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Autor: Tobias

Ecovacs Deebot T10 Turbo

In aller Kürze

Beim Ecovacs Deebot T10 Turbo handelt es sich um das teuerste Modell der Ecovacs Deebot T10 Serie. Hier setzt Ecovacs auf den sehr gut ausgestatteten Saugroboter mit KI gestützter Objekterkennung und hervorragender Saugleistung. Das Besondere beim T10 Turbo ist jedoch, dass Ecovacs hier auf die runden rotierenden Reinigungspads setzt, die hier im Doppelpack zusammen für eine gründliche Reinigung sorgen. Bei den günstigeren T10 Modellen kommt hier nämlich „nur“ das üblich gewohnte Wischtuch zu Einsatz. Ebenfalls ein Highlight ist die Reinigungsstation, hier muss man zwar auf die automatische Entleerung des Staubbehälters verzichten, aber dennoch bietet die groß ausfallende Station einen großen Vorteil bzw. eine Besonderheit. Hierbei werden nämlich nach der Reinigung die Wischpads gereinigt und der Wassertank mit frischem Wasser aufgefüllt und zudem werden diese im Anschluss direkt sobald der Roboter fertig ist, mit Heißluft getrocknet. Insgesamt ein tolles Gerät, was mich im Test sehr durch die Reinigungsleistung, die Navigation und die umfangreiche App überzeugen konnte.

Gefällt uns

  • sehr einfache Einrichtung
  • Hervorragende Saugleistung
  • ausgereifte und fortschrittliche Navigation
  • gute Wischfunktion mit automatischer Reinigung des Wischtuchs
  • Erkennt Hindernisse sehr zuverlässig
  • gute Akkulaufzeit

Gefällt uns weniger

  • mit der Absaugstation etwas laut beim Absaugen und reinigen der Wischtuchs
  • Staubbehälter muss manuell geleert werden
  • sehr hoher Preis
  • keine automatische Anhebefunktion der Wischpads

Ecovacs Deebot T10 Turbo

Zum Angebot bei

TEIL 1

Bestehend aus „Verpackung/Design/Verarbeitung“ entspricht 25% der Gesamtwertung

Verpackung

Ecovacs liefert den Saugroboter samt Reinigungsstation in einem sehr großen und aufgrund dessen auch in einem schweren Karton aus. Dieser ist wiederum rundum mit einigen wichtigen Details, Bilder und Ausstattungsmerkmalen des Ecovacs Deebot T10 Turbo versehen. Im Inneren findet man dann wie von Ecovacs gewohnt, alle Bestandteile des Lieferumfangs sicher darin verstaut, sodass absolut nichts kaputt gehen kann. Doch wie gewohnt alles der Reihen nach und so schauen wir und doch erst einmal die Verpackung von Aussen an.

Die Verpackung kommt im gewohnten blau,/weis daher und ist rundum mit einigen Details und Bildern zum Produkt versehen worden. Daher geht Ecovacs hier in diesem Fall nicht nur auf den Saugroboter, sondern auch auf die Vorteile der Zusätzlichen hier enthaltenen Reinigungsstation ein. Nachdem man die Verpackung an der Oberseite geöffnet hat, findet man in dem sehr großen Paket alles schön säuberlich verpackt, also genau so, wie ich es von Ecovacs bereits gewohnt bin. An der Oberseite liegt ein großer Quick-Start Guide, welcher einem in wenigen Schritten die Inbetriebnahme zeigt. Darunter findet man dann zum einem in den schmalen Karton den Saugroboter, was man auch sehr gut an dem entsprechenden Symbol erkennen kann. Dieser Karton ist dann wie gewohnt mit einem Transportgriff versehen, sodass man diesen einfacher transportiere kann. Somit könnte man diesen Karton auch zum eventuellen Transport von A nach B nehmen, wenn man diesen z. B. ohne die große Station einem Bekannten vorführen möchte usw. 

Im linken breiteren Teil findet man die sehr große Reinigungsstation, welche hier ebenfalls sicher von Kartonage usw. geschützt wird und ebenso an ihrer sicheren Position gehalten wird. Doch zurück zum Karton des Saugroboters, denn hier drin findet man nicht nur diesen, sondern auch das komplette restliche Zubehör. Dabei handelt es sich zu einem um das Kabel der Reinigungsstation, die beiden rotierenden Wisch-Pads, die beiden noch anzubringenden Seitenbürsten des Roboters. Mehr gibt es hier leider nicht, denn Ersatzteile wie zusätzliche Filter usw. liefert Ecovacs hier nicht mit.

(Verpackung: 4,5 von 5 Punkten)

Design

Saugroboter

Der Ecovacs T10 Turbo kommt in einem komplett weißen Look daher, denn ein schwarzes Modell wird hier nicht angeboten. Hierbei hat sich Ecovacs für eine glänzende Oberfläche entschieden, während die Seite in matt gehalten wurde. Neu ist die Klappe an der Oberseite, welche hier keine Klappe mehr ist, denn beim Ecovacs T10 Turbo handelt es sich hier um eine komplette Blende, die leicht abnehmbar ist, da diese nur mit mehreren Magneten an ihrer Position fixiert wird. 

Unter dieser Abdeckung findet man dann aber wie gewohnt den roten Power-Schalter und den WLAN-/Reset-Button. Im Zentrum befindet sich dann natürlich wie gewohnt der runde Turm, welcher wie gewohnt den LiDar-Sensor  beherbergt und im Betrieb permanent rotiert und dabei eine Karte der Räumlichkeiten erstellt. Des Weiteren befinden sich hier im Turm auch drei Mikrofone, welche dazu dienen, eure Sprachbefehle für den integrierten YIKO-Sprachassistenten zu erfassen. Dahinter sitzt dann wie üblich noch der Staubbehälter mit dem Filtereinsatz usw. welcher jedoch meiner Meinung etwas klein ausfällt. Dieser muss bei diesem Modell nach erledigter Arbeit von Hand geleert werden, denn die Reinigungsstation kümmert sich „nur“ um das Frisch-/ und Schmutzwasser bzw. der Reinigung der Wisch-Pads. Neu ist am vorderen Bereich das Feld mit den drei leuchtenden LEDs, hierbei handelt es sich um ein Feld, welches auf Berührungen reagiert. Je nachdem, wie oft man die Taste berührt, führt der Saugroboter unterschiedliche Befehle aus.

Von der Größe nimmt der Saugroboter knapp 36 cm ein und ist mit 10,3 cm nochmals etwas höher als der Roborock S7 MaxV Ultra. Dies ist eigentlich nicht weiter schlimm, aber gerade bei dem Unterfahren einer Couch usw. ist es wichtig, dies zu beachten, dass der Roboter auch bei euch drunter passt. Die Couch ist bei uns jedoch auf keinem Fall ein Problem, aber dafür die Toiletten, denn hier fährt der Saugroboter mit dem Turm gegen den unteren tiefen Teil, sodass er hier nicht komplett drunter durchfahren kann. Das Gewicht beträgt knapp 4,5 Kilogramm, was zwar kein Leichtgewicht ist, aber von 1. in den 2. Stock bekommt man den dennoch problemlos getragen, denn ein Kleinkind ist hier auch nicht sehr viel leichter. 

Die Front nimmt die neue AIVI 3.0-Kameraeinheit mit Nachtsichtsensor ein, welche im beweglichen halbrunden Stoßfänger verbaut wurde. Damit erkennt der Saugroboter zahlreiche Objekte wie Kabel, Mülleimer, verschiedene Möbel, Socken usw. Diese werden dann jedoch nicht wie z. B. bei Roborock im Anschluss der Reinigung in der Karte dargestellt, sondern nur vom Roboter umfahren. Der Stoßfänger, welcher gefedert ist, dient dann wie gewohnt dazu, durch gelegentlich leichtes Anfahren der Kanten im Raum, Tischfüße usw. zu erkennen, sollte dies nicht die Kamera erkennen. Dies ist beim Ecovacs Deebot T10 Turbo jedoch sehr selten der Fall, da hier die Kamera und die zusätzlichen Sensoren die Hindernisse sehr zuverlässig erkennen und beim Navigieren sehr helfen.

Betrachtet man den Saugroboter von der Unterseite, dann findet man hier direkt an der Front die gewohnte Ausgleichsrolle, welche zwischen den beiden noch anzubringenden rotierenden Seitenbürsten sitzt. Diese kommen hier anders als bei Roborock an beiden Seiten zum Einsatz und drehen sich zum Zentrum, sodass der Staub von den Ecken zur Hauptbürste geleitet wird. Direkt am Rand der Unterseite verlaufen dann noch insgesamt sechs Sensoren, von denen zwei ganz vorne und die anderen beiden in der höhe der Antriebsräder sitzen. Mit diesen kann der Saugroboter unter anderem Abgründe erkennen, sodass verhindert wird, dass dieser eine Treppe herunterfährt und zudem erkennt er mit diesen Sensoren auch eventuell vorhandene Teppiche, sodass dabei automatisch beim Befahren die Saugleistung erhöht wird. 

Im Zentrum des Saugroboters befinden sich dann die beiden gefederten Antriebsräder, über welche der Saugroboter eventuelle Höhenunterschiede ausgleichen kann wie z. B. Teppiche. Dazwischen sitzt wie üblich bei einem Saugroboter die sehr wichtige rotierende Haupt-Reinigungsbürste unter einer Abdeckung, welche zum Reinigen wie gewohnt ganz leicht demontiert werden kann. Zu guter Letzt kommt hier noch eine neuere Technologie beim Ecovacs T10 Turbo zum Einsatz, denn der Hersteller setzt hier auf rotierende runde Wischplatten. Diese werden hier ganz einfach magnetisch angebracht und können somit ebenso einfach wieder entfernt werden. Einen Wassertank besitzt der Ecovacs Deebot T10 Turbo jedoch nicht, denn zu Beginn des Waschvorgangs und zwischendurch werden hier die beiden Wischpads direkt von der Station entsprechend nass gemacht. 

Leider kann der Ecovacs Deebot T10 Turbo die Wischpads nicht anheben und so müssen diese beim befahren von Teppichen entfernt werden. Wer auf diese Funktion nicht verzichten kann, muss sich dann das neue T20 Modell genauer anschauen, denn das neuste Modell wurde mit eben diese Funktion ausgestattet. Aufgeladen wird der Ecovacs Deebot T10 Turbo direkt über die beiden Ladekontakte an der Rückseite, mit welcher er nach Beenden der Reinigung zur mitgelieferten Reinigungsstation fährt und auf seine nächste Arbeit wartet bzw. zugleich werden hier die beiden Wischpads gereinigt und getrocknet, dazu aber später mehr.

Reinigungsstation

Die Reinigungsstation, welche Ecovacs bei T10 Turbo mitliefert, entspricht von der Optik der aus der X1-Serie. Diese sieht zum einen stylish aus, ist aber zugleich dennoch sehr groß. Farblich kommt diese wie der Roboter in einem zeitlosen, aber zugleich edlen silber-weißen Design daher. An der Front fährt der Ecovacs Deebot T10 Turbo nach erledigter Arbeit die Rampe rückwärts hoch, sodass dieser nicht nur aufgeladen wird, sondern zugleich wird dieser bzw. dessen Pads gereinigt. Hierfür hat die Reinigungsstation eine große Aussparung, um die beiden Mopp-Platten auszuwaschen und im Anschluss mit Heißluft zu trocknen. Dabei wird das saubere Wasser zum Reinigen verwendet, die Mopp-Platten rotieren über Schmutzabstreifer und das daraus entstehende schmutzige Wasser wird in den entsprechenden Schmutzwasser-Tank gepumpt. Dieser Prozess dauert knapp über eine Minute und die beiden Wischplatten sind im Anschluss sehr sauber. 

Beide Tanks, also Frisch und Schmutzwasser, sind an der Oberseite durch eine große Klappe annehmbar und im Zentrum hat Ecovacs als Trenner ein Zwischen-Fach integriert, in welchem sogar eine Reinigungsbürste versteckt ist. Zum Befüllen und entleeren können beide Behälter geöffnet werden, den Frischwasser-Behälter kann man jedoch auch alternativ über den Befüllstutzen befüllen. Hier beim Ecovacs Deebot T10 Turbo muss man leider auf die automatische Entleerung des Staubbehälters verzichten, sodass hier immer ein händisches entleeren notwendig ist. Dafür wiederum muss man sich bezüglich der Wischplatten keine Gedanken machen, denn hier wird alles voll automatisch gereinigt. Man muss eben nur gelegentlich frisches Wasser nachfüllen und das schmutzige entleeren.

 Die Reinigungsstation nimmt wie bereits erwähnt, etwas mehr Platz in Anspruch und ist diese von der Grundfläche inkl. Rampe ähnlich zum Roborock S7 Max V Ultra bei knapp 40 x 45 cm (Tiefe x Breite). Lediglich bei der Höhe ist diese mit 45 cm noch ein paar Zentimeter höher als die große Station von Roborock. Jeder der Behälter des Ecovacs Deebot T10 Turbo fasst knapp 4 Liter, sodass die Station bezüglich der Mopp-Reinigung einige Wochen laufen kann, ohne dass ihr hier was tun müsst. Beide Behälter sind durch eine Dichtung und Verriegelungsstück verschlossen, sodass hier auch keinesfalls unangenehme Gerüche entstehen können.

An der Oberseite der Reinigungsstation hat Ecovacs direkt noch drei Touch-Bedientasten integriert, sodass man die wichtigsten Dinge auch direkt ohne Smartphone steuern kann. Hierbei handelt es sich nämlich um die Selbstreinigung-Taste, sodass der Roboter die beiden Wischtücher reinigt, eine Start/Pause-Taste, welche selbsterklärend sein sollte und eine Rückruf/ Stopp-Taste. Letzteres bricht den Reinigungsvorgang ab und sorgt dafür, dass der Ecovacs Deebot T10 Turbo wieder zur Station zurückfährt.

(Design: 4,5 von 5 Punkten)

Verarbeitung

Die Verarbeitung der beiden im Ecovacs Deebot T10 Turbo enthaltenen Produkte ist sehr gut, hierbei gibt es von meiner Seite eigentlich keine Kritikpunkte. Die Verarbeitung ist sehr gut und ebenso fühlt sich der Kunststoff sowohl am Roboter als auch bei der Reinigungsstation hochwertig und vor allem langlebig an. Man hat sich hier zum Großteil für einen matten Kunststoff entscheiden, bis auf die Blende an der Oberseite des Roboters. Somit ist dieser eigentlich unempfindlich, was Staub angeht, dennoch muss man die Oberseite und die Front mit der Kamera sowie die Sensoren mindestens einmal wöchentlich vom Staub befreien.

Sämtliche pflegebedürftigen Elemente können sowohl am Roboter als auch an der Station wunderbar ausgebaut und somit einfach gereinigt bzw. ausgetauscht werden. Dies betrifft am Roboter unter anderem den Staubauffangbehälter inkl. Filter, die Haupt- und Seitenbürsten und die beiden rotierenden Wisch-Pads. Bei der Reinigungsstation ist es nur erforderlich, die beiden Wassertanks regelmäßig zu reinigen und die Aussparung, wo der Saugroboter einfährt, mit einem Tuch auszuwischen. Außerdem ist es erforderlich, hin und wieder die Haupt- und Seitenbürsten von Haaren zu befreien. Als praktisch erwies sich die Wickelhilfe an der Rückseite der Station, denn dadurch kann das eventuell zulange Kabel praktisch auf die benötigte Länge reduziert werden.

(Verarbeitung: 4,5 von 5 Punkten)

TEIL 2

bestehend aus „Funktion des Produktes“ entspricht 65% der Gesamtwertung

StromversorgungAkku
Akku-ArtLi-Ionen (5.200 mAh)
NavigationLDS-Lasernavigation, TrueMapping 2.0, AIVI 3.0 Kamera-Hinderniserkennung
Farbeweiß
Lautstärkezwischen 50 bis 66 dB (je nach eingestellter Saugstufe)
Hauptbürsteeine mit Borsten und Gummilippen
Formklassische runde Form mit zwei Seitenbürsten
Betriebszeitbis zu 4 Stunden
SensorenHebesensor; Sturzsensoren und Ultraschall Teppicherkennung, Kamera-Sensoren zum erkennen von Objekten (Hindernissen)
MaßeSaugroboter: 36,00 cm x 10,3 cm (Durchmesser x Höhe), Reinigungsstation: 45 x x40 x 45cm (H x B x T)
Gewicht4,5 kg
LieferumfangEcovacs Deebot T10 Turbo
Reinigungsstation
2x Seitenbürsten
2x Wischpads mit je einem waschbaren Mopp 
Netzkabel (europäischer Stecker) 
Bedienungsanleitung
Technische Daten des Ecovacs Deebot T10 Turbo

Ersteinrichtung und Inbetriebnahme 

Die Ersteinrichtung des Ecovacs Deebot T10 Turbo ist wirklich sehr einfach und wird komplett über die kostenlose App „Ecovacs Home“ Schritt für Schritt erklärt.

Nachdem man den Saugroboter, die Absaugstation und das restliche Zubehör ausgepackt hat, muss man teilweise noch ein paar wenige Verpackungselemente entfernen bzw. Schutzfolien und Schaumstoff-Elemente entfernen, welche zur Transportsicherung zuständig sind. Die Seitenbürsten, welche hier bei Ecovacs im Doppelpack zum Einsatz kommen, müssen noch montiert werden, aber dies ist total einfach, da diese entsprechend der Farbe nur entweder an dem roten oder grünen Befestigungspunkt angesteckt werden müssen. Schade finde ich jedoch auch hier bei Ecovacs, dass man sich die Ersatzteile, welche früher noch mitgefeiert wurden, gespart hat, aber dies ist leider bei Roborock ebenso der Fall.

Der Staubauffangbehälter sitzt wie inzwischen üblich bereits im entsprechend vorgesehenen Platz im  Ecovacs Deebot T10 Turbo. Einen Wassertank gibt es bei diesem Modell nicht und somit entfällt die Montage sowie das Befüllen von diesem. Dafür muss man bei Bedarf jedoch noch die beiden Wisch-Pads anbringen, was sehr einfach funktioniert, da diese jeweils nur an der magnetischen Sechskant-Halterung angebracht werden. Des Weiteren entfällt hier dann auch das Befeuchten der Pads, denn dies macht die Station direkt zu Beginn, wenn ihr diese zum Reinigungsvorgang sendet und dabei die Pads angebracht habt. An den beiden runden Kunststoff Wischplatten haftet jeweils ein Mehrweg-Tuch, welches immer wieder ausgewaschen werden kann, was hier direkt von der Reinigungsstation automatisch und sehr gründlich erledigt wird. 

Bevor man den Saugroboter das erste Mal startet, sollte man diesen noch über die App einrichten, da der Saugroboter zum einen direkt ein Firmware-Update bekommt, welches einige Verbesserungen mit sich bringt und zudem die ein oder anderen Fehler beseitigt. Des Weiteren sollte man selbstverständlich auch noch die Ladestation bzw. in meinem Fall die Reinigungsstation zuvor noch am gewünschten Ort im Haus aufstellen. Schließlich soll der Roboter diese finden und sein Akku wieder aufladen können, sofern dieser leer sein sollte und zudem können nur so der die beiden Wisch-Pads gewaschen und getrocknet werden.

Man könnte den Ecovacs Deebot T10 Turbo auch ohne die vom Hersteller zur Verfügung gestellten App verwenden, aber wirklich Sinn macht diese natürlich nicht, denn wenn man hier spezifisch nur einzelne Räume oder Bereiche reinigen lassen möchte oder auch bestimmen möchte, dass der Roboter an bestimmten Tagen bzw. Uhrzeiten reinigt, dann geht dies eben nur über die App.

Die Einrichtung bzw. Einbindung des Ecovacs Deebot T10 Turbo ist über die App „Ecovacs Home“, welche kostenlos für Android im Google Play Store und für iOS im Apple Store zur Verfügung gestellt wird, schnell und einfach erledigt. Hierbei wird der Vorgang nämlich sehr ausführlich und Schritt für Schritt erklärt. Nachdem man den alles ausgepackt hat und der Saugroboter auf die angeschlossene Absaugstation/Ladestation gestellt hat, kann man diesen am roten Hauptschalter unter der Abdeckung an der Oberseite einschalten. 

Zuerst muss man sich dafür jedoch Registrieren bzw. einen Account anlegen, für welchen man jedoch nur eine gültige Mail-Adresse und ein selbst definiertes Passwort benötigt. Danach geht des darum, dass man ein paar Zugriffsrechten zustimmt und schon landet man auf der Seite, wo man nach einem Saugroboter suchen kann. Hier kann man dann entweder direkt einen Saugroboter über das linke der beiden Symbole oben am rechten Rand hinzufügen, sodass man direkt den QR-Code scannt, welchen man unter der Abdeckung neben dem Hauptschalter findet. Alternativ tippt man hier dann ganz einfach unten auf  „Hinzufügen“, sodass man einen neuen Saugroboter einrichtet. 

Im weiteren Verlauf muss man nur kurz die Netzwerkdaten eingeben, bzw. das richtige WiFi-Netzwerk von euch aussuchen sowie das zugehörige Passwort eingeben. Danach stellt man den roten Netzwerkschalter auf „An“ und betätigt für 1 Sekunde den Reset-Knopf direkt darüber, sodass ein Signalton ertönt. Danach stellt die App ein Verbindung mit dem Saugroboter her und richtet das Gerät entsprechend ein. Daraufhin stellt die App eine Verbindung mit dem Saugroboter her und richtet das Gerät entsprechend ein. Anschließend muss man noch die entsprechende Zeitzone einstellen und am besten die Sprache auf Deutsch einstellen. Ist dies so weit alles erledigt, kam bei mir auch schon die Info, dass es eine neue Firmware gibt, welche ich direkt installieren lassen habe, und danach kann man den Sprachassistenten Yiko einrichten bzw. lernt dessen Funktionen kennen. Nun hat man alles so weit eingerichtet und alles ist einsatzbereit, aber ratsam ist es, direkt erst mal den Akku des Ecovacs Deebot T10 Turbo komplett aufladen zu lassen.

(Ersteinrichtung und Inbetriebnahme: 5 von 5 Punkten)

Reinigungsleistung und Navigation

Bei der Reinigungsleistung liefert der Ecovacs Deebot T10 Turbo ein hervorragendes Ergebnis ab. Hierbei hat dieser zwar leicht das nachsehen im Vergleich zum Roborock S7 Max V Ultra, aber im herkömmlichen normalen Modus, welchen man in der Regel im Alltag nutzt, spürt bzw. sieht man den Unterschied kaum. Die Saugleistung gibt Ecovacs mit bis zu 3.000 Pa. an was zwar kein Spitzenwert ist, aber dennoch handelt es sich hierbei um einen sehr guter Wert, welcher im Alltag für eine gründliche Reinigung sorgt. Der Saugroboter bietet insgesamt vier Saugstufen, von denen „Maximal+“ die höchste ist und logischerweise dann auch die volle Saugleistung bietet. Im Alltag habe ich jedoch bei unseren Fliesen und Parkett immer den Saugmodus „Standard“ verwendet. 

Bei der Navigation gehört der Ecovacs Deebot T10 Turbo zu den führenden Geräten. Seine Navigation ist nämlich sehr präzise, was Ecovacs durch das Zusammenspiel mehrere Sensoren gelingt. Zum einen gehört zu diesen Sensoren der LiDAR-Sensor an der Oberseite des Geräts, also der im geschlossenen Gehäuse befindliche und permanent rotierende Laser. Des Weiteren sorgt die Kamera-Einheit an der Front für eine sehr gute Hindernis bzw. Objekterkennung von zahlreichen Gegenständen. Letzteres wird hier von Ecovacs AIVI-Technologie genannt und entspricht hier inzwischen der 3. Generation. Dadurch soll der Deebot T10 Turbo Hindernisse nochmals 16x schneller als dessen Vorgänger erkennen und diese dabei in insgesamt 10 Kategorien einordnen. Dadurch erkennt der Roboter bei uns viele Hindernisse zuverlässig und weicht diesen gekonnt aus, was auch dafür sorgt, das die Reinigung deutlich ruhiger abläuft, da der Saugroboter keine Gegenstände wie z. B. Socken einsaugt oder Schuhe vor sich herschiebt. Kabel erkennt dieser so weit ebenso gut, lediglich bei dünneren, auf den Boden liegenden Kabel kam es gelegentlich vor, dass dieser sich hier festgefahren hat. Lagen diese wiederum zusammengerollt auf dem Boden, war dies kein Problem, da diese erkannt wurden.  

Die Lasernavigation, welche inzwischen in zahlreichen Saugrobotern zum Einsatz kommt, bietet den Vorteil, dass diese auch bei Dunkelheit problemlos funktioniert, aber zugleich hat diese auch den Nachteil, dass diese Spiegel und Glastüren nicht als Hindernis bzw. Wand erkennt. Somit kann es beim Betrachten der Karte vorkommen, dass hier die Darstellung etwas falsch ist, da es so aussehen kann, als würde der Raum hier weiter gehen, was aber nicht der Fall ist. Dies stört im Alltag jedoch nicht und ist bei Roborock und Co. exakt ebenso der Fall, also definitiv kein Problem, welches nur Ecovacs hat. Gegen einen Spiegel oder Glastür fährt den Saugroboter jedoch nicht, denn hierfür besitzt dieser weitere Sensoren an den Seiten, die spiegelnde und reflektierende Oberflächen als Hindernis erkennen. 

Genau wie zahlreiche Konkurrenzprodukte erkennt selbstverständlich auch der Ecovacs Deebot T10 Turbo Teppiche, was hier durch die an der Unterseite angebrachten Sensoren erkennt wird. Daher erhöht der Saugroboter hier beim Befahren automatisch die Saugleistung und sollte die Wischfunktion genutzt werden, dann weicht er dem Teppich beim Reinigungsvorgang automatisch aus.

Durch die zahlreichen erwähnten Sensoren bzw. in diesem Fall vorrangig durch den rotierenden Laserdistanz-Sensor an der Oberseite, erstellt der Saugroboter eine sehr genaue Karte eurer Räume und diese kann in der App auf Wunsch auch in 3D angezeigt werden. Ein nettes Feature, doch ich bevorzuge weiterhin die normale 2D Variante, da ich hierbei eine bessere Übersicht der unterteilten Räume usw. habe. Der Ecovacs Deebot T10 Turbo umgeht Hindernissen meiner Meinung nach sehr gut, denn er erkennt schnell und präzise, wenn etwas vor ihm ist und weicht dann mit einem Bogen gekonnt aus. Dabei war es im Test absolut egal, ob es dabei hell oder dunkel war, die entsprechenden Sensoren werden nicht negativ beeinflusst und die Kamera kennt auch bei Dunkelheit alles zuverlässig.

Mit dem von rotierenden Laserdistanzsensor misst der Roboter permanent den Abstand um sich herum, und zwar in alle Richtungen. Aus diesen Informationen bzw. Messwerten erstellt dieser schließlich, wie man es von vielen anderen Saugrobotern kennt, eine genau Raumkarte eurer Wohnung oder dem Stock vom Haus, wo dieser arbeitet. Hiermit schafft der T10 Turbo eine sehr präzise Navigation durch die Räume, welche durch die zusätzlichen Sensoren noch extrem gesteigert wird. Durch den rotierenden Sensor an der Oberseite ist dem Ecovacs Deebot T10 Turbo jederzeit bekannt, wo genau er sich gerade befindet, sofern dieser zuvor einmal den kompletten Stock gereinigt und eine Raumkarte erstellt hat.  

Von Grund auf ist die Navigation beim Ecovacs Deebot T10 Turbo nicht anders als bei den Saugrobotern aus dem Hause Roborock, Zaco, Neato und Co. Direkt nachdem man den Roboter zum Reinigungsvorgang gesendet hat, macht dieser, sofern die Wischplatten angebracht sind, diese zuerst sauber und entsprechend den Einstellungen in der App nass. Anschließend fährt dieser dann zu dem Raum, welcher am weitesten von der Station entfernt ist und beginnt an der Wand bzw. Ecke die Reinigung. Dabei fährt dieser zuerst an den Wänden gegen den Uhrzeigersinn den Raum komplett ab, bis der äußere Bereich einmal komplett umfahren und dabei gereinigt wurde. Direkt danach beginnt dieser dann den inneren Teil in geraden Bahnen abzufahren, sofern dazwischen keine Hindernisse sind. Sind diese vorhanden, dann umfährt dieser diese selbstverständlich automatisch und macht anschließend wieder mit der Reinigung in Bahnen weiter. 

Da der Saugroboter hier keinen Wassertank besitzt, sondern direkt zuvor an der Station die Pads entsprechend nass macht, fährt der Saugroboter alle 10 Minuten zur Station zurück, reinigt die Pads und setzt die Reinigung am zuvor angehaltenen Punkt fort. Die Navigation während des Reinigungsvorgangs ist sehr effizient. Der Roboter weiß durch den ersten kompletten Reinigungsvorgang, bei dem man vorher alle Gegenstände wie Schuhe usw. entfernt hat jederzeit, wo sich dieser gerade befindet.Somit lässt dieser keinen Bereich aus und das Ergebnis ist ein sauberer Boden.

Als Nutzer-/in kann man, während der Saugroboter reinigt, jederzeit live in der App nachverfolgen, wo der Roboter schon entlanggefahren ist. Dies wird einem hier sehr gut anhand der dargestellten Linien in den Räumen gezeigt. Hat man im ersten Reinigungsvorgang festgestellt, dass der Roboter an einem Punkt oder mehren Probleme hatte bzw. es vorkommen sollte, dass dieser Gefahr läuft, sich hier festzufahren, kann man in der App die Bereiche bestimmen, die er beim Reinigen nicht mehr befahren soll. Bei uns musste ich hierbei jedoch nicht eingreifen, da bei uns solche Stellen nicht vorhanden waren.

Dass der Ecovacs Deebot T10 Turbo versehentlich Treppen herunterfährt, darüber muss man sich auf keinem Fall sorgen machen, denn um dies zuverlässig zu verhindern, hat Ecovacs genau so, wie die Konkurrenz den Unterboden des Saugroboters mit mehreren Absturzsensoren ausgestattet. Diese besagten Sensoren, welche am Rand angebracht wurden, erkennen einen Abgrund bzw. Höhenunterschied und sorgen dafür, dass der Roboter davor bremst und die Kante entlang fährt. Durch genau diese Sensoren kann es jedoch wie bei zahlreichen anderen Saugrobotern zu Problemen mit Teppichen kommen. Habt ihr z. B. einen weißen Boden und einen dunklen kurzhaarigen Teppich, dann könnte es dazu kommen, dass die Sensoren dies als Abgrund erkennen und der Roboter somit nicht über bzw. auf den Teppich fährt. Da wir doch einen Parket aus Eiche haben, ist der Kontrast anderes uns somit kam es hier zu keinem Problem.

Hindernisüberwindung

Neben einer präzisen Navigation ist auch die zuverlässige Hindernisüberwindung bei einem Saugroboter sehr wichtig, denn ebenso wie Teppiche können dem Saugroboter auch Übergangsleisten zwischen den Räumen und zahlreiche Gegenstände im Weg sein. Auf eine automatische Anhebe-Funktion der Wisch-Pads beim befahren von Teppichen muss man leider bei diesem Modell verzichten. Somit müssen beide Pads immer entfernt werden, wenn man möchte, dass der Roboter auch Teppiche absaugt. Möchte man diese Funktion unbedingt haben, muss man zum neuen Modell, dem Ecovacs Deebot T20 Omni greifen und etwas tiefer in die Tasche greifen oder alternativ den Roborock S7 bzw. zum Roborock s7 Max V Ultra in Betracht ziehen. 

Durch die gute Antriebstechnik kann der Ecovacs Deebot T10 Turbo genau wie der Roborock S7 problemlos Steigungen von bis zu 20 % überwinden und ebenso hat er mit Schwellen von bis zu 2 cm keinerlei Probleme. Damit dies jedoch problemlos gelingt, sollte die Kante leicht abgerundet oder schräg ausgeführt sein, denn bei harten Kanten ist wie bei anderen Saugrobotern schon bei gut 1-1,5 cm Schluss. 

Saugleistung

Der Ecovacs Deebot T10 Turbo bietet, wie der Name schon verrät, eine hervorragende Saugleistung. Im Alltag habe ich hier zwar immer den Standard-Modus laufen lassen, aber dieser hat hier dennoch problemlos ausgereicht, sodass der Dreck zielsicher im Staubbehälter landet.Der Staubbehälter fasst übrigens knapp 400 ml, dies ist zwar nicht extrem groß, aber für rund 100 qm reicht dies problemlos aus, aber dann muss man gerade bei vielen langen Harren usw. doch zwischendurch mal den Behälter leeren. Die Saugleistung überzeugt auf unseren glatten Böden (Fliesen und Parkett) absolut. Hier wird alles eingesaugt und auch das, was in den Rändern liegt, wird von den beiden rotierenden Bürsten erfasst und zielsicher zur Hauptbürste befördert und von dieser erfasst. 

Beim fahren von Teppichen steigt die Lautstärke des Saugroboters logischerweise automatisch an, da dabei zugleich die Saugkraft erhöht wird. Somit wird gewährleistet, dass der Roboter auch der tief sitzende Schmutz aus den Fasern herausgesaugt bekommt. Die Saugleistung finde ich auch dank der sowohl mit Borsten als auch Gummilippen versehenen Walze super. Hier wickeln sich zwar hin und wieder ein paar lange Haare meiner Frau um die Bürste, aber dies ist absolut nichts, was man nicht mehr wegbekommt. Hin und wieder muss man somit die Bürste rausnehmen und von den Haaren befreien, was wie erwähnt schnell und einfach erledigt ist. 

Als Nutzer-/in kann man in der App frei wählen, wie stark die Saugleistung ist. Hierbei hat man die Wahl zwischen: Leise, Standard, Maximal und Maximal+, dabei ist Standard von Werk aus eingestellt.  Je nach gewählter Saugleistung erhöht sich selbstverständlich auch die Lautstärke des Roboters, doch gerade die beiden Stufen Leise sowie Standard könnte man, sofern es einen nicht stört, auch dann nutzen, wenn man gerade zuhause ist. Mehr dazu aber beim Punkt „Lautstärke“.

Wischfunktion

Die Wischfunktion des Ecovacs Deebot T10 Turbo ist anders als bei den bisher von mir getesteten Saugrobotern aufgebaut. Schließlich kommt hier anstelle von einer starren oder rüttelnden Wischplatte, zwei geläufig rotierende Wisch-Pads zum Einsatz. Dieses System nennt Ecovacs „Ozmo Turbo 2.0“ und dabei drehen die beiden Scheiben, welche mit einem Mehrweg-Wischtuch versehen sind, mit 180 Umdrehungen in der Minute. 

Durch die rotierenden Pads und ein regelmäßiges Ausspülen und versorgen mit frischem Wasser gelingt hier bei normaler Verschmutzung eine streifenfreie Bodenreinigung. Handelt es sich wiederum um bereits angetrockneten Schmutz wie klebrige Flüssigkeiten, dann hilft hier eine einfache Reinigung nicht. Hier sollte man dann in den Einstellungen beim Wischen „Tief wählen, damit der Boden in langsamerer Geschwindigkeit effizienter geschrubbt wird.  Jedoch sollte einem ganz klar sein, dass man hier nicht dieselbe Reinigungsleistung wie beim Wischen bzw. schrubben mit der Hand erwarten kann, aber für ein Kombi-Gerät ist das Ergebnis ganz gut.

Hier kommt dann auch die neue Reinigungsstation zum Einsatz, welche für die besondere Gründlichkeit beim Wischen sorgt. Das größte Problem bei den bisherigen Modellen an Saugroboter aus dem Hause Ecovacs mit Wischfunktion war nämlich, dass der Schmutz irgendwann im Laufe der Reinigung nicht mehr vom Wischtuch aufgenommen werden konnte, da dies zu schmutzig wurde und sich somit zugesetzt hat. Somit hätte man das Tuch zwischendurch händisch reinigen müssen, was hier nun komplett bei der neuen Station entfällt. 

Anders als bei Roborock, kann man hier nicht definieren, dass der Roboter nach jedem Raum zur Station zum Reinigen des Wischtuchs fährt, sondern man gibt die entsprechende Zeit an.  Je nach definierter Zeit fährt der Ecovacs nach 10 Minuten (alternativ sind auch 6 oder 15 Minuten möglich) automatisch zur Reinigungsstation und spült die beiden Wischpads aus und versorgt diese direkt auch mit frischem Wasser. Die Reinigung der Wischpads erfolgt hier durch je einen Kunststoff Abstreifer, über welchen die rotierenden Pads vom Schmutz befreit werden und dann mehrfach ausgewaschen werden. 

Somit muss man als Nutzer deutlich weniger am Saugroboter erledigen, bzw. bezüglich der Wischfunktion muss man nur gelegentlich die Tanks füllen bzw. leeren und die Station im Inneren auswischen. Beim Ecovacs Deebot T10 Turbo bleibt jedoch nicht aus, den Staubbehälter nach jeder Rettungsfahrt zu entleeren, denn dieser wird hier leider nicht direkt mit abgesaugt, da es hier keine Absaugefunktion gibt. 

Beim Wischmodus stehen in der App unter den Einstellungen nur zwei Wischfunktionen zur Auswahl, Standard und Tief mehr nicht. Des Weiteren kann noch bestimmt werden, wie nass die Wischpads sind: Niedrig, Standard und Hoch. Das tolle an der Reinigungsstation ist jedoch die Heißlufttrocknung, denn somit werden die Pads effizient und deutlich schneller elektronisch per Heizung getrocknet, sodass hier weniger Bakterien anstehen können. Hier kann in der App dann bestimmt werden, wie lang die Trocknung stattfinden soll, zur Auswahl stehen hier 2, 3 oder 4 Stunden.

(Reinigungsleistung: 4,5 von 5 Punkten)

App

Im Laufe des Testberichts habe ich bereits erwähnt, dass sämtliche Einstellungen des Ecovacs Deebot T10 Turbo mithilfe der umfangreichen App eingestellt werden können. Hier hat Ecovacs eine tolle, übersichtliche App entwickelt, die alle wichtige Funktionen auf der Startseite zeigt und alles Weitere kann in den Nebeneinstellungen eingestellt werden. Die Einbindung des Deebot T10 Turbo in die kostenlose „Ecovacs Home“ App ist selbsterklärend bzw. wird wie bereits erwähnt, sehr verständlich und Schritt für Schritt erklärt. Somit sollte dies für alle Nutzer kein Problem sein und in kurzer Zeit erledigt sein.

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Preis: Kostenlos

Die App von Ecovacs ist meiner Meinung nach übersichtlich aufgebaut, sodass man sich hier eigentlich recht schnell zurechtfindet. Alle Funktionen, welche man regelmäßig benötigt, sind direkt auf bzw. über die Startseite erreichbar bzw. einstellbar.  Alle weiteren tieferen Einstellungen findet man dann wiederum in dem weiteren Untermenü. Die Karte, welche der Saugroboter nach dem ersten kompletten Reinigen erstellt, ist sehr übersichtlich gehalten und kann bei Bedarf natürlich noch umfangreich bearbeitet werden. Bei mir wurden die Räumlichkeiten im Obergeschoss leider nicht direkt richtig unterteilt, sodass ich den Flur noch richtig zusammenführen musste, denn hier wurde dieser in drei Teile unterteilt. Das Zusammenführen war jedoch sehr schnell und einfach erledigt und nun wird dieser als ein ganzer Raum dargestellt, genau so, wie es auch der Fall ist. Genau wie bei Roborock, gibt es auch noch eine 3D-Karte auf welche man direkt zugreifen kann, hier werden dann direkt in der App auch die entsprechenden erkannten Möbel mit dargestellt, was insgesamt recht schön ist, aber ich mehr als eine Spielerei einstufe. 

Der Ecovacs Deebot T10 Turbo ist mit einer Kamera ausgestattet, welche nicht nur von diesem selbst zur Objekterkennung genutzt wird, sondern man kann auch auf die Live-Ansicht zugreifen. Daher kann man als Nutzer während der Reinigung oder auch einfach so auf die Kamera zugreifen und ebenso ist auch eine Kommunikationsmöglichkeit gegeben. Bei Bedarf kann somit direkt über den Saugroboter mit einer Person zu Hause gesprochen werden, aber viel sinnvoller ist es z. B. wenn man kurz nach dem rechten Zuhause schauen möchte, wenn man gerade nicht daheim ist. Hierbei verspricht Ecovacs, dass die privaten Aufnahmen bzw. Einblicke der persönlichen Wohnräume nicht weitergegeben werden, sondern nur dem entsprechenden Nutzer vorbehalten sind. Ist der Live-View Modus aktiv, sieht man dies anhand der LED an der Kamera-Einheit.    

Habt ihr wie ich zu Hause nicht nur Fliesen, sondern z. B. Parkett, dann ist es auch wichtig, dass der Saugroboter auch in einzelnen Räumen nur saugt. Ich persönlich lasse nämlich unseren Parkett selten mit Wasser reinigen, während Fliesen bei uns immer gesaugt und gewischt werden. Hier muss man beim Ecovacs Deebot leider, wie ich es bereits erwähnt habe, auf die Anhebe-Funktion der Wisch-Platten verzichten, welche im neuen T20 zum Einsatz kommt. Somit kann man hier in der App nur bestimmen, dass der Roboter nur wischt und nicht zugleich saugt, während ein reines Saugen nicht möglich ist. Möchte man nur Saugen lassen, dann müssen die beiden Wisch-Pads auf jeden Fall entfernt werden, was jedoch wie bereit erwähnt sehr schnell und einfach gemacht ist. Des Weiteren kann durch das Bearbeiten der Karte und weiteren Optimierungen individuell auf jeden Raum eingegangen werden und somit kann man exakt bestimmen, mit welche Saugstufe gesaugt werden soll und wie hoch die verwendet Wasserabgabe der Wischfunktion sein darf. 

Nun beschreibe ich euch noch die App etwas ausführlicher Schritt für Schritt. Auf der Startseite sieht man zu aller erst den entsprechenden Saugroboter in dessen Akkustand. Dann kann man hier noch direkt eine Auto-Reinigung durchführen oder den Roboter zum Aufladen schicken. Viel wichtiger und ins deutlich umfangreiche Menü mit Karte usw. gelangt man, indem man auf „int. Reinigung öffnen“ tippt. Drunter gelangt man zudem in den Videomanager, mit dem man auf das Livebild des Saugroboters zugreifen kann. Darüber ist es möglich, denn Roboter zu steuern und einige weitere Dinge durchführen, doch in diesem Test möchte ich mit voll und ganz auf die wichtigsten Funktionen des Saugroboters kümmern.

Tippt man nun auf „int. Reinigung“ landet man auf der wichtigen Seite, auf der man nach der ersten kompletten Reinigung eines Geschosses eine mehrfarbige Karte angezeigt, in der die Räume unterteilt sind. Hier wird einem direkt oben in der Mitte der Akkustand angezeigt und zudem, ob der Saug-und Wischmodus oder ein anderer aktiv ist. Soweit keine Besonderheit, denn so ist es inzwischen bei zahlreichen bekannten Saugrobotern. Die verschiedenen Räume kann man dann zur einfachen Planung noch Benennen und nachsehen, ob die Bodenbeläge stimmen. Letzteres dient nur der einfacheren Optik bei der App, denn so könnt ihr direkt bestimmen, wo bei euch in den Räumlichkeiten Fliesen und wo Holzboden liegt. Des Weiteren kann man hier anhand der Symbole am rechten Rand direkt auf den Video-Manager, die 3D-Ansicht wechseln und bestimmen, welche Details auch beim Betrachten der Karte gezeigt werden. Über das Logo oberen Recht gelangt man dann in das Untermenü der Einstellungen, doch alle wichtigen Einstellungen findet man hier auf der Startseite. 

Hierüber kann man auf den ersten Blick direkt bestimmen, ob man eine automatische Reinigung des kompletten Stockwerks, nur einzelne Bereiche bzw. Räume oder eine in der Karte eingezeichnete Fläche reinigen lassen möchte. Hat man sich entschieden, wie gereinigt werden soll, dann kann man den Roboter direkt durch das Betätigen der „Play-Taste“ das Kommando zur Reinigung geben. Links neben dem Play-Button gelangt man zur Karte, wo man diese dann bearbeiten kann und rechts kommt man zum Menü der Absaugstation. Hierüber kann man im Falle des Ecovacs Deebot T10 Turbo die Wischtücher sofern gewünscht reinigen lassen oder auch eine Heißlufttrocknung durchführen. 

Umfangreichere Funktion bekommt man hier geboten, indem man das eben beschriebene Bedienfeld einfach nach oben wischt. Danach kann direkt oben bestimmt werden, ob man eine Standardreinigung bevorzugt oder auf individuell anpassen wechseln möchte.Mit „Anpassen“ kann man genau bestimmen, wie oft also ein- oder zweimal hintereinander der entsprechende Raum gereinigt werden soll und ebenso kann auch bestimmt werden, wie hoch die Saugstufe dabei sein soll. Darunter kommt das Einstellungsmenü bezüglich des Wischmodus. Hier kann zwischen Standard oder Tief gewählt werden, bei Letzterem sind die Fahrbahnen entsprechend enger, sodass eine gründlichere Reinigung ermöglicht wird. Alternativ kann „Nur Wischen“ aktiviert werden, sodass der Roboter, wie man schon klar vermuten kann, nicht saugt, sondern nur wischt. 

Dabei führt der Ecovacs Deebot T10 Turbo alle 7 Tage eine Tiefreinigung der Ecken durch, wo er diese besonders gründlich reinigt, da sich hier oft am meisten Dreck bzw. Staub sammelt. Diese Funktion ist jedoch nur im automatischen Modus aktiv, wenn man den Haushälter-Modus mit aktiviert. Diese Funktion sorgt dafür, dass der Saugroboter automatisch erkennt, welche Bereiche besonders schnell verdrecken und passt seine Reinigungstrategie entsprechend an. Beim Punkt „Reinigungssequenz kann man die Reihenfolge bestimmen, in welcher die Räume gereinigt werden. 

Anschließend folgen die letzten drei Menüpunkte, bei denen man zum einen die Lautstärke der Sprachansagen des Deebot anpassen kann und man hier auch einen Reinigungsplan nach den eigenen Vorlieben erstellen, also wann der Roboter was reinigen soll. Wichtig ist hier dann noch der Punkt „intelligente Reinigung“, denn hier kann man viele wichtige Dinge bezüglich der Reinigung bestimmen. Dazu zählen unter anderem folgende Dinge: wie nass die Wisch-Pads sein sollen und in welchen Abständen diese gesäubert werden sollen. Zur Auswahl steht hier wie bereits erwähnt: 6, 10 oder alle 15 Minuten. Außerdem kann festgelegt werden, ob die Heißlufttrocknung zwei, drei oder sogar vier Stunden laufen soll. Sollte der Akku während der Reinigung aus irgendeinem Grund leer gehen, kann der Ecovacs Deebot T10 Turbo die Reinigung am zuletzt angehaltenen Punkt wieder fortsetzen, hierfür ist es aber wichtig, dass „Wiederaufnahme der Reinigung“ aktiv ist. Damit auch Teppiche gründlich abgesaugt werden, sollte auch „Auto-Saugkraftverstärkung“ aktiv sein und für die präzise Hinderniserkennung ist es sehr wichtig, das bei AIVI 3.0 der Balken auf aktiv steht.

Für alle Haustier-Besitzer ist die strategische Haustierkotvermeidung wichtig. Dadurch soll der Ecovacs Deebot T10 Turbo den Kot erkennen und nicht darüber fahren, sodass im schlimmsten Falle alles auf dem Boden verteilt wird. Wie gut dies funktioniert, konnte und möchte ich logischerweise nicht testen. Zu den weniger wichtigen Einstellungen gelangt man entweder, wenn man beim besagten Menü auf „weitere Einstellungen“ tippt oder bei der Kartenansicht oben rechts auf das Haxogen-Symbol. Hier kann man unter anderem Einstellungen bezüglich des Sprachassistenten YIKO machen. Dazu zählt unter anderem, dessen Lautstärke zu regulieren, aber ebenso kann man auch alle möglichen Sprachkommandos einsehen. Außerdem gibt es hier dann ein Reinigungsprotokoll, in dem man wie von anderen Robotern gewohnt, alle Reinigungsvorgänge einsehen kann und man bekommt eine Übersicht der verbauten Teile und deren Laufzeiten bzw. Zustand. Daher kann man hier nachsehen, wann welche Teile gereinigt, gewartet oder ausgetauscht werden sollten. Die restlichen Punkte sind mehr oder weniger nicht so wichtig und wiederholen sich auch zum Teil.

Kartenerstellung

Wie jeder aktuelle Saugroboter mit einem Laserdistanzsensor (LDS) erstellt auch der Ecovacs Deebot T10 Turbo voll automatisch während der Reinigung eine sehr exakte Karte der vorhandenen Räumlichkeiten. Dabei gefällt sehr gut, dass man direkt zu Beginn eine Schnellkartierungsfahrt bietet, sodass der Roboter im Schnelldurchlauf das komplette Stockwerk abfährt und so in gut 10 Minuten eine komplette Karte davon erstellt hat. Danach kann die Karte direkt auf der Startseite begutachtet und bearbeitet werden. Die dabei gezeigte 2D-Karte zeigt jedoch nur die Räumlichkeiten und sehr große Möbelstücke wie ein Bett oder einen Schrank an. Möchte man mehr Details sehen, muss man zur 3D-Ansicht wechseln. 

Die Räumlichkeiten werden direkt im Anschluss der Kartierungsfahrt automatisch unterteilt, sollte dies wie bei mir aufgrund des großen Flurs nicht passen, kann dies direkt und sehr einfach geändert werden. Dafür einfach die entsprechende Räume antippen und auf Zusammenführen tippen und ebenso kann man Räume, welche fälschlicherweise zusammengeführt wurde, auch wieder trennen. Toll finde ich zudem, dass bis zu 3 Karten gespeichert werden können, sodass man den Roboter problemlos über mehrere Stockwerke verwenden kann. 

Die erstelle Karte kann umfangreich bearbeitet werden, sodass man hier einfach virtuelle Grenzen, Räume teilen oder zusammenführen kann und ebenso können die einzelnen Räume benannt werden. Außerdem kann man bei Bedarf Möbel in die entsprechenden Hindernisse einsetzen, sodass z.B nur unter Möbel wie unter einem Bett oder einem Tisch geeinigt wird, aber hier würde ich dann eher zum Benutzerdefinierten-Bereich tendieren, um den entsprechenden Beriech selbst definieren zu können.

(App: 4,5 von 5 Punkten)

Lautstärke

Die Lautstärke des Ecovacs Deebot T10 Turbo ist sehr gut. Dieser gehört nämlich je nach gewählter Saugstufe zu den leisesten Saugrobotern auf dem Markt. In der von mir bevorzugen Saugstufe „Standard“, was für Hartböden absolut ausreicht, ist der Saugroboter mit rund 55 Dezibel angenehm leise. Hier bietet der Saugroboter aber auch eine Stufe „Leise“, bei welcher er sogar nur 50 Dezibel laut ist. Während es bei dem Modus „Max+“ mit knapp über 66 Dezibel natürlich schon enorm laut wird. Hier muss man auch klar bedenken, dass schon 20 Dezibel mehr für eine Verdopplung der Lautstärke steht. Somit ist zwischen Leise und Max+ die Lautstärke fast doppelt so hoch. 

Mit der Wischfunktion, die Ecovacs hier beim Deebot T10 Turbo integriert hat, wird die Lautstärke minimal lauter, da hier der zusätzliche Motor die beiden Wischpads antreibt. Enorm laut ist dies jedoch nicht, sodass wir hier von ca. 2 Dezibel lauter reden, mehr nicht. Insgesamt empfinde ich die Lautstärke des Ecovacs Deebot T10 Turbo als angenehm und keineswegs störend. Ganz klar nimmt an diesen im selben Stockwerk wahr und hört ihn, aber es ist nicht so laut, dass es mich stört. 

Laut wird es teilweise jedoch gerade im Bezug der Reinigungsstation, denn während die beiden Wischpads gereinigt werden und das schmutzige Wasser in den Schmutzwasser-Tank gepumpt wird, ist deutlich hörbar und dauert etwas über eine Minute. Zudem hört man natürlich auch, wenn das Frischwasser nach unten zu den Pads gepumpt wird und beim trocknen ist auch während des kompletten Prozesses (2 Stunden oder auch länger) ein hörbares Surren zu hören. Letzteres ist jedoch nicht so extrem laut, aber sofern man in diesem Zeitraum schlafen möchte, ist dies eher ungünstig, daher sollten diese Ablaufe alle davor stattfinden.

(Lautstärke: 4,5 von 5 Punkten)

Akkulaufzeit

Damit der Ecovacs Deebot T10 Turbo die Ladestation bzw. Reinigungsstation schnellstmöglich nach dem Ende des Reinigungsvorgangs findet, solltet ihr diesen direkt von der Station aus starten lassen, so mache ich dies nämlich bei jedem Saugroboter. Aber selbst wenn ihr dies nicht macht und der Roboter nur in der Nähe steht, findet er nach kurzem Hin- und Herfahren die Station absolut zuverlässig und ohne Problem.

Der Ecovacs Deebot T10 Turbo wird nur mit der großen Reinigungsstation geliefert, eine zusätzliche klein z. B. für ein zweites Stockwerk ist nicht enthalten, wird aber auch nicht unbedingt benötigt. Hat der Roboter nämlich das Stockwerk, wo keine Station steht, gereinigt, beendet diese am Startpunkt seine Reinigung und wartet darauf, dass ihr diesen wieder zur Ladestation bringt, dass dieser seinen Akku wieder voll aufladen kann. 

Der im Saugroboter integrierte Akku ist wie in der Branche üblich mit einem 5.200 mAh großen Akku bestückt. Dies soll für eine Reinigungsleistung von rund 4 Stunden ermöglichen, sofern man nur saugt und dies beim Modus „Leise“. In der Realität, wo man dann im Modus Standard saugt und zudem wischen lässt, reden wir hier von gut 2,5 Stunden, was absolut ausreichend sein sollte um eine große Fläche des Haushalts zu reinigen.

Hat man im Haus oder in der Wohnung viele Teppiche liegen, bei welchen die Saugleistung automatisch erhöht wird und viele Gegenstände herumliegen und stehen, um welche der Roboter herum manövrieren muss, reduziert sich die Laufzeit natürlich deutlich. Gerade Bahnen fährt jeder Saugroboter am liebsten und sorgt für die längste Akkulaufzeit, aber dennoch kommt der Deebot T10 auch mit Tischfüßen und andere Einrichtungsgegenständen problemlos klar.

Sollte der Akku jedoch während des Reinigungsvorgangs fast leer gehen, aber die Etage noch nicht fertig gereinigt sein, dann setzt der Ecovacs Deebot T10 Turbo die Reinigung direkt nach dem Aufladen automatisch fort. Für eine volle Akkuladung benötigt der T10 Turbo rund 6,5 Stunden, nicht gerade wenig, aber nach getaner Arbeit hat sich der Ecovacs Deebot T10 Turbo eine längere Pause verdient 😉

(Akkulaufzeit: 4,5 von 5 Punkten)

TEIL 3

bestehend aus „Preis/Leistung“ entspricht 10% der Gesamtwertung

Beschreibung

Beim Ecovacs Deebot T10 Turbo hat Ecovacs auf keinem Fall zu viel versprochen, hierbei handelt es sich um ein vielversprechendes Saugroboter. Ein toller Haushaltshelfer, der einem die Arbeit erleichtert und die Böden sauber saugt und zudem wischen kann. Die tolle Reinigungsstation sorgt dafür, dass die Wisch-Pads regelmäßig gereinigt und somit mehr Schmutz auffangen können. Leider muss man hier jedoch auf die Absauge-Funktion verzichten, sodass man den Staubbehälter unbedingt nach jeder Reinigung entleeren muss. Dafür finde ich die Wischfunktion nochmals etwas besser als bei den bisherigen Ecovacs Geräten, die nur mit einer beweglichen Wischplatte ausgestattet waren.

Die Navigation des Saugroboters ist ebenso wie die übersichtliche App und die Reinigungspower des Saugroboters sehr gut, auch wenn die Objekterkennung teils noch hier und da ein paar Probleme hat, aber das ist bei Roborock auch nicht viel besser.  Dennoch würde ich persönlich auf die AIVI 3.0 Funktion nicht verzichten wollen, denn der Unterschied ist dennoch enorm und wenn einen der Preis nicht abschreckt, bekommt man hier ein tolles Allround-Talent.

Preis/Leistung

Für den Ecovacs Deebot T10 Turbo muss man aktuell ordentlich in die Taschen greifen, denn Ecovacs hat die UVP mit stolzen 1.099 € angesetzt, definitiv nicht günstig. Inzwischen ist dieser jedoch eine Zeit auf dem Markt und so ist dieser bereits für rund 750€ erhältlich, was immer noch viel Geld ist, aber den Roboter deutlich attraktiver macht. Sind einem die 1.099€ nicht zu viel, kann man sich vielleicht auch den neusten Ecovacs Deebot T20 Omni anschauen, denn dieser besitzt die meiner Meinung nach sinnvoll Anhebe-Funktion der Wisch-Pads und zudem wird hier der Schmutz noch besser aus den Pads herausgeholt, da hier nun direkt mit Heißwasser gereinigt wird.  Außerdem wird direkt der Staubbehälter mit ausgesaugt, also erhält man hier die sehr komfortable All-in One Reinigungsstation, welche ich hier beim Ecovacs Deebot T10 Turbo doch etwas vermisse.  

Ecovacs Deebot T10 Turbo

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testr Gesamtwertung

unter Berücksichtigung aller Teilwertungen

 Wir bedanken uns beim Hersteller für die Bereitstellung des Produktes. Zu unseren Grundsätzen

Link zum Hersteller: https://www.ecovacs.com/de

Teufel Real Blue NC

In aller Kürze

Mit dem Teufel Real Blue NC hat Teufel nun bereits die 2. Generation des Noise-Cancelling Over-Ear Kopfhörer vorgestellt. Hierbei hat sich das Design gegenüber des Vorgängers deutlich verändert, ist jedoch nicht neu bei Teufel, denn bereits der Teufel Mute BT aus dem Jahre 2017 sah genau so aus und hat mir damals sehr gut gefallen. Kombiniert wir das Design mit neuster Technik, der praktischen Bedienung mit dem Joystick, bekannt vom Teufel Supreme On und weiteren Highlights wie der langen Akkulaufzeit usw. 

Gefällt uns

  • guter Klang
  • sehr gute Akkulaufzeit
  • solides Noise Cancelling
  • faltbar
  • geniale Steuerung
  •  AAC, aptX Support
  • Schnellladefunktion
  • bequemer Tragekomfort

Gefällt uns weniger

  • Transparenzmodus sorgt für Grundrauschen
  • App etwas einfach gehalten
  • keine Smart-Pause-Funktion

Teufel Real Blue NC

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TEIL 1

Bestehend aus „Verpackung/Design/Verarbeitung“ entspricht 25% der Gesamtwertung

Verpackung

Teufel liefert die Teufel Real Blue NC in der gewohnten Verpackung aus, welche durch ihr schlichtes Äußeres bekannt ist. Somit setzt man auch hier auf die gewohnte ungebleichte Verpackung, welche nur wenig bedruckt wurde. Teufel setzt hier auf ein weitergehend nachhaltiges Verpackungskonzept, bei welchem fast komplett auf Kunststoff verzichtet wurde. Die Verpackung schützt den Kopfhörer hervorragend, denn hier hat man eine ausreichende Polsterung integriert und setzt auf eine Zentrierung, welche das Produkt bzw. in diesem Fall das Transportscase sicher schützen. Auf eine bunt bedruckte Verpackung verzichtet Teufel wie gewohnt, denn hier findet man rund um die Verpackung nur einige technische Daten und eine Skizze, die ein Teil des Teufel Real Blue NC zeigt. 

Somit findet man an der Oberseite hinweg zur Vorderseite die besagte Skizze des Teufel Real Blue NC und zudem sieht man hier natürlich auch den Hersteller und Produktnamen. Links findet man dann noch einen Aufkleber, welcher darüber informiert, welche Farbe des Teufel Real Blue NC enthalten ist und an der Rückseite gibt es ein paar wenige Details zum Kopfhörer. 

Durchtrennt man das Klebesiegel an der Unterseite, kann man die Verpackung öffnen und schon erblickt man direkt das Transportcase, welches zum Lieferumfang des Teufel Real Blue NC gehört. Hier drin hat Teufel dann wie von anderen Herstellern gewohnt, den Lieferumfang direkt mit integriert. Somit findet man hier den Kopfhörer, welcher zusammengefaltet und mit einer eingedrehten Ohrmuschel platzsparend darin verstaut wurde. In dessen Zentrum findet man dann wiederum in einer Polsterung das USB-A auf USB-C Ladekabel und ein Klinkenkabel vor. Zu guter Letzt hat Teufel unter dem Case noch die üblichen Beipackzettel verstaut, zu denen wie üblich eine Bedienungsanleitung usw. gehören.

(Verpackung: 3,5 von 5 Punkten)

Design

Beim Teufel Real Blue NC setzt das Berliner Unternehmen wie üblich in der Branche hauptsächlich auf Kunststoff. Ich hatte hier zwar auch schon einige Kopfhörer im Test, die etwas mehr hochwertige Materialien geboten haben, aber zum einen waren die dann nochmals teuerer und ehrlich gesagt, macht der Teufel Real Blue NC dennoch einen wertigen Eindruck. Teufel bietet den Kopfhörer in insgesamt drei Farben an, nämlich in Weiß, einem hübschen Blau und in Schwarz, wovon Letzteres genau meinem Testgerät entspricht. Anders als das schwarze Modell bieten die anderen Farben auch noch ein paar farbliche Akzente, welche hier bei meinem Modell nur schwarz gehalten wurden. Beim weißen Modell kommen hier nämlich auch silberne Akzente zum Einsatz und beim blauen sind diese Akzente an der Ohrmuschel und an den Kopfbügel-Enden in Schwarz gehalten. 

Die wichtigen Elemente, welche regelmäßig beansprucht bzw. bewegt werden, sind wie üblich bei qualitativen Over-Ear Kopfhörern aus Metall gefertigt worden. Dazu zählt unter anderem der Verstellmechanismus des Kopfbügels, welcher schön spürbar einrastet und der innere Kern im Kopfband. Das Kopfband wurde wie die beiden Ohrmuschel mit einem angenehm weichen Material gepolstert, was für einen sehr bequemen Sitz sorgt und zum Schutz und besseren Tragegefühl hat man dieses wie üblich mit einem wertig anfühlenden Kunstleder bezogen. Jedoch muss man auch hier bedenken, dass man wie es bei Over-Ear Kopfhörern üblicherweise der Fall ist, gerade an heißen Sommertagen sehr unter den Postern schwitzt, daher kann ich diese Kopfhörer auch seltene für den sportlichen Einsatz empfehlen. Mit rund 280 Gramm ist der Teufel Real Blue NC zudem für den Sport etwas schwer, aber dennoch gibt es hier einige Leute, die beim Training einen Over-Ear Kopfhörer vorziehen und lieber tragen als ein On-Ear bzw. In-Ear Modell, aber Letzteres sieht man definitiv am meisten. Durch die Klappscharniere und drehbaren Ohrmuscheln kann man den Over-Ear Kopfhörer kompakt zusammenklappen, sodass dieser entweder im mitgelieferten Case oder auch einfach so im Rucksack verstaut werden kann. Das Kopfband kann wie gewöhnlich Individuelle angepasst werden und so bietet man hier eine 10-stufige Bügelverstellung. Diese sorgt wiederum in Kombination mit dem Federstahlkern im Kopfbügel und den weichen Polstern für einen angenehmen Anpressdruck. 

Das Design des Teufel Real Blue NC erinnert mich direkt an den alten Teufel Mute BT Kopfhörer, da hier die Form und das Ohrmuschel-Design nahezu identisch sind. Auffallend ist hier auf jeden Fall das Teufel „T“ an den Ohrmuscheln, welches von einem Ring umgeben ist. Anders als beim Vorgänger, dem Teufel Real Blue NC aus dem Jahre 2020, setzt man bei neuen Modell nicht mehr auf eine Hybriden-Steuerung aus Tasten und Touch. Beim neuen Teufel Real Blue NC hat sich Teufel für die Kombination aus zwei Tasten und dem vom Teufel Supreme On bereits bekannten Joystick entschieden. Auf dessen Vorteile gehe ich wie gewohnt später im Punkt „Bedienung“ ausführlich ein und es sei soviel verraten, ich bevorzuge diese präzise Steuerung jeder Touch-Bedienung. 

(Design: 4 von 5 Punkten)

Verarbeitung

Die Verarbeitung des Teufel Real Blue NC ist meiner Meinung nach sehr gut. Der Kunststoff fühlt sich hochwertig an und vermittelt keineswegs einen „billigen“ Eindruck. Die 10-fache Bügelverstellung rastet sauber ein und wie bereits erwähnt tragen die weichen Ohrpolster zu einem angenehmen Tragekomfort bei. Zudem gefällt mir das Bedienkonzept weg von den mit zahlreichen Tasten belegten Ohrmuscheln hin zum präzise steuerbaren Joystick und zwei simplen Tasten, von denen je eine an jeder Ohrmuschel sitzt. Beide Drucktasten haben einen angenehm spürbaren Druckpunkt, der nur ein minimal zu Hörendes klicken ins Innere des Kopfhörers überträgt. Beim Musikhören wird dies daher problemlos überspielt und fällt nicht störend auf. 

Teufel setzt beim Bezug der Ohrpolster und bei den Polsterungen des Kopfbands wie oftmals in der Branche üblich nicht auf echtes Leder, sonder auf ein sogenanntes PU-Leder. Dabei handelt es sich um ein Kunstleder Imitat, welches sich sehr weich anfühlt und sehr robust ist. Sehr gut finde ich hier das Teufel für 14,99€ zzgl. Versand Ersatzpolster inkl. Montageanleitung anbietet, sodass im Fall eines defektes nach der Garantie die Ohrpolster selbst ausgetauscht werden können.

(Verarbeitung: 4 von 5 Punkten)

TEIL 2

bestehend aus „Funktion des Produktes“ entspricht 65% der Gesamtwertung

Kopfhörer-ArtOver-Ear In-Ear Kopfhörer
KategorieBluetooth Kopfhörer (Bluetooth 5.0)
FarbeSchwarz; weitere Farben Weiß und Blau
Akkuintegriert, Lithium-Ionen-Akku
Akku Kopfhörer: 55 h (ohne ANC) 41 h (mit ANC) bei mittlerer Lautstärke.
Ladezeit bis komplett aufgeladen: 2 Stunden
Schnellladefunktion 5min für 4 Stunden Wiedergabe
Gewicht 280 Gramm
Materialbis auf die stärker beanspruchten Bauteile (Scharniere und Bügel), komplett Kunststoff.
KonnektivitätBluetooth 5.0 Audio-Codec: AAC, aptX.
Treiber40 mm Treiber (links und rechts)
Frequenzbereich10 Hz bis 20 kHz
Treiberempfindlichkeit bei 1 kHz/ 1 mW (dBkeine Angaben
Impedanz (Ohm)ca. 16 Ohm
LieferumfangREAL BLUE NC
1 ×Audiokabel mit Fernbedienung
1 × Transporttasche
1 × USB-C Ladekabel
die üblichen Beipackzettel
Technische Daten des Teufel Real Blue NC

Tragekomfort

Bezüglich des Tragekomforts habe ich beim Teufel Real Blue NC kaum Kritikpunkte gefunden. Die Polster des Kopfbands und die der beiden Ohrmuscheln sind angenehm weich gepolstert, sodass sich der Kopfhörer selbst nach längerem Musikhören absolut bequem trägt. Die Öffnung der Ohrposter ist groß genug, sodass normal große Ohren problemlos hinein passen, ohne ein unangenehmes Drücken oder Sonstiges. Bei sehr großen Ohren sollte man die Kopfhörer dennoch ausprobieren, ob diese einem passen, falls nicht, hat man hier bei Teufel ja 8 Wochen Rückgaberecht. Der Verstellmechanismus bietet die Möglichkeit, sich weit verstellen zu lassen, sodass kleine Köpfe aber auch größere damit einen perfekten Sitz geboten bekommen. Des Weiteren hat Teufel die Ohrmuscheln leicht nach vorne geneigt, sodass sich der Kopfhörer laut eigener Aussage besser dem Kopf- und der Ohrenform anpassen soll. 

Mit einem Gesamtgewicht von knapp 280 Gramm gehört der Real Blue NC zwar nicht zu den leichtesten seiner Sorte, aber durch die besagten weichen Polster spürt man dieses etwas höhere Gewicht kaum. Für Brillenträger würde ich den Kopfhörer wie viele andere Over-Ear Kopfhörer weniger empfehlen, denn hier kann zum einen der permanente Druck auf die Brillenbügel etwas unangenehm werden und zudem erreicht man hierdurch kein gutes ANC, da die Kopfhörer dann mit den Polstern nicht mehr sauber auf den Ohren aufliegen. Somit gelangen Geräusche, die man eigentlich nicht beim Musikhören mitbekommen möchte, ungestört ins Gehör, was definitiv nicht gut ist. 

Für sportliche Tätigkeit würde ich den Over-Ear Kopfhörer schon allein aufgrund seiner Bauweise weniger empfehlen. Schließlich deckt dieser die Ohren komplett ab, sodass kaum bis gar keine Luft zirkulieren kann, was wiederum dazu führt, dass man unter den Polster schwitzt.

(Tragekomfort: 4,5 von 5 Punkten)

Bedienung

Teufel setzt hier beim Real Blue NC wie ich es bereits erwähnt habe, nicht auf eine Bedienung via Touch, sondern einem Joystick mit mehreren Funktionen und zwei Tasten. Der Joystick ist bei Teufel nichts komplett Neues, denn dieser war bereits beim Teufel Supreme On verbaut und hat mir schon bei diesem sehr gut gefallen. Dabei kann man diesen kleinen Joystick in vier Richtungen bewegen und drücken, sodass man je nachdem, in welche Richtung man diesen betätigt, verschiedene Befehle ausführt. Für mich ist dies das beste Bedienkonzept, da man sich zum einen das mühsame Ertasten der vielen ähnlichen Tasten an den Ohrhörern erspart und zudem kommt es zu keinen Fehleingaben wie bei der Touch-Bedienung.

An der linken Seite des Teufel Supreme On gibt es neben der mittig nach unten gerichteten 3,5 mm Klinkenbuchse ein nach vorne gerichtetes Mikrofon für Telefonate. Außerdem findet man hier noch eine leicht nach hinten ausgerichtete USB-C Ladebuchse, sowie ein nach hinten angeordneter Power-Button inkl. Status-LED. Über diesen Power-Knopf schaltet man durch 2 Sekunden gedrückt, halten den Kopfhörer ein-/ aus. Kurz drücken führt dazu, dass einem der Akkustand anhand der aufleuchtenden Status-LED angezeigt wird und zweimal hintereinander betätigen führt dann wiederum dazu, dass man den Bluetooth-Kopplungsmodus aktiviert. Beim Akkustand hätte ich mir gewünscht, dass hier dann vielleicht nicht nur eine LED-durch farbliches Aufleuchten die Restkapazität darstellt, sondern eine Stimme, die Restkapazität in Prozent direkt über die Kopfhörer mitteilt. Schließlich bringt es mir kaum etwas, wenn ich den Kopfhörer aufhabe und die LED-zeigt mir eine Farbe an, die ich beim Tragen nicht sehe, somit muss ich dann in die App navigieren und hier den Akkustand einsehen. 

Direkt nach dem Einschalten zeigt einem die LED aber ebenso den aktuellen Ladestand des Akkus an, somit ist man zumindest vor dem Aufsetzen des Kopfhörers über dessen Restlaufzeit ungefähr informiert, für alles Weitere muss man dann eben in der App nachsehen. Kurz erläutere ich hier noch die LED-Anzeige des Akkus, die je nach Restkapazität unterschiedlich farbig aufleuchtet. Ein durchgängiges weißes Aufleuchten für 3 Sekunden zeigt an, dass die Kapazität des Akkus noch hoch ist (100 %), während ein weißes Aufblinken anzeigt, dass die Kapazität noch bei (60 – 99 %) liegt. Blinkt die LED wiederum gelb auf, sind es noch (21 – 59 %), während rot pulsierend eine niedrige Kapazität anzeigt (1 – 20 %) und somit sollte man spätestens dann schauen, dass man den Akku in der nächsten Zeit wieder voll auflädt.

Die rechte Ohrmuschel beherbergt den besagten und von mir bereits gelobten Joystick, der sozusagen als Multifunktion-Bedienelement betrachtet werden kann. Durch Einmaliges drücken wird die Musik Angehalten und fortgesetzt, wenn man diesen erneut drückt. Drückt man den Joystick wiederum nach oben, sprich nach hinten, dann wird die Lautstärke der Musik stufenweise erhöht oder so lange, bis man den Joystick nicht mehr in diese Richtung gedrückt hält. Um die Lautstärke wiederum zu verringern, drückt man den Joystick nach unten bzw. nach vorne. Um den aktuell wiedergegebenen Musiktitel zu überspringen, betätigt man den Joystick nach rechts, also nach außen und sobald man dies in die entgegengesetzte Richtung macht, spielt man den vorherigen Titel erneut ab, oder springt je nachdem wie oft man ihn betätigt, mehrere Titel zurück.

Über den Teufel Real Blue NC kann man jedoch nicht nur die Musik steuern, sondern auch den Sprachassistenten aktivieren und Telefonieren. Sofern man, während man den Kopfhörer verwendet, auf den Sprachassistenten zugreifen möchte, drückt und hält man den Joystick für zwei Sekunden betätigt. Sobald ein Anruf eingeht, wird eure Musik automatisch angehalten und wieder am selben Punkt fortgesetzt, sobald man aufgelegt hat. Geht gerade ein Anruf ein, kann man diesen durch einmaligen betätigen des Bedienknopfes annehmen und ablehnen, wenn man diesen zweimal drückt.

Das Teufel hier in dieser Preisklasse auf die vom Teufel Supreme On bekannte Funktion „Smart-Pause“ verzichtet hat, kann ich leider nicht wirklich verstehen. Denn mit dieser Funktion wird die Musik automatisch angehalten, wenn man den Kopfhörer absetzt und wieder fortgesetzt, wenn dieser wieder aufgesetzt wird. Hier hätte ich diese Funktion bei einem Kopfhörer mit einer UVP von über 200€ auf jeden Fall erwartet und daher finde ich es echt etwas Schade.

Zum Steuern des ANC/ Transparenz-Modus hat Teufel an der rechten Ohrmuschel einen separaten länglichen Knopf integriert. Bein einmaligen betätigen, wechselt man zwischen den beiden Modi durch, während ein 2 Sekunden langes Betätigen dazu führt, dass beides deaktiviert ist. Die Status-LED direkt daneben zeigt einem durch grünes Licht an das ANC an ist und weiß, dass man im Transparenz-Modus ist.

(Bedienung: 4,5 von 5 Punkten)

Klang

Teufel setzt bei den Real Blue NC pro Seite auf einen 40 mm großen Treiber. Dies ist so weit die übliche Größe bei Over-Ear Kopfhörern und somit in den letzten Jahren auch ein klarer Standard geworden. Besonderheit sind hier dann jedoch weitere Details, die zum guten Klang beitragen, hierzu zählt z. B. die Aluminiumschwingspule. Diese bewirkt, dass auch bei hohen Pegeln keine Verzerrung auftritt und das insgesamt eine konstante Klanggetreue herrscht. Die belüftete Rückraumkammer beim Treiber reduziert dann den sogenannten Klirr-Faktor und sorgt zugleich für einen präzisen und breiten Klang. Zuletzt wäre da dann noch die akustische Abstimmplatte zu erwähnen, die ebenso den Frequenzgang konstant hält, was für eine ausgewogene und tolle Wiedergabe sorgt. 

 Hochwertige Audio-Codecs hat Teufel mit integriert, sodass hier neben aptX auch AAC unterstützt wird. Somit haben sowohl iPhone- als auch Android-Nutzer beim Teufel Real Blue NC einen klaren und hochwertigen Klang. Beim Frequenzgang gibt Teufel einen überdurchschnittlichen Frequenzgang von 10 Hz bis 20 kHz an, sodass man hier bei Klang einen noch etwas tieferen Bass erwarten kann. Jedoch muss ich hier klar dazu sagen, dass der eigentliche menschliche hörbare Bereich bei 20 Hz im Bassbereich endet, aber es gibt dennoch junge Leute unter uns, die diesen Bereich noch wahrnehmen.

Für Teufel typisch punktet der Real Blue NC mit einer knackigen und druckvollen Basswiedergabe. Hier wird einem eine tolle Tiefenstaffelung beim Bass geboten und die Dynamik ist ebenso sehr gut. Somit macht es mit dem Real Blue NC sehr viel Spaß, Genres wie Pop, Rock und alle modernen Musiktitel zu hören. Das Erstaunliche ist hier zudem der Teufel Real Blue NC kann auch verdammt laut, also bekommt ihr hier ein sehr hohes max. Output geboten, was für mich persönlich auf jeden Fall mehr als ausreichend laut ist. Volle Lautstärke über mehrere Minuten könnte ich damit nicht ertragen, bzw. danach kann ich direkt prüfen lassen, ob ich ein Gehörschaden habe. Also hier auf jeden Fall acht geben und nicht übertreiben.

Die Mitten des Teufel Real Blue NC gefallen mir gut und verstecken sich kaum bis nur wenig hinter dem dominanten Bass. Somit klingen auch Stimmen beim Hören von Hörbüchern, bei Gesangstimmen usw. sehr gut und auch Gitarrensolos können mit ihrer Griffigkeit punkten. Zu guter Letzt punkten auch die Höhen mit einer sauberen Klangwiedergabe und sorgen für eine gute, transparente Raumabbildung. Insgesamt ein toller Klang, welcher Teufel hier mit dem Real Blue NC gelungen ist und wer es gerne laut und bassbetont mag, ist hier genau richtig. Der Klang kann in der App im Equalizer angepasst werden, sodass z. B. der Bass sofern gewünscht zurückgenommen werden kann. Somit kann der Klang noch in der App ein wenig feingetunt werden.

Die Sprachverständlichkeit des Teufel Real Blue NC ist sehr gut, hier habe ich eigentlich nichts zu bemängeln. Die eigene Stimme wird klar und sehr verständlich übertragen, und dabei ist es egal, ob man daheim in Ruhe oder unterwegs im Freien telefoniert. Störgeräusche um einen herum werden zuverlässig neutralisiert, sodass man weitestgehend eine gute Ruhe geboten bekommt und so ungestört telefonieren kann. Lediglich im viel befahrenen Straßenverkehr in der Stadt beklagte sich meine Gesprächsperson hin und wieder etwas aufgrund von Rauschen im Hintergrund meiner Stimme, was jedoch von der Elektronik übermittelt wird, weil diese versucht, die lauten Geräusche des Verkehrs zu neutralisieren. Zu guter Letzt versteht man selbst die Gesprächsperson sehr klar und deutlich und auch sonst gibt es hier nichts zu beanstanden. 

Die Latenz beim ansehen von Filmen und Videos haben eigentlich inzwischen alle Hersteller im Griff. Somit konnte ich auch beim Teufel Real Blue NC absolut keine Verzögerungen zischen dem auf dem Smartphone dargestellten Bild und dem Ton, der über die Kopfhörer wiedergegeben wird, feststellen. Also hat Teufel hier nicht zu viel versprochen, wenn man hier mit einer Lippensynchron-Funktion wirbt, denn diese hat man hier voll und ganz eingehalten.

(Klang: 4 von 5 Punkten)

App

Teufel bietet für einige aber leider noch nicht immer für jeden Kopfhörer eine kostenlose App-Anbindung für iOS und Android Smartphones an, über die man weitere Personalisierung bzw. Einstellungen vornehmen kann. Im Falle des Teufel Real Blue NC ist dieser mit der Teufel Headphones App kompatible und so kann man hier über die App ein paar Dinge anpassen.

Teufel Go
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Ich muss jedoch ehrlich gestehen, die App ist vom Funktionsumfang recht schlicht gehalten, sodass hier nur wenige Anpassungsmöglichkeiten geboten werden, aber dafür ist immerhin die App sehr übersichtlich gehalten. Hat man den Teufel Real Blue NC via Bluetooth wie gewöhnlich mit dem Smartphone gekoppelt, kann man die heruntergeladene App öffnen und hier dann ebenfalls noch kurz den Kopfhörer verknüpfen. Anschließend landet man direkt auf der Startseite, auf welcher man zu Beginn immer zuerst landet. Hierbei wird einem neben dem Kopfhörer und dessen Namen auch direkt der Akkustand in einzelnen Prozentschritten gezeigt. 

Unmittelbar darunter hat man dann noch drei Einstellungsmöglichkeiten, bei denen es sich um die Geräuschkontrolle, den Equalizer und ShareMe handelt. Beim Punkt Geräuscherkennung“ gibt es nur ANC, Transparenz oder Aus regulieren lässt sich hier nichts, sodass man diese Funktion im Alltag sowieso mehr oder weniger direkt am Kopfhörer mit dem entsprechenden Knopf einstellt. 

Viel wichtiger ist hier dann der nächste Menüpunkt „EQ“, denn hier kann man den Klang personalisieren. Anstelle eines 3- bzw. 5-Band Equalizer setzt Teufel hier auf einen parametrischen EQ, bei dem man etwas mehr Gewöhnungszeit benötig, bis man alles eingestellt hat. Dies liegt daran, dass man hier sowohl den Pegel als auch die Frequenz immer zusammen einstellen muss. Hier ist etwas Übung und Probieren angesagt, aber dann lernt man die Vorzüge schnell kennen und kann z. B. den Bass, wenn dieser zu dominant wäre zurücknehmen usw.  

ShareMe ist nur dann wichtig, wenn z. B. ihr und euer-/e Partner-/in ebenfalls einen Teufel Real Blue NC Kopfhörer haben, denn dann könnt ihr völlig kabellos beide Kopfhörer mit einem Smartphone verbinden, sodass z. B. jeder für sich mit dem eigenen Kopfhörer einen Film auf Netflix am Smartphone ansehen kann. In den Allgemeinen-Einstellungen, zu welchen ihr über das Zahnrad auf der Startseite gelangt, können z. B. die Systemtöne deaktiviert werden, der Auto-Off Timer für das automatische Abschalten kann eingestellt werden und man es ist möglich zu bestimmen, dass der Sprachassistent nicht über den Kopfhörer verwendet werden kann. Viel mehr wichtiges gibt es hier nicht zu sehen bzw. Einzustellen, ausser man möchte hier noch auf die Kurzanleitung zugreifen, was dann jedoch online erfolgt. 

App: 3,5 von 5 Punkten)

Ausstattung

ANC/Umgebungsmodus

Wie die Endung im Name schon verrät, handelt es sich beim Teufel Real Blue NC um einen Over-Ear Kopfhörer mit Noise-Cancelling. Dies ist natürlich zum geforderten Preis von über 200€ auch absolut Pflicht, denn alles andere währe in der heutigen Zeit ein absolutes No-Go. Zum Einsatz kommt hier ein digitales Hybrid-ANC, was sehr zuverlässig und effizient arbeitet. Die am Teufel Real Blue NC verbauten Mikrofone, sowohl an den Ohrmuscheln Außenseiten als auch innen arbeiten dabei zusammen.Während die Äußeren die Störgeräusche erfassen und hier bereits ein entsprechend passendes Gegensignal generieren, misst das innere ebenfalls nach, was noch durchkommt und somit wird noch feiner alles, was durchkommen möchte, herausgefiltert. 

In der ANC-Technologie hat sich noch einiges getan in den letzten Jahren und so wird zum einen der Klang nicht mehr vom Aktivieren des ANC beeinflusst und zudem wurde das Grundrauschen, was sonst vorhanden war, ebenfalls fast komplett neutralisiert. Genau so ist es auch beim Teufel Real Blue NC, das aktivieren von ANC, führt zu einer tollen Ruhe, ohne störendes Rauschen und der Klang wird nicht verändert. Das ANC arbeitet sehr gut, ist jedoch kein marktführendes ANC, aber ein sehr gut Arbeitendes. Mittlere Frequenzen werden fast komplett herausgefiltert, zu denen die typischen Geräusche wie Motorengeräusche im Verkehr und die Turbinengeräusche beim Fliegen zählen. Hochfrequente und sehr tiefe Geräusche kommen noch durch, aber deutlich gedämpfter als ohne aktives ANC. Daher ein guter ANC-Kopfhörer, der zwar nicht mit dem Modell von Sony und Co. mithalten kann, aber dafür auch etwas günstiger ist. 

Beim Transparenz-Modus ist es dann wiederum so, dass Außengeräusche bewusst verstärkt in den Kopfhörer übertragen werden. Dabei entsteht zugleich aufgrund der Technik ein verstärktes Grundrauschen, was daran liegt, dass die Geräusche in der Umgebung mit den Mikros aufgenommen und eingespielt werden. Dieser Modus ist dann sinnvoll, wenn man sich trotz aufgesetztem Kopfhörer mit jemand unterhalten möchte oder eventuelle Ansagen am Flughafen oder am Bahnhof mitbekommen möchte. 

Zubehör

Teufel liefert den Real Blue NC in einem sehr stabilen und hochwertigen Aufbewahrungs-Case aus. Dieses sieht optisch recht hübsch aus und fühlt sich auch wertig an. Es wurde rundum mit robustem Kunstleder bezogen und besitzt im Inneren Polsterung, sodass darin wunderbar das Zubehör verstaut werden kann.

Den Großteil nimmt jedoch der Kopfhörer eine der darin aber sicher geschützt sitzt.

(Ausstattung 4 von 5 Punkten)

Bluetooth

Beim Bluetooth setzt Teufel auf den Bluetooth-Standard 5.0.Die Verbindung ist äußerst stabil und wie gewohnt schein hergestellt. Dazu einfach in die Bluetootheinstellungen navigieren, den Teufel Real Blue NC auswählen und schon ist dieser gekoppelt. Dann bei Bedarf noch mit der App verknüpfen und schon koppelt dieser sich nach dem Einschalten automatisch mit dem Smartphone. 

Im Praxistest lieferte das Bluetooth eine Reichweite von gut 12 Meter indoor und erst nach knapp 27 Meter war outdoor Schluss. Allesamt gute Werte, welche sich sehen lassen können und somit kann man sich auch im Haus über zwei bis drei Stockwerke bewegen, ohne dass gleich die Verbindung abbricht. Bei der Wiedergabe via Bluetooth profitieren Android- und Apple-User, denn hier wird sowohl der aptX- als auch der AAC-Codec unterstützt, welches eine Musikübertragung in nahezu CD-Qualität ermöglicht.

Wie bereits erwähnt, unterstützt der Teufel Real Blue NC die Share-Me-Funktion aus dem Hause Teufel. Somit können zwei Kopfhörer völlig kabellos mit einem Smartphone verbunden werden, sodass jeder für sich mit dem eigenen Kopfhörer einen Film auf Netflix am Smartphone ansehen können. Vorausgesetzt, beide haben denselben Kopfhörer.

(Bluetooth: 4 von 5 Punkten)

Akkulaufzeit

Bei der Energieversorgung des Teufel Real Blue NC setzt Teufel auf einen recht großen 700 mAh, sodass hier direkt auch klar ist, warum hier bis zu 55 Stunden Musikwiedergabe bei mittlerer Lautstärke ohne Pause möglich sind. Aktiviert man ANC, reduziert sich die Laufzeit zwar auf rund 41 Stunden, aber das ist immer noch sehr viel und hier gibt es aktuell mir kaum eine bekannte Konkurrenz, die hier mithalten kann, zumindest nicht in dieser Preisklasse. Sollte der Akku dennoch unerwartet leer gehen, kann man den Kopfhörer noch mit dem mitgelieferten Kabel betrieben, aber mangels Klinkenbuchse wird das bei den neueren Smartphones kaum einer machen, den einen Adapter müsste man dann auch noch bei haben. 

Eine Schnellladefunktion ist mit integriert, sodass gut 5 Minuten Aufladen für bis zu 4 Stunden Musikwiedergabe (ohne ANC) ausreichen. Eine komplette Aufladung dauert wiederum knapp über 2 Stunden, was angesichts der langen Akkulaufzeit enorm schnell ist. Außerdem finde ich es gut, dass man den Kopfhörer auch während des Ladevorgangs nutzen kann, ein wichtiges Detail, welches nicht immer der Fall ist.

(Akkulaufzeit: 4,5 von 5 Punkten)

TEIL 3

bestehend aus „Preis/Leistung“ entspricht 10% der Gesamtwertung

Beschreibung

Bei der neusten Generation des Teufel Real Blue NC gefällt mir gut, dass hier die neuste Technologie im Design des Teufel Mute BT daher kommt. Das ANC funktioniert sehr gut, sodass Störgeräusche weitestgehend neutralisiert werden und ein wahrer Traum ist die Steuerung mit dem Joystick. Dieses habe ich bereits beim Teufel Supreme On lieben gelernt und ich bin froh, das Teufel sich hier ebenfalls dafür entscheiden hat und von der Touchbedienung Abschied genommen hat. Klanglich kann man sich beim Teufel Real Blue NC nicht beklagen, denn dieser kann nicht nur sehr laut, sondern auch mit einem guten Klangbild punkten. Teufel hat hier auf keinen Fall zu viel versprochen und einen würdigen Nachfolger des alten Teufel Real Blue NC auf den Markt gebracht. 

Preis/Leistung

Teufel hat den Real Blue NC mit einer UVP von 229,99€ auf den Markt gebracht, was definitiv nicht günstig ist. Inzwischen bietet Teufel diesen jedoch für 200€ an, was ebenfalls nicht wenig ist, aber hierfür bekommt man auch einen klanglich sehr guten Kopfhörer geboten. Dieser bietet einen bequemen Tragekomfort, ein tolles Bedienkonzept und ein solides ANC. Braucht man wiederum kein ANC, kann man sich vielleicht auch den 119€ teueren Teufel Real Blue anschauen, dieser bietet bis auf das ANC absolut die gleichen Eigenschaften.

Teufel Real Blue NC

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testr Gesamtwertung

unter Berücksichtigung aller Teilwertungen

 Wir bedanken uns beim Hersteller für die Bereitstellung des Produktes. Zu unseren Grundsätzen

Link zum Hersteller: https://teufel.de

JBL Reflect Flow Pro

In aller Kürze

Mit den JBL Reflect Flow Pro hat JBL nun eine rundum überarbeitete Pro-Version von der Reflect Flow-Serie vorgestellt. Rundum überbautet bedeutet hier jedoch nicht nur, dass die beiden In-Ears ein neues, modernes und schöneres Design erhalten haben, sondern auch das zugehörige Ladecase ist nun noch kompakter geworden und unterstützt nun auch Wireless Charging. Die Verarbeitung ist sehr gut, der Tragekomfort mit den Ear-Hooks ist bombenfest und nun ist sogar ANC mit an Bord. Abgerundet wird das Ganze von einer IP68 Zertifizierung, sodass diese fortan staubdicht und sogar wasserdicht sind. Somit ist damit selbst schwimmen kein Problem, was die JBL Reflect Flow Pro zum idealen Allrounder für jede Situation macht.

Gefällt uns

  • guter Sitz und extrem sicherer Halt
  • gute Akkulaufzeit
  • ANC
  • Umgebungs- und Talkthru-Funktion
  • Case kan via USB-C oder kabellos via Qi aufgeladen werden
  • Amazon Alexa und Google Assistant unterstützung

Gefällt uns weniger

  • kein aptX und AAC
  • manuelles Ausschalten nicht möglich
  • keine Lautstärkeregulierung

JBL Reflect Flow Pro

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TEIL 1

Bestehend aus „Verpackung/Design/Verarbeitung“ entspricht 25% der Gesamtwertung

Verpackung

Bei der Kopfhörer-Serie Reflect Flow aus dem Hause JBL handelt es sich um keine neue Serie, denn es gab hier 2019 und dazwischen ein paar weitere Generationen. Mit dem Reflect Flow Pro bringt JBL nun die neuste Generation auf den Markt, welche sowohl im Alltag als auch für schweißtreibende Workouts  geeignet ist. 

Beim Verpackungsdesign setzt JBL auf das bereits von den anderen Kopfhörer gewohnte Design, welches rundum durch Texte, Symbole und Bilder ausführlich über das Produkt informiert. Nach dem Aufklappen der Verpackung kann man dann zudem direkt die Produkte (Case und In-Ears) durch ein transparentes Sichtfenster begutachten, doch wie immer der Reihe nach. 

Bei den Farben der Verpackung setzt JBL ebenso auf das gewohnte farbliche Konzept. Daher sind auch hier weiß/orange und graue Farben vorzufinden, also ein typisches JBL Erkennungsmerkmal. An der Vorderseite zeigt JBL direkt in groß die beiden In-Ears und darunter ist in der rechten Ecke das aufgeklappte Case zu sehen. Bei den beiden In-Ears hat JBL nicht ohne Grund das Wasser dargestellt, denn damit möchte man direkt darstellen, dass diese wasserdicht sind. Des Weiteren hat man hier selbstverständlich das Firmenlogo und seitlich nach unten verlaufend den Produktnamen platziert. Direkt darunter erwähnt JBL dann wie inzwischen gewohnt die wichtigsten Funktionen der Ohrhörer, zu denen unter anderem das adaptive Noise Cancelling und Wireless Charging zählen. Die untere rechte Ecke ziert wie von JBL gewohnt die Darstellung der Akkulaufzeit, sodass man hier direkt auf einen Blick sieht, dass die In-Ears eine Laufzeit von bis zu 10 Stunden bieten und das Case diese um zusätzliche 20 Stunden auf insgesamt 30 Stunden erweitert. 

Die schmale rechte Seite zeigt zum einen durch kleine Skizzen den Lieferumfang, welchen einen dann in der Verpackung erwartet. Außerdem wird man darüber informiert, dass sowohl Alexa built-in als auch ok Google mit den JBL Reflect Flow Pro verwendet werden kann. Zu guter Letzt kommen wir nun wie gewohnt noch zur wichtigen Rückseite, denn wie üblich verrät diese einem die meisten Informationen zum Produkt. Hier bekommt man zum einen erneut eine Abbildung der In-Ears zusammen mit dem Ladecase geboten. Des Weiteren informiert JBL hier direkt daneben über die vier wichtigen Ausstattungsmerkmale der In-Ears. Zu diesen zählt z. B. das adaptive Noise Cancelling mit Secure-Fit, welches für einen sicheren Halt sorgt, sowie der Schutz gegen Staub und Wasser.

Klappt man die Verpackung von rechts nach links auf, kann man sowohl die In-Ears, als auch das Ladecase durch das bereits erwähnte Sichtfenster erblicken.  Form einer Kurzanleitung usw. enthalten sind. Hat man hier den Klebestreifen an der Seite entfernt, kann man das Sichtfenster aufklappen und direkt im Zentrum die In-Ears und das Ladecase aus einem Schaumstoffeinsatz entnehmen. Direkt darüber und darunter ist dann noch jeweils eine kleinen schwarze Kartonage vorhanden, bei der man oben das USB-C Ladekabel und unten die unterschiedlich großen Silikon-Anpassstücke und einen zusätzlichen Satz Sicherungsgummis findet. Unter all diesen Einsätzen findet man dann ganz unten in der Verpackung noch eine weitere Hülle, in der die üblichen Beipackzettel in Form einer Kurzanleitung usw. enthalten sind.

(Verpackung: 4 von 5 Punkten)

Design

In-Ear Kopfhörer

Das Design der JBL Reflect Flow Pro ist sportlich, modern und zugleich auch absolut alltagstauglich. Beim Formfaktor setzt man hier auf das klassische Knopf-Design, also auf etwas klobigere In-Ears die aber ohne zusätzliches Stäbchen wie z. B. bei den JBL Live  Pro+ auskommen. Mit je 7,5 Gramm pro In-Ear, sind diese zwar nicht die leichtesten ihrer Klasse, aber dennoch angenehm vom Gewicht, dass diese trotzdem bequem und vor allem absolut sicher im Ort halten.Das Design gefällt mit gut, JBL bietet die In-Ears in insgesamt vier Farben an, darunter: Pink, Weiß, Blau und Schwarz. Letzteres entspricht daher genau meinem Testsample, welches mir optisch gut gefällt. Durch die farbliche Auswahl sollte eigentlich für jeden eine passende Farbe welche zusaget dabei sein.

Bei meinem Testgerät in Schwarz wird das Design durch den äußeren silbernen Ring etwas aufgewertet, welcher wiederum bei den anderen Farben in derselben Farbe gehalten wurde wie die In-Ears selbst sind. Hierbei befindet sich an der Außenseite innerhalb des besagten silbernen Rings das bekannte JBL Logo. Zugleich verbirgt sich hier auf dieser Oberfläche auch eine Touch-Fläche, sodass beim JBL Reflect Flow Pro auf eine Bedienung via Touch gesetzt wird. Zusätzliche Tasten gibt es hier bei diesem Modell nämlich nicht. Der rundum laufende silberne Ring ist an zwei Bereichen oben und unten etwas breiter und mit einem länglichen Schlitz versehen, dies dient hierbei nicht nur dem Design. Hierbei handelt es sich nämlich wie von ANC In-Ears gewohnt um die Öffnungen für die Mikros, von welchen hier jeweils oben und unten im Schlitz eines sitzt. 

Seitlich an den In-Ears fällt dann direkt das Erkennungsmerkmal für einen sportlich orientierten In-Ear auf, denn man hat hier sogenannte POWERFINS-Stabilisatoren angebracht, welche in einer Aussparung bündig übergestülpt werden. Diese sind, wenn man genau hinschaut, sogar mit dem Namen der In-Ears versehen. Diese POWERFINS-Stabilisatoren sorgen beim Eindrehen der In-Ears für einen absolut sicheren Halt, sodass hier egal ob im Alltag oder beim Sport alles absolut bombenfest im Ohr hält. An der Innenseite der In-Ears fällt dann vor allem mal der Treiberkanal auf, welche wie gewohnt mit Silikon-Eartips versehen wurde. Damit hier nicht nur der sitzt gut ist, sondern sich auch der Klang richtig entfalten kann, liefert JBL hier insgesamt drei Größen an Silikon-Eartips mit. Damit sollte man diese problemlos anpassen können, was auch wichtig ist, denn da ANC mit an Bord ist, sollten die In-Ears schon von Grund auf gut abdichten. 

Die Innenseite hat JBL mit einem kleinen Wabenmuster versehen, was das sportliche Design unterstreicht und auch wenn man es beim Tragen nicht sieht, beim betrachten der In-Ears schön aussieht. Des Weiteren findet man hier noch drei goldene Ladekontakte, über welche die True-Wireless In-Ears wie üblich im Case mit Strom versorgt werden. Zudem erkennt man hier an der Innenseite noch eine kleine runde Öffnung, in welcher das dritte Mikrofon, welches für ANC benötigt wird, platziert wurde. Dieses misst bzw. erfasst die Geräusche, die unter Umständen dennoch durchs Gehör gelangen würden und sorgt dafür, dass die verbaute ANC-Elektronik das Entsprechenden spiegelbildliche Anti-Rausch -Signal sendet, um diesen frühzeitig entgegenzuwirken. Ein kleines Detail fällt unter Umständen an der Innenseite nicht direkt auf, doch der Clou ist, dass in dem Wabenmuster eine etwas dunklere schwarze Wabe sitzt, in der JBL den Annäherungssensor versteckt hat.  Dieser sorgt wie gewohnt dafür, dass die Musik automatisch angehalten wird, wenn man einen der In-Ear aus dem Ohr nimmt und wieder weiter läuft, wenn man diesen eingesetzt hat. 

Die JBL Reflect Flow Pro können auch einzeln als Mono In-Ear verwendet werden, hierbei muss man sich jedoch im Klaren sein, dass dann die Bedienung je nachdem, welchen In-Ear man nutzt, etwas eingeschränkt ist. Schließlich sind Touch-Oberflächen unterschiedlich belegt und nutzt man nur einen, ist man daher von der Störung direkt über den In-Ear deutlich eingeschränkter und muss öfters das Handy zur Hand nehmen.

Ladecase

Das Ladecase der JBL Reflect Flow Pro wurde wie gewohnt aus Kunststoff gefertigt und liegt gut in der Hand. Hierbei fällt bei diesem Modell direkt die fest integrierte Schlaufe auf, sodass man das Case auch um das Handgelenk oder an einem Gürtel usw. befestigen kann. Zu den kleinen Case gehört das der JBL Reflect Flow Pro jedenfalls nicht, denn es ist mit den Maßen von ca. 70 x 40 x35 (L x B x H) nicht unbedingt kompakt gehalten, aber natürlich auch nicht so groß wie das der Powerbeats oder der Teufel Airy Sports TWS. Vom Gewicht bringt das Case ohne In-Ears gut 62 Gramm auf die Waage, kein Leichtgewicht, aber zugleich auch kein schwerer Brocken.

Optisch ist das Case zwar etwas schlicht gehalten, aber dennoch auch irgendwie etwas auffällig, was an der fest integrierten Handschlaufe liegt. Diese verleiht dem Case meiner Meinung nach einen dezenten sportliche Look und somit kann das Case nicht nur in der Hosentasche, sondern wie erwähnt, auch am Handgelenk getragen werden oder einfach an etwas angebunden werden. Die Oberseite des Deckels ziert wie von JBL gewohnt lediglich ein JBL-Logo, welches hier anders als bisher gewohnt, aber etwas erhaben, also spürbar aufgebracht wurde. An der Front und Rückseite ist das Ladecase abgeflacht, genauso wie an der Unterseite. Somit kann man dies bei Bedarf auf mehrere Seiten auflegen, ganz wie es einem selbst gefällt. An der Vorderseite befindet sich zum leichteren Öffnen des Case eine Griffmulde und direkt darunter eine Akkuanzeige in Form eines Balkens. Während man an der Rückseite neben einem USB-C Ladeanschluss auch einen kleinen Reset-Knopf findet.

Im Inneren des Case gibt es nichts Atemberaubendes zu sehen, hier findet man die beiden Plätze, in welchen die In-Ears zum Aufladen eingesetzt werden und dabei über je drei Ladekontakte mit Strom versorgt werden. Im Zentrum findet man eine kleine Status-LED, diese zeigt einem jedoch nur den Bluetooth-Status an, also ob dieses nach einer Verbindung sucht, bereits verbunden ist oder nicht verbunden ist. Eine Beschriftung, welcher In-Ear wo reinkommt, ist hier nicht notwendig, denn aufgrund der Hacken können diese nicht falsch eingesetzt werden. Zu guter Letzt sorgt wie inzwischen von allen True-Wireless In-Ears gewohnt, der Magnetverschluss, welcher das Case verschlossen hält, dafür, dass auch beim sehr starken schütteln über Kopf nichts herausfällt. Aber auch wenn der Deckel offen ist und man das Case schüttelt, werden beide Ohrhörer dank der magnetischen Sicherung problemlos an ihrer Position gehalten.

(Design: 4 von 5 Punkten)

Verarbeitung

Die Verarbeitung der JBL Reflect Flow Pro ist meiner Meinung nach sehr gut. Das Gehäuse der In-Ears zeigt saubere Übergänge, keine Mängel im Bezug zur Fertigung und auch das Case ist ohne Makel. Die gewählten Materialien harmonieren gut miteinander, die In-Ears sind robust und auch das Case würde einen Sturz bis auf ein paar Kratzer bzw. Macken sicherlich überstehen.

Durch den Einsatz von Touch-Sensoren bei der Bedienung drückt man sich die In-Ears beim Betätigen nicht unangenehm ins Ohr. Daher habe ich hier eigentlich nichts zu bemängeln, denn das Gewicht ist insgesamt recht leicht und die In-Ears sind sogar staub und wasserdicht, sodass man damit sogar zeitweise schwimmen bzw. tauchen könnte.

(Verarbeitung: 4,5 von 5 Punkten)

TEIL 2

bestehend aus „Funktion des Produktes“ entspricht 65% der Gesamtwertung

Kopfhörer-ArtTrue-Wireless In-Ear Kopfhörer
KategorieBluetooth Kopfhörer (Bluetooth 5.0)
Farbeschwarz, weitere Farben: Pink, Weiß, Blau
Akkuintegrierter, Lithium-Polymer-Akku
Akku Ohrhörer: 8 h(mit ANC); 10 h (ohne ANC)
Akku Ladecase: 20 h
Gesamt somit: bis zu 30 h
Gewicht 77 g (Ohrhörer und Ladebox)
15 g (beide Ohrhörer)
62 g (Ladebox)
MaterialOhrhörer und Ladecase aus Kunststoff
KonnektivitätBluetooth 5.0 Audio-Codec: SBC. Unterstützte Profile: A2DP V1.3, AVRCP V1.6, HFP V1.7. Fast Pairing von Google wird unterstützt.
TreiberDynamische Treiber mit einer Größe von 6,8 mm (links und rechts)
Frequenzbereich20 Hz–20 kHz
Treiberempfindlichkeit bei 1 kHz/ 1 mW (dB100 dB SPL bei 1 kHz
Impedanz (Ohm)16 Ohm
Lieferumfang1x JBL Reflect Flow Pro In-Ears (links und rechts)
1 x Silikonanpassstücke in 3 Größen
1x POWERFINS Stabilisatoren in 4 Größen
1 x USB-C-Ladekabel
1 x Ladecase
x Garantie/Warnung (W/!)
1 x Produkt-Kurzanleitung / 1 x Google Assistant Einrichtungsanleitung / 1 x Amazon Alexa Einrichtungsanleitung / Sicherheitsblatt (S / i)
Technische Daten der JBL Reflect Flow Pro

Tragekomfort

Auf den ersten Blick wirken die JBL Reflect Flow Pro wie z. B. die von mir bereits getesteten JBL Tour Pro+ TWS natürlich etwas klobiger als die JBL Live Pro+ TWS. Dies bedeutet jedoch keineswegs, dass diese nicht angenehm im Ohr sitzen, denn mit dem Tragekomfort bin ich hier dennoch sehr zufrieden. Der Halt ist dank der POWERFINS-Stabilisatoren mit ihren Hacken absolut fest, denn dieser sorgt dafür, dass sich die beiden In-Ears durch leichtes eindrehen, in der Ohrmuschel verankern. Das Ergebnis ist ein komfortabler und dennoch sicherer halt sowohl im Alltag, also auch bei so gut wie allen sportlichen Aktivitäten.

Zur Anpassung an den eigenen Ohrkanal liefert JBL bei den Reflect Flow Pro insgesamt drei Größen an Silikon-Eartips mit und sogar 4 Größen an POWERFINS-Stabilisatoren, sodass man die In-Ears sehr gut individuell anpassen kann. Das Resultat ist ein absolut sicherer Halt, ohne das hier was verrutscht und vom Tragekomfort sind die In-Ears zwar zu spüren, aber keineswegs unangenehm oder störend. Egal ob unterwegs auf der Straße bzw. bei  jeder sonstigen Aktivität im Alltag, aber auch bei sportlichen Aktivitäten verrutscht hier absolut nichts.

Ob die In-Ears richtig im Ohr sitzen, könnt ihr entweder selbst entscheiden oder über die App prüfen, hier gibt es im Untermenü eine entsprechende Funktion. Diese Funktion sorgt dafür, dass ein kurzer Ton wiedergegeben wird und euch wird im Anschluss direkt mitteilt, ob alles richtig sitzt oder z. B. einer und der Ohrhörer nachjustiert werden sollte. Dies funktioniert über die verbauten Mikros in der Innenseite der Ohrhörer, die dabei prüfen können, ob Geräusche von außen durchkommen bzw. ob der Ton durch einen falschen oder zu lockeren sitzt leicht entweicht.

(Tragekomfort: 4 von 5 Punkten)

Bedienung

JBL setzt wie inzwischen bei so gut wie allen In-Ears auf eine berührungsempfindliche Touch-Oberfläche zur Bedienung. Dies hat zwar den Vorteil, dass man sich die In-Ears nicht ins Ohr drückt, als wenn man z. B. eine Taste drücken muss, doch ein Nachteil bringt dies zugleich automatisch mit sich. So kann man die In-Ears nämlich nicht über die Touch-Funktion einschalten und benötigt so stets das Ladecase. 

Über die JBL Headphones App kann man bei Bedarf die Belegung der Touch-Zuweisung etwas verändern, jedoch hat man hier dann nicht komplett die freie Wahl, sondern kann aus verschiedenen Settings das passende Auswählen. Von Werk aus ist die Bedienung so gewählt, dass man durch das Antippen der linken Oberfläche zwischen ANC und dem Ambient Aware (Umgebungsmodus) wechseln kann, während man durch ein zweimaliges antippen die TalkThru-Funktion ein- und ausschalten kann. Die Musiksteuerung erfolgt wiederum am rechten In-Ear, sodass ein einmaliges berühren, die Musik pausiert, ein doppeltes zum nächsten Titel springt und dreimaliges Antippen einen Musiktitel zurückspringt Einen eingehenden Anruf kann man bei den JBL Reflect Flow Pro über beide Seiten annehmen, indem man zweimal auf einen der beiden In-Ears tippt. Des Weiteren legt man dann am Ende ebenso darüber auf und das Mikro kann man muten, indem man eine der beiden Touch-Oberflächen länger berührt hält. Möchte man wiederum den Sprachassistenten nutzen, muss man eine Seite der In-Ears länger berührt halten.

Leider ist es hier so, dass JBL von Werk aus auf eine Lautstärkeregulierung verzichtet hat, jedoch kann man hier in den Einstellungen z. B. auf die Titelwahl verzichten und diese Funktion mit der Lautstärkenregulierung belegen. Daher muss man sich hier leider für einen Kompromiss entscheiden ganz nachdem, auf was man eher verzichten kann bzw. möchte.

(Bedienung: 4 von 5 Punkten)

Klang

JBL setzt bei den Reflect Flow Pro je In-Ear auf einen 6,8 mm großen Treiber, was der üblichen Größenanordnung bei den meisten Herstellern entspricht. Hochwertige Audio-Codecs werden wie von JBL auch hier leider nicht unterstützt, jedoch bemerkt man dies, da man keinen direkten Vergleich hat im Alltag kaum bis gar nicht. Beim Frequenzgang gibt JBL ebenso die gewöhnlichen 20 Hz bis 20 kHz an, also genau den Bereich, welchen ein menschliches Gehör in der Regel auch wahrnehmen kann, denn alles, was darüber bzw. darunter liegt, hören sowieso nur die wenigsten unter uns. 

JBL verspricht hier bei den Reflect Flow Pro Ohrhörer, dass diese so gut klingen wie diese Aussehen und zudem den gewohnten JBL Signature Sound liefern. Bestätigen kann ich auf jeden Fall, dass diese ordentlich zupacken können, sodass diese eine Hohes max. Output bieten. Hierbei verzerrt auch nicht, egal, ob man leiser zu Hause oder in einer lauten Umgebung mit max. Lautstärke Musik hört. Der Bass steht wie von JBL etwas im Vordergrund, dieser bietet keinen kräftigen Tiefgang mit einem überzeugenden, tief reichenden Fundament. Somit ideal für Workouts, denn die kräftigen Bässe puschen einem beim Training sehr gut. Die Mitten und Höhen sind wie bei JBL üblich etwas im Hintergrund, aber keineswegs klingt der Klang dabei unstimmig, die Mitten geben Stimmen und Gitarrensolos gut wieder und die Höhen klingen dennoch sauber und luftig, jedoch fehlt es hier und da je nach Musik-Genre etwas an der Feinsinnigkeit.  JBL bietet in der App auch einen Equalizer, sodass man den Klang entweder noch etwas individuell anpassen kann, oder man wählt eine Presets aus den fünf Vorgegebenen aus.

Die Sprachverständlichkeit der JBL Reflect Flow Pro ist sehr gut, hier habe ich eigentlich nichts zu bemängeln. Die eigene Stimme wird klar und sehr verständlich übertragen, und dabei ist es egal, ob man daheim in Ruhe oder unterwegs im Freien telefoniert. Störgeräusche um einen herum werden sehr zuverlässig neutralisiert, sodass man wirklich eine sehr gute Ruhe geboten bekommt und so ungestört telefonieren kann. Lediglich im viel befahrenen Straßenverkehr in der Stadt beklagte sich meine Gesprächsperson hin und wieder etwas aufgrund von Rauschen im Hintergrund meiner Stimme, was jedoch von der Elektronik übermittelt wird, weil diese versucht, die lauten Geräusche des Verkehrs zu neutralisieren. Zu guter Letzt versteht man selbst die Gesprächsperson sehr klar und deutlich und auch sonst gibt es hier nichts zu beanstanden. 

Die Latenz beim ansehen von Filmen und Videos haben eigentlich inzwischen alle Hersteller im Griff und so konnte ich auch bei den JBL Reflect Flow Pro absolut keine Verzögerungen zischen dem auf dem Smartphone dargestellten Bild und dem Ton, der über die Kopfhörer wiedergegeben wird, feststellen. In der App kann man hierfür zudem dank der neuen Technologie Smart Audio & Video bestimmen, dass man gerade Musik hört, dann wird der Fokus auf eine gute klangliche Wiedergabe gelegt oder man wählt den Videomodus, dann wird die Latenz reduziert, sodass diese von einem menschlichen Gehör nicht bemerkt wird.

(Klang: 4 von 5 Punkten)

App

JBL bietet für viele Kopfhörer eine kostenlose App-Anbindung für iOS und Android Smartphones an, über die man weitere Personalisierung vornehmen kann. So auch für die hier von mir getesteten JBL Reflect Flow Pro. 

JBL Headphones
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JBL Headphones
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Direkt auf der Startseite kann man dabei wie von allen mit der App kompatiblen JBL Kopfhörer den Akkustand in 10 % Schritten vom Ladecase und der beiden In-Ears getrennt voneinander einsehen. Unter diesen Angaben findet man dann zudem die wichtigste Funktion, nämlich Umgebungsgeräusch-Kontrolle. Hier kann man das ANC aktivieren und auch zwischen Ambient Aware oder TalkThru wechseln. Des Weiteren ist darunter noch die Smart Audio & Video Funktion integriert worden. Über diese kann bestimmt werden, ob der normale Audio-Modus für eine stabile Verbindung und besten Klang oder der Video-Modus für eine perfekte Synchronisation zwischen Video und Audio bevorzugt werden soll.

Die üblichen Einstellungen wie z. B. der Equalizer stehen hier natürlich auch zur Verfügung und ermöglicht es entweder zwischen einigen voreingestellten EQ-Settings zu wählen oder einen eigenen zu erstellen und diese abzuspeichern. Außerdem können über die App selbstverständlich wie gewohnt Firmware-Updates installiert werden, oder man kann die automatische Abschaltung aktivieren, was dafür sorgt, dass der Akku geschont wird. Eine tolle Funktion ist auch die integrierte Kopfhörer-Suchfunktion, die ich schon hin und wieder benötigt habe. Dabei gibt der gewählte oder beide Kopfhörer einen permanenten Piepton von sich, der beim Finden der In-Ears sehr hilfreich ist. Außerdem ist hier in der Pro-Serie auch der bekannte Passform-Test mit integriert, damit kann geprüft werden, ob die In-Ears mit den gewählten Anpassstücken richtig sitzen. 

App: 4 von 5 Punkten)

Ausstattung

ANC / Umgebung ein-/ausblenden

JBL hat die Reflect Flow Pro wie eigentlich alle „Pro-Modelle“ mit ANC ausgestattet, was beim vom Unternehmen geforderten Preis von 150€ zum Marktstart auch auf jeden Fall Pflicht ist. Das Aktivieren von ANC führt hier erstaunlicherweise zu einem nur minimal hörbaren Grundrauschen, welches ich jedoch nur bei absoluter Ruhe und sehr genauen hinhören wahrnehmen konnte. Das Rauschen wird somit schon bei sehr leiser Musik problemlos überspielt bzw. neutralisiert, also hat JBL hier gute Arbeit geleistet.

Das aktivieren von ANC hat jedoch auch hier wie bei vielen anderen In-Ears aus dem Hause JBL die Eigenschaft, dass dies die Klangeigenschaften leicht beeinflusst, denn das aktivieren von ANC führt dazu, dass der Bass, der von Grund auf schon sehr kräftig ist, nochmals etwas kräftiger wird. Ambient Aware führt zudem aufgrund der Übertragung des Klangs über die Mikrofone zu einem stärker hörbaren Rauschen, was bei TalkThru ebenfalls zu hören ist, aber minimal geringer ausfällt. Dafür sorgen die beiden Funktionen dafür, dass die Geräusche um einen herum verstärkt zu einem durchgelassen werden und bei einer mittleren Lautstärke kann man je nach Musikrichtung die Mitmenschen noch gut verstehen.

Das ANC arbeiten, wie ich es bereits von JBL gewohnt bin, sehr gut, kein überragendes ANC, aber für den geforderten Preis dennoch gut gelungen. Bei sehr tiefen bis mittleren Frequenzen funktioniert das ANC sehr gut, sodass es Motorgeräusche zuverlässig herausfiltert, aber bei hohen Frequenzen hat es wie üblich seine Probleme. Beim Wechseln zwischen den Modis wird einem der aktuell aktive Modus per Sprache angesagt, was mir gut gefällt, denn so muss ich nicht extra in der App nachsehen, welcher Modus aktiv ist, sondern bekomme es eben direkt mitgeteilt, sofern ich den Wechsel direkt über die In-Ears durchführe.

Akkulaufzeit

Bei der Energieversorgung der Reflect Flow Pro setzt JBL auf einen recht großen 85 mAh großen Akku, sodass hier klar ist, warum hier bis zu 10 Stunden Musikwiedergabe ohne Pause möglich ist. Bei 10 Stunden mein JBL jedoch mit deaktiviertem ANC, denn mit aktiven ANC sind es bis zu 8 Stunden, was immer noch ein sehr guter Wert ist. 

Da die Kopfhörer im Case wie üblich nicht nur aufbewahrt werden können, sondern automatisch der Akku auch wieder aufgeladen wird, ist es wichtig, diese immer im Ladecase zu verstauen. Das Etui mit seinem 540 mAh Akku bietet die Möglichkeit, die In-Ears insgesamt bis zu zwei Mal von komplett leer auf voll aufzuladen, sodass man auf eine gesamte Akkulaufzeit von ca. 30 Stunden kommen kann.

Sofern man die In-Ears spontan aufladen muss, da man diese z. B. vergessen hat, ins Ladecase einzusetzen, damit diese wieder für den nächsten Tag voll aufgeladen sind, hat JBL hier eine Schnellladefunktion integriert. Diese nützliche Funktion sorgt dafür, dass die beiden In-Ears bereits nach nur 10 Minuten Aufladen im Ladecase für eine ganze Stunde Musikhören bereit sind.

Des Weiteren ist die zusätzliche Funktion, dass man das Case nicht nur kabelgebunden aufladen kann, sondern auch induktiv via Qi-Ladestation sehr toll. Dabei gilt jedoch zu beachten, dass die Ladezeit bei Qi oftmals länger dauert als mit Kabel, sodass das Ladecase mit USB-C bereits nach gut 2 Stunden komplett aufgeladen ist und beim induktiven Laden insgesamt knapp 4 Stunden vergehen. Während des Ladevorgangs zeigt einem der halbe Ladebalken an, dass der Akku geladen wird, während das Abschalten der Status-LED zeigt, dass der Akku komplett aufgeladen wurde.

Eine sehr sinnvolle Funktion, welche ich auf jeden Fall in der App aktiv lassen würde, ist die automatische Play/Pause Funktion. Dadurch wird die Musik vollkommen automatisch und sehr zuverlässig bei der Entnahme der beiden In-Ears aus dem Ohr angehalten und wieder fortgesetzt, wenn man diese einsetzt. Ebenso kann man hier noch das automatische Abschalten aktivieren, sodass die Kopfhörer automatisch nach 15 Minuten, 30 Minuten, 1 Stunden oder 2 Stunden ohne Musikwiedergabe bzw. Bluetooth-Verbindung ausgeschaltet werden.

Bluetooth

Beim Bluetooth setzt JBL auf den Bluetooth-Standard 5.0 mit Fast Pair, sowie Dual Connect+. Fast Pair ermöglicht hier ein sehr schnelles Verbinden mit kompatiblen Android-Geräten. Dabei handelt es sich um das Pedant zur Apple-Technologie, die es ermöglicht, dass direkt durch das Öffnen des Case, die In-Ears mit dem Android Smartphone schnell und einfach gekoppelt werden können. Dank Dual Connect+ können die Kopfhörer nicht nur im Stereo, sondern bei Bedarf auch jederzeit einzeln im Single-Modus verwendet werden und dabei ist es völlig egal, ob man den rechten oder linken In-Ear bevorzugt. 

Das Koppeln mit einem iPhone ist hingegen wie gewohnt auch nicht sonderlich umständlich, denn dies erfolgt ganz normal über die Einstellungen->Bluetooth und hier wählt man dann, nachdem man die Kopfhörer aus dem Case genommen hat die „JBL Reflect FLow Pro“ aus. Die Bluetooth-Reichweite hat mir im Test gut gefallen, denn diese war zum einen sehr stabil und zudem auch mit gut 12 bis 15 Metern indoor überraschend hoch.

(Ausstattung: 4 von 5 Punkten)

TEIL 3

bestehend aus „Preis/Leistung“ entspricht 10% der Gesamtwertung

Beschreibung

Die JBL Reflect Flow sind zwar hauptsächlich für den Sport gemacht, jedoch Schlagen diese sich auch im Alltag sehr gut. Hierfür sorgt zum einen der absolut sichere und feste Sitz im Ohr und das gute Klangbild. Außerdem lässt die Verarbeitung keine wirklich große Kritik zu und zudem überzeugt auch die lange Akkulaufzeit im Test. Weitere Highlights sind die Integration einer Schnellladefunktion, Geräuschunterdrückung und einen automatischen Wiedergabestopp per Annäherungssensoren.

Preis/Leistung

Definitiv ist die UVP von 149€ nicht gerade wenig Geld, doch hier bekommt man meiner Meinung nach überzeugende In-Ears die bestens für den Sport gemacht sind, aber ebenso auch im Alltag ohne Probleme verwendet werden können. Der Tragekomfort ist bequem und absolut sicher und die hohe Akkulaufzeit sorgt dafür, dass man damit lange Musik hören kann. Da die JBL Reflect Flow Pro nun schon etwas auf dem Markt sind, bekommt man diese online bei einigen Händlern sogar schon für knapp 114€, sodass die In-Ears nochmals etwas interessanter sind. Sucht man perfekt und gut klingende In-Ears für den Sport, die ANC bieten und sogar im Alltag verwendet werden können, ist man hier genau richtig.

JBL Reflect Flow Pro

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testr Gesamtwertung

unter Berücksichtigung aller Teilwertungen

 Wir bedanken uns beim Hersteller für die Bereitstellung des Produktes. Zu unseren Grundsätzen

Link zum Hersteller: https://de.jbl.com

Nuki Keypad 2.0

Nuki hat mit dem Nuki Keypad 2.0 eine neue Version des praktischen Zubehörs für das Nuki smart Lock vorgestellt, was bei uns täglich im Einsatz ist. Dieses wurde rundum überarbeitet, sodass nicht nur dessen Abmaß deutlich gewachsen sind, sondern ebenso hat man sich für ein anderes Material, eine neue Stromversorgung und viele weitere Dinge entschieden, welche geändert wurden.  Die wohl wichtigste Änderung ist jedoch der hier verbaute Fingerabdrucksensor, welchen ich mit dem Keypad 2.0 lieben gelernt habe und nicht mehr missen möchte. Für mich ist das Nuki Keypad 2.0 eine sinnvolle Erweiterung für das Nuki Smart Lock, sodass man nun anderen Personen auch den Zugriff zum Haus bzw. der Haustür geben kann, indem man diesen wie bei der 1. Generation den Code mitteilt oder nun deren Fingerabdruck speichert.

Nuki Keypad 2.0

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Roberts Revival Petite

In aller Kürze

Mit dem Roberts Revival Petite hat das Unternehmen aus Großbritannien einen kleinen kompakten DAB+/FM-Radio im Sortiment, welcher im gewohnten Retrostil daher kommt. Neben dem Empfang von Radiosendern kann dem Radio jedoch auch Musik via Bluetooth zugespielt werden und dank des verbauten Akkus mit bis zu 20 Stunden Akkulaufzeit kann dieses somit überall eingesetzt werden. Klanglich hat der kleine Speaker einen tollen Klang, was durch den verbauten Bassradiator ermöglicht wird und somit beschallt das Radio z. B. problemlos beim Kochen die Küche usw.

Gefällt uns

  • schönes Retro Design
  • Akkulaufzeit von 20 Stunden
  • ausgewogenes neutrales Klangbild
  • Bluetooth
  • gute Lautstärke
  • geringes Gewicht
  • sehr kompakt

Gefällt uns weniger

  • keine IP-Schutzklasse
  • Preis

Roberts Revival Petite

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TEIL 1

Bestehend aus „Verpackung/Design/Verarbeitung“ entspricht 25% der Gesamtwertung

Verpackung

Roberts liefert den kompakten Roberts Revival Petite in einer schlichten Verpackung aus, welche sich aus einem stabilen Karton und einer bedruckten Umverpackung zusammensetzt. Die stabile Verpackung aus Kartonage ist dabei in die dunkelblaue Umverpackung von der Seite eingeschoben worden und verrät dabei dezente Details zum Produkt. Dies war bei den bisherigen Geräten aus dem Hause Roberts ebenso der Fall und somit bleibt sich das Unternehmen hierbei absolut treu. 

So erfährt man hier an der Front nur eine ungefähre Größe des mobilen DAB+ Radios, denn hier hat Roberts eine Skizze in der Originalgröße des Radios mit dem Herstellernamen aufgedruckt. Den Modellnamen sieht man wiederum an der Unterseite bzw. der schmalen Seite, während die gegenüberliegende Seite mit den bekannten königlichen Siegeln bzw. einmal des Fürsten von Wales und das Wappen des Königs versehen wurde.

An der Rückseite findet man hier dann wie gewohnt den Herstellernamen und darunter erneut den Produktnamen„ Revival Petite“. Des Weiteren informiert man hier wie gewohnt auch über die Produktkategorie in diesem Fall „DAB/DAB+ FM RDS portables Radio mit Bluetooth. Am unteren Teil findet man die Info, dass der Roberts Revival Petite zwar in UK (Vereinigtes Königreich) entwickelt wurde, aber wie fast alle technischen Produkte in China hergestellt wird.

Hat man die Umverpackung von der Hauptverpackung getrennt, kommt direkt ein stabiler Einleger zum Vorschein, welcher wie eine Kurzanleitung bezüglich der wichtigsten Funktionen bedruckt wurde. Entfernt man diesen, kommt auch schon der Roberts Revival Petite zum Vorschein, welcher zum Schutz in ein Baumwolltuch eingewickelt wurde. Damit beim Transport nichts beschädigt wird, hat Roberts in den eigentlich stabilen Karton noch einen weißen gepressten Pappkarton eingesetzt, der dafür sorgt, dass alles an seinem Platz bleibt. Neben dem Roberts Revival Petite findet man in dem Fach darunter noch das lange USB-A auf Micro-USB Ladekabel, eine Radioantenne mit AUX-Stecker und eine gefaltete Bedienungsanleitung.

(Verpackung: 4 von 5 Punkten)

Design

Beim Design bleibt das Unternehmen Roberts sich treu, denn genau wie die beiden großen stationären Radio-Modelle und der Roberts Beacon 325 kommt auch der Roberts Revival Petite in einem hübschen Retro Design daher. Dafür sorgt nicht nur das gewählte Material, sondern auch die goldenen Akzente und eben die komplette Designsprache des Produktes. Roberts bietet den Revival Petite in insgesamt sechs Farben an, darunter Sonnengelb, Altrosa, Mintgrün, Orange, Schwarz und Mitternachtsblau, von welchen Letzterem meiner gewählten Farbe entspricht. 

Das Erscheinungsbild des Roberts Revival Petite ist daher wie vom Unternehmen gewohnt, typisch für Roberts und kombiniert das moderne Design mit der klassischen Haptik. Das Holz-Gehäuse wurde rundum mit einem Leder bezogen, welches hier bei meinem Modell in Blau gehalten wurde. Zur Auflockerung und zum Erhalt des Retro-Looks hat Roberts hier zudem am vorderen und hinteren Teil je rundum einen goldenen Zierrahmen integriert und an der Unterseite gibt es vier gummierte Füße, welche für einen festen und sicheren Stand sorgen. Hier im Zentrum der Füße hat Roberts dann auch Kunststoffplatte aufgebracht, welche über den Modellnamen, die Batteriegröße sowie über die DAB- und FM-Frequenzen informiert, welche man mit dem Gerät empfangen kann. 

Die Abmessungen des Roberts Revival Petite belaufen sich auf 12,4 x 6,5 cm und die Höhe beträgt 7,3 cm. Das ist ohne den Drehregler gemessen, misst man diesen mit, dann kommt man bei der Tiefe nicht auf 6,5 cm, sondern 7,6 cm. Durch gerade einmal 450 Gramm kann der Roberts Revival Petite auf jeden Fall ach als mobiler Lautsprecher bezeichnet werden, denn das Gewicht und die Maße sind sehr gering bzw. kompakt gehalten. Beachten muss man jedoch, dass dieser aufgrund der fehlenden Schutzklassen nicht vor Staub oder Wasser geschützt wird. Daher würde ich diesen als klassischen heimischen Bluetooth-Lautsprecher bezeichnen, der sich super im Büro, in der Küche oder im Schlafzimmer zum abendlichen Hörbuch hören bzw. Musik hören eignet.

An der Front erwartet uns ein überschaubares und leicht verständliches Bedienkonzept, welches sich aus einem Vier-Tasten-Konzept zusammensetzt und im Zentrum noch ein Drehregler beherbergt. Hierbei hat Roberts diese Elemente alle in Gold gehalten, lediglich der Drehregler ist dann zusätzlich an der Außenfläche noch in Blau gehalten. Direkt darüber befindet sich das schwarze Monochrom-Display, welches alle wichtige Daten visuell für den Nutzer darstellt. Daneben gibt es dann noch ein blaues Lautsprechergitter mit einem goldenen Roberts Schriftzug, hinter welches sich leicht durchschimmernd der 40 mm Treiber versteckt. 

Zu guter Letzt betrachten wir noch die Rückseite. Hier finden wir zum einen ebenfalls ein großes Kunststoff-Lautsprechergitter, hinter dem sich aber in diesem Fall kein aktiver, sondern der passive Radiator befindet. Dieser wird, wie einem die Bezeichnung schon verrät, passiv angetrieben, sprich durch die Schwingungen des Aktiven wird dieser hier in Bewegung versetzt. Weitere Details zum Funktionsprinzip erfahrt ihr dann jedoch wie gewohnt im Punkt „Klang“.  Neben dem Lautsprechergitter hat Roberts beim Revival Petite noch sämtliche Anschlüsse integriert, die sich aber im Rahmen halten. Hier findet man oben den schwarzen Klinkenanschluss, an welchem die sogenannte Wurfantenne, welche im Lieferumfang enthalten ist, angeschlossen werden kann. Darunter folgt dann der herkömmliche AUX-Anschluss in Grün und darunter der Micro-USB-Anschluss, um den integrierten Akku aufzuladen.

(Design: 4 von 5 Punkten)

Verarbeitung

Bezüglich der Verarbeitung des Roberts Revival Petite hab ich eigentlich kaum Kritik. Die Verarbeitung ist auf einem guten Niveau, sodass hierbei alles fest ist und die Tasten bieten einen sehr guten Druckpunkt. Die Farbkombis sind sehr gut aufeinander abgestimmt und der Retrolook ist einfach zeitlos und somit lässt sich der Roberts Revival Petite wunderbar in ein Moderne, aber auch in alle anderen Einrichtungsstile integrieren. 

Man könnte hier vielleicht die mangelnde IP-Zertifizierung bemängeln, sodass es bei diesem Gerät keinen Schutz gegenüber Staub und Feuchtigkeit bzw. Wasser gibt. Jedoch würden sich die meisten sicherlich für ein anderes Modell entscheiden, wenn man einen robusten Bluetooth-Lautsprecher bevorzugt. Bei Kauf sollte man eben bedenken, dass es sich hierbei um einen modischen und schönen Lautsprecher handelt, welchen man auch gerne mal auf dem Sideboard stehen lassen möchte.

(Verarbeitung: 4 von 5 Punkten)

TEIL 2

bestehend aus „Funktion des Produktes“ entspricht 65% der Gesamtwertung

Lautsprecher Anzahl1 x40-mm-Neodym-Lautsprecher
ein passiver Bassradiator
Treiber-Durchmesser40-mm Treiber
Gesamtausgangsleistung (RMS)keine Angaben
Gehäuse MaterialHolz, Kunststoff und Leder
AnschlussmöglichkeitenKlinkenbuchsen-Eingang 3,5 mm, Klinkenbuchse für Wurfantenne und Bluetooth
KonnektivitätBluetooth, DAB+, DAB, FM und UKW
Maße12,4 x 7,6 x 7,3 cm (LxBxH)
LieferumfangRoberts Revival Petite
Wurfantenne mit Klinkenbuchse
USB-A auf Micro-USB Ladekabel
Anleitungen
Technische Daten des Roberts Revival Petite

Bedienung

Die Bedienung des Roberts Revival Petite ist sehr einfach aufgebaut und somit ist schnell klar, mit welcher Taste man den jeweiligen Befehl ausführt. Die Taste links oben neben dem Drehregler dient dazu, denn Roberts Revival Petite An-/Auszuschalten. Ein kurzes gedrückt halten reicht hier schon aus, sodass der kompakte Lautsprecher eingeschaltet wird und ebenso auch darüber ausgeschaltet werden kann. Rechts daneben folgen untereinander die Plus- und Minus-Tasten, mit diesen reguliert man ganz simple die Lautstärke. Zu guter Letzt dient die linke untere Taste dazu, den gewünschten Modus auszuwählen, sodass man herüber die gewünschte Wiedergabequelle auswählt. Zur Auswahl stehen hier Bluetooth, DAB, FM und AUX. Zwischen diesen wechselt man hier in der angegebenen Reihenfolge umher, bis man die gewünschte Quelle am Display angezeigt bekommt. Sofern der Bluetooth-Modus aktiv ist, zeigt euch dies auch eine kleine LED, welche man an der Front durch das Lautsprechergitter sieht. Darunter befindet sich auch noch eine rote LED, welche in diesem Fall jedoch als Batterieanzeige dient. Aber eine zusätzliche Akkuanzeige ist hier auch im Display integriert, sodass diese in der Regel absolut ausreicht. 

Im Zentrum der vier Tasten gibt es dann noch den Drehregler, welche von Roberts nicht nur als Tuning, sondern auch an Auswahl und Menüsteuerung verwendet wird. Also meistens wird dieser dann dazu genutzt, um bei Bluetooth zwischen den Musiktitel zu wechseln oder eben bei der DAB- und FM-Wiedergabe zwischen den Sendern, welche beim ersten Suchlauf gefunden und gespeichert wurden, zu wechseln. Betätigt man den Drehregler ein paar Sekunden lang, gelangt man in das Menü des Roberts Revival Petite. Dabei kann man je nach gewähltem Modi z. B. einen neuen Scan nach Sendern durchführen, die Helligkeit des Displays einstellen, einen Sleep-Timer stellen usw. Beim Radioempfang kann es erforderlich sein, die beiliegende Wurfantenne an das Roberts Revival Petite anzuschließen, je nach Empfang geht es bei einigen Sendern jedoch auch ohne.

(Bedienung: 4 von 5 Punkten)

Klang

Kommen wir nun zum Klang des Roberts Revival Petite. Bezüglich der technischen Details bzw. dem verbauten Treiber usw. macht Roberts wie gewohnt auch hier leider keine umfangreichen Angaben, sondern gibt nur bekannt, dass ein einzelner 40-mm-Treiber verbaut wurde mit einem passiven Bassradiator an der Rückseite. Letzteres wird, wie der Name schon verrät und ich auch schon erwähnt habe, passiv angetrieben, was hier durch den aktiven 40 mm Treiber geschieht. Dadurch wird ein besserer Klang erreicht, bzw. der Bass und die Mitten werden trotz des kleineren Gehäuses erstaunlich ausgeprägt wiedergeben. Jedoch sollte man hier keine wummernden Bässe bzw. kräftige Kickbässe erwarten, aber schlecht klingt der Roberts Revival Petite für seine Größe auf jeden Fall nicht. 

Von der maximalen Lautstärke gefällt mir der Roberts Revival Petite auch sehr gut, denn auch wenn hier Bluetooth minimal Leiser ist als die DAB-Radiosender, war ich mit der Lautstärke sehr zufrieden. Der Roberts Revival Petite beschallt bei uns die Küche mit Esszimmer sehr gut und kann hier problemlos mit Apple HomePod Mini mithalten. Der Klang ist räumlich und überzeugt mit einer guten Gesang- und Stimmwiedergabe, was sowohl bei den Radiosendern wenn die Moderatoren sprechen, als auch herkömmlich bei der Musik gut zur Geltung kommt. Der passive Bassradiator macht einen guten Job, denn dieser sorgt für eine gute satte Wiedergabe, die für einen unverfälschten, klaren Sound sorgt.

(Klang: 4 von 5 Punkten)

Akkulaufzeit

Der Akku im Roberts Revival Petite ist leider wie branchenüblich fest verbaut und bietet eine Kapazität von 2.600 mAh bzw. 9.438 Wh. Dies bedeutet, dass hier eine Akkulaufzeit von bis zu 20 Stunden am Stück möglich ist.

Im Alltagstest konnte ich diese Laufzeit auf leicht angehobener Lautstärke auch ganz gut erreichen, sodass Roberts hier nicht zu viel versprochen hat. Diese Laufzeit reicht somit über den Tag hinweg problemlos aus, aber ich denke, kaum jemand hört die 20 Stunden am Stück Musik, sodass man hier mit dem Roberts Revival Petite problemlos über mehrere Tage hinweg immer wieder Radio hören kann, ohne ständig das Gerät aufladen zu müssen. Apropos Aufladen, hier finde ich es klasse, dass Roberts auch hier bei diesem Modell dran gedacht hat, dass man, während der Akku aufgeladen wird, das Gerät weiterhin ungehindert nutzen kann. Dies ist nämlich leider noch immer nicht bei allen Geräten der Fall, denn oft habe ich hier Geräte im Test bzw. im Besitz, welche während diese aufgeladen werden nicht verwendet werden können.

(Akkulaufzeit: 4 von 5 Punkten)

TEIL 3

bestehend aus „Preis/Leistung“ entspricht 10% der Gesamtwertung

Beschreibung

Mit dem Roberts Revival Petite hat das britische Traditionsunternehmen einen kompakten Radio im Sortiment, welcher auch mitgenommen werden kann, da dieser einen Akku besitzt. Dieser überzeugt aufgrund seiner Kompaktheit und erstaunlicherweise hat dieser kleine Radio mit Bluetooth einen hohen max. Output und klanglich gefällt er mir ebenso. Klar kann hier ein größerer Bluetooth-Lautsprecher oder Radio noch mehr, aber betrachtet von seiner Größe ist es schon beachtlich, was dieser leistet. Die Akkulaufzeit von 20 Stunden ist sehr lange und die Verbreitung mit Holzgehäuse, welche mit Leder überzogen wurde, überzeugt absolut. Hier hat Roberts somit auf jeden Fall nicht zu viel versprochen, denn kleines Format, großer Klang trifft hier voll und ganz zu.

Preis/Leistung

Die UVP des Roberts Revival Petite hat das Unternehmen bei stolzen 149€ festgesetzt, ein Preis, der sehr stabil ist, denn aktuell bekommt man den Radio mit Bluetooth nirgendwo günstiger. Hier gibt es zwar andere mobile Radios mit Bluetooth, die vielleicht günstiger sind, aber gerade wenn man auf einen natürlichen, unverfälschten Klang wert legt, sollte man sich dieses Modell genauer anschauen, denn klanglich gesehen gefällt mir der kleine kompakte Roberts Revival Petite sehr gut. Das Einzige, was hier fehlt, ist die IP-Zertifizierung, denn somit handelt es sich hierbei mehr um einen Radio/Bluetooth-Lautsprecher, welchen man im Haus mobil nutzt, als einen, den man auch im Garten oder unterwegs zum Skaterpark usw. mitnimmt. Aber hätte man den Lautsprecher nach dem IP-Standard gebaut, würde diesem der Charme fehlen, denn auf Leder hätte man hier auf jeden Fall verzichten müssen.

Roberts Revival Petite

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unter Berücksichtigung aller Teilwertungen

 Wir bedanken uns beim Hersteller für die Bereitstellung des Produktes. Zu unseren Grundsätzen

Link zum Hersteller: https://www.robertsradio.com

Yamaha TW-E7B

In aller Kürze

Bei den Yamaha TW-E7B TWS handelt es sich um die aktuell neusten In-Ears und zugleich auch um das Topmodell der aktuellen Generation. Diese überzeugen mit einem guten Klangbild, einem hohen Output, ihrem soliden ANC und das Design gefällt mir ebenfalls gut. Der Tragekomfort ist gut und sorgt für einen sichereren Halt und die Leichten schwächen bezüglich der Stimmwiedergabe können zum Glück direkt in der App im Equalizer neutralisiert werden. Somit handelt es sich hier um sehr gute In-Ears aus dem Hause Yamaha, die sich jedoch gegen die Top-Modelle von Sony, Sennheiser und Co. behaupten müssen.

Gefällt uns

  • guter Sitz und sicherer Halt
  • solide Akkulaufzeit
  • gutes Bedienkonzept
  • ANC-/ und Ambient-Modus
  • AAC und aptX Unterstützung

Gefällt uns weniger

  • Stimmwiedergabe muss im EQ-feinjustiert werden
  • hohe UVP

Yamaha TW-E7B

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TEIL 1

Bestehend aus „Verpackung/Design/Verarbeitung“ entspricht 25% der Gesamtwertung

Verpackung

Beim Design der Verpackung setzt Yamaha auf das bewährte Konzept, eine rundum informative Verpackung mit vielen technischen Daten, Bilder und auch farbenfroh. Die eigentliche stabile Hauptverpackung wurde hierbei in eine bedruckte Umverpackung eingeschoben, welche wir uns wie gewohnt zuvor genauer ansehen. 

Direkt an der Front prangt zum einen sehr auffällig das Yamaha Logo und direkt darunter etwas ungewöhnlich groß steht hier zudem die Modellbezeichnung. Diese beiden Segmente nehme den Großteil der Verpackungsvorderseite ein, während darunter dann die beiden In-Ears in der gewählten Farbe abgebildet sind. Zu guter Letzt erwähnt Yamaha noch, dass es sich um True Wireless Earbuds handelt und zeigt bezüglich der Lizenzen hier auch direkt das Bluetooth-/ und Qualcomm-Logo. Die schmale rechte Seite ziert zum einen erneut der Modellname und eine Abbildung der In-Ears, aber dieses Mal zusammen mit dem Ladecase. Außerdem gibt es hier eine kleine Info zur zugehörigen App und anhand vier Symbole wird man simple und einfach über den Lieferumfang informiert.

Zu guter Letzt hält die Rückseite wie von eigentlich allen Herstellern gewohnt, noch einige wichtige Informationen zum Produkt bereit. Hier präsentiert man nämlich einmal ein Bild, welches das Case in der Hand einer Person zeigt und daneben trägt ein Mann einen der In-Ears im linken Ohr. Darunter folgt das klein Gedruckte, was weniger interessant ist, während die Texte über den Bildern mehr Informationen bereit halten. Hier wird man nämlich über die technischen Daten informiert. Dazu zählen Punkte wie z. B. das Advance ANC, Listening Care und Listening Optimizer und zudem werden hier auch Ausstattungsmerkmale wie IPX5, die Akkulaufzeit von 6+16 Stunden usw. erwähnt.

Nach dem Entfernen des Klebestreifens an der Oberseite kann man das komplette Innenleben der Verpackung herausziehen. Hierbei hat man dann einen schwarzen stabilen Karton in der Hand, welcher den Inhalt gut schützt. Direkt auf der Oberseite kommt dann direkt eine schwarze Mappe zum Vorschein, in welcher Yamaha alle Beschreibungen wie z. B. die Kurzanleitung usw. verstaut hat. Entnimmt man diese Mappe, erblickt man direkt darunter einen schwarzen Stoffbeutel, in welchem das Ladecase eingepackt wurde und welches wie üblich direkt auch die beiden Yamaha TW-E7B In-Ears enthält. Damit der Akku nicht durch die Lagerung beschädigt wird, sind die beiden Ladekontakte mit einer Folie isoliert, diese muss selbstverständlich noch entfernt werden.

Direkt über dem Ladecase findet man dann noch eine Abdeckung vor, welche zugleich samt Inhalt entnommen werden kann. In dieser Schachtel hat Yamaha neben dem 20 cm langen USB-C Ladekabel auch die zusätzlichen fünf Größen an Anpassstücke für die Yamaha TW-E7B verpackt.

(Verpackung: 4 von 5 Punkten)

Design

In-Ear Kopfhörer

Das Design der Yamaha TW-E7B ist optisch zuerst etwas ungewohnt, denn man setzt hier bei der äußeren Grundform zwar auf eine gewohnte runde Scheibe, jedoch knüpft hier direkt noch eine weitere kleine Scheibe an, welche in die große verläuft. Auf den ersten Blick würde ich das ganze als modern und zeitlos beschreiben, aber diesen direkt ersichtlichen Teil der In-Ears sieht man auch sehr, denn die In-Ears stehen leider etwas weiter aus der Ohrmuschel hervor. Unbequem ist das Ganze jedoch nicht, denn der eigentliche Teil, welcher in der Ohrmuschel sitzt, ist vom Durchmesser kleiner und trägt somit zum bequemen Tragekomfort bei.

Jeder der In-Ears bringt knapp über 7 Gramm auf die Waage und dank des Konzepts des eindrehen ins Ohr sitzen diese bombenfest und absolut sicher. Leider kann es jedoch gerade deswegen dazu kommen, dass nach einiger Zeit die In-Ears an den Ohren etwas leicht drücken, dies muss jedoch nicht unbedingt sein. Dafür wiederum sorgt das Konzept egal bei welchen Bewegungen, ob normal beim Laufen oder sogar beim Sport für einen sicheren Halt. Damit das ANC richtig arbeiten kann, ist es wichtig, dass die In-Ears schon von Grund auf eine vernünftige Abschirmung von den Umgebungsgeräuschen bieten. Dies gelingt bei den Yamaha TW-E7B ganz gut, da Yamaha hier fünf Größen an Silikon-Eartips zum individuellen Anpassen mitliefert. 

Im Prinzip setzt Yamaha hier auf ein Knopf-Design, wenn man dabei nur den Teil betrachtet, welcher im Ohr sitzt. Dieser verläuft dann nach außen hin zu einem zwei Scheiben-Design, bei welchem wie bereits erwähnt, die kleine Scheibe als Exzenter in die große Scheibe integriert wurde. Das Gehäuse wurde aus unterschiedlichen Kunststoffarten gefertigt, denn der Teil, welcher im Ohr sitzt, wurde mit einer Soft-Touch-Oberfläche versehen, welche sich weich anfühlt, während der Teil außen aus einem härteren Kunststoff beseht. Dabei fällt die Außenseite jedoch direkt optisch ins Auge, denn hier wurde z. B. bei meinem weißen Modell nicht auf ein schlichtes weiß gesetzt, sondern man erkennt hier kleine silberne Kunststoffartikel in der Oberfläche, welche diese edler und schöner wirken lassen. Als zusätzlichen Kontrast hat man hier beim weißen Modell die kleine Scheibe in Silber ausgeführt, was die Optik ebenfalls deutlich aufwertet. 

Neben Weiß, der Farbe meines Testgeräts gibt es noch drei weitere Farbkombis, nämlich Schwarz, Beige und Blau. Bei Beige und schwarz sind beide äußere Scheiben in derselben Farbe, während beim blauen Modelle die kleinere Scheibe Braun ist, und bei meinem weißen eben in Silber. Bei allen Modellen ziert selbstverständlich die Front auch das bekannte Yamaha-Logo und zwischen der kleinen Scheibe und dem großen Gehäuseteil sitzt in einer kleinen Aussparung eine versteckte Status-LED, welche dem Nutzer über den Akkustand usw. informiert. Die kleine Scheibe bzw. deren Abdeckung besteht übrigens aus eloxiertem Aluminium und wertet die Haptik noch weiter auf. 

Schaut man sich die Seiten der Yamaha TW-E7B an, erkennt man direkt, dass Yamaha nicht auf eine Touch-Bedienung, sondern auf ein Drei-Tasten-Konzept setzt. Dabei befinden sich zwei Tasten am rechten und eine am linken In-Ear. Um eins vorneweg zunehmen das Konzept der Bedienung gefällt mir dabei sehr gut und warum dies so ist, verrate ich euch wie gewohnt beim Punkt „Bedienung“ ausführlich. 

Wie ich es bereits zuvor erwähnt habe, wurde der innere Teil des Gehäuses aus einem Kunststoff gefertigt, welcher mit einer sogenannten Soft-Touch-Oberfläche versehen wurde. Hier hat Yamaha auch insgesamt je vier Mikros integriert, welche unter anderem bei Telefonaten verwendet werden, aber auch großteils dem ANC dienen. Die In-Ears sind nach der IPX5 Norm gegen Strahlwasser geschützt, sollte euch also ein Regenschauer überraschen, keine Panik, die In-Ears halten das problemlos aus. 

An der Innenseite fällt auf jeden Fall noch die längliche Kerbe an der Seite auf, diese ist wichtig, denn diese sorgt beim Eindrehen der In-Ears ins Ohr für einen sicheren Halt. Somit halten die Yamaha TW-E7B sehr gut im Ohr und fallen auf jeden Fall nicht so einfach heraus. Neben dem Treiberkanal mit dem Silikonanpassstücken findet man hier im Zentrum der vier Ladekontakte einen schwarzen Kreis. Hierbei handelt es sich um einen Annäherungssensor, sodass bei den Yamaha TW-E7B automatisch die Musik angehalten wird, wenn man die In-Ears aus dem Ohr nimmt und wieder fortgesetzt wird, wenn diese wieder im Ohr sind. Außerdem hat Yamaha an den In-Ears selbstverständlich auch eine Seitenbeschriftung aufgedruckt, sodass diese nicht vertauscht werden können.

Die Yamaha TW-E7B können auch einzeln als Mono In-Ear verwendet werden, hierbei muss man sich jedoch im Klaren sein, dass dann die Bedienung je nachdem, welchen In-Ear man nutzt, etwas eingeschränkt ist. Schließlich sind die Tasten an den beiden In-Ears unterschiedlich und je nachdem, welchen In-Ear man verwendet, stehen bestimmte Tasten eben nicht zur Verfügung. In diesem Fall müsste man dann teilweise auf die Steuerung übers Smartphone zurückgreifen. Da bei den Yamaha TW-E7B an beiden Ohrhörern die gleiche Anzahl an Mikrofone verbaut wurden, ist es natürlich ebenso möglich, beide bei Bedarf einzeln für Telefonate zu nutzen.

Ladecase

Das Ladecase der Yamaha TW-E7B ist exakt aus demselben Material wie die Außenseite der In-Ears gefertigt worden. Daher kommt auch diese in dem weißen Look mit den silbernen Pigmenten daher, was dem Case ein hübsches Äußeres beschert. Als klein würde ich das Ladecase wiederum nicht unbedingt einstufen, denn es fällt mit den Maßen von 60 x 40 x 45 mm (L x B x H) nicht unbedingt kompakt aus. Vom Gewicht bringt das Case ohne In-Ears gut 53 Gramm auf die Waage, kein Leichtgewicht, aber auch nicht sehr schwer.

Optisch wäre das Case ohne die spezielle Oberfläche recht schlicht gehalten, denn ansonsten gibt es hier wenig Überraschungen. Die Oberseite des Deckels ziert lediglich ein kleines Yamaha-Logo und über die vier Status-LEDS, welche den aktuellen Akkustand des Case zeigen, gibt es nur noch eine kleine Griffmulde. Letzteres erleichtert das Öffnen des Case, welches wie üblich durch Magnete geschlossen gehalten wird. Zu guter Letzt gibt es an der Rückseite noch einen USB-C Anschluss, über welchen der im Case verbaute Akku wieder aufgeladen werden kann. 

Im Inneren des Case gibt es nichts Atemberaubendes zu sehen, hier findet man die beiden Plätze, in welchen die In-Ears zum Aufladen eingesetzt werden und dabei über je zwei Ladekontakte mit Strom versorgt werden. Zu guter Letzt findet man auch hier im oberen Bereich die dezent klein gehalten Buchstaben, welche einem zeigen, wo welcher In-Ear seinen Platz hat. Der bereits erwähnte Magnetverschluss, welcher das Case verschlossen hält, sorgt dafür, dass auch beim sehr starken schütteln über Kopf nichts herausfällt. Aber auch wenn der Deckel offen ist und man das Case schüttelt, werden beide Ohrhörer dank der magnetischen Sicherung problemlos an ihrer Position gehalten.

(Design: 4 von 5 Punkten)

Verarbeitung

Die Verarbeitung der Yamaha TW-E7B und deren Case ist sehr gut, hier habe ich eigentlich absolut nichts zu bemängeln. Die einzelnen Kunststoffelemente gehen sauber ineinander über und auch so fühlt sich hier alles geschmeidig an. Da Yamaha bei den TW-E7B auf physische Tasten setzt, kommt es kaum zu Fehlbedienungen, aber dafür überträgt sich leicht das Klickgeräusch der Tasten, was jedoch nur bei sehr leiser Musik auffällt. Zudem ist es beim Laufen hin und wieder der Fall, dass man beim betätigen der Tasten die In-Ears etwas leicht nachjustieren muss, aber dies war nur zu Beginn der Fall und bei einem richtigen Sitz sollte hier alles sicher im Ohr verbleiben.

Positiv gefällt mir an dem gewählten matten Kunststoff, dass dieser hier bei meinem weißen Modell absolut unempfindlich gegenüber Fingerabdrücke ist, ein Punkt der bei einigen anderen Modellen nicht so gut gelöst wurde.

(Verarbeitung: 4 von 5 Punkten)

TEIL 2

bestehend aus „Funktion des Produktes“ entspricht 65% der Gesamtwertung

Kopfhörer-ArtTrue-Wireless In-Ear Kopfhörer
KategorieBluetooth Kopfhörer (Bluetooth 5.2)
FarbeWeiß, weitere Farben: Schwarz, Blau und Beige
Akkuintegrierter, Lithium-Polymer-Akku
Akku Ohrhörer: 6 h (mit ANC)
Akku Ladecase: 16 h
Gesamt somit: bis zu 22 h
Gewicht 68 g (Ohrhörer und Ladebox)
15 g (beide Ohrhörer)
53 g (Ladebox)
MaterialOhrhörer und Ladecase aus Kunststoff
KonnektivitätBluetooth 5.2 Audio-Codec: SBC. Unterstützte Profile: A2DP, AVRCP, HFP, HSP. Fast Pairing von Google wird unterstützt.
TreiberDynamische Treiber mit einer Größe von 10 mm (links und rechts)
Frequenzbereich20 Hz–20 kHz
Treiberempfindlichkeit bei 1 kHz/ 1 mW (dBkeine Angaben
Impedanz (Ohm)keine angaben, aber vermutlich 16 Ohm
LieferumfangYamaha TW-E7B
1 x Silikonanpassstücke in 5 Größen
1 x 20cm USB-C-Ladekabel
1 x Ladecase
Kurzanleitungen usw.
Technische Daten der Yamaha TW-E7B

Tragekomfort

Für einen bequemen und sicheren Halt sorgen bei den Yamaha TW-E7B unter anderem die unterschiedlich großen Ohranpassstücke aus dem angenehmen Silikon-Material. Hier liefert Yamaha insgesamt fünf Größen mit, sodass eigentlich für jeden eine passende Größe enthalten sein sollte. Des Weiteren werden die Yamaha TW-E7B sozusagen in das Ohr eingedreht und verankern sich durch ihre leichte Kerbung im Gehäuse im Ohr. Dies sorgt dafür, dass die In-Ears absolut sicher im Ohr halten und schon von Werk aus eine gute Isolierung bieten. 

Auf jeden Fall rate ich dazu, mehrere Größen auszuprobieren, denn der richtige Halt durch die Silikon-Anpassstücke ist sehr wichtig. Schließlich ist es sonst wie immer bei In-Ears mit Silikon-Anpassstücken der Fall, dass bei zu groß gewählten diese sich nach kurzer Zeit aus dem Ohr herausdrücken, während zu kleine nicht wirklich sicher halten und der Klang sich dann nicht voll und ganz entfalten kann.

(Tragekomfort: 4 von 5 Punkten)

Bedienung

Yamaha setzt bei den Yamaha TW-E7B auf eine normale Bedienung mit Tasten, davon befinden sich zwei am rechten und eine am linken In-Ear. Das Konzept mit den drei Tasten finde ich interessant, da man somit im Falle der Yamaha TW-E7B genau weiß, dass man rechts alles bezüglich der Lautstärke und Titelauswahl ausführt und links nimmt man Anrufe an, pausiert die Musik und steuert das ANC.

Obwohl eine App verfügbarer ist, hat Yamaha es nicht vorgesehen, dass man die Tastenbelegung wie bei manchen anderen Herstellern nach den eigenen Wünschen verändern kann. Jedoch ist dies nicht wirklich schlimm, denn ich finde die Tastenbelegung bzw. die Steuerung sehr gut, wie diese von Yamaha festgelegt wurde. Am rechten In-Ear, handelt es sich sozusagen bei der oberen Taste um die Plustaste und bei der direkt daneben um die Minustaste. Daher steuert man hierüber direkt die Lautstärke, ein einmaliges Betätigen erhöht die Lautstärke und mit der anderen Taste wird diese wieder reduziert. Tippt man wiederum zweimal hintereinander auf die Tasten, springt man durch die Plustaste einen Titel vor und die Minustaste sorgt dafür, dass man einen Titel zurückspringt. Die Plustaste bietet ansonsten keine weiteren Funktionen, aber die Minustaste aktiviert durch dreimaliges Tippen den Gaming-Modus. Ist dieser Modus aktiv, wird die Verzögerung zwischen Audio und Video verringert, sodass die Latenz perfekt für das Anschauen von Videos und dem Spielen von Games ausgelegt wird. Zu guter Letzt aktiviert das ca. eine Sekunde gedrückt halten der Minustaste den Sprachassistenten, was bei iOS Devices Siri und bei Android-Geräten der Google Assistant ist.

Kommen wird nun noch zum Multifunktionsknopf am linken In-Ear. Hierüber kann man durch einmaliges Betätigen der Taste die Musik anhalten und beim erneuten Betätigen wieder am zuvor angehaltenen Punkt fortsetzen. Außerdem steuert man darüber auch das ANC, sodass man durch das doppelte drücken von Ambiente Sound, zu Advance ANC und beides Aus wechselt. Dies geschieht hier über die In-Ears immer in der beschriebenen Reihenfolge, aber über die App ist auch ein direktes Wechseln zwischen den Modis möglich. Während eines Telefonats können Anrufe ebenso über den linken In-Ear durch einmaliges Betätigen der Taste angenommen werden und auflegt wird ganz einfach durch eine Sekunde gedrückt halten. Die Lautstärke kann dann wiederum über die beiden Tasten am rechten In-Ear reguliert werden. 

Die Bedienung bzw. das von Yamaha gewählte Konzept gefällt mir so weit sehr gut, denn zu Fehlbedienungen kam es bei mir nicht. Hier muss man jedoch beachten, dass man die In-Ears beim Betätigen zusätzlich neben dem Finger, welchen man zum Betätigen nutzt, noch mit zwei Weiteren unterstützt, denn sonst Drehen die In-Ears aus dem Ohrkanal zu rutschen. Hierfür benötigt man eine recht kurze Gewöhnungsphase und dann hat man aber den richtigen Griff raus und es ist kein Problem mehr.

(Bedienung: 4 von 5 Punkten)

Klang

Yamaha setzt bei den TW-E7B je In-Ear auf einen recht großen 10 mm Treiber, in der Regel sind hier nämlich meistens 6 mm Treiber verbaut. Hochwertige Audio-Codecs sind, wie man es zu dem geforderten Preis erwarten würde, ebenfalls mit an Bord und so wir neben aptX (Android) auch AAC (iOS) unterstützt. Selbstverständlich ist auch der Standard-Codec SBC mit integriert, aber automatisch wird hier der hochwertigere Codec verwendet. Beim Frequenzgang gibt Yamaha die gewöhnlichen 20 Hz bis 20 kHz an, also genau den Bereich, welchen ein menschliches Gehör in der Regel auch wahrnehmen kann, denn alles, was darüber bzw. darunter liegt, hören sowieso nur die wenigsten unter uns. 

Yamaha verspricht hier ein unvergessliches Hörerlebnis, welches durch hochwertige Komponenten und die einzigartige Technologie des Unternehmens entstanden sei. Doch ist dies auch so? Dies verrate ich euch genau hier in meinem Eindruck des Klangbilds. 

Eins vorne Weg, das Klangbild kann hier in der zugehörigen App noch angepasst werden, jedoch beschriebe ich das Klangbild so, wie es von Werk abgestimmt wurde und vom Hersteller somit auch als gut befunden wurde. Mit dem richtigen sitzt der In-Ears entfaltet sich ein ganz gutes Klangbild, die Bässe sind satt, knackig und bieten einen ordentlichen Tiefgang. Die Mitten und Höhen gehen hierbei jedoch von der Grundeinstellung etwas unter und somit fehlt es beiden etwas an Fülle. Die Mitten sind nämlich etwas diffus und die Höhen leicht vernebelt, aber beides kann man durch den vorhandenen Equalizer gut neutralisieren. Die Raumabbildung gefällt mir gut, denn diese ist weiträumig und bietet eine gute Tiefen- und Breitenstaffelung. Also out of the Box sind die Yamaha TW-E7B etwas schwach, was die Höhen und Mitten angeht, aber angepasst im 5 Band-Equalizer merkt man davon nichtsmehr.    

Die Sprachverständlichkeit der Yamaha TW-E7B ist insgesamt gut. Meine Gesprächspartner haben auf Nachfrage meine Stimme rauschfrei und verständlich wahrgenommen, jedoch wurde ein leichter Hall-Effekt mit übertragen. Dies mag daran liegen, dass die für Telefonate verwendete Mikros recht empfindlich sind, denn auch als ich nebenher den Bericht am Laptop getippt habe, hat man dies durch das Übertragen der Tippgeräusche von der Tastatur gehört. Ich selbst als Hörer mit den Yamaha TW-E7B habe beim Telefonieren jedoch keine Kritik, denn ich konnte meine Gesprächspartner hervorragend verstehen ohne Einschränkungen. 

Die Latenz beim ansehen von Filmen und Videos haben eigentlich inzwischen alle Hersteller im Griff und so konnte ich auch bei den Yamaha TW-E7B keine Verzögerungen zischen dem auf dem Smartphone dargestellten Bild und dem Ton, der über die Kopfhörer wiedergegeben wird, feststellen. In der App kann man hier den Gaming-Modus aktivieren, was für eine bessere Lippensynchronisierung beim spielen dun Filme anschauen sorgen soll, ob man das benötigt, kann jeder dann selbst entscheiden. 

(Klang: 4,5 von 5 Punkten)

App

Die Yamaha TW-E7B können problemlos auch ohne die App genutzt werden, jedoch macht es dennoch Sinn, diese aufs Smartphone (Android oder iOS) zu installieren und auszuprobieren, denn einige Funktionen davon sind recht nützlich.

Headphones Controller
Preis: Kostenlos
Headphones Controller
Preis: Kostenlos

Die Yamaha TW-E7B können problemlos auch ohne die App genutzt werden, jedoch macht es dennoch Sinn, diese aufs Smartphone (Android oder iOS) zu installieren und auszuprobieren, denn einige Funktionen davon sind recht nützlich.

Zum einen wird einem nämlich nur in der App der Akkustand in Prozent angezeigt und außerdem kann man nur darüber die Funktionen „Listening Care“ und „Listening Optimizer“ an-/ausschalten, nach Firmware-Updates suchen und diese dann aufspielen. Zudem kann man auch nur über die App die Sandy-Zeit einstellen, also nach wie langer Zeit ohne zuspielen von Musik usw. der Kopfhörer automatisch ausgeschaltet werden soll usw.  

Dabei gelangt man direkt bei Starten der App auf die Hauptseite, auf welcher einem die beiden In-Ears mit der jeweiligen Akkuanzeige in Prozent für die rechte und linke Seite separat dargestellt werden. Darunter kann man dann direkt auf den 5-Band-Equalizer zugreifen oder aus den fünf voreingestellten Presets ein Passendes auswählen. Direkt unter dem Equalizer folgen dann noch die Möglichkeit, zwischen Ambient Sound, ANC bzw. Off zu wechseln, indem man auf das entsprechend Symbol tippt und danach hat man noch die Option: Listening Care und Listening Optimaler sowie den Gaming Modus zu aktivieren. 

Über das Zahnrad Symbol an der oberen linken Ecke gelangt man dann zum Untermenü, in dem man unter anderem die automatische Abschaltung bestimmen kann, hier steht zur Auswahl: Aus, 5 min, 30 min, 1 Stunde oder sogar 3 Stunden. Direkt darunter ist es zu empfehlen, die Im-Ohr-Erkennung aktiv zu lassen, denn dies bringt den Komfort mit sich, dass die Musik automatisch angehalten wird, wenn man einen der In-Ears aus dem Ohr nimmt und wieder weiterläuft, wenn man diesen wieder einsetzt.

App: 4 von 5 Punkten)

Ausstattung

ANC / Ambient Sound

Die Yamaha TW-E7B wurde mit einem aktiven Noise Cancelling ausgestattet. Hierbei kann man entweder direkt am Kopfhörer oder in der App zwischen ANC, dem Ambient-Sound-Modus oder alles „Aus“ wechseln. Beim Ambient-Sound-Modus werden wie üblich die Außengeräusche um einen herum automatisch über die außen angebrachten Mikrofone in den Hörkanal bzw. die Ohrmuscheln eingespielt, so wie man es von vielen andren Herstellern ebenso kennt. Regulieren lässt sich das ANC jedoch z. B. nicht, also weder über die App noch am Kopfhörer, hier gibt es dann entweder „an“ oder „aus“ mehr nicht.

Das ANC sorgt für eine gute akustische Isolierung von den Umgebungsgeräuschen, was für In-Ears bauartbedingt oftmals schwieriger ist als für Over-Ear Modelle. Sitzt man im Flugzeug, sorgen diese ebenso für eine Ruhephase wie beim Musikhören zu Hause. Hier herrschte schon von Grund auf durch die richtige Wahl der Ohranpassstücke eine gute Isolierung, welche das ANC nochmals etwas, wenn auch nicht extrem hörbar erweitert. Hier konnte ich glücklicherweise nur ein ganz leichtes Grundrauschen wahrnehmen, was jedoch nur dann zu hören ist, wenn keine Musik wiedergeben wird. Hier liefern zwar die teuren In-Ears von Sony bezüglich des ANC eine noch etwas bessere Leistung, aber schlecht ist das von Yamaha hier keineswegs. Beim Aktivieren von Ambient Sound habe ich festgestellt, dass hierbei das Klangbild leicht höhenlästig wird, hier hilft es den EQ in dem entsprechenden Bereich etwas zurückzunehmen und dann passt es auch hier klanglich gut.

Listening Care und Listening Optimizer

Listening Care wirkt unabhängig zur eingestellten Lautstärke, hierbei passt der Kopfhörer in Echtzeit die Musik an die Umgebung an, sodass man nicht wie sonst häufig einfach nur die Lautstärke erhöht, wenn die Umgebung einen stört, sondern der Kopfhörer bzw. dessen Technologie passt gezielt den Bereich an, der darunter leidet. Somit soll der Träger der In-Ears geschützt werden, also daher auch der Begriff Care, denn wenn man einfach nur die Lautstärke erhöht, ist dies nicht gut für das Gehör. Hier konnte ich beim Aktivieren jedoch nur einen minimalen Unterschied feststellen, aber auf keinen Fall verschlechtert sich das Klangbild dadurch.  

Bei Listening Optimizer setzt Yamaha auf die intern verbauten Mikros, welche alle 20 Sekunden die Abdichtung und den Luftaustritt messen. Dabei wird die Wiedergabe in Echtzeit optimiert, sodass die daraus gemessene Abweichungen zwischen Quelle und der tatsächlichen Hörsituation ausgeglichen werden. Veränderungen konnte ich dabei jedoch nicht feststellen, aber da bei mir die In-Ears sehr gut im Ohr sitzen, kann es auch gut sein, dass es hier nichts zu verbessern gibt.

Akkulaufzeit

Bezüglicher der Akkukapazität macht Yamaha bei den Yamaha TW-E7B zwar keine Angaben, aber viel wichtiger sind hierbei die Laufzeit und dazu hat Yamaha, wie es sein muss, auch Angaben gemacht. Der Akku in den beiden In-Ears bietet eine Laufzeit von bis zu 6 Stunden am Stück, bei etwas angehobener Lautstärke und aktivem ANC. Kein Spitzenwert, aber eine Laufzeit, die sicherlich in den meisten Fällen absolut ausreichend sein wird. Je nach Nutzungsverhalten variiert die Laufzeit noch ein wenig nach oben bzw. unten, aber im Großen und Ganze erreicht man hier die angegebenen 6 Stunden.

 Das Case dient wie üblich nicht nur zum Aufbewahren der beiden In-Ears, sondern versorgt diese beim Einsetzen auch automatisch wieder mit Strom. Ist das Case komplett voll aufgeladen, erweitert es die Laufzeit von 6 Stunden um weitere 16 Stunden, sodass daraus ohne zusätzliche Stromquelle eine Laufzeit von bis zu 22 Stunden ermöglicht wird. Insgesamt kann das Ladecase die beiden In-Ears somit fast drei Mal komplett aufladen, dabei zeigen die vier LEDs an der Front des Cases den aktuellen Akkustand in 25 % Schritten an. Leuchten alle permanent ist das Case zu 100 % voll, während bei drei permanent und einer blinkenden noch 75 bis 100 % verfügbar sind. Jede weitere LED, welche ausgeht, zeigt somit an, dass der Akkustand um weitere 25 % gefallen ist. Eine komplette Aufladung der beiden In-Ears im Case dauert knapp 2 Stunden und beim Case sind es knapp 3 Stunden. 

Eine Schnellladefunktion wird hier leider nicht unterstützt. Dafür hat man jedoch eine automatische Play/Pause Funktion integriert, was durch die beiden schwarzen Annäherungssensoren an beiden In-Ears ermöglicht wird. Diese erkenn, wenn einer der beiden In-Ears aus dem Ohr genommen wird und halten dann die Musik an und setzen diese wieder fort, wenn der entnommen In-Ear wieder eingesetzt wird. Des Weiteren kann man wie bereits erwähnt in der App bestimmen, dass die In-Ears automatisch nach der festgelegten Zeit ohne Aktivität bzw. Wiedergabequelle in den Standby-Betrieb übergehen.

Bluetooth

Beim Bluetooth setzt Yamaha auf den Bluetooth-Standard 5.2 mit Fast Pair, welches ein schnelles Verbinden mit kompatiblen Android-Geräten unterstützt. Dabei handelt es sich um das Pedant zur Apple-Technologie, die es ermöglicht, dass direkt durch das Öffnen des Case, die In-Ears mit dem Android Smartphone schnell und einfach gekoppelt werden können. Die Kopfhörer können jedoch nicht nur im Stereo, sondern bei Bedarf auch einzeln im Single-Modus verwendet werden und dabei ist es völlig egal, ob man den rechten oder linken In-Ear bevorzugt. 

Das Koppeln mit einem iPhone ist hingegen wie gewohnt auch nicht sonderlich umständlich, denn dies erfolgt ganz normal über die Einstellungen->Bluetooth und hier wählt man dann, nachdem man die Kopfhörer aus dem Case genommen hat die „Yamaha TW-W7B“ aus. Die Bluetooth-Reichweite hat mir im Test gut gefallen, denn diese war zum einen sehr stabil und zudem auch mit gut 14 Metern indoor mit einigen Wänden dazwischen sehr gut.

(Ausstattung: 4 von 5 Punkten)

TEIL 3

bestehend aus „Preis/Leistung“ entspricht 10% der Gesamtwertung

Beschreibung

Die Yamaha TW-E7B bieten ein gutes Gesamtpaket. Der Klang ist gut abgestimmt, sodass man hier vor allem knackige und präzise Bässe geliefert bekommt. Das ANC macht eine gute Arbeit, auch wenn ich ganz ehrlich zugeben muss, dass es nicht ganz mit den führenden Modellen von Sony und Co. mithalten kann. Der Tragekomfort ist gut, sodass ein sehr sicherer Halt geboten wird und absolut nichts verrutscht und ebenso gefällt mir das Design gut. Dank IPX5-Zertifizierung muss man sich zudem keinerlei sorgen bezüglich eines Regenschauers oder Schweiß machen, was die Yamaha TW-E7B eigentlich zu den idealen Begleitern macht, wäre da nicht der Preis.

Preis/Leistung

Die UVP der Yamaha TW-E7B hat Yamaha nämlich mit stolzen 269,00€ angesetzt, was im Vergleich zur direkten Konkurrenz definitiv etwas zu hoch angesetzt ist. Jedoch sind die In-Ears nun schon ein paar Monate auf dem Markt und so wurde der Preis angepasst und man bekommt diese je nach Farbe für 179€, was natürlich immer noch viel Geld ist, aber ein deutlich passender Preis zur gebotenen Leistung bzw. Ausstattung ist. Die Leistung bezüglich des Klangs, ANC und der Tragekomfort gefällt mir gut und auch das Bedienkonzept weiß zu überzeugen, sodass man, sofern man bereit ist, das Geld auszugeben, gerne einen Blick auf die Yamaha TW-E7B werfen kann.

Yamaha TW-E7B

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testr Gesamtwertung

unter Berücksichtigung aller Teilwertungen

 Wir bedanken uns beim Hersteller für die Bereitstellung des Produktes. Zu unseren Grundsätzen

Link zum Hersteller: https://de.yamaha.com/de

Roborock Q7 Max+

In aller Kürze

Für viele ist der Roborock S7 MaxV Ultra welchen ich bereits getestet habe, sicherlich trotz inzwischen einem reduzierten Preis immer noch zu teuer. Dafür hat Roborock den Q7 Max+ auf den Markt gebracht, bei dem ihr zwar ein paar Abstriche bezüglich des Funktionsumfangs und des Komforts machen müsst, aber hierbei handelt es sich dennoch um einen sehr ausgestatteten Saugroboter, der ebenso überzeugen kann. 

Der Unterschied zum Flaggschiff, dem Roborock S7 MaxV Ultra  ist unter anderem, dass hier die Wischplatte nicht vibriert, sondern nur hinterhergezogen wird. Das auffälligste Merkmal ist jedoch die Absaugstation, denn diese saugt nur den Staubbehälter des Roborock Q7 Max+ leer, während beim Roborock S7 MaxV Ultra auch  noch direkt die Wischplatte gereinigt und der Wassertank mit frischem Wasser gefüllt wird. Was noch anders als zum Flaggschiff ist, verrate ich euch im Testbericht, doch soviel sei gesagt, es ist ein sehr guter Saugroboter der Mittelklasse. 

Gefällt uns

  • sehr einfache Einrichtung
  • Hervorragende Saugleistung auch bei Tierhaaren
  • sehr gute Navigation
  • solide Hindernisserkennung
  • lange Akkulaufzeit
  • kann bezüglich des Staubbehälters rund 7 Wochen ohne eingriff des Nutzers laufen

Gefällt uns weniger

  • mit der Absaugstation etwas laut
  • Wischtuch wird nicht automatisch angehoben
  • Wischtuch wird „nur“ hinterhergezogen

Roborock Q7 Max+

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TEIL 1

Bestehend aus „Verpackung/Design/Verarbeitung“ entspricht 25% der Gesamtwertung

Verpackung

Die Verpackung des Roborock Q7 Max+ ist größer als bei sonstigen Saugrobotern, der Grund daran ist, dass hier nicht eine kleine simple Ladestation, sondern einen große mit Absaugstation enthalten ist. Rund um die Verpackung finde man Abbildungen zum Saugroboter inkl. Absaugstation, technische Merkmale, Ausstattungdetails usw. Hier fehlt es für mich persönlich wie von Roborock gewohnt, an keinerlei Informationen und gut finde ich auch, dass man direkt auch über den Lieferumfang informiert wird.

Nachdem man die Verpackung des Roborock Q7 Max+ geöffnet hat, findet man darin alle enthaltenen Teile des Lieferumfangs schön sortiert. Dabei beschreibt Roborock dies sogar ausführlich auf dem direkt ersichtlichen Quick Start Guide, welchen man direkt auf der Oberseite nach dem Aufklappen findet. Alles ist sauber in die Etagen sortiert und die einzelnen Styropor und Folie schützen den Lieferumfang absolut sicher.

Direkt an der obersten Ebene findet man die schwarze Basisplatte, auf welcher der Roborock Q7 Max+ später immer steht, wenn er auf seinen nächsten Einsatz wartet und zum Aufladen des Akkus parkt. Ebenfalls findet man hier auch direkt ein Ersatz-Staubsaugerbeutel für die Absaugstation, denn ein weiteren hat Roborock wie beim S7 MaxV Ultra bereits eingesetzt.

Hebt man nun den Styropor-Einsatz aus der Verpackung heraus, kommt schon das gute Stück zum Vorschein und zwar der Roborock Q7. Auch hier kann man dann diesen wieder samt Styropor-Einsatz entnehmen und schon kommt die letzte Ebene zum Vorschein. Hier findet man zentral in der Mitte die große Absaugstation, links davon das lange Netzkabel für die Stromversorgung und rechts im schmalen Bereich die Wischplatte mit bereits angebrachtem Wischtuch. Unter der Absaugstation hat Roborock noch die üblichen Beipackzettel bzw. die Bedienungsanleitung verstaut, diese wird aber in der Regel kaum benötigt, da alles auch super in der App erklärt wird.

(Verpackung: 4,5 von 5 Punkten)

Design

Saugroboter

Das Design des Roborock Q7 Max+ gefällt mir sowie sehr gut, der Roboter ist von seiner Optik bzw. der Designsprache jedoch schon einiges schlichter gehalten, als es bei dem Roborock S7 MaxV Ultra der Fall ist. Ich habe das Testgerät in der Farbe weiß erhalten, es gibt diesen jedoch auch in einem schwarz. Beide Geräte sind jedoch weitestgehend einfarbig ausgeführt, jedoch zeigt der Q7 gerade im Vergleich zum S7 MaxV Ultra weniger Akzente. Dies ist aber keineswegs negativ gemeint, der Roboter sieht dennoch sehr gut aus, wirkt hochwertig, aber wenn man eben wie ich auch den S7 MaxV Ultra zu Hause hat, sieht man eigentlich direkt, welcher davon der hochpreisigere ist. 

Das Weiß ist so weit eine tolle Farbe, da diese im Alltag weitestgehend pflegeleicht ist. Lediglich das Gummi am Bumper an der Front zieht den Staub an und sieht dann schnell etwas grau aus, aber ehrlich gesagt bei einem schwarzen Modell ist es nicht weniger unauffällig. Ich persönlich finde die weiße Variante sogar dahin schöner, da hier die im Paket enthaltene Entleerungstation in einem schwarz/weiß gehalten ist, während beim schwarzen Modell alles schwarz ist, dies als kurze Info zwischendurch.

Beim Formfaktor setzt Roborock wie gewohnt auf die bewährte runde Form. Diese nimmt im Durchmesser einen Platz von knapp über 35 cm ein und inkl. seiner Laserabdeckung ist dieser 9,65 cm hoch. Somit ist der Roborock Q7 eigentlich exakt so groß wie der S7. Von seinem Gewicht ist er rund 4 Kilogramm schwer, das ist kein Leichtgewicht, aber der große Akku und der großvolumige Saug-/Wischwasserbehälter brauchen eben ihren Platz und wiegen auch nicht gerade wenig. Der gefüllte Wassertank ist hier im Gewicht jedoch nicht mit eingerechnet. Mit dem Gewicht könnte man den Saugroboter dennoch problemlos vom ersten in den 2. Stock tragen, denn ein kleines Kind ist hier auf jeden Fall auch nicht leichter.

Das Gehäuse besteht wie bei eigentlich 100 % aller Saugroboter aus Kunststoff, welcher sich hier auf jeden Fall sehr hochwertig anfühlt. Dieser Kunststoff ist sehr pflegeleicht und sieht wie erwähnt gut aus. Das schwarze Modell ist komplett matt, während das von mir getestete weiße Modell an der Oberseite in Hochglanz und seitlich Matt gehalten wurde. An der Oberseite des Saugroboters fällt direkt die große Klappe auf, welche auch hier wie beim S7 gut 2/3 davon einnimmt. Dies ist nichts Unbekanntes, sondern kommt so in dieser Größe und Machart in allen runden Saugroboter vor. Hier drunter befindet sich bei Roborock lediglich der für einen Saugroboter recht groß ausfallende Staubbehälter, bei welchem es sich jedoch um ein Kombibehälter handelt, da dieser im vorderen Teil den Schmutz und im hinteren Teil das Wischwasser fasst. Letzteres wird ganz einfach durch einen Gummistöpsel eingefüllt. 

Im Zentrum bzw. leicht nach vorne versetzt folgt dann der sehr wichtige Laserdistanzsensor (LDS), welcher für die genau Navigation unverzichtbar ist. Durch diesen wird eine präzisere Navigation ermöglicht, sodass der Roboter beim Abfahren des Raumes direkt eine Karte erstellt. Außerdem weiß er durch den LDS nach dem ersten kompletten Reinigen fortan immer genau, wo dieser gerade steht oder hinfahren soll. Auf die zusätzliche Objekterkennung muss man beim Roborock Q7 jedoch verzichten, denn hierfür fehlt es diesem schlicht und einfach gesagt an den dafür notwendigen Sensoren an der Font und der Kamera. Kleidungsstücke, Kinderspielzeug, Socken usw. sollte man daher zuvor wegräumen, denn diese würde der Roborock Q7 Max+ nur vor sich herschieben oder im blödesten Fall ein-/ansaugen. Direkt vor LDS-Abdeckung, befinden sich dann wie vom S7 gewohnt drei Knöpfe, bei denen es sich um Zentrum und den Ein-/Ausschaltknopf handelt, mit welchem man z. B. den Reinigungsvorgang manuell starten bzw. stoppen kann. Während man mit dem Haus Symbol den Roboter zur Station zurückschickt und mit der linken Taste wählt man die Punktreinigung aus.

An der Front verläuft wie bei eigentlich allen Saugrobotern der typische halbrunde Stoßfänger, mit dem welchem Saugroboter durch das gelegentlich leichte Anfahren der Kanten im Raum Tischfüße usw. erkennt. Außerdem findet man hier im Zentrum und im rechten Teil des Stoßdämpfers eine Aussparung, hinter welcher sich zum einen der integrierte Nahbereichs- und Seitensensor handelt. Damit erkennt der Roborock Q7 Max z. B. wie weit er von der Wand entfernt ist und an der Front fährt dieser dann die Dinge nicht so stark an, sondern reduziert zuvor seine Geschwindigkeit. 

Betrachtet man den Saugroboter von der Unterseite, dann fällt zum einen die an der Front angebrachte Ausgleichsrolle auf, welche zwischen den beiden silbernen Ladekontakten sitzt. Mit diesen Kontakten fährt der Saugroboter auf seine Absaugstation und wird somit direkt wieder für seinen nächsten Einsatz aufgeladen. Wie üblich befinden sich an der Front bis zu den Antriebsrädern verlaufend mehrere Sensoren, welche unter anderem dafür da sind, dass der Roboter keine Treppen herunterfährt und Teppiche erkennen kann. Roborock setzt hier anders als beim S7 MaxV Ultra nicht auf 6 Sensoren, sondern lediglich 4 Stück, aber einen wirklich negativen Einfluss konnte ich hier nicht feststellen. Hier fehlen dem Roborock Q7 Max+ einfach nur die beiden Hintersten Sensoren direkt vor dem Wischtuch.

Ebenfalls nichts Neues ist die von unten betrachtet links vorne angebrachte rotierende Seitenbürste, welche den Staub von den Ecken zur Hauptbürste leitet. Dieses besteht nicht aus Borsten wie bei zahlreichen anderen Herstellern der Fall ist, sondern aus Gummi, was jedoch nicht wirklich negativ ausfällt. Das Roborock hierbei anders als Ecovacs auf nur eine Bürste setzt, ist hierbei ebenfalls nicht störend, denn bei Roborock ist es so, dass der Roboter gleich zum Start immer den Raum in der Richtung abfährt, in welcher die Seitenbürste ist. 

Im Zentrum des Saugroboters befinden sich dann die beiden bereits erwähnten gefederten Antriebsräder, über welche der Saugroboter eventuelle Höhenunterschiede ausgleichen kann z. B. Teppiche. Dazwischen sitzt wie üblich bei einem runden Saugroboter die sehr wichtige rotierende Haupt-Reinigungsbürste unter einer Abdeckung, welche zum Reinigen jedoch ganz leicht demontiert werden kann. 

Genau wie beim Roborock S7 MaxV Ultra wird der Staub nicht über eine zusätzlich am Saugroboter angebrachte Klappe aus dem Staubbehälter herausgesaugt, sondern ganz einfach direkt über die Hauptbürste, was sehr gut funktioniert. Die Wischplatte ist wie von den Vorgängermodellen einfach aufgesteckt und starr ausgeführt. Dies bedeutet, dass der Roborock Q7 Max+ diese nicht wie das Flaggschiff S7 MaxV Ultra um 5 mm anheben kann und zudem wird dies nur hinterhergezogen, nicht durch VibraRise (Schallvibrationstechnologie) bewegt.

Absaugstation

Der Roborock Q7 Max+ wird anstelle einer kleinen Ladestation direkt mit einer großen Absaugstation samt Zusatz-Staubbeutel zum Kunden geliefert. Bevor man diese aufstellen kann, muss man zuvor noch die Bodenplatte mit dem Hauptteil verschrauben. Dies ist eigentlich recht schnell durch ein paar Schrauben eindrehen erledigt und dauert keine 2 Minute, den hierfür benötigten Schlüssel hat Roborock an der Unterseite der Bodenplatte integriert. Es handelt sich hier wie erwähnt um eine reine Absaugstation, sodass hierüber nach Beenden der Reinigung direkt der Staub aus dem Staubbehälter herausgesaugt und in einen eingesetzten Staubbeutel gesammelt wird. So weit ist das Prinzip dann absolut gleich zum Roborock S7 MaxV Ultra, hier muss man dann lediglich auf das Automatische reinigen, der Wischplatte verzichten.  

Die Farbgebung der Absaugstation gefällt mir persönlich wie bereits angedeutet beim weißen Modell sehr gut. Der dunkelgraue untere Teil und der ebenso dunkelgraue Deckel sorgen im Zusammenspiel mit dem weißen Zwischenteil für eine tolle Farbkombi. Ansonsten gibt es hier noch an der Rückseite ein praktisches Kabelmanagement und hier war ich überrascht, dass Roborock ein dunkles und kein helles Kabel mitliefert. Letzteres war ja beim Roborock S7 MaxV Ultra etwas merkwürdig, denn eine dunkle Ladestation und ein helles Kabel passen nicht wirklich optisch zusammen. Zu guter Letzt wird der Staub direkt über die Muldenöffnung an der Bodenplatte angesaugt und zum Staubbehälter gefördert, also exakt dasselbe Prinzip wie beim großen Bruder, dem S7 MaxV Ultra. 

(Design: 4 von 5 Punkten)

Verarbeitung

Die Verarbeitung der beiden im Roborock Q7 Max+ enthaltenen Produkte ist sehr gut, hierbei gibt es von meiner Seite eigentlich keine Kritikpunkte. Der Kunststoff fühlt sich hochwertig an und macht einen sehr stabilen Eindruck, sodass man hier keine Sorgen haben müsste, dass schnell etwas kaputt geht. Außerdem ist die Oberfläche kaum anfällig gegenüber dem üblichen Hausstaub, welcher sich auf den Oberflächen absetzt.

Sämtliche pflegebedürftigen Elemente können sowohl am Roboter als auch an der Station wunderbar ausgebaut und somit einfach gereinigt bzw. ausgetauscht werden. Dies betrifft am Roboter unter anderem den Kombibehälter aus Staub-/Wassertank, die Haupt- und Seitenbürsten und bei der Station den Staubbeutel.

(Verarbeitung: 4,5 von 5 Punkten)

TEIL 2

bestehend aus „Funktion des Produktes“ entspricht 65% der Gesamtwertung

StromversorgungAkku
Akku-ArtLi-Ionen (5.200 mAh)
NavigationLDS-Lasernavigation, Stoßdämpfer
FarbeWeiß, es gibt jedoch auch ein schwarzes Modell
Lautstärkezwischen 50 bis 70 dB (je nach eingestellter Saugstufe)
Hauptbürsteeine Gummibüsten
Formklassische runde Form mit einer Seitenbürsten
Betriebszeitbis zu 3 Stunden bzw. 300 m²
SensorenHebesensor; Entfernungssensoren, Sturzsensoren und Teppicherkennung
MaßeSaugroboter: 35 cm x 9,7 cm (Durchmesser x Höhe), Absaugstation : 42,5 x x30,2 x 44cm (L x B x H)
Gewicht4,7 kg
LieferumfangRoborock Q7 Max+
Absaugstation
1x Seitenbürste
1x Wischtuch
1x Staubfilter 
Netzkabel (europäischer Stecker) 
Bedienungsanleitung
Technische Daten des Roborock SQ7 Max+

Ersteinrichtung und Inbetriebnahme 

Die Ersteinrichtung des Roborock Q7 Max+ ist wirklich sehr einfach und wird komplett über die kostenlose App „Roborock“ Schritt für Schritt erklärt.

Nachdem man den Saugroboter, die Absaugstation und das restliche Zubehör ausgepackt hat, muss man wie bereits erwähnt auf jeden Fall noch die Bodenplatte an die Absaugstation schrauben. Der Weiteren gibt es hier und da noch ein paar Klebestreifen, welche als Transportsicherung dienen, diese müssen logischerweise auch entfernt werden. Anders als Ecovacs montiert Roborock die Seitenbürste zur Auslieferung direkt, sodass man eigentlich nach der Einrichtung der App direkt mit dem ersten Saugvorgang bzw. der ersten Kartierungsfahrt beginnen kann. Schade finde ich jedoch etwas, das Roborock hier an Ersatzteilen spart, den man legt hier weder eine zusätzliche Seitenbürste noch Wischtücher bei. Lediglich ein Ersatz-Staubbeutel findet hier im Lieferumfang seinen Platz.

Den Staubauffang-/ Wischwasserbehälter muss beim Roborock Q7 Max+ wie vom Hersteller gewohnt nicht mehr eingesetzt werden, denn dieser wurde bereits an seinem entsprechenden Platz unter der Abdeckung platziert. Die Wischplatte muss man wiederum selbst anbringen, denn nur dann kann neben dem Saugen auch direkt feucht gewischt werden. Dies ist jedoch ebenfalls sehr schnell erledigt, da diese nur angesteckt bzw. am Platz eingeschoben wird, das entsprechende Wischtuch ist bereits montiert. Vor dem ersten Wischen muss man dann jedoch den Kombibehälter mit Wasser und eventuell mit etwas Bodenreiniger füllen, denn nur so kann der Roboter auch wischen bzw. das Wischtuch permanent befeuchten. Das an der Wischplatte angebrachte Tuch kann mehrfach ausgewaschen und getrocknet werden, denn es handelt sich hierbei um ein sogenanntes Mehrweg-Tuch.

Bevor man den Saugroboter das erste Mal startet, sollte man diesen noch über die App einrichten, da der Saugroboter zum einen direkt ein Firmware-Update bekommt, welches einige Verbesserungen mit sich bringt und zudem die ein oder anderen Fehler beseitigt. Des Weiteren sollte man selbstverständlich auch noch die Ladestation bzw. in meinem Fall die Absaugstation zuvor noch am gewünschten Ort im Haus aufstellen. Schließlich soll der Roboter diese finden und sein Akku wieder aufladen können, sofern dieser leer sein sollte und zudem kann nur so der Staubbehälter automatisch ausgesaugt werden.

Man könnte den Roborock SQ7 Max+ zwar auch ohne die vom Hersteller zur Verfügung gestellten App verwenden, aber wirklich Sinn macht diese natürlich nicht, denn wenn man hier spezifisch nur einzelne Räume oder Bereiche reinigen lassen möchte oder auch bestimmen möchte, dass der Roboter an bestimmten Tagen bzw. Uhrzeiten reinigt, dann geht dies eben nur über die App.

Die Einrichtung bzw. Einbindung des Roborock Q7 Max+ ist über die App „Roborock“, welche kostenlos für Android im GooglePlay Store und für iOS im Apple Store zur Verfügung gestellt wird, schnell und absolut einfach erledigt. Hierbei wird der Vorgang nämlich wie ich bereits beim S7 MaxV Ultra sehr ausführlich und Schritt für Schritt erklärt. Nachdem man alles ausgepackt hat und der Saugroboter auf die angeschlossene Absaugstation/Ladestation gestellt hat, kann man diesen am an der Oberseite einschalten, bzw. beim Aufladen wird dieser auch direkt aktiviert.

Um die App nutzen zu können, muss man diese nicht nur kostenlos aufs Smartphone laden, sondern sich zudem auch registrieren. Hierfür benötigt man jedoch nur eine gültige Mail-Adresse und ein selbst definiertes Passwort. Anschließend geht des darum, dass man ein paar Zugriffsrechten zustimmt und schon landet man auf der Seite, auf welcher man nach einem Saugroboter suchen lassen kann. Hier kann man dann z. B. den gekauften Saugroboter aus der großen Auswahl auswählen und schon leitet einen die App Schritt für Schritt durch den Einrichtungsprozess. Dabei kann man unter anderem auch bestimmen, dass die App den Standort Abfragen darf, dies wird dafür genutzt, dass man die Namen der verfügbaren Netzwerke im weiteren Verlauf angezeigt bekommt.

Nun muss man am Saugroboter kurz die beiden Tasten „Punktreinigung“ und „Dock“ für drei Sekunden gedrückt halten bzw. bis der Roboter „WLAN wird zurückgesetzt“, sagt. Danach befindet sich der Roborock Q7 direkt im Kopplungsmodus und man kann in der App das Kästchen „WLAN zurückgesetzt“ aktivieren und auf „Weiter“ tippen. Danach fragt die App direkt, ob er sich mit dem WLAN verbinden soll und dazu müsst ihr dann noch das zugehörige WLAN-Kennwort eingeben. Daraufhin wird man via Pop-Up Fenster gefragt, ob man der App erlaubt, dass diese sich mit dem WLAN „„roborock_vacuum….“ Verbinden darf, was in diesem Fall der Roborock Q7 Max+ ist, danach werden dem WLAN-Modul des Saugroboters direkt die Log-in-Daten eures WiFi übermittelt, sodass der Roboter einsatzbereit ist. 

Anschließend noch kurz den rechtlichen Hinweisen zustimmen und schon wird angezeigt, dass ein neues Firmware-Update verfügbar ist, was ich natürlich direkt installiert habe, damit ich den Roboter auf dem neusten Stand habe. Im Weiteren Verlauf gibt es noch ein Hinweis, was man vor dem ersten Reinigen alles machen soll, dazu zählen z. B. störende Gegenstände wegräumen. Anschließend ist man dann schon auf der zukünftigen Startseite und der Saugroboter samt Station wäre direkt nach dem vollen Aufladen des Akkus für den ersten Einsatz bereit.

(Ersteinrichtung und Inbetriebnahme: 5 von 5 Punkten)

Reinigungsleistung und Navigation

Bei der Reinigungsleistung liefert der Roborock Q7 Max+ ein sehr gutes Ergebnis ab, bei der es eigentlich nicht wirklich etwas zu beanstanden gibt. Die Saugleistung gibt Roborock mit bis zu 4.200 Pa, also hat dieser eine gute Power, hier bietet eigentlich nur der große S7 Max V Ultra mit bis zu 5.100 PA noch ein wenig mehr Saugkraft, die man aber selten ausnutzt. Klar liefert hier beim direkten Vergleich der Roborock S7 MaxV Ultra eine minimal bessere Reinigungsleistung ab, aber dies ist nur gering und schlecht ist der Roborock Q7 auf keinen Fall. Im Reinigungsdurchgang hat der Saugroboter wirklich alles sehr gründlich eingesaugt. Der Saugroboter bietet mehrere Saugstufen, von denen „Max“ die höchste ist und logischerweise dann auch die volle Saugleistung bietet. 

Im Alltag habe ich jedoch bei unseren Fliesen und Parkett immer den Saug-Modus „Normal„ verwendet. Erfreulich ist auch das eventuell manuelle Entleeren, sofern man sich für das normale Modell ohne Absaugstation entscheiden sollte, hier gibt es im Behälter keine Störkanten, wo z. B. der Dreck hängen bleibt und alles kann sehr einfach über die große Öffnung beim Feinstaubfilter entnommen werden. Da ich jedoch sowieso das Max+ Modell habe, ist hier die automatisch Absaugstation enthalten, die ebenfalls den Dreck ohne Probleme aussaugt. 

An der Navigation habe ich ebenfalls so weit kaum Kritik. Klar eins vorneweg, der Roborock Q7 Max+ kann nicht mit dem S7 MaxV Ultra verglichen werden, denn hierbei handelt es sich einfach gesagt um das Flaggschiff mit der präzisesten Navigation, die ich bisher unter alle den Saugrobotern gesehen habe. Mangels der fehlenden Kamera und den Frontsensoren kann logischerweise die Navigation bzw. Hinderniserkennung auch nicht miteinander verglichen werden und soll es auch nicht, da beide in zwei völlig unterschiedlichen Preisklassen liegen.

Dennoch der Roborock Q7 Max+ navigiert sehr gut, was mittels des an der Oberseite rotierenden LiDAR (Laser) gelingt. Dieser erfasst, während der Roboter durch die Räume fährt ,alles sehr genau und dies auch bei Dunkelheit, denn der Laser braucht dazu keinerlei Licht. Zugleich hat diese jedoch auch den Nachteil, dass diese Technik Spiegel und Glastüren nicht als Hindernis bzw. Wand erkennt. Somit ist es bei uns z. B. so, dass die Terrassentüren durch den Laser durchbrochen werden und somit sieht es auf der Karte hier teilweise so aus, als würde hier der Raum noch weiter gehen. Dies stört zwar nicht, sieht jedoch optisch beim Betrachten der Karte etwas unschön aus. Gegen einen Spiegel oder Glastür fährt den Saugroboter jedoch dennoch nicht, denn hierfür hat dieser selbstverständlich weitere Sensoren, die dies als Hindernis erkennen. 

Bei der Navigation erkennt der Roborock Q7 Max+ auch wie inzwischen viele anderen Saugroboter mit Wischfunktion automatisch Teppiche, was durch die Sensoren an der Unterseite möglich ist. Somit erhöht der Saugroboter aus dem Hause Roborock hier auf Wunsch automatisch die Saugleistung beim Befahren von Teppichen an, was für eine gründlichere Reinigung sorgt. Die Wischplatte kann der Q7 wiederum nicht anhebende, sondern bleibt immer zum gleichen Abstand auf dem Boden.

Durch die zahlreichen Sensoren an der Oberseite, Front und Seite erstellt der Saugroboter eine sehr genaue Karte eurer Räume und diese kann in der App auf Wunsch auch in 3D angezeigt werden. Ein nettes Feature, doch ich bevorzuge weiterhin die normale 2D Variante, da ich hierbei eine bessere Übersicht der unterteilten Räume usw. habe. Der Roborock Q7 Max+ nutzt seine Sensoren und den Bumper mit Bravour, sodass mir der Umgang mit Möbel usw. sehr gut gefällt, denn hier wird nicht wie bei der Konkurrenz wild mit dem Bumper alles angefahren, sondern wenn, dann sehr sanft und vorsichtig.

Vom Ablauf betrachtet, ist die Navigation beim Roborock Q7 Max+ nicht anders als z. B. beim Roborock S7 MaxV Ultra oder den Saugrobotern aus dem Hause Ecovacs und Co. Startet man die Reinigung, unterteilt der Roboter die Wohnung bzw. größere Räume im Haus automatisch in mehrere kleine Bereiche bzw. Sektoren. Diese umfährt dieser dann zuerst an den Wänden herum ab, bis der äußere Bereich einmal komplett umfahren und dabei gereinigt wurde. Direkt danach beginnt dieser dann den inneren Teil in geraden Bahnen abzufahren, sofern dazwischen keine Hindernisse sind. Sind diese vorhanden, dann umfährt dieser diese selbstverständlich automatisch, sofern diese von den Sensoren erkennt oder dem Bumper angefahren werden.

Die Navigation während des Reinigungsvorgangs ist ebenso absolut effizient. Der Roboter weiß durch den ersten kompletten Reinigungsvorgang, bei dem man vorher alle Gegenstände wie Schuhe usw. entfernt hat jederzeit, wo sich dieser gerade beim Reinigungsvorgang befindet. Somit lässt dieser, auch wenn es manchmal so aussieht, keinen Bereich aus, schließlich kommt dieser im Laufe der Reinigung zu dem zuvor ausgelassenen Bereich zurück und schließt damit die komplette Reinigung in seinen Bahnen ab.

Sehr gut finde ich, dass Roborock dem Nutzer ermöglicht, dass man jederzeit Einsicht hat, wo der Roboter gerade ist und wo dieser schon alles war und in welchen Bereichen noch nicht. Hat man z. B. im ersten Reinigungsvorgang direkt festgestellt, dass der Roboter an einem Punkt oder mehren Probleme hatte bzw. es vorkommen sollte, dass dieser Gefahr läuft, sich hier festzufahren, kann man in der App die Bereiche bestimmen, die er beim Reinigen nicht mehr befahren soll. Bei uns musste ich hierbei jedoch nicht eingreifen, da bei uns solche Stellen nicht vorhanden waren. Ich müsse nur und er Karte den Flur im Obergeschoss zu einem zusammensetzen, da diese vom Roboter in drei Teile unterteilt wurde.

Treppen kann der Roborock Q7 Max+ wie seine Mitbewerber nicht versehentlich herunterstürzen, denn um dies zuverlässig zu verhindern, hat Roborock wie viele andere Hersteller den Saugroboter am Boden mit mehreren Absturzsensoren ausgestattet. Durch diese besagten Sensoren, welche am Rand um den Unterboden des Saugroboters angebracht wurden, erkennt der Saugroboter einen Abgrund, bremst davor ab und fährt die Kante entlang ab. Durch genau diese Sensoren kann es jedoch wie bei zahlreichen anderen Saugrobotern zu Problemen mit Teppichen kommen. Habt ihr z. B. einen weißen Boden und einen dunklen kurzhaarigen Teppich, dann könnte es dazu kommen, dass die Sensoren dies als Abgrund erkennen und der Roboter somit nicht über bzw. auf den Teppich fährt. Da wir jedoch ein Parkett aus Eiche haben, ist der Kontrast anderes und somit kam es hier zu keinem Problem.

Hindernisüberwindung

Neben einer präzisen Navigation ist auch die zuverlässige Hindernisüberwindung bei einem Saugroboter sehr wichtig, denn ebenso wie Teppiche können dem Saugroboter auch Übergangsleisten zwischen den Räumen usw. im Weg sein. Beim Roborock Q7 Max+ muss man leider auf die Wischplatte verzichten, welche automatisch angehoben wird, wenn diese Teppiche befährt oder wenn man bestimmt hat, dass dieser ohne Wischen reinigen soll. Daher muss diese in diesen Fällen zuvor händisch entfernt werden, dies ist jedoch schnell erledigt und einfach, aber geht eben zulasten des Komforts. 

Durch die Antriebstechnik kann der Roborock Q7 Max+ problemlos wie der S7 Steigungen von bis zu 20 % überwinden und ebenso hat er mit Schwellen von bis zu 2 cm keinerlei Probleme. Damit dies jedoch problemlos gelingt, sollte die Kante leicht abgerundet oder schräg ausgeführt sein, denn bei harten Kanten ist wie bei anderen Saugrobotern schon bei gut 1-1,5 cm Schluss.

Saugleistung

Der Roborock Q7 Max+bietet, wie ich es bereits zuvor erwähnt habe, eine hervorragende Saugleistung. Hier bin ich absolut zufrieden, sodass sich bei diesem Saugroboter keine Kritik aussprechen könnte. Bei uns lasse ich den Saugroboter aktuell im Obergeschoss laufen und hier saugt er den großen Flur und die einzelnen Zimmer absolut gründlich, sodass selbst der ganze Staub unterm Bett gründlich eingesaugt wird. Im Bad saugt dieser dann wiederum nicht nur, sondern wischt im gleichen Durchgang direkt auch noch mit. Klar, mit der VibraRise-Wischplatte wäre die Wischfunktion noch gründlicher, aber dennoch schafft es der Q7 den feinen Staub und die Wasserflecken auf dem Boden gründlich zu beseitigen. 

Ich persönlich lasse zu Hause eigentlich immer in der Stufe „Normal“ saugen, doch man kann hier wie bereits erwähnt zwischen mehreren Saugstufen wählen, bei welchen die maximale Saugkraft bei „Max“ liegt. Dies „Max“ Saugkraft benötige ich im Alltag nicht wirklich, macht jedoch vielleicht bei einem Missgeschick in der Küche Sinn, wen man z. B. den Zucker verschüttet hat oder einen Teppich absolut gründlich absaugen möchte. 

Bei Teppichen steigt die Lautstärke des Saugroboters logischerweise an, da dabei zugleich die Saugkraft erhöht wird. Daher wird es dann schon hin und wieder bei Teppichen lauter, sodass hier Fernsehen nebenher nicht wirklich toll ist. Die Saugleistung finde ich dank der gummierten Walze super, denn hier wickeln sich kaum Haare herum. Positiv wirkt sich hier auch die Methode aus, wie der Staub von der Absaugstation herausgesaugt wird, denn dies geschieht über Saugöffnung, sodass hier auch zugleich alles um die Bürste herum herausgesaugt wird. 

Man kann wie bereits erwähnt als Nutzer-/in bei der App frei wählen, wie stark die Saugleistung ist. Hierbei hat man die Wahl zwischen: Leise, Normal, Turbo und Max, dabei ist „Normal“ von Werk aus eingestellt. Je nach gewählter Saugleistung erhöht sich selbstverständlich auch die Lautstärke des Roboters, doch gerade die beiden Stufen Leise und Normal kann man getrost auch dann nutzen, wenn man gerade zuhause ist.

Wischfunktion

Die Wischfunktion des Roborock Q7 ist gut, aber eben ganz klar nicht mit der des Roborock S7 MaxV Ultra zu vergleichen. Denn wie ich bereits mehrfach angedeutet habe, handelt es sich hier lediglich um eine Wischplatte mit befestigtem Wischtuch, welche durch leichten Federdruck von 300 Gramm sanft auf dem Boden gleitet. Hier fehlt ganz klar die Rüttelbewegung, welche bei der Roborock-S7 Serie zum Einsatz kommt und zudem kann die Q-Serie die Wischplatte nicht beim befahren von Teppichen oder empfindlicheren Böden angehoben werden. Außerdem muss die Wischplatte regelmäßig händisch gereinigt werden, denn dies übernimmt hier nicht die Absaugstation. Somit handelt es sich hier um ein recht simples Staubwischen, was Allergikern von Hausstaub dennoch gut gefallen könnte, denn der ganz feine Staub, welcher von der Saugleistung und der Walze nicht eingesaugt wird, wird großteils vom Wischtuch aufgesammelt. 

Hat man somit beim Roborock Q7 Max+ z. B. im Geschoss nur Fliesen, ist es ratsam, das Wischtuch zwischendurch sauber zu machen, denn irgendwann kann dies den Schmutz bei großen Flächen einfach nicht mehr wirklich fassen. Hier kann man beim Roborock S7 MaxV Ultra bestimmen, dass nach jedem Raum direkt das Tuch frisch gereinigt wird, doch dies muss hier in diesem Fall beim Q7 leider händisch erfolgen.

Also einfach gesagt, trotz der großen Station bleibt alles im Bezug zum Wischtuch weiterhin eure Aufgabe. Dazu zählen dieses zu reinigen und zum Trocknen entfernen. Außerdem muss man auch das Wasser des Tanks direkt immer füllen, denn ohne Wasser kann der Roborock Q7 Max+ nicht feucht wischen. Beim Staubbehälter sieht das Ganze jedoch ganz anders aus, denn hier nimmt euch die Absaugstation die Arbeit ab, was ich schon sehr gut und mittlerweile ein Muss finde. Den Schmutz saugt die Station nämlich direkt, nachdem der Roboter alles wie angegeben gereinigt hat und zur Station zurückkehrt, automatisch ab. Dabei kann man bzw. ist bereits von Werk aus der „nicht Stören“ Modus aktiviert, was bedeutet, dass z. B. von 22:00 Uhr bis 8:00 Uhr Sprachalarme stummgeschaltet, die Anzeigeleuchten gedimmt und die Auto-Entleerung des Behälters deaktiviert ist. Der Absaugvorgang ist zwar sehr laut, daher auch der nicht Störenmodus, aber in unter 20 Sekunden ist dann auch wieder Ruhe und das Ergebnis ist ein absolut sauberer Staubbehälter im Roboter. 

Beim Wischmodus stehen in der App unter den Einstellungen insgesamt 5 Wischstufen zur Auswahl: aus, niedrig, mittel, hoch und benutzerdefiniert. Bei Letzterem kann man die Wasserabgabemenge der elektronischen Pumpe sehr genau dosieren und neben den bereits erwähnten Stufen, auf welche man direkt zugreifen kann, gibt es hier zusätzlich noch moderat, hoch und extrem. Einen großen Vorteil hat die nicht elektronisch angetrieben Wischplatte wiederum, diese erzeugt nämlich für keinen zusätzlichen Lärm. Dies ist bei manch anderen Modellen mit angetriebener Wischplatte nämlich oft der Fall, jedoch hört man bei Flaggschiff dem S7 MaxV Ultra auch kein Mucks von der Bewegung.

(Reinigungsleistung: 4 von 5 Punkten)

App

Roborock
Preis: Kostenlos
Roborock
Preis: Kostenlos

Wie bereits im Laufe des Testberichts erwähnt, können sämtliche Einstellungen des Roborock Q7 Max+ sehr einfach und umfangreich in der Roborock App vorgenommen werden. Hier hat Roborock eine tolle, übersichtliche App entwickelt, die alle wichtige Funktionen auf der Startseite zeigt und alles Weitere kann in den Nebeneinstellungen eingestellt werden. Die App selbst ist dabei dieselbe, wie auch beim Roborock S7 MaxV Ultra und durch einfaches Hin und Her wischen kann ich hier sehr einfach zwischen meinen beiden Saugrobotern wechseln. Die Einbindung des Roborock Q7 Max+ in die kostenlose App ist selbsterklärend bzw. wird wie bereits erwähnt, sehr verständlich und Schritt für Schritt erklärt. Somit sollte dies für alle Nutzer kein Problem sein und in kurzer Zeit erledigt sein.

Die App von Roborock ist insgesamt übersichtlich aufgebaut, sodass man sich hier eigentlich recht schnell zurechtfindet. Alle Funktionen, welche man regelmäßig benötigt, sind direkt auf der Startseite des Saugroboters integriert, während die tieferen Einstellungen in dem weiteren Untermenü untergeordnet sind. Die Karte, welche der Saugroboter nach dem ersten kompletten reinigen erstellt hat, ist sehr übersichtlich gehalten und kann bei Bedarf natürlich noch umfangreich bearbeitet werden. Bei mir wurden fast alle Räume richtig unterteilt, sodass bei uns im Obergeschoss das große Bad, die beiden Kinderzimmer und das Elternschlafzimmer richtig in die einzelnen Räume unterteilt wurden. Lediglich bei unserer Galerie musste ich kurz nachjustieren, denn hier hatte die Software die beiden kleineren Flure davon in separate Räume unterteilt. Dies war jedoch kein Problem, einfach die gewünschten Räume auswählen und zusammenführen tippen und schon ist die Galerie ein Raum.

Habt ihr wie wir im Haus nicht nur Fliesen, sondern z. B. Parkett, dann ist es auch wichtig, dass der Saugroboter die Räume mit Parkett in der Regel nur saugt, also kein Wasser auf das Wischtuch abgibt. Fliesen wiederum können wie gewohnt zusätzlich zum Saugen auch direkt feucht gewischt werden und was hier genau in welchem Raum gilt, kann man ebenso in den Karteneinstellungen definieren. Dies und alles Weitere, was bezüglich der Karte eingestellt werden kann, findet man direkt auf der Startseite, also genau da, wie man die Karte nach dem erstellen sieht. Hier einfach auf den Stift mit der Karte tippen und schon findet man alle wichtigen Einstellungen.

Daher kann man hier z. B. festlegen, dass der Roborock Q7 Max+ die entsprechenden Räume mit Parkett nur saugt, während er die mit Fliesen dann saugt und zugleich wischt. Des Weiteren kann hier bestimmt werden, in welcher Reihenfolge die Räume bei der planmäßigen Reinigung zuerst und welcher zuletzt gereinigt werden sollen. Hier hat man auch die Möglichkeit zu bestimmen, in welcher Saugstufe und mit welcher Wasserabgabe die entsprechenden Räume gereinigt werden dürfen.

Nun beschreibe ich euch noch die App noch etwas ausführlicher Schritt für Schritt. Auf der Startseite bekommt man nach der ersten kompletten Reinigung eines Geschosses eine mehrfarbige Karte angezeigt, in der die Räume unterteilt sind. Diese musste bzw. habe ich für die leichtere Zuordnung und eine eventuelle Sprachsteuerung über Alexa bzw. Google noch kurz entsprechend benennen. Dies erfolgt ganz einfach, wie schon erwähnt durch das Tippen auf das Symbol mit der Karte und dem Stift. Außerdem habe ich dann auch noch direkt die Bodenbeläge angegeben, also ob Fliesen, Holz oder Standard. Dies muss man nicht unbedingt machen, denn es dient eigentlich nur der Optik beim Betrachten der Karte. In den Einstellungen kann man dann auch noch Sperrzonen setzen, No-Wisch-Zonen erstellen, die Räume trennen uvm. dazu gehe ich später im Punkt „Kartenerstellung“ noch umfangreicher ein. 

Weitere wichtige Dinge, welche man auf der Startseite sieht, sind z. B. die aktuell bereits gereinigt Reinigungsfläche sowie die dafür benötigt Zeit und den aktuellen Akkustand in Prozent. Unten links kann man dann bestimmen, ob alles bzw. nur einzelne Räume oder sogar nur ein markierter Bereich (eine Zone) gereinigt werden soll. Direkt rechts daneben kann man dann noch auswählen, ob nur gesaugt bzw. gewischt werden soll, beides oder sogar individuell. Bei Letztrem kann man auf „Benutzerdefiniert“ tippen, dann direkt neben der Karte auf „Bearbeiten“ und hier „smart“ wählen, sodass die App automatisch bestimmt, wo gesaugt und wo gewischt werden darf. Ich habe hier jedoch dann noch im Nachgang eine Bearbeitung durchgeführt, sodass auf dem Parkett nur gesaugt wird, denn die App wollte hier auch wischen. Zurück auf der Startseite mit der Karte ist es dann noch mit dem linken Button, wie beschriftet möglich, den Reinigungsvorgang zu starten, während man mit dem rechten „Saubbehälter entleeren“ mitteilen, dass man jetzt direkt den Staubbehälter am Saugroboter aussaugen lassen möchte.

In ein umfangreiches Einstellungsmenü gelangt man über die drei Punkte an der rechten oberen Ecke. Hier kann man dann als Erstes die Karten verwalten und somit auch bestimmen, ob man eine Ebene oder mehrere Ebenen Zuhause hat. Letzteres ist dann sinnvoll, wenn man den Saugroboter z. B. auf zwei Stockwerken nutzen möchte. Im Menü „Pläne“ kann man Reinigungspläne erstellen, sodass man direkt bestimmen kann, wann und an welchen Tagen der Saugroboter automatisch seinen Dienst verrichten soll.

Das nächste Menü befasst sich mit der Reinigungsstation, hier kann man zwei Dinge bestimmen, ob der Roboter automatisch nach der Reinigung entleert werden soll und in welchem Modus bzw. Stufe dies gemacht werden soll. Wählt man hier wie ich „smart“, dann passt sich die Station dem Saugzyklus an, sodass bei mir immer alles gepasst hat und der Staubbehälter immer absolut gründlich ausgesaugt wurde. Zusätzlich gibt es hier dann noch die Stufen leicht, mittel und max. 

Das nächste Untermenü ist weniger relevant, denn hier kann man nur die Roboterstimme wählen, wobei ich rate, diese auf die eigene Landessprache, also z. B. auf Deutsch umzustellen, denn von Werk aus ist immer Englisch aktiv. Durchaus ein wichtiger Punkt ist hier dann wieder die Roboter-Einstellungen, denn hier kann z. B. die Kindersicherung aktiviert werden, sodass die Tasten am Roboter auf Wunsch gesperrt werden, sodass nicht ungewünscht der Roboter gestartet wird. Des Weiteren kann hier, wie ich es aktiv habe, bestimmt werden, dass nach dem Vollen aufladen die Kopfleuchten abgeschaltet werden und die Saugleistung beim befahren von Teppichen erhöht wird. Zu guter Letzt ist hier auch noch der Punkt (Modus „Nicht stören“ wichtig, diesen habe ich von 22:00 Uhr auf 8:00 Uhr eingestellt, sodass der Roboter im Flur nicht durch seine Beleuchtung stört oder nach dem abendlichen Saugen noch die Station nach 22:00 Uhr ausgesaugt wird und z. B. die Kinder, welche bereits schlafen aufweckt.

Danach folgen Pin-and-Go, sodass der Roboter speziell auf der Karte nach Wunsch hingeschickt werden kann und von dort dann eine Punktreinigung startet usw. Des Weiter folgt dann eine Fernsteuerung, mit welcher man den Saugroboter selbst navigieren kann, eine Funktion, welche ich jedoch nicht im Alltag verwendet habe.

Am Schluss folgen noch einige Dinge bezüglich der Wartung, wo alle Bauteile, welche gereinigt bzw. irgendwann ausgetauscht werden müssen, aufgelistet sind. Dabei zeigt Roborock in der App an, wann eine Reinigung bzw. der Austausch notwendig ist und man erklärt dann auch, wie das ganz vonstattengeht. Außerdem gelangt man hier noch in den gespeicherten Reinigungsverlauf, kann die Produktinformationen einsehen und nach Firmwareupdates suchen, jedoch erschein hier auch direkt ein Pop-up Fenster sollte eins verfügbar sein.

Kartenerstellung

Wie jeder aktuelle Saugroboter mit einem Laserdistanzsensor (LDS) erstellt auch der Roborock Q7 Max+ voll automatisch während der Reinigung eine sehr genaue Karte der eigenen Räumlichkeiten. Nach einmaligem Saugen und eventuellen Wischen aller Räume hat man somit direkt eine Karte der kompletten Räume im Haus und kann anschließend die einzelnen Zimmer benennen, virtuelle Wände einzeichnen oder Nicht-Wischen-Zonen einfügen.

Sehr gut finde ich hier, dass man eine Mehrgeschoss-Karte erstellt kann, denn einige unter uns haben sicherlich nicht eine Wohnung mit einem Stockwerk, sondern ein mehrstöckiges Haus, bei dem man eben nicht für jeden Stock ein Saugroboter kaufen möchte, sondern somit einen für alle Stockwerke nutzen kann. Dabei ist es möglich zu wählen, ob die intelligente Kantenerkennung verwendet werden soll oder man dies immer zuvor auf der Startseite selbst auswählen möchte. Die intelligente Mehrgeschosskarten-Erkennung funktioniert so weit auch sehr gut, sodass ich diese eigentlich auch bevorzugen würde. 

Eine komplette Karte hat der Roborock Q7 Max+ direkt nach bzw. sogar schon während der Reinigung erstellt und speichert diese in der App ab. Hierbei kann man diese dann wie erwähnt sehr umfangreich bearbeiten, was gerade am Anfang für die Reinigungsplanung usw. sinnvoll ist. Beim Startbildschirm neben der Karte hat man mehrere Symbole, über die man unter anderem zur Bearbeitung der Karte gelangt. Hierbei kann man zahlreiche Funktionen nutzen, welche alle gut beschrieben werden. Über den oberen Button mit dem Würfel kann man z. B. bestimmen, welche Dinge man auf der Karte angezeigt bekommen möchte, dazu zähle: Raumname, Bodentyp und Möbel. Des Weitern kann hier dann auch noch die Karte gedreht werden und man kann zwischen der 2D und 3D Karte wechseln. Beim Symbol darunter gelangt man in das Menü, wo man unsichtbare Wände in die Karte einzeichnen kann und zudem können Sperrzonen und wischfreie Zonen hinzugefügt werden. Bei Sperrzonen handelt es sich um Bereiche, welche der Roboter vermeiden soll, da er sich hier z. B. festfahren könnte oder z. B. den Bereich meiden soll, da hier der Sohn sein ganzes Lego Set aufgebaut hat. 

In das Bearbeitungsmenü der Karte gelangt man dann schließlich über das bereits mehrfach genannte Symbol mit der Karte und dem Bleistift. Hier kann man dann ebenso direkt die auf die Kartendetails und auf die Sperrzonen-Funktion zugreifen, was man aber auch über die bereits zuvor erwähnten Methoden machen kann. Des Weiteren kann man hier aber auch noch Räume bearbeiten, also diese zusammenführen, trennen usw. Außerdem kann man bei Bedarf Möbel in die entsprechenden Hindernisse einsetzen, die Fläche bearbeiten und den Ablauf umplanen.

Bei Fläche bearbeiten kann man z. B. Möbel in die Karten einsetzen oder die Böden ändern und beim Punkt „Ablauf“ kann die automatische Reihenfolge der zu reinigenden Räume bestimmt werden, welche der Roboter dann beim Programmieren automatisch in der gewünschten Reihenfolge abarbeitet.

(App: 4,5 von 5 Punkten)

Lautstärke

Die Lautstärke des Roborock Q7 Max+ hängt wie gewöhnlich sehr von der gewählten Saugstufe ab. Vereinfacht gesagt, je höher ihr die Saugleistung gewählt habt, desto lauter ist der Roboter. 

Die max. Saugleistung ist mit max. 4.200 pa zwar etwas geringer als beim Roborock S7 MaxV Ultra, aber keineswegs schlechter, denn die maximale Leistung nutzt ihr nur in der höchsten Stufe und diese verwendet man eher selten. 

In der Stufe 1 (Leise) bzw. Stufe 2, welche ich meistens nutze, liegt die Lautstärke bei unter rund 54 bis 58 dB, was absolut nicht störend ist, sodass man den Saugroboter auch laufen lassen könnte, wenn man zause ist. Klar hört man diesen, aber wenn dieser z. B. oben saugt und man unten kocht oder Fernseher schaut, ist dies kein Problem. 

In den höheren Stufen Turbo und Max ist er hingegen schon deutlich lauter und kratzt schon fast an den 70dB, was dann wiederum deutlich unangenehmer ist, wenn man zu Hause ist. Zudem muss hier bedenken, dass schon 20 Dezibel mehr für eine Verdopplung der Lautstärke steht. Somit ist zwischen normal und Max+ die Lautstärke mehr als doppelt so hoch. 

Die Absaugstation ist wie beim S7 MaxV Ultra ebenfalls laut, wenn diese absaugt und zudem ertönt hier ein pfeifen, dies dauert aber nicht allzu lange an (rund 20 Sekunden) und daher ist es absolut vertretbar, vor allem wenn man bedenkt, was die Station für ein Komfort mit sich bringt. Das Anfahren der Absaugstation ist hier leiser als beim Roborock S7 MaxV Ultra, was hier wohl daran liegt, dass die „Rampe“ flacher ausgeführt wurde und der Roboter nur zur Absaugfläche fahren muss, dabei steht dieser dann auch direkt auf den Ladekontakten.

Alles in einem ist der Roborock Q7 Max+ zwar nicht der leiseste, aber auch nicht der lauteste Saugroboter, sodass man diesem im guten Mittelfeld einstufen kann. Die Absaugstation saugt hier zwar für einen etwas höheren Lärm bei ihrer Arbeit, aber dies ist dann nur kurz der Fall und mir ist hier der Komfort deutlich wichtiger.

(Lautstärke: 4,5 von 5 Punkten)

Akkulaufzeit

Damit der Roborock Q7 Max+ die Ladestation bzw. Absaugstation schnellstmöglich nach dem Ende des Reinigungsvorgangs findet, solltet ihr diesen direkt von der Station aus starten lassen, so mache ich dies nämlich bei jedem Saugroboter. Dies ist immer sehr von Vorteil, denn ansonsten kann es vorkommen, dass dieser teils etwas länger durch eure Räumlichkeiten umher irrt und diese eventuell gar nicht findet, aber hier hat sich inzwischen viel getan, dass die Technik dafür sorgt, dass alles schnell genug gefunden wird. 

Der im Saugroboter integrierte Akku ist wie in der Branche ähnlich mit einem 5.200 mAh großen Akku bestückt. Dies soll für eine Reinigungsleistung von rund 3 Stunden sorgen, wenn man aber mehrere Teppiche zu Hause auf dem Boden liegen hat und die automatische Saugkraftanhebung aktiv hat, reduziert sich die Saugleistung logischerweise. Logisch ist auch, habt ihr viele rechteckige Zimmer, welche der Saugroboter nach dem Rand abfahren, möglichst im inneren Feld gerade abfahren kann, dann reicht die Akkulaufzeit weiter aus, als wenn hier viele Tischfüße usw. im Weg sind.

Sollte der Akku jedoch während des Reinigungsvorgangs fast leer gehen, aber die Etage noch nicht fertig gereinigt sein, dann setzt der Roborock Q7 Max+ die Reinigung direkt nach dem aufladen automatisch fort. Für eine volle Akkuladung benötigt der Q7 rund 6 Stunden, was daran liegt, dass die Absaugstation wie die kleine nicht ganz so schnell den Akku auflädt, wie z. B. die große Reinigungsstation des S7 MaxV Ultra.

(Akkulaufzeit: 4,5 von 5 Punkten)

TEIL 3

bestehend aus „Preis/Leistung“ entspricht 10% der Gesamtwertung

Beschreibung

Der Roborock Q7 Max+ ist ein sehr guter Saugroboter, der zwar klar technisch gesehen nicht mit dem Flaggschiff, dem Roborock S7 MaxV Ultra mithalten kann, aber dafür ist dieser günstiger und überzeugt im Test dennoch sehr. Verzichten muss man hier eben auf die automatische Anhebe-Funktion der Wischplatte und zudem wird diese nicht mechanisch angetrieben, sondern nur hinterhergezogen, ebenso muss diese regelmäßig selbst gereinigt werden und der Wassertank aufgefüllt werden. Dafür ist die Navigation auf einem sehr guten Niveau, wo sich nämlich andere Saugroboter in der ähnlichen Preisklasse in einigen Bereichen im OG festgefahren hatten, kann ich den Roborock Q7 Max+ ohne Beaufsichtigung laufen lassen. Die App ermöglicht eine komfortable Bedienung und die Absaugstation saugt alles perfekt aus dem Staubbehälter. 

Preis/Leistung

Für den Roborock Q7 Max+ verlangt Roborock zu Beginn 649€, doch nun ist der Saugroboter schon etwas länger auf dem Markt und so ist der Preis inzwischen auf rund 506€ gefallen. Möchte man wieder lieber auf die Absaugstation verzichten, werden hierfür wiederum nur rund 361€ fällig, was die Roborock insgesamt zum ideale Mittelklasse Gerät zu einem fairen Preis macht. 

Das Reinigungsergebnis kann sich sehen lassen, die Navigation ist auch sehr gut und er kann bei uns ohne Probleme das komplette OG mit einer Akkuladung reinigen, daher ein absolut empfehlenswertes Gerät. Verzichten muss man eben auf die noch präzisere Hinderniserkennung sowie die deutlich bessere Wischfunktion und die voll automatische Reinigungsstation, doch möchte man diese Extras haben, dann muss man auf jeden Fall deutlich tiefer in die Tasche greifen. 

Roborock Q7 Max+

Zum Angebot bei

testr Gesamtwertung

unter Berücksichtigung aller Teilwertungen

 Wir bedanken uns beim Hersteller für die Bereitstellung des Produktes. Zu unseren Grundsätzen

Link zum Hersteller: https://de.roborock.com

Jabra Elite 3

In aller Kürze

Mit den Jabra Elite 3 geht Jabra neue Wege, denn es handelt sich hier um die bisher günstigsten True-Wireless In-Ears des Unternehmens. Damit möchte man nun die Kunden begeistern, die auf der suche nach günstigen In-Ears sind und weniger Wert auf ANC usw. legen, sondern lediglich einen zeitgemäßen Klang bieten. Dies ist Jabra auch sehr gut gelungen, denn die Elite 3 bieten einen guten Sound und ein Transparenz- und Mono-Modus ist ebenso mit an Bord. Schade ist wiederum, dass man auf den hochwertigen Audio-Codec AAC verzichtet hat und es gibt in der App leider keinen anpassbaren Equalizer. Aber insgesamt klingt der Sound schon von Werk aus sehr angenehm und gut.

Gefällt uns

  • guter Klang
  • IP55-Zertifizierung
  • geringes Gewicht
  • AptX-Codec
  • bequemer Sitz
  • Transparenz- und Mono-Modus
  • Schnellladefunktion

Gefällt uns weniger

  • Bedienung im Mono-Betrieb eingeschränkt
  • kein AAC-Codec
  • kein Equalizer in der App

Jabra Elite 3

Zum Angebot bei

TEIL 1

Bestehend aus „Verpackung/Design/Verarbeitung“ entspricht 25% der Gesamtwertung

Verpackung

Die Verpackung hat Jabra bei den Elite 3 sehr den Elite 85t angelehnt, denn wie schon bei diesen In-Ears, wurde auch die neue Generation in einer deutlich kompakteren Verpackung ausgeliefert. In der Hand hält man hier eine insgesamt recht schlichte und dennoch ausreichend informative Verpackung.

Beim farblichen Design geht man nun auch neue Wege, denn man kommt hier weg vom grau und zeigt die Verpackung in einem Beige, welches jedoch die typischen gelben Logos beinhaltet und auf mehreren Seiten die In-Ears in der gewählten Farbe zeigen. Außerdem hat man sich vom Verpackungskonzept verabschiedet, bei dem eine Hauptverpackung in eine dünnere Umverpackung eingeschoben wurde. Nun findet alles in einer ausreichend stabilen Verpackung seinen Platz und zudem findet man wie gewohnt direkt rund um die Verpackung einige Bilder sowie Informationen zu den Jabra Elite 3.

An der dezent gehaltenen Vorderseite präsentiert Jabra zentral in der Mitte neben den beiden Ohrhörern noch die Modellbezeichnung und das bekannte gelb/schwarze Firmen Logo. Außerdem erwähnt man unten die Ausstattungsdetails der Jabra Elite 3 zu diesen zählen: anpassbares Klangbild, kräftiger Bass und gute Telefonierqualität. Bei anpassbares Klangbild meint man jedoch nur die voreingestellten Presets, denn ein wirklicher Equalizer zum selbst anpassen gibt es hier nicht. An der linken schmalen Seite zeigt man einen kleinen Ausschnitt vom Case, welches hier nur zur hälfte zu sehen ist zusammen mit einem der beiden In-Ears. Hier nutzt Jabra auch direkt die Chance und informiert darüber, dass die Ohrhörer samt Case wie gewohnt in Kopenhagen, dem Firmen-Hauptsitz entwickelt wurden. Rechts gegenüber wiederum informiert man auf Englisch darüber, dass für den Bequemen sitzt der In-Ears 62.000 Ohren vermessen und analysiert wurden, um daraus die perfekte Passform zu entwickeln. 

Zu guter Letzt zeigt Jabra auf der Rückseite die meisten Informationen, denn hier sieht man vor allem den Lieferumfang abgebildet bzw. die In-Ears, das Ladecase und die mitgelieferten Anpassstücke. Direkt darunter listet Jabra die sechs wichtigsten Informationen bzw. Ausstattungsmerkmale der Jabra Elite 3. Dazu zählt unter anderem der kraftvolle Klang mit insgesamt vier Mikrofone fürs Telefonieren. Außerdem darf man die bequeme Passform nicht vergessen, welche zudem dafür sorgt, das trotzt fehlendem ANC eine gute Isolierung erfolgt und bis zu 7 Stunden Akkulaufzeit mit zusätzlichen 28 Stunden beim mehrfachen Aufladen. Direkt am unteren Rand zeigt Jabra noch, dass Google Fast Pair, Alexa built-in, Spotify und Qualcomm aptX integriert wurde. 

Durch das Entfernen der beiden Klebestreifen an den Seiten der Verpackung kann diese von der rechten Seite hinweg nach links aufgeklappt werden. Dabei informiert Jabra im Deckel der Verpackung über die 100 % Nachhaltigkeit der Verpackung, denn diese ist auch 100 % recycelbar und besteht aus FSC zertifiziertem Material. Außerdem wurde bei der verwendeten Tinte auf eine pflanzliche Basis gesetzt. Mit der Verpackung bin ich sehr zufrieden, schließlich besteht in der heutigen Zeit noch immer zu viel aus Plastik, was ich vor allem beim Einkaufen feststelle, es ist einfach unglaublich, wie viel Müll heutzutage täglich anfällt. 

Bevor man die In-Ears und das Case samt Zubehör erblickt, verdeckt diese noch ein bekannter Einleger, welcher einen mit dem üblichen Satz von Jabra begrüßt und zwar „ Welcome to superior Sound“, was auf Deutsch so viel bedeutet wie: Willkommen zum überlegenen Klang. Darunter wird man drauf hingewiesen, die kostenlose App von Jabra herunterzuladen, um auf die Einstellungen der In-Ears usw. zugreifen zu können. Auf der Rückseite des Einlegers ist dann noch eine kompakte Kurzanleitung versteckt.

Unter dem Einleger befindet sich sauber einsortiert im oberen Teil das Ladecase, welche hier von einer Folie umhüllt ist und welches direkt die beiden In-Ears enthält. Damit hier der Akku nicht beschädigt wird, wurden die Lade-Kontakte an den In-Ears wie häufiger üblich ebenfalls mit einer Folie angeklebt. Direkt darunter ist noch eine Aussparung vorhanden, in welchem Jabra die zusätzlichen Größen an Ohranpassstücke verstaut hat. Diese wurden dabei schön sauber in einer Faltschachtel sortiert und beinhaltet in der Etage darunter auch direkt ein kurzes USB-A auf USB-C Ladekabel. Entnimmt man den Einleger samt des  Lieferumfangs, findet man darunter noch die üblichen Sicherheitsinformationen.

(Verpackung: 4 von 5 Punkten)

Design

In-Ears

Die Jabra Elite 3 sind von der Optik anders als die bisherigen True-Wireless In-Ears aus dem Hause Jabra. Das Design ist nun rundlicher und minimalistischer gehalten, wenn auch zugleich alles etwas „billiger“ wirkt. Letzteres ist hier auch absolut der Fall, denn mit einer UVP von 79,99€ bzw. inzwischen rund 50€ sind die In-Ears deutlich günstiger als bisher von Jabra gewohnt. 

Nach dem Einsetzen der In-Ears sitzen diese gut und bequem im Ohr und stehen zugleich kaum aus dem Ohr hervor. An der Außenseite zieren beiden In-Ears ein „Jabra“ Logo und wie man hier schon direkt vermutet, handelt es sich hier bei dieser Fläche zugleich auch um eine Multifunktionstaste. Auf die spezielle mattierte und weich anfühlende Beschichtung des Kunststoffgehäuses hat Jabra bei den Elite 3 verzichtet, jedoch fühlt sich der Kunststoff dennoch gut an und durch die Formgebung sitzen die In-Ears dennoch bequem im Ohr. 

Seitlich um das Gehäuse hat Jabra je In-Ear insgesamt zwei Mikros verbaut, davon ist eines nach unten und das andere nach hinten bzw. oben ausgerichtet. Dabei werden die Mikros bei den Jabra Elite 3 nicht nur für das Telefonieren verwendet, sondern dienen auch dafür, die Störgeräusche beim Telefonieren herauszufiltern und die Umgebungsgeräusche bei der HearThrough-Funktion einspielen zu lassen.

Das Gehäuse der Jabra Elite 3 wurde wie bereits bei den Vorgängermodellen aus insgesamt drei Teilen gefertigt. Hierbei setzt man ebenso auf den bereits eingesetzten verkürzter Ohrkanal, welcher rund geformt wurde und mit den bekannten von Jabra als EarGel-Aufsätze bezeichneten Anpassstücke bestückt wurde. Der im Ohr anliegende Teil besteht aus einem Stück und beinhaltet neben dem Ohrkanal auch direkt die beiden Ladekontakte, über welche die In-Ears beim einsetzen ins Ladecase aufgeladen werden. Außerdem ist hier im Gehäuse ein „R“ für rechts bzw. „L“ für Links eingelassen. 

Die große, über die komplette Außenseite verlaufende Taste mit dem Jabra Schriftzug, schließt an beiden In-Ears bündig mit dem Gehäuse ab und ermöglichen ein umfangreiches Bedienen unmittelbar über die In-Ears, ohne das man hierzu das Smartphone zur Hand nehmen muss. Im Bereich der Tasten ist auch noch an beiden Seiten eine nicht direkt sichtbare Status-LED versteckt, die je nach Status kurz aufleuchtet und somit sichtbar wird. Auf den von den Jabra Elite 85t noch verbauten Annäherungssensor muss man hier leider verzichten, denn diesen gibt es leider in diese Preisklasse nicht. Somit wird die Musik hier bei der Entnahme der In-Ears nicht automatisch gestoppt, sondern muss entweder direkt über die In-Ears oder alternativ am Zuspielgerät angehalten werden. 

Jabra bietet die Elite 3 in mehreren Farben an, sodass eigentlich für alle eine Farbe dabei sein sollte, die einem zusagt. Neben Grau, die Farbe meines Testsample gibt es noch Navy Blau, Lila und Beige. Hierbei sind alle Teile der In-Ears in der gewählten Farbe ausgeführt, also auch die Anpassstücke und das Ladecase. Die In-Ears sind nach der Schutzart IP55 geschützt, dies bedeutet, dass diesen Staub und leichtes Spritzwasser (Regen) nichts anhaben kann. Also überrascht euch ein Regenschauer, müsst ihr die In-Ears nicht direkt ablegen und sicher verstauen, da diesen nichts passiert. Dennoch muss man auch beachten, dass IP55 nicht bedeutet, dass man mit den In-Ears Schwimmen gehen kann, denn unter Wasser tauschen würde hier für einen irreparablen Defekt sorgen. 

Ladecase

Beim Material des Lade-Case setzt Jabra auf exakt dasselbe wie auch bei den In-Ears. Somit wir einem hier exakt dieselbe Haptik geboten, aber ehrlich gesagt fühlt sich das Case insgesamt dann doch etwas „billig“ an, was unter anderem an dem etwas klappernd gelagerten Deckel liegt. Im Alltag ist dies jedoch nicht weiter störend und das Case erfüllt seinen Zweck.

Anders als bei den beiden In-Ears, wird hier beim Case kein kompletter Schutz gegen Staub und Wasser geboten. Vor Staub wird es zwar dennoch weitestgehend schützen, aber Spritzwasser kann hier im unglücklichsten Fall vielleicht eindringen und etwas im Case beschädigen. Jedoch ist die Wahrscheinlichkeit aufgrund des eigentlich gut geschlossenen Deckels recht gering. 

Das Case fällt mit den Maßen: 64,15 x 34,6 x 28,47 mm (L x B x H) angenehm kompakt aus und kann somit wunderbar in der Hosentasche oder jeder Handtasche, Rucksack usw. verstaut werden. Vom Design ist das Case sehr schlicht und somit unauffällig gehalten, denn es gibt hier keine Merkmale, welche direkt ins Auge fallen würden. 

Es handelt sich hier rundum um ein schlichtes Ladecase aus Kunststoff mit magnetisch geschlossenem, recht dünn ausgeführten Deckel. An der Front gibt es einen dezent eingelassenen Jabra Schriftzug und direkt darunter eine kleine Status LED. Auf eine Griffmulde für das einfachere Öffnen des Case hat Jabra hier verzichtet, aber mit zwei Händen kann man dies sehr einfach und ohne Probleme öffnen. An der Rückseite ist im Zentrum der USB-C Port platziert worden, über welchen das Ladecase wie gewohnt ganz einfach wieder aufgeladen werden kann. Auf eine Qi-Ladetechnologie muss man hier jedoch verzichten, was mir jedoch aufgrund des Preises schon direkt klar war und ich persönlich vermisse diese Funktion nicht wirklich.

Der Deckel im Case ist weiterhin wie bereits erwähnt mit einem Magneten bestückt, sodass dieser wie bei den Vorgängermodellen das Case wunderbar geschlossen hält und zudem werden auch die In-Ears selbst direkt nach dem einsetzten, in das Ladecase perfekt an ihren Platz zentriert und via Magneten auch genau an dieser Stelle gehalten. Somit kann man bei eingesetzten In-Ears das Case einfach auf den Kopf drehen und nichts fällt dabei heraus.

(Design: 4 von 5 Punkten)

Verarbeitung

Die Verarbeitung der In-Ears ist für den geforderten Preis in Ordnung und es handelt sich hier um keinen minderwertigen Kunststoff. Die Übergänge der einzelnen Bauteile gehen sehr sauber zueinander über und auch so gibt es keinerlei Störkanten an den In-Ears.

Beim Ladecase trifft diese Aussage jedoch nicht komplett zu, denn hier war ich von der Haptik, wie ich es schon erwähnt habe, etwas enttäuscht. Das Case erfüllt seinen Zweck voll und ganz, das stimmt zwar, aber es wirkt einfach aufgrund des größeren Spiels im Scharnier, was beim geschlossenen Zustand auffällt etwas „billig“. Hier kann man den Deckel nämlich etwas hin und her bewegen, was zusätzlich zum etwas dünnwandigen Deckel dafür sorgt, dass es sich eben von der Haptik etwas billig anfühlt. 

Man bekommt bei den Jabra Elite 3 zwar „nur“ einen Schutz nach IP55, was bedeutet, dass diese gegen Schweiß, Spritzwasser und Staub geschützt sind, aber dies trifft mehr oder weniger fast nur auf die In-Ears selbst zu. Der Schutz reicht jedoch eigentlich absolut aus, denn Schwimmen geht damit eigentlich niemand und ein überraschend vorbeiziehendes Regenwetter kann diese absolut nichts ab.

(Verarbeitung: 3,5 von 5 Punkten)

TEIL 2

bestehend aus „Funktion des Produktes“ entspricht 65% der Gesamtwertung

Kopfhörer-ArtTrue-Wireless In-Ear Kopfhörer
KategorieBluetooth Kopfhörer (Bluetooth 5.2)
FarbeDunkel Grau, weitere Farbe: Navy Blau, Lila, Beige.
Akkuintegriert, Lithium-Polymer-Akku
Akku Ohrhörer: 7 Stunden
Gesamtlaufzeit mit aufladen: 28 Stunden
Gewicht 42,6 g (Ohrhörer und Ladebox)
9,2 g (beide Ohrhörer)
33,4 g (Ladebox)
MaterialKunststoff (Ohrhörer und Ladecase)
KonnektivitätBluetooth 5.2 mit aptX/ SBC-Audio-Codec
TreiberTreiber mit einer Größe von 6,0 mm (links und rechts)
Frequenzbereich20 Hz bis 20.000 Hz (Ohrhörer)
LieferumfangJabra Elite 3 True Wireless Kopfhörer (2 Stk.)
Silikonaufsätze: S, M (an Kopfhörern befestigt), L
Ladebox
USB-Typ-C-Ladekabel
Warnhinweise
Technische Daten der Jabra Elite 3

Tragekomfort

Der Tragekomfort der Jabra Elite 3 ist angenehm, da diese mit gerade einmal je 4,6 Gramm pro In-Ear nicht nur sehr leicht sind, sondern auch die Form sorgt für einen bequemen sitzt. Durch die auch ohne ANC vorhandene geräuschisolierende Bauweise sitzen die beiden In-Ears sicher und fest im Ohr, ohne dass hierbei ein Druck entsteht. Der Vorteil dabei ist, dass man die In-Ears sehr lange, also über mehrere Stunden im Ohr haben kann und die versprochene Isolierung von den Umgebungsgeräuschen wird tatsächlich ebenso erreicht. Somit eignen sich die Jabra Elite 3 trotzt fehlende Sport-Bezeichnung bzw. Sport-Einsetzen perfekt für leichte sportliche Aktivitäten wie z. B. Joggen, Laufen und den üblichen Training im Sportstudio. usw. 

Der Lieferumfang an EarGel Aufsätzen ist ausreichend, sodass hier dank insgesamt drei Größen an Anpassstücken eigentlich für jeden etwas dabei sein sollte. Dabei handelt es sich wie üblich um die Größen: S; L; und M, Letzteres ist wie üblich bereits von Jabra auf die In-Ears montiert worden und die Restlichen sind in einer kleinen Verpackung sortiert. Eine feinere Abstufung mit vielleicht 5 Größen an EarGels wäre hier optional sinnvoll gewesen, aber bei mir haben die In-Ears in der Größe M wunderbar gehalten und daher kommen sicherlich viele andere ebenfalls damit klar. 

Der Tragekomfort war bei mir jedoch wie bereits erwähnt sehr angenehm und dies auch während eines längeren Zeitraums. Man bekommt hier erneut einen Sicheren halt geboten, an dem ich persönlich nichts auszusetzen habe. Jabra hat das neue Design erneut wie das Vorgängermodell an Tausenden von Ohren getestet und dies laut eigener Aussage bis zur perfekten Passform ausgearbeitet.

Durch die ohrfüllende Form und die richtige Wahl an EarGels-Aufsätzen decken die Jabra Elite 3 sehr gut den Ohrkanal ab, was dazu führt, das wie bereits erwähnt auch ohne das fehlende ANC eine sehr gute Umgebungsreduzierung erreicht wird.

(Tragekomfort: 4 von 5 Punkten)

Bedienung

Beide Multifunktionstasten an den Jabra Elite 3 besitzen einen sehr angenehmen Druckpunkt, welchen man beim Betätigten gut spüren kann. Über diese Tasten lassen sich an beiden Seiten unterschiedlich Befehle ausführen, je nachdem wie lange bzw. häufig man die jeweilige Taste betätigt. Sollte man vielleicht mal gerade nicht wissen, welche Taste hier wann und wie welchen Befehl ausführt, wird einem dies auch wunderbar in der App erklärt, auf die ich im Weiteren Verlauf des Testberichtes noch genauer eingehen werde. Praktisch und für mich persönlich sehr wichtig ist es, dass man alle Befehle direkt über die In-Ears steuern kann, sodass man definitiv das Smartphone in der Hosentasche lassen kann, was leider noch immer nicht bei allen In-Ears so der Fall ist.

Zum Ein- und Ausschalten genügt es wie bei eigentlich allen True Wireless In-Ears, die Ohrhörer einfach aus dem Ladecase zu entnehmen und am Ende wieder genau darin einzusetzen. Das ist definitiv die einfachere Methode und wird in den meisten Fällen gemacht, denn anschließend sind die In-Ears direkt sicher aufbewahrt und werden direkt für den nächsten Einsatz voll aufgeladen. Alternativ kann man zum Einschalten auch an beiden Ohrhörern die Multifunktionstaste kurz gedrückt halten, das Ausschalten erfolgt jedoch nur durch das Ablegen ins Ladecase.

Kommen wir nun zur restlichen Bedienung der Jabra Elite 3, die von Werk ein wie folgt eingestellt ist und in diesem Fall auch so leider nicht personalisiert werden kann. Drückt man die Taste am rechten In-Ear kurz, dann wird die Musik direkt gestartet bzw. bei Bedarf ebenso auch wieder pausiert. Hält man dieselbe Taste wiederum länger gedrückt, dann erhöht man die Lautstärke in mehreren Stufen so lange, wie man diese betätigt hält. Beim doppelten Betätigen hintereinander springt man einen Titel vor und bei dreimaligen Betätigen einen Track zurück.

Über die Taste am linken In-Ear, kann man anders als beim rechten In-Ear durch betätigen und gedrückt Halten die Lautstärke so lange reduzieren, bis einem diese in der jeweiligen Situation passt. Ansonsten steuert man hier über die linken In-Ear noch den HearThrough-Modus, sodass dieser bei einmaligen betätigen an-/ und beim erneuten Drücken ausgeschaltet wird. Betätigt man die Taste wiederum zweimal hintereinander, dann greift man auf den Sprachassistenten zu, in meinem Fall Siri. 

Neben der Steuerung der Musik und des HearThrough kann man direkt über die Jabra Elite 3 auch Anrufe steuern, was hier ebenfalls hervorragend funktioniert. Dabei ist es bis auf die Regulierung der Lautstärke absolut egal, ob ihr die folgenden Befehle am rechten oder linken In-Ear ausführt. Die Lautstärke des Telefonats wird wiederum wie bei der Musiklautstärke am rechten In-Ear erhöht und links reduziert. Drückt man bei einem eingehenden Anruf eine der beiden Tasten einmal kurz, dann wird der Anruf angenommen. Beim zweimaligen Bestätigen beendet man diesen oder nimmt den eingehenden Anruf nicht an. Während des Telefonats kann man zudem bei Bedarf das Mikrofon Stumm-/Lautschalten, wenn man eine der Tasten einmal kurz drückt.

Die Bedienung ist somit insgesamt sehr durchdacht aufgebaut und nach kurzer Zeit sollte man sich hier an die Bedienung gewöhnen. Natürlich haben physischen Tasten ein typisches Problem, und zwar, dass man sich durchs Betätigen von diesen sich die Ohrhörer leicht ins Ohr drückt, was durchaus unangenehm sein kann. Doch da kommt man als Hersteller nicht anders drumherum, als wenn man dann lieber auf eine Touch-Steuerung zurückgreift, jedoch hat auch diese ihre Nachteile, denn damit kommt es sehr häufig zu Fehleingaben usw.

(Bedienung: 4,5 von 5 Punkten)

Klang

Klanglich bieten die neuen Jabra Elite 3 einen modernen Klang, sodass der Bassbereich besonders betont wird, was für einen Hörspaß bei den aktuell angesagten Musiktiteln sorgt. Erzeugt wird der Klang von 6 mm Treibern, von denen an jeder Seite bzw. jedem In-Ears einer sitzt. Ebenso ist der Frequenzbereich, welchen die Jabra Elite 3 abdecken, absoluter Standard, sodass wir hier bei unveränderten 20 Hz – 20 kHz liegen. Bei den hochwertigen Audio-Codecs ist es jedoch so, dass anders wie bisher von Jabra gewohnt alle Apple-User ein den Nachteil habe, denn die Jabra Elite 3 unterstützen nur aptX und den Standard Codec SBC. Somit haben Android-User den verlustfreieren und besseren Klang, ganz anders als die Apple-User, was jedoch nicht heißt, dass hier die Musik schlecht klingt.

Bei Titeln mit kräftigen Bässen kommen die Jabra Elite 3 sehr gut zur Geltung, hierbei zeigen die beiden 6 mm Treiber, dass diese kräftig zupacken können. Dies gelingt sowohl bei mittlerer und auch bei voller Lautstärke hervorragend, ohne dass hier die Tonqualität verloren geht oder etwas verzerrt wird. Dennoch merkt man, dass es sich um keine „teuren“ In-Ears handelt, denn die Trennung vom Bassbereich, den Mitten und Höhen gelingt den Jabra Elite 3 weniger gut, sodass hier der Bass für ein leichtes Durcheinander sorgt. 

Die Mitten halten sich insgesamt bei den Jabra Elite 3 sehr zurück, sind zwar vorhanden, aber stehen kaum im Vordergrund. Die Höhen werden detailreich und sauber wiedergegeben, ohne dabei glasig zu wirken. Klar könnten sowohl die Höhen und Mitten noch etwas mehr in den Vordergrund rücken, aber zum geforderten Preis ist das Klangbild gut abgestimmt und absolut auf einem guten Niveau. 

Jabra hat die Elite 3 insgesamt mit vier Mikros ausgestattet, also an jeder Seite 2 Stück, welche beim Telefonieren dafür sorgen sollen, dass Hintergrundgeräusche nicht mit übertragen bzw. herausgefiltert werden. Dies gelingt diesen im Praxistest jedoch nicht so zuverlässig wie bei den bisher von mir getesteten teureren In-Ears aus dem Hause Jabra. Zwar beklagte sich meine Gesprächsperson nicht darüber, dass diese mich nicht verstehen würde, aber man hörte hin und wieder die Umgebungsgeräusche mit meiner Stimme zusammen und teilweise entstanden hier auch die Artefakte, die etwas stören, aber im Großen und Ganzen ist das telefonieren mit den Jabra Elite 3 gut möglich.Dank des integrierten Transparenzmodus kann man sich beim Telefonieren die eigene Stimme einblenden lassen, was ein natürlicheres reden ermöglicht, denn somit redet man in seinem Umfeld nicht automatisch lauter, was sonst so bei Kopfhörern ohne diese Funktion der Fall sein kann.  

Dank dem neusten Bluetooth 5.2 bieten die Jabra Elite 3 eine absolut geringe Latenz beim ansehen von Videos mit Ton, also damit meine ich die Verzögerung zwischen Ton und Bild beim Ansehen von YouTube Videos usw. Die Verzögerung ist absolut nicht feststellbar, sodass sich die Ohrhörer perfekt dazu eigenen, darüber Filme und Videos anzusehen.

(Klang: 4 von 5 Punkten)

App

Jabra bietet für sämtliche Kopfhörer egal ob In-Ear oder Over-Ear Modelle, eine App Namens „Jabra Sound+“ kostenlos zum Download an. Prinzipiell könnte man sämtliche Kopfhörer auch unabhängig von dieser verwenden, doch mit der App ist der Funktionsumfang deutlich umfangreicher, da man hier je nach Kopfhörer unterschiedliche Einstellungsmerkmale zur Verfügung gestellt bekommt. Bei manchen Modellen kann man so z. B. die Tastenbelegung ändern, das ANC regulieren oder die individuelle Klanganpassung vornehmen. Außerdem könnt ihr nur so die neusten Firmwareupdates installieren und werdet über die neuen Funktionen informiert. 

Jabra Sound+
Preis: Kostenlos
Jabra Sound+
Preis: Kostenlos

Zum Einrichten wählt man aus einer Auswahl an kompatiblen Produkten das aus der Liste aus, welches man verbinden möchte, in meinem Fall sind es die Jabra Elite 3. Anschließen wird einem sehr verständlich und Schritt-für-Schritt eine Anleitung gezeigt, die einem dabei hilft, die Ohrhörer in den Pairing-Modus versetzt und einzurichten. Ist dies so weit getan und die In-Ears sind erfolgreich eingerichtet, landet man beim Starten der App immer auf der Startseite, auf welcher man alle wichtigen Dinge einstellen kann.

In diesem Menü kann man direkt ganz oben nicht nur die beiden In-Ears sehen, sondern zudem auch den Akkustand der beiden In-Ears und den des Ladecase in einzelnen Prozent-Schritten einsehen. Das bedeutet, dass euch hier der Akkustand der In-Ears zwar zusammen angezeigt wird, jedoch nicht wie häufig angewendet in 10 % Schritten, sondern in genaueren 1 % Schritten. Unmittelbar darunter kann man unter der Einstellungen „Sound -Modus“ bestimmen, ob HearThrough aktiv oder deaktiviert sein soll.

Direkt darunter wird einem leider bei dem günstigsten Modell kein 5-Band Equalizer geboten, sondern man hat nur die Wahl, ein passendes Preset aus insgesamt 6 Stück wählen. Vielmehr wird einem hier bei den Jabra Elite 3 nicht geboten, was unter anderem auch klar ist, denn es handelt sich wie bereits erwähnt um die günstigsten und Funktionsärmsten In-Ears der neuen Serie.

Im nächsten Untermenü mit der Lampe wird man direkt benachrichtig, sofern ein neues Firmware-Update verfügbar ist, was bei mir direkt der Fall war. Außerdem kann man hier die Jabra Elite 3 für die 2-Jahre-Garantie bei Schäden durch Staub und Wasser registrieren. Außerdem kann man hier noch auf die Kurzanleitungen und das online Benutzerhandbuch zugreifen. 

Unter dem Punkt „Über Sound+“ gibt es wenig bis gar nichts zu den Jabra Elite 3 zu sehen, hier dreht es sich, wie man schon vermuten kann, nur um die App, mehr nicht.

(App: 4 von 5 Punkten)

Ausstattung

HearThrough

Jabra hat bei den Elite 3 kein ANC, sondern lediglich HearThrough integriert, was im Prinzip umgekehrt zum ANC funktioniert. Dabei handelt es sich um einen sogenannten Transparenzmodus, bei dem über die an der Außenseite angebrachten Mikrofone an den beiden In-Ears die Umgebungsgeräusche zu euren Ohren durchgelassen werden. Dabei kann dies jedoch nicht wie bei den anderen Modellen in mehreren Stufen reguliert werden, sondern nur an bzw. ausgeschaltet werden. 

Der Transparenzmodus arbeitet so weit ganz gut, jedoch wird das Grundrauschen dabei deutlich angehoben, was gerade bei leiseren Musikpassagen durchaus stören kann. Die durchgelassenen Umgebungsräusche wirken zwar nicht so gut wie bei den hochpreisen Modellen, aber dennoch keineswegs künstlich wie bei anderen billigen Modellen mit dieser Funktion.

Akkulaufzeit

Das Lade-Case der Jabra Elite 3 fällt recht kompakt aus. Somit passt dies problemlos in jede Hosentasche, egal ob Jeans oder Jogginghose. Beim Öffnen des Ladecase wird einem durch die einzelne Status-LED an der Vorderseite direkt der Akku des Ladecase angezeigt und der Status bzw. Akkustand der In-Ears wird ebenfalls durch die jeweilige LED an den In-Ears angezeigt. Dabei ist deren Bedeutung exakt gleich zu den bisherigen Jabra In-Ear, denn eine grüne LED steht für einen vollen Akku, gelb für halb voll und rot für einen niedrigen Akku, sodass man die In-Ears bzw. das Case bald aufladen sollte.

Die Akkulaufzeit gibt Jabra selbst mit bis zu 7 Stunden mit einer vollen Aufladung an. Im Case selbst können diese dann zusätzlich bis zu max. 3-mal komplett aufgeladen werden. Somit kommt man auf max. 28 Stunden Musikspielzeit, was ein guter Wert ist. Bei leicht angehobener Lautstärke von etwa 75 % konnte ich die Laufzeit auch sehr gut erreichen und somit hat Jabra hier nicht zu viel versprochen. 

Das volle Aufladen des Ladecase dauert mit einem 500 mAh Netzteil, welches nicht im Lieferumfang enthalten ist, knapp 3 Stunden. Wireless-Charging wurde bei dem günstigen Preis nicht integriert, ist jedoch auch nicht weiter schlimm, denn das Aufladen des Case geht auch über USB-C absolut in Ordnung. Das volle Aufladen der In-Ears dauert übrigens bis zu 3,5 Stunden. Durchaus praktisch ist jedoch hier die Schnellladefunktion, welche dafür sorgt, dass die In-Ears im Ladecase bereits nach 10 Minuten Ladezeit für eine Akkulaufzeit von 60 Minuten aufgeladen werden.

Bluetooth

Jabra setzt bei den Elite 3 auf das neuste Bluetooth 5.2. Dabei wird stets eine problemlose, schnelle und stabile Verbindung zwischen Zuspielgerät und In-Ears geboten.

Die Verbindung mit Google Fast Pair kompatiblen Android-Devices geht dabei sehr schnell vonstatten. Hier reicht es direkt beim Öffnen des Ladecase auf das Pop-up Fenster, welches am Smartphone erscheint zu tippen und schon ist die Kopplung erfolgt. Alternativ betätigt man beide Tasten der In-Ears für drei Sekunden und versetzt diese dabei in den Kopplungsmodus. Anschließend wie bei allen Kopfhörer über die Bluetooth-Einstellungen, die Jabra Elite 3 suchen und auf diese tippen und schon wird man kurz noch gefragt, ob man diese koppeln möchte. Fortan werden diese bei der Entnahme aus dem Case immer automatisch mit dem entsprechenden Smartphone gekoppelt. 

Möchte man die Jabra In-Ears mit einem weiteren Gerät koppeln, ist dies problemlos möglich, hierzu kann sich jedes Jabra-Produkt nämlich weiterhin bis zu 8 verschiedene Geräte merken. Sobald man wiederum ein 9. Gerät damit koppelt, wird das Gerät gelöscht, welches am wenigsten genutzt wurde. Außerdem können die Jabra Elite 3 eine Multipoint-Verbindung eingehen, was bedeutet, dass diese mit zwei Geräten gleichzeitig eine Bluetooth-Verbindung aufbauen können, während wiederum nur ein Gerät zur Musikübertragung genutzt werden kann.

Sofern man ein zusätzliches bluetoothfähiges Gerät mit den Jabra Elite 3 koppeln möchte, muss man diese zuvor in den Pairing-Modus versetzen. Dazu nimmt man ganz einfach beide In-Ears aus dem Lade-Case und betätigt direkt an beiden Ohrhörern die Multifunktionstaste für 3 Sekunden, bis die Status LED blau aufblinkt. Anschließend werden die In-Ears in den Einstellungen angezeigt und können wie gewohnt mit dem jeweiligen Device verbunden werden.

(Ausstattung: 4 von 5 Punkten)

TEIL 3

bestehend aus „Preis/Leistung“ entspricht 10% der Gesamtwertung

Beschreibung

Mit den Jabra Elite 3 hat Jabra die günstigsten In-Ears der neuen True Wireless In-Ear Serie vorgestellt. Für eine fairen Preis gibt es hier einen guten Klang, ein Transparenz- und Mono-Modus und eine gute Akkulaufzeit. Auf ANC muss man hier jedoch dann ebenso verzichten wie auf den hochwertigen AAC-Audio-Codec, sodass iOS-Nutzer nur den SBC-Codec Nutzen können. Ich persönlich vermisse hier zudem den Equalizer, um das Klangbild noch etwas zu personalisieren, aber insgesamt klingen die Jabra Elite 3 schon von Werk aus ganz gut.

Preis/Leistung

Die UVP der Jabra Elite 3 ist mit 79,99€ festgesetzt, doch inzwischen hat selbst Jabra die In-Ears auf 59,99€ reduziert. Online sind diese jedoch hin und wieder nochmals etwas günstiger zu haben, sodass man bei Geduld die In-Ears auch schon für 40€ sein eigenen nennen kann. Für den aktuell reduzierten und teils sogar noch niedrigeren online Preis sind die Jabra Elite 3 eine klare Empfehlung und somit aktuell mein Preis-Leistung-Tipp.

Jabra Elite 3

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testr Gesamtwertung

unter Berücksichtigung aller Teilwertungen

 Wir bedanken uns beim Hersteller für die Bereitstellung des Produktes. Zu unseren Grundsätzen

Link zum Hersteller: Jabra.com/de

Nuki Smart Lock 3.0 Pro

In aller Kürze

Mit dem Nuki Smart Lock 3.0 Pro hat das österreichische Unternehmen Nuki im letzten Jahr den Nachfolger des beliebten smart Lock vorgestellt. Hierbei handelt es sich wie vom Hersteller versprochen, um eine einfache Lösung, die Haustüre per App, Knopfdruck oder Sprache zu öffnen bzw. zu schließen. Es macht eure vorhanden Haustüre wie bereits der Vorgänger smart und bringt somit einen extremen Komfortvorteil mit sich, denn das Ver-/Entriegeln geht dann ohne Schlüssel und dies sehr zuverlässig und sicher. Ich habe das Smartlock der 3. Generation nun längere Zeit getestet und möchte euch dessen Stärken und Schwächen verraten und auch verraten, für wenn sich dieses Modell lohnt und für wen es nicht unbedingt das Pro Modell sein muss. Schließlich gibt es auch noch ein normales Model, welches ebenfalls sehr gut ist.

Gefällt uns

  • Nachrüstlösung
  • einfache Einrichtung und Bedienung
  • App mit vielen Einstellungsmöglichkeit
  • hoher Komfortgewinn
  • Zugriff von der Ferne aus

Gefällt uns weniger

  • immer noch recht laut bzw. hörbar

Nuki Smart Lock 3.0 Pro

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TEIL 1

Bestehend aus „Verpackung/Design/Verarbeitung“ entspricht 25% der Gesamtwertung

Verpackung

Nuki liefert das Smart Lock 3.0 Pro in einer einzelnen Verpackung aus. Der ebenfalls erhältliche bzw. zeitweise auch bei Aktionen im Paket enthaltene Door Sensor wird wiederum in einer separaten und deutlich kleineren Verpackung geliefert. Da beim Nuki Smart Lock 3.0 Pro durch das integrierte WiFi keine zusätzliche Bridge mehr erforderlich ist, entfällt hier der von der Vorgänger gewohnte zweite große Karton. Somit hat man hier beim der Pro-Version auch automatisch einen Fernzugriff, vorausgesetzt ihr habt ein Haus denn bei einer Wohnung kann hier das heimische WLAN zum Problem werden, denn bedenken sollte man hier, dass das integrierte Wi-Fi des smart Lock nicht so eine hohe Reichweite bietet, wie die Bridge im normalen Nuki Smart Lock 3.0.

Nuki Smart Lock 3.0 Pro

Direkt auf der großen Seite des Deckels der Verpackung zeigt Nuki das Nuki Smart Lock 3.0 Pro, welches hier an eine Anthraziten Haustür montiert wurde. Hier prangt dann natürlich auch direkt der Name des Smart Locks mit dem speziellen „Pro“ Schriftzug und unten rechts ist ein kleines Logo zu sehen, welches über das integrierte Wi-Fi informiert.

An der rechten Seite wird kurz anhand eines Bildes bzw. einer Skizze gezeigt, wie das ganze an der Innenseite der Tür montiert wird. Zudem erwähnt man hierbei auch, dass das Smart Lock Smarthome kompatible ist, also z. B. mit Hey Google, Amazone Alexa und Apple HomeKit verwendet werden kann. Direkt darunter werden noch alle kompatibel Betriebssysteme bzw. AppStores aufgelistet, mit welchen die Nuki App kompatible ist. Dazu zählen der Google Play Store, App Store von Apple und die AppGallery von Huawei. 

An der gegenüberliegenden linken Seite erwähnt Nuki die Vorteile des Smart Locks in mehreren kurzen Sätzen auf Englisch. Dazu zählen unter anderem die einfache Installation, die Kontrolle von überall aus, dass man digitale Keys vergeben kann. Zu guter Letzt befasst man sich an der Unterseite also am Boden mit dem Lieferumfang und den Voraussetzungen, um Nuki nutzen zu können.

Hebt man den Deckel der Nuki Smart Lock 3.0 Pro Verpackung an, dann erblickt man hier an den Seiten nur ein paar zusätzliche Informationen. Während man hier links über den verfügbaren Nuki Club mit den gegebenen Vorteilen informiert, präsentiert Nuki an der rechten Seite über zusätzliches Zubehör, was erhältlich ist und den Funktionsumfang bzw. den Komfort erweitern kann. Doch kommen wir nun zum Innenleben der Verpackung.

An der Oberseite der stabilen Verpackung erblickt man zu aller erst eine Mappe mit einem Nuki Aufdruck. Hier drin befindet sich eine kompakte Anleitung in mehreren Sprachen übersetzt, eine Nuki get started Karte mit QR-Code, welcher bei der Einrichtung hilft und auch hier wird man über den Nuki Club und Support informiert. Außerdem liegt hier auch noch eine große weiße Karte bei, auf welcher man als Apple-User den wichtigen HomeKit Code findet, um das Nuki Smart Lock 3.0 Pro mit dem Apple HomeKit App koppeln zu können. 

Nuki hat bei der Verpackung des Smart Lock 3.0 Pro weitestgehend auf unnötigen Kunststoff verzichtet. So hat man dieses Mal alles in eine gepresste Pappschachtel verstaut, was mir sehr gut gefällt. In der linken Aussparung befindet sich das Nuki Smart Lock 3.0 Pro mit bereits eingesetztem Power-Pack (Akku). Hier müssen für die Inbetriebnahme noch ein paar Folien entfernt werden, diese sind aber gut erkennbar, da diese gelb markiert wurden. Den Akkupack, welcher hier bei der Pro-Variante enthalten ist, finde ich sehr gut, denn so muss man nicht immer die Batterien austauschen, sondern kann ganz einfach immer wieder den wiederaufladbaren Akku aufladen.

Unter dem Smart Lock ist eine kleine Schachtel mit einem Schraubendreher abgebildet. Hier drin findet man den kleinen Inbus, mit dessen Hilfe man die zum Anschrauben gedachte Montageplatte an der Haustür anbringen kann. Außerdem ist hier auch noch ein USB-A auf USB-C Kabel enthalten, mit welchem man den Akku aufladen kann. 

In der rechten Schachtel neben dem Schloss befindet sich die beiden Montageplatten, was man auch gut anhand des aufgedruckten Symbols erkennen kann. Hierbei setzt Nuki jedoch nicht mehr auf Metallplatten, sondern welche aus schwarzen Kunststoff, was der Funktion bzw. Haltbarkeit jedoch kein Abbruch tut. Bei der einen Platte handelt es sich wie gewohnt um die Klebe- und bei der anderen um die Schraubvariante, daher auch der kleine Inbus.

Nuki Door Sensor

Der Nuki Door Sensor wird in einer kleinen Schiebeverpackung geliefert, welche auf das Wesentliche reduziert wurde. Die schwarze Verpackungshülle zeigt die beiden Teile des Door Sensors in Aktion an einer Tür, bzw. zeigt, wie diese Funktionieren. Schiebt man den Innenteil der Verpackung heraus, kommt zuerst eine kleine Anleitung zum Vorschein und direkt darunter findet man in einem Schaumstoffeinsatz die beiden Teile des Nuki Door Sensor. Der Lieferumfang ist dabei recht kompakt gehalten, denn es handelt sich hier nur um eine Sensor-Einheit mit integrierter Batterie und einem Magneten. Der Sensor wird dabei ganz einfach an den Türrahmen geklebt und der Magnet am Türblatt

Vielmehr gibt es hier nichts bei der Verpackung zu sehen, denn mehr ist für den Nuki Door Sensor auch gar nicht von Nöten. Die Batterie ist bereits im Sensor eingesetzt, hierbei handelt es sich um eine 3,6 V Lithium Batterie, also eine halbe AA Typ ER14250. Dieser Batterientyp ist leider recht teuer, da diese selten zum Einsatz kommen und nicht überall erhältlich sind. Der Vorteil dieser Batterien ist wiederum, dass diese ihre Spannung bis zum Schluss konstant hochhalten können und im Sensor lange halten.

Beim Nuki Door Sensor handelt es sich um eine sinnvolle Weiterentwicklung bzw. Nachfolger des im Nuki Smart Lock 2.0 enthaltenden Magneten. Die neue Version ist deutlich zuverlässiger und benötigt dabei nur sehr wenig Batterie. 

(Verpackung: 4,5 von 5 Punkten)

Design

Das Nuki Smart Lock 3.0 Pro sieht dem Vorgänger auf den ersten Blick zwar ähnlich, aber dennoch gibt es hier sichtbare und auch spürbare Unterschiede. Damit meine ich nicht nur, dass es die neue Generation nicht mehr nur in Schwarz, sondern nun auch in Weiß gibt, sondern der hochwertiger anfühlenden Metallring. Dieser besteht hier nämlich nicht mehr aus eloxiertem silbernen Aluminium, sondern aus einem gebürsteten Aluminium, was sich nicht nur sehr gut anfühlt, sondern auch optisch super zu unseren Türgriffen im Haus passt. 

Weiterhin handelt es sich beim Nuki Smart Lock 3.0 Pro um ein längliches kastenähnliches Gerät, in welcher die Elektronik sitzt. Dieser Teil besteht aus einem schlichten Kunststoff, genau so, wie man es bereits vom Vorgängermodell gewohnt war. Hier findet darum auch weiterhin an der Unterseite das Einschubfach für die Stromversorgung sein Platz. Jedoch liegt im Lieferumfang des Nuki Smart Lock 3.0 Pro ein Power Pack (Akku) bei, welcher das nachkaufen von Batterien spart, da der Akku einfach wieder mehrmals aufgeladen werden kann. Dies erfolgt über das beiliegende USB-C Ladekabel, welches an einen der beiden Anschlüsse am Power Pack angeschlossen werden kann. Hier hat sich Nuki für einen gegenüberliegenden Anschluss an der rechten und linken Seite entschieden, sodass man den Akku nicht nur im ausgebauten, sondern auch mit einem ausreichend langen Kabel im verbauten Zustand aufladen kann. Bei Letzterem muss man dann eben drauf achten, dass das Kabel auf der Seite angeschlossen wird, zu welcher die Tür aufgeht. Ansonsten würde man ja beim Öffnen mit dem Kabel hängen bleiben. 

Die Stromversorgung ist beim Nuki Smart Lock notwendig, da es sich hierbei wie gewohnt um ein elektronisch angetriebenes Motorschloss handelt, welches eben zudem noch smart ist. Das Getriebe, welches die Mechanik antreibt, befindet sich weiterhin im schwarzen Teil direkt neben dem Batteriefach am Smart Lock. Der silberne Teil wird dann wiederum davon angetrieben, dreht sich und nimmt dabei den eingesteckten Schlüssel mit, sodass die Tür auf bzw. zugeschlossen wird. Im Zentrum des Aluminium Knauf, welcher drehbar ist, befindet sich eine Taste und ein LED-Ring. Letzteres zeigt dem Nutzer bei Bedarf den Status des Smart Locks an, jedoch habe ich die Status-LED in den Einstellungen abgeschaltet. Die Kombi aus den beiden Werkstoffen und Farben, egal ob wie bei mir Schwarz oder auch weiß, wirkt sehr modern und edel. Der neue Aluminiumteil, welche nun aus gebürstetem Material besteht, gefällt mir sehr gut, ist absolut zeitgemäß und fühlt sich sehr gut an. 

Nuki Smart Lock 3.0 Pro fällt aufgrund der absolut identischen Größe zum Vorgänger weiterhin direkt an der Haustüre auf. Da dies aber weiterhin nur an der Innenseite der Tür angebracht wird, ist dies keinesfalls schlimm und der extreme Komfortgewinn ist es absolut Wert. Nuki hat dem Aluminium Element eine runde Form (Durchmesser 52 mm mit einer länge von 60 mm) und dem schwarzen Kunststoffelement 80 x 60 x 46 mm (L x x H) verpasst. Da das runde Element in das Kunststoffelement eingelassen ist, betragen die kompletten Abmaße: 110 x 60 x 60 mm und das Gewicht liegt inkl. Batterien und Montageplatte bei exakt 580 Gramm. 

Sollte der Battery Pack mal doch leer sein, dann dient der silberne Drehknauf auch dazu, dass man wie gewohnt die Tür immer noch manuell aufschließen kann. Da der Schlüssel sich im Inneren befindet, kann man die Tür einfach durch das drehen, in die jeweilige Richtung wie gewohnt öffnen oder schließen. Der Status-Ring dient dann wie erwähnt weiterhin als Status-Led und zeigt den aufgeschlossenen bzw. zugesperrten Zustand an und blinkt auf, wenn der Akku leer bzw. knapp wird. 

Innerhalb des LED-Rings befindet sich zudem eine große Taste. Mit dieser kann man die Tür ohne Smartphone von innen öffnen bzw. schließen. Zudem dient diese Taste dazu, die App bzw. euer Smartphone am Anfang mit dem Nuki Smart Lock zu koppeln.

(Design: 4,5 von 5 Punkten)

Verarbeitung

An der Verarbeitung gibt es kaum etwas zu bemängeln. Das Gehäuse des Smart Lock wurde aus hochwertigen Materialien gefertigt. Das gebürstete Aluminium fühlt sich gut an und sieht wie bereits erwähnt auch sehr gut aus. Der untere Teil wurde zwar „nur“ aus Kunststoff gefertigte, aber auch dieser fühlt sich wertig an und da das Gerät ausschließlich an der Innenseite montiert wird, macht der Einsatz von Kunststoff hier auch keinerlei Probleme. Hier gibt es zwar z. B. das Yale Smart Lock, welches ich ebenfalls getestet habe und komplett aus Aluminium gefertigt wurde, was zwar nochmals etwas hochwertiger wirkt, aber dafür ist dies gut doppelt so groß und hat andere Nachteile, die wiederum bei Nuki nicht gegeben sind. 

Der Kritikpunkt mit dem etwas ungenauen Druckpunkt am Nuki Smart Lock 2.0 hat Nuki behoben, der am Smart Lock 3.0 Pro ist knackig, sodass man direkt spürt, wenn man den Knopf bestätigt hat.

(Verarbeitung: 4,5 von 5 Punkten)

TEIL 2

bestehend aus „Funktion des Produktes“ entspricht 65% der Gesamtwertung

Türschloss-ArtSmartes Türschloss (Batteriebetrieben)
Kompatible TürgriffeKnauf außen; Griff oder Stange außen
Geschwindigkeit bei 360° Drehungknapp 4 Sekunden
AbmessungenNuki Smart Lock 3.0 Pro: 110 x 60 x 60 mm
SperrmodiAufsperren
Zusperren
Tür öffnen
Auto Lock
Zeitsteuerung
Auto Unlock 
Lock ‘n’ Go
Zugriff aus der Ferne
MaterialKunststoff/Aluminium
KonnektivitätWiFi Wireless-Netzwerk IEEE802.11 b/g/n (2,4GHz), Bluetooth 5.0
Akkulaufzeit Smart Lock≥4 Monate bei rund 10 Sperrvorgängen pro Tag (bei schwergängigen Türen eher weniger)
SicherheitEnd-to-End-Verschlüsselung mit Challenge-Response (wie bei eBanking).
LieferumfangNuki Smart Lock 3.0 Pro
Montageplatte – Klemmvariante
Montageplatte – Klebevariante
Inbusschlüssel für Klemmplatte
Battery Pack
Smart Lock Anleitung
Door Sensor
Technische Daten Nuki Smart Lock 3.0 Pro

Vorraussetzungen für die erfolgreiche Installation 

Beim Nuki Smart Lock handelt es sich um ein Getriebe-Motor, welcher von den eingesetzten Batterien bzw. im Falle der Pro-Version vom Battery Pack angetrieben wird. Dieser Antrieb dreht wiederum den runden Drehknauf und nimmt dabei den zwischen der Montageplatte und dem Smart Lock befindlichen Türschlüssel mit. Somit wird der darin befindliche Schlüssel entsprechend der Drehrichtung in Schließ-/ Öffnungsrichtung gedreht und die Tür ganz ohne ein Schlüssel in das Schloss zu stecken, geschlossen bzw. geöffnet. 

Um die Stromversorgung müsst ihr euch keine Gedanken machen, denn diese erfolgt bei der Pro-Version über den wiederaufladbaren Battery Pack. Dieser muss lediglich, sobald dieser leer ist, wieder für rund 10 Stunden aufgeladen werden, hält jedoch bei 10 Sperr- bzw. Öffnungsvorgängen ca. 4 Monate. Smart macht das Nuki Smart Lock die darin befindlich Elektronik, denn diese sorgt dafür, dass dieses direkt mit eurem Wi-Fi-Netzwerk zu Hause verbunden wird und somit von überall aus erreichbar ist. Somit kann man auf das Smart Lock von überall aus und jederzeit zugreifen. 

Um das Nuki Smart Lock 3.0 Pro nutzen zu können, erfordert es einige Voraussetzungen mehr als nur ein Smartphone. Zum einen ist nämlich wichtig, dass ihr in eurer Haustüre ein Türschloss mit Europrofil-Doppelzylinder habt (meistens in Türen verbaut), welcher zudem über eine Not- und Gefahrenfunktion verfügt. Diese Funktion erlaubt es nämlich, dass ihr eure Tür auch dann aufschließen könnt, wenn bereits ein Schlüssel, also in dem Fall der im Nuki Smart Lock befindliche im Inneren steckt. Ob ihr diese Funktion habt, könnt ihr ganz leicht prüfen, indem ihr bei offener Tür einen Schlüssel von innen in das Schloss steckt und probiert, ob ihr gleichzeitig auch einen von außen einstecken könnt. Sollte dies nicht gehen, dann müsst ihr dieses durch einen neuen Doppeltzylinder mit Not- und Gefahrenfunktion ersetzen. Diese sind bereits ab ca. 30 Euro erhältlich und können ganz einfach selbst ausgetauscht werden.  

Solch ein Türschließzylinder kann man ohne Probleme selbst wechseln. Dazu muss man einfach bei offener Tür die Stellschraube unterhalb der Türfalle komplett herausdrehen. Nun den vorhanden Schlüssel des alten Zylinders in das Schloss stecken und auf etwa ein Uhr (20-Grad) nach links oder rechts drehen. Anschließend sollte man den alten Türschließzylinder einfach entnehmen können.

Installation & Einrichtung 

Die Montage und Einrichtung des Nuki Smart Lock 3.0 Pro ist, wie der Hersteller selbst angibt, sehr einfach und aufgrund desselben Aufbaus zum Vorgänger ebenso schnell erledigt. Zuerst geht es darum, die richtige Montageplatte auszuwählen. Hier liefert Nuki bei der europäischen Schließzylinder-Variante zwei Varianten mit. Welche davon die Richtige ist, hängt davon ab, ob euer Schließzylinder an der Innenseite der Tür weniger als 3 mm oder mehr als 3 mm von der Tür hervorsteht.

Sollte dieser weniger als 3 mm vorstehen, dann müsst ihr euch für die Montageplatte mit der Beschriftung „B“ entscheiden. Diese besitzt an der Rückseite eine Doppelseite Klebefläche und wird mithilfe dieser an der Tür festgeklebt. Keine Angst, der Kleber hebt sehr gut, lässt sich aber laut Nuki rückstandslos entfernen.

Sollte der bei euch vorhanden Türschließzylinder jedoch wie bei mir mehr als 3 mm vorstehen, dann müsst ihr die Montageplatte „A“ nehmen. Diese wird in diesem Fall nicht geklebt, da diese zum Teil etwas weiter von der Tür absteht. Sondern mit drei Madenschrauben am Zylinder festgeklemmt. Diese Variante lässt sich natürlich noch etwas besser und rückstandsloser entfernen als die Geklebte und wird bei den meisten unter euch ebenfalls die richtige Montageplatte sein.

Nun muss man noch einen Schlüssel in das Schloss von innen stecken. Da man jedoch im Notfall noch die Tür normal aufschließen kann, sollte man auf jeden Fall einen Ersatzschlüssel nutzen bzw. noch haben. Zu guter Letzt wird nun noch das Nuki Smart Lock 3.0 Pro einfach auf die Montageplatte aufgesetzt, sodass dieses einrastet und schon ist die Montage erledigt. Anschließend lädt man sich am besten schon einmal die kostenlose Nuki App auf das Smartphone (erhältlich für iOS, Android und auf alles Huawei Smartphones mit AppGallery).

Startet man die App das erste Mal, muss man zunächst der Datenschutzerklärung zustimmen. Anschließend wird man gefragt, ob man das Smart Lock Einrichten möchte oder eventuell den Einladungscode, welchen man vom Partner oder den Eltern erhalten hat, eingeben möchte. Letzteres dient dazu, dass z. B. der/die Partner-/In ebenfalls Zugriff auf das smarte Türschloss erhält. Zudem kann man somit auch den Eltern und Schwiegereltern Zugriff geben und ebenso haben wir dafür auch bei diesen einen Zugriff eingerichtet. 

Habt ihr das smarte Türschloss wie oben erwähnt bereits montiert, könnt ihr gleich mit dem nächsten Schritt fortfahren. Ansonsten klickt man bei der Frage „Hast du dein Smart Lock bereits an deiner Tür montiert? “Auf „Nein“ und die App zeigt einen daraufhin Schritt für Schritt, wie die Montage durchgeführt wird und welche Montageplatte man genau in welchem Fall benötigt. 

Nun noch den eigenen Namen eingeben und sobald man dazu aufgefordert wird, die runde Taste am Nuki Smart Lock für ca. 5 Sekunden gerückt halten. Direkt im Anschluss sucht die App dann automatisch nach dem Türschloss und nach wenigen Sekunden sollte dies gefunden worden sein. Daraufhin dem Schloss noch einen Namen geben wie z. B. Haustür, den Ortungsdiensten des Smartphones zustimmen (Voraussetzung für die Funktion Auto-Unlock) und daraufhin den Standort bestimmen bzw. automatisch orten lassen.

Zu guter Letzt muss das Türschloss noch einmalig kalibriert werden. Dies erfolgt fast komplett automatisch. Mann muss lediglich auswählen, ob man an der Außenseite der Tür einen Drücker oder nur einen Knauf bzw. eine Stange besitzt (Letzteres trifft bei der Mehrheit zu). Anschließend die Tür kurz aufmachen und einmal sobald dazu aufgefordert schließen, schon startet die Kalibrierung. Dabei schließt das Schloss die Tür einmal zu und gleich wieder auf.

Wollte ihr nun noch den neuen Nuki Door Sensor des Nuki Smart Lock 3.0 Pro verwenden, könnt ihr dies im nächsten Schritt auswählen. Zuvor würde ich jedoch noch die Liste der zu erledigenden Punkte direkt im Anschluss der erfolgreichen Einrichtung des Smart Locks abarbeiten. Dazu habe ich zuerst das integrierte WLAN aktiviert, was auch hier wie gewohnt Schritt für Schritt erklärt wird. Danach habe ich noch das Nuki Smart Lock 3.0 Pro mit Apple HomeKit gekoppelt, was ebenso einfach vonstattengeht.

Da ich bereits ein Nuki Keypad der 1. Generation bei mir hatte, habe ich dies auch direkt hier mit dem neuen Smart Lock gekoppelt, was wie alle Abschnitte der Einrichtung absolut einfach geht. Direkt im Anschluss habe ich mich dann mit dem Koppeln des Door Sensors beschäftigt. Dazu wählt man dessen Einrichtung in der App aus und schon wird auch hier alles Schritt für Schritt erklärt. Zuerst entfernt man am Sensor den Klebestreifen an der Rückseite, danach klebt man den Türsensor an den Türrahmen und den kleinen Magneten an die Tür. Dabei muss beachtet werden, dass die Markierung (eine kleine Kerbe) am Sensor zum Magneten zeigt und diese zwischen 0,5 bis 3 cm voneinander entfernt sind, mehr nicht. Hier stellt Nuki direkt bei der Einrichtung sofern benötigt auch eine tolle Installationsanleitung bei, welche das ganze sehr gut auch mit Bildern zeigt.

(Installation & Einrichtung: 5 von 5 Punkten)

Funktionsumfang

Entscheidet ihr euch nur für das Nuki Smart Lock 3.0 Pro habt ihr einen Vorteil gegenüber der normalen Version, die man auch beim Vorgängermodell so nicht hatte. Hier kann man nämlich von überall aus auf das Türschloss zugreifen, da hier auch direkt ein WiFi-Modul verbaut wurde. Beim Vorgängermodell und dem normalen Nuki Smart Lock 3.0 war bzw. ist hierfür die zusätzliche Bridge notwendig. Hierbei ist jedoch zu beachten, dass die Reichweite des WiFi bei der Pro Version nicht so weit bzw. groß ist wie bei der normalen Variante mit separater Bridge. Aber keine Sorge, in einem normalen Haus reicht die Reichweite problemlos aus, lediglich bei sehr großflächigen Häusern mit alten und sehr dicken Wänden, wo der Router dann zudem noch im Keller steht, kann es hier je nach Entfernung zur Haustüre zu Verbindungsproblemen kommen. Sollte dies bei euch der Fall sein, ist sicherlich die normale Version mit zusätzlicher Bridge eine Option, aber man kann gegebenenfalls die Pro Version zuvor ausprobieren, ob es nicht doch klappt.

Nachdem man das Nuki Smart Lock 3.0 Pro montiert hat, kann man problemlos weiterhin wie gewohnt die Tür mit einem weiteren Schlüssel von außen aufschließen. Zudem ist es auch möglich, die Tür von innen durchs einfache Drehen des Aluminiumrings am Smart Lock wie gewohnt zu öffnen bzw. auch zu schließen. Dies ist z. B. sehr nützlich, falls völlig unerwartet der Akku leer sein sollte, aber im Normalfall kommt dies kaum vor, da ihr in diesem Fall mehrere Hinweise bekommt, den Akku aufzuladen. Wer morgens sein Smartphone nicht so schnell findet oder nur mal kurz raus möchte, kann zudem das Schloss mit einem Knopfdruck öffnen und wieder schließen. Doch das Nuki Smart Lock 3.0  Pro von Nuki kann wie dessen Vorgängermodell noch viel mehr, was man über die App einrichten kann.

(Funktionsumfang: 4,5 von 5 Punkten)

Software

Nuki Smart Lock
Preis: Kostenlos

[appcode googleplay id=io.nuki&hl=de&gl=US]

Die App ist meiner Meinung nach sehr modern und übersichtlich gestaltete. Man findet sich nach kurzer Zeit zurecht und die wichtigsten Funktionen sind recht schnell auffindbar. 

Auf der Startseite kann man direkt den Status des Smart Locks erkennen bzw. erfahren, ob das jeweilige Nuki Smart Lock die Tür aktuell zugesperrt hat oder aufgesperrt ist. Durch den im Lieferumfang enthaltenen  Nuki Door Sensor erkenne ich zudem direkt, ob die Türe geschlossen ist oder offen bzw. nur angelehnt ist. Im Zusammenhang mit dem Door Sensors wird einem geboten, dass man sofern gewünscht, eine Push-Benachrichtigung aufs Smartphone bekommt, sollte man versehentlich vergessen haben, die Tür richtig zuzumachen und sich zu weit von zu Hause entfernen. 

Doch alles der Reihe nach, denn auf der Startseite kann man direkt auf die wichtigsten Funktionen zugreifen, welche an eigentlich täglich benötigt. Sollte man z. B. wie ich zugriff auf mehrere Smart Locks haben, dann seht ihr hier alle direkt auf der Startseite. Tippt man hier nun auf das eigene Smart Lock, kann man direkt auswählen, ob man die Tür öffnen oder zusperren möchte. Beim Öffnen wird zugleich auch die Falle gezogen, sodass man nach dem die Tür aufgeschlossen ist, nur noch die Tür durchs nach innen bewegen wie herkömmlich öffnen kann. Zieht man hier im Auswahlmenü das untere Fenster nach oben, hat man noch zusätzliche Direktzugriffe zur Auswahl. Dazu zählen das einfache Aufsperren also ohne das die Falle mit betätigt wird und Lock ´n´go. Bei Letzterem handelt es sich um eine Komfortfunktion, dabei wird die Tür aufgesperrt und automatisch wieder verschlossen, wenn man die Tür wieder schließt. Dasselbe kann man auch direkt über das Nuki Smart Lock ausführen, indem man 2x den Button am Schloss betätigt. 

Über den gelben Schriftzug „Einstellungen“ gelangt man zu sämtlichen Einstellungen des Nuki smart Lock 3.0 Pro. Hier ist alles schön unterteilt in die unterschiedlichen Funktionen, sodass man hier eigentlich recht schnell herausfindet, welche Einstellungen man wo findet. Angefangen bei „Funktionen & Konfiguration“ hier dreht sich alles um die wichtigen Einstellungen. Hier kann man sehr viele Einstellungen vornehme, zu welchen unteren anderem dinge Zählen, wie viel Umdrehungen geschlossen werden soll. Bei uns reicht hier 360° also eine komplette Umdrehung, aber bei vielen älteren Türen sind hier zwei Umdrehungen notwendig. Außerdem kann hier bestimmt werden, wie lange die Falle gehalten werden soll und man kann das Smart Lock neu kalibrieren. Des Weiteren kann man hier das integrierte WLAN ändern, den Batterie bzw. Akkustand einsehen und bestimmen, was beim Betätigen des Button am Smart Lock ausgeführt werden soll. 

Wichtige Punkte sind für mich dabei der Nachtmodus, welchen ich aktiviert habe. Somit ist bei mir eingestellt, dass automatisch um 22:00 Uhr das Nuki Smart Lock die Tür abschließt und der Nachtmodus um 5:00 Uhr beendet wird. Öffnet man in diesem Zeitraum wie ich z. B. morgens um 4:45 die Tür und verlässt das Haus, schließt Nuki die Tür in dem angestellten Zeitraum automatisch wieder ab. Außerdem können hier im Menü weitere Nutzer eingeladen werden, bei welchen man direkt auch bestimmen kann, ob die jeweiligen Nutzer aus der Ferne zugriff, auf das Nuki Smart Lock bekommen, Auto-Unlock de-/aktiveren könne oder der Zugang zeitlich begrenzt wird. Hat man z. B. eine Putzfrau, die einmal wöchentlich oder öfters vorbeikommt, kann man genau bestimmen, über welchen Zeitraum, also an welchen Tagen und in welchem Zeitfenster (z. B. 2 Stunden also von 9:00 bis 11:00 Uhr) Zugriff erhält. Somit müsst ihr dieser Person keinen extra Schlüssel anfertigen bzw. aushändigen und der Zugang läuft völlig automatisch ab.

Damit ihr als Besitzer wisst, wer z. B. wann das smarte Schloss geöffnet hat, gibt es in der App ein Protokoll. Hier könnt ihr genau alles einsehen, wann die Tür geöffnet wurde und sofern dies mit dem Smartphone geschehen ist, sieht man sogar, wer die Tür zuletzt geöffnet bzw. geschlossen hat usw.

Auto-Unlock

Eine meiner Lieblingsfunktionen des Nuki Smart Lock 3.0 Pro ist die Auto-Unlock Funktion. Damit ist es möglich (sofern, ihr der Freigabe der Ortungsdienste zugestimmt habt), dass Nuki automatisch die Haustür öffnet, sobald ihr euch dieser nähert.

Dies funktioniert sehr gut und bei uns absolut zuverlässig. Hat man in der App den Standort des Smart Locks festgelegt, dann checkt die App in regelmäßigen Abständen nach, wo euer aktueller Standort ist. Sollte man daher weiter weg sein, dann bleibt die Tür abgeschlossen. Nähert ihr euch dagegen der Tür und seid innerhalb von 100 Metern davon entfernt, dann wird die Tür aufgeschlossen oder auf Wunsch sogar geöffnet, also die Türfalle gezogen (Zeitraum bestimmbar). Hierbei ist Standard mäßig, die Ortung via GPS ausgewählt. In den Einstellungen kann man jedoch auch Wi-Fi auswählen, doch dies ist nicht so genau. Die Reichweite, in der Nuki die Auto-Unlock Funktion aktiviert wird, kann jedoch auch auf 50 Meter reduziert oder bis auf 500 Meter erhöht werden, doch dazu rate ich nicht, denn Nuki erwähnt auch, dass bei Änderungen der Werte kein Support geleistet wird, wenn hier dann z.B, jemand ungewollt ins Haus kommen sollte. Inzwischen kann bei Auto-Unlock auch bestimmt werden, dass diese Funktion verzögert ausgeführt wird, sodass es nicht mehr vorkommen kann, dass euere Tür schon aufgeschlossen wird, wenn ich noch gar nicht an der Tür seid. 

Die Auto-Unlock Funktion habe ich mit dem Nuki Smart Lock 3.0 Pro bzw. schon mit dem Vorgänger, dem Nuki Smart Lock 2.0 absolut lieben gelernt. Diese funktioniert mit meinem iPhone dank Bluetooth in wenigen Sekunden und absolut zuverlässig, sodass man das Smartphone problemlos in der Hosen- bzw. Handtasche lassen kann.

(Software: 4 von 5 Punkten)

Lautstärke & Geschwindigkeit

Nuki Smart Lock 3.0 Pro: Auf- und Abschließen leiser?

Beim Vorgänger, dem Nuki Smart Lock 2.0, habe ich bereits bemängelt bzw. erwähnt, dass dieses recht laut ist und somit auf jeden Fall hörbar ist. Dies ist aber natürlich logisch, denn es handelt sich dabei um einen elektronischen Antrieb, welcher hier die Tür öffnet und schließt. Man hört zum einen je nach Tür den normalen Ton des Riegels, welcher sich durch das Drehen des Türschlosses bewegt und zusätzlich noch das Summen des Motors. Dieses hört sich quasi wie ein kleiner Akkuschrauber (Bosch IXO) an, ist aber im direkten Vergleich zum Nuki Smart Lock 2.0 beim neuen 3.0 Pro etwas leiser. Wenn man im inneren Bereich vor der Tür steht, hört man dieses natürlich sehr und selbst wenn ich draußen vor der Tür stehe, höre ich den Motor dabei auch noch. Jedoch ist es deutlich weniger wahrnehmbar, da die Tür auch gedämmt ist, aber flüsterleise ist Nuki auf keinen Fall, aber Stören tut es nicht wirklich.

Das Türschloss wird von Werk aus komplett abgeschlossen. In der Regel sind dies zwei komplette Umdrehungen. Bei uns reicht jedoch, wie schon erwähnt, eine Umdrehung, da dann schon alle Riegel die Tür komplett verriegelt haben. Dadurch arbeitet Nuki bei uns zu Hause deutlich schneller und zudem wird der Akku geschont, da der Motor weniger arbeiten muss. Dies kann man nach blieben in den Einstellungen unter dem Punkt „Smart Lock Optimieren“ so weit einstellen, dass dieses nur eine Umdrehung abschließt. Für einen kompletten Schließ- oder Öffnungsvorgang braucht das neue Nuki Smart Lock 3.0 Pro bei uns knapp 4 Sekunden (bei einer Umdrehung).

(Lautstärke und Geschwindigkeit des Ab-/Aufschließen: 4 von 5 Punkten)

Sicherheit

Da Nuki Smart Lock 3.0 Pro eine Lösung ist, um das Türschloss smart zu machen, ist natürlich für einige Nutzer die Frage nach der Sicherheit sehr wichtig. Denn wenn das System nicht sicher sein sollte, kann jemand einfach so ins Haus eindringen usw. 

Hierbei müsst ihr euch wirklich keine Sorgen machen. Das System ist sehr sicher, denn das Unternehmen legt hier viel Wert drauf. So ist die Kommunikation zwischen eurem Smartphone bzw. besser gesagt der Nuki App und dem Nuki Smart Lock 3.0  Pro permanent verschlüsselt. Daher bekommt jede mit dem Schloss verbundene App einen sogenannten Schlüsselcode zugeordnet, welcher nur der App und dem Nuki Smart Lock bekannt ist. 

Sendet man daher via App den Befehl an das Nuki Smart Lock, dass dieses das Türschloss aufsperrt. Wird dieser als verschlüsselte Nachricht per Bluetooth oder übers Netzwerk bei WiFi-Betrieb zum Nuki Smart Lock versendet. Da nur das Smart Lock und die App den Verschlüsselungscode kennt, kann dieses diese Nachricht entschlüsseln und den Befehl „ Haustüre aufschließen“ ausführen.

Des Weiteren ist es doch in den meisten Fällen so, das bei Wohnungs- und Häusereinbrüchen meistens Einbrecherbanden dahinter stecken. Diese brechen sehr selten bei modernen Türen mit ihren zusätzlichen Sicherheitselementen ein. Zu gut wissen diese Banden nämlich, dass es hier bei abgeschlossener Tür schwierig wird, ohne großen Lärm einzudringen. 

Ein Einbrecher allein oder selbst eine Bande wird selten einen Experten dabei haben, welcher sich mit dem Hacken solch eines Systems auskennt. Falls dies doch der Fall sein sollte, woher sollten die Einbrecher wissen, dass ihr ein Nuki Smart Lock verwendet? Dazu müsste diese davor eure Tür von innen sehen und selbst dann ist es nicht einfach, das System aufgrund der Verschlüsselung zu hacken.

(Sicherheit: 5 von 5 Punkten)

TEIL 3

bestehend aus „Preis/Leistung“ entspricht 10% der Gesamtwertung

Beschreibung

Mit dem Nuki Smart Lock 3.0 Pro hat das österreichische Unternehmen das bewährte, smarte Türschloss weiter optimiert. So hat man erneut beim Getriebe Hand angelegt, sodass das auf- und zuschließen nochmals etwas leiser als bei den Vorgängermodellen sein soll. Der Unterschied hier ist jedoch nur minimal, was jedoch gut gelungen ist, der Druckpunkt des Button am Schloss wurde nun mit einem spürbaren Druckpunkt versehen. Somit spürt man nun beim Betätigen hervorragend den Druckpunkt, was bei der 2. Generation nicht gegeben war. Insgesamt fühlt sich das Smart Lock zumindest beim Drehknauf nochmals hochwertiger an, was an der gebürsteten Oberfläche liegt, beim Funktionsumfang kann das Smart Lock wie bereits dessen Vorgänger ebenso überzeugen.

Die Montage und Einrichtung ist beim Nuki Smart Lock 3.0 Pro erneut wie gewohnt sehr einfach und schnell erledigt und auch ansonsten kann mich das Gerät rundum sehr überzeugen und ist bei uns täglich im Einsatz. 

Preis/Leistung

Mit einer UVP von 279 € ist das Nuki Smart Lock 3.0 Pro etwas günstiger als die Vorgängerversion mit separater Bridge. Dafür bekommt man hier zudem noch kostenlos eine Battery Pack geliefert. Der Door Sensor muss separat erworben werden oder ist gelegentlich auch bei Aktionen mit dabei. Somit hat Nuki hier eine neue Generation des beliebten Smart Locks auf den Markt gebracht, welche weiter verbessert und optimiert wurde. Hier überzeugt die einfache Inbetriebnahme die komfortable Bedienung, sodass ich keinen Schlüssel mehr für unsere Haustüre mitnehmen muss. Zudem kann ich meinen Freunden Zugriff zum Haus geben, im Falle, dass etwas sein sollte oder diese somit nicht im Auto oder draußen in der Kälte auf mich warten müssen.

Nuki Smart Lock 3.0 Pro

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testr Gesamtwertung

unter Berücksichtigung aller Teilwertungen

 Wir bedanken uns beim Hersteller für die Bereitstellung des Produktes. Zu unseren Grundsätzen

JBL Tune 230NC TWS

In aller Kürze

Bei den JBL Tune 230NC TWS handelt es sich um günstige In-Ears, die bequem im Ohr sitzen und zudem noch eine gute Akkulaufzeit bieten. Ganz klar sind wir hier klanglich von einem audiophilen Klang weit entfernt, doch der breiten Masse wird das Klangbild sehr gut gefallen bzw. zusagen. Das Noise-Cancelling ist solide, aber keineswegs eines, welches mit den hochpreisigen Modellen mithalten kann. Mit dem JBL Tune 230NC TWS bekommt man sehr gute True Wireless In-Ears, welche durch ihr Ausstattung überzeugen können, schließlich ist diese zum geforderten Preis meiner Meinung nach fair.

Gefällt uns

  • bequemer Sitz
  • gute Akkulaufzeit
  • Amazon Alexa und Google Assistant unterstützung
  • Umgebungs- und TalkThru-Funktion

Gefällt uns weniger

  • kein aptX und AAC
  • manuelles Ausschalten nicht möglich
  • kein überragendes ANC

JBL Tune 230NC TWS

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TEIL 1

Bestehend aus „Verpackung/Design/Verarbeitung“ entspricht 25% der Gesamtwertung

Verpackung

Bei der Kopfhörer-Serie „TUNE“ aus dem Hause JBL handelt es sich um keine neue Serie, denn von dieser gab es schon andere In-Ears, sowie On-/ und Over-Ear Kopfhörer. Ein paar Modelle der Serie habe ich bereits in der Vergangenheit ausführlich testen dürfen. Nichtsdestotrotz handelt es sich bei den JBL Tune 230NC TWS um günstige In-Ears, welche aufgrund der Ausstattung sehr interessant sind.

Beim Verpackungsdesign setzt JBL auf die bekannte Farben, nämlich Weiß, Schwarz sowie die orangenen Akzente. Die In-Ears setzt man hierbei wieder gut in Szene, denn diese kann man auf der Rückseite durch ein schon öfters von JBL verwendetes Sichtfenster ganz gut begutachten. Doch wie immer gehen wir die Verpackung erst einmal der Reihe nach durch.

Wie erwähnt ist JBL dem bisherigen Verpackungsdesign absolut treu geblieben. An der Vorderseite präsentier JBL direkt eine große Abbildung der In-Ears und am unteren rechten Rand sieht man sogar etwas kleiner abgebildet das geöffnete Ladecase. Des Weiteren findet man hier natürlich wie gewohnt auch das Firmenlogo und seitlich nach unten verlaufend ziert die Front der Produktname. Unmittelbar darunter erwähnt JBL dann wie gewohnt die wichtigen Funktionen der JBL Tune 230NC, zu denen unter anderem das ANC, perfekte Telefonierqualität und der komfortable Sitz in den Ohren zählen soll. Außerdem erfährt man an der unteren rechten Ecke noch, dass die In-Ears eine max. Akkulaufzeit von bis zu 10 Stunden bieten und das Case zusätzlich nochmals 30 Stunden. Zusammen kommt man so durchs mehrmalige Aufladen auf eine Akkulaufzeit von maximal 40 Stunden.

Die schmale rechte Seite ziert zum einen der Lieferumfang im unteren Bereich, welcher hier durch kleine Skizzen dargestellt wird. Zudem wirbt man über die Möglichkeit, dass man Amazons Alexa oder den Google Assistant direkt über die In-Ears nutzen kann. Zu guter Letzt hält wie gewohnt die Rückseite noch wichtige Informationen bereit. Hier gibt es zum einen nämlich ein direkt auffallendes Sichtfenster, durch welches man die beiden In-Ears, in der Verpackung betrachten kann. Zudem zeigt JBL hier nochmals die In-Ears gemeinsam mit dem Lade-Case und geht auf die vier wichtigen Ausstattungsmerkmale der In-Ears ein. Zu diesen zählt der integrierte JBL Pure Bass Sound, das ANC mit Smart Ambient, die gute Sprachqualität dank insgesamt vier Mikros und dem IPX4 geschützten Gehäuse mit bequemen Tragekomfort.

Nach dem Entfernen des Klebestreifens an der Unterseite kann man das komplette Innenleben der Verpackung an der Unterseite herausziehen. Hierbei hat man eine Kunststoff-Blisterverpackung in der Hand, in welcher an der Unterseite ein Karton-Einsatz gesteckt wurde. In Letzterem hat JBL die üblichen Beipackzettel verstaut, bei der es sich logischerweise auch um die Anleitung handelt, sofern diese überhaupt benötigt werden sollte. Im Blister selbst findet man zentral in Mitte das kompakte Ladecase und direkt darüber die beiden einzeln Eingesetzen In-Ears, welche hier durch einen Klebestreifen gehalten werden, dass diese nicht verrutschen. Im unteren Abschnitt hat JBL dann noch das gewohnte kurze orangene USB-A auf USB-C Ladekabel und die beiden zusätzlichen Größen an Ohranpassstücken verstaut.

(Verpackung: 4 von 5 Punkten)

Design

In-Ear Kopfhörer

Die JBL Tune 230NC TWS ähneln von der Größe und dem Design auf dem ersten Blick den JBL Live Pro+ TWS sehr. Die Unterschiede sind hierbei nur minimal, denn die Tune 230NC TWS sind von ihrem „Stiel“ etwas länger und stehen minimal mehr aus dem Ohr hervor, was an dem etwas dicker ausgeführten Aufbau liegt.    

Jeder der In-Ears bringt gerade einmal fünf Gramm auf die Waage und dank des kompakten Designs und der ovalen Knospe schmiegen sich die In-Ears wie von JBL versprochen nahezu in die Ohrmuschel ein. Egal bei welchen Bewegungen, ob normal beim Laufen oder sogar beim Sport stören diese nicht. Damit das ANC richtig arbeiten kann, ist es wichtig, dass die In-Ears schon von Grund auf eine vernünftige Abschirmung von den Umgebungsgeräuschen bieten, was selbstverständlich am besten über die mitgelieferten Silikon-Eartips funktioniert, welche JBL hier in insgesamt drei Größen mitliefert.

Vom Design setzen sich die JBL Tune 230NC TWS aus der Knospenform, an welcher der Treiberausgang sitzt und dem Steg zusammen. Letzteres ist das, was nach dem Einsetzen ins Ohr davon noch herausragt. Hier hat JBL dann auch die nicht sichtbaren berührungsempfindlichen Sensoren integriert, über welche die Steuerung der Ohrhörer erfolgt und zudem versteckt sich in diesem Part auch der wichtige Akku und ein Teil der Mikrofone. Das Gehäuse wurde aus gut anfühlenden Kunststoff gefertigt, dieser sorgt zudem für das entsprechend geringe Gewicht und zudem für die wichtige Robustheit gegen Schweiß und Spritzwasser.

An der Innenseite des „Stiels“ hat JBL je In-Ear die Seitenbeschriftung eingelassen, sodass man hierdurch direkt erkennen kann, welcher In-Ear in welches Ohr kommt. Vertauschen kann man diese jedoch aufgrund ihres Aufbaus nicht, denn falsch eingesetzt würden diese sehr unbequem sitzen und der Klang kommt nicht richtig ins Ohr.

Neben dem von mir getesteten Modell ist schwarz, gibt es die JBL Tune 230NC TWS auch noch in folgenden Farben: Weiß, Blau und Beige. Daher sollte hier für jeden eine passende Farbe dabei sein, in welcher einem die JBL Tune 230NCTWS gefallen sollten. 

Die von JBL inzwischen in so gut wie allen In-Ears integrierte Dual-Connect+ Technologie hat auch hier in die neuen Kopfhörer Einzug erhalten und so ist es möglich, die In-Ears auch einzeln als Mono In-Ear zu verwenden. Daher sind beide Ohrhörer hier in der Lage, sich direkt untereinander oder auch einzeln mit eurem Smartphone zu verbinden. Somit macht es hier auch Sinn, dass JBL an beiden Ohrhörern die gleiche Anzahl an Mikrofone verbaut hat, sodass beide bei Bedarf einzeln für Telefonate genutzt werden können.

Ladecase

Das Ladecase der JBL Tune 230NC TWS ist nur minimal größer als das der Live Pro+ TWS, somit würde ich auch diese als sehr kompakt einstufen. Trotz der ähnlichen Bauweise der In-Ears ist das Case der neueren Tune 230 NC TWS komplett anders ausgeführt als bei den Live Pro+ TWS. Damals lag das Case nämlich flach auf und der Deckel wurde über die komplette Größe des Case geöffnet. Bei den Tune 230NC TWS ist es vergleichbar mit den Apple Airpods Pro, denn hierbei ist das Case eigentlich rundum abgerundet und wird aufrecht gehalten und im oberen Drittel befindet sich der Deckel zum Öffnen. 

Der große Vorteil dabei ist, dass JBL dadurch die Möglichkeit hatte, den Akku im Case größer auszulegen, sodass hierbei die max. Akkulaufzeit verlängert werden konnte. Der Kunststoff, bei dem es sich exakt um denselben wie bei den In-Ears handelt, ist auch hier exakt in der Farbe der In-Ears gehalten und besitzt rundum eine matte Oberfläche. Das Case sieht aufgrund des matten Finishs und dem hochglänzenden JBL Schriftzug sehr ansprechend aus, doch leider ist gerade diese Oberfläche etwas zu anfällig gegenüber Fingerabdrücke.

Das Case kann dank seiner geringen Maße von ca.: 62 x 47 x 30 mm (L x B x H) problemlos in die Hosentasche verstaut werden und bringt gerade einmal 48 g auf die Waage (mit Ohrhörer 58g). Insgesamt ist es relativ schlicht gehalten, während man an der Rückseite das USB-C Kabel zum Aufladen des Akkus einsteckt, wird einem an der Vorderseite an der Griffmulde anhand von drei einzelnen LEDs der Ladezustand anzeigt. Dies geschieht sowohl während des Aufladens, als auch wenn man das Case öffnet. Im Inneren des Case gibt es nichts Atemberaubendes zu sehen, hier findet man die beiden Plätze, in welchen die In-Ears zum Aufladen eingesetzt werden und dabei über je zwei Ladekontakte mit Strom versorgt werden. Zu guter Letzt findet man auch hier, die dezent klein gehalten Buchstaben, welche einem zeigen, wo welcher In-Ear seinen Platz hat, doch wirklich wichtig ist dieser Hinweis nicht, denn man bekommt den Rechten nicht in die Aussparung für den linken In-Ear hinein.

Ein Magnetverschluss, welcher das Case verschlossen hält, sorgt dafür, dass auch beim sehr starken schütteln über Kopf nichts herausfällt. Aber auch wenn der Deckel offen ist und man das Case schüttelt, werden beide Ohrhörer dank der magnetischen Sicherung problemlos an ihrer Position gehalten.

(Design: 4 von 5 Punkten)

Verarbeitung

Die Verarbeitung der JBL Tune 230NC ist soweit gut und das Gehäuse der In-Ears wurde ebenfalls gut verarbeitet. Die einzelnen Kunststoffelemente gehen sauber ineinander über und auch so fühlt sich hier alles geschmeidig an. Da JBL hier nicht auf physische Tasten setzt, sondern auf Touch-Sensoren, drückt man sich die In-Ears beim Betätigen nicht unangenehm ins Ohr. Hier habe ich daher nichts zu bemängeln, denn angesichts des Preises stimmt die Verarbeitung der In-Ears absolut.

Das leichte Kunststoff-Case ist mit einer sogenannten Soft-Touch-Oberfläche versehen, welches wie die Kopfhörer selbst ebenfalls matt gehalten wurde. Negativ an dieser matten Soft-Touch-Oberfläche ist jedoch, dass diese je nach gewählter Farbe sehr anfällig gegenüber Fingerabdrücke sein kann. Hat man somit hin und wieder fettige Finger, sieht das Case schnell nicht mehr so schön aus, kann aber mit einem Tuch wieder gereinigt werden.

(Verarbeitung: 4 von 5 Punkten)

TEIL 2

bestehend aus „Funktion des Produktes“ entspricht 65% der Gesamtwertung

Kopfhörer-ArtTrue-Wireless In-Ear Kopfhörer
KategorieBluetooth Kopfhörer (Bluetooth 5.2)
FarbeSchwarz, weitere Farben: Blau, Weiß und Beige
Akkuintegriert, Lithium-Polymer-Akku
Akku Ohrhörer: 10 h (ohne ANC) 8 Stunden (mit ANC)
Akku Ladecase: 30 h
Gesamt somit: bis zu 40 h
Gewicht 58 g (Ohrhörer und Ladebox)
10 g (beide Ohrhörer)
48 g (Ladebox)
MaterialOhrhörer und Ladecase aus Kunststoff
KonnektivitätBluetooth 5.2 Audio-Codec: SBC. Unterstützte Profile: A2DP 1.3, AVRCP 1.6, HFP 1.7
Fast Pairing von Google wird unterstützt.
TreiberDynamische Treiber mit einer Größe von 6 mm (links und rechts)
Frequenzbereich20 Hz–20 kHz
Treiberempfindlichkeit bei 1 kHz/ 1 mW (dB105 dB
Impedanz (Ohm)16 Ohm
LieferumfangJBL Tune 230NC TWS
1 x Ohrstöpsel in 3 Größen
1 x USB-C-Ladekabel
1 x Ladestation
1 x Garantie/Warnung (W/!)
1 x Kurzanleitung/Sicherheitsdatenblatt (S/i)
Technische Daten der JBL Tune 230NC TWS

Tragekomfort

Durch ihr sehr geringes Gewicht und den angenehm leichten Sitz bieten die JBL Tune 230NC TWS genau wie die sehr ähnlichen JBL Live Pro+ TWS einen sehr angenehmen Tragekomfort. JBL liefert zum Anpassen der In-Ears zwar weniger Silikon-Eartips mit, aber die drei Größen reichen eigentlich dennoch fürs Anpassen aus.

Die Größen S, M und L sind dabei von den Durchmessern der Tips so ausgelegt, sodass man damit eigentlich alle Ohren abdeckt und ein bequemer sowie sicherer Halt geboten wird. Für sportliche Aktivitäten sind hier bei diesem Modell zwar keine zusätzlichen Absicherungen in Form von Ear-Hooks oder Flügeln vorhanden, aber der Halt ist dabei dennoch sehr gut. Hat man am besten alle Anpassstücke ausprobiert und die gefunden, welche am bequemsten und sichersten sitzen, dann sollte auch der Klang sehr gut passen. Hat man wiederum die zu großen Anpassstücke gewählt, drücken diese sich vielleicht sogar heraus und halten wie die zu kleinen nicht wirklich und zudem entfaltet sich dann auch der Klang nicht wirklich gut.

(Tragekomfort: 4 von 5 Punkten)

Bedienung

JBL setzt bei den JBL Tune 230NC TWS auf eine berührungsempfindliche Oberfläche zur Bedienung. Dies hat zwar den Vorteil, dass man sich die In-Ears nicht ins Ohr drückt, wenn man z. B. eine Taste drücken muss, doch einen Nachteil bringt dies dennoch mit sich. Man kann die In-Ears nämlich nicht über die Touch-Funktion einschalten und benötigt so stets das Ladecase, doch dies ist nicht wirklich schlimm im Alltag. Ich bewahre meine In-Ears eigentlich immer im Case auf, sodass ich diese am besten wieder finde und diese auch für jeden Einsatz wieder voll aufgeladen sind. Nachteil am ständigen Einsetzen ins Case ist wiederum, dass der Akku immer wieder geladen wird und dieser somit schneller verschleißen könnte.

Über die JBL Headphones App kann man bei Bedarf die Belegung der Touch-Zuweisung etwas verändern, jedoch hat man hier dann nicht komplett die freie Wahl, sondern kann aus verschiedenen Settings das passende Auswählen. Von Werk aus ist die Bedienung so gewählt, dass man durch das Antippen der linken Oberfläche zwischen ANC und dem Ambient Aware an/aus wechseln kann, während man durch ein zweimaliges antippen die TalkThru-Funktion ein- und ausschalten kann. Die Musiksteuerung erfolgt wiederum am rechten In-Ear, sodass ein einmaliges berühren, die Musik pausiert und ein doppeltes zum Vor- und dreimaliges Antippen einen Musiktitel zurückspringt. Einen eingehenden Anruf kann man bei den JBL Tune 230NC TWS über beide Seiten annehmen, indem man einmal auf einen der beiden In-Ears tippt und möchte man den Sprachassistenten nutzen, muss man eine Seite der In-Ears länger berührt halten.

Von der Werkseinstellung muss man auf eine Lautstärkeregulierung verzichten, doch wenn man in den Einstellungen der App z. B. auf die Wiedergabesteuerung verzichtet, kann man anstelle von dieser die Lautstärke regulieren. Hier hat man also die Wahl zwischen entweder oder und nicht allem, was auch gut ist, denn könnte man alle Funktionen über die In-Ears steuern, würde dies hier durch die ganzen verschiedenen Befehle keiner mehr verstehen und so wie es gewöhnt wurde, ist es sicherlich besser.

(Bedienung: 4 von 5 Punkten)

Klang

JBL setzt bei den Tune 230NC TWS je In-Ear auf einen kompakten 6 mm Treiber, was häufig zum Einsatz kommt. Hochwertige Audio-Codecs sucht man bei diesem Modell leider vergebens, denn hier wird kein aptX oder AAC geschweige denn die noch hochwertigeren Codes unterstützt. Die klangliche Abstimmung ist hier typisch für JBL, denn die Tune 230NC TWS trumpfen von Werk aus mit einem leicht wärmeren Klangbild auf. Dabei handelt es sich eigentlich um die von JBL gewohnten Klangsignatur, welche so gut wie allen Hörern auf Anhieb am besten gefallen wird, wenn man diese im Vergleich zu einer weniger wärmer abgestimmten Signatur hören würde.  

Die Wiedergabe der Höhen gelingt den Tune 230NC soweit sehr gut. Diese überzeugen mit einer sauber und fast schon luftigen Wiedergabe, welche mir gut gefällt und sind je nach Musikgenre gut auf den Bass abgestimmt. Dennoch muss ich klar zugeben, der Bass steht bei vielen Titeln dennoch ganz klar im Vordergrund. Kurz in einem Satz beschrieben, die Höhen sind für diese Preisklasse gut und stimmen so weit zum Gesamtpaket.

Die Mitten halten sich wiederum in Hintergrund und werden von den dominanten Höhen und noch präsenteren Bässen etwas zurückgedrängt. Dennoch werden durch die Mitten Stimmen beim Anhören von Hörbüchern und beim Telefonieren usw. sauber wiedergeben. Der Fokus liegt jedoch, wie ich es nun schon mehrmals erwähnt habe, deutlich mehr im Bassbereich und bei den Höhen.    

Kommen wir zum vom JBL als „Pure Bass“ bezeichneten Klang bzw. dessen Stärke. Der Bass ist hier definitiv das Highlight und wird druckvoll, knackig sowie energiereich wiedergegeben. Hierbei wird auch ein ordentlicher Tiefgang geboten, welcher eigentlich keine Wünsche offenlässt. Ihr mögt Bass und hört vorrangig Musik, welche davon profitiert, dann sind die JBL Tune 230NC TWS eine gute Wahl. Keineswegs falsch verstehen die Tune 230NC TWS sind keine Bassbetonten In-Ears, aber diese sind dafür gemacht, euch mit warm abgestimmter Klangsignatur „Pure Bass Sound“ zu beschallen.

Die Sprachverständlichkeit der JBL Tune 230NC TWS ist insgesamt gut. Die zahlreichen Mikros sorgen dafür, dass eure Stimme klar und laut aufgenommen werden, sodass die Gesprächspartner euch sowohl klar als auch absolut deutlich verstehen. Kommen um euch herum jedoch mehrere Umgebungsgeräusche hinzu, dann wird die Verständlichkeit etwas eingeschränkt, da die verbaute Software versucht, die Umgebung auszublenden. Das Resultat ist dabei jedoch, dass auch an euere Stimme etwas eingegriffen wird, hierbei empfiehlt es sich dann einfach lauter zu sprechen, damit dies umgangen wird. 

Die Latenz beim ansehen von Filmen und Videos haben eigentlich inzwischen alle Hersteller im Griff und so konnte ich auch bei den JBL Tune 230NC TWS keine Verzögerungen zischen dem auf dem Smartphone dargestellten Bild und dem Ton, der über die Kopfhörer wiedergegeben wird, feststellen. In der App kann man hier unter „Smart Audio &Video“ wählen, ob man den Audio-Modus für den besten Klang oder den Video-Modus für bessere Lippensynchronisierung bevorzugt. 

(Klang: 3,5 von 5 Punkten)

App

JBL bietet inzwischen eigentlich für so gut wie alle neu erscheinenden Kopfhörer eine kostenlose App-Anbindung für iOS und Android Smartphones an, über die man weitere Personalisierung vornehmen kann. Diese trägt den Namen „JBL Headphones“ und steht in den entsprechenden Stores kostenlos zum Download bereit. 

JBL Headphones
Preis: Kostenlos
JBL Headphones
Preis: Kostenlos

Zu den Funktionen zählen unter anderem die Möglichkeit, das ANC zu steuern, das VoiceAware Level zu bestimmen und zahlreiche weitere Dinge. In dem Einstellungsmenü kann zudem bestimmt werden, ob man den am Smartphone integrierten Sprachassistenten nutzen möchte oder alternativ kann man auch sowohl Amazons Alexa und den Google Assistant darüber nutzen und einrichten. Die üblichen Einstellungen wie z. B. der Equalizer stehen hier natürlich auch zur Verfügung und ermöglicht es entweder zwischen einigen voreingestellten EQ-Settings zu wählen oder eigene zu erstellen und diese abzuspeichern.

Außerdem können über die App selbstverständlich wie gewohnt Firmware-Updates installiert werden, oder man kann die automatische Abschaltung aktivieren und bei Bedarf die integrierte Kopfhörer-Suchfunktion verwenden. Dabei gebt der oder beide gewählten Kopfhörer einen permanenten Piepton von sich, der beim Finden der In-Ears sehr hilfreich ist.

App: 4 von 5 Punkten)

Ausstattung

ANC / Umgebung ein-/ausblenden

JBL hat dieTune 230NC TWS wie die Modellbezeichnung schon verrät, mit ANC ausgestattet, was so weit gut ist, aber man sollte hier in dieser Preisklasse kein perfektes ANC erwarten. Schon durch das einstecken der Tune 230NC TWS sorgen die Anpassstücke dafür, dass der Großteil der Umgebungsgeräusche um einen herum herausgefiltert werden. Das ANC ist dabei sozusagen nur noch das kleine i-Tüpfelchen. Es ist schlicht und einfach ein aktives Noise Cancelling das zwar noch etwas mehr Geräusche herausfiltert, aber so gut wie die bekannten Marktführer ist es wie zu erwarten nicht. 

Das Aktivieren des ANC führt zu einem sehr dezent hörbaren Grundrauschen, was bei vielen Kopfhörern mit ANC der Fall ist. Dies ist aber echt nur so minimal, dass man es bei absoluter Ruhe hört. Im Ambient Aware und TalkThru-Modus nimmt dies hingegen deutlich hörbarer zu, sodass man dies bei ruhigen Passagen teilweise schon deutlicher hört und sogar stört. Dies geschieht dadurch, dass die außen verbauten Mikrofone dazu verwendet werden, die Umgebungsgeräusche verstärkt zu einem durchzulassen. Dabei wird der Ton um einen herum über die Treiber eingespielt, was eben funktionsbedingt wie bei vielen anderen Kopfhörer mit dieser Funktion dazu führt, dass ein Rauschen mit übertragen wird.  

Das ANC arbeiten gut, aber wie zu erwarten nur bei sehr tiefen bis mittleren Frequenzen, sodass es Motorgeräusche zuverlässig herausfiltert, aber bei hohen Frequenzen teils sehr Probleme hat. Zudem finde ich es etwas Schade, dass einem beim Wechsel über die In-Ears nicht angesagt wird, welchen Modus man gerade eingestellt hat, sondern dies dann in der App prüfen muss.

Akkulaufzeit

Bei der Energieversorgung der JBL Tune 230NC TWS setzt JBL je In-Ear auf einen 70 mAh großen Akku. Dieser bindet sich hierbei im „Stiel“ und bietet aufgrund dessen etwas größere Ausführung auch mehr Platz für einen größeren Akku. Durch diesen Akku erreicht man bei den Tune 230NC TWS eine Akkulaufzeit ohne ANC von bis zu 10 Stunden und mit ANC von max. 8 Stunden. Ein solider Wert, den ich im Test bei etwas mittlerer Lautstärke und teils aktiven und teils auch deaktivierten ANC ganz gut erreichen konnte. Wie bei vielen Dingen mit Akku hängt die Laufzeit dann jedoch vom persönlichen Nutzungsverhältnis ab und kann noch etwas nach unten oder auch oben gehen. 

Da die Kopfhörer im Case wie üblich nicht nur aufbewahrt werden können, sondern automatisch wieder aufgeladen werden, ist es wichtig, diese hier drin zu verstauen. Dies ist auch nicht wirklich anders möglich, denn sind die In-Ears leer, können diese nur durch das einsetzen und der Anschließenden entnehme aus dem Case eingeschaltet werden. Das Etui mit seinem 750 mAh Akku bietet die Möglichkeit, die In-Ears insgesamt bis zu drei Mal von komplett leer auf voll aufzuladen, sodass man mit ANC auf eine gesamte Akkulaufzeit von ca. 24 Stunden und ohne ANC auf knapp 30 Stunden kommen kann. Daher steht hier auch jeder der drei Balken an der Griffmulde am Lade-Case für eine komplette Aufladung. 

Sofern man die In-Ears spontan aufladen muss, da man diese z. B. vergessen hat, ins Ladecase einzusetzen, dann ist die integrierte Schnellladefunktion durchaus praktisch, denn diese sorgt dafür, dass man innerhalb von gerade einmal 10 Minuten aufladen für gut zwei Stunde Musik hören kann. Wireless Charging unterstützt das Case jedoch leider nicht, aber dies würden vermutlich sowieso nur wenige unter euch verwenden. Eine komplette Aufladung des Case dauert im Schnitt rund 2 Stunden, was so weit ein guter Wert ist.

Leider hat JBL hier bei diesem Modelle keine automatische Play/Pause Funktion integriert, da die dafür benötigten Sensoren nicht verbaut wurden. Dafür wiederum kann man in der App bestimmen, dass die In-Ears nach 15 Minuten ohne Aktivität bzw. Wiedergabequelle in den Standby-Betrieb übergehen.

Bluetooth

Beim Bluetooth setzt JBL auf den Bluetooth-Standard 5.2 mit Fast Pair, welches ein schnelles Verbinden mit kompatiblen Android-Geräten unterstützt. Dabei handelt es sich um das Pedant zur Apple-Technologie, die es ermöglicht, dass direkt durch das Öffnen des Case, die In-Ears mit dem Android Smartphone schnell und einfach gekoppelt werden können. Die Kopfhörer können jedoch nicht nur im Stereo, sondern bei Bedarf auch einzeln im Single-Modus verwendet werden und dabei ist es völlig egal, ob man den rechten oder linken In-Ear bevorzugt. 

Das Koppeln mit einem iPhone ist hingegen wie gewohnt auch nicht sonderlich umständlich, denn dies erfolgt ganz normal über die Einstellungen->Bluetooth und hier wählt man dann, nachdem man die Kopfhörer aus dem Case genommen hat die „JBL TUNE 230NC TWS“ aus. Die Bluetooth-Reichweite hat mir im Test gut gefallen, denn diese war zum einen sehr stabil und zudem auch mit gut 13 Metern indoor sehr gut.

(Ausstattung: 4 von 5 Punkten)

TEIL 3

bestehend aus „Preis/Leistung“ entspricht 10% der Gesamtwertung

Beschreibung

Die JBL Tune 230NC TWS wurden vom Klang her soweit gut abgestimmt, sodass diese der Mehrheit sicherlich gefallen wird, denn ein warmes Klangbild mit kräftigen Bass passt zu der aktuell beliebten Musik absolut. Dazu kommt der Funktionsumfang, welcher zum geforderten Preis absolut fair ist. Schließlich wird einem hier eine umfangreiche App-Anbindung mit Personalisierungsmöglichkeiten geboten und ein bequemer Tragekomfort, welcher die In-Ears zum idealen Alltagsbegleiter macht. 

Vergessen zu erwähnen, sollte ich auch nicht den Schutz gemäß IPX4, denn dadurch kann den kompakten In-Ears weder ein überraschender Regenschauer noch der Schweiß bei einem kleinen Training etwas anhaben. Leider schwächelt das ANC wiederum etwas bei den hohen Frequenzen, die es fast komplett ungefiltert durchlässt, während es in den tieferen Frequenzen solide arbeitet.

Preis/Leistung

Die UVP der Tune 230NC TWS hat JBL bei 99,99€ angesetzt, jedoch sind diese direkt bei JBL und diversen weiteren Online-Shop inzwischen nochmals wesentlich günstiger erhältlich, was diese nochmals mehr interessanter macht. Hier erhält man gut klingenden In-Ears, mit solidem ANC, bei dem man jedoch keine großen Wunder erwarten sollte für das wenige Geld. Es sind klar keine High-End In-Ears, was auch schon die UVP verrät, aber der Mehrheit sagt der Klang absolut zu und für das Geld sind diese einfach gut und eigenen sich auch super als Geschenk.

JBL Tune 230NC TWS

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testr Gesamtwertung

unter Berücksichtigung aller Teilwertungen

 Wir bedanken uns beim Hersteller für die Bereitstellung des Produktes. Zu unseren Grundsätzen

Link zum Hersteller: https://de.jbl.com

Eve Energy

Bei Eve Energy der aktuellen Generation, handelt es sich um einen smarten Zwischenstecker für die Steckdose. Dieser bietet wie ein herkömmliches Energiemessgerät für die Steckdose die Funktion, den Verbrauch des angeschlossenen Gerätes zu messen. Dabei stellt das Produkt von Eve jedoch die herkömmlichen Geräte voll und ganz in den Schatten. Denn nicht nur das Design ist deutlich hübschen bzw. unauffälliger, sondern man kann hier zusätzlich noch umfangreiche Automationsregeln erstellen. Die Integration in Apple HomeKit ist total einfach und auch die Steuerung über Siri ist kein Problem. Was das Gerät sonst noch so kann, verrate ich euch im weiteren Verlauf des Testberichts.

Gefällt uns

  • Steckdosen daneben werden nicht überdeckt
  • kompakte Größe
  • sehr genaue Messwerte
  • HomeKit
  • Thread (Matter)
  • hochwertiges Gehäuse
  • keine Batterien erforderlich

Gefällt uns weniger

  • nur für Apple User

Eve Energy

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TEIL 1

Bestehend aus „Verpackung/Design/Verarbeitung“ entspricht 25% der Gesamtwertung

Verpackung

Eve System GmbH oder kurz Eve liefert Eve Energy in der vom Unternehmen gewohnten stabilen weißen Verpackung aus. Eben genau so, wie es bei eigentlich allen anderen Produkten des Unternehmens ebenso der Fall ist. Die kompakte Verpackung hat das Unternehmen, wie ich es inzwischen von den bisher getesteten Produkten gewohnt bin, rundum mit einigen Informationen und einem Produktbild des kompakten Zwischensteckers versehen.

Direkt an der Front präsentiert Eve ein Bild des Eve Energy und zudem kann man hier auch den Produktnamen sowie die Produktbezeichnung „smart Plug & power Meter“ lesen. Da Eve (noch) ausschließlich Produkte für Apple HomeKit entwickelt und diese somit nur mit Apple-Devices genutzt werden können, ziert die untere linke Ecke genau wie von den anderen Produkten aus dem Hause Eve das typische Siegel “ Works with Apple HomeKit“. Außerdem sieht man rechts unten noch das Siegel „100 % Privacy“ was dafür steht, dass hier auf 100 % Datenschutz gesetzt wird. 

An der rechten schmalen Seite befasst man sich in drei Sprachen mit den Vorteilen des Produktes. Dazu zählen die technischen Daten wie: 110 bis 240 Volt, max. 11 Ampere und max. 2.500 Watt. Außerdem erwähnt Eve hier direkt, dass eine praktische Taste am Gerät integriert wurde und ein sicherer Zugriff von der Ferne möglich ist. Letzteres gilt jedoch nur in Verbindung einer Steuerzentrale, was ein HomePod Mini, eine Apple TV HD bzw. 4K sein muss. Ein iPad als Steuerzentrale zu nutzen, ist inzwischen leider nicht mehr möglich, war jedoch in der Vergangenheit ebenfalls eine Option. Wichtig ist hier auch das TÜV Rheinland Logo, denn dies gewährleistet die technische Prüfung, sodass dieses Produkt problemlos im Haus verwendet werden kann.

Betrachtet man die linke Seite der Verpackung, dann zeigt Eve hier wie gewohnt ein Ausschnitt der eigenen App. Dabei sieht man hier genau das Einstellungsmenü, welches einem nach der Einrichtung direkt zur Verfügung steht. Zum Schluss zeigt Eve ebenfalls wie von seinen Produkten gewohnt an der Rückseite noch zwei Bilder mit Anwendungsbeispielen. Dabei wird einmal die eingesteckte smarte Steckdose gezeigt, bei der eine Lampe mit Strom versorgt wird und direkt daneben ist eine Dame abgebildet, welche die Steckdosen über die App steuert. Außerdem wird hier auf einige Vorteile und auf die Voraussetzungen zur erfolgreichen Verwendung von Eve Energy hingewiesen.

Nach dem Öffnen der Verpackung kann man das komplette Innenleben aus der Verpackung herausziehen und hat einen Karton in der Hand, der mit einem bedruckten Deckel ausgestattete wurde. Auf diesem Deckel ist Eve Energy zu sehen, wie dies in einer Steckdose steckt, während daneben direkt das iPhone liegt, auf welchem die Eve Home App aktiv ist. Klappt man wiederum diesen bedruckten Deckel auf, befindet sich in dessen Innenseite eine Kurzanleitung mit dem wichtigen Apple HomeKit Code, über welchen man das Eve Energy später ganz schnell und einfach über die HomeKit App einrichten kann. 

In dem Karton selbst erblickt man dann lediglich das Hauptgerät Eve Energy, welches hier an der Hochglanz Oberfläche an der Front mit einer Schutzfolie geschützt wird und sicher in einem Zellulose-Einsatz eingesetzt wurde. Letzteres schützt die smart Plug absolut sicher in der Verpackung, sodass hier nichts beschädigt werden kann.

(Verpackung: 4 von 5 Punkten)

Design

Bei Eve Energy handelt es sich wie bereits erwähnt um einen kompakten Zwischenstecker, welcher gerade einmal 56 x 56 x 79 mm groß ist bzw. eingesteckt in der Steckdose nur noch 40 mm herausragt. Das Gewicht liegt wiederum bei genau 96 Gramm und somit ist die smarte Steckdose mit Verbrauchsmessung sehr kompakt und zudem leicht. 

Das Gehäuse des Eve Energy besteht komplett aus weißen Kunststoff. Davon ist der Großteil in Mattweiß ausgeführt, während die Front in Hochglanz gehalten wurde. Der hintere Teil der smarten Steckdose ist logischerweise genau wie ein normaler EU-Stecker ausgeführt, da dieser in die vorhandene Steckdose eingesteckt wird. Das Gehäuse an den Seiten ist dann wiederum schön abgerundet und besitzt an dessen Oberseite ein dezent aufgedrucktes „eve“ Logo. Links hinten befindet sich ein kleiner Schalter, der zum manuellen Einschalten und Ausschalten genutzt werden kann und an der linken Seite des Gehäuses wurde der HomeKit-Aufkleber angebracht.

Mit diesem Code kann man Eve Energy mit HomeKit koppeln. Sollte man den Code nicht mehr ablesen können, befindet sich ein zusätzlicher Aufkleber mit dem HomeKit Code auch auf dem entsprechenden Kärtchen in der Verpackung. Von vorne sieht Eve Energy dann wiederum wie eine herkömmliche Steckdose aus und darin findet ein herkömmlicher Stecker Platz. 

Die ganzen smarten Funktionen und Messungen des Stromverbrauchs werden euch dann in der App geboten bzw. angezeigt. Sehr gut gefällt mir beim Eve Energy, dass dieses eingesteckt in der Steckdose kompakt genug ist, sodass man die unmittelbaren daneben liegenden Steckdosen weiterhin ohne Probleme nutzen kann. Bei größeren Geräten für die Stromverbrauchsmessung ist dies nämlich nicht immer der Fall. 

(Design: 4 von 5 Punkten)

Verarbeitung

Die Verarbeitung von Eve Energy ist für den Einsatzzweck absolut in Ordnung. Das Gehäuse fühlt sich sehr hochwertig an, ist stabil und somit steht einem langen Einsatz hier eigentlich nichts im Wege. Eine Batterie oder Akku ist für den Betrieb übrigens nicht notwendig, da das Gerät beim Einstecken in die Steckdose sich automatisch direkt mit versorgt.

(Verarbeitung: 4 von 5 Punkten)

TEIL 2

bestehend aus „Funktion des Produktes“ entspricht 65% der Gesamtwertung

Produkt-Artkompakte smarte Steckdose mit Verbrauchsmessung
MessdatenVerbrauch (Watt), geschätzte Kosten, Ampere und Volt angaben und Erfassung von Gesamtkosten und Gesamtverbrauch
Stromversorgungdirekt beim Einstecken über die Steckdose. Eigenverbrauch sehr gering.
UmgebungsbedingungenIndoor-Einsatz
SmartHome TechnologieBluetooth und Thread-fähig (Matter)
MaterialGehäuse aus Kunststoff, Kontakte aus Metall
LieferumfangEve Energy
Quick Start Guide
Technische Daten Eve Energy

Einrichtung und Konfiguration

Kommen wir zur Einrichtung, welche bei Eve wie bereits von allen anderen Produkten des Unternehmens total einfach ist, da hier alles über bzw. mit Apple HomeKit erledigt wird. Die Errichtung verläuft dabei eigentlich wie bei allen Produkten, welche mit Apple HomeKit kompatibel sind, nahezu identisch ab und ist in nur wenigen Schritten erledigt. Da Eve Energy wie alle andern aus dem Hause Eve stammenden Produkte aktuell noch ausschließlich mit HomeKit arbeitet, ist für die Inbetriebnahme bzw. die Einrichtung ein Apple-Device zwingend erforderlich. Somit kann, wer ein iPhone oder iPad besitzt, auf dem das iOS bzw. iPadOS System läuft, bei dem die Apple HomeKit-App von Werk aus installiert ist, direkt mit der Einrichtung loslegen. Sobald Matter auf allen kompatiblen Smarthome Geräten richtig anläuft, was im Laufe des nächsten Jahres sein wird, bietet Eve auch eine App für Android an und somit werden die Produkte dank Matter auch Android kompatibel. 

In meinem Fall beschreibe ich hier die Einrichtung via iPhone, doch via iPad ist es nicht wirklich anders, eben nur etwas größer. Da Apple mit dem Update Namens Mojave (10.14), die HomeKit App auch auf den Mac gebracht hat, kann man, sofern man einen entsprechenden Mac mit diesem oder einem neueren Betriebssystem besitzt, auch von dort aus direkt die smarte Steckdose mit Verbrauchsmessung steuern.

Bei der Einrichtung gibt es weiterhin wie gewohnt zwei Möglichkeiten: Entweder klassisch und mit umfangreichen Funktionen direkt über die Eve Home App (für ein Update der Firmware notwendig) oder schnell und kompakt über die HomeKit App. Dabei habe ich mich für die umfangreichere Einrichtung über die Eve Home App entschieden, welche das Gerät direkt auch in Apple HomeKit integriert.  

Um Eve Energy einzurichten, installiert man daher zu aller erst die Eve Home App. Hier navigiert man dann zu den Einstellungen und tippt auf den Punkt „Geräte“. Dabei bekommt man wie ich hier zahlreiche Geräte, die bereits eingerichtet bzw. mit HomeKit usw. verbunden sind, angezeigt. Ein neues Gerät kann man durch das tippen aus das „+“ Symbol einrichten. Dabei wird direkt die Kamera aktiviert, sodass man damit nun den HomeKit Code, welcher an der Seite von Eve Energy klebt, abscannen kann. Alternativ gibt es den Code wie erwähnt auch noch auf der beiliegenden Karte. Durch das Scannen weiß die Eve Home App genau, welches Gerät man einrichten möchte und stellt eine Verbindung her. Nach kurzer Wartezeit wir Eve Energy erkannt und man kann diese einem entsprechenden Raum bzw. Ort im Haus bzw. dessen Umgebung zuordnen. Anschließend ist Eve Energy direkt einsatzbereit und man kann ab sofort die smarte Steckdose direkt über Apple HomeKit  An-/Ausschalten oder in der Eve Home App. Die Eve Home App ist dabei umfangreicher, da man hierbei sogar die Messdaten des Stromverbrauchs betrachten kann. Außerdem zeigt einem die App noch direkt nach der Kopplung kurz einige Infos zum Produkt und man kann die Steckdose bei Bedarf direkt einem Gerät zuordnen.

Die Einrichtung ist somit absolut einfach und das tolle dabei ist, man muss bei der Einrichtung keinen Account erstellen, persönlichen Daten preisgeben oder irgendwelche WLAN-Daten eingeben.

(Einrichtung & Konfiguration: 5 von 5 Punkten)

Funktionsumfang

Eve Energy kann auf insgesamt drei Arten steuern, entweder über die Eve Home App, Apple Home Kit (auch Siri) oder über die kleine Taste direkt an der Steckdose. Eve Energy kommuniziert über Bluetooth, dies bedeutet, das Device muss nicht ins WLAN eingebunden werden, sondern verbindet sich nach dem scannen des HomeKit Codes automatisch mit dem Smartphone. Der Nachteil daran ist wiederum, dass kein Fernzugriff möglich ist, was bei allen Eve Produkten der Fall ist. Wünscht man auch außerhalb der Bluetoothreichweite einen sogenannten Fernzugriff, ist eine Steuerzentrale notwendig, was eine HomePod Mini oder eine Apple TV sein kann. Möchte man also auch von unterwegs aus Veränderungen an Eve Energy vornehmen bzw. die Steckdose vom Urlaub steuern, ist auf jeden Fall noch eine der oben genannten Steuerzentralen notwendig. 

Der Vorteil der einfachen Konnektivität via Bluetooth liegt darin, dass ein geringer Strombedarf für Eve Energy notwendig ist. Außerdem ist, sofern man Eve Energy nur zu Hause verwendet und keinen Fernzugriff benötigt, keine Steuerzentrale notwendig, denn Eve Energy ist nach dem erstmaligen Verbinden immer direkt erreichbar und verbindet sich voll automatisch, ohne dass man als Nutzer davon etwas mitbekommt. 

Die Eve Home App ist überschaubar gehalten, da man hier beim entsprechenden Gerät auch nur das angezeigt bekommt, was relevant ist. Bei Eve Energy kann man hier somit die Steckdose Ein-/Ausschalten, den Verbrauch in Watt anschauen, die geschätzten Kosen im Jahr (wenn man den richtigen Strompreis in der App angibt), außerdem gibt es noch die Ansicht Gesamtverbrauch und Gesamtkosten.

Man kann somit im Grunde gesehen den Energieverbrauch samt der Kostenschätzung ablesen und zudem noch smarte Automationen erstellen.

Bedienung direkt am Gerät 

Über die kleine Taste am Eve Energy kann man durchs betätigten, die Stromversorgung unterbrechen bzw. beim Erneuten betätigen, wieder freigeben. Sobald Eve Energy Strom durchlässt, leuchtet die Taste grün und leuchtet dies nicht, fliest kein Strom durch. 

HomeKit

Hier kann man direkt per Smartphone in der HomeKit App die Stromzufuhr unterbrechen oder wieder freigeben und kann zudem noch Automationen erstellen. Außerdem kann man Eve Energy dank der HomeKit Integration auch bei Bedarf ganz einfach via Siri steuern.

Eve Home App 

Mit der Eve-App habt ihr gegenüber der HomeKit App deutlich mehr Möglichkeiten. Hierbei könnt ihr nämlich nicht nur die Steckdose An-/Ausschalten, sondern auch Zeitpläne erstellen, also bestimmen, an welchen Tagen und um wie viel Uhr die Steckdose die Stromversorgung aktivieren soll. Dabei kann man nicht nur eine Zeit, sondern auch angeben, ob die Steckdose bei Sonnenaufgang oder Sonnenuntergang aktiviert werden soll. Dies ist besonders dann praktisch, wenn man Eve Energy in der Kombination mit einer Weihnachtsbeleuchtung oder anderen Dingen, welche geregelt werden sollten, nutzen möchte.  

Des Weiteren kommt hier dann auch der Vorteil der Strommessung zum Tragen. Denn in der Eve Home App wird euch nicht nur der aktuelle Verbrauch in Watt, sondern auch die daraus resultierenden geschätzten Gesamtkosten angezeigt. Außerdem kann man sich hier dann noch das Darstellen von der Spannung (Volt) und die Ampere anzeigen lassen. Zu guter Letzt wird einem auch nach einiger Zeit von Eve Energy der Gesamtverbrauch und die Gesamtkosten angezeigt.

Genau wie in der Apple HomeKit App kann man auch hier direkt über die Eve App teils nützlich Automationen erstellen. Daher kann man z. B. einstellen, dass automatisch bei Sonnenuntergang die herkömmliche Weihnachtsbeleuchtung ein und in der Nacht oder einer anderen bestimmten Uhrzeit wieder ausgeschaltet werden soll. Dies kann dann wie bereits erwähnt täglich oder nur an bestimmten Tagen aktiviert werden, sodass man hier freien Spielraum hat.

Ist man zu Hause und greift mit dem iPhone, iPad oder dem Mac auf Eve Energy zu, kommuniziert das Ganze, wie ich bereits erwähnt habe durch die Bluetooth-Verbindung. Hierbei hängt die Reichweite zum einen von eurem Wohnhaus und des Wandaufbaus eurer Wände ab. Hat man jedoch einen HomePod Mini eine Apple TV zu Hause, welche man als Zentrale nutzt, spielt die Entfernung keine Rolle mehr. 

Eve Energy unterstützt übrigens auch den Matter Standard bzw. Eve wird hier alle Produkte mit einem entsprechenden Update versorgen. Matter kompatible Geräte kommunizieren über Thread. Matter soll die Zukunft des Smart Home sein, bei dem zahlreiche Hersteller zusammenarbeiten, um ihre Geräte untereinander deutlich besser zu vernetzen. Alle Geräte kommunizieren somit dann auch ohne Bridge miteinander und fällt ein Gerät aus, wird das nächste genutzt und so für eine lückenlose Kommunikation gesorgt. 

Ist einem das Thema Thread sehr wichtig und man kennt sich schon damit aus, sollte man beachten, dass es bei einigen Produkten aus dem Hause Eve um batteriebetriebene Thread-Geräte handelt und all diese Geräte einen Endpunkt innerhalb eines Thread-Netzwerks darstellen.  Full Thread Geräte wie z. B. hier beim Eve Energy wiederum werden permanent mit Strom versorgt bzw. sind am Stromnetz angeschlossen und können innerhalb ihres Thread-Netzwerks als eigenständiger Router agieren und die wichtigen Datenpakete untereinander weitersenden. Hat man daher mehr Thread-fähige Geräte im Haus, ist das Netzwerk deutlich stabiler und die Reichweite ist weiter, da die Geräte meist im Haus verteilt sind.

(Funktionsumfang: 4 von 5 Punkten)

Software

Eve für Matter & HomeKit
Preis: Kostenlos

Hier möchte ich euch noch kurz etwas die Eve Home App näher vorstellen bzw. auf die Funktionen, welche euch bei Eve Energy zur Verfügung stehen, erläutern. Die Eve Home App ist kostenlos im AppStore verfügbar und es ist ratsam, diese zu installieren, da man darüber Software-Updates durchführen kann, sofern eines verfügbar sein sollte, sehr wichtig auch bei dem aktuell als Beta verfügbaren Matter-Update. Hierfür kann man sich aktuell bei Eve kostenlos registrieren und gut einen Tag später erhält man die entsprechende Mail, welche einem zum Download der Eve Home App Beta leitet. Für den Download ist natürlich auch die App TestFlight notwendig, doch die Vorgehensweise wird euch genauso wie die Registrierung zum Early Access Programm unter dem folgenden Link erklärt.

In der Eve App werden einem wie bereits erwähnt, alle wichtigen Daten des Stromverbrauchs angezeigt, sodass Eve Energy nicht nur als smarte steuerbare Steckdose verwendet werden kann, sondern zugleich auch als sehr nützliches Stromverbrauch Messgerät dient. So kann man sehr gut erfassen, was das jeweilige Gerät an Strom verbraucht, um so eventuell sofern möglich die Strom-Kosten senken zu können.

(Software: 3,5 von 5 Punkten)

TEIL 3

bestehend aus „Preis/Leistung“ entspricht 10% der Gesamtwertung

Beschreibung

Sämtliche Produkte von Eve Home funktionieren ausschließlich mit Apple HomeKit, daher sind die Produkte, darunter auch Eve Energy, nur für Apple-Nutzer sinnvoll. Dies wird sich zwar im Laufe des kommenden Jahres ändern, aber aktuell ist es zumindest noch so, dass es nur Apple kompatible Produkte sind. Eve Energy hat mich im Test überzeugt, es handelt sich hier, wie Eve angibt, um eine smarte Steckdose mit Verbrauchsmessung, welche zahlreiche andere Modelle in den Schatten stellt. Hier stimmt nicht nur das Design, sondern auch die Einrichtung ist total einfach und man kann hier dank Apple Home Kit auch nützliche Automationen erstellen. Zudem kann Eve Energy auch gut mit Siri gestreut werden und man hat hier eben den Stromverbrauch und die anfallenden Kosten des angeschlossenen Gerätes gut im Blick.

Preis/Leistung

Mit einer UVP von 39,95 € ist Eve Energy definitiv ein interessantes Produkt. Das gute Stück gibt es bei verschiedenen Anbietern sogar schon für unter 34€, was Eve Energy nochmals interessanter macht. Mit Eve Energy kauft man nicht nur eine smarte Steckdose, mit welcher Automationen erstellen kann, sondern auch ein sehr genaues und zuverlässiges Produkt, um den Stromverbrauch des angeschlossenen Geräts zu erfassen. Die Steckdose ist ihr Geld Wert und gerade in der heutigen Zeit der steigenden Stromkosten noch wichtiger geworden als zuvor.  

Eve Energy

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unter Berücksichtigung aller Teilwertungen

 Wir bedanken uns beim Hersteller für die Bereitstellung des Produktes. Zu unseren Grundsätzen

Link zum Hersteller: evehome.de

Neato D10

In aller Kürze

Beim Neato D10 handelt es sich um den neusten und zugleich teuersten Saugroboter des Unternehmens. Neato setzt anders als die zahlreichen anderen bekannten Hersteller von Saugrobotern auf eine sogenannte D-Form anstelle der runden. Somit soll das Produkt anders als die runden Modelle komplett in die Ecken aller Räume hineinkommen, was ich so im Test jedoch leider nicht wirklich bestätigen kann.

Der Auffangbehälter wurde hierbei jedoch groß genug ausgelegt, sodass dieser nicht unbedingt nach jeder Reinigung geleert werden muss. Die Akkulaufzeit ist lange und reicht für rund 250m². und die Reinigung wird gründlich erledigt. Jedoch hätte ich mir für den geforderten Preis mehr Funktionen in der App gewünscht, denn hier kann ich keine Räume trennen, damit die Böden unterschiedlich gereinigt werden. Der verbaute HEPA Filter, soll 99,97 % aller Allergene und Staubpartikel größer als 0,3 Mikrometer einfangen, sodass er zudem für Allergiker geeignet ist.

Gefällt uns

  • einfache Einrichtung
  • gute Saugleistung auch bei Tierhaaren
  • lange Akkulaufzeit

Gefällt uns weniger

  • Navigation nicht so gut wie bei der Konkurenz
  • Kartenbearbeitung sehr beschränkt
  • hohe UVP
  • fährt sich hin und wieder gerne fest

Neato D10

Zum Angebot bei

TEIL 1

Bestehend aus „Verpackung/Design/Verarbeitung“ entspricht 25% der Gesamtwertung

Verpackung

Neato liefert den Neato D10 in einer für Saugroboter typischen designten Verpackung aus, welche stabil ist, sodass der Saugroboter samt Zubehör top geschützt wird. Außerdem gibt es ein Parknischen Transportgriff, welcher den Transport enorm erleichtert und die Farben sind typisch für Neato in weiß und orange gehalten.

Die Verpackung zieren rundum Information zum Saugroboter und zudem wird dieser selbstverständlich auch von oben betrachtet an der Hauptseite gezeigt. Hier fehlt es für mich persönlich an keinerlei Informationen und gut finde ich hier zudem, dass man direkt auch über den Lieferumfang informiert wird.

Nachdem man die Verpackung des Saugroboters geöffnet hat, entnimmt man kurz die Transportsicherung in Form eines bedruckten Kartons, welcher im Inneren mit gepresster Pappe versehen wurde. Somit kann dem Lieferumfang nichts geschehen, da hier absolut nichts verrutschen kann und alles wird vor Erschütterungen usw. geschützt. Direkt beim Öffnen erblickt man dann den großen Saugroboter und die Ladestation, welche beide in einem Tuch eingewickelt wurden. 

Dabei finde ich es gut, dass man drauf geachtet hat, keinen Kunststoff zu verwenden bzw. diesen auf ein Minimum zu reduzieren. Entnimmt man den Saugroboter, findet man darunter noch eine orangene Mappe, in welcher sämtliche Dokumente, Anleitungen usw. enthalten sind. Darunter kommen dann wiederum zwei Kartonagen zum Vorschein, welche bedruckt wurden, sodass man direkt erahnen kann, was in der jeweiligen Box enthalten ist. Somit findet man in der einen Box noch zwei zusätzliche Luftfilter für den Staubbehälter im Saugroboter und in der anderen Box sind die wichtigen Kabel enthalten, um die Ladestation mit Strom zu versorgen. Der Saugroboter muss eigentlich vor dem Gebrauch nur ausgepackt werden und die Ladestation noch mit dem Kabel verbunden werden, dann ist dieser nach der Einrichtung direkt einsatzbereit.

(Verpackung: 4,5 von 5 Punkten)

Design

Der Neato D10 kommt wie bereits seine Vorgängermodelle in einem schönen dunkelgrau daher und der Kunststoff wurde in einer gebürsteten Oberfläche ausgeführt. Also ehrlich gesagt handelt es sich hier definitiv nicht um ein Saugroboter, welchen man beim Besuch am besten direkt verstecken möchte, sondern ein Gerät, welches ganz gut in die Räumlichkeiten integriert werden kann.

Am auffälligsten bei sämtlichen Saugrobotern aus dem Hause Neato ist natürlich deren Form, denn wie schon beim Neato Botvac D5 Connected, welchen ich vor gut vier Jahren getestet habe, hält das Unternehmen weiterhin an der D-Form fest. Dies muss jedoch definitiv kein Nachteil sein, denn damals hat sich als gründlicher Reinigungshelfer bewiesen und stand den runden Modellen in absolut nichts nach. Von der Größe ist der Neato D10  knapp über 32 cm lang, 33,6 cm breit und die Höhe beträgt knapp über 10 cm. Das Gesamtgewicht beträgt knapp 3,3 Kilogram, was noch angenehm zu handhaben ist, sodass man den Saugroboter problemlos auch zur nächsten Etage tragen könnte. Die Betonung liegt auf könnte, denn aktuell werden noch keine Mehrgeschosskarten unterstützt.

Die Oberfläche des Neato D10 ist glänzend ausgeführt, aber wie bereits erwähnt gleicht diese auf dem ersten Blick einem gebürsteten Metall, ist jedoch in Wirklichkeit Kunststoff. An der Oberseite fällt auch direkt der nach hinten ausgelegte LiDAR-Sensor bzw. dessen Abdeckung auf, welcher jedoch nicht beweglich bzw. als sogenannter Bumper ausgeführt wurde. Dies bringt den Nachteil mit sich, dass der Roboter sich unter Umständen beim unterfahren von Möbel oder Ähnlichem leicht festfahren könnte. Direkt daneben befinden sich die Steuerelemente, welche sich aus Akku- und WiFi-Anzeige, einem Info-Knopf und einen Startknopf zusammensetzen. Damit das Tragen von Stock zu Stock einfacher gelingt, hat man direkt am Bumper an der Front eine Griffmulde integriert welche zudem das Design schön auflockert. 

Zum Abnehmen des Staubbehälters muss zuvor keine Klappe geöffnet werden, sondern man kann diesen direkt an der Oberseite entnehmen. Dieser sitzt direkt zwischen Bumper und LiDAR-Sensor und kann somit direkt durch die Griffmulde geöffnet werden. Der Behälter ist fest mit dem Deckel verbunden und bis aus diesen ist der Staubbehälter komplett transparent gehalten. Hier sieht man dann auch sehr gut den bereits angebrachten Feinstaubfilter, von welchem Neato direkt noch zwei als Ersatz mitliefert. Vor dem Filter sitzt übrigens noch ein dünnes Netz, welches den Filter zuverlässig vor Beschädigungen (groben Schmutz) schützt.

Betrachtet man den Saugroboter von der Seite, findet man hier recht wenig Überraschungen. Auffällig ist hier natürlich der große Bumper an der Front, welcher nur als solches fungiert und nicht noch zusätzlich wie bei anderen hochpreisigen Modellen mit zusätzlichen Sensoren bestückt wurde. An der rechten Seite, an der man kurz auch ein Teil der rotierenden Seitenbürste hervorschauen sieht, befindet sich ein kleiner Wandsensor, der hier den Kontakt zur Wand prüft. Am Heck wiederum findet man die Schlitze, an welchen die Abluft abgegeben wir und zugleich hat man hier zwei Chrome-Elemente, über welche die Aufladung des verbauten Akkus erfolgt. Des Weiteren befinden sich rechts von den Ladekontakten noch weitere Schlitze, hinter welchem ein Lautsprecher sitzt, sodass darüber die Sprachausgaben bzw. Töne des Roboters ausgegeben werden.

Betrachtet man den Saugroboter von der Unterseite, dann fällt auf Anhieb direkt die große und fast über die komplette Front laufende Hauptbüste auf. Diese ist sowohl mit Gummilamellen als auch Borsten in mittelharter Ausführung bestückt. Da es sich hierbei um ein regelmäßig zu reinigendes Bauteil handelt, lässt sich die Abdeckung der Bürste sehr schnell und ohne Werkzeug entfernen. Somit kann die Hauptbürste einfach herausgenommen und gereinigt werden. Seitlich in Fahrtrichtung rechts befindet sich die kurze Seitenbürste, welche den Schmutz an den Ecken zur großen Hauptbürste fegt. Das die Hauptbürste hier zur seitlichen rotierenden kleinen Bürste näher verläuft, hat den Sinn, dass die Bürste nah genug an die Wand entlangfährt und somit der Schmutz sicher eingesaugt wird. Bei runden Saugrobotern muss dies nämlich alles die Seitenbürste von der Wand zur Hauptbürste befördern.

In der Mitte des Saugroboters sieht man dann wie bei allen Modellen die großen gefederten Antriebsräder, diese sorgen für den nötigen Antrieb und zudem gleichen diese Höhenunterschiede aus, was z. B. beim Befahren von Teppichen notwendig ist. Die hinteren beiden Ausgleichsrollen Sorgen, wie der Name schon sagt für den Ausgleich, sodass der Saugroboter nicht kippt bzw. immer nahezu waagerecht arbeitet. Zu guter Letzt sieht man an der Unterseite noch drei Sensoren, mit welchen der Saugroboter unter anderem Abgründe erkennen kann. Dadurch wird verhindert, dass dieser eine Treppe herunterfährt und zudem erkennt er mit diesen Sensoren auch eventuell vorhandene Teppiche. Einer der Sensoren befindet sich hinten am Saugroboter und die anderen beide jeweils links und rechts an der Front am Bumper.

(Design: 4 von 5 Punkten)

Verarbeitung

Die Verarbeitung des Neato D10 ist so weit sehr gut, sodass ich von meiner Seite eigentlich keine wirklichen Kritikpunkte feststellen konnte. Der Kunststoff fühlt sich hochwertig an, die Oberfläche ist bis auf den Hochglanz verlaufenden Rand recht pflegeleicht. Des Weiteren können alle Wartung/- und pflegebedürftigen Elemente ohne Werkzeug ausgebaut und somit einfach gereinigt bzw. ausgetauscht werden. Dies betrifft unter anderem den Staubauffangbehälter, die Haupt- und Seitenbürste.

Das Reinigungstool zum eventuellen beseitigen von Haaren an der Hauptbürste hat Neato praktischerweise direkt an der Rückseite der kompakten Ladestation des Neato D10 integriert. Insgesamt eine sehr gute Verarbeitung, welche hier keine Kritik offenlässt. 

(Verarbeitung: 4 von 5 Punkten)

TEIL 2

bestehend aus „Funktion des Produktes“ entspricht 65% der Gesamtwertung

StromversorgungAkku
Akku-ArtLi-Ionen (6.200 mAh)
NavigationLiDAR-Lasernavigation, herkömmlicher Bumper und drei Sensoren für die Absturzerkennung, sowie ein Wandsensor
FarbeGrau
Lautstärkekeine genaue angaben aber in den niedrigen Stufen eine akzeptable Lautstärke. In den höheren Saugstärken deutlich lauter
Hauptbürsteeine Mischbürste (halb Gummilippe und halb Mittelharte-Bürsten).
Formsselten verwendete D-Form mit einer Seitenbürsten
Betriebszeitbis zu 5 Stunden bzw. gut 250 m²
SensorenSturzsensoren, Wandsensor
MaßeSaugroboter: 32,28 cm x 33,58 cm x 10,14 cm cm (L x B x H)
Gewicht3,34 kg
LieferumfangSaugroboter Neato D10
Ladestation
Stromkabel (2m)
2x HEPA Filter (einer eingesetzt, zwei als Ersatz)
Reinigungswerkzeug
Neato Helix Multi-Surface-Bürste
austauschbarer und bereits eingesetzter Lithium-Ionen-Akku
verschiedene Beschreibungen bzw. Anleitungen
Technische Daten des Neato D10

Ersteinrichtung und Inbetriebnahme 

Die Ersteinrichtung des Neato D10 ist sehr einfach und wird komplett über die kostenlose App „MyNeato“ Schritt für Schritt erklärt.

Nachdem man den Neato D10 und die kleine Ladestation ausgepackt hat, muss man an beiden Produkten noch ein paar Folien abziehen, welche die Hochglanzoberflächen schützen. Transportsicherungen gibt es hingegen jedoch nicht, da hier beim Transport alles bereits sicher durch die Verpackung gesichert wird. Am Saugroboter ist bereits alles montiert, sodass es hier nicht noch erforderlich ist, die magnetische Seitenbürste anzubringen. Somit muss man nur die Ladestation mit dem Netzkabel verbinden, dieses wiederum mit dem richtigen Stecker (EU) bestücken und schon kann eigentlich die Einrichtung über die App beginnen. 

Da der großer 700 Milliliter große Staubbehälter zum Gehäuse gehört, ist dieser hier natürlich ebenfalls bereits an seinem Platz eingesetzt. Eine Wischfunktion bietet Neato nicht an, somit muss auch kein Wassertank oder Wischtuch eingesetzt bzw. angebracht werden.

Hat man die App auf das Smartphone installiert uns startet diese das erste Mal, muss man sich zu aller erst ein Konto erstellen, sofern man noch keines besitzt. Anschließend geht es darum, den neu erworbenen Saugroboter mit dem Konto zu verknüpfen bzw. in die App zu integrieren. Dazu tippt man unten auf das „+“ (neuen Roboter hinzufügen). Dann muss man, sofern nicht aktiviert die Standortfreigabe und Bluetooth aktivieren und zustimmen, dass die App den Zugriff erhält, damit diese nach dem Saugroboter suchen kann. Danach bekommt man in der App eine Check-Liste angezeigt, was die erforderlichen Punkte sind, welche man erledigen muss, damit der Roboter gefunden werden kann. Diese dann entsprechend alle Erledigen und mit einem grünen Hacken versehen, sodass kurz darauf die App mitteilt, dass der Roboter gefunden wurde. Daraufhin muss man noch kurz die „Info-Taste“ am Roboter für knapp 3 Sekunden gedrückt halten und schon geht die Einrichtung weiter. 

Im Anschluss muss man den Roboter natürlich noch ins WLAN-Netz einbinden, dazu wählt man das richtige Netzwerk aus, sofern nicht schon vorgewählt und gibt das zugehörige Passwort ein. Danach wird der Neato D10 mit dem Netzwerk verbunden und installiert automatisch das aktuelle Update, was bei mit gut 10 bis 15 Minuten gedauert hat. Ist das Update installiert und der Neato D10 hat seinen Neustart durchgeführt, ist dieser auch schon direkt einsatzbereit. Danach ist man auch schon auf der zukünftigen Startseite und der Saugroboter wäre direkt nach dem vollen Aufladen des Akkus für seinen ersten Einsatz bereit.

(Ersteinrichtung und Inbetriebnahme: 4,5 von 5 Punkten)

Reinigungsleistung und Navigation

Bei dem Neato D10 handelt es sich wie bei allen Saugrobotern des Unternehmens um reine Saugroboter, die eben nur saugen, nicht mehr und auch nicht weniger. Also eine Wischfunktion wird einem hier definitiv nicht geboten. Die Reinigungsleistung des Neato D10 ist so weit gut, hängt jedoch auch von der gewählten Saugstufe ab, den im Automatikmodus saugte dieser im Reiskörner-Test nur wenige Körner ein, während mein Roborock S7 MaxV Ultra fast alles bis auf drei Körner eingesaugt hat. Gut ein Fall, welcher im Alltag selten vorkommt, vielleicht nur, wenn einem die Tüte Reis in der Küche auf den Boden fällt. Jedoch muss man hierfür dann eben die Saugstufe erhöhen, was bei Roborock nicht der Fall ist.

Die maximale Saugleistung gibt Neato beim Neato D10 leider nicht an, aber insgesamt ist diese gut und ich vermute hier rund 2.500 bis 3.000 Pa. Der Saugroboter bietet insgesamt drei manuelle Saugstufen und einen Automatik-Modus, bei dem die Saugleistung auf den entsprechenden Boden angepasst werden soll. Der Eco-Modus ist für alle Hartböden gedacht und saugt Haare und viel des täglich anfallenden Schmutzes ein. Im Turbo-Modus saugt der Staubsauger nochmals deutlich mehr ein und so kann sich der Dreck, welcher unter den Staubsauger landet, direkt verabschieden, denn dieser wird mit einer hohen Power in den große Saubbehälter eingesaugt. In der höchsten Stufe, dem Max-Modus, wird jeglicher Staub, welcher dem Neato D10 in die Quere kommt, eingesaugt, sodass einem hier eine sehr hohe Saugleistung geboten wird. Im Alltag habe ich hier jedoch eigentlich grundsätzlich den Automatik-Modus laufen lassen, da wir eigentlich nur Parkett und Fliesen haben, welche dabei gründlich gereinigt werden und auch die wenigen kleinen Teppiche werden sehr gründlich abgesaugt. Im Max-Modus wird auch der tief sitzende Staub aus den Teppichen herausgesaugt und daher hat hier der Schmutz im Alltag keine Chance. 

Bei der Navigation setzt Neato auf eine präzise Vermessung der Räumlichkeiten durch den LiDAR-Sensor an der Oberseite. Dabei handelt es sich um einen Sensor, welcher an der Oberseite unter der Abdeckung permanent rotiert und dabei einen Karte für sich zur Navigation und eine visuelle für den Nutzer erstellt. 

Die Lasernavigation bietet den Vorteil, dass diese auch bei Dunkelheit problemlos funktioniert, aber zugleich hat diese auch den Nachteil, dass diese Spiegel und Glastüren nicht als Hindernis bzw. Wand erkennt. Somit ist es bei uns z. B. so, dass die Terrassentüren durch den Laser durchbrochen werden und somit sieht es auf der Karte hier teilweise so aus, als würde hier der Raum noch weiter gehen. Dies stört zwar nicht, sieht jedoch optisch etwas unschön aus. Gegen einen Spiegel fährt der Roboter dann jedoch hin und wieder, aber durch die gut gefederten Bumper passiert hier absolut nichts. 

Mit dem von inzwischen in allen Saugroboter zum Einsatz kommenden rotierenden Laserdistanzsensor misst der Roboter permanent den Abstand um sich herum, und zwar in alle Richtungen. Aus diesen Informationen bzw. Messwerten erstellt dieser schließlich die Raumkarte eurer Wohnung oder dem Stock vom Haus, wo dieser arbeitet. 

Die Navigation von Grund auf ist beim Neato D10 nicht sonderlich anders als bei den bisher von mir getesteten Modellen von Zaco, Roborcok oder Ecovacs. Startet man die Reinigung, unterteilt der Roboter die Wohnung bzw. größere Räume im Haus automatisch in mehrere kleine Bereiche bzw. Sektoren. Diese umfährt dieser dann zuerst in einer etwas zügigeren Fahrweise komplett an den Wänden herum an, bis der äußere Bereich einmal komplett umfahren und dabei gereinigt wurde. Direkt danach beginnt dieser dann den inneren Teil in geraden Bahnen abzufahren, sofern dazwischen keine Hindernisse sind. Sind diese vorhanden, dann umfährt dieser diese selbstverständlich automatisch.

Die Navigation während des Reinigungsvorgangs ist so weit gut. Der Roboter weiß durch den ersten kompletten Reinigungsvorgang, bei dem man vorher alle Gegenstände wie Schuhe usw. entfernt hat jederzeit, wo sich dieser gerade beim Reinigungsvorgang befindet. Somit lässt dieser, auch wenn es manchmal so aussieht, keinen Bereich aus, schließlich kommt dieser im Laufe der Reinigung zu dem zuvor ausgelassenen Bereich zurück und schließt damit die komplette Reinigung mit Bravour ab. 

Treppen kann der Neato D10 wie seine Mitbewerber nicht versehentlich herunterstürzen, denn um dies zuverlässig zu verhindern, hat Neato wie viele andere Hersteller den Saugroboter am Boden mit mehreren Absturzsensoren ausgestattet. Durch diese besagten Sensoren, welche an der Hinterseite und an der Front am Unterboden des Saugroboters angebracht wurden, erkennt der Saugroboter einen Abgrund, bremst davor ab und fährt die Kante entlang ab. Durch genau diese Sensoren kann es jedoch wie bei zahlreichen anderen Saugrobotern zu Problemen mit Teppichen kommen. Habt ihr z. B. einen weißen Boden und einen dunklen kurzhaarigen Teppich, dann könnte es dazu kommen, dass die Sensoren dies als Abgrund erkennen und der Roboter somit nicht über bzw. auf den Teppich fährt. Da wir doch ein Parkett aus Eiche haben, ist der Kontrast anderes uns somit kam es hier zu keinem Problem.

Hinderniserkennung und Überwindung

Neben einer präzisen Navigation ist bei einem Saugroboter auch die zuverlässige Hinderniserkennung und deren Überwindung sehr wichtig. Schließlich sollte ein Roboter nicht nur einen Teppich erkennen und dabei automatisch die Saugleistung anpassen, sondern auch eventuell vorhanden Übergangsleisten zwischen den Räumen usw. ohne Probleme überfahren können.

Hier war ich im Test des Neato D10 doch ein wenig enttäuscht, denn schlicht und einfach hat man hier auf eine präzise Hindernisserkennung verzichtet. Abgesehen von dem großen Bumper an der Front, mit welchem der Saugroboter sich an den Wänden und sonst überall entlang tastet, gibt es nichts Weiteres, was dafür zuständig ist. Der LiDAR-Sensor an der Oberseite dient schließlich nur zur Navigation und hilft bei der Hindernisserkennung nicht wirklich. Es fehlt dem Neato D10 schlicht und einfach gesagt an der entsprechenden Sensorik, welche ihm hilft zu erkennen, was vor ihm liegt. Das führt nicht nur dazu, dass der Roboter Socken usw. einfach überfahren und diese in seine rotierende Walze einsaugt, sondern auch dazu, dass er in enge Stellen hineinfährt und sich so festfahren kann. Hier ist es bei Roborock und Co. nämlich anders, dieser umfährt die Hindernisse großzügig, während der Neato D10 einfach über diese fährt, sofern der Bumper nicht angefahren wird. Daher gilt hier auf jeden Fall alles, was zur gefahren werden kann, wegzuräumen, was bei zeitgemessen neuen Saugrobotern nicht notwendig ist.

Mit Türschwellen hat der Neato D10 wiederum keinerlei Probleme. So kann der Neato D10 Übergänge von gut 2 bis 3 Zentimeter überfahren, was zwar ganz gut ist, aber bei mir wollte dieser somit auch gerne über meine Waage im Bad fahren. Abgründe wie z. B. die an unserer Treppe erkannte der Saugroboter wiederum ohne Probleme, sodass dieser bei keinem Reinigungsvorgang die Gefahr lief, die Treppe herunterzufahren. Dennoch war ich eben einfach von der Hindernisserkennung doch etwas enttäuscht, denn man muss hier auf deutlich mehr achten, was bei Roborock und Ecovacs mit zusätzlichen Sensoren einfach nicht der Fall ist. 

Die Ladestation hat der Neato D10 wiederum auf Anhieb immer direkt nach seiner Reinigung wieder gefunden. Dabei kann der Platz um die Ladestation auch schon leicht geringer sein als die 30 cm rundum, welche Neato angibt. Beim anfahren der Ladestation fährt der Saugroboter bis kurz vor die Station, dreht sich um, fährt kurz wieder etwas weg und fährt dann zielstrebig mit einem Hin und Her wackeln mit seinen Kontaktflächen auf die Station.

Saugleistung

Der Neato D10 bietet, wie ich zuvor schon erwähnt habe, insgesamt drei Saugstufen sowie ein Autoantik-Modus, bei welchem die Saugleistung automatisch dem aktuellen Boden angepasst wird. Ich habe hier im Test vorrangig den Automatik-Modus verwendet und dabei lieferte der Saugroboter eine gute Saugleistung für die regelmäßigen Reinigungsaufgaben. Schade find ich hier jedoch etwas, dass man, nachdem der Reinigungsvorgang gestartet wurde, die Saugleistung nicht mehr verändern kann, dies haben andere Hersteller besser gelöst. Die sehr breit verlaufende Hauptbürste sorgt dafür, dass der Saugroboter größere Bahnen fahren kann und somit eigentlich schneller bei der Reinigung wäre, wenn da nicht die teils etwas ungenaue Navigation eine Strich durch die Rechnung machen würde. Diese sorgt wie bereits erwähnt zum Teil dafür, dass der Roboter sich hin und wieder festfährt und somit etwas länger benötigt. Einmal war es z. B. der Fall, dass der Roboter mehrfach gegen die Wand gefahren ist, bis dieser wieder weiterfuhr. Es ist zwar selten, aber kommt eben hin und wieder vor, was bei anderen Modellen kaum bis nie der Fall ist.

Die Rand- und Eckenreinigung wird von Neato groß geworben, da hier der Vorteil der D-Form gegeben sein soll, doch hier war ich ebenfalls etwas enttäuscht. Hierfür ist die Seitenbürste einfach zu kurz ausgeführt, sodass der Roboter, welcher beim Abfahren der Ränder etwas weiter von der Wand entlangfährst. Somit wird der Schmutz nicht überall an den Rändern effektiv herausgeholt. Dies läuft bei runden Saugrobotern durch die langen Seitenbürsten deutlich besser, denn diese holen den Schmutz sehr gut zur Hauptbürste. An den Ecken fährt der Saugroboter dann zwar die eine Kante an, fährt dann jedoch zurück, um besser in die Ecke zu kommen. Dabei fährt dieser aber zum Teil etwas zu weit zurück und somit ist dieser wieder von der Wand entfernt und erneut wird der Dreck nicht aus den Ecken geholt. 

Positiv ist wiederum, dass die Saugleistung beim Befahren von Teppichen automatisch erhöht wird. Dies sorgt jedoch dann selbstverständlich zugleich auch für eine höhere Lautstärke des Saugroboters. Daher wird es dann schon hin und wieder bei Teppichen lauter, sodass Fernsehen nebenher nicht wirklich so toll ist.

(Reinigungsleistung: 3,5 von 5 Punkten)

App

Wie bereits im Laufe des Testberichts erwähnt, können sämtliche Einstellungen des Neato D10 mithilfe der neu designten App eingestellt werden. Hier hat Neato eine tolle, übersichtliche App entwickelt, die alle wichtige Funktionen auf der Startseite zeigt und alles Weitere kann in den Nebeneinstellungen eingestellt werden. Die Einbindung des Neato D10 in die kostenlose „MyNeato“ App ist selbsterklärend bzw. wird wie bereits erwähnt, sehr verständlich und Schritt für Schritt erklärt. Somit sollte dies für alle Nutzer kein Problem sein und in kurzer Zeit erledigt sein.

Unbekannte App
Preis: Kostenlos
MyNeato
Preis: Kostenlos

Direkt auf der Startseite sieht man nach der ersten kompletten Reinigung die erstellte Karte und deren Zonen, sofern man dieser eingerichtet hat. Wie das geht, beschreibe ich später noch. Den Saugroboter kann man direkt von der Startseite aus starten, pausieren oder auch zurück zur Ladestation schicken. Außerdem kann man hierüber direkt bestimmen, in welchem Saugmodus gereinigt werden soll. Dabei aber, wie bereits erwähnt beachten, dass man den gewünschten Modus vor der Reinigung bestimmt, denn während der Reinigung kann dieser nicht mehr verändert werden. Sollte der Roboter stecken oder irgendwie auch an etwas hängen bleiben, dann kann man diesen auch lokalisieren. Das ist hierbei sehr sinnvoll, denn somit gibt dieser einen Ton von sich, sodass dieser recht schnell gefunden werden kann. Im Test zeigte sich, dass diese Funktion häufiger gebraucht werden kann, denn hat man hier nicht gerade alle Hindernisse picobello weggeräumt, dann kommt es vor, dass der Roboter sich eben festfahren könnte. 

Des Weiteren wird einem direkt auf der Startseite der Akkustand des Saugroboters angezeigt und man kann den Roboter auch losschicken, sodass dieser einzelne Räume bzw. Zonen reinigt. Ganz so einfach und umfangreich wie bei Roborock ist dies jedoch nicht, da hier nur quadratische Zonen über die Räume gelegt werden können. Kurz gesagt, Neato erstellt hier keine Raumkarte, sondern nur eine gesamte der Etage.  

Im Menü Links „Routinen“ kann man Reinigungsroutinen planen, sodass man genau festlegen kann, an welchen Tagen, zu welcher Uhrzeit und in welcher Saugstufe das Geschoss komplett bzw. nur eine Zone gereinigt werden soll. Ganz links wiederum sieht man den Verlauf aller ausgeführten Reinigungsvorgänge. Dabei wird direkt die Karte gezeigt, welche Fläche „(blau eingefärbt) gereinigt wurde und und welcher Saugmodus dabei aktiv war. Ebenso wird hier die benötigte Zeit und die gereinigt Fläche dargestellt, sodass man alles Wichtige direkt auf einem Blick sehen kann. 

Auf das Menü „Meine Karten“ gehen ich gleich im nächsten Punkt noch ausführlicher ein, zuvor möchte ich noch kurz auf das letzte Menü eingehen. Hier kann man unter anderem die Firmware einsehen, die Sprache ändern, was ich hier gleich auf Deutsch einstellen würde und man kann bei „Roboterpräferenzen“ bestimmen, was der Roboter tun soll, welche dieser den Raum nicht erkannt hat. Dies kann z. B. vorkommen, wenn man die Ladestation wo anders hingestellt hat oder größere Möbelstücke bewegt hat. Hierbei hat man „immer reinigen“ oder „Reinigung abbrechen“ zur Auswahl, ganz nachdem, was einem sinnvoller erscheint.

Kartenerstellung

Wie jeder aktuelle Saugroboter mit einem Laserdistanzsensor erstellt auch der Neato D10 voll automatisch während der Reinigung eine sehr genaue Karte der eigenen Räumlichkeiten. Das funktioniert so weit sehr gut und der Roboter passt seine neue Karte nach jeder Reinigung der alten an, sodass diese immer aktualisiert wird und somit orientiert sich der Saugroboter an dieser. Daher weiß dieser eigentlich immer, wo dieser gerade ist. Leider kann man mit der erstellten Karte wiederum nicht so umfangreich agieren, wie ich es von den anderen Herstellern gewohnt bin, sodass man hier nur Sperrzonen und Raumzonen erstellen kann, mehr nicht. Mann kann keine Räume teilen, virtuelle Wände einziehen usw. 

Mit dem erstellen von sogenannten Sperrzonen kann man sehr einfach und genau bestimmen, wenn der Neato D10 bestimmte Bereiche nicht mehr befahren soll. Das kann z.B ein Abschnitt sein, wo dieser sich festfährt, oder das Spielzeug des Kindes, welches dieser nicht umher schieben sollt, was durch die fehlenden Sensoren gerne passiert. Erstellt man in die Sperrzonen in diesem Fall nicht, dann würde der Neato D10 diese einfach umfahren und zum Teil sogar einsaugen. Für die Sperrzonen können jedoch nur Quadrate eingesetzt werden, also ganze virtuelle Wände können eben nicht eingesetzt werden.

Neato hat den Neato D10 mit einer Einzelraumreinigung ausgestattet. Wobei diese nicht so einfach vonstattengeht wie bei Roborock usw.. Man sollte hier nämlich mehr oder weniger von einer Einzelzonenreinigung sprechen, denn genau wie bei den Sperrzonen muss man hier quadratisch die Räume bestimmen und dann aber nicht auswählen, dass es eine nicht „“befahren Zone, sondern eine befahrbare Zone werden soll. Dann kann man diese Zone entsprechend mit Raumnamen versehen und diese dabei über die entsprechende Räume legen. Später kann man dann diese Zonen für die Reinigung einzeln auswählen, sodass z. B. nur das Bad gereinigt werden soll. Bei einer kompletten Reinigung wird dann wiederum weiterhin die komplette Etage gereinigt und alle anderen Zonen bis auf die Sperrzonen werden ignoriert.

Aktuell können noch nicht mehrere Etagen gespeichert werden bzw. es kann nur eine Karte gespeichert werden. Die soll laut Neato noch nachgereicht werden, ist aber bis dato leider noch nicht der Fall. Die App ist somit insgesamt recht übersichtlich gehalten, aber dies liegt unter anderem daran, dass diese nicht solch ein Umfang bietet wie bei der Konkurrenz. Hier ist alles auf das Nötigste reduziert, was funktioniert, aber wenn man betrachtet, was die Konkurrenz kann, dann war ich hier doch schon sehr enttäuscht. Also ehrlich gesagt ist der Umfang der Funktionen der heutigen Zeit entsprechen nicht mehr wirklich zeitgemäß. 

(App: 3,5 von 5 Punkten)

Lautstärke

Die Lautstärke des Neato D10 ist gut. Er ist nicht übertrieben, leise, aber auch nicht der extrem laute. Dies ist jedoch abhängig von der gewählten Saugstufe, aber im Automatikmodus ist der Neato D10 absolut im Rahmen und da wir den Roboter eh laufen lassen, wenn wir nicht zause sind, ist die Lautstärke meiner Meinung nach nicht so schlimm. Der Roborock S7 MaxV Ultra ist zwar definitiv leiser, aber hier sind wir preislich gesehen auch wieder in einer anderen Liga. Gerade die Räder sind hier etwa lauter und das häufige Klacken des Bumper ist hier auch definitiv hörbar, was bei anderen Modellen deutlich seltener der Fall ist und dies somit insgesamt leiser sind.

(Lautstärke: 3,5 von 5 Punkten)

Akkulaufzeit

Der im Saugroboter wird mit einem 6.200 mAh großen Akku bestückt, einem ordentlichen und großen Akku. Dieser soll laut Neato eine Reinigung von bis zu 300 Minuten, also gut fünf Stunden Laufzeit ermöglichen. Dies ist eine sehr gute Laufzeit, aber auch notwendig, denn der Roboter braucht für eine komplette Reinigung etwas länger als mein Roborock S7 MaxV Ultra. Dennoch gilt auch hier wie bei allen anderen Saugroboter, habt ihr viele rechteckige Zimmer, welche der Saugroboter nach dem Rand abfahren, möglichst im inneren Feld gerade abfahren kann, dann reicht die Akkulaufzeit weiter aus, als wenn hier viele Tischfüße usw. im Weg sind. Erfreulich finde ich, dass der Akku als Ersatzteil direkt von Neato und auch anderen Anbietern angeboten wird. Somit kann dieser bei eine defekt nach der Garantie ausgetauscht werden. Dazu muss man einfach die kleine längliche Abdeckung am Boden direkt hinter der Hauptbürste aufschrauben, den alten Akku abklemmen und herausnehmen und genau anders herum wieder den neuen Eisnetzen.

(Akkulaufzeit: 4,5 von 5 Punkten)

TEIL 3

bestehend aus „Preis/Leistung“ entspricht 10% der Gesamtwertung

Beschreibung

Mit dem Neato D10 hat der bekannte Hersteller der Saugroboter in D-Form ein neues Flaggschiff vorgestellt. Damit verspricht man eine 60 % höhere Saugleistung als beim D3 und D5  und zudem ist hier ein echter HEPA-Filter integriert, der bis zu 99,97 % der Allergene und Staubfilter mit einer Größe von nur 0,3 Mikrometer aufnimmt. Das hier drei Modi und einem Automatik-Modus zum reinigen zur Auswahl stehen und eine lange Akkulaufzeit von bis zu 300 Minuten. Hierbei hat Neato nicht zu viel versprochen und bietet genau auch dies, aber leider auch nicht wirklich viel mehr. 

Preis/Leistung

Schließlich kaufe ich mir ein Saugroboter, dass dieser mir Arbeit abnimmt und einfach ohne Probleme funktionieren soll. Somit möchte ich kein Gerät, welches sich hier und da festfährt und bevor ich das Haus verlasse und den Saugroboter laufen lassen möchten, muss ich hier noch zuerst alle störenden Gegenstände wegräumen. Das mag vielleicht vor rund 6 Jahren noch ok gewesen sein, aber es gibt hier viele Modelle, die dies schon deutlich besser können und auf die Gegenstände hinweisen und diese ohne Problem umfahren. Die Saugleistung ist ohne Frage gut, aber bezüglich der Navigation, der Hindernisserkennung und Umfahrung ist der Neato D10 einfach nicht mehr zeitgemäß. 

Neato D10

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testr Gesamtwertung

unter Berücksichtigung aller Teilwertungen

 Wir bedanken uns beim Hersteller für die Bereitstellung des Produktes. Zu unseren Grundsätzen

Link zum Hersteller: https://neatorobotics.de