiden mitgelieferten Reinigungsmittel, die normale und die intensive Reinigungslösung in die dafür vorgesehenen Behälter der Station eingefüllt.

Der Saugroboter selbst ist bereits weitgehend vormontiert, wodurch die Inbetriebnahme besonders unkompliziert ausfällt. Die Seitenbürste ist bereits angebracht, sodass lediglich einige Schutzfolien und Transportsicherungen entfernt werden müssen. Danach kann der Deebot direkt in die Reinigungsstation eingesetzt werden, wo automatisch der erste Ladevorgang startet.

Für die vollständige Einrichtung wird die Ecovacs-App benötigt. Die Verbindung mit dem Smartphone erfolgt per WLAN und funktionierte im Test schnell und problemlos. Die App führt Schritt für Schritt durch den gesamten Einrichtungsprozess, wodurch auch Einsteiger ohne Erfahrung mit Saugrobotern problemlos zurechtkommen sollten. Nach der Verbindung sucht das System automatisch nach möglichen Firmware-Updates, bevor anschließend die erste Kartierung der Wohnung gestartet werden kann.

Bereits bei der ersten Fahrt erstellt der Deebot X12 OmniCyclone eine detaillierte Karte der Wohnräume. Dank der modernen Sensorik und Navigation erkennt der Roboter Möbel, Hindernisse und Raumgrenzen zuverlässig. Die Kartierung erfolgt dabei vergleichsweise schnell und bildet später die Grundlage für individuelle Reinigungseinstellungen, Sperrzonen oder separate Raumpläne.

Positiv fällt außerdem auf, wie viele Prozesse später automatisch übernommen werden. Die Station lädt den Roboter nicht nur auf und entleert den Staubbehälter, sondern reinigt auch die breite OmniCyclone-Wischwalze automatisch und dosiert die beiden Reinigungsmittel selbstständig. Dadurch reduziert sich der Wartungsaufwand im Alltag deutlich.

Insgesamt hinterlässt die Einrichtung einen sehr modernen und durchdachten Eindruck. Trotz der umfangreichen Technik bleibt die Inbetriebnahme angenehm unkompliziert und dürfte selbst für unerfahrene Nutzer problemlos machbar sein.

(Ersteinrichtung und Inbetriebnahme: 5 von 5 Punkten)

Reinigungsleistung und Navigation

Der Ecovacs Deebot X12 OmniCyclone überzeugt im Alltag vor allem mit einer sehr starken Gesamtleistung aus Saugen, Wischen und intelligenter Navigation. Besonders die neue OmniCyclone-Wischtechnik mit Sprühfunktion sorgt bei Hartböden für sichtbar gründlichere Ergebnisse und kann selbst hartnäckige Flecken deutlich besser anlösen als viele klassische Wischsysteme. Gleichzeitig punktet der Roboter mit einer hohen Saugleistung auf Teppichen und Hartböden sowie einer zuverlässigen Hinderniserkennung.

Auch bei der Navigation hinterlässt das Modell einen sehr ausgereiften Eindruck. Räume werden präzise kartiert, Hindernisse früh erkannt und Reinigungsfahrten effizient geplant. Insgesamt liefert der Deebot X12 OmniCyclone eine starke und moderne Reinigungsleistung auf Premium-Niveau.

Saugleistung

Bei der Saugleistung gehört der Ecovacs Deebot X12 OmniCyclone klar zur Oberklasse der aktuellen Saugroboter. Bereits im normalen Reinigungsmodus arbeitet das Modell sehr gründlich und entfernt Staub, Krümel sowie feinen Schmutz zuverlässig von Hartböden und Teppichen. Besonders beeindruckend ist dabei der starke Luftstrom von 22 l/s sowie die hohe Saugkraft von bis zu 0,22 bar, wodurch selbst schwerere Schmutzpartikel effizient aufgenommen werden können.

Im Alltag macht sich die hohe Leistung schnell bemerkbar. Auf Hartböden entfernt der Deebot feinen Staub, Tierhaare oder gröbere Verschmutzungen äußerst zuverlässig und hinterlässt einen sichtbar sauberen Eindruck. Auch entlang von Wänden und Möbelkanten arbeitet der Roboter sehr präzise. Die Seitenbürste unterstützt dabei effektiv beim Transport des Schmutzes zur Hauptbürste, wodurch auch Randbereiche gut gereinigt werden.

Besonders stark zeigt sich der Deebot X12 OmniCyclone auf Teppichen. Dort erkennt der Roboter den Untergrund automatisch und erhöht die Saugleistung selbstständig. Dadurch wird auch tiefer sitzender Schmutz aus Teppichfasern gelöst. Vor allem Tierhaare oder feiner Staub werden deutlich gründlicher aufgenommen als bei schwächeren Modellen. Selbst größere Krümel oder schwerere Partikel stellen für die hohe Saugkraft kein Problem dar.

Positiv fällt außerdem auf, dass die Saugleistung auch bei gleichzeitiger Nutzung der Wischfunktion konstant hoch bleibt. Viele Saug-Wisch-Roboter verlieren beim kombinierten Betrieb spürbar an Leistung, während der Deebot weiterhin sehr effizient arbeitet. Die breite OmniCyclone-Wischwalze ergänzt das Reinigungssystem zusätzlich, da feiner Staub direkt während des Wischens aufgenommen wird und nicht einfach verteilt bleibt.

Auch die automatische Entleerung in der Reinigungsstation funktioniert zuverlässig. Dank des starken Luftstroms wird der Staubbehälter des Roboters gründlich entleert, wodurch sich selbst größere Mengen Schmutz problemlos absaugen lassen. Gleichzeitig profitiert das System von der beutellosen Konstruktion der Station, wodurch keine zusätzlichen Staubbeutel benötigt werden.

Insgesamt liefert der Deebot X12 OmniCyclone eine sehr starke Saugleistung auf absolutem Premium-Niveau. Die Kombination aus hoher Saugkraft, starkem Luftstrom und intelligenter Anpassung an verschiedene Bodenarten sorgt im Alltag für hervorragende Reinigungsergebnisse.

(Saugleistung: 4,5 von 5 Punkten)

Wischfunktion

Die Wischfunktion gehört ohne Zweifel zu den größten Highlights des Ecovacs Deebot X12 OmniCyclone und hebt sich deutlich von vielen klassischen Saug-Wisch-Robotern ab. Statt auf einfache rotierende Wischpads setzt Ecovacs hier auf die neue OmniCyclone-Wischtechnologie mit einer breiten Wischwalze und integrierter Sprühfunktion. Bereits auf den ersten Blick wirkt das System deutlich aufwendiger und näher an klassischen Nassreinigern als an typischen Wischrobotern.

Besonders die neue FocusJet-Technologie sorgt im Alltag für einen spürbaren Unterschied. Der DEEBOT kann angetrocknete oder stärkere Verschmutzungen automatisch erkennen und gezielt Wasser beziehungsweise Reinigungslösung auf die betroffene Stelle sprühen. Anschließend wird der Bereich intensiver bearbeitet, wodurch hartnäckige Flecken deutlich besser angelöst und entfernt werden können. Gerade bei eingetrockneten Flüssigkeiten, Küchenflecken oder stärkeren Verschmutzungen zeigt sich ein klarer Vorteil gegenüber vielen herkömmlichen Wischsystemen, die den Boden lediglich gleichmäßig feucht abfahren.

Die breite OmniCyclone-Wischwalze deckt gleichzeitig mehr Fläche ab als klassische Doppel-Wischpads und sorgt dadurch für eine gleichmäßigere Reinigung. Während viele herkömmliche Systeme Schmutz teilweise eher verteilen, nimmt die Walze feinen Staub und Schmutz aktiv auf. Besonders auf Hartböden wie Fliesen, Laminat oder Vinyl hinterlässt der Deebot einen sichtbar sauberen Eindruck mit gleichmäßigen Wischbahnen. Auch leichte Fußabdrücke oder Alltagsschmutz werden zuverlässig entfernt.

Positiv fällt zudem auf, dass die Walze während der Reinigung kontinuierlich mit Frischwasser beziehungsweise Reinigungslösung versorgt wird. Dadurch wird vermieden, dass dauerhaft mit verschmutztem Wasser gewischt wird. Die beiden mitgelieferten Reinigungsmitte, eine normale sowie eine intensive Reinigungslösung, werden direkt über die Reinigungsstation automatisch dosiert. Je nach Verschmutzungsgrad kann das System somit effizienter reinigen, ohne dass der Nutzer manuell eingreifen muss.

Auch entlang von Möbeln und Kanten arbeitet das Wischsystem insgesamt sehr ordentlich. Die breite Walze erreicht viele Randbereiche überraschend gut, wenngleich extrem enge Ecken bauartbedingt weiterhin schwierig bleiben. Insgesamt wirkt die Nassreinigung jedoch deutlich gründlicher als bei vielen herkömmlichen Saug-Wisch-Robotern.

Ein weiterer großer Vorteil zeigt sich bei der automatischen Reinigung der Wischwalze. Während viele Modelle lediglich ihre Wischpads ausspülen, wird die OmniCyclone-Walze in der Station intensiv gereinigt und anschließend getrocknet. Dadurch werden unangenehme Gerüche sowie Schmutzablagerungen deutlich reduziert. Gleichzeitig sinkt der Wartungsaufwand im Alltag spürbar, da der Nutzer die Walze seltener manuell reinigen muss.

Auch die intelligente Teppicherkennung funktioniert zuverlässig. Erkennt der Deebot Teppichflächen, wird die Wischfunktion automatisch unterbrochen bzw. die Wischwalze angehoben, damit keine unnötige Feuchtigkeit auf empfindliche Oberflächen gelangt.

Insgesamt gehört die Wischfunktion des Deebot X12 OmniCyclone aktuell klar zu den stärksten Lösungen im Bereich der Saug-Wisch-Roboter. Vor allem die Kombination aus FocusJet-Technologie, breiter OmniCyclone-Wischwalze und automatischer Reinigungsmitteldosierung sorgt im Alltag für deutlich bessere Ergebnisse als bei vielen klassischen Wischsystemen.

(Wischfunktion: 4,5 von 5 Punkten)

Navigation

Bei der Navigation hinterlässt der Ecovacs Deebot X12 OmniCyclone insgesamt einen sehr ausgereiften und modernen Eindruck. Bereits bei der ersten Kartierungsfahrt arbeitet der Saugroboter äußerst präzise und erstellt innerhalb kurzer Zeit eine detaillierte Karte der Wohnräume. Räume, Möbel und verschiedene Bereiche werden zuverlässig erkannt und sauber voneinander getrennt.

Im Alltag bewegt sich der Deebot sehr systematisch durch die Räume. Statt zufälliger Fahrmuster fährt der Roboter geordnet Bahn für Bahn und nutzt die verfügbare Fläche effizient aus. Dadurch werden Reinigungsfahrten nicht nur gründlicher, sondern auch schneller abgeschlossen. Besonders positiv fällt auf, dass der Roboter selten Bereiche vergisst oder unnötig mehrfach reinigt. Selbst größere Wohnungen werden zuverlässig und ohne sichtbare Orientierungsprobleme abgefahren.

Auch bei komplexeren Wohnsituationen zeigt sich die Navigation sehr stark. Enge Durchgänge, Tischbeine oder verwinkelte Bereiche meistert der Deebot insgesamt souverän. Der Roboter passt seine Geschwindigkeit automatisch an und bewegt sich vorsichtig durch schwierige Bereiche, ohne ständig gegen Möbel zu stoßen. Gleichzeitig wirken die Bewegungen angenehm flüssig und kontrolliert.

Die Kartendarstellung in der Ecovacs-App gehört ebenfalls zu den Stärken des Systems. Räume werden automatisch erkannt und können individuell angepasst, benannt oder getrennt werden. Zusätzlich lassen sich Sperrzonen, virtuelle Wände oder individuelle Reinigungsbereiche sehr einfach festlegen. Dadurch kann der Nutzer genau bestimmen, welche Bereiche gereinigt oder ausgelassen werden sollen. Besonders praktisch ist außerdem die Möglichkeit, unterschiedliche Reinigungseinstellungen pro Raum festzulegen. etwa stärkere Saugleistung im Wohnzimmer oder intensiveres Wischen in der Küche.

Auch bei mehreren Etagen arbeitet das Navigationssystem zuverlässig. Der Deebot kann mehrere Karten speichern und erkennt automatisch, auf welcher Etage er sich gerade befindet. Dadurch eignet sich das Modell auch für größere Häuser oder Wohnungen mit mehreren Stockwerken.

Insgesamt zählt die Navigation des Deebot X12 OmniCyclone klar zu den Stärken des Geräts. Die Kombination aus präziser Kartierung, effizienter Fahrweise und intelligenter Raumverwaltung sorgt im Alltag für eine sehr komfortable und zuverlässige Reinigung.

(Navigation: 4,5 von 5 Punkten)

Hindernisüberwindung

Auch bei der Hinderniserkennung zeigt der Ecovacs Deebot X12 OmniCyclone insgesamt eine sehr starke Leistung. Dank der modernen Sensorik erkennt der Roboter viele Hindernisse frühzeitig und reagiert zuverlässig auf Gegenstände im Wohnraum. Kabel, Schuhe, kleinere Gegenstände oder Möbelbeine werden im Test meist sauber erkannt und umfahren, ohne dass der Roboter ständig hängen bleibt oder Objekte verschiebt.

Besonders positiv fällt auf, wie vorsichtig sich der Deebot Möbeln nähert. Statt mit höherer Geschwindigkeit gegen Gegenstände zu stoßen, reduziert der Roboter rechtzeitig das Tempo und tastet sich kontrolliert an Hindernisse heran. Dadurch entstehen deutlich weniger harte Kollisionen, was sowohl Möbel als auch den Roboter selbst schont. Gerade in Wohnungen mit vielen Möbeln oder empfindlichen Oberflächen hinterlässt das System insgesamt einen sehr ausgereiften Eindruck.

Dennoch gibt es vereinzelt kleinere Schwächen bei der Hinderniserkennung. Vor allem beim Befahren von Teppichen versucht der Roboter möglichst nah an Kanten und Hindernissen entlangzufahren. Dabei setzt er teilweise auch kurze Rückwärtsbewegungen ein, wodurch kleinere und leichte Gegenstände nicht immer zuverlässig erkannt werden. In manchen Situationen wurden solche Objekte deshalb leicht verschoben, statt vollständig umfahren zu werden. Dieses Verhalten tritt zwar nicht dauerhaft auf, fiel im Alltag aber vereinzelt auf.

Bei der Hindernisüberwindung zeigt sich wiederum die starke Alltagstauglichkeit des Modells. Türschwellen, Teppichkanten oder kleinere Übergänge zwischen verschiedenen Bodenarten meistert der Roboter problemlos. Besonders beim Wechsel zwischen Hartboden und Teppich arbeitet das System zuverlässig und passt die Reinigung automatisch an den jeweiligen Untergrund an. Auch dickere Teppiche stellen für den Deebot meist kein Problem dar. Der Roboter fährt stabil auf die Flächen auf und erhöht dort automatisch die Saugleistung. Gleichzeitig erkennt das System Teppiche während des Wischens zuverlässig und verhindert, dass unnötig Feuchtigkeit auf empfindliche Teppichflächen gelangt.

Interessant war außerdem das Verhalten unter unserer Toilette im Badezimmer. Anfangs versuchte der Deebot dort ebenfalls hindurchzufahren, blieb jedoch kurzzeitig hängen. Das liegt allerdings vor allem an der sehr knappen Höhe in unserem Fall, da zwischen Toilette und Roboter nur wenige Millimeter Platz bleiben. Andere Modelle mit klassischem Laserturm sind zwar minimal flacher, stoßen dafür häufig lediglich mit dem Turm an. Beim Deebot X12 OmniCyclone fällt dies etwas anders aus, da der Roboter ohne Turm konstruiert wurde und insgesamt minimal höher baut. Dadurch bleibt er in solchen extrem engen Bereichen eher mit dem Gehäuse beziehungsweise der austauschbaren oberen Blende oder Abdeckung hängen.

Positiv ist jedoch, dass hierbei lediglich ein kleiner Kratzer auf der Oberseite beziehungsweise der Staubbehälter-Abdeckung entstanden ist. Die Abdeckung kann bei Bedarf problemlos ausgetauscht werden, im Alltag stört uns dies allerdings kaum. Insgesamt handelt es sich dabei eher um einen sehr speziellen Ausnahmefall aufgrund der besonders niedrigen Toilette und weniger um ein generelles Problem des Roboters.

Trotz kleinerer Schwächen liefert der Deebot X12 OmniCyclone insgesamt sowohl bei der Hinderniserkennung als auch bei der Hindernisüberwindung eine sehr starke Leistung ab. Die intelligente Sensorik sorgt im Alltag für eine sichere und zuverlässige Navigation, wodurch sich der Wartungs- und Kontrollaufwand für den Nutzer deutlich reduziert.

(Hindernisüberwindung: 4,5 von 5 Punkten)

App

Die Ecovacs-App bildet das zentrale Steuerungs- und Kontrollzentrum des Ecovacs Deebot X12 OmniCyclone und hinterlässt insgesamt einen sehr modernen und umfangreichen Eindruck. Bereits nach der Einrichtung fällt auf, dass die App übersichtlich aufgebaut ist und trotz der vielen Funktionen relativ intuitiv bedient werden kann. Sowohl Einsteiger als auch erfahrene Nutzer sollten sich nach kurzer Zeit gut zurechtfinden.

ECOVACS HOME
Preis: Kostenlos
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Die Startseite zeigt direkt die aktuelle Karte der Wohnung sowie den aktuellen Status des Roboters. Dort lässt sich jederzeit erkennen, ob der Deebot gerade reinigt, lädt oder sich in der Station befindet. Zusätzlich werden Informationen wie Akkustand, Reinigungsfortschritt oder zuletzt gereinigte Bereiche übersichtlich dargestellt.

Besonders gelungen ist die direkte Steuerung der Reinigungsfunktionen. Nutzer können individuell festlegen, ob nur gesaugt, nur gewischt oder beides gleichzeitig durchgeführt werden soll. Auch die Saugleistung sowie die Intensität der Wischfunktion lassen sich flexibel anpassen. Dadurch kann die Reinigung optimal auf unterschiedliche Räume oder Verschmutzungen abgestimmt werden. In stärker verschmutzten Bereichen lässt sich beispielsweise die Wischintensität erhöhen oder eine stärkere Saugleistung aktivieren.

Sehr praktisch sind außerdem die individuellen Raum-Einstellungen. Für jeden Raum können eigene Reinigungsprofile gespeichert werden. So kann etwa die Küche intensiver gewischt werden, während im Schlafzimmer eine leisere Saugleistung verwendet wird. Gerade im Alltag sorgt diese Flexibilität für einen deutlich höheren Komfort.

Auch Zeitpläne lassen sich unkompliziert erstellen. Der Nutzer kann genau festlegen, wann und welche Räume gereinigt werden sollen. Dadurch lässt sich die Reinigung vollständig automatisieren, ohne jedes Mal manuell eingreifen zu müssen. Mehrere Zeitpläne für unterschiedliche Tage oder Räume sind ebenfalls möglich.

Zusätzlich bietet die App zahlreiche Wartungs- und Verwaltungsfunktionen. Verbrauchsmaterialien wie Bürsten, Filter oder die Wischwalze werden überwacht und die App informiert rechtzeitig, wenn ein Austausch oder eine Reinigung notwendig wird. Auch Firmware-Updates können direkt über die Anwendung installiert werden, wodurch neue Funktionen oder Verbesserungen unkompliziert eingespielt werden können.

Positiv fällt außerdem die umfangreiche Steuerung der Reinigungsstation auf. Dort lässt sich beispielsweise einstellen, wie intensiv die Wischwalze gereinigt oder getrocknet werden soll. Auch die automatische Dosierung der beiden Reinigungsmittel kann über die App verwaltet werden. Dadurch bietet das System insgesamt sehr viele Anpassungsmöglichkeiten.

Die Verbindung zwischen App und Roboter funktionierte im Test überwiegend stabil und zuverlässig. Befehle werden schnell übertragen und Änderungen meist direkt umgesetzt. Insgesamt wirkt die App modern, leistungsfähig und sehr umfangreich ausgestattet. 

Kartenerstellung

Die Kartenerstellung gehört zu den größten Stärken des Ecovacs Deebot X12 OmniCyclone. Bereits während der ersten Reinigungsfahrt erstellt der Roboter innerhalb kurzer Zeit eine sehr detaillierte Karte der Wohnung. Räume, Möbel und verschiedene Bereiche werden präzise erkannt und automatisch voneinander getrennt. Dabei arbeitet das System erstaunlich genau und erkennt selbst komplexere Wohnsituationen zuverlässig.

Schon nach kurzer Zeit entsteht eine detaillierte Übersicht der Wohnung, in der Wände, Möbel und Raumaufteilungen erkennbar sind. Im Test funktioniert das zuverlässig, wobei Räume häufig automatisch korrekt erkannt werden. Sollte das nicht perfekt passen, bietet die App umfangreiche Bearbeitungsmöglichkeiten.

Besonders positiv fällt auf, wie strukturiert die Karte dargestellt wird. Die einzelnen Räume werden farblich voneinander getrennt und lassen sich anschließend individuell bearbeiten. Nutzer können Räume umbenennen, zusammenführen oder aufteilen, falls die automatische Erkennung einmal nicht perfekt passen sollte. Dadurch lässt sich die Karte sehr flexibel an die eigene Wohnung anpassen.

Zusätzlich können Sperrzonen und virtuelle Wände direkt auf der Karte eingezeichnet werden. Dadurch lassen sich empfindliche Bereiche, Kabel oder problematische Stellen gezielt ausschließen. Auch reine Wischverbotszonen oder Teppichbereiche können individuell festgelegt werden, was besonders bei gemischten Bodenarten praktisch ist.

Sehr komfortabel ist außerdem die Möglichkeit, gezielte Bereichsreinigungen zu starten. Statt die komplette Wohnung reinigen zu lassen, kann der Nutzer einfach bestimmte Räume oder einzelne Bereiche auf der Karte auswählen. Gerade für schnelle Reinigungen im Alltag ist diese Funktion äußerst praktisch.

Auch Mehr-Etagen-Karten werden unterstützt. Der Deebot kann mehrere Karten speichern und erkennt automatisch, auf welcher Etage er sich gerade befindet. Dadurch eignet sich das System problemlos auch für größere Häuser oder Wohnungen mit mehreren Stockwerken.

Insgesamt hinterlassen die Kartenerstellung und Kartenverwaltung einen sehr ausgereiften Eindruck. Die Kombination aus präziser Erkennung, umfangreichen Anpassungsmöglichkeiten und einfacher Bedienung sorgt im Alltag für einen hohen Komfort und eine sehr flexible Steuerung des Roboters.

(App: 4,5 von 5 Punkten)

Lautstärke

Auch beim Thema Lautstärke hinterlässt der Ecovacs Deebot X12 OmniCyclone insgesamt einen guten Eindruck, wobei man natürlich bedenken muss, dass es sich hier um ein leistungsstarkes Premium-Modell mit umfangreicher Reinigungsstation handelt. Je nach gewähltem Reinigungsmodus unterscheiden sich Lautstärke und Geräuschentwicklung teilweise deutlich.

Im normalen Reinigungsbetrieb arbeitet der Deebot angenehm zurückhaltend. Auf Hartböden bleibt die Lautstärke im Alltag meist angenehm und nicht störend, sodass man sich problemlos noch unterhalten oder fernsehen kann. Erst bei höherer Saugleistung beziehungsweise im Maximalmodus wird der Roboter deutlich hörbarer. Die starke Saugleistung mit einem Luftstrom von 22 l/s und bis zu 0,22 bar Saugkraft macht sich dann natürlich auch akustisch bemerkbar. Insgesamt bleibt die Geräuschcharakteristik jedoch relativ angenehm und wirkt weniger hochfrequent oder unangenehm als bei manchen Konkurrenzmodellen.

Während der normalen Reinigung bewegt sich der Geräuschpegel, je nach Modus und Untergrund, ungefähr im Bereich von etwa 55 bis 68 dB. Auf Teppichen wird der Roboter etwas lauter, da dort automatisch die Saugleistung erhöht wird. Dennoch bleibt die Lautstärke insgesamt auf einem für diese Leistungsklasse absolut normalen Niveau.

Auch die Wischfunktion selbst arbeitet überraschend leise. Die breite OmniCyclone-Wischwalze verursacht nur ein leichtes Roll- beziehungsweise Wassergeräusch, das im Alltag kaum störend auffällt. Selbst die neue FocusJet-Sprühtechnologie arbeitet vergleichsweise unauffällig und ist während der Reinigung kaum bewusst wahrnehmbar.

Deutlich hörbarer wird dagegen die Reinigungsstation, insbesondere bei den automatischen Wartungsfunktionen. Beim Reinigen der Wischwalze entstehen Wasser- und Pumpgeräusche, die zwar hörbar sind, insgesamt aber weniger störend wirken als das eigentliche Absaugen des Staubbehälters. Gerade die automatische Reinigung der Walze fällt jedoch positiv auf, da sie relativ kontrolliert und nicht unnötig aggressiv arbeitet.

Am lautesten wird das System beim automatischen Absaugen des Staubbehälters. Hier erreicht die Station kurzzeitig eine deutlich höhere Lautstärke, wie man es auch von anderen Premium-Saugrobotern kennt. Allerdings besitzt die beutellose Station des Deebot X12 OmniCyclone einen klaren Vorteil. Das Absaugen erfolgt spürbar schneller als bei vielen Modellen mit klassischen Staubbeuteln, die ich bisher getestet habe. Dadurch dauert die lauteste Phase insgesamt deutlich kürzer. Während andere Stationen teilweise mehrere Sekunden lang sehr laut absaugen, ist der Vorgang hier vergleichsweise schnell abgeschlossen.

Die beutellose Konstruktion scheint den Luftstrom effizienter nutzen zu können, wodurch der Staub schneller aus dem Behälter entfernt wird. Das reduziert nicht nur die Dauer der Geräuschentwicklung, sondern wirkt im Alltag insgesamt angenehmer. Gleichzeitig entfällt das typische Nachziehen oder längere „Nachsaugen“, das man von manchen Staubbeutel-Systemen kennt.

Insgesamt bewegt sich die Lautstärke des Deebot X12 OmniCyclone auf einem guten Niveau für diese Geräteklasse. Der Roboter selbst arbeitet im Alltag angenehm kontrolliert, während die Station zwar hörbar, durch die schnellen Reinigungs- und Absaugvorgänge aber insgesamt weniger störend wirkt als viele vergleichbare Systeme mit Staubbeutel.

(Lautstärke: 5 von 5 Punkten)

Akkulaufzeit

Auch bei der Akkulaufzeit zeigt der Ecovacs Deebot X12 OmniCyclone eine starke und alltagstaugliche Leistung. Bereits nach den ersten Reinigungsfahrten wird deutlich, dass der große Akku problemlos auch für größere Wohnungen oder Häuser ausgelegt ist. Je nach gewähltem Reinigungsmodus, Bodenart und Nutzung der Wischfunktion kann die Laufzeit natürlich unterschiedlich ausfallen, insgesamt bewegt sich das Modell jedoch klar auf Premium-Niveau.

Im normalen Standardmodus erreicht der Deebot eine sehr gute Laufzeit und kann größere Wohnflächen meist problemlos in einem Durchgang reinigen. Besonders auf Hartböden arbeitet der Roboter vergleichsweise effizient, da dort weniger Leistung benötigt wird. Wird zusätzlich die Wischfunktion genutzt, steigt der Energieverbrauch zwar etwas an, dennoch bleibt die Laufzeit insgesamt überzeugend.

Deutlich stärker wird der Akku natürlich im Maximalmodus beansprucht. Nutzt der Roboter die höchste Saugleistung mit dem starken Luftstrom von 22 l/s und bis zu 0,22 bar Saugkraft, reduziert sich die Laufzeit spürbar. Gerade auf Teppichen, wo der Deebot die Saugleistung automatisch erhöht, steigt der Energieverbrauch sichtbar an. Trotzdem reicht der Akku selbst dann noch für umfangreiche Reinigungen aus.

Positiv fällt außerdem das intelligente Energiemanagement auf. Der Roboter passt seine Leistung automatisch an den jeweiligen Untergrund und die Verschmutzung an, wodurch unnötiger Energieverbrauch vermieden wird. Auf leichter verschmutzten Flächen arbeitet der Deebot effizienter und spart dadurch spürbar Akku. Gleichzeitig sorgt die strukturierte Navigation dafür, dass keine unnötigen Fahrwege entstehen, was sich ebenfalls positiv auf die Laufzeit auswirkt.

Auch die Kombination aus Saugen und Wischen funktioniert effizient. Trotz der breiten OmniCyclone-Wischwalze sowie der FocusJet-Sprühtechnologie bleibt die Akkuleistung insgesamt sehr stabil. Selbst längere Reinigungsfahrten mit aktiver Wischfunktion stellen für den Deebot kein Problem dar.

Sollte die Akkuladung während der Reinigung dennoch einmal nicht ausreichen, fährt der Roboter automatisch zurück zur Reinigungsstation, lädt sich auf und setzt die Reinigung anschließend selbstständig an der zuletzt gereinigten Stelle fort. Diese Funktion arbeitet im Alltag zuverlässig und ist besonders in größeren Wohnungen oder Häusern praktisch.

Auch die Ladezeiten bewegen sich insgesamt auf einem guten Niveau. Durch die automatische Rückkehr zur Station muss sich der Nutzer im Alltag kaum Gedanken über den Akkustand machen. Der Deebot ist dadurch jederzeit einsatzbereit und integriert sich sehr komfortabel in den Alltag.

Insgesamt liefert der Deebot X12 OmniCyclone eine starke Akkuleistung ab, die hervorragend zum Premium-Anspruch des Modells passt. Die Kombination aus effizienter Navigation, intelligentem Energiemanagement und großem Akku sorgt dafür, dass selbst größere Wohnflächen zuverlässig und ohne ständige Ladeunterbrechungen gereinigt werden können.

(Akkulaufzeit: 4,5 von 5 Punkten)

TEIL 3

bestehend aus „Preis/Leistung“ entspricht 10% der Gesamtwertung

Beschreibung

Der Ecovacs Deebot X12 OmniCyclone erfüllt die meisten Versprechen von Ecovacs durchaus und hinterlässt insgesamt einen sehr ausgereiften Eindruck. Besonders die neue OmniCyclone-Wischtechnologie mit FocusJet-Sprühfunktion gehört klar zu den größten Stärken des Roboters. Hartnäckige und angetrocknete Flecken werden gezielt angelöst und deutlich gründlicher entfernt als bei vielen klassischen Wischsystemen. Auch die breite Wischwalze sorgt auf Hartböden für sehr gute Reinigungsergebnisse.

Die Saugleistung bewegt sich ebenfalls auf hohem Niveau. Mit einem Luftstrom von 22 l/s und einer Saugkraft von bis zu 0,22 bar entfernt der Deebot Staub, Tierhaare und gröberen Schmutz zuverlässig von Hartböden und Teppichen. Hinzu kommen die sehr gute Navigation sowie die umfangreiche Reinigungsstation mit automatischer Walzenreinigung, Reinigungsmitteldosierung und beutelloser Absaugung.

Ganz ohne Schwächen ist das Modell allerdings nicht. Die Hinderniserkennung arbeitet zwar insgesamt sehr zuverlässig, kleinere oder leichte Gegenstände werden in bestimmten Situationen aber teilweise leicht verschoben. Auch extrem niedrige Bereiche können problematisch sein. Unter unserer Toilette blieb der Roboter aufgrund der sehr knappen Höhe kurz hängen, wobei lediglich ein kleiner Kratzer auf der austauschbaren oberen Abdeckung entstanden ist.

Unterm Strich liefert der Deebot X12 OmniCyclone jedoch eine sehr starke Gesamtleistung ab und gehört aktuell klar zu den besten Premium-Saug- und Wischrobotern auf dem Markt.

Preis/Leistung

Mit einer unverbindlichen Preisempfehlung von 1.399 € gehört der Ecovacs Deebot X12 OmniCyclone klar zur Premium-Klasse der aktuellen Saug- und Wischroboter. Mittlerweile ist das Modell jedoch bereits für rund 1.249 € erhältlich, wodurch der Preis etwas attraktiver ausfällt. Günstig ist der Deebot damit zwar weiterhin nicht, dafür bietet er aber auch eine Menge moderner Technik und einige Besonderheiten, die man bei vielen Konkurrenzmodellen so nicht findet.

Vor allem die neue OmniCyclone-Wischtechnologie mit der breiten Wischwalze und der FocusJet-Sprühfunktion hebt den Roboter deutlich von vielen anderen Modellen ab. Gerade bei der Wischleistung gehört der Deebot aktuell zu den stärksten Geräten auf dem Markt. Hinzu kommen die sehr starke Saugleistung, die zuverlässige Navigation sowie die umfangreiche Reinigungsstation mit automatischer Walzenreinigung, Reinigungsmitteldosierung und beutelloser Absaugung.

Trotzdem ist die Preis-Leistung nicht perfekt. Mittlerweile gibt es einige günstigere Alternativen, die bei Navigation, Hinderniserkennung oder allgemeinen Reinigungsfunktionen ähnlich stark aufgestellt sind. Wer allerdings besonders viel Wert auf die innovative Wischfunktion und das moderne Gesamtkonzept legt, bekommt mit dem Deebot X12 OmniCyclone eines der aktuell interessantesten Premium-Modelle auf dem Markt.

Unterm Strich richtet sich der Roboter daher vor allem an Nutzer, die möglichst viel Komfort und eine besonders starke Wischleistung möchten und bereit sind, dafür etwas mehr Geld auszugeben.

Ecovacs DEEBOT X12 OmniCyclone

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testr Gesamtwertung

unter Berücksichtigung aller Teilwertungen

 Wir bedanken uns beim Hersteller für die Bereitstellung des Produktes. Zu unseren Grundsätzen

Link zum Hersteller: Ecovacs.com

Anker Prime Charger 160W

Anker hat sich in den vergangenen Jahren einen festen Platz im Bereich Ladeelektronik und Technikzubehör gesichert. Das Unternehmen bietet inzwischen weit mehr als nur klassische Ladegeräte an – zum Portfolio zählen unter anderem Powerbanks, USB-Hubs, Ladekabel sowie inzwischen auch mobile Energiespeicher und Produkte rund um Balkonkraftwerke.

Heute sehen wir uns ein besonders leistungsstarkes Ladegerät genauer an, das Anker Prime Charger 160W mit Smart Display. Dabei handelt es sich um ein kompaktes Multiport-Ladegerät mit drei USB-C-Anschlüssen, intelligenter Leistungsverteilung und integriertem Display zur Echtzeitüberwachung der Ladeleistung.

Anker Prime Charger 160W

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Tineco Floor One S7 Stretch

In aller Kürze

Der Tineco Floor One S7 Stretch ist ein moderner Nass-Trockensauger, der Saugen und Wischen in einem Arbeitsgang kombiniert und damit besonders auf Hartböden für eine spürbare Zeitersparnis sorgt. Dank intelligenter Sensorik passt das Gerät seine Leistung automatisch an den Verschmutzungsgrad an, was die Reinigung effizient und angenehm macht. Durch das flexible, flache Design lassen sich zudem auch schwer erreichbare Bereiche unter Möbeln gut säubern.

Im Alltag punktet der Sauger vor allem mit seiner starken Reinigungsleistung und dem hohen Bedienkomfort. Die Selbstreinigungsfunktion sowie das übersichtliche Display erleichtern die Nutzung zusätzlich. Allerdings bringt das Gerät ein gewisses Gewicht mit sich und erfordert trotz automatischer Funktionen weiterhin eine regelmäßige Pflege. Für Teppichflächen ist es zudem nur bedingt geeignet.

Beim Preis hat sich inzwischen einiges getan. Während die unverbindliche Preisempfehlung anfangs recht hoch angesetzt war, ist der S7 Stretch mittlerweile deutlich günstiger erhältlich. Dadurch bietet er heute ein wesentlich attraktiveres Preis-Leistungs-Verhältnis und spricht eine breitere Käuferschicht an. Insgesamt ist er eine komfortable Lösung für alle, die ihre Hartböden gründlich und mit möglichst wenig Aufwand reinigen möchten.

Gefällt uns

  • gute Reinigungsleistung
  • Saugen und Wischen in einem Schritt
  • iLoop-Sensor (Passt Saugkraft und Wasserfluss an)
  • Sehr flaches Design (Stretch-Funktion)
  • Selbstreinigung mit Heißwasser & Trocknung (FlashDry)
  • Kantenreinigung & breite Walze
  • Anti-Verhedderungs-Technologie (DualBlock)
  • Selbstantrieb erleichtert Handling

Gefällt uns weniger

  • Relativ hohes Gewicht (~4,5 kg)
  • Akkulaufzeit nur durchschnittlich
  • Lange Ladezeit (ca. 4–5 Stunden)
  • App eher Zusatz als echter Mehrwert
  • Nur für Hartböden geeignet
  • Automatische Anpassung leicht verzögert
  • Regelmäßige manuelle Reinigung nötig
  • Schwächen bei angetrocknetem Schmutz

Tineco Floor One S7 Stretch

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TEIL 1

Bestehend aus „Verpackung/Design/Verarbeitung“ entspricht 25% der Gesamtwertung

Verpackung

Schon beim ersten Blick auf die Verpackung des Tineco Floor One S7 Stretch wird klar, dass der Hersteller großen Wert auf eine ansprechende und zugleich informative Präsentation legt. Der Karton ist stabil ausgeführt und rundum mit Produktbildern sowie den wichtigsten Funktionen bedruckt.

Auf der Vorder- und Rückseite sieht man das Gerät prominent im Einsatz, dargestellt wird unter anderem, wie der Wischsauger verschüttetes Müsli auf dem Boden aufnimmt. Die Darstellung ist dabei zweisprachig aufgebaut. Die wichtigsten Informationen sind sowohl auf Deutsch als auch auf Französisch auf Vorder- und Rückseite separat angegeben. Ergänzend dazu werden zentrale Features hervorgehoben, etwa die DualBlock-Technologie, die als Anti-Verhedderungs-Design beworben wird. Zudem veranschaulicht eine Abbildung, wie flach sich der Sauger unter Möbel wie Hängeschränke manövrieren lässt.

Außerdem greift man auf diesen beiden Seiten weitere Kernfunktionen auf und unterstreicht diese visuell. Hier wird unter anderem die Akkulaufzeit von bis zu 50 Minuten dargestellt sowie das FlashDry-System, das für die automatische Selbstreinigung und Trocknung der Bürste zuständig ist. Die Bilder sind klar verständlich und geben bereits vor dem Auspacken einen guten Eindruck von den Fähigkeiten des Geräts.

Auf der langen Unterseite der Verpackung findet sich eine Übersicht des Lieferumfangs, ebenfalls mit bebilderten Elementen. Neben dem Hauptgerät sind hier typischerweise Zubehörteile wie Reinigungsstation, Bürstenrolle, Trocknung-Filter, Reinigungslösung, Netzteil und Reinigungswerkzeug abgebildet. Das sorgt für Transparenz darüber, was im Karton enthalten ist.

Die lange Oberseite ist mit einem praktischen Transportgriff ausgestattet, was den Transport erleichtert. Zusätzlich sieht man hier erneut Anwendungsszenen, beispielsweise, wie eine Nutzerin den Sauger unter einem Couchtisch einsetzt. Auch an dieser Stelle werden Features wie DualBlock und FlashDry nochmals kurz aufgegriffen.

Insgesamt wirkt die Verpackung durchdacht gestaltet. Sie schützt nicht nur den Inhalt zuverlässig, sondern vermittelt gleichzeitig übersichtlich die wichtigsten Funktionen und Einsatzmöglichkeiten des Tineco Floor One S7 Stretch.

(Verpackung: 4 von 5 Punkten)

Design

Der Tineco Floor One S7 Stretch setzt auf ein modernes, funktionales Design, das klar auf Komfort und Alltagstauglichkeit ausgelegt ist. Optisch präsentiert sich das Gerät in einem hochwertigen Look mit einer Kombination aus dunklen und dezenten Metallic-Akzenten, wodurch es insgesamt sehr „clean“ und technisch wirkt.

Der Aufbau ist klassisch für einen Nass-Trockensauger dieser Klasse. Im unteren Bereich befindet sich die Reinigungseinheit mit der rotierenden Bürstenrolle, die gleichzeitig saugt und wischt. Direkt darüber sitzt der Frischwassertank, während der Schmutzwassertank separat integriert ist, sodass sauberes und schmutziges Wasser strikt getrennt bleiben. Beide Tanks lassen sich zur Befüllung bzw. Reinigung einfach entnehmen.

Der Griffbereich ist ergonomisch geformt und liegt angenehm in der Hand. Hier sind auch die Bedienelemente untergebracht, mit denen sich das Gerät ein- und ausschalten sowie verschiedene Reinigungsmodi auswählen lassen. Oberhalb davon befindet sich ein gut ablesbares Display, das während der Nutzung wichtige Informationen wie Akkustand, Reinigungsmodus oder Verschmutzungsgrad anzeigt.

Auffällig ist das besonders flache Gelenkdesign („Stretch“-Funktion). Der Sauger lässt sich nahezu komplett nach hinten neigen, wodurch man problemlos unter niedrige Möbel wie Sofas, Betten oder Schränke kommt. Das Gelenk wirkt dabei stabil und ermöglicht gleichzeitig eine gute Manövrierbarkeit.

Die Reinigungsstation dient nicht nur als Ladestation, sondern auch zur automatischen Selbstreinigung. Das Gerät wird einfach hineingestellt und startet auf Knopfdruck den Reinigungs- und Trocknungsprozess der Bürste. Auch diese Station ist kompakt gehalten und fügt sich optisch gut ins Gesamtbild ein.

Insgesamt ist der Aufbau durchdacht und benutzerfreundlich gestaltet. Alle wichtigen Komponenten sind sinnvoll platziert, leicht zugänglich und auf eine möglichst einfache Handhabung im Alltag ausgelegt.

(Design: 4 von 5 Punkten)

Verarbeitung

Beim Tineco Floor One S7 Stretch zeigt sich insgesamt eine hochwertige Verarbeitung, die den Anspruch eines solchen Geräts gerecht wird. Der Großteil des Gehäuses besteht aus robustem Kunststoff, der sauber verarbeitet ist und einen stabilen Eindruck hinterlässt. Spaltmaße sind gleichmäßig, nichts wirkt klapprig oder schlecht zusammengefügt.

Besonders positiv fällt die solide Konstruktion der Reinigungseinheit auf. Die Bürstenaufnahme sitzt fest, lässt sich aber dennoch einfach entnehmen, was die Wartung erleichtert. Auch die Tanks für Frisch- und Schmutzwasser sind stabil ausgeführt, schließen dicht und lassen sich ohne großen Kraftaufwand einsetzen und herausnehmen. Hier merkt man, dass das Gerät auf den regelmäßigen Gebrauch ausgelegt ist.

Der Griffbereich ist gut verarbeitet und ergonomisch gestaltet. Die Bedientasten haben einen klaren Druckpunkt und wirken langlebig. Das Display ist sauber integriert und durch eine stabile Abdeckung geschützt, was ebenfalls zur Wertigkeit beiträgt.

Das Gelenk, das für die flache „Stretch“-Position verantwortlich ist, macht einen sehr guten Eindruck. Es wirkt stabil und zuverlässig, selbst bei häufiger Nutzung oder beim Reinigen unter Möbeln. Hier gibt es kein übermäßiges Spiel, was für eine gute Langzeitqualität spricht.

Auch die Reinigungsstation ist ordentlich verarbeitet. Sie steht sicher, nimmt das Gerät passgenau auf und erfüllt ihre Funktion ohne Schwächen. Insgesamt gibt es kaum Kritikpunkte, lediglich kleinere Details wie Fingerabdrücke auf glänzenden Oberflächen oder das generelle Gewicht des Geräts können je nach Anspruch auffallen.

Mit einem Gewicht von rund 4,5 Kilogramm gehört der S7 Stretch nämlich nicht zu den leichtesten Geräten seiner Klasse. Beim normalen Reinigen fällt das dank des Eigenantriebs und der guten Rollenunterstützung kaum negativ auf, da sich der Sauger angenehm führen lässt. Hebt man das Gerät jedoch an macht sich das Gewicht durchaus bemerkbar, aber insgesamt würde ich es nicht als sonderlich stören einordnen. 

Unterm Strich bietet der S7 Stretch eine überzeugende Verarbeitungsqualität, die zur Preisklasse passt und auf eine lange Nutzungsdauer ausgelegt ist.

(Verarbeitung: 4 von 5 Punkten)

TEIL 2

bestehend aus „Funktion des Produktes“ entspricht 65% der Gesamtwertung

ProdukttypNass- & Trockensauger (Wischsauger)
Leistungca. 230 Watt
Saugleistungca. 21.000 Pa (21 kPa)
AkkuLithium-Ionen, 7× 3900 mAh Zellen
Akkulaufzeitbis zu 50 Minuten
Ladezeitca. 4–5 Stunden
Frischwassertank/
Schmutzwassertank
Frisch: 1,0 Liter; Schmutz: 0,72 Liter
ReinigungsmodiAuto, Max, Saugmodus
Lautstärkebis ca. 78 dB
Gewichtca. 4,5 kg
Abmessungenca. 26,7 × 22 × 110 cm
SelbstreinigungJa, mit Heißwasser & Trocknung (FlashDry)
Trocknungca. 85°C Heißluft
BesonderheiteniLoop Sensor, DualBlock Anti-Tangle, 180° Lay-Flat
EinsatzbereichHartböden (Fliesen, Laminat, Parkett)
LieferumfangHauptgerät (Wischsauger)
Ladestation / Reinigungsstation
Bürstenrolle (bereits installiert)
Zusätzliche Ersatzbürste
Filter (2 Stück, einer als Ersatz)
Reinigungswerkzeug (z. B. kleine Bürste zur Pflege)
Reinigungsflüssigkeit (ca. 500 ml)
Netzteil / Ladekabel
Technische Daten des Tineco Floor One S7 Stretch 

Inbetriebnahme 

Die Inbetriebnahme des Tineco Floor One S7 Stretch gestaltet sich angenehm unkompliziert und ist auch ohne Vorkenntnisse schnell erledigt. Nach dem Auspacken müssen zunächst die einzelnen Komponenten zusammengesetzt werden. In der Regel beschränkt sich das auf das Einstecken des Handgriffs in die Haupteinheit, was hörbar einrastet und ohne Werkzeug erfolgt.

Anschließend werden Frisch- und Schmutzwassertank eingesetzt. Vor der ersten Nutzung sollte der Frischwassertank im unteren Kopf mit klarem Wasser optional mit etwas Reinigungsmittel befüllt werden. Beide Tanks, also auch der darüber befindliche Schmutzwassertank lassen sich leicht entnehmen und wieder einsetzen, was den Vorgang insgesamt sehr benutzerfreundlich macht.

Vor dem ersten Reinigungseinsatz empfiehlt es sich, das Gerät vollständig aufzuladen. Dazu wird der S7 Stretch einfach in die mitgelieferte Ladestation gestellt. Der Ladevorgang startet automatisch, und über das Display lässt sich der aktuelle Akkustand jederzeit ablesen.

Nach dem Einschalten führt das Gerät durch eine kurze Initialisierung. Das Display zeigt dabei die wichtigsten Informationen an, und je nach Modell gibt es auch akustische Hinweise. Anschließend kann direkt mit der Reinigung begonnen werden. Die Steuerung erfolgt intuitiv über die Tasten am Griff, sodass sich verschiedene Modi schnell auswählen lassen.

Insgesamt ist die Inbetriebnahme sehr nutzerfreundlich gelöst. Vom Auspacken bis zum ersten Einsatz vergehen nur wenige Minuten, und alle Schritte sind logisch aufgebaut und einfach nachvollziehbar.

(Inbetriebnahme: 4,5 von 5 Punkten)

Reinigungsleistung

Der Tineco Floor One S7 Stretch liefert im Alltag eine überzeugende Reinigungsleistung, insbesondere auf Hartböden wie Fliesen, Laminat oder Parkett. Die Kombination aus Saugen und Wischen funktioniert zuverlässig und spart einen separaten Reinigungsschritt. Durch die motorisierte Bürstenrolle wird Schmutz effektiv aufgenommen, während gleichzeitig frisch gewischt wird.

Frische Verschmutzungen wie verschüttete Milch, Kaffee oder auch Müsli beseitigt das Gerät sehr gründlich und meist in einem Durchgang. Hier spielt der Wischsauger seine Stärken voll aus, denn Flüssigkeiten und feste Bestandteile werden gleichzeitig aufgenommen, ohne Rückstände zu hinterlassen. Der Boden wirkt danach sauber und nur leicht feucht.

Bei angetrockneten Flecken zeigt sich ebenfalls eine gute Leistung, allerdings sind hier, je nach Verschmutzungsgrad gelegentlich mehrere Überfahrten notwendig. Hartnäckige Rückstände werden durch die rotierende Walze zwar angelöst, benötigen aber etwas mehr Zeit, bis sie vollständig entfernt sind.

Ein zentrales Element ist der Tineco iLoop Smart Sensor, der den Verschmutzungsgrad erkennt und die Leistung automatisch anpasst. In der Praxis funktioniert das zuverlässig, die Saugkraft und Wassermenge werden sinnvoll reguliert. In manchen Situationen reagiert das System minimal verzögert, insgesamt bleibt die Anpassung aber nachvollziehbar und praxisgerecht.

Die Handhabung während der Reinigung ist angenehm. Der Sauger lässt sich gut manövrieren und wird durch den Eigenantrieb unterstützt, was das Führen erleichtert. Trotz des Gewichts wirkt das Gerät dadurch nicht träge. Positiv fällt auch die Kantenreinigung auf. Durch die breit ausgelegte Bürstenrolle kommt man vergleichsweise nah an Fußleisten und Ecken heran, auch wenn ganz randloses Reinigen konstruktionsbedingt nicht vollständig möglich ist.

Ein weiteres technisches Detail ist die 3-Kammer-Schmutzwassertrennung. Diese sorgt dafür, dass feste Partikel, Schmutzwasser und Luft getrennt geführt werden, was die Effizienz erhöht und Verstopfungen reduziert. Gleichzeitig bleibt die Saugleistung auch bei stärkerer Verschmutzung stabil.

Die Wassertemperatur zum reinigen beträgt exakt die eingefüllte Temperatur, denn es handelt sich nicht  um ein Gerät, welches das Wasser zum reinigen erhitzt. Die Reinigungsleistung basiert daher primär auf Mechanik (Bürste) und Reinigungsmittel.

Insgesamt überzeugt der S7 Stretch mit einer starken Alltagsleistung, besonders bei frischen Verschmutzungen. Bei hartnäckigem Schmutz braucht er etwas mehr Zeit, bleibt dabei aber zuverlässig und gründlich.

(Reinigungsleistung: 4 von 5 Punkten)

Reinigungsaufwand & Wartung

Auch wenn der Tineco Floor One S7 Stretch viele Prozesse automatisiert, kommt man um einen gewissen Reinigungsaufwand im Alltag nicht ganz herum. Insgesamt hält sich dieser aber in einem gut vertretbaren Rahmen und ist schnell erledigt.

Nach jeder Reinigung sollte vor allem der Schmutzwassertank entleert werden. Hier sammelt sich das aufgesaugte Wasser inklusive Schmutzpartikel, was bei längerer Standzeit unangenehme Gerüche verursachen kann. Der Tank lässt sich einfach entnehmen, ausgießen und kurz ausspülen. Je nach Nutzung empfiehlt es sich zudem, den integrierten Filter regelmäßig unter klarem Wasser zu reinigen.

Der Frischwassertank muss natürlich ebenfalls regelmäßig neu befüllt werden, eine aufwendige Reinigung ist hier aber seltener nötig. Gelegentliches Ausspülen reicht in der Regel aus, um Ablagerungen zu vermeiden.

Auch die Bürstenrolle sollte nicht komplett sich selbst überlassen werden. Zwar übernimmt das Gerät einen Großteil der Reinigung automatisch, dennoch ist es sinnvoll, sie in gewissen Abständen zu entnehmen und von Haaren oder Rückständen zu befreien, vor allem bei Haushalten mit Haustieren oder Personen mit langen Haaren.

Reinigungsstation

Ein großer Vorteil ist die mitgelieferte Reinigungsstation. Diese übernimmt auf Knopfdruck die Selbstreinigung der Bürstenrolle und der internen Leitungen. Dabei wird die Bürste gründlich durchgespült, oft unter Einsatz von erwärmtem Wasser, um Schmutz und Rückstände besser zu lösen. Anschließend startet die Trocknungsfunktion (FlashDry), bei der die Bürste mit warmer Luft getrocknet wird. Das reduziert Feuchtigkeit, beugt Geruchsbildung vor und sorgt dafür, dass das Gerät schneller wieder einsatzbereit ist.

Die Station nimmt dem Nutzer also einen Großteil der aufwendigeren Pflege ab, Spülen, Reinigen und Trocknen laufen automatisiert ab. Dennoch ersetzt sie nicht vollständig die manuelle Reinigung, insbesondere Tanks und Filter müssen wie erwähnt weiterhin regelmäßig von Hand gepflegt werden.

Unterm Strich bietet der S7 Stretch eine gelungene Kombination aus Komfort und notwendiger Eigenpflege. Der tägliche Aufwand ist gering, und die Reinigungsstation übernimmt die meisten zeitintensiven Schritte.

(Reinigungsaufwand & Wartung: 4 von 5 Punkten)

Lautstärke

Der Tineco Floor One S7 Stretch arbeitet im Betrieb mit einer Lautstärke von etwa 70 bis 78 dB, abhängig vom gewählten Reinigungsmodus und dem jeweiligen Verschmutzungsgrad. Im normalen Automatikmodus bewegt sich das Geräusch meist im unteren bis mittleren Bereich, während bei stärkerer Verschmutzung, wenn die Leistung automatisch erhöht wird, auch die Lautstärke entsprechend ansteigt.

Im direkten Eindruck ist das Betriebsgeräusch mit einem klassischen Staubsauger vergleichbar. Es ist deutlich hörbar, bleibt aber gleichmäßig und wirkt nicht unangenehm hochfrequent oder störend. Dadurch lässt sich das Gerät auch über längere Zeit nutzen, ohne dass es besonders belastend wirkt.

Während der Selbstreinigung in der Station kann die Lautstärke kurzzeitig ebenfalls ansteigen, insbesondere beim Spül- und Trocknungsvorgang. Diese Phase ist jedoch zeitlich begrenzt.

Insgesamt liegt der S7 Stretch damit auf einem für diese Geräteklasse typischen Niveau, nicht leise, aber im Alltag absolut akzeptabel und nicht überdurchschnittlich laut.

(Lautstärke: 4 von 5 Punkten)

Akkulaufzeit

Der Tineco Floor One S7 Stretch bietet eine Akkulaufzeit von bis zu etwa 50 Minuten, was für die meisten Reinigungsdurchgänge grundsätzlich ausreichend ist. In der Praxis hängt die Laufzeit jedoch stark vom Verschmutzungsgrad und dem gewählten Modus ab, bei höherer Leistung kann sie entsprechend spürbar kürzer ausfallen.

Die Ladezeit liegt bei rund 4 bis 5 Stunden, was im direkten Vergleich eher lang ist. Gerade im Verhältnis zur Laufzeit wirkt das etwas unausgewogen, da der Akku nicht besonders schnell wieder einsatzbereit ist.

Im Alltag relativiert sich das aber etwas. In vielen Fällen reicht eine Akkuladung aus, um ein komplettes Stockwerk zu reinigen. Danach kann man die Ladezeit gut nutzen, um eine Pause einzulegen oder die Reinigung einfach am nächsten Tag fortzusetzen. Wer also nicht die komplette Wohnfläche am Stück reinigen muss, kommt mit der Akkuleistung dennoch gut zurecht.

Insgesamt ist die Laufzeit solide, könnte im Verhältnis zur Ladezeit aber etwas großzügiger ausfallen.

(Akkulaufzeit: 3,5 von 5 Punkte)

App

Der Tineco Floor One S7 Stretch bietet die Möglichkeit, ihn mit einer Smartphone-App zu verbinden. Diese liefert zusätzliche Informationen wie den Akkustand, Nutzungsstatistiken oder Wartungshinweise und erlaubt auch Firmware-Updates. Die Einrichtung ist unkompliziert und funktioniert in der Regel schnell.

Im Alltag stellt sich allerdings die Frage, wie viel Mehrwert die App wirklich bringt. Die wichtigsten Funktionen, also Ein- und Ausschalten, Moduswahl oder Start der Selbstreinigung, lassen sich direkt am Gerät steuern. Das Display zeigt zudem alle relevanten Informationen übersichtlich an, sodass man selten gezwungen ist, zum Smartphone zu greifen.

Damit wirkt die App eher wie eine nette Spielerei als ein zwingend notwendiges Feature. Wer gerne Statistiken einsehen oder das Maximum aus der Technik herausholen möchte, kann sie sinnvoll nutzen. Für die meisten Anwender reicht jedoch die Bedienung am Gerät vollkommen aus. 

App Aufbau

Die App zum Tineco Floor One S7 Stretch ist klar strukturiert und bewusst einfach gehalten. Nach dem Start befindet man sich direkt auf der Hauptübersicht, auf der das verbundene Gerät mit seinem aktuellen Status angezeigt wird. Dazu zählen vor allem der Akkustand, eventuelle Wartungshinweise und eine grobe Einsatzübersicht.

Von dort aus gelangt man in die einzelnen Menüpunkte, die logisch aufgebaut sind. Ein Bereich widmet sich den Nutzungsdaten, in dem vergangene Reinigungsvorgänge und einfache Statistiken eingesehen werden können. Das ist ganz interessant, spielt im Alltag aber eher eine untergeordnete Rolle.

Ein weiterer zentraler Punkt sind die Einstellungen. Hier lassen sich grundlegende Anpassungen vornehmen, etwa zur Sprachausgabe, zu Geräteeinstellungen oder für Firmware-Updates. Die Optionen sind überschaubar gehalten und schnell zu finden, ohne den Nutzer mit zu vielen Details zu überfordern.

Zusätzlich gibt es einen Bereich für Wartung und Pflegehinweise, der anzeigt, wann beispielsweise der Tank geleert oder der Filter gereinigt werden sollte. Ergänzt wird das Ganze durch einen Hilfe- bzw. Supportbereich mit Anleitungen und Tipps zur Nutzung.

Insgesamt ist die App übersichtlich aufgebaut, mit wenigen Untermenüs und kurzen Wegen. Sie konzentriert sich auf Zusatzinformationen und einfache Einstellungen. Im Alltag zeigt sich jedoch, dass die meisten Funktionen direkt am Gerät schneller erreichbar sind, die App ist daher eher eine praktische Ergänzung als ein zentraler Bestandteil der Bedienung.

(App: 4 von 5 Punkten)

TEIL 3

bestehend aus „Preis/Leistung“ entspricht 10% der Gesamtwertung

Beschreibung

Unterm Strich hält der Tineco Floor One S7 Stretch viele der Versprechen, die auf der Webseite gemacht werden, allerdings mit kleinen Einschränkungen im Detail.

Die beworbene Kombination aus Saugen und Wischen in einem Schritt funktioniert im Alltag tatsächlich sehr gut. Gerade bei frischen Verschmutzungen zeigt das Gerät eine starke Leistung und liefert saubere Ergebnisse ohne großen Aufwand. Auch die automatische Anpassung durch den iLoop-Sensor ist kein reines Marketing. In der Praxis reagiert das System nachvollziehbar auf Schmutz und passt Leistung sowie Wassermenge sinnvoll an, auch wenn es gelegentlich minimal verzögert reagiert.

Die angepriesene Flexibilität durch das flache Design kann ebenfalls überzeugen. Unter Möbel zu reinigen funktioniert deutlich besser als bei vielen vergleichbaren Geräten. Ebenso sinnvoll ist die Selbstreinigungsstation mit Trocknungsfunktion, die einen großen Teil der Pflegearbeit abnimmt und den Komfort spürbar erhöht.

Etwas relativieren muss man hingegen Themen wie die Akkulaufzeit und das Gesamtgewicht. Die bis zu 50 Minuten sind unter optimalen Bedingungen erreichbar, im Alltag aber oft geringer. In Kombination mit der recht langen Ladezeit wirkt das nicht ganz optimal. Auch das Gewicht von rund 4,5 kg kann bei längerer Nutzung auffallen, selbst wenn der Eigenantrieb vieles ausgleicht.

Die App-Anbindung ist vorhanden, spielt aber im Vergleich zu den beworbenen Kernfunktionen eher eine Nebenrolle. Hier merkt man schnell, dass die Steuerung direkt am Gerät im Alltag praktischer ist.

Preis/Leistung

Zum Marktstart war der Tineco Floor One S7 Stretch mit einer UVP von rund 599 Euro klar im Premium-Segment angesiedelt. Für viele Interessenten dürfte das zunächst abschreckend gewesen sein, denn auch wenn Technik und Funktionsumfang überzeugend sind, war der Preis im Vergleich zur Konkurrenz durchaus ambitioniert.

Inzwischen hat sich das Bild jedoch deutlich verändert. Der aktuelle Marktpreis liegt häufig nur noch bei etwa 300 Euro, teilweise sogar darunter. Damit hat sich das Preis-Leistungs-Verhältnis spürbar verbessert und das Gerät ist deutlich attraktiver geworden.

In der Praxis bekommt man für diesen Preis eine starke Kombination aus guter Reinigungsleistung, intelligenter Sensorsteuerung, Selbstreinigungsfunktion inklusive Trocknung sowie einem flexiblen Design. Das sind alles Features, die im Alltag wirklich einen Mehrwert bieten und den höheren Anspruch des Geräts unterstreichen.

Natürlich gibt es auch Alternativen. Günstigere Modelle verzichten meist auf Komfortfunktionen wie automatische Anpassung oder Selbstreinigung. Teurere Geräte bieten teilweise noch zusätzliche Features, etwa Dampfreinigung oder mehr Akkuleistung. Der S7 Stretch positioniert sich hier jedoch inzwischen ziemlich ausgewogen in der Mitte.

Tineco Floor One S7 Stretch

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testr Gesamtwertung

unter Berücksichtigung aller Teilwertungen

 Wir bedanken uns beim Hersteller für die Bereitstellung des Produktes. Zu unseren Grundsätzen

Link zum Hersteller: Tineco.de

Bei Otto kaufen: otto.de

Bei Mediamarkt.at kaufen: mediamarkt.at

Bei Medimarkt.de kaufen: mediamarkt.de

Google Nest Cam Outdoor 2k mit Kabel

In aller Kürze

Die Google Nest Cam Outdoor (2K, 2. Generation) hinterlässt im Alltag einen insgesamt modernen und durchdachten Eindruck, richtet sich aber klar an Nutzer, die Wert auf einfache Bedienung und smarte Funktionen legen. Besonders überzeugend ist die Bildqualität, die sowohl bei Tageslicht als auch nachts klare und detailreiche Aufnahmen liefert. Die Einrichtung gelingt schnell und unkompliziert über die App, sodass auch technisch weniger erfahrene Nutzer problemlos starten können. Die integrierte KI zur Erkennung von Personen, Tieren und Fahrzeugen ist ein praktisches Feature, arbeitet jedoch nicht immer hundertprozentig zuverlässig. Kritisch zu sehen ist vor allem die starke Abhängigkeit von einem kostenpflichtigen Abo, da viele wichtige Funktionen sonst eingeschränkt bleiben. Zudem fehlt eine Möglichkeit zur lokalen Speicherung komplett, was die Nutzung stark an die Cloud bindet. Insgesamt ist die Kamera eine solide Wahl für das Google-Ökosystem, bietet aber weniger Flexibilität für Nutzer, die unabhängig oder kostensparend bleiben möchten.

Gefällt uns

  • Sehr gute 2K-Bildqualität
  • Einfache Einrichtung
  • Smarte KI-Erkennung
  • Gute Integration ins Google-Ökosystem
  • Wetterfest & für Außeneinsatz geeignet IP65
  • Zuverlässige Grundfunktionen

Gefällt uns weniger

  • Viele Funktionen nur mit Abo nutzbar
  • Keine lokale Speicherung
  • KI-Erkennung nicht immer fehlerfrei
  • Kein integriertes Spotlight
  • Preis relativ hoch im Vergleich zur Konkurrenz

Google Nest Cam Outdoor 2K mit Kabel

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TEIL 1

Bestehend aus „Verpackung/Design/Verarbeitung“ entspricht 25% der Gesamtwertung

Verpackung

Die Verpackung der Google Nest Cam Outdoor (2K, 2. Generation) wirkt insgesamt sehr hochwertig und typisch minimalistisch im Stil von Google gestaltet. Die Kamera kommt zunächst in einer bedruckten Umverpackung aus stabiler Pappe (Papier), die die eigentliche Hauptverpackung umgibt. Auf der Vorderseite ist groß ein Produktbild der Kamera zu sehen, ergänzt durch den Produktnamen und dezente Hinweise auf Funktionen wie 2K-Video und intelligente Erkennung. Die Rückseite unter anderem was im Lieferumfang enthalten ist, verrät einige technische Daten und verrät die technischen Anforderungen für die Inbetriebnahme. Die Seitenflächen sind eher schlicht gehalten und zeigen lediglich den Produktnamen.

Beim Öffnen der Hauptverpackung sieht man direkt, dass die Kamera gut geschützt in einer passgenauen Form aus recyceltem Material liegt, sodass sie sich nicht bewegen kann. Darunter bzw. in separaten Fächern befinden sich die weiteren Komponenten sauber sortiert. Zum Lieferumfang gehören in der Regel die Kamera selbst, ein fest integriertes oder separates Stromkabel, eine Halterung für die Wandmontage inklusive Schrauben und Dübel sowie eine kurze Installationsanleitung. Alle Teile sind einzeln in Papier oder dünne Schutzfolien verpackt, wodurch Kratzer vermieden werden. Insgesamt wirkt die Verpackung durchdacht, umweltfreundlich und übersichtlich, mit klarer Struktur und einfacher Entnahme aller Bestandteile.

(Verpackung: 4 von 5 Punkten)

Design

Die Google Nest Cam Outdoor (2K, 2. Generation) setzt auf ein modernes, schlichtes Design mit klaren Linien und einer kompakten Bauform. Die Kamera besteht aus einem ovalen, leicht gewölbten Gehäuse mit matter Oberfläche, das unauffällig wirkt und sich gut in verschiedene Umgebungen einfügt. Auf der Vorderseite sitzt zentral die Linse, eingefasst in einen schwarzen, glänzenden Bereich, in dem auch Sensoren und Infrarot-LEDs für die Nachtsicht untergebracht sind. Dadurch bleibt die Front optisch klar und reduziert.

Die Rückseite geht nahtlos in die Halterung über. Besonders praktisch ist das magnetische Montagesystem mit kugelförmiger Basis, das eine flexible Ausrichtung in nahezu jede Richtung ermöglicht. So lässt sich die Kamera ohne Werkzeug fein justieren. Seitlich bzw. an der Unterseite führt das Stromkabel aus dem Gehäuse heraus, was die Kamera als kabelgebundenes Modell kennzeichnet. Die Verarbeitung wirkt hochwertig und stabil, gleichzeitig bleibt das Design angenehm unauffällig.

Bei den Abmessungen zeigt sich ebenfalls der kompakte Ansatz. Die Kamera ist etwa 8 cm hoch und besitzt eine Tiefe von rund 7 cm, wodurch sie nicht zu weit von der Wand absteht und optisch dezent bleibt. Das Gewicht liegt bei 265 Gramm (nur Kamera) und mit Halterung stiegt es auf rund 345 was eine einfache Montage ermöglicht, gleichzeitig aber für einen stabilen und wertigen Eindruck sorgt.

(Design: 4 von 5 Punkten)

Verarbeitung

Die Google Nest Cam Outdoor (2K, 2. Generation) hinterlässt bei der Verarbeitung einen sehr soliden und langlebigen Eindruck. Das Gehäuse besteht aus hochwertigem Kunststoff mit matter Oberfläche, die unempfindlich gegenüber Kratzern und Verschmutzungen ist. Die Verarbeitung wirkt durchgehend sauber, gleichmäßige Spaltmaße, stabile Übergänge und eine insgesamt robuste Konstruktion, die klar auf den Außeneinsatz ausgelegt ist. Auch die magnetische Halterung ist stabil gefertigt und sorgt für einen sicheren Halt bei gleichzeitig einfacher Ausrichtung.

In Bezug auf den Wetterschutz ist die Kamera nach IP65 zertifiziert. Damit ist sie vollständig gegen Staub geschützt und widersteht auch stärkerem Strahlwasser, sodass Regen und wechselhafte Witterung kein Problem darstellen. Zusätzlich ist sie für einen Temperaturbereich von etwa -20 bis +40 °C ausgelegt, wodurch sie ganzjährig im Außenbereich eingesetzt werden kann.

Das Gehäusematerial ist zudem UV-beständig, was langfristig vor Ausbleichen und Materialermüdung durch Sonneneinstrahlung schützt. Beim Thema Nachhaltigkeit gibt Google an, dass mindestens 26 % recycelter Kunststoff im Gehäuse verwendet werden. Ergänzt wird dies durch eine überwiegend plastikfreie Verpackung aus Karton und Papier.

Insgesamt überzeugt die Verarbeitung durch eine gelungene Kombination aus Stabilität, hoher Wetterfestigkeit und einem erkennbaren Fokus auf nachhaltigere Materialien, ohne dabei Abstriche bei Qualität oder Haptik zu machen.

(Verarbeitung: 4 von 5 Punkten)

TEIL 2

bestehend aus „Funktion des Produktes“ entspricht 65% der Gesamtwertung

Kamera-ArtKI-unterstützte Überwachungskamera (Kabelgebunden)
Auflösung2K‑Sensor (2.560 × 1.440), bei 30 fps, HDR
WeitwinkelDiagonales Sichtfeld (152°)
Abmessungen/ GewichtKamera: Höhe: 68,3 mm Breite: 76,8 mm Gewicht: 265 g
Wandhalterung: Durchmesser: 48 mm Höhe: 32 mm Gewicht: Halterung + Platte: 80,5 g
Zoom6-facher digitaler Zoom
MaterialKunststoff (mindestens 26 % der Kunststoffteile bestehen aus recyceltem Material)
Konnektivität802.11a/b/g/n (2,4 GHz/5 GHz) WLAN; Unterstützt WEP-, WPA-, WPA2- und WPA3-Verschlüsselung; Bluetooth® Low Energy (BLE)
SicherheitIntegriertes maschinelles Lernen
Sicherer Start
Automatische Sicherheitsupdates
AES-Verschlüsselung (128 Bit) mit TLS/SSL
FunktionenRGB-Status-LED
Hochwertiger Lautsprecher und hochwertiges Mikrofon
Zweiwege-Audiofunktion mit Geräuschunterdrückung
BetriebsbedienungWitterungsbeständig nach IP65 
Temperatur: -20 bis 40 °C
Stromversorgung5,5 m langes Stromkabel
9‑W‑Netzteil im Lieferumfang enthalten
NachtsichtmodusBis zu 6,1 m Ausleuchtung
2x 850‑nm‑Hochleistungsinfrarot-LEDs
Kamera2K Sensor; Bildverhältnis: 16:9
LieferumfangGoogle Nest Cam Outdoor 2K
Stromkabel 5,5 m
Wasserdichtes Netzteil 9 Watt
Wandhalterung
Wandschrauben
Dübel
Kabelklemme
Kurzanleitung
Informationen zur Sicherheit und beschränkten Garantie
Technische Daten der Google Nest Cam Outdoor 2K

Einrichtung und Installation

Die Einrichtung der Google Nest Cam Outdoor 2K ist sehr einfach und wird vollständig über die Google-Home-App begleitet. Zu Beginn scannt man den QR-Code der Kamera, anschließend wird man Schritt für Schritt durch die Inbetriebnahme geführt. Die App erklärt verständlich, wie die Kamera mit dem WLAN verbunden, eingerichtet und für den gewünschten Einsatzort vorbereitet wird.

Google Home
Preis: Kostenlos
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Preis: Kostenlos

Auch die Montage ist gut gelöst. Für die Wandhalterung werden zuerst die Bohrlöcher angezeichnet, anschließend gebohrt und die Halterung fest verschraubt. Die einzelnen Schritte sind in der App gut erklärt. Wichtig ist, vorab die Nähe zu einer Steckdose zu beachten, da die Kamera dauerhaft mit Strom versorgt wird. Das mitgelieferte Stromkabel ist etwa 5,5 Meter lang, zudem liegt ein 9-W-Netzteil bei.

Nach dem Einstecken des Kabels wird die Kamera einfach auf die magnetische Halterung gesetzt. Dadurch sind Montage und Ausrichtung besonders unkompliziert. Der Blickwinkel lässt sich im Anschluss flexibel anpassen und direkt über das Livebild in der App kontrollieren. Insgesamt gelingt die Einrichtung schnell, verständlich und auch für Einsteiger problemlos.

(Einrichtung und Installation: 4,5 von 5 Punkten)

Funktionsumfang und Bedienung

Die Google Nest Cam Outdoor (2K, 2. Generation) bietet einen umfangreichen Funktionsumfang, der klar auf smarte Überwachung und einfache Bedienung ausgelegt ist. Gesteuert wird die Kamera vollständig über die Google Home App, die übersichtlich aufgebaut ist und schnellen Zugriff auf alle wichtigen Funktionen ermöglicht.

Im Mittelpunkt steht das Livebild in 2K-Auflösung, das jederzeit abrufbar ist und sowohl tagsüber als auch nachts dank Infrarot-Nachtsicht eine gute Bildqualität liefert. Über die App kann zudem digital gezoomt werden, um Details besser zu erkennen. Die intelligente Bewegungserkennung unterscheidet zwischen Personen, Tieren und Fahrzeugen und sendet entsprechende Benachrichtigungen direkt aufs Smartphone. Mithilfe von Aktivitätszonen lässt sich genau festlegen, welche Bereiche überwacht werden sollen, wodurch Fehlalarme reduziert werden.

Praktisch ist auch die integrierte Zwei-Wege-Audiofunktion, mit der sich direkt über die Kamera kommunizieren lässt. Zusätzlich steht eine akustische Warnfunktion zur Verfügung, um im Bedarfsfall auf sich aufmerksam zu machen. Der Ereignisverlauf wird übersichtlich in der App dargestellt, wobei hier zu beachten ist, dass ohne kostenpflichtiges Abo nur ein eingeschränkter Zugriff auf gespeicherte Aufnahmen möglich ist.

Ein kleiner Kritikpunkt ist das fehlende integrierte Spotlight. Gerade bei einer kabelgebundenen Kamera wäre eine zusätzliche Beleuchtung technisch problemlos umsetzbar gewesen und hätte einen echten Mehrwert für Abschreckung und Farbnachtsicht geboten. Stattdessen setzt die Kamera ausschließlich auf Infrarot-Nachtsicht, was zwar funktional ist, aber weniger Details in Farbe liefert.

Insgesamt überzeugt die Bedienung durch ihre einfache Struktur und die gute Integration ins Google-Ökosystem, während der Funktionsumfang modern ist, jedoch an einigen Stellen, wie beim fehlenden Spotlight und den Abo-Abhängigkeiten,  nicht ganz vollständig wirkt.

Bewegungserkennung

Die Kamera erkennt zuverlässig Bewegungen im überwachten Bereich und reagiert in Echtzeit mit Benachrichtigungen auf das Smartphone. Über die App lassen sich sogenannte Aktivitätszonen definieren, sodass nur bestimmte Bereiche überwacht werden. Das reduziert Fehlalarme, etwa durch vorbeifahrende Autos oder Bewegungen außerhalb des relevanten Sichtfelds. Die Empfindlichkeit kann zusätzlich angepasst werden.

Gesichts- / Personenerkennung

Die integrierte KI kann Personen von anderen Objekten unterscheiden, was im Alltag sehr hilfreich ist. Mit entsprechendem Abo ist auch eine Gesichtserkennung möglich, bei der bekannte Personen identifiziert und benannt werden können. So lässt sich beispielsweise erkennen, ob ein Familienmitglied oder eine fremde Person vor der Tür steht. Ohne Abo bleibt die Funktion auf die reine Personenerkennung beschränkt.

Objekterkennung

Neben Personen erkennt die Kamera auch Tiere und Fahrzeuge und kann diese separat melden. Dadurch lassen sich Benachrichtigungen gezielt filtern, je nachdem, was für den Nutzer relevant ist. In der Praxis funktioniert dies meist gut, auch wenn es gelegentlich zu Fehlinterpretationen kommen kann, etwa bei ungewöhnlichen Lichtverhältnissen.

(Funktionsumfang und Bedienung: 3,5 von 5 Punkten)

App

Die Steuerung der Google Nest Cam Outdoor (2K, 2. Generation) erfolgt vollständig über die Google Home App, die übersichtlich aufgebaut ist und sich auch von Einsteigern schnell verstehen lässt. Die Kamera wird dabei direkt auf der Startseite als Kachel angezeigt und kann mit einem Tippen geöffnet werden.

Startansicht & Livebild

Nach dem Öffnen steht sofort das Livebild im Mittelpunkt. Dieses wird in hoher Auflösung dargestellt und erlaubt grundlegende Aktionen wie Zoomen, Screenshot oder den Wechsel in den Vollbildmodus. Unterhalb des Livebilds befindet sich eine Zeitleiste (Ereignisverlauf), in der erkannte Aktivitäten chronologisch aufgeführt sind. Einzelne Ereignisse lassen sich direkt anwählen und abspielen.

Schnellzugriffe

Direkt im Livebild integriert sind wichtige Funktionen als Schnellzugriffe:

  • Mikrofon / Lautsprecher für die Zwei-Wege-Kommunikation
  • Verlauf für gespeicherte Clips
  • Einstellungen für detaillierte Anpassungen

Diese Elemente sind logisch platziert und schnell erreichbar, ohne dass man sich durch mehrere Menüs klicken muss.

Einstellungen & Untermenüs

Im Einstellungsbereich finden sich die wichtigsten Konfigurationsmöglichkeiten, klar strukturiert in mehrere Unterpunkte:

  • Benachrichtigungen:
    Hier lässt sich festlegen, wann und bei welchen Ereignissen (Personen, Tiere, Fahrzeuge, allgemeine Bewegung) Meldungen gesendet werden.
  • Aktivitätszonen:
    Individuelle Bereiche im Kamerabild können definiert werden, um die Überwachung gezielt einzugrenzen.
  • Erkennung & KI-Funktionen:
    Einstellungen zur Personen- und Objekterkennung sowie – bei vorhandenem Abo – zur Gesichtserkennung.
  • Video & Bild:
    Optionen für Videoqualität, Nachtmodus und Bandbreitennutzung.
  • Geräteeinstellungen:
    Name der Kamera, Standort, WLAN-Verbindung und allgemeine Geräteeigenschaften.
  • Datenschutz & Speicher:
    Verwaltung von Videoverlauf, Abo-Optionen und Datenschutzfunktionen.

Bedienung im Alltag

Im täglichen Gebrauch überzeugt die App durch ihre klare Struktur und schnelle Reaktionszeit. Alle wichtigen Funktionen sind mit wenigen Klicks erreichbar, ohne dass die Oberfläche überladen wirkt. Besonders gelungen ist die Kombination aus Livebild, Ereignisverlauf und direkten Einstellmöglichkeiten.

Insgesamt bietet die App eine intuitive und gut durchdachte Benutzeroberfläche, die sowohl grundlegende Funktionen als auch erweiterte Einstellungen leicht zugänglich macht – auch wenn einige Features erst mit einem kostenpflichtigen Abo vollständig nutzbar sind.

Durch den dauerhaften Cloud-Betrieb und die kontinuierliche Bereitschaft zur Bewegungserkennung läuft die Kamera rund um die Uhr, was sich auf den Stromverbrauch über das Jahr hinweg summiert. Hochgerechnet ergibt sich ein jährlicher Verbrauch von grob 20 bis 40 kWh, abhängig von Intensität der Nutzung.

Cloud-Kosten

Für die Google Nest Cam Outdoor (2K, 2. Generation) sind die Cloud-Funktionen ein zentraler Bestandteil, allerdings nur teilweise kostenlos nutzbar. Ohne Abo stehen lediglich grundlegende Funktionen wie Livebild und ein sehr eingeschränkter Ereignisverlauf zur Verfügung.

Wer den vollen Funktionsumfang nutzen möchte, benötigt ein kostenpflichtiges Abo über Google (Google Home Premium, ehemals Nest Aware). Dieses liegt je nach Umfang bei etwa 10 € pro Monat für die Standard-Version oder rund 18 € pro Monat für den erweiterten Tarif. Damit erhält man einen deutlich längeren Videoverlauf, erweiterte KI-Funktionen sowie – je nach Tarif – auch kontinuierliche Aufzeichnung.

Im Alltag bedeutet das: Die Kamera ist zwar grundsätzlich ohne Zusatzkosten nutzbar, entfaltet ihr volles Potenzial aber erst mit Abo. Dadurch entstehen laufende Kosten, die man beim Kauf unbedingt berücksichtigen sollte, da sie die Gesamtinvestition spürbar erhöhen.

(App: 4 von 5 Punkten)

Video-/ Tonqualität 

Die Google Nest Cam Outdoor (2K, 2. Generation) liefert im Alltag eine überzeugende Videoqualität. Das Bild wirkt bei Tageslicht scharf, detailreich und angenehm kontrastreich. Durch die 2K-Auflösung lassen sich Personen, Bewegungen und Objekte gut erkennen. Der diagonale Blickwinkel von 152° sorgt zudem dafür, dass ein großer Bereich vor der Kamera erfasst wird, etwa Eingangsbereiche, Einfahrten oder Terrassen.

Auch bei schwierigen Lichtverhältnissen arbeitet die Kamera solide. Helle und dunkle Bildbereiche werden gut ausgeglichen, sodass Gesichter oder Bewegungen nicht zu schnell überbelichtet oder zu dunkel dargestellt werden. Bei Nacht nutzt die Kamera Infrarot-Nachtsicht und liefert klare Schwarz-Weiß-Aufnahmen. Diese reichen für die Überwachung gut aus, allerdings fehlt ein integriertes Spotlight. Dadurch gibt es keine Farbnachtsicht, was bei einer kabelgebundenen Kamera etwas enttäuschend ist.

Die Tonqualität ist für eine Sicherheitskamera ordentlich. Das integrierte Mikrofon nimmt Stimmen gut verständlich auf, auch wenn der Klang etwas komprimiert wirkt. Über den eingebauten Lautsprecher ist eine Zwei-Wege-Kommunikation möglich, zum Beispiel um mit Besuchern zu sprechen. Bei ruhiger Umgebung funktioniert das gut, bei Wind, Straßenlärm oder größerer Entfernung nimmt die Verständlichkeit jedoch spürbar ab.

Insgesamt bietet die Kamera eine starke Videoqualität mit guter Übersicht und brauchbarer Nachtsicht. Der Ton erfüllt seinen Zweck, kommt aber nicht an die Qualität eines separaten Lautsprechers oder Mikrofons heran.

(Video-/ Tonqualität : 4 von 5 Punkten)

Stromverbrauch

Die Google Nest Cam Outdoor (2K, 2. Generation) ist für den Dauerbetrieb ausgelegt und entsprechend auf einen moderaten, aber konstanten Stromverbrauch optimiert. Im Lieferumfang ist ein 9-W-Netzteil enthalten, das die maximale Leistungsaufnahme vorgibt.

Im Alltag liegt der tatsächliche Verbrauch in der Regel darunter und bewegt sich, je nach Nutzung, meist im Bereich von etwa 2 bis 5 Watt im Normalbetrieb (Livebild, Standby mit aktiver Überwachung). Kurzzeitig kann der Verbrauch ansteigen, etwa wenn:

  • das Livebild aktiv gestreamt wird
  • die Nachtsicht (Infrarot-LEDs) aktiviert ist
  • Bewegungen erkannt und verarbeitet werden

Insgesamt bleibt der Stromverbrauch für eine dauerhaft aktive Outdoor-Überwachungskamera auf einem typischen und noch moderaten Niveau, auch wenn er aufgrund des 24/7-Betriebs nicht zu unterschätzen ist. 

(Stromverbrauch: 4 von 5 Punkten)

TEIL 3

bestehend aus „Preis/Leistung“ entspricht 10% der Gesamtwertung

Beschreibung

Die Google Nest Cam Outdoor (2K, 2. Generation) überzeugt vor allem bei den grundlegenden Funktionen. Die Bildqualität ist scharf, die Einrichtung einfach und die Bedienung über die Google Home App gelingt intuitiv und zuverlässig. Auch die Bewegungserkennung arbeitet im Alltag solide und liefert nützliche Benachrichtigungen.

Weniger überzeugend sind die KI-Funktionen, die nicht immer fehlerfrei arbeiten, sowie die starke Abhängigkeit von einem kostenpflichtigen Abo für erweiterte Features. Zusätzlich fehlt ein integriertes Spotlight, wodurch nachts nur Schwarz-Weiß-Aufnahmen möglich sind.

Insgesamt liefert die Kamera eine gute Leistung in den Kernbereichen, bleibt beim Funktionsumfang ohne Zusatzkosten jedoch etwas hinter den Erwartungen zurück.

Preis/Leistung

Die Google Nest Cam Outdoor (2K, 2. Generation) liegt mit einer unverbindlichen Preisempfehlung von rund 150 € im mittleren bis gehobenen Segment. Im Online-Handel ist sie inzwischen meist etwas günstiger erhältlich und pendelt sich häufig im Bereich von etwas über 130 ein, abhängig von Angebot und Händler.

In Sachen Preis-Leistung bietet die Kamera eine solide Basis. Die Bildqualität ist gut, die Verarbeitung hochwertig und die Bedienung über die Google Home App besonders einfach und durchdacht. Gerade für Einsteiger oder Nutzer im Google-Ökosystem ist das Gesamtpaket stimmig und komfortabel.

Allerdings relativiert sich der Preis durch einige Einschränkungen. Viele erweiterte Funktionen sind nur mit einem kostenpflichtigen Abo nutzbar, und Features wie lokale Speicherung oder ein integriertes Spotlight fehlen komplett. Dadurch wirkt der Funktionsumfang im Vergleich zur Konkurrenz etwas eingeschränkt.

Es gibt durchaus Alternativen, die beim gleichen oder sogar niedrigeren Preis mehr bieten, etwa zusätzliche Hardware-Funktionen wie Beleuchtung, Sirenen oder flexible Speicheroptionen ohne laufende Kosten. Dafür erreichen diese Modelle oft nicht ganz die gleiche Benutzerfreundlichkeit oder Software-Integration.

Unterm Strich ist die Preis-Leistung ordentlich, aber nicht überragend. Man zahlt hier spürbar für das Gesamtpaket aus Software, Bedienkomfort und Marken-Ökosystem. Wer genau das sucht, wird zufrieden sein, wer hingegen möglichst viele Funktionen fürs Geld möchte, findet am Markt stärkere Alternativen.

Google Nest Cam Outdoor 2K mit Kabel

Zum Angebot bei

testr Gesamtwertung

unter Berücksichtigung aller Teilwertungen

 Wir bedanken uns beim Hersteller für die Bereitstellung des Produktes. Zu unseren Grundsätzen

Link zum Hersteller: https:store.google.com

Dreame L50 Ultra AE

In aller Kürze

Der Dreame L50 Ultra AE richtet sich an Anwender, die einen möglichst geringen Aufwand bei der Bodenreinigung anstreben. Das Gerät zeichnet sich durch eine außergewöhnlich hohe Saugleistung, eine umfassende Automatik-Station sowie eine benutzerfreundliche App-Steuerung aus. Im täglichen Gebrauch gewährleistet dies zuverlässig saubere Böden, insbesondere auf Teppichböden und bei Tierhaaren.  Bei der Wischfunktion zeigt sich jedoch eine deutliche Schwäche, denn  Hartnäckige Verschmutzungen werden nicht immer vollständig entfernt.  Die Hinderniserkennung ist solide, erreicht jedoch nicht das Spitzenniveau. Insgesamt stellt der L50 Ultra AE somit eine sehr gute Wahl für alle dar, die Wert auf komfortables und leistungsstarkes Saugen legen, beim Wischen jedoch keine absolute Perfektion erwarten.

Gefällt uns

  • sehr einfache Einrichtung
  • starke Saugleistung (bis 28.000 Pa)
  • Gute Kantenreinigung dank ausfahrbarer Bürste & Wischarm
  • Sehr schnelle Kartierung
  • Vollautomatische Station (Absaugen, Waschen, Trocknen, Nachfüllen)
  • Leiser als viele Konkurrenzmodelle
  • Strukturierte und zuverlässige Navigation (LiDAR)
  • Umfangreiche App mit vielen Einstellmöglichkeiten
  • Lange Akkulaufzeit und automatische Fortsetzung

Gefällt uns weniger

  • Wischleistung nur durchschnittlich
  • Hinderniserkennung nicht immer zuverlässig

Dreame L50 Ultra AE

Zum Angebot bei

TEIL 1

Bestehend aus „Verpackung/Design/Verarbeitung“ entspricht 25% der Gesamtwertung

Verpackung

Der Dreame L50 Ultra AE wird in einem großformatigen, robusten Karton geliefert, der auf allen Seiten mit Produktabbildungen und einer detaillierten Auflistung der wesentlichen Funktionen bedruckt ist. Die Verpackung bietet umfassende Informationen zur Ausstattung, einschließlich Abbildungen des Roboters und der Reinigungsstation, sodass sich der Kunde bereits vor dem Auspacken ein umfassendes Bild vom Gerät machen kann.

Im Inneren der Verpackung ist der Inhalt sorgfältig und sicher verpackt. Sowohl der Roboter als auch die Basisstation sind separat geschützt und in passgenauen Formteilen eingebettet. Das Zubehör ist übersichtlich in eigenen Fächern sortiert, um ein Durcheinander beim Auspacken zu vermeiden. Die Verpackung wirkt insgesamt durchdacht und hochwertig.

Der Lieferumfang umfasst neben dem Saugroboter und der automatischen Reinigungsstation die wichtigsten Zubehörteile, darunter Wischpads, Staubbeutel, Filter, Netzkabel sowie eine Reinigungslösung. Darüber hinaus liegen eine Kurzanleitung und ein umfassendes Handbuch bei. Ein Großteil der Komponenten ist bereits vormontiert, wodurch der Aufbau schnell und unkompliziert erfolgt und der Kunde umgehend mit der Nutzung beginnen kann.

(Verpackung: 4,5 von 5 Punkten)

Design

Saugroboter

Der Saugroboter Dreame L50 Ultra AE zeichnet sich durch ein zeitgemäßes, funktionales Design mit klaren Linien und einer eher zurückhaltenden Optik aus, die sich harmonisch in diverse Wohnumgebungen integriert. Die Oberseite präsentiert sich in einer gepflegten Gestaltung und wird vom leicht erhöhten Laserturm dominiert, welcher für die präzise Navigation und Kartierung der Räumlichkeiten verantwortlich zeichnet. Dieser Laserturm ist charakteristisch für Geräte dieser Produktklasse und ermöglicht eine strukturierte, systematische Reinigung im Gegensatz zu zufälligen Fahrmustern.

Die Materialauswahl vermittelt einen hochwertigen Eindruck, mit einer glatten Oberfläche, die zwar anfällig für Staubablagerungen sein kann, jedoch einen eleganten Gesamteindruck hinterlässt. Die Bedienelemente sind auf ein Minimum reduziert und überwiegend direkt am Gerät integriert, wobei die primäre Steuerung über die zugehörige App erfolgt.

Ein besonderes Merkmal stellen die beweglichen Reinigungselemente dar, die speziell für die Kantenreinigung konzipiert wurden. An der Vorderseite befindet sich eine ausfahrbare Seitenbürste, die sich aktiv nach rechts ausfährt. Dadurch ist der Roboter in der Lage, Schmutzpartikel gezielt aus Ecken und entlang von Sockelleisten zu entfernen. Dieses System ist intelligent in die Reinigungslogik integriert, da der Roboter seine Fahrtroute so plant, dass er Räume bevorzugt entlang der rechten Seite beginnt und systematisch abarbeitet.

Im hinteren Bereich wird dieses Konzept konsequent fortgeführt.
Die Wischplatte ist ebenfalls beweglich gelagert und kann bei Bedarf nach rechts ausfahren. Dies verbessert den Kontakt zum Bodenrand erheblich, was insbesondere beim Wischen von Vorteil ist.  Gerade an schwer zugänglichen Stellen wie Wandkanten oder Möbelrändern ermöglicht dies eine deutlich bessere Abdeckung im Vergleich zu starren Systemen.

Auf der Unterseite des Roboters wird der funktionale Aufbau besonders deutlich. Hier befinden sich die Hauptbürste, die Seitenbürste, mehrere Sensoren zur Hindernis- und Absturzerkennung sowie die Moppeinheit. Die Anordnung dieser Komponenten ermöglicht eine optimale Kombination aus Saugen und Wischen. Die Bauweise wirkt insgesamt durchdacht und robust, mit einem klaren Fokus auf Alltagstauglichkeit und Langlebigkeit.

Reinigungsstation

Die Reinigungsstation stellt das zentrale Element für den Nutzerkomfort dar und ist entsprechend dimensioniert. Ihr Design orientiert sich an dem des Roboters, schlicht, modern und funktional. Trotz ihrer Größe wirkt sie nicht überladen, sondern eher wie ein aufgeräumtes Haushaltsgerät, das sich gut in den Raum integrieren lässt.

Die Station ist in verschiedene Funktionsbereiche gegliedert, was die Bedienung und Wartung erheblich vereinfacht. Im oberen Bereich, unter einem aufklappbaren Deckel, befinden sich die beiden Wassertanks, ein Frischwassertank und ein Schmutzwassertank. Beide Tanks sind gut zugänglich, lassen sich mühelos entnehmen und wieder einsetzen. Dies erleichtert das regelmäßige Nachfüllen und Reinigen und stellt einen wichtigen Komfortfaktor im täglichen Gebrauch dar.

Der untere Bereich der Station beherbergt die Technik für die automatische Absaugung sowie weitere zentrale Komponenten. Besonders hervorzuheben ist die silberne Abdeckung, unter der sich zwei wesentliche Elemente befinden, der Staubbeutel, in den der aufgesaugte Schmutz automatisch entleert wird, sowie das Fach für das Reinigungsmittel.Das Reinigungsmittel kann direkt in den entnehmbaren kleinen Tank eingefüllt werden. Die Station dosiert dieses dann automatisch während des Wischvorgangs, was den manuellen Aufwand deutlich reduziert und gleichzeitig für eine gleichmäßige Reinigung sorgt.

Die gesamte Konstruktion der Station ist darauf ausgelegt, eine möglichst umfassende Automatisierung von Wartungsschritten zu gewährleisten, einschließlich des Entleerens des Staubbehälters, der Reinigung der Mopps sowie der Versorgung mit Wasser und Reinigungsmittel. Die logische Struktur der Station ermöglicht es auch Nutzern mit geringerer technischer Affinität, die Position der einzelnen Komponenten schnell und effizient zu erfassen.

(Design: 4 von 5 Punkten)

Verarbeitung

Die Verarbeitung des Dreame L50 Ultra AE vermittelt einen durchweg hochwertigen und durchdachten Eindruck. Sowohl der Saugroboter als auch die Station zeichnen sich durch eine stabile Bauweise aus, mit gleichmäßigen Spaltmaßen und präzise eingesetzten Bauteilen. Es ist kein Klappern oder billiges Material zu vernehmen, vielmehr vermittelt das Gerät unmittelbar ein Gefühl von Stabilität und Alltagstauglichkeit.

Am Roboter selbst überzeugt insbesondere die solide Gehäusekonstruktion. Sowohl die Ober- als auch die Unterseite sind sauber verarbeitet, und auch die beweglichen Elemente, wie die ausfahrbare Seitenbürste vorne sowie die ausfahrbare Wischplatte hinten, sind gut integriert und wirken langlebig. Gerade bei diesen mechanischen Komponenten wird deutlich, dass auf eine hochwertige Verarbeitung geachtet wurde. Auch die Unterseite ist ordentlich aufgebaut, Bürsten, Sensoren und Moppeinheit sind fest integriert, lassen sich aber bei Bedarf problemlos entnehmen und reinigen.

Die verwendeten Materialien vermitteln einen robusten Eindruck. Der Kunststoff wirkt nicht zu dünn und widersteht auch häufigerem Anfassen problemlos. Lediglich die glatteren Oberflächen sind etwas anfällig für Fingerabdrücke oder Staub, was im Alltag jedoch kaum vermeidbar ist.

Die Reinigungsstation steht dem in nichts nach. Sie ist stabil konstruiert, alle Abdeckungen sitzen passgenau und lassen sich leicht öffnen. Die Wassertanks im oberen Bereich sind sicher eingesetzt und einfach zu entnehmen. Auch der untere Bereich mit Staubbeutel und Reinigungsmittelfach ist durchdacht aufgebaut und gut zugänglich. 

(Verarbeitung: 4,5 von 5 Punkten)

TEIL 2

bestehend aus „Funktion des Produktes“ entspricht 65% der Gesamtwertung

StromversorgungAkku-Betrieb mit automatischer Ladestation
Akku-ArtLithium-Ionen-Akku, ca. 5.200 mAh
NavigationLiDAR-Lasernavigation, Hindernissensoren, Absturzsensoren, Wandsensoren, Bumper, LED-Licht
FarbeWeiß; weitere Farben: Schwarz
Lautstärkeca. 60–65 dB (Standard), bis 75 dB (Max), Wischen ca. 50–55 dB
HauptbürsteZentrale Walzenbürste (für Hartboden & Teppich geeignet)
SeitenbürsteAusfahrbar (nach rechts) für verbesserte Kantenreinigung
WischsystemZwei rotierende Mopps, davon einer ausfahrbar (nach rechts)
FormRund
Betriebszeitbis zu 180–200 Minuten (je nach Modus)
Saugleistungbis zu 28.000 Pa
MaßeSaugroboter: ca. 35,0 × 35,0 × 9,7–10,4 cm (L × B × H), Reinigungsstation: ca. 35,0 × 45,7 × 59,0 cm (B × T × H)
Gewicht4 kg Saugroboter 9,12 kg Reinigungsstation
LieferumfangSaugroboter
Reinigungsstation
2x Wischpad-Halterungen inkl Mop
1x zusätzlicher Staubbeutel (insgesamt 2)
Reinigungsmittel (ca. 200 ml)
Basisstations-Rampen-Erweiterung
Schnellstartanleitung + Handbuch
Technische Daten des Dream L50 Ultra AE

Ersteinrichtung und Inbetriebnahme 

Die Installation des Dreame L50 Ultra AE gestaltet sich als angenehm unkompliziert und ist auch für Nutzer ohne Vorkenntnisse zügig durchführbar. Bereits nach dem Auspacken wird ersichtlich, dass zahlreiche Komponenten vormontiert sind, um den Einstieg in die Nutzung zu erleichtern. Folglich ist der Aufwand bis zur ersten Reinigung minimal.

Die Reinigungsstation ist zunächst an einem geeigneten Standort zu positionieren. Es ist sicherzustellen, dass ein ausreichender Freiraum um die Station vorhanden ist, um ein problemloses Andocken und Ausfahren des Roboters zu gewährleisten. Anschließend sind die oberen Abdeckungen zu öffnen. Der Frischwassertank ist mit Wasser zu befüllen, während der Schmutzwassertank leer bleibt. Im unteren Bereich der Station befinden sich der Staubbeutel sowie das Fach für das Reinigungsmittel. In den kleinen anthrazitfarbenen Behälter ist das im Lieferumfang enthaltene Reinigungsmittel einzufüllen, sodass die Station dieses später automatisch dosieren kann. Der Staubbeutel ist bereits platziert und jederzeit leicht zugänglich.

Nach erfolgreicher Vorbereitung der Station wird der Roboter für den Einsatz bereitgestellt. Schutzfolien und Transportsicherungen sind zu entfernen, anschließend erfolgt die erstmalige Platzierung des Geräts in der Station. Der erste Eindruck ist positiv, da sich alle Komponenten logisch erschließen und keine unnötig komplexen Montageschritte erforderlich sind. Die Seitenbürste, Mopps und weitere essenzielle Komponenten sind entweder bereits montiert oder lassen sich mit minimalem Aufwand anbringen. Die Mopps halten durch Magnetismus an ihrem vorgesehenen Platzund sind daher besonders einfach anzubringen, der Rest ist bereits montiert. 

Die vollständige Inbetriebnahme erfordert die Verbindung mit der App. Nach dem Herunterladen der entsprechenden Anwendung wird der Roboter schrittweise mit dem heimischen WLAN-Netzwerk gekoppelt. Dieser Prozess, obwohl heute Standard, stellt einen wesentlichen Bestandteil der Ersteinrichtung dar, da zahlreiche Funktionen wie Kartierung, Zeitpläne, Raumverwaltung oder individuelle Reinigungsmodi erst über die Applikation verfügbar werden. Die App führt den Benutzer verständlich durch den gesamten Prozess, sodass die Kopplung in der Regel zügig abgeschlossen ist.

Nach erfolgreicher Verbindung initiiert der Roboter seine initiale Kartierungsfahrt. Dabei durchläuft er die Räumlichkeiten systematisch, identifiziert Räume, Hindernisse und Begrenzungen und generiert eine digitale Karte. Dieser erste Durchlauf ist von besonderer Bedeutung, da er die Grundlage für die spätere gezielte Reinigung einzelner Zimmer oder Bereiche bildet. Im Test zeigt sich, dass dieser Prozess insgesamt zügig abläuft und der Roboter dabei bereits eine strukturierte Vorgehensweise an den Tag legt. Anschließend kann die Karte in der App in der Regel noch modifiziert, in Räume untergliedert oder mit Sperrzonen versehen werden.

Im Alltag erweist sich der Dreame L50 Ultra AE nach der Ersteinrichtung als schnell betriebsbereit. Sobald Wasser, Reinigungsmittel und Staubbeutel korrekt eingesetzt und die Kartierung abgeschlossen wurde, kann unmittelbar mit der ersten vollständigen Reinigung begonnen werden. Der Nutzer hat die Möglichkeit, festzulegen, ob ausschließlich gesaugt, ausschließlich gewischt oder beides kombiniert durchgeführt werden soll. Auch Saugstärke, Wassermenge und Reinigungsreihenfolge lassen sich je nach Bedarf anpassen.

Insgesamt vermittelt die Einrichtung und Inbetriebnahme einen durchdachten und nutzerfreundlichen Eindruck. Der Aufbau ist logisch strukturiert, die Station übersichtlich gestaltet und die App-Einbindung entspricht den heutigen Komfortstandards. Dadurch gelingt der Start mit dem Gerät zügig und ohne größere Hürden, was gerade bei einem so umfangreich ausgestatteten System als klarer Vorteil zu werten ist.

(Ersteinrichtung und Inbetriebnahme: 5 von 5 Punkten)

Reinigungsleistung und Navigation

Der Dreame L50 Ultra AE erbringt im täglichen Gebrauch eine insgesamt robuste und zuverlässige Reinigungsleistung, wobei der Schwerpunkt auf dem Saugen liegt. Besonders auf Hartböden und bei losem Schmutz entfaltet das Gerät seine Stärken. Die Kantenreinigung ist dank der ausfahrbaren Elemente überdurchschnittlich effizient. Beim Wischen hingegen zeigt sich eine durchschnittliche Leistung, die für die regelmäßige Pflege ausreichend ist, jedoch keine Tiefenreinigung ersetzt. Die Navigation agiert strukturiert und effizient, während die Hinderniserkennung solide, jedoch nicht fehlerfrei ist. 

Saugleistung

Die Saugleistung ist die klare Paradedisziplin des Dreame L50 Ultra AE und einer der Hauptgründe, warum sich das Gerät im Alltag so überzeugend schlägt. Mit einer maximalen Saugkraft von bis zu 28.000 Pascal (Pa) bewegt sich der Roboter auf einem sehr hohen Niveau und gehört damit zu den leistungsstärkeren Modellen in seiner Klasse.

Im täglichen Einsatz zeigt sich schnell, dass diese Leistung nicht nur auf dem Papier existiert. Auf Hartböden wie Fliesen, Laminat oder Parkett entfernt der Roboter Staub, Krümel und feine Partikel zuverlässig und in einem Durchgang. Selbst in Bereichen mit höherem Schmutzaufkommen, etwa im Eingangsbereich oder in der Küche, bleibt nach der Reinigung kaum sichtbarer Schmutz zurück. Dabei arbeitet der L50 Ultra AE gleichmäßig und verteilt den Schmutz nicht, sondern nimmt ihn effektiv auf.

Ein großer Vorteil zeigt sich bei der Kanten- und Eckenreinigung. Die ausfahrbare Seitenbürste fährt aktiv nach rechts aus und bringt Schmutz gezielt aus schwer erreichbaren Bereichen in den Saugkanal. Gerade entlang von Sockelleisten oder unter Möbelkanten, wo sich Staub gerne sammelt, sorgt dieses System für deutlich bessere Ergebnisse als bei klassischen, starren Bürsten. In der Praxis bleibt dadurch weniger Schmutz in Randbereichen liegen, was das Gesamtbild der Reinigung sichtbar verbessert.

Auch auf Teppichen kann der Roboter seine Leistung gut ausspielen. Leichter bis mittlerer Schmutz wird zuverlässig aufgenommen, und selbst feiner Staub wird aus der Oberfläche herausgezogen. Besonders bei Tierhaaren zeigt sich die hohe Saugkraft als Vorteil: Haare werden nicht nur oberflächlich bewegt, sondern effektiv eingesaugt. In Kombination mit der Hauptbürste ergibt sich hier ein stimmiges Zusammenspiel, das für ein sauberes Ergebnis sorgt.

Ein weiterer positiver Punkt ist die konstante Leistungsabgabe während der Reinigung. Der Roboter arbeitet gleichmäßig und passt seine Leistung je nach Untergrund sinnvoll an, sodass weder unnötig Energie verschwendet wird noch die Reinigungskraft nachlässt. Dadurch eignet sich der L50 Ultra AE sowohl für kleine Wohnungen als auch für größere Flächen.

Auch im Zusammenspiel mit der automatischen Absaugstation zeigt sich die Stärke des Systems. Der aufgesaugte Schmutz wird nach der Reinigung zuverlässig aus dem internen Staubbehälter entfernt, sodass die Saugleistung langfristig konstant bleibt und der Nutzer sich kaum um Wartung kümmern muss.

(Saugleistung: 4,5 von 5 Punkten)

Wischfunktion

Die Wischfunktion des Dreame L50 Ultra AE ist auf eine gleichmäßige und kontrollierte Reinigung ausgelegt, wobei der Fokus auf einem sauberen und konstanten Ergebnis im Alltag liegt, anstatt maximale Intensität zu priorisieren. Der Anpressdruck der Wischmopps ist moderat und gleichmäßig, wodurch eine stabile Bodenhaftung gewährleistet und Staub sowie leichte Verschmutzungen zuverlässig aufgenommen werden. Für die tägliche Reinigung ist dies vollkommen ausreichend; bei hartnäckigen oder eingetrockneten Flecken fehlt jedoch zusätzlicher Druck, um diese vollständig zu lösen.

Während des Reinigungsprozesses befindet sich der Wassertank im Inneren des Saugroboters. Die große Station dient ausschließlich dem Befüllen und Reinigen des Tanks, das eigentliche Wasser für den Wischvorgang wird intern im Roboter mitgeführt. Von dort aus wird das Wasser dosiert in die Wischpads geleitet, ohne direkt auf den Boden gesprüht zu werden. Die Mopps absorbieren die Feuchtigkeit und verteilen sie gleichmäßig beim Drehen auf der Oberfläche, wodurch eine kontrollierte Befeuchtung und die Vermeidung von übermäßig nassen Böden gewährleistet ist.

Die Wassermenge lässt sich über die App regulieren, sodass die Intensität je nach Bodenbelag und Verschmutzung angepasst werden kann. Die Verteilung des Wassers erfolgt kontinuierlich während der Fahrt, was zu einem gleichmäßigen Reinigungsergebnis führt.

Ein herausragendes Merkmal dieses Gerätes stellt der ausfahrbare Wischarm im hinteren Bereich dar. Dieser fährt, analog zur Seitenbürste an der Vorderseite, gezielt nach rechts aus und positioniert den Mop näher an Kanten, Wänden und Möbeln. Dadurch wird die Flächenabdeckung signifikant optimiert, da typischerweise schwer zugängliche Randbereiche effizienter erreicht werden.

Nach Abschluss des Reinigungsprozesses werden die Mopps in der Reinigungsstation automatisiert gewaschen. Dabei wird heißes Wasser (bis zu ca. 100 °C) eingesetzt, was eine gründliche Reinigung und eine verbesserte Hygiene gewährleistet. Anschließend erfolgt die Trocknung der Mopps, sodass diese für den nächsten Einsatz umgehend bereit sind.

(Wischfunktion: 3,5 von 5 Punkten)

Navigation

Die Navigation des Dreame L50 Ultra AE basiert auf einem modernen Zusammenspiel mehrerer Sensoren, die gemeinsam für eine strukturierte und zuverlässige Orientierung im Raum sorgen. Im Zentrum steht dabei die LiDAR-Navigation (Laserturm auf der Oberseite), die kontinuierlich die Umgebung scannt und daraus eine präzise Karte der Wohnung erstellt. Diese Technologie ermöglicht es dem Roboter, Räume systematisch statt zufällig zu reinigen.

Bereits bei der ersten Inbetriebnahme zeigt sich die Stärke des Systems. Der Roboter fährt die Fläche gezielt ab, erkennt Raumgrenzen, Möbel und offene Bereiche und erstellt daraus eine detaillierte Karte. Diese wird anschließend in der App dargestellt und kann dort weiter angepasst werden, etwa durch das Einteilen von Räumen oder das Setzen von Sperrzonen.

Neben dem LiDAR-Sensor kommen weitere Sensoren zum Einsatz, die die Navigation im Alltag unterstützen:

  • Frontsensoren / Kamera: Diese erkennen Objekte vor dem Roboter und helfen dabei, Kollisionen zu vermeiden oder rechtzeitig zu verlangsamen.
  • Bumper (Stoßsensor): Sollte ein Hindernis nicht rechtzeitig erkannt werden, federt der mechanische Stoßfänger leichte Berührungen ab und sorgt dafür, dass der Roboter seine Route anpasst.
  • Absturzsensoren (Cliff-Sensoren): An der Unterseite angebracht, verhindern sie zuverlässig, dass der Roboter Treppen oder Absätze hinunterfährt.
  • Wandsensoren: Diese helfen dabei, entlang von Kanten und Wänden sauber zu navigieren und den Abstand konstant zu halten.
  • Radsensoren: Erfassen Bewegungen und zurückgelegte Strecken, um die Positionsbestimmung zusätzlich zu stabilisieren.

Durch diese Kombination entsteht ein mehrschichtiges Navigationssystem, das sowohl für die grobe Orientierung (LiDAR) als auch für die Feinsteuerung im Nahbereich (Sensoren und Bumper) zuständig ist.

Im praktischen Einsatz führt das zu einer sehr strukturierten Fahrweise. Der Roboter beginnt in der Regel entlang von Wänden und arbeitet sich anschließend in geraden Bahnen durch die freien Flächen. Diese systematische Vorgehensweise sorgt nicht nur für eine gleichmäßige Abdeckung, sondern passt auch gut zu den technischen Features wie der nach rechts ausfahrenden Seitenbürste und Wischplatte.

Die Navigation arbeitet insgesamt zuverlässig, dennoch gibt es kleinere Einschränkungen. Sehr kleine oder flache Hindernisse wie Kabel oder dünne Gegenstände werden nicht immer perfekt erkannt, sodass es hier gelegentlich zu Berührungen kommen kann. In solchen Fällen greift dann aber je nach Kabelder Bumper, der den Kontakt abfedert und eine Kurskorrektur auslöst.

Auch in komplexeren Wohnumgebungen mit mehreren Räumen findet sich der Roboter gut zurecht. Einmal erstellte Karten werden gespeichert, und der Roboter kann gezielt einzelne Räume anfahren oder bestimmte Bereiche auslassen. Nach der Reinigung kehrt er selbstständig zur Station zurück und dockt zuverlässig an.

(Navigation: 4 von 5 Punkten)

Hindernisüberwindung

Im Alltag zeigt der Dreame L50 Ultra AE eine solide Leistung bei der Überwindung typischer Hindernisse, wie sie in Wohnungen regelmäßig vorkommen. Dazu zählen vor allem Türschwellen, Teppichkanten oder kleinere Übergänge zwischen unterschiedlichen Bodenbelägen.

Der Roboter ist in der Lage, Absätze von bis zu etwa 2 cm Höhe zu überwinden. Das reicht in der Praxis für die meisten gängigen Türschwellen und flacheren Teppiche problemlos aus. Bei Hochflorteppichen mit erhöhter Florhöhe oder bei Schwellen mit beträchtlicher Höhe kann es vorkommen, dass der Roboter mehrere Anläufe benötigt oder in Einzelfällen die Überquerung nicht gelingt, da der Bumper dabei aktiviert wird. Infolgedessen ist der Roboter nicht in der Lage, den Teppich zu befahren. 

Unterstützt wird die Hindernisüberwindung durch die großen, beweglichen Antriebsräder, die Unebenheiten gut ausgleichen können. Diese sorgen dafür, dass der Roboter auch bei leicht unebenem Untergrund stabil bleibt und nicht so schnell hängen bleibt. Kleinere Kanten oder Übergänge meistert er dadurch in der Regel ohne Probleme.

Im Zusammenspiel mit der Navigation erkennt der Roboter Hindernisse frühzeitig und passt seine Fahrweise entsprechend an. Sollte ein Objekt nicht vollständig erkannt werden, greift der Bumper (Stoßsensor), der leichte Berührungen abfedert und eine Kurskorrektur einleitet. Dadurch werden Schäden an Möbeln oder am Gerät selbst weitgehend vermieden.

Bei Teppichen funktioniert das Überfahren ebenfalls zuverlässig, solange diese nicht zu hoch oder zu weich sind. Der Roboter fährt sauber auf und ab, ohne hängen zu bleiben. Übergänge zwischen Hartboden und Teppich werden dabei meist problemlos bewältigt.

Schwieriger wird es bei sehr kleinen oder ungünstig liegenden Hindernissen wie: Kabeln, dünnen Schnüren, flachen Gegenständen. Diese können unter Umständen nicht immer korrekt erkannt werden und sollten idealerweise vor der Reinigung entfernt werden.

(Hindernisüberwindung: 3,5 von 5 Punkten)

App

Die „Dreamehome“-App ist die zentrale Steuerungseinheit des Dreame L50 Ultra AE und spielt im Alltag eine entscheidende Rolle. Nahezu alle Funktionen des Roboters werden hier gebündelt, von der einfachen Reinigung bis hin zu detaillierten Einstellungen und Automatisierungen. Trotz des großen Funktionsumfangs wirkt die App im Test insgesamt übersichtlich und logisch aufgebaut, sodass man sich nach kurzer Eingewöhnung gut zurechtfindet.

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Nach dem Öffnen gelangt man direkt auf die Startseite, auf der die wichtigste Funktion im Mittelpunkt steht: die Live-Karte der Wohnung. Hier lässt sich in Echtzeit verfolgen, wo sich der Roboter befindet und welche Bereiche bereits gereinigt wurden. Ergänzt wird diese Ansicht durch zentrale Bedienelemente wie den Start- und Pause-Button, die Auswahl des Reinigungsmodus (Saugen, Wischen oder Kombination) sowie Schnellzugriffe auf Saugstärke und Wassermenge. Auch der Akkustand und der aktuelle Status des Roboters sind jederzeit sichtbar. Besonders praktisch ist die Möglichkeit, direkt aus der Kartenansicht heraus einzelne Räume oder Zonen auszuwählen und gezielt reinigen zu lassen.

Ein großer Bestandteil der App ist die Kartenerstellung und -verwaltung. Bereits bei der ersten Inbetriebnahme erstellt der Roboter eine detaillierte Karte der Wohnung, indem er die Räume systematisch abfährt. Diese Karte wird anschließend in der App angezeigt und kann umfangreich bearbeitet werden. Räume werden oft automatisch erkannt, lassen sich aber auch manuell anpassen, aufteilen oder zusammenlegen. Zusätzlich können Bereiche benannt werden, was die Orientierung im Alltag deutlich erleichtert. Darüber hinaus lassen sich Sperrzonen, virtuelle Wände oder No-Mop-Bereiche einrichten, um bestimmte Flächen gezielt auszuschließen. Auch mehrere Karten, etwa für verschiedene Etagen, können gespeichert und verwaltet werden.

Im Einstellungsbereich bietet die App zahlreiche Möglichkeiten zur Individualisierung. So lassen sich für einzelne Räume unterschiedliche Saugstufen und Wassermengen festlegen, die Reinigungsreihenfolge bestimmen oder bestimmte Bereiche mehrfach reinigen. Auch Zeitpläne können erstellt werden, sodass der Roboter automatisch zu festgelegten Zeiten arbeitet. Dadurch lässt sich die Reinigung vollständig in den Alltag integrieren, ohne dass man manuell eingreifen muss.

Ein weiterer wichtiger Punkt ist die Verwaltung der Station und der Wartungsfunktionen. Die App zeigt an, wann Wasser nachgefüllt oder der Staubbeutel gewechselt werden sollte, und informiert über den Zustand von Bürsten, Filtern und anderen Verschleißteilen. Zusätzlich lassen sich Einstellungen zur Moppreinigung und Trocknung vornehmen, was besonders bei häufiger Nutzung sinnvoll ist.

Im täglichen Einsatz überzeugt die App vor allem durch ihre Flexibilität. Ob spontane Reinigung, gezielte Steuerung einzelner Räume oder automatisierte Abläufe, alles lässt sich schnell und unkompliziert umsetzen. Die Verbindung ist im Test stabil, und Befehle werden in der Regel ohne größere Verzögerung ausgeführt.  

Kartenerstellung

Ein besonders wichtiger Bestandteil der App ist die Kartenerstellung, da sie die Grundlage für die gesamte Navigation und Steuerung bildet. Bereits bei der ersten Inbetriebnahme startet der Roboter eine systematische Kartierungsfahrt, bei der er mithilfe seines LiDAR-Systems die Räume präzise erfasst. Anders als bei älteren Modellen fährt er dabei nicht zufällig, sondern folgt einer klaren Struktur, wodurch die Karte relativ schnell und sauber erstellt wird.

Schon nach kurzer Zeit entsteht eine detaillierte Übersicht der Wohnung, in der Wände, Möbel und Raumaufteilungen erkennbar sind. Im Test funktioniert das zuverlässig, wobei Räume häufig automatisch korrekt erkannt werden. Sollte das nicht perfekt passen, bietet die App umfangreiche Bearbeitungsmöglichkeiten.

So lassen sich Räume:

  • aufteilen oder zusammenlegen
  • individuell benennen (z. B. Küche, Wohnzimmer)
  • in ihrer Form nachträglich anpassen

Zusätzlich können verschiedene Zonen definiert werden, um die Reinigung gezielt zu steuern. Besonders praktisch sind dabei:

  • No-Go-Zonen, in die der Roboter nicht fahren darf
  • virtuelle Wände, um Bereiche abzugrenzen
  • No-Mop-Zonen, um empfindliche Flächen vor Feuchtigkeit zu schützen

Ein weiterer Vorteil ist die Möglichkeit, mehrere Karten zu speichern. Das ist vor allem für Häuser mit mehreren Etagen interessant, da der Roboter so unterschiedliche Grundrisse erkennen und verwalten kann. Beim Wechsel der Etage kann dann einfach die passende Karte ausgewählt werden.

Auch im Alltag bleibt die Karte dynamisch nutzbar. Möbeländerungen oder kleinere Anpassungen lassen sich jederzeit berücksichtigen, ohne dass die gesamte Karte neu erstellt werden muss. Sollte es dennoch nötig sein, kann eine neue Kartierung jederzeit gestartet werden.

(App: 4,5 von 5 Punkten)

Lautstärke

Der Dreame L50 Ultra AE bewegt sich bei der Lautstärke insgesamt auf einem angenehmen und alltagstauglichen Niveau. Im Test zeigt sich, dass der Roboter im normalen Betrieb deutlich leiser arbeitet als viele ältere oder einfachere Modelle.

Im Standard-Saugmodus liegt die Lautstärke bei etwa 60–65 dB. Damit ist der Roboter hörbar, aber nicht störend, Gespräche, Fernsehen oder Arbeiten sind weiterhin problemlos möglich. Die Geräuschcharakteristik wirkt dabei relativ gleichmäßig und weniger schrill, was subjektiv als angenehmer empfunden wird.

Wird die maximale Saugleistung aktiviert, steigt die Lautstärke auf etwa 70–75 dB an. In diesem Modus ist der Roboter deutlich präsenter, bewegt sich aber weiterhin im typischen Bereich leistungsstarker Saugroboter.

Beim Wischen arbeitet der L50 Ultra AE hingegen sehr leise. Da hier keine hohe Saugleistung benötigt wird, liegt die Lautstärke meist nur bei etwa 50–55 dB. Dadurch eignet sich dieser Modus besonders gut für den Einsatz in ruhigen Situationen oder am Abend.

Deutlich hörbarer ist die Absaugstation. Beim automatischen Entleeren erreicht sie kurzzeitig etwa 75–80 dB, was in etwa einem klassischen Staubsauger entspricht. Dieser Vorgang dauert jedoch nur wenige Sekunden und fällt daher im Alltag kaum negativ ins Gewicht. Das anschließende Trocknen der Mopps ist dagegen deutlich leiser und unauffällig.

(Lautstärke: 4,5 von 5 Punkten)

Akkulaufzeit

Die Akkulaufzeit des Dreame L50 Ultra AE ist auf große Wohnflächen und längere Reinigungsdurchgänge ausgelegt und bewegt sich im Test auf einem insgesamt guten Niveau. Ausgestattet mit einem leistungsstarken Akku schafft der Roboter je nach Einstellung eine Laufzeit von bis zu etwa 180–200 Minuten.

Im Alltag hängt die tatsächliche Laufzeit stark von den gewählten Einstellungen ab. Im Standardmodus sind lange Reinigungsfahrten problemlos möglich, sodass auch größere Wohnungen oder komplette Etagen in einem Durchgang gereinigt werden können. Dabei arbeitet der Roboter konstant und ohne spürbaren Leistungsabfall.

Wird die maximale Saugleistung genutzt, reduziert sich die Laufzeit entsprechend. In diesem Fall sind eher 90–120 Minuten realistisch, was jedoch aufgrund der deutlich höheren Saugkraft nachvollziehbar ist. Für kleinere bis mittelgroße Flächen reicht das dennoch problemlos aus.

Beim Wischen oder im kombinierten Modus liegt der Verbrauch im Mittelfeld. Da hier sowohl Saugen als auch Wasserverteilung aktiv sind, ergibt sich eine ausgewogene Laufzeit, die in den meisten Fällen für eine vollständige Reinigung ausreicht.

Ein großer Vorteil ist die automatische Ladefunktion mit Fortsetzung. Sollte der Akku während der Reinigung nicht ausreichen, fährt der Roboter selbstständig zur Station zurück, lädt sich auf und setzt die Reinigung anschließend an der gleichen Stelle fort. Dadurch spielt die maximale Akkulaufzeit im Alltag eine weniger entscheidende Rolle.

Auch die Ladezeit ist praxisgerecht und liegt bei etwa 3 bis 4 Stunden, bis der Akku wieder vollständig geladen ist. 

(Akkulaufzeit: 4,5 von 5 Punkten)

TEIL 3

bestehend aus „Preis/Leistung“ entspricht 10% der Gesamtwertung

Beschreibung

Der Dreame L50 Ultra AE hält im Test einen Großteil seiner Versprechen, zeigt aber auch einige typische Schwächen.

Besonders überzeugend ist die sehr starke Saugleistung (bis 28.000 Pa), die im Alltag zuverlässig für saubere Böden sorgt. Auch die Kantenreinigung funktioniert dank ausfahrbarer Bürste und Wischplatte spürbar besser als bei vielen Konkurrenzmodellen. Die Navigation arbeitet strukturiert und effizient, und die Automatik-Station nimmt dem Nutzer viel Arbeit ab – insgesamt ein klarer Pluspunkt beim Komfort.

Abstriche gibt es vor allem bei der Wischleistung, die eher für die regelmäßige Pflege geeignet ist, bei hartnäckigen Flecken aber an ihre Grenzen stößt. Auch die Hinderniserkennung ist gut, aber nicht perfekt – kleine Gegenstände werden nicht immer zuverlässig erkannt. Zudem ist das System trotz vieler Automatikfunktionen nicht komplett wartungsfrei.

Preis/Leistung

Der Dreame L50 Ultra AE startet mit einer UVP von rund 599 € und ist aktuell meist für etwa 550 € oder etwas darunter erhältlich. Damit bewegt er sich klar in der gehobenen Mittelklasse, also genau zwischen klassischen Allround-Geräten und echten High-End-Modellen.

Für diesen Preis bekommt man technisch einiges geboten. Eine sehr hohe Saugleistung, eine umfangreiche All-in-One-Station sowie Funktionen wie die ausfahrbare Seitenbürste und Wischplatte, die in dieser Preisklasse nicht selbstverständlich sind. Gerade beim Saugen und beim Komfort durch die Automatik spielt der L50 Ultra AE seine Stärken aus und rechtfertigt den Preis in diesen Punkten klar.

Allerdings zeigt sich auch, warum das Gerät nicht ganz in der Oberklasse angesiedelt ist. Die Wischleistung bleibt eher durchschnittlich, und auch die Hinderniserkennung erreicht nicht das Niveau der besten Modelle. Wer hier besonders hohe Ansprüche hat, findet bei teureren Geräten spürbare Verbesserungen, muss dafür aber auch deutlich mehr investieren.

Dreame L50 Ultra AE

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unter Berücksichtigung aller Teilwertungen

 Wir bedanken uns beim Hersteller für die Bereitstellung des Produktes. Zu unseren Grundsätzen

Link zum Hersteller: Dreame.de