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Autor: Tobias

Nanoleaf Lines Starter Kit

In aller Kürze

auf den Markt gebracht, welche nahezu komplett mit den bekannten Funktionen der bisherigen Modelle daher kommt. Anders als bisher setzt man hier aber nicht auf eine direkte, sondern indirekte Beleuchtung, welche jedoch für besonders tolle Lichteffekte an der Wand sorgt. Dafür muss man jedoch auf die bisher gewohnte Touch-Bedienung verzichten und mit den bisherigen Modellen ist das Set ebenfalls nicht kompatible, aber dennoch kann das Set mehr als überzeugen. 

Die Qualität des Sets ist wie gewohnt sehr hochwertig, die Montage und Einrichtung ist einfach und die Gestaltungsmöglichkeiten sind durch Erweiterungen nahezu unbegrenzt. Die Nanoleaf Lines sind wie gewohnt mit zahlreichen Smart Home-Systemen kompatible und auch schon für den Matter-Standard ausgelegt. Negatives gibt es von mir hier eigentlich nicht wirklich etwas zu berichten, doch alles Ausführliche verrate ich euch wie gewohnt im Testbericht.

Gefällt uns

  • modularer Aufbau
  • einfacher Aufbau und Bedienung
  • sehr schöne indirekte Lichteffekte
  • reagiert auf Musik
  • vereinfachtes entfernen der Module

Gefällt uns weniger

  • etwas hochpreisiger

Nanoleaf Lines 60 Grad Starter Kit

Zum Angebot bei

TEIL 1

Bestehend aus „Verpackung/Design/Verarbeitung“ entspricht 25% der Gesamtwertung

Verpackung

Nanoleaf liefert das Lines Starter Kit in einer länglichen, aber ansonsten im gewohnten Nanoleaf Verpackungsdesign aus. Das längliche Design liegt hier selbstverständlich an den Lines, denn diese haben eben eine längliche Form. Rund um die Verpackung werden dann wiederum wie von den anderen Produkten aus dem Hause Nanoleaf gewohnt zum Teil Produktbilder, Anwendungsbeispiele und weiteren Produktinformationen zu den neuen Panels gezeigt. 

An der Vorderseite der Umverpackung präsentiert Nanoleaf das gewohnte Produktbild, welches die im Starter-Kit enthaltenen Panels ausführlich zeigt. Selbstverständlich findet man hier dann auch Dinge wie den Herstellernamen sowie die Produktbezeichnung. Außerdem wird man darüber informiert, wie viel der Nanoleaf Lines enthalten sind, in diesem Fall 9 Stück, dass diese Screen Mirror, Musik Visualisieren unterstützen und Nanoleaf hier auf eine Backlighttechnologie setzt. Zu guter Letzt sieht man hier in groß auch das „Works with Apple HomeKit“ Siegel, sodass einem direkt klar ist, dass diese direkt mit HomeKit gesteuert und automatisiert werden können. 

An der und unteren Verpackungsseite, sowie an der Rückseite zeigt Nanoleaf erneut mehrere Bilder, bei denen man die entsprechenden Module in verschiedenen Anordnungen und Farben präsentiert. Außerdem wird man hier wie gewohnt noch über die besonderen Funktionen der Nanoleaf Lines informiert und erfährt auch, wie groß diese sind. Die andere schmale Seite nutzt Nanoleaf dazu, die Lichter zusammen mit der “Nanoleaf App“ zu präsentieren und zudem sieht man hier durch die zahlreichen Siegel, mit welchen Assistenten und Dienste die Lines kompatible sind dazu zählen z. B. Apple HomeKit, Google Assistant, Alexa, SmartThings, IFTTT usw. 

Bezüglich der Verpackung muss ich Nanoleaf hier wie bereits bei den restlichen Panels, welche ich von dem Unternehmen getestet habe, sehr loben. Erneut ist dem Unternehmen nämlich bei der Verpackung der Einsatz von umweltfreundlichen Materialien in diesem Fall fast nur Kartonage sehr wichtig, es wird nahezu komplett auf zusätzliche Verpackung verzichtet. 

Befreit man den stabilen Hauptkarton von der Umverpackung und öffnet diesen, findet man direkt zu aller erst einen Pappeinleger. Dieser zeigt, wie die Nanoleaf Lines an der Decke montiert aussehen und an der Rückseite gibt es ein paar Beispiele, was mit den 9 Modulen möglich ist und ein QR-Code als Download-Link zur entsprechenden App (Android und iOS) gibt es auch. Entfernt man diesen Einleger, kommen schon direkt die insgesamt 9 einzelnen Panels zum Vorschein, welche hier schön der Reihe nach sortiert liegen. Diese kann man durch die Laschen des Kartons darunter einfach herausheben und schon gelangt man an die untere Ebene im Karton. 

Hier hat Nanoleaf alles weitere Zubehör in einen gepressten Zellulose-Karton verpackt. Somit findet man hier schön sortiert im oberen Bereich die 9 Steckverbindungen, von welchen an jede bis zu 6 Line Module angeschossen werden können. Direkt darunter sind dann noch die Abdeckung, welche am Schluss über die Steckverbindungen gesteckt werden, verstaut. Das Netzteil findet man unten rechts und daneben ist dann auch noch das längliche Zwischenstück mit der Steuereinheit, welches später mit dem Stecker des Netzteils verbunden wird. Das Netzteil ist inkl. Kabel bis zum ersten Verbindungsstück knapp 4,5 Metern und den passenden EU-Stecker findet man selbstverständlich auch im Karton. Unter dem Netzteil legt Nanoleaf zudem noch ein Ersatzklebestreifen für die Steckverbindungen bei, sofern dieses benötigt werden sollte, von Werk aus sind nämlich alle Verbindungen bereits mit einem Klebestreifen versehen. Nanoleaf legt dem Lieferumfang auch einen individuell platzierbaren länglichen Klebestreifen bei, mit welchem man bei Bedarf das längliche Powermodul an die Wand kleben kann. Die Kurzanleitung hat Nanoleaf natürlich auch mit in die Verpackung gelegt, aber unbedingt benötigt wird diese in der Regel nicht, denn hier wird alles absolut ausführlich in der App erklärt und die entsprechenden QR-Codes, um direkt zur App zu gelangen, findet man auf dem Einleger. 

(Verpackung: 4,5 von 5 Punkten)

Design

Das Nanoleaf Lines Starter Kit besteht in meinem Fall aus insgesamt 9 stabförmige Kunststoff-Panels. Diese sind jeweils rund 28 cm lang und 2 cm breit. Das Gewicht je Panel liegt bei knapp 39 Gramm und die Dicke beträgt knapp unter 1 cm. Verbunden werden die einzelnen Panels mit den neuen Steckverbindungen, welche einfach geklebt oder alternativ auch geschraubt werden können. Ich persönlich bevorzuge jedoch die Klebvarianten, aber nicht immer ist diese möglich und je nach Untergrund muss man daher auf die Schraub-Methode setzen. Über diese Kontakte an jedem Panel und Verbindungsstück werden die einzelnen Panels miteinander verbunden, mit Strom versorgt und somit werden zugleich auch alle Befehle der Steuereinheit übertragen. 

Die neuen Verbindungsstücke gefallen mir sehr gut, da diese eine einfache Montage ermöglichen. Außerdem können diese ohne Panel noch etwas feinjustiert werden und zudem sorgen diese automatisch für den richtigen Abstand zu Wand, sodass der Effekt der indirekten Beleuchtung ermöglicht wird. Dies ist zugleich die Besonderheit der Nanoleaf Lines, denn diese strahlen angebracht gegen die Wand oder Decke und sorgen so für eine ganz besondere Stimmung, die ich sehr besonders finde. Das besondere bei Nanoleaf war schon immer die individuelle Gestaltung, denn je nachdem, wie viele der Panels man hat, sind hier zahlreiche Motive bzw. Effekte möglich, sodass man sich damit seine ganze besonders coole und individuelle Beleuchtung aufbauen kann. 

Durch die neuen Verbinder der Line-Serie ist die Anordnung der weitern Panels wie bereits erwähnt nicht mehr abhängig von der Form der Panels, wie es bei den bisherigen der Fall war. Nun können diese von der Steuereinheit in 6 Richtungen verlegt werden und von da aus von jedem weiteren Verbindungsstück in 5 weitere. Durch die Klebestreifen halten die Panels bzw. Verbindungsstücke sehr gut an der Wand und können sogar wieder entfernt werden, ohne das hier Löcher in der Wand sind. Es lässt sich jedoch nicht vermieden, dass hier ein Teil der Tapete oder Ähnlichem mit an den Klebestreifen hängen bleibt, daher muss man im Anschluss die doppelseitigen Klebestreifen erneuern. 

Die Panels sind wie die bisherigen Nanoleaf Panels, welche ich getestet habe, in weiß gehalten. Dies bedeutet, dass diese im ausgeschalteten Zustand eben in einem neutralen Weiß gehalten sind. Es gibt hier jedoch inzwischen sogenannte  Nanoleaf Line Skin Black Matt, die einfach über die Panels gesteckt werden und somit verwandelt man das mattheiß in ein mattschwarz. Die Abdeckungen in Schwarz für die Steckverbindungen sind hier auch direkt enthalten und das für 15 €, sodass man damit das Starter Kit in schwarz verwandeln kann. 

Die äußere Seite der Nanoleaf Lines ist in mattweiß gehalten, da hier anders als bei den anderen Modellen das Gehäuse betrachtet wird und nicht die Lichteinheit. Die Beleuchtung befindet sich hier an der Innenseite, was man gut an der matten „Milchglas“ Oberfläche erkennen kann. Gut gefällt mir hier bei Nanoleaf, dass weiterhin alle Oberflächen kaum bis gar nicht anfällig gegenüber Fingerabdrücken sind. Das kenne ich bei vielen anderen Produkten anders, aber das ist hier kein Problem. Der Formfaktor der Nanoleaf Lines ist genau wie deren Steckverbindung komplett neu, dies bedeutet zugleich auch bisher ist das Set mit keinen der anderen Generationen kompatible. Positiv finde ich auch den ausgeleuchteten Bereich, denn dieser ist hier bei den Lines sehr groß, sodass die Panels komplett durchgehen beleuchtet werden. Außerdem ist die Ausleuchtung gleichmassig hell.

Bei der Kombination der max. Anzahl an Nanoleaf Lines können max. 18 Lines an ein Netzteil angeschlossen werden. Sollte man mehr zu einem Layout zusammensetzen wollen, ist die Grenze bei bis zu 250 Lines pro Steuereinheit, doch dann benötigt man eben zusätzliche Netzteile für die ausreichende Stromversorgung. Somit bräuchte man hier bei 250 Lines noch 13 zusätzliche Netzteile und eben die entsprechenden Panels, was sehr viel Geld kostet und vor allem muss man dann auch in dem Bereich stolze 14 freie Steckdosen haben. 

Das mitgelieferte 42-Watt-Netzteil steckt nur in der Steckdose und verläuft von hier ab in die längliche Power-Einheit und von dort aus dann wiederum in den ersten Verbindungspunkt. An diesem ist von Nanoleaf bereits die Steuereinheit montiert worden, diese ist jedoch nur aufgesteckt und könnte somit auch an eines der anderen Verbindungsstücke befestigt werden. Das Netzteil umfasst nur ein Netzteil mit Netzstecker und einem Kabel, dazwischen ist noch die längliche Einheit und am Ende eben dann das erst Verbindungsstück. Das Kabel bietet eine Länge von gut 4,5 Metern und sollte daher problemlos ausreichen, um nach der Montage an der Wand oder sogar Decke problemlos die nächstgelegene freie Steckdose zu erreichen.

(Design: 4,5 von 5 Punkten)

Verarbeitung

An der Verarbeitung des gesamten Nanoleaf Lines Starter Kit gibt es so weit von meiner Seite nichts zu Beanstanden. Die Panels wirken erneut sehr hochwertig und vermitteln sowohl in der Hand als auch montiert an der Wand einen sehr guten Eindruck. Die Montage ist sehr einfach und dank der starken Klebestreifen halten die Panels nahezu auf jedem Untergrund. Sollte man die Nanoleaf Lines jedoch auf einer strukturierten oder porösen Oberfläche wie z. B. Tapeten, Steinen oder einem Putz befestigen wollen, muss man zur Schraub-Variante greifen. Die hierfür benötigten Schrauben sind im Lieferumfang jedoch nicht enthalten und müssen separat erworben werden.

(Verarbeitung: 4 von 5 Punkten)

TEIL 2

bestehend aus „Funktion des Produktes“ entspricht 65% der Gesamtwertung

Lampen-ArtModulare LED-Panels, welche durch weitere Module erweitert werden können.
Leuchtkraftca. 20 Lumen pro Panel
Max. Farbenmehr als 16 Millionen
Farbtemperatur1200–6500 Kelvin
Gewicht ca. 39 Gramm pro Panel
Lebensdauerca. 25.000 Stunden
Kommunikations ProtokollWiFi (2.4Ghz b/g/n)
Leuchtmittel TechnologieLED-Leuchtmittel
Lieferumfang9x stabförmige Line Panels
9x Montage-Steckverbinder 60 Grad
9x Abdeckungen für Steckverbinder
1x Steuereinheit
1x 100 V AC – 240 V AC-Netzteil
je ein Ersatz doppelseitiges Klebeband für Verbindungsstücke und Steuereinheit
1 x Schnellstartanleitung
1x Nanoleaf Aufkleber
Technische Daten der Nanoleaf Lines Starter Kit

Montage

Das Nanoleaf Lines Starter Kit wird als Starter-Kit und Erweiterung Kit angeboten. Hierbei hat man die Wahl zwischen 9 Lines oder 15 Lines, ganz nachdem, wie viel man benötigt bzw. welches Layout man damit an die Wand oder Decke Basten möchte. Dabei ist dann selbstverständlich immer das jeweils dafür benötigte Installationsmaterial enthalten und zudem kann man sich noch ein dreier Erweiterung Kit oder ein einzelnes Kit mit nur einem weiteren Panel kaufen. Inzwischen hat Nanoleaf neben dem von mir vorgestellten Nanoleaf Lines mit den 6-fach bzw. 60 Grad Verbindungsstücken auch 4-fach bzw. 90 Grad Verbindungsstücken im Sortiment. Damit kann man teils nochmals andere Layouts erstellen, ganz nach den eigenen Vorlieben. Sehr praktisch und für eine einfacher Gestaltung des Layouts finde ich im Nanoleaf Online-Shop die Auswahl Bundles, hier sucht man sich nämlich eines aus, welches einem gefällt und direkt wird einem der dafür fällige Betrag gezeigt inkl. aller dafür notwendigen Verbindungen, Lines usw. 

Die Montage der Nanoleaf Lines an die Wand bzw. Decke ist sehr einfach, sodass man dies je nach Geschick problemlos alleine hinbekommen sollte. Durch den bereits bewährten Web-Layout-Assistent, den Nanoleaf kostenfrei zur Verfügung stellt, kann man wunderbar aus den gekauften Panels ein Muster für die Wand erstellt und dabei hier genau ausprobieren, was damit alles möglich ist. Außerdem stellt Nanoleaf wie bereits erwähnt einen Netzteil-Rechner zur Verfügung, damit man genau weiß, wie viel Netzteile für das gewünschte Layout benötigt werden. Nanoleaf gibt zudem über die eigene Homepage Anregungen zu den verschiedenen Motiven, welche Anzahl an Panels benötigt werden usw.

Dieselben Funktionen bekommt man jedoch auch über die Nanoleaf App geboten, welche kostenlos für iOS und Android verfügbar steht. Um in der App den Assistenten richtig nutzen zu können, muss das Starter Kit jedoch zuvor mit der App gekoppelt werden, was jedoch sehr einfach vonstattengeht. Um die Nanoleaf Lines nutzen bzw. via App usw. steuern zu können, ist es erforderlich, dass man sich ein Konto beim Hersteller anlegt. Hierbei muss man sich keinerlei Sorgen machen, was mit dem Set passiert, wenn der Hersteller jemals insolvent wäre, denn das System funktioniert komplett ohne Cloud bzw. Server, ein Vorteil gegenüber einigen anderen Herstellern . Zudem kann das System problemlos direkt über die Steuereinheit bedient werden, selbst dann, wenn die Internetverbindung abbricht usw. 

Bei der Registrierung kann man entweder die klassische Variante mit E-Mail Adresse und einem selbst ausgedachten Passwort nutzen, oder man registriert sich alternativ mit einem bereits vorhanden Konten von Facebook, Google oder Apple. Sofern ihr euch hier über einen der letztgenannten Dienste entscheidet, habt ihr den Vorteil, dass ihr euch keine weiteren Kontaktdaten merken müsst. Dies finde ich sehr gut, denn ich habe inzwischen zahlreiche Login-Daten die ich mir merken muss und bin daher froh, wenn hier nicht ständig neue Login-Daten dazukommen. Nutzt ihr wie ich ein iPhone habt ihr die Option, das Starter-Kit über Apple HomeKit einrichten zu können und könnt somit auch alles direkt hier steuern und automatisieren. Automatisieren in dem Sinne, dass z. B. automatisch alle Beleuchtungen ausgeschaltet werden, wenn ihr das Haus verlässt und wieder eingeschaltet werden, wenn ihr Zuhause ankommt. Um Apple HomeKit nutzen zu können, muss man das Ganze nicht extra über HomeKit einrichten, denn dies geschieht bei der Einrichtung automatisch. 

Daher bei der Einrichtung einfach, sobald man dazu aufgefordert wird, den bekannten HomeKit Code scannen oder eingeben (befindet sich auf der dem Netzteil sowie dem länglichen Element zwischen Netzteil und dem ersten Verbindungsstück. Ist dieser Code mit der Kamera erfasst worden, verbindet sich das Nanoleaf Starter Kit mit HomeKit und der App. Somit hat man anschließend den vollen Zugriff über die App oder als Apple-User auch direkt über HomeKit.

Die Nanoleaf Lines werden wie bereits erwähnt mit den doppelseitigen Klebestreifen, welche bereits vormontiert an den Verbindungsstücken haften, an der Wand befestigt. Diese sind ausreichend stark, sodass die sehr leichten Panels auch problemlos an von Staub befreiten glatten Oberflächen halten. Nanoleaf empfiehlt diese jedoch nicht für strukturierte und poröse Oberflächen wie z. B. Tapeten, Backsteinwände und Spritzputz, da es hier sein kann, dass die Klebefläche nicht ausreichend flächig ist. Sollte dies der Fall sein, kann man die Halterungen aus den Verbindungsstücken herausholen und dann die Halteplättchen mit je zwei Schrauben an die Wand befestigen. Die dafür benötigten Schrauben müssen jedoch separat gekauft bzw. besorgt werden.

Nun plant man sein Layout am besten direkt auf dem Boden, ohne dies zu befestigen, sodass man direkt weiß, wie alles an die Wand kommt und das es einem auch am Ende gut gefällt. Denn ist es erst mal an der Wand, lässt es sich nicht immer wieder einfach so rückstandslos entfernen. Bei den 9 Lines, welche im Lieferumfang enthalten sind, kann man sogar alle Verbindungsstücke und Abschlussklappen anbringen, sodass man sozusagen das ganze Layout auf einmal an die Wand montiert. Dies geht dadurch, da das Layout meist mit 9 Lines sehr leicht und handlich ist, bei mehr als 9 Lines sieht dies wiederum meist anders aus. 

Die einzelnen Bauteile miteinander zu verbinden ist sehr einfach, also einfach die Lines so auslegen, wie man sich das Layout vorstellst. Dann alles noch mit den Verbindungsstücken miteinander verbinden und darauf dann wiederum noch die Abdeckungen für den fließenden Übergang anbringen und schon kann alles an die Wand gebracht werden. Dafür jeden der Klebepunkte für rund 30 Sekunden andrücken, sodass alles sicher hält. Also viel falsch machen könnt ihr hier nicht und es gibt genug Anleitungen von Nanoleaf auf der Website und sogar in der App während der Einrichtung welche alles ausführlich erklärt. Dafür jeden der Klebepunkte für rund 30 Sekunden andrücken, sodass alles sicher hält. Also viel falsch machen könnt ihr hier nicht und es gibt genug Anleitungen von Nanoleaf auf der Website und in der App.

Nanoleaf bietet im Shop noch Zubehör an, der es ermöglicht, die Nanoleaf Lines über Wandecken oder bestimmten Abständen zueinander zu verbinden. Dabei handelt es sich um die Flex Verbindungsstücke, welche zwischen den Kontakten mit einem 24 cm langen Kabel versehen sind und wie der Name schon verrät, dadurch flexibler sind. Dabei verlangt das Unternehmen für 3 Stück 14,99€, was je nachdem wie viele Panels man über die Wand entlangführen möchte, für weitere hohe Kosten sorgen kann.

(Montage: 5 von 5 Punkten)

Bedienung und App

Nanoleaf Smarter-Reihe
Preis: Kostenlos
Nanoleaf Smarter-Reihe
Preis: Kostenlos

Beim Einrichten über das Smartphone stimmt ihr zu, dass euer Smartphone automatisch dem Nanoleaf Lines Starter Kit die WiFi-Daten eures Heim-Netzwerks übermittelt. Durch die Einbindung in das 2,4 GHz-Wi-Fi-Netz (5 GHz wird hier leider immer noch nicht unterstützt), könnt ihr die Panels anschließend jederzeit via App, Apple Home-Kit, Google Assistant, Siri, Amazon Alexa und IFTTT  usw. steuern. Die meisten unter euch werden jedoch die Bedienung über die Nanoleaf App oder direkt über die Steuereinheit mit Tasten bevorzugen. 

Die App ist absolut dieselbe wie bei den bisher erhältlichen Nanoleaf Panels und somit hat sich hier nur wenig verändert. Aufgrund der zahlreichen Funktionen und Einstellungsmöglichkeiten ist die App etwas verschachtelt aufgebaut, da man eventuell einige Funktionen gerade am Anfang etwas suchen muss. Nachdem starten der App landet man immer auf der Startseite (dem Dashboard), hier sieht man im Überblick alle Leuchtmittel von Nanoleaf oder wie bei mir z. B. auch die Philips-Hue-Leuchtmittel. Bei den Nanoleaf Lines sieht man hier dann auch direkt, ob diese grade angeschaltet sind und kann diese bei Bedarf mit dem Schieberegler Aus-/Einschalten. Außerdem kann man hier über das Wassertropfen-Symbol direkt in die Farben-/Szenen-Auswahl navigieren und diese somit schnell und einfach verändern. Der Rahmen um das Lines-Symbol zeigt euch dann direkt, in welcher Farbe bzw. Szene die Panels gerade eingestellt sind. 

Tippt man auf das Symbol der Panels in der App, kann man hier zum einen dieselben Funktionen wie eben erwähnt ausführen und zudem noch die Helligkeit der Panels stufenlos regulieren. Außerdem bekommt man hier direkt zahlreiche Szenen angezeigt, die einem anhand des Symbols davor direkt zeigen, ob es sich um eine Szene handelt, die einen reinen Farbverlauf bietet, oder eine, die z. B. auf Musik bzw. Töne reagiert. Über das Symbol oben rechts gelangt man in die Einstellungen der Leuchtmittel. Hier habe ich z. B. sie automatische Helligkeitssteuerung aktiviert, sodass der verbaute Umgebungslichtsensor automatisch die Helligkeit der aktuellen Umgebung anpasst. Viel mehr Wichtiges gibt es hier eigentlich auch nicht, man kann hier dann nur noch die minimale und maximale Helligkeit definieren und einsehen, wann die letzte Gerätesynchronisation stattgefunden hat. 

Im nächsten Untermenü „Entdecken“ kann man zahlreiche weitere Szenen herunterladen, welche hier kostenfrei zur Verfügung gestellt werden. Der Umfang ist hier echt enorm und so ist hier auf jeden Fall für jeden etwas dabei, was einem zusagt. Im Untermenü „Ressourcen“ kann man sich dann über die zahlreichen Nanoleaf Produkte, sowie in die Integration zu den einzelnen Diensten informieren und dem Beta-Programm beitreten. Das vorletzte Untermenü ist „Zeitschaltpläne“, welches wie der Name schon vermuten lässt, ermöglicht, sämtliche Nanoleaf Produkte zeitlich zu steuern und der letzte Menüpunkt befasst sich mit eurem Benutzerkonto und sofern aktiviert mit der Cloud-Synchronisation.

Die Steuerung der Nanoleaf Lines ist selbstverständlich auch direkt über die Steuereinheit möglich. Hierüber kann man die Panels Ein-/Ausschalten, über die „+“ und „-“ Tasten kann die Helligkeit reguliert werden und mit der Pfeiltaste kann man durch die gespeicherten bzw. vorgegebenen Rhythm-Szenen wechseln. Mit der Taste mit den zwei Pfeilen startet man eine rein zufällige Szene, die vorinstalliert wurden, und durch das Notensymbol startet man die gespeicherten bzw. vergebenen Farbszenen, welche auf Musik und Töne reagieren.

Via Apple HomeKit kann man bei den Nanoleaf Lines schnell und einfach die Farben der Panels verändern und die Automationen „wann ich ankommen, Einschalten “ und wenn ich gehe „Ausschalten“ aktivieren. Möchte man jedoch zusätzliche Farbverläufe bzw. Szenen, dass muss man diese auf jeden Fall weiterhin über die Nanoleaf App erstellen.

(Bedienung und App: 4,5 von 5 Punkten)

Funktionen und Licht

Bei den Nanoleaf Lines handelt es sich um eine neue Art des schönen Deko-Leuchtmittels. Hier setzt das Unternehmen auf eine indirekte Beleuchtung, mit welcher durch die tollen Farbverläufe besonders coole Effekte ermöglicht werden. Zum beleuchten eines Raumes sind die Lines somit zwar auf keinen Fall gedacht, aber für die Effekte am Abend sind diese meiner Meinung nach das aktuell beste auf dem Markt und es fällt euren Besuchern auf jeden Fall positiv auf. Ich wurde schon mehrfach drauf angesprochen und einige Freunde hat der Preis nicht abgeschreckt und diese haben die Nanoleaf Lines nun auch zu Hause an der Wand hängen.

Beim wohl wichtigsten Punkt, der Beleuchtung bzw. deren Qualität und Ausleuchtung können die Nanoleaf Lines absolut überzeugen, der Effekt der indirekten Beleuchtung mit je zwei Farbdarstellungen pro Modul ist meiner Meinung nach sehr schön und sorgt für absolut tolle Effekte. Genau wie die bisherigen Panels können auch die Nanoleaf Lines mehr als 16 Millionen Farben darstellen und bieten eine Farbtemperatur von 1.200-6.500 Kelvin sowie einen Farbwiedergabeindex (CRI) von 80. Bei der maximalen Helligkeit erreichen die Lines max. 20 Lumen, was sich zwar im Vergleich zu den anderen Panels nicht hell anhört, aber für die indirekte Beleuchtung ist dies ausreichend hell. Somit wird hier für eine tolle Lichtershow an der Wand gesorgt und gerade bei einer weißen Wand sorgt diese dafür, dass das Licht noch heller wirkt.  

Bei weißem Licht erreicht man wie bei allen smarten Leuchten mit verschiednen Farbtönen das hellste Licht. Doch die meisten unter euch werden sicherlich die Möglichkeit nutzen und viel Farben darstellen lassen. Dabei können diese mit einer satten und kräftigen farblichen Darstellung überzeugen. Die Ausleuchtung ist wie im Video zu sehr schön gleichmäßig und an der Wand montiert wunderschön anzuschauen.

(Funktionen und Licht: 4,5 von 5 Punkten)

Stromverbrauch

Bei sämtlichen Leuchtmitteln ist selbstverständlich auch der Stromverbrauch ein nicht gerade unwichtiger Punkt. Schließlich sind diese Art vom Lampen in der Regel lange im Einsatz und man steckt diese nicht jedes Mal aus, denn so würde ja der Komfort enorm leiden. Daher sollte der Stromverbrauch bei Leuchtmitteln nicht zu hoch sein, denn aufgrund steigender Strompreise achtet jeder inzwischen vermehrt auf seinen Verbrauch. Der Stromverbrauch der Nanoleaf Lines hängt jedoch von mehreren Faktoren ab, denn hier spielen die eingestellte Helligkeit, die Anzahl der verwendeten Panels und die Lichtfarbe eine entscheidende Rolle.

 Hier beträgt die Leistungsaufnahme des Starter-Kits gut 24 Watt, wenn hier dann z. B. der mehrfarbige Modus Kaleidoskop wie auf meinem Testbild aktiv ist, variiert die Leistung zwischen 22 und 24 Watt, während dunkle Farben für rund 13 Watt sorgen.

(Stromverbrauch: 4 von 5 Punkten)

TEIL 3

bestehend aus „Preis/Leistung“ entspricht 10% der Gesamtwertung

Beschreibung

Mit den Lines Starter-Kit hat Nanoleaf eine neue Form der smarten Beleuchtung auf den Markt gebracht. Bei dieser geht man neue Wege und setzt hier besondere Akzente durch die indirekte Beleuchtung. Anders als die bisherigen Panels leuchten diese somit nicht nach vorne von der Wand weg, sondern an die Wand, wodurch tolle Lichteffekte gelingen.

Die Einrichtung ist sehr einfach und ebenso ist auch die Montage sehr schnell erledigt, sofern man genau weiß, welches Layout man haben möchte. Dies benötigt wohl die meiste Zeit, denn die Möglichkeiten sind groß, vor allem dann, wenn man noch zusätzliche Lines kauft. Eine Touch-Bedienung gibt es dieses Mal jedoch nicht, aber man kann diese bequem über die kleine Steuereinheit oder noch einfach über die App oder HomeKit usw. steuern.

Preis/Leistung

Die UVP des Lines Starter Kit mit 9 Panels liegt bei 159,99€. Es gibt jedoch auch ein größeres Set, das 15 Panels beinhaltet für 224,99€. Klar ist dies alles nicht grade günstig, aber man kann damit tolle Lichteffekte ins Wohnzimmer Zauber, die auf jeden Fall bei den Besuchern für Aufmerksamkeit sorgen. 

Nanoleaf hat mit den neuen Line Leuchtmittel das smarte Licht weiter perfektioniert bzw. wieder einmal etwas Neues gezaubert, was mir sehr gut gefällt. Das Resultat, eine sehr gelungene indirekte Wand- bzw. Deckenbeleuchtung, welche nahezu unendlich viele Kombinationsmöglichkeiten und Möglichkeiten der Beleuchtung gibt. Hier habe ich so weit absolut keine Kritik, der Preis ist zwar nicht gerade günstig, aber für den Preis bekommt man eben auch was besonders geliefert, das von der Funktion, Verarbeitung usw. das Geld wert ist.

Nanoleaf Lines 60 Grad Starter Kit

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testr Gesamtwertung

unter Berücksichtigung aller Teilwertungen

 Wir bedanken uns beim Hersteller für die Bereitstellung des Produktes. Zu unseren Grundsätzen

Link zum Hersteller: nanoleaf.me/de

Google Wifi 2. Generation

In aller Kürze

Mit dem Google Wifi der zweiten Generation, hat Google die Vorgängerversion neu aufgelegt, bei der auf den ersten Blick nur geringe Unterschiede erkennbar sind. Bei der Optik ist das „G“, welches für Google steht, nun in der Oberseite des Gehäuses eingelassen und man hat sich vom damals noch verbauten USB-C Anschluss verabschiedet.Weiterhin setzt Google wie schon einige Jahr auf ein recyceltes Gehäuse, aber ansonsten bleibst eigentlich alles wie gehabt, man erhält hier eine günstigere Alternative zum Nest WiFi, denn Google WiFi ist mit 99€ gut 40€ günstiger als Nest Wifi, bezogen auf den Einzelpack. Dafür muss man jedoch auf einige Funktionen gegenüber dem teureren Modell verzichten und zudem ist die Reichweite etwas geringer. Weitere Details verrate ich euch im Laufe des Testberichts.

Gefällt uns

  • schlichtes Design
  • einfach Einrichtung und Inbetriebnahme
  • Einstellungen auch von unterwegs möglich
  • geringer Stromverbrauch

Gefällt uns weniger

  • Cloud-Zwang
  • kein WiFi 6
  • für ein großes Haus mehre Zugangspunkte notwendig

Google WiFi

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TEIL 1

Bestehend aus „Verpackung/Design/Verarbeitung“ entspricht 25% der Gesamtwertung

Verpackung

Google liefert die 2. Generation des Google Wifi in einer gewohnten weißen Verpackung aus, die soweit den bisherigen Produkten aus dem Hause sehr ähnlich ist. Hierbei ist die Verpackung wie gewohnt rundum mit Information und Bilder zum Produkt bedruckt. 

An der Vorderseite wird neben dem aktuellen bunten „G“ (Google-Logo) der Name des Produktes und eine Abbildung des Google Wifi zeigt. Hier bei meinem Testgerät handelt es sich nur um ein Google Wifi-Einzelsystem, daher fällt die Verpackung hier deutlich kompakter aus, als z.B. bei zusätzlich erhältlichen Dreiersystem. An der rechten Seite wird einem kurz die Funktion des Google Wifi gezeigt, indem man hier die Abdeckung des Wifi anhand einer Mehrgeschoss-Ansicht zeigt, bei welcher die Abdeckung des Netzwerks in der blauen Kugel gezeigt wird. Des Weiteren wird hier auch direkt darauf hingewiesen, dass je nach Bauweise des Gebäudes mehr WiFi-Zugangspunkte notwendig sein könnten, da die Reichweite z. B. bei massiver Bauweise geringer ist als bei einer Holzständerbauweise. Außerdem erwähnt Google hier auch den Lieferumfang, der jedoch recht überschaubar gehalten wurde, dazu gleich mehr Details.

Die Rückseite zeigt wie bei den Produkten von Google üblich ein flächendeckendes Bild, welches einem das entsprechende Produkt in Verwendung zeigt. So sieht man hier z. B. Google WiFi, wie dieses auf einem schön dekorierten Tisch steht. An der linken Seite erwähnt Google dann nur noch, dass dieses Produkt mit „Hey Google“ funktioniert, was bei Google-Produkten eigentlich so gut wie immer der Fall ist.Zu guter Letzt verrät einem die Unterseite noch einige wichtige technische Daten zum Google WiFi und außerdem erfährt man hier noch die Anforderungen für das System.

Öffnet man den Deckel an der Oberseite, dann erblickt man direkt das Hauptgeräte, den Google WiFi-Router. Diese wurden hier, wie von Google gewohnt sicher in einer Kombi aus gepresster Zellulose und Kartonage fixiert, sodass beim Transport alles sicher an seinem Platz bleibt. Unter diesem Einsatz, welchen man durch die runde Lasche herausheben kann, verbirgt sich das restliche Zubehör. Angefangen bei der kleinen kompakten Kurzanleitung. Darunter ist wiederum ein kleinerer Kartoneinleger, unter dem sich dann das Netzteil mit einem fest angebrachten 2 Meter langen Kabel befindet. Direkt daneben ist ebenfalls noch ein kleiner Karton mit einem Netzwerksymbol hier hat Google das 2 Meter lange Netzwerkkabel versteckt, welches dazu dient, Google Wifi mit dem Modem eueres Internetanbieters zu verbinden.

(Verpackung: 4 von 5 Punkten)

Design

zeitlos zu gestaltet. Genau so ist es dem Unternehmen auch beim Google Wifi gelungen, hier erhält man einen runden und zugleich flachen Wifi-Router, welcher im Durchmesser 10 cm und in der Höhe 7 cm einnimmt.Farblich wird das ganze wie von zahlreichen Google Produkten nur in einem matten Weiß angeboten, was jedoch dafür sorgt, dass diese Produkte sich nahezu unauffällig in die Deko im Haus integrieren lassen.

Durch das minimalistisch und zugleich schlichte Design verzichtet Google rundum auf Knöpfe, die das Design unterbrechen würden und auch die wenigen vorhanden Anschlüsse hat man an der Unterseite in einer größeren Aussparung versteckt. An der Oberseite hat Google ein sehr dezent und nur von nahmen ersichtlichen Google-Logo in Form eines „G“ eingelassen und fast schon komplett rundum ziert die runde Seite eine Status-LED, welche je nach Status unterschiedlich aufleuchtet. 

Direkt in der Aussparung hinter dem QR-Einrichtungscode und den Zugangsdaten von Google Wifi findet man drei Anschlüsse nebeneinander. Mittig den Hohlstecker-Anschluss für die Stromversorgung und rechts sowie links daneben befindet sich ein 1-Gigabit-Ethernet-Port. Der linke davon (Grün) von unten betrachtet, bleibt einem jedoch nicht frei zur Verfügung, denn dieser muss mit einem Modem verbunden werden. Über dem Aufkleber mit den Zugangsdaten versteckt sich unterhalb des weißen Kreises der Reset-Knopf, welcher lediglich dazu dient, das System z. B. beim Verkauf oder bei einem Fehler zurückzusetzen. Die Unterseite ist wie üblich mit einem Anti-Rutsch-Gummi versehen, sodass auf nahezu jedem Untergrund bzw. Material eurer Sideboards, Regal oder wo auch immer ihr den Google Wifi aufstellst, ein sicherer Stand gewährleistet wird.

(Design: 4 von 5 Punkten)

Verarbeitung

Bezüglich der Verarbeitung des Google Wifi konnte ich so weit nichts Negatives feststellen. Das Gehäuse macht einen sehr soliden und langlebigen Eindruck und alles am Gehäuse geht harmonisch ineinander über. Wunderbarer gefällt mir auch weiterhin der nachhaltige Aspekt von Google, denn wie bereits von anderen Produkten aus dem Hause Google gewohnt, setzt man auch beim Gehäuse des Google Wifi auf recycelten Kunststoff. In diesem Falle soll es sich laut Google bei 49 % der verwendeten Kunststoffteile aus recyceltem Material handeln.

Minimale Kritik könnte ich hier vielleicht am Stromanschluss aussetzten, denn hier hätte man meiner Meinung nach auf einen USB-C-Port setzen sollen, anstelle des Hohlsteckers. Schließlich könnte man so ein eventuell defektes USB-C Kabel, welches ich hier dann auch abnehmbar ausgeführt hätte, deutlich einfacher austauschen, also solch ein seltener verwendeter Hohlstecker. Beim Vorgänger war dies noch so, aber warum man dies nun geändert hat, ist mir leider unerklärlich. 

(Verarbeitung: 4 von 5 Punkten)

TEIL 2

bestehend aus „Funktion des Produktes“ entspricht 65% der Gesamtwertung

Stromversorgungje Zugangspunkt ein 15-W-Netzteil mit Hohlstecker (fest mit Netzteil verbunden)
WLAN-StandardAC1200 MU-MIMO Wi-Fi
Antennen: 2×2 (5 GHz) und 2×2 (2,4 GHz 
Simultanes Dualband-WLAN (2,4 GHz/5 GHz) mit Unterstützung für IEEE 802.11a/b/g/n/ac
Smart-Home-KonnektivitätBluetooth® Low Energy (BLE)
FarbeWeiß
Geschwindigkeitenbis zu 1.200 Mbit/s
Reichweiteje Zugangspunkt 85 m²
SicherheitWPA3-Verschlüsselung 
Automatische Sicherheitsupdates
Stromverbrauchrund 3 Watt im Stand-by und knapp 5 Watt im aktiven Zustand
Abmessungen & GewichtDurchmesser: 106,12 mm
Höhe: 68,75 mm
Gewicht: 340 g
Lieferumfang• 1 Google WiFi Zugangspunkt
• 1 Ethernetkabel (2 m)
• 1 Netzteil 2 Meter mit Hohlstecker
Technische Daten des Google WiFi

Einrichtung und Konfiguration 

Die Ersteinrichtung des Google Wifi läuft wie von Google Produkten gewohnt sehr einfach ab. Zuerst geht es darum, den Google WiFi-Router in Betrieb zu nehmen und einzurichten. Dazu muss dieser direkt an das bisher verwendete Modem bzw. Router angeschlossen werden, denn fortan stellt Google WiFi das Netzwerk bereit und nicht mehr das der bisherige Router. Daher würde ich nach erfolgreicher Einrichtung auch direkt das WiFi-Netzwerk des bisher genutzten Routers in dessen Einstellungen deaktivieren, denn sonst erzeugen beide Geräte ein separates WiFi-Netz. Letzteres benötigt man fortan nicht mehr und kann somit abgeschaltet werden, damit das neue Netzwerk zuverlässig arbeiten kann. Wie das geht, unterscheidet sich je nach Router, doch im Internet oder der Bedienungsanleitung wird euch da sicherlich geholfen.

Die Einrichtung des Systems erfolgt sehr einfach, Schritt für Schritt über die kostenlose Google-Home-App, welche sowohl für iOS als auch Android Smartphone angeboten wird. Um Google Home nutzen zu können, muss man sich im Laufe der Einrichtung ein Konto erstellen, sofern man dies wie ich nicht schon bereits von anderen Geräten, sei es ein weiteres Google-Produkt oder ein Android basierendem Smartphone besitzt. Daraufhin ist es notwendig, ein Zuhause zu erstellen, über welches man später wie z. B. bei mir alle Google Home kompatiblen Produkte direkt wie über Apple HomeKit steuern kann. 

Nun muss man sich einen geeigneten Standort des Google Wifi aussuchen, welcher in der Nähe des bisher verwendeten Modems bzw. Router sein sollte. Schließlich sorgt fortan das bisherige Gerät für das Internet und Google Wifi erstellt nur das WLAN, mehr nicht. IIm Google Nest Wifi ist nämlich kein Modem verbaut. Anschließend steckt man den Hohlstecker des Netzteils an der Unterseite des Google Wifi ein (blauer Anschluss) und das mitgelieferte Netzwerkkabel kommt in den grünen Anschluss rein. Das andere Ende des Netzwerkkabels kommt dann wiederum an einen der vorhanden LAN-Ports am Model bzw. Router wie z. B. meiner FritzBox in der Farbe Gelb hinein. Nun noch das Netzteil an einer freien Steckdose einstecken und warten, bis die Status-Led am Google Wifi langsam blau pulsiert. Dies signalisiert, dass Google Wifi bereits ist und eingerichtet werden kann.

Anschließend erfolgt die Einrichtung über die Google Home App. Hier tippt man oben auf das Plus und wählt anschließend „neues Gerät hinzufügen“ aus. Daraufhin sucht die App automatisch nach einem neuen, noch nicht eingerichteten Google-Gerät und daher sollte spätestens zu diesem Zeitpunkt Google Wifi wie zuvor beschrieben angeschlossen worden sein. Dabei sollte, sofern ihr alles richtig gemacht habt, Google Wifi automatisch gefunden werden. Daraufhin wird man aufgefordert bzw. gefragt, ob man der App den Kamerazugriff gewähren möchte, was man auch tun sollen, denn nur dann kann man den QR-Code an der Unterseite des Routers einlesen, damit anschließend eine Verbindung erfolgen kann und das WLAN-Netz erstellt wird. Sobald dieser Schritt erledigt ist, geht es darum, dem ab sofort neuen WLAN-Netzt einen Namen und ein Passwort zu geben, dass dann nach der Einrichtung gilt und eingegeben werden muss, wenn man ein weiteres Gerät mit dem Google WiFi verbinden möchte. Zu guter Letzt erscheinen noch einige Hinweise und man zur besseren Zuordnung angeben, in welchem Raum bzw. Zimmer der Router steht. Anschließend wird das Netzwerk erstellt und die Einrichtung des Routers ist abgeschlossen, was auch durch die fortan weiß leuchtende Status-Led am Gerät bestätigt wird. 

Sofern man nicht nur das Einzelpaket, sondern eventuell aufgrund eines größeren Hauses direkt das Dreiersystem mit zwei zusätzlichen Google Wifi Zugangspunkten erwerbt, könnt ihr anschließend direkt auch diese einrichten. Somit wird man nach der abgeschlossenen Einrichtung des Google Wifi direkt gefragt, ob man ein weiteres WiFi-Gerät einrichten möchte. Die Einrichtung der zusätzlichen Zugangspunkte ist nahezu identisch zum Router, daher muss man auch diesen mit dem beiliegenden Netzkabel verbinden, während das zusätzliche Netzwerkkabel natürlich nicht mehr notwendig ist, da die weiteren Geräte über das erstellte Mesh-Netzwerk miteinander kommunizieren.

(Einrichtung und Konfiguration: 4,5 von 5 Punkten)

Funktionsumfang

Netzwerk und Sicherheit

Google setzt beim Google Wifi genau wie bereits beim Nest Wifi nicht auf den neusten WiFi 6 Standard. Dies hat laut Google den Grund, dass diesen Standard aktuell noch zu wenige Geräte unterstützen bzw. nutzen und zudem wäre damit der Preis deutlich teuerer ausgefallen, siehe das neuste Google Nest Wifi Pro mit Wi-Fi6E, welches ab 220€ erhältlich ist. 

Beim Google Wifi setzt Google auf ein simultanes Dualband-Wlan (2,4 GHz/5GHz), was bedeutet das sowohl das 2,4 GHz und das 5 GHz gleichzeitig verwendet werden. Wäre es „nur ein Dualband-Wlan, könnte man nur eine der beiden Frequenzen nutzen, doch da meisten auch noch ältere Geräte zu Hause sind und zahlreiche, die nur das 2,4 GHz Netz unterstützen, ist beides gleichzeitig aktiv zu haben definitiv die bessere Option. Beim WiFi Standard ist alles Wichtige dabei, es werden nämlich IEEE 802.11 a/b/g/n/ac unterstützt. Im Google WiFi Router sind insgesamt vier Antennen verbaut, jeweils zwei für das 5 GHz und zwei für das 2,4 GHz verbaut. Daher auch die etwas geringere Reichweite gegenüber des Nest WiFi Set, denn hier sind es anstelle von bis zu 120 m² nur noch 85 m².

Beim Verschlüsselungsstandard setzt man auf den aktuellen Standard WPA3. Das System ist somit mit einem guten und einer sehr guten Verschlüsselung geschützt und da Google regelmäßig voll Software- und Sicherheitsupdates freigibt, ist hier eigentlich auch alles für die Zukunft sicher.

App

In der Google Home App kann man dann direkt oben im Menü „WLAN“ alles wichtige zum Google Wifi einstellen. Hierüber kann man bei Bedarf ganz einfach das WLAN-Passwort ändern und die Internetgeschwindigkeit im Down- und Upload testen. Des Weiteren kann man selbstverständlich auch Jugendschutzeinstellungen vornehmen und bei Bedarf auch ein Gastnetzwerk einstellen, genau so, wie man dies auch von vielen anderen Routern kennt. 

Was ich bei Google schon immer sehr praktische am Gastnetzwerk fand, man kann ich hier wieder den WLAN-Passwortschlüssel direkt via Mail dem Besucher zusenden, ohne dass dieser den vollen Zugriff auf das System erhält, da dies ein anders Passwort erfordert. Außerdem finde ich gerade für Eltern die Sicherheitsfunktionen sinnvoll, sodass man nicht nur die Zeiten, in welchen die Kinder mit ihren Geräten online sein Dürfen ganz einfach einrichten kann, sondern ebenso können auch einzelne Seiten ganz einfach blockiert werden.

(Funktionsumfang: 3,5 von 5 Punkten)

Reichweite und Geschwindigkeit

Laut Google liegt die theoretische maximale Geschwindigkeit des Google WiFi bei 1.2000 Mbit/s. Bei diesen Werten redet man natürlich von perfekten Voraussetzungen, sprich, keine Wand oder Decke dazwischen, was bei einem Haus schlicht und einfach niemals der Fall sein kann. Des Weiteren hängt die max. Geschwindigkeit auch von der von euch gebuchten bzw. max. erreichbaren Netzwerk-Geschwindigkeit eures Anbieters ab. Hierbei kann das Google Wifi System natürlich nicht schneller übertragen als diesem von der Eingangsleitung geboten wird. 

Im Test bietet Google Wifi eine zuverlässige und stabile Verbindung, aber im Reichweitentest schneidet dies nur minimal besser als des hauseigenen Wifi meiner FritzBox 7530 AX ab. Wenn man hier dann aber zudem zu dem am Router angeschlossenen Google Wifi noch weitere Zugangspunkte, also das Dreier-Set kauft, ist die Abdeckung auf jeden Fall flächendeckender und besser. Dies liegt natürlich am Mesh-Netzwerk, den ich bei Fritz!Box nur mit einem Reapter geboten bekomme. Entfernt man sich von dem einen Zugangspunkt im Erdgeschoss zweit und ist somit z. B. am zweiten im Obergeschoss näher, dann erfolgt hier automatisch ein Wechsel, von dem man als Nutzer absolut nichts mitbekommt. Jeder Zugangspunkt biete beim Google Wifi eine Reichweite von je 85 m². Das ist absolut im Rahmen und je nach Haus sollte hier dann bei einer Wohnung ein einzelner Zugangspunkt und im Haus das dreier Set ausreichend bzw. notwendig sein. 

(Reichweite und Geschwindigkeit: 3,5 von 5 Punkten)

Stromverbrauch

Da man zu Hause eigentlich jeden Tag das WLAN an hat und somit Google Wifi immer mit Strom versorgt wird, ist der Stromverbrauch in der Zeit der steigenden Strompreise nicht unwichtig. Hier liefert Google ein 15 Watt Netzteil mit Google WiFi aus. Im Standby verbraucht das Gerät rund 3 Watt, während es im aktiven Zustand, also wenn über einige Geräte etwas heruntergeladen oder gestreamt wird, dann sind es rund 5 Watt. Dies finde ich so weit sehr gut, denn im Vergleich braucht ein Netgear Orbi Gerät, welches ich bei meinen Eltern installiert habe, rund 13 bis 16 Watt. Über die App kann bei Bedarf die Nachtabschaltung aktiviert werden, sodass das WiFi in dem gewünschten Zeitraum deaktiviert wird, was ebenfalls für eine Stromeinsparung sorgt.

(Stromverbrauch: 4,5 von 5 Punkten)

TEIL 3

bestehend aus „Preis/Leistung“ entspricht 10% der Gesamtwertung

Beschreibung

Das Google WiFi System fügt sich genau wie auch das etwas bessere Google Nest Wifi-Set sehr gut in die Räumlichkeiten ein. Die Einrichtung ist wie von Google gewohnt absolut einfach und vor allem schnell erledigt. Hier wird alles sehr sauber rund Schritt für Schritt erklärt, sodass es diesbezüglich keine Kritik von mir gibt. 

Alle wichtigen Einstellungen können hier gut verständlich über die App vorgenommen werden und was ich sehr gut finde, der Stromverbrauch ist sehr gering. Der Zugriff erfolgt hier jedoch nur via App, Einstellungen via Browse Der Zugriff erfolgt hier jedoch nur via App, Einstellungen via Browser, wie es bei anderen Geräten der Fall ist, werden hier nicht geboten. Da aber die meisten kaum noch einen PC verwenden und vielmehr ein Tablett zum Arbeiten und Surfen nutzen, ist die App-Lösung, welche mit jedem Smartphone vorgenommen werden kann, eine problemlose Lösung. 

Preis/Leistung

Mit einer UVP von 99,99€ ist das Google WiFi-Set, bestehend aus eine WiFi Router interessant, während beim Google Wifi-Dreiersystem mit zwei zusätzlichen Zugangspunkten 199,99€ fällig werden.  Das Set ist inzwischen jedoch schon etwas länger auf dem Markt und somit gibt es Google Wifi im Einzelpack bereits für 54,06€ und den Dreierpack für 144,26€. Somit erhält man hier zum „günstigen“ Einstiegspreis ein gutes Set, um das heimische WiFi flächendeckend zu machen und zudem profitiert man von einem geringen Stromverbrauch und einer sehr einfachen Einrichtung. 

Nachteil ist hier für den ein oder anderen eventuell der Cloud-Zwang, bzw. man muss ein Google-Konto haben, da ich dies aber aufgrund einer Türklingel und einem Android-Smartphone sowieso besitze, ist dies für mich kein wirklicher Kritikpunkt.

Google WiFi

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testr Gesamtwertung

unter Berücksichtigung aller Teilwertungen

 Wir bedanken uns beim Hersteller für die Bereitstellung des Produktes. Zu unseren Grundsätzen

Link zum Hersteller: google.com/de

JBL Quantum 350

In aller Kürze

Mit dem JBL Quantum 350 ergänzt JBL das inzwischen recht umfangreiche Arsenal an Headsets für den Gaming-Bereich um ein weiteres preiswertes kabelloses Gaming-Headset. Mit einer UVP 99€ (inzwischen schon bei 74€ erhältlich), ist es das günstigste kabellose Headset der Serie und bietet für den Preis eine gute Klangqualität. Die Akkulaufzeit ist mit knapp 22 Stunden am Stück sehr gut und dank Schnellladefunktion sollte dies auch kaum zum Problem werden. Gut gefällt mir hier die Software, in welcher man den Klang via Equalizer anpassen kann und auch das Mirko überträgt die Stimme sehr gut.  Kritik gibt es hier von mir nur bezüglich der Haptik, denn das Headset wirkt schon etwas billig, aber preislich gesehen ist es dies auch, was aber keines Wegs bedeutet, dass es schlecht ist. Für hochwertigere Modelle, die klanglich eine ähnliche Leistung bieten, zahlt man hier oft das doppelte. Zusammengefasst erhält man mit dem JBL Quantum 350 ein gut gelungenes Headset zum erschwinglichen Preis.

Gefällt uns

  • guter Tragekomfort
  • gutes Mikrofon
  • guter Klang
  • Wireless
  • beim Aufladen nutzbar
  • tolle Software
  • gute Akkulaufzeit

Gefällt uns weniger

  • schlechte Haptik
  • schlichtes Design
  • kein Bluetooth und Klinkenbuchse

JBL Quantum 350

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TEIL 1

Bestehend aus „Verpackung/Design/Verarbeitung“ entspricht 25% der Gesamtwertung

Verpackung

Die Verpackung des JBL Quantum 350 ist recht groß, sodass diese noch mal um einiges größer ausfällt als bei den Over-Ear aus dem Hause JBL. Beim Design der Verpackung erkennt man wiederum die bekannte JBL Signatur, denn hier findet man direkt die typischen Farben wie z. B. orange mit blau und die bekannten weißen Schriftzüge. 

Direkt an der Vorderseite präsentier JBL das Quantum 350 Headset in voller Pracht, was hier gut gelingt, da man das Headset leicht von der Seite betrachtet abgebildet hat. Am Rand verläuft hier genau so, wie man es auch von den anderen Produkten kennt von oben nach unten der Produktname und unter dem Headset wird man in mehreren Sprachen darüber informiert, dass es sich um ein kabelloses Over-Ear Headset mit Surround-Sound und einem abnehmbarem Mikrofon handelt. Des Weiteren wird hier der JBL Quantum Surround Klang beworben, es wird ausführlich gezeigt, mit welchen Endgeräten das Headset genutzt werden kann und es wird erwähnt, dass man beim Funk-Standard auf 2,4 GHz mit einer geringen Latenz setzt. 

An der rechten langen Seite gibt es zusätzlich zu den bereits an der vorderen Seite gezeigten Infos noch eine Abbildung des Headsets, dieses Mal aber von der Seite betrachtet. Mehr gibt es hier nicht zu sehen, interessanter wird es hingegen wie gewohnt an der Rückseite. Hier zeigt JBL erneut das Headset und geht nochmals etwas ausführlicher auf die besonderen Ausstattungsmerkmale ein. So wirbt man hier mit dem 40 mm Treibern, dem leichten Gewicht und dem abnehmbaren Headset mit Stummschaltung. Unten links gibt JBL dann auch noch Infos zur maximalen Akkulaufzeit, welche bei bis zu 22 Stunden liegen soll und bereits nach 5 Minuten soll das Headset wieder für 1 Stunden aufgeladen sein. 

Geöffnet wird die Verpackung an der Unterseite und anschließen kann man das komplette Innenleben herausziehen. Dabei befindet sich alles in einem gepressten Karton aus Zellulose, was ich sehr gut findet, denn so wird ein Großteil des Verpackungsmaterials durch etwas Nachhaltigeres ersetzt. In dem Einsatz findet man dann das Headset, welches hier durch ein Kunststoffbeutel, in welches dieses eingeschoben wurde, geschützt wird. In der Aussparung unmittelbar darunter findet man dann in einer Folie noch die üblichen Beipackzettel (Anleitung usw.) sowie das Mikrofon, ein USB-A auf USB-C Ladekabel und die zur Verbindung benötigte USB-Dongle.

(Verpackung: 4 von 5 Punkten)

Design

Das Gehäuse des JBL Quantum 350 ist wie üblich in der Gaming-Branche komplett aus Kunststoff gefertigt worden. Hierbei spürt man auch direkt den Preisunterschied zum JBL Quantum 600, denn es wirkt auf jeden Fall ein ganzes Stück billiger, aber dafür bekommt man hier wie bereits zu Beginn erwähnt ein solides Headset mit Wireless-Funktion. Diese Funktion sorgt eben dafür, dass man bei der Materialwahl bzw. der Materialanmutung als Endverbraucher abstrichen machen muss. Das Headset ist übrigens nochmals um einiges leichter als das große Quantum 600, denn anstatt von 350 Gramm beträgt das Gewicht nur geringe 250 Gramm. 

Das Quantum 350 wird wie der Großteil der Headset-Serie nur in Schwarz angeboten und ansonsten findet man hier nur wenige Akzente. Lediglich die Seitenbeschriftung im Inneren der Ohrmuscheln und das Kabel an der Innenseite des Verstellmechanismus, welches hier zu beiden Ohrmuscheln verläuft, setzt hier geringe Akzente, die jedoch beim Tragen nicht auffallen. Auf eine RGB-Beleuchtung muss in dieser Preisklasse verzichtet werden, alles andere wäre auch überraschend gewesen.

Die Ohrmuscheln sind groß genug ausgeführt und besitzen auch eine gute Tiefe, sodass hier die Ohren nicht eingeklemmt werden bzw. im inneren Netz der Treiberabdeckung drücken. Ebenso ist auch die Polsterfläche am Kopfbügel dick genug, sodass hier auf Dauer ein guter Tragekomfort geben ist. Dabei sind alle Polsterungen mit einem pflegeleichten und schweißresistenten Kunstleder überzogen. Der Kopfbügel ist hier vermutlich nur mit einem Kunststoffband versehen, üblicherweise kommt hier ein robuster Federstahl zum Einsatz. Beim JBL Quantum 350 ist fest vorgegeben, wo das Headset angebracht wird, denn dies kann hier nicht frei angebracht werden, sonder muss am vorgesehenen Anschluss an der linken Seite angebracht werden. Damit man direkt weiß, wie das Headset getragen werden muss, wurden im Inneren auf dem dünnen Stoff der Treiberabdeckung jeweils ein großes „R“ und „L“ eingenäht.

(Design: 3,5 von 5 Punkten)

Verarbeitung

Angesichts des Preises und das man hier sogar ein Wireless Headset geboten bekommt, war mir klar, dass JBL irgendwo etwas sparen muss. Beim JBL Quantum 350 ist dies auf jeden Fall die Materialanmutung, denn hier bekommt man ausschließlich Kunststoff geliefert. Vorteil das Gewicht ist angenehm leicht, aber dafür spürt man eben, wen man das Headset in den Händen hält direkt den Unterschied zu einem teureren.

Das Kunstleder der Ohrmuscheln und des Kopfbands besitzen wie bereits erwähnt, eine angenehm weiche Polsterung und dank der beiden Gelenken an den Ohrmuscheln können diese so eingedreht werden. Sodass diese beim Abnehmen flacher beim Transport sind bzw. angenehm Flach mit eingedrehten Ohrmuscheln über die Schulter hängen, können. Beim Schütteln bzw. rütteln klappert hier alles wein wenig, was die „günstigere“ Verarbeitung betätigt, aber dafür bekommt man klanglich und vom Tragekomfort dennoch ein gutes Gerät geliefert. Die Größenverstellung mit einem Raster läuft leichtgängig und Raster hörbar ein und auch das mitgelieferte Zubehör stimmt von der Qualität.

(Verarbeitung: 3,6 von 5 Punkten)

TEIL 2

bestehend aus „Funktion des Produktes“ entspricht 65% der Gesamtwertung

Headset-ArtOver-Ear-Headset
Mikrofon-ArtOmnidirektional-Mikrofon, verstellbar und abnehmbar mit Pop-Schutz
FarbeSchwarz
Gewicht252 Gramm
MaterialNahezu komplett aus Kunststoff,
Ohrpolster + Kopfband: Kunstlederbezug
Konnektivitätnur zusammen mit der USB-Dongle (2,4-GHz-Wireless), also kein Bluetooth oder Klinkenbuchse
TreiberJeweils links und rechts ein 40-mm-Treiber
Treiber-Bandbreite20 – 20000 Hz
Mikrofonfrequenzbereich100 Hz – 10 kHz
Impedanz32 Ohm
BesonderheitenJBL QuantumEngine Software mit EQ, Sidetone, Surround-Sound, kabelloses 2,4-GHz-Headset.
LieferumfangJBL Quantum 350 Headset
USBA auf USB-C-Ladekabel
USB-WLAN-Dongle
abnehmbares Mikrofon mit Windschutz
Kurzanleitung | Garantieschein | Sicherheitsblatt
Technische Daten der JBL Quantum 350

Tragekomfort

Das Headset ist weniger Verwindungssteif und beim Schütteln klappert alles ein wenig, daher muss man hier wie bereits erwähnt bezüglich der Materialanmutung wegen der sonst gute Ausstattung eben abstriche machen. Ist einem eine bessere Verarbeitung wichtig, muss man eben zu einem der etwas teureren Quantum-Headsets greifen. Nichtsdestotrotz ist die Polsterung wie bereis angeben gut genug, sodass ein bequemer Sitz über eine längere Spielzeit gegeben ist. Die Ohrpolster sind drehbar, sodass diese sich dem Kopf sehr gut anpassen und eben trägt auch der gefederte Kopfbügel dazu bei. Der verstellbare Bereich des Kopfbügels ist groß genug gewählt, sodass einer mehrstündigen Gaming-Session nichts im Weg stehen sollte. 

Die beiden Ohrmuscheln wurden außerdem groß genug gewählt, sodass hier problemlos auch größere Ohren hineinpassen, ohne dass diese eingeengt werden oder unangenehm im inneren anliegen. Die Bespannung der Polster mit Kunstleder ist bei zahlreichen Headsets und Kopfhörern exakt so der Fall, aber dies bringt immer den Nachteil mit sich, dass dieses Material kaum bis gar nicht atmungsaktiv ist. Somit muss man das Headset nach einiger Zeit kurz anheben oder absetzen, damit frische Luft an die Ohren herankommt. 

Der Anpressdruck rund um die Ohren ist gleichmäßig verteilt und dieser ist weder zu gering noch zu hoch, denn wenn dieser zu gering wäre, könnte das Headset bei zu heftigen Kopfbewegungen verrutschen. Ob sich das Headset für Brillenträger eignet, würde ich mit„ jein“ beantworten, denn dies hängt zum Teil von den Brillenbügeln als auch vom Schmerz- bzw. Störempfinden ab. Es ist also so, dass es sein kann, dass man beim Zocken die Brille spürt bzw. diese nach der Zeit an der Schläfe drücken könnte.

(Tragekomfort: 4 von 5 Punkten)

Bedienung

Die Bedienungselemente hat JBL nahezu komplett an der linken Ohrmuschel untergebracht. An der rechten Seite findet man nur den Power-Schieberegler und eine dazugehörige Status-LED. Schiebt man diesen kurz in die nächste Stellung (mittig), schaltet man das Headset an und schiebt man den Regler dann noch gegen den Anschlag vor, erfolgt eine manuelle Kopplung. Dies ist nur dann notwendig, wenn man die USB-Dongle und das Headset neu koppeln möchte. Dazu den seitlichen Knopf am Dongle für 5 Sekunden gedrückt halten, bis die LED schnell weiß aufblinkt, dann noch kurz am Headset den Anschalter gegen den Anschlag gedrückt halten und schon koppeln sich beide Geräte wieder. 

An der linken Ohrmuschel findet man zentral nach unten gerichtet die USB-C Ladebuchse, über welche der verbaute Akku wieder voll aufgeladen werden kann. Direkt daneben etwas nach vorne gerichtet sieht man eine kleine Klinkenbuchse, hier muss das Headset, welches im Lieferumfang dabei ist, eingesteckt werden. Zu guter Letzt ist neben dem USB-C Anschluss noch eine Status-LED, welche den Ladezustand anzeigt und darüber folgt die Stummschalt-Taste, welche einrastet und beim erneuten Betätigen wieder hervorkommt. Darüber wiederum gibt es dann noch den Lautstärkeregler, welche wie üblich nach hinten gerichtet ist. Mit diesem reguliert man die Lautstärke, welche einem in die Ohren abgespielt wird. Dieser Regler ist stufenlos, was mir nicht ganz so gut gefällt, hier hätte ich mir ein Raster gewünscht, sodass ich haptisch spüre, wann ich das Rad wie sehr drehe. 

Die Bedienung des JBL Quantum 350 ist gut, nichts sonderlich Außergewöhnliches, aber im Alltag gut und man kann alles Wichtige regulieren. Zudem ist die Bedienung nicht überladen, sodass man schnell die richtige Taste findet, aber beim Regulieren der Lautstärke wäre ein haptisch spürbares Raster von Vorteil gewesen. Eine automatische Stummschaltung gibt es wie bei den teurere Quantum-Headsets leider nicht, und somit muss zum Stummschalten immer die entsprechende Taste betätigt werden.

(Bedienung: 4 von 5 Punkten)

Software

JBL bietet für die Quantum-Headset-Serie eine kostenlose Software mit dem Namen QuantumENGINE an, mit der man je nach Headset mehrere Anpassungsmöglichkeiten hat. Dies Software zähl definitiv zu den Stärken der Quantum-Serie, denn JBL ist hier eine sehr schöne und zudem übersichtliche Software gelungen. Die Software gibt es sowohl für Windows als auch inzwischen für macOS. Bei Windows ist die Voraussetzung, dass man mindestens Windows 7 oder neuer installiert hat und rund 500 MB freien Speicher auf der Festplatte sollte ebenso vorhanden sein. Bei macOS wird der Download über den MacApp Store geladen, daher sollte dieser auf eurem Mac vorhanden sein. Ich wollte das JBL Quantum 350 mit meinem MacBook Pro aus dem Jahre 2018 verbinden, aber scheinbar hat hier die App aktuell noch ein Problem, denn egal was ich versucht habe, das Headset wurde nicht von der Software als verbunden erkannt. Daher hab ich das Ganze dann eben über meinen Windows Laptop eingerichtet und getestet. 

Über QuantumENGINE kann man zahlreiche Einstellungen bezüglich des Klangs vornehmen, sodass einem hier alle Möglichkeiten geboten werden, das Headset auf die eigenen Vorlieben anzupassen. Sehr gut finde ich hier direkt die ausführliche Einleitung beim ersten Start, denn hier werden einem alle wichtigen Funktionen Schritt für Schritt erklärt. Jedoch ist die Menüführung sowieso sehr überschaubar aufgebaut, sodass man sich hier sehr schnell zurechtfindet. 

In den Klangeinstellungen ist es z. B. möglich, den Klang selbst mit einem anpassbaren 10-Band Equalizer in den Höhen, Mitten und Tiefen nach den eigenen Vorlieben anzupassen. Außerdem kann über die Software das neuste Firmwareupdate installiert werden, man kann den virtuellen Surround-Modus aktiveren und das Mithören für das Mikrofon aktivieren.

(Software: 4 von 5 Punkten)

Klang

JBL setzt beim Quantum 350 links und rechts auf einen großen 40 Millimeter Treiber, was dem Standard entspricht, aber auf jeden Fall gehört der Klang hier zu den stärken. Doch bevor ich euch meinen Eindruck vom Klang beschreibe, schauen wir uns noch gemeinsam ein paar technische Daten dazu an. Den Frequenzgang gibt JBL mit 20 Hz und 20 kHz und die Impedanz liegt bei 32 Ohm, sodass hier eigentlich auch eine mobile Wiedergabe am Smartphone als Kopfhörer möglich wäre.  Jedoch wäre hier das Headset sicherlich nicht ganz so laut wie ein herkömmlicher, fürs Musikhören ausgelegter Kopfhörer mit weniger Ohm. Das Omnidirekt-Mikrofon wurde auf die reine Sprachverständlichkeit ausgelegt und bietet die üblichen 100 Hz bis 10KHz. 

Nun zum Klangbild, dieses ist überraschend kräftig, mit dominanten Bässen, die insbesondere im Spiel vollsten überzeugen. Vor allem bei den typischen Ego-Shooter mit lauten Explosionen und einem heftigen Feuergefecht kommt der Bass wunderbar zur Geltung. Somit nimmt man alles, was um einen herum passiert, gut wahr und Gegner können ein nicht mehr so leicht überraschen. Die Mitten sorgen hier beim JBL Quantum 350 für eine solide Wiedergabe von Stimmen im Spiel und ebenso lassen die Höhen kaum Kritik zu, vor allem angesichts des geforderten Preises. Klar ist das Klangbild nicht so detailreich wie bei JBL Quantum 600 und Co. aber ich war doch nach der Haptik des Headsets über den Klang positiv überrascht. Sollte einem das von Werk eingestellte Klangbild nicht zusagen, kann dieses noch mit der von JBL zur Verfügung gestellten Software individuell angepasst werden.

Bei einem Gaming-Headset ist jedoch nicht nur der Klang, welchen man auf die Ohren bekommt, wichtig, sondern ebenso ist auch die Übertragungsqualität des Mikros nicht zu vernachlässigen. Schließlich gibt es nichts Schlimmeres, als wenn eure Mitspieler bzw. Teamkollegen euch nur abgehackt oder gar nicht gut hören. Das Mikro kann sowohl abgenommen werden und ist zudem biegsam, somit kann dieses gut in Richtung des Mundes ausgerichtet werden, was wichtig ist. Die Aufnahmequalität hat mir im Test sehr gut gefallen, die Stimmübertragung war sehr verständlich, klar und neutral, also ohne Verfälschungen. 

In etwas lauteren Umgebungen, also wenn ihr z. B. in einem Zimmer mit euren Teamkollegen zockt und dabei über Headset miteinander kommuniziert, tut sich das Headset jedoch etwas schwer. Hierbei werden zwar die Stimmen der anderen Kollegen zuverlässig neutralisiert, aber dafür überträgt das Headset die Klick-Geräusche meiner Tastatur und von den anderen Kollegen.

Der zusätzlichen mitgelieferte Popschutz kann bei Bedarf entfernt werden, sorgt jedoch beim verwenden dafür, dass störende Hintergrundgeräusch wie z. B. der rotierende Lüfter nebenan nicht mehr so stark mit aufgenommen wird.

(Klang: 4 von 5 Punkten)

Akkulaufzeit

Bei der max. Akkulaufzeit gibt JBL bis zu 22 Stunden an, jedoch variiert diese Nutzungsdauer je nach Lautstärke usw. Beim Test bzw. zocken habe ich nicht permanent auf die Uhr geschaut und schon gar nicht habe ich 22 Stunden am Stück durch gezockt, aber zusammengerechnet kann ich die Laufzeit so wie von JBL angegeben bestätigen. Mit der Akkulaufzeit sollte man jedoch im Alltag sowieso aufgrund der Schnellladefunktion keine Probleme bekommen, denn mit dem mitgelieferten USB-A auf USB-C Ladekabel ist der Akku bereits nach 5 Minuten Ladezeit für eine ganze Stunde aufgeladen. Eine vollständige Akkuaufladung dauert dann gut 2 Stunden, was angesichts der 22 Stunden Laufzeit enorm kurz ist. Praktisch ist hier zudem das Headset kann, während dies aufgeladen wird, weiterhin verwendet werden, somit ist das Thema Akkulaufzeit eigentlich hier absolut kein Problem.

(Akkulaufzeit: 4,5 von 5 Punkten)

TEIL 3

bestehend aus „Preis/Leistung“ entspricht 10% der Gesamtwertung

Beschreibung

Beim JBL Quantum 350 handelt es sich um das günstigste Gaming-Headset der Serie, welches kabellos daher kommt. Es ist vom Preis-/Leistungsverhältnis sehr interessant, da es einen guten Klang bietet, welcher dank der tollen Software individuell angepasst werden kann. Der Tragekomfort passt so weit und die Mikrofon-Qualität lässt sogar manch teuerere Modell hinter sich. Hier hat JBL auf keinen Fall zu viel versprochen, man bekommt hier genau das, was JBL auch wirbt, ein soweit sehr gutes Headset zum Einsteigerpreissegment. Dafür muss man wie bereits erwähnt Abstriche bezüglich der Haptik und dem Design machen, aber vom Rest ist es ein tolles Headset.

Preis/Leistung

Von der UVP hat JBL Quantum 350 mit 99€ festgesetzt, aber inzwischen hat JBL selbst dies bereits auf 73,99€ runtergesetzt. Das ist auf jeden Fall ein fairer Preis, denn wenn man ein gutes Headset mit guter Software sucht, macht man bei diesem Preis nicht wirklich etwas falsch. Muss es wiederum auch ein Headset sein, welches von der Haptik und dem Design hochwertiger ist, oder man möchte sogar eine RGB-Beleuchtung, muss man etwas tiefer in die Tasche greifen und sich vielleicht das JBL Quantum 600 oder eines der anderen Modelle genauer anschauen.

JBL Quantum 350

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unter Berücksichtigung aller Teilwertungen

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Link zum Hersteller: https://de.jbl.com

Eve Light Switch

In aller Kürze

Mit dem Eve Light Switch erhält man einen komfortablen Smarthome-Lichtschalter, welcher es ermöglicht, herkömmliche „dumme“ Lichtquellen smart zu machen. Somit ist es hier anders als bei Philips Hue, dass man nicht die Leuchtmittel gegen smarte Produkte ersetzt, sondern ganz einfach nur den einzelnen Lichtschalter. Anschließend kann die Lichtquelle, welche durch den Lichtschalter smart gemacht wurde, ganz einfach über Apple HomeKit oder auch direkt per Siri über einen Sprachbefehl gestreut werden. Man kann sogar Zeitpläne erstellen und so die Leuchten automatisieren, was viel Komfort mit sich bringt und dank Thread ist die Schaltzeit enorm schnell. Eve Light Switch gefällt mir sehr gut, die Installation ist ohne Fachkenntnis jedoch nicht ratsam, denn hier besteht Lebensgefahr und der Preis ist mit rund 100€ nicht gerade günstig, vor allem dann, wenn man das ganze Haus mit zahlreichen Lichtschaltern umrüsten und smart machen möchte. Vorteil bei Eve ist hier jedoch auf jeden Fall, man benötigt hier wie bei allen anderen Produkten aus dem Hause Eve keine zusätzliche Bridge.

Gefällt uns

  • passt in jeden 55-er Rahmen
  • einfache Einrichtung
  • Sprachsteuerung
  • HomeKit
  • Thread (Matter)

Gefällt uns weniger

  • aktuell nur für Apple User
  • Montage erfordert Fachkenntnisse

Eve Light Switch

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TEIL 1

Bestehend aus „Verpackung/Design/Verarbeitung“ entspricht 25% der Gesamtwertung

Verpackung

Eve System GmbH oder kurz Eve liefert Eve Light Switch in der vom Unternehmen gewohnten stabilen weißen Verpackung aus. Eben genau so, wie es bei eigentlich allen anderen Produkten des Unternehmens der Fall ist. Die kompakte Verpackung hat das Unternehmen, wie ich es inzwischen von den bisher getesteten Produkten gewohnt bin, rundum mit einigen Informationen und einem Produktbild des smarten Lichtschalters versehen.

Direkt an der Front präsentiert Eve wie gewohnt ein Bild des Eve Light Switch und zudem kann man hier auch den Produktnamen sowie die Produktbezeichnung „smarter Lichtschalter“ lesen. Da Eve (noch) ausschließlich Produkte für Apple HomeKit entwickelt und diese somit nur mit Apple-Devices genutzt werden können, ziert die untere linke Ecke genau wie von den anderen Produkten aus dem Hause Eve das typische Siegel “ Works with Apple HomeKit“. Außerdem sieht man rechts unten noch das Siegel „100 % Privacy“ was dafür steht, dass hier auf 100 % Datenschutz gesetzt wird. 

An der rechten schmalen Seite befasst man sich in drei Sprachen mit den Vorteilen des Produktes. Dazu zählt unter anderem, dass weiterhin die manuelle Schaltmöglichkeit gegeben ist, dass bei mehreren Schaltern (Kreuzschaltung usw.) auch die smarte Steuerung ermöglicht wir, sodass hier nur ein Schalter und nicht alle ausgetauscht werden müssen und es wird erwähnt, dass praktische Zeitpläne erstellt werden können. 

Betrachtet man die linke Seite der Verpackung, dann zeigt Eve hier wie gewohnt ein Ausschnitt der eigenen App. Dabei sieht man hier genau das Einstellungsmenü, welches einem nach der Einrichtung direkt zur Verfügung steht. Zum Schluss zeigt Eve wie gewohnt an der Rückseite noch zwei Bilder mit Anwendungsbeispielen. Dabei sieht man bei beiden Bildern das Eve Light Switch montiert wurde und man dabei einfach durch Siri das Licht anschalten kann. Außerdem wird hier auf einige Vorteile und auf die Voraussetzungen zur erfolgreichen Verwendung von Eve Light Switch hingewiesen.

Nach dem Öffnen der Verpackung kann man das komplette Innenleben aus der Verpackung herausziehen und hat einen Karton in der Hand, der mit einem bedruckten Deckel ausgestattete wurde. AAuf diesem Deckel ist Eve Light Switch zu sehen, welches an der Ecke einer Wand anstelle eines herkömmlichen Schalters verbaut wurde. Klappt man wiederum diesen bedruckten Deckel auf, befindet sich in dessen Innenseite eine Kurzanleitung mit dem wichtigen Apple HomeKit Code, über welchen man Eve Light Switch später ganz schnell und einfach über die HomeKit App einrichten kann.  

In dem Karton selbst erblickt man dann direkt alle Bauteile, dabei befinden sich im großen Teil vorne neben dem Montagerahmen (wird nur bei einem einzelnen Schalter benötig) noch das Hauptgerät, welches mit dem Strom und der Lichtquelle verbunden werden muss.  Darüber findet man dann noch die kleine Schalteinheit (ebenfalls mit einem HomeKit Code) sowie die Schaltwippe und das Montage-Material in Form von Schrauben. Zudem liegt hier noch ein kleiner Beipackzettel bei, hierbei handelt es sich um die allgemeinen Sicherheitshinweise. Alles wird hier sicher durch einen Zellulose-Einsatz an Ort und Stelle gehalten, sodass nichts verkratzen oder beschädigt werden kann und für mich sehr wichtig, bei der Verpackung wurde bis auf den kleinen Beutel mit den Schrauben voll und ganz auf Kunststoff verzichtet.

(Verpackung: 4 von 5 Punkten)

Design

Bei Eve Light Switch handelt es sich wie bereits erwähnt um einen smarten Lichtschalter, bei dem man auf den weiterverbreiteten 55-er Standard setzt. Somit passt Eve Light Switch eigentlich überall da hin, wo man einen herkömmlichen Schalter verbaut hat. Die Leistungseinheit, an welche das zuführende Stromkabel und das Kabel zu Lichtquelle angeschlossen wird, ist von der Bautiefe nicht größer als ein herkömmlicher Lichtschalter und erfordert somit keine tiefere Hohldose. Beim Philips Hue Wand Schalter Modul ist es nämlich anders der Fall, hier sind zum einen smarte Lampen erforderlich und zudem braucht man hier etwas tiefere Hohldosen, da das Modul noch hinter den herkömmlichen Lichtschalter verstaut werden muss. Die Schalteinheit wird dann vorne aufgesteckt und am Schluss wird alles von einem mattweisen Rahmen und einer Schalterwippe abgedeckt. Dabei muss jedoch nicht zwingend der mitgelieferte Rahmen verwendet werden, denn ebenso kann Eve Light Switch bei einem Doppelt- oder Mehrfachrahmen verbaut werden, genau so, wie ich es auch gemacht habe. Je nach Hersteller eurer Schalter könnt ihr auch passende Wippen nachkaufen, doch ich habe hier die mitgelieferte Wippe genutzt, da diese wie unsere normalen Lichtschalter im exakt gleichen mattweiß gehalten ist. 

Die ganze smarte Technik des Eve Light Switch wird dabei von der Blende überdeckt, sodass man hier nicht erkennt, dass es sich um einen smarten Lichtschalter handelt.  Jedoch fällt hier ein kleines Detail auf, was Eve Light Switch von einem herkömmlichen Schalter unterscheidet. Ein herkömmlicher Schalter wippt nämlich und rastet dabei ein, also es gibt immer eine Schrägstellung entweder nach oben oder unten. Bei Eve Light Switch ist dies nicht der Fall, denn hier rastet nichts ein, sonder bei betätigen Klicken die Tasten darunter und der Schalter hat immer die Zentrale Ausgangsstellung. 

(Design: 4 von 5 Punkten)

Verarbeitung

Die Verarbeitung von Eve Light Switch ist für den Einsatzzweck absolut in Ordnung. Das Gehäuse fühlt sich trotz Kunststoff sehr hochwertig an, ist stabil und somit steht einem langen Einsatz hier eigentlich nichts im Wege. Eine Batterie oder Akku ist für den Betrieb übrigens nicht notwendig, da das Gerät bei der Installation direkt mit Strom versorgt wird.

(Verarbeitung: 4 von 5 Punkten)

TEIL 2

bestehend aus „Funktion des Produktes“ entspricht 65% der Gesamtwertung

Produkt-Artsmarter Lichtschalter
FunktionenErfassung der Schaltzyklen und Schaltzeiten, Timer, verschiedenen Automationen, Hey Siri usw.
Stromversorgungdirekter Anschluss an Stromversorgung
UmgebungsbedingungenIndoor-Einsatz
SmartHome TechnologieBluetooth und Thread-fähig (Matter)
MaterialGehäuse aus Kunststoff
LieferumfangEve Light Switch
Quick Start Guide
Technische Daten Eve Light Switch

Installation und Einrichtung

Elektro-Installation

Kommen wir zur Einrichtung, welche bei Eve wie bereits von allen anderen Produkten des Unternehmens gewohnt so weit absolut einfach ist, während die Installation Fachkenntnis bezüglich der Elektronik erfordert, aber insgesamt dann doch eigentlich recht simple ist. 

Beginnen wir mit der Installation bzw. Montage. Für die erfolgreiche Montage ist es sehr wichtig, dass ihr Stromleitungen mit drei Adern im Haus habt, in Altbauten fehlt daher oft der für Eve Light Switch wichtige dritte Draht und zwar der Nullleiter (blaues Kabel). Ist dieser bei euch vorhanden, kann Eve Light Switch montiert werden, ist dies jedoch nicht der Fall, habt ihr leider keine Möglichkeit, Eve Light Switch zu nutzen. Sind wiederum drei Adern im Haus verlegt, dann gilt es als Nächstes auf jeden Fall die Sicherung für das entsprechende Licht bzw. den Raum abzuschalten, damit kein Strom mehr ansteht. Zu beachten gilt auch, dass Eve Light Switch keine Relais basierende Schaltungen unterstützt. Bedenkt zudem, dass ihr hier mit 230 Volt und 16 Ampere handhabt, also solltet ihr auf jeden Fall sicher sein, was ihr tut, ist dies nicht der Fall, sollte ihr die Arbeiten von einem Fachmann machen lassen. 

Nun erfolgt der Wechsel des Schalters, dazu entfernt man die Wippe, Rahmen und alle weiteren Elemente des bisherigen Lichtschalters. Bei mir im Neubau habe ich hier direkt alle Lichtschalter im großen Bereich untereinander angeordnet, somit muss ich hier den 5-Fach Rahmen samt Wippen usw. entfernen. Nun liegt der entsprechende Schalter, welchen ihr austauschen möchtet, frei und kann durch das entfernen der beiden Schrauben aus der Hohldose herausgezogen werden, aber Achtung, die Kabel sind noch angeschlossen, darauf achten. Nun am Besten ein Bild der aktuellen Verdrahtung machen, sodass man bei nicht gelingen oder einem wechsle wieder alles richtig angeschlossen bekommt.

Anschließend müsst ihr das Kabel vom alten Schalter beim Anschluss „L“ entfernen und in den entsprechenden „L“ Anschluss in der Eve Light Switch Einheit einstecken, sodass das Kabel einrastet. Somit hat man schon mal das stromzuführende Kabel angeschlossen und nun nimmt man das andere Kabel am alten Schalter und steckt dieses in den Anschluss „1“ beim Eve Light Switch. Dabei handelt es sich um das Kabel, welches zur Lichtquelle verläuft. Anschließend muss noch ein Nullleiter üblicherweise ein blaues Kabel angeschlossen werden, welches bei drei adrigen Kabel mit in der Dose liegen muss, aber nicht am klassischen Lichtschalter angeschlossen ist, da dieser es nicht benötigt. Beim Eve Light Switch ist es hingegen zwingend erforderlich und so musste ich z. B. bei meiner Wago Klemme an der alle Minuskabel der Lichtschalter an dieser Stelle angeschlossen sind, den vom zum Licht laufenden Entfernen und in Eve Light Switch bei „N“ einstecken. Danach habe ich noch ein zusätzliches Kabel geholt und vom zweiten Anschluss „N“ der Eve Light Switch wieder zur Wago Klemme geführt. 

Somit war die elektrische Installation eigentlich auch schon abgeschlossen. Sofern man sich hier auskennt, ist das ganze auch sehr einfach, aber als Laie kann hier eben viel schiefgehen, daher muss man sich absolut sicher sein, was man tut. Schließlich ist hier nicht nur der Strom bezüglich eines Stromschlags die Gefahr, sondern es kann zudem auch zu einem Brand führen, wenn man hier etwas falsch macht. Im Anschluss wird noch die Steuereinheit mit den goldenen Pins entsprechend eingesteckt, sodass diese sicher einrastet und schon kann man die Sicherung wieder einschalten, um zu prüfen, ob alles funktioniert. Anschließend einfach eine der beiden schwarzen Tasten im oberen Bereich betätigen, dann sollte das Licht angehen und unten aus, passt dies soweit ist alles richtig installiert worden. 

Nun kann man entweder den mitgelieferten Rahmen inkl. Schaltwippe und Verschraubungen montieren oder das Ganze einfach wie bei mir in den bestehenden Mehrfachrahmen integrieren. Dazu einfach diesen Rahmen, wie es davor war montieren und dann eben den Rahmen von Eve Light Switch weglassen und einfach nur die mitgelieferte Wippe aufsetzen, fertig. 

Einrichtung HomeKit

Die elektrische Installation ist erledigt, nun muss das ganze noch mit HomeKit bzw. der Eve Home App eingerichtet werden, damit ihr das Licht nicht nur wie gehabt manuell steuern könnt. Die Einrichtung verläuft dabei eigentlich wie bei allen Produkten, welche mit Apple HomeKit kompatibel sind, nahezu identisch ab und ist in nur wenigen Schritten erledigt. Da Eve Light Switch wie alle andern aus dem Hause Eve stammenden Produkte aktuell noch ausschließlich mit HomeKit arbeitet, ist für die Inbetriebnahme bzw. die Einrichtung ein Apple-Device zwingend erforderlich. Somit kann, wer ein iPhone oder iPad besitzt, auf dem das iOS bzw. iPadOS System läuft, bei dem die Apple HomeKit-App von Werk aus installiert ist, direkt mit der Einrichtung loslegen. Sobald Matter auf allen kompatiblen Smarthome Geräten richtig anläuft, bietet Eve auch eine App für Android an und somit werden die Produkte dank Matter auch Android kompatibel. 

In meinem Fall beschreibe ich hier die Einrichtung via iPhone, doch via iPad ist es nicht wirklich anders, eben nur etwas größer. Da Apple mit dem Update Namens Mojave (10.14), die HomeKit App auch auf den Mac gebracht hat, kann man, sofern man einen entsprechenden Mac mit diesem oder einem neueren Betriebssystem besitzt, auch von dort aus direkt den smarten Lichtschalter steuern, also das Licht ein und ausschalten. 

Bei der Einrichtung gibt es weiterhin wie gewohnt zwei Möglichkeiten: Entweder klassisch und mit umfangreichen Funktionen direkt über die Eve Home App (für ein Update der Firmware notwendig) oder schnell und kompakt über die HomeKit App. Dabei habe ich mich für die umfangreichere Einrichtung über die Eve Home App entschieden, welche das Gerät direkt auch in Apple HomeKit integriert. 

Um Eve Light Switch einzurichten, installiert man daher zu aller erst die Eve Home App. Hier navigiert man dann zu den Einstellungen und tippt auf den Punkt „Geräte“. Dabei bekommt man wie ich hier zahlreiche Geräte, die bereits eingerichtet bzw. mit HomeKit usw. verbunden sind, angezeigt. Ein neues Gerät kann man durch das tippen aus das „+“ Symbol einrichten. Dabei wird direkt die Kamera aktiviert, sodass man damit nun den HomeKit Code, welcher an der Steuereinheit aufgeklebt ist und nach der Elektro-Installation direkt abgescannt werden kann, oder man nimmt alternativ den Code, welcher auf der beiliegenden Karte in der Verpackung aufgeklebt ist.

Durch das Scannen weiß die Eve Home App genau, welches Gerät man einrichten möchte und stellt eine Verbindung her. Nach kurzer Wartezeit wir Eve Light Switch erfolgreich erkannt und man kann diese einem entsprechenden Raum bzw. Ort im Haus bzw. dessen Umgebung zuordnen. Anschließend ist Eve Light Switch auch schon direkt einsatzbereit und man kann ab sofort das entsprechende Licht direkt über Apple HomeKit  An-/Ausschalten oder eben auch über die Eve Home App. Die Eve Home App ist dabei umfangreicher, da man hierbei sogar einen Timer einstellen kann, sodass das Licht nach der angegeben Zeit automatisch ausgeht und man kann auch genau betrachten, wann das Licht angeschaltet wurde und wie lang es dabei exakt auf die Sekunde an war. 

Die Einrichtung ist dank HomeKit wie gewohnt absolut einfach und schnell erledigt. Das tolle dabei ist ihr müsst dafür keinen Account erstellen, persönlichen Daten preisgeben oder irgendwelche WLAN-Daten eingeben. Zudem muss man hier nicht noch eine zusätzliche Steuerfreiheit am Router anschließen, was bei vielen anderen Smart Home Produkten der Fall ist und genau darum mag ich die Eve Home Produkte so sehr.

(Einrichtung & Konfiguration: 4 von 5 Punkten)

Funktionsumfang

Eve Light Switch kann auf insgesamt drei Arten steuern, entweder über die Eve Home App, Apple Home Kit (auch Siri) oder eben ganz herkömmlich direkt über den Lichtschalter durch das Betätigen der Schaltwippe. Eve Light Switch kommuniziert über Bluetooth, dies bedeutet, das Device muss nicht ins WLAN eingebunden werden, sondern verbindet sich nach dem scannen des HomeKit Codes automatisch mit dem Smartphone. Der Nachteil daran ist wiederum, dass kein Fernzugriff möglich ist, was bei allen Eve-Produkten der Fall ist. Wünscht man auch außerhalb der Bluetoothreichweite einen sogenannten Fernzugriff, ist eine Steuerzentrale notwendig, was eine HomePod Mini oder eine Apple TV sein kann. Möchte man also auch von unterwegs aus Veränderungen an Eve Light Switch vornehmen, ist auf jeden Fall noch eine der oben genannten Steuerzentralen notwendig. 

Der Vorteil der einfachen Konnektivität via Bluetooth liegt wiederum darin, dass, sofern man Eve Light Switch z. B. ohne Fernzugriff nutzen möchte, keine Steuerzentrale benötigt, denn Eve Light Switch ist nach dem erstmaligen Verbinden immer direkt erreichbar und verbindet sich voll automatisch, ohne dass man als Nutzer davon etwas mitbekommt. 

Die Eve Home App ist überschaubar gehalten, da man hier beim entsprechenden Gerät auch nur das angezeigt bekommt, was relevant ist. Bei Eve Light Switch kann man hier somit vorrangig das Licht Ein-/Ausschalten. In den Einstellungen kann man dann wie bereits erwähnt sehen, wann das Licht an war und für wie lange und man kann Zeitpläne erstellen, wann dann Licht an welchen Tagen angehen soll und für wie lange. Das ist z. B. praktisch, wenn man möchte, dass das Licht automatisch kurz vorm Sonnenuntergang angehen soll und dann wieder nach einer bestimmten Zeit z. B. nach 60 Minuten abgeschaltet werden soll. Diese Funktion macht z.B. Sinn, wenn ihr simulieren möchtet, als wärt ihr Daheim, sodass eventuelle Einbrecher abgeschreckt werden.  Ebenso ist die Steuerung nach An- und Abwesenheit interessant, ihr verlasst alle das Haus, das Licht geht automatisch aus und beim nach Hause kommen ist das Licht automatisch wieder an. Das ist ein toller Komfort, welcher ein sogenanntes Smarthome mit sich bringt.

Bedienung direkt am Gerät 

Eve Light Switch kann ganz herkömmlich wie jeder normale Lichtschalter durch das Betätigen der Schaltwippe bedient werden. Oben betätigen, schaltet das Licht an und unten schaltet diese ab. Sollte euch die Bergung anders herum besser gefallen, also unten an und oben aus, dann kann dies einfach in der App umgestellt werden.

HomeKit

Hier kann man direkt per Smartphone in der HomeKit App das Licht ein- ausschalten und zudem können wie von Eve Produkten gewohnt auch Automationen erstellt werden. Außerdem kann man Eve Energy dank der HomeKit Integration auch bei Bedarf ganz einfach via Siri steuern, indem man wie ich z.B. sagt „ Hey Siri, schalte Küche Licht an.“

Eve Home App 

Mit der Eve-App habt ihr gegenüber der HomeKit App deutlich mehr Möglichkeiten. Hierbei könnt ihr nämlich nicht nur den Lichtschalter An-/Ausschalten, sondern auch Zeitpläne erstellen, also bestimmen, an welchen Tagen und um wie viel Uhr das Licht angeschaltet werden soll. Dabei kann man nicht nur eine Zeit, sondern auch angeben, ob das Licht bei Sonnenaufgang oder Sonnenuntergang aktiviert werden soll. 

Genau wie in der Apple HomeKit App kann man auch hier direkt über die Eve App teils nützlich Automationen erstellen. Daher kann man z. B. einstellen, dass automatisch bei Sonnenuntergang das Licht eingeschaltet wird und meiner Meinung nach ganz praktisch ist das automatische Abschalten beim verlassen des Hauses. Nun muss ich nicht mehr den Weg zum Lichtschalter gehen, wenn ich morgens zur Arbeit gehe, sondern das Licht in der Küche wird beim Verlassen voll automatisch ausgeschaltet.  

Ist man zu Hause und greift mit dem iPhone, iPad oder dem Mac auf Eve Light Switch zu, kommuniziert das Ganze, wie ich bereits erwähnt habe, durch die Bluetooth-Verbindung. Hierbei hängt die Reichweite zum einen von eurem Wohnhaus und des Wandaufbaus eurer Wände ab. Hat man jedoch einen HomePod Mini eine Apple TV zu Hause, welche man als Zentrale nutzt, spielt die Entfernung keine Rolle mehr. 

Eve Light Switch unterstützt übrigens auch den Matter Standard bzw. ist bereits bestens für diesen gerüstet. Sobald Eve Home hier das Produkt mit einem entsprechenden Update versorgt, ist Eve Light Switch auch für alle anderen Systeme, welche auf Matter setzen kompatible.Matter soll die Zukunft des Smarthomes sein, bei dem zahlreiche Hersteller zusammenarbeiten, um ihre Geräte untereinander deutlich besser zu vernetzen. Alle Geräte kommunizieren somit dann auch ohne Bridge miteinander und fällt ein Gerät aus, wird das nächste genutzt und so für eine lückenlose Kommunikation gesorgt. 

Ist einem das Thema Thread sehr wichtig und man kennt sich schon damit aus, sollte man beachten, dass es bei einigen Produkten aus dem Hause Eve um batteriebetriebene Thread-Geräte handelt und all diese Geräte einen Endpunkt innerhalb eines Thread-Netzwerks darstellen.  Full Thread Geräte wie z. B. hier beim Eve Energy oder Eve Light Switch wiederum werden permanent mit Strom versorgt bzw. sind am Stromnetz angeschlossen und können innerhalb ihres Thread-Netzwerks als eigenständiger Router agieren und die wichtigen Datenpakete untereinander weitersenden. Hat man daher mehr Thread-fähige Geräte im Haus, ist das Netzwerk deutlich stabiler und die Reichweite ist weiter, da die Geräte meist im Haus verteilt sind.

(Funktionsumfang: 4 von 5 Punkten)

Software

Eve für Matter & HomeKit
Preis: Kostenlos

Hier möchte ich euch noch kurz etwas die Eve Home App näher vorstellen bzw. auf die Funktionen, welche euch bei Eve Light Switch zur Verfügung stehen, erläutern. Die Eve Home App ist kostenlos im AppStore verfügbar und es ist ratsam, diese zu installieren, da man darüber Software-Updates durchführen kann, sofern eines verfügbar sein sollte.

In der Eve App werden einem wie bereits erwähnt, alle wichtigen Einstellungen geboten. Neben den den Schaltzeiten und Automationen auch einen Timer einstellen. So kann definiert werden, dass das Licht automatisch nach 1 Minute bis 4 Stunden nach dem einschalten abgeschaltet wird, dabei ist es egal, ob das Licht direkt manuell am Schalter oder auch per HomeKit eingeschaltet wurde. Was bei mir wenig Sinn macht, ist die Funktion Status-LED, dabei kann eine von mehreren Farben gewählt werden, welche beim aktiven Licht am Taster eingeschaltet werden soll. Diese sieht man jedoch aufgrund der mitgelieferten Wippe nicht und somit bringt diese kaum etwas. Vielleicht müsste man hier eine Wippe mit Kontrolllicht haben, aber diese gibt es hier bisher nicht passend.

(Software: 3,5 von 5 Punkten)

TEIL 3

bestehend aus „Preis/Leistung“ entspricht 10% der Gesamtwertung

Beschreibung

Sämtliche Produkte von Eve Home funktionieren ausschließlich mit Apple HomeKit, daher sind die Produkte, darunter auch Eve Light Switch, nur für Apple-Nutzer sinnvoll. Dies wird sich zwar im Laufe der Zeit noch ändern, da immer mehr Produkte mit Matter ausgestattet werden, aber aktuell ist es zumindest noch so, dass Eve Light Switch nur mit Apple kompatible ist. Eve Light Switch hat mich im Test überzeugt, es handelt sich hier, wie Eve angibt, um eine einfache Möglichkeit, gewöhnliche Lampen Smart zu machen. Gedimmt werden können diese jedoch dann dennoch nicht und ebenso kann auch nicht die Lichtfarbe geändert werden, aber wen es darum geht, „dumme“ Lampen smart zu machen, ist es eine einfache Möglichkeit, wenn auch nicht gerade günstig.

Preis/Leistung

Mit einer UVP von 99,95 € ist Eve Light Switch definitiv nicht günstig, denn wer Philips Hue Produkte hat, kennt deren smarte Funktionen, dass man die Lampen dimmen und von der Lichtfarbe ändern kann, was hier bei Eve Light Switch nur auf Licht an oder aus beschränkt ist. Dennoch bekommt man hier einen reaktionsschnellen, smarten Lichtschalter, der viel Komfort mit sich bringt und sofern Kenntnisse vorhanden sind, ist der Schalter einfach installiert und eingerichtet. Möchte man jedoch das ganze Haus auf diesen smarten Lichtschalter umbauen, wird es schnell sehr teuer, aber wenn man wiederum bedenkt, was Philips Hue Lampen kosten, ist man hier noch recht günstig, muss jedoch dafür auf das dimmen usw. verzichten.

Eve Light Switch

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testr Gesamtwertung

unter Berücksichtigung aller Teilwertungen

 Wir bedanken uns beim Hersteller für die Bereitstellung des Produktes. Zu unseren Grundsätzen

Link zum Hersteller: evehome.de

Teufel Real Blue TWS 2

In aller Kürze

Beim Teufel Real Blue TWS 2 handelt es sich um eine neue Generation der bereits von mir getesteten Real Blue TWS. Hierbei hat Teufel die Kritikpunkte der Vorgängerversion teils zu Herzen genommen und so ist diese Generation nun auch endlich mit der hauseigenen App kompatible, welche zusätzliche Anpassungen ermöglicht. Außerdem wurde das Klangbild noch weiter verfeinert sodass eine noch höhere Pegelsicherheit erreicht wurde. Die Bedienung via Touch ist wie beim Vorgänger einfach und somit schnell eingeprägt und der Tragekomfort gefällt mir ebenso gut.

Gefällt uns

  • angenehmer Tragekomfort
  • leichtes Gewicht der In-Ears
  • ANC und Transparenz-Modus
  • guter Klang
  • hohes max. Output
  • endlich auch mit App kompatible

Gefällt uns weniger

  • kein aptX oder LDAC Support
  • Akkulaufzeit eher mittelmässig

Teufel Real Blue TWS 2

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TEIL 1

Bestehend aus „Verpackung/Design/Verarbeitung“ entspricht 25% der Gesamtwertung

Verpackung

Teufel liefert die Teufel Real Blue TWS 2 in einem kompakten und wie gewohnt ungebleichten Karton aus, welcher bezüglich der bedruckten Informationen recht dezent gehalten wurde. Kein Wunder, schließlich findet man allerlei Informationen direkt auf der Homepage von Teufel oder kann sich im Teufel-Store ausgiebig darüber informieren. Daher dient diese Verpackung lediglich dem Schutz beim Transport und zur genauen Indizierung, welches Produkt genau darin enthalten ist. Der Karton bzw. die Verpackung ist sehr stabil sodass, das Produkt darin sicher geschützt wird. Rundum findet man wie gewohnt ein paar wenige Informationen bzw. eine Skizze der In-Ears und ein paar technische Details an der Rückseite. 

 Durchtrennt man den Klebestreifen an der Unterseite der Verpackung, kann man diese aufklappen und findet dann direkt schon das Ladecase. Dieses ist in eine Plastiktüte eingepackt, sodass dies vor Kratzern geschützt wird und enthält wie von den anderen True-Wireless In-Ears aus dem Hause Teufel gewohnt, auch direkt die beiden In-Ears. Damit das Case beim Versand nicht beschädigt wird, ist dies zudem in einen Kartonage-Einsatz eingesetzt worden, der zudem das Zubehör enthält. Hier hat Teufel nämlich in den beiden seitlichen Hohlräumen das Zubehör verstaut, bei welchem es sich auf der einen Seite um ein relativ kurzes USB-A auf USB-C Ladekabel handelt und auf der anderen Seite, um die zusätzlichen unterschiedlich großen Ohranpassstücke. Letzteres liefert Teufel in den Größen XS, S, L und XL mit, während die Größe M bereits vormontiert wurde. Somit ist hier zur noch besseren Anpassung ein zusätzliches Paar Anpassstücke enthalten was dafür sorgt, dass man diese noch genauer anpassen kann. Zu guter Letzt befinden sich unter dem Einsatz noch die üblichen Beipackzettel in Form von einer Kurzanleitung, Sicherheitshinweisen usw.

(Verpackung: 3,5 von 5 Punkten)

Design

In-Ear Kopfhörer

Das Design der Teufel Real Blue TWS 2, hat sich gegenüber dem Vorgängermodell optisch etwas verändert, denn wo zuvor ein etwas kantiges Design herrschte, wurde nun alles schön abgerundet und auch haptisch gibt es mehr Details.  Anders als bisher gibt es die neue Generation nicht mehr nur in Schwarz, sondern auch in Weiß.

Weiterhin setzt Teufel auf das typische Knopf-Design welches genau so auch von zahlreichen anderen Herstellern verwendet wird. Das Gehäuse ist in matt gehalten und an der Außenseite prangt das typische „T“, was hier logischerweise für Teufel steht und eben sämtliche Kopfhörer ziert. Eine sichtbare und spürbare Änderung fällt hier gegenüber dem Vorgänger direkt auf, denn bei der 2. Generation ist das „T“ nicht mehr nur aufgedruckt, sondern im Bereich der Touch-Oberfläche eingelassen. Somit spürt man beim Bedienen bzw. mit dem Finger berühren direkt dieses und weiß, man hat den richtigen Bereich berührt, wo man sich wiederum beim Vorgänger eben nur sicher war, wenn der entsprechende Befehl ausgeführt wurde. Um das Bedienfeld hat Teufel dann noch einen dünnen Hochglanz-Ring eingelassen, welcher das Design zusammen mit der strukturierten Außenseite (Lochmuster) deutlich besser aufwertet als beim Vorgänger. Somit kann ich hier schon direkt bestätigen, die Teufel Real Blue TWS 2 sind vom Design auf jeden Fall hübscher als deren Vorgängermodell. 

Neben dem Bedienfeld findet man exakt wie beim Vorgänger eines der Mikrofone, welches in diesem Fall für das ANC verwendet wird, um die Geräusche in der Umgebung zu erfassen. Des Weiteren ist dieses Mikrofon auch bei Telefonaten wichtig, denn hiermit werden eure Worte erfasst und an den Gesprächspartner übertragen. Etwas seitlich am Gehäuse ist unterhalb des Mikros eine weitere kleine Öffnung jedoch handelt es sich hier in diesem Fall nicht um ein weiteres Mikro, sondern um eine Status-LED. Das zweite Mikro befindet sich wiederum nach oben gerichtet, also direkt gegenüberliegend der Status-LED und ist somit ebenfalls fürs ANC zuständig, für welches insgesamt drei Mikrofone notwendig sind. 

Von der Touch-Oberfläche ab, fällt die Form der In-Ears etwas abgeschrägt ab, wobei diese in diesem Fall in die Tropfenform der In-Ears übergeht, was somit nicht gleichmäßig ist, sondern unten breiter wird als oben hinweg. Dabei ist dies wie bereits erwähnt nicht mehr so abrupt und kantig, sondern harmonisch und schön gleichmäßig abgerundet ausgeführt. Zur Innenseite hinweg gehen die Kopfhörer in eine Hochglanzoberfläche über und genau hier findet man dann auch das dritte und letzte Mikro, welches sich somit beim Tragen der In-Ears in der Innenseite befindet. Somit ist auch direkt klar, dass Teufel hier wie bei ersten Generation auf die bekannte Feedforward-Mikrofone Technologie beim ANC setzt, bei welchem Feedback-Mikrofone an der Innenseite des Ohrs und Feedforward-Mikrofone an der Außenseite platziert wurden. Daher sollen die In-Ears weniger anfällig gegenüber dem genauen Sitz im Ohr sein da das äußere Mikrofon die eingehende Störgeräusche erkennt, das ganze von der Elektrik dann gegensteuert wird und das innere Mikrofon misst nach, ob bzw. was im Ohr dennoch hindurch kommt und sorgt somit für eine noch bessere Regulierung des fortschrittlichen Hybrid ANC, welches hier zum Einsatz kommt.

Das Restliche, was man hier dann noch sieht, ist wiederum absolut identisch zum Vorgänger. Neben dem Mikrofon findet man an der Innenseite noch die beiden Ladekontakte, über welche die In-Ears beim Eisnetzen in das Ladecase mit Strom versorgt werden und zudem ist hier natürlich auch noch der Ohrkanal vorhanden, welche den Klang des Treibers ausgibt und somit in den Gehörgang befördert. Auf dem Ohrkanal sitzen die laut Teufel spezielle Mushroom-Ear-Tips aus antibakteriellem Silikon, diese sorgen für einen sicheren und komfortablen Halt im Ohr.  Jedoch muss ich ehrlich zugeben, wirklich speziell sind diese meiner Meinung auch nicht, sondern wie viel anderen Silikon-Ear-Tips als normal zu bezeichnen. Mushroom steht hier logischerweise nur für die Form, da dies einem Mushroom, also Pilzen, sehr ähnlich ist.

Ladecase

Das Case ist weiterhin wie beim Vorgängermodell sehr schlicht gehalten, aber wurden ebenfalls überarbeitet. In der Größe ist das neue Case weitestgehend identisch, aber beim Design hat sich etwas getan, denn wo das vom Vorgängermodell noch rundum abgerundet war, ist das Neue nun vorne und hinten kantiger ausgeführt worden. Der aufgedruckte Teufel Schriftzug ist an der Front verschwunden und ist nun beim neuen Case in Hochglanz direkt im Deckel eingelassen, also passend zu dem Logo an den In-Ears. Zudem ist die Griffmulde markanter sodass diese insgesamt griffiger ausgeführt wurde und somit wird ein sicheres Öffnen des Case ermöglicht. 

Das Ladecase besteht aus demselben Kunststoff wie auch die beiden In-Ears und wurde an der Unterseite abgeflacht sodass diese auf dieser Fläche stehen bleibt und selbst dann, wenn man beide In-Ears herausnimmt, bleibt es gut stehen. An der Front des Ladecase befinden sich unter der Griffmulde drei einzelne LEDs, welche einem den aktuellen Akkustand bzw. Ladestand der In-Ears anzeigt. Hierbei ist das ganze sehr Simple zu verstehen, denn man zeigt damit nicht an, wie viel Prozent das Ladecase noch hat, sondern jede der LEDs steht hier für ein Komplette Aufladung der In-Ears. Leuchten also alle drei LEDs auf, kann das Case die beiden Ohrhörer dreimal aufladen, während bei einer LED nur noch eine komplette Aufladung möglich ist. Ist der Akku schwach, blinkt die linke LED auf und der Akku sollte mit dem passenden Ladekabel direkt aufgeladen werden. 

An der Rückseite befindet sich die USB-C Ladebuchse, über welche das Ladecase aufgeladen wird, also exakt wie beim Vorgängermodell. Des Weiteren findet man hier auch die Modellbezeichnung der True Wireless In-Ears „Real Blue TWS 2“, welche aufgedruckt wurde. Die Innenseite des Ladecase wurde wie an der Außenseite aus schlichtem schwarzem Kunststoff hergestellt, davon ist das meiste Matt und alle Vertiefungen sind in Hochglanz ausgeführt. Welcher der Ohrhörer man hier in welche Aussparung einsetzt, ist gekennzeichnet, sodass man direkt weiß, welcher Ohrhörer rechts und welcher links eingesetzt werden muss. Zu guter Letzt finde man in der Vertiefung noch jeweils zwei Ladekontakte, über welche die In-Ears aufgeladen werden und ansonsten gibt es hier nichts weiteres Spannendes zu sehen. 

(Design: 4 von 5 Punkten)

Verarbeitung

Die Verarbeitung der Teufel Real Blue TWS 2 empfinde ich ein wenig besser als beim Vorgängermodell, aber hier gibt es definitiv noch einige hochwertiger verarbeitete Produkte. Alles besteht hier zwar wie besagt aus Kunststoff, macht aber dennoch einen hochwertigen Eindruck und das Case lässt sich dank der dezent gehaltenen Griffmulde gut mit zwei Händen öffnen. Beim Öffnen des Case spürt man jedoch einen deutlichen Widerstand zwischen geschlossen und offnen, der zwar beim Vorgänger aus spürbar war, aber keineswegs so stark. Ein flüssiges Öffnen ist somit nicht möglich, aber extrem störend ist es dennoch nicht.  

Durch den Einsatz von Kunststoff ist das Gesamtgewicht angenehm leicht und dennoch passt die Verarbeitung, sodass hier nichts knarzt oder klappert. Das Scharnier des Deckels am Case finde ich nun sogar besser gelagert sodass man das Spiel hier reduziert hat aber dies kann auch der Grund sein warum der Deckel etwas schwerer auf und zugeht. Die beiden In-Ears bringen gut 11 Gramm und das Case knapp über 37 Gramm auf die Waage, sodass alles zusammen wie bereits beim Vorgänger angenehm leicht ausfällt. Der matte Kunststoff bringt jedoch leider den Nachteil mit sich, dass dieser sehr anfällig gegen Fingerabdrücke ist, sodass man gerade wenn man die In-Ears wie üblich auch viele unterwegs nutzt, diese hin und wieder mit einem Tuch reinigen sollte, vor allem dann, wenn man fettige Finger hat. Weiterhin ist das Case wie bei der 1. Generation nach der Schutzklasse IPX3 geschützt, sodass den beiden In-Ears ein kurzer Regenschauer nichts ab kann, jedoch bedeutet dies keineswegs, dass diese wasserdicht sind, sondern eben nur gegen leichtes Sprühwasser immun sind.

(Verarbeitung: 4 von 5 Punkten)

TEIL 2

bestehend aus „Funktion des Produktes“ entspricht 65% der Gesamtwertung

Kopfhörer-ArtTrue-Wireless In-Ear Kopfhörer
KategorieBluetooth Kopfhörer (Bluetooth 5.2)
FarbeSchwarz, Alternativ auch in Weiß
Akkuintegriert, 370 mAh großer Lithium-Polymer-Akku im Case und 60 mAh großer Lithium-Ionen Akku in jedem der beiden Kopfhörern
Akku Ohrhörer: 8 h (ohne ANC) 6 Stunden (mit ANC)
Akku Ladecase: 17 h (ohne ANC) 12 Stunden (mit ANC)
Gesamt somit ca.: 25 h bzw. 18 mit ANC
Gewicht 47,4 g (Ohrhörer und Ladebox)
11,2 g (beide Ohrhörer)
36,2 g (Ladebox)
MaterialOhrhörer und In-Ears aus Kunststoff
KonnektivitätBluetooth 5.2 Audio-Codec: SBC und AAC.
TreiberDynamische Treiber mit einer Größe von 12 mm (links und rechts)
Frequenzbereich10 Hz bis 20 kHz
Treiberempfindlichkeit bei 1 kHz/ 1 mW (dBkeine Angaben
Impedanz (Ohm)keine Angaben vermutlich 16 Ohm
ANC/ TransparenzmodusANC und Transparenzmodus mit insgesamt drei Mikrofonen
LieferumfangTeufel Real Blue TWS 2
je ein Satz Ohrstöpsel in fünf verschiedenen Größen
Ladecase aus Kunststoff
USB-C-Ladekabel
Kurzanleitung + Sicherheitsdatenblatt usw.
Technische Daten der Teufel Real Blue TWS 2

Tragekomfort

Der Tragekomfort der Teufel Real Blue TWS ist sehr gut, hier konnte ich diese problemlos über Stunden nutzen, ohne dass hier etwas unangenehm gedrückt hat. Durch ihre anatomische Formgebung sitzen diese im Zusammenspiel mit den richtig gewählten Silikon-Ear-Tips sehr bequem im Ohr. Somit stört mir auch nach dem sehr langen Musikhören absolut nichts.

Ebenso, wie der bequeme sitzt im Ohr kann ich mich hier auch keineswegs bezüglich des sicheren Haltes beschweren, denn die Silikon-Tips sorgen hier für den wichtigen Unterdruck, der gering ausfällt, aber dennoch dafür sorgt, dass die In-Ears auch bei leicht hektischeren Bewegungen nicht aus den Ohren rutschen. Der sitzt lässt sich dank insgesamt fünf Anpassstücke je Seite ideal an das eigene Ohr anpassen und hier rate ich auch wie immer dazu, sich hierfür genug Zeit zu nehmen und alle durchzuprobieren. Schließlich sorgt die richtige Größe zum einen nicht nur für einen sicheren Halt und einen bequemen Tragekomfort, sondern ebenso hätte hier der inkorrekte sitzt auch Auswirkungen auf das ANC.

(Tragekomfort: 4 von 5 Punkten)

Bedienung

Beim Bedienkonzept setzt Teufel wie inzwischen die Mehrheit aller Hersteller auf keinerlei Tasten, sondern nur auf Touch. Dabei unterscheidet man hier beim Bedienen zwischen einem einmaligen, doppelten, dreimaligen Antippen der Oberfläche und zudem reagieren diese auch auf das knapp über eine Sekunde gedrückt halten, wobei hier auf jeder Seite zum Teil auch unterschiedliche Aktionen ausgeführt werden.

Zum Einschalten der Ohrhörer genügt es, diese einfach aus dem Ladecase herauszunehmen und schon werden diese im Anschluss beim Ersten entnehmen und vollen Aufladen in den Pairing-Modus versetzt. Damit diese aber geladen werden, muss man den blauen Ladekontakt-Schutz entfernen und am besten noch direkt das Ladecase mit einem Ladekabel verbinden sodass man direkt mit allem voll aufgeladen durchstarten kann. Sollten die In-Ears wiederum bereits mit eurem Smartphone gekoppelt geworden sein, verbinden diese sich natürlich fortan immer automatisch nach dem Einschalten mit dem zuletzt verbundenen Gerät.

Sollten die In-Ears bereits mit einem Device verbunden geworden sein und ihr möchtet diese mit einem anderen Gerät koppeln, dann haltet die linke und rechte Touch-Oberfläche für 1,5 Sekunden berührt. Dadurch wechseln diese direkt in den Kopplungsmodus und können somit mit einem neuen Gerät gekoppelt werden. Anschließend verbinden sich die In-Ears wie gewohnt automatisch mit dem bereits verbundenen Gerät, wenn beides eingeschaltet ist und am Zuspielgerät „Bluetooth“ aktiviert ist. 

Durch die neuste Bluetooth-Technologie (in diesem Fall Version 5.2), ist es eigentlich bei so gut wie allen True Wireless In-Ears der Fall, dass hier beide Ohrhörer auch einzeln genutzt werden können. Somit können auch hier beide Ohrhörer als eigenständiger Master verwendet werden. Dies bedeutet somit auch, dass beide In-Ears direkt mit dem Smartphone kommunizieren und auch Musik empfangen können, während der andere bei Bedarf im Ladecase verbleiben kann.

Nutzt man wie in den meisten Fällen beide Ohrhörer zusammen, dann sorgt ein einmaliges kurzes Berühren der Touch-Oberfläche dafür, dass die Lautstärke reguliert werden kann. Dabei sorgt ein einmalige antippen der rechten Seite dafür, dass die Musiklautstärke erhöht wird und die linke Seite für ein Absenken der Lautstärke. Nachteil, man kann die Musik nur durch jeden Antippen erhöhen, also länger gedrückt halten funktionier hier nicht. Tippt man wiederum egal ob am rechten oder alternativ auch linken Ohrhörer zweimal hintereinander auf die Oberfläche, dann wird z. B. die Musik direkt angehalten bzw. bei erneutem Betätigen wieder am zuvor angehaltenen Punkt fortgesetzt. Dreimaliges Antippen ermöglicht es hingegen, dass man zum vorherigen oder nächsten Song in der Playlist springen, dazu tippt man rechts für Vorspringen und links für zurück. 

Der Sprachassistenten am Smartphone kann ebenfalls direkt über die In-Ears aufrufen werden, indem man den rechten In-Ear länger, also knapp 1,5 Sekunden lang berührt hält. Ebenso gibt es am linken In-Ear die gleiche Aktion, jedoch ruft man hier nicht den Sprachassistenten auf, sondern reguliert das ANC bzw. den Transparenz-Modus. Bei jedem knapp 1,5 Sekunden langen halten wechselt man somit durch die unterschiedlichen Funktionen durch: Geräuschunterdrückung (ANC) Ein –> Transparenz-Modus Ein –> Geräuschunterdrückung (ANC) Aus.

Anrufe können selbstverständlich ebenfalls direkt über die Ohrhörer angenommen werden, was beim eingehenden Anruf durch zweimaliges Drücken der Oberfläche am rechten oder alternativ auch am linken Ohrhörer erfolgt. Ebenso beendet man so auch selbst am Ende des Telefonats den Anruf durch das kurze berühren. Kann man im aktuellen Zeitpunkt nicht telefonieren oder Ähnliches genügt wiederum das knapp 1,5 Sekunden lange berühren einer der beiden Seite und schon wird der eingehende Anruf abgelehnt.  

An für sich bin ich mit der Steuerung sehr zufrieden, hier reagiert wie bereits beim Vorgänger alles sehr zuverlässig und präzise, jedoch bin ich mit einem Punkt nicht ganz so zufrieden. Was mich nämlich stört ist der Punkt bezüglich der Lautstärken Anpassung möchte man nämlich wie erwähnt, die Lautstärke direkt um mehrere Stufen auf einmal regulieren, geht dies leider nicht, denn würde man zweimal hintereinander auf den linken In-Ear tippen, dann wird der Titel erneut abgespielt. Somit muss man zwischen der Regulierung immer ein wenig warten, was mich im Test doch gestört hatte.

(Bedienung: 4 von 5 Punkten)

Klang

Bezüglich der Audio-Qualität wird hier exakt wie beim Teufel Real Blue TWS der 1. Generation auf einen überdurchschnittlich großen 12 mm Treiber gesetzt. Hierbei verspricht Teufel einen weiten Frequenzgang, einen starken Bass, warme Mitten sowie präzise Höhen. Doch wie gewohnt alles der Reihe nach, betrachten wir zuerst mal wie gewohnt die Basis der In-Ears.

Das Herzstück der Teufel Real Bau TWS 2 ist wie bereits zuvor erwähnt der in jeder Seite zum Einsatz kommende 12 mm Treiber welche laut Teufel einen Frequenzgang von 10 Hz bis 20 kHz bieten. Hier ist soweit alles wie bei der 1. Generation, was auch so nicht anders zu erwarten war. Bei den verfügbaren Audio-Codecs setzt Teufel auf AAC, was vorrangig von iOS Geräten unterstützt wird, jedoch können die In-Ears selbstverständlich wie sämtliche anderen In-Ears auch mit Android-Devices verwendet werden, aber hierbei wird dann eben „nur“ der Standard-Codec SBC verwendet.

Klanglich hat Teufel genau das eingehalten was man eigentlich auch verspricht. Die beiden großen Treiber sorgen beim richtigen Sitz der In-Ears, welcher für das perfekte Klangergebnis absolut wichtig ist für einen tollen Klang. Der Tiefbass soll laut der Aussage von Teufel bis zu zu 10 Hertz erreichen, was ich beim Klangtest auch direkt gespürt habe, denn hier bieten die Teufel Real Blue TWS 2 einen dominanten Bassbereich, der vielen Leuten und vorneweg den jüngeren Kaufinteressenten gefallen wird, aber ehrlich gesagt ist diese für meiner Wenigkeit ein bisschen zu betont. Die Mitten welche eindringlich wiedergegeben werden, sorgen für eine detailreiche und zugleich präsente Gesang und Stimm Wiedergabe. Ebenso wie die Mitten gefallen mir aber auch die Höhen, welche strahlend und sauber hörbar sind und dabei auch nicht verzerren, wenn man mal die maximale Lautstärke ausreizen möchte. 

Kurz zusammengefasst liefert Teufel mit dem hier abgestimmten Klangbild der Real Blue TWS 2 wie bereits erwähnt ein gutes Klangbild ab, welches der Mehrheit sehr gut gefallen wird. Audiophilen-Personen wird der bassbetonte Klang wiederum nicht zusagen aber für alle anderen ist es genau das Klangbild, wie es gut 99 % Kaufinteressenten gefallen wird.  Schließlich ist das warme Klangbild bei vielen Musikrichtungen, welche heutzutage gehört werden, überzeugend und wird für viele einem neutralen Klangbild vorgezogen. 

 Die Sprachverständlichkeit der Kopfhörer ist im Großen und Ganzen gut. Die von Teufel hier eingesetzten Echo- und Geräuschunterdrückung arbeitet zuverlässig, sodass mich meine Gesprächspartner selbst in einer lauteren Umgebung gut verstehen konnten. Lediglich hin und wieder wenn es sehr laut um mich herum war, bemängelten meine Gesprächspartner etwas, dass es an der Dynamik bei meiner Stimme gefehlt hat aber verstehen konnte man mich dennoch problemlos aber eben nicht ganz so klar wie bei manch anderen In-Ears. 

Dank des hochwertigen Audio-Codec AAC, sowie dem Bluetooth 5.2 Chip liefern die Teufel Real Blue TWS bei der Latenz, also die Verzögerung zwischen Ton und Bild beim Ansehen von YouTube Videos usw. eine sehr gute Arbeit ab, sodass hier keine Verzögerung festgestellt werden kann. Dies haben aber soweit inzwischen alle Namenhaften Hersteller in den Griff bekommen, sodass es hier kaum noch ein Problem gibt. 

(Klang: 4 von 5 Punkten)

App

Endlich die 2. Generation der Teufel Real Blue TWS ist nun auch mit der hauseigenen App kompatible etwas was ich beim Vorgänger noch bemängelt hatte. Die App ist, wie üblich kostenlos und gibt es sowohl für iOS und Android ist zwar insgesamt sehr kompakt gehalten, aber zumindest bietet diese den Mehrwert, dass man den Klang dank Equalizer etwas anpassen kann. 

Die App ist vom Funktionsumfang wie gewohnt sehr schlicht gehalten und hier wurde leider recht wenig Zeit bzw. liebe hineingesteckt, aber dafür ist, die App keineswegs überladen und unübersichtlich, was auch wieder von Vorteil ist. Hat man den Teufel Real Blue TWS 2 via Bluetooth wie gewöhnlich mit dem Smartphone gekoppelt, kann man die heruntergeladene App öffnen und hier dann ebenfalls noch kurz den Kopfhörer verknüpfen. Anschließend landet man direkt auf der Startseite auf welcher man zu Beginn immer zuerst landet. Hierbei wird einem neben dem Kopfhörer und dessen Namen auch direkt der Akkustand je In-Ear getrennt in einzelnen Prozentschritten gezeigt. Leider wird wiederum der Akku des Ladecase nicht dargestellt was bei anderen Herstellern der Fall ist, somit muss man hierfür eben immer auf die Batterieanzeige am Case direkt achten.  

Direkt unter der Abbildung der beiden In-Ears findet man noch zwei Einstellungsmöglichkeiten, bei denen es sich um die Geräuschkontrolle und den Equalizer handelt. Beim Punkt Geräuscherkennung“ gibt es nur ANC, Transparenz oder Aus regulieren lässt sich hier leider nichts, sodass man diese Funktion im Alltag sowieso mehr oder weniger direkt am Kopfhörer mit dem entsprechenden Touch-Befehl regulieren kann. 

Viel wichtiger ist hier dann der nächste Menüpunkt „EQ“, denn hier kann man den Klang personalisieren. Anstelle eines 3- bzw. 5-Band Equalizer setzt Teufel hier auf einen parametrischen EQ, bei dem man etwas mehr Gewöhnungszeit benötig, bis man alles eingestellt hat. Dies liegt daran, dass man hier sowohl den Pegel als auch die Frequenz immer zusammen einstellen muss. Hier ist etwas Übung und Probieren angesagt, aber dann lernt man die Vorzüge schnell kennen und kann z. B. den Bass, wenn dieser zu dominant wäre zurücknehmen usw. 

In den Allgemeinen-Einstellungen, zu welchen ihr über das Zahnrad auf der Startseite gelangt, können z. B. den Auto-Off Timer für das automatische Abschalten einstellen und man kann direkt über die App auf die Kurzanleitung zugreifen. Viel mehr wichtiges gibt es hier nicht zu sehen bzw. Einzustellen. 

(App: 3,5 von 5 Punkten)

Ausstattung

ANC / Umgebung ein-/ausblenden

Teufel hat die Real Blue TWS 2 selbstverständlich wie dessen Vorgängermodell mit ANC ausgestattet. Dies hat mich schon damals verwundert, da hier kein Hinweis drauf im Name versteckt ist, schließlich war es bisher bei Teufel so, dass hier zumindest „NC“ im Produktnamen stand. Vielleicht wäre hier aber der Name „Teufel Real Blue TWS NC“ einfach zu lang und hat dem Unternehmen so nicht gefallen. Das die Bezeichnung NC fehlt ist ja auch absolut nicht schlimm und umso besser, wenn es dann vorhanden ist. Beim ANC handelt es sich wie bei der 1. Generation um ein Hybrid-ANC, welches überraschend gut funktioniert. Natürlich sollte man hier aufgrund der Bauweise nicht das ANC wie bei einem Over-Ear Kopfhörer erwarten, welcher eine nahezu vollständige Isolierung von der Außenwelt bietet, aber immerhin das Niveau was Teufel damit gelungen ist, kann sich sehen bzw. in dem Fall hören lassen.

Das ANC ist auf demselben Level wie bei der 1. Generation, daher leistet dies so weit eine gute Arbeit und blendet die tieferen Umgebungsgeräusche (Motoren-Geräusche usw.), um einen herum effektiv aus. Höhere Töne und oder z. B. Stimmen gelangen wiederum ins Gehör, werden aber dennoch etwas durch den isolierenden sitzt gedämpft. Mir gefällt hierbei jedoch auch sehr gut, dass beim aktiven ANC dies kaum Auswirkungen auf das Klangbild hat und somit wird hier nichts verfälscht. Ich hatte hier bereits Modelle im Test, welche beim aktivieren den Bass deutlich angehoben haben, dies ist hier jedoch glücklicherweise nicht der Fall. Mit den Spitzenmodellen aus dem Hause Sony und Co., kann das ANC der Teufel Real Blue TWS zwar nicht mithalten, aber dafür kosten diese auch einiges weniger und am Ende muss man selbst entscheiden, ob das bessere ANC überhaupt benötigt wird und vor allem hat man das Geld dafür überhaupt. 

Der Transparenzmodus welcher Stimmen und andere Geräusche z. B. den Verkehr um einen herum verstärkt durchlässt, arbeitet sehr zuverlässig. Diesen kann man ganz gut nutzen, hinkt aber ein wenig anderen Modellen hinterher, denn hier wird das ganze von einem hörbaren Grundrauschen begleitet, was jedoch nur bei leiser und keiner Wiedergabe auffällt. Hört man Musik in mittlerer Lautstärke wird das Grundrauschen effektiv überspielt.

Akkulaufzeit

Bei der Energieversorgung der Teufel Real Blue TWS 2 hat sich gegenüber dem Vorgängermodell absolut nichts verändert. Kein Wunder, sowohl das Case als auch die In-Ears sind nahezu gleich groß und bieten so kein Platz für größere Akkus. Der je Seite 55 mAh große Akku bietet somit weiterhin eine Laufzeit von bis zu 8 Stunden (ohne ANC) und mit ANC kommt man auf rund 6 Stunden mit jeweils einer vollen Aufladung. Hier gibt es zwar ein paar Modelle, welche eine längere Akkulaufzeit bieten, aber die der Teufel Real Blue TWS 2 dürfte absolut ausreichend sein und schlecht ist 6 bis 8 Stunden auf jeden Fall nicht. 

Das zusätzliche Ladecase besitzt einen 370 mAh Akku, welcher die Akkulaufzeit durch mehrmaliges Aufladen nochmals erweitert. Somit kommt man insgesamt auf max. 25 Stunden ohne ANC und auf 18 Stunden mit aktivem ANC. Im Alltag haben sich die Laufzeiten bei leicht angehobener Lautstärke auch genau so bestätigt bzw. teilweise konnte ich sogar etwas länger Musik hören. Das Ladecase ist sehr klein und kompakt, sodass ich es als hosentaschenfreundlich bezeichnen würde und mir somit gut gefällt. 

Sehr Schade finde ich jedoch auch bei der neuen Generation noch, dass man auf eine automatische Play/Pause Funktion verzichtet hat. Dies hätte ich mir sehr gewünscht und wird hoffentlich in einer kommenden Generation integriert, denn damit würde die Musik bei der entnehme der In-Ears aus dem Ohr automatisch gestoppt werden und beim Einsetzen wieder fortgesetzt werden, was meiner Meinung nach viel Komfort mit sich bringt. 

Bluetooth

Beim Bluetooth setzt Teufel wie aktuell bei eigentlich allen neuen Kopfhörer auf den Bluetooth-Standard 5 bzw. besser gesagt auf Bluetooth 5.2. Der Vorteile der neusten Version ist hier eine sehr geringe Latenz und der rechte und linke Audiokanal kann jeweils getrennt voneinander übertragen werden usw. Zudem ist diese Version sehr schonend zum Akku und die Reichweite ist ebenfalls top. 

Das Koppeln mit meinem iPhone ist wie gewohnt über die Einstellungen->Bluetooth sehr einfach und schnell erledigt. Die Bluetooth-Reichweite hat mir im Test gut gefallen, denn diese war zum einen sehr stabil und zudem auch mit gut 12 bis 14 Metern indoor sehr gut.

(Ausstattung: 4 von 5 Punkten)

TEIL 3

bestehend aus „Preis/Leistung“ entspricht 10% der Gesamtwertung

Beschreibung

Mit dem Teufel Real Blue TWS 2 hat Teufel die nun 2. Generation des Kopfhörers auf den Markt gebracht, welche von der Optik nochmals etwas aufgewertet wurde und sich somit auch haptisch besser anfühlt. Des Weiteren hat man nun die neue Generation endlich mit der hauseigenen App kompatible gemacht, sodass man hier auf den Equalizer zugreifen kann und die automatische Abschaltung kann auch angepasst werden. Das ANC arbeitet im Alltagstest solide und auch von der Klangqualität bin ich sehr zufrieden.

Preis/Leistung

Der UVP Preis der Teufel Real Blue TWS liegt exakt wie beim Vorgängermodell bei 149,99€ und hier hat sich bisher auch noch nichts verändert, da die In-Ears noch relativ neu auf dem Markt sind. Der Preis ist meiner Meinung nach auch hier trotzt der App Integration etwas hoch angesetzt. Hier heißt es dann vielleicht noch Warten, denn wie beim Vorgänger wird der Preis sicherlich mit den bekannten Angeboten von Teufel noch etwas fallen. Die Ausstattung und Leistung ist gut, keine Frage, aber hier hat z. B. JBL und auch andere Anbieter True Wireless In-Ears im Sortiment welche günstiger sind und nahezu die identische Ausstattung bieten. Sollte man jedoch nach einem Bassbereich mit sauberem Tiefgang suchen, ist man beim Teufel Real Blue TWS 2 genau richtig.

Teufel Real Blue TWS 2

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testr Gesamtwertung

unter Berücksichtigung aller Teilwertungen

 Wir bedanken uns beim Hersteller für die Bereitstellung des Produktes. Zu unseren Grundsätzen

Link zum Hersteller: https://teufel.de

Ecovacs Deebot T10 Turbo

In aller Kürze

Beim Ecovacs Deebot T10 Turbo handelt es sich um das teuerste Modell der Ecovacs Deebot T10 Serie. Hier setzt Ecovacs auf den sehr gut ausgestatteten Saugroboter mit KI gestützter Objekterkennung und hervorragender Saugleistung. Das Besondere beim T10 Turbo ist jedoch, dass Ecovacs hier auf die runden rotierenden Reinigungspads setzt, die hier im Doppelpack zusammen für eine gründliche Reinigung sorgen. Bei den günstigeren T10 Modellen kommt hier nämlich „nur“ das üblich gewohnte Wischtuch zu Einsatz. Ebenfalls ein Highlight ist die Reinigungsstation, hier muss man zwar auf die automatische Entleerung des Staubbehälters verzichten, aber dennoch bietet die groß ausfallende Station einen großen Vorteil bzw. eine Besonderheit. Hierbei werden nämlich nach der Reinigung die Wischpads gereinigt und der Wassertank mit frischem Wasser aufgefüllt und zudem werden diese im Anschluss direkt sobald der Roboter fertig ist, mit Heißluft getrocknet. Insgesamt ein tolles Gerät, was mich im Test sehr durch die Reinigungsleistung, die Navigation und die umfangreiche App überzeugen konnte.

Gefällt uns

  • sehr einfache Einrichtung
  • Hervorragende Saugleistung
  • ausgereifte und fortschrittliche Navigation
  • gute Wischfunktion mit automatischer Reinigung des Wischtuchs
  • Erkennt Hindernisse sehr zuverlässig
  • gute Akkulaufzeit

Gefällt uns weniger

  • mit der Absaugstation etwas laut beim Absaugen und reinigen der Wischtuchs
  • Staubbehälter muss manuell geleert werden
  • sehr hoher Preis
  • keine automatische Anhebefunktion der Wischpads

Ecovacs Deebot T10 Turbo

Zum Angebot bei

TEIL 1

Bestehend aus „Verpackung/Design/Verarbeitung“ entspricht 25% der Gesamtwertung

Verpackung

Ecovacs liefert den Saugroboter samt Reinigungsstation in einem sehr großen und aufgrund dessen auch in einem schweren Karton aus. Dieser ist wiederum rundum mit einigen wichtigen Details, Bilder und Ausstattungsmerkmalen des Ecovacs Deebot T10 Turbo versehen. Im Inneren findet man dann wie von Ecovacs gewohnt, alle Bestandteile des Lieferumfangs sicher darin verstaut, sodass absolut nichts kaputt gehen kann. Doch wie gewohnt alles der Reihen nach und so schauen wir und doch erst einmal die Verpackung von Aussen an.

Die Verpackung kommt im gewohnten blau,/weis daher und ist rundum mit einigen Details und Bildern zum Produkt versehen worden. Daher geht Ecovacs hier in diesem Fall nicht nur auf den Saugroboter, sondern auch auf die Vorteile der Zusätzlichen hier enthaltenen Reinigungsstation ein. Nachdem man die Verpackung an der Oberseite geöffnet hat, findet man in dem sehr großen Paket alles schön säuberlich verpackt, also genau so, wie ich es von Ecovacs bereits gewohnt bin. An der Oberseite liegt ein großer Quick-Start Guide, welcher einem in wenigen Schritten die Inbetriebnahme zeigt. Darunter findet man dann zum einem in den schmalen Karton den Saugroboter, was man auch sehr gut an dem entsprechenden Symbol erkennen kann. Dieser Karton ist dann wie gewohnt mit einem Transportgriff versehen, sodass man diesen einfacher transportiere kann. Somit könnte man diesen Karton auch zum eventuellen Transport von A nach B nehmen, wenn man diesen z. B. ohne die große Station einem Bekannten vorführen möchte usw. 

Im linken breiteren Teil findet man die sehr große Reinigungsstation, welche hier ebenfalls sicher von Kartonage usw. geschützt wird und ebenso an ihrer sicheren Position gehalten wird. Doch zurück zum Karton des Saugroboters, denn hier drin findet man nicht nur diesen, sondern auch das komplette restliche Zubehör. Dabei handelt es sich zu einem um das Kabel der Reinigungsstation, die beiden rotierenden Wisch-Pads, die beiden noch anzubringenden Seitenbürsten des Roboters. Mehr gibt es hier leider nicht, denn Ersatzteile wie zusätzliche Filter usw. liefert Ecovacs hier nicht mit.

(Verpackung: 4,5 von 5 Punkten)

Design

Saugroboter

Der Ecovacs T10 Turbo kommt in einem komplett weißen Look daher, denn ein schwarzes Modell wird hier nicht angeboten. Hierbei hat sich Ecovacs für eine glänzende Oberfläche entschieden, während die Seite in matt gehalten wurde. Neu ist die Klappe an der Oberseite, welche hier keine Klappe mehr ist, denn beim Ecovacs T10 Turbo handelt es sich hier um eine komplette Blende, die leicht abnehmbar ist, da diese nur mit mehreren Magneten an ihrer Position fixiert wird. 

Unter dieser Abdeckung findet man dann aber wie gewohnt den roten Power-Schalter und den WLAN-/Reset-Button. Im Zentrum befindet sich dann natürlich wie gewohnt der runde Turm, welcher wie gewohnt den LiDar-Sensor  beherbergt und im Betrieb permanent rotiert und dabei eine Karte der Räumlichkeiten erstellt. Des Weiteren befinden sich hier im Turm auch drei Mikrofone, welche dazu dienen, eure Sprachbefehle für den integrierten YIKO-Sprachassistenten zu erfassen. Dahinter sitzt dann wie üblich noch der Staubbehälter mit dem Filtereinsatz usw. welcher jedoch meiner Meinung etwas klein ausfällt. Dieser muss bei diesem Modell nach erledigter Arbeit von Hand geleert werden, denn die Reinigungsstation kümmert sich „nur“ um das Frisch-/ und Schmutzwasser bzw. der Reinigung der Wisch-Pads. Neu ist am vorderen Bereich das Feld mit den drei leuchtenden LEDs, hierbei handelt es sich um ein Feld, welches auf Berührungen reagiert. Je nachdem, wie oft man die Taste berührt, führt der Saugroboter unterschiedliche Befehle aus.

Von der Größe nimmt der Saugroboter knapp 36 cm ein und ist mit 10,3 cm nochmals etwas höher als der Roborock S7 MaxV Ultra. Dies ist eigentlich nicht weiter schlimm, aber gerade bei dem Unterfahren einer Couch usw. ist es wichtig, dies zu beachten, dass der Roboter auch bei euch drunter passt. Die Couch ist bei uns jedoch auf keinem Fall ein Problem, aber dafür die Toiletten, denn hier fährt der Saugroboter mit dem Turm gegen den unteren tiefen Teil, sodass er hier nicht komplett drunter durchfahren kann. Das Gewicht beträgt knapp 4,5 Kilogramm, was zwar kein Leichtgewicht ist, aber von 1. in den 2. Stock bekommt man den dennoch problemlos getragen, denn ein Kleinkind ist hier auch nicht sehr viel leichter. 

Die Front nimmt die neue AIVI 3.0-Kameraeinheit mit Nachtsichtsensor ein, welche im beweglichen halbrunden Stoßfänger verbaut wurde. Damit erkennt der Saugroboter zahlreiche Objekte wie Kabel, Mülleimer, verschiedene Möbel, Socken usw. Diese werden dann jedoch nicht wie z. B. bei Roborock im Anschluss der Reinigung in der Karte dargestellt, sondern nur vom Roboter umfahren. Der Stoßfänger, welcher gefedert ist, dient dann wie gewohnt dazu, durch gelegentlich leichtes Anfahren der Kanten im Raum, Tischfüße usw. zu erkennen, sollte dies nicht die Kamera erkennen. Dies ist beim Ecovacs Deebot T10 Turbo jedoch sehr selten der Fall, da hier die Kamera und die zusätzlichen Sensoren die Hindernisse sehr zuverlässig erkennen und beim Navigieren sehr helfen.

Betrachtet man den Saugroboter von der Unterseite, dann findet man hier direkt an der Front die gewohnte Ausgleichsrolle, welche zwischen den beiden noch anzubringenden rotierenden Seitenbürsten sitzt. Diese kommen hier anders als bei Roborock an beiden Seiten zum Einsatz und drehen sich zum Zentrum, sodass der Staub von den Ecken zur Hauptbürste geleitet wird. Direkt am Rand der Unterseite verlaufen dann noch insgesamt sechs Sensoren, von denen zwei ganz vorne und die anderen beiden in der höhe der Antriebsräder sitzen. Mit diesen kann der Saugroboter unter anderem Abgründe erkennen, sodass verhindert wird, dass dieser eine Treppe herunterfährt und zudem erkennt er mit diesen Sensoren auch eventuell vorhandene Teppiche, sodass dabei automatisch beim Befahren die Saugleistung erhöht wird. 

Im Zentrum des Saugroboters befinden sich dann die beiden gefederten Antriebsräder, über welche der Saugroboter eventuelle Höhenunterschiede ausgleichen kann wie z. B. Teppiche. Dazwischen sitzt wie üblich bei einem Saugroboter die sehr wichtige rotierende Haupt-Reinigungsbürste unter einer Abdeckung, welche zum Reinigen wie gewohnt ganz leicht demontiert werden kann. Zu guter Letzt kommt hier noch eine neuere Technologie beim Ecovacs T10 Turbo zum Einsatz, denn der Hersteller setzt hier auf rotierende runde Wischplatten. Diese werden hier ganz einfach magnetisch angebracht und können somit ebenso einfach wieder entfernt werden. Einen Wassertank besitzt der Ecovacs Deebot T10 Turbo jedoch nicht, denn zu Beginn des Waschvorgangs und zwischendurch werden hier die beiden Wischpads direkt von der Station entsprechend nass gemacht. 

Leider kann der Ecovacs Deebot T10 Turbo die Wischpads nicht anheben und so müssen diese beim befahren von Teppichen entfernt werden. Wer auf diese Funktion nicht verzichten kann, muss sich dann das neue T20 Modell genauer anschauen, denn das neuste Modell wurde mit eben diese Funktion ausgestattet. Aufgeladen wird der Ecovacs Deebot T10 Turbo direkt über die beiden Ladekontakte an der Rückseite, mit welcher er nach Beenden der Reinigung zur mitgelieferten Reinigungsstation fährt und auf seine nächste Arbeit wartet bzw. zugleich werden hier die beiden Wischpads gereinigt und getrocknet, dazu aber später mehr.

Reinigungsstation

Die Reinigungsstation, welche Ecovacs bei T10 Turbo mitliefert, entspricht von der Optik der aus der X1-Serie. Diese sieht zum einen stylish aus, ist aber zugleich dennoch sehr groß. Farblich kommt diese wie der Roboter in einem zeitlosen, aber zugleich edlen silber-weißen Design daher. An der Front fährt der Ecovacs Deebot T10 Turbo nach erledigter Arbeit die Rampe rückwärts hoch, sodass dieser nicht nur aufgeladen wird, sondern zugleich wird dieser bzw. dessen Pads gereinigt. Hierfür hat die Reinigungsstation eine große Aussparung, um die beiden Mopp-Platten auszuwaschen und im Anschluss mit Heißluft zu trocknen. Dabei wird das saubere Wasser zum Reinigen verwendet, die Mopp-Platten rotieren über Schmutzabstreifer und das daraus entstehende schmutzige Wasser wird in den entsprechenden Schmutzwasser-Tank gepumpt. Dieser Prozess dauert knapp über eine Minute und die beiden Wischplatten sind im Anschluss sehr sauber. 

Beide Tanks, also Frisch und Schmutzwasser, sind an der Oberseite durch eine große Klappe annehmbar und im Zentrum hat Ecovacs als Trenner ein Zwischen-Fach integriert, in welchem sogar eine Reinigungsbürste versteckt ist. Zum Befüllen und entleeren können beide Behälter geöffnet werden, den Frischwasser-Behälter kann man jedoch auch alternativ über den Befüllstutzen befüllen. Hier beim Ecovacs Deebot T10 Turbo muss man leider auf die automatische Entleerung des Staubbehälters verzichten, sodass hier immer ein händisches entleeren notwendig ist. Dafür wiederum muss man sich bezüglich der Wischplatten keine Gedanken machen, denn hier wird alles voll automatisch gereinigt. Man muss eben nur gelegentlich frisches Wasser nachfüllen und das schmutzige entleeren.

 Die Reinigungsstation nimmt wie bereits erwähnt, etwas mehr Platz in Anspruch und ist diese von der Grundfläche inkl. Rampe ähnlich zum Roborock S7 Max V Ultra bei knapp 40 x 45 cm (Tiefe x Breite). Lediglich bei der Höhe ist diese mit 45 cm noch ein paar Zentimeter höher als die große Station von Roborock. Jeder der Behälter des Ecovacs Deebot T10 Turbo fasst knapp 4 Liter, sodass die Station bezüglich der Mopp-Reinigung einige Wochen laufen kann, ohne dass ihr hier was tun müsst. Beide Behälter sind durch eine Dichtung und Verriegelungsstück verschlossen, sodass hier auch keinesfalls unangenehme Gerüche entstehen können.

An der Oberseite der Reinigungsstation hat Ecovacs direkt noch drei Touch-Bedientasten integriert, sodass man die wichtigsten Dinge auch direkt ohne Smartphone steuern kann. Hierbei handelt es sich nämlich um die Selbstreinigung-Taste, sodass der Roboter die beiden Wischtücher reinigt, eine Start/Pause-Taste, welche selbsterklärend sein sollte und eine Rückruf/ Stopp-Taste. Letzteres bricht den Reinigungsvorgang ab und sorgt dafür, dass der Ecovacs Deebot T10 Turbo wieder zur Station zurückfährt.

(Design: 4,5 von 5 Punkten)

Verarbeitung

Die Verarbeitung der beiden im Ecovacs Deebot T10 Turbo enthaltenen Produkte ist sehr gut, hierbei gibt es von meiner Seite eigentlich keine Kritikpunkte. Die Verarbeitung ist sehr gut und ebenso fühlt sich der Kunststoff sowohl am Roboter als auch bei der Reinigungsstation hochwertig und vor allem langlebig an. Man hat sich hier zum Großteil für einen matten Kunststoff entscheiden, bis auf die Blende an der Oberseite des Roboters. Somit ist dieser eigentlich unempfindlich, was Staub angeht, dennoch muss man die Oberseite und die Front mit der Kamera sowie die Sensoren mindestens einmal wöchentlich vom Staub befreien.

Sämtliche pflegebedürftigen Elemente können sowohl am Roboter als auch an der Station wunderbar ausgebaut und somit einfach gereinigt bzw. ausgetauscht werden. Dies betrifft am Roboter unter anderem den Staubauffangbehälter inkl. Filter, die Haupt- und Seitenbürsten und die beiden rotierenden Wisch-Pads. Bei der Reinigungsstation ist es nur erforderlich, die beiden Wassertanks regelmäßig zu reinigen und die Aussparung, wo der Saugroboter einfährt, mit einem Tuch auszuwischen. Außerdem ist es erforderlich, hin und wieder die Haupt- und Seitenbürsten von Haaren zu befreien. Als praktisch erwies sich die Wickelhilfe an der Rückseite der Station, denn dadurch kann das eventuell zulange Kabel praktisch auf die benötigte Länge reduziert werden.

(Verarbeitung: 4,5 von 5 Punkten)

TEIL 2

bestehend aus „Funktion des Produktes“ entspricht 65% der Gesamtwertung

StromversorgungAkku
Akku-ArtLi-Ionen (5.200 mAh)
NavigationLDS-Lasernavigation, TrueMapping 2.0, AIVI 3.0 Kamera-Hinderniserkennung
Farbeweiß
Lautstärkezwischen 50 bis 66 dB (je nach eingestellter Saugstufe)
Hauptbürsteeine mit Borsten und Gummilippen
Formklassische runde Form mit zwei Seitenbürsten
Betriebszeitbis zu 4 Stunden
SensorenHebesensor; Sturzsensoren und Ultraschall Teppicherkennung, Kamera-Sensoren zum erkennen von Objekten (Hindernissen)
MaßeSaugroboter: 36,00 cm x 10,3 cm (Durchmesser x Höhe), Reinigungsstation: 45 x x40 x 45cm (H x B x T)
Gewicht4,5 kg
LieferumfangEcovacs Deebot T10 Turbo
Reinigungsstation
2x Seitenbürsten
2x Wischpads mit je einem waschbaren Mopp 
Netzkabel (europäischer Stecker) 
Bedienungsanleitung
Technische Daten des Ecovacs Deebot T10 Turbo

Ersteinrichtung und Inbetriebnahme 

Die Ersteinrichtung des Ecovacs Deebot T10 Turbo ist wirklich sehr einfach und wird komplett über die kostenlose App „Ecovacs Home“ Schritt für Schritt erklärt.

Nachdem man den Saugroboter, die Absaugstation und das restliche Zubehör ausgepackt hat, muss man teilweise noch ein paar wenige Verpackungselemente entfernen bzw. Schutzfolien und Schaumstoff-Elemente entfernen, welche zur Transportsicherung zuständig sind. Die Seitenbürsten, welche hier bei Ecovacs im Doppelpack zum Einsatz kommen, müssen noch montiert werden, aber dies ist total einfach, da diese entsprechend der Farbe nur entweder an dem roten oder grünen Befestigungspunkt angesteckt werden müssen. Schade finde ich jedoch auch hier bei Ecovacs, dass man sich die Ersatzteile, welche früher noch mitgefeiert wurden, gespart hat, aber dies ist leider bei Roborock ebenso der Fall.

Der Staubauffangbehälter sitzt wie inzwischen üblich bereits im entsprechend vorgesehenen Platz im  Ecovacs Deebot T10 Turbo. Einen Wassertank gibt es bei diesem Modell nicht und somit entfällt die Montage sowie das Befüllen von diesem. Dafür muss man bei Bedarf jedoch noch die beiden Wisch-Pads anbringen, was sehr einfach funktioniert, da diese jeweils nur an der magnetischen Sechskant-Halterung angebracht werden. Des Weiteren entfällt hier dann auch das Befeuchten der Pads, denn dies macht die Station direkt zu Beginn, wenn ihr diese zum Reinigungsvorgang sendet und dabei die Pads angebracht habt. An den beiden runden Kunststoff Wischplatten haftet jeweils ein Mehrweg-Tuch, welches immer wieder ausgewaschen werden kann, was hier direkt von der Reinigungsstation automatisch und sehr gründlich erledigt wird. 

Bevor man den Saugroboter das erste Mal startet, sollte man diesen noch über die App einrichten, da der Saugroboter zum einen direkt ein Firmware-Update bekommt, welches einige Verbesserungen mit sich bringt und zudem die ein oder anderen Fehler beseitigt. Des Weiteren sollte man selbstverständlich auch noch die Ladestation bzw. in meinem Fall die Reinigungsstation zuvor noch am gewünschten Ort im Haus aufstellen. Schließlich soll der Roboter diese finden und sein Akku wieder aufladen können, sofern dieser leer sein sollte und zudem können nur so der die beiden Wisch-Pads gewaschen und getrocknet werden.

Man könnte den Ecovacs Deebot T10 Turbo auch ohne die vom Hersteller zur Verfügung gestellten App verwenden, aber wirklich Sinn macht diese natürlich nicht, denn wenn man hier spezifisch nur einzelne Räume oder Bereiche reinigen lassen möchte oder auch bestimmen möchte, dass der Roboter an bestimmten Tagen bzw. Uhrzeiten reinigt, dann geht dies eben nur über die App.

Die Einrichtung bzw. Einbindung des Ecovacs Deebot T10 Turbo ist über die App „Ecovacs Home“, welche kostenlos für Android im Google Play Store und für iOS im Apple Store zur Verfügung gestellt wird, schnell und einfach erledigt. Hierbei wird der Vorgang nämlich sehr ausführlich und Schritt für Schritt erklärt. Nachdem man den alles ausgepackt hat und der Saugroboter auf die angeschlossene Absaugstation/Ladestation gestellt hat, kann man diesen am roten Hauptschalter unter der Abdeckung an der Oberseite einschalten. 

Zuerst muss man sich dafür jedoch Registrieren bzw. einen Account anlegen, für welchen man jedoch nur eine gültige Mail-Adresse und ein selbst definiertes Passwort benötigt. Danach geht des darum, dass man ein paar Zugriffsrechten zustimmt und schon landet man auf der Seite, wo man nach einem Saugroboter suchen kann. Hier kann man dann entweder direkt einen Saugroboter über das linke der beiden Symbole oben am rechten Rand hinzufügen, sodass man direkt den QR-Code scannt, welchen man unter der Abdeckung neben dem Hauptschalter findet. Alternativ tippt man hier dann ganz einfach unten auf  „Hinzufügen“, sodass man einen neuen Saugroboter einrichtet. 

Im weiteren Verlauf muss man nur kurz die Netzwerkdaten eingeben, bzw. das richtige WiFi-Netzwerk von euch aussuchen sowie das zugehörige Passwort eingeben. Danach stellt man den roten Netzwerkschalter auf „An“ und betätigt für 1 Sekunde den Reset-Knopf direkt darüber, sodass ein Signalton ertönt. Danach stellt die App ein Verbindung mit dem Saugroboter her und richtet das Gerät entsprechend ein. Daraufhin stellt die App eine Verbindung mit dem Saugroboter her und richtet das Gerät entsprechend ein. Anschließend muss man noch die entsprechende Zeitzone einstellen und am besten die Sprache auf Deutsch einstellen. Ist dies so weit alles erledigt, kam bei mir auch schon die Info, dass es eine neue Firmware gibt, welche ich direkt installieren lassen habe, und danach kann man den Sprachassistenten Yiko einrichten bzw. lernt dessen Funktionen kennen. Nun hat man alles so weit eingerichtet und alles ist einsatzbereit, aber ratsam ist es, direkt erst mal den Akku des Ecovacs Deebot T10 Turbo komplett aufladen zu lassen.

(Ersteinrichtung und Inbetriebnahme: 5 von 5 Punkten)

Reinigungsleistung und Navigation

Bei der Reinigungsleistung liefert der Ecovacs Deebot T10 Turbo ein hervorragendes Ergebnis ab. Hierbei hat dieser zwar leicht das nachsehen im Vergleich zum Roborock S7 Max V Ultra, aber im herkömmlichen normalen Modus, welchen man in der Regel im Alltag nutzt, spürt bzw. sieht man den Unterschied kaum. Die Saugleistung gibt Ecovacs mit bis zu 3.000 Pa. an was zwar kein Spitzenwert ist, aber dennoch handelt es sich hierbei um einen sehr guter Wert, welcher im Alltag für eine gründliche Reinigung sorgt. Der Saugroboter bietet insgesamt vier Saugstufen, von denen „Maximal+“ die höchste ist und logischerweise dann auch die volle Saugleistung bietet. Im Alltag habe ich jedoch bei unseren Fliesen und Parkett immer den Saugmodus „Standard“ verwendet. 

Bei der Navigation gehört der Ecovacs Deebot T10 Turbo zu den führenden Geräten. Seine Navigation ist nämlich sehr präzise, was Ecovacs durch das Zusammenspiel mehrere Sensoren gelingt. Zum einen gehört zu diesen Sensoren der LiDAR-Sensor an der Oberseite des Geräts, also der im geschlossenen Gehäuse befindliche und permanent rotierende Laser. Des Weiteren sorgt die Kamera-Einheit an der Front für eine sehr gute Hindernis bzw. Objekterkennung von zahlreichen Gegenständen. Letzteres wird hier von Ecovacs AIVI-Technologie genannt und entspricht hier inzwischen der 3. Generation. Dadurch soll der Deebot T10 Turbo Hindernisse nochmals 16x schneller als dessen Vorgänger erkennen und diese dabei in insgesamt 10 Kategorien einordnen. Dadurch erkennt der Roboter bei uns viele Hindernisse zuverlässig und weicht diesen gekonnt aus, was auch dafür sorgt, das die Reinigung deutlich ruhiger abläuft, da der Saugroboter keine Gegenstände wie z. B. Socken einsaugt oder Schuhe vor sich herschiebt. Kabel erkennt dieser so weit ebenso gut, lediglich bei dünneren, auf den Boden liegenden Kabel kam es gelegentlich vor, dass dieser sich hier festgefahren hat. Lagen diese wiederum zusammengerollt auf dem Boden, war dies kein Problem, da diese erkannt wurden.  

Die Lasernavigation, welche inzwischen in zahlreichen Saugrobotern zum Einsatz kommt, bietet den Vorteil, dass diese auch bei Dunkelheit problemlos funktioniert, aber zugleich hat diese auch den Nachteil, dass diese Spiegel und Glastüren nicht als Hindernis bzw. Wand erkennt. Somit kann es beim Betrachten der Karte vorkommen, dass hier die Darstellung etwas falsch ist, da es so aussehen kann, als würde der Raum hier weiter gehen, was aber nicht der Fall ist. Dies stört im Alltag jedoch nicht und ist bei Roborock und Co. exakt ebenso der Fall, also definitiv kein Problem, welches nur Ecovacs hat. Gegen einen Spiegel oder Glastür fährt den Saugroboter jedoch nicht, denn hierfür besitzt dieser weitere Sensoren an den Seiten, die spiegelnde und reflektierende Oberflächen als Hindernis erkennen. 

Genau wie zahlreiche Konkurrenzprodukte erkennt selbstverständlich auch der Ecovacs Deebot T10 Turbo Teppiche, was hier durch die an der Unterseite angebrachten Sensoren erkennt wird. Daher erhöht der Saugroboter hier beim Befahren automatisch die Saugleistung und sollte die Wischfunktion genutzt werden, dann weicht er dem Teppich beim Reinigungsvorgang automatisch aus.

Durch die zahlreichen erwähnten Sensoren bzw. in diesem Fall vorrangig durch den rotierenden Laserdistanz-Sensor an der Oberseite, erstellt der Saugroboter eine sehr genaue Karte eurer Räume und diese kann in der App auf Wunsch auch in 3D angezeigt werden. Ein nettes Feature, doch ich bevorzuge weiterhin die normale 2D Variante, da ich hierbei eine bessere Übersicht der unterteilten Räume usw. habe. Der Ecovacs Deebot T10 Turbo umgeht Hindernissen meiner Meinung nach sehr gut, denn er erkennt schnell und präzise, wenn etwas vor ihm ist und weicht dann mit einem Bogen gekonnt aus. Dabei war es im Test absolut egal, ob es dabei hell oder dunkel war, die entsprechenden Sensoren werden nicht negativ beeinflusst und die Kamera kennt auch bei Dunkelheit alles zuverlässig.

Mit dem von rotierenden Laserdistanzsensor misst der Roboter permanent den Abstand um sich herum, und zwar in alle Richtungen. Aus diesen Informationen bzw. Messwerten erstellt dieser schließlich, wie man es von vielen anderen Saugrobotern kennt, eine genau Raumkarte eurer Wohnung oder dem Stock vom Haus, wo dieser arbeitet. Hiermit schafft der T10 Turbo eine sehr präzise Navigation durch die Räume, welche durch die zusätzlichen Sensoren noch extrem gesteigert wird. Durch den rotierenden Sensor an der Oberseite ist dem Ecovacs Deebot T10 Turbo jederzeit bekannt, wo genau er sich gerade befindet, sofern dieser zuvor einmal den kompletten Stock gereinigt und eine Raumkarte erstellt hat.  

Von Grund auf ist die Navigation beim Ecovacs Deebot T10 Turbo nicht anders als bei den Saugrobotern aus dem Hause Roborock, Zaco, Neato und Co. Direkt nachdem man den Roboter zum Reinigungsvorgang gesendet hat, macht dieser, sofern die Wischplatten angebracht sind, diese zuerst sauber und entsprechend den Einstellungen in der App nass. Anschließend fährt dieser dann zu dem Raum, welcher am weitesten von der Station entfernt ist und beginnt an der Wand bzw. Ecke die Reinigung. Dabei fährt dieser zuerst an den Wänden gegen den Uhrzeigersinn den Raum komplett ab, bis der äußere Bereich einmal komplett umfahren und dabei gereinigt wurde. Direkt danach beginnt dieser dann den inneren Teil in geraden Bahnen abzufahren, sofern dazwischen keine Hindernisse sind. Sind diese vorhanden, dann umfährt dieser diese selbstverständlich automatisch und macht anschließend wieder mit der Reinigung in Bahnen weiter. 

Da der Saugroboter hier keinen Wassertank besitzt, sondern direkt zuvor an der Station die Pads entsprechend nass macht, fährt der Saugroboter alle 10 Minuten zur Station zurück, reinigt die Pads und setzt die Reinigung am zuvor angehaltenen Punkt fort. Die Navigation während des Reinigungsvorgangs ist sehr effizient. Der Roboter weiß durch den ersten kompletten Reinigungsvorgang, bei dem man vorher alle Gegenstände wie Schuhe usw. entfernt hat jederzeit, wo sich dieser gerade befindet.Somit lässt dieser keinen Bereich aus und das Ergebnis ist ein sauberer Boden.

Als Nutzer-/in kann man, während der Saugroboter reinigt, jederzeit live in der App nachverfolgen, wo der Roboter schon entlanggefahren ist. Dies wird einem hier sehr gut anhand der dargestellten Linien in den Räumen gezeigt. Hat man im ersten Reinigungsvorgang festgestellt, dass der Roboter an einem Punkt oder mehren Probleme hatte bzw. es vorkommen sollte, dass dieser Gefahr läuft, sich hier festzufahren, kann man in der App die Bereiche bestimmen, die er beim Reinigen nicht mehr befahren soll. Bei uns musste ich hierbei jedoch nicht eingreifen, da bei uns solche Stellen nicht vorhanden waren.

Dass der Ecovacs Deebot T10 Turbo versehentlich Treppen herunterfährt, darüber muss man sich auf keinem Fall sorgen machen, denn um dies zuverlässig zu verhindern, hat Ecovacs genau so, wie die Konkurrenz den Unterboden des Saugroboters mit mehreren Absturzsensoren ausgestattet. Diese besagten Sensoren, welche am Rand angebracht wurden, erkennen einen Abgrund bzw. Höhenunterschied und sorgen dafür, dass der Roboter davor bremst und die Kante entlang fährt. Durch genau diese Sensoren kann es jedoch wie bei zahlreichen anderen Saugrobotern zu Problemen mit Teppichen kommen. Habt ihr z. B. einen weißen Boden und einen dunklen kurzhaarigen Teppich, dann könnte es dazu kommen, dass die Sensoren dies als Abgrund erkennen und der Roboter somit nicht über bzw. auf den Teppich fährt. Da wir doch einen Parket aus Eiche haben, ist der Kontrast anderes uns somit kam es hier zu keinem Problem.

Hindernisüberwindung

Neben einer präzisen Navigation ist auch die zuverlässige Hindernisüberwindung bei einem Saugroboter sehr wichtig, denn ebenso wie Teppiche können dem Saugroboter auch Übergangsleisten zwischen den Räumen und zahlreiche Gegenstände im Weg sein. Auf eine automatische Anhebe-Funktion der Wisch-Pads beim befahren von Teppichen muss man leider bei diesem Modell verzichten. Somit müssen beide Pads immer entfernt werden, wenn man möchte, dass der Roboter auch Teppiche absaugt. Möchte man diese Funktion unbedingt haben, muss man zum neuen Modell, dem Ecovacs Deebot T20 Omni greifen und etwas tiefer in die Tasche greifen oder alternativ den Roborock S7 bzw. zum Roborock s7 Max V Ultra in Betracht ziehen. 

Durch die gute Antriebstechnik kann der Ecovacs Deebot T10 Turbo genau wie der Roborock S7 problemlos Steigungen von bis zu 20 % überwinden und ebenso hat er mit Schwellen von bis zu 2 cm keinerlei Probleme. Damit dies jedoch problemlos gelingt, sollte die Kante leicht abgerundet oder schräg ausgeführt sein, denn bei harten Kanten ist wie bei anderen Saugrobotern schon bei gut 1-1,5 cm Schluss. 

Saugleistung

Der Ecovacs Deebot T10 Turbo bietet, wie der Name schon verrät, eine hervorragende Saugleistung. Im Alltag habe ich hier zwar immer den Standard-Modus laufen lassen, aber dieser hat hier dennoch problemlos ausgereicht, sodass der Dreck zielsicher im Staubbehälter landet.Der Staubbehälter fasst übrigens knapp 400 ml, dies ist zwar nicht extrem groß, aber für rund 100 qm reicht dies problemlos aus, aber dann muss man gerade bei vielen langen Harren usw. doch zwischendurch mal den Behälter leeren. Die Saugleistung überzeugt auf unseren glatten Böden (Fliesen und Parkett) absolut. Hier wird alles eingesaugt und auch das, was in den Rändern liegt, wird von den beiden rotierenden Bürsten erfasst und zielsicher zur Hauptbürste befördert und von dieser erfasst. 

Beim fahren von Teppichen steigt die Lautstärke des Saugroboters logischerweise automatisch an, da dabei zugleich die Saugkraft erhöht wird. Somit wird gewährleistet, dass der Roboter auch der tief sitzende Schmutz aus den Fasern herausgesaugt bekommt. Die Saugleistung finde ich auch dank der sowohl mit Borsten als auch Gummilippen versehenen Walze super. Hier wickeln sich zwar hin und wieder ein paar lange Haare meiner Frau um die Bürste, aber dies ist absolut nichts, was man nicht mehr wegbekommt. Hin und wieder muss man somit die Bürste rausnehmen und von den Haaren befreien, was wie erwähnt schnell und einfach erledigt ist. 

Als Nutzer-/in kann man in der App frei wählen, wie stark die Saugleistung ist. Hierbei hat man die Wahl zwischen: Leise, Standard, Maximal und Maximal+, dabei ist Standard von Werk aus eingestellt.  Je nach gewählter Saugleistung erhöht sich selbstverständlich auch die Lautstärke des Roboters, doch gerade die beiden Stufen Leise sowie Standard könnte man, sofern es einen nicht stört, auch dann nutzen, wenn man gerade zuhause ist. Mehr dazu aber beim Punkt „Lautstärke“.

Wischfunktion

Die Wischfunktion des Ecovacs Deebot T10 Turbo ist anders als bei den bisher von mir getesteten Saugrobotern aufgebaut. Schließlich kommt hier anstelle von einer starren oder rüttelnden Wischplatte, zwei geläufig rotierende Wisch-Pads zum Einsatz. Dieses System nennt Ecovacs „Ozmo Turbo 2.0“ und dabei drehen die beiden Scheiben, welche mit einem Mehrweg-Wischtuch versehen sind, mit 180 Umdrehungen in der Minute. 

Durch die rotierenden Pads und ein regelmäßiges Ausspülen und versorgen mit frischem Wasser gelingt hier bei normaler Verschmutzung eine streifenfreie Bodenreinigung. Handelt es sich wiederum um bereits angetrockneten Schmutz wie klebrige Flüssigkeiten, dann hilft hier eine einfache Reinigung nicht. Hier sollte man dann in den Einstellungen beim Wischen „Tief wählen, damit der Boden in langsamerer Geschwindigkeit effizienter geschrubbt wird.  Jedoch sollte einem ganz klar sein, dass man hier nicht dieselbe Reinigungsleistung wie beim Wischen bzw. schrubben mit der Hand erwarten kann, aber für ein Kombi-Gerät ist das Ergebnis ganz gut.

Hier kommt dann auch die neue Reinigungsstation zum Einsatz, welche für die besondere Gründlichkeit beim Wischen sorgt. Das größte Problem bei den bisherigen Modellen an Saugroboter aus dem Hause Ecovacs mit Wischfunktion war nämlich, dass der Schmutz irgendwann im Laufe der Reinigung nicht mehr vom Wischtuch aufgenommen werden konnte, da dies zu schmutzig wurde und sich somit zugesetzt hat. Somit hätte man das Tuch zwischendurch händisch reinigen müssen, was hier nun komplett bei der neuen Station entfällt. 

Anders als bei Roborock, kann man hier nicht definieren, dass der Roboter nach jedem Raum zur Station zum Reinigen des Wischtuchs fährt, sondern man gibt die entsprechende Zeit an.  Je nach definierter Zeit fährt der Ecovacs nach 10 Minuten (alternativ sind auch 6 oder 15 Minuten möglich) automatisch zur Reinigungsstation und spült die beiden Wischpads aus und versorgt diese direkt auch mit frischem Wasser. Die Reinigung der Wischpads erfolgt hier durch je einen Kunststoff Abstreifer, über welchen die rotierenden Pads vom Schmutz befreit werden und dann mehrfach ausgewaschen werden. 

Somit muss man als Nutzer deutlich weniger am Saugroboter erledigen, bzw. bezüglich der Wischfunktion muss man nur gelegentlich die Tanks füllen bzw. leeren und die Station im Inneren auswischen. Beim Ecovacs Deebot T10 Turbo bleibt jedoch nicht aus, den Staubbehälter nach jeder Rettungsfahrt zu entleeren, denn dieser wird hier leider nicht direkt mit abgesaugt, da es hier keine Absaugefunktion gibt. 

Beim Wischmodus stehen in der App unter den Einstellungen nur zwei Wischfunktionen zur Auswahl, Standard und Tief mehr nicht. Des Weiteren kann noch bestimmt werden, wie nass die Wischpads sind: Niedrig, Standard und Hoch. Das tolle an der Reinigungsstation ist jedoch die Heißlufttrocknung, denn somit werden die Pads effizient und deutlich schneller elektronisch per Heizung getrocknet, sodass hier weniger Bakterien anstehen können. Hier kann in der App dann bestimmt werden, wie lang die Trocknung stattfinden soll, zur Auswahl stehen hier 2, 3 oder 4 Stunden.

(Reinigungsleistung: 4,5 von 5 Punkten)

App

Im Laufe des Testberichts habe ich bereits erwähnt, dass sämtliche Einstellungen des Ecovacs Deebot T10 Turbo mithilfe der umfangreichen App eingestellt werden können. Hier hat Ecovacs eine tolle, übersichtliche App entwickelt, die alle wichtige Funktionen auf der Startseite zeigt und alles Weitere kann in den Nebeneinstellungen eingestellt werden. Die Einbindung des Deebot T10 Turbo in die kostenlose „Ecovacs Home“ App ist selbsterklärend bzw. wird wie bereits erwähnt, sehr verständlich und Schritt für Schritt erklärt. Somit sollte dies für alle Nutzer kein Problem sein und in kurzer Zeit erledigt sein.

ECOVACS HOME
Preis: Kostenlos
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Die App von Ecovacs ist meiner Meinung nach übersichtlich aufgebaut, sodass man sich hier eigentlich recht schnell zurechtfindet. Alle Funktionen, welche man regelmäßig benötigt, sind direkt auf bzw. über die Startseite erreichbar bzw. einstellbar.  Alle weiteren tieferen Einstellungen findet man dann wiederum in dem weiteren Untermenü. Die Karte, welche der Saugroboter nach dem ersten kompletten Reinigen erstellt, ist sehr übersichtlich gehalten und kann bei Bedarf natürlich noch umfangreich bearbeitet werden. Bei mir wurden die Räumlichkeiten im Obergeschoss leider nicht direkt richtig unterteilt, sodass ich den Flur noch richtig zusammenführen musste, denn hier wurde dieser in drei Teile unterteilt. Das Zusammenführen war jedoch sehr schnell und einfach erledigt und nun wird dieser als ein ganzer Raum dargestellt, genau so, wie es auch der Fall ist. Genau wie bei Roborock, gibt es auch noch eine 3D-Karte auf welche man direkt zugreifen kann, hier werden dann direkt in der App auch die entsprechenden erkannten Möbel mit dargestellt, was insgesamt recht schön ist, aber ich mehr als eine Spielerei einstufe. 

Der Ecovacs Deebot T10 Turbo ist mit einer Kamera ausgestattet, welche nicht nur von diesem selbst zur Objekterkennung genutzt wird, sondern man kann auch auf die Live-Ansicht zugreifen. Daher kann man als Nutzer während der Reinigung oder auch einfach so auf die Kamera zugreifen und ebenso ist auch eine Kommunikationsmöglichkeit gegeben. Bei Bedarf kann somit direkt über den Saugroboter mit einer Person zu Hause gesprochen werden, aber viel sinnvoller ist es z. B. wenn man kurz nach dem rechten Zuhause schauen möchte, wenn man gerade nicht daheim ist. Hierbei verspricht Ecovacs, dass die privaten Aufnahmen bzw. Einblicke der persönlichen Wohnräume nicht weitergegeben werden, sondern nur dem entsprechenden Nutzer vorbehalten sind. Ist der Live-View Modus aktiv, sieht man dies anhand der LED an der Kamera-Einheit.    

Habt ihr wie ich zu Hause nicht nur Fliesen, sondern z. B. Parkett, dann ist es auch wichtig, dass der Saugroboter auch in einzelnen Räumen nur saugt. Ich persönlich lasse nämlich unseren Parkett selten mit Wasser reinigen, während Fliesen bei uns immer gesaugt und gewischt werden. Hier muss man beim Ecovacs Deebot leider, wie ich es bereits erwähnt habe, auf die Anhebe-Funktion der Wisch-Platten verzichten, welche im neuen T20 zum Einsatz kommt. Somit kann man hier in der App nur bestimmen, dass der Roboter nur wischt und nicht zugleich saugt, während ein reines Saugen nicht möglich ist. Möchte man nur Saugen lassen, dann müssen die beiden Wisch-Pads auf jeden Fall entfernt werden, was jedoch wie bereit erwähnt sehr schnell und einfach gemacht ist. Des Weiteren kann durch das Bearbeiten der Karte und weiteren Optimierungen individuell auf jeden Raum eingegangen werden und somit kann man exakt bestimmen, mit welche Saugstufe gesaugt werden soll und wie hoch die verwendet Wasserabgabe der Wischfunktion sein darf. 

Nun beschreibe ich euch noch die App etwas ausführlicher Schritt für Schritt. Auf der Startseite sieht man zu aller erst den entsprechenden Saugroboter in dessen Akkustand. Dann kann man hier noch direkt eine Auto-Reinigung durchführen oder den Roboter zum Aufladen schicken. Viel wichtiger und ins deutlich umfangreiche Menü mit Karte usw. gelangt man, indem man auf „int. Reinigung öffnen“ tippt. Drunter gelangt man zudem in den Videomanager, mit dem man auf das Livebild des Saugroboters zugreifen kann. Darüber ist es möglich, denn Roboter zu steuern und einige weitere Dinge durchführen, doch in diesem Test möchte ich mit voll und ganz auf die wichtigsten Funktionen des Saugroboters kümmern.

Tippt man nun auf „int. Reinigung“ landet man auf der wichtigen Seite, auf der man nach der ersten kompletten Reinigung eines Geschosses eine mehrfarbige Karte angezeigt, in der die Räume unterteilt sind. Hier wird einem direkt oben in der Mitte der Akkustand angezeigt und zudem, ob der Saug-und Wischmodus oder ein anderer aktiv ist. Soweit keine Besonderheit, denn so ist es inzwischen bei zahlreichen bekannten Saugrobotern. Die verschiedenen Räume kann man dann zur einfachen Planung noch Benennen und nachsehen, ob die Bodenbeläge stimmen. Letzteres dient nur der einfacheren Optik bei der App, denn so könnt ihr direkt bestimmen, wo bei euch in den Räumlichkeiten Fliesen und wo Holzboden liegt. Des Weiteren kann man hier anhand der Symbole am rechten Rand direkt auf den Video-Manager, die 3D-Ansicht wechseln und bestimmen, welche Details auch beim Betrachten der Karte gezeigt werden. Über das Logo oberen Recht gelangt man dann in das Untermenü der Einstellungen, doch alle wichtigen Einstellungen findet man hier auf der Startseite. 

Hierüber kann man auf den ersten Blick direkt bestimmen, ob man eine automatische Reinigung des kompletten Stockwerks, nur einzelne Bereiche bzw. Räume oder eine in der Karte eingezeichnete Fläche reinigen lassen möchte. Hat man sich entschieden, wie gereinigt werden soll, dann kann man den Roboter direkt durch das Betätigen der „Play-Taste“ das Kommando zur Reinigung geben. Links neben dem Play-Button gelangt man zur Karte, wo man diese dann bearbeiten kann und rechts kommt man zum Menü der Absaugstation. Hierüber kann man im Falle des Ecovacs Deebot T10 Turbo die Wischtücher sofern gewünscht reinigen lassen oder auch eine Heißlufttrocknung durchführen. 

Umfangreichere Funktion bekommt man hier geboten, indem man das eben beschriebene Bedienfeld einfach nach oben wischt. Danach kann direkt oben bestimmt werden, ob man eine Standardreinigung bevorzugt oder auf individuell anpassen wechseln möchte.Mit „Anpassen“ kann man genau bestimmen, wie oft also ein- oder zweimal hintereinander der entsprechende Raum gereinigt werden soll und ebenso kann auch bestimmt werden, wie hoch die Saugstufe dabei sein soll. Darunter kommt das Einstellungsmenü bezüglich des Wischmodus. Hier kann zwischen Standard oder Tief gewählt werden, bei Letzterem sind die Fahrbahnen entsprechend enger, sodass eine gründlichere Reinigung ermöglicht wird. Alternativ kann „Nur Wischen“ aktiviert werden, sodass der Roboter, wie man schon klar vermuten kann, nicht saugt, sondern nur wischt. 

Dabei führt der Ecovacs Deebot T10 Turbo alle 7 Tage eine Tiefreinigung der Ecken durch, wo er diese besonders gründlich reinigt, da sich hier oft am meisten Dreck bzw. Staub sammelt. Diese Funktion ist jedoch nur im automatischen Modus aktiv, wenn man den Haushälter-Modus mit aktiviert. Diese Funktion sorgt dafür, dass der Saugroboter automatisch erkennt, welche Bereiche besonders schnell verdrecken und passt seine Reinigungstrategie entsprechend an. Beim Punkt „Reinigungssequenz kann man die Reihenfolge bestimmen, in welcher die Räume gereinigt werden. 

Anschließend folgen die letzten drei Menüpunkte, bei denen man zum einen die Lautstärke der Sprachansagen des Deebot anpassen kann und man hier auch einen Reinigungsplan nach den eigenen Vorlieben erstellen, also wann der Roboter was reinigen soll. Wichtig ist hier dann noch der Punkt „intelligente Reinigung“, denn hier kann man viele wichtige Dinge bezüglich der Reinigung bestimmen. Dazu zählen unter anderem folgende Dinge: wie nass die Wisch-Pads sein sollen und in welchen Abständen diese gesäubert werden sollen. Zur Auswahl steht hier wie bereits erwähnt: 6, 10 oder alle 15 Minuten. Außerdem kann festgelegt werden, ob die Heißlufttrocknung zwei, drei oder sogar vier Stunden laufen soll. Sollte der Akku während der Reinigung aus irgendeinem Grund leer gehen, kann der Ecovacs Deebot T10 Turbo die Reinigung am zuletzt angehaltenen Punkt wieder fortsetzen, hierfür ist es aber wichtig, dass „Wiederaufnahme der Reinigung“ aktiv ist. Damit auch Teppiche gründlich abgesaugt werden, sollte auch „Auto-Saugkraftverstärkung“ aktiv sein und für die präzise Hinderniserkennung ist es sehr wichtig, das bei AIVI 3.0 der Balken auf aktiv steht.

Für alle Haustier-Besitzer ist die strategische Haustierkotvermeidung wichtig. Dadurch soll der Ecovacs Deebot T10 Turbo den Kot erkennen und nicht darüber fahren, sodass im schlimmsten Falle alles auf dem Boden verteilt wird. Wie gut dies funktioniert, konnte und möchte ich logischerweise nicht testen. Zu den weniger wichtigen Einstellungen gelangt man entweder, wenn man beim besagten Menü auf „weitere Einstellungen“ tippt oder bei der Kartenansicht oben rechts auf das Haxogen-Symbol. Hier kann man unter anderem Einstellungen bezüglich des Sprachassistenten YIKO machen. Dazu zählt unter anderem, dessen Lautstärke zu regulieren, aber ebenso kann man auch alle möglichen Sprachkommandos einsehen. Außerdem gibt es hier dann ein Reinigungsprotokoll, in dem man wie von anderen Robotern gewohnt, alle Reinigungsvorgänge einsehen kann und man bekommt eine Übersicht der verbauten Teile und deren Laufzeiten bzw. Zustand. Daher kann man hier nachsehen, wann welche Teile gereinigt, gewartet oder ausgetauscht werden sollten. Die restlichen Punkte sind mehr oder weniger nicht so wichtig und wiederholen sich auch zum Teil.

Kartenerstellung

Wie jeder aktuelle Saugroboter mit einem Laserdistanzsensor (LDS) erstellt auch der Ecovacs Deebot T10 Turbo voll automatisch während der Reinigung eine sehr exakte Karte der vorhandenen Räumlichkeiten. Dabei gefällt sehr gut, dass man direkt zu Beginn eine Schnellkartierungsfahrt bietet, sodass der Roboter im Schnelldurchlauf das komplette Stockwerk abfährt und so in gut 10 Minuten eine komplette Karte davon erstellt hat. Danach kann die Karte direkt auf der Startseite begutachtet und bearbeitet werden. Die dabei gezeigte 2D-Karte zeigt jedoch nur die Räumlichkeiten und sehr große Möbelstücke wie ein Bett oder einen Schrank an. Möchte man mehr Details sehen, muss man zur 3D-Ansicht wechseln. 

Die Räumlichkeiten werden direkt im Anschluss der Kartierungsfahrt automatisch unterteilt, sollte dies wie bei mir aufgrund des großen Flurs nicht passen, kann dies direkt und sehr einfach geändert werden. Dafür einfach die entsprechende Räume antippen und auf Zusammenführen tippen und ebenso kann man Räume, welche fälschlicherweise zusammengeführt wurde, auch wieder trennen. Toll finde ich zudem, dass bis zu 3 Karten gespeichert werden können, sodass man den Roboter problemlos über mehrere Stockwerke verwenden kann. 

Die erstelle Karte kann umfangreich bearbeitet werden, sodass man hier einfach virtuelle Grenzen, Räume teilen oder zusammenführen kann und ebenso können die einzelnen Räume benannt werden. Außerdem kann man bei Bedarf Möbel in die entsprechenden Hindernisse einsetzen, sodass z.B nur unter Möbel wie unter einem Bett oder einem Tisch geeinigt wird, aber hier würde ich dann eher zum Benutzerdefinierten-Bereich tendieren, um den entsprechenden Beriech selbst definieren zu können.

(App: 4,5 von 5 Punkten)

Lautstärke

Die Lautstärke des Ecovacs Deebot T10 Turbo ist sehr gut. Dieser gehört nämlich je nach gewählter Saugstufe zu den leisesten Saugrobotern auf dem Markt. In der von mir bevorzugen Saugstufe „Standard“, was für Hartböden absolut ausreicht, ist der Saugroboter mit rund 55 Dezibel angenehm leise. Hier bietet der Saugroboter aber auch eine Stufe „Leise“, bei welcher er sogar nur 50 Dezibel laut ist. Während es bei dem Modus „Max+“ mit knapp über 66 Dezibel natürlich schon enorm laut wird. Hier muss man auch klar bedenken, dass schon 20 Dezibel mehr für eine Verdopplung der Lautstärke steht. Somit ist zwischen Leise und Max+ die Lautstärke fast doppelt so hoch. 

Mit der Wischfunktion, die Ecovacs hier beim Deebot T10 Turbo integriert hat, wird die Lautstärke minimal lauter, da hier der zusätzliche Motor die beiden Wischpads antreibt. Enorm laut ist dies jedoch nicht, sodass wir hier von ca. 2 Dezibel lauter reden, mehr nicht. Insgesamt empfinde ich die Lautstärke des Ecovacs Deebot T10 Turbo als angenehm und keineswegs störend. Ganz klar nimmt an diesen im selben Stockwerk wahr und hört ihn, aber es ist nicht so laut, dass es mich stört. 

Laut wird es teilweise jedoch gerade im Bezug der Reinigungsstation, denn während die beiden Wischpads gereinigt werden und das schmutzige Wasser in den Schmutzwasser-Tank gepumpt wird, ist deutlich hörbar und dauert etwas über eine Minute. Zudem hört man natürlich auch, wenn das Frischwasser nach unten zu den Pads gepumpt wird und beim trocknen ist auch während des kompletten Prozesses (2 Stunden oder auch länger) ein hörbares Surren zu hören. Letzteres ist jedoch nicht so extrem laut, aber sofern man in diesem Zeitraum schlafen möchte, ist dies eher ungünstig, daher sollten diese Ablaufe alle davor stattfinden.

(Lautstärke: 4,5 von 5 Punkten)

Akkulaufzeit

Damit der Ecovacs Deebot T10 Turbo die Ladestation bzw. Reinigungsstation schnellstmöglich nach dem Ende des Reinigungsvorgangs findet, solltet ihr diesen direkt von der Station aus starten lassen, so mache ich dies nämlich bei jedem Saugroboter. Aber selbst wenn ihr dies nicht macht und der Roboter nur in der Nähe steht, findet er nach kurzem Hin- und Herfahren die Station absolut zuverlässig und ohne Problem.

Der Ecovacs Deebot T10 Turbo wird nur mit der großen Reinigungsstation geliefert, eine zusätzliche klein z. B. für ein zweites Stockwerk ist nicht enthalten, wird aber auch nicht unbedingt benötigt. Hat der Roboter nämlich das Stockwerk, wo keine Station steht, gereinigt, beendet diese am Startpunkt seine Reinigung und wartet darauf, dass ihr diesen wieder zur Ladestation bringt, dass dieser seinen Akku wieder voll aufladen kann. 

Der im Saugroboter integrierte Akku ist wie in der Branche üblich mit einem 5.200 mAh großen Akku bestückt. Dies soll für eine Reinigungsleistung von rund 4 Stunden ermöglichen, sofern man nur saugt und dies beim Modus „Leise“. In der Realität, wo man dann im Modus Standard saugt und zudem wischen lässt, reden wir hier von gut 2,5 Stunden, was absolut ausreichend sein sollte um eine große Fläche des Haushalts zu reinigen.

Hat man im Haus oder in der Wohnung viele Teppiche liegen, bei welchen die Saugleistung automatisch erhöht wird und viele Gegenstände herumliegen und stehen, um welche der Roboter herum manövrieren muss, reduziert sich die Laufzeit natürlich deutlich. Gerade Bahnen fährt jeder Saugroboter am liebsten und sorgt für die längste Akkulaufzeit, aber dennoch kommt der Deebot T10 auch mit Tischfüßen und andere Einrichtungsgegenständen problemlos klar.

Sollte der Akku jedoch während des Reinigungsvorgangs fast leer gehen, aber die Etage noch nicht fertig gereinigt sein, dann setzt der Ecovacs Deebot T10 Turbo die Reinigung direkt nach dem Aufladen automatisch fort. Für eine volle Akkuladung benötigt der T10 Turbo rund 6,5 Stunden, nicht gerade wenig, aber nach getaner Arbeit hat sich der Ecovacs Deebot T10 Turbo eine längere Pause verdient 😉

(Akkulaufzeit: 4,5 von 5 Punkten)

TEIL 3

bestehend aus „Preis/Leistung“ entspricht 10% der Gesamtwertung

Beschreibung

Beim Ecovacs Deebot T10 Turbo hat Ecovacs auf keinem Fall zu viel versprochen, hierbei handelt es sich um ein vielversprechendes Saugroboter. Ein toller Haushaltshelfer, der einem die Arbeit erleichtert und die Böden sauber saugt und zudem wischen kann. Die tolle Reinigungsstation sorgt dafür, dass die Wisch-Pads regelmäßig gereinigt und somit mehr Schmutz auffangen können. Leider muss man hier jedoch auf die Absauge-Funktion verzichten, sodass man den Staubbehälter unbedingt nach jeder Reinigung entleeren muss. Dafür finde ich die Wischfunktion nochmals etwas besser als bei den bisherigen Ecovacs Geräten, die nur mit einer beweglichen Wischplatte ausgestattet waren.

Die Navigation des Saugroboters ist ebenso wie die übersichtliche App und die Reinigungspower des Saugroboters sehr gut, auch wenn die Objekterkennung teils noch hier und da ein paar Probleme hat, aber das ist bei Roborock auch nicht viel besser.  Dennoch würde ich persönlich auf die AIVI 3.0 Funktion nicht verzichten wollen, denn der Unterschied ist dennoch enorm und wenn einen der Preis nicht abschreckt, bekommt man hier ein tolles Allround-Talent.

Preis/Leistung

Für den Ecovacs Deebot T10 Turbo muss man aktuell ordentlich in die Taschen greifen, denn Ecovacs hat die UVP mit stolzen 1.099 € angesetzt, definitiv nicht günstig. Inzwischen ist dieser jedoch eine Zeit auf dem Markt und so ist dieser bereits für rund 750€ erhältlich, was immer noch viel Geld ist, aber den Roboter deutlich attraktiver macht. Sind einem die 1.099€ nicht zu viel, kann man sich vielleicht auch den neusten Ecovacs Deebot T20 Omni anschauen, denn dieser besitzt die meiner Meinung nach sinnvoll Anhebe-Funktion der Wisch-Pads und zudem wird hier der Schmutz noch besser aus den Pads herausgeholt, da hier nun direkt mit Heißwasser gereinigt wird.  Außerdem wird direkt der Staubbehälter mit ausgesaugt, also erhält man hier die sehr komfortable All-in One Reinigungsstation, welche ich hier beim Ecovacs Deebot T10 Turbo doch etwas vermisse.  

Ecovacs Deebot T10 Turbo

Zum Angebot bei

testr Gesamtwertung

unter Berücksichtigung aller Teilwertungen

 Wir bedanken uns beim Hersteller für die Bereitstellung des Produktes. Zu unseren Grundsätzen

Link zum Hersteller: https://www.ecovacs.com/de

Teufel Real Blue NC

In aller Kürze

Mit dem Teufel Real Blue NC hat Teufel nun bereits die 2. Generation des Noise-Cancelling Over-Ear Kopfhörer vorgestellt. Hierbei hat sich das Design gegenüber des Vorgängers deutlich verändert, ist jedoch nicht neu bei Teufel, denn bereits der Teufel Mute BT aus dem Jahre 2017 sah genau so aus und hat mir damals sehr gut gefallen. Kombiniert wir das Design mit neuster Technik, der praktischen Bedienung mit dem Joystick, bekannt vom Teufel Supreme On und weiteren Highlights wie der langen Akkulaufzeit usw. 

Gefällt uns

  • guter Klang
  • sehr gute Akkulaufzeit
  • solides Noise Cancelling
  • faltbar
  • geniale Steuerung
  •  AAC, aptX Support
  • Schnellladefunktion
  • bequemer Tragekomfort

Gefällt uns weniger

  • Transparenzmodus sorgt für Grundrauschen
  • App etwas einfach gehalten
  • keine Smart-Pause-Funktion

Teufel Real Blue NC

Zum Angebot bei

TEIL 1

Bestehend aus „Verpackung/Design/Verarbeitung“ entspricht 25% der Gesamtwertung

Verpackung

Teufel liefert die Teufel Real Blue NC in der gewohnten Verpackung aus, welche durch ihr schlichtes Äußeres bekannt ist. Somit setzt man auch hier auf die gewohnte ungebleichte Verpackung, welche nur wenig bedruckt wurde. Teufel setzt hier auf ein weitergehend nachhaltiges Verpackungskonzept, bei welchem fast komplett auf Kunststoff verzichtet wurde. Die Verpackung schützt den Kopfhörer hervorragend, denn hier hat man eine ausreichende Polsterung integriert und setzt auf eine Zentrierung, welche das Produkt bzw. in diesem Fall das Transportscase sicher schützen. Auf eine bunt bedruckte Verpackung verzichtet Teufel wie gewohnt, denn hier findet man rund um die Verpackung nur einige technische Daten und eine Skizze, die ein Teil des Teufel Real Blue NC zeigt. 

Somit findet man an der Oberseite hinweg zur Vorderseite die besagte Skizze des Teufel Real Blue NC und zudem sieht man hier natürlich auch den Hersteller und Produktnamen. Links findet man dann noch einen Aufkleber, welcher darüber informiert, welche Farbe des Teufel Real Blue NC enthalten ist und an der Rückseite gibt es ein paar wenige Details zum Kopfhörer. 

Durchtrennt man das Klebesiegel an der Unterseite, kann man die Verpackung öffnen und schon erblickt man direkt das Transportcase, welches zum Lieferumfang des Teufel Real Blue NC gehört. Hier drin hat Teufel dann wie von anderen Herstellern gewohnt, den Lieferumfang direkt mit integriert. Somit findet man hier den Kopfhörer, welcher zusammengefaltet und mit einer eingedrehten Ohrmuschel platzsparend darin verstaut wurde. In dessen Zentrum findet man dann wiederum in einer Polsterung das USB-A auf USB-C Ladekabel und ein Klinkenkabel vor. Zu guter Letzt hat Teufel unter dem Case noch die üblichen Beipackzettel verstaut, zu denen wie üblich eine Bedienungsanleitung usw. gehören.

(Verpackung: 3,5 von 5 Punkten)

Design

Beim Teufel Real Blue NC setzt das Berliner Unternehmen wie üblich in der Branche hauptsächlich auf Kunststoff. Ich hatte hier zwar auch schon einige Kopfhörer im Test, die etwas mehr hochwertige Materialien geboten haben, aber zum einen waren die dann nochmals teuerer und ehrlich gesagt, macht der Teufel Real Blue NC dennoch einen wertigen Eindruck. Teufel bietet den Kopfhörer in insgesamt drei Farben an, nämlich in Weiß, einem hübschen Blau und in Schwarz, wovon Letzteres genau meinem Testgerät entspricht. Anders als das schwarze Modell bieten die anderen Farben auch noch ein paar farbliche Akzente, welche hier bei meinem Modell nur schwarz gehalten wurden. Beim weißen Modell kommen hier nämlich auch silberne Akzente zum Einsatz und beim blauen sind diese Akzente an der Ohrmuschel und an den Kopfbügel-Enden in Schwarz gehalten. 

Die wichtigen Elemente, welche regelmäßig beansprucht bzw. bewegt werden, sind wie üblich bei qualitativen Over-Ear Kopfhörern aus Metall gefertigt worden. Dazu zählt unter anderem der Verstellmechanismus des Kopfbügels, welcher schön spürbar einrastet und der innere Kern im Kopfband. Das Kopfband wurde wie die beiden Ohrmuschel mit einem angenehm weichen Material gepolstert, was für einen sehr bequemen Sitz sorgt und zum Schutz und besseren Tragegefühl hat man dieses wie üblich mit einem wertig anfühlenden Kunstleder bezogen. Jedoch muss man auch hier bedenken, dass man wie es bei Over-Ear Kopfhörern üblicherweise der Fall ist, gerade an heißen Sommertagen sehr unter den Postern schwitzt, daher kann ich diese Kopfhörer auch seltene für den sportlichen Einsatz empfehlen. Mit rund 280 Gramm ist der Teufel Real Blue NC zudem für den Sport etwas schwer, aber dennoch gibt es hier einige Leute, die beim Training einen Over-Ear Kopfhörer vorziehen und lieber tragen als ein On-Ear bzw. In-Ear Modell, aber Letzteres sieht man definitiv am meisten. Durch die Klappscharniere und drehbaren Ohrmuscheln kann man den Over-Ear Kopfhörer kompakt zusammenklappen, sodass dieser entweder im mitgelieferten Case oder auch einfach so im Rucksack verstaut werden kann. Das Kopfband kann wie gewöhnlich Individuelle angepasst werden und so bietet man hier eine 10-stufige Bügelverstellung. Diese sorgt wiederum in Kombination mit dem Federstahlkern im Kopfbügel und den weichen Polstern für einen angenehmen Anpressdruck. 

Das Design des Teufel Real Blue NC erinnert mich direkt an den alten Teufel Mute BT Kopfhörer, da hier die Form und das Ohrmuschel-Design nahezu identisch sind. Auffallend ist hier auf jeden Fall das Teufel „T“ an den Ohrmuscheln, welches von einem Ring umgeben ist. Anders als beim Vorgänger, dem Teufel Real Blue NC aus dem Jahre 2020, setzt man bei neuen Modell nicht mehr auf eine Hybriden-Steuerung aus Tasten und Touch. Beim neuen Teufel Real Blue NC hat sich Teufel für die Kombination aus zwei Tasten und dem vom Teufel Supreme On bereits bekannten Joystick entschieden. Auf dessen Vorteile gehe ich wie gewohnt später im Punkt „Bedienung“ ausführlich ein und es sei soviel verraten, ich bevorzuge diese präzise Steuerung jeder Touch-Bedienung. 

(Design: 4 von 5 Punkten)

Verarbeitung

Die Verarbeitung des Teufel Real Blue NC ist meiner Meinung nach sehr gut. Der Kunststoff fühlt sich hochwertig an und vermittelt keineswegs einen „billigen“ Eindruck. Die 10-fache Bügelverstellung rastet sauber ein und wie bereits erwähnt tragen die weichen Ohrpolster zu einem angenehmen Tragekomfort bei. Zudem gefällt mir das Bedienkonzept weg von den mit zahlreichen Tasten belegten Ohrmuscheln hin zum präzise steuerbaren Joystick und zwei simplen Tasten, von denen je eine an jeder Ohrmuschel sitzt. Beide Drucktasten haben einen angenehm spürbaren Druckpunkt, der nur ein minimal zu Hörendes klicken ins Innere des Kopfhörers überträgt. Beim Musikhören wird dies daher problemlos überspielt und fällt nicht störend auf. 

Teufel setzt beim Bezug der Ohrpolster und bei den Polsterungen des Kopfbands wie oftmals in der Branche üblich nicht auf echtes Leder, sonder auf ein sogenanntes PU-Leder. Dabei handelt es sich um ein Kunstleder Imitat, welches sich sehr weich anfühlt und sehr robust ist. Sehr gut finde ich hier das Teufel für 14,99€ zzgl. Versand Ersatzpolster inkl. Montageanleitung anbietet, sodass im Fall eines defektes nach der Garantie die Ohrpolster selbst ausgetauscht werden können.

(Verarbeitung: 4 von 5 Punkten)

TEIL 2

bestehend aus „Funktion des Produktes“ entspricht 65% der Gesamtwertung

Kopfhörer-ArtOver-Ear In-Ear Kopfhörer
KategorieBluetooth Kopfhörer (Bluetooth 5.0)
FarbeSchwarz; weitere Farben Weiß und Blau
Akkuintegriert, Lithium-Ionen-Akku
Akku Kopfhörer: 55 h (ohne ANC) 41 h (mit ANC) bei mittlerer Lautstärke.
Ladezeit bis komplett aufgeladen: 2 Stunden
Schnellladefunktion 5min für 4 Stunden Wiedergabe
Gewicht 280 Gramm
Materialbis auf die stärker beanspruchten Bauteile (Scharniere und Bügel), komplett Kunststoff.
KonnektivitätBluetooth 5.0 Audio-Codec: AAC, aptX.
Treiber40 mm Treiber (links und rechts)
Frequenzbereich10 Hz bis 20 kHz
Treiberempfindlichkeit bei 1 kHz/ 1 mW (dBkeine Angaben
Impedanz (Ohm)ca. 16 Ohm
LieferumfangREAL BLUE NC
1 ×Audiokabel mit Fernbedienung
1 × Transporttasche
1 × USB-C Ladekabel
die üblichen Beipackzettel
Technische Daten des Teufel Real Blue NC

Tragekomfort

Bezüglich des Tragekomforts habe ich beim Teufel Real Blue NC kaum Kritikpunkte gefunden. Die Polster des Kopfbands und die der beiden Ohrmuscheln sind angenehm weich gepolstert, sodass sich der Kopfhörer selbst nach längerem Musikhören absolut bequem trägt. Die Öffnung der Ohrposter ist groß genug, sodass normal große Ohren problemlos hinein passen, ohne ein unangenehmes Drücken oder Sonstiges. Bei sehr großen Ohren sollte man die Kopfhörer dennoch ausprobieren, ob diese einem passen, falls nicht, hat man hier bei Teufel ja 8 Wochen Rückgaberecht. Der Verstellmechanismus bietet die Möglichkeit, sich weit verstellen zu lassen, sodass kleine Köpfe aber auch größere damit einen perfekten Sitz geboten bekommen. Des Weiteren hat Teufel die Ohrmuscheln leicht nach vorne geneigt, sodass sich der Kopfhörer laut eigener Aussage besser dem Kopf- und der Ohrenform anpassen soll. 

Mit einem Gesamtgewicht von knapp 280 Gramm gehört der Real Blue NC zwar nicht zu den leichtesten seiner Sorte, aber durch die besagten weichen Polster spürt man dieses etwas höhere Gewicht kaum. Für Brillenträger würde ich den Kopfhörer wie viele andere Over-Ear Kopfhörer weniger empfehlen, denn hier kann zum einen der permanente Druck auf die Brillenbügel etwas unangenehm werden und zudem erreicht man hierdurch kein gutes ANC, da die Kopfhörer dann mit den Polstern nicht mehr sauber auf den Ohren aufliegen. Somit gelangen Geräusche, die man eigentlich nicht beim Musikhören mitbekommen möchte, ungestört ins Gehör, was definitiv nicht gut ist. 

Für sportliche Tätigkeit würde ich den Over-Ear Kopfhörer schon allein aufgrund seiner Bauweise weniger empfehlen. Schließlich deckt dieser die Ohren komplett ab, sodass kaum bis gar keine Luft zirkulieren kann, was wiederum dazu führt, dass man unter den Polster schwitzt.

(Tragekomfort: 4,5 von 5 Punkten)

Bedienung

Teufel setzt hier beim Real Blue NC wie ich es bereits erwähnt habe, nicht auf eine Bedienung via Touch, sondern einem Joystick mit mehreren Funktionen und zwei Tasten. Der Joystick ist bei Teufel nichts komplett Neues, denn dieser war bereits beim Teufel Supreme On verbaut und hat mir schon bei diesem sehr gut gefallen. Dabei kann man diesen kleinen Joystick in vier Richtungen bewegen und drücken, sodass man je nachdem, in welche Richtung man diesen betätigt, verschiedene Befehle ausführt. Für mich ist dies das beste Bedienkonzept, da man sich zum einen das mühsame Ertasten der vielen ähnlichen Tasten an den Ohrhörern erspart und zudem kommt es zu keinen Fehleingaben wie bei der Touch-Bedienung.

An der linken Seite des Teufel Supreme On gibt es neben der mittig nach unten gerichteten 3,5 mm Klinkenbuchse ein nach vorne gerichtetes Mikrofon für Telefonate. Außerdem findet man hier noch eine leicht nach hinten ausgerichtete USB-C Ladebuchse, sowie ein nach hinten angeordneter Power-Button inkl. Status-LED. Über diesen Power-Knopf schaltet man durch 2 Sekunden gedrückt, halten den Kopfhörer ein-/ aus. Kurz drücken führt dazu, dass einem der Akkustand anhand der aufleuchtenden Status-LED angezeigt wird und zweimal hintereinander betätigen führt dann wiederum dazu, dass man den Bluetooth-Kopplungsmodus aktiviert. Beim Akkustand hätte ich mir gewünscht, dass hier dann vielleicht nicht nur eine LED-durch farbliches Aufleuchten die Restkapazität darstellt, sondern eine Stimme, die Restkapazität in Prozent direkt über die Kopfhörer mitteilt. Schließlich bringt es mir kaum etwas, wenn ich den Kopfhörer aufhabe und die LED-zeigt mir eine Farbe an, die ich beim Tragen nicht sehe, somit muss ich dann in die App navigieren und hier den Akkustand einsehen. 

Direkt nach dem Einschalten zeigt einem die LED aber ebenso den aktuellen Ladestand des Akkus an, somit ist man zumindest vor dem Aufsetzen des Kopfhörers über dessen Restlaufzeit ungefähr informiert, für alles Weitere muss man dann eben in der App nachsehen. Kurz erläutere ich hier noch die LED-Anzeige des Akkus, die je nach Restkapazität unterschiedlich farbig aufleuchtet. Ein durchgängiges weißes Aufleuchten für 3 Sekunden zeigt an, dass die Kapazität des Akkus noch hoch ist (100 %), während ein weißes Aufblinken anzeigt, dass die Kapazität noch bei (60 – 99 %) liegt. Blinkt die LED wiederum gelb auf, sind es noch (21 – 59 %), während rot pulsierend eine niedrige Kapazität anzeigt (1 – 20 %) und somit sollte man spätestens dann schauen, dass man den Akku in der nächsten Zeit wieder voll auflädt.

Die rechte Ohrmuschel beherbergt den besagten und von mir bereits gelobten Joystick, der sozusagen als Multifunktion-Bedienelement betrachtet werden kann. Durch Einmaliges drücken wird die Musik Angehalten und fortgesetzt, wenn man diesen erneut drückt. Drückt man den Joystick wiederum nach oben, sprich nach hinten, dann wird die Lautstärke der Musik stufenweise erhöht oder so lange, bis man den Joystick nicht mehr in diese Richtung gedrückt hält. Um die Lautstärke wiederum zu verringern, drückt man den Joystick nach unten bzw. nach vorne. Um den aktuell wiedergegebenen Musiktitel zu überspringen, betätigt man den Joystick nach rechts, also nach außen und sobald man dies in die entgegengesetzte Richtung macht, spielt man den vorherigen Titel erneut ab, oder springt je nachdem wie oft man ihn betätigt, mehrere Titel zurück.

Über den Teufel Real Blue NC kann man jedoch nicht nur die Musik steuern, sondern auch den Sprachassistenten aktivieren und Telefonieren. Sofern man, während man den Kopfhörer verwendet, auf den Sprachassistenten zugreifen möchte, drückt und hält man den Joystick für zwei Sekunden betätigt. Sobald ein Anruf eingeht, wird eure Musik automatisch angehalten und wieder am selben Punkt fortgesetzt, sobald man aufgelegt hat. Geht gerade ein Anruf ein, kann man diesen durch einmaligen betätigen des Bedienknopfes annehmen und ablehnen, wenn man diesen zweimal drückt.

Das Teufel hier in dieser Preisklasse auf die vom Teufel Supreme On bekannte Funktion „Smart-Pause“ verzichtet hat, kann ich leider nicht wirklich verstehen. Denn mit dieser Funktion wird die Musik automatisch angehalten, wenn man den Kopfhörer absetzt und wieder fortgesetzt, wenn dieser wieder aufgesetzt wird. Hier hätte ich diese Funktion bei einem Kopfhörer mit einer UVP von über 200€ auf jeden Fall erwartet und daher finde ich es echt etwas Schade.

Zum Steuern des ANC/ Transparenz-Modus hat Teufel an der rechten Ohrmuschel einen separaten länglichen Knopf integriert. Bein einmaligen betätigen, wechselt man zwischen den beiden Modi durch, während ein 2 Sekunden langes Betätigen dazu führt, dass beides deaktiviert ist. Die Status-LED direkt daneben zeigt einem durch grünes Licht an das ANC an ist und weiß, dass man im Transparenz-Modus ist.

(Bedienung: 4,5 von 5 Punkten)

Klang

Teufel setzt bei den Real Blue NC pro Seite auf einen 40 mm großen Treiber. Dies ist so weit die übliche Größe bei Over-Ear Kopfhörern und somit in den letzten Jahren auch ein klarer Standard geworden. Besonderheit sind hier dann jedoch weitere Details, die zum guten Klang beitragen, hierzu zählt z. B. die Aluminiumschwingspule. Diese bewirkt, dass auch bei hohen Pegeln keine Verzerrung auftritt und das insgesamt eine konstante Klanggetreue herrscht. Die belüftete Rückraumkammer beim Treiber reduziert dann den sogenannten Klirr-Faktor und sorgt zugleich für einen präzisen und breiten Klang. Zuletzt wäre da dann noch die akustische Abstimmplatte zu erwähnen, die ebenso den Frequenzgang konstant hält, was für eine ausgewogene und tolle Wiedergabe sorgt. 

 Hochwertige Audio-Codecs hat Teufel mit integriert, sodass hier neben aptX auch AAC unterstützt wird. Somit haben sowohl iPhone- als auch Android-Nutzer beim Teufel Real Blue NC einen klaren und hochwertigen Klang. Beim Frequenzgang gibt Teufel einen überdurchschnittlichen Frequenzgang von 10 Hz bis 20 kHz an, sodass man hier bei Klang einen noch etwas tieferen Bass erwarten kann. Jedoch muss ich hier klar dazu sagen, dass der eigentliche menschliche hörbare Bereich bei 20 Hz im Bassbereich endet, aber es gibt dennoch junge Leute unter uns, die diesen Bereich noch wahrnehmen.

Für Teufel typisch punktet der Real Blue NC mit einer knackigen und druckvollen Basswiedergabe. Hier wird einem eine tolle Tiefenstaffelung beim Bass geboten und die Dynamik ist ebenso sehr gut. Somit macht es mit dem Real Blue NC sehr viel Spaß, Genres wie Pop, Rock und alle modernen Musiktitel zu hören. Das Erstaunliche ist hier zudem der Teufel Real Blue NC kann auch verdammt laut, also bekommt ihr hier ein sehr hohes max. Output geboten, was für mich persönlich auf jeden Fall mehr als ausreichend laut ist. Volle Lautstärke über mehrere Minuten könnte ich damit nicht ertragen, bzw. danach kann ich direkt prüfen lassen, ob ich ein Gehörschaden habe. Also hier auf jeden Fall acht geben und nicht übertreiben.

Die Mitten des Teufel Real Blue NC gefallen mir gut und verstecken sich kaum bis nur wenig hinter dem dominanten Bass. Somit klingen auch Stimmen beim Hören von Hörbüchern, bei Gesangstimmen usw. sehr gut und auch Gitarrensolos können mit ihrer Griffigkeit punkten. Zu guter Letzt punkten auch die Höhen mit einer sauberen Klangwiedergabe und sorgen für eine gute, transparente Raumabbildung. Insgesamt ein toller Klang, welcher Teufel hier mit dem Real Blue NC gelungen ist und wer es gerne laut und bassbetont mag, ist hier genau richtig. Der Klang kann in der App im Equalizer angepasst werden, sodass z. B. der Bass sofern gewünscht zurückgenommen werden kann. Somit kann der Klang noch in der App ein wenig feingetunt werden.

Die Sprachverständlichkeit des Teufel Real Blue NC ist sehr gut, hier habe ich eigentlich nichts zu bemängeln. Die eigene Stimme wird klar und sehr verständlich übertragen, und dabei ist es egal, ob man daheim in Ruhe oder unterwegs im Freien telefoniert. Störgeräusche um einen herum werden zuverlässig neutralisiert, sodass man weitestgehend eine gute Ruhe geboten bekommt und so ungestört telefonieren kann. Lediglich im viel befahrenen Straßenverkehr in der Stadt beklagte sich meine Gesprächsperson hin und wieder etwas aufgrund von Rauschen im Hintergrund meiner Stimme, was jedoch von der Elektronik übermittelt wird, weil diese versucht, die lauten Geräusche des Verkehrs zu neutralisieren. Zu guter Letzt versteht man selbst die Gesprächsperson sehr klar und deutlich und auch sonst gibt es hier nichts zu beanstanden. 

Die Latenz beim ansehen von Filmen und Videos haben eigentlich inzwischen alle Hersteller im Griff. Somit konnte ich auch beim Teufel Real Blue NC absolut keine Verzögerungen zischen dem auf dem Smartphone dargestellten Bild und dem Ton, der über die Kopfhörer wiedergegeben wird, feststellen. Also hat Teufel hier nicht zu viel versprochen, wenn man hier mit einer Lippensynchron-Funktion wirbt, denn diese hat man hier voll und ganz eingehalten.

(Klang: 4 von 5 Punkten)

App

Teufel bietet für einige aber leider noch nicht immer für jeden Kopfhörer eine kostenlose App-Anbindung für iOS und Android Smartphones an, über die man weitere Personalisierung bzw. Einstellungen vornehmen kann. Im Falle des Teufel Real Blue NC ist dieser mit der Teufel Headphones App kompatible und so kann man hier über die App ein paar Dinge anpassen.

Teufel Go
Preis: Kostenlos
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Ich muss jedoch ehrlich gestehen, die App ist vom Funktionsumfang recht schlicht gehalten, sodass hier nur wenige Anpassungsmöglichkeiten geboten werden, aber dafür ist immerhin die App sehr übersichtlich gehalten. Hat man den Teufel Real Blue NC via Bluetooth wie gewöhnlich mit dem Smartphone gekoppelt, kann man die heruntergeladene App öffnen und hier dann ebenfalls noch kurz den Kopfhörer verknüpfen. Anschließend landet man direkt auf der Startseite, auf welcher man zu Beginn immer zuerst landet. Hierbei wird einem neben dem Kopfhörer und dessen Namen auch direkt der Akkustand in einzelnen Prozentschritten gezeigt. 

Unmittelbar darunter hat man dann noch drei Einstellungsmöglichkeiten, bei denen es sich um die Geräuschkontrolle, den Equalizer und ShareMe handelt. Beim Punkt Geräuscherkennung“ gibt es nur ANC, Transparenz oder Aus regulieren lässt sich hier nichts, sodass man diese Funktion im Alltag sowieso mehr oder weniger direkt am Kopfhörer mit dem entsprechenden Knopf einstellt. 

Viel wichtiger ist hier dann der nächste Menüpunkt „EQ“, denn hier kann man den Klang personalisieren. Anstelle eines 3- bzw. 5-Band Equalizer setzt Teufel hier auf einen parametrischen EQ, bei dem man etwas mehr Gewöhnungszeit benötig, bis man alles eingestellt hat. Dies liegt daran, dass man hier sowohl den Pegel als auch die Frequenz immer zusammen einstellen muss. Hier ist etwas Übung und Probieren angesagt, aber dann lernt man die Vorzüge schnell kennen und kann z. B. den Bass, wenn dieser zu dominant wäre zurücknehmen usw.  

ShareMe ist nur dann wichtig, wenn z. B. ihr und euer-/e Partner-/in ebenfalls einen Teufel Real Blue NC Kopfhörer haben, denn dann könnt ihr völlig kabellos beide Kopfhörer mit einem Smartphone verbinden, sodass z. B. jeder für sich mit dem eigenen Kopfhörer einen Film auf Netflix am Smartphone ansehen kann. In den Allgemeinen-Einstellungen, zu welchen ihr über das Zahnrad auf der Startseite gelangt, können z. B. die Systemtöne deaktiviert werden, der Auto-Off Timer für das automatische Abschalten kann eingestellt werden und man es ist möglich zu bestimmen, dass der Sprachassistent nicht über den Kopfhörer verwendet werden kann. Viel mehr wichtiges gibt es hier nicht zu sehen bzw. Einzustellen, ausser man möchte hier noch auf die Kurzanleitung zugreifen, was dann jedoch online erfolgt. 

App: 3,5 von 5 Punkten)

Ausstattung

ANC/Umgebungsmodus

Wie die Endung im Name schon verrät, handelt es sich beim Teufel Real Blue NC um einen Over-Ear Kopfhörer mit Noise-Cancelling. Dies ist natürlich zum geforderten Preis von über 200€ auch absolut Pflicht, denn alles andere währe in der heutigen Zeit ein absolutes No-Go. Zum Einsatz kommt hier ein digitales Hybrid-ANC, was sehr zuverlässig und effizient arbeitet. Die am Teufel Real Blue NC verbauten Mikrofone, sowohl an den Ohrmuscheln Außenseiten als auch innen arbeiten dabei zusammen.Während die Äußeren die Störgeräusche erfassen und hier bereits ein entsprechend passendes Gegensignal generieren, misst das innere ebenfalls nach, was noch durchkommt und somit wird noch feiner alles, was durchkommen möchte, herausgefiltert. 

In der ANC-Technologie hat sich noch einiges getan in den letzten Jahren und so wird zum einen der Klang nicht mehr vom Aktivieren des ANC beeinflusst und zudem wurde das Grundrauschen, was sonst vorhanden war, ebenfalls fast komplett neutralisiert. Genau so ist es auch beim Teufel Real Blue NC, das aktivieren von ANC, führt zu einer tollen Ruhe, ohne störendes Rauschen und der Klang wird nicht verändert. Das ANC arbeitet sehr gut, ist jedoch kein marktführendes ANC, aber ein sehr gut Arbeitendes. Mittlere Frequenzen werden fast komplett herausgefiltert, zu denen die typischen Geräusche wie Motorengeräusche im Verkehr und die Turbinengeräusche beim Fliegen zählen. Hochfrequente und sehr tiefe Geräusche kommen noch durch, aber deutlich gedämpfter als ohne aktives ANC. Daher ein guter ANC-Kopfhörer, der zwar nicht mit dem Modell von Sony und Co. mithalten kann, aber dafür auch etwas günstiger ist. 

Beim Transparenz-Modus ist es dann wiederum so, dass Außengeräusche bewusst verstärkt in den Kopfhörer übertragen werden. Dabei entsteht zugleich aufgrund der Technik ein verstärktes Grundrauschen, was daran liegt, dass die Geräusche in der Umgebung mit den Mikros aufgenommen und eingespielt werden. Dieser Modus ist dann sinnvoll, wenn man sich trotz aufgesetztem Kopfhörer mit jemand unterhalten möchte oder eventuelle Ansagen am Flughafen oder am Bahnhof mitbekommen möchte. 

Zubehör

Teufel liefert den Real Blue NC in einem sehr stabilen und hochwertigen Aufbewahrungs-Case aus. Dieses sieht optisch recht hübsch aus und fühlt sich auch wertig an. Es wurde rundum mit robustem Kunstleder bezogen und besitzt im Inneren Polsterung, sodass darin wunderbar das Zubehör verstaut werden kann.

Den Großteil nimmt jedoch der Kopfhörer eine der darin aber sicher geschützt sitzt.

(Ausstattung 4 von 5 Punkten)

Bluetooth

Beim Bluetooth setzt Teufel auf den Bluetooth-Standard 5.0.Die Verbindung ist äußerst stabil und wie gewohnt schein hergestellt. Dazu einfach in die Bluetootheinstellungen navigieren, den Teufel Real Blue NC auswählen und schon ist dieser gekoppelt. Dann bei Bedarf noch mit der App verknüpfen und schon koppelt dieser sich nach dem Einschalten automatisch mit dem Smartphone. 

Im Praxistest lieferte das Bluetooth eine Reichweite von gut 12 Meter indoor und erst nach knapp 27 Meter war outdoor Schluss. Allesamt gute Werte, welche sich sehen lassen können und somit kann man sich auch im Haus über zwei bis drei Stockwerke bewegen, ohne dass gleich die Verbindung abbricht. Bei der Wiedergabe via Bluetooth profitieren Android- und Apple-User, denn hier wird sowohl der aptX- als auch der AAC-Codec unterstützt, welches eine Musikübertragung in nahezu CD-Qualität ermöglicht.

Wie bereits erwähnt, unterstützt der Teufel Real Blue NC die Share-Me-Funktion aus dem Hause Teufel. Somit können zwei Kopfhörer völlig kabellos mit einem Smartphone verbunden werden, sodass jeder für sich mit dem eigenen Kopfhörer einen Film auf Netflix am Smartphone ansehen können. Vorausgesetzt, beide haben denselben Kopfhörer.

(Bluetooth: 4 von 5 Punkten)

Akkulaufzeit

Bei der Energieversorgung des Teufel Real Blue NC setzt Teufel auf einen recht großen 700 mAh, sodass hier direkt auch klar ist, warum hier bis zu 55 Stunden Musikwiedergabe bei mittlerer Lautstärke ohne Pause möglich sind. Aktiviert man ANC, reduziert sich die Laufzeit zwar auf rund 41 Stunden, aber das ist immer noch sehr viel und hier gibt es aktuell mir kaum eine bekannte Konkurrenz, die hier mithalten kann, zumindest nicht in dieser Preisklasse. Sollte der Akku dennoch unerwartet leer gehen, kann man den Kopfhörer noch mit dem mitgelieferten Kabel betrieben, aber mangels Klinkenbuchse wird das bei den neueren Smartphones kaum einer machen, den einen Adapter müsste man dann auch noch bei haben. 

Eine Schnellladefunktion ist mit integriert, sodass gut 5 Minuten Aufladen für bis zu 4 Stunden Musikwiedergabe (ohne ANC) ausreichen. Eine komplette Aufladung dauert wiederum knapp über 2 Stunden, was angesichts der langen Akkulaufzeit enorm schnell ist. Außerdem finde ich es gut, dass man den Kopfhörer auch während des Ladevorgangs nutzen kann, ein wichtiges Detail, welches nicht immer der Fall ist.

(Akkulaufzeit: 4,5 von 5 Punkten)

TEIL 3

bestehend aus „Preis/Leistung“ entspricht 10% der Gesamtwertung

Beschreibung

Bei der neusten Generation des Teufel Real Blue NC gefällt mir gut, dass hier die neuste Technologie im Design des Teufel Mute BT daher kommt. Das ANC funktioniert sehr gut, sodass Störgeräusche weitestgehend neutralisiert werden und ein wahrer Traum ist die Steuerung mit dem Joystick. Dieses habe ich bereits beim Teufel Supreme On lieben gelernt und ich bin froh, das Teufel sich hier ebenfalls dafür entscheiden hat und von der Touchbedienung Abschied genommen hat. Klanglich kann man sich beim Teufel Real Blue NC nicht beklagen, denn dieser kann nicht nur sehr laut, sondern auch mit einem guten Klangbild punkten. Teufel hat hier auf keinen Fall zu viel versprochen und einen würdigen Nachfolger des alten Teufel Real Blue NC auf den Markt gebracht. 

Preis/Leistung

Teufel hat den Real Blue NC mit einer UVP von 229,99€ auf den Markt gebracht, was definitiv nicht günstig ist. Inzwischen bietet Teufel diesen jedoch für 200€ an, was ebenfalls nicht wenig ist, aber hierfür bekommt man auch einen klanglich sehr guten Kopfhörer geboten. Dieser bietet einen bequemen Tragekomfort, ein tolles Bedienkonzept und ein solides ANC. Braucht man wiederum kein ANC, kann man sich vielleicht auch den 119€ teueren Teufel Real Blue anschauen, dieser bietet bis auf das ANC absolut die gleichen Eigenschaften.

Teufel Real Blue NC

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testr Gesamtwertung

unter Berücksichtigung aller Teilwertungen

 Wir bedanken uns beim Hersteller für die Bereitstellung des Produktes. Zu unseren Grundsätzen

Link zum Hersteller: https://teufel.de

JBL Reflect Flow Pro

In aller Kürze

Mit den JBL Reflect Flow Pro hat JBL nun eine rundum überarbeitete Pro-Version von der Reflect Flow-Serie vorgestellt. Rundum überbautet bedeutet hier jedoch nicht nur, dass die beiden In-Ears ein neues, modernes und schöneres Design erhalten haben, sondern auch das zugehörige Ladecase ist nun noch kompakter geworden und unterstützt nun auch Wireless Charging. Die Verarbeitung ist sehr gut, der Tragekomfort mit den Ear-Hooks ist bombenfest und nun ist sogar ANC mit an Bord. Abgerundet wird das Ganze von einer IP68 Zertifizierung, sodass diese fortan staubdicht und sogar wasserdicht sind. Somit ist damit selbst schwimmen kein Problem, was die JBL Reflect Flow Pro zum idealen Allrounder für jede Situation macht.

Gefällt uns

  • guter Sitz und extrem sicherer Halt
  • gute Akkulaufzeit
  • ANC
  • Umgebungs- und Talkthru-Funktion
  • Case kan via USB-C oder kabellos via Qi aufgeladen werden
  • Amazon Alexa und Google Assistant unterstützung

Gefällt uns weniger

  • kein aptX und AAC
  • manuelles Ausschalten nicht möglich
  • keine Lautstärkeregulierung

JBL Reflect Flow Pro

Zum Angebot bei

TEIL 1

Bestehend aus „Verpackung/Design/Verarbeitung“ entspricht 25% der Gesamtwertung

Verpackung

Bei der Kopfhörer-Serie Reflect Flow aus dem Hause JBL handelt es sich um keine neue Serie, denn es gab hier 2019 und dazwischen ein paar weitere Generationen. Mit dem Reflect Flow Pro bringt JBL nun die neuste Generation auf den Markt, welche sowohl im Alltag als auch für schweißtreibende Workouts  geeignet ist. 

Beim Verpackungsdesign setzt JBL auf das bereits von den anderen Kopfhörer gewohnte Design, welches rundum durch Texte, Symbole und Bilder ausführlich über das Produkt informiert. Nach dem Aufklappen der Verpackung kann man dann zudem direkt die Produkte (Case und In-Ears) durch ein transparentes Sichtfenster begutachten, doch wie immer der Reihe nach. 

Bei den Farben der Verpackung setzt JBL ebenso auf das gewohnte farbliche Konzept. Daher sind auch hier weiß/orange und graue Farben vorzufinden, also ein typisches JBL Erkennungsmerkmal. An der Vorderseite zeigt JBL direkt in groß die beiden In-Ears und darunter ist in der rechten Ecke das aufgeklappte Case zu sehen. Bei den beiden In-Ears hat JBL nicht ohne Grund das Wasser dargestellt, denn damit möchte man direkt darstellen, dass diese wasserdicht sind. Des Weiteren hat man hier selbstverständlich das Firmenlogo und seitlich nach unten verlaufend den Produktnamen platziert. Direkt darunter erwähnt JBL dann wie inzwischen gewohnt die wichtigsten Funktionen der Ohrhörer, zu denen unter anderem das adaptive Noise Cancelling und Wireless Charging zählen. Die untere rechte Ecke ziert wie von JBL gewohnt die Darstellung der Akkulaufzeit, sodass man hier direkt auf einen Blick sieht, dass die In-Ears eine Laufzeit von bis zu 10 Stunden bieten und das Case diese um zusätzliche 20 Stunden auf insgesamt 30 Stunden erweitert. 

Die schmale rechte Seite zeigt zum einen durch kleine Skizzen den Lieferumfang, welchen einen dann in der Verpackung erwartet. Außerdem wird man darüber informiert, dass sowohl Alexa built-in als auch ok Google mit den JBL Reflect Flow Pro verwendet werden kann. Zu guter Letzt kommen wir nun wie gewohnt noch zur wichtigen Rückseite, denn wie üblich verrät diese einem die meisten Informationen zum Produkt. Hier bekommt man zum einen erneut eine Abbildung der In-Ears zusammen mit dem Ladecase geboten. Des Weiteren informiert JBL hier direkt daneben über die vier wichtigen Ausstattungsmerkmale der In-Ears. Zu diesen zählt z. B. das adaptive Noise Cancelling mit Secure-Fit, welches für einen sicheren Halt sorgt, sowie der Schutz gegen Staub und Wasser.

Klappt man die Verpackung von rechts nach links auf, kann man sowohl die In-Ears, als auch das Ladecase durch das bereits erwähnte Sichtfenster erblicken.  Form einer Kurzanleitung usw. enthalten sind. Hat man hier den Klebestreifen an der Seite entfernt, kann man das Sichtfenster aufklappen und direkt im Zentrum die In-Ears und das Ladecase aus einem Schaumstoffeinsatz entnehmen. Direkt darüber und darunter ist dann noch jeweils eine kleinen schwarze Kartonage vorhanden, bei der man oben das USB-C Ladekabel und unten die unterschiedlich großen Silikon-Anpassstücke und einen zusätzlichen Satz Sicherungsgummis findet. Unter all diesen Einsätzen findet man dann ganz unten in der Verpackung noch eine weitere Hülle, in der die üblichen Beipackzettel in Form einer Kurzanleitung usw. enthalten sind.

(Verpackung: 4 von 5 Punkten)

Design

In-Ear Kopfhörer

Das Design der JBL Reflect Flow Pro ist sportlich, modern und zugleich auch absolut alltagstauglich. Beim Formfaktor setzt man hier auf das klassische Knopf-Design, also auf etwas klobigere In-Ears die aber ohne zusätzliches Stäbchen wie z. B. bei den JBL Live  Pro+ auskommen. Mit je 7,5 Gramm pro In-Ear, sind diese zwar nicht die leichtesten ihrer Klasse, aber dennoch angenehm vom Gewicht, dass diese trotzdem bequem und vor allem absolut sicher im Ort halten.Das Design gefällt mit gut, JBL bietet die In-Ears in insgesamt vier Farben an, darunter: Pink, Weiß, Blau und Schwarz. Letzteres entspricht daher genau meinem Testsample, welches mir optisch gut gefällt. Durch die farbliche Auswahl sollte eigentlich für jeden eine passende Farbe welche zusaget dabei sein.

Bei meinem Testgerät in Schwarz wird das Design durch den äußeren silbernen Ring etwas aufgewertet, welcher wiederum bei den anderen Farben in derselben Farbe gehalten wurde wie die In-Ears selbst sind. Hierbei befindet sich an der Außenseite innerhalb des besagten silbernen Rings das bekannte JBL Logo. Zugleich verbirgt sich hier auf dieser Oberfläche auch eine Touch-Fläche, sodass beim JBL Reflect Flow Pro auf eine Bedienung via Touch gesetzt wird. Zusätzliche Tasten gibt es hier bei diesem Modell nämlich nicht. Der rundum laufende silberne Ring ist an zwei Bereichen oben und unten etwas breiter und mit einem länglichen Schlitz versehen, dies dient hierbei nicht nur dem Design. Hierbei handelt es sich nämlich wie von ANC In-Ears gewohnt um die Öffnungen für die Mikros, von welchen hier jeweils oben und unten im Schlitz eines sitzt. 

Seitlich an den In-Ears fällt dann direkt das Erkennungsmerkmal für einen sportlich orientierten In-Ear auf, denn man hat hier sogenannte POWERFINS-Stabilisatoren angebracht, welche in einer Aussparung bündig übergestülpt werden. Diese sind, wenn man genau hinschaut, sogar mit dem Namen der In-Ears versehen. Diese POWERFINS-Stabilisatoren sorgen beim Eindrehen der In-Ears für einen absolut sicheren Halt, sodass hier egal ob im Alltag oder beim Sport alles absolut bombenfest im Ohr hält. An der Innenseite der In-Ears fällt dann vor allem mal der Treiberkanal auf, welche wie gewohnt mit Silikon-Eartips versehen wurde. Damit hier nicht nur der sitzt gut ist, sondern sich auch der Klang richtig entfalten kann, liefert JBL hier insgesamt drei Größen an Silikon-Eartips mit. Damit sollte man diese problemlos anpassen können, was auch wichtig ist, denn da ANC mit an Bord ist, sollten die In-Ears schon von Grund auf gut abdichten. 

Die Innenseite hat JBL mit einem kleinen Wabenmuster versehen, was das sportliche Design unterstreicht und auch wenn man es beim Tragen nicht sieht, beim betrachten der In-Ears schön aussieht. Des Weiteren findet man hier noch drei goldene Ladekontakte, über welche die True-Wireless In-Ears wie üblich im Case mit Strom versorgt werden. Zudem erkennt man hier an der Innenseite noch eine kleine runde Öffnung, in welcher das dritte Mikrofon, welches für ANC benötigt wird, platziert wurde. Dieses misst bzw. erfasst die Geräusche, die unter Umständen dennoch durchs Gehör gelangen würden und sorgt dafür, dass die verbaute ANC-Elektronik das Entsprechenden spiegelbildliche Anti-Rausch -Signal sendet, um diesen frühzeitig entgegenzuwirken. Ein kleines Detail fällt unter Umständen an der Innenseite nicht direkt auf, doch der Clou ist, dass in dem Wabenmuster eine etwas dunklere schwarze Wabe sitzt, in der JBL den Annäherungssensor versteckt hat.  Dieser sorgt wie gewohnt dafür, dass die Musik automatisch angehalten wird, wenn man einen der In-Ear aus dem Ohr nimmt und wieder weiter läuft, wenn man diesen eingesetzt hat. 

Die JBL Reflect Flow Pro können auch einzeln als Mono In-Ear verwendet werden, hierbei muss man sich jedoch im Klaren sein, dass dann die Bedienung je nachdem, welchen In-Ear man nutzt, etwas eingeschränkt ist. Schließlich sind Touch-Oberflächen unterschiedlich belegt und nutzt man nur einen, ist man daher von der Störung direkt über den In-Ear deutlich eingeschränkter und muss öfters das Handy zur Hand nehmen.

Ladecase

Das Ladecase der JBL Reflect Flow Pro wurde wie gewohnt aus Kunststoff gefertigt und liegt gut in der Hand. Hierbei fällt bei diesem Modell direkt die fest integrierte Schlaufe auf, sodass man das Case auch um das Handgelenk oder an einem Gürtel usw. befestigen kann. Zu den kleinen Case gehört das der JBL Reflect Flow Pro jedenfalls nicht, denn es ist mit den Maßen von ca. 70 x 40 x35 (L x B x H) nicht unbedingt kompakt gehalten, aber natürlich auch nicht so groß wie das der Powerbeats oder der Teufel Airy Sports TWS. Vom Gewicht bringt das Case ohne In-Ears gut 62 Gramm auf die Waage, kein Leichtgewicht, aber zugleich auch kein schwerer Brocken.

Optisch ist das Case zwar etwas schlicht gehalten, aber dennoch auch irgendwie etwas auffällig, was an der fest integrierten Handschlaufe liegt. Diese verleiht dem Case meiner Meinung nach einen dezenten sportliche Look und somit kann das Case nicht nur in der Hosentasche, sondern wie erwähnt, auch am Handgelenk getragen werden oder einfach an etwas angebunden werden. Die Oberseite des Deckels ziert wie von JBL gewohnt lediglich ein JBL-Logo, welches hier anders als bisher gewohnt, aber etwas erhaben, also spürbar aufgebracht wurde. An der Front und Rückseite ist das Ladecase abgeflacht, genauso wie an der Unterseite. Somit kann man dies bei Bedarf auf mehrere Seiten auflegen, ganz wie es einem selbst gefällt. An der Vorderseite befindet sich zum leichteren Öffnen des Case eine Griffmulde und direkt darunter eine Akkuanzeige in Form eines Balkens. Während man an der Rückseite neben einem USB-C Ladeanschluss auch einen kleinen Reset-Knopf findet.

Im Inneren des Case gibt es nichts Atemberaubendes zu sehen, hier findet man die beiden Plätze, in welchen die In-Ears zum Aufladen eingesetzt werden und dabei über je drei Ladekontakte mit Strom versorgt werden. Im Zentrum findet man eine kleine Status-LED, diese zeigt einem jedoch nur den Bluetooth-Status an, also ob dieses nach einer Verbindung sucht, bereits verbunden ist oder nicht verbunden ist. Eine Beschriftung, welcher In-Ear wo reinkommt, ist hier nicht notwendig, denn aufgrund der Hacken können diese nicht falsch eingesetzt werden. Zu guter Letzt sorgt wie inzwischen von allen True-Wireless In-Ears gewohnt, der Magnetverschluss, welcher das Case verschlossen hält, dafür, dass auch beim sehr starken schütteln über Kopf nichts herausfällt. Aber auch wenn der Deckel offen ist und man das Case schüttelt, werden beide Ohrhörer dank der magnetischen Sicherung problemlos an ihrer Position gehalten.

(Design: 4 von 5 Punkten)

Verarbeitung

Die Verarbeitung der JBL Reflect Flow Pro ist meiner Meinung nach sehr gut. Das Gehäuse der In-Ears zeigt saubere Übergänge, keine Mängel im Bezug zur Fertigung und auch das Case ist ohne Makel. Die gewählten Materialien harmonieren gut miteinander, die In-Ears sind robust und auch das Case würde einen Sturz bis auf ein paar Kratzer bzw. Macken sicherlich überstehen.

Durch den Einsatz von Touch-Sensoren bei der Bedienung drückt man sich die In-Ears beim Betätigen nicht unangenehm ins Ohr. Daher habe ich hier eigentlich nichts zu bemängeln, denn das Gewicht ist insgesamt recht leicht und die In-Ears sind sogar staub und wasserdicht, sodass man damit sogar zeitweise schwimmen bzw. tauchen könnte.

(Verarbeitung: 4,5 von 5 Punkten)

TEIL 2

bestehend aus „Funktion des Produktes“ entspricht 65% der Gesamtwertung

Kopfhörer-ArtTrue-Wireless In-Ear Kopfhörer
KategorieBluetooth Kopfhörer (Bluetooth 5.0)
Farbeschwarz, weitere Farben: Pink, Weiß, Blau
Akkuintegrierter, Lithium-Polymer-Akku
Akku Ohrhörer: 8 h(mit ANC); 10 h (ohne ANC)
Akku Ladecase: 20 h
Gesamt somit: bis zu 30 h
Gewicht 77 g (Ohrhörer und Ladebox)
15 g (beide Ohrhörer)
62 g (Ladebox)
MaterialOhrhörer und Ladecase aus Kunststoff
KonnektivitätBluetooth 5.0 Audio-Codec: SBC. Unterstützte Profile: A2DP V1.3, AVRCP V1.6, HFP V1.7. Fast Pairing von Google wird unterstützt.
TreiberDynamische Treiber mit einer Größe von 6,8 mm (links und rechts)
Frequenzbereich20 Hz–20 kHz
Treiberempfindlichkeit bei 1 kHz/ 1 mW (dB100 dB SPL bei 1 kHz
Impedanz (Ohm)16 Ohm
Lieferumfang1x JBL Reflect Flow Pro In-Ears (links und rechts)
1 x Silikonanpassstücke in 3 Größen
1x POWERFINS Stabilisatoren in 4 Größen
1 x USB-C-Ladekabel
1 x Ladecase
x Garantie/Warnung (W/!)
1 x Produkt-Kurzanleitung / 1 x Google Assistant Einrichtungsanleitung / 1 x Amazon Alexa Einrichtungsanleitung / Sicherheitsblatt (S / i)
Technische Daten der JBL Reflect Flow Pro

Tragekomfort

Auf den ersten Blick wirken die JBL Reflect Flow Pro wie z. B. die von mir bereits getesteten JBL Tour Pro+ TWS natürlich etwas klobiger als die JBL Live Pro+ TWS. Dies bedeutet jedoch keineswegs, dass diese nicht angenehm im Ohr sitzen, denn mit dem Tragekomfort bin ich hier dennoch sehr zufrieden. Der Halt ist dank der POWERFINS-Stabilisatoren mit ihren Hacken absolut fest, denn dieser sorgt dafür, dass sich die beiden In-Ears durch leichtes eindrehen, in der Ohrmuschel verankern. Das Ergebnis ist ein komfortabler und dennoch sicherer halt sowohl im Alltag, also auch bei so gut wie allen sportlichen Aktivitäten.

Zur Anpassung an den eigenen Ohrkanal liefert JBL bei den Reflect Flow Pro insgesamt drei Größen an Silikon-Eartips mit und sogar 4 Größen an POWERFINS-Stabilisatoren, sodass man die In-Ears sehr gut individuell anpassen kann. Das Resultat ist ein absolut sicherer Halt, ohne das hier was verrutscht und vom Tragekomfort sind die In-Ears zwar zu spüren, aber keineswegs unangenehm oder störend. Egal ob unterwegs auf der Straße bzw. bei  jeder sonstigen Aktivität im Alltag, aber auch bei sportlichen Aktivitäten verrutscht hier absolut nichts.

Ob die In-Ears richtig im Ohr sitzen, könnt ihr entweder selbst entscheiden oder über die App prüfen, hier gibt es im Untermenü eine entsprechende Funktion. Diese Funktion sorgt dafür, dass ein kurzer Ton wiedergegeben wird und euch wird im Anschluss direkt mitteilt, ob alles richtig sitzt oder z. B. einer und der Ohrhörer nachjustiert werden sollte. Dies funktioniert über die verbauten Mikros in der Innenseite der Ohrhörer, die dabei prüfen können, ob Geräusche von außen durchkommen bzw. ob der Ton durch einen falschen oder zu lockeren sitzt leicht entweicht.

(Tragekomfort: 4 von 5 Punkten)

Bedienung

JBL setzt wie inzwischen bei so gut wie allen In-Ears auf eine berührungsempfindliche Touch-Oberfläche zur Bedienung. Dies hat zwar den Vorteil, dass man sich die In-Ears nicht ins Ohr drückt, als wenn man z. B. eine Taste drücken muss, doch ein Nachteil bringt dies zugleich automatisch mit sich. So kann man die In-Ears nämlich nicht über die Touch-Funktion einschalten und benötigt so stets das Ladecase. 

Über die JBL Headphones App kann man bei Bedarf die Belegung der Touch-Zuweisung etwas verändern, jedoch hat man hier dann nicht komplett die freie Wahl, sondern kann aus verschiedenen Settings das passende Auswählen. Von Werk aus ist die Bedienung so gewählt, dass man durch das Antippen der linken Oberfläche zwischen ANC und dem Ambient Aware (Umgebungsmodus) wechseln kann, während man durch ein zweimaliges antippen die TalkThru-Funktion ein- und ausschalten kann. Die Musiksteuerung erfolgt wiederum am rechten In-Ear, sodass ein einmaliges berühren, die Musik pausiert, ein doppeltes zum nächsten Titel springt und dreimaliges Antippen einen Musiktitel zurückspringt Einen eingehenden Anruf kann man bei den JBL Reflect Flow Pro über beide Seiten annehmen, indem man zweimal auf einen der beiden In-Ears tippt. Des Weiteren legt man dann am Ende ebenso darüber auf und das Mikro kann man muten, indem man eine der beiden Touch-Oberflächen länger berührt hält. Möchte man wiederum den Sprachassistenten nutzen, muss man eine Seite der In-Ears länger berührt halten.

Leider ist es hier so, dass JBL von Werk aus auf eine Lautstärkeregulierung verzichtet hat, jedoch kann man hier in den Einstellungen z. B. auf die Titelwahl verzichten und diese Funktion mit der Lautstärkenregulierung belegen. Daher muss man sich hier leider für einen Kompromiss entscheiden ganz nachdem, auf was man eher verzichten kann bzw. möchte.

(Bedienung: 4 von 5 Punkten)

Klang

JBL setzt bei den Reflect Flow Pro je In-Ear auf einen 6,8 mm großen Treiber, was der üblichen Größenanordnung bei den meisten Herstellern entspricht. Hochwertige Audio-Codecs werden wie von JBL auch hier leider nicht unterstützt, jedoch bemerkt man dies, da man keinen direkten Vergleich hat im Alltag kaum bis gar nicht. Beim Frequenzgang gibt JBL ebenso die gewöhnlichen 20 Hz bis 20 kHz an, also genau den Bereich, welchen ein menschliches Gehör in der Regel auch wahrnehmen kann, denn alles, was darüber bzw. darunter liegt, hören sowieso nur die wenigsten unter uns. 

JBL verspricht hier bei den Reflect Flow Pro Ohrhörer, dass diese so gut klingen wie diese Aussehen und zudem den gewohnten JBL Signature Sound liefern. Bestätigen kann ich auf jeden Fall, dass diese ordentlich zupacken können, sodass diese eine Hohes max. Output bieten. Hierbei verzerrt auch nicht, egal, ob man leiser zu Hause oder in einer lauten Umgebung mit max. Lautstärke Musik hört. Der Bass steht wie von JBL etwas im Vordergrund, dieser bietet keinen kräftigen Tiefgang mit einem überzeugenden, tief reichenden Fundament. Somit ideal für Workouts, denn die kräftigen Bässe puschen einem beim Training sehr gut. Die Mitten und Höhen sind wie bei JBL üblich etwas im Hintergrund, aber keineswegs klingt der Klang dabei unstimmig, die Mitten geben Stimmen und Gitarrensolos gut wieder und die Höhen klingen dennoch sauber und luftig, jedoch fehlt es hier und da je nach Musik-Genre etwas an der Feinsinnigkeit.  JBL bietet in der App auch einen Equalizer, sodass man den Klang entweder noch etwas individuell anpassen kann, oder man wählt eine Presets aus den fünf Vorgegebenen aus.

Die Sprachverständlichkeit der JBL Reflect Flow Pro ist sehr gut, hier habe ich eigentlich nichts zu bemängeln. Die eigene Stimme wird klar und sehr verständlich übertragen, und dabei ist es egal, ob man daheim in Ruhe oder unterwegs im Freien telefoniert. Störgeräusche um einen herum werden sehr zuverlässig neutralisiert, sodass man wirklich eine sehr gute Ruhe geboten bekommt und so ungestört telefonieren kann. Lediglich im viel befahrenen Straßenverkehr in der Stadt beklagte sich meine Gesprächsperson hin und wieder etwas aufgrund von Rauschen im Hintergrund meiner Stimme, was jedoch von der Elektronik übermittelt wird, weil diese versucht, die lauten Geräusche des Verkehrs zu neutralisieren. Zu guter Letzt versteht man selbst die Gesprächsperson sehr klar und deutlich und auch sonst gibt es hier nichts zu beanstanden. 

Die Latenz beim ansehen von Filmen und Videos haben eigentlich inzwischen alle Hersteller im Griff und so konnte ich auch bei den JBL Reflect Flow Pro absolut keine Verzögerungen zischen dem auf dem Smartphone dargestellten Bild und dem Ton, der über die Kopfhörer wiedergegeben wird, feststellen. In der App kann man hierfür zudem dank der neuen Technologie Smart Audio & Video bestimmen, dass man gerade Musik hört, dann wird der Fokus auf eine gute klangliche Wiedergabe gelegt oder man wählt den Videomodus, dann wird die Latenz reduziert, sodass diese von einem menschlichen Gehör nicht bemerkt wird.

(Klang: 4 von 5 Punkten)

App

JBL bietet für viele Kopfhörer eine kostenlose App-Anbindung für iOS und Android Smartphones an, über die man weitere Personalisierung vornehmen kann. So auch für die hier von mir getesteten JBL Reflect Flow Pro. 

JBL Headphones
Preis: Kostenlos
JBL Headphones
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Direkt auf der Startseite kann man dabei wie von allen mit der App kompatiblen JBL Kopfhörer den Akkustand in 10 % Schritten vom Ladecase und der beiden In-Ears getrennt voneinander einsehen. Unter diesen Angaben findet man dann zudem die wichtigste Funktion, nämlich Umgebungsgeräusch-Kontrolle. Hier kann man das ANC aktivieren und auch zwischen Ambient Aware oder TalkThru wechseln. Des Weiteren ist darunter noch die Smart Audio & Video Funktion integriert worden. Über diese kann bestimmt werden, ob der normale Audio-Modus für eine stabile Verbindung und besten Klang oder der Video-Modus für eine perfekte Synchronisation zwischen Video und Audio bevorzugt werden soll.

Die üblichen Einstellungen wie z. B. der Equalizer stehen hier natürlich auch zur Verfügung und ermöglicht es entweder zwischen einigen voreingestellten EQ-Settings zu wählen oder einen eigenen zu erstellen und diese abzuspeichern. Außerdem können über die App selbstverständlich wie gewohnt Firmware-Updates installiert werden, oder man kann die automatische Abschaltung aktivieren, was dafür sorgt, dass der Akku geschont wird. Eine tolle Funktion ist auch die integrierte Kopfhörer-Suchfunktion, die ich schon hin und wieder benötigt habe. Dabei gibt der gewählte oder beide Kopfhörer einen permanenten Piepton von sich, der beim Finden der In-Ears sehr hilfreich ist. Außerdem ist hier in der Pro-Serie auch der bekannte Passform-Test mit integriert, damit kann geprüft werden, ob die In-Ears mit den gewählten Anpassstücken richtig sitzen. 

App: 4 von 5 Punkten)

Ausstattung

ANC / Umgebung ein-/ausblenden

JBL hat die Reflect Flow Pro wie eigentlich alle „Pro-Modelle“ mit ANC ausgestattet, was beim vom Unternehmen geforderten Preis von 150€ zum Marktstart auch auf jeden Fall Pflicht ist. Das Aktivieren von ANC führt hier erstaunlicherweise zu einem nur minimal hörbaren Grundrauschen, welches ich jedoch nur bei absoluter Ruhe und sehr genauen hinhören wahrnehmen konnte. Das Rauschen wird somit schon bei sehr leiser Musik problemlos überspielt bzw. neutralisiert, also hat JBL hier gute Arbeit geleistet.

Das aktivieren von ANC hat jedoch auch hier wie bei vielen anderen In-Ears aus dem Hause JBL die Eigenschaft, dass dies die Klangeigenschaften leicht beeinflusst, denn das aktivieren von ANC führt dazu, dass der Bass, der von Grund auf schon sehr kräftig ist, nochmals etwas kräftiger wird. Ambient Aware führt zudem aufgrund der Übertragung des Klangs über die Mikrofone zu einem stärker hörbaren Rauschen, was bei TalkThru ebenfalls zu hören ist, aber minimal geringer ausfällt. Dafür sorgen die beiden Funktionen dafür, dass die Geräusche um einen herum verstärkt zu einem durchgelassen werden und bei einer mittleren Lautstärke kann man je nach Musikrichtung die Mitmenschen noch gut verstehen.

Das ANC arbeiten, wie ich es bereits von JBL gewohnt bin, sehr gut, kein überragendes ANC, aber für den geforderten Preis dennoch gut gelungen. Bei sehr tiefen bis mittleren Frequenzen funktioniert das ANC sehr gut, sodass es Motorgeräusche zuverlässig herausfiltert, aber bei hohen Frequenzen hat es wie üblich seine Probleme. Beim Wechseln zwischen den Modis wird einem der aktuell aktive Modus per Sprache angesagt, was mir gut gefällt, denn so muss ich nicht extra in der App nachsehen, welcher Modus aktiv ist, sondern bekomme es eben direkt mitgeteilt, sofern ich den Wechsel direkt über die In-Ears durchführe.

Akkulaufzeit

Bei der Energieversorgung der Reflect Flow Pro setzt JBL auf einen recht großen 85 mAh großen Akku, sodass hier klar ist, warum hier bis zu 10 Stunden Musikwiedergabe ohne Pause möglich ist. Bei 10 Stunden mein JBL jedoch mit deaktiviertem ANC, denn mit aktiven ANC sind es bis zu 8 Stunden, was immer noch ein sehr guter Wert ist. 

Da die Kopfhörer im Case wie üblich nicht nur aufbewahrt werden können, sondern automatisch der Akku auch wieder aufgeladen wird, ist es wichtig, diese immer im Ladecase zu verstauen. Das Etui mit seinem 540 mAh Akku bietet die Möglichkeit, die In-Ears insgesamt bis zu zwei Mal von komplett leer auf voll aufzuladen, sodass man auf eine gesamte Akkulaufzeit von ca. 30 Stunden kommen kann.

Sofern man die In-Ears spontan aufladen muss, da man diese z. B. vergessen hat, ins Ladecase einzusetzen, damit diese wieder für den nächsten Tag voll aufgeladen sind, hat JBL hier eine Schnellladefunktion integriert. Diese nützliche Funktion sorgt dafür, dass die beiden In-Ears bereits nach nur 10 Minuten Aufladen im Ladecase für eine ganze Stunde Musikhören bereit sind.

Des Weiteren ist die zusätzliche Funktion, dass man das Case nicht nur kabelgebunden aufladen kann, sondern auch induktiv via Qi-Ladestation sehr toll. Dabei gilt jedoch zu beachten, dass die Ladezeit bei Qi oftmals länger dauert als mit Kabel, sodass das Ladecase mit USB-C bereits nach gut 2 Stunden komplett aufgeladen ist und beim induktiven Laden insgesamt knapp 4 Stunden vergehen. Während des Ladevorgangs zeigt einem der halbe Ladebalken an, dass der Akku geladen wird, während das Abschalten der Status-LED zeigt, dass der Akku komplett aufgeladen wurde.

Eine sehr sinnvolle Funktion, welche ich auf jeden Fall in der App aktiv lassen würde, ist die automatische Play/Pause Funktion. Dadurch wird die Musik vollkommen automatisch und sehr zuverlässig bei der Entnahme der beiden In-Ears aus dem Ohr angehalten und wieder fortgesetzt, wenn man diese einsetzt. Ebenso kann man hier noch das automatische Abschalten aktivieren, sodass die Kopfhörer automatisch nach 15 Minuten, 30 Minuten, 1 Stunden oder 2 Stunden ohne Musikwiedergabe bzw. Bluetooth-Verbindung ausgeschaltet werden.

Bluetooth

Beim Bluetooth setzt JBL auf den Bluetooth-Standard 5.0 mit Fast Pair, sowie Dual Connect+. Fast Pair ermöglicht hier ein sehr schnelles Verbinden mit kompatiblen Android-Geräten. Dabei handelt es sich um das Pedant zur Apple-Technologie, die es ermöglicht, dass direkt durch das Öffnen des Case, die In-Ears mit dem Android Smartphone schnell und einfach gekoppelt werden können. Dank Dual Connect+ können die Kopfhörer nicht nur im Stereo, sondern bei Bedarf auch jederzeit einzeln im Single-Modus verwendet werden und dabei ist es völlig egal, ob man den rechten oder linken In-Ear bevorzugt. 

Das Koppeln mit einem iPhone ist hingegen wie gewohnt auch nicht sonderlich umständlich, denn dies erfolgt ganz normal über die Einstellungen->Bluetooth und hier wählt man dann, nachdem man die Kopfhörer aus dem Case genommen hat die „JBL Reflect FLow Pro“ aus. Die Bluetooth-Reichweite hat mir im Test gut gefallen, denn diese war zum einen sehr stabil und zudem auch mit gut 12 bis 15 Metern indoor überraschend hoch.

(Ausstattung: 4 von 5 Punkten)

TEIL 3

bestehend aus „Preis/Leistung“ entspricht 10% der Gesamtwertung

Beschreibung

Die JBL Reflect Flow sind zwar hauptsächlich für den Sport gemacht, jedoch Schlagen diese sich auch im Alltag sehr gut. Hierfür sorgt zum einen der absolut sichere und feste Sitz im Ohr und das gute Klangbild. Außerdem lässt die Verarbeitung keine wirklich große Kritik zu und zudem überzeugt auch die lange Akkulaufzeit im Test. Weitere Highlights sind die Integration einer Schnellladefunktion, Geräuschunterdrückung und einen automatischen Wiedergabestopp per Annäherungssensoren.

Preis/Leistung

Definitiv ist die UVP von 149€ nicht gerade wenig Geld, doch hier bekommt man meiner Meinung nach überzeugende In-Ears die bestens für den Sport gemacht sind, aber ebenso auch im Alltag ohne Probleme verwendet werden können. Der Tragekomfort ist bequem und absolut sicher und die hohe Akkulaufzeit sorgt dafür, dass man damit lange Musik hören kann. Da die JBL Reflect Flow Pro nun schon etwas auf dem Markt sind, bekommt man diese online bei einigen Händlern sogar schon für knapp 114€, sodass die In-Ears nochmals etwas interessanter sind. Sucht man perfekt und gut klingende In-Ears für den Sport, die ANC bieten und sogar im Alltag verwendet werden können, ist man hier genau richtig.

JBL Reflect Flow Pro

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testr Gesamtwertung

unter Berücksichtigung aller Teilwertungen

 Wir bedanken uns beim Hersteller für die Bereitstellung des Produktes. Zu unseren Grundsätzen

Link zum Hersteller: https://de.jbl.com

Nuki Keypad 2.0

Nuki hat mit dem Nuki Keypad 2.0 eine neue Version des praktischen Zubehörs für das Nuki smart Lock vorgestellt, was bei uns täglich im Einsatz ist. Dieses wurde rundum überarbeitet, sodass nicht nur dessen Abmaß deutlich gewachsen sind, sondern ebenso hat man sich für ein anderes Material, eine neue Stromversorgung und viele weitere Dinge entschieden, welche geändert wurden.  Die wohl wichtigste Änderung ist jedoch der hier verbaute Fingerabdrucksensor, welchen ich mit dem Keypad 2.0 lieben gelernt habe und nicht mehr missen möchte. Für mich ist das Nuki Keypad 2.0 eine sinnvolle Erweiterung für das Nuki Smart Lock, sodass man nun anderen Personen auch den Zugriff zum Haus bzw. der Haustür geben kann, indem man diesen wie bei der 1. Generation den Code mitteilt oder nun deren Fingerabdruck speichert.

Nuki Keypad 2.0

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Roberts Revival Petite

In aller Kürze

Mit dem Roberts Revival Petite hat das Unternehmen aus Großbritannien einen kleinen kompakten DAB+/FM-Radio im Sortiment, welcher im gewohnten Retrostil daher kommt. Neben dem Empfang von Radiosendern kann dem Radio jedoch auch Musik via Bluetooth zugespielt werden und dank des verbauten Akkus mit bis zu 20 Stunden Akkulaufzeit kann dieses somit überall eingesetzt werden. Klanglich hat der kleine Speaker einen tollen Klang, was durch den verbauten Bassradiator ermöglicht wird und somit beschallt das Radio z. B. problemlos beim Kochen die Küche usw.

Gefällt uns

  • schönes Retro Design
  • Akkulaufzeit von 20 Stunden
  • ausgewogenes neutrales Klangbild
  • Bluetooth
  • gute Lautstärke
  • geringes Gewicht
  • sehr kompakt

Gefällt uns weniger

  • keine IP-Schutzklasse
  • Preis

Roberts Revival Petite

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TEIL 1

Bestehend aus „Verpackung/Design/Verarbeitung“ entspricht 25% der Gesamtwertung

Verpackung

Roberts liefert den kompakten Roberts Revival Petite in einer schlichten Verpackung aus, welche sich aus einem stabilen Karton und einer bedruckten Umverpackung zusammensetzt. Die stabile Verpackung aus Kartonage ist dabei in die dunkelblaue Umverpackung von der Seite eingeschoben worden und verrät dabei dezente Details zum Produkt. Dies war bei den bisherigen Geräten aus dem Hause Roberts ebenso der Fall und somit bleibt sich das Unternehmen hierbei absolut treu. 

So erfährt man hier an der Front nur eine ungefähre Größe des mobilen DAB+ Radios, denn hier hat Roberts eine Skizze in der Originalgröße des Radios mit dem Herstellernamen aufgedruckt. Den Modellnamen sieht man wiederum an der Unterseite bzw. der schmalen Seite, während die gegenüberliegende Seite mit den bekannten königlichen Siegeln bzw. einmal des Fürsten von Wales und das Wappen des Königs versehen wurde.

An der Rückseite findet man hier dann wie gewohnt den Herstellernamen und darunter erneut den Produktnamen„ Revival Petite“. Des Weiteren informiert man hier wie gewohnt auch über die Produktkategorie in diesem Fall „DAB/DAB+ FM RDS portables Radio mit Bluetooth. Am unteren Teil findet man die Info, dass der Roberts Revival Petite zwar in UK (Vereinigtes Königreich) entwickelt wurde, aber wie fast alle technischen Produkte in China hergestellt wird.

Hat man die Umverpackung von der Hauptverpackung getrennt, kommt direkt ein stabiler Einleger zum Vorschein, welcher wie eine Kurzanleitung bezüglich der wichtigsten Funktionen bedruckt wurde. Entfernt man diesen, kommt auch schon der Roberts Revival Petite zum Vorschein, welcher zum Schutz in ein Baumwolltuch eingewickelt wurde. Damit beim Transport nichts beschädigt wird, hat Roberts in den eigentlich stabilen Karton noch einen weißen gepressten Pappkarton eingesetzt, der dafür sorgt, dass alles an seinem Platz bleibt. Neben dem Roberts Revival Petite findet man in dem Fach darunter noch das lange USB-A auf Micro-USB Ladekabel, eine Radioantenne mit AUX-Stecker und eine gefaltete Bedienungsanleitung.

(Verpackung: 4 von 5 Punkten)

Design

Beim Design bleibt das Unternehmen Roberts sich treu, denn genau wie die beiden großen stationären Radio-Modelle und der Roberts Beacon 325 kommt auch der Roberts Revival Petite in einem hübschen Retro Design daher. Dafür sorgt nicht nur das gewählte Material, sondern auch die goldenen Akzente und eben die komplette Designsprache des Produktes. Roberts bietet den Revival Petite in insgesamt sechs Farben an, darunter Sonnengelb, Altrosa, Mintgrün, Orange, Schwarz und Mitternachtsblau, von welchen Letzterem meiner gewählten Farbe entspricht. 

Das Erscheinungsbild des Roberts Revival Petite ist daher wie vom Unternehmen gewohnt, typisch für Roberts und kombiniert das moderne Design mit der klassischen Haptik. Das Holz-Gehäuse wurde rundum mit einem Leder bezogen, welches hier bei meinem Modell in Blau gehalten wurde. Zur Auflockerung und zum Erhalt des Retro-Looks hat Roberts hier zudem am vorderen und hinteren Teil je rundum einen goldenen Zierrahmen integriert und an der Unterseite gibt es vier gummierte Füße, welche für einen festen und sicheren Stand sorgen. Hier im Zentrum der Füße hat Roberts dann auch Kunststoffplatte aufgebracht, welche über den Modellnamen, die Batteriegröße sowie über die DAB- und FM-Frequenzen informiert, welche man mit dem Gerät empfangen kann. 

Die Abmessungen des Roberts Revival Petite belaufen sich auf 12,4 x 6,5 cm und die Höhe beträgt 7,3 cm. Das ist ohne den Drehregler gemessen, misst man diesen mit, dann kommt man bei der Tiefe nicht auf 6,5 cm, sondern 7,6 cm. Durch gerade einmal 450 Gramm kann der Roberts Revival Petite auf jeden Fall ach als mobiler Lautsprecher bezeichnet werden, denn das Gewicht und die Maße sind sehr gering bzw. kompakt gehalten. Beachten muss man jedoch, dass dieser aufgrund der fehlenden Schutzklassen nicht vor Staub oder Wasser geschützt wird. Daher würde ich diesen als klassischen heimischen Bluetooth-Lautsprecher bezeichnen, der sich super im Büro, in der Küche oder im Schlafzimmer zum abendlichen Hörbuch hören bzw. Musik hören eignet.

An der Front erwartet uns ein überschaubares und leicht verständliches Bedienkonzept, welches sich aus einem Vier-Tasten-Konzept zusammensetzt und im Zentrum noch ein Drehregler beherbergt. Hierbei hat Roberts diese Elemente alle in Gold gehalten, lediglich der Drehregler ist dann zusätzlich an der Außenfläche noch in Blau gehalten. Direkt darüber befindet sich das schwarze Monochrom-Display, welches alle wichtige Daten visuell für den Nutzer darstellt. Daneben gibt es dann noch ein blaues Lautsprechergitter mit einem goldenen Roberts Schriftzug, hinter welches sich leicht durchschimmernd der 40 mm Treiber versteckt. 

Zu guter Letzt betrachten wir noch die Rückseite. Hier finden wir zum einen ebenfalls ein großes Kunststoff-Lautsprechergitter, hinter dem sich aber in diesem Fall kein aktiver, sondern der passive Radiator befindet. Dieser wird, wie einem die Bezeichnung schon verrät, passiv angetrieben, sprich durch die Schwingungen des Aktiven wird dieser hier in Bewegung versetzt. Weitere Details zum Funktionsprinzip erfahrt ihr dann jedoch wie gewohnt im Punkt „Klang“.  Neben dem Lautsprechergitter hat Roberts beim Revival Petite noch sämtliche Anschlüsse integriert, die sich aber im Rahmen halten. Hier findet man oben den schwarzen Klinkenanschluss, an welchem die sogenannte Wurfantenne, welche im Lieferumfang enthalten ist, angeschlossen werden kann. Darunter folgt dann der herkömmliche AUX-Anschluss in Grün und darunter der Micro-USB-Anschluss, um den integrierten Akku aufzuladen.

(Design: 4 von 5 Punkten)

Verarbeitung

Bezüglich der Verarbeitung des Roberts Revival Petite hab ich eigentlich kaum Kritik. Die Verarbeitung ist auf einem guten Niveau, sodass hierbei alles fest ist und die Tasten bieten einen sehr guten Druckpunkt. Die Farbkombis sind sehr gut aufeinander abgestimmt und der Retrolook ist einfach zeitlos und somit lässt sich der Roberts Revival Petite wunderbar in ein Moderne, aber auch in alle anderen Einrichtungsstile integrieren. 

Man könnte hier vielleicht die mangelnde IP-Zertifizierung bemängeln, sodass es bei diesem Gerät keinen Schutz gegenüber Staub und Feuchtigkeit bzw. Wasser gibt. Jedoch würden sich die meisten sicherlich für ein anderes Modell entscheiden, wenn man einen robusten Bluetooth-Lautsprecher bevorzugt. Bei Kauf sollte man eben bedenken, dass es sich hierbei um einen modischen und schönen Lautsprecher handelt, welchen man auch gerne mal auf dem Sideboard stehen lassen möchte.

(Verarbeitung: 4 von 5 Punkten)

TEIL 2

bestehend aus „Funktion des Produktes“ entspricht 65% der Gesamtwertung

Lautsprecher Anzahl1 x40-mm-Neodym-Lautsprecher
ein passiver Bassradiator
Treiber-Durchmesser40-mm Treiber
Gesamtausgangsleistung (RMS)keine Angaben
Gehäuse MaterialHolz, Kunststoff und Leder
AnschlussmöglichkeitenKlinkenbuchsen-Eingang 3,5 mm, Klinkenbuchse für Wurfantenne und Bluetooth
KonnektivitätBluetooth, DAB+, DAB, FM und UKW
Maße12,4 x 7,6 x 7,3 cm (LxBxH)
LieferumfangRoberts Revival Petite
Wurfantenne mit Klinkenbuchse
USB-A auf Micro-USB Ladekabel
Anleitungen
Technische Daten des Roberts Revival Petite

Bedienung

Die Bedienung des Roberts Revival Petite ist sehr einfach aufgebaut und somit ist schnell klar, mit welcher Taste man den jeweiligen Befehl ausführt. Die Taste links oben neben dem Drehregler dient dazu, denn Roberts Revival Petite An-/Auszuschalten. Ein kurzes gedrückt halten reicht hier schon aus, sodass der kompakte Lautsprecher eingeschaltet wird und ebenso auch darüber ausgeschaltet werden kann. Rechts daneben folgen untereinander die Plus- und Minus-Tasten, mit diesen reguliert man ganz simple die Lautstärke. Zu guter Letzt dient die linke untere Taste dazu, den gewünschten Modus auszuwählen, sodass man herüber die gewünschte Wiedergabequelle auswählt. Zur Auswahl stehen hier Bluetooth, DAB, FM und AUX. Zwischen diesen wechselt man hier in der angegebenen Reihenfolge umher, bis man die gewünschte Quelle am Display angezeigt bekommt. Sofern der Bluetooth-Modus aktiv ist, zeigt euch dies auch eine kleine LED, welche man an der Front durch das Lautsprechergitter sieht. Darunter befindet sich auch noch eine rote LED, welche in diesem Fall jedoch als Batterieanzeige dient. Aber eine zusätzliche Akkuanzeige ist hier auch im Display integriert, sodass diese in der Regel absolut ausreicht. 

Im Zentrum der vier Tasten gibt es dann noch den Drehregler, welche von Roberts nicht nur als Tuning, sondern auch an Auswahl und Menüsteuerung verwendet wird. Also meistens wird dieser dann dazu genutzt, um bei Bluetooth zwischen den Musiktitel zu wechseln oder eben bei der DAB- und FM-Wiedergabe zwischen den Sendern, welche beim ersten Suchlauf gefunden und gespeichert wurden, zu wechseln. Betätigt man den Drehregler ein paar Sekunden lang, gelangt man in das Menü des Roberts Revival Petite. Dabei kann man je nach gewähltem Modi z. B. einen neuen Scan nach Sendern durchführen, die Helligkeit des Displays einstellen, einen Sleep-Timer stellen usw. Beim Radioempfang kann es erforderlich sein, die beiliegende Wurfantenne an das Roberts Revival Petite anzuschließen, je nach Empfang geht es bei einigen Sendern jedoch auch ohne.

(Bedienung: 4 von 5 Punkten)

Klang

Kommen wir nun zum Klang des Roberts Revival Petite. Bezüglich der technischen Details bzw. dem verbauten Treiber usw. macht Roberts wie gewohnt auch hier leider keine umfangreichen Angaben, sondern gibt nur bekannt, dass ein einzelner 40-mm-Treiber verbaut wurde mit einem passiven Bassradiator an der Rückseite. Letzteres wird, wie der Name schon verrät und ich auch schon erwähnt habe, passiv angetrieben, was hier durch den aktiven 40 mm Treiber geschieht. Dadurch wird ein besserer Klang erreicht, bzw. der Bass und die Mitten werden trotz des kleineren Gehäuses erstaunlich ausgeprägt wiedergeben. Jedoch sollte man hier keine wummernden Bässe bzw. kräftige Kickbässe erwarten, aber schlecht klingt der Roberts Revival Petite für seine Größe auf jeden Fall nicht. 

Von der maximalen Lautstärke gefällt mir der Roberts Revival Petite auch sehr gut, denn auch wenn hier Bluetooth minimal Leiser ist als die DAB-Radiosender, war ich mit der Lautstärke sehr zufrieden. Der Roberts Revival Petite beschallt bei uns die Küche mit Esszimmer sehr gut und kann hier problemlos mit Apple HomePod Mini mithalten. Der Klang ist räumlich und überzeugt mit einer guten Gesang- und Stimmwiedergabe, was sowohl bei den Radiosendern wenn die Moderatoren sprechen, als auch herkömmlich bei der Musik gut zur Geltung kommt. Der passive Bassradiator macht einen guten Job, denn dieser sorgt für eine gute satte Wiedergabe, die für einen unverfälschten, klaren Sound sorgt.

(Klang: 4 von 5 Punkten)

Akkulaufzeit

Der Akku im Roberts Revival Petite ist leider wie branchenüblich fest verbaut und bietet eine Kapazität von 2.600 mAh bzw. 9.438 Wh. Dies bedeutet, dass hier eine Akkulaufzeit von bis zu 20 Stunden am Stück möglich ist.

Im Alltagstest konnte ich diese Laufzeit auf leicht angehobener Lautstärke auch ganz gut erreichen, sodass Roberts hier nicht zu viel versprochen hat. Diese Laufzeit reicht somit über den Tag hinweg problemlos aus, aber ich denke, kaum jemand hört die 20 Stunden am Stück Musik, sodass man hier mit dem Roberts Revival Petite problemlos über mehrere Tage hinweg immer wieder Radio hören kann, ohne ständig das Gerät aufladen zu müssen. Apropos Aufladen, hier finde ich es klasse, dass Roberts auch hier bei diesem Modell dran gedacht hat, dass man, während der Akku aufgeladen wird, das Gerät weiterhin ungehindert nutzen kann. Dies ist nämlich leider noch immer nicht bei allen Geräten der Fall, denn oft habe ich hier Geräte im Test bzw. im Besitz, welche während diese aufgeladen werden nicht verwendet werden können.

(Akkulaufzeit: 4 von 5 Punkten)

TEIL 3

bestehend aus „Preis/Leistung“ entspricht 10% der Gesamtwertung

Beschreibung

Mit dem Roberts Revival Petite hat das britische Traditionsunternehmen einen kompakten Radio im Sortiment, welcher auch mitgenommen werden kann, da dieser einen Akku besitzt. Dieser überzeugt aufgrund seiner Kompaktheit und erstaunlicherweise hat dieser kleine Radio mit Bluetooth einen hohen max. Output und klanglich gefällt er mir ebenso. Klar kann hier ein größerer Bluetooth-Lautsprecher oder Radio noch mehr, aber betrachtet von seiner Größe ist es schon beachtlich, was dieser leistet. Die Akkulaufzeit von 20 Stunden ist sehr lange und die Verbreitung mit Holzgehäuse, welche mit Leder überzogen wurde, überzeugt absolut. Hier hat Roberts somit auf jeden Fall nicht zu viel versprochen, denn kleines Format, großer Klang trifft hier voll und ganz zu.

Preis/Leistung

Die UVP des Roberts Revival Petite hat das Unternehmen bei stolzen 149€ festgesetzt, ein Preis, der sehr stabil ist, denn aktuell bekommt man den Radio mit Bluetooth nirgendwo günstiger. Hier gibt es zwar andere mobile Radios mit Bluetooth, die vielleicht günstiger sind, aber gerade wenn man auf einen natürlichen, unverfälschten Klang wert legt, sollte man sich dieses Modell genauer anschauen, denn klanglich gesehen gefällt mir der kleine kompakte Roberts Revival Petite sehr gut. Das Einzige, was hier fehlt, ist die IP-Zertifizierung, denn somit handelt es sich hierbei mehr um einen Radio/Bluetooth-Lautsprecher, welchen man im Haus mobil nutzt, als einen, den man auch im Garten oder unterwegs zum Skaterpark usw. mitnimmt. Aber hätte man den Lautsprecher nach dem IP-Standard gebaut, würde diesem der Charme fehlen, denn auf Leder hätte man hier auf jeden Fall verzichten müssen.

Roberts Revival Petite

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testr Gesamtwertung

unter Berücksichtigung aller Teilwertungen

 Wir bedanken uns beim Hersteller für die Bereitstellung des Produktes. Zu unseren Grundsätzen

Link zum Hersteller: https://www.robertsradio.com

Yamaha TW-E7B

In aller Kürze

Bei den Yamaha TW-E7B TWS handelt es sich um die aktuell neusten In-Ears und zugleich auch um das Topmodell der aktuellen Generation. Diese überzeugen mit einem guten Klangbild, einem hohen Output, ihrem soliden ANC und das Design gefällt mir ebenfalls gut. Der Tragekomfort ist gut und sorgt für einen sichereren Halt und die Leichten schwächen bezüglich der Stimmwiedergabe können zum Glück direkt in der App im Equalizer neutralisiert werden. Somit handelt es sich hier um sehr gute In-Ears aus dem Hause Yamaha, die sich jedoch gegen die Top-Modelle von Sony, Sennheiser und Co. behaupten müssen.

Gefällt uns

  • guter Sitz und sicherer Halt
  • solide Akkulaufzeit
  • gutes Bedienkonzept
  • ANC-/ und Ambient-Modus
  • AAC und aptX Unterstützung

Gefällt uns weniger

  • Stimmwiedergabe muss im EQ-feinjustiert werden
  • hohe UVP

Yamaha TW-E7B

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TEIL 1

Bestehend aus „Verpackung/Design/Verarbeitung“ entspricht 25% der Gesamtwertung

Verpackung

Beim Design der Verpackung setzt Yamaha auf das bewährte Konzept, eine rundum informative Verpackung mit vielen technischen Daten, Bilder und auch farbenfroh. Die eigentliche stabile Hauptverpackung wurde hierbei in eine bedruckte Umverpackung eingeschoben, welche wir uns wie gewohnt zuvor genauer ansehen. 

Direkt an der Front prangt zum einen sehr auffällig das Yamaha Logo und direkt darunter etwas ungewöhnlich groß steht hier zudem die Modellbezeichnung. Diese beiden Segmente nehme den Großteil der Verpackungsvorderseite ein, während darunter dann die beiden In-Ears in der gewählten Farbe abgebildet sind. Zu guter Letzt erwähnt Yamaha noch, dass es sich um True Wireless Earbuds handelt und zeigt bezüglich der Lizenzen hier auch direkt das Bluetooth-/ und Qualcomm-Logo. Die schmale rechte Seite ziert zum einen erneut der Modellname und eine Abbildung der In-Ears, aber dieses Mal zusammen mit dem Ladecase. Außerdem gibt es hier eine kleine Info zur zugehörigen App und anhand vier Symbole wird man simple und einfach über den Lieferumfang informiert.

Zu guter Letzt hält die Rückseite wie von eigentlich allen Herstellern gewohnt, noch einige wichtige Informationen zum Produkt bereit. Hier präsentiert man nämlich einmal ein Bild, welches das Case in der Hand einer Person zeigt und daneben trägt ein Mann einen der In-Ears im linken Ohr. Darunter folgt das klein Gedruckte, was weniger interessant ist, während die Texte über den Bildern mehr Informationen bereit halten. Hier wird man nämlich über die technischen Daten informiert. Dazu zählen Punkte wie z. B. das Advance ANC, Listening Care und Listening Optimizer und zudem werden hier auch Ausstattungsmerkmale wie IPX5, die Akkulaufzeit von 6+16 Stunden usw. erwähnt.

Nach dem Entfernen des Klebestreifens an der Oberseite kann man das komplette Innenleben der Verpackung herausziehen. Hierbei hat man dann einen schwarzen stabilen Karton in der Hand, welcher den Inhalt gut schützt. Direkt auf der Oberseite kommt dann direkt eine schwarze Mappe zum Vorschein, in welcher Yamaha alle Beschreibungen wie z. B. die Kurzanleitung usw. verstaut hat. Entnimmt man diese Mappe, erblickt man direkt darunter einen schwarzen Stoffbeutel, in welchem das Ladecase eingepackt wurde und welches wie üblich direkt auch die beiden Yamaha TW-E7B In-Ears enthält. Damit der Akku nicht durch die Lagerung beschädigt wird, sind die beiden Ladekontakte mit einer Folie isoliert, diese muss selbstverständlich noch entfernt werden.

Direkt über dem Ladecase findet man dann noch eine Abdeckung vor, welche zugleich samt Inhalt entnommen werden kann. In dieser Schachtel hat Yamaha neben dem 20 cm langen USB-C Ladekabel auch die zusätzlichen fünf Größen an Anpassstücke für die Yamaha TW-E7B verpackt.

(Verpackung: 4 von 5 Punkten)

Design

In-Ear Kopfhörer

Das Design der Yamaha TW-E7B ist optisch zuerst etwas ungewohnt, denn man setzt hier bei der äußeren Grundform zwar auf eine gewohnte runde Scheibe, jedoch knüpft hier direkt noch eine weitere kleine Scheibe an, welche in die große verläuft. Auf den ersten Blick würde ich das ganze als modern und zeitlos beschreiben, aber diesen direkt ersichtlichen Teil der In-Ears sieht man auch sehr, denn die In-Ears stehen leider etwas weiter aus der Ohrmuschel hervor. Unbequem ist das Ganze jedoch nicht, denn der eigentliche Teil, welcher in der Ohrmuschel sitzt, ist vom Durchmesser kleiner und trägt somit zum bequemen Tragekomfort bei.

Jeder der In-Ears bringt knapp über 7 Gramm auf die Waage und dank des Konzepts des eindrehen ins Ohr sitzen diese bombenfest und absolut sicher. Leider kann es jedoch gerade deswegen dazu kommen, dass nach einiger Zeit die In-Ears an den Ohren etwas leicht drücken, dies muss jedoch nicht unbedingt sein. Dafür wiederum sorgt das Konzept egal bei welchen Bewegungen, ob normal beim Laufen oder sogar beim Sport für einen sicheren Halt. Damit das ANC richtig arbeiten kann, ist es wichtig, dass die In-Ears schon von Grund auf eine vernünftige Abschirmung von den Umgebungsgeräuschen bieten. Dies gelingt bei den Yamaha TW-E7B ganz gut, da Yamaha hier fünf Größen an Silikon-Eartips zum individuellen Anpassen mitliefert. 

Im Prinzip setzt Yamaha hier auf ein Knopf-Design, wenn man dabei nur den Teil betrachtet, welcher im Ohr sitzt. Dieser verläuft dann nach außen hin zu einem zwei Scheiben-Design, bei welchem wie bereits erwähnt, die kleine Scheibe als Exzenter in die große Scheibe integriert wurde. Das Gehäuse wurde aus unterschiedlichen Kunststoffarten gefertigt, denn der Teil, welcher im Ohr sitzt, wurde mit einer Soft-Touch-Oberfläche versehen, welche sich weich anfühlt, während der Teil außen aus einem härteren Kunststoff beseht. Dabei fällt die Außenseite jedoch direkt optisch ins Auge, denn hier wurde z. B. bei meinem weißen Modell nicht auf ein schlichtes weiß gesetzt, sondern man erkennt hier kleine silberne Kunststoffartikel in der Oberfläche, welche diese edler und schöner wirken lassen. Als zusätzlichen Kontrast hat man hier beim weißen Modell die kleine Scheibe in Silber ausgeführt, was die Optik ebenfalls deutlich aufwertet. 

Neben Weiß, der Farbe meines Testgeräts gibt es noch drei weitere Farbkombis, nämlich Schwarz, Beige und Blau. Bei Beige und schwarz sind beide äußere Scheiben in derselben Farbe, während beim blauen Modelle die kleinere Scheibe Braun ist, und bei meinem weißen eben in Silber. Bei allen Modellen ziert selbstverständlich die Front auch das bekannte Yamaha-Logo und zwischen der kleinen Scheibe und dem großen Gehäuseteil sitzt in einer kleinen Aussparung eine versteckte Status-LED, welche dem Nutzer über den Akkustand usw. informiert. Die kleine Scheibe bzw. deren Abdeckung besteht übrigens aus eloxiertem Aluminium und wertet die Haptik noch weiter auf. 

Schaut man sich die Seiten der Yamaha TW-E7B an, erkennt man direkt, dass Yamaha nicht auf eine Touch-Bedienung, sondern auf ein Drei-Tasten-Konzept setzt. Dabei befinden sich zwei Tasten am rechten und eine am linken In-Ear. Um eins vorneweg zunehmen das Konzept der Bedienung gefällt mir dabei sehr gut und warum dies so ist, verrate ich euch wie gewohnt beim Punkt „Bedienung“ ausführlich. 

Wie ich es bereits zuvor erwähnt habe, wurde der innere Teil des Gehäuses aus einem Kunststoff gefertigt, welcher mit einer sogenannten Soft-Touch-Oberfläche versehen wurde. Hier hat Yamaha auch insgesamt je vier Mikros integriert, welche unter anderem bei Telefonaten verwendet werden, aber auch großteils dem ANC dienen. Die In-Ears sind nach der IPX5 Norm gegen Strahlwasser geschützt, sollte euch also ein Regenschauer überraschen, keine Panik, die In-Ears halten das problemlos aus. 

An der Innenseite fällt auf jeden Fall noch die längliche Kerbe an der Seite auf, diese ist wichtig, denn diese sorgt beim Eindrehen der In-Ears ins Ohr für einen sicheren Halt. Somit halten die Yamaha TW-E7B sehr gut im Ohr und fallen auf jeden Fall nicht so einfach heraus. Neben dem Treiberkanal mit dem Silikonanpassstücken findet man hier im Zentrum der vier Ladekontakte einen schwarzen Kreis. Hierbei handelt es sich um einen Annäherungssensor, sodass bei den Yamaha TW-E7B automatisch die Musik angehalten wird, wenn man die In-Ears aus dem Ohr nimmt und wieder fortgesetzt wird, wenn diese wieder im Ohr sind. Außerdem hat Yamaha an den In-Ears selbstverständlich auch eine Seitenbeschriftung aufgedruckt, sodass diese nicht vertauscht werden können.

Die Yamaha TW-E7B können auch einzeln als Mono In-Ear verwendet werden, hierbei muss man sich jedoch im Klaren sein, dass dann die Bedienung je nachdem, welchen In-Ear man nutzt, etwas eingeschränkt ist. Schließlich sind die Tasten an den beiden In-Ears unterschiedlich und je nachdem, welchen In-Ear man verwendet, stehen bestimmte Tasten eben nicht zur Verfügung. In diesem Fall müsste man dann teilweise auf die Steuerung übers Smartphone zurückgreifen. Da bei den Yamaha TW-E7B an beiden Ohrhörern die gleiche Anzahl an Mikrofone verbaut wurden, ist es natürlich ebenso möglich, beide bei Bedarf einzeln für Telefonate zu nutzen.

Ladecase

Das Ladecase der Yamaha TW-E7B ist exakt aus demselben Material wie die Außenseite der In-Ears gefertigt worden. Daher kommt auch diese in dem weißen Look mit den silbernen Pigmenten daher, was dem Case ein hübsches Äußeres beschert. Als klein würde ich das Ladecase wiederum nicht unbedingt einstufen, denn es fällt mit den Maßen von 60 x 40 x 45 mm (L x B x H) nicht unbedingt kompakt aus. Vom Gewicht bringt das Case ohne In-Ears gut 53 Gramm auf die Waage, kein Leichtgewicht, aber auch nicht sehr schwer.

Optisch wäre das Case ohne die spezielle Oberfläche recht schlicht gehalten, denn ansonsten gibt es hier wenig Überraschungen. Die Oberseite des Deckels ziert lediglich ein kleines Yamaha-Logo und über die vier Status-LEDS, welche den aktuellen Akkustand des Case zeigen, gibt es nur noch eine kleine Griffmulde. Letzteres erleichtert das Öffnen des Case, welches wie üblich durch Magnete geschlossen gehalten wird. Zu guter Letzt gibt es an der Rückseite noch einen USB-C Anschluss, über welchen der im Case verbaute Akku wieder aufgeladen werden kann. 

Im Inneren des Case gibt es nichts Atemberaubendes zu sehen, hier findet man die beiden Plätze, in welchen die In-Ears zum Aufladen eingesetzt werden und dabei über je zwei Ladekontakte mit Strom versorgt werden. Zu guter Letzt findet man auch hier im oberen Bereich die dezent klein gehalten Buchstaben, welche einem zeigen, wo welcher In-Ear seinen Platz hat. Der bereits erwähnte Magnetverschluss, welcher das Case verschlossen hält, sorgt dafür, dass auch beim sehr starken schütteln über Kopf nichts herausfällt. Aber auch wenn der Deckel offen ist und man das Case schüttelt, werden beide Ohrhörer dank der magnetischen Sicherung problemlos an ihrer Position gehalten.

(Design: 4 von 5 Punkten)

Verarbeitung

Die Verarbeitung der Yamaha TW-E7B und deren Case ist sehr gut, hier habe ich eigentlich absolut nichts zu bemängeln. Die einzelnen Kunststoffelemente gehen sauber ineinander über und auch so fühlt sich hier alles geschmeidig an. Da Yamaha bei den TW-E7B auf physische Tasten setzt, kommt es kaum zu Fehlbedienungen, aber dafür überträgt sich leicht das Klickgeräusch der Tasten, was jedoch nur bei sehr leiser Musik auffällt. Zudem ist es beim Laufen hin und wieder der Fall, dass man beim betätigen der Tasten die In-Ears etwas leicht nachjustieren muss, aber dies war nur zu Beginn der Fall und bei einem richtigen Sitz sollte hier alles sicher im Ohr verbleiben.

Positiv gefällt mir an dem gewählten matten Kunststoff, dass dieser hier bei meinem weißen Modell absolut unempfindlich gegenüber Fingerabdrücke ist, ein Punkt der bei einigen anderen Modellen nicht so gut gelöst wurde.

(Verarbeitung: 4 von 5 Punkten)

TEIL 2

bestehend aus „Funktion des Produktes“ entspricht 65% der Gesamtwertung

Kopfhörer-ArtTrue-Wireless In-Ear Kopfhörer
KategorieBluetooth Kopfhörer (Bluetooth 5.2)
FarbeWeiß, weitere Farben: Schwarz, Blau und Beige
Akkuintegrierter, Lithium-Polymer-Akku
Akku Ohrhörer: 6 h (mit ANC)
Akku Ladecase: 16 h
Gesamt somit: bis zu 22 h
Gewicht 68 g (Ohrhörer und Ladebox)
15 g (beide Ohrhörer)
53 g (Ladebox)
MaterialOhrhörer und Ladecase aus Kunststoff
KonnektivitätBluetooth 5.2 Audio-Codec: SBC. Unterstützte Profile: A2DP, AVRCP, HFP, HSP. Fast Pairing von Google wird unterstützt.
TreiberDynamische Treiber mit einer Größe von 10 mm (links und rechts)
Frequenzbereich20 Hz–20 kHz
Treiberempfindlichkeit bei 1 kHz/ 1 mW (dBkeine Angaben
Impedanz (Ohm)keine angaben, aber vermutlich 16 Ohm
LieferumfangYamaha TW-E7B
1 x Silikonanpassstücke in 5 Größen
1 x 20cm USB-C-Ladekabel
1 x Ladecase
Kurzanleitungen usw.
Technische Daten der Yamaha TW-E7B

Tragekomfort

Für einen bequemen und sicheren Halt sorgen bei den Yamaha TW-E7B unter anderem die unterschiedlich großen Ohranpassstücke aus dem angenehmen Silikon-Material. Hier liefert Yamaha insgesamt fünf Größen mit, sodass eigentlich für jeden eine passende Größe enthalten sein sollte. Des Weiteren werden die Yamaha TW-E7B sozusagen in das Ohr eingedreht und verankern sich durch ihre leichte Kerbung im Gehäuse im Ohr. Dies sorgt dafür, dass die In-Ears absolut sicher im Ohr halten und schon von Werk aus eine gute Isolierung bieten. 

Auf jeden Fall rate ich dazu, mehrere Größen auszuprobieren, denn der richtige Halt durch die Silikon-Anpassstücke ist sehr wichtig. Schließlich ist es sonst wie immer bei In-Ears mit Silikon-Anpassstücken der Fall, dass bei zu groß gewählten diese sich nach kurzer Zeit aus dem Ohr herausdrücken, während zu kleine nicht wirklich sicher halten und der Klang sich dann nicht voll und ganz entfalten kann.

(Tragekomfort: 4 von 5 Punkten)

Bedienung

Yamaha setzt bei den Yamaha TW-E7B auf eine normale Bedienung mit Tasten, davon befinden sich zwei am rechten und eine am linken In-Ear. Das Konzept mit den drei Tasten finde ich interessant, da man somit im Falle der Yamaha TW-E7B genau weiß, dass man rechts alles bezüglich der Lautstärke und Titelauswahl ausführt und links nimmt man Anrufe an, pausiert die Musik und steuert das ANC.

Obwohl eine App verfügbarer ist, hat Yamaha es nicht vorgesehen, dass man die Tastenbelegung wie bei manchen anderen Herstellern nach den eigenen Wünschen verändern kann. Jedoch ist dies nicht wirklich schlimm, denn ich finde die Tastenbelegung bzw. die Steuerung sehr gut, wie diese von Yamaha festgelegt wurde. Am rechten In-Ear, handelt es sich sozusagen bei der oberen Taste um die Plustaste und bei der direkt daneben um die Minustaste. Daher steuert man hierüber direkt die Lautstärke, ein einmaliges Betätigen erhöht die Lautstärke und mit der anderen Taste wird diese wieder reduziert. Tippt man wiederum zweimal hintereinander auf die Tasten, springt man durch die Plustaste einen Titel vor und die Minustaste sorgt dafür, dass man einen Titel zurückspringt. Die Plustaste bietet ansonsten keine weiteren Funktionen, aber die Minustaste aktiviert durch dreimaliges Tippen den Gaming-Modus. Ist dieser Modus aktiv, wird die Verzögerung zwischen Audio und Video verringert, sodass die Latenz perfekt für das Anschauen von Videos und dem Spielen von Games ausgelegt wird. Zu guter Letzt aktiviert das ca. eine Sekunde gedrückt halten der Minustaste den Sprachassistenten, was bei iOS Devices Siri und bei Android-Geräten der Google Assistant ist.

Kommen wird nun noch zum Multifunktionsknopf am linken In-Ear. Hierüber kann man durch einmaliges Betätigen der Taste die Musik anhalten und beim erneuten Betätigen wieder am zuvor angehaltenen Punkt fortsetzen. Außerdem steuert man darüber auch das ANC, sodass man durch das doppelte drücken von Ambiente Sound, zu Advance ANC und beides Aus wechselt. Dies geschieht hier über die In-Ears immer in der beschriebenen Reihenfolge, aber über die App ist auch ein direktes Wechseln zwischen den Modis möglich. Während eines Telefonats können Anrufe ebenso über den linken In-Ear durch einmaliges Betätigen der Taste angenommen werden und auflegt wird ganz einfach durch eine Sekunde gedrückt halten. Die Lautstärke kann dann wiederum über die beiden Tasten am rechten In-Ear reguliert werden. 

Die Bedienung bzw. das von Yamaha gewählte Konzept gefällt mir so weit sehr gut, denn zu Fehlbedienungen kam es bei mir nicht. Hier muss man jedoch beachten, dass man die In-Ears beim Betätigen zusätzlich neben dem Finger, welchen man zum Betätigen nutzt, noch mit zwei Weiteren unterstützt, denn sonst Drehen die In-Ears aus dem Ohrkanal zu rutschen. Hierfür benötigt man eine recht kurze Gewöhnungsphase und dann hat man aber den richtigen Griff raus und es ist kein Problem mehr.

(Bedienung: 4 von 5 Punkten)

Klang

Yamaha setzt bei den TW-E7B je In-Ear auf einen recht großen 10 mm Treiber, in der Regel sind hier nämlich meistens 6 mm Treiber verbaut. Hochwertige Audio-Codecs sind, wie man es zu dem geforderten Preis erwarten würde, ebenfalls mit an Bord und so wir neben aptX (Android) auch AAC (iOS) unterstützt. Selbstverständlich ist auch der Standard-Codec SBC mit integriert, aber automatisch wird hier der hochwertigere Codec verwendet. Beim Frequenzgang gibt Yamaha die gewöhnlichen 20 Hz bis 20 kHz an, also genau den Bereich, welchen ein menschliches Gehör in der Regel auch wahrnehmen kann, denn alles, was darüber bzw. darunter liegt, hören sowieso nur die wenigsten unter uns. 

Yamaha verspricht hier ein unvergessliches Hörerlebnis, welches durch hochwertige Komponenten und die einzigartige Technologie des Unternehmens entstanden sei. Doch ist dies auch so? Dies verrate ich euch genau hier in meinem Eindruck des Klangbilds. 

Eins vorne Weg, das Klangbild kann hier in der zugehörigen App noch angepasst werden, jedoch beschriebe ich das Klangbild so, wie es von Werk abgestimmt wurde und vom Hersteller somit auch als gut befunden wurde. Mit dem richtigen sitzt der In-Ears entfaltet sich ein ganz gutes Klangbild, die Bässe sind satt, knackig und bieten einen ordentlichen Tiefgang. Die Mitten und Höhen gehen hierbei jedoch von der Grundeinstellung etwas unter und somit fehlt es beiden etwas an Fülle. Die Mitten sind nämlich etwas diffus und die Höhen leicht vernebelt, aber beides kann man durch den vorhandenen Equalizer gut neutralisieren. Die Raumabbildung gefällt mir gut, denn diese ist weiträumig und bietet eine gute Tiefen- und Breitenstaffelung. Also out of the Box sind die Yamaha TW-E7B etwas schwach, was die Höhen und Mitten angeht, aber angepasst im 5 Band-Equalizer merkt man davon nichtsmehr.    

Die Sprachverständlichkeit der Yamaha TW-E7B ist insgesamt gut. Meine Gesprächspartner haben auf Nachfrage meine Stimme rauschfrei und verständlich wahrgenommen, jedoch wurde ein leichter Hall-Effekt mit übertragen. Dies mag daran liegen, dass die für Telefonate verwendete Mikros recht empfindlich sind, denn auch als ich nebenher den Bericht am Laptop getippt habe, hat man dies durch das Übertragen der Tippgeräusche von der Tastatur gehört. Ich selbst als Hörer mit den Yamaha TW-E7B habe beim Telefonieren jedoch keine Kritik, denn ich konnte meine Gesprächspartner hervorragend verstehen ohne Einschränkungen. 

Die Latenz beim ansehen von Filmen und Videos haben eigentlich inzwischen alle Hersteller im Griff und so konnte ich auch bei den Yamaha TW-E7B keine Verzögerungen zischen dem auf dem Smartphone dargestellten Bild und dem Ton, der über die Kopfhörer wiedergegeben wird, feststellen. In der App kann man hier den Gaming-Modus aktivieren, was für eine bessere Lippensynchronisierung beim spielen dun Filme anschauen sorgen soll, ob man das benötigt, kann jeder dann selbst entscheiden. 

(Klang: 4,5 von 5 Punkten)

App

Die Yamaha TW-E7B können problemlos auch ohne die App genutzt werden, jedoch macht es dennoch Sinn, diese aufs Smartphone (Android oder iOS) zu installieren und auszuprobieren, denn einige Funktionen davon sind recht nützlich.

Headphones Controller
Preis: Kostenlos
Headphones Controller
Preis: Kostenlos

Die Yamaha TW-E7B können problemlos auch ohne die App genutzt werden, jedoch macht es dennoch Sinn, diese aufs Smartphone (Android oder iOS) zu installieren und auszuprobieren, denn einige Funktionen davon sind recht nützlich.

Zum einen wird einem nämlich nur in der App der Akkustand in Prozent angezeigt und außerdem kann man nur darüber die Funktionen „Listening Care“ und „Listening Optimizer“ an-/ausschalten, nach Firmware-Updates suchen und diese dann aufspielen. Zudem kann man auch nur über die App die Sandy-Zeit einstellen, also nach wie langer Zeit ohne zuspielen von Musik usw. der Kopfhörer automatisch ausgeschaltet werden soll usw.  

Dabei gelangt man direkt bei Starten der App auf die Hauptseite, auf welcher einem die beiden In-Ears mit der jeweiligen Akkuanzeige in Prozent für die rechte und linke Seite separat dargestellt werden. Darunter kann man dann direkt auf den 5-Band-Equalizer zugreifen oder aus den fünf voreingestellten Presets ein Passendes auswählen. Direkt unter dem Equalizer folgen dann noch die Möglichkeit, zwischen Ambient Sound, ANC bzw. Off zu wechseln, indem man auf das entsprechend Symbol tippt und danach hat man noch die Option: Listening Care und Listening Optimaler sowie den Gaming Modus zu aktivieren. 

Über das Zahnrad Symbol an der oberen linken Ecke gelangt man dann zum Untermenü, in dem man unter anderem die automatische Abschaltung bestimmen kann, hier steht zur Auswahl: Aus, 5 min, 30 min, 1 Stunde oder sogar 3 Stunden. Direkt darunter ist es zu empfehlen, die Im-Ohr-Erkennung aktiv zu lassen, denn dies bringt den Komfort mit sich, dass die Musik automatisch angehalten wird, wenn man einen der In-Ears aus dem Ohr nimmt und wieder weiterläuft, wenn man diesen wieder einsetzt.

App: 4 von 5 Punkten)

Ausstattung

ANC / Ambient Sound

Die Yamaha TW-E7B wurde mit einem aktiven Noise Cancelling ausgestattet. Hierbei kann man entweder direkt am Kopfhörer oder in der App zwischen ANC, dem Ambient-Sound-Modus oder alles „Aus“ wechseln. Beim Ambient-Sound-Modus werden wie üblich die Außengeräusche um einen herum automatisch über die außen angebrachten Mikrofone in den Hörkanal bzw. die Ohrmuscheln eingespielt, so wie man es von vielen andren Herstellern ebenso kennt. Regulieren lässt sich das ANC jedoch z. B. nicht, also weder über die App noch am Kopfhörer, hier gibt es dann entweder „an“ oder „aus“ mehr nicht.

Das ANC sorgt für eine gute akustische Isolierung von den Umgebungsgeräuschen, was für In-Ears bauartbedingt oftmals schwieriger ist als für Over-Ear Modelle. Sitzt man im Flugzeug, sorgen diese ebenso für eine Ruhephase wie beim Musikhören zu Hause. Hier herrschte schon von Grund auf durch die richtige Wahl der Ohranpassstücke eine gute Isolierung, welche das ANC nochmals etwas, wenn auch nicht extrem hörbar erweitert. Hier konnte ich glücklicherweise nur ein ganz leichtes Grundrauschen wahrnehmen, was jedoch nur dann zu hören ist, wenn keine Musik wiedergeben wird. Hier liefern zwar die teuren In-Ears von Sony bezüglich des ANC eine noch etwas bessere Leistung, aber schlecht ist das von Yamaha hier keineswegs. Beim Aktivieren von Ambient Sound habe ich festgestellt, dass hierbei das Klangbild leicht höhenlästig wird, hier hilft es den EQ in dem entsprechenden Bereich etwas zurückzunehmen und dann passt es auch hier klanglich gut.

Listening Care und Listening Optimizer

Listening Care wirkt unabhängig zur eingestellten Lautstärke, hierbei passt der Kopfhörer in Echtzeit die Musik an die Umgebung an, sodass man nicht wie sonst häufig einfach nur die Lautstärke erhöht, wenn die Umgebung einen stört, sondern der Kopfhörer bzw. dessen Technologie passt gezielt den Bereich an, der darunter leidet. Somit soll der Träger der In-Ears geschützt werden, also daher auch der Begriff Care, denn wenn man einfach nur die Lautstärke erhöht, ist dies nicht gut für das Gehör. Hier konnte ich beim Aktivieren jedoch nur einen minimalen Unterschied feststellen, aber auf keinen Fall verschlechtert sich das Klangbild dadurch.  

Bei Listening Optimizer setzt Yamaha auf die intern verbauten Mikros, welche alle 20 Sekunden die Abdichtung und den Luftaustritt messen. Dabei wird die Wiedergabe in Echtzeit optimiert, sodass die daraus gemessene Abweichungen zwischen Quelle und der tatsächlichen Hörsituation ausgeglichen werden. Veränderungen konnte ich dabei jedoch nicht feststellen, aber da bei mir die In-Ears sehr gut im Ohr sitzen, kann es auch gut sein, dass es hier nichts zu verbessern gibt.

Akkulaufzeit

Bezüglicher der Akkukapazität macht Yamaha bei den Yamaha TW-E7B zwar keine Angaben, aber viel wichtiger sind hierbei die Laufzeit und dazu hat Yamaha, wie es sein muss, auch Angaben gemacht. Der Akku in den beiden In-Ears bietet eine Laufzeit von bis zu 6 Stunden am Stück, bei etwas angehobener Lautstärke und aktivem ANC. Kein Spitzenwert, aber eine Laufzeit, die sicherlich in den meisten Fällen absolut ausreichend sein wird. Je nach Nutzungsverhalten variiert die Laufzeit noch ein wenig nach oben bzw. unten, aber im Großen und Ganze erreicht man hier die angegebenen 6 Stunden.

 Das Case dient wie üblich nicht nur zum Aufbewahren der beiden In-Ears, sondern versorgt diese beim Einsetzen auch automatisch wieder mit Strom. Ist das Case komplett voll aufgeladen, erweitert es die Laufzeit von 6 Stunden um weitere 16 Stunden, sodass daraus ohne zusätzliche Stromquelle eine Laufzeit von bis zu 22 Stunden ermöglicht wird. Insgesamt kann das Ladecase die beiden In-Ears somit fast drei Mal komplett aufladen, dabei zeigen die vier LEDs an der Front des Cases den aktuellen Akkustand in 25 % Schritten an. Leuchten alle permanent ist das Case zu 100 % voll, während bei drei permanent und einer blinkenden noch 75 bis 100 % verfügbar sind. Jede weitere LED, welche ausgeht, zeigt somit an, dass der Akkustand um weitere 25 % gefallen ist. Eine komplette Aufladung der beiden In-Ears im Case dauert knapp 2 Stunden und beim Case sind es knapp 3 Stunden. 

Eine Schnellladefunktion wird hier leider nicht unterstützt. Dafür hat man jedoch eine automatische Play/Pause Funktion integriert, was durch die beiden schwarzen Annäherungssensoren an beiden In-Ears ermöglicht wird. Diese erkenn, wenn einer der beiden In-Ears aus dem Ohr genommen wird und halten dann die Musik an und setzen diese wieder fort, wenn der entnommen In-Ear wieder eingesetzt wird. Des Weiteren kann man wie bereits erwähnt in der App bestimmen, dass die In-Ears automatisch nach der festgelegten Zeit ohne Aktivität bzw. Wiedergabequelle in den Standby-Betrieb übergehen.

Bluetooth

Beim Bluetooth setzt Yamaha auf den Bluetooth-Standard 5.2 mit Fast Pair, welches ein schnelles Verbinden mit kompatiblen Android-Geräten unterstützt. Dabei handelt es sich um das Pedant zur Apple-Technologie, die es ermöglicht, dass direkt durch das Öffnen des Case, die In-Ears mit dem Android Smartphone schnell und einfach gekoppelt werden können. Die Kopfhörer können jedoch nicht nur im Stereo, sondern bei Bedarf auch einzeln im Single-Modus verwendet werden und dabei ist es völlig egal, ob man den rechten oder linken In-Ear bevorzugt. 

Das Koppeln mit einem iPhone ist hingegen wie gewohnt auch nicht sonderlich umständlich, denn dies erfolgt ganz normal über die Einstellungen->Bluetooth und hier wählt man dann, nachdem man die Kopfhörer aus dem Case genommen hat die „Yamaha TW-W7B“ aus. Die Bluetooth-Reichweite hat mir im Test gut gefallen, denn diese war zum einen sehr stabil und zudem auch mit gut 14 Metern indoor mit einigen Wänden dazwischen sehr gut.

(Ausstattung: 4 von 5 Punkten)

TEIL 3

bestehend aus „Preis/Leistung“ entspricht 10% der Gesamtwertung

Beschreibung

Die Yamaha TW-E7B bieten ein gutes Gesamtpaket. Der Klang ist gut abgestimmt, sodass man hier vor allem knackige und präzise Bässe geliefert bekommt. Das ANC macht eine gute Arbeit, auch wenn ich ganz ehrlich zugeben muss, dass es nicht ganz mit den führenden Modellen von Sony und Co. mithalten kann. Der Tragekomfort ist gut, sodass ein sehr sicherer Halt geboten wird und absolut nichts verrutscht und ebenso gefällt mir das Design gut. Dank IPX5-Zertifizierung muss man sich zudem keinerlei sorgen bezüglich eines Regenschauers oder Schweiß machen, was die Yamaha TW-E7B eigentlich zu den idealen Begleitern macht, wäre da nicht der Preis.

Preis/Leistung

Die UVP der Yamaha TW-E7B hat Yamaha nämlich mit stolzen 269,00€ angesetzt, was im Vergleich zur direkten Konkurrenz definitiv etwas zu hoch angesetzt ist. Jedoch sind die In-Ears nun schon ein paar Monate auf dem Markt und so wurde der Preis angepasst und man bekommt diese je nach Farbe für 179€, was natürlich immer noch viel Geld ist, aber ein deutlich passender Preis zur gebotenen Leistung bzw. Ausstattung ist. Die Leistung bezüglich des Klangs, ANC und der Tragekomfort gefällt mir gut und auch das Bedienkonzept weiß zu überzeugen, sodass man, sofern man bereit ist, das Geld auszugeben, gerne einen Blick auf die Yamaha TW-E7B werfen kann.

Yamaha TW-E7B

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testr Gesamtwertung

unter Berücksichtigung aller Teilwertungen

 Wir bedanken uns beim Hersteller für die Bereitstellung des Produktes. Zu unseren Grundsätzen

Link zum Hersteller: https://de.yamaha.com/de

Roborock Q7 Max+

In aller Kürze

Für viele ist der Roborock S7 MaxV Ultra welchen ich bereits getestet habe, sicherlich trotz inzwischen einem reduzierten Preis immer noch zu teuer. Dafür hat Roborock den Q7 Max+ auf den Markt gebracht, bei dem ihr zwar ein paar Abstriche bezüglich des Funktionsumfangs und des Komforts machen müsst, aber hierbei handelt es sich dennoch um einen sehr ausgestatteten Saugroboter, der ebenso überzeugen kann. 

Der Unterschied zum Flaggschiff, dem Roborock S7 MaxV Ultra  ist unter anderem, dass hier die Wischplatte nicht vibriert, sondern nur hinterhergezogen wird. Das auffälligste Merkmal ist jedoch die Absaugstation, denn diese saugt nur den Staubbehälter des Roborock Q7 Max+ leer, während beim Roborock S7 MaxV Ultra auch  noch direkt die Wischplatte gereinigt und der Wassertank mit frischem Wasser gefüllt wird. Was noch anders als zum Flaggschiff ist, verrate ich euch im Testbericht, doch soviel sei gesagt, es ist ein sehr guter Saugroboter der Mittelklasse. 

Gefällt uns

  • sehr einfache Einrichtung
  • Hervorragende Saugleistung auch bei Tierhaaren
  • sehr gute Navigation
  • solide Hindernisserkennung
  • lange Akkulaufzeit
  • kann bezüglich des Staubbehälters rund 7 Wochen ohne eingriff des Nutzers laufen

Gefällt uns weniger

  • mit der Absaugstation etwas laut
  • Wischtuch wird nicht automatisch angehoben
  • Wischtuch wird „nur“ hinterhergezogen

Roborock Q7 Max+

Zum Angebot bei

TEIL 1

Bestehend aus „Verpackung/Design/Verarbeitung“ entspricht 25% der Gesamtwertung

Verpackung

Die Verpackung des Roborock Q7 Max+ ist größer als bei sonstigen Saugrobotern, der Grund daran ist, dass hier nicht eine kleine simple Ladestation, sondern einen große mit Absaugstation enthalten ist. Rund um die Verpackung finde man Abbildungen zum Saugroboter inkl. Absaugstation, technische Merkmale, Ausstattungdetails usw. Hier fehlt es für mich persönlich wie von Roborock gewohnt, an keinerlei Informationen und gut finde ich auch, dass man direkt auch über den Lieferumfang informiert wird.

Nachdem man die Verpackung des Roborock Q7 Max+ geöffnet hat, findet man darin alle enthaltenen Teile des Lieferumfangs schön sortiert. Dabei beschreibt Roborock dies sogar ausführlich auf dem direkt ersichtlichen Quick Start Guide, welchen man direkt auf der Oberseite nach dem Aufklappen findet. Alles ist sauber in die Etagen sortiert und die einzelnen Styropor und Folie schützen den Lieferumfang absolut sicher.

Direkt an der obersten Ebene findet man die schwarze Basisplatte, auf welcher der Roborock Q7 Max+ später immer steht, wenn er auf seinen nächsten Einsatz wartet und zum Aufladen des Akkus parkt. Ebenfalls findet man hier auch direkt ein Ersatz-Staubsaugerbeutel für die Absaugstation, denn ein weiteren hat Roborock wie beim S7 MaxV Ultra bereits eingesetzt.

Hebt man nun den Styropor-Einsatz aus der Verpackung heraus, kommt schon das gute Stück zum Vorschein und zwar der Roborock Q7. Auch hier kann man dann diesen wieder samt Styropor-Einsatz entnehmen und schon kommt die letzte Ebene zum Vorschein. Hier findet man zentral in der Mitte die große Absaugstation, links davon das lange Netzkabel für die Stromversorgung und rechts im schmalen Bereich die Wischplatte mit bereits angebrachtem Wischtuch. Unter der Absaugstation hat Roborock noch die üblichen Beipackzettel bzw. die Bedienungsanleitung verstaut, diese wird aber in der Regel kaum benötigt, da alles auch super in der App erklärt wird.

(Verpackung: 4,5 von 5 Punkten)

Design

Saugroboter

Das Design des Roborock Q7 Max+ gefällt mir sowie sehr gut, der Roboter ist von seiner Optik bzw. der Designsprache jedoch schon einiges schlichter gehalten, als es bei dem Roborock S7 MaxV Ultra der Fall ist. Ich habe das Testgerät in der Farbe weiß erhalten, es gibt diesen jedoch auch in einem schwarz. Beide Geräte sind jedoch weitestgehend einfarbig ausgeführt, jedoch zeigt der Q7 gerade im Vergleich zum S7 MaxV Ultra weniger Akzente. Dies ist aber keineswegs negativ gemeint, der Roboter sieht dennoch sehr gut aus, wirkt hochwertig, aber wenn man eben wie ich auch den S7 MaxV Ultra zu Hause hat, sieht man eigentlich direkt, welcher davon der hochpreisigere ist. 

Das Weiß ist so weit eine tolle Farbe, da diese im Alltag weitestgehend pflegeleicht ist. Lediglich das Gummi am Bumper an der Front zieht den Staub an und sieht dann schnell etwas grau aus, aber ehrlich gesagt bei einem schwarzen Modell ist es nicht weniger unauffällig. Ich persönlich finde die weiße Variante sogar dahin schöner, da hier die im Paket enthaltene Entleerungstation in einem schwarz/weiß gehalten ist, während beim schwarzen Modell alles schwarz ist, dies als kurze Info zwischendurch.

Beim Formfaktor setzt Roborock wie gewohnt auf die bewährte runde Form. Diese nimmt im Durchmesser einen Platz von knapp über 35 cm ein und inkl. seiner Laserabdeckung ist dieser 9,65 cm hoch. Somit ist der Roborock Q7 eigentlich exakt so groß wie der S7. Von seinem Gewicht ist er rund 4 Kilogramm schwer, das ist kein Leichtgewicht, aber der große Akku und der großvolumige Saug-/Wischwasserbehälter brauchen eben ihren Platz und wiegen auch nicht gerade wenig. Der gefüllte Wassertank ist hier im Gewicht jedoch nicht mit eingerechnet. Mit dem Gewicht könnte man den Saugroboter dennoch problemlos vom ersten in den 2. Stock tragen, denn ein kleines Kind ist hier auf jeden Fall auch nicht leichter.

Das Gehäuse besteht wie bei eigentlich 100 % aller Saugroboter aus Kunststoff, welcher sich hier auf jeden Fall sehr hochwertig anfühlt. Dieser Kunststoff ist sehr pflegeleicht und sieht wie erwähnt gut aus. Das schwarze Modell ist komplett matt, während das von mir getestete weiße Modell an der Oberseite in Hochglanz und seitlich Matt gehalten wurde. An der Oberseite des Saugroboters fällt direkt die große Klappe auf, welche auch hier wie beim S7 gut 2/3 davon einnimmt. Dies ist nichts Unbekanntes, sondern kommt so in dieser Größe und Machart in allen runden Saugroboter vor. Hier drunter befindet sich bei Roborock lediglich der für einen Saugroboter recht groß ausfallende Staubbehälter, bei welchem es sich jedoch um ein Kombibehälter handelt, da dieser im vorderen Teil den Schmutz und im hinteren Teil das Wischwasser fasst. Letzteres wird ganz einfach durch einen Gummistöpsel eingefüllt. 

Im Zentrum bzw. leicht nach vorne versetzt folgt dann der sehr wichtige Laserdistanzsensor (LDS), welcher für die genau Navigation unverzichtbar ist. Durch diesen wird eine präzisere Navigation ermöglicht, sodass der Roboter beim Abfahren des Raumes direkt eine Karte erstellt. Außerdem weiß er durch den LDS nach dem ersten kompletten Reinigen fortan immer genau, wo dieser gerade steht oder hinfahren soll. Auf die zusätzliche Objekterkennung muss man beim Roborock Q7 jedoch verzichten, denn hierfür fehlt es diesem schlicht und einfach gesagt an den dafür notwendigen Sensoren an der Font und der Kamera. Kleidungsstücke, Kinderspielzeug, Socken usw. sollte man daher zuvor wegräumen, denn diese würde der Roborock Q7 Max+ nur vor sich herschieben oder im blödesten Fall ein-/ansaugen. Direkt vor LDS-Abdeckung, befinden sich dann wie vom S7 gewohnt drei Knöpfe, bei denen es sich um Zentrum und den Ein-/Ausschaltknopf handelt, mit welchem man z. B. den Reinigungsvorgang manuell starten bzw. stoppen kann. Während man mit dem Haus Symbol den Roboter zur Station zurückschickt und mit der linken Taste wählt man die Punktreinigung aus.

An der Front verläuft wie bei eigentlich allen Saugrobotern der typische halbrunde Stoßfänger, mit dem welchem Saugroboter durch das gelegentlich leichte Anfahren der Kanten im Raum Tischfüße usw. erkennt. Außerdem findet man hier im Zentrum und im rechten Teil des Stoßdämpfers eine Aussparung, hinter welcher sich zum einen der integrierte Nahbereichs- und Seitensensor handelt. Damit erkennt der Roborock Q7 Max z. B. wie weit er von der Wand entfernt ist und an der Front fährt dieser dann die Dinge nicht so stark an, sondern reduziert zuvor seine Geschwindigkeit. 

Betrachtet man den Saugroboter von der Unterseite, dann fällt zum einen die an der Front angebrachte Ausgleichsrolle auf, welche zwischen den beiden silbernen Ladekontakten sitzt. Mit diesen Kontakten fährt der Saugroboter auf seine Absaugstation und wird somit direkt wieder für seinen nächsten Einsatz aufgeladen. Wie üblich befinden sich an der Front bis zu den Antriebsrädern verlaufend mehrere Sensoren, welche unter anderem dafür da sind, dass der Roboter keine Treppen herunterfährt und Teppiche erkennen kann. Roborock setzt hier anders als beim S7 MaxV Ultra nicht auf 6 Sensoren, sondern lediglich 4 Stück, aber einen wirklich negativen Einfluss konnte ich hier nicht feststellen. Hier fehlen dem Roborock Q7 Max+ einfach nur die beiden Hintersten Sensoren direkt vor dem Wischtuch.

Ebenfalls nichts Neues ist die von unten betrachtet links vorne angebrachte rotierende Seitenbürste, welche den Staub von den Ecken zur Hauptbürste leitet. Dieses besteht nicht aus Borsten wie bei zahlreichen anderen Herstellern der Fall ist, sondern aus Gummi, was jedoch nicht wirklich negativ ausfällt. Das Roborock hierbei anders als Ecovacs auf nur eine Bürste setzt, ist hierbei ebenfalls nicht störend, denn bei Roborock ist es so, dass der Roboter gleich zum Start immer den Raum in der Richtung abfährt, in welcher die Seitenbürste ist. 

Im Zentrum des Saugroboters befinden sich dann die beiden bereits erwähnten gefederten Antriebsräder, über welche der Saugroboter eventuelle Höhenunterschiede ausgleichen kann z. B. Teppiche. Dazwischen sitzt wie üblich bei einem runden Saugroboter die sehr wichtige rotierende Haupt-Reinigungsbürste unter einer Abdeckung, welche zum Reinigen jedoch ganz leicht demontiert werden kann. 

Genau wie beim Roborock S7 MaxV Ultra wird der Staub nicht über eine zusätzlich am Saugroboter angebrachte Klappe aus dem Staubbehälter herausgesaugt, sondern ganz einfach direkt über die Hauptbürste, was sehr gut funktioniert. Die Wischplatte ist wie von den Vorgängermodellen einfach aufgesteckt und starr ausgeführt. Dies bedeutet, dass der Roborock Q7 Max+ diese nicht wie das Flaggschiff S7 MaxV Ultra um 5 mm anheben kann und zudem wird dies nur hinterhergezogen, nicht durch VibraRise (Schallvibrationstechnologie) bewegt.

Absaugstation

Der Roborock Q7 Max+ wird anstelle einer kleinen Ladestation direkt mit einer großen Absaugstation samt Zusatz-Staubbeutel zum Kunden geliefert. Bevor man diese aufstellen kann, muss man zuvor noch die Bodenplatte mit dem Hauptteil verschrauben. Dies ist eigentlich recht schnell durch ein paar Schrauben eindrehen erledigt und dauert keine 2 Minute, den hierfür benötigten Schlüssel hat Roborock an der Unterseite der Bodenplatte integriert. Es handelt sich hier wie erwähnt um eine reine Absaugstation, sodass hierüber nach Beenden der Reinigung direkt der Staub aus dem Staubbehälter herausgesaugt und in einen eingesetzten Staubbeutel gesammelt wird. So weit ist das Prinzip dann absolut gleich zum Roborock S7 MaxV Ultra, hier muss man dann lediglich auf das Automatische reinigen, der Wischplatte verzichten.  

Die Farbgebung der Absaugstation gefällt mir persönlich wie bereits angedeutet beim weißen Modell sehr gut. Der dunkelgraue untere Teil und der ebenso dunkelgraue Deckel sorgen im Zusammenspiel mit dem weißen Zwischenteil für eine tolle Farbkombi. Ansonsten gibt es hier noch an der Rückseite ein praktisches Kabelmanagement und hier war ich überrascht, dass Roborock ein dunkles und kein helles Kabel mitliefert. Letzteres war ja beim Roborock S7 MaxV Ultra etwas merkwürdig, denn eine dunkle Ladestation und ein helles Kabel passen nicht wirklich optisch zusammen. Zu guter Letzt wird der Staub direkt über die Muldenöffnung an der Bodenplatte angesaugt und zum Staubbehälter gefördert, also exakt dasselbe Prinzip wie beim großen Bruder, dem S7 MaxV Ultra. 

(Design: 4 von 5 Punkten)

Verarbeitung

Die Verarbeitung der beiden im Roborock Q7 Max+ enthaltenen Produkte ist sehr gut, hierbei gibt es von meiner Seite eigentlich keine Kritikpunkte. Der Kunststoff fühlt sich hochwertig an und macht einen sehr stabilen Eindruck, sodass man hier keine Sorgen haben müsste, dass schnell etwas kaputt geht. Außerdem ist die Oberfläche kaum anfällig gegenüber dem üblichen Hausstaub, welcher sich auf den Oberflächen absetzt.

Sämtliche pflegebedürftigen Elemente können sowohl am Roboter als auch an der Station wunderbar ausgebaut und somit einfach gereinigt bzw. ausgetauscht werden. Dies betrifft am Roboter unter anderem den Kombibehälter aus Staub-/Wassertank, die Haupt- und Seitenbürsten und bei der Station den Staubbeutel.

(Verarbeitung: 4,5 von 5 Punkten)

TEIL 2

bestehend aus „Funktion des Produktes“ entspricht 65% der Gesamtwertung

StromversorgungAkku
Akku-ArtLi-Ionen (5.200 mAh)
NavigationLDS-Lasernavigation, Stoßdämpfer
FarbeWeiß, es gibt jedoch auch ein schwarzes Modell
Lautstärkezwischen 50 bis 70 dB (je nach eingestellter Saugstufe)
Hauptbürsteeine Gummibüsten
Formklassische runde Form mit einer Seitenbürsten
Betriebszeitbis zu 3 Stunden bzw. 300 m²
SensorenHebesensor; Entfernungssensoren, Sturzsensoren und Teppicherkennung
MaßeSaugroboter: 35 cm x 9,7 cm (Durchmesser x Höhe), Absaugstation : 42,5 x x30,2 x 44cm (L x B x H)
Gewicht4,7 kg
LieferumfangRoborock Q7 Max+
Absaugstation
1x Seitenbürste
1x Wischtuch
1x Staubfilter 
Netzkabel (europäischer Stecker) 
Bedienungsanleitung
Technische Daten des Roborock SQ7 Max+

Ersteinrichtung und Inbetriebnahme 

Die Ersteinrichtung des Roborock Q7 Max+ ist wirklich sehr einfach und wird komplett über die kostenlose App „Roborock“ Schritt für Schritt erklärt.

Nachdem man den Saugroboter, die Absaugstation und das restliche Zubehör ausgepackt hat, muss man wie bereits erwähnt auf jeden Fall noch die Bodenplatte an die Absaugstation schrauben. Der Weiteren gibt es hier und da noch ein paar Klebestreifen, welche als Transportsicherung dienen, diese müssen logischerweise auch entfernt werden. Anders als Ecovacs montiert Roborock die Seitenbürste zur Auslieferung direkt, sodass man eigentlich nach der Einrichtung der App direkt mit dem ersten Saugvorgang bzw. der ersten Kartierungsfahrt beginnen kann. Schade finde ich jedoch etwas, das Roborock hier an Ersatzteilen spart, den man legt hier weder eine zusätzliche Seitenbürste noch Wischtücher bei. Lediglich ein Ersatz-Staubbeutel findet hier im Lieferumfang seinen Platz.

Den Staubauffang-/ Wischwasserbehälter muss beim Roborock Q7 Max+ wie vom Hersteller gewohnt nicht mehr eingesetzt werden, denn dieser wurde bereits an seinem entsprechenden Platz unter der Abdeckung platziert. Die Wischplatte muss man wiederum selbst anbringen, denn nur dann kann neben dem Saugen auch direkt feucht gewischt werden. Dies ist jedoch ebenfalls sehr schnell erledigt, da diese nur angesteckt bzw. am Platz eingeschoben wird, das entsprechende Wischtuch ist bereits montiert. Vor dem ersten Wischen muss man dann jedoch den Kombibehälter mit Wasser und eventuell mit etwas Bodenreiniger füllen, denn nur so kann der Roboter auch wischen bzw. das Wischtuch permanent befeuchten. Das an der Wischplatte angebrachte Tuch kann mehrfach ausgewaschen und getrocknet werden, denn es handelt sich hierbei um ein sogenanntes Mehrweg-Tuch.

Bevor man den Saugroboter das erste Mal startet, sollte man diesen noch über die App einrichten, da der Saugroboter zum einen direkt ein Firmware-Update bekommt, welches einige Verbesserungen mit sich bringt und zudem die ein oder anderen Fehler beseitigt. Des Weiteren sollte man selbstverständlich auch noch die Ladestation bzw. in meinem Fall die Absaugstation zuvor noch am gewünschten Ort im Haus aufstellen. Schließlich soll der Roboter diese finden und sein Akku wieder aufladen können, sofern dieser leer sein sollte und zudem kann nur so der Staubbehälter automatisch ausgesaugt werden.

Man könnte den Roborock SQ7 Max+ zwar auch ohne die vom Hersteller zur Verfügung gestellten App verwenden, aber wirklich Sinn macht diese natürlich nicht, denn wenn man hier spezifisch nur einzelne Räume oder Bereiche reinigen lassen möchte oder auch bestimmen möchte, dass der Roboter an bestimmten Tagen bzw. Uhrzeiten reinigt, dann geht dies eben nur über die App.

Die Einrichtung bzw. Einbindung des Roborock Q7 Max+ ist über die App „Roborock“, welche kostenlos für Android im GooglePlay Store und für iOS im Apple Store zur Verfügung gestellt wird, schnell und absolut einfach erledigt. Hierbei wird der Vorgang nämlich wie ich bereits beim S7 MaxV Ultra sehr ausführlich und Schritt für Schritt erklärt. Nachdem man alles ausgepackt hat und der Saugroboter auf die angeschlossene Absaugstation/Ladestation gestellt hat, kann man diesen am an der Oberseite einschalten, bzw. beim Aufladen wird dieser auch direkt aktiviert.

Um die App nutzen zu können, muss man diese nicht nur kostenlos aufs Smartphone laden, sondern sich zudem auch registrieren. Hierfür benötigt man jedoch nur eine gültige Mail-Adresse und ein selbst definiertes Passwort. Anschließend geht des darum, dass man ein paar Zugriffsrechten zustimmt und schon landet man auf der Seite, auf welcher man nach einem Saugroboter suchen lassen kann. Hier kann man dann z. B. den gekauften Saugroboter aus der großen Auswahl auswählen und schon leitet einen die App Schritt für Schritt durch den Einrichtungsprozess. Dabei kann man unter anderem auch bestimmen, dass die App den Standort Abfragen darf, dies wird dafür genutzt, dass man die Namen der verfügbaren Netzwerke im weiteren Verlauf angezeigt bekommt.

Nun muss man am Saugroboter kurz die beiden Tasten „Punktreinigung“ und „Dock“ für drei Sekunden gedrückt halten bzw. bis der Roboter „WLAN wird zurückgesetzt“, sagt. Danach befindet sich der Roborock Q7 direkt im Kopplungsmodus und man kann in der App das Kästchen „WLAN zurückgesetzt“ aktivieren und auf „Weiter“ tippen. Danach fragt die App direkt, ob er sich mit dem WLAN verbinden soll und dazu müsst ihr dann noch das zugehörige WLAN-Kennwort eingeben. Daraufhin wird man via Pop-Up Fenster gefragt, ob man der App erlaubt, dass diese sich mit dem WLAN „„roborock_vacuum….“ Verbinden darf, was in diesem Fall der Roborock Q7 Max+ ist, danach werden dem WLAN-Modul des Saugroboters direkt die Log-in-Daten eures WiFi übermittelt, sodass der Roboter einsatzbereit ist. 

Anschließend noch kurz den rechtlichen Hinweisen zustimmen und schon wird angezeigt, dass ein neues Firmware-Update verfügbar ist, was ich natürlich direkt installiert habe, damit ich den Roboter auf dem neusten Stand habe. Im Weiteren Verlauf gibt es noch ein Hinweis, was man vor dem ersten Reinigen alles machen soll, dazu zählen z. B. störende Gegenstände wegräumen. Anschließend ist man dann schon auf der zukünftigen Startseite und der Saugroboter samt Station wäre direkt nach dem vollen Aufladen des Akkus für den ersten Einsatz bereit.

(Ersteinrichtung und Inbetriebnahme: 5 von 5 Punkten)

Reinigungsleistung und Navigation

Bei der Reinigungsleistung liefert der Roborock Q7 Max+ ein sehr gutes Ergebnis ab, bei der es eigentlich nicht wirklich etwas zu beanstanden gibt. Die Saugleistung gibt Roborock mit bis zu 4.200 Pa, also hat dieser eine gute Power, hier bietet eigentlich nur der große S7 Max V Ultra mit bis zu 5.100 PA noch ein wenig mehr Saugkraft, die man aber selten ausnutzt. Klar liefert hier beim direkten Vergleich der Roborock S7 MaxV Ultra eine minimal bessere Reinigungsleistung ab, aber dies ist nur gering und schlecht ist der Roborock Q7 auf keinen Fall. Im Reinigungsdurchgang hat der Saugroboter wirklich alles sehr gründlich eingesaugt. Der Saugroboter bietet mehrere Saugstufen, von denen „Max“ die höchste ist und logischerweise dann auch die volle Saugleistung bietet. 

Im Alltag habe ich jedoch bei unseren Fliesen und Parkett immer den Saug-Modus „Normal„ verwendet. Erfreulich ist auch das eventuell manuelle Entleeren, sofern man sich für das normale Modell ohne Absaugstation entscheiden sollte, hier gibt es im Behälter keine Störkanten, wo z. B. der Dreck hängen bleibt und alles kann sehr einfach über die große Öffnung beim Feinstaubfilter entnommen werden. Da ich jedoch sowieso das Max+ Modell habe, ist hier die automatisch Absaugstation enthalten, die ebenfalls den Dreck ohne Probleme aussaugt. 

An der Navigation habe ich ebenfalls so weit kaum Kritik. Klar eins vorneweg, der Roborock Q7 Max+ kann nicht mit dem S7 MaxV Ultra verglichen werden, denn hierbei handelt es sich einfach gesagt um das Flaggschiff mit der präzisesten Navigation, die ich bisher unter alle den Saugrobotern gesehen habe. Mangels der fehlenden Kamera und den Frontsensoren kann logischerweise die Navigation bzw. Hinderniserkennung auch nicht miteinander verglichen werden und soll es auch nicht, da beide in zwei völlig unterschiedlichen Preisklassen liegen.

Dennoch der Roborock Q7 Max+ navigiert sehr gut, was mittels des an der Oberseite rotierenden LiDAR (Laser) gelingt. Dieser erfasst, während der Roboter durch die Räume fährt ,alles sehr genau und dies auch bei Dunkelheit, denn der Laser braucht dazu keinerlei Licht. Zugleich hat diese jedoch auch den Nachteil, dass diese Technik Spiegel und Glastüren nicht als Hindernis bzw. Wand erkennt. Somit ist es bei uns z. B. so, dass die Terrassentüren durch den Laser durchbrochen werden und somit sieht es auf der Karte hier teilweise so aus, als würde hier der Raum noch weiter gehen. Dies stört zwar nicht, sieht jedoch optisch beim Betrachten der Karte etwas unschön aus. Gegen einen Spiegel oder Glastür fährt den Saugroboter jedoch dennoch nicht, denn hierfür hat dieser selbstverständlich weitere Sensoren, die dies als Hindernis erkennen. 

Bei der Navigation erkennt der Roborock Q7 Max+ auch wie inzwischen viele anderen Saugroboter mit Wischfunktion automatisch Teppiche, was durch die Sensoren an der Unterseite möglich ist. Somit erhöht der Saugroboter aus dem Hause Roborock hier auf Wunsch automatisch die Saugleistung beim Befahren von Teppichen an, was für eine gründlichere Reinigung sorgt. Die Wischplatte kann der Q7 wiederum nicht anhebende, sondern bleibt immer zum gleichen Abstand auf dem Boden.

Durch die zahlreichen Sensoren an der Oberseite, Front und Seite erstellt der Saugroboter eine sehr genaue Karte eurer Räume und diese kann in der App auf Wunsch auch in 3D angezeigt werden. Ein nettes Feature, doch ich bevorzuge weiterhin die normale 2D Variante, da ich hierbei eine bessere Übersicht der unterteilten Räume usw. habe. Der Roborock Q7 Max+ nutzt seine Sensoren und den Bumper mit Bravour, sodass mir der Umgang mit Möbel usw. sehr gut gefällt, denn hier wird nicht wie bei der Konkurrenz wild mit dem Bumper alles angefahren, sondern wenn, dann sehr sanft und vorsichtig.

Vom Ablauf betrachtet, ist die Navigation beim Roborock Q7 Max+ nicht anders als z. B. beim Roborock S7 MaxV Ultra oder den Saugrobotern aus dem Hause Ecovacs und Co. Startet man die Reinigung, unterteilt der Roboter die Wohnung bzw. größere Räume im Haus automatisch in mehrere kleine Bereiche bzw. Sektoren. Diese umfährt dieser dann zuerst an den Wänden herum ab, bis der äußere Bereich einmal komplett umfahren und dabei gereinigt wurde. Direkt danach beginnt dieser dann den inneren Teil in geraden Bahnen abzufahren, sofern dazwischen keine Hindernisse sind. Sind diese vorhanden, dann umfährt dieser diese selbstverständlich automatisch, sofern diese von den Sensoren erkennt oder dem Bumper angefahren werden.

Die Navigation während des Reinigungsvorgangs ist ebenso absolut effizient. Der Roboter weiß durch den ersten kompletten Reinigungsvorgang, bei dem man vorher alle Gegenstände wie Schuhe usw. entfernt hat jederzeit, wo sich dieser gerade beim Reinigungsvorgang befindet. Somit lässt dieser, auch wenn es manchmal so aussieht, keinen Bereich aus, schließlich kommt dieser im Laufe der Reinigung zu dem zuvor ausgelassenen Bereich zurück und schließt damit die komplette Reinigung in seinen Bahnen ab.

Sehr gut finde ich, dass Roborock dem Nutzer ermöglicht, dass man jederzeit Einsicht hat, wo der Roboter gerade ist und wo dieser schon alles war und in welchen Bereichen noch nicht. Hat man z. B. im ersten Reinigungsvorgang direkt festgestellt, dass der Roboter an einem Punkt oder mehren Probleme hatte bzw. es vorkommen sollte, dass dieser Gefahr läuft, sich hier festzufahren, kann man in der App die Bereiche bestimmen, die er beim Reinigen nicht mehr befahren soll. Bei uns musste ich hierbei jedoch nicht eingreifen, da bei uns solche Stellen nicht vorhanden waren. Ich müsse nur und er Karte den Flur im Obergeschoss zu einem zusammensetzen, da diese vom Roboter in drei Teile unterteilt wurde.

Treppen kann der Roborock Q7 Max+ wie seine Mitbewerber nicht versehentlich herunterstürzen, denn um dies zuverlässig zu verhindern, hat Roborock wie viele andere Hersteller den Saugroboter am Boden mit mehreren Absturzsensoren ausgestattet. Durch diese besagten Sensoren, welche am Rand um den Unterboden des Saugroboters angebracht wurden, erkennt der Saugroboter einen Abgrund, bremst davor ab und fährt die Kante entlang ab. Durch genau diese Sensoren kann es jedoch wie bei zahlreichen anderen Saugrobotern zu Problemen mit Teppichen kommen. Habt ihr z. B. einen weißen Boden und einen dunklen kurzhaarigen Teppich, dann könnte es dazu kommen, dass die Sensoren dies als Abgrund erkennen und der Roboter somit nicht über bzw. auf den Teppich fährt. Da wir jedoch ein Parkett aus Eiche haben, ist der Kontrast anderes und somit kam es hier zu keinem Problem.

Hindernisüberwindung

Neben einer präzisen Navigation ist auch die zuverlässige Hindernisüberwindung bei einem Saugroboter sehr wichtig, denn ebenso wie Teppiche können dem Saugroboter auch Übergangsleisten zwischen den Räumen usw. im Weg sein. Beim Roborock Q7 Max+ muss man leider auf die Wischplatte verzichten, welche automatisch angehoben wird, wenn diese Teppiche befährt oder wenn man bestimmt hat, dass dieser ohne Wischen reinigen soll. Daher muss diese in diesen Fällen zuvor händisch entfernt werden, dies ist jedoch schnell erledigt und einfach, aber geht eben zulasten des Komforts. 

Durch die Antriebstechnik kann der Roborock Q7 Max+ problemlos wie der S7 Steigungen von bis zu 20 % überwinden und ebenso hat er mit Schwellen von bis zu 2 cm keinerlei Probleme. Damit dies jedoch problemlos gelingt, sollte die Kante leicht abgerundet oder schräg ausgeführt sein, denn bei harten Kanten ist wie bei anderen Saugrobotern schon bei gut 1-1,5 cm Schluss.

Saugleistung

Der Roborock Q7 Max+bietet, wie ich es bereits zuvor erwähnt habe, eine hervorragende Saugleistung. Hier bin ich absolut zufrieden, sodass sich bei diesem Saugroboter keine Kritik aussprechen könnte. Bei uns lasse ich den Saugroboter aktuell im Obergeschoss laufen und hier saugt er den großen Flur und die einzelnen Zimmer absolut gründlich, sodass selbst der ganze Staub unterm Bett gründlich eingesaugt wird. Im Bad saugt dieser dann wiederum nicht nur, sondern wischt im gleichen Durchgang direkt auch noch mit. Klar, mit der VibraRise-Wischplatte wäre die Wischfunktion noch gründlicher, aber dennoch schafft es der Q7 den feinen Staub und die Wasserflecken auf dem Boden gründlich zu beseitigen. 

Ich persönlich lasse zu Hause eigentlich immer in der Stufe „Normal“ saugen, doch man kann hier wie bereits erwähnt zwischen mehreren Saugstufen wählen, bei welchen die maximale Saugkraft bei „Max“ liegt. Dies „Max“ Saugkraft benötige ich im Alltag nicht wirklich, macht jedoch vielleicht bei einem Missgeschick in der Küche Sinn, wen man z. B. den Zucker verschüttet hat oder einen Teppich absolut gründlich absaugen möchte. 

Bei Teppichen steigt die Lautstärke des Saugroboters logischerweise an, da dabei zugleich die Saugkraft erhöht wird. Daher wird es dann schon hin und wieder bei Teppichen lauter, sodass hier Fernsehen nebenher nicht wirklich toll ist. Die Saugleistung finde ich dank der gummierten Walze super, denn hier wickeln sich kaum Haare herum. Positiv wirkt sich hier auch die Methode aus, wie der Staub von der Absaugstation herausgesaugt wird, denn dies geschieht über Saugöffnung, sodass hier auch zugleich alles um die Bürste herum herausgesaugt wird. 

Man kann wie bereits erwähnt als Nutzer-/in bei der App frei wählen, wie stark die Saugleistung ist. Hierbei hat man die Wahl zwischen: Leise, Normal, Turbo und Max, dabei ist „Normal“ von Werk aus eingestellt. Je nach gewählter Saugleistung erhöht sich selbstverständlich auch die Lautstärke des Roboters, doch gerade die beiden Stufen Leise und Normal kann man getrost auch dann nutzen, wenn man gerade zuhause ist.

Wischfunktion

Die Wischfunktion des Roborock Q7 ist gut, aber eben ganz klar nicht mit der des Roborock S7 MaxV Ultra zu vergleichen. Denn wie ich bereits mehrfach angedeutet habe, handelt es sich hier lediglich um eine Wischplatte mit befestigtem Wischtuch, welche durch leichten Federdruck von 300 Gramm sanft auf dem Boden gleitet. Hier fehlt ganz klar die Rüttelbewegung, welche bei der Roborock-S7 Serie zum Einsatz kommt und zudem kann die Q-Serie die Wischplatte nicht beim befahren von Teppichen oder empfindlicheren Böden angehoben werden. Außerdem muss die Wischplatte regelmäßig händisch gereinigt werden, denn dies übernimmt hier nicht die Absaugstation. Somit handelt es sich hier um ein recht simples Staubwischen, was Allergikern von Hausstaub dennoch gut gefallen könnte, denn der ganz feine Staub, welcher von der Saugleistung und der Walze nicht eingesaugt wird, wird großteils vom Wischtuch aufgesammelt. 

Hat man somit beim Roborock Q7 Max+ z. B. im Geschoss nur Fliesen, ist es ratsam, das Wischtuch zwischendurch sauber zu machen, denn irgendwann kann dies den Schmutz bei großen Flächen einfach nicht mehr wirklich fassen. Hier kann man beim Roborock S7 MaxV Ultra bestimmen, dass nach jedem Raum direkt das Tuch frisch gereinigt wird, doch dies muss hier in diesem Fall beim Q7 leider händisch erfolgen.

Also einfach gesagt, trotz der großen Station bleibt alles im Bezug zum Wischtuch weiterhin eure Aufgabe. Dazu zählen dieses zu reinigen und zum Trocknen entfernen. Außerdem muss man auch das Wasser des Tanks direkt immer füllen, denn ohne Wasser kann der Roborock Q7 Max+ nicht feucht wischen. Beim Staubbehälter sieht das Ganze jedoch ganz anders aus, denn hier nimmt euch die Absaugstation die Arbeit ab, was ich schon sehr gut und mittlerweile ein Muss finde. Den Schmutz saugt die Station nämlich direkt, nachdem der Roboter alles wie angegeben gereinigt hat und zur Station zurückkehrt, automatisch ab. Dabei kann man bzw. ist bereits von Werk aus der „nicht Stören“ Modus aktiviert, was bedeutet, dass z. B. von 22:00 Uhr bis 8:00 Uhr Sprachalarme stummgeschaltet, die Anzeigeleuchten gedimmt und die Auto-Entleerung des Behälters deaktiviert ist. Der Absaugvorgang ist zwar sehr laut, daher auch der nicht Störenmodus, aber in unter 20 Sekunden ist dann auch wieder Ruhe und das Ergebnis ist ein absolut sauberer Staubbehälter im Roboter. 

Beim Wischmodus stehen in der App unter den Einstellungen insgesamt 5 Wischstufen zur Auswahl: aus, niedrig, mittel, hoch und benutzerdefiniert. Bei Letzterem kann man die Wasserabgabemenge der elektronischen Pumpe sehr genau dosieren und neben den bereits erwähnten Stufen, auf welche man direkt zugreifen kann, gibt es hier zusätzlich noch moderat, hoch und extrem. Einen großen Vorteil hat die nicht elektronisch angetrieben Wischplatte wiederum, diese erzeugt nämlich für keinen zusätzlichen Lärm. Dies ist bei manch anderen Modellen mit angetriebener Wischplatte nämlich oft der Fall, jedoch hört man bei Flaggschiff dem S7 MaxV Ultra auch kein Mucks von der Bewegung.

(Reinigungsleistung: 4 von 5 Punkten)

App

Roborock
Preis: Kostenlos
Roborock
Preis: Kostenlos

Wie bereits im Laufe des Testberichts erwähnt, können sämtliche Einstellungen des Roborock Q7 Max+ sehr einfach und umfangreich in der Roborock App vorgenommen werden. Hier hat Roborock eine tolle, übersichtliche App entwickelt, die alle wichtige Funktionen auf der Startseite zeigt und alles Weitere kann in den Nebeneinstellungen eingestellt werden. Die App selbst ist dabei dieselbe, wie auch beim Roborock S7 MaxV Ultra und durch einfaches Hin und Her wischen kann ich hier sehr einfach zwischen meinen beiden Saugrobotern wechseln. Die Einbindung des Roborock Q7 Max+ in die kostenlose App ist selbsterklärend bzw. wird wie bereits erwähnt, sehr verständlich und Schritt für Schritt erklärt. Somit sollte dies für alle Nutzer kein Problem sein und in kurzer Zeit erledigt sein.

Die App von Roborock ist insgesamt übersichtlich aufgebaut, sodass man sich hier eigentlich recht schnell zurechtfindet. Alle Funktionen, welche man regelmäßig benötigt, sind direkt auf der Startseite des Saugroboters integriert, während die tieferen Einstellungen in dem weiteren Untermenü untergeordnet sind. Die Karte, welche der Saugroboter nach dem ersten kompletten reinigen erstellt hat, ist sehr übersichtlich gehalten und kann bei Bedarf natürlich noch umfangreich bearbeitet werden. Bei mir wurden fast alle Räume richtig unterteilt, sodass bei uns im Obergeschoss das große Bad, die beiden Kinderzimmer und das Elternschlafzimmer richtig in die einzelnen Räume unterteilt wurden. Lediglich bei unserer Galerie musste ich kurz nachjustieren, denn hier hatte die Software die beiden kleineren Flure davon in separate Räume unterteilt. Dies war jedoch kein Problem, einfach die gewünschten Räume auswählen und zusammenführen tippen und schon ist die Galerie ein Raum.

Habt ihr wie wir im Haus nicht nur Fliesen, sondern z. B. Parkett, dann ist es auch wichtig, dass der Saugroboter die Räume mit Parkett in der Regel nur saugt, also kein Wasser auf das Wischtuch abgibt. Fliesen wiederum können wie gewohnt zusätzlich zum Saugen auch direkt feucht gewischt werden und was hier genau in welchem Raum gilt, kann man ebenso in den Karteneinstellungen definieren. Dies und alles Weitere, was bezüglich der Karte eingestellt werden kann, findet man direkt auf der Startseite, also genau da, wie man die Karte nach dem erstellen sieht. Hier einfach auf den Stift mit der Karte tippen und schon findet man alle wichtigen Einstellungen.

Daher kann man hier z. B. festlegen, dass der Roborock Q7 Max+ die entsprechenden Räume mit Parkett nur saugt, während er die mit Fliesen dann saugt und zugleich wischt. Des Weiteren kann hier bestimmt werden, in welcher Reihenfolge die Räume bei der planmäßigen Reinigung zuerst und welcher zuletzt gereinigt werden sollen. Hier hat man auch die Möglichkeit zu bestimmen, in welcher Saugstufe und mit welcher Wasserabgabe die entsprechenden Räume gereinigt werden dürfen.

Nun beschreibe ich euch noch die App noch etwas ausführlicher Schritt für Schritt. Auf der Startseite bekommt man nach der ersten kompletten Reinigung eines Geschosses eine mehrfarbige Karte angezeigt, in der die Räume unterteilt sind. Diese musste bzw. habe ich für die leichtere Zuordnung und eine eventuelle Sprachsteuerung über Alexa bzw. Google noch kurz entsprechend benennen. Dies erfolgt ganz einfach, wie schon erwähnt durch das Tippen auf das Symbol mit der Karte und dem Stift. Außerdem habe ich dann auch noch direkt die Bodenbeläge angegeben, also ob Fliesen, Holz oder Standard. Dies muss man nicht unbedingt machen, denn es dient eigentlich nur der Optik beim Betrachten der Karte. In den Einstellungen kann man dann auch noch Sperrzonen setzen, No-Wisch-Zonen erstellen, die Räume trennen uvm. dazu gehe ich später im Punkt „Kartenerstellung“ noch umfangreicher ein. 

Weitere wichtige Dinge, welche man auf der Startseite sieht, sind z. B. die aktuell bereits gereinigt Reinigungsfläche sowie die dafür benötigt Zeit und den aktuellen Akkustand in Prozent. Unten links kann man dann bestimmen, ob alles bzw. nur einzelne Räume oder sogar nur ein markierter Bereich (eine Zone) gereinigt werden soll. Direkt rechts daneben kann man dann noch auswählen, ob nur gesaugt bzw. gewischt werden soll, beides oder sogar individuell. Bei Letztrem kann man auf „Benutzerdefiniert“ tippen, dann direkt neben der Karte auf „Bearbeiten“ und hier „smart“ wählen, sodass die App automatisch bestimmt, wo gesaugt und wo gewischt werden darf. Ich habe hier jedoch dann noch im Nachgang eine Bearbeitung durchgeführt, sodass auf dem Parkett nur gesaugt wird, denn die App wollte hier auch wischen. Zurück auf der Startseite mit der Karte ist es dann noch mit dem linken Button, wie beschriftet möglich, den Reinigungsvorgang zu starten, während man mit dem rechten „Saubbehälter entleeren“ mitteilen, dass man jetzt direkt den Staubbehälter am Saugroboter aussaugen lassen möchte.

In ein umfangreiches Einstellungsmenü gelangt man über die drei Punkte an der rechten oberen Ecke. Hier kann man dann als Erstes die Karten verwalten und somit auch bestimmen, ob man eine Ebene oder mehrere Ebenen Zuhause hat. Letzteres ist dann sinnvoll, wenn man den Saugroboter z. B. auf zwei Stockwerken nutzen möchte. Im Menü „Pläne“ kann man Reinigungspläne erstellen, sodass man direkt bestimmen kann, wann und an welchen Tagen der Saugroboter automatisch seinen Dienst verrichten soll.

Das nächste Menü befasst sich mit der Reinigungsstation, hier kann man zwei Dinge bestimmen, ob der Roboter automatisch nach der Reinigung entleert werden soll und in welchem Modus bzw. Stufe dies gemacht werden soll. Wählt man hier wie ich „smart“, dann passt sich die Station dem Saugzyklus an, sodass bei mir immer alles gepasst hat und der Staubbehälter immer absolut gründlich ausgesaugt wurde. Zusätzlich gibt es hier dann noch die Stufen leicht, mittel und max. 

Das nächste Untermenü ist weniger relevant, denn hier kann man nur die Roboterstimme wählen, wobei ich rate, diese auf die eigene Landessprache, also z. B. auf Deutsch umzustellen, denn von Werk aus ist immer Englisch aktiv. Durchaus ein wichtiger Punkt ist hier dann wieder die Roboter-Einstellungen, denn hier kann z. B. die Kindersicherung aktiviert werden, sodass die Tasten am Roboter auf Wunsch gesperrt werden, sodass nicht ungewünscht der Roboter gestartet wird. Des Weiteren kann hier, wie ich es aktiv habe, bestimmt werden, dass nach dem Vollen aufladen die Kopfleuchten abgeschaltet werden und die Saugleistung beim befahren von Teppichen erhöht wird. Zu guter Letzt ist hier auch noch der Punkt (Modus „Nicht stören“ wichtig, diesen habe ich von 22:00 Uhr auf 8:00 Uhr eingestellt, sodass der Roboter im Flur nicht durch seine Beleuchtung stört oder nach dem abendlichen Saugen noch die Station nach 22:00 Uhr ausgesaugt wird und z. B. die Kinder, welche bereits schlafen aufweckt.

Danach folgen Pin-and-Go, sodass der Roboter speziell auf der Karte nach Wunsch hingeschickt werden kann und von dort dann eine Punktreinigung startet usw. Des Weiter folgt dann eine Fernsteuerung, mit welcher man den Saugroboter selbst navigieren kann, eine Funktion, welche ich jedoch nicht im Alltag verwendet habe.

Am Schluss folgen noch einige Dinge bezüglich der Wartung, wo alle Bauteile, welche gereinigt bzw. irgendwann ausgetauscht werden müssen, aufgelistet sind. Dabei zeigt Roborock in der App an, wann eine Reinigung bzw. der Austausch notwendig ist und man erklärt dann auch, wie das ganz vonstattengeht. Außerdem gelangt man hier noch in den gespeicherten Reinigungsverlauf, kann die Produktinformationen einsehen und nach Firmwareupdates suchen, jedoch erschein hier auch direkt ein Pop-up Fenster sollte eins verfügbar sein.

Kartenerstellung

Wie jeder aktuelle Saugroboter mit einem Laserdistanzsensor (LDS) erstellt auch der Roborock Q7 Max+ voll automatisch während der Reinigung eine sehr genaue Karte der eigenen Räumlichkeiten. Nach einmaligem Saugen und eventuellen Wischen aller Räume hat man somit direkt eine Karte der kompletten Räume im Haus und kann anschließend die einzelnen Zimmer benennen, virtuelle Wände einzeichnen oder Nicht-Wischen-Zonen einfügen.

Sehr gut finde ich hier, dass man eine Mehrgeschoss-Karte erstellt kann, denn einige unter uns haben sicherlich nicht eine Wohnung mit einem Stockwerk, sondern ein mehrstöckiges Haus, bei dem man eben nicht für jeden Stock ein Saugroboter kaufen möchte, sondern somit einen für alle Stockwerke nutzen kann. Dabei ist es möglich zu wählen, ob die intelligente Kantenerkennung verwendet werden soll oder man dies immer zuvor auf der Startseite selbst auswählen möchte. Die intelligente Mehrgeschosskarten-Erkennung funktioniert so weit auch sehr gut, sodass ich diese eigentlich auch bevorzugen würde. 

Eine komplette Karte hat der Roborock Q7 Max+ direkt nach bzw. sogar schon während der Reinigung erstellt und speichert diese in der App ab. Hierbei kann man diese dann wie erwähnt sehr umfangreich bearbeiten, was gerade am Anfang für die Reinigungsplanung usw. sinnvoll ist. Beim Startbildschirm neben der Karte hat man mehrere Symbole, über die man unter anderem zur Bearbeitung der Karte gelangt. Hierbei kann man zahlreiche Funktionen nutzen, welche alle gut beschrieben werden. Über den oberen Button mit dem Würfel kann man z. B. bestimmen, welche Dinge man auf der Karte angezeigt bekommen möchte, dazu zähle: Raumname, Bodentyp und Möbel. Des Weitern kann hier dann auch noch die Karte gedreht werden und man kann zwischen der 2D und 3D Karte wechseln. Beim Symbol darunter gelangt man in das Menü, wo man unsichtbare Wände in die Karte einzeichnen kann und zudem können Sperrzonen und wischfreie Zonen hinzugefügt werden. Bei Sperrzonen handelt es sich um Bereiche, welche der Roboter vermeiden soll, da er sich hier z. B. festfahren könnte oder z. B. den Bereich meiden soll, da hier der Sohn sein ganzes Lego Set aufgebaut hat. 

In das Bearbeitungsmenü der Karte gelangt man dann schließlich über das bereits mehrfach genannte Symbol mit der Karte und dem Bleistift. Hier kann man dann ebenso direkt die auf die Kartendetails und auf die Sperrzonen-Funktion zugreifen, was man aber auch über die bereits zuvor erwähnten Methoden machen kann. Des Weiteren kann man hier aber auch noch Räume bearbeiten, also diese zusammenführen, trennen usw. Außerdem kann man bei Bedarf Möbel in die entsprechenden Hindernisse einsetzen, die Fläche bearbeiten und den Ablauf umplanen.

Bei Fläche bearbeiten kann man z. B. Möbel in die Karten einsetzen oder die Böden ändern und beim Punkt „Ablauf“ kann die automatische Reihenfolge der zu reinigenden Räume bestimmt werden, welche der Roboter dann beim Programmieren automatisch in der gewünschten Reihenfolge abarbeitet.

(App: 4,5 von 5 Punkten)

Lautstärke

Die Lautstärke des Roborock Q7 Max+ hängt wie gewöhnlich sehr von der gewählten Saugstufe ab. Vereinfacht gesagt, je höher ihr die Saugleistung gewählt habt, desto lauter ist der Roboter. 

Die max. Saugleistung ist mit max. 4.200 pa zwar etwas geringer als beim Roborock S7 MaxV Ultra, aber keineswegs schlechter, denn die maximale Leistung nutzt ihr nur in der höchsten Stufe und diese verwendet man eher selten. 

In der Stufe 1 (Leise) bzw. Stufe 2, welche ich meistens nutze, liegt die Lautstärke bei unter rund 54 bis 58 dB, was absolut nicht störend ist, sodass man den Saugroboter auch laufen lassen könnte, wenn man zause ist. Klar hört man diesen, aber wenn dieser z. B. oben saugt und man unten kocht oder Fernseher schaut, ist dies kein Problem. 

In den höheren Stufen Turbo und Max ist er hingegen schon deutlich lauter und kratzt schon fast an den 70dB, was dann wiederum deutlich unangenehmer ist, wenn man zu Hause ist. Zudem muss hier bedenken, dass schon 20 Dezibel mehr für eine Verdopplung der Lautstärke steht. Somit ist zwischen normal und Max+ die Lautstärke mehr als doppelt so hoch. 

Die Absaugstation ist wie beim S7 MaxV Ultra ebenfalls laut, wenn diese absaugt und zudem ertönt hier ein pfeifen, dies dauert aber nicht allzu lange an (rund 20 Sekunden) und daher ist es absolut vertretbar, vor allem wenn man bedenkt, was die Station für ein Komfort mit sich bringt. Das Anfahren der Absaugstation ist hier leiser als beim Roborock S7 MaxV Ultra, was hier wohl daran liegt, dass die „Rampe“ flacher ausgeführt wurde und der Roboter nur zur Absaugfläche fahren muss, dabei steht dieser dann auch direkt auf den Ladekontakten.

Alles in einem ist der Roborock Q7 Max+ zwar nicht der leiseste, aber auch nicht der lauteste Saugroboter, sodass man diesem im guten Mittelfeld einstufen kann. Die Absaugstation saugt hier zwar für einen etwas höheren Lärm bei ihrer Arbeit, aber dies ist dann nur kurz der Fall und mir ist hier der Komfort deutlich wichtiger.

(Lautstärke: 4,5 von 5 Punkten)

Akkulaufzeit

Damit der Roborock Q7 Max+ die Ladestation bzw. Absaugstation schnellstmöglich nach dem Ende des Reinigungsvorgangs findet, solltet ihr diesen direkt von der Station aus starten lassen, so mache ich dies nämlich bei jedem Saugroboter. Dies ist immer sehr von Vorteil, denn ansonsten kann es vorkommen, dass dieser teils etwas länger durch eure Räumlichkeiten umher irrt und diese eventuell gar nicht findet, aber hier hat sich inzwischen viel getan, dass die Technik dafür sorgt, dass alles schnell genug gefunden wird. 

Der im Saugroboter integrierte Akku ist wie in der Branche ähnlich mit einem 5.200 mAh großen Akku bestückt. Dies soll für eine Reinigungsleistung von rund 3 Stunden sorgen, wenn man aber mehrere Teppiche zu Hause auf dem Boden liegen hat und die automatische Saugkraftanhebung aktiv hat, reduziert sich die Saugleistung logischerweise. Logisch ist auch, habt ihr viele rechteckige Zimmer, welche der Saugroboter nach dem Rand abfahren, möglichst im inneren Feld gerade abfahren kann, dann reicht die Akkulaufzeit weiter aus, als wenn hier viele Tischfüße usw. im Weg sind.

Sollte der Akku jedoch während des Reinigungsvorgangs fast leer gehen, aber die Etage noch nicht fertig gereinigt sein, dann setzt der Roborock Q7 Max+ die Reinigung direkt nach dem aufladen automatisch fort. Für eine volle Akkuladung benötigt der Q7 rund 6 Stunden, was daran liegt, dass die Absaugstation wie die kleine nicht ganz so schnell den Akku auflädt, wie z. B. die große Reinigungsstation des S7 MaxV Ultra.

(Akkulaufzeit: 4,5 von 5 Punkten)

TEIL 3

bestehend aus „Preis/Leistung“ entspricht 10% der Gesamtwertung

Beschreibung

Der Roborock Q7 Max+ ist ein sehr guter Saugroboter, der zwar klar technisch gesehen nicht mit dem Flaggschiff, dem Roborock S7 MaxV Ultra mithalten kann, aber dafür ist dieser günstiger und überzeugt im Test dennoch sehr. Verzichten muss man hier eben auf die automatische Anhebe-Funktion der Wischplatte und zudem wird diese nicht mechanisch angetrieben, sondern nur hinterhergezogen, ebenso muss diese regelmäßig selbst gereinigt werden und der Wassertank aufgefüllt werden. Dafür ist die Navigation auf einem sehr guten Niveau, wo sich nämlich andere Saugroboter in der ähnlichen Preisklasse in einigen Bereichen im OG festgefahren hatten, kann ich den Roborock Q7 Max+ ohne Beaufsichtigung laufen lassen. Die App ermöglicht eine komfortable Bedienung und die Absaugstation saugt alles perfekt aus dem Staubbehälter. 

Preis/Leistung

Für den Roborock Q7 Max+ verlangt Roborock zu Beginn 649€, doch nun ist der Saugroboter schon etwas länger auf dem Markt und so ist der Preis inzwischen auf rund 506€ gefallen. Möchte man wieder lieber auf die Absaugstation verzichten, werden hierfür wiederum nur rund 361€ fällig, was die Roborock insgesamt zum ideale Mittelklasse Gerät zu einem fairen Preis macht. 

Das Reinigungsergebnis kann sich sehen lassen, die Navigation ist auch sehr gut und er kann bei uns ohne Probleme das komplette OG mit einer Akkuladung reinigen, daher ein absolut empfehlenswertes Gerät. Verzichten muss man eben auf die noch präzisere Hinderniserkennung sowie die deutlich bessere Wischfunktion und die voll automatische Reinigungsstation, doch möchte man diese Extras haben, dann muss man auf jeden Fall deutlich tiefer in die Tasche greifen. 

Roborock Q7 Max+

Zum Angebot bei

testr Gesamtwertung

unter Berücksichtigung aller Teilwertungen

 Wir bedanken uns beim Hersteller für die Bereitstellung des Produktes. Zu unseren Grundsätzen

Link zum Hersteller: https://de.roborock.com