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Autor: Tobias

Yale Smart Keypad

In diesem testr LITE Bericht möchte ich euch eine Ergänzung zum Yale Linus Smart Lock vorstelle. Dabei handelt es sich um das Yale Smart Keypad, welches es einfach ermöglicht, durch einen selbst definierten Code zugriff zum Haus (durch die Haustüre) zu gewähren. Es ist einfach und schnell eingerichtet, erfordert keine Verkabelung und ist perfekt für Gäste, Reinigungskräfte, Handwerker oder aller anderen Art, der man einen einfachen Zugriff zum Haus gewähren möchte, ohne direkt den Schlüssel aushändigen zu müssen.

Yale Smart Keypad

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Nura NuraLoop

In aller Kürze

Mit dem NuraLoop hat der australische Hersteller Nura eine In-Ear Variante des vor einigen Jahren auf den Markt gekommenen Nuraphone vorgestellt. Bei diesen besonderen In-Ears setzt das Unternehmen auf einen direkt zu Beginn durchgeführten automatischen Hörtest, welcher im Anschluss darauf basierende Audioanpassungen vornimmt, die man dann nach Belieben in Prozentschritten hinzuschalten kann. Das Resultat ist ein sehr ausgewogener Klang mit kräftigen Bässen, bei denen man aber dennoch noch die Höhen und Mitten sehr gut wahrnehmen kann. Dank der gut gewählten anatomischen Form und der Haltebügel über die Ohren sitzen die In-Ears sehr bequem im Ohr, sodass diese auch bei hektischeren Bewegungen nicht aus den Ohren fallen können. Das Nackenkabel stört hier schon nach wenigen Minuten nicht mehr und die Bedienung über die Touch-Oberfläche funktioniert problemlos. Dank integrierter Geräuschunterdrückung sorgen die In-Ears hervorragend für Ruhe vor sämtlichen Alltagslärm und daher nutze ich diese In-Ears sehr gerne.

Gefällt uns

  • leichtes Gewicht
  • bequemer Tragekomfort
  • Schnellladefunktion
  • ausreichende Akkulaufzeit
  • ANC
  • ausgereifte Klanganpassung
  • Social Mode

Gefällt uns weniger

  • spezielles Lade- und Audiokabel
  • Nackenkabel beim einsetzen etwas kurz
  • Preis (UVP)

Nura Nuraloop

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TEIL 1

Bestehend aus „Verpackung/Design/Verarbeitung“ entspricht 25% der Gesamtwertung

Verpackung

Nura setzt bei der Verpackung der NuraLoop auf eine besondere Klapp-Verpackung, welche man so etwas seltener bei Kopfhörern sieht. Doch fangen wir wie gewohnt der Reihe nach an und schauen uns die Verpackung erst einmal von Außen genauer an. Hier wird einem dann zum einen direkt der In-Ear Kopfhörer NuraLoop in voller bracht, jedoch etwas verkleinert dargestellt. Zudem zieren die Front noch das Firmenlogo sowie der Name der In-Ears. Unten links kann man zudem noch den Satz „Music in Full Colour“ lesen, damit möchte Nura darauf hindeuten, dass man den Klang personalisieren kann und dieser somit individuell auf den Hörer abgestimmt werden kann.

An der linken schmalen Seite listet Nura die Vorteile bzw. Ausstattungsmerkmale des NuraLoop auf, zu denen unter anderem der personalisierte Klang, ANC, Bluetooth 5.0 mit aptx HD Support, die Touch-Bedienung sowie der Schutz gegen Schweiß nach IPX 3 und die Akkulaufzeit von bis zu 16 Stunden zählen. Zu guter Letzt werden einem auch auf der Rückseite nochmals die Kopfhörer usw. gezeigt, dieses Mal aber etwas anders dargestellt und es wird kurz erwähnt, was sich in der Box alles befindet.

Klappt man die Verpackung von rechts nach links auf, kann man direkt den In-Ear Kopfhörer sehen, welcher in einem Schaumstoffeinsatz befestigt wurde. Im Deckel links davon findet man eine Kurzanleitung, welche einem kurz und knapp erklärt, dass man die App herunterladen soll und wie die In-Ears eingesetzt werden. Klappt man den Pappdeckel im Deckel auf, verbirgt sich darunter noch ein praktisches Stoff-Case, in welchem der Kopfhörer verstaut werden kann. Entnimmt man wiederum die In-Ears samt Einsatz, befindet sich darunter das restliche Zubehör in kleinen Schachteln. Dabei handelt es sich im oberen Teil um das spezielle Ladekabel, dazwischen findet man alle Ohr-Anpassstücke, sowie Ersatzgitter für den Treiberausgang und im unteren Karton findet man ein ebenfalls spezielles analoges Klinken-Kabel, wenn man herkömmlich via Kabel und nicht über Bluetooth Musikhören möchte.

(Verpackung: 4 von 5 Punkten)

Design

Bei den NuraLoop Kopfhörern handelt es sich um keine komplett kabellosen In-Ears, sondern beide Ohrhörer sind mit einem Nackenkabel miteinander verbunden. Dieses Kabel dazwischen ist jedoch recht kurz gehalten, aber absolut ausreichend, sodass man das Ganze sehr bequem tragen kann. Zum bei dieser Kopfhörer-Variante gewohnten, lockeren über den Hals hängen bzw. baumeln lassen, wenn man die In-Ears nicht benötigt, ist das Kabel jedoch zu kurz. Somit sollte man die In-Ears bei Nichtgebrauch in dem mitgelieferten Case verstauen, den darin wird alles sicher geschützt. Das Nackenkabel bzw. der Teil, welcher aus den recht groß ausfallenden Ohrstöpseln herausragt, ist zum Teil flexibel und wird beim Anlegen über die Ohren geführt, was für einen sehr sicheren Halt sorgt.  

Zwischen dem Kabel befindet sich ein rundes Kunststoffelement, welches an der Außenseite mit dem Herstellerlogo versehen wurde. Auf der Innenseite wiederum befinden sich insgesamt 7 goldene Kontakte, über welche der Kopfhörer mit dem speziellen Ladekabel ganz einfach aufgeladen wird oder am selben Punkt wird auch das mitgelieferte analoge Klinkenkabel angesteckt. Mit einem Gesamtgewicht von knapp 27 Gramm sind die Kopfhörer recht leicht und tragen sich im Alltag sehr angenehm. Nura bietet die In-Ears lediglich in einer einzigen Farbe an und zwar schwarz, was eigentlich auch eine zeitlose Farbe ist und zudem auch am pflegeleichtesten.

Damit das adaptive Noise-Cancelling richtig arbeiten kann, ist es wichtig, dass die In-Ears schon von Grund auf eine vernünftige Abschirmung von den Umgebungsgeräuschen bieten. Dies schafft Nura hier sehr gut durch die mitgelieferten Silikon-Eartips, welche man in insgesamt drei verschiedenen Größen mitliefert.

Das Gehäuse der In-Ears ist wie bereits erwähnt etwas größer gehalten, doch dies stört im Alltag nicht und bei mir hat hier auch nach längerer Zeit nichts gedrückt. Der Ohrkanal läuft wie oftmals üblich leicht konisch zu und an der Außenseite prangt auf der Touch-Oberfläche, welche aus Kunststoff besteht an jeder Seite ein Nura-Logo. Darüber lässt sich der Nuraloop sehr gut steuern und das tolle dabei ist, man drückt sich die In-Ears bei Bedienen nicht weiter in den Ohrkanal rein. Die Einlässe für die Mikros, welche beim ANC benötigt werden, sind hier nicht direkt ersichtlich, daher vermute ich, dass diese zwischen dem Gehäuse und der Touch-Oberfläche (im Spalt) versteckt sind.

Nura hat den NuraLoop mit einer automatischen Abschaltung versehen, sodass die In-Ears automatisch beim Einsetzen eingeschaltet und bei Ablegen abgeschaltet werden. Ist dies nicht gewünscht, kann dies in der App einfach umgestellt werden.

(Design: 4 von 5 Punkten)

Verarbeitung

Die Verarbeitung der NuraLoop In-Ears ist meiner Meinung nach sehr gut. Das Gehäuse der In-Ears zeigt keine optischen Mängel und alle Bauteile gehen ohne störende Kanten ineinander über. Die Ohr-Anpassstücke lassen sich einfach abnehmen und somit durch größere bzw. kleinere austauschen und somit habe ich bei den NuraLoops nichts zu beanstanden, denn auch das gewählte Material fühlt sich angenehm an.

(Verarbeitung: 4 von 5 Punkten)

TEIL 2

bestehend aus „Funktion des Produktes“ entspricht 65% der Gesamtwertung

Kopfhörer-ArtIn-Ear Kopfhörer mit Nackenband, ANC und Klanganpassung
KategorieBluetooth Kopfhörer (Bluetooth 5)
FarbeSchwarz
Akkubis zu 16 h
Gewicht 27 g
MaterialOhrhörer aus robustem Kunststoff
KonnektivitätBluetooth 5 Audio-Codec: SBC und AAC, aptx HD.
Treiberkeine Angaben vom Hersteller
Frequenzbereichkeine Angaben vom Hersteller
Treiberempfindlichkeit bei 1 kHz/ 1 mW (dBkeine Angaben vom Hersteller
Impedanz (Ohm)keine Angaben vom Hersteller
LieferumfangNuraLoop In-Ear-Kopfhörer
USB-Ladekabel
3,5-mm-Klinkenkabel
Ohrstöpsel in verschiedenen Größen
Reisebeutel
Technische Daten des Nura Nuraloop

Tragekomfort

Auf den ersten Blick wirken die NuraLoop rein von den Ohrstöpseln natürlich etwas klobiger als andere In-Ears, doch dies bedeutet keineswegs, dass diese nicht angenehm im Ohr sitzen, denn der Tragekomfort ist hier gut. Des Weiteren halten die Ohrhörer dank des Kabels, welches ums Ohr verläuft, absolut sicher im Ohr und verrutschen dabei auch nicht selbst dann, wenn man damit eine Runde Joggen geht. Lediglich für Brillenträger kann es hier etwas drücken, denn je nachdem, wie die Brillenbügel ausgelegt sind, können diese auf die Kabel etwas unangenehmen Druck ausüben. 

Nura liefert zum Anpassen der In-Ears insgesamt drei Silikon-Eartips mit, welche in den Standard-Größen S, M, L und XL enthalten sind (M ist von Werk aus vormontiert). Damit lassen sich die In-Ears ideal den verschiedenen Ohren anpassen und halten wie bereits erwähnt nicht nur sicher im Ohr, sondern gewährleisten direkt schon von Grund auf eine sehr gute Isolierung der Umgebungsgeräusche.

Lediglich aufgrund des kürzeren Kabels ist das schnelle Anlegen der In-Ears gerade zu Beginn nicht so schnell möglich, denn man muss hier oft erst mal schauen, wie herum alles in die Ohren gehen muss und zudem kann man die In-Ears durch das kurze Kabel nicht einfach so über die Schultern baumeln lassen. Der durchaus praktische Magnetverschluss wird hier leider ebenfalls nicht geboten, sodass man die In-Ears wie bereits erwähnt, beim Nichtgebrauch am besten im Softcase aufbewahrt.

(Tragekomfort: 3,5 von 5 Punkten)

Bedienung

Nura setzt bei den NuraLoop In-Ears auf eine berührungsempfindliche Oberfläche zur Bedienung. Dies hat den wichtigen Vorteil, dass man sich die In-Ears nicht ins Ohr drückt, wenn man z. B. eine Taste drücken muss. 

Die Touch-Bedienung gefällt mir sehr gut und lässt sich in der App nach den eigenen Vorlieben frei belegen. Dabei kann man pro Seite (rechts und links) definieren, was beim Einmaligen tippen, dem Zweimaligen tippen und bei der kreisenden Bewegung ausgeführt werden soll. Von Werk aus ist der einmalige Tipp an beiden Seiten mit keiner Aktion verknüpft, ich habe daher hier links gewählt, dass der vorherige Titel gespielt werden soll und rechts der nächste Track. Ein zweimaliges Tippen der linke Seite aktiviert/deaktiviert den Social-Mode, sodass man direkt mit dem Umfeld klar und deutlich reden kann, ohne die Kopfhörer ablegen zu müssen. Durch eine kreisende Bewegung kann man wiederum direkt die Intensität des besagten Modus regulieren, je nachdem, in welche Richtung man mit dem Finger kreist. 

Über die rechte Seite führt ein zweimaliges Antippen dazu, dass die Musik pausiert bzw. fortgesetzt wird oder ein angehender Anruf angenommen werden kann. Durch das Kreisen wiederum reguliert man dann die Lautstärke, was wunderbar klappt und mir so deutlich besser gefällt als ein mehrmaliges antippen. Somit bin ich mit der Bedienung sehr zufrieden und kann dabei keine Kritik äußern, da durch Updates, die erschienen sind, alles anfänglichen Fehler bestens beseitigt wurden.

(Bedienung: 4,5 von 5 Punkten)

Klang

Für einen guten Klang ist es wichtig, dass die NuraLoop richtig im Ohr sitzen, denn nur dann wird ein hervorragendes Klangergebnis für eine lange Spielzeit geboten. Der richtige Sitz wird hier übrigens durch die verbaute Elektronik geprüft, daher auch die automatische An-/Ausschaltfunktion. Der Klang überzeugt mich im Test mit einer kraftvollen und ausgeglichenen Wiedergabe, sodass die In-Ears bei zahlreichen Genres gut klingen. Dies gelingt Nura hierbei vor allem durch die automatische Klanganpassung, welche das Klangbild deutlich verbessert, doch wie das ganze funktioniert, erkläre ich etwas später. Dennoch gehe ich hier bei der Klangbeschreibung direkt auf den veränderten bzw. angepassten Klang ein, denn dieser ist bei den NuraLoop eine besondere Funktion bzw. ein wichtiger Bestandteil.

Bei Rockmusik trumpfen die NuraLoop sehr auf, denn hier überzeugen die In-Ears mit einem hohen maximalen Output und einer dabei gut bleibenden detailreichen Auflösung. Des Weiteren gefällt mir die Stereobühne sehr gut, die mit einer präzisen Wiedergabe punktet und die räumliche Wiedergabe stellt ebenfalls einige andere In-Ears in den Schatten. Der Bass ist recht satt und überzeugt mit einer knackigen Wiedergabe, sodass dieser auch in den tieferen Frequenzen positiv Punkten kann, ohne gleich zu übertreiben. Die Mitten sind griffig und überzeugen mit einer blühenden Klangfarbe, von der zahlreiche Instrumente sowie die Wiedergabe von Stimmen und Gesang profitieren, was mir klanglich dann bei Rock- und Popmusik sehr gut gefällt. Zu guter Letzt überzeugen auch die Höhen mit einer sauberen und strahlenden Wiedergabe, sodass die Abstimmung durch die automatische Klanganpassung sehr gelungen ist und sich auf jeden Fall lohnt, durchzuführen. 

Bei der Sprachverständlichkeit beim Telefonieren habe ich nichts zu beanstanden, denn auch hier bieten die NuraLoop Kopfhörer eine sehr gute Sprachqualität, die für eine saubere Stimmwiedergabe sorgt. Dies wurde durch die letzten Updates sehr gut verbessert, sodass die Störgeräusche um einen herum zuverlässig neutralisiert werden, zu denen z. B. Motorengeräusche von Fahrzeugen und das tiefe Brummen in Zügen usw. zählen. Die Latenz beim ansehen von Filmen und Videos haben eigentlich inzwischen alle Hersteller im Griff und so konnte ich auch bei den Nuraloop keine Verzögerungen zischen dem auf dem Smartphone dargestellten Bild und dem Ton, der über die Kopfhörer wiedergegeben wird, feststellen.

(Klang: 4,5 von 5 Punkten)

App

Nura bietet für die NuraLoop In-Ears die kostenlose zur Verfügung gestellte Nura-App (iOS und Android) an, welche einige Funktionen bietet. So kann man hierüber nicht nur nach Updates suchen und diese installieren, sondern auch den besagten Hörtest für die Klanganpassung durchführen. Des Weiteren kann man in den Einstellungen die Belegung bzw. Funktionen der Touch-Oberflächen anpassen und die Ein-/Ausschaltautomatik aktivieren bzw. deaktivieren.

nura
Preis: Kostenlos
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Preis: Kostenlos

Anpassung an das eigene Gehör 

Gleich zu Beginn, wenn man die App heruntergeladen hat und die Kopfhörer gekoppelt hat, wird man gefragt, ob man ein Audio-Profil zur individuellen Klanganpassung vornehmen möchte. Startet man dies, soll man direkt die In-Ears einsetzen, wobei hierbei auch zugleich bestätigt wird, dass diese jeweils richtig Sitzen, was durch die verbauten Sensoren geprüft wird. 

Anschließend startet der automatische Vorgang der Messung, welchen man visuell am Smartphone mitverfolgen kann. Dabei kommt der besondere Clou zum Zuge, denn in diesem Vorgang Werten die In-Ears durch ihre besonders empfindlichen Mikrofone direkt im Gehörgang die sogenannten optoakustische Emissionen aus. Dabei handelt es sich um Schallsignale, die das Trommelfell beim Hörvorgang selbst ausgibt und somit im Innenohr entstehen und über das Mittelohr und den äußeren Gehörgang nach außen abgestrahlt werden. Diese Schallsignale liegen jedoch bei rund 80 dB und daher ist es aktuell ein Alleinstellungsmerkmal am Markt der Kopfhörer, dass hier die optoakustische Emissionen mit hoch empfindlichen Mikrofonen ausgewertet werden, um den Klang perfekt anzupassen. Im Test funktioniert dies hervorragend und man kann direkt im Anschluss des Vorgangs ein Musikstück ohne und direkt auch mit Anpassung anhören, sodass man direkt den Unterschied der Klang-Anpassungen hören kann, was man hier auch auf jeden Fall heraushören kann. 

Auf der Startseite der App kann man dann direkt zwischen dem neutralen Klang, also ohne Anpassung und dem „personalisierten“ wählen. Bei Letzterem ist es dann zudem noch möglich, den „Immersion Mode“ anzupassen. Hierbei wird der Bass via Schieberegler angehoben, um das Klangbild insgesamt druckvoller wiederzugeben. Damit kann man einen sehr eindrucksvollen Bass, der je nach Musik-Genre auch perfekt zur Geltung kommen kann, hören. Ich persönlich habe den Regler jedoch auf +1 gestellt, denen selbst dann bleibt ein sehr guter Hörspaß mit ordentlich Tiefbass und ein Klangbild, welches mir sehr gut gefällt. 

An der Startseite kann man dann zudem noch weiter Hörprofile zeitgleich einmessen bzw. absichert. Die maximale Anzahl beträgt hierbei bis zu 3 Nutzer, sodass man die Kopfhörer z. B. auch mit anderen Familienmitglieder teile könnte. Der Wechsel erfolgt dann direkt in der App, indem man den entsprechenden gespeicherten Namen auswählt. Hierbei ist es auch von Vorteil, dass man die Hörprofile direkt teilen kann, sodass man dies nicht auf jedem Gerät neu einmessen muss. In der oberen rechten Ecke wird einem dann zudem noch der Akku in Prozent angezeigt.

Über die drei Striche oben links gelangt man ins Einstellungsmenü. Hier kann man zum einen das eigene erstellte Konto einsehen, direkt zur Hilfe und dem Support gelangen, einiges über Nura herausfinden oder auch zu den wichtigeren Geräteeinstellungen navigieren. Bei Letzterem kann man direkt ganz oben die Touch-Bedienung nach den eigenen Vorlieben zuordnen, die Seriennummer und Softwareversion einsehen, nach Software-Updates suchen (aktuelle Version 100254) und die Sprachausgabe auf deutsch ändern. Zu guter Letzt kann hier auch die EU-Lautstärkebegrenzung aktiviert werden, sodass die In-Ears maximale auf eine Lautstärke von 85 Dezibel begrenzt werden oder man kann die Ein-/Ausschaltung von automatisch auf manuell umstellen.

(App: 4 von 5 Punkten)

Ausstattung

ANC / Social-Mode

Nura hat die NuraLoop mit einem Noise Cancelling ausgestattet, welches jedoch in der Intensität nicht reguliert werden kann. Dieses liefert jedoch durch den richtigen Sitz eine sehr gute Isolierung von der Umgebung, welche jedoch zugleich auch von einem dezenten Grundrauschen begleitet wird. Funktionsbedingt haben hier Over-Ear Kopfhörer natürlich weiterhin die Nase vorne, aber dennoch schafft es Nura mit den NuraLoop für einen gut abgeschotteten Raum zu sorgen, in welchem tiefe Frequenzen zuverlässig neutralisiert werden. Somit kann man im Straßenverkehr weiterhin Fahrzeuge wahrnehmen, sofern man die Lautstärke nicht zu hoch eingestellt hat, was hier trotz Kopfhörer für eine gewisse Sicherheit sorgt. 

Beim Social Mode handelt es sich um eigentlich um nichts anderes als um Talk True von JBL, denn hier werden durch die kreisenden Bewegungen der Touch-Oberfläche die Umgebungsgeräusche nach Belieben zu einem durchgelassen. Dabei wird der Lärm bzw. das gesprochene von der Person, die mit einem redet, über die verbauten Mikrofone in den Gehörgang eingespeist, sodass man trotzt angelegten In-Ears eine schnelle Kommunikation führen kann. Hat man diesen Modus jedoch am stärksten eingestellt, wird hier vor allem in einem ruhigen Raum das Rauschen sehr verstärkt, was jedoch bei anderen In-Ears mit dieser Funktion ebenfalls der Fall ist, da dies an der Übertragungstechnologie über die Mikrofone liegt.

Akkulaufzeit

Eine genaue Angabe, wie groß der verbaute Akku in den In-Ears ist, macht Nura hier nicht, aber man gibt an, dass bei vollem Akku eine Akkulaufzeit von bis zu 16 Stunden ermöglicht wird. Diese Laufzeit konnte ich bei angenehmer und ausreichend lauter Lautstärke auch problemlos erreichen und daher hat Nura hier nicht zu viel versprochen. Für diejenigen, welche gerne vergessen, den Akku für den nächsten Tag aufzuladen, dürfte auch die integrierte Schnellladefunktion interessant sein, denn dadurch kann man den verbauten Akku bereits nach 10 Minuten aufladen, für eine Wiedergabezeit von gut zwei Stunden aufladen.

Aufgeladen wird der Akku über ein spezielles Ladekabel, welches man am besten nicht vergessen sollte, bei Reisen mitzunehmen, denn hier findet man sicherlich nicht so schnell ein Ersatzkabel. Hierbei handelt es sich nämlich um kein herkömmliches USB-C-Kabel, welches auch von einem anderen Hersteller genutzt wird, sondern um ein USB-A Kabel mit einem speziellen Pin-Adapter. Dieser befestigt sich dank magnetischer Ausführung automatisch mit dem Port am Nackenkabel und das Kabel ist mit gut 30 cm ausreichend lange. Über eine kleine Status-LED, welche durch den Adapter leuchtet, wird dem Nutzer angezeigt, ob der Akku noch lädt bzw. bereits voll aufgeladen ist. Von komplett leer bis voll, vergehen knapp 2 Stunden eine absolut akzeptable Zeit.

Bluetooth

Beim Bluetooth setzt Nura auf den Bluetooth-Standard 5.0, doch die In-Ears können auch mit dem mitgelieferten Audio-Kabel als kabelgebunden Variante genutzt werden. Auch dieses Audio-Kabel ist wie das Ladekabel sehr speziell, denn dieses wird ebenso über den Magnetverschluss an der Mitte des Nackenbands angeschlossen. 

Das Koppeln mit meinem iPhone war absolut identisch zu sämtlichen anderen In-Ears und gelang somit absolut einfach direkt über die Einstellungen->Bluetooth und hier wählt man dann, nachdem man die Kopfhörer ins Ohr eingesetzt hat, „nuraloop …“ aus. Die Bluetooth-Reichweite hat mir im Test gut gefallen, denn diese war zum einen sehr stabil und zudem auch mit gut 15 Metern indoor überraschend hoch.

(Ausstattung: 4 von 5 Punkten)

TEIL 3

bestehend aus „Preis/Leistung“ entspricht 10% der Gesamtwertung

Beschreibung

Der Sitz im Ohr der NuraLoop ist absolut sicher, hier wackelt und verrutscht kaum was. Der Klang ist nach der Klanganpassung sehr ausgewogen und überzeugt mit einer detailreichen Wiedergabe. Das Verfahren, wie Nura hier die Gehörmessung für die Klanganpassung durchführt, ist aktuell noch weit der Konkurrenz voraus und es macht einfach Spaß damit Musik zu hören, denn auch das ANC und der Immersion Mode wissen zu überzeugen.

Preis/Leistung

Definitiv ist die UVP von 229€ nicht gerade wenig Geld, doch inzwischen sind die NuraLoop In-Ears für knapp unter 160€ erhältlich. Dies ist natürlich für ein In-Ear Kopfhörern, welcher nicht komplett kabellos ausgeführt ist, in der heutigen Zeit immer noch recht viel Geld. Dafür hat man hier aber einen sehr sicheren Halt, bei dem nicht so einfach etwas verrutschen kann, bekommt ein gutes ANC geboten und die Klanganpassung ist erstaunlich gut, sodass hierdurch für jeden Hörer ein perfektes Klangbild eingestellt wird. Wer kein Kabel zwischen den Ohrhörern haben möchte, aber alle anderen Funktionen geboten bekommen möchte, muss daher vielleicht zum recht neuen NuraTrue greifen, doch diese In-Ears sind auch vom Preis zugleich teurer, Testen konnte ich diese persönlich aber leider noch nicht. 

Nura Nuraloop

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testr Gesamtwertung

unter Berücksichtigung aller Teilwertungen

 Wir bedanken uns beim Hersteller für die Bereitstellung des Produktes. Zu unseren Grundsätzen

Link zum Hersteller: technics.com/de/

Yamaha YH-L700A

In aller Kürze

Mit dem YH-L700A hat Yamaha einen besonderen Bluetooth Over-Ear Kopfhörer im Angebot, der zum einen durch sein komplett anderes Design wie bei der Konkurrenz besticht, aber auch durch die rundum überzeugende klangliche Leistung überzeugen kann. Diese sollte jedoch bezüglich des Preises auch nicht wirklich anders sein, denn den preislich liegt der Kopfhörer nochmals deutlich über dem hervorragenden Sony WH-100XM4 und Bose Noise Cancelling Headphones 700.

Das Noise Cancelling abreitet recht zuverlässig, auch wenn hier die Konkurrenz noch etwas besser ist. Des Weiteren bekommt man hier Funktionen wie z. B. Listening Optimizer, Listening Care und 3D Sound Field geboten, welche sich gut lesen, aber meiner Meinung nach ohne hochwertiges Wiedergabematerial keinen Sinn machen. Dennoch handelt es sich beim Yamaha YH-L700A um einen klanglich, sehr starken Kopfhörer, der technisch und vom Design sehr interessant ist, aber schlichtweg auch zugleich keineswegs günstig ist.

Gefällt uns

  • guter Tragekomfort
  • gute Akkulaufzeit
  • solides Noise Cancelling
  • gutes Klangbild
  • 3D Sound und Headtracking
  • AAC und aptX-Support

Gefällt uns weniger

  • Ohrpolster nicht wechselbar
  • recht hohe Preis

Yamaha YH-L700A

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TEIL 1

Bestehend aus „Verpackung/Design/Verarbeitung“ entspricht 25% der Gesamtwertung

Verpackung

Yamaha liefert den YH-L700A in einer recht informativen Verpackung aus, welche zum einen das Produkt zeigt und zudem über die wichtigsten Funktionen informiert. Man setzt hier auf eine bunt bedruckte, stabile Hauptverpackung, welche in einer schwarz/grauen Umverpackung mit den besagten Aufdrucken von der Seite eingeschoben wurde. Verschlossen wird das ganze durch ein Yamaha-Siegel aus Karton.

An der Vorderseite der Umverpackung erblickt man einen Teil des Kopfhörers, genauer gesagt einen Ausschnitt, bei dem man die äußere linke Ohrmuschel gezeigt bekommt. Im Hintergrund kann man einen Drummer (Schlagzeuger) erkennen, typisch für Yamaha Audio. Im unteren Rand wiederum kann man den die Modellbezeichnung des Kopfhörers lesen, man bekommt die Siegel Hi-Res-Audio, Bluetooth und aptX gezeigt und neben der Akkulaufzeit mit 3D-Sound von bis zu 11 Stunden und 34 Stunden mit ANC, aber ohne 3D-Sound. Auf Letzteres der integrierten Noise-Cancelling-Funktion wird natürlich ebenfalls hingewiesen. An der Rückseite wiederum wird einem der Yamaha YH-L700A nochmals etwas kleiner, aber dafür ausführlicher dargestellt und man bekommt hier zudem eine Auflistung der Ausstattungsmerkmale und Funktionen gezeigt. 

Zieht man die Hauptverpackung aus der Umverpackung heraus, erblickt man eine farbenfrohe, stabile Aufbewahrung. Diese ist an der Front mit dem Satz „Bring you closer to the Artist“, ein von Yamaha Audio gern verwendeter Slogan, wenn es um Audio Produkte geht. Klappt man die Hauptverpackung, welche magnetisch verschlossen wird von rechts nach links auf, erblickt man direkt einen dünnen Einleger, der einem kurz den Lieferumfang zeigt, wie der Kopfhörer aufgeladen wird und wie das Koppeln funktioniert. Entnimmt man diesen Einleger, findet man darunter das hochwertige Aufbewahrungs-Case, in dem sich der Yamaha YH-L700A befindet. Im Deckel unter der Stofftasche hat Yamaha dann noch der Zubehör verstaut, zu welchem ein ausreichend langes Klinken-Kabel, ein kurzes USB-A auf USB-C Ladekabel und ein Flugzeugadapter zählen. Unter dem Kunststoffeinleger, in welchem das Case liegt, findet man dann noch die üblichen Beipackzettel, welche jedoch im Alltag kaum benötigt werden.

(Verpackung: 3,5 von 5 Punkten)

Design

Der Yamaha YH-L700A besteht zum Großteil aus einem solide verarbeiteten und angenehmen anfühlenden mattschwarzen Kunststoff. Der angenehm weich gepolsterte Kopfbügel und die Außenseiten der Hörschalen sind wiederum mit einer schwarz/graue Stoffbespannung versehen worden, was ein wenig den Retro-Look mit sich bringt. Die beiden Ohrmuschel sind dann wieder, wie es bei Over-Ear Kopfhörern üblich ist angenehm weich gepolstert und mit einem Kunstleder überzogen. Vom Design geht Yamaha hier definitiv mal einen etwas anderen Weg, wie man es von den ganzen anderen Herstellern gewohnt ist, denn die Ohrmuscheln sind nicht oval, wie es häufig der Fall ist, sondern äußerlich eher als rechteckig zu bezeichnen.

Beim Kopfhörer handelt es sich um ein geschlossenes Modell, sodass Außengeräusche durch die Ohrpolster und einen sauberen Sitz deutlich reduziert werden. Der Vorteil daran ist, dass man bei diesen Modellen ungestört Musik hören kann, da so gut wie kein Ton nach außen bzw. ebenso nach innen gelangt, was bei einem offenen Modell komplett anders wäre. 

Durch die an beiden Seiten beweglich gelagerten Hörmuscheln, welche zudem jeweils um etwas mehr als 90° gedreht werden können, lassen sich die Kopfhörer nicht nur kompakt verstauen, sondern zugleich machen diese dadurch auch jegliche Kopfbewegung mit. Hierbei ist mir jedoch aufgefallen, dass der Spalt zwischen dem Bügel und den Ohrmuscheln etwas zu gering bemessen wurde, sodass die Ohrmuscheln beim Drehen etwas dezent Quietschen, was man jedoch beim Alltäglichen tragen, keineswegs hört. Damit der Kopfhörer platzsparend im Case verstaut werden kann, können die Ohrmuscheln jedoch nicht nur eingedreht, sonder auch eingeklappt werden.  

Die wichtigen Elemente, welche regelmäßig beansprucht bzw. bewegt werden, sind, wie man es bei dieser Preisklasse erwarten kann bzw. sollte aus robustem Metall gefertigt worden. Zu diesen zählen unter anderem der Verstellmechanismus des Kopfbügels, welcher schön säuberlich einrastet, die Ohrmuschel-Aufhängung und der innere Kern im Kopfband. An beiden Außenseiten der Ohrmuscheln wurde hochwertig ein metallisches Yamaha-Logo in der Stoffbespannung eingebracht und im Übergang vom Stoff zum Kunststoff finde man hier an beiden Seiten einen länglichen Schlitz, in welchem ein dezentes Lochgitter sitzt. Dahinter verstecken sich die Mikrofone, welche unter anderem fürs ANC genutzt werden.

(Design: 4 von 5 Punkten)

Verarbeitung

Der Yamaha YH-L700A ist keineswegs billig verarbeitet, er macht trotz Kunststoff-Gehäuse einen sehr angenehmen, langlebigen und stabilen Eindruck. Die Bügelverstellung rastet so wie ich es mir wünsche, sehr sauber ein und die Polster sowie das Kopfband sind wie bereits erwähnt angenehm weich. Gut gefällt mir hier zudem, dass man auf keine Touch-Bedienung setz, denn dies funktioniert bei Over-Ears oftmals nicht immer zuverlässig. Jedoch habe ich gerade bei den Steuertasten, welche an der Außenseite etwas eingelassen wurden, ein Kritikpunkt, denn hierbei fällt es mir etwas schwer, diese immer zu ertasten. Diese hätten nach meinem empfinden definitiv etwas erhabener ausgeführt werden können, sodass diese schneller ertastet werden können. Der Druckpunkt passt wiederum, sodass jeder Befehl durch ein sauberes Klicken bestätigt wird.

Wie es in der Branche inzwischen üblich ist, besteht der Ohrpolster-Bezug nicht aus echtem Leder, sonder man setzt hier auf ein sogenanntes PU-Leder. Dabei handelt es sich um ein Kunstleder Imitat, welches sich sehr weich anfühlt und sehr robust ist. Schade ist hier nur, dass die Ohrpolster nicht ausgetauscht werden können.

(Verarbeitung: 4 von 5 Punkten)

TEIL 2

bestehend aus „Funktion des Produktes“ entspricht 65% der Gesamtwertung

Kopfhörer-ArtOver-Ear In-Ear Kopfhörer
KategorieBluetooth Kopfhörer (Bluetooth 5.0)
FarbeSchwarz
Akkuintegriert, Lithium-Ionen-Akku
Akku Kopfhörer: 34 h (mit ANC) 11 Stunden (mit ANC und 3D-Sound)
Ladezeit bis komplett aufgeladen: 3,5 Stunden
Gewicht 330 Gramm
Materialbis auf die stärker beanspruchten Bauteile (Scharniere und Bügel), komplett Kunststoff und einigen Stoff Applikationen.
KonnektivitätBluetooth 5.0 Audio-Codec: SBC, AAC und aptX. Unterstützte Profile: A2DP, AVRCP, HFP, HSP
Treiber40 mm Treiber (links und rechts)
Frequenzbereich8–40.000 Hz
Treiberempfindlichkeit bei 1 kHz/ 1 mW (dBkeine Angaben
Impedanz (Ohm)keine Angaben
LieferumfangYamaha YH-L600A Over-Ear Kopfhörer
1 x USB-C-Ladekabel
1 x Transportetui
1 x Audiokabel
1 x Flugzeugadapter
die üblichen Beipackzettel
Technische Daten des Yamaha YH-L600A

Tragekomfort

Durch die Kombination aus weicher Polsterung, sowohl beim Kopfband, als auch der beiden Ohrmuscheln, von denen Letztres nicht nur durch ein Gelenk schwenkbar ist, sondern auch dreh- und klappbare, ergibt sich ein hervorragender Tragekomfort. Zugleich kann durch das eindrehen der beiden Hörer und das zusätzliche einklappen von einem der ganze Kopfhörer platzsparend im mitgelieferten Transportcase verstaut werden. Ist man viel zu Fuß unterwegs, ist es mir ein wenig aufgefallen, dass der Kopfhörer je nach Kopfform und eingestellter Größe auch gerne etwas dazu neigt, nach vorne zu verrutschen. Die Aussparungen für die Ohren ist nicht die Größte, aber noch absolut akzeptabel, als Besitzer von großen Ohren kann es hier je nach Empfinden etwas eng werden, aber wirklich ein unangenehmer Druck ansteht hier dennoch nicht. Ich hatte schon Kopfhörer im Test (Sennheiser HD 4.50 BTNC) die weit aus weniger Platz für die Ohren geboten haben. 

Die Bügelverstellung und die beweglich gelagerten Ohrmuscheln ermöglicht mit insgesamt 13 Raster eine ausreichende Möglichkeit, den Kopfhörer an die Kopfform anzupassen. Zugleich ist der Anpressdruck genau passend, sodass sich der Druck durch die weichen Poster sehr angenehm rund um die Ohren verteilt wird.

Mit einem Gesamtgewicht von 338 Gramm (selbst gewogen, Hersteller gibt 330 Gramm an) gehört der Yamaha YH-L700A definitiv nicht zur leichteren Sorte, denn hier hatte ich bereits Kopfhörer mit knapp über 250 Gramm in den Händen. Dennoch muss ich klar sagen, dass man hier das höhere Gewicht im Alltag weder im Rucksack verstaut, noch beim Tragen auf dem Kopf merklich spüren kann bzw. dass es stört keineswegs.

Für Brillenträger würde ich die Yamaha YH-L700A wie viele andere Over-Ear Kopfhörer weniger empfehlen, denn hier kann zum einen der permanente Druck auf die Brillenbügel etwas unangenehm werden und zudem erreicht man hierdurch ein etwas weniger gutes ANC, da die Kopfhörer dann mit den Polstern nicht mehr sauber den Bereich um die Ohren abdecken. Somit gelangen Geräusche, die man eigentlich nicht beim Musikhören mitbekommen möchte, ungestört ins Gehör, was definitiv nicht gut ist.

Für sportliche Tätigkeit würde ich den Over-Ear Kopfhörer schon allein aufgrund seiner Bauweise weniger empfehlen. Schließlich deckt dieser die Ohren komplett ab und man bekommt kaum noch kühle Luft an die Ohren. Des Weiteren ist hier der Halt nicht 100 % sicher, sodass man den Kopfhörer zwar definitiv nicht verlieren wird, aber er wird je nach Sportart etwas verrutschen, was eine häufige Nachjustierung mit sich bringen würde.

(Tragekomfort: 4 von 5 Punkten)

Bedienung

Beim Yamaha YH-L700A setzt man auf keinerlei Touch-Bedienung, also weder auf eine reine Form, noch auf eine Hybrid-Nutzung, sondern ausschließlich auf echte Drucktasten. 

An der linken Ohrmuschel gibt es recht wenig Bedienelemente, nämlich nur eines, welches etwas versteckt ist und einen Anschluss, daher fange ich hier auf dieser Seite an. Beim besagten Anschluss handelt es sich um eine nach unter gerichtete 3,5 mm Klinkenbuchse, falls man den Kopfhörer lieber via Kabel nutzen möchte z. B. an einem Verstärker oder am Smartphone, sofern dieses den Anschluss noch besitzt. Nach hinten gerichtet, unter der beweglich gelagerten Achse der Ohrmuschel findet man zudem dann noch das erwähnte Bedienelement, bei dem es sich um eine gut mit dem Daumen steuerbare ANC-Funktionstaste handelt. Damit kann man zwischen ANC, dem Transparenzmodus und alles „Aus“ wechseln. Das war es auch schon, weiter zur anderen Hörmuschel mit einigen weiteren Anschlüssen und mehreren Steuerungstasten.

Als Anschluss finden wir hier an derselben Position wie an der linken Seite einen USB-C Anschluss, über welchen der Akku im Inneren mit Strom versorgt wird. Bei den Daumentasten gibt es nun direkt zwei Stück, eine also die weiter untere dient zum Ein-/Ausschalten des Kopfhörers und zugleich durch längeres gedrückt halten, um den Pairing-Modus zu starten, damit man den Kopfhörer mit einem neuen Gerät koppeln kann. Direkt darüber ist dies DSP-Raumklang-Taste, mit dieser kann man sozusagen eine Art Equalizer hinzuschalten, dabei wird einem bei jedem Tippen der nun ausgewählte Modus auf Englisch angesagt.

An der Außenfläche der rechten Ohrmuschel gibt es dann noch drei Tasten (spürbare Markierungen), welche in einer kleinen lederartigen Oberfläche eingelassen wurde. Dabei handelt es sich mittig um die Funktionstaste, welche zugleich für mehr Funktionen genutzt wird. Beim Musikhören wird darüber die Musik pausiert und beim erneuten Betätigen wieder am selben Punkt fortgesetzt. Geht ein Telefonanruf ein, kann dieser darüber angenommen werden, aber auch ebenso beendet werden und möchte bzw. kann man grade nicht ans Telefon gehen, genügt es, die Taste 2 Sekunden betätigt zu halten. Zudem kann darüber auch auf den am Smartphone integrierten Sprachassistenten zugegriffen werden. Mit den beiden äußeren Tasten wird dann die Lautstärke reduziert bzw. erhöht. Hier handelt es sich beim Tragen hinten um die leiser und vorne um die lauter Taste. Betätigt man eine der Tasten für ca. 2 Sekunden, springt man bei der vorderen einen Titel vor und bei der anderen einen Musiktitel zurück. 

Die Steuerung funktioniert somit sehr gut und absolut ohne Fehler. Lediglich die Lautstärke muss man so leider durch mehrmaliges Antippen regulieren, denn hält man die Taste länger gedrückt, springt man zum nächsten Titel, aber im Alltag hat das mehrfache Tippen keineswegs gestört.

(Bedienung: 4 von 5 Punkten)

Klang

Wie üblich für Over-Ear Kopfhörer setzt Yamaha beim YH-L700A auf einen 40 mm Treiber auf jeder Seite, soweit nichts Außergewöhnliches. Den Frequenzbereich, welchen diese Treiber abdecken, soll laut Yamaha bei 8 Hz–40 kHz liegen, dies ist etwas aus der Norm, denn hier liegt schon die Vermutung Nahe, dass der Kopfhörer recht kräftige Bässe bieten kann, schließlich sind es normalerweise meist 20 Hz- 20kHz. Bezüglich der Impedanz macht Yamaha jedoch keine Angaben, ich vermute jedoch, dass wir hier bei den üblichen 16 bis 32 Ohm liegen, sodass hier eine kabelgebunden Musikwiedergabe via Smartphone problemlos möglich ist (sofern euer aktuelles Smartphone noch einen Klinkenanschluss besitzt).

Yamaha wirbt hier beim YH-L700A mit einem Hi-Res-zertifizierten Klang, doch hierauf würde ich definitiv keinen allzu großen Wert legen, denn bei der Bluetooth-Wiedergabe ist Hi-Res aufgrund der hohen Bitrate, welche hierfür benötigt wird, keineswegs möglich. Die maximale Lautstärke des Yamaha YH-L700A ist viel mehr als ausreichend, man kann den Kopfhörer so laut aufdrehen, dass man die Musik selbst ohne das Aufsetzen klar und deutlich versteht, sodass ich es definitiv nicht versucht habe, den Kopfhörer dabei zu tragen, denn dann brauche ich in nächster Zeit sicherlich keinen Kopfhörer mehr testen. Also vom max. Output sind genug Reserven da, und wer es sehr laut mag, ist hier genau richtig.

Bei den Audio-Codecs wird neben dem Standard SBC auch die hochwertigen Codecs AAC und aptX voll unterstützt, sodass alle in den Genuss von verlustfreier Musik kommen können. Prinzipiell kann man den Kopfhörer logischerweise auch komplett ohne die kostenfreie „Yamaha Headphones Controller“ App auf das Smartphone installiert zu haben, nutzen. Man kann darüber dann alle Funktionen bequem in der App aktivieren oder ändern, aber eigentlich kann man das wichtigste wie die ANC-Steuerung, die Klanganpassung usw. direkt am Kopfhörer vornehmen.

Klanglich hat Yamaha den YH-L700A ihr gut abgestimmt, der Kopfhörer kommt mit ordentlich Power daher und in diese entfaltet sich bei gehobener Lautstärke sehr gut, wovon der Kopfhörer mehr als genug Reserven hat. Denn wie bereits erwähnt besitzt der Yamaha YH-L700A einen enorm hohen max. Output. Der Bass bietet einen sehr ordentlichen Tiefgang, ist energiereich und punktete mit druckvollen und präzisen Bässen. Die Mitten trumpfen vor allem bei der Stimmwiedergabe sehr hervor, egal ob beim Gesang oder bei Hörbüchern, doch von den guten Mitten profitieren auch sämtliche Instrumente, egal ob es die Gitarre ist, die Trompeten oder ob es die klassischen Streichinstrumente sind, sie entfalten sich klanglich hervorragend. Zudem punktet Yamaha hier auch bei den Höhen mit einer detailreichen Wiedergabe, die auch filigran sein können, aber hin und wieder auch etwas zur nervös und schrill klingen. Letzteres ist seltener der Fall, aber je nach gewähltem Musikstück bzw. Musik-Genres kommt dies eben vor.

Bei der Stereobühne kann der Yamaha YH-L700A sehr breit, sodass alle Instrumente sehr gut geortet werden können und man voll und ganz ins Musikstück eintauchen kann. Die Raumeffekte sind daher gut hörbar und gefallen mir sehr gut, sodass man kurz und knapp klar sagen kann, Yamaha hat hier vom Klang sehr viel richtig gemacht. 

Beim Telefonieren konnte ich meine Gesprächspartner sehr deutlich und klar verstehen und auch meine eigene Stimme wurde hier sehr verständlich für mein/e Gesprächspartner-/innen übertragen. Ebenso gibt es bei der Latenz keine Kritik, sodass es keine Verzögerung zwischen Bild und Ton gibt, aber dies haben in Zeiten von Bluetooth 5.0 eigentlich alle Hersteller in den Griff bekommen.

(Klang: 4,5 von 5 Punkten)

App

Der Yamaha YH-L700A kann wie bereits erwähnt, problemlos auch ohne die App genutzt werden, jedoch macht es dennoch Sinn, diese aufs Smartphone (Android oder iOS) zu installieren und auszuprobieren, denn ein paar Funktionen davon sind recht nützlich.

Headphones Controller
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Zum einen wird einem nämlich nur in der App der Akkustand in Prozent angezeigt und außerdem kann man nur darüber die Funktionen „Listening Care“ und „Listening Optimizer“ an-/ausschalten, nach Firmware-Updates suchen und diese dann aufspielen. Zudem kann man auch nur über die App die Sandy-Zeit einstellen, also nach wie langer Zeit ohne zuspielen von Musik usw. der Kopfhörer automatisch ausgeschaltet werden soll.   

Dabei gelangt man direkt bei Starten der App auf eine Seite, wo einem der Kopfhörer mit der Akkuanzeige in Prozent dargestellt wird. Darunter kann man dann direkt 3D-Sound aktivieren, zwischen den Surround-Modi´s wählen und das Head-Tracking aktivieren bzw. deaktivieren. Tippt man auf dem Pfeil nach rechts, kann man dann noch die Funktion: Listening Care, Listening Optimizer und zwischen ANC usw. wechseln. Im letzten Menü lässt sich dann zudem noch die automatische Abschaltung einstellen, welche von Werk aus bei 30 Minuten steht. Tippt man auf die drei Striche in der linken oberen Ecke, kann man zudem noch nach eventuellen Firmware-Updates suche oder direkt zum Handbuch (online) navigieren.

App: 4 von 5 Punkten)

Ausstattung

ANC/Ambient Sound

Der Yamaha YH-L700A wurde mit einem aktiven Noise Cancelling ausgestattet. Hierbei kann man entweder direkt am Kopfhörer oder in der App zwischen ANC, dem Ambient-Sound-Modus oder alles „Aus“ wechseln. Beim Ambient-Sound-Modus werden wie üblich die Außengeräusche um einen herum automatisch über die außen angebrachten Mikrofone in den Hörkanal bzw. die Ohrmuscheln eingespielt, so wie man es von vielen andren Herstellern ebenso kennt. Regulieren lässt sich das ANC jedoch z. B. nicht, also weder über die App noch am Kopfhörer, hier gibt es dann entweder „an“ oder „aus“ mehr nicht.

Das ANC sorgt zuverlässig für einen ungestörten Musikgenuss, sowohl bim ruhigen daheim chillen, indem hierbei wenig Grundrauschen herrscht, als auch unterwegs, wenn es etwas lauter um einen herum ist. Die Nebengeräusche werden mittelmäßig bis gut herausgefiltert, sodass das ANC auch hier gut arbeitet, aber z. B. die Geräusche der Tastatur oder das sprechen von Sitznachbarn gelangt hierbei weiterhin, wenn auch reduzierter ins Gehör. Das Positive ist, man hat hier beim Tragen kein Unterdruckgefühl, jedoch hat auch dieser Kopfhörer das typische ANC-Problem mit Windgeräuschen, dass diese sich aktuell nicht vermeiden lassen und ein hörbares bzw. teilweise auch störendes Rauschen eingespielt wird.

3D-Sound + Headtracking

Für die 3D Sound-Funktion setzt Yamaha auf sogenannte DSP-Algorithmen. Damit wirkt die Kopfhörersteuerung bzw. die Technologie im Inneren dem eigentlichen Klang des Kopfhörers bzw. des Treibers entgegen. Hier merkt man sehr gut, dass Yamaha auch Verstärker entwickelt, denn dies Technologie kombiniert man hier sogar noch mit dem Headtracking.

Je nach gewählten DSP-Modus verändert sich die Musik mit abgeschaltetem Headtracking schon sehr. Hier wirkt dann je nach Modi die Musik räumlicher und eben kurz gesagt ein wenig mehr dreidimensionaler. Ja, nach Musikquelle macht es hier vielleicht Sinn, eine der Modis „Cinema, Music Video, Drama, Outdoor Live, Audio Room, Concept Hall zu wählen, aber ich bevorzug einen neutralen Klang, so wie dieser von den Treibern wiedergegeben wird und daher habe ich hier das „DSP“ durch längeres gedrückt halten der 3D-Taste abgeschaltet. Nutzt man hier jedoch Dolby Atmos oder 360 Audio-Formate, dann kann das Feature wiederum sicherlich sehr gut funktionieren, aber ich glaube, dies werden die wenigsten nutzen.

Das Headtracking kennen einige unter euch, sicherlich auch von Apples Kopfhörer. Ist diese Funktion aktiv, prüft der Kopfhörer permanent die Ausrichtung des Kopfes über die inter verbaute Beschleunigungssensoren, um somit die Stereomitte parallel zur Kopfbewegung mitzuführen. Dies mag sich zwar sehr toll anhören, aber beim alltäglich Musikhören ist es mehr störend, da z. B. beim schräg liegen, die Musik dann auf einem Ohr präsenter ist als auf dem anderen. Daher ist das Feature schon sehr nice, denn es funktioniert auf jeden Fall aber dann eben nur, wenn man speziell dafür ausgelegte Dateien anhört, sodass man sich damit vielleicht wie bei VR in einer virtuellen Welt bewegt und auch den Klang real nur dort hört, wo dieser herkommt. Im Alltag macht es jedoch nicht wirklich Sinn, diese Funktion zu aktivieren.

Listening Care und Listening Optimizer

Listening Care wirkt unabhängig zur eingestellten Lautstärke, hierbei passt der Kopfhörer in Echtzeit die Musik an die Umgebung an, sodass man nicht wie sonst häufig einfach nur die Lautstärke erhöht, wenn die Umgebung einen stört, sondern der Kopfhörer bzw. dessen Technologie passt gezielt den Bereich an, der darunter leidet. Somit soll der Hörer geschützt werden, also daher auch der Begriff Care, denn wenn man einfach nur die Lautstärke erhöht, ist dies nicht gut für das Gehör. Effektiv schaut es bei mir jedoch so aus, dass bei diesem Modus und einer lauteren Umgebung vorrangig der Bass angehoben wurde, was ich mir so nicht gewünscht habe, daher habe ich diese Funktion deaktiviert.  

Bei Listening Optimizer setzt Yamaha auf die intern verbauten Mikros, welche alle 20 Sekunden die Abdichtung und den Luftaustritt in der Hörmuschel messen. Dabei wird die Wiedergabe in Echtzeit optimiert, sodass die daraus gemessene Abweichungen zwischen Quelle und der tatsächlichen Hörsituation ausgeglichen werden. Veränderungen konnte ich dabei jedoch nicht bemerken, aber da bei mir die Kopfhörer hervorragend sitzen, kann es auch gut sein, dass es hier nichts zu verbessern gibt. 

Zubehör

Yamaha liefert den YH-L700A in einem sehr stabilen und hochwertigen Aufbewahrungs-Case aus. Dieses sieht optisch recht hübsch aus und fühlt sich auch hochwertig an. Es wurde rundum mit robustem Kunstleder bezogen, der Reissverschluss läuft flüssig, genau so, wie es sein soll. Im Inneren findet dann zudem nicht nur der Kopfhörer im eingeklappten und eingedrehten Zustand Platz, sondern auch der komplette Zubehör (Ladekabel, Klinkenkabel und Flugzeugadapter).

(Ausstattung 4 von 5 Punkten)

Bluetooth

Yamaha setzt beim YH-L700A auf das zeitgemäße Bluetooth 5.0, mit dem Standard Audio-Codec SBC mit einer niedrigeren Bitrate und AAC, sowie aptX zwei hochwertigeren Codec, welcher von Apple-Devices (AAC) und Android-Smartphones (aptX) unterstützt wird. Die Bluetooth-Reichweite liegt bei knapp 11 bis 13 Metern, sodass ihr das Smartphone problemlos im Zimmer lassen könnt ohne das direkt die Verbindung verloren geht.

Zum Koppeln mit einem neuen Device betätigt man den Power-Button für 5 Sekunden und daraufhin bestätigt den erfolgreichen Vorgang das blau/rote aufblinken der Status-LED sowie die Stimme über den Kopfhörer teilt einem das ganze ebenfalls mit. Man kann dabei bis zu 8 Geräte mit dem Kopfhörer verbinden, natürlich nicht zeitgleich, aber so, dass sich die Geräte bzw. der Kopfhörer automatisch mit diesen Geräten verbinden. Ab den 9 Gerät wird das älteste Gerät, welches als erstes verknüpft wurde, automatisch gelöscht.

(Bluetooth: 4 von 5 Punkten)

Akkulaufzeit

Beim YH-L700A verspricht Yamaha eine maximale Akkulaufzeit von bis zu 34 Stunden bei aktiviertem Noise Cancelling. Aktiviert man hier zusätzlich noch den 3D-Sound-Modus wird die Laufzeit nochmals deutlich reduziert und zwar auf max. 11 Stunden.

Die angegebene Laufzeit hängt natürlich von zwei Faktoren ab, zum einen, wie hoch ihr die Lautstärke eingestellt habt und ob ihr ANC und die anderen Funktionen nutzt oder nicht. Im Großen und Ganzen kam ich zusammengerechnet auf knapp über 32 Stunden Akkulaufzeit mit aktiviertem ANC und einer etwas leicht angehobenen Lautstärke habe aber dabei die zusätzlichen Funktionen wie 3D-Sound usw. allesamt deaktiviert.

Sobald der Akku des Kopfhörers leer sein sollte, dauert es für eine komplette Aufladung knapp 3,5 Stunden. Eine Schnellladefunktion hat man jedoch nicht integriert, was jedoch im Betracht der max. Akkulaufzeit auch nicht wirklich notwendig ist. 

(Akkulaufzeit: 4,5 von 5 Punkten)

TEIL 3

bestehend aus „Preis/Leistung“ entspricht 10% der Gesamtwertung

Beschreibung

Der Yamaha YH-L700A liefert Yamaha ein Pedant zu den Apple AirPods Max ab, die gut mit diesen mithalten können. Der Vorteil des Kopfhörers aus dem Hause Yamaha ist wiederum, dass man hier nicht an die Hardware bzw. Software von Apple zurückgreifen muss, sondern die speziellen Funktionen mit vielen Quellen nutzen kann.

Die 3D-Klanganpassung ist Yamaha sehr gut gelungen und verbessert den Klang je nach Audio-Quelle sehr gut. Doch dadurch kann die Musik sehr beeinflusst werden, sodass Musiktitel anders wiedergegeben werden, wie man es kennt, aber vielleicht so, wie man es bevorzugt. Das Headtracking ist sehr interessant und würd beim VR sehen sicherlich Sinn machen, aber im Alltag stört es mich leider zu sehr.

Das ANC ist sehr gut gelungen und beeinflusst keineswegs das Klangbild. Dafür wiederum ist das ANC zwar für die meisten Zwecke absolut ausreichend, kommt aber nicht an das der Apple AirPods Max oder des Sony WH-1000XM4 ran.

Preis/Leistung

Der Yamaha YH-L700A kann im Test ganz gut überzeugen. Das ANC ist gut, aber kommt dennoch nicht ganz an das vom Sony WH-1000XM4 und Co. heran. Der Funktionsumfang beim Yamaha YH-L700A ist sehr ordentlich und es wird einem hier klanglich und auch vom Tragekomfort ein sehr guter Kopfhörer geboten.

 Kritik wäre wir jedoch der Preis, denn mit eine UVP von 549€ ist der Kopfhörer nicht günstig, auch wenn dieser inzwischen bei einigen Shops für gut unter 480€ gelistet wurde, was immer noch kein Schnäppchen ist. Am Ende muss man somit für den Kopfhörer, welcher zwar gut klingt und viele Extras bietet, ordentlich in die Tasche greifen, hat aber dafür ein etwas schlechteres ANC als beim günstigeren Modell von Sony usw.

Yamaha YH-L700A

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testr Gesamtwertung

unter Berücksichtigung aller Teilwertungen

 Wir bedanken uns beim Hersteller für die Bereitstellung des Produktes. Zu unseren Grundsätzen

Link zum Hersteller: https:de.yamaha.com

Ecovacs Deebot T9 AIVI

In aller Kürze

Beim Ecovacs Deebot T9 AIVI handelt es sich um den aktuellen Nachfolger des Ecovacs Deebot Ozmo T8 AIVI, welcher im Jahr 2020 auf den Markt gekommen war und den ich ausführlich getestet hatte. Anders als die Ecovacs Modelle ohne die Bezeichnung AIVI, besitzt der T9 AIVI wie bereits sein Vorgänger an der Front eine Kamera, über welche dieser eine erweiterte Objekterkennung spendiert bekommt. 

Wie bereits der Vorgänger kann mich auch dieses Modell im alltäglichen Gebrauch absolut überzeugen. Die Saugleistung ist selbst bei Tierhaaren hervorragend, was an der neuen Ausführung der Hauptbüsten liegt, denn hier setzt Ecovacs nun auf ein Doppelt-Walzen-System, welche nicht als Bürsten, sondern gummiartig ausgeführt wurden. Ebenfalls gehört weiterhin die Navigation zu Ecovacs stärken, den der Ecovacs Deebot T9 AIVI navigiert sehr zuverlässig und reinigt dabei alle Stellen gründlich. Die zusätzliche Kamera ist hierbei ebenso sehr praktisch, denn diese erkennt Gegenstände und umfährt diese, statt diese unter Umständen vor sich herzuschieben. 

Kritikpunkte wären hier z. B. der etwas zu kleine Staubauffangbehälter, den gerade bei einem Haushalt mit Tieren ist dieser recht schnell voll und zudem sind die neuen Gummi-Walzen etwas lauter als die alte Version mit normalen Bürsten. 

Gefällt uns

  • sehr einfache Einrichtung
  • sehr gute Saugleistung auch bei Tierhaaren
  • hervorragende Navigation
  • gute Wischfunktion
  • Erkennt Hindernisse zuverlässig
  • gute Akkulaufzeit

Gefällt uns weniger

  • etwas lauter als der Vorgänger
  • Schmutzbehälter für Tierhaare etwas klein
  • Preis

Ecovacs Deebot T9 AIVI

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TEIL 1

Bestehend aus „Verpackung/Design/Verarbeitung“ entspricht 25% der Gesamtwertung

Verpackung

Sowohl die Verpackungsart als auch deren Design ist so weit beim neuen Ecovacs Deebot T9 AIVI, absolut identisch zum Vorgängermodell, dem Ecovacs Deebot Ozmo T8 AIVI. Dies ist auch so weit logisch, denn man setzt hier beim Saugroboter selbst auf den exakt selben Formfaktor und auch der Lieferumfang ist fast exakt gleich. Somit hat Ecovacs auch diese Verpackung wieder mit einer praktischen Transportschlaufe versehen, welche es ermöglicht, den kompletten Saugroboter mit seinem Lieferumfang bequemer zu transportieren.

Rund um die Verpackung hat Ecovacs einige Bilder zum Produkt aufgedruckt und zudem kann man rundum auch einige Informationen zum Ecovacs Deebot T9 AIVI lesen. Daher könnte man sich selbst im Laden, wo der Saugroboter ausgestellt wird, recht gut über das Produkt informieren, sofern dieser nicht in der etwas neutraleren Verpackung ausgestellt wird, denn diese verrät weniger zum Produkt. 

Direkt nachdem man die Verpackung von unten nach vorne bzw. nach hinten hinweg aufgeklappt hat, erblickt man ein Kartonage-Einleger, in dem man sämtliche Bedienungsanleitung, Beschreibungen mit Hinweisen und die Kameraabdeckung findet. Mit Letzterem kann man dann logischerweise die Kamera abkleben, muss dabei aber zugleich auf deren Funktion verzichten. Unter dem Einleger findet man dann direkt den Ecovacs Deebot T9 AIVI, welcher sicher von Schaumstoff umhüllt wurde und zum Schutz nun nicht mehr mit Folie umhüllt ist, sondern in einem schöneren Stoffbeutel verstaut wurde, während die empfindlicheren Bauteile wie die Stoßdämpfer mit einem Schaumstoffeinsatz zum Schutz fixiert wurden. 

Direkt unter dem Ecovacs Deebot T9 AIVI bzw. dem Schaumstoff, in welchem dieser fixiert wurde, findet man nach dessen Entnahme das restliche Zubehör, welches sehr übersichtlich und sicher verstaut wurde. In dem Karton mit dem Ecovacs Aufdruck verbirgt sich die elektronische Wischplatte inkl. Wassertank mit insgesamt zwei Wischtüchern. Die kleine Gratis-Probe des „bot Clean“ Mittel, welches man in den Wassertank geben kann, legt Ecovacs hier leider nicht mehr bei. Im Zentrum findet man dann noch die beiden Seitenbürsten, welche einfach angesteckt werden, und darunter kann man schon gut die Ladestation erkennen, neben der sich im linken Karton das zugehörige Netzkabel befindet. 

Der Staubauffangbehälter und die Blende für den Betrieb ohne Wassertank sind bei der Auslieferung bereits am Saugroter an der entsprechenden Stelle angebracht und wie gewohnt findet man unter der Abdeckung der Abdeckung des Ecovacs Deebot T9 AIVI weiterhin das kleine Reinigungswerkzeug, mit dem man die Bürste usw. leichter reinigen kann. Beim Lieferumfang war ich jedoch abgesehen von dem fehlenden Reinigungsmittel auch etwas überrascht, dass Ecovacs auch den Ersatzfilter für den Staubbehälter nicht mehr beilegt, welcher beim Vorgängermodell noch enthalten war.

(Verpackung: 4 von 5 Punkten)

Design

Ecovacs setzt bei allen Saugrobotern auf das klassische runde Design, welches sich gut bewährt hat und das Gehäuse ist bei diesem Modell komplett in Schwarz gehalten. Es gibt hier z. B. auch Neato und einige weitere Hersteller, welche auf die sogenannte D-Form setzen, doch gerade für verwinkelte Räume haben sich die runden Modelle stärker durchgesetzt bzw. bewährt. 

Die Saugroboter mit einer D-Form haben den Vorteil, dass die Hauptbürste hier nicht mittig, sondern fast ganz vorne sitzt und zudem deutlich breiter ist als die kleinere Brüste zwischen den Rädern bei runden Saugrobotern. Somit reinigt ein Saugroboter mit einer D-Form den Raum etwas schneller, da dieser eine breitere Reinigungsspur besitzt und zudem kommen diese Modelle rein von der Bürste betrachtet, besser in die Ecken ran. Hierbei helfen dem Roboter auch die kleinen rotierenden Seitenbürsten, welche den Staub aus den Ecken herausholen und zur großen rotierenden Bürste mit der Absaugung befördern. Doch dafür hat die D-Form Probleme bei engen und verwinkelten Bereichen, sodass diese gerade in diesen Beriechen nicht ganz so gründlich reinigen.

Bei einem runden Modell, wie es beim Ecovacs Deebot T9 AIVI der Fall ist, welche zudem die Mehrheit unter den Saugrobotern ausmacht, sieht das Ganze etwas anders aus. Man könnte meine, dass ein runder Saugroboter weniger gut in die Ecken kommt, doch hierfür setzen die Hersteller auf zwei rotierenden Seitenbürsten wie bei einem D-Modell, die lange ausgeführt sind und somit den Staub aus den Ecken zur Mitte des Saugroboters befördern. Dies funktioniert so weit im Alltag inzwischen bei den Top-Modellen hervorragend, sodass diese die gründliche Reinigung der Ecken mit einer wendigen (kompakteren) Form kombinieren, sodass daraus eine sehr gründliche Reinigung resultiert.

Die Größe des Ecovacs Deebot T9 AIVI ist wie bisher gehabt, sodass auch das neue Mitglied im Durchmesser knapp 35 cm einnimmt und in der Höhe inkl. Laserabdeckung 9,3 cm hoch ist. Das Gesamtgewicht beträgt knapp unter 4 Kilogramm, was ebenfalls positiv ist, denn bei mehrstöckigen Häusern, muss man den Saugroboter von unten nach oben transportieren, daher ist es gerade für Frauen wichtig, dass der Saugroboter nicht allzu schwer ist.

Beim Material des Gehäuses setzt Ecovacs wir gewohnt auf Kunststoff, der Werkstoff, der hier eigentlich auch am sinnvollsten ist, da dadurch ein Saugroboter preislich natürlich deutlich günstiger Angeboten werden kann und zudem auch ausreichend robust ist. Der Ecovacs Deebot T9 AIVI ist ein eleganter und recht schöner Saugroboter, sodass dies definitiv kein Modell ist, welches man, wenn man Besuch hat, verstecken muss. Die Kunststoff-Oberfläche wurde wie beim Vorgänger mit einem matten Oberflächenfinish ausgeführt, sodass der Roboter eben nicht nur hochwertiger wirkt, sondern auch deutlich weniger Staub anzieht als die ebenfalls oft auf dem Markt erhältlichen Hochglanz-Modelle.

Ebenso wie bereits beim Vorgängermodell gibt es natürlich auch beim Nachfolger die bereits gewohnte Klappe an der Oberseite, welche knapp 2/3 der gesamten Oberfläche einnimmt. Unter dieser Klappe findet man alle Dinge wie bereits beim Ecovacs Deebot Ozmo T8 AIVI und dies exakt in der gleichen Anordnung, da es sich hier zum Großteil um dasselbe Gehäuse handelt. Somit versteckt sich unter der Abdeckung neben dem Staubbehälter direkt darüber noch der rote Hauptschalter zum Ein- und Ausschalten des Roboters und daneben ein Sync-/Reset-Knopf. Dieser kleine Reset-Knopf wird dafür benötigt, den Saugroboter später beim Einrichtungsvorgang mit dem Wi-Fi zu verbinden bzw. um diesen mit einem neuen Netzwerk zu koppeln. Das praktische kleine Reinigungstool ist natürlich ebenfalls weiterhin im Lieferumfang enthalten und hilft dabei, mit den feinen Bürsten die verstaubten Elemente leichter zu reinigen und mit der Klinge, welche an der Rückseite integriert wurden, kann man z. B. die langen Haare von Frauen usw. besser von den Bürsten entfernen. 

Direkt vor der Klappe mit dem Staubbehälter usw. befindet sich weiterhin der für die präzise Navigation unerlässliche Laserdistanzsensor (LDS). Dieser sorgt zum einen dafür, dass der Roboter die Wände bzw. Konturen von Möbeln usw. nicht nur für euch in der App darstellt, sondern auch für sich selbst nutzt, sodass dieser damit präziser navigieren kann und nicht per Zufall im Zickzack reinigt. Beim Ecovacs Deebot T9 AIVI ,setzt Ecovacs nicht nur auf den bewerten LDS, sondern zusätzlich auch auf die bereits vom Vorgänger gut bewährte Kamera an der Front. Damit gelingt Ecovacs eine sehr präzise Navigation durch die eigenen Räumlichkeiten und der Clou an der Kamera ist, dass dieser dadurch z. B. selbst den Hausschuhen, welche im Weg liegen, ausweicht, was bei anderen Modellen nicht der Fall ist, da diese, sofern der Stoßdämpfer nicht ausgelöst wird, die Gegenstände einfach vor sich herschieben. 

Neben der besagten LDS-Abdeckung, befindet dann auch noch wie vom Vorgänger gewohnt, der Ein-/Ausschaltknopf, mit welchem man z. B. den Reinigungsvorgang manuell starten bzw. stoppen kann, alternativ geht dies natürlich auch direkt und sehr komfortable über die App. An der Front verläuft dann wie gewohnt zu den Seiten hinweg der besagte Stoßfänger, mit welchem der Ecovacs Deebot T9 AIVI durch sanftes Anfahren z. B. den Rand der Räume anfährt oder auch sonstigen Hindernissen (Stuhl-/Tischbeine usw.) erkennt. Im Zentrum des Stoßfängers befindet sich dann zudem hinter einer Schutzscheibe die besagte Kamera, welche beim Navigieren helfen soll, aber zudem auch als mobile Überwachungskamera genutzt werden kann, dazu später weitere Details.

Betrachtet man den Ecovacs Deebot T9 AIVI von unten, erkennt man direkt die einzige direkt ersichtliche Veränderung, welche jedoch für einen großen Unterschied bei der Reinigungsleistung sorgt. Hier befinden sich im Zentrum nämlich nun direkt zwei gummierte Walzen, was zuvor beim Vorgänger noch einen mit Bürsten versehen Kunststoffwalze war. Diese Technologie bzw. die Bürsten werden von Ecovacs AeroForce® Multi-Surface-Bürsten genannt. Diese neuen Gummibürsten sollen jede Art von Fußboden und auch Teppiche optimal reinigen und zudem wickeln sich darum nicht so leicht die Haare, was auch dafür sorgt, dass der Saugroboter sehr gut für Tierhaare geeignet sein soll.

Vorne an der Front findet man dann die kleine schwarze Ausgleichsrolle und direkt daneben die beiden Ladekontakte, mit welchen der Saugroboter zum Aufladen auf die Ladestation fährt und somit der Akku im inneren aufgeladen wird. Rund um den Gehäuserand befinden sich dann insgesamt 6 Sturzsensoren, damit der Saugroboter keine Treppen herunterfährt. Davon befinden sich zwei direkt vor den Ladekontakten und je zwei Weitere auf der höhe der Räder auf der rechten und linken Seite.

Vor den gefederten Rädern sind die beiden seitlichen rotierenden Büsten angebracht. Diese müsst ihr jedoch beim Kauf des Ecovacs Deebot T9 AIVI selbst anbringen, was wiederum kein Problem ist, da diese nur gesteckt werden. Zu guter Letzt ist an der Rückseite noch der Wassertank eingeschoben, welcher mit Wasser gefüllt wird und durch das Anbringen des Wischtuchs dafür sorgt, dass nicht nur gesaugt, sondern auch feucht gewischt wird.

(Design: 4,5 von 5 Punkten)

Verarbeitung

Die Verarbeitung des Ecovacs Deebot T9 AIVI ist wieder einmal hervorragend. Das Gehäuse besteht aus einem hochwertigen matten Kunststoff, welcher robust wirkt und sich zudem sehr gut anfühlt. Sämtliche Elemente, egal ob Wassertank, Staubauffangbehälter lassen sich wunderbar einsetzen und wieder entnehmen, ohne dass man Angst haben muss, dass die Halte- bzw. Klipp-Elemente abbrechen. Ebenso wurde daran gedacht, dass alle Bürsten und Elemente, um welche sich während des Saugens gerne Haare herumwickeln, komplett ohne zusätzliches Werkzeug entfernt werden können, da hierbei alles gesteckt oder via Schiebemechanismen gesichert wird.

(Verarbeitung: 4 von 5 Punkten)

TEIL 2

bestehend aus „Funktion des Produktes“ entspricht 65% der Gesamtwertung

StromversorgungAkku
Akku-ArtLi-Ionen (5.200 mAh)
NavigationSmart-Navigation 2.0 mit Lasernavigation und Kameraerkennung AIVI 2.0 und Puffer
FarbeSchwarz
Lautstärkezwischen 50 bis 67 dB (je nach eingestellter Saugstufe und ob mit oder ohne elektronischer Wischplatte)
Hauptbürstezwei gegenläufige Gummibüsten
Formklassische runde Form mit zwei Seitenbürsten
Betriebszeitbis zu 2,5 Stunden bzw. 200 m²
SensorenHebesensor; Sturzsensoren und automatische Teppicherkennung, Kamera zum erkennen von Objekten
Maße35,00 cm x 9,3 cm (Durchmesser x Höhe)
Gewicht3,9 kg
LieferumfangEcovacs Deebot T8 AIVI Saugroboter
Ladestation
2x Seitenbürsten
1x Staubbehälter
2 waschbare Wischtücher
Wischplatte (elektronisch; inkl. Wassertank)
2x Hochleistungsfilter (ist bereits im Staubbehälter eingebaut)
Benutzerhandbuch
1x Reinigungswerkzeug
1x Kameraabdeckung
Technische Daten des Ecovacs Deebot T9 AIVI

Ersteinrichtung und Inbetriebnahme 

Die Ersteinrichtung des Ecovacs Deebot T9 AIVI ist weiterhin sehr einfach gestaltet und sollte somit von jedem zu Meistern sein. Direkt nachdem man den Saugroboter ausgepackt hat, kann man die beiden Seitenbürsten montieren und anstelle des Füllstücks an der Rückseite den Wassertank mit elektronischer Wischplatte einsetzen und daran ein Wischtuch anbringe, sofern man auch feucht wischen möchte. Die Seitenbürsten können übrigens nicht vertauscht werden, da diese von Ecovacs entsprechen unterschiedlich farbig ausgelegt wurden.

Der Staubauffangbehälter muss nicht mehr eingesetzt werden, da dieser bereits von Ecovacs eingesetzt wurde. Man sollte dann natürlich sofern wie bereits erwähnt auch gewischt werden sollt, zuvor noch den Wassertank mit Wasser auffüllen, den trocken funktioniert das ganze natürlich nicht. Neben dem Saugroboter muss natürlich auch die Ladestation entsprechend platziert werden, dies sollte jedoch eine geeignete Stelle sein, welche nicht direkt in einer Ecke seht, sodass der Saugroboter die Ladestation gut finden kann.

Prinzipiell kann man den Ecovacs Deebot T9 AIVI auch ohne die vom Hersteller kostenfrei zur Verfügung gesellte App verwenden, aber sofern man einen Reinigungsplan nutzen, über alles benachrichtig werden möchte oder auch No-Go-Zonen erstellen will, ist die App zwingende erforderlich. Das Reinigen ohne App geht hier sehr einfach, dazu muss man lediglich die Klappe öffnen, den Schieberegler auf „Ein“ stellen und dann den Knopf an der Oberseite neben dem Sensor betätigen. Dieselbe Taste führt auch dazu, dass man den Reinigungsvorgang jederzeit stoppen kann. Wirklich Sinn macht der Ecovacs Deebot T9 AIVi jedoch meiner Meinung nach nur, wenn man diese mit der App nutzt, denn nur so kann man auch neben den bereits erwähnten Punkten Firmware-Updates installieren usw.

Die Einrichtung über die App erfordert selbstverständlich etwas mehr Zeitaufwand, aber insgesamt hält sich dies absolut in Grenzen. Bei der Einrichtung kann man direkt die App „Ecovacs Home“ starten bzw. zuvor aufs Smartphone laden, verfügbar ist diese kostenfrei für iOS und Android im jeweiligen AppStore. Danach muss man, sofern man noch einen Account besitzt, zuerst eine neuen erstellen, dafür ist eine E-Mail-Adresse und ein selbst ausgedachtes Passwort notwendig. Anschließend landet man auf der Einrichtungsseite, wo es um die Einrichtung des Saugroboters geht. Dafür wählt man diesen entweder selbstständig aus den dargestellten Geräten aus, oder man klickt einfach oben auf „Zum Hinzufügen QR-Code scannen“. Diesen zu scannenden QR-Code findet man direkt unter der Klappe, neben dem Hauptschalter.

Nun geht es darum, den Ecovacs Deebot T9 AIVI mit dem eigenen WLAN zu verbinden. Dazu erst einmal den kleinen grauen Reset-Knopf neben dem Hauptschalter für eine Sekunde drücken, bis der Saugroboter ein Signalton von sich gibt, von Werk aus sollte diese den entsprechenden Ton jedoch nach wenigen Sekunden von sich geben. Anschließend sollte man wie in der App beschrieben in die WLAN-Einstellungen gehen und erst einmal das Netzwerk mit dem Namen „ECOVACS_….“ Auswählen. Danach geht es zurück in die App und wählt hier das heimische WiFi-Netz aus und gibt das dafür benötigte Passwort ein, dies wurde bei mit jedoch automatisch vom Smartphone übermittelt. Anschließend kommt die Meldung in der App, dass die Verbindung bzw. Einrichtung mit dem Smartphone erfolgreich war, und schon hat man den vollen Zugriff auf alle Funktionen des Ecovacs Deebot T9 AIVI.

(Ersteinrichtung und Inbetriebnahme: 4,5 von 5 Punkten)

Reinigungsleistung

Bei der Reinigungsleistung liefert der Ecovacs Deebot T9 AIVI ein sehr gutes Ergebnis ab und ist nochmals ein wenig besser als die des Vorgängermodells. Hierfür müssen zum einen die neuen Bürsten an der Unterseite sorgen, die im Alltag gründlicher den Schmutz aufsammeln und zudem wurde die max. Saugkraft gegenüber des Deebot Ozmo T8 AIVI verdoppelt und zwar auf 3.000 Pa. Die beiden Reinigungswalzen laufen gegeneinander, sodass der Schmutz hervorragend aufgenommen werden kann, aber man kann diese auch gegenläufig arbeiten lassen, sodass verhindert wird, das Kabel usw. eingefangen werden. Ich muss jedoch ehrlich zugeben, selbst das Vorgängermodell hat sehr gut gereinigt, aber mit dem neuen Modell gelingt dies eben nochmals um einiges besser. Das tolle dabei ist auch zugleich, dass sich bei den neuen Walzen sehr wenige Haare um die Walze wickeln, was bei den bisherigen Walzen nicht der Fall war, diese musst man regelmäßig von den langen Haaren befreien. 

Da sich die Reinigungsleistung meiner Meinung nach aus der intelligenten Navigation und der Saug- und Wischleistung zusammensetzt, möchte ich dies hier wie gewohnt bei einem Saugroboter-Test in mehrere Unterkategorien unterordnen.

Navigation

Beim Deebot T9 AIVI setzt Ecovacs auf den sehr überzeugend rotierenden Laser-Sensor an der Oberseite. Dieser misst um sich herum permanenten, während der Saugroboter reinigt den Abstand zur nächsten Wand und dies in alle Richtungen. Daraus erstellt der Saugroboter dann eine virtuelle Karte der eigenen Räumlichkeiten und zudem wird das ganze hier beim Ecovacs Deebot T9 AIVI noch von der zusätzlichen Kamera an der Front unterstützt.

Durch diese Kamera, welche nur in den AIVI-Modellen zum Einsatz kommt, sind diese Saugroboter-Modelle in der Lage, auch Gegenstände, welche andere Roboter unter Umständen vor sich herschieben würden, zu erkennen. Die Kombi aus Laser-Sensor und Kamera führt dazu, dass der Roboter sehr genau seinen Standort in den Räumlichkeiten erkennt und somit auch Bescheid weiß, wo er schon war und noch reinigen muss.

Bei der grundlegenden Navigation unterscheidet sich der neue intelligente Ecovacs Deebot T90 AIVI eigentlich kaum von den Modellen ohne Kamera, denn rein von der Navigation ist der Ablauf identisch. Startet man die Reinigung, unterteilt der Roboter die Wohnung bzw. größere Räume im Haus automatisch in mehrere kleine Bereiche bzw. Sektoren. Diese umfährt dieser dann an der Wand komplett herum, bis der äußere Bereich einmal komplett umfahren und dabei gereinigt wurde. Direkt danach beginnt dieser dann den inneren Teil in geraden Bahnen abzufahren, sofern dazwischen keine Hindernisse sind. Sind diese vorhanden, dann umfährt dieser diese selbstverständlich, dies trifft bei dem AIVI-Modell auch auf Spielzeuge, Socken, Hausschuhe usw. zu, was durch die zusätzliche Kamera an der Front ganz gut gelingt. Dies funktioniert zwar nicht immer zu 100 % zuverlässig, aber dennoch muss ich hier klar sagen, dass der Saugroboter vorsichtiger an die Gegenstände heranfährt als ein normaler Saugroboter ohne die AI-Funktion.

Die Navigation während des Reinigungsvorgangs ist meine Meinung nach eine der Besten, die ich bisher beobachten konnte. Der Roboter weiß durch den ersten kompletten Reinigungsvorgang, bei dem man vorher alle Gegenstände wie Schuhe usw. entfernt hat jederzeit, wo sich diese gerade beim Reinigen befindet. Somit lässt dieser, auch wenn es manchmal so aussieht, keinen Bereich aus, schließlich kommt dieser im Laufe der Reinigung zu dem zuvor ausgelassenen Bereich zurück und schließt damit die komplette Reinigung ab.

Nach der Reinigung bzw. auch während dessen kann man in der App Live auf der Karte verfolgen, wo der Saugroboter bereits seine Bahnen gezogen hat und wo dieser noch nicht war. Sollte es zu Problemen kommen, bei denen es passiert, dass der Roboter sich festfährt, kann man in der App ganz einfach die entsprechenden Bereiche bestimmen, welche dieser zukünftig nicht mehr befahren soll. Dies kann z. B. das Holz-Ablagefach unter dem Holzkamin sein oder ein Stuhl in der Ecke, unter den dieser kommt, jedoch gelegentlich Probleme hat, wieder heraus zu navigieren. 

Wie inzwischen bei zahlreichen anderen Saugrobotern muss man sich beim Ecovacs Deebot T9 AIVI keinerlei Sorgen machen, dass dieser bim Reinigen versehentlich Treppen herunterfährt, denn hierfür hat Ecovacs an der Unterseite ausreichend Sensoren untergebracht, welche dies Genua verhindern sollen. Dadurch erkennt diese einen Abgrund und bremst davor ab und fährt diesen an der Kante entlang ab. Durch genau diese Sensoren kann es jedoch wie bei zahlreichen anderen Saugrobotern zu Problemen mit Teppichen kommen. Habt ihr z. B. einen weißen Boden und einen dunklen kurzhaarigen Teppich, dann passiert es meistens, dass die Sensoren dies als Abgrund erkennen und der Roboter somit nicht über bzw. auf den Teppich fährt. Dies ist jedoch bei zahlreichen weiteren Saugrobotern auch der Fall und hängt sehr von eurem Boden und dem Kontrast zum Teppich ab.

Hindernisüberwindung

Ebenso wichtig wie eine gute Navigation ist auch die Hindernisüberwindung. Schließlich habe sicherlich einige unter euch z. B. einen Teppich im Haus liegen und diesen sollte ein Saugroboter überfahren können, denn nicht jeder Teppich ist eben kurz mal weggeräumt und nicht jedes Mal möchte man dies vor der Reinigung machen.

Damit der Ecovacs Deebot T9 AIVI damit keine Probleme hat, setzt Ecovacs hier weiterhin auf die bereits sehr gut bewährte Antriebstechnik, durch welche es für den Roboter kein Problem ist, Hindernisse bis zu einer Höhe von 2 cm zu überwinden. Damit dies jedoch problemlos gelingt, sollte die Kante leicht abgerundet sein, denn bei harten Kanten ist schon bei gut 1 bis 1,5 cm Schluss. 

Sofern man das Wischsystem OZMO™ Pro 2.0 nutzt, also den im Lieferumfang enthaltene Wassertank samt Wischtuch an den Saugroboter andockt, erkennt der Saugroboter aufgrund der verbauten Elektronik automatisch die Teppiche und überfährt in diesem Zuge dann keine Teppiche mehr, da diese in diesem Fall natürlich nicht sinnvoll wäre. Möchte man wiederum auch, dass der Saugroboter die Teppiche überfährt, muss man die Wischplatte entfernen und dann das Füllstück einsetzen. Danach saugt der Saugroboter auch Teppiche ab und erhöht automatisch auf diesen die Saugleistung, sodass der Schmutz draus effektiver herausgeholt werden kann.

Saugleistung

Der Ecovacs Deebot T9 AIVI hat in meinem Test eine sehr gute Saugleistung bzw. ein sehr gutes Reinigungsergebnis erzielt. Kein Wunder, denn Ecovacs hat die maximale Saugleistung gegenüber dem Vorgängermodell verdoppelt und zwar auf 3.000 Pa. Dies ist schon eine ordentliche Leistung, wenn ich zurückdenken, wie gut schon der T8 AIVI im Test bezüglich seiner Saugleistung überzeugen konnte. Die erhöhte Saugleistung liegt jedoch auch zum Großteil an den neu entwickelten Bürsten an der Unterseite, hier setzt Ecovacs wie bereits erwähnt auf zwei Gummiwalzen, die gegeneinander laufen und somit den Schmutz perfekt aufnehmen sollen. Dieser hervorragenden Saugleistung kann ich auch zustimmen, der Ecovacs Deebot T9 AIVI saugt unter all die Saugroboter, die ich getestet habe und auch von Bekannten kennengelernt habe, mit abstand am besten. 

Der alltägliche Hausstaub auf glatten Böden ist für die wenigsten aktuellen Saugroboter ein Problem. Daher reinigt der Ecovacs Deebot T9 AIVI sämtliche Arten von Hartböden wie z. B. Fließen, Parkett, Vinyl usw. sehr gründlich und hat hier keinerlei Probleme. Erfreulich ist hier zudem, dass sich die neuen Walzen sehr bewährt haben, denn die Haare meiner Frau verwickeln sich darin kaum. 

Bei Teppichen haben jedoch einigen Saugroboter etwas Problem und holen hier den Staub nicht ganz so perfekt heraus. Hierbei hat mich der Ecovacs Deebot T9 AIVI jedoch ebenfalls absolut überzeugt, denn auch hier zeigen die neuen Doppelwalzen, die gegenläufig laufen und die erhöhte Saugkraft eine sehr gründliche Reinigung. Bisher kenn ich hier kein Saugroboter, der auf Hartböden und Teppichen so gründlich gesaugt hat.

Die Saugleistung kann in der App weiterhin wie gewohnt in mehrere Stufen (Leise, Standard, Maximal und Maximal+) selbst bestimmt werden. Von Werk aus ist hier Standard eingestellt, was auch bei den meisten Böden und Situationen die ideale Saugstufe ist. Je nach festgelegter Saugleistung erhöht sich selbstverständlich auch die Lautstärke des Roboters, doch gerade die beiden Stufen Leise und Standard kann man getrost auch dann nutzen, wenn man gerade zuhause ist. 

Die automatische Teppicherkennung wurde selbstverständlich auch im neuen Ecovacs Deebot T9 AIVI integriert und sorgt somit weiterhin dafür, sofern aktiviert, dass der Saugroboter beim befahren von Teppichen völlig automatisch die Saugleistung erhöht und beim Verlassen auch ebenso wieder reduziert.

Wischfunktion

Die Wischfunktionen, welche in einem Saugroboter integriert wurde, kann grundsätzlich nicht das Wischen mit dem Wischmopp ersetzen, denn bei den meisten Geräten wird lediglich das Wischtuch, welches permanent leicht befeuchtet wird, nur hinterhergezogen. Beim Ecovacs Deebot T9 AIVI ist die Technik jedoch wie bei einigen anderen aktuellen Geräten etwas vielversprechender, denn hier kommt weiterhin die Ozmo Pro-Technologie zum Einsatz, welche jedoch nicht mehr im Produktnamen auftaucht, da diese inzwischen zum Standard geworden ist.

Dabei ist des bei diesem Modell so, dass hier nicht mehr zwei Wischplatten zum Einsatz kommen, sondern nur noch eine und zwar die besser, welche vibriert und nicht nur hinterhergezogen wird. An der Wischplatte die elektronisch zum Vibrieren gebracht wird, ist dann das im Lieferumfang enthaltene Wischtuch befestigt und wird permanent befeuchtet. Durch die Vibration entsteht etwas mehr Druck bzw. Reibung auf die Böden, sodass ein Teil der Verschmutzungen wirklich besser gelöst wird als bei einer starren Wischplatte. Das Ergebnis der Wischfunktion ist sehr gut, sodass hier selbst teils stärkere Verschmutzungen zuverlässig entfernt werden.

Nachteil der elektronischen Wischplatte ist jedoch logischerweise, dass der Deebot T9 AIVI durch diese nochmals deutlich lauter ist. Hier liegt der Unterschied bei knapp über 15 bis 20 dB, was dementsprechend schon einiges ist, schließlich gilt hier, dass 10 dB mehr gut doppelt so laut bedeutet. Sollte man zu Hause sein und den Roboter mit der elektronischen Wischplatte laufen lassen wollen, dann kann ich hier jedenfalls abraten, denn dies ist akustisch zu laut, sodass man damit im Hintergrund nicht Fernsehen kann oder Ähnliches.

Die Wasserdurchflussmenge des 180 ml Wassertank kann man in der App selbst konfigurieren, dabei steht die Option: niedrig, Mittel, Hoch und sehr Hoch zur Auswahl. Für eine Wohnfläche von knapp 40 m² reicht der Wassertank aus, aber möchte man ein komplettes Haus reinigen bzw. eine normale große einer Wohnung, dann muss man hier auf jeden Fall das Wasser zwischendurch nachfüllen. 

Durchaus sinnvoll ist es, die bereits erwähnte automatische Teppicherkennung des Deebot T9 AIVI zu aktivieren. Dadurch müssen nämlich Teppiche und Fußmatten vor dem Wischen nicht unbedingt weggeräumt werden, sondern der Saugroboter erkennt diese automatisch und umfährt diese. Dafür nutz der Deebot T9 AIVI die Sensoren an der Unterseite zur Teppicherkennung und man muss nicht mal eine „Nicht-Wischen-Funktion“ einzeichnen, dazu aber im Punkt „App“ mehr. Die Wisch-Funktion wird automatisch aktiviert, sobald der Wassertank mit Wasser gefüllt wurde und man die Wisch-Platte angebracht hat. Möchte man nicht das gewischt wird, kann man den Roboter problemlos auch ohne Wassertank laufen lassen bzw. man setzt den Adapter ein, welcher von Werk aus angebracht war.

(Reinigungsleistung: 5 von 5 Punkten)

App

ECOVACS HOME
Preis: Kostenlos
ECOVACS HOME
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Wie bereits im Laufe des Testberichts erwähnt, können sämtliche Einstellungen des Ecovacs Deebot T9 AIVI, mithilfe der umfangreichen App eingestellt werden. Die App ist trotz der zahlreichen Einstellungsmöglichkeiten meiner Meinung nach überschaubar aufgebaut.

Beim Starten der App landet man direkt auf der Übersichtsseite, bei der einem normalerweise alle Ecovacs-Geräte aufgelistet werden. Bei mir ist dies jedoch aktuell lediglich der Ecovacs Deebot T9+. Hier muss man dann, wenn man den Ecovacs Deebot T9 AIVI einrichten möchte, auf das innerer der beiden Symbole am oberen Bereich antippen, sodass man ein neues Produkt einrichten kann. Hierbei kann man dann direkt den QR-Code unter den Deckel des Saugroboters scannen, sodass die App automatisch weiß, welches Produkt man einrichten möchte.

Anschließend wird man Schritt für Schritt durch die Einrichtung geführt, welche sehr ausführlich erklärt wird und ebenso auch in sehr kurzer Zeit durchgeführt werden kann. Hat man hier alles erfolgreich ausgeführt, landet man auf der Übersichtsseite des Ecovacs Deebot T9 AIVI von welcher man z. B. direkt eine automatische Reinigung durchführen kann oder man sendet den Saugroboter direkt zur Ladestation, sofern dieser nicht schon von euch direkt drauf gestellt wurde. Ebenso wird einem auf dieser Seite direkt unter dem Bild des Ecovacs Deebot T9 AIVI angezeigt, dass dieser aktuell online ist und direkt nebenan wird der Akkustand in Prozent angezeigt.

Über die beiden blauen Symbole kann man direkt von der Startseite aus entweder zur „Intelligente Reinigung“ navigieren oder den „Videomanager“ auswählen, je nachdem, ob man Einstellungen am Roboter vornehmen möchte oder diesen als Überwachungskamera nutzen möchte.

Die Funktion „Videomanager“ ist eine durchaus interessante Zusatzfunktion, welche sich durch die Frontkamera am Saugroboter ergibt. Mit dieser Funktion ist es möglich, den Ecovacs Deebot T9 AIVI als mobile- und fernsteuerbare Überwachungskamera nutzen zu können. Somit kann man auch von unterwegs aus, wenn man möchte nach dem Rechten sehen, indem man quasi zu jedem Raum im Haus fährt, sofern diese alle auf einer Etage sind. Zudem kann man darüber bei Bedarf auch über den verbauten Lautsprecher z. B. mit dem/der Partner-/in reden und fragen, ob alles Daheim ok ist. Nutzt man diese Funktion nicht, kann man die von Ecovacs beigelegte Kameraabdeckung aufkleben, damit man hier seine Privatsphäre hat. Während des Ladevorgangs geht diese Funktion übrigens nicht, da die Kamera logischerweise von der Ladestation abgedeckt wird. Dies wird euch jedoch auch am Smartphone angezeigt, denn dies erkennt die Ladestation bzw. der Roboter automatisch.

Wählt man im Startbildschirm intelligente Reinigung aus, dann gelangt man in das Untermenü des Saugroboters. In diesem Menü würde ich direkt den erweiterten Modus aktivieren, dadurch erhält man nämlich noch einmal deutlich mehr Einstellungsmöglichkeiten dazu. Im Menü „Grundeinstellungen“ kann man unter anderem die Saugkraft von „Standard“ auf: Leise, maximal und maximal+ verändern. Bedenken sollte man hier jedoch, dass eine höhere Saugkraft zwar besser saugt, jedoch zeitgleich auch die Lautstärke des Saugroboters erhöht. Im Menüpunkt darunter regelt man die Wasserdurchflussrate, bei der man wie schon erwähnt zwischen dem Standard-Wert „mittel“ auch niedrig, hoch und sehr hoch einstellen kann. Hier könnt ihr eigentlich frei wählen, passt jedoch darauf auf, dass ein Parkettboden nur feucht und nicht nass gewischt werden darf und zudem sollte man auch auf den Hinweis von Ecovacs achten, denn der Hersteller informiert in diesem Menü darüber, dass ein hoher Wasserdurchfluss dazu führen kann, dass der Roboter mit seinen Rändern auf Fliesen wegrutschen könnte. Beim verwenden der elektronisch gesteuerten Wischplatte kann man im Menü „Schrubbmuster“ wählen, ob dieser einen normalen S-fömigen Pendelwischbetrieb (Schnellschrubben) oder den Vor- und Zurück-Pendelwischbetrieb (Tiefenschrubben) ausführen soll. Das Schnellschrubben ähnelt dabei dem normalen Saugen, bei dem der Saugroboter einzelne Bahnen abfährt, während er bei Tiefenschrubben die einzelnen Bahnen doppelt befährt, was somit eine doppelt so gründliche Reinigung ermöglicht.

Beim Punkt Reinigungstuch-Erinnerung kann man aktiveren, dass man per Push-Benachrichtigung informiert wird, das Reinigungstuch an der Unterseite zu entfernen und kurz sauber machen sollte (nach ca. 30 Minuten Wischen), hier setzt Ecovacs zum Glück wieder auf waschbare Tücher, die Einwegtücher, welche beim Vorgängermodell enthalten sind, gehören hier der Vergangenheit an.

Die Auto-Saugkraftverstärkung sollte man im entsprechenden Menüpunkt auf jeden Fall auch aktivieren, sofern man möchte, dass der Roboter diese selbstständig erhöht, wenn dieser auf einen Teppich fährt. Kontinuierliche Reinigung wiederum habe ich ebenfalls aktiviert, da diese meiner Meinung nach besonders sinnvoll ist. Ist nämlich der Akku leer, fährt der Roboter zur Ladestation und setzt die Reinigung fort, sobald dieser wieder voll aufgeladen ist.

Aktiviert man den „Ruhemodus“, dann startet der Roboter weder die eventuell geplanten Reinigungen noch fortgesetzte Reinigungen und auch die Sprachmeldungen sowie Leuchten am Saugroboter sind deaktiviert. Im Menüpunkt darunter kommt man in einer durchaus sinnvolle und von mir häufig genutzt Funktion, die Reinigungsplanung. Dabei kann man nämlich genau bestimmen, an welchen Tagen und welcher Uhrzeit usw. der Deebot T9 AIVI mit der Reinigung beginnen soll bzw. wann dieser z. B. welche Räume zu welcher Uhrzeit bzw. Tagen reinigen soll.

In den restlichen Menüpunkten kann man sich noch anzeigen lassen, wann man den Zubehör reinigen bzw. wechseln sollte das Reinigungsprotokoll einsehen, die Sprachmeldung aktivieren (ganz wichtig, diese von Englisch auch Deutsch umstellen) oder den Saugroboter suchen. Drückt man hier auf das obere rechte Symbol, teilt der Deebot T9 AIVI einem mit, wo dieser gerade ist, indem er durch den verbauten Lautsprecher „ich bin hier“ sagt.

Kartenerstellung

Wie jeder aktuelle Saugroboter mit einem Laserdistanzsensor (LDS) erstellt auch der neue Ecovacs Deebot T9 AIVI automatisch während der Reinigung eine Karte der eigenen Räumlichkeiten. Dabei kann man während bzw. nach dem Saugen unter anderem auch direkt erkennen, wo man z. B. einen Teppich liegen hat oder die Tischfüße bzw. die Stuhlbeine sind. Nach einmaligem Saugen aller Räume hat man somit direkt eine Karte der kompletten Räumlichkeiten im Haus. Anschließend kann man in der Karte jederzeit eine virtuelle Wand, die der Roboter nicht befahren soll, bestimmen oder auch eine Nicht-Wischen-Zone einfügen. Diese Nicht-Wisch-Zone dient dazu, dass der Deebot hier eben nicht die Wischfunktion aktiviert, falls es eben in diesem Bereich aufgrund eines empfindlicheren Bodens nicht ideal wäre. Ebenfalls genial finde ich die Go-To-Zonen, welche ich sehr praktisch finde, denn hier kann ich z. B. versehentlich Mehl oder was anderes in der Küche verschüttet habe, direkt den Saugroboter zum Reinigen an den entsprechenden Punkt schicken. Dasselbe geht übrigens auch im Überwachungsmodus mit dem Videomanager, hier kann man auch dem Roboter mitteilen, dass dieser an einen bestimmten Ort hinfährt, um dort das aktuelle Live-Bild von der Kamera betrachten zu können.

Kommen wir noch zur bereits angedeuteten Erstellung der Mehrgeschosskarten. Diese ist nämlich vor allem für Hausbesitzer von Vorteil, denn somit kann man die tollen Kartenfunktionen auch problemlos auf zwei Etagen nutzen. Um diese Funktion nutzen zu können, muss man jedoch den „Erweiterten Modus“ in den Einstellungen aktiviert haben und es muss die Mehrgeschossreinigung im Menü des Roboters und die Ortung am Smartphone aktiv sein. 

Hat der Saugroboter den ersten Stock, also den Bereich im Erdgeschoss komplett gereinigt und ist wieder an der Ladestation angekommen, erstellt dieser die erste Karte vom Erdgeschoss. Anschließend muss man wie in der Anleitung in der App beschrieben, den Saugroboter inkl. Ladestation in den nächsten Stock tragen und dort aufstellen. Ist der Saugroboter voll aufgeladen, kann man umgehend die Reinigung vom zweiten Stock starten, dies sollte jedoch auch von der Ladestation aus erfolgen. Ist der Roboter auch hier fertig, dann kann man auch dieses Geschoss abspeichern. Anschießend kann man die Karten in der Karten-Verwaltung jederzeit aufrufen und hier virtuelle Wände einzeichnen usw.

(App: 4 von 5 Punkten)

Lautstärke

Die neue doppelt Walzentechnologie bringt leider den Nachteil mit sich, dass der Ecovacs Deebot T9 AIVi etwas lauter als sein Vorgänger. Dies trifft vor allem dann du, wenn der Saugroboter wendet usw. Ich würde es zwar nicht als extreme laut einstufen und auch nicht störend, aber die Walzen sind im Vergleich zum Saugroboter ohne Gummiwalzen hörbar, denn der Ecovacs Deebot T9 AIVI ist z. B. lauter als der fast Identische Ecovacs Deebot T9+.  

Die Lautstärke hängt jedoch auch etwas von der gewählten Saugleistung ab, aber im Schnitt landet der Ecovacs Deebot T9 AIVI bei rund 47 dB ohne Wischplatte und bei bis 70 dB mit normaler Lautstärke und angebrachter elektronischer Wischplatte.

(Lautstärke: 4 von 5 Punkten)

Akkulaufzeit

Damit der Ecovacs Deebot T9 AIVI die Ladestation schnellstmöglich nach dem Ende des Reinigungsvorgangs findet, solltet ihr diesen direkt von der Station aus starten lassen, aber auch in meinem Test, als der Saugroboter wenige Meter von der Station entfernt war, hat dieser die Station recht schnell gefunden. 

Da der neue Deebot T8 AIVI auf derselben Basis wie das Vorgängermodell basiert, besitzt dieser exakt denselben Akku. Dieser ist 5.200 mAh groß und ermöglicht eine Betriebszeit von ca. 2,5 bis 3 Stunden bzw. ca. 200 m². Ob diese reine Arbeitszeit für eure komplette Wohnung bzw. Haus ausreicht, hängt dabei natürlich von euren Räumlichkeiten, also von der Größe eurer Wohnung oder dem Haus und wie verwinkelt diese sind. Habt ihr viele rechteckige Zimmer, welche der Saugroboter nach dem Rand abfahren, möglichst im inneren Feld gerade abfahren kann, dann reicht dies weiter aus, als wenn hier viele Tischfüße usw. im Weg sind.

Sollte der Akku jedoch während des Reinigungsvorgangs fast leer gehen, aber die Etage noch nicht fertig gereinigt sein, dann setzt der Ecovacs Deebot T9 AIVI die Reinigung wie bereits erwähnt nach dem aufladen automatisch fort (sofern in den Einstellungen aktiviert). Für eine volle Akkuladung benötigt der Deebot T9 AIVI knapp 6,5 Stunden, was daran liegt, dass der Akku verhältnismäßig groß ausfällt. Schließlich muss dieser nicht nur den Antrieb, sondern auch die ganzen Sensoren, die Kamera, den Saugmotor, die Reinigungsbürsten und die Wischplatte antreiben. Dies alles braucht einiges an Strom und daher ist dieser große Akku auch absolut wichtig.

(Akkulaufzeit: 4,5 von 5 Punkten)

TEIL 3

bestehend aus „Preis/Leistung“ entspricht 10% der Gesamtwertung

Beschreibung

Der Ecovacs Deebot T9 AIVI bietet eine sehr gute Saugleistung, die mich im Test bei allen Arten von Böden sehr überzeugen konnte. Hier kann das neue Doppel-Walzen-System sehr überzeugen, denn dieses holt den Schmutz perfekt aus dem Teppich und es wickeln sich kaum Haare um die Walzen. Des Weiteren gehört weiterhin auch die Navigation zu Ecovacs stärken, denn der Saugroboter navigiert sehr Präzise durch die Räume und reinigt dabei alle Räumlichkeiten sehr zuverlässig und absolut präzise. Hat man z. B. speilende Kinder, hat auch die Kamera ihre Vorteile, denn diese erkennt z. B. ein Hausschuh oder andere Ding und umfährt diese dann beim Reinigen direkt, ohne diese durch die Gegend zu schieben. Stören könnte jedoch der etwas zu klein geratende Schmutzbehälter, denn dieser ist gerade dann, wenn man z. B. einen Hund zu Hause hat, recht klein, sodass selbst dann, wenn der Roboter bei uns alle vier Tage mit einer Wohnfläche von gut 170 m² putzt, ich dann immer einen komplett vollen Behälter habe. Mit einem Hund ist hier daher schon nach zwei Tagen oder früher der Behälter immer voll.

Preis/Leistung

Für den Ecovacs Deebot T9 AIVI muss man ordentlich in die Taschen greifen, denn Ecovacs hat die UVP wie bereits beim Vorgängermodell mit stolzen 799,00 € angesetzt. Online ist dieser jedoch inzwischen etwas im Preis gefallen, sodass man den Roboter für etwas über 600€ bekommen kann, was immer noch ein stolzer Preis ist. 

Keine Frage, der Saugroboter ist aktuell einer der Besten auf dem Markt, den bei Reinigungsergebnis ist dieser nochmals etwas besser als sein Vorgängermodell. Die Navigation ist sehr präzise, sodass sich der Ecovacs Deebot T9 AIVI auch für komplexere Räume eignet und die Akkulaufzeit ist sehr ordentlich. 

Dafür wiederum bietet die Kamera zwar die Saugroboter den Vorteil, dass dieser Objekte besser umfährt, aber für den Nutzer selbst ist die Kamera vom Funktionsumfang recht eingeschränkt. Hier schicken z. B. andere Saugroboter im Anschluss der Reinigung ein Bild, damit man genau weiß, wo man etwas liegen gelassen hat, was bei Ecovacs nur auf der Karte gezeigt wird. Des Weiteren ist der Saugroboter etwas lauter als sein Vorgänger und der Behälter ist für Haushalte mit Tieren doch recht klein, sodass dieser jedes Mal geleert werden muss.

Ecovacs Deebot T9 AIVI

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testr Gesamtwertung

unter Berücksichtigung aller Teilwertungen

 Wir bedanken uns beim Hersteller für die Bereitstellung des Produktes. Zu unseren Grundsätzen

Link zum Hersteller: https://www.ecovacs.com/de

Yale Linus smart Lock

In aller Kürze

Das Yale Linus Smart Lock macht haptisch einen sehr hochwertigen Eindruck, denn das Smart Lock wurde komplett aus einem massiven Aluminiumgehäuse gefertigt. Im direkten Vergleich zum Nuki Smart Lock 2.0 ist das Modell von Yale deutlich größer, aber auch dieses erledigt im Alltag alle Aufgaben absolut zuverlässig und ohne Fehler. Der Funktionsumfang ist sehr umfangreich, sodass man unter anderem die automatisch Türabschließung zu einer bestimmten Zeit am Abend einstellen kann oder z. B. auch bestimmen kann, dass beim Verlassen des Haus, automatisch die Tür verschlossen und wenn man kommt wieder aufgeschossen wird. In den Einstellungen kann man alle wichtigen Funktionen einstellen und das Schloss setzt auf eine sichere Zwei-Faktor-Authentifizierung, sodass ich mit dem Yale Smart Lock rundum sehr zufrieden bin.

Gefällt uns

  • einfache Nachrüstlösung
  • sehr schnelle und einfache Einrichtung
  • einfache Bedienung
  • angenehm leise
  • mit vielen Diensten kompatible
  • mit Bridge auch von der Ferne steuerbar
  • sehr hochwertig verarbeitet

Gefällt uns weniger

  • keine Akkupack integrierbar
  • etwas teuerer als die Konkurrenz
  • für kompletten Funktionsumfang Yale Connect Wi-Fi Bridge nötig
  • etwas Klobier als die Konkurrenz

Yale Linus smart Lock

Zum Angebot bei

TEIL 1

Bestehend aus „Verpackung/Design/Verarbeitung“ entspricht 25% der Gesamtwertung

Verpackung

Das smarte elektronische Türschloss Linus von Yale kann problemlos einzeln erworben werden, doch wer auch von der Ferne drauf zugreifen möchte, benötigt z.B, die Yale Connect Wi-Fi Bridge und für alle die nicht immer ein Smartphone zur Hand haben, gibt des auch noch das Yale Smart Keypad, mit dem man direkt an der Tür über eine kabellose Tastatur, mit einem Zahlen-Code Zugang ins Haus erlangt.

Ohne die Yale Connect Wi-Fi Bridge kann man somit einfach gesagt nicht von der Ferne aus prüfen, ob die Türe verriegelt ist, und man kann auch spontan keinen Gesten Zugang ins Haus gewähren, z. B. wenn diese vor einem da sind und man diese nicht in der Kälte warten lassen möchte usw. Kurz und einfach gesagt, ohne die Bridge funktioniert das Linus Smart Lock nur auf kurzer Distanz, also nur via Bluetooth und mit der Bridge auch in der Ferne mit WLAN. 

In diesem Test möchte ich euch zum einen das Yale Linus smart Lock und die zusätzlich erhältliche Yale Connect Wi-Fi Bridge vorstellen und in Kürze erscheint dann auch noch ein Testbericht zum ebenfalls zusätzlich erhältlichen Yale smart Keypad.

Yale Linus Smart Lock

Bei der Verpackung setzt Yale auf eine zweiteilige Verpackung, bei welcher wie es üblich der Fall ist, die eigentlich stabile Verpackung von unten in eine rundum bedruckte Umverpackung eingeschoben wurde.

An der Vorderseite präsentierte Yale zum einen schön groß ersichtlich das Linus smart Lock, welches man hier genau in der Farbe präsentiert bekommt, welche man gewählt hat. In meinem Fall ist es daher Schwarz, es gibt das Schloss aber auch in Silber. Zudem erblickt man hier im oberen Bereich selbstverständlich direkt das Herstellerlogo und man kann hier auch die Bezeichnung des smart Lock lesen und zwar in insgesamt 5 Sprachen (Englisch, Deutsch, Französisch, Spanisch und Italienisch). Zudem wird man auf dieser Seite direkt darüber informiert, dass beim Yale Linus smart Lock neben „Hey Google“ auch Amazon Alexa verknüpft werden kann und man kann das smart Lock auch in Apples HomeKit integrieren. Zu guter Letzt wirbt man unten links auch noch mit dem redet Award, welchen das Schloss 2020 gewonnen hat.

An der rechten schmalen Seite wiederum informiert Yale zum einen etwas über die App bzw. schneidet das Thema kurz an. Somit wird einem hier kurz in mehreren Sprachen erklärt, dass man direkt über die App die Tür öffnen bzw. zuschließen lassen kann und über sämtliche Zugriffe usw. informiert wird. Darunter teilt Yale einem den Link zur eigenen Homepage mit, über welche man prüfen kann, ob das smarte Lock mit dem vorhandenen Schließzylinder kompatibel ist und ganz unten wir anhand von kleinen Skizzen gezeigt, was im Lieferumfang alles enthalten ist.

Direkt gegenüber an der linken schmalen Seite der Verpackung wird einem in einem kleineren Bild ein Ausschnitt des Yale Linus Smart Lock und der Bridge gezeigt, während darunter erneut die kompatiblen Assistenten usw. gezeigt werden. Darunter wird auch hier in mehreren Sprachen erklärt, dass für die Steuerung per Sprachassistent und für den Remotezugang die bereits erwähnte Bridge unbedingt erforderlich ist.

Zu guter Letzt zeigt die Rückseite ein Bildausschnitt einer Tür, an der man das Yale Smart Lock angebracht hat. Direkt darunter folgt eine Auflistung in mehreren Sprachen, bei denen Yale die Besonderheiten des Linus smart Lock erwähnt und in der linken unteren Ecke kann man direkt sehen, dass es eine Apple iOS und Android App gibt. Zu den erwähnten Besonderheiten zählen z. B. die Steuerung der Tür ganz einfach via App, sodass man diese Auf- und Zuschließen kann. Der Besitzer wird jederzeit über den Status informiert und dank Auto Lock /Auto Unlock, kann eingestellt werden, ob und wann die Tür automatisch am Abend geschlossen und morgens geöffnet werden soll. Zudem bietet Yale hier eine einfache Montage ohne Bohren und DoorSense sorgt für ein gutes Gewissen, dass man immer prüfen kann, ob man die Tür auch wirklich geschlossen hat.

Zieht man die stabile Hauptverpackung aus der Umverpackung heraus und öffnet diese von unten nach hinten hinweg, dann kann man direkt das mit mehreren Folien geschützte Yale Linus smart Lock sehen, welche hier sicher in einem Zellulose-Einleger eingesetzt wurde. Direkt daneben ist ein kleiner und schön gestalteter Quick-Start-Guide, unter dem man dann noch in einer Aussparung einen kleinen Inbusschüssel zusammen mit dem Magneten (Tür-Kontaktsensor) findet. Unter dem smart Lock findet man dann erneute einen Beipackzettel, welcher einen informiert die „Yale Access“ App auf Smartphone zu laden und einen speziellen 3M Klebestreifen, mit welchem man das Yale Linus smart Lock an der Tür bzw. um das Türschloss befestigen kann, sofern der Türzylinder bündig mit der Tür ist, dazu aber später mehr.

Yale Connect Wi-Fi Bridge

Die Verpackung der Bridge ähnelt vom Design absolut der des Yale Linus smart Lock, denn zum einen handelt es sich hier ebenfalls um eine zweiteilige Verpackung und zudem ist diese auch in denselben Farben gehalten. 

Yale präsentiert auch hier wieder direkt an der Front das in der Verpackung enthaltene Produkt, was in diesem Fall die Bridge ist. Ebenso findet man auch hier wie bereits beim smart Lock an der Front das Herstellerlogo zusammen mit dem Produktnamen in mehreren Sprachen. Rechts von der Verpackung wird dann erklärt, dass die Bridge die bereits erwähnten Funktionen mit sich bringt, sodass die Bridge unter anderem den Support von Sprachassistenten und den Zugriff von unterwegs gestattet. Dasselbe erblickt man auch an der linken Seite, nur dass hier dann zudem andere Bilder ersichtlich sind und an der Rückseite listete Yale auch hier wieder die Vorteile des Produktes auf. Hierzu zählt, dass man von überall aus prüfen kann, ob die Tür verriegelt ist, man erhält Zugriffsberechtigungen und hat die Möglichkeit der Fernüberwachung, sodass man auch von unterwegs Verwandten oder Gästen Zugriff ins Haus gewähren kann.

Im Inneren der Verpackung findet man dann direkt nach dem Öffnen die Bridge vor, welche hier ebenfalls in einem Einleger aus Zellulose eingesetzt wurde, und selbstverständlich sind hier auch die üblichen Beipackzettel enthalten. Da die Bridge direkt in die Steckdose gesteckt wird und mit dem WLAN verbunden wird, sind ansonsten keine weiteren Kabel notwendig.

(Verpackung: 4 von 5 Punkten)

Design

Yale Linus smart Lock

Yale bietet das Linus smart Lock wie bereits im Punkt „Verpackung“ erwähnt, in zwei Farben an, in Schwarz, welches meinem Testgerät entspricht und dann gibt es noch ein silbernes Modell. Anders als z. B. das Nuki smart Lock 2.0 fällt hier direkt beim Yale Linus smart Lock auf, dass diese deutlich größer und schwerer ist, da dieses nicht aus Kunststoff, sondern hochwertigem Aluminium gefertigt wurde. Somit wiegt das smart Lock stolze 623 Gramm inkl. den vier AA-Batterien, was sich im Alltag aber keineswegs als Nachteil auswirkt. Die vier AA-Batterien sind im Lieferumfang enthalten und bereits im smart Lock eingesetzt, hier muss lediglich der kleine Kunststoffstreifen entfernt werden, dass der Stromkreislauf nicht mehr unterbrochen wird. Die Maße des Yale Linus smart Lock betragen 150 mm in der Höhe, 58 mm in der Breite und ebenso 58 mm in der Tiefe. 

Das Yale Linus smart Lock wird zusammengesetzt geliefert, indem man hier die beiden Haltesegmente an der Rückseite nach außen zieht, kann die Montageplatte vom smart Lock entfernt werden. Diese Montageplatte kann man dann später auf zwei Arten an der Tür befestigen, indem man diese entweder anschrauben oder aufkleben, dazu aber später mehr.  

Beim Yale smart Lock sitz die komplette Mechanik und Elektronik in einem langen Gehäuse. Hierbei findet man direkt an der Front ein Drehknauf, welcher zum manuellen Öffnen und Schließen der Tür dient bzw. dafür sorgt, dass der Schlüssel, welcher im Schloss eingesetzt wurde, dabei in die entsprechende Richtung gedreht wird. Beim Entriegeln über die App leuchtet hier ein LED-Ring grün auf, während beim abgeschlossenen Verriegelungsvorgang derselbe rot aufleuchtet. Die Stromversorgung erfolgt wie bereits erwähnt über insgesamt vier AA-Batterien, welche bereits an der Front des Schlosses eingesetzt wurde. Das Versteck hierfür findet man unter der runden Abdeckung mit dem Yale-Logo an der Front. Diese Abdeckung wird ganz einfach magnetisch gehalten und indem man diese im oberen Bereich leicht eindrückt, kippt der Deckel und kann an der Unterseite abgenommen werden.

Vielmehr gibt es am Yale Linus smart Lock nicht auf Anhieb zu sehen, denn der Rest ist im Alltag nicht ersichtlich, sondern dient lediglich der Montage und Einrichtung, was ich weiteren Verlauf des Testberichts genauer erklären werden.

Yale Connect Wi-Fi Bridge

Die Yale Bridge ist ein quadratisches, aus weißem Kunststoff gefertigtes Kästchen. Diese wird wie bereits erwähnt direkt in eine Steckdose eingesteckt, daher befindet sich auf der Rückseite der EU-Stecker. Die Bridge ist mit Stecker  60 x 60 x 60 mm groß und wiegt knapp 87 Gramm. Auf der Vorderseite befindet sich neben einem kleinen runden Druckknopf noch eine kleine Status-LED, welche nur dezent ersichtlich ist. Diese  Status-LED leuchtet jedoch recht dezent und stört somit im Alltag gar nicht. Zu guter Letzt hat Yale die Bridge noch mit einem kleinen, aber dezenten Yale Logo versehen.

(Design: 4,5 von 5 Punkten)

Verarbeitung

An der Verarbeitung gibt es kaum etwas zu bemängeln. Das Gehäuse des Yale Linus smart Lock wurde aus hochwertigem Aluminium gefertigt, was rundum einen sehr robusten, langlebigen und sehr guten Eindruck macht. Die Bridge besteht wiederum aus Kunststoff, jedoch steckt dieses im Alltag lediglich in der Steckdose und daher stört dies nicht und insgesamt macht auch die Bridge einen hochwertigen Eindruck.

Der Drehknauf des smart Lock lässt sich angenehm drehen, sodass das Schloss bei Bedarf auch wunderbar manuell geöffnet werden kann und der Druckpunkt der Bridge ist ebenfalls in Ordnung. Daher gibt es bei mir bezüglich der Verarbeitung keine wirklichen Kritikpunkte.

(Verarbeitung: 4,5 von 5 Punkten)

TEIL 2

bestehend aus „Funktion des Produktes“ entspricht 65% der Gesamtwertung

Türschloss-ArtSmartes Türschloss (Batteriebetrieben)
kompatible SchlösserSchlösser mit Euro-Profilzylinder (DIN-Zylinder)
Kompatible TürgriffeKnauf außen; Griff oder Stange außen
Geschwindigkeit bei 720° Drehungknapp 6 Sekunden
AbmessungenYale Linus smart Lock: 58 x 58 x 150 mm; Male Bridge 60 x 60 x 60 mm
Gewicht623 g (inkl. Batterien)
SperrmodiAufsperren
Zusperren
Auto-Unlock/ Auto-Lock
MaterialAluminium
KonnektivitätBluetooth 4.2, WLAN (2,4 GHz)
Akkulaufzeit Smart Lock6 bis 9 Monate je nach Nutzungsverhalten
SicherheitKonto mit 2-Faktor-Authentifizierung
Biometrische Überprüfung der Entrieglungsfunktion und „Zugangscodes ausblenden“.
Verschlüsselung und AuthentifizierungAES- und TLS-Verschlüsselung auf Bankebene, BLE-Technologie und 2-Faktor-Authentifizierung.
LieferumfangYale Linus smart Lock
Montageplatte
4x AA-Batterien
Klebepad für Montageplatte
Inbusschlüssel für Montageplatte
Kurzanleitung
Technische Daten des Yale Linus smart Lock

Vorraussetzungen

Beim Yale Linus Smart Lock handelt es sich quasi wie beim Nuki smart Lock um einen elektronisch angetriebenen Motor, welcher den zwischen der Montageplatte und dem Smart Lock befindlichen Türschlüssel dreht und somit ganz einfach die Türe öffnet und schließt. Die Stromversorgung hierfür erfordert keinerlei Steckdose oder Kabelverlegung, denn dies erfolgt direkt aus dem Gerät heraus durch die bereits eingesetzten vier AA-Batterien an der Front. Hier muss man lediglich darauf achten, die Batterien auszuwechseln, was bei einer leichtgängigen Tür und einem normalen Gebrauch nach ca. 6 bis 9 Monaten der Fall sein sollte. Sofern der Wechsel sinnvoll bzw. notwendig ist, teilt einem dies direkt die App mit, denn nichts wäre schlimmer, als wen man vor der verschlossenen Tür steht und nicht hinein kommt, weil gerade dann die Batterien leer sind. Smart macht das Yale Linus smart Lock die im Inneren verbauten Technik, welche via Bluetooth mit einem Smartphone und Co. kommunizieren, was jedoch nur in der Nähe als im bzw. ums Haus funktioniert. Wollt ihr auch von unterwegs jederzeit auf das smart Lock zugreifen, ist dies Yale Connect Wi-Fi Bridge erforderlich, welche dann dafür sorgt, dass die Befehle über die App von der Bridge direkt zum smart Lock gesendet und somit ausgeführt werden. 

Um das Yale Linus smart Lock nutzen zu können, erfordert es einige Voraussetzungen mehr als nur der besitzt eines Smartphones. Zum einen ist es nämlich sehr wichtig, dass ihr in eurer Haustüre ein Türschloss mit Europrofil Doppelzylinder verbaut habt, welcher über eine Not- und Gefahrenfunktion verfügt. Diese Funktion erlaubt es nämlich, dass ihr eure Tür auch dann aufschließen könnt, wenn bereits ein Schlüssel, also in dem Fall der im Yale Linus smart Lock befindliche im Inneren steckt. Ob ihr diese Funktion habt, könnt ihr ganz leicht prüfen, indem ihr bei offener Tür einen Schlüssel von innen in das Schloss steckt und probiert, ob ihr gleichzeitig auch einen von außen einstecken könnt. Sollte dies nicht gehen, dann müsst ihr dieses durch einen neuen Doppeltzylinder mit Not- und Gefahrenfunktion ersetzen. Diese sind bereits ab ca. 30 Euro erhältlich. 

Solch ein Türschließzylinder kann man ohne Probleme selbst wechseln. Dazu muss man einfach bei offener Tür die Stellschraube unterhalb der Türfalle komplett herausdrehen. Nun den vorhanden Schlüssel des alten Zylinders in das Schloss stecken und auf etwa ein Uhr (20-Grad) nach links oder rechts drehen. Anschließend sollte man den alten Türschließzylinder einfach entnehmen können und schon kann der neue Zylinder eingesetzt und festgeschraubt werden.

Auch beim Schlüssel sind bestimmte Anforderungen einzuhalten, sodass das Griffstück nicht dünner als 2 und zugleich nicht dicker als 6 mm sein darf. Dies ist etwas bessere als bei Nuki, denn hier darf der Schlüsselgriff maximal 4 mm dick sein. Außerdem darf der Schlüssel insgesamt nicht mehr als 40 mm aus dem Zylinder hervorstehen, wenn dieser eingesteckt wurde. Sollte euer vorhandener Zylinder nicht kompatibel sein, kann man einen direkt von Yale beziehen, welchen man in der Länge Individuelle anpassen kann.

Installation & Einrichtung 

Die Montage und anschließende Einrichtung des Yale Linus smart Lock ist sehr einfach und wird dank der zugehörigen App sehr gut und verständlich Schritt für Schritt erklärt. Der Prozess dauert nur wenige Minuten und ist wirklich so einfach, dass dies jeder, der ein Smartphone bedienen kann, problemlos hinbekommen sollte. 

Zuerst würde ich die kostenlos von Yale zur Verfügung gestellte App mit dem Namen „Yale Access“ aus dem Appstore für iOS oder für Android aus dem Google Play Store herunterladen. Dann nimmt man das Yale Linus smart Lock auf der Verpackung heraus, sofern dies nicht schon bereits geschehen ist und klappt die beiden Flügel (Halteelemente) an der Rückseite nach außen, sodass man die Montageplatte von dem smart Lock trennen kann. Anschließend geht es darum, diese Montageplatte am Zylinder (Türschloss) zu befestigen, hierbei hat man jedoch zwei Optionen und welche man verwendet, hängt ganz von der vorhandenen Tür ab. Handelt es sich um einen bündigen Zylinder, welcher kaum aus der Tür hervorsteht, muss man die Montageplatte mit dem mitgelieferten Klebepad an der Tür befestigen, was selbsterklärend sein sollte. Dazu klebt man erst die einen Seite es Klebepad an die Montageplatte und klebt dann die ganze Einheit um das Türschloss. Steht der Zylinder wiederum einige Millimeter hervor, kann die Montageplatte auch problemlos mit den in der Platte befindlichen Madenschrauben befestigt werden. Dazu werden diese einfach gleichmäßig leicht angezogen, sodass sich die ganze Einheit fest mit dem Zylinder verbindet. Beide Methoden sind anschließen wieder problemlos entfernbar, sodass da smart Lock auch bedenkenlos in einer Wohnung genutzt werden kann. Es werden keine Veränderungen an der Tür vorgenommen und keine Löcher gebohrt. 

Hat man bis hierher alles erledigt, steckt man den Schlüssel für die Haustüre in der Innenseite ein, also da, wo man zuvor die Montageplatte befestigt hat. Danach kann man auch direkt das Yale Linus smart Lock an der Montageplatte befestigen, indem man den Schlüssel einführt, sodass dies vom Schloss gedreht werden kann und fügt die beiden Elemente zusammen. Danach noch die beiden Flügel wider fixieren, sodass alles sicher sitzt und schon kann noch der Yale DoorSense Magnet am Türrahmen angebracht werden, sodass das Schloss auch erkennt, ob die Tür richtig geschlossen wurde. Letzteres wird einfach an der Innenseite des Türrahmens auf der Höhe der Batterieabdeckung befestigt, die Klebefolie ist hierfür bereits am Magneten angebracht. Zur guter letzt wird das Yale Linus smart Lock noch in der App hinzugefügt und schon ist dieses voll einsatzbereit.  

Selbstverständlich kann man auch direkt zu Beginn die App installieren und wird dann, wie ich es bereits erwähnt habe, sehr verständlich Schritt für Schritt und mit kurzen Videos durch die einzelnen Schritte der Installation bzw. Einrichtung geführt. Ist dies eigentliche Montage erfolgreich ausgeführt, wird noch das Schloss wie in der App verknüpft, das aktuelle Firmwareupdate wird installiert bzw. geladen und dann wird alles noch richtig kalibriert, was ebenfalls gut in der App erklärt wird und schon ist das Schloss einsatzbereit. Das Verknüpfen erfolgt automatisch, indem man den QR-Code, welcher in der Innenseite des Deckels vom Batterienfach zu finden ist, scannt. Ebenso findet man daneben auch den HomeKit-Code, um das Schloss ganz bequem als Apple User aus der HomeKit App steuern zu können.

Die Bridge ist ebenfalls sehr schnell in Betrieb genommen. Hierbei ist es wichtig, dass euer WLAN die 2,4 GHz-Frequenz unterstützt, was eigentlich alle Geräte unterstützten sollten. Zum Verknüpfen tippt man im Seitenmenü in der App im linken, oberen Bereich auf „neues Gerät einrichten“. Dann wird man im weiteren Verlauf dazu aufgefordert, einen QR-Code zu scannen, welcher bei der Bridge auf der Rückseite zu finden ist. Nun steckt man diese, sobald man in der App dazu aufgefordert wird in die Steckdose und befolgt alle Anweisungen, welche im weiteren Verlauf dargestellt werden. Danach weißt die App direkt, dass man die Bridge einrichten möchte und die Status-LED der Yale Connect Wi-Fi Bridge sollte grün blinken. Ist dies nicht der Fall, kann man diese einfach in den Pairing-Modus versetzen, indem man die Taste an der Front für 5 Sekunden gedrückt hält. Anschließend bestimmt man in der App, dass das Yale Linus smart Lock an der Haustür mit der Bridge gekoppelt werden soll und dann sind zumindest beide Geräte miteinander verbunden. 

Danach muss man noch kurz in der Benutzeroberfläche in der App das eigenen WLAN auswählen, das Passwort eingeben und schon ist die Bridge mit dem heimischen WLAN verbundene und alles kann von der Ferne aus gesteuert werden.

(Installation und Einrichtung: 4 von 5 Punkten)

Funktionsumfang

Entscheidet man sich beim Kauf nur für das Yale Linus smart Lock, dann kann man wie bereits zuvor erwähnt, nicht von unterwegs aus auf das Schloss zugreifen, sondern lediglich in einem kleinen Radius via Bluetooth. Somit könnt ihr auf das smart Lock quasi nur zugreifen, wenn ihr im Haus oder kurz davor seid. Solltet ihr jedoch gerne das Smart Lock via App, Amazon Alexa, Google Assistant oder HomeKit usw. bedienen wollen, dann benötigt ihr unbedingt die Yale Connect Wi-Fi Bridge. Diese müsst ihr bei Yale wie bereits zuvor erwähnt direkt separat erwerben, denn in einem Set gibt es diese nicht. Die Bridge dient dann sozusagen als Kommunikation zischen eurem WLAN und dem Smart Lock. 

Selbst wenn man das Yale Linus smart Lock an der Tür montiert hat, kann man weiterhin wie gewohnt die Tür mit einem weiteren Schlüssel von außen aufschließen. Zudem ist es auch möglich, die Tür von innen durch Drehen des Drehkaufs am smart Lock wie gewohnt zu schließen oder zu öffnen. Dies ist z. B. sehr nützlich, falls völlig unerwartet die Batterien leer sein sollten. Das automatische Abschließen der Tür am Morgen und ebenso das aufschließen am Morgen ist für mich im Alltag einfach sehr praktisch und das Tolle ist dann zudem, dass ich nicht mehr ständig meinen Haustürschlüssel mit mir herumtragen muss. Ich habe mich an der Haustür bewusst gegen einen in der Tür integrierten E-Öffner entschieden, denn dies Funktion erledigt bei mir das Yale Linus smart Lock, was deutlich komfortabler abläuft. Der Funktionsumfang der Yale Linus smart Lock ist sehr umfangreich und kann sehr gut in der übersichtlichen App eingestellt werden. 

(Funktionsumfang: 4,5 von 5 Punkten)

Software

Die App ist meiner Meinung nach sehr modern und übersichtlich gestaltete. Man findet sich nach kurzer Zeit zurecht und die wichtigsten Funktionen sind schnell zu finden. Nutzt man hier von Beginn an Auto-Unlock und Auto-Lock, benötigt man die App im Alltag wiederum recht selten, da alles problemlos automatisch abläuft.

Unbekannte App
Preis: Kostenlos
Yale Access
Preis: Kostenlos+

In der App gibt es direkt eine Übersicht, welche einem direkt Aufschluss darüber gibt, wie der aktuelle Verriegelungsstatus des Schlosses ist. So kann man direkt durch den roten Punkt sehen, dass die Tür verschlossen ist, was hier auch direkt auch darunter Beschrieben wird und wenn ein grüner Kreis gezeigt wird, dann ist die Tür geschlossen, aber entriegelt (aufgeschlossen). Ist der grüne Kreis wiederum gleichmäßig weiß unterbrochen, dann bedeutet dies, dass die Tür aktuell entriegelt ist und sogar offen steht. 

Hierbei kann man auch sogenannten Smart Alerts einstellen, welche einen über sämtliche gewünschten Geschehnisse informieren, sodass man immer genau weiß, was gerade an der Haustüre passiert ist bzw. wer reingegangen ist oder ob die Türe immer richtig geschlossen wurde. Tippt man auf der Startseite auf den roten Punkt oder den grünen Kreis, wird automatisch die Türe auf- bzw. zugeschlossen, je nachdem, was zuvor der Status war. Die Verzögerung zwischen dem Befehl und der Ausführung ist hier absolut gering.

Durch die vier Tabs auf der Startseite kann man durch die wichtigsten Funktionen des Yale Linus smart Lock navigieren. Zur direkten Auswahl steht hier neben dem bereits erwähnten Verriegelungsstatus, die Aktivitäten in einem Zeitverlauf und nach Nutzer sortiert, das verwalten von Nutzern und die Einstellungs-Tab. Kommen wir daher nun zum zweiten Untermenü der Aktivitäten-Übersicht, bei der Yale direkt unterscheidet, welcher Nutzer von denen, welche den Zugriff auf das smart Lock haben, eine Aktion durchgeführt haben und ob dieser manuell, automatisch oder über eine verknüpfte Drittanbieter-App oder ähnlichem ausgeführt wurde. Somit hat man hier als Nutzer des Yale Linus smart Lock jederzeit die Einsicht über alle Ereignisse und Aktionen. 

Im nächsten Tab kann man schnell und recht einfach Gästen Zugriff auf das smart Lock gewähren, wobei man hier auch direkt bestimmen kann, dass dieser Zugang nur zeitlich beschränkt oder an einen oder mehreren Wochentagen gewährt werden soll und der Termin dann immer wiederkehrend sein soll oder nicht. Natürlich kann man hier diesen Zugang dann auch sehr einfach zeitlich einschränken, was dann z. B. eine nützliche Funktion ist, wenn man die eigene Wohnung über eine Plattform vermietet oder eine Putzfrau hat, die jede Woche einmal zu einer bestimmten Zeit Zugriff ins Haus erhalten soll, aber an den anderen Tagen nicht. So muss man diesen Personen keinen Schlüssel aushändigen, was ich einfach sehr praktisch finde. Damit dieser/diese Nutzer/-in Zugriff auf das Yale smart Lock haben bzw. ins Haus/Wohnung hereingelassen werden, müssen diese jedoch ihr Smartphone dabei haben, was eigentlich auch immer dabei sein sollte und man muss die Yale Access App darauf installiert haben. Beim Starten der App kann man dann direkt auswählen, dass man von einem Nutzer eingeladen wurde und erhält dann den vom Besitzer gewünschten Zugriff. Der Eigentümer wiederum kann in den Einstellungen verwalten, welche Rechte der jeweilige Nutzer haben soll oder kann, wenn es z. B. der oder die Partnerin ist, diese auch zum Eigentümer machen, sodass diese Person ebenfalls alle Funktionen in der App zur Verfügung gestellt bekommt. 

Im letzten Menü gelangt man zu den Einstellungen des Yale Linus smart Lock, wo man einige Einstellungen vornehmen kann. So kann man hier z. B. einstellen, ob das Schloss beim verriegeln oder öffnen Töne von sich geben soll, man kann Smart Alerts einstellen und neben Auto-Lock/Auto-Unlock auch DoorSense einstellen und das Schloss neu Kalibrieren. Die für mich wichtigsten Punkte sind dabei ganz klar Auto-Lock und Auto-Unlock, denn dies beringen viel Komfort mit sich, daher gehe ich nun drauf noch etwas ausführlicher ein.

Auto-Lock & Auto-Unlock

In der Yale Access App kann man nicht nur bestimmen und nachsehen, ob die Tür geöffnet oder verriegelt wurde, sondern auch eine automatische Verriegelung des Schlosses einstellen. Mit Auto-Lock kann man in den Einstellungen definieren, dass sobald die Tür geschlossen wird oder sobald eine definierte Zeit vorüber ist, dass smart Lock automatisch die Tür abschließt. Dies habe ich z. B. so eingestellt, dass automatisch abends um 22 Uhr die Tür abgeschlossen wird.  

Auto-Unlock funktioniert wieder genau umgekehrt, denn dabei schleißt das smart Lock automatisch die Tür auf, wenn ihr euch euerem Zuhause nähert. Sobald die Bridge dem smart Lock vermittelt, dass ihr bzw. euer Smartphone sich dem Türschloss nähert, ist dies bereit und öffnet euch die Tür. Diese funktionier aber nur dann, wenn man mindesten 200 Meter von der Haustüre entfernt war. Hierzu müsst ihr bei der Einrichtung von Auto-Unlock zustimmen, dass die App permanent euren Standort via GPS-Signal übermitteln darf, denn nur so kann das System ermitteln, wo ihr seid und wann es die Tür öffnen soll. Schade ist hierbei, dass z. B. wenn ich den Müll raus zur Mülltonne bringe, die Auto-Unlock Funktion nicht nutzen kann, da ich mich hierfür nicht weit genug von der Haustür entferne. Hierfür müsste ich dann etwas mehr als 200 Meter weglaufen und dann wieder zurückgehen, was absolut kein Komfortgewinn wäre, sondern mehr Umstände bedeuten würde. Ansonsten hat Auto-Unlock jedoch im Alltag absolut zuverlässig funktioniert, wenn man sich zuvor weit genug vom Standort entfernt hat und öffnet das Türschloss erst, wenn man sich wenige Meter vor der Tür befindet, sodass man diese selbst im Blickfeld hat. Würde die Tür nämlich zu früh Öffnen, könnte jemand zufällig von der Tür stehen und reingelassen werden, was im schlimmsten Fall nicht so toll enden könnte. 

In den Einstellungen muss man jedoch auch definieren, dass die Falle lange genug offen gehalten wird, sodass man durch das drücken an der Tür hereinkommt, ist die Zeit nämlich zu kurz gewählt, ist die Tür zwar aufgesperrt, aber noch oder bis man genau vor der Tür steht, wieder mit der Falle verriegelt.

Bei Auto-Lock lässt sich die Zeit einstellen, nachdem das Yale Linus smart Lock die Tür verriegeln soll. Hier kann man zwischen 10 Sekunden bis 30 Minuten eine Intervall wählen. So weit habe ich auch an Auto-Lock keine wirklich Kritikpunkte zu beklagen.

DoorSense

DoorSense wird von Yale die Funktion genannt, welche einem als User des smart Lock darüber informieren soll, wenn man die Türe nicht richtig geschlossen hat. Dafür wird ganz einfach ein Magnet mitgeliefert, welcher mit einer Klebefläche versehen wird und genau diesen klebt man neben dem Schloss auf der Höhe der Batterieabdeckung auf den Türrahmen. Richtet man DoorSense dann direkt zu Beginn ein, bei dem Prozess man die Türe einmal angelegt, geschlossen und geöffnet positionieren muss, erkennt das Schloss durch das unterschiedlich starke Magnet-Kraftfeld, ob die Tür offen, geschlossen oder eben nur angelehnt wurde. Dieselbe Funktion bietet auch Nuki beim smart Lock 2.0, was auch hier wunderbar funktioniert hat, wichtig ist hier nur, dass die Tür in der Regel bündig zum Rahmen abschließt. 

Yale Connect Wi-Fi Bridge

Durch die Bridge von Yale wird nicht nur ermöglicht, dass man das smart Lock von der Ferne aus steuern kann, sondern man kann dadurch auch die Steuerung via Sprachassistenten übernehmen oder es wird dadurch auch möglich, das smart Lock via IFTT (If This Then That) zu steuern, was ich sehr gut finde. Durch diesen Webdienst, welchen ich bei vielen Produkten gerne nutze, wird es nämlich ermöglicht, das Türschloss mit weiteren Smarthome Produkten zu verbinden und viele Abläufe darüber zu erstellen. Was ich z. B. sehr gerne nutze, ist, dass automatisch beim Öffnen der Tür die Beleuchtung im Hauseingang angeht und wenn ich das Haus verlasse, gehen alle Hue Lampen, von denen ich viele habe, aus. Diese funktioniert mit IFTT, da ich hier den Dienst mit dem Yale smart Lock verknüpft habe und mehrere Abläufe erstellt habe.

Steuerung via Smart Watch

Für alle Apple Watch Besitzer wie es auch ich bin, kann ich auch bestätigen, dass die Steuerung via Apple Watch wunderbar geklappt hat. Hierbei wird direkt in der App neben dem roten Punkt auch der grüne Kreis dargestellt, sodass man darüber direkt und einfach das Yale Linus smart Lock verriegeln oder eben öffnen kann.

(Software 4,5 von 5 Punkte)

Lautstärke & Geschwindigkeit

Der Motor, welchen Yale im Linus verbaut hat, arbeitet angenehme leise, was auch an dem hochwertigen Gehäuse liegen kann. Hierbei kann ich ganz klar bestätigen, dass das Yale Linus smart Lock einiges leiser ist als das Nuki smart Lock 2.0. Wo das eine noch sehr an einen Akkuschrauber erinnert hat, ist das Yale Linus smart Lock im alltäglichen Betrieb nicht nur beim Öffnen und Schließen leiser, sondern auch dann, wenn der Motor etwas kräftige zupacken muss. Von Werk aus ist bei Yale alles so eingestellt, dass das smart Lock durch einen verbauten Lautsprecher alle Vorgänge mit einem Signalton und zugleich dem Aufleuchten des LED-Rings signalisiert.

Die Töne lassen sich sofern gewünscht jedoch jederzeit in der App deaktivieren, mich persönlich haben diese jedoch im Alltag absolut nicht gestört. Für einen kompletten Schließ- oder Öffnungsvorgang braucht das neue Yale Linus smart Lock übrigens genauso lange wie das Nuki smart Lock 2.0, nämlich knapp 6 Sekunden.

(Lautstärke und Geschwindigkeit des Ab-/Aufschließen 4 von 5 Punkte)

Sicherheit

Da Yale mit dem Linus smart Lock eine Lösung bietet, um das vorhandenen Türschloss smart zu machen, ist natürlich für einige Nutzer die Frage nach der Sicherheit sehr wichtig. Denn wenn das System nicht sicher sein sollte, kann jemand einfach so ins Haus eindringen, was natürlich keiner haben möchte.

Hier bietet Yale aber genug Sicherheit, sodass hier keinerlei ungebetenen Personen ins Haus reinkommen. Zuerst muss man nämlich beim Beginn der Einrichtung einen QR-Code abscannen, sodass eine Person, die nicht bei euch im Haus war, keinen Zugriff auf das smart Lock bekommen kann, denn hierbei können beim Anlernvorgang keine Daten abgefangen werden. Des Weiteren wird alles noch mit einem sicheren AES-128 Schlüssel gesichert. Somit muss ein Hacker bzw. Einbrecher um ins Haus zu gelangen, zum einen wissen, welches smart Lock ihr installiert habt und durch den Schlüsselcode, welche nur die App und dem smart Lock bekannt sind, kann er nicht einfach mal so einbrechen.

Da hier zudem eigentlich nichts ohne die zu Beginn eingerichtet Zwei-Faktor-Authentifizierung geht, ist für allerlei Sicherheit gesorgt und selbst wenn man mal einen Zugriffspunkt von einer Person entfernen möchte, aber unglücklicherweise sein Smartphone, welches den Zugriff hat, verloren hat, kann man sich über die Webseite von Yale einloggen und die entsprechenden Schlüssel sperren.

(Sicherheit 5 von 5 Punkte)

TEIL 3

bestehend aus „Preis/Leistung“ entspricht 10% der Gesamtwertung

Beschreibung

Mit dem Yale Linus smart Lock verspricht das Unternehmen Yale ein sicheres elektronisches Türschloss, welches automatisch die Tür abschließt, wenn man das Haus verlässt und aufschließt, wenn man nach Hause kommt. Soweit inzwischen keine Besonderheit mehr, denn dies erdigen inzwischen alle smart Locks recht zuverlässig. Des Weiteren ist das smart Lock in wenigen Minuten installiert, es ist sehr einfach zu Bedienen und man kann virtuelle Schlüssel vergeben, sodass man z. B. die Eltern, die kurz bei einem vorbeikommen wollen, aber man nicht zu Hause ist, ins Haus lassen kann usw. 

Was sich für den ein oder anderen vielleicht zu sehr nach einer Spielerei anhört, dem muss ich klar sagen, dass es dies nicht ist, denn ein smart Lock ist sehr sicher und bringt einen enormen Komfortgewinn. Seither habe ich zwar noch einen Schlüssel im Grundstück versteckt, aber wir beide, ich und meine Partnerin haben direkt am Schlüsselbund keinen Haustürschlüssel mehr.  

Die Funktion des Auto-Unlock und Auto-Lock ist eine sehr feine Sache. Ich kann nun ohne Schlüssel aus dem Haus gehen und das Yale Linus smart Lock schließt automatisch ab und wenn ich abends nach Hause komme, öffnet es mir automatisch die Tür. Zudem lasse ich in diesem Zuge auch direkt das Licht beim Zuschließen an bestimmten Uhrzeiten ausschalten und sofern ich abends aufschließe, geht im Flur direkt das Licht mit an. 

Preis/Leistung

Mit einer UVP von 249 € für das Yale Linus smart Lock und 79,99€ für die Yale Connect WLAN-Bridge fällt der Preis des smart Looks ein wenig teurer aus, als das Nuki Combo 2.0. Dafür wiederum ist das smart Lock hier nochmals deutlich leiser, lässt sich noch ein wenig leichter montieren und einrichten und bietet eine durchdachte App. Außer die vier AA-Batterien, welche man je nachdem, wie oft man die Tür auf- und zuschließt, ersetzen muss, hat man keine Folgekosten.

Das System bietet einige praktischen Funktionen. Neben der Auto-Unlock und Auto-Lock-Funktion könnt ihr andere Nutzer einladen, welche somit auch Zugriff auf das Schloss erhalten. Dabei kann man diesen Zeitraum des Zugriffes bestimmen und im Protokoll genau einsehen, wann die Tür geöffnet wurde und falls gewünscht die Berechtigung für den Zugriff jederzeit wieder entziehen.

Yale Linus smart Lock

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testr Gesamtwertung

unter Berücksichtigung aller Teilwertungen

 Wir bedanken uns beim Hersteller für die Bereitstellung des Produktes. Zu unseren Grundsätzen

Link zum Hersteller: https://yalehome.de

JBL Tour One

In aller Kürze

Mit dem JBL Tour One hat JBL neben dem In-Ear Modell,  JBL Tour Pro+ TWS, auch ein Over-Ear Modell im Sortiment. Bei diesem Modell setzt JBL ebenfalls den Fokus auf den Business-Sektor und Geschäftsreisende, die damit dank adaptiven Noise-Cancelling ungestört ihre Musik in der Bahn, am Flughafen usw. hören können. 

Im Test hat mich der Over-Ear Kopfhörer mit einer sehr guten Verarbeitung, einer langen Akkulaufzeit sowie durch seine klanglichen Eigenschaften und dem guten Noise Cancelling überzeugen können. Bevorzugt man jedoch eine noch etwas bessere Materialanmutung, dann würde ich empfehlen, vielleicht auch mal einen Blick auf dem JBL  Club One zu werfen, denn dieser Kopfhörer hat mir im kurzen Hands On und Probehören ebenfalls gut gefallen. Lediglich im Bezug der Sprachqualität und den zusätzlichen Funktionen wie dem smarten Sleeptimer und der Alarmfunktion hat der JBL Tour One seine Nase vorn.

Gefällt uns

  • guter Tragekomfort
  • sehr gute Akkulaufzeit / Schnellladefunktion
  • gutes adaptives Noise Cancelling
  • gutes Klangbild
  • Umgebungs- und Talkthru-Funktion
  • AAC-Support

Gefällt uns weniger

  • kein aptX
  • Ohrpolster nicht wechselbar

JBL Tour One

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TEIL 1

Bestehend aus „Verpackung/Design/Verarbeitung“ entspricht 25% der Gesamtwertung

Verpackung

Beim Verpackungsdesign des JBL Tour One setzt JBL auf das bereits von den bisherigen Kopfhörern gewohnte Design, welches rundum durch Text, Symbole und Bilder ausführlich über das entsprechende Produkt informiert. JBL setzt hier auf eine zweiteilige Verpackung, welche das Unternehmen bisher öfters bei On- und Over-Ear Kopfhörer genutzt hat, sodass man die eigentliche stabile Verpackung in eine bedruckte Umverpackung eingeschoben hat. 

Bei den Farben der Verpackung setzt JBL auf die gewohnten weiß/orange und graue Farben, wobei gerade letztgenanntes die dominanteste Farbe bei dieser Kopfhörer-Serie ist. An der Vorderseite der Verpackung präsentiert JBL eine Nahaufnahme einer Ohrmuschel des JBL Tour One. Diese wurde hierbei in hochganz und leicht erhaben ausgeführt, sodass dieser Teil direkt ins Auge sticht. Zudem findet man an der Front selbstverständlich auch das Firmenlogo und seitlich nach unten verlaufend den Produktnamen platziert. Direkt darunter erwähnt JBL dann wie gewohnt die wichtigsten Funktionen des Kopfhörers, zu denen unter anderem das adaptive Noise Cancelling zählt. In der rechten Ecke erfährt man dann noch direkt, dass der Kopfhörer eine max. Akkulaufzeit von bis zu 50 Stunden bietet, was sehr ordentlich ist.

Die schmale rechte Seite zeigt den Kopfhörer nochmals etwas genauer von der Seite betrachtet und zudem informiert JBL hier darüber, dass es eine zugehörige App für iOS und Android gibt. Zu guter Letzt verrät die Rückseite wie gewohnt die meisten Informationen über den Kopfhörer. Hierbei bekommt man unter anderem den JBL Tour One im vollen Gewand zu Gesicht und zudem listete JBL hier wie gewohnt die vier wichtigen Ausstattungsmerkmale des Kopfhörers auf. Zu diesen zählt das adaptive Noise Cancelling mit Smart Ambient-Funktion, der Smart Audio & Video Mode, Hands Free Voice Control und die hochwertige Gesprächsqualität durch die vier Mikrofone usw. Im unteren Bereich informiert JBL zudem darüber, dass ein Case enthalten ist, man auf einen modernen USB-C Anschluss setzt und dass die Akkulaufzeit mit ANC bei 25 Stunden liegt (ohne 50 Stunden).

Zieht man die Hauptverpackung aus der Umverpackung heraus, kann man an deren Deckel-Unterseite die üblichen Skizzen sehen, welche über den Lieferumfang informieren. Im Innren findet man dann viel Schaumstoff, in dessen Zentrum das schön und ausreichend große Case eingesetzt wurde. In dem Case wiederum befindet sich neben dem JBL Tour One auch dessen kompletter Lieferumfang. Der Kopfhörer ist dabei zusammengeklappt und die Ohrmuschel eingedreht, sodass der Kopfhörer möglichst kompakt darin verstaut werden kann, direkt daneben liegen dann auch sicher verstaut, ein AUX-Kabel, ein Flugzeugadapter und das wichtige USB-A auf USB-C Ladekabel, mit welchem man den Akku des Kopfhörers aufladen kann. Unter dem Case findet man zudem noch eine kleine Hülle, in welcher die üblichen Beipackzettel in Form einer Kurzanleitung usw. enthalten sind.

(Verpackung: 4 von 5 Punkten)

Design

Beim JBL Tour One setzt man beim Gehäuse nahezu ausschließlich auf Kunststoff, hierbei hatte ich zwar schon andere Kopfhörer im Test, die etwas mehr hochwertige Materialien geboten haben, aber dennoch macht der JBL Tour One einen wertigen Eindruck. Der Kopfhörer wird wie das In-Ear Modell lediglich in einer Farbe und zwar mattschwarz angeboten. Dazu kommen einige Hochglanz-Akzente an beiden Seiten des Kopfbügels und zum Teil auch an den Ohrmuscheln, welche das Design nochmals leicht eleganter wirken lassen.

Die wichtigen Elemente, welche regelmäßig beansprucht bzw. bewegt werden, sind jedoch aus Metall gefertigt. Zu diesen zählen unter anderem der Verstellmechanismus des Kopfbügels, welcher schön säuberlich einrastet und der innere Kern im Kopfband. Das Kopfband wurde wie die beiden Ohrmuschel mit einem angenehm weichen Material gepolstert, welches dann wiederum mit einem wertig anfühlenden Kunstleder bezogen wurde. Dies trägt somit bei, dass sich der Kopfhörer auch nach langer Zeit sehr angenehm trägt und gefällt mir sehr gut. Jedoch muss man auch hier bedenken, dass man wie es bei Over-Ear Kopfhörern üblicherweise der Fall ist, gerade an heißen Sommertagen sehr unter den Postern schwitzt, daher kann ich diese Kopfhörer auch seltene für den sportlichen Einsatz empfehlen.

An beiden Ohrmuscheln wurde recht dezent das JBL Firmenlogo eingelassen und die Bedien- und Anschlusselemente wurden über beide Ohrmuschel verteilt. Die Ohrmuschel können mithilfe der insgesamt 11 Raster in der Länge angepasst werden, zudem lassen sich die beiden Ohrmuscheln sowohl um etwas mehr als 90° drehen als auch einklappen. Dadurch lässt sich der Kopfhörer bei nicht Gebrauch relativ platzsparend in die mitgelieferte Aufbewahrungstasche verstauen und nimmt eingepackt in einem Rucksack nicht mehr ganz so viel Platz in Anspruch.

(Design: 4 von 5 Punkten)

Verarbeitung

Der JBL Tour One fühlt sich trotz seines Kunststoffgehäuses recht hochwertig an, denn dieser vermittelt keinesfalls einen billigen Eindruck. Die Bügelverstellung rastet sauber ein und die Polster sind wie bereits erwähnt angenehm weich. Gut gefällt mir hier zudem, dass man nicht alle Tasten auf einer Ohrmuschel-Seite untergebracht hat und diese zudem unterschiedlich ausgeführt hat, denn so wird eine Fehlbedienung zuverlässig minimiert. Die Drucktasten haben einen angenehmen Druckpunkt, der zudem nur ein minimales klicken ins Kopfhörer innere überträgt, dies wird jedoch beim Musikhören problemlos überspielt. 

JBL setzt beim Bezug der Ohrpolster und bei den Polsterungen des Kopfbands wie oftmals in der Branche üblich nicht auf echtes Leder, sonder auf ein sogenanntes PU-Leder. Dabei handelt es sich um ein Kunstleder Imitat, welches sich sehr weich anfühlt und sehr robust ist. Schade ist hier nur, dass die Ohrpolster nicht wie z. B. bei der Club-Serie ausgetauscht werden können.

(Verarbeitung: 4 von 5 Punkten)

TEIL 2

bestehend aus „Funktion des Produktes“ entspricht 65% der Gesamtwertung

Kopfhörer-ArtOver-Ear In-Ear Kopfhörer
KategorieBluetooth Kopfhörer (Bluetooth 5.0)
FarbeSchwarz
Akkuintegriert, Lithium-Ionen-Akku
Akku Kopfhörer: 50 h (ohne ANC) 25 Stunden (mit ANC)
Ladezeit 2 Stunden und Schnellladefunktion (10 Minuten aufladen für 2 Stunden Musikhören).
Gewicht 268 Gramm
Materialbis auf die stärker beanspruchten Bauteile (Scharniere und Bügel), komplett Kunststoff
KonnektivitätBluetooth 5.0 Audio-Codec: SBC und AAC. Unterstützte Profile: HFP V1.7, A2DP V1.3, AVRCP V1.6
Multi-Point und Fast Pairing von Google wird unterstützt.
Treiber40 mm Treiber (links und rechts)
Frequenzbereich10–40.000 Hz
Treiberempfindlichkeit bei 1 kHz/ 1 mW (dB95 dB
Impedanz (Ohm)32 Ohm
LieferumfangJBL Tour One Kopfhörer
1 x USB-C-Ladekabel
1 x Transportetui
1 x Audiokabel
1 x Flugzeugadapter
1 x Garantie/Warnung
1 x Produkt-Kurzanleitung
1 x Google Assistant Einrichtungsanleitung
1 x Amazon Alexa Einrichtungsanleitung / Sicherheitsblatt
Technische Daten der JBL Tour One

Tragekomfort

Bezüglich des Tragekomforts habe ich beim JBL Tour One kaum Kritikpunkte gefunden. Die Polster des Kopfbands und die der beiden Ohrmuscheln sind angenehm weich gepolstert, sodass sich der Kopfhörer selbst nach längerem Musikhören absolut bequem trägt. Die Aussparungen für die Ohren sind angenehmem groß, sodass hier kein unangenehmer Druck auf die Ohren entstehen kann. 

Die Bügelverstellung und die beweglich gelagerten Ohrmuscheln ermöglicht mit insgesamt 11 Raster eine ausreichende Möglichkeit, den Kopfhörer an die Kopfform anzupassen. Zugleich ist der Anpressdruck sehr angenehm, sodass sich der Druck durch die weichen Poster sehr angenehm rund um die Ohren verteilt.

Mit einem Gesamtgewicht von knapp 268 Gramm gehört der JBL Tour One zwar nicht ganz zu den leichtesten seiner Sorte, aber durch die besagten weichen Polster spürt man dieses etwas höhere Gewicht kaum. Für Brillenträger würde ich die JBL Tour One wie viele andere Over-Ear Kopfhörer weniger empfehlen, denn hier kann zum einen der permanente Druck auf die Brillenbügel etwas unangenehm werden und zudem erreicht man hierdurch kein gutes ANC, da die Kopfhörer dann mit den Polstern nicht mehr sauber auf den Ohren aufliegen. Somit gelangen Geräusche, die man eigentlich nicht beim Musikhören mitbekommen möchte, ungestört ins Gehör, was definitiv nicht gut ist. 

Für sportliche Tätigkeit würde ich den Over-Ear Kopfhörer schon allein aufgrund seiner Bauweise weniger empfehlen. Schließlich deckt dieser die Ohren komplett ab und man bekommt kaum noch kühle Luft an die Ohren.

(Tragekomfort: 4 von 5 Punkten)

Bedienung

Beim JBL Tour One setzt JBL auf eine Hybrid-Bedienung, also sowohl auf echte Hardware-Tasten als auch auf eine Touchbedienung. Dabei handelt es sich um einen Schieberegler, drei Tasten und die am linken Ohrhörer versteckte Touch-Bedienung. Die Bedienung ist meiner Meinung nach somit sowohl als Rechts-, aber auch als Linkshänder sehr gut möglich.

Das Einschalten des JBL Tour One erfolgt über den Schieberegler an der rechten Ohrmuschel. Schiebt man diesen von der Ausgangsstellung also bündig zur Mitte hin, wird der Kopfhörer eingeschaltet und verbindet sich automatisch mit dem zuletzt verbundenen Gerät. Ist dies wiederum noch nicht geschehen, dann muss man diesen in den Bluetooth-Pairing-Modus versetzen, was erfolgt, indem man den Schieberegler für wenig Sekunden über die Mittelstellung hinausschiebt und an der Position hält. Danach kann man den Kopfhörer bei Bedarf mit bis zu einem weiteren Gerät koppeln.

Das Koppeln erfolgt am iPhone wie gewohnt und recht einfach direkt über die Bluetooth-Einstellungen. Alternativ und noch einfacher gelingt das Koppeln jedoch dank „Fast Pair“ über alle Smartphones mit Android 6.0 oder höher. Dadurch erfolgt die Kopplung der Kopfhörer nochmals etwas schneller und ist eigentlich genau dasselbe, wie Appel-User es von den AirPods bzw. Beats Kopfhörern kennen, nur eben für alle Google-Devices. Dazu versetzt man den Kopfhörer einfach in den Pairing-Modus und schon bekommt man eine Benachrichtigung, die einen fragt, ob man eine Verbindung mit dem angezeigten Gerät herstellen möchte. Tippt man hier auf Verbinden, wird der Kopfhörer mit dem Smartphone gekoppelt, ohne dass man ins Bluetooth-Menü navigieren muss. 

Die Musiksteuerung erfolgt wiederum ganz simpel über die Touch-Oberfläche. Ein einmaliges Antippen hält die aktuell wiedergegeben Musik am gewünschten Punkt an und tippt man die Fläche erneut an, wird dies Musik wieder fortgesetzt. Das doppelte Antippen sorgt dafür, dass man einen Musiktitel in der Playlist vorspringt und in dreimaliges Antippen spielt den zuvor wiedergegeben Punkt erneut ab. Ebenso können eingehende Anrufe durch ein zweifaches Antippen angenommen werden und ebenso abgelehnt werden. Das Mikrofon lässt sich sofern gewünscht durch ein längeres Berühren der Oberfläche abschalten und ebenso wieder aktivieren und wenn gerade keine Musik abgespielt wird, aktiviert man durchs lange Betätigen den am Smartphone integrierten Sprachassistenten.

Etwas unterhalb des Schiebereglers, über welchen man diesen Kopfhörer einschaltet, wurde die Tasten zur Lautstärken-Einstellung untergebracht. Hier finde ich sehr gut, dass JBL hier auf keine Wischgeste wie manch andere Hersteller setzt, denn über echte Tasten funktioniert die Steuerung der Lautstärke deutlich präziser. Direkt nach unten gerichtet findet man hier an der rechten Ohrmuschel dann auch noch die Klinkenbuchse, über welche man den Kopfhörer mit einem älteren Smartphone mit Klinkenbuchse betreiben kann, was jedoch sicherlich die wenigsten machen.

Kommen wir nun noch zur linken Ohrmuschel, wo man nach unten gerichtet den USB-C Anschluss findet, über welchen man den Akku des Kopfhörers aufladen kann. Daneben ist direkt eine Status-LED, welche über den Status des Akkus informiert, wobei man diesen auch via Sprachansage beim Einschalten mitgeteilt bekommt. Die LED zeigt einem jedoch auch den Ladezustand des Akkus an, blinkt die LED rot auf, ist der Akkustand sehr niedrig, während das rote Aufleuchten bedeutete, dass der Akku geladen wird und sobald der Akku voll ist, geht die Status-LED aus. Nun komm ich noch kurz zum Ambiente-Aware Button, über welchen man beim einmaligen Betätigen zwischen ANC An, Ambient Aware und alles Aus wechseln kann, ein zweimaliges tippen, aktiviert wiederum Talkthru und ein langes gedrückt halten aktiviert, sofern in der App aktiviert Amazons Alexa. 

Beim Sprachassistenten ist es so, dass dieser in der JBL Headphones App bestimmt werden muss. Hat man sich anschließend mit den Log-in-Daten von Amazon angemeldet, kann man direkt die Fragen stellen. Ich nutze in diesem Fall direkt Siri, was wunderbar klappt und und mir gut gefällt, denn man muss hierbei, während man redet, nicht permanent eine Taste gedrückt halten.

(Bedienung: 4 von 5 Punkten)

Klang

Wie üblich für Over-Ear Kopfhörer setzt JBL beim Tour One auf einen 40 mm Treiber auf jeder Seite. Den Frequenzbereich, welchen diese Treiber abdecken, soll laut JBL bei 10 Hz–40 kHz (passiv) und 10 Hz–22 kHz (aktiv) liegen. Die Impedanz gibt JBL mit 32 Ohm an, sodass hier eine kabelgebunden Musikwiedergabe via Smartphone problemlos möglich ist (sofern euer aktuelles Smartphone noch einen Klinkenanschluss besitzt). 

JBL wirbt hier beim Tour One mit einem Hi-Res-zertifizierten Klang, doch hierauf würde ich definitiv keinen allzu großen Wert legen, denn bei der Bluetooth-Wiedergabe ist Hi-Res aufgrund der hohen Bitrate, welche hierfür benötigt wird, keineswegs möglich. Die maximale Lautstärke des JBL Tour One ist absolut ausreichend, sodass dieser Kopfhörer meiner Meinung nach gute Reserven besitzt. Sofern einem hochwertige Audio-Codecs wichtig sind, muss ich beim Tour One zumindest alle Android-User leider weiterhin enttäuschen, denn hier wird nur AAC unterstützt, was Apple-User freuen wird. Alle Android-User müssen sich somit mit dem Standard-Codec SBC zufriedengeben. 

Für die reine Musikwiedergabe ist es keineswegs erforderlich, die kostenfreie „JBL Headphones App“ zu installieren. Diese benötigt ihr jedoch auf jeden Fall, wenn ihr Klanganpassungen via 10 stufigem EQ-Regler vornehmen wollt, wichtige Einstellungen wie den gewünschten Sprachassistenten oder Firmware-Updates installieren wollt usw. In meinem Test möchte ich mich bei meiner Bewertung zum Klangbild jedoch auf den von Werk abgestimmten Klang konzentrieren, also genau so, wie es der Hersteller von Werk aus definiert hat und für gut empfunden hat.

Der JBL Club One vermittelt direkt beim ersten Musikhören den typischen Klang, welchen ich von JBL Kopfhörern gewohnt bin. Anders ausgedrückt: Der Kopfhörer hat eine etwas Tiefton verstärkte Klangcharakteristik, wodurch man einen vollen warmen Sound geliefert bekommt. Die Details werden griffig wiedergegeben und sind keineswegs zu feinselig, die Bässe sind hier typisch für JBL im Vordergrund und bieten einen sehr ordentlichen Tiefgang. Die Mitten sind ebenfalls recht präsent, sodass davon auch die Stimmwiedergabe profitiert, denn hier kommt sowohl Gesang als auch die Instrumente wie Gitarren usw. gut zur Geltung. Die Höhen sind auch gut abgestimmt, aber ganz klar muss ich hier natürlich zugeben, dass es sich um keinen audiophilen Kopfhörer handelt. Somit ist JBL hier die Detailwiedergabe insgesamt gut gelungen, aber die Stärken sind hier ganz klar die tiefen Töne, aber dies entspricht auch ganz klar dem Musik-Geschmack der Mehrheit, denn gerade bei den aktuell viel gehörten Musikrichtungen kommt der JBL Tour One sehr gut zur Geltung. 

Beim Telefonieren konnte ich meine Gesprächspartner sehr deutlich und klar verstehen und auch meine eigene Stimme wurde hier sehr verständlich für mein Gesprächspartner-/innen übertragen. Lediglich bei einer etwas lauteren Umgebung filtern die Mikros zwar die Störgeräusche absolut zuverlässig heraus, aber zugleich führt dis zu einem leicht hörbaren Hall-Effekt in der Stimme. Überzeugend ist der JBL Tour One dabei jedoch auch im Bereich Latenz, hier gibt es absolut keine Verzögerung zwischen Bild und Ton, aber dies haben in Zeiten von Bluetooth 5.0 eigentlich alle Hersteller in den Griff bekommen. 

(Klang: 4 von 5 Punkten)

App

Wie inzwischen zahlreiche Kopfhörer ist auch der JBL Tour One mit der kostenlos von JBL zur Verfügen gestellten App Namens „My Headphones“ kompatible. Diese App steht sowohl für iOS als auch Android Smartphones als kostenloser Download im jeweiligen AppStore bereit. Sofern ihr Firmware-Updates des Kopfhörers durchführen oder persönliche Einstellungen via Equalizer vornehmen möchtet, kann ich nur dazu raten, die App zu installieren, denn hier kann man auch die automatische Abschaltung und zahlreiche weitere nützliche Funktionen einstellen. 

JBL Headphones
Preis: Kostenlos
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Nachdem man die App das erste Mal gestartet hat, wird man sehr verständlich und Schritt für Schritt durch die Einrichtung und das Menü der App navigiert. Zudem finde ich es toll, dass einem alles Wichtige in jedem Einstellungsfenster erklärt wird, sodass man hier recht schnell zurechtkommt. Hat man den Kopfhörer das erste Mal verbunden und alles eingerichtet, landet man nach jedem Start der App auf dem Startbildschirm, auf dem sämtliche kompatiblen Kopfhörer, die man selbst besitzt, angezeigt werden.

Klickt man hier auf den JBL Tour One, landet man in dessen Einstellungsmenü, wo man direkt unter der Abbildung des Kopfhörers dessen restliche Akkulaufzeit in Prozent angezeigt bekommt. Unmittelbar darunter kann man zudem die ANC-Funktion zu- oder abschalten und es gibt die Option der Umgebungsgeräusch-Kontrolle. Über Letzteres kann man direkt die Dinge wie Ambient Aware, TalkThru bestimmen oder man kann den Smart Audio & Video Modus steuern. Mit Letzterem kann man entscheiden, ob man den Audio-Modus für den besten Klang bei Musik oder den Video-Modus für absolut synchronen Ton und Video bevorzugt. Zu guter Letzt ist es hier ganz unten noch möglich, direkt in die EQ-Einstellungen zu navigieren, um hier den Klang noch etwas auf den eigenen Geschmack abzustimmen. 

Über das Zahnrad im rechten oberen Bereich gelangt man in ein weiteres Untermenü, in welchem man noch einige weitere, nicht ganz unwichtige Dinge einstellen kann. So kann man hier z. B. bestimmen, ob die Funktionstaste wie voreingestellt dazu dient, denn Sprachassistenten zu aktivieren oder die Umgebungsgeräusche zu steuern. Letzteres wird von Werk aus jedoch über die Touch-Oberfläche gestreut und kann im darauffolgenden Menü bei Bedarf auch auf den Sprachassistenten gestellt werden. Ich persönlich habe hier jedoch beides genau so gelassen, wie es von JBL definiert wurde, denn somit kam ich wunderbar klar. Eine neue Funktion, welche man auch im JBL Tour Pro+ TWS integriert hat, ist „Mein Alarm“. Diese Funktion kann dabei helfen, z. B. während der langen Geschäftsreise entspannter einzuschlafen. Dabei kann man bestimmen, wie lange die Musik gespielt werden soll und wie lange man danach schlafen möchte. Der Clou dabei ist, dass während der Zeit, die man als schlafen definiert hat, die Musik automatisch deaktiviert wird, aber das Noise Cancelling aktiv bleibt, sodass einen die typischen Störgeräusche im Zug nicht stören.

Weitere nützliche Einstellungen sind noch das automatisch Abschalten, sodass man hier einstellen kann, dass der Kopfhörer automatisch nach 15, 30 Minuten oder 1, 2, 3 oder 4 Stunden automatisch abschaltet, sofern dieser im Ruhezustand ist, also mit keiner Quelle verbunden ist. Voice Aware dient dann z. B. dazu, selbst zu kontrollieren, wie stark die Umgebungsgeräusche, wie z. B. die eigene Stimme beim Tragen der Kopfhörer durch diese zu hören sind. Zu guter Letzt würde ich auf jeden Fall dazu raten, den Schieberegler bei „Wiedergabe und Pause“ zu aktivieren, denn dadurch wird die Musik beim Abnehmen der Kopfhörer pausiert und automatisch wieder fortgesetzt, wenn man diese wieder aufsetzt und unter Sprachassistent kann man neben den am Smartphone integrierten Assistenten auch Amazon Alexa nutzen. Selbstverständlich kann man in den Einstellungen auch die Sprachansagen von Englisch auf Deutsch umstellen und auf die Gerätehilfe zugreifen.

App: 4 von 5 Punkten)

Ausstattung

ANC / Umgebung ein-/ausblenden

Beim JBL Tour One setzt man auf echtes adaptives Noise Cancelling, welches jederzeit in Echtzeit die Umgebungsgeräusche über die Mikrofone analysiert und dadurch das Noise Cancelling daran anpasst. Hierfür setzt JBL auf insgesamt vier Mikrofone, davon befinden sich an jeder Ohrmuschel Außenseite je ein Mikrofon, welches für die Sprachaufnahmen zuständig ist und die anderen beiden Mikros, von welchen auch an jeder Seite ein Mikrofon sitzt, sind Beamforming-Mikros, welche für die Unterdrückung von Echos und Umgebungsgeräusche zuständig sind. Das adaptive Noise Cancelling funktioniert hier im Alltagstest erstaunlich gut, sodass der Großteil der Umgebungsgeräusche neutralisiert bzw. zumeist von der Lautstärke reduziert werden. Das Grundrauschen, welches hier bei ANC häufig vorkommt, ist kaum hörbar und gerade Tiefere Töne werden zu 99% zuverlässig neutralisiert.

Das adaptive Noise Cancelling kann zwar nicht manuell in der Intensität die Schieberegler reguliert werden, jedoch kann man in den Einstellungen zwischen „echtes adaptives Noise Cancelling“ und dem „alltäglichen Modus“ wählen. Hier konnte ich im Test auch direkt einen deutlichen Unterschied feststellen, denn das adaptive ANC arbeitet merklich besser, da sich dies der aktuellen Umgebung anpasst und zudem mehr Frequenzen filtert. Daher rate ich eigentlich, sofern gewünscht immer das adaptive ANC zu bevorzugen, welches nur bei absoluter Stille ein recht leises Grundrauschen erzeugt. 

Positiv ist hier auch anzumerken, dass beim hinzuschalten von ANC das Klangbild unverändert bleibt, was nicht üblich ist, denn bei vielen Kopfhörern wird mit ANC der Bass deutlich dominanter.

Zubehör

JBL liefert den Tour One in einem stabilen und hochwertigen Aufbewahrungs-Case aus. Dieses sieht optisch recht hübsch aus, da dies mit einer angenehmen Stoffoberfläche versehen wurde. An der Außenseite befindet sich zudem eine praktische Netztasche, in welcher man Dinge verstauen kann und dank der Schlaufe kann das Case problemlos an etwas befestigt werden. Im Inneren findet nicht nur der Kopfhörer im eingeklappten und eingedrehten Zustand Platz, sondern auch der komplette Zubehör (Ladekabel, Klinkenkabel und Flugzeugadapter).

(Ausstattung 4 von 5 Punkten)

Bluetooth

JBL setzt beim Tour One auf das zeitgemäße Bluetooth 5.0, was in diesem Fall jedoch kein aptX zulässt, sondern nur den herkömmlichen Audio-Codec SBC mit einer niedrigeren Bitrate und AAC, einen hochwertigeren Codec, welcher von Apple-Devices unterstützt wird. Die Bluetooth-Reichweite liegt bei knapp 12 bis 15 Metern, sodass ihr das Smartphone problemlos im Zimmer lassen könnt ohne das die Verbindung verloren geht.

Der JBL Tour One bietet die Möglichkeit einer sogenannten Multi-Point-Verbindung. Dies ist vor allem für Leute, die gerne mehrere Geräte gleichzeitig bzw. nebenher Nutzen von Vorteil. Dies gelingt dadurch, dass sich der Kopfhörer mit zwei Geräten gleichzeitig verbinden kann. Schaut ihr z. B. auf dem iPad ein Video und erhaltet zufällig einen Anruf auf dem Smartphone, wird in diesem Fall automatisch die Musik pausiert und das Telefonat über das Smartphone geführt, da Telefonate immer bevorzugt behandelt werden. Wollt ihr z. B. von der Musikwiedergabe vom iPad zum iPhone wechseln, genügt es, auf dem iPad die Musik zu pausieren und am iPhone auf Play zu drücken. Voraussetzung ist hier jedoch, dass man zuvor bereits beide Geräte per Bluetooth mit dem JBL Tour One gekoppelt hat.

(Bluetooth: 4,5 von 5 Punkten)

Akkulaufzeit

Beim JBL Tour One verspricht JBL eine Akkulaufzeit von bis zu 25 Stunden mit aktiviertem ANC. Ohne ANC wiederum hält der Akku sogar doppelt solange durch, sodass somit max. 50 h möglich sind. Dies ist so weit sehr gut, sodass der Lithium-Ionen-Akku (3,7 V DC, 920 mAh) genug Reserven bietet um für langen Musikgenuss zu sorgen.

 Die angegebene Laufzeit hängt natürlich von zwei Faktoren ab, zum einen, wie hoch ihr die Lautstärke eingestellt habt und ob ihr ANC nutzt oder nicht. Im Großen und Ganzen kam ich zusammengerechnet auf knapp 27 Stunden Akkulaufzeit mit aktiviertem adaptiven ANC und einer etwas leicht angehobenen Lautstärke, also ganz leicht über den Mittelwert.

Sobald der Akku des Kopfhörers leer sein sollte, dauert es für eine komplette Aufladung knapp 2 Stunden. Zudem hat JBL auch noch eine Schnellladefunktion integriert, sodass der Akku von 0 % bereits nach 10 Minuten wieder für knapp 2 Stunden Musikwiedergabe aufgeladen ist. Wie bei vielen anderen Kopfhörern aus dem Hause JBL ist es auch beim JBL Tour One leider so, dass man diesen währenden des Auflade-Vorgangs nicht zum Musikhören nutzen kann.

(Akkulaufzeit: 4,5 von 5 Punkten)

TEIL 3

bestehend aus „Preis/Leistung“ entspricht 10% der Gesamtwertung

Beschreibung

Der JBL Tour One überzeugt unter anderem mit seiner guten Verarbeitung und dem Klang, der sich nur geringe Schwächen leistet. Des Weiteren ist das echte adaptive ANC überraschend gut und Bluetooth-Multipoint erwies sich im Alltag als sehr nützlich. Das automatische Pausieren und fortsetzen der Musik ist für mich im Alltag zudem ein hoher Komfortgewinn, der zum Teil selbst in teueren Modellen nicht immer mit an Bord ist. Negativ würde ich lediglich den fehlenden aptX-Codec werten und das man im Sommer schnell dazu neigt, unter den Ohrpolstern aus Kunstleder zu schwitzen, was jedoch bei zahlreichen anderen Over-Ear Kopfhörern auch der Fall ist.

Preis/Leistung

Der JBL Tour One kann im Test gut überzeugen. Das ANC ist gut, aber kommt dennoch nicht ganz an das vom Sony WH-1000XM4 ran, den ich inzwischen auch häufig nutze. Der Funktionsumfang beim JBL Tour One ist gut und klanglich hat mir dieser gut gefallen. Inzwischen ist der Kopfhörer, welcher zum Start mit 299€ angepriesen wurde, auch kräftig im Preis gefallen und kostet nur noch knapp unter 199€, was diesen Kopfhörer so auch nochmals deutlich interessanter macht. Für die UVP von 299€€ hatte es der Kopfhörer nämlich schwerer, da hier der Sony WH-1000XM4 mit aktuell 259€ der nochmals etwas besser Kopfhörer war. 

JBL Tour One

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testr Gesamtwertung

unter Berücksichtigung aller Teilwertungen

 Wir bedanken uns beim Hersteller für die Bereitstellung des Produktes. Zu unseren Grundsätzen

Link zum Hersteller: https://de.jbl.com

Technics EAH-AZ40

In aller Kürze

Die Technics EAH-AZ40 True Wireless In-Ear Buds können im Test überzeugen. Technics ist es hier gelungen, sehr schöne In-Ear Buds mit einem bequemen Tragekomfort zu kombinieren. Die Akkulaufzeit ist mit bis zu 7,5 Stunden gut, aber eigentlich ebenso inzwischen zum Standard-Wert geworden, wie der Funktionsumfang. Möchte man nämlich Noise-Cancelling haben, muss man hier zum 80€ treueren Technics EAH-AZ60 greifen.

Sehr gut gefällt mir hier die App-Unterstützung, sodass man in dieser einen zusätzlichen Funktionsumfang geboten bekommt. Durch die App kann man unter anderem einige Einstellungen wie z. B. die im Equalizer vornehmen und zudem können darüber auch vorhanden Firmware-Updates auf die In-Ears installiert werden uvm.

Gefällt uns

  • sehr leichte Ohrhörer
  • bequemer Tragekomfort
  • Schnellladefunktion
  • USB-C Anschluss
  • lange Akkulaufzeit
  • guter Klang

Gefällt uns weniger

  • kein aptX, aptX HD und LDAC
  • Sprachqualität ist lauterer Umgebung nicht so gut
  • kein ANC

Technics EAH-AZ40

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TEIL 1

Bestehend aus „Verpackung/Design/Verarbeitung“ entspricht 25% der Gesamtwertung

Verpackung

Bei der Verpackung setzt Technics auf eine haptisch gut anfühlende rechteckige Verpackung, welche ganz einfach von unten nach oben hinweg aufgeklappt wird. Direkt an der Front zeigt Technics einen Aufdruck der beiden In-Ear Buds und zudem kann man hier selbstverständlich auch den Hersteller und Produktnamen (Technics EAH-AZ 40) lesen. 

An der linken schmalen Seite wird man kurz über die verfügbare App zu den In-Ears informiert und da hier als Sprachassistent auch Alexa verwendet werden kann, wird auch daraufhin mit dem entsprechenden Logo hingewiesen. Die restlichen Seiten haben weniger Informationen für euch parat, aber dafür nutzt Technics die Rückseite wie üblich dafür, um über die zahlreichen technischen Merkmale zu informieren. Hierbei wird einem dann zum einen ein weiteres Bild der Kopfhörer geboten, aber dieses Mal sieht man nicht nur die In-Ears, sondern man bekommt diese eingesetzt, in Ladecase gezeigt und nebenan noch das geschlossen Case. Zudem informiert Technics hier über die vier für das Unternehmen wichtigsten Ausstattungsmerkmalen, zu denen die 6 mm Treiber, die Akkulaufzeit von bis zu 7,5 Stunden, die gute Sprachverständlichkeit sowie die sehr gute Gesprächsqualität zählen. Rechts daneben gibt es dann noch einige technische Details bzw. nähere Infos zum Lieferumfang, mehr nicht. 

Klappt man die Verpackung auf, kann man in der Innenseite einen kleinen Begrüßungstext lesen, bei dem einen Technics mit auf die Reise zum besonderen Klang mitnehmen möchte. In der Verpackung selbst findet man dann direkt den kompletten Lieferumfang. Dabei sieht man direkt ganz unten eine Kartonage, in welcher die Ohranpassstücke eingesetzt wurden. Hierbei findet man die Größe XS; S und L, während die Größe M bereits an den Earbuds angebracht wurde. In diesem Einsatz, in welchem man die Anpassstücke findet, versteckt sich dazwischen noch das knapp 20 cm lange USB-A auf USB-C Ladekabel, über welches der Akku der In-Ears aufgeladen werden kann.

Im Zentrum befindet sich ein Papp-Einleger, in welchem das sehr kompakte Ladecase sitzt, welches zudem die beiden In-Ears beinhaltet. Direkt darüber in eine recht dicke Mappe, findet man die zahlreichen Beipackzettel (Anleitungen), welche Technics hier in zahlreichen Sprachen ausgeführt hat.

(Verpackung: 3,5 von 5 Punkten)

Design

In-Ears

Bei den Technics EAH-AZ40 handelt es sich um sehr kompakte In-Ear Kopfhörer, die daher mit je 5 Gramm erstaunlich leicht sind. Neben dem von mir getesteten schwarzen Modell gibt es die Ohrhörer auch noch in einem ebenfalls recht schlichten Weiß und einer etwas ungewohnteren Farbe, nämlich Roségold.  

Der innere Teil der In-Ears, welcher später im Ohr sitzt, ist komplett in Schwarz gehalten, während die nach außen zeigende Seite in einem grau/metallic gehalten wurde. Bei der Bedienung über die In-Ears setzt Technics auf eine reine Steuerung via Touch-Sensoren, welche an beiden In-Ears an der Außenseite mit dem Technics-Logo eingelassen wurde. Hiebei hat man diese Oberfläche beim genauen Betrachten gerillt ausgeführt, was sich nicht nur beim Anfassen etwas besonders anfühlst, sondern auch optisch schön aussieht, da sich dadurch das Licht, welches darauf einfällt, besonders reflektiert wird. 

Weiter Details sie man hier direkt von außen sehen kann, sind die Mikrofone. Davon befindet sich eines in der leicht längliche Kerbe, welche nach vorne gerichtet ist, und eine weitere größere Fläche, welche gelocht ist und bündig abschließt, aber nach oben gerichtet wurde. Während bei den Technics EAH-AZ40 das vordere Mikro dazu genutzt wird, um die gesprochenen Inhalte beim Telefonieren usw. zum Gesprächspartner zu übertragen, wird das nach oben gerichtet aktiviert, wenn man den Umgebungs-Modus nutzen möchte, sodass die Umgebungsgeräusche hinzugeschaltet werden. 

Am inneren Teil der In-Ears, befindet sich der typische kurze und leicht geschwungene Treiber-Kanal und die üblichen drei Ladekontakte, über welche die In-Ears selbstverständlich im Ladecase aufgeladen werden können. Für den sicheren Halt im Case befindet sich im Zentrum eine etwas größere silberne Vertiefung, bei der es sich um das Gegenstück der Magentischen Zentrierung im Ladecase handelt. Des Weiteren findet man hier weitere kleine Löcher, bei denen es sich um ein Spracherkennungs- und ein Talk-Mikro handelt, welche zur verbesserten Gesprächs- und Verständlichkeitsübertragung beitragen. 

Einen festen Master uns Slave In-Ear gibt es bei Technics wie bei vielen anderen Herstellern ebenfalls nicht mehr, sodass hier auf eine separate Signalübertragung zu beiden In-Ears gesetzt wird. Dies bedeutet, dass beide das Audio-Signal übermittelt bekommen, sodass problemlos der linke oder der rechte Ohrhörer auch alleine verwendet werden kann, daher auch exakt dieselbe Anzahl an Mikros usw. an beiden In-Ears.

Ladecase

Das Ladecase ist in einer länglichen, aber recht flachen Form gehalten und lässt sich somit wunderbar in jeder Hosentasche jeden Rucksack oder Handtaschen verstauen. Das Case besteht komplett aus Kunststoff, dies ist in dieser Branche jedoch bei der Mehrheit der Fall und überzeugt daher mit einem geringen Gesamtgewicht. 

Das Case ist sowohl am Boden als auch an der Deckel-Oberseite abgeflacht, sodass hier für einen sicheren bzw. sauberen Stand gesorgt wird. Im abgeflachten Bereich des Deckels hat Technics zugleich direkt das dezente Firmenlogo in den Kunststoff einglasen. Typischerweise findet man die Ladebuchse, in diesem Fall einen zeitgemäßen USB-C Anschluss an der Rückseite, direkt unter dem Scharniergelenk. An der Front wiederum findet man eine recht schmal gehaltene Griffmulde, die das Öffnen des Deckels erleichtern soll. 

Fast schon unscheinbar bzw. nicht direkt auf dem ersten Blick ersichtlich, versteckt sich in der Griffmulde eine Status LED. Diese informiert den Besitzer durch eine Mehrfarbige LEDs jederzeit über den aktuellen Status. Aufgeklappt findet man im Case beide Ohrhörer sicher an ihren Plätzen und werden hier auch absolut sicher gehalten, sodass hier selbst beim geöffneten Case, wenn man dies über Kopf hält, nichts herausfallen kann.

(Design: 4 von 5 Punkten)

Verarbeitung

Die Verarbeitung vom Ladecase und der beiden In-Ear Kopfhörer ist gut und soweit würde ich beides als recht hochwertig einstufen. Definitiv ist das Case in diesem Fall natürlich nicht so hochwertig wie z. B. das Metall-Case der Klipsch T5 True Wireless, aber insgesamt gibt es hier ´beim Ladecase von Technics keine Kritik. Das Case schließt sauber, alle Spaltmaße passen und es wackelt nichts. 

Das Gehäuse der In-Ears wurde wie bei fast allen In-Ear Ohrhörern aus mehreren Teilen zusammengebaut, hier stimmen jedoch die Spaltmaße, sodass alles schön bündig übergeht und auch sehr gut aussieht. Durchaus praktisch finde ich, dass Technics hier auf einen IPX4 Schutz der Ohrhörer setzt (nicht beim Ladecase), dieser schützt diese gegen allseitiges Spritzwasser, was bedeutet, dass diese gegen Schweiß und z. B. einem Regenschauer geschützt sind.

(Verarbeitung: 4 von 5 Punkten)

TEIL 2

bestehend aus „Funktion des Produktes“ entspricht 65% der Gesamtwertung

Kopfhörer-ArtTrue-Wireless In-Ear Kopfhörer
KategorieBluetooth Kopfhörer (Bluetooth 5.2)
FarbeSchwarz, weitere Farben: Weiß und Roségold
Akkuintegriert, Lithium-Polymer-Akku
Akku : 7,5 h
Gesamtlaufzeit: 25 h
Gewicht 40 g (Ohrhörer und Ladebox)
10 g (beide Ohrhörer)
30 g (Ladebox)
MaterialOhrhörer und Ladecase aus Kunststoff
KonnektivitätBluetooth 5.2 Audio-Codec: SBC und AAC. Unterstützte Profile: A2DP, AVRCP, HSP, HFP
TreiberDynamische Treiber mit einer Größe von 6 mm (links und rechts)
Frequenzbereich20 Hz–20 kHz
Treiberempfindlichkeit bei 1 kHz/ 1 mW (dBkeine Angaben vom Hersteller
Impedanz (Ohm)keine Angaben vom Hersteller
LieferumfangTechnics EAH-AZ40 True Wireless In-Ear Kopfhörer
Ladecase
USB-C-Ladekabel: Ca. 0,2 m
Ohr-Passstücke: XS/S/M/L/XL (M aufgesetzt)
Technische Daten der Technics EAH-AZ40

Tragekomfort

Technics liefert die EAH-AZ40  True Wireless In-Ear Buds mit insgesamt vier Ohrpassstücken aus, die zur individuellen Anpassung beitragen und wodurch ein hoher Tragkomfort erreicht wird. 

Die sehr leichten und vom Gehäuse her kleinen In-Ears sitzen durch ihre ergonomische Formgebung, welch ich als Tropfenform bezeichnet würde sehr bequem im Ohr und liegen hier fast schon anschmiegsam und federleicht im Ohr. Eingesetzt ins Ohr stehen die beiden In-Ears recht wenig aus dem Ohr hervor, hier gibt es definitiv deutlich auffälligere Modelle und zudem halten diese recht gut im Ohr, trotz, dass Technics hier auf keine zusätzlichen soggenant Sport-Einsätze setzt. Beim Joggen bzw. anderen Sportarten sollte man vielleicht dennoch zu einem anderen Modell greifen, denn hier können die In-Ears doch etwas aus dem Ohr gleiten und daher empfehle ich hierfür immer auf extra für den Sport-Einsatz geworbene In-Ears zu setzen.

(Tragekomfort: 4 von 5 Punkten)

Bedienung

Technics setzt bei den EAH-AZ40 wie ich bereits erwähnt habe, auf eine reine Touch-Bedienung. Dieses Bedienkonzept bringt demnach wie inzwischen gewohnt, sowohl Vor- als auch Nachteile mit sich. Zum einen kommt es dadurch gelegentlich vor, dass es zu falschen Ausführungen von Befehlen kommen kann, die sich jedoch nach kurzer Gewöhnungsphase auf ein absolutes Minimum reduzieren. Dafür wiederum drückt man sich bei einer Touch-Bedienung die Ohrhörer nicht tiefer ins Ohr bzw. diese verrutschen nicht beim Betätigen, wie z. B. bei Tasten und die Geräusche, die sonst durch das Klicken der Tasten ausgelöst wird, wird hierbei nicht in den Gehörgang übertragen.

Der erste Pairing-Vorgang mit den Technics EAH-AZ40 erfolgt wie von eigentlich allen True Wireless Kopfhörer gewohnt recht einfach, da die In-Ears bei der Entnahme aus dem Case direkt in den einsprechenden Kopplungsmodus versetzt werden. Entnimmt man nun die In-Ears aus dem Case, kann man diese wie sämtliche anderen Bluetooth-Geräte in den Einstellungen-> Bluetooth auswählen und somit das Smartphone mit den Ohrhörern koppeln. 

Möchte man die Technics EAH-AZ40 wiederum mit einem anderen Gerät koppeln, ist dies problemlos möglich, da hier eine sogenannte Multipoint-Verbindung mit bis zu zwei Geräten auf einmal erlaubt wird. Um die In-Ear Kopfhörer mit einem weiteren Gerät zu koppeln, ist des nötig, diese zuvor erneut in den Pairing-Modus zu versetzten. Dazu muss man an einem der Ohrhörer egal ob links oder rechts, nach der Entnahme, wenn die LED blau leuchtet, das Touch-Bedienfeld für 7 Sekunden gedrückt halten. Dabei leuchtet die LED an den Ohrhörern abwechselnd blau/rot und man kann das Touch-Feld loslassen. Dadurch wird signalisiert, dass die In-Ears in den Kopplungsmodus versetzt wurde und man kann diese wie gewünscht mit einem zusätzlichen Gerät koppeln.

Das Ausschalten erfolgt dann wiederum wie bei allen True Wireless In-Ears völlig automatisch, sobald man diese wieder ins Case einlegt. Alternativ kann man jedoch in der App auch die automatische Abschaltung aktivieren, doch ich persönlich würde die Ohrhörer sowieso immer im Case aufbewahren, damit diese nicht so leicht verloren gehen und der Akku aufgeladen wird.

Die Bedienung direkt über die Kopfhörer erfolgt gleichmäßig über beide In-Ear Buds. Ein einmaliges Antippen des linken oder rechten In-Ear führt direkt dazu, dass die Musik pausiert wird und beim erneuten Antippen wieder am selben Punkt fortgesetzt wird. Die Lautstärke der Musik wird wiederum nur über den linke In-Ear geregelt und zwar so, dass man beim Zweimaligen antippen, die Lautstärke reduziert und beim Dreimaligen tippen erhöht. Dasselbe Bedienkonzept gibt es auch am rechten Ohrhörer, jedoch wird hier beim Zweimaligen tippen der nächste Titel und beim Dreimaligen der zuvor abgespielte Track wiedergegeben. Berührt man den linken In-Ear für 2 Sekunden, startet man den in den Einstellungen gewählten Sprachassistenten (hierbei, kann man zwischen dem im Smartphone integrierten oder Amazon Alexa wählen). Hält man wiederum den rechten In-Ears 2 Sekunden berührt, dann kann man beim Technics EAH-AZ40 zwischen Umgebungsgeräusche an/aus wechseln. 

Selbstverständlich kann man über die Technics EAH-AZ40 auch problemlos telefonieren und somit auch direkt einen eingehenden Anruf annehmen, indem man einfach einen der In-Ears antippt. Die Lautstärke des Gesprächsteilnehmers kann man wie beim Musikhören über den linken In-Ear regulieren, während ein zweimaliges antippen des Rechten dazu führt, dass das Mikrofon stummgeschaltet wird und ein dreimaliges reguliert die Geräuschunterdrückung für den Gesprächspartner. Einen Anruf, den man nicht annehmen möchte oder gerade nicht annehmen kann, weißt man ab, indem man die Oberfläche von einem der In-Ears für 2 Sekunden berührt hält und ebenso kann man so auch den Anruf am Ende beenden.

Die Bedienung über die Touch-Oberfläche funktioniert so weit sehr gut und reagiert ohne Verzögerung. Mit beiden In-Ears kann man alle notwendigen Funktionen direkt ohne das Smartphone steuern, was mir sehr wichtig ist. Über die Technics-App welche für iOS und Android verfügbar ist, kann man die Belegungen der Befehle noch etwas anpassen, jedoch finden ich die Standard-Einstellungen sehr gut gewählt.

(Bedienung: 4 von 5 Punkten)

Klang

Technics hat bei den EAH-AZ40 jeden mit einen 6 mm Treiber ausgestattet, welche insgesamt für ein klares Klangbild mit viel Räumlichkeit und Tiefe bieten sollen. Bezüglich des Frequenzgangs macht das Unternehmen selbst zwar keine Angaben, jedoch würde ich hier von den typischen 20 Hz – 20.000 Hz ausgehen. Bei den Audio-Codecs setzt Technics nicht nur auf das Standardformat SBC, sondern zur Freude aller Apple-User auch auf den hochwertigen Audio-Code AAC, welcher von allen iOS-Devices unterstützt wird. Somit wir einem hierbei eine verbesserter bzw. verlustfreie Bluetooth-Musikwiedergabe ermöglicht.

Das Klangbild der EAH-AZ40 hat Technics von Werk aus so abgestimmt, dass dieses recht ausgewogen und meiner Meinung nach sogar recht überraschend detailreich klingt. Die zugespielte Musik, welche ich mit meinem iPhone übertragen habe, wurde mit druckvollen Bässen wiedergeben, ohne dass diese die Höhen und Mitten zu sehr überstimmen. Klar könnten hier die Mitten und Höhen noch etwas mehr in den Vordergrund rutschen, doch für diese Preisklasse ist dies in der Regel fast immer so. Schlecht klingen die Technics EAH-AZ40 keinesfalls, diese sind lediglich für audiophile Musikliebhaber weniger geeignet.

Die Sprachverständlichkeit beim Telefonieren ist sehr gut, hierfür hat Technics auch insgesamt sechs sogenannte MEMS-Mikrofone verbaut, also je In-Ear drei Stück. Meine Gesprächspartner/-innen haben mich auf Nachfrage gut verstanden und auch in konnte so weit alles gut verstehen. Ist die Umgebung um einen herum jedoch lauter, dann versuchen hier die Mikrofone die strengen Geräusche zu eliminieren, was dazu führt, dass gerade dann die Sprachverständlichkeit nicht mehr ganz so überzeugend ist. Was die Latenz angeht, diese ist sehr gering und vom menschlichen Auge absolut nicht sichtbar.

Natural Ambient- und Attention Mode

Active Noise Cancelling besitzen die Technics EAH-AZ40 zwar nicht, aber dafür werden die verbauten Mikros unter anderem für zwei interessante Modis verwendet. Diese führen dazu, dass man die eigene Umgebung besser wahrnehmen kann. 

Durch den Natural Ambient Mode gelingt es den In-Ears Umgebungsgeräusche und vor allem Stimmen einzufangen und diese über die Kopfhörer bzw. direkt über die Treiber in den Gehörgang zu übertragen. Damit bekommt man das Gefühl, als würde man keine In-Ears tragen, welche schon Werk aus eine gute Isolierung von Umgebungsgeräuschen bieten.

Im Attention Mode wiederum werden die Außengeräusche um einer herum reduziert, damit man die Stimme der Person besser hören kann. Dies ist eine gute Funktion im Flughafen usw. denn dadurch verpasst man die wichtigen Durchsagen nicht, sondern hört diese problemlos trotzt In-Ears.

(Klang: 4 von 5 Punkten)

App

Technics stellt für die eigenen True Wireless In-Ear Ohrhörer eine passende App kostenlos zur Verfügung. Diese App hört auf den Namen „Technics Audio Connect“ und steht sowohl für iOS als auch Android Smartphones kostenlos im jeweiligen AppStore zum Download bereit.

Technics Audio Connect
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Technics Audio Connect
Preis: Kostenlos

Diese App ist jedoch wie bei vielen anderen Herstellern nicht unbedingt zwingend erforderlich, da die Kopfhörer auch ohne diese problemlos genutzt werden könnten. Wer jedoch Firmware-Updates (stand bei mir direkt eins zur Verfügung) oder persönliche Einstellungen via 5-Band-Equalizer vornehmen möchtet und den Amazons Alexa als Sprachassistent nutzen will, kommt um die App nicht drumherum.

Startet man die App das erste Mal, wird man sehr einfach Schritt für Schritt durch die Einrichtung bzw. die erste Verbindung mit den Kopfhörern geführt und kann einige Funktionen der App direkt aktivieren, was man jedoch auch problemlos später noch in den Einstellungen machen kann. Wichtig ist hier nur, dass man die Sprache auf Deutsch stellt, damit die Status-Ansagen der Kopfhörer auf deutsch sind.

Beim ersten Starten der App und dem anschließenden Einrichten wird einem direkt gezeigt, wie man genau was einstellen kann. Anschließen sieht man die zukünftige Startseite in voller Pracht. Dabei werden einem direkt die In-Ears in der Farbe, die man gekauft hat, angezeigt und unter jedem In-Ear sieht man den aktuellen Akkustand. Darunter kann man direkt zu den wichtigsten Einstellungen gelangen, zu denen die Steuerung der Umgebungsgeräusche, der Klangmodus, die Funktion „Kopfhörer finden“ und „JustMyVoice-Test“ zählen. 

Für die Funktion „Kopfhörer finden“, muss man der App den Zugriff auf den Standort gewähren, denn nur so kann dieser dein Standort der letzten Verbindung orten. Über Umgebungsgeräusche steuern kann man die Umgebungsgeräusche hinzuschalten oder auf wünsch auch ungestört Musik hören. Dabei kann man genauer einstellen, ob nur der von Werk eingestellte Transparent-Modus genutzt wird, bei dem die Musik nicht angehalten wird, während die Geräusche um einen herum mit eingespielt werden oder man aktiviert hier Aufmerksamkeit, sodass die Musik angehalten wird und die Stimmen somit hervorgehoben werden. In den Einstellungen „Klangmodus“ kann man den 5-Band-Equalizer einstellen oder aus mehren vordefinierten Presets eins auswählen und zu guter Letzt kann man hier direkt mit JustMyVoic testen, wie ein Gesprächspartner einen versteht. Hier verspricht Technics, dass einen Anrufer selbst dann klar verstehen, wenn man in einer lauteren Umgebung sein sollte, was jedoch nicht ganz so wie gewünscht funktioniert. 

Direkt über den Startbildschirm gelangt man aber auch durch die unteren Untermenüs direkt zur Umgebung und Klang- bzw. Ton-Einstellung mit dem Equalizer. Zudem findet man hier das Menü „Einstellungen“, in dem man neben den bereits erklärten Funktionen noch zahlreiche Weiter geboten bekommt. Wichtig wäre hier, wie bereits erwähnt, bei den Sprachaufforderungen die Sprache Deutsch auszahlen, welche dann direkt geladen und auf die Ohrhörer übertragen wird. Dann kann man hier noch die wichtige automatische Abschaltung regulieren, welche von Werk aus auf „immer an“ steht. Hier empfiehlt es sich, eine andere Zeit auszuwählen, zur Auswahl hat man hier 5, 10, 30 oder 60 Minuten. Im „Verbindungsmodus kann man auswählen, ob die Klangqualität (AAC) oder die Konnektivität (nur SBC) bevorzugt werden soll und man kann im nächsten Menü die Ton und Video Verzerrung einstellen. Zu guter Letzt währe es dann noch möglich, die Belegung des Berührungssensors anders zu belegen und man kann die Geräuschunterdrückung von normal auf stark erhöhen. 

So weit gibt es hier viele Funktionen, jedoch ist alles gut strukturiert aufgebaut und ich habe mich sehr schnell in der App zurechtgefunden. Die wichtigsten Einstellungen, die man häufiger brauchen wird, hat man direkt im Startbildschirm verknüpft und alles andere erfordert zwar etwas mehr Klicks, jedoch verändert man hier sowieso selten etwas.

(App: 4 von 5 Punkten)

Ausstattung

Akkulaufzeit

Technics gibt die Akkulaufzeit der EAH-AZ40 mit bis zu 7,5 Stunden an, zusammen mit dem Ladecase, über welchen die In-Ears mehrfach aufgeladen werden können, kommt man so auf eine Laufzeit von bis zu 25 Stunden. Im Alltag konnte ich die von Technics angegeben max. Laufzeit auch fast annähernd erreichen, auch wenn hier die von euch gewählte Lautstärke und einig weitere Faktoren eine entscheidende Rolle spielen. Wer viel über die In-Ears telefoniert usw. wird eben mehr Akku verbrauchen, als wenn man darüber nur Musik hört, aber mehr als 6-6,5 Stunden sind auf jeden Fall drin. 

Für spontane Einsätze, wenn man z. B. eine Runde Radfahren möchte, jedoch vergessen hat, die Kopfhörer aufzuladen, besteht die Möglichkeit, auf die integrierte Schnellladefunktion zuzugreifen. Diese ermöglicht es, die beiden Ohrhörer innerhalb von nur 15 Minuten für gut 1 Stunden und 30 Minuten wieder mit Energie zu versorgen. Möchte man die beiden Ohrhörer wiederum komplett aufladen, muss man knapp 2 Stunden warten und beim Ladecase, welches übrigens via USB-C aufgeladen wird, dauert es gut 2,5 Stunden und lädt man alles auf einmal auf (die leeren In-Ears im leeren Ladecase) muss man ca. 3 Stunden warten.

Bluetooth

Technics setzt bei den EAH-AZ40 auf den neuen Bluetooth 5.2 Chip. Dieser liefert in meinem Test eine sehr stabile Verbindung sowohl zu iOS- als auch Android-Geräten. Zudem zeichnet sich die neue Version mit einem geringeren Stromverbrauch, sodass man damit die Akkulaufzeit gut verbessern kann bzw. das Gehäuse dementsprechend bei gleicher Laufzeit auch wesentlich kompakter gestallten kann. 

Die Verbindung zwischen Smartphone und In-Ears erfolgt wie bei eigentlich sämtlichen True Wireless Kopfhörer automatisch bei der Entnahme aus dem Ladecase. Sobald man die beiden Ohrhörer zum ersten Mal aus dem Transportcase nimmt, befinden diese sich automatisch im Pairing-Modus und können daher wie bei Bluetooth-Kopfhörer üblich, direkt über die Einstellungen mit dem Smartphone verbunden werden. 

Bei den Technics EEAH-AZ40 wird auch eine Bluetooth Multipoint-Verbindung unterstützt, sodass die In-Ears mit zwei Wiedergabequellen zugleich gekoppelt werden können. Dies ermöglicht es, dass man z. B. einen Film mit den In-Ears am Tablet oder Notebook anschaut bzw. Musik hört und sobald ein Anruf am Smartphone eingeht, diesen direkt annehmen kann.

Kommen wir nun zur Bluetooth-Reichweite hier bin ich von der max. Reichweite sehr überrascht, denn diese ist zum einen sehr stabil und im Freien war hier ohne Hindernis erst nach knapp über 32 Meter Schluss. Im Haus oder der Wohnung ist die Reichweite ebenfalls gut, denn hier war es selbst im nächsten Stock noch problemlos möglich, ohne Aussetzer Musik weiter zuhören.

(Ausstattung: 4 von 5 Punkten)

TEIL 3

bestehend aus „Preis/Leistung“ entspricht 10% der Gesamtwertung

Beschreibung

Mit den Technics EAH-AZ40 hat das Unternehmen ein sehr gutes Produkt auf den Markt gebracht. Hier war ich zum einen von dem gut abgestimmten Klang überrascht und auch wie gut die Touch-Bedienung funktioniert. Des Weiteren ist die Akkulaufzeit absolut angemessen und das Case sowie die In-Ears sind sehr kompakt gehalten. 

Vielleicht wird hier jemand der hochwertig Audio Codec für Android-Geräte fehlen, aber meine Meinung nach hören dies Unterschied sowieso nur wenige raus und für die Mehrheit ist es wahrscheinlich egal, ob aptX an Bord ist bzw. viele wissen nicht mal, was dies ist. 

Preis/Leistung

Die UVP der EAH-Az40 hat Technics mit 149€ festgesetzt und viel günstiger sind diese auch bei anderen Händlern noch nicht erhältlich. Mit dem Preis ist man definitiv etwas hochpreisiger, denn beim zugehörigen Unternehmen Panasonic bekommt man bereits für ein paar Euro mehr bzw. inzwischen zum kleineren Preis In-Ears mit ANC, nämlich die Panasonic RZ-S500W, welche ich vor einiger Zeit schon getestet habe. Technics hat zwar auch das Geschwisterpaar EAH-AZ60 mit ANC neu auf den Markt gebracht, doch dies konnte ich bisher nicht testen und kostet zudem 229€.

Technics EAH-AZ40

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testr Gesamtwertung

unter Berücksichtigung aller Teilwertungen

 Wir bedanken uns beim Hersteller für die Bereitstellung des Produktes. Zu unseren Grundsätzen

Link zum Hersteller: technics.com/de/

Google Nest Cam mit Akku

In aller Kürze

Mit der neuen Google Nest Cam mit Akku hat Google eine sehr gute Überwachungskamera im Sortiment, die bezüglich der Objekterkennung aktuell die beste unter den kabellosen Kameras ist. Die Akkulaufzeit von bis zu max. 7 Monaten kann im Test ebenso überzeugen wie die zuverlässige Unterscheidung von Personen, Fahrzeugen, Tieren und sonstigen Bewegungen. Dadurch kann man die nicht gewünschten Benachrichtigungen von erfassten Bewegungen sehr zuverlässig reduzieren. 

Das einzige Manko ist der eigentliche Zwang zum monatlichen Nest Aware Abo für 5€ oder mehr, damit man den vollen Funktionsumfang nutzen kann und die Software erfordert einige Klicks, bis man zur gewünschten Funktion kommt. Dafür wiederum überzeugt die Cam durch ihre gute Bildqualität und die Objekterkennung, welche mich im Alltag sehr überzeugt haben.

Gefällt uns

  • Gute Videoqualität
  • sehr gute Audiowiedergabe
  • top Personen- und Objekterkennung
  • theoretisch ohne zusätzliche Cloud kosten nutzbar
  • drahtloser oder kabelgebundener Betrieb möglich
  • mit Google Nest Hub nutzbar

Gefällt uns weniger

  • App bietet weniger Einstellungsmöglichkeiten als die Konkurrenz
  • Aufnahmen können nicht lokal gespeichert werden
  • Folgekosten bei Cloud nutzung

Google-Store bei Amazon

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TEIL 1

Bestehend aus „Verpackung/Design/Verarbeitung“ entspricht 25% der Gesamtwertung

Verpackung

Die Google Nest Cam wird in einer rechteckigen Verpackung geliefert, welche rein optisch absolut identisch zu den bisherigen Google-Produkten gestaltet wurde. Somit erhält man hier eine rundum weiße Verpackung, welche mit einigen Informationen zum neuen Produkt aus dem Hause Google versehen wurde.

Angefangen an der Vorderseite bzw. Oberseite der zweiteiligen Verpackung. Hier wird einem direkt eine Abbildung der neuen Nest Cam präsentiert und selbstverständlich prangt hier auch das gewohnte bunte Google-Logo sowie der Produktname. In der linken unteren Ecke wird man dann zudem direkt in mehreren Sprachen darüber informiert, dass es sich hierbei um ein Batterie betreibendes (Akku-Modell) handelt.

An der Seite gegenüber des einfachen Google-Logo kann man sehr viel Text in mehreren Sprachen lesen, bei dem es sich zum Teil um die Produktbezeichnung, den Lieferumfang, die technischen Daten und die Anforderungen der Google Cam mit Akku handelt. Die Seite zur Linken wiederum beschreibt mehrere für Google wichtige Ausstattungsmerkmale der Google Nest Cam mit Akku. Während Google die rechte Seite wie gewohnt dafür nutzt, das gewohnte Anwendungsbild darzustellen, welches das jeweilige Produkt in Aktion zeigt. In diesem Fall sieht man die Google Nest Cam an einer Fassade montiert. Während die Unterseite der Verpackung einem ein Bild zeigt, auf welchem man sieht, wie am Smartphone, welches auf einem Schreibtisch liegt, das Live-Bild der Kamera, die im Garten hängt, gezeigt wird.

Hebt man den Deckel von der zweiteiligen Verpackung ab, kommt direkt die neue Google Nest Cam zum Vorschein. Die Kamera befindet sich hier wie von Google und Nest gewohnt in einem Einleger aus weißem, recyceltem Papier, welches zu einer Art Kartonage gepresst wurde. Diese hält die Kamera samt magnetischem Montagefuß sicher zentriert, sodass beim Versand nichts an der Kamera beschädigt wird. Nimmt man die Kamera dann samt dem Einleger aus der Verpackung heraus, kommt eine kompakte Kurzanleitung zum Vorschein, diese wird jedoch zur Einrichtung nicht benötigt, da die Inbetriebnahme im sehr ausführlichen Umfang auch in der App erklärt wird.

Unter dieser blauen Anleitung hat Google das restliche Zubehör verstaut, bei dem es sich zum einen um das 0,9 Meter lange USB-A auf ein spezielles PIN-Sockel-Ladekabel handelt, mit dem man den integrierten Akku aufladen kann. Im Zentrum liegt dann auch noch ein dazu benötigtes 7,5 Watt Netzteil, was hier noch zum Lieferumfang gehört, was bei einigen neuen Smartphones nicht mehr der Fall ist. Untere diesem Einleger findet man dann im Boden der Verpackung doch das restliche Montagezubehör. Dabei handelt es sich um einen Montagesockel aus Kunststoff und die zur Befestigung benötigten zwei Schrauben mit passenden Dübeln.

(Verpackung: 4 von 5 Punkten)

Design

Beim Design der Nest Cam setzt Google auf ein modernes und zugleich schlichtes Design. Das Gehäuse der Überwachungskamera ist äußerlich rund gehalten und Google setzt hier auf den vom Unternehmen oft eingesetzten matten weißen Kunststoff. Das weiße Gehäuse und der schwarze Kunststoff an der Front, wo die Kameralinse sitzt, passen wunderbar zueinander und somit sieht die Kamera absolut schick aus.

Google sieht bei der neuen Google Nest Cam einen Einsatz sowohl Outdoor als auch indoor vor. Also man kann die Kamera einfach mit dem Lieferumfang an Montagematerial und Halterung an der Außenfassade oder innen im Haus an eine Wand befestigen. Alternativ kann man natürlich auch für rund 35€ das Nest Cam-Stativ kaufen, welches die Google Nest Cam zur idealen Indoor-Überwachungskamera macht. Diese kann dann z. B. auf einem Möbelstück wie einem Tisch oder Sideboard gestellt werden und somit ideal platziert und ausgerichtet werden. Dabei kann die Kamera über das Gelenk um bis zu 45° geneigt werden und zudem wird diese, sofern das Netzteil angeschlossen wird, permanent mit Strom versorgt.

Die Google Nest Cam ist im Durchmesser 83 cm groß und ebenso lang. Beim Gewicht kommt das gute Stück auf knapp unter 400 Gramm. An der Seite des Gehäuses finde man neben dem vertieften Ladeanschluss ein Stativgewinde, mit welchem die Kamera auch auf einer separaten Halterung befestigt werden kann und direkt davor befindet sich hinter den vielen kleinen Löchern ein Lautsprecher. Über diesen Lautsprecher kann man dann zusammen mit dem Mikrofon, welches an der Front versteckt ist, problemlos mit einer Person vor der Kamera kommunizieren. An der schwarzen Front findet man dann direkt zentral die große Kameralinse und direkt darüber das besagte Mikrofon und eine Status-LED. 

Der Montagefuß, welcher bei der Google Nest Cam enthalten ist, gefällt mir sehr gut, denn Google setzt hier auf eine starke magnetische Verbindung, welche alles superfest zusammenhält, sodass die Kamera nicht mit dem Montagefuß verschraubt werden muss. Durch die runde Form der Kamerarückseite und die gegensätzliche Einbuchtung an der Halterung kann die Nest Cam ideal im Winkel eingestellt werden und hält danach wunderbar an der gewünschten Position. 

(Design: 4 von 5 Punkten)

Verarbeitung

Bezüglich der Verarbeitung hab ich an der Google Nest Cam mit Akku eigentlich nichts zu bemängeln. Diese ist so weit wie von Google gewohnt, sehr gut verarbeitet und ja auch hier setzt Google wie bei den Google Assistant Lautsprechern und der Doorbell großen wert auf Nachhaltigkeit und so bestehen 47 % der Kunststoffteile aus recyceltem Material. 

Die Nest Cam mit Akku ist laut Google witterungsbeständig nach IP54, somit nimmt diese auch dann keinen Schaden, wenn diese von einem Regenschauer getroffen wird. Die Betriebstemperatur liegt zwischen -20 und + 40 C° bei einer relativen Luftfeuchtigkeit von 20 bis 85 Prozent. Hier gibt es jedoch Konkurrenzprodukte, welche bezüglich der max. Temperatur noch ein paar Grad mehr Reserven bieten, doch ebenso gibt es hier auch schlechtere Modelle.

(Verarbeitung: 4 von 5 Punkten)

TEIL 2

bestehend aus „Funktion des Produktes“ entspricht 65% der Gesamtwertung

Klingel-ArtIntelligente Überwachungskamera (Akkubetrieben oder Kabelgebunden)
AuflösungFull-HD, 1.920 × 1.080 Pixel, bis zu 30 fps
Weitwinkel130° diagonal
Abmessungen83 x 83 (L x B)
Zoom6-facher digitaler Zoom
MaterialKunststoff (47 % der Kunststoffteile bestehen aus recyceltem Material)
Konnektivität802.11b/g/n (2,4 GHz). Unterstützung für WEP-, WPA-, WPA2- und WPA3-Verschlüsselung, Bluetooth Low Energy (BLE)
FunktionenLED-Statusleuchte
Hochwertiger Lautsprecher und hochwertiges Mikrofon
Zweiwege-Audiofunktion mit Geräuschunterdrückung
BetriebsbedienungWitterungsbeständig nach IP54 · Relative Luftfeuchtigkeit: 20 bis 85 %
Temperatur: -20 bis 40 °C
NachtsichtmodusBis zu 6,1 m Sichtweite
6 xInfrarot-LEDs (850 nm) mit IR-Sperrfilter
Kamera2 Megapixel Bildverhältnis: 16:9
LieferumfangNest Cam-Kamera
Magnetplatte
Montageplatte
2x Dübel
2x Wandschrauben
1x Ladekabel (1 m)
1x 15W-Netzteil
Kurzanleitung
Informationen zur Sicherheit und beschränkten Garantie
Technische Daten der Google Nest Cam mit Akku

Einrichtung und Installation

Die Google Nest Cam wird wie alle aktuellen Smart Home Produkte aus dem Hause Google über die „Google Home App eingerichtet. Diese stellt Google kostenlos zum Download bereit und ist für alle iOS und Android-Devices verfügbar. Zudem wird natürlich auch ein Google-Konto benötigt, welches kostenlos erstellt werden kann, sofern man noch keines besitzen sollte.

Google Home
Preis: Kostenlos
Google Home
Preis: Kostenlos

Wählt man in der Google Home App aus, dass man ein neues Gerät einrichten möchte, muss man hier im Laufe der Einrichtung einfach den QR-Code an dem Schutzaufkleber an der Front der Kameralinse abscannen. Hierbei sollte man auf jeden Fall dran denken, den Aufkleber nicht in den Müll zu werfen, sondern den inneren Kreis mit dem QR-Code heraustrennen und an der beiliegenden Kurzanleitung an deren Rückseite einkleben. Darauf weißt Google auch extra während der Einrichtung drauf hin und hat hierfür extra einen Platz an der Anleitung integriert, an dem der runde Aufkleber aufgeklebt werden kann. Hier hätte man meiner Meinung nach jedoch den QR-Code direkt auf der Rückseite der Anleitung aufkleben können, wie es z. B. auch bei allen Apple Home-Kit Produkten der Fall ist, denn so würde es sicherlich nicht passieren, dass dieser Code versehentlich weggeworfen wird. Das dieser Code nicht auf der Kamera angebracht wurde, hat natürlich seinen Grund, denn da die Kamera einfach abgenommen werden kann, könnte diese jeder abmontieren und so die Kamera stehlen und zurücksetzen.  

Anhand von diesem QR-Code weiß die App direkt, welches Produkt man einrichten möchte und führt einen dann Schritt für Schritt durch den Installationsprozess. Hat man wie ich bereits ein Google Nest Produkt, wie z. B. einen Nest Protect Rauchmelder, kann man die Google Nest Cam auch ganz einfach über diesen einrichten. Dies wird automatisch von der App erkannt und man wird aufgefordert, die mittlere Taste des Rauchmelders kurz zu betätigten, dass dieser alle Daten wie z. B. die vom WLAN an die neue Nest Cam übermittelt. 

Während der Einrichtung werdet ihr dann unter anderem auch noch gefragt, wo ihr die Kamera installiert, was beim Einsatz von mehreren Überwachungskameras von Vorteil ist, sodass man den Überblick behalten kann und ihr werdet zudem gefragt, wie ihr die Kamera installieren möchtet. Dabei stehen dann die Standard-Montage mit der im Lieferumfang enthaltenen Magnethalterung zur Auswahl oder alternativ auch die Indoor installation via Nest Cam-Stativ, einer Made for Google-Halterung oder einer Halterung bzw. Stativ von Drittanbietern (Stativgewinde befindet sich beim Ladeanschluss der Cam). 

Entscheidet ihr euch wie ich hier ganz einfach mit der Magnethalterung, da ihr die Google Nest Cam Outdoor nutzen möchtet, wird im darauffolgenden Menü gefragt, an welche Art von Untergrund ihr die Halterung anbringen möchtet. Dabei stehen folgende Optionen zur Auswahl: 1 Holz- Trockenbauwand, 2. Ziegel, Naturstein, Mauerwerk oder Stuck und 3. Metall. Dadurch wird euch im nächsten Schritt genau erklärt, welche Gegenstände ihr zur Montage benötigt und auf was ihr alles achten müsst. Da kann ich Google nur loben, denn hier wird der Kunde über alles aufgeklärt. Dazu zählen die Hinweise, wie hoch die Kamera idealerweise angebracht werden sollte, dass man prüft, ob der Blickwinkel stimmt, reicht die WLAN-Reichweite usw. Daher sollte hier einheitlich nichts schiefgehen, da wie bereits erwähnt alles wunderbar während der Einrichtung erklärt wird.

(Einrichtung und Installation: 4,5 von 5 Punkten)

Funktionsumfang und Bedienung

Das Herzstück der Nest Cam mit Akku ist der 2 Megapixel starke Farbsensor, welcher dank der Linse die für ein diagonales Sichtfeld von 130° abdeckt, ein scharfes Bild liefert und dafür sorgt, dass man den gewünschten Bereich damit weitreichend überwachen kann. 

Das Bildverhältnis wird hier im 16:9 Format dargestellt, sodass man hier ein großflächiges Bild auf allen Devices geliefert bekommt. Videos werden einem hier mit der Auflösung von 1.920 x 1.080 Pixel und mit bis zu 30 Bildern pro Sekunde inkl. HDR-Modus angezeigt. Letzteres ist hier bei Tag und nacht möglich, sodass z. B. wie man es auch von Ring kennt, der beleuchtete Teil der Aufnahmen farblich dargestellt wird, während der Rest schwarz/weiß bleibt.  

Damit man nicht nur bei Tag sieht, was oder wer vor der Kamera vorbeigelaufen ist, hat Google hier insgesamt sechs 850-nm-Infarot-LEDs verbaut, welche eine Sichtweite von bis zu 6,1 Meter ermöglichen. Diese Aktiveren sich wie üblich völlig automatisch bei Nacht und sorgen selbst bei Dunkelheit für eine ausreichende Ausleuchtung vor der Kameralinse.

Des Weiteren hat Google die Nest Cam mit einem Bewegungssensor ausgestattet, welcher dafür sorgt, dass die Cam auf Wunsch automatisch eine Aufzeichnung startet bzw. den Nutzer darüber benachrichtig, dass im horizontalen Sichtfeld von 110° bzw. bis zur Entfernung von 7,5 Meter eine Bewegung erkannt wurde. Dann wird, wie ich eben erwähnt habe, sofern aktiviert eine Aufnahme gestartet und die kleine LED-Statusanzeige an der Front leuchtet auf. Diese kann in den Einstellungen jedoch leider nicht abgeschaltet werden. Sämtliche Daten bzw. Aufnahmen überträgt die Kamera wie von Google gewohnt, über das WLAN-Netzwerk mit 802.11b/g/n jedoch weiterhin nur im 2,4-GHz-Band, damit eine größere Reichweite gewährleistet wird. Hier finde ich es zwar weiterhin etwas Schade, dass man das 5-GHz-Band nicht unterstützt, aber immerhin ist das WLAN mit WPA3 geschützt. Die Einrichtung der Nest Cam erfolgt übrigens wie gewohnt automatisch über das integrierte Bluetooth Low Energy, bis diese abgeschlossen ist, und fortan werden dann alle Daten über das schnelle WLAN-Netzwerk übermittelt.

Bewegungserkennung

Die Bewegungssensoren können in den Einstellungen der Kamera perfekt eingestellt werden, sodass man hier genau die gewünschte Zone definieren kann, welche überwacht werden soll. Somit wird zuverlässig verhindert, dass man über eine Bewegung benachrichtigt wird, wenn des Nachbars Katze oder etwas anderes ständig im Eckbereich der Kamera vorbeiläuft. 

Hier kam es bei mir nun nach einigen Monaten Testzeitraum zu keinen Fehlalarmen, was ich bei anderen Anbietern von Überwachungskameras nicht behaupten kann. Hier funktioniert dies Personenerkennung der Nest Cam sehr fortschrittlich. Das Besondere an der Nest Cam ist dabei, dass diese zwischen Menschen, Tieren (Katze und Hund) und Fahrzeugen unterscheiden kann und im Verlauf bzw. euch direkt benachrichtigt, was die Cam in ihrem Blickfeld erkannt hat. Dabei sollte man jedoch beachten, dass die max. Reichweite der Bewegungserkennung nicht unendlich ist, zwar funktioniert diese recht weit, aber wirklich zuverlässig ist diese nur bis ca. 10 Meter Entfernung. Alles, was schon weiter weg erkannt wurde, wird dann leider nicht mehr so zuverlässig erkannt. 

Gesichts-/Personenerkennung

Google hat die Nest Cam neben der Erkennung von Personen, Fahrzeugen und Tieren auch noch mit einer Gesichtserkennung ausgestattet, welche in den Einstellungen der Kamera aktiviert werden kann. 

Erkennt die Kamera nach der Aktivierung der Funktion ein Gesicht, dann wird man direkt gefragt, ob man diese entsprechende Person kennt. Ist dies der Fall, kann man dieser Person einen Namen zuordnen und fortan wird die Aufnahme im Verlauf unter den Namen der benannten Person gespeichert. Außerdem werdet ihr dann in Zukunft nicht mehr nur benachrichtigt, dass eine Person erkannt wurde, sondern „Person Tobias“ wurde vor der Kamera gesehen usw. Diese Funktion ist ganz gut, sodass man vielleicht auf die Schnelle unter den ganzen Aufnahmen die gewünschte schneller finden kann, aber abgesehen davon bringt diese einem nicht wirklich einen Mehrwert, da ihr fortan weiterhin über alle Personen benachrichtigt werdet. Wünschenswert wäre hier gewesen, dass z. B. wenn eine bekannte Person aus dem Haushalt an der Kamera vorbeiläuft, automatisch die Aufnahme abgebrochen wird, jedoch ist dies leider nicht möglich. 

Ansonsten funktioniert die Gesichtserkennung im Alltag gut, sodass tagsüber alle Personen die ca. 5 bis 6 Meter vor der Kamera zuverlässig erkannt wurden, doch in der Nacht funktioniert das ganze bei der reinen Nachtsicht ohne zusätzliche Beleuchtung nicht mehr ganz so zuverlässig. Wenn man dann aber der Kamera mitteilt, wer die Person ist, also dass man dann ein Gesicht bei Tageslicht und eines mit Nachtsicht abgespeichert hat, funktioniert dies wiederum deutlich besser.

Objekterkennung

Google hat die neue Nest Cam wie bereits erwähnt, mit einer erweiterten Objekterkennung ausgestattet, die nun laut Google zwischen Personen, Fahrzeugen und Tieren unterscheiden können soll. Über welche Objekte man hier genau benachrichtigt werden möchte, kann man ebenfalls in der App einstellen, sodass sofern gewünscht, die Anzahl an den täglichen Benachrichtigungen reduziert werden kann, wenn man z. B. nicht über jedes Tier, Fahrzeug benachrichtigt werden möchte.  

(Funktionsumfang und Bedienung: 4 von 5 Punkten)

Software

Die Google Nest Cam wird wie inzwischen alle neue Smart-Home Produkte aus dem Hause Google nicht mehr über die alte Nest-App gesteuert und eingerichtet, sondern über Google Home App, welche diese vor einigen Jahren abgelöst hat. Beim Öffnen der App befindet man sich hier wie gewohnt auf der Übersichtsseite, wo einem alle verbundenen Geräte angezeigt werden, dies kann hier jede nachdem, wie viele Geräte ihr verknüpft habt, schnell etwas unübersichtlich werden, daher sollte man alle Geräte beim Einrichten genau bezeichnen und den Ort, an dem diese genutzt werden, mit Angaben. Dies hilft nämlich enorm dabei, den Überblick über die Ganzen Smart-Home Produkte zu behalten. Tippt man bei der Übersichtsseite auf die Google Nest Cam, gelangt man in deren Menü, wo man sozusagen das Live-Bild betrachten kann und in das Einstellungsmenü gelangt, doch der Reihe nach. 

Direkt nach der Auswahl der Google Nest Cam landet man in einem Fenster, welches einem im Zentrum und oben noch etwas kleiner den aktuellen Akkustand der Kamera anzeigt. Zudem wird man in der linken Ecke über den Status der Kamera informiert, welcher hier bei mir, sofern keinerlei Bewegung erfasst wurde, auf inaktiv steht. Dann kann man hier noch direkt in den Live-Videostream wechseln, damit man das Bild der Cam sieht und man kann über das Zahnrad zu den Einstellungen navigieren. 

In der Live-Ansicht angelangt, kann man auf Wunsch das Mikrofon aktivieren, indem man auf das entsprechende blaue Symbol tippt, sodass man auf Wunsch direkt mit der Person vor der Kamera sprechen kann. Weiterhin wird einem dabei dann im oberen Rand der Status (in diesem Fall LIVE) und der Akkustand angezeigt. Über die drei Punkte im oberen rechten Rand kann man unter anderem die Kamera ausschalten oder zum vollständigen Verlauf wechseln. Dabei werden einem dann alle aufgezeichneten Ereignisse aufgelistet.

Über das kleine Zahnradsymbol neben den drei Punkten gelangt man zu den Einstellungen der Google Nest Cam. Hierbei kann man dann direkt im Punkt „Allgemein“ die Geräteinformationen einsehen und im Untermenü „Benachrichtigungen“ bestimmen, ob man Push-Benachrichtigungen über Fehler, Updates, den Akkustand usw. erhalten möchtet. Des Weiteren kann man hier noch aktivieren, dass man Benachrichtigungen nur in Abwesenheit zugesendet bekommen möchte, sodass dies automatisch aktiviert wird, wenn alle mit der Kamera verbunden Personen das Haus verlassen haben.

Akku-Einstellungen

Hier sieht man zum einen wieder groß dargestellt die aktuelle Akkulaufzeit in Prozent. Darunter kommt ein Schieberegler, mit dem man den automatischen Energiesparmodus aktivieren kann, sodass die Kamera automatisch die Videoqualität usw. reduziert, damit die Laufzeit etwas optimiert wird, bis der Akku wieder aufgeladen wird. In diesen Modus wechselt die Google Nest Cam dann automatisch, wenn die Laufzeit nur noch bei 20 % bzw. 7 Tagen liegt. Im Untermenü „Akkunutzung“ kann man bestimmen, ob man den von Werk eingestellten ausgeglichenen Wert nutzen möchte oder mehr in Richtung Aufnahmen und Ereignisse aufnehmen möchte oder die längere Akkulaufzeit bevorzugt.

Ereignisse-Einstellungen

In diesem Menü kann man sofern nicht bereits zu Beginn ausgewählt, denn Verlauf aktivieren. Macht man dies nicht, wird man zwar über Ereignisse benachrichtigt, aber es findet keine Aufzeichnung statt. Im Untermenü „Alarmbereich“ kann man dann die genaue Zone mithilfe von 8 Punkten definieren, die im Blickfeld der Kamera überwacht werden soll. Macht man dies, wird man fortan nur über die Ereignisse in dem bestimmen Bereich benachrichtigt.  

Video-Einstellungen 

Im Untermenü „Video“ kann man den bereits erwähnten Videoverlauf aktivieren, sofern nicht schon geschehen. Im nächsten Menü bestimmt man die Empfindlichkeit für dir Beendigung des Ruhemodus in 3 Stufen, eine höhere Empfindlichkeit bedeutet dabei natürlich auch einen höheren Akku-Verbrauch. Darunter kann man die Videoqualität von hoch auf maximal erhöhen, den Nachtsichtmodus von automatisch auf aus bzw. immer an stellen und die Helligkeit der Statusanzeige von automatisch auf hoch oder niedrig stellen. Zu guter Letzt kann natürlich auch das Kamerabild um 180° gedreht werden, was dann sinnvoll ist, wenn die Kamera über Kopf an eine Decke montiert wird.

Audio-Einstellungen

Ein weiterer Punkt im Einstellungsmenü ist der Bereich „Audio“. Hier kann man bei Bedarf das Mikrofon deaktivieren, was jedoch zugleich dazu führen wird, dass Live-Audio und Audioaufnahmen deaktiviert werden und man kann die Kameralautstärke via Schieberegler definieren. Letzteres ist dann wichtig, wenn man mit einer Person vor der Kamera reden möchte, denn stellt man hier die Lautstärke zu leise ein, versteht einen die Person vor der Kamera nicht. Aktiviert man den Punkt Audioaufnahmen, werden alle Dinge aufgenommen und zwar mit Ton, sodass auch jenes mit aufgenommen wird, was ihr eventuell mit der Person von der Kamera über die Funktion „Sprechen und Hören“ geredet habt.

(Software: 4 von 5 Punkten)

Akkulaufzeit

Die Akkulaufzeit der Google Nest Cam mit Akku ist schwierig anzugeben, da von der Laufzeit mehrere Faktoren abhängen. Hier spielen zum einen die gewählten Einstellungen und die Häufigkeit der Ereignisse, also, wie oft die Kamera aktiviert wird und Videos aufnimmt, eine entscheidende Rolle. Denn logischerweise erfordern häufigere Aufzeichnungen und das erkennen bzw. hinweisen auf Ereignisse mehr Strom, was sich eben auf die Gesamtlaufzeit auswirkt.

Google gibt an, dass die Laufzeit bei einer belebten Umgebung bis zu eineinhalb Monaten ausreicht, also dann, wenn ihr z. B. an einer Hauptstraße wohnt. Bis zu 3 Monate, sofern man in einer normalen ruhigeren Umgebung lebt und max. 7 Monate bei einer sehr ruhigen Umgebung wie z. B. einer wenig befahrenen Sackgasse. 

Somit schneidet die Google Nest Cam mit Akku ganz gut ab, auch wenn es hier auf dem Markt ein paar andere Modelle gibt, welche noch eine etwas länge Laufzeit bieten. Die Kamera von Google schneidet hier etwas schlechter ab, dies kann jedoch unter anderem an der umfangreichen Bewegungserkennung liegen, welche eben dafür sorgt, dass der Stromverbrauch etwas höher ausfällt. 

(Akkulaufzeit: 3,5 von 5 Punkten)

Ton- /Videoqualität

Sprachqualität 

Die Aufnahmen der Google Nest Cam ist im Bezug auf der Sprachqualität sehr gut. Klar ist diese nicht ganz so gut wie bei der neuen Nest Doorbell, da man hier logischerweise nicht ganz so nah an das Mikrofon herankommt. Dennoch hat Google das ganze so ausgelegt, dass der Lautsprecher den Klang der gesprochenen Worte verständlich wiedergibt und man selbst hört direkt vom Smartphone die Person vor der Kamera gut. 

Ist die Kamera wiederum an einem weniger windgeschützten Bereich montiert, gelingt es den Mikros, welche mit einer Geräuschunterdrückung ausgestattet wurden, nicht zu 100 % die Windgeräusche zu neutralisieren. Dies gelingt jedoch anderen Herstellern in dieser Situation auch nicht wirklich besser.

Videoqualität

Kommen wir noch zu Bildqualität bzw. der Videoqualität. Der gerne von Google genutzte Full HD Sensor mit seinem 110° Blickwinkel liefert dementsprechend ein weinwinkliges Bild. Die Qualität würde ich als ganz gut bezeichnen, denn das Bild ist recht klar und bietet saubere Details. Nur gelegentlich kam es hier bei schnelleren Bewegungen von Sträuchern vor der Kamera zu leichten Artefaktbildungen. 

Wenn es langsam dunkel wird, schaltet die Kamera in den Nachtsichtmodus, durch welchen das Bild im dunkeln schwarz/weiß wird und durch die IR-LEDs ausgeleuchtet wird. Die Reichweite der IR-LEDs ist ganz gut, aber ich hatte hier schon die ein oder andere Überwachungskamera, die eine höhere Reichweite der Nachtsicht geboten hatte. 

Ob es bei euch eine Verzögerung zwischen Bild und Sprache gibt, hängt logischerweise von der Geschwindigkeit eurer Netzwerkverbindung ab. Bei einem Neubau (Holzständerbauweise) wie bei uns mit dünneren Wänden wird das WLAN wenig gestört und somit ist die Verbindung ausreichend schnell, sodass es kaum zu einer Verzögerung kommt.

 Nest-Aware-Abo 

Die Google Nest Cam speichert ihre Aufnahmen in der eigenen Cloud. Eine Möglichkeit, die Aufnahmen lokal auf einer Speicherkarte abzuspeichern, wird hier nicht geboten. Lediglich wenn es bei euch einen Ausfall des Internets kommen sollte, zeichnet die Kamera die letzt Stunde auf und speichert diese im Zwischenspeicher. 

Die Option, die Aufnahmen in der Cloud abzuspeichern, ist jedoch nicht kostenlos. Google bietet zwar die Option, das kostenfreie Abo nutzen zu können, aber diese ist im Funktionsumfang deutlich eingeschränkt.

Im Kostenlosen Abo (Basis-Abo) kann die Nest Cam nämlich nur die Ereignisse der letzten 3 Stunden aufnehmen bzw. speichert nur diese abrufbar ab. Alle Geschehnisse, die älter sind, werden somit gelöscht. Sollten euch der Videoverlauf der letzten 3 Stunden jedoch nicht ausreichen, müsst ihr ein kostenpflichtiges Nest-Aware-Abo abschließen, sodass man je nachdem, wie viel man im Monat bezahlt bis zu 30 bzw. 60 Tage Videoverlauf geboten bekommt. Hier sind die Preise wie für die anderen Smart-Home Produkte mit Videoaufnahme für einen 30-tägigen Videoverlauf bei 5 Euro im Monat bzw. 50 Euro im Jahr, während man für den jeweils doppelten Preis einen 60-tägigen Videoverlauf bekommt und 10 Tage konstante Aufnahme ermöglicht werden. Dieser Service gilt dann jedoch nicht nur allein für ein Produkt aus dem Hause Google, sondern für alle im Heimnetzwerk integrierten Überwachungskameras. Die Aufnahmen werden alle verschlüsselt gespeichert und übertragen.

(Ausstattung: 4 von 5 Punkten)

TEIL 3

bestehend aus „Preis/Leistung“ entspricht 10% der Gesamtwertung

Beschreibung

Mit der neuen Nest Cam mit Akku bietet Google eine Überwachungskamera an, die sowohl Outdoor als auch Indoor genutzt werden kann. Hier liefert Google eine sehr gute Gesichts- und Bewegungserkennung, die meiner Meinung nach noch etwas besser funktioniert als bei der Konkurrenz. Ich war damit sehr zufrieden, denn somit kam es bei mir mit der Google Nest Cam zu keinerlei Fehlern bezüglich der Benachrichtigungen. 

Dafür wiederum werden monatlich bzw. jährlich weitere Kosten fällig, sofern einem die eine 3-stündige Aufzeichnung nicht ausreichen sollte. Somit entstehen hier natürlich weitere Kosten, die nicht von jedem gern gesehen sind. Eine lokale Speicherung der Videos ist hier weiterhin nicht möglich. 

Die Video- und Audioqualität ist so weit sehr gut und die Montage der Kamera ist sehr einfach und relativ schnell erledigt. Die Möglichkeit, die Google Nest Cam mit meinem vorhanden Nest Hub zu verbinden, hat mir sehr gut gefallen, sodass ich die Nest Cam mit Akku trotz leichten schwächen gerne an unserem Neubau verwende.

Preis/Leistung

Mit einer UVP von 199 € ist die Google Nest  Cam mit Akku preislich günstiger als die Vorgängermodelle. Google hat hier endlich auch dafür gesorgt, dass diese nicht nur über einen Stromanschluss verwendet werden kann, sondern auch endlich via Akku. Die Inbetriebnahme wird sehr gut Schritt für Schritt erklärt und sollte somit auch ohne große technische Kenntnisse möglich sein. Daher kann ich die Kamera von meiner Seite weiterempfehlen, sofern man mit den Kritikpunkten kein Problem hat. 

Google Store bei Amazon

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testr Gesamtwertung

unter Berücksichtigung aller Teilwertungen

 Wir bedanken uns beim Hersteller für die Bereitstellung des Produktes. Zu unseren Grundsätzen

Link zum Hersteller: https:store.google.com

JBL Tour Pro+ TWS

In aller Kürze

Mit einer UVP von 199€ sind die JBL Tour Pro+ im Vergleich zu den vielen anderen True Wireless In-Ears die JBL anbietet, das aktuell teuerste Modell im Sortiment. Im Test zeigen die In-Ears aber auch, dass diese das aktuell beste Modell aus dem Hause JBl sind, denn diese überzeugen mit einer hohen Verarbeitungsqualität, einem eleganten und zugleich schlichten Design sowie einer guten adaptiven Geräuscheunterdrückung. Sehr praktisch im Alltag erwies sich zudem die automatische Pause-Funktion, durch welche die verbauten Tragesensoren die Musik beim Entnehmen aus dem Ohr automatisch die Musik anhalten und beim Einsetzen wieder fortsetzen. Lediglich die hin und wieder etwas falsch reagierende Touch-Bedienung kann hier etwas nerven, doch dafür bieten die In-Ears einen sehr guten Klang und bequemen Sitzt.

Gefällt uns

  • sehr beqeumer Sitz
  • gute Akkulaufzeit
  • Case kan via USB-C oder kabellos via Qi aufgeladen werden
  • Amazon Alexa und Google Assistant unterstützung
  • Umgebungs- und Talkthru-Funktion
  • AAC-Support

Gefällt uns weniger

  • kein aptX
  • manuelles Ausschalten nicht möglich
  • keine Ladestand-Anzeige an den Kopfhörern
  • teils fummelige Touch-Bedienung

JBL Tour Pro+ TWS

Zum Angebot bei

TEIL 1

Bestehend aus „Verpackung/Design/Verarbeitung“ entspricht 25% der Gesamtwertung

Verpackung

Bei der Kopfhörer-Serie TOUR aus dem Hause JBL handelt es sich um eine neue Serie, welche sich laut JBL perfekt an Pendler, Geschäftsreisende oder Nutzer im Businessumfeld richtet. Aber selbstverständlich können diese auch problemlos im Alltag verwendet werden, denn dank moderner Technik spricht hier absolut nichts dagegen.  

Beim Verpackungsdesign setzt JBL auf das bereits von den anderen Kopfhörer gewohnte Design, welches rundum durch Text, Symbole und Bilder ausführlich über das Produkt informiert. Nach dem Aufklappen der Verpackung kann man dann zudem direkt die Produkte (Case und In-Ears) durch ein transparentes Sichtfenster begutachten, doch wie immer der Reihe nach. 

Bei den Farben der Verpackung setzt JBL auf die gewohnten weiß/orange und graue Farben und auch sonst ist man der umfangreichen bedruckten Verpackung absolut treu geblieben. An der Vorderseite erblickt man druck das gewohnte Design direkt eine große Abbildung der neuen In-Ears zusammen mit dem geöffneten Case. Des Weiteren hat man hier selbstverständlich das Firmenlogo und seitlich nach unten verlaufend den Produktnamen platziert. Direkt darunter erwähnt JBL dann wie gewohnt die wichtigen Funktionen der Ohrhörer, zu denen das adaptive Noise Cancelling und Wireless Charging zählen. In der rechten Ecke erfährt man dann noch direkt, dass die In-Ears eine max. Akkulaufzeit von bis zu 8 Stunden bieten und das Case zusätzlich nochmals 24 Stunden. Zusammen kommt man daher durch mehrfaches Aufladen auf eine Akkulaufzeit von bis zu maximal 32 Stunden.

Die schmale rechte Seite zeigt zum einen durch kleine Skizzen den Lieferumfang, welchen einen dann in der Verpackung erwartet und man informiert über die App Integration sowie die hervorragenden Telefonier-Eigenschaften, welche die In-Ears bieten sollen. Zu guter Letzt kommen wir noch zur wichtigen Rückseite, denn diese zeigt einem die meisten Informationen zum Produkt. Hier bekommt man zum einen erneut eine Abbildung der In-Ears zusammen mit dem Ladecase geboten. Des Weiteren informiert JBL hier direkt darunter über die vier wichtigen Ausstattungsmerkmale der In-Ears. Zu diesen zählt das adaptive Noise Cancelling mit Smart Ambient-Funktion, ein bequemer Sitz im Ohr sowie der Smart Audio-/ und SilentNow-Modus. 

Klappt man die Verpackung von rechts nach links auf, kann man sowohl die In-Ears, als auch das Ladecase durch das bereits erwähnte Sichtfenster erblicken. Hat man hier den Klebestreifen an der Seite entfernt, kann man das Sichtfenster aufklappen und direkt im Zentrum die In-Ears und das Ladecase aus einem Schaumstoffeinsatz entnehmen. Direkt darüber und darunter ist dann noch jeweils eine kleinen schwarze Kartonage vorhanden, bei der man oben das USB-C Ladekabel und unten die unterschiedlich großen Silikon-Anpassstücke und einen zusätzlichen Satz Sicherungsgummis findet. Unter all diesen Einsätzen findet man dann ganz unten in der Verpackung noch eine weitere Hülle, in der die üblichen Beipackzettel in Form einer Kurzanleitung usw. enthalten sind.

(Verpackung: 4 von 5 Punkten)

Design

In-Ear Kopfhörer

Bei den JBL Tour Pro+ TWS handelt es sich um die typischen Earbuds-Design bzw. Form, denn bei diesen In-Ears setzt JBL auf das klassische Knopf-Design, ganz anders als z. B. bei den JBL Live Pro, die mit einem zusätzlichen „Stäbchen“ versehen wurden. Mit je rund 7,5 Gramm sind die In-Ears zwar nicht die leichtesten In-Ears ihrer Klasse, aber immer noch sehr leicht und sitzen zudem sehr bequem im Ohr. Das Design ist recht schlicht gehalten, denn zum einen gibt es die In-Ears nur in Schwarz und zudem lockert die komplett mattschwarze Oberfläche nur ein dezenter Ring auf, der um das komplette Gehäuse verläuft. Dieser Ring ist in einem kurzen Abschnitt etwas breiter, da man hier sehr schön das Wort „Tour“ eingebracht hat, welches logischerweise der Name der Kopfhörer-Serie ist. Ansonsten findet man an der Außenseite ein JBL Logo in Chrom, welches je nach Lichteinfall mehr oder weniger auffallend sichtbar ist. 

Damit das adaptive Noise-Cancelling richtig arbeiten kann, ist es wichtig, dass die In-Ears schon von Grund auf eine vernünftige Abschirmung von den Umgebungsgeräuschen bieten. Dies schafft JBL hier sehr gut durch die mitgelieferten Silikon-Eartips, welche man in insgesamt fünf verschiedenen Größen mitliefert.

Das Gehäuse der In-Ears ist wie bereits erwähnt rund gehalten und läuft nach innen zum Ohrkanal leicht konisch zu. Durch den bereits angebrachten Silikonring, welcher am oberen Abschnitt leicht oval bzw. breiter ausgeführt wurde, erreicht JBL hier einen sicheren Halt und dieser kann bei Bedarf durch ein weiteres kleineres Set etwas angepasst werden. Die Steuerung der Musik usw. erfolgt direkt über die In-Ears, hierfür hat JBL die Außenseite mit einer nicht sichtbaren berührungsempfindlichen Oberfläche versehen, die eine angenehme Steuerung ermöglichen, ohne dass man sich dabei die In-Ears tiefer in den Ohrkanal drücken muss. Jedoch bringt dies zugleich auch einen Nachteil mit sich, aber dazu später im Abschnitt „Bedienung“ weitere Details.

Das Gehäuse wurde aus hochwertig anfühlenden Kunststoff gefertigt, was für das entsprechend geringe Gewicht sorgt und zudem ist dieses Material robust gegen Schweiß und Spritzwasser (IPX4). Eingesetzt in das Ohr, findet man zwei Mikros an jedem der In-Ears an der Außenseite (eines nach oben und eines nach unten gerichtet) und ein weiteres im etwas weiter innen verlaufenden Gehäuseteil, sodass ein recht gutes adaptives Noise Cancelling erreicht wird und zudem werden die insgesamt 6-Mikrofone auch beim Telefonieren genutzt. 

An der Innenseite der beiden In-Ears hat JBL die üblichen drei goldenen Ladekontakte platziert, über welche die In-Ears beim Einsetzen in das Ladecase mit Strom versorgt werden. Außerdem findet man hier auch eine dezente Einprägung, welche darüber informiert, welcher In-Ear ins rechte und welcher ins linke Ohr gehört und man erkennt einen etwas größeren hochglänzenden Punkt, bei dem es sich um einen Annäherungssensor handelt. Dieser dient dazu, dass die Musik sofern in der App eingestellt, automatisch beim entnehmen der In-Ears aus dem Gehörgang angehaltene wird. 

Die bereits öfters eingesetzte Dual-Connect Technologie hat auch hier in die neuen Kopfhörer Einzug erhalten und so ist es möglich, die In-Ears auch einzeln als Mono In-Ear zu verwenden. Daher sind beide Ohrhörer nun in der Lage, sich direkt untereinander oder auch einzeln mit eurem Smartphone zu verbinden. Somit macht es hier auch Sinn, dass JBL an beiden Ohrhörern die gleiche Anzahl an Mikrofone verbaut hat, sodass beide bei Bedarf auch einzeln für Telefonate genutzt werden können.

Ladecase

Das Ladecase der JBL Tour Pro+ TWS ist sehr kompakt gehalten und liegt somit sehr gut in der Hand und findet nahezu in jeder Hosen bzw. Handtasche platz. Das Case besitzt dasselbe Design wie die In-Ears, sodass dieses ebenfalls durch ein mattes Finish überzeugt und durch die hochglänzenden Elemente entsprechend aufgelockert wird. Doch gerade diese hochglänzenden Akzente sind dann zugleich recht anfällig gegenüber Fingerabdrücken, doch da der Anteil im geschlossenen Zustand des Cases recht gering ist, stört dies weniger bis gar nicht. 

Das Case ist etwas größer als das der normalen Apple AirPods, aber durch die Maße von ca. 55 x 50 x 33 mm (L x B x H) noch immer sehr handlich und bringt nicht mehr als 57 Gramm auf die Waage. Insgesamt ist es wie bereits erwähnt, recht schlicht gehalten und kann mit etwas Übung sogar mit nur einer Hand geöffnet werden. Direkt an der Front ist, wie auch bei den Ohrhörern, ein hochglänzendes JBL-Logo eingelassen, welches auch hier je nach Blickwinkel mehr oder weniger sichtbar ist. An der abgerundeten Unterseite wurde der USB-C Ladeanschluss platziert und unmittelbar daneben eine kleine dezente Status-LED sowie ein Pairing-Knopf, über welchen man die In-Ears zurücksetzen und mit einem neuen Gerät koppeln kann. 

Während des Aufladevorgangs kann das Case sicher auf die abgeflachte Rückseite aufgelegt werden, welch zudem gummiert wurde und somit nicht verkratzt. Doch der gummierte Bereich ist hier nicht ohne Grund so ausgeführt, denn das Ladecase kann nicht nur kabelgebunden über ein USB-C Ladekabel aufgeladen werden, sondern alternativ sofern vorhanden auch über in Qi-Ladestation. Geöffnet zeigt das Case rund um die Fläche, in deren Zentrum die beiden Plätze für die In-Ears eingelassen sind eine Hochglanzoberfläche aus Kunststoff und in der Griffmulde wurde dezent der Name der Kopfhörer-Serie eingelassen. Ansonsten gibt es im Case selbst recht wenig Ungewohntes zu erblicken, man sieht hier auf den ersten Blick nur die üblichen drei Ladestifte, über welche die In-Ears im eingesetzten Zustand aufgeladen werden.

Ein Magnetverschluss, welcher das Case verschlossen hält, sorgt dafür, dass auch beim sehr starken schütteln über Kopf nichts herausfällt. Aber auch wenn der Deckel offen ist und man das Case schüttelt, werden beide Ohrhörer dank der magnetischen Sicherung problemlos an ihrer Position gehalten.

(Design: 4 von 5 Punkten)

Verarbeitung

Die Verarbeitung der JBL Tour Pro+ TWS ist meiner Meinung nach sehr gut. Das Gehäuse der In-Ears zeigt ebenso keine Mängel bei der Fertigung wie das Ladecase. Alle Bauteile gehen nahezu nahtlos ineinander über und durch den Einsatz von Touch-Sensoren bei der Bedienung drückt man sich die In-Ears beim Betätigen nicht unangenehm ins Ohr. Daher habe ich hier eigentlich nichts zu bemängeln, denn das Gewicht ist insgesamt recht leicht und der Kunststoff fühlt sich sehr angenehm an.

(Verarbeitung: 4 von 5 Punkten)

TEIL 2

bestehend aus „Funktion des Produktes“ entspricht 65% der Gesamtwertung

Kopfhörer-ArtTrue-Wireless In-Ear Kopfhörer
KategorieBluetooth Kopfhörer (Bluetooth 5.0)
FarbeSchwarz
Akkuintegriert, Lithium-Polymer-Akku
Akku Ohrhörer: 8 h (ohne ANC) 6 Stunden (mit ANC)
Akku Ladecase: 24 h
Gesamt somit ca.: 32 h
Gewicht 71,8 g (Ohrhörer und Ladebox)
15 g (beide Ohrhörer)
56,8 g (Ladebox)
MaterialOhrhörer und Ladecase aus Kunststoff
KonnektivitätBluetooth 5.0 Audio-Codec: SBC und AAC. Unterstützte Profile: A2DP V1.3, AVRCP V1.6, HFP V1.7
Fast Pairing von Google wird unterstützt.
TreiberDynamische Treiber mit einer Größe von 6,8 mm (links und rechts)
Frequenzbereich20 Hz–20 kHz
Treiberempfindlichkeit bei 1 kHz/ 1 mW (dB100 dB
Impedanz (Ohm)16 Ohm
LieferumfangJBL Tour Pro+ TWS
je ein Satz Ohrstöpsel in 5 verschiedenen Größen
je einen Satz Stabilisatoren in 2 Größen
1 x USB-C-Ladekabel
1 x Ladestation
1 x Garantie/Warnung
1 x Kurzanleitung/Sicherheitsdatenblatt
Technische Daten der JBL Tour Pro+ TWS

Tragekomfort

Auf den ersten Blick wirken die JBL Tour Pro+ TWS natürlich etwas klobiger als die vor kurzem von mir getesteten JBL Live Pro+ TWS. Dies bedeutet jedoch keineswegs, dass diese nicht angenehm im Ohr sitzen, denn mit dem Tragekomfort bin ich sehr zufrieden. Der Halt ist dank der Stabilisatoren mit der leichten Erhöhung sehr sicher, denn dieser sorgt dafür, dass sich die beiden In-Ears beim leichten eindrehen, in das Ohr in der Ohrmuschel verankern. Das Ergebnis ist ein komfortabler und sicherer halt selbst nach sehr langem Tragen, ohne dass hier etwas stört bzw. drückt.

JBL liefert zum Anpassen der In-Ears insgesamt fünf Silikon-Eartips mit, welche in den Standard-Größen S, M und L sowie zusätzlich noch in zwei flacheren Ausführungen in M und L beiliegen. Außerdem liegen auch von den Silikonringen, welche JBL Stabilisatoren nennt, für jeden in-Ear zwei Ausführungen bei. Dadurch kann man den sitzt der beiden In-Ears ziemlich genau auf die eigene Ohröffnung anpassen, sodass daraus eigentlich ein sehr guter halt entsteht. Für kurzes Rennen usw. halten die Ohrhörer gut im Ohr, doch bei längeren sportlichen Aktivitäten sollte man auf jeden Fall beachten, dass hier keine zusätzliche Absicherung in Form von Ear-Hooks oder Flügeln vorhanden ist, welche sich noch besser in der Ohrmuschel verankern könnten. 

Ob die In-Ears richtig im Ohr sitzen, könnt ihr entweder selbst entscheiden oder über die App prüfen, hier gibt es im Untermenü eine Funktion, die einen kurzen Ton wiedergibt und euch dann direkt mitteilt, ob alles richtig sitzt oder z. B. einer und der Ohrhörer nachjustiert werden sollte. Dies funktioniert über die verbauten Mikros in der Innenseite der Ohrhörer, die dabei prüfen können, ob Geräusche von außen durchkommen bzw. ob der Ton durch einen falschen oder zu lockeren sitzt leicht entweicht.

(Tragekomfort: 4 von 5 Punkten)

Bedienung

JBL setzt bei diesen In-Ears auf eine berührungsempfindliche Oberfläche zur Bedienung. Dies hat zwar den Vorteil, dass man sich die In-Ears nicht ins Ohr drückt, wenn man z. B. eine Taste drücken muss, doch ein Nachteil bringt dies zugleich automatisch mit sich. So kann man die In-Ears nämlich nicht über die Touch-Funktion einschalten und benötigt so stets das Ladecase. Zudem ist es dann auch so, dass der Akku beim Einsetzen ins Case immer geladen wird, wie es z. B. auch bei den AirPods der Fall ist, was somit auf Dauer dafür sorgt, dass der Akku schneller kaputt geht.

Über die JBL Headphones App kann man bei Bedarf die Belegung der Touch-Zuweisung etwas verändern, jedoch hat man hier dann nicht komplett die freie Wahl, sondern kann aus verschiedenen Settings das passende Auswählen. Von Werk aus ist die Bedienung so gewählt, dass man durch das antippen der linken Oberfläche zwischen ANC und dem Umgebungsmodus wechseln kann, während man durch ein zweimaliges antippen die TalkThru-Funktion ein- und ausschalten kann. Die Musiksteuerung erfolgt wiederum am rechten In-Ear, sodass ein einmaliges berühren, die Musik pausiert und ein doppeltes zum Vor- und dreimaliges Antippen einen Musiktitel zurückspringt. Einen eingehenden Anruf kann man bei den JBL Live Pro+ TWS über beide Seiten annehmen, indem man einmal auf einen der beiden In-Ears tippt und möchte man den Sprachassistenten nutzen, muss man eine Seite der In-Ears länger berührt halten.

Von den Werkseinstellungen muss man auf eine Lautstärkeregulierung verzichten, doch wenn man in den Einstellungen der App z. B. auf die Titelauswahl verzichtet, kann man anstelle von dieser die Lautstärke regulieren usw.

(Bedienung: 4 von 5 Punkten)

Klang

JBL setzt bei den Tour Pro+ TWS je In-Ear auf einen 6,8 mm Treiber, der überraschenderweise fast halb so klein wie bei den JBL Live Pro+ TWS ist. Dies muss jedoch keineswegs bedeutet, dass somit der Klang schlechter ist, denn kleinere Treiber können durchaus ebenso gut oder sogar besser klingen. Die klangliche Abstimmung ist hier typisch für JBL, denn die Tour Pro+ TWS trumpfen von Werk aus mit einem gut abgestimmten Klangbild auf, welches von kräftigen Bässen mit einem sehr ordentlichen Tiefgang begleitet wird.

Der Klang gefällt mit wie bereits bei den JBL Live Pro+ TWS sehr gut und klingt hier sehr ähnlich, nur dass ich ehrlich zugeben muss, dass JBL hier noch eine kleine Schippe draufgelegt hat. Schließlich bieten die JBL Tour Pro+ TWS bezüglich des maximalen Outputs nochmals etwas mehr Reserven und der Bass hat nochmals einen kräftigeren Punch. Die Tieftöne entfalten sich hier im Ohrkanal hervorragend und somit überzeugt die JBL Tour Pro+ TWS bei eigentlich allen Musik-Genres. Der Bass ist hier doch keineswegs zu dominant, sodass dieser die Mitten und Höhen verschluckt, aber es herrscht hier eben die typische Mainstreamabstimmung, die somit ganz klar der Mehrheit gefallen wird, schließlich bevorzugen sehr viele die bassbetonte Musik. Die Höhen und Mitten sind definitiv Präsent, aber beiden fehlt es hier etwas an Detailreichtum und die Mitten könnten definitiv etwas eindringlicher sein. Die Stimmwiedergabe ist wiederum sehr gut, denn ich hab über die In-Ears gerne Hörbücher gehört, doch Instrumente und Gesang werden hier leider nicht ganz so detailreich wiedergegeben, wie ich es über gute neutral abgestimmt Kopfhörer gewohnt bin. 

Bei der Sprachverständlichkeit bim Telefonieren habe ich nichts zu beanstanden, denn hier sorgen die insgesamt drei Mikrofon je In-Ear dafür, dass die eigene Stimme klar und verständlich übertragen wird. Hier war ich selbst beim Test im Freien sehr begeistert, denn auch hier werden Störgeräusche wie z. B. die sonst häufig vorkommenden und störenden Windgeräusche oder Motorengeräusche von einigen vorbeifahrenden Autos sehr zuverlässig eliminiert. Lediglich im viel befahrenen Straßenverkehr in der Stadt beklagte sich meine Gesprächsperson hin und wieder aufgrund von Rauschen im Hintergrund, was jedoch von der Elektronik übermittelt wird, weil diese versucht, die lauten Geräusche des Verkehrs zu neutralisieren. Zu guter Letzt versteht man selbst die Gesprächsperson sehr klar und deutlich und auch sonst gibt es hier nichts zu beanstanden.

Die Latenz beim ansehen von Filmen und Videos haben eigentlich inzwischen alle Hersteller im Griff und so konnte ich auch bei den JBL Tour Pro+ TWS keine Verzögerungen zischen dem auf dem Smartphone dargestellten Bild und dem Ton, der über die Kopfhörer wiedergegeben wird, feststellen. Dafür kann man dank der neuen Technologie Smart Audio bestimmen, dass man gerade Musik hört, dann wird der Fokus auf eine gute klangliche Wiedergabe gelegt oder man wählt den Videomodus, dann wird die Latenz reduziert, sodass diese von einem menschlichen Auge nicht bemerkt wird.

(Klang: 4,5 von 5 Punkten)

App

JBL bietet für viele Kopfhörer eine kostenlose App-Anbindung für iOS und Android Smartphones an, über die man weitere Personalisierung vornehmen kann.

JBL Headphones
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Direkt auf der Startseite kann man dabei wie von allen mit der App kompatiblen JBL Kopfhörer den Akkustand in 10 % Schritten des Ladecase und der beiden In-Ears getrennt voneinander einsehen. Darunter findet man dann zudem die wichtigsten Funktionen, mit denen man das ANC aktivieren kann und hat Zugriff auf die Umgebungsgeräusch-Kontrolle, bei der man sofern aktiv zwischen Ambient Aware oder TalkThru wechseln kann. Zu guter Letzt ist darunter noch die Smart Audio & Video Funktion integriert worden, über welche man bestimmen kann, ob der normale Modus für eine stabile Verbindung, der Audio-Modus für den besten Klang oder der Video-Modus für eine perfekte Synchronisation zwischen Video und Audio bevorzugt werden soll. 

Die üblichen Einstellungen wie z. B. der Equalizer stehen hier natürlich auch zur Verfügung und ermöglicht es entweder zwischen einigen voreingestellten EQ-Settings zu wählen oder einen eigenen zu erstellen und diese abzuspeichern.

Außerdem können über die App selbstverständlich wie gewohnt Firmware-Updates installiert werden, oder man kann die automatische Abschaltung aktivieren, was natürlich dafür sorgt, dass der Akku geschont wird. Eine tolle Funktion ist auch die integrierte Kopfhörer-Suchfunktion. Dabei geben die Kopfhörer einen permanenten Piepton von sich, der beim Finden der In-Ears sehr hilfreich ist und und der Passformtest ist ebenfalls nützlich, damit man prüfen kann, ob die In-Ears mit den gewählten Anpassstücken richtig sitzen. Eine neue Funktion ist „Mein Alarm“ die dabei helfen kann, z. B. während der langen Geschäftsreise entspannter einzuschlafen. Dabei kann man bestimmen, wie lange die Musik gespielt werden soll und wie lange man danach schlafen möchte. Der Clou dabei ist, dass während der Zeit, die man als schlafen definiert hat, die Musik automatisch deaktiviert wird, aber das Noise Cancelling aktiv bleibt, sodass einen die typischen Störgeräusche im Zug nicht stören.

App: 4 von 5 Punkten)

Ausstattung

ANC / Umgebung ein-/ausblenden

JBL hat die Tour Pro+ TWS mit ANC ausgestattet, was zu dem geforderten Preis natürlich auch absolute Pflicht ist, denn sonst wäre die UVP mit 200€ definitiv zu hoch angesetzt. Das aktivieren von ANC führt auch bei diesem Modell funktionsbedingt zu einem dezenten Grundrauschen, welches sich jedoch absolut im Rahmen hält. Dieses Rauschen wird nämlich schon beim Abspielen von recht leiser Musik problemlos überspielt bzw. neutralisiert.  

Das aktivieren von ANC hat jedoch auch zudem wie bereits bei den JBL Live Pro+ TWS das Problem, dass dies die Klangeigenschaften leicht beeinflusst, denn das aktivieren von ANC führt dazu, dass der Bass, der von Grund auf schon sehr kräftig ist, nochmals etwas kräftiger wird. Ambient Aware führt zudem aufgrund der Übertragung des Klangs über die Mikrofone zu einem stärker hörbaren Rauschen, was bei TalkThru ebenfalls zu hören ist, aber minimal geringer ausfällt. Dafür sorgen die beiden Funktionen dafür, dass die Geräusche um einen herum verstärkt zu einem durchgelassen werden und bei einer mittleren Lautstärke kann man je nach Musikrichtung die Mitmenschen noch gut verstehen.

Das ANC arbeiten gut, aber dies nur bei sehr tiefen bis mittleren Frequenzen, sodass es Motorgeräusche zuverlässig herausfiltert, aber bei hohen Frequenzen teils Probleme hat. Beim Wechseln zwischen den Modis wird einem der aktuell aktive Modus per Sprache angesagt, was mir gut gefällt, denn so muss ich nicht extra in der App nachsehen, welcher Modus aktiv ist, sondern bekomme es eben direkt mitgeteilt. 

Akkulaufzeit

Bei der Energieversorgung der JBL Tour Pro+ TWS setzt JBL auf einen 55 mAh großen Akku, welcher somit exakt gleich groß ist wie beim JBL Live Pro+ TWS. Dieser Akku in jedem der beiden In-Ears sorgt für eine ausreichend lange Akkulaufzeit von bis zu 8 Stunden am Stück (ohne ANC und mit ANC rund 6 Stunden. Dies ist zwar sicherlich kein Spitzenwert, aber meiner Meinung nach eine absolut ausreichende Laufzeit, denn ich glaube, kaum jemand wird hier mehr als 6 bzw. 8 Stunden am Stück Musik über die Kopfhörer hören.

Da die Kopfhörer im Case wie üblich nicht nur aufbewahrt werden können, sondern automatisch der Akku auch wieder aufgeladen wird, ist es wichtig, diese immer im Ladecase zu verstauen. Das Etui mit seinem 510 mAh Akku bietet die Möglichkeit, die In-Ears insgesamt bis zu drei Mal von komplett leer auf voll aufzuladen, sodass man auf eine gesamte Akkulaufzeit von ca. 32 Stunden kommen kann.

Sofern man die In-Ears spontan aufladen muss, da man diese z. B. vergessen hat, ins Ladecase einzusetzen, damit diese wieder für den nächsten Tag voll aufgeladen sind, hat JBL hier eine Schnellladefunktion integriert. Diese nützliche Funktion sorgt dafür, dass die beiden In-Ears bereits nach nur 10 Minuten Aufladen im Ladecase für eine ganze Stunde Musikhören bereit sind.

Des Weiteren ist die zusätzliche Funktion, dass man das Case nicht nur kabelgebunden aufladen kann, sondern auch induktiv via Qi-Ladestation sehr toll. Dabei gilt jedoch zu beachten, dass die Ladezeit bei Qi oftmals länger dauert als mit Kabel, sodass das Ladecase mit USB-C bereits nach gut 2 Stunden komplett aufgeladen ist und beim induktiven Laden insgesamt knapp 4 Stunden vergehen. Während des Ladevorgangs zeigt einem die LED an der Unterseite des Case an, wann dieses voll aufgeladen wurde, rot blinkend steht für einen niedrigen Akkustand, rot leuchtend, zeigt den erfolgreichen Ladevorgang an und sobald die LED ausgeht, ist das Case voll aufgeladen. 

Eine sehr sinnvolle Funktion, welche ich auf jeden Fall in der App aktivieren würde, ist die automatische Play/Pause Funktion. Dadurch wird die Musik vollkommen automatisch und sehr zuverlässig bei der Entnahme der beiden In-Ears aus dem Ohr angehalten und wieder fortgesetzt, wenn man diese einsetzt. Ebenso kann man hier noch das automatische Abschalten aktivieren, sodass die Kopfhörer automatisch nach 15 Minuten, 30 Minuten, 1 Stunden oder 2 Stunden ohne Musikwiedergabe bzw. Bluetooth-Verbindung ausgeschaltet werden.

Bluetooth

Beim Bluetooth setzt JBL auf den Bluetooth-Standard 5.0 mit Fast Pair, sowie Dual Connect+. Fast Pair ermöglicht hier ein sehr schnelles Verbinden mit kompatiblen Android-Geräten. Dabei handelt es sich um das Pedant zur Apple-Technologie, die es ermöglicht, dass direkt durch das Öffnen des Case, die In-Ears mit dem Android Smartphone schnell und einfach gekoppelt werden können. Dank Dual Connect+ können die Kopfhörer nicht nur im Stereo, sondern bei Bedarf auch jederzeit einzeln im Single-Modus verwendet werden und dabei ist es völlig egal, ob man den rechten oder linken In-Ear bevorzugt. 

Das Koppeln mit einem iPhone ist hingegen wie gewohnt auch nicht sonderlich umständlich, denn dies erfolgt ganz normal über die Einstellungen->Bluetooth und hier wählt man dann, nachdem man die Kopfhörer aus dem Case genommen hat die „JBL Tour Pro+ TWS“ aus. Die Bluetooth-Reichweite hat mir im Test gut gefallen, denn diese war zum einen sehr stabil und zudem auch mit gut 13 bis 15 Metern indoor überraschend hoch.

(Ausstattung: 4 von 5 Punkten)

TEIL 3

bestehend aus „Preis/Leistung“ entspricht 10% der Gesamtwertung

Beschreibung

Vom Klang her gefallen mir die JBL Tour Pro+ TWS noch einen ticken besser als die JBL Live Pro+ TWS, denn hier ist der maximale Output nochmals etwas höher und auch der Bass noch ein klein bisschen kräftiger. Ebenso hat mir die Musikwiedergabe bei zahlreichen Musik-Genres sehr gut gefallen. Bezüglich der Verarbeitung gibt es bei mir hier keinerlei Kritik und JBL hat hier an eigentlich alle wichtigen Funktionen wie eine Schnellladefunktion, Geräuscheunterdrückung und einen automatischen Wiedergabestopp per Annäherungssensoren gedacht. Lediglich die hin und wieder etwas unkontrolliert reagierende Touch-Bedienung ist mir hier teilweise etwas negativ aufgefallen. 

Preis/Leistung

Definitiv ist die UVP von 199€ nicht gerade wenig Geld, doch hier bekommt man meiner Meinung nach die aktuell besten In-Ear Kopfhörer aus dem Hause JBL geboten, welche noch ein klein bisschen besser sind, als die JBL Live Pro+ TWS sind. Hier stimmt der Tragekomfort, man bekommt eine ausreichend lange Akkulaufzeit und zudem überzeugt das Klangbild. Aber natürlich gefällt mir auch das ANC sowie die zahlreichen weiteren Funktionen, welche von JBL hier integriert wurden und da die In-Ears aktuell sogar für gut 150€ verfügbar sind, dürften die JBL Tour Pro+ definitiv für viele noch interessanter sein. 

JBL Tour Pro+ TWS

Zum Angebot bei

testr Gesamtwertung

unter Berücksichtigung aller Teilwertungen

 Wir bedanken uns beim Hersteller für die Bereitstellung des Produktes. Zu unseren Grundsätzen

Link zum Hersteller: https://de.jbl.com

Roberts BluTune 300

In aller Kürze

Mit dem Roberts BluTune 300 zeigt das Unternehmen aus Großbritannien, dass Radios in der heutigen Zeit immer noch ihre Daseinsberechtigung haben. Schließlich besitzt dieses Radio nicht nur ein gutes aussehen, sondern kann zudem vom Funktionsumfang überzeugen. Roberts BluTune 300 ist mit DAB+ ausgestattet und kann via Bluetooth mit Musik versorgt werden. Zudem muss man sich als Besitzer von CDs nicht von diesen trennen, denn das Gerät besitzt auch ein CD-Laufwerk. Als kleines Highlight hat Roberts an der Oberfläche eine Qi-Ladefläche verbaut, sodass man neben dem Musik hören direkt das Smartphone aufladen kann. 

Klanglich hat das recht kompakte Gerät ordentlich etwas drauf, auch wenn ich hier etwas die fehlende Stereobühne vermisse und die Mitten etwas schwach daher kommen. Zudem unterstützt das Gerät, da kein WiFi-Modul verbaut wurde, kein AirPlay oder Spotify Connect, was sicherlich viele unter euch eigentlich nicht missen möchten.

Gefällt uns

  • hochwertige Materialwahl
  • schönes zeitloses Design
  • Teleskopantenne
  • guter Klang
  • DAB+ und FM-Radioempfang
  • Bluetooth
  • Fernbedienung
  • Qi-Ladefläche

Gefällt uns weniger

  • kein WiFi
  • Mitten etwas zurückhaltend
  • hoher Preis

Roberts-Store

Zum Angebot bei

TEIL 1

Bestehend aus „Verpackung/Design/Verarbeitung“ entspricht 25% der Gesamtwertung

Verpackung

Roberts liefert das BluTune 300 Radio in seiner hübsch gestalteten Verpackung aus, welche zum Teil auf zwei Seiten das Radio zeigt und zudem an den Seiten anhand von unterschiedlichen Symbolen über die Funktion bzw. Ausstattung informiert. Farblich kommt die Verpackung wiederum in einem türkis/weiß daher und im Inneren wird alles sicher von Kartonage geschützt. 

Direkt nachdem man den Deckel öffnet hat, kommt neben dem Handbuch ein kompakt Fernbedienung mit passenden Batterien und ein Netzkabel zum Vorschein. Unter dem ersten Kartoneinleger findet man dann auch noch direkt das Roberts BluTune 300 Radio, welches von einer Folie umhüllt wird und dank des Verpackungsmaterials perfekt beim Transport geschützt wird.

(Verpackung: 3,5 von 5 Punkten)

Design

Beim Design setzt Roberts optisch auf ein leichtes Retro-Design, während man die Form jedoch als zeitlos und modern einstufen kann. Durch die klassische Teleskop-Antenne an der Rückseite wirkt das Roberts BluTune 300 ausgeschaltet recht unscheinbar, aber eingeschaltet erkennt man das farbige Display, welches dann wiederum direkt zeigt, dass es sich hier von den Funktionen keineswegs um ein Retro-Radio handelt. 

Die Materialanmutung des Gehäuses ist sehr schön, denn hier hat Roberts auf ein hochwertiges Gehäuse aus Holz gesetzt. Hierbei hat man zum einen die Wahl zwischen dem aschgrauen Modell, welches meinem Modell entspricht, sowie weiteren Holzarten. Bei meinem Testgerät ist das Holz nicht naturbelassen worden, sondern speziell behandelt worden, sodass dieses so schwarz ist. Dann gibt es noch ein graues Modell mit Kunststoffgehäuse, ein dunkleres Nussbaum-Modell und ein naturbelassnes Holzmodell. Hierbei unterscheiden diese verschiedenen Modelle sich nur vom äußeren Gehäuseteil, während die Front und Rückseite mit einem hochwertigen Aluminium-Finish und schwarzem Kunststoff überzeugt.

An der Front findet direkt unter dem Display, welches von einem breiteren Rahmen umgeben ist ein Einschubfach für CDs und in der gebürsteten Aluminiumleiste wurde rechts unten eine 3,5-mm-Klinkenbuchse integriert. Über diesen Anschluss kann man sofern gewünscht, einen kabelgebundenen Kopfhörer anschließen und die Musik dann darüber für sich alleine genießen. Zudem ziert dis Blende in der Mitte auch das ein Roberts Firmenlogo.

Sämtliche Bedienelemente hat Roberts an der Oberseite des BluTune 300 integriert. Hierüber kann man alle relevanten Funktionen direkt am Gerät steuern. Zudem liefert Roberts, wie bereits zu Beginn erwähnt, auch eine Fernbedienung mit, welche eine bequeme und umfangreiche Bedienung vom Esstisch usw. ermöglicht. Mit dieser besagten Fernbedienung bin ich jedoch nicht ganz so zufrieden, dazu aber im Punkt „Verarbeitung“ weitere Details.

An der Rückseite findet man dann einige weitere Anschlüsse, zentral in der Mitte ist hier direkt auffallen die verchromte Teleskop-Antenne zu finden. Rechts und links daneben findet man dann jeweils einen der beiden passiven Bassradiator. Letzteres soll für einen besseren Klang im Bezug des Basses sorgen. Unter der Antenne findet man dann noch einen AUX-In Port, über den man via 3,5 mm Klinkenkabel die Musik auf den Roberts BluTune 300 übertragen kann und einen herkömmlichen USB-A Anschluss, über den es zum einen möglich ist, Musik auf das Gerät zu übertragen und zugleich wird das Gerät auch mit Strom versorgt. Der USB-Port zwischen AUX-In und dem 5 Watt USB-A Port, dient lediglich als Wartungsanschluss. Also sollte ein defekt vorkommen, kann hierüber der Hersteller beim Einsenden des Radios darauf zugreifen. Zu guter Letzt findet man an der Rückseite noch einige Hinweise, welche aufgedruckt wurde. So wird man hier unter anderem über den Modellnamen des Radios informiert und kann die typischen Hinweise auf den Bluetooth und dab+ Support anhand der Logos erfahren. Außerdem sind hier auch die abgedeckten FM- und DAB+ Frequenzen zu lesen und man findet die Info, dass beim Wireless Charging max. 15 Watt unterstützt werden. 

Für einen sicheren Stand hat Roberts das Radio an der Unterseite mit vier größeren Gummifüßen versehen, welche dafür sorgen, dass das Radio jederzeit sicher steht und sich bei der Musikwiedergabe nicht bewegt.

(Design: 4 von 5 Punkten)

Verarbeitung

Bezüglich der Verarbeitung des Roberts BluTune 300 hab ich einheitlich am Radio selbst keine Kritik. Hier setzt das Unternehmen auf eine hohe Verarbeitung und durch das Holzgehäuse vermittelt das Gerät eine sehr gute Haptik. Alle Tasten bieten hier einen schönen Druckpunkt und die Drehregler lassen sich sehr gut drehen. Außerdem bietet das kleine Farbdisplay eine hohe Auflösung und auch an Anschlüssen mangelt es hier kaum. 

Kritik gibt es von mir hier nur bezüglich der zusätzlichen Fernbedienung. Dies ist zwar praktisch, sodass man das Gerät auch von der Ferne aus steuern kann, aber bezüglich der Haptik hätte ich mir aufgrund des eigentlich so tollen Designs des Radios und dessen Preises etwas besser gewünscht. Die Fernbedienung besteht zwar aus Kunststoff, was soweit nicht schlimm wäre, denn dies ist bei zahlreichen anderen Produkten auch der Fall, sondern ich beziehe mich hier auf den schwammigen Druckpunkt der Tasten. Hier hatte ich definitiv schon hochwertigere Fernbedienungen in der Hand, daher hätte Roberts dies auch besser hinbekommen können.

(Verarbeitung: 4 von 5 Punkten)

TEIL 2

bestehend aus „Funktion des Produktes“ entspricht 65% der Gesamtwertung

Lautsprecher Anzahl2 x Hochwertige Breitband-Stereolautsprecher an der Front
2 x passive Bassradiator an der Rückseite
Treiber-Durchmesserleider keine Angaben
Gesamtausgangsleistung (RMS)20 Watt
Gehäuse MaterialFurnierholz, Kunststoff und Stoff
AnschlussmöglichkeitenAUX; Klinkenbuchsen-Eingang 3,5 mm; Klinkenbuchsen-Ausgang 3,5 mm Bluetooth, USB-2.0 (5Watt) Anschluss um ein Gerät darüber aufzuladen.
KonnektivitätDAB+, FM-Radio, Alarmfunktion, Sleeptimer, Qi-Ladefläche
Maße26,5 x 36 x 13,8 cm (TxBxH)
LieferumfangRoberts BluTune 300
Infrarot-Fernbedienung
Netzkabel
Anleitung
Technische Daten des Roberts BluTune 300

Bedienung

Die Kernfunktionen wie die Lautstärkeregulierung, die Senderwahl und Auswahl im Menü erfolgt über die zwei größeren Drehregler aus Kunststoff. Dabei dient der linke Regler rein für die Lautstärkeregulierung, währen der Rechte dann eben als Auswahl, Sender-Wechsel und Schlummertaste bei aktiviertem Wecker dient. 

Zwischen den Drehreglern findet man im vorderen Bereich dabei handelt es sich links um den Ein-/Ausschaltknopf, der zudem auch zugleich dazu dient, das Radio in den Standby-Modus zu versetzt und den Sleeptimer zu aktivieren. Rechts daneben ist dann Modus-Taste (Wiedergabequelle Auswahl), über die man auch den Alarm des Weckers einstellen kann.

Etwas weiter hinten am Bedienelement, findet man dann noch zwei Reihen mit je drei Tasten. Hier folgen in der oberen Reihe die Musik-Steuertasten, mit diesen kann man mittig die Musik pausieren und am angehaltenen Punkt wieder weiterlaufen lassen und rechts einen Titel vor- und links zurückspringen. Mit den beiden Äußeren Skipp-Tasten kann man zudem auch durch die Sendersuche navigieren bzw. zum nächsten Musiktitel springen. Über die Play/Pause-Taste in der Mitte kann dann zudem die Bluetooth-Kopplung ausgeführt werden. Dazu navigiert man mit der Modus-Taste zuvor zum Bluetooth-Modus und beim längeren gedrückt halten der Play-/Pause-Taste wird das Robert BluTune 300 Radio in den Pairing-Modus versetzt und kann wie gewohnt mit dem Smartphone usw. gekoppelt werden. 

Bei den anderen drei Tasten davor handelt es sich in der Mitte um die Stop-Taste und zudem dient dies Taste auch dazu, eine eventuell zuvor eingeschobene CD aus dem CD-Einschubfach auswerfen zu lassen. Links davon folgt die Info-Taste, die weniger gebraucht wird, und rechts findet man die Menü-Taste, welche zudem auch als Zurück-Taste im Menü dient. 

Neben der Bedienung direkt am Radio selbst ist dies auch problemlos über die bereits erwähnte Fernbedienung möglich. Hierbei muss man bezüglich der Funktionen keine Abstriche machen, denn auch hier ist alles einstellbar, was auch direkt am Gerät möglich ist. Positiv ist dabei, dass man durch die Schnelltasten an der Fernbedienung unter anderem den Equalizer direkt aufrufen kann, was am Gerät mit etwas mehr Aufwand verbunden ist, da man erst in das entsprechende Menü navigieren muss.

(Bedienung: 4 von 5 Punkten)

Funktionen

Beim Roberts BlutTune 300 handelt es sich definitiv nicht nur um ein langweiliges Radio, sondern um ein funktionsreiches Soundsystem. Schließlich bietet dies nicht nur den Empfang vom herkömmlichen analogen FM-Radio, sonder auch dem zeitgemäßen DAB+ (Digitalradio). Hier kann man natürlich direkt beim Wechsel zwischen den beiden Quellen feststellen, das DAB+ von der Klangqualität usw. deutlich besser ist und daher sollte man, sofern möglich immer DAB+ dem FM-Radio vorziehen. Man kann insgesamt 20 Radiosender am Radio abspeichern, was eigentlich für jeden locker ausreichen sollte. 

Eine weitere Funktion ist das Abspielen von CDs, was mir sehr gut gefällt, denn somit kann ich mit demselben Gerät auch meine alten CDs anhören. Hier gefällt es mir gut, dass der CD Einschub recht unauffällig an der Front platziert wurde und automatisch die CDs einzieht, während die Ausgabe via Taste an der Oberseite ausgeführt wird. Eine weitere Wiedergabequelle ist der AUX-Anschluss (3,5 mm Klinkenbuchse) dabei handelt es sich eigentlich auch schon fast um eine Rarität, denn in den letzten Jahren, seit immer weniger Smartphones mit diesem Anschluss ausgestattet werden, wird dieser zugleich auch immer weniger genutzt. Sofern vorhanden kann man über diesen Anschluss z. B. auch den nebenan stehenden Plattenspieler anschließen oder eben jedes andere Gerät mit einer Klinkenbuchse. 

Ein weiterer älterer, aber immer noch sehr zeitgemäßer Anschluss ist der USB-Anschluss, über welchen dem Roberts BluTune 300 ebenfalls Musik zuspielen kann und zugleich das angeschlossene Gerät mit Strom versorgt wird. Die durchaus neben den Radiofunktionen am meisten genutzt Wiedergabequell wird jedoch sicherlich Bluetooth sein, was hier in der Version 5.0 integriert wurde. Bei den Audio-Codecs wird neben dem Standard Codec SBC auch der hochwertige AAC-Codec für alle Apple-Devices unterstützt. 

Erwähnenswert ist natürlich auch die integrierte Qi-Ladefläche an der Oberfläche des Roberts BluTune 300, welche es ermöglicht, dass man ein kompatibles Smartphone problemlos mit bis zu 15 Watt absolut kabellos aufladen kann. Somit eignet sich das Radio sehr gut fürs Wohn-/Esszimmer, sodass man das Gerät neben der Musikbeschallung auch als stationäre Ladestation für Smartphones verwenden kann. 

Das einzige, was mir hier beim Roberts BlueTune 300 fehlt, ist die Integration von WiFi, sodass man hier leider auf die direkte Verknüpfung von den bekannten Streamingdiensten wie Spotify-Connect, Amazon Musik, Deezer, Tidal usw. verzichten muss. Wer dies unbedingt haben möchte, muss zum optisch gleichen Gerät, dem Roberts Stream 67 greifen, denn genau dieses bietet unter anderem diese Funktionen zusätzlich. 

(Funktionen 4 von 5)

Klang

Bezüglich der technischen Daten zum Klang des BluTune 300 hat sich Roberts hier relativ verdeckt gehalten und macht dazu leider keine genauen angaben. Dies ist für mich etwas Schade, denn ich interessiere mich eigentlich sehr dafür, damit ich bei einem Produkt informiert bin, was für ein Lautsprechersystem zum Einsatz kommt usw. Auch wenn Roberts bezüglich des BluTune 300 keine Angaben macht, kann ich hier klar sagen, dass das System insgesamt recht gut klingt.  

Zuerst war ich bezüglich des Gehäuses etwas skeptisch, denn hier ist es wichtig, dass dieses ein gutes Volumen bietet, was hier trotz CD-Laufwerk und der weiteren verbauten Technik wie das integrierte Netzteil usw. dennoch gut gegeben zu scheint. Des Weiteren verspricht der Hersteller bei dem gewählten Gehäusematerial eine sehr gute Eigenschaft, die dafür sorgt, dass sich der Klang nahezu ungestört entfalten kann. Bezüglich der Treiber setzt Roberts auf zwei einzelne Stereo-Treiber an der Vorderseite und zwei sichtbare passivem Bassradiator an der Rückseite. Die Musik wird dadurch recht breit abgestrahlt, auch wenn ich klar zugeben muss, dass die Stereobühne direkt vor dem Gerät deutlich besser ist als einige Meter neben dem Gerät. Hierfür wurden die Treiber dann vermutlich gerade ins Gehäuse verbaut, sodass der Klang logischerweise mehr frontal als in die Breite geht.

Der wiedergegebene Klang hat mir bei sämtlichen Wiedergabequellen gefallen und auch bei verschiedenen Genres kann das Roberts BluTune 300 recht gut überzeugen. Sowohl für Moderne, Elektronische, Indie und klassische Musik kann ich das Radio sehr empfehlen, denn hier liefert es ein tolles Klangbild ab. Für seine Größe entfalten sich hier recht kräftige Bässe trotz fehlendem Subwoofer und auch die Höhen werden klar und recht detailreich wiedergeben. Lediglich bei den Mitten hätte ich mir ebenfalls etwas mehr Griffigkeit gewünscht, denn diesen fehlt es meiner Meinung nach etwas an Körperkraft und so sorgen diese gerade bei Gitarrensolos für eine schlechtere Wiedergabe, die sich mit recht dumpfen Klang bemerkbar macht. 

Diese von mir beschriebene Klangbeschreibung entspricht dem von Werk eingestellten Klangbild. Im Einstellungsmenü kann man jedoch via Equalizer den Klang bezüglich der Höhen, Mitten und Tiefen noch etwas individuell den eigenen Vorlieben anpassen, aber das Manko mit den Mitten bleibt dennoch etwas bestehen. Der max. Output reicht problemlos aus, um auch größere Wohnräume zu beschallen, aber Kritik gibt es von mir wie bereits angedeutet bei der Stereobühne. Hier ist die Klangwiedergabe doch recht frontal, was andere Hersteller wie z. B. Teufel mit dem Radio 3sixty und spezieller Dynamore-Technik deutlich besser hinbekommen, denn hier klingt der Klang rund um das Gerät schön gleichmäßig, was hier bei Roberts BlueTune 300 eben nicht der Fall ist. Daher sollte der Aufstellort mit Bedacht gewählt werden, sodass der Ort, an dem man die Musik hören möchte, auch perfekt mit der gewünschten Musik beschallt wird.

(Klang: 4 von 5 Punkten)

TEIL 3

bestehend aus „Preis/Leistung“ entspricht 10% der Gesamtwertung

Beschreibung

Mit dem Roberts BluTune 300 hat das britische Traditionsunternehmen sehr gut gezeigt, das man Radios heutzutage noch nicht abschreiben sollte. Das Radio bzw. besser gesagt das Soundsystem bietet viele Wiedergabequellen, die fast keine Wünsche offenlassen. Vermissen wird manch einer hier eventuell nur das nicht integrierte WLAN, sodass man über das Roberts BluTune 300 leider nicht direkt Musik via Spotify Connect usw. laufen lassen kann. Sehr toll find ich dafür jedoch die Idee mit der verbauten Qi-Ladefläche an der Oberseite, die das schöne Radio zugleich zur Ladestation des Smartphones macht. Aber auch klanglich bietet man hier ein gutes System, das mir vor allem bei den Höhen und Tiefen gut gefällt. Die Mitten klingen jedoch leider etwas Zurückhaltenden und weniger kraftvoll und bezüglich der Stereobühne hätte ich mir hier eine breitere Beschallung gewünscht. 

Preis/Leistung

Die UVP des Roberts BluTune 300 hat das Unternehmen bei stolzen 499,00€ festgesetzt, sodass es sich hier nicht gerade um ein günstiges Radio handelt. Dennoch muss ich ganz klar sagen, dass man hierfür auch ein vielseitiges Radio erhält, dass zahlreiche Wiedergabequellen unterstützt und zudem mit einem recht guten Klangbild punkten kann. Des Weiteren überzeugt das Gerät mit einem tolles zeitlosen Design, sowie hochwertigen Materialien, bietet ein hohes maximales Output und als kleines Highlight ist hier auch ein Wecker und eine Qi-Ladefläche integriert worden.

Roberts-Store

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testr Gesamtwertung

unter Berücksichtigung aller Teilwertungen

 Wir bedanken uns beim Hersteller für die Bereitstellung des Produktes. Zu unseren Grundsätzen

Link zum Hersteller: https://www.robertsradio.com

Teufel Radio One

In aller Kürze

Mit dem Teufel Radio One hat Teufel ein fast schon unscheinbares Radio für den stationären Betrieb mit zahlreichen Funktionen, darunter auch DAB+ auf den Markt gebracht. Dieses siedelt sich ganz klar unter dem Teufel Radio 3sixty an, aber dies bedeutet keineswegs, dass es schlecht ist. Teufel bietet hier eine vielfältige Möglichkeit der Nutzung, sodass man das Teufel Radio One sowohl im Schlafzimmer als Radio-Wecker nutzen kann oder auch um in der Küche, um diese während des täglichen Kochens mit der Lieblingsmusik zu beschallen usw. Hier spricht die gute klangliche Abstimmung für das Gerät, denn trotz recht kompakter Bauweise bietet das Radio One einen satten Bass mit sehr ordentlichen Tiefgang.

Sollte es dann doch vom Funktionsumfang noch etwas mehr sein bzw. möchte man unbedingt die Internet-Radio-Funktion haben, dann kann man auch zum etwas teuereren Teufel Radio 3sixty greifen, das mich im Test ebenfalls sehr überzeugen konnte.

Gefällt uns

  • sehr guter Klang
  • schönes schlichtes Design
  • integrierte Wurfantenne
  • überraschend kräftiger Bass
  • DAB+ und FM-Radioempfang
  • Bluetooth 5.1
  • dimmbares Display

Gefällt uns weniger

  • Menüsteuerung ist etwas langsam
  • sehr Kleien Tasten um den Wecker zu deaktivieren

Teufel-Store

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TEIL 1

Bestehend aus „Verpackung/Design/Verarbeitung“ entspricht 25% der Gesamtwertung

Verpackung

Teufel bleibt dem schlichten Verpackungsdesign weiterhin treu, sodass auch hier beim Radio One das Produkt direkt in der Hauptverpackung, also ohne unnötig bedruckte Umverpackung ausgeliefert wird. Dies finde ich sehr gut, denn somit wird die Umwelt etwas mehr geschont und zudem schützt die Verpackung das Produkt schon absolut ausreichend, da von Teufel im Inneren immer dafür gesorgt wird, das eigentlich nichts kaputt gehen kann. 

Die Verpackung zieren an der Außenseite neben dem Teufel-Logo und selbstverständlich dem Namen des neuen Produktes auch einige wenige technische Infos an der Rückseite, zu denen unter anderem die Farbe, das Gewicht und die Größe zählen. An der Oberseite hinweg zur Vorderseite erblickt man dann noch ein häufiger von Teufel verwendeter schwarzer Aufdruck, der ein Großteil des Produktes von vorne betrachtet zeigt.

Nach dem Durchtrennen des Klebestreifens an der Unterseite kann man den Deckel der Verpackung nach oben hinweg aufklappen und erblickt direkt die üblichen Beipackzettel in einem gepressten Kartonage-Einsatz. Letzteres sorgt hier dafür, dass der Inhalt der Verpackung perfekt geschützt wird. Dies gefällt mir gut, denn somit hat Teufel sich von dem sonst oft verwendeten Schaumstoff verabschiedet und setzt auf eine nachhaltiger bzw. Umweltfreundlichere Transportsicherung. Unter dem Einleger findet man dann das restliche Zubehör, was in diesem Fall das Netzteil mit Hohlstecker ist und zwei Ersatz-Fußgummis, die einfach durch die vorhanden ersetzt werden können. Der Wechsel geht hier sehr einfach, da diese nur geklebt sind. Natürlich findet man neben dem Netzteil usw. in der Verpackung auch den Teufel Radio One, welches zum Schutz in eine Folie eingepackt wurde, genau so wie auch das Netzteil. Mehr ist in der Verpackung nicht zu finden, denn vielmehr braucht man auch gar nicht dafür, denn man muss Radio nur mit Strom versorgen und schon ist dieser einsatzbereit.

(Verpackung: 3,5 von 5 Punkten)

Design

Beim Teufel Radio One handelt es sich um ein recht schlichtes Radio, welches aufgrund des recht schlichten Designs meiner Meinung nach in vielen Bereichen im Haus bzw. in der Wohnung zum Einsatz kommen kann, vorausgesetzt, man hat immer eine freie Stromquelle in der Nähe. Ich habe das Radio z. B. genutzt, um damit unsere offene Küche, während wir darin täglich arbeiten, zu beschallen, aber zugleich macht das Radio sicherlich auch im Schlafzimmer als Radio-Wecker usw. sehr viel Spaß oder man stellt das Radio in dem kleinen Büro, in welchem man arbeitet, auf, sodass auch die Arbeitskollegen was davon haben. 

Das Design des Radio ist sehr aufgeräumt und weiß durch die Stoffbespannung und das hochwertige matte Kunststoffgehäuse sehr zu gefallen. Es gibt das Teufel Radio One in der Farbe meines Testgeräts, nämlich klassisch schwarz oder alternativ auch in einem helleren grau (Light Gray). Beide Farbvarianten haben hier definitiv ihre Daseinsberechtigung, schließlich bevorzugen hier die einen mehr die dunkle und die anderen in einer helleren Farbe. Aufgestellt am Wunschort nimmt das Radio aufgrund dessen leicht schrägen Stand in der tiefe knapp 8 cm ein, was so weit sehr schlank ist. Die Länge beträgt ebenfalls angenehme 24 cm und die Höhe ist mit 9 cm ebenfalls recht flach, sodass das Teufel Radio One auch definitiv auf dem Nachtisch und in der Küche, wo der Platz ebenfalls sehr wichtig bzw. knapp sein kann, wenig Platz in Anspruch nimmt. Das Gewicht liegt mit Netzteil bei rund 780 Gramm, sodass das gute Stück auch vom Gewicht absolut in Ordnung geht, aber weiter auch nicht allzu relevant ist, da es sich hier sowieso um ein stationäres Gerät handelt, welches eine permanente Stromversorgung benötigt. 

Direkt an der Front befindet sich hier der Stoffbespannung in der Mitte ein helles und überraschend großes Segmentschrift-Display, was alle wichtigen Informationen ausreichend groß darstellt. Neben dem aktuell gewählten Sender wird einem hier dann auch das aktuelle Datum und die Uhrzeit angezeigt. Zudem ist die Front noch mit dem hochwertigen metallischen Teufel-Logo versehen worden und an der leicht abgeflachten Fläche am oberen Bereich gibt es versteckte Drucktasten, welche von aufgedruckte Silikon-Zeichen versehen wurde. Direkt nach oben gerichtet sind dann noch weitere Bedientasten integriert worden. Hier findet man in der Mitte ein Multifunktionsknopf, den man drehen und drücken kann und zur rechten und linken gibt es je drei nebeneinanderliegende Tasten zur Navigation und eine Status-LED. Dazu später unter „Bedienung“ weitere Details. 

Die Rückseite ziert ein großes Passivmembran mit einem „Radio One“ Schriftzug. Daneben findet man rechts den Anschluss für das Netzteil und ein Anschluss für einen Kensington MicroSaver. Letzteres werden hier wohl weniger nutzen bzw. benötigen, den dies dient als eine Art der Diebstahlsicherung. Links neben dem Passivmembran findet man dann noch einen USB-A Port, über welchen man z. B. das Smartphone auf dem Nachtisch aufladen kann und einen Line-In (AUX-Anschluss) über welchen man das Teufel Radio One auch via Kabel mit Musik versorgen kann. Zu guter Letzt hat Teufel die Unterseite mit auswechselbaren Gummifüßen ausgestattet, die für einen wirklich festen Stand sorgen. Um diesen zu gewährleisten, sollte man jedoch auf jeden Fall die kleine Schutzfolie an diesen abziehen, sonst rutscht der kleine Speaker durch den passiv angetriebenen Passivmembran schnell umher und fällt im schlimmsten Fall von einem hören Punkt herunter. Zwischen den Füßen hat Teufel zudem eine tolle Idee gehabt, eine sogenannte Wurfantenne zu verstecken. Diese kann somit bei Nichtgebrauch einfach wieder im Gehäuse verstaut werden, was sehr einfach durch das Leichte eindrücken in den vorgesehenen Kabelkanal erfolgt.

(Design: 4,5 von 5 Punkten)

Verarbeitung

Bei der Verarbeitung des Teufel Radio Go hat das Unternehmen aus Berlin wieder einmal sehr gute Arbeit geleistet. Hier gibt es von mir soweit keine allzu große Kritik. Das Kunststoffgehäuse fühlt sich hochwertig an, die Stoffbespannung wurde fest bespannt und auch die Wurfantenne an der Unterseite gefällt mir sehr gut. Die Wurfantenne hat natürlich ihre Vor- und Nachteile, zum einen ist diese somit schnell an der Unterseite unsichtbar versteckt, wenn diese nicht benötigt wird, aber zugleich muss diese dann auch irgendwie bzw. irgendwo für den Empfang verlegt werden. Subjektiv würde zwar sicherlich für viele eine fest verbaute Teleskop-Antenne wie beim Teufel Radio 3sixty besser aussehen, aber ich finde die Umsetzung von Teufel hier sehr gut und das passt meiner Meinung nach sehr gut zum Design. 

Die Tasten an der Oberseite gefallen mir sehr gut vom Druckpunkt, alle Tasten geben hier ein sehr gutes haptisches Feedback an den/die Nutzer-/in. Lediglich bei den vorderen Tasten unter der Stoffbespannung hätte ich das Bedenken, dass sich die aufgedruckten Zeichen mit der Zeit ablösen werden, denn das Material ist hier doch recht dünn. Bei der Stromversorgung setzt man wie auch beim Radio 3sixty auf ein Hohlstecker, dies ist so weit in diesem Fall nicht weiter schlimm, schließlich muss für den Betrieb die Stromversorgung immer gewährleistet sein und somit ist das Kabel immer angeschlossen.

(Verarbeitung: 4 von 5 Punkten)

TEIL 2

bestehend aus „Funktion des Produktes“ entspricht 65% der Gesamtwertung

Lautsprecher Anzahl2 aktive Breitbandlautsprecher leicht nach aussen eingedreht montiert.
ein Passivmembran an der Rückseite
Treiber-Durchmesser2 x 55mm (Breitbandlautsprecher) ; ein 136 x 36 mm Passivmembran
Gesamtausgangsleistung (RMS)20 Watt
Gehäuse MaterialKunststoff/ Stoff
AnschlussmöglichkeitenAUX; Klinkenbuchsen-Eingang 3,5 mm; Bluetooth 5.1, USB-2.0 (5Watt) Anschluss um ein Gerät darüber aufzuladen.
KonnektivitätDAB+, FM-Radio, Alarmfunktion, Sleeptimer
Maße/Gewicht8 x 24 x 9 cm (TxBxH)/ 780 Gramm (komplett)
LieferumfangTeufel Radio One
Netzteil
Anleitung
Technische Daten des Teufel Radio One

Bedienung

Die Kernfunktionen der Lautstärkeregulierung und auch das Bestätigen im Menü sowie das Einschalten erfolgt über das große Drehrad an der Oberseite. Zugleich dient dies auch als Play/Pause Taste. Die Lautstärkeregulierung kann hier von 0 bis max. 32 eingestellt werden und wird dabei anschaulich direkt auf dem Display angezeigt. Beim Einschalten ist, nachdem am Display „Hello“ anzeigt wurde, automatisch die zuletzt angehörte Quelle aktiv.

Über die Vor-/Zück-Tasten neben der Menü-Taste kann man zwischen den einzelnen Frequenzen der Sender durchschalten bzw. durch die Anzahl an Digitalsender wechseln. Ebenso kann man damit natürlich auch in den anderen Wiedergabequellen (Bluetooth usw.) durch die Musiktitel skippen. Rechts neben dem Drehregler findet man dann drei Tasten von 1-3, mit denen man bis zu drei Favoriten (DAB+ und UKW) hinterlegen kann. Dazu einfach den gewünschten Sender einstellen und dann die gewünschte Taste 1 bis 3 für 2 Sekunden gedrückt halten, das Display bestätigt daraufhin die Speicherung und fortan springt das Radio beim Betätigen der Taste direkt auf den gewählten Sender. 

An der Front gibt es dann noch die wichtigen Funktionstasten, davon dienen die ersten beiden mit der Glocke 1+2 dazu, die Weckalarme zu stellen. Jeder Alarm davon kann in der Häufigkeit dessen Lautstärke und der Wecktonquelle bestimmt werden. Für Letzteres stehen insgesamt vier individuelle Teufel-Wecktöne zur Verfügung, darunter auch das Glockenspiel der Berliner Gedächtniskirche, welche sicherlich viele kennen, das ist die Kirche, die direkt beim Teufel Store in Berlin steht. Um einen Weckalarm zu stellen, wählt man zuerst aus, ob man den Alarm 1 oder 2 einstellen möchte, das Auswählen erfolgt, indem man die gewünschte Taste für 2 Sekunden betätigt hält. Daraufhin fangen zuerst die Stunden an aufzublinken und dann die Minuten. Die Einstellung der Zeit erfolgt durch das Drehen des Lautstärkereglers und die Bestätigung erfolgt durch das Drücken des Reglers. Als Nächstes kann dann die Häufigkeit des Alarms eingestellt werden, hier kann man zwischen täglich, Wochentagen, Wochenende oder einmalig wählen. Dies Auswahl erfolgt hier auf Englisch, was jedoch kein Problem sein und bei einmalig kann man das Datum einstellen, an dem der Alarm klinken soll. Anschließend wählt man noch den Weckton, hierbei kann zwischen den besagten Teufel-Wecktönen, einem DAB+ oder UKW-Radiosender oder zwischen Bluetooth wählen. Zum Schluss noch die Lautstärke über den Lautstärkeregler bestimmen (von 1 bis 8) und schon ist der Weckton gestellt. Dass der Wecker erfolgreich gestellt wurde, zeigt einem zudem die kleinen LED über dem jeweiligen Alarm. Der Weckton beginnt dann anfangs leise und wird immer lauter, bis dieser dann die max. beim stellen eingestellte Lautstärke erreicht hat und spätestens dann ausgeschaltet wurde. Nach 15 Minuten Klingelzeit wird der Alarm automatisch abgeschaltet. 

Die Tasten mit dem Halbmond aktiviert den sogenannten „Sleep-Timer“. Damit kann eingestellt werden, dass der Lautsprecher nach einer zuvor ausgewählten Zeitspanne automatisch abgeschaltet wird. Hierbei können Zeiten von 15 min/ 30 min/ 45 min/ 60 min und 90 min gewählt werden. Die Bluetooth-Taste dient logischerweise dazu, dem Teufel Radio One Musik via Bluetooth zuzuspielen. Um das Radio One zu koppeln, muss man hierfür nur die Tasten ca. 2 Sekunden betätigt halten und dann das Radio One in den Bluetooth-Einstellungen auswählen. Die beiden letzten Tasten FM und DAB+ sind eigentlich selbst erklärend, FM ist das normale Radio und DAB+ das Digitalradio.

Im Großen und Ganzen ist die Bedienung des Teufel Radio One gut und leicht verständlich aufgebaut. Das Einzige, was mich persönlich etwas irritiert hatte, war, das man den Wecker nur über die kleine Wecker-Taste deaktivieren kann und nicht etwa über den deutlich größeren Lautstärkeregler. Schließlich ist es für mich persönlich recht schwer, am Morgen bei noch nicht 100 % Bewusstsein diese kleine Taste zu treffen. Zudem ist die Reaktionszeit des Teufel Radio One etwas zu träge, sodass man beim durchstöbern der Wiedergabequellen sich wünscht, dass hier alles ein wenig flotter ausgeführt wird. 

Kurz möchte ich auch noch das von Teufel hier besonders geworbene und zudem patentierte, automatisch dimmbare Display ansprechen. Dies passt die Helligkeit immer automatisch der aktuellen Lichtsituation an, sodass das Display immer gut lesbar ist. Am Morgen, wenn es noch dunkel im Raum ist, wird das Display somit immer automatisch auf das minimum abgesenkt und am sonnigen Tag ist es logischerweise am hellsten. Sofern nicht gewünscht, kann man dies Helligkeit über das Menü auch selbst einstellen bzw. die Funktion deaktivieren, wie das geht, wird ausführlich in der beiliegenden Bedienungsanleitung beschrieben.

(Bedienung: 4 von 5 Punkten)

Funktionen

Der Funktionsumfang ist wie bereits unter Bedienung erwähnt, für das kompakte Gerät recht umfangreich. Fürs Radio hören habt ihr entweder DAB+ oder das klassische analoge FM-Radio zur Option. Aufgrund eines fehlenden WLAN-Moduls muss man jedoch auf das Web-Radio verzichten. Wer dieses unbedingt haben möchte, muss etwas mehr Geld in die Hand nehmen und daher zum Teufel Radio 3sixty greifen. 

Der Empfang ist beim Radio hören also vor allem beim Digital-Radio etwas abhängig davon, wo ihr wohnt, denn in der ländlichen Region kann es sein, dass ihr etwas weniger Sender empfangen könnt, was beim FM-Radio wiederum kein Problem ist. Durch die praktische verstaubare Wurfantenne konnte ich jedoch selbst bei mir im Kleinstadt-Bereich sehr viele Sender im Digitalradio-Betrieb empfangen.

Weitere Empfangsmöglichkeiten ist dann noch Bluetooth und alternativ kabelgebunden über die AUX-Klinkenbuchse. Letzteres bringt natürlich nur dann etwas, wenn ihr noch ein Gerät mit Klinkenbuchse habt, was bei mir am iPhone z. B. nicht der Fall ist und bei vielen neuen Geräten auch nicht mehr. Hier müsste man dann mit dem Adapter arbeiten, aber ich denke, die deutlich bequeme Methode ist, die Musik via Bluetooth zuzuspielen, was dank Bluetooth 5.1 auch sehr bequem und schnell ermöglicht wird.

(Funktionen 4 von 5)

Klang

Bei der Erzeugung des Klangbilds setzt Teufel beim Radio One auf zwei 55 mm große Breitbandlautsprecher, welche aus Aluminium gefertigt sind. Dies soll für einen verzerrungsarmen Pegel auch bei höheren Lautstärken sorgen. Beide Lautsprecher sind in dem dickwandigen Kunststoffgehäuse leicht schräg nach außen (rechts und links) angeordnet, sodass hier eine sehr gute Stereobühne erreicht wird. Somit wirbt Teufel hier auch mit der hauseigenen Dynamore-Technologie, die inzwischen eigentlich in so gut wie allen Lautsprechern aus dem Hause Teufel zum Einsatz kommt. Diese beiden aktiven Treiber werden von eine Class-D-Endstufe angetrieben, die typisch für Teufel ist und für einen klaren Sound bei geringen Stromverbrauch sorgt.  

Für die tieferen Töne hat Teufel hier dann wieder auch auf ein Passivmembran gesetzt, welches an der Rückseite verbaut wurde und wie die Bezeichnung schon verrät, passiv und nicht aktiv angetrieben wird. Dies bedeutet, dass dieses Membran keine Stromversorgung benötigt, sondern automatisch durch die Schwingungen der beiden aktiven Treiber in Bewegung versetzt wird und für den wichtigen Bass sorgt. Das Passivmembran ist knapp 136 mm lang und 36 mm breit und sorgt zusammen mit den aktiven Treiber für einen Frequenzgang von 63 bis 20.000 Hz und eine Gesamtleistung von 20 Watt (RMS)

Der Klang wird sehr von der Wiedergabequelle beeinflusst, was auch etwas logisch ist, denn das analoge alte FM-Radio ist klanglich einfach nicht so gut wie das moderne DAB+ oder Bluetooth. Bei den letzteren erwähnten Wiedergabequellen, welche die meisten von euch auch sicherlich nutzen werden, punktet das Klangbild mit einem überraschen satten Klangbild, was ich so aufgrund der Kompaktheit des Teufel Radio One nicht direkt erwartet hätte. Die Stimmwiedergabe der beiden aktiven Treiber ist sehr natürlich, klar und gefällt mir somit sehr gut. Der Klang ist sehr gut abgestimmt, es fehlt hier definitiv nicht an Bass, denn dies kann das Radio One sehr ordentlich und die Höhen sind genau richtig und deutlich besser als bei einem ähnlichen kompakten Gerät, welches mein Vater zum Radiohören verwendet. Der Bass ist so kräftig, dass der kleine Lautsprecher ohne die stark haftenden Gummifüße schon bei relativ niedriger Lautstärke anfangen würde zu wandern. Diese zeigt sich sehr gut, wenn man zu Beginn vergisst, die Schutzfolie zu entfernen, was mir zu Beginn zuerst passiert ist. 

Somit ist das Teufel Radio One hervorragend abgestimmt worden und überzeugt auch vom Klang in vielen Bereichen. Man muss sich hier im klaren sein, dass es sich dennoch um ein recht kompaktes Radio handelt, aber was dies klanglich betrachtet alles heraushaut, kann sich mehr als nur Sehen bzw. hören lassen. Einer Beschallung in der offenen Küche, wenn Freunde da sind, packt das kleine Klangwunder übrigens ebenfalls wunderbar und ohne Probleme, wenn es dann so laut sein soll, dass man sich nicht mehr unterhalten kann, sollte man dann aber zu etwas größeren Lautsprecher greifen, aber vom max. Output schafft dies auch das Radio One.

(Klang: 4,5 von 5 Punkten)

TEIL 3

bestehend aus „Preis/Leistung“ entspricht 10% der Gesamtwertung

Beschreibung

Mit dem Teufel Radio One erweitert das Berliner Unternehmen das Portfolio an Radios sinnvoll, denn nun wird der klangstarke Einstieg mit DAB+ und FM-Radio auch schon günstiger ermöglicht. Die Bedienung des Radio One wurde absolut passend zum Design und dem Funktionsumfang gewählt und bis auf wenige Kleinigkeiten gibt es hier bezüglich der Bedienung keine großen Mängel. Vielmehr sind es allesamt Punkte, die man hier gut verzeihen kann, denn nach etwas Gewöhnungszeit kommt man hier voll und ganz klar.

Wirklich überzeugt war ich mit dem Funktionsumfang des Radios, denn so habe ich das Radio bei uns zwar in der offenen Küche stehen, aber zwischenzeitlich hatte ich auch überlegt, dies auch in unser Schlafzimmer hinzustellen und als Wecker zu verwenden. Auch klanglich hat das eigentlich kompakte Gerät ordentlich was drauf. Die Abstimmung ist Teufel hier mal wieder sehr gut gelungen und so überzeugt das Radio One mit einem sehr guten Tiefgang im Bass und auch einem hohen max. Output, ohne gleich alle Töne zu verzehren.

Preis/Leistung

Die UVP des Teufel Radio One hat das Unternehmen bei 169€ festgesetzt, wem der Funktionsumfang hierbei ausreicht, macht hier auch nicht viel verkehrt, zumal das Radio aktuell sogar auf 149€ reduziert wurde. Wer dann klanglich und auch vom Funktionsumfang sogar noch etwas mehr haben möchte, sodass auch ein Web-Radio usw. an Bord ist, kann sofern einem 280€ nicht zu viel sind, auch zum aktuell reduzierten Teufel Radio 3sixty greifen, was ebenfalls ein sehr gutes Produkt ist.

Teufel-Store

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testr Gesamtwertung

unter Berücksichtigung aller Teilwertungen

 Wir bedanken uns beim Hersteller für die Bereitstellung des Produktes. Zu unseren Grundsätzen

Link zum Hersteller: https://teufel.de

Huawei Nova 9

In aller Kürze

Mit dem Huawei Nova 9 hat der einstige große Smartphone Hersteller aus China ein neues Mittelklasse-Smartphone vorgestellt. Durch die US-Sanktionen gegen das Unternehmen läuft es jedoch gerade im Smartphone-Sektor nicht mehr so rund wie gewohnt, denn man musste hier sowohl auf die Google-Dienste (Android usw.) verzichten und zudem unterstützen die neuen Geräte nicht das 5G-Netzwerk. 

Von der Verarbeitung und der Ausstattung kann das Mittelklasse-Gerät jedoch dennoch überzeugen, denn man bekommt hier in dieser Preisklasse ein gebogenes OLED-Display geboten und eine gute Quad-Cam. Negativ ist hier jedoch vor allem der bereits erwähnte Punkt bezüglich der Google-Dienste, denn gerade wenn man einen großen Umfang an Apps gewohnt ist und daher auf Android nicht verzichten möchte bzw. kann, ist das Smartphone leider weniger für euch geeignet. Die Einschränkungen sind hierdurch doch recht hoch und somit ist die angepeilte UVP nicht wirklich gerechtfertigt.

Gefällt uns

  • scharfes OLED-Display
  • USB-Typ-C Anschluss
  • 66 Watt Netzteil
  • Dual-SIM und micro-SD-Slot
  • gute Haupt- und Selfie-Kamera
  • gut Verarbeitet

Gefällt uns weniger

  • Makro-Kamera kaum zu gebrauchen
  • nur Mono-Lautsprecher
  • kein 5G
  • keine Google Dienste
  • immer noch wenige Apps

Huawei Nova 9

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TEIL 1

Bestehend aus „Verpackung/Design/Verarbeitung“ entspricht 25% der Gesamtwertung

Verpackung

Die Verpackung des Huawei Nova 9 entspricht im Großen und Ganze dem, was ich bereits von den früheren Huawei Smartphones gewohnt bin, eine schlichte weiße Verpackung, die mit wenigen Informationen zum Produkt versehen wurde. Direkt auf der Oberseite und an den beiden langen Seiten findet man dabei den Namen des neuen Smartphones „Huawei Nova 9“ und im unteren Abschnitt erwähnt Huawei wie inzwischen gewohnt den hauseigenen AppStore „AppGallery“. Schließlich gibt es hier nicht nur kein Android mehr, sondern auch kein Google PlayStore mehr. Zu guter Letzt ist im oberen Bereich noch eine Art Logo zu sehen, welches „nova“ bedeutet und in dieser Form auch noch direkt am Smartphone zu sehen ist, dazu aber später mehr Details.

Unmittelbar nachdem man den Deckel der Verpackung abgehoben hat, kann man auch schon das neue Huawei Nova 9 erblicken bzw. nicht ganz, denn es wird noch durch eine Papierfolie umhüllt, die das Smartphone wie die frühere Kunststofffolie schützen soll. Schön zu sehen, dass auch Huawei das Thema Nachhaltigkeit nicht egal ist und hier eine gute Alternative zur unnötigen Kunststoffverpackung gefunden hat. Unter dem Einleger mit dem Smartphone findet man dann noch eine Schachtel, in der sich wie üblich das SIM-Tool und die kostenlose transparente Silikon-Hülle befinden. In der untersten Ebene der Verpackung verstecken sich dann zu guter Letzt noch die beiden wichtigen Elemente für die Stromversorgung, nämlich das 66 Watt SuperCharge-Netzteil und das USB-A auf USB-C Ladekabel.

(Verpackung: 4 von 5 Punkten)

Design

Das Huawei Nova 9 ist gerade in dem von mir getesteten Starry Blue ein sehr schönes Gerät, so wie man es von Huawei gewohnt ist, denn es überzeugt mit dem sehr schönen Farbverlauf an der Rückseite. Die zweite Farbe Black ist hingegen recht schlicht gehalten, sodass dieses Gerät in einem recht schlichten, glänzenden schwarz daher kommt ohne die schönen Farbverläufe.

Betrachtet man das Huawei Nova 9 und das Honor 50, dann fällt hier direkt eine sehr hohe Ähnlichkeit auf, denn beide Geräte sind sich hier rein äußerlich bis auf die Farbe sehr ähnlich. Das ist so weit zwar etwas komisch, da sich Honor eigentlich inzwischen komplett von einstiegen Mutterkonzern losgelöst hat und einen eigenen Weg geht. Schließlich darf Honor noch all dass in ihre Smartphones integrieren, was Huawei nicht mehr darf, denn Huawei wurde hier durch die Sanktionen sehr eingeschränkt. Doch in diesem Testbericht geht es um das Huawei Nova 9, sollte euch das Nova 9 jedoch aufgrund der Kritikpunkte im weiteren Verlauf des Tests nicht zusagen, währe das Honor 50 definitiv eine Alternative.

Das Huawei Nova 9 liegt trotz seiner Größe 160 mm x 73,7 mm x 7,77 mm (H x B x T) recht gut in der Hand, was unter anderem auch an dem geringen Gewicht von 175 g liegt, was man dadurch erreichen konnte, dass die Rückseite nicht aus Glas, sondern Kunststoff gefertigt wurde. An den langen Rändern hin ist sowohl das Display, als auch die Rückseite des Smartphones stärker abgerundet, sodass hier fast schon ein nahtloser Übergang in den sehr schmalen Rahmen übergeht. An den Stirnseiten oben und unten fällt die Rundung dezenter aus und zudem ist das Smartphone hier an den Seiten abgeflacht. Die Vorderseite zeigt im eingeschalteten Zustand die Front-Kamera, welche hier klassisch im Punch-Hole Design integriert wurde. Somit hat man hier im Zentrum immer einen blinden Bereich, der von der Kamera Überdeckt wird. Der Rahmen rund um das Display ist sehr dezent gehalten und absolut gleichmäßig. Hier hat man dann auch wie inzwischen üblich den kleinen und sehr kompakten Annäherungssensor und den Helligkeitssensor verbaut. Die Anordnung der Tasten ist eigentlich ebenso wie ich es von Huawei inzwischen gewohnt bin, sodass man am rechten schmalen Rand gerade noch so die Lautstärkewippe und den Power-Button verbaut hat und an der Unterseite findet man neben dem USB-C Ladenschluss das Einschubfach, in welches sich ein Dual-SIM-Slot befindet. Somit setzt Huawei hier nur auf echte SIM-Karten und keine eSIM und der Speicher kann ebenso nicht erweitert werden.

Auf der Rückseite ist es definitiv die große Kamera-Einheit, welche direkt ins Auge fällt. Hier setzt man auf zwei kreisförmige Einheiten, die durch das Plateau miteinander verbunden sind. Im oberen Kreis, welcher von einem silbernen Ring umgeben ist, findet man die große Hauptkamera und in der Einheit darunter sind dann noch die restlichen drei Linsen der Quad-Cam untergebracht und der LED-Blitz. Die Kamera-Einheit steht knapp über 2 mm vom Gehäuse hervor, daher macht es hier auf jeden Fall Sinn, sich direkt eine Hülle mit zu kaufen, sofern einem die gratis Hülle nicht gefallen sollte, denen sonst wippt das Smartphone auf dem Tisch doch sehr hin und her beim Tippen und zudem wird es dadurch deutlich besser geschützt. Im unteren Bereich des Nova 9 erblickt man dann das bereits von der Verpackung bekannte „nova-Logo“ auch hier noch einmal und direkt darunter prangt noch der Herstellername Huawei.

(Design: 4 von 5 Punkten)

Verarbeitung

Die Verarbeitung des Huawei Nova 9 ist dem Unternehmen ganz gut gelungen. Das Smartphone ist vom Gewicht recht leicht, doch dies ist vor allem dadurch erreicht worden, dass man hier auf eine Rückseite aus Kunststoff setzt. Diese wurde zwar sehr sauber verarbeitet, sodass ein nahtloser Übergang der einzelnen Materialien erreicht wurde, aber für ein Smartphone zum Preis von 500€ hätte man auch Glas erwarten können.

Schade finde ich auch das Huawei hier auf eine spezielle Zertifizierung, die nachweißt, dass das Smartphone gegen Wasser oder Staub geschützt wird verzichtet hat. Den in der heutigen Zeit bieten dies in der Preisklasse von 500€ sehr viele Hersteller. Ebenso bin ich hier doch etwas enttäuscht, dass man nur auf einen Mono-Lautsprecher setzt, dieser reicht zwar für die meisten Dinge problemlos aus, aber vom Volumen und dem Klangbild hätte es hier nicht geschadet, auf ein Stereo-Lautsprecher (Hörmuschel und Lautsprecher an Unterseite) zu setzen. Auf eine Klinkenbuchse wurde logischerweise verzichtet, diese wird man im noch aktuellen Jahr 2021 nur noch bei wenigen Smartphone-Herstellern sehen.

(Verarbeitung: 4 von 5 Punkten)

TEIL 2

bestehend aus „Funktion des Produktes“ entspricht 65% der Gesamtwertung

Display6,57 Zoll 2340 x 1080 Pixel (FHD plus), Pixeldichte beträgt 389 ppi
CPUQualcomm Snapdragon™ 778G 4G, 64bit, Octa-core, 4 x Cortex-A78@2,42 GHz + 4 x Cortex-A55@1,8 GHz / GPU: Adreno™ 642L
RAM8 GB RAM
Speicher128 GB (nicht erweiterbar)
Betriebssystemeine sehr veränderte Version von Android™ 11.0 mit EMUI 12 ( ohne Google-Dienste)
Haupt-KameraQuad-Kamera:
50 MP Ultra Vision Kamera (f/1.9 Blende) 
8 MP Ultraweitwinkel-Kamera (f/2.2-Blende) 
2 MP Tiefenkamera (f/2.4-Blende) 
2 MP Makrokamera (f/2.4-Blende)
Phasenfokus, Kontrastfokus, AIS, Digitaler Zoom
Videos mit bis zu 3.840 x 2.160 Pixel, unterstützt 720p@960fps Videos in Ultrazeitlupe
Front-Kamera32-MP-Porträt-Kamera (f/2.0-Blende)
Videos mit bis zu 3.840 x 2.160 Pixel, 720p@240fps Videos in Ultrazeitlupe
AnschlüsseUSB-Typ-C-Ladenaschluss
Akkufest verbauter 4.300 mAh Akku
FarbenStarry Blue (meinem Testgerät). Außerdem verfügbar ein Modell in Black
KonnektivitätWi-Fi 802.11 a/b/g/n/ac/ax 2,4GHz und 5GHz. Mobilfunknetz bis 4G, Wi-Fi Direct, Bluetooth 5.2 und A-GPS, Galileo, GPS, Glonass, BeiDou.
Abmessungen (LxBxH)160 mm, 73,7 mm, 7,77 mm
Gewicht175 g
LieferumfangHuawei Nova 9
SIM-Tool
66 Watt-Netzteil
USB-Typ-C-Ladekabel
transparente Kunststoff-Schutzhülle
technische Daten des Huawei Nova 9

Performance

Im Huawei Nova 9 werkelt ein Qualcomm Snapdragon 778G 4G CPU, dies ist ein zeitgemäßer Octa-Core Prozessor, der jedoch nur das LTE-Netzwerk unterstützt, da Huawei die 5G Technologie untersagt wurde. Also alle Prozessoren, die Huawei in den eigenen Smartphones verbaut bzw. geliefert bekommt, dürfen nur 4G Prozessoren sein. Der CPU setzt sich aus zwei Clustern zusammen, davon sind es 4 x Cortex A78 Einheiten, die jeweils mit max. 2,42 GHz Taken und 4 weitere Cortex A55 Kerne, die mit 1,8 GHz Takten. Beim fest integrierten GPU (Grafikeinheit) handelt es sich um den Adreno 642L, der für eine gute Grafikleistung sorgt und auch wichtig ist, damit das Display seine 120 Hz Bildwiederholrate erreicht. Der Arbeitsspeicher ist mit 8GB RAM groß bemessen und sorgt dafür, dass das System insgesamt sehr flüssig und ohne Aussetzer arbeitet. 

Das Huawei Nova 9 gibt es nur in eine Speicherausführung und zwar mit einem 128 GB großen und fest verbauten UFS 3.0 Speicher. Somit hat Huawei hier auf einen schnellen Speicher gesetzt, der sowohl beim Lesen, als auch beim Schreiben von Dateien sehr schnell ist. Erweitert werden kann der Speicher hier jedoch anders als ich es bisher von Huawei gewohnt bin leider nicht, somit sollte man sich vor dem Kauf im Klaren sein, ob einem die 128 GB am Ende ausreichen oder nicht. Von den 128 GB stehen euch zu Beginn übrigens knapp 109 GB frei zur Verfügung.

Die Rechenleistung des Snapdragon 778G 4G ist sehr gut und für das Mittelklasse-Smartphone auch absolut ordentlich. Somit laufen darauf alle Anwendungen und fast alle Spiele flüssig. Lediglich bei Asphalt 9 wird die Grafikleistung automatisch etwas reduziert, da hier das Gerät dann doch aufgrund der vielen Details und Berechnungen an seine Grenzen kommt. Die hohe 120 Hz Bildwiederholrate wiederum macht sich bim scrollen im Alltag positiv bemerkbar, aber beim Zocken wiederum macht sich dies weniger bemerkbar, denn leider unterstützen die Games dies aktuell kaum.

So viel zum textlichen Teil der Performance, doch schauen wir uns doch noch einige Zahlen an, welche meine Einschätzung der Rechenleistung größtenteils Belegen. Bei Geekbench 5.0 konnte das Huawei Nova 9 einen Wert von 781 im Single-Core und 2.985 im Multi-Core erreichen und bei PCMark kam es auf eine Score von 9.665

(Performance: 4 von 5 Punkten)

Display

Beim Display setzt Huawei auf ein 6,57 Zoll großes OLED-Display im 20:9-Format. Die Bildwiederholrate liegt bei den bereits erwähnten 120 Hz und die Auflösung bei einer erweiterten Full-HD-Auflösung (FHD+) genauer gesagt bei 2.340 x 1.080 Pixel. Dies zusammen ergibt ein gestochen scharfes Display das mit kräftigen Farben und hervorragenden schwarzwerten (Kontrast) punkten kann. Die Pixeldichte liegt zwar etwas unter den Flaggschiffen von Huawei und anderen Herstellern, kann sich mit 389 ppi aber noch absolut sehen lassen und ist keineswegs schlecht.

Die max. Displayhelligkeit fällt im Schnitt mit knapp 660 cd/m² (Candela pro Quadratmeter) recht gut aus, hier gibt es zwar Geräte mit einem noch helleren OLED-Display, aber selbst bei direkter Sonnenstrahlung kann man hier noch etwas auf dem Display erkennen. Die Blickwinkelstabilität ist, wie ich es von einem OLED-Panel gewohnt bin, sehr gut, sodass man selbst bei einem äußerst flachen Betrachtungswinkel alles gut ablesen kann. Lediglich der stark gebogene Bereich an den länglichen Rändern wird z. B. beim flachem betrachten von der Seite her deutlich heller beleuchtet als die Oberfläche des Displays. Doch dies ist wiederum bei solch einem Curved-Display typisch, der beste Betrachtungswinkel für eine gleichmäßige Ausleuchtung ist dementsprechend frontal. Beim betrachten von Filmen direkt über das Huawei Nova 9 kann das Ganze zu Beginn etwas störend wirken, denn die Wölbung des Displays führt meiner Meinung nach zu einer leichten Vermehrung, an die man sich definitiv erst gewöhnen muss.

Der Fingerabdrucksensor wurde direkt in das Display integriert und reagiert recht zuverlässig. Schade finde ich hier nur, dass man diesen definitiv zu weit unten platziert hat. Einige Zentimeter weiter oben hätten mir hier definitiv besser gefallen.

(Display: 4,5 von 5 Punkten)

Akku

Das Huawei Nova 9 verfügt über einen 4.300 mAh Akku. Dies ist kein überdimensional großer Akku, aber er kann sich immer noch gut sehen lassen. Schließlich versorgt dieser das Smartphone bei normaler Nutzung problemlos über den Tag mit Strom. Ein Ausdauermonster ist das Huawei Nova 9 daher zwar nicht, aber sollte einem unter dem Tag der Akku dennoch einmal leer gehen, ist der Akku dank des 66 Watt Netzteil sehr schnell wieder voll aufgeladen. 

Nach gerade mal knapp 40 Minuten ist der Akku von 0 auf 100 % aufgeladen, das ist wahnsinnig schnell und selbst wenn man mal vergessen hat, den Akku in der Nacht aufzuladen, ist der Akku nach gut 18 Minuten zu 60 % aufgeladen. Das ist wirklich schnell, aber selbstverständlich bedeutet dieses schnell laden auch, dass der Akku darunter leidet und somit auch schneller an seine Verschleißgrenze kommt. Das kabellose aufladen wie Qi unterstützt das Huawei Nova 9 leider nicht, daher muss man das Smartphone immer mit einem Ladekabel aufladen.

(Akku: 4 von 5 Punkten)

Kamera

Kommen wir nun zu einem der auffälligsten Bauteile des Huawei Nova 9 der Quad-Cam auf der Rückseite. Diese setzt sich aus folgenden einzelnen Sensoren zusammen:

1.Die Hauptlinse, welche als Ultra Vision Kamera bezeichnet wird, mit einem 50-Megapixel-Sensor und einer Blende von f/1.9 ausgestattet wurde.

2. Eine Ultra-Weitwinkel-Kamera mit 8 Megapixel f/2.2.

3. Die Tiefen-Kamera (Bokeh-Effekt), welche mit 2 Megapixel auflöst und eine Blende von f/2.4 besitzt.

4. Die Letzte ist dann noch eine 2 Megapixel-Makro-Kamera ebenfalls mit einer Blende von f/2.4.

Bei der Hauptkamera mit 50 Megapixel und der Blende von f/1.9 setzt Huawei auf einen kleinen Trick, damit die Bilder von ihrer Beleuchtung noch dynamischer wirken. Man lässt hier je vier Pixel zu einem Fusionieren sodass diese zusammen mehr Licht einfangen und im Endeffekt somit die Bilder nicht mit einer Auflösung von 50 MP sondern 12,5 Megapixel geknipst werden. Die hier inzwischen immer von Huawei eingesetzte KI sorgt dabei für eine sehr gute Bildoptimierung sodass die Bilder zudem von den Farben recht kräftig wirken. Außerdem setzt Huawei hier nicht mehr auf einen üblichen Sensor mit RGGB-Farbfilterspektrum, sondern auf einen RYYB-Farbfilter, welcher ebenfalls für bis zu 40 % mehr Lichteinfall in den Sensor sorgen soll.

Hierbei gefällt mir die Kamera mit ihrer Farbwiedergabe sehr gut, den selbst bei dunkleren Aufnahmen, wie es z. B. oftmals im Nachtmodus der Fall ist, ist die Farbwiedergabe der Bilder überraschend hoch. Die Bilder wirken fast immer sehr kontrastreich, rauschen nicht und insgesamt wirkt alles lebendig, genau so, wie es sein soll. Nachteil an dem Ganzen ist wiederum, dass es für diese Kamera-Linse keinen optischen, sondern nur einen digitalen Zoom gibt. Zoomt man mehr als auf die zweifache Vergrößerung, sind die Bilder wirklich nicht mehr zu gebrauchen. 

Die Ultraweitwinkel-Kamera schneidet im Bezug auf die Details nicht mehr ganz so gut ab wie die Hauptkamera. Hier wirken zudem die Farben deutlich blasser und insgesamt fehlt es den Bildern etwas an Qualität. Die beiden restlichen Kameras, also die Makro-Linse, würde ich als solche nicht wirklich bezeichnen, denn hierfür sind die 2 Megapixel einfach viel zu wenig und daher die Bilder für mich absolut nicht brauchbar. Daher hätte man diese Linse auch getrost weglassen können, denn einen Mehrwert bringt das Ganze nicht, es liest sich halt auf dem Papier besser, wenn hier eine Quad-Cam anstelle eine Tripple-Cam erwähnt wird. Die Tiefen-Kamera sorgt für ein Bokeh, was so weit gut ist, aber das bekommen andere Hersteller mit ihren Smartphones ebenso gut bzw. zum Teil auch noch deutlich besser hin.

  • Hauptkamera 1-fach vergrößert
  • 2-fach vergrößert
  • 10-fach vergrößert

Die Frontkamera für Selfies, Videotelefonie usw. löst mit max. 32 Megapixeln auf und besitzt ein f/2.0 Blende. Die Bilder fallen mir hier mit einer guten Schärfe und sehen so weit auch recht natürlich aus. Hier gibt es von mir wenig Kritik, den für Schnappschüsse, Videotelefonieren ist die Kamera bestens geeignet.

Die Hauptkamera ermöglicht Videoaufnahmen mit bis zu 4K bei max. 30 Bilder in der Sekunde, alternativ kann man die Auflösung auch reduzieren und kommt so auf 60 fps. Möchte man wiederum auf die Ultrazeitlupe zugreifen, wird die Auflösung auf 720p reduziert, dafür erreicht man hier dann jedoch auch 960 fps. Die Frontkamera wiederum kann ebenfalls mit einer 4K Aufnahme punkten, aber bei Ultrazeitlupe sind hier bei 720p nur 240 fps möglich. Bei der Hauptkamera setzt Huawei beim Nova 9 übrigens auf einen elektronische Bildstabilisator (AIS) dieser arbeitet im Alltag sehr gut und hilft gut dabei, das die Aufnahmen nicht verwackeln, indem der Stabilisator die vielleicht etwas unruhige Hand ausgleicht.

(Kamera: 3,5 von 5 Punkten)

Software

Auf dem Huawei Nova 9 läuft eine von Huawei angepasste Version von Android 11 mit der neuen Benutzeroberfläche EMUI 12. Auf das komplett eigen entwickelte Betriebssystem HarmonyOS hat man hier jedoch leider verzichtet. Kann jedoch in einiger Zeit wie für andere Smartphones nachgereicht werden. Beim Sicherheitspatch ist die Version vom November installiert, sodass dieser noch halbwegs aktuell ist. 

Google-Dienste sind für Smartphones aus dem Hause Hauwei weiterhin absolut tabu. Man arbeitet hier zwar daran, das Angebot an Apps über die Huawei AppGallery kontinuierlich zu erweitern, aber das Ganze benötigt eben seine Zeit und im Vergleich zum GooglePlay Store fehlen hier noch sehr viel Apps. Gerade für mich fehlten hier die wichtigen Apps wie Facebook, Netflix, Youtube usw. Ebenso sind die für mich beliebten Banking-Apps hier noch immer eine sehr große Mangelware und fehlen ebenso. 

Huawei bietet jedoch die Möglichkeit, einige Apps über Webseiten herunterzuladen, indem man in der Suchmaschine der AppGallery nach Quellen für die APK-Dateien sucht, was dazu führt, dass man einige Apps durch diesen Umweg installieren kann. Der Nachteil ist wiederum, dass dies dann auf das eigene Risiko erfolgt und die Apps nicht automatisch mit dem neusten Update versehen werden. Die meisten aus Amerika stammenden Apps wie Netflix und Co. bekommt ihr so jedoch trotzdem nicht auf das Huawei Nova 9 installiert. 

Somit bleibt die Software durch die doch recht großen Einschränkungen das größte Manko an den neuen Huawei-Geräten. Klar versucht Huawei hier viel, um diese möglichst schnell zu beseitigen, aber zaubern kann das Unternehmen leider dann auch wieder nicht.

(Software: 4 von 5 Punkten)

TEIL 3

bestehend aus „Preis/Leistung“ entspricht 10% der Gesamtwertung

Beschreibung

Mit dem Huawei Nova 9 hat man zwar ein tolles Smartphone designt, das in puncto Verarbeitung und Optik ein sehr gutes Gerät ist, doch ebenso hat dieses leider auch schwächen. Zu den Stärken zählen das sehr scharfe und farbenfrohe Curved-Display mit OLED-Panel und die Haupt- und Selfie-Kamera Punkten ebenfalls mit sehr guten Aufnahmen. 

Doch gerade das, was für viele wichtig ist, da enttäuscht das Huawei Nova 9 leider wie alle die Huawei-Geräte, denn es fehlt dem Gerät an der Fülle von Apps, die man als Android-User nicht vermissen möchte. Die Einbußen, die man hier eingehen muss, sind im Alltag einfach zu große, da man auf viele Apps leider verzichten muss und wer 5G nutzen möchte, muss hier ebenfalls drauf verzichten und kann nur 4G (LTE) nutzen. Dies ist sehr schade, denn ansonsten wäre das Gerät sehr gut, aber so ist es leider Angesichtes der UVP zu überteuert.

Preis/Leistung

Das Huawei Nova 9 kann man direkt bei Huawei für 449 EUR inkl. kostenlosem Versand bestellen, da es aktuell 50€ Rabatt gibt. Im Preisvergleich ist dieses jedoch bei einigen Händlern bereits je nach Farbe ab 399,60€ erhältlich, was jedoch leider immer noch recht viel Geld ist, wenn man auf die Einschränkungen nicht verzichten möchte. 

Sehr Schade, denn das Smartphone hätte mit Google-Diensten sicherlich wieder sehr gut abgeschnitten, aber so ist das Smartphone nur für echte Huawei-Fans gedacht, welche die Marke weiterhin lieben und auf die Apps, die hier nicht angeboten werden, verzichten können.

Huawei Nova 9

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unter Berücksichtigung aller Teilwertungen

 Wir bedanken uns beim Hersteller für die Bereitstellung des Produktes. Zu unseren Grundsätzen

Link zum Hersteller: https://consumer.huawei.com/de/