Jabra Elite 3
In aller Kürze
Mit den Jabra Elite 3 geht Jabra neue Wege, denn es handelt sich hier um die bisher günstigsten True-Wireless In-Ears des Unternehmens. Damit möchte man nun die Kunden begeistern, die auf der suche nach günstigen In-Ears sind und weniger Wert auf ANC usw. legen, sondern lediglich einen zeitgemäßen Klang bieten. Dies ist Jabra auch sehr gut gelungen, denn die Elite 3 bieten einen guten Sound und ein Transparenz- und Mono-Modus ist ebenso mit an Bord. Schade ist wiederum, dass man auf den hochwertigen Audio-Codec AAC verzichtet hat und es gibt in der App leider keinen anpassbaren Equalizer. Aber insgesamt klingt der Sound schon von Werk aus sehr angenehm und gut.
Gefällt uns
- guter Klang
- IP55-Zertifizierung
- geringes Gewicht
- AptX-Codec
- bequemer Sitz
- Transparenz- und Mono-Modus
- Schnellladefunktion
Gefällt uns weniger
- Bedienung im Mono-Betrieb eingeschränkt
- kein AAC-Codec
- kein Equalizer in der App
Jabra Elite 3
TEIL 1
Verpackung
Die Verpackung hat Jabra bei den Elite 3 sehr den Elite 85t angelehnt, denn wie schon bei diesen In-Ears, wurde auch die neue Generation in einer deutlich kompakteren Verpackung ausgeliefert. In der Hand hält man hier eine insgesamt recht schlichte und dennoch ausreichend informative Verpackung.
Beim farblichen Design geht man nun auch neue Wege, denn man kommt hier weg vom grau und zeigt die Verpackung in einem Beige, welches jedoch die typischen gelben Logos beinhaltet und auf mehreren Seiten die In-Ears in der gewählten Farbe zeigen. Außerdem hat man sich vom Verpackungskonzept verabschiedet, bei dem eine Hauptverpackung in eine dünnere Umverpackung eingeschoben wurde. Nun findet alles in einer ausreichend stabilen Verpackung seinen Platz und zudem findet man wie gewohnt direkt rund um die Verpackung einige Bilder sowie Informationen zu den Jabra Elite 3.
An der dezent gehaltenen Vorderseite präsentiert Jabra zentral in der Mitte neben den beiden Ohrhörern noch die Modellbezeichnung und das bekannte gelb/schwarze Firmen Logo. Außerdem erwähnt man unten die Ausstattungsdetails der Jabra Elite 3 zu diesen zählen: anpassbares Klangbild, kräftiger Bass und gute Telefonierqualität. Bei anpassbares Klangbild meint man jedoch nur die voreingestellten Presets, denn ein wirklicher Equalizer zum selbst anpassen gibt es hier nicht. An der linken schmalen Seite zeigt man einen kleinen Ausschnitt vom Case, welches hier nur zur hälfte zu sehen ist zusammen mit einem der beiden In-Ears. Hier nutzt Jabra auch direkt die Chance und informiert darüber, dass die Ohrhörer samt Case wie gewohnt in Kopenhagen, dem Firmen-Hauptsitz entwickelt wurden. Rechts gegenüber wiederum informiert man auf Englisch darüber, dass für den Bequemen sitzt der In-Ears 62.000 Ohren vermessen und analysiert wurden, um daraus die perfekte Passform zu entwickeln.
Zu guter Letzt zeigt Jabra auf der Rückseite die meisten Informationen, denn hier sieht man vor allem den Lieferumfang abgebildet bzw. die In-Ears, das Ladecase und die mitgelieferten Anpassstücke. Direkt darunter listet Jabra die sechs wichtigsten Informationen bzw. Ausstattungsmerkmale der Jabra Elite 3. Dazu zählt unter anderem der kraftvolle Klang mit insgesamt vier Mikrofone fürs Telefonieren. Außerdem darf man die bequeme Passform nicht vergessen, welche zudem dafür sorgt, das trotzt fehlendem ANC eine gute Isolierung erfolgt und bis zu 7 Stunden Akkulaufzeit mit zusätzlichen 28 Stunden beim mehrfachen Aufladen. Direkt am unteren Rand zeigt Jabra noch, dass Google Fast Pair, Alexa built-in, Spotify und Qualcomm aptX integriert wurde.




Durch das Entfernen der beiden Klebestreifen an den Seiten der Verpackung kann diese von der rechten Seite hinweg nach links aufgeklappt werden. Dabei informiert Jabra im Deckel der Verpackung über die 100 % Nachhaltigkeit der Verpackung, denn diese ist auch 100 % recycelbar und besteht aus FSC zertifiziertem Material. Außerdem wurde bei der verwendeten Tinte auf eine pflanzliche Basis gesetzt. Mit der Verpackung bin ich sehr zufrieden, schließlich besteht in der heutigen Zeit noch immer zu viel aus Plastik, was ich vor allem beim Einkaufen feststelle, es ist einfach unglaublich, wie viel Müll heutzutage täglich anfällt.
Bevor man die In-Ears und das Case samt Zubehör erblickt, verdeckt diese noch ein bekannter Einleger, welcher einen mit dem üblichen Satz von Jabra begrüßt und zwar „ Welcome to superior Sound“, was auf Deutsch so viel bedeutet wie: Willkommen zum überlegenen Klang. Darunter wird man drauf hingewiesen, die kostenlose App von Jabra herunterzuladen, um auf die Einstellungen der In-Ears usw. zugreifen zu können. Auf der Rückseite des Einlegers ist dann noch eine kompakte Kurzanleitung versteckt.
Unter dem Einleger befindet sich sauber einsortiert im oberen Teil das Ladecase, welche hier von einer Folie umhüllt ist und welches direkt die beiden In-Ears enthält. Damit hier der Akku nicht beschädigt wird, wurden die Lade-Kontakte an den In-Ears wie häufiger üblich ebenfalls mit einer Folie angeklebt. Direkt darunter ist noch eine Aussparung vorhanden, in welchem Jabra die zusätzlichen Größen an Ohranpassstücke verstaut hat. Diese wurden dabei schön sauber in einer Faltschachtel sortiert und beinhaltet in der Etage darunter auch direkt ein kurzes USB-A auf USB-C Ladekabel. Entnimmt man den Einleger samt des Lieferumfangs, findet man darunter noch die üblichen Sicherheitsinformationen.
(Verpackung: 4 von 5 Punkten)
Design
In-Ears
Die Jabra Elite 3 sind von der Optik anders als die bisherigen True-Wireless In-Ears aus dem Hause Jabra. Das Design ist nun rundlicher und minimalistischer gehalten, wenn auch zugleich alles etwas „billiger“ wirkt. Letzteres ist hier auch absolut der Fall, denn mit einer UVP von 79,99€ bzw. inzwischen rund 50€ sind die In-Ears deutlich günstiger als bisher von Jabra gewohnt.
Nach dem Einsetzen der In-Ears sitzen diese gut und bequem im Ohr und stehen zugleich kaum aus dem Ohr hervor. An der Außenseite zieren beiden In-Ears ein „Jabra“ Logo und wie man hier schon direkt vermutet, handelt es sich hier bei dieser Fläche zugleich auch um eine Multifunktionstaste. Auf die spezielle mattierte und weich anfühlende Beschichtung des Kunststoffgehäuses hat Jabra bei den Elite 3 verzichtet, jedoch fühlt sich der Kunststoff dennoch gut an und durch die Formgebung sitzen die In-Ears dennoch bequem im Ohr.
Seitlich um das Gehäuse hat Jabra je In-Ear insgesamt zwei Mikros verbaut, davon ist eines nach unten und das andere nach hinten bzw. oben ausgerichtet. Dabei werden die Mikros bei den Jabra Elite 3 nicht nur für das Telefonieren verwendet, sondern dienen auch dafür, die Störgeräusche beim Telefonieren herauszufiltern und die Umgebungsgeräusche bei der HearThrough-Funktion einspielen zu lassen.




Das Gehäuse der Jabra Elite 3 wurde wie bereits bei den Vorgängermodellen aus insgesamt drei Teilen gefertigt. Hierbei setzt man ebenso auf den bereits eingesetzten verkürzter Ohrkanal, welcher rund geformt wurde und mit den bekannten von Jabra als EarGel-Aufsätze bezeichneten Anpassstücke bestückt wurde. Der im Ohr anliegende Teil besteht aus einem Stück und beinhaltet neben dem Ohrkanal auch direkt die beiden Ladekontakte, über welche die In-Ears beim einsetzen ins Ladecase aufgeladen werden. Außerdem ist hier im Gehäuse ein „R“ für rechts bzw. „L“ für Links eingelassen.
Die große, über die komplette Außenseite verlaufende Taste mit dem Jabra Schriftzug, schließt an beiden In-Ears bündig mit dem Gehäuse ab und ermöglichen ein umfangreiches Bedienen unmittelbar über die In-Ears, ohne das man hierzu das Smartphone zur Hand nehmen muss. Im Bereich der Tasten ist auch noch an beiden Seiten eine nicht direkt sichtbare Status-LED versteckt, die je nach Status kurz aufleuchtet und somit sichtbar wird. Auf den von den Jabra Elite 85t noch verbauten Annäherungssensor muss man hier leider verzichten, denn diesen gibt es leider in diese Preisklasse nicht. Somit wird die Musik hier bei der Entnahme der In-Ears nicht automatisch gestoppt, sondern muss entweder direkt über die In-Ears oder alternativ am Zuspielgerät angehalten werden.
Jabra bietet die Elite 3 in mehreren Farben an, sodass eigentlich für alle eine Farbe dabei sein sollte, die einem zusagt. Neben Grau, die Farbe meines Testsample gibt es noch Navy Blau, Lila und Beige. Hierbei sind alle Teile der In-Ears in der gewählten Farbe ausgeführt, also auch die Anpassstücke und das Ladecase. Die In-Ears sind nach der Schutzart IP55 geschützt, dies bedeutet, dass diesen Staub und leichtes Spritzwasser (Regen) nichts anhaben kann. Also überrascht euch ein Regenschauer, müsst ihr die In-Ears nicht direkt ablegen und sicher verstauen, da diesen nichts passiert. Dennoch muss man auch beachten, dass IP55 nicht bedeutet, dass man mit den In-Ears Schwimmen gehen kann, denn unter Wasser tauschen würde hier für einen irreparablen Defekt sorgen.
Ladecase
Beim Material des Lade-Case setzt Jabra auf exakt dasselbe wie auch bei den In-Ears. Somit wir einem hier exakt dieselbe Haptik geboten, aber ehrlich gesagt fühlt sich das Case insgesamt dann doch etwas „billig“ an, was unter anderem an dem etwas klappernd gelagerten Deckel liegt. Im Alltag ist dies jedoch nicht weiter störend und das Case erfüllt seinen Zweck.
Anders als bei den beiden In-Ears, wird hier beim Case kein kompletter Schutz gegen Staub und Wasser geboten. Vor Staub wird es zwar dennoch weitestgehend schützen, aber Spritzwasser kann hier im unglücklichsten Fall vielleicht eindringen und etwas im Case beschädigen. Jedoch ist die Wahrscheinlichkeit aufgrund des eigentlich gut geschlossenen Deckels recht gering.
Das Case fällt mit den Maßen: 64,15 x 34,6 x 28,47 mm (L x B x H) angenehm kompakt aus und kann somit wunderbar in der Hosentasche oder jeder Handtasche, Rucksack usw. verstaut werden. Vom Design ist das Case sehr schlicht und somit unauffällig gehalten, denn es gibt hier keine Merkmale, welche direkt ins Auge fallen würden.




Es handelt sich hier rundum um ein schlichtes Ladecase aus Kunststoff mit magnetisch geschlossenem, recht dünn ausgeführten Deckel. An der Front gibt es einen dezent eingelassenen Jabra Schriftzug und direkt darunter eine kleine Status LED. Auf eine Griffmulde für das einfachere Öffnen des Case hat Jabra hier verzichtet, aber mit zwei Händen kann man dies sehr einfach und ohne Probleme öffnen. An der Rückseite ist im Zentrum der USB-C Port platziert worden, über welchen das Ladecase wie gewohnt ganz einfach wieder aufgeladen werden kann. Auf eine Qi-Ladetechnologie muss man hier jedoch verzichten, was mir jedoch aufgrund des Preises schon direkt klar war und ich persönlich vermisse diese Funktion nicht wirklich.
Der Deckel im Case ist weiterhin wie bereits erwähnt mit einem Magneten bestückt, sodass dieser wie bei den Vorgängermodellen das Case wunderbar geschlossen hält und zudem werden auch die In-Ears selbst direkt nach dem einsetzten, in das Ladecase perfekt an ihren Platz zentriert und via Magneten auch genau an dieser Stelle gehalten. Somit kann man bei eingesetzten In-Ears das Case einfach auf den Kopf drehen und nichts fällt dabei heraus.
(Design: 4 von 5 Punkten)
Verarbeitung
Die Verarbeitung der In-Ears ist für den geforderten Preis in Ordnung und es handelt sich hier um keinen minderwertigen Kunststoff. Die Übergänge der einzelnen Bauteile gehen sehr sauber zueinander über und auch so gibt es keinerlei Störkanten an den In-Ears.
Beim Ladecase trifft diese Aussage jedoch nicht komplett zu, denn hier war ich von der Haptik, wie ich es schon erwähnt habe, etwas enttäuscht. Das Case erfüllt seinen Zweck voll und ganz, das stimmt zwar, aber es wirkt einfach aufgrund des größeren Spiels im Scharnier, was beim geschlossenen Zustand auffällt etwas „billig“. Hier kann man den Deckel nämlich etwas hin und her bewegen, was zusätzlich zum etwas dünnwandigen Deckel dafür sorgt, dass es sich eben von der Haptik etwas billig anfühlt.



Man bekommt bei den Jabra Elite 3 zwar „nur“ einen Schutz nach IP55, was bedeutet, dass diese gegen Schweiß, Spritzwasser und Staub geschützt sind, aber dies trifft mehr oder weniger fast nur auf die In-Ears selbst zu. Der Schutz reicht jedoch eigentlich absolut aus, denn Schwimmen geht damit eigentlich niemand und ein überraschend vorbeiziehendes Regenwetter kann diese absolut nichts ab.
(Verarbeitung: 3,5 von 5 Punkten)
TEIL 2
| Kopfhörer-Art | True-Wireless In-Ear Kopfhörer |
|---|---|
| Kategorie | Bluetooth Kopfhörer (Bluetooth 5.2) |
| Farbe | Dunkel Grau, weitere Farbe: Navy Blau, Lila, Beige. |
| Akku | integriert, Lithium-Polymer-Akku Akku Ohrhörer: 7 Stunden Gesamtlaufzeit mit aufladen: 28 Stunden |
| Gewicht | 42,6 g (Ohrhörer und Ladebox) 9,2 g (beide Ohrhörer) 33,4 g (Ladebox) |
| Material | Kunststoff (Ohrhörer und Ladecase) |
| Konnektivität | Bluetooth 5.2 mit aptX/ SBC-Audio-Codec |
| Treiber | Treiber mit einer Größe von 6,0 mm (links und rechts) |
| Frequenzbereich | 20 Hz bis 20.000 Hz (Ohrhörer) |
| Lieferumfang | Jabra Elite 3 True Wireless Kopfhörer (2 Stk.) Silikonaufsätze: S, M (an Kopfhörern befestigt), L Ladebox USB-Typ-C-Ladekabel Warnhinweise |
Tragekomfort
Der Tragekomfort der Jabra Elite 3 ist angenehm, da diese mit gerade einmal je 4,6 Gramm pro In-Ear nicht nur sehr leicht sind, sondern auch die Form sorgt für einen bequemen sitzt. Durch die auch ohne ANC vorhandene geräuschisolierende Bauweise sitzen die beiden In-Ears sicher und fest im Ohr, ohne dass hierbei ein Druck entsteht. Der Vorteil dabei ist, dass man die In-Ears sehr lange, also über mehrere Stunden im Ohr haben kann und die versprochene Isolierung von den Umgebungsgeräuschen wird tatsächlich ebenso erreicht. Somit eignen sich die Jabra Elite 3 trotzt fehlende Sport-Bezeichnung bzw. Sport-Einsetzen perfekt für leichte sportliche Aktivitäten wie z. B. Joggen, Laufen und den üblichen Training im Sportstudio. usw.

Der Lieferumfang an EarGel Aufsätzen ist ausreichend, sodass hier dank insgesamt drei Größen an Anpassstücken eigentlich für jeden etwas dabei sein sollte. Dabei handelt es sich wie üblich um die Größen: S; L; und M, Letzteres ist wie üblich bereits von Jabra auf die In-Ears montiert worden und die Restlichen sind in einer kleinen Verpackung sortiert. Eine feinere Abstufung mit vielleicht 5 Größen an EarGels wäre hier optional sinnvoll gewesen, aber bei mir haben die In-Ears in der Größe M wunderbar gehalten und daher kommen sicherlich viele andere ebenfalls damit klar.
Der Tragekomfort war bei mir jedoch wie bereits erwähnt sehr angenehm und dies auch während eines längeren Zeitraums. Man bekommt hier erneut einen Sicheren halt geboten, an dem ich persönlich nichts auszusetzen habe. Jabra hat das neue Design erneut wie das Vorgängermodell an Tausenden von Ohren getestet und dies laut eigener Aussage bis zur perfekten Passform ausgearbeitet.


Durch die ohrfüllende Form und die richtige Wahl an EarGels-Aufsätzen decken die Jabra Elite 3 sehr gut den Ohrkanal ab, was dazu führt, das wie bereits erwähnt auch ohne das fehlende ANC eine sehr gute Umgebungsreduzierung erreicht wird.
(Tragekomfort: 4 von 5 Punkten)
Bedienung
Beide Multifunktionstasten an den Jabra Elite 3 besitzen einen sehr angenehmen Druckpunkt, welchen man beim Betätigten gut spüren kann. Über diese Tasten lassen sich an beiden Seiten unterschiedlich Befehle ausführen, je nachdem wie lange bzw. häufig man die jeweilige Taste betätigt. Sollte man vielleicht mal gerade nicht wissen, welche Taste hier wann und wie welchen Befehl ausführt, wird einem dies auch wunderbar in der App erklärt, auf die ich im Weiteren Verlauf des Testberichtes noch genauer eingehen werde. Praktisch und für mich persönlich sehr wichtig ist es, dass man alle Befehle direkt über die In-Ears steuern kann, sodass man definitiv das Smartphone in der Hosentasche lassen kann, was leider noch immer nicht bei allen In-Ears so der Fall ist.
Zum Ein- und Ausschalten genügt es wie bei eigentlich allen True Wireless In-Ears, die Ohrhörer einfach aus dem Ladecase zu entnehmen und am Ende wieder genau darin einzusetzen. Das ist definitiv die einfachere Methode und wird in den meisten Fällen gemacht, denn anschließend sind die In-Ears direkt sicher aufbewahrt und werden direkt für den nächsten Einsatz voll aufgeladen. Alternativ kann man zum Einschalten auch an beiden Ohrhörern die Multifunktionstaste kurz gedrückt halten, das Ausschalten erfolgt jedoch nur durch das Ablegen ins Ladecase.
Kommen wir nun zur restlichen Bedienung der Jabra Elite 3, die von Werk ein wie folgt eingestellt ist und in diesem Fall auch so leider nicht personalisiert werden kann. Drückt man die Taste am rechten In-Ear kurz, dann wird die Musik direkt gestartet bzw. bei Bedarf ebenso auch wieder pausiert. Hält man dieselbe Taste wiederum länger gedrückt, dann erhöht man die Lautstärke in mehreren Stufen so lange, wie man diese betätigt hält. Beim doppelten Betätigen hintereinander springt man einen Titel vor und bei dreimaligen Betätigen einen Track zurück.

Über die Taste am linken In-Ear, kann man anders als beim rechten In-Ear durch betätigen und gedrückt Halten die Lautstärke so lange reduzieren, bis einem diese in der jeweiligen Situation passt. Ansonsten steuert man hier über die linken In-Ear noch den HearThrough-Modus, sodass dieser bei einmaligen betätigen an-/ und beim erneuten Drücken ausgeschaltet wird. Betätigt man die Taste wiederum zweimal hintereinander, dann greift man auf den Sprachassistenten zu, in meinem Fall Siri.
Neben der Steuerung der Musik und des HearThrough kann man direkt über die Jabra Elite 3 auch Anrufe steuern, was hier ebenfalls hervorragend funktioniert. Dabei ist es bis auf die Regulierung der Lautstärke absolut egal, ob ihr die folgenden Befehle am rechten oder linken In-Ear ausführt. Die Lautstärke des Telefonats wird wiederum wie bei der Musiklautstärke am rechten In-Ear erhöht und links reduziert. Drückt man bei einem eingehenden Anruf eine der beiden Tasten einmal kurz, dann wird der Anruf angenommen. Beim zweimaligen Bestätigen beendet man diesen oder nimmt den eingehenden Anruf nicht an. Während des Telefonats kann man zudem bei Bedarf das Mikrofon Stumm-/Lautschalten, wenn man eine der Tasten einmal kurz drückt.
Die Bedienung ist somit insgesamt sehr durchdacht aufgebaut und nach kurzer Zeit sollte man sich hier an die Bedienung gewöhnen. Natürlich haben physischen Tasten ein typisches Problem, und zwar, dass man sich durchs Betätigen von diesen sich die Ohrhörer leicht ins Ohr drückt, was durchaus unangenehm sein kann. Doch da kommt man als Hersteller nicht anders drumherum, als wenn man dann lieber auf eine Touch-Steuerung zurückgreift, jedoch hat auch diese ihre Nachteile, denn damit kommt es sehr häufig zu Fehleingaben usw.
(Bedienung: 4,5 von 5 Punkten)
Klang
Klanglich bieten die neuen Jabra Elite 3 einen modernen Klang, sodass der Bassbereich besonders betont wird, was für einen Hörspaß bei den aktuell angesagten Musiktiteln sorgt. Erzeugt wird der Klang von 6 mm Treibern, von denen an jeder Seite bzw. jedem In-Ears einer sitzt. Ebenso ist der Frequenzbereich, welchen die Jabra Elite 3 abdecken, absoluter Standard, sodass wir hier bei unveränderten 20 Hz – 20 kHz liegen. Bei den hochwertigen Audio-Codecs ist es jedoch so, dass anders wie bisher von Jabra gewohnt alle Apple-User ein den Nachteil habe, denn die Jabra Elite 3 unterstützen nur aptX und den Standard Codec SBC. Somit haben Android-User den verlustfreieren und besseren Klang, ganz anders als die Apple-User, was jedoch nicht heißt, dass hier die Musik schlecht klingt.
Bei Titeln mit kräftigen Bässen kommen die Jabra Elite 3 sehr gut zur Geltung, hierbei zeigen die beiden 6 mm Treiber, dass diese kräftig zupacken können. Dies gelingt sowohl bei mittlerer und auch bei voller Lautstärke hervorragend, ohne dass hier die Tonqualität verloren geht oder etwas verzerrt wird. Dennoch merkt man, dass es sich um keine „teuren“ In-Ears handelt, denn die Trennung vom Bassbereich, den Mitten und Höhen gelingt den Jabra Elite 3 weniger gut, sodass hier der Bass für ein leichtes Durcheinander sorgt.
Die Mitten halten sich insgesamt bei den Jabra Elite 3 sehr zurück, sind zwar vorhanden, aber stehen kaum im Vordergrund. Die Höhen werden detailreich und sauber wiedergegeben, ohne dabei glasig zu wirken. Klar könnten sowohl die Höhen und Mitten noch etwas mehr in den Vordergrund rücken, aber zum geforderten Preis ist das Klangbild gut abgestimmt und absolut auf einem guten Niveau.

Jabra hat die Elite 3 insgesamt mit vier Mikros ausgestattet, also an jeder Seite 2 Stück, welche beim Telefonieren dafür sorgen sollen, dass Hintergrundgeräusche nicht mit übertragen bzw. herausgefiltert werden. Dies gelingt diesen im Praxistest jedoch nicht so zuverlässig wie bei den bisher von mir getesteten teureren In-Ears aus dem Hause Jabra. Zwar beklagte sich meine Gesprächsperson nicht darüber, dass diese mich nicht verstehen würde, aber man hörte hin und wieder die Umgebungsgeräusche mit meiner Stimme zusammen und teilweise entstanden hier auch die Artefakte, die etwas stören, aber im Großen und Ganzen ist das telefonieren mit den Jabra Elite 3 gut möglich.Dank des integrierten Transparenzmodus kann man sich beim Telefonieren die eigene Stimme einblenden lassen, was ein natürlicheres reden ermöglicht, denn somit redet man in seinem Umfeld nicht automatisch lauter, was sonst so bei Kopfhörern ohne diese Funktion der Fall sein kann.
Dank dem neusten Bluetooth 5.2 bieten die Jabra Elite 3 eine absolut geringe Latenz beim ansehen von Videos mit Ton, also damit meine ich die Verzögerung zwischen Ton und Bild beim Ansehen von YouTube Videos usw. Die Verzögerung ist absolut nicht feststellbar, sodass sich die Ohrhörer perfekt dazu eigenen, darüber Filme und Videos anzusehen.
(Klang: 4 von 5 Punkten)
App
Jabra bietet für sämtliche Kopfhörer egal ob In-Ear oder Over-Ear Modelle, eine App Namens „Jabra Sound+“ kostenlos zum Download an. Prinzipiell könnte man sämtliche Kopfhörer auch unabhängig von dieser verwenden, doch mit der App ist der Funktionsumfang deutlich umfangreicher, da man hier je nach Kopfhörer unterschiedliche Einstellungsmerkmale zur Verfügung gestellt bekommt. Bei manchen Modellen kann man so z. B. die Tastenbelegung ändern, das ANC regulieren oder die individuelle Klanganpassung vornehmen. Außerdem könnt ihr nur so die neusten Firmwareupdates installieren und werdet über die neuen Funktionen informiert.
Zum Einrichten wählt man aus einer Auswahl an kompatiblen Produkten das aus der Liste aus, welches man verbinden möchte, in meinem Fall sind es die Jabra Elite 3. Anschließen wird einem sehr verständlich und Schritt-für-Schritt eine Anleitung gezeigt, die einem dabei hilft, die Ohrhörer in den Pairing-Modus versetzt und einzurichten. Ist dies so weit getan und die In-Ears sind erfolgreich eingerichtet, landet man beim Starten der App immer auf der Startseite, auf welcher man alle wichtigen Dinge einstellen kann.
In diesem Menü kann man direkt ganz oben nicht nur die beiden In-Ears sehen, sondern zudem auch den Akkustand der beiden In-Ears und den des Ladecase in einzelnen Prozent-Schritten einsehen. Das bedeutet, dass euch hier der Akkustand der In-Ears zwar zusammen angezeigt wird, jedoch nicht wie häufig angewendet in 10 % Schritten, sondern in genaueren 1 % Schritten. Unmittelbar darunter kann man unter der Einstellungen „Sound -Modus“ bestimmen, ob HearThrough aktiv oder deaktiviert sein soll.
Direkt darunter wird einem leider bei dem günstigsten Modell kein 5-Band Equalizer geboten, sondern man hat nur die Wahl, ein passendes Preset aus insgesamt 6 Stück wählen. Vielmehr wird einem hier bei den Jabra Elite 3 nicht geboten, was unter anderem auch klar ist, denn es handelt sich wie bereits erwähnt um die günstigsten und Funktionsärmsten In-Ears der neuen Serie.
Im nächsten Untermenü mit der Lampe wird man direkt benachrichtig, sofern ein neues Firmware-Update verfügbar ist, was bei mir direkt der Fall war. Außerdem kann man hier die Jabra Elite 3 für die 2-Jahre-Garantie bei Schäden durch Staub und Wasser registrieren. Außerdem kann man hier noch auf die Kurzanleitungen und das online Benutzerhandbuch zugreifen.
Unter dem Punkt „Über Sound+“ gibt es wenig bis gar nichts zu den Jabra Elite 3 zu sehen, hier dreht es sich, wie man schon vermuten kann, nur um die App, mehr nicht.
(App: 4 von 5 Punkten)
Ausstattung
HearThrough
Jabra hat bei den Elite 3 kein ANC, sondern lediglich HearThrough integriert, was im Prinzip umgekehrt zum ANC funktioniert. Dabei handelt es sich um einen sogenannten Transparenzmodus, bei dem über die an der Außenseite angebrachten Mikrofone an den beiden In-Ears die Umgebungsgeräusche zu euren Ohren durchgelassen werden. Dabei kann dies jedoch nicht wie bei den anderen Modellen in mehreren Stufen reguliert werden, sondern nur an bzw. ausgeschaltet werden.
Der Transparenzmodus arbeitet so weit ganz gut, jedoch wird das Grundrauschen dabei deutlich angehoben, was gerade bei leiseren Musikpassagen durchaus stören kann. Die durchgelassenen Umgebungsräusche wirken zwar nicht so gut wie bei den hochpreisen Modellen, aber dennoch keineswegs künstlich wie bei anderen billigen Modellen mit dieser Funktion.
Akkulaufzeit
Das Lade-Case der Jabra Elite 3 fällt recht kompakt aus. Somit passt dies problemlos in jede Hosentasche, egal ob Jeans oder Jogginghose. Beim Öffnen des Ladecase wird einem durch die einzelne Status-LED an der Vorderseite direkt der Akku des Ladecase angezeigt und der Status bzw. Akkustand der In-Ears wird ebenfalls durch die jeweilige LED an den In-Ears angezeigt. Dabei ist deren Bedeutung exakt gleich zu den bisherigen Jabra In-Ear, denn eine grüne LED steht für einen vollen Akku, gelb für halb voll und rot für einen niedrigen Akku, sodass man die In-Ears bzw. das Case bald aufladen sollte.
Die Akkulaufzeit gibt Jabra selbst mit bis zu 7 Stunden mit einer vollen Aufladung an. Im Case selbst können diese dann zusätzlich bis zu max. 3-mal komplett aufgeladen werden. Somit kommt man auf max. 28 Stunden Musikspielzeit, was ein guter Wert ist. Bei leicht angehobener Lautstärke von etwa 75 % konnte ich die Laufzeit auch sehr gut erreichen und somit hat Jabra hier nicht zu viel versprochen.
Das volle Aufladen des Ladecase dauert mit einem 500 mAh Netzteil, welches nicht im Lieferumfang enthalten ist, knapp 3 Stunden. Wireless-Charging wurde bei dem günstigen Preis nicht integriert, ist jedoch auch nicht weiter schlimm, denn das Aufladen des Case geht auch über USB-C absolut in Ordnung. Das volle Aufladen der In-Ears dauert übrigens bis zu 3,5 Stunden. Durchaus praktisch ist jedoch hier die Schnellladefunktion, welche dafür sorgt, dass die In-Ears im Ladecase bereits nach 10 Minuten Ladezeit für eine Akkulaufzeit von 60 Minuten aufgeladen werden.
Bluetooth
Jabra setzt bei den Elite 3 auf das neuste Bluetooth 5.2. Dabei wird stets eine problemlose, schnelle und stabile Verbindung zwischen Zuspielgerät und In-Ears geboten.
Die Verbindung mit Google Fast Pair kompatiblen Android-Devices geht dabei sehr schnell vonstatten. Hier reicht es direkt beim Öffnen des Ladecase auf das Pop-up Fenster, welches am Smartphone erscheint zu tippen und schon ist die Kopplung erfolgt. Alternativ betätigt man beide Tasten der In-Ears für drei Sekunden und versetzt diese dabei in den Kopplungsmodus. Anschließend wie bei allen Kopfhörer über die Bluetooth-Einstellungen, die Jabra Elite 3 suchen und auf diese tippen und schon wird man kurz noch gefragt, ob man diese koppeln möchte. Fortan werden diese bei der Entnahme aus dem Case immer automatisch mit dem entsprechenden Smartphone gekoppelt.
Möchte man die Jabra In-Ears mit einem weiteren Gerät koppeln, ist dies problemlos möglich, hierzu kann sich jedes Jabra-Produkt nämlich weiterhin bis zu 8 verschiedene Geräte merken. Sobald man wiederum ein 9. Gerät damit koppelt, wird das Gerät gelöscht, welches am wenigsten genutzt wurde. Außerdem können die Jabra Elite 3 eine Multipoint-Verbindung eingehen, was bedeutet, dass diese mit zwei Geräten gleichzeitig eine Bluetooth-Verbindung aufbauen können, während wiederum nur ein Gerät zur Musikübertragung genutzt werden kann.
Sofern man ein zusätzliches bluetoothfähiges Gerät mit den Jabra Elite 3 koppeln möchte, muss man diese zuvor in den Pairing-Modus versetzen. Dazu nimmt man ganz einfach beide In-Ears aus dem Lade-Case und betätigt direkt an beiden Ohrhörern die Multifunktionstaste für 3 Sekunden, bis die Status LED blau aufblinkt. Anschließend werden die In-Ears in den Einstellungen angezeigt und können wie gewohnt mit dem jeweiligen Device verbunden werden.
(Ausstattung: 4 von 5 Punkten)
TEIL 3
Beschreibung
Mit den Jabra Elite 3 hat Jabra die günstigsten In-Ears der neuen True Wireless In-Ear Serie vorgestellt. Für eine fairen Preis gibt es hier einen guten Klang, ein Transparenz- und Mono-Modus und eine gute Akkulaufzeit. Auf ANC muss man hier jedoch dann ebenso verzichten wie auf den hochwertigen AAC-Audio-Codec, sodass iOS-Nutzer nur den SBC-Codec Nutzen können. Ich persönlich vermisse hier zudem den Equalizer, um das Klangbild noch etwas zu personalisieren, aber insgesamt klingen die Jabra Elite 3 schon von Werk aus ganz gut.
Preis/Leistung
Die UVP der Jabra Elite 3 ist mit 79,99€ festgesetzt, doch inzwischen hat selbst Jabra die In-Ears auf 59,99€ reduziert. Online sind diese jedoch hin und wieder nochmals etwas günstiger zu haben, sodass man bei Geduld die In-Ears auch schon für 40€ sein eigenen nennen kann. Für den aktuell reduzierten und teils sogar noch niedrigeren online Preis sind die Jabra Elite 3 eine klare Empfehlung und somit aktuell mein Preis-Leistung-Tipp.
Jabra Elite 3
testr Gesamtwertung
unter Berücksichtigung aller Teilwertungen

Wir bedanken uns beim Hersteller für die Bereitstellung des Produktes. Zu unseren Grundsätzen
Link zum Hersteller: Jabra.com/de

















































































































































































































































































































































































































































