In diesem testr LITE Testbericht möchte ich euch den kleinen Motion Sensor (Bewegungsmelder) von FIBARO vorstellen. Damit kann man sich z.B. Benachrichtigen lassen, wenn jemand einen bestimmten Bereich betreten bzw. durchquert hat. Praktischerweise ist darin auch ein Licht- und Temperatursensor verbaut, was zwar für weitere Automatisierung im SmartHome sehr nützlich wären, doch leider hat man darauf keinen Zugriff. Daher wird hier nicht das volle Potenzial des Motion Sensor ausgereizt bzw. ist nicht so einfach zugänglich.
Die neuen Beats Powerbeats der 4. Generation, unterscheiden sich zu den bereits getesteten Powerbeats Pro an nur zwei Punkten. Zum einen sind diese mit einem Kabel, welches über den Nacken verläuft miteinander verbunden und somit sind es keine True Wireless Kopfhörer. Macht auch Sinn, sonst währen es ja nahezu dieselben In-Ear Kopfhörer. Des Weiteren ist ein wichtiger Unterschied der Preis, denn die Powerbeats sind gut 100€ billiger was beim Kauf meist einer der wichtigsten Punkte ist.
Ansonsten liefern die Powerbeats denselben gewohnten Klang der Powerbeats Pro, sowie dieselbe Steuerung und die tolle H1 Apple Chip Technologie, welche eine schnelle und stabile Verbindung zum iPhone bietet.
Bestehend aus „Verpackung/Design/Verarbeitung“ entspricht 25% der Gesamtwertung
Verpackung
Die Verpackung der Powerbeats ähnelt nahezu komplett der Verpackung von den Powerbeats Pro, da sich beide Produkte auch sehr ähnlich sind. Unterschied ist hier lediglich die Höhe der Verpackung, denn aufgrund dessen, dass bei den Powerbeats das große Ladecase entfällt, konnte Beats bzw. Apple die Verpackung noch etwas kompakter ausführen.
Die Verpackung ist typisch für Beats sehr robust und wie ich es bereits von Apple Produkte kenne mit wenig Schnickschnack verziert worden. Der Lieferumfang im Inneren lässt wie gewohnt keine Wünsche offen, denn hier hat das Unternehmen nicht nur an alles Wichtige gedacht, sondern das Zubehör zudem sehr ordentlich in der kompakten Verpackung untergebracht. Die eigentliche Hauptverpackung ist dabei von unten in eine Umverpackung geschoben, die ich euch nun etwas ausführlicher beschreiben möchte.
Die Vorderseite der schwarzen Verpackung, ziert an der Front die Abbildung des rechten In-Ear Ohrhörer in der Farbe, in der man sich die Powerbeats ausgesucht hat, was in meinem Fall schwarz ist. Unter der etwas vergrößerten Abbildung des In-Ears, steht in weißer Schrift auch noch der Name der In-Ears und zwar „Powerbeats“. Wie bereits von der Verpackung der Powerbeats Pro gewohnt, prangt auch hier kein auffälliges rotes Beats Logo an der Vorderseite, sondern lediglich ein graues, welches man am Kopfhörer sieht.
Dafür wiederum ziert das bekannte rote Beats-Logo die rechte und linke Seite der Hülle. Hierbei erwähnt Beats jedoch zu linken wie üblich, vier der wichtigste Merkmale der neusten Powerbeats. Dazu zählt z. B. die Akkulaufzeit von 15 Stunden, dass es sich um schweiß- und wasserresistente Kopfhörer handelt und diese mit anpassbaren Ohrbügeln ausgestattet sind.
Die Rückseite der schwarzen Umverpackung ziert wiederum eine kleine, jedoch komplette Abbildung der Ohrhörer. Des Weiteren wird hier auf die Art der Kopfhörer hingewiesen und dass diese Made for Apple tv, iPhone und iPad gemacht sind, aber auch mit Android-Smartphone und Android-Tablets harmonieren.
Zieht man die Hauptverpackung aus der Umverpackung heraus, erblickt man eine Schachtel, auf deren Oberseite im Zentrum, dezent ein Beats-Logo eingeprägt ist. Nach dem Anheben des Deckels erblickt man direkt die Powerbeats in einer Verpackungszentrierung, welche die Ohrhörer sicher an ihrer Position halten, sodass hier beim Transport ja nichts Hin und Her wackelt. Unter genau diesem Einsatz, hat Beats das restliche Zubehör verstaut. Hierbei handelt es sich um einen weiteren Einsatz aus Kartonage, in welchem neben den üblichen Beats bekannten App-förmigen Beschreibungen und Kurzanleitung auch der bekannte Beats-Aufkleber eingeschoben wurde. Darauf wiederum wird das Lighting-Kabel und die verschieden großen Silikon-Ohrtips sicher an der Position gehalten. Zu guter Letzt ist in der Untersten Ebene der Verpackung noch eine kleine Aufbewahrungstasche mit Kordel.
(Verpackung: 4,5 von 5 Punkten)
Design
Beim Betrachten der neuen Powerbeats fällt mir direkt die sehr hohe Ähnlichkeit zu den Powerbeats Pro auf. Kein Wunder schließlich handelt es sich hierbei um nahezu die identischen Kopfhörer, welche lediglich nicht komplett kabellos ausgeführt sind, sondern mit einem dünnen Nackenkabel miteinander verbunden sind. Dafür wiederum kann man hier auf das große Case von den Powerbeats Pro verzichten, ein Kompromiss, den ich gerne eingehe, da diese zudem gut 100€ günstiger sind.
Durch die sehr große Ähnlichkeit zu den Powerbeats Pro, setzt Beats bzw. Apple auf das bewährte Bügel-Design, was besonders beim Sport für eine hervorragenden und sicheren halt sorgt. Die beiden Bügel sind festsitzend, jedoch flexibel genug, um diese den Ohren anzupassen. Wie bei dem Großteil aller In-Ear Kopfhörer, besteht auch bei den Beats Powerbeats das Gehäuse aus Kunststoff, welcher z. B. bei den Ohrbügeln mit einem zusätzlichen Softmaterial versehen wurde.
Beats bietet die Powerbeats aktuell in drei Farben an, einem weiß, rot und schwarz, wovon Letzteres meinem Testgerät entspricht. Wie es bei In-Ear Kopfhörern mit Nackenkabel üblich ist, steckt auch hier die Elektronik, wie Treiber, Akku, Bluetooth-Modul usw. im Gehäuse der Ohrhörer. Das Silikon-Kabel zwischen beiden Ohrhörern sorgt wiederum dafür, dass die Stromversorgung und die Datenübertragung vom rechten zum linken Ohrhörer unterbrechungsfrei ermöglicht wird. Außerdem ist der praktische Nebeneffekt dabei, dass man die Powerbeats aus dem Ohr nehmen kann und um den Hals hängen lassen kann, sodass diese nicht herunterfallen, sondern um den Nacken bzw. Hals baumeln.
Anders wie bei den Powerbeats Pro, bei denen die Bedienelemente an beiden Ohrhörern egal ob links oder rechts, identisch waren, ist dies bei den normalen Powerbeats nicht der Fall. Bei den True Wireless Kopfhörern war dies der Grund, da man hier auch jederzeit nur einen der beiden Kopfhörern nutzen konnte, was hier bei den Powerbeats wiederum nicht so ist. Daher befindet sich am linken Ohrhörer der kleinere Power Button und am rechten die etwas größere Lautstärkewippe und das Beats-Logo, welches hier ebenfalls als Knopf dient. Auf die ausführliche Bedienung, also welche Taste welche Funktion ausführt, komm ich später unter „Bedienung“ noch mal zurück.
Am Gehörteil, also da, wo auch die Treiber sitzen, kommt eine nach außen gerichtete längliche Bassreflexöffnung zum Einsatz. Dies war genau so auch schon bei der Powerbeats Pro der Fall. Der bei diesen jedoch verwendete Annäherungssensor in der Innenseite kommt hier jedoch leider nicht mehr zum Einsatz. Der Sensor war bei dem True Wireless Modell dazu da, dass die Musik automatisch pausiert wird, sobald man die Ohrhörer aus dem Ohr nimmt und wieder weiterläuft, sobald man diese eingesetzt hat. Daher ist dies auch mit einer der Gründe, warum die Beats Powerbeats deutlich billiger sind, als die Powerbeats Pro.
(Design: 4 von 5 Punkten)
Verarbeitung
Bei der Verarbeitung der Powerbeats konnte ich keine Mängel feststellen. Alles wirkt hier sehr stabil und robust, sodass die Kopfhörer sicherlich auch einen Sturz aus 1 Meter oder mehr bis auf eventuell wenige Kratzer unbeschadet überstehen würden.
Die Übergänge der einzelnen Kunststoffbauteile bei den Ohrhörern sind hervorragend. Alles ist hier sauber verarbeitet, sodass es hier keine unschönen und störenden Kanten vorhanden sind. Außerdem sind die Powerbeats schweißbeständig und bieten einen Wasserschutz. Diese Aussage sollte man jedoch keinesfalls mit schweißfest und wasserdicht verwechseln, denn dies sind zwei gravierende Unterschiede. Sollte die Kopfhörer mit einer Flüssigkeit in Kontakt kommen, sollte man dies mit einem trockenen und fusselfreien Tuch abwischen. Zu einem Untertauchen oder reinigen unter fließendem Wasser, ist daher absolut abzuraten.
(Verarbeitung: 4 von 5 Punkten)
TEIL 2
bestehend aus „Funktion des Produktes“ entspricht 65% der Gesamtwertung
Kopfhörer-Art
In-Ear Kopfhörer mit Nackenkabel
Kategorie
Bluetooth-Kopfhörer (Bluetooth 5) mit Apple H1 Chip
Farbe
Schwarz; weitere Farben: Weiß und Rot.
Akku
integriert, Lithium-Polymer-Akku Akku Ohrhörer: 15 h Ladezeit: 1 und 30 Minuten Schnellladefunktion: 5 Minuten für 1 Stunden Musikwiedergabe.
Gewicht
26 g
Material
Kunststoff
Konnektivität
Bluetooth 5.0 Klasse:1 (Apple H1 Chip)
Lieferumfang
Beats Powerbeats Silikonaufsätze: XS, S, M (an Kopfhörern befestigt), L Lightning auf USB-A Ladekabel Kurzanleitung Beats-Aufkleber Garantiekarte
Tragekomfort
Beats liefert bei den Powerbeats insgesamt vier verschiedene Größen an Aufsätzen (Ear-Tips) mit, in der Größe XS; S; M und L mit, von denen ein paar bereits montiert wurde, und zwar das Paar in der Größe „M“. Mit diesen Aufsätzen kann man die Ohrhörer eigentlich an nahezu alle Ohr-Typen bzw. Ohrkanal-Größen anpassen. Außerdem setzt man hier wie bereits erwähnten nicht auf Sport-Einsätze, die sich im inneren des Ohrs verankern, sondern auf anpassbaren Ohrbügel, welche sich hinten um das Ohr legen bzw. daran angepasst werden.
Zum Anlegen benötigt man jedoch unter Umständen gerade am Anfang vielleicht beide Hände, da man damit den Silikonbügel leichter um das Ohr führen kann. Nach einiger Übung sollte das Ganze jedoch auch ganz gut mit nur einer Hand vonstattengehen. Das Nackenkabel wurde von Beats übrigens überarbeitet, dies ist nun nicht mehr flach, wie es bei den Powerbeats 3 der Fall war, sondern rund, was die Reibung deutlich mindert. Kommt jedoch Schweiß dazu, was beim Sport eigentlich nicht ausbleibt, klebt das mit Silikon überzogene Kabel gerne mal am Nacken fest, was dazu führen kann, dass ein kurzer Zug am Kopfhörer bzw. Ohr entsteht.
Nachdem anlegen, sollte man diese dennoch wie von anderen Ohrhörern gewohnt, leicht in den Ohrkanal drücken. Die Betonung liegt hier joch auf „leicht“ nicht fest. Schließlich soll das Ganze nicht wehtun, sondern es soll nur der typische Unterdruck-Effekt entstehen, der beim Andrücken der Silikon-Ohrtips erzeugt wird. Macht man dies nämlich nicht, dann stimmt das Klangbild unter Umständen nicht richtig. Anschließend halten die Powerbeats hervorragend in den Ohren und dies nicht nur beim Laufen, sondern auch beim Sport.
Aufgrund der Ausführung mit Ohrbügel, kann es natürlich für Brillenträger zu Problemen kommen, da die Brille dann auf den Bügel aufliegt. Mit meiner Sonnenbrille beim Radfahren hatte ich hierbei jedoch keinerlei Probleme. Das lässt sich jedoch nicht verallgemeinern, denn ob es euch stört, liegt nämlich zum einen an eurem Schmerz- bzw. Störempfinden, denn dieses ist bei jedem anders. Außerdem spielt es auch eine Rolle, wie die Brillenbügel eurer Brille ausgeführt sind.
(Tragekomfort: 4 von 5 Punkten)
Bedienung
Bei vielen In-Ear Kopfhörern mit einem sogenannten Nackenband erfolgt deren Bedienung meist über eine Drei-Tasten-Fernbedienung, die zwischen dem Kabel hängt. Dabei kenn ich es selbst zu gut, dass dies bei Sport oftmals gegen den Hals klopft und somit ein dumpfes Störgeräusch verursachen kann. Außerdem muss man somit oftmals seitlich am Gesicht rumfuchteln und den richtigen Knopf suchen, der z. B. die Musik pausiert usw. So erfolgte auch die Bedienung an den alten Powerbeats 3, welche eben genau über solch eine kleine Fernbedienung verfügten.
Bei den neuen Powerbeats 4 hat Beats das Bedienkonzept jedoch komplett überarbeitet und meiner Meinung nach deutlich einfacher bzw. komfortabler. Hier wird nämlich alles direkt über die vorhanden Tasten an den In-Ear Ohrhörer gesteuert. Auf eine Touch-Bedienung wie man es z. B. von den Apple AirPods kennt, hat Beats hier jedoch verzichtet. Jedoch bin ich sowieso eher Fan von echten Hardware-Tasten, denn bei diesen funktioniert die Steuerung meist deutlich präziser, wie die Touch-Gesten.
Um die Powerbeats ein- auszuschalten, muss man die kleine Taste am linken Ohrhörer für eine Sekunde betätigen. Das Koppeln der Kopfhörer mit dem Smartphone ist ebenfalls sehr einfach, doch darauf gehe ich später unter dem Punkt „Bluetooth“ genauer ein. Jedoch mag ich so viel dazu hier verraten, als Apple-Device Nutzer, ist es wie von Beats und Apple Kopfhörern gewohnt, total einfach.
Anders als bei den Powerbeats Pro, ist bei den Powerbeats 4 lediglich das rechte Beats-Logo eine Taste. Betätigt man dieses einmal, dann wird die Musik angehalten oder gestartet. Ebenfalls kann man hierüber jedoch auch problemlos die Musik steuern. Drückt man hier z. B. die Taste zweimal, springt man zum nächsten Titel in der Playlist und beim dreimaligen Betätigen einen Titel zurück.
Mithilfe derselben Taste, kann man jedoch auch eingehende Anrufe annehmen. Somit genügt es, die Taste bei einem eingehenden Anruf einmal zu betätigen und ein erneutes betätigen am Ende eures Telefonats führt dazu, dass der Anruf beendet wird. Sollte wiederum, während man gerade schon telefoniert, ein zweiter Anruf eingehen, kann man den ersten anhalten, indem man das Beats-Logo einmal betätigt. Während zwei Anrufe aktiv sind, kann man durch das einmalige Betätigen der Taste, zwischen den Telefongesprächen hin- und her wechseln. Einen eingehenden Anruf kann man ablehnen, indem man die Beats-Taste für eine Sekunde gedrückt hält.
Mithilfe der länglichen Taste am rechten In-Ear, bei der es sich um die Lautstärke-Wippe handelt, senkt man durch das Betätigen der Taste in der Richtung des Beats-Logo die Musiklautstärke ab und am anderen Ende wird diese erhöht. Neben dem Power-Knopf befindet sich übrigens eine kleine Status-LED, diese informiert durch zwei Farben, wie voll der Akku der In-Ear Kopfhörer noch ist. Weiß bedeutet: Bis zu 15 Stunden Restlaufzeit, Rot weniger als eine Stunde verbleibend und sobald die LED rot blinkt, sollte man diese unbedingt aufladen. Das Aufladen erfolgt hier wie von Apple Devices und Kopfhörer gewohnt über ein Lightning-Kabel, dieser Anschluss befindet sich am rechten Ohrhörer an der Unterseite, neben welchem sich direkt das Mikrofon für die Telefonate befindet.
Die neusten Apple und Beats Kopfhörer unterstützen allesamt die Sprachsteuerung, so auch die neuen Powerbeats der 4. Generation. Diese sogenannte „Hey Siri-Funktion“ welche im Zusammenhang mit iOS-Geräten unterstützt wird, ist besonders beim Sport nützlich und wenn man das Smartphone nicht im selben Raum daheim liegen hat. Dadurch kann man nämlich ohne die Hände vom Trainingsgerät nehmen zu müssen, durch die Aussprache der zwei Wörter auf Siri zugreifen und dieser mitteilen, man möchte die Lautstärke erhöhen oder vieles mehr. Alternativ kann man jedoch jederzeit auch über die Beats-Taste zugreifen, indem man diese solange gedrückt hält, bis das gewohnte Siri-Signal ertönt.
(Bedienung: 4 von 5 Punkten)
Klang
Von Apple bzw. auch von Beats bin ich es bereits gewohnt, dass man bezüglich den genauen klanglichen Spezifikationen keine Angaben macht. Somit wird auch hier nicht verraten, wie groß die verbauten Treiber sind und welche Frequenzen diese wiedergeben können. Doch hierbei handelt es sich um dasselbe Set-up wie bereits in den Powerbeats Pro. Daher wirbt Beats hier auch mit demselben kraftvollen Sound wie auch in dem Familienmitglied den Powerbeats Pro. Ob dies auch wirklich so ist, hab ich natürlich für euch im Klangcheck geprüft.
Vom Klangbild hat Beats hier genau das versprochen, was man geboten bekommt. Die Powerbeats bieten ein kraftvolles Bassfundament mit einem gut zupackenden Tiefgang, wie man es sich von einem Sportkopfhörer wünscht. Wiederum ist der wiedergegebene Bass nicht so aufdringlich bzw. dominant, sodass dabei die Mitten oder gar die Höhen überspielt werden. Da jedoch dasselbe Klang-Set-up wie bereits bei den Powerbeats Pro zum Einsatz kommt, konnte ich auch hier feststellen, dass vor allem im unteren Bereich, also dem Tiefgang teilweise etwas an dem sonst so knackigen Klangcharakter verloren geht und die Höhen und Mitten sich etwas zurückziehen. Jedoch gefällt mir das Klangbild dennoch gut, da die Kopfhörer wie bereits angedeutet perfekt für den Sportsektor abgestimmt wurden. Der Output passt hier nämlich absolut zum Sporteinsatz, denn hier wird eine sehr gute und ausreichende Lautstärkereserve geboten und das Klangbild ist sehr druckvoll, was für viele beim Sport zur Motivation bzw. zum Pushen hilft.
Was die Sprachverständlichkeit der Powerbeats angeht, kann ich soviel sagen, dass diese sehr gut ist. Die beiden verbauten wellenbündelnde Mikrofone am rechten Ohrhörer, sowie die beidseitig verbauten Beschleunigungsmesser mit Bewegungserkennung und Spracherkennung filtern hier sämtliche Hintergrundgeräusche exzellent raus, sodass der Gesprächspartner einen sehr gut versteht.
Was die Latenz angeht, also die Verzögerung zwischen Ton und Bild beim Ansehen von YouTube Videos usw. können die Powerbeats ebenso überzeugen. Dies liegt an dem Apple H1 Chip, welcher für eine schnelle und sehr stabile Verbindung der Geräte sorgt.
(Klang: 4 von 5 Punkten)
Ausstattung
Akku
Bei der Akkulaufzeit verspricht Beats bis zu 15 Stunden am Stück. Diesen versprochenen Wert kann man auch soweit selbst bei etwas angehobener Lautstärke gut erreichen. Hört man jedoch deutlich lauter Musik, also bei über 75 % der max. Lautstärke, dann reduziert sich der Wert dementsprechend etwas und pendelt sich bei ca. 12 bis 13 Stunden ein.
Die Ladezeit von null auf hundert wird mit 90 Minuten angegeben, was ich hier mit dem mitgelieferten Ladekabel über meinen Mac auch ziemlich exakt erreichen konnte. Als äußert praktisch, erwies sich bereits bei älteren Beats-Produkten die integrierte Schnellladefunktion – hier „Fast-Fuel“ genannt. Diese ermöglicht es, dass man die Powerbeats innerhalb von 5 Minuten für etwas mehr, als eine Stunde Musikwiedergabe aufladen kann, was ich im Praxistest auch so unterschreiben kann.
Nutzer eines iOS-Device haben bei Beats Kopfhörern wie gewohnt zwei Möglichkeit sich über den Akkustand der In-Ears zu informieren. Schaltet man die Kopfhörer ein, erscheint das typische Pop-up-Fenster, welches über die verbleibenden Kapazitäten der Powerbeats informiert. Außerdem könnt ihr den Akku natürlich jederzeit über das Batterien-Widget einsehen.
Bluetooth & Signalqualität
In den neuen Powerbeats wurde Apples hauseigener H1 Chip verbaut, der nicht nur eine rasante Verbindung mit Apple-Devices erlaubt, sondern auch ermöglicht, das zwei Beats- oder Apple-Kopfhörer mit nur einem iPad oder iPhone verbunden werden können. Dadurch kann man zusammen mit dem Partner der z. B. über Apple Music verfügt dieselbe Musik hören, bzw. sozusagen unterwegs miteinander teilen.
Die Verbindung zwischen Kopfhörern und iOS-Device, ist wie gewohnt total easy. Hier reicht es, die Powerbeats anzuschalten und nahe an das iPhone oder iPad zu halten, mit dem man die Ohrhörer koppeln möchte. Anschließend erscheint direkt das von Beats- und Apple-Kopfhörern bekannte Pop-Up-Fenster am Smartphone. Dieses zeigt einem direkt die Kopfhörer an und man wird gefragt, ob man die Kopfhörer verbinden möchte. Sobald man nun auf „Verbinden“ tippt, sind die Kopfhörer mit dem iOS-Device gekoppelt und der Akkustand wird direkt angezeigt. Das praktische hierbei ist, dass ihr die Kopfhörer nicht mit euren weiteren Apple-Geräten koppeln müsst. Automatisch werden diese euch nämlich auch bei den anderen Geräten in den Bluetooth-Einstellungen angezeigt und ihr könnt innerhalb weniger Sekunden bei der Wiedergabe zwischen den einzelnen Geräten wechseln.
Seid ihr Nutzer eines Android-Smartphones oder Tablet, könnt ihr die Powerbeats natürlich ebenfalls nutzen, denn auch mit diesen Geräten sind die Kopfhörer kompatible. Dabei ist der Kopplungsvorgang jedoch etwas „aufwendiger“, aber keineswegs komplizierter als bei einer herkömmlichen Bluetooth-Verbindung. Um die neuen Powerbeats mit eurem Android-Smartphone zu koppeln, müssen diese selbstverständlich eingeschaltet sein. Sodass diese sich automatisch im Verbindungsmodus befinden. Nun wie gewohnt in die Bluetooth-Einstellungen eures Gerätes gehen und aus der Liste die Powerbeats suchen, darauf klicken und schon koppeln sich beide Geräte miteinander.
Die Reichweite der Powerbeats ist wie bei dem Pro-Modell sehr hoch. Apple gibt an einen Bluetooth-Chip (Bluetooth 5.0) der Klasse 1 verbaut zu haben und dies merkt man auch. In Räumlichkeiten mit zwei dickeren Beton-Wänden fing die Musik erst ab ca. 30 Metern an zu stocken, im freien Feld sind wiederum bis zu 50 Metern kein Problem.
(Ausstattung: 4,5 von 5 Punkten)
TEIL 3
bestehend aus „Preis/Leistung“ entspricht 10% der Gesamtwertung
Beschreibung
Mit den neuen Powerbeats der 4. Generation hat Beats die Sport-Kopfhörer sinnvoll überarbeitet. Die Ähnlichkeit zu den bereits getesteten Powerbeats Pro sieht man nicht nur, sondern man spürt und hört es auch in vielen Bereichen. Jedoch können dies nicht nur beim Sport getragen werden, sondern eigenen sich auch perfekt für den Alltag. Durch das bereits bewährte Design mit den Ohrbügeln halten diese perfekt in den Ohren und sind noch dazu schweiß- und wasserfest, was dafür sorgt, dass diese nicht so leicht kaputt gehen.
Preis/Leistung
Die UVP der Powerbeats hat Beats mit 149,95€ festgesetzt. Somit sind diese genau 100€ billiger als die True Wireless Variante, die Powerbeats Pro. Online sind diese jedoch je nach Farbe aktuell bereits günstiger für knapp unter 120€ inkl. Versand erhältlich und somit noch etwas interessanter.
Für diesen Preis erhält man quasi die bewährten Powerbeats Pro, nur eben für 100€ weniger. Dafür muss man jedoch auf die Freiheit ohne Kabel verzichten und auf die automatische Play-/Pause-Funktion bei der Entnahme der In-Ear Kopfhörer. Von der Verarbeitung und dem Klang entsprechen diese meiner Meinung nach wiederum voll und ganz dem großen Familienmitglied, den Powerbeats Pro.
Mit dem neuen Mio Cyclo Discover und einer zusätzlichen „Plus“-Version, hat der Navigationsgeräte-Hersteller Mio zwei neue Outdoornavis speziell für Fahrradfahrer vorgestellt. Ich habe das Basismodell Mio Discover für euch getestet, welches ein 3,5 Zoll Display verbaut hat. Das kapazitive Display ermöglicht zwar eine flüssige Bedienung selbst bei Regen, doch bei hellem Umgebungslicht, kommt es schneller an seine Grenzen, wie ich es z. B. von Garmin Geräten kenne. Bei der Navigation, einem sehr wichtigen Punkt eines Navis, schneidet das Mio Discover sehr gut ab, Abbiegevorgänge werden einem durch akustische Signale angedeutet und sollte man falsch abbiegen, wird umgehend eine Neuberechnung durchgeführt. Im Lieferumfang ist alles Wichtige für die Befestigung am Lanker dabei. Lediglich die Akkulaufzeit könnte bei sehr langen Touren knapp werden.
Bestehend aus „Verpackung/Design/Verarbeitung“ entspricht 25% der Gesamtwertung
Verpackung
Die Verpackung des Mio Cyclo Discover setzt sich aus zwei Teilen zusammen, der orangenen Hauptverpackung und der schwarzen informativen rundum bedruckten Verpackungshülle. Hierbei wird an der Vorderseite eine kleine Abbildung des Navigationsgerätes gezeigt und dessen Name, außerdem weißt das Unternehmen hier auf die neue Funktion NeverMiss und Surprise Me hin und das bei den Karten das komplette Europa mit an Bord ist.
An der schmalen rechten Seite widmet sich Mio einigen wenigen technischen Daten, bei denen es sich jedoch lediglich um die Maße des Mio Discover handelt und dessen Gewicht. Darunter folgen noch die Systemvorraussetzungen für das „Mio Share“ Programm und eine kleine Auflistung des Lieferumfangs. Die etwas größere Rückseite der Verpackung verrät einem einige der wichtigen Funktionen und Eigenschaften des Mio Cyclo Discover mit Symbolen und Text, zu denen z. B. auch die für mich wichtige Integration von komoot gehört.
An der orangenen Hauptverpackung informiert das Unternehmen über die insgesamt 38 EU-Länder, für die auf dem Gerät Karten vorinstalliert wurde. Außerdem ist hier auch unmittelbar darunter, die Firmenadresse ersichtlich. Zu guter Letzt gibt es an der Unterseite mehrere Barcodes, doch für den Käufer ist hier lediglich der Start Up Key wichtig, denn diesen muss man zu Beginn bei der Einrichtung des Mio Discover eingeben, dass unter anderem überhaupt die Karten freigegeben werden.
Direkt nachdem man die Hauptverpackung geöffnet hat, erblickt man das Mio Cyclo Discover, welches hier in einem Einleger zentriert wird. Auf dem Display befindet sich eine Folie, welche mit einem QR-Code versehen ist, scannt man diesen, gelangt man z. B. direkt über das Smartphones zur Mio Share Webseite, dazu später weitere Informationen. Unter dem Gerät befindet sich das restliche Zubehör, bei dem es sich um den Lenkerhalter mit zwei Kabelbindern und zwei verschiedenen Silikon-Anpassstücken handelt, ein Micro-USB-Ladekabel und eine Kurzanleitung.
(Verpackung: 3,5 von 5 Punkten)
Design
Das Gehäuse des Mio Cyclo Discover setzt sich aus zwei unterschiedlich farbigen Kunststoffgehäuse zusammen. Einer mattschwarzen Unterseite und einer grauen Oberseite. Das 3,5 Zoll große Display nimmt an der Oberseite den Großteil der Fläche ein. Diese umgibt ein schwarzer Rahmen, an dem unten gut lesbar ein „Mio“ Schriftzug integriert wurde und in der oberen linken Ecke findet man eine kleine Status-LED. Direkt im untersten Bereich unter dem Display befindet sich zentral der einzige Knopf am Gerät, bei dem es sich sozusagen wie bei einem iPhone um den Home-Button handelt. Mit diesem wird hier jedoch durch Langes gedrückt halten, das Navigationsgerät Ein-/Ausgeschaltet und man kommt damit jederzeit im eingeschalteten Zustand zum Startbildschirm zurück.
An der kurzen Stirnseite oben wurde das Gerät bewusst nach oben hinweg schräg designt, sodass man hier präsent ebenfalls das Herstellerlogo aufdrucken konnte. Somit sehen andere Personen von vorne direkt, dass es sich hierbei um ein Mio Navigationsgerät handeln muss.
An der schwarzen Rückseite gibt es nicht allzu viel zu Entdecken. Hier steht nur ziemlich zentral der Fahrradhalterung-Sockel hervor, mit dem man das Navi ganz einfach durch eine leichte achtel Umdrehung an der Lenkerhalterung befestigen kann. Direkt darüber sieht man je nach Lichteinfall das Wort Cyclo und in Grau darunter den Modellnamen des Gerätes, nämlich Discover. An der Unterseite befindet sich hinter einer Gummiabdeckung die micro-USB-Buchse, der Steckplatz für einen Micro-SD Speicherkarte und eine kleine Öffnung, hinter der sich der Reset Knopf befindet. Die Gummiabdeckung sorgt dafür, dass die Anschlüsse vor Wasser geschützt sind, daher am besten beim anbringen des Geräts immer nachsehen, dass diese Abdeckung richtig geschlossen ist. Das Micro-SD Fach ist leider nicht dazu gedacht, den internen Speicher zu erweitern, sondern lediglich für Debugging-Zwecke reserviert. Daher ist dieser für den Endverbraucher nicht zugänglich.
(Design: 4 von 5 Punkten)
Verarbeitung
Die Verarbeitung des Mio Cyclo Discover ist auf einem sehr guten Niveau. Das Gerät ist nach dem Standard IPX5 geschützt, dies bedeutet, dass diesem ein Regenschauer nichts anhaben kann. Absolut sinnvoll diese Schutzklasse hier am Mio Cyclo Discover einzusetzen, schließlich wäre es absolut blöd, wenn es während der Radtour anfängt zu regnen und man Angst haben muss, dass das Navi einen Wasserschaden erleidet.
Apropos Regen, man kennt es am Smartphone, sobald es regnet und das Display nass wird, regiert der Touchscreen nicht mehr zuverlässig. Dies ist hier beim Mio Cyclo Discover anders, denn dieses regiert selbst bei Regen, als wäre das Display trocken. Dies ist für mich auch ein wichtiger Punkt, denn es ist für mich sehr störend, wenn ich jedes Mal beim Bedienen erst einmal das Display trocken wischen muss.
Ansonsten kann die Verarbeitung soweit sehr überzeugen. Die Halterung ist durchdacht, sowie sehr kompakt ausgeführt, hält jedoch, sobald man das Navi befestigt sehr gut. Beim Lade- und Daten-Übertragungs-Anschluss handelt es sich leider um einen in die Jahre gekommenen Micro-USB Anschluss, hier hätte ich mir natürlich einen USB-C Anschluss gewünscht. Schließlich habe ich auf langen Touren immer ein USB-C Kabel dabei. Somit muss ich persönlich nun halt noch ein weiteres Kabel mitnehmen, jedoch hält sich dessen Platzbedarf und Gewicht bei der Radtour absolut in Grenzen.
(Verarbeitung: 4 von 5 Punkten)
TEIL 2
bestehend aus „Funktion des Produktes“ entspricht 65% der Gesamtwertung
Stromversorgung
Akku
Akku-Art (Laufzeit)
Li-Ionen (bis zu 10 Stunden)
GPS
U-blox 7; Unterstützung für GPS / GLONASS / QZSS
Farbe
Schwarz/grau
Display
Touchscreen, farbig, 320 X 480 Pixel, 8.9cm cm (3,5″)
Bevor man das Mio Cyclo Discover das erste Mal einschaltet, sollte man dieser erst einmal komplett aufladen, da der Akku unter Umständen nicht mehr voll sein kann.
Sobald das Mio Cyclo Discover voll aufgeladen wurde, kann man dieses vom Ladekabel trennen und an dem Knopf unter dem Display anschalten, dafür den Knopf für 3 Sekunden gedrückt halten. Sobald das Gerät hochgefahren wurde, muss man noch ein paar wenige Dinge einstellen. Dazu zählen die gewünschte Sprache, das Datum und die Uhrzeit, das Einheitsformat und man muss ein Benutzerprofil erstellen (Name, Größe, Gewicht und Geburtsdatum usw.). Zu guter Letzt wird man noch dazu aufgefordert, den Startcode einzugeben, welchen man an der Unterseite der Verpackung findet. Nachdem man diese eingegeben hat, ist das Navi einsatzbereit und sucht nach verfügbaren Satelliten.
Die Montage der Lenker- bzw. Vorbau-Halterung erklärt sich eigentlich selbst. Hierfür gibt es zwei verschiedene Ausführung an Silikon-Unterbauten, die je nach Lenkerdurchmesser unter den Halter gesetzt werden und dieser wird dann mit den beiden Kabelbindern am Lenker befestigt.
(Ersteinrichtung und Inbetriebnahme: 4,5 von 5 Punkten)
Display
Beim Display handelt es sich um 3,5 Zoll (8,9 cm) transflektiven TFT-Farbdisplay. Dieses besitzt eine besondere Eigenschaft nämlich, dass diese halbdurchlässig für einfallendes Licht ist. Dadurch wird das auf das Display einfallende Licht, also das Sonnenlicht welches darauf scheint durch das Display geleitet, ohne die gewohnten Reflexionen auf der Oberseite des Displays zu erzeugen. Kommt dieses an der Rückseite des Displays an, wird es jedoch hier reflektiert und mit der Hintergrundbeleuchtung wieder durch das Display bzw. dessen Anzeigenebene gestrahlt. Dadurch wird das Umgebungslicht dazu benutzt, die Hintergrundbeleuchtung zu verstärken und die Ablesbarkeit bei hellerem Umgebungslicht zu erzeugen, was auch Strom sparen kann.
Doch das ganze hat auch ein Nachteil, denn solch ein Display wird nicht so gleichmäßig ausgeleuchtet, wie ein herkömmliches Display, welches nur via Hintergrundbeleuchtung beleuchtet wird. Außerdem schwächelt dabei auch die Farbintensität, sowie deren Brillanz. Dies erkennt man auch hier sehr gut am Mio Cyclo Discover, denn schon bei leichter Veränderung des Blickwinkels können die Farben komplett verblassen, sodass z. B. die Person mit der man unterwegs zusammen aufs Navi blicken will, nicht viel erkennen kann. Die Helligkeit der Hintergrundbeleuchtung kann jedoch auch hier in mehren Stufen geregelt werden.
Das 3,5 Zoll große Display löst mit 320 x 480 Pixeln auf, was fürs navigieren auf dem Rad, absolut ausreichend ist. Wäre die Auflösung nämlich höher, dann würde dies sehr der Akkulaufzeit zulasten fallen und wie gesagt die Auflösung reicht hier vollkommen aus.
(Display: 3,5 von 5 Punkten)
Navigation
Das Mio Cyclo Discover verfügt über ein Kartennetz von 38 EU-Staaten. Das bedeutet, dass man, auch wenn man mal eine Tour in einem anderen Land oder durch ein oder mehrere Länder plant, nicht erst noch nach der passenden Karte suchen muss bzw. diese zuvor aufs Gerät übertragen muss. Dabei ist das Kartenbild klassisch an die für die Fahrradnavigation angepasst, sodass man die Strecke bei navigieren jederzeit klar auf dem Display angezeigt bekommt und zudem wird jeder Abbiegevorgang durch ein akustisches Signal angekündigt. So wird ca. 50 bis 40 Meter, bevor man abbiegen muss der Abbiegevorgang durch ein piepsen angekündigt und wenn es dann so weit ist, piepst das Navi erneut. Sollte man eventuell wie ich anfangs gelegentlich der Strecke abweichen, wird man darauf hingewiesen und der neue Weg wird sehr schnell neu berechnet. Durch die großen Menüfelder und Tasten ist die Eingabe bzw. Zielsuche sehr einfach gehalten.
Beim verwendeten GPS-Chipsatz handelt es sich um den U-Blox 7-Empfänger, der sowohl das amerikanische GPS, das russische GLONASS und das japanische QZSS unterstützt. Letzteres bringt uns im europäischen Raum jedoch recht wenig, denn dieses GPS ist kein weltweit empfangbar GPS-Signal. Der europäische Standard Galileo wird jedoch aktuell auch noch nicht unterstützt, jedoch ist dies nicht weiter schlimm, denn hierzulande ist das GPS-Netz mehr als ausreichend empfangbar.
Anders wie z. B. Garmin, bietet Mio bei seinen Navigationsgeräten kein Bundle mit verschiedenen Sport-Sensoren an. Dennoch bietet Mio mit der eigenen Software, während der Navigation und Aufzeichnung der gefahrenen Strecke einige sportlichen Daten auf dem Display an. Logischerweise werden euch hier keine Daten zur Herzfrequenz oder Trittfrequenz geliefert, denn hierfür fehlen definitiv die beiden notwendigen Sensoren. Dafür wiederum wir einem die durchschnittliche Geschwindigkeit, die maximal gefahren Geschwindigkeit, das Höhenprofil inkl. max. Anstieg und Gefälle angezeigt.
Routen Planung
Zur Routen Planung stehen viele Möglichkeiten bzw. Optionen zur Auswahl. Für einige Dienste ist es jedoch erforderlich, das Gerät zu registrieren, was jedoch durch eine einfach Klick im entsprechenden Feld des Cyclo-Agent geschieht.
Direkt auf dem Startbildschirm werden einem zur Navigation mehrere Kacheln angezeigt. Angefangen beim größten mit dem Namen „Touren“. Hierbei kann man direkt auf drei Dienstag zugreifen MioShare, komoot und routeyou, von denen der zweitgenannte Dienst sicherlich einigen bekannt sein dürfte, diesen Dienst nutzte ich z. B. auf meinem Smartphone regelmäßig. Um komoot jedoch nutzten zu können, muss man wie bereits erwähnt, das Gerät registriert haben und dann auf MioShare unter dem Punkt Konto zu Synchronisierungseinstellungen wechseln. Hier kann man dann die Konten der gewünschten Drittanbieter-Diensten mit dem Gerät welches man am PC angeschlossen hat verknüpfen. So habe ich persönlich es z. B. bei Strava und komoot gemacht. Die anderen Dienste wie TrainingPeaks, endomondo, today´s plan und routeyou nutze ich aktuell nicht. Hat man z. B. das eigene komoot-Konto mit dem Navi verknüpft, kann man auf alle gespeicherten Routen direkt vom Mio Cyclo Discover zugreifen und die Routen somit sehr einfach starten.
Im Navigationsmenü „Navigieren“ hat man zahlreiche Arten zum Eingeben des Ziels. Man kann sich hier, wenn man von irgendwo nach Hause will, einfach nach Hause navigieren lassen, wenn man „Heimatort“ antippt. Hier muss man beim ersten Mal die Adresse eingeben und dann startet automatisch die Navigation nach Hause. Außerdem kann man direkt eine Adresse im nächsten Menü eingeben oder auch in diesem Untermenü auf die Touren-Funktion im Startbildschirm zugreifen. Zu guter Letzt kann man bei Wunsch auch direkt einen Kartenpunkt bestimmen, um dort hin eine Route berechnen zu lassen oder eine POI-Navigation (Point-Of-Interest) starten.
Eine tolle Funktion, welche ich gerne nutze ist „Surprise-Me“. Damit kann man nämlich immer wieder neu Routen entdecken, die man so wahrscheinlich noch gar nicht kennt. Hierbei kann man dann wählen, ob die Tour von A nach B verläuft oder einen Rundkurs sein soll, sodass man vom aktuellen Standort gleich drei Routen angezeigt bekommt, die der gewünschten Kilometer-Reichweite, die man zuvor gewählt hat, entspricht und man am Ende wieder beim Startpunkt ladet.
Damit eine genau Routenplanung möglich ist, sollten sowohl die Karten als auch die die Firmware immer aktuell sein. Beides wird hierbei automatisch überprüft, sobald man das Mio Cyclo Discover am PC anschließt und den CycloAgent gestartet hat. Damit das Navi auch nach mehren Jahren noch immer nach den richtigen Routen navigiert, verspricht Mio bei der Registration ein lebenslanges Update der installierten Karten.
(Navigation + Routen Planung: 4 von 5 Punkten)
Akkulaufzeit
Zur Kapazität des fest verbauten Akkus des Mio Cyclo Discover, macht der Hersteller Mio keine Angaben, es wird nur auf der Produktseite verraten, dass dieser für eine Laufzeit von bis zu 15 Stunden ausreichen soll. Bei Bike24 wiederum stehen 10 Stunden Akkulaufzeit beim normalen Mio Cyclo Discover und beim „Plus“ Modell 15 Stunden, vielleicht ist hier etwas durcheinandergeraten. Im Test kommt der 10 Stunden Wert eher an den realen Wert ran, denn nach einer Rennradtour von knapp 5 Stunden, hatte ich noch gut 30 % des voll aufgeladen Akkus übrig. Dabei hatte ich nicht nur die Navigationsfunktion, sondern auch die Aufzeichnungsfunktion aktiviert und die Helligkeit auf einem mittleren Wert eingestellt. Nutzt man hier nur die Navigationsfunktion und nicht das zusätzliche Aufzeichnen, kommt die Laufzeit näher an die 10 Stunden ran. Ist beides aktiv und die Helligkeit auf max. gestellt, was ich meistens so eingestellt habe, sind es eher weniger als ca. 6 Stunden, was immer noch meistens ausreichend wird, jedoch währe eine längere Akkulaufzeit dennoch wünschenswert gewesen.
(Akkulaufzeit: 3,5 von 5 Punkten)
TEIL 3
bestehend aus „Preis/Leistung“ entspricht 10% der Gesamtwertung
Beschreibung
Mit dem Mio Cyclo Discover hat Mio ein Fahrrad-Navi auf den Markt gebracht, welches vor allem in den Bereichen, Bedienung, Navigation und der einfachen Einrichtung punkten kann. Dadurch eignet sich das Gerät vor allem für Tourenradler und dank der Suprise-Me Funktion lernt man immer wieder mal neue und vor allem Teil schöne Radstrecken kennen.
Zu den Schwächen zählen meiner Meinung nach das etwas zu schwache Display, welches sich zwar beim direkten Betrachten gut ablesen lässt, doch je nach Sonneneinfall ist die max. Helligkeit etwas zu schwach und von der Hardware bedingt ist hier die Blickwinkelstabilität nicht gerade hoch.
Preis/Leistung
Die UVP des Mio Cyclo Discover hat das Unternehmen mit 249€ festgesetzt. Viel günstiger bekommt man das Gerät aktuell noch nicht, denn dafür ist es noch zu neu auf dem Markt. Der Schwachpunkt ist neben der bereits erwähnten Displaybeleuchtung, die ich daher immer sehr hoch gestellt habe, auch die Akkulaufzeit. Denn hier kann es bei einer besonders langen Tour dazu kommen, dass der Akku doch einmal knapp werden kann. Wer jedoch Touren von max. 6 bis 7 Stunden plant, was bei sehr vielen der Fall sein dürfte, reicht die Akkulaufzeit bedenkenlos aus.
Beim neuen Ecovacs Deebot Ozmo T8 Aivi handelt es sich um das neuste Saugroboter-Flaggschiff aus dem Hause Ecovacs. In meinem mehrwöchigen Test konnte mich der neue Saugroboter in vielen Punkten überzeugen. Das Saugergebnis ist wie beim Ecovacs OZMO 950 absolut tadellos, überarbeitet wurde die Wischfunktion, denn diese wischt nun nicht mehr nur feucht, sondern wurde elektronisch ausgeführt, sodass der Boden durch schnelle Vibrationen effektiver gereinigt wird. Dies funktionierte im Test ebenfalls hervorragend und so bietet dies aktuell noch kein anderer Hersteller. Nachteil wiederum, der Reinigungsvorgang ist etwas lauter wie beim Ozmo 950. Eine weitere Neuerung ist die Navigation, denn dank einer zusätzlich verbauten Kamera und der künstlichen Intelligenz, erkennt dieser z. B. Socken auf dem Boden und kann diesen dann ausweichen, was bei den bisherigen Saugrobotern nicht der Fall war. Der neue Ecovacs Deebot Ozmo T8 Aivi ist definitiv ein hervorragender Saugroboter, jedoch kostet dieser aktuell gut 300€ mehr, als der ebenfalls sehr überzeugende Ozmo 950.
Bestehend aus „Verpackung/Design/Verarbeitung“ entspricht 25% der Gesamtwertung
Verpackung
Die gewohnte stabile Verpackung des Ecovacs Deebot Ozmo T8 Aivi ähnelt zum Großteil der vom Ecovacs Deebot Ozmo 950. Irgendwie auch logisch, denn von der Form und dem Design, sind sich beide Geräte zu 90 % identisch. Praktischerweise wurde auch diese Verpackung wieder mit einem Transportgriff versehen, sodass man den Saugroboter zusammen mit dem Lieferumfang deutlich leichter transportieren kann.
Die Verpackung wurde von Ecovacs wie gewohnt nicht nur mit einigen Bildern des Ecovacs Deebot Ozmo T8 Aivi versehen, sondern informiert zudem über einige für das das Unternehmen wichtige Funktionen. Somit erhält man selbst im Laden, wo man unter Umständen nur die Verpackung sehen kann, viele Informationen zum Saugroboter und was an diesem unter anderem so besonders ist. Nachdem man die Verpackung geöffnet hat, kann man direkt sehen, dass der Ecovacs Deebot Ozmo T8 Aivi beim Transport, rundum sicher von geschützt wird. Wie gewohnt hat Ecovacs auch hier wieder alles sehr gut durchdacht in der Verpackung untergebracht. Damit die Sensoren und Stoßdämpfer beim Transport, nicht beschädigt werden, wird der Roboter rundum von einer Folie geschützt und alle bewegliche Teile wurden mit Schaumstoff gesichert.
Direkt oberhalb des Saugroboters befindet sich ein größerer Karton, indem die neue elektronische Wischplatte, zusammen mit mehreren Ersatz-Wischtüchern und dem Wassertank verstaut wurde. Als gratis Beigabe liegt direkt neben dem Deebot Ozmo T8 Aivi noch ein „bot Clean“ Pack bei, bei dem es sich um zwei Fläschchen mit Reinigungsmittel handelt, die in den Wassertank für eine bessere Reinigungskraft eingefüllt werden können.
Das restliche Zubehör ist absolut identisch zum Ecovacs Deebot Ozmo 950, sodass man unter dem Saugroboter direkt die Wisch-Platte mit dem bereits montierten blauen Wischtuch (waschbar) findet. Unter dem grauen Schaumstoff-Einsatz wiederum, findet man einige weitere kleiner Verpackungen, in denen sich einige weitere Teile des Lieferumfangs befinden.
So befindet sich direkt im vorderen Bereich die Ladestation und unmittelbar daneben das dazugehörige Netzkabel in der europäischen Ausführung. Mittig darüber sind sicher zentriert die beiden kleinen Seitenbürsten und zwei weitere Ersatzbürsten, sind ebenfalls direkt im Lieferumfang bei, diese findet man im hinteren Teil der Verpackung. Hier gibt es zudem auch noch einen weiteren HEPA-Filter für den Saugbehälter, der andere ist bereits im Saugbehälter montiert.
Der Staubauffangbehälter, sowie der 0,2 Liter Wassertank befindet sich bei der Anlieferung bereits an ihrer Position, am bzw. im Ecovacs Deebot Ozmo T8 Aivi eingesetzt. Weiterhin verbirgt sich am Saugroboter versteckt ein kleines Reinigungswerkzeug, mit dem man die Bürste usw. leicht reinigen kann. Natürlich legt Ecovacs dem Saugroboter auch eine ausführliche Bedienungsanleitung in vielen Sprachen und einen kurzen Quick-Start-Guide bei.
(Verpackung: 4,5 von 5 Punkten)
Design
Das Unternehmen Ecovacs setzt bei seinen Saugrobotern wie viele anderer Hersteller auch, auf eine runde Gehäuse-Form. Es gibt hier zwar auch Hersteller wie z. B. Neato, die auf eine D-Form setzen, doch beides hat hier seine Vor- und Nachteile.
Bei einem Saugroboter mit einer D-Form ist es z.B so, dass dich die Hauptbürste fast ganz vorne am Saugroboter befindet und deutlich größer bzw. länger ausgeführt ist, wie bei einem runden Modell. Somit kann ein Saugroboter mit der D-Form deutlich einfacher die Ecken reinigen. Mit den rotierenden seitlichen kleinen Seitenbürsten holt dieses Modell den Staub aus den Ecken und führt diese zur großen rotierenden Hauptbürste hin, welche den Staub dann wiederum zur Saugöffnung befördert. Doch solch eine D-Form ist etwas schwerer als eine runde Form und nicht so gut geeignet für engere Ecken, denn hier kommt dieser oftmals nicht so tief rein und tritt daher oftmals schon vor dem runden Modell den Weg in eine andere Richtung an.
Bei einem runden Modell wie beim Ecovacs Deebot Ozmo T8 Aivi, welche die Mehrheit unter den Saugrobotern ausmacht, sieht das Ganze etwas anders aus. Man könnte meinen, dass solch ein runder Saugroboter gegenüber einem Eckigen Modell weniger gut die Ecken reinigen kann, denn Ecken sind schließlich eckig und der Roboter rund. Also wie soll dieser dann in die Ecken kommen? Dies erfolgt hier durch die seitlichen rotierenden Fühler, welche hier lang genug ausgeführt wurden, sodass diese eigentlich sehr gut den Dreck aus den Ecken herausholen. Dies passiert soweit auch beim Ecovacs Deebot Ozmo T8 Aivi sehr gut, doch weitere Infos dazu verrate ich im Untermenü „Navigation“.
Die Robotergröße des Ecovacs Deebot Ozmo T8 Aivi ist identisch zum Deebot Ozmo 950 und daher nimmt dieser im Durchmesser ebenfalls eine runde Fläche von 35 cm ein und in der Höhe ist dieser inkl. Laserabdeckung 9,3 cm hoch. Da Gesamtgewicht liegt auch hier aufgrund der vielen Technik usw. bei knapp 4,5 kg.
Das Gehäuse des Ecovacs Deebot Ozmo T8 Aivi besteht wie bei sämtlichen anderen Saugrobotern aus einem robusten Kunststoff. Da mir Design bereits beim Ozmo 950 sehr gut gefallen hat, gefällt mir auch das sehr identische Design des Deebot Ozmo T8 Aivi. Durch das matte Oberflächenfinish macht der Saugroboter definitiv keinen billigen Eindruck und zieht zudem nicht so sehr den Staub an, wie die oftmals verwendeten Hochglanz-Modelle.
An der Oberseite des Saugroboters befindet sich eine große Klappe, welche knapp 2/3 der gesamten Oberfläche einnimmt. Unter dieser Klappe verbirgt sich unter anderem der Staubbehälter sowie der Hauptschalter zum Ein- und Ausschalten des Roboters und ein Sync-/Reset-Knopf. Dieser kleine Reset-Knopf wird dafür benötigt, den Saugroboter später beim Einrichtungsvorgang, mit dem Wi-Fi zu verbinden. Als sehr praktisches Tool hat sich bei mir das kleine Reinigungswerkzeug erweisen, welches man hier ebenfalls unter der Abdeckung findet. Damit lassen sich z. B. lange Frauenhaare, welche sich sehr gerne um die Hauptbürste wickeln sehr einfach entfernen.
Unmittelbar vor der Klappe befindet sich der sehr wichtige Laserdistanzsensor (LDS), welcher für die genau Navigation unverzichtbar ist. Schließlich navigierten die ersten Saugroboter ohne diesen im Zick-Zack Modus, sodass hier beim Starten des Saugvorgangs kein wirkliches Muster bzw. System dahinter steckte. Doch beim neuen Deebot Ozmo T8 Aivi ,setzt Ecovacs nicht nur auf den bewerten LDS, sondern als Neuerung auch noch auf eine an der Front verbaute Kamera. Dadurch soll die Navigation noch präziser werden, da der Roboter somit problemlos z. B. ein Kleidungsstück welches noch auf dem Boden liegt, erkennen soll. Doch ob dies im Test soweit zuverlässig funktionierte, verrate ich euch wie gewohnt beim Punkt „Navigation“. Direkt neben der LDS-Abdeckung, befindet sich noch ein Ein-/Ausschaltknopf, mit welchem man z. B. den Reinigungsvorgang manuell starten bzw. stoppen kann.
An dem vorderen Bereich verläuft zu den Seiten hinweg der typische halbrunde Stoßfänger, mit dem der Saugroboter durch teilweise leichtes Anfahren der Kanten, den Rand des Raums oder sonstige Hindernisse wie z. B. Tischfüße usw. erkennt. Direkt frontal vorne, befindet sich hinter einer Scheibe die bereits erwähnte Neuerung, nämlich die Kamera, welche beim Navigieren helfen soll, aber zudem auch als mobile Überwachungskamera genutzt werden kann, dazu später mehr Details.
Von unten betrachtet befindet sich direkt vorne die schwarz-weiße Ausgleichsrolle und daneben die beiden Ladekontakte, mit welchen der Saugroboter beim Aufladen, auf die Ladestation fährt. Davor wiederum befinden sich zwei der insgesamt 6 Sturzsensoren, damit der Saugroboter keine Treppen herunterfährt. Die restlichen vier befinden sich spiegelbildlich neben den Antriebsrädern und kurz vor dem Wassertank. Vor den gefederten Rädern sind die beiden seitlichen rotierenden Büsten angebracht. Diese müsst ihr jedoch beim Kauf des Ecovacs Deebot Ozmo T8 Aivi selbst anbringen, was wiederum kein Problem ist, da diese nur gesteckt werden.
Etwas mittig des Saugroboters befindet sich die rotierende Haupt-Reinigungsbürste unter eine Abdeckung, welche zur Reinigung leicht demontiert werden kann. Zu guter Letzt ist an der Rückseite noch der Wassertank eingeschoben, welcher mit Wasser gefüllt wird und durch das Anbringen der beiliegenden Wisch-Platte dafür sorgt, dass nicht nur gesaugt, sondern auch feucht gewischt wird.
(Design: 4 von 5 Punkten)
Verarbeitung
Die Verarbeitung des Ecovacs Deebot Immo T8 Aivi ist wieder einmal hervorragend. Da nicht nur das Design zum Deebot Ozmo 950 identisch ist, sondern auch dessen Verarbeitung, konnte ich auch hier keine Mängel bei der Verarbeitung feststellen. Das Gehäuse besteht zwar aus Kunststoff, doch hier hat man glücklicherweise auf eine hochglänzende Oberfläche verzichtet. Sonst würde dieser den Staub sehr anziehen und würde sofort auf dem Saugroboter auffallen.
Sämtliche Elemente, egal ob Wassertank, Staubauffangbehälter lassen sich wunderbar einsetzen und wieder entnehmen, ohne dass man Angst haben muss, dass die Halte- bzw. Klipp-Elemente abbrechen. Ebenso wurde daran gedacht, dass alle Bürsten und Elemente, um welche sich während des Saugens gerne Haare herumwickeln, komplett ohne Zusätzliches Werkzeug entfernt werden können, da hierbei alles gesteckt oder via Schiebemechanismen gesichert wird.
(Verarbeitung: 4 von 5 Punkten)
TEIL 2
bestehend aus „Funktion des Produktes“ entspricht 65% der Gesamtwertung
Stromversorgung
Akku
Akku-Art
Li-Ionen (5.200 mAh)
Navigation
Smart-Navigation 2.0 mit Lasernavigation, Kamera (AI-Reinigung) und Puffer
Farbe
Schwarz
Lautstärke
45 bis 70 dB (je nach eingestellter Saugstufe und ob mit oder ohne elektronische Wischplatte)
Form
klassische runde Form mit zwei Seitenbürsten
Betriebszeit
bis zu 3 Stunden bzw. 300 m²
Sensoren
Hebesensor; Sturzsensoren und automatische Teppicherkennung, Kamera zum erkennen von Objekten
Maße
35,00 cm x 9,3 cm (Durchmesser x Höhe)
Gewicht
4,5 kg
Lieferumfang
Ecovacs Deebot Ozmo T8 Aivi Saugroboter Ladestation 4x Seitenbürsten 1x Staubbehälter mehrere Reinigungstücher Wischplatte (normal und elektronisch; inkl. jeweils einem Wassertank) 2x Hochleistungsfilter Benutzerhandbuch 1x Reinigungswerkzeug
Technische Daten des Ecovacs Deebot Ozmo T8 Aivi
Ersteinrichtung und Inbetriebnahme
Die Ersteinrichtung des Ecovacs Deebot Ozmo T8 Aivi ist sehr einfach gestaltet und sollte somit von jedem zu Meistern sein.
Nachdem man den Saugroboter ausgepackt und alle Verpackungselemente entfernt hat, kann man direkt die beiden Seitenbürsten montieren. Damit man diese nicht vertauscht, sind diese einmal in Rot und in Grün ausgeführt. Dementsprechend befestigt man die rote Bürste an der roten Halterung und die andere an der grünen.
Den Staubauffangbehälter muss man wie bereist eingangs erwähnt nicht mehr einsetzen, da dieser bereits vom Hersteller an seinem Platz eingesetzt wurde. Lediglich den Wassertank muss man eventuell noch entnehmen oder direkt den Elektronischen einsetzten und natürlich, sofern man nach der Einrichtung direkt das Haus reinigen möchte, mit Wasser auffüllen. Sollte man sich für die normale Wischplatte entscheiden, dann muss man diese noch anbringen, denn diese ist anders als die elektrische nicht fest montiert. Ach ja, bevor man den ersten Saugvorgang startet, sollte man auch gleich noch die Ladestation mit dem Netzkabel verbinden und an eine geeignete Stelle hinstellen. Schließlich soll der Roboter diese finden und sein Akku wieder aufladen können, sofern diese leer sein sollte.
Nun könnte man den Saugroboter eigentlich auch ohne die vom Hersteller zur Verfügung gestellte App verwenden. Dazu muss man diesen unter der Klappe, per Schieberegler anschaltet und kurz nach dem Ton, den Knopf an der Oberseite betätigt. Über denselben Knopf kann man den Reinigungsvorgang dann auch jederzeit manuell stoppen. Jedoch macht der Deebot Ozmo T8 Aivi erst richtig Sinn, wenn man diesen zusammen mit der App nutzt, denn somit kann man viele Einstellungen vornehmen und sogar Firmware-Updates installieren usw.
Selbstverständlich nimmt die ausführliche Einrichtung über die App etwas mehr Zeit in Anspruch, doch dieser Aufwand hält sich total im Rahmen und ist wie bereits erwähnt einfach und lohnt sich im Betracht auf die vielen Funktionen auf jeden Fall. Nachdem man dafür gesorgt hat, dass der Saugroboter direkt einsatzbereit ist, sollte man, damit man den Roboter über die App einrichten kann, diese App aufs Smartphone laden. Die App mit dem Namen „Ecovacs Home“ (verfügbar für Android und iOS) steht im jeweiligen AppStore kostenlos zum Download bereit. Nachdem diese komplett heruntergeladen und installiert wurde, kann man den Deebot Ozmo T8 Aivi am Hauptschalter unter der Abdeckung aktiveren und natürlich auch direkt auf die Ladestation platzieren.
In der App kann man direkt nach dem ersten Mal Starten erlauben, dass Ecovacs einem Push-Benachrichtigungen senden darf, sodass man z.B. Benachrichtigt wird, wenn der Reinigungsvorgang abgeschlossen wurde usw. Zudem muss man direkt anschließend einen kostenlosen Account erstellen. Hierfür genügt es jedoch, eine E-Mail und ein selbst ausgedachtes Passwort zu bestimmen. Anschließend landet man auf der Einrichtungsseite, wo es um die Einrichtung des Saugroboters geht. Dafür wählt man diesen entweder selbstständig aus den dargestellten Geräten aus, oder man klickt einfach oben auf „Zum Hinzufügen QR-Code scannen“. Diesen zu scannenden QR-Code findet man direkt unter der Klappe, neben dem Hauptschalter.
Nun geht es darum, den Ecovacs Deebot Ozmo T8 Aivi mit dem eigenen WLAN zu verbinden. Dazu erst einmal den kleinen grauen Reset-Knopf neben dem Hauptschalter für eine Sekunde drücken, bis der Saugroboter ein Signalton von sich gibt. Anschließend sollte man wie in der App beschrieben in die WLAN-Einstellungen gehen und erst einmal das Netzwerk mit dem Namen „ECOVACS_….“ Auswählen. Danach geht es zurück in die App und wählt hier das heimische WiFi-Netz aus und gibt das dafür benötigte Passwort ein. Anschließend kommt die Meldung in der App, dass die Verbindung bzw. Einrichtung mit dem Smartphone erfolgreich war, und schon hat man den vollen Zugriff auf alle Funktionen des Ecovacs Deebot Ozmo T8 Aivi.
(Ersteinrichtung und Inbetriebnahme: 4,5 von 5 Punkten)
Reinigungsleistung
Bei der Reinigungsleistung liefert der Ecovacs Deebot Ozmo T8 Aivi ein sehr gutes Ergebnis ab. Für mich persönlich auch wenig überraschend, schließlich wurde hier auf die nahezu identische Technik, wie im Deebot Ozmo 950 zurückgegriffen, bei dem ich bereits überzeugt wurde. Jedoch hat Ecovacs nun noch eine Kamera und die neue elektronische Wischplatte entwickelt und in den Saugroboter integriert, sodass dieser eigentlich noch bessere Reinigungs- und Navigationsergebnisse abliefern sollte. Da sich die Reinigungsleistung meiner Meinung nach aus der intelligenten Navigation und der Saug- und Wischleistung zusammensetzt, möchte ich dies hier in mehrere Unterkategorien unterordnen.
Navigation
Beim neuen Deebot Ozmo T8 Aivi kombiniert Ecovacs die bereits sehr überzeugende Navigation via Laserdistanzsensor (LDS), zusammen mit der neuen an der Front verbauten Kamera. Dadurch erstellt dieser mithilfe des Laserdistanzsensors weiterhin wie beim Ozmo 950 eine Karte eures Hauses bzw. eurer Räumlichkeiten.
Dadurch erkennt der Ecovacs Deebot Ozmo T8 Aivi sehr gut zahlreiche Hindernisse wie Wände, Schränke und Stuhlbeine. Bei kleineren Objekten wie z. B. dem Spielzeug der Kinder, Socken oder Schuhe haben zahlreiche Saugroboter jedoch Probleme, denn diese erkennen viele Saugroboter nicht und schieben diese quer durch den Raum vor sich her. Hier soll die neue künstliche Intelligenz (KI) des Ozmo T8 für deutliche Besserung sorgen, denn genau diese soll auch die kleinen Hindernisse erkennen.
Mit dem rotierenden Laserdistanzsensor misst der Roboter permanent den Abstand um sich, und zwar in alle Richtungen. Aus diesen Informationen bzw. Messwerten erstellt dieser schließlich die Raumkarte eurer Wohnung oder dem Stock vom Haus, wodurch dieser dann deutlich präziser navigieren kann, als ohne diesen Sensor. Dadurch weiß der Deebot Ozmo T8 Aivi jederzeit, wo er sich befindet, sofern dieser zuvor einmal den kompletten Stock gereinigt hat und eine Raumkarte erstellt hat.
Bei der grundlegenden Navigation unterscheidet sich der neue intelligente Ozmo T8 Aivi jedoch kaum von den anderen Ecovacs Robotern mit einem Laserdistanzsensor. Startet man die Reinigung, unterteilt der Roboter die Wohnung bzw. größere Räume im Haus automatisch in mehrere kleine Bereiche bzw. Sektoren. Diese umfährt dieser dann an der Wand komplett herum, bis der äußere Bereich einmal komplett umfahren und dabei gereinigt wurde. Direkt danach beginnt dieser dann den inneren Teil in geraden Bahnen abzufahren, sofern dazwischen keine Hindernisse sind. Sind diese vorhanden, dann umfährt dieser diese selbstverständlich.
Die Navigation während des Reinigungsvorgangs ist sehr effizient. Der Roboter weiß durch den ersten kompletten Reinigungsvorgang, bei dem man vorher alle Gegenstände wie Schuhe usw. entfernt hat jederzeit, wo sich diese gerade beim Reinigen befindet. Somit lässt dieser, auch wenn es manchmal so aussieht keinen Bereich aus, schließlich kommt dieser im Laufe der Reinigung zu dem zuvor ausgelassenen Bereich zurück und schließt damit die komplette Reinigung ab.
Nach der Reinigung bzw. auch während dessen kann man in der App Live auf der Karte verfolgen, wo der Saugroboter bereits seine Bahnen gezogen hat und wo dieser noch nicht war. Sollte es zu Problemen kommen, bei denen es passiert, dass der Roboter sich festfährt, kann man in der App Bereiche bestimmen, welche dieser zukünftig nicht mehr befahren soll. Dies kann z. B. das Holz-Ablagefach unter dem Holzkamin sein oder ein Stuhl in der Ecke, unter den dieser kommt, jedoch Probleme hat, wieder heraus zu navigieren.
Ihr müsst euch keine Sorgen machen, dass der Deebot Ozmo T8 Aivi Treppenstufen herunterstürzt. Schließlich hat Ecovacs diesem wie bereits den Ozmo 950 und zahlreichen anderen Modellen mit mehreren Absturzsensoren an der Unterseite ausgestattet. Dadurch erkennt diese einen Abgrund und bremst davor ab und fährt diesen an der Kante entlang ab. Durch genau diese Sensoren kann es jedoch wie bei zahlreichen anderen Saugrobotern zu Problemen mit Teppichen kommen. Habt ihr z. B. einen weißen Boden und einen dunklen kurzhaarigen Teppich, dann passiert es meistens, dass die Sensoren dies als Abgrund erkennen und der Roboter somit nicht über bzw. auf den Teppich fährt. Dies ist jedoch z. B. beim Roborock S5 meiner Schwiegermutter auch der Fall und somit kein Einzelfall mit dem nur Ecovacs zu kämpfen hat.
Hindernisüberwindung
Ebenso wichtig, wie eine gute Navigation, ist auch die Hindernisüberwindung. Schließlich habe viele unter euch, wie auch wir, einen Teppich im Wohnzimmer liegen. Diesen sollte der Ecovacs Deebot Ozmo T8 Aivi jedenfalls ohne Probleme überwinden, denn diesen ständig wegzuräumen, würde einen auf Dauer natürlich absolut stören. Damit der Deebot Ozmo T8 Aivi damit keine Probleme hat, setzt Ecovacs hier auf die bereits beim Deebot Ozmo 950 bewährte Antriebstechnik, durch die es für den Roboter kein Problem ist, Hindernisse bis zu einer Höhe von 2 cm zu überwindet. Damit dies jedoch problemlos gelingt, sollte die Kante leicht abgerundet sein, denn bei harten Kanten ist schon bei gut 1 bis 1,5 cm Schluss.
Sofern man eine der beiden Wischplatten montiert hat, egal ob die normale oder die elektronische, erkennt der Roboter dies und überfährt dann keine Teppiche, somit muss man diese logischerweise entfernen, sofern man auch diesen abgesaugt haben möchte.
Saugleistung
Der Deebot Ozmo T8 Aivi hat in meinem Test eine sehr gute Saugleistung bzw. ein sehr gutes Reinigungsergebnis erzielt. Den Schmutz auf Hartböden wie z.B. Fließen, Parkett, Vinyl, usw.) hat dieser sehr gründlich entfernt. Auch mit Teppichböden hatte dieser keinerlei Probleme, doch damit auch hier eine tiefe und gründliche Reinigung gewährleistet wird, sollte man in der App dementsprechend die Saugleistung erhöhen bzw. anpassen. Hier Stehen nämlich mehrere Stufen (Leise, Standard, Maximal und Maximal+) zur Auswahl, von denen von Werk aus Standard eingestellt ist. Je nach festgelegter Saugleistung erhöht sich selbstverständlich auch die Lautstärke des Roboters, doch gerade die beiden Stufen Leise und Standard kann man getrost auch dann nutzen, wenn man gerade zuhause ist.
Die wunderbare automatische Teppicherkennung aus dem Deebot Ozmo T8 Aivi hat auch im neuen Saugroboter wieder Einzug erhalten. Hat man diese in den Einstellungen aktiviert, dann erhöht der Saugroboter beim befahren von Teppichen völlig automatisch die Saugleistung und reduziert diese wieder, sobald er diesen verlässt.
kurzes Reinigen von 10 m2 im Wohnzimmer ohne Teppichreinigung.
Da der Ecovacs Deebot Ozmo T8 Aivi nicht nur einmal durch den Raum saugt, sondern gleich zwei Reinigungsvorgänge durchführt, ist das Reinigungsergebnis sehr gut.
Wischfunktion
Inzwischen gibt es einige Saugroboter mit einer Wischfunktion, die jedoch das normale händische Wischen keineswegs ersetzten. So war dies z.B. auch beim Ecovacs Deebot Ozmo 950 der Fall, für feinen Staub und leichte Flecken war dies vielleicht ok, doch bei angetrockneten Flüssigkeiten hatte dieser keine Chance. Hier macht der neue T8 Aivi einen großen Unterscheid, denn neben einer einfachen Wischplatte mit Wassertank, kann die mitgelieferte elektrisch gesteuerte Wischplatte (ebenfalls mit Wassertank) angebracht werden, welche auch hartnäckigen Schmutz entfernt bekommt. Mit dieser elektronischen Wischplatte bearbeitet der Deebot Ozmo T8 Aivi den Boden beim Wischen mit hochfrequenten Vibrationen bzw. schnellen vor und zurück Bewegungen der Wischplatte.
Der Unterschied zur normalen Wischplatte ist dabei, dass der Boden nicht nur mit dem feuchten Tuch leicht abgewischt wird, sondern durch die schnellen Bewegungen regelrecht weggeschrubbt wird. Klar kann diese Methode immer noch nicht mit einer händischen Reinigung mithalten, doch das Ergebnis ist dennoch deutlich besser als bei der aktuellen Konkurrenz mit einer einfachen Wischfunktion. Beim Wischmodus stehen in den Einstellungen zwei Wischfunktionen zur Auswahl, Schnellschrubben (standardmäßig aktiviert) und „Tiefenschrubben“ damit der Boden noch gründlich geschrubbt wird.
Nachteil dieser neuen Wischplatte ist jedoch, dass der Deebot Ozmo T8 Aivi sofern diese angebracht ist, deutlich lauter ist. Hier liegt der Unterschied bei knapp 20 dB, was dementsprechend schon einiges ist, schließlich gilt hier, dass 10 dB mehr, gut doppelt so laut bedeutet. Sollte man zuhause sein und den Roboter mit der elektronischen Wischplatte laufen lassen wollen, dann kann ich hier jedenfalls abraten, denn dies ist akustisch zu laut, sodass man damit im Hintergrund nicht Fernsehen kann oder Ähnliches. Dafür wiederum legt Ecovacs neben der elektrisch gesteuerten Wischplatte auch einen Aufsatz inkl. Wassertank für den normalen Wischvorgang bei. Somit kann man je nach Verschmutzungsgrad und ob man gerade unterwegs oder daheim ist, selbst entscheiden, ob man den Boden intensiver feucht reinigen möchte oder nur feucht ausgewischt haben möchte. Die Wasserdurchflussmenge kann man bei beiden Wischplatten in der App selbst konfigurieren, dabei steht die Option: niedrig, Mittel, Hoch und sehr Hoch zur Auswahl.
Durchaus sinnvoll ist die bereits erwähnte automatische Teppicherkennung des Deebot Ozmo T8 Aivi. Dadurch müssen nämlich Teppiche und Fußmatten vor dem Wischen nicht weggeräumt werden, sondern der Saugroboter erkennt diese automatisch und umfährt diese. Dafür nutz der Deebot Ozmo T8 Aivi die Teppicherkennung und man muss nicht mal eine „Nicht-Wischen-Funktion“ einzeichnen, dazu aber unter App mehr. Die Wisch-Funktion wird automatisch aktiviert, sobald der Wassertank mit Wasser gefüllt wurde und man eine der beiden Wisch-Platte angebracht hat. Möchte man nicht das gewischt, wird, kann man den Roboter problemlos auch ohne Wassertank laufen lassen.
Wie bereits im Laufe des Testberichts erwähnt, können sämtliche Einstellungen des Ecovacs Deebot Ozmo T8 Aivi, mithilfe der umfangreichen App eingestellt werden. Jedoch wurde die App sehr vielen Einstellungsmöglichkeiten sehr übersichtlich gestaltet.
Beim Starten der App landet man direkt auf der Übersichtsseite, bei der einem normalerweise alle Ecovacs Geräte aufgelistet werden. Bei mir ist dies jedoch aktuell lediglich der Ecovacs Deebot Ozmo T8 Aivi. Hier kann man dann entweder auf „Intelligente Reinigung“ oder „Videomanager“ tippen, je nachdem, ob man Einstellungen am Roboter vornehmen möchte oder diesen als Überwachungskamera nutzen möchte.
Die Funktion „Videomanager“ ist eine durchaus interessante Zusatzfunktion, welche sich durch die Frontkamera am Saugroboter ergibt. Mit dieser Funktion ist es möglich, den Ecovacs Deebot Ozmo T8 Aivi als mobile- und fernsteuerbare Überwachungskamera nutzen zu können. Somit kann man auch von unterwegs, wenn man möchte nach dem rechten sehen, indem man quasi zu jedem Raum im Haus fährt, sofern diese alle auf einer Etage sind. Zudem kann man darüber bei Bedarf auch über den verbauten Lautsprecher z. B. den Partner-/in fragen, ob alles daheim ok ist. Nutzt man diese Funktion nicht, kann man die von Ecovacs beigelegte Kameraabdeckung aufkleben, damit man hier seine Privatsphäre hat. Während des Ladevorgangs geht diese Funktion übrigens nicht, da die Kamera logischerweise von der Ladestation abgedeckt wird. Dies wird euch jedoch auch am Smartphone angezeigt, denn dies erkennt die Ladestation bzw. der Roboter automatisch.
Wählt man im Startbildschirm intelligente Reinigung aus, dann gelangt man in das Untermenü des Saugroboters. In diesem Menü, würde ich direkt den erweiterten Modus aktivieren, dadurch erhält man nämlich noch einmal deutlich mehr Einstellungsmöglichkeiten dazu. Im Menü „Grundeinstellungen“ kann man unter anderem die Saugkraft von „Standard“ auf: Leise, maximal und maximal+ verändern. Bedenken sollte man hier jedoch, dass eine höhere Saugkraft zwar besser saugt, jedoch zeitgleich auch die Lautstärke des Saugroboters erhöht. Im Menüpunkt darunter regelt man die Wasserdurchflussrate, bei der man wie schon erwähnt zwischen dem Standard-Wert „Mittel“, auch niedrig, Hoch und sehr Hoch einstellen kann. Hier könnt ihr frei wählen, passt jedoch darauf auf, dass ein Parkettboden nur feucht und nicht nass gewischt werden darf, und zudem sollte man auch auf den Hinweis von Ecovacs achten, denn der Hersteller informiert in diesem Menü darüber, dass ein hoher Wasserdurchfluss dazu führen kann, dass der Roboter mit seinen Rändern wegrutschen könnte. Beim verwenden der elektronisch gesteuerten Wischplatte kann man im Menü „Schrubbmuster“ wählen, ob dieser einen normalen S-fömigen Pendelwischbetrieb (Schnellschrubben) oder den Vor- und Zurück-Pendelwischbetrieb (Tiefenschrubben) ausführen soll. Das Schnellschrubben ähnelt dabei dem normalen Saugen, bei dem der Saugroboter einzelne Bahnen abfährt, während er bei Tiefenschrubben die einzelnen Bahnen doppelt befährt, was somit eine doppelt so gründliche Reinigung ermöglicht.
Beim Punkt Reinigungstuch-Erinnerung kann man aktiveren, dass man per Push-Benachrichtigung informiert wird, das Reinigungstuch an der Unterseite zu entfernen und kurz sauber zu machen bzw. bei der elektronischen Wischplatte dieses gegen ein neues austauscht. Beim normalen waschbaren Mikrofasertuch kann dieses problemlos gereinigt werden, dazu dies einfach am Klettverschluss entfernen und von der Halterung abziehen. Bei der elektronischen Wischplatte handelt es sich um Tücher, die nicht gewaschen werden können und somit müssen diese wie erwähnt ausgetauscht werden. Dies geht ebenfalls sehr einfach, da diese lediglich via Klett an der Wischplatte gehalten werden.
Die Auto-Saugkraftverstärkung sollte man im entsprechenden Menüpunkt auf jeden Fall auch aktivieren, sofern man möchte, dass der Roboter diese selbstständig erhöht, wenn dieser auf einen Teppich fährt. Kontinuierliche Reinigung wiederum habe ich ebenfalls aktiviert, da diese meiner Meinung nach besonders sinnvoll ist. Ist nämlich der Akku leer, fährt der Roboter zur Ladestation und setzt die Reinigung fort, sobald dieser wieder voll aufgeladen ist.
Aktiviert man den „Ruhemodus“ dann startet dieser weder die eventuell geplanten Reinigungen, noch fortgesetzte Reinigungen und auch die Sprachmeldungen, sowie Leuchten am Saugroboter sind deaktiviert. Im Menüpunkt darunter kommt man in einer durchaus sinnvolle und von mir häufig genutzt Funktion, die Reinigungsplanung. Dabei kann man nämlich genau bestimmen, an welchen Tagen und welcher Uhrzeit usw. der Deebot Ozmo T8 Aivi mit der Reinigung der eigenen Räumlichkeiten beginnen soll.
In den restlichen Menüpunkten kann man sich noch anzeigen lassen, wann man den Zubehör reinigen bzw. wechseln sollte, das Reinigungsprotokoll einsehen, die Sprachmeldung aktivieren (ganz wichtig, diese von Englisch auch Deutsch umstellen) oder den Saugroboter suchen. Drückt man hier auf das obere rechte Symbol, teilt der Deebot Ozmo T8 Aivi einem mit, wo dieser gerade ist, indem er durch den verbauten Lautsprecher „ich bin hier“ sagt.
Kartenerstellung
Wie jeder aktuelle Saugroboter mit einem Laserdistanzsensor (LDS), erstellt auch der neue Ecovacs Deebot Ozmo T8 Aivi automatisch während der Reinigung eine Karte der eigenen Räumlichkeiten. Dabei kann man während bzw. nach dem saugen unter anderem auch direkt erkennen, wo man z. B. einen Teppich liegen hat, oder die Füße des Tisches und der Stühle sind usw. Nach einmaligem Saugen aller Räume hat man somit direkt eine Karte der kompletten Räumlichkeiten im Haus. Anschließend kann man in der Karte jederzeit eine virtuelle Wand, die der Roboter nicht befahren soll bestimmen oder auch eine Nicht-Wischen-Zone einfügen. Diese Nicht-Wisch-Zone dient dazu, dass der Deebot hier eben nicht die Wischfunktion aktiviert, falls es eben in diesem Bereich aufgrund eines empfindlicheren Bodens nicht ideal wäre.Ebenfalls genial finde ich die Go-To-Zonen, diese dienen dazu, dass man dem Deebot Ozmo T8 Aivi direkt mitteilt, dass dieser zur in der Karten gekennzeichnete Fläche fährt und diese dann reinigt. Dies ist sehr vorteilhaft, wenn man z. B. etwas Zucker oder Mehl in der Küche verschüttet hat und zu faul ist, den herkömmlichen Staubsauger herzuholen. Dasselbe geht übrigens auch im Überwachungsmodus mit dem Videomanager, hier kann man auch dem Roboter mitteilen, dass dieser an einen bestimmten Ort hinfährt, um dort das aktuelle Live Bild von der Kamera betrachten zu können.
Kommen wir noch zur bereits angedeuteten Erstellung der Mehrgeschosskarten. Diese ist nämlich vor allem für Hausbesitzer von Vorteil, denn somit kann man die tollen Kartenfunktionen auch problemlos auf zwei Etagen nutzen. Um diese Funktion nutzen zu können, muss man jedoch den „Erweiterten Modus“ in den Einstellungen aktiviert haben und es muss die Mehrgeschossreinigung im Menü des Roboters und die Ortung am Smartphone aktiv sein.
Hat der Saugroboter den ersten Stock, also den Bereich im Erdgeschoss komplett gereinigt und ist wieder an der Ladestation angekommen erstellt dieser die erste Karte vom Erdgeschoss. Anschließend muss man wie in der Anleitung in der App beschrieben, den Saugroboter inkl. Ladestation in den nächsten Stock tragen und dort aufstellen. Ist der Saugroboter voll aufgeladen, kann man umgehend die Reinigung vom zweiten Stock starten, dies sollte jedoch auch von der Ladestation aus erfolgen. Ist der Roboter auch hier fertig, dann kann man auch dieses Geschoss abspeichern. Anschießend kann man die Karten in der Kartenverwaltung jederzeit aufrufen und hier virtuelle Wände einzeichnen usw.
(App: 4 von 5 Punkten)
Lautstärke
Die Lautstärke des Ecovacs Deebot Ozmo T8 Aivi ist sehr gut. Denn dieser gehört rein vom Saugen zu den leisesten Saugrobotern auf dem Markt. Die Lautstärke hängt hier jedoch logischerweise von der gewählten Saugstufe ab, daher bewegt sich diese auch hier beim neuen Saugroboter aufgrund desselben Motors, zwischen 45 bis 66 dB. Bei der eingestellten Saugstärke „normal“ liegt dies etwa bei knapp über 50 dB, sodass man sich hier dennoch gut unterhalten kann. Beim Saugen von Teppichen erhöht der Saugroboter natürlich seine Saugleistung, sofern aktiviert, und somit ist er hier etwas lauter mit knapp 65 dB.
Ecovacs Deebot Ozmo T8 Aivi: Lautstärke mit der neuen elektronischen Wischplatte.
Beim zusätzlichen Wischen hat die normale Wischplatte keinerlei Einfluss auf die Lautstärke, schließlich schleift bzw. gleitet diese lediglich leicht über dem Boden. Im Gegenteil, da der Roboter bei angebrachter Wischplatte keine Teppiche überfährt, ist dieser somit eigentlich sogar leiser, da die Saugleistung nicht erhöht wird.
Bei der elektronischen Wischplatte ist dies mit der Lautstärke jedoch wie bereits angedeutet anders, denn diese hat einen deutlichen Einfluss auf die max. Lautstärke. Durch hier ständige schnelle Bewegung ist diese deutlich lauter, sodass der Roboter nun nicht mehr nur 50 dB wie beim Saugen erreicht, sondern 70 dB. Was wie bereits erwähnt deutlich lauter ist.
(Lautstärke: 4 von 5 Punkten)
Akkulaufzeit
Damit der Ecovacs Deebot Ozmo T8 Aivi die Ladestation schnellstmöglich nach dem Ende des Reinigungsvorgangs findet, solltet ihr diesen, direkt von der Station aus starten lassen. Dies ist immer sehr von Vorteil, denn ansonsten irrt dieser teils etwas länger umher oder findet diese gar nicht, bis dieser euch mitteilt, dass ihr ihn bitte zu dieser bringen sollt. Doch dieses Problem hatte ich in meinem Test nicht, der Roboter fuhr zwar gelegentlich erst in die falsche Richtung, doch dann wendete er direkt und machte sich auf den direkten Weg zu Ladestation.
Da der neue Deebot Ozmo T8 Aivi auf derselben Basis wie der von mir bereits getestete Deebot Ozmo 950 basiert, besitzt dieser exakt denselben Akku. Dieser ist 5.200 mAh groß und ermöglicht eine Betriebszeit von bis zu 3 Stunden bzw. 300 m². Ob diese reine Arbeitszeit für eure komplette Wohnung bzw. Haus ausreicht, hängt dabei natürlich von euren Räumlichkeiten, also von der Größe eurer Wohnung oder dem Haus und wie verwinkelt diese sind. Habt ihr viele rechteckige Zimmer, welche der Saugroboter nach dem Rand abfahren, möglichst im inneren Feld gerade abfahren kann, dann reicht dies weiter aus, als wenn hier viele Tischfüße usw. im Weg sind.
Sollte der Akku jedoch während des Reinigen fast leer gehen, aber die Etage noch nicht fertig gereinigt sein, dann setzt der Ecovacs Deebot Ozmo T8 Aivi die Reinigung wie bereits erwähnt nach dem aufladen automatisch fort (sofern in den Einstellungen aktiviert). Für eine volle Akkuladung benötigt der Deebot Ozmo T8 Aivi knapp 5 Stunden, was daran liegt, dass der Akku verhältnismäßig groß ausfällt. Schließlich muss dieser nicht nur den Antrieb, sondern auch die ganzen Sensoren, die Kamera, den Saugmotor, die Reinigungsbürsten und die Wischplatte antreiben. Dies alles braucht einiges an Strom und daher ist dieser große Akku auch absolut wichtig.
(Akkulaufzeit: 4,5 von 5 Punkten)
TEIL 3
bestehend aus „Preis/Leistung“ entspricht 10% der Gesamtwertung
Beschreibung
Ecovacs wirbt den Deebot Ozmo T8 Aivi als den fortschrittlichsten AI-gesteuerten Deebot. Damit hat das Unternehmen auch absolut recht, schließlich handelt es sich hierbei technisch gesehen um den neusten und somit intelligenteste Saugroboter des Unternehmens.
Der Deebot Ozmo T8 Aivi reinigt dank Laserdistanzsensor sehr präzise und erkennt mit der Kamera einige Gegenstände wie Socken, Schuhe und Kabel. Dadurch gelingt es diesem möglichst jeden Abschnitt im Raum abzufahren, sofern er in alle Lücken hineinpasst. Bei noch unbekannten Dingen wie kleines Kinderspielzeug, hat dieser jedoch noch Probleme. Hier lernt der Roboter jedoch selbst dazu und Ecovacs erweitert zudem die Erkennung von Objekten regelmäßig, sodass immer mehr Dinge erkannt werden sollen. Zusätzlich kann dieser wie bereits der Deebot 950 auch im selben Arbeitsgang direkt noch feucht wischen und somit noch gründlicher reinigen. Mit der neuen elektronisch gesteuerten Wischplatte gelingt es diesem sogar, noch effektiver den Boden zu reinigen, was jedoch zugleich für eine erhöhte Lautstärke sorgt. Dank intelligenten Sensoren an der Unterseite, erkennt dieser automatisch Teppiche, auf diesen er dann die Saugleistung erhöht, aber auch, sofern angebracht die Wischfunktion automatisch deaktiviert.
Preis/Leistung
Für den neusten und fortschrittlichsten Saugroboter Ecovacs Deebot Ozmo T8 Aivi muss man aktuell ordentlich in die Taschen greifen, denn Ecovacs hat die UVP mit stolzen 799,00 € angesetzt. Auch online ist dieser zumindest aktuell noch nicht besonders billiger erhältlich, denn ich hier liegt dieser preislich bei knapp 770€.
Keine Frage, der Saugroboter ist aktuell einer der Besten auf dem Markt, den bei Reinigungsergebnis ist dieser ebenso hervorragend wie beim Erkennen von zahlreichen Hindernissen. Der Funktionsumfang ist sehr üppig und lässt genauso wenig Wünsche offen wie der ordentliche Lieferumfang. Den Ecovacs Deebot Ozmo T8 Aivi kann ich als Saugroboter mit einem der besten Reinigungsergebnisse mit gleichzeitigem Wischvorgang empfehlen, welcher sich auch für komplexere Räume sehr gut eignet. Vorausgesetzt, man muss nicht auf den Preis achten.
Wer wiederum auf die zusätzliche Kamera, sowie die elektronische Wischplatte verzichten kann und etwas mehr aufs Geld achten muss, dem empfehle ich den von mir getesteten Ecovacs Deebot Ozmo 950. Dieser bietet nämlich einen nahezu identischen Leistungsumfang und das Reinigungsergebnis war auch hier überzeugend. Verzichten muss man hier jedoch auf die bessere Objekterkennung bei der Reinigung, denn die künstliche Intelligenz ist hier nicht mit an Bord. Dafür werden hierfür jedoch auch „nur“ 470€ fällig.
In diesem testr LITE Testbericht möchte ich euch ein weiteres Smart Home Produkt aus dem Hause Gardena vorstellen, welches für viele Gartenbesitzer interessant ist. Die Rede ist von dem Gardena smart Sensor, der euch wichtige Informationen zu eurem Boden liefert bzw. diese, dem eventuell vorhanden Gardena Mähroboter oder der Gardena smart Water Control übermittelt. Dadurch wissen die anderen smarten Geräte ganz genau, ob ein Mähen des Rasens nach der aktuellen Programmierung gerade Sinn macht oder der Rasen heute überhaupt gewässert werden muss. Ob der Bodensensor sein Geld wert ist und das smarte System sinnvoll erweitert, verrate ich euch im folgenden Testbericht.
Die neue Huawei Watch GT 2e vereint die technischen Merkmale der Huawei Watch GT 2 mit einem neuen, sportlichen Design. Daher bietet die Watch GT 2e insgesamt 85 Trackingmodis, 15 professionell Sportmodis, sowie ein GPS-Modul und ein Höhenbarometer, welche für Sportaktivitäten benötigt werden. Das Aufzeichnen der Aktivitäten funktioniert im Test tadellos und selbst das Aufzeichnen des Schlafes erwies sich im Test als eine praktische Funktion. Außerdem ist die Uhr vom Design keine reinrassige Sportuhr, sodass diese problemlos zu jedem Anlass getragen werden kann. Leider verzichtet Huawei hier auf eine Telefonfunktion, sowie auf NFC, sodass man nicht über die Uhr telefonieren kann, doch auf diese Funktionen kann man aufgrund des niedrigen Preises von unter 170€ sicherlich auch verzichteten.
Bestehend aus „Verpackung/Design/Verarbeitung“ entspricht 25% der Gesamtwertung
Verpackung
Äußerlich ähnelt die Verpackung der neuen Huawei Watch GT 2e voll und ganz der Huawei Watch GT 2. Somit ist die Verpackung der Watch GT 2e ebenfalls schlicht gehalten und fällt sehr minimalistisch aus. Die quadratische, komplett in Schwarz gehaltene Verpackung hält soweit kaum Informationen über die Smartwatch bereit. Lediglich an der Oberseite des Deckels findet man eine Hochglanzabbildung der Smartwatch, und zwar in dem Design, in dem diese gewählt wurde. Darüber zieren den Deckel ein goldenes Herstellerlogo sowie der Name der Smartwatch „ Huawei Watch GT 2e“. Betrachtet man wiederum die Unterseite, gibt es hier kaum interessante Dinge, lediglich der große Aufkleber, welcher neben dem der Uhr, auch über die Modellbezeichnung, die gewählte Farbe der Uhr und das Material, sowie die Farbe des Armbands informiert.
Entfernt man den Deckel der Verpackung, kann man direkt die Huawei Watch GT 2e erblicken. Dabei ist die Uhr in einen dünnen Deckel eingesetzt, unter dem sich das restliche Zubehör versteckt. Neben dem Platz, in dem die Uhr eingesetzt war, findet man darunter zwei weitere schwarze Kartonagen, in denen zur rechten die üblichen Beschreibungen verstaut sind und links das Ladekabel inkl. separaten Ladesockel.
(Verpackung: 3,5 von 5 Punkten)
Design
Bei der Huawei Watch GT 2e erinnert der Look an eine typische Fitness-Smartwatch. Zwar fällt diese vom Design z. B. deutlich weniger klobig aus, als eine Casio WSD-F20A oder Garmin Fenix 5, doch als klassische Modeuhr, wie die normale Huawei Watch GT 2 kann diese nicht bezeichnet werden.
Huawei bietet die Watch GT 2e in vier Varianten bzw. Farben an. Ein weißes Modell mit einem weißen Fluorelastomer-Band, ein minzgrünes Modell mit einem grünen TPU-Band, welches jedoch hier schwarz gelocht ist, dem roten Modell mit einem rotem TPU-Band mit schwarzen Löchern und zu guter Letzt das schwarze Modell, mein Testgerät, mit einem schwarzen Fluorelastomer-Band.
Die Smartwatch mit einem Gehäusedurchmesser von 46 mm (identisch zu normalen Watch GT 2) bringt ohne Armband 43 g auf die Waage (mit Armband 55 g). Bei der Größe gibt es dieses Mal nur eine Variante und nicht wie bei der Watch GT 2 eine zusätzliche 42 mm Version. Bei allen vier Varianten besteht das Gehäuse aus Edelstahl und Kunststoff, je nachdem welche Farbe man hier wählt, ist dieser dann Silber oder schwarz.
Wie es sich für eine sportliche Smartwatch gehört, ist die Huawei Watch GT 2e nach der Schutzklasse 5 ATM wasserdicht. Diese Schutzklasse bedeutet jedoch keineswegs, dass man damit 5 Meter tief tauschen kann, sondern lediglich, dass diese beim Duschen getragen werden kann und gegen Schweiß geschützt ist. Jedoch gibt Huawei auch an, dass man mit der Uhr schwimmen gehen kann, was ich soweit auch getestet habe und problemlos geklappt hat.
Beim verbauten Display handelt es sich um exakt dasselbe 1,39 Zoll AMOLED Display mit einer Auflösung von 454 x 454 x 454 Pixeln, wie bei der 46 mm Version der Huawei Watch GT2. Dieses ist bei zwei Modellen von einem einfachen Rahmen und bei den anderen beiden mit einer zusätzlichen aufgedruckten Lünette versehen.
Das Edelstahlgehäuse der Smartwatch besitzt an der rechten Seite zwei dezente, ebenfalls aus demselben Material gefertigte Bedientasten und geht nahtlos in das wechselbare Kunststoffarmband über. Die Unterseite wiederum ist aus einem schwarzen Kunststoff gefertigt, der jedoch einen robusten Eindruck macht. Hier findet man zentral etwas erhaben den Pulssensor und die beiden minimal vertieften Ladekontakte. Ebenso wie das Gehäuse der Uhr besteht die Dornschließe des Lederarmbands aus schwarzem, beschichtetem Edelstahl. Das Armband kann bei Bedarf jederzeit gegen andere 22 mm breite Armbänder von Huawei oder beliebigen anderen Herstellern ausgetauscht werden, welche über denselben Befestigung-Mechanismus verfügen. Der Wechsel erfolgt ganz einfach durch den Schiebemechanismus an der Innenseite der Armbänder.
(Design: 4 von 5 Punkten)
Verarbeitung
Bei der Verarbeitung der neuen Huawei Watch GT 2e gibt es keine Kritik. Das Display sitzt absolut mittig zwischen der Lünette und fühlt sich sehr angenehm an. Des Weiteren sorgt das hautfreundliche Fluorelastomer-Band durch ein feines Raster dafür, dass dieses möglichst eng ums Handgelenk getragen werden kann, sodass bei jeder Sportart eine präzise Pulsmessung gewährleistet werden kann. Die Gehäuse-Materialien: Edelstahl, Glas und Kunststoff wurden wunderbar miteinander kombiniert und sind allesamt gut verarbeitet.
Zudem ist die Uhr bis 5 ATM (50m) Wasserdicht, daher muss man diese theoretisch beim Duschen, Händewaschen und auch beim Schwimmen nicht ablegen. Dennoch würde ich nicht dazu raten, mit ihr zu tauchen, da dabei eventuell der Maximaldruck von 5 bar überschritten werden könnte. Dass man das Armband der Smartwatch einfach per Schiebemechanismus tauschen kann, ist ebenfalls positiv und funktioniert sehr einfach.
(Verarbeitung: 4 von 5 Punkten)
TEIL 2
bestehend aus „Funktion des Produktes“ entspricht 65% der Gesamtwertung
Art der Uhr
Smartwatch mit Herzfrequenzsensor und integriertem GPS-Modul, sowie Höhenbarometer
Huawei Watch GT 2e Ladekabel Ladesockel Bedienungsanleitung usw.
Technische Daten der Huawei Watch GT 2e
Tragekomfort
Huawei wirbt die neue Watch GT 2e als sportliche Smartwatch an, was das Unternehmen nicht nur durch die Integrationen zahlreicher Aktivität-/und Trackings-Apps, schafft, sondern auch durch den verbauten Herzfrequenzsensor an der Unterseite und dem sportlichen und robusten Design der Uhr. Daher bietet Huawei von Werk auch nur Armbändern aus hautfreundlicher Kunststoffbasis an, da sich ein Lederarmband beim Sport nicht wirklich eignen würde und schnell kaputt gehen würde.
Durch die große Unterseite hat die Uhr eine gute Auflagefläche, wodurch der Druck am Handgelenk schön gleichmäßig verteilt wird. Die Uhr konnte ich bei vielen sportlichen Aktivitäten problemlos tragen, ob beim Joggen oder meinen langen Radtouren, die Uhr störte mich nicht. Dass sich hier natürlich unter der Uhr der Schweiß sammelt, ist völlig normal, denn dies liegt daran, dass die Uhr mit der Rückseite so nah auf der Haut aufliegt, dass hier die Luft nicht zirkulieren kann. Dies ist jedoch an meiner Apple Watch 4 ebenfalls der Fall und daher nichts, was man hätte vermeiden können. Sorgen um Schäden muss man sich hier selbstverständlich nicht machen, schließlich ist die UHR bis zu 5 ATM wasserdicht und somit auch gegen Schweiß geschützt.
Kommen wir nun zur Einrichtung der Huawei Watch GT 2e. Hier ist es identisch zur bereits getesteten Huawei Watch GT 2. Schließlich läuft auf der Watch GT 2e dasselbe Betriebssystem, und zwar kein Wear OS by Google, sondern eine eigene Software von Huawei mit dem Namen Lite OS. Kompatible ist die Smartwatch mit allen Smartphones ab Android 4.4, sowie iOS 9.0.
Damit man die Smartwatch und das eigene Smartphone miteinander koppeln kann, sollte man zuvor die kostenlose Huawei Health App (erhältlich für iOS und Android) auf dem Smartphone installieren. Währenddessen kann man natürlich problemlos die Huawei Watch GT 2e einschalten, was durch das längere Drücken der oberen seitlichen Taste erreicht wird. Anschließend muss man hier auf der Uhr die Sprache auswählen und bekommt nun den Hinweis die App herunterzuladen.
Direkt nach dem Starten der App muss man den Nutzungshinweisen und Benutzervereinbarungen zustimmen. Außerdem müsst ihr, sofern ihr keine Huawei-ID besitzt, nun eine erstellen, was jedoch selbstverständlich kostenlos ist. Hierfür sind keine persönlichen Daten wie eure Adresse notwendig, sondern lediglich eine gültige E-Mail-Adresse, sowie ein selbst ausgedachtes Passwort. Anschließend müssen noch einigen weiteren Zugriffsrechten zugestimmt werden und schließlich gelangt man auf eine Seite, bei der man einige grundlegende Informationen über sich selbst angeben sollte. Dazu zählen: das eigene Geschlecht, Körpergröße, Gewicht und Geburtsdatum usw. Ist dies alles eingegeben bzw. ausgewählt worden, gelangt man nach weiteren Zustimmungen, zu dem Punkt, an dem man wie ich als iPhone-User zustimmen kann, dass sämtliche sportlichen Aktivitäten welche das jeweilige Huawei Health-Device aufzeichnet, also Schritte, Puls usw. automatisch in die Apple Health-App importiert werden.
Anschließend hat man die App soweit eingerichtet, natürlich muss man nun auch noch die Huawei Watch GT 2e über die App einrichten. Dazu auf der Startseite unten rechts „Geräte“ auswählen und auf das „+“ tippen. Daraufhin Smartwatch-> Huawei Watch GT 2 Series auswählen (zu diese zählt auch die Watch GT 2e) und die Smartwatch auswählen, welche euch im Pop-up Fenster eingezeigt wird. Daraufhin wird die Uhr automatisch mit eurem Smartphone gekoppelt und einsatzbereit, jedoch sollte man direkt in den Geräte-Einstellungen wo nun die neue Huawei Watch GT 2e gelistet wurde nach ganz unten scrollen und hier unter „Firmware Aktualisierung“ direkt nach dem neusten Update suchen und dieses installieren.
Nachdem man die Uhr eingerichtet hat, gelangt man bei jedem Starten der App, direkt auf der Startseite. Hier erhält man direkt eine tägliche Übersicht sämtlicher aufgezeichneter Aktivitäten, sprich: Schritte, Work-out-Zeiten, Kalorien, gelaufene Distanz, Herzfrequenz usw. Außerdem wird beim Runterscrollen nach ganz unten automatisch die Qualität des Schlafs angezeigt, also wie lange man täglich geschlafen hat usw. Im nächsten Untermenü dem Punkt „Sport“, können Trainingseinheiten direkt vom Smartphone aus gestartet werden. Daher kann man über das Auswahlfenster oben die gewünschte Trainingseinheit z. B. Radfahren auswählen und darunter ein Ziel auswählen z. B. eine bestimmte Distanz, Kalorien oder eine Zeit. Drückt man auf Start, zählt der Countdown von 3 runter und die Aufzeichnung fängt an. Hier wird einem dann direkt alles wichtige für die jeweilige Sportart angezeigt, beim Radfahren ist dies die Karte, Zeit, Geschwindigkeit und die Herzfrequenz.
Zu guter Letzt gelangt man durch das letzte wichtige Untermenü „Geräte“ zu den Einstellungen der Huawei Watch GT 2e. In diesem Abschnitt kann man nicht nur nach Aktualisierungen suchen, sondern die Funktionen wie Huawei TruSleep, den Aktvitätsalarm und den Wecker einstellen usw. Beim letzten Menüpunkt handelt es sich um das Konto, hier kann man einige Daten, die man zu beginn festgelegt hat ändern, Erfolge einsehen usw.
(Einrichtung & Bedienung: 4 von 5 Punkten)
Display
Beim verbauten Display handelt es sich haargenau um dasselbe, wie bereits in der Huawei Watch GT 2. Daher handelt es sich auch hier um ein 1,39 Zoll großes AMOLED-Display, welches eine Auflösung von 454 x 453 HD bietet, was wiederum einer Pixeldichte von 326 ppi entspricht.
Der Einsatz eines AMOLED-Display an einer Smartwatch bietet wie bei einem Smartphone entscheidende Vorteile. Schließlich schafft ein herkömmliches IPS-Display nicht solch ein hervorragenden Schwarzwert, welcher bei AMOLED-Displays für den typischen überragenden Kontrast des Displays sorgt. Der am Display verbaute Umgebungslichtsensor sorgt dafür, dass sich die Display-Helligkeit im aktiviertem Zustand immer der Umgebungsbeleuchtung anpasst. Somit wird z. B. bei Sonnenschein dem etwas blendenden Glas des Displays entgegengewirkt, jedoch reicht die max. Helligkeit an einem sehr sonnigen Tag wie bei vielen anderen Smartwatches nicht ganz aus. Hier muss man daher gelegentlich die Hand zum Schattenspenden nutzen, um die Inhalte auf dem Display besser erkennen zu können. Im Normalen Umgebungslicht ohne direktes Sonnenlicht, welches auf das Display scheint und im Indoor Einsatz, ist das Display jedoch überragend scharf und man kann darauf sämtliche Inhalte gestochen scharf ablesen.
(Display: 4 von 5 Punkten)
Funktionen
Huawei wirbt die Watch GT 2e wie bereits anfangs des Testberichts erwähnt, als Smartwatch für den sportlichen Einsatz, welche jedoch bedenkenlos auch im Alltag getragen werden kann. Da es sich vorrangig um eine Sport-Smartwatch handelt, ist es naheliegend, dass hier ein Herzfrequenzsensor verbaut ist, schließlich kommt dieser ebenso in der „normalen“ Version zum Einsatz. Dieser Sensor überwacht kontinuierlich den Puls des Trägers und dies nicht nur bei sportlichen Aktivitäten, sondern auch völlig automatisch im Alltag. Dieser Wert bzw. die Werte, werden dann sofern ihr zugestimmt habt, automatisch am iPhone in der Huawei Health-App abgespeichert, sowie auf Wunsch, mit der Apple HealthKit-App synchronisiert. Dabei sind natürlich die zusätzlichen Messwerte wie VO2 max (maximale Rate vom Sauerstoffverbrauch beim Training), der aerob/ anaerober Trainingseffekt und die Erholungszeit, zu der die Uhr vor der nächsten Trainingseinheit rät, weitere hilfreiche Funktionen.
Damit eine Smartwatch jedoch für Sportler Sinn macht, ist nicht nur ein robustes Design wichtig, welches gegen Schweiß und Wasser schützt, sondern auch, dass diese viele Trainingsoptionen bietet. Bei der neuen Huawei Watch GT 2e sind dies nun nicht mehr nur 15 Sportarten wie bei der Watch GT2, sondern stolze 85 Stück, zu denen die Klassiker wie Laufen, Radfahren und Schwimmen zählen, aber auch besondere Exoten wie Federball, Billard, Dart usw.
Sofern es euch wichtig ist, dass ihr während der Trainingseinheit immer den aktuellen Puls in Echtzeit angezeigt bekommt, solltet ihr in den Einstellungen die kontinuierliche Messung des Pulses von „smart“ auf „in Echtzeit“ ändern. Dies könnt ihr jedoch nicht direkt über die Smartwatch festlegen, sondern nur über die Huawei Health-App. Bei smart ist die Häufigkeit der Pulsmessung abhängig nach dem jeweiligen Aktivitätslevel. Bei einer Trainingseinheit wird der Puls somit natürlich regelmäßiger gemessen als im Alltag beim Normalen laufen.
Da die Huawei Watch GT 2e über ein integriertes GPS-Modul und ein Höhenbarometer verfügt, können die zurückgelegten Distanzen beim Radfahren, Laufen usw. komplett über die Smartwatch aufgezeichnet werden. Dadurch kann man das Smartphone problemlos bei der täglichen Laufrunde zuhause lassen, denn das Aufzeichnen der Aktivitäten funktioniert komplett unabhängig vom Smartphone.
Eine Neuerung der Huawei Watch GT 2e ist der interne Speicher von 4 GB, von dem ca. 2,3 GB für Musik zur Verfügung stehen. Somit kann man den internen Speicher mit der eigenen Lieblingsmusik bespielen (Spotify usw.), um diese dann unterwegs über die gekoppelten Kopfhörer anzuhören. Die Huawei Watch GT 2e kann nämlich direkt mit Bluetooth-Kopfhörern gekoppelt werden, sodass man das Smartphone tatsächlich zuhause lassen kann, außer man muss unterwegs telefonieren. Schließlich besitzt die Huawei Watch keine Sim-Funktion, über die man die Smartwatch auch zum Telefonieren über den vorhandenen Smartphone-Vertrag nutzen könnte. Doch selbst wenn dies möglich wäre, würde es nicht gehen, da Huawei anders als bei der Watch GT 2 auf ein entsprechendes Mikrofon und den Lautsprecher verzichtet hat.
Wie viele andere Smartwatches und Fitnesstracker verfügt auch die Huawei Watch GT 2e über eine integrierte Schlaftracking-Funktion, welche im Test sehr gut funktionierte. Die Smartwatch misst in der Nacht, während man schläft nämlich regelmäßig den Puls, wie sehr man sich bewegt und wie regelmäßig die Atmung ist. Außerdem zeichnet diese auch die Dauer des Schlafes auf und nicht nur dass, sie ermittelt auch genau, wie viel ihr davon im Tiefschlaf bzw. leichten Schlaf und dem sogenannten REM-Schlaf gewesen seid. Diese Werte allesamt zusammen kombiniert ergeben dann zudem eine sogenannte Schlafbewertung für jede Nacht, damit ihr genau Bescheid wisst, wie gut ihr in der jeweiligen Nacht geschlafen habt, und bietet einem in der App Empfehlungen, wie man einen eventuellen schlechteren Schlaf verbessern könnte.
Zu guter Letzt kann eingestellt werden, dass man auf der Huawei Watch GT 2e diverse Benachrichtigungen erhält, wenn z.B, eine Nachricht bei WhatsApp eingeht usw. Diese werden einem auf dem Display angezeigt und zudem macht ein vibrieren oder auf Wunsch sogar ein Hinweiston darauf aufmerksam. Schade ist, dass man die Nachrichten zwar auf dem Display der Smartwatch lesen kann, doch zum Antworten muss man das Smartphone zur Hand nehmen, denn dies geht leider nicht über die Uhr.
(Funktionen 3,5 von 5)
Akku
Huawei gibt an, dass der verbaute Kirin A1 Prozessor eine hohe Leistung bei einem gleichzeitig niedrigen Stromverbrauch ermöglicht. Das dabei verwendete Dual-Chip-Design und die selbst entwickelten Stromspar-Algorithmen sorgen zudem, dass die Huawei Watch GT 2e eine Akkulaufzeit von bis zu zwei Wochen erreichen soll. Diese Laufzeit ist jedoch wie immer sehr davon abhängig, wie oft man das Display aktiviert, wie viele Aktivitäten man aufzeichnet usw. Daher sind die 14 Tage Laufzeit zwar sicherlich möglich, jedoch nur dann, wenn man die Uhr weniger für sportliche Aktivitäten nutzt und die Herzfrequenzmessung auf smart gestellt lässt. Möchte man die Uhr wiederum intensiv nutzen, wovon ich eher ausgehe, dann sollte man mit einer Laufzeit von gut 6 bis 7 Tagen rechnen, was dennoch ein sehr guter Wert ist. Nutzt man die Uhr dementsprechend weniger, sind natürlich mehr Tage kein Problem.
Der Akku der Huawei Watch GT 2e wird über einen magnetischen Ladesockel aufgeladen. Dieser besitzt zwei goldene Ladekontakte, welche beim anbringen an die Unterseite der Uhr, automatisch richtig zentriert werden. Somit erfolgt die Aufladung der Uhr nicht wie z. B. bei Apple kabellos, sondern über die Kontakt-Pins. Dabei hält die magnetische Verbindung jedoch sehr sicher, sodass beim kompletten Ladevorgang dieser Sockel ohne Kontaktverlust an seiner Position fixiert ist. Eine volle Aufladung auf 100 % dauert knapp ein Weinviertel Stunden, was ebenfalls ziemlich flott ist, vor allem wenn man überlegt, wie lange der Akku dann ausreicht.
(Akku: 5 von 5 Punkten)
TEIL 3
bestehend aus „Preis/Leistung“ entspricht 10% der Gesamtwertung
Beschreibung
Huawei wirbt die neue Watch GT 2e als elegante und stilvolle Smartwatch, die perfekt für sportliche Aktivitäten geeignet ist. Dafür hat das Unternehmen gegenüber der Huawei Watch GT 2 zahlreiche weitere Trainingsoptionen (Sportarten) integriert und dank des GPS-Moduls und einem Höhenbarometer zeichnet diese die absolvierten Aktivitäten auch vollkommen alleine ohne Smartphone auf.
Das zusätzliche ausgeklügelte Energiekonzept sorgt zudem für eine lange Akkulaufzeit, die in dieser Kategorie und zu dem geforderten Preis kaum ein anderer Hersteller bieten kann. Zwar wurde bei dem neuen Modell auf eine Telefoniefunktion verzichtet, doch dies dürfte aufgrund des günstigen Preises zu verschmerzen sein.
Beachten sollte man jedoch, dass auf der Smartwatch aus dem Hause Huawei das eigene Betriebssystem Lite OS läuft. Daher besitzt die Smartwatch keinen AppStore, sodass man deren Funktionsumfang durch zusätzliche sportliche Apps nicht erweitern kann. Dennoch sollten die von Werk aus vorinstallierten Apps für Hobbysportler auf jeden Fall ausreichen, schließlich wurde hier an alle beliebten Sportarten gedacht und selbst exotische Sportarten wie Drachensteigen ist mit dabei.
Preis/Leistung
Die UVP der Huawei Watch GT 2e hat das Unternehmen zum Marktstart mit 169€ festgesetzt. Bei Huawei Deutschland bekommt ihr aktuell jedoch für knapp 166€ einen kostenlosen Huawei Mini Speaker im Wert von knapp 70€ gratis dazu. Bei verschiedenen Shops ist die Uhr alleine jedoch aktuell auch günstiger zu haben und liegt preislich bereits bei unter 130€.
Für diesen Preis bekommt meine eine Smartwatch mit einer langen Akkulaufzeit, eine gute Ausstattung (Trainingsprogramme) und einem Prozessor, der für einen flüssigen Betrieb sorgt. Abstriche muss man hier jedoch bei der Erweiterung machen, denn da es keinen AppStore gibt, kann man den Funktionsumfang nicht selbst erweitern und da kein Mikrofon und Lautsprecher verbaut wurde, kann man über die Huawei Watch GT 2e leider nicht direkt telefonieren.
Der neue JBL CLUB 700BT ist einer der drei neuen Kopfhörer der CLUB-Serie. Dieser erweist sich in meinem Test als rundum guter On-Ear Kopfhörer, da dieser sowohl von der Verarbeitung, als auch vom Design und dem Klang positiv Punkten kann. Da auch die neue Kopfhörer-Serie wie z. B. die Kopfhörer der LIVE-Serie mit der JBL Headphones App kompatible sind, kann man hier weitere Einstellungen via Equalizer vornehmen und eventuell verfügbare Firmware-Updates installieren. Mit unter 150 macht man hier nicht viel verkehrt, denn auch der Tragekomfort ist nach mehreren Stunden bequem und die Akkulaufzeit von 50 Stunden sorgt dafür, dass man diesen problemlos auf längeren Reisen mitnehmen kann.
Bestehend aus „Verpackung/Design/Verarbeitung“ entspricht 25% der Gesamtwertung
Verpackung
Zwar handelt es sich beim JBL CLUB 700BT um ein Mitglied der neuen CLUB-Serie, doch dennoch blieb sich JBL hier vom Verpackungsdesign absolut treu, denn auch diese Serie ähnelt bei der Verpackung, sehr den bisherigen Kopfhörern.
Somit ist es hier wie häufig bei On-Ear Kopfhörern aus dem Hause JBL gewohnt so, dass die eigentliche stabile Hauptverpackung (schwarz) in eine rundum farbig bedruckte Umverpackung eingeschoben wurde. Diese Umverpackung informiert wie gewohnt über das Produkt und zeigt einige Ansichten von dem darin befindliche Produkt. Auf der Vorderseite erblickt man die üblichen Dinge, das JBL Firmenlogo in der linken oberen Ecke, sowie der Modellname und einige Ausstattungsmerkmale nach unten verlaufen rechts. Dazwischen befindet sich zudem noch eine große Hochglanzabbildung der Ohrmuschel des JBL CLUB 700BT. Zudem wird unten recht auf eine Akkulaufzeit von bis zu 50 Stunden hingewiesen, sowie links, dass der Bluetooth-Kopfhörer mit einer intelligenten AmbientAware-Funktion ausgestattet wurde und neben Bluetooth auch eine Hi-Res-Audio Zertifizierung besitzt.
Die rechte schmale Seite der Umverpackung zeigt vor einem schwarzen Hintergrund eine der beiden Ohrmuscheln von innen, sodass man darin ein großen Teil des verbauten Treibers sieht. Zudem wird hier unten ganz klein auf die verfügbare App „My JBL Headphones“ hingewiesen. Zu guter Letzt handelt es sich bei der ebenfalls dunkelgrauen Rückseite wieder einmal um die informative Rückseite. Daher präsentiert JBL hier einmal groß von der Seite betrachten den JBL CLUB 700BT, außerdem darf natürlich auch hier weder der Name des Unternehmens „JBL“ noch der, Name des Kopfhörers fehlen. Im linken Bereich listet JBL zudem wie von jedem Kopfhörer gewohnt, einige fürs Unternehmen wichtige Merkmale des Kopfhörers in Textform auf. Unten recht gibt es zudem die Information, dass es eine Schnellladefunktion gibt, sprich 15 Min aufladen reichen für 2 Stunden Musikwiedergabe aus. Des Weitern informiert JBL, dass die Akkulaufzeit wie bereits an der Vorderseite angegeben für 50 h ausreicht und das neben den Sprachassistenten Siri und Bixby, in der App auch Amazons Alexa und der Google Assistant eingerichtet werden können.
Direkt nach dem Durchtrennen der Versiegelung an der Unterseite kann das Innenleben aus der Umverpackung herausgezogen werden. Anschließend wird der Deckel der Verpackung ganz einfach von vorne nach hinten aufgeklappt. Daraufhin erblickt man direkt den JBL CLUB 700BT, welcher in einem schlichten schwarzen Kunststoffeinleger eingelegt wurde. Unter diesem Einleger ist ein kleiner schwarzer Karton versteckt, indem sich das restliche Zubehör befindet. Hierbei handelt es sich zum einen um die gewohnte Kurzanleitung, sowie einige weitere Hinweise. Zudem legt JBL noch einen dünnen Transportbeutel aus einem Neoprenartigen Material bei, sowie ein langes 3,5 auf 2,5 mm Klinken Kabel mit einer Ein-Tasten-Fernbedienung und ein USB-A auf USB-C Ladekabel.
(Verpackung: 4 von 5 Punkten)
Design
Beim neuen JBL CLUB 700BT handelt es sich um den günstigsten Kopfhörer der neuen Serie. Anders als die beiden anderen Modelle handelt es sich hierbei nämlich um das einzige On-Ear Modell der Serie und zudem besitzt dieser kein Noise-Cancelling, was die anderen beiden Modelle wiederum besitzen. Somit handelt es sich hierbei anders als bei den Over-Ear Modellen um einen On-Ear Kopfhörer, der nicht mit seinen weichen Polstern um das Ohr aufliegt, sondern direkt auf dem Ohr. Eigentlich bin ich persönlich kein Fan solcher Ohrhörer, doch die mit Leder bezogenen und mit Memory-Foam sehr weich gepolsterten Ohrpolster sorgen dafür, dass der Kopfhörer auch nach längerer Zeit sehr bequem sitzt.
Beim Design erkennt man direkt, dass die neuen Premium Kopfhörer der CLUB-Serie allesamt nichtmehr so sehr an die breite Masse gerichtet sind, sondern man mit dem neuen erwachseneren Design versucht, nun auch eben diese Zielgruppe, also die Erwachsenen zu gewinnen. Dies zeigt sich direkt darin, dass man die neue Serie nichtmehr in zahlreiche Farben anbietet, sondern alle nur in einem schlichten Schwarz. Anders wie bisher gewohnt, kommt hierbei auch nichtmehr nur Kunststoff zum Einsatz, sondern auch viel Aluminium, welches für einen edleren Look und für mehr Wertigkeit sorgt.
Sämtliche Teile, die beim Verwenden der On-Ear Kopfhörer täglich beansprucht werden, wurden aus massiven Metall gefertigt. Dies betrifft nicht nur den Federstahl im Inneren der Kopfbands, sonder auch der verstellmechanismus des Kopfbands, sowie die bewegliche Aufhängung der Ohrmuscheln und deren Scharniere zum Einklappen. Das üblicherweise bei modernen Kopfhörern oft versteckte Audiokabel, welches von dem Kopfbügel zur jeweiligen Ohrmuschel verläuft, ist hier deutlich sichtbar, da man sich hier auf das typische Retro-Design festgelegt hat. Wie jedoch von den bisherigen Kopfhörern gewohnt, prangt an beiden Aussenseiten der Ohrmuscheln ein silber-mattes JBL Logo, sowie ein dezentes in Hochglanz auf der Kunststoffoberseite des Kopfbügels und der Name der Serie an beiden Enden des Bügels.
Die metallische Kopf-Bügelverstellung verfügt über insgesamt 24 gut einrastende Raster, zudem lassen sich die beiden Ohrmuscheln sowohl um ca. 20° drehen, als auch einklappen. Dadurch lässt sich der Kopfhörer bei nicht Gebrauch relativ platzsparend in die mitgelieferte ungepolsterte Aufbewahrungstasche verstauen und nimmt eingepackt in einem Rucksack nicht mehr ganz so viel Platz in Anspruch.
(Design: 4 von 5 Punkten)
Verarbeitung
Die Verarbeitung des neuen JBL CLUB 700BT kann soweit sehr überzeugen. Hier stimmen sowohl die einzelnen Spaltmaße, als auch von der Materialqualität. Der Kunststoff wirkt keineswegs billig und die Polsterung des Kopfbügels aus Leder punkten bei der Verarbeitung. Außerdem wurden die häufig bei vielen Kopfhörern verwendeten Klapp- und Drehscharniere nicht aus Kunststoff, sondern aus langlebigem Metall gefertigt. Die beiden Ohrpolster sind beim JBL CLUB 700BT über einen Steckmechanismus befestigt und können somit bei Bedarf jederzeit durch neue ersetzt werden. Sollt man hier Ersatz benötigen, sollte man sich am besten direkt an den JBL Support wenden, denn aktuell werden diese noch nicht direkt im Shop als Ersatzteil angeboten.
Bei den Bedienelementen setzt JBL ausschließlich auf konventionelle Drucktasten, keine Touch-Bedienung. Dies halte ich auch soweit für kein Nachteil bei einem On-Ear Kopfhörer, sondern gefällt mir persönlich deutlich besser. Von Kopfhörern mit Touch-Bedienfeldern bin ich weniger überzeugt, da es hier oft zu einem Falschen ansprechen kommt, da die Befehle teils ähnlich sind und somit die Bedienung oftmals mehr erschwert, als erleichtert wird. Natürlich erzeugt das Suchen der Tasten um die Hörmuscheln für die typischen Reibegeräusche, die sich in das Innere der Kopfhörer übertragen, doch beim Musikhören mit normaler Lautstärke stört dies keineswegs.
(Verarbeitung: 4 von 5 Punkten)
TEIL 2
bestehend aus „Funktion des Produktes“ entspricht 65% der Gesamtwertung
Kopfhörer-Art
On-Ear-Kopfhörer
Kategorie
On-Ear-Kopfhörer mit Bluetooth 5.0
Farbe
Schwarz
Akkulaufzeit
Laufzeit Bluetooth®… bis zu 50 Std. Schnellladefunktion integriert: 15 min = 2 h Musikwiedergabe.
Gewicht
283 Gramm
Material
Hochflexibler Kunststoff und Aluminium
Treiber
Jeweils links und rechts ein 40 mm dynamic Treiber
1x JBL CLUB 700BT On-Ear-Kopfhörer 1x Klinkenkabel mit Mikrofon 1x USB-C Ladekabel Kurzanleitungen Transporttasche
Technische Daten des JBL CLUB 700BT
Tragekomfort
Da es sich beim JBL CLUB 700BT um einen On-Ear Kopfhörer handelt, ist der Tragekomfort sehr von den eigenen Vorlieben abhängig. On-Ear Kopfhörer liegen mit ihrem Anpressdruck nämlich nicht um die Ohren herum auf, sondern direkt auf dem Ohr. Das On-Ear Kopfhörer nicht jedem gefallen liegt unter anderem daran, dass diese oftmals dafür bekannt sind, dass ein zu hoher Anpressdruck auf eine unbequeme bzw. zu geringe Polsterung der Ohrpolster treffen. Dadurch resultiert häufig ein unangenehmer Druck auf die Ohren, was dazu führt, dass diese Art der Kopfhörer für viele als unbequem abgestempelt wird.
Ein On-Ear Kopfhörer kommt typischerweise mit einer dünneren Polsterung, als ein Over-Ear Kopfhörer aus. Dies liegt daran, dass ein On-Ear Kopfhörer nicht den Höhenunterschied zwischen dem Kopf und dem Ohr ausgleiche muss. Somit kann man eigentlich klar aussagen, dass ein On-Ear Kopfhörer beim Transport etwas komfortabler ist, da dieser meist auch etwas leichter ist. Beim JBL CLUB 700BT sind dies z.B. knapp 280 Gramm was gut 100 Gram weniger ist, als bei den beiden Over-Ear Kopfhörern der CLUB-Serie ist. Dank insgesamt 24 Raster bei der Verstellung des Kopfbands, können die On-Ear Kopfhörer an viele Kopfgrößen angepasst werden, sodass diese sowohl kleineren, als auch größeren Köpfen problemlos passen sollten.
Durch die sehr angenehm weichen Polster, sind die neuen JBL CLUB 700BT auch für Brillenträger geeignet. Als ich z.b. an sonnigen Tagen häufig mit einer Sonnenbrille unterwegs war und die Kopfhörer dabei aufhatte, hatte ich kein unangenehmes drücken auf den Brillenbügel. Für sportlich Aktivitäten im Sportstudio sind die Ohrhörer ebenfalls nutzbar, denn dank einem Lederbezug lassen diese sich einfach wieder reinigen. Natürlich schwitzt man hier Bauartbedingt etwas unter den Ohren, doch dies ist bei den zahlreichen anderen On-Ear Kopfhörern nicht anders.
(Tragekomfort: 4 von 5 Punkten)
Bedienung
Am neuen JBL CLUB 700BT gibt es an jeder Seite jeweils vier Tasten. Diese Trennung voneinander gefällt mir sehr gut, denn somit wird gut vermieden, dass man durch die vielen ähnlichen Tasten durcheinander kommt. An der Rechten Seite gibt es neben einem USB-C Anschluss eine einzelne Taste, um den zusätzlichen Bass Boost hinaufzuschalten, dadurch wird der Bass besonders hervorgehoben, was bei Bassbetonten Tracks für noch mehr Spaß sorgen soll. Darüber befinden sich drei nah beinander platzierte Tasten, bei denen die mittlere Taste für ein besseres ertasten mit einem erhaben Punkt versehe wurde. Mit dieser mittleren Taste kann die Musik pausiert werden oder man kann diese darüber wieder fortsetzt. Außerdem kann man darüber eigehende Anrufe annehmen und beenden und durch 2 Sekunden gedrückt halten den Anruf ablehnen. Zudem ist es auch möglich dass man hierüber auf Bixby oder Siri zugreift, indem man dieselbe Taste zweimal hintereinander betätigt. Über die beiden anderen Tasten daneben, welche jeweils mit einem Plus und Minus versehen sind, kann kann logischerweise die Lautstärke verändern oder durch 2 Sekunden gedrückt halten eine Titel vor- bzw. zurückspringen.
An der linken Seite findet die 2,5 mm Klinke ihren Platz, über die man bei Bedarf den Kopfhörer auch problemlos kabelgebunden betreiben kann. Darüber befindet sich die Ambient Aware / Talkthru-Taste, mit dieser kann man diese Funktion aktiveren bzw. deaktivieren. Der Wechsel von TalkThru und Ambient Aware erfolgt jedoch über die App, und nicht wie gewohnt über die Tasten, daher ist das Ganze hier etwas umständlicher gehalten, dazu aber später mehr. Sofern man den Kopfhörer mit einem neuen oder weiteren Device wechseln möchte, dann gibt es daneben die separate Bluetooth-Taste, mit der man ganz einfach das Bluetooth-Pairing starten kann. Zu guter Letzt ist direkt daneben der Power-Button, über den der Kopfhörer Ein-/ und Ausgeschaltet wird.
Eine weitere versteckte Taste gibt es auf der Linken Seite noch, denn die Aussenseite mit dem JBL Logo dient links auch als Bedienelement. Hierüber kann man durch einmaliges drücken auf den Google Assistant oder Alexa zugreifen. Beide Assistenten müssen jedoch zuvor erst noch in der App eingerichtet werden.
(Bedienung: 4 von 5 Punkten)
Klang
JBL setzt beim On-Ear Kopfhörer CLUB 700BT auf die typische Treibergröße von 40 mm. Dabei handelt es sich wie meist üblich um dynamische Treiber, bzw. in diesem Fall sogar Graphentreiber. Vorteil von diesem Material ist dessen unglaublich hohe Steifigkeit, die bei den schnellen Bewegung, um aus Luft einen Ton zu erzeugen benötigt wird. Bei Graphen-Membran wir nicht der herkömmliche Lautsprecherhohlraum benötigt, sodass trotz kleinerem Platzbedarf ein besserer Sound erreicht wird.
Den Frequenzbereich, welchen diese Treiber abdecken, soll laut JBL aktiv bei 16-22.00 Hertz und passiv bei 16-40.00 Hertz liegen. Somit zeigt sich schon, dass die Graphen-Treiber hier einen verbesserten Frequenzgang wiedergeben. Die Impedanz gibt JBL mit 32 Ohm an, sodass hier problemlos eine kabelgebunden Musikwiedergabe via Smartphone möglich ist (sofern euer aktuelles Smartphone noch einen Klinkenanschluss besitzt).
Bei der Treiberempfindlichkeit (Schalldruckpegel) schneidet der CLUB 700BT mit 93 dB ganz gut ab. Er ist zwar klar nicht der lauteste Kopfhörer auf dem Markt, jedoch dennoch mehr als ausreichend laut, um auf Dauer für Gehörschäden sorgen zu können. Zwar fehlen erneut bei den neuen Kopfhörer der CLUB-Serie die bekannten hochwertigen Audio-Codecs wie z.B. aptX (Android) bzw. AAC (Apple), dafür wiederum haben diese eine Hi-Res Sound Zertifizierung. Diese Zertifizierung hat JBL erreicht, da im Test des JAS (Japan Audio Society) eine Frequenzgang von über 40 kHz erreicht wurde. Um diesen verlustfreien Klang jedoch erreich zu können muss die Wiedergabequelle stimmen, an einem iPhone oder Android Smartphone bei dem ihr dem Kopfhörer mit dem Standardformat via Apple Music und Co. zuspielt, werdet ihr diese Qualität nicht erreichen.
Für die reine Musikwiedergabe ist es nicht erforderlich, die JBL Headphones App zu installieren. Diese benötigt ihr lediglich, wenn ihr Klanganpassungen via EQ-Regler vornehmen oder die Firmware des Kopfhörers updaten wollt. In meinem Test möchte ich mich bei meiner Klang-Bewertung jedoch, auf den von Werk abgestimmten Klang konzentrieren.
Von der klanglichen Abstimmung von Werk aus, klingt der JBL CLUB 700BT sehr universal ausgerichtet und verfügt über ein fülliges Klangbild, mit druckvollen Bässen und detailreichen Höhen. Das Bassfundament klingst insgesamt sauber und ist energiereich, auch wenn für mich gerade im im HipHop und Elektronikbereich noch etwas mehr Tiefgang vorhanden sein könnte. Sämtliche Kopfhörer der CLUB-Serie besitzen auf der rechten Seite eine Taste, über welche man die Bass Boost-Funktion hinzuschalten kann, die daraufhin den Tieftonbereich des Bass auf Knopfdruck verstärkt. Allerdings ist deren nutzen nur Beschränkt empfehlenswert, da diese Funktion meiner Meinung nach sehr zum Übersteuern neigt.
Gegenüber dem Bass sind die Mitten wie häufig in diesem Preissegment eher etwas zurückhaltenderer, jedoch besitzen die Mitten einen leichten warmen Klang, sodass sich Stimmen und Gesang sich sehr lebendig anhört. Zu guter Letzt besitzen die Höhen eine klare und luftige Wiedergabe, wobei im hochfrequenten Bereich doch schneller die grenzen erreicht werden.
Bei der neuen JBL CLUB-Serie setzt JBL auf eine sogenannte Dual-Mikrofon-Technologie, wodurch Umgebungsgeräusche während des Anrufs weitestgehend unterdrückt werden. Hier merkt man direkt deren Unterschied zu einigen anderen On-/Over-Ear Kopfhörern von JBL, bei denen diese Technologie noch nicht verwendet wurde. Meine Gesprächspartner/-innen konnte ich wie gewohnt sehr deutlich und klar verstehen und auch meine Stimme wurde klar und deutlich übertragen. Bei der Latenz wiederum kann ich soweit wie von den letzten neuen Kopfhörer aus dem Hause JBL nichts kritisieren. Seit JBL auf Bluetooth 5.0 setzt, hat man die anfänglichen Probleme mit der Latenz im Griff und daher werden die am Smartphone abgespielte Filme und der wiedergegebene Ton der Kopfhörer, absolut synchron wiedergegeben (getestet mit einem iPhone X).
(Klang: 4 von 5 Punkten)
Ausstattung
Zubehör
Bei dem On-Ear Kopfhörer CLUB 700BT liefert JBL lediglich einen dünnen Transportbeutel mit. Darin lässt sich der Kopfhörer jedoch sehr gut und platzsparend verstauen. Zudem wird der Kopfhörer darin ausreichend vor Beschädigungen in Form von Kratzern geschützt. Bei den beiden teuereren Over-Ear Kopfhörern wird jedoch ein größeres Hardcase mitgeliefert, sodass dieses zwar mehr Platz im Koffer oder Rocksack einnimmt, jedoch dafür einen noch besseren Schutz bieten. Bei allen Kopfhörer der CLUB-Serie können die Ohrmuscheln eingeklappt werden, dadurch sind diese nochmals deutlich kompakter und nehmen nochmals weniger Platz weg.
(Ausstattung: 3 von 5 Punkten)
App
Wie bereits bei den Kopfhörern der LIVE-Serie, bietet JBL auch für die neue CLUB-Serie die bereits bekannte App Namens „My Headphones“ an. Diese App steht sowohl für iOS, als auch Android Smartphones als kostenloser Download im jeweiligen AppStore bereit.
Da es sich um dieselbe App wie bei den anderen Kopfhörern handelt, ist es auch hier unerlässlich diese zu installieren, wenn ihr Firmware-Updates des Kopfhörers durchführen, oder persönliche Einstellungen via Equalizer vornehmen möchtet. Denn nur über die App habt ihr den vollen Funktionsumfang und könnt auch nur dann zwischen TalkThru und AmbientAware wechseln.
Startet man die App das erste Mal, wird man sehr einfach Schritt für Schritt durch die Einrichtung und das Menü navigiert. Zudem wird einem in jedem Einstellungsfenster alles ganz gut erklärt. Ist dies soweit durchgeführt, landet man nach jedem Start der App auf dem Startbildschirm, auf dem sämtliche kompatiblen Kopfhörer die man selbst besitzt angezeigt werden. Zumindest sofern diese angeschaltet sind und man diese vorher mit dem Smartphone via Bluetooth gekoppelt hat.
Wählt man hier den JBL CLUB 700BT aus, landet man in dessen Einstellungsmenü, wo man direkt unter der Abbildung des Kopfhörers, dessen restliche Akkulaufzeit in Prozent angezeigt bekommt. Diese wird hier jedoch lediglich in 10 Prozent Schritten angezeigt.
Im Bereich ganz unten kann man wie gewohnt verschiedenen Klanganpassungen per Equalizer vornehmen und diese abzuspeichern oder aus voreingestellten Presets zu wählen. Darüber hinaus bietet das mit der CLUB-Serie integrierte „Stage+“ die Möglichkeit, auf Klangprofile der bekannten DJ´s wie Armin van Buuren, Nicky Romero, Sunnery James, Tigerlily und Ryan Marciano zu wählen. Hier kam es je nach gewählten Preset und der wiedergebetenen Musik zum selben Problem wie beim Bass-Booster, nämlich dazu, dass der Bass sehr zum übersteuern neigte.
Über das Zahnrad im rechten oberen Bereich gelangt man in wie von der LIVE-Serie gewohnt, ein weiteres Untermenü. In diesem kann man die automatische Abschaltung bei 10 Minuten ohne Musikwiedergabe Aktiveren bzw. Deaktivieren und die Assistenten einrichten, oder auf die Gerätehilfe zugreifen. Vielmehr Wichtiges gibt es hier in der App jedoch nicht zu sehen.
(App: 3,5 von 5 Punkten)
Koppeln und Reichweite
JBL setzt beim CLUB 700BT auf das neuere Bluetooth 5.0, was in diesem Fall jedoch weiterhin wie bereits angedeutet kein aptX und AAC unterstützt. Daher unterstützt dieses Modell lediglich den SBC-Audio-Codec mit einer niedrigeren Bitrate. Die Bluetooth-Reichweite beträgt laut JBL bis zu 30 Metern, doch diese Reichweite bezieht sich im Outdoor-Einsatz und wird auch nur dann erreicht, wenn die Antennen der beiden Geräte ideal zueinander gerichtet sind. Da man jedoch an beiden Geräten keine sichtbare Antenne sieht, wie z.b. bei den alten WLAN-Routern, ist es eher dem Zufall überlassen, dass ihr diese Reichweite erreichen werdet. Im Test kämm ich im Aussenbreich ohne Hindernisse dazwischen, auf gut 25 Meter, Indoor also im Haus lag die Reichweite wie meist üblich bei ca. 13 bis 16 Metern, was soweit ein guter bzw. ausreichender Wert ist.
JBL bietet bei der CLUB-Serie wie von bereits anderen Kopfhörern bekannt, die Möglichkeit einer sogenannten Multi-Point-Verbindung. Dies ist vor allem für Leute interessant, die gerne mehrere Geräte gleichzeitig bzw. nebenher nutzen. Dies gelingt dadurch, dass sich der JBL CLUB 700BT mit zwei Geräten gleichzeitig verbinden kann. Schaut ihr z. B. auf dem iPad ein Video und erhaltet zufällig einen Anruf, wird in diesem Fall automatisch die Musik pausiert und das Telefonat über das Smartphone geführt, da Telefonate immer bevorzugt behandelt werden. Wollt ihr z. B. von der Musikwiedergabe vom iPad zum iPhone wechseln, genügt es, auf dem iPad die Musik zu pausieren und am iPhone auf Play zu drücken. Voraussetzung ist hier jedoch, dass man zuvor bereits beide Geräte per Bluetooth mit dem JBL CLUB 700BT gekoppelt hat.
(Koppeln und Reichweite: 4 von 5 Punkten)
Akku
Beim CLUB 700BT verspricht JBL eine Akkulaufzeit von bis zu 50 Stunden. Dies ist soweit ein hervorragender Wert, welcher dafür sorgt, dass ihr die Kopfhörer sehr lange verwenden könnt, ohne diese jedesmal gleich wieder aufladen zu müssen.
Beim verbauten Akku handelt es sich um einen Lithium-Ionen-Polymer-Akku (3,7 V DC, 610 mAh). Die angegebene Laufzeit hängt natürlich sehr davon ab, wie hoch ihr die Lautstärke eingestellt habt. Im Großen und Ganzen kam ich zusammengerechnet zwar nicht auf die 50 Stunden, doch die von mir erreichten 46 Stunden sind dennoch absolut ausreichend.
Sobald der Akku des Kopfhörers leer sein sollte, dauert es für eine komplette Aufladung knapp 2 Stunden. Zudem hat JBL auch noch eine Schnellladefunktion integriert, sodass der Akku von 0 % bereits nach 15 Minuten, wieder für knapp 2 Stunden Musikwiedergabe aufgeladen ist. Wie bei vielen anderen Kopfhörern ist es auch beim JBL CLUB 700BT so, dass man diesen leider währenden des Auflade-Vorgangs nicht zum Musikhören nutzen kann.
(Akku: 4,5 von 5 Punkten)
TEIL 3
bestehend aus „Preis/Leistung“ entspricht 10% der Gesamtwertung
Beschreibung
Das neue erwachsenere Design der JBL CLUB-Serie gefällt mir persönlich sehr gut. Der JBL CLUB 700BT kann mich persönlich z.B. bei der Verarbeitung überzeugen, denn sowohl das Leder, als auch die Kunststoffteile fühlen sich hochwertig an. JBL wirbt den CLUB 700BT als On-Ear Kopfhörer an, der professionelle Sound-Qualität und Sound-Leistung bieten soll. Der Klang ist soweit ausgewogen und gut, klar sind die Mitten zurückhaltender als der präsente Bass, doch dies ist häufig der Fall. Nicht zu gebrauchen ist meiner Meinung nach wiederum der Bass-Boost, denn dieser führt zu einer übermässigen Bassbetonung, die zu sehr zum Übersteuern neigt.
Preis/Leistung
Der JBL CLUB 700BT kann im Test mit einem guten Tragekomfort und Akkulaufzeit überzeugen. Auch des Design und die Verarbeitung ist soweit sehr gut. Preislich hat JBL die UVP mit 149 € festgesetzt, da dieser noch relativ neu auf dem Markt ist, bekommt man diesen online nicht viel günstiger denn auch hier werden aktuell knapp unter 146€ fällig. Für diesen Preis bekommt man einen gut klingenden Kopfhörer, bei dem jedoch leider weiterhin nicht auf die Unterstützung von hochwertigen Audio-Codecs gesetzt wird.
Das Huawei P40 Pro+ wurde im März zwar zusammen mit den Huawei P40 und dem P40 Pro vorgestellt, doch anders wie bei den beiden anderen Modellen, musste man hier einige Monate länger warten. Doch das Warten hat nun ein Ende, denn das Huawei P40 Pro Plus ist ab sofort verfügbar, doch lohnt der Kauf sich? Ein zusätzliches Plus Modell hat bei jedem Hersteller ein größeres Display oder eine besser Ausstattung, oftmals sogar beides. Bei Huawei hat das P40 Pro Plus jedoch dasselbe Display, bessere ausgestattet bezieht sich hier lediglich auf das neue Teleobjektiv in der Kamera, welches einen bis zu 100-fachen Digitalzoom erlaubt, die neu Keramikrückseite und der doppelte Speicher. Jedoch verlangt Huawei hierfür auch 400€ mehr, was für ein Smartphone ohne Google-Dienste ein sehr hoher Preis ist, zumal meiner Meinung nach das normale Huawei P40 Pro für die meistens absolut ausreichend ausgestattet sein dürfte.
Gefällt uns
überragende Kamera
überzeugendes Design + Verarbeitung
rundum überzeugende Hardware
Gefällt uns weniger
keine Dienste von Google und noch wenig Apps verfügbar
Bestehend aus „Verpackung/Design/Verarbeitung“ entspricht 25% der Gesamtwertung
Verpackung
Die Verpackung des Huawei P40 Pro Plus ist soweit absolut identisch zum normalen P40 Pro, schließlich handelt es sich hierbei auch um nahezu das identische Produkt. Daher gibt es auch hier wieder die typischen weiße Verpackung, welche lediglich rundherum mit goldenen Schriftsegmenten in Form des Firmenlogos bzw. mit dem Namen des Produktes versehen wurde. Hierbei darf natürlich ebenfalls nicht der Hinweis auf die Zusammenarbeit bei der Kamera mit Leica fehlen und der Hinweis auf den neuen Huawei „App Store“ alternative, Namens AppGallery.
Im Inneren der Verpackung verbirgt sich direkt auf der obersten Ebene auf einem stabilen Einlegeboden das neue Huawei P40 Pro Plus, welches zum zusätzlichem Schutz in eine Kunststofffolie eingepackt wurde. Unter diesem wiederum, befindet sich eine Kartonage, in der man eigentlich die üblichen Beschreibungen vorfindet, doch diese waren beim Testgerät nicht dabei. An der Oberseite dieser Kartonage ist jedoch in einem Halter das wichtige SIM-Karten-Auswurfwerkzeug befestigt, ohne dies müsst ihr den SIM-Schacht nämlich mit einer Büroklammer öffnen. Zu guter Letzt findet man im untersten Teil der Verpackung noch das USB-C Ladekabel, ein 40 Watt Schnelllade-Netzteil und In-Ear Kopfhörer mit einem USB-C Anschluss.
(Verpackung: 3,5 von 5 Punkten)
Design
Bereits das Huawei P40 Pro (Testbericht) konnte mich vor kurzem vom Design sehr überzeugen. Dem ist es beim neuen Huawei P40 Plus ebenso, denn dieses unterscheidet sich hierbei nur minimal. Rein Optisch liegt der Unterschiede der beiden Modellen nämlich nur bei der Kameraeinheit auf der Rückseite, denn hier ist eine zusätzliche Tele-Linse hinzugekommen und die Anordnung der Sensoren wurde ebenfalls etwas verändert. Der zweite Unterschied liegt am gewählten Material der Rückseite, denn anders als beim Huawei P40 Pro mit Glasrückseite, gibt es beim Huawei P40 Pro Plus eine Rückseite, die mit einer Nano Beschichtung aus Keramik versehen wurde. Hierbei gibt es nun auch keine matten Modelle mehr, sondern ausschließlich zwei Modelle mit einem Hochglanz-Finish und zwar Schwarz und Weiß. Letzteres entspricht dabei auch genau meinem Testgerät.
Große Vorteile bringt die aktuell noch selten eingesetzte Rückseite aus Keramik beim Smartphones wenig. Die Rückseite fühlt sich im direkten Vergleich mit dem Huawei P40 Pro minimal kühler an. Jedoch gibt es keine besondere Eigenschaften die von der Funktion für das Material sprechen, im Gegenteil, der Werkstoff ist durch das Hochglanz-Finish anfälligere gegenüber Fettfingern und zudem spröder, sowie etwas schwerer.
Der Rest wiederum bleibt wie bereits erwähnt absolut gleich gegenüber dem P40 Pro. Beim Display hat man auch hier die stark abgerundeten Rändern zu den langen Seiten hin gewählt und hat zudem auch die Displayränder im oberen und unteren Bereich mit der wichtigen Rundung versehen. Dies ist soweit ein wichtiges Detail, sodass man beim wischen von oben nach unten nicht über eine störende Kante stößt, sondern nahezu schmeichelhaft über das Display gleitet. In der linken oberen Ecke findet ebenfalls die Punchhole-Notch ihren Platz, welche auch hier deutlich sichtbar und meiner Meinung nach schon etwas Aufdringlich wirkt.
Das dominante Leica-Hauptkamera-Plateau nimmt mit insgesamt 5 einzelnen Kamerasensoren und dem verbauten LED-Blitz eine stolze Fläche von von 46 x 25 mm ein und ist daher etwas größer als die Kamera-Einheit des P40 Pro. Beim Display handelt es sich um genau dasselbe, welches auch im Huawei P40 Pro verbaut wurde, nämlich ein 6,58 Zoll (16,7 cm) OLED-Display. Mit knapp 226 Gramm ist das neue Huawei P40 Pro Plus nochmals etwas schwerer als das P40 Pro, was an einigen leichten Veränderungen gegenüber dem alten Modell liegen muss.
(Design: 4,5 von 5 Punkten)
Verarbeitung
Bereits beim Huawei P40 Pro konnte ich bei der Verarbeitung nicht wirklich etwas beanstanden, und da das P40 Pro Plus nahezu identisch aussieht und bis auf das andere Material der Rückseite identisch ist, gibt es auch hier keine Kritik.
Daher haben wir auch hier die zusätzliche abgerundete Ober- und Unterseite des Displays, welche sich beim täglichen nutzen sehr positiv bemerkbar macht. Die Finger gleiten beim ausführen sämtlicher Wischgesten über das Display deutlich angenehmer vom Rahmen aus, über das Display. Die IP68-Schutzklasse gehört beim Pro Modell jedes Huawei Gerät inzwischen auch zum Standard und so ist auch das P40 Pro Plus nicht nur gegen Spritzwasser, sonder auch gegen Staub und zeitweises Untertauschen ins Wasser geschützt. Genauer gesagt bis zu 1,5 Metern für max. 30 Minuten.
(Verarbeitung: 5 von 5 Punkten)
TEIL 2
bestehend aus „Funktion des Produktes“ entspricht 65% der Gesamtwertung
Display
6,58 Zoll 2.640 x 1.200 Pixel (Full HD+), Pixeldichte beträgt 441 ppi
CPU/ GPU / NPU
HUAWEI Kirin 990 5G, 64bit, Octa-Core-Prozessor 2 x 2,86 GHz basierend auf Cortex-A76 + 2 x 2,36 GHz basierend auf Cortex-A76 + 4 x 1,95 GHz basierend auf Cortex-A55 / GPU: 16-Core Mali-G76 / NPU: Dual Big Core + Tiny Core NPUs (Neural-network Processing Unit)
RAM
8 GB RAM
Speicher
512 GB (mit NM-Karte, bis zu weitere 256 GB erweiterbar)
32 MP Selfie Kamera (f/2.2 Blende) + Tiefensensor* Autofokus Modus Bildauflösung: bis zu 6.528 x 4.896 Pixel Videoauflösung: bis zu 3.840 x 2.160 Pixel Videoaufnahmen: Unterstützt 4K (3.840 x 2.160 Pixel) 60fps Videoaufnahmen *Tiefensensor unterstützt zusätzlich Face Unlock
Huawei P40 Pro Plus 40 Watt Netzteil USB-Typ-C-Kabel USB-Typ-C-Kopfhörer Kurzanleitung SIM-Karten-Auswurfwerkzeug Garantiekarte
Technische Daten des Huawei P40 Pro Plus
Performance
Der größte Unterschied im Inneren des Huawei P40 Pro Plus, ist der 512 GB große Speicher statt 256 GB. Außerdem setzt Huawei hier erneut auf die Möglichkeit zwei Nano-SIM-Karten in den SIM-Schacht einzulegen oder alternativ einen Nano-SIM und eine Huawei NM-Speicherkarte (max. 256GB). Das man beim Huawei P40 Pro Plus eine NM-Speicherkarte zur Speichererweiterung benötigt bezweifle ich jedoch eher, denn bei über einem halben Terabyte Speicher ist dies wohl für die meisten Nutzer eher nicht notwenig. Auf die Möglichkeit einer eSIM zu nutzen, hat Huawei hier bei Spitzenmodell jedoch verzichtet, warum man dies beim P40 Pro anbietet, jedoch hier beim gut 400 teueren Modell nicht, ist mir jedoch ein Rätsel.
Der Rest der Hardware des Huawei P40 Pro Plus ist jedoch wie gehabt identisch zum „normalen“ P40 Pro. Somit bietet das neue Plus-Modell aus dem Hause Huawei alles, was auch das P40 Pro Modell zu bieten hat, wobei man dies beim Pro Modell deutlich günstiger geboten bekommt. Beim CPU kommt daher auch hier der Kirin 990 5G Prozessor zum Einsatz, der nicht nur ein 5G-Modem besitzt, sondern nochmals eine etwas höhere Taktfrequenz wie der normale Kirin 990 CPU. Zudem wird dieser vom integrierten GPU Mali-G76 MP16 und einem 8GB großen Arbeitsspeicher unterstützt. Hier hätte man sich vielleicht gegenüber dem normalen Pro-Modell mehr RAM wünschen können, schließlich bieten hier einige andere Android-Smartphones mehr Reserven, doch ausreichend sind die 8GB dennoch auf lange Sicht.
Da es sich auch hier beim internen Speicher um einen UFS 3.0 Speicher handelt, ist dieser dementsprechend sehr schnell, was sich auch in meinem Leistungstest zeigt. Laut AndroBench erreicht dieser nämlich beim Schreiben einen Wert von knapp 1060 MB/s und beim Lesen stolze 1746 MB/s. Somit ist der Speicher hier sowohl beim Schreiben, als auch beim Lesen wirklich rasant schnell, was beim P40 Pro nicht der Fall war, denn dieses war beim Schreiben noch deutlich langsamer. Daher scheint es hier so, dass der 512GB Speicher deutlich schneller ist, also der halb so große 256GB Speicher. Von den 512GB stehen euch zu Beginn übrigens knapp 493GB frei zur Verfügung.
Die Rechenleistung des Kirin 990 5G ist sehr schnell und somit gehört dieser zu den aktuell schnellsten Prozessoren, doch mit den High-End CPUs von Qualcomm und Apple kann dieser nicht ganz mithalten. Beim zocken zeigt der ARM Mali-G76 MP16 eine sehr gute Grafik-Performance, sodass alle verfügbaren Spiele problemlos und flüssig auf dem Smartphone laufen. Die 90 Hz Bildwiederholrate wiederum macht sich zumindest beim zocken weniger bemerkbar als gedacht, denn leider unterstützen die Games dies kaum.
Soviel zum textlichen Teil der Performance, doch schauen wir uns doch noch eine zahlen an, welche meine Einschätzung der Rechenleistung größtenteils Belegen. Bei Geekbench 5.0 konnte das Huawei P40 Pro Plus einen Wert von 756 im Single-Core und 2.939 im Multi-Core erreichen und bei PCMark kam es auf eine Score von 9480.
(Performance: 4,5 von 5 Punkten)
Display
Beim Display hat sich soweit nichts verändert. Daher verwendet Huawei beim P40 Pro Plus genau dasselbe OLED-Display wie beim P40 Pro: 6,58 Zoll (16,71 cm), mit einer FullHD-Auflösung (FHD+), genauer gesagt 2.640 x 1.200 Pixel. Die Bildschärfe beträgt somit ebenfalls 441 ppi, was zwar ebenfalls kein Spitzenwert ist, doch ausreichend ist es allemal. Kritiker können hier neben der „geringeren“ Auflösung eventuell auch das 90Hz Display bemängeln, schließlich bieten einige anderen Hersteller inzwischen 120 Hz, doch dieses ist meiner Meinung hier ebenfalls absolut ausreichend. Weitere Informationen zum verbauten Display könnt ihr hier im Test des Huawei P40 Pro nachlesen.
(Display: 4 von 5 Punkten)
Akku
Beim verbauten Akku gibt es bei der Leistung keinen Unterschied zum bereits getesteten Huawei P40 Pro, somit kommt auch hier ein Akku mit 4.200 mAh zum Einsatz. Jedoch hat Huawei hier bei Schnellladetechnologie Verbesserungen vorgenommen, sodass zwar beim Aufladen per Kabel weiterhin mit 40 Watt aufgeladen werden kann, kabellos jedoch sind in der Theorie nun ebenfalls 40 Watt möglich. Zuvor waren des hier noch max. 27 Watt, um diese Ladegeschwindigkeit von 40 Watt zu erreichen ist jedoch ein spezielles Lüfter gekühltes Lade-Pad nötig, welches es zum aktuellen Zeitpunkt noch nicht auf dem Markt gibt, daher bringt diese Verbesserung zum aktuellen Zeitpunkt noch keine Vorteile.
Durch die gute Software, die gut mit der verbauen Hardware zusammenarbeitet, ist Huawei ein gutes Energiemanagement gelungen, sodass die Akkulaufzeit des Huawei P40 Pro Plus den Großteil aller Nutzer problemlos über zwei Tage bringen kann, nutzt man das Smartphone jedoch häufiger, also schaut darüber unterwegs Filme an, oder spielt viele Games, dann kommt man natürlich über ein tägliches aufladen nicht hinweg. Wie bereits bei den Vorgängermodellen ist es auch hier möglich ein anderes Qi-fähiges Gerät aufzuladen, dazu zählt z.B. auch eine elektrische Zahnbürste usw.
(Akku: 4 von 5 Punkten)
Kamera
Der Größte Unterschied den die potenziellen Käufer beim Kauf des Huawei P40 Pro Plus gegenüber dem normalen P40 Pro haben, ist der überarbeitete Kameraaufbau. Geblieben sind die Hauptlinse mit einem 50 Megapixel Sensor, aus dem Hause Sony (IMX700), die mit einer Blende von f/1.9 ausgestattet wurde und die Weitwinkellamera mit 40 Megapixel f/1.8, bei der es sich ebenfalls um einen Sensor von Sony handelt (IMX650 Exmor RS). Das beim Huawei P40 Pro noch verwendete 12 Megapixel f/3.4 Teleobjektiv (5-fache Vergrößerung) wurde jedoch durch zwei neue Telelinsen ersetzt. Beide neu Linse knipsen Bilder mit 8 Megapixel, bieten dafür aber einmal eine 3-fache und eine üppige 10-fache optische Vergrößerung (Festbrennweite). Beide sind wie die anderen Linsen mit einem OIS (optischen Bildstabilisator) ausgestattet, jedoch bieten diese einmal eine Blende von f/2.4 bei der 3-fach Zoom-Linse und f/4.4 bei der Super Zoom Kamera mit einer 10-fachen Vergrößerung. Weiterhin Einzug hat auch der bereits vom P40 Pro bekannte 3D-Tiefensensor (ToF-Sensor) an der Kamera-Rückseite erhalten.
Natürlich ist auch hier wieder die Sensor-Größe der neue Hauptkamera beachtlich, denn mit 1/1,28 Zoll ist dieser aktuell der große jemals verbaute Sensor in einem Smartphone und somit auch größer, als der im Samsung S20 Ultra. Mit 50 Megapixel hat das Huawei natürlich weniger als halb soviel Pixel wie das Samsung S20 Ultra, doch mehr Pixel auf einem kleineren Sensor bedeutet meist auch gleichzeitig eine schlechtere Lichtempfindlichkeit.
Beim optischen Zoom kann das Huawei P40 Pro Plus durch die Zahlreichen gut ausgetüftelten Kameralinse sehr überzeugen. Hier hat man zusammen mit Leica eine ordentliche Arbeit gemacht, sodass das neue Flaggschiff mal wieder absolut überzeugen kann. Durch den neuen Kameraaufbau ist nun sogar ein 20-facher Hybrid Zoom möglich, der soweit ebenfalls noch überzeugen kann. Anstelle von einem 50-fach Digitalzoom sind jetzt zwar sogar 100-fach möglich, doch hier kann Huawei selbst durch den Kameraspezialisten Leica nicht zaubern und so nimmt natürlich die Fotoqualität beim hohen Digitalzoom rapide ab. Dennoch ist es wieder mal erstaunlich, wie nah man so mit dem Smartphone an ein eigentlich weit entferntes Objekt zoomen kann.
Weitwinkel
Standard-Linse 1-fache Vergrößerung
Telezoom 3-fach
Telezoom 10-fach
Weitwinkel
Standard-Linse 1-fache Vergrößerung
Telezoom 3-fach
Telezoom 10-fach
20-facher Hybrid-Zoom
100-facher digitaler Zoom
Weitwinkel
Standard-Linse 1-fache Vergrößerung
Telezoom 3-fach
Telezoom 10-fach
20-facher Hybrid-Zoom
Weitwinkel
Standard-Linse 1-fache Vergrößerung
Telezoom 3-fach
Telezoom 10-fach
20-facher Hybrid-Zoom
Weitwinkel
Standard-Linse 1-fache Vergrößerung
Telezoom 3-fach
Telezoom 10-fach
20-facher Hybrid-Zoom
100-facher Zoom digital
Nachtaufname bei ganz wenig Licht
Die aufgenommen Bilder mit der Kamera des Huawei P40 Pro Plus können mit einer sehr guten Bildschärfe und einer überzeugenden Bilddynamik überzeugen, zugleich gibt es aufgrund der max. Offblende bei ausreichendem Licht sehr rauscharme Bilder. Je nachdem welche Linse bzw. welchen Zoom man im Nachtmodus wählt, können die Bilder sehr gut werden, oder eher weniger zufriedenstellend sein. Hier ist es daher so, dass Linse mit einem größeren Zoom wie z. B. die 10-fachen Vergrößerung aufgrund ihrer schlechteren Blende weniger überzeugen können, wobei die Hauptkamera das extreme Gegenteil ist. Wie es für Huawei typisch ist, hat man durch die AI-Funktion, also die künstliche Intelligenz von Werk aus eine erhöhte Farbsättigung gewählt, sodass die Farben auf den Bildern des Smartphones teils deutlich bunter sind, wie es in der Realität ist. Deaktiviert man diese Funktion, wirken die Farben zwar realer, doch zugleich verlieren die Bilder an Qualität. Bis auf den Zoom sind die Kamera des Huawei P40 Pro Plus identisch zum P40 Pro, daher gibt es hier bei den Aufnahmen von Videos keine Unterschiede und auch die 32 Megapixel Frontkamera ist absolut identisch. Daher könnt ihr die genauen Details der Frontkamera und Videoauflösungen in diesem Test zum Huawei P40 Pro nachlesen.
(Kamera: 5 von 5 Punkten)
Software
Wie bereits beim Huawei P40 Pro, kommt auch das Flaggschiff Huawei P40 Pro Plus ohne den Zugriff auf die üblichen Google-Dienste daher. Grund hierfür sind die strengen Sanktionen der USA auf Huawei, da man dem Unternehmen unter anderem Spionage beschuldigt. Daher darf kein amerikanisches Unternehmen mehr an Huawei Teile und Software liefern. Da Android jedoch eine frei verfügbare Software ist, darf Huawei diese wie gewohnt mit der eigenen EMUI Oberfläche nutzen, aber die gewohnten Google-Dienste dürfen bei sämtlichen neue Huawei Smartphones nicht mehr installiert sein. Ob dieses Verbot irgendwann wieder aufgehoben wird, z. B. wenn ein neuer Präsident in Amerika gewählt wird, ist aktuell nicht zu sagen, könnte aber durchaus möglich sein.
Über einige Umwege (neue Anleitung gibt es hier) könne zwar einige Google Dienste auf den Huawei Geräten wie auch beim P40 Pro Plus installiert werden, doch dies habe ich nicht getestet, da es sich erstens um ein Leihgerät handelt und zweites ich im Test ein Gerät immer so teste, wie es der Hersteller auf den markt bringt. Dennoch möchte ich euch darauf hinweisen, dass es eine Möglichkeit gibt Google-Dienste nutzen zu können. Huawei arbeitet seit dem Verbot an einer Alternative zum Google PlaySore, der sogenannten App Gallery. Diese bietet zwar aktuell noch lang nicht die App Auswahl wie von den alten Huawei Smartphones gewohnt, doch Huawei arbeitet hier sehr stark daran. Gegenüber vor gut einem halben Jahr hat sich hier nämlich viel getan, sodass immer wieder neu Apps und Dienste von Werk aus dazukommen, die eine ganz gute Alternative sind.
Klar fehlen Huawei hier immer noch einige Apps, die man bisher vom mit Google-Dienste unterstütze Smartphone kennt, doch hier ist sehr gut, dass man die Apps nun über die App Gallery herunterladen kann, bzw. von dort aus z.B. zur Webseite von Facebook und Whats App gelangen kann, um von hier direkt die .APK Datei (Dateienformat für Hauwei Smartphones ) herunterzuladen, und die App aufs Smartphone laden und nutzen zu können. Jedoch kommt man aktuell noch nicht drumherum, auf 3. Anbieter Seiten wie https://www.apkmirror.com/ oder https://apkpure.com/de/ zuzugreifen, um den gewohnten App Umfang wie beim Smartphone zuvor gewohnt zu erhalten.
Auf dem neue Huawei P40 Pro Plus läuft aktuell ebenfalls Android 10 bei dem Huawei die eigenen Nutzeroberfläche EMUI 10.1 aufspielt hat. Beim Sicherheitspatch handelt es sich aktuell noch um den vom Mai, jedoch wird diesen Monat, sprich Juli noch ein Patch erscheinen, da man versprochen hat, alle 3 Monate ein Update bereitzustellen. Eine noch etwas ausführlichere Beschreibung zur Software könnt ihr zum nahezu identischen Huawei P40 Pro Testbericht nachlesen.
(Software: 2,5 von 5 Punkten)
TEIL 3
bestehend aus „Preis/Leistung“ entspricht 10% der Gesamtwertung
Beschreibung
Beim Huawei P40 Pro Plus handelt es sich um ein Smartphone, das in vielen Bereichen überzeugen kann. Ein sehr gutes Display, modernes Design und eine sehr gute Verarbeitung und auch technisch ist es absolut überdurchschnittliche ausgestattet.
Jedoch gibt es das bereits erwähnte größte Manko, was man auch beim kaum weniger gut ausgestattet Huawei P40 Pro hat, und zwar die fehlenden Google Apps. Dadurch ist das Smartphone für normale Leute nicht die erste Wahl, Huawei App Gallery wird zwar immer wieder durch neue Apps erweitert, doch bis zum Umfang wie beim Google PlayStore dauert es noch lange. Dennoch tut Huawei viel dafür dieses starke Defizit auszumerzen, denn man merkt selbst, dass die Sanktionen der USA sehr große Auswirkungen auf die Verkaufszahlen der sonst so sehr beliebten Smartphones haben.
Preis/Leistung
Die UVP des Huawei P40 Pro Plus hatte das Unternehmen zum Marktstart mit stolzen 1.399€ festgesetzt. Dies sorgt meiner Meinung nach jedoch neben der Google-Dienste Geschichte für ein weiteres großes Problem. Schließlich bekommt man auch beim ebenfalls neuen Huawei P40 Pro für mehr als 400 € weniger eine sehr ähnliche Ausstattung geboten, die den meisten problemlos mehrere Jahre ausreichend dürfte.
Hier für ein fast identisches Gerät stolzer 600€ (aktueller Verkaufspreis des P40 Pro) mehr zu verlangen ist meiner Meinung nach jedoch etwas fatal, schließlich wäre mir persönlich dies das Geld nicht wert, zumal man hier nur eine noch bessere Kamera im Zoombereich erhält. Diesen Preis kann auch die neue kabellose Schnellladefunktion die man aktuell sowieso noch nicht voll nutzen kann und die Keramikrückseite nicht neutralisieren. Daher würde ich persönlich dazu raten, dass man sofern einem das Problem mit den Google-Diensten nicht stört lieber zum Huawei P40 Pro greifen soll, denn dabei erhält man ein hervorragend ausgestaltetes Smartphone. Aber keine Frage, technisch gesehen, ist auch das neue Huawei P40 Pro Plus ein sehr gutes Gerät, daher schneidet es im Test auch gut ab, doch zum Kauf kann ich zu diesem Preis leider weniger raten.
Es ist schon fast 3 Jahre her, als Teufel das erste Gaming-Headset mit dem Namen Cage vorgestellt hat. Dieses konnte mich persönlich damals trotz einigen Kritikpunkten durchaus überzeugen. Doch nun hat Teufel dem Cage einige Updates spendiert, woraus ein optisch sehr ähnliches Gaming-Headset entstanden ist, welches jedoch mit einigen wichtigen Verbesserungen Punkten kann.
So gehören zu den neuen Funktionen der verbesserte Klang, der neue Popschutz inkl. neu gestaltetem Headset und die frei belegbaren Funktionstasten. Schade ist jedoch mal wieder, dass Teufel hier nur auf eine Micro-USB Schnittstelle setzt und das Headset zwar nun klanglich und von der Platzierung deutlich besser überzeugen kann, dafür jedoch nun nicht mehr beidseitig verwendbar ist.
Insgesamt ist das Teufel Cage 2020 jedoch ein würdiger Nachfolger, der in vielen Bereichen besser abschneidet, sich jedoch für Besitzer des Cage 2017 eher weniger lohnen wird. Stören könnte einige unter euch jedoch, dass ein recht lautes Grundrauschen vorhanden ist, welches man deutlich wahrnehmen kann, wenn gerade kein Sound wiedergeben wird.
Bestehend aus „Verpackung/Design/Verarbeitung“ entspricht 25% der Gesamtwertung
Verpackung
Anders als beim Vorgänger handelt es sich bei der Verpackung nichtmehr um die typische schwarz/rote Verpackung, welche Teufel bei allen Kopfhörern verwendet hat, sondern um die übliche braune Verpackung, sämtlicher anderer Produkte wie z.B. Lautsprecher usw. Die Verpackung ist somit gleich gestaltet und sehr schlicht gehalten. Außer dem bekannten große Teufel Logo auf der Oberseite, hält die Verpackung noch den Namen des Produktes und an zwei Seiten einige technische Daten bereit. Zu diesen zählen das Gewicht, die Einheit und die Produktmaße.
Im Inneren der Verpackung kommt direkt das Teufel Cage Headset zum Vorschein, welches hier in zwei Kunststofffolien eingewickelt wurde und in einem schwarzen Kartonage-Einsatz an seinem Platz gehalten wird. Unter diesem Kartonage-Einleger befindet sich der restliche Zubehör. Hierbei handelt es sich zum einen um das abnehmbares Mikrofon mit Popschutz, dem Micro USB Kabel 1,3 Meter lang, dem 3 Meter langen USB-Kabel, sowie den üblichen Beschreibungen.
(Verpackung: 3,5 von 5 Punkten)
Design
Auf dem ersten Blick, könnte man meinen, dass sich Teufel bei der Neuauflage des Cage doch sehr stark an das erste Modell aus 2017 orientiert hat. Beim Genauen betrachten kann man jedoch sehen, dass es dennoch einige kleine Veränderungen gibt bzw. Anpassungen vorgenommen wurden.
Daher setzt Teufel beim Cage 2020 weiterhin auf ein dezentes Design, bei dem verschiedene Schwarz und Grautöne genutzt wurden. Lediglich die beiden etwas herausragenden Textilkabel, sowie das beleuchtete Teufel-Logo an beiden Ohrmuschel-Außenseiten erstrahlt in dem typischen Farbton von Teufel, nämlich Rot. Hier wird spätesten nach dem Verwenden des Cage 2020 die Erste Änderung ersichtlich, denn beim neuen Modell kann man nun die Beleuchten des Logos nicht nur in mehrer Stufen regulieren, sondern auf Wunsch auch komplett abschalten. Dies war beim ersten Cage Headset noch nicht der Fall und konnte somit den ein oder anderen Gamer sicherlich stören.Somit spricht das neue Teufel Cage 2020 nun auch sicherlich diejenigen an, die kein Fan von den typischen auffälligen Gaming-Headsets sind.
Beim Headset kommt, wie es im Gaming-Bereich üblich ist, viel Kunststoff und Kunstleder zum Einsatz, doch das Gelenk, welches den Kopfbügel mit der Ohrmuschel verbindet, wurde wie bereits beim Vorgängermodell aus hochwertig wirkendem, gräulich eloxiertem Aluminium hergestellt. Diese würden komplett identisch gefertigt, da das Headset beim selben Zulieferer gefertigt wird, welcher auch das Cage 2017 fertigt. Das Cage 2020 ist nun nicht mehr symmetrisch aufgebaut, daher befindet sich in beiden Ohrmuscheln jeweils ein großer Buchstaben, durch welchen man direkt erkennt, wo rechts und wo links ist. Durch diese Veränderung ist es nun jedoch nicht mehr möglich, das Mikrofon auf der rechten oder linken Seite zu verwenden. Nun ist dessen Platz fest auf der linken Seite vorgesehen.
Bei den Bedienelementen hat sich ebenfalls etwas getan. Zwar setzt Teufel auch hier erneut auf keine direkte Fernbedienung im Kabel, sondern nur direkt am Headset, doch hierbei gibt es eine neue Taste. So hat man das Ganze so verändert, das die Tasten nicht mehr alle auf einer Seite sitzen und es somit eventuell zu fehl Bedienungen kommen kann, bzw. es vorkommt, dass man eine Taste erst noch suchen muss. Sinnvollerweise hat man somit den Mute-Regler auf die linke Seite versetzt, sodass man auch direkt weiß, da wo das Mikrofon ist, befindet sich auch der Regler, um das Mikro jederzeit stumm schalten zu können.
An der genüberleitenden Ohrmuschel findet man wie bereits beim Cage 2017 den Lautstärke-Regler als Drehrad. Möchte man wiederum eine Möglichkeit haben, die Lautstärke auch am Kabel zu regulieren, muss man ein sogenanntes 4-poliges 3,5 mm Klinkenkabel mit Lautstärkeregulierung kaufen. Nach hinten gerichtet befindet sich zudem ein neuer Knopf, bei dem es sich um eine Funktionstaste handelt, die man als Nutzer frei belegen kann. So kann man mittels Teufel Audio Center am PC wählen, dass beim Betätigen des Knopfes z. B. der virtuelle Surroundsound aktiviert wird, man die Lautstärke zwischen Chat- und Gaming-Sound direkt während des Zockens einstellen kann, ohne das Spiel verlassen zu müssen, oder die Beleuchtung des Teufel-Logos regulieren kann.
(Design: 4 von 5 Punkten)
Verarbeitung
Bereits beim Vorgängermodell hat Teufel sehr gute Arbeit geleistet, was auch beim Cage 2020 erneut der Fall ist. Somit besteht z. B. der Kopfbügel erneut aus einem robusten und langlebigen Aluminium, sodass immer dafür gesorgt wird, dass sich das Headset jedem Kopfumfang perfekt anpasst. Die Form des Kopfbügels hat Teufel jedoch etwas rundlicher gestaltet, sodass der Tragekomfort und somit der halt nochmals verbessert wurde. Auch die Aufhängung des Kopfhörers macht durch die Aluminium-Scharniere einen langlebigen Eindruck und sorgt für eine angenehme Beweglichkeit, die auch nach langem Zocken perfekt sitzt.
Ich bin soweit sehr mit der Verarbeitung des Teufel Cage 2020 zufrieden, sodass mich dieses nicht nur haptisch in den Händen überzeugen kann, sondern auch getragen auf dem Kopf.
(Verarbeitung: 4,5 von 5 Punkten)
TEIL 2
bestehend aus „Funktion des Produktes“ entspricht 65% der Gesamtwertung
Mikrofon abnehmbar, gleichzeitiges nutzen des USB- und Klinkenanschluss, rot beleuchtete „t“ auf den Hörmuscheln (Beleuchtung regulierbar), virtueller 7.1-Klang, Stereo-Sound
Lieferumfang
Teufel Cage 2020 Headset 1,3 Meter langes Klinkenkabel 3 Meter USB-Kabel
Technische Daten der Teufel Cage 2020
Tragekomfort
Mit knapp 340 Gramm hat das Cage 2020 gut 20 Gramm gegenüber der 1. Generation zugelegt. Diesen Gewichtsunterschied merkt man jedoch beim Tragen nicht, wobei hier auch die dickere Polsterung (Kunstleder überzogen) an der Ohrmuschel und dem Bügel dafür sorgt, dass hier nach mehreren Stunden nichts unangenehm wird. Die Aussparung für die Ohren, ist wie für ein Gaming-Headset üblich sehr groß gehalten, sodass selbst etwas größere Ohren problemlos von den Polstern umschlossen werden.
Die Ohrpolster und die Bügelpolsterung sind zudem angenehm weich mit Memory-Foam gepolstert, sodass sich der Anpressdruck rund um die Ohren sehr gleichmäßig verteilt. Selbst als Brillenträger kommt es hier zu keinen bis nur minimalen Druckbeschwerden. Durch das zusätzliche 10-stufige verstellbare Kopfband ist es sehr gut möglich, dass Headset zahlreichen Kopfformen bzw. Größen anzupassen, wobei man bei der kleinsten Einstellung, also bei kleineren Köpfen das Problem haben kann, dass das Ohrpolster am unteren Bereich des Ohres nicht mehr 100 % abdichtet. Hier empfiehlt sich das Teufel Cage 2020 au jeden Fall selbst mal aufzusetzen und dies abzuchecken, was bei Teufel ja kein Problem ist, denn sollte was nicht passen, bietet Teufel wie bei allen Produkten ein 8-wöchiges Rückgaberecht.
Damit ein stundenlanges Spielvergnügen möglich wird, ist jedoch nicht nur ein guter Tragekomfort, sondern auch eine gute Belüftung wichtig, denn wenn sich untere den Ohrmuscheln ein Hitzestau entwickelt endet der Spaß beim Zocken schnell. Hier hat Teufel mitgedacht und Lüftungsöffnungen eingebaut, somit wird ein guter Temperaturausgleich unter den Hörmuscheln gewährleistet, sodass man hier mit der Hitze kaum Probleme haben wird.
(Tragekomfort: 4,5 von 5 Punkten)
Software
Teufel bietet wie bereits beim Teufel Cage 2017 im Download/Service-Bereich zum CAGE Headset das so genante Teufel Audio Center, kurz „TAC“ für Windows 10 und Windows 7/8.1/8.2 kostenfrei zum Download an (Windows Vista wird nicht unterstützt).
Hierüber ist es möglich weitere Soundeinstellungen in Form von der Lautstärke, einigen vordefinierten Presets von Teufel zu wählen oder einen selbst anpassbaren 10-Band Equalizer in den Höhen, Mitten und Tiefen nach den eigenen Vorlieben anzupassen. Außerdem bietet Teufel hier die Möglichkeit für kleinere Spielereien wie z. B. einen Stimmenverzerrer, der dafür sorgt, dass die anderen Mitspieler einen mit einer tieferen Stimme hören usw. Funktionen wie der 7.1 Surround-Sound, sowie das Nutzen der Software ist jedoch nur Windows-Nutzern vorenthalten. Alle Apple-User und Konsolen-Gamer müssen leider auf den 7.1 Sound Verzichten und sich „nur“ mit dem Stereo-Klang zufriedengeben.
Neu und eine bei dem alten Cage sehr vermisste Funktion ist die Möglichkeit, beim Cage 2020 die Beleuchtung in drei Stufen zu regulieren oder sogar komplett auszuschalten. Andere Farben können hier jedoch nicht eingestellt werden, da hier von Teufel lediglich die Farbe Rot bestimmt wurde. Außerdem werden alle Einstellungen was den Klang angeht nicht auf dem Headset gespeichert, das soviel bedeutet, dass ihr den am PC eingestellten Klang mit dem selbst eingestellten Equalizer nur an diesem nutzen könnt, schließt ihr das Cage 2020 an der Konsole an, wird wieder der Klang von Werk aus genutzt.
In dem Teufel Audio Center kann zudem wie bereits erwähnt auch die Funktion der neue Funktionstaste an der rechten Hörmuschel verändert werden, hier kann man dann aus mehreren Funktionen wählen, welche das Headset beim betätigen ausführen soll.
(Software: 3,5 von 5 Punkten)
Klang
Bereits beim Vorgängermodell hat mir der Klang sehr gut gefallen und genau so ist es nun auch wieder bei Cage 2020. Teufel setzt hier jeweils links und rechts auf einen 40 Millimeter Mylar-Treiber, dieser bietet einige Vorteile gegenüber einem Titanmembranen-Treiber. Mylarmebranen haben nämlich eine deutlich bessere innere Dämpfung, wodurch der Klirrfaktor im Hohen Frequenzbereich deutlich abgesenkt wird. Der Frequenzbereich liegt im normlange Bereich zwischen 20 Hz und 20 kHz und die Impedanz bei 32 Ohm, sodass hier eigentlich auch eine mobile Wiedergabe am Smartphone als Kopfhörer möglich wäre, doch hier wäre das Cage 2020 sicherlich nicht gerade laut.
Das Klangbild wurde von Teufel sehr gut für Spiele ausgelegt, somit können bei Ego-Shooter die Schritte der anpirschenden Gegner sehr gut geortet werden und auch die Feuergefechte werden hervorragend dargestellt. Durch den kräftigen Bass der bei einem Headset zum zocken ein absolutes muss ist, kommen auch die Explosionen von Granaten usw. perfekt zur Geltung und machen mit dem Cage 2020 richtig Spaß. Somit kann kann klar sagen, dass Teufel wie versprochen an dem schon sehr guten Klang der 1. Generation angeknüpft hat und dieses sogar nochmals etwas besser abgestimmt hat.
Jedoch ist nicht alles perfekt beim Teufel Cage 2020. So viel mir beim anschließen an die Konsole oder am PC auf, dass ein doch sehr präsentes Gundrauschen vorhanden ist. Dies nimmt man immer dann war, wenn gerade kein Ton wiedergegeben wir, sobald man über das Headset Musik hört oder zockt, wird dieses jedoch problemlos übertönt.
Sofern man das Teufel Cage 2020 via USB-Kabel am PC nutzt, kann man von dessen geschlossener Bauweise und dem 7.1 Surround-Raumklang profitieren. Über diesen macht das zocken klanglich nochmals etwas mehr Spaß, da der 7.1 Klang natürlich nochmals etwas besser überzeugen kann, als der normale aber dennoch ebenfalls sehr gute Stereo-Klang. Außerdem wird durch das Anschließen via USB-Kabel die interne Soundkarte des Cage 2020 verwendet, welche dafür sorgt, dass Hintergrundgeräusche besser abgeschirmt werden, wodurch man noch besser in die verschiedenen Spiele eintauchen kann.
Beim Klang ist jedoch nicht nur der wichtig, denn ihr auf die Ohren übertragen bekommt, sondern auch der, welchen eure Mitspieler von euch über das Mikrofon übertragen bekommen. Schließlich ist eine störungsfreie und verständliche Kommunikation bei den meisten Spielen für einen Erfolgt unerlässlich. Anders als beim Vorgängermodell hat Teufel das neue Cage 2020 mit einem Popschutz versehen, dieser kann bei Bedarf entfernt werden, sorgt jedoch dafür, dass störende Hintergrundgeräusch wie z.B. der rotierende Lüfter nebenan nicht so Präsent mit aufgenommen wird.
Der Arm des Mikrofons wurde verkürzt und von der Position so versetzt, dass dieser nichtmehr wie beim alten Cage je nach Ausrichtung im Blickfeld stören kann. Jedoch kann dieses beim neuen nichtmehr auf beiden Seiten verwendet werden, sonder nur noch an der linken Seite. Die Mikrofonqualität ist wie bereits beim Cage 2017 sehr gut und kann mich soweit absolut überzeugen. Es filtert Störgeräusche hervorragend raus und die Kommunikation klappte absolut problemlos.
(Klang: 4 von 5 Punkten)
TEIL 3
bestehend aus „Preis/Leistung“ entspricht 10% der Gesamtwertung
Beschreibung
Teufel wirbt das Cage 2020 als überarbeitetes und in mehren Punkten verbessertes Gaming Headset an. Hier kann ich Teufel absolut recht geben, man hat hier sehr auf die Teufel-Community gehört und zahlreiche Kritikpunkte des Vorgängers ausgemerzt. Das Ergebnis ist ein neues Headset, welches einen noch angenehmeren Tragekomfort, bei einem verbesserten Klang bietet und dabei auch noch weiterhin sehr gut aussieht. Des Weiteren kann man nun die Beleuchtung komplett abschalten oder in drei Stufen dimmen und die neue Funktionstaste, welche man im Teufel Audio Center frei belegen kann, möchte ich ebenfalls nichtmehr missen.
Preis/Leistung
Preislich orientiert sich Teufel genau bei der selben UVP, wie beim Modell von 2017 und zwar bei 169,99€. Das alte Cage hat Teufel jedoch nicht eingestampft, sondern bietet dies mit einem Rabatt von knapp 40€ an. Das neue Cage 2020 kann in vielen Punkten überzeugen, der leicht verbesserte Klang kann ebenso punkten, wie das neue Mikrofon mit einer besseren Positionierung und dem zusätzlichen Popschutz und außerdem gefällt mir die neue frei belegbare Funktionstaste. Für alle die ein neues oder ein erstes Headset suchen, könnte das neue Cage 2020 genau das richtige sein, habt ihr jedoch das 2017-Modell, dann lohnt sich das Upgrade eher weniger, doch am Ende ist es jedem selbst überlassen.
In diesem testr LITE Testbericht möchte ich euch ein interessantes Produkt für alle Gartenbesitzer vorstellen, die smarte Bewässerungsuhr Gardena smart Water Control. Viele Gartenbesitzer kennen es, gerade an Tagen mit sehr hohen Temperaturen ist es sehr wichtig den Rasen, bzw. den kompletten Garten zu gießen, was je nach Größe einiges an Zeit beanspruchen kann. Gegenüber einer herkömmlichen Wasseruhr hat solch ein smartes Produkt jedoch einige Vorteile, sodass dieses z. B. mehrer Bewässerungsprogramme online bereithält und mit weiteren Produkten vernetzt werden kann. So kann Gardena smart Water Control nicht nur mit dem Gardena smart sileno City genutzt werden, sondern auch mit einem smart Sensor, welcher dann genau mitteilt, ob der Boden überhaupt bewässert werden muss. Ob das Produkt im Alltag überzeugen konnte, verrate ich euch im folgendem Testbericht.
Bei den neuen JBL LIVE 300TWS handelt es sich um interessante True Wireless In-Ear Ohrhörer, die sowohl mit einem angenehmen Klang, also auch technischen Highlights überzeugen können. Direkt die erfreulichste Neuerung, endlich gibt es auch aus dem Hause JBL ein TWS-Kopfhörer mit einer USB-C Ladebuchse, darauf hatte ich nämlich schon länger gewartet. Außerdem mit an Bord, die kostenfreie App, mit einem guten Mehrwert, sodass man die Kopfhörer klanglich noch etwas mehr den eigenen Vorlieben anpassen kann. Der halt in den Ohren gefällt mir gut, jedoch sind diese aufgrund der etwas klobigeren Bauweise nicht wirklich für kleinere Ohren geeignet. Außerdem werden leider immer noch keine hochwertigen Audio-Codecs unterstützt, sodass man sich hier erneut nur mit dem Standardformat SBC zufrieden geben muss.
Bestehend aus „Verpackung/Design/Verarbeitung“ entspricht 25% der Gesamtwertung
Verpackung
Das Verpackungsdesign bei JBL bleibt weiterhin unverändert und somit werden auch die neue JBL Live 300TWS in einer rundum bedruckten und sehr kompakten Verpackung ausgeliefert. Die gewohnten Farben von JBL haben selbstverständlich auch hier wieder Einzug erhalten und so zieren diese wie gewohnt die weiß, graue und orangenen Grundfarben.
Auf der Vorderseite befinden sich wie gewohnt eine große Abbildung der beiden Ohrhörer, zusammen mit dem gewohnten Herstellerlogo, welches in der oberen Ecke prangt. Außerdem verläuft wie gewohnt entlang der langen Seite die Produktbezeichnung und einige Merkmale des Produktes. Zudem informiert JBL hier über die Gesamt- und einzelne Akkulaufzeit, sowie auf die Unterstützung von der Sprachassistenten (Google Assistant und Alexa). An der rechten langen Seite wird hierzu noch auf einige Anwendungsbeispiele der Sprachassistenten hingewiesen und es wird eine kleine Übersicht des Lieferumfangs gezeigt.
Nun zur häufig wichtigen Seite jedes Produktes, da diese in der Regel mit den meisten Informationen versehen ist. Neben den üblichen Abbildungen, dem JBL-Logo und den Namen der True Wireless In-Ears, ist hier eine Abbildung der beiden In-Ears zusammen mit dem Ladecase zu sehen. Direkt darüber ist zudem ein längliches Sichtfenster eingebracht, durch welches man die äußere Seite der beiden Ohrhörer in der Verpackung sehen kann. Außerdem beschreibt JBL hier unterhalb der Abbildung einige wichtige Merkmale der JBL Live 300TWS Ohrhörer in mehreren Sprachen.
Nach der entnehme des Innenlebens der Verpackung an der Unterseite, kann man die komplett schwarze Verpackung nach oben hinweg aufklappen. Darunter folgen einige Informationen, welche sich auf die Touch-Bedienung der beiden Ohrhörer und dem ersten Koppeln mit dem Smartphone beziehen. Im unteren Drittel der Verpackung befindet sich unter der kurzen Beschreibung ein kleiner Schaumstoffeinsatz, bei dessen entnehme man direkt das Ladecase entnehmen kann. Im oberen Abschnitt folgen in dem Einleger mit der „Funktionsbeschreibung“ die üblichen Beipackzettel (Sicherheitshinweise und Bedienungsanleitungen). Darunter befindet sich im oberen Abschnitt ein kleiner Karton, in dem die beiden bereits von hinten gesehenen Ohrhörer eingesetzt sind und dazwischen befindet sich in einer weiteren Kartonage der restliche Zubehör. Hierbei handelt es sich zum einen um das neue USB-A auf USB-C Ladekabel sowie den Ohrtips und Sporteinsätze.
(Verpackung: 4 von 5 Punkten)
Design
In-Ear Kopfhörer
Bei den neusten JBL Live 300TWS handelt es sich definitiv um etwas klobigere In-Ear Kopfhörer, welche den von mir bereits getesteten JBL Reflect Flow von der Größe sehr ähnlich sind. Daher stehen auch diese, nachdem einsetzten bzw. eindrehen in das Ohr etwas mehr hervor wie manch andere Ohrhörer. Doch so gewaltig ist es dann natürlich auch wieder nicht und wären diese deutlich kleiner, dann müsste man sicherlich in einigen Punkte wie z. B. beim Klang und dem Akku deutliche Abstriche machen. Beim Tragen einer Strickmütze, welche über die Ohren geht, kann ich die Ohrhörer jedoch weniger empfehlen, denn hier kann unter Umständen ein erhöhter Druck auf den Ohren entstehen. Doch dies gilt in diesem Fall nicht nur für die JBL Live 300TWS, sondern für so ziemlich alle True Wireless In-Ear Kopfhörer auf dem Markt.
So wie es bei eigentlich fast allen In-Ear Kopfhörern der Fall ist, bestehen auch die neuen JBL Live 300TWS zum Großteil aus Kunststoff. Dabei setzt sich das Gehäuse natürlich wieder aus mehreren Elementen zusammen und gefällt mir durch die farbliche Kombination grau, schwarz sehr gut. Typisch für JBL wurde die Außenseite, welche nach dem einsetzen ins Ohr, immer noch sichtbar bleibt und zugleich als Touch-Bedienoberfläche dient, mit dem gewohnten Firmenlogo versehen. Zudem wurde hier für einen optischen Akzent ein Mokka farbebener Ring rundum angebracht, welcher sehr gut mit dem restlichen Gehäuse harmoniert. An der Seite des Gehäuses befinden sich an beiden Ohrhörern ein Mikrofon, welches beim tragen leicht nach hinten gerichtet ist. Dieses wird nicht für Noise-Cancelling genutzt, sondern dient der TalkTruh/Ambient Aware-Funktion, welche JBL in diesem TWS-Modell integriert hat. Am rechten Ohrhörer wiederum befindet sich zudem noch ein weiteres Mikrofon, welches nach vorne in Richtung des Mundes gerichtet ist. Dieses dient somit als einziges Mikrofon bei Telefonaten und somit muss auch dieser Kopfhörer immer genutzt werden, während der linke bei Bedarf auch im Case verbleiben kann.
Um für einen besseren Halt zu sorgen, wurde hier auf die zusätzlichen, sogenannten stabilisierende Ohrpassstücke in denGrößen: XS; S; M und L, gesetzt, bei denen es sich quasi um Ear-Hocks (Sport-Einsätze) handelt. Diese sollen im Alltag für einen sicheren Halt sorgen, was auch soweit gut erreicht wird, vorausgesetzt, man nutzt die richtige Kombi aus Ohrtips und „Ear-Hocks“. Im inneren Teil, also der, welcher selbstverständlich später im Ohr sitzt, befindet sich der kurze, leicht geschwungene Treiber-Kanal und die üblichen drei goldenen Ladekontakte, über welche die In-Ears selbstverständlich im Ladecase aufgeladen werden können. Eine Neuerung gibt es hier auch zu sehen, denn neben dem Treiber-Kanal, ziemlich mittig des Ohrhörers befindet sich ein kleiner Sensor, welche erkennen kann, ob man diese Ohrhörer trägt oder nicht. Sofern in der App aktiviert, wird dadurch bei der Entnahme der Ohrhörer automatisch die Musik pausiert und beim einsetzten wieder fortgesetzt. Diese Funktion ist jedoch nicht komplett neu erfunden, sondern wird bereits von mehreren Herstellern wie z. B. Apple schon seit Längerem genutzt.
JBL bietet den Live 300TWS sowohl in dem von mir getesteten Schwarz, als auch in einem farbigeren Modell in Blau, sowie einer weißen Variante an. Wie bereits angedeutet, handelt es sich auch bei den JBL Live 300TWS beim rechte Ohrhörer um den Master (Bluetooth-Empfänger) welcher somit immer verwendet werden muss. Der Linke wiederum bekommt das empfangene Signal mit geringster Verzögerung vom rechten Ohrhörer zugesendet und könnte daher falls gewünscht auch im Ladecase verbleiben.
Ladecase
Das Ladecase besteht optisch auf jeden Fall aus demselben Kunststoff wie die Ohrhörer. Schließlich hat JBL die Farbe des Case so gewählt, dass diese mit den beiden Ohrhörern perfekt übereinstimmt. Das es sich hierbei um ein Case von JBL Kopfhörern handelt, erkennt man lediglich am JBL-Logo an der Vorderseite, denn ansonsten ist dieses sehr schlicht gehalten.
Ganz klar gehört das Ladecase mit den Maßen: 70 x 30 x 50 mm (L x T x H) nicht wirklich zu den kompaktesten, denn hier ist z. B. das Case der Cambridge Melomania 1 deutlich kompakter, doch das es auch um einiges größer geht, zeigt Beats bei den Powerbeats Pro. Sofern ihr nicht gerade eine enge Röhrenjeans tragt, lässt sich das Case somit problemlos in der Hosentasche verstauen und als Frau passt dieser ohne großartig Platz wegzunehmen sicherlich noch in die Handtasche hinein.
Der Ladeanschluss des Ladecase befindet sich dieses Mal wieder an der Unterseite und sehr erfreulich ist, dass es sich dieses Mal, zum ersten mal um einen USB-C Ladeanschluss handelt. Nettes Feature ist hier die leuchtende Status LED rund um den Ladeanschluss, welche über den aktuellen Ladezustand des Cases usw. informiert. Weiterhin gibt es im inneren eine LED, welche über den aktuellen Zustand der Ohrhörer hinweist und davor befindet sich ein manueller Pairing-Kopf. Ein magnetischer Verschluss hält den Deckel des Case ebenso sicher verschlossen, wie die Magnete, welche die beiden Ohrhörer sicher an ihrer Position halten.
(Design: 4 von 5 Punkten)
Verarbeitung
Zwar gefallen mir die beiden Ohrhörer sehr gut von der Verarbeitung, doch beim Ladecase sieht dies wiederum etwas anders aus. Hier hat man meiner Meinung nach die Griffmulde zu klein gewählt, sodass man damit das Case bzw. dessen Deckel nicht wirklich mit nur einer Hand aufbekommt. Dies ist jedoch kein großer Kritikpunkt, denn mit zwei Händen geht dies problemlos und bei vielen anderen Cases ist dies ebenso der Fall. Weitaus störender finden ich für den Preis die Lagerung des Deckels, denn dieser hat eine etwas zu hohes Spiel, sodass dieser sowohl offen, als auch geschlossen hin und her klappern kann. Dies ist zwar im Alltag nicht störend, doch angesichts des Preises von gut 150€ bekommen das einige anderen Anbieter mit günstigeren True Wireless Kopfhörern besser hin.
Ansonsten sind die Übergänge der einzelnen Kunststoffelemente sehr gut verarbeitet und es gibt keine störenden Kanten an den Ohrhörern oder am Ladecase. Da es sich hierbei um Schweiß- und wasserabweisende (IPX5) True Wireless In-Ear Ohrhörer handelt, können diese probelos bei jedem Wetter und bei sogar beim Sport getragen werden.
(Verarbeitung: 4 von 5 Punkten)
TEIL 2
bestehend aus „Funktion des Produktes“ entspricht 65% der Gesamtwertung
Kopfhörer-Art
True-Wireless In-Ear Kopfhörer
Kategorie
Bluetooth Kopfhörer (Bluetooth 5.0)
Farbe
Schwarz, weitere Farben: Blau und Weiß
Akku
integriert, Lithium-Polymer-Akku Akku Ohrhörer: 6 h Akku Ladecase: 14 h Gesamt somit: 20 h
Gewicht
78 (Ohrhörer und Ladebox) 12 g (beide Ohrhörer) 66 g (Ladebox)
Dynamische Treiber mit einer Größe von 5,6 mm (links und rechts)
Frequenzbereich
20 Hz–20 kHz
Treiberempfindlichkeit bei 1 kHz/ 1 mW (dB
95 dB
Impedanz (Ohm)
16 Ohm
Lieferumfang
JBL LIVE 300TWS Ohrhörer Ohrstöpsel in den Größen S, M und L Stabilisierende Ohrpassstücke in den Größen XS, S, M und L USB-C-Ladekabel Ladebox 1 x Garantieschein/Warnungshinweise 1 x Kurzanleitung/Sicherheitsdatenblatt
Technische Daten der JBL Live 300TWS
Tragekomfort
Da das Gehäuse der JBL Live 300TWS wie bereits erwähnt, etwas größer als der Eingang des Ohrkanals ist, müssen diese aus diesem Grund und den zusätzlichen Sport-Einsätzen in das Ohr eingedreht werden. Dies bedeutet, dass man die beiden Ohrhörer während des einsetzten leicht ins Ohr drücken und kurz nach hinten und wieder nach vorne eindrehen muss. Dadurch legt sich die „Schlaufe“ des Sport-Einsatzes in die Ohrmuschel-Windung, was zusammen mit den normalen Ohrtips für einen sehr sicheren halt sorgt.
JBL liefert bei den Live 300TWS insgesamt drei verschieden große Silikon-Aufsätze in den Größen S; M und L mit. Damit kann man die Ohrhörer weitestgehend dem eigenen Ohrkanal anpassen. Des Weitern liegen zudem noch vier verschieden große stabilisierende Ohrpassstücke in den Größen XS; S; M; und L bei, die für den zusätzlichen sicheren halt bei zahlreichen Bewegungen im Alltag und bei Sport sorgen sollen.
Auch wenn man anfangs bei den ersten Versuchen des Einsetzen der In-Ears etwas Probleme hat, bzw. etwas Zeit braucht, sofern man dies noch nicht von denen Ohrhörern davor gewohnt ist, dann ist das Ergebnis einfach top. Schließlich halten diese mit der richtigen Wahl an Ohrtips und Ear-Hooks sehr bequem und sicher in den Ohren, sodass man damit sogar zahlreiche sportliche Übungen absolvieren kann, ohne angst zu haben, dass man einen davon verliert. Die Flügelkonstruktion gefällt mir ganz gut, denn diese sorgt für eine leichte Entlastung des Gehörgangs und zudem sitzen die knapp 6 Gramm leichten In-Ears somit auch nach längerer Zeit bequem im Ohr, ohne dass Druckbeschwerden entstehen. Probleme gibt es hier wie bereits unter Design erwähnt lediglich beim Tragen von Mützen, die über die Ohren gehen. Diese können mit ihrem Bund nämlich zu hohen Druck auf die Ohrhörer ausüben, was somit sehr unangenehm werden kann, da die Ohrhörer dafür etwas zu weit aus den Ohren hervorstehen. Dieses Problem hat man jedoch bei vielen In-Ear Kopfhörern.
(Tragekomfort: 4 von 5 Punkten)
Bedienung
Bei den neuen True Wireless In-Ear Kopfhörern Live 300TWS hat JBL sich komplett gegen eine Tastenbedienung entschieden. Somit setzt das Unternehmen hier auf eine beidseitige Touch-Bedienung, welche sowohl Vor-, als auch Nachteile hat.
Problem ist hier die Erkennung der unterschiedlichen Befehle, gerade wenn viele Gesten auf einen Ohrhörer gelegt sind und sehr ähnlich sind, ist es hier kaum zu vermeiden, dass es häufig zu Fehlern bei der Erkennung kommt. Zudem funktioniert das Ganze mit Handschuhen im Winter nicht wirklich. Dafür wiederum drückt man sich die Ohrhörer durch den Verzicht auf echte Tasten nicht ständig tiefer in den Gehörgang, was unangenehm werden kann. Die Meinungen über eine Touch-Bedienung gehen daher immer auseinander, die einen finden diese gut, die anderen weniger, sodass dies am Ende die eigene Entscheidung bleibt, was einem persönlich eher zusagt.
Kommen wir nun zur Bedienung, bzw. zuerst einmal dem Einschalten. Hierzu gibt es bei den Live 300TWS nur eine Möglichkeit, und zwar diese in das Case einzulegen. Bei Modellen mit Tasten war es auch möglich, diese Mithilfe dieser anzuschalten, doch dies geht hier leider nicht, da auf Touch gesetzt wurde. Setzt man beide Ohrhörer wieder in das Ladecase ein, dann werden diese beim Zuklappen automatisch ausgeschaltet.
Bei True-Wireless In-Ears ist es meist üblich, dass einer der beiden Ohrhörer als ein sogenannter „Master“ und der andere als „Slave“ Gerät fungiert. Dies ist auch hier bei den JBL Live 300TWS der Fall, sodass es sich beim rechten Ohrhörer um den Master handelt, also quasi um den Daten-Empfänger und somit der Kopfhörer, der sich direkt mit dem Smartphone verbindet und die Musik via Bluetooth übertragen bekommt. Der andere wiederum, der Slave in diesem Fall der Linke, empfängt die Daten lediglich vom Master und kann sich daher nicht direkt mit dem Smartphone verbinden. Somit kann man wie bei JBL üblich, den rechten In-Ear quasi komplett alleine nutzen, da dieser sowohl Musik empfangen kann, als auch ein Mikrofon verbaut hat und den linken nur zusammen.
Zurück zur Bedienung über die Touch-Gesten. Berührt man die äußere Fläche des rechten In-Ear einmal, dann wird die Musik, sofern diese eingeschaltet sind, direkt gestartet. Ein erneutes einmaliges Antippen pausiert wiederum die Musikwiedergabe. Sollte während dem man Musik hört ein Anruf eingehen, dann kann man diesen annehmen, indem man die Oberfläche zweimal hintereinander antippt. Das Auflegen erfolgt bei Anrufende auf demselben Weg und während die Musik wiedergegeben wird, gelangt man durch das zweimalige Antippen zum nächsten Musiktitel. Um einen Titel zurückzuspringen kann bzw. muss die Touch-Oberfläche dreimal hintereinander angetippt werden und sollte man auf den Sprachassistenten auf dem Smartphone (Siri oder Bixby) zugreifen wollen, dann muss man die Oberfläche zwei Sekunden gedrückt halten.
Die Lautstärke wird ebenfalls über den rechten Ohrhörer geregelt, jedoch dieses Mal nicht durch tippen, sondern durch ein nach vorne oder nach hinten Wischen. Nach vorne bedeutet in diesem Fall lauter und andersrum dementsprechend leiser. Dies ist zwar soweit gut gedacht, doch gerade bei dieser Steuerung, die ich am meisten verwende, kommt es am häufigsten zu Fehlbedienungen, daher ist dies etwas Schade und man hätte dies vielleicht auf Die Linke Seite verlagert sollen.
Links gibt es von Werk aus lediglich die Möglichkeit, durch eine Wischgeste zwischen der TalkThrue und Ambiente Aware Funktion zu wechseln und durch Einmaliges antippen, auf den eventuell über die App eingerichteten Google Assistant oder Alexa zugreifen.
Sämtliche Tippbefehle erfolgen soweit präzise und werden gut erkannt, doch bei den Wischgesten kommt es durch die kleine Oberfläche wie bereits erwähnt schnell zu Fehlern. Hier muss man drauf achten, dass diese Bewegung schnell und in einem Zug geschieht, ansonsten werden diese nicht als Wischgeste, sondern als einfach Berührung erkannt.
(Bedienung: 3,5 von 5 Punkten)
Klang
JBL verspricht hier bei den Live 300TWS wieder einmal den typischen JBL Signatur Sound. Dieser soll in diesem Fall dafür sorgen, das in diesem Fall trotz kleiner Größe, dennoch eine riesige Leistung geboten wird mit dem Sound, den man von JBL erwartet. Doch ist dem in diesem Fall auch so, oder handelt es sich hier nur um eine Marketingaussage? Bevor ich dies beantworte, betrachten wir doch erst einmal zusammen die technischen Daten etwas genauer.
In jedem der In-Ear sitzt neben einem Akku und einiges an anderer kleiner Elektronikteile, auch ein 5,6 mm großer dynamischer Treiber. Soweit nichts besonders, denn dieser gibt einen gewöhnlichen Frequenzgang von 20 Hz – 20.000 Hz aus, was zum Klang nur soviel aussagt, dass dieser ausgewogen mit einer leichten Bassbetonung abgestimmt wurde. Wie bei sämtlichen anderen True Wireless In-Ear Kopfhörern verzichtet JBL auch hier weiterhin auf die Unterstützung eines hochwertigen Audio-Codes. Schließlich wird auch bei diesem Modell weder aptX für (Android), noch AAC für (iOS) unterstützt. Somit steht lediglich das Standardformat SBC zur Verfügung, doch reicht dieses hier aus?
Die JBL Live 300TWS bieten einen kraftvollen Output, der zudem mit einer energiereichen Basswiedergabe Punkten kann. Selbst im Tiefbassbereich zeigen die Ohrhörer keine Schwächen, sodass bei sehr basslastigen Musikstücken der Bass dennoch präzise bleibt, ohne im Tiefbassbereich ins wummern zu geraten. Das Bassfundament kann somit kräftig zupacken, ist aber zugleich nicht übertrieben betont, sodass es gegenüber dem restlichen Klangbild zu sehr dominant wäre.
Die Höhen sind ebenfalls präsent, welche soweit mit einer sauberen und einer luftigen Wiedergabe Punkten können. Jedoch neigen die Höhen bei sehr hohen Tonlagen dazu, etwas zu übersteuern (verzerren), was sich durch leichtere s-Laute bemerkbar macht. Die Stimmwiedergabe der Mitten ist soweit natürlich und lebendig, doch insgesamt gehören die Mitten eher gesagt zu den schwächen, denn diese sind hier etwas zu sehr zurückhaltend. Jedoch handelt es sich hierbei ja nur um ein 1-Treiber Modell, wo es schwierig wird, ein Klangbild zu generieren, welches in allen Bereichen überzeugend klingt.
Beim JBL Live 300TWS zeigt JBL jedoch wie bereits beim Reflect Flow mal wieder, dass es nicht unbedingt notwendig ist, dass Kopfhörer die hochwertigen Audiocodecs wie z. B. AAC und aptX usw. unterstützen müssen. Schließlich sind diese klanglich nicht schwächer als einige Modelle, die eben genau diese hochwertigeren Audio-Codecs unterstützten.
Die Sprachverständlichkeit der Kopfhörer ist soweit ausgesprochen gut. Klar gelingt es den verbauten Mikros, welche es versuchen, die Umgebungsgeräusche etwas zu minimieren nicht ganz, alles um einen herum während Telefonaten zu neutralisieren. Daher hört der Gesprächspartner z. B. gelegentlich ein vorbeifahrendes Auto oder einen Zug. Dies ist jedoch bei vielen anderen In-Ear Kopfhörern auch der Fall und daher kein Kritikpunkt, es lässt sich Technologie bedingt aktuell kaum vermeiden. Bei Telefonaten wird übrigens der Stereomodus unterstützt. Das heißt, dass während dem Telefonieren beiden In-Ears den Ton wiedergeben, was ich persönlich deutlich besser finde, als bei einer Mono-Wiedergabe. Die beiden Funktionen TalkThru und Ambient Aware, können während Telefonaten nicht genutzt werden, was jedoch durchaus Sinn macht. Schließlich werden die dafür genutzten Mikros für die Reduzierung der Umgebungsgeräusche genutzt und würden zudem den Ton zum Gehör durchlassen, was bei der Verständlichkeit nur für ein durcheinander sorgen würde.
Was die Latenz angeht, also die Verzögerung zwischen Ton und Bild beim Ansehen von YouTube Videos usw. können die JBL Live 300TWS überzeugen. Hier hatte JBL anfangs mit Bluetooth 4.2 noch Probleme, doch seit das Unternehmen auf den Bluetooth 5.0 Chip umgestellt hat, passt die Latenz sehr gut.
(Klang: 4 von 5 Punkten)
App
Da die JBL Live 3000TWS, zur LIVE-Serie gehört, gibt es hier wie bei allen LIVE-Kopfhörern eine kostenlose App Namens „My Headphones“. Diese App steht sowohl für iOS, als auch Android Smartphones als kostenloser Download im jeweiligen AppStore bereit.
Diese App ist jedoch nicht unbedingt zwingend erforderlich, da die Kopfhörer auch ohne diese problemlos genutzt werden könnten. Wer jedoch Firmware-Updates (stand bei mir direkt eins zur Verfügung), oder persönliche Einstellungen via Equalizer vornehmen möchtet und den Google Assistant bzw. Amazon Alexa als Sprachassistent nutzen will, kommt um die App nicht drumherum.
Startet man die App das erste Mal, wird man sehr einfach Schritt für Schritt durch die Einrichtung und das Menü navigiert. Zudem wird einem in jedem Einstellungsfenster alles ganz gut erklärt. Ist dies soweit durchgeführt, landet man nach jedem Start der App auf dem Startbildschirm, auf dem sämtliche kompatiblen Kopfhörer die man selbst besitzt angezeigt werden. Zumindest sofern diese angeschaltet sind und man diese vorher mit dem Smartphone via Bluetooth gekoppelt hat.
Klickt man hier auf den JBL LIVE 300TWS, landet man in dessen Einstellungsmenü, wo man direkt unter der Abbildung des Kopfhörers, dessen restliche Akkulaufzeit in Prozent angezeigt bekommt. Unmittelbar darunter kann man zudem die Ambient Aware und TalkThru-Funktion zu- oder abschalten. Außerdem kann man hier die Gestenfunktion bzw. die Belegung der Wischfunktionen bestimmen, bzw. anwählen. Schade ist hier jedoch, dass man links nur wählen kann ob beim nach vorne Wischen TalkThru- oder AmbientAware aktiviert werden soll und rechts, ob man durch vor und zurück wischen die Lautstärke regulieren möchte, mehr nicht.
Ganz unten am Rand im grauen Bereich gelangt man durch das Antippen in die EQ-Einstellungen. Hier kann man dann zwischen drei voreingestellten Klangprofilen wählen oder es kann ein eigenes Klangprofil erstellt werden. Zurück auf Untermenü der JBL Live 300TWS, kann man durch das Antippen des Zahnrads im rechten oberen Bereich in ein weiteres Untermenü navigieren. In diesem kann man die automatische Abschaltung bei 10 Minuten ohne Musikwiedergabe Aktiveren bzw. Deaktivieren, ebenso die automatische Wiedergabe und Pause Funktion regulieren. Zudem kann man hier sofern beim Beginn nicht gemacht, die Sprach-Assistenten Google oder Alexa einrichten, oder auf die Gerätehilfe zugreifen.
Als praktisch empfinde ich die neue „Finde meine Ohrhörer“ Funktion. Durch diese kann man an den Öhren einen lauten Signalton abgeben lassen, falls man diese z. B. ausnahmsweise nicht ins Case eingesetzt hat und sucht, oder während des Sports einen verloren hat. In diesem Menü kann man den jeweiligen Ohrhörer auswählen und dieser gibt dann solange den Ton wieder, bis der Akku leer sein sollte oder man diesen erneut auswählt. Achtung! Diese Funktion bitte nie benutzen, wenn ihr die Ohrhörer im Ohr habt, das kann nämlich für starke Schäden im Gehör sorgen.
(App: 3,5 von 5 Punkten)
Ausstattung
Akku & Ladecase
Für die Energieversorgung der JBL Live 300TWS, hat JBL in jedem Ohrhörer einen 55 mAh Lithium-Ionen-Akku verbaut, welche zudem eine Schnellladefunktion besitzen. Diese 55 mAh Akkus ermöglichen laut JBL eine Akkulaufzeit von bis zu 6 Stunden am Stück. Sobald der Akku der JBL Live 300TWS In-Ears leer ist, können diese jederzeit in dem mitgelieferten Transportcase aufgeladen werden. Diese ermöglicht mit insgesamt 450 mAh eine gesamte Akkulaufzeit von bis zu 20 Stunden.
Im Alltag lieferten bei mir die Akkus der Ohrhörer bei etwas 70 % der maximalen Lautstärke eine Laufzeit von knapp über 5 Stunden, was soweit zwar kein Spitzenwert ist, aber für den Großteil aller User absolut ausreichend sein sollte. Im Ladecase, in dem die Ohrhörer üblicherweise aufbewahrt und zudem aufgeladen werden, können diese bei vollgeladenem Akku fast drei Mal wieder komplett aufgeladen werden, sodass man dadurch fast an die angegebenen 20 Stunden herankommt.
Für spontane Einsätze, wenn man z. B. eine Runde Radfahren möchte, jedoch vergessen hat die Kopfhörer aufzuladen, besteht die Möglichkeit, auf die integrierte Schnellladefunktion zuzugreifen. Durch diese ermöglicht es JBL, die beiden Ohrhörer innerhalb von nur 10 Minuten für gut 50 Minuten wieder mit Energie zu versorgen. Möchte man die beiden Ohrhörer wiederum komplett aufladen, vergehet knapp eine Stunde und 40 Minuten, was auf das Ladecase ebenso zutrifft. Das Aufladen erfolgt hier übrigens erstmals bei JBL über USB-C. Ein entsprechendes Ladekabel USB-A auf USB-C liegt dem Lieferumfang bei.
Bluetooth & Signalqualität
Beim JBL Live 300TWS setzt JBL auf den neuen Bluetooth 5 Chip. Dieser liefert in meinem Test wie bereits beim Reflect Flow eine stabile Verbindung sowohl zu iOS-, als auch Android-Geräten. Die Verbindung zwischen Smartphone und In-Ears erfolgt wie bei eigentlich sämtlichen True Wireless Kopfhörer, automatisch bei der Entnahme aus dem Ladecase. Sobald man die beiden Ohrhörer zum ersten Mal aus dem Transportcase nimmt, befinden diese sich automatisch im Pairing-Modus und können daher wie bei Bluetooth-Kopfhörer üblich direkt über die Einstellungen mit dem Smartphone verbunden werden.
Möchte man die beiden Ohrhörer wiederum mit einem neuen Gerät verbinden, muss man beide Ohrhörer ins Ladecase einsetzen und den kleinen Knopf zwischen diesen beiden, im Ladecase für 5 Sekunden gedrückt halten. Anschließend werden diese zurückgesetzt und man kann wie gewohnt zu den Bluetooth-Einstellungen im Smartphone navigieren und wählt hier den Kopfhörer „JBL Live 300 TWS“ aus.
Im Praxistest bieten die JBL Live 300TWS zwischen Kopfhörer und Smartphone (bei mir ein iPhone X) eine sehr stabile und gute Reichweite von bis zu 30 Metern im Freien, ohne Hindernisse. Im Haus wiederum hängt die Reichweite von euren Wänden und Decken ab. Schließlich reduzieren massive dicke Wände und Decken die Reichweite des Funksignals deutlich mehr, als z. B. dünnere. Daher kann man hier grob gesagt von einer Indoor-Reichweite von ca. 9 Metern reden, was ein guter Wert ist.
(Ausstattung: 4 von 5 Punkten)
TEIL 3
bestehend aus „Preis/Leistung“ entspricht 10% der Gesamtwertung
Beschreibung
Mit den neuen Live 300TWS liefert JBL ein gutes True Wireless In-Ear Kopfhörer Modell ab. Diese können mit einigen kleineren Neuerungen wie z. B. die neue „Finde meine Ohrhörer-Funktion“, dem endlich verbauten USB-C Anschluss usw punkten. Doch wichtig ist natürlich auch der Klang und der Tragekomfort und genau hier schneiden die JBL Live 300TWS soweit ebenfalls sehr gut ab. Beim Tragekomfort ist es natürlich sehr wichtig, dass ihr die richtigen Einsätze wählt und diese dann ins Ohr eindreht. Einfach rein drücken geht hier nicht, denn dann wird es nur unangenehm und der halt ist zudem bescheiden. Der Klang ist zwar nicht der allerbeste, den ich bisher von In-Ear Kopfhörer gehört habe, doch für 150€ ist dieser absolut in Ordnung. Die Schutzklasse IPX5 sorgt zudem dafür, dass man die Ohrhörer auch beim Sport nutzen kann, denn somit sind diese gegen Spritzwasser und Schweiß geschützt.
Preis/Leistung
Die UVP der Live 300TWS hat JBL mit 149€ festgesetzt. Online sind diese jedoch inzwischen teilweise für etwas unter 135€ inkl. Versand erhältlich.
Für diesen Preis bekommt man sehr gute True Wireless Kopfhörer, welche zwar klanglich zwar definitiv nicht High-End sind, aber dennoch rundum mit einem guten Gesamtpaket überzeugen können. Der Tragekomfort ist sehr gut, die Sprachqualität bei Telefonaten auch und die Latenz ist sehr gering. Zudem hat JBL nun endlich an alle Bedienungsfunktion gedacht und somit kann man nun sämtliche Funktionen direkt über die Ohrhörer steuern.
Bei der Hardware des Huawei P40 Pro hat Huawei definitiv nicht gespart. Eine hervorragende Kamera, ein tolles Design und eine sehr gute Verarbeitung, dabei zeigt das Unternehmen wieder mal sein können. Doch ein Nachteil hat das Ganze, und zwar der neue Huawei Mobile Service anstelle von Google´s Android. Dieser setzt sich aus mehreren Diensten zusammen darunter auch App Gallery, die Huawei alternative zum Google Play Store. Hier gibt es leider noch nicht den vollen Umfang ans Apps wie von den bisherigen Huawei-Geräten gewohnt war, doch was für einige ein absolutes No-Go sein dürfte, wird manch anderen vielleicht freuen bzw. nichts ausmachen. Wer beim Smartphone viel Wert auf eine überragende Kamera und auch sonst eine rundum überzeugende Hardware sucht, kommt beim Huawei P40 Pro voll auf seine Kosten. Ist man jedoch auf zahlreiche Apps angewiesen, oder gar auf die bisher gewohnten Google-Dienste, sollte man eher zu einem anderen Smartphone greifen.
Gefällt uns
überragende Kamera
überzeugendes Design + Verarbeitung
rundum überzeugende Hardware
Gefällt uns weniger
keine Dienste von Google und noch wenig Apps verfügbar
Bestehend aus „Verpackung/Design/Verarbeitung“ entspricht 25% der Gesamtwertung
Verpackung
Wie ich es bereits von den bisher getesteten Huawei Smartphones gewohnt bin, wurde mir auch das neue Huawei P40 Pro in einer typischen weißen Verpackung geliefert, welche lediglich rundherum mit goldenen Schriftsegmenten in Form des Firmenlogos bzw. dem Namen des Produktes versehen wurde. Hierbei darf natürlich auf die Zusammenarbeit bei der Kamera mit Leica nicht fehlen und der hinweiß auf die neuen Huawei „App Store“ alternative, Namens AppGallery.
Im Inneren der Verpackung verbirgt sich direkt auf der Oberseite das Huawei P40 Pro, welches zum Schutz in eine Kunststofffolie eingepackt ist. Unter diesem wiederum, befindet sich eine Kartonage, in der man ein transparentes Kunststoff-Case zusammen mit den üblichen Beschreibungen findet. Letzteres war bei meinem Testgerät jedoch aufgrund eines Leihgeräts nicht mit dabei. Zu guter Letzt findet man im untersten Teil der Verpackung noch das USB-C-Ladekabel, ein 40 Watt Schnelllade-Netzteil und In-Ear Kopfhörer mit einem USB-C Anschluss.
(Verpackung: 3,5 von 5 Punkten)
Design
Schon bei dem Vorgängermodell zeigte Huawei, das man viel Wert auf ein edles und vor allem ein rundum überzeugendes Design legt. Keine Frage, die Qualität des Huawei P40 Pro ist absolut überzeugend.
Erneut setzt man hier auf die stark abgerundeten Ränder zu den langen Seiten hin und hat nun auch noch den Displayrand im oberen und unteren Bereich eine wichtige Rundung verpasst. Dies ist soweit ein wichtiges Detail, sodass man beim wischen von oben nach unten, nicht wie zuvor über eine störende Kante stößt, sondern nahezu schmeichelhaft über das Display gleitet. Spätestens nach dem Anschalten des Displays erkennt man hier einen wichtigen Unterschied, denn wo Huawei beim P30 Pro noch auf ein Tropfen-Notch setzte, ist es nun beim P40 Pro ein sogenannte Punchhole-Notch. Dieser sitzt hier jedoch deutlich sichtbarer und meiner Meinung nach schon etwas aufdringlich in der oberen linken Ecke des Displays.
Am Edelstahlrahmen sowie der Anordnung der Anschlüsse und Bedientasten, hat sich gegenüber dem Huawei P30 Pro ansonsten kaum was verändert. Das man im Jahre 2020 auf eine herkömmliche analoge Klinkenbuchse und Benachrichtigung-LED verzichtet ist soweit nichts Neues, denn dies ist bei allen anderen Herstellern ebenfalls der Fall. An der Rückseite kommt zumindest bei meinem Testgerät in „Ice White“ und dem schwarzen Modell die gewohnte hochglänzende Glasoberfläche zum Einsatz. Diese gefällt mir bei meinem Testgerät zwar sehr gut, da sich hier der Farbverlauf je nach Lichteinfall in sehr schöne Regenbogenfarben verändert, doch beide hochglänzende Modelle sind extrem anfällig gegenüber Fingerabdrücken. Hier sorgt jedoch eine Hülle, welche die meiste sowieso verwenden werden für Abhilfe. Jedoch gefallen mir persönlich die matten Modelle in Silber und Gold deutlich besser, wobei das goldene nur in Deutschland und somit zumindest aktuell nicht in Österreich erhältlich ist.
SSehr dominant ist die neue Leica-Quad-Kamera auf der Rückseite im oberen linken Bereich. Dieses Kamera-Plateau nimmt eine stolze Fläche von 45 x 24 mm ein. Dadurch, dass dieses Plateau gut 2 mm aus dem Gehäuse hervorsteht, muss man zumindest ohne eine Hülle, beim Nutzen auf dem Tisch usw. ein stärkeres wippen in Kauf nehmen, was hierbei dann natürlich stören wird, doch dieses Problem hat man ja aktuell bei sämtlichen Smartphone-Herstellern.
Schauen wir uns nun wie gewohnt, das Smartphone rundum etwas genauer an. Die Front nimmt ein großes Display mit einer Diagonale von 6,58 Zoll (16,7 cm) ein. In der linken Ecke, also innerhalb der länglichen Punchhole-Notch, befindet sich neben der mit 32 Megapixel auflösenden Frontkamera, auch die IR-Tiefenkamera die beide zusammenarbeiten und somit für beeindruckenden Selfie Aufnahmen mit natürlichem Bokeh-Effekt sorgen sollen. Zwischen den beiden Kamera-Sensoren sitzt jedoch auch der Face-Unlock Sensor, der neben dem im Display integrierten Fingerabdrucksensor für die Sicherheit sorgen soll. Face-Unlock arbeitet jedoch nicht wie bei Apple mit eine biometrischen 3-D-Abgleich, sondern lediglich 2D. Über eine Ohrmuschel verfügt das Huawei P40 Pro übrigens nicht, hierfür setzt man wie bereits beim P30 Pro, auf die Huawei Akustik-Display-Technologie. Dabei wird der obere Teil des OLED-Displays, bei dem sozusagen die neue Technologie sitzt, zum Lautsprecher gemacht. Dies gelingt Huawei dadurch, dass man das Display minimal zum Schwingen bringt und somit zur Klangübertragung gebracht wird. Das ganze kennt der ein oder andere auch von den Sony OLED-Fernseher, denn diese besitzen ebenfalls soggenante Aktuatoren, welche das Bild bzw. das Display zum Vibrieren bringen, um den Klang zu übertragen. Die Huawei Technologie funktioniert hier soweit absolut gut, ohne dass man sagen könnte, dass diese schlechter oder besser als eine herkömmliche Hörmuschel klingt. Das Vibrieren des Schalls merkt man übrigens nicht und wird nur beim Telefonieren genutzt. Bei der Musikwiedergabe und YouTube Videos ansehen, wird nämlich leider nur der Mono-Lautsprecher an der Unterseite genutzt.
Durch das sehr große Display kann man das Huawei P40 Pro nicht mehr wirklich als kompakt einstufen, schließlich ist es 158,2 x 72,6 x 8,95 mm (H x B x T) groß und wiegt knapp 209 Gramm. Bei den seitlichen Anschlüssen und Bedienelementen gibt es wie bereits erwähnt keine großen Veränderungen gegenüber dem Huawei P30 Pro.
Sämtliche Bedientasten befinden sich wie von Huawei gewohnt auf der rechten Seite des Smartphones. Dabei handelt es sich zum einen um den kleineren Power-Button und die doppelt so lange Lautstärkewippe. Beide Tasten sind hier bei der Bedienung problemlos als Rechtshänder mit dem Daumen und auch als Linkshänder mit den Zeige- und Mittelfinger erreichbar.
An der Unterseite befinden sich neben dem zentral angeordneten USB-C Ladeanschluss, wie üblich rechts der Lautsprecher und links das kleine Mikrofon für Telefonate usw. Außerdem hat sich Huawei aus Platzgründen und zum Großteil wegen den starken Abrundungen der langen Seiten dafür entschieden, hier auch den Hybrid-SIM Slot an der Unterseite zu verbauen. Dies bedeutet, dass man in diesen neben einer Nano-SIM-Karte auch eine Nano-Memory-Card (max. 256 GB) von Huawei einsetzten, kann. Außerdem ist es beim Huawei P40 Pro auch möglich, eine eSIM zu nutzen. Zu guter Letzt findet man an der oberen Stirnseite neben einem weiteren Mikrofon für Video-Aufnahmen, auch noch den von Huawei schon länger genutzten kleinen Infrarotsensor, der sich zum Bedienen verschiedener Geräte nutzen lässt, wie z.B. euer Fernseher usw.
Zum Schluss noch zur Rückseite bzw. der hier befindlichen sehr auffälligen Kamera-Einheit. Hier findet man stolze vier Kamera-Linsen und einen Dual-LED-Blitz, welches alles zusammen eines der Hauptmerkmale des Huawei P40 Pro bilden. Schließlich wissen alle Smartphones-Freaks, dass sich das Unternehmen bei der P-Serie immer auf den Fokus Fotos spezialisiert.
(Design: 4,5 von 5 Punkten)
Verarbeitung
Bei der Verarbeitung des neuen Huawei P40 Pro gibt es nichts zu beanstanden. Gegenüber dem Huawei P30 Pro hat man hier nochmals auf kleine Details wert gelegt, die den täglichen Bedienkomfort nochmals entscheidend verbessern.
Die abgerundete Ober- und Unterseite des Displays z. B. nimmt man zwar nur, als kleine Veränderung war, doch im täglichen Nutzen merkt man hier direkt den deutlich flüssigeren Bedienkomfort. Schließlich gleitet der Daumen und andere Finger bei den häufig genutzten Wischgesten wesentlich angenehmer vom Rahmen über das Display. Auch sonst konnte mich Huawei beim P40 Pro mal wieder mit einer tadellosen Verarbeitung überzeugen, sodass das Curved Overflow Display an allen Ränder quasi nahtlos in den Rahmen übergeht. Die IP68-Schutzklasse gehört beim Pro Modell jedes Huawei Gerät inzwischen auch zum Standard und so ist auch das P40 Pro nicht nur gegen Spritzwasser, sonder auch gegen Staub und zeitweises Untertauchen ins Wasser geschützt ist. Genauer gesagt bis zu 1,5 Metern für max. 30 Minuten.
(Verarbeitung: 4,5 von 5 Punkten)
TEIL 2
bestehend aus „Funktion des Produktes“ entspricht 65% der Gesamtwertung
Display
6,58 Zoll 2.640 x 1.200 Pixel (Full HD+), Pixeldichte beträgt 441 ppi
CPU/ GPU / NPU
HUAWEI Kirin 990 5G, 64bit, Octa-Core-Prozessor 2 x 2,86 GHz basierend auf Cortex-A76 + 2 x 2,36 GHz basierend auf Cortex-A76 + 4 x 1,95 GHz basierend auf Cortex-A55 / GPU: 16-Core Mali-G76 / NPU: Dual Big Core + Tiny Core NPUs (Neural-network Processing Unit)
RAM
8 GB RAM
Speicher
256 GB (mit NM-Karte, bis zu weitere 256 GB erweiterbar)
32 MP Selfie Kamera (f/2.2 Blende) + Tiefensensor* Autofokus Modus Bildauflösung: bis zu 6.528 x 4.896 Pixel Videoauflösung: bis zu 3.840 x 2.160 Pixel Videoaufnahmen: Unterstützt 4K (3.840 x 2.160 Pixel) 60fps Videoaufnahmen *Tiefensensor unterstützt zusätzlich Face Unlock
Anschlüsse
USB-Typ-C-Ladenaschluss
Akku
4.200 mAh; fest verbaut
Farben
Ice White, weitere Farben: Schwarz, Silver Frost und Blush Gold (letzteres aktuell nur und Deutschland)
Im Huawei P40 Pro kommt der eigens entwickelte Kirin 990 5G zum Einsatz, der nicht nur ein 5G-Modem besitzt, sondern nochmals eine etwas höhere Taktfrequenz wie der normale Kirin 990 CPU. Dabei handelt es sich um einen Octa-Core Prozessor, welcher eine ordentliche Leistung aufweisen kann. Von den insgesamt 8 Rechenkernen, leisten 2 bis zu 2,86 GHz (Cortex-A76), zwei weitere 2,36 GHz (ebenfalls Cortex-A76), dabei handelt es sich um die Performance Cluster und die restlichen vier, die sogenannten Stromspar Cluster, max. 1,95 GHz (Cortex-A55). Unterstützt wird der Prozessor von dem GPU Mali-G76 MP16 und einem 8 GB großen Arbeitsspeicher.
Beim verbauten Speicher steht nur ein Modell zur Auswahl, und zwar eines mit 256 GB. Damit hat man jedoch mehr als ausreichend Speicher zur Verfügung, auf dem man viele hochauflösende Bilder und Videos speichern kann. Da es sich hierbei zudem um denen modernen UFS 3.0 Speicher handelt, ist dieser zudem auch noch sowohl beim Schreiben, als auch beim Lesen rasend schnell. Sollten die 256 GB nicht ausreichen, kann man den Speicher jederzeit noch um das doppelte erweitern. Doch Vorsicht, hierbei darf man keine herkömmliche Micro-SD-Speicherkarte kaufen, denn diese passt nicht. Huawei setzt nämlich schon seit einigen Generation auf das selbst entwickelte NM-Card-Format, eine etwas andere Speicherkarte, die sehr einer Nano-SIM-Karte ähnlich sieht.
Das der UFS 3.0 Speicher sehr schnell ist, zeigt sich soweit auch im Leistungstest. Laut AndroBench erreicht dieser nämlich beim Schreiben einen Wert von knapp 400 MB/s und beim Lesen stolze 1794 MB/s. Hier ist der Speicher beim Schreiben, zwar anders als ich es erwartet habe nicht der schnellste, doch immer noch ausreichend rasant und kann beim Lesen mit einem hervorragenden Wert punkten. Von den 256 GB stehen euch zu Beginn übrigens knapp 240 GB frei zur Verfügung.
Die Rechenleistung des Kirin 990 5G ist sehr schnell und somit gehört dieser zu den aktuell schnellsten Prozessoren. Jedoch kann dieser mit den High-End CPUs von Qualcomm und Apple nicht ganz mithalten. Beim Zocken zeigt der ARM Mali-G76 MP16 eine sehr gute Grafik-Performance, sodass alle verfügbaren Spiele problemlos und flüssig auf dem Smartphone laufen. Die 90 Hz Bildwiederholrate wiederum macht sich zumindest beim Zocken weniger bemerkbar als gedacht, denn leider unterstützen die Games dies kaum.
So viel zum textlichen Teil der Performance, doch schauen wir uns doch noch einige Zahlen an, welche meine Einschätzung der Rechenleistung größtenteils Belegen. Bei Geekbench 5.0 konnte das Huawei P40 Pro einen Wert von 757 im Single-Core und 2.995 im Multi-Core erreichen und bei PCMark kam es auf eine Score von 9721.
(Performance: 4,5 von 5 Punkten)
Display
Beim bereits erwähnte 6,58 Zoll (16,71 cm) große Display, handelt es sich um ein OLED-Panel, welches eine 90 Hz Bildwiederholrate besitzt und mit einer erweiterten Full-HD-Auflösung (FHD+), genauer gesagt 2.640 x 1.200 Pixel auflöst. Dies ergibt eine Pixelschärfe von knapp 441 ppi, was für eine ausreichend scharfe Darstellung am Display sorgt.
Die max. Displayhelligkeit fällt jedoch mit im Schnitt 570 cd/m² (Candela pro Quadratmeter) etwas mager aus, hier schneiden Samsungs AMOLED-Displays nochmals um einiges besser ab. Wer jedoch den verbauten Umgebungslichtsensor verwendet, muss mit einer noch etwas geringeren max. Helligkeit rechnen.
Die Blickwinkelstabilität ist wie ich es von einem OLED-Panel gewohnt bin sehr gut, sodass man selbst bei einem äußerst flachen Betrachtungswinkel alles gut erleben kann. Lediglich der gebogene Bereich an den länglichen Rändern wird z. B. beim flachem betrachten von der Seite deutlich heller beleuchtet als die Oberfläche des Displays. Doch dies ist wiederum bei solch einem Curved-Display typisch, der beste Betrachtungswinkel für eine gleichmäßige Ausleuchtung ist dementsprechend frontal.
(Display: 4 von 5 Punkten)
Akku
Das Huawei P40 Pro verfügt über einen 4.200 mAh Akku. Dies ist soweit kein kleiner Akku, doch es gibt aktuell dennoch Geräte, die einen noch größeren Akku besitzen. Jedoch bringt ein größerer Akku nicht immer was, denn viel wichtiger als eine reine Kapazität, ist die Energieeffizienz des Smartphones. Saugt nämlich die Hardware oder Software den Akku schneller leer, hat dies deutlich mehr Auswirkungen auf die Laufzeit.
Huawei ist die Software beim P40 Pro sehr gut gelungen, sodass das Smartphone eine sehr lange Standby-Laufzeit bietet. Im Praxistest, bei dem ich das Smartphone unterschiedlich den Tag über genutzt habe, was sich aus surfen im Web, durchs Twitter und Facebook scrollen und einigen Videos ansehen zusammensetzt, kam ich auf gut 8 bis 9 Stunden. Dies ist definitiv kein schlechter Wert, doch es gibt durchaus Smartphone-Modelle, die hier noch eine Schippe drauflegen.
Das Aufladen erfolgt mit bis zu 40 Watt, das passende Netzteil inkl. Ladekabel legt Huawei dem Lieferumfang bei. Durch dieses kabelgebundene Ladegerät ist der 4.200 mAh Akku innerhalb von knapp eineinhalb Stunden wieder voll aufgeladen. Kabelloses Aufladen funktioniert jedoch ebenso, dafür wird max. 27 Watt unterstützt. Um diese passende Ladegeschwindigkeit zu erreichen, ist es jedoch erforderlich z. B. den Wireless Huawei Super Charger separat zu kaufen. Wie bereits bei den Vorgängermodellen ist es auch hier möglich, ein anderes Gerät kabellos aufzuladen, dazu zählt z. B. auch eine elektrische Zahnbürste von Oral-B usw.
(Akku: 4 von 5 Punkten)
Kamera
Eines der Hauptmerkmale des Huawei P40 Pro ist die Kamera auf der Rückseite. Hier zeigt Huawei schon seit einigen Generationen eine überragende Hardware und trumpft von Generation zu Generation mit immer wieder neuer überzeugender Hardware auf.
Die Kamera setzt sich aus vier einzelnen Sensoren zusammen:
Die Hauptlinse, einem 50 Megapixel Sensor, aus dem Hause Sony (IMX700), der mit einer Blende von f/1.9 ausgestattet wurde.
Eine Weitwinkellamera mit 40 Megapixel f/1.8, bei der es sich ebenfalls um einen Sensor von Sony handelt (IMX650 Exmor RS)
Die Telelinse, von Huawei auch SuperSensing Teleobjektiv Kamera genannt, welche mit 12 Megapixel auflöst f/3.4
3D-Tiefensensor (ToF-Sensor)
Beachtlich ist die Sensor-Größe der neuen Hauptkamera, denn mit 1/1,28 Zoll ist dieser aktuell der größte jemals verbaute Sensor in einem Smartphone und somit auch größer als der im Samsung S20 Ultra. Mit 50 Megapixel hat das Huawei natürlich weniger als halb soviel Pixel wie das Samsung S20 Ultra, doch mehr Pixel auf einem kleineren Sensor bedeutet meist auch gleichzeitig eine schlechtere Lichtempfindlichkeit. Somit zeigt sich auch bei Testaufnahmen, dass dem Huawei P40 Pro selbst bei wenig Licht beeindruckende Bilder gelingen. Hier hat die Konkurrenz aktuell mal wieder ganz klar das nachsehen.
Erneut setzt Huawei beim Zoom auf eine optische 5-fache Vergrößerung, was dem Unternehmen durch die bereits im P30 Pro bewährte Periskoplinse gelingt. Zugleich wird auch ein ebenso qualitativ guter 10-fach Hybrid Zoom, und eine bis zu 50-fache Vergrößerung via Digitalzoom ermöglicht. Beim Digitalzoom nimmt die Qualität jedoch deutlich ab, doch dennoch ist es wieder einmal erstaunlich, wie nah man so mit dem Smartphone an ein eigentlich weit entferntes Objekt zoomen kann. Bei maximaler Vergrößerung empfiehlt sich übrigens eine ruhige Hand, die man sicherheitshalber stütz, denn hier verwackelt man schnell, zumindest musste ich mich etwas dran gewöhnen das Ziel, das ich fotografieren wollte mittig im Bild zu knipsen. Für mich hat das Ganze schon etwas, als würde man mit einem Zielfernrohr ein Ziel fixieren. Alle Linsen besitzen übrigens einen optischen Bildstabilisator, was ebenso wie der AIS (AI Image Stabilisation) dennoch trotz maximaler Vergrößerung für stabile Bilder sorgen sollen.
Die Primäre-Linse für Videos ist beim Huawei P40 Pro, die 40 MP Ultraweitwinkel Kamera. Durch den ausreichend scharf auflösenden 40 Megapixel Sensor und die max. Blende f/1.8, gelingen mit dieser Kamera auch bei schwachen Lichtverhältnissen hervorragende aufnahmen. Da hiermit nicht nur gerne Bilder geknipst werden, sondern wie bereits erwähnt auch Videos aufgenommen werden, ermöglicht Huawei hier, eine max. Auflösung von 4K (UHD) mit bis zu 60 Fps (Bilder pro Sekunde). Damit die Videos nicht nur vom Bild gut aussehen, sondern auch verwacklungsfrei sind, werden diese vom Bildstabilisator sehr gut stabilisiert. Während einer Video-Aufnahme kann man übrigens stufenlos bis zur zehnfachen Vergrößerung zoomen, sodass man sehr nah an das Objekt herankommt. Dank den vielen qualitativ überzeugenden Mikros am Smartphone, wird der Ton ebenfalls sehr natürlich aufgenommen, wenn jedoch auch etwas Schade ist, dass dies lediglich im monoton erfolgt.
Ultraweitwinkel
Standard-Zoom
5-fach Zoom
10-fach Hybrid Zoom
50-fach Zoom digital
Ultraweitwinkel
Standard-Zoom
5-fach Zoom
10-fach Hybrid Zoom
Frontkamera
Frontkamera
Ultraweitwinkel
Standard-Zoom
5-fach Zoom
10-fach Hybrid Zoom
Ultraweitwinkel
Standard-Zoom
5-fach Zoom
10-fach Hybrid Zoom
Ultraweitwinkel
Standard-Zoom
5-fach Zoom
10-fach Hybrid Zoom
Die Frontkamera beim Huawei P40 Pro liefert mit 32 MP und einer Blende von f/2.2 Blende ein gutes Gesamtpaket. Endlich setzt Huawei auch hier auf keinen Fixfokus mehr, sondern einen Autofokus. Somit passt sich die Scharfstellung der Linse automatisch zur Entfernung an. Durch die sogenannte Pixel-Binning Funktion, wird wie bei der Hauptkamera dafür gesorgt, dass mehrer Pixel zu einem größerem zusammengefasst werden. Das Ergebnis ist ein noch besseres Bild bei schlechten Lichtverhältnissen, dafür jedoch muss man bei der Auflösung, also den Megapixel abstriche machen, denn diese werden z. B. bei der 50 MP Linse auf der Rückseite auf 12,5 Megapixel reduziert.
Die Kamera an der Font zeichnet Videos ebenfalls mit max. 4K und 60 Bilder pro Sekunde auf. Die Ergebnisse mit der Selfie-Kamera gefallen mir soweit ganz gut, die Farben sind im Großen und Ganzen sehr natürlich. Jedoch gehen mir teilweise zu sehr die Details verloren, doch dennoch handelt es sich hier um ein sehr gutes Kamera-Set-up.
(Kamera: 4,5 von 5 Punkten)
Software
Mittlerweile sollte jedem bekannt sein, dass die neusten Huawei-Geräte keinen Zugriff mehr auf Dienste von Google erhalten. Da Android jedoch eine frei verfügbare Software ist, darf Huawei diese wie gewohnt mit der eigenen EMUI Oberfläche nutzen, aber die gewohnten Google-Dienste dürfen bei sämtlichen neue Huawei Smartphones nicht mehr installiert sein. Ob dieses Verbot irgendwann wieder aufgehoben wird, z. B. wenn ein neuer Präsident in Amerika gewählt wird, ist aktuell nicht zu sagen, könnte aber durchaus möglich sein.
Über einige Umwege (Anleitung gibt es hier) könne zwar einige Google Dienste auf den Huawei-Geräten wie auch beim P40 Pro installiert werden, dies ist jedoch zum einen nicht gerade einfach und läuft nicht wirklich stabil. Ob man dies dann persönlich riskieren und machen will, muss jeder selbst entscheiden. Huawei arbeitet seit dem Verbot an einer Alternative zum Google PlaySore, der sogenannten App Gallery. Diese bietet zwar aktuell noch lang nicht die App Auswahl wie von den alten Huawei Smartphones gewohnt, doch Huawei arbeitet hier sehr stark daran, schließlich hat sich hier gegenüber etwa vor einem halben Jahr viel getan.
Leider fehlen im Huawei AppStore immer noch einige der sehr beliebten Apps, die viele Nutzer auf ihrem bisherigen Android Smartphone problemlos installiert hatten. Erfreulich ist jedoch, dass einige Anbieter wie z. B. Facebook und ganz wichtig WhatsApp, einen Link zur App Download direkt auf der eignen Webseite anbieten. Doch um weitestgehend den gewohnten Umfang an Apps wie beim Smartphone zuvor, zu erhalten, kommt man nicht drumherum auf 3. Anbieter Seiten wie https://www.apkmirror.com/ oder https://apkpure.com/de/ zuzugreifen.
Dennoch ist natürlich nicht ausgeschlossen, dass man gelegentlich wieder an den Punkt kommt, wo man eventuell eine App die man gerne haben möchte, aktuell nicht auf das Smartphone geladen bekommt. Dazu zählen z. B. einige unbekannte Spiele, sowie zahlreiche Banking-Apps, und der Smarthome Bereich ist ebenfalls noch etwas schwach ausgebaut. Da zu den Google Dienste auch Google Maps gehört, fehlt dies hier auf dem Smartphone ebenso. Jedoch setzt Huawei hier beispielsweise auf HERE WeGo, was soweit auch sehr gut auf dem Gerät läuft.
Das Android 10 bei dem Huawei die eigene Nutzeroberfläche EMUI 10.1 aufspielt, gefällt mir soweit sehr gut. Hier hat Huawei gegenüber den Vorgängerversionen nochmals deutlich Hand angelegt, um immer mehr unabhängig von den Google-Diensten zu werden. Somit gehöret zu den neuen Apps der eigens entwickelte Videochat-Dienst Namens „MeeTime“ (wird in Kürze via Update nachgereicht) als Google Duo alternative, der Unterhaltungen in max. 1080p ermöglicht und die bereits bekannte Huawei Share-Funktion, mit der man wie bei Apples AirDrop, einen schnellen Datentransfer unter sämtlichen Huawei Geräten ermöglicht.
Neue Gesten welche die Bedienung unter anderem z. B. bei Scrollen im Web erleichtern sollen oder berührungslos einen Screenshot erstellen sollen gibt es zwar seit neusten auch. Jedoch funktioniert dies im Alltag wie bei zahlreichen anderen Smartphone-Anbietern nur bedingt und daher nutze ich diese Gesten eher weniger. Da zu den Google-Diensten auch der Google Assistant gehört, arbeitet Huawei auch hier an einer alternative Namens Celia, diese soll im Laufe des Jahres erscheinen. Den hauseigenen Musikdienst Huawei Music gibt es schon, welcher für Käufer des neue Huawei P40 Pro für die ersten 3 Monate kostenfrei ist.
Bezüglich Software-Updates und Sicherheitspatches müsst ich euch keine Sorgen machen. Da das System weiterhin auf Android basiert, werden regelmassig Software-Updates von Huawei bereitgestellt und Sicherheitspatches gibt es alle 3 Monate.
(Software: 2,5 von 5 Punkten)
TEIL 3
bestehend aus „Preis/Leistung“ entspricht 10% der Gesamtwertung
Beschreibung
Mit dem Huawei P40 Pro verspricht das Unternehmen natürlich wieder einmal ein neues Fotowunder. Dies ist Huawei auch wider sehr gut gelungen, denn der neue sehr große Sensor im Standard-Objektiv überzeugt im Test ebenso, wie die weiteren Kameralinsen.
Beim Design redet Huawei von einem „neuen Design“, doch wirklich rundum neu ist dies nicht. Auffallend ist natürlich die deutlich größere Kamera-Einheit an der Rückseite, welche wie bei vielen neuen Premium-Smartphones einen großen Teil der Smartphone-Rückseite einnimmt. Beim alltäglichen bedienen macht sich jedoch eine kleine nicht direkt auffallende Änderung bemerkbar, gemeint sind die rundum abgerundeten Displayränder, diese sorgen nämlich bei sämtlichen Wischgesten über das Display, für ein überraschend flüssigeres Gleiten der Finger.
Die Performance überzeugt trotz „nur“ 8 GB RAM sehr gut und der Speicher von 256 GB sollte jedem problemlos ausreichen. Jedoch gibt es das bereits erwähnte größte Manko, und zwar die fehlenden Google-Apps. Dadurch ist das Smartphone für normale Leute nicht die erste Wahl, Huawei App Gallery wird zwar immer wieder durch neue Apps erweitert, doch bis zum Umfang wie beim Google PlayStore dauert es noch lange. Dennoch tut Huawei viel dafür dieses starke Defizit auszumerzen, denn man merkt selbst, dass die Sanktionen der USA sehr große Auswirkungen auf die Verkaufszahlen der sonst so sehr beliebten Smartphones hat.
Preis/Leistung
Die UVP des Huawei P40 Pro hatte das Unternehmen zum Marktstart mit 999€ festgesetzt. Ein eigentlich sehr guter Preis für ein Flaggschiff-Smartphone, im Vergleich zur Konkurrenz von Samsung, Apple und Co. Jedoch haben hier viele misstrauen aufgrund der bisher gewohnten, aber nun fehlenden Google-Diensten.
Inzwischen ist das Huawei P40 Pro für knapp 720€ erhältlich, was es preislich zwar noch attraktiver macht, doch das misstrauen der fehlenden Google Dienste besteht weiterhin.
Die Hardware ist für diesen Preis sehr gut und mehr als ausreichend. Bezüglich der fehlenden Google-Diensten ist es sehr abhängig, wie sehr ihr auf diese angewiesen seid. Nutzt ihr ein Smartphone nur zum gelegentlichen Surfen, Nachrichten via WhatsApp und Co. verfassen, dann bekommt ihr hier ein klasse Smartphone mit einer der besten Kameras auf dem Markt. Doch gehört ihr zu denen, die viele verschiedene Apps auf dem Smartphone nutzen und viel via SmartHome und Online-Banking macht, dann kann ich das Huawei P40 Pro aktuell leider weniger empfehlen.
Wir verwenden Cookies und ähnliche Technologien, um Ihre Erfahrung auf unserer Website zu verbessern.
Weitere Informationen in unserer Datenschutzerklärung.