Huawei Watch 3 Pro
In aller Kürze
Die Huawei Watch 3 Pro ist die erste Smartwatch mit dem noch recht neuen, eigens entwickelten Betriebssystem HarmonyOS. Mit diesem Betriebssystem hat auf Huaweis Smartwatch nun auch ein AppStore Einzug erhalten, was ich an den älteren Modellen noch vermisst hatte, jedoch gibt es hier aktuell noch recht wenig Apps. Ansonsten überzeugt die Smartwatch von Huawei technisch betrachtet genauso sehr wie vom Design, denn es ist eine wirklich hochwertige Smartwatch, bei der es an der Verarbeitung meinerseits keine Kritik gibt. Die Smartwatch funktioniert natürlich nicht nur mit den Huawei-Smartphones, sondern auch mit den Smartphones mit Android und iOS (hier muss jedoch die aktuellste Firmware HarmonyOS 2.0.0.155 installiert sein, damit alles flüssig läuft). Das AMOLED-Display ist sehr hell und gestochen scharf, sodass es auch hier keine Kritik gibt. Verbesserungspotenzial wäre meiner Meinung nach der Herzfrequenzsensor, denn man mit einem Update noch feinjustieren sollte, denn dieser ist noch etwas ungenau.
Gefällt uns
- sehr lange Akkulaufzeit
- scharfes AMOLED-Display
- flüssiges Betriebssystem mit AppStore
- schönes und sehr edles Design
- hochwertige Verarbeitung
Gefällt uns weniger
- Preis
- kein Fluorelastomer-Band im Lieferumfang
- Herzfrequenzsensor etwas ungenau
Huawei Watch 3 Pro
TEIL 1
Verpackung
Beim Design der Verpackung hat Huawei gegenüber den bisherigen Smartwatches nichts verändert. Es handelt sich immer noch exakt um dieselbe Grundverpackung, bei der lediglich der Produktname sowie die Abbildung der Smartwatch aktualisiert wurde. Die würfelförmige Verpackung kommt somit erneut komplett in Schwarz daher und man findet direkt über der Hochglanz Abbildung der Huawei Watch 3 Pro den Namen der Smartwatch zusammen mit dem Huawei-Logo, welches hier beides in der goldfarbenen Schrift zu lesen ist. In der rechten unteren Ecke des Deckels sieht man zudem das AppGalery Logo, welches auf den integrierten AppStore hindeutet, sodass nun auch einige Apps auf die Smartwatch geladen werden können. An der Unterseite der Verpackung findet man wie von den Verpackungen davor gewohnt nichts sonderlich Interessantes über die in der Verpackung befindliche Smartwatch, sondern vielmehr von den rechtlichen Dinge und Daten zum Unternehmen usw.
Hebt man den Deckeln von dem unteren Teil ab, erblickt man direkt die edel aussehende Huawei Watch 3 Pro. Dabei ist die Uhr wie bereits gewohnt, in eine dünnere Abdeckung eingesetzt, unter dem sich im rechten Abschnitt das restliche Zubehör versteckt. Im Lieferumfang ist neben den üblichen Beschreibungen auch ein Ladekabel enthalten, bei welchem es sich dieses Mal um einen fest verbundenen Induktionssockel mit einem herkömmlichen USB-A Ladekabel handelt.
(Verpackung: 3,5 von 5 Punkten)
Design
Mit der neue Huawei Watch 3 Pro hat Huawei eine hochwertige und edle Smartwatch vorgestellt, mit welcher man der Apple Watch und Samsung Galaxy Watch Konkurrenz machen möchte. Die Smartwatch überzeugt rundum mit hochwertigen Materialien, welche allesamt ohne Makel aufeinander abgestimmt und verarbeitet wurden. So wie Huawei diese ausliefert, also mit Leder- oder alternativ Titan-Armband, eignet diese sich weniger für sportliche Aktivitäten, doch wechselt man hier auf ein robustes sportliches Armband, dann könnte man diese auch dann problemlos tragen, auch wenn die Huawei Watch 3 Pro definitiv etwas zu schwer ausfällt.
Beim Gehäuse der Smartwatch setzt man zum Großteil auf graues Titan, während man bei der normalen Variante der Watch 3 auf Edelstahl setzt. Die Unterseite, an welcher der Herzfrequenzsensor sitzt, besteht wiederum aus ebenfalls sehr robustem Keramik. Das hochauflösende Display wird bei der Huawei Watch 3 Pro wiederum mit einem kratzresistenten Saphirglas geschützt. Durch diese hochwertig gewählten Materialien ist die Smartwatch zwar nicht ganz so leicht wie eine aus Aluminium, doch dafür trägt sich diese im Alltag dennoch angenehm und wirkt keinesfalls billig wie einige anderen Smartwatches.
Für sportliche Einsätze ist die Huawei Watch 3 Pro wie bereits erwähnt eigentlich bedenkenlos geeignet, den hier werden einem alle wichtigen bzw. dafür notwendige Ausstattungsmerkmale geboten. Zum einen ist diese nach 5-ATM-wasserbeständig, verfügt über zahlreiche Sensoren, welche z. B. zum Aufzeichnen der Laufstrecke usw. benötigt werden und natürlich auch den dafür sehr wichtigen optischen Herzfrequenzsensor, der nicht nur im Alltag, sondern eben auch bei den sportlichen Aktivitäten permanent den Puls misst. Sollte man meiner Meinung nach eine Smartwatch für regelmäßige sportliche Aktivitäten suchen, dann würde ich zur günstigeren Huawei Watch 3 Active raten oder falls man gerne von dem edlen Titan-Gliederarmband zum Fluorelastomer-Band wechseln möchte, solle man zum teuersten Modell der Huawei Watch 3 Pro Titanium greifen.
Der Gehäusedurchmesser der von mir getesteten Huawei Watch 3 Pro ist auf 48 mm gewachsen, bzw. bei der normalen Huawei Watch 3 Active beträgt der Durchmesser 46 mm. Ersatz-Armbänder bietet Huawei aktuell noch nicht an, doch bei allen Versionen der Huawei Watch 3 kann das Armband wie bereits bei den Vorgängermodellen einfach ausgetauscht werden. Weiterhin kann man somit auf sämtliche 22 mm breite Bänder von Dritthersteller zurückgreifen, bis Huawei eventuell ebenfalls Wechsel-Armbänder direkt zum Erwerb anbieten wird. Vom Gewicht hat die Smartwatch erneut ein paar Gramm zugelegt, sodass diese 11 Gramm schwerer als der Vorgänger wurde und nun ein Gewicht von 63 g ohne Armband auf die Waage bringt. Dieses zusätzliche Gewicht hängt jedoch zum einen mit der hochwertigen Materialwahl, den zusätzlichen Sensoren und dem größeren Akku zusammen.
Die Smartwatch ist wie bereits erwähnt, nach der Schutzklasse 5 ATM wasserdicht und somit bestens auch als sportliche Smartwatch geeignet. Die Schutzklasse 5 ATM bedeutet jedoch keineswegs, dass man damit 50 Meter tief tauschen kann, sondern lediglich, dass diese beim Duschen getragen werden kann und gegen Schweiß geschützt ist. Jedoch gibt Huawei auch an, dass man mit der Uhr schwimmen gehen kann, was ich jedoch aufgrund des Lederarmbands nicht ausprobiert habe, da dieses hierfür nicht geeignet ist.
Beim Gehäuse ähnelt die neue Huawei Watch 3 Pro etwas mehr der Huawei Watch GT2, denn das Gehäuse geht nicht mehr direkt in das Armband über, sondern wie bei einer klassischen Armbanduhr ist das Armband an einer Strebe befestigt. Das AMOLED-Display ist aufgrund des etwas größeren Gehäuse minimal gewachsen und somit nun 1,43 Zoll groß und löst mit 466 x 466 Pixeln auf, was einer Pixeldichte von 326 PPI entspricht. Das Display ist wiederum weiterhin von der gewohnten, nicht drehbaren Lünnete umgeben, welche weiterhin flach eingelassen wurde.
Am Titangehäuse findet man an der rechten Seite weiterhin zwei Bedienknöpfe, jedoch hat man sich hier von der doppelten Krone verabschiedet und setzt nun am oberen Teil auf die bekannten geriffelte Krone, welche nun nicht mehr nur ein Knopf ist, sondern auch auf Drehungen reagiert und eine längliche flache Taste, wo zuvor noch eine weitere Krone war. Die längliche Taste kann in den Einstellungen der Uhr unter „Untere Taste“ frei belegt werden, sodass man darüber z. B. mit nur einmal drücken direkt in die Workout App gelangt usw.
(Design: 4,5 von 5 Punkten)
Verarbeitung
Die neue Huawei Watch 3 Pro ist wie bereits zuvor erwähnt, eine sehr gehobene und hochwertige Smartwatch. Rundum setzt Huawei hier auf hochwertigere Materialien – beim Gehäuse Titan und Keramik, ein Armband aus Echtleder und auf ein echtes kabelloses Aufladen. Allerdings ist das Gehäuse der Smartwatch relativ dick gehalten, daher handelt es sich hier bei einer Smartwatch, welche definitiv dicker aufträgt als z. B. eine Apple Watch.
Die Huawei Watch 3 Pro ist wie alle aktuellen hochwertigen Smartwatches bis 5 ATM (50m) Wasserdicht, daher muss man diese theoretisch beim Duschen, Händewaschen und auch beim Schwimmen nicht ablegen. Dennoch würde ich nicht dazu raten, mit ihr zu tauchen, da dabei eventuell der Maximaldruck von 5 bar überschritten werden könnte. Zudem sollte man gerade bei dem von mir getesteten Modell mit Lederarmband austauschen, da das Armband nicht gegen Wasser geschützt ist. Schließlich verträgt Leder Wasser weniger gut und würde flecken usw. bekommen, sodass ich hier klar rate, sich noch ein Fluorelastomer-Band zu kaufen.
(Verarbeitung: 4,5 von 5 Punkten)
TEIL 2
| Art der Uhr | Smartwatch mit Herzfrequenzsensor und integriertem LTE, GPS-Modul, sowie Höhenbarometer |
|---|---|
| Display | 1,43 Zoll AMOLED 466 x 466 HD, 326 PPi |
| Touch-Display | ja |
| Wasserfestigkeit | 5 Bar/50 m |
| Sensoren | Beschleunigungssensor Gyroskopsensor Geomagnetischer Sensor Optischer Herzfrequenzsensor Umgebungslichtsensor Luftdrucksensor Temperatursensor |
| Material | Titangehäuse mit Kermaikunterseite, Armband aus Leder (Alternativ auch mit Titanarmband) |
| Konnektivität | Bluetooth 5.2,BLE / BR GPS L1: GPS/GLONASS/Galileo/Beidou/QZSS WiFi (nur 2,4 GHz wird unterstützt) |
| Größe/Gewicht | 48 mm (runde Form) / 63 Gramm (ohne Armband) |
| CPU/RAM | HiSilicon Hi6262 |
| Akkulaufzeit | bis zu 21 Tage (im ultralangen Akkulaufzeit-Modus) |
| Kompatible | ab Android 6.0, ab iOS 9 |
| Betriebssystem | HarmonyOS by Huawei |
| Lieferumfang | Huawei Watch 3 Pro Ladekabel inkl. magnetischen Induktions-Ladesocken Benutzerhandbuch Sicherheitshinweise Schnellstarthandbuch Garantiekarte |
Tragekomfort
Huawei setzt bei der Watch 3 Pro erneut auf einen sehr edlen und hochwertigen Look, bei dem man jedoch keineswegs auf die für eine sportliche Smartwatch wichtigen Eigenschaften verzichten muss. Das sich hierbei die Watch 3 Active deutlich besser für sportliche Einsätze eignet, sollte eigentlich klar sein, denn nur hier bekommt man von Werk aus ein Wasser uns Schweiß resistentes Fluorelastomer-Band mitgeliefert, was man sich bei der von mir getesteten Classic-Edition noch zusätzlich kaufen müsste. Sofern man jedoch bereit ist, noch etwas mehr Geld auszugeben, kann man dann noch zur Titan-Version greifen, denn hier liegt neben dem Titan-Armband auch ein Fluorelastomer-Band im Lieferumfang bei.
Durch die gut 48 mm große Unterseite liegt die Smartwatch mit dem leicht erhabenen Herzfrequenzsensor sehr angenehm auf dem Arm auf und das Gewicht verteilt sich durch diese große Auflagefläche sehr angenehm über das Handgelenk. Während ich die Huawei Watch 3 Pro den ganzen Tag und auch teilweise nachts zum aufzeichnen meines Schlafes getragen habe, hatte diese mich niemals gestört. Lediglich beim Duschen haben ich diese selbstverständlich abgelegt, denn dies hätte dem Lederarmband nicht gutgetan.
Unter der Smartwatch sammelt sich wie bei allen anderen Smartwatches schweiß, dies liegt daran, dass die Smartwatch mit der Rückseite so dicht auf der Haut aufliegt, dass hier die Luft nicht richtig zirkulieren kann. Dies ist jedoch an meiner Apple Watch 4 ebenfalls der Fall und daher nichts, was man hätte vermeiden können. Sorgen um Schäden muss man sich hier selbstverständlich nicht machen, schließlich ist die Huawei Watch 3 Pro bis zu 5 ATM wasserdicht und somit weiterhin trotz ihrem sehr edlen Look auch automatisch gegen Schweiß geschützt.
(Tragekomfort: 4 von 5 Punkten)
Einrichtung & Bedienung
Zwar setzt Huawei nun bei der neuen Watch 3 Pro nicht mehr auf LiteOS, sondern auf dasselbe Betriebssystem wie bei den hauseigenen Smartphones nämlich HarmonyOS, jedoch hat sich bei der Einrichtung nicht wirklich etwas verändert. Die Einrichtung ähnelt daher soweit den bisherigen Smartwatches aus dem Hause Huawei jedoch hat sich bei den Betriebssystemvorraussetzung lediglich verändert, dass nun mindestens Android 6.0 vorausgesetzt wird, bei Apple Smartphones bleibt es jedoch wie gehabt bei mindestens iOS 9.
Damit man die Smartwatch und das Smartphone miteinander koppeln kann, muss man sich zuvor noch unbedingt die von Huawei kostenlos zur Verfügung gestellte Huawei Health App (erhältlich für iOS und Android) auf das Smartphone installieren. Währenddessen kann man natürlich direkt die Huawei Watch 3 Pro einschalten, indem man die obere Krone etwas länger gedrückt hält, bis das Huawei-Logo erscheint. Anschließend wählt man hier an der Smartwatch lediglich die Sprache aus, den Rest erledigt man nämlich anschließend direkt über die geladene App.
Nachdem ich die App erfolgreich installiert habe und man diese startete, musste ich an meinem iPhone einigen Nutzungshinweisen und den Benutzervereinbarungen zustimmen, was teilweise schon etwas nervig war. Außerdem muss man noch eine Huawei-ID erstellen, falls man bisher noch keine besitzt, diese zu erstellen ist jedoch selbstverständlich kostenlos. Für die Registrierung benötigt ihr lediglich eine E-Mail Adresse und ein selbst ausgedachtes Passwort, persönliche Kontaktdaten usw. werden hier nämlich nicht verlangt. Sobald man sich eingeloggt hat oder ein kostenloses Konto erstellt hat, muss man noch kurz einigen weiteren Zugriffsrechten zustimmen und landet auf einer Seite, bei der man wiederum grundlegende Informationen über sich selbst angeben sollte. Dazu zählen unter anderem: Das eigene Geschlecht, Körpergröße, Gewicht und Geburtsdatum, diese Daten werden natürlich nicht für euren Account benötigt, sondern werden von der App wegen den Messwerten, wie z. B. den verbrannten Kohlenhydrate usw. benötigt. Ist dies alles eingegeben bzw. ausgewählt worden, gelangt man nach weiteren Zustimmungen zu dem Punkt, an dem man wie ich als iPhone-User zustimmen kann, dass sämtliche sportlichen Aktivitäten, welche die Uhr aufzeichnet, in die Apple Health-App importiert werden.
Anschließend hat man in der App alle wichtigen Daten angegeben, doch nun muss natürlich auch noch die Huawei Wach 3 Pro eingerichtet bzw. gekoppelt werden. Dazu auf der Startseite unten rechts das Untermenü „Geräte“ auswählen und hinzufügen auswählen. Daraufhin Smartwatch-> Huawei Watch Series auswählen und die Smartwatch auswählen, welche euch im Pop-up Fenster eingezeigt wird. Daraufhin wird die Uhr automatisch mit eurem Smartphone gekoppelt und ist einsatzbereit, jedoch sollte man direkt in den Einstellungen der Smartwatch nach einem System-Update suchen und diese installieren, damit die Huawei Watch 3 Pro auf dem aktuellen Stand ist und wirklich rund läuft.
Nachdem man die Huawei Watch 3 pro eingerichtet hat, gelangt man bei jedem Starten der App logischerweise direkt auf der Startseite. Hier erhält man direkt eine tägliche Übersicht sämtlicher aufgezeichneter Aktivitäten zu diesen Zählen. Schritte, Work-out-Zeiten, Kalorien, gelaufene Distanz, Herzfrequenz usw. Außerdem wird beim Runterscrollen nach ganz unten automatisch die Qualität des Schlafs angezeigt, also wie lange man täglich geschlafen hat usw. Im nächsten Untermenü, dem Punkt „Sport“, können Trainingseinheiten direkt vom Smartphone aus gestartet werden. Daher kann man über den oberen Bereich bequem die gewünschte Trainingseinheit z. B. Radfahren auswählen und darunter ein Ziel auswählen z. B. eine bestimmte Distanz, Kalorien oder eine Zeit. Drückt man auf Start, zählt der Countdown von 3 runter und die Aufzeichnung fängt an. Hier wird einem dann direkt alles Wichtige für die jeweilige Sportart angezeigt, beim Radfahren ist dies z. B. die Karte, Zeit, Geschwindigkeit und die Herzfrequenz.
Zu guter Letzt gelangt man durch das letzte interessanten Untermenü „Geräte“ zu den Einstellungen der Huawei Watch 3 Pro. In diesem Abschnitt kann man in der Gesundheitsüberwachung einige Dinge wie z. B. Huawei TruSleep, den Aktvitätsalarm und die SpO2-Messung aktivieren und beim letzten Menüpunkt handelt es sich um das Konto, hier kann man z. B. einige Daten, die man zu Beginn festgelegt hat, ändern usw.
(Einrichtung & Bedienung: 3,5 von 5 Punkten)
Display
Das Display ist wie das Gehäuse etwas größer geworden, denn anstelle von 1,39 Zoll, ist dies bei der neuen Huawei Watch 3 Pro nun 1,43 Zoll groß. Das große AMOLED-Display, welches eine Auflösung von 466 x 466 HD bietet, was einer Pixeldichte von 326 ppi entspricht bietet somit erneut satte Farben und alles wird gestochen scharf dargestellt.
Dank AMOLED-Technologie ist das Display erwartungsgemäß sehr kontrastreich und Schwarz ist hier auch im Vergleich zu LCD-Display wirklich tiefschwarz. Dadurch leuchten Farben sehr kräftig und die Blickwinkelstabilität ist wie von dieser Technologie gewohnt absolut überzeugend. Der am Display verbaute Umgebungslichtsensor sorgt dafür, dass sich die Display-Helligkeit im aktivierten Zustand immer der Umgebungsbeleuchtung anpasst. Schaltet man hier den Sensor ab, kann die Helligkeit ab sofort stufenlos reguliert werden, sofern dies notwendig ist.
Bei Sonnenschein wirkt der Umgebungslichtsensor dem hochglänzenden und somit spiegelnden Displayglas entgegen, jedoch reicht die max. Helligkeit an einem sehr sonnigen Tag wie bei vielen anderen Smartwatches nicht ganz aus. Hier muss man daher gelegentlich die Hand zum Schattenspenden nutzen, um die Inhalte auf dem Display besser erkennen zu können. Im normalen Umgebungslicht ohne direktes Sonnenlicht auf das Display ist die Huawei Watch 3 Pro jedoch sehr hell und hat mir soweit sehr gut gefallen.
(Display: 4,5 von 5 Punkten)
Funktionen
Beim verbauten Prozessor in der Huawei Watch 3 Pro handelt es sich um den HiSilicon Hi6262-Prozessor, welcher die Unterstützung von einem LTE-Netzwerk mit sich bringt, sodass hier nun auch eine e-SIM verwendet werden kann. Der Arbeitsspeicher, welcher den CPU unterstützt, ist insgesamt 2 GB groß und sorgt für deine rundum flüssige Bedienung der Smartwatch.
Prinzipiell kann die Huawei Watch 3 Pro wie deren Vorgängermodelle sowohl als edele Smartwatch im Alltag bzw. bei der Arbeit verwendet werden oder sofern man direkt auch noch ein Fluorelastomer-Band zur Verfügung hat als sportliche Smartwatch. Schließlich hat Huawei hier selbstverständlich, wie es sich für eine Smartwatch in dieser Preisklasse gehört, an der Keramik-Unterseite, wie bereits schon beim Vorgänger ein Herzfrequenzsensor verbaut. Dieser Sensor wird von Huawei TrueSeen-Sensor genannt und entspricht der neuen Generation 4.5. Durch den neuen Sensor misst die Smartwatch den Puls ihres Trägers nach Aussage von Huawei noch genauer und dabei wird auch noch die Blutsauerstoffsättigung (SpO2) und die Hauttemperatur gemessen. Durch diese neuen Funktionen soll unter anderem erkannt werden, wenn sich Anzeichen von Fieber oder sonstigen Krankheiten zeigen und die Uhr informiert den Träger über Kurzatmigkeit usw.
Der TrueSeen-Sensor überwacht kontinuierlich den Puls des Trägers und dies nicht nur bei sportlichen Aktivitäten, sondern auch völlig automatisch im Alltag und in der Nacht, wenn man schläft. Diese Werte werden, sofern ihr zugestimmt habt, automatisch am iPhone in der Huawei Health-App und mit der Apple HealthKit-App synchronisiert. Dabei sind natürlich die zusätzlichen Messwerte wie VO2 max. (maximale Rate vom Sauerstoffverbrauch beim Training), der aerob/ anaerober Trainingseffekt und die Erholungszeit, zu der die Uhr vor der nächsten Trainingseinheit rät, weitere hilfreiche Funktionen.
Bei den Sportarten stehen über 100 Workout-Modi zur Auswahl, zwischen welchen man im Trainingsmodus auswählen kann, darunter 19 für Indoor- und Outdoor-Aktivitäten und 85 weitere benutzerdefinierte Sportarten. Davon werden die insgesamt sechs am häufigsten Arten der Aktivitäten sogar automatisch erkannt, zu denen natürlich das normale Laufen zählt. Bei meinem Test fragte mich die Uhr nach wenigen Metern, ob ich gerade Indoor- oder Outdoor Laufe und ob ich eine Aufzeichnung starten möchte. Somit kann ich bestätigen, dass diese Aktivität wie versprochen automatisch erkannt wird.
Ein integrierter „Coach“ eine markante männliche Stimme, teilt einem bei den unterschiedlichen Aktivitäten z. B. beim Laufen oder Radfahren die aktuellen Erfolge mit, also wen man z. B. einen Kilometer gelaufen ist, dann sagt einem die Uhr, wie lange man dafür gebraucht hat, wie der Puls dabei war usw. Das ist für mich jedoch nicht wirklich motivierend und hatte dafür gesorgt, dass ich diese Ansagen schnell stummgeschaltet habe, was man jedoch auch erst herausfinden musste, wie das geht.
In den Einstellungen in der App kann man die Herzfrequenzmessung auf Echtzeit umstellen, dann wird der Puls permanent gemessen, was jedoch logischerweise zulasten der Akkulaufzeit geht, denn diese wird dazu extrem reduziert. Im normalen Modus ist die Messung der Herzfrequenz von der aktuellen Aktivität abhängig, macht man z. B. Sport wird der Pul häufiger gemessen als beim normalen Laufen und im Alltag. Das GPS-Modul, welches in der Huawei Watch 3 Pro verbaut wurde, arbeitet zuverlässig und genau, sodass man die gelaufene oder mit dem Fahrrad gefahrene Strecke exakt auf der Karte nachverfolgen kann. Zudem hat Huawei natürlich noch zahlreiche weitere Sensoren verbaut, zu denen unter anderem ein Beschleunigungssensor, Gyroskopsensor, geomagnetischer Sensor, Luftdrucksensor, Umgebungslichtsensor und Temperatursensor gehören. Diese Sensoren liefern im Alltag und während dem ausführen von unterschiedlichen Workouts zahlreiche Daten wie die zurückgelegten Distanzen beim Radfahren und beim Laufen.
Praktischerweise kann man nun getrost das Smartphone zu Hause lassen, wenn man z. B. eine runde am Morgen laufen gehen möchte, denn aufgrund der vielen Sensoren und da nun auch eine e-SIM installiert werden kann, ist die Huawei Watch 3 Pro nicht mehr auf ein Smartphone angewiesen. Die bereits vom Vorgängermodell sehr zu lieben geschätzte Funktion „Route Back“ ist weiterhin mit an Bord und sehr praktisch, wenn man sich während des Trainings verläuft. Dabei wird einem, sofern das GPS-Signal zu schwach wird, eine Warnung angezeigt und die bereitet aufgezeichnete Strecke wird automatisch verwendet, um einen zu helfen, wieder zurück auf den ursprünglichen Weg zurückzufinden. Durch das verbaute duale GPS in der Huawei Watch 3 Pro zeichnet die Smartwatch Strecken im Outdoor-Bereich bei zahlreichen Sportarten sehr genau auf, was auch der bereits zuvor erwähnten „Route Back“ Funktion zugutekommt.
Der interne Speicher wurde von Huawei mehr als verdoppelt, was soweit auch absolut sinnvoll bzw. notwendig gewesen ist, denn durch das neue HarmonyOS mit AppStore, braucht man als Nutzer mehr Speicher, da man hier zusätzliche Apps auf die Smartwatch herunterladen kann. Musik müsste man hier nicht direkt auf die Smartwatch laden, sondern kann man direkt aus dem Internet streamen, doch da aktuell die Streaming-Apps wie Spotify, Deezer und Co. fehlen, ist dies zum aktuellen Zeitpunkt noch nicht möglich.
Die auf der Huawei Watch 3 Pro gespeicherte Musik oder in Zukunft gestreamte Musik kann direkt über Bluetooth-Kopfhörer wiedergeben werden, welche eine direkte Verbindung mit der Smartwatch eingehen können. Wie bereits bei der Huawei Watch GT 2 Pro hat man auch hier direkt im Gehäuse der Smartwatch ein Mikrofon und ein Lautsprecher verbaut, welche nun auch bei der neuen Generation mehr Sinn ergeben, da hier nun eine E-SIM integriert wurde. Somit könnte man das Smartphone prinzipiell zu Hause lassen und direkt über die Smartwatch telefonieren. Da ich im Testzeitraum keine E-SIM zur Verfügung hatte, konnte ich die Qualität des Mikros und Lautsprecher beim Telefonieren lediglich über die Bluetooth 5.2 LE Verbindung testen, welche zwar soweit sehr stabil war, aber für verständliche Telefonat muss man sich hier weiterhin in einer ruhigen Umgebung befinden. Ehrlich gesagt bin ich ja auch kein Fan davon, meine Gespräche laut in der Stadt von teils fremden Menschen umgeben zu hören. Ich persönlich nutze die Freisprecheinrichtung an der Smartwatch und in diesem Fall auch bei der Smartwatch nur zu Hause oder bei Freunden und Bekannten.
Wie es sich für eine Smartwatch mittlerweile gehört, ist auch eine integrierte Schlaftracking-Funktion mit an Bord, die im Test sehr gut funktionierte. Die Smartwatch misst, während man in der Nacht schläft, regelmäßig den Puls, wie sehr man sich bewegt und wie regelmäßig die Atmung ist. Außerdem zeichnet diese auch die Dauer des Schlafes auf und nicht nur das sie ermittelt auch genau, wie viel ihr davon im Tiefschlaf bzw. leichten Schlaf und dem sogenannten REM-Schlaf gewesen seid. Diese Werte zusammen kombiniert, ergeben dann zudem eine sogenannte Schlafbewertung für jede Nacht, damit ihr genau Bescheid wisst, wie gut ihr in der jeweiligen Nacht geschlafen habt, und bietet einem in der App Empfehlungen, wie man einen eventuellen schlechteren Schlaf verbessern könnte.
(Funktionen 4 von 5)
Akku
Im Test der Akkulaufzeit hat sich der 790 mAh Akku, welcher in der neuen Huawei Watch 3 Pro verbaut wurde, als sehr alltagstauglich erwies. Damit kommt man locker vier Tage durch, ohne die Smartwatch ans Ladegerät anschließen zu müssen und dies trotzt, dass man regelmäßig den Puls misst und sogar die Blutsauerstoffmessung (SpO“) aktiviert hat. Bei Permanenten aktiviertem Always-On-Display reduziert sich die Laufzeit auf ca. zwei Tag. Aktiviert man hier jedoch den Stromsparmodus, kann man die Akkulaufzeit wiederum deutlich verlängern, da hierbei einige Sensoren deaktiviert werden.
Beim Ladesockel setzt Huawei erneut zum Glück erneut auf ein magnetisches Induktionsladen ohne die sogenannten Pogo-Pins wie bei den Vorgängermodellen. Dafür wiederum handelt es sich hier diesmal um einen fest verbunden Sockel mit USB-A Kabel und nicht mehr um einen Sockel mit separatem USB-C auf USB-A Kabel.
Eine volle Aufladung auf 100 % dauert aufgrund des größeren Akkus bei der neuen Huawei Watch 3 Pro mit knapp über 2 Stunden etwas länger als bei den Vorgängermodellen. Solltet ihr jedoch im Besitz eines Huawei Smartphones sein, welches die umgekehrte Aufladung unterstützt, dann könnt ihr die Smartwatch auch ohne Ladegerät aufladen, indem ihr diese einfach auf die Rückseite des entsprechenden Huawei Smartphone auflegt.
(Akku: 5 von 5 Punkten)
TEIL 3
Beschreibung
Die Huawei Watch 3 Pro überzeugt mit einer hohen Qualität – es wurden hochwertige Materialien verbaut, der Funktionsumfang an sich und welcher zur Überwachung der Vitalwerte des Trägers zählen, sind sehr umfangreich und endlich gibt es einen Appstore für Drittanbieter Apps, über die man noch weitere Funktionen nutzen, bzw. erweitern kann.
Kritik hätte ich hier unter anderem beim Armband, definitiv ist das Lederarmband schön und passt zum Titangehäuse, doch da die Huawei Watch 3 Pro auch als sportliche Smartwatch angepriesen wird, würde ich mir auch hier für den Preis ein zusätzlichen Fluorelastomer-Band wünschen, denn gerade beim Schwitzen und beim Kontakt mit Wasser ist das Lederarmband nicht gerade ideal. Des Weiteren ist der Herzfrequenzsensor noch nicht so genau wie bei der Konkurrenz und daher sollte Huawei hier diese Ungenauigkeit mit einem weiteren Update in Kürze beheben.
Preis/Leistung
Die UVP der Huawei Watch 3 Pro hat das Unternehmen zum Marktstart mit 499€ festgesetzt. Somit ist die neuste Smartwatch aus dem Hause Huawei um einiges teuer als das Vorgängermodell. Klar bietet die Smartwatch nun zahlreiche weitere Funktionen und darunter auch eine e-SIM Funktion, doch zu 100 % perfekt läuft die Smartwatch noch nicht und gerade der AppStore vom neuen Betriebssystem aus dem Hause Huawei ist, was die Apps angeht, aktuell noch etwas mau. Ob einem die neuste Generation der Huawei Watch diesen Preis Wert ist, muss am Ende auf jeden Fall jeder für sich entscheiden, doch für viele, die nicht auf einen AppStore und die neuen Funktionen angewiesen sind, sollten zur günstigeren und älteren Version greifen. Alle anderen, welche mehr Geld zur Verfügung haben und eine sehr hochwertige und vom Display und der Akkulaufzeit überzeugende Smartwatch suchen, machen mit der Huawei Watch 3 Pro ebenfalls nicht viel verkehrt. Bedenken muss man hier nur, dass sich HarmonyOS noch am Anfang befindet und der AppStore noch nicht alle Apps biete, welche man von Android und iOS kennt. Sobald sich dies jedoch immer mehr bessert, wird die neuste Smartwatch von Huawei immer mehr interessant werden.
Huawei Watch 3 Pro
testr Gesamtwertung
unter Berücksichtigung aller Teilwertungen

Wir bedanken uns beim Hersteller für die Bereitstellung des Produktes. Zu unseren Grundsätzen
Link zum Hersteller: consumer.huawei.com/at














































































































































































































































































































































































































































































































































































