Zum Hauptinhalt springen

Autor: Tobias

Jabra Elite 3

In aller Kürze

Mit den Jabra Elite 3 geht Jabra neue Wege, denn es handelt sich hier um die bisher günstigsten True-Wireless In-Ears des Unternehmens. Damit möchte man nun die Kunden begeistern, die auf der suche nach günstigen In-Ears sind und weniger Wert auf ANC usw. legen, sondern lediglich einen zeitgemäßen Klang bieten. Dies ist Jabra auch sehr gut gelungen, denn die Elite 3 bieten einen guten Sound und ein Transparenz- und Mono-Modus ist ebenso mit an Bord. Schade ist wiederum, dass man auf den hochwertigen Audio-Codec AAC verzichtet hat und es gibt in der App leider keinen anpassbaren Equalizer. Aber insgesamt klingt der Sound schon von Werk aus sehr angenehm und gut.

Gefällt uns

  • guter Klang
  • IP55-Zertifizierung
  • geringes Gewicht
  • AptX-Codec
  • bequemer Sitz
  • Transparenz- und Mono-Modus
  • Schnellladefunktion

Gefällt uns weniger

  • Bedienung im Mono-Betrieb eingeschränkt
  • kein AAC-Codec
  • kein Equalizer in der App

Jabra Elite 3

Zum Angebot bei

TEIL 1

Bestehend aus „Verpackung/Design/Verarbeitung“ entspricht 25% der Gesamtwertung

Verpackung

Die Verpackung hat Jabra bei den Elite 3 sehr den Elite 85t angelehnt, denn wie schon bei diesen In-Ears, wurde auch die neue Generation in einer deutlich kompakteren Verpackung ausgeliefert. In der Hand hält man hier eine insgesamt recht schlichte und dennoch ausreichend informative Verpackung.

Beim farblichen Design geht man nun auch neue Wege, denn man kommt hier weg vom grau und zeigt die Verpackung in einem Beige, welches jedoch die typischen gelben Logos beinhaltet und auf mehreren Seiten die In-Ears in der gewählten Farbe zeigen. Außerdem hat man sich vom Verpackungskonzept verabschiedet, bei dem eine Hauptverpackung in eine dünnere Umverpackung eingeschoben wurde. Nun findet alles in einer ausreichend stabilen Verpackung seinen Platz und zudem findet man wie gewohnt direkt rund um die Verpackung einige Bilder sowie Informationen zu den Jabra Elite 3.

An der dezent gehaltenen Vorderseite präsentiert Jabra zentral in der Mitte neben den beiden Ohrhörern noch die Modellbezeichnung und das bekannte gelb/schwarze Firmen Logo. Außerdem erwähnt man unten die Ausstattungsdetails der Jabra Elite 3 zu diesen zählen: anpassbares Klangbild, kräftiger Bass und gute Telefonierqualität. Bei anpassbares Klangbild meint man jedoch nur die voreingestellten Presets, denn ein wirklicher Equalizer zum selbst anpassen gibt es hier nicht. An der linken schmalen Seite zeigt man einen kleinen Ausschnitt vom Case, welches hier nur zur hälfte zu sehen ist zusammen mit einem der beiden In-Ears. Hier nutzt Jabra auch direkt die Chance und informiert darüber, dass die Ohrhörer samt Case wie gewohnt in Kopenhagen, dem Firmen-Hauptsitz entwickelt wurden. Rechts gegenüber wiederum informiert man auf Englisch darüber, dass für den Bequemen sitzt der In-Ears 62.000 Ohren vermessen und analysiert wurden, um daraus die perfekte Passform zu entwickeln. 

Zu guter Letzt zeigt Jabra auf der Rückseite die meisten Informationen, denn hier sieht man vor allem den Lieferumfang abgebildet bzw. die In-Ears, das Ladecase und die mitgelieferten Anpassstücke. Direkt darunter listet Jabra die sechs wichtigsten Informationen bzw. Ausstattungsmerkmale der Jabra Elite 3. Dazu zählt unter anderem der kraftvolle Klang mit insgesamt vier Mikrofone fürs Telefonieren. Außerdem darf man die bequeme Passform nicht vergessen, welche zudem dafür sorgt, das trotzt fehlendem ANC eine gute Isolierung erfolgt und bis zu 7 Stunden Akkulaufzeit mit zusätzlichen 28 Stunden beim mehrfachen Aufladen. Direkt am unteren Rand zeigt Jabra noch, dass Google Fast Pair, Alexa built-in, Spotify und Qualcomm aptX integriert wurde. 

Durch das Entfernen der beiden Klebestreifen an den Seiten der Verpackung kann diese von der rechten Seite hinweg nach links aufgeklappt werden. Dabei informiert Jabra im Deckel der Verpackung über die 100 % Nachhaltigkeit der Verpackung, denn diese ist auch 100 % recycelbar und besteht aus FSC zertifiziertem Material. Außerdem wurde bei der verwendeten Tinte auf eine pflanzliche Basis gesetzt. Mit der Verpackung bin ich sehr zufrieden, schließlich besteht in der heutigen Zeit noch immer zu viel aus Plastik, was ich vor allem beim Einkaufen feststelle, es ist einfach unglaublich, wie viel Müll heutzutage täglich anfällt. 

Bevor man die In-Ears und das Case samt Zubehör erblickt, verdeckt diese noch ein bekannter Einleger, welcher einen mit dem üblichen Satz von Jabra begrüßt und zwar „ Welcome to superior Sound“, was auf Deutsch so viel bedeutet wie: Willkommen zum überlegenen Klang. Darunter wird man drauf hingewiesen, die kostenlose App von Jabra herunterzuladen, um auf die Einstellungen der In-Ears usw. zugreifen zu können. Auf der Rückseite des Einlegers ist dann noch eine kompakte Kurzanleitung versteckt.

Unter dem Einleger befindet sich sauber einsortiert im oberen Teil das Ladecase, welche hier von einer Folie umhüllt ist und welches direkt die beiden In-Ears enthält. Damit hier der Akku nicht beschädigt wird, wurden die Lade-Kontakte an den In-Ears wie häufiger üblich ebenfalls mit einer Folie angeklebt. Direkt darunter ist noch eine Aussparung vorhanden, in welchem Jabra die zusätzlichen Größen an Ohranpassstücke verstaut hat. Diese wurden dabei schön sauber in einer Faltschachtel sortiert und beinhaltet in der Etage darunter auch direkt ein kurzes USB-A auf USB-C Ladekabel. Entnimmt man den Einleger samt des  Lieferumfangs, findet man darunter noch die üblichen Sicherheitsinformationen.

(Verpackung: 4 von 5 Punkten)

Design

In-Ears

Die Jabra Elite 3 sind von der Optik anders als die bisherigen True-Wireless In-Ears aus dem Hause Jabra. Das Design ist nun rundlicher und minimalistischer gehalten, wenn auch zugleich alles etwas „billiger“ wirkt. Letzteres ist hier auch absolut der Fall, denn mit einer UVP von 79,99€ bzw. inzwischen rund 50€ sind die In-Ears deutlich günstiger als bisher von Jabra gewohnt. 

Nach dem Einsetzen der In-Ears sitzen diese gut und bequem im Ohr und stehen zugleich kaum aus dem Ohr hervor. An der Außenseite zieren beiden In-Ears ein „Jabra“ Logo und wie man hier schon direkt vermutet, handelt es sich hier bei dieser Fläche zugleich auch um eine Multifunktionstaste. Auf die spezielle mattierte und weich anfühlende Beschichtung des Kunststoffgehäuses hat Jabra bei den Elite 3 verzichtet, jedoch fühlt sich der Kunststoff dennoch gut an und durch die Formgebung sitzen die In-Ears dennoch bequem im Ohr. 

Seitlich um das Gehäuse hat Jabra je In-Ear insgesamt zwei Mikros verbaut, davon ist eines nach unten und das andere nach hinten bzw. oben ausgerichtet. Dabei werden die Mikros bei den Jabra Elite 3 nicht nur für das Telefonieren verwendet, sondern dienen auch dafür, die Störgeräusche beim Telefonieren herauszufiltern und die Umgebungsgeräusche bei der HearThrough-Funktion einspielen zu lassen.

Das Gehäuse der Jabra Elite 3 wurde wie bereits bei den Vorgängermodellen aus insgesamt drei Teilen gefertigt. Hierbei setzt man ebenso auf den bereits eingesetzten verkürzter Ohrkanal, welcher rund geformt wurde und mit den bekannten von Jabra als EarGel-Aufsätze bezeichneten Anpassstücke bestückt wurde. Der im Ohr anliegende Teil besteht aus einem Stück und beinhaltet neben dem Ohrkanal auch direkt die beiden Ladekontakte, über welche die In-Ears beim einsetzen ins Ladecase aufgeladen werden. Außerdem ist hier im Gehäuse ein „R“ für rechts bzw. „L“ für Links eingelassen. 

Die große, über die komplette Außenseite verlaufende Taste mit dem Jabra Schriftzug, schließt an beiden In-Ears bündig mit dem Gehäuse ab und ermöglichen ein umfangreiches Bedienen unmittelbar über die In-Ears, ohne das man hierzu das Smartphone zur Hand nehmen muss. Im Bereich der Tasten ist auch noch an beiden Seiten eine nicht direkt sichtbare Status-LED versteckt, die je nach Status kurz aufleuchtet und somit sichtbar wird. Auf den von den Jabra Elite 85t noch verbauten Annäherungssensor muss man hier leider verzichten, denn diesen gibt es leider in diese Preisklasse nicht. Somit wird die Musik hier bei der Entnahme der In-Ears nicht automatisch gestoppt, sondern muss entweder direkt über die In-Ears oder alternativ am Zuspielgerät angehalten werden. 

Jabra bietet die Elite 3 in mehreren Farben an, sodass eigentlich für alle eine Farbe dabei sein sollte, die einem zusagt. Neben Grau, die Farbe meines Testsample gibt es noch Navy Blau, Lila und Beige. Hierbei sind alle Teile der In-Ears in der gewählten Farbe ausgeführt, also auch die Anpassstücke und das Ladecase. Die In-Ears sind nach der Schutzart IP55 geschützt, dies bedeutet, dass diesen Staub und leichtes Spritzwasser (Regen) nichts anhaben kann. Also überrascht euch ein Regenschauer, müsst ihr die In-Ears nicht direkt ablegen und sicher verstauen, da diesen nichts passiert. Dennoch muss man auch beachten, dass IP55 nicht bedeutet, dass man mit den In-Ears Schwimmen gehen kann, denn unter Wasser tauschen würde hier für einen irreparablen Defekt sorgen. 

Ladecase

Beim Material des Lade-Case setzt Jabra auf exakt dasselbe wie auch bei den In-Ears. Somit wir einem hier exakt dieselbe Haptik geboten, aber ehrlich gesagt fühlt sich das Case insgesamt dann doch etwas „billig“ an, was unter anderem an dem etwas klappernd gelagerten Deckel liegt. Im Alltag ist dies jedoch nicht weiter störend und das Case erfüllt seinen Zweck.

Anders als bei den beiden In-Ears, wird hier beim Case kein kompletter Schutz gegen Staub und Wasser geboten. Vor Staub wird es zwar dennoch weitestgehend schützen, aber Spritzwasser kann hier im unglücklichsten Fall vielleicht eindringen und etwas im Case beschädigen. Jedoch ist die Wahrscheinlichkeit aufgrund des eigentlich gut geschlossenen Deckels recht gering. 

Das Case fällt mit den Maßen: 64,15 x 34,6 x 28,47 mm (L x B x H) angenehm kompakt aus und kann somit wunderbar in der Hosentasche oder jeder Handtasche, Rucksack usw. verstaut werden. Vom Design ist das Case sehr schlicht und somit unauffällig gehalten, denn es gibt hier keine Merkmale, welche direkt ins Auge fallen würden. 

Es handelt sich hier rundum um ein schlichtes Ladecase aus Kunststoff mit magnetisch geschlossenem, recht dünn ausgeführten Deckel. An der Front gibt es einen dezent eingelassenen Jabra Schriftzug und direkt darunter eine kleine Status LED. Auf eine Griffmulde für das einfachere Öffnen des Case hat Jabra hier verzichtet, aber mit zwei Händen kann man dies sehr einfach und ohne Probleme öffnen. An der Rückseite ist im Zentrum der USB-C Port platziert worden, über welchen das Ladecase wie gewohnt ganz einfach wieder aufgeladen werden kann. Auf eine Qi-Ladetechnologie muss man hier jedoch verzichten, was mir jedoch aufgrund des Preises schon direkt klar war und ich persönlich vermisse diese Funktion nicht wirklich.

Der Deckel im Case ist weiterhin wie bereits erwähnt mit einem Magneten bestückt, sodass dieser wie bei den Vorgängermodellen das Case wunderbar geschlossen hält und zudem werden auch die In-Ears selbst direkt nach dem einsetzten, in das Ladecase perfekt an ihren Platz zentriert und via Magneten auch genau an dieser Stelle gehalten. Somit kann man bei eingesetzten In-Ears das Case einfach auf den Kopf drehen und nichts fällt dabei heraus.

(Design: 4 von 5 Punkten)

Verarbeitung

Die Verarbeitung der In-Ears ist für den geforderten Preis in Ordnung und es handelt sich hier um keinen minderwertigen Kunststoff. Die Übergänge der einzelnen Bauteile gehen sehr sauber zueinander über und auch so gibt es keinerlei Störkanten an den In-Ears.

Beim Ladecase trifft diese Aussage jedoch nicht komplett zu, denn hier war ich von der Haptik, wie ich es schon erwähnt habe, etwas enttäuscht. Das Case erfüllt seinen Zweck voll und ganz, das stimmt zwar, aber es wirkt einfach aufgrund des größeren Spiels im Scharnier, was beim geschlossenen Zustand auffällt etwas „billig“. Hier kann man den Deckel nämlich etwas hin und her bewegen, was zusätzlich zum etwas dünnwandigen Deckel dafür sorgt, dass es sich eben von der Haptik etwas billig anfühlt. 

Man bekommt bei den Jabra Elite 3 zwar „nur“ einen Schutz nach IP55, was bedeutet, dass diese gegen Schweiß, Spritzwasser und Staub geschützt sind, aber dies trifft mehr oder weniger fast nur auf die In-Ears selbst zu. Der Schutz reicht jedoch eigentlich absolut aus, denn Schwimmen geht damit eigentlich niemand und ein überraschend vorbeiziehendes Regenwetter kann diese absolut nichts ab.

(Verarbeitung: 3,5 von 5 Punkten)

TEIL 2

bestehend aus „Funktion des Produktes“ entspricht 65% der Gesamtwertung

Kopfhörer-ArtTrue-Wireless In-Ear Kopfhörer
KategorieBluetooth Kopfhörer (Bluetooth 5.2)
FarbeDunkel Grau, weitere Farbe: Navy Blau, Lila, Beige.
Akkuintegriert, Lithium-Polymer-Akku
Akku Ohrhörer: 7 Stunden
Gesamtlaufzeit mit aufladen: 28 Stunden
Gewicht 42,6 g (Ohrhörer und Ladebox)
9,2 g (beide Ohrhörer)
33,4 g (Ladebox)
MaterialKunststoff (Ohrhörer und Ladecase)
KonnektivitätBluetooth 5.2 mit aptX/ SBC-Audio-Codec
TreiberTreiber mit einer Größe von 6,0 mm (links und rechts)
Frequenzbereich20 Hz bis 20.000 Hz (Ohrhörer)
LieferumfangJabra Elite 3 True Wireless Kopfhörer (2 Stk.)
Silikonaufsätze: S, M (an Kopfhörern befestigt), L
Ladebox
USB-Typ-C-Ladekabel
Warnhinweise
Technische Daten der Jabra Elite 3

Tragekomfort

Der Tragekomfort der Jabra Elite 3 ist angenehm, da diese mit gerade einmal je 4,6 Gramm pro In-Ear nicht nur sehr leicht sind, sondern auch die Form sorgt für einen bequemen sitzt. Durch die auch ohne ANC vorhandene geräuschisolierende Bauweise sitzen die beiden In-Ears sicher und fest im Ohr, ohne dass hierbei ein Druck entsteht. Der Vorteil dabei ist, dass man die In-Ears sehr lange, also über mehrere Stunden im Ohr haben kann und die versprochene Isolierung von den Umgebungsgeräuschen wird tatsächlich ebenso erreicht. Somit eignen sich die Jabra Elite 3 trotzt fehlende Sport-Bezeichnung bzw. Sport-Einsetzen perfekt für leichte sportliche Aktivitäten wie z. B. Joggen, Laufen und den üblichen Training im Sportstudio. usw. 

Der Lieferumfang an EarGel Aufsätzen ist ausreichend, sodass hier dank insgesamt drei Größen an Anpassstücken eigentlich für jeden etwas dabei sein sollte. Dabei handelt es sich wie üblich um die Größen: S; L; und M, Letzteres ist wie üblich bereits von Jabra auf die In-Ears montiert worden und die Restlichen sind in einer kleinen Verpackung sortiert. Eine feinere Abstufung mit vielleicht 5 Größen an EarGels wäre hier optional sinnvoll gewesen, aber bei mir haben die In-Ears in der Größe M wunderbar gehalten und daher kommen sicherlich viele andere ebenfalls damit klar. 

Der Tragekomfort war bei mir jedoch wie bereits erwähnt sehr angenehm und dies auch während eines längeren Zeitraums. Man bekommt hier erneut einen Sicheren halt geboten, an dem ich persönlich nichts auszusetzen habe. Jabra hat das neue Design erneut wie das Vorgängermodell an Tausenden von Ohren getestet und dies laut eigener Aussage bis zur perfekten Passform ausgearbeitet.

Durch die ohrfüllende Form und die richtige Wahl an EarGels-Aufsätzen decken die Jabra Elite 3 sehr gut den Ohrkanal ab, was dazu führt, das wie bereits erwähnt auch ohne das fehlende ANC eine sehr gute Umgebungsreduzierung erreicht wird.

(Tragekomfort: 4 von 5 Punkten)

Bedienung

Beide Multifunktionstasten an den Jabra Elite 3 besitzen einen sehr angenehmen Druckpunkt, welchen man beim Betätigten gut spüren kann. Über diese Tasten lassen sich an beiden Seiten unterschiedlich Befehle ausführen, je nachdem wie lange bzw. häufig man die jeweilige Taste betätigt. Sollte man vielleicht mal gerade nicht wissen, welche Taste hier wann und wie welchen Befehl ausführt, wird einem dies auch wunderbar in der App erklärt, auf die ich im Weiteren Verlauf des Testberichtes noch genauer eingehen werde. Praktisch und für mich persönlich sehr wichtig ist es, dass man alle Befehle direkt über die In-Ears steuern kann, sodass man definitiv das Smartphone in der Hosentasche lassen kann, was leider noch immer nicht bei allen In-Ears so der Fall ist.

Zum Ein- und Ausschalten genügt es wie bei eigentlich allen True Wireless In-Ears, die Ohrhörer einfach aus dem Ladecase zu entnehmen und am Ende wieder genau darin einzusetzen. Das ist definitiv die einfachere Methode und wird in den meisten Fällen gemacht, denn anschließend sind die In-Ears direkt sicher aufbewahrt und werden direkt für den nächsten Einsatz voll aufgeladen. Alternativ kann man zum Einschalten auch an beiden Ohrhörern die Multifunktionstaste kurz gedrückt halten, das Ausschalten erfolgt jedoch nur durch das Ablegen ins Ladecase.

Kommen wir nun zur restlichen Bedienung der Jabra Elite 3, die von Werk ein wie folgt eingestellt ist und in diesem Fall auch so leider nicht personalisiert werden kann. Drückt man die Taste am rechten In-Ear kurz, dann wird die Musik direkt gestartet bzw. bei Bedarf ebenso auch wieder pausiert. Hält man dieselbe Taste wiederum länger gedrückt, dann erhöht man die Lautstärke in mehreren Stufen so lange, wie man diese betätigt hält. Beim doppelten Betätigen hintereinander springt man einen Titel vor und bei dreimaligen Betätigen einen Track zurück.

Über die Taste am linken In-Ear, kann man anders als beim rechten In-Ear durch betätigen und gedrückt Halten die Lautstärke so lange reduzieren, bis einem diese in der jeweiligen Situation passt. Ansonsten steuert man hier über die linken In-Ear noch den HearThrough-Modus, sodass dieser bei einmaligen betätigen an-/ und beim erneuten Drücken ausgeschaltet wird. Betätigt man die Taste wiederum zweimal hintereinander, dann greift man auf den Sprachassistenten zu, in meinem Fall Siri. 

Neben der Steuerung der Musik und des HearThrough kann man direkt über die Jabra Elite 3 auch Anrufe steuern, was hier ebenfalls hervorragend funktioniert. Dabei ist es bis auf die Regulierung der Lautstärke absolut egal, ob ihr die folgenden Befehle am rechten oder linken In-Ear ausführt. Die Lautstärke des Telefonats wird wiederum wie bei der Musiklautstärke am rechten In-Ear erhöht und links reduziert. Drückt man bei einem eingehenden Anruf eine der beiden Tasten einmal kurz, dann wird der Anruf angenommen. Beim zweimaligen Bestätigen beendet man diesen oder nimmt den eingehenden Anruf nicht an. Während des Telefonats kann man zudem bei Bedarf das Mikrofon Stumm-/Lautschalten, wenn man eine der Tasten einmal kurz drückt.

Die Bedienung ist somit insgesamt sehr durchdacht aufgebaut und nach kurzer Zeit sollte man sich hier an die Bedienung gewöhnen. Natürlich haben physischen Tasten ein typisches Problem, und zwar, dass man sich durchs Betätigen von diesen sich die Ohrhörer leicht ins Ohr drückt, was durchaus unangenehm sein kann. Doch da kommt man als Hersteller nicht anders drumherum, als wenn man dann lieber auf eine Touch-Steuerung zurückgreift, jedoch hat auch diese ihre Nachteile, denn damit kommt es sehr häufig zu Fehleingaben usw.

(Bedienung: 4,5 von 5 Punkten)

Klang

Klanglich bieten die neuen Jabra Elite 3 einen modernen Klang, sodass der Bassbereich besonders betont wird, was für einen Hörspaß bei den aktuell angesagten Musiktiteln sorgt. Erzeugt wird der Klang von 6 mm Treibern, von denen an jeder Seite bzw. jedem In-Ears einer sitzt. Ebenso ist der Frequenzbereich, welchen die Jabra Elite 3 abdecken, absoluter Standard, sodass wir hier bei unveränderten 20 Hz – 20 kHz liegen. Bei den hochwertigen Audio-Codecs ist es jedoch so, dass anders wie bisher von Jabra gewohnt alle Apple-User ein den Nachteil habe, denn die Jabra Elite 3 unterstützen nur aptX und den Standard Codec SBC. Somit haben Android-User den verlustfreieren und besseren Klang, ganz anders als die Apple-User, was jedoch nicht heißt, dass hier die Musik schlecht klingt.

Bei Titeln mit kräftigen Bässen kommen die Jabra Elite 3 sehr gut zur Geltung, hierbei zeigen die beiden 6 mm Treiber, dass diese kräftig zupacken können. Dies gelingt sowohl bei mittlerer und auch bei voller Lautstärke hervorragend, ohne dass hier die Tonqualität verloren geht oder etwas verzerrt wird. Dennoch merkt man, dass es sich um keine „teuren“ In-Ears handelt, denn die Trennung vom Bassbereich, den Mitten und Höhen gelingt den Jabra Elite 3 weniger gut, sodass hier der Bass für ein leichtes Durcheinander sorgt. 

Die Mitten halten sich insgesamt bei den Jabra Elite 3 sehr zurück, sind zwar vorhanden, aber stehen kaum im Vordergrund. Die Höhen werden detailreich und sauber wiedergegeben, ohne dabei glasig zu wirken. Klar könnten sowohl die Höhen und Mitten noch etwas mehr in den Vordergrund rücken, aber zum geforderten Preis ist das Klangbild gut abgestimmt und absolut auf einem guten Niveau. 

Jabra hat die Elite 3 insgesamt mit vier Mikros ausgestattet, also an jeder Seite 2 Stück, welche beim Telefonieren dafür sorgen sollen, dass Hintergrundgeräusche nicht mit übertragen bzw. herausgefiltert werden. Dies gelingt diesen im Praxistest jedoch nicht so zuverlässig wie bei den bisher von mir getesteten teureren In-Ears aus dem Hause Jabra. Zwar beklagte sich meine Gesprächsperson nicht darüber, dass diese mich nicht verstehen würde, aber man hörte hin und wieder die Umgebungsgeräusche mit meiner Stimme zusammen und teilweise entstanden hier auch die Artefakte, die etwas stören, aber im Großen und Ganzen ist das telefonieren mit den Jabra Elite 3 gut möglich.Dank des integrierten Transparenzmodus kann man sich beim Telefonieren die eigene Stimme einblenden lassen, was ein natürlicheres reden ermöglicht, denn somit redet man in seinem Umfeld nicht automatisch lauter, was sonst so bei Kopfhörern ohne diese Funktion der Fall sein kann.  

Dank dem neusten Bluetooth 5.2 bieten die Jabra Elite 3 eine absolut geringe Latenz beim ansehen von Videos mit Ton, also damit meine ich die Verzögerung zwischen Ton und Bild beim Ansehen von YouTube Videos usw. Die Verzögerung ist absolut nicht feststellbar, sodass sich die Ohrhörer perfekt dazu eigenen, darüber Filme und Videos anzusehen.

(Klang: 4 von 5 Punkten)

App

Jabra bietet für sämtliche Kopfhörer egal ob In-Ear oder Over-Ear Modelle, eine App Namens „Jabra Sound+“ kostenlos zum Download an. Prinzipiell könnte man sämtliche Kopfhörer auch unabhängig von dieser verwenden, doch mit der App ist der Funktionsumfang deutlich umfangreicher, da man hier je nach Kopfhörer unterschiedliche Einstellungsmerkmale zur Verfügung gestellt bekommt. Bei manchen Modellen kann man so z. B. die Tastenbelegung ändern, das ANC regulieren oder die individuelle Klanganpassung vornehmen. Außerdem könnt ihr nur so die neusten Firmwareupdates installieren und werdet über die neuen Funktionen informiert. 

Jabra Sound+
Preis: Kostenlos
Jabra Sound+
Preis: Kostenlos

Zum Einrichten wählt man aus einer Auswahl an kompatiblen Produkten das aus der Liste aus, welches man verbinden möchte, in meinem Fall sind es die Jabra Elite 3. Anschließen wird einem sehr verständlich und Schritt-für-Schritt eine Anleitung gezeigt, die einem dabei hilft, die Ohrhörer in den Pairing-Modus versetzt und einzurichten. Ist dies so weit getan und die In-Ears sind erfolgreich eingerichtet, landet man beim Starten der App immer auf der Startseite, auf welcher man alle wichtigen Dinge einstellen kann.

In diesem Menü kann man direkt ganz oben nicht nur die beiden In-Ears sehen, sondern zudem auch den Akkustand der beiden In-Ears und den des Ladecase in einzelnen Prozent-Schritten einsehen. Das bedeutet, dass euch hier der Akkustand der In-Ears zwar zusammen angezeigt wird, jedoch nicht wie häufig angewendet in 10 % Schritten, sondern in genaueren 1 % Schritten. Unmittelbar darunter kann man unter der Einstellungen „Sound -Modus“ bestimmen, ob HearThrough aktiv oder deaktiviert sein soll.

Direkt darunter wird einem leider bei dem günstigsten Modell kein 5-Band Equalizer geboten, sondern man hat nur die Wahl, ein passendes Preset aus insgesamt 6 Stück wählen. Vielmehr wird einem hier bei den Jabra Elite 3 nicht geboten, was unter anderem auch klar ist, denn es handelt sich wie bereits erwähnt um die günstigsten und Funktionsärmsten In-Ears der neuen Serie.

Im nächsten Untermenü mit der Lampe wird man direkt benachrichtig, sofern ein neues Firmware-Update verfügbar ist, was bei mir direkt der Fall war. Außerdem kann man hier die Jabra Elite 3 für die 2-Jahre-Garantie bei Schäden durch Staub und Wasser registrieren. Außerdem kann man hier noch auf die Kurzanleitungen und das online Benutzerhandbuch zugreifen. 

Unter dem Punkt „Über Sound+“ gibt es wenig bis gar nichts zu den Jabra Elite 3 zu sehen, hier dreht es sich, wie man schon vermuten kann, nur um die App, mehr nicht.

(App: 4 von 5 Punkten)

Ausstattung

HearThrough

Jabra hat bei den Elite 3 kein ANC, sondern lediglich HearThrough integriert, was im Prinzip umgekehrt zum ANC funktioniert. Dabei handelt es sich um einen sogenannten Transparenzmodus, bei dem über die an der Außenseite angebrachten Mikrofone an den beiden In-Ears die Umgebungsgeräusche zu euren Ohren durchgelassen werden. Dabei kann dies jedoch nicht wie bei den anderen Modellen in mehreren Stufen reguliert werden, sondern nur an bzw. ausgeschaltet werden. 

Der Transparenzmodus arbeitet so weit ganz gut, jedoch wird das Grundrauschen dabei deutlich angehoben, was gerade bei leiseren Musikpassagen durchaus stören kann. Die durchgelassenen Umgebungsräusche wirken zwar nicht so gut wie bei den hochpreisen Modellen, aber dennoch keineswegs künstlich wie bei anderen billigen Modellen mit dieser Funktion.

Akkulaufzeit

Das Lade-Case der Jabra Elite 3 fällt recht kompakt aus. Somit passt dies problemlos in jede Hosentasche, egal ob Jeans oder Jogginghose. Beim Öffnen des Ladecase wird einem durch die einzelne Status-LED an der Vorderseite direkt der Akku des Ladecase angezeigt und der Status bzw. Akkustand der In-Ears wird ebenfalls durch die jeweilige LED an den In-Ears angezeigt. Dabei ist deren Bedeutung exakt gleich zu den bisherigen Jabra In-Ear, denn eine grüne LED steht für einen vollen Akku, gelb für halb voll und rot für einen niedrigen Akku, sodass man die In-Ears bzw. das Case bald aufladen sollte.

Die Akkulaufzeit gibt Jabra selbst mit bis zu 7 Stunden mit einer vollen Aufladung an. Im Case selbst können diese dann zusätzlich bis zu max. 3-mal komplett aufgeladen werden. Somit kommt man auf max. 28 Stunden Musikspielzeit, was ein guter Wert ist. Bei leicht angehobener Lautstärke von etwa 75 % konnte ich die Laufzeit auch sehr gut erreichen und somit hat Jabra hier nicht zu viel versprochen. 

Das volle Aufladen des Ladecase dauert mit einem 500 mAh Netzteil, welches nicht im Lieferumfang enthalten ist, knapp 3 Stunden. Wireless-Charging wurde bei dem günstigen Preis nicht integriert, ist jedoch auch nicht weiter schlimm, denn das Aufladen des Case geht auch über USB-C absolut in Ordnung. Das volle Aufladen der In-Ears dauert übrigens bis zu 3,5 Stunden. Durchaus praktisch ist jedoch hier die Schnellladefunktion, welche dafür sorgt, dass die In-Ears im Ladecase bereits nach 10 Minuten Ladezeit für eine Akkulaufzeit von 60 Minuten aufgeladen werden.

Bluetooth

Jabra setzt bei den Elite 3 auf das neuste Bluetooth 5.2. Dabei wird stets eine problemlose, schnelle und stabile Verbindung zwischen Zuspielgerät und In-Ears geboten.

Die Verbindung mit Google Fast Pair kompatiblen Android-Devices geht dabei sehr schnell vonstatten. Hier reicht es direkt beim Öffnen des Ladecase auf das Pop-up Fenster, welches am Smartphone erscheint zu tippen und schon ist die Kopplung erfolgt. Alternativ betätigt man beide Tasten der In-Ears für drei Sekunden und versetzt diese dabei in den Kopplungsmodus. Anschließend wie bei allen Kopfhörer über die Bluetooth-Einstellungen, die Jabra Elite 3 suchen und auf diese tippen und schon wird man kurz noch gefragt, ob man diese koppeln möchte. Fortan werden diese bei der Entnahme aus dem Case immer automatisch mit dem entsprechenden Smartphone gekoppelt. 

Möchte man die Jabra In-Ears mit einem weiteren Gerät koppeln, ist dies problemlos möglich, hierzu kann sich jedes Jabra-Produkt nämlich weiterhin bis zu 8 verschiedene Geräte merken. Sobald man wiederum ein 9. Gerät damit koppelt, wird das Gerät gelöscht, welches am wenigsten genutzt wurde. Außerdem können die Jabra Elite 3 eine Multipoint-Verbindung eingehen, was bedeutet, dass diese mit zwei Geräten gleichzeitig eine Bluetooth-Verbindung aufbauen können, während wiederum nur ein Gerät zur Musikübertragung genutzt werden kann.

Sofern man ein zusätzliches bluetoothfähiges Gerät mit den Jabra Elite 3 koppeln möchte, muss man diese zuvor in den Pairing-Modus versetzen. Dazu nimmt man ganz einfach beide In-Ears aus dem Lade-Case und betätigt direkt an beiden Ohrhörern die Multifunktionstaste für 3 Sekunden, bis die Status LED blau aufblinkt. Anschließend werden die In-Ears in den Einstellungen angezeigt und können wie gewohnt mit dem jeweiligen Device verbunden werden.

(Ausstattung: 4 von 5 Punkten)

TEIL 3

bestehend aus „Preis/Leistung“ entspricht 10% der Gesamtwertung

Beschreibung

Mit den Jabra Elite 3 hat Jabra die günstigsten In-Ears der neuen True Wireless In-Ear Serie vorgestellt. Für eine fairen Preis gibt es hier einen guten Klang, ein Transparenz- und Mono-Modus und eine gute Akkulaufzeit. Auf ANC muss man hier jedoch dann ebenso verzichten wie auf den hochwertigen AAC-Audio-Codec, sodass iOS-Nutzer nur den SBC-Codec Nutzen können. Ich persönlich vermisse hier zudem den Equalizer, um das Klangbild noch etwas zu personalisieren, aber insgesamt klingen die Jabra Elite 3 schon von Werk aus ganz gut.

Preis/Leistung

Die UVP der Jabra Elite 3 ist mit 79,99€ festgesetzt, doch inzwischen hat selbst Jabra die In-Ears auf 59,99€ reduziert. Online sind diese jedoch hin und wieder nochmals etwas günstiger zu haben, sodass man bei Geduld die In-Ears auch schon für 40€ sein eigenen nennen kann. Für den aktuell reduzierten und teils sogar noch niedrigeren online Preis sind die Jabra Elite 3 eine klare Empfehlung und somit aktuell mein Preis-Leistung-Tipp.

Jabra Elite 3

Zum Angebot bei

testr Gesamtwertung

unter Berücksichtigung aller Teilwertungen

 Wir bedanken uns beim Hersteller für die Bereitstellung des Produktes. Zu unseren Grundsätzen

Link zum Hersteller: Jabra.com/de

Nuki Smart Lock 3.0 Pro

In aller Kürze

Mit dem Nuki Smart Lock 3.0 Pro hat das österreichische Unternehmen Nuki im letzten Jahr den Nachfolger des beliebten smart Lock vorgestellt. Hierbei handelt es sich wie vom Hersteller versprochen, um eine einfache Lösung, die Haustüre per App, Knopfdruck oder Sprache zu öffnen bzw. zu schließen. Es macht eure vorhanden Haustüre wie bereits der Vorgänger smart und bringt somit einen extremen Komfortvorteil mit sich, denn das Ver-/Entriegeln geht dann ohne Schlüssel und dies sehr zuverlässig und sicher. Ich habe das Smartlock der 3. Generation nun längere Zeit getestet und möchte euch dessen Stärken und Schwächen verraten und auch verraten, für wenn sich dieses Modell lohnt und für wen es nicht unbedingt das Pro Modell sein muss. Schließlich gibt es auch noch ein normales Model, welches ebenfalls sehr gut ist.

Gefällt uns

  • Nachrüstlösung
  • einfache Einrichtung und Bedienung
  • App mit vielen Einstellungsmöglichkeit
  • hoher Komfortgewinn
  • Zugriff von der Ferne aus

Gefällt uns weniger

  • immer noch recht laut bzw. hörbar

Nuki Smart Lock 3.0 Pro

Zum Angebot bei

TEIL 1

Bestehend aus „Verpackung/Design/Verarbeitung“ entspricht 25% der Gesamtwertung

Verpackung

Nuki liefert das Smart Lock 3.0 Pro in einer einzelnen Verpackung aus. Der ebenfalls erhältliche bzw. zeitweise auch bei Aktionen im Paket enthaltene Door Sensor wird wiederum in einer separaten und deutlich kleineren Verpackung geliefert. Da beim Nuki Smart Lock 3.0 Pro durch das integrierte WiFi keine zusätzliche Bridge mehr erforderlich ist, entfällt hier der von der Vorgänger gewohnte zweite große Karton. Somit hat man hier beim der Pro-Version auch automatisch einen Fernzugriff, vorausgesetzt ihr habt ein Haus denn bei einer Wohnung kann hier das heimische WLAN zum Problem werden, denn bedenken sollte man hier, dass das integrierte Wi-Fi des smart Lock nicht so eine hohe Reichweite bietet, wie die Bridge im normalen Nuki Smart Lock 3.0.

Nuki Smart Lock 3.0 Pro

Direkt auf der großen Seite des Deckels der Verpackung zeigt Nuki das Nuki Smart Lock 3.0 Pro, welches hier an eine Anthraziten Haustür montiert wurde. Hier prangt dann natürlich auch direkt der Name des Smart Locks mit dem speziellen „Pro“ Schriftzug und unten rechts ist ein kleines Logo zu sehen, welches über das integrierte Wi-Fi informiert.

An der rechten Seite wird kurz anhand eines Bildes bzw. einer Skizze gezeigt, wie das ganze an der Innenseite der Tür montiert wird. Zudem erwähnt man hierbei auch, dass das Smart Lock Smarthome kompatible ist, also z. B. mit Hey Google, Amazone Alexa und Apple HomeKit verwendet werden kann. Direkt darunter werden noch alle kompatibel Betriebssysteme bzw. AppStores aufgelistet, mit welchen die Nuki App kompatible ist. Dazu zählen der Google Play Store, App Store von Apple und die AppGallery von Huawei. 

An der gegenüberliegenden linken Seite erwähnt Nuki die Vorteile des Smart Locks in mehreren kurzen Sätzen auf Englisch. Dazu zählen unter anderem die einfache Installation, die Kontrolle von überall aus, dass man digitale Keys vergeben kann. Zu guter Letzt befasst man sich an der Unterseite also am Boden mit dem Lieferumfang und den Voraussetzungen, um Nuki nutzen zu können.

Hebt man den Deckel der Nuki Smart Lock 3.0 Pro Verpackung an, dann erblickt man hier an den Seiten nur ein paar zusätzliche Informationen. Während man hier links über den verfügbaren Nuki Club mit den gegebenen Vorteilen informiert, präsentiert Nuki an der rechten Seite über zusätzliches Zubehör, was erhältlich ist und den Funktionsumfang bzw. den Komfort erweitern kann. Doch kommen wir nun zum Innenleben der Verpackung.

An der Oberseite der stabilen Verpackung erblickt man zu aller erst eine Mappe mit einem Nuki Aufdruck. Hier drin befindet sich eine kompakte Anleitung in mehreren Sprachen übersetzt, eine Nuki get started Karte mit QR-Code, welcher bei der Einrichtung hilft und auch hier wird man über den Nuki Club und Support informiert. Außerdem liegt hier auch noch eine große weiße Karte bei, auf welcher man als Apple-User den wichtigen HomeKit Code findet, um das Nuki Smart Lock 3.0 Pro mit dem Apple HomeKit App koppeln zu können. 

Nuki hat bei der Verpackung des Smart Lock 3.0 Pro weitestgehend auf unnötigen Kunststoff verzichtet. So hat man dieses Mal alles in eine gepresste Pappschachtel verstaut, was mir sehr gut gefällt. In der linken Aussparung befindet sich das Nuki Smart Lock 3.0 Pro mit bereits eingesetztem Power-Pack (Akku). Hier müssen für die Inbetriebnahme noch ein paar Folien entfernt werden, diese sind aber gut erkennbar, da diese gelb markiert wurden. Den Akkupack, welcher hier bei der Pro-Variante enthalten ist, finde ich sehr gut, denn so muss man nicht immer die Batterien austauschen, sondern kann ganz einfach immer wieder den wiederaufladbaren Akku aufladen.

Unter dem Smart Lock ist eine kleine Schachtel mit einem Schraubendreher abgebildet. Hier drin findet man den kleinen Inbus, mit dessen Hilfe man die zum Anschrauben gedachte Montageplatte an der Haustür anbringen kann. Außerdem ist hier auch noch ein USB-A auf USB-C Kabel enthalten, mit welchem man den Akku aufladen kann. 

In der rechten Schachtel neben dem Schloss befindet sich die beiden Montageplatten, was man auch gut anhand des aufgedruckten Symbols erkennen kann. Hierbei setzt Nuki jedoch nicht mehr auf Metallplatten, sondern welche aus schwarzen Kunststoff, was der Funktion bzw. Haltbarkeit jedoch kein Abbruch tut. Bei der einen Platte handelt es sich wie gewohnt um die Klebe- und bei der anderen um die Schraubvariante, daher auch der kleine Inbus.

Nuki Door Sensor

Der Nuki Door Sensor wird in einer kleinen Schiebeverpackung geliefert, welche auf das Wesentliche reduziert wurde. Die schwarze Verpackungshülle zeigt die beiden Teile des Door Sensors in Aktion an einer Tür, bzw. zeigt, wie diese Funktionieren. Schiebt man den Innenteil der Verpackung heraus, kommt zuerst eine kleine Anleitung zum Vorschein und direkt darunter findet man in einem Schaumstoffeinsatz die beiden Teile des Nuki Door Sensor. Der Lieferumfang ist dabei recht kompakt gehalten, denn es handelt sich hier nur um eine Sensor-Einheit mit integrierter Batterie und einem Magneten. Der Sensor wird dabei ganz einfach an den Türrahmen geklebt und der Magnet am Türblatt

Vielmehr gibt es hier nichts bei der Verpackung zu sehen, denn mehr ist für den Nuki Door Sensor auch gar nicht von Nöten. Die Batterie ist bereits im Sensor eingesetzt, hierbei handelt es sich um eine 3,6 V Lithium Batterie, also eine halbe AA Typ ER14250. Dieser Batterientyp ist leider recht teuer, da diese selten zum Einsatz kommen und nicht überall erhältlich sind. Der Vorteil dieser Batterien ist wiederum, dass diese ihre Spannung bis zum Schluss konstant hochhalten können und im Sensor lange halten.

Beim Nuki Door Sensor handelt es sich um eine sinnvolle Weiterentwicklung bzw. Nachfolger des im Nuki Smart Lock 2.0 enthaltenden Magneten. Die neue Version ist deutlich zuverlässiger und benötigt dabei nur sehr wenig Batterie. 

(Verpackung: 4,5 von 5 Punkten)

Design

Das Nuki Smart Lock 3.0 Pro sieht dem Vorgänger auf den ersten Blick zwar ähnlich, aber dennoch gibt es hier sichtbare und auch spürbare Unterschiede. Damit meine ich nicht nur, dass es die neue Generation nicht mehr nur in Schwarz, sondern nun auch in Weiß gibt, sondern der hochwertiger anfühlenden Metallring. Dieser besteht hier nämlich nicht mehr aus eloxiertem silbernen Aluminium, sondern aus einem gebürsteten Aluminium, was sich nicht nur sehr gut anfühlt, sondern auch optisch super zu unseren Türgriffen im Haus passt. 

Weiterhin handelt es sich beim Nuki Smart Lock 3.0 Pro um ein längliches kastenähnliches Gerät, in welcher die Elektronik sitzt. Dieser Teil besteht aus einem schlichten Kunststoff, genau so, wie man es bereits vom Vorgängermodell gewohnt war. Hier findet darum auch weiterhin an der Unterseite das Einschubfach für die Stromversorgung sein Platz. Jedoch liegt im Lieferumfang des Nuki Smart Lock 3.0 Pro ein Power Pack (Akku) bei, welcher das nachkaufen von Batterien spart, da der Akku einfach wieder mehrmals aufgeladen werden kann. Dies erfolgt über das beiliegende USB-C Ladekabel, welches an einen der beiden Anschlüsse am Power Pack angeschlossen werden kann. Hier hat sich Nuki für einen gegenüberliegenden Anschluss an der rechten und linken Seite entschieden, sodass man den Akku nicht nur im ausgebauten, sondern auch mit einem ausreichend langen Kabel im verbauten Zustand aufladen kann. Bei Letzterem muss man dann eben drauf achten, dass das Kabel auf der Seite angeschlossen wird, zu welcher die Tür aufgeht. Ansonsten würde man ja beim Öffnen mit dem Kabel hängen bleiben. 

Die Stromversorgung ist beim Nuki Smart Lock notwendig, da es sich hierbei wie gewohnt um ein elektronisch angetriebenes Motorschloss handelt, welches eben zudem noch smart ist. Das Getriebe, welches die Mechanik antreibt, befindet sich weiterhin im schwarzen Teil direkt neben dem Batteriefach am Smart Lock. Der silberne Teil wird dann wiederum davon angetrieben, dreht sich und nimmt dabei den eingesteckten Schlüssel mit, sodass die Tür auf bzw. zugeschlossen wird. Im Zentrum des Aluminium Knauf, welcher drehbar ist, befindet sich eine Taste und ein LED-Ring. Letzteres zeigt dem Nutzer bei Bedarf den Status des Smart Locks an, jedoch habe ich die Status-LED in den Einstellungen abgeschaltet. Die Kombi aus den beiden Werkstoffen und Farben, egal ob wie bei mir Schwarz oder auch weiß, wirkt sehr modern und edel. Der neue Aluminiumteil, welche nun aus gebürstetem Material besteht, gefällt mir sehr gut, ist absolut zeitgemäß und fühlt sich sehr gut an. 

Nuki Smart Lock 3.0 Pro fällt aufgrund der absolut identischen Größe zum Vorgänger weiterhin direkt an der Haustüre auf. Da dies aber weiterhin nur an der Innenseite der Tür angebracht wird, ist dies keinesfalls schlimm und der extreme Komfortgewinn ist es absolut Wert. Nuki hat dem Aluminium Element eine runde Form (Durchmesser 52 mm mit einer länge von 60 mm) und dem schwarzen Kunststoffelement 80 x 60 x 46 mm (L x x H) verpasst. Da das runde Element in das Kunststoffelement eingelassen ist, betragen die kompletten Abmaße: 110 x 60 x 60 mm und das Gewicht liegt inkl. Batterien und Montageplatte bei exakt 580 Gramm. 

Sollte der Battery Pack mal doch leer sein, dann dient der silberne Drehknauf auch dazu, dass man wie gewohnt die Tür immer noch manuell aufschließen kann. Da der Schlüssel sich im Inneren befindet, kann man die Tür einfach durch das drehen, in die jeweilige Richtung wie gewohnt öffnen oder schließen. Der Status-Ring dient dann wie erwähnt weiterhin als Status-Led und zeigt den aufgeschlossenen bzw. zugesperrten Zustand an und blinkt auf, wenn der Akku leer bzw. knapp wird. 

Innerhalb des LED-Rings befindet sich zudem eine große Taste. Mit dieser kann man die Tür ohne Smartphone von innen öffnen bzw. schließen. Zudem dient diese Taste dazu, die App bzw. euer Smartphone am Anfang mit dem Nuki Smart Lock zu koppeln.

(Design: 4,5 von 5 Punkten)

Verarbeitung

An der Verarbeitung gibt es kaum etwas zu bemängeln. Das Gehäuse des Smart Lock wurde aus hochwertigen Materialien gefertigt. Das gebürstete Aluminium fühlt sich gut an und sieht wie bereits erwähnt auch sehr gut aus. Der untere Teil wurde zwar „nur“ aus Kunststoff gefertigte, aber auch dieser fühlt sich wertig an und da das Gerät ausschließlich an der Innenseite montiert wird, macht der Einsatz von Kunststoff hier auch keinerlei Probleme. Hier gibt es zwar z. B. das Yale Smart Lock, welches ich ebenfalls getestet habe und komplett aus Aluminium gefertigt wurde, was zwar nochmals etwas hochwertiger wirkt, aber dafür ist dies gut doppelt so groß und hat andere Nachteile, die wiederum bei Nuki nicht gegeben sind. 

Der Kritikpunkt mit dem etwas ungenauen Druckpunkt am Nuki Smart Lock 2.0 hat Nuki behoben, der am Smart Lock 3.0 Pro ist knackig, sodass man direkt spürt, wenn man den Knopf bestätigt hat.

(Verarbeitung: 4,5 von 5 Punkten)

TEIL 2

bestehend aus „Funktion des Produktes“ entspricht 65% der Gesamtwertung

Türschloss-ArtSmartes Türschloss (Batteriebetrieben)
Kompatible TürgriffeKnauf außen; Griff oder Stange außen
Geschwindigkeit bei 360° Drehungknapp 4 Sekunden
AbmessungenNuki Smart Lock 3.0 Pro: 110 x 60 x 60 mm
SperrmodiAufsperren
Zusperren
Tür öffnen
Auto Lock
Zeitsteuerung
Auto Unlock 
Lock ‘n’ Go
Zugriff aus der Ferne
MaterialKunststoff/Aluminium
KonnektivitätWiFi Wireless-Netzwerk IEEE802.11 b/g/n (2,4GHz), Bluetooth 5.0
Akkulaufzeit Smart Lock≥4 Monate bei rund 10 Sperrvorgängen pro Tag (bei schwergängigen Türen eher weniger)
SicherheitEnd-to-End-Verschlüsselung mit Challenge-Response (wie bei eBanking).
LieferumfangNuki Smart Lock 3.0 Pro
Montageplatte – Klemmvariante
Montageplatte – Klebevariante
Inbusschlüssel für Klemmplatte
Battery Pack
Smart Lock Anleitung
Door Sensor
Technische Daten Nuki Smart Lock 3.0 Pro

Vorraussetzungen für die erfolgreiche Installation 

Beim Nuki Smart Lock handelt es sich um ein Getriebe-Motor, welcher von den eingesetzten Batterien bzw. im Falle der Pro-Version vom Battery Pack angetrieben wird. Dieser Antrieb dreht wiederum den runden Drehknauf und nimmt dabei den zwischen der Montageplatte und dem Smart Lock befindlichen Türschlüssel mit. Somit wird der darin befindliche Schlüssel entsprechend der Drehrichtung in Schließ-/ Öffnungsrichtung gedreht und die Tür ganz ohne ein Schlüssel in das Schloss zu stecken, geschlossen bzw. geöffnet. 

Um die Stromversorgung müsst ihr euch keine Gedanken machen, denn diese erfolgt bei der Pro-Version über den wiederaufladbaren Battery Pack. Dieser muss lediglich, sobald dieser leer ist, wieder für rund 10 Stunden aufgeladen werden, hält jedoch bei 10 Sperr- bzw. Öffnungsvorgängen ca. 4 Monate. Smart macht das Nuki Smart Lock die darin befindlich Elektronik, denn diese sorgt dafür, dass dieses direkt mit eurem Wi-Fi-Netzwerk zu Hause verbunden wird und somit von überall aus erreichbar ist. Somit kann man auf das Smart Lock von überall aus und jederzeit zugreifen. 

Um das Nuki Smart Lock 3.0 Pro nutzen zu können, erfordert es einige Voraussetzungen mehr als nur ein Smartphone. Zum einen ist nämlich wichtig, dass ihr in eurer Haustüre ein Türschloss mit Europrofil-Doppelzylinder habt (meistens in Türen verbaut), welcher zudem über eine Not- und Gefahrenfunktion verfügt. Diese Funktion erlaubt es nämlich, dass ihr eure Tür auch dann aufschließen könnt, wenn bereits ein Schlüssel, also in dem Fall der im Nuki Smart Lock befindliche im Inneren steckt. Ob ihr diese Funktion habt, könnt ihr ganz leicht prüfen, indem ihr bei offener Tür einen Schlüssel von innen in das Schloss steckt und probiert, ob ihr gleichzeitig auch einen von außen einstecken könnt. Sollte dies nicht gehen, dann müsst ihr dieses durch einen neuen Doppeltzylinder mit Not- und Gefahrenfunktion ersetzen. Diese sind bereits ab ca. 30 Euro erhältlich und können ganz einfach selbst ausgetauscht werden.  

Solch ein Türschließzylinder kann man ohne Probleme selbst wechseln. Dazu muss man einfach bei offener Tür die Stellschraube unterhalb der Türfalle komplett herausdrehen. Nun den vorhanden Schlüssel des alten Zylinders in das Schloss stecken und auf etwa ein Uhr (20-Grad) nach links oder rechts drehen. Anschließend sollte man den alten Türschließzylinder einfach entnehmen können.

Installation & Einrichtung 

Die Montage und Einrichtung des Nuki Smart Lock 3.0 Pro ist, wie der Hersteller selbst angibt, sehr einfach und aufgrund desselben Aufbaus zum Vorgänger ebenso schnell erledigt. Zuerst geht es darum, die richtige Montageplatte auszuwählen. Hier liefert Nuki bei der europäischen Schließzylinder-Variante zwei Varianten mit. Welche davon die Richtige ist, hängt davon ab, ob euer Schließzylinder an der Innenseite der Tür weniger als 3 mm oder mehr als 3 mm von der Tür hervorsteht.

Sollte dieser weniger als 3 mm vorstehen, dann müsst ihr euch für die Montageplatte mit der Beschriftung „B“ entscheiden. Diese besitzt an der Rückseite eine Doppelseite Klebefläche und wird mithilfe dieser an der Tür festgeklebt. Keine Angst, der Kleber hebt sehr gut, lässt sich aber laut Nuki rückstandslos entfernen.

Sollte der bei euch vorhanden Türschließzylinder jedoch wie bei mir mehr als 3 mm vorstehen, dann müsst ihr die Montageplatte „A“ nehmen. Diese wird in diesem Fall nicht geklebt, da diese zum Teil etwas weiter von der Tür absteht. Sondern mit drei Madenschrauben am Zylinder festgeklemmt. Diese Variante lässt sich natürlich noch etwas besser und rückstandsloser entfernen als die Geklebte und wird bei den meisten unter euch ebenfalls die richtige Montageplatte sein.

Nun muss man noch einen Schlüssel in das Schloss von innen stecken. Da man jedoch im Notfall noch die Tür normal aufschließen kann, sollte man auf jeden Fall einen Ersatzschlüssel nutzen bzw. noch haben. Zu guter Letzt wird nun noch das Nuki Smart Lock 3.0 Pro einfach auf die Montageplatte aufgesetzt, sodass dieses einrastet und schon ist die Montage erledigt. Anschließend lädt man sich am besten schon einmal die kostenlose Nuki App auf das Smartphone (erhältlich für iOS, Android und auf alles Huawei Smartphones mit AppGallery).

Startet man die App das erste Mal, muss man zunächst der Datenschutzerklärung zustimmen. Anschließend wird man gefragt, ob man das Smart Lock Einrichten möchte oder eventuell den Einladungscode, welchen man vom Partner oder den Eltern erhalten hat, eingeben möchte. Letzteres dient dazu, dass z. B. der/die Partner-/In ebenfalls Zugriff auf das smarte Türschloss erhält. Zudem kann man somit auch den Eltern und Schwiegereltern Zugriff geben und ebenso haben wir dafür auch bei diesen einen Zugriff eingerichtet. 

Habt ihr das smarte Türschloss wie oben erwähnt bereits montiert, könnt ihr gleich mit dem nächsten Schritt fortfahren. Ansonsten klickt man bei der Frage „Hast du dein Smart Lock bereits an deiner Tür montiert? “Auf „Nein“ und die App zeigt einen daraufhin Schritt für Schritt, wie die Montage durchgeführt wird und welche Montageplatte man genau in welchem Fall benötigt. 

Nun noch den eigenen Namen eingeben und sobald man dazu aufgefordert wird, die runde Taste am Nuki Smart Lock für ca. 5 Sekunden gerückt halten. Direkt im Anschluss sucht die App dann automatisch nach dem Türschloss und nach wenigen Sekunden sollte dies gefunden worden sein. Daraufhin dem Schloss noch einen Namen geben wie z. B. Haustür, den Ortungsdiensten des Smartphones zustimmen (Voraussetzung für die Funktion Auto-Unlock) und daraufhin den Standort bestimmen bzw. automatisch orten lassen.

Zu guter Letzt muss das Türschloss noch einmalig kalibriert werden. Dies erfolgt fast komplett automatisch. Mann muss lediglich auswählen, ob man an der Außenseite der Tür einen Drücker oder nur einen Knauf bzw. eine Stange besitzt (Letzteres trifft bei der Mehrheit zu). Anschließend die Tür kurz aufmachen und einmal sobald dazu aufgefordert schließen, schon startet die Kalibrierung. Dabei schließt das Schloss die Tür einmal zu und gleich wieder auf.

Wollte ihr nun noch den neuen Nuki Door Sensor des Nuki Smart Lock 3.0 Pro verwenden, könnt ihr dies im nächsten Schritt auswählen. Zuvor würde ich jedoch noch die Liste der zu erledigenden Punkte direkt im Anschluss der erfolgreichen Einrichtung des Smart Locks abarbeiten. Dazu habe ich zuerst das integrierte WLAN aktiviert, was auch hier wie gewohnt Schritt für Schritt erklärt wird. Danach habe ich noch das Nuki Smart Lock 3.0 Pro mit Apple HomeKit gekoppelt, was ebenso einfach vonstattengeht.

Da ich bereits ein Nuki Keypad der 1. Generation bei mir hatte, habe ich dies auch direkt hier mit dem neuen Smart Lock gekoppelt, was wie alle Abschnitte der Einrichtung absolut einfach geht. Direkt im Anschluss habe ich mich dann mit dem Koppeln des Door Sensors beschäftigt. Dazu wählt man dessen Einrichtung in der App aus und schon wird auch hier alles Schritt für Schritt erklärt. Zuerst entfernt man am Sensor den Klebestreifen an der Rückseite, danach klebt man den Türsensor an den Türrahmen und den kleinen Magneten an die Tür. Dabei muss beachtet werden, dass die Markierung (eine kleine Kerbe) am Sensor zum Magneten zeigt und diese zwischen 0,5 bis 3 cm voneinander entfernt sind, mehr nicht. Hier stellt Nuki direkt bei der Einrichtung sofern benötigt auch eine tolle Installationsanleitung bei, welche das ganze sehr gut auch mit Bildern zeigt.

(Installation & Einrichtung: 5 von 5 Punkten)

Funktionsumfang

Entscheidet ihr euch nur für das Nuki Smart Lock 3.0 Pro habt ihr einen Vorteil gegenüber der normalen Version, die man auch beim Vorgängermodell so nicht hatte. Hier kann man nämlich von überall aus auf das Türschloss zugreifen, da hier auch direkt ein WiFi-Modul verbaut wurde. Beim Vorgängermodell und dem normalen Nuki Smart Lock 3.0 war bzw. ist hierfür die zusätzliche Bridge notwendig. Hierbei ist jedoch zu beachten, dass die Reichweite des WiFi bei der Pro Version nicht so weit bzw. groß ist wie bei der normalen Variante mit separater Bridge. Aber keine Sorge, in einem normalen Haus reicht die Reichweite problemlos aus, lediglich bei sehr großflächigen Häusern mit alten und sehr dicken Wänden, wo der Router dann zudem noch im Keller steht, kann es hier je nach Entfernung zur Haustüre zu Verbindungsproblemen kommen. Sollte dies bei euch der Fall sein, ist sicherlich die normale Version mit zusätzlicher Bridge eine Option, aber man kann gegebenenfalls die Pro Version zuvor ausprobieren, ob es nicht doch klappt.

Nachdem man das Nuki Smart Lock 3.0 Pro montiert hat, kann man problemlos weiterhin wie gewohnt die Tür mit einem weiteren Schlüssel von außen aufschließen. Zudem ist es auch möglich, die Tür von innen durchs einfache Drehen des Aluminiumrings am Smart Lock wie gewohnt zu öffnen bzw. auch zu schließen. Dies ist z. B. sehr nützlich, falls völlig unerwartet der Akku leer sein sollte, aber im Normalfall kommt dies kaum vor, da ihr in diesem Fall mehrere Hinweise bekommt, den Akku aufzuladen. Wer morgens sein Smartphone nicht so schnell findet oder nur mal kurz raus möchte, kann zudem das Schloss mit einem Knopfdruck öffnen und wieder schließen. Doch das Nuki Smart Lock 3.0  Pro von Nuki kann wie dessen Vorgängermodell noch viel mehr, was man über die App einrichten kann.

(Funktionsumfang: 4,5 von 5 Punkten)

Software

Nuki Smart Lock
Preis: Kostenlos

[appcode googleplay id=io.nuki&hl=de&gl=US]

Die App ist meiner Meinung nach sehr modern und übersichtlich gestaltete. Man findet sich nach kurzer Zeit zurecht und die wichtigsten Funktionen sind recht schnell auffindbar. 

Auf der Startseite kann man direkt den Status des Smart Locks erkennen bzw. erfahren, ob das jeweilige Nuki Smart Lock die Tür aktuell zugesperrt hat oder aufgesperrt ist. Durch den im Lieferumfang enthaltenen  Nuki Door Sensor erkenne ich zudem direkt, ob die Türe geschlossen ist oder offen bzw. nur angelehnt ist. Im Zusammenhang mit dem Door Sensors wird einem geboten, dass man sofern gewünscht, eine Push-Benachrichtigung aufs Smartphone bekommt, sollte man versehentlich vergessen haben, die Tür richtig zuzumachen und sich zu weit von zu Hause entfernen. 

Doch alles der Reihe nach, denn auf der Startseite kann man direkt auf die wichtigsten Funktionen zugreifen, welche an eigentlich täglich benötigt. Sollte man z. B. wie ich zugriff auf mehrere Smart Locks haben, dann seht ihr hier alle direkt auf der Startseite. Tippt man hier nun auf das eigene Smart Lock, kann man direkt auswählen, ob man die Tür öffnen oder zusperren möchte. Beim Öffnen wird zugleich auch die Falle gezogen, sodass man nach dem die Tür aufgeschlossen ist, nur noch die Tür durchs nach innen bewegen wie herkömmlich öffnen kann. Zieht man hier im Auswahlmenü das untere Fenster nach oben, hat man noch zusätzliche Direktzugriffe zur Auswahl. Dazu zählen das einfache Aufsperren also ohne das die Falle mit betätigt wird und Lock ´n´go. Bei Letzterem handelt es sich um eine Komfortfunktion, dabei wird die Tür aufgesperrt und automatisch wieder verschlossen, wenn man die Tür wieder schließt. Dasselbe kann man auch direkt über das Nuki Smart Lock ausführen, indem man 2x den Button am Schloss betätigt. 

Über den gelben Schriftzug „Einstellungen“ gelangt man zu sämtlichen Einstellungen des Nuki smart Lock 3.0 Pro. Hier ist alles schön unterteilt in die unterschiedlichen Funktionen, sodass man hier eigentlich recht schnell herausfindet, welche Einstellungen man wo findet. Angefangen bei „Funktionen & Konfiguration“ hier dreht sich alles um die wichtigen Einstellungen. Hier kann man sehr viele Einstellungen vornehme, zu welchen unteren anderem dinge Zählen, wie viel Umdrehungen geschlossen werden soll. Bei uns reicht hier 360° also eine komplette Umdrehung, aber bei vielen älteren Türen sind hier zwei Umdrehungen notwendig. Außerdem kann hier bestimmt werden, wie lange die Falle gehalten werden soll und man kann das Smart Lock neu kalibrieren. Des Weiteren kann man hier das integrierte WLAN ändern, den Batterie bzw. Akkustand einsehen und bestimmen, was beim Betätigen des Button am Smart Lock ausgeführt werden soll. 

Wichtige Punkte sind für mich dabei der Nachtmodus, welchen ich aktiviert habe. Somit ist bei mir eingestellt, dass automatisch um 22:00 Uhr das Nuki Smart Lock die Tür abschließt und der Nachtmodus um 5:00 Uhr beendet wird. Öffnet man in diesem Zeitraum wie ich z. B. morgens um 4:45 die Tür und verlässt das Haus, schließt Nuki die Tür in dem angestellten Zeitraum automatisch wieder ab. Außerdem können hier im Menü weitere Nutzer eingeladen werden, bei welchen man direkt auch bestimmen kann, ob die jeweiligen Nutzer aus der Ferne zugriff, auf das Nuki Smart Lock bekommen, Auto-Unlock de-/aktiveren könne oder der Zugang zeitlich begrenzt wird. Hat man z. B. eine Putzfrau, die einmal wöchentlich oder öfters vorbeikommt, kann man genau bestimmen, über welchen Zeitraum, also an welchen Tagen und in welchem Zeitfenster (z. B. 2 Stunden also von 9:00 bis 11:00 Uhr) Zugriff erhält. Somit müsst ihr dieser Person keinen extra Schlüssel anfertigen bzw. aushändigen und der Zugang läuft völlig automatisch ab.

Damit ihr als Besitzer wisst, wer z. B. wann das smarte Schloss geöffnet hat, gibt es in der App ein Protokoll. Hier könnt ihr genau alles einsehen, wann die Tür geöffnet wurde und sofern dies mit dem Smartphone geschehen ist, sieht man sogar, wer die Tür zuletzt geöffnet bzw. geschlossen hat usw.

Auto-Unlock

Eine meiner Lieblingsfunktionen des Nuki Smart Lock 3.0 Pro ist die Auto-Unlock Funktion. Damit ist es möglich (sofern, ihr der Freigabe der Ortungsdienste zugestimmt habt), dass Nuki automatisch die Haustür öffnet, sobald ihr euch dieser nähert.

Dies funktioniert sehr gut und bei uns absolut zuverlässig. Hat man in der App den Standort des Smart Locks festgelegt, dann checkt die App in regelmäßigen Abständen nach, wo euer aktueller Standort ist. Sollte man daher weiter weg sein, dann bleibt die Tür abgeschlossen. Nähert ihr euch dagegen der Tür und seid innerhalb von 100 Metern davon entfernt, dann wird die Tür aufgeschlossen oder auf Wunsch sogar geöffnet, also die Türfalle gezogen (Zeitraum bestimmbar). Hierbei ist Standard mäßig, die Ortung via GPS ausgewählt. In den Einstellungen kann man jedoch auch Wi-Fi auswählen, doch dies ist nicht so genau. Die Reichweite, in der Nuki die Auto-Unlock Funktion aktiviert wird, kann jedoch auch auf 50 Meter reduziert oder bis auf 500 Meter erhöht werden, doch dazu rate ich nicht, denn Nuki erwähnt auch, dass bei Änderungen der Werte kein Support geleistet wird, wenn hier dann z.B, jemand ungewollt ins Haus kommen sollte. Inzwischen kann bei Auto-Unlock auch bestimmt werden, dass diese Funktion verzögert ausgeführt wird, sodass es nicht mehr vorkommen kann, dass euere Tür schon aufgeschlossen wird, wenn ich noch gar nicht an der Tür seid. 

Die Auto-Unlock Funktion habe ich mit dem Nuki Smart Lock 3.0 Pro bzw. schon mit dem Vorgänger, dem Nuki Smart Lock 2.0 absolut lieben gelernt. Diese funktioniert mit meinem iPhone dank Bluetooth in wenigen Sekunden und absolut zuverlässig, sodass man das Smartphone problemlos in der Hosen- bzw. Handtasche lassen kann.

(Software: 4 von 5 Punkten)

Lautstärke & Geschwindigkeit

Nuki Smart Lock 3.0 Pro: Auf- und Abschließen leiser?

Beim Vorgänger, dem Nuki Smart Lock 2.0, habe ich bereits bemängelt bzw. erwähnt, dass dieses recht laut ist und somit auf jeden Fall hörbar ist. Dies ist aber natürlich logisch, denn es handelt sich dabei um einen elektronischen Antrieb, welcher hier die Tür öffnet und schließt. Man hört zum einen je nach Tür den normalen Ton des Riegels, welcher sich durch das Drehen des Türschlosses bewegt und zusätzlich noch das Summen des Motors. Dieses hört sich quasi wie ein kleiner Akkuschrauber (Bosch IXO) an, ist aber im direkten Vergleich zum Nuki Smart Lock 2.0 beim neuen 3.0 Pro etwas leiser. Wenn man im inneren Bereich vor der Tür steht, hört man dieses natürlich sehr und selbst wenn ich draußen vor der Tür stehe, höre ich den Motor dabei auch noch. Jedoch ist es deutlich weniger wahrnehmbar, da die Tür auch gedämmt ist, aber flüsterleise ist Nuki auf keinen Fall, aber Stören tut es nicht wirklich.

Das Türschloss wird von Werk aus komplett abgeschlossen. In der Regel sind dies zwei komplette Umdrehungen. Bei uns reicht jedoch, wie schon erwähnt, eine Umdrehung, da dann schon alle Riegel die Tür komplett verriegelt haben. Dadurch arbeitet Nuki bei uns zu Hause deutlich schneller und zudem wird der Akku geschont, da der Motor weniger arbeiten muss. Dies kann man nach blieben in den Einstellungen unter dem Punkt „Smart Lock Optimieren“ so weit einstellen, dass dieses nur eine Umdrehung abschließt. Für einen kompletten Schließ- oder Öffnungsvorgang braucht das neue Nuki Smart Lock 3.0 Pro bei uns knapp 4 Sekunden (bei einer Umdrehung).

(Lautstärke und Geschwindigkeit des Ab-/Aufschließen: 4 von 5 Punkten)

Sicherheit

Da Nuki Smart Lock 3.0 Pro eine Lösung ist, um das Türschloss smart zu machen, ist natürlich für einige Nutzer die Frage nach der Sicherheit sehr wichtig. Denn wenn das System nicht sicher sein sollte, kann jemand einfach so ins Haus eindringen usw. 

Hierbei müsst ihr euch wirklich keine Sorgen machen. Das System ist sehr sicher, denn das Unternehmen legt hier viel Wert drauf. So ist die Kommunikation zwischen eurem Smartphone bzw. besser gesagt der Nuki App und dem Nuki Smart Lock 3.0  Pro permanent verschlüsselt. Daher bekommt jede mit dem Schloss verbundene App einen sogenannten Schlüsselcode zugeordnet, welcher nur der App und dem Nuki Smart Lock bekannt ist. 

Sendet man daher via App den Befehl an das Nuki Smart Lock, dass dieses das Türschloss aufsperrt. Wird dieser als verschlüsselte Nachricht per Bluetooth oder übers Netzwerk bei WiFi-Betrieb zum Nuki Smart Lock versendet. Da nur das Smart Lock und die App den Verschlüsselungscode kennt, kann dieses diese Nachricht entschlüsseln und den Befehl „ Haustüre aufschließen“ ausführen.

Des Weiteren ist es doch in den meisten Fällen so, das bei Wohnungs- und Häusereinbrüchen meistens Einbrecherbanden dahinter stecken. Diese brechen sehr selten bei modernen Türen mit ihren zusätzlichen Sicherheitselementen ein. Zu gut wissen diese Banden nämlich, dass es hier bei abgeschlossener Tür schwierig wird, ohne großen Lärm einzudringen. 

Ein Einbrecher allein oder selbst eine Bande wird selten einen Experten dabei haben, welcher sich mit dem Hacken solch eines Systems auskennt. Falls dies doch der Fall sein sollte, woher sollten die Einbrecher wissen, dass ihr ein Nuki Smart Lock verwendet? Dazu müsste diese davor eure Tür von innen sehen und selbst dann ist es nicht einfach, das System aufgrund der Verschlüsselung zu hacken.

(Sicherheit: 5 von 5 Punkten)

TEIL 3

bestehend aus „Preis/Leistung“ entspricht 10% der Gesamtwertung

Beschreibung

Mit dem Nuki Smart Lock 3.0 Pro hat das österreichische Unternehmen das bewährte, smarte Türschloss weiter optimiert. So hat man erneut beim Getriebe Hand angelegt, sodass das auf- und zuschließen nochmals etwas leiser als bei den Vorgängermodellen sein soll. Der Unterschied hier ist jedoch nur minimal, was jedoch gut gelungen ist, der Druckpunkt des Button am Schloss wurde nun mit einem spürbaren Druckpunkt versehen. Somit spürt man nun beim Betätigen hervorragend den Druckpunkt, was bei der 2. Generation nicht gegeben war. Insgesamt fühlt sich das Smart Lock zumindest beim Drehknauf nochmals hochwertiger an, was an der gebürsteten Oberfläche liegt, beim Funktionsumfang kann das Smart Lock wie bereits dessen Vorgänger ebenso überzeugen.

Die Montage und Einrichtung ist beim Nuki Smart Lock 3.0 Pro erneut wie gewohnt sehr einfach und schnell erledigt und auch ansonsten kann mich das Gerät rundum sehr überzeugen und ist bei uns täglich im Einsatz. 

Preis/Leistung

Mit einer UVP von 279 € ist das Nuki Smart Lock 3.0 Pro etwas günstiger als die Vorgängerversion mit separater Bridge. Dafür bekommt man hier zudem noch kostenlos eine Battery Pack geliefert. Der Door Sensor muss separat erworben werden oder ist gelegentlich auch bei Aktionen mit dabei. Somit hat Nuki hier eine neue Generation des beliebten Smart Locks auf den Markt gebracht, welche weiter verbessert und optimiert wurde. Hier überzeugt die einfache Inbetriebnahme die komfortable Bedienung, sodass ich keinen Schlüssel mehr für unsere Haustüre mitnehmen muss. Zudem kann ich meinen Freunden Zugriff zum Haus geben, im Falle, dass etwas sein sollte oder diese somit nicht im Auto oder draußen in der Kälte auf mich warten müssen.

Nuki Smart Lock 3.0 Pro

Zum Angebot bei

testr Gesamtwertung

unter Berücksichtigung aller Teilwertungen

 Wir bedanken uns beim Hersteller für die Bereitstellung des Produktes. Zu unseren Grundsätzen

JBL Tune 230NC TWS

In aller Kürze

Bei den JBL Tune 230NC TWS handelt es sich um günstige In-Ears, die bequem im Ohr sitzen und zudem noch eine gute Akkulaufzeit bieten. Ganz klar sind wir hier klanglich von einem audiophilen Klang weit entfernt, doch der breiten Masse wird das Klangbild sehr gut gefallen bzw. zusagen. Das Noise-Cancelling ist solide, aber keineswegs eines, welches mit den hochpreisigen Modellen mithalten kann. Mit dem JBL Tune 230NC TWS bekommt man sehr gute True Wireless In-Ears, welche durch ihr Ausstattung überzeugen können, schließlich ist diese zum geforderten Preis meiner Meinung nach fair.

Gefällt uns

  • bequemer Sitz
  • gute Akkulaufzeit
  • Amazon Alexa und Google Assistant unterstützung
  • Umgebungs- und TalkThru-Funktion

Gefällt uns weniger

  • kein aptX und AAC
  • manuelles Ausschalten nicht möglich
  • kein überragendes ANC

JBL Tune 230NC TWS

Zum Angebot bei

TEIL 1

Bestehend aus „Verpackung/Design/Verarbeitung“ entspricht 25% der Gesamtwertung

Verpackung

Bei der Kopfhörer-Serie „TUNE“ aus dem Hause JBL handelt es sich um keine neue Serie, denn von dieser gab es schon andere In-Ears, sowie On-/ und Over-Ear Kopfhörer. Ein paar Modelle der Serie habe ich bereits in der Vergangenheit ausführlich testen dürfen. Nichtsdestotrotz handelt es sich bei den JBL Tune 230NC TWS um günstige In-Ears, welche aufgrund der Ausstattung sehr interessant sind.

Beim Verpackungsdesign setzt JBL auf die bekannte Farben, nämlich Weiß, Schwarz sowie die orangenen Akzente. Die In-Ears setzt man hierbei wieder gut in Szene, denn diese kann man auf der Rückseite durch ein schon öfters von JBL verwendetes Sichtfenster ganz gut begutachten. Doch wie immer gehen wir die Verpackung erst einmal der Reihe nach durch.

Wie erwähnt ist JBL dem bisherigen Verpackungsdesign absolut treu geblieben. An der Vorderseite präsentier JBL direkt eine große Abbildung der In-Ears und am unteren rechten Rand sieht man sogar etwas kleiner abgebildet das geöffnete Ladecase. Des Weiteren findet man hier natürlich wie gewohnt auch das Firmenlogo und seitlich nach unten verlaufend ziert die Front der Produktname. Unmittelbar darunter erwähnt JBL dann wie gewohnt die wichtigen Funktionen der JBL Tune 230NC, zu denen unter anderem das ANC, perfekte Telefonierqualität und der komfortable Sitz in den Ohren zählen soll. Außerdem erfährt man an der unteren rechten Ecke noch, dass die In-Ears eine max. Akkulaufzeit von bis zu 10 Stunden bieten und das Case zusätzlich nochmals 30 Stunden. Zusammen kommt man so durchs mehrmalige Aufladen auf eine Akkulaufzeit von maximal 40 Stunden.

Die schmale rechte Seite ziert zum einen der Lieferumfang im unteren Bereich, welcher hier durch kleine Skizzen dargestellt wird. Zudem wirbt man über die Möglichkeit, dass man Amazons Alexa oder den Google Assistant direkt über die In-Ears nutzen kann. Zu guter Letzt hält wie gewohnt die Rückseite noch wichtige Informationen bereit. Hier gibt es zum einen nämlich ein direkt auffallendes Sichtfenster, durch welches man die beiden In-Ears, in der Verpackung betrachten kann. Zudem zeigt JBL hier nochmals die In-Ears gemeinsam mit dem Lade-Case und geht auf die vier wichtigen Ausstattungsmerkmale der In-Ears ein. Zu diesen zählt der integrierte JBL Pure Bass Sound, das ANC mit Smart Ambient, die gute Sprachqualität dank insgesamt vier Mikros und dem IPX4 geschützten Gehäuse mit bequemen Tragekomfort.

Nach dem Entfernen des Klebestreifens an der Unterseite kann man das komplette Innenleben der Verpackung an der Unterseite herausziehen. Hierbei hat man eine Kunststoff-Blisterverpackung in der Hand, in welcher an der Unterseite ein Karton-Einsatz gesteckt wurde. In Letzterem hat JBL die üblichen Beipackzettel verstaut, bei der es sich logischerweise auch um die Anleitung handelt, sofern diese überhaupt benötigt werden sollte. Im Blister selbst findet man zentral in Mitte das kompakte Ladecase und direkt darüber die beiden einzeln Eingesetzen In-Ears, welche hier durch einen Klebestreifen gehalten werden, dass diese nicht verrutschen. Im unteren Abschnitt hat JBL dann noch das gewohnte kurze orangene USB-A auf USB-C Ladekabel und die beiden zusätzlichen Größen an Ohranpassstücken verstaut.

(Verpackung: 4 von 5 Punkten)

Design

In-Ear Kopfhörer

Die JBL Tune 230NC TWS ähneln von der Größe und dem Design auf dem ersten Blick den JBL Live Pro+ TWS sehr. Die Unterschiede sind hierbei nur minimal, denn die Tune 230NC TWS sind von ihrem „Stiel“ etwas länger und stehen minimal mehr aus dem Ohr hervor, was an dem etwas dicker ausgeführten Aufbau liegt.    

Jeder der In-Ears bringt gerade einmal fünf Gramm auf die Waage und dank des kompakten Designs und der ovalen Knospe schmiegen sich die In-Ears wie von JBL versprochen nahezu in die Ohrmuschel ein. Egal bei welchen Bewegungen, ob normal beim Laufen oder sogar beim Sport stören diese nicht. Damit das ANC richtig arbeiten kann, ist es wichtig, dass die In-Ears schon von Grund auf eine vernünftige Abschirmung von den Umgebungsgeräuschen bieten, was selbstverständlich am besten über die mitgelieferten Silikon-Eartips funktioniert, welche JBL hier in insgesamt drei Größen mitliefert.

Vom Design setzen sich die JBL Tune 230NC TWS aus der Knospenform, an welcher der Treiberausgang sitzt und dem Steg zusammen. Letzteres ist das, was nach dem Einsetzen ins Ohr davon noch herausragt. Hier hat JBL dann auch die nicht sichtbaren berührungsempfindlichen Sensoren integriert, über welche die Steuerung der Ohrhörer erfolgt und zudem versteckt sich in diesem Part auch der wichtige Akku und ein Teil der Mikrofone. Das Gehäuse wurde aus gut anfühlenden Kunststoff gefertigt, dieser sorgt zudem für das entsprechend geringe Gewicht und zudem für die wichtige Robustheit gegen Schweiß und Spritzwasser.

An der Innenseite des „Stiels“ hat JBL je In-Ear die Seitenbeschriftung eingelassen, sodass man hierdurch direkt erkennen kann, welcher In-Ear in welches Ohr kommt. Vertauschen kann man diese jedoch aufgrund ihres Aufbaus nicht, denn falsch eingesetzt würden diese sehr unbequem sitzen und der Klang kommt nicht richtig ins Ohr.

Neben dem von mir getesteten Modell ist schwarz, gibt es die JBL Tune 230NC TWS auch noch in folgenden Farben: Weiß, Blau und Beige. Daher sollte hier für jeden eine passende Farbe dabei sein, in welcher einem die JBL Tune 230NCTWS gefallen sollten. 

Die von JBL inzwischen in so gut wie allen In-Ears integrierte Dual-Connect+ Technologie hat auch hier in die neuen Kopfhörer Einzug erhalten und so ist es möglich, die In-Ears auch einzeln als Mono In-Ear zu verwenden. Daher sind beide Ohrhörer hier in der Lage, sich direkt untereinander oder auch einzeln mit eurem Smartphone zu verbinden. Somit macht es hier auch Sinn, dass JBL an beiden Ohrhörern die gleiche Anzahl an Mikrofone verbaut hat, sodass beide bei Bedarf einzeln für Telefonate genutzt werden können.

Ladecase

Das Ladecase der JBL Tune 230NC TWS ist nur minimal größer als das der Live Pro+ TWS, somit würde ich auch diese als sehr kompakt einstufen. Trotz der ähnlichen Bauweise der In-Ears ist das Case der neueren Tune 230 NC TWS komplett anders ausgeführt als bei den Live Pro+ TWS. Damals lag das Case nämlich flach auf und der Deckel wurde über die komplette Größe des Case geöffnet. Bei den Tune 230NC TWS ist es vergleichbar mit den Apple Airpods Pro, denn hierbei ist das Case eigentlich rundum abgerundet und wird aufrecht gehalten und im oberen Drittel befindet sich der Deckel zum Öffnen. 

Der große Vorteil dabei ist, dass JBL dadurch die Möglichkeit hatte, den Akku im Case größer auszulegen, sodass hierbei die max. Akkulaufzeit verlängert werden konnte. Der Kunststoff, bei dem es sich exakt um denselben wie bei den In-Ears handelt, ist auch hier exakt in der Farbe der In-Ears gehalten und besitzt rundum eine matte Oberfläche. Das Case sieht aufgrund des matten Finishs und dem hochglänzenden JBL Schriftzug sehr ansprechend aus, doch leider ist gerade diese Oberfläche etwas zu anfällig gegenüber Fingerabdrücke.

Das Case kann dank seiner geringen Maße von ca.: 62 x 47 x 30 mm (L x B x H) problemlos in die Hosentasche verstaut werden und bringt gerade einmal 48 g auf die Waage (mit Ohrhörer 58g). Insgesamt ist es relativ schlicht gehalten, während man an der Rückseite das USB-C Kabel zum Aufladen des Akkus einsteckt, wird einem an der Vorderseite an der Griffmulde anhand von drei einzelnen LEDs der Ladezustand anzeigt. Dies geschieht sowohl während des Aufladens, als auch wenn man das Case öffnet. Im Inneren des Case gibt es nichts Atemberaubendes zu sehen, hier findet man die beiden Plätze, in welchen die In-Ears zum Aufladen eingesetzt werden und dabei über je zwei Ladekontakte mit Strom versorgt werden. Zu guter Letzt findet man auch hier, die dezent klein gehalten Buchstaben, welche einem zeigen, wo welcher In-Ear seinen Platz hat, doch wirklich wichtig ist dieser Hinweis nicht, denn man bekommt den Rechten nicht in die Aussparung für den linken In-Ear hinein.

Ein Magnetverschluss, welcher das Case verschlossen hält, sorgt dafür, dass auch beim sehr starken schütteln über Kopf nichts herausfällt. Aber auch wenn der Deckel offen ist und man das Case schüttelt, werden beide Ohrhörer dank der magnetischen Sicherung problemlos an ihrer Position gehalten.

(Design: 4 von 5 Punkten)

Verarbeitung

Die Verarbeitung der JBL Tune 230NC ist soweit gut und das Gehäuse der In-Ears wurde ebenfalls gut verarbeitet. Die einzelnen Kunststoffelemente gehen sauber ineinander über und auch so fühlt sich hier alles geschmeidig an. Da JBL hier nicht auf physische Tasten setzt, sondern auf Touch-Sensoren, drückt man sich die In-Ears beim Betätigen nicht unangenehm ins Ohr. Hier habe ich daher nichts zu bemängeln, denn angesichts des Preises stimmt die Verarbeitung der In-Ears absolut.

Das leichte Kunststoff-Case ist mit einer sogenannten Soft-Touch-Oberfläche versehen, welches wie die Kopfhörer selbst ebenfalls matt gehalten wurde. Negativ an dieser matten Soft-Touch-Oberfläche ist jedoch, dass diese je nach gewählter Farbe sehr anfällig gegenüber Fingerabdrücke sein kann. Hat man somit hin und wieder fettige Finger, sieht das Case schnell nicht mehr so schön aus, kann aber mit einem Tuch wieder gereinigt werden.

(Verarbeitung: 4 von 5 Punkten)

TEIL 2

bestehend aus „Funktion des Produktes“ entspricht 65% der Gesamtwertung

Kopfhörer-ArtTrue-Wireless In-Ear Kopfhörer
KategorieBluetooth Kopfhörer (Bluetooth 5.2)
FarbeSchwarz, weitere Farben: Blau, Weiß und Beige
Akkuintegriert, Lithium-Polymer-Akku
Akku Ohrhörer: 10 h (ohne ANC) 8 Stunden (mit ANC)
Akku Ladecase: 30 h
Gesamt somit: bis zu 40 h
Gewicht 58 g (Ohrhörer und Ladebox)
10 g (beide Ohrhörer)
48 g (Ladebox)
MaterialOhrhörer und Ladecase aus Kunststoff
KonnektivitätBluetooth 5.2 Audio-Codec: SBC. Unterstützte Profile: A2DP 1.3, AVRCP 1.6, HFP 1.7
Fast Pairing von Google wird unterstützt.
TreiberDynamische Treiber mit einer Größe von 6 mm (links und rechts)
Frequenzbereich20 Hz–20 kHz
Treiberempfindlichkeit bei 1 kHz/ 1 mW (dB105 dB
Impedanz (Ohm)16 Ohm
LieferumfangJBL Tune 230NC TWS
1 x Ohrstöpsel in 3 Größen
1 x USB-C-Ladekabel
1 x Ladestation
1 x Garantie/Warnung (W/!)
1 x Kurzanleitung/Sicherheitsdatenblatt (S/i)
Technische Daten der JBL Tune 230NC TWS

Tragekomfort

Durch ihr sehr geringes Gewicht und den angenehm leichten Sitz bieten die JBL Tune 230NC TWS genau wie die sehr ähnlichen JBL Live Pro+ TWS einen sehr angenehmen Tragekomfort. JBL liefert zum Anpassen der In-Ears zwar weniger Silikon-Eartips mit, aber die drei Größen reichen eigentlich dennoch fürs Anpassen aus.

Die Größen S, M und L sind dabei von den Durchmessern der Tips so ausgelegt, sodass man damit eigentlich alle Ohren abdeckt und ein bequemer sowie sicherer Halt geboten wird. Für sportliche Aktivitäten sind hier bei diesem Modell zwar keine zusätzlichen Absicherungen in Form von Ear-Hooks oder Flügeln vorhanden, aber der Halt ist dabei dennoch sehr gut. Hat man am besten alle Anpassstücke ausprobiert und die gefunden, welche am bequemsten und sichersten sitzen, dann sollte auch der Klang sehr gut passen. Hat man wiederum die zu großen Anpassstücke gewählt, drücken diese sich vielleicht sogar heraus und halten wie die zu kleinen nicht wirklich und zudem entfaltet sich dann auch der Klang nicht wirklich gut.

(Tragekomfort: 4 von 5 Punkten)

Bedienung

JBL setzt bei den JBL Tune 230NC TWS auf eine berührungsempfindliche Oberfläche zur Bedienung. Dies hat zwar den Vorteil, dass man sich die In-Ears nicht ins Ohr drückt, wenn man z. B. eine Taste drücken muss, doch einen Nachteil bringt dies dennoch mit sich. Man kann die In-Ears nämlich nicht über die Touch-Funktion einschalten und benötigt so stets das Ladecase, doch dies ist nicht wirklich schlimm im Alltag. Ich bewahre meine In-Ears eigentlich immer im Case auf, sodass ich diese am besten wieder finde und diese auch für jeden Einsatz wieder voll aufgeladen sind. Nachteil am ständigen Einsetzen ins Case ist wiederum, dass der Akku immer wieder geladen wird und dieser somit schneller verschleißen könnte.

Über die JBL Headphones App kann man bei Bedarf die Belegung der Touch-Zuweisung etwas verändern, jedoch hat man hier dann nicht komplett die freie Wahl, sondern kann aus verschiedenen Settings das passende Auswählen. Von Werk aus ist die Bedienung so gewählt, dass man durch das Antippen der linken Oberfläche zwischen ANC und dem Ambient Aware an/aus wechseln kann, während man durch ein zweimaliges antippen die TalkThru-Funktion ein- und ausschalten kann. Die Musiksteuerung erfolgt wiederum am rechten In-Ear, sodass ein einmaliges berühren, die Musik pausiert und ein doppeltes zum Vor- und dreimaliges Antippen einen Musiktitel zurückspringt. Einen eingehenden Anruf kann man bei den JBL Tune 230NC TWS über beide Seiten annehmen, indem man einmal auf einen der beiden In-Ears tippt und möchte man den Sprachassistenten nutzen, muss man eine Seite der In-Ears länger berührt halten.

Von der Werkseinstellung muss man auf eine Lautstärkeregulierung verzichten, doch wenn man in den Einstellungen der App z. B. auf die Wiedergabesteuerung verzichtet, kann man anstelle von dieser die Lautstärke regulieren. Hier hat man also die Wahl zwischen entweder oder und nicht allem, was auch gut ist, denn könnte man alle Funktionen über die In-Ears steuern, würde dies hier durch die ganzen verschiedenen Befehle keiner mehr verstehen und so wie es gewöhnt wurde, ist es sicherlich besser.

(Bedienung: 4 von 5 Punkten)

Klang

JBL setzt bei den Tune 230NC TWS je In-Ear auf einen kompakten 6 mm Treiber, was häufig zum Einsatz kommt. Hochwertige Audio-Codecs sucht man bei diesem Modell leider vergebens, denn hier wird kein aptX oder AAC geschweige denn die noch hochwertigeren Codes unterstützt. Die klangliche Abstimmung ist hier typisch für JBL, denn die Tune 230NC TWS trumpfen von Werk aus mit einem leicht wärmeren Klangbild auf. Dabei handelt es sich eigentlich um die von JBL gewohnten Klangsignatur, welche so gut wie allen Hörern auf Anhieb am besten gefallen wird, wenn man diese im Vergleich zu einer weniger wärmer abgestimmten Signatur hören würde.  

Die Wiedergabe der Höhen gelingt den Tune 230NC soweit sehr gut. Diese überzeugen mit einer sauber und fast schon luftigen Wiedergabe, welche mir gut gefällt und sind je nach Musikgenre gut auf den Bass abgestimmt. Dennoch muss ich klar zugeben, der Bass steht bei vielen Titeln dennoch ganz klar im Vordergrund. Kurz in einem Satz beschrieben, die Höhen sind für diese Preisklasse gut und stimmen so weit zum Gesamtpaket.

Die Mitten halten sich wiederum in Hintergrund und werden von den dominanten Höhen und noch präsenteren Bässen etwas zurückgedrängt. Dennoch werden durch die Mitten Stimmen beim Anhören von Hörbüchern und beim Telefonieren usw. sauber wiedergeben. Der Fokus liegt jedoch, wie ich es nun schon mehrmals erwähnt habe, deutlich mehr im Bassbereich und bei den Höhen.    

Kommen wir zum vom JBL als „Pure Bass“ bezeichneten Klang bzw. dessen Stärke. Der Bass ist hier definitiv das Highlight und wird druckvoll, knackig sowie energiereich wiedergegeben. Hierbei wird auch ein ordentlicher Tiefgang geboten, welcher eigentlich keine Wünsche offenlässt. Ihr mögt Bass und hört vorrangig Musik, welche davon profitiert, dann sind die JBL Tune 230NC TWS eine gute Wahl. Keineswegs falsch verstehen die Tune 230NC TWS sind keine Bassbetonten In-Ears, aber diese sind dafür gemacht, euch mit warm abgestimmter Klangsignatur „Pure Bass Sound“ zu beschallen.

Die Sprachverständlichkeit der JBL Tune 230NC TWS ist insgesamt gut. Die zahlreichen Mikros sorgen dafür, dass eure Stimme klar und laut aufgenommen werden, sodass die Gesprächspartner euch sowohl klar als auch absolut deutlich verstehen. Kommen um euch herum jedoch mehrere Umgebungsgeräusche hinzu, dann wird die Verständlichkeit etwas eingeschränkt, da die verbaute Software versucht, die Umgebung auszublenden. Das Resultat ist dabei jedoch, dass auch an euere Stimme etwas eingegriffen wird, hierbei empfiehlt es sich dann einfach lauter zu sprechen, damit dies umgangen wird. 

Die Latenz beim ansehen von Filmen und Videos haben eigentlich inzwischen alle Hersteller im Griff und so konnte ich auch bei den JBL Tune 230NC TWS keine Verzögerungen zischen dem auf dem Smartphone dargestellten Bild und dem Ton, der über die Kopfhörer wiedergegeben wird, feststellen. In der App kann man hier unter „Smart Audio &Video“ wählen, ob man den Audio-Modus für den besten Klang oder den Video-Modus für bessere Lippensynchronisierung bevorzugt. 

(Klang: 3,5 von 5 Punkten)

App

JBL bietet inzwischen eigentlich für so gut wie alle neu erscheinenden Kopfhörer eine kostenlose App-Anbindung für iOS und Android Smartphones an, über die man weitere Personalisierung vornehmen kann. Diese trägt den Namen „JBL Headphones“ und steht in den entsprechenden Stores kostenlos zum Download bereit. 

JBL Headphones
Preis: Kostenlos
JBL Headphones
Preis: Kostenlos

Zu den Funktionen zählen unter anderem die Möglichkeit, das ANC zu steuern, das VoiceAware Level zu bestimmen und zahlreiche weitere Dinge. In dem Einstellungsmenü kann zudem bestimmt werden, ob man den am Smartphone integrierten Sprachassistenten nutzen möchte oder alternativ kann man auch sowohl Amazons Alexa und den Google Assistant darüber nutzen und einrichten. Die üblichen Einstellungen wie z. B. der Equalizer stehen hier natürlich auch zur Verfügung und ermöglicht es entweder zwischen einigen voreingestellten EQ-Settings zu wählen oder eigene zu erstellen und diese abzuspeichern.

Außerdem können über die App selbstverständlich wie gewohnt Firmware-Updates installiert werden, oder man kann die automatische Abschaltung aktivieren und bei Bedarf die integrierte Kopfhörer-Suchfunktion verwenden. Dabei gebt der oder beide gewählten Kopfhörer einen permanenten Piepton von sich, der beim Finden der In-Ears sehr hilfreich ist.

App: 4 von 5 Punkten)

Ausstattung

ANC / Umgebung ein-/ausblenden

JBL hat dieTune 230NC TWS wie die Modellbezeichnung schon verrät, mit ANC ausgestattet, was so weit gut ist, aber man sollte hier in dieser Preisklasse kein perfektes ANC erwarten. Schon durch das einstecken der Tune 230NC TWS sorgen die Anpassstücke dafür, dass der Großteil der Umgebungsgeräusche um einen herum herausgefiltert werden. Das ANC ist dabei sozusagen nur noch das kleine i-Tüpfelchen. Es ist schlicht und einfach ein aktives Noise Cancelling das zwar noch etwas mehr Geräusche herausfiltert, aber so gut wie die bekannten Marktführer ist es wie zu erwarten nicht. 

Das Aktivieren des ANC führt zu einem sehr dezent hörbaren Grundrauschen, was bei vielen Kopfhörern mit ANC der Fall ist. Dies ist aber echt nur so minimal, dass man es bei absoluter Ruhe hört. Im Ambient Aware und TalkThru-Modus nimmt dies hingegen deutlich hörbarer zu, sodass man dies bei ruhigen Passagen teilweise schon deutlicher hört und sogar stört. Dies geschieht dadurch, dass die außen verbauten Mikrofone dazu verwendet werden, die Umgebungsgeräusche verstärkt zu einem durchzulassen. Dabei wird der Ton um einen herum über die Treiber eingespielt, was eben funktionsbedingt wie bei vielen anderen Kopfhörer mit dieser Funktion dazu führt, dass ein Rauschen mit übertragen wird.  

Das ANC arbeiten gut, aber wie zu erwarten nur bei sehr tiefen bis mittleren Frequenzen, sodass es Motorgeräusche zuverlässig herausfiltert, aber bei hohen Frequenzen teils sehr Probleme hat. Zudem finde ich es etwas Schade, dass einem beim Wechsel über die In-Ears nicht angesagt wird, welchen Modus man gerade eingestellt hat, sondern dies dann in der App prüfen muss.

Akkulaufzeit

Bei der Energieversorgung der JBL Tune 230NC TWS setzt JBL je In-Ear auf einen 70 mAh großen Akku. Dieser bindet sich hierbei im „Stiel“ und bietet aufgrund dessen etwas größere Ausführung auch mehr Platz für einen größeren Akku. Durch diesen Akku erreicht man bei den Tune 230NC TWS eine Akkulaufzeit ohne ANC von bis zu 10 Stunden und mit ANC von max. 8 Stunden. Ein solider Wert, den ich im Test bei etwas mittlerer Lautstärke und teils aktiven und teils auch deaktivierten ANC ganz gut erreichen konnte. Wie bei vielen Dingen mit Akku hängt die Laufzeit dann jedoch vom persönlichen Nutzungsverhältnis ab und kann noch etwas nach unten oder auch oben gehen. 

Da die Kopfhörer im Case wie üblich nicht nur aufbewahrt werden können, sondern automatisch wieder aufgeladen werden, ist es wichtig, diese hier drin zu verstauen. Dies ist auch nicht wirklich anders möglich, denn sind die In-Ears leer, können diese nur durch das einsetzen und der Anschließenden entnehme aus dem Case eingeschaltet werden. Das Etui mit seinem 750 mAh Akku bietet die Möglichkeit, die In-Ears insgesamt bis zu drei Mal von komplett leer auf voll aufzuladen, sodass man mit ANC auf eine gesamte Akkulaufzeit von ca. 24 Stunden und ohne ANC auf knapp 30 Stunden kommen kann. Daher steht hier auch jeder der drei Balken an der Griffmulde am Lade-Case für eine komplette Aufladung. 

Sofern man die In-Ears spontan aufladen muss, da man diese z. B. vergessen hat, ins Ladecase einzusetzen, dann ist die integrierte Schnellladefunktion durchaus praktisch, denn diese sorgt dafür, dass man innerhalb von gerade einmal 10 Minuten aufladen für gut zwei Stunde Musik hören kann. Wireless Charging unterstützt das Case jedoch leider nicht, aber dies würden vermutlich sowieso nur wenige unter euch verwenden. Eine komplette Aufladung des Case dauert im Schnitt rund 2 Stunden, was so weit ein guter Wert ist.

Leider hat JBL hier bei diesem Modelle keine automatische Play/Pause Funktion integriert, da die dafür benötigten Sensoren nicht verbaut wurden. Dafür wiederum kann man in der App bestimmen, dass die In-Ears nach 15 Minuten ohne Aktivität bzw. Wiedergabequelle in den Standby-Betrieb übergehen.

Bluetooth

Beim Bluetooth setzt JBL auf den Bluetooth-Standard 5.2 mit Fast Pair, welches ein schnelles Verbinden mit kompatiblen Android-Geräten unterstützt. Dabei handelt es sich um das Pedant zur Apple-Technologie, die es ermöglicht, dass direkt durch das Öffnen des Case, die In-Ears mit dem Android Smartphone schnell und einfach gekoppelt werden können. Die Kopfhörer können jedoch nicht nur im Stereo, sondern bei Bedarf auch einzeln im Single-Modus verwendet werden und dabei ist es völlig egal, ob man den rechten oder linken In-Ear bevorzugt. 

Das Koppeln mit einem iPhone ist hingegen wie gewohnt auch nicht sonderlich umständlich, denn dies erfolgt ganz normal über die Einstellungen->Bluetooth und hier wählt man dann, nachdem man die Kopfhörer aus dem Case genommen hat die „JBL TUNE 230NC TWS“ aus. Die Bluetooth-Reichweite hat mir im Test gut gefallen, denn diese war zum einen sehr stabil und zudem auch mit gut 13 Metern indoor sehr gut.

(Ausstattung: 4 von 5 Punkten)

TEIL 3

bestehend aus „Preis/Leistung“ entspricht 10% der Gesamtwertung

Beschreibung

Die JBL Tune 230NC TWS wurden vom Klang her soweit gut abgestimmt, sodass diese der Mehrheit sicherlich gefallen wird, denn ein warmes Klangbild mit kräftigen Bass passt zu der aktuell beliebten Musik absolut. Dazu kommt der Funktionsumfang, welcher zum geforderten Preis absolut fair ist. Schließlich wird einem hier eine umfangreiche App-Anbindung mit Personalisierungsmöglichkeiten geboten und ein bequemer Tragekomfort, welcher die In-Ears zum idealen Alltagsbegleiter macht. 

Vergessen zu erwähnen, sollte ich auch nicht den Schutz gemäß IPX4, denn dadurch kann den kompakten In-Ears weder ein überraschender Regenschauer noch der Schweiß bei einem kleinen Training etwas anhaben. Leider schwächelt das ANC wiederum etwas bei den hohen Frequenzen, die es fast komplett ungefiltert durchlässt, während es in den tieferen Frequenzen solide arbeitet.

Preis/Leistung

Die UVP der Tune 230NC TWS hat JBL bei 99,99€ angesetzt, jedoch sind diese direkt bei JBL und diversen weiteren Online-Shop inzwischen nochmals wesentlich günstiger erhältlich, was diese nochmals mehr interessanter macht. Hier erhält man gut klingenden In-Ears, mit solidem ANC, bei dem man jedoch keine großen Wunder erwarten sollte für das wenige Geld. Es sind klar keine High-End In-Ears, was auch schon die UVP verrät, aber der Mehrheit sagt der Klang absolut zu und für das Geld sind diese einfach gut und eigenen sich auch super als Geschenk.

JBL Tune 230NC TWS

Zum Angebot bei

testr Gesamtwertung

unter Berücksichtigung aller Teilwertungen

 Wir bedanken uns beim Hersteller für die Bereitstellung des Produktes. Zu unseren Grundsätzen

Link zum Hersteller: https://de.jbl.com

Eve Energy

Bei Eve Energy der aktuellen Generation, handelt es sich um einen smarten Zwischenstecker für die Steckdose. Dieser bietet wie ein herkömmliches Energiemessgerät für die Steckdose die Funktion, den Verbrauch des angeschlossenen Gerätes zu messen. Dabei stellt das Produkt von Eve jedoch die herkömmlichen Geräte voll und ganz in den Schatten. Denn nicht nur das Design ist deutlich hübschen bzw. unauffälliger, sondern man kann hier zusätzlich noch umfangreiche Automationsregeln erstellen. Die Integration in Apple HomeKit ist total einfach und auch die Steuerung über Siri ist kein Problem. Was das Gerät sonst noch so kann, verrate ich euch im weiteren Verlauf des Testberichts.

Gefällt uns

  • Steckdosen daneben werden nicht überdeckt
  • kompakte Größe
  • sehr genaue Messwerte
  • HomeKit
  • Thread (Matter)
  • hochwertiges Gehäuse
  • keine Batterien erforderlich

Gefällt uns weniger

  • nur für Apple User

Eve Energy

Zum Angebot bei

TEIL 1

Bestehend aus „Verpackung/Design/Verarbeitung“ entspricht 25% der Gesamtwertung

Verpackung

Eve System GmbH oder kurz Eve liefert Eve Energy in der vom Unternehmen gewohnten stabilen weißen Verpackung aus. Eben genau so, wie es bei eigentlich allen anderen Produkten des Unternehmens ebenso der Fall ist. Die kompakte Verpackung hat das Unternehmen, wie ich es inzwischen von den bisher getesteten Produkten gewohnt bin, rundum mit einigen Informationen und einem Produktbild des kompakten Zwischensteckers versehen.

Direkt an der Front präsentiert Eve ein Bild des Eve Energy und zudem kann man hier auch den Produktnamen sowie die Produktbezeichnung „smart Plug & power Meter“ lesen. Da Eve (noch) ausschließlich Produkte für Apple HomeKit entwickelt und diese somit nur mit Apple-Devices genutzt werden können, ziert die untere linke Ecke genau wie von den anderen Produkten aus dem Hause Eve das typische Siegel “ Works with Apple HomeKit“. Außerdem sieht man rechts unten noch das Siegel „100 % Privacy“ was dafür steht, dass hier auf 100 % Datenschutz gesetzt wird. 

An der rechten schmalen Seite befasst man sich in drei Sprachen mit den Vorteilen des Produktes. Dazu zählen die technischen Daten wie: 110 bis 240 Volt, max. 11 Ampere und max. 2.500 Watt. Außerdem erwähnt Eve hier direkt, dass eine praktische Taste am Gerät integriert wurde und ein sicherer Zugriff von der Ferne möglich ist. Letzteres gilt jedoch nur in Verbindung einer Steuerzentrale, was ein HomePod Mini, eine Apple TV HD bzw. 4K sein muss. Ein iPad als Steuerzentrale zu nutzen, ist inzwischen leider nicht mehr möglich, war jedoch in der Vergangenheit ebenfalls eine Option. Wichtig ist hier auch das TÜV Rheinland Logo, denn dies gewährleistet die technische Prüfung, sodass dieses Produkt problemlos im Haus verwendet werden kann.

Betrachtet man die linke Seite der Verpackung, dann zeigt Eve hier wie gewohnt ein Ausschnitt der eigenen App. Dabei sieht man hier genau das Einstellungsmenü, welches einem nach der Einrichtung direkt zur Verfügung steht. Zum Schluss zeigt Eve ebenfalls wie von seinen Produkten gewohnt an der Rückseite noch zwei Bilder mit Anwendungsbeispielen. Dabei wird einmal die eingesteckte smarte Steckdose gezeigt, bei der eine Lampe mit Strom versorgt wird und direkt daneben ist eine Dame abgebildet, welche die Steckdosen über die App steuert. Außerdem wird hier auf einige Vorteile und auf die Voraussetzungen zur erfolgreichen Verwendung von Eve Energy hingewiesen.

Nach dem Öffnen der Verpackung kann man das komplette Innenleben aus der Verpackung herausziehen und hat einen Karton in der Hand, der mit einem bedruckten Deckel ausgestattete wurde. Auf diesem Deckel ist Eve Energy zu sehen, wie dies in einer Steckdose steckt, während daneben direkt das iPhone liegt, auf welchem die Eve Home App aktiv ist. Klappt man wiederum diesen bedruckten Deckel auf, befindet sich in dessen Innenseite eine Kurzanleitung mit dem wichtigen Apple HomeKit Code, über welchen man das Eve Energy später ganz schnell und einfach über die HomeKit App einrichten kann. 

In dem Karton selbst erblickt man dann lediglich das Hauptgerät Eve Energy, welches hier an der Hochglanz Oberfläche an der Front mit einer Schutzfolie geschützt wird und sicher in einem Zellulose-Einsatz eingesetzt wurde. Letzteres schützt die smart Plug absolut sicher in der Verpackung, sodass hier nichts beschädigt werden kann.

(Verpackung: 4 von 5 Punkten)

Design

Bei Eve Energy handelt es sich wie bereits erwähnt um einen kompakten Zwischenstecker, welcher gerade einmal 56 x 56 x 79 mm groß ist bzw. eingesteckt in der Steckdose nur noch 40 mm herausragt. Das Gewicht liegt wiederum bei genau 96 Gramm und somit ist die smarte Steckdose mit Verbrauchsmessung sehr kompakt und zudem leicht. 

Das Gehäuse des Eve Energy besteht komplett aus weißen Kunststoff. Davon ist der Großteil in Mattweiß ausgeführt, während die Front in Hochglanz gehalten wurde. Der hintere Teil der smarten Steckdose ist logischerweise genau wie ein normaler EU-Stecker ausgeführt, da dieser in die vorhandene Steckdose eingesteckt wird. Das Gehäuse an den Seiten ist dann wiederum schön abgerundet und besitzt an dessen Oberseite ein dezent aufgedrucktes „eve“ Logo. Links hinten befindet sich ein kleiner Schalter, der zum manuellen Einschalten und Ausschalten genutzt werden kann und an der linken Seite des Gehäuses wurde der HomeKit-Aufkleber angebracht.

Mit diesem Code kann man Eve Energy mit HomeKit koppeln. Sollte man den Code nicht mehr ablesen können, befindet sich ein zusätzlicher Aufkleber mit dem HomeKit Code auch auf dem entsprechenden Kärtchen in der Verpackung. Von vorne sieht Eve Energy dann wiederum wie eine herkömmliche Steckdose aus und darin findet ein herkömmlicher Stecker Platz. 

Die ganzen smarten Funktionen und Messungen des Stromverbrauchs werden euch dann in der App geboten bzw. angezeigt. Sehr gut gefällt mir beim Eve Energy, dass dieses eingesteckt in der Steckdose kompakt genug ist, sodass man die unmittelbaren daneben liegenden Steckdosen weiterhin ohne Probleme nutzen kann. Bei größeren Geräten für die Stromverbrauchsmessung ist dies nämlich nicht immer der Fall. 

(Design: 4 von 5 Punkten)

Verarbeitung

Die Verarbeitung von Eve Energy ist für den Einsatzzweck absolut in Ordnung. Das Gehäuse fühlt sich sehr hochwertig an, ist stabil und somit steht einem langen Einsatz hier eigentlich nichts im Wege. Eine Batterie oder Akku ist für den Betrieb übrigens nicht notwendig, da das Gerät beim Einstecken in die Steckdose sich automatisch direkt mit versorgt.

(Verarbeitung: 4 von 5 Punkten)

TEIL 2

bestehend aus „Funktion des Produktes“ entspricht 65% der Gesamtwertung

Produkt-Artkompakte smarte Steckdose mit Verbrauchsmessung
MessdatenVerbrauch (Watt), geschätzte Kosten, Ampere und Volt angaben und Erfassung von Gesamtkosten und Gesamtverbrauch
Stromversorgungdirekt beim Einstecken über die Steckdose. Eigenverbrauch sehr gering.
UmgebungsbedingungenIndoor-Einsatz
SmartHome TechnologieBluetooth und Thread-fähig (Matter)
MaterialGehäuse aus Kunststoff, Kontakte aus Metall
LieferumfangEve Energy
Quick Start Guide
Technische Daten Eve Energy

Einrichtung und Konfiguration

Kommen wir zur Einrichtung, welche bei Eve wie bereits von allen anderen Produkten des Unternehmens total einfach ist, da hier alles über bzw. mit Apple HomeKit erledigt wird. Die Errichtung verläuft dabei eigentlich wie bei allen Produkten, welche mit Apple HomeKit kompatibel sind, nahezu identisch ab und ist in nur wenigen Schritten erledigt. Da Eve Energy wie alle andern aus dem Hause Eve stammenden Produkte aktuell noch ausschließlich mit HomeKit arbeitet, ist für die Inbetriebnahme bzw. die Einrichtung ein Apple-Device zwingend erforderlich. Somit kann, wer ein iPhone oder iPad besitzt, auf dem das iOS bzw. iPadOS System läuft, bei dem die Apple HomeKit-App von Werk aus installiert ist, direkt mit der Einrichtung loslegen. Sobald Matter auf allen kompatiblen Smarthome Geräten richtig anläuft, was im Laufe des nächsten Jahres sein wird, bietet Eve auch eine App für Android an und somit werden die Produkte dank Matter auch Android kompatibel. 

In meinem Fall beschreibe ich hier die Einrichtung via iPhone, doch via iPad ist es nicht wirklich anders, eben nur etwas größer. Da Apple mit dem Update Namens Mojave (10.14), die HomeKit App auch auf den Mac gebracht hat, kann man, sofern man einen entsprechenden Mac mit diesem oder einem neueren Betriebssystem besitzt, auch von dort aus direkt die smarte Steckdose mit Verbrauchsmessung steuern.

Bei der Einrichtung gibt es weiterhin wie gewohnt zwei Möglichkeiten: Entweder klassisch und mit umfangreichen Funktionen direkt über die Eve Home App (für ein Update der Firmware notwendig) oder schnell und kompakt über die HomeKit App. Dabei habe ich mich für die umfangreichere Einrichtung über die Eve Home App entschieden, welche das Gerät direkt auch in Apple HomeKit integriert.  

Um Eve Energy einzurichten, installiert man daher zu aller erst die Eve Home App. Hier navigiert man dann zu den Einstellungen und tippt auf den Punkt „Geräte“. Dabei bekommt man wie ich hier zahlreiche Geräte, die bereits eingerichtet bzw. mit HomeKit usw. verbunden sind, angezeigt. Ein neues Gerät kann man durch das tippen aus das „+“ Symbol einrichten. Dabei wird direkt die Kamera aktiviert, sodass man damit nun den HomeKit Code, welcher an der Seite von Eve Energy klebt, abscannen kann. Alternativ gibt es den Code wie erwähnt auch noch auf der beiliegenden Karte. Durch das Scannen weiß die Eve Home App genau, welches Gerät man einrichten möchte und stellt eine Verbindung her. Nach kurzer Wartezeit wir Eve Energy erkannt und man kann diese einem entsprechenden Raum bzw. Ort im Haus bzw. dessen Umgebung zuordnen. Anschließend ist Eve Energy direkt einsatzbereit und man kann ab sofort die smarte Steckdose direkt über Apple HomeKit  An-/Ausschalten oder in der Eve Home App. Die Eve Home App ist dabei umfangreicher, da man hierbei sogar die Messdaten des Stromverbrauchs betrachten kann. Außerdem zeigt einem die App noch direkt nach der Kopplung kurz einige Infos zum Produkt und man kann die Steckdose bei Bedarf direkt einem Gerät zuordnen.

Die Einrichtung ist somit absolut einfach und das tolle dabei ist, man muss bei der Einrichtung keinen Account erstellen, persönlichen Daten preisgeben oder irgendwelche WLAN-Daten eingeben.

(Einrichtung & Konfiguration: 5 von 5 Punkten)

Funktionsumfang

Eve Energy kann auf insgesamt drei Arten steuern, entweder über die Eve Home App, Apple Home Kit (auch Siri) oder über die kleine Taste direkt an der Steckdose. Eve Energy kommuniziert über Bluetooth, dies bedeutet, das Device muss nicht ins WLAN eingebunden werden, sondern verbindet sich nach dem scannen des HomeKit Codes automatisch mit dem Smartphone. Der Nachteil daran ist wiederum, dass kein Fernzugriff möglich ist, was bei allen Eve Produkten der Fall ist. Wünscht man auch außerhalb der Bluetoothreichweite einen sogenannten Fernzugriff, ist eine Steuerzentrale notwendig, was eine HomePod Mini oder eine Apple TV sein kann. Möchte man also auch von unterwegs aus Veränderungen an Eve Energy vornehmen bzw. die Steckdose vom Urlaub steuern, ist auf jeden Fall noch eine der oben genannten Steuerzentralen notwendig. 

Der Vorteil der einfachen Konnektivität via Bluetooth liegt darin, dass ein geringer Strombedarf für Eve Energy notwendig ist. Außerdem ist, sofern man Eve Energy nur zu Hause verwendet und keinen Fernzugriff benötigt, keine Steuerzentrale notwendig, denn Eve Energy ist nach dem erstmaligen Verbinden immer direkt erreichbar und verbindet sich voll automatisch, ohne dass man als Nutzer davon etwas mitbekommt. 

Die Eve Home App ist überschaubar gehalten, da man hier beim entsprechenden Gerät auch nur das angezeigt bekommt, was relevant ist. Bei Eve Energy kann man hier somit die Steckdose Ein-/Ausschalten, den Verbrauch in Watt anschauen, die geschätzten Kosen im Jahr (wenn man den richtigen Strompreis in der App angibt), außerdem gibt es noch die Ansicht Gesamtverbrauch und Gesamtkosten.

Man kann somit im Grunde gesehen den Energieverbrauch samt der Kostenschätzung ablesen und zudem noch smarte Automationen erstellen.

Bedienung direkt am Gerät 

Über die kleine Taste am Eve Energy kann man durchs betätigten, die Stromversorgung unterbrechen bzw. beim Erneuten betätigen, wieder freigeben. Sobald Eve Energy Strom durchlässt, leuchtet die Taste grün und leuchtet dies nicht, fliest kein Strom durch. 

HomeKit

Hier kann man direkt per Smartphone in der HomeKit App die Stromzufuhr unterbrechen oder wieder freigeben und kann zudem noch Automationen erstellen. Außerdem kann man Eve Energy dank der HomeKit Integration auch bei Bedarf ganz einfach via Siri steuern.

Eve Home App 

Mit der Eve-App habt ihr gegenüber der HomeKit App deutlich mehr Möglichkeiten. Hierbei könnt ihr nämlich nicht nur die Steckdose An-/Ausschalten, sondern auch Zeitpläne erstellen, also bestimmen, an welchen Tagen und um wie viel Uhr die Steckdose die Stromversorgung aktivieren soll. Dabei kann man nicht nur eine Zeit, sondern auch angeben, ob die Steckdose bei Sonnenaufgang oder Sonnenuntergang aktiviert werden soll. Dies ist besonders dann praktisch, wenn man Eve Energy in der Kombination mit einer Weihnachtsbeleuchtung oder anderen Dingen, welche geregelt werden sollten, nutzen möchte.  

Des Weiteren kommt hier dann auch der Vorteil der Strommessung zum Tragen. Denn in der Eve Home App wird euch nicht nur der aktuelle Verbrauch in Watt, sondern auch die daraus resultierenden geschätzten Gesamtkosten angezeigt. Außerdem kann man sich hier dann noch das Darstellen von der Spannung (Volt) und die Ampere anzeigen lassen. Zu guter Letzt wird einem auch nach einiger Zeit von Eve Energy der Gesamtverbrauch und die Gesamtkosten angezeigt.

Genau wie in der Apple HomeKit App kann man auch hier direkt über die Eve App teils nützlich Automationen erstellen. Daher kann man z. B. einstellen, dass automatisch bei Sonnenuntergang die herkömmliche Weihnachtsbeleuchtung ein und in der Nacht oder einer anderen bestimmten Uhrzeit wieder ausgeschaltet werden soll. Dies kann dann wie bereits erwähnt täglich oder nur an bestimmten Tagen aktiviert werden, sodass man hier freien Spielraum hat.

Ist man zu Hause und greift mit dem iPhone, iPad oder dem Mac auf Eve Energy zu, kommuniziert das Ganze, wie ich bereits erwähnt habe durch die Bluetooth-Verbindung. Hierbei hängt die Reichweite zum einen von eurem Wohnhaus und des Wandaufbaus eurer Wände ab. Hat man jedoch einen HomePod Mini eine Apple TV zu Hause, welche man als Zentrale nutzt, spielt die Entfernung keine Rolle mehr. 

Eve Energy unterstützt übrigens auch den Matter Standard bzw. Eve wird hier alle Produkte mit einem entsprechenden Update versorgen. Matter kompatible Geräte kommunizieren über Thread. Matter soll die Zukunft des Smart Home sein, bei dem zahlreiche Hersteller zusammenarbeiten, um ihre Geräte untereinander deutlich besser zu vernetzen. Alle Geräte kommunizieren somit dann auch ohne Bridge miteinander und fällt ein Gerät aus, wird das nächste genutzt und so für eine lückenlose Kommunikation gesorgt. 

Ist einem das Thema Thread sehr wichtig und man kennt sich schon damit aus, sollte man beachten, dass es bei einigen Produkten aus dem Hause Eve um batteriebetriebene Thread-Geräte handelt und all diese Geräte einen Endpunkt innerhalb eines Thread-Netzwerks darstellen.  Full Thread Geräte wie z. B. hier beim Eve Energy wiederum werden permanent mit Strom versorgt bzw. sind am Stromnetz angeschlossen und können innerhalb ihres Thread-Netzwerks als eigenständiger Router agieren und die wichtigen Datenpakete untereinander weitersenden. Hat man daher mehr Thread-fähige Geräte im Haus, ist das Netzwerk deutlich stabiler und die Reichweite ist weiter, da die Geräte meist im Haus verteilt sind.

(Funktionsumfang: 4 von 5 Punkten)

Software

Eve für Matter & HomeKit
Preis: Kostenlos

Hier möchte ich euch noch kurz etwas die Eve Home App näher vorstellen bzw. auf die Funktionen, welche euch bei Eve Energy zur Verfügung stehen, erläutern. Die Eve Home App ist kostenlos im AppStore verfügbar und es ist ratsam, diese zu installieren, da man darüber Software-Updates durchführen kann, sofern eines verfügbar sein sollte, sehr wichtig auch bei dem aktuell als Beta verfügbaren Matter-Update. Hierfür kann man sich aktuell bei Eve kostenlos registrieren und gut einen Tag später erhält man die entsprechende Mail, welche einem zum Download der Eve Home App Beta leitet. Für den Download ist natürlich auch die App TestFlight notwendig, doch die Vorgehensweise wird euch genauso wie die Registrierung zum Early Access Programm unter dem folgenden Link erklärt.

In der Eve App werden einem wie bereits erwähnt, alle wichtigen Daten des Stromverbrauchs angezeigt, sodass Eve Energy nicht nur als smarte steuerbare Steckdose verwendet werden kann, sondern zugleich auch als sehr nützliches Stromverbrauch Messgerät dient. So kann man sehr gut erfassen, was das jeweilige Gerät an Strom verbraucht, um so eventuell sofern möglich die Strom-Kosten senken zu können.

(Software: 3,5 von 5 Punkten)

TEIL 3

bestehend aus „Preis/Leistung“ entspricht 10% der Gesamtwertung

Beschreibung

Sämtliche Produkte von Eve Home funktionieren ausschließlich mit Apple HomeKit, daher sind die Produkte, darunter auch Eve Energy, nur für Apple-Nutzer sinnvoll. Dies wird sich zwar im Laufe des kommenden Jahres ändern, aber aktuell ist es zumindest noch so, dass es nur Apple kompatible Produkte sind. Eve Energy hat mich im Test überzeugt, es handelt sich hier, wie Eve angibt, um eine smarte Steckdose mit Verbrauchsmessung, welche zahlreiche andere Modelle in den Schatten stellt. Hier stimmt nicht nur das Design, sondern auch die Einrichtung ist total einfach und man kann hier dank Apple Home Kit auch nützliche Automationen erstellen. Zudem kann Eve Energy auch gut mit Siri gestreut werden und man hat hier eben den Stromverbrauch und die anfallenden Kosten des angeschlossenen Gerätes gut im Blick.

Preis/Leistung

Mit einer UVP von 39,95 € ist Eve Energy definitiv ein interessantes Produkt. Das gute Stück gibt es bei verschiedenen Anbietern sogar schon für unter 34€, was Eve Energy nochmals interessanter macht. Mit Eve Energy kauft man nicht nur eine smarte Steckdose, mit welcher Automationen erstellen kann, sondern auch ein sehr genaues und zuverlässiges Produkt, um den Stromverbrauch des angeschlossenen Geräts zu erfassen. Die Steckdose ist ihr Geld Wert und gerade in der heutigen Zeit der steigenden Stromkosten noch wichtiger geworden als zuvor.  

Eve Energy

Zum Angebot bei

testr Gesamtwertung

unter Berücksichtigung aller Teilwertungen

 Wir bedanken uns beim Hersteller für die Bereitstellung des Produktes. Zu unseren Grundsätzen

Link zum Hersteller: evehome.de

Neato D10

In aller Kürze

Beim Neato D10 handelt es sich um den neusten und zugleich teuersten Saugroboter des Unternehmens. Neato setzt anders als die zahlreichen anderen bekannten Hersteller von Saugrobotern auf eine sogenannte D-Form anstelle der runden. Somit soll das Produkt anders als die runden Modelle komplett in die Ecken aller Räume hineinkommen, was ich so im Test jedoch leider nicht wirklich bestätigen kann.

Der Auffangbehälter wurde hierbei jedoch groß genug ausgelegt, sodass dieser nicht unbedingt nach jeder Reinigung geleert werden muss. Die Akkulaufzeit ist lange und reicht für rund 250m². und die Reinigung wird gründlich erledigt. Jedoch hätte ich mir für den geforderten Preis mehr Funktionen in der App gewünscht, denn hier kann ich keine Räume trennen, damit die Böden unterschiedlich gereinigt werden. Der verbaute HEPA Filter, soll 99,97 % aller Allergene und Staubpartikel größer als 0,3 Mikrometer einfangen, sodass er zudem für Allergiker geeignet ist.

Gefällt uns

  • einfache Einrichtung
  • gute Saugleistung auch bei Tierhaaren
  • lange Akkulaufzeit

Gefällt uns weniger

  • Navigation nicht so gut wie bei der Konkurenz
  • Kartenbearbeitung sehr beschränkt
  • hohe UVP
  • fährt sich hin und wieder gerne fest

Neato D10

Zum Angebot bei

TEIL 1

Bestehend aus „Verpackung/Design/Verarbeitung“ entspricht 25% der Gesamtwertung

Verpackung

Neato liefert den Neato D10 in einer für Saugroboter typischen designten Verpackung aus, welche stabil ist, sodass der Saugroboter samt Zubehör top geschützt wird. Außerdem gibt es ein Parknischen Transportgriff, welcher den Transport enorm erleichtert und die Farben sind typisch für Neato in weiß und orange gehalten.

Die Verpackung zieren rundum Information zum Saugroboter und zudem wird dieser selbstverständlich auch von oben betrachtet an der Hauptseite gezeigt. Hier fehlt es für mich persönlich an keinerlei Informationen und gut finde ich hier zudem, dass man direkt auch über den Lieferumfang informiert wird.

Nachdem man die Verpackung des Saugroboters geöffnet hat, entnimmt man kurz die Transportsicherung in Form eines bedruckten Kartons, welcher im Inneren mit gepresster Pappe versehen wurde. Somit kann dem Lieferumfang nichts geschehen, da hier absolut nichts verrutschen kann und alles wird vor Erschütterungen usw. geschützt. Direkt beim Öffnen erblickt man dann den großen Saugroboter und die Ladestation, welche beide in einem Tuch eingewickelt wurden. 

Dabei finde ich es gut, dass man drauf geachtet hat, keinen Kunststoff zu verwenden bzw. diesen auf ein Minimum zu reduzieren. Entnimmt man den Saugroboter, findet man darunter noch eine orangene Mappe, in welcher sämtliche Dokumente, Anleitungen usw. enthalten sind. Darunter kommen dann wiederum zwei Kartonagen zum Vorschein, welche bedruckt wurden, sodass man direkt erahnen kann, was in der jeweiligen Box enthalten ist. Somit findet man in der einen Box noch zwei zusätzliche Luftfilter für den Staubbehälter im Saugroboter und in der anderen Box sind die wichtigen Kabel enthalten, um die Ladestation mit Strom zu versorgen. Der Saugroboter muss eigentlich vor dem Gebrauch nur ausgepackt werden und die Ladestation noch mit dem Kabel verbunden werden, dann ist dieser nach der Einrichtung direkt einsatzbereit.

(Verpackung: 4,5 von 5 Punkten)

Design

Der Neato D10 kommt wie bereits seine Vorgängermodelle in einem schönen dunkelgrau daher und der Kunststoff wurde in einer gebürsteten Oberfläche ausgeführt. Also ehrlich gesagt handelt es sich hier definitiv nicht um ein Saugroboter, welchen man beim Besuch am besten direkt verstecken möchte, sondern ein Gerät, welches ganz gut in die Räumlichkeiten integriert werden kann.

Am auffälligsten bei sämtlichen Saugrobotern aus dem Hause Neato ist natürlich deren Form, denn wie schon beim Neato Botvac D5 Connected, welchen ich vor gut vier Jahren getestet habe, hält das Unternehmen weiterhin an der D-Form fest. Dies muss jedoch definitiv kein Nachteil sein, denn damals hat sich als gründlicher Reinigungshelfer bewiesen und stand den runden Modellen in absolut nichts nach. Von der Größe ist der Neato D10  knapp über 32 cm lang, 33,6 cm breit und die Höhe beträgt knapp über 10 cm. Das Gesamtgewicht beträgt knapp 3,3 Kilogram, was noch angenehm zu handhaben ist, sodass man den Saugroboter problemlos auch zur nächsten Etage tragen könnte. Die Betonung liegt auf könnte, denn aktuell werden noch keine Mehrgeschosskarten unterstützt.

Die Oberfläche des Neato D10 ist glänzend ausgeführt, aber wie bereits erwähnt gleicht diese auf dem ersten Blick einem gebürsteten Metall, ist jedoch in Wirklichkeit Kunststoff. An der Oberseite fällt auch direkt der nach hinten ausgelegte LiDAR-Sensor bzw. dessen Abdeckung auf, welcher jedoch nicht beweglich bzw. als sogenannter Bumper ausgeführt wurde. Dies bringt den Nachteil mit sich, dass der Roboter sich unter Umständen beim unterfahren von Möbel oder Ähnlichem leicht festfahren könnte. Direkt daneben befinden sich die Steuerelemente, welche sich aus Akku- und WiFi-Anzeige, einem Info-Knopf und einen Startknopf zusammensetzen. Damit das Tragen von Stock zu Stock einfacher gelingt, hat man direkt am Bumper an der Front eine Griffmulde integriert welche zudem das Design schön auflockert. 

Zum Abnehmen des Staubbehälters muss zuvor keine Klappe geöffnet werden, sondern man kann diesen direkt an der Oberseite entnehmen. Dieser sitzt direkt zwischen Bumper und LiDAR-Sensor und kann somit direkt durch die Griffmulde geöffnet werden. Der Behälter ist fest mit dem Deckel verbunden und bis aus diesen ist der Staubbehälter komplett transparent gehalten. Hier sieht man dann auch sehr gut den bereits angebrachten Feinstaubfilter, von welchem Neato direkt noch zwei als Ersatz mitliefert. Vor dem Filter sitzt übrigens noch ein dünnes Netz, welches den Filter zuverlässig vor Beschädigungen (groben Schmutz) schützt.

Betrachtet man den Saugroboter von der Seite, findet man hier recht wenig Überraschungen. Auffällig ist hier natürlich der große Bumper an der Front, welcher nur als solches fungiert und nicht noch zusätzlich wie bei anderen hochpreisigen Modellen mit zusätzlichen Sensoren bestückt wurde. An der rechten Seite, an der man kurz auch ein Teil der rotierenden Seitenbürste hervorschauen sieht, befindet sich ein kleiner Wandsensor, der hier den Kontakt zur Wand prüft. Am Heck wiederum findet man die Schlitze, an welchen die Abluft abgegeben wir und zugleich hat man hier zwei Chrome-Elemente, über welche die Aufladung des verbauten Akkus erfolgt. Des Weiteren befinden sich rechts von den Ladekontakten noch weitere Schlitze, hinter welchem ein Lautsprecher sitzt, sodass darüber die Sprachausgaben bzw. Töne des Roboters ausgegeben werden.

Betrachtet man den Saugroboter von der Unterseite, dann fällt auf Anhieb direkt die große und fast über die komplette Front laufende Hauptbüste auf. Diese ist sowohl mit Gummilamellen als auch Borsten in mittelharter Ausführung bestückt. Da es sich hierbei um ein regelmäßig zu reinigendes Bauteil handelt, lässt sich die Abdeckung der Bürste sehr schnell und ohne Werkzeug entfernen. Somit kann die Hauptbürste einfach herausgenommen und gereinigt werden. Seitlich in Fahrtrichtung rechts befindet sich die kurze Seitenbürste, welche den Schmutz an den Ecken zur großen Hauptbürste fegt. Das die Hauptbürste hier zur seitlichen rotierenden kleinen Bürste näher verläuft, hat den Sinn, dass die Bürste nah genug an die Wand entlangfährt und somit der Schmutz sicher eingesaugt wird. Bei runden Saugrobotern muss dies nämlich alles die Seitenbürste von der Wand zur Hauptbürste befördern.

In der Mitte des Saugroboters sieht man dann wie bei allen Modellen die großen gefederten Antriebsräder, diese sorgen für den nötigen Antrieb und zudem gleichen diese Höhenunterschiede aus, was z. B. beim Befahren von Teppichen notwendig ist. Die hinteren beiden Ausgleichsrollen Sorgen, wie der Name schon sagt für den Ausgleich, sodass der Saugroboter nicht kippt bzw. immer nahezu waagerecht arbeitet. Zu guter Letzt sieht man an der Unterseite noch drei Sensoren, mit welchen der Saugroboter unter anderem Abgründe erkennen kann. Dadurch wird verhindert, dass dieser eine Treppe herunterfährt und zudem erkennt er mit diesen Sensoren auch eventuell vorhandene Teppiche. Einer der Sensoren befindet sich hinten am Saugroboter und die anderen beide jeweils links und rechts an der Front am Bumper.

(Design: 4 von 5 Punkten)

Verarbeitung

Die Verarbeitung des Neato D10 ist so weit sehr gut, sodass ich von meiner Seite eigentlich keine wirklichen Kritikpunkte feststellen konnte. Der Kunststoff fühlt sich hochwertig an, die Oberfläche ist bis auf den Hochglanz verlaufenden Rand recht pflegeleicht. Des Weiteren können alle Wartung/- und pflegebedürftigen Elemente ohne Werkzeug ausgebaut und somit einfach gereinigt bzw. ausgetauscht werden. Dies betrifft unter anderem den Staubauffangbehälter, die Haupt- und Seitenbürste.

Das Reinigungstool zum eventuellen beseitigen von Haaren an der Hauptbürste hat Neato praktischerweise direkt an der Rückseite der kompakten Ladestation des Neato D10 integriert. Insgesamt eine sehr gute Verarbeitung, welche hier keine Kritik offenlässt. 

(Verarbeitung: 4 von 5 Punkten)

TEIL 2

bestehend aus „Funktion des Produktes“ entspricht 65% der Gesamtwertung

StromversorgungAkku
Akku-ArtLi-Ionen (6.200 mAh)
NavigationLiDAR-Lasernavigation, herkömmlicher Bumper und drei Sensoren für die Absturzerkennung, sowie ein Wandsensor
FarbeGrau
Lautstärkekeine genaue angaben aber in den niedrigen Stufen eine akzeptable Lautstärke. In den höheren Saugstärken deutlich lauter
Hauptbürsteeine Mischbürste (halb Gummilippe und halb Mittelharte-Bürsten).
Formsselten verwendete D-Form mit einer Seitenbürsten
Betriebszeitbis zu 5 Stunden bzw. gut 250 m²
SensorenSturzsensoren, Wandsensor
MaßeSaugroboter: 32,28 cm x 33,58 cm x 10,14 cm cm (L x B x H)
Gewicht3,34 kg
LieferumfangSaugroboter Neato D10
Ladestation
Stromkabel (2m)
2x HEPA Filter (einer eingesetzt, zwei als Ersatz)
Reinigungswerkzeug
Neato Helix Multi-Surface-Bürste
austauschbarer und bereits eingesetzter Lithium-Ionen-Akku
verschiedene Beschreibungen bzw. Anleitungen
Technische Daten des Neato D10

Ersteinrichtung und Inbetriebnahme 

Die Ersteinrichtung des Neato D10 ist sehr einfach und wird komplett über die kostenlose App „MyNeato“ Schritt für Schritt erklärt.

Nachdem man den Neato D10 und die kleine Ladestation ausgepackt hat, muss man an beiden Produkten noch ein paar Folien abziehen, welche die Hochglanzoberflächen schützen. Transportsicherungen gibt es hingegen jedoch nicht, da hier beim Transport alles bereits sicher durch die Verpackung gesichert wird. Am Saugroboter ist bereits alles montiert, sodass es hier nicht noch erforderlich ist, die magnetische Seitenbürste anzubringen. Somit muss man nur die Ladestation mit dem Netzkabel verbinden, dieses wiederum mit dem richtigen Stecker (EU) bestücken und schon kann eigentlich die Einrichtung über die App beginnen. 

Da der großer 700 Milliliter große Staubbehälter zum Gehäuse gehört, ist dieser hier natürlich ebenfalls bereits an seinem Platz eingesetzt. Eine Wischfunktion bietet Neato nicht an, somit muss auch kein Wassertank oder Wischtuch eingesetzt bzw. angebracht werden.

Hat man die App auf das Smartphone installiert uns startet diese das erste Mal, muss man sich zu aller erst ein Konto erstellen, sofern man noch keines besitzt. Anschließend geht es darum, den neu erworbenen Saugroboter mit dem Konto zu verknüpfen bzw. in die App zu integrieren. Dazu tippt man unten auf das „+“ (neuen Roboter hinzufügen). Dann muss man, sofern nicht aktiviert die Standortfreigabe und Bluetooth aktivieren und zustimmen, dass die App den Zugriff erhält, damit diese nach dem Saugroboter suchen kann. Danach bekommt man in der App eine Check-Liste angezeigt, was die erforderlichen Punkte sind, welche man erledigen muss, damit der Roboter gefunden werden kann. Diese dann entsprechend alle Erledigen und mit einem grünen Hacken versehen, sodass kurz darauf die App mitteilt, dass der Roboter gefunden wurde. Daraufhin muss man noch kurz die „Info-Taste“ am Roboter für knapp 3 Sekunden gedrückt halten und schon geht die Einrichtung weiter. 

Im Anschluss muss man den Roboter natürlich noch ins WLAN-Netz einbinden, dazu wählt man das richtige Netzwerk aus, sofern nicht schon vorgewählt und gibt das zugehörige Passwort ein. Danach wird der Neato D10 mit dem Netzwerk verbunden und installiert automatisch das aktuelle Update, was bei mit gut 10 bis 15 Minuten gedauert hat. Ist das Update installiert und der Neato D10 hat seinen Neustart durchgeführt, ist dieser auch schon direkt einsatzbereit. Danach ist man auch schon auf der zukünftigen Startseite und der Saugroboter wäre direkt nach dem vollen Aufladen des Akkus für seinen ersten Einsatz bereit.

(Ersteinrichtung und Inbetriebnahme: 4,5 von 5 Punkten)

Reinigungsleistung und Navigation

Bei dem Neato D10 handelt es sich wie bei allen Saugrobotern des Unternehmens um reine Saugroboter, die eben nur saugen, nicht mehr und auch nicht weniger. Also eine Wischfunktion wird einem hier definitiv nicht geboten. Die Reinigungsleistung des Neato D10 ist so weit gut, hängt jedoch auch von der gewählten Saugstufe ab, den im Automatikmodus saugte dieser im Reiskörner-Test nur wenige Körner ein, während mein Roborock S7 MaxV Ultra fast alles bis auf drei Körner eingesaugt hat. Gut ein Fall, welcher im Alltag selten vorkommt, vielleicht nur, wenn einem die Tüte Reis in der Küche auf den Boden fällt. Jedoch muss man hierfür dann eben die Saugstufe erhöhen, was bei Roborock nicht der Fall ist.

Die maximale Saugleistung gibt Neato beim Neato D10 leider nicht an, aber insgesamt ist diese gut und ich vermute hier rund 2.500 bis 3.000 Pa. Der Saugroboter bietet insgesamt drei manuelle Saugstufen und einen Automatik-Modus, bei dem die Saugleistung auf den entsprechenden Boden angepasst werden soll. Der Eco-Modus ist für alle Hartböden gedacht und saugt Haare und viel des täglich anfallenden Schmutzes ein. Im Turbo-Modus saugt der Staubsauger nochmals deutlich mehr ein und so kann sich der Dreck, welcher unter den Staubsauger landet, direkt verabschieden, denn dieser wird mit einer hohen Power in den große Saubbehälter eingesaugt. In der höchsten Stufe, dem Max-Modus, wird jeglicher Staub, welcher dem Neato D10 in die Quere kommt, eingesaugt, sodass einem hier eine sehr hohe Saugleistung geboten wird. Im Alltag habe ich hier jedoch eigentlich grundsätzlich den Automatik-Modus laufen lassen, da wir eigentlich nur Parkett und Fliesen haben, welche dabei gründlich gereinigt werden und auch die wenigen kleinen Teppiche werden sehr gründlich abgesaugt. Im Max-Modus wird auch der tief sitzende Staub aus den Teppichen herausgesaugt und daher hat hier der Schmutz im Alltag keine Chance. 

Bei der Navigation setzt Neato auf eine präzise Vermessung der Räumlichkeiten durch den LiDAR-Sensor an der Oberseite. Dabei handelt es sich um einen Sensor, welcher an der Oberseite unter der Abdeckung permanent rotiert und dabei einen Karte für sich zur Navigation und eine visuelle für den Nutzer erstellt. 

Die Lasernavigation bietet den Vorteil, dass diese auch bei Dunkelheit problemlos funktioniert, aber zugleich hat diese auch den Nachteil, dass diese Spiegel und Glastüren nicht als Hindernis bzw. Wand erkennt. Somit ist es bei uns z. B. so, dass die Terrassentüren durch den Laser durchbrochen werden und somit sieht es auf der Karte hier teilweise so aus, als würde hier der Raum noch weiter gehen. Dies stört zwar nicht, sieht jedoch optisch etwas unschön aus. Gegen einen Spiegel fährt der Roboter dann jedoch hin und wieder, aber durch die gut gefederten Bumper passiert hier absolut nichts. 

Mit dem von inzwischen in allen Saugroboter zum Einsatz kommenden rotierenden Laserdistanzsensor misst der Roboter permanent den Abstand um sich herum, und zwar in alle Richtungen. Aus diesen Informationen bzw. Messwerten erstellt dieser schließlich die Raumkarte eurer Wohnung oder dem Stock vom Haus, wo dieser arbeitet. 

Die Navigation von Grund auf ist beim Neato D10 nicht sonderlich anders als bei den bisher von mir getesteten Modellen von Zaco, Roborcok oder Ecovacs. Startet man die Reinigung, unterteilt der Roboter die Wohnung bzw. größere Räume im Haus automatisch in mehrere kleine Bereiche bzw. Sektoren. Diese umfährt dieser dann zuerst in einer etwas zügigeren Fahrweise komplett an den Wänden herum an, bis der äußere Bereich einmal komplett umfahren und dabei gereinigt wurde. Direkt danach beginnt dieser dann den inneren Teil in geraden Bahnen abzufahren, sofern dazwischen keine Hindernisse sind. Sind diese vorhanden, dann umfährt dieser diese selbstverständlich automatisch.

Die Navigation während des Reinigungsvorgangs ist so weit gut. Der Roboter weiß durch den ersten kompletten Reinigungsvorgang, bei dem man vorher alle Gegenstände wie Schuhe usw. entfernt hat jederzeit, wo sich dieser gerade beim Reinigungsvorgang befindet. Somit lässt dieser, auch wenn es manchmal so aussieht, keinen Bereich aus, schließlich kommt dieser im Laufe der Reinigung zu dem zuvor ausgelassenen Bereich zurück und schließt damit die komplette Reinigung mit Bravour ab. 

Treppen kann der Neato D10 wie seine Mitbewerber nicht versehentlich herunterstürzen, denn um dies zuverlässig zu verhindern, hat Neato wie viele andere Hersteller den Saugroboter am Boden mit mehreren Absturzsensoren ausgestattet. Durch diese besagten Sensoren, welche an der Hinterseite und an der Front am Unterboden des Saugroboters angebracht wurden, erkennt der Saugroboter einen Abgrund, bremst davor ab und fährt die Kante entlang ab. Durch genau diese Sensoren kann es jedoch wie bei zahlreichen anderen Saugrobotern zu Problemen mit Teppichen kommen. Habt ihr z. B. einen weißen Boden und einen dunklen kurzhaarigen Teppich, dann könnte es dazu kommen, dass die Sensoren dies als Abgrund erkennen und der Roboter somit nicht über bzw. auf den Teppich fährt. Da wir doch ein Parkett aus Eiche haben, ist der Kontrast anderes uns somit kam es hier zu keinem Problem.

Hinderniserkennung und Überwindung

Neben einer präzisen Navigation ist bei einem Saugroboter auch die zuverlässige Hinderniserkennung und deren Überwindung sehr wichtig. Schließlich sollte ein Roboter nicht nur einen Teppich erkennen und dabei automatisch die Saugleistung anpassen, sondern auch eventuell vorhanden Übergangsleisten zwischen den Räumen usw. ohne Probleme überfahren können.

Hier war ich im Test des Neato D10 doch ein wenig enttäuscht, denn schlicht und einfach hat man hier auf eine präzise Hindernisserkennung verzichtet. Abgesehen von dem großen Bumper an der Front, mit welchem der Saugroboter sich an den Wänden und sonst überall entlang tastet, gibt es nichts Weiteres, was dafür zuständig ist. Der LiDAR-Sensor an der Oberseite dient schließlich nur zur Navigation und hilft bei der Hindernisserkennung nicht wirklich. Es fehlt dem Neato D10 schlicht und einfach gesagt an der entsprechenden Sensorik, welche ihm hilft zu erkennen, was vor ihm liegt. Das führt nicht nur dazu, dass der Roboter Socken usw. einfach überfahren und diese in seine rotierende Walze einsaugt, sondern auch dazu, dass er in enge Stellen hineinfährt und sich so festfahren kann. Hier ist es bei Roborock und Co. nämlich anders, dieser umfährt die Hindernisse großzügig, während der Neato D10 einfach über diese fährt, sofern der Bumper nicht angefahren wird. Daher gilt hier auf jeden Fall alles, was zur gefahren werden kann, wegzuräumen, was bei zeitgemessen neuen Saugrobotern nicht notwendig ist.

Mit Türschwellen hat der Neato D10 wiederum keinerlei Probleme. So kann der Neato D10 Übergänge von gut 2 bis 3 Zentimeter überfahren, was zwar ganz gut ist, aber bei mir wollte dieser somit auch gerne über meine Waage im Bad fahren. Abgründe wie z. B. die an unserer Treppe erkannte der Saugroboter wiederum ohne Probleme, sodass dieser bei keinem Reinigungsvorgang die Gefahr lief, die Treppe herunterzufahren. Dennoch war ich eben einfach von der Hindernisserkennung doch etwas enttäuscht, denn man muss hier auf deutlich mehr achten, was bei Roborock und Ecovacs mit zusätzlichen Sensoren einfach nicht der Fall ist. 

Die Ladestation hat der Neato D10 wiederum auf Anhieb immer direkt nach seiner Reinigung wieder gefunden. Dabei kann der Platz um die Ladestation auch schon leicht geringer sein als die 30 cm rundum, welche Neato angibt. Beim anfahren der Ladestation fährt der Saugroboter bis kurz vor die Station, dreht sich um, fährt kurz wieder etwas weg und fährt dann zielstrebig mit einem Hin und Her wackeln mit seinen Kontaktflächen auf die Station.

Saugleistung

Der Neato D10 bietet, wie ich zuvor schon erwähnt habe, insgesamt drei Saugstufen sowie ein Autoantik-Modus, bei welchem die Saugleistung automatisch dem aktuellen Boden angepasst wird. Ich habe hier im Test vorrangig den Automatik-Modus verwendet und dabei lieferte der Saugroboter eine gute Saugleistung für die regelmäßigen Reinigungsaufgaben. Schade find ich hier jedoch etwas, dass man, nachdem der Reinigungsvorgang gestartet wurde, die Saugleistung nicht mehr verändern kann, dies haben andere Hersteller besser gelöst. Die sehr breit verlaufende Hauptbürste sorgt dafür, dass der Saugroboter größere Bahnen fahren kann und somit eigentlich schneller bei der Reinigung wäre, wenn da nicht die teils etwas ungenaue Navigation eine Strich durch die Rechnung machen würde. Diese sorgt wie bereits erwähnt zum Teil dafür, dass der Roboter sich hin und wieder festfährt und somit etwas länger benötigt. Einmal war es z. B. der Fall, dass der Roboter mehrfach gegen die Wand gefahren ist, bis dieser wieder weiterfuhr. Es ist zwar selten, aber kommt eben hin und wieder vor, was bei anderen Modellen kaum bis nie der Fall ist.

Die Rand- und Eckenreinigung wird von Neato groß geworben, da hier der Vorteil der D-Form gegeben sein soll, doch hier war ich ebenfalls etwas enttäuscht. Hierfür ist die Seitenbürste einfach zu kurz ausgeführt, sodass der Roboter, welcher beim Abfahren der Ränder etwas weiter von der Wand entlangfährst. Somit wird der Schmutz nicht überall an den Rändern effektiv herausgeholt. Dies läuft bei runden Saugrobotern durch die langen Seitenbürsten deutlich besser, denn diese holen den Schmutz sehr gut zur Hauptbürste. An den Ecken fährt der Saugroboter dann zwar die eine Kante an, fährt dann jedoch zurück, um besser in die Ecke zu kommen. Dabei fährt dieser aber zum Teil etwas zu weit zurück und somit ist dieser wieder von der Wand entfernt und erneut wird der Dreck nicht aus den Ecken geholt. 

Positiv ist wiederum, dass die Saugleistung beim Befahren von Teppichen automatisch erhöht wird. Dies sorgt jedoch dann selbstverständlich zugleich auch für eine höhere Lautstärke des Saugroboters. Daher wird es dann schon hin und wieder bei Teppichen lauter, sodass Fernsehen nebenher nicht wirklich so toll ist.

(Reinigungsleistung: 3,5 von 5 Punkten)

App

Wie bereits im Laufe des Testberichts erwähnt, können sämtliche Einstellungen des Neato D10 mithilfe der neu designten App eingestellt werden. Hier hat Neato eine tolle, übersichtliche App entwickelt, die alle wichtige Funktionen auf der Startseite zeigt und alles Weitere kann in den Nebeneinstellungen eingestellt werden. Die Einbindung des Neato D10 in die kostenlose „MyNeato“ App ist selbsterklärend bzw. wird wie bereits erwähnt, sehr verständlich und Schritt für Schritt erklärt. Somit sollte dies für alle Nutzer kein Problem sein und in kurzer Zeit erledigt sein.

Unbekannte App
Preis: Kostenlos
MyNeato
Preis: Kostenlos

Direkt auf der Startseite sieht man nach der ersten kompletten Reinigung die erstellte Karte und deren Zonen, sofern man dieser eingerichtet hat. Wie das geht, beschreibe ich später noch. Den Saugroboter kann man direkt von der Startseite aus starten, pausieren oder auch zurück zur Ladestation schicken. Außerdem kann man hierüber direkt bestimmen, in welchem Saugmodus gereinigt werden soll. Dabei aber, wie bereits erwähnt beachten, dass man den gewünschten Modus vor der Reinigung bestimmt, denn während der Reinigung kann dieser nicht mehr verändert werden. Sollte der Roboter stecken oder irgendwie auch an etwas hängen bleiben, dann kann man diesen auch lokalisieren. Das ist hierbei sehr sinnvoll, denn somit gibt dieser einen Ton von sich, sodass dieser recht schnell gefunden werden kann. Im Test zeigte sich, dass diese Funktion häufiger gebraucht werden kann, denn hat man hier nicht gerade alle Hindernisse picobello weggeräumt, dann kommt es vor, dass der Roboter sich eben festfahren könnte. 

Des Weiteren wird einem direkt auf der Startseite der Akkustand des Saugroboters angezeigt und man kann den Roboter auch losschicken, sodass dieser einzelne Räume bzw. Zonen reinigt. Ganz so einfach und umfangreich wie bei Roborock ist dies jedoch nicht, da hier nur quadratische Zonen über die Räume gelegt werden können. Kurz gesagt, Neato erstellt hier keine Raumkarte, sondern nur eine gesamte der Etage.  

Im Menü Links „Routinen“ kann man Reinigungsroutinen planen, sodass man genau festlegen kann, an welchen Tagen, zu welcher Uhrzeit und in welcher Saugstufe das Geschoss komplett bzw. nur eine Zone gereinigt werden soll. Ganz links wiederum sieht man den Verlauf aller ausgeführten Reinigungsvorgänge. Dabei wird direkt die Karte gezeigt, welche Fläche „(blau eingefärbt) gereinigt wurde und und welcher Saugmodus dabei aktiv war. Ebenso wird hier die benötigte Zeit und die gereinigt Fläche dargestellt, sodass man alles Wichtige direkt auf einem Blick sehen kann. 

Auf das Menü „Meine Karten“ gehen ich gleich im nächsten Punkt noch ausführlicher ein, zuvor möchte ich noch kurz auf das letzte Menü eingehen. Hier kann man unter anderem die Firmware einsehen, die Sprache ändern, was ich hier gleich auf Deutsch einstellen würde und man kann bei „Roboterpräferenzen“ bestimmen, was der Roboter tun soll, welche dieser den Raum nicht erkannt hat. Dies kann z. B. vorkommen, wenn man die Ladestation wo anders hingestellt hat oder größere Möbelstücke bewegt hat. Hierbei hat man „immer reinigen“ oder „Reinigung abbrechen“ zur Auswahl, ganz nachdem, was einem sinnvoller erscheint.

Kartenerstellung

Wie jeder aktuelle Saugroboter mit einem Laserdistanzsensor erstellt auch der Neato D10 voll automatisch während der Reinigung eine sehr genaue Karte der eigenen Räumlichkeiten. Das funktioniert so weit sehr gut und der Roboter passt seine neue Karte nach jeder Reinigung der alten an, sodass diese immer aktualisiert wird und somit orientiert sich der Saugroboter an dieser. Daher weiß dieser eigentlich immer, wo dieser gerade ist. Leider kann man mit der erstellten Karte wiederum nicht so umfangreich agieren, wie ich es von den anderen Herstellern gewohnt bin, sodass man hier nur Sperrzonen und Raumzonen erstellen kann, mehr nicht. Mann kann keine Räume teilen, virtuelle Wände einziehen usw. 

Mit dem erstellen von sogenannten Sperrzonen kann man sehr einfach und genau bestimmen, wenn der Neato D10 bestimmte Bereiche nicht mehr befahren soll. Das kann z.B ein Abschnitt sein, wo dieser sich festfährt, oder das Spielzeug des Kindes, welches dieser nicht umher schieben sollt, was durch die fehlenden Sensoren gerne passiert. Erstellt man in die Sperrzonen in diesem Fall nicht, dann würde der Neato D10 diese einfach umfahren und zum Teil sogar einsaugen. Für die Sperrzonen können jedoch nur Quadrate eingesetzt werden, also ganze virtuelle Wände können eben nicht eingesetzt werden.

Neato hat den Neato D10 mit einer Einzelraumreinigung ausgestattet. Wobei diese nicht so einfach vonstattengeht wie bei Roborock usw.. Man sollte hier nämlich mehr oder weniger von einer Einzelzonenreinigung sprechen, denn genau wie bei den Sperrzonen muss man hier quadratisch die Räume bestimmen und dann aber nicht auswählen, dass es eine nicht „“befahren Zone, sondern eine befahrbare Zone werden soll. Dann kann man diese Zone entsprechend mit Raumnamen versehen und diese dabei über die entsprechende Räume legen. Später kann man dann diese Zonen für die Reinigung einzeln auswählen, sodass z. B. nur das Bad gereinigt werden soll. Bei einer kompletten Reinigung wird dann wiederum weiterhin die komplette Etage gereinigt und alle anderen Zonen bis auf die Sperrzonen werden ignoriert.

Aktuell können noch nicht mehrere Etagen gespeichert werden bzw. es kann nur eine Karte gespeichert werden. Die soll laut Neato noch nachgereicht werden, ist aber bis dato leider noch nicht der Fall. Die App ist somit insgesamt recht übersichtlich gehalten, aber dies liegt unter anderem daran, dass diese nicht solch ein Umfang bietet wie bei der Konkurrenz. Hier ist alles auf das Nötigste reduziert, was funktioniert, aber wenn man betrachtet, was die Konkurrenz kann, dann war ich hier doch schon sehr enttäuscht. Also ehrlich gesagt ist der Umfang der Funktionen der heutigen Zeit entsprechen nicht mehr wirklich zeitgemäß. 

(App: 3,5 von 5 Punkten)

Lautstärke

Die Lautstärke des Neato D10 ist gut. Er ist nicht übertrieben, leise, aber auch nicht der extrem laute. Dies ist jedoch abhängig von der gewählten Saugstufe, aber im Automatikmodus ist der Neato D10 absolut im Rahmen und da wir den Roboter eh laufen lassen, wenn wir nicht zause sind, ist die Lautstärke meiner Meinung nach nicht so schlimm. Der Roborock S7 MaxV Ultra ist zwar definitiv leiser, aber hier sind wir preislich gesehen auch wieder in einer anderen Liga. Gerade die Räder sind hier etwa lauter und das häufige Klacken des Bumper ist hier auch definitiv hörbar, was bei anderen Modellen deutlich seltener der Fall ist und dies somit insgesamt leiser sind.

(Lautstärke: 3,5 von 5 Punkten)

Akkulaufzeit

Der im Saugroboter wird mit einem 6.200 mAh großen Akku bestückt, einem ordentlichen und großen Akku. Dieser soll laut Neato eine Reinigung von bis zu 300 Minuten, also gut fünf Stunden Laufzeit ermöglichen. Dies ist eine sehr gute Laufzeit, aber auch notwendig, denn der Roboter braucht für eine komplette Reinigung etwas länger als mein Roborock S7 MaxV Ultra. Dennoch gilt auch hier wie bei allen anderen Saugroboter, habt ihr viele rechteckige Zimmer, welche der Saugroboter nach dem Rand abfahren, möglichst im inneren Feld gerade abfahren kann, dann reicht die Akkulaufzeit weiter aus, als wenn hier viele Tischfüße usw. im Weg sind. Erfreulich finde ich, dass der Akku als Ersatzteil direkt von Neato und auch anderen Anbietern angeboten wird. Somit kann dieser bei eine defekt nach der Garantie ausgetauscht werden. Dazu muss man einfach die kleine längliche Abdeckung am Boden direkt hinter der Hauptbürste aufschrauben, den alten Akku abklemmen und herausnehmen und genau anders herum wieder den neuen Eisnetzen.

(Akkulaufzeit: 4,5 von 5 Punkten)

TEIL 3

bestehend aus „Preis/Leistung“ entspricht 10% der Gesamtwertung

Beschreibung

Mit dem Neato D10 hat der bekannte Hersteller der Saugroboter in D-Form ein neues Flaggschiff vorgestellt. Damit verspricht man eine 60 % höhere Saugleistung als beim D3 und D5  und zudem ist hier ein echter HEPA-Filter integriert, der bis zu 99,97 % der Allergene und Staubfilter mit einer Größe von nur 0,3 Mikrometer aufnimmt. Das hier drei Modi und einem Automatik-Modus zum reinigen zur Auswahl stehen und eine lange Akkulaufzeit von bis zu 300 Minuten. Hierbei hat Neato nicht zu viel versprochen und bietet genau auch dies, aber leider auch nicht wirklich viel mehr. 

Preis/Leistung

Schließlich kaufe ich mir ein Saugroboter, dass dieser mir Arbeit abnimmt und einfach ohne Probleme funktionieren soll. Somit möchte ich kein Gerät, welches sich hier und da festfährt und bevor ich das Haus verlasse und den Saugroboter laufen lassen möchten, muss ich hier noch zuerst alle störenden Gegenstände wegräumen. Das mag vielleicht vor rund 6 Jahren noch ok gewesen sein, aber es gibt hier viele Modelle, die dies schon deutlich besser können und auf die Gegenstände hinweisen und diese ohne Problem umfahren. Die Saugleistung ist ohne Frage gut, aber bezüglich der Navigation, der Hindernisserkennung und Umfahrung ist der Neato D10 einfach nicht mehr zeitgemäß. 

Neato D10

Zum Angebot bei

testr Gesamtwertung

unter Berücksichtigung aller Teilwertungen

 Wir bedanken uns beim Hersteller für die Bereitstellung des Produktes. Zu unseren Grundsätzen

Link zum Hersteller: https://neatorobotics.de

Teufel Airy Sports TWS

In aller Kürze

Bei den Teufel Airy Sports TWS handelt es sich sportlich orientierte In-Ears, die dank Bügel jederzeit einen absolut sicheren Halt versprechen. Dies ist auch gegeben, aber leider drücken die Bügel nach längerem Musikhören doch ein wenig. Klanglich sind die In-Ears kraftvoll zupackend, was diese so gesehen zu den perfekten sportlichen Begleitern macht. Die Steuerung der Musik gelingt zuverlässig direkt über die In-Ears, aber Nachteile bestehen dennoch. Die Teufel Airy Sports TWS lassen sich nämlich ebenso wie die Real Blue TWS leider nicht in die App einbinden, um diese z. B. Individuell zu personalisieren.

Gefällt uns

  • warmes Klangbild ideal für Sport
  • sicherer Halt im Ohr
  • guter Preis
  • gute Akkulaufzeit

Gefällt uns weniger

  • Tragekomfort könnte besser sein
  • keine Unterstützung der Teufel-App
  • sehr großes Ladecase

Teufel Airy Sports TWS

Zum Angebot bei

TEIL 1

Bestehend aus „Verpackung/Design/Verarbeitung“ entspricht 25% der Gesamtwertung

Verpackung

Teufel bleibt wie bisher von Eigentlichen allen Produkten gewohnt dem Verpackungsdesign absolut treu. Daher setzt man auch hier auf einen ungebleichten und wenig bedruckten Karton, sodass hier weitestgehend alles nachhaltig gehalten wurde. Die Verpackung wurde wie von True Wireless In-Ears gewohnt, sehr kompakt gehalten, ohne dabei jedoch den Schutz des Produktes zu vernachlässigen. Im Inneren wird nämlich alles sehr gut geschützt. Rundum informieren die Aufdrucke etwas über die technischen Daten und auch über das Produkt, da hier eine Skizze der In-Ears abgebildet wurde. 

Durchtrennt man das Klebesiegel an der Unterseite, kann man die Verpackung öffnen und schon erblickt man direkt das Ladecase. Dieses wurde zum Schutz in einem Kunststoffbeutel eingepackt und enthält im Inneren auch zugleich die beiden True Wireless In-Ears. Damit das Case im Karton nicht verrutscht, befindet dieses sich in einem Einlegeboden, an dem man rechts und links je einen Hohlraum findet. Hier hat Teufel jeweils das Zubehör versteckt, bei welchem es sich zum einen um ein relativ kurzes USB-A auf USB-C Ladekabel handelt und auf der anderen Seite um die zusätzlichen unterschiedlich großen Ohranpassstücke. Diese liefert Teufel in den Größen XS, S und L mit, während die Größe M ist bereits vormontiert wurde. Zu guter Letzt befinden sich unter dem Einsatz noch die üblichen Beipackzettel in Form von einer Kurzanleitung, Sicherheitshinweisen usw.

(Verpackung: 3,5 von 5 Punkten)

Design

In-Ear Kopfhörer

Das Design der Teufel Airy Sports TWS erinnert etwas an die Powerbeats Pro, was hier ganz klar an dem sportlichen Design mit Bügel liegt. Diese besagten Bügel sind hier fest verbaut, können also nicht ausgetauscht werden. Das Design ist somit direkt auffälliger als „normale“ True Wireless In-Ears und angeboten werden diese lediglich in der Farbe Schwarz.

An dem matt-schwarzen Gehäuse der In-Ears hat Teufel das typische Herstellerlogo in Form eines grauen „T“ aufgebracht, welches zugleich das einzige Erkennungsmerkmal ist. Man erkennt hier direkt aufgrund des Bügels deren vorrangigen Einsatzzweck nämlich den Einsatz bei sportlichen Aktivitäten. Ebenso wir bereits von den Teufel Real Blue TWS gewohnt, setzt Teufel hier auf eine berührungsempfindliche Oberfläche, welche sich beim Teufel Logo befindet. Dabei handelt es sich zugleich auch um die einzige Steuereinheit, denn hier setzt Teufel ansonsten auf keine weiteren Tasten, sondern einfach nur auf die beiden Touch-Oberflächen an beiden In-Ears.

Das Auffälligste an den Teufel Airy Sports TWS sind auf jeden Fall die großen Ohrbügel, welche für einen sicheren Halt bei so gut wie allen Bewegungen des Kopfes sorgen. Der Ohrbügel, welcher hier in einem Stück nach oben hinweg und dann in einen etwas flexibleren Bügel übergeht, ist recht starr. Ausgetauscht werden kann hierbei jedoch nichts, außer die üblichen Ohranpassstücke, welche Teufel hier in mehreren Größen mitliefert.

Direkt an der Knospen-Form, welche später im Ohr sitzt, verläuft der schräg verlaufende Ohrkanal, durch welchen der Treiber im Gehäuseinneren seinen Klang ins Ohr überträgt. Ebenso findet man an beiden In-Ears je ein Mikro, welche hier jedoch nur zu telefonieren verwendet wird. ANC ist hier nämlich nicht mit an Bord und somit werden auch keine weiteren Mikros benötigt. Bei dem kleinen Loch an der Außenseite handelt es sich um eine Status-LED, welche z. B. anzeigt, dass sich die In-Ears im Kopplungsmodus befinden usw.

Neben dem Ohrkanal findet man an der Innenseite noch die beiden Ladekontakte, über welche die In-Ears beim Eisnetzen in das Ladecase mit Strom versorgt. Auf dem Ohrkanal sitzen die üblichen Anpassstücke aus antibakteriellem Silikon, diese sorgen für einen sicheren und komfortablen Halt, welcher bei diesem Model von den Ohrbügeln abgerundet wird. Somit ergibt sich hier ein toller In-Ear Kopfhörer perfekt für sportliche Aktivitäten. 

Ladecase

Das Case ist ebenso wie die In-Ears sehr schlicht gehalten. Also exakt dasselbe matt-schwarze Kunststoffgehäuse, angenehm abgerundet, aber deutlich größer, als ich es von den meisten True Wireless In-Ears kenne. Das Ladecase fällt nämlich wie z. B. bei den Powerbeats Pro sehr groß aus, was an den wuchtigen In-Ears liegt, welche darin ihren Platz benötigen. Ansonsten ist das Ladecase jedoch sehr dezent gehalten, denn lediglich ein grauer Teufel Schriftzug an der Oberseite zeigt hier beim genauen hinsehen, dass es sich um ein Teufel Produkt handelt. An der Unterseite hat Teufel das Case wiederum mit der Modellbezeichnung und einigen weiteren Details zum Hersteller und der Leistung des Akkus versehen.

Das Case besteht komplett aus Kunststoff und wurde an der Unterseite leicht abgeflacht. Durch das insgesamt recht flache Design liegt das Case sauber auf und bleibt natürlich auch beim Aufklappen perfekt liegen. An der Front des Ladecase befinden sich unterhalb der Griffmulde drei einzelne LEDs, welche einem den aktuellen Akkustand bzw. Ladestand des Ladecase anzeigt. Hierbei ist das ganze sehr Simple zu verstehen, denn man zeigt damit nicht an, wie viel Prozent das Ladecase noch hat, sondern jede der LEDs steht hier für ein Komplette Aufladung der In-Ears. Leuchten also alle drei LEDs auf, kann das Case die beiden Ohrhörer dreimal aufladen, während bei einer LED nur noch eine komplette Aufladung möglich ist. Ist der Akku schwach, blinkt die linke LED auf und der Akku sollte mit dem passenden Ladekabel direkt aufgeladen werden.

An der Rückseite befindet sich die USB-C Ladebuchse, über welche das Ladecase aufgeladen wird. Die Innenseite des Ladecase wurde wie an der Außenseite aus schlichtem schwarzem Kunststoff gefertigt, davon ist das meiste Matt und alle Vertiefungen sind in Hochglanz ausgeführt. Welchen der Ohrhörer man hier in welche Aussparung einsetzt, ist gekennzeichnet, sodass man direkt weiß, welcher Ohrhörer rechts und welcher links eingesetzt werden muss. Aufgrund der Form können diese jedoch eigentlich sowieso nicht vertauscht werden. Zu guter Letzt finde man in der Vertiefung noch jeweils zwei Ladekontakte, über welche die In-Ears aufgeladen werden und ansonsten gibt es hier nichts weiteres Spannendes zu sehen. 

(Design: 4 von 5 Punkten)

Verarbeitung

Die Verarbeitung der Teufel Airy Shirts TWS ist so weit gut, keineswegs edel oder auffallend hochwertig, sondern einfach solide und für den Preis entsprechend gut. Alles besteht hier aus Kunststoff, macht aber dennoch einen hochwertigen Eindruck und das Case lässt sich dank der dezent gehaltenen Griffmulde gut mit zwei Händen Öffnen.

Durch den Einsatz von Kunststoff ist das Gesamtgewicht angenehm leicht und dennoch passt die Verarbeitung, sodass hier nichts knarzt oder Ähnliches. Die beiden In-Ears bringen durch den Ohrbügel natürlich ein etwas höheres Gesamtgewicht von 16,4 Gramm auf die Waage, dies passt aber so weit noch absolut. Das Ladecase wiederum ist stolze 70,6 Gramm schwer, was insgesamt für ein ordentliches, aber noch akzeptables Gewicht sorgt. Der matte Kunststoff bringt jedoch auch hier wie bei den Real Blue TWS leider den Nachteil mit sich, dass dieser sehr anfällig gegen Fingerabdrücke ist, sodass man gerade wenn man die In-Ears wie üblich auch viele unterwegs nutzt, diese hin und wieder mit einem Tuch reinigen sollte. 

Das Case ist natürlich deutlich größer, als man es von vielen anderen gewohnt ist und somit kann dies zwar in einer Handtasche eine Frau gut verstaut werden, aber in der Hosentasche usw. wird es hier schnell etwas eng. Lobenswert ist auch hier der sichere Schutz nach der Schutzklasse IPX3. Dadurch können den beiden In-Ears ein kurzer Regenschauer nichts ab, jedoch bedeutet dies keineswegs, dass diese wasserdicht sind, sondern eben nur gegen leichtes Sprühwasser.

(Verarbeitung: 3,5 von 5 Punkten)

TEIL 2

bestehend aus „Funktion des Produktes“ entspricht 65% der Gesamtwertung

Kopfhörer-ArtTrue-Wireless In-Ear Kopfhörer
KategorieBluetooth Kopfhörer (Bluetooth 5)
FarbeSchwarz
Akkuintegriert, 500 mAh großer Lithium-Polymer-Akku im Case und 60 mAh großer Lithium-Ionen Akku in jedem der beiden Kopfhörern
Akku Ohrhörer: 7 h
Laufzeit mit aufladen im Ladecase bis zu 31 Stunden
Gewicht knapp 100 g (Ohrhörer und Ladebox)
16,4 g (je Ohrhörer)
70,6 g (Ladebox)
MaterialOhrhörer und In-Ears aus Kunststoff
KonnektivitätBluetooth 5 Audio-Codec: SBC, aptX und AAC.
TreiberDynamische Treiber mit einer Größe von 8 mm (links und rechts)
Frequenzbereich12 Hz bis 20 kHz
Treiberempfindlichkeit bei 1 kHz/ 1 mW (dBkeine Angaben
Impedanz (Ohm)keine Angaben vermutlich 16 Ohm
ANC/ Transparenzmodusnicht vorhanden
LieferumfangTeufel Airy Sports TWS
je ein Satz Ohrstöpsel in vier verschiedenen Größen
Ladecase aus Kunststoff
USB-C-Ladekabel
Kurzanleitung + Sicherheitsdatenblatt usw.
Technische Daten der Teufel Airy Sports TWS

Tragekomfort

Bei True-Wireless In-Ears, welche speziell als Sport-Kopfhörer angepriesen werden, ist der sichere Halt sehr wichtig. Dies ist für Teufel natürlich nichts Unbekanntes und somit setzt man bei den Teufel Airy Sports TWS auf einen Bügel, welcher um das Ohr gelegt wird. Hier sorgt die Kombi aus der Bauweise der In-Ears mit Ohranpassstück und Bügel für den absolut festen und somit sicheren Halt, selbst bei schnellen Kopf-/ bzw. Körperbewegungen.

Dennoch muss ich ehrlich sein, der Tragekomfort wird davon leider etwas negativ beeinflusst, denn der Bügel ist recht groß und steif, sodass dieser sich nicht wirklich ideal anpassen lässt. Somit entsteht hier nach einiger Zeit ein dezenter Druck, der zwar nicht stört, aber die Ohrhörer bleiben somit definitiv spürbar, was bei anderen Modellen nicht der Fall ist. Hier finde ich die Variante mit kurzem Bügel, welcher sich in der Ohrmuschel verklemmt bzw. verankert deutlich angenehmer.

(Tragekomfort: 3,5 von 5 Punkten)

Bedienung

Die Bedienung der Musik usw. erfolgt, wie inzwischen bei fast allen True Wireless In-Ears die aktuell auf den Markt kommen, ausschließlich via Touch. Somit sind hier keinerlei Hardware-Tasten mehr verbaut, sondern man setzt auf beiden Seite ausschließlich auf eine berührungsempfindliche Touch-Oberfläche. Dies bringt natürlich den Vorteil, dass sich das Klacken der Tasten nicht ins Gehör überträgt oder diese dabei aus dem Gehör bewegen. Zugleich kann es hier jedoch öfters zu Fehleingaben beim Tippen kommen, aber die Touch-Sensoren haben sich inzwischen gut verbessert und die Bedienung wurde durchdacht gewählt, sodass dies deutlich seltene der Fall ist. 

Genau wie es bereits bei den Teufel Real Blue TWS In-Ears der Fall war, unterscheidet man hier beim Bedienen zwischen einem einmaligen, doppelten und dreimaligen Antippen der Oberfläche. Des Weiteren reagieren diese ebenso auf das ca. eine Sekunde gedrückt halten, wobei hier auf jeder Seite zum Teil auch unterschiedliche Aktionen ausgeführt werden.

Fürs Einschalten der Ohrhörer nimmt man diese wie zahlreiche andere True-Wireless In-Ears ganz einfach aus dem Ladecase heraus und schon werden diese eingeschaltet. Beim Ersten entnehmen sollte man zuerst die beiden Klebestreifen an den Kontakten entferne und den Akku der In-Ears voll aufladen. Danach befinden sich diese direkt voll automatisch im Pairing-Modus und können somit mit dem Smartphone gekoppelt werden.

Sollten diese bereits mit einem Device verbunden geworden sein und ihr möchtet diese mit einem anderen Gerät koppeln, dann haltet die linke und rechte Touch-Oberfläche für 8 Sekunden berührt. Dadurch wechseln diese in den Zwangskopplungsmodus und können somit mit einem neuen Gerät gekoppelt werden. Anschließend verbinden sich die In-Ears wie gewohnt automatisch mit dem bereits verbundenen Gerät, wenn beides eingeschaltet ist und am Zuspielgerät „Bluetooth“ aktiviert ist. 

Durch die neuste Bluetooth-Technologie Version 5.0, ist es eigentlich bei so gut wie allen True Wireless In-Ears der Fall, dass hier beide Ohrhörer auch einzeln genutzt werden können. Somit können auch hier beide Ohrhörer als eigenständiger Master verwendet werden. Dies bedeutet somit auch, dass beide In-Ears direkt mit dem Smartphone kommunizieren und somit Musik empfangen können, während der andere bei Bedarf im Ladecase verbleiben könnte.

Nutzt man wie in den meisten Fällen beide Ohrhörer zusammen, dann sorgt ein einmaliges kurzes Berühren der Touch-Oberfläche dafür, dass die Lautstärke reguliert werden kann. Dabei sorgt ein einmalige antippen der Rechten Seite dafür, dass die Musiklautstärke erhöht wird und dies linke Seite für ein Absenken der Lautstärke. Nutzt man die In-Ears wiederum einzeln, dann kann die Lautstärke nicht reguliert werden. Tippt man wiederum egal ob am rechten oder alternativ auch linken Ohrhörer zweimal hintereinander auf die Oberfläche, dann wird z. B. die Musik direkt angehalten bzw. beim erneuten Betätigen wieder am zuvor angehaltenen Punkt fortgesetzt. Dreimaliges Antippen der rechten Seite ermöglicht es hingegen, dass man zum vorherigen Titel springt und Links springt man einen Titel zurück. Die Titelsteuerung ist dann wiederum im Einzel-Ohrhörer-Modus ebenfalls nicht verfügbar. 

Der Sprachassistenten am Smartphone kann ebenfalls direkt über die In-Ears aufgerufen werden, indem man einen der beiden In-Ears länger, also knapp 3 Sekunden lang berührt hält und ebenso deaktiviert man diesen am Ende genau so wieder. Anrufe können selbstverständlich ebenfalls direkt über die Ohrhörer angenommen werden, was beim eingehenden Anruf durch doppeltes Antippen der Oberfläche am rechten oder alternativ auch am linken Ohrhörer erfolgt. Ebenso beendet man so auch selbst am Ende des Telefonats den Anruf durch das kurze berühren. Kann man im aktuellen Zeitpunkt nicht telefonieren oder Ähnliches genügt wiederum das knapp 3 Sekunden lange berühren einer der beiden Seite und schon wird der eingehende Anruf abgelehnt. 

An für sich bin ich mit der Steuerung sehr zufrieden, hier reagiert alles sehr zuverlässig und präzise, jedoch bin ich mit einem Punkt nicht ganz so zufrieden. Möchte man nämlich die Lautstärke direkt um mehrere Stufen auf einmal regulieren, geht dies leider nicht, denn würde man zweimal hintereinander auf den linken In-Ear tippen, dann wird der Titel angehalten oder man springt einen Titel vor bzw. zurück. Somit muss man zwischen dem regulieren immer ein wenig warten, was mich im Test doch ein wenig gestört hatte.

(Bedienung: 4 von 5 Punkten)

Klang

Teufel hat die Airy Sports TWS mit einem 8 mm großen HD-Treiber ausgestattet. Damit verspricht Teufel einen hohen, verzerrungsfreien Pegel, welcher von den hoch belastbaren Schwingspulen erzeugt wird. Das Resultat ist ein leistungsstarker Sound mit präzisen Höhen, warmen Mitten und starkem Kickbass. Doch der Reihe nach betrachten wir zuerst mal wie gewohnt die Basis der In-Ears.

Das Herzstück der Teufel Airy Sports TWS ist wie bereits zuvor erwähnt, der an jeder Seite zum Einsatz kommende 8 mm Treiber, dieser bietet wiederum laut Teufel einen Frequenzgang von 12 Hz bis 20 kHz, was so weit sehr gut ist. Bei den verfügbaren Audio-Codecs setzt Teufel auf AAC und aptX, was mir gut gefällt, da somit an allen aktuellen Smartphones ein hochwertiger Audio-Codec geboten wird. Alternativ steht natürlich auch der Standard-Codec SBC zur Verfügung, aber euer Smartphone verwendet automatisch den hochwertigeren Audio-Codec. So viel zu einigen der technischen Daten, doch nun möchte ich meinen persönlichen Eindruck vom Klangbild beschreiben.

Hier hat Teufel klanglich gesehen auch ganz klar alles eingehalten, was man verspricht, denn die Treiber sorgen beim richtigen Sitz der In-Ears für einen sehr druckvollen und warmen Klang. Dieser sorgt definitiv für einen ordentlichen Hörspaß, welcher perfekt für sportliche Aktivitäten abgestimmt wurde. Ein druckvoller und wichtiger Bass präsente Mitten und auch die Höhen wurden gut aufeinander abgestimmt. Die definitiv Bassbetonten, In-Ears Puschen einen beim Work-out auf jeden Fall ordentlich, sodass diese ihrer Bezeichnung Sport auf jeden Fall gerecht werden. Dabei kommt es auch keinesfalls zu einer Übersteuerung, jedoch übertönt der Bass eben ein wenig die anderen Bereiche der Lieder, was man heraushören kann. Von neutralen Kopfhörer kann man hier somit auf keinem Fall reden, aber bei sportlichen In-Ears sollte man dies auch auf keinem Fall anderes erwarten. Aber auf keinem Fall falsch verstehen, auch die Mitten und Höhen werden gut wiedergegeben, sodass ein gutes Klangbild entsteht. Der Einsatz ist aber eben definitiv für den Sport ausgerichtet. 

Teufel hat die Airy Sports an jeder Seite mit einem Mikro versehen, welche in ruhiger Umgebung dafür sorgen, dass eine sehr gute Verständlichkeit gegeben wird. Was ich jedoch bemängeln muss, die Stimmübertragung ist ein wenig zu höhenlästig und somit fehlt es hier am Bass bei der Übertragung. Dies hat mich beim eigentlich bassstarken Klang etwas verwundert, aber dem sei so. Ist man wiederum an einer lauteren Umgebung wie z. B. der Straße mit einem höheren Verkehrsaufkommen unterwegs, dann geht die Stimme beim Übertragen leider etwas unter bzw. verschwindet im Hintergrund. Man wird dabei jedoch dennoch gut verstanden, sodass man über die In-Ears telefonieren kann, aber eben nicht so gut wie an einem stillen Ort.

(Klang: 4 von 5 Punkten)

Ausstattung

Akkulaufzeit

Bei der Energieversorgung der Teufel Airy Sports TWS verspricht Teufel eine reine Akkulaufzeit von etwas über 7 Stunden. Eine gute Akkulaufzeit, aber keineswegs überdurchschnittlich, denn ich hatte hier bereits In-Ears mit längerer Laufzeit ohne eine zusätzliche Aufladung im Test.

Das zusätzliche Ladecase besitzt einen 500 mAh Akku, welcher die Akkulaufzeit durch mehrmaliges Aufladen (ca. 3x) nochmals erweitert. Somit kommt man insgesamt auf max. 31 Stunden. Im Alltag hat sich die Akkulaufzeit bei leicht angehobener Lautstärke auch genau so bestätigt. Aufgrund der Form der In-Ears fällt das Case jedoch wie bereits erwähnt recht groß aus und ich persönlich finde es zu unbequem, dies in der Hosentasche zu verstauen, denn vor allem beim Sitzen ist es einfach unbequem.

Schade finde ich jedoch nur, dass Teufel immer noch auf eine automatische Play/Pause Funktion verzichtet hat. Dadurch wird die Musik nämlich bei der entnehme der In-Ears aus dem Ohr nicht automatisch gestoppt, sodass hier Akku eingespart wird, sondern man muss die Musik manuell passieren und auch die In-Ears selbst abschalten bzw. dazu ins Ladecase einsetzen.

Bluetooth

Beim Bluetooth setzt Teufel wie aktuell bei eigentlich allen neuen Kopfhörer auf den Bluetooth-Standard 5. Der Vorteile der neusten Version ist hier eine sehr geringe Latenz und der rechte und linke Audiokanal kann jeweils getrennt voneinander übertragen werden usw. Zudem ist diese Version sehr schonend zum Akku und die Reichweite ist ebenfalls top. 

Das Koppeln mit meinem iPhone ist wie gewohnt über die Einstellungen->Bluetooth sehr einfach und schnell erledigt. Die Bluetooth-Reichweite hat mir im Test gut gefallen, denn diese war zum einen sehr stabil und zudem auch mit gut 12 bis 14 Metern indoor sehr gut.

(Ausstattung: 3,5 von 5 Punkten)

TEIL 3

bestehend aus „Preis/Leistung“ entspricht 10% der Gesamtwertung

Beschreibung

Mit dem Airy SportsTWS hat Teufel ein sehr guten In-Ear Kopfhörer auf den Markt gebracht, welcher speziell für sportlich aktive Menschen gedacht ist und dabei nicht auf ihre Playlist verzichten möchten. Die Verarbeitung ist insgesamt sehr gut, jedoch fällt das Ladecase aufgrund der Ohrbügel sehr groß aus, was stören könnte. Dafür ist die Akkulaufzeit in Ordnung und der Klang ist wie versprochen für Work-outs einfach perfekt. 

Die verbauten Mikros sich ähnlich zu den in den Teufel Real Blue TWS nicht so gut, sodass die eigene Stimme etwas höhenlästig übertragen wird. Was mich jedoch auch hier wieder sehr stark gewundert hat, Teufel hat die In-Ears ebenso wie die Real Blue TWS nicht mit der hauseignen neuen App kompatible gemacht. Darüber könnte man die In-Ears nämlich etwas mehr personalisieren, was hier leider nicht möglich ist.

Preis/Leistung

Die von Teufel festgelegte UVP von 149,99€ war zum Marktstart ein wenig zu teuer, denn kompaktere In-Ears mit einem bequemeren Ohrbügel gibt es hier schon günstiger. Dem hat Teufel inzwischen entgegengewirkt und somit sind die recht neuen In-Ears bereits im Sale und somit sind diese für interessante 99,99€ erhältlich. Dafür bekommt man dann sehr gute In-Ears für sportliche Einsätze im Sportstudio usw. die für das geforderte Geld auch eine solide Ausstattung bieten. 

Teufel Airy Sports TWS

Zum Angebot bei

testr Gesamtwertung

unter Berücksichtigung aller Teilwertungen

 Wir bedanken uns beim Hersteller für die Bereitstellung des Produktes. Zu unseren Grundsätzen

Link zum Hersteller: https://teufel.de

Shure Aonic 40

In aller Kürze

Mit dem Shure Aonic 40 hat Shure der bekannte Audiotechnikhersteller, einen neuen kabellosen Over-Ear Kopfhörer für den mobilen Einsatz vorgestellt. Diese überzeugen durch seine vielseitige Möglichkeit, in der App Klanganpassungen vorzunehmen. Ebenso ist ANC mit an Bord, aber dies gehört leider nicht zu den Besten. Hier werden nämlich nur Tieftöne und hochfrequente Störquellen naturalisiert. Packtisch finde ich jedoch, dass man diese platzsparend zusammenklappen kann, die lange Akkulaufzeit sowie die sehr gute Sprachqualität beim Telefonieren.

Gefällt uns

  • guter Klang
  • gute Akkulaufzeit
  • solides Noise Cancelling
  • faltbar
  • USB-Audio
  • umfangreiche App
  • 3D Sound und Headtracking
  •  AAC, aptX und aptX HD-Support
  • Schnellladefunktion

Gefällt uns weniger

  • Umgebungsmodus sorgt für Grundrauschen
  • Klinkenbuchse nur 2,5mm
  • Kopfband nicht so gut gepolstert

Shure Aonic 40

Zum Angebot bei

TEIL 1

Bestehend aus „Verpackung/Design/Verarbeitung“ entspricht 25% der Gesamtwertung

Verpackung

Shure liefert den Aonic 40  in einer recht informativen Verpackung aus. Diese zeigt zum einen das Produkt und zudem informiert diese über die wichtigsten Funktionen. Die Verpackung ist zum Großteil in Schwarz gehalten, wirkt sehr stabil, sodass das Produkt darin ideal geschützt wird.

An der Vorderseite der Verpackung zeigt Shure den Over-Ear Kopfhörer von der Seite betrachtet. Des Weiteren prangen hier auch der Herstellername sowie die Modellbezeichnung samt Kopfhörer-Art. Daher erfährt man direkt, dass es sich um einen Noise Cancelling Kopfhörer handelt, welcher Studio-Klangqualität in einem mobilen Design kombinieren soll. An der rechten Seite, wo einige Infos zum Kopfhörer in mehreren Sprachen aufgelistet sind, wird auch die Verpackung ganz einfach aufgeklappt.

Hierbei zeigt Shure zum einen direkt in der Mitte den Over-Ear Kopfhörer, welcher hier im Transportcase eingesetzt wurde. Hierfür wurde dieser eingeklappt, was direkt dessen Vorteile zeigt, denn der Shure Aonic 40 kann praktischerweise eingedreht und zusammengeklappt werden. Zudem präsentiert Shure um das Bild zahlreiche Eigenschaften mit zusätzlichen Symbolen zum Kopfhörer. Darunter werden dann noch der Lieferumfang und die wichtigsten technische Daten aufgelistet. 

Klappt man die Verpackung von der rechten Seite nach links hinweg auf, erblickt man zu aller erst das Transportcase, Hier drin hat  Shure das gesamte Zubehör und die Kopfhörer verpackt. Die Innenseite der Verpackung hat Shure nicht ungenutzt belassen, sondern dazu verwendet, über die App zu informieren. Damit man direkt zu der besagten App „ShurePlus“ gelangt, hat Shure hierbei auch den jeweiligen QR-Code hinterlegt. Im großen Teil der Innenseite bzw. des Deckels hat Shure dann noch den kompletten Kopfhörer abgebildet und geht dabei auf die Bedienelemente ein. Unter dem Transportcase versteckt sich dann noch eine große Anleitung, diese wird aber eigentlich nicht wirklich benötigt. 

Im Case findet man dann, wie bereits erwähnt, die Shure Aonic 40, welche hier zusammengeklappt verstaut wurden. Damit man immer direkt Bescheid weiß, wie diese ins Case eingesetzt werden, hat sich Shure etwas einfallen lassen, was jedoch häufiger genutzt wird. Man hat nämlich im Boden die Abbildung des gefalteten Kopfhörer eingedruckt. Im Deckel besitzt das Case ein Netz, in welchem dann noch das USB-A auf USB-C Ladekabel und ein Klinkenkabel verstaut wurden.

(Verpackung: 4 von 5 Punkten)

Design

Beim Shure Aonic 40 handelt es sich um einen faltbaren Bluetooth-Kopfhörer mit ANC und Umgebungsmodus. Der Kopfhörer wird als mobiler Over-Ear Kopfhörer beworben und dafür ist dieser auch ideal ausgelegt, denn man kann diesen platzsparend verstauen. Dafür hat Shure den Kopfhörer mit drehbaren Ohrmuscheln und faltbaren Gelenken an den Bügeln ausgestattet. Dies sorgt dafür, dass der Over-Ear Kopfhörer platzsparend im Ladecase verstaut werden kann. Wie üblich in dieser Preisklasse hat Shure die Aonic 40 zum Großteil aus solide verarbeiteten und angenehmen anfühlenden mattschwarzen Kunststoff gefertigt.

Für eine Auflockerung sorgen hier lediglich die beiden geschwungenen Elemente, welche vom Klappscharnier zur Ohrmuschel verlaufen, sowie die beiden in die Ohrmuschel eingelassnen Shure Logos. Den Kopfhörer gibt es neben Mattschwarz auch in Weiß, dabei sind die Ohrpolster und das Kopfband nicht mehr schwarz, sondern Beige, der Scharnierbügel ist wiederum auch hier Silber.   

 Die beiden Ohrmuschel sind dann wieder, wie es bei Over-Ear Kopfhörern üblich ist angenehm weich gepolstert und mit einem Kunstleder überzogen. Es handelt sich um ein typisches geschlossenes Modell, sodass Außengeräusche durch die Ohrpolster und einen sauberen Sitz deutlich reduziert werden. Der Vorteil daran ist, dass man bei diesen Modellen ungestört Musik hören kann, da so gut wie kein Ton nach außen bzw. ebenso nach innen gelangt. Dies wäre bei einem offenen Modell nämlich komplett anders.

Die an beiden Seiten beweglich gelagerten Ohrmuscheln bringen einen wichtigen Vorteil mit sich. Man kann diese nämlich um 90° drehen, was beim verstauen im Case von Vorteil ist, aber zugleich machen diese dadurch auch jegliche Kopfbewegung mit. Die wichtigen Elemente, welche regelmäßig beansprucht bzw. bewegt werden, sind, wie man es bei dieser Preisklasse erwarten kann, aus robustem Metall gefertigt worden. Zu diesen zählen unter anderem der Verstellmechanismus des Kopfbügels, welcher schön säuberlich einrastet, die Ohrmuschel-Aufhängung und der innere Kern im Kopfband. 

An beiden Außenseiten der Ohrmuscheln wurde ein metallisches Shure-Logo in den Kunststoff eingelassen und in der Innenseite der gibt es eine rechts und links Beschriftung. Somit weiß man eigentlich immer direkt, wie herum der Kopfhörer aufgesetzt werden muss. Auffallend sind beim Design die Gelenke der Ohrmuscheln, welche hier leicht geschwungen verlaufen, dies verleiht dem Kopfhörer einen dezenten sportlichen Touch und lockert das sonst schlichte Design sehr gut auf. 

Seitlich an den Ohrmuscheln verstecken sich unter dem silbernen Scharnier mehrere kleine Löcher. Dahinter befinden sich die Mikrofone. Diese werden unter anderem fürs ANC genutzt, aber ebenso übertragen diese beim Telefonieren auch eure Stimme. Viel mehr Auffälligkeiten gibt es nicht, die Bedienelemente verteilen sich über beide Ohrmuscheln, doch darauf gehe ich im weiteren Verlauf des Testberichts ausführlich ein.

(Design: 4 von 5 Punkten)

Verarbeitung

Der Shure Aonic 40 ist gut verarbeitet, er macht trotz Kunststoff-Gehäuse einen sehr angenehmen, langlebigen und stabilen Eindruck. Die Bügelverstellung rastet so wie ich es mir wünsche, sehr sauber ein und die Polster der Ohrmuscheln ist angenehm gepolstert. Das Kopfband besteht hier bei diesem Kopfhörer nicht aus einem Stoff oder Kunstleder, sondern einem Silikonmaterial, was sich zwar so weit gut anfühlt, aber nicht ganz so angenehm weich gepolstert wurde wie die Ohrpolster. Somit kann je nach Kopfgröße ein leichter Druck entstehen, dies muss aber nicht unbedingt der Fall sein. 

Gut gefällt mir hier zudem, dass man auf keine Touch-Bedienung setz, denn dies funktioniert bei Over-Ears oftmals nicht immer zuverlässig. Die hier von Shure gewählten herkömmlichen Drucktasten reagieren dahingegen sehr genau, bringen jedoch auch ein kleines Nachteil mit sich. Tasten erfordern nämlich meist eine kurze Gewöhnungsphase, sodass man sich erst dran gewöhnen muss, wo genau welcher Knopf ist. Daher ist gerade am Anfang häufiger das Ertasten der Druckknöpfe erforderlich, gelingt aber gut und man gewöhnt sich wie gesagt schnell dran. 

Wie es in der Branche inzwischen üblich ist, besteht der Ohrpolster-Bezug nicht aus echtem Leder, sonder man setzt hier auf ein sogenanntes PU-Leder. Dabei handelt es sich um ein Kunstleder-Imitat, welches sich sehr weich anfühlt und sehr robust ist. Schade ist hier nur, dass die Ohrpolster nicht ausgetauscht werden können und zudem ist die matte Kunststoffoberfläche sehr anfällig gegenüber Fingerabdrücke, Kratzer. Dies kann man auch sehr gut an meinem Testmuster sehen.

(Verarbeitung: 4 von 5 Punkten)

TEIL 2

bestehend aus „Funktion des Produktes“ entspricht 65% der Gesamtwertung

Kopfhörer-ArtOver-Ear In-Ear Kopfhörer
KategorieBluetooth Kopfhörer (Bluetooth 5.0)
FarbeSchwarz; alternativ auch in Weiß
Akkuintegriert, Lithium-Ionen-Akku
Akku Kopfhörer: 25 h (mit ANC) bei max- Lautstärke, aber regulär gut 38 Stunden.
Ladezeit bis komplett aufgeladen: 2 Stunden
Schnellladefunktion 15min für 5 Stunden ANC wiedergabe
Gewicht 311 Gramm
Materialbis auf die stärker beanspruchten Bauteile (Scharniere und Bügel), komplett Kunststoff.
KonnektivitätBluetooth 5.0 Audio-Codec: AAC, aptX und aptX HD.
Treiber40 mm Treiber (links und rechts)
Frequenzbereichkeine Angaben
Treiberempfindlichkeit bei 1 kHz/ 1 mW (dBkeine Angaben
Impedanz (Ohm)keine Angaben
LieferumfangShure Aonic 40 Over-Ear Kopfhörer
1 x USB-C-Ladekabel
1 x Transportetui
1 x Audiokabel
die üblichen Beipackzettel
Technische Daten des Shure Aonic 40

Tragekomfort

Die Ohrpolster sind wie bereits zuvor erwähnt angenehm weich gepolstert und umschließen die Ohren sauber, sodass ein angenehmer und gleichmäßiger Druck entsteht. Der Sitz ist daher sehr gut und selbst ohne aktives ANC werden schon viele Umgebungsgeräusche durch den geschlossenen Aufbau des Kopfhörers gedämpft. Durch den verstellbaren Kopfbügel passt der Shure Aonic 40 auch auf größere Köpfe und durch das saubere Einrasten verstellt sich hier bei keiner Bewegung etwas. Leider ist jedoch das Silikon-Kopfband weniger gut gepolstert, sondern nur mit einem leichten Luftkissen versehen, sodass es dadurch, dass es auch noch recht schmal ausfällt, weniger angenehm ist. Das Resultat ist hier ein gelegentliches Drücken, was jedoch bei kurzen Haaren eher der Fall ist als bei langen.

Durch die beiden Ohrmuscheln, welche durch ein Gelenk schwenkbar sind und den zusätzlichen Klappenscharnier ausgestattet wurden, können diese platzsparend im mitgelieferten Transportcase verstaut werden. Die Bügelverstellung und die beweglich gelagerten Ohrmuscheln ermöglicht eine ausreichende Möglichkeit, den Kopfhörer an die Kopfform anzupassen. Zugleich ist der Anpressdruck genau passend, sodass sich der Druck durch die weichen Polster sehr angenehm rund um die Ohren verteilt wird.

Mit einem Gesamtgewicht von 311 Gramm gehört der Shure Aonic 40 definitiv nicht zur leichteren Sorte, denn hier hatte ich bereits Kopfhörer mit knapp über 250 Gramm in den Händen. Dennoch muss ich klar sagen, dass man hier das höhere Gewicht im Alltag weder im Rucksack verstaut noch beim Tragen auf dem Kopf merklich spüren kann.

Für Brillenträger würde ich die Shure wie viele andere Over-Ear Kopfhörer weniger empfehlen. Hier kann nämlich zum einen der permanente Druck auf die Brillenbügel etwas unangenehm werden und zudem erreicht man hierdurch ein etwas weniger gutes ANC, da die Kopfhörer dann mit den Polstern nicht mehr sauber den Bereich um die Ohren abdecken. Somit gelangen Geräusche, die man eigentlich nicht beim Musikhören mitbekommen möchte, ungestört ins Gehör, was definitiv nicht gut ist.

Für sportliche Tätigkeit würde ich den Over-Ear Kopfhörer schon allein aufgrund seiner Bauweise weniger empfehlen. Schließlich deckt dieser die Ohren komplett ab und man bekommt kaum noch kühle Luft an die Ohren.

(Tragekomfort: 4 von 5 Punkten)

Bedienung

Beim Shure Aonic 40 setzt man auf keinerlei Touch-Bedienung. Also weder auf eine reine Form noch auf eine Hybrid-Nutzung, sondern ausschließlich auf echte Drucktasten. 

An der linken Ohrmuschel gibt es recht wenig Bedienelemente, nämlich nur eins. Dabei handelt es sich aber eher um ein Multifunktionsknopf, welcher mehrere Funktionen ausführt. Zum einen dient dieser als Einschaltknopf, welcher durch ein 2 Sekunden gedrückt halten, den Kopfhörer einschaltet und beim erneuten Betätigten für 2 Sekunden diesen wieder ausschaltet. Schaltet man den Kopfhörer aus und drückt die Tasten dann erneut für 6 Sekunden, versetzt man den Kopfhörer in den Bluetooth-Pairing-Modus, sodass man diesen mit einem neuen Gerät koppeln kann. Während der Wiedergabe führt ein zweimaliges Betätigen wiederum dazu, den Akkustand akustisch abzufragen. 

Die restlichen Anschlüsse und Bedienelemente zur Steuerung der Musik usw. befinden sich wiederum an der rechten Ohrmuschel. Nach unten gerichtet findet man hier direkt nebeneinander die beiden einzigen Anschlüsse und zwar ein USB-C und eine kleine 2,5-mm-Klinkenbuchse. Über den USB-C Port wird zum einen der Akku aufgeladen, aber zudem kann man hierüber den Kopfhörer auch digital verbinden. Das ganze habe ich im Zusammenspiel mit meinem MacBook Pro ausprobiert und dieses hat den Shure Aonic 40 auf Anhieb ohne Probleme erkannt. Alternative besteht auch die Möglichkeit, den Shure Aonic 40 analog mithilfe des Audio-Klinkenkabels mit einem beliebigen Gerät zu verbinden. Bevorzugt wird hier jedoch sicherlich am meisten die kabellose Verbindung per Bluetooth. 

Zum kleineren Durchmesser verlaufend, befinden sich hier weitere vier Tasten, von welchen drei direkt nebeneinander sind und eine weitere leicht versetzt zur Mitte des Kopfhörers. Fangen wird direkt mit den drei zusammenhängenden Tasten an, welche zur Steuerung der Musik dienen. Drückt man die mittlere Taste, wird die Musik pausiert und beim erneuten betätigen wird diese am zuvor angehaltenen Punkt fortgesetzt. Drückt man wiederum zweimal hintereinander, wird der nächste Musiktitel wiedergegeben und ein dreimaliges drücken sorgt dafür, dass der vorherige Titel erneut abgespielt wird. Ist die Musik wiederum bereits ca. 6 Sekunden angelaufen, führt das dreimalige Tippen dazu, dass der eben abgespielte Titel automatisch von vorne wiedergegeben wird. 

Des Weiteren werden über die mittlere Taste auch Anrufe, welche eingehen, angenommen bzw. abgewiesen. Drückt man beim eingehenden Anruf einmal die Taste, nimmt man den Anruf an, während ein zweimaliges Tippen den Anruf ablehnt. Betätigt man die Taste wiederum für 2 Sekunden, dann aktiviert dies den am Smartphone integrierten Sprachassistenten. Die beiden Tasten rechts und links von der besagten Taste sind mit einem Plus und einem Minus versehen. Daher sind diese eigentlich selbsterklärend, denn diese dienen einfach dazu, die Lautstärke auf den gewünschten Pegel anzupassen. 

Bei der einzelnen Taste neben den Steuerungstasten handelt es sich um den Umgebungsmodus/ ANC-Schalter. Hierüber kann man zwischen dem Noise-Cancelling und Umgebungsmodus wechseln, indem das einmal kurz die Taste betätigt. Möchte man die Rausch-/Lärmminderung ausschalten, reicht es, dieselbe Taste für 2 Sekunden gedrückt zu halten und das Mikro wird durch Zweimaliges drücken stummgeschaltet. Die Steuerung funktioniert somit sehr gut und absolut ohne Fehler und ist insgesamt sehr plausibel aufgebaut.

(Bedienung: 4 von 5 Punkten)

Klang

Wie üblich für Over-Ear Kopfhörer setzt Shure auf einen 40 mm Treiber auf jeder Seite, soweit nichts Außergewöhnliches. Zum Frequenzgang usw. hält sich Shure jedoch leider sehr bedeckt, sodass ich hierzu keinerlei Informationen herausfinden konnte. Ich vermute jedoch, dass wir hier bei den üblichen 20 Hz- 20kHz liegen, was auch absolut ausreicht. Selbst wenn dies höhere oder niedrigere Frequenzen wären, hört man es als Verbraucher definitiv nicht wirklich heraus. Bei den Audiocodecs unterstützt man neben dem Bluetooth-Standard SBC auch aptX sowie aptx HD und das AAC-Format. Der noch hochwertiger LDAC-Codec wird hingegen nicht unterstützt.

Klanglich liefert der Shure Aonic 40 einen neutralen und nahezu unverfälschten Klang, was mir sehr gut gefällt. Lediglich der Bassbereich ist etwas zu sehr angehoben, kann jedoch im Equalizer in der App so abgesenkt werden, dass der Klang an Präzision gewinnt. Prinzipiell kann man den Kopfhörer logischerweise auch komplett ohne die kostenfreie „ShurePlus Play“ App nutzen. Jedoch kann man genau darüber auf alle Funktionen bequem in der App zugreifen bzw. aktiveren und einstellen. Aber wie bereits erwähnt ebenso funktioniert die Musiksteuerung sowie die Steuerung des ANC usw. auch direkt über den Kopfhörer, aber eben nicht so umfangreich. 

Der Bass bietet einen sehr ordentlichen Tiefgang, ist energiereich und punktet mit druckvollen und knackigen Bässen. Die Mitten sind detailreich, von der vor allem die Stimmwiedergabe profitiert, denn hier wir alles sehr natürlich und ohne schrill oder ähnliches zu klingen wiedergegeben. Natürlich profitieren von den detailreichen Mitten aber auch zahlreiche Instrumente wie Gitarren, Streichinstrumente usw. welche sich hier klanglich sehr gut entfalten können.

Zudem punktet Yamaha hier auch bei den Höhen mit einer detailreichen Wiedergabe, die auch filigran sein können, aber hin und wieder auch etwas zur nervös und schrill klingen. Letzteres ist seltener der Fall, aber je nach gewähltem Musikstück bzw. Musik-Genres kommt dies eben vor. So weit wirkt der Shure Aonic 40 als sehr gut klingender Kopfhörer wären da nicht die Höhen. Diese diese sind mir nämlich leider etwas zu zurückhaltend. In dem Hochtonbereich haben diese zwar mehr Reserven, aber im normaleren Bereich fehlt es eben etwas. Aber insgesamt ist dies von mir mehr als Meckern auf hohem Niveau zu bezeichnen.

Die Sprachqualität des Shure Aonic 40 ist sehr gut. Hier sorgt die duale Beamforming-Mikrofontechnik für eine ruhige Umgebung, während man telefoniert, sodass selbst an einem sehr belebten Ort dafür gesorgt wird, dass ihr ungestört reden könnt. Selbst die üblichen störenden Windgeräusche beeinträchtigen die Übertragung eurer Stimme kaum bis Garnichts, was zeigt, das Shure auch ein sehr erfahrener Hersteller von Mikrofonen ist. Auf wünsch können Umgebungsgeräusche zu euch durchgelassen werden, was hier sehr gut gelingt und dies ohne störendes Rauschen oder Ähnliches.

(Klang: 4 von 5 Punkten)

App

Der Shure Aonic 40 kann wie bereits erwähnt, problemlos auch ohne die App genutzt werden, jedoch macht es dennoch Sinn, diese aufs Smartphone (Android oder iOS) zu installieren und auszuprobieren. Schließlich sind viele der Funktionen, welche in der App geboten werden, nützlich und nur so könnt ihr z. B. das ANC und den Umgebungsmodus regulieren.

Shure PLAY
Preis: Kostenlos
Shure PLAY
Preis: Kostenlos

Der Shure Aonic 40 kann wie bereits erwähnt, problemlos auch ohne die App genutzt werden, jedoch macht es dennoch Sinn, diese aufs Smartphone (Android oder iOS) zu installieren und auszuprobieren. Schließlich sind viele der Funktionen, welche in der App geboten werden, nützlich und nur so könnt ihr z. B. das ANC und den Umgebungsmodus regulieren.

Die App ist sehr übersichtlich aufgebaut und stellt einem eigentlich alle wichtigen Funktionen zur Verfügung. Direkt auf der Startseite „Gerät“ wird einem der Kopfhörer dargestellt und unter dessen Namen sieht man direkt den aktuellen Akkustand in Prozent. Darunter kann man dann direkt zwischen ANC, dem Umgebungsmodus und „Aus“ wählen sowie den jeweiligen Pegel bzw. die Stufe einstellen. Direkt darunter kann man noch zahlreiche weitere Einstellungen vornehmen, angefangen bei der Tastensteuerung. Diese kann jedoch nicht anders belegt werden, sondern wird hier nur genau erklärt, also welche Funktion wie ausgeführt wird. Das Einzige, was man hier aktiveren kann, ist die Stummschaltung durch Zweimaliges hintereinander drücken der unteren Taste an der rechten Ohrmuschel. Darunter folgt das Menü „Anforderungen & Töne, bei dem man die Sprachansage erst mal auf deutsch einstellen kann. Des Weiteren ist es möglich, hier deren Lautstärke zu bestimmen und welche Töne man aktiviert haben möchte. So kann man hier direkt bestimmen, ob man den Ein/Aus Ton hören will, das Bluetooth getrennt wurde und man über einen schwachen Akku informiert wird.

Des Weiteren folgen hier dann noch das Untermenü „USB-Audiomodus“ und „Wann geladen wird“. Bei erstgenannten bestimmt man, ob man hier „Hören“, also die bessere Audioqualität bevorzugt oder „Konferenz“, sodass hier dann das Mikro aktiviert wird, aber zugleich die Audioqualität reduziert wird. Letzteres ist vor allem dann sinnvoll, wenn man ein geschäftliches Telefongespräch über die Kopfhörer erledigen möchte. Beim anderen Untermenü „Wann geladen wird“, bestimmt man, ob der Kopfhörer immer geladen wird oder nur, wenn dieser ausgeschaltet ist. Hier macht es auf jeden Fall Sinn, „Immer“ aktiviert zu lassen. Zudem kann man hier auch bestimmen, dass der Shure Aonic 40 nach 10 Minuten, 1 Stunden, 4 Stunden oder nie automatisch abgeschaltet wird, wenn keine aktive Verbindung besteht. 

Zu guter Letzt folgt hier auf der Startseite noch der Zugriff auf die Bedienungsanleitung in digitaler Form und zudem kann man auf Kurzanleitungen mit Videos zugreifen. Sofern man häufig über die Kopfhörer telefoniert, kann hier zudem aktiviert werden, dass ein Beschäftigungslicht aktiv geschaltet wird, sodass das rote Licht an der Seite direkt darüber informiert, dass man nicht gestört werden möchte.

Wichtig für mich ist das nächste Untermenü „Equalizer“. Hierüber werd einem nämlich ein parametrischer 4-Band Equalizer geboten, der sehr umfangreich eingestellt werden kann. Dabei erfolgt die Darstellung sowohl visuell als auch numerisch. Die hier selbst eingestellten Parameter können dann selbstverständlich auch gespeichert und somit permanent verwendet werden oder man wählt hier aus den zahlreichen vorkonfigurierten EQ-Settings ein passenden aus.  

Im Menü „Musik“ kann direkt auf einen vollwertigen Musikplayer zugegriffen werden, mit den eignen Wiedergabelisten usw. Währen unter „Einstellungen“ zahlreiche Infos zum Produkt zu finden sind.

App: 4 von 5 Punkten)

Ausstattung

ANC/Umgebungsmodus

Der Shure Aonic 40 wurde mit einem aktiven Noise Cancelling (ANC) ausgestattet. Hierbei kann man entweder direkt am Kopfhörer oder in der App zwischen ANC, dem Umgebungsmodus oder alles „Aus“ wechseln. Beim Umgebungsmodus werden wie üblich die Außengeräusche um einen herum automatisch über die außen angebrachten Mikrofone in den Hörkanal bzw. die Ohrmuscheln eingespielt. Das tolle am Shure Aonic 40 ist hier, dass man in der Kombination mit der App auch zugleich die Intensität des Umgebungsmodus in mehreren Stufen regulieren kann und auch beim ANC kann man in drei Stufen regulieren. 

Aktiviert man das ANC, ist mir hier beim Shure Aonic 40, aufgefallen, dass hier leicht das Klangbild verändert wird. Es erfolgt eine leichte, aber definitiv hörbare Anhebung im Bassbereich, was jedoch bei vielen anderen Kopfhörern ebenso der Fall ist und nur wenige Hersteller neutral hinbekommen. Bei der ANC Einstellung „Hell“ werden nur wenige Geräuschquellen um einen herum herausgefiltert, während bei „Normal“ schon ein deutlich spürbares Eingreifen erfolgt. Hierbei werden Tieftöne wie Motorengeräusche, Bahngeräusche, aber auch Stimmen im Hintergrund leicht gedämpft. In der letzten Stufe „Max.“ werden dann zusätzlich auch zum Teil hochfrequenten Geräusche neutralisiert, sodass dies eigentlich die ideale Einstellung im Straßenverkehr ist. Zugleich muss man hier jedoch aber natürlich auch aufpassen, dass man den Straßenverkehr beobachtet, vor allem beim Überqueren von Straßen. 

Der Umgebungsmodus kann wie bereits erwähnt in mehreren Stufen reguliert werden. Insgesamt stehen hierbei 10 Stufen zur Auswahl, welche ein sehr präzises Einstellen ermöglichen, wie stark genau ihr das Umfeld wahrnehmen wollt. Während ihr die Musik pausiert habt, nehmt ihr hier alles sehr gut war also so, als wenn ihr keine Kopfhörer tragen würdet. Auch während der Musikwiedergabe werden jedoch Stimmen durch die Regulierung des Umgebungsmodus durchgelassen, sodass ihr gut euer Umfeld wahrnehmen könnt. Negativ ist mir hier jedoch das funktionsbedingte Grundrauschen aufgefallen, sodass in den hohen Stufen des Umgebungsmodus ein deutlich hörbares Rauschen für ein Manko sorgt.

Zubehör

Shure liefert den Aonic 40 in einem sehr stabilen und hochwertigen Aufbewahrungs-Case aus. Dieses sieht optisch recht hübsch aus und fühlt sich auch hochwertig an. Es wurde rundum mit robustem Kunstleder bezogen und besitzt im Inneren ein Netz, sodass darin wunderbar das Zubehör verstaut werden kann.

An der anderen Seite hat dann wiederum den Kopfhörer im Zusammengeklappten bzw. eingedrehten Zustand seinen Platz. Ein Flugzeugadapter, wie ich es von einigen anderen Herstellern gewohnt bin, liefert Shure hier jedoch leider nicht mit.

(Ausstattung 4 von 5 Punkten)

Bluetooth

Shure setzt beim Aonic 40 auf das zeitgemäße Bluetooth 5.0, mit dem Standard Audio-Codec SBC mit einer niedrigeren Bitrate. Zudem werden auch die hochwertigeren Codecs: AAC, sowie aptX und sogar der noch hochwertigere aptx HD unterstützt. Die Reichweite des Bluetooth liegt bei rund 13 Metern, sodass man das Smartphone problemlos im Zimmer lassen kann, ohne das direkt die Verbindung verloren geht.

Zum Koppeln mit einem neuen Device betätigt man den Power-Button für 6 Sekunden im ausgeschalteten Zustand. Anschließend den Kopfhörer wie üblich in den Einstellungen-> Bluetooth auswählen und schon ist dieser erfolgreich gekoppelt, was auch akustisch durch die Sprachansage „Connected“ mitgeteilt wird.

(Bluetooth: 4 von 5 Punkten)

Akkulaufzeit

Beim Aonic 40 verspricht Shure zwar eine maximale Akkulaufzeit von bis zu 25 Stunden bei aktiviertem Noise Cancelling und Nutzen eines hochwertigen Audio-Codec, aber im Alltag ist hier deutlich mehr drin. Dies hat mich dann doch etwas verwundert. Vielleicht gibt Shure hier das Hören mit max. Lautstärke an, aber ich glaube, kaum jemand wird dies permanent am Stück machen.  

Die angegebene Laufzeit hängt natürlich von zwei Faktoren ab, zum einen, wie hoch ihr die Lautstärke eingestellt habt und ob ihr ANC und die anderen Funktionen nutzt. Im Großen und Ganzen kam ich zusammengerechnet auf knapp über 38 Stunden Akkulaufzeit mit aktiviertem ANC und einer etwas leicht angehobenen Lautstärke. Das ist meiner Meinung nach sehr gut und absolut ausreichend.

Sobald der Akku des Kopfhörers leer sein sollte, dauert es für eine komplette Aufladung dank Schnellladefunktion gerade mal 2 Stunden. Hat man es besonders eilig, da man zuvor vergessen hat, den Kopfhörer aufzuladen, sorgt die Schnellladefunktion dafür, dass nach 15 Minuten der Akku für gut 6 Stunden Musikhören aufgeladen wird. Mit aktivem ANC sind es dahingegen immerhin noch 5 Stunden.

(Akkulaufzeit: 4,5 von 5 Punkten)

TEIL 3

bestehend aus „Preis/Leistung“ entspricht 10% der Gesamtwertung

Beschreibung

Mit dem Shure Aonic 40 liefert der Hersteller einen Over-Ear Kopfhörer mit interessanten Personalisierungsmöglichkeiten an. Dabei gefällt mir sehr gut der umfangreiche und einfach zu handhabende Equalizer, welcher dafür sorgt, dass man den Klang so anpassen kann, wie es einem selbst am besten gefällt. Das ANC leistet sich jedoch leichte Schwächen, denn es sorgt vorrangig dafür, dass nur Tief- und Hochfrequente-Töne neutralisiert werden, der Rest weniger bis gar nicht. Dafür wiederum ist der Kopfhörer dank der Klappenscharniere perfekt für den mobilen Einsatz gemacht und die Sprachqualität zeigt, das Shure sich mit Mikros sehr gut auskennt.

Preis/Leistung

Der Shure Aonic 40 kann im Test gut überzeugen. Das ANC ist gut, aber kommt dennoch nicht ganz an das vom Sony WH-1000XM4 und Co. heran. Der Funktionsumfang ist wiederum sehr gut, da viele Personalisierungsmöglichkeiten geboten werden und auch der Tragekomfort gefällt mir so weit gut. Die UVP hat Shure mit 249€ festgesetzt, aber inzwischen ist der Kopfhörer bereits je nach Farbe für gut 150€ erhältlich, was diesen sehr interessant macht.

Shure Aonic 40

Zum Angebot bei

testr Gesamtwertung

unter Berücksichtigung aller Teilwertungen

 Wir bedanken uns beim Hersteller für die Bereitstellung des Produktes. Zu unseren Grundsätzen

Link zum Hersteller: https://www.shure.com/de-DE

Huawei Watch D

In aller Kürze

Mit der Huawei Watch D hat Huawei eine neue Smartwatch, für den/die Fitness/Gesundheitsüberwachungsbereich vorgestellt. Diese kommt nämlich mit einer besonderen Funktion daher, welche so bisher noch in keiner Smartwatch zum Einsatz kam. Die Smartwatch misst nämlich neben dem EKG auch den Herzrhythmus und den Blutdruck. Gerade für Letzteres hat man hier eine Mini-Luftpumpe eingebaut, welche dafür sorgt, dass die eingesetzte Manschette im Armband wie ein herkömmliches Blutdruckmessgerät aufgepumpt wird und dadurch soll der Blutdruck zuverlässig gemessen werden. Daran hat der Hersteller laut eigenen Angaben gut 5 Jahre entwickelt und dies mit einem großen Erfolg, denn es funktioniert. Dafür ist die Smartwatch jedoch recht klobig und es gibt keinen Appstore, sodass man keine zusätzlichen Apps installieren kann, welche den Funktionsumfang erweitern könnte. Außerdem ist der Preis ebenso nicht gerade günstig, ob sich der Kauf lohnt, erfahrt ihr in meinem Testbericht. 

Gefällt uns

  • lange Akkulaufzeit
  • scharfes AMOLED-Display
  • flüssiges Betriebssystem
  • hochwertige Verarbeitung
  • besondere Blutdruckmessung mit Luftkissen

Gefällt uns weniger

  • Preis
  • kein zusätzlichen Armbänder verfügbar
  • Gewicht recht hoch
  • kein AppStore

Huawei Store

Zum Angebot bei

TEIL 1

Bestehend aus „Verpackung/Design/Verarbeitung“ entspricht 25% der Gesamtwertung

Verpackung

Die Verpackung der Huawei Watch D ähnelt sehr der Huawei Watch Pro-Serie Der Unterschied liegt lediglich daran, dass man hier nicht auf eine schwarze, sondern auf eine weiße Verpackung setzt. Bezüglich zu Informationen zur Huawei Watch D hält man sich hier jedoch weiterhin sehr bedeckt, sodass man hier rundum nur wenige bis keine Infos bekommt.

Auf dem Deckel findet man wie üblich von Huawei gewohnt lediglich die üblichen Schriftzüge (Herstellername; Modell), zudem ist hier eine Hochglanzabbildung der Watch abgebildet und in der unteren rechten Ecke erwähnt Huawei, dass auf der Smartwatch HarmonyOS läuft. Betrachtet man die Rückseite, findet man hier einige Symbole und Texte, aber wirklich etwas Wichtiges bezüglichen den technischen Details, was für den Verbraucher wichtig wäre, gibt es hier leider auch nicht.

Hebt man den Deckeln von der restlichen Verpackung ab, erblickt man direkt die Huawei Watch D, genau so, wie ich es von den bisher von mir getesteten Smartwatches aus dem Hause Huawei gewohnt bin. Hebt man danach die Abdeckung ab, kann die Smartwatch sehr einfach aus der Verpackung entnommen werden und direkt rechts daneben hat Huawei in einer Schachtel, welche fest in der Verpackung eingelebt wurde, das zugehörige Zubehör versteckt.

Dabei handelt es sich zum einen um die magnetische Ladestation mit USB-A Anschluss, ein Messband, um den Handgelenksumfang zu messen, je ein Luftkissenschutz in der Größe L und M (Ersatz), eine Abdeckung für den Luftstutzen, ein Luftkissen mit Armband in der Größe M. Das Band in der Größe L mit allen benötigten Scharnieren usw. ist wiederum bereits an der Smartwatch vorinstalliert.

(Verpackung: 3,5 von 5 Punkten)

Design

Bei der Huawei Watch D setzt das Unternehmen auf ein anderes Design wie z. B. bei der Watch 3 Pro. Die Huawei Watch D geht nämlich mehr in die Richtung der Huawei Watch Fit. Dies liegt dran, dass das Gehäuse der Smartwatch hier nicht rund, sondern eckig ist, was aber den Vorteil mit sich bringt, dass hier viele Details direkt auf einen Blick auf dem länglichen Display angezeigt werden können. Jedoch wirkt die Smartwatch meiner Meinung nach am Handgelenk eines zierlichen Handgelenks einer Frau schnell zu groß.

Huawei setzt hier auf ein 1,64 Zoll großes AMOLED Display mit einer Auflösung von 456 x 280 Pixeln, was einer Pixeldichte von 326 ppi entspricht, also exakt soviel wie auch bei der Watch Fit. Beim Gehäuse setzt man auf ein Aluminium/ Kunststoff Mix, sodass der Gehäuserahmen aus dem robusten Grau eloxierten Aluminium gefertigt wurde. Dies wiederum sorgt für eine hohe Steifigkeit, während die Unterseite um den Herzfrequenz-Sensor aus schwarzen in Hochglanz gehaltenen Kunststoff besteht. Da man hier auf ein induktives Aufladen wie z. B. bei der Apple Watch setzt, gibt es keine sogenannten Pins, sondern die Uhr zentriert sich automatisch in der magnetischen Ladeschale.

Bei der Bedienung der Smartwatch setzt Huawei wie viele andere Anbieter vorrangig auf die Steuerung direkt durch Tipp- und Wischgesten am Display. Rechts neben dem Gehäuse befinden sich jedoch zwei Tasten, bei welche es sich um eine „Home-Taste“ handelt, welche den Träger direkt zum Menü mit sämtlichen Einstellungen usw. führt. Die rot umrandete Taste direkt darunter wiederum startet die EKG-Aufzeichnung dazu aber später unter Bedienung mehr. 

Farblich bietet Huawei die Watch D nur in Schwarz an und aktuell werden auch noch keine anderen Armbänder angeboten. Daher ist hier ganz klar, dass sich Huawei hier auf eine schlichte Smartwatch spezialisiert hat, welche vorrangig dazu verwendet wird, um sportliche Aktivitäten aufzuzeichnen und zu erfassen. Jedoch kann die Smartwatch natürlich auf ganz normal im Alltag getragen werden, aber ist dabei natürlich weniger „modisch“ als eine Apple Watch. 

Also, wie bereits erwähnt, kann man hier leider aktuell noch nicht auf Armbänder von Drittanbietern zugreifen, denn es gibt noch keine Alternativen. Ob da überhaupt noch was kommen wird, ist zudem fraglich, da man sonst vielleicht auf die spezielle Blutdruckmessung mit dem Luftkissen verzichten müsste. Wechselbar sind die Armbänder jedoch, dafür hat man wie von einigen herkömmlichen Uhren gewohnt, eine Schiebebolzen verbaut. Diese muss man einfach mit dem Fingernagel entriegeln und schon kann das Armband abgenommen und ausgewechselt werden. Das Abnehmen funktioniert hier sehr gut, aber das Anbringen ist aufgrund des geringen Platzes teils etwas knifflig.

Hochwertig wirkt die Smartwatch ja, aber dies sorgt dafür, dass diese mit einem Gewicht von genau 91 Gramm nicht leicht ist. Daher ist diese gut doppelt so schwer wie meine Apple Watch. Des Weiteren ist diese mit einer Höhe von fast 14 mm ein recht dicker Brocken am Handgelenk. Dafür wiederum ist der Akku groß, sodass hier eine recht lange Akkulaufzeit von gut 7 Tagen bei normaler Nutzung möglich sein sollen.

(Design: 4 von 5 Punkten)

Verarbeitung

Die Huawei Watch D ist solide und insgesamt als hochwertig verarbeitet zu bezeichnen. Die Oberfläche besteht aus robustem Aluminium und das Display wird durch 2.5D gewölbtes Saphirglas bestens geschützt. Durch diese hochwertigen Materialien resultiert jedoch leider auch das recht hohe Gewicht der Smartwatch, ein Kompromiss, welchen man wohl eingehen muss.

Kritik habe ich hier unter anderem beim Armband, denn dieses kann zwar ausgewechselt werden, aber noch gibt es hier keine Alternativen. Weder von Hawaii selbst noch von Drittanbietern und ob sich dies in Zukunft ändern wird, kann ich stand jetzt leider nicht sagen. Dafür hat Huawei die Watch D wiederum nach IP68 zertifiziert, sodass diese gegenüber Staubpartikeln geschützt ist und rund 1,5 Meter am Stück für max. 30 Minuten im Wasser untertauchen kann.

(Verarbeitung: 4 von 5 Punkten)

TEIL 2

bestehend aus „Funktion des Produktes“ entspricht 65% der Gesamtwertung

Art der UhrSmartwatch mit Herzfrequenzsensor und integriertem GPS-Modul, sowie besonderer Blutdruckmessfunktion
Display1,64 Zoll AMOLED 456 x 280, 326 PPi
Touch-Displayja
Wasserfestigkeitmax. 1,5 Meter für bis zu 30 Minuten (IP68)
SensorenBeschleunigungssensor
Gyroskopsensor
Optischer Herzfrequenzsensor
Umgebungslichtsensor
Temperatursensor
Differentialdruck-Sensor
Hallsensor
MaterialAluminiumgehäuse mit Kermaikunterseite, Schwarzes Fluoroelastomer-Armband
KonnektivitätBluetooth 5.1, GPS, NFC
Größe/Gewicht51 × 38 × 13,6 mm 91 Gramm komplett
CPU/RAMkeine Angaben
Akkulaufzeit bis zu 7 Tage
Kompatible

ab Android 6.0, ab iOS 12 oder HarmonyOS 2
BetriebssystemHarmonyOS by Huawei
LieferumfangHuawei Watch D (mit einem Band in Größe L und einem Luftkissen in Größe L) × 1 
Luftkissen der Größe M × 1 
Band der Größe M (ohne Schnalle) × 1 
Gesonderte Abdeckung × 1 
Luftkissenschutz in den Größen L und M  (Ersatz) × 1 
Messband für Handgelenksumfang × 1 
Benutzerhandbuch × 1
Anleitung zum Tragen × 1
Ladestation (mit Netzkabel) × 1
Technische Daten der Huawei Watch D

Tragekomfort

Bei der Huawei Watch D handelt es sich wie eingangs bereits erwähnt, um eine sportliche Smartwatch. Dies bedeutet jedoch nicht, dass diese nicht auch im Alltag getragen werden kann, denn auch hier macht diese sich ganz gut. 

Für das Aufzeichnen von Aktivitäten hat Huawei bei der Watch D alle wichtigen Funktionen integriert bzw. Sensoren verbaut, welche für eine sportliche Smartwatch aktuell notwendig sind. So soll laut den eigenen Aussagen von Huawei hier die Huawei Watch GT 2 Pro in Kombi von einem traditionellen Blutdruckmesser, EKG-Gerät und einem Hauttemperaturmessgerät zu einem kleinen, recht kompakten Gerät kombiniert worden sein.

Mit der Hilfe der Huawei Watch D kann man somit alle relevanten Daten des eigenen Körpers, welche bei sportlichen Aktivitäten wichtig sind, erfassen. Hierbei stehen mehr als 70 Work-out-Modi zur Auswahl, die eigentlich keine Wünsche offenlassen. Hierbei setzt Huawei natürlich weiterhin auf einen Herzfrequenzsensor an der Unterseite, welcher während dem Training jederzeit die vitalen Daten des Trägers überwacht. Jedoch erfasst die Huawei Watch D auch noch die Körpertemperatur und misst den Blutdruck.

Im Alltag liegt die Smartwatch angenehm am Armgelenk an, sodass ich diese persönlich auch nachts getragen habe, ohne dass diese mich gestört hat. Jedoch muss man beachten, das Huawei selbst angibt, dass dieses Gerät für einen Handgelenksumfang von 13 bis 20 cm geeignet ist. Liegt man persönlich drunter oder sogar drüber, dann rät man vom Kauf der Smartwatch ab, daher vor dem Kauf am besten erst mal den Umfang nachmessen.

Unter der Smartwatch sammelt sich jedoch wie bei allen anderen Uhren nach einiger Zeit schweiß. Dies ist jedoch völlig normal und liegt daran, dass die Smartwatch mit der Rückseite so dicht auf der Haut aufliegt. Dadurch kann nämlich die Luft nicht richtig zirkulieren. Dies ist jedoch kein Nachteil, denn dieses Problem hat man bei sämtlichen anderen Smartwatches ebenfalls.

(Tragekomfort: 4 von 5 Punkten)

Einrichtung & Bedienung

Unbekannte App
Preis: Kostenlos
Huawei Health
Preis: Kostenlos

Huawei setzt wie bereits bei der Watch 3 Pro bei den neusten Smartwatches auf dasselbe Betriebssystem wie auch bei den eigenen Smartphones, nämlich „HamonyOS“. Dessen Einrichtung ist dabei wie gewohnt sehr schnell und einfach erledigt. Hierbei haben sich jedoch die Systemvoraussetzung verändert, sodass man zum erfolgreichen Verwenden der Smartwatch ein Smartphone mit mindestens Android 6.0, HarmonyOS 2 oder alternativ iOS 12 oder neuer haben sollte. 

Um die Huawei Watch D mit dem Smartphone koppeln zu können, ist die kostenlose Huawei Health App notwendig. Daher muss diese zuvor unbedingt auf das Smartphone geladen werde, erhältlich ist diese für iOS, Android und Harmony OS). Währenddessen kann man natürlich schon mal direkt die Huawei Watch D einschalten, was durch das längere gedrückt Halten der oberen Taste geschieht. Nach dem Startvorgang wählt man hier an der Smartwatch lediglich die Sprache aus, den Rest erledigt man daraufhin nämlich direkt über die geladene App. Scannt man den QR-Code auf dem Display der Smartwatch mit der Kamera App des Smartphones ab, wird man übrigens direkt zum Download der App geführt. Dies erspart einem somit die Suche im jeweiligen Appstore. 

Nachdem die App erfolgreich installiert wurde, muss man einigen Nutzungshinweisen und den Benutzervereinbarungen zustimmen. Dies war bei so vielen Hinweisen etwas nervig, ist aber zum Glück nur einmalig notwendig. Des Weiteren ist für die Einrichtung eine Huawei-ID notwendig, also muss man sich hier kostenfrei eine erstellen. Besitzt man bereits eine, kann man natürlich die Vorhandene verwenden. Für die Registrierung benötigt ihr lediglich eine E-Mail-Adresse und ein selbst ausgedachtes Passwort mehr nicht. Sobald man sich eingeloggt hat oder ein kostenloses Konto erstellt hat, muss man noch kurz einigen weiteren Zugriffsrechten zustimmen. Danach landet man auf eine Seite, auf welcher man wiederum grundlegende Informationen über sich selbst angeben kann/sollte. Dazu zählen unter anderem: Das eigene Geschlecht, Körpergröße, Gewicht und Geburtsdatum usw. Diese Daten werden natürlich nicht für euren Account benötigt, sondern werden von der App wegen den Messwerten, wie z. B. den verbrannten Kohlenhydrate usw. benötigt. Ist dies alles Angegeben bzw. ausgewählt worden, gelangt man nach weiteren Zustimmungen zu dem Punkt, an dem man wie ich als iPhone-User zustimmen kann, dass sämtliche sportlichen Aktivitäten, welche die Uhr aufzeichnet, in die Apple Health-App importiert werden.

Hat man so weit alles angegeben muss man selbstverständlich noch die Huawei Watch D einrichten. Dazu kann man entweder auf der Startseite unten rechts das Untermenü „Geräte“ auswählen und hinzufügen auswählen. Daraufhin Smartwatch-> Huawei Watch Series auswählen und die Smartwatch auswählen, welche euch im Pop-up Fenster eingezeigt wird. Daraufhin wird die Uhr automatisch mit eurem Smartphone gekoppelt und ist einsatzbereit. Alternativ kann man jedoch auch direkt auf der Startseite auf die das Symbol oben rechts mit den vier Punkten tippen und hier dann direkt „Hinzufügen“ auswählen. Nachdem die Einrichtung erfolgreich durchgeführt wurde, sollte man direkt in den Einstellungen der Smartwatch nach einem System-Update suchen und diese installieren, damit die Huawei Watch D auf dem aktuellen Stand der Sicherheit ist und man die neusten Funktionen zur Verfügung hat usw.

Nachdem man die Huawei Watch D eingerichtet hat, gelangt man bei jedem Starten der App logischerweise direkt auf deren Startseite. Hier erhält man direkt eine tägliche Übersicht sämtlicher aufgezeichneter Aktivitäten zu welchen folgende Werte zählen: Schritte, Zeiten der getätigten Workouts, Kalorien, gelaufene Distanz, Herzfrequenz, Schlaf, Blutdruck, Hauttemperatur, SpO2 usw.

Im nächsten Untermenü, dem Punkt „Training“, können Trainingseinheiten direkt vom Smartphone aus gestartet werden. Daher kann man über den oberen Bereich bequem die gewünschte Trainingseinheit z. B. Radfahren, Gehen, Laufen auswählen und darunter ein Ziel auswählen. Dazu zählt z. B. eine bestimmte Distanz, Kalorien oder eine Zeit. Drückt man auf Start, zählt der Countdown von 3 runter und die Aufzeichnung fängt an. Hier wird einem dann direkt alles Wichtige für die jeweilige Sportart angezeigt, beim Radfahren ist dies z. B. die Karte, Zeit, Geschwindigkeit und die Herzfrequenz.

Zu guter Letzt gelangt man durch das letzte Untermenü „Geräte“ zu den Einstellungen der Huawei Watch D. In diesem Abschnitt kann man in der Gesundheitsüberwachung einige Dinge wie z. B. Huawei TruSleep, Blutdruckmessung, Messung der Hauttemperatur und die SpO2-Messung aktivieren. Beim letzten Menüpunkt handelt es sich um das Konto, hier kann man z. B. einige Daten, die man zu Beginn festgelegt hat, ändern.

(Einrichtung & Bedienung: 4 von 5 Punkten)

Display

Beim verbauten Display handelt es sich wie bereits anfangs erwähnt, um ein hochwertiges AMOLED-Display mit einer 1,64 Zoll Bildschirmdiagonale. Die Auflösung beträgt hervorragende 456 x 280 Pixel, was einer Bildschärfe von 326 Pixel pro Zoll entspricht. Somit kann man als Träger der Smartwatch keinerlei einzelne Pixel auf dem Display erkennen. Das AMOLED-Display bietet die typischen perfekten Schwarzwerte und hat ein sehr hohen Kontrastwert, genau so, wie man es von dieser Technologie gewohnt ist und daraus resultieren auch leuchtende und kräftige Farben und die Blickwinkelstabilität ist ebenfalls hervorragend.

Im Displayrand ist wie üblich ein kleiner Umgebungslichtsensor verbaut. Dieser sorgt dafür, dass die Helligkeit des Displays immer völlig automatisch und stufenlos an das aktuelle Umgebungslicht anpasst wird. Die Helligkeit wird somit eigentlich immer passend reguliert, lediglich bei direkter Sonnenstrahlung reicht die max. Helligkeit nicht ganz aus. Daher muss man in diesen Fällen hin und wieder vielleicht die Hand zum Schattenspenden nutzen, um die Inhalte auf dem Display besser erkennen zu können. Dies ist jedoch bei allen anderen Geräten bzw. Smartwatches ebenso der Fall und daher kein reines Problem von Huawei.

(Display: 4 von 5 Punkten)

Funktionen

Zum verbauten Prozessor und dem Arbeitsspeicher hält sich Huawei bei der Watch D leider sehr verdeckt. Dennoch kann ich ganz klar aussagen, dass HarmonyOS darauf auf jeden Fall sehr flüssig läuft. Es gab keine Aussetzer, lange Ladezeiten oder Ähnliches. 

Der Herzfrequenzsensor an der Unterseite der Smartwatch, wird von Huawei TrueSeen-Sensor genannt und entspricht der neuesten Generation 5.0. Damit soll eine noch genauere Gesundheitsüberwachung wie deren Vorgängerversion möglich sein und dies auch sparsamer zum Akku. Der TrueSeen-Sensor überwacht kontinuierlich den Puls des Trägers und dies nicht nur bei sportlichen Aktivitäten, sondern auch völlig automatisch im Alltag und in der Nacht, wenn man schläft. Diese Werte werden, sofern ihr zugestimmt habt, automatisch am iPhone in der Huawei Health-App und mit der Apple HealthKit-App synchronisiert. Dabei sind natürlich die zusätzlichen Messwerte wie VO2 max. (maximale Rate vom Sauerstoffverbrauch beim Training), der aerob/ anaerober Trainingseffekt und die Erholungszeit, zu der die Uhr vor der nächsten Trainingseinheit rät, weitere hilfreiche Funktionen.

Bei den Sportarten stehen über 70 Work-out-Modi zur Auswahl, zwischen welchen man im Trainingsmodus auswählen kann. Davon werden die insgesamt sechs am häufigsten Arten der Aktivitäten sogar automatisch erkannt. Zu diesen zählen unter anderem natürlich das normale Laufen (Indoor und Outdoor usw.). In meinem Testzeitraum fragte mich die Uhr nach wenigen Metern, ob ich gerade Indoor- oder Outdoor Laufe und ob ich eine Aufzeichnung starten möchte. Somit kann ich bestätigen, dass diese Aktivität wie versprochen automatisch erkannt wird.

In den Einstellungen in der App kann man die Herzfrequenzmessung auf Echtzeit umstellen, dann wird der Puls permanent gemessen. Dies führt jedoch auch zugleich dazu, dass die Akkulaufzeit geringer wird, da dafür mehr Strom benötigt wird. Im normalen Modus „intelligent“ ist die Messung der Herzfrequenz von der aktuellen Aktivität abhängig, macht man z. B. Sport wird der Puls häufiger gemessen als beim normalen Laufen im Alltag. Das GPS-Modul, welches in der Huawei Watch D verbaut wurde, arbeitet zuverlässig und genau, sodass man die gelaufene oder mit dem Fahrrad gefahrene Strecke exakt auf der Karte nachverfolgen kann. Zudem hat Huawei natürlich noch zahlreiche weitere Sensoren verbaut, zu denen unter anderem ein Beschleunigungssensor, Gyroskopsensor, Temperatursensor, Differenzialdruck-Sensor, Hallenser und Umgebungslichtsensor gehören. Diese Sensoren liefern im Alltag und während dem ausführen von unterschiedlichen Work-outs zahlreiche Daten wie die zurückgelegten Distanzen beim Radfahren und beim Laufen.

Wie es sich für eine Smartwatch mittlerweile gehört, ist auch eine integrierte Schlaftracking-Funktion mit an Bord, die im Test sehr gut funktionierte. Die Smartwatch misst, während man in der Nacht schläft, regelmäßig den Puls, wie sehr man sich bewegt und wie regelmäßig die Atmung ist. Außerdem zeichnet diese auch die Dauer des Schlafes auf und ermittelt auch genau, wie viel ihr davon im Tiefschlaf bzw. leichten Schlaf und dem sogenannten REM-Schlaf gewesen seid. Diese Werte zusammen kombiniert, ergeben dann zudem eine sogenannte Schlafbewertung für jede Nacht, damit ihr genau Bescheid wisst, wie gut ihr in der jeweiligen Nacht geschlafen habt. Dabei werden euch in der App Empfehlungen geboten, wie man einen eventuellen schlechteren Schlaf verbessern könnte.

Die wohl besondere Funktion der Hauwie Watch D ist jedoch die Blutdruckmessung, welche im Armband der Smartwatch integriert wurde. Dabei kommt eine rund 5 Jahre entwickelte Minipumpe zum Einsatz, welche ein dünnes Luftkissen zwischen dem Armband aufpumpt und dabei wie bei einem herkömmlichen Blutdruckmessgerät den Blutdruck effektiv misst. Damit dies auch im Alltag bequem ist, befindet sich dies wie bereits erwähnt am Armband und zwischen dem Luftkissen und dem Handgelenk befindet sich noch ein angenehmes Material, was hier von Huawei-Luftkissenschutz genannt wird. Führt man die Blutdruckmessung aus, ist das sehr kurze Aufblasen des Kissens bei absoluter Ruhe kurz hörbar und danach spürt man eben nur noch wie bei der herkömmlichen Messung einen spürbaren Druck, der für die Messung wichtig ist. Danach entweicht der übrige Druck wieder und die Uhr sitzt wieder wie zuvor absolut bequem. 

Die EKG-Messung ist jedoch wie von meiner Apple Watch gewohnt auch sehr nützlich und erfolgt auch hier sehr identisch, sodass man während der Messung logischerweise die Smartwatch trägt und dabei mit dem Zeigefinger der anderen Hand die rot umrandete EKG-Taste berührt. Im Anschluss werden einem hier alle für die EKG-Messung relevanten Daten angezeigt und am Smartphone kommt zudem der Hinweis, dass eine neue EKG-Messsung vorliegt.

(Funktionen 4 von 5)

Akku

Das Gehäuse der Huawei Watch D beinhaltet einen 451 mAh großen Akku, welcher laut Huawei eine Akkulaufzeit von rund 7 Tagen bei typischer Nutzung ermöglichen soll. Dies bedeutet natürlich nicht, dass man hier die Echtzeit Herzfrequenzmessung usw. nutzt, sondern die intelligente. Dies bedeutet ca. 6 x Messung des Blutdrucks und max. 5 EKG-Messungen am Tag, während natürlich permanent die Verbindung zum Smartphone besteht.  

In meinem Test habe ich die Uhr so verwendet, wie es der Normalverbraucher tun würde, daher habe ich die Funktionen, die von Werk aktiv waren, alle aktiv gelassen, da sonst eine Smartwatch kein Sinn machen würde. Das Ergebnis war, dass bei mir nicht die 7 Tage, sondern 4 Tage erreicht wurden, ehe die Huawei Watch D aufgeladen werden musste. Solltet ihr jedoch mehr Aktivitäten aufzeichnen, dann wird die Laufzeit nochmals etwas geringer sein, aber im Großen und Ganze ist die Akkulaufzeit dennoch gut.

Beim Laden setzt Huawei auf eine echte Induktive-Aufladung, sodass die Ladeschale magnetisch an den Sockel mit dem Herzfrequenzsensor angedockt wird. Das volle Aufladen dauert rund 60 Minuten, was im Betracht auf die max. Akkulaufzeit ein sehr guter Wert ist.

(Akku: 4 von 5 Punkten)

TEIL 3

bestehend aus „Preis/Leistung“ entspricht 10% der Gesamtwertung

Beschreibung

Mit der Watch D verspricht Huawei eine Smartwatch, welche ein zuverlässiges 24/7 Gesundheitsmanagement bietet. Daher soll diese die Funktionen der hauseigenen Huawei Watch GT 2 Pro mit einem EKG-Gerät, einem traditionellen Blutdruckmesser, Pulsoxymeter und einem Hauttemperaturmesser kombinieren. Des Weiteren verspricht man eine einfache Handhabung, was durch das recht übersichtliche Menü ermöglicht wird und von der App auf dem Smartphone nochmals übersichtlicher ergänzt wird. Das Materialwahl aus Aluminium wirkt hochwertig, auch wenn diese natürlich dann auch wiederum für ein höheres Gewicht sorgt. Leider kann hier jedoch keine zusätzlichen Apps installieren, was ich persönlich etwas schade finde. Nutzt man gerne an der Uhr andere Apps bzw. möchte das Smarthome steuern, ist dies hierüber nämlich leider nicht möglich, da dafür keine Apps geboten werden.

Preis/Leistung

Die UVP der Huawei Watch D hat das Unternehmen zum Marktstart mit 399€ festgesetzt. Da diese neu auf dem Markt erhältlich ist und die Verfügbarkeit noch nicht so gut ist, bekommt man die Smartwatch zum aktuellen Zeitpunkt leider auch noch nicht günstiger. Wer die Smartwatch jedoch direkt bei Huawei kauft, bekommt zu diesem Preis auch noch direkt die Huawei Körperfettwaage Scale 3 im Wert von 69€, Huawei Health für 3 Monate (23,97€) und eine 3-Jährige Garantie im Wert von 15,09€ gratis dazu. 

Die Huawei Watch D bietet eine gute Ausstattung, sodass man als Träger/-in bestens über alle Gesundheitsdaten informiert wird. Sind einem der Blutdruck, die Herzfrequenz und eine EKG-Analyse egal, dann muss man über den Kauf nicht nachdenken, denn dann macht diese keinen Sinn. Gesünder ist man dadurch auch nicht, die Uhr hilft jedoch auf jeden Fall die Werte zu überwachen und das absolut zuverlässig und einfach. Für rund 400€ ist die Smartwatch jedoch trotz deren umfangreichen Funktionsumfang recht teuer, denn man bekommt hier keine Apps zum erweitern des Funktionsumfangs geboten. Somit ist die Smartwatch nur wirklich dann sinnvoll, wenn einem persönlich die oben genannten Funktionen der Gesundheitsüberwachung wichtig ist, ansonsten ist man mit günstigeren Smartwatches besser dran.

Huawei Store

Zum Angebot bei

testr Gesamtwertung

unter Berücksichtigung aller Teilwertungen

 Wir bedanken uns beim Hersteller für die Bereitstellung des Produktes. Zu unseren Grundsätzen

Link zum Hersteller: consumer.huawei.com/at

Innr Outdoor Smart Pedestal Light Colour  

In aller Kürze

Beim Innr Smart Outdoor Pedestal Light Colour handelt es sich um kleine Sockellampen im 3-er Pack, welche dank RGB-LEDs und ihrer Kompatibilität zu Philips Hue für einen tollen Blickfang im eigenen Garten sorgen sollen. Die Lampen sind hochwertig verarbeitet, sehen so weit auch gut im Garten aus und funktioniert wunderbar über die Hue-App, sodass man diese darüber sehr gut steuern kann. Das Set ist voll und ganz für den Außeneinsatz gemacht, denn das Gehäuse ist Wasser- und Staubgeschützten und dank Erdspieß lassen diese sich einfach in den Boden verankern und halten dabei sehr stabil und sicher in der gewünschten Stelle. Der Preis ist zwar dennoch recht happig, aber die ähnlichen Sockellampen direkt von Philips Hue kosten nochmals einiges mehr.

Gefällt uns

  • Spritzwasser und Staubgeschützt
  • helles Licht
  • schöne Darstellung der Farben
  • Hue kompatible
  • einfache Montage und Einrichtung
  • Aluminium/ Kunststoff- Gehäuse
  • geringer Stromverbrauch

Gefällt uns weniger

  • Preis etwas happig
  • kein HomeKit Support
  • nicht Hue-Sync kompatible

Innr Smart Outdoor Pedestal Light Colour

Zum Angebot bei

TEIL 1

Bestehend aus „Verpackung/Design/Verarbeitung“ entspricht 25% der Gesamtwertung

Verpackung

Innr liefert das Smart Outdoor Pedestal Light Colour Set in einer stabilen und rundum bedruckten Verpackung aus, welche im Großen und Ganzen kompakt gehalten wurde. Da die Verpackung aufgrund der Sockelleuchten hochkant ausgeführt wurde und diese somit von oben geöffnet wird, gibt es hier nicht wirklich eine fest definierbare Vorderseite. An zwei langen Seiten präsentiert Innr nämlich direkt die drei enthaltenen Sockelleuchten sowie den Produktnamen zusammen mit dem Herstellernamen der hier natürlich wie üblich auch nicht fehlen darf. Durch das bereits von den anderen Outdoor-Produkten bekannte grüne Logo mit dem Haus und der „Outdoor-Exterieur Beschriftung“ informiert Innr zudem direkt auf Anhieb darüber, dass es sich hier um ein Produkt für den Außenbereich handelt. An der Seite rechts davon sieht man wiederum eine einzelne Sockelleuchte, die in einem Garten installiert wurde und weiß leuchtet. Des Weiteren erwähnt Innr hier neben dem Herstellernamen auch noch über die Produktbezeichnung bzw. die Modellbezeichnung „OPL130C“.

Zu guter Letzt findet man an der linken Verpackungsseite einige Ausstattungsmerkmale, welche hier in mehreren Sprachen aufgelistet wurden. Hierbei geht Innr auf die smarte Steuerung via Smartphone ein, dass man die Beleuchtung zudem automatisieren kann und das ganze noch energiesparend sein soll. Zum Energiebedarf findet man direkt unten noch das typisches für Leuchtmittel verwendetes Energie-Label, welches hierbei aussagt, dass die Sockelleuchten der „Klasse A“ entsprechen (bei einer Skala von A++ bis E). Direkt oberhalb des erwähnten Energielabels zeigt Innr anhand einer kleinen Skizze noch genau, was im Lieferumfang enthalten ist und wie lange die einzelnen Kabel und Sockel sind. Somit kann man genau planen, ob die Beleuchtung für den gewünschten Bereich, welchen man ausleuchten möchte, ausreicht oder man z. B. noch Verlängerungen für einen größeren Abstand benötigt. Neben dem Energielabel hat Innr wiederum noch zahlreiche technische Details in Form von Symbolen aufgelistet, sodass man hier unter anderem erfährt, dass Zigbee unterstützt wird (daher auch mit der Hue Bridge kompatible), das Leuchtmittel nach IP65 geschützt wird, der Stecker wiederum „nur“ IP44, eine max. Helligkeit je Sockel von 215 Lumen geboten wird und neben eine RGB (farbigen Beleuchtung) auch normales Licht mit 1.800K – 6.500K unterstützt wird.

Nachdem man die Verpackung an der Oberseite geöffnet hat, kann man direkt vier längliche weiße Kartonagen entdecken, von welchen in den drei Dünneren je eine Innr Smart Outdoor Pedestal Light Colour Sockelleuchte enthalten ist und im minimal Größeren ist das restliche Zubehör verstaut. Beim Zubehör handelt es sich zum einen um den sogenannten Controller, in welchem die smarte Elektronik steckt und welcher noch gut 2 Meter Kabel davor und gut 1 Meter dahinter besitzt. Des Weiteren ist hier dann auch noch der Netzstecker und zwei T-Stecker mit 2 Meter Kabel davor und ebenso danach und ein Endstecker in L-Form, welcher dann nur 2 Meter Kabel davor bietet und dann zur letzten Leuchte verlegt wird. Natürlich legt Innr auch hier wie üblich noch eine Kurzanleitung bei, aber eigentlich ist der Aufbau und alles weitere absolut selbsterklärend.

(Verpackung: 4 von 5 Punkten)

Design

Bei den Smart Outdoor Pedestal Light Colour handelt es sich um knapp 27 cm hohe Sockellampen für den Garten, die man üblicherweise auch als sehr häufig eingesetzte Wegbeleuchtung kennt. Innr hat hier jedoch RGB LEDs verbaut und diese mit der ZigBee Technologie ausgestattet, sodass diese wie von Philips Hue Leuchtmitteln gewohnt ganz bequem in die App eingebunden werden können. Dadurch resultiert der Vorteil, dass man die Beleuchtung automatisieren kann, sodass man z. B. wählen kann, wann diese ein- und ausgeschaltet werden und zudem kann darüber sehr bequem die Lichtfarbe und Helligkeit nach den eigenen Vorlieben regulieren.

Die smarten Sockellampen können entweder als Starter-Kit im Dreier-Set mit Netzteil, Controller usw. gekauft werden oder alternativ, wenn man schon ein Dreier-Set hat, kann ein einzelner Sockel als Erweiterung gekauft werden. Bei Letzterem ist dann nur eine Sockellampe sowie ein Erweiterungskabel enthalten.

Jede Sockellampe ist dabei wie bereits erwähnt ca. 27 cm hoch und hat einen Durchmesser von 6 cm (die Höhe ist ohne Erdspieß, dieser misst nämlich 13 cm). Beim Material setzt Innr auf eine Mischung aus Kunststoff und Aluminium, denn sowohl der Erdspieß als auch der obere Deckel inkl. runder Leuchtmittelabdeckung bestehen aus Kunststoff, während die Basis also das zwischen Lampenschirm und Erdspieß aus Aluminium gefertigt wurde. 

Die Smart Outdoor Pedestal Light Colour werden wie der Innr Outdoor Light Strip beginnend vom Netzteil mit einem 5 Pin Anschlusses an den Controller (das schwarze Kästchen zwischen dem Kabel) angeschlossen. Dieser Controller beinhaltet die Steuerungshardware, also die smarte Funktion, die zum Programmieren und steuern der Sockelleuchten benötigt wird. Dieses kleine schwarze Kunststoffkästchen ist 80 x 41 x 22 mm (L x B x H) groß, besitzt einen Befestigungsflansch, sodass dieses nach Bedarf sogar noch verschraubt werden kann und ist anders als der Stecker nicht nach IP44, sondern nach IP65 gegen Strahlwasser und Staub geschützt. Von diesem Controller aus verläuft ein weiteres Kabel, welche in einen 2 Pin Kontakt über geht und drei Anschlüsse beinhaltet. Einer davon ist der Anschluss, welcher mit dem Kabel des Controllers verbunden wird, während das nach oben zeigende jeweils mit der Leuchte und das nach rechts zeigende mit dem nächsten T-Kabel verbunden wird. Am Schluss folgt dann noch das letzte L-Kabel mit zwei Anschlüssen, sodass hier zum einen das vom zweiten Sockel stammende Kabel angeschraubt wird und am anderen die letzte Sockellampe. 

Die mitgelieferten Kabel sind eigentlich ausreichend lange, sodass eine gute Wegstrecke oder andere Dinge ausgeleuchtet werden können, solltet ihr jedoch mehr Abstand benötigen, dann bietet Innr als Zubehör natürlich auch Verlängerungskabel an. Von Werk aus ist das ganze so, dass dann zwischen den einzelnen Lampen ein Abstand von 2 Meter geboten wird. Die Gesamtlänge beträgt dann wiederum knapp 9 Meter, gemessen von der Steckdose und bei einer geraden Verlegung.

(Design: 4 von 5 Punkten)

Verarbeitung

Die Innr Smart Outdoor Pedestal Light Colour sind im Großen und Ganzen gut verarbeitet, sodass hier alle Stellen, an denen Wasser eindringe könnte, bestens abgedichtet wurden. Gespannt bin ich nur, wie sich der verwendete Kunststoff nach den Jahren verhält, denn die Sonne bzw. besser gesagt die UV-Strahlung sorgt nämlich bei vielen Produkten dafür, dass der Kunststoff nach einiger Zeit porös wird. Hier scheint Innr jedoch auf einen UV-beständigen Kunststoff geachtet zu haben, denn ich habe die Lampen nun schon gut ein Jahr im Garten und diese sehen noch top aus.

Die Ausleuchtung der Innr Smart Outdoor Pedestal Light Colour  finde ich gut gelungen, sodass das vorhanden kleine Kunststoff-Milchglas schön gleichmäßig mit Farbe ausgeleuchtet wird. Der Schutz für den Außeneinsatz ist, wie bereits erwähnt sehr gut gegeben. Man sollte dabei jedoch auf jeden Fall beachten, dass der IP44 geschützte Stecker überdacht bzw. vor Regen geschützt ist, denn diese Schutzklasse sagt aus, dass der Stecker „nur“ gegen Fremdkörper, die größer als 1 mm sind, geschützt ist und gegen Sprüh- und Spritzwasser von beliebiger Seite. Ab dem Trafo (Controller) ist das System dann nach IP65 geschützt, was einen vollständigen Schutz gegen Staub bietet und sogar Strahlwasser kann diesem nicht schaden. 

(Verarbeitung: 4,5 von 5 Punkten)

TEIL 2

bestehend aus „Funktion des Produktes“ entspricht 65% der Gesamtwertung

Leuchtmittel-ArtOutdoor-Licht
LichtfarbeRGBW
Farbtemperatur1800K – 6500K
Lichtqualität (CRI)>80
Lumen215 Lumen pro Spot
Anzahl der LEDs7+7 LED’s (7 white + 7 RGB)
Nennlebensdauer50.000 h
Dimmbereich1% – 100%
Wattzahl4,5 Watt pro Spot
ProtokollZigbee Lightlink
Netzteil220-240V AC – 24V DC – 1.0A (24W max.)
Maße und GewichtHöhe: 400mm (komplett)
Höhe: 272mm (ohne Erdspieß)
Durchmesser: 60mm
Gewicht: 225gr
LieferumfangInnr Smart Outdoor Pedestal Light Colour 3er Set
Steckmodule
Stromkabel
Netzadapter
Controlbox
Technische Daten des Innr Smart Outdoor Pedestal Light Colour

Einrichtung und Steuerung

Die Einrichtung bzw. das verlegen der Innr Smart Outdoor Pedestal Light Colour ist im Grunde sehr einfach. Man muss eben nur beachten, dass man in der Nähe zum späteren Einsatzzweck eine geschützte Steckdose hat, anschließend alles miteinander verbinden und die Lampen mit dem festen Erdspieß im Boden verankern, was druck einfaches eindrücken geschieht, hier muss durch den scharfen Spieß sofern es sich um feinen Kies bzw. Erde handelt nichts geklopft werden.

Die anschließende Einrichtung ist ebenso einfach, schließlich unterstützt die Innr Smart Outdoor Pedestal Light Colour den Zigbee Funkstandard. Somit kann man sie Sockellampen mit den Systemen von Philips Hue, Ikea TRÅDFRI oder Amazon Echo Plus usw. verknüpft bzw. können darüber natürlich auch gestreut werden. Daher muss man sich, um das Innr Smart Outdoor Pedestal Light Colour steuern zu können, nicht noch zusätzlich eine Bridge von Innr kaufen, sofern man bereits Leuchtmittel und eine dafür notwendige Bridge von Philips Hue besitzt.

Jedoch gibt es zwei Einschränkungen, die man mit den Produkten von Innr nicht tun kann, die wiederum mit den Produkten von Philips Hue möglich wären. Zum einen bieten die Leuchtmittel aus dem Hause Innr keine Möglichkeit, die Leuchtmittel direkt via Apple Homekit steuern zu können und zudem wird auch Hue Sync nicht unterstützt, wobei dies im Außenbereich sowieso kaum jemand nutzen würde.

Da viele unter euch sicherlich schon ein Philips Hue Produkt bei sich zu Hause haben und somit auch die Bridge, die am meist verwendete ist, möchte ich mich bei der Einrichtung auf diese konzentrieren, da auch ich diese vorrangig bei mir zu Hause verwende. 

  1. Philips Hue App kostenlos aus dem Appstore herunterladen (verfügbar für iOS- und Android-Smartphones).
  2. Philips Hue App starten und die Einstellungen öffnen.
  3. Hier dann in die Lampen navigieren und Leuchte Hinzufügen auswählen bzw. auf das blaue Plus Symbol oben rechts tippen.
  4. Nun sollte das neue Leuchtmittel, welches ihr mit Strom versorgt habt, gefunden werden und schon kann dieses benannt und in der Farbe wie die anderen Leuchtmittel verändert werden.

(Einrichtung und Steuerung: 4 von 5 Punkten)

Licht

Innr gibt an, dass die Helligkeit der Smart Outdoor Pedestal Light Colour mit je 215 Lumen an bzw. die Gesamtleistung liegt bei 14,5 Watt. Dies reicht jetzt natürlich nicht aus, um eure Terrasse voll und ganz auszuleuchten, sondern ist eher dazu gedacht, am Abend ein Weg oder Ähnliches im Garten schön auszuleuchten. Das Licht und die wiedergegeben Farben gefallen mir dabei sehr gut. 

Vor allem die herkömmlichen weißen Farben, zu welchen z. B. warmes und kaltes Licht zählen, wirken schön hell und leuchten den Weg toll aus, sodass der Lichtkegel schön gleichmäßig rund um die Lampe geworfen wird. Ebenso werden alle bunten Farben gut gesättigt und kräftig wiedergegeben, auch wenn es hier wie üblich der Fall ist, dass Farben nicht ganz so hell sind wie weißes Licht. Der Unterschied ist jedoch nur gering, aber wie gesagt dies bekommen andere Hersteller auch nicht besser hin, denn selbst bei meinen Indoor Leuchten von Philips Hue ist es so, dass bunte Farbe dunkler sind als weißes bzw. kaltweißes Licht.

Im Test zeigte sich, dass die max. Helligkeit der Innr Smart Outdoor Pedestal Light Colour bei kalt weißem Licht erreicht wird, da hierfür anders als für die farbliche Darstellung alle 7 weißen LEDs verwendet werden, während es bei farblicher Darstellung zwar auch 7 LEDs sind, aber diese setzen sich aus verschiedenen Farben (Rot, Grün und Blau zusammen. Somit ist auch dann bei weißem Licht der höchste Stromverbrauch erreicht, aber die Lampen sind dabei so hell, dass diese absolut problemlos als sehr helle Wegleuchten genutzt werden können. In meinem Vergleich sind die Lampen von Innr gut doppelt so hell als herkömmlichen Solar-Weglampen, welche oft in Gärten zum Einsatz kommen.

(Licht: 4,5 von 5 Punkten)

Stromverbrauch

Kommen wir noch kurz zum Thema Stromverbrauch, denn dieser ist bei einem Leuchtmittel, welches häufig angeschaltet ist, ebenfalls ein wichtiger Faktor, welchen man nicht vergessen sollte. Der Verbrauch schwankt wie bereits sehr stark, je nachdem, welche Farbe und Helligkeit man eingestellt hat, was jedoch eigentlich auch logisch sein sollte. 

Das weiße bzw. vorrangig das kalkweiße Licht ist wie bereits zuvor angemerkt am hellsten und benötigt somit deutlich mehr Strom als die farblichen Darstellungen von rot usw. So braucht weißes Licht im Schnitt 12 Watt, während die Farben zwischen 5 bis 6 Watt verbrauchen. Das ist alles so weit noch im Rahmen, da die anderen Hersteller hier bei einem nahezu identischen Verbrauch liegen.

Sind die Sockellampen zwar eingesteckt, aber nur über die App ausgeschaltet, ist der Verbrauch sehr gering und liegt bei gut 0,2 Watt. Erhöht man die Helligkeit wiederum auf gut 50 %, dann landet man bei erstaunlich geringen 0,6 Watt, was ich für alle drei Lampen zusammen inkl. der Steuerungselektronik schon extrem sparsam finde. Erst bei gut 75 % kommt man auf einen Gesamtverbrauch von knapp 2,2 Watt und bei vollen 100 % braucht das ganze knapper 12 Watt. Daher handelt es sich hier um sehr sparsame Leuchtmittel, die für eine hervorragende Ausleuchtung sorgen.

(Stromverbrauch: 4 von 5 Punkten)

TEIL 3

bestehend aus „Preis/Leistung“ entspricht 10% der Gesamtwertung

Beschreibung

Mit dem Innr Smart Outdoor Pedestal Light Colour bietet das Unternehmen ein tolles Set an Sockelleuchten an, welche ein helles Licht im Garten erzeugen, sodass man damit z. B. wunderbar den Weg ausleuchten kann, oder man kann damit ein schönes Blumenbeet auch in der Dunkelheit besonders in Szene setzen. Über die App von Innr oder auch von die Philips Hue App (sofern mit der Hue-Bridge verbunden), kann man zwischen 16 Millionen Farben wählen oder auch helles weißes Licht oder warmweißes Licht erzeugen, ganz so, wie es einem gerade am besten gefällt. Man muss hier nur beachten, dass alle Sockelleuchten aufgrund derselben Steuereinheit nur dieselbe Farbe darstellen können, also jede Lampe eine andere Farbe geht hier leider nicht, würde aber im Garten sicherlich auch etwas komisch aussehen.

Somit kann man mit den Innr Smart Outdoor Pedestal Light Colour eigentlich fast alles machen, was man auch mit der Calla Outdoor Sockelleuchte von Philips Hue machen kann. Hier liefert das Modell von Philips zwar aufgrund des etwas größeren Durchmesser eine noch hellere Ausleuchtung, aber dafür kostet hier eine einzelne Lampe schon 120€ UVP, wo man hingegen hier für etwas mehr Geld direkt drei Lampen bekommt. Verzichten muss man bei dem Modell von Innr jedoch, wie ich bereits erwähnt auf den HomeKit Support und die Hue-Sync-Kompatibilität.

Preis/Leistung

Die UVP des Innr Smart Outdoor Pedestal Light Colour hat Innr mit 159,99€ beim 3-er Set festgesetzt. Inzwischen ist das Set nun schon einige Zeit auf dem Markt und somit bekommt man das Set schon für knapp 120€, was ich persönlich einen guten Preis finde. Eine zusätzliche Sockellampe kostet in der UVP wiederum 40€, aber auch hier ist diese inzwischen für rund 35€ verfügbar. Für das geforderte Geld erhält man wassergeschützte Sockelleuchten, die im Garten für eine schönere Atmosphäre sorgen und zudem ein helles Licht und dies zu einem sparsamen Stromverbrauch bieten. Die Lichtqualität ist sehr gut, die Verarbeitung passt und der Preis ist in Ordnung.

Innr Smart Outdoor Pedestal Light Colour

Zum Angebot bei

testr Gesamtwertung

unter Berücksichtigung aller Teilwertungen

 Wir bedanken uns beim Hersteller für die Bereitstellung des Produktes. Zu unseren Grundsätzen

Link zum Hersteller: https://www.innr.com/de/

Roberts Beacon 325

In aller Kürze

Mit dem Roberts Beacon 325 hat das Unternehmen aus Großbritannien den ersten Bluetooth-Lautsprecher vorgestellt, welcher mit seinem Retro-Design und den zahlreichen sommerlichen Farben punkten kann. Dieser ist zusammen mit dem Modell Roberts Beacon 335 erschienen und dabei sind sich beide sehr ähnlich, denn der Unterschied liegt hier nur in der Technik, denn beim 335 werden einem zusätzlich noch ein Equalizer geboten und die Möglichkeit, diesen mit einem weiteren Speaker zum Stereo-Paar zu koppeln, was bei meinem Testgerät nicht möglich ist.  

Beim Roberts Beacon 325 handelt es sich um einen tollen Begleiter im gesamten Haus. Gerade aufgrund dessen geringen Gewichts und der kompakte Maße kann dieser sogar gut in einer etwas größeren Tasche verstaut werden und mit insgesamt 12 Stunden bietet dieser eine ausreichend lange Akkulaufzeit. Doch gerade im Outdoor-Einsatz muss man aufpassen, denn anders als viele Konkurrenzmodelle verträgt dieses Bluetooth-Lautsprecher keinen Staub und Wasser. Überrascht hat mich jedoch der Klang, denn dieser ist trotz der kompakten Bauform überraschend gut aber der Preis ist auch etwas höher angesiedelt aber ok.

Gefällt uns

  • schönes Retro Design
  • Akkulaufzeit von 12 Stunden
  • ausgewogenes neutrales Klangbild
  • Bluetooth
  • gute Lautstärke
  • geringes Gewicht

Gefällt uns weniger

  • keine IP-Schutzklasse
  • Preis

Roberts Beacon 325

Zum Angebot bei

TEIL 1

Bestehend aus „Verpackung/Design/Verarbeitung“ entspricht 25% der Gesamtwertung

Verpackung

Roberts liefert das Beacon 325 in einer lobenswerten Verpackung aus, denn hierbei handelt es sich nämlich um eine vollständig recycelfähige Verpackung aus mehreren zusammengeklebten Kartonage-Lagen. In diesen wurde das Produkt samt Zubehör perfekt eingepasst, was mir sehr gut gefällt, aber wie gewohnt der Reihe nach und daher fangen wir erst einmal mit der Umverpackung an.

Die stabile Verpackung aus Kartonage wurde in eine bedruckte Umverpackung eingeschoben, welche nur dezente Details zum Produkt verrät. So erfährt man hier nur eine ungefähre Größe des mobilen Bluetooth-Lautsprechers, den Hersteller- und dem Produktnamen. Des Weiteren erfährt man aufgrund der Farbe der Verpackung noch die des Gerätes, denn diese sind identisch, aber zudem kann man die Farbe auch an der Unterseite am Siegel erfahren.

Vorne an der Front findet man lediglich die dezente Skizze des Roberts Bacon 325 und zwar ungefähr in dessen Originalgröße. Direkt darunter prangen der Name des Produkts und die Produktkategorie, in diesem Fall „Bluetooth Speaker“. Auf dem Teil, wo man den Name lesen kann, handelt es sich sozusagen um ein Siegel, welches die Verpackung im unteren Teil versiegelt. Somit verläuft dieses von vorne, nach unten hinweg und zur Rückseite und muss vor dem entfernen der Umverpackung erst noch durchtrennt werden. Am unteren Teil findet man die Farbbezeichnung sowie die Info, dass der Roberts Beacon 325 zwar in UK (Vereinigtes Königreich) entwickelt wurde, aber wie fast alle technischen Produkte in China hergestellt wird. An der Rückseite finde man die von Roberts Radio bekannten königlichen Siegel bzw. einmal das des Fürsten von Wales und das Wappen des Königs. Zu guter Letzt lockert die linke Seite noch ein Roberts Logo auf, zusammen mit dem Sichtfenster, welches die mehrmalige Kartonage zeigt. 

Hat man die Umverpackung von der Hauptverpackung getrennt, kommt die meiner Meinung nach tolle und stabile Innere Verpackung zum Vorschein. Hier sind in die Kartonschichten zwei Deckel aufgesetzt, bei denen man schon direkt erahnen kann, dass oben der Bluetooth-Lautsprecher und unten das Zubehör versteckt wurden. Beim Zubehör gibt es so weit nichts Unerwartetes, denn außer ein Netzteil mit festem Hohlstecker-Kabel gibt es hier nur ein paar Kurzanleitungen. Den Lautsprecher umgibt ebenfalls eine Kurzanleitung, welche alle wichtigen Funktionen usw. sehr verständlich erklärt. Dabei muss man jedoch beachten, dass hier sowohl die Funktionen des hier von mir vorgestellten Roberts Beacon 325, als auch die des etwas umfangreicheren Beacon 335 erwähnt werden. Daher trifft nicht alles, was hier in der Anleitung erklärt wird, auf beide Geräte zu. Denn nur der 335 besitzt den zusätzlichen USB-A Port an der Rückseite sowie die 5 einstellbaren EQ-Einstellungen und die Möglichkeit, zwei identische Lautsprecher zu einem Stereo-Paar zu koppeln.

(Verpackung: 4,5 von 5 Punkten)

Design

Beim Design bleibt das Unternehmen Roberts sich treu, denn genau wie die großen stationären Radio-Modelle kommt auch der Roberts Beacon 325 in einem hübschen Retro Design daher. Dafür sorgt nicht nur der gewählte Stoff, sondern auch die Rundungen rundum sowie die silbernen Zierelemente. Roberts bietet den Beacon 325 in insgesamt fünf Farben an, darunter Sonnengelb, Altrosa, Anthrazit, Mitternachtsblau und Petrol an, von welchen Letzterem meiner gewählten Farbe entspricht. 

Das Erscheinungsbild ist somit wie bereits erwähnt, typisch für Roberts und kombiniert das moderne Design mit der klassischen Haptik. Der Stoff, mit welchem der Lautsprecher zum Großteil bespannt wurde, sieht schön aus und sitzt fest. Die Farbgebung ist toll, denn hier hat man sich nicht für einen einheitlichen Stoff entschieden, sondern die Fasern sind bei meinem Modell türkis, blau, grau und braun, wobei hier das blau und türkis klar dominanter ist. Leider gibt Roberts keine direkte Auskunft darüber, woher das Material stammt, denn ich kann mir hier sehr gut vorstellen, dass es sich hier vielleicht um einem Stoff aus einer britischen Weberei handeln könnte.

Die Abmessungen des Roberts Beacon 325 belaufen sich auf 9,5 x 9,5 cm und die Höhe beträgt 19 cm. Dadurch würde sich der Bluetooth-Lautsprecher sehr als mobiler Begleiter eigenen, denn das Gewicht ist mit genau 711 Gramm angenehm leicht, aber aufgrund der fehlenden Schutzklassen wird dieser nicht vor Staub oder Wasser geschützt. Daher würde ich diesen als klassischen heimischen Bluetooth-Lautsprecher bezeichnen, der sich super im Büro, in der Küche oder im Schlafzimmer zum abendlichen Hörbuch hören usw. eignet. 

Die Stoffbespannung verläuft nicht rundum, sondern ist jeweils rechts und links kurz unterbrochen, damit diese in diesen Bereichen sauber gespannt werden konnte. Direkt darüber und darunter folgt jeweils eine umlaufende Zierleiste in Chrome-Optik und an der Font wurde das hervorstehende „Roberts“ Logo aufgeklebt. Damit der Lautsprecher einen sicheren Stand besitzt, hat man diesen an der Unterseite wie viele andere Bluetooth-Lautsprecher mit einem rutschhemmenden Gummi versehen. In dem Zwischenraum des Gummis findet man dann neben den Angaben zur Größe des Akkus auch die Modellbezeichnung und eine Rest-Aussparung. Letzteres benötigt man im Normalfall jedoch nicht. An der leicht ausgesparten Rückseite hat Roberts neben dem Ladeanschluss platziert, bei welchem es sich um einen DC 5Volt Anschluss mit Hohlstecker handelt. Direkt daneben ist noch ein AUX-In Port, über welchen man sofern noch vorhanden ein Gerät kabelgebunden anschließen kann. Ich denke jedoch, dass, wenn man sich einen Bluetooth-Lautsprecher kauft, sicherlich am meisten die Übertragung via Bluetooth bevorzugt und nur die wenigsten auf die Variante mit Klinkenkabel zurückgreifen werden.     

Zu guter Letzt befinden sich an der Oberseite im silbernen Element noch die vier einzigen Steuerungstasten. Dabei ist alles absolut selbsterklärend, da bei diesem Modell keine Mehrfachbelegung vorhanden ist. Auf die genaue Steuerung gehe ich dann wie immer separat beim Punkt „Bedienung“ ein.

(Design: 4 von 5 Punkten)

Verarbeitung

Bezüglich der Verarbeitung des Roberts Beacon 325 hab ich eigentlich kaum Kritik. Die Verarbeitung ist auf einem guten Niveau, sodass hier der Stoff fest mit dem Gehäuse verbunden wurde, die Tasten bieten einen sehr guten Druckpunkt und das Gewicht ist angenehm leicht. Man könnte hier vielleicht die mangelnde IP-Zertifizierung bemängeln, sodass es bei diesem Gerät keinen Schutz gegenüber Staub und Feuchtigkeit bzw. Wasser gibt. Jedoch denke ich, man entscheidet sich für ein anderes Modell, wenn man einen robusten Bluetooth-Lautsprecher bevorzugt, denn hier handelt es sich mehr um einen modischen und schönen Lautsprecher, welchen man auch gerne mal auf dem Sideboard stehen lassen möchte. 

(Verarbeitung: 4 von 5 Punkten)

TEIL 2

bestehend aus „Funktion des Produktes“ entspricht 65% der Gesamtwertung

Lautsprecher Anzahl1 x45-mm-Neodym-Lautsprecher
zwei passiven Bassradiatoren
Treiber-Durchmesser45-mm Treiber
Gesamtausgangsleistung (RMS)keine Angaben
Gehäuse MaterialKunststoff und Stoff
AnschlussmöglichkeitenKlinkenbuchsen-Eingang 3,5 mm und Bluetooth
Konnektivitätnur Bluetooth
Maße9,5 x 9,5 x 19 cm (TxBxH)
LieferumfangRoberts Beacon 325
Netzkabel mit Hohlstecker
Anleitungen
Technische Daten des Roberts Beacon 325

Bedienung

Die Bedienung des Roberts Beacon 325 ist sehr simple aufgebaut. Über den linken oberen Knopf wird wie das Symbol darauf schon zeigt, der Lautsprecher Ein-/Ausgeschaltet. Ein kurzes Betätigen reicht dabei schon aus und der Startton ist direkt zu hören, sodass der Lauscher mit einem Gerät gekoppelt werden kann. Zum Ausschalten wiederum muss man dieselbe Taste für ca. 2 Sekunden betätigt halten und auch hier bestätigt dies einem der akustische Ton. Über der Taste gibt es auch noch direkt eine kleine Status-LED, welche über den aktuellen Betriebszustand des Lautsprechers informiert. Direkt daneben folgt die Bluetooth-Taste, mit der man durch zwei Sekunden gedrückt halten, den Roberts Beacon in den Bluetooth-Pairing-Modus versetzt, sodass dieser z. B. beim Smartphone in den Einstellungen->Bluetooth gefunden und gekoppelt werden kann. Dabei zeigt auch hier eine kleine, blau leuchtende LED den aktuellen Status an. Leuchtet diese permanent blau, dann ist der Lautsprecher mit dem Gerät erfolgreich gekoppelt und blinkt diese, ist der Pairing-Modus aktiv.

Unter den eben erwähnten Tasten folgen dann noch die beiden lauter und leiser Tasten, mit diesen reguliert man dann logischerweise die Lautstärke. Das länger gedrückt halten führt hier leider nicht dazu, dass man zum nächsten Titel springt, sondern erhöht lediglich die Lautstärke mehrfach. Zwischen den vier Tasten befinden sich dann noch drei einzelne LED, die den aktuellen Akkustand der Batterie bzw. des Akkus anzeigen. Vielmehr gibt es hier nicht und bis auf die Skip-Funktion, sodass man die Musiktitel auch ohne das Smartphone überspringen kann, vermisse ich hier nichts. Wünscht man eine Equalizer Einstellung oder möchte den Lautsprecher mit einem zusätzlichen Beacon koppeln, muss man dann zum etwas teueren Beacon  335 greifen, denn dies wird hier zusammen mit einem etwas größeren Akku geboten.

(Bedienung: 4 von 5 Punkten)

Klang

Kommen wir nun zum Klang des Roberts Beacon 325. Hierzu macht Roberts wie gewohnt leider keine umfangreichen Angaben, sondern gibt nur bekannt, dass ein einzelner 45-mm-Neodym-Lautsprecher mit zwei passiven Bassradiatoren verbaut wurde. Letzteres wird, wie der Name schon verrät, passiv angetrieben, was hier durch den aktiven 45 mm Treiber geschieht. Dadurch wird ein besserer Klang erreicht, bzw. der Bass und die Mitten werden trotz des kleineren Gehäuses erstaunlich stark wiedergeben. Bezüglich des Frequenzgang usw. gibt man leider nichts preis. Durch den nach vorne gerichteten 45 mm Lautsprecher wird einem hier ein direkter und unverfälschter Klang geboten, welcher mir sehr gut gefällt. Bei der Konkurrenz ist es nämlich aktuell oft so, dass man mehr auf eine breite Stereobühne setzt, sodass eine breite Abstrahlung des Klangs ermöglicht wird. Darunter leidet jedoch leider oft das Klangbild und zudem geben viele einen bassbetonten Klang ab, da dies von der Mehrheit leider so als „guter Klang“ bezeichnet wird. 

Hier beim Roberts Beacon 325 wird einem somit ein ehrlicher und von den Musikliebhabern bevorzugter unverfälschter Klang geboten, sodass es mir persönlich sehr Spaß gemacht hat, damit Rock, Pop, Klassik, Rap usw. zu hören.  

Positiv ist mir auch aufgefallen, dass der Beacon 325 sowohl leise als auch auf der max. Lautstärke ein sehr gutes Klangbild bietet, welches sich nicht wirklich sonderlich verändert, sondern immer sehr konstant und stabil bleibt. Die max. Lautstärke ist dabei sehr gut, sodass man damit auch einen etwas größeren Raum mehr als ausreichend beschallen kann. Jedoch muss ich ganz klar auch zugeben, dass es sich hier um kein Gettoblaster handelt, mit dem man eine Party beschallen kann, aber man kann damit, während man z. B. saugt usw. gut Musik hören, ohne dass man den Lautsprecher von Raum zu Raum mitnehmen muss.

Die Funktion des Roberts Beacon 325 ist daher als Regallautsprecher einzustufen, denn er ist als ein klassischer Direktstrahler zu bezeichnen, also der Klang wird direkt nach vorne abgestrahlt. Der Bass ist zurückhaltend, sodass die klassische Jugend von heute, bei welcher der Dominante Bass ein „guter Klang„ ist, hier eventuell enttäuscht sein wird, denn dies wird einem hier wie erwähnt nicht geboten. Der Bass ist da und hörbar, aber die Klang-Qualität ist eben unverfälscht, und so wie diese eigentlich klingen sollte ausgewogen.

(Klang: 4 von 5 Punkten)

Akkulaufzeit

Der Akku im Roberts Beacon 325 ist 2.500 mAh groß, der für eine maximale Musikspielzeit von rund 12 Stunden ausreicht. Im Alltagstest konnte ich diese Laufzeit auf leicht angehobener Lautstärke auch ganz gut erreichen, sodass Roberts hier nicht zu viel versprochen hat. Greift man stattdessen zum „großen Bruder“, dem Bacon 335 und somit dem etwas umfangreicher ausgestatteten Modell, dann werden einem sogar 15 Stunden Laufzeit geboten. Aber selbst die 12 Stunden am Stück reichen eigentlich vollkommen aus und sollte der Akku dennoch unerwartet leere gehen, kann man diesen problemlos, während man Musik wiedergibt, aufladen, denn hierbei wird die Wiedergabe nicht unterbrochen.

(Akkulaufzeit: 4 von 5 Punkten)

TEIL 3

bestehend aus „Preis/Leistung“ entspricht 10% der Gesamtwertung

Beschreibung

Mit dem Roberts Beacon 325 hat das britische Traditionsunternehmen neben Radios nun auch die ersten beiden mobilen Bluetooth-Lautsprecher vorgestellt. Bei diesem Modell hat mir sehr gut der unverfälscht klare Klang gefallen, der ein warmes und ausgewogenes Klangbild liefert, ohne dass hier zu sehr auf einen dominanten Bass gesetzt wird. Der Lautsprecher sieht gut aus, integriert sich sehr gut in alte und neue moderne Häuser und verleiht so wie die Radio-Modelle eine besondre Note im Haus. Die Verpackung, in welche der Lautsprecher daher kommt, finde ich klasse, da hier alles recht nachhaltig gehalten wurde und somit handelt es sich hier um einen tollen Lautsprecher mit ausreichend langer Akkulaufzeit.

Preis/Leistung

Die UVP des Roberts Beacon 325 hat das Unternehmen bei stolzen 169€ festgesetzt, ein Preis, der sehr stabil ist, denn aktuell bekommt man den Bluetooth-Lautsprecher nirgends günstiger. Hier gibt es zwar andere Bluetooth-Lautsprecher, die vielleicht günstiger sind, aber gerade wenn man auf einen natürlichen, unverfälschten Klang wert legt, sollte man sich dieses Modell genauer anschauen, denn klanglich gesehen gefällt dieser mir sehr gut. Für viele mag dies vielleicht ungewohnt klingen, aber hier kommen die Höhen und Mitten sehr gut zur Geltung, ohne dass der Bass, welcher auch vorhanden ist, zu dominant wirkt. Das Einzige, was hier fehlt, ist die IP-Zertifizierung, denn somit handelt es sich hierbei mehr um einen Lautsprecher, welchen man im Haus mobil nutzt, als einen, den man auch im Garten oder unterwegs zum Skaterpark usw. mitnimmt. Aber hätte man den Lautsprecher nach dem IP-Standard gebaut, würde diesem der Charme fehlen, denn der Stoff hätte anders gefertigt werden müssen usw.

Roberts Beacon 325

Zum Angebot bei

testr Gesamtwertung

unter Berücksichtigung aller Teilwertungen

 Wir bedanken uns beim Hersteller für die Bereitstellung des Produktes. Zu unseren Grundsätzen

Link zum Hersteller: https://www.robertsradio.com

Teufel Real Blue TWS

In aller Kürze

Bei den Teufel Real Blue TWS handelt es sich um sehr schlichte True Wireless In-Ears, welche vom Klang überzeugend gut klingen und einen guten Bedienkomfort via Touch-Oberfläche bieten. Was mir persönlich weniger gut gefallen hat, war unter anderem, dass dieses Modell nicht mit der Teufel App für Kopfhörer kompatibel ist. Dies ist meiner Meinung nach in der heutigen Zeit bzw. vor allem bei einer UVP von 150€ eigentlich ein muss. Des Weiteren ist die Akkulaufzeit gut, aber im Vergleich zur Konkurrenz nur mittelmäßig. Wer dennoch über diese Punkte hinwegsehen kann, sollte sich die In-Ears dennoch mal genauer anschauen bzw. probe hören, denn sowohl klanglich als auch vom Tragekomfort und der Bedienung sind diese nämlich sehr gut.

Gefällt uns

  • bequemer Sitz
  • leichte In-Ears
  • ANC und Transparenz-Modus
  • guter Klang

Gefällt uns weniger

  • kein aptX oder LDAC Support
  • Akkulaufzeit eher mittelmässig
  • keine Unterstützung der Teufel-App
  • max. Output könnte noch etwas höher sein.

Teufel Real Blue TWS

Zum Angebot bei

TEIL 1

Bestehend aus „Verpackung/Design/Verarbeitung“ entspricht 25% der Gesamtwertung

Verpackung

Bei der Verpackung setzt Teufel wie gewohnt auf einen ungebleichten und wenig bedruckten Karton, sodass hier alles schön nachhaltig gehalten wurde. Die Verpackung ist in diesem Fall sehr kompakt, aber dennoch stabil, sodass der Inhalt darin sicher geschützt wird. Rundum informieren die Aufdrucke etwas über die technischen Daten und auch über das Produkt, da hier eine Skizze der In-Ears abgebildet wurde. 

Durchtrennt man das Klebesiegel an der Unterseite, kann man die Verpackung öffnen und dann kommt auch schon direkt das Ladecase zum Vorschein, in welchem die beiden In-Ears bereits eingesetzt wurden. Das Ganze ist dann wiederum in einer schlichten Folie verpackt und wird durch einen Kartonage-Einsatz perfekt geschützt. Entnimmt man den Einsatz, findet man in den zwei Hohlräumen links und rechts das Zubehör, bei denen es sich auf der einen Seite um ein relativ kurzes USB-A auf USB-C Ladekabel handelt und auf der anderen Seite um die zusätzlichen unterschiedlich großen Ohranpassstücke. Diese liefert Teufel in den Größen XS, S und L mit, während die Größe M ist bereits vormontiert wurde. Zu guter Letzt befinden sich unter dem Einsatz noch die üblichen Beipackzettel in Form von einer Kurzanleitung, Sicherheitshinweisen usw.

(Verpackung: 3,5 von 5 Punkten)

Design

In-Ear Kopfhörer

Das Design der Teufel Real Blue TWS ist recht schlicht gehalten und werden von Teufel lediglich in Schwarz angeboten, wie dies aktuell beim Unternehmen bei sämtlichen True Wireless In-Ears der Fall ist. Die Formensprache ist schlicht und kommt ohne die Stiele daher, wie man es z. B. noch von den Teufel Airy True Wireless kennt. Die Form erinnert mich daher sehr an die JBL Tour Pro+ TWS bis auf den Punkt, dass hier keine zusätzlichen Sicherungsgummis vorhanden sind, die für einen noch sichereren Halt sorgen sollen. 

An dem matt-schwarzen Gehäuse der In-Ears hat Teufel das typische Herstellerlogo in Form eines grauen „T“ aufgebracht, welches zugleich das einzige Erkennungsmerkmal ist, denn ansonsten wirken diese sehr unauffällig. Dieses Logo findet sich direkt auf der runden berührungsempfindliche Oberfläche, welches zugleich die einzige Steuereinheit ist, denn hier setzt Teufel ansonsten auf keine weiteren Tasten, lediglich die beiden Touch-Oberflächen an beiden In-Ears. Rund um das runde Plateau an der Außenseite fällt die Form der In-Ears etwas abgeschrägt ab, wobei diese in diesem Fall in die Tropfenform der In-Ears übergeht, was somit nicht gleichmäßig ist, sondern unten breiter wird als oben hinweg. Dies liegt auch daran, dass hier an dem breiteren Rand das Erste von insgesamt drei Mikrofone zu finden ist, welches für das Active Noise Cancelling benötigt wird. Ein weiteres Mikro findet man dann im Gehäuserahmen außen und ist nach unten gerichtet. Dieses Mikrofon ist nicht umsonst nach vorne zum Mund gerichtet, den es wird somit bei Telefonaten verwendet, während die anderen Mikros dafür sorgen, dass die Umgebungsgeräusche um einen herum herausgefiltert werden. Nach oben gerichtet findet man hier zwar ebenfalls eine Öffnung am Rahmen, jedoch sieht dies zwar ebenfalls auch einem Mikro aus, ist jedoch in Wirklichkeit eine Status-LED, welche den Status der Ohrhörer anzeigt.

Das letzte Mikro befindet sich dann noch beim Tragen der In-Ears in der Innenseite der In-Ears und somit ist direkt klar, dass Teufel hier auf die bekannte Technologie von ANC setzt, bei welchem Feedback-Mikrofone an der Innenseite des Ohrs und Feedforward-Mikrofone an der Außenseite platziert wurden. Daher sollen die In-Ears weniger anfällig gegenüber dem genauen Sitz im Ohr sein, da das äußere Mikrofon die eingehende Störgeräusche erkennt, das ganze von der Elektrik dann gegensteuert wird und das innere Mikrofon misst nach, ob bzw. was im Ohr dennoch hindurch kommt und sorgt somit für eine noch bessere Regulierung des fortschrittlichen Hybrid ANC, welches hier zum Einsatz kommt.

Neben dem Mikrofon findet man an der Innenseite noch die beiden Ladekontakte, über welche die In-Ears beim Eisnetzen in das Ladecase mit Strom versorgt werden und zudem ist hier natürlich auch noch der Ohrkanal vorhanden, welche den Klang des Treibers ausgibt und somit in den Gehörgang befördert. Auf dem Ohrkanal sitzen die laut Teufel spezielle Mushroom-Ear-Tips aus antibakteriellem Silikon, diese sorgen für einen sicheren und komfortablen Halt im Ohr. Jedoch muss ich ehrlich zugeben, wirklich speziell sind diese meiner Meinung auch nicht, sondern wie viel anderen Silikon-Ear-Tips als normal zu bezeichnen. Mushroom steht hier logischerweise nur für die Form, da dies einem Mushroom, also Pilzen, sehr ähnlich ist.

Ladecase

Das Case ist ebenso wie die In-Ears sehr schlicht gehalten. Also exakt dasselbe matt-schwarze Kunststoffgehäuse, angenehm abgerundet und lediglich mit einem dezenten grauen Teufel Schriftzug an der Front versehen, sowie der Modellbezeichnung an der Rückseite aber der Reihe nach. 

Das Case besteht aus Kunststoff und wurde an der Unterseite abgeflacht, sodass dieses auf dieser Fläche stehen bleibt, außer man entnimmt beide In-Ears und stellt das Case aufgeklappt hin, dann fällt es aufgrund des Schwerpunkts nach hinten um. An der Front des förmlich abgerundeten Ladecase befinden sich oberhalb des „Teufel“ Schriftzugs drei einzelne LEDs, welche einem den aktuellen Akkustand bzw. Ladestand der In-Ears anzeigt. Hierbei ist das ganze sehr Simple zu verstehen, denn man zeigt damit nicht an, wie viel Prozent das Ladecase noch hat, sondern jede der LEDs steht hier für ein Komplette Aufladung der In-Ears. Leuchten also alle drei LEDs auf, kann das Case die beiden Ohrhörer dreimal aufladen, während bei einer LED nur noch eine komplette Aufladung möglich ist. Ist der Akku schwach, blinkt die linke LED auf und der Akku sollte mit dem passenden Ladekabel direkt aufgeladen werden. 

An der Rückseite befindet sich die USB-C Ladebuchse, über welche das Ladecase aufgeladen wird, und zudem prangt hier wie bereits erwähnt die Modellbezeichnung der True Wireless In-Ears „Real Blue TWS“. Die Innenseite des Ladecase wurde wie an der Außenseite aus schlichtem schwarzem Kunststoff gefertigt, davon ist das meiste Matt und alle Vertiefungen sind in Hochglanz ausgeführt. Welchen der Ohrhörer man hier in welche Aussparung einsetzt, ist gekennzeichnet, sodass man direkt weiß, welcher Ohrhörer rechts und welcher links eingesetzt werden muss. Zu guter Letzt finde man in der Vertiefung noch jeweils zwei Ladekontakte, über welche die In-Ears aufgeladen werden und ansonsten gibt es hier nichts weiteres Spannendes zu sehen. 

(Design: 4 von 5 Punkten)

Verarbeitung

Die Verarbeitung der Teufel Real Blue TWS ist so weit gut, keineswegs edel oder auffallend hochwertig, sondern einfach solide und für den Preis entsprechend wertig. Alles besteht hier aus Kunststoff, macht aber dennoch einen hochwertigen Eindruck und das Case lässt sich dank der dezent gehaltenen Griffmulde gut mit zwei Händen Öffnen. 

Durch den Einsatz von Kunststoff ist das Gesamtgewicht angenehm leicht und dennoch passt die Verarbeitung, sodass hier nichts knarzt oder Ähnliches. Die beiden In-Ears bringen gut 11 Gramm und das Case knapp über 36,2 Gramm auf die Waage, sodass alles zusammen wie bereits erwähnt angenehm leicht ausfällt. Der matte Kunststoff bringt jedoch leider den Nachteil mit sich, dass dieser sehr anfällig gegen Fingerabdrücke ist, sodass man gerade wenn man die In-Ears wie üblich auch viele unterwegs nutzt, diese hin und wieder mit einem Tuch reinigen sollte. 

 Lobenswert ist auch hier der sichere Schutz nach der Schutzklasse IPX3. Dadurch können den beiden In-Ears ein kurzer Regenschauer nichts ab, jedoch bedeutet dies keineswegs, dass diese wasserdicht sind, sondern eben nur gegen leichtes Sprühwasser.

(Verarbeitung: 4 von 5 Punkten)

TEIL 2

bestehend aus „Funktion des Produktes“ entspricht 65% der Gesamtwertung

Kopfhörer-ArtTrue-Wireless In-Ear Kopfhörer
KategorieBluetooth Kopfhörer (Bluetooth 5.2)
FarbeSchwarz
Akkuintegriert, 370 mAh großer Lithium-Polymer-Akku im Case und 60 mAh großer Lithium-Ionen Akku in jedem der beiden Kopfhörern
Akku Ohrhörer: 8 h (ohne ANC) 6 Stunden (mit ANC)
Akku Ladecase: 17 h (ohne ANC) 12 Stunden (mit ANC)
Gesamt somit ca.: 25 h bzw. 18 mit ANC
Gewicht 47,4 g (Ohrhörer und Ladebox)
11,2 g (beide Ohrhörer)
36,2 g (Ladebox)
MaterialOhrhörer und In-Ears aus Kunststoff
KonnektivitätBluetooth 5.2 Audio-Codec: SBC und AAC.
TreiberDynamische Treiber mit einer Größe von 12 mm (links und rechts)
Frequenzbereich10 Hz bis 20 kHz
Treiberempfindlichkeit bei 1 kHz/ 1 mW (dBkeine Angaben
Impedanz (Ohm)keine Angaben vermutlich 16 Ohm
ANC/ TransparenzmodusANC und Transparenzmodus mit insgesamt drei Mikrofonen
LieferumfangTeufel Real Blue TWS
je ein Satz Ohrstöpsel in vier verschiedenen Größen
Ladecase aus Kunststoff
USB-C-Ladekabel
Kurzanleitung + Sicherheitsdatenblatt usw.
Technische Daten der Teufel Real Blue TWS

Tragekomfort

Bezüglich des Tragekomforts kann ich mich bei den Teufel Real Blue TWS nicht beklagen, diese haben über mehrere Stunden hinweg sehr bequem im Ohr gesessen. Hier macht sich das geringer Gesicht von gut 5,5 Gramm pro In-Ear positiv bemerkbar und zudem sitzt diese danke der anatomisch bzw. gerundete Form, zusammen mit den Silikon-Ear-Tips sehr bequem im Ohr. Somit stört mir auch nach dem sehr langen Musikhören absolut nichts.

Ebenso wie der bequeme sitzt im Ohr, kann ich mich hier auch keineswegs bezüglich des sicheren Haltes beschweren, denn die Silikon-Tips sorgen hier für den wichtigen Unterdruck, der gering ausfällt, aber dennoch dafür sorgt, dass die In-Ears auch bei leicht hektischeren Bewegungen nicht aus den Ohren rutschen. Der sitzt lässt sich dank insgesamt vier Anpassstücke je Seite ideal an das eigene Ohr anpassen und hier rate ich auch wie immer dazu, sich hierfür genug Zeit zu nehmen und alle durchzuprobieren. Schließlich sorgt die richtige Größe zum einen nicht nur für einen sicheren Halt und einen bequemen Tragekomfort, sondern ebenso hätte hier der inkorrekte sitzt auch Auswirkungen auf das ANC.

(Tragekomfort: 4 von 5 Punkten)

Bedienung

Die Bedienung der Musik usw. erfolgt, wie inzwischen bei fast allen True Wireless In-Ears die aktuell auf den Markt kommen, ausschließlich via Touch. Somit sind hier keinerlei Hardware-Tasten mehr verbaut, sondern man setzt auf beiden Seite ausschließlich auf eine berührungsempfindliche Touch-Oberfläche. Dabei unterscheidet man hier beim Bedienen zwischen einem einmaligen, doppelten, dreimaligen Antippen der Oberfläche und zudem reagieren diese auch auf das knapp über eine Sekunde gedrückt halten, wobei hier auf jeder Seite zum Teil auch unterschiedliche Aktionen ausgeführt werden.

Fürs Einschalten der Ohrhörer nimmt man diese einfach aus dem Ladecase heraus und schon werden diese eingeschaltet und befinden sich bei der Ersten, entnehme automatisch im Pairing-Modus und können somit mit dem Smartphone gekoppelt werden. Sollten diesen bereits mit einem Device verbunden geworden sein und ihr möchtet diese mit einem anderen Gerät koppeln, dann haltet die linke und rechte Touch-Oberfläche für 1,5 Sekunden berührt. Dadurch wechseln diese in den Kopplungsmodus und können somit mit einem neuen Gerät gekoppelt werden. Anschließend verbinden sich die In-Ears wie gewohnt automatisch mit dem bereits verbundenen Gerät, wenn beides eingeschaltet ist und am Zuspielgerät „Bluetooth“ aktiviert ist. 

Durch die neuste Bluetooth-Technologie (in, diesem Fall Version 5.2), ist es eigentlich bei so gut wie allen True Wireless In-Ears der Fall, dass hier beide Ohrhörer auch einzeln genutzt werden können. Somit können auch hier beide Ohrhörer als eigenständiger Master verwendet werden. Dies bedeutet somit auch, dass beide In-Ears direkt mit dem Smartphone kommunizieren und somit Musik empfangen können, während der andere bei Bedarf im Ladecase verblieben könnte.

Nutzt man wie in den meisten Fällen beide Ohrhörer zusammen, dann sorgt ein einmaliges kurzes Berühren der Touch-Oberfläche dafür, dass die Lautstärke reguliert werden kann. Dabei sorgt ein einmalige antippen der Rechten Seite dafür, dass die Musiklautstärke erhöht wird und dies linke Seite für ein Absenken der Lautstärke. Tippt man wiederum egal ob am rechten oder alternativ auch linken Ohrhörer zweimal hintereinander auf die Oberfläche, dann wird z. B. die Musik direkt angehalten bzw. bei erneutem Betätigen wieder am zuvor angehaltenen Punkt fortgesetzt. Dreimaliges Antippen ermöglicht es hingegen, dass man zum vorherigen oder nächsten Song in der Playlist springen, dazu tippt man rechts für Vorspringen und links für zurück. 

Der Sprachassistenten am Smartphone kann ebenfalls direkt über die In-Ears aufrufen werden, indem man den rechten In-Ear länger, also knapp 1,5 Sekunden lang berührt hält und ebenso deaktiviert man diesen am Ende genau so wieder. Ebenso gibt es jedoch am linken In-Ear die gleiche Aktion, jedoch ruft man hier nicht den Sprachassistenten auf, sondern reguliert das ANC bzw. den Ambient Sound. Bei jedem knapp 1,5 Sekunden langen halten wechselt man somit durch die unterschiedlichen Funktionen durch: Geräuschunterdrückung (ANC) Ein –> Ambient Sound Ein –> Geräuschunterdrückung (ANC) Aus.

Anrufe können selbstverständlich ebenfalls direkt über die Ohrhörer angenommen werden, was beim eingehenden Anruf durch einmaliges Drücken der Oberfläche am rechten oder alternativ auch am linken Ohrhörer erfolgt. Ebenso beendet man so auch selbst am Ende des Telefonats den Anruf durch das kurze berühren. Kann man im aktuellen Zeitpunkt nicht telefonieren oder Ähnliches genügt wiederum das knapp 1,5 Sekunden lange berühren einer der beiden Seite und schon wird der eingehende Anruf abgelehnt.  

An für sich bin ich mit der Steuerung sehr zufrieden, hier reagiert alles sehr zuverlässig und präzise, jedoch bin ich mit einem Punkt nicht ganz so zufrieden. Möchte man nämlich die Lautstärke direkt um mehrere Stufen auf einmal regulieren, geht dies leider nicht, denn würde man zweimal hintereinander auf den linken In-Ear tippen, dann wird der Titel erneut abgespielt. Somit muss man zwischen der Regulierung immer ein wenig warten, was mich im Test doch ein wenig gestört hatte.

(Bedienung: 4 von 5 Punkten)

Klang

Bezüglich der Audio-Qualität war ich bei den Teufel Real Blue TWS schon etwas gespannt, denn 12 mm große Treiber sind nicht alltäglich und Teufel verspricht hier einen weiten Frequenzgang, der für präzise Höhen, warme Mitten und für starken Kickbass sorgen sollen. Doch der Reihe nach betrachten wir zuerst mal wie gewohnt die Basis der In-Ears.

Das Herzstück der Teufel Real Bau TWS ist wie bereits zuvor erwähnt, der in jeder Seite zum Einsatz kommende 12 mm Treiber, dieser bietet wiederum laut Teufel einen Frequenzgang von 10 Hz bis 20 kHz, was soweit sehr gut ist. Bei den verfügbaren Audio-Codecs setzt Teufel auf AAC, was vorrangig von iOS Geräten unterstützt wird, jedoch können diesen auch Android-Devices verwenden, jedoch klingt dieser Codec oftmals schlechter als der Standard-Codec SBC und auch keinesfalls so gut wie AAC mit einem iPhone. Daher werden hier die meisten den Standard-Codec aktiv lassen, was meiner Meinung nach absolut ausreichend ist. So viel zu einigen der technischen Daten, doch nun möchte ich meinen persönlichen Eindruck vom Klangbild beschreiben.

Hier hat Teufel klanglich gesehen auch ganz klar alles eingehalten, was man verspricht, denn die großen Treiber sorgen beim richtigen Sitz der In-Ears für ein sehr druckvolles und auf den Hörspaß abgestimmtes Klangbild, welches mir im Test sehr gut gefallen hat. Hierbei haben mich vorne weg die Mitten überzeugt, denn diese geben die Stimmen und Gesang klar und sehr detailreich wieder, sodass diese schön ins Zentrum der Musik gerückt werden. Dies überrascht mich persönlich jedoch ein wenig, denn oftmals zählen gerade die Mitten zu den Schwächen bei In-Ears, da hier der Fokus oft nur auf den Bass oder dann noch etwas auf die Höhen gelegt wird, während die Differenz zu den Mitten verloren geht. Dies ist hier somit nicht der Fall. Ebenso präsentieren sich auch die Höhen mit einer guten und detailreichen Wiedergabe und werden glücklicherweise auch nicht verzehrt, wenn man mal die max. Lautstärke ausreizen möchte. Zu guter Letzt gehören auch noch die Bässe zu den Stärken der Teufel Real Blue TWS, denn diese reichen ordentlich tief hinab und liefern somit ein sattes Bass mit druckvollen und voluminösen Bässen. 

Kurz zusammengefasst liefert Teufel mit dem hier abgestimmten Klangbild wie bereits erwähnt ein Klangbild, welches sich mehr auf den Hörspaß konzentriert und was sicherlich für die Mehrheit auch das besser ist. Schließlich ist das warme Klangbild bei vielen Musikrichtungen, die heutzutage gehört werden, überzeugend und wird für viele einem neutralen Klangbild vorgezogen. Jedoch muss ich ganz klar zugeben, dass es den Teufel Real Blue TWS etwas am max. Output fehlt, denn hier hatte ich bereits lautere In-Ears im Test. Dies sollt ihr jedoch keineswegs falsch verstehen, denn laut sind die Real Blue TWS auf jeden Fall, aber dennoch eben nicht so laut wie andere Modelle. 

Die Sprachverständlichkeit der Kopfhörer ist in Ordnung. Die von Teufel hier eingesetzten Echo- und Geräuschunterdrückung arbeitet zuverlässig, sodass mich meine Gesprächspartner selbst in einer lauteren Umgebung gut verstehen konnten. Jedoch bemängelten meine Gesprächspartner etwas, dass es an der Dynamic bei meiner Stimme gefehlt hat, also Verstehen konnte man mich problemlos, aber eben nicht ganz so klar wie bei anderen Modellen. Dank des hochwertigen Audio-Codec AAC, sowie dem Bluetooth 5.2 Chip liefern die Teufel Real Blue TWS bei der Latenz, also die Verzögerung zwischen Ton und Bild beim Ansehen von YouTube Videos usw. eine sehr gute Arbeit ab, sodass hier keine Verzögerung festgestellt werden kann.

(Klang: 4 von 5 Punkten)

Ausstattung

ANC / Umgebung ein-/ausblenden

Teufel hat die Real Blue TWS mit ANC ausgestattet, was mich etwas verwundert, denn explizit im Namen wird darauf nicht hingewiesen. Denn üblicherweise war es bei Teufel bisher immer so der Fall, dass hier zumindest „NC“ im Produktnamen stand. Beim ANC soll sich hier genauer gesagt um ein hybrid ANC handeln, welches überraschend gut funktioniert. Natürlich sollte man hier aufgrund der Bauweise nicht das ANC wie bei einem Over-Ear Kopfhörer erwarten, welcher eine nahezu vollständige Isolierung von der Außenwelt bietet, aber immerhin das Niveau ist sehr gut.

Das ANC leistet sehr gute Arbeit und blendet die tieferen Außengeräusche (Motoren-Geräusche usw.) um einen herum effektiv aus, während Gespräche und höhere Töne wie bei vielen anderen Modelle dennoch aber auf jeden Fall gedämpfter ins Ohr gelangen. Sehr gut finde ich hier auch, dass das aktive ANC kaum Auswirkungen auf das Klangbild hat und somit wird hier nichts verfälscht. Ich hatte hier bereits Modelle im Test, welche beim aktivieren den Bass deutlich angehoben haben, dies ist hier jedoch nicht der Fall.

Ebenso arbeitet der aktive Transparenzmodus, welcher Stimmen und andere Geräusche z. B. den Verkehr um einen herum verstärkt durchlässt, zuverlässig. Diesen kann man ganz gut nutzen, hinkt aber ein wenig anderen Modellen hinterher, denn hier wird das ganze von einem hörbaren Grundrauschen begleitet, genau so wie beim ANC, was jedoch in Ordnung geht. Störender sind hier jedoch Stimmen diese werden nämlich etwas verzehrt durchgegeben und daher hinkt dieser Modus der Konkurrenz schon ein wenig mehr hinterher.

Akkulaufzeit

Bei der Energieversorgung der Teufel Real Blue TWS verspricht Teufel eine reine Akkulaufzeit von bis zu 8 Stunden (ohne ANC) und mit ANC auf knapp 6 Stunden mit jeweils einer vollen Aufladung. Eine gute Akkulaufzeit, aber keineswegs überragend, denn ich hatte hier bereits In-Ears mit deutlich längerer Laufzeit ohne eine zusätzliche Aufladung im Test und dies egal ob mit bzw. ohne ANC. 

Das zusätzliche Ladecase besitzt einen 370 mAh Akku, welcher die Akkulaufzeit durch mehrmaliges Aufladen nochmals erweitert. Somit kommt man insgesamt auf max. 25 Stunden ohne ANC und auf 18 Stunden mit aktivem ANC. Im Alltag haben sich die Laufzeiten bei leicht angehobener Lautstärke auch genau so bestätigt bzw. teilweise konnte ich sogar etwas länger Musik hören. Das Ladecase ist sehr klein und kompakt, sodass ich es als hosentaschenfreundlich bezeichnen würde und mir somit gut gefällt. 

Schade finde ich jedoch nur, dass Teufel immer noch auf eine automatische Play/Pause Funktion verzichtet hat. Dadurch wird die Musik nämlich bei der entnehme der In-Ears aus dem Ohr nicht automatisch gestoppt, sodass hier Akku eingespart wird, sondern man muss die Musik manuell passieren und auch die In-Ears selbst abschalten bzw. dazu ins Ladecase einsetzen.

Bluetooth

Beim Bluetooth setzt Teufel wie aktuell bei eigentlich allen neuen Kopfhörer auf den Bluetooth-Standard 5 bzw. besser gesagt auf Bluetooth 5.2. Der Vorteile der neusten Version ist hier eine sehr geringe Latenz und der rechte und linke Audiokanal kann jeweils getrennt voneinander übertragen werden usw. Zudem ist diese Version sehr schonend zum Akku und die Reichweite ist ebenfalls top. 

Das Koppeln mit meinem iPhone ist wie gewohnt über die Einstellungen->Bluetooth sehr einfach und schnell erledigt. Die Bluetooth-Reichweite hat mir im Test gut gefallen, denn diese war zum einen sehr stabil und zudem auch mit gut 12 bis 14 Metern indoor sehr gut.

(Ausstattung: 4 von 5 Punkten)

TEIL 3

bestehend aus „Preis/Leistung“ entspricht 10% der Gesamtwertung

Beschreibung

Mit dem Teufel Real Blue TWS hat Teufel ein sehr guten In-Ear Kopfhörer auf den Markt gebracht, welcher mich in vielen Punkten überzeugen konnte. Die Verarbeitung ist sehr gut, das ANC arbeitest so weit mit Bravour und auch die gute Klangqualität wird wie vom Hersteller versprochen erreicht.  

Zu den Schwächen zählen lediglich die etwas schlechteren Mikrofone, welche die eigene Stimme zum Gesprächspartner verzerrt übertragt. Außerdem ist die Akkulaufzeit zwar gut, aber dennoch eher mittelmäßig im Vergleich zu anderen Modellen einzustufen und die maximale Lautstärke ist gut, aber es sind nicht die lautesten In-Ears. Was mich jedoch sehr stark gewundert hat, Teufel hat die In-Ears nicht mit der hauseignen neuen App kompatible gemacht, was ich mir doch sehr gewünscht hätte. Denn darüber konnte man bisherige Modelle etwas mehr personalisieren, was hier nicht möglich ist.

Preis/Leistung

Die von Teufel festgelegte UVP von 149,99€ war zum Marktstart ein wenig zu teuer, denn andere Hersteller haben hier True Wireless In-Ears mit einer identischen Ausstattung für gut 100€ im Sortiment. Dem hat Teufel inzwischen entgegengewirkt und somit sind die recht neuen In-Ears bereits im Sale und dadurch für interessante 89,99€ erhältlich. Dafür bekommt man dann sehr gute In-Ears die für das geforderte Geld auch eine tolle Ausstattung bieten. 

Teufel Real Blue TWS

Zum Angebot bei

testr Gesamtwertung

unter Berücksichtigung aller Teilwertungen

 Wir bedanken uns beim Hersteller für die Bereitstellung des Produktes. Zu unseren Grundsätzen

Link zum Hersteller: https://teufel.de

Sky Q IPTV Box

In aller Kürze

Mit der Sky Q IPTV Box hat der bekannte Pay-TV-Anbieter ein Produkt auf den Markt gebracht, bei dem es sich wie der Name schon verrät und eine kleine kompakte Box mit zusätzlicher Fernbedienung handelt, welche über das Internet das Sky Angebot empfangen kann. Somit ist anders als bisher gewohnt, mit der neuen Box weder ein Kabel- noch ein Satellitenanschluss notwendig. Wie gut das Ganze im Alltag funktioniert hat und was die stärken bzw. schwächen sind, verrate ich euch in diesem Testbericht.

Gefällt uns

  • einfache Bedienung
  • leichte Einrichtung
  • beleuchtete Fernbedienung
  • kompaktes Gerät
  • Full-HD bei Live-TV
  • schnelle Software

Gefällt uns weniger

  • keine Aufnahmefunktion
  • UHD-Empfang bei Filmen und Serien (nur bei Netflix und Co.)
  • monatliche Kosten für Sky Abo
  • zu viel Werbung

TEIL 1

Bestehend aus „Verpackung/Design/Verarbeitung“ entspricht 25% der Gesamtwertung

Verpackung

Die Verpackung der Sky Q IPTV Box ist recht schlicht gehalten, denn das ganze wird in einer recht flachen und ungebleichten Kartonage geliefert. Diese ist lediglich mit einem Sky Logo versehen und den Namen des Produktes. Klappt man die Verpackung auf, erblickt man direkt ein paar Beschreibungen und stellt direkt fest, dass hier erfreulicherweise kaum unnötiger Verpackungsmüll zum Vorschein kommt. Wo nämlich früher Kunststoff zum Einsatz gekommen wäre, handelt es sich hier voll und ganz um Kartonage. Am Deckel hat Sky direkt eine Schritt für Schritt Beschreibung aufgedruckt, welche einem die Installation bzw. Einrichtung beschreibt, diese wird jedoch nicht wirklich benötigt.

Hat man die wenigen Beschreibungen entfernt, dann kommt direkt das Hauptprodukt, die Sky Q IPTV Box zum Vorschein und rechts daneben findet man auch direkt die zugehörige Fernbedienung. Unter den Kartoneinlegern findet man dann noch das HDMI-Kabel, mit welchem man die Box und den TV verbindet, sowie ein Netzkabel, welches die Stromversorgung der Box übernimmt.

(Verpackung: 3,5 von 5 Punkten)

Design

Die Sky Q IPTV Box ist deutlich kompakter als die herkömmlichen Set-Top-Boxen, welche man von Sky kennt. Den mit gerade mal 11 x x 11 x 2 cm ist die Box sehr der Apple TV ähnlich und lässt sich somit ideal beim Fernseher, also bei mir z. B. auf dem Lowboard verstecken. Auf der Oberseite ist hier auf der leicht angerauten Kunststoffoberfläche ein „Sky“ Logo in Hochglanz eingelassen, sodass die Box sehr dezent gehalten wurde. An der Rückseite findet man insgesamt drei Anschlüsse: einen Stromanschluss, in diesem Fall ein Rundhohleingang, ein HDMI-Anschluss und eine LAN-Buchse. Hier hat Sky alle Anschlüsse farblich unterschiedlich gekennzeichnet, sodass selbst ein Laie direkt auf Anhieb weiß, welches Kabel wohin gehört, denn auch die mitgelieferten Kabel sind entsprechend farblich markiert. Unbedingt notwendig ist dies jedoch eigentlich nicht, denn es handelt sich bei allen drei Anschlüssen um komplett verschiedene, sodass hier eigentlich keinesfalls etwas vertauscht werden könnte. 

Damit die Sky Q IPTV Box stabil und sicher steht, hat man diese an der Unterseite gummieret, außerdem hat Sky dort auch den kleinen Ein-/Aus-Taster versteckt, dieser wird aber durch die Fernbedienung nicht wirklich benötigt. Ansonsten gibt es weiter nichts Spanendes oder Ungewöhnliches an der Box zu sehen. Lüftungsschlitze sind keine vorhanden, da der verbaute Prozesse keine aktive Kühlung benötigt.  

Die Fernbedienung erinnert sehr an eine herkömmliche Fernbedienung, welche zahlreiche Hersteller bei ihren Fernsehern mitliefern. Dies ist daher völlig anders, als ich es von anderen Set-Top-Boxen wie AppleTV, Amazon Fire  und Co. gewohnt bin, denn hier bei der Sky Q IPTV Box handelt es sich um eine herkömmliche Fernbedienung mit zahlreichen Tasten. Somit werden einem hier z. B. schon ganz normale Nummer-Tasten geboten, sodass man direkt darüber zum gewünschten Sender steuern kann, die üblichen Funktionstasten (rot, grün, gelb, blau) sowie direkt Play-Pause, Vor-/Zurück-Tasten, damit man bei Filmwiedergaben bzw. bei Serien zurückzuspulen kann, wenn man z. B. etwas verpasst hat.

Die Fernbedienung kommuniziert nicht wie meisten Herkömmlichen per Infrarot mit dem Gerät, sondern über Bluetooth. Somit muss man zum Steuern nur in der Nähe, aber nicht in der direkten Sichtweite zum Gerät sein, was bei herkömmlichem Infrarot nicht der Fall ist. Ist bei Infrarot nämlich etwa eine Wand zwischen Fernbedienung und Gerät oder man ist mehr als 10 Meter entfernt, dann geht die Steuerung meist nicht mehr. Durch das in der Fernbedienung zeitgemäß integrierte Mikrofon nimmt diese auch direkt Sprachbefehle an, was im Alltag sehr gut funktioniert hat, denn wollte ich z. B. zu einem bestimmten Film, Serie oder Sender wechseln, hat die Sky Q IPTV Box mir die passenden Ergebnisse angezeigt. 

Gut gefällt mir, dass Sky hier in der Fernbedienung eine Tastenbeleuchtung integriert hat, sodass man auch im dunkeln, also ohne zusätzliche Licht direkt sieht, wo die gewünschte Taste auf der Fernbedienung ist. Dabei ist das Besondere, dass hier in der Fernbedienung ein Lagesensor verbaut wurde, welcher Bewegungen erkennt und daraufhin die Tastenbeleuchtung einschaltet. Die Fernbedienung beherrscht auch den Infrarot-Standard, sodass auf Wunsch über die Sky Q IPTV Fernbedienung auch andere Geräte wie der Fernseher bzw. eine eventuell vorhanden Sound-Anlage gesteuert werden kann.

(Design: 4 von 5 Punkten)

Verarbeitung

Sowohl die Sky Q IPTV Box als auch die Fernbedienung wurden stabil und somit sehr solide verarbeitet. Das Gehäuse der Set-Top-Box knarzt hier und da ein wenig, wenn man es leicht drückt, aber das ist bei anderen Modellen auch so und liegt eben am Kunststoffgehäuse, stört im Alltag aber absolut nicht. 

An der Fernbedienung gefällt mir sehr gut, dass man diese an im hinteren Bereich, der später unten ist, etwas Dicker ausgelegt hat, denn somit spürt man direkt, wie herum die Fernbedienung in die Hand gehört.

(Verarbeitung: 4 von 5 Punkten)

TEIL 2

bestehend aus „Funktion des Produktes“ entspricht 65% der Gesamtwertung

EmpfangsartInternet
AufnahmenNein
UHDFull-HD, nur bei Netflix und Co. UHD-Qualität
Größe(BxHxT) in mm: 110 x 17 x 110
Zeitunabhängiges FernsehenKostenloser Zugang zu den Mediatheken von ARD, ZDF und ARTE und RTL+
FunktionenSprachsteuerung, Persönliche Empfehlungen, Intelligente Suche, Bluetooth Fernbedienung
Sky Go bereits inklusiveja
LieferumfangSky Q IPTV Box
Fernbedienung und Batterien
Highspeed-HDMI®-Kabel
Steckernetzteil
Sicherheitshinweise
Technische Daten der Sky Q IPTV Box

Einrichtung & Konfiguration

Die Einrichtung der Sky Q IPTV Box ist eigentlich sehr einfach, denn hier wird man direkt zu Beginn ausführlich und Schritt für Schritt durch den Einrichtungsprozess navigiert. Relativ zu Beginn geht es direkt darum, die Sky Q IPTV Box mit dem Internet zu verbinden, was in den meisten Fällen mit dem heimischen WLAN sein dürfte. Dazu muss man wie üblich das richtige WiFi-Netzwerk aussuchen und das zugehörige Passwort eingeben. Soweit nichts, wo problematisch sein sollte, aber hierbei muss man als Nutzer leider sehr langwierig alle Buchstaben einzelne aus einer langen Reihe aussuchen, wo zahlreiche andere Hersteller eine virtuelle Tastatur darstellen, über die man deutlich schneller navigieren kann. Man kann hier nämlich nicht wie bei andern Herstellern einzelne Buchstaben usw. überspringen, sondern muss diese aus einer langen Reihe aussuchen. Zudem muss man dabei auch noch zu jedem Großbuchstabe, Kleinbuchstaben, jedem Sonderzeichen und jeder Zahl hinscrollen, welche die Eingabe je nach Passwort nochmals deutlich nerviger gestalte. Zum Glück muss man hier nicht ständig das Passwort eingeben, aber eben die erwähnte virtuelle Tastatur hätte die Eingabe enorm erleichtert. Im weiteren Einrichtungsprozess lädt die Box dann noch direkt die aktuellste Firmware herunter und schon landet man auf dem zukünftigen Home-Screen, also dem Startbildschirm.

(Einrichtung & Konfiguration: 4 von 5 Punkten)

Funktionsumfang

Seit Ende Märze 2022 ist es nun auch möglich, über die Sky Q IPTV Box UHD bzw. 4K Inhalte wiederzugeben. Zuvor war hier bi maximal Full-HD, also 1080p Schluss. Allerdings begrenzt sich die höhere Qualität nur auf die zusätzlichen Apps wie Amazon Prime Video, Netflix, Disney+ und Co. während die eigenen Angebote und das herkömmliche LIVE Fernsehen weiterhin nur in Full-HD laufen. Beim Audio-Format 5.1 bleibt weiterhin alles wie gehabt. Der Vorteil an Full-HD ist jedoch, dass hier eine deutlich geringe Download-Mindestgeschwindigkeit von Nöten ist, sodass hier in diesem Fall schon 5 bis 7 Mbit/s ausreichend sind, während bei 4K gut 25 Mbit/s bzw. mehr notwendig sind.

Die Sky Q IPTV Box bietet anders als einige anderen Set-Top-Boxen keine Aufnahmefunktion, dies liegt zum einen daran, dass keine Festplatte verbaut ist und zudem ist hier kein Online-Speicher von Sky vorgesehen. Aber wenn ich ehrlich bin, nutze ich diese Funktion sowieso nicht, da man heutzutage in den Mediatheken welche angeboten werden, alles im Nachgang ansehen kann, sollte man vielleicht etwas verpasst haben. Aber gerade von den Internet-TV-Anbietern Zattoo und Co. bin ich die Paus-Funktion gewohnt, die ich beim Live-Fernsehen hin und wieder sehr gerne nutze, denn somit kann ich das Live-Fernsehen anhalten und wenn ich dann kurz danach weiterschauen möchte, kann ich direkt am pausierten Punkt fortsetzen. Dies geht hier leider nicht, was ich persönlich etwas schade finde, soll aber in Zukunft via Update nachgereicht werden. 

(Funktionsumfang: 4 von 5 Punkten)

Software

Auf der Startseite, auf welcher man dann logischerweise immer beim Starten der Sky Q IPTV Box landet, listet Sky alle passenden Filme, Serien usw. nach ihren Rubriken bzw. Genres sortiert, so wie man es auch von den anderen Plattformen wie z. B. Apple TV, Google Chromecast, Amazon FireTV usw. kennt. Die Performance der Box ist sehr gut, sodass diese direkt reagiert und im Menü keine Ladezeiten entstehen. Startet man einen Film oder eine Serie, läuft jedoch zuerst immer noch zuvor eine kurze Werbung, welche zwischen 30 Sekunden bis max. 1 Minute läuft. Dies hat mich dann teilweise schon sehr genervt, denn schließlich hat man hier als Nutzer für das angebotene Programm bezahlt und muss sich dann dennoch zuvor immer ein Werbeblock anschauen.

Bei den zusätzlichen Apps stehen die gängigsten Streaming-Anbieter wie Amazon Prime Video, Disney+, Netflix, DAZN, Apps TV+ und auch TV Now Premium zur Verfügung. Des Weiteren werden einem hier auch die üblichen Mediatheken von ARD, ZDF und Co. geboten. Zusätzliche Apps kann man hier jedoch nicht auf die Sky Q IPTV Box laden, denn einen entsprechenden App-Store gibt es hier leider nicht. 

Das normale LIVE-TV macht bei der Sky Q IPTV Box sehr Spaß, hierzu trägt die hohe Auflösung von Full-HD (1920 x 1080 Pixel) bei, denn hier ist das Bild dann doch besser als das herkömmliche Free-TV, wo die übliche Auflösung nur bei SD-Qualität liegt, also 720 x 576 Pixel. Das Umschalten bzw. wechseln von einem zum anderen Sender erfolgt mit knapp unter 2 Sekunden recht schnell und die Auswahl an Sender im TV-Programm ist enorm, sodass ich mir direkt eine Favoritenliste erstellt habe und hier meine Lieblingssender hinzugefügt habe.

Die ständige Abfrage des Jugendschutz-PIN kann man in den Einstellungen glücklicherweise deaktivieren bzw. so einstellen, dass dieser erst zu bestimmten Uhrzeiten aktiviert wird. Schade finde ich jedoch, dass es anders als bei anderen Anbietern von solchen Set-Top-Boxen nicht möglich ist, den Inhalt vom Smartphone auf dein Fernseher zu spiegeln.

(Software: 4 von 5 Punkten)

TEIL 3

bestehend aus „Preis/Leistung“ entspricht 10% der Gesamtwertung

Beschreibung

Mit der Sky Q IPTV Box bietet der bekannte Medienkonzern nun endlich auch für Sky-Kunden das komplette Angebot übers Internet an. Daher ist hier nun nicht mehr ein Kabelanschluss bzw. eine Satellitenschüssel notwendig, was z. B. bei uns gut ist, denn wir haben uns fürs Fernsehen übers Internet entschieden und somit weder Kabel noch eine Schüssel auf dem Dach. Die Sky Q IPTV Box läuft sehr flüssig, bietet ein übersichtliches Menü und die Tastenbeleuchtung gefällt mir persönlich sehr gut. Lediglich die Werbeblöcke, die vor Filmen bzw. Serien abgespielt werden, sind sehr nervig, denn man zahlt den Dienst sowieso, warum dann noch zusätzliche Werbung. 

Preis/Leistung

Die Sky Q IPTV Box kauft man in diesem Fall nicht direkt, sondern man bucht diese in einem der vielen Pakete einfach gratis als Leihgerät dazu. Dazu wählt man nach der Auswahl der Pakete einfach aus, dass man Fernsehen übers Internet haben möchte. Man muss jedoch zwingend ein Jahresabo erstellen, welches (aktuell Stand 01.09.2022) im Grundtarif zu Beginn 15€ monatlich und danach 25€ kostet abschließen. Hier ist das Entertainment-Paket mit zahlreichen Serien und den privaten öffentlichen Fernsehsendern in Full-HD enthalten, sowie Netflix in der Basisversion. Des Weiteren fällt dazu noch eine einmalige Gebühr von 29€ an, sodass die Sky Q IPTV Box sozusagen über den Zeitraum leihweise zur Verfügung gestellt wird. Wie es diejenigen, die sich schon bezüglich Sky befasst haben, sicherlich wissen, können zum Basispaket noch weitere dazu gekauft bzw. abonniert werden. Dazu gehören z. B. Sky Cinema für 10€ mtl. (danach 12,50€), Bundesliga kostet dann 20€ mtl. bzw. 32€ danach und zudem gibt es noch Sky Sport, Sky Kids und einige weitere Paket-Bundle, mit denen man unterschiedlich viel Geld sparen kann. Wer von euch bereits Sky-Satellit oder Kabel-Kunde ist, kann jederzeit zum Internet-Empfang wechseln, was vor allem für Kabelnutzer durchaus sinnvoll ist, denn somit fallen bei diesen die hohen Gebühren für den Kabelempfang weg, wenn man den bestehenden Vertrag kündigt. Günstig ist Sky natürlich nicht, aber das Angebot bietet eigentlich zahlreiche Filme, Serien usw. sodass man dafür auch sehr viel geboten bekommt.

testr Gesamtwertung

unter Berücksichtigung aller Teilwertungen

 Wir bedanken uns beim Hersteller für die Bereitstellung des Produktes. Zu unseren Grundsätzen

Link zum Hersteller: https://www.sky.de