JBL Reflect Flow Pro
In aller Kürze
Mit den JBL Reflect Flow Pro hat JBL nun eine rundum überarbeitete Pro-Version von der Reflect Flow-Serie vorgestellt. Rundum überbautet bedeutet hier jedoch nicht nur, dass die beiden In-Ears ein neues, modernes und schöneres Design erhalten haben, sondern auch das zugehörige Ladecase ist nun noch kompakter geworden und unterstützt nun auch Wireless Charging. Die Verarbeitung ist sehr gut, der Tragekomfort mit den Ear-Hooks ist bombenfest und nun ist sogar ANC mit an Bord. Abgerundet wird das Ganze von einer IP68 Zertifizierung, sodass diese fortan staubdicht und sogar wasserdicht sind. Somit ist damit selbst schwimmen kein Problem, was die JBL Reflect Flow Pro zum idealen Allrounder für jede Situation macht.
Gefällt uns
- guter Sitz und extrem sicherer Halt
- gute Akkulaufzeit
- ANC
- Umgebungs- und Talkthru-Funktion
- Case kan via USB-C oder kabellos via Qi aufgeladen werden
- Amazon Alexa und Google Assistant unterstützung
Gefällt uns weniger
- kein aptX und AAC
- manuelles Ausschalten nicht möglich
- keine Lautstärkeregulierung
JBL Reflect Flow Pro
TEIL 1
Bestehend aus „Verpackung/Design/Verarbeitung“ entspricht 25% der Gesamtwertung
Verpackung
Bei der Kopfhörer-Serie Reflect Flow aus dem Hause JBL handelt es sich um keine neue Serie, denn es gab hier 2019 und dazwischen ein paar weitere Generationen. Mit dem Reflect Flow Pro bringt JBL nun die neuste Generation auf den Markt, welche sowohl im Alltag als auch für schweißtreibende Workouts geeignet ist.
Beim Verpackungsdesign setzt JBL auf das bereits von den anderen Kopfhörer gewohnte Design, welches rundum durch Texte, Symbole und Bilder ausführlich über das Produkt informiert. Nach dem Aufklappen der Verpackung kann man dann zudem direkt die Produkte (Case und In-Ears) durch ein transparentes Sichtfenster begutachten, doch wie immer der Reihe nach.
Bei den Farben der Verpackung setzt JBL ebenso auf das gewohnte farbliche Konzept. Daher sind auch hier weiß/orange und graue Farben vorzufinden, also ein typisches JBL Erkennungsmerkmal. An der Vorderseite zeigt JBL direkt in groß die beiden In-Ears und darunter ist in der rechten Ecke das aufgeklappte Case zu sehen. Bei den beiden In-Ears hat JBL nicht ohne Grund das Wasser dargestellt, denn damit möchte man direkt darstellen, dass diese wasserdicht sind. Des Weiteren hat man hier selbstverständlich das Firmenlogo und seitlich nach unten verlaufend den Produktnamen platziert. Direkt darunter erwähnt JBL dann wie inzwischen gewohnt die wichtigsten Funktionen der Ohrhörer, zu denen unter anderem das adaptive Noise Cancelling und Wireless Charging zählen. Die untere rechte Ecke ziert wie von JBL gewohnt die Darstellung der Akkulaufzeit, sodass man hier direkt auf einen Blick sieht, dass die In-Ears eine Laufzeit von bis zu 10 Stunden bieten und das Case diese um zusätzliche 20 Stunden auf insgesamt 30 Stunden erweitert.




Die schmale rechte Seite zeigt zum einen durch kleine Skizzen den Lieferumfang, welchen einen dann in der Verpackung erwartet. Außerdem wird man darüber informiert, dass sowohl Alexa built-in als auch ok Google mit den JBL Reflect Flow Pro verwendet werden kann. Zu guter Letzt kommen wir nun wie gewohnt noch zur wichtigen Rückseite, denn wie üblich verrät diese einem die meisten Informationen zum Produkt. Hier bekommt man zum einen erneut eine Abbildung der In-Ears zusammen mit dem Ladecase geboten. Des Weiteren informiert JBL hier direkt daneben über die vier wichtigen Ausstattungsmerkmale der In-Ears. Zu diesen zählt z. B. das adaptive Noise Cancelling mit Secure-Fit, welches für einen sicheren Halt sorgt, sowie der Schutz gegen Staub und Wasser.
Klappt man die Verpackung von rechts nach links auf, kann man sowohl die In-Ears, als auch das Ladecase durch das bereits erwähnte Sichtfenster erblicken. Form einer Kurzanleitung usw. enthalten sind. Hat man hier den Klebestreifen an der Seite entfernt, kann man das Sichtfenster aufklappen und direkt im Zentrum die In-Ears und das Ladecase aus einem Schaumstoffeinsatz entnehmen. Direkt darüber und darunter ist dann noch jeweils eine kleinen schwarze Kartonage vorhanden, bei der man oben das USB-C Ladekabel und unten die unterschiedlich großen Silikon-Anpassstücke und einen zusätzlichen Satz Sicherungsgummis findet. Unter all diesen Einsätzen findet man dann ganz unten in der Verpackung noch eine weitere Hülle, in der die üblichen Beipackzettel in Form einer Kurzanleitung usw. enthalten sind.
(Verpackung: 4 von 5 Punkten)
Design
In-Ear Kopfhörer
Das Design der JBL Reflect Flow Pro ist sportlich, modern und zugleich auch absolut alltagstauglich. Beim Formfaktor setzt man hier auf das klassische Knopf-Design, also auf etwas klobigere In-Ears die aber ohne zusätzliches Stäbchen wie z. B. bei den JBL Live Pro+ auskommen. Mit je 7,5 Gramm pro In-Ear, sind diese zwar nicht die leichtesten ihrer Klasse, aber dennoch angenehm vom Gewicht, dass diese trotzdem bequem und vor allem absolut sicher im Ort halten.Das Design gefällt mit gut, JBL bietet die In-Ears in insgesamt vier Farben an, darunter: Pink, Weiß, Blau und Schwarz. Letzteres entspricht daher genau meinem Testsample, welches mir optisch gut gefällt. Durch die farbliche Auswahl sollte eigentlich für jeden eine passende Farbe welche zusaget dabei sein.
Bei meinem Testgerät in Schwarz wird das Design durch den äußeren silbernen Ring etwas aufgewertet, welcher wiederum bei den anderen Farben in derselben Farbe gehalten wurde wie die In-Ears selbst sind. Hierbei befindet sich an der Außenseite innerhalb des besagten silbernen Rings das bekannte JBL Logo. Zugleich verbirgt sich hier auf dieser Oberfläche auch eine Touch-Fläche, sodass beim JBL Reflect Flow Pro auf eine Bedienung via Touch gesetzt wird. Zusätzliche Tasten gibt es hier bei diesem Modell nämlich nicht. Der rundum laufende silberne Ring ist an zwei Bereichen oben und unten etwas breiter und mit einem länglichen Schlitz versehen, dies dient hierbei nicht nur dem Design. Hierbei handelt es sich nämlich wie von ANC In-Ears gewohnt um die Öffnungen für die Mikros, von welchen hier jeweils oben und unten im Schlitz eines sitzt.
Seitlich an den In-Ears fällt dann direkt das Erkennungsmerkmal für einen sportlich orientierten In-Ear auf, denn man hat hier sogenannte POWERFINS-Stabilisatoren angebracht, welche in einer Aussparung bündig übergestülpt werden. Diese sind, wenn man genau hinschaut, sogar mit dem Namen der In-Ears versehen. Diese POWERFINS-Stabilisatoren sorgen beim Eindrehen der In-Ears für einen absolut sicheren Halt, sodass hier egal ob im Alltag oder beim Sport alles absolut bombenfest im Ohr hält. An der Innenseite der In-Ears fällt dann vor allem mal der Treiberkanal auf, welche wie gewohnt mit Silikon-Eartips versehen wurde. Damit hier nicht nur der sitzt gut ist, sondern sich auch der Klang richtig entfalten kann, liefert JBL hier insgesamt drei Größen an Silikon-Eartips mit. Damit sollte man diese problemlos anpassen können, was auch wichtig ist, denn da ANC mit an Bord ist, sollten die In-Ears schon von Grund auf gut abdichten.




Die Innenseite hat JBL mit einem kleinen Wabenmuster versehen, was das sportliche Design unterstreicht und auch wenn man es beim Tragen nicht sieht, beim betrachten der In-Ears schön aussieht. Des Weiteren findet man hier noch drei goldene Ladekontakte, über welche die True-Wireless In-Ears wie üblich im Case mit Strom versorgt werden. Zudem erkennt man hier an der Innenseite noch eine kleine runde Öffnung, in welcher das dritte Mikrofon, welches für ANC benötigt wird, platziert wurde. Dieses misst bzw. erfasst die Geräusche, die unter Umständen dennoch durchs Gehör gelangen würden und sorgt dafür, dass die verbaute ANC-Elektronik das Entsprechenden spiegelbildliche Anti-Rausch -Signal sendet, um diesen frühzeitig entgegenzuwirken. Ein kleines Detail fällt unter Umständen an der Innenseite nicht direkt auf, doch der Clou ist, dass in dem Wabenmuster eine etwas dunklere schwarze Wabe sitzt, in der JBL den Annäherungssensor versteckt hat. Dieser sorgt wie gewohnt dafür, dass die Musik automatisch angehalten wird, wenn man einen der In-Ear aus dem Ohr nimmt und wieder weiter läuft, wenn man diesen eingesetzt hat.
Die JBL Reflect Flow Pro können auch einzeln als Mono In-Ear verwendet werden, hierbei muss man sich jedoch im Klaren sein, dass dann die Bedienung je nachdem, welchen In-Ear man nutzt, etwas eingeschränkt ist. Schließlich sind Touch-Oberflächen unterschiedlich belegt und nutzt man nur einen, ist man daher von der Störung direkt über den In-Ear deutlich eingeschränkter und muss öfters das Handy zur Hand nehmen.
Ladecase
Das Ladecase der JBL Reflect Flow Pro wurde wie gewohnt aus Kunststoff gefertigt und liegt gut in der Hand. Hierbei fällt bei diesem Modell direkt die fest integrierte Schlaufe auf, sodass man das Case auch um das Handgelenk oder an einem Gürtel usw. befestigen kann. Zu den kleinen Case gehört das der JBL Reflect Flow Pro jedenfalls nicht, denn es ist mit den Maßen von ca. 70 x 40 x35 (L x B x H) nicht unbedingt kompakt gehalten, aber natürlich auch nicht so groß wie das der Powerbeats oder der Teufel Airy Sports TWS. Vom Gewicht bringt das Case ohne In-Ears gut 62 Gramm auf die Waage, kein Leichtgewicht, aber zugleich auch kein schwerer Brocken.
Optisch ist das Case zwar etwas schlicht gehalten, aber dennoch auch irgendwie etwas auffällig, was an der fest integrierten Handschlaufe liegt. Diese verleiht dem Case meiner Meinung nach einen dezenten sportliche Look und somit kann das Case nicht nur in der Hosentasche, sondern wie erwähnt, auch am Handgelenk getragen werden oder einfach an etwas angebunden werden. Die Oberseite des Deckels ziert wie von JBL gewohnt lediglich ein JBL-Logo, welches hier anders als bisher gewohnt, aber etwas erhaben, also spürbar aufgebracht wurde. An der Front und Rückseite ist das Ladecase abgeflacht, genauso wie an der Unterseite. Somit kann man dies bei Bedarf auf mehrere Seiten auflegen, ganz wie es einem selbst gefällt. An der Vorderseite befindet sich zum leichteren Öffnen des Case eine Griffmulde und direkt darunter eine Akkuanzeige in Form eines Balkens. Während man an der Rückseite neben einem USB-C Ladeanschluss auch einen kleinen Reset-Knopf findet.




Im Inneren des Case gibt es nichts Atemberaubendes zu sehen, hier findet man die beiden Plätze, in welchen die In-Ears zum Aufladen eingesetzt werden und dabei über je drei Ladekontakte mit Strom versorgt werden. Im Zentrum findet man eine kleine Status-LED, diese zeigt einem jedoch nur den Bluetooth-Status an, also ob dieses nach einer Verbindung sucht, bereits verbunden ist oder nicht verbunden ist. Eine Beschriftung, welcher In-Ear wo reinkommt, ist hier nicht notwendig, denn aufgrund der Hacken können diese nicht falsch eingesetzt werden. Zu guter Letzt sorgt wie inzwischen von allen True-Wireless In-Ears gewohnt, der Magnetverschluss, welcher das Case verschlossen hält, dafür, dass auch beim sehr starken schütteln über Kopf nichts herausfällt. Aber auch wenn der Deckel offen ist und man das Case schüttelt, werden beide Ohrhörer dank der magnetischen Sicherung problemlos an ihrer Position gehalten.
(Design: 4 von 5 Punkten)
Verarbeitung
Die Verarbeitung der JBL Reflect Flow Pro ist meiner Meinung nach sehr gut. Das Gehäuse der In-Ears zeigt saubere Übergänge, keine Mängel im Bezug zur Fertigung und auch das Case ist ohne Makel. Die gewählten Materialien harmonieren gut miteinander, die In-Ears sind robust und auch das Case würde einen Sturz bis auf ein paar Kratzer bzw. Macken sicherlich überstehen.


Durch den Einsatz von Touch-Sensoren bei der Bedienung drückt man sich die In-Ears beim Betätigen nicht unangenehm ins Ohr. Daher habe ich hier eigentlich nichts zu bemängeln, denn das Gewicht ist insgesamt recht leicht und die In-Ears sind sogar staub und wasserdicht, sodass man damit sogar zeitweise schwimmen bzw. tauchen könnte.
(Verarbeitung: 4,5 von 5 Punkten)
TEIL 2
bestehend aus „Funktion des Produktes“ entspricht 65% der Gesamtwertung
| Kopfhörer-Art | True-Wireless In-Ear Kopfhörer |
|---|---|
| Kategorie | Bluetooth Kopfhörer (Bluetooth 5.0) |
| Farbe | schwarz, weitere Farben: Pink, Weiß, Blau |
| Akku | integrierter, Lithium-Polymer-Akku Akku Ohrhörer: 8 h(mit ANC); 10 h (ohne ANC) Akku Ladecase: 20 h Gesamt somit: bis zu 30 h |
| Gewicht | 77 g (Ohrhörer und Ladebox) 15 g (beide Ohrhörer) 62 g (Ladebox) |
| Material | Ohrhörer und Ladecase aus Kunststoff |
| Konnektivität | Bluetooth 5.0 Audio-Codec: SBC. Unterstützte Profile: A2DP V1.3, AVRCP V1.6, HFP V1.7. Fast Pairing von Google wird unterstützt. |
| Treiber | Dynamische Treiber mit einer Größe von 6,8 mm (links und rechts) |
| Frequenzbereich | 20 Hz–20 kHz |
| Treiberempfindlichkeit bei 1 kHz/ 1 mW (dB | 100 dB SPL bei 1 kHz |
| Impedanz (Ohm) | 16 Ohm |
| Lieferumfang | 1x JBL Reflect Flow Pro In-Ears (links und rechts) 1 x Silikonanpassstücke in 3 Größen 1x POWERFINS Stabilisatoren in 4 Größen 1 x USB-C-Ladekabel 1 x Ladecase x Garantie/Warnung (W/!) 1 x Produkt-Kurzanleitung / 1 x Google Assistant Einrichtungsanleitung / 1 x Amazon Alexa Einrichtungsanleitung / Sicherheitsblatt (S / i) |
Tragekomfort
Auf den ersten Blick wirken die JBL Reflect Flow Pro wie z. B. die von mir bereits getesteten JBL Tour Pro+ TWS natürlich etwas klobiger als die JBL Live Pro+ TWS. Dies bedeutet jedoch keineswegs, dass diese nicht angenehm im Ohr sitzen, denn mit dem Tragekomfort bin ich hier dennoch sehr zufrieden. Der Halt ist dank der POWERFINS-Stabilisatoren mit ihren Hacken absolut fest, denn dieser sorgt dafür, dass sich die beiden In-Ears durch leichtes eindrehen, in der Ohrmuschel verankern. Das Ergebnis ist ein komfortabler und dennoch sicherer halt sowohl im Alltag, also auch bei so gut wie allen sportlichen Aktivitäten.

Zur Anpassung an den eigenen Ohrkanal liefert JBL bei den Reflect Flow Pro insgesamt drei Größen an Silikon-Eartips mit und sogar 4 Größen an POWERFINS-Stabilisatoren, sodass man die In-Ears sehr gut individuell anpassen kann. Das Resultat ist ein absolut sicherer Halt, ohne das hier was verrutscht und vom Tragekomfort sind die In-Ears zwar zu spüren, aber keineswegs unangenehm oder störend. Egal ob unterwegs auf der Straße bzw. bei jeder sonstigen Aktivität im Alltag, aber auch bei sportlichen Aktivitäten verrutscht hier absolut nichts.
Ob die In-Ears richtig im Ohr sitzen, könnt ihr entweder selbst entscheiden oder über die App prüfen, hier gibt es im Untermenü eine entsprechende Funktion. Diese Funktion sorgt dafür, dass ein kurzer Ton wiedergegeben wird und euch wird im Anschluss direkt mitteilt, ob alles richtig sitzt oder z. B. einer und der Ohrhörer nachjustiert werden sollte. Dies funktioniert über die verbauten Mikros in der Innenseite der Ohrhörer, die dabei prüfen können, ob Geräusche von außen durchkommen bzw. ob der Ton durch einen falschen oder zu lockeren sitzt leicht entweicht.
(Tragekomfort: 4 von 5 Punkten)
Bedienung
JBL setzt wie inzwischen bei so gut wie allen In-Ears auf eine berührungsempfindliche Touch-Oberfläche zur Bedienung. Dies hat zwar den Vorteil, dass man sich die In-Ears nicht ins Ohr drückt, als wenn man z. B. eine Taste drücken muss, doch ein Nachteil bringt dies zugleich automatisch mit sich. So kann man die In-Ears nämlich nicht über die Touch-Funktion einschalten und benötigt so stets das Ladecase.
Über die JBL Headphones App kann man bei Bedarf die Belegung der Touch-Zuweisung etwas verändern, jedoch hat man hier dann nicht komplett die freie Wahl, sondern kann aus verschiedenen Settings das passende Auswählen. Von Werk aus ist die Bedienung so gewählt, dass man durch das Antippen der linken Oberfläche zwischen ANC und dem Ambient Aware (Umgebungsmodus) wechseln kann, während man durch ein zweimaliges antippen die TalkThru-Funktion ein- und ausschalten kann. Die Musiksteuerung erfolgt wiederum am rechten In-Ear, sodass ein einmaliges berühren, die Musik pausiert, ein doppeltes zum nächsten Titel springt und dreimaliges Antippen einen Musiktitel zurückspringt Einen eingehenden Anruf kann man bei den JBL Reflect Flow Pro über beide Seiten annehmen, indem man zweimal auf einen der beiden In-Ears tippt. Des Weiteren legt man dann am Ende ebenso darüber auf und das Mikro kann man muten, indem man eine der beiden Touch-Oberflächen länger berührt hält. Möchte man wiederum den Sprachassistenten nutzen, muss man eine Seite der In-Ears länger berührt halten.

Leider ist es hier so, dass JBL von Werk aus auf eine Lautstärkeregulierung verzichtet hat, jedoch kann man hier in den Einstellungen z. B. auf die Titelwahl verzichten und diese Funktion mit der Lautstärkenregulierung belegen. Daher muss man sich hier leider für einen Kompromiss entscheiden ganz nachdem, auf was man eher verzichten kann bzw. möchte.
(Bedienung: 4 von 5 Punkten)
Klang
JBL setzt bei den Reflect Flow Pro je In-Ear auf einen 6,8 mm großen Treiber, was der üblichen Größenanordnung bei den meisten Herstellern entspricht. Hochwertige Audio-Codecs werden wie von JBL auch hier leider nicht unterstützt, jedoch bemerkt man dies, da man keinen direkten Vergleich hat im Alltag kaum bis gar nicht. Beim Frequenzgang gibt JBL ebenso die gewöhnlichen 20 Hz bis 20 kHz an, also genau den Bereich, welchen ein menschliches Gehör in der Regel auch wahrnehmen kann, denn alles, was darüber bzw. darunter liegt, hören sowieso nur die wenigsten unter uns.
JBL verspricht hier bei den Reflect Flow Pro Ohrhörer, dass diese so gut klingen wie diese Aussehen und zudem den gewohnten JBL Signature Sound liefern. Bestätigen kann ich auf jeden Fall, dass diese ordentlich zupacken können, sodass diese eine Hohes max. Output bieten. Hierbei verzerrt auch nicht, egal, ob man leiser zu Hause oder in einer lauten Umgebung mit max. Lautstärke Musik hört. Der Bass steht wie von JBL etwas im Vordergrund, dieser bietet keinen kräftigen Tiefgang mit einem überzeugenden, tief reichenden Fundament. Somit ideal für Workouts, denn die kräftigen Bässe puschen einem beim Training sehr gut. Die Mitten und Höhen sind wie bei JBL üblich etwas im Hintergrund, aber keineswegs klingt der Klang dabei unstimmig, die Mitten geben Stimmen und Gitarrensolos gut wieder und die Höhen klingen dennoch sauber und luftig, jedoch fehlt es hier und da je nach Musik-Genre etwas an der Feinsinnigkeit. JBL bietet in der App auch einen Equalizer, sodass man den Klang entweder noch etwas individuell anpassen kann, oder man wählt eine Presets aus den fünf Vorgegebenen aus.

Die Sprachverständlichkeit der JBL Reflect Flow Pro ist sehr gut, hier habe ich eigentlich nichts zu bemängeln. Die eigene Stimme wird klar und sehr verständlich übertragen, und dabei ist es egal, ob man daheim in Ruhe oder unterwegs im Freien telefoniert. Störgeräusche um einen herum werden sehr zuverlässig neutralisiert, sodass man wirklich eine sehr gute Ruhe geboten bekommt und so ungestört telefonieren kann. Lediglich im viel befahrenen Straßenverkehr in der Stadt beklagte sich meine Gesprächsperson hin und wieder etwas aufgrund von Rauschen im Hintergrund meiner Stimme, was jedoch von der Elektronik übermittelt wird, weil diese versucht, die lauten Geräusche des Verkehrs zu neutralisieren. Zu guter Letzt versteht man selbst die Gesprächsperson sehr klar und deutlich und auch sonst gibt es hier nichts zu beanstanden.
Die Latenz beim ansehen von Filmen und Videos haben eigentlich inzwischen alle Hersteller im Griff und so konnte ich auch bei den JBL Reflect Flow Pro absolut keine Verzögerungen zischen dem auf dem Smartphone dargestellten Bild und dem Ton, der über die Kopfhörer wiedergegeben wird, feststellen. In der App kann man hierfür zudem dank der neuen Technologie Smart Audio & Video bestimmen, dass man gerade Musik hört, dann wird der Fokus auf eine gute klangliche Wiedergabe gelegt oder man wählt den Videomodus, dann wird die Latenz reduziert, sodass diese von einem menschlichen Gehör nicht bemerkt wird.
(Klang: 4 von 5 Punkten)
App
JBL bietet für viele Kopfhörer eine kostenlose App-Anbindung für iOS und Android Smartphones an, über die man weitere Personalisierung vornehmen kann. So auch für die hier von mir getesteten JBL Reflect Flow Pro.
Direkt auf der Startseite kann man dabei wie von allen mit der App kompatiblen JBL Kopfhörer den Akkustand in 10 % Schritten vom Ladecase und der beiden In-Ears getrennt voneinander einsehen. Unter diesen Angaben findet man dann zudem die wichtigste Funktion, nämlich Umgebungsgeräusch-Kontrolle. Hier kann man das ANC aktivieren und auch zwischen Ambient Aware oder TalkThru wechseln. Des Weiteren ist darunter noch die Smart Audio & Video Funktion integriert worden. Über diese kann bestimmt werden, ob der normale Audio-Modus für eine stabile Verbindung und besten Klang oder der Video-Modus für eine perfekte Synchronisation zwischen Video und Audio bevorzugt werden soll.
Die üblichen Einstellungen wie z. B. der Equalizer stehen hier natürlich auch zur Verfügung und ermöglicht es entweder zwischen einigen voreingestellten EQ-Settings zu wählen oder einen eigenen zu erstellen und diese abzuspeichern. Außerdem können über die App selbstverständlich wie gewohnt Firmware-Updates installiert werden, oder man kann die automatische Abschaltung aktivieren, was dafür sorgt, dass der Akku geschont wird. Eine tolle Funktion ist auch die integrierte Kopfhörer-Suchfunktion, die ich schon hin und wieder benötigt habe. Dabei gibt der gewählte oder beide Kopfhörer einen permanenten Piepton von sich, der beim Finden der In-Ears sehr hilfreich ist. Außerdem ist hier in der Pro-Serie auch der bekannte Passform-Test mit integriert, damit kann geprüft werden, ob die In-Ears mit den gewählten Anpassstücken richtig sitzen.
App: 4 von 5 Punkten)
Ausstattung
ANC / Umgebung ein-/ausblenden
JBL hat die Reflect Flow Pro wie eigentlich alle „Pro-Modelle“ mit ANC ausgestattet, was beim vom Unternehmen geforderten Preis von 150€ zum Marktstart auch auf jeden Fall Pflicht ist. Das Aktivieren von ANC führt hier erstaunlicherweise zu einem nur minimal hörbaren Grundrauschen, welches ich jedoch nur bei absoluter Ruhe und sehr genauen hinhören wahrnehmen konnte. Das Rauschen wird somit schon bei sehr leiser Musik problemlos überspielt bzw. neutralisiert, also hat JBL hier gute Arbeit geleistet.
Das aktivieren von ANC hat jedoch auch hier wie bei vielen anderen In-Ears aus dem Hause JBL die Eigenschaft, dass dies die Klangeigenschaften leicht beeinflusst, denn das aktivieren von ANC führt dazu, dass der Bass, der von Grund auf schon sehr kräftig ist, nochmals etwas kräftiger wird. Ambient Aware führt zudem aufgrund der Übertragung des Klangs über die Mikrofone zu einem stärker hörbaren Rauschen, was bei TalkThru ebenfalls zu hören ist, aber minimal geringer ausfällt. Dafür sorgen die beiden Funktionen dafür, dass die Geräusche um einen herum verstärkt zu einem durchgelassen werden und bei einer mittleren Lautstärke kann man je nach Musikrichtung die Mitmenschen noch gut verstehen.
Das ANC arbeiten, wie ich es bereits von JBL gewohnt bin, sehr gut, kein überragendes ANC, aber für den geforderten Preis dennoch gut gelungen. Bei sehr tiefen bis mittleren Frequenzen funktioniert das ANC sehr gut, sodass es Motorgeräusche zuverlässig herausfiltert, aber bei hohen Frequenzen hat es wie üblich seine Probleme. Beim Wechseln zwischen den Modis wird einem der aktuell aktive Modus per Sprache angesagt, was mir gut gefällt, denn so muss ich nicht extra in der App nachsehen, welcher Modus aktiv ist, sondern bekomme es eben direkt mitgeteilt, sofern ich den Wechsel direkt über die In-Ears durchführe.
Akkulaufzeit
Bei der Energieversorgung der Reflect Flow Pro setzt JBL auf einen recht großen 85 mAh großen Akku, sodass hier klar ist, warum hier bis zu 10 Stunden Musikwiedergabe ohne Pause möglich ist. Bei 10 Stunden mein JBL jedoch mit deaktiviertem ANC, denn mit aktiven ANC sind es bis zu 8 Stunden, was immer noch ein sehr guter Wert ist.
Da die Kopfhörer im Case wie üblich nicht nur aufbewahrt werden können, sondern automatisch der Akku auch wieder aufgeladen wird, ist es wichtig, diese immer im Ladecase zu verstauen. Das Etui mit seinem 540 mAh Akku bietet die Möglichkeit, die In-Ears insgesamt bis zu zwei Mal von komplett leer auf voll aufzuladen, sodass man auf eine gesamte Akkulaufzeit von ca. 30 Stunden kommen kann.
Sofern man die In-Ears spontan aufladen muss, da man diese z. B. vergessen hat, ins Ladecase einzusetzen, damit diese wieder für den nächsten Tag voll aufgeladen sind, hat JBL hier eine Schnellladefunktion integriert. Diese nützliche Funktion sorgt dafür, dass die beiden In-Ears bereits nach nur 10 Minuten Aufladen im Ladecase für eine ganze Stunde Musikhören bereit sind.
Des Weiteren ist die zusätzliche Funktion, dass man das Case nicht nur kabelgebunden aufladen kann, sondern auch induktiv via Qi-Ladestation sehr toll. Dabei gilt jedoch zu beachten, dass die Ladezeit bei Qi oftmals länger dauert als mit Kabel, sodass das Ladecase mit USB-C bereits nach gut 2 Stunden komplett aufgeladen ist und beim induktiven Laden insgesamt knapp 4 Stunden vergehen. Während des Ladevorgangs zeigt einem der halbe Ladebalken an, dass der Akku geladen wird, während das Abschalten der Status-LED zeigt, dass der Akku komplett aufgeladen wurde.
Eine sehr sinnvolle Funktion, welche ich auf jeden Fall in der App aktiv lassen würde, ist die automatische Play/Pause Funktion. Dadurch wird die Musik vollkommen automatisch und sehr zuverlässig bei der Entnahme der beiden In-Ears aus dem Ohr angehalten und wieder fortgesetzt, wenn man diese einsetzt. Ebenso kann man hier noch das automatische Abschalten aktivieren, sodass die Kopfhörer automatisch nach 15 Minuten, 30 Minuten, 1 Stunden oder 2 Stunden ohne Musikwiedergabe bzw. Bluetooth-Verbindung ausgeschaltet werden.
Bluetooth
Beim Bluetooth setzt JBL auf den Bluetooth-Standard 5.0 mit Fast Pair, sowie Dual Connect+. Fast Pair ermöglicht hier ein sehr schnelles Verbinden mit kompatiblen Android-Geräten. Dabei handelt es sich um das Pedant zur Apple-Technologie, die es ermöglicht, dass direkt durch das Öffnen des Case, die In-Ears mit dem Android Smartphone schnell und einfach gekoppelt werden können. Dank Dual Connect+ können die Kopfhörer nicht nur im Stereo, sondern bei Bedarf auch jederzeit einzeln im Single-Modus verwendet werden und dabei ist es völlig egal, ob man den rechten oder linken In-Ear bevorzugt.
Das Koppeln mit einem iPhone ist hingegen wie gewohnt auch nicht sonderlich umständlich, denn dies erfolgt ganz normal über die Einstellungen->Bluetooth und hier wählt man dann, nachdem man die Kopfhörer aus dem Case genommen hat die „JBL Reflect FLow Pro“ aus. Die Bluetooth-Reichweite hat mir im Test gut gefallen, denn diese war zum einen sehr stabil und zudem auch mit gut 12 bis 15 Metern indoor überraschend hoch.
(Ausstattung: 4 von 5 Punkten)
TEIL 3
bestehend aus „Preis/Leistung“ entspricht 10% der Gesamtwertung
Beschreibung
Die JBL Reflect Flow sind zwar hauptsächlich für den Sport gemacht, jedoch Schlagen diese sich auch im Alltag sehr gut. Hierfür sorgt zum einen der absolut sichere und feste Sitz im Ohr und das gute Klangbild. Außerdem lässt die Verarbeitung keine wirklich große Kritik zu und zudem überzeugt auch die lange Akkulaufzeit im Test. Weitere Highlights sind die Integration einer Schnellladefunktion, Geräuschunterdrückung und einen automatischen Wiedergabestopp per Annäherungssensoren.
Preis/Leistung
Definitiv ist die UVP von 149€ nicht gerade wenig Geld, doch hier bekommt man meiner Meinung nach überzeugende In-Ears die bestens für den Sport gemacht sind, aber ebenso auch im Alltag ohne Probleme verwendet werden können. Der Tragekomfort ist bequem und absolut sicher und die hohe Akkulaufzeit sorgt dafür, dass man damit lange Musik hören kann. Da die JBL Reflect Flow Pro nun schon etwas auf dem Markt sind, bekommt man diese online bei einigen Händlern sogar schon für knapp 114€, sodass die In-Ears nochmals etwas interessanter sind. Sucht man perfekt und gut klingende In-Ears für den Sport, die ANC bieten und sogar im Alltag verwendet werden können, ist man hier genau richtig.
JBL Reflect Flow Pro
testr Gesamtwertung
unter Berücksichtigung aller Teilwertungen

Wir bedanken uns beim Hersteller für die Bereitstellung des Produktes. Zu unseren Grundsätzen
Link zum Hersteller: https://de.jbl.com

































