KEF Mu3
In aller Kürze
KEF ist im HiFi Lautsprecher-Bereich eine bekannte Marke und hat nun vor Kurzem auch die ersten Kopfhörer vorgestellt, die neuen KEF Mu3. Dabei handelt es sich um sehr stylische True Wireless In-Ears, die mit einem überzeugenden Gesamtpaket daher kommen. Hier stimmt sowohl die Verarbeitung, der Tragekomfort als auch die klangliche Abstimmung. Zudem wurden diese auch mit einem Noise Cancelling ausgestattet, welches hier für In-Ears eine sehr gute Arbeit verrichtet, ohne dabei den Klang im aktivierten Zustand negativ zu beeinflussen.
Gefällt uns
- hervorragende Klangabstimmung
- IPX5-Zertifizierung
- geringes Gewicht
- AAC-Codec
- sehr bequemer Sitz
- gutes ANC
Gefällt uns weniger
- keine Appunterstützung
KEF Mu3
TEIL 1
Verpackung
KEF liefert die Mu3 in einer anthrazitfarbenen rauen Pappschachtel aus, bei der das Unternehmen auf die häufig verwendete hochglänzende Oberfläche verzichtet hat. Dies gefällt mir sehr gut, denn somit handelt es sich um eine nachhaltigere Verpackung, da hier anders als bei vielen anderen Herstellern keine spezielle Kunststoffbeschichtung oder Ähnliches zum Einsatz kommt.
An der Oberseite der Verpackung, also am Deckel, erblickt man zum Großteil einen vergrößerten Ausschnitt der beiden In-Ears, von denen man hier nur einen sehr nahen Teilausschnitt zu sehen bekommt. Des Weitern hat KEF an der linken oberen Ecke das Firmenlogo und über der Abbildung die Modellbezeichnung sowie um was es sich hier genau handelt, aufgedruckt. Außerdem wird hier auch der Designer der In-Ears und des Ladecase erwähnt, denn dies war kein unbekannter, sondern Ross Lovegrove, der schon öfters mit KEF zusammenarbeitete und auch mit weiteren großen Unternehmen der Technologie-Branche.
Am Verpackungsboden bzw. der Rückseite verrät KEF einige Ausstattungsmerkmale, zu denen die Akkulaufzeit, die Schnellladefunktion usw. gehören. Außerdem wurde auch hier wieder die obere linke Ecke mit dem KEF Logo versehen und unten rechts ist eine Abbildung der beiden In-Ears zu sehen, jedoch nur dezent mit weißen Linien gezeichnet.
Durch das Anheben des Deckels vom unteren Teil der Verpackung kommt eine Mappe aus demselben Material wie die restliche Verpackung zum Vorschein, die mit einigen Sätzen des Unternehmens versehen wurden. Dabei beschreibt KEF, was das Unternehmen ausmacht usw. In dieser Mappe befinden sich zugleich sämtliche Papierunterlagen wie z. B. die Kurzanleitung usw. Nach dem Entfernen der Mappe blickt man in einem besonders designten Einlegeboden aus Zellulosematerial das Ladecase in welchem zugleich auch die beiden In-Ears eingesetzt wurde. Diese hat KEF an den Ladekontakten mit einem Kunststoffstreifen versehen, sodass hier beim längeren Lagern usw. nicht der Akku schaden nimmt oder Ähnliches. Unter dem Einleger wiederum befinden sich oben und unten noch zwei weitere Pappschachteln, in welchen einmal das beiliegende USB-A auf USB-C Kabel von KEF zu finden ist und im anderen die restlichen Silikonanpassstücken. Diese beide Schachteln hat KEF dezent mit einer Beschriftung versehen, sodass man eigentlich beim genauen Hinsehen genau weiß, wo was versteckt ist.
(Verpackung: 4,5 von 5 Punkten)
Design
In-Ears
Direkt auf den ersten Blick hat mir das Design der KEF Mu3 besonders gut gefallen. Hier setzte der Industrie- und Produktdesigner Ross Lovegrove, welcher die In-Ears und das Ladecase designt hat, auf ein komplett abgerundetes Design, also auf ein In-Ear Gehäuse, welches komplett ohne Kanten daher kommt. Die silberne hochglänzende Oberfläche vermittelt auf dem ersten Blick zwar, dass man hier auf ein Gehäuse aus Aluminium oder einem anderen Metall setzen würde, doch dies wird einem hier nur vorgegaukelt. Zum einen wäre Aluminium nämlich schwerer und im Ohr als In-Ears sicherlich etwas unangenehm, da diese beim einsetzten, oftmals am Anfang kalt sind.
Farblich bietet KEF die Mu3 nur in einer einzigen, aber zugleich auch einer besonderen Farbe an, nämlich einem hochglänzenden Silber, welches mir persönlich, obwohl ich eigentlich kein Fan von Hochglanzoberflächen bin, sehr gut gefällt, da es absolut unempfindlich gegenüber Fingerabdrücken ist. Das Gehäuse der In-Ears ist für In-Ears mit ANC überraschend kompakt gehalten, denn oftmals erfordern diese aufgrund der umfangreichen Elektronik im Gehäuse etwas mehr Platz, was man hier bei den KEF Mu3 nicht direkt auf dem ersten Blick vermuten würde. Durch diese kompakte Form stehen die beiden In-Ears nach dem Einsetzen kaum aus dem Ohr heraus, auch wenn man diese natürlich dennoch bei kurzen Haaren direkt sehen wird.
Beide In-Ears wurden absolut gespiegelt ausgeführt, was zugleich bedeutet, dass man jeden davon, egal ob den linken oder rechten In-Ears auch getrennt von dem anderen verwenden kann. Damit dies funktioniert, muss im Inneren nicht nur die entsprechende Empfangstechnologie verbaut sein, sondern beide In-Ears erfordern ein und dieselben Mikrofone. Somit findet man am Gehäuse insgesamt drei kleine Öffnungen, in denen sich die Mikrofone verstecken. Davon ist eines nach dem Einsetzen in die Ohren im Inneren des Ohrkanals und eines an der Außenseite nach hinten gerichtet, welche zusammen für das ANC verwendet werden. Das andere Mikrofon, welches ebenfalls an der Außenseite angebracht ist, befindet sich nach vorne zum Mund gerichtet und dient unter anderem der Telefonie, damit einen der Gesprächspartner dabei gut verstehen kann.
Das Gehäuse der KEF Mu3 setzt sich aus zwei hälften zusammen, dem äußeren Teil mit den beiden besagten Mikros, bei dem man auch die größere runde Multifunktionstaste findet, welche zudem mit einem KEF-Logo versehen wurde und je nachdem wie häufig und lange man die Taste betätigt, verschiedene Befehle ausführt. Auf die ausführliche Bedienung gehe ich jedoch wie gewohnt im Abschnitt Bedienung ausführlich ein. Neben dem Knopf versteckt sich zudem auch eine auf dem ersten Blick nicht direkt ersichtliche Status-LED, welche einem den Status der In-Ears im Bezug auf die Kopplung und den Akku liefert. Der innere Teil der In-Ears, der beim einsetzten ins Ohr in der Ohröffnung sitzt, beinhaltet dann das besagte dritte Mikrofon und die beiden Ladekontakte, über welche die beiden In-Ears im Ladecase aufgeladen werden. Hier findet man zudem auch die Seitenbezeichnung (Rechts und Links) sowie selbstverständlich den Ohrkanal mit den Silikonaufsätzen.
Ladecase
Beim Material des Lade-Case setzt KEF exakt auf dasselbe wie auch bei den In-Ears. Außerdem handelt es sich dabei zudem auch um exakt dieselbe Oberflächenbeschichtung, die eine identische Haptik bietet, die mir sehr gut gefällt. Das Ladecase ist mit den Maßen 33,5 x 62 x 52 mm (H x B x T) angenehm kompakt gehalten, sodass sich dieses aufgrund des geringen Gesamtgewichtes inkl. der In-Ears von 58,4 g sehr gut in der Hosentasche, Handtasche oder Rucksack verstauen lässt.
Das Ladecase besitzt ansonsten da Ross Lovegrove dieses designt hat, dieselbe Optik wie die In-Ears, welches sehr edel und schön wirkt. Auf der Oberseite des Deckels ist eine Vertiefung eingelassen, auf der man des KEF-Logo vorfindet. Rückseitig unterhalb des Deckelscharniers befindet sich die USB-C Ladebuchse, über welche das Ladecase wieder mit Strom versorgt wird und an der Front dient eine kleine Griffmulde zum einfacheren Öffnen des Cases. Unterhalb dieser Griffmulde ist zudem noch eine versteckte Status-LED vorzufinden, welche des Status des Ladecase anzeigt.
Der Schließmechanismus des Ladecase gefällt mir soweit gut, erfordert jedoch aufgrund der glatten Oberfläche trotz vorhandener Griffmulde das Öffnen mit zwei Händen. Ist das Case jedoch geöffnet, werden die beiden In-Ears so wie es sich gehört, absolut sicher an ihrer Position gehalten und dies selbst dann, wenn das Case geöffnet über Kopf gehalten wird. Im Inneren des Case erblickt man eine matte Oberfläche, welche zwar empfindlicher gegen Fingerabdrücken ist, jedoch stört dies soweit keineswegs. Des Weiteren findet man hier die Unterschrift des Designers Ross Lovegrove.
(Design: 4,5 von 5 Punkten)
Verarbeitung
Die Verarbeitung der In-Ears und die des Ladecase sind absolut tadellos, es gibt hier keinerlei Fehler in den Oberflächen. Selbst die Knöpfe der In-Ears sind absolut bündig mit dem restlichen Gehäuse der In-Ears, was dafür sorgt, dass alles perfekt aufeinander abgestimmt wurde und sich auch so zusammenfügt. Selbst das Ladekabel, welches KEF hier mitliefert, ist kein Standard-Kabel, wie man es von vielen In-Ears kennt, sondern eines mit einer weichen Beschichtung, sowie einem Flachkabel und keiner Standardfarbe in Schwarz, sondern Grau wie das Ladecase und die In-Ears. Dank IPX5-Zertifizierung sind die KEF Mu3 auch für robustere Einsätze gewappnet und bietet somit einen Schutz gegen Schweiß und Spritzwasser.
(Verarbeitung: 4,5 von 5 Punkten)
TEIL 2
| Kopfhörer-Art | True-Wireless In-Ear Kopfhörer |
|---|---|
| Kategorie | Bluetooth Kopfhörer (Bluetooth 5.0) |
| Farbe | Silber |
| Akku | integriert, Lithium-Polymer-Akku Akku Ohrhörer: 9 h mit ANC Gesamtlaufzeit mit aufladen: 24 h mit ANC |
| Gewicht | ca. 59 g (Ohrhörer und Ladebox) 11,6 g (beide Ohrhörer) 46,8 g (Ladebox) |
| Material | Kunststoff (Ohrhörer und Ladecase) |
| Konnektivität | Bluetooth 5.0 mit AAC/ SBC-Audio-Codec |
| Treiber | Vollbereichstreiber mit einer Größe von 8,2 mm (links und rechts) |
| Frequenzbereich | 20 Hz bis 20.000 Hz |
| Lieferumfang | Mu3 Noise Cancelling True Wireless Kopfhörer Ladebox USB-C-Ladekabel 4 Sätze Silikon-Ohrstöpsel Schnellstartanleitung Garantieinformation |
Tragekomfort
Mit der richtigen Auswahl der Silikon-Anpassstücken sitzen die KEF Mu3 sehr gut im Ohr und halten darin auch wunderbar sicher. Außerdem sitzen die In-Ears durch ihre runde Form sehr gut und daher kann ich diese auch sehr lange tragen, ohne das hier etwas drückt oder Ähnliches. Der Tragekomfort ist somit bei mir perfekt und ich hab darin absolut nichts auszusetzen. Hier hatte ich schon In-Ears mit einem sehr ähnlichen Formfaktor getestet und keine davon hatten so bequem im Ohr gesessen und dabei noch zugleich solch einen sicheren Halt im Ohr geboten wie die KEF Mu3.
Die vier unterschiedlich großen Eartips sind von deren Größenunterschied gut gewählt, denn damit kann man die KEF Mu3 individuell auf so ziemlich alle Ohren anpassen, sodass zugleich auch das ANC perfekt arbeiten kann. Schließlich kann nur, wenn die Eartips gut den Ohrkanal abdichten, das ANC gut arbeiten, denn sitzen die In-Ears zu locker oder werden von zu großen Aufsätzen herausgerückt, gelangen die Umgebungsgeräusche dadurch nahezu ungehindert ins Ohr.
(Tragekomfort: 4,5 von 5 Punkten)
Bedienung
Beide Multifunktionstasten an den KEF Mu3 besitzen einen sehr guten und zugleich angenehmen Druckpunkt. Über diese Tasten lassen sich an beiden Seiten unterschiedlich Befehle ausführen, je nachdem wie lange bzw. häufig man die jeweilige Taste betätigt. Man kann direkt über die In-Ears fast alle wichtigen Befehle ausführen, was man jedoch leider nicht machen kann, ist zum Titel davor zurückspringen, denn dafür gibt es hier keine Tastenbelegung, was ich persönlich etwas Schade finde. Schließlich höre ich via Apple Music gerne Playlists von Apple an, die sich regelmäßig automatisch aktualisieren und da kommt es hin und wieder vor, dass ich ein neues Lied so gut finden, dass ich es direkt darauf noch einmal anhören möchte. Dazu muss ich bei den KEF Mu3 jedoch in diesem Fall leider mein Smartphone zur Hand nehmen.
Das Ein- und Ausschalten der In-Ear ist nicht über die Tasten möglich und notwendig, da dies wie bei sämtlichen anderen True Wireless In-Ears, automatisch durch das Entnehmen der In-Ears erfolgt. Beim Ausschalten setzt man diese einfach wieder in das Case ein und automatisch werden diese ausgeschaltet und der Akku aufgeladen.
Kommen wir nun zur Musik und ANC Steuerung der KEF Mu3. Drückt man die Taste am rechten In-Ear kurz, dann wird die Musik direkt angehalten bzw. bei Bedarf ebenso auch wieder am gestoppten Punkt fortgesetzt. Hält man dieselbe Taste wiederum länger gedrückt, dann erhöht man die Lautstärke solange, wie man diese betätigt hält. Beim doppelten Betätigen hintereinander kann man zum nächsten Titel in der Playlist springen.
Über die Taste am linken In-Ear, kann man anders als beim rechten In-Ear durch betätigen und gedrückt Halten die Lautstärke so lange reduzieren, bis einem diese in der jeweiligen Situation passt. Außerdem kann man, während man nicht telefoniert, den Sprachassistenten Aktiveren (Siri, Google Assistant usw.), wenn man die Taste links zweimal kurz betätigt. Zu guter Letzt kann man beim einmaligen Betätigen der linken Taste zwischen ANC an, Umgebungsgeräusche durchlassen und ANC off wählen.
Neben der Steuerung der Musik und des ANC kann man direkt über die KEF Mu3 auch Anrufe steuern, was hier ebenfalls hervorragend funktioniert. Dabei erfolgen die meisten Befehle über den rechten In-Ear. Drückt man bei einem eingehenden Anruf die Rechte Tasten einmal kurz, dann wird der Anruf angenommen. Beim zweimaligen Bestätigen beendet man diesen oder nimmt den eingehenden Anruf nicht an. Nachdem man angerufen hat, kann man das Mikrofon Stumm-/Lautschalten, wenn man die linke Taste einmal kurz drückt und die Lautstärke des Gespräches wird rechts erhöht und links abgesenkt. Sollte man die In-Ears im Mono-Modus nutzen wollen, was hier durch das Entnehmen von nur einem In-Ear möglich ist, dann hat man hier die Bedienung vom rechten In-Ear auf beiden In-Ears, also egal ob man den rechten oder linken In-Ear verwendet.
Die Bedienung ist soweit sehr gut aufgebaut und nach kurzer Zeit sollte man sich hier an die Bedienung gewöhnen. Natürlich haben physischen Tasten ein typisches Problem und zwar, dass man sich durchs Betätigen von diesen sich die Ohrhörer leicht ins Ohr drückt, was hier jedoch kaum der Fall ist. Außerdem stört mich eine Touch-Bedienung oft, da es nicht nur beim einsetzten ins Ohr schon zu ungewollten Befehlen kommt, sondern auch wenn diese bereits im Ohr eingesetzt wurden.
(Bedienung: 4,5 von 5 Punkten)
Klang
Klanglich war ich bei den KEF Mu3 sehr gespannt, schließlich ist das Unternehmen gerade für seine sehr edlen und klanglich sehr guten HiFi-Lautsprecher bekannt. Hier wurde ich dann direkt bei der ersten Hörprobe nicht enttäuscht, denn KEF hat hier klanglich wirklich sehr gute In-Ears abgeliefert, die mit einem vollmundigen und tollen Klang beeindrucken.
Kommen wir jedoch, bevor ich euch den Klang etwas ausführlicher beschreibe noch kurz zu den technischen Daten der KEF Mu3. In jedem der In-Ears steckt ein 8,2 mm großer Vollbereichstreiber, welche einen für das menschliche Gehör völlig ausreichenden Frequenzbereich von 20 Hz – 20 kHz abdecken. Bei den hochwertigen Audio-Codecs haben alle Apple-User ein Vorteil, denn die KEF Mu3 unterstützen den AAC-Audio-Codec (Advance Audio Coding) den alle Apple-Devices nutzen. Somit haben diese den verlustfreieren und besseren Klang, ganz anders als die Android-User, denn deren aptX-Codec, wird hier leider nicht unterstützt, was jedoch nicht heißt, dass hier die Musik schlecht klingt.
Nun zum Klangbild, welches ich wie gewohnt in den Bass, die Mitten und Höhen aufteile. Der Bass bietet eine knackige und druckvolle Wiedergabe und bleibt selbst bei höher Lautstarke stets kontrolliert, ohne schwammig zu wirken oder ein Dröhnen zu verursachen. Die Mitten werden sehr griffig und eindringlich ausgegeben, sodass davon nicht nur der Gesang, sondern auch die Gitarrenriffs sehr profitieren. Zu guter Letzt werden die Höhen sehr detailreich und hochauflösend wiedergegeben, ohne nervende S-Laute zu erzeugen. So ist KEF hier die Abstimmung des Klangs wunderbar gelungen, denn schließlich bieten viele Kopfhörer die typische „Badewannen“ – Charakteristik, bei der die Höhen und Mitten stärker betont werden, während die Mitten doch sehr zurückhaltend sind. Dies ist hier bei den KEF Mu3 absolut nicht der Fall, hier hat der Audio-Spezialist auf alle Dinge geachtet. Die räumliche Wiedergabe ist sehr realistisch und weiträumig und punktet mit einer sehr guten Tiefen- und Breitenstaffelung. Außerdem bieten die In-Ears einen sehr ordentlichen maximalen Output, sodass hier genug Reserven verfügbar sein sollten und es auf Dauer definitiv schädigend für das Gehör sein wird.
Die Qualität der verbauten Mikros habe ich, während ich daheim und unterwegs telefoniert habe, natürlich ebenfalls getestet. Hier waren meine Gesprächspartner-/innen auf Nachfrage positiv überrascht, wie gut diese mich verstehen konnten. Zu Hause in den vier Wänden war hier selbstverständlich alles hervorragend, doch auch unterwegs haben die KEF Mu3 absolute Stärke gezeigt. Man hört hier als Gesprächspartner/-in zwar die Umgebungsgeräusche von vorbeifahrenden Autos und den rauschenden Wind, jedoch konnte diese mich dennoch soweit gut verstehen.
Dank dem Bluetooth 5.0 bieten die KEF Mu3 eine sehr geringe Latenz beim Ansehen von Videos mit Ton, also damit meine ich die Verzögerung zwischen Ton und Bild beim Ansehen von YouTube Videos usw. Die Verzögerung ist absolut nicht feststellbar, sodass sich die Ohrhörer perfekt dazu eigenen, darüber Filme und Videos anzusehen.
(Klang: 4,5 von 5 Punkten)
Ausstattung
ANC / Umgebung ein-/ausblenden
KEF hat die ersten True Wireless In-Ears direkt mit ANC ausgestattet. Dieses ist hierbei jedoch anders als bei manchen anderen Modellen nicht in mehrer Stufen regulierbar, sondern kann nur aktiviert und deaktiviert werden.
Hierbei gefällt mir direkt sehr gut, dass man hier keinerlei Rauschen wahrnehmen kann, was nicht bei allen Modellen der Fall ist, außerdem beeinflusst dies die Klangsignatur kein bisschen und das ANC arbeitet soweit ganz gut. Die aktive Geräuschunterdrückung filtert die Umgebungsgeräusche mit tieferen Frequenzen sehr gut heraus, zu denen z. B. Motorengeräusche von LKW´s und Autos zählen. Bei Frequenzen im höheren Bereich haben die In-Ears jedoch wie viele anderen In-Ears mit ANC teilweise etwas Probleme.
Anders als ANC arbeitet wiederum das hinzuschalten der Umgebungsgeräusche umgekehrt. Dabei handelt es sich um einen sogenannten Transparenzmodus, bei dem über die an der Außenseite angebrachten Mikrofone die Umgebungsgeräusche zu euren Ohren durchgelassen werden. Dabei nimmt man jedoch automatisch ein deutlich hörbares Rauschen wahr, was bei dieser Technologie jedoch bei allen In-Ears egal von welche Hersteller der Fall ist.
Akkulaufzeit
Das Lade-Case der KEF Mu3 gefällt mir wie im Punkt Design bereits beschrieben soweit sehr gut. Bei Öffnen des Ladecase wird einem durch eine einzelne LED an der Vorderseite direkt der Akku des Ladecase angezeigt, dabei zeigt blinkend weiß an, dass der Akku bald leer ist oder blinkt, auch während dies aufgeladen wird und sobald die LED ausgeht, ist der Akku komplett aufgeladen. Der Status bzw. Akkustand der In-Ears wird ebenfalls durch die jeweilige LED an den In-Ears angezeigt. Dabei bedeutet ebenfalls eine blinkende Status-LED, dass der Akku bald leer ist oder gerade aufgeladen wird und sollte diese aus gehen, sind die beiden In-Ears voll aufgeladen.
Die Akkulaufzeit der In-Ears variiert logischerweise sehr, je nachdem ob ANC aktiv oder deaktiviert ist. KEF verspricht hier eine bis zu 9 Stunden lange Akkulaufzeit bei aktiviertem ANC, was überraschend lange ist. Dabei wird jedoch nicht angegeben, bei welcher Lautstärke man dabei die Musik eingestellt hat. Hier hat KEF nicht wirklich übertrieben, denn im Test konnte ich bei gehobener Lautstärke eine Akkulaufzeit von knapp 8 Stunden erreichen, was sehr beachtlich ist, daher kann man bei einer vernünftig und völlig ausreichenden Lautstärke der Musik sicherlich auch die 9 Stunden Laufzeit erreichen. Ohne ANC ist die Laufzeit etwas länger, doch hier kann ich keine genau Angabe machen, da ich die KEF Mu3 meist mit ANC verwendet hatte.
Das Ladecase bietet einen integrierten Akku mit einer Kapazität von 500mAh. Dadurch können die beiden In-Ears noch weitere Male darin aufgeladen werden, sodass zu den 9 Stunden noch 15 weitere Stunden dazukommen. Somit kommt man bei den KEF Mu3 auf eine gesamte Akkulaufzeit mit zwischenzeitlichem Aufladen auf bis zu 24 Stunden mit ANC. Sollte man die In-Ears die gerade leer sind, schnell brauchen, dann ist auch die Schnellladefunktion, welche hier integriert wurde, sehr nützlich, denn diese sorgt dafür, dass die In-Ears im Ladecase bereits nach 5 Minuten Ladezeit für eine Akkulaufzeit von 60 Minuten aufgeladen werden.
Bluetooth
KEF setzt bei den Mu3 auf Bluetooth 5.0. Dabei wird stets eine problemlos und stabile Verbindung zwischen Zuspielgerät (bei mir mein iPhone 11 Pro Max) und den In-Ears geboten. Die Bluetooth-Reichweite beträgt wie bei bei den meisten Bluetooth In-Ears im Haus je nach Aufbau der Wände ca. 10 bis 12 Meter und im Freien ist diese selbstverständlich etwas höher, da hier meist keine Hindernisse im Weg sind.
Die Verbindung zwischen Smartphone und In-Ears erfolgt wie bei allen Kopfhörer über die Bluetooth-Einstellungen, doch dass diese euch angezeigt werden, müssen diese erst noch in den Kopplungsmodus versetzt werden. Dabei werden diese eigentlich wie bei sämtlichen True Wireless Kopfhörer automatisch bei der Entnahme aus dem Ladecase, in eben genau diesen Modus versetzt. Hierfür muss man diese bei KEF aus dem Case herausnehmen und die kleine Folie an den Ladeflächen abziehen. Anschließend wieder in das Case einsetzten und voll aufladen lassen, sobald dies geschehen ist, kann man diese direkt entnehmen und in den Bluetooth-Einstellungen auswählen.
Möchte man die KEF Mu3 mit einem weiteren Gerät koppeln, muss man zuerst die Pairing-Liste zurücksetzen. Hierzu muss man zuerst beide Ohrhörer ins Ladecase einsetzen und anschließend die Multifunktionstasten an beiden In-Ears solange gedrückt halten, bis die Status LED abwechselnd blau-weiß blinkt. Anschließend kann man die In-Ears wieder aus dem Case herausnehmen, sodass diese sich direkt miteinander verbinden, dann sollte die Status-LED von blinkend Weiß auf ein durchgehend weißes Leuchten übergehen. Daraufhin kann man die KEF Mu3 wie gewohnt in den Bluetooth-Einstellungen am Zuspielgerät suchen und schon sind dies Ohrhörer mit dem neuen Gerät verbunden.
(Ausstattung: 4 von 5 Punkten)
TEIL 3
Beschreibung
Mit den KEF Mu3 hat der Audio-Spezialist KEF einen beispiellosen Einstand in den True Wireless Markt geschafft. Die Mu3 konnten mit einem hervorragenden Klang, einer langen Akkulaufzeit und einer mangelfreien Sprachqualität und einem guten ANC überzeugen. Bis auf eine App, die eventuell Firmwareupdates ermöglicht, persönlich Anpassung wie die Zuordnung der Tastenbelegung oder EQ-Einstellungen zulässt, liefert KEF hier rundum ein sehr gelungenes Gesamtpaket ab.
Preis/Leistung
Die UVP der KEF Mu3 ist mit 229,99€ festgesetzt. Da diese zum aktuellen Zeitpunkt nur direkt bei KEF erhältlich sind, hat sich im Preis noch nichts getan. Dies ist für ein paar True Wireless In-Ears definitiv nicht günstig, doch dafür bekommt man klanglich sehr starke Kopfhörer, die bis auf die besagte fehlende App keinerlei Kritik meinerseits zulassen.
KEF Mu3
testr Gesamtwertung
unter Berücksichtigung aller Teilwertungen

Wir bedanken uns beim Hersteller für die Bereitstellung des Produktes. Zu unseren Grundsätzen
Link zum Hersteller: de.kef.com



































































































































































































































































































































