Zum Hauptinhalt springen

Leseliste

0

Leseliste wird geladen …

Autor: Tobias

Jabra Elite 5

In aller Kürze

Mit den Teufel Real Blue TWS 3 präsentiert das Berliner Unternehmen die dritte Generation seiner beliebten True-Wireless-In-Ears. Dabei wurden erneut die Kritikpunkte des Vorgängermodells berücksichtigt und einige Veränderungen sowie Optimierungen vorgenommen. So sind die Kopfhörer nun weniger voluminös, was zu einem höheren Tragekomfort führt. Auch das Active Noise Cancelling soll überarbeitet worden sein. Zudem hat Teufel weiter am Klangbild gefeilt und den In-Ears eine IPX4-Zertifizierung verliehen. Die Bedienung erfolgt weiterhin wie bei den Vorgängergenerationen per Touch, was bereits bei den Vorgängermodellen positiv aufgefallen ist. 

Gefällt uns

  • angenehmer Tragekomfort
  • leichtes Gewicht
  • ANC und Transparenz-Modus
  • gutes Klangbild
  • hohes max. Output
  • staub- und strahlwassergeschützt
  • Ortung via App

Gefällt uns weniger

  • Ambient-Modus nicht überzeugend
  • leichter Druck am Ohr beim bedienen über die Tasten

Jabra Elite 5

Zum Angebot bei

TEIL 1

Bestehend aus „Verpackung/Design/Verarbeitung“ entspricht 25% der Gesamtwertung

Verpackung

Die Verpackung der Jabra Elite 5 orientiert sich stark an der des Elite 85t, ähnlich wie bereits bei den Elite 3. Auch bei dieser Generation setzt Jabra auf ein deutlich kompakteres Design. In der Hand wirkt die Verpackung schlicht, jedoch bietet sie alle notwendigen Informationen, um einen guten Überblick über die In-Ears zu erhalten.

Daher setzt man beim farblichen Design nun auf bekannten Akzente: Weg vom klassischen Grau hin zu einem eleganten Beige, das durch die typischen gelben Logos ergänzt wird. Die In-Ears werden zudem in der gewählten Farbe auf mehreren Seiten der Verpackung präsentiert. Auch das Verpackungskonzept wurde überarbeitet – anstelle der bisherigen Lösung mit einer Hauptverpackung und einer dünneren Umverpackung, findet nun alles in einer stabilen Box Platz. Wie gewohnt, umrahmen zahlreiche Bilder und Informationen zu den Jabra Elite 5 die Verpackung.

Durch das Entfernen der beiden Klebestreifen an der Unterseite, kann die bedruckte Umverpackung abgenommen werden. Zeiht man nun noch den rechten Klebestreifen von der Seite ab, lässt sich diese von rechts nach links aufklappen. Im Deckel informiert Jabra über die 100 % nachhaltige Verpackung, die vollständig recycelbar ist und aus FSC-zertifiziertem Material besteht. Auch die verwendete Tinte basiert auf pflanzlichen Inhaltsstoffen. Diese umweltfreundliche Gestaltung finde ich besonders positiv, da heutzutage noch immer viel zu viel Plastik verwendet wird, was sich gerade beim Einkaufen bemerkbar macht.

Bevor man die In-Ears und das Ladecase samt Zubehör sieht, wird der Blick zunächst von einem Einleger mit der Begrüßung „Welcome to superior Sound“ (Willkommen zum überlegenen Klang) verdeckt. Dieser weist ebenfalls auf die kostenlose Jabra-App hin, die den Zugriff auf weitere Einstellungen ermöglicht. Auf der Rückseite des Einlegers befindet sich zudem eine kompakte Kurzanleitung.

Unter dem Einleger liegt sauber sortiert das Ladecase, umhüllt von einer Schutzfolie und bereits bestückt mit den beiden In-Ears. Um den Akku zu schützen, sind die Ladekontakte der In-Ears mit einer Folie abgedeckt. Direkt darunter befindet sich eine Aussparung, in der Jabra zusätzliche Ohranpassstücke in verschiedenen Größen verstaut hat. Diese sind ordentlich in einer Faltschachtel sortiert, in der auch ein kurzes USB-A-auf-USB-C-Ladekabel untergebracht ist. Entfernt man schließlich den Einleger und den restlichen Lieferumfang, findet man darunter die üblichen Sicherheitsinformationen.

(Verpackung: 4,5 von 5 Punkten)

Design

In-Ear Kopfhörer

Die Jabra Elite 5 und die Elite 3 ähneln sich vom Design sehr, kein Wunder, es handelt sich hier bei den Elite 5 eben nur um ein besser ausgestattetes Modell. Da Design ist  gegenüber der älteren In-Ears aus dem Hause Jabra rundlicher und minimalistischer, was moderner und zeitlose wirkt.

Beim Tragen überzeugen die Elite 5 mit einem bequemen Sitz, der fest im Ohr liegt, ohne dabei stark hervorzustehen. Auf der Außenseite befindet sich das „Jabra“-Logo, das gleichzeitig als Multifunktionstaste dient. Obwohl Jabra auf die sonst übliche mattierte, weiche Beschichtung des Kunststoffgehäuses verzichtet hat, fühlt sich der Kunststoff dennoch angenehm an. Die ergonomische Form sorgt zusätzlich für hohen Tragekomfort.

Für die Sprachqualität sind jeweils drei Mikrofone pro In-Ear integriert, von denen eines nach unten und das andere nach hinten/oben ausgerichtet ist. Das Dritte Mikrofon sitz direkt vor dem Anpassstück und erfasst somit die Gehäuse im Gehörgang. Diese Mikrofone verbessern nicht nur die Gesprächsqualität, sondern filtern auch Umgebungsgeräusche heraus und ermöglichen die Nutzung der HearThrough-Funktion, um Umgebungsgeräusche gezielt einzublenden.

Das Gehäuse der Jabra Elite 5 besteht  wie beim Elite 3 aus drei Teilen. Der verkürzte, rund geformte Ohrkanal ist mit den bekannten EarGel-Aufsätzen von Jabra ausgestattet. Der ohrnahe Teil des Gehäuses integriert den Ohrkanal und die beiden Ladekontakte, über die die In-Ears im Ladecase aufgeladen werden. Ein „R“ für rechts und ein „L“ für links erleichtern die Zuordnung.

Auf der Außenseite befindet sich eine große Taste mit dem Jabra-Logo, die bündig mit dem Gehäuse abschließt und eine einfache Bedienung direkt über die In-Ears ermöglicht. Versteckte Status-LEDs an beiden Seiten leuchten je nach Gerätestatus kurz auf. Im Inneren befindet sich ein schwarzer Punkt, der als Näherungssensor fungiert und die automatische Pause-Funktion unterstützt. Wird ein In-Ear aus dem Ohr genommen, wird die Musikwiedergabe pausiert, was sehr praktisch ist. 

Die Jabra Elite 5 sind in mehreren Farben erhältlich, darunter Schwarz, Beige und Titanschwarz (Testgerät). Alle Komponenten, einschließlich der Anpassstücke und des Ladecases, sind in der gewählten Farbe gehalten. Mit der Schutzart IP55 sind die In-Ears gegen Staub und Spritzwasser geschützt, was sie unempfindlich gegen Regen macht. Sie sind jedoch nicht für den Einsatz unter Wasser geeignet, da dies zu irreparablen Schäden führen kann.

Ladecase

Jabra verwendet für das Lade-Case das gleiche Material wie für die In-Ears, was eine einheitliche Haptik gewährleistet. Im Gegensatz zu den In-Ears bietet das Lade-Case keinen vollständigen Schutz vor Staub und Wasser. Während es weitgehend staubresistent ist, kann Spritzwasser im ungünstigsten Fall eindringen. Dank des gut schließenden Deckels ist dieses Risiko jedoch gering.

Mit seinen kompakten Maßen lässt sich das Case problemlos in Hosentaschen, Handtaschen oder Rucksäcken verstauen. Sein schlichtes Design sorgt dafür, dass es dezent und unauffällig bleibt, ohne besondere Merkmale, die ins Auge stechen.

Das Ladecase besteht aus einfachem Kunststoff und verfügt über einen magnetischen, recht dünnen Deckel. Auf der Vorderseite ist dezent der Jabra-Schriftzug eingelassen, direkt darunter befindet sich eine kleine Status-LED. Trotz des Fehlens einer Griffmulde lässt sich das Case problemlos mit beiden Händen öffnen. Der USB-C-Anschluss zur Aufladung ist zentral auf der Rückseite positioniert. Qi-Ladetechnologie wird ebenfalls unterstützt, sodass das Case auch kabellos auf einem Qi-Ladepad geladen werden kann.

Der magnetische Deckel sorgt für sicheren Verschluss, während die In-Ears im Inneren durch Magnete perfekt zentriert und fixiert werden. Selbst wenn das Case umgedreht wird, bleiben die In-Ears sicher an ihrem Platz.

(Design: 4 von 5 Punkten)

Verarbeitung

Die Verarbeitung der In-Ears ist für den geforderten Preis angemessen, da kein minderwertiger Kunststoff verwendet wird. Die Übergänge der einzelnen Bauteile sind sauber gestaltet und weisen keinerlei Störkanten auf. Anders verhält es sich jedoch beim Ladecase. Hier enttäuscht die Haptik ein wenig, wie bereits erwähnt. Zwar erfüllt das Case seinen Zweck einwandfrei, wirkt aber aufgrund des dünnen Deckel etwas  „billig“.

Die Jabra Elite 5 bieten einen Schutz nach IP55-Standard. Das bedeutet, dass sie gegen Schweiß, Spritzwasser und Staub resistent sind – dies gilt hauptsächlich für die In-Ear-Kopfhörer selbst. Dieser Schutz ist in den meisten Alltagssituationen vollkommen ausreichend. Sie sind zwar nicht zum Schwimmen geeignet, halten jedoch problemlos einem plötzlichen Regenschauer stand.

(Verarbeitung: 4 von 5 Punkten)

TEIL 2

bestehend aus „Funktion des Produktes“ entspricht 65% der Gesamtwertung

Kopfhörer-ArtTrue-Wireless In-Ear Kopfhörer
KategorieBluetooth Kopfhörer (Bluetooth 5.2)
FarbeSchwarz, Alternativ auch in Beige und Tintenschwarz
AkkuAkku Ohrhörer: 9 h (ohne ANC) 7 Stunden (mit ANC) bei mittlerer Lautstärke
Gesamtspieldauer mit aufladung im Case rund 36 Stunden ohne ANC, über 28 Stunden mit ANC.
Gewicht 50 g (Ohrhörer und Ladebox)
10 g (beide Ohrhörer)
40 g (Ladebox)
MaterialOhrhörer und In-Ears aus Kunststoff
KonnektivitätBluetooth 5.2 Audio-Codec: SBC, aptX und AAC.
TreiberDynamische Treiber mit einer Größe von 6 mm (links und rechts)
Frequenzbereich20 Hz bis 20 kHz
Treiberempfindlichkeit bei 1 kHz/ 1 mW (dBkeine Angaben
Impedanz (Ohm)keine Angaben vermutlich 16 Ohm
ANC/ TransparenzmodusANC und Ambient-Modus mit insgesamt je drei Mikrofonen
LieferumfangJabre Elite 5
je ein Satz Ohrstöpsel in drei verschiedenen Größen
Ladecase aus Kunststoff
kurzesUSB-C-Ladekabel
Kurzanleitung + Sicherheitsdatenblatt usw.
Technische Daten der Jabra Elite 5

Tragekomfort

Die Jabra Elite 5 überzeugen mit einem hohen Tragekomfort, da sie mit nur 5 Gramm pro In-Ear besonders leicht sind. Ihre ergonomische Form sorgt zudem für einen bequemen Sitz im Ohr. Die Jabra Elite 5 bieten von Grund auf eine gute Geräuschisolierung. Ihre Bauweise sorgt zudem für einen sicheren Sitz, ohne unangenehmen Druck zu erzeugen. Dies ermöglicht ein stundenlanges, angenehmes Tragen, während Umgebungsgeräusche effektiv abgeschirmt werden. Dadurch sind die Jabra Elite 5 ideal für leichte sportliche Aktivitäten wie Joggen, Laufen oder das Training im Fitnessstudio geeignet, auch wenn sie nicht explizit als Sport-Kopfhörer ausgewiesen sind.

Der Lieferumfang der EarGel-Aufsätze ist großzügig gestaltet. Mit drei verschiedenen Größen – S, M und L – findet nahezu jeder die passende Passform. Die mittlere Größe (M) ist bereits vormontiert, während die anderen beiden Größen ordentlich in einer separaten Verpackung sortiert sind. Zwar wäre eine noch feinere Abstufung mit fünf Größen wünschenswert, jedoch bot die Größe M in meinem Fall einen hervorragenden Halt, sodass dies vermutlich auch für viele andere Nutzer zutrifft.

Der Tragekomfort war über längere Zeiträume hinweg sehr angenehm. Die In-Ears bieten einen sicheren Sitz, an dem es nichts auszusetzen gibt. Jabra hat das Design nach eigenen Angaben an Tausenden von Ohren getestet und so optimiert, dass es eine perfekte Passform gewährleistet.

(Tragekomfort: 4,5 von 5 Punkten)

Bedienung

Beim Testen der Jabra Elite 5 fällt sofort der angenehme Druckpunkt der Multifunktionstasten auf. Dieser sorgt für ein präzises haptisches Feedback, das die Bedienung intuitiv gestaltet. Beide Ohrhörer verfügen über eigene Befehle, die je nach Dauer und Häufigkeit des Tastendrucks variieren. Falls Unklarheiten bezüglich der Bedienung auftreten, bietet die begleitende App umfassende Erklärungen, auf die später noch detaillierter eingegangen wird. Eine Bedienung per Touchscreen wäre zwar wünschenswert gewesen, jedoch birgt die Bedienung über Tasten ein geringeres Risiko von Fehlbedienungen. 

Das Ein- und Ausschalten der Jabra Elite 5 gestaltet sich einfach: Entnimmt man die Ohrhörer aus dem Ladecase, schalten sie sich automatisch ein. Beim Zurücklegen in das Case erfolgt das Ausschalten und gleichzeitige Aufladen, was für den nächsten Einsatz eine volle Batterie garantiert. Die werkseitige Bedienungseinstellung lässt sich zwar nicht grundlegend personalisieren, jedoch können aus vorgegebenen Befehlen individuell diejenigen ausgewählt werden, die bei einmaligem, doppelten oder dreifachen Betätigen der Taste ausgeführt werden sollen. Die Standardeinstellung sieht wie folgt aus: Ein kurzer Druck auf den rechten In-Ear-Kopfhörer startet oder pausiert die Musikwiedergabe. Zweimaliges Drücken springt zum nächsten Titel, dreimaliges Drücken zum vorherigen Titel.

Mithilfe der Taste am linken In-Ear-Kopfhörer der Jabra Elite 5 lassen sich die Sound-Modi wechseln, d. h. die aktive Geräuschunterdrückung (ANC) aktivieren oder in den HearThrough-Modus wechseln. Durch zweimaliges Drücken wird der Sprachassistent aktiviert, sodass beispielsweise Siri oder Alexa, je nach App-Verknüpfung, angefragt werden können. 

Auch Anrufe lassen sich direkt über die In-Ear-Kopfhörer steuern. Ein kurzer Tastendruck egal ob am rechten oder linken Ohrhörer nimmt Anrufe an, während ein Doppelklick den Anruf beendet oder abweist. Während eines Gesprächs kann das Mikrofon durch kurzes Drücken einer Taste stumm- oder lautgeschaltet werden.

Die Steuerung ist intuitiv gestaltet, sodass man sich schnell daran gewöhnt. Ein kleiner Nachteil physischer Tasten ist, dass beim Drücken ein leichter Druck auf das Ohr ausgeübt wird, was unangenehm sein kann.

(Bedienung: 4 von 5 Punkten)

Klang

Die Jabra Elite 5 bieten einen überraschen ausgewogenen Klang. Verantwortlich dafür sind 6 mm Treiber, die in jedem In-Ear integriert sind. Der abgedeckte Frequenzbereich entspricht mit 20 Hz bis 20 kHz dem Standard. In Bezug auf Audio-Codecs wird neben dem Standard auch die Unterstützung hochwertigerer Audio-Codecs wie aptX und AAC angeboten.

Nun zum Klangbild: Die Jabra Elite klingen, wie bereits erwähnt, von Werk aus relativ neutral. Die Höhen sind detailreich und hochauflösend, ebenso die Mitten. Diese sind eindringlich und voll, sodass Gesang und Stimmen sehr gut wiedergegeben werden. Der Bass ist satt, aber kontrolliert, sodass die Kopfhörer mit ihrem guten Tiefenbassbereich überzeugen, ohne übertrieben zu wirken.

Hinsichtlich der maximalen Lautstärke sind die Jabra Elite 5 ebenfalls gut aufgestellt. Die räumliche Darstellung bietet eine gute Tiefen- und Breitenstaffelung. Zudem gefällt die lebendige Dynamik, die wiedergegeben wird. Das Einschalten von ANC sorgt nur für minimale klangliche Veränderungen, die noch im Rahmen liegen. 

(Klang: 4 von 5 Punkten)

App

Die „Jabra Sound+“-App ist eine kostenlose Anwendung, die für alle Jabra-Kopfhörer, egal ob In-Ear oder Over-Ear, zur Verfügung steht. Obwohl die Kopfhörer auch ohne die App funktionieren, erweitert diese den Funktionsumfang erheblich. Nutzer können je nach Modell verschiedene Einstellungen vornehmen, wie zum Beispiel die Tastenbelegung anpassen, das Active Noise Cancelling (ANC) regulieren oder den Klang individuell abstimmen. Zusätzlich ermöglicht die App das Installieren von Firmware-Updates und informiert über neue Funktionen.

Zum Einrichten wählt man aus einer Liste kompatibler Produkte das gewünschte aus, in meinem Fall die Jabra Elite 5. Anschließend wird eine verständliche Schritt-für-Schritt-Anleitung angezeigt, die dabei hilft, die Ohrhörer in den Pairing-Modus zu versetzen und einzurichten. Nach erfolgreicher Einrichtung gelangt man beim Starten der App immer zur Startseite, auf der alle wichtigen Einstellungen vorgenommen werden können.

Im oberen Menübereich werden nicht nur beide In-Ear-Kopfhörer angezeigt, sondern auch der Akkustand der Ohrhörer und des Ladecases in Einzelschritten von einem Prozent. Im Gegensatz zu den üblichen 10%-Schritten erfolgt hier eine präzise Anzeige des Akkustands in 1%-Schritten. Im Menüpunkt „Sound-Modus“ kann der Nutzer festlegen, ob die HearThrough-Funktion oder die aktive Geräuschunterdrückung (ANC) aktiviert oder deaktiviert werden soll. Für beide Funktionen kann die Intensität in jeweils fünf Stufen reguliert werden. 

Direkt darunter befindet sich in den Einstellungen der Jabra Elite 4 ein 5-Band-Equalizer, der beispielsweise bei den ebenfalls von mir getesteten Jabra Elite 3 nicht verfügbar ist. Darüber hinaus stehen dort insgesamt sechs voreingestellte Equalizer-Presets zur Auswahl. Im nächsten Untermenü unten, symbolisiert durch eine Glühbirne, wird man umgehend benachrichtigt, sobald ein neues Firmware-Update verfügbar ist. Zudem kann man hier die Registrierung der Jabra Elite 5 für eine zweijährige Garantie gegen Schäden durch Staub und Wasser vornehmen. Auch der Zugriff auf Kurzanleitungen und das Online-Benutzerhandbuch ist hier möglich. Unter dem Menüpunkt „Über Sound+“, also im rechten unteren Abschnitt der App, finden sich hingegen kaum Informationen zu den Jabra Elite 5. Wie zu erwarten, dreht sich hier alles ausschließlich um die App selbst.

Auf der Startseite im oberen Bereich finden Sie durch Antippen des Zahnradsymbols weitere Einstellungen für die In-Ears. Hier können Sie Firmwareupdates suchen und installieren, Einstellungen der In-Ears vornehmen, die Steuerungen anpassen, die Sprache der Sprachansagen von Englisch auf Deutsch ändern und vieles mehr. Für Spotify-Nutzer ist die Funktion „Spotify Tap“ interessant: Durch zweimaliges Drücken der Taste am linken In-Ear wird die Musik von Spotify direkt gestreamt und automatisch an der Stelle fortgesetzt, an der sie zuvor angehalten wurde. 

(App: 4,5 von 5 Punkten)

Ausstattung

ANC / Umgebung ein-/ausblenden

Bei den Jabra Elite 5 ist wie ich bereits angedeutet habe auch ANC mit an Bord. Aktiviert man dieses, wird der Bass minimal angehoben bzw. klingt kräftiger und voluminöser. 

Jabra verwendet für sein Active Noise Cancelling (ANC) ein Hybrid-System. Zusätzlich zu den externen Mikrofonen, die Umgebungsgeräusche erfassen, werden weitere Mikrofone im Ohr eingesetzt. Dies ermöglicht ein sehr gutes ANC, das brummende Geräusche wie Motoren- und Lüftergeräusche effektiv eliminiert. Auch Straßengeräusche, die im Alltag im Freien auftreten, werden dadurch effektiv reduziert. Selbstverständlich sollten keine Wunder erwartet werden, da nicht die gesamte Umgebung vollständig leise wird. Für In-Ears ist die Leistung jedoch sehr gut. 

Der Transparenzmodus, bei Jabra HearThrough genannt, funktioniert hingegen anders. Dieser verwendet die Mikrofone an der Außenseite, um diese verstärkt durchzulassen, sodass Sie Ihre Umgebung bzw. den Verkehr etc. wahrnehmen können. Dies funktioniert insgesamt gut, bringt jedoch, wie bei fast allen anderen Herstellern von In-Ears mit dieser Funktion, den Nachteil mit sich, dass ein hörbares Grundrauschen akzeptiert werden muss. Dieses Rauschen ist vor allem bei leiser oder keiner Musikwiedergabe wahrnehmbar. Wird jedoch Musik mit einer Lautstärke von etwa 50 % oder mehr abgespielt, wird das Grundrauschen effektiv überdeckt und stört nicht mehr.

Akkulaufzeit

Das Lade-Case der Jabra Elite 5 zeichnet sich durch seine kompakte Bauweise aus und passt problemlos in jede Hosentasche, unabhängig davon, ob es sich um Jeans oder Jogginghosen handelt. Nach dem Öffnen des Lade-Cases informiert eine einzelne Status-LED an der Vorderseite über den Akkustand des Lade-Cases. Zusätzlich informieren LEDs an den In-Ear-Kopfhörern selbst über den jeweiligen Akkustatus. Die Farbcodierung ist bei allen Jabra Kopfhörern identisch: Grün signalisiert einen vollen Akku, Gelb weist auf einen Akkustand von 50 % hin und Rot bedeutet, dass der Akkustand niedrig ist und ein baldiges Aufladen empfohlen wird.

Die Akkulaufzeit der Jabra-Kopfhörer beträgt laut Hersteller bis zu 9 Stunden (ohne ANC) und bis zu 7 Stunden (mit ANC) bei voller Aufladung. Mit dem Ladecase lassen sich die Kopfhörer zusätzlich bis zu dreimal komplett aufladen, was eine maximale Musikspielzeit von 36 Stunden (ohne ANC) und 28 Stunden (mit ANC) ergibt – ein beachtlicher Wert. In meinem Test bei einer Lautstärke von etwa 70 % konnte ich diese Angabe bestätigen.

Das Ladecase benötigt mit einem 500-mAh-Netzteil (nicht im Lieferumfang enthalten) etwa drei Stunden für eine vollständige Aufladung. Neben dem Aufladen mit einem USB-C-Ladekabel wird auch Wireless-Charging unterstützt, dies dauert jedoch etwas länger. Die In-Ears selbst sind nach etwa drei Stunden vollständig geladen. Praktisch ist die Schnellladefunktion: Bereits zehn Minuten im Ladecase genügen, um eine Akkulaufzeit von 60 Minuten zu erzielen.

Bluetooth

Die Jabra Elite 5 bieten mit Bluetooth 5.2 eine schnelle, stabile und zuverlässige Verbindung zu Ihren Geräten.

Schnelle Kopplung mit Google Fast Pair:

Öffnen Sie dazu das Ladecase. Auf dem kompatiblen Android-Gerät erscheint ein Pop-up-Fenster. Durch Antippen von „Kopieren“ werden die Geräte miteinander verbunden

Manuelles Koppeln:

Die In-Ears befinden sich nach dem Auspacken standardmäßig im Kopplungsmodus. Um eine erneute Kopplung vorzunehmen, halten Sie bitte die Tasten an beiden In-Ears drei Sekunden lang gedrückt, bis die LED blau blinkt. Navigieren Sie anschließend in den Bluetooth-Einstellungen Ihres Smartphones zu den neuen Geräten und wählen Sie „Jabra Elite 5“ aus. Die Kopplung ist nun abgeschlossen. Nach der ersten Kopplung verbinden sich die In-Ears automatisch mit dem Smartphone, sobald sie aus dem Case genommen werden.

Verbindung mit mehreren Geräten:

Es ist eine Speicherung von bis zu 8 Geräten möglich. Beim Koppeln eines 9. Geräts wird das am wenigsten genutzte entfernt. Multipoint-Technologie erlaubt die gleichzeitige Verbindung mit zwei Geräten (nur ein Gerät für die Audiowiedergabe).

(Ausstattung: 4 von 5 Punkten)

TEIL 3

bestehend aus „Preis/Leistung“ entspricht 10% der Gesamtwertung

Beschreibung

Die Jabra Elite 5 bieten ein ausgezeichnetes Preis-Leistungs-Verhältnis. Sie überzeugen mit einem guten Klangbild und effektiver Geräuschunterdrückung (ANC). Auch die Sprachqualität beim Telefonieren ist einwandfrei. Die App ermöglicht umfangreiche Anpassungsmöglichkeiten und Einstellungen. Die Akkulaufzeit ist ebenfalls sehr gut. All dies wird in einem kompakten Gehäuse verpackt, in dem die In-Ear-Kopfhörer kaum aus dem Ohr hervorstehen. Auch das Ladecase ist sehr kompakt gestaltet.

Preis/Leistung

Der empfohlene Verkaufspreis der Jabra Elite 5 beträgt 149,99 €. Je nach Farbvariante sind diese im Internet bereits zu einem reduzierten Preis erhältlich. Für diesen Preis erhält man hochwertige True-Wireless-In-Ear-Kopfhörer, die durchweg überzeugen. Kritisch anzumerken ist die Bedienung über die Tasten, da diese beim Betätigen leicht in das Ohr drücken. Dies hält sich jedoch im Rahmen und stellt keinen wesentlichen Nachteil dar. 

Jabra Elite 5

Zum Angebot bei

testr Gesamtwertung

unter Berücksichtigung aller Teilwertungen

 Wir bedanken uns beim Hersteller für die Bereitstellung des Produktes. Zu unseren Grundsätzen

Link zum Hersteller: Jabra.de

Teufel Real Blue TWS 3

In aller Kürze

Mit den Teufel Real Blue TWS 3 präsentiert das Berliner Unternehmen die dritte Generation seiner beliebten True-Wireless-In-Ears. Dabei wurden erneut die Kritikpunkte des Vorgängermodells berücksichtigt und einige Veränderungen sowie Optimierungen vorgenommen. So sind die Kopfhörer nun weniger voluminös, was zu einem höheren Tragekomfort führt. Auch das Active Noise Cancelling soll überarbeitet worden sein. Zudem hat Teufel weiter am Klangbild gefeilt und den In-Ears eine IPX4-Zertifizierung verliehen. Die Bedienung erfolgt weiterhin wie bei den Vorgängergenerationen per Touch, was bereits bei den Vorgängermodellen positiv aufgefallen ist. 

Gefällt uns

  • angenehmer Tragekomfort
  • leichtes Gewicht der In-Ears
  • ANC und Transparenz-Modus
  • guter Klang
  • hohes max. Output
  • App-Anbindung

Gefällt uns weniger

  • kein aptX oder LDAC Support
  • ANC und Transparenz-Modus nicht die besten

Teufel Real Blue TWS 3

Zum Angebot bei

TEIL 1

Bestehend aus „Verpackung/Design/Verarbeitung“ entspricht 25% der Gesamtwertung

Verpackung

Die Teufel Real Blue TWS 3 präsentieren sich in einer kompakten, umweltfreundlichen Verpackung, die ungebleicht ist und somit einen natürlichen Eindruck vermittelt. Auf der Vorderseite der Verpackung ist eine schlichte Skizze der In-Ear-Kopfhörer abgebildet, ergänzt durch das Teufel-Logo. Auf der Rückseite befindet sich ein Aufkleber, der wichtige Informationen wie die Seriennummer sowie Details zur Farbe, aber ansonsten kaum weitern Spezifikationen des Produkts enthält.

Daher erfüllt die Verpackung eine doppelte Funktion: Sie schützt das Produkt während des Transports vor Beschädigungen und erleichtert im Geschäft sowie im Lager die Identifikation des Produkts für den Mitarbeit. Für detaillierte Informationen zu den Teufel Real Blue TWS 3 empfiehlt es sich jedoch, die offizielle Webseite zu besuchen, da dort wie gewohnt umfassende Details bereitgestellt werden.

Nachdem der Klebestreifen an der Unterseite entfernt wurde, lässt sich die Verpackung bequem aufklappen. Im Inneren befindet sich zunächst ein Schaumstoffeinsatz, der ausschließlich dem Transportschutz dient. Wird dieser entnommen, kommt direkt das Ladecase der Teufel Real Blue TWS 3 zum Vorschein, in dem die beiden Tr ue-Wireless In-Ear-Kopfhörer bereits eingesetzt sind.Damit das Case zusätzlich geschützt wird, ist es in Folie eingepackt. Die beiden In-Ears sind an den Ladekontakten mit einem Klebestreifen versehen, um den Akku während der Lagerung zu schützen. Den Klebestreifen müsst ihr direkt entfernen, damit die In-Ears durch das Ladecase aufgeladen werden können.

Damit das Case sicher in der Verpackung liegt, wird es durch einen Karton zentriert gehalten. In dessen seitlichen Hohlräumen befinden sich sowohl das USB-A-auf-USB-C-Ladekabel als auch verschiedene Größen von Anpassstücken. Diese liefert TEUFEL in den Größen XS, S, L und XL mit, während die Größe M bereits werkseitig an den In-Ears angebracht wurde. Zu guter Letzt befinden sich am Boden der Verpackung noch die üblichen Dinge wie Sicherheitshinweise und eine Kurzanleitung.

(Verpackung: 3,5 von 5 Punkten)

Design

In-Ear Kopfhörer

Bezüglich des Designs wurden bei den Teufel Real Blue TWS 3 einige Verbesserungen im Vergleich zum Vorgängermodell vorgenommen. Obwohl weiterhin das Knopf-Design beibehalten wird, erleichtert die optimierte, besser abgestufte Form nun das Herausnehmen aus den Ohren.Die In-Ears sind jetzt nicht mehr nur in Schwarz und Weiß erhältlich, sondern auch in auffälligeren Farben wie Steel-Blue und Misty-Green.

Das Kunststoffgehäuse ist matt ausgeführt und fühlt sich hochwertig an. Das für den Herstellernamen Teufel stehende „T“ ist dezent gestaltet, da es nun als schlichte Hochglanz-Oberfläche in das matte Gehäuse integriert ist. Somit ist die Oberfläche mit dem „T“ nicht nur ein markantes Designelement, sondern auch vollständig als Touch-Oberfläche nutzbar. Umrahmt wird diese von einem dezenten, hochglänzenden Ring, der der Oberfläche des Teufel-Logo nachempfunden ist. Das  Design gefällt mir ausgesprochen gut, da es modern, zeitlos und zugleich hochwertig wirkt.

Bei meinem Testmodell in Misty-Green fallen seitlich die Mikrofone zur Umgebungsumfassung auf. Beide sind, wie bei allen anderen Modellen, in Schwarz ausgeführt. Die Außenseite ist rundum mit einer Fase versehen, die sanft in das leicht gummierte Innere übergeht. Auffallend ist hier der geschwungene Bereich an der Oberseite, welcher als Sicherung dient. Dieser sorgt für einen sicheren Halt, indem er sich leicht im Ohr einhakt. Auf der Innenseite befinden sich neben den beiden Ladekontakten auch ein weiteres Mikrofon sowie der Treiberkanal.

Ladecase

Das Case ist weiterhin schlicht gehalten, wurde jedoch überarbeitet. Es ist nun größer, insgesamt etwas abgerundeter und wirkt dadurch hochwertiger. Zudem gab es technische Veränderungen: Es kann jetzt auch kabellos aufgeladen werden. 

Wie bei den In-Ears ist auch der Teufel-Schriftzug auf dem Deckel des Cases in Hochglanz in das matte Gehäuse eingelassen.Zudem wurde die Griffmulde hier deutlich dezenter gestaltet. Sie ist jetzt nur noch ein schmaler Schlitz, lässt sich jedoch hervorragend mit den Fingernägeln öffnen.Teufel verwendet beim Case denselben Kunststoff wie bei den In-Ears. Der Deckel ist jedoch, wie bereits erwähnt, matt bzw. leicht strukturiert, das Logo darin hochglänzend, und der Rest des Cases ist in einer Kombination aus glatten und matten Oberflächen gehalten.

Die Unterseite des Gehäuses ist abgeflacht, was jederzeit für einen stabilen Stand sorgt. Doch das ist nicht der einzige Vorteil: Im Boden des Case ist nun eine Induktionsspule integriert, die das kabellose Aufladen mit einer kompatiblen Ladematte endlich ermöglicht.An der Front, direkt unter der Griffmulde, befindet sich die Anzeige des Akkustands. Diese besteht aus vier LEDs, von denen jede für 25 % Akkukapazität steht. Leuchten beispielsweise drei der vier LEDs, bedeutet das, dass der Akku noch zu etwa 70 % geladen ist.

Auf der Rückseite, direkt unter dem Scharnier des Deckels, befindet sich ein USB-C-Ladeanschluss. Über diesen lässt sich der Akku wahlweise kabellos oder mit dem mitgelieferten Ladekabel aufladen. Öffnet man den Deckel, erscheinen die beiden In-Ears fest an ihrem Platz, sicher durch Magneten gehalten. Besonders praktisch ist die beleuchtete Seitenbeschriftung, die sofort erkennen lässt, welcher In-Ear in welchen Platz gehört. In der Vertiefung der In-Ears befinden sich die Ladekontakte, die die eingesetzten In-Ears kontinuierlich mit Energie versorgen. 

(Design: 4 von 5 Punkten)

Verarbeitung

Die Verarbeitung der In-Ears ist insgesamt gut. Zwar gibt es sicherlich noch Verbesserungspotenzial, jedoch erhält man hier solide verarbeitete In-Ears sowie ein Ladecase, das einen hochwertigen Eindruck hinterlässt. Die In-Ears sind leicht, sitzen bequem im Ohr und bieten einen sicheren Halt. Auch das Case wirkt zweckmäßig und robust, was den Gesamteindruck der Verarbeitungsqualität positiv abrundet.

Der Deckel öffnet sich mit einer kleinen Rastung. Klappt man ihn nicht bis zu einem leichten Widerstand auf, fällt der Deckel wieder zu. Überwindet man jedoch diesen Punkt, bleibt das Case geöffnet, bis man es aktiv schließt. Durch die Verwendung von Kunststoff für das Case und die In-Ears wird ein leichtes Gewicht gewährleistet. Dies ist bei eigentlich 99 % aller anderen Kopfhörer ebenfalls der Fall. Kunststoff bietet zudem den Vorteil, robust gegenüber Schweiß und Spritzwasser zu sein, entsprechend der Schutzklasse IPX4. Durch den Einsatz von Dichtungen bei den In-Ears ist es Teufel gelungen, diese gegen äußere Einflüsse wie einen Regenschauer zu schützen. Diese Dichtungen sorgen dafür, dass Wasser nicht in die Elektronik eindringen kann, was den Schutz der Geräte verbessert. 

Die In-Ear-Kopfhörer wiegen jeweils 5,8 Gramm, während das Ladecase etwa 46 Gramm auf die Waage bringt. Abhängig von der Hautbeschaffenheit können Fingerabdrücke leicht auf dem Case sichtbar werden, besonders bei fettiger Haut. Glücklicherweise lassen sich diese Spuren problemlos abwischen, sodass sie den Gesamteindruck nicht wesentlich beeinträchtigen.

(Verarbeitung: 4 von 5 Punkten)

TEIL 2

bestehend aus „Funktion des Produktes“ entspricht 65% der Gesamtwertung

Kopfhörer-ArtTrue-Wireless In-Ear Kopfhörer
KategorieBluetooth Kopfhörer (Bluetooth 5.3)
FarbeSchwarz, Alternativ auch in Weiß, Dunkelblau und Mintgrün.
Akkuintegriert, 400 mAh großer Lithium-Ionen Akku im Case und 45 mAh großer Akku in jedem der beiden Kopfhörern
Akku Ohrhörer: 9 h (ohne ANC) 6 Stunden (mit ANC) bei mittlerer Lautstärke
Gesamtspieldauer mit aufladung im Case rund 37 Stunden ohne ANC, über 24 Stunden mit ANC.
Gewicht 58 g (Ohrhörer und Ladebox)
11,6 g (beide Ohrhörer)
46 g (Ladebox)
MaterialOhrhörer und In-Ears aus Kunststoff
KonnektivitätBluetooth 5.3 Audio-Codec: SBC und AAC.
TreiberDynamische Treiber mit einer Größe von 12 mm (links und rechts)
Frequenzbereich10 Hz bis 20 kHz
Treiberempfindlichkeit bei 1 kHz/ 1 mW (dBkeine Angaben
Impedanz (Ohm)keine Angaben vermutlich 16 Ohm
ANC/ TransparenzmodusANC und Transparenzmodus mit insgesamt drei Mikrofonen
LieferumfangTeufel Real Blue TWS 3
je ein Satz Ohrstöpsel in fünf verschiedenen Größen
Ladecase aus Kunststoff
USB-C-Ladekabel
Kurzanleitung + Sicherheitsdatenblatt usw.
Technische Daten der Teufel Real Blue TWS 3

Tragekomfort

Der Tragekomfort der Teufel Real Blue TWS 3 ist auch bei sportlichen Aktivitäten überzeugend. Eingesetzt im Ohr sitzen sie sehr gut und bieten selbst bei intensiven Bewegungen einen sicheren Halt. Nichts drückt, verrutscht oder verursacht unangenehmen Druck am Ohr, und somit entsteht nicht der Eindruck, dass die In-Ears aus dem Ohr fallen könnten. 

Durch ihre seitlich erhabene Stelle verankern sich die In-Ears sicher im Ohr und verrutschen nicht. Damit dies jedoch funktioniert, muss aus insgesamt fünf verschiedenen, unterschiedlich großen Anpassstücken das richtige ausgewählt werden. Hier gilt wie immer, sich die Zeit zu nehmen und diese auszuprobieren. Die gewählte Größe sorgt nämlich nicht nur für sicheren Halt, sondern auch für das beste Klangergebnis. Zudem kann nur dann auch das ANC optimal funktionieren.

Die Teufel Real Blue TWS 3 sind bei korrektem Sitz im Ohr deutlich sichtbar, wie auf meinen Bildern zu erkennen ist. Zwar gibt es viele Modelle, bei denen dies ebenfalls der Fall ist, jedoch findet man auch weniger auffällige Alternativen auf dem Markt. Im Alltag hat dies jedoch kaum Einfluss auf den Tragekomfort oder die Nutzung.

(Tragekomfort: 4 von 5 Punkten)

Bedienung

Beim Bedienkonzept setzt Teufel, wie mittlerweile der Großteil der In-Ear-Hersteller, auf eine reine Touch-Bedienung. Verschiedene Befehle werden ausgeführt, abhängig davon, wie oft oder wie lange man die Oberfläche antippt oder berührt hält.

Zum Einschalten der In-Ears nimmt man diese einfach aus dem Case. Sie verbinden sich anschließend automatisch mit dem zuletzt gekoppelten Gerät. Sollte dieses nicht in der Nähe sein oder sich im Flugmodus befinden, wechseln die In-Ears nach 60 Sekunden automatisch in den Kopplungsmodus. Alternativ kann der Kopplungsmodus auch manuell aktiviert werden, indem man die Touch-Oberflächen für 1,5 Sekunden berührt.

Durch den Einsatz von Bluetooth 5.3 bei den Teufel Real Blue TWS 3 setzt Teufel auf eine effizientere Technologie, die weniger Strom beim Übertragen verbraucht. Dies führt zu einer verlängerten Akkulaufzeit. Selbstverständlich kann weiterhin bei Bedarf nur ein einzelner In-Ear genutzt werden, wobei jedoch wie bei Vorgänger weiterhin Abstriche bei der Bedienung in Kauf genommen werden müssen.

Wenn beide In-Ear-Kopfhörer verwendet werden, was in der Regel der Fall ist, kann die Musik durch einfaches Antippen der Touch-Oberfläche – unabhängig davon, ob rechts oder links – pausiert und durch erneutes Berühren fortgesetzt werden. Tippt man den rechten In-Ear zweimal hintereinander an, springt er zum nächsten Titel. Die gleiche Aktion am linken In-Ear bewirkt, dass er einen Titel zurückspringt. Während der Musikwiedergabe kann man durch Tippen und anschließendes Berühren und Halten am rechten In-Ear die Musiklautstärke erhöhen. Durch die exakt gleiche Aktion am linken In-Ear wird die Musik wiederum abgesenkt. 

Der Zugriff auf den Sprachassistenten kann bei Bedarf direkt über die In-Ears erfolgen. Zuvor muss der Assistent jedoch über die App ausgewählt und verknüpft werden. Um den Sprachassistenten nutzen zu können, darf währenddessen keine Musik abgespielt werden; diese muss also vorher pausiert werden.

Ich finde die neue Belegung zur Steuerung von ANC und dem Transparenzmodus sehr gelungen. Teufel hat diese Funktionen nämlich getrennt: Tippt man dreimal hintereinander auf den linken In-Ear, aktiviert man den Transparenzmodus, um Umgebungsgeräusche wahrzunehmen. Dieselbe Aktion am rechten In-Ear schaltet hingegen das ANC ein oder aus. 

Anrufe können direkt über die In-Ears gesteuert werden. Um einen Anruf anzunehmen, tippt man zweimal hintereinander auf einen der beiden In-Ears. Möchten man wiederum den Anruf ablehnen, muss man die Touch-Oberfläche für 1,5 Sekunden gedrückt halten. Möchte man den Anruf am Ende des Telefonats Beenden, dann riecht auch hier wieder ein doppeltes Antippen der In-Ears. Während eines Anrufs kann das Mikrofon natürlich jederzeit bei Bedarf stumm geschaltet werden, indem man einmal kurz einen der In-Ears aussen antippen.

Die Bedienung ist durchdacht und reagiert sehr gut. Nach einer kurzen Eingewöhnungsphase lässt sich das Gerät problemlos handhaben. Bei kurzen Haaren funktioniert alles einwandfrei. Nutzerinnen und Nutzer mit langen, offenen Haaren könnten jedoch gelegentlich Fehleingaben erleben, da das Haar das Touchfeld der In-Ears überdecken könnte. Dies könnte dazu führen, dass ein dreifaches Antippen nicht korrekt erkannt wird und stattdessen ein anderer Befehl ausgeführt wird. Dies muss nicht zwingend der Fall sein, ich halte es jedoch für wichtig, darauf hinzuweisen.

(Bedienung: 4,5 von 5 Punkten)

Klang

Teufel setzt auch bei diesem Modell wieder auf einen 12-mm-Treiber, wie bereits bei den Vorgängermodellen. Dennoch wurde das Klangbild spürbar verfeinert, um die Audio-Qualität weiter zu optimieren. Der Hersteller verspricht einen erweiterten Frequenzgang, starke Bässe, warme Mitten und präzise Höhen. Bevor ich das jedoch beurteile, schauen wir uns zunächst die grundlegenden Eigenschaften der In-Ears an.

Das Herzstück der Teufel Real Bau TWS 2 sind weiterhin die beiden besagten 12-mm-Treiber, die laut Teufel ein Frequenzband von 10 Hz bis 20 kHz bieten sollen. Dies entspricht exakt dem Vorgängermodell. Neben dem Standard-Audio-Codec SBC wird erneut der hochwertigere AAC unterstützt, während aptX und aptX HD weiterhin nicht mit an Bord sind.

Klanglich beeindruckt der Bassbereich der Teufel Real Blue TWS 3. Er liefert ein solides und kräftiges Bassfundament, das vielen von euch sicherlich zusagen wird. Besonders bei Genres wie Pop, Hip-Hop und R&B entfalten die In-Ears ihr volles Potenzial und bieten ein tolles, ausgewogenes Klangbild, das aktuellen Musiktrends gerecht wird. Die Mitten sind zwar präsent, jedoch werden sie vom dominanten Bassfundament etwas überdeckt. Dadurch wirken sie tendenziell etwas nüchtern und zurückhaltend.

Die Höhen sind strahlend und klar hörbar, ohne bei maximaler Lautstärke zu verzerren. Dies sorgt für eine detaillierte Klangwiedergabe, die mir sehr gefällt. Im Vergleich zum Vorgängermodell ist die Detailauflösung der In-Ears deutlich gestiegen, was das Raumgefühl merklich verbessert. Insgesamt hat Teufel seine Versprechen gehalten: Der Klang wurde weiter optimiert und klanglich nochmals aufgewertet. Das max. Output ist, wie von Teufel versprochen, sehr gut und bietet auf jeden Fall mehr Reserven, als ich im Alltag benötige.

 Die Sprachverständlichkeit des Teufel Real Blue TWS 3 ist insgesamt sehr überzeugend. Mit insgesamt sechs Mikrofonen – drei auf jeder Seite – wird eine solide und rauscharme Übertragung gewährleistet. Während der Telefonate war die Verständigung klar und deutlich. Lediglich bei gleichzeitigem Sprechen traten leichte Probleme auf, da die Stimmen etwas komprimiert klangen. Abgesehen davon bin ich mit der Leistung sehr zufrieden und habe die Kopfhörer gerne für Telefonate genutzt.

(Klang: 4 von 5 Punkten)

App

Mit der damals erschienenen 2. Generation hat Teufel die In-Ears-Serie endlich in die hauseigene Teufel Go App integriert. Natürlich hat somit auch die 3. Generation die Integration erhalten. Diese wird von Teufel kostenlos im Google Play Store und App Store von Apple angeboten.

Obwohl die App recht überschaubar gehalten ist, lässt sie einige wichtige Einstellungen zu, sodass es sich auf jeden Fall lohnt, diese auf dem Smartphone zu installieren. Direkt auf der Startseite kann man nämlich auf den wichtigen Equalizer zugreifen. Dabei setzt Teufel jedoch nicht auf einen klassischen Equalizer, bei dem man über 3 oder 5 Bänder einzeln regulieren kann, sondern auf einen parametrischen Equalizer. Hierbei kann man wie in einem Koordinatensystem einen Punkt umherschieben und sieht dabei, welche Musikrichtung man verstärkt. Wichtig ist zu beachten, dass man sowohl die Pegel als auch die Frequenz zugleich verändert; ein einzelnes Regulieren ist hier nicht möglich. Mir gefällt das Konzept jedoch sehr gut, und man findet sich in diesem Equalizer schnell zurecht. 

Auf der Startseite kann man zusätzlich die beiden In-Ears sehen, inklusive des genauen Akkustands jedes einzelnen. Bei Bedarf lässt sich ganz unten direkt die Geräuschunterdrückung regulieren. Wie bereits bei der Bedienung erwähnt, ist dies jedoch auch direkt über die In-Ears möglich. In den Allgemeinen Einstellungen besteht die Möglichkeit, die Touch-Bedienung individuell anzupassen, falls diese nicht den eigenen Vorlieben entspricht. Darüber hinaus lässt sich der Auto-Off-Timer konfigurieren, um die automatische Abschaltung nach einer bestimmten Zeit zu steuern. Besonders empfehlenswert ist die Aktivierung von Smart Pause: Diese Funktion stoppt die Musikwiedergabe automatisch, sobald beide In-Ear-Kopfhörer aus den Ohren genommen werden. Setzt man beide In-Ears wieder ein, wird die Wiedergabe nahtlos fortgesetzt – sei es Musik oder ein YouTube-Video.

(App: 3,5 von 5 Punkten)

Ausstattung

ANC / Umgebung ein-/ausblenden

Genau wie bei der Vorgängergeneration ist auch bei den Teufel Real Blue TWS 3 ANC mit an Bord. Aktiviert man dieses, bleibt die Qualität des Klangbildes unverändert – ein klarer Pluspunkt. 

Allerdings ist das Active Noise Cancelling (ANC) zwar vorhanden und erfüllt seinen Zweck, indem es tiefe Frequenzen effektiv abschirmt. Dennoch erreicht es nicht das Niveau als branchenführend bezeichnet zu werden. Hohe Frequenzen dringen weiterhin durch, was bei anderen Premium-Herstellern deutlich besser gelingt.

Die passive Abschirmung durch die richtigen Anpassstücke erzielt bereits gute Werte, sodass man effektiv vom Umfeld abgeschirmt wird. Das Active Noise Cancelling (ANC) hingegen trägt hauptsächlich bei tiefen Frequenzen, wie etwa vorbeifahrenden Autos, zur Geräuschreduktion bei. Obwohl das ANC solide ist, gehört es nicht zu den Top-10 der In-Ear-Kopfhörer mit integriertem ANC.

Der Transparenzmodus sorgt für eine zuverlässige Wahrnehmung der Umgebung, indem er Stimmen und andere Geräusche, wie den Verkehr, verstärkt durchlässt. Dies funktioniert insgesamt gut, bringt jedoch den Nachteil mit sich, dass ein hörbares Grundrauschen akzeptiert werden muss. Dieses Rauschen ist vor allem bei leiser oder keiner Musikwiedergabe wahrnehmbar. Im Vergleich zu einigen anderen Modellen, die in dieser Hinsicht fortschrittlicher sind, hinkt Teufel etwas hinterher. Wird jedoch Musik mit einer Lautstärke von etwa 50 % oder mehr abgespielt, wird das Grundrauschen effektiv überdeckt und stört nicht mehr.

Akkulaufzeit

Teufel hat die Akkulaufzeit der Real Blue TWS 3 im Vergleich zur vorherigen Generation optimiert. Statt der bisherigen 55 mAh pro In-Ear-Kopfhörer setzt man nun auf 45 mAh, jedoch mit effizienteren, stromsparenden Technologien. Dies ermöglicht eine verlängerte Musikwiedergabezeit von bis zu 9 Stunden ohne aktive Geräuschunterdrückung (ANC), im Vergleich zu den vorherigen 8 Stunden. Diese Verbesserung ist vor allem der Integration von Bluetooth 5.3 zu verdanken, das deutlich energieeffizienter arbeitet. Somit profitieren Nutzer von einer längeren Akkulaufzeit trotz kleinerer Akkus in den In-Ears. Mit aktiviertem ANC beträgt die Laufzeit etwa 5 bis 6 Stunden, was als solider Wert angesehen werden kann.

Der Akku im Ladecase wurde von 370 mAh auf 400 mAh erhöht. Dadurch lassen sich die In-Ears etwa drei Mal vollständig aufladen. Mit aktivem ANC erreicht man so eine Gesamtspielzeit von etwas über 24 Stunden, während ohne ANC eine Laufzeit von rund 36 Stunden möglich ist. Im Alltag haben sich diese Werte bei moderater Lautstärke weitgehend bestätigt. Das Ladecase bleibt dabei weiterhin kompakt und hosentaschenfreundlich, was es besonders praktisch für unterwegs macht.

Sehr erfreulich ist, dass Teufel nun endlich die Smart-Pause-Funktion integriert hat. Damit wird die Musik oder das Video automatisch angehalten, sobald beide In-Ears herausgenommen werden, und beim Einsetzen nahtlos fortgesetzt. Diese Funktion hatte ich bislang immer vermisst, da sie nicht nur den Komfort erheblich steigert, sondern auch den Akku schont.  

Bluetooth

Durch die Integration von Bluetooth 5.3 wird, wie bereits erwähnt, besonders auf eine sparsamere Stromversorgung Wert gelegt. Zudem erfolgt die Verbindung schneller und stabiler. Bezüglich der maximalen Reichweite bleibt jedoch alles wie gewohnt: Man kann von einer Reichweite von 12 bis 14 Metern sprechen. Im Außenbereich, ohne Hindernisse, ist sogar noch mehr möglich, doch es ist eher unwahrscheinlich, dass jemand so weit von seinem unbeaufsichtigten Zuspielgerät bzw. Smartphone entfernen wird.

Erfreulich ist, dass Teufel im Vergleich zum Real Blue TWS 2 Multipoint nachgerüstet hat. Somit ist es nun möglich, zwei Geräte gleichzeitig mit den In-Ear-Kopfhörern zu verbinden, um nahtlos zwischen diesen wechseln zu können.

(Ausstattung: 4 von 5 Punkten)

TEIL 3

bestehend aus „Preis/Leistung“ entspricht 10% der Gesamtwertung

Beschreibung

Mit dem Teufel Real Blue TWS 3 startet Teufel nun in die 3. Generation der In-Ear-Serie. Hier wurde erneut weiter getüftelt, um die In-Ears noch weiter zu optimieren. Klanglich wirken diese nun noch etwas filigraner, und die räumliche Klangabbildung wurde aufgewertet, was mir gut gefällt. Des Weiteren ist nun auch Smart Pause integriert, sodass die Musik automatisch bei Entnahme der In-Ears pausiert wird. Das Case kann nun auch induktiv aufgeladen werden. Ebenso wirken die In-Ears hochwertiger und zeitloser und sind nun auch in mehr Farben erhältlich.

Leider ist das ANC zwar gut, aber definitiv nicht als branchenführend zu bezeichnen. Dasselbe gilt auch für den Transparentmodus, der von einem hörbaren Rauschen begleitet wird, was andere Hersteller teils besser hinbekommen.

Preis/Leistung

Die UVP der Teufel Real Blue TWS 3 liegt, wie bereits beim Vorgängermodell, bei 149,99 €. Da die In-Ears jedoch schon eine Weile auf dem Markt erhältlich sind, hat Teufel den Preis inzwischen auf 99,99 € gesenkt. Der ursprüngliche Preis von 149,99 € war sicherlich kein Schnäppchen, zumal es günstigere Modelle mit ähnlicher Ausstattung gibt.

Mit einem Preis von unter 100 € wird das Angebot jedoch deutlich attraktiver. Die Ausstattung und Leistung überzeugen in diesem Preissegment. Teufel setzt jedoch weiterhin auf 12-mm-Treiber, was zu einer weniger kompakten Bauweise führt, daher fallen die In-Ears im Ohr mehr auf als kleinere Modelle.

Besonders hervorzuheben ist das überzeugende Klangbild, die präzise Touch-Steuerung sowie die Möglichkeit zur individuellen Klangoptimierung über den Equalizer in der App.

Teufel Real Blue TWS 3

Zum Angebot bei

testr Gesamtwertung

unter Berücksichtigung aller Teilwertungen

 Wir bedanken uns beim Hersteller für die Bereitstellung des Produktes. Zu unseren Grundsätzen

Link zum Hersteller: https://teufel.de

Narwal Freo Z10 Ultra

In aller Kürze

Narwal ist eine noch relativ junge Marke, die im Bereich der Saugroboter mit den Marktführern Roborock und Dreame konkurrieren möchte. Mit dem neuesten Flaggschiff, dem Narwal Freo Z10 Ultra, hat das Unternehmen einen im Test überzeugenden Saugroboter mit Reinigungsstation vorgestellt. Dieser überzeugt durch eine intelligente KI-unterstützte Reinigung, die mich im Test sehr überzeugen konnte. Ausgestattet mit einer hohen Saugleistung und einer definierten Moppverlängerung überzeugt er aber nicht nur beim Reinigungsergebnis, sondern auch bei der Navigation. Es gibt zwar auch die ein oder andere Funktion, die ich hier vermisse, aber dennoch ein hervorragendes Gerät. 

Gefällt uns

  • sehr einfache Einrichtung
  • Hervorragende Saugleistung
  • ausgereifte und fortschrittliche Navigation
  • sehr gute Wischfunktion mit automatischer Reinigung des Wischtuchs
  • Erkennt Hindernisse sehr zuverlässig
  • top Akkulaufzeit

Gefällt uns weniger

  • Mehrgeschossreinigung vorhanden aber macht wenig sinn
  • kann Seitenbürste nicht ausfahren
  • kann man 2cm überwinden

Narwal Freo Z10 Ultra

Zum Angebot bei

TEIL 1

Bestehend aus „Verpackung/Design/Verarbeitung“ entspricht 25% der Gesamtwertung

Verpackung

Narwal liefert den Saugroboter inklusive Reinigungsstation in einem großvolumigen und schweren Karton aus. Dieser ist auf allen Seiten mit wichtigen Details, Abbildungen und Ausstattungsmerkmalen des Narwal Freo Z10 Ultra versehen. Im Inneren befinden sich, wie von anderen Herstellern von Saugrobotern üblich, alle Bestandteile des Lieferumfangs sicher verstaut, wodurch Transportschäden ausgeschlossen werden können. Zunächst betrachten wir jedoch die äußere Gestaltung der Verpackung.

Die Verpackung präsentiert sich in den Farben Lila und Weiß, die auch auf der Unternehmenswebseite von Narwal verwendet werden. Die große Verpackung ist rundum mit Details und Bildern zum Produkt versehen. Narwal informiert hierbei nicht nur über den Saugroboter selbst, sondern auch über die Vorteile der zusätzlich enthaltenen Reinigungsstation. Nach dem Öffnen der Verpackung an der Oberseite befindet sich im großen Paket alles ordentlich verpackt. An der Oberseite liegt ein ausführlicher Quick-Start Guide, der die Inbetriebnahme in wenigen Schritten erläutert. Narwal hat die beiden Saitenbürsten in einem Kartoneinsatz platziert. In einer Ecke befindet sich ein Beutel mit dem Netzkabel für die Reinigungsstation. Entfernt man den Kartoneinleger, kommt die Reinigungsstation zum Vorschein. Hinzu kommen der Mopp-Reinigungsaufsatz und der Auffahrkeil, die bei der Einrichtung montiert bzw. eingesetzt werden müssen. Hebt man diese aus der Verpackung, erkennt man, dass der Saugroboter bereits in der Parkbucht eingesetzt ist. 

Vor dem Entfernen des Saugroboters aus der Station ist es möglich, den Deckel der Station zu öffnen und die Wassertanks zu entnehmen. In diesen sind Zubehörteile verstaut. Im Frischwassertank befinden sich Ersatz-Staubbeutel, ein Ersatzfilter und ein zweiter Einsatz für den Staubbehälter. Im Schmutzwassertank ist ein Bodenreiniger integriert, der für verbesserte Reinigungsergebnisse in der Reinigungsstation eingesetzt werden kann. Weitere Informationen hierzu erhalten Sie zu einem späteren Zeitpunkt. 

Abschließend entnehmen wir den Saugroboter der Station und entfernen das Verpackungsmaterial aus der Öffnung, um spätere Probleme zu vermeiden. Damit ist das gesamte Zubehör von Narwal ausgepackt. Das Design ist insgesamt sehr aufgeräumt und durchdacht. Neben dem dunkleren Grau finden sich silberne Elemente sowie glänzende Zierringe neben dem dezenten Narwal Schriftzug. In unserem Haus wirkt der Saugroboter mit seiner Reinigungsstation zwar weiterhin wuchtig, ähnlich wie der Roborock S7 Max V Ultra, aber durch die Integration aller Komponenten in einem Gehäuse wirkt das Gesamtbild aufgeräumter.

(Verpackung: 4,5 von 5 Punkten)

Design

Saugroboter

Die Abdeckung des Staubbehälters ist vollständig abnehmbar. Befestigt wird sie durch mehrere Magnete, was eine einfache und effektive Lösung darstellt. Die Inbetriebnahme erfolgt über den silbernen Einschaltknopf an der Oberseite, direkt vor dem LiDar-Sensor. Dieser rotierende Sensor, ein hervorstehender Turm im Zentrum des Roboters, ist aus dem Design aktueller Saugroboter bekannt. Im Betrieb rotiert der Sensor permanent und erstellt präzise Karten der Räumlichkeiten. 

Unter der Abdeckung befindet sich, wie bereits erwähnt, der Staubbehälter. An diesem ist ein HEPA-Filter integriert, der Feinstaub aus der Abluft filtert. Eine Besonderheit ist der doppelte Staubbehälter, anstelle eines zusätzlichen Wassertanks. Im eigentlichen Staubbehälter befindet sich ein weiterer Staubbehälter, was zu einem effektiven Luftstrom führen soll. 

Bezüglich des Staubbehälters müssen Sie sich keine Sorgen um die Entleerung machen. Sobald der Reinigungsvorgang beendet ist, wird dieser automatisch von der Reinigungsstation entleert. Der Saugroboter hat eine Größe von knapp 35,5 cm und ist mit fast 11 cm etwas höher als die bisher von mir getesteten Modelle. Dies ist eigentlich nicht weiter schlimm, jedoch ist es wichtig zu beachten, dass der Roboter auch unter Ihre Möbelstücke passt, insbesondere bei der Reinigung unter Sofas. Bei uns stellt die Couch kein Problem dar, jedoch die Toilette. Hier fährt der Saugroboter mit dem Turm gegen den unteren, tiefen Teil, sodass er nicht vollständig darunter fahren kann. Das Gewicht beträgt knapp 4,5 Kilogramm, was zwar kein Leichtgewicht ist, aber vergleichbar mit vielen anderen Modellen. Dies ist jedoch kein Problem, wenn man den Saugroboter beispielsweise vom ersten in den zweiten Stock tragen möchte.  

Die Front des Saugroboters ist durch eine Gummiabdeckung geschützt, die jedoch entfernt werden muss, um Zugang zu wichtigen Navigationselementen zu erhalten. Darunter befinden sich zwei Kameras, die als Stereosichtsystem dienen. Dieses System verbessert das Sichtfeld und die Tiefenwahrnehmung des Saugroboters, wodurch eine intelligentere und effizientere Reinigung ermöglicht wird. Die Dual-Kamera ist mit einer LED ausgestattet, die bei schlechten Lichtverhältnissen automatisch aktiviert wird. Diese Komponenten sind im halbrunden, gefederten und somit beweglichen Stoßfänger untergebracht, der wie bei anderen Saugrobotern zur Hinderniserkennung dient. Durch die spezielle Dual-Kamera erkennt der Saugroboter auch zahlreiche Objekte wie Kabel, Möbelstücke und Textilien. Diese werden nach der Reinigung in der Karte dargestellt und umfahren.

Betrachtet man den Saugroboter von der Unterseite, so befindet sich direkt am Heck die 360° drehbare Ausgleichsrolle, die zwischen den beiden rotierenden Wischmopps platziert ist. Letztere werden magnetisch fixiert, was ein schnelles Anbringen und Entfernen ermöglicht. Zwischen den beiden gefederten Antriebsrädern sitzt die Hauptbürste, die den Staub aufnimmt und zum Saugkanal leitet. Vor der Hauptbürste befindet sich eine weitere Öffnung, über die der Staub von der Reinigungsstation abgesaugt wird. An der Front des Saugroboters befinden sich zwei rotierende Seitenbürsten, die den Staub von den Ecken zur Hauptbürste leiten. Am Rand der Unterseite verlaufen drei Sensoren, mit denen der Saugroboter unter anderem Abgründe erkennen kann. Dadurch wird verhindert, dass der Saugroboter eine Treppe herunterfällt. Mit diesen Sensoren erkennt der Saugroboter außerdem eventuell vorhandene Teppiche, wodurch die Saugleistung beim Befahren automatisch erhöht wird. 

Praktisch und von Bedeutung ist die Fähigkeit des Narwal Freo Z10 Ultra, seine Wischplatte anzuheben. Dadurch entfällt das Entfernen der Wischplatte beim Befahren und Absaugen von Teppichen. Die Aufladung des Saugroboters erfolgt über die beiden Ladekontakte an der Rückseite. Nach Beenden der Reinigung fährt er zur mitgelieferten Reinigungsstation und wartet dort auf seinen nächsten Einsatz. Gleichzeitig werden die beiden Wischpads gereinigt und getrocknet. Weitere Informationen hierzu folgen im nächsten Abschnitt.

Reinigungsstation

Die mitgelieferte Reinigungsstation des Narwal Freo Z10 Ultra zählt zu den kompaktesten in dieser Preisklasse. Mit den Maßen von 43 x 46 x 39 cm passt sie auch in beengte Räume. Auffällig ist die Auffahrrampe, die mit einer Breite von knapp zwei Fingern sehr schmal ist. Dadurch wirkt der Saugroboter in der Station aufgeräumt und ragt nicht, wie bei anderen Herstellern, hervor, wodurch er nicht zu einer Stolperfalle wird. 

Die Reinigungsstation präsentiert sich hochwertig und ist in den gleichen Materialien und Farben wie der Narwal Freo Z10 Ultra gehalten. Unter der magnetisch gehaltenen Abdeckung an der Front befinden sich der 2,5 Liter große Staubbeutel und ein Reinigungsmitteldosierer. Letzterer ist im Lieferumfang enthalten, muss jedoch, sobald er leer ist und erneut benötigt wird, entsprechend vom Hersteller nachgekauft werden. Die obere Klappe ermöglicht den Zugang zum 4,5 Liter großen Frischwassertank und dem fast identisch großen Schmutzwassertank. Hier wird frisches Wasser aufgefüllt und der Schmutzwassertank regelmäßig geleert. Beide Behälter sind durch eine Dichtung und Verriegelungsmechanismen verschlossen, wodurch unangenehme Gerüche effektiv verhindert werden.

Ein weiteres hervorzuhebendes Merkmal der Reinigungsstation ist das an der Oberseite, also am Deckel, integrierte runde Display. Dieses ist bei Nichtbenutzung ausgeschaltet, um eine Störung, insbesondere am Abend, zu vermeiden. Es zeigt jedoch beispielsweise nach der Reinigung den Status an und ermöglicht beim Antippen die Ausführung grundlegender Aktionen. Narwal hat dabei an der Innenseite des Deckels alle wichtigen, über das Display möglichen Befehle in einer ausführlichen Beschreibung aufgedruckt. Sollte die Station transportiert werden müssen, beispielsweise um dahinter zu reinigen, kann sie an den beiden Griffmulden rechts und links angehoben werden, was sich als sehr praktisch erweist. 

(Design: 4,5 von 5 Punkten)

Verarbeitung

Die Verarbeitung des Narwal Freo Z10 Ultra ist ausgezeichnet. Im Test konnten keine Mängel festgestellt werden. Sowohl am Roboter als auch an der Reinigungsstation fühlt sich der Kunststoff hochwertig und langlebig an. Es wurde größtenteils ein matter Kunststoff verwendet, wodurch die graue Version durch das matte Finish besonders edel und hochwertig wirkt.

Alle pflegeintensiven Elemente können sowohl am Roboter als auch an der Station leicht ausgebaut und gereinigt oder ausgetauscht werden. Dies betrifft am Roboter unter anderem den Staubauffangbehälter inklusive Filter, die Haupt- und Seitenbürsten sowie die beiden rotierenden Wisch-Pads. Bei der Reinigungsstation ist es erforderlich, den Schmutzwassertank regelmäßig zu leeren und zu reinigen sowie den Frischwassertank wieder aufzufüllen. Außerdem muss der Staubbehälter je nach Nutzung nach etwa 120 Tagen oder bei Vollfüllung ersetzt werden. 

Das im Lieferumfang enthaltene Reinigungsmittel erzielt bessere Reinigungsergebnisse und kann, sofern gewünscht, nach dem Verbrauch ersetzt werden. Es ist jedoch nicht zwingend erforderlich. Natürlich muss auch der Reinigungsplatz des Saugroboters regelmäßig gereinigt werden. Dazu wird dieser entnommen und die Reinigungsplatte für eine einfachere Reinigung herausgenommen. 

(Verarbeitung: 4,5 von 5 Punkten)

TEIL 2

bestehend aus „Funktion des Produktes“ entspricht 65% der Gesamtwertung

StromversorgungAkku
Akku-ArtLi-Ionen (6.400 mAh)
NavigationLasersensor, binokulare RGB-Kameras mit AI-Objekterkennung, Ultraschallsensoren, strukturiertes Licht
FarbeGrau; Alternativ auch in weiß verfügbar
Lautstärkezwischen 50 bis 67 dB (je nach eingestellter Saugstufe)
Hauptbürsteeine einseitig gelagerte und konische Welle mit Borsten und Gummilippen
Formklassische runde Form mit zwei Seitenbürsten
Betriebszeitfür max. 300m2
Saugleistung18.000 Pascal
MaßeSaugroboter: 35,00 cm x 10,9 cm (Durchmesser x Höhe), Reinigungsstation: 46 x x43 x 39cm (H x B x T)
Gewicht4,5 kg Saugroboter 12,2 kg Reinigungsstation
LieferumfangNarwal Freo Z10 Ultra Saugroboter
Reinigungsstation
Zwei Seitenbürsten
Netzkabel für die Dockingstation
Reinigungsmittel
Staubbeutel
Ersatzstaubbehälter
HEPA-Filter
Bedienungsanleitung
Technische Daten des Narwal Freo Z10 Ultra

Ersteinrichtung und Inbetriebnahme 

Die Ersteinrichtung des Narwal Freo Z10 Ultra erfolgt unkompliziert und wird durch die kostenlose App „Narwal Freo“ Schritt für Schritt erläutert.

Nach dem Auspacken des Saugroboters, der Absaugstation und des restlichen Zubehörs müssen teilweise noch einige Verpackungselemente entfernt werden. Dazu zählen insbesondere Schutzfolien und Schaumstoffelemente, die dem Transportschutz dienten. Die beiden Seitenbürsten müssen noch montiert werden. Dies ist unkompliziert, da die Bürsten entsprechend der Farbmarkierung entweder am orangenen oder lilafarbenen Befestigungspunkt angebracht werden. Narwal liefert erfreulicherweise Ersatzteile direkt mit: Neben einem zusätzlichen Staubbeutel sind auch ein Ersatzfilter für den Staubauffangbehälter sowie ein weiterer Staubbehälter aus Kunststoff enthalten. 

Der Staubauffangbehälter ist, wie bei vergleichbaren Modellen anderer Hersteller, direkt im Saugroboter integriert. Ein Wassertank ist bei diesem Modell nicht vorhanden, da die Reinigung der Wischpads über die Reinigungsstation erfolgt. Diese befeuchtet die Pads entsprechend. Die Montage und das Befüllen eines Wassertanks entfallen somit. Die beiden Wischpads sind bereits angebracht und können magnetisch abgenommen werden.

Vor dem ersten Einsatz des Saugroboters ist eine Einrichtung über die App erforderlich. Dabei wird ein Firmware-Update durchgeführt, das sowohl Verbesserungen als auch Fehlerkorrekturen beinhaltet. Darüber hinaus ist es notwendig, die Ladestation, bzw. in diesem Fall die Reinigungsstation, am gewünschten Ort im Haus aufzustellen. Dies ermöglicht es dem Roboter, die Station zu finden, seinen Akku wieder aufzuladen und die Wischpads nach Bedarf zu reinigen und zu trocknen.

Die Einrichtung und Einbindung des Narwal Freo Z10 Ultra erfolgt unkompliziert über die kostenlose App „Narwal Fee App“, die für Android im Google Play Store und für iOS im Apple Store verfügbar ist. Die App führt Sie Schritt für Schritt durch den Einrichtungsvorgang. Nachdem Sie das Gerät ausgepackt und den Saugroboter auf die angeschlossene Reinigungsstation gestellt haben, können Sie ihn über den oberen Anschaltknopf am Turm einschalten.  

Zunächst ist eine Registrierung beziehungsweise die Erstellung eines Accounts erforderlich. Hierfür werden lediglich eine gültige E-Mail-Adresse und ein selbst definiertes Passwort benötigt. Im Anschluss daran sind einige Zugriffsrechte zu bestätigen, woraufhin die Seite zur Suche nach einem Saugroboter aufgerufen wird. Dort kann der gewünschte Saugroboter ausgewählt werden, woraufhin die App nach wenigen Sekunden den Narwal Freo Z10 Ultra anzeigt. Anschließend wird der Roboter ausgewählt und mit dem heimischen WLAN verbunden, indem das entsprechende Passwort eingegeben wird. 

Im Anschluss stellt die App eine Verbindung zum Saugroboter her und konfiguriert das Gerät entsprechend. Nach erfolgreicher Einrichtung und Inbetriebnahme ist es ratsam, den Akku des Narwal Freo Z10 Ultra vollständig aufzuladen.

(Ersteinrichtung und Inbetriebnahme: 5 von 5 Punkten)

Reinigungsleistung und Navigation

Die Reinigungsleistung des Narwal Freo Z10 Ultra ist ausgezeichnet. Dies wird durch die verbesserte KI-Software zur Optimierung der Reinigungsleistung erreicht. Narwal hat dafür einen leistungsstarken Dual-Chip verbaut, der die sogenannte NarMind- und Freo-Mind-Mode-2.0-Pro-Technologie unterstützt. 

NarMind ermöglicht es dem Freo Z10 Ultra, seine Reinigungsstrategie intelligent an die Art der Verschmutzung anzupassen. Erkennt er beispielsweise mit seinen Sensoren verschüttetes Wasser, fährt er den Bereich im Gitternetz ab. Bei trockenem Schmutz hingegen erhöht er die Saugleistung. Dank Freo Mind Mode 3.0 Pro lernt der Saugroboter kontinuierlich dazu, um seine Reinigungstrategie zu optimieren. Erkennt er beispielsweise, dass der Flur stets besonders verschmutzt ist, reinigt er diesen Bereich gründlicher und intensiver. Neben der Saugleistung wird auch die Intensität der Mop-Reinigung angepasst. 

Der Narwal Freo Z10 Ultra unterstützt außerdem die adaptive Reinigung, die KI-gestützt ist. Mithilfe der DirtSens-Technologie erkennt der Roboter Verschmutzungen und reinigt so lange, bis der Raum beziehungsweise Bereich sauber ist. Beispielsweise hat er bei mir zunächst den Eingangsbereich gesaugt und gleichzeitig gewischt. Anschließend hat er die beiden Wischmopps gereinigt und drei weitere Male nur gewischt, bis die Fliesen wirklich sauber waren. Dies war auch am schmutzigen Wasser ersichtlich, das der Narwal Freo Z10 Ultra herausgeholt hat. 

Saugleistung

Nun wollen wir die einzelnen Funktionen genauer betrachten, beginnend mit der Saugfunktion. Diese ist beachtlich, denn im höchsten Saugmodus erreicht sie bis zu 18.000 Pa. Es gibt zwar Modelle von Roborock und Dreame mit einer noch höheren Saugleistung, aber diese Leistung ist für den Alltag absolut ausreichend. Der Narwal Freo Z10 Ultra liefert ein sehr sauberes Reinigungsergebnis. Ich habe den automatischen Freo-Modus verwendet, der die Saugleistung an den jeweiligen Bodenbelag anpasst. Man kann jedoch auch manuell eine Saugstufe wählen, wobei die Saugleistung je nach Modus stark variiert. Im leisesten Modus ist der Saugroboter zwar sehr leise, aber die Saugkraft ist gering, sodass kleine Steine oder Staub nicht effektiv aufgenommen werden. Mit steigender Saugstufe wird der Saugroboter zwar lauter, aber nicht extrem laut. Einen deutlichen Unterschied hört man in der Stufe „sehr saugstark“, da hier der Motor deutlich hörbar ist, aber mit 18.000 Pa am stärksten und alles aufsaugt.

Der Narwal setzt auf eine einseitig gelagerte und angetriebene Hauptbürste, die aus Borsten und Gummilamellen besteht. Diese Konstruktion verhindert effektiv, dass sich Haare verfangen. Die Haare werden durch die konisch ausgeführte Bürste zur seitlichen Absaugung geleitet. Sollten sich dennoch Haare verfangen, werden diese spätestens bei der Absaugung in der Reinigungsstation im Staubbehälter gesammelt. Interessant sind außerdem die einklappbaren Seitenbürsten. Nachdem der Narwal Freo Z10 Ultra den Rand gereinigt hat, klappt er diese einfach nach hinten weg, sodass der Staub nicht versehentlich in den Wischbereich gelangt. Dies geschieht jedoch nicht elektronisch, sondern durch die spezielle Ausführung der Seitenbürsten. Im nicht angetriebenen Zustand klappen diese einfach zusammen und werden nach hinten geschoben, sodass die Borsten nicht stören. 

Zu den Schwächen des Narwal Freo Z10 Ultra zählt die Eckreinigung. Da dem Modell ausfahrbare Seitenbürsten fehlen, erreicht es Ecken nicht vollständig, sodass dort Staub zurückbleibt. Dieses Problem tritt bei allen Modellen auf, denen der ausfahrbare Arm fehlt. Nutzern, denen dies wichtig ist, wird daher ein Modell mit dieser Funktion empfohlen. Beim Befahren von Teppichen erhöht der Narwal Freo Z10 Ultra seine Saugkraft auf das Maximum, um möglichst viel Schmutz zu entfernen. Dies gelingt dem Saugroboter gut, jedoch gibt es Modelle, die eine noch höhere Reinigungsleistung auf Teppichen erzielen. 

Bei durchgehender Nutzung der Wischfunktion war ich mit dem Reinigungsergebnis sehr zufrieden. Die Böden waren deutlich sauberer. 

Wischfunktion

Ein besonders praktischer und wichtiger Aspekt des Narwal Freo Z10 Ultra ist die Möglichkeit, seine beiden Wischpads um bis zu 12 mm anzuheben. Dadurch kann er kurzflorige Teppiche problemlos mit den angebrachten Pads beim Saugen überfahren. Bei Hochflorteppichen müssen die Wischpads jedoch entfernt werden, da der Roboter diese nicht automatisch mit den Wischpads überfährt. Die beiden Wischplatten können nicht vollautomatisch abgelegt werden, sondern müssen bei Hochflorteppichen manuell entfernt werden. 

Ein hervorragendes Merkmal ist die rechtsseitig ausfahrbare Wischplatte, da der Narwal Freo Z10 Ultra dadurch auch beim Befahren mit dieser Wischplatte bis an den Rand wischen kann. Dies konnte ich in meinem Haushalt sehr gut beobachten, da zusätzlich die Silikonfuge an den Rändern gereinigt wurde, was sonst nicht der Fall ist. Die dreieckigen Moppplatten neutralisieren den toten Bereich, den runde Wischplatten nicht beseitigen würden, da diese den Bereich vollständig am Heck abdecken. Die Wischplatten rotieren zudem mit 180 Umdrehungen pro Minute und werden mit bis zu 800 Gramm auf den Boden angepresst, was zu einer effektiven Bodenreinigung führt.  

Obwohl der Narwal Freo Z10 Ultra nicht über einen integrierten Wassertank verfügt, wird die Feuchtigkeit permanent geregelt, um eine gleichmäßige Befeuchtung zu gewährleisten. Die Feuchtigkeitsstufe wird dabei automatisch an den jeweiligen Bodenbelag angepasst. Im automatischen Freo-Modus werden die Wischmopps nach jedem gereinigten Raum gereinigt. Alternativ kann die Reinigung auch nach 8, 10 oder 12 m² aktiviert werden. 

Die Reinigung der beiden Mopps erfolgt in der Station und wird dem Verschmutzungsgrad entsprechend angepasst. Dank Dirt-Sense wird die Temperatur der Moppreinigung je nach Verschmutzung angepasst: von 45 °C bei leichten Verschmutzungen über 60 °C bei fettigen Flecken bis hin zu 75 °C bei einer Tiefenreinigung. Dies hat in meinem Test stets einwandfrei funktioniert, sodass die Mopps auch nach mehreren Wochen nicht unangenehm riechen. Zusätzlich zum Auswaschen mit heißem Wasser werden die Mopps am Ende der Reinigung mit 40 °C warmer Luft getrocknet. Es ist stets darauf zu achten, dass der Frischwassertank gefüllt und der Schmutzwassertank leer ist. Andernfalls wird die Reinigung der Mopps nicht abgeschlossen, und diese bleiben schmutzig und entwickeln einen unangenehmen Geruch. 

Die Funktion der Sterilisation des Wischwassers mittels Elektrolyse hat mich besonders beeindruckt. Diese lässt sich als Nutzer über das längliche Fenster an der Vorderseite der Station beobachten. Der Effekt der Blasenbildung ist visuell ansprechend, jedoch kann die Sterilisation des Wassers nicht durch den Nutzer, sondern nur durch eine Laborprüfung verifiziert werden. Die Wischfunktion des Narwal Freo Z10 Ultra ist ausgezeichnet und überzeugt durch die gründliche Reinigung des Bodens mit warmem Wasser. 

Bei der Reinigung stehen insgesamt drei Routinen zur Verfügung: Schnellreinigung, Grundreinigung und Freo-Modus. Im Schnellreinigungsmodus erfolgt die Reinigung am schnellsten, da alle Bereiche einmalig gereinigt werden. Die Grundreinigung dauert etwas länger, da zunächst gesaugt und anschließend gewischt wird. Der Freo-Modus ist der gründlichste, aber zugleich längste Reinigungsmodus. Hier wählt der Saugroboter die Saugstärke und Wischfeuchte automatisch und saugt zunächst, während er gleichzeitig wischt. Anschließend reinigt er den Mopp, bis das Wasser nicht mehr schmutzig ist, was sehr häufig und lange dauern kann. In diesem Fall muss der Wassertank möglicherweise zwischendurch befüllt werden, da dieser in der Regel vollständig verbraucht wird. 

Navigation

Die erste Schnellkartierung erfolgt beim Narwal Freo Z10 Ultra mithilfe des 3D-LiDAR-Sensors. Dieser Vorgang erfolgt zügig, da der Roboter alle Räumlichkeiten einmal umfassend durchfährt. Das Ergebnis wird anschließend in der App angezeigt und stellt eine sehr präzise Karte dar, die nur wenige Anpassungen erforderte. Lediglich die offene Küche musste mit dem Wohn-/Esszimmer zusammengeführt werden, da diese vom Roboter separat erfasst wurde. Zudem wurden die Räumlichkeiten benannt. Die Bodenbeläge (Holzboden und Fliesen) wurden erstaunlicherweise bereits korrekt erkannt, und auch Möbelstücke wurden teilweise bereits korrekt eingefügt.

Bei der ersten Reinigung konnte ich feststellen, dass der Narwal Freo Z10 Ultra über eine ausgezeichnete Navigationsleistung verfügt. Er bewegt sich strukturiert und systematisch voran, was eine effiziente Reinigung ermöglicht. Zur Navigation nutzt er sowohl seinen 3D-LiDAR-Sensor an der Oberseite als auch die binokulare RGB-Kamera mit KI-basierter Objekterkennung. Bei schlechten Lichtverhältnissen, beispielsweise in dunklen Räumen, schaltet er zusätzlich die Beleuchtung an der Vorderseite der Kameraeinheit ein, um Objekte jederzeit erkennen und umfahren oder in der App melden zu können. Narwal setzt dabei auf die sogenannte „TwinAI Dodge“-Obstacle Avoidance, die über 200 verschiedene Objekte erkennen kann. 

Wenn die Sensoren Hindernisse erkennen, ist zu beobachten, dass sich der Saugroboter diesen langsamer und vorsichtiger nähert. Dies ist jedoch nicht ungewöhnlich, da dieses Verhalten auch bei anderen bekannten Modellen zu finden ist. Die Hindernisserkennung funktioniert bisher sehr gut. Lediglich bei sehr kleinen Gegenständen oder Schnürsenkeln kann es vorkommen, dass diese, wenn sie vom Schuh entfernt sind, angesaugt werden. 

Analog zu vielen Konkurrenzprodukten erkennt auch der Narwal Freo Z10 Ultra Teppiche mithilfe der an der Unterseite angebrachten Sensoren. Daher erhöht der Saugroboter beim Befahren von Teppichen automatisch die Saugleistung. Wird die Wischfunktion genutzt, hebt der Roboter die Wischplatten entsprechend, wie bereits erwähnt, um 12 mm an. 

Die Navigation des Narwal Freo Z10 Ultra ähnelt der von Saugrobotern der Marken Roborock, Dreame, Neato und anderen. Nach dem Start des Reinigungsvorgangs befeuchtet der Roboter seine Wischplatten, falls eine Wischfunktion gewünscht ist. Anschließend fährt er in den zu reinigenden Raum und beginnt die Reinigung an der Wand oder in der Ecke. Dabei fährt er zunächst gegen den Uhrzeigersinn entlang der Wände und reinigt den äußeren Bereich des Raumes. Sobald dieser Bereich gereinigt ist, fährt er den inneren Teil des Raumes in geraden Bahnen ab, sofern keine Hindernisse vorhanden sind. Sollten Hindernisse vorhanden sein, umfährt er diese automatisch und setzt die Reinigung in Bahnen fort. 

Als Nutzer können Sie während des Reinigungsvorgangs jederzeit in der App live verfolgen, welche Bereiche der Saugroboter bereits gereinigt hat. Dies wird Ihnen anhand der dargestellten Linien in den Räumen veranschaulicht. Sollten Sie im ersten Reinigungsvorgang feststellen, dass der Roboter an einem oder mehreren Punkten Schwierigkeiten hatte oder Gefahr läuft, sich dort festzufahren, können Sie in der App die Bereiche bestimmen, die er beim Reinigen nicht mehr befahren soll. In unserem Fall war dies nicht notwendig, da bei uns keine derartigen Stellen vorhanden waren.

Die Sorge, dass der Narwal Freo Z10 Ultra versehentlich Treppen hinunterfällt, ist unbegründet. Um dies zuverlässig zu verhindern, hat Narwal, wie auch andere Hersteller, den Unterboden des Saugroboters mit mehreren Absturzsensoren ausgestattet. Diese Sensoren, die am Rand angebracht sind, erkennen einen Abgrund oder Höhenunterschied und sorgen dafür, dass der Roboter stoppt und die Kante entlang fährt. Durch diese Sensoren kann es jedoch, wie bei zahlreichen anderen Saugrobotern, zu Problemen mit Teppichen kommen. Befindet sich beispielsweise ein weißer Boden unter einem dunklen, kurzhaarigen Teppich, könnte es vorkommen, dass die Sensoren dies als Abgrund interpretieren und der Roboter somit nicht über oder auf den Teppich fährt. Da wir einen Parkettboden aus Eiche haben, ist der Kontrast anders, sodass es bei uns zu keinem Problem kam.

Hindernisüberwindung

Neben präziser Navigation ist auch die zuverlässige Überwindung von Hindernissen ein entscheidendes Kriterium für Saugroboter. Neben Teppichen stellen auch Übergangsleisten zwischen Räumen sowie diverse Gegenstände potenzielle Hindernisse dar. Die Wischplatten des Narwal Freo Z10 Ultra lassen sich anheben, wodurch der Roboter auch kurzflorige Teppiche befahren kann, trotz der angebrachten Wischplatten. Dank der guten Antriebstechnik kann der Roboter Höhenunterschiede von bis zu 2 cm überfahren. Bei Hochflorteppichen hat er jedoch Schwierigkeiten, da sich die beiden Seitenbürsten im Teppich verfangen können, was zu einer Blockierung oder einem Abbruch der Reinigung führen kann. 

Die neuesten Flaggschiffmodelle von Dreame und Roborock sind mit neuen Technologien ausgestattet, die es ihnen ermöglichen, größere Höhenunterschiede mithilfe seitlicher Arme zu überwinden. Diese Funktion sowie die automatische Ablegevorrichtung für die Wischplatte fehlen hier, jedoch kosten diese Modelle auch mehrere hundert Euro mehr. Ob diese Funktionen tatsächlich benötigt werden, ist individuell zu entscheiden. 

(Reinigungsleistung: 4,5 von 5 Punkten)

App

Neben der Steuerung über die App, auf die ich im Folgenden eingehen werde, können Sie den Roboter mit den grundlegenden Funktionen direkt am Gerät bzw. an der Station steuern. Direkt am Roboter befindet sich ein Ein-/Ausschalter, über den Sie die Reinigung starten bzw. pausieren können. Über die direkt daneben liegende Home-Taste senden Sie den Roboter zur Reinigungsstation zurück.  

An der Basisstation befindet sich ein großes, modernes Display mit insgesamt vier Tasten. Eine integrierte Kindersicherung verhindert eine unbeaufsichtigte Bedienung durch Kinder. Über die Tasten und verschiedene Kombinationen können Sie, ähnlich wie im Inneren des Deckels, zahlreiche Befehle ausführen. Dazu zählen beispielsweise das Starten der Reinigung, die Moppreinigung, der Wechsel in den Freo-Modus, das Pausieren der Reinigung, das Zurückfahren zur Station usw. Es ist jedoch nicht möglich, den Saugroboter per Befehl von der Station fahren zu lassen, um die Reinigungsstation oder deren Schale zu reinigen. Dies muss manuell erfolgen. 

Narwal
Preis: Kostenlos
Narwal
Preis: Kostenlos

Die umfangreiche und übersichtliche Steuerung erfolgt über die kostenlose Narwal Freo-App. Diese App ist innovativ und übersichtlich aufgebaut, was ich als sehr positiv empfinde. Wie bei anderen Herstellern benötigt man zwar einige Zeit, um sich mit der App vertraut zu machen und alle Einstellungsmöglichkeiten zu erfassen, dies liegt jedoch am Funktionsumfang. Sollte eine Funktion nicht direkt auffindbar sein, steht eine Suchfunktion zur Verfügung, die ich als sehr hilfreich empfinde, da sie die Suche nach bestimmten Einstellungen vereinfacht. 

Nach der Verbindung des Narwal Freo Z10 Ultra mit der App wird der Nutzer zur Startseite geleitet. Dort sind zwar noch keine Einstellungen möglich, jedoch kann direkt auf die Tastenkürzel zugegriffen werden. Über diese Funktion lässt sich die Reinigung schnell starten, ohne ein Untermenü aufrufen zu müssen. So können beispielsweise Staubsaugen und Wischen direkt ausgewählt werden. Im Menü des Roboters wird dem Nutzer direkt die Hauptkarte mit der Auswahl aller Reinigungsmodi angezeigt. Hier können beispielsweise Wischen & Saugen, Saugen nach dem Wischen, nur Saugen, nur Wischen sowie weitere Optionen je nach gewünschter Funktion welche der Saugroboter ausführen soll, ausgewählt werden. 

Auf dieser Seite besteht die Möglichkeit, die Karte direkt zu bearbeiten, Bodenbeläge zu ändern, Räumlichkeiten umzubenennen und Sperrzonen einzurichten. Das umfangreiche Einstellungsmenü wird durch Antippen des Symbols mit den drei Linien in der oberen rechten Ecke geöffnet. Besonders hervorzuheben ist der Freo-Modus, in dem die Tiefenreinigung für stark verschmutzte Bereiche aktiviert werden kann. Im Freo-Modus lässt sich außerdem die maximale Anzahl der Wischdurchläufe festlegen (einmal, zweimal, dreimal oder KI). Letztere Option kann, wie bereits erwähnt, lange dauern und erfordert das mehrmalige Auffüllen des Wassertanks. Ebenso können die Saugkraft, die Wischfeuchte und der Sorgfältigkeitsgrad eingestellt werden. Standardmäßig ist alles auf KI eingestellt, was bei mir gut funktionierte. Es besteht jedoch auch die Möglichkeit, feste Werte zu wählen. 

Im Punkt „Reinigen“ können alle Einstellungen bezüglich der Wischfunktion vorgenommen werden. Beispielsweise lässt sich festlegen, nach wie vielen Quadratmetern die Wischplatten gereinigt werden sollen, ob der Wischvorgang ausgeführt werden soll und in welcher Reihenfolge die Räume gereinigt werden sollen. Im Anschluss folgen die Allgemeinen Einstellungen. Hier habe ich den Nicht-Stören-Modus aktiviert und auf 22:00 bis 08:00 Uhr eingestellt. In dieser Zeit erfolgt keine Absaugung, die Sprachansagen der Station sind stummgeschaltet und das Display ist deaktiviert. Zudem kann hier der Hochebenenmodus aktiviert werden, der ab 2.000 Höhenmetern sinnvoll ist, da hierdurch die Lüfterleistung für eine bessere Reinigung erhöht wird. Weiterhin kann hier die Kindersicherung aktiviert werden. 

Die Dockingstation verfügt bereits werkseitig über alle wichtigen Funktionen. Zusätzlich habe ich die automatische Staubbeutel-Bakterienkontrolle aktiviert. Diese Funktion trocknet den Staubbehälter und den Staubbeutel mithilfe von Luft, um die Entstehung von Bakterien zu verhindern. Des Weiteren ist das intelligente, temperaturgesteuerte Wischsystem werkseitig aktiviert. 

In den Einstellungen befindet sich außerdem die Option „Familie mit Haustieren“. Hier kann festgelegt werden, ob Katzen, Hunde oder beides im Haushalt leben, und entsprechende Einstellungen vorgenommen werden. Ebenfalls vorhanden ist eine Übersicht der Verbrauchsmaterialien, die anzeigt, wann welche Komponenten gewartet oder ausgetauscht werden müssen. Für mich persönlich ist die KI-Hindernisvermeidung besonders wichtig. Hier habe ich die Funktion „Real Foto“ aktiviert, die mir bei der Kartendarstellung einen Hinweis mit Bild zum Hindernis anzeigt.  

Sie sehen bereits, dies ist nur ein Teil der Funktionen beziehungsweise Einstellungen. Diese sind sehr umfangreich und erfordern eine gewisse Einarbeitung. Grundsätzlich sind jedoch die wichtigsten Einstellungen bereits korrekt vorgenommen. Bei Bedarf sind selbstverständlich Anpassungen möglich.   

Kartenerstellung

Wie jeder aktuelle Saugroboter mit einem Laserdistanzsensor (LDS) erstellt auch der Narwal Freo Z10 Ultra vor der ersten Reinigung und währenddessen eine sehr präzise Karte der vorhandenen Räumlichkeiten. Besonders hervorzuheben ist die Schnellkartierungsfunktion, die es dem Roboter ermöglicht, innerhalb von etwa zehn Minuten eine vollständige Karte eines Stockwerks zu erstellen. Anschließend kann die Karte direkt auf der Startseite eingesehen und bearbeitet werden. Die dargestellte 2D-Karte zeigt jedoch nur die Räumlichkeiten und sehr große Möbelstücke wie Betten oder Schränke. Für detailliertere Ansichten steht eine 3D-Ansicht zur Verfügung, die im Alltag jedoch nicht zwingend erforderlich ist.  

Die Räumlichkeiten werden direkt im Anschluss an die Kartierungsfahrt automatisch unterteilt. Sollte dies, wie in meinem Fall aufgrund des großen Flurs, nicht optimal sein, kann dies direkt und sehr einfach geändert werden. Hierfür werden die entsprechenden Räume ausgewählt und auf „Zusammenführen“ geklickt. Ebenso können Räume, die fälschlicherweise zusammengeführt wurden, wieder getrennt werden. Gut finde ich, dass bis zu vier Karten gespeichert werden können, sodass der Roboter problemlos über mehrere Stockwerke eingesetzt werden kann. Dies hat jedoch einen entscheidenden Nachteil. Zum einen ist der Freo-Modus bei einer zweiten Etage nicht verfügbar, da hierfür die Reinigungsstation in der Nähe sein muss. Dies ist jedoch nicht möglich, da der Roboter keine Treppen fahren kann. Somit fällt auch die Wischfunktion für die komplette Etage weg, da er zwischendurch die Wischtücher wieder reinigen und befeuchten müsste, was hierbei nicht möglich ist. Daher macht die Mehretagenreinigung mit dem Narwal Freo Z10 Ultra eigentlich keinen Sinn, da es zu umständlich ist, ihn für jede Etage hochzutragen und dann jeden Raum einzeln reinigen zu lassen.

(App: 4,5 von 5 Punkten)

Lautstärke

Die Lautstärke des Narwal Freo Z10 Ultra ist sehr gut. Je nach gewählter Saugstufe gehört er zu den aktuell leisesten Saugrobotern auf dem Markt. Im Freo-Modus verwendet der Saugroboter in der Regel den Balancierten Modus, in dem die Lautstärke bei etwa 52 dB liegt. Alternativ bietet Narwal auch die Stufe „Leise“ an, die mit 50 dB nochmals etwas leiser ist. Allerdings wird hier der Schmutz nicht effektiv aufgesaugt. Im Modus „Stark“ sind es etwa 56 dB, während der Modus „Sehr Stark“ mit bis zu 67 dB deutlich lauter ist als die anderen drei Stufen. Es ist zu beachten, dass bereits 20 Dezibel mehr für eine Verdopplung der Lautstärke stehen. Somit ist die Lautstärke zwischen „Leise“ und „Sehr Stark“ fast doppelt so hoch. Mit der zusätzlichen Wischfunktion wird der Roboter nicht merklich lauter. Er arbeitet angenehm leise und kann somit ungestört im Hintergrund genutzt werden. 

Die Lautstärke ist teilweise jedoch im Zusammenhang mit der Reinigungsstation zu erwähnen. Während die beiden Wischpads gereinigt werden und das Schmutzwasser in den Schmutzwassertank gepumpt wird, ist dies deutlich hörbar und dauert etwas über eine Minute. Darüber hinaus ist auch das Pumpen des Frischwassers zu den Pads hörbar. Beim Trocknen ist während des gesamten Prozesses ein durchaus hörbares, aber nicht störendes Summen zu vernehmen. Das Absaugen der Station ist mit fast 80 dB am lautesten, dies ist jedoch nur von kurzer Dauer und absolut vertretbar, da der Staub gründlich aus dem Staubbehälter abgesaugt werden muss. 

(Lautstärke: 5 von 5 Punkten)

Akkulaufzeit

Narwal hat den Freo Z10 Ultra mit einem 6.400 mAh starken Akku ausgestattet. Dies ermöglicht dem Roboter, bei uns eine Fläche von etwa 90 m² ohne Zwischenaufladung zu reinigen. Im Anschluss war der Roboter noch zu etwa 50 % aufgeladen und wischte den Flur dreimal, sodass eine gründliche Reinigung gewährleistet war. Narwal gibt an, dass der Saugroboter bei voller Aufladung eine Fläche von rund 300 m² reinigen kann. Dieser Wert ist realistisch, wenn man den Roboter nur einmal saugen und wischen lässt. Im Freo-Modus, wie von mir verwendet, reduziert sich die Anzahl der Reinigungsdurchläufe entsprechend. Für die meisten Häuser oder Stockwerke ist dies jedoch ausreichend. Die vollständige Aufladung des Akkus des Narwal Freo Z10 Ultra dauert knapp zwei Stunden. 

(Akkulaufzeit: 5 von 5 Punkten)

TEIL 3

bestehend aus „Preis/Leistung“ entspricht 10% der Gesamtwertung

Beschreibung

Mit dem Narwal Freo Z10 Ultra hat das Unternehmen einen Saugroboter mit Reinigungsstation vorgestellt, der in vielen Punkten überzeugen kann. Besonders hervorzuheben ist die hervorragende Wischleistung, die sehr gründlich ist. Auch die Saugleistung ist zufriedenstellend, auch wenn für eine noch bessere Reinigung in den Ecken die ausfahrbare Seitenbürste fehlt. Dafür kann der Roboter eine der beiden Wischplatten für ein gründliches Wischen ausfahren. Überzeugt haben mich außerdem die hygienische Reinigung mit Heißwasser und dem anschließenden Warmlufttrocknen sowie die sehr zuverlässige Hindernisserkennung. 

Der Saugroboter wirkt sehr hochwertig, ebenso wie die Reinigungsstation mit dem durchdachten OLED-Touchdisplay, über welches man den Roboter jederzeit steuern kann. Bezüglich der Saugleistung kann er zwar nicht mit den neuen Topmodellen von Dreame und Roborock mithalten, ist aber dennoch auf einem sehr hohen Niveau und dafür auch einige hundert Euro günstiger. 

Preis/Leistung

Der Narwal Freo Z10 Ultra, der sich derzeit noch in der Markteinführungsphase befindet, ist zu einem Preis von 1.299 € (UVP) erhältlich. Derzeit wird er jedoch zum Einführungspreis von 1.099 € angeboten. Dies ist zwar ein beachtlicher Betrag, jedoch sind andere Top-Modelle deutlich teurer. Der Saugroboter bietet ein hervorragendes Reinigungsergebnis und verfügt über eine ausgezeichnete Navigation sowie eine Wischplattenreinigung und -trocknung. Zudem erfolgt die Entleerung des Staubbehälters automatisch, wodurch der Pflegeaufwand für den Nutzer minimiert wird. Lediglich das Auswechseln des Schmutzwassers und das Nachfüllen von Frischwasser sind erforderlich. 

Narwal Freo Z10 Ultra

Zum Angebot bei

testr Gesamtwertung

unter Berücksichtigung aller Teilwertungen

 Wir bedanken uns beim Hersteller für die Bereitstellung des Produktes. Zu unseren Grundsätzen

Link zum Hersteller: Narwal.com/de

Google Pixel Watch 3

In aller Kürze

Die Google Pixel Watch 3 orientiert sich am Design der Vorgängergeneration, bietet jedoch einige Neuerungen. Erstmals ist sie in zwei Größen erhältlich: 41 mm und 45 mm. Die Akkulaufzeit wurde verbessert, was insbesondere bei der größeren Version mit ihrem größeren Akku spürbar ist. Das Display überzeugt durch seine gute Ablesbarkeit auch bei schlechteren Lichtverhältnissen. Dank Wear OS 5.0 bietet die Smartwatch neben zahlreichen Funktionen für den Alltag auch viele Sportfunktionen. 

Gefällt uns

  • scharfes und noch helleres AMOLED-Display
  • flüssiges Betriebssystem
  • schönes Design
  • gut verarbeitet
  • schnelles Aufladen
  • toller Tragekomfort

Gefällt uns weniger

  • Glas ist etwas empfindlich gegen Kratzer
  • Akkulaufzeit gut, aber dennoch nicht die Beste
  • kein Multiband-GPS wird unterstützt

Google Watch 3

Zum Angebot bei

TEIL 1

Bestehend aus „Verpackung/Design/Verarbeitung“ entspricht 25% der Gesamtwertung

Verpackung

Im Vergleich zur zweiten Generation hat Google bei der Pixel Watch 3 die Verpackung vollständig überarbeitet. Diese präsentiert sich nun deutlich länger, aber gleichzeitig flacher. Insgesamt ist die Aufmachung ansprechend, und alle Inhalte sind sicher und übersichtlich verpackt. 

Auf der Vorderseite präsentiert Google nun lediglich einen schlichten Google Schriftzug und einen großen Aufdruck der Smartwatch. Des Weiteren informiert Google über die integrierte Fitbit Integration, welche sich auf die Aufzeichnung sportlicher Aktivitäten auswirkt. Ansonsten werden auf der Vorderseite keine weiteren Informationen dargestellt, was ich überraschend finde, da hier sogar auf die Produktbezeichnung verzichtet wurde. 

Google zeigt diesen jedoch auf der rechten und linken Seite an, sodass neben „Google Pixel Watch 3“ auch die Größe der Smartwatch, in meinem Fall 41 mm, und die LTE-Version ersichtlich sind. 

Auf der Rückseite befinden sich in kleiner Schrift erneut die gleichen Bezeichnungen wie auf den zuvor beschriebenen Seiten. Darüber hinaus gibt Google hier in mehreren Sprachen Informationen zum Lieferumfang und zu wichtigen Lizenzen. 

Nach Entfernen des Sicherungsstreifens an der Rückseite lässt sich die Umverpackung von der stabilen Hauptverpackung seitlich herausschieben. Auf der Oberseite der Hauptverpackung ist eine Skizzierung der Google Pixel Watch 3 sowie jeweils eine Lasche an Ober- und Unterseite angebracht. Zieht man an der unteren Lasche, befindet sich eine weitere Verpackung mit einer Mappe und den Beipackzetteln in der Hand. Auf den Beipackzetteln zeigt Google, wie das mitgelieferte Armband an der Smartwatch befestigt wird. Darunter befindet sich ein Zwischenboden, in dem zwei Teile des Silikon-Armbands in Größe „S“ und darunter ein Armband in Größe „M“ aufbewahrt sind. So kann je nach Handgelenkumfang das passende Armband angebracht werden. 

Durch Ziehen an der oberen Lasche lässt sich die Smartwatch entnehmen. Darunter befindet sich das mitgelieferte Ladekabel. Der Umfang des Armbands ist in dieser Größe unverändert geblieben. Das Armband in Größe S ist für Handgelenke mit 130–175 mm Umfang geeignet, das Armband in Größe M für Handgelenke mit 165–210 mm Umfang. 

(Verpackung: 4,5 von 5 Punkten)

Design

Die Google Pixel Watch 3 präsentiert sich im identischen Design wie ihr Vorgängermodell, jedoch wird sie nun nicht mehr nur in der 41 mm Version, sondern zusätzlich in einer größeren 45 mm Version angeboten. Dies ist erfreulich für alle männlichen Nutzer, da die 45 mm Version am Handgelenk besser zur Geltung kommt als die kleinere 41 mm Version, die eher für Frauen konzipiert ist. 

Darüber hinaus setzt Google weiterhin, wie bereits beim Vorgängermodell, beim Aluminiumgehäuse der Smartwatch auf 100 % recyceltes Aluminium. Das Gewicht beträgt hierbei exakt wie bei der vorherigen Generation 31 Gramm (ohne Armband). Bei der 45 mm Version liegt das Gewicht bei 37 Gramm (ohne Armband). Bei dem im Lieferumfang enthaltenen Armband handelt es sich um ein Fluorelastomer-Band mit einer angenehm anfühlenden Soft-Touch-Beschichtung, wie man sie auch von der Google Pixel Watch 2 oder beispielsweise der Apple Watch in der Einstiegsvariante kennt. 

Google bietet die Pixel Watch 3 in vier Farbvarianten an, die sich in Armband- und Gehäuserfarbe unterscheiden. Das Gehäuse ist neben klassischem Silber (poliertes Silver) auch in Champagner Gold und der neuen Farbe Obsidian (Schwarz) erhältlich. Im Vergleich zur 41 mm Version ist die 45 mm Version in drei Farben verfügbar, da die Rose Variante nicht angeboten wird. Dies liegt daran, dass die kleinere Smartwatch vorrangig von Frauen getragen wird. 

Mein Testgerät verfügt über ein Gehäuse in poliertem Silber und ein Armband in Beige (Porzellan). Die Farbauswahl für die Armbänder ist auf Schwarz und Gold beschränkt, lediglich bei der silbernen Smartwatch (41 mm) stehen zusätzlich Rosé und Beige zur Verfügung. Für andere Armbandfarben oder -materialien ist ein separater Kauf erforderlich, wobei die Preise je nach Material zwischen 49 € und 209 € liegen.

Neben der Auswahl an verschiedenen Farben bietet die Google Pixel Watch 3 die Wahl zwischen einer Bluetooth/Wi-Fi-Variante und einem LTE-Modell. Letzteres ermöglicht eine unabhängige Internetverbindung, ohne dass eine ständige Verbindung zum Smartphone erforderlich ist.

Google ist dem Design, wie bereits erwähnt, treu geblieben. Das Display der Smartwatch ist weiterhin stark gewölbt, wodurch es einem geschliffenen schwarzen Stein ähnelt. Ebenso wird weiterhin auf das gleiche Displayglas gesetzt, ein 3D Corning Gorilla Glas der 5. Generation, das vom Hersteller „Corning“ stammt, dem wohl bekanntesten Glashersteller im Bereich Smartphone, Smartwatch und vielen weiteren Bereichen.

Das Fluorelastomer-Armband trägt sich im Alltag angenehm und schmiegt sich dank der ebenfalls abgerundeten Rückseite gut an das Handgelenk. Nutzer der ersten oder zweiten Generation, die bereits zusätzliche Armbänder besitzen, benötigen keine neuen, da die Google Pixel Watch 3 über einen identischen Bajonettverschluss und die gleiche Armbandbreite verfügt. Dies gilt jedoch nur für die 41 mm Version. Wer zur 45 mm Version greift, benötigt neue Armbänder, da diese entsprechend größer und breiter sind. 

Google hat den Displayrand gegenüber dem Vorgängermodell verkleinert, wodurch bei gleicher Gehäuserotation ein größeres Display verbaut werden konnte. Das Display der Pixel Watch 3 mit 41 mm misst nun 1,27 Zoll statt zuvor 1,18 Zoll, die 45 mm Version sogar 1,46 Zoll. Es handelt sich weiterhin um ein AMOLED-Display mit einer Auflösung von 408 x 408 Pixeln (41 mm) bzw. 456 x 456 Pixeln (45 mm). Die Pixeldichte bleibt mit 320 ppi unverändert und sorgt für kontrastreiche und scharfe Darstellungen. 

Ähnlich wie bei der Pixel Watch 2 verzichtet Google auf kabelloses Laden. Das Aufladen ist daher ausschließlich über das mitgelieferte Original-Kabel möglich. Das Ladekabel verfügt weiterhin über einen magnetischen Anschluss, jedoch erfolgt die Stromversorgung wie bei der Vorgängergeneration über vier Pins und nicht induktiv. Dies mag zwar etwas weniger komfortabel sein und die Verwendung alternativer Ladekabel erschweren, jedoch ist das Aufladen dadurch energieeffizienter, da bei induktivem Laden stets ein gewisser Energieverlust auftritt. Zudem ist das Aufladen über die Ladekontakte schneller.

Die Bedienung der Smartwatch erfolgt, wie in der Branche üblich, über Tippen und Wischen auf dem Display. Am rechten Gehäuserand befindet sich, wie von der Pixel Watch 2 bekannt, eine Krone, die durch zusätzliches haptisches Feedback eine präzise Bedienung ermöglicht. Die darüber liegende Taste ist weiterhin etwas nah an der Krone positioniert, wodurch sie nicht optimal erreichbar ist. Dies mag zwar auf die gegenüberliegende Seite palpiert werden, jedoch ist die Bedienung im Allgemeinen akzeptabel. Weitere Details zu den Tasten und der Bedienung folgen im Abschnitt „Bedienung“.

Seit der ersten Generation der Google Pixel Watch hat sich die Auswahl an Armbändern deutlich erweitert. Neben den Originalarmbändern stehen nun auch zahlreiche Armbänder von Drittanbietern zur Verfügung. Der Wechsel des Armbandes ist unkompliziert, sofern der Vorgang verständlich erklärt wird. Da die Uhr keinen sichtbaren Verriegelungsbolzen oder ähnliches aufweist, kann der Wechsel zunächst etwas verwirrend sein. Um das Armband zu wechseln, drückt man den kleinen, unauffälligen Knopf neben dem Armband und zieht dieses in Richtung des Knopfes. Dadurch wird das Armband entriegelt und kann aus dem Bajonettverschluss entfernt werden. Das Einsetzen eines neuen Armbandes erfolgt in umgekehrter Reihenfolge. Der Knopf muss nicht aktiv betätigt werden, da er am Ende automatisch einrastet und das Armband sichert.

Am Gehäuse der Smartwatch befindet sich unterhalb der Krone, ähnlich wie bei der zweiten Generation, eine kleine runde Öffnung. Hier ist das Mikrofon für Telefonate, den Sprachassistenten usw. integriert. Auf der gegenüberliegenden linken Seite befindet sich der längliche Lautsprecher. Die Rückseite bzw. Unterseite der Smartwatch erscheint auf den ersten Blick identisch mit der Vorgängerversion. Es wurde jedoch ein neuer Sensor integriert und eine Funktion ergänzt. Neu ist die Pulsverlusterkennung. Sollten die Sensoren einen Pulsverlust feststellen, setzt die Pixel Watch 3 automatisch einen Notruf ab, um Ihnen möglicherweise das Leben zu retten.  

(Design: 4 von 5 Punkten)

Verarbeitung

Die Google Pixel Watch 3 weist optisch kaum Unterschiede zur Pixel Watch 2 auf. Die Verarbeitung ist auch hier solid und hochwertig. Gehäuse, Display und Armband vermitteln ein hochwertiges, langlebiges und angenehmes Tragegefühl. Mit 56 Gramm inklusive des mitgelieferten Armbands ist das Gewicht absolut angemessen. Die Smartwatch verfügt über einen nach IP68 zertifizierten Schutz, der sie vor Staubpartikeln und Wasser schützt. Google gibt die Wasserbeständigkeit mit 5 ATM an. Dies bedeutet, dass die Uhr zwar dem Druck in 50 Metern Tiefe standhält, jedoch nur wasserbeständig und nicht wasserdicht ist. Schwimmen an der Oberfläche, Duschen und Regenschauer stellen kein Problem dar, jedoch sollte man mit der Uhr nicht tauchen. 

Das Displayglas soll die Smartwatch und das Display schützen, jedoch sind Kratzer im Alltag nicht vollständig auszuschließen. Eine teure Panzerglasfolie könnte hier Abhilfe schaffen. Dieses Problem besteht jedoch bei allen Smartwatches. 

(Verarbeitung: 4 von 5 Punkten)

TEIL 2

bestehend aus „Funktion des Produktes“ entspricht 65% der Gesamtwertung

Art der UhrSmartwatch mit Herzfrequenzsensor, Wi-Fi, (optional 4G LTE und UMTS),
Display41 mm Version: 1,27 Zoll AMOLED-LTPO-Display, 320 PPi (Always-On-Display)
45 mm Version: 1,46 Zoll AMOLED-LTPO-Display, 320 PPi (Always-On-Display)
Touch-Displayja
Wasserfestigkeit5 Bar/50 m, IP68
SensorenKompass
Höhenmesser
Rot- und Infrarotsensoren zur Überwachung der Sauerstoffsättigung (SpO2)
Mit EKG-App kompatible elektrische Mehrzwecksensoren
Optischer Mehrwege-Herzfrequenzsensor
3-Achsen-Beschleunigungsmesser
Gyroskop
Umgebungslichtsensor
Elektrischer Sensor zur Messung der Hautleitfähigkeit (cEDA) für das Tracking von Körperreaktionen
Hauttemperatursensor
Barometer
Magnetometer
MaterialGehäuse: 100 % recyceltes Aluminium, Sportarmband: Fluorelastomer mit Soft-Touch-Beschichtung
KonnektivitätBluetooth® 5.3
NFC
GPS, GLONASS, BeiDou, Galileo, Quasi-Zenith Satellite
Wi-Fi 802.11 a/b/g/n/ac/ax 2,4 GHz + 5 GHz
Größe/Gewicht41 mm (runde Form) / 31 Gramm ( ohne Armband)
45 mm (runde Form) / 37 Gramm (ohne Armband)
CPU/RAMSnapdragon W5 Gen 1
Cortex‑M33-Coprozessor
Akkulaufzeit rund einen Tag
Kompatibleab Android 10.0 oder höher
BetriebssystemWear OS 5.0 by Google
LieferumfangGoogle Pixel Watch 3
Sportarmband (klein und groß)
USB-C-Schnellladekabel
Kurzanleitung
Technische Daten der Google Watch 3

Tragekomfort

Die Google Pixel Watch 3 präsentiert sich als elegante und ästhetische Smartwatch, die sich sowohl im Alltag als auch bei sportlichen Aktivitäten komfortabel tragen lässt. Für den sportlichen Einsatz empfiehlt sich die Verwendung des mitgelieferten Armbands oder eines der im Zubehör erhältlichen Armbänder aus recyceltem Garn. Von Leder- oder Gliederarmbändern (Metall) ist in diesem Kontext abzusehen. Dies sollte jedoch selbstverständlich sein, da Leder durch Schweiß optisch beeinträchtigt werden könnte und Metallarmbänder aufgrund ihres Gewichts und ihrer Größe den Tragekomfort während sportlicher Aktivitäten negativ beeinflussen.

Der Tragekomfort der Google Pixel Watch 3 ist, wie bereits erwähnt, als gut zu bewerten. Für schmälere Handgelenke ist das mitgelieferte Armband mit einem Umfang von 130 bis 175 Millimeter geeignet. Bei einem eher breiteren Handgelenk, wie es häufig bei Männern vorkommt, empfiehlt sich in den meisten Fällen das größere Armband mit einem Umfang von 165 bis 210 Millimeter. Alternativ bietet sich die 45mm-Version an, die am breiteren Handgelenk besser zur Geltung kommt und für einen Handgelenkumfang von 150 mm bis 215 mm ausgelegt ist. Die Smartwatch schmiegt sich gut an das Handgelenk an und nach kurzer Gewöhnungszeit nimmt man den anfänglich spürbaren Druck nicht mehr wahr. 

Da die Pixel Watch 3, wie viele andere Smartwatches auch, die Herzfrequenz misst, sollte sie nicht zu locker am Handgelenk getragen werden. Andernfalls kann der Herzfrequenzsensor den Puls nicht präzise oder gar nicht erfassen. Durch den strammen Sitz kann sich, wie üblich, Schweiß unter der Smartwatch ansammeln, da die Luftzirkulation eingeschränkt ist. Dies ist jedoch normal, da die Smartwatch, wie bei allen anderen Herstellern auch, mit der Rückseite direkt auf der Haut aufliegt. Daher stellt dies keinen Kritikpunkt dar.

(Tragekomfort: 4 von 5 Punkten)

Einrichtung & Bedienung

Google Pixel Watch
Preis: Kostenlos

Google setzt bei seiner hauseigenen Smartwatch auf das eigene Betriebssystem für Smartwatches, Wear OS in der Version 5.0. Die Einrichtung erfolgt, wie von Google gewohnt, schnell und einfach, da man Schritt für Schritt durch den Prozess geführt wird. Voraussetzung für eine erfolgreiche Verbindung ist ein kompatibles Android-Smartphone mit Betriebssystem Android 10.0 oder höher. iPhone-Nutzer können die Smartwatch nicht mit ihrem Smartphone verbinden, da die dafür notwendige Google Pixel Watch App nicht verfügbar ist. Die für iPhones verfügbare Wear OS by Google App kann diese nicht finden.

Zur Einrichtung wird die Google Pixel Watch 3 zunächst vollständig aufgeladen. Anschließend kann die Einrichtung Schritt für Schritt wie am Smartphone beschrieben durchgeführt werden. Diese ist, wie bereits erwähnt, recht einfach gehalten. Etwas störend empfand ich jedoch, dass zur übersichtlichen Erfassung und Darstellung sportlicher Aktivitäten die Fitbit App installiert werden muss. Da Google Fitbit aufgekauft hat und somit bereits über eine umfangreiche Fitness-App verfügt, ist es nachvollziehbar, dass diese genutzt und nicht zusätzlich in die ohnehin schon umfangreiche Google Pixel Watch App integriert werden soll. 

Nach der Einrichtung der Google Pixel Watch 3 wird bei jedem Start der App die Startseite angezeigt. Diese bietet verschiedene Untermenüs. Am oberen Bildschirmrand wird die Smartwatch mit dem aktuell ausgewählten Zifferblatt dargestellt. Darunter wird angezeigt, ob die Smartwatch mit dem Smartphone verbunden ist und welcher Akkustand vorhanden ist. Anschließend folgen Direktzugriffe zur Zifferblattauswahl und zu den Kacheln (früher „Ansichten“). In der Zifferblattauswahl können aus zahlreichen Zifferblättern verschiedene Optionen ausgewählt werden, die Darstellung und die Farben der Elemente können angepasst werden. In den Kacheln kann festgelegt werden, welche Funktionen beim Wischen von rechts nach links oder umgekehrt angezeigt werden sollen. Die Reihenfolge der Kacheln kann ebenfalls angepasst werden. Darunter folgen weitere Untermenüs mit verschiedenen Einstellungsmöglichkeiten.

In den Einstellungen können beispielsweise Benachrichtigungseinstellungen vorgenommen werden. Unter Punkt Google können alle Benachrichtigungen im Zusammenhang mit Google-Diensten (Google Pay, Google One-Backup, Google Assistant etc.) verwaltet werden. Im Menü Play Store können zusätzliche Apps auf die Smartwatch installiert werden. Unter Smartwatch-Einstellungen können die Ausrichtung, die Display-Einstellungen und die Gestensteuerung angepasst werden. Hier kann beispielsweise die Beleuchtungsdauer des Displays, die Aktivierung des Always-On Displays und die Schriftgröße festgelegt werden. In den Sicherheitseinstellungen und Notfallkontakten können Benachrichtigungen für Notfallkontakte konfiguriert und Systemdaten eingesehen werden. Die restlichen Einstellungen sind weniger relevant. 

Bedienung über die Smartwatch

Benachrichtigungen können direkt über die Smartwatch gelesen werden, indem man von unten nach oben über das Display wischt. Über die sogenannten Tiles (Widgets) – also direkte Verknüpfungen zu den wichtigsten Funktionen wie gelaufene Schritte, Schnellstart für die Aufzeichnung einer sportlichen Aktivität, Schlaf, Kalender usw. – wechselt man, indem man von links nach rechts oder andersherum wischt. Wischt man mit dem Finger von oben nach unten, erscheinen die Schnelleinstellungen. Hier können der Flugmodus, der Schlafmodus, die Helligkeit des Displays und einige weitere Funktionen direkt per Schnellzugriff aktiviert bzw. verändert werden. Durch einmaliges Drücken der Krone gelangt man direkt zur App-Übersicht, beim zweimaligen Drücken wird direkt das Google Wallet geöffnet. Über die Taste oberhalb der Krone greift man durch einmaliges Drücken auf die zuletzt verwendeten Apps zu, und durch zweimaliges Drücken gelangt man von Werk aus ebenfalls zum Google Wallet. 

In den Einstellungen können beispielsweise Benachrichtigungseinstellungen vorgenommen werden. Unter Punkt Google können alle Benachrichtigungen im Zusammenhang mit Google-Diensten (Google Pay, Google One-Backup, Google Assistant etc.) verwaltet werden. Im Menü Play Store können zusätzliche Apps auf die Smartwatch installiert werden. Unter Smartwatch-Einstellungen können die Ausrichtung, die Display-Einstellungen und die Gestensteuerung angepasst werden. Hier kann beispielsweise die Beleuchtungsdauer des Displays, die Aktivierung des Always-On Displays und die Schriftgröße festgelegt werden. In den Sicherheitseinstellungen und Notfallkontakten können Benachrichtigungen für Notfallkontakte konfiguriert und Systemdaten eingesehen werden. Die restlichen Einstellungen sind weniger relevant. 

(Einrichtung & Bedienung: 4 von 5 Punkten)

Display

Bei der neuen Google Pixel Watch 3 setzt Google auf ein AMOLED-LTPO-Display. Diese Displaytechnologie ermöglicht eine variable Bildwiederholrate von 1 bis 60 Hertz, was zu einer erhöhten Akkulaufzeit führt. Denn wenn die Darstellung keine hohe Bildwiederholrate erfordert, wird diese automatisch reduziert, wodurch weniger Energie verbraucht wird. Die Displaygröße ist aufgrund minimal kleinerer Ränder ebenfalls gewachsen, sodass die 41-mm-Version nun ein 1,27 Zoll großes Display bietet, was minimal größer ist. Wer es wiederum nochmals deutlich größer bevorzugt, greift zur 45-mm-Version, denn hier wird ein 1,46 Zoll großes Display geboten. Die Pixeldichte liegt unverändert bei 320 ppi, sodass sowohl die kleinere als auch die größere Version weiterhin wie von der Vorgängerversion gewohnt ein sehr scharfes Display bietet. Hier hat Google auf die Kritik der Kunden gehört und die beiden Kritikpunkte am Display beseitigt. 

Da Google weiterhin auf das gleiche Konzept wie zuvor setzt, fällt der Displayrand im Alltag kaum auf. Selten verlaufen die Menüs bis an den Rand, sodass dieser intelligent kaschiert wird und im Alltag nicht störend auffällt. Typisch für ein AMOLED-Display bietet dies hervorragend Schwarzwerte, denn schwarz ist hier auch kräftiges Schwarz, was dazu beiträgt, dass der Rahmen kaum im Alltag stört. Ebenso überzeugen die Kontrastwerte und es werden kräftige Farben geboten. Die Google Pixel Watch 3 überzeugt auch hinsichtlich der Blickwinkelstabilität, denn selbst bei einem flachen Blickwinkel beeinflusst dies das Display kaum bis nur minimal.

Google hat in der Pixel Watch 3 einen sehr gut funktionierenden Umgebungslichtsensor verbaut, sodass die Helligkeit automatisch dem Umgebungslicht angepasst wird. Hier kommt eine weitere Verbesserung der Google Pixel Watch 3 zum Tragen: Diese unterstützt nun eine Helligkeit von bis zu 2.000 Nits, was eine Verdopplung darstellt. Somit hat man nun auch bei direkter Sonneneinstrahlung kaum noch Probleme, das Display abzulesen, ein sehr wichtiges Feature, das bei einer Smartwatch sehr wichtig ist. 

Das Always-On Display ist natürlich wie von Google gewohnt mit an Bord. So bleibt das Display abgedunkelt immer aktiv und wird wieder auf die nötige Helligkeit erhöht, wenn man auf die Uhr blickt oder das Handgelenk zu sich dreht, um auf die Uhr zu schauen. Dies reduziert natürlich die maximale Akkulaufzeit, aber wenn nicht gewünscht, kann die Funktion problemlos deaktiviert werden.

(Display: 5 von 5 Punkten)

Funktionen

Beim Prozessor hat Google gegenüber der Pixel Watch 2 keine Veränderungen vorgenommen. Es kommt weiterhin das gleiche Hardware-Setup mit dem bekannten Snapdragon Wear 5 Gen. 1 zum Einsatz. Dieser Prozessor stammt aus dem Hause Qualcomm und integriert eine CPU mit vier ARM Cortex A53 Kernen, die mit bis zu 1,7 GHz takten. Ergänzt wird dies durch eine Adreno 602 GPU mit einer maximalen Taktfrequenz von 1 GHz. 

Die Hardware ermöglicht ein flüssiges Systemverhalten und zeichnet sich durch Energieeffizienz aus. Unterstützt wird der Prozessor weiterhin von einem 2 Gigabyte großen Arbeitsspeicher, der für einen reibungslosen Hintergrundbetrieb der Apps sorgt. Auch der Speicherplatz bleibt mit 32 Gigabyte unverändert, was für eine Smartwatch absolut ausreichend ist und genügend Platz für Apps, Musik und andere Daten bietet.

Die verbauten Sensoren umfassen neben einem Höhenmesser, Kompass, Barometer, Manometer und Gyroskop für die Navigation auch einen SpO2-Sensor (Rot- und Infrarotsensor) zur Erfassung der Sauerstoffsättigung. Der optische Mehrzweck-Herzfrequenzsensor misst den Puls und benachrichtigt den Nutzer bei ungewöhnlich hohen oder niedrigen Herzfrequenzen. Zudem ermöglicht die installierte App die EKG-Funktion. Der 3-Achsen-Beschleunigungssensor dient unter anderem dazu, zu erkennen, wann der Nutzer auf die Smartwatch blickt. Neu ist die Funktion, dass die Smartwatch einen Notruf auslöst, wenn sie keinen Puls mehr erfassen kann. 

Der von der Google Pixel Watch 2 bekannte Hauttemperatursensor, welcher nach dreimaligem Tragen der Smartwatch im Schlafzyklus Veränderungen der Hauttemperatur erfassen kann, ist ebenfalls verbaut. Ebenso ist ein elektronischer Sensor zur Messung der Hautleitfähigkeit (CEDA) integriert. Letzterer erfasst Veränderungen im Schweiß. Bei zu hohen Differenzen informiert die Smartwatch den Nutzer über einen möglichen körperlichen Stress. 

Durch die Integration von FitBit steht Ihnen bei der Google Pixel Watch 3 eine breite Auswahl an Trainingsarten zur Verfügung, die Sie erfassen können. Es werden rund 40 verschiedene Sportarten unterstützt, darunter sowohl gängige als auch weniger verbreitete Disziplinen. Besonders praktisch ist die automatische Trainingserkennung. Beim Spazierengehen werden Sie beispielsweise automatisch gefragt, ob Sie die Aktivität aufzeichnen möchten. Diese Funktion funktioniert bisher gut, ist aber inzwischen keine Besonderheit mehr, da auch Apple diese Funktion schon lange anbietet. Das automatische Workout-Tracking funktioniert derzeit bei folgenden Sportarten: Laufen, Rennen, Spazieren, Radfahren, Indoor-Cycling, Rudern und Training am Ellipsentrainer. Alle anderen Sportarten müssen manuell vor dem Training gestartet, währenddessen pausiert und am Ende angehalten werden. Bei den oben genannten Sportarten erfolgt dies weitestgehend automatisch. 

Die Herzfrequenz wird von der Google Pixel Watch 3 permanent, also kontinuierlich, gemessen, sodass diese jederzeit eingesehen werden kann. Das in der Google Pixel Watch 3 verbaute GPS-Modul ist größtenteils sehr exakt, gelegentlich jedoch etwas unpräzise. Dies könnte daran liegen, dass Google hier nicht auf einen Multibandempfänger wie beispielsweise Garmin bei einigen Smartwatches setzt, sondern lediglich auf eine Monoband-Lösung. Die Google Pixel Watch 3 verbindet sich schnell mit den Satelliten, jedoch ist die Genauigkeit nicht so gut wie beispielsweise bei meinem Garmin Edge 1050. Hier kommt es beim genauen Betrachter der Strecke gelegentlich zu leichten Abweichungen. Dies ist nicht sonderlich gravierend, jedoch sollten Nutzer, die eine Smartwatch mit sehr genauem GPS suchen, zu einem anderen Modell greifen. Für die meisten Nutzer, die lediglich ihre Laufstrecke etc. aufzeichnen möchten, ist die Google Pixel Watch 3 dennoch präzise genug. Dennoch sollte Google im nächsten Modell einen Multibandempfänger verbauen.  

Praktisch ist die Übernahme des am Smartphone hinterlegten Schlaf- und Bitte-nicht-stören-Modus durch die Google Pixel Watch 3. Dadurch wird die Uhr beispielsweise ebenfalls in den Schlafmodus versetzt, wodurch das Display in dieser Zeit automatisch abgedunkelt wird. Die Google Pixel Watch 3 verfügt über eine ausgezeichnete Schlaftracking-Funktion, was nicht überrascht, da dies bereits eine Stärke von Fitbit war, die Google übernommen hat. Durch die zahlreichen Sensoren erfasst die Smartwatch den Schlaf sehr umfassend und zeigt Ihnen unter anderem den Schlafindex sowie verschiedene Informationen zur Qualität Ihrer Nachtruhe an. Dabei wird erfasst, wie lange Sie geschlafen haben, wie lange Sie im Leicht- und Tiefschlaf waren und welche REM-Phasen Sie durchlaufen haben. Dies geschieht automatisch, ohne dass Sie, wie erwähnt, den Schlafmodus manuell aktivieren müssen, da die Smartwatch dies selbstständig erkennt. 

(Funktionen 4,5 von 5)

Akku

Die Akkukapazität der Google Pixel Watch 3 wurde im Vergleich zum direkten Vorgängermodell bei der 41-mm-Version um 1 mAh auf 307 mAh erhöht. Die neue 45-mm-Version verfügt aufgrund des größeren Gehäuses über einen 420-mAh-Akku. Da die 45-mm-Version mehr Strom für das Display benötigt, beträgt die maximale Akkulaufzeit bei normaler Nutzung bei beiden Varianten 24 Stunden. Im Energiesparmodus sind bis zu 36 Stunden möglich, jedoch müssen Funktionen wie die permanente Pulsmessung deaktiviert werden. 

Daher muss die Smartwatch täglich aufgeladen werden, was auch von der Apple Watch bekannt ist. Wird der Schlaf in der Nacht aufgezeichnet, sollte die Smartwatch vorab geladen werden, da dies bereits fast 30 % der Akkukapazität verbraucht. Der Akku ist somit weiterhin, wie bereits von den Vorgängergenerationen der Google Pixel Watch 3 bekannt, das größte Manko. Die Akkulaufzeit ist nicht optimal und stellt für einige Nutzer ein Ausschlusskriterium dar. 

Bedauerlicherweise wird auch hier auf die Aufladung per Induktionsladekabel verzichtet. Google verzichtet hier, wie bereits bei der Google Pixel Watch 2, auf das kontaktlose Laden und setzt weiterhin auf das Laden mit magnetischem Ladedock. Die Stromübertragung erfolgt über vier Pins. Daher kann die Smartwatch nicht beliebig auf die Ladeschale gelegt werden, sondern wird in einer fixierten Ausrichtung gehalten. Dies mindert den Komfort, bietet jedoch auch einen Vorteil: Bei kontaktloser Aufladung entsteht in der Smartwatch mehr Wärme, was zu einer geringeren Ladegeschwindigkeit führt. Beim Aufladen über Pins entsteht weniger Wärme, wodurch ein schnelleres Aufladen möglich ist. Von 20 % auf 90 % lädt die Smartwatch nun in knapp 30 Minuten, während eine vollständige Aufladung von 0 % auf 100 % etwa 65 Minuten dauert. 

(Akku: 4,5 von 5 Punkten)

TEIL 3

bestehend aus „Preis/Leistung“ entspricht 10% der Gesamtwertung

Beschreibung

Mit der Google Pixel Watch 3 bleibt Google dem bewährten Design treu. Bei der 41-mm-Version sind keine Unterschiede zum Vorgängermodell erkennbar. Neu ist jedoch die 45-mm-Version, die von vielen Nutzern gewünscht wurde. 

Im Test überzeugten neben dem Display insbesondere die Herzfrequenzmessung und die präzisen Werte, sowohl im Alltag als auch während des Trainings. Das Display bietet eine doppelt so hohe Helligkeit und ist daher auch bei schlechten Lichtverhältnissen gut ablesbar. Das Betriebssystem Wear OS 5.0 läuft flüssig und harmoniert hervorragend mit einem Google Pixel Phone. 

Das GPS ist jedoch nicht Multiband-fähig, wodurch die Smartwatch bei der Aufzeichnung von Laufstrecken nicht immer präzise ist. Auch die Akkulaufzeit ist zwar verbessert, stellt aber weiterhin keine Stärke der Smartwatch dar. Dies gilt jedoch auch für die Apple Watch, die ebenfalls spätestens nach einem Tag wieder aufgeladen werden muss. 

Preis/Leistung

Der Herstellerpreis der Google Watch 3 wurde zum Marktstart mit 319 € für das Modell mit 41 mm Gehäusedurchmesser festgesetzt. Dies ist bereits deutlich günstiger als die Google Pixel Watch 2. Für die 45 mm Version werden 369 € fällig, was als fairer Preis anzusehen ist. Bevorzugt man die LTE-Variante, müssen bei beiden Modellen zusätzlich 100 € investiert werden, was jedoch vertretbar ist. Aktuell ist die Pixel Watch 3 in der Ausführung mit 41 mm Gehäusedurchmesser bereits deutlich reduziert und für rund 260 € verfügbar. Dies stellt einen ausgezeichneten Preis dar, insbesondere für Nutzer von Android-Smartphones oder Google Pixel Phones, die eine Smartwatch suchen. Für Apple-Nutzer ist die Apple Watch weiterhin die bevorzugte Wahl. Für Android-Nutzer hingegen ist die neue Google Pixel Watch 3 sehr interessant und überzeugt optisch sowie funktional, trotz einiger kleiner Schwächen. 

Google Watch 3

Zum Angebot bei

testr Gesamtwertung

unter Berücksichtigung aller Teilwertungen

 Wir bedanken uns beim Hersteller für die Bereitstellung des Produktes. Zu unseren Grundsätzen

Link zum Hersteller: google.at

Sharp EM-KS3AEU

In aller Kürze

Mit dem Modell EM-KS3AEU bietet Sharp einen Elektroroller für den österreichischen Markt an. In Deutschland ist die Nutzung auf öffentlichen Straßen nicht gestattet, da eine Versicherung nicht möglich ist. Grund dafür ist die maximale Geschwindigkeit von 25 km/h, die in Österreich noch zulässig ist, in Deutschland jedoch auf maximal 20 km/h begrenzt ist. Ansonsten handelt es sich um einen stilvollen und gut ausgestatteten Elektroscooter, der durch eine Unterbodenbeleuchtung und Seitenblinker für erhöhte Sichtbarkeit sorgt. Insgesamt ein solider Elektroscooter im Einsteigerbereich, der sogar mit einer App ausgestattet ist.

Gefällt uns

  • tolles Design
  • einfache Einrichtung und Bedienung
  • App-Anbindung
  • Blinker und Unterbodenbeleuchtung
  • Klingel, Front- und Rücklicht
  • guter Preis

Gefällt uns weniger

  • Motor eher Mittelmässig
  • Reichweite nicht besonders groß
  • Schwächen bei Steigungen

Sharp EM-KS3AEU

Zum Angebot bei

TEIL 1

Bestehend aus „Verpackung/Design/Verarbeitung“ entspricht 25% der Gesamtwertung

Verpackung

Sharp liefert den E-Scooter EM-KS3AEU in einem für das Produkt entsprechend großen Karton aus, der den E-Scooter beim Transport sicher vor Beschädigungen schützt. 

Darüber hinaus hat Sharp die Verpackung mit Informationen zum E-Scooter und Bildern versehen. Auf den beiden großen Seiten ist der E-Scooter im Schwarz-Weiß-Design abgebildet. Des Weiteren sind das Herstellerlogo und die Produktbezeichnung prominent platziert. Abschließend werden sieben für Sharp relevante Ausstattungsmerkmale mit Symbolen und Text dargestellt. Dazu gehören die Größe des Lithium-Ionen-Akkus, die maximale Reichweite von 25 km, die Ladedauer sowie das verbaute Front- und Rücklicht. 

An den seitlichen Stirnseiten sind die technischen Daten, der Lieferumfang sowie die Maße des Rollers im ausgeklappten und zusammengeklappten Zustand in mehreren Sprachen aufgeführt. Beim Öffnen der Verpackung erblickt man den E-Scooter, der durch mehrere Schaumstoffposter im Karton geschützt ist. In einem der Schaumstoffelemente liegen neben der Anleitung auch das Ladekabel, Schrauben sowie ein passender Inbusschlüssel. Letzterer wird zur Montage des Lenkers benötigt, da dieser für die kompakteren Maße der Verpackung vom Käufer montiert werden muss. Die Montage ist jedoch schnell und einfach durchführbar, worauf im Folgenden näher eingegangen wird. 

(Verpackung: 4 von 5 Punkten)

Design

Der Rahmen des 16 Kilogramm leichten Sharp EM-KS3AEU E-Scooters ist komplett in Schwarz gehalten. Die schwarze Farbgebung harmoniert sehr gut mit den roten Akzenten, wie dem Halte-Clip an der Lenksäule, der roten Ummantelung der Bremsleitung, dem roten Bremssattel am Hinterrad und den seitlichen Radaufnahmen am Frontmotor. Dies verleiht dem Sharp KS3 ein zeitloses, sportliches und zugleich auffallendes Design. Auf eine Federung muss hier jedoch verzichtet werden, da diese in dieser Preisklasse nicht angeboten wird. Stattdessen setzt Sharp auf sogenannte Honycomb-Reifen, die durch ihre luftgefüllte Konstruktion dennoch ein angenehmes Fahrerlebnis ermöglichen sollen, da diese Reifen die Federung ersetzen. 

Die Bodenfreiheit beträgt circa 6 cm. Es gibt Modelle mit deutlich mehr Bodenfreiheit, jedoch liegt der KS3 im Vergleich etwa im Mittelfeld. Die Abmessungen betragen im zusammengeklappten Zustand 56 x 45,5 x 106 cm (Breite x Höhe x Länge). Das Zusammenklappen erfolgt, wie bei den meisten anderen E-Scootern, die ich in letzter Zeit getestet habe, ähnlich. Man löst lediglich die Sicherung an der Lenkstange, klappt diese um und arretiert sie am Befestigungspunkt am hinteren Schutzblech. Dadurch kann der E-Scooter über die Lenkstange transportiert werden, um ihn beispielsweise in den Kofferraum zu laden oder im Zug zu transportieren. Ein längeres Tragen ist aufgrund des hohen Gewichts jedoch nicht empfehlenswert. Das Gerät ist nicht wirklich handlich, man spürt die 16 kg deutlich. Insbesondere meine Freundin kann den E-Scooter aufgrund seiner Größe nicht wirklich handhaben. 

Zusätzlich zu den Reflektoren im vorderen Bereich der Trittplatte verfügt der Sharp KS3 über eine Frontleuchte am Lenker und eine Rückleuchte am hinteren Schutzblech. Des Weiteren ist ein Blinker verbaut, sodass beide Lenkerenden mit Blinkerleuchten ausgestattet sind. Die Beleuchtung und der Blinker weisen eine ausreichende Helligkeit auf, um in der Dämmerung und bei Nacht eine gute Sichtbarkeit zu gewährleisten. Bedauerlicherweise wurden am Heck keine Blinkerleuchten integriert, wodurch diese für nachfolgende Autofahrer nicht immer wahrnehmbar sind, da sie gegebenenfalls durch den Fahrer des E-Scooters verdeckt werden können. 

Die nach oben verlagerte Leuchte im Lenker ermöglicht eine optimale Ausleuchtung während der Fahrt. Der Leuchtkegel ist im Vergleich zu E-Scootern, bei denen die LED-Lampe am unteren Schutzblech angebracht ist, deutlich effektiver. Dennoch gibt es auch Leuchten mit einer besseren Ausleuchtung und der Möglichkeit der Justierung, was hier leider nicht der Fall ist. 

Das große Display des Sharp EM-KS3AEU E-Scooters ist dank integrierter Beleuchtung sowohl tagsüber als auch nachts bestens ablesbar und informiert über alle wichtigen Daten. Für die rechtzeitige Warnung von Fußgängern ist eine ausreichend laute mechanische Klingel verbaut. Die Ausstattung des E-Scooters lässt somit keine Wünsche offen. 

(Design: 4 von 5 Punkten)

Verarbeitung

Die Verarbeitung des Sharp KS3 ist insgesamt gut. Sharp verwendet hier, wie bereits erwähnt, Honeycomb-Reifen, die schlauchlos sind. Dies sorgt für eine hohe Pannensicherheit. Darüber hinaus federn diese Luftkammern, wodurch Unebenheiten im Boden besser überwunden werden können, ohne dass die Kontrolle über den Scooter verloren geht. 

Darüber hinaus gewährleistet die gummierte Trittplatte jederzeit einen sicheren Stand, selbst bei Nässe und in Kurven. Der Aluminiumrahmen wirkt hochwertig und stabil. Mit einem maximalen Tragegewicht von bis zu 120 kg ist der Scooter für eine breite Nutzergruppe geeignet. Auch alle anderen Elemente, wie das Display, die Griffe, die Bremse und die Klingel, vermitteln einen soliden und langlebigen Eindruck.

(Verarbeitung: 4 von 5 Punkten)

TEIL 2

bestehend aus „Funktion des Produktes“ entspricht 65% der Gesamtwertung

FahrzeugartElektroscooter
Straßenzulassungin Österreich ja, aberr in Deutschland und Schweiz nein
Geschwindigkeit25 km/h
Motorleistung350 Watt
Reichweitebis zu 25 Km
BremsenDreifachbremse (Motorbremse, Scheibenbremse hinten und Fußbremse über Schutzblech).
Gewicht16 Kilogramm
max. Traglast120 Kilogramm
Reifengröße 8,5″ Honeycomb-Reifen
Faltbarja
AkkuZertifizierte Batterie mit 36 V und 6,6 Ah
Blinkerja
Federungnein
LieferumfangSharp EM-KS3AEU E-Scooter
4x Schraube
1x Inbusschlüssel für Schrauben
1x Anleitung
Ladekabel mit Netzteil
Technische Daten Sharp EM-KS3AEU

Montage/ Aufbau 

Mit Ausnahme des Lenkers ist der Sharp KS3 bereits vollständig vormontiert. Es ist lediglich erforderlich, das Verbindungskabel zum Lenker anzuschließen und den Lenker mit den vier im Lieferumfang enthaltenen Schrauben zu befestigen. Der dafür notwendige Inbusschlüssel ist ebenfalls im Lieferumfang enthalten. Im Anschluss daran sollten alle angeschraubten Bauteile sicherheitshalber auf ihren festen Sitz überprüft werden, um sicherzustellen, dass nichts von Werk aus vergessen wurde. Abschließend sollte der Akku vollständig aufgeladen werden, bevor die erste Fahrt unternommen werden kann. 

(Montage/ Aufbau: 5 von 5 Punkten)

Bedienung

Die Bedienung des Sharp KS3 ist intuitiv und ermöglicht eine schnelle Einarbeitung. Das Einschalten erfolgt über den Power-Schalter rechts unterhalb des Displays. Dieser wird für drei Sekunden gedrückt gehalten. Ebenso erfolgt das Ausschalten des Scooters. Neben der Klingel am linken Lenkerende befindet sich ein Bremshebel, der die Scheibenbremse betätigt. Sharp setzt beim KS3 auf ein dreistufiges Bremssystem, dessen Funktionsweise im Abschnitt „Bremsleitung“ ausführlich erläutert wird. Unter dem Display besitzt der E-Scooter übrigens auch einen USB-Anschluss, über welchen man sein Smartphone während der Fahrt aufladen kann.

Die Beschleunigung erfolgt beim Sharp KS3, wie bei allen anderen E-Scootern, über das Daumengas. Der Hebel hierfür befindet sich auf der rechten Seite. Am linken Lenker ist zudem ein Blinktaster angebracht. Mithilfe dieses Tasters kann der Blinker in die gewünschte Richtung gesetzt und durch Zurückdrücken in die Mittelstellung deaktiviert werden. Die Blinker geben lediglich ein visuelles Feedback, kein akustisches Signal. Das Display des Sharp KS3 ist groß und zeigt alle wichtigen Informationen an. Der Akkustand wird in 20%-Schritten über eine 5-Balken-Anzeige dargestellt. Darüber hinaus werden die aktuelle Geschwindigkeit und der aktuelle Tachostand angezeigt. Die Geschwindigkeit kann in drei Stufen eingestellt werden: Modus „Gehen“ – 6 km/h; Modus „Mittel“ – 20 km/h und Modus „Maximal“ – 25 km/h. 

(Bedienung: 4,5 von 5 Punkten)

App

Ergänzend zur Bedienung über den Sharp KS3 besteht die Möglichkeit, einige Funktionen direkt über die App zu nutzen, die über das Gerät selbst nicht verfügbar sind. Dies ist jedoch nicht zwingend erforderlich und bleibt Ihnen überlassen.

 Sharp bietet die „Sharp Life-App“ kostenlos für Android und iOS an. Sie steht im jeweiligen App Store zur Verfügung. Für die Nutzung der App ist die Erstellung eines Nutzerkontos erforderlich. Hierfür werden eine E-Mail-Adresse und ein Passwort benötigt. Nach erfolgreicher Kontoerstellung kann der Sharp KS3 in wenigen Schritten hinzugefügt werden. Die App findet das Gerät nach kurzer Zeit, sofern es eingeschaltet ist. 

SHARP Life
Preis: Kostenlos
SHARP Life
Preis: Kostenlos

Nach erfolgreicher Aktivierung werden auf der Startseite neben der Abbildung eines E-Scooters weitere Details angezeigt. Hier erhalten Sie Informationen über den Akkustand. Eine Anzeige der maximalen Reichweite wäre wünschenswert, wird jedoch nicht bereitgestellt. Stattdessen werden die zurückgelegten Kilometer angezeigt. Zudem können Sie den Scooter sperren (Wegfahrsperre, d. h. der Motor wird deaktiviert), den Tempomat aktivieren, die Geschwindigkeitsstufe ändern und die Front- und Rückleuchte einschalten. 

Die Wegfahrsperre bietet keinen vollständigen Diebstahlschutz, da ein Dieb den E-Scooter weiterhin wegtragen kann. Die erweiterten Einstellungen ermöglichen Ihnen, den Akkustand und die Stromspannung in Volt abzurufen. Darüber hinaus können Sie die Ambientebeleuchtung der Trittplatte ein- und ausschalten sowie nach vorgegebenen Farbmustern ändern.

(App: 3,5 von 5 Punkten)

Fahreigenschaft

Nach der Eingewöhnung an den Sharp KS3 kann die erste Fahrt erfolgen. Zu Beginn empfiehlt sich die Verwendung der mittleren Geschwindigkeitsstufe mit sanfterer Beschleunigung. Diese lässt sich durch Auswahl von Stufe 2 am Display oder in der App aktivieren. Selbstverständlich ist auch ein direkter Start in Stufe 3 möglich, jedoch auf eigene Gefahr. Insbesondere bei der ersten Fahrt mit einem E-Scooter ist die Konzentration auf das Fahrgefühl, das Gleichgewicht und das Lenken essenziell. Nach einer entsprechenden Eingewöhnungsphase wird man vermutlich in der Regel in Stufe 3 fahren.

Die aktuell gewählte Fahrstufe wird auch nach dem Ausschalten des E-Scooters gespeichert und muss nicht bei jedem Start neu ausgewählt werden. Der Antrieb des E-Scooters startet nicht aus dem Stand, ähnlich wie bei vielen anderen Modellen. Es ist erforderlich, den Roller zunächst mit dem Fuß anzuschieben und anschließend über das Daumengas zu starten. Dies dient der Sicherheit, da eine direkte Beschleunigung beim Betätigen des Daumengases für Anfänger zu gefährlich wäre und zu Gleichgewichtsverlusten führen könnte. 

Das Ansprechverhalten des Motors ist ausgezeichnet. Nach einer Kurvenfahrt, bei der zuvor Geschwindigkeit reduziert wurde, reagiert der Motor am Vorderrad ohne Verzögerung und beschleunigt direkt wieder, sobald das Daumengas betätigt wird. Zu Beginn ist eine gewisse Eingewöhnungszeit an das Bremssystem mit Motorbremse erforderlich, da beim Entfernen des Gases vom Motor eine Motorbremsung erfolgt. 

Die Aufhängung des Sharp KS3 ist relativ straff abgestimmt. Dies führt zu einem präzisen Lenkverhalten, jedoch nicht zu dem gefederten Fahrkomfort, den ein gefederter E-Scooter bietet. Dennoch ist das Fahrverhalten des Sharp KS3 nicht unkomfortabel, da die Reifen mit Luftkammern ausgestattet sind. Diese fungieren als Dämpfer und reduzieren die Übertragung von Unebenheiten auf den Fahrer. Die Honeycomb-Reifen absorbieren einen Großteil der Kräfte und sorgen so für ein angenehmes Fahrerlebnis. 

Auf Asphalt und befestigten Feldwegen bietet der Sharp KS3 ein gutes Fahrerlebnis. Auf Kopfsteinpflaster und unebenen Streckenoberflächen zeigt sich jedoch ein Nachteil der Vollgummi-Honeycomb-Reifen. Im Vergleich zu Schlauchreifen und E-Scootern mit separater Federung ist der Komfort deutlich geringer. Die Vibrationen sind spürbar, und es entsteht der Eindruck, dass sich Komponenten lösen könnten. Für solche Untergründe empfiehlt sich ein vollgefederter E-Scooter mit Schlauchreifen, da diese auch auf Kopfsteinpflaster und geschotterten Feldwegen eine komfortable Fahrt ermöglichen. 

Der Sharp KS3 ist, wie die anderen E-Scooter dieser Ausführung, für den Stadtverkehr konzipiert, insbesondere für die Nutzung auf Straßen und anderen befestigten Wegen. Ein wesentlicher Vorteil der Honeycomb-Reifen aus Vollgummi liegt in ihrer Pannensicherheit, da sie aufgrund des fehlenden Luftkammers keine Luft verlieren können. 

Der bürstenlose Motor bietet mit 350 Watt zwar keine überragende Leistung, ermöglicht aber dennoch eine zügige Fortbewegung. Leichte Steigungen bewältigt der Sharp KS3 ohne Geschwindigkeitsverlust. Bei Steigungen von 15 %, was von Sharp als maximaler zulässiger Wert angegeben wird, zeigt er jedoch bereits deutliche Schwierigkeiten und fällt schnell auf 10 km/h ab, sodass man sich überlegt, ob ein Aufstieg zu Fuß nicht sinnvoller wäre. 

(Fahreigenschaft: 4 von 5 Punkten)

Bremsleistung

Wie bereits erwähnt, verfügt der Sharp KS3 über ein dreiteiliges Bremssystem. Dieses umfasst einen Bremshebel, der die Scheibenbremse am Hinterrad betätigt. Diese bietet eine konstant gute Bremskraft, die gut dosiert werden kann. Insbesondere bei hohen Geschwindigkeiten und nassen Fahrbahnbelägen überzeugt sie durch ihre zuverlässige Bremsleistung, die auf dem Prinzip von Bremsbelägen basiert, wie man sie auch von Fahrrädern kennt. Ein Nachteil ist der Verschleiß sowohl der Bremsscheibe als auch der Bremsbeläge, die daher regelmäßig erneuert werden müssen. 

Des Weiteren verfügt der E-Scooter über eine Rekuperation des Frontmotors. Hierbei wird der Motorwiderstand genutzt, um den E-Scooter ähnlich wie bei einem Elektroauto zu verlangsamen. Dies geschieht, wenn der Gasgriff losgelassen wird und somit keine Beschleunigung mehr erfolgt. Ein Vorteil dieser Bremsart ist ihre Verschleißfreiheit, da keine mechanischen Bauteile wie beispielsweise eine Bremsscheibe benötigt werden.

Darüber hinaus ist eine Fußbremse vorhanden, die durch den Fahrer aktiviert wird, indem er auf das hintere Schutzblech tritt. Dieses System ist von herkömmlichen Rollern bekannt, wo es die einzige Bremse darstellt, und ist vom Prinzip her einfach zu bedienen. Allerdings bietet diese Bremsart die geringste Bremsleistung der drei vorhandenen und wird daher von mir persönlich kaum genutzt. 

Die Bremsleistung ist für die Beschleunigung des Sharp KS3 ausreichend, jedoch gibt es definitiv bessere Modelle, die präziser bremsen und dabei jederzeit ein sicheres Fahrgefühl vermitteln. Ich persönlich hätte mich über eine Dual-Bremse aus Scheibenbremse am Heck und Trommelbremse an der Front gefreut, diese ist jedoch dem Sharp KS4 vorbehalten. 

(Bremsleistung: 4 von 5 Punkten)

Reichweite und Ladung

Sharp gibt an, dass der Sharp KS3 eine Reichweite von bis zu 25 Kilometern hat. Diese ist selbstverständlich von verschiedenen Faktoren abhängig, wie beispielsweise dem Gewicht des Fahrers, den Wetterbedingungen und der Beschaffenheit der Fahrstrecke (Steigungen). Ich konnte die 25 Kilometer zwar nicht ganz erreichen, laut GPS-Daten waren es jedoch rund 20 Kilometer. Wie bereits erwähnt, hängen diese Werte von mehreren Faktoren ab. Bei einem Gewicht von 80 Kilogramm anstelle von 70 Kilogramm erreicht der E-Scooter logischerweise eine geringere Reichweite. Dies sollte jedoch jedem Nutzer bewusst sein. Darüber hinaus ist die Reichweite bei kälteren Temperaturen, ähnlich wie bei einem Elektroauto, reduziert, da die Akkus aufgrund der Kälte nicht ihre volle Leistung entfalten können. 

Die vollständige Aufladung des Akkus des Sharp KS3 dauert etwa 4,5 Stunden. Dies ist kein Spitzenwert, aber sicherlich schonend für den Akku. 

(Reichweite und Ladung: 3,5 von 5 Punkten)

TEIL 3

bestehend aus „Preis/Leistung“ entspricht 10% der Gesamtwertung

Beschreibung

Sharp bewirbt den Elektroscooter EM-KS3AEU mit dem Versprechen, den Schulweg sicherer zu gestalten. Dies soll durch das große informative Display, die Beleuchtung an Front und Heck sowie die Blinker erreicht werden. Die 8,5 Zoll Honeycomb-Reifen gewährleisten durch den Verzicht auf einen Schlauch eine hohe Pannensicherheit. Zudem bieten diese Vollgummireifen eine gewisse Federung, ersetzen jedoch keine herkömmliche Federung. Auf eine Federung muss man beim EM-KS3AEU ebenso verzichten wie auf eine hohe Reichweite. Diese ist auf maximal 25 Kilometer begrenzt. Wer eine größere Reichweite benötigt, muss zu einem höherpreisigen Modell greifen, da im Einsteigersegment kaum höhere Reichweiten angeboten werden. Ist der Weg zur Arbeit oder Schule mit hohen Steigungen versehen, empfiehlt sich die Suche nach einer alternativen Fortbewegungsmöglichkeit. Wer hingegen einen ebenen, befestigten Rad- oder Feldweg nutzen kann, ist mit dem EM-KS3AEU komfortabel unterwegs.  

Preis/Leistung

Sharp hat den Elektroscooter EM-KS3AEU zu einem Preis von über 500 Euro auf den Markt gebracht. Dieser Preis ist im Vergleich zu anderen Anbietern, wie beispielsweise Xiaomi, relativ hoch. Xiaomi bietet bereits Elektroscooter mit größeren Reifen, höherer Reichweite und Doppelfederung zu einem vergleichbaren Preis an. Um wettbewerbsfähig zu bleiben, sollte Sharp den Preis des EM-KS3AEU möglicherweise anpassen.

Sharp EM-KS3AEU

Zum Angebot bei

testr Gesamtwertung

unter Berücksichtigung aller Teilwertungen

 Wir bedanken uns beim Hersteller für die Bereitstellung des Produktes. Zu unseren Grundsätzen

Link zum Hersteller: sharp.com

Yale Smart Alarm Starterkit L

In aller Kürze

Mit dem Yale Smart Alarm Starterkit L hat Yale sein Smarte-Sicherheitsökosystem erneut erweitert. Dieses preiswerte und benutzerfreundliche Set ermöglicht es Ihnen, Ihr Haus oder bis zu vier Räume zuverlässig vor Einbrüchen zu schützen. Das Set enthält verschiedene Sensoren, die ich im Test ausführlich vorstellen werde. Obwohl diese Sensoren etwas größer sind als die der Konkurrenz, punkten sie mit einer beeindruckenden Funkreichweite und Akkulaufzeit.

Gefällt uns

  • lange Akkulaufzeiten
  • einfache Einrichtung und Bedienung
  • App mit vielen Einstellungsmöglichkeit
  • Alarm Hub mit Backup-Batterie
  • Sicherheit durch Manipulationserkennung
  • Umfangreich Erweiterbar

Gefällt uns weniger

  • teils klobigere Sensoren als Konkurrenten
  • kein Matter

Yale Smart Alarm Starterkit L

Zum Angebot bei

TEIL 1

Bestehend aus „Verpackung/Design/Verarbeitung“ entspricht 25% der Gesamtwertung

Verpackung

Yale präsentiert das Yale Smart Alarm Starterkit L in der gewohnten, stabilen Verpackung, die in eine bedruckte Umverpackung eingeschoben ist. 

Auf der Vorderseite wird das Smart Alarm Set präsentiert. Im Mittelpunkt steht dabei der Smart Alarm Hub, die Basis des Systems. Die zusätzlichen Sensoren sind etwas kleiner dargestellt. Auf der Vorderseite befinden sich außerdem das Herstellerlogo, der Produktname sowie die Kompatibilitätshinweise für das Yale Smart Alarm Starterkit L, darunter Philips Hue, Google Home und Alexa.

Auf der rechten Seite informiert Yale über den Lieferumfang, der anhand kleiner Skizzen übersichtlich dargestellt wird. Darunter weist das Unternehmen auf die verfügbare Android- und iOS-App hin. Anhand des Logos ist ersichtlich, dass sowohl WiFi als auch Bluetooth unterstützt werden.  

Auf der linken Seite der Umverpackung wird das Ökosystem von Yale in mehreren Sprachen kurz erläutert. Darin erwähnt Yale, dass das Yale Smart Alarm Starterkit L mit anderen Produkten des Hauses Yale verknüpft werden kann, beispielsweise mit dem Smart Lock oder einer Kamera von Yale. Yale hebt dabei einen der größten Vorteile des Yale-Systems hervor: Als Smart Lock Besitzer kann man einstellen, dass beim Schließen des Smart Locks automatisch das Alarmsystem aktiviert wird. 

Abschließend präsentiert Yale auf der Rückseite in mehreren Sprachen die wichtigsten Vorteile des Systems. Hervorzuheben sind die Steuerung über die hauseigene App, das Tastenfeld oder bei Verknüpfung mit einem Smart Lock von Yale. Weiterhin werden die hohe Funkreichweite sowie die Vernetzung mit anderen Yale-Produkten erwähnt. 

Entfernt man die stabile Hauptverpackung aus der Umverpackung und öffnet diese von unten nach hinten, so kommt der smart Alarm Hub zum Vorschein. Durch das Entfernen des Alarm Hubs und dessen Verpackung erblickt man darunter weitere Zubehörteile: Fenster-/Türkontakt, Innen-Bewegungsmelder, Keypad und Keyfob. Des Weiteren befindet sich in einer kleinen, länglichen Kartonage das Netzwerkkabel für die Basis sowie ein Netzteil mit einem Steckeradapter für EU-Steckdosen und britische Steckdosen. Hinzu kommen einige Beipackzettel und Sticker (Protected by Yale). 

(Verpackung: 4,5 von 5 Punkten)

Design

Smart Alarm Hub

Das Herzstück des neuen Yale Alarmsystems ist der Smart Alarm Hub. Es handelt sich dabei um eine weiße, quadratische Kunststoffbox, die bei der Einrichtung mit dem Router und dem Stromnetz verbunden wird. Die Form des Yale Smart Alarm Hubs erinnert an eine App-Kachel, da auch hier die Ecken stärker abgerundet sind. Die Maße des Smart Alarm Hubs betragen 17,5 x 17,5 x 3,6 cm. An der leicht gewölbten Oberseite befinden sich eine Status-LED und das große Yale Firmenlogo. 

Auf der Rückseite befindet sich zunächst die Befestigungsplatte. Diese ist nach dem Anschließen der Kabel wieder anzubringen. So lässt sich die Zentrale einfach in der Nähe des Routers platzieren oder mit zwei Schrauben an der Wand befestigen. Alternativ ist die Befestigung an der Wand mit den beiliegenden Klebestreifen möglich. Dem Kunden stehen somit je nach Situation alle Optionen offen. Entfernt man die Befestigungsplatte vom Hub, sind die beiden Kabelkanäle sichtbar. Hier werden das Netzwerkkabel und das Stromkabel eingeführt und in die jeweiligen Anschlüsse in der Aussparung gesteckt. Des Weiteren befinden sich auf der Rückseite der rote Sicherheits-Taster, der Power On-/Off Schieberegler sowie ein Aufkleber mit der Produktbezeichnung und dem für die Einrichtung wichtigen QR-Code. 

Der Sicherheits-Taster wird beim Befestigen der Montageplatte betätigt. Yale hat den Tasterdorn an einer Plattform mit Sollbruchstellen angebracht. Wird der Alarm beispielsweise von unbefugten Personen von der Wand entfernt, wird die Verbindung zum Sicherheits-Taster unterbrochen und der Alarm ertönt aufgrund der Manipulation. Selbst wenn die Stromversorgung unterbrochen wird, löst der Alarm aus, da im Inneren des Smart Hubs eine Backup-Batterie mit einer Laufzeit von bis zu 12 Stunden integriert ist. Diese kann bei Bedarf durch das Abschrauben einer Klappe ausgetauscht werden.

Bewegungsmelder

Wie alle Produkte in diesem Set besteht auch der Bewegungsmelder aus weißem Kunststoff. Seine Maße betragen etwa 12,2 x 7,2 x 5,5 cm, sein Gewicht liegt bei rund 110 Gramm. Die stark gewölbte Front des Bewegungsmelders ist neben einer Status-LED von dem großen Sensorbereich geprägt. Des Weiteren ist ein dezent eingelassenes Yale-Logo im Gehäuse angebracht. Ansonsten ist die Front des Bewegungsmelders frei von weiteren Elementen. 

Die Rückseite des Bewegungsmelders ist mit einer umlaufenden, großflächigen Fase ausgestattet. Diese ermöglicht eine flexible Platzierung des Geräts, beispielsweise in der Ecke eines Raumes, mithilfe der im Lieferumfang enthaltenen Klebestreifen. Die Befestigungsplatte lässt sich vom Bewegungsmelder abnehmen, wodurch die CR123A Lithium-Batterie zugänglich wird, die das Gerät für etwa drei Jahre mit Strom versorgt. 

Neben der Klebevariante kann der Bewegungsmelder auch mittels Schrauben befestigt werden. Die Schraubbefestigung ist jedoch nur an einer geraden Wandfläche, nicht an einer Ecke, möglich. Analog zum Yale Smart Alarm Hub verfügt auch dieser Bewegungsmelder über eine Manipulationssicherung.

Yale Keypad

Das Keypad weist mit den Maßen 12 x 6,4 x 2,3 cm ebenfalls eine beachtliche Größe auf. Es bringt zudem knapp 115 Gramm auf die Waage und besteht, wie alle Komponenten des Sets, aus weißem Kunststoff. Neben insgesamt 16 Tasten, auf die im weiteren Verlauf des Tests eingegangen wird, befindet sich lediglich unter dem Zahlenfeld eine Status-LED. Über dieses Element wird der Alarm beziehungsweise die Raumüberwachung beim Verlassen oder Betreten des Hauses aktiviert und kann beim Betreten wieder deaktiviert werden. Des Weiteren ist auch hier ein Yale-Logo angebracht. Dank eines Näherungssensors werden die Tasten automatisch beleuchtet, wenn man sich bei Dunkelheit dem Keypad nähert. 

An der Rückseite befindet sich, wie bei allen Elementen, die Befestigungsplatte, die entweder geschraubt oder mit Klebestreifen befestigt werden kann. Zudem ist auch dieses Element gegen Manipulationsversuche gesichert, da der Bereich mit dem Kontaktstift, der auf den Sicherungsknopf drückt, mit Sollbruchstellen versehen ist. Die Stromversorgung erfolgt, analog zum Bewegungsmelder, über eine CR123A Lithium-Batterie, die eine Laufzeit von bis zu drei Jahren gewährleisten soll. 

Yale Keyfob

Ein Keyfob ist, wie der Name bereits vermuten lässt, eine kleine Fernbedienung, die beispielsweise am Schlüsselbund befestigt werden kann. Der Keyfob wiegt etwa 30 Gramm und hat die Maße 11 x 3,6 x 1,2 cm. Auffällig ist die graue Silikonschlaufe, über die das Gerät beispielsweise am Schlüsselbund befestigt werden kann.

Zusätzlich zu den drei Bedientasten zur De-/Aktivierung der Alarmanlage ist auch hier wieder eine Status-LED sowie das Yale Firmenlogo angebracht. Eine Tastensperre verhindert eine unbeabsichtigte Scharfschaltung des Systems. Ebenso wie am Keypad ist auch hier eine Panikfunktion integriert. Aufgrund der flachen Bauweise setzt Yale bei der Stromversorgung auf eine CR2450 Knopfzelle, die eine Laufzeit von bis zu drei Jahren ermöglichen soll. Das Batteriefach befindet sich an der Rückseite und kann über einen Schiebemechanismus geöffnet werden. 

Yale Fester-/Türkontakt

Der Kontaktsensor, in dem der Sensor und die Elektronik verbaut sind, misst 6,9 x 2,9 x 1 cm. Der kleinere Teil mit dem verbauten Magneten ist gleich dick und lang, aber lediglich knapp unter 1 cm breit. Beide Bauteile wiegen zusammen knapp 24 Gramm und sind somit die kleinsten Teile des Yale Smart Alarm Starterkits L. Der schmalere Teil des Sensors wird mit einem Klebestreifen am gewünschten Ort befestigt, kann auf Wunsch aber auch geschraubt werden. Persönlich würde ich aber da keine Löcher durch die Schrauben in die Fenster eingebracht werden müssen, die Klebevariante bevorzugen. Im Inneren ist hier ein Magnet verbaut, siehe Bilder. Je nachdem, ob die Tür oder das Fenster offen oder geschlossen ist, gibt dieser ein Signal an den Sensor. Die kleine Kerbe zeigt dabei die Ausrichtung zum Kontaktsensor an. Beim Anbringen müssen daher beide Kerben zueinander zeigen. 

Der Kontaktsensor selbst weist an der Front ein eingelassenes Yale-Logo auf und verfügt seitlich über die besagte Kerbe, die zum Bauteil mit dem Magneten zeigen muss. Die Befestigung des Kontaktsensors erfolgt mit den beiliegenden Klebestreifen oder Schrauben. Wie auch bei den anderen, fest installierten Teilen des Sets, ist eine Manipulationssicherung im Bereich der Befestigungsplatte vorhanden. Die Stromversorgung erfolgt aufgrund der flachen Bauweise ebenfalls über eine CR2045-Knopfzelle. Die Laufzeit beträgt bis zu vier Jahre.

(Design: 4 von 5 Punkten)

Verarbeitung

Die Verarbeitung ist insgesamt als hochwertig und solide zu bewerten. Trotz Kunststoffkonstruktion wirkt alles stabil, es gibt keine Geräusche wie Knarren oder Ähnliches. Alle Produkte werden mit Batterien geliefert, die der Kunde leicht selbst austauschen kann. Im direkten Vergleich zur Konkurrenz sind alle Teile des Sets zwar etwas klobiger, jedoch ist dies für mich kein Kritikpunkt. Die Funkreichweite und die Batterielaufzeit sind ausgezeichnet, daher ist dies für mich ein wichtiger Pluspunkt. 

(Verarbeitung: 4,5 von 5 Punkten)

TEIL 2

bestehend aus „Funktion des Produktes“ entspricht 65% der Gesamtwertung

Türschloss-ArtSmarte Alarmanlage
Drahtlose ReichweiteHorizon+ Technologie: 1km lange Reichweite
Kommunikationsfrequenz zwischen Yale Hub und AlarmgerätenHorizon+ Technologie: 2-Wege RF auf 868Mhz
AbmessungenAlarm Hub: 175mm x 175mm x 35.8mm
Innen-Fenster-/Türkontakt: 68.5mm x 29mm x 9.52mm
Innen-Bewegungssensor: 121.75mm x 71.75mm x 55mm
Keypad: 122mm x 64mm x 22.49mm
Keyfob: 106mm x 36mm x 12mm
GewichtAlarm Hub: 410g
Innen-Fenster-/Türkontakt: 35g
Innen-Bewegungssensor: 110g
Keypad: 115g
Keyfob: 30g
MaterialKunststoff
StromversorgungAlarm Hub über Stromversorgung über AC-Adapter
alle anderen Sensoren über eine CR2045 Lithium-Batterie oder CR123A Lithium-Batterie
BatterielaufzeitAlarm Hub: Akku-Backup: 12 Stunden voll funktionsfähig
Innen-Fenster-/Türkontakt: 4 Jahre
Innen-Bewegungssensor: 3 Jahre
Keypad: 3 Jahre
Keyfob: 3 Jahre
Lieferumfang1x Yale Smart Alarm Hub
1x Yale Innen-Fenster-/Türkontakt
1x Innen-Bewegungssensor
1x Keypad
1x Keyfob
Netzkabel
Batterien für alle Geräte
Anleitungen usw.
Technische Daten Yale Smart Alarm Startbereit L

Installation & Einrichtung 

Die Montage der einzelnen Sensoren des Yale Smart Alarm StarterKits L erfolgt, wie von Yale versprochen, schnell und unkompliziert. Die Einrichtung erfolgt über die Yale Home App oder die Yale Smart Living Alarm App. Da ich die Yale Home App bereits aufgrund des Smart Locks und anderer Yale Produkte nutze, habe ich diese für die Montage verwendet, um die Installation einer zusätzlichen App zu vermeiden. 

Ein großer Vorteil der Yale App ist die umfassende Schritt-für-Schritt-Anleitung während des Einrichtungsprozesses. Durch die Verwendung von Bildern, Texten und kurzen Videos wird der Einrichtungsprozess auch für Laien vereinfacht.  

Alarm Hub

Zur Einrichtung eines neuen Geräts in der Yale Home App navigieren Sie bitte zum Untermenü, indem Sie auf die drei Striche oben rechts klicken. Wählen Sie anschließend „Neues Gerät einrichten“. Scannen Sie den QR-Code am Yale Alarm Hub. Die App erkennt das zu verknüpfende Produkt automatisch und führt Sie Schritt für Schritt durch den Installationsvorgang. Es stehen Ihnen neben Textbeschreibungen auch Bilder und ausführliche Videos zur Verfügung, um eine reibungslose Einrichtung zu gewährleisten.

 In diesem Schritt können Sie unter anderem festlegen, in welchem Raum Sie den Alarm Hub platzieren möchten und ob Sie das Gerät über ein Netzwerkkabel oder das integrierte WLAN mit dem Netzwerk verbinden möchten. Anschließend wird die Einrichtung abgeschlossen und der Yale Alarm Hub ist online und einsatzbereit. Die Befestigung erfolgt entweder mit den im Lieferumfang enthaltenen Schrauben an den vorgesehenen Punkten der Halteplatte oder mit den beiliegenden 3M Klebestreifen. Bei der Verwendung der Klebestreifen ist darauf zu achten, dass ein Streifen über die Sollbruchstelle der Absicherung angebracht wird, um Manipulationsversuchen entgegenzuwirken. 

Yale Keypad

Nach erfolgreicher Einrichtung des Yale Alarm Hubs empfiehlt die App die Einrichtung eines Keypads. Da dieses im Lieferumfang enthalten ist, habe ich diese Empfehlung befolgt. Die Einrichtung des Keypads ähnelt der des Alarm Hubs. Zunächst entfernt man die Montageplatte und scannt den QR-Code mit der Smartphone-Kamera. Anschließend wird man Schritt für Schritt durch die Einrichtung und Installation geführt, unterstützt durch Text, Bilder und Videos. Dabei wird gefragt, wo das Keypad installiert werden soll, und man kann ihm einen eigenen Namen zuweisen. Außerdem muss ein Code definiert werden, der für die Deaktivierung der Raumüberwachung, das Abschalten des Alarms etc. verwendet wird. 

Im Anschluss kann das Yale Keypad wahlweise an der gewünschten Stelle angeschraubt oder angeklebt werden. Es ist jedoch auch hier von Bedeutung, dass beim Kleben die Sollbruchstellen der Absicherung gegen Manipulationsversuche angebracht werden. 

Bewegungsmelder

Im Anschluss habt ihr die freie Wahl, welches Produkt aus dem Yale Smart Alarm Starterkit L als Nächstes eingerichtet werden soll. Ich habe mich für den Bewegungsmelder entschieden. An diesem entfernt man, wie bei allen anderen Punkten auch, die Halteplatte. Anschließend wird der QR-Code erfasst und der Einrichtungsprozess Schritt für Schritt durchlaufen. 

Yale empfiehlt die Montage des Bewegungsmelders in einer Höhe von 1,8 m bis 2,4 m. Die Platzierung ist sowohl in einer Ecke als auch auf einer ebenen Fläche möglich. Wichtig ist, dass der Bewegungsmelder weder direktem Sonnenlicht noch der Wärme eines Heizkörpers ausgesetzt wird. Dies liegt nicht an einer potenziellen Beschädigung des Gerätes, sondern daran, dass die Wärme den Sensor beeinträchtigt und seine Genauigkeit verringert. 

Abschließend ist der Bewegungsmelder entweder zu befestigen oder zu kleben. Die Montageart ist euch überlassen. Wichtig ist auch hier die Absicherung gegen Manipulationsversuche. 

Innenkontakt

Im nächsten Schritt erfolgt die Einrichtung des Innenkontakts. Hierfür ist ebenfalls die Trennung der Halteplatte vom Sensor erforderlich. Aufgrund der dünnen Rückwand und der fest sitzenden Haltenasen ist dabei Vorsicht geboten, um Beschädigungen zu vermeiden. Nach erfolgter Trennung wird der kleine Aufkleber mit dem QR-Code mit der Smartphone-Kamera erfasst. Dadurch wird der App das zu verbindende Gerät bekannt gegeben. 

In diesem Schritt wird der gewünschte Installationsort (Raum) für den Sensor ausgewählt und ein Name vergeben. Anschließend zeigt Yale wichtige Hinweise zur Installation an. Beide Bestandteile des Innenkontakts können geklebt oder geschraubt werden. Die Klebevariante ist empfehlenswert, da sie ausreichend stabil ist und keine Löcher im Tür- oder Fensterrahmen entstehen. Beim Abstand der beiden Teile ist darauf zu achten, dass die Kerben zueinander gerichtet und 10 bis 20 mm voneinander entfernt sind. Da Fenster im Gegensatz zu Haustüren in der Regel nicht flächenbündig sind, ist es wichtig, die Sensoren nah beieinander zu platzieren, um den gewünschten Abstand zu gewährleisten. Sind beide Bauteile ausreichend nah beieinander, funktioniert die Erkennung einwandfrei.

Keyfob

Die Einrichtung des Keyfobs sollte, analog zu den anderen Produkten, im Rahmen des Einrichtungsprozesses erfolgen. Die App wies jedoch darauf hin, dass dies über die Nutzer- bzw. Gästeliste zu bewerkstelligen ist. In der Yale Home App wurde der entsprechende Punkt „Keyfob hinzufügen“ im Nutzerprofil gefunden. Nach Auswahl dieses Punktes war die Erfassung des QR-Codes im Deckel des Keypads erforderlich. Im Anschluss an einen kurzen Funktionstest war der Keyfob einsatzbereit. 

(Einrichtung & Konfiguration: 4,5 von 5 Punkten)

Funktionsumfang

Die Produkte des Yale Smart Alarm Starterkits L können flexibel montiert werden, da bis auf den Yale Alarm Hub alle Produkte über Batterien mit Strom versorgt werden. Beim Alarm Hub ist der Montageort von der Steckdosenreichweite abhängig, ansonsten sind keine weiteren Besonderheiten zu beachten. Selbst ohne LAN-Anschluss in der gewünschten Höhe kann das integrierte WLAN genutzt werden, was als Vorteil zu werten ist. 

Die Funkreichweite der Produkte ist ebenfalls nicht begrenzt. Alle Komponenten nutzen die Horizon+-Technologie, die eine Funkreichweite von bis zu einem Kilometer im freien Feld ermöglicht. Dadurch überbrückt die Funktechnologie problemlos mehrere Stockwerke, ohne dass während des Tests Verbindungsunterbrechungen oder ähnliche Probleme auftraten. 

Das Yale Smart Alarm Set bietet Ihnen mehrere Optionen zur Scharfschaltung des Alarmsystems, entweder auf „Unterwegs“ oder „Home“. Über die Yale Home App können Sie frei definieren, welche Komponenten zu welchem Zeitpunkt aktiviert werden sollen. So können Sie beispielsweise bei „Home“ die Kontaktsensoren aktiviert und die Bewegungsmelder deaktiviert lassen, um zu vermeiden, dass der Alarm durch Ihre eigenen Bewegungen ausgelöst wird. Bei „Unterwegs“ hingegen, wenn sich niemand im Haus befindet, können alle Sensoren scharfgestellt werden.

In der App kann festgelegt werden, ob der Alarm und somit auch die integrierte 100-dB-Sirene des Yale Smart Alarm Hub sofort, nach einem 30-sekündigen Countdown oder gar nicht ausgelöst werden soll. Daher kann das Set auch so konfiguriert werden, dass die Sirene nicht ertönt, sondern lediglich eine Benachrichtigung auf dem Smartphone erfolgt. Dies kann insbesondere zu Beginn von Vorteil sein, da man die Nutzung der Alarmanlage bzw. Raumüberwachung in den ersten Tagen leicht vergisst und den Alarm versehentlich auslösen könnte. Hat man beispielsweise eine Katze oder einen Hund, ist es ebenfalls sinnvoll, den Alarm anfangs zu deaktivieren, um zu überprüfen, ob die Erkennung von Tieren zuverlässig funktioniert und die Sirene nicht versehentlich durch das Haustier ausgelöst wird. 

Bezüglich der Sirene: Diese erreicht eine Lautstärke von 100 dB, was als relativ laut zu bewerten ist. Um diese Lautstärke zu gewährleisten, muss die Lautstärke in der App von „Mittel“ auf „Hoch“ eingestellt werden. Andernfalls ist die Sirene nur geringfügig lauter als ein Rauchmelder. 

Wie bereits erwähnt, verfügt der Yale Alarm Hub über eine integrierte Backup-Batterie. Im Falle eines Stromausfalls übernimmt die Backup-Batterie die Stromversorgung des Hubs und hält die Alarmanlage bis zu 12 Stunden aktiv. Die Backup-Batterie (Akku) wird während des normalen Betriebs des Alarm Hubs aufgeladen und muss erst bei Funktionsunfähigkeit ersetzt werden, was der Besitzer selbstständig vornehmen kann. Im Falle eines Stromausfalls ist in der Regel auch das WLAN unterbrochen, da der Router nicht mehr mit Strom versorgt wird. Yale hat hierfür ebenfalls vorgesorgt und eine SIM-Karte verbaut. Um diese zu nutzen, ist jedoch ein Alarmplan-Abo erforderlich, für das monatlich 6 € fällig werden. Mit diesem Abo ist der Yale Alarm Hub über das Mobilfunknetz abgesichert. Es ist jedoch nicht möglich, eine eigene SIM-Karte mit Datenvolumen einzusetzen. Die Nutzung dieser Absicherung ist an das Abo von Yale gebunden.

(Funktionsumfang: 4,5 von 5 Punkten)

Software

Die Einrichtung erfolgt, wie bereits erwähnt, über die kostenfreie Yale Home-App und ist aufgrund der Schritt-für-Schritt-Anleitung sehr einfach. Neben der Yale Home-App kann für das Yale Smart Alarm Startbereit L auch die kostenlose Yale Smart Linien Alarm-App verwendet werden. Da ich jedoch bereits die Yale Home-App aufgrund des Startblocks und weiterer Yale Produkte nutze, beschränke ich mich in diesem Zusammenhang auf die Beschreibung der Yale Home-App. 

Yale Home
Preis: Kostenlos
Yale Home
Preis: Kostenlos

Obwohl die App über zahlreiche Funktionen verfügt, empfinde ich sie als übersichtlich gestaltet. Daher konnte ich mich schnell zurechtfinden. Auf der Startseite werden im Bereich „Favoriten“ die aktuell verfügbaren Systeme angezeigt. Durch Antippen der Kachel mit dem schwarzen Schild und dem weißen Kreuz, die das Alarmsystem repräsentiert, gelangen Sie zu den Einstellungen des Yale Alarm. Hier können die Sicherheitsbereiche direkt aktiviert und deaktiviert werden. So ist es beispielsweise möglich, den Flur mit dem Bewegungssensor im Eingang zu aktivieren, während der Kontaktsensor im Wohnzimmer deaktiviert bleibt. Beim Tippen auf einen Sicherheitsbereich wird gefragt, ob der Bereich von „Deaktiviert“ auf „Unterwegs“ oder „Zuhause“ umgestellt werden soll. Darüber hinaus können alle Bereiche über die entsprechenden Symbole gleichzeitig in den gewünschten Modus versetzt werden.

In den verschiedenen Sicherheitsbereichen können die Einstellungen direkt über das Zahnradsymbol aufgerufen werden. Dort lässt sich genau definieren, welche Funktionen in den jeweiligen Modi aktiv sein sollen. Alternativ ist der Zugriff über die allgemeinen Einstellungen möglich. Diese erreicht man über das obere rechte Zahnrad. Dort werden alle aktuell eingerichteten Yale Smart Alarm Komponenten angezeigt, unterteilt nach Sicherheitsbereich. Durch Antippen des jeweiligen Produkts gelangt man zu dessen Einstellungen. Diese übersichtliche Darstellung ermöglicht es, den zu konfigurierenden Sensor eindeutig zu identifizieren. Bei den Sensoren (Kontaktsensor und Bewegungsmelder) kann festgelegt werden, ob der Smart Alarm Hub bei Erkennen einer Bewegung oder Auslösen des Kontaktsensors einen Ton ausgeben soll. Diese Funktion ist werkseitig deaktiviert, kann aber je nach Bedarf aktiviert werden. Darüber hinaus lässt sich die Empfindlichkeit des Bewegungsmelders einstellen. Hier stehen die Optionen „Hoch“, „Mittel“ und „Haustiermodus“ zur Auswahl. 

Darüber hinaus besteht die Möglichkeit, die einzelnen Modi festzulegen, beispielsweise ob bei Untergrundkontakt nur Benachrichtigungen empfangen werden sollen oder auch der Alarm ausgelöst werden soll. Des Weiteren kann hier der Manipulationsalarm aktiviert werden, ebenso wie die Benachrichtigung, wenn der jeweilige Sensor den Kontakt zum Alarm Hub verloren hat. Beide Funktionen sind jedoch standardmäßig aktiviert. 

Das Keypad verfügt über eine deaktivierbare Näherungsbeleuchtung. Diese Funktion habe ich jedoch aktiviert belassen, da sie für eine optimale Ausleuchtung sorgt. Die Yale-Integrationsfunktion erachte ich als besonders nützlich. Wie bereits auf der Verpackung beworben, ermöglicht diese Funktion die Konfiguration, dass bei Erkennung einer Bewegung automatisch eine der vorhandenen Kameras, die intelligente Video-Türklingel usw., die Aufzeichnung startet. Dadurch kann ein potenzieller Einbrecher erfasst werden. 

Im Menü des Yale Smart Alarm Hub können Sie Alarmpläne erstellen, die festlegen, welche Bereiche zu welchen Zeiträumen deaktiviert werden sollen. Ich persönlich habe dies jedoch immer beim Verlassen des Hauses manuell durchgeführt. Alternativ können Sie das System mit dem Yale Smart Lock verknüpfen, sodass die Bereiche beim Schließen aktiviert und beim Öffnen deaktiviert werden. Direkt darunter können Sie die Lautstärken der einzelnen Ereignisse einstellen, beispielsweise die Lautstärke des Tons des Hubs bei Störungen oder die Lautstärke der Sirene. Darüber hinaus können Sie hier die Sicherheitsbereiche erstellen und definieren. Des Weiteren können Sie das System so anpassen, dass Sie den Alarm direkt durch Drücken der „Zuhause“- oder „Unterwegs“-Taste am Keypad einschalten können. Standardmäßig ist dies deaktiviert, sodass Sie zuerst den PIN-Code eingeben müssen. Selbstverständlich bietet das System noch weitere Funktionen, aber eine vollständige Aufzählung würde den Rahmen dieses Textes sprengen. 

(Software: 4,5 von 5 Punkten)

TEIL 3

bestehend aus „Preis/Leistung“ entspricht 10% der Gesamtwertung

Beschreibung

Yale hat mit dem Smart Alarm Starterkit L die Erwartungen erfüllt. Das Unternehmen demonstriert mit diesem Produkt seine Expertise im Bereich der Haussicherheit. Alle Komponenten wirken durchdacht, sind sicher konzipiert und funktionieren einwandfrei. Das Set enthält alle grundlegenden Produkte, um einen Raum oder eine Tür effektiv gegen Einbrüche zu schützen. Um ein ganzes Haus abzusichern, ist das Set nicht ausreichend. Für eine vollständige Absicherung des Hauses sind zusätzliche Sensoren erforderlich. Es handelt sich hierbei jedoch um ein Startset, wie der Name bereits vermuten lässt. 

Das Design der Sensoren ist schlicht und zeitlos. Besonders überzeugen mich die Reichweite und die Akkulaufzeit, da ich mir so keine Sorgen um leere Batterien machen muss. Die App informiert zudem rechtzeitig über einen möglichen Batteriebedarf. 

Preis/Leistung

Yale hat das Smart Alarm Starter Kit L ursprünglich zu einem Preis von 249,99 € auf den Markt gebracht. Derzeit ist es jedoch selbst bei Yale für 262,49 € erhältlich, was das Set nochmals deutlich attraktiver macht. Wer einen Teil seiner eigenen vier Wände zuverlässig sichern möchte, sollte sich das Set unbedingt genauer ansehen. Neben der einfachen Einrichtung hat mir auch die einfache Handhabung gefallen. Insbesondere die Möglichkeit, das Set mit anderen Yale-Produkten zu verknüpfen, ermöglicht es mir, in einigen Bereichen des Erdgeschosses beruhigt zu sein, da diese nun gegen Einbrecher abgesichert sind. 

Yale Smart Alarm Starterkit L

Zum Angebot bei

testr Gesamtwertung

unter Berücksichtigung aller Teilwertungen

 Wir bedanken uns beim Hersteller für die Bereitstellung des Produktes. Zu unseren Grundsätzen

Link zum Hersteller: https://yalehome.de

Shokz OpenFit

In aller Kürze

Mit dem OpenFit bietet Shokz nun erstmals eine True-Wireless-Version seiner bisherigen einzigartigen Kopfhörer an.  Es wird zugesichert, dass man bei hervorragendem Tragekomfort problemlos sein Umfeld wahrnehmen kann und die Klangqualität ausgezeichnet ist.  Ich fahre regelmäßig Fahrrad und habe diese Ohrhörer währenddessen ausgiebig getestet. Dabei kann ich eindeutig bestätigen, dass Shokz genau die perfekten Kopfhörer dafür entwickelt hat.  Die Ohrhörer sind kaum spürbar, der Klang ist überraschend gut, und dennoch nimmt man den Straßenverkehr wahr. 

Gefällt uns

  • sehr bequemer und sicherer Tragekomfort
  • leichtes Gewicht
  • Umgebung wird wahrgenommen
  • IP54 Schutzklasse
  • lange Akkulaufzeit

Gefällt uns weniger

  • kein aptX oder LDAC Support
  • Case empfindlich auf Fingerabdrücke

Shokz OpenFit

Zum Angebot bei

TEIL 1

Bestehend aus „Verpackung/Design/Verarbeitung“ entspricht 25% der Gesamtwertung

Verpackung

Entsprechend der deutlich kleineren True-Wireless Ausführung der neuen Shokz OpenFit, konnte das Unternehmen die Verpackung entsprechend kleiner Ausfuhren. Dadurch erhält man hier eine kleine kompakte Verpackung welche die Kopfhörer samt Ladecase und deren Lieferumfang perfekt schützen. Shokz verwendet die Vorder- und Rückseite, um einige Bilder der Shokz OpenFit sowie einige wenige Details dazu zu präsentieren. 

Auf der Vorderseite präsentiert Shokz neben dem Herstellernamen auch in großer Schrift den Produktnamen. Im Zentrum bekommen wir dann noch eine Aufnahme eines In-Ears gezeigt, der hierbei einmal von vorne und direkt daneben gespiegelt von der Innseite betrachtet werden kann. Wenn wir die Verpackung wenden und die Rückseite ansehen, zeigt Shokz eine Aufnahme der beiden In-Ears im aufgeklappten Ladecase. Außerdem sind hier Angaben zur Farbe, in meinem Fall Schwarz, zum Hersteller und zur 2-jährigen Garantie zu finden. Abschließend führt Shokz noch einige wichtige Ausstattungsmerkmale auf, und zwar in insgesamt sieben Sprachen. Dazu zählen der natürliche Komfort, ein kraftvolles Basserlebnis, dass man dank Open-Ear die Umfeld wahrnehmen kann und einen perfekten sowie sicheren Sitz geliefert bekommen soll. Ob das alles zutrifft, werde ich euch im Verlauf dieses Testberichts verraten. 

Nachdem man den Verpackungsdeckel abgenommen hat, kommt einem auch schon direkt das Ladecase entgegen, das in eine matte Folie eingewickelt ist. Shokz hat in diesem auch gleich die zwei Open-Ear-Kopfhörer platziert, wodurch sie optimal darin geschützt sind. Unter dem aus gepresstem Zellulose-Papier gefertigten Case und Einlegeboden befindet sich eine Kartonage-Mappe, in der neben dem Ladekabel auch die üblichen Beipackzettel aufbewahrt sind. Schließlich folgt darunter noch ein Zettel zur Garantie, samt dem passenden Garantieschein. 

(Verpackung: 4 von 5 Punkten)

Design

Open-Ear Kopfhörer

Dank der True-Wireless Ausführung hat Shokz ein gelungenes Design für die Shokz OpenFit geschaffen. Es handelt sich hierbei um moderne Open-Ear-Kopfhörer mit einem Design, das minimalistisch und zugleich zeitlos und elegant ist. Zusätzlich zu dem schwarzen Modell, das ich getestet habe, sind die OpenFit auch in einem ebenso schönen Beigeton erhältlich. 

Shokz hat mit den OpenFit eine neue Klangtechnologie namens DirektPitch entwickelt. Ich werde sie im Punkt Klang natürlich noch ausführlich behandeln, daher bleiben wir vorerst beim Design. Die True-Wireless-Funktionalität der neuen OpenFit bedeutet, dass das zuvor notwendige Nackenbügel-Design weggefallen ist. Dadurch wurde der Tragekomfort erheblich gesteigert. 

Der von Shokz genutzte Delphinbogen-Ohrbügel besteht aus einem 0,7 mm dünnen, flexiblen Memory-Draht, der sich optimal an das Ohr anpasst. Da er mit zweischichtigem Flüssigsilikon überzogen ist, verursacht er auch nach stundenlangem Musikhören keinen Druck.  Die Open-Ear-Kopfhörer wiegen je 8,3 Gramm, was angenehm leicht ist. Dank der IP54-Schutzklasse sind die Shokz OpenFit perfekt vor Regen und Schweiß geschützt.  Dadurch können die Shokz OpenFit beim Joggen, Radfahren und vielen anderen Sportarten problemlos verwendet werden. 

Die Treibereinheit mit der Shokz-Beschriftung befindet sich direkt im Zentrum bei beiden Open-Ears.  Das Unternehmen verwendet erstmals eine Touch-Bedienung, was auch notwendig ist, da Tasten das Design stören und dazu führen würden, dass die Kopfhörer ständig nachjustiert werden müssten. Der Treiber, der den Klang erzeugt, ist nach dem Einsetzen der Shokz OpenFit direkt auf den Gehörgang ausgerichtet. Im Gegensatz zu In-Ears bleibt jedoch der Gehörgang frei, wodurch keine vollständige Abschirmung erfolgt.  Die Aussenseite ist mit einem matten Flüssigsilikon-Material überzogen, während die Innenseite und der Großteil der Treibereinheit aus Hochglanz-Kunststoff  bestehen.    Obwohl dieser gegen Fingerabdrücke anfällig ist, stellt dies kaum ein Problem dar, da die Flächen beim Tragen nicht sichtbar sind.  

Aus dem Treiber heraus verläuft der bereits erwähnte flexible Bügel, der jederzeit für einen bequemen und sicheren Halt sorgt.  Am Bügelende gibt es ein etwas dickeres Ende. An der Innenseite befindet sich die Seitenbeschriftung, und im Inneren ist der Akku für jeden Kopfhörer verbaut. 

Insgesamt bin ich mit der neuen True-Wireless-Ausführung der Shokz OpenFit sehr zufrieden.  Nun haben die Open-Ear-Kopfhörer ein zeitgemäßes, modernes und elegantes Aussehen. Die True-Wireless-Variante macht die neuen Kopfhörer für einige interessanter, die zuvor aufgrund des Nackenbügels der Vorgänger abgeschreckt waren. Dieses Thema wurde nun mit den Shokz OpenFit passe gelöst, und Shokz hat hier hervorragende Arbeit geleistet. 

Ladecase

Wie bei herkömmlichen True Wireless Kopfhörer üblich, kommen auch die neuen Shokz OpenFit mit einem Ladecase daher. Letzten Endes dient dieses nicht nur der Aufbewahrung der Kopfhörer, sondern auch der Wiederaufladung.   

Das Case hat die gleiche Farbe wie die gewählten Shokz OpenFit, also in meinem Fall schwarz. Der Kunststoff hat eine matte Oberfläche und fühlt sich in den Händen angenehm an. Leider ist das Case durch die Oberflächenveredelung etwas empfindlich gegenüber fettigen Fingern, aber man kann es mit einem Tuch relativ schnell wieder sauber wischen. Das Firmenlogo von Shokz ist auf dem Deckel aufgedruckt. An der Unterseite befinden sich einige kleine Informationen zur Akkugröße sowie die Seriennummer, die wiederum nur mit einer Lupe erkennbar ist. 

Des Weiteren ist an der Rückseite ein USB-C-Ladeanschluss zu finden, und an der Vorderseite, unterhalb der Griffmulde, befindet sich eine kleine Status-LED.  Das Ladecase kann neben dem kabelgebundenen Laden auch mit einem kompatiblen induktiven Ladegerät aufgeladen werden.  Beim Öffnen des magnetisch verschlossenen Cases entdeckt man in ihrer entsprechenden Vertiefung die beiden Kopfhörer.  Shokz ist es gelungen, das Case deutlich kleiner zu gestalten, indem diese hier verschränkt gegeneinander eingelegt werden. Andernfalls wäre es vielleicht so groß wie das Case der Beats Powerbeats geworden.  Das Einlegen ist durch das Verschenken vielleicht zunächst etwas ungewohnt, aber für das deutlich kompaktere Gehäuse nehme ich diesen Kompromiss gern in Kauf.

(Design: 4 von 5 Punkten)

Verarbeitung

Mir gefällt die Verarbeitung der Shokz OpenFit sehr gut. Die verschiedenen Materialien fügen sich sauber ineinander, es sind keine störenden Kanten vorhanden, und die Open-Ear-Kopfhörer sitzen, wie von Shokz versprochen, äußerst bequem. Die Kopfhörer haben ein angenehmes Gewicht, sodass man sie aufgrund ihres guten Tragekomforts kaum merkt.

Das Case lässt sich mühelos öffnen. Dank der Schutzklasse IP54 sind die beiden Kopfhörer ideal gegen Regenschauer, Staub und euren Schweiß geschützt. Das macht sie perfekt für sportliche Aktivitäten aber auch für den alltäglichen Gebrauch. 

(Verarbeitung: 4 von 5 Punkten)

TEIL 2

bestehend aus „Funktion des Produktes“ entspricht 65% der Gesamtwertung

Kopfhörer-ArtTrue-Wireless Open-Ear Kopfhörer
KategorieBluetooth Kopfhörer (Bluetooth 5.2)
FarbeSchwarz; weitere Farben Beige
Akkuintegriert, 600 mAh großer Akku im Case und 58 mAh großer Akku in jedem der beiden Kopfhörern
Akku Ohrhörer: 7 h
Gesamtlaufzeit ca.: 28 h
Gewicht 73,6 g (Ohrhörer und Ladebox)
8,3 g (beide Ohrhörer)
57 g (Ladebox)
MaterialOhrhörer und Case aus Kunststoff
KonnektivitätBluetooth 5.2 Audio-Codec: SBC und AAC.
TreiberDynamische Treiber mit einer Größe von 18×11 mm (links und rechts)
Frequenzbereich50Hz-16kHz
Treiberempfindlichkeit bei 1 kHz/ 1 mW (dB96dB±2.5dB
Impedanz (Ohm)keine Angaben vermutlich 16 Ohm
Transparenzmodusdurch offen Bauweise immer aktiv
LieferumfangShokz OpenFit
Ladecase aus Kunststoff
USB-C-Ladekabel
Kurzanleitung + Garantiekarte usw.
Technische Daten der Shokz OpenFit

Tragekomfort

Der Tragekomfort, bei diesem hat Shokz ja sehr viel versprochen und ja nach meiner Testphase über mehrere Monate kann ich selbst hier auch nur positives berichten. Der hohe Tragekomfort resultiert nicht nur aus dem geringen Gewicht, sondern auch aus der Form und der gewählten Beschichtung. Die Shokz OpenFit sind auch bei mehrstündigem Tragen kaum zu spüren. Zum perfekten, bequemen Tragekomfort muss man in Bezug auf den Halt jedoch keine Abstriche machen: Der Halt ist äußerst fest, sodass bei zahlreichen sportlichen Aktivitäten nichts verrutscht. Ich musste nicht mal nachjustieren, das ist einfach mega gut. 

Der größte Vorteil liegt für mich jedoch definitiv beim Radfahren mit Helm: Die Open-Ears sitzen bequem, stören nicht, und das finde ich großartig.  Nur wenn ihr, wie ich, dabei eine Brille tragt, kann es je nach Bügeldesign ein wenig störend sein, dass zwei Bügel am Ohr verlaufen. Das könnte für einige von euch unangenehm sein.  Es bleibt also nur auszuprobieren, ob einen Helm und Radbrille stören oder ob man damit – wie ich – problemlos zurechtkommt. 

Shokz hat also viel richtig gemacht, indem es den dünnen und leichten Delphinbogen-Ohrbügel mit einer Silikonbeschichtung entwickelt hat. Das Resultat bietet über Stunden einen angenehmen Tragekomfort und gleichzeitig einen absolut sicheren Halt.

(Tragekomfort: 5 von 5 Punkten)

Bedienung

Beim Bedienkonzept setzt Shokz, wie inzwischen alle Kopfhörerhersteller, nur noch auf Touch und verzichtet somit auf Tasten. Beim Bedienen unterscheidet man hier zwischen einmaligem, doppeltem und langem Antippen der Oberfläche. Doch eins vorne Weg: Man kann alles über OpenFit steuern, aber das „eigentlich“ ist wichtig. Man muss in der App festlegen, was man mit welchem Kopfhörer steuern möchte – zum Beispiel, ob man die Musikauswahl mit Titeln vor und zurück oder eine Lautstärkeregulierung bevorzugt. Beides ist leider nicht möglich.   

Um die Shokz OpenFit einzuschalten, nimmt man sie einfach aus dem Case heraus – genau so unkompliziert, wie man es von allen herkömmlichen True-Wireless-Kopfhörern kennt. Beim ersten Entnehmen werden sie sofort in den Pairing-Modus versetzt. Wurden die Open-Ears bereits mit eurem Smartphone gekoppelt, verbinden diese sich natürlich fortan immer automatisch nach dem Einschalten mit dem zuletzt verbundenen Gerät.

Wenn die In-Ears schon mit einem Gerät verbunden sind und ihr sie mit einem anderen koppeln möchtet, legt die beiden Kopfhörer zuerst ins Ladecase zurück. Dann werden die beiden Touch-Bereiche der Kopfhörer solange gleichzeitig gedrückt, bis die LED vor den Kopfhörern orange und grün zu blinken beginnt. Nach diesem Schritt befinden sich die Shokz OpenFit wieder im Pairing-Modus und können mit einem neuen Gerät verbunden werden.

Bei Bedarf können beide Kopfhörer auch einzeln verwendet werden, jedoch muss man dann bei der Bedienung Abstriche eingehen. Bei der Verwendung beider Ohrhörer, wie es in den meisten Fällen üblich ist, wird die Musik von Werk aus gestoppt, wenn man auf den linken oder rechten Kopfhörer doppelt tippt. Ein einmaliges Tippen und gleichzeitiges Berühren bewirken, dass man mit dem rechten Kopfhörer zum nächsten Titel und mit dem linken einen Titel zurückkippt. Mehr kann man wie es von Werk eingestellt ist nicht über die Shokz OpenFit regulieren.  Es ist hier nur möglich, wie ich schon erwähnte, die Belegung zu ändern – so kann man etwa anstelle der Titelwahl die Lautstärke einstellen oder den Sprachassistenten verwenden. Allerdings muss man dann auf die übrigen Funktionen verzichten. 

Auch eingehende Anrufe lassen sich über die Shokz OpenFit annehmen. Man kann dies annehmen, indem man einfach auf den linken oder rechten Ohrhörer doppelt tippt; am Ende kann man ebenfalls genau so auflegen. Falls telefonieren oder Ähnliches im Moment nicht möglich ist, reicht es aus, eine der beiden Seiten ein wenig länger zu berühren, und der eingehende Anruf wird abgelehnt.  

(Bedienung: 4 von 5 Punkten)

Klang

Die Shokz OpenFit sind Open-Ear-Kopfhörer, die es ermöglichen, Umgebungsgeräusche wahrzunehmen, während man Musik hört. Es handelt sich daher nicht um ein abschirmendes Gerät, von dem man audiophilen Klang erwarten könnte. Das Konzept eines Breitbandtöners mit DSP-Unterstützung, der den Richtschall in den Gehörgang strahlt, ist dafür auch nicht gedacht bzw. ausgelegt. 

Das Herzstück der Shokz OpenFit besteht aus einem großen Treiber (18×11 mm) mit einem leichten Verbundmembran, welches aus Kohlefaser und einer Polymersicke hergestellt wurde. Die speziell entwickelte, kuppelförmige Kappe aus Kohlefaser soll laut Shokz 20-mal stärker als eine aus Stahl sein, während sie akustische Schwingungen deutlich präziser wiedergibt. Darüber hinaus nutzt Shokz Bluetooth 5.2 und bietet neben dem Standard-Audio-Codec SBC auch Unterstützung für den Codec AAC. 

Logischerweise ist ANC hier nicht vorhanden, da dies bei einem offenen Kopfhörer überhaupt keinen Sinn machen würde. Shokz verwendet jedoch eine Nebengeräuschunterdrückung, die ausschließlich beim Telefonieren zum Einsatz kommt. Diese soll die Qualität der Gespräche verbessern, indem sie Umgebungsgeräusche mithilfe einer speziellen KI-Software größtenteils herausfiltert. Shokz nennt dies die AI Noise Cancellation-Technologie. Im Test funktionierte sie überraschend gut, was ich nicht erwartet hätte. Im geräuschfreien Haus war alles ausgezeichnet, und selbst beim Radfahren und Spazierengehen konnte man mich noch gut verstehen. Nur beim Radfahren mit höherer Geschwindigkeit und bei gleichzeitig stärkerem Wind lässt die Verständlichkeit etwas nach, sie ist jedoch immer noch zufriedenstellend, weshalb ich weiterhin gut zu verstehen war. 

Aber zurück zum Klang: In der kostenlosen Shokz-App kann dieser noch nach den eigenen Vorlieben mit verschiedenen EQ-Presets oder einem benutzerdefinierten Equalizer angepasst werden, falls nötig. Es überrascht mich dennoch, wie gut das Klangbild der Shokz OpenFit ist, wenn man bedenkt, dass ein Transparenzmodus praktisch ständig aktiv ist, da die Ohrhörer, wie bereits erwähnt, nicht isolierend im Ohr sitzen, sondern davor aufliegen. Das Resultat ist ein ausgewogenes und gut abgestimmtes Klangbild, das mich durch überraschend kräftige Bässe beeindruckt. Klar, der Bass ist hier nicht vergleichbar mit dem von Ohrhörern mit Silikon-Anpassstücken, die bei korrektem Sitz einen echten Druck aufbauen können. Dennoch muss ich sagen, dass ich angesichts der Bauweise sehr überrascht bin. 

Vermutlich werden die OpenFit wegen ihres Open-Ear-Konzepts nicht jedem zusagen, denn viele ziehen sicherlich eine isolierende Bauweise vor, da diese sich einfach bewährt hat. Außerdem möchte man seine Musik, Hörbücher etc. oft in Ruhe und ohne Ablenkung von der Umgebung genießen – das ist mit den OpenFit definitiv nicht möglich. Wenn man beim Joggen, Radfahren usw. nicht isoliert sein möchte, da man den Verkehr um sich herum wahrnehmen will, aber gleichzeitig auch nicht auf Musik verzichten möchte, sind die Shokz OpenFit wiederum die ideale Lösung. In stark befahrenen Gebieten konnte ich, obwohl ich mit dem Rad auf der Straße fuhr, heranfahrende Autos rechtzeitig wahrnehmen. Ebenso hörte man das Hupen der Autos usw. Es ist nicht so, dass man völlig von der Umwelt isoliert wäre – das finde ich hier sehr positiv.  In der Bahn sitzend, sind die OpenFit weniger empfehlenswert, da der Umgebungsgeräuschpegel die Isolierung zu sehr beeinträchtigt. 

(Klang: 4 von 5 Punkten)

App

Im Jahr 2023 entwickelte Shokz mit den OpenRun Pro eine kompatible App, die nun auch mit den Shokz OpenFit verwendet werden kann. Diese ist in den jeweiligen Appstores kostenlos für iOS und Android verfügbar. Wurde der Kopfhörer vorher über Bluetooth mit dem Smartphone verbunden, wird er zuverlässig erkannt und es erfolgt eine Erklärung zur Bedienung.

Shokz
Preis: Kostenlos
Shokz
Preis: Kostenlos

Die App bietet eine gute Übersicht und wirkt insgesamt recht einfach gestaltet. Auf der Startseite wird sofort der Shokz OpenFit in der Farbe präsentiert, die man beim Kauf ausgewählt hat. Zudem wird direkt darunter der Akkustand sowohl der zwei Open-Ears als auch des Ladecases angezeigt. Darunter kann man aus vier vorgefertigten Equalizer-Presets auswählen oder die benutzerdefinierte Equalizer-Funktion verwenden. 

Außerdem besteht die Möglichkeit, gleich darunter bei Bedarf die Multipoint-Paring-Funktion zu aktivieren und die Tastenbelegung zu ändern. Schließlich kann man die Wiedergabe der aktuellen Musik ganz unten steuern oder pausieren. Oben rechts besteht die Möglichkeit, zu einem erweiterten Einstellungsmenü zu gelangen. Allerdings handelt es sich hierbei größtenteils um exakt dieselben Menüs wie auf der Startseite.

(App: 4 von 5 Punkten)

Ausstattung

Akkulaufzeit

Die Shokz OpenFit Ohrhörer werden mit einem 58 mAh Akku versorgt. Shokz garantiert damit, dass es möglich ist, bis zu 7 Stunden am Stück Musik zu hören. Die Laufzeit variiert jedoch, wie bei allen Kopfhörern, stark in Abhängigkeit von der Lautstärke und weiteren Faktoren. Im Alltagsgeschehen war es für mich möglich, die 7 Stunden auch bei etwas über der durchschnittlichen Lautstärke zu erreichen.

Das Ladecase beinhaltet zusätzlich einen Akku mit 600 mAh, der die Akkulaufzeit durch wiederholtes Aufladen weiter verlängert. Insgesamt kann man also auf bis zu 28 Stunden Musikhören kommen. Das Ladecase ist zwar nicht das kleinste, das ich je in den Händen gehalten habe, aber in Anbetracht der Ausführung mit dem Ohrbügel ist es doch überraschend kompakt. Shokz erreicht dies, indem die Hörer teils übereinander und nicht wie bei anderen Modellen, z. B. den Beats Powerbeats, nebeneinander angeordnet werden. 

Durchaus praktisch ist die integrierte Schnellladefunktion, denn dadurch kann man schon nach nur 5 Minuten Ladezeit die Shokz OpenFit für eine Stunden Musikhören nutzen. Dies musste ich auch einmal nutzen, als ich vergessen habe, das Case als es leer war aufzuladen. Denn ist das Case leer, kann es nicht die Ohrhörer aufladen und so könnte ich nach kurzer Ladezeit die beiden Hörer auf meine Radtour mitnehmen. 

Bluetooth

Beim Bluetooth setzt Shokz, wie viele andere Kopfhörerhersteller auch, auf den Standard 5.2. Die Vorteile dieser neuesten Version sind eine äußerst geringe Latenz und die Möglichkeit, den linken und rechten Audiokanal getrennt zu übertragen usw.  Diese Version ist außerdem sehr akku­schonend und die Reichweite ist ebenfalls ausgezeichnet.

Wie gewohnt, erfolgt das Koppeln mit meinem iPhone über die Einstellungen->Bluetooth sehr einfach und schnell. Im Test hat mir die Bluetooth-Reichweite gefallen: Sie war sehr stabil und betrug indoor gut 13 bis 15 Meter – das war ebenfalls sehr gut.

(Ausstattung: 4 von 5 Punkten)

TEIL 3

bestehend aus „Preis/Leistung“ entspricht 10% der Gesamtwertung

Beschreibung

Die Shokz OpenFit sind die ersten True-Wireless-Ohrhörer von Shokz. Ich finde das Konzept sehr gut, da die Shokz OpenFit durch den exzellenten Tragekomfort beim Sport und im Alltag kaum stören. Ich finde das offene Konzept großartig, weshalb ich die Ohrhörer beim Rennrad- und Mountainbiken sehr gerne verwende. Diese ermöglichen mir, anders als mit herkömmlichen In-Ears, meine Umgebung wahrzunehmen. Dies ist für mich insbesondere beim Rennradfahren auf der Straße von großer Bedeutung. 

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Shokz hier sehr gute Open-Ear-Ohrhörer liefert. Als jemand, der viel Rad fährt, gefallen sie mir gut, da ich sie hauptsächlich dabei benutze. Im Zug, am Flughafen usw. verwende ich weiterhin bevorzugt ANC-Kopfhörer, aber beim Sport sind diese mir einfach zu unsicher, daher nehme ich hier die Shokz. Die ANC-In-Ears schirmen zu sehr ab, sodass ich keine heranfahrenden Autos höre, was viel zu gefährlich ist. Wenn ihr viel Rad fahrt, auch auf der Straße, probiert die Shokz Open Fit aus – ich kann sie dafür definitiv empfehlen.

Preis/Leistung

Der UVP der Shokz OpenFit beträgt 139€, und bisher hat sich der Preis hier noch nicht wesentlich verändert. Meiner Ansicht nach ist der Preis gerechtfertigt: Hier erhält man einen guten Klang, einen tollen Tragekomfort und die Sprachqualität ist ebenfalls zufriedenstellend. Wenn ihr viel Sport macht, regelmäßig joggt oder wie ich oft mit dem Rad fahrt und dabei oft auf der Straße seid, würde ich die Shokz OpenFit auf jeden Fall ausprobieren. Falls ihr, so wie ich, beim Musikhören euer Umfeld trotzdem mitbekommen wollt, ist das genau das Richtige für euch: Ihr hört herankommende Autos rechtzeitig – bei normalen In-Ears ist das aufgrund der Abschirmung nicht möglich und kann eine Gefahr darstellen. 

Shokz OpenFit

Zum Angebot bei

testr Gesamtwertung

unter Berücksichtigung aller Teilwertungen

 Wir bedanken uns beim Hersteller für die Bereitstellung des Produktes. Zu unseren Grundsätzen

Link zum Hersteller: https://de.shokz.com

Yale Smart Keypad 2

Yale hat es mit dem Smart Keypad 2 Nuki gleichgemacht und ein nützliches Zubehör für das eigene Yale-Linus-L2-Smartlock präsentiert. Es wurde umfassend überarbeitet, wodurch nicht nur die Form und Größe vollständig verändert wurden, sondern ebenso setzt man auch auf andere Materialien und die Stromversorgung wurde angepasst. Die wohl bedeutendste Neuerung ist allerdings der integrierte Fingerabdrucksensor, welchen ich in Kombination mit dem neuen Smart Keypad 2 absolut schätzen gelernt habe und auf den ich nicht mehr verzichten möchte. Das Yale Smart Keypad 2 stellt für mich eine sinnvolle Ergänzung zum Yale Linus L2 Smart Lock dar. Es ermöglicht, mir, anderen Personen den Zugang zum Haus oder zur Haustür zu gewähren, indem man ihnen wie bei der ersten Generation den Code mitteilt oder deren Fingerabdruck speichert.

Yale Smart Keypad 2

Zum Angebot bei

Weiterlesen

Google Pixel 9 Pro XL

In aller Kürze

Der Suchmaschinen-Riese Google hat die Google Pixel 9-Serie als neuestes Smartphone-Lineup präsentiert. Zusätzlich zum regulären Google Pixel 9 gibt es erneut eine Pro-Serie, diesmal sogar mit einem XL-Modell und einem Pixel 9 Pro Fold, ähnlich wie beim Pixel 8. Hier im Test präsentiere ich euch das neue Google Pixel 9 Pro XL, das im Vergleich zum Vorgänger dem normalen 8 Pro entspricht.

Die Kamera ist nach wie vor eines der Highlights der Google Pixel Pro Smartphones, aber auch das Display und die aktuellen Kommunikationsstandards überzeugen im Test. Es gibt jedoch auch einige Kritikpunkte, wie beispielsweise den Basis-Speicher von 128 GB, der heutzutage nicht mehr zeitgemäß ist. Man hätte hier wie bei Apple direkt mit 256 GB beginnen sollen. Der Speicher ist zudem ein UFS 3.1, dessen Nachfolger hingegen deutlich schneller wäre. Nun aber genug geplaudert, den Rest könnt ihr im Testbericht ausführlich nachlesen. 

Gefällt uns

  • Gute Akku-Leistung
  • gut abgestimmtes Kamera-Setup
  • helles und scharfes OLED-Dipslay
  • Updates für 7 Jahre
  • kabelloses Laden (inkl. Reverse Wireless Charging)
  • Dual-SIM
  • viele KI-Funktionen

Gefällt uns weniger

  • Nicht gerade den besten CPU
  • aktuell nicht alle KI-Funktionen in DACH verfügbar

Google Pixel 9 Pro XL

Zum Angebot bei

TEIL 1

Bestehend aus „Verpackung/Design/Verarbeitung“ entspricht 25% der Gesamtwertung

Verpackung

Das Google Pixel 9 Pro Xl wird von Google in einer flachen Verpackung geliefert. Google macht hier denselben Schritt wie etwa Apple: Da man mittlerweile bei Smartphones kein Netzteil mehr mitliefert, kann man dadurch Platz in der Verpackung sparen und diese deutlich flacher gestalten. Dies hat auch den Vorteil, dass beim Versand der Ware aus China bzw. teilweise auch aus Vietnam deutlich mehr Smartphones auf einen Verpackungsträger passen, was dem Hersteller Geld spart. 

Google gibt sich bei der Verpackung in Bezug auf Informationen und Ähnliches sehr zurückhaltend. Vor dem Kauf kann man sich auf der Homepage ausführlich über die technischen Daten informieren, wodurch die Verpackung einfach und schlicht gestaltet werden konnte. Beim Google Pixel 9 Pro Xl ist die stabile Verpackung in eine Papierhülle eingeschoben. Die Vorderseite zeigt nur das Gerät von hinten, während die Rückseite in mehreren Sprachen kurz den Lieferumfang beschreibt. Wenn die zwei Streifen an der Rückseite entfernt wurden, kann die Hauptverpackung durch die Seite herausgeschossen werden. So erhält man eine ungebleichte, recycelte Verpackung, die nur dezent bedruckt ist. 

Google hat den Deckel der Verpackung lediglich mit einer Skizze des Smartphones versehen, welche die Smartphone-Rückseite darstellen soll. An der langen rechten und linken Seite ist wiederum nur „Google Pixel 9 Pro Xl“ zu lesen.  Wenn man nun den Deckel der Verpackung abnimmt, erscheint sofort das Google Pixel 9 Pro XL. Dabei gefällt mir besonders gut, dass vollständig auf Kunststoff verzichtet wurde. Google hat das Smartphone anstelle einer Kunststoffhülle in eine Papiertüte verpackt und auf eine unnötige Displayfolie verzichtet. Das mitgelieferte USB-C-Ladekabel liegt unter dem Smartphone, während Google die üblichen Beipackzettel in einer kleinen Mappe im Deckel verstaut hat. 

(Verpackung: 4,5 von 5 Punkten)

Design

Bevor ich nun detailliert auf das Design eingehe, möchte ich euch zunächst darüber informieren, was es mit der XL-Bezeichnung auf sich hat, die ich zu Beginn in der Zusammenfassung kurz erwähnt habe. 

Bei einem Blick auf die technischen Daten der Smartphones wird sofort deutlich, dass das Google Pixel 9 Pro XL im Vergleich zum Vorgängermodell kein größeres Smartphone ist. Technisch gesehen ist das Google Pixel 9 Pro XL der Nachfolger des Pixel 8 Pro, während das normale Google Pixel 9 Pro eine kleinere Variante ist. Das Google Pixel 9 Pro hat die gleiche Größe wie das normale Pixel 9, bietet jedoch die bessere Ausstattung der Pro-Smartphones. Im allgemeinen heißt das, dass die Abmessungen des Google Pixel 9 Pro XL 162,8 x 76,6 x 8,5 Millimeter betragen und es somit geringfügig länger ist als mein derzeitiges Apple iPhone 15 Pro Max. 

Das Grunddesign des Google Pixel 9 Pro XL ähnelt dem seines Vorgängers, sodass wir weiterhin den Kamera-Balken an der Rückseite vorfinden. Allerdings gibt es dabei eine deutliche Änderung: Der Balken reicht nun nicht mehr vollständig bis zum Rand, sondern endet einige Millimeter davor und wurde abgerundet. Es ist zudem sofort zu erkennen, dass die Kameraeinheit deutlich vorsteht – ohne Hülle beträgt der Abstand etwa 3 mm, was schon erheblich ist. Wie gewohnt werde ich die Kamera-Einheit mit ihren einzelnen Linsen, Sensoren etc. dann ausführlich im Abschnitt zur Kamera erläutern.  

Ansonsten gibt es auf der Rückseite nicht viel zu sehen; dort befindet sich lediglich ein typisches Google-Logo in Form eines „G“. Des Weiteren kann die seidenmatte Glasrückseite in der persönlichen Farbwahl begutachtet werden. Es können Porcelain, Rose Quartz, Obsidian und Hazel ausgewählt werden. Die letztgenannte Farbe entspricht meinem Testgerät und gefällt mir ausgezeichnet, aber auch die anderen verfügbaren Farben sind großartig. 

Das Google Pixel 9 Pro XL wird von einem Aluminiumrahmen umgeben, der durch seine Abrundungen an Vorder- und Rückseite einen perfekten Übergang schafft. Dadurch liegt das Smartphone auch optimal in der Hand. Rechts befinden sich die einzigen beiden Tasten: der kleinere Power-Button und darunter die doppelt so lange Lautstärke-Taste. An der Oberseite befindet sich zudem ein Mikrofon für Stereo-Aufnahmen, ebenso wie an der unteren Stirnseite neben der USB-C-Buchse. Wie gewohnt sitzt dann links davon der Lautsprecher.  

Wie bei jedem Smartphone ist die Vorderseite mit einem Display versehen, das beim Google Pixel 9 Pro XL einen sehr dezenten Rand aufweist – dem aktuellen Trend entsprechend. Wie alle Premium-Hersteller hat man die Hörmuschel, die gleichzeitig als Stereo-Lautsprecher dient, in ihren aktuellen Smartphones versteckt. Die Hörmuschel ist unauffällig zwischen Rahmen und Display platziert und nur bei genauem Hinsehen sichtbar. Die Frontkamera verwendet eine In-Display-Kamera. Dies bedeutet, dass im Vergleich zu einer Notch nur ein schwarzer Punkt auf dem Display erscheint. Dadurch werden weniger Bildpunkte entfernt, im Gegensatz zur deutlich größeren Notch, die mehr Bildpunkte beeinträchtigt. 

(Design: 5 von 5 Punkten)

Verarbeitung

Das Google Pixel 9 Pro XL weist eine hervorragende Verarbeitung auf. Die Vorder- und die Rückseite sind jeweils mit einem Corning Gorilla Glas Vitus 2 geschützt. Vorne ist es spiegelnd poliert, hinten matt – dies sorgt für eine tolle Optik. Obwohl auf der Rückseite Fingerabdrücke hierbei nicht gänzlich zu vermeiden sind, ist es dennoch besser als bei einer Hochglanzoberfläche. Der Rahmen ausAluminium, der das Google Pixel 9 Pro XL umschließt, geht ohne Unterbrechung und sehr sanft in die beiden Glasoberflächen über. Die gleichmäßigen kleinen Spaltmaße sorgen dafür, dass keine störenden Kanten oder Ähnliches spürbar sind – insgesamt also eine hervorragende Arbeit. 

Das Google Pixel 9 Pro XL ist dank IP68 staub- und wasserresistent. Dank der Abdichtung des Gehäuses kann das Google Pixel 9 Pro XL für bis zu 30 Minuten in Wasser eintauchen, was bis zu einer Tiefe von 1,5 Metern reicht, ohne Schaden zu nehmen. Es schützt zudem vollständig gegen das Eindringen von Staub. Wie immer bei einer solchen Zertifizierung gilt jedoch, dass der Schutz begrenzt ist und mit der Abnutzung sowie im Alter nachlassen kann. Daher sollte man das Ganze mit Vorsicht betrachten, zudem bezieht sich die Angabe zur Wasserbeständigkeit auf Süßwasser; im Meer ist der Wert deutlich geringer. 

(Verarbeitung: 5 von 5 Punkten)

TEIL 2

bestehend aus „Funktion des Produktes“ entspricht 65% der Gesamtwertung

Display6,8 Zoll 1344 × 2992 Pixel LTPO-OLED bei 486 ppi
Smooth Display (1–120 Hz)
CPUGoogle Tensor G4
Titan M2-Sicherheitschip
RAM16 GB RAM
Speicher128 GB / 256 GB / 512 GB / 1 TB
BetriebssystemAndroid 15 (Update kam Ende 2024)
Haupt-KameraWeitwinkelkamera
50-MP-Weitwinkelkamera mit Octa PD
Blende: ƒ/1,68
Sichtfeld: 82°
Bildsensorgröße: 1/1,31″

Ultraweitwinkelkamera
48-MP-Ultraweitwinkelkamera mit Quad PD und Autofokus
Blende: ƒ/1,7
Sichtfeld: 123°13
Bildsensorgröße: 1/2,55″

Teleobjektiv
48-MP-Kamera mit Teleobjektiv und Quad PD
Blende: ƒ/2,8
Sichtfeld: 22°13
5-facher optischer Zoom
Bis zu 30-facher Super-Resolution-Zoom13
Bildsensorgröße: 1/2,55″
Front-Kamera42-MP-Selfie-Kamera mit Dual PD und Autofokus
Blende: ƒ/2,2
Sichtfeld: 103°-Ultraweitwinkel
AnschlüsseUSB-Typ-C-Ladenaschluss
Akku5.060 mAh
Schnelles kabelloses Laden
Reverse Charging
FarbenHazel (meinem Testgerät). Außerdem verfügbar: Porcelain, Rose Quartz, Obsidian
KonnektivitätWi-Fi 7 (802.11be) mit 2,4 GHz + 5 GHz + 6 GHz, 2×2+2×2 MIMO
Bluetooth® V5.3 mit zwei Antennen für optimierte Qualität und Verbindung
NFC
Google Cast
Ultrabreitband-Chip für präzise Entfernungsbestimmung und räumliche Wahrnehmung
Dual-Band-GNSS
GPS, GLONASS, Galileo, Beidou, QZSS, NavIC
Abmessungen (H x B x T)162,8 mm (Höhe) × 76,6 mm (Breite) × 8,5 mm (Tiefe)
Gewicht221 g
LieferumfangGoogle Pixel 9 XL Pro
USB-Typ-C-Ladekabel
Kurzanleitungen
technische Daten des Google Pixel 9 XL Pro

Performance

Mit einer neuen Smartphone-Generation geht üblicherweise auch ein neuer Prozessor einher, und so ist es auch bei Google. Das Google Pixel 9 Pro XL ist mit dem Sensor G4-Prozessor ausgestattet. Allerdings bin ich diesbezüglich etwas enttäuscht, da bei einem Blick auf die technischen Daten des CPU bereits offensichtlich ist, dass keine Leistungssteigerung zu verzeichnen ist – dies wurde auch in den Benchmarktests deutlich. 

Obwohl das System im Alltagsbetrieb reibungslos und ohne Unterbrechungen funktioniert, zeigt das Google Pixel 9 Pro XL bei Anforderungen an die Rechenleistung ein Ruckeln. Der Prozessor kann mit der Konkurrenz nicht mithalten, und das, obwohl das Smartphone einen hohen Preis aufweist. Komplizierte Spiele aus dem Appstore machen hier definitiv keinen Spaß. Wenn ihr gerne auf dem Smartphone zockt, greift lieber zu einem anderem Smartphone. Selbst wenn es mit einem anderen System arbeitet, bietet ein iPhone 16 beispielsweise nahezu die doppelte Leistung.

Zusätzlich wird der CPU von der integrierten GPU Mali-G715 MP7 und einem Arbeitsspeicher von 16 GB unterstützt. Nicht falsch verstehen: Das Google Pixel funktioniert für die meisten Nutzer, die damit surfen, Fotos machen, telefonieren usw., einwandfrei und ohne Aussetzer. Die Rechenleistung ist für die meisten alltäglichen Tätigkeiten, die der Großteil von uns damit ausführt, vollkommen ausreichend. Nur im Falle von „anspruchsvollen Spielen“ läuft es damit nicht wirklich so, wie man es erwartet.

Google bietet eine große Auswahl an Speichergrößen. Die Speicherkapazitäten beginnen bei 128 GB, was ich heutzutage für zu gering halte. Darüber hinaus gibt es noch 256 GB, 512 GB und 1 TB. Wie auch bei den vorherigen Google-Modelle kann der Speicher nicht erweitert werden, sodass von den 128 GB aus Werk nur knapp 108 GB frei bleiben. Daher sollte man hier sorgfältiger abwägen und sich nicht vom günstigen Preis blenden lassen. Zwar kostet das Google Pixel 9 XL weniger als die Konkurrenz, aber es bietet auch oft weniger Speicher. Da wir nun beim Thema Speicher angekommen sind: Dieser bietet eine Lesegeschwindigkeit von 1900 MB/s und eine Schreibgeschwindigkeit von 1200 MB/s. Das geht auch nicht gerade schnell, zumal andere Hersteller wie Apple und Samsung schnelleren Speicher verwenden. Aber auch hier gilt: Im Alltag ist dies nicht negativ auffällig, doch für jene, die auf diese Aspekte Wert legen, ist es von großer Bedeutung. Daher erwähne ich es. 

DDie bekannten Benchmarktests zur Leistung des Smartphones habe ich wie gewohnt durchgeführt. Das Google Pixel 9 Pro XL erzielte bei Geekbench 6.0 einen Wert von 1.301 im Single-Core und 3.516 Punkte im Multi-Core. Bei PCMark erreichte es einen Performance-Score von 11.620 Punkten, und im Storage-Score 2.0 lag der Wert bei 28.017 Punkten. Beim Wildlife-Extreme-Benchmark von 3DMark erreicht es eine Bildwiederholungsrate von 15,91 FPS und einen Gesamtscore von 2.657 Punkten. Im Wildlife-Extreme-Stress-Test sind es im besten Durchlauf-Score 2.648 und im niedrigsten 1.584. Dies bestätigt, dass es sich zwar um ein solides Smartphone für den Alltag handelt, aber vom CPU usw. der Konkurrenz leider deutlich hinterherhinkt. 

(Performance: 4,5 von 5 Punkten)

Display

Das Pixel 9 Pro XL von Google verfügt über ein OLED-Display mit einer Diagonale von 6,8 Zoll. Dies ermöglicht eine dynamische Frequenzanpassung von 1 bis 120 Hertz, je nach Inhalt, um entweder eine längere Akkulaufzeit oder eine flüssige Darstellung zu gewährleisten. HDR10+ ist ebenfalls enthalten, ebenso eine 2K-Auflösung von 1.344 x 2.002 Pixeln, was bei der gegebenen Displaygröße eine Pixeldichte von 486 ppi ergibt. Bislang sind alle Werte exzellent und auch die maximale Helligkeit erweist sich im täglichen Gebrauch als hervorragend, da das Pixel 9 Pro XL sowohl drinnen als auch draußen eine ausreichend hohe Helligkeit bietet.

Das Google Pixel 9 Pro XL bietet neben seiner hervorragenden Bildschärfe dank des verwendeten OLED-Panels ein hohes Kontrastverhältnis von 2.000.000:1. Dies sorgt für kräftige Farben und ein tiefes Schwarz, wie es bei OLED-Technologie üblich ist, da die LEDs selbstleuchtend sind und vollständig abgeschaltet werden können. Insgesamt handelt es sich um ein hervorragendes Display, welches Google hier eingesetzt hat: Unabhängig davon, ob man direkt oder aus einem flachen Winkel auf das Display blickt, bleiben die Farben unverändert und alles ist scharf zu sehen. 

(Display: 4,5 von 5 Punkten)

Akku

Im Pixel 9 XL Pro XL hat Google einen Akku mit einer Kapazität von 5.060 mAh integriert. Das ist überaus ordentlich und zeigt sich im Alltag als sehr vorteilhaft, da es zusammen mit dem effizienteren Tensor-CPU zu einer guten Akkulaufzeit führt. Der Akku hat im Test problemlos für einen ganzen Tag gereicht, sodass ich noch etwa 25 bis 30% Restkapazität hatte. Allerdings gilt wie immer bei akkubetriebenen Geräten zu beachten, dass es entscheidend ist, was ihr damit macht: Wenn ihr nur im Internet surft, Bilder macht und gelegentlich telefoniert, reicht die Akkulaufzeit deutlich länger aus als bei intensiver Nutzung der Kamera, wie zum Beispiel vielen Aufnahmen im Urlaub, und der Navigation. Der Grund dafür ist, dass der hier eingesetzte G4-Prozessor-Sensor in seiner Leistungsfähigkeit begrenzt ist und somit an seine Grenzen stößt und mehr Strom benötigt. 

In Bezug auf die Ladetechnik setzt Google zum einen auf das Aufladen mit einem USB-C-Kabel, über das das Smartphone mit 27 Watt geladen wird. Der Akku erreicht nach etwa 28 Minuten einen Ladezustand von 50 %. Um ihn auf 100 % zu bringen, benötigt es wiederum von 0% knapp anderthalb Stunden. 

Auch kabelloses Aufladen ist selbstverständlich möglich. Bei Verwendung eines Qi-Ladepads beträgt die Ladeleistung jedoch maximal 22 Watt, während sie über den kostenintensiven Pixel-Stand bis zu 23 Watt beträgt. Auch die neue Generation unterstützt, wie das Vorgängermodell bereits, das Reverse Charging. Damit ist es möglich, andere Geräte, Qi-fähige Telefone oder Zubehör aufzuladen. Hierzu gehören beispielsweise auch die Pixel Buds.

(Akku: 4,5 von 5 Punkten)

Kamera

Die beiden neuen Google Pixel 9 Pro Modelle verwenden dieselben Kameras, sodass kein Unterschied wie bei Apple zwischen dem normalen Pro und dem Max Modell gemacht wird. In dem großen Kamera-Plateau sind an der Rückseite insgesamt drei Kameras montiert. Wie bei der vorherigen Generation besteht das Setup aus der Hauptkamera, einer Zoom-Kamera und einer Ultraweitwinkel-Kamera. Die Ultraweitwinkelkamera durchläuft einige Anpassungen: So weist sie nun eine f/1,7-Blende statt der bisherigen f/1,95 auf und ist damit lichtstärker. Gleichzeitig verkleinert sich jedoch der Bildsensor. Gut finde ich auf jeden Fall, dass die Zoomkamera nun einen Autofokus erhalten hat.

Kamera Aufbau

Hauptkamera: 50 Megapixel, 1/1,31 Zoll, f/1.68, Autofokus, OIS

Ultraweitwinkel: 48 Megapixel, 1/2,55 Zoll, f/1.7, 123°, OIS, Autofokus

Telefoto: 48 Megapixel, 1/2,55 Zoll, f/2.8, 5x Zoom, OIS, Autofokus Selfie-Kamera: 42 Megapixel, f/2.2, Autofokus

Tagsüber schießt das Google Pixel 9 Pro XL mit seiner Hauptkamera erstklassige Fotos. Diese zeichnen sich durch ihre Farben aus, die keineswegs künstlich wirken, sondern durch ihre natürliche Darstellung bestechen. Auch der Dynamikumfang ist gut, und die Bilder weisen eine Fülle von Details auf und sind lebhaft. Wie bei Tageslicht gefällt mir die Kamera auch bei ungünstigeren Lichtverhältnissen. Auch hier bestechen die Bilder durch eine gute Ausleuchtung, Detailreichtum und ansprechende Farben. Nur die Ränder der Bilder haben eine leichte Neigung zu einer dunkleren Färbung, und hier lässt die Kamera etwas an Schärfe vermissen; dies liegt jedoch alles noch im idealen Bereich. Nachtaufnahmen kann Google, wie viele andere Smartphones auch, machen. Allerdings hellt die Software diese Aufnahmen so sehr auf, dass sie nicht mehr ganz natürlich aussieht.

Die Ultraweitwinkelkamera liefert sowohl bei Tageslicht als auch nachts zufriedenstellende Ergebnisse. Details werden ausgezeichnet erfasst, und auch die Kamera überzeugt mit einer guten Schärfe. Die Farben gefallen mir ebenso wie bei der Hauptkamera, und daher ermöglicht auch diese großartige Bilder. Je nach Tageslicht sind minimale Abstriche bezüglich der Dynamik vorhanden, aber die Bilder im Test überzeugen dennoch sehr gut. 

Abschließend kommt der Telezoom mit seinem 5-fachen Zoom. Bei Tageslicht entstehen hier sehr solide und qualitativ hochwertige Aufnahmen. Die Farben wirken natürlich, und auch der Kontrast gefällt mir gut. Ländlich geht die Schärfe bei höherem Zoom etwas verloren, aber das ist wirklich nur Meckern auf hohem Niveau. Selbst bei Dunkelheit liefert die Kamera gut brauchbare Aufnahmen, die mich mit ihren großartigen Farben und dem Detailreichtum überzeugen. 

Im Portraitmodus gelingen euch mit der rückseitigen Kamera gute Aufnahmen, bei denen der Vordergrund, wie z.B. die abgebildete Person, deutlich vom Hintergrund abgehoben wird. Obwohl die Aufnahmen eines iPhone 15 Pro Max im Vergleich besser sind, sind die Bilder hier keineswegs schlecht – es könnte jedoch noch besser sein. 

Frontkamera

Die Auflösung der Frontkamera beträgt 42 Megapixel. Diese Kamera erzeugt qualitativ hochwertige Selfies mit natürlichen Farbtönen und einer ansprechenden Dynamik. Die Software wählt die automatische Belichtung gut aus, was zu lebendigen Farben führt, die im Test überzeugen können. Der weite Aufnahmewinkel ermöglicht es, auch ohne Weiteres eine Gruppe von mehreren Personenzahl zu fotografieren.   Allerdings habe ich gelegentlich bemerkt, dass die Software die Bilder doch etwas zu stark nachschärfte, was sich auch negativ auf die Dynamik auswirkt. Insgesamt ist die Selfie-Kamera zufriedenstellend, aber mein iPhone liefert in diesem Bereich noch etwas bessere Ergebnisse. 

Das Google Pixel 9 Pro XL kann mit allen Kamerasensoren 4K-Videos mit bis zu 60 fps aufnehmen. Sowohl die Zoom- als auch die Hauptkamera ermöglichen 8K-Aufnahmen bei einer Frequenz von 30 Bildern/s. Der Wechsel zwischen den Kameras erfolgt im Handumdrehen, und alle Kameras bieten zudem eine ausgezeichnete Bildstabilisierung. Neu ist, dass alle Kameras über einen Autofokus verfügen, der schnell und präzise arbeitet. Selten ist es notwendig, einzugreifen und den Fokus manuell zu setzen. Wie bei den Bildern bin ich auch hier von der Dynamik und der Farbgebung überzeugt. 

(Kamera: 4,5 von 5 Punkten)

Software

Das Google Pixel 9 XL wird mit Android 14 ausgeliefert und ist, wie nicht anders zu erwarten, eines der ersten Smartphones, das das Update auf Android 15 erhält. Google garantiert, dass für das neue Smartphone über einen Zeitraum von 7 Jahren System- und Sicherheitsupdates bereitgestellt werden. Das finde ich persönlich gut, da ältere Geräte bei Android-Devices oft schnell vergessen werden.

Das Pixel-Smartphone ist ein Android-Gerät mit weniger Anpassungsoptionen als andere Android-Smartphones, da Google den Schwerpunkt auf KI-Funktionen legt. Käufer bekommen zum Beispiel den Google-eigenen Chatbot Gemini für ein Jahr kostenlos dazu. Obwohl er kontinuierlich weiterentwickelt wird, lässt er sich bereits mit zahlreichen Google-Anwendungen integrieren. Gemini kann für euch nicht nur zahlreiche Fragen beantworten, sondern auch YouTube-Videos zusammenfassen und spezifische Fragen klären. Solche Funktionen überraschen mich, da Google in diesem Bereich mit Gemini bereits einen Wettbewerbsvorteil hat. Außerdem könnt ihr Gemini, ähnlich wie Siri, einen Timer oder Wecker einstellen lassen usw. 

Mit der Kamera sind zudem unterhaltsame KI-Funktionen möglich, wie das nachträglich Einfügen einer weiteren Person in ein Bild sowie die Erstellung von KI-generierten Bildern ohne Menschen. Das ist jedoch momentan in Deutschland noch nicht anwendbar. 

(Software: 4 von 5 Punkten)

TEIL 3

bestehend aus „Preis/Leistung“ entspricht 10% der Gesamtwertung

Beschreibung

Google hat der Pixel-Serie mit dem Google Pixel 9 Pro XL einen würdigen Nachfolger beschert. Das Smartphone überzeugt mich neben dem nochmals besseren Design auch mit einer hervorragenden Verarbeitungsqualität. Google hat hier nicht übertrieben: Für das Geld erhält man ein tolles Display, ein überzeugendes Kamera-Setup und eine gute Akkulaufzeit. 

Dennoch zeigt das Gerät Schwächen, insbesondere in der Gaming-Performance. Für den Alltag ist es völlig ausreichend, aber für diejenigen, die gerne auf dem Smartphone spielen, wird es nicht ausreichen, da der Prozessor für den verlangten Preis leider nicht der beste ist. Auch hat dies einen etwas negativen Einfluss auf die Akkulaufzeit: Wenn ihr viel spielt oder Apps nutzt, die hohe Rechenleistung benötigen, entleert sich der Akku schneller. Die Kameras sind zwar nicht die besten, aber auch nicht schlecht und somit immer noch weit vorne mit dabei. Insgesamt ein solides Smartphone, welches mir ganz gut gefällt. 

Preis/Leistung

Das Unternehmen hat die unverbindliche Preisempfehlung (UVP) für das Google Pixel 9 Pro XL auf beachtliche 1.199 € festgelegt. Das entspricht dem Gerät mit 128 Gigabyte. Für diejenigen, die mehr Speicherplatz benötigen, sind Varianten mit 256 GB (1.299 €) und 512 GB (1.429 €) und je nach Farbe auch mit 1 TB für (1.689€) verfügbar. Wie bereits angesprochen handelt es sich dabei um einen hohen Preis, dessen Betrag gerade in Bezug auf die Speichervariante und den Prozessor etwas übertrieben wirkt. Ob sich der Kauf wirklich lohnt, muss letztendlich jeder für sich selbst entscheiden. Wenn man viele grafisch anspruchsvolle Spiele spielt, ist das Pixel 9 Pro XL möglicherweise nicht die beste Wahl für ein Smartphone. Für alle anderen, die ihr Smartphone zum Telefonieren, Surfen, Filme Anschauen und Musikhören verwenden, ist das Gerät jedoch völlig in Ordnung. Wie bereits angesprochen, erhält man hier zudem ein hervorragendes Display sowie ein gutes Kamera-Setup. 

Google Pixel 9 Pro XL

Zum Angebot bei

testr Gesamtwertung

unter Berücksichtigung aller Teilwertungen

 Wir bedanken uns beim Hersteller für die Bereitstellung des Produktes. Zu unseren Grundsätzen

Link zum Hersteller:

Eve Flare

Das renommierte SmartHome-Zubehörunternehmen Eve hat bereits vor einiger Zeit die tragbare smarte LED-Lampe namens Eve Flare vorgestellt. Diese kann sowohl drinnen als auch draußen verwendet werden und ermöglicht es, eine besondere Atmosphäre im Haus oder im Garten zu schaffen, indem sie viele Farben wiedergibt. Allerdings ist der Akku fest verbaut und kann nur mit der speziellen Ladekabel (Ladevorrichtung) aufgeladen werden. Aufgrund der der IP65-Zertifizierung müsst ihr euch keine Sorgen über Wasser in der Nähe der Lampe machen, denn selbst wenn diese versehentlich in den Pool fliegt, schwimmt diese und und nimmt keinen Schaden, da diese gut abgedichtet wurde. 

Gefällt uns

  • integrierter Akku
  • IP65 Schutzklasse
  • Automationen möglich
  • HomeKit
  • Thread/ Matter fähig

Gefällt uns weniger

  • reagiert auf Farbwechsel etwas verzögert

Eve Flare

Zum Angebot bei

TEIL 1

Bestehend aus „Verpackung/Design/Verarbeitung“ entspricht 25% der Gesamtwertung

Verpackung

Eve ist seit geraumer Zeit dem eigenen Verpackungsdesign treu geblieben. Kein Wunder, denn was sich soweit auch in der Vergangenheit behauptet hat, kann man gerne auch so belassen. Auf den Verpackungen von Eve kann man das Produkt sehen und erhält auch eine Erklärung einiger Ausstattungen bzw. Funktionen. Dabei ist es logisch, dass die Verpackung von Eve Flare etwas größer ist als üblich, aber sonst ist alles sehr bekannt.  

Auf der Vorderseite präsentiert Eve nicht nur eine Abbildung Eve Flare, die in gelben bzw. warmen Lichtton leuchtet, sondern auch ihren eigenen Hersteller und Produktbezeichnung.   Darauf folgt wie üblich die Bezeichnung des Produkts in verschiedenen Sprachen: „portable smarte LED-Lampe“. Aufgrund der Tatsache, dass Eve seit vielen Jahren ausschließlich auf Apple HomeKit-Produkte spezialisiert ist, finden wir hier unten links das entsprechende Logo. Dieses hat sich jedoch vor kurzem geändert, da es mittlerweile auch eine Android-App gibt, dazu werden ich im weiteren Verlauf weitere Einzelheiten liefern, da hier derzeit noch einiges zu berücksichtigen ist. Am Ende darf natürlich auch das Siegel „100 % Privacy“, das Eve häufig verwendet, an der Frontseite nicht fehlen. Dies bedeutet, dass hier ein Fokus auf 100 % Datenschutz gelegt wird und keine Daten an andere weitergegeben werden.

Eve verwendet die rechte und die linke Seite der Großen Verpackung, um uns einige Beispielbilder zu präsentieren. Hier sieht man die Eve-Flare im Einsatz.  Darüber hinaus ist auf der rechten Seite das Europäische Energy Label zu finden, welches Eve bei einem Leuchtmittel angeben muss. Hier wird deutlich, dass die Lampe Energieklasse G hat und in 1000 Stunden 3KWh verbraucht. Auf der linken Seite sind dann einige Ausstattungsdetails neben dem schönen Bild zu finden. Eva hat hier dann auch wie von den Produkten gewohnt, drei relevante Punkte ausgewählt: den Schutz gemäß der IP65-Norm, das kabellose Laden über die Ladeschale und die Größe der Lampe, also 25 cm Durchmesser. 

Zum Abschluss präsentiert Eve auf der Rückseite ein paar weitere   Informationen. Zum einen kann man hier die Eve-Flare mit einem iPhone neben ihr sehen, dabei werden einem die Einstellungen der Eve-Home-App anzeigt. Darauf folgen die wesentlichen Vorteil bei  Produkten aus dem Hause Eve durch diversen Symbole dazu gehören z.B. Eve-Produkte benötigen keine Cloud und erfordern keine Registrierung. 

Nachdem die Verpackung geöffnet wurde, zeigt sich Eve Flare in eine Folie verpackt, wodurch diese beim Transport eigentlich optimal geschützt wird. Darunter befindet sich dann der Ladering in einer zusätzlichen Tasche. Im Karton darunter befinden sich neben dem Netzteil sämtliche Steckeradapter. Die kleine Anleitung mit dem HomeKit-Code darf hier natürlich nicht fehlen. 

(Verpackung: 4 von 5 Punkten)

Design

Es handelt sich bei Eve Flare um eine intelligente Stimmungsleuchte, die mit Ausnahme deren unteren Auflagefläche vollständig kreisförmig ist. Ihr könnt euch vorstellen, dass das Ganze ungefähr die Größe eines Fußballs hat. Das kommt auch gut hin, da Eve Flare mit 25 cm nur wenige Zentimeter größer ist. Neben dem Leuchtmittel (LEDs) für die verschieden darstellbaren Farben befindet sich im Eve Flare auch ein Akku. Deshalb ist Eve Flare auch tragbar und kann mühelos an den gewünschten Ort gebracht werden. 

Der Akkus ist fest verbaut und sorgt dafür, dass das Gehäuse komplett geschlossen bzw. abgedichtet ist und somit eine IP65-Zertifizierung erreicht wurde. Dadurch ist es möglich, Eve Flare problemlos sowohl drinnen als auch draußen zu verwenden. Allerdings ist zu berücksichtigen, das Eve darauf hinweist, dass eine Umgebungstemperatur von 0 Grad bis maximal 40 Grad und eine Luftfeuchtigkeit von 0 bis 80 Prozent eingehalten werden muss. Daher sollte die Lampe im Winter, wenn die ersten Frostwarnungen gemeldet werden, besser ins Haus bzw. in die Garage gebracht werden, damit sie nicht kaputtgeht. Bei Regen hingegen, kann Eve Flare problemlos draußen stehen bleiben, aber wenn der Bereich zu stehendem Wasser neigt, sollte man sich wiederum darum kümmern, da der Schutz vor Wasser nur vorübergehend und nicht dauerhaft gegeben ist. 

Soweit die wichtigen Einzelheiten. Ansonsten handelt es sich um eine Lampe mit einem etwas rauen Kunststoffgehäuse, was für solche Lampentyp typisch ist, die auch außen verwendet werden. Der Kunststoff ist in hierbei matt ausgeführt und fühlt sich gut an. An der Unterseite befindet sich neben einem Powerknopf auch ein Modusknopf, mit dem man die Farbe zusätzlich zur App ändern kann, wenn notwendig.   Im Zentrum befindet sich auch ein goldener Ring, der dazu dient, den Akku in Verbindung mit der mitgelieferten Ladeschale aufzuladen. Ein sicherer Stand wird durch 6 Gummifüße gewährleistet. Bei dem auf meinen Bildern ersichtlichen Metallbügel handelt es sich um ein Griff, mittels dem die Lampe beim Umdrehen bequemer getragen werden kann. Aber eigentlich geht dies auch ganz gut und einfach mit zwei Händen.  

(Design: 4 von 5 Punkten)

Verarbeitung

Die Verarbeitung vonEve Flare ist insgesamt gut. Ein widerstandsfähiges Kunststoffgehäuse mit Wetterschutz bietet Schutz vor UV-Licht. Außerdem bietet Eve Flare einen IP65-Schutz, welcher es ermöglicht, dass die Leuchte wasserbeständig ist, aber nicht wasserdicht. Auch wenn ein Regenschauer nicht so schlimm ist, ist stauendes Wasser unter der Lampe, also wo diese steht gefährlich. Schließlich könnte dieses Wasser auf Dauer trotz Abdichtung ins Gehäuse eindringen und für einen defekt sorgen . Darüber hinaus ist es wichtig, Eve Flare vor der kalten Jahreszeit zu schützen, da Minusgrade sowohl der Elektronik als auch dem Gehäuse schaden könnten. 

Der Powerknopf rastet hörbar ein bzw. aus, wohingegen der Modus Knopf auf die Berührung ebenso gut reagiert und somit ein einfaches Farbenwechseln ermöglicht. Die Druckpunkte der beiden Knöpfe sind gut. Ich halte den Transportbügel für ein wenig ungünstig, da er beim ersten Mal etwas zu schwer von seiner Arretierung entfernt werden kann. Ob man diesen dann überhaupt für den Transport braucht ist jedoch die Frage, denn wenn ich die Lampe transportiere, mache ich das lieber mit zwei Händen, dies ist am einfachsten uns sichersten. 

(Verarbeitung: 4 von 5 Punkten)

TEIL 2

bestehend aus „Funktion des Produktes“ entspricht 65% der Gesamtwertung

Produkt-ArtPortables Stimmungslicht mit Akku
Leuchtmittelintegrierte LEDs
Helligkeitmaximal 90 Lumen
Umgebungsbedienung0 °C bis 40 °C
0 % bis 80 % Luftfeuchtigkeit
ZertifizierungIP65 (Wasserbeständigkeit)
Stromversorgungintegrierter Akku (bis zu 6 Stunden)
Maße25 cm Durchmesser
SmartHome TechnologieBluetooth Low Energy, Thread (Matter folgt noch)
Materialaus Kunststoff
LieferumfangEve Flare
kabellose Ladestation
Netzteil
Kurzanleitung usw.
Technische Daten Eve Flare

Einrichtung und Konfiguration

Ich habe euch bereits einige Produkte von Eve System präsentiert und dabei stets die unkomplizierte Einrichtung hervorgehoben. Das gleiche gilt auch für Eve Flare, da der Ablauf wie bei allen HomeKit-kompatiblen Produkten auch hier identisch ist. 

Hier habt ihr immer die Wahl, Eve-Produkte direkt über die Apple Home App oder über die Eve Home App einzurichten. Normalerweise ziehe ich die Eve Home App immer vor, weil sie mir später z.B. bei Sensoren mehr Informationen liefert. Bei der Eve Flare ist es mir jedoch eigentlich egal. Automationen können mit der Eve Home App genauso wie mit Apple HomeKit erstellt werden. Bei Eve Home sind sie jedoch möglicherweise etwas umfangreicher und es ist auch nur darüber möglich, ein Firmware-Update zu installieren. Wenn man sich für Eve Home entscheidet, ist es möglich, sämtliche Automationen und Funktionen von Eve Flare direkt auch in Apple HomeKit zu steuern. Durch die Einrichtung über Eve Home wird die Lampe ebenso in Apple HomeKit integriert.

Um Eve Flare zu konfigurieren, öffne ich die Eve Home App und klicke im unteren Teil des Menüs auf das Untermenü „Einstellungen“. Daraufhin klickt man ganz rechts auf das „Plus“-Symbol und schon erscheint das übliche HomeKit-Scan-Menü. Nun muss man den HomeKit-Code unten an Eve Flare mit der Kamera erfasse. Alternativ kann dazu auch der gleiche Code in der beigefügten Kurzanleitung verwendet werden. Sobald man auf „Zu Home hinzufügen“ tippt, ist der Eve Home App bzw. HomeKit sofort klar, welches Gerät mit dem verbunden werden soll. Danach erfolgt die Konfiguration von Eve Flare und die Frage, wo die Stimmungsleuchte verwendet wird. Ich habe hier schon alle meine Zimmer eingerichtet, da ich viele Hue-Lampen usw. habe. Falls ihr das noch nicht habt, müsst ihr zuerst einen neuen Raum erstellen und benennen z.B. Terrasse.

Ich habe mich hier für Terrasse entschieden, da Eve Flare die meiste Zeit bei uns auf dieser steht. Anschließend ist die Installation  eigentlich auch scho abgeschlossen, da das aktuelle Firmware direkt installiert wird und ihr nun uneingeschränkten Zugang zu den Funktionen von Eve Flare habt. Das Tolle an Eve Home-Produkten ist, dass beim Einrichten kein Konto angelegt, persönliche Daten preisgegeben oder WLAN-Daten eingegeben werden müssen. Außerdem ist kein externer Server erforderlich, auf den die Eve-Produkte zugreifen müssen. Dies hat den Vorteil, dass es hier nicht wie bei anderen derartigen Geräten bei einem Ausfall des Servers dazu kommt, dass Daten nicht abgerufen werden können oder etwas nicht ordnungsgemäß funktioniert.

(Einrichtung & Konfiguration: 5 von 5 Punkten)

Funktionsumfang

Kommen wir nun zur Funktionalität der Eve Flare. Was kann sie eigentlich? Eve weist eine Helligkeit von bis zu 90 Lumen auf. Diese ist zwar nicht besonders hell, jedoch soll Eve Flare auch gar nicht als Leuchtmittel bzw. helle Lampe fungieren. Für diesen Zweck sind konventionelle Lampen mit Stromversorgung erhältlich, sei es über ein Netzkabel oder dauerhaft über ein Stromkabel. Wie schon erwähnt, ist Eve Flare ein Stimmungslicht, mit welchem Eve darauf abzielt, eine gemütliche Atmosphäre zu schaffen. Wie schon angemerkt, spielt es keine Rolle, ob dies im Haus oder im Garten geschieht, da Eve Flare ausreichend widerstandsfähig ist, um auch im Freien aufgestellt zu werden. 

Ihr habt hier in der App eine große Auswahl an Farben zur Auswahl, sodass ihr exakt die passende Lichtfarbe für jede Stimmung auswählen könnt. Hier sind die Lichtfarben trotz der „nur“ 90 Lumen überraschend stark, so dass sie bereits bei leichter Dämmerung gut rüberkommen. Ihr habt die Möglichkeit, eure bevorzugten Farben in der Eve Home App als Favoriten zu speichern, wodurch ihr mithilfe der Schnellwahltaste in der App schneller wechseln könnt. Leider ist es wiederum nicht möglich, die Belegung der Modustaste an der Unterseite von Eve Flare zu verändern, da diese immer genau wie von Werk aus bestimmt ist bleibt, egal ob ihr die Favoriten ändert oder nicht. 

Im Allgemeinen ist es möglich, die Helligkeit und Farben von Eve Flare sowie deren Farben in der Eve Home App sowie über Apple HomeKit zu bestimmen. Durch die Einbindung in Apple HomeKit ist es zudem möglich, Siri darum zu bitten, passende Einstellungen vorzunehmen, zum Beispiel die Änderung der Farbe oder eine Verringerung der Helligkeit. Es besteht auch die Möglichkeit, über Siri die Lampe auszuschalten. 

Wenn man draußen ist und das Smartphone möglicherweise im Haus gelassen hat, kann man die Lichtfarbe, wie bereits erwähnt, über die Mode-Taste regulieren. Diese ist jedoch nicht so umfangreich und es ist auch nicht möglich, die Lichtfarbe zu dimmen. Ich wünschte, die Favoriten, die man selbst in der App gespeichert hat, könnten direkt auf die Lampe übertragen werden, doch dem ist leider nicht so. Somit hat man hier nur die Möglichkeit das ganz entweder über Siri oder die App am Smartphone zu tun.

Die Eve Home App ermöglicht es, teilweise nützliche Automatisierungsfunktionen zu kreieren. So ist es etwa möglich festzulegen, ob Eve Flare bei Sonnenuntergang automatisch eingeschaltet wird und welche Farbe diese dabei haben soll. Wenn man  dann beispielsweise noch einen Eve Motion Bewegungsmelder hat, ist es möglich, hier eine Automatisierung einzurichten, die es ermöglicht, die Lampe für den gewünschten Zeitraum zu aktivieren, wenn man in einem bestimmten Raum sitzt oder im Garten daran vorbeiläuft.

Eve Flare kommuniziert nicht nur über Bluetooth Low Energy, sondern auch über Thread. Letztere ermöglicht eine zuverlässigere und reichweitenstärkere Verbindung der Geräte untereinander, wenn sie mit einer Steuerzentrale wie einem HomePod mini oder einer Apple TV 4K kombiniert werden. Eine Steuerzentrale ermöglicht es, Eve Flare nicht nur von zu Hause aus zu steuern, sondern auch von außerhalb, also wenn man unterwegs ist.

Thread gehört zu Matter und somit zur Zukunft von Smart-Home-Anwendungen bzw. Produkten. Zahlreiche Hersteller kooperieren bei Matter, um eine deutlich bessere Vernetzung ihrer Geräte miteinander herzustellen. Wenn ein Gerät ausfällt, weil es z.B. defekt ist oder sonst etwas vorkommen sollte, wird das nächste genutzt, um eine lückenlose Kommunikation zu gewährleisten. Alle Geräte kommunizieren dann auch ohne Bridge miteinander.

Im Matter-Netzwerk fungiert Eve Flare als Minimal Thread-Gerät, was darauf hinausläuft, dass es einen Endpunkt im Thread-Netzwerk definiert.   Übrigens gilt dies für sämtliche batteriebetriebene Geräte, wie etwa Eve Motion. Diese batteriebetriebenen Geräte empfangen Thread, fungieren jedoch nicht als zusätzlicher Repeater und tragen somit nicht zur Erweiterung des Netzwerks bei. 

Im Gegensatz dazu werden Full-Thread-Geräte wie Eve Energy dauerhaft mit Strom versorgt oder sind mit dem Stromnetz verbunden. In ihrem Thread-Netzwerk können sie als eigenständiger Router fungieren und wichtige Datenpakete miteinander austauschen. Daher ist das Netzwerk deutlich stabiler und die Reichweite größer, wenn mehr Thread-fähige Geräte im Haus vorhanden sind, da die Geräte in der Regel im Haus verteilt sind.

Akku

Es handelt sich bei Eve Flare um ein tragbares Stimmungslicht. Deshalb befindet sich auch ein Akku in diesem Gerät, der allerdings nicht selbst ersetzt werden kann. Laut Eve hat dieser eine Nutzungsdauer von bis zu sechs Stunden. Im täglichen Gebrauch habe ich hier bei 70% Helligkeit sogar eine minimale längere Laufzeit erreicht, doch diese hängt unter anderem von der gewählten Lichtfarbe ab. Schließlich benötigen helle Farbtöne, insbesondere ein kaltes Weiß, im Vergleich zu einem dunkelblaue oder rote, mehr Strom. Aber wie ich schon sagte, man kann die 6 Stunden definitiv erreichen. 

Eve Flare wird über die mitgelieferte Ladestation und das daran angeschlossene Netzteil aufgeladen. Der runde Kontakt an der Eve Flare ermöglicht es, die Leuchte unabhängig von ihrer Position auf der Ladestation anzubringen. Hier ist keine spezifische Ausrichtung zu berücksichtigen. Es ist auch möglich, Eve Flare dauerhaft mit Strom zu versorgen. Allerdings glaube ich, dass die meisten Eve Flare draußen verwenden werden, da das Stimmungslicht dafür eigentlich auch gedacht ist. 

(Funktionsumfang: 4 von 5 Punkten)

Software

Eve für Matter & HomeKit
Preis: Kostenlos
Eve for Android
Preis: Kostenlos

Beim Start der Eve Home App werden alle kompatiblen oder die bereits verbundenen Geräte angezeigt. Wenn man in die Räume navigiert und Eve Flare auswählt, welche man in der Einrichtung einen entsprechenden Raum zugewiesen hat, ist es möglich, alles wesentliche zur Eve Flare einzustellen.

Auf diese Weise kann hier die Lampe eingeschaltet oder ausgeschaltet werden, allerdings nur, wenn sie am Taster unten nicht vollständig abgeschaltet ist. Normalerweise ist dies nicht nötig, da Eve Flare ganz einfach über Sprachbefehle oder die App ausgeschaltet und eingeschaltet werden kann. Der gewünschte Farbton oder Weisstöne kann direkt darunter ausgewählt werden. Die gewünschte Farbe kann entweder einfach eingestellt werden oder man kann diese als Favorit absichern, indem man auf das Blau Plus darunter klickt. Danach kommt noch die Helligkeitseinstellung, bei der Eve Flare in einzelnen Prozentschritten gemäß den eigenen Wünschen gedimmt werden kann. 

Weitere Einstellungen zur Eve Flare sind hier nicht verfügbar. Hier können wir nur die genannten Automatisierungen erstellen, die es ermöglichen, verschiedene Geräte miteinander zu verbinden und dabei alles genau zu bestimmen.

Ich würde mich gerne kurz mit der neuen Android-App von Eve befassen. Denn wie schon am Anfang erwähnt, ist die Eve Home App kürzlich auch für Android verfügbar geworden. Allerdings ist es derzeit noch nicht möglich, alle Produkte aus dem Hause Eve zu integrieren. Bisher handelt es sich hier nur um Eve Thermo. Im Laufe der Zeit sollen jedoch durch Aktualisierungen der App zusätzliche Produkte hinzugefügt werden. 

(Software: 4 von 5 Punkten)

TEIL 3

bestehend aus „Preis/Leistung“ entspricht 10% der Gesamtwertung

Beschreibung

Eve bezeichnet die Eve Flare als eine tragbare smarte LED-Leuchte. Hier gibt es eine Vielzahl von Farben, aus denen man die gewünschte wählen kann. Die Lampe kann über die App, Siri oder direkt mit den Tasten gesteuert werden. So kann man jederzeit die perfekte Atmosphäre im Haus oder im Garten schaffen, ganz gleich, ob z.B. im Wohnzimmer oder im Garten. Eve hat hier nicht zu viel versprochen: Trotz nur 90 Lumen sorgt Eve Flare für großartige Effekte und bietet im Garten eine ausgezeichnete Perspektive. Dank IP65 kann Eve Flare problemlos im Freien verwendet werden, und der Akku hält bis zu 6 Stunden, was für einen Abend im Freien absolut ausreicht. 

Preis/Leistung

Das Stimmungslicht Eve Flare hat eine UVP von 99,95 €. Selbst die knapp 90 €, für welche die Lampe derzeit bei einigen Händlern zu finden ist, machen die Lampe nicht günstig. Dafür bekommt ihr jedoch ein überzeugendes Stimmungslicht, welches eine besondere Atmosphäre im Garten schafft und ein Highlight darstellt. Wir verwenden Eve Flare gerne, obwohl die etwas träge Reaktionszeit mein größter Kritikpunkt ist. Das liegt daran, dass der Farbwechsel und das Ausschalten nicht unmittelbar nach der App-Bedienung stattfinden, sondern dass die gesamte Reaktion etwas verzögert erfolgt. Wenn ihr eine solche Lampe sucht, finden Sie hier ein robustes Modell mit der praktischen HomeKit- oder Matter-Anbindung. Ebenso ist diese einfach Eingerichtet und einfach zu bedienen. 

Eve Flare

Zum Angebot bei

testr Gesamtwertung

unter Berücksichtigung aller Teilwertungen

 Wir bedanken uns beim Hersteller für die Bereitstellung des Produktes. Zu unseren Grundsätzen

Link zum Hersteller: evehome.de

Sonos Arc Ultra + Sonos Sub 4

In aller Kürze

Die Sonos Arc Ultra, das hauseigene Topmodell unter den Soundbars, wurde vor einigen Wochen von Sonos vorgestellt. Dabei änderte Sonos nicht nur die äußere Erscheinung, sondern legte auch viel mehr Arbeit ins Innere, da die Lautsprecher hier neu angeordnet und erweitert wurden. Wie immer bei Sonos ist die Einrichtung unkompliziert, und die Klanganpassungsmessung passt die Soundbar perfekt an eure Räumlichkeiten an. Sonos verspricht hierbei einen eindrucksvoll detaillierten Sound mit beeindruckenden 9.1.4 3D-Audio. Das gute Stück und der ebenfalls neue Sonos Sub 4 Subwoofer wurden von mir getestet.   Ihr habt die Möglichkeit, mein Fazit in unserem aktuellen Testbericht zu lesen.

Gefällt uns

  • tolles und hochwertiges Design
  • raumfüllender, kräftiger Klang auch ohne Sub
  • Klanganpassung Truplay
  • HDMI-ARC und Bluetooth
  • Multiroomfähig

Gefällt uns weniger

  • nur HDMI-Anschluss
  • hoher Preis

Sonos Store auf Amazon

Zum Angebot bei

TEIL 1

Bestehend aus „Verpackung/Design/Verarbeitung“ entspricht 25% der Gesamtwertung

Verpackung

Sonos Arc Ultra

Die neue Arc Ultra wird von Sonos in einem länglichen Karton geliefert. Die tatsächliche Hauptverpackung war bei mir noch in einem passenden Versandkarton zum zusätzlichen Schutz verpackt, aber ihr bekommt sie direkt im Laden in der bedruckten Verpackung.

Schon damals, als ich selbst einige Sonos-Produkte erworben habe, habe ich das Verpackungsdesign der Produkte immer sehr positiv wahrgenommen.   Darüber hinaus ist Sonos für umweltfreundliche Verpackungen bekannt, und auch bei der Sonsos Arc Ultra verfolgt Sonos das gleiche Konzept. Die Verpackung besteht aus widerstandsfähiger Pappe. An der Oberseite befindet sich ein praktischer Transportgriff, der den Transport zum Einsatzort erheblich vereinfacht. Dadurch lässt sich die Verpackung auch gut aus dem Versandkarton entnehmen. Man kann dann einige Linien um den Griff herum sehen, die den raumfüllenden Klang repräsentieren sollen. Darüber hinaus ist der Großteil der Soundbar auf der Vorderseite des Deckels in Schwarz dargestellt. Auf der gegenüberliegenden Seite kann der Produktname mit einigen kleinen Darstellungsbildern der verschiedenen Seiten betrachtet werden.

Um den Deckel der Verpackung zu entfernen, ist es notwendig, an jedem der langen Enden einen Sicherungsschieber auf die Entriegelung zu schieben. Dann ist es bereits möglich, diesen Deckel zu entfernen. Anschließend wird die Sonos Arc Ultra in einer zusätzlichen schwarzen Stofftasche sicher verpackt erblickt.   Nachdem die Soundbar entnommen wurde, befindet sich darunter ein Karton mit einem aufgedruckten Stecker-Symbol und den ganzen Zentrierungen. Die Set-Up-Anleitung sowie das Netzkabel und ein HDMI-Kabel wurden von Sonos darin eingebettet.

Sonos Sub 4

Genau wie bei der Sonos Arc Ultra wird auch der neue Sonos Sub 4 im identischen Verpackungsdesign Der neue Sonos Sub 4 wird genauso wie die Sonos Arc Ultra im identischen Verpackungdesign geliefert. Auch dieser wird in einem maßgeschneiderten Versandkarton versendet, ist aber hier nicht so leicht zu entnehmen, da beim Sub 4 kein Tragegriff an der Oberseite vorhanden ist. Aufgrund des Gewichts verwendet Sonos hier Griffmulden im Karton, wodurch ein Griff auf der rechten und linken Seite platziert wurde, was einen sicheren Transport ermöglicht. Wie bei der Soundbar ist auch an der Vorderseite der Verpackung ein großer Teil des Sonos Sub 4 in Schwarz abgebildet. Auf der Rückseite ist dann wiederum der Produktname in großem Ausmaß aufgedruckt. Außerdem gibt es hier kleine Skizzen, die den Sub von vorne und von der Seite darstellen.

Das Öffnen der Verpackung von Sonst Sub 4 oben erfolgt durch das Durchschneiden bzw. abreisen des Papierstreifens. Im Zentrum des Styroporeinsatzes befindet sich der Karton, in dem die Kurzanleitung und das Netzkabel verpackt wurden. Wenn der Styroporeinsatz entfernt wird, kann der Sub 4 durch seine mittlere Öffnung ganz einfach entnommen und aus der schwarzen Stoffumhüllung herausgeholt werden.

(Verpackung: 4,5 von 5 Punkten)

Design

Sonos Arc Ultra

Bei der Optik werden diejenigen, die die Sonos Arc bereits beim Händler oder sonst irgendwo gesehen haben, feststellen, dass sie der Sonos Arc ähnlich sieht. Hier bleiben viele Einzelheiten unverändert, aber wesentliche Einzelheiten wie die Steuerung haben sich hier geändert.

Die Sonos Arc Ultra hat ein schlichtes und schlankes Erscheinungsbild, das es ermöglicht, sie ohne Bedenken vor dem Fernseher zu positionieren oder auch neuerdings problemlos an die Wand anzubringen.   Aufgrund ihrer etwas breiteren, aber gleichzeitig flacheren Bauweise wirkt die Soundbar sehr elegant und gleichzeitig modern. Das Gehäuse ist aus Kunststoff gefertigt, aber das Matte-Finish macht es keineswegs billig. Stattdessen ist es von hoher Qualität und kann überall gut integriert werden. Es gefällt mir persönlich sehr gut, dass die separate Steuereinheit an der Rückseite untergebracht wurde, was mit den Anschlüssen etwas schöner aussieht. Jedoch bin ich mir sicher, dass die Geschmäcker hier sehr unterschiedlich sind. Es macht mir keinen Ärger, dass die Soundbar jetzt 3,5 cm breiter ist, da sie dabei auch 1,2 cm flacher wurde. Daher hat sie ungefähr die Größe eines 55-Zoll-Fernsehers (ein paar Zentimeter kürzer), daher kann ich ohne weiteres behaupten, dass die Soundbar auch ab dieser Größe optimal passt. Wenn der Fernseher kleiner ist, kann die Soundbar dann aber etwas wuchtig wirken. Es wird empfohlen, sie dann möglicherweise etwas abgesetzt an die Wand zu montieren, also vom Fernseher entfernt, aber letztendlich liegt es bei jedem selbst.

Aber gehen wir nun genauer auf das Design der Sonos Arc Ultra ein. Die längliche Soundbar hat ein gelochtes Design. Das gesamte Kunststoffgehäuse ist also mit vielen kleinen Löchern ausgestattet. Dies trägt zusammen mit dem grundlegenden Design zu einem einfachen Erscheinungsbild bei, das sich tatsächlich ohne weiteres in jedes Wohnzimmer einfügen lässt. Die Arc Ultra von Sonos ist entweder in weiß oder alternativ schwarz erhältlich. Die Soundbar selbst ist dabei vollständig in der ausgesuchten Farbe ausgeführt. Früher wurden hier, insbesondere beim weißen Modell, häufig schöne Akzente gesetzt, indem die Lautsprecherabdeckung schwarz gehalten wurde. Dies würde mir hier aber nicht so gut gefallen, daher alles richtig gemacht Sonos.

So wie die Soundbar später betrachtet wird, unabhängig davon, ob sie steht oder hängt, ist an der Front nur ein dezentes gleichfarbiges Sonos-Logo zu finden, mehr nicht. Alle übrigen Steuerungselemente und Anschlüsse sind hier hinten verborgen. Hier erfolgte eine Änderung im Vergleich zur Sonos Arc, bei der die Steuerung noch auf der Soundbar selbst zu finden war. Um die wichtigsten Funktionen der Musiksteuerung der Soundbar zu steuern, ist nun hinter der Soundbar eine minimal kleinere Leiste für alle wichtigen Touch-Steuerungselemente angebracht. Je nach Funktion sind die Touch-Bedienungsfelder mittig, ganz links oder recht angeordnet, aber nicht alle dicht aneinander. Es gibt keine Beleuchtung der Touch-Tasten. Der Grund dafür ist jedoch, dass sie beim Fernsehen je nach Betrachtungswinkel störend sein könnten. Ich würde es jedoch vorziehen, die Lautstärke sowieso über die TV-Fernbedienung, Sonos App oder Sprache zu steuern, wenn man vor dem Fernseher sitzt, da dies deutlich bequemer ist als immer wieder aufzustehen. 

Jedesfalls hat Sonos alle Anschlüsse, welche hier nicht besonders viele sind, an der Rückseite platziert. Die Aussparung an den Anschlüssen sorgt dafür, dass die Kabel auch dann sauber an ihre Position geleitet werden können, wenn die Soundbar an der Wand angebracht werden sollte. Aber ihr habt sowieso nur einen Netzkabelanschluss, einen HDMI-Port zur Verbindung der Soundbar mit dem TV und einen Netzwerkanschluss. Letzteres ist nur erforderlich, wenn ihr die Sonos Arc direkt über das integrierte LAN-Netzwerk anschließen möchten. 

Ein optische Audio-Anschluss usw. gibt es hier hingegen nicht, mich persönlich stört dies aber nicht, da mit HDMI, WLAN und Bluetooth alles dabei ist, was ich im Normalfall nutze. Hier gibt es jedoch keinen optischen Audio-Anschluss usw., aber das stört mich persönlich nicht, da mit HDMI, WLAN und Bluetooth alles enthalten ist, was ich normalerweise verwende. 

Da alle Sonos-Produkte direkt über das WLAN miteinander verbunden sind, könnt ihr zusätzliche Lautsprecher, sei es die Rear-Speaker oder den Sonos Sub 4 frei im Raum platzieren. Danach alle gewünschten Geräte mit der Sonos Arc Ultra zu einem System verknüpfen und schon funktionieren diese als einheitliches system. Ihr müsst nur darauf achten, dass ihr eine Steckdose in der Nähe für jedes Gerät besitzt. Eine manuelle Bluetooth-Pairing-Taste und ein Schieberegler, um das verbaute Mikro bei Bedarf stumm zu schalten, gehören zusätzlich zum Netzwerkanschluss an der Rückseite hinzu. 

Sonos Sub 4

Gleichzeitig stellte das Unternehmen neben der Sonos Arc Ultra Soundbar auch den Sonos Sub 4, die neueste Generation seines eigenen Subwoofers, vor. Auf den ersten Blick ist kein Unterschied zu erkennen, da die Änderungen nur geringfügig sind. Alles in allem hat sich beim Sonos Sub 4 im Vergleich zum Vorgänger nichts geändert: Nur beim Oberflächenfinish wird nun ein mattes-Finish anstelle von Hochglanz eingesetzt. Da alle neuen Produkte bei Sonos derzeit matt sind, war mir das auch klar: Der Sub 4 in Hochglanz würde da nicht wirklich dazu passen. Wie bei der Sonos Arc Ultra gibt es auch bei der Farbauswahl die Wahl zwischen schwarz und weiß. Bei der Farbe weiß wird das Zentrum, in dem die Treiber sitzen, in schwarz gehalten, was das Design etwas unterstreicht. Trotz der gleichen Abmessungen und der gleichen Leistung auf dem Papier konnte Sonos das Gewicht des Subwoofers im Inneren deutlich verringern, wodurch dieser nur noch 11,70 kg wiegt, anstatt 13,15 kg (Sub 3). 

Konzentrieren wir uns zunächst auf das Äußeren Design. Ich werde mich wie üblich im Abschnitt „Klang“ genauer mit den inneren Details befassen. Für alle, die noch nichts über den Sonos Sub wissen. Es handelt sich um einen fast quadratischen Subwoofer mit 389 x 402 mm (Höhe x Breite) und einer Tiefe von 158 mm. In der Mitte befindet sich ein Aussparung, in der man die beiden gegenüberliegenden Treiber sehen kann. Auf dem ersten Blick fragen sich hier manche sicher wo Sonos hier die sogenannten Bassreflexrohre versteckt hat, denn die Bilder zeigen, dass das Gehäuse selbst auf den ersten Blick keine Öffnungen dafür hat. Diese sind auch in der Mitte angebracht, wodurch es jeweils ein Bassreflexrohr nach oben bzw. unten gibt, das je zu einem der großen Treiber führt. Der Sonos Sub 4 hat genauso wie der Sonos Arc Ultra ein schlichtes Design. Daher ist er sehr schlicht und kann problemlos in jedes Wohnzimmer integriert werden. 

Sonos hat die Unterseite mit rutschhemmenden Gummis versehen, um sicherzustellen, dass der Sub 4 bei jedem Pegel sicher an seinem Platz bleibt. Ich glaube, diese machen ihren Job hervorragend, da verrutscht absolut nichts. Es gibt nur eine Verbindungstaste an der linken Seite, die kurz zum Einrichten betätigt werden muss, und an der Unterseite in einer Aussparung findet man den Anschluss für das Netzkabel und gegebenenfalls für ein Netzwerkkabel. Vorne an der Front des Sub 4 ist nur ein kleiner Sonos-Schriftzug aufgedruckt. So wurde das Design recht clean gehalten. Aber der Sub kann genauso wie die Sonos Arc Ultra und alle anderen Sonos-Produkte auch ohne weiteres über das WLAN als Netzwerklautsprecher oder Subwoofer verwendet werden, wie ich es für meinen Test getan habe. 

(Design: 5 von 5 Punkten)

Verarbeitung

Das Gehäuse des Sonos Sub 4 und der Sonos Arc Ultra sind aus einem widerstandsfähigen Kunststoff gefertigt. Das wirkt auf keinen Fall günstig, da hier beim Drücken nichts knackt und die Spaltmaße sind ebenso perfekt. Hier sind keine Schrauben oder sonstiges zu sehen, daher wirkt alles ordentlich und das Design ist absolut nicht beeinträchtigt. Mir gefällt das Matte-Finish gut, da es sich gut in die bestehenden Möbel integriert, da beide Produkte sehr gut zu Massivholzmöbeln, Hochglanzmöbeln oder matten Möbelstücken passen. Jedoch kann man an meinen Bildern sicherlich teilweise erkennen, dass or allem der Sub 4 besonders empfindlich gegenüber Fingerabdrücken ist. Aber da man beide Produkte normalerweise nicht ständig von A nach B trägt und sie daher nach dem Aufstellen am Einsatzort stehen lässt, macht dies im täglichen Gebrauch keinen großen Probleme. 

Aufgrund der Größe und Leistung sind die Gewichte beider Produkte vollkommen in Ordnung. Beim Anbringen des Sonos Arc Ultra an die Wand müssen Sie sich keine Sorgen machen, denn sowohl eine Massivwand als auch eine Holzständerwand hält das Gewicht von 5,9 Kg ohne Probleme. Schließlich ist es hier auch möglich, einen Fernseher mit Halterung anzubringen, der wesentlich schwerer ist. Sowohl der Sonos Arc Ultra als auch der Sonos Sub 4 sollten mit jeweils 2 Meter Kabellänge keine Probleme haben, die nächste Steckdose zu erreichen. Falls doch, gibt es auch ein 3,5 Meter Kabel im Zubehör-Shop von Sonos.

Sonos bietet in seinem eigenen Online-Shop einige Halterungen an. Dadurch gibt es neben der bündigen Wandmontage auch eine ausziehbare Variante, abhängig davon, was ihr selbst in eurem Haus haben möchten oder brauchen. Da von der Halterung absolut nichts nach der Montage zu sehen ist, sieht das ganze dann schon sehr edel aus und die Montage ist wirklich sehr einfach gehalten.

(Verarbeitung: 4,5 von 5 Punkten)

TEIL 2

bestehend aus „Funktion des Produktes“ entspricht 65% der Gesamtwertung

Lautsprecher-AnzahlSonos Arc Ultra: 14 Stück; Sieben Hochtöner, davon 2 nach oben gerichtet und 5 nach vorne, sechs Mitteltöner, Sound Motion™ und ein Doppelmembran-Tieftöner mit vier Motoren 
Sonos Sub 4: Zwei elliptische, nach innen gerichtete 5 Zoll x 8 Zoll Tieftöner
VerstärkerSonos Arc Ultra: 15 digitale Verstärker der Klasse D
Sonos Sub 4: Zwei digitale Verstärker der Klasse D
System9.1.4 3D-Audio mit Dolby Atmos
MaterialKunststoff
AnschlussmöglichkeitenHDMI eARC, Bluetooth 5.3, Apple AirPlay 2, Kompatibel mit WiFi 6. Verbindet sich über WLAN mit jedem 802.11a/b/g/n/ac/ax-Router im 2,4-/5-GHz-Bereich. 10/100 Port für eine kabelgebundene Verbindung mit deinem Router
Maße/GewichtSonos Arc Ultra:
Höhe: 75 mm
Breite: 1.178 mm
Tiefe: 110,6 mm cm
Gewicht: 5,9 Kilogramm
Sonos Sub 4:
Höhe: 389 mm
Breite: 402 mm
Tiefe: 158 mm
Gewicht: 11,79 kg
LieferumfangSonos Arc Ultra:
Sonos Arc Ultra
2 Meter Netzkabel
1,5 Meter HDMI-Kabel
Kurzanleitung, rechtliche Informationen und Garantie
Sonos Sub 4:
Sonos Sub 4
2 Meter Netzkabel
Kurzanleitung, rechtliche Informationen und Garantie
Technische Daten der Sonos Arc Ultra + Sub 4

Inbetriebnahme

Da die Sonos-Produkte in der von Sonos bereitgestellten App verständlich und schrittweise erklärt werden, ist die Inbetriebnahme und die Einrichtung vergleichsweise unkompliziert. Um die App kommt man bei Sonos auch nicht drumherum, denn nur durch diese könnt ihr die Produkte überhaupt verbinden, einrichten und nutzen. Darüber hinaus erhaltet ihr nur dann auch eine umfangreiche Funktionalität usw. 

Es ist wirklich unkompliziert, die Sonos Arc Ultra mit dem Fernseher zu verbinden. Man steckt einfach das mitgelieferte HDMI-Kabel in die passende Buchse in der Soundbar und steckt das andere Ende am Fernseher an. Da es bei der Soundbar nur eine geeignete HDMI-Buchse gibt, ist es hier total easy, während es beim Fernseher notwendig ist, den HDMI-ARC-Anschluss zu wählen. Dieser Anschluss bezeichnet als „ HDMI ARC“ ähnelt genau einer HDMI-Buchse, lediglich dass nur dieser ein Signal an die Soundbar übertragen kann. Außerdem können die CEC-Steuersignale nur über den ARC-Anschluss verwendet werden. Sobald ihr dann den Fernseher mit der üblichen Fernbedienung anschalten, schaltet sich auch die Soundbar mit Subwoofer automatisch ein. Ihr habt auch die Möglichkeit, die Lautstärke des Fernsehers über die Fernbedienung zu ändern.

Daraufhin muss das Netzkabel an der Soundbar installiert und an eine freie Steckdose angeschlossen werden. Für den Subwoofer gilt hierbei das selbe.   Es ist nicht nötig, den Sonos Sub 4 mit der Soundbar oder dem TV zu verbinden – hier erfolgt die Übertragung nämlich ohne Kabel. 

Sobald die Verbindung hergestellt ist, wird es entweder direkt über die App weitergehen oder ihr habt sofort mit dieser begonnen. Dann wird euch das bisherige hier auch ausführlich erklärt. Wenn die App installiert ist, müsst ihr, falls noch nicht vorhanden, ein Kundenkonto bei Sonos anlegen. Zu diesem Zweck braucht ihr eure E-Mail-Adresse, ein eigens erfundenes Passwort und schließlich euren Vor- und Nachnamen. Anschließend müssen einige Zugriffsrechte getroffen werden. Dann sucht die App bereits nach Geräten in der Nähe. Nach wenigen Sekunden wurde mir hier die Sonos Arc Ultra direkt angezeigt. Danach könnt ihr hier Hinzufügen auswählen, um die Soundbar in die App zu integrieren. Danach müsst ihr euer WLAN-Passwort eingeben, um die Sonos Arc Ultra mit dem WLAN zu verbinden, die Ultra Arc gibt währenddessen einen Audio-Pin ab, der bestätigt, dass es sich um das richtige Gerät handelt. Danach wird sofort gezeigt, dass ein Firmware-Update zur Verfügung steht, das direkt heruntergeladen werden sollte. Im Zuge dessen werden euch einige Ratschläge zur Soundbar gegeben. Schließlich stimmen wir zu, dass die Soundbar mit dem Fernseher verbunden werden soll. Nun kann man direktauch Trueplay verwenden, um den Sound perfekt an die eigenen Räumlichkeiten abzustimmen. Mehr Details dazu finden ihr jedoch unter „Klang“. 

Sobald die Sonos Arc Ultra verbunden und somit konfiguriert ist, ist es möglich, den Sonos Sub 4 direkt mit zu integrieren. Wenn man dazu aufgefordert wird, muss man den linken seitlichen Knopf kurz antippen oder wie ich bei meinem iPhone 15 Pro Max mit der Rückseite ranhalten und dann beginnt auch dessen Einrichtung. Auch dessen Einrichtung wird Schritt für Schritt erklärt und ist total easy. Es ist nicht mehr nötig, die WLAN-Daten anzugeben, da diese nun automatisch von der Sonos Arc Ultra übertragen werden. Anschließend wird das Firmware-Update durchgeführt und alles ist bereit. 

Jetzt klingt alles vielleicht aufwendiger, aber wie bereits erwähnt, erfolgt die Einrichtung sehr schnell, ist unkompliziert und wird hervorragend erklärt. 

(Inbetriebnahme: 4,5 von 5 Punkten)

Bedienung

Wie bereits erwähnt, ist es möglich, die Sonos Arc Ultra direkt an den Touch-Bedienfeldern an der nach hinten verlagerten Leiste zu steuern. In der Mitte ist man in der Lage, neben der Musik zu pausieren und fortzusetzen. Darüber hinaus ist es möglich, einen Musiktitel auszulassen und auch zurückzuspringen. Auf der rechten Seite befindet sich dann die Lautstärkeregulierung. Hier ist es möglich, die Lautstärke in verschiedenen Stufen zu ändern, indem man tippt, oder durch Wischen in die entsprechende Richtung um mehrere Stufen auf einmal. 

Zum Schluss ist es hier noch möglich, den ausgewählten Sprachassistenten über das „Sprechblasen-Symbol“ ganz links zu deaktivieren oder zu aktivieren. An der Rückseite befinden sich dann zwei zusätzliche Bedienelemente: einerseits der Schieberegler, mit dem das Mikrofon deaktiviert werden kann, und andererseits die Bluetooth-Pairing-Taste, die es ermöglicht, die Soundbar falls notwendig über Bluetooth mit einem Gerät zu verbinden. 

Selbstverständlich ist es auch möglich, die Soundbar bequem von der Couch aus zu steuern. Diese Lautstärke kann wie üblich direkt über die Fernbedienung des Fernsehers im normalen TV-Betrieb gesteuert werden. Wenn es darum geht, den Klang noch ein wenig anzupassen, kann man den Bass des Sub 4, sowie die Höhen, Mitten und Tiefen der Soundbar selbstverständlich über die App anpassen. 

(Bedienung: 4,5 von 5 Punkten)

Klang

Kommen wir nun zum wohl bedeutendsten Aspekt einer Soundbar und eines Subwoofers, nämlich zum Sound. Es gibt viele Treiber und Verstärker in der großen länglichen Sonos Arc Ultra, die zusammen einen beeindruckenden 3D-Audioklang liefern. Sonos schafft dies, indem es die Treiber nicht nur nach vorne, sondern auch zu den Seiten und auch nach oben ausrichtet. So arbeitet man also nach dem Prinzip der Klangreflexion. So wird euch beispielsweise der Klang von der Deckseite genauso widergespiegelt wie von den Wänden. Alles in allem werden im Sonos Arc Ultra sieben Kalottenhochtöner verwendet, die für kristallklare Höhen und eine erstklassige Stimmwiedergabe sorgen.

Dafür sind zwei der Hochtöner nach oben ausgerichtet und sorgen für den 3D-Audio-Sound, den ich bereits erwähnt habe. Außerdem sind noch sechs Mitteltöner vorhanden, die eine ausgezeichnete Wiedergabe aller Mitteltöne in alle Richtungen ermöglichen. Aber der neue Sound Motion Tieftöner, den Sonos selbst als den wichtigsten Durchbruch der Soundtechnologie der letzten 100 Jahre bezeichnet, ist die größte Veränderung. Das liegt daran, dass in der Sonos Arc Ultra statt mehrerer deutlich größerer Tieftöner ein flacher Doppelmembran-Tieftöner verwendet wurde. Dessen Besonderheit ist es, dass dies gegenläufig sind und somit entgegensetzt Schwingen. Auf diese Weise ist es Sonos gelungen, trotzt flacher Bauweise einen erstaunlichen Sound zu kreieren. Laut Sonos selbst konnte hier im Vergleich zur Sonos Arc eine doppelte Bassleistung erzielt werden.

Es gibt natürlich den unglaublich detailreichen Klang des 9.1.4 Systems, der sozusagen ein mitreisender 3D-Audioklang bietet, wenn Dolby Atmos-fähige Filme über die Sonos Arc Ultra wiedergegeben werden. Auf dem Papier liest sich das natürlich sehr gut, aber wie war es im Alltag? Natürlich bekommt ihr beim herkömmlichen Fernsehen nicht so viel von dem beeindruckenden Klang mit, da hier einfach nicht das passende Audiomaterial zur Verfügung gestellt wird. Bei Dolby Atmos-Filmen oder Serien wird 3D-Audio nur bei entsprechender Quellen angeboten. 

Selbstverständlich muss hier berücksichtigt werden, dass das Klangerlebnis nicht allein vom ausgewählten Inhalt abhängt, den man wiedergibt, sondern auch von euren Räumlichkeiten, also in den meisten Fällen dem Wohnzimmer. Die Sonos ARC Ultra ist kaum sinnvoll, wenn ihr nur normales Fernsehen, also selbst in HD-Qualität, schaut.   Wenn ihr wiederum einen großen Raum habt, in dem der Fernseher steht und ihr, wie es normalerweise sein sollte, vor der Soundbar sitzt und nicht schräg zu dieser versetzt, Dolby Atmos bzw. 3D-Audio Quelle verwendet, werdet ihr den unglaublich guten Sound der Arc Ultra definitiv bemerken.

Ich war in der Lage, die Sonos Arc Ultra mit der normalen Arc eines Kollegen zu vergleichen. Hier konnte ich im direkten Vergleich deutlich bemerken, dass die neue Arc Ultra noch kraftvoller klingt und dass die Höhen und Mitten nochmals etwas besser erkennbar sind.Ich mag die Sonos Arc schon sehr, aber die Arc Ultra bietet hier nochmals mehr Power.

Die Sonos Arc Ultra passt hervorragend zu Dolby Atmos-Quellen, da die Geräusche bei euch deutlich harmoniereicher zum Bild passen. In einfachen Worten lässt sich sagen, dass wenn hier etwas von rechts nach links im Bild fliegt, wird euch dies auch klanglich so präsentiert. Ohne Dolby Amos wäre dies nicht möglich und genau dies erfüllt mich ständig mit Freude beim Filme schauen. Bei einer so flachen Soundbar bin ich überrascht, was diese hierbei leistet. Ihr bekommt natürlich das beste 3D-Audioerlebnis, wenn ich direkt zur Soundbar gerichtet sitzt. Darüber hinaus kann die Soundbar allein schon recht gut Bass spielen. Für diejenigen, welchen dies nicht genügt, kann der Sonos Sub 4 das Gesamtpaket noch einmal ergänzen und euch natürlich noch mehr im Bassbereich bieten. 

Der Sonos Sub 4 sorgt dafür, dass die wiedergegebenen Bässe aufgrund der großen Tieftöner noch einmal deutlich niedriger werden. Natürlich profitieren davon alle Filme sowie Musik und Spiele davon. Da der Sub 4 nochmals etwas leichter wurde als sein Vorgänger, lässt sich schon vermuten, dass sich hier im Inneren etwas getan hat. Den rein äusserlich hat sich wie  bereits erwähnt nur das Finish geändert.

 Hier hat Sonos einen neuen leistungsstärkeren Quad-Code-Prozessor mit 1,9 GHz eingebaut. Außerdem hat man den RAM von 256 MB auf 512 MB erhöht und den Speicher auf 4 GB hochgesetzt. Daher befindet sich der Sub 4 auf dem gleichen Niveau wie die Sonos Arc Ultra. Diese Bauteile beeinflussen den Klang jedoch nicht, sondern ermöglichen lediglich, dass der Sub 4 als Netzwerklautsprecher ohne Verzögerungen usw. arbeiten kann.  

Das WLAN-Modul, das nun WiFi 6 (802.11a/b/g/n/ac/ax) unterstützt, ist jedoch neu im Sub 4. Dadurch wird hier eine noch schnellere und unterbrechungsfreie Verbindung zum WLAN ermöglicht, die auch mit den anderen Sonos-Multiroom-Produkten kompatibel ist. Es ist ebenfalls von Vorteil, dass der Sub 4 im 2,4 GHz- und im 5 GHz-WLAN gleichermaßen funktionsfähig ist. Der verändert bzw. leichter ausgeführt Innenaufbau des Sub 4 führt zum Schluss, zu einem geringeren Gewicht. Sonos hat hierbei keine Änderungen an den Treibern usw. vorgenommen. Nur deren Aufbau und die etwas anders ausgeführten inneren Bauteile tragen dazu bei, dass der Sub 4 nur noch 11,79 kg wiegen kann.

Genau wie beim Vorgänger sorgen zwei spezielle elliptische Tieftöner mit 5 Zoll x 8 Zoll für den Klang. Laut Sonos sollen diese weiterhin die 25 Hz erreichen, und die beiden verbauten digitalen Klasse-D-Verstärker sollen die Sonos Arc Ultra, die bereits gut klingt, noch einmal deutlich aufwerten. 

Klanganpassung durch Trueplay

Die Sonos-App, die ich in Kürze näher erläutern werde, ermöglicht es, Trueplay zu nutzen, um den Klang der Sonos-Produkte an die eigenen Räumlichkeiten anzupassen.Das Erweiterte Tuning und das schnelle Tuning sind dabei enthalten. Man muss dabei das Smartphone ohne Hülle mit dem Mikrofon wie in der App gezeigt in Richtung der Soundbar bzw. des Fernsehers richten, mehr nicht. Dabei erfolgt die Wiedergabe mehrerer Töne, wodurch das Klangbild an den Raum angepasst wird. 

Das ist zwar schneller und bequemer, aber es ist besser mit dem Erweiterten Tuning die Trueplay Einmessung zu durchlaufen. Dort werden ebenfalls die Töne abgespielt, allerdings muss man dabei mit dem Smartphone in der Hand durch den Raum laufen. Dies wird euch sehr gut zuvor in der App im Video gezeigt. Da die Sonos Arc Ultra und in meinem Fall der Sonos Sub 4 im Pegel so angepasst werden, dass sie im Raum besser klingen, ist das Klangbild nach der Trueplay-Messung nochmals hörbar balancierter. So werden die verschiedenen Treiber entweder mehr oder weniger betont, aber bei Bedarf ist es möglich das Klangbild im Equalizer per App noch feiner zu modifizieren. 

(Klang: 4,5 von 5 Punkten)

App

Kommen wir jetzt zur App, da sie für Sonos Produkte notwendig ist und nicht nur das Steuern und Einmessen mit Trueplay ermöglicht, sondern noch viel mehr. Ihr werdet viele Dinge direkt auf der Startseite sehen. Auf der Startseite wird euch die aktuelle Lautstärke, die Quelle sowie der aktuelle Musiktitel usw. gezeigt.  

Sonos
Preis: Kostenlos+
Sonos
Preis: Kostenlos

Im Abschnitt „Deine Dienste“ zeigt sich Sonos Radio, über das man einige Radiosender streamen kann. Hier habt ihr aber auch die Möglichkeit, euren bevorzugten Streamingdienst wie z.B. Apple Music, Spotify oder Deezer zu verknüpfen.

Im Hinblick auf die Sonos Arc Ultra und den Sonos Sub gibt es hier zusätzlich weitere wichtige Informationen über das kleine Zahnrad. Bei „Dein System“  kann durch das Tippen auf Arc Ultra auf deren Settings zugegriefen werden. Dabei ist es möglich, den Namen des Raumes zu ändern und unter „Produkte -> Arc Ultra“ diverse Einstellungen an der Sonos Arc Ultra vornehmen.  Wischt man weiter nach unten zu „Sound“, kann ganz oben Trueplay eingerichtet werden und die Equalizer der Soundbar und des Subwoofers können hier bei bedarf separat angepasst werden.

Dabei ist es möglich, die entsprechenden Pegel sowohl zu heben als auch zu senken, genauso wie bei einem Equalizer, ganz traditionell. Darüber hinaus ist es in der Anwendung möglich, die Höhenkanäle zu aktivieren, die Lautstärkebegrenzung festzulegen und die Sprachverbesserung einzuschalten.   Letzteres verdeutlicht Dialogo deutlich, abhängig von der gewählten Intensität, aber ich habe dies im Alltag beim normalen Ton gelassen.

(App: 4 von 5 Punkten)

TEIL 3

bestehend aus „Preis/Leistung“ entspricht 10% der Gesamtwertung

Beschreibung

Die Arc Ultra wird von Sonos mit ihrer revolutionären Sound Motion Technologie beworben. Diese soll das Entertainment unvergleichlich lebendig machen wie keine andere Soundbar. Sonos wirbt den Sub 4 ebenfalls damit, dass er die vereinte Kraft des Sonos Sounds bietet, wodurch man jedes Lied und jede Szene noch intensiver erleben kann. 

Schon die Sonos Arc Ultra überzeugt im Test mit einem tollen ausgewogenen, aber zugleich wuchtigen 3D-Sound. Dieser wird mit dem passenden Sonos Sub 4 nochmals perfekt erweitert bzw. ergänzt. Sonos hat damit nicht zu viel versprochen. Das Einmessen in eure eigenen Räumlichkeiten ist dank Trueplay besonders einfach, führt aber zu einem noch besseren Klang, der perfekt passt. Die Sonos Arc Ultra kann nicht nur zur Wiedergabe zu TV-Quellen verwendet werden, sondern auch als Netzwerklautsprecher. Dank Bluetooth kann man die Musik auch jederzeit direkt über das Smartphone streamen. Sofern gewünscht, ist die Sprachsteuerung eine zusätzliche Funktion, die natürlich genutzt werden kann.

Preis/Leistung

Die beiden neuen Produkte von Sonos sind ziemlich teuer, keine Frage. Die Sonos Art Ultra kostet 999€, während der Sonos Sub 4 nochmals 899€ bzw. aktuell (14.12.2024) 809€ kostet. Wenn ihr trotzdem beide Produkte haben möchten, empfehle ich euch, direkt das Sonos Premium Entertainment Set mit Arc Ultra zu erwerben, da hierfür „nur“ 1708 € berechnet wird und hier somit weitere 100€ gespart werden können. Für beides ist es viel Geld, jedoch erhält man damit dann auch eine großartige Soundbar, die im Test sehr überzeugend war und mit dem Sub 4 das Paket perfekt abrundet. Wenn ihr darüber nachdenkt, die Sonos Arc zu erwerben, würde ich persönlichen lieber die  200€ mehr direkt für die Arc Ultra bezahlen. Mit der Sonos Arc Ultra erhaltet ihr die noch deutlich verbesserte Soundbar, die auch ohne Subwoofer sehr gut klingt. 

Sonos Store auf Amazon

Zum Angebot bei

testr Gesamtwertung

unter Berücksichtigung aller Teilwertungen

 Wir bedanken uns beim Hersteller für die Bereitstellung des Produktes. Zu unseren Grundsätzen

Link zum Hersteller: Sonos.de

Garmin Edge 1050

In aller Kürze

Mit dem neuen Garmin Edge 1050 hat Garmin das neuste Top-Modell der Garmin Edge Navi-Serie vorgestellt. Dieses verfügt zum ersten Mal über ein LCD-Display, welches zum einen deutlich heller und eine schärfere Darstellung bietet. Des Weiteren bietet auch die Software einige Neuerungen, wie z. B. eine ständige Verbindung mit der Radgruppe, eine Unfallbenachrichtigung, Gefahrenwarnung. Neu ist zudem ein verbauter Lautsprecher, welcher die neue integrierte Fahrradklingel mit sich bringt und ab sofort gibt es auch Sprachansagen. Jedoch reduziert das neue Display die Akkulaufzeit ein wenig, was im Alltag aber kaum negative Auswirkungen hat, denn der fest verbaute Akku liefert dennoch genug Power für 20 Stunden am Stück, also reicht dieser in der Regel problemlos für mehrere Radtouren ohne Aufladen aus.

Gefällt uns

  • helles und scharfes LCD-Display
  • lange Akkulaufzeit
  • top Verarbeitung
  • umfangreicher Funktionsumfang
  • gute Navigation
  • elektronische Klingel
  • Sprachansagen über Lautsprecher

Gefällt uns weniger

  • Menü teils etwas unübersichtlich
  • hoher Preis

Garmin-Store auf Amazon

Zum Angebot bei

TEIL 1

Bestehend aus „Verpackung/Design/Verarbeitung“ entspricht 25% der Gesamtwertung

Verpackung

Garmin liefert das neue Edge 1050 wie vom Unternehmen gewohnt in einer stabilen grauen Verpackung aus. Diese ähnelt dem von mir getesteten Garmin Edge 1030 Plus sehr, sodass auch hier ein Produktbild mit einigen Informationen aufgedruckt wurde.

Auf dem Deckel der Verpackung wird zum einen groß der Herstellername präsentiert und natürlich auch die Bezeichnung „Edge 1050“. Im Zentrum fällt dann natürlich direkt der Hochglanz Aufdruck auf, bei dem es sich um eine Abbildung des Garmin Edge 1050 handelt. Dabei wir einem hier das Display gezeigt, auf dem man die Ansicht sieht, wenn z. B. gerade eine Rennrad-Tour aufgezeichnet wird.

Rund um den Deckel findet man dann erneut der Hersteller- sowie Produktnamen und dann gibt es auf dem Boden der Verpackung noch ein paar Infos in mehreren Sprachen. Das wichtigste ist hier dann aber eventuell nur der Lieferumfang, denn der Rest ist ihr weniger für den Endverbraucher relevant. Technische Details usw. Gibts hier nicht, diese muss man dann eben auf der Herstellerseite nachlesen.

Direkt nach dem Entfernen des Deckels erblickt man das Garmin Edge 1050, welches hier durch eine Displayfolie mit einem Demobild geschützt wird. Damit dieses nicht im Karton umher wackelt, ist dies sicher in einem Einsatz aus Karton eingesetzt, welchen das Navi, vom Lieferumfang trennt. Beim Zubehör zählt neben dem Standard-Halter mit unterschiedliche Haltern (Gummis usw.) auch die bessere Edge Power Mount Halterung, ein USB-C Ladekabel, ein Befestigungsband (Handschlaufe) und verschiedene Handbücher. Das Zubehör liegt hier weiterhin je nach Art, Halter, Gummis usw. einzeln in Kunststoffbeutel verpackt in der Verpackung. Dies ist recht lieblos, aber bei so viel Lieferumfang kaum anders möglich und eigentlich auch nicht weiter schlimm.

(Verpackung: 4 von 5 Punkten)

Design

Das Design ist von Grund zwar ähnlich zu dem von mir bereits getesteten Garmin Edge 1030 Plus, aber dennoch wurde das gute Stück rundum neu designt. Das Kunststoffgehäuse ist wie bisher oft von Garmin gewohnt nahezu komplett in Schwarz gehalten, hier und da gibt es dann aber auch noch ein paar anthrazitfarbene Bauteile und Zierelemente, die das Design nochmals deutlich aufwerten.

Dank der strukturierten Rückseite sowie der seitlich und an der oberen Stirnseite verlaufenden Griffmulde liegt das Navi sehr sicher in der Hand und dies selbst mit Handschuhen. Für diejenigen, die auf Nummer sichergehen wollen oder auch wissen, dass diese etwas tollpatschig sind, ist es ratsam, die Handschlaufe an der Rückseite zu befestigen. Greift man hierbei vor dem Bedienen mit der Hand durch die Schlaufe oder führt das Band um den Lenker, dann hat man noch mal zusätzliche Sicherheit. Dadurch ist das Ganze dann eigentlich absolut sicher, sodass es normalerweise nicht herunterfallen kann.

An der Oberseite bzw. Front des Garmin Edge 1050 befindet sich direkt die größte Neuerung, nämlich das LCD Display. Hier hatte Garmin bisher immer auf ein sogenanntes transflektives TFT-Display gesetzt, doch nun setzt man auf ein deutlich schärferes LCD-Display. Diese Displaytechnologie kennt man von Smartphones und bieten bessere Kontraste, Farben usw. Exakt wie bei den Vorgängermodellen umgibt das Display an den Seiten ein etwa 5 mm breiter Rahmen, während dieser an Ober- und Unterseite nochmals deutlich breiter ausfällt. Am unteren Rand des Displayrands wurde das typische silberne Garmin-Logo integriert und im oberen Rand versteckt sich der Helligkeitssensor, welcher automatisch Display-Helligkeit der Umgebung anpasst.

Sämtliche Bedienknöpfe hat Garmin wie beim Edge 1030 Plus an den Seiten verteilt, somit bleibt das Display komplett überschaubar. Mit der Standard-Halterung hat man dabei uneingeschränkten Zugriff auf alle Bedienelemente, während es bei der Power Mount Halterung etwas eingeschränkter werden kann. Dies liegt daran, da dabei das Garmin Edge 1050 vor dem Lenker positioniert wird und der Abstand dabei doch schon etwas enger ist. Daher lassen sich die beiden Tasten an der Unterseite zwar weiterhin bedienen, aber etwas eingeschränkter wie über die Standardhalterung auf dem Lenker.

An der linken Seite ca. im oberen Drittel ist wie bereits von den anderen Navis aus dem Hause Garmin gewohnt, der Power-Button platziert worden. Damit wird das Gerät durch längeres gedrückt halten, angeschaltet und wenn man den Kopf im eingeschalteten Zustand länger gedrückt hält, kann man die Displaysperre aktiveren, in den Ruhestand wechseln oder das Gerät komplett ausschalten.

Unten an der kurzen Stirnseite findet man zentral eine größere Abdeckung, unter welcher sich die USB-C Ladebuchse versteckt. Über diese kann der Akku aufgeladen werden und man kann das Gerät z. B. zur Datenübertragung mit dem Computer verbinden. Auf einen zusätzlichen Micro-SD Karten-Slot muss man jedoch schon längere Zeit verzichten, denn diesen hat Garmin bereits mit dem Edge 1030 aus den Geräten verbannt. Dafür hat Garmin erneut denn internen Speicher erhöht und zwar auf 64 Gigabyte. Exakt wie bei den bisherigen Garmin Edge Geräten gewohnt findet man dann wiederum links neben der Abdeckung des Lade-Anschlusses die Zurück-Taste und rechts die Start-/Stop-Taste, mit welcher man das Aufzeichnen der Strecke direkt starten und pausieren kann.

Die obere Steinseite wurde, wie ich es vom Garmin Edge 1030 kenne, leicht schräg ausgeführt, was hier nicht für eine bessere Aerodynamik sorgen soll, sonder dafür, dass ich man das Gerät besser in der Hand halten kann. Durch die Einkerbung, welche etwas kantig ausgeführt wurde, liegt das Garmin Edge 1050 nämlich auch mit Handschuhen sehr sicher und gut in der Hand. Außerdem ist hier das Herstellerlogo aufgedruckt, sodass andere Personen direkt vor euch erkennen, dass es sich um ein Garmin-Navigationsgerät handelt.

Zu guter Letzt befindet sich an der Unterseite ziemlich mittig vom Gerät der gewohnte Garmin-Vierteldrehungs-Befestigungszapfen. Damit wir das Gerät bombenfest mit der Halterung verbunden und zudem kann man darüber den Garmin Charge Power Pack anschließen, um die Akkulaufzeit des Gerätes nochmals deutlich zu erweitern.

(Design: 4,5 von 5 Punkten)

Verarbeitung

Bei der Verarbeitung des Garmin Edge 1050 hat Garmin so weit erneut sehr gute Arbeit geleistet. Das Gehäuse fühlt sich sehr stabil und hochwertig an, sodass auch beim Zusammendrücken nichts knarzt oder ähnliches. Die Köpfe sind mit einem angenehmen Druckpunkt versehen, sodass ich auch beim Tragen von Handschuhen den Druckpunkt ideal spüren kann. Bei einem Navigationsgerät fürs Radfahren darf natürlich ein Schutz gegen Regen nicht fehlen, welcher dank IPX7 bestens gegeben ist. Somit müsst ihr euch bei einem überraschenden Regenschauer keine Sorgen machen, dass hierbei das Navi beschädigt wird. Schließlich bedeutet IPX7, dass es rein theoretisch auch mal unter Wasser getaucht werden kann, allerdings nur bis zu einer Tiefe von 1 Meter und max. 30 Minuten. Das zusätzliche X vor der 7 zeigt, dass entsprechende Tests für die Staubdichtigkeit fehlen, dies bedeutet aber nicht, dass hier gleich etwas kaputt geht, sondern Garmin hat sich hier eben die Kosten für die Zertifizierung gespart.

Wenn wir gerade beim Thema Regen sind, dieser landet dann ja unvermeidlich während der Radtour auch auf dem Display. Hierbei hat der Regen aber keinen Einfluss auf das Display, sodass sich dies ohne Probleme weiterhin problemlos bedienen lässt. Die Halterungen inkl. Befestigungsmaterial, welche Garmin mitliefert, sind umfangreich, sodass man diese an jeden Lenker usw. anpassen kann. Des Weiteren machen diese einen stabilen Eindruck und verrutschen beim richtigen Befestigen nicht.

(Verarbeitung: 4,5 von 5 Punkten)

TEIL 2

bestehend aus „Funktion des Produktes“ entspricht 65% der Gesamtwertung

StromversorgungAkku
Akku-Art (Laufzeit)Lithium-Ionen-Akku. Bis zu 20 Stunden im GPS-Modus und bis zu 60 Stunden im Energiesparmodus.
GPSUnterstützung für GPS / GLONASS / GALILEO
FarbeSchwarz
DisplayLCD- Touchscreen, farbig, 80 x 800 Pixel, 8.9 cm (3,5″) Zoll
AbmessungenBreite: 60,2 mm; Höhe: 118,5 mm; Tiefe: 6,3 mm.
Gewicht161 g.
Speicher64 GB (nicht erweiterbar)
IP-Klasse (Wasserdichte)IPX7
Vorinstallierte Kartenweltweite Karte
LieferumfangGarmin Edge 1050
Halterungen für verschieden Lenkerdruchmesser und Arten (Standard- und Aero-Halterung) 
USB-C-Kabel
Befestigungsband
Handbücher usw.
Technische Daten des Garmin Edge 1050

Ersteinrichtung und Montage

Vor der Ersteinrichtung ist es eigentlich wie bei allen Geräten mit einem fest verbauten Akku zu empfehlen, das Garmin Edge 1050 erst einmal komplett aufzuladen. Damit wird dafür gesorgt, dass der Akku direkt weiß, wann er komplett voll ist und wann dieser leer ist. Somit findet dann quasi direkt eine Kalibrierung des Akkus statt.

Die Montage des Garmin Edge 1050 ist so weit sehr einfach und schnell erledigt. Dazu können die unterschiedlich großen Lenkerhalterung mithilfe von den beiliegenden verschieden großen Halte-Gummis am Lenker oder dem Vorbau befestigt werden. Außerdem liegt die sogenannte Edge Power Mount Halterung bei, die dafür sorgt, das das Navi leicht vor dem Lenker hängt und das absolut sicher, da diese mit Schrauben befestigt wird. Der hierfür benötigte Inbusschüssel liegt im Lieferumfang bei. Letztere Halterung empfiehlt sich vor allem bei Rennrädern, da man hier sowieso meist kürzer entfernt vom Lenker sitzt, ob man zusätzlich noch eine der Gummiringe in die Edge Power Mount Halterung einlegen muss und vor allem welche, hängt hier vom Lenkerdurchmesser ab. Ich musste an meinem Rennrad meine bisherige Halterung nehmen, denn durch die spezielle Form des Lenkers ist dieser nicht rund, sondern länglich und flach, sodass die normalen runden Halterungen hier nicht passen würden.

Sollte man sich für das Garmin Edge 1050 Bundle entschieden haben, dann liegen im Paket noch weitere Zubehörteile bei. Dabei handelt es sich um ein Herzfrequenzsensor mit Brustgurt, ein Trittfrequenz- und Geschwindigkeitssensor, jeweils in der 2. Generation. Die zwei letzt genanten Sensoren sind ebenfalls schnell angebracht und können auch bei Bedarf schnell von einem zum anderen Rad gewechselt werden, da diese lediglich via Gummis am Rad und der Kurbel befestigt werden.

Nun zur Einrichtung des Garmin Edge 1050. Direkt nach dem ersten Einschalten muss man erst einmal die Sprache einstellen, dann soll man sich die „Garmin Connect-App“ aus dem Appstore laden, welche kostenlos für iOS (Apple-User) und im Google Play Store (Android-User) erhältlich ist. Durch das Tippen auf Fortfahren auf dem Display des Garmin Edge 1050 sucht das Navi nach einem Smartphone, dazu sollte jedoch Bluetooth eingeschaltet sein. Nun in die Garmin Connect App gehen und dort sollte einem direkt angezeigt werden, dass eine Verbindung zum Garmin Edge 1050 möglich ist. Hier im Menü dann auf Verbinden tippen und anschließend einigen Zugriffsrechten zustimmen. Da ich bereits das Garmin Edge 1030 Plus besitze, wurde ich hier direkt gefragt, ob ich die Daten mit dem neuen Garmin Edge 1050 synchronisieren möchte, dem habe ich zugestimmt und schon wurde alles im Hintergrund übertragen.

Solltet ihr zuvor kein Garmin-Gerät gehabt haben, dann müsst ihr einige Daten eingeben, z. B. bestimmen, welche Maßeinheit euch angezeigt werden soll, dabei wählt ihr metrisch und ob ihr das 12 oder 24 Stunden Zeitformat haben möchtet. Hierbei wählt man meist das 24 Stunden Format. Des Weiteren müssen noch Dinge wie das eigene Geschlecht angegeben werden, sowie das Geburtsdatum, Gewicht und Größe. Anschließend kann man bei Bedarf die Sensoren, wenn man z. B. das Bundle gekauft hat, direkt mit dem Gerät koppeln oder andere Geräte wie z. B. den Garmin Varia Radar. Im darauffolgenden Untermenü kann man Aktivitätsprofile anlegen, was ich natürlich gemacht habe und man so direkt wählen kann, welche Radtypen man fährt (bei mir Rennrad und Mountainbike). Da ich wie bereits erwähnt alles vom Garmin Edge 1030 Plus übertragen habe, musste ich hier nichtsmehr einstellen, mir wurde während der Synchronisation einige Details bezüglich der Bedienung usw. dargestellt, alles andere lief mehr oder weniger im Hintergrund ab.

Nachdem alles Übertragen wurde, habe ich noch zugestimmt, dass alle Daten, welche mit Apple Health kompatible sind, übertragen werden und ich habe das Garmin Edge 1050 mit dem WLAN verbunden, sodass ich auch direkt das neuste Firmwareupdate herunterladen und installieren lassen konnte.

Montage

Die Montage ist recht einfach, da Garmin wie bereits erwähnt für normale Rundlenker alle wichtigen Halterungen und Adapter-Gummis mitliefert. Ich persönlich würde die Edge Power Mount Halterung immer der Standardhalterung vorziehen, da diese sofern bei ich passend nicht mit Klemm-Gummis befestigt wird, sondern mit der Hilfe von Schrauben geklemmt wird. Letzteres sorgt für einen deutlich sichereren und festen Halt, sodass hier egal ob auf dem Rennrad oder am Mountainbike nichts verrutscht. Gerade auf holprigen Single-Trails verrutschen die Gummis doch hin und wieder gerne, was durch die bessere Halterung kein Problem mehr sein wird.

(Ersteinrichtung und Montage: 4,5 von 5 Punkten)

Display

Kommen wir nun zur wohl großen Neuerung des Garmin Edge 1050, dem Display zum ersten Mal verbaut Garmin in einem Edge-Modell nämlich ein hochauflösendes LCD-Display. Dieses ist weiterhin 3,5 Zoll groß, löst aber nun mit 480 x 800 Pixel auf, was natürlich deutlich schärfer ist als bei den bisherigen Garmin Edge Modellen. Die max. Helligkeit beträgt bis zu 1.000 nits, was ein guter Wert ist, sodass man das Display auch an einem helleren Tag noch gut ablesen kann. Lediglich bei direkter Sonneneinstrahlung kommt man damit doch recht schnell an die Grenzen und dabei empfinde ich persönlich, dass ich die Daten auf meinem Edge 1030 Plus sogar minimal besser erkennen kann, aber es ist wirklich nur minimal. Im Alltag hat die Helligkeit jedoch eigentlich immer gut ausgereicht, sodass ich alle Daten auf dem Display gut ablesen konnte.

Im breiteren Rahmen direkt über dem Display befindet sich ein Umgebungslichtsensor, dieses steuert die Helligkeit des Displays automatisch und dabei wird diese sehr schnell und flüssig an die aktuelle Umgebung angepasst. Fährt man gerade im Wald, wo viele Bäume für Schatten sorgen, wird das Display automatisch gedimmt und kommt man dann zu einem helleren Abschnitt, ist das Display ruck zuck wieder auf der vollen Helligkeit. Die Spiegelungen empfinde ich auf dem Garmin Edge 1050 etwas stärker, aber halten sich im Großen und Ganzen in Grenzen, sodass es mich persönlich nicht sonderlich stark gestört hat. Dies ist eben der Kompromiss en man mit einem schärferen LCD-Display eingehen muss und was ich sehr gerne mache. 

Positiv für mich als Mountainbiker, da ich häufig mit Handschuhen fahren, dass der Touchscreen auch weiterhin problemlos mit Handschuhen steuerbar ist. Dabei spielt es jedoch eine Rolle, wie dick die Handschuhe sind, also ein dünner Sommerhandschuh ermöglicht eine sehr gute Bedienung, während ein dickerer Winter-Handschuh dies teils nichtmehr ermöglicht.

(Display: 5 von 5 Punkten)

Navigation

Durch den großen 64 Gigabyte Speicher hat man eigentlich genug Platz für Karten usw. Von Werk aus sind hier mehr Karten vorinstalliert, wie ihr in der Regel benötigt. Hierzulande im DACH-Bereich reicht nämlich die CycleMap Europa vollkommen aus, während z. B. die CycleMap Afrika, Australien & Neuseeland sowie Middle East sicherlich bei den meisten gelöscht werden können. Solltet ihr diese dann für einen Urlaub doch benötigen, sind diese natürlich auch schnell wieder installiert. Dies geht dann schnell und einfach über das WLAN direkt am Garmin Edge 1050, was ich sehr komfortable finde. Bisher musst man dies immer direkt über den PC machen, denn nur hierüber hatte man den Zugriff auf den Kartenmanager, was nun besser gelöst wurde. Durch das Löschen der nicht benötigten Karten bekommt man fast 10 Gigabyte Speicher frei, sodass man dann insgesamt rund 36 GB von den 64 GB frei zur Verfügung hat. Im Test ist mir jedoch ein kleines Detail negativ aufgefallen, denn z. B. das Aktualisieren eine Karte kann man zwar direkt über das Garmin 1050 anstoßen, aber darüber dauert es deutlich länger als über den Computer.  

Für Rennradfahrer finde ich es interessant, dass man nun auch unbefestigte Straßen anzeigen lassen kann. Somit weiß man direkt, dass man diese Strecke hier nicht entlang fahren sollte bzw. kann, da hier kein Asphalt vorhanden ist. Doch leider sind diese unbefestigten Strecken während der Fahrt teils schlecht erkennbar, da dies nur durch zärtliche kleine Punkte mit weißen Pfeilen angezeigt werden. 

Garmin soll laut eigener Aussage die Routenplanung und Navigation deutlich verbessert haben. Nun ist eine Routenplanung direkt auf dem Garmin Edge 1050 möglich, was zwar auch funktioniert, aber direkt am GPS-Gerät finde ich die vorgeschlagenen Strecken zum Ziel nicht ganz so gut gewählt und zudem ist dann die Handhabung zum abändern Teil etwas unpraktisch.

Praktisch finde ich nun die Sprechanlagen über den Lautsprecher an der Rückseite des Garmin Edge 1050. Sodass man hier auf Wunsch mitgeteilt bekommt, wann und wohin man abbiegen muss. Dabei kann man im Einstellungsmenü genau bestimmen ich welcher Sprache, ob es eine männliche oder weibliche Stimme sein soll und worüber man genau informiert werden möchte. Dies ist eine sinnvolle Erweiterung zum Pieper, welchen ich aus dem Garmin Edge 1030 Plus kenne. Diesen fand ich schon damals sehr praktisch, doch nun sogar Sprachansagen zu erhalten, ist natürlich nochmals praktischer.

Sollte man die geplante Route verlassen, also z. B. versehentlich von dieser abkommen, kann man hier in den Einstellungen bestimmen, wie das Garmin Edge 1050 damit umgehen soll. In dem Bereich „Streckenneuberechnung“ in den Einstellungen hat man dabei folgende Auswahlmöglichkeiten: Hinweis mit automatischer Umleitung, nur Hinweis, automatische Umleitung und automatische Pause. Ich habe hier Hinweis mit automatischer Umleitung eingestellt, denn so bekomme ich zum einen den Hinweis und zudem wird nach kurzer Zeit selbstständig eine Strecke zurück zur eigentlichen Route berechnet und angezeigt.

Beim Garmin Edge 1050 kann man weiterhin auf die Mountainbike Trailnavigation zugreifen. Diese finde ich aber nicht sonderlich gut gelungen, denn hier berechnet das Navi mir zu oft Routen direkt über ein Feld oder eine Wiese, wo ich eben nicht durchfahren möchte.

Genau wie bereits vom Garmin Edge 1030 Plus hat auch im neuen Garmin Edge 1050 ein praktisches Feature Einzug erhalten. Kommt man nämlich hier zu einem langen Anstieg, wechselt das Navi automatisch von der Kartenansicht in das Höhenprofil, sodass ich genau angezeigt bekomme, wie viel Prozent Steigung ich aktuell absolviere und was noch insgesamt im Verlauf auf mich zukommen wird. Damit konnte ich meine Kräfte deutlich besser für den Anstieg einteilen, wovon ich sehr begeistert war.

Der verbaute GPS-Chipsatz im Garmin Edge 1050 ist sehr genau. Hierbei unterstützt das Gerät sowohl das amerikanische GPS, das russische GLONASS und das deutsche Galileo. In den Einstellungen kann man hier bequem wählen, welches Signal man nutzen möchte, zur Auswahl stehet hier nur GPS, welche immer genutzt werden muss, oder GPS in Kombination mit GLONASS oder GPS mit GALILEO. 

Das Garmin Edge 1050 kann natürlich wie die anderen Edge-Modelle mit weiteren Sensoren verbunden werden. Dazu zählen neben dem im Bundle enthaltenden Sensoren auch zahlreiche weitere Sensoren. Somit kann damit die Edge Fernbedienung, ein VARIA Licht bzw. Radar verbunden werden, aber auch elektronische Schaltungen wie z.b. Shimano DI2, SRAM AXS, ANT+ Schaltungen usw.

Routen Planung

Zur Routen-Planung hat man beim Garmin Edge 1050 einige Möglichkeiten, welche man großteils direkt über Startbildschirm wählen kann. Bevor man die Navigation startet, sollte man jedoch, sofern man beim Einrichten, wie ich mehrere Aktivität-Profile gewählt hat, erst die richtige Fortbewegungsart wählen, sprich ob Rennrad, Mountainbike usw. Schließlich berechnet das Edge 1050 nach der gewählten Fortbewegungsart die Strecke, was beim Rennrad vor allem Straße und beim Mountainbike wiederum Waldweg sein wird. Diese Fortbewegungsart wählt ihr einfach, indem ihr auf dem Startbildschirm so lange wischt, bis ihr z.b. Rennrad angezeigt bekommt.

Dann wählt man darunter Navigation aus und hier kann man dann zwischen verschiedenen Streckenberechnungen wählen. Wählt man hier dann Strecken aus, kann man eine Strecke, die man gespeichert hat, auswählen oder suchen oder eben auch eine Route planen. Hierbei kann man einfach eine Strecke zu einem Zeil wählen, z.B. über Points of Interest, Städte usw. oder man wählt wie ich es bevorzuge ein Round-Trip (Rundkurs). Mit Letzterem kann man z.B die Distanz, die man fahren möchte, bestimmt und bekommt automatisch mehrere Routen in der Umgebung vorgeschlagen, die den gewählten Kriterien entsprechen. Dabei ist mir aber gerade dann, wenn ich als Rennradfahrer unterwegs war, aufgefallen, dass mich das Navi dabei sehr oft nur der Straße entlang navigiert hat, auch wenn hierbei z. B. direkt daneben auch ein Radweg verlaufen wäre. Hier muss man dann leider die Strecke zuvor direkt über die Karte begutachten und kontrollieren oder das ganze dann direkt z.B. über komoot planen und auf das Edge 1050 übertragen.

Gefahrenstellen Warner

Eine neue und ganz nützliche Funktion ist das Warnen vor Gefahrenstellen. Damit kann man andere Garmin Edge User warnen, wenn auf der gefahrenen Strecke z. B. Schlaglöcher sind oder auf dem gefahrenen Trail ein umgefallener Baum im Weg liegen sollte. 

Tippt man hier während der Navigation auf das Display, kann man neben der Klingel-Funktion auch links auf „Gefahr“ tippen. Dann erscheint ein weiteres Untermenü, wo man die Art der Gefahrenstelle auswählen und an die Community senden kann. Wenn sich nun jemand dieser gesendeten Gefahrenstelle nähert, erscheint direkt im oberen Bereich der Hinweis „Gefahr“ und man wird auf die Art der Gefahr hingewiesen z. B. Schlagloch, sodass man rechtzeitig davor gewarnt wird. Zudem werdet ihr beim Vorbeifahren gefragt, ob die Gefahr noch besteht, sodass diese, sofern inzwischen behoben oder beseitig wieder entfernt werden kann. Diese Funktion finde ich sehr nützlich, aber setzt natürlich voraus, dass diese auch andere User der Garmin Edge Geräte nutzen, denn nur durch das erfolgreiche Melden kann man andere Radfahrer vor diesen Gefahren warnen.

(Navigation + Routen Planung: 4,5 von 5 Punkten)

Akkulaufzeit

Das neue Display im Garmin Edge 1050 benötigt ein wenig mehr Strom, sodass die Laufzeit für bis zu 20 Stunden im GPS-Modus ausreichen soll. Bei meinem Edge 1030 Plus waren es noch bis zu 24 Stunden, aber die 20 Stunden reichen eigentlich für problemlos für meine Ausfahrten aus. Wechselt man in den Energiesparmodus, kann man die Laufzeit auf bis zu 60 Stunden erweitern, dabei muss man aber auf ein genaueres Multi-GNSS verzichten genauso wie auf die max. Anzahl der gekoppelten ANT-Sensoren. Die Herzfrequenz und Leistungswerte können dann ebenfalls über die ANT-Sensoren nicht erfasst werden, sondern nur noch die Geschwindigkeit und Kadenz.

Je nach Nutzungsverhalten also wie viel Sensoren gekoppelt sind, kam ich im Alltagstest aber dennoch auf eine nahezu identische Laufzeit wie bei meinem „alten“ Garmin Edge 1030 Plus. Sobald der Akku leer ist, kann dieser über die USB-C Ladebuchse wieder aufgeladen werden. Die Ladegeschwindigkeit hängt dabei aber von eurem verwendeten Netzteil ab. Mit einem normalen Netzteil dauert es daher länger, ist aber zugleich schonender für den Akku. Nimmt man wiederum ein Netzteil mit Schnellladefunktion, ist der Akku schon nach rund 1,5 Stunden voll aufgeladen. Die Ladebuchse ist unter der Abdeckung mit einer Gummidichtung versehen, sodass verhindert wird, dass hier Wasser eindringen kann, dabei muss man aber drauf achten, dass die Klappe komplett angedrückt wird, sonst kann hier gegebenenfalls Wasser eindringen.

Solltet ihr eine längere Akkulaufzeit benötigen, kann man weiterhin über den 5-Pin Anschluss an der Rückseite z. B. den Garmin Charge-Strompack verbinden oder sollte man ein E-Bike nutzen, kann man das ganze auch mit dem Garmin Edge Power Mount permanent mit Strom über den Akku versorgen. Dank des Garmin Charge-Strompack kann die Akkulaufzeit um bis zu 24 Stunden verlängert werden. Also habt ihr ganz lange Touren ohne Lademöglichkeiten vor euch, ist es eventuell zu überlegen, sich dieses nützliche Teil zusätzlich dafür zu erwerben.

Ich bin im Test natürlich keine 20 Stunden am Stück durchgefahren, daher kann ich die Laufzeit mehr oder weniger nur ungefähr berechnen. Wenn ich jedoch nach mehren Routen die prozentuale Reduzierung der Laufzeit pro Stunden beachte, kommt diese versprochene Laufzeit absolut hin bzw. ich konnte hier sogar ein paar Stunden mehr rausholen. Jedoch hängt die Laufzeit sehr von den Einstellungen ab und welche Sensoren ihr damit verbunden habt bzw. natürlich auch auf die Helligkeit des Displays. Doch bei einer Stunde Fahrzeit verlor ich knapp 6 Prozenten, obwohl ich das Garmin Edge 1050 mit meiner elektronischen Sram Force E-Tap Schaltung am Rennrad und dem Garmin Varia RCT716 verbunden hatte.

(Akkulaufzeit: 4,5 von 5 Punkten)

App

Die Garmin Connect-App ist wie bereits erwähnt kostenlos sowohl für iOS als auch für Android erhältlich und bietet neben einer tollen Übersicht auch einige Zusatzfunktionen.

Garmin Connect™
Preis: Kostenlos
Garmin Connect™
Preis: Kostenlos

In der App kann man zum einen schön übersichtlich die Aktivitäten, welche man absolviert hat begutachten und zudem Informationen zu den gefahrenen Touren einsehen. Dabei bekommt man, sofern man auf die Tour tippt, angezeigt, wie viel Kilometer man dabei gefahren ist, wie lange man gefahren ist. Da ich eine elektronische Sram Schaltung nutze, die ich mit dem Garmin 1050 gekoppelt habe, zeigt man mit dabei sogar die Schaltvorgänge an. Außerdem kann man hier das Höhenprofil und die gefahrene Strecke auf der Karte betrachten. Ansonsten kann man im Kalender jeden Trainingstag einsehen und somit wird automatisch festgehalten, an welchem Tag man wie und wo gefahren ist usw.

Wählt man oben das Garmin Edge aus, in meinem Fall die Abbildung des Edge 1050, bekommt man zusätzliche Funktionen zum Gerät geboten. Hierbei gibt es einige Spielereien, von denen für mich persönlich vor allem der Fahrradalarm wichtig ist. Diesen kann ich nämlich direkt über das Smartphone aktivieren, sobald ich mich weiter vom Rad entferne. Wird ein Diebstahl festgestellt, schlägt das Garmin Edge 1050 einen Alarm, der darauf solange ertönt, bis man den Alarm am Smartphone deaktiviert hat oder diesen am Navi mithilfe des vorher festgelegten PIN deaktiviert hat.

Natürlich bietet das Garmin Edge in Verbindung mit dem Smartphone die Möglichkeit, dass man z. B. über einen angehenden Anruf benachrichtigt wird und der Kalender des Smartphones kann auf Wunsch mit dem Garmin Edge 1050 synchronisiert werden. Praktisch ist auch die Unfall-Benachrichtigung, welche über das Smartphone eingerichtet wird, dabei kann man genau bestimmen, welcher Kontakt eine Notfallbenachrichtigung erhalten soll, sofern das Garmin Edge einen Unfall erkannt hat. Diese Funktion ist bei mir standardmäßig beim Rennradfahrer aktiviert, doch beim Mountainbike muss man dies manuell aktivieren, sofern gewünscht. Wählt man dies aus, erscheint jedoch der Hinweis, dass es hierbei aufgrund der hektischen Bewegungen im Gelände zu Fehlalarmen kommen kann, daher würde ich es hier eher deaktivieren, denn hier löst der Alarm nach meinem Test echt schon sehr leicht aus.

(App: 4 von 5 Punkten)

TEIL 3

bestehend aus „Preis/Leistung“ entspricht 10% der Gesamtwertung

Beschreibung

Mit dem Garmin EDGE 1050 hat der bekannte GPS-Radcomputer Hersteller ein neues Flaggschiff vorgestellt. Allem voran gefällt mir hier das neue, helle und sehr gut ablesbare LCD-Display. Zwar muss man hierfür den Kompromiss eingehen, dass die Akkulaufzeit etwas geringer wurde, aber diese ist immer noch absolut ausreichend. Gut gefällt mir auch die geworbene elektronische Klingel über den Lautsprecher sowie die Sprachansagen, welche mich noch exakter auf meiner geplanten Route halten.

Durch den umfangreichen Funktionsumfang ist die Software des Garmin Edge 1050 jedoch weiterhin recht verschachtelt, sodass man vor allem am Anfang doch etwas mehr Zeit benötigt, bis man hier genau weiß, wo welche Funktionen versteckt sind. Dies ist auch zugleich der größte Kritikpunkt bei Garmin-Geräten, aber hat man sich dran gewöhnt, überzeugt das Garmin Edge 1050, wie seine Vorgänger-Modelle sehr.

Preis/Leistung

Die UVP des Garmin Edge 1050 hat das Unternehmen mit stolzen 749,99€ festgesetzt, also nochmals teuer als die Vorgängergeräte. Im Bundle mit den zusätzlichen Sensoren (Trittfrequenz-, Geschwindigkeit- und Herzfrequenz-Sensor) kostet es sogar noch 100€ mehr.

Das ist definitiv nicht gerade günstig, jedoch überzeugt es wie bereits zuvor erwähnt in vielen Punkten. Es gehört meiner Meinung nach zu den aktuellen Top-Geräten unter den GPS-Radcomputern, auch wenn es hier und da auch ein paar der erwähnten Schwächen hat. Klar haben hier andere Hersteller in diesen schwächeren Bereichen vielleicht etwas besser abgeschnitten, aber dennoch ist das Garmin Edge ein top Gerät, welches bis auf die teils umständliche Bedienung ansonsten voll und ganz überzeugen kann.

Garmin-Store auf Amazon

Zum Angebot bei

testr Gesamtwertung

unter Berücksichtigung aller Teilwertungen

 Wir bedanken uns beim Hersteller für die Bereitstellung des Produktes. Zu unseren Grundsätzen

Link zum Hersteller: https://www.garmin.com/de-DE/