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JBL Reflect Flow Pro

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TEIL 2

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Kopfhörer-ArtTrue-Wireless In-Ear Kopfhörer
KategorieBluetooth Kopfhörer (Bluetooth 5.0)
Farbeschwarz, weitere Farben: Pink, Weiß, Blau
Akkuintegrierter, Lithium-Polymer-Akku
Akku Ohrhörer: 8 h(mit ANC); 10 h (ohne ANC)
Akku Ladecase: 20 h
Gesamt somit: bis zu 30 h
Gewicht 77 g (Ohrhörer und Ladebox)
15 g (beide Ohrhörer)
62 g (Ladebox)
MaterialOhrhörer und Ladecase aus Kunststoff
KonnektivitätBluetooth 5.0 Audio-Codec: SBC. Unterstützte Profile: A2DP V1.3, AVRCP V1.6, HFP V1.7. Fast Pairing von Google wird unterstützt.
TreiberDynamische Treiber mit einer Größe von 6,8 mm (links und rechts)
Frequenzbereich20 Hz–20 kHz
Treiberempfindlichkeit bei 1 kHz/ 1 mW (dB100 dB SPL bei 1 kHz
Impedanz (Ohm)16 Ohm
Lieferumfang1x JBL Reflect Flow Pro In-Ears (links und rechts)
1 x Silikonanpassstücke in 3 Größen
1x POWERFINS Stabilisatoren in 4 Größen
1 x USB-C-Ladekabel
1 x Ladecase
x Garantie/Warnung (W/!)
1 x Produkt-Kurzanleitung / 1 x Google Assistant Einrichtungsanleitung / 1 x Amazon Alexa Einrichtungsanleitung / Sicherheitsblatt (S / i)
Technische Daten der JBL Reflect Flow Pro

Tragekomfort

Auf den ersten Blick wirken die JBL Reflect Flow Pro wie z. B. die von mir bereits getesteten JBL Tour Pro+ TWS natürlich etwas klobiger als die JBL Live Pro+ TWS. Dies bedeutet jedoch keineswegs, dass diese nicht angenehm im Ohr sitzen, denn mit dem Tragekomfort bin ich hier dennoch sehr zufrieden. Der Halt ist dank der POWERFINS-Stabilisatoren mit ihren Hacken absolut fest, denn dieser sorgt dafür, dass sich die beiden In-Ears durch leichtes eindrehen, in der Ohrmuschel verankern. Das Ergebnis ist ein komfortabler und dennoch sicherer halt sowohl im Alltag, also auch bei so gut wie allen sportlichen Aktivitäten.

Zur Anpassung an den eigenen Ohrkanal liefert JBL bei den Reflect Flow Pro insgesamt drei Größen an Silikon-Eartips mit und sogar 4 Größen an POWERFINS-Stabilisatoren, sodass man die In-Ears sehr gut individuell anpassen kann. Das Resultat ist ein absolut sicherer Halt, ohne das hier was verrutscht und vom Tragekomfort sind die In-Ears zwar zu spüren, aber keineswegs unangenehm oder störend. Egal ob unterwegs auf der Straße bzw. bei  jeder sonstigen Aktivität im Alltag, aber auch bei sportlichen Aktivitäten verrutscht hier absolut nichts.

Ob die In-Ears richtig im Ohr sitzen, könnt ihr entweder selbst entscheiden oder über die App prüfen, hier gibt es im Untermenü eine entsprechende Funktion. Diese Funktion sorgt dafür, dass ein kurzer Ton wiedergegeben wird und euch wird im Anschluss direkt mitteilt, ob alles richtig sitzt oder z. B. einer und der Ohrhörer nachjustiert werden sollte. Dies funktioniert über die verbauten Mikros in der Innenseite der Ohrhörer, die dabei prüfen können, ob Geräusche von außen durchkommen bzw. ob der Ton durch einen falschen oder zu lockeren sitzt leicht entweicht.

(Tragekomfort: 4 von 5 Punkten)

Bedienung

JBL setzt wie inzwischen bei so gut wie allen In-Ears auf eine berührungsempfindliche Touch-Oberfläche zur Bedienung. Dies hat zwar den Vorteil, dass man sich die In-Ears nicht ins Ohr drückt, als wenn man z. B. eine Taste drücken muss, doch ein Nachteil bringt dies zugleich automatisch mit sich. So kann man die In-Ears nämlich nicht über die Touch-Funktion einschalten und benötigt so stets das Ladecase. 

Über die JBL Headphones App kann man bei Bedarf die Belegung der Touch-Zuweisung etwas verändern, jedoch hat man hier dann nicht komplett die freie Wahl, sondern kann aus verschiedenen Settings das passende Auswählen. Von Werk aus ist die Bedienung so gewählt, dass man durch das Antippen der linken Oberfläche zwischen ANC und dem Ambient Aware (Umgebungsmodus) wechseln kann, während man durch ein zweimaliges antippen die TalkThru-Funktion ein- und ausschalten kann. Die Musiksteuerung erfolgt wiederum am rechten In-Ear, sodass ein einmaliges berühren, die Musik pausiert, ein doppeltes zum nächsten Titel springt und dreimaliges Antippen einen Musiktitel zurückspringt Einen eingehenden Anruf kann man bei den JBL Reflect Flow Pro über beide Seiten annehmen, indem man zweimal auf einen der beiden In-Ears tippt. Des Weiteren legt man dann am Ende ebenso darüber auf und das Mikro kann man muten, indem man eine der beiden Touch-Oberflächen länger berührt hält. Möchte man wiederum den Sprachassistenten nutzen, muss man eine Seite der In-Ears länger berührt halten.

Leider ist es hier so, dass JBL von Werk aus auf eine Lautstärkeregulierung verzichtet hat, jedoch kann man hier in den Einstellungen z. B. auf die Titelwahl verzichten und diese Funktion mit der Lautstärkenregulierung belegen. Daher muss man sich hier leider für einen Kompromiss entscheiden ganz nachdem, auf was man eher verzichten kann bzw. möchte.

(Bedienung: 4 von 5 Punkten)

Klang

JBL setzt bei den Reflect Flow Pro je In-Ear auf einen 6,8 mm großen Treiber, was der üblichen Größenanordnung bei den meisten Herstellern entspricht. Hochwertige Audio-Codecs werden wie von JBL auch hier leider nicht unterstützt, jedoch bemerkt man dies, da man keinen direkten Vergleich hat im Alltag kaum bis gar nicht. Beim Frequenzgang gibt JBL ebenso die gewöhnlichen 20 Hz bis 20 kHz an, also genau den Bereich, welchen ein menschliches Gehör in der Regel auch wahrnehmen kann, denn alles, was darüber bzw. darunter liegt, hören sowieso nur die wenigsten unter uns. 

JBL verspricht hier bei den Reflect Flow Pro Ohrhörer, dass diese so gut klingen wie diese Aussehen und zudem den gewohnten JBL Signature Sound liefern. Bestätigen kann ich auf jeden Fall, dass diese ordentlich zupacken können, sodass diese eine Hohes max. Output bieten. Hierbei verzerrt auch nicht, egal, ob man leiser zu Hause oder in einer lauten Umgebung mit max. Lautstärke Musik hört. Der Bass steht wie von JBL etwas im Vordergrund, dieser bietet keinen kräftigen Tiefgang mit einem überzeugenden, tief reichenden Fundament. Somit ideal für Workouts, denn die kräftigen Bässe puschen einem beim Training sehr gut. Die Mitten und Höhen sind wie bei JBL üblich etwas im Hintergrund, aber keineswegs klingt der Klang dabei unstimmig, die Mitten geben Stimmen und Gitarrensolos gut wieder und die Höhen klingen dennoch sauber und luftig, jedoch fehlt es hier und da je nach Musik-Genre etwas an der Feinsinnigkeit.  JBL bietet in der App auch einen Equalizer, sodass man den Klang entweder noch etwas individuell anpassen kann, oder man wählt eine Presets aus den fünf Vorgegebenen aus.

Die Sprachverständlichkeit der JBL Reflect Flow Pro ist sehr gut, hier habe ich eigentlich nichts zu bemängeln. Die eigene Stimme wird klar und sehr verständlich übertragen, und dabei ist es egal, ob man daheim in Ruhe oder unterwegs im Freien telefoniert. Störgeräusche um einen herum werden sehr zuverlässig neutralisiert, sodass man wirklich eine sehr gute Ruhe geboten bekommt und so ungestört telefonieren kann. Lediglich im viel befahrenen Straßenverkehr in der Stadt beklagte sich meine Gesprächsperson hin und wieder etwas aufgrund von Rauschen im Hintergrund meiner Stimme, was jedoch von der Elektronik übermittelt wird, weil diese versucht, die lauten Geräusche des Verkehrs zu neutralisieren. Zu guter Letzt versteht man selbst die Gesprächsperson sehr klar und deutlich und auch sonst gibt es hier nichts zu beanstanden. 

Die Latenz beim ansehen von Filmen und Videos haben eigentlich inzwischen alle Hersteller im Griff und so konnte ich auch bei den JBL Reflect Flow Pro absolut keine Verzögerungen zischen dem auf dem Smartphone dargestellten Bild und dem Ton, der über die Kopfhörer wiedergegeben wird, feststellen. In der App kann man hierfür zudem dank der neuen Technologie Smart Audio & Video bestimmen, dass man gerade Musik hört, dann wird der Fokus auf eine gute klangliche Wiedergabe gelegt oder man wählt den Videomodus, dann wird die Latenz reduziert, sodass diese von einem menschlichen Gehör nicht bemerkt wird.

(Klang: 4 von 5 Punkten)

App

JBL bietet für viele Kopfhörer eine kostenlose App-Anbindung für iOS und Android Smartphones an, über die man weitere Personalisierung vornehmen kann. So auch für die hier von mir getesteten JBL Reflect Flow Pro. 

‎JBL Headphones
Preis: Kostenlos
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Direkt auf der Startseite kann man dabei wie von allen mit der App kompatiblen JBL Kopfhörer den Akkustand in 10 % Schritten vom Ladecase und der beiden In-Ears getrennt voneinander einsehen. Unter diesen Angaben findet man dann zudem die wichtigste Funktion, nämlich Umgebungsgeräusch-Kontrolle. Hier kann man das ANC aktivieren und auch zwischen Ambient Aware oder TalkThru wechseln. Des Weiteren ist darunter noch die Smart Audio & Video Funktion integriert worden. Über diese kann bestimmt werden, ob der normale Audio-Modus für eine stabile Verbindung und besten Klang oder der Video-Modus für eine perfekte Synchronisation zwischen Video und Audio bevorzugt werden soll.

Die üblichen Einstellungen wie z. B. der Equalizer stehen hier natürlich auch zur Verfügung und ermöglicht es entweder zwischen einigen voreingestellten EQ-Settings zu wählen oder einen eigenen zu erstellen und diese abzuspeichern. Außerdem können über die App selbstverständlich wie gewohnt Firmware-Updates installiert werden, oder man kann die automatische Abschaltung aktivieren, was dafür sorgt, dass der Akku geschont wird. Eine tolle Funktion ist auch die integrierte Kopfhörer-Suchfunktion, die ich schon hin und wieder benötigt habe. Dabei gibt der gewählte oder beide Kopfhörer einen permanenten Piepton von sich, der beim Finden der In-Ears sehr hilfreich ist. Außerdem ist hier in der Pro-Serie auch der bekannte Passform-Test mit integriert, damit kann geprüft werden, ob die In-Ears mit den gewählten Anpassstücken richtig sitzen. 

App: 4 von 5 Punkten)

Ausstattung

ANC / Umgebung ein-/ausblenden

JBL hat die Reflect Flow Pro wie eigentlich alle „Pro-Modelle“ mit ANC ausgestattet, was beim vom Unternehmen geforderten Preis von 150€ zum Marktstart auch auf jeden Fall Pflicht ist. Das Aktivieren von ANC führt hier erstaunlicherweise zu einem nur minimal hörbaren Grundrauschen, welches ich jedoch nur bei absoluter Ruhe und sehr genauen hinhören wahrnehmen konnte. Das Rauschen wird somit schon bei sehr leiser Musik problemlos überspielt bzw. neutralisiert, also hat JBL hier gute Arbeit geleistet.

Das aktivieren von ANC hat jedoch auch hier wie bei vielen anderen In-Ears aus dem Hause JBL die Eigenschaft, dass dies die Klangeigenschaften leicht beeinflusst, denn das aktivieren von ANC führt dazu, dass der Bass, der von Grund auf schon sehr kräftig ist, nochmals etwas kräftiger wird. Ambient Aware führt zudem aufgrund der Übertragung des Klangs über die Mikrofone zu einem stärker hörbaren Rauschen, was bei TalkThru ebenfalls zu hören ist, aber minimal geringer ausfällt. Dafür sorgen die beiden Funktionen dafür, dass die Geräusche um einen herum verstärkt zu einem durchgelassen werden und bei einer mittleren Lautstärke kann man je nach Musikrichtung die Mitmenschen noch gut verstehen.

Das ANC arbeiten, wie ich es bereits von JBL gewohnt bin, sehr gut, kein überragendes ANC, aber für den geforderten Preis dennoch gut gelungen. Bei sehr tiefen bis mittleren Frequenzen funktioniert das ANC sehr gut, sodass es Motorgeräusche zuverlässig herausfiltert, aber bei hohen Frequenzen hat es wie üblich seine Probleme. Beim Wechseln zwischen den Modis wird einem der aktuell aktive Modus per Sprache angesagt, was mir gut gefällt, denn so muss ich nicht extra in der App nachsehen, welcher Modus aktiv ist, sondern bekomme es eben direkt mitgeteilt, sofern ich den Wechsel direkt über die In-Ears durchführe.

Akkulaufzeit

Bei der Energieversorgung der Reflect Flow Pro setzt JBL auf einen recht großen 85 mAh großen Akku, sodass hier klar ist, warum hier bis zu 10 Stunden Musikwiedergabe ohne Pause möglich ist. Bei 10 Stunden mein JBL jedoch mit deaktiviertem ANC, denn mit aktiven ANC sind es bis zu 8 Stunden, was immer noch ein sehr guter Wert ist. 

Da die Kopfhörer im Case wie üblich nicht nur aufbewahrt werden können, sondern automatisch der Akku auch wieder aufgeladen wird, ist es wichtig, diese immer im Ladecase zu verstauen. Das Etui mit seinem 540 mAh Akku bietet die Möglichkeit, die In-Ears insgesamt bis zu zwei Mal von komplett leer auf voll aufzuladen, sodass man auf eine gesamte Akkulaufzeit von ca. 30 Stunden kommen kann.

Sofern man die In-Ears spontan aufladen muss, da man diese z. B. vergessen hat, ins Ladecase einzusetzen, damit diese wieder für den nächsten Tag voll aufgeladen sind, hat JBL hier eine Schnellladefunktion integriert. Diese nützliche Funktion sorgt dafür, dass die beiden In-Ears bereits nach nur 10 Minuten Aufladen im Ladecase für eine ganze Stunde Musikhören bereit sind.

Des Weiteren ist die zusätzliche Funktion, dass man das Case nicht nur kabelgebunden aufladen kann, sondern auch induktiv via Qi-Ladestation sehr toll. Dabei gilt jedoch zu beachten, dass die Ladezeit bei Qi oftmals länger dauert als mit Kabel, sodass das Ladecase mit USB-C bereits nach gut 2 Stunden komplett aufgeladen ist und beim induktiven Laden insgesamt knapp 4 Stunden vergehen. Während des Ladevorgangs zeigt einem der halbe Ladebalken an, dass der Akku geladen wird, während das Abschalten der Status-LED zeigt, dass der Akku komplett aufgeladen wurde.

Eine sehr sinnvolle Funktion, welche ich auf jeden Fall in der App aktiv lassen würde, ist die automatische Play/Pause Funktion. Dadurch wird die Musik vollkommen automatisch und sehr zuverlässig bei der Entnahme der beiden In-Ears aus dem Ohr angehalten und wieder fortgesetzt, wenn man diese einsetzt. Ebenso kann man hier noch das automatische Abschalten aktivieren, sodass die Kopfhörer automatisch nach 15 Minuten, 30 Minuten, 1 Stunden oder 2 Stunden ohne Musikwiedergabe bzw. Bluetooth-Verbindung ausgeschaltet werden.

Bluetooth

Beim Bluetooth setzt JBL auf den Bluetooth-Standard 5.0 mit Fast Pair, sowie Dual Connect+. Fast Pair ermöglicht hier ein sehr schnelles Verbinden mit kompatiblen Android-Geräten. Dabei handelt es sich um das Pedant zur Apple-Technologie, die es ermöglicht, dass direkt durch das Öffnen des Case, die In-Ears mit dem Android Smartphone schnell und einfach gekoppelt werden können. Dank Dual Connect+ können die Kopfhörer nicht nur im Stereo, sondern bei Bedarf auch jederzeit einzeln im Single-Modus verwendet werden und dabei ist es völlig egal, ob man den rechten oder linken In-Ear bevorzugt. 

Das Koppeln mit einem iPhone ist hingegen wie gewohnt auch nicht sonderlich umständlich, denn dies erfolgt ganz normal über die Einstellungen->Bluetooth und hier wählt man dann, nachdem man die Kopfhörer aus dem Case genommen hat die „JBL Reflect FLow Pro“ aus. Die Bluetooth-Reichweite hat mir im Test gut gefallen, denn diese war zum einen sehr stabil und zudem auch mit gut 12 bis 15 Metern indoor überraschend hoch.

(Ausstattung: 4 von 5 Punkten)

Der Testbericht ist in drei Teile unterteilt, klicke dich hier durch:

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