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Autor: Tobias

JBL Tune 120TWS

In aller Kürze

Mit den JBL Tune 120TWS, hat JBL ein neues Paar komplett kabellose True Wireless In-Ear-Kopfhörer auf den Markt gebracht. Dabei handelt es sich um klanglich gut abgestimmte Kopfhörer, die zudem mit einem angenehmen Tragekomfort und einer gut bemessenen Akkulaufzeit zu überzeugen wissen. Leider muss man jedoch auch bei diesem Modell wieder auf einen zeitgemäßen USB-C-Ladeanschluss, eine Lautstärkeregelung direkt über die Ohrhörer und auf hochwertige Audio-Codecs verzichten. Ansonsten handelt es sich hier für unter 100€ um ganz gute True Wireless Kopfhörer.

Gefällt uns

  • Tragekomfort
  • Schnellladefunktion
  • geringes Gewicht
  • Akkulaufzeit
  • guter Klang

Gefällt uns weniger

  • keine Lautstärkeregulierung
  • Micro-USB Anschluss
  • hohe Latenz

JBL TUNE 120TWS

Zum Angebot bei

TEIL 1

Bestehend aus „Verpackung/Design/Verarbeitung“ entspricht 25% der Gesamtwertung

Verpackung

JBL liefert auch die Tune 120TWS in der gewohnten, stabilen und sehr kompakt gehaltenen Verpackung aus. JBL setzt hier wie üblich auf eine relativ bunt bedruckte Verpackung, welche mit den JBL bekannten Farben: Weiß, schwarz (grau) und orange verziert wurde. Rund um die Verpackung gibt es zahlreiche technische Daten zu den Kopfhörer, sowie einige Detailaufnahme.

Die Vorderseite der Verpackung zieren die üblichen Dinge wie z. B. eine vergrößerte Abbildung der beiden In-Ear Kopfhörer, das Herstellerlogo, der Produktname, sowie die für JBL wichtigsten Merkmalen des Produktes. Rechts unten in der Ecke wird außerdem wie gehabt, auf die komplette Akkulaufzeit hingewiesen, was bei diesem Modell 16 Stunden inkl. der Aufladung via Ladecase entspricht.

An der rechten schmalen Seite wird einem anhand der Darstellung der beiden Ohrhörer gezeigt, welche Funktionen man an welcher Seite der Kopfhörer ausführen kann. Darauf komme ich jedoch später unter Bedienung ausführlicher zurück und erkläre euch dann auch, was mir daran weniger gut gefallen hat. Im unteren Drittel unterhalb der Beschreibung der Bedienungstasten, befindet sich noch ein kleines weißes Kästchen, in dem einem die Treibergröße, die Wiedergabefrequenz und der Lieferumfang in Form von kleinen Skizzen aufgelistet wird.

Zu guter Letzt präsentiert JBL auf der Verpackungsrückseite die meisten Informationen zum Produkt. Hier sieht man nämlich zum einen die beiden In-Ear Ohrhörer durch ein transparentes Sichtfenster, das übliche JBL-Logo und den Namen der True Wireless In-Ear Kopfhörer. Außerdem ist hier eine größere Abbildung der In-Ears zusammen mit dem geöffneten Ladecase zu sehen. Des Weiteren beschreibt JBL hier die bereits von der Vorderseite genannten Merkmale der JBL Tune 120TWS in mehreren Sprachen und informiert darüber, dass der Akku in den Ohrhörern genau genommen 4 Stunden hält, und dank dem Ladecase um weitere 12 h erweitert wird.

Ins Innenleben der Verpackung gelangt man, indem man die Verpackung an der Unterseite, aufklappt. Dadurch kann man einen transparenten Verpackungseinsatz herausziehen, indem sämtliche Teile des Lieferumfangs verstaut wurden. Im obersten Abschnitt sind die beiden In-Ears Eingesetz, gefolgt im Zentrum, von dem Ladecase und darunter dem Micro-USB Ladekabel und den zusätzlichen Ohr-Anpassstücken. Hinter dem Kunststoffeinsatz befindet sich zudem noch wie üblich die Kurzanleitung zu den Kopfhörern.

(Verpackung: 4 von 5 Punkten)

Design

Mit den JBL Tune 120TW hat JBL True Wireless In-Ear Kopfhörer entwickelt, die sich im Preissegment unter 100€ ansiedeln. Daher ist dieses Kopfhörer-Modell preislich schon mal nicht so teuer wie viele andere Produkte der Konkurrenz. Dennoch ist es wichtig, dass ein Kopfhörer-Modell nicht nur preislich interessant ist, sondern auch vom Design und viele weiteren Punkten. Ob dies bei den neuen JBL Tune 120TWS der Fall ist, finden wir in diesem Testbericht zusammen heraus.

In-Ear Kopfhörer

Das Gehäuse der JBL Tune 120TWS fällt etwas klobiger aus, was an dem breiteren, flachen, äußeren Abschnitt liegt. Das äußere Design ist kein Abklatsch eines bisherigen Modells, sondern neu. Der Grundkörper wiederum, welcher später im Ohr sitzt, besitz die gängige In-Ear Ohrhörer Form, welche von einem kurzes Ohrkanal, in einen breiter werdenden anatomisch geformten Abschnitt übergeht. Der später von außen sichtbare Bereich wurde gegenüber dem inneren matten Bereich, aus Hochglanz Kunststoff gefertigt. In diesem Abschnitt ist der Ohrstöpsel zwar flach gehalten, aber zugleich am breitesten. 

Es handelt sich um definitiv keine riesigen Kopfhörer, wiederum kann man hier auch nicht wirklich von kleinen Kopfhörern reden. Kurz gesagt, die JBL Tune 120TWS werden den Leuten um euch definitiv auffallen, aber es sind definitiv nicht wie einige andere Modell „Shrek Ohren“. Das Zentrum des Schwarzen hochglänzenden Modell meines Testmodells, ziert ein rundes Element, auf dem ein JBL Schriftzug prangt. Dies dient nicht nur der Optik, sondern ist zugleich an beiden Seiten der Multifunktionsknopf, über welche man z. B. die Musik pausiert bzw. steuert. Direkt daneben ist eine längliche, aber schmale Status-LED untergebracht, welche einem z. B. den Ladezustand zeigt. 

Die typischen Ladekontakte über welche die Ohrhörer im Ladecase aufgeladen werden, hat JBL hier etwas vertieft in der Innenseite integriert. Für Telefonate hat JBL zudem ein Mikrofon integriert, welche jedoch nur am rechten Ohrhörer zu Einsatz kommt. Der Ton wiederum wird über beide Kopfhörer eingespielt. Erhältlich sind die JBL Tune 120TWS in dem von mir getesteten Schwarz, aber auch in einem schlichten Weiß. Zudem gibt es jedoch auch noch zwei mehrfarbige Modelle in Blau und Pink, wobei die Farbangabe sich hier nur auf den Bedienknopf bezieht. Das blaue Modell ist nämlich ansonsten ebenfalls Schwarz und das Pinkfarbene ist Weiß.

Ladecase

Das Ladecase ist von der Größe wie bereits die Ohrhörer weder als groß, noch als klein zu bezeichnen. Daher würde ich es als mittelgroß einstufen, denn es ist deutlich kleiner als das Ladecase der JBL Free X aber nicht so klein wie das von den Apple AirPods. Das Case besteht wie die Ohrhörer aus Kunststoff, jedoch ist dieser hier in einem matten Finish ausgeführt.

Das Case ist nicht das kompakteste, aber dennoch passt dieses mit den Maßen: 60 x 68 x 25 mm (L x B x H) gut in die Hosentasche, ohne zu stören. Der Akku des Ladecase wird über einen Micro-USB Anschluss an der Unterseite aufgeladen, der Anschluss ist zum Schutz vor Staub mit einer Schutzabdeckung versehen. 

Während des Ladevorgangs leuchtet die Status-LED der Ohrhörer auf, bis diese voll aufgeladen sind. Der Akkustand des Ladecase wiederum wird jederzeit an der abgeschrägten Griffmulde an der Vorderseite vom Ladecase durch drei einzelne LED´s angezeigt. Ein Magnetverschluss, der das Case verschlossen hält, sorgt dafür, dass auch beim sehr starken schütteln über Kopf, nichts herausfällt. Aber auch wenn der Deckel offen ist und man das Case schüttelt, werden beide Ohrhörer dank der magnetischen Sicherung problemlos an ihrer Position gehalten.

(Design: 4 von 5 Punkten)

Verarbeitung

Bei den JBL Tune 120TWS und dem zugehörigen Ladecase handelt es sich um gut verarbeitete Produkte. Man kann hier zwar definitiv nicht von edlen und hochwertigen Produkten reden, aber für unter 100€ geht die Qualität soweit in Ordnung.

Der Scharnier des Ladecase besteht aus Metall, was für eine Langlebigkeit sorgen sollte. Jedoch geht der Schanker etwas zu leicht, sodass der Deckel minimal klappert. Dies tut der Funktion zwar keinerlei Negatives, doch fühlt sich auf irgend einer weise etwas „billig“ an. Beim JBL Tune 120TWS bietet JBL weder einen Schutz gegen Wasser, noch gegen Schweiß, somit handelt es sich hier nicht wirklich um ein für den Sport ausgelegtes In-Ear Ohrhörer Modell. Was ich ebenfalls weiterhin bei JBL sehr Schade finde, ist der weitere Einsatz eines veralteten Micro-USB-Ladeport anstelle von einem USB-C-Port.

(Verarbeitung: 3,5 von 5 Punkten)

TEIL 2

bestehend aus „Funktion des Produktes“ entspricht 65% der Gesamtwertung

Kopfhörer-ArtTrue-Wireless In-Ear Kopfhörer
KategorieBluetooth Kopfhörer (Bluetooth 4.2)
FarbeSchwarz, weitere Farbe: Weiß, Blau/Schwarz und Weiß/Pink
Akkuintegriert, Lithium-Polymer-Akku
Akku Ohrhörer: 4 h
Akku Ladecase: 12 h
Gesamt somit: 16 h
Gewicht 74 g (Ohrhörer und Ladebox)
14 g (beide Ohrhörer)
60 g (Ladebox)
MaterialKunststoff (Ohrhörer und Ladecase)
KonnektivitätBluetooth 4.2
unterstützte Profile: A2DP 1.3; AVRCP 1.5; HFP 1.6
TreiberDynamische Treiber mit einer Größe von 5,8 mm (links und rechts)
Frequenzbereich20 Hz bis 20.000 Hz (Ohrhörer)
Membran-Empfindlichkeit96 dB SPL (1 kHz / 1 mW)
LieferumfangJBL Tune 120TWS True Wireless Kopfhörer (2 Stk.)
Silikonaufsätze: S, M (an Kopfhörern befestigt), L
Ladebox
Mikro-USB-Ladekabel (10 cm)
Benutzerhandbuch
Sicherheitshinweise
Garantiekarte

Tragekomfort

Wie bereits erwähnt, handelt es sich bei den JBL Tune 120TWS zwar nicht um wirklich kleine Ohrhörer, jedoch sind diese anatomisch geformt. Dadurch passt der Ohrkanal hervorragend in die Ohren, wodurch diese angenehm in den Ohren sitzen.

Da es sich um kein für den sportlichen Einsatz ausgelegtes True Wireless Modell handelt, hat JBL die Tune 120TW nicht mit zusätzlichen Sport-Einsätzen ausgestattet, sondern liefert nur drei paar Größen an Ohrtips mit. Mit der Wahl der richtigen Größe sollten die Ohrhörer wie bereits erwähnt bequem und gut halten. Als Modell, das absolut sicher in den Ohren hält, kann ich diese jedoch nicht bezeichnen, da diese bei hektischen Bewegungen z. B. auf dem Laufband doch leichter herausfallen könnten. Sofern ihr auf der suche nach einem True Wireless Modell seid, dass auch im sportlichen Einsatz absolut sicher hält, würde ich definitiv zu einem anderen Modell greifen, denn hier gibt es einige, die hier deutlich besser halten. Im normalen Alltag dürftet ihr mit den JBL Tune 120TWS jedoch keine Probleme mit dem halt haben.

(Tragekomfort: 4 von 5 Punkten)

Bedienung

Die Steuerung der Musik usw. erfolgt bei den JBL Tune 120TWS über die beiden Tasten, mit dem JBL Logo an den Außenseiten. Davon erledigt jede Taste mehrere Aufgaben, je nachdem, wie lange und häufig man diese betätigt.

Zum Einschalten z. B. muss man diese entweder aus dem Ladecase nehmen, wobei diese hier nach der ersten Entnahme automatisch im Pairing-Modus sind. Eine weitere Möglichkeit die JBL Tune 120TWS einzuschalten wäre, dass man die beiden Tasten für jeweils 2 Sekunden gedrückt hält. Dies ist jedoch nur dann notwendig, wenn man die Ohrhörer nach dem letzten Musikhören nichts ins Ladecase verstaut hat und manuell durch das 5 Sekunden gedrückt halten ausgeschaltet hat. Legt man die Kopfhörer nämlich wie üblich einfach in das Ladecase ein und klappt dieses zu, werden diese nicht nur aufgeladen, sondern auch ausgeschaltet.

Wie es oftmals bei True-Wireless Kopfhörern üblich ist, arbeitet einer der beiden Ohrhörer als ein sogenannter „Master“ und der andere als „Slave“ Gerät. Bei den JBL Tune 120TWS ist der rechte Ohrhörer der Master, welcher einfach gesagt, die Daten empfängt. Somit geht dieser direkt mit dem Smartphone eine Verbindung ein und verfügt über ein integriertes Bluetooth-Modul. Der andere Ohrhörer wiederum, fungiert als Slave und empfängt die Daten lediglich vom Master möglichst ohne große Zeitverzögerung. Dieser „Slave“ Kopfhörer wiederum, kann keine direkte Verbindung mit dem Smartphone eingehen, da dieser kein integriertes Bluetooth-Modul besitzt. Der Master, also der rechte Ohrhörer kann bei den JBL Tune 120TWS bei Bedarf im Solobetrieb genutzt werden, der linke wiederum nicht. 

Zurück zur Bedienung über die beiden äußeren Tasten. Drückt man die Taste am rechten Ohrhörer einmalig, dann wird die Musik direkt gestartet. Ein erneutes Betätigen pausiert die Musikwiedergabe wiederum. Drückt man die Taste bei einem eingehenden Anruf einmal, kann man diesen annehmen und später auch so beenden. Drückt man diese Taste wiederum zweimal hintereinander, dann kann man auf die Sprachsteuerung zugreifen. Bei der Sprachsteuerung handelt es sich quasi um den Sprachassistenten, welcher in eurem Smartphone integriert ist. So ist es bei mir am iPhone Siri und bei allen Android-Nutzern der Google Assistant oder Bixby (bei Samsung).

Betätigt man den Knopf an dem linken Ohrhörer einmal, dann überspringt man das gerade abgespielte Lied um einen Titel. Durch das zweimalige Drücken springt man an den Anfang des aktuellen Titel zurück, bzw. springt einen Musiktitel zurück. Leider gibt es bei den JBL Tune 120TWS wie bereits bei den bisherigen JBL True Wireless Ohrhörer keine Möglichkeit, die Musiklautstärke direkt über die Kopfhörer zu regulieren. Daher muss man hier jedes Mal zum Smartphone greifen, was für mich persönlich etwas nervig ist, da ich die Lautstärke öfters meinem Umfeld anpasse. Was mir außerdem weniger gut gefällt, sind die etwas schwergängige Knöpfe. Dadurch drückt man sich die In-Ears nämlich zum Teil etwas tiefer in den Gehörgang, was durchaus unangenehm sein kann.

(Bedienung: 3,5 von 5 Punkten)

Klang

JBL verspricht bei den JBL Tune 120TWS einen beeindruckenden JBL Pure Bass Sound, mit dem bereits auf der Verpackung geworben wird. Doch ob dem auch so ist, oder nicht, möchte ich euch in folgendem Abschnitt erklären, indem ich meinen persönlichen Eindruck vom Klangbild beschreibe. Zuvor möchte ich euch jedoch einige technische Daten zum JBL Tune 120TWS etwas genauer erläutern.

In jedem der beiden In-Ear Ohrhörer sitzt neben einem Akku und einiges an anderer kleiner Elektronikteile, auch ein 5,8 mm großer dynamischer Treiber. Diese besitzen einen gewöhnlichen Frequenzgang von 20 Hz – 20.000 Hz, was jedoch zum Klang nur soviel aussagt, dass dieser ausgewogen sein sollte, mit einer leichten Bassbetonung. Auf was man hier bei den JBL Tune 120TWS weiterhin verzichten muss, ist die Unterstützung von hochwertigen Audio-Codecs. Den es werden weder aptX für (Android), noch AAC für (iOS) unterstützt. Somit steht lediglich der Standard Audio-Codec SBC zur Verfügung.

Beginnen wir mit dem Bass, denn damit wirbt JBL am meisten. Dieser ist bei den JBL Tune 120TWS definitiv etwas angehoben und bietet einen ordentlichen Tiefgang mit handfester Wiedergabe. Lediglich im Tiefbassbereich kommen die Ohrhörer an ihre Grenzen, wodurch der Bass hier etwas schwammiger klingt. Was die Mitten angeht, werden diese griffig wiedergegeben, sodass vor allem Stimmen bzw. Gesang gut zur Geltung kommen. Die Höhen wiederum werden detailreich und hochauflösend abgespielt, was mir rundum gefällt. Lediglich bei einigen Passagen waren mir die Ohrhörer dann doch etwas zu luftig, sodass das Klangbild bei diesen Abschnitten etwas zu anstrengend klang. Doch im großen dun Ganzen klingen die JBL Tune 120TWS wunderbar klar und sauber.

Die Abschirmung der Ohrhörer ist meiner Meinung nach etwas niedrig, sodass die Ohrhörer nicht ganz so gut die Außengeräusche fernhalten. Dafür wiederum ist der max. Output hoch genug, sodass man diesem Problem durch die Erhöhung der Lautstärke entgegenwirken könnte.

Die Sprachverständlichkeit der Kopfhörer ist leider nur mittelmäßig. Beim Telefonieren hört man den Gesprächspartner zwar deutlich über beide Ohrhörer, da hier echte Stereo-Telefonie unterstütz wird, doch das Mikrofon ist hier mehr oder weniger als schlecht zu bezeichnen.  

Dem Mono-Mikrofon am Ohrhörer gelingt es nämlich nicht ganz, alles um einen herum während Telefonaten zu neutralisieren. Daher stören die Umgebungsgeräusche auf der Straße, oder im Zug den Gesprächspartner sehr. Als ich z.B im Zug telefoniert habe, wurde aufgrund der Hintergrundgeräusche meine Stimmlautstärke reduziert und die typischen Bahngeräusche wurden störend mit übertragen.

Was die Latenz angeht, also die Verzögerung zwischen Ton und Bild beim Ansehen von YouTube Videos usw. schneiden die JBL Tune 120TWS etwas schlecht ab. Hier ist die Verzögerung bei etwa ein bis zwei Sekunden, was mir persönlich beim Ansehen von Videos und Filmen auf Dauer zu anstrengen war und somit sehr störte. Diese Verzögerung muss zum Teil am Bluetooth 4.2 liegen, denn bei den JBL Reflect Flow mit Bluetooth 5.0 war die Latenz wiederum ganz gut.

(Klang: 3,5 von 5 Punkten)

Ausstattung

Akku & Ladecase

Für die Energieversorgung der JBL Tune 120TWS, hat JBL in jedem Ohrhörer einen 85 mAh Lithium-Ionen-Akku verbaut. Diese 85 mAh Akkus ermöglichen laut JBL eine Akkulaufzeit von bis zu 4 Stunden am Stück. Dies ist soweit kein besondere Wert, denn ich hatte bereits True Wireless In-Ear Kopfhörer mit einer Laufzeit von 10 bzw. 15 Stunden im Test. Sobald der Akku der JBL Tune 120TWS In-Ears leer ist, können diese jederzeit in dem mitgelieferten Transportcase aufgeladen werden. Diese ermöglicht mit insgesamt 850 mAh eine gesamte Akkulaufzeit von bis zu 16 Stunden bzw. eine Möglichkeit, diese dreimal aufzuladen. Kein Spitzenwert, doch für unter 100€ eine akzeptable Laufzeit die in Ordnung geht und den meisten ausreichen sollte. 

Im Alltag konnte ich die Akkulaufzeit, die JBL angibt, durchaus erreichen. Natürlich hängt diese wie immer sehr davon ab, wie laut ihr die Musiklautstärke usw. eingestellt habt, doch wie gesagt, die Akkulaufzeit kommt soweit hin. Praktisch finde ich die integrierte Schnellladefunktion der Ohrhörer, denn dadurch reicht es aus, die beiden Ohrhörer für 15 Minuten ins Ladecase einzusetzen, um damit wieder eine Stunde ununterbrochen Musik hören zu können. Eine volle Aufladung im Transportcase wiederum dauert knapp 2 Stunden, genauso lange, wie auch das Aufladen des Ladecase benötigt.

Bluetooth & Signalqualität

Beim Tune 120TWS setzt JBL auf einen „alten“ Bluetooth 4.2 Chip. Dieser liefert in meinem Test eine stabile Verbindung sowohl zu iOS-, als auch Android-Geräten. Die Verbindung zwischen Smartphone und In-Ears erfolgt wie bei eigentlich sämtlichen True Wireless Kopfhörer, automatisch bei der Entnahme aus dem Ladecase. Sobald man die beiden Ohrhörer zum ersten Mal aus dem Transportcase nimmt, befinden diese sich nämlich automatisch im Pairing-Modus und können daher wie bei Bluetooth-Kopfhörer üblich direkt über die Einstellungen mit dem Smartphone verbunden werden.  

Möchte man die beiden Ohrhörer wiederum mit einem weiteren Gerät verbinden, muss man die Taste am rechten Ohrhörer für knapp 5 Sekunden gedrückt halten. Anschließend geht man wie gewohnt zu den Bluetooth-Einstellungen im Smartphone und wählt hier den Kopfhörer „JBL Tune 120TWS“ aus. Anschließend kann man auch den linken In-Ear aus dem Case nehmen, der sich darauf automatisch mit dem Rechten verbindet. Sollte dies nicht der Fall sein, dann einfach an beiden Ohrhörern die Bedientasten dreimal hintereinander drücken.

Im Praxistest bieten die JBL Tune 120TWS zum Smartphone (bei mir ein iPhone X) eine sehr stabile und gute Reichweite von bis zu 13 Metern im Haus. Im Freien wiederum ist die Reichweite höher, mach jedoch wenig Sinn, da kaum jemand sich hier 20 Meter oder mehr unbeachtet vom Smartphone entfernen wird.

(Ausstattung: 3,5 von 5 Punkten)

TEIL 3

bestehend aus „Preis/Leistung“ entspricht 10% der Gesamtwertung

Beschreibung

Mit den neuen JBL Tune 120TWS verspricht JBL komplett kabellose In-Ear Kopfhörer, welche absolute Freiheit ohne Kabel und somit ohne Beschränkung bieten. Dank 5,8 mm Treibermembran liefern die Kopfhörer einen JBL Pure Bass Sound und bestechen durch ein tolles Design. So die Aussage von JBL. Ich kann diese Punkten soweit zustimmen, denn für unter 100 € sind die JBL Tune 120TWS keine schlechten True Wireless In-Ear Kopfhörer. Zu den Schwächen zählt jedoch der veraltete Micro-USB-Anschluss, die fehlende Möglichkeit der Lautstärkeregulierung über die Ohrhörer und die zu hohe Latenz. 

Preis/Leistung

Die UVP der JBL Tune 120TWS hat JBL mit 99,99€ festgesetzt. Online sind diese jedoch inzwischen teilweise für unter 70€ inkl. Versand erhältlich.  

Für diesen Preis bekommt ein gutes Gesamtpaket geliefert, welches komplett kabellose In-Ear Kopfhörer beinhaltet, die mit einem guten Tragekomfort, einer ausreichenden Akkulaufzeit und einem handlichen Transportcase Punkten können. Verzichten muss man jedoch zum einen auf die Lautstärkeregulierung über die Kopfhörer, ein modernen USB-Typ-C Ladeanschluss und die fehlenden hochwertigen Audio-Codecs.

JBL TUNE 120TWS

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testr Gesamtwertung

unter Berücksichtigung aller Teilwertungen

 Wir bedanken uns beim Hersteller für die Bereitstellung des Produktes. Zu unseren Grundsätzen

Link zum Hersteller:jbl.audio

Teufel Boomster Go

In aller Kürze

Der neue Teufel Boomster Go ist ein cooler mobiler Lautsprecher, mit dem Teufel zeigt, dass das Unternehmen auch bunt kann. Den Lautsprecher gibt es in einigen schönen Farben und er überzeugt mit einer kompakten Größe (etwas größer als vier aufeinandergestapelte Ritter-Sport Schokoladen-Tafel). Ebenso liefert er einen hohen pegelfesten Output und eine gute klangliche Darstellung ab. Wer zudem einen wasserdichten mobilen Lautsprecher sucht, ist beim Teufel Boomster Go genau richtig. Schade ist jedoch zum einen, dass man wieder nur auf eine Micro-USB Ladebuchse setzt und der Preis von 99€. Den aktuell ist z. B. selbst der Teufel Rockstar Go für gerade einmal 119 € erhältlich und kann klanglich noch mal etwas mehr.

Gefällt uns

  • wasserdichtes Gehäuse (IPX7)
  • gutes Gewicht und Größe
  • hochwertig Verarbeitet
  • guter Klang
  • Trageschlaufe im Lieferumfang
  • Stereo-Funktion

Gefällt uns weniger

  • Micro-USB Anschluss

Teufel Boomster Go

Zum Angebot bei

TEIL 1

Bestehend aus „Verpackung/Design/Verarbeitung“ entspricht 25% der Gesamtwertung

Verpackung

Wie es für Teufel üblich ist, wird euch auch der neue Teufel Boomster Go direkt in seiner Verpackung bei euch angeliefert. Hierbei handelt es sich um den schlichten naturbelassenen Karton, welcher lediglich mit einer schwarzen Beschriftung bedruckt wurde. Rund um der Verpackung prangen die Namen des Unternehmens „Teufel“, des Produktes „Boomster Go“ und an einer der langen Seite ein kurzer Auszug der technischen Details. Zu dieses zählen das Gewicht, die Stückzahl (1), die Abmessungen des Lautsprechers und dessen Farbe.

Nach dem Aufklappen der Verpackung erblickt man unmittelbar die Bedienungsanleitung für den Teufel Boomster Go. Anschließend kommt ein etwas dickerer Kartonage-Einleger zum Vorschein, welcher mit einem großen Teufel Schriftzug versehen wurde. Entnimmt man diesen wiederum, bekommt direkt den Teufel Boomster Go zu Gesicht, der sich zum Schutz in einer Kunststofffolie befindet. Unter diesem wiederum hat Teufel noch die separate Befestigungsschlaufe und das Micro-USB-Ladekabel verstaut.

(Verpackung: 3,5 von 5 Punkten)

Design

Beim Teufel Boomster Go handelt es sich um einen quadratischen mobilen Lautsprecher, der mit seinen Maßen von 10,70 x 10,2 x 4,6 cm fast schon dem Slogan eines sehr bekannten schwäbischen Schokoladenherstellers würdig ist.

Als Teufel zum Ende des Jahres 2019 überraschend den neuen Boomster Go vorgestellt hat, war ich sehr verwundert, denn im Vergleich zu dessen größeren Brüdern, dem Rockstar Go und Rockstar Cross, gibt es diesen nicht nur und einem schlichten Schwarz, sondern in insgesamt fünf Retro-Farben: Space Blue, Cola Red, Ivy Green, Sand White und Night Black – meinem Testgerät).

 Der Teufel Boomster Go wurde, wie es für einen mobilen Lautsprecher üblich ist, aus Kunststoff gefertigt. Dabei können diesem Stöße und ein Aufprall aus geringerer Höhe nichts anhaben, da das Gehäuse größtenteils mit einem gummierten Überzug versehen wurde. Die zusätzlich Transportschlaufe, die bei Bedarf angebracht werden kann, sorgt dafür, dass man den Lautsprecher an vielen Dingen wie z. B. dem Fahrrad, dem Rucksack oder dem Handgelenk befestigen kann.

Die gummierte Schicht des Teufel Boomster Go dient jedoch nicht nur dem Schutz vor Stößen und stürzen, sondern ist auch dank der IPX7-Schutzklasse gegen Wasser geschützt. Somit kann dieser für bis zu 30 Minuten max. 1 Meter tief untergetaucht werden, ohne einen Schaden zu nehmen. Den Teufel Boomster Go könnte man daher bedenkenlos mit unter die Dusche nehmen und somit unter der Dusche die Lieblingsplaylist mitsingen.

 Die Front, unter der sich der Single-Treiber befindet, ist zum Großteil mit einem festen Soffgewebe abgedeckt. Diese ist hier aufgeklebt, was zwar haptisch für ein gutes Gefühl sorgt, doch dafür wird eine Reparatur unmöglich gemacht. Dies ist jedoch bei vielen anderen mobilen Lautsprechern aus dem Hause JBL, 1More usw. auch der Fall und daher ein Kompromiss, denn man aufgrund der Wasserdichtigkeit eingehen muss. 

Neben den Musik-Steuerungstasten, die im Stoffgewebe integriert sind, gibt es an der Oberseite noch weitere in den gummierten Gummiüberzug eingelassenen Bedientasten und Status-LED´s. Auf die einzelnen Funktionen der Tasten und deren Anordnung gehe ich etwas später im Punkt Bedienung“ ausführlich ein. Zusätzlich zu dem aktiven Lautsprecher an der Front gibt es jeweils rechts und links unter dem mit einem Wabenmuster gelochten Kunststoffgitter zwei Passivmembrane. Diese werden durch den den etwas vorstehen gummierten Rahmen perfekt vor Stößen und Stürzen geschützt.

(Design: 4,5 von 5 Punkten)

Verarbeitung

Die Verarbeitung des Teufel Boomster Go ist auf einem sehr guten Niveau. Hier konnte ich keine unschönen Klebereste erkennen und auch die Übergänge der einzelnen Bauteile ist sauber verarbeitet. Dank der zusätzlichen Abdichtung des Gehäuses, ist der Boomster Go nach der Schutzklasse IPX7 geschützt und kann somit problemlos mit unter die Dusche genommen werden. Das ist eine feine Sache, denn somit macht es nichts aus, wenn euch ein Missgeschick passiert sollte und ungewollt ein Getränk über den Teufel Boomster Go läuft.

Besonders gut gefallen mir die Druckpunkte von allen Tasten, diese lassen sich leicht betätigen (nicht wie beim Rockster Go) und besitzen einen gut spürbaren Druckpunkt. Lediglich der Druckpunkt von den beiden Tasten an der Oberseite, ist etwas schwächer. Dies dürfte jedoch an der zusätzlichen gummierten Schutzschicht liegen, welche eben dafür sorgt, dass kein Wasser ins innere eindringt und das Gehäuse Stürze absorbiert. Der Power-Button wurde glücklicherweise so ausgeführt, dass dieses erst durch längeres Drücken reagiert. Somit wird bewusst verhindert, dass der mobile Lautsprecher ungewollt z. B. im Rucksack eingeschaltet wird. Gleiches gilt auch für das Ausschalten, denn auch hier muss man den Knopf für mehrer Sekunden gedrückt halten. Bemängeln könnte ich jedoch den Micro-USB-Anschluss, denn auch für Teufel wird es langsam Zeit umzurüsten und auf die modernere USB-TYP-C Ladebuchse zu wechseln.

(Verarbeitung: 4,5 von 5 Punkten)

TEIL 2

bestehend aus „Funktion des Produktes“ entspricht 65% der Gesamtwertung

Lautsprechertypmobiler Bluetooth Lautsprecher
Treiber50 mm Breitbandlautsprecher) & zwei 79 x 21 mm Passivmembran
KonnektivitätBluetooth-Version 4.2. mit SBC-Audio-Codec, Reichweite: selbst gemessen bis zu knapp 28 m, Stereo-fähig
AkkuAkku: 2.600 mAh
Wiedergabezeit: Bis zu 10 Stunden
Ladezeit: Bis zu 2,5 Stunden
Abmessungen10,7 cm x 10,2 cm x 4,6 cm (B x T x H)
Gewicht355 g
LieferumfangTeufel Boomster Go
Trageschlaufe (kann nach Bedarf selbst befestigt werden)
Micro-USB Ladekabel
Bedienungsanleitung

Bedienung

Nun gehe ich wie bereits angedeutet auf die Bedienung des Teufel Boomster Go ein. An der Oberseite befindet sich direkt mittig der Micro-USB-Port. Über diesen wird der Akku des Teufel Boomster Go aufgeladen. Rechts daneben ist ein kleines Loch ersichtlich, in dem sich ein kleines Mikrofon versteckt. Somit kann man direkt darüber z. B. telefonieren oder Siri und Co. Befehle erteilen. Etwas weiter rechts davon folgt der Power-Button. Dieser muss zum Ein-/Ausschalten des Boomster Go für knapp 2 Sekunden gedrückt gehalten werden. Betätigt man diesen wiederum kurz während der Musikwiedergabe oder einfach im eingeschalteten Zustand, dann zeigt dieser einen direkt daneben über die drei LED´s den Akkustand an. 

Für gewöhnlich bin ich es gewohnt, dass vier LED´s einem den Akkustand anzeigen, bei denen dann logischerweise jedes der LED´s für 25 % steht. Bei drei wie es hier beim Boomster Go der Fall ist, schaut dies jedoch etwas anders aus. Leuchten alle drei LED´s auf, dann ist dieser 100° bis 66 % voll, sobald jedoch nur noch 2 permanent leuchten, befindet sich der Akku bei etwa 65 bis 33 %. Blinkt wiederum nur eine der drei LED´s, dann ist der Akku bei einem Stand von etwa 32 bis 11 % angekommen. Ertönt ein Warnton und zudem blinkt eine LED langsam, dann ist 6 – 10 % erreicht und wenn ein erneuter Warnton mit einer schnell blinken LED erscheint, dann sollte man den Akku aufladen, da dieser noch etwas unter 6 % seiner maximalen Kapazität erreicht hat.

Auf der linken Seite neben dem bereits erwähnten Micro-USB-Port befindet sich ein Bluetooth-Knopf. Dieser ist identisch zum Power-Button ausgeführt und führt dazu, wenn man diesen für 2 Sekunden gedrückt hält, dass der Boomster Go in den Kopplungs-Modus versetzt wird. Möchte man wiederum die gespeicherten Verbindungen löschen, muss man dieselbe Taste für 10 Sek. gedrückt halten. Eine kleine Status-LED direkt neben der Taste weißt auf eine erfolgreiche Verbindung usw. hin. 

Soweit zu den Steuerungstasten kommen wir noch zu den drei Musik-Bedientasten an der Front. Hierbei handelt es sich um die gewohnten Tasten: Lauter, Leiser und Play/Pause. Jedoch führen die Tasten, je nachdem wie man diese drückt bzw. in welcher Kombination, verschiedne Befehle aus. 

Die mittlere Play-Pause-Taste stoppt wie gewohnt die Musik, bzw. ermöglicht logischerweise auch, dass man diese durch erneutes Betätigen wieder weiterlaufen lassen kann. Bei längerem gedrückt halten, ohne das gerade Musik wiedergegeben wird, sorgt dafür, dass der auf eurem Smartphone integrierte Sprachassistenten aktiviert wird. Bei allen Apple-Geräten ist dies natürlich Siri und bei Android-Devices ist es der Google Assistant. Bei Samsung ist es je nach Gerät und wie ihr es in den Einstellungen gewählt habt entweder Samsungs Bixby oder ebenfalls der Google Assistant. Zu guter Letzt können eigenen Anrufe ebenfalls durch kurzes Drücken der Play/Pause-Taste angenommen und am Ende beendet werden.

Die beiden Lautstärketasten erhöhen logischerweise die Lautstärke, bzw. dienen dazu, diese auch abzusenken. Zudem jedoch, kann man darüber auch einen Titel überspringen, bzw. den zuvor Wiedergegebenen erneut starten. Dazu drückt man um einen Track vorzuspringen die Plus-Taste zusammen mit der Play-Taste, andersrum sorgt das Drücken der Minus-Taste zusammen mit der Play-Taste, dass ihr einen Titel zurückspringen könnt. Achten sollt man darauf, dass man bei einem eingehenden Anruf nicht versehentlich gerade die Musik leiser macht, denn betätigt man genau in diesem Moment die Minus-Taste, wird der eingehende Anruf abgewiesen.

(Bedienung: 4,5 von 5 Punkten)

Klang

Nun kommen wir zum Punkt Klang. Hier setzt Teufel trotz einer kompakten Bauweise auf gleich drei Lautsprecher, von denen einer aktiv und zwei passiv angetrieben werden. Beim aktiven Lautsprecher handelt es sich um einen 50 mm Breitbandtöner, welcher hinter dem festen Stoffgewebe an der Font bzw. an der Oberseite versteckt ist. Dieser wird aktiv von einer Class-D-Endstufe (10 Watt/RMS) angetrieben, was für einen klaren Sound bei geringem Stromverbrauch sorgen soll. Der Breitbandlautsprecher besitzt, wie Teufel angibt einen langen Hub und wurde aus Aluminium gefertigt, was für eine besonders gute Belastbarkeit, selbst bei hohen Pegel sorgen soll. Seitlich, also jeweils links und recht hinter den Lochgittern verstecken sich keine Lufteinlässe, sondern die beiden passiv angetrieben Membrane. Diese dienen dazu, aus dem eigentlich kompakt gehaltenen Gehäuse ein hohes Maximum an Klangfülle herauszukitzeln. Daher wird durch die Bewegung der passiven Membran das Boxenvolumen deutlich größer und man bekommt selbst aus der Kompaktheit des Boomster Go verhältnismäßig tiefe Bässe, die sonst nur mit einem größeren Gehäusevolumen und Treibern möglich wäre.

Der Teufel Boomster Go bietet für seine Größe einen hohen max. Pegel. Hier hat Teufel schon einmal definitiv nicht zu viel versprochen, denn dieser bleibt bis gut über 80 % der max. Lautstärke äußerst verzerrungsfrei. Die Stimmwiedergabe die durch den 50 mm Breitbandlautsprecher erfolgt ist klangneutral und neigt keinesfalls dazu anstrengend oder künstlich zu wirken. Der Bass ist definitiv vorhanden, aber bietet natürlich aufgrund der Gehäusegröße keinen voluminösen Tiefgang wie z. B. bei dem etwas größeren Teufel Rockster Go. Hier sind natürlich selbst Teufels Entwicklerteam, Physikalische grenzen Gesetz, jedoch konnten diese dennoch ein hohes Maximum an Klang herausholen. Ebenso ist es dem Team gelungen, eine breite Raumabbildung zu erreichen, denn diese ist schön dreidimensional und realistisch. 

Die Gehäuseform des Teufel Boomster Go ist so ausgelegt, dass man diesen mit der Rückseite auflegen „muss“. Hinstellen ist hier nicht möglich, denn durch die Abrundungen an der Ober- und Unterseite, fällt dieser direkt um. Man könnte diesen zwar auf die rechte bzw. linke Seite stellen, doch dass nimmt nicht nur etwas negativen Einfluss auf den Klang, sondern passt nicht mehr zum Teufel-Logo und den Bedientasten. Bei auflegen auf eine ebene Fläche wie z. B. einen Tisch, neigt der Boomster Go bei hoher Lautstärke, durch den Bass sich selbst in Bewegung zu setzten. Abhilfe Schaft hier entweder eine rutschhebende Unterlage, die Verwendung der Trageschlaufe zum Befestigen an etwas, oder man verwendet das vorhandene 1/4 Zoll Stativgewinde an der Rückseite. Hier kann man eventuell ein Kleinen Zapfen finden, der dafür sorgt, dass man den Teufel Boomster Go leicht nach hinten geneigt aufstellen kann, sodass der Klang direkter zu einem gerichtet wird. Wem klanglich ein Boomster GO nicht ausreicht, kann sich eventuell einen zweiten Kaufen und dann beide zu einem Stereo-Paar koppeln. Daraufhin spielen diese die Musik sogar im Stereo-Betrieb, sodass einer den linken und der andere den rechten Ton wiedergibt.

(Klang: 4,5 von 5 Punkten)

Bluetooth & Reichweite

Die einzige mögliche Verbindungsmöglichkeit zwischen Lautsprecher und Zuspielgerät, ist beim Boomster Go Bluetooth. Hierbei setzt Teufel vermutlich weiterhin auf Bluetooth 4.2, welche den herkömmlichen SBC-Audio-Codec unterstützt. Ob aptX unterstützt wird, kann ich nicht sagen, denn dazu macht Teufel keine Angaben.

Um den Teufel Boomster Go mit einem Smartphone verbinden zu können, muss dieser zuvor in den Pairing-Modus versetzt werden. Dazu muss dieser eingeschaltet werden und anschließend die Bluetooth-Taste für 2 Sekunden gedrückt werden. Danach kann dieser in den Einstellungen-> Bluetooth gesucht werden und durchs Betätigen automatisch verbunden werden. Möchte man den Lautsprecher wiederum mit einem neuen oder weiteren Gerät koppeln, dann genügt es, die Bluetooth-Taste erneut zu drücken, sodass sich dieser wieder im Kopplungsmodus befindet. 

Die maximale Reichweite der Bluetooth-Verbindung liegt beim Teufel Boomster Go bei den üblichen 10 Metern im Haus. Im Freien wiederum ohne Hindernisse, war in meinem Test bei knapp 28 Metern Schluss. Je nach Hindernisse zwischen Zuspiel und Wiedergabegerät, variiert die Verbindung natürlich. Bei der Latenz, also der Synchronität zwischen Video-Bild und Ton, schneidet der Teufel Boomster Go ganz gut ab. Ich konnte nur einen sehr minimalen Versatz von weniger als einer Sekunde feststellen. 

(Bluetooth & Reichweite: 4 von 5 Punkten)

Akku

Der im Boomster Go fest verbaute Akku, besitz eine Kapazität von 2.600 mAh und verspricht eine Akkulaufzeit von bis zu 10 Stunden, bei mittlerer Lautstärke. In meinem Test konnte ich die angegeben 10 Stunden ganz gut erreichen, da ich diesen sowieso nicht permanent auf der maximalen Lautstärke betrieben habe. Sobald der Akku komplett leer sein sollte, kann dieser mithilfe des mitgelieferten USB-A auf Micro-USB Ladekabel an einem USB-Port am PC, oder mithilfe des Netzteils eines Smartphones aufgeladen werden. Bis der Akku von 0 % wieder auf 100 % aufgeladen ist, dauert es knapp 2,5 Stunden. Während des Ladevorgangs leuchte jedoch immer mehr von den drei LED´s auf, sodass ihr ungefähr erahnen könnt, wenn der Akku voll aufgeladen ist.

(Akku: 4 von 5 Punkten)

TEIL 3

bestehend aus „Preis/Leistung“ entspricht 10% der Gesamtwertung

Beschreibung

Teufel selbst beschreibt den neuen Boomster Go als, mobiler Begleiter, den man egal, ob beim Wandern, oder auf dem Bike mitnehmen kann und dabei den gewohnten, legendären Teufel Sound erhält.

Dieser Aussage kann ich soweit zustimmen. Beim Boomster Go handelt es sich um einen wirklich kompakten Lautsprecher, der nicht größer ist, als vier aufeinandergestapelte Packungen Ritter Sport Schokolade. Das Design ist Teufel hier ebenso gut gelungen, wie dessen Pegelfestigkeit bei der Musikwiedergabe. Aber auch vom allgemeinen Klangbild kann der Boomster Go soweit ordentlich Punkten und steht somit selbst leicht größeren Lautsprechern nicht viel nach. 

Preis/Leistung

Die UVP des Boomster Go hat Teufel mit 99,99€ festgelegt, was ein guter Preis ist, doch damit macht sich Teufel teils selbst Konkurrenz. Schließlich ist der ebenfalls vor Kurzem erst erschienene Rockster Go zumindest aktuell im Angebot und nur 20€ teuerer. Wollt ihr ein kleinen kompakten und mobilen Lautsprecher, dann könnt ihr den neuen Teufel Boomster Go am besten selbst ausprobieren, schließlich bietet Teufel bei allen Produkten ein Rückgaberecht von 8 Wochen.

Wem die Kompaktheit des mobilen Lautsprechers wiederum nicht ganz so wichtig ist und auch noch mit einem etwas größeren Lautsprecher leben kann, sollte sich den 20€ teueren Rockster Go anschauen. Schließlich bietet dieser schon aufgrund seiner Größer, klanglich nochmals etwas mehr. Daher rate ich euch sofern einer der Lautsprecher in Frage kommen sollte, und die Differenz wie aktuell nur 20€ beträgt beide direkt bei Teufel zu bestellen und den, der euch am Ende besser gefällt zu behalten.

Teufel Boomster Go

Zum Angebot bei

testr Gesamtwertung

unter Berücksichtigung aller Teilwertungen

 Wir bedanken uns beim Hersteller für die Bereitstellung des Produktes. Zu unseren Grundsätzen

Link zum Hersteller: Teufel.de

tado° smartes Heizkörper-Thermostat Starter Kit V3+

In aller Kürze

Die smarten Heizkörperthermostate von tado° sehen gut aus & sind hochwertige verarbeitet. Die Einrichtung ist wirklich ein Kinderspiel und die Heizkörper werden smart. Doch das Ganze hat seinen Preis: Die Anschaffungskosten der smarten Heizkörperthermostate sind mit etwas über 50€ happig und um alle Funktionen wie z. B. die Geo-Fencing-Funktion zu nutzen, fallen weitere monatlich kosten von 2,99€ bzw. 24,99€ im Jahr an. Dieses Abomodel gilt erst mit den neuen Modellen. Älteren Versionen bekommen noch den vollen Funktionsumfang ohne monatliche Kosten, müssen aber  die alte Benutzeroberfläche verwenden, die sich – gegen eine Einmalzahlung von 19,99 Euro – auf die neue App upgraden, lässt.

Gefällt uns

  • hohe Verarbeitung
  • schönes Design
  • sehr übersichtliche App
  • Unterstützung von vielen Assistenten
  • sehr einfach Inbetriebnahme

Gefällt uns weniger

  • höhere Anschaffungskosten
  • neues happiges Abo Modell

tado° smartes Heizkörper-Thermostat Starter Kit V3+

Zum Angebot bei

TEIL 1

Bestehend aus „Verpackung/Design/Verarbeitung“ entspricht 25% der Gesamtwertung

Verpackung

tado° liefert das smarte Heizkörperthermostat Starter Kit V3+ in einer schlichten weißen Verpackung aus, die rundum mit einigen Informationen zum Produkt versehen wurde. 

Angefangen bei der Oberseite. Hier sieht man ein größeres Bild, indem ein Heizkörperthermostat von tado° an einem Heizkörper montiert wurde und direkt daneben ein Smartphone, welches einem die Übersichtsseite, der App zeigt. Des Weiteren prangt hier natürlich wie bei eigentlich jedem Produkt der Herstellername und der vom Produkt. Da die tado° Heizkörperthermostate mit vielen Assistenten kompatible sind, wird durch die Abbildung im unteren Abschnitt auf alle verfügbare hingewiesen. Dazu zählen: Google Assistant, Apple HomeKit, Alexa und IFTTT (If This Then That).

Die restlichen Seiten, sowie die Rückseite geben einige weitere Informationen zu dem Funktionsumfang, dem Lieferumfang der smarten Thermostate, sowie weitere Add-ons, mit denen man den Funktionsumfang erweitern kann. Zu denen unter anderem natürlich der kauf von weiteren smarten Heizkörperthermostate zählt, aber auch der Erwerb eines smarte Thermostats, welches als Raumthermostat genutzt werden kann oder ein bestehendes Thermostat ersetzt. Zu guter Letzt informiert die Rückseite über einige wichtige Funktionen der App, die aber zum Teil nur beim zusätzlichen Abo-Modell erhalten sind. Dazu aber später mehr. 

Nach dem Öffnen der Verpackung erblickt man direkt einen Welcome-Guide, der nur darauf hinweist, dass ihr die App herunterladen sollt und ein Konto erstellen müsst usw. Zudem liegt eine schlichte Karte bei, mit einem großen QR-Code. Scannt man diesen, gelangt man automatisch zu Webseite, die einen die Einrichtung Schritt für Schritt erklärt. Darunter wiederum befinden sich in einem Zellulose-Einleger neben dem Thermostat, sämtlicher restlicher Zubehör. Dazu gehören neben zahlreichen Adapter, mit denen man die Heizkörperthermostate an die verschiedenen Heizkörperventile anschließen kann, die kleine Bridge, inkl. dem mitgelieferten USB-A auf Micro-USB Kabel, einem kleinen Netzteil inkl. EU- und UK-Steckeradapter und ein kurzes Ethernetkabel.

(Verpackung: 3,5 von 5 Punkten)

Design

todo° Bridge

Wie viele andere Hersteller von smarten Heizkörperthermostaten, setzt auch tado° auf eine sogenannte Bridge. Diese dient dazu, eine kabellose Verbindung zwischen WLAN-Router und den smarten Geräten aus dem Hause tado° herzustellen. 

Diese Bridge muss bei tado° zwar wie bei anderen Herstellern mit eurem Router via Netzwerkkabel verbunden werden und erfordert eine zusätzliche externen Stromversorgung . Doch dafür ist diese verhältnismäßig sehr klein gehalten. Die Bridge nimmt nämlich kaum Platz in Anspruch, da diese nur 81 x 27 x 22 mm (L x B x T) einnimmt und zudem gerade mal 61 Gramm auf die Waage bringt. 

Direkt nach unten gerichtet besitzt die tado° Bridge ein Micro-USB-Anschluss, über welche die Stromversorgung stattfindet. Unmittelbar daneben ist auch der Anschluss für das Ethernet-Kabel, welches zur Verbindung zwischen Router und Bridge dient. An der Rückseite gibt es neben einem Factory-Reset Knopf, mit den man die Bridge zurücksetzen kann noch Infos zur Seriennummer der Bridge und falls benötigt den Authentifizierung-Code. Dieselben Infos mit der Seriennummer usw. gibt es auch auf einem Aufkleber an der linken schmalen Seite der Bridge. Auf der rechten Seite wiederum ist ebenfalls ein Aufkleber, welcher den Apple HomeKit Code zum steuern über die Apple HomeKit App ermöglicht. 

An der Front der tado° Bridge gibt es nicht nur einen dezent vertieften Schriftzug mit dem Herstellernamen, sondern auch einen größeren Pairing-Knopf und darunter drei weitere vertiefte Status-Beschreibungen. Bei denen bei jedem Status, der aktiv ist die davor verborgene weiße LED aufleuchtet.

tado° Heizkörperthermostat

Das knapp 65 mm lange, aus weißem matten Kunststoff gefertigten Heizkörperthermostat, hat einen Durchmesser von 49 mm. An der Front befinden sich lediglich ein dezenter knapp 1 mm tief eingelassener tado° Schriftzug und eine kleine längliche Öffnung. In dieser Öffnung muss vermutlich der Umgebungslichtsensor und weitere Sensoren wie z. B. der Temperatur- und Luftfeuchtigkeitssensor stecken, da diese allesamt mit im smarten Thermostat integriert wurden.

Der vordere Teil des Äußeren Gehäuses ist mit einem mechanischen Drehrad ausgestattet. Somit kann man z. B. die Temperatur jederzeit auch manuell durch das Drehen regulieren. Sehr gut gefallen mir die einzelnen LED-Element am smarten Thermostat von tado°. Diese leuchten beim mechanischen Verstellen ausgesprochen gut lesbar auf, verschwinden aber anschließend wieder unsichtbar in dem weißen Kunststoffgehäuse. Die Stromversorgung des smarten Heizkörperthermostat aus dem Hause tado° erfolgt wie bei eigentlich allen smarten Thermostaten via Batterie-Stromversorgung. In diesem Fall sind es zwei AA-Batterien, welche bei der Anlieferung bereits Eingesetz sind. Damit diese während der Lagerung jedoch nicht leer gehen, hat man den Kontakt mit einem Papierstück unterbrochen, des vor dem anbringen selbstverständlich entfernt werden muss.   

Im Lieferumfang liegt wie bereits erwähnt eine große Anzahl an verschiedenen Adaptern bei, mit denen man das Thermostat an dem Großteil aller bekannten Heizkörpern anschließen kann. Bevor man sich jedoch entscheidet, das Starter-Kit oder ein anderes tado° smartes Heizen-Set zu kaufen, sollte man prüfen, welche Heizung man verwendet und welcher Adapter benötigt wird. Hier stellt tado° unter folgendem Link: Kompatibilität Übersicht tado° smarte Heizkörperthermostate eine Übersichtsseite zu Verfügung, welche sämtliche Hersteller von Heizkörperventilen zeigt und darstellt, welchen Adapter man benötigt, bzw. ob dieser im Lieferumfang dabei ist oder separat gekauft werden müsste.

(Design: 4,5 von 5 Punkten)

Verarbeitung

Die smarten Heizkörperthermostate aus dem Hause tado°, gehören meiner Meinung nach zu den schönsten und am besten Verarbeiteten auf dem Markt. Das Gehäuse aus Kunststoff ist schlicht aufgebaut und als Laie, nicht auf anhieb als smartes Thermostat zu erkennen. Die einzelnen Geräte (Thermostat und Bridge) sind zwar wie bereits erwähnt aus Kunststoff hergestellt, doch dieser wirkt keineswegs billig und ist bei sämtlichen herkömmlichen Thermostaten ebenfalls der Fall.

 Der manuelle Drehregler lässt sich sehr angenehm und leicht drehen und durch den gerasterten Mechanismus und das zusätzliche klacken, merkt man direkt das Verstellen der einzelnen Temperaturschritte. Die beleuchteten Elemente an der Bridge und am Thermostat erkennt man nur beim Aufleuchten, sind diese nicht beleuchtet, dann verschieden diese quasi unsichtbar unter dem Kunststoff.

(Verarbeitung: 4,5 von 5 Punkten)

TEIL 2

bestehend aus „Funktion des Produktes“ entspricht 65% der Gesamtwertung

SensorenTemperatur, Luftfeuchtigkeit und Umgebungslicht
DatenverschlüsselungTLS 1.2 (SSL), 2048-bit Extended Validation Certificate / TLS 1.2 (SSL), 256-bit mit elliptischen Kurven / AES-CCM AES-CCM Verschlüsselung
Funkverbindung868 MHz, Mesh (6LoWPAN)
GrößeSmartes Heizkörperthermostat: 65 x 49 mm / Bridge: 81 x 27 x 22 mm
Strom- und LeistungsaufnahmeZentrale: Versorgung über USB-A auf micro-USB-Anschluss (Netzteil)
Heizkörperthermostat (Betrieb über 2 AA-Batterien)
MaterialKunststoff (matt weiß)
Lieferumfangtado° Bridge
tado° Heizkörper-Thermostat
kurzes Ethernet Kabel
kurzes USB-A auf Micro-USB Kabel
kompaktes Netzteil
Steckeradapter EU-/UK
viele verschiedene Adapter
Welcome-Guide

Einrichtung und Konfiguration

tado°
Preis: Kostenlos+
tado°
Preis: Kostenlos

Um das smarte Heizkörperthermostat von tado° nutzen zu können, muss man zuvor die Bridge mit dem Wi-Fi-Router verbinden. Wer eine Schritt für Schritt Anleitung haben möchte, lädt sich direkt die tado° App herunter, über welche man nach der Registrierung direkt auf der Startseite landet. Auf diese kann man nicht nur direkt Produkte erwerben, sondern die bereits Gekauften hinzufügen bzw. Einrichten. Die App steht kostenlos im AppStore für iOS und im PlayStore für Android Geräte zur Verfügung.

Zunächst geht es um die Verbindung der Bridge mit eurem Router. Dazu scannt man, sobald dazu in der App aufgefordert, den QR-Code an der Bridge. Daraufhin wird man dazu aufgefordert, die sehr kompakte und kleine Bridge, mithilfe des Ethernet-Kabels an einen freien LAN-Port an dem Router anzuschließen. Zudem muss natürlich auch eine Stromzufuhr angeschlossen werden. Hierfür kann man entweder das Netzteil inkl. Adapter und USB-A auf Micro-USB Kabel verwenden oder sofern vorhanden direkt nur das Kabel an einen freien stromführenden USB-Port am Router anschließen. Mit Letzterem würde man sich nämlich den zusätzlichen Kabelsalat sparen und wie es häufig der Fall bei Altbauten ist, sind freie Steckdosen oftmals sehr rar. Schade finde ich hier jedoch die Kabellängen der mitgelieferten Kabel, diese reichen zwar bei einer FritzBox mit zusätzlichen USB-Port aus, doch müsst ihr wie z. B. ich bei meiner ConnectBox von Unitymedia ohne USB-Port auf eine Stromversorgung via Netzteil zurückgreifen, können die mitgelieferten Kabel von 30 bis 35 cm schnell zu kurz sein.

Sobald die Bridge erfolgreich registriert wurde, leuchten darauf alle Status-LED´s und die App teilt dies einem ebenfalls mit. Anschließend ist diese direkt betriebsbereit. Nun geht es darum das Thermostat mit der Bridge bzw. der App zu registrieren. Dazu hier ebenfalls den am Gehäuse angebrachten QR-Code scannen, sobald man dazu aufgefordert wird. Daraufhin die Abdeckung also den Teil mit der Schraubbefestigung abnehmen und den Blauen mit einem weißen Pfeil versehen Papierzettel entfernen. Anschließend wird die Stromversorgung durch die beiden eingelegten AA-Batterien gewährleistet und man muss den inneren Pairing-Knopf im Heizkörperthermostat für 3 Sekunden betätigen. Ist die Kopplung erfolgreich gelungen, kann die Montage losgehen. 

Dazu muss man zuvor das alte Thermostat entfernen, welches einer in der App auf Wunsch via detaillierter Anleitung gezeigt wird. Bei Haimeier ist es so, dass man das Thermostat auf Stufe 5 dreht und dann die Überwurfmutter am Ende des Thermostats nach links, also gegen den Uhrzeigersinn abdreht. Dies variiert jedoch natürlich je nach Ventilanschluss und erfordert vor dem anbringen der tado° Schraubbefestigung unter Umständen eine zusätzliche Montage von einem der mitgelieferten Adapter. Nun die Ausrichtung des Display so arretieren, dass diese zur „TOP“ Beschriftung zeigt, aufstecken und nach rechts drehen, bis dieses einrastet. Anschließend startet automatisch die Kalibrierung und das Thermostat ist einsatzbereit, sobald man diesem noch einem Raumnamen zur besseren Zuordnung von mehreren Thermostaten vergeben hat.

(Einrichtung & Konfiguration: 4,5 von 5 Punkten)

Funktionsumfang und Bedienung

Die Temperatur des Thermostats, kann man zwar direkt am Gerät selbst regulieren, doch deutlich komfortabler ohne aufstehen und dem zusätzlichen Zugriff auf sämtliche weitere Funktionen erhält man nur über die App oder ein optisch ebenfalls sehr hübsches Web-Interface am Rechner. Egal wofür ihr euch persönlich entscheidet, bekommt man eine ordentlich durchdachte und aufgeräumte Benutzeroberfläche zur Verfügung gestellt.

Direkt nach dem Starten der App befindet man sich auf der Zuhause-Seite. Hier werden einem mehrere einzelne, zum Teil unterschiedlich farbige Kacheln angezeigt. Hat man mehrere Heizkörperthermostate im Haus installiert, werden diese einem allesamt im oberen Bereich dargestellt. Hierbei mit einem über die große Zahl die aktuelle IST-Raumtemperatur angezeigt und die etwas kleinere unter dem Raumnamen, zeigt die eingestellte Soll-Temperatur an. Die Einfärbung der Kacheln hilft hierbei zusätzlich, direkt zu erkennen, welcher Raum wärmer und welche kälter eingestellt wurde. Umso heller die Kachel desto kälter und umso rötlicher, desto wärmer ist ein Raum. Klickt man hier auf eine der Kacheln, dann kann man direkt die Solltemperatur verändern.

Durch die türkisfarbene Kachel mit der Beschriftung „Raumluft-Komfort“ gelangt man in den Frischluftindikator. Hier werden ausführliche Daten über die Außenluft, Raumtemperatur, Luftfeuchtigkeit usw. dargestellt. Sofern ihr den kostenpflichtigen Auto-Assist-Skill gebucht habt, erkennt das Thermostat dank einem verbauten Sensor, einen starken bzw. schnellen Temperaturabfall und dreht die Heizung für 15 Minuten ab. Wer jedoch den Assistent nicht bucht, muss die Regulierung manuell am Thermostat oder in der App vornehmen.

Die blaue Kachel „Geofencing“ zeigt direkt, ob sich die tado° Thermostate im Home-/ oder Away-Modus befinden. Damit man hier sämtliche zur Auswahl stehenden Funktionen nutzen kann, müssen jedoch alle Hausmitbewohner die tado° App auf ihrem Smartphone installiert haben und den Zugriff von euch erhalten, denn es wäre Blöde, wenn ihr das Haus verlassen würde und die Heizung herunter reguliert wird, während eigentlich noch jemand zuhause ist. Das Ganze hat jedoch einen große Haken, welchen nicht jeder bereit ist, einzugehen. Mit den neuen tado° Thermostaten V3+ führte tado° nämlich ein Abo-Modell ein, welches monatlich mit 2,99 € oder alternativ mit 24,99 € im Jahr zu buche schlägt. Ist man nicht bereit, diesen Preis zu bezahlen, erhält man auf dem Smartphone lediglich eine Push-Benachrichtigung, die einen darauf hinweist die Temperatur via App manuell zu reduzieren, um Heizkosten einzusparen.

Zahlt man jedoch den Preis, stellt tado° nicht nur die automatische Absenkung der Raumtemperatur bei geöffnetem Fenster zur Verfügung, sondern viele weitere nützliche Geofencing-Funktionen. So lernt das tado° Thermostat stetig das Verhalten des Nutzers und verändert das automatische Heizverhalten, wenn man z. B. mehrmals zur selben Zeit das Haus an einem bestimmten Tag verlässt bzw. erhöht diese später, wenn man z. B. jeden Mittwoch anstelle von 17:00 Uhr erst um 18:00 Uhr heimkommt. Daher wird hier automatisch der erstellte Heizplan angepasst.  

Des Weiteren regelt tado° die Temperatur je nach Entfernung des Nutzers zum Haus. Ist man nur wenige Meter entfernt beim Metzger oder Bäcker, dann bleibt die Temperatur quasi nahezu unverändert. Verlässt man das Haus jedoch aufgrund einer längeren Reise, wenn man z. B. zur Montagearbeit muss, dann reduziert die App automatisch alle Thermostate auf die von Werk eingestellten 6 Grad. Möchte man jedoch die Away-Temperatur nicht ganz so niedrig haben, kann man diese problemlos erhöhen. Im Internet habe ich gelesen, dass einige Nutzer der tado° Thermostate berichtet haben, dass die Away-Funktion beim Flug von Nachteil sein kann, die Thermostate erkennen aufgrund des Flugmodus nämliche erst beim Landen, dass ihr auf dem Weg nach Hause seid und dann kann es sein, dass man wenn man keinen allzulangend Weg nach Hause hat, die Wohnung bzw. das Haus nicht warm genug ist. Hier sollte man daher bei einem nicht allzulangend Flug die Thermostate bereits vor dem Antritt des Heimflugs manuell via APP hochdrehen. Dann sollte das ganze definitiv kein Problem sein.

Die Standortfreigabe und der Datenschutz ist bei solchen Geräten natürlich wieder ein Streitpunkt. Zum einen haben z. B. einige ältere und auch sehr junge Personen kein Mobiltelefon und können daher nicht als Person, die Daheim ist bzw. das zuhause betritt erkannt werden. Des Weiteren wird der Standort von euch regelmäßig abgerufen, sodass dieser von eurem Smartphone immer wieder an die App bzw. tado° übermittelt wird. Laut Hersteller erfolgt diese jedoch anonym und es wird nur ein Abstand zur Wohnung und nicht euer genauer Standort übermittelt. Dennoch kann hierbei ein anderer Nutzer eurer Thermostate, also ein Familienmitglied nachsehen, ob gerade jemand zuhause ist. Dabei weiß man zwar nicht, wer es ist, aber es hat dennoch eine Art Stalker-Effekt.

In der vorletzten Kachel „Energieeinsparung“ wird euch übersichtlich dargestellt, wie euch die App unterstützt hat und wie viel Energie ihr dabei gespart habt. Die letzte Kachel in dunklem türkis, dient dem Reparaturservice, falls ihr direkt über die App eine Reparatur oder einen Wartungsservice für eure heimische Heizung buchen möchtet, könnt ihr das direkt darüber tun.

Im zweiten Reiter „Einstellungen“ werden sämtliche Einstellungen vorgenommen, die Fenster-Offen-Erkennung, ortsabhängige Steuerung, der intelligente Zeitplan uvm., alles lässt sich hier verändern bzw. einsehen. Letzteres, also den intelligenten Zeitplan, solltet ihr unbedingt nutzen, denn damit lässt sich der tägliche Heizplan sehr einfach und übersichtlich einstellen. Morgens im Bad während des fertig machen 22 Grad, mittags nur 20 Grad, abends wieder 22 Grad, bis ihr schlafen geht, wodurch die Thermostate auf 17 Grad abgesenkt werden, alles kein Problem. Alles ist sehr schnell programmiert und passt sich automatisch an, sobald eine regelmäßige Veränderung festgestellt wurde.  

Bei den tado° Heizthermostaten wird die Temperatur direkt ab Thermostat gemessen, was unter Umständen für Nachteile sorgen kann. So ist nämlich der Temperaturfühler relativ nah am Heizkörper, was bei mir z. B. dafür sorgte, dass mir trotzt extern gemessenere Raumtemperatur von 22 Grad, 26 Grad angezeigt wurde. Befindet sich das Thermostat zudem z. B. hinter einer Couch, kann der gemessen Wert ebenfalls durch die anstauende Wärme verfälscht werden. Hierfür steht in der App eine Offseteinstellung zur Verfügung, die es ermöglicht, den Wert zu verändern. Zeigt z. B. des tado° Thermostat 26 Grad an, aber im Raum sind es nur 22 Grad, dann solltet ihr den Wert – 4 Grad einstellen.

(Funktionsumfang und Bedienung: 4,5 von 5 Punkten)

Reichweite und Sicherheit

Die Reichweite der einzelnen Thermostate zur Bridge ist sehr gut. Selbst über mehrer Stockwerke funktionierte die Steuerung sehr schnell und präzise. Bezüglich Sicherheit verspricht tado° einen hohen Sicherheitsstandard. Die einzelnen Geräte (Thermostate) funken nach dem 6LoWPAN-Protokoll auf einem 868-MHz-Band, was energiesparend sein soll. Die Verbindung der Bridge über den Server wiederum erfolgt verschlüsselt via TSL 1.2. Somit sollte das System weitergehen sicher ausgelegt sein, sofern sich tado° hier keine groben Fehler bei der Programmierung erlaubt hat. 

Nachdem ihr die Geräte mit einem Account registriert wurden, können diese nicht mehr so einfach zurückgesetzt und eventuell verkauft werden. Dies dient dem zusätzlichen Schutz, sodass diese nicht einfach von fremden Personen übernommen werden können. Wollt ihr euch jedoch von euren tado° Geräten trennen, müsst ihr euch an den Service von tado° wenden, damit diese die einzelnen Komponenten wieder freigeben, sodass diese wieder frei zum Koppeln sind.

(Reichweite und Sicherheit: 4 von 5 Punkten)

TEIL 3

bestehend aus „Preis/Leistung“ entspricht 10% der Gesamtwertung

Beschreibung

Die neue Generation der smarten Heizkörperthermostate von tado° überzeugen mit ihrem schönen Design und einer hervorragenden Verarbeitung. Das Display ist sehr gut ablesbar und die App ist ebenfalls sehr übersichtlich und durchdacht aufgebaut. Wer jedoch den vollen von tado° geworbenen Funktionsumfang nutzen möchte, muss mit weiteren Folgekosten rechnen. Dies ist etwas ärgerlich, denn bei den älteren Generationen den tado° Heizthermostate, waren diese Funktionen zum Teil noch inklusive.

Preis/Leistung

Mit einer UVP von 129,99€ ist das Smarte Heizkörper-Thermostat Starter Kit V3+, welches eine Bridge beinhaltet nicht gerade günstig. Jedes weitere Thermostat schlägt mit knapp über 50€ zu buche, daher wird es wie bei vielen anderen Herstellern schnell sehr teuer, wenn man alle Heizkörper umrüsten möchte. Vom Funktionsumfang und dem Design ist tado° eines der besten Unternehmen, doch da hier für alle Funktionen zusätzliche Kosten anfallen, ist dies eher etwas abschreckend. Zudem ist es hier wie bei vielen anderen mit einem Hersteller-Server gekoppelten Geräten der Fall, dass wenn diese pleite gehen sollte, die Geräte im schlimmsten Fall wertlos werden. Bzw. der Komfort mit der Steuerung von unterwegs verloren gehen kann. Dies sollte man sich daher auf jeden Fall im Hinterkopf behalten.

tado° smartes Heizkörper-Thermostat Starter Kit V3+

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testr Gesamtwertung

unter Berücksichtigung aller Teilwertungen

 Wir bedanken uns beim Hersteller für die Bereitstellung des Produktes. Zu unseren Grundsätzen

Link zum Hersteller: tado.com/de

1More Piston Fit (E1028BT)

In diesem testr LITE Bericht möchte ich euch etwas neues von 1More vorstellen, denn das Unternehmen ist ja durchaus bekannt für Audio-Produkte, die eine sehr gute Ausstattung zu sehr interessanten Preisen bieten. Hierbei handelt es sich um den neuen 1More Piston Fit (E1028BT), der für unter 40€ mit Bluetooth 5, Aluminiumgehäuse und vielen weiteren Ausstattungsmerkmalen Punkten kann.

1More Piston Fit BT

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Audio-Technica ATH-CKS5TW

In aller Kürze

Passend zur IFA 2019 hatte Audio-Technica neue True Wireless In-Ear Kopfhörer im Gepäck. Ein paar davon waren die neuen Audio-Technica ATH-CKS5TW, die vom Formfaktor etwas den ATH-CKR7TW ähneln. Überragend ist bei diesem neuen Modelle das Energiemanagement, den Audio-Technica gelingt es hier, eine überragende Akkulaufzeit von bis zu 15 Stunden zu erreichen. Des Weitern ist der Akku sowohl von den In-Ears, als auch vom Ladecase schnell aufgeladen und die Sprachverständlichkeit ist ebenfalls top. Die klangliche Abstimmung geht jedoch etwas in die Bass-Betonung, wodurch sich die True Wireless In-Ears weniger als Allrounder auszeichnen, sondern vielmehr zur Wiedergabe von elektronischer Musik und alles anderen Genres, die von einem kräftigeren Bass profitieren. Die Bedienung via Tasten ist ok, doch hierbei muss man darauf achten, dass man sich dadurch die In-Ear nicht versehentlich aus den Ohren drückt. 

Gefällt uns

  • 15h Akkulaufzeit
  • Schnellladefähig
  • geringes Gewicht (ca. 8 g pro In-Ear)
  • AAC und aptX-Codec
  • USB-Typ-C

Gefällt uns weniger

  • klobiges Gehäuse
  • Update-Prozess umständlich
  • Keine EQ-Einstellungen
  • App bietet wenige Funktionen
Audio-Technica ATH-CKS5TW

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TEIL 1

Bestehend aus „Verpackung/Design/Verarbeitung“ entspricht 25% der Gesamtwertung

Verpackung

Audio-Technica liefert die neuste Generation True Wireless In-Ears weiterhin in einer weißen stabilen Verpackung aus. Die das Unternehmen mit vielen Informationen über das darin befindliche Produkt bedruckt hat. Der Formfaktor der Verpackung ist jedoch in diesem Fall bei den neuen Audio-Technica ATH-CKS5TW etwas kleiner geworden und somit nun in einer schmalen rechteckigen Form gestaltet. 

Auf der Oberseite des Verpackungsdeckels werden groß die beiden True-Wireless Ohrhörer von zwei unterschiedlichen Seiten dargestellt. Des Weiteren prangen hier darüber, wie bei den bisherigen Produktverpackungen, das Audio-Technica Firmenlogo sowie die Produktbezeichnung der True Wireless Ohrhörer. In der untern linken Ecke wird zudem noch auf die Akkulaufzeit von bis zu 15 h mit einer vollen Aufladung hingewiesen.

Die Linke Seite der Verpackung zeigt einem die fürs Unternehmen wichtigsten Merkmale des ATH-CKS5TW mit Symbolen und Textform. Zu diesen gehören unter anderem die 10 mm verbauten Treiber, die Akkulaufzeit von 15 h (Gesamt mit Case bis zu 45 h), die integrierten Mikrofone und die Steuerung der Musik direkt über die In-Ears. 

Die rechte Seite widmet sich dem Lieferumfang, der hier in Form von kleinen Skizzen und Beschreibungen dargestellt wird. Außerdem wird hier mit dem Qualcomm aptX Audio Codec geworben und natürlich darf auch hier die Bezeichnung der In-Ear nicht fehlen. Zu guter Letzt hält auch die Rückseite zahlreiche Informationen über die neuen True Wireless In-Ear Kopfhörer bereit. Hier hat Audio-Technica eine kleine Abbildung der Ohrhörer abgebildet, die hierbei im offenen Ladecase eingesetzt sind. Des Weiteren werden in insgesamt vier Sprachen die Besonderheiten der neuen Ohrhörer beschrieben und im Abschnitt darunter ist eine Tabelle aufgelistet, die ebenfalls ein paar technische Daten der In-Ear verrät.

Hebt man den Deckel von der Verpackungsunterseite ab, dann erblickt man direkt das längliche Ladecase der Audio-Technica ATH-CKS5TW. Dieses befindet sich hier in einem simple schwarzen Polystyrol (PS) Einsatz. Der seinen Zeck aber vollkommen erfüllt. Entfernt man den Einsatz inkl. dem Case, in dem sich übrigens die In-Ear Kopfhörer befinde, ist darunter noch das restliche Zubehör verstaut. Dabei handelt es sich um ein kurzes USB-A auf USB-Typ-C Ladekabel, ein Einsatz in dem die verschiedenen Eartips und Silikon-Ringe verstaut sind und die üblichen Beschreibungen (Kurzanleitung usw.)

(Verpackung: 3,5 von 5 Punkten)

Design

Mit den ATH-CKS5TW, hat Audio-Technica das dritte Paar True Wireless In-Ear Ohrhörer auf den Markt gebracht. Diese ähneln vom Design etwas den von mir bereits getesteten ATH-CKR7TW, denn beide habe eine etwas größere Bauform.

Audio-Technica setzt zwar weiterhin auf eine Tastenbedienung und auf sogenannte Silikon-Ringe mit Schlaufe, damit ein sicher halt geboten wird, doch gegenüber den ATH-CKR7TW hat sich ein wichtiger Faktor verändert, und zwar die Akkulaufzeit. Diese wurde nun auf stolze 15 h ohne Aufladen erhöht, was soweit mir bekannt, aktuell die beste Akkulaufzeit sämtlicher auf dem Markt erhältlichen True Wireless In-Ear Ohrhörer ist.

In-Ear

Die Audio-Technica ATH-CKS5TW In-Ears sind mit jeweils 8 g zwar nicht die leichtesten True Wireless In-Ohrhörer, aber keineswegs als schwer zu bezeichnen. Dennoch muss ich klar sagen, dass diese aufgrund ihrer Bauweise etwas größer ausfallen und somit auch deutlicher aus den Ohren hervorstehen. Das Kunststoffgehäuse wurde komplett aus mattem Kunststoff gefertigt, lediglich der Ring um das Audio-Technica Logo an der Außenseite, wurde zur optischen Hervorhebung in einem leicht Metallic-Look ausgeführt.

  Wie bereits erwähnt, ähneln die ATH-CKS5TW aufgrund ihrer klobigeren Bauweise etwas den ATH-CKR7TW. Daher ist es auch hier so, dass der Aufbau hinterm Ohrkanal, in dem sich die komplette Technik befindet (Akku, Treiber, Mikrofone usw.) etwas länger ausfällt. Dies führt dazu, dass die In-Ears etwas mehr aus dem Ohrkanal hervorstehen wie manch andere. Dieser rundliche Gehäuseaufbau, der nach dem Einsetzen, aus dem Ohr heraussteht, hat jedoch auch ein Vorteil. So bietet das größere Gehäuse deutlich mehr Platz für den Akku, wodurch dieser mit bis zu 15 h erstaunlich lange durchhält.

Das Gehäuse wurde aus insgesamt vier Einzelteile gefertigt. Der innere Teil, der später im Ohr sitzt, ist abgestuft und umfasst nicht nur den Ohrkanal, indem der Treiber sitz, sondern auch den Bereich, an dem der Sport-Einsatz befestigt wird. Dieser Teil verläuft nahezu übergangslos in den äußeren Teil, der nicht nur die Ladekontakte beinhaltet, über den die Ohrhörer im Ladecase wieder aufgeladen werden, sondern auch jeweils eine Multifunktionstaste inkl. Status-LED und je ein Mikrofon. Das Mikrofon ist nach dem Einsetzen ins Ohr, zur Richtung des Mundes gerichtet, sodass eine bestmögliche Verständlichkeit gewährleistet werden soll. Das äußere Gehäuse ist nicht komplett rund gehalten, sondern verläuft an einem Abschnitt spitz zu. Dies ist nicht ohne Grund so, denn dadurch hat Audio-Technica für eine gerade Fläche gesorgt, sodass hier die Ladepins des Ladecase, eine sichere Kontaktfläche zu den Kontakten an den Ohrhörer haben. Zu guter Letzt zeigt die Außenseite der ATH-CKS5TW ein Audio-Technica Logo, welches zur hervorheben des Designs von einem abgeschrägten Ring umgeben ist, der ein leichten metallic Look vorweist. 

Durch die klobigere Bauweise der In-Ear Kopfhörer werden diese zumindest mit den sogenannte Ear-Hook durch leichtes Eindrehen in das Ohr eingesetzt. Dadurch halten die Audio-Technica ATH-CKS5TW deutlich besser, als wenn man diese ohne sogenannte Ear-Hook, also nur mit dem Silikonring ins Ohr einsetzt. Neben den bereits von Werk aus montieren Eartips in der Größe M, liefert Audio-Technica noch drei weitere Paar in den Größen XS; S und L mit, sodass man die In-Ear möglichst perfekt dem eigenen Ohrkanal anpassen kann.

Audio Teschnica bietet die ATH-CKS5TW nur in ein er Farbe an, nämlich den von mir Getesteten schwarz. Dieses Schwarz entspricht jedoch eher einem dunkleren Mokka Farbton. Bei den ATH-CKS5TW von Audio-Technica, ist es wie häufig der Fall, dass nur einer der Ohrhörer ein Bluetooth Chip verbaut hat. Bei diesem Modell ist es der rechte In-Ear, der somit die Verbindung mit eurem Smartphone als Master eingeht. Der linke wiederum, baut mit diesem via NFMI (Near Field Magnetic Induktion) eine Verbindung auf und empfängt darüber die Daten vom rechten Ohrhörer mit einer möglichst geringen Verzögerung, die man nicht wahrnehmen kann. Da daher nur der rechte In-Ear als Master arbeitet, kann man nur diesen im Monobetrieb nutzen. Der Linke wiederum kann nicht alleine genutzt werden, sondern nur, wenn auch der rechte verwendet wird. 

Ladecase

Das Ladecase der ATH-CKS5TW wurde aus demselben mattierten Mokka-farbenen Kunststoff, wie die In-Ear Kopfhörer hergestellt. Das Case fällt mit 92 x 37 x 35 mm (L x T x H) zwar nicht so kompakt wie z. B. das der Apple AirPods aus, doch aufgrund dessen, dass die Ohrhörer etwas klobiger ausfallen, muss natürlich auch das Ladecase etwas größer bzw. in diesem Fall länger sein. Außerdem fällt das Ladecase zusammen mit den beiden eingesetzten True Wireless In-Ears mit knapp 73 Gramm nicht sonderlich ins Gewicht, wenn diese z. B. im Handgepäck verstaut werden. 

Insgesamt macht das Case einen sehr guten Eindruck und überzeugt mit einem schlichten Design. Die beiden In-Ears werden seitlich mit den goldenen Kontakten nach unten in das Case eingelegt. Damit diese sicher an beim Laden an ihrer Position gehalten werden, hat Audio-Technica darin Magnete verbaut, die diese automatisch fixieren. 

Den Deckel des Ladecase ziert lediglich ein dezentes, ca. 1 mm tief eingelassenes Audio-Technica Logo. An der Vorderseite befindet sich eine großzügige, breit verlaufende Griffmulde, mit der das Ladecase, welches durch einen Magnetverschluss gehalten wird, leichter geöffnet werden kann. Zudem sind an der linken unteren Ecke drei kleine LED´s eingelassen, welche über den Ladezustand des Cases informiert. Jede der LED´s steht hier für 25 % Akkuladung, sodass z. B. wenn alles drei LED´s leuchten, der Akku zu 75 % aufladen ist und 100 % erreicht wurde, wenn alles LED´s aus sind. Zu guter Letzt versteckt sich auf der Rückseite im unteren Abschnitt noch ein moderner USB-C-Ladeanschluss, über den das Ladecase schnell wieder aufgeladen werden kann, sobald dieses leer sein sollte.

(Design: 4 von 5 Punkten)

Verarbeitung

Bei der Verarbeitung liefert Audio-Technica die gewohnte hochwertige Arbeit ab. Sowohl das Gehäuse der True Wireless In-Ear, als auch das des zugehörigen Ladecase, konnten mich hierbei überzeugen. Denn die Übergänge der verschieden Bauteile, fließen nahezu nahtlos einender über, sodass man hier keinerlei störende Kanten spüren kann.

Das Gewicht der einzelnen In-Ears ist angenehm leicht, sodass man diese, selbst nach längeren Tragen nicht, als störend empfindet. Damit die Ohrhörer bei mir jedoch auch bei Bewegungen gut in den Ohren halten, musste ich die von Werk angebrachten Halteschlaufen montiert lassen. Denn mit den einfach Silikonringe, die alternativ angebracht werden könne, hatte ich einfach nicht das sichere Gefühl, was den halt angeht. 

Das Transportcase besteht wie für Audio-Techncia üblich, aus matten Kunststoff. Somit kann es leicht vorkommen, dass diese in der Handtasche einer Frau, durch den Schlüssel leicht verkratzt werden kann. Daher solltet ihr das Case, wenn ihr es zusammen mit anderen (scharfen) Gegenständen in einer Tasche (Hosentasche) verstaut lieber separat verstauen. Ansonsten kann mich das Case auch aufgrund des USB-Typ-C Ladenschluss zufriedenstellen, denn damit hat nun Audio-Technica auf den modernen Anschluss umgestellt. 

(Verarbeitung: 4 von 5 Punkten)

TEIL 2

bestehend aus „Funktion des Produktes“ entspricht 65% der Gesamtwertung

Tragekomfort

Die Audio-Technica ATH-CKS5TW gehören aufgrund ihrer große zu der Sorte True Wireless In-Ear Ohrhörer, die in euren Ohren definitiv auffallen werden. Dies liegt wie bereits erwähnt daran, da diese weiter aus dem Ohr herausstehen wie einige anderen Modelle. Manch einer bezeichnet diesen Fall dann als Schrek-Ohren, was hier auch der Fall ist. Ohne die Ear-Hook halten die ATH-CKS5TW ganz gut, doch da ich gerne mal auch sportlicher unterwegs bin, habe ich die Ear-Hooks immer benutz, da diese sich beim Tragekomfort sowieso nicht negativ auswirken.  

Der Tragekomfort ist nach dem Einsetzen in den Ohrkanal absolut angenehm, sodass ich selbst nach mehrer Stunden am Stück Musikhören, keinen unangenehmen Druck oder Ähnliches gespürt habe. Durch die insgesamt vier verschiednen Größen an Eartips, ist es möglich, die Ohrhörer individuell eurem eigenen Gehörgang anzupassen, sodass zusammen mit der Ear-Hook Schlaufe ein sicherer halt erreicht werden sollte. Ist dies nicht der Fall, dann solltet ihr eventuell zu Comply Foam Tips greifen, dabei sollten diese einen Innendurchmesser von 4-5 bis 5 mm haben. Der Vorteil solcher sogenannter Memory-Foam Eeartips ist, dass diese sich perfekter eurem Ohrkanal anpassen, wodurch ein besserer Halt und Umgebungsgeräusche Isolierung erreicht wird. Nachteil solcher Eartips ist wiederum, dass diese nicht so lange halten und daher meistens schnell kaputt gehen.

Bei den Audio-Technica ATH-CKS5TW handelt es sich weniger um True Wireless In-Ear Ohrhörer, die für den sportlichen Einsatz gemacht wurde. Dafür stehen diese einfach etwas zum weit aus den Ohren hervor und bei ganz schnellen und Hecktischen Bewegungen kann es daher kurzzeitig dazukommen, dass man einen der Ohrhörer nachjustieren muss. Ein so Bombenfesten halt wie die ATH-SPORT7TW bieten die ATH-CKS5TW daher keinesfalls, aber es ist jetzt auch nicht so, dass man ständig Angst haben muss, dass einer der Ohrhörer beim Normalen bewegen in der Stadt usw. herausfallen kann.

(Tragekomfort: 4 von 5 Punkten)

Bedienung

Beide In-Ears hat Audio-Technica wie bereits angedeutet mit länglichen Bedientasten versehen. Diese führen an jeder Seite verschiedene Funktionen aus, abhängig davon, wie oft man die jeweilige Taste betätigt. 

Bei der Entnahme aus dem Case, werden die True Wireless In-Ear Ohrhörer wie üblich automatisch eingeschaltet und legt man diese wieder ein, dann werden diese abgeschaltet. Dies ist die komfortablere und einfachste Methode, jedoch kann man diese auch, falls diese nicht im Ladecase wären, durch die Tasten einschalten. Dazu betätigt man die beiden Tasten für 2 Sekunden, um die Ohrhörer einzuschalten, und sobald man diese abschalten möchte, drückt man an beiden dieselbe Taste für 4 Sekunden.

Beim rechten In-Ear ist die sogenannte Multifunktionstaste integriert, welche je nachdem wie häufig man diese drückt, verschiedene Befehle ausführt werden. Drückt man die Taste z.B einmalig, dann wird die Musik direkt gestartet und ein erneutes Betätigen setzt diese wieder am gestoppten Punkt fort. Drückt man die Taste wiederum während eines eingehenden Anrufs, kann man diesen annehmen und später ebenso bequem darüber beenden. Leider kann man über die In-Ear weder eingehen Anrufe ablehnen, noch auf den Sprachassistenten des Smartphones zugreifen. Doch diese Funktionen nutze ich sowieso kaum via Kopfhörer, daher finde ich dies nicht wirklich schlimm. Dafür kann man wiederum direkt über die Taste beim zweimal hintereinander betätigen einen Titel vorspringen und bei Dreimaligen betätigen einen Titel zurück springen. Kommen wir zur linken Taste, bei der es sich um die Lautstärke-Taste handelt. Durch einmaliges Drücken erhöht man die Lautstärke und zweimaliges Betätigen, senkt man diese wieder ab.

Die Bedienung ist meiner Meinung nach soweit absolut logisch und durchdacht aufgebaut, sodass man sich nach kurzer Zeit an das Bedienungskonzept gewöhnen sollte. Audio-Technica hat hier an alle Funktionen gedacht, die man dazu benötigt, um die Musik zu steuern, ohne dass man das Smartphone aus der Hosentasche nehmen muss. Dadurch das man die Tasten seitliche angeordnet hat, ist Audio-Technica dem Problem, welches viele anderen True Wireless Ohrhörer haben aus dem Weg gegangen. Bei diesem Modell drückt man sich nämlich durch Betätigen der Knöpfe nicht tiefer in den Ohrkanal, was für mich soweit ein absoluter Pluspunkt ist.

(Bedienung: 4 von 5 Punkten)

Klang

Nun kommen wir zu einem, bzw. wenn nicht sogar dem wichtigsten Thema von Kopfhörer, dem Klang. Hier setzt Audio-Technica je Seite, auf einen 10 mm großen dynamischen Treiber, welche einen umfangreichen Frequenzgang von 5 Hz bis 40 kHz erzeugen und eine Empfindlichkeit von 110 Dezibel vorweisen können. Beim Bluetooth setzt man auf die aktuelle Version 5.0 welche die Bluetooth-Profile: A2DP, AVRCP, ASP und AFP unterstütz und außerdem werden für hochwertigen Klang sowohl der Audio-Codec AAC (für Apple-Devices), als auch aptX (für Android-Geräte) unterstützt.   

So viel zu den technischen Daten, doch wie klingen die neuen True Wireless In-Ear Ohrhörer aus dem Hause Audio-Technica jetzt? Dies kann ich in zwei Sätzen kurz zusammenfassen, die ATH-CKS5TW klingen im Vergleich zu den ATH-CKR7TW deutlich wärmer abgestimmt. Wo die 7-er noch mit einer Mittelbetonung daher kamen, bieten die neuen ATH-CKS5TW deutlich mehr Bass.

Der Bassbereich der ATH-CKS5TW ist sehr knackig. Beim Training z. B. sorgt die richtige Musikwahl für einen ordentlichen Motivationsschub, da die Bässe mich mit einem sehr guten Tiefgang und kräftig zupackenden Bässen absolut fesseln konnten. Die Mitten sind ebenfalls präsent, gehen jedoch gegenüber den deutlich kräftigeren Tiefen etwas unter. Dasselbe trieft auch auf die Höhen zu, die zwar etwas verhangen klingen, aber aufgrund dessen, nicht so schrill wie bei manchen anderen Ohrhörern sind, bei denen ich dann nach einer weile die Ohrhörer aus den Ohren nehmen musste, das diese mir zu anstrengen waren. Was mir etwas negativ aufgefallen ist, war das kurze Surren, wenn man die Musik pausiert. Dieses hört jedoch nach kurzer Zeit auf und verschwindet bei normaler Musikwiedergabe komplett. 

Gegenüber den ersten True Wireless Modellen, also z. B. dem ATH-CKR7TW hat Audio-Technica beim hier getesteten ATH-CKS5TW nochmals beim Mikrofon nachgebessert. Hier wurde nämlich nicht nur die Empfindlichkeit etwas verbessert, sondern auch die Ausrichtung, sodass hier eine sehr gute Sprachverständlichkeit bei Telefonaten erreicht wurde. Was die Latenz angeht, bin ich mit den ATH-CKS5TW ebenfalls sehr zufrieden. Hier stimmt die Wiedergabe des Tons ziemlich exakt mit dem wiedergegebenen Filme/Video überein, sodass man die In-Ears problemlos fürs Filme ansehen nutzen kann. 

(Klang: 4 von 5 Punkten)

Ausstattung

Akku & Ladecase

Die Akkulaufzeit der ATH-CKS5TW ist mit bis zu 15 Stunden für True Wireless In-Ear Ohrhörer außergewöhnlich lange. Damit übertrifft Audio-Technica zahlreiche Konkurrenzprodukte, was für ein sehr gutes Alleinstellungsmerkmal sorgt. Schließlich nehmen aktuell sicherlich einige unter euch Abstand von sogenannten True Wireless Kopfhörern, da diese oftmals eine fortlaufende Laufzeit von max. 6 Stunden oder sogar weniger bieten. 

Aufgrund unterschiedlicher Nutzerverhalten (Lautstärke usw.) variiert die Laufzeit der In-Ear Ohrhörer natürlich. Zusammengerechnet kam ich jedoch dennoch ungefähr auf die angegeben 15 Stunden. Sollte der Akku der beiden In-Ears leer sein, kann man bzw. sollte man diese in das Lade-Case einsetzen. Legt man beide oder bei Bedarf auch nur einen der Ohrhörer in das Case hinein und schließt dieses, werden diese automatisch aufgeladen. Das Case bietet bei vollem Akku die Möglichkeit, die ATH-CKS5TW weitere zweimal voll aufzuladen. Somit bieten die True-Wireless Ohrhörer von Audio-Technica, vollgeladen in Kombination, des voll aufgeladenen Case eine maximale Laufzeit von bis zu 45 h.

Ebenso wichtig wie eine lange Akkulaufzeit, ist natürlich auch eine möglichst kurze Ladezeit der In-Ears und des Lade-Cases. Das Case wird via modernen USB-Typ-C Anschluss aufgeladen und nimmt knapp 3,5 Stunden in Anspruch. Sind wiederum die Akkus der Ohrhörer leer, sollten diese für eine komplette Ladung bis zu 2h im Case verbleiben. Audio-Technica hat jedoch eine Schnellladefunktion integriert, sodass der Akku der Ohrhörer bereits nach knapp einer Stunde auf 75 % aufgeladen ist.

Bluetooth & Signalqualität

Die Einrichtung bzw. des erste koppeln der ATH-CKS5TW True-Wireless In-Ears via Bluetooth-Verbindung ist genauso einfach, wie mit jedem anderen Bluetooth-Kopfhörer. Sobald man die beiden Ohrstöpsel aus dem Case genommen hat, blinkt an beiden In-Ears die Status-LED permanent auf. Dies bedeutet, dass dieser sich im Pairing-Modus befindet und man nun in den Bluetooth-Einstellungen am Smartphone das Gerät mit der Bezeichnung „ATH-CKS5TW“ suchen sollte. Anschließen koppelt sich das Smartphone mit dem rechten Ohrhörer.  

Anschließend ist es nicht erforderlich, das Smartphone auch noch mit dem linken Ohrhörer zu koppeln, denn dieser baut automatisch eine Verbindung mit dem rechten (Master) auf. Dies liegt daran, dass auch hier, wie bei den meisten anderen True-Wireless In-Ears der Empfänger des Audio-Signals im rechten Ohrhörer verbaut ist. Dieser leitet anschließend das empfangene Audio-Signal mit möglichst geringster Zeitverzögerung an den linken In-Ear weiter. 

Bei Bluetooth-Verbindung setzt Audio-Technica auf die Version 5.0. Dadurch ist eine deutliche Steigerung der Reichweite möglich, sodass ich selbst indoor, mit mehreren massiven Wänden, eine stabile Reichweite von ca. 17- 18 Metern erreichen konnte. Im Außeneinsatz war die Reichweite selbst noch nach 30 Metern stabil, wobei sich kaum jemand so weit von seinem Smartphone entfernen wird. 

(Ausstattung: 3,5 von 5 Punkten)

App

Für sämtliche neue Kopfhörer bietet Audio-Technica schon seit einiger Zeit eine eigene App Namens „A-T Connect“ an. Diese App steht sowohl für iOS-Devices, als auch Android-Geräte kostenlos zum Download im jeweiligen AppStore bereit.

Audio-Technica | Connect
Preis: Kostenlos
Audio-Technica | Connect
Preis: Kostenlos

Startet man die App, landet man, sofern die ATH-CKS5TW mit dem Smartphone verbunden sind, auf der Startseite. Auf dieser Startseite wird einem der In-Ear Ohrhörer angezeigt und zudem kann man direkt darunter per Schieberegler direkt aus der App, die Lautstärke ändern und den Titel der gerade wiedergegeben wird einsehen. Jedoch muss man dazu nicht zwingend in die App gehen, denn man kann den aktuellen Titel auch in der Musik App ändern, wie z. B. bei mir via Apple Music oder über die Tasten an den In-Ears.

Im Zentrum der Startseite wird unterhalb des Bildes der Ohrhörer, der aktuelle Akkustand in Prozent angezeigt und direkt daneben wird bei aktiver Musikwiedergabe, der aktuell verwendete Audio-Codec, in meinem Fall AAC, angezeigt. Berührt man das Bild oder den Pfeil, der darin nach rechts zeigt, gelangt man in das Einstellungsmenü der In-Ears. Hier kann man unter anderem, die Verbindung trennen, den Audio-Codec von automatisch auf manuell ändern, die Tastenzuweisungen von „Muster A“ auf „Muster B“ ändern, sowie die Kurzanleitung einsehen.  

Über die drei horizontalen Striche auf der Startseite im linken oberen Rand, gelangt man in ein weiteres Untermenü. Hier kann man praktischerweise den letzten Standort der True-Wireless Ohrhörer abrufen, sofern man z. B. einen davon verloren hat. Um diese Funktion nutzen zu können ist es jedoch erforderlich, dass ihr der App den Zugriff auf eure GPS-Daten gebt. Zu guter Letzt kann man hier noch die Bedienungsanleitung und die aktuelle Firmware Version usw. einsehen.

Was ich in der App wie bereits bei den Vorgängermodellen vermisse, ist eine separat einzelne Anzeige des Akkustands der beiden Ohrhörer. Schließlich geht im Normalfall der Akku des Masters, also des rechten Ohrhörers schneller leer, als der linke. Zudem wäre es praktisch, wenn einem hier zudem noch der Akkustand es Ladecase angezeigt wird. So würde man vor der Reise gleich wissen, ob man das Case noch davor laden muss oder nicht. Des Weiteren wäre es für manche sicherlich eine tolle Funktion, wenn man per Equalizer eigene Klangeinstellungen vornehmen könnte. 

Als ich die In-Ears erhalten habe, stand direkt ein Firmware-Update zur Verfügung. Dieses zu installieren gestaltet sich jedoch komischerweise umständlicher als bei den ATH-CKR7TW und den ATH-SPORT7TW. Hier muss man nämlich jeden der beiden Ohrhörer separat updaten, was zudem etwas länger dauert. Bei den Vorgänger In-Ears ging das Ganze deutlich einfacher, indem man beide Ohrhörer im Case gelassen hat, bis das Update installiert war.

(App: 3,5 von 5 Punkten)

TEIL 3

bestehend aus „Preis/Leistung“ entspricht 10% der Gesamtwertung

Beschreibung

Die Audio-Technica ATH-CKS5TW können in einigen Punkten souverän überzeugen. Dazu zählt die sehr gute Sprachverständlichkeit, die sehr lange Akkulaufzeit inkl. Schnellladefunktion und die gute Latenz gegenüber der 1. Generation True Wireless In-Ears aus dem Hause Audio-Technica. Dafür fallen die Ohrhörer jedoch relativ groß aus und können vom Klang nicht bei allen Genres überzeugen. Hier haben nämlich vorrangig diejenigen ihren Spaß, die auf Musik mit einem höheren Bassanteil stehen. Als neutral klingende In-Ear Ohrhörer kann man dieses Modell daher definitiv nicht bezeichnen.

Preis/Leistung

Die UVP des ATH-CKS5TW von 159€ ist deutlich günstiger als bei den Vorgängern, aber immer noch kein Schnäppchen. Klar bekommt man hier die aktuell bestehen True Wireless In-Ear´s im Bezug auf die Akkulaufzeit am Stück und auch von der Sprachverständlichkeit. Doch beim Klang sind diese zwar gut, aber keineswegs perfekt. Dadurch hat es Audio-Technica nicht leicht sich mit den ATH-CKS5TW gegen die Konkurrenz durchzusetzen, da diese mittlerweile mit neuen Funktionen wie einem Transparentsmodus oder sogar ANC Punkten kann.

Die Audio-Technica ATH-CKS5TW würde ich für diejenigen empfehlen, denen es zum einen nichts ausmacht, dass die Ohrhörer etwas größer sind und somit mehr aus dem Ohr herausstehen. Zudem muss man sich im Klaren sein, dass der Klang wärmer abgestimmt ist, was soweit ich mich im Freundeskreis umgehört habe, bei vielen auch bevorzugt ist. Hier ist es scheinbar immer noch so, dass es ordentlich Fetzen muss, was man mit den ATH-CKS5TW auf jeden Fall geboten bekommt. Gehört ihr jedoch nicht zu dieser Gruppe, der genau diese Faktoren gefallen, dann sind die In-Ears wahrscheinlich eher nichts für euch.

Audio-Technica ATH-CKS5TW

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testr Gesamtwertung

unter Berücksichtigung aller Teilwertungen

 Wir bedanken uns beim Hersteller für die Bereitstellung des Produktes. Zu unseren Grundsätzen

Link zum Hersteller: eu.audio-technica.com

Huawei Watch GT2

In aller Kürze

Mit der neuen Huawei Watch GT2 hat das Unternehmen Huawei im vergangenen Jahr die 2. Generation der Watch GT Smartwatch vorgestellt. Diese bietet ein sehr edles Design und eine überraschend gute Akkulaufzeit. Außerdem läuft das System angenehm flüssig und das OLED-Display zeigt alles sehr knackig mit guten Schwarzwerten an. Diese Angaben hören sich soweit allesamt gut an, sodass man meinen könnte, es wäre aktuell die beste Smartwatch auf dem Markt. Jedoch macht dem Ganzen ein wichtiger Faktor einen Strich durch die Rechnung, und zwar das Betriebssystem. An Bord ist nämlich kein Android, sondern ein eigenes System (LITE OS), dass keinen AppStore besitzt. Somit kann man hier nur die Apps nutzen, die Huawei vorinstalliert hat. Wer dennoch auf einige smarte Funktionen der Mitbewerber und einen fehlenden AppStore verzichten kann, der sollte einen Blick auf die Uhr werfen, denn ansonsten bietet diese ein rundum gutes Paket.

Gefällt uns

  • hervorragende Akkulaufzeit
  • scharfes AMOLED-Display
  • flüssiges Betriebssystem
  • schönes Design
  • gute Verarbeitung

Gefällt uns weniger

  • kein NFC und WLAN
  • kein AppStore verfügbar

Huawei Watch GT2

Zum Angebot bei

TEIL 1

Bestehend aus „Verpackung/Design/Verarbeitung“ entspricht 25% der Gesamtwertung

Verpackung

Die Verpackung in der euch die Huawei Watch GT2 zugeliefert wird, ist insgesamt eher schlicht und somit minimalistisch gehalten. Somit kommt diese in einer kompakten, quadratischen, komplett in Schwarz gehalten Verpackung bei euch an. Viele Informationen zur Smartwatch gibt es an den Außenseiten nicht, denn hier hat Huawei lediglich die Ober- und Unterseite mit einigen wenigen Infos versehen.

Auf der Oberseite ist lediglich die Uhr, welche ihr euch aus den verschiedenen Modellen ausgewählt habt abgebildet. Außerdem steht hier noch das Herstellerlogo sowie der Name der Smartwatch „ Huawei Watch GT2“. Betrachtet man wiederum die Unterseite, gibt es hier lediglich ein paar Infos zum Hersteller und zwei Siegel, welche zum öffnen der Verpackung durchtrennt werden müssen.

Hebt man den Deckel von dem unteren Teil der Verpackung an, dann kommt direkt die Huawei Watch GT2 zum Vorschein, welche von einem hübsch gestalteten Deckel Umgeben ist. Zieht man an der Lasche mit dem „Pull“ Schriftzug, dann kommt neben dem Platz, in dem die Uhr eingesetzt ist ein zweites Fach zum Vorschein. Darin hat Huawei neben den üblichen Beschreibungen, noch ein Silikon-Wechselarmband für den Sporteinsatz und das Ladekabel inkl. separaten Ladesockel verstaut.

(Verpackung: 3,5 von 5 Punkten)

Design

Die Huawei Watch GT2 die ich als Testmuster erhalten habe, entspricht der Classic-Edition mit einem 46 mm Gehäusedurchmesser und wiegt ohne Armband knapp 41 g (mit 53 g). Es gibt auch eine kleinere 42 mm Version, welche ohne Armband nur 29 g wiegt und somit eher etwas femininer ausgelegt ist. Je nachdem, welche Edition bzw. Farbe ihr bei der Huawei Watch GT2 wählt, erhaltet ihr eine andere Gehäusefarbe (Schwarz Edelstahl, Silber Edelstahl oder Rose Gold) und verschiedene Armbänder (Silikon, Leder oder Metallarmband).

Wie bereits erwähnt, handelt es sich bei meinem Modell um die Huawei Watch GT2 in der Classic-Edition, welche man mit einem Lederarmband erhält. Zudem legt Huawei aber bei allen Uhren mit einem Leder- und Metallarmband ein schwarzes Fluorine-Armband (Silikon) bei. Dadurch kann man dieses Armband anbringen, wenn man z. B. sportlichen Aktivitäten nachgeht, da der Schweiß für das Lederarmband nicht gut wäre.

Beim Gehäuse der Huawei Watch GT2 handelt es sich um ein Edelstahlgehäuse, welches bei allen Modellvarianten eine Wasserdichtigkeit mit 5 ATM bietet. Diese Schutzklasse bedeutet jedoch keineswegs, dass hier damit 5 Meter tief tauschen könnt, sondern lediglich, dass diese beim Duschen getragen werden kann und gegen Schweiß geschützt ist. Jedoch gibt Huawei auch an, dass man mit der Uhr schwimmen gehen kann, was ich soweit auch getestet habe und problemlos geklappt hat. Wie gesagt sollte man aber nicht damit tauchen und unbedingt bevor man ins Wasser geht, das Armband austauschen.

Aufgrund dessen, dass die 42 mm Version ohne Rahmen bzw. Lünette daher kommt und somit minimalistischer gehalten wurde, ist die 46 mm Version deutlich maskuliner ausgelegt. Den Größenunterschied der beiden Uhrengrößen macht jedoch nicht nur die Lünette, sondern unterschiedlich große Displays. So handelt es sich bei der 46 mm Variante um ein 1,39 Zoll AMOLED Display mit einer Auflösung von 454 x 454 x 454 Pixeln und bei der 42 mm Version um ein 1,2 Zoll AMOLED Display mit 390 x 390 x 390 Pixeln. 

Das Gehäuse besteht aus hochglanzpoliertem Edelstahl und macht zusammen mit dem von Werk aus montierten braunen Lederarmband, einen besonders eleganten Eindruck. Die Unterseite wiederum ist aus einem schwarzen Kunststoff gefertigt, der jedoch einen robusten Eindruck macht. Hier findet man zentral etwas erhaben den Pulssensor und die beiden minimal vertieften Ladekontakte. Ebenso wie das Gehäuse der Uhr besteht die Dornschließe des Lederarmbands aus silbernen hochglanzpolierten Edelstahl. Das Armband kann bei Bedarf jederzeit gegen andere 22 mm breite Armbänder von Huawei oder beliebigen anderen Herstellern ausgetauscht werden, welche über denselben Befestigung Mechanismus verfügen. Der Wechsel erfolgt ganz einfach durch den Schiebemechanismus an der Innenseite der Armbänder.

(Design: 4 von 5 Punkten)

Verarbeitung

Die Verarbeitung der Huawei Watch GT2 ist auf einem sehr hohen Niveau. Das Display sitzt absolut mittig und fühlt sich sehr angenehm an. Des Weiteren macht das Lederarmband einen schönen und angenehmen Eindruck und sorgt im Alltag für einen eleganten Look. Die Gehäuse-Materialien: Edelstahl, Glas und Kunststoff wurden wunderbar miteinander kombiniert und allesamt gut verarbeitet.

Zudem ist die Uhr bis 5 ATM (50m) Wasserdicht, daher muss man diese theoretisch beim Duschen, Händewaschen und auch beim Schwimmen nicht ablegen. Dennoch würde ich nicht dazu raten, mit ihr zu tauchen, da dabei eventuell der Maximaldruck von 5 bar überschritten werden könnte. Dass die Armbänder der Smartwatch einfach per Schiebemechanismus getauscht werden können ist ebenfalls positiv und funktioniert sehr einfach.

(Verarbeitung: 4 von 5 Punkten)

TEIL 2

bestehend aus „Funktion des Produktes“ entspricht 65% der Gesamtwertung

Tragekomfort

Die 46 mm Version der Huawei Watch GT2 ist wohl eher für Männer geeignet. Grund hierfür ist meiner Meinung, dass diese nicht nur maskuliner aussieht, sondern an einem zierlicheren Handgelenk einer Frau einfach zu groß wäre. Daher würde ich Frauen vielmehr zur 42 mm Version raten, welche hier deutlich kleiner aber immer noch groß genug zum Ablesen von sämtlichen Inhalten ist.

Die Huawei Watch GT2 wird von Huawei als persönlicher Sport- und Fitnesstrainer angepriesen. Dies erreicht Huawei nicht nur durch sportliche Apps, die eure Aktivitäten aufzeichnen, sondern auch durch den verbauten Herzfrequenzsensor. Für sämtliche sportliche Aktivitäten sollte man jedoch das Lederarmband gegen das mitgelieferte Kunststoff-Armand austauschen, denn das Leder eignet sich weniger für sportliche Aktivitäten. Schließlich würde der Schweiß dem Leder auf Dauer schaden. Durch die große Unterseite hat die Uhr eine gute Auflagefläche, mit welcher der Druck schön gleichmäßig auf dem Handgelenk verteilt wird. Von der dicke trägt die knapp 10,7 mm dicke Uhr (46 mm-Modell) nicht dick auf, lediglich die 44 mm Version fällt mit 9,4 mm wiederum noch etwas schmaler aus.

(Tragekomfort: 4 von 5 Punkten)

Einrichtung & Bedienung

Unbekannte App
Preis: Kostenlos
Huawei Health
Preis: Kostenlos

Kommen wir nun zur Einrichtung bzw. Inbetriebnahme der Huawei Watch GT2. Als Betriebssystem läuft kein Wear OS by Google, sondern eine eigene Software von Huawei mit dem Namen Lite OS. Kompatible ist die Smartwatch mit allen Smartphones ab Android 4.4, sowie iOS 9.0. 

Um euer Smartphone mit der Smartwatch zu verbinden, müsst ihr zuvor am besten die Huawei Health App (erhältlich für iOS und Android) auf das Smartphone installieren. Währenddessen könnt ihr natürlich die Smartwatch einschalten, was durch das längere Drücken der oberen seitlichen Taste erreicht wird. Anschließend muss man hier auf der Uhr die Sprache auswählen und bekommt nun den Hinweis die App herunterzuladen. Ist dies bereits getan, könnt ihr diese direkt starten.

Zu guter Letzt gelangt man durch das letzte Untermenü „Geräte“ zu den Einstellungen der Huawei Watch GT2. In diesem Abschnitt kann man nicht nur nach Aktualisierungen suchen, sondern die Funktionen wie Huawei TruSleep, den Aktvitätsalarm und den Wecker einstellen usw.

(Einrichtung & Bedienung: 4 von 5 Punkten)

Display

Das 1,39 Zoll große AMOLED-Display der 46 mm Huawei Watch GT2, bietet eine scharfe Auflösung von 326 ppi. Durch den Einsatz eines AMOLED-Display, bietet die Smartwatch einen hervorragenden Schwarzwert, was für einen wirklich tollen Kontrast des Displays sorgt und dieses mich somit, mit lebendigen und leuchtenden Farben überzeugen kann. Lediglich das Display meiner Apple Watch Series 4 bietet im direkten Vergleich von Grund auf noch ein dunkleres Schwarz, doch schlecht ist das Display der Huawei Watch GT2 daher allemal nicht.

Ein verbauter Umgebungslichtsensor sorgt dafür, dass sich die Display-Helligkeit im aktiviertem Zustand immer der Umgebungsbeleuchtung anpasst. Somit wird z. B. bei Sonnenschein dem etwas blendenden Glas des Displays entgegengewirkt, jedoch reicht die max. Helligkeit an einem sehr sonnigen Tag nicht  ganz aus. Hier muss man daher gelegentlich die Hand zum Schattenspenden und ablesen des Displays verwenden. Im normalen Umgebungslicht ohne direktes Sonnenlicht, welches auf das Display scheint und im indoor Einsatz, ist das Display jedoch überragend scharf und man kann darauf sämtliche Inhalte gestochen scharf ablesen.

(Display: 4 von 5 Punkten)

Funktionen

Huawei wirbt die Watch GT2 wie bereits anfangs des Testberichts erwähnt, als Smartwatch für den Alltag, aber auch für den sportlichen Einsatz an. Daher hat man hier einen Herzfrequenzsensor an der Unterseite verbaut, welcher kontinuierlich den Puls überwacht und diese Werte in der Huawei Health-App abspeichert, sowie auf Wunsch, diese zudem mit Apples HealthKit synchronisiert. Dabei sind natürlich die zusätzlichen Messwerte wie VO2 max (maximale Rate vom Sauerstoffverbrauch beim Training), den aerob/ anaerober Trainingseffekt und die Erholungszeit, zu der die Uhr vor der nächsten Trainingseinheit rät, weitere hilfreiche Funktionen. 

Damit die Smartwatch jedoch auch im sportlichen Einsatz Sinn macht, muss diese die Möglichkeit bieten, verschiednen Sportarten zu erkennen, sowie diese aufzeichnen können. Bei der Huawei Watch GT2 sind dies aktuelle 15 Sportarten, zu denen unter anderem Sportarten wie Schwimmen, Radfahren, Wandern, Bergsteigen, Triathlon usw. zählen. Des Weiteren werden einem als weitere Möglichkeit noch 13 verschiedene Laufpläne (für Anfänger bis Profis) angeboten, welche dazu dienen sollen, die eigene Leistung kontinuierlich zu steigern. Diese sportlichen Aktivitäten kann man allesamt auswählen, wenn man bei eingeschalteter Smartwatch die untere der beiden seitlichen Tasten drückt. Durch die obere gelangt man nämlich lediglich zum Einstellungsmenü der Huawei Watch GT2.

Ist es euch wichtig, dass ihr während euers Trainings immer den aktuellen Puls angezeigt bekommt, solltet ihr in den Einstellungen der Smartwatch die kontinuierliche Messung des Pulses von „smart“ auf „in Echtzeit“ ändern. Dies könnt ihr jedoch nicht direkt über die Smartwatch einstellen, sondern nur über die Huawei Health-App.

Neben Trainingseinheiten kann die Huawei Watch GT2 auch euren Schlaf überwachen. Tragt ihr die Uhr nämlich nachts, dann zeichnet diese automatisch euren Schlaf auf, indem sie nicht nur dessen Dauer registrieren kann, sondern auch wie viel ihr davon im Tiefschlaf bzw. leichten Schlaf und dem sogenannten REM-Schlaf gewesen seid. Die Erkennung des Schlafes hat in meinem knapp zweiwöchigen Testzeitraum der Huawei Watch GT2 sehr gut zu den Zeiten gepasst, zu denen ich auch zu Bett gegangen bin. Daher fand ich diese Funktion für mich zur Schlafanalyse sehr interessant. 

Wichtig für eine sportliche Smartwatch ist natürlich ein integriertes GPS-Modul, was die Huawei Watch GT2 besitzt. Somit können Aktivitäten präzise aufgezeichnet werden. Wer jedoch auch auf ein integrierten WiFi-Chip oder NFC-Modul hofft, den muss ich hier leider enttäuschen, beides gibt es hier nämlich nicht. Letzteres also ein NFC-Modul ist zwar verbaut, aber aktuell nur in China aktiv nutzbar. In allen anderen Ländern muss man daher auf die Möglichkeit, direkt über NFC zu bezahlen usw. verzichten. Das ist etwas Schade, denn viele aktuelle Smartwatch-Modelle anderer Hersteller bieten diese beiden zusätzlichen Funktionen. Dafür wiederum hat Huawei sowohl ein Lautsprecher, als auch ein Mikrofon verbaut, sodass man jederzeit über die Smartwatch, anstelle des Smartphones telefonieren könnte. Doch da das Gespräch dann jeder mitbekommt, werden die meisten diese Funktion weniger unterwegs, sondern vielmehr dann nutzen, wenn diese daheim sind und das Smartphone aktuell in einem anderen Raum, liegt.

Die Huawei Watch GT2 kann aber auch über eingehende Nachrichte bei WhatsApp usw. informieren. Diese werden einem auf dem Display angezeigt und zudem macht ein vibrieren oder auf Wunsch sogar ein Hinweiston darauf aufmerksam. Schade ist, dass man die Nachrichten zwar auf dem Display der Smartwatch lesen kann, doch zum Antworten muss man das Smartphone zur Hand nehmen, denn dies geht leider nicht über die Uhr.

(Funktionen 3,5 von 5)

Akku

Die Akkulaufzeit ist eine der absoluten Stärken der Huawei Watch GT2. Bei meinem Testmodell, der 46 mm Version spricht das Unternehmen von einer Laufzeit von bis zu 14 Tagen. Diesen Wert dürfte man jedoch im Alltag also in der Realität kaum erreichen, dadurch müsste man viele Funktionen deaktivieren, sodass es keinen Sinn mehr machen würde, die Uhr zu nutzen. Schließlich würde hierfür der Funktionsumfang sehr eingeschränkt werden. Doch in meinem Test kam ich beim täglichen Aufzeichnen meiner Bewegungen, der regelmäßigen automatisch gesteuerten Pulsmessung, sowie dem Aktivieren Always-On-Display auf knapp 6 Tage. Nutzt man die Uhr jedoch weniger, kann man sicherlich auf problemlos eine Laufzeit von einigen Tage mehr erreichen. Hier kommen aktuell keine anderen Smartwatch-Modelle, sei es von Apple, Samsung oder der Fossil Group ran, daher ist dies ein besonderes und wichtiges Alleinstellungsmerkmal der Huawei Watch GT2.  

Der Akku der Huawei Watch GT2 wird über einen magnetischen Ladesockel aufgeladen. Dieser besitzt zwei goldene Ladekontakte, welche beim anbringen an die Unterseite der Uhr, automatisch richtig zentriert werden. Somit erfolgt die Aufladung der Uhr nicht wie z. B. bei Apple kabellos, sondern über die Kontakt-Pins. Dabei hält die magnetische Verbindung jedoch sehr sicher, sodass beim kompletten Ladevorgang dieser Sockel ohne Kontaktverlust an seiner Position fixiert ist. Eine volle Aufladung auf 100 % dauert knapp eineinviertel Stunden, was ebenfalls ziemlich flott ist, vor allem wenn man überlegt, wie lange der Akku dann ausreicht.

(Akku: 5 von 5 Punkten)

TEIL 3

bestehend aus „Preis/Leistung“ entspricht 10% der Gesamtwertung

Beschreibung

Huawei wirbt die Watch GT2 als professioneller Sport- und Fitnesstrainer, sowie dass diese ein revolutionäres Energiekonzept und einen minimalistischen Look haben soll. Der Aussage mit dem eleganten Design und dem besonderen Energiekonzept kann ich so absolut unterschreiben. Das Design ist mit dem Lederarmband sehr elegant, kann aber durch das zusätzliche Silikonband ruck Zuck in eine sportliche Uhr umgebaut werden. Ebenso ist die Akkulaufzeit, welche die Huawei Watch GT2 bietet die aktuell längste, die mir bei einer Smartwatch am Stück bekannt ist.  

Bei der Aussage, dass die Smartwatch aus dem Hause Huawei, für den professionellen Sporteinsatz geeignet sei, trennen sich die Meinungen. Durch das eigene Betriebssystem Lite OS, besitzt die Smartwatch keinen AppStore, sodass man deren Funktionsumfang durch zusätzliche sportliche Apps nicht erweitern kann. Dennoch muss ich klar sagen, die von Werk aus vorinstallierten Apps dürften für Hobbysportler auf jeden Fall ausreichen. Doch Profis greifen wahrscheinlich dann noch lieber zu einer anderen Uhr, die eine noch bessere Wasserdichtigkeit und mehr Messdaten liefern können.

Preis/Leistung

Der Preis der Huawei Watch GT2 liegt je nach Modell und Größe zwischen 199€ bis 280€. Der Preis meines Testmodells mit Lederarmband und zusätzlichem Silikonarmband beläuft sich auf 249€. Dies ist zwar kein hoher Preis im Vergleich zur neusten Apple Watch und Co., doch man muss hier natürlich mit einigen Einschränkungen leben. Zu diesen zählt unter anderem das fehlende WLAN- und NFC-Modul sowie die nicht vorhandene Möglichkeit, den Funktionsumfang durch weitere Apps zu erweitern. Dennoch erhält man mit der Huawei Watch GT2 eine sehr edle Smartwatch, mit gestochen scharfen Display und einer überragend guten Akkulaufzeit.

Huawei Watch GT2

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testr Gesamtwertung

unter Berücksichtigung aller Teilwertungen

 Wir bedanken uns beim Hersteller für die Bereitstellung des Produktes. Zu unseren Grundsätzen

Link zum Hersteller: consumer.huawei.com/at

Teufel Cinebar Ultima

In aller Kürze

Mit der neuen Teufel Cinebar Ultima hat der Hersteller eine weitere klangstarke Soundbar entwickelt. Bei dieser kann man zwar zusätzlich einen Subwoofer anschließen, doch aufgrund ihres voluminösen, kräftigen Basses und der hohen Pegelfestigkeit, braucht man diesen eigentlich nicht unbedingt. Die zusätzlich zuschaltbare Dynamore Ultra-Technologie erweitert die räumliche Darstellung des Klangs nochmals enorm. Typischerweise bekommt man von Teufel hier die gewohnte Anschlussvielfalt geboten und das Design mit den magnetisch angebrachten Lautsprecher-Abdeckungen weiß zu überzeugen. Die Cinebar Ultima ist zwar nicht günstig, aber eine der aktuell besten Soundbars auf dem Markt, die selbst einigen Soundbars mit zusätzlichen Subwoofer Konkurrenz macht.

Gefällt uns

  • gute Verarbeitung + hochwertiges Gehäuse
  • Raumfüllender Klang (Dynamore Ultra)
  • trotz Kompaktheit, satte Bässe
  • umfangreiche Anschlussvielfalt
  • HDMI-ARC und Bluetooth

Gefällt uns weniger

  • kein Dolby Atmos
  • Netzkabel mit 1m etwas kurz

Teufel Cinebar Ultima

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TEIL 1

Bestehend aus „Verpackung/Design/Verarbeitung“ entspricht 25% der Gesamtwertung

Verpackung

Die neusten Soundbars-Generationen aus dem Hause Teufel werden weiterhin wie von Teufel gewohnt, in einer stabilen Verpackung zu einem nach Hause geliefert. Somit trieft dies natürlich auch auf die neue Teufel Cinebar Ultima zu, welche lediglich mit dem Namen des Unternehmens, des Produktes und einigen wenigen technische Daten versehen wurde. Bei den wenigen Auszügen der technischen Daten an zwei Seiten macht Teufel Angaben zum Gewicht, der Farbe und den Abmessungen der Soundbar.  

Direkt nach dem Aufklappen der länglichen Verpackung erblickt man einige Styropor-Einsätze und Kartonage-Leisten, die allesamt dafür sorgen, dass alles an seinem Platz bleibt und somit Geschütz wird. Im mittleren Styropor-Einsatz sind in Ausbuchtungen, die zwei kleinen seitlichen Lautsprecherabdeckungen verstaut. Direkt daneben in einer kleinen Schachtel befindet sich die Aluminium-Fernbedienung inkl. Batterien und das Netzkabel.

Im Zentrum der Verpackung wird die Teufel Cinebar Ultima sicher durch die Styropor-Einsätze in der Mitte, sowie den beiden Außenseiten gehalten. Zudem wird das lange Front-Lautsprechergitter ebenfalls von denselben Einsätzen gehalten. Beide Elemente, also Lautsprechergitter und Soundbar, sind hier zudem in einer Folie eingepackt. Eine Bedienungsanleitung darf natürlich nicht fehlen, diese legt Teufel natürlich auch bei und befindet sich im unteren Abschnitt der Verpackung.

(Verpackung: 3,5 von 5 Punkten)

Design

Bei der Teufel Cinebar Ultima handelt es sich definitiv um eine etwas größere und schwerere Soundbar. Kein Wunder, schließlich wurde die 110 x 16,40 x 13,30 cm (B x T x H) Soundbar anders als die Teufel Cinebar Lux nicht aus Kunststoff, sondern MDF (mitteldichte Holzfaserplatten) hergestellt. Dadurch entsteht auch das stolze Gewicht von knapp 11,2 KG.

Die Größe des MDF-Gehäuses ist jedoch nicht nur der Treiberanzahl geschuldet, auf die ich noch genauer eingehen werden, sondern aufgrund der Resonanz. Schließlich kann aus einem flachen Gehäuse schon physikalisch kein so voluminöser und kräftiger Klang entstehen, wie bei einem, welches deutlich mehr Platz bietet. Genau Letzteres ist Teufel nämlich auch sehr wichtig, schließlich hat man sich mit den neuen Soundbars bewusst gegen das direkte Angebot eines Sets mit Subwoofer entschieden, da diesen viele die zur Miete wohnen, sowieso nicht voll nutzen können. Möchte man den Subwoofer nämlich einmal etwas mehr ausreizen oder einfach etwas lauter den Film anhören, dann bekommt die Person unter einem alles durch die tiefen Bässe mit, was somit schnell zu Beschwerden führen kann. Wer dennoch einen Subwoofer haben möchte, kann diesen natürlich in einem etwas teuren Set oder nachträglich separat erwerben.

  Teufel bietet die Soundbar Cinebar Ultima wie gewohnt in zwei Farben an, nämlich zum einen in Schwarz und zum anderen in Weiß. Dabei ist jedoch nur die Farbe des MDF-Gehäuses anders foliiert, die sogenannte Schallwand, an der die verschiedenen Treiber und das DOT-Matrix-Display verbaut sind, ist bei beiden Farbvarianten in Schwarz matt gehalten. Dasselbe gilt auch für die Lautsprecherabdeckungen, denn auch diese gibt es nur in Schwarz.

Bei den drei Abdeckung der Lautsprecher, welche je nach eigenem Geschmack angebracht werden können, setzt Teufel Kunststoffhalterungen, welche mit einer gut anfühlenden Stoffbespannung bespannt wurden. Hier sieht man dann sehr deutlich zu welcher Familie die Soundbar gehört, denn nicht nur das Gehäuse aus MDF-, sondern auch die Treiber und die Lautsprechergitter sind vom Design typisch für die Ultima-Serie. Doch im kompletten Design erkennt man hier sehr viel weitere Merkmale, die ich bereits von den Teufel Ultima 40 Aktiv Standlautsprechern kenn. Da jedoch nicht jeder solch große Lautsprecher stellen mag bzw. kann, ist es sehr sinnvoll, dass Teufel der Ultima-Serie nun auch eine Soundbar spendiert hat.

Die Gehäuseform der Teufel Cinebar Ultima ist wie für Teufel inzwischen üblich, an den beiden Enden rechts und links abgeschrägt. Dies hat man nicht ohne Grund so gestaltet, dahinter steckt nämlich die sogenannte Dynamore-Technologie. Durch die Schräge wird der abgegebene Schall bzw. Klang der beiden sogenannten Side-Fire-Speaker beeinflusst, was dazu führt, dass der Ton an die Wand projiziert wird und von da, nahezu zu einem Surround-Sound wird, indem er von der Wand reflektiert und zum Hörer, also im Normalfall zu euch übertragen wird. Dabei zeigten mir bereits einige der von mir getesteten Produkte aus dem Hause Teufel, welche über diese Technologie verfügt haben, dass dies dem Unternehmen sehr gut gelingt.

An der Oberseite hat Teufel das von den beiden Ultima 40 Aktiv Standlautsprechern bekannte Touch-Bedienfeld ins Gehäuse eingelassen. Dies ist jedoch hier in einer etwas abgespeckten Funktionsweise ausgeführt, sodass man hier keine einzelnen Quellen-Auswahltasten zur Verfügung hat, sondern eine Multi-Quelle-Taste, mit welcher man durch mehrfaches tippen zwischen den verschiedenen Quellen wechseln kann. Der Vorteil der Tasten an der Oberseite ist, dass man von hier aus, direkt die Lautstärke regulieren kann, somit kann man sich den Weg sparen, falls die Fernbedienung vielleicht weiter Weg liegt. Alternativ kann man die Soundbar jedoch auch über die mitgelieferte Fernbedienung steuern, deren Funktionen ich später noch genauer erklären werden. 

Alle Anschlüsse hat Teufel bei der Cinebar Ultima an der Rückseite angebracht, welche logischerweise wegen einer Montage an der Wand auch von unten erreichbar sind. In der linken Ausbuchtung findet man neben dem Netzanschluss, in den das Stromkabel angeschlossen wird, zwei HDMI-Ports. Dabei handelt es sich einmal um einen HDMI-TV- und einen HDMI-IN-Anschluss. Den Erstgenannten solltet ihr verwenden, sofern ihr die Soundbar mit eurem Fernseher über ein HDMI-Kabel verbinden möchtet.

In der Ausbuchtung rechts, also von hinten betrachtet, findet man: Einen optischen Toslink-Anschluss, ein AUX-IN Eingang (zum Anschließen eines analogen Audio-Quellgerät) und ein Micro-USB-Anschluss, über den man die Soundbar mit dem PC Verbinden kann, um den Soundkartenbetrieb zu nutzen, oder Software-Updates durchführen kann.

Übrigens, der HDMI-Port für die Verbindung mit eurem Fernseher ist HDCP 2.2 (High-bandwidth Digital Content Protection) geeignet und unterstützt den ARC-Kanal „Audio Return Channel“ (Audio-Rückkanal). Außerdem unterstützt die Soundbar natürlich wie für Teufel üblich auch die CEC-Funktion, sodass man zur Lautstärkenregulierung nicht zwangsweise an die von Teufel beigelegte Fernbedienung angewiesen ist, sondern die Lautstärke direkt über der Fernbedienung des TV´s regeln kann. Um jedoch Klangeinstellungen vorzunehmen, muss man logischerweise weiterhin die mitgelieferte Fernbedienung nutzen.

Teufel hat die Cinebar Ultima mit insgesamt vier kleine runden Gummifüßen versehen, welche im Stand, auf dem Lowboard für einen ausreichend sicheren Stand sorgen. Zusätzlich kann man die Soundbar natürlich aber auch an die Wand montieren. Dafür besitzt diese an der Rückseite zwei Schlüssellochöffnungen, mit denen die Cinebar Ultima aufgehängt werden kann. Dafür benötigt man jedoch in einer massiven Steinwand zwei Dübel (Durchmesser 6 mm) und zwei Schrauben 5 x 55 mm, deren Schraubenkopf zwischen 9 bis 12 mm groß ist. Anschließend bohrt man mit einem Betonbohrer zwei Löcher mit einem Abstand von 60 cm in die Wand und dreht die Schrauben soweit in den Dübel bis der Abstand von Wand zum Kopf knapp 13 – 15 mm beträgt. An diesem Kopf wird dann die Soundbar, mit den bereits erwähnten Schlüssellochöffnungen aufgehängt. Damit diese gerade und sicher hängt, sind an der Rückseite zusätzlich zwei gummierte Puffer angebracht.

(Design: 4,5 von 5 Punkten)

Verarbeitung

Das aus MDF gefertigte Gehäuse der Cinebar Ultima macht durch die typische Folie mit Struktur einen soliden und wertigen Eindruck. Durch die Ausführung der Lautsprecherabdeckungen mit Magnethalterungen, können diese sehr schnell und einfach entfernt bzw. angebracht werden. Kritisieren könnte ich lediglich das mitgelieferte Netzkabel, denn dieses könnte bei manchen mit knapp 1 Meter länge etwas zu kurz sein.

Das Touchbedienfeld welches ich bereits von den Teufel Ultima 40 Aktiv Standlautsprechern kenne, ermöglicht eine schnelle Bedienung direkt an der Soundbar, doch sitzt man gerade auf der Couch, geht das ganze noch einfacher mit der Fernbedienung. Apropos, Fernbedienung diese macht dank Aluminiumgehäuse einen sehr hochwertigen Eindruck und wirkt keineswegs billig. Zudem gefällt mir die Abdeckung des Batterienfachs, denn diese wird nicht wie so häufig durch einrasten mit Kunststoffhaltenasen geschlossen gehalten, sondern mit einer geschraubten Abdeckung. Dafür legt Teufel nämlich auch den passenden Inbus-Schlüssel bei, denn dieser ist erforderlich, damit man das Fach auf und zu schrauben kann.

(Verarbeitung: 4 von 5 Punkten)

TEIL 2

bestehend aus „Funktion des Produktes“ entspricht 65% der Gesamtwertung

Lautsprecher-Anzahl6 Stück; 2x Breitbandlautsprecher (Dynamore Ultra) zwei weitere aussen an der Front, Center-Speaker. Zudem sind an der Front neben dem Display zwei Tieftöner verbaut.
Treiber4 x 90mm (Breitbandlautsprecher, 2 x Tieftöner (200 mm x 100 mm)
Leistung (RMS)380 Watt
MaterialMDF (Foliert & Lackiert)
AnschlussmöglichkeitenHDMI-Ausgang (HDCP 2.2, ARC + CEC fähig), HDMI-Eingang, Bluetooth aptX, Subwoofer-Ausgang (via Funk), Bear-Speaker (via Funk), Micro USB-B, Optischer Digitaleingang, Cinch-Eingang Stereo, Stromanschluss
Maße/Gewicht16,4 x 110 x 13,3 cm (TxBxH)/ 11,2 Kilogramm
LieferumfangTeufel Cinebar Ultima
3x Lautsprechergitter (einmal groß, für die Front und zwei kleine für die Seiten)
Stromkabel
Fernbedienung (ink. Batterien und Inbusschlüssel)
Anleitungen

Einrichtung & Funktionen

Die Einrichtung der neuen Teufel Cinebar Ultima ist denkbar einfach und somit selbst für einen Laien ein Kinderspiel. Sollte man dennoch Probleme haben, sollte ein Blick in die mitgelieferte Bedienungsanleitung weiterhelfen, denn hier wird einem alles verständlich erklärt. Anders als die Cinebar Lux hat die Cinebar Ultima kein WLAN-Modul und somit keine Integration ins Raumfeld-System erhalten und keine Funktion, die zur Steuerung via App dient.

Nach dem Auspacken der Cinebar Ultima habt ihr die Wahl, ob ihr diese einfach aufstellt, oder an die Wand hängt. Diese Entscheidung und über welchen Anschluss ihr diese anklemmt, sind jedoch die einzigen und „größten“ Entscheidungen die ihr treffen müsst. Ich persönlich rate euch dazu, die Soundbar via HDMI-Anschluss anzuschließen, denn dann wird die Soundbar automatisch zusammen mit eurem Fernseher eingeschaltet, und ihr könnt mit der Fernbedienung eures Fernsehers die Lautstärke der Soundbar regeln. Klar könnt ihr die Cinebar Ultima auch via Toslink-Kabel anschließen, doch dann müsst ihr im Komfort Einbußen machen, da man hierbei immer beide Fernbedienungen in die Hände nehmen muss.

Ist die Soundbar erfolgreich angeschlossen, kann man bequem über die mitgelieferte Fernbedienung von der Couch aus, an dem Platz wo man im Normalfall immer sitzt, die Klanganpassungen vornehmen. Dazu stehen einige Klanganpassungen wie z. B. der Bass- und die Höhenregelung zur Verfügung. Dies ist eigentlich der einzige Moment, in dem ich die mitgelieferte Fernbedienung in die Hand nehme. Nachdem ich die Klanganpassungen eingestellt habe, regle ich eigentlich zum Großteil nur noch die Lautstärke, was dank HDMI-Anschluss mit Audio Return Channel (ARC), wie bereits erwähnt, direkt mit der Fernbedienung des TV´s erfolgt.

Neben dem HDMI-Anschluss und Toslink Anschluss, steht wie bereits unter „Design“ erwähnt eine AUX IN- Eingangsbuchse zur Verfügung, über die ihr z. B. einen analogen Plattenspieler anschließen könnt. Wer zusätzlich unbedingt einen Subwoofer zur Cinebar Ultima verwenden möchte, muss zu einem der kabellosen Funkt-Subwoofer aus dem Hause Teufel greifen, denn eine Verbindungsmöglichkeit via Kabel ist bei dieser Soundbar nicht vorgesehen. Daher kann man sich hier zwischen folgenden beiden Modellen von Teufel entscheiden, dem T8 oder T10 Subwoofer. Beide Subwoofer können sowohl als Down- aber auch Frontfire Subwoofer genutzt werden, was durch einen einfachen Umbau der Füße erfolgt.

Für alle die gerne mal Musik direkt vom Smartphone oder Tablet aus über die Cinebar Ultima wiedergeben möchten, ist auch Bluetooth mit aptX-Codec Unterstützung mit an Bord. Zu guter Letzt ist auch noch eine kabellose Schnittstelle für die neuen Teufel Effekt Lautsprecher verbaut. Diese können entweder separat, oder gleich wie z. B. die Cinebar Ultima Power Edition (mit Subwoofer), im Cinebar Ultima Surround 4.0-Set erworben werden. Dabei handelt es sich um zwei kabellos angesteuert Rear-Lautsprecher, welche das System zu einem 4.0-System erweitern. Diese zusätzlichen Rear-Speaker habe ich bereits zusammen mit meinen Teufel Ultima 40 Aktiv Standlautsprecher getestet, wie diese abgeschnitten haben könnt ihr hier nachlesen.

(Einrichtung & Funktionen: 4,5 von 5 Punkten)

Fernbedienung

Die Bedienung der Cinebar Ultima erfolgt entweder direkt über das Touch-Bedienfeld an deren Oberseite, oder via Fernbedienung. An der Touch-Oberfläche erfolgt der Wechsel der Eingangsquelle mit der Source-Taste. Mit der man bei jedem berühren, solange zwischen den verfügbaren Quellen wechselt, bis die gewünschte Quelle erreicht wurde. Außerdem kann man über das Bedienfeld, die Soundbar Ein-/Ausschalten, die Lautstärke änder und die Wiedergabe stoppen. Alles andere und deutlich ausführlicher (Klanganpassung usw.) wird, bzw. kann über die Aluminiumfernbedienung geregelt werden.

Die Fernbedienung ähnelt bis auf wenig Tasten sehr der, von den Ultima 40 Aktiv Standlautsprechern. Ganz oben angefangen, findet man links die Ein-/Ausschalt-Taste. Damit kann man logischerweise die Soundbar Ein-/Ausschalten. Hat man die Cinebar Ultima jedoch wie ich, via HDMI-ARC-Anschluss mit dem Fernseher verbunden, schaltet sich das System automatisch mit dem Fernseher ein, bzw. aus. Direkt daneben befindet sich die Taste, auf dem ein Mond, zusammen mit einer Wolke abgebildet ist. Dabei handelt es sich um die Nachtmodus-Taste. Betätigt man diese, wird die Lautstärke abgesenkt und die Mitten werden etwas angehoben. Dadurch soll man den Partner oder Mitbewohner beim Schlaf weniger stören, sodass man, damit auch wenn die Kinder oder die Frau schläft, problemlos eine weitere Folge der Lieblingsserie auf Netflix weiterschauen kann. Bei der dritten Taste ganz oben, handelt es sich um eine simple Mute-Taste, die wie der Name schon sagt, dazu dient, schnell den Ton stumm zu schalten und bei Bedarf wieder zu aktiveren.

Direkt darunter hat Teufel das 5-Tasten Steuerkreuz platziert. Hierüber lässt sich die Lautstärke regulieren, oder die Musik beim Wiedergeben über ein Streaming-Anbieter pausieren. Ebenso sind hier jedoch auch die beiden Titel-Navigationstasten vorhanden, mit welchen man im Bluetooth-Modus oder beim Streamen jederzeit zum nächsten Titel vor-/zurückspringen kann. Des Weitern navigiert man mit dem Steuerkreuz durch das Menü der Soundbar, mit der man die bereits erwähnten Klanganpassungen usw. vornehmen kann. 

Um in das besagte Menü der Soundbar zu gelangen, muss man die mittlere Taste, direkt unter dem Steuerkreuz betätigen. Anschließend werden euch sämtliche Einstellungspunkte auf dem DOT-Matrix-Display an der Front der Schallwand angezeigt. Das erste Menü, welches einem hier angezeigt wird, ist „Klang“. Hier kann man die Höhen und die Mitten im Bereich von -10 dB und + 10 dB absenken, bzw. anheben. Das Menü Klang ist jedoch in noch einige weitere Untermenüs unterteilt, zu denen man gelangt, indem man mit dem Steuerkreuz nach oben bzw. unten navigiert. So folgt z. B. die Modus-Auswahl, bei der das Klangbild „Normal“ und „Sprache“ (klarer Ton für Nachrichten) zur Auswahl stehen. In der Regel lässt man hier jedoch den von Werk eingestellten Wert „Normal“ eingestellt. Es folgt die Option, Teufels Dynamore-Technologie hinaufzuschalten oder wieder zu deaktivieren. Dadurch wird im aktivierten Zustand ein breiterer und räumlicher Klang erzeugt, auf den ich im nächsten Punkt ausführlich eingehen werde. Dynamore kann man jedoch deutlich einfacher über die Direktwahl-Taste neben der Menü-Taste steuern, daher muss man hierfür nicht immer umständlich ins Menü navigieren. Der nächste Punkt ist „Nacht-Modus“, welcher wie bereits erwähnt ebenfalls direkt mit der Direktwahl-Taste geregelt werden kann. Des Weiteren steht im letzten Menüpunkt unter Klang noch die erweiterte Klang-Einstellungen zur Auswahl, mit denen man der Surroundsound regeln kann und DRC (Dynamic Range Compression) An- oder Ausschalten kann. Bei Letzterem werden bei entsprechend codierten Inhalten leise Passagen angehoben und laute abgesenkt.

Nach dem Menüpunkt „Klang“, folgen die Lautsprecher-Einstellungen. Hierbei sollte man auf jeden Fall beim ersten Untermenü, den Abstand zur Cinebar Ultima einstellen. Je nach Entfernung kann der räumliche Klang nämlich beeinflusst werden. Daher solltet ihr hier angeben wie weit ihr im Normalfall, also auf der Couch von der Cinebar entfernt sitzt. Dabei kann ein Wert zwischen 0,3 bis 12 Meter gewählt werden.   

Möchte man aus einem Menü zurück, bzw. dieses verlassen, erfolgt dies einfach durch die Taste direkt links neben der Menü-Tate, mit dem Return-Pfeil. Rechts neben der „Menü-Taste“ befindet sich die Dynamore Taste, über welche man die Stereo-Verbreitung des Klangs aktiveren bzw. deaktivieren kann. Für Nutzer der Effekt-Speakers sind übrigens die Menüpunkte Rear wichtig, denn hier kann man diese mit der Soundbar koppeln, die relative Lautstärke anheben bzw. absenken (+/- 10 dB und die Distanz zum jeweiligen Speaker ebenfalls von 0,3 bis 12 Meter einstellen. Nutzt ihr die Cinebar Ultima mit einem externen Subwoofer aus dem Hause Teufel, dann könnt ihr dieselben Werte im Punkt „externer Sub“ regulieren. Im letzten Menüpunkt „System“ können Einstellungen vorgenommen werden wie z. B. Auto-On An-/Aus, also dass die Soundbar automatisch beim Erkennen einer Wiedergabequelle angeht, die Software Versionen eingesehen werden usw.

Die nächste Tastenreihe, bestehend aus drei Knöpfen, befasst sich ebenfalls mit den Klanganpassungen, denn durch diese kann man ohne ins Menü zu navigieren den Bass, die Höhen einstellen und den gewünschten Klangmodus wählen. Zu guter Letzt folgen darunter noch drei weitere Reihen mit je zwei Tasten im Doppelpack. Hierbei handelt es sich um die Quellen-Tasten, mit denen man z. B. zwischen TV (HDMI), Bluetooth usw. wechseln kann. Mit der sinnvollen Bluetooth-Taste kann man in diesem Fall nicht nur die Quelle wählen, sondern durch längeres Betätigen komfortable das Bluetooth-Pairing startet.

(Fernbedienung: 4,5 von 5 Punkten)

Klang

Nun komme ich zum wichtigsten Abschnitt einer Soundbar, und zwar dem Klang. Wie gewohnt möchte ich euch zuvor jedoch noch einige technische Details zu den verbauten Treibern usw. verraten. Schließlich hat Teufel davon einiges verbaut, sodass die Soundbar selbst ohne Subwoofer ordentlich Power besitzen soll.

Teufel hat in der Cinebar Ultima insgesamt vier 90 mm Breitbandlautsprecher verbaut, von denen sich zwei an den äußeren Seiten befinden. Diese dienen unter anderem für die Dynamore-Technologie, was durch den erzeugten Schall geschieht, der an die Wand gestrahlt wird und von da zu einem reflektiert wird, sodass ein räumlicher und deutlich breiterer Klangcharakter entsteht. Die zwei anderen Breitbandspeaker wurden jeweils links und rechts, im äußeren Abschnitt der Schallwand platziert und dienen als Art Center-Speaker. Neben diese beiden Breitbandlautsprechern und dem DOT-Matrix-Display hat Teufel an der schwarzen Schallwand zudem noch zwei Tieftöner integriert, die mit einer breite von 200 mm und einer Höhe von 100 mm nicht klein geraten sind. Diese beiden Tieftöner sollen für einen präzisen und druckvollen Sound sorgen. 

Das Gesamtpaket an Treibern wir von einem für Teufel typischen Klasse-D Verstärker mit insgesamt 6 Verstärkerkanälen angetrieben, die eine Gesamtausgangsleistung von bis zu 380 Watt (RMS) erreichen können. Dabei wird ein Frequenzbereich von 44 – 18.000 Hz erreicht und der Schalldruck soll bei 99 dB/1 m liegen. So viel zu den technischen Daten. Wie ihr seht, bietet die neue Teufel Cinebar Ultima einiges an Leistung, denn durch ihr beachtliches 9 Liter Netto-Innen-Volumen, sollte diese genug Kraft für ein ordentliches Klangbild sorgen, doch ist dem auch so? Das verrate ich euch nun in meinem Eindruck vom Klangbild.

Die Stärken der Teufel Cinebar Ultima liegen schon beim Betrachten des Aufbaus und der Treiber, ganz klar in den Tiefen, also dem Bass. Kein Wunder, denn selbst Teufel verspricht hier einen kräftigen Bass und fulminanten Sound. Dennoch schauen wir uns wie gewohnt zuerst die Höhen an. Die Höhen, welche von den Breitbandlautsprechern erzeugt werden, sind überraschend gut. Diese werden äußerst präzise und klar wiedergegeben, sodass diese keineswegs anstrengend sind und nicht nur für Filme einiges her machen, sondern auch beim normalen täglichen Fernsehen überzeugen. Lediglich in einigen wenigen Passagen, bei Filmen, die ich am Anfang während meiner Testphase angesehen habe, konnte ich feststellen, dass die Höhen es etwas schwer haben, sich doch gegen die etwas dominantere Abstimmung der Tiefen durchzusetzen.Solltet ihr hier ebenfalls den Eindruck nach dem Probehören haben, dann ist das soweit nicht weiter problematisch, denn das von Werk abgestimmte Klangbild, lässt sich wie bereits im Laufe des Testberichtes erwähnt, in den Höhen und Tiefen noch manuell feinabstimmen. Erhöht ihr hier z. B. die Höhen um einige dB, dann neutralisiert sich dieses Problem vollständig. 

Für die Mitten, also unter anderem auch für die Stimmwiedergabe, sind zum Großteil, die zwei an der Front angebrachten Breitbandlautsprecher (Frontfiring-Töner) verantwortlich. Diese geben äußerst eindringlich und griffige Mitten von sich, sodass diese bei der Wiedergabe von Stimmen in Filmen, aber auch beim Gesang bei Musik, hervorragende Arbeit leisten. Bei einigen Filmen kommt es jedoch vor, dass Dialoge etwas untergehen und Effekte etwas verstärkt wiedergegeben werden, doch dieses Problem liegt in der klanglichen Abstimmung des jeweiligen Films und nicht bei Teufel. Da wahrscheinlich viele unter euch, nicht nur TV-Serie ansehen, sondern auch Filme streamen, hat Teufel neben dem normalen Modus auch ein Sprach-Modus integriert. Zwischen diese beiden kann man einfach durch die Mode-Taste auf der Fernbedienung wechseln. Wer daher z. B. eine Serie im Free-TV anschaut, kann jederzeit den Sprach-Modus aktivieren, bei dem die Höhen und die Mitten im oberen Bereich etwas stärker angehoben werden. Dadurch gelingt eine angenehme Sprachverständlichkeit, welche mir hier sogar etwas besser, als die normale Einstellung gefallen hat. Bei den meisten Filmen habe ich jedoch den normalen Modus aktiviert, da ich hier die angehobenen Höhen und Mitten nicht benötige.

Die Paradedisziplin der Teufel Cinebar Ultima liegt ganz klar in den Tiefen, also unter anderem beim Bass. Hier kann meiner Meinung nach der Cinebar Ultima, aktuell keine andere Soundbar im Solo-Betrieb das Wasser reichen. Klar bietet ein zusätzlicher Subwoofer im direkten Vergleich ein größeres Netto-Volumen, doch seien wir mal ehrlich, wie viele unter euch, können diesen richtig ausreizen? In einer Mietwohnung ist dies eigentlich kaum der Fall und hat man daheim Kinder, dann muss man den Bass abends zurückdrehen, da sonst die Kinder vom Scheppern der Möbel wach werden.

   Zudem muss ich ganz klar sagen, dass die wenigsten unter euch nach dem ersten Probehören der Cinebar Ultima einen Subwoofer vermissen werden. Die Soundbar zaubert durch ihr 9 Liter Nettovolumen, den beiden Tieftönern und den seitlichen Bassreflexöffnungen, einen absolut voluminösen Bass mit ordentlichem Tiefgang, der selbst einige Soundbars mit Subwoofer-Kombi alt aussehen lassen. Der Bass ist definitiv nochmals etwas kräftiger als bei der ebenfalls neuen Teufel Cinebar Lux.

Teufel setzt seit einigen Jahren auf einen virtuellen Raumklang, den das Unternehmen Dynamore genannt hat. Im Falle der Teufel Cinebar Ultima handelt es sich um Dynamore Ultra, welcher durch die beiden seitlichen, schräg abstrahlenden Breitbandlautsprechern gelingt. Aktiviert man diesen, dann wird die Lautstärke der beiden seitlichen Treiber erhöht und deren Klang wird zur nah gelegenen Wand gestrahlt und von dort zum Hörer reflektiert. Das Ergebnis ist ein breiterer Klang, der den Raumklang ungemein verbessert, ohne dabei das Klangbild zu verschlechtern. Beim ansehen von Filmen hatte ich diesen Modus z. B. immer aktiv, da man dadurch den Eindruck bekommt, als würden die Geräusche seitlich von einem kommen. Bei Musik wiederum ist das Ganze Geschmacksache und auch vom Musik-Genre abhängig. Ich persönlich habe Dynamore Ultra hier meistens deaktiviert, doch dies hängt von eurem Raum ab und wie weit ihr von der Cinebar Ultima entfernt sitzt. Der Raumklang ist bei der Cinebar Ultima dank Dynamore Ultra sehr gut, doch wer hier noch mehr haben möchte, sollte vielleicht einen Blick auf die Teufel Cinebar Lux werfen, denn diese bietet dank Dynamore 3D nochmals etwas mehr Raumklang, was durch die zusätzlich auch noch nach oben reflektierenden Treiber realisiert wurde.

(Klang: 4,5 von 5 Punkten)

TEIL 3

bestehend aus „Preis/Leistung“ entspricht 10% der Gesamtwertung

Beschreibung

Die Cinebar Ultima wird von Teufel als leistungsstarke Soundbar der Spitzenklasse für eine TV-, Musik-, und Gaming-Wiedergabe auf hohem Niveau angepriesen. Ebenso muss man hier aufgrund des integrierten Subwoofer-Systems, keinen separaten Subwoofer aufstellen, da die Cinebar Ultima mit ihren 6 High-Performance-Töner viele Soundbars mit zusätzlichem Subwoofer blass aussehen lässt.

Preis/Leistung

Mit einer UVP von 699,99€ ist die Teufel Cinebar Ultima nicht unbedingt ein Produkt, welches man sich mal einfach so kauft. Doch glaubt mir, seid ihr auf der Suche nach einer Soundbar, die einen sehr guten Klang, sowie umfangreiche Verbindungsmöglichkeiten bietet, dann ist die Cinebar Ultima genau die richtige für euch. Diese kann nämlich klanglich absolut überzeugen und das selbst bei sehr hohen Pegeln, denn auch dann bleibt diese absolut pegelfest.   

Mit den zusätzlichen Effekt Rear-Speakern kann man sich zum Preis von 1.099,98€ einen echten 4.0 Surround-Sound erzeugen. Wer dabei jedoch nur mehr Bass benötigt greift zur 1.119,98€ Variante, mit zusätzlichem T10 Subwoofer oder mit dem 4.1 Surround-Set Power-Edition für 1.519,,97 € mit den beiden Effekt-Speakern und dem zusätzlichen T10 Subwoofer, zum rundum sorglos Paket.

Teufel Cinebar Ultima

Zum Angebot bei

testr Gesamtwertung

unter Berücksichtigung aller Teilwertungen

 Wir bedanken uns beim Hersteller für die Bereitstellung des Produktes. Zu unseren Grundsätzen

Link zum Hersteller: teufel.de

Earebel Headphones „Sound by JBL“

In aller Kürze

Das Konzept von Earebel mit der Mütze, welche über integrierte Kopfhörer verfügt, gefällt mir sehr gut. Bei der ersten Version setzte man noch auf Sound aus dem Hause AKG, doch nun bei der neuen Version sind es welche von JBL. Klar sieht man beim genauen hinsehen, dass es sich um keine herkömmliche Mütze handelt und bei hoher Lautstärke nimmt das Umfeld, die Musik war, doch im Tragekomfort überzeugt die Kombi. Es ist deutlich bequemer unterwegs eine Mütze zu tragen, in der die Kopfhörer integriert sind, als irgendwelche In-Ear, On-Ear oder Over-Ear Kopfhörer. Lediglich die Bedienung ist etwas negativ, da man die Tasten nicht klar erfühlen kann, sodass man gelegentlich länger an der Außenseite nach der richtigen Taste suchen muss.

Gefällt uns

  • ausgewogener Klang
  • Spritzwasserschutz
  • perfekte Kombi für den Winter
  • Tragekomfort

Gefällt uns weniger

  • veralteter Micro-USB Anschluss
  • Soft-Touch Bedienung

TEIL 1

Bestehend aus „Verpackung/Design/Verarbeitung“ entspricht 25% der Gesamtwertung

Verpackung

Bei meinen Testmustern von Earebel, welche ich zur Verfügung gestellt bekommen habe, waren neben den eigentlichen Headphones, gleich drei verschiedene Mützen-Modelle enthalten. Dabei handelt es sich um ein sogenanntes Presse-Kit, welches für Testberichte zusammengestellt wurde. Dieses Presse-Kit wurde in einer kompakte schwarzen Verpackung angeliefert, welche somit nicht der Verkaufsverpackung, so wie ihr diese erhalten würdet, entspricht. Daher kann ich euch die Verkaufspackung in diesem Fall nicht beschreiben, da ich diese nicht erhalten habe. 

Meine drei Mützen, wurden wie bereits erwähnt, in einer schwarzen stabilen Verpackung geliefert, die lediglich an der Ober-/ und Unterseite ein hochglänzendes Earebel-Logo aufgedruckt hat. Zudem wurde auf der Unterseite ein paar wenige Infos zum Unternehmen und dem Kooperationspartner JBL erwähnt. 

Das Set im Lieferumfang meines Presse-Kits setzt sich aus der Dock Beanie (Style-Serie), einem Stirnband Namens Impulse Headband (Sport-Serie) und der winterlichen Striped Beanie (Prime-Serie) zusammen. Diese Mützen möchte ich euch natürlich einzeln etwas näher beschreiben. Den hat man sich die Earebel Bluetooth Headphones mit Sound by JBL einmal gekauft, kann man diese mit allen Earebel-Mützen verwenden. Dafür werden diese einfach in das gewünschte Modell eingesetzt, dazu aber später mehr.

Im Lieferumfang sind natürlich nicht nur die Mützen enthalten, sondern auch ein Lautsprecher-Paar, sowie ein Micro-USB-Ladekabel um den integrierten Akku aufzuladen, sowie zwei zusätzliche Fleece-Aufkleber, welche dazu dienen, den Tragekomfort bei „offenen Mützen, wie z. B. dem Stirnband, welches zu den Ohren nicht zusätzlich abgedeckt ist, zu verbessern. Natürlich sind in der Verpackung auch eine Kurzanleitung sowie die üblichen Garantiebestimmungen beigelegt.

(Verpackung: 4 von 5 Punkten)

Design

Die Earebel Headphones müsst ihr nach dem Erhalt eures gewählten Starter-Kits selbst in die Mütze einsetzen. Dass man diese herausnehmen kann, ist wichtig, denn sollte man die Mütze einmal waschen wollen, würde ansonsten die Elektronik im Lautsprecher einen Schaden nehmen.

Die beiden Lautsprecher (Headphones) sind mit einem dünnen Kabel miteinander verbunden. Dieses Kabel ist für einen besseren Schutz zusätzlich mit etwas Nylon umhüllt. Hier sollte man jedoch dennoch sorgfältig umgehen, nicht das dieses an einem der Kopfhörer abknickt. Die Earebel Headphones haben beide einen Durchmesser von 50 mm und sind ohne Fleece-Polsterung knapp 15 mm dick. Am Rand sind diese rundum von einer ca. 7 mm breiten Nut umgeben, in der später die Mütze sitzt. 

Der linke Lautsprecher beinhaltet an dessen Außenseite eine Bedieneinheit, welche sich aus drei Knöpfen zusammensetzt. Dabei handelt es sich um sogenannte Soft-Tasten, welche jedoch einen definierten Druckpunkt besitzen. An der bereits erwähnten Aussparung an der Seite, findet man zudem am linken Lautsprecher einen Micro-USB Ladeport, über den der Akku der Earebel Headphones aufgeladen wird. Auf die Bedienung gehe ich wie gewohnt später ausführlicher ein, kommen wir zunächst etwas zu den verschiedenen Mützen.

Earebel Impulse Stirnband

Dieses Stirnband gehört der Sport-Serie an und wurde zu 100 % aus soft Polyacryl hergestellt. Erhältlich ist das 10 cm breite Stirnband in zwei Farben, einem klassischen Schwarz und einem hellblau (Cyan). Der Vorteil von Acryl ist, dass dieser Stoff sehr leicht ist und sich beim Tragen warm und durchaus wollähnlich anfühlt. Dennoch kommt dieser Stoff natürlich nicht an ein echtes Wollmaterial ran, da es sich um eine chemische Faser handelt. Keine Angst nach der Herstellung ist der Stoff nicht schädlich, sondern resistenter gegenüber Sonnenlicht, Chemikalien und gegen Motten.

Die Innenseite des Stirnbands ist mit einem Fleece-Material versehen, sodass sich dieses beim Tragen besonders angenehm anfühlt. Dieses Fleece-Material setzt sich aus 51 % Polyamid, 33 % Polyester und 16 % Elastan zusammen. Dadurch eignet sich dieses, wie bereits erwähnt besonders für den sportlichen Einsatz. Außerdem verspricht Earebel durch das elastische Material eine Einheitsgröße für alle Kopfgrößen und dass man das Band problemlos unter einem Helm tragen kann (Fahrrad-, Ski- und Snowboardhelm tauglich). 

Das Eaerbel Stirnband ist ansonsten schlicht gehalten, lediglich an der Front wurde ein dezentes Herstelleretikett angenäht und an den Seiten fällt links und recht eine runde Öffnung auf. In diese Öffnung werden später die beiden Lautsprecher eingesetzt und das Kabel, welches diese verbindet, wird durch den Gummizug an der hinteren Innenseite gezogen.

Earebel Street Beanie

Diese schlichte Beanie gehört der Style-Serie an und wurde komplett aus Polyacryl gefertigt. Erhältlich ist die Street-Beanie in drei Farben: Rot, Grün und Schwarz. Die Street Beanie ist die „längere“ Variante der Beanie, welche für Erwachsene gedacht ist. Hierbei handelt es sich ebenfalls um eine Einheitsgröße und ein Unisex-Modell. Für Leute mit einem kleineren Kopfumfang, also auch Kindern, empfiehlt es sich die Dock Beanie zu wählen, denn diese ist etwas kleiner.

Das Earbel Street Beanie ist wie das Stirnband ebenfalls schlicht gehalten. Lediglich an der Front wurde ein kleines Earebel Logo aufgenäht und an den Seiten fällt links und recht logischerweise ebenfalls eine runde Öffnung auf. In diese Öffnungen werden später die beiden Lautsprecher eingesetzt und das Kabel, welches diese verbindet, wird durch den Gummizug an der hinteren Innenseite gezogen.

Earebel Striped Beanie

Bei der Striped Beanie handelt es sich um eine handgefertigte Mütze der Prime-Kollektion. Diese werden unter der Aufsicht der ersten Earebel-Strickerin und Mutter des Mitgründers Manuel Reisacher aus 100 % Schurwolle gestrickt und auf ihre Qualität kontrolliert. 

Erhältlich ist die Striped-Beanie in sieben Farben: Pink, Grau, Weiß, Schwarz und den gestreiften Mützen: Blau/Rot/Weiß, Lila/Pink/Weiß und Schwarz/Grau/Weiß. Letzteres entspricht meiner Variante. Mit ihrem weichen 10 cm hohen Innenfleece, welches aus 100 % Polyester hergestellt wurde und der warmhaltenden Schurwolle, handelt es sich hierbei um eine perfekte Wintermütze.

Die Striped Beanie ist laut Earebel das Flaggschiff unter der handgefertigten Prime-Kollektion. Mit dem schön gerippten Strickbund und der farblich passenden Bommel (kann einfach entfernt werden) ist es wirklich eine sehr schöne Mütze. Diese unterscheidet sich ansonsten von herkömmlichen bzw. anderen Strick-Beanie lediglich aufgrund ihrer beiden seitlichen Öffnungen für die Lautsprecher und dem kleinen Leder-Streifen mit dem Earebel-Logo. Die Lautsprecher einzusetzen gestaltet sich hier jedoch etwas schwieriger, da diese zwischen Fleece und Wollstoff eingeführt werden müssen. 

(Design: 4 von 5 Punkten)

Verarbeitung

Die Verarbeitung der Mützen ist so weit es gut. Sowohl die maschinell gefertigten, also auch die handgestrickte Variante aus Wolle, können mich soweit von ihrer Verarbeitung absolut überzeugen. Bei der Earebel Striped Beanie, die ich im kälteren Dezember getragen habe, kann ich ganz klar sagen, dass diese den Kopf schön warm hält und man somit definitiv auch durch die kalten Tage ohne frieren kommt. 

Bei den Lautsprechern wiederum finde ich das dünne Kabel etwas kritisch, dieses ist nämlich sehr dünn. Hier hätte ich z. B. bedenken, dass dieses beim häufigeren Wechsel eventuell kaputt geht. Eine getrennte Bauweise wäre hier zwar besser, doch dann würde sich dies definitiv negativ auf die Größe der Lautsprecher und die Akkulaufzeit auswirken.

Die Earebel Headphones machen weitestgehend einen guten Eindruck. Da es im Winter gerne mal schneit und auch in den sonstigen Jahreszeiten mal regnen kann, sind die Lautsprecher spritzwassergeschützt. Lediglich der Kunststoff macht einen minimal billigen Eindruck, doch dieser tut der Funktion keinerlei Abbruch. . 

Zum Thema Reinigung und Pflege, gibt Earebel an, dass die Mützen natürlich gewaschen werden können. Jedoch sollte man dies nicht in der Waschmaschine erledigen, sondern lediglich mit schonender Handwäsche und natürlich nur, wenn zuvor die Lautsprecher entnommen wurden.

(Verarbeitung: 4 von 5 Punkten)

TEIL 2

bestehend aus „Funktion des Produktes“ entspricht 65% der Gesamtwertung

Kopfhörer-Artwechselbare Kopfhörer in Mütze
FarbeSchwarz
Akkuintegriert, Lithium-Polymer-Akku mit 8 h Akkulaufzeit
MaterialKunststoff (Ohrhörer und Ladecase)
KonnektivitätBluetooth 5.0 mit AAC-Audio-Codec
Lautsprechertypoffener Kopfhörer (links und rechts).
Frequenzbereich 20 Hz bis 20.000 Hz
LieferumfangEarebel Headphones (Sound by JBL)
Fleece-Polster
Micro-USB-Ladekabel
Benutzerhandbuch
Warnhinweise
Mütze (beim kauf eines Sets)

Tragekomfort

Ob einem die handgestrickter Wollmütze, ein Stirnband oder einer der zahlreichen anderen Mützen die Earebel im Sortiment hat am Ende besser gefällt, entscheidet am Ende der persönliche Geschmack. Wer die Earebel Headphones nicht nur im Winter, sondern auch in den anderen Jahreszeiten nutzen möchte, wird sich sicherlich sowieso zwei oder sogar mehr Modelle bestellen. 

Die drei verschiedenen Mützen die ich zum Testen erhalten haben, waren allesamt bequem und zusammen mit den eingesetzten Earebel Headphones, boten diese einen ganz guten Tragekomfort. Jedoch muss ich erwähnen, dass die Mützen mir persönlich aufgrund dessen, dass ich einen großen Kopfumfang habe, zumindest am Anfang etwas eng waren bzw. besser gesagt etwas um den Kopf gespannt haben. Doch dieses Problem war nach einigen Tagen komplett weg. Diesen Kompromiss muss man hier jedoch eingehen, da es sich um Einheitsgrößen handelt. 

Die Variante mit dem Stirnband habe ich, da Earebel verspricht, dass diese mit Helmen harmonieren auf jeden Fall bei meinen Radtouren getestet. Hierbei störten diese mich selbst nach einer längeren Fahrt nicht und hielten meine Ohren schön warm. Natürlich sind die Earebel Lautsprecher in den Mützen, also zumindest beim Stirnband und der normalen Beanie ziemlich ersichtlich, da diese aufgrund ihrer breite etwas mehr als der sonstige Stoff hervorstehen, doch diesen Kompromiss gehe ich persönlich lieber ein, als wenn ich hier Over-Ear oder In-Ear Kopfhörer über bzw. unter der Mütze tragen müsste.

(Tragekomfort: 4 von 5 Punkten)

Bedienung

Die Bedienung der Earebel Headphones kann, muss aber nicht über die Earebel Headphones erfolgen. Zur Steuerung hat Earebel am linken Kopfhörer ein Soft-Touch Bedienfeld integriert, welches drei Funktionsknöpfe beinhaltet. Zum einen wäre hier zentral unter dem Earebel-Logo der Power-Button, mit dem man die Kopfhörer durch etwas Längeres gedrückt halten An- bzw. Ausschaltet. Außerdem kann man hiermit während der Musikwiedergabe die Musik anhalten und beim Erneuten betätigen wieder weiterlaufen lassen. Da in den Lautsprechern zudem ein Mikrofon verbaut wurde, kann damit zudem telefoniert werden, eingehende Anrufe nimmt man daher ebenfalls über die mittlere Taste an und beendet diese auch darüber. 

Direkt recht und links neben dieser eben beschriebenen Taste, sind die Skip-Tasten. Wenn man diese etwas länger gedrückt hält, dann springt man einen Track vor, bzw. zurück. Betätigt man die Taste wiederum nur kurz, dann kann man darüber die Lautstärke regulieren, was jedoch etwas umständlich ist, da man hierfür immer wieder die Taste antippen muss und diese dafür nicht gedrückt halten kann. Schließlich sorgt ein langes Drücken für ein Überspringen der Titel.

(Bedienung: 3,5 von 5 Punkten)

Klang

Earebel verspricht mit der neuen Generation der Bluetoothkopfhörer mit „Sound by JBL“ ein verbessertes Klangergebnis mit Radial Sound Comfort. Wer von der ersten Generation zur neuen wechseln möchte, kann, dies lediglich durch den Kauf der neuen Kopfhörer tun, denn dank identischen Abmaßen, passen auch die neuen in alle alten Mützen.

Eine genau Angabe, wie groß die Treiber in den Lautsprechern sind, macht Earebel leider nicht. Jedoch gibt man an, dass diese einen gewöhnlichen Frequenzgang von 20 Hz – 20.000 Hz wiedergeben. Außerdem wurde das verbaute Mikrofon verbessert. Doch wie klingt der Sound mit den neuen Lautsprechern, die mit JBL entwickelt wurden?

Die Mitten der beiden Speaker bieten meiner Meinung nach blühende Klangfarben und sind die Stärken der neuen Earebel Lautsprecher. Jedoch brauchen sich die Höhen davor nicht verstecken, denn diese sind zwar nicht hochauflösend, bieten aber dennoch eine detailreiche und ausgewogene Wiedergabe. Zu guter Letzt kommt auch der Bass nicht zu kurz, dieser bietet ein energiereiches Bassfundament, welches keineswegs übertrieben klingt.

Wichtig anzumerken ist, dass die Isolierung der Lautsprecher vom Earebel gewollt nicht komplett abschirmen. Dem Unternehmen ist nämlich die Sicherheit sehr wichtig, sodass man trotz Musikhören sein Umfeld immer noch ganz gut wahrnehmen kann. Schließlich wäre es fatal, wenn ein Fußgänger wegen zu lauter Musik nichts vom Umfeld mitbekommt und somit Unfälle passieren. Somit leidet darunter natürlich etwas die Audioqualität, welche dadurch eben nicht so gut sein kann, wie ein deutlich besser isolierender In-Ear oder Over-Ear Kopfhörer. 

Da in den Lautsprecher wie bereits bei den Vorgängern ein Mikrofon verbaut wurde, kann man drüber problemlos anrufe annehmen. Je nach Windstärke ermöglichen die Lautsprecher eine sehr gute Sprachverständlichkeit. Also an einem relativ windstillen Tag, könnt ihr darüber sehr gut telefonieren, fährt man hingegen schneller mit dem Rad, oder der Wind ist an dem Tag stärker, dann sollte man irgendwo anhalten, denn dann wird es für einen selbst, aber auch für den Gesprächspartner schwerer, einen deutlich zu verstehen. 

Was die Latenz angeht, hatte ich bei mir mit meinem iPhone X keinerlei Probleme. Somit waren bei mir das Bild und der Ton sehr synchron zueinander, sodass man damit unterwegs in der Bahn oder im Bus problemlos einige Videos über YouTube oder einen Film via Netflix und Co. ansehen kann. Während man keinen Ton über die Earebel Lautsprecher wiedergibt, geben diese ein hörbares Summen von sich, dieses verschwindet jedoch während der Musikwiedergabe komplett und stört daher nicht.

(Klang: 3,5 von 5 Punkten)

Ausstattung

Akkulaufzeit

Earebel verspricht mit den neuen Lautsprechern eine Akkulaufzeit von 8 Stunden, bei maximaler Lautstärke. Da ich persönlich jedoch eher bei ca. 70% Musik gehört habe, kam ich bei meinem Test auf knapp 11 bis 12 Stunden, was soweit sehr gut und absolut ausreichend ist. 

Die Ladezeit beträgt in etwas 2 Stunden und erfolgt via mitgeliefertem Micro-USB Ladekabel am PC, oder z.B. mit dem Netzteil eures Smartphones an einer Steckdose.

Bluetooth & Signalqualität

Beim Bluetooth setzt Earebel anders als auf der Webseite angegeben auf Version 5.0, welches eine stabile und schnelle Verbindung von bis zu 10 Metern, sowohl zu iOS-, als auch Android-Geräten ermöglicht. Die erstmalige Verbindung erfolgt ganz einfach, indem man die Kopfhörer lediglich einschaltet. Schließlich befinden diese sich im neuen Zustand automatisch im Kopplungsmodus.

Möchte man die Earebel Headphones wiederum mit einem weiteren oder neuen Gerät koppeln, dann muss man diese manuell, in den Verbindungsmodus versetzten. Dies erfolgt durch das 5 Sekunden lange Drücken der Play-/Pause-Taste, bis die LED´s unterhalb der Bedienelemente blau und rot aufleuchten. Nun wie gewohnt in die Bluetooth-Einstellungen des Smartphones gehen und dort das Gerät mit der Bezeichnung „Earebel Speaker“ auswählen. Daraufhin sollte die LED nur noch blau aufleuchten und eine Stimme teilt einem über die Lautsprecher zudem mit, dass die Verbindung erfolgreich war.

(Ausstattung: 4 von 5 Punkten)

TEIL 3

bestehend aus „Preis/Leistung“ entspricht 10% der Gesamtwertung

Beschreibung

Mit den neuen Earebel Headphones „Sound by JBL“, verspricht das Unternehmen aus Bayern eine perfekte Passform und perfekten Sound bei jeder Bewegung. Außerdem ist man sehr stolz, beim Klang mit der äußerst beliebten Audiofirma JBL zusammenzuarbeiten und das man mit den Lautsprechern nicht nur Musik hören kann, sondern auch telefonieren. 

Soweit kann ich Earebel hier absolut zustimmen. Die verschiedenen Mützen, die ich erhalten habe, bieten allesamt einen sehr bequemen Tragekomfort und gefallen mir im Winter wo es kälter ist definitiv besser als normale Kopfhörer. Schließlich müsste ich On-/ und Over-Ear Kopfhörer über der Mütze tragen, sodass hier immer wieder mal etwas verrutscht und In-Ear Kopfhörer mit Mützen vertragen sich auch nicht wirklich. 

Preis/Leistung

Die UVP der Earebel Headphones „Sound by JBL“ liegt bei 49,95€. Das Vorgängermodell wiederum ist 10€ billiger. Doch wenn man nur die Lautsprecher kauft, bringt es wenig, denn zudem benötigt ihr noch eine oder mehrer Mützen. Daher gibt es für den Anfang sogenannte Sets, bei denen beides dabei ist. Diese kosten je nach gewählter Mütze zwischen 59,95€ bis 99,95€. Die Preise der einzelnen Mützen schwanken ebenfalls sehr nach der Kollektion bzw. der Herstellungsart. Daher ist natürlich die handgefertigte Prime-Kollektion etwas teuer, aber insgesamt kann man sich bei Earebel Mützen zwischen 19,95€ und 59,95€ zusätzlich zum Starter-Set kaufen.

Für diesen Preis bekommt man sehr gute Mützen, die meiner Meinung nach im Winter, zum Musik hören, die beste Lösung sind. Schließlich gibt es genug unter uns, die im Winter, wenn es kälter wird, meistens eine Mütze tragen, aber am liebsten nicht auf ihre Musik verzichten möchten.

testr Gesamtwertung

unter Berücksichtigung aller Teilwertungen

 Wir bedanken uns beim Hersteller für die Bereitstellung des Produktes. Zu unseren Grundsätzen

Link zum Hersteller: earebel.com

Jabra Elite Active 65t

In aller Kürze

Mit den Jabra Elite Active 65t, hat Jabra, dasUnternehmen aus Dänemark vor einiger Zeit ein interessanter Paar True Wireless-Kopfhörer präsentiert. Diese bieten einen sehr sicheren halt, einen guten Klang, den man zudem via Equalizer anpassen kann und einen Schutz gegen Schweiß und Staub, gemäß der Schutzklasse IP56. Dies macht die Jabra Elite Active 65t zu einem guten Alltag und Sport In-Ear Kopfhörer. Jedoch konnten diese mich beim Tragekomfort nicht überzeugen, denn zumindest an meinen Ohren sitzen diese nicht ganz so bequem. Nach etwas über einer Stunde musste ich die Ohrhörer kurz aus den Ohren entfernen, da diese zu sehr drückten.

Gefällt uns

  • guter ausgewogener Klang
  • IP56-Zertifizierung
  • geringes Gewicht (ca. 6 Gramm pro In-Ear)
  • AAC-Codec
  • integrierte Beschleunigungssensor

Gefällt uns weniger

  • nach längerem Trage unbequem
  • veralteter Micro-USB Anschluss
  • Gesamt-Akkulaufzeit

Jabra Elite Active 65T

Zum Angebot bei

TEIL 1

Bestehend aus „Verpackung/Design/Verarbeitung“ entspricht 25% der Gesamtwertung

Verpackung

Bei dem Design der Produktverpackungen bleibt sich Jabra absolut treu, denn wie die Jabra Elite 85h, kommen auch die Jabra Elite Active 65t in einer grau/gelben Verpackung daher. Dabei ist es auch so, dass die eigentliche stabile Hauptverpackung, in mehrer Umverpackung eingeschoben wurde. Die äußere Umverpackung zeigt dabei wie immer zahlreiche Informationen über das darin befindlich Produkt.

 Auf der Vorderseite der Verpackung liest man nicht nur die üblichen Angaben wie den Namen des Herstellers und des Produktes, sondern erblickt zudem eine vergrößerte Ansicht der beiden True Wireless Kopfhörer. Diese sind dabei zudem von Spritzwasser umgeben, was auf den Schutz gegen dieses nach der Norm IP56 anspielt. Außerdem wird im unteren Abschnitt damit geworben, dass es sich um True Wireless Kopfhörer für Musik, Anrufe und Sport handelt, die zudem komplett ohne ein störendes Kabel auskommen. 

Die gelbe rechte Seite, ziert eine Abbildung der beiden Jabra Elite Active 65t Ohrhörer, welche hier im zugehörigen Transportcase eingelegt sind. Außerdem werden davor die mitgelieferten Secure-Fitting-Ohrtips präsentiert. Außerdem wird damit geworben, dass der Kopfhörer in Kopenhagen, dem Firmen-Hauptsitz entwickelt und entworfen wurde.

So kommen wir zur wichtigsten bzw. informativsten Seite der Verpackung, die Rückseite. Diese zeigt wie von Jabra gewohnt erneut eine Darstellung der beiden Ohrhörer inkl. Ladecase. Außerdem wurden hier 6 Merkmale der Kopfhörer aufgelistet, zu denen unter anderem die mitgelieferten Secure-Fitting-Earbuds, 2 Jahre garantierter Schutz gegen Staub und Wasser, bis zu 5 Stunden Akkulaufzeit (15 Stunden mit aufladen über das Ladecase) und die Klang-Personalisierung via Equalizer zählen. Letzteres wird durch die kostenlose App Jabra Sound+ ermöglicht, welche den vollen Funktionsumfang der True Wireless Kopfhörer ermöglicht. Auf diese gehe ich später im Verlaufe des Testberichts noch ausführlich ein.

Durch das entfernen/durchtrennen zweier Klebestreifen an der Unterseite, kann man die Umverpackung nach oben hinweg entfernen. Darunter kommt eine stabile gelbe Verpackung zum Vorschein, in der von rechts eine weitere stabile, graufarbige Kartonage eingeschoben ist. Auf dieser grauen Schachtel liegt ein Einleger als Abdeckung drauf, durch welchen man lediglich die beiden Ohrhörer erblicken kann. Zudem prangt hier in Gelb der Satz „ Welcome to superior Sound“ was auf Deutsch so viel bedeutet wie: Willkommen zum überlegenen Klang.  

Unter dem Einleger befindet sich ein matt beschichteter Einsatz, in dem schön ordentlich im oberen Abschnitt das Transportcase, mittig die beiden In-Ear Ohrhörer und zu guter Letzt unten eine Mappe eingesetzt wurde. In dieser Mappe, befinden sich neben den üblichen Beschreibungen (Kurzanleitung und einige Warnhinweise), ein Micro-USB-Ladekabel und zwei weitere Größen der Ohrtips.

(Verpackung: 4 von 5 Punkten)

Design

Mit den Jabra Elite Active 65t, hat Jabra nicht das erste True Wireless Kopfhörer-Modell im Sortiment. Das dänische Unternehmen hat nämlich mit den Jabra Elite Sport bereits Anfang 2017 die erste echten True Wireless Kopfhörer vorgestellt. Darauf folgte gegen Ende 2017 bereits ein verbessertes Modell und mit den nun von mir getesteten Jabra Elite Active 65t sozusagen die 3. Generation.

Der Boom der True Wireless In-Ear Kopfhörer ist aktuell nicht mehr zu stoppen, daher hat eigentlich inzwischen so ziemlich jeder Audio-Hersteller eines oder sogar zum Teil gleich mehrer komplett kabellose In-Ear Kopfhörer im Sortiment. Daher ist es für die Hersteller inzwischen nicht nur wichtig, ein vom Klang gutes Modell auf den Markt zu bringen, sondern eines, welches vom Design, Tragekomfort und weiteren besonderen Funktionen überzeugen kann.

In-Ear

Angefangen bei den In-Ear Ohrhörern. Diese sind mit knapp 6 g zwar sehr leicht, doch von der Größe, fallen diese etwas klobiger aus. Doch alles der Reihe nach. Der von Jabra verwendete Kunststoff wurde mattiert, dadurch bieten die Jabra Elite Active 65t eine gute Griffigkeit, was sich positiv beim Entnehmen aus dem Case und beim Einsetzen ins Ohr auswirkt.

Auffallend bei der Form der Jabra Elite Active 65t sind die beiden Äußeren Vorläufe an beiden Ohrhörern. An deren Ende, sowie an der nach außen zeigenden Seite, befinden sich Mikrofone. Diese sind somit etwas in Richtung des Mundes vorgezogen, sodass die Sprachverständlichkeit deutlich verbessert wird. Die Mikrofone seitlich wiederum werden für die hinzu schaltbare HearThrough-Funktion genutzt. Dabei werden sofern gewünscht, via Knopfdruck die Außengeräusche zum Teil zur Musik beigemischt, sodass man z. B. unterwegs auf den Straßen nicht komplett abgeschirmt ist. 

Das Gehäuse der Jabra Elite Active 65t wurde aus drei Teilen gefertigt. Der innere Teil, der nicht nur den Ohrkanal umfasst, sondern auch anatomisch geformt wurde, sodass dieser in nahezu sämtliche Ohrkanalöffnungen passt. Der mittlere Teil, in dem zusammen mit dem inneren Teil die komplette Technik (Akku, Sensoren, Treiber usw.) verbaut wurde und der äußere Teil, welcher nicht nur die Mikrofone abdeckt, sondern zugleich auch die Tasten an jedem Ohrhörer an ihrer Position fixieren. Auffallend gestaltet sind an beiden In-Ear Kopfhörern jeweils der runde Button, die nicht nur zur Steuerung dienen, sondern zugleich mit einem Jabra-Logo versehen wurden. Auf die Bedienung, gehe ich natürlich wie gewohnt später im Punkt „Bedienung“ ausführlich ein. 

Da die Jabra Elite Active 65t über das Transportcase aufgeladen werden, findet man die dafür nötigen Ladekontakte in der Innenseite der Ohrhörer. Dabei handelt es sich um zwei goldene Kontakte, welche im eingesetzten Zustand nicht stören. Unmittelbar unter diesen beiden Ladekontakten ist eine kleine Aussparung ersichtlich, hierbei könnte man meinen, dass es sich um ein Mikrofon handelt, doch dem ist in diesem Fall nicht so. Das ist nämlich ein Sensor, welcher dafür sorgt, dass die Musik automatisch gestoppt wird, sobald man einen der beiden Ohrhörer aus den Ohren nimmt.

Durch die klobigere bzw. fülligere Bauweise der In-Ear Kopfhörer werden diese in das Ohr eingedreht. Dies erfolgt durch ein leichtes nach oben orientiertes Einsetzen der In-Ears und anschließendes nach unten drehen. Anschließend halten die Jabra Elite Active 65t absolut fest, was an der gut durchdachten anatomischen Gehäuseform liegt. Dank den zusätzlichen beiliegenden drei Paar von Jabra getauften„EarGels“ Silikoneinsätzen in den Größen: S; M und L, wird dieser gute halt nochmals verstärkt.

Die Jabra Elite Active 65t gibt es aktuell in vier Farben, Titanium Schwarz, Schwarz-Kupfer, Rot-Kupfer und Navy (einem schönen Blau). Letztere Farbe entspricht genau meinem Modell, dabei gefällt es mir besonders, dass Jabra das Gehäuse in einem dunkeln Blauton gehalten hat und die Bedientasten wie bei den anderen Modellen in einer schönen Kupfer-Färbung. Lediglich beim Titanium Schwarz sind die Knöpfe in Silber.  

Bei den Jabra Elite Active 65t ist es wie häufig der Fall, dass nur einer der Ohrhörer ein Bluetooth Chip verbaut hat. Bei diesem Modell ist es der rechte In-Ear, der somit die Verbindung mit eurem Smartphone als Master eingeht. Der linke wiederum, baut mit diesem via NFMI (Near Field Magnetic Induktion) eine Verbindung auf und empfängt darüber die Daten vom rechten Ohrhörer mit einer möglichst geringen Verzögerung, die man nicht wahrnehmen kann. Da daher nur der rechte In-Ear als Master arbeitet, kann man nur diesen im Monobetrieb nutzen. Der Linke wiederum kann nicht alleine genutzt werden, sondern nur, wenn auch der rechte verwendet wird.

Ladecase

Das Ladecase besteht aus demselben mattierten Kunststoff, wie bei den In-Ear Kopfhörern. Dabei hat das Case in diesem Fall dieselbe Farbe, wie man auch die Kopfhörer gewählt hat.

Das Case fällt mit den Maßen: 60 x 45 x 33 mm (L x B x T) sehr kompakt aus und lässt sich somit ganz gut in der Hosentasche verstauen, ohne dass dies gleich blöde ausschaut. Außerdem fällt das Case mit einem Gewicht von 53 Gramm inkl. den beiden eingesetzten True Wireless In-Ears angenehm leicht aus. Die Vorderseite des Ladecase prägt lediglich der ca. 1 mm tief eingelassene Jabra Schriftzug und eine leichte Griffkante am Deckel. Ansonsten befindet sich an der Unterseite ein Micro-USB Anschluss, bei dem ich mir natürlich ein USB-C Anschluss gewünscht hätte, doch der Funktion tut dies soweit keinen Abbruch. Unmittelbar neben dem Anschluss zum Aufladen befindet sich noch eine kleine LED, welche je nachdem wie diese leuchtet, darauf hinweist, ob der Akku voll ist, oder noch geladen wird. 

Das Ladecase wird nicht wie bei einigen anderen Herstellern via Magneten oder einem Knopf geöffnet, sondern durch drücken. Also man drückt sozusagen den über eine Achse und einen Scharnier gelagerten Deckel nach hinten, sodass die Verriegelung im Inneren frei wird. Dadurch wird das Case sehr gut geschlossen gehalten, lässt sich aber jederzeit mit der richtigen Technik ohne großen Kraftaufwand öffnen. Beim geöffneten Zustand können die beiden Ohrhörer an ihrem jeweiligen Platz eingelegt werden, um diese über die beiden goldenen Kontakt-Pins aufzuladen. Achten sollte man darauf, dass man das Case immer geschlossen hält, denn die Jabra Elite Active 65t werden nicht via zusätzliche Magnete an ihrer Position gehalten und würden daher einfach herausfallen.

(Design: 4 von 5 Punkten)

Verarbeitung

Bei der Verarbeitung liefert Jabra wie gewohnt sehr gute Arbeit ab. Sowohl der Gehäuse der True Wireless In-Ears, als auch das dazugehörende Ladecase, können mich persönlich soweit von deren Verarbeitung sowie Materialwahl überzeugen. 

Hier stimmen sowohl die einzelnen Übergänge der verschiedenen Kunststoffbauteile und außerdem sind sowohl die Ohrhörer als auch das Case sehr sauber verarbeitet. Beim Einsetzen der Ohrhörer ins Ohr konnte ich z. B. keinerlei unsaubere Kanten oder Ähnliches bemerken. Das Ladecase ist kompakt gehalten, fällt aber z.B, dennoch Größer als das der Apple AirPods aus. Etwas Schade ist dies nämlich aus dem Grund, dass man diese im Case nur zweimal aufladen kann, wo man bei anderen Herstellern teils deutlich mehr Gesamtlaufzeit geboten bekommt. Dazu aber später unter dem Punkt Akku mehr.

Da Jabra die Elite Active 65t mit der Schutzklasse IP56 versehen hat, bieten diese einen Schutz gegen Schweiß und Staub. Damit sind die True Wireless Ohrhörer für jeden Einsatz gewappnet und können problemlos in der Freizeit oder auch beim Sport im Fitnessstudio usw. getragen werden.

(Verarbeitung: 4,5 von 5 Punkten)

TEIL 2

bestehend aus „Funktion des Produktes“ entspricht 65% der Gesamtwertung

Kopfhörer-ArtTrue-Wireless In-Ear Kopfhörer
KategorieBluetooth Kopfhörer (Bluetooth 5)
FarbeNavy (blau), weitere Farbe: Titanium Black, Kupfer Schwarz, Kupfer Rot.
Akkuintegriert, Lithium-Polymer-Akku
Akku Ohrhörer: 5 h
Akku Ladecase: 10 h
Gesamt somit: 15 h
Gewicht 53 g (Ohrhörer und Ladebox)
12 g (beide Ohrhörer)
41 g (Ladebox)
MaterialKunststoff (Ohrhörer und Ladecase)
KonnektivitätBluetooth 5.0 mit AAC-Audio-Codec
TreiberDynamische Treiber mit einer Größe von 6,0 mm (links und rechts)
Frequenzbereich20 Hz bis 20.000 Hz (Ohrhörer)
LieferumfangJabra Elite Active 65t True Wireless Kopfhörer (2 Stk.)
Silikonaufsätze: S, M (an Kopfhörern befestigt), L
Ladebox
Mikro-USB-Ladekabel
Benutzerhandbuch
Warnhinweise

Tragekomfort

Das Gehäuse der Jabra Elite Active 65t fällt etwas größer aus, dies beizieht sich weniger auf das Herausstehen aus den Ohren, sondern um den Platz, welchen diese eingesetzt einnehmen. Dadurch bieten diese jedoch selbst ohne sogenannt Sport-Einsätzen einen extrem guten halt. Dies ist Jabra dadurch gelungen, dass man die Gehäuseinnenseite wie bereits erwähnt so geformt hat, dass diese dem Menschlichen Ohr nahezu perfekt passt. Außerdem wird das Gehäuse im unteren Abschnitt etwas breite und durch die klobigere Form, werden diese sozusagen in das Ohr geklemmt bzw. eingedreht.

Doch diese klobige Bauweise sorgt bei mir für einen minimalen Druck am Ohr, der dazu führt, dass ich beide Ohrhörer nach knapp einer Stunde wieder kurz aus den Ohren nehmen muss. Dieses Problem hatte ich bei vielen anderen bereits getesteten In-Ear Kopfhörern nicht. Dies kann natürlich gut möglich sein, denn meine Ohren fallen etwas kleiner aus, daher kann für mich die Größe etwas zu groß sein. Hier hätte man vielleicht doch lieber auf Silikon-Einsätze greifen sollen, die man einfach wechseln kann, schließlich kann sich dadurch jeder das richtige Paar aussuchen und zudem sollte Silikon bzw. Gel nochmals etwas bequemer sein.

Bei den Elite Active 65t liefert Jabra insgesamt drei verschieden große Silikon-Aufsätze mit. Dabei handelt es sich wie gewohnt um die Größen: S; M und L, von denen die Mittleren, also M bereits vormontiert wurden. Damit kann man die Ohrhörer wie gewohnt weitestgehend dem eigenen Ohrkanal anpassen, um dafür zu sorgen, dass man den sichersten halt und besten Klang geliefert bekommt. Durch ihre etwas klobigere Form und den richtig gewählten Silikon-Aufsätzen, decken die Jabra Elite Active 65t gut den Ohrkanal ab, dies führt dazu, dass die beiden Ohrhörer selbst ohne verbaute ANC-Funktion eine grundsolide Umgebungsreduzierung bieten. Diese ist jedoch natürlich nicht mit einem echten ANC zu vergleichen.

(Tragekomfort: 3,5 von 5 Punkten)

Bedienung

Beide In-Ears hat Jabra wie bereits unter „Design“ erwähnt, mit einem runden kupferfarbenen Knopf versehen. Diese führen an jeder Seite verschiedene Funktionen aus, da es sich hier zum einen um zwei Lautstärketasten am linken und eine Multifunktionstaste am rechten Ohrhörer handelt. Dazu gleich noch genauere Informationen.

Zuvor möchte ich jedoch noch erklären, wie man die Jabra Elite Active 65t einschaltet, sofern diese bereits mit einem Zuspiel-Gerät verbunden wurde. Wie man diese wieder mit einem Gerät koppelt, erkläre ich unter „Bluetooth“. Zum Einschalten der In-Ears gibt es wie in den meisten Fällen von sogenannten True Wireless In-Ear Kopfhörern zwei Möglichkeiten. Entweder man nimmt die Ohrhörer einfach aus dem Case, oder man schaltet diese ein, indem man die Taste an jedem der Ohrhörer für 2 Sekunden gedrückt hält. Dazu sollte man zuerst den Rechten und anschließend den Linken einschalten. Eine kurz grün aufblinkende LED bestätigt einem das erfolgreiche Einschalten. Zum Ausschalten genügt es, einfach die beiden Ohrhörer wieder in das Ladecase einzusetzen, oder die Multifunktionstaste am rechten und die „(-) Taste“ am linken In-Ear solange zu drücken, bis die LED kurz rot aufblinkt.

Wie ich euch bereits erzählt habe, fungiert bei den Jabra Elite Active 65t nur der rechte In-Ear als sogenannter „Master“ und der linke ausschließlich als „Slave“ Gerät. Beim Master handelt es sich somit um den Ohrhörer, der den Bluetooth 5.0 Chip enthält, während der andere nur die Daten von diesem ohne Verzögerung weitergeleitet bekommt. Somit geht der linke keine direkte Verbindung mit einem Smartphone ein und kann nicht im Solo-Betrieb genutzt werden.

Nun gehe ich wie bereits versprochen auf Bedienung über die beiden äußeren Tasten ausführlicher ein. Beim rechten In-Ear ist die sogenannte Multifunktionstaste integriert, welche je nachdem wie häufig man diese drückt, verschiedene Befehle ausführt. Drückt man die Taste z.B einmalig, dann wird die Musik direkt gestartet und ein erneutes Betätigen setzt diese wieder am gestoppten Punkt fort. Drückt man die Taste wiederum während eines eingehenden Anrufs, kann man diesen annehmen und später ebenso bequem darüber beenden. Sollte man jedoch gerade nicht ans Telefon rangehen wollen, dann kann man die Taste Zweimals antippen und schon wird der eingehende Anruf abgewiesen. Hält man die Multifunktionstaste beim Betätigen für ca. 1 Sekunde gedrückt, dann kann man außer während Telefonaten, auf den Sprachassistenten zugreifen. Dabei stehen sowohl die integrierten Assistenten sprich, bei iOS Devices (Siri) und bei Android-Smartphones (Google Assistant) als auch der zusätzliche Sprachassistent aus dem Hause Amazon (Alexa)zur Verfügung. Letzteres kann man über die App aktivieren, dazu später mehr. Zu guter Letzt kann man durch zweimaliges Drücken der Multifunktionstaste die Hear-Through-Funktion an-/ausschalten. Dabei werden einem die Umgebungsgeräusche im eingeschalteten Zustand mit zur Musik eingespielt und im ausgeschalteten Zustand nicht bzw. weniger.

Kommen wir zur linken Taste, bei der es sich wie bereits erwähnt um eine Lautstärke-Wippe handelt. Somit besitzt dieser auf dem ersten Blick als einzelne Taste erkennbare Knopf, eigentlich zwei Tasten. Diese sind soweit wunderbar erkennbar an ihrer leicht erhöhten Stelle. Die Leiser-Taste befindet sich dabei in Richtung Mikrofon und die Lauter-Taste gegenüber der Leiser-Taste. Betätigt man dann logischerweise eine der beiden Tasten, erhöht oder senkt man die Gesamtlautstärke. Hält man hingegen eine der beiden Tasten für ca. 2 Sekunden gedrückt, dann springt man während der Musikwiedergabe mit Plus einen Titel vor und mit Minus ein Titel zurück. Sollte man gerade nicht telefonieren und keine Musik hören, sagen die In-Ears ihren Akkuladestand an, indem man eine der beiden Lautstärketasten betätigt. Dies erfolgt jedoch lediglich durch die Ansagen: Hoch, Mittel und Niedrig.

Die Bedienung ist soweit logisch durchdacht aufgebaut und nach kurzer Zeit sollte man sich hier an die Bedienung gewöhnen. Jabra hat hier an alle Funktionen gedacht, die man dazu benötigt die Musik zu steuern und zu regeln, ohne dass man das Smartphone aus der Hosentasche nehmen muss. Natürlich haben physischen Tasten ein typisches Problem, und zwar, dass man sich durch das betätigen von diesen, sich die Ohrhörer leicht ins Ohr drückt, was durchaus unangenehm sein kann. Doch da kommt man als Hersteller nicht anders drumherum, als wenn man dann lieber auf eine Touch-Steuerung zurückgreift, jedoch hat auch diese ihre Nachteile.

(Bedienung: 4 von 5 Punkten)

Klang

Jabra verspricht mit den Elite Active 65t einen Sound, der den eigenen Bedürfnissen und der Umgebung angepasst werden kann. Dies wird durch die zusätzliche App „Jabra Sound+“ ermöglicht, denn darüber kann man via Equalizer das Frequenzband der Musik, mithilfe von zahlreichen voreingestellten Presets ändern, oder man nimmt den Eingriff manuell vor und stellt die Schieber der fünf Frequenz-Bänder manuell ein. Bei der Klangbeschreibung konzentrieren ich mich persönlich auf das von Werk eingestellte Klangbild, denn jeder bevorzugt ein etwas anderen Klang und daher ist es hier meiner Meinung sinnlos, den Klang nach meinen Einstellungen zu beschreiben.

Doch bevor ich euch den Klang der Jabra Elite Active 65t ausführlich beschreiben werde, möchte ich noch kurz einige technische Daten der In-Ears verraten. In jedem der In-Ear sitzt neben einem Akku und einiges an anderer kleiner Elektronikteile, auch ein 6 mm großer dynamischer Treiber. Diese wird von Jabra mit einem gewöhnlichen Frequenzgang von 20 Hz – 20.000 Hz angegeben. Bei den hochwertigen Audio-Codec haben alle Apple-User ein Vorteil, denn die Jabra Elite Active 65t unterstützen den AAC-Codec (Advance Audio Coding). Somit haben diese den verlustfreieren und besseren Klang, ganz anders als die Android-User, denn deren aptX-Codec, wird leider nicht unterstützt.  

Vom Klangbild liefern die Jabra Elite Active 65t von Werk aus eine sehr ausgeglichene und detailreiche Abstimmung der Töne. Hier gibt es meinerseits kein Grund zu meckern, denn ist einem persönlich der Bass doch zu schwach, da man es richtig wummernd mag, muss man nur via App das Frequenzband im Equalizer anpassen. Der Bass ist knackig und dies selbst dann, wenn man diesen noch weiter erhöht, keinesfalls dröhnend oder überzogen. Die Mitten-Wiedergabe kann mich durch die eindringliche Abstimmung ebenso überzeugen, wie die Höhen, die detailreich aber zugleich schön luftig abgestimmt wurde. Diese klangliche Abstimmung sorgt dafür, dass die räumliche Bühne sehr weiträumig ist. Beim maximalen Output haben die Jabra Elite Active 65t ebenfalls ordentlich etwas zu bieten, denn diese kann man meiner Meinung nach so laut stellen, dass es auf jeden Fall auf Dauer ungesund für das Gehör ist. Wer daher besonders laute True Wireless In-Ears sucht, kann hier zugreifen.

(Klang: 4 von 5 Punkten)

App

Jabra bietet für sämtliche Kopfhörer egal ob In-Ear oder Over-Ear Modelle, eine App Namens „Jabra Sound+“ kostenlos zum Download an. Prinzipiell könnt ihr die Jabra Elite Active 65t natürlich auch ohne die App nutzen, doch um den vollen Funktionsumfang zu erhalten, sprich Updates zu installieren und Equalizer-Einstellungen vorzunehmen, ist die App unerlässlich. Um die App nutzen zu könne, ist es nicht nötig, sich zu registrieren oder sonstige Daten anzugeben.

Jabra Sound+
Preis: Kostenlos
Jabra Sound+
Preis: Kostenlos

Nach dem downloaden der App aus dem AppStore, welche sowohl für iOS-Geräte, als auch Android Devices kostenlos zum Download bereitsteht, kann man die App wie gewohnt starten. Daraufhin muss man die True Wireless In-Ears die man verbinden möchte, aus einer Liste sämtlicher kompatibler Kopfhörer auswählen. Nun bekommt man eine Schritt-für-Schritt Anleitung, die einem zeigt, wie man die Ohrhörer in den Pairing-Modus versetzt.

Anschließend sucht man die Kopfhörer wie gewohnt in den Bluetooth-Einstellungen und geht nach der Verbindung zurück in die App. Daraufhin befindet man sich auf der Startseite der App. Die auch „Momente“ genannt wird. 

Hier kann man den HearThrough-Modus aktiveren, aber auch den 5-Band Equalizer einstellen und aus fertigen Musik-Voreinstellungen wählen. Zur linken Seite hin, sieht man einen Zug, eine Person die am Schreibtisch sitzt und ein Läufer. Dabei handelt es sich um sogenannte Widgets, mit denen man z.B, beim Schreibtisch zum Fokus-Menü wechselt. Bei diesem Widget kann man sich via Soundscape-Funktion verschiedene Klänge wie. Z. B. Regen, Wasserfall usw. in die Kopfhörer übertragen und dabei eventuell entspannen. Ob man dies braucht, ist jedoch jedem selbst überlassen. Das letzte Widget ist die Aktiv-Funktion, bei der automatisch der HearThrough-Modus aktiviert wird. Außerdem kann man hier direkt einen Timer für Workouts starten. 

Beim nächsten Reiter (Untermenü) handelt es sich um Headset. Hier wird einem direkt der Akkuzustand der Ohrhörer angezeigt. Außerdem kann man prüfen, ob es z. B. neue Firmware für die In-Ears gibt, oder die Sprache der Ansagestimmen von Englisch auf Deutsch ändern usw.. Im dritten Reiter geht es um das „Entdecken“ hier wird einem z. B. angezeigt, ob es ein Firmwareupdate für die Kopfhörer gibt, oder man kann die Kopfhörer nach einer Registrierung hier jederzeit orten usw.. Unter dem Punkt „Über“ kann man wiederum einige weitere Einstellungen ändern und das Benutzerhandbuch oder die Kurzanleitung einsehen.

(App: 4 von 5 Punkten)

Ausstattung

Akku & Ladecase

Das Ladecase, in welchem die Ohrhörer nicht nur aufgeladen, sondern auch aufbewahrt werden, ist sehr kompakt gehalten. Somit passt das Case problemlos in jede Hosentasche (bis auf enge Röhrenjeans). Zwei LED´s, eines an der Außenseite und eines in der Innenseite, informiert einen über den Ladestand der Kopfhörer. Besser gesagt, das Äußere zeigt den des Cases und die innere LED, den Zustand der Ohrhörer.

Jabra verspricht bei den Elite Active 65t eine Akkulaufzeit von bis zu 5 Stunden am Stück. Durch die Möglichkeit die Ohrhörer im Case zwei-mal wieder voll aufzuladen, kommt man dadurch auf eine Akkulaufzeit von max. 15 Stunden. Die 5 Stunden sind zwar kein Bestwert, dürften für die meisten jedoch vollkommen ausreichend sein. Leidlich die gesamte Laufzeit von 15 Stunden ist etwas schwach ausgelegt. 

Für eine volle Aufladung des Ladecase benötigt man mit einem zusätzlichen 500 mAh Netzteil knapp 2 Stunden. Praktisch ist jedoch, dass Jabra eine Schnellladefunktion integriert hat, denn so kann man die beiden Kopfhörer beim einlegen in das Case in 15 Minuten soweit aufladen, dass diese wieder 1,5 Std. Audiowiedergabe bieten.

Etwas Schade ist für mich, dass Jabra womöglich aufgrund des möglichst geringsten Gewichts keine Magnete im Case eingebaut hat. Dadurch werden die In-Ears nämlich nur ins Case gelegt und durch den Deckel gehalten. Würde man das Case öffnen, dann fallen die Ohrhörer direkt heraus. Gut ist dabei jedoch, dass der Öffnungsmechanismus nicht so leicht aufgeht, sonst würden beide Ohrhörer im Rucksack oder der Trainingstasche irgendwo hin rutschen.

Bluetooth & Signalqualität

Jabra setzt bei den Elite Active 65t auf einen Bluetooth 5.0 Chip. Dieser liefert in meinem Test eine stabile Verbindung von 10 Metern, sowohl zu iOS-, als auch Android-Geräten. Die Verbindung zwischen Smartphone und In-Ears erfolgt wie bei eigentlich sämtlichen True Wireless Kopfhörer, die neu sind, automatisch bei der Entnahme aus dem Ladecase. Schließlich sollten sich beide Ohrhörer, wenn diese neu sind, automatisch im Pairing-Modus befinden. Dadurch können diese wie bei Bluetooth-Kopfhörer üblich direkt über die Einstellungen, mit dem Smartphone verbunden werden.  

Möchte man die beiden Ohrhörer wiederum mit einem weiteren Gerät verbinden, muss man bei ausgeschalteten Kopfhörern die Taste am rechten Ohrhörer für knapp 5 Sekunden gedrückt halten. Dabei sollte eine Stimme das Zurücksetzen bestätigen und die blaue LED an der Taste sollte aufblinken. Anschließend kann man wie gewohnt zu den Bluetooth-Einstellungen im Smartphone gehen und wählt hier den Kopfhörer „Jabra Elite Active 65t“ aus. Direkt danach nimmt man auch den linken In-Ear aus dem Case oder schaltet diesen manuell ein, indem man die Lautstärketasten (-) für eine Sekunde betätigt. Anschließend sollte dieser sich automatisch mit dem Rechten verbinden.

Im Praxistest bieten die Jabra Elite Active 65t zwischen Kopfhörer und meinem Smartphone (iPhone X) eine sehr stabile und gute Reichweite von bis zu 25 Metern im Freien, ohne Hindernisse. Im Haus wiederum hängt die Reichweite von euren Wänden und Decken ab. Schließlich reduzieren massive dicke Wände und Decken die Reichweite des Funksignals deutlich mehr, als z. B. dünnere. Daher kann man hier grob gesagt von einer Indoor-Reichweite von ca. 9 Metern reden.

(Ausstattung: 4 von 5 Punkten)

TEIL 3

bestehend aus „Preis/Leistung“ entspricht 10% der Gesamtwertung

Beschreibung

Mit den Jabra Elite Active 65t hat Jabra ein gutes True Wireless In-Ear Modell im Sortiment. Diese können mit einem sehr guten Klang und Funktionsumfang überzeugen. Dass man den Klang der Musikwiedergabe in der App individuell via App anpassen kann, ist ebenfalls hervorragend. Des Weiteren macht die Verarbeitung einen sehr guten Eindruck und Jabra hat das Gehäuse nach IP56 gegen Wasser und Staub geschützt.

Preis/Leistung

Die UVP des Jabra Elite Active 65t ist mit 189,99€ festgesetzt. Online sind diese jedoch je nach Farbe aktuell bereits ab 106€ inkl. Versand erhältlich.  

Für diesen Preis bekommt man sehr gute True Wireless Kopfhörer, welche klanglich zumindest am iPhone sehr überzeugen können. Abstriche muss man bei den Elite Activ 65t jedoch bei der kompletten Akkulaufzeit inkl. Aufladung im Ladecase machen. Hier sind 15 Stunden zwar nicht schlecht, aber definitiv kein Spitzenwert. Aber was mich deutlich mehr stört, ist der Tragekomfort, denn dieser ist anscheinend an kleineren Ohren auf Dauer nicht angenehm. Bei mir persönlich drückten die Ohrhörer nach knapp einer Stunde so sehr, dass ich diese kurz aus den Ohren nehmen musste.

Jabra Elite Active 65T

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testr Gesamtwertung

unter Berücksichtigung aller Teilwertungen

 Wir bedanken uns beim Hersteller für die Bereitstellung des Produktes. Zu unseren Grundsätzen

Link zum Hersteller: Jabra.com/de

Beats Powerbeats Pro

In aller Kürze

Mit den Beats Powerbeats Pro, hat nun auch Beats die ersten True Wireless In-Ears im Sortiment. Die Powerbeats Pro besitzen quasi dieselbe Technik, die Apple in den AirPods 2 verbaut hat, schließlich gehört Beats, seit einigen Jahren zu Apple. Dank dem zusätzlichen Bügel, den man bereits von den Powerbeats3 kennt, eignen die Powerbeats Pro sich nicht nur für die Freizeit, sondern auch perfekt für den Sport. Beats hat dabei an alles Wichtige gedacht, einen sehr guten Klang, eine schweiß- und wasserbeständige Verarbeitung, sowie einen schnellladefähigen Akku. Das einzige Manko könnte eventuell das große und dadurch nicht wirklich handliche Transportcase, sowie der hoch angesetzte Preis sein.

Gefällt uns

  • top Tragekomfort
  • staub- und wasserbeständig
  • vollwertiger Singel-Betrieb
  • Akkulaufzeit (24 h mit Ladecase)
  • guter Klang
  • Automatische Trageerkennung
  • Fast-Fuel-Charge

Gefällt uns weniger

  • Größe des Transportcase
  • Preis

Beats Powerbeats Pro

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TEIL 1

Bestehend aus „Verpackung/Design/Verarbeitung“ entspricht 25% der Gesamtwertung

Verpackung

Beats liefert die neuen Powerbeats Pro in einer typischen robusten Verpackung aus, welche wie man es z. B. auch von Apple kennt, mit wenig Schnickschnack verziert wurde. Zudem bietet diese auch die gewohnte, sehr ordentlich durchdachte Unterbringung des Lieferumfangs. Die eigentliche Hauptverpackung ist dabei von unten in eine Umverpackung geschoben, die ich euch nun ausführlicher beschreiben möchte, schließlich zieren diese einige Infos zum Produkt.

Die Verpackung ist von sämtlichen Verpackungen von Kopfhörern, die ich bisher getestet habe die kompakteste. Die fast schon würfelförmige schwarze Verpackung, ziert an der Front die Abbildung des rechten In-Ear Ohrhörer. Dieser hat dabei die Farbe, in der man sich die Powerbeats Pro ausgesucht hat, was in meinem Fall schwarz ist. Unter der etwas vergrößerten Abbildung des In-Ears, steht in weißer Schrift auch noch der Name der In-Ears und zwar „Powerbeats Pro“. Überraschenderweise befindet sich hier kein direktes auffallendes rotes Beats Logo, sondern lediglich das, welches man am Kopfhörer sieht. Dafür wiederum ziert der Name „Beats“ zusammen mit diesem eben erwähnten roten Beats-Logo die rechte Seite. An der gegenüberliegenden Seite erwähnt Beats wiederum vier der wichtigste Merkmale der Powerbeats Pro. Dazu zählt z. B. die Akkulaufzeit von 9 Stunden (24 Stunden mit Case), dass es sich um schweiß- und wasserresistente Kopfhörer handelt und diese mit anpassbaren Ohrbügeln ausgestattet sind.

Die Rückseite der stabilen Umverpackung ziert wiederum eine Abbildung der Ohrhörer, die hierbei beide im offenen Transportcase eingelegt sind. Des Weiteren wird hier auf die Art der Kopfhörer hingewiesen und dass diese Made for Apple tv, iPhone und iPad gemacht sind, aber auch mit Android-Smartphone und Android-Tablets harmonieren.

Zieht man die Hauptverpackung aus der Umverpackung heraus, erblickt man eine Schachtel, auf deren Oberseite im Zentrum, dezent ein Beats-Logo eingeprägt ist. Nach dem Anheben des Deckels erblickt man direkt das verhältnismäßig große Transportcase, in dem sich die beiden Powerbeats Pro In-Ears befinden. Das Ladecase ist in einer Verpackungszentrierung eingelegt und wird auch von oben mit solch einer Zentrierung an seiner Position gehalten, sodass hier beim Transport ja nichts Hin und Her wackelt. Unter dem Einsatz, in dem das Transportcase liegt, hat Beats das restliche Zubehör verstaut. Hierbei handelt es sich um einen weiteren Einsatz aus Kartonage, in welchem neben den üblichen Beats bekannten Appförmigen Beschreibungen und Kurzanleitung auch der bekannte Beats-Aufkleber eingeschoben wurde. Darauf wiederum ist das Lighting-Kabel aufgewickelt und im Zentrum von diesem sind noch weitere Größen der Silikon-Ohrtips verstaut.

(Verpackung: 4,5 von 5 Punkten)

Design

Mit den neuen Powerbeats Pro hat Beats, das Tochterunternehmen von Apple, nun ebenfalls die ersten True Wireless In-Ear Kopfhörer auf den Markt gebracht. Diese richten sich aufgrund ihrer Bauweise an alle, die nicht nur im Alltag beim Weg zur Schule Musik hören möchten, sondern auch beim Sport. Schließlich haben gerade bei Letzterem, also beim Sport, einige True Wireless Kopfhörer-Modelle ihre Probleme. Oftmals bieten diese nämlich bei hektischen und schnellen Kopfbewegungen keinen allzu sicheren Halt. Genau hierbei profitieren die Powerbeats Pro, denn diese besitzen den von den Powerbeats 3 bekannten anpassbaren Ohrbügel, sodass die In-Ears für alle Work-outs gewappnet sind. Zusammen mit der Technologie, welche auch in den AirPods der 2. Generation zum Einsatz kommt, sollen die Powerbeats Pro rundum überzeugen.

In-Ear

Bei den Beats Powerbeats Pro, handelt es sich definitiv nicht um unauffällige True Wireless In-Ear Kopfhörer. Schließlich schauen diese nach dem Einsetzen in die Ohren definitiv aus den Ohren hervor. Doch diese Ausführung hat definitiv seine Gründe, zum einen bietet das Gehäuse nämlich genug Platz für den Akku und außerdem bieten diese dank der praktischen Ohrbügel einen sehr guten Tragekomfort.

Dank diesem bereits erwähnten Ohrbügel, welcher sich beim Einsetzen hinter das Ohr legt, sowie den mitgelieferten verschieden großen Ohrtips, bieten die neue Powerbeats Pro einen sehr sicheren halt. Das Gehäuse der In-Ears besteht wie bei eigentlich fast allen True Wireless In-Ears aus Kunststoff. Dabei ist das Gehäuse aus insgesamt fünf Teile gefertigt. Den äußeren Abschnitt, in dem sich der Großteil der Elektronik befindet und der zudem auch die Lautstärketasten, sowie die Auflade-Kontakte beherbergt. Außerdem sind hier jeweils an der Ober- und Unterseite jeweils ein Mikrofon integriert. Auf dieses Gehäuseteil ist wiederum eine dünne Abdeckung aufgesetzt, welche zudem den dezenten Play/Pause-Knopf mit Beats-Logo beherbergt. 

Zum Gehörteil hin, verläuft der In-Ear etwas eingeschnürter und wird dann wieder typisch für den Teil, der im Ansatz des Gehörgangs sitzt kapselförmig. Dieser Abschnitt setzt sich zusammen mit dem Endteil mit dem Gehörkanal ebenfalls aus zwei Teilen zusammen. In der Kapsel sitzt natürlich der Treiber, eine nach außen gerichtete längliche Bassreflexöffnung und der nach innen zum Ohr gerichtete Annäherungssensor. Dieser Sensor sorgt dafür, dass die Musik automatisch pausiert wird, sobald man die Ohrhörer aus dem Ohr nimmt und wieder weiterläuft, sobald man diese eingesetzt hat. Zu guter Letzt ist der fünfte Teil des Gehäuses der Ohrbügel, welcher ca. 1/3 starr und 2/3 flexible ist, sodass man sich diesen dem eigenen Ohr anpassen kann.

Beats bietet die Powerbeats Pro aktuell in insgesamt vier Farben an. Neben dem von mir getesteten schlichten Schwarz gibt es noch: Elfenbeinweiß, Marineblau und Moosgrün. Beim weißen und schwarzen Modell ist das äußere Beats-Logo schwarz und bei den beiden anderen in Gold gehalten.

Das interessante bzw. besser gesagt Besondere bei den Powerbeats Pro ist, dass beide Tue Wireless In-Ears absolut identisch aufgebaut sind. Klar, kann man hier rechts und links nicht miteinander vertauschen, aber beide besitzen dieselben Tasten, Mikrofone usw. Daher ist es möglich einen In-Ear Kopfhörer egal welchen, im Ladecase zu lassen und nur mit einem zu telefonieren oder Musik zu hören. Daher können bei den Powerbeats Pro beide Ohrhörer als Master verwendet werden und nicht wie bei vielen anderen nur der, welcher vom Hersteller bestimmt wurde. 

Ladecase

Das Transport- und zugleich Ladecase der Powerbeats Pro besteht wie so häufig, aus robustem Kunststoff. Das schwarze Case ist jedoch das große Manko der Powerbeats Pro, denn dieses ist aufgrund der üppigen Größe der In-Ears, eines der größten Transportcases auf dem Markt. Wer daher ein True Wireless In-Ear Modell mit einem kompakten Ladecase sucht, muss sich definitiv ein anderes Modell suchen. 

Das Case lässt sich nämlich mit den Maßen: 75 x 75 x 42 mm (L x T x H) nicht wirklich bequem in der Hosentasche verstauen. Im Vergleich zum sehr kompakten Case der Apple Airpods der 2. Generation ist das Casemehr als doppelt so groß. Zumindest als Frau kann man das Case jedoch in der Handtasche verstauen, sofern man nicht nur eine kleine Clutch mit sich herumträgt.

An der Rückseite des Ladecase befindet sich unterhalb des breiten Klappscharniers ein leicht vertiefter Ladeanschluss. Dabei handelt es sich nicht um einen Micro-USB oder USB-C-Anschluss, sondern wie für Beats bekannt, um einen Lightning-Port. Daher ist es für Apple Device Nutzer sehr vorteilhaft, denn diese können das Ladekabel ihres iPhones und iPad zum Aufladen verwenden. Daher benötigen zumindest diejenigen kein extra Kabel wie z. B. Android Smartphone und Tablet-User, außer man verwendet das neue iPad Pro mit USB-C-Ladeanschluss. An der Front des Cases befindet sich eine einfache, aber breite Griffmulde, um das Ladecase einfach öffnen zu können. Unmittelbar darunter wiederum, versteckt sich eine kleine LED, welche beim Öffnen aufleuchtet, um zu zeigen, dass es sich im Verbindungs-Modus befindet. Während des aufladen wiederum leuchtet es rot, bis der Akku voll aufgeladen ist, denn dann geht es aus.   

Ein Magnetverschluss, der das Case verschlossen hält, sorgt wiederum dafür, dass auch beim sehr starken schütteln über Kopf, nichts herausfällt. Selbst auch dann, wenn der Deckel offen sein sollte und das Case geschüttelt wird, werden beide Ohrhörer dank dieser magnetischen Sicherung problemlos an ihrer Position gehalten. Im Inneren befindet sich natürlich eine große Mulde, in dem die beide True Wireless Ohrhörer eingesetzt werden und mit Strom versorgt werden. Sollte man die In-Ears zurücksetzten wollen, dann muss man beide Ohrhörer ins Case einlegen und den Systemknopf, der dich an der Fläche von den Ohrhörern befindet für bis zu 15 Sekunden gedrückt halten.

(Design: 4 von 5 Punkten)

Verarbeitung

Sowohl die Powerbeats Pro selbst, als auch das dazugehörende Ladecase, können mich persönlich soweit von deren Verarbeitung und Materialwahl überzeugen. Klar ist das Ladecase nicht gerade klein und mit 130 Gramm (inkl. Ohrhörer) auch nicht leicht, doch diesen Kompromiss muss man hier aufgrund der sportlichen Bauweise der Powerbeats Pro eingehen. Die Übergänge der einzelnen Kunststoffbauteile bei den Ohrhörern sind hervorragend. Alles ist hier sauber verarbeitet, sodass es hier keine unschönen und störenden Kanten gibt.

Außerdem überzeugen mich die Powerbeats Pro aufgrund der Sensoren, die automatisch beim entnehmen aus dem Ohr die Musik pausieren, sowie dass die Kopfhörer gegen Schweiß und Wasser beständig sind.

(Verarbeitung: 4,5 von 5 Punkten)

TEIL 2

bestehend aus „Funktion des Produktes“ entspricht 65% der Gesamtwertung

Kopfhörer-ArtTrue-Wireless In-Ear Kopfhörer
KategorieBluetooth Kopfhörer (Bluetooth 5) mit Apple H1 Chip
FarbeSchwarz
Akkuintegriert, Lithium-Polymer-Akku
Akku Ohrhörer: 9 h
Akku Ladecase: 15 h
Gesamt somit: 24 h
Gewicht 130 g (Ohrhörer und Ladebox)
21 g (beide Ohrhörer)
109 g (Ladebox)
MaterialKunststoff (Ohrhörer und Ladecase)
KonnektivitätBluetooth 5.0 Klasse:1 (Apple H1 Chip)
LieferumfangBeats Powerbeats Pro True Wireless Kopfhörer (2 Stk.)
Silikonaufsätze: XS, S, M (an Kopfhörern befestigt), L
Ladebox
Lightning auf USB-A Ladekabel
Kurzanleitung
Beats-Aufkleber
Garantiekarte

Tragekomfort

Da Beats die Powerbeats Pro mit den bereits mehrfach erwähnten anpassbaren Ohrbügeln ausgestattet hat, besitzen diese einen sehr sicheren halt. Zum Anlegen benötigt man jedoch unter Umständen gerade am Anfang vielleicht beide Hände, da man damit den Silikonbügel leichter um das Ohr führen kann. Nach einiger Übung sollte das Ganze jedoch auch ganz gut mit nur einer Hand vonstattengehen.

Nach dem anlegen sollte man diese dennoch leicht wie von anderen Ohrhörern gewohnt, leicht in den Ohrkanal drücken. Die Betonung liegt hier joch auf „leicht“ nicht fest. Schließlich soll das Ganze nicht wehtun, sondern es soll nur der typische Unterdruck-Effekt der beim Andrücken der Silikon-Ohrtips erzeugt wird stattfinden. Macht man dies nämlich nicht, dann stimmt das Klangbild unter Umständen nicht richtig. Nach dem Einsetzen und „leichten“ festdrücken, halten die Powerbeats Pro wirklich bombenfest. Egal wie ich den Kopf hin und her geschüttelt habe, die Ohrhörer bewegen sich null.

Beats liefert bei den Powerbeats Pro insgesamt vier verschiedene Silikon-Aufsätze in der Größe XS; S; M und L mit, von denen ein paar bereits montiert wurde, und zwar das Paar in der Größe M. Genau dies war auch das Paar, was bei mir für den besten halt und zugleich Klang gesorgt hat. Aufgrund der Ausführung mit Ohrbügel, kann es natürlich für Brillenträger zu Problemen kommen, da die Brille dann auf den Bügel aufliegt. Mit meiner Sonnenbrille hatte ich hierbei jedoch keinerlei Probleme. Das lässt sich jedoch nicht verallgemeinern, denn ob es euch stört, liegt zum einen an eurem Schmerz- bzw. Störempfinden, denn dieses ist bei jedem anders. Außerdem spielt es auch eine Rolle, wie die Brillenbügel eurer Brille ausgeführt sind.

(Tragekomfort: 4,5 von 5 Punkten)

Bedienung

Kommen wir nun noch kurz zur Bedienung zurück, denn diese kann bei einigen True Wireless In-Ears, da die Bedienung direkt über diese und nicht über eine Fernbedienung erfolgt, teilweise sehr störend sein. Das liegt daran, das hier manche Hersteller auf eine Touch-Steuerung und machen wiederum auf physische Tasten setzten, die aber teilweise stärker gedrückt werden müssen. Oftmals empfinden einige daher das Betätigen der Tasten als störend, da man sich dadurch ungewollt, den True Wireless In-Ear fester ins Ohr drückt. Bei einer Touch-Steuerung wiederum kommt es häufig dazu, dass man sich die Ganzen befehle durch antippen und streichen, nicht alle merken kann und es gelegentlich zudem zu Fehleingaben kommt.

Bei den Powerbeats Pro kommt anders als bei den Apple Airpods keine Touch-Bedienung zum Einsatz, sondern eine, über einfach Tasten. Das Besondere bei den Powerbeats Pro ist jedoch, dass hier die Knöpfe an beiden Seiten, also an jedem In-Ear dieselben sind und somit auch dieselben Funktionen ausführen. Somit kann man ohne Probleme nur einen In-Ear nutzen und den anderen im Case belassen.

Um einen oder beide Ohrhörer einzuschalten, genügt es wie gewohnt, die True Wireless Ohrhörer einfach aus dem Case zu nehmen. Wie man diese mit dem Smartphone verbindet, verrate ich euch unter dem Punkt „Bluetooth“ doch soviel sei gesagt, als Apple-Device Nutzer, ist es wie von Beats und Apple Kopfhörern gewohnt total einfach. Zum Ausschalten der Powerbeats Pro genügt es wiederum, diese einfach wieder in das Ladecase einzusetzen.

An jedem Ohrhörer der Powerbeats Pro gibt es zwei Bedienelemente. Zum einen den runde Knopf mit dem Beats-Logo, welcher mehrere Funktionen ausführt und die längliche Lautstärke-Wippe. Bei dieser Wippe senkt man durch das Betätigen der Taste in der Richtung des Beats-Logo die Musiklautstärke ab und am anderen Ende wird diese erhöht. Sobald man die Lautstärke an einem In-Ear Kopfhörer verändert, wird diese natürlich automatisch auch beim anderen geregelt.

Nun zum Beats-Logo (Knopf) betätigt man dieses einmal, dann wird die Musik angehalten oder gestartet. Ebenfalls kann man hier jedoch auch problemlos die Musik steuern, indem man nämlich das Logo zweimal drückt, springt man zum nächsten Titel in der Playlist und beim dreimaligen Betätigen einen Titel zurück. 

Mithilfe der beiden Tasten mit dem Beats-Logo, kann man natürlich auch Anrufe annehmen. Somit genügt es, die Taste bei einem eingehenden Anruf einmal zu betätigen und ein erneutes betätigen am Ende eures Telefonats führt dazu, dass der Anruf beendet wird. Sollte wiederum, während man telefoniert ein weiterer Anruf eingehen, dann kann man den ersten anhalten, indem man das Beats-Logo einmal betätigt. Während zwei Anrufe aktiv sind, kann man durch das Einmalige betätigen der Taste, zwischen den Telefongesprächen hin- und her wechseln. Einen eingehenden Anruf kann man ablehnen, indem man die Beats-Taste für eine Sekunde gedrückt hält. 

Neben den eben genanten Remote-Tasten verfügen die Powerbeats Pro über eine Sensorunterstütze Wiedergabe. Diese sorgt dafür, dass nach dem Entnehmen der Powerbeats Pro automatisch die Musik pausiert wird und sobald man diese wieder einsetzt, automatisch weitergespielt wird. Diese Einstellung kann man sofern nicht gewünscht, in den iOS Bluetooth-Einstellungen jederzeit deaktivieren. Diese „Ohrenerkennung“ funktioniert ausgesprochen gut und gefällt mir sehr gut, da diese nicht nur für einen großen Komfortgewinn sorgt, sondern auch dabei hilft, Akkukapazität einzusparen. Ein weiteres Highlight welches man z. B. auch von den Apple AirPods kennt, ist die „Hey Siri-Funktion“. Diese ist besonders beim Sport nützlich und wenn man das Smartphone nicht im selben Raum daheim liegen hat. Dadurch kann man nämlich ohne die Hände vom Trainingsgerät nehmen zu müssen, durch die Aussprache der zwei Wörter auf Siri zugreifen und dieser mitteilen, man möchte die Lautstärke erhöhen oder vieles mehr. Alternativ kann man jedoch jederzeit auch über die Beats-Taste zugreifen, indem man diese solange gedrückt hält, bis das gewohnte Siri-Signal ertönt.

(Bedienung: 4,5 von 5 Punkten)

Klang

Informationen zu der verbauten Treibergröße und welche Frequenzen usw. wiedergegeben werden können, gibt Beats wie gewohnt nicht an. Daher kann ich nur so viel sagen, Beats verspricht bei den Powerbeats Pro einen Top-Sound für Top-Workouts. Doch ist dem auch so? Das zeigt mir wie gewohnt der Klangcheck. Das Klangbild der Beats Powerbeats Pro ist vollmundig und sehr harmonisch. Das Bassfundament ist wie für Sportkopfhörer dennoch druckvoll und besitzt einen kräftig zupackenden Tiefgang. Letzteres ist jedoch nicht zu dominant, sodass hier die Mitten oder gar die Höhen überspielt werden. Teilweise konnte ich jedoch feststellen, dass die Powerbeats Pro beim Tiefgang etwas an ihrem knackigen Klangcharakter verlieren und die Höhen ebenfalls etwas an Detailreichtum verlieren. Dennoch gefällt mir das Klangbild sehr gut, da diese zum einen mit ihrem sehr hohen Output genug Lautstärkereserven bieten und für den Sportlichen-Einsatz perfekt geeignet sind, da das druckvolle Klangbild einem absolut beim Sport zur Motivation hilft.

Was die Sprachverständlichkeit der Powerbeats Pro angeht, kann ich soviel sagen, dass diese gut ist. Man kann zwar gut direkt über die Powertest Pro telefonieren, jedoch kommt die eigene Stimme beim Gesprächspartner etwas dazu leise an. Das kann gut an der Ausrichtung der Mikrofone liegen, doch was mir auffiel, dass Problem wird bei einer ruhigen Umgebung nahezu neutralisiert.

Was die Latenz angeht, also die Verzögerung zwischen Ton und Bild beim Ansehen von YouTube Videos usw. können die Powerbeats Pro überzeugen. Dies liegt an dem Apple H1 Chip, welcher für eine schnelle und sehr stabile Verbindung der Geräte sorgt.

(Klang: 4,5 von 5 Punkten)

Ausstattung

Akku & Ladecase

Beats gibt die Akkulaufzeit der Powerbeats Pro mit bis zu 9 Stunden an. Dies ist trotz der Bauweise eine sehr gute Laufzeit, was nicht nur dem verbauten Akku, sondern ebenfalls dem sparsamen Apple H1 Chip zu Schulden ist. Bei meinem Alltagstest kam ich zusammengerechnet jedoch sogar auf meiner gewählten Lautstärke auf knapp über 10 Stunden. 

Sobald der Akku der Powerbeats Pro In-Ears leer ist, können diese jederzeit im mitgelieferten Transportcase aufgeladen werden. Dies ermöglicht bei vollem Akku der In-Ear Kopfhörer und Ladecase eine gesamte Laufzeit von gut 24 Stunden oder je nach eingestellter Lautstärke sogar etwas mehr. Praktisch ist die integrierte Fast-Fuel-Technologie (Schnellladefunktion), diese ermöglicht es nämlich, dass wenn man vergessen hat die leeren Powerbeats Pro zurück ins Transportcase zurückzulegen, diese innerhalb von 5 Minuten für etwas mehr, als eine Stunde Musikwiedergabe aufzuladen. Um das Ladecase wiederum komplett aufzuladen, benötigt es knapp eine Stunde und 20 Minuten.

Nutzer eines iOS-Device haben zwei Möglichkeit sich über den Akkustand der In-Ears und des Ladecase zu informieren. Öffnet man das Ladecase z. B. erscheint das typische Pop-up-Fenster, welches über die verbleibenden Kapazitäten der einzelnen Komponenten informiert. Außerdem könnt ihr den Akku natürlich jederzeit über das Batterien-Widget einsehen.

Bluetooth & Signalqualität

Bei den Powerbeats Pro hat der von Apple neu entwickelte H1 Chip Einzug erhalten. Dieser soll nochmals für eine deutlich stabilere und schnellere Verbindung der Geräte sorgen. Dadurch erfolgt das Koppeln mit allen aktuellen Apple-Devices auf denen auch das neuste iOS-Betriebssystem läuft sehr einfach.

 Nun zur Verbindung der Powerbeats Pro, als iOS-Device Benutzer ist das ganze Total easy. Hier reicht es, das Case, indem die beiden Powerbeats Pro eingelegt sind, nah an das Gerät zu halten, mit denen man diese verbinden möchte. Anschließend klappt man das Case auf und automatisch erscheint ein Pop-Up-Fenster am Smartphone. Dieses zeigt die Kopfhörer mit dem Case an und man wird gefragt, ob man die Kopfhörer verbinden möchte. Sobald man nun auf „Verbinden“ tippt, sind die Kopfhörer mit dem iOS-Device gekoppelt. Das praktische hierbei ist, dass ihr die Kopfhörer nicht mit euren weiteren Apple-Geräten koppeln müsst. Automatisch werden diese euch auch bei den anderen Geräten in den Bluetooth-Einstellungen angezeigt und ihr könnt innerhalb weniger Sekunden bei der Wiedergabe zwischen den einzelnen Geräten wechseln.

Seid ihr Nutzer eines Android-Smartphones oder Tablet, könnt ihr die Powerbeats Pro natürlich ebenfalls nutzen, denn auch mit diesen Geräten sind die Powerbeats Pro kompatible. Dabei ist der Kopplungsvorgang jedoch etwas „aufwendiger“, aber keineswegs komplizierter als bei einer herkömmlichen Bluetooth-Verbindung. Um die Powerbeats Pro mit eurem Android-Smartphone zu koppeln, müssen beide Ohrhörer im magnetischen Ladecase eingelegt sein. Anschließend betätigt man den kleinen Pairing-Knopf, der sich in der Innenseite der Ladeschale befindet. Daraufhin sollte die LED an der Vorderseite aufblinken. Nun wie gewohnt in die Bluetooth-Einstellungen eures Gerätes gehen und aus der Liste die Powerbeats Pro suchen, darauf klicken und schon koppeln sich beide Geräte miteinander.

Die Reichweite der Powerbeats Pro ist überraschend hoch. Apple gibt an einen Bluetooth-Chip (Bluetooth 5.0) der Klasse 1 verbaut zu haben und dies merkt man auch. Bisher hatte ich noch keine True Wireless Kopfhörer in meinem Test, die solch eine große Bluetooth-Reichweite bieten konnten. In Räumlichkeiten mit zwei dickeren Beton-Wänden fing die Musik erst ab ca. 30 Metern an zu stocken, im freien Feld sind wiederum bis zu 50 Metern kein Problem.

(Ausstattung: 4,5 von 5 Punkten)

TEIL 3

bestehend aus „Preis/Leistung“ entspricht 10% der Gesamtwertung

Beschreibung

Mit den neuen Powerbeats Pro verspricht Beats Top-Sound für Top-Workouts und dank des neuen Apple H1 Chip eine schnellere, stabilere kabellose Verbindung zu den Geräten, welche eine noch höhere Reichweite mit weniger Unterbrechungen bieten. Des Weiteren soll das Design mit flexiblen Ohrbügel, sowie die Ausführung mit einem Schweiß- und Wasserbeständigen Gehäuse dafür sorgen, dass die Powerbeats Pro nicht nur im Alltag, sondern auch für jedes sportliche Workout gewappnet sind. Diesen Aussagen kann ich soweit zustimmen, denn das Konzept der Powerbeats Pro ist absolut gelungen.

Preis/Leistung

Die UVP der Powerbeats Pro ist mit 249,95€ festgesetzt und somit nicht gerade günstig. Online sind diese jedoch je nach Farbe „etwas“ günstiger für knapp 222€ inkl. Versand erhältlich.

Für den Preis bekommt man den aktuell besten und bequemsten Halt bei True Wireless In-Ear Kopfhörer. Ebenso ist die Akkulaufzeit sehr gut und für jedes Workout ausreichend und der Klang kann nicht nur laut, sondern zugleich auch gut. Wer die Kopfhörer beim Sport oder auch im Alltag viel nutzen möchte, für denjenigen lohnen sich die Powerbeats Pro auf jeden Fall, doch sucht ihr dagegen Kopfhörer, die ihr vielleicht nur 3-mal im Monat nutz, dann lohnen sich diese für euch meiner Meinung nach nicht. 

Den Kompromiss welchen man aufgrund ihrer Bauweise machen muss, könnte jedoch neben dem Preis ein weiteres K.O-Kriterium sein, denn dieses zählt zu den größten seiner Art.

Beats Powerbeats Pro

Zum Angebot bei

testr Gesamtwertung

unter Berücksichtigung aller Teilwertungen

 Wir bedanken uns beim Hersteller für die Bereitstellung des Produktes. Zu unseren Grundsätzen

Link zum Hersteller: beatsbydre.com/de

Gigaset GS195

In aller Kürze

Mit dem Gigaset GS195 hat das Unternehmen aus Bocholt ein neues „Made in Germany“ Smartphones im Sortiment. Dieses gefällt mir von der Optik sehr gut und macht einen sehr hochwertigen Eindruck. Auch beim großen Display mit Notch, kann das Gigaset GS195 Punkten. Im Alltag macht die verbaute Hardware sicherlich einen guten Job, doch für 199 € sind 2 GB RAM und 32 GB Speicher einfach etwas mager bemessen. Des Weiteren schnitt die Kamera nicht sonderlich gut ab, was zum Teil an den übersättigten Farben und dem zu stark rauschenden Bildern bei schlechten Lichtverhältnissen lag.

Gefällt uns

  • Gute Akku-Leistung
  • gutes Design + Verarbeitung
  • Kopfhörerbuchse
  • USB-Typ-C Anschluss

Gefällt uns weniger

  • schwache Hardware
  • mäßige Foto- und Videoqualität
  • keine Kopfhörer im Lieferumfang

Gigaset GS195

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TEIL 1

Bestehend aus „Verpackung/Design/Verarbeitung“ entspricht 25% der Gesamtwertung

Verpackung

Mit dem neuen Gigaset GS195 hat das Unternehmen erneut das Design der Verpackung überarbeitet. Bei dieser neuen Verpackung erkennt man direkt, dass für Gigaset Nachhaltigkeit ein wichtig Thema ist. Dies zeigt einem nämlich zum einen das Material, aus dem diese hergestellt wurde und dass man mit dem nun 3 Smartphone „Made in Germany“ komplett auf Plastik beim Verpacken verzichtet hat. Optisch mag die Verpackung für einige sicherlich nicht so „schön“ aussehen, wie die gebleichten und beschichteten Verpackungen der großen Hersteller. Doch für die Umwelt ist es ein richtiger Schritt. 

Die Verpackung wurde nämlich erstmals auf Basis einer zellstoffbasierten Verpackung aus Graspapier gefertigt. Diese setzt sich aus Altpapier und 30 % schnell wachsenden Grasfasern zusammen. Dabei wird das „Heu“ von heimischen Wiesen aus Deutschland geliefert. Ebenso spart man sich die zusätzlichen Kabelbinder und Folien (bis auf die, auf dem Display) und ersetzt diese z. B. beim Kabel, durch ein Papierband. Smartphone und Netzteil, werden komplett ohne zusätzliche Umverpackung geliefert.

So genug zur neun umweltbewussten Verpackung, auch wenn dies ein wichtiges Thema der heutigen Zeit ist. Doch schauen wird uns nun den Rest der Verpackung etwas genauer an. 

Bei der Wahl der Verpackungsfarben, bleibt Gigaset sich weiterhin treu und so setzt man auch hier auf einige orangenen und schwarzen Farbakzente. Der Verpackungsaufbau ähnelt dem des Gigaset GS110 großteils, somit wird diese ebenfalls von rechts nach links, wie bei einem herkömmlichen Versandkarton geöffnet. Auf der Oberseite hat sich Gigaset für den einen Aufdruck im 1:1 Maßstab, der Konturen des Smartphones inkl. Displayrahmen entschieden. Im Zentrum davon erblickt man dann sinnbildlich für die Darstellung des Displays, den Herstellernamen, die Modellbezeichnung und das „Made in Germany“ Logo. An den Stirnseiten wird wie gewohnt rundherum im Zentrum der Name „Gigaset“ präsentiert. Wovon jedoch die obere Stirnseite mit einem Aufkleber versehen wurde, welcher wie üblich über die IMEI 1-/2-Nummer, die Seriennummer, den Modellnamen und dessen Farbe informiert.

Das Design-Konzept der Front hat das Team der Verpackungsentwicklung (Gestaltung) ebenfalls auf der Rückseite integriert. So wird einem hier die Rückseite der Smartphones ebenfalls im Maßstab 1:1 dargestellt. Dabei sieht man hier neben den äußeren Konturen des Gigaset GS195 auch die Dual-Kamera und den Fingerabdrucksensor. Im Zentrum des dabei dargestellten Smartphones erwähnt Gigaset außerdem wie gewohnt einige technische Ausstattungsmerkmale in Text- und Symbol-Form. Außerdem bekommt man hier einige Informationen zum Unternehmen und der Materialzusammensetzung der neuen Verpackung. 

Nach dem Öffnen der Verpackung kommt auf der Oberseite direkt das Gigaset GS195 zum Vorschein. Dabei bekommt man zugleich das erste und einzige Plastik-Element zu Gesicht, und zwar die Display-Schutzfolie. Diese muss jedoch entfernt werden, da diese zum einen matt ist und nur zum Schutz des Displays beim Transport dient. Zugleich informiert dies jedoch auch über die einzelnen Hardwareteile, bzw. zeigt, wo diese verbaut sind.

Das restliche Zubehör verbirgt sich unter einem Trennboden, der erneut über die Zusammensetzung und umweltfreundlichen Vorteile der Verpackung informiert. Unter dem Trennboden versteckt sich eine überraschend „umfangreiche“ Bedienungsanleitung in mehreren Sprachen, gefertigt aus 100 % recycelten Papier, ein USB-Typ-C Ladekabel und ein 10 Watt Netzteil. Das SIM-Tool wiederum welches zum Öffnen des SIM- und Micro-SD-Schacht benötigt wird, befindet sich seitlich in den Trennboden.

(Verpackung: 4,5 von 5 Punkten)

Design

Beim neuen Gigaset GS195 hat Gigaset das Design seiner „Mittelklasse-Smartphones“ deutlich verändert. Wo man bei den bisherigen Smartphones noch auf ein komplettes Aluminium-Gehäuse oder zum Teil auch auf Kunststoff gesetzt hat, kommt nun sowohl an Vorder- als auch auf der Rückseite kratzresistentes 2.5d Glas zum Einsatz. Wer zwar den Begriff 2.5d schon einmal gehört hat, aber bisher nicht wusste, was diese Bezeichnung bedeutet, bekommt hier eine kurze Info meinerseits. Es handelt sich dabei um ein Glas, was zu den Rändern leicht abgerundet ist. Also so wie z. B. bei Apple Smartphones und allen anderen moderneren Smartphones. Diese Rundung sollte man aber nicht mit dem sogenannten Infinity Display aus dem Hause Samsung verwechseln, denn dies ist mehr oder weniger ein 3d Glas (Curved).

Das Display ziert eine Notch, welche der Größe nach, der von den aktuellen Apple iPhone Modellen sehr ähnelt. Hier versteckt sich neben der Hörmuschel, die 8MP Front-Kamera, ein LED-Blitz und der kleine runde Annäherungssensor, sowie Helligkeitssensor. Im unteren Bereich ist der Rahmen mit 13 mm jedoch weiterhin deutlich breiter gehalten. Was etwas Schade ist, denn hier sind keinerlei Sensoren oder ähnliches integriert. Das verbaute Display wirkt weiterhin bei den Gigaset Smartphones nicht in den Aluminium-Rahmen integriert, sondern vielmehr aufgesetzt. Dies dürfte jedoch nach dem anbringen eines Cases definitiv nicht mehr stören. Der Rahmen der die Vorder- und Rückseite fest zusammenhält, besteht wie gewohnt aus Aluminium. Dieser ist bei meinem Testgerät in der Farbe Dark Purple eloxiert, jedoch gibt es auch noch ein schlichteres Modell in einem sogenannten Titanium Grey. Beide Farbvarianten sind hier unter der Glasrückseite mit einem Metallic-Finish versehen.

Aufgrund des 6,18 Zoll Display, dem zusätzlichen Glas und den größeren Akku, kommt das 156,1 x 76,1 x 8,4 mm große Smartphone auf ein Gewicht von knapp 180 Gramm. Dennoch liegt es aufgrund des bereits erwähnten 2.5d Glas ausgesprochen gut in der Hand. Bei den seitlichen Anschlüssen und Bedienelementen gibt es soweit keine Veränderungen bei der Anordnung. Somit findet man wie gewohnt zur rechten, die beiden getrennten Lautstärketasten und etwas darunter versetzt ein gleichgroßer Einschaltknopf. Dieser ist geriffelt ausgeführt, sodass man diesen direkt beim Vorbeistreifen mit dem Finger erkennt. Der SIM-Karten und Micro-SD-Slot findet man bei diesem Modell wieder direkt auf der linken Seite im oberen Bereich. Hier kann man neben zwei Nano-SIM-Karten (Dual-SIM) zeitgleich auch noch eine Micro-SD-Speicherkarte einlegen, um den internen Speicher um bis zu 256 GB zu erweitern.

An der oberen Stirnseite hat Gigaset lediglich die Klinkenbuchse platziert, sodass sofern man noch kabelgebunden Kopfhörer nutzt, diese hierüber anschließen kann. Dieser Anschluss wird ja inzwischen immer seltener verbaut, somit wird es hier sicherlich noch einige freuen, dass zumindest Gigaset den Anschluss noch verbaut. Zu guter Letzt findet man an der Unterseite, zentral einen modernen zeitgemäßen USB-Typ-C Anschluss zum Aufladen, welcher rechts von einem Mono-Lautsprecher und links von einem Mikrofon (für Telefonate) umgeben ist. Die Löcher, welche hier links und rechts neben dem Lade-Anschluss eingebracht sind, gelten dabei nur der Optik bzw. der Symmetrie. Schließlich handelt es sich beim Mikrofon lediglich um ein kleines Loch. 

Die Rückseite kann man soweit eigentlich als unspektakulär bezeichnen. Es ist eben eine große glänzende Glasrückseite, welche ein Gigaset Logo ziert. Auf Wunsch kann diese aber zudem mit einem Aufpreis von 5€ mit max. 26 Zeichen lasergraviert werden. Der Fingerabdrucksensor wurde wie üblich, gut erreichbar im oberen drittel integriert. Lediglich die Dual-Kamera samt LED-Blitz wurde quasi in die linke obere Ecke hineingequetscht, als hätte man sonst keinen Platz gehabt. Doch da dies viele andere Hersteller auch nicht viel besser machen, ist dieser Punkt ein häufiger Fall.

Nun möchte ich wie gewohnt, noch einige Wörter zum Mono-Lautsprecher sagen. Dieser ist von der maximalen Lautstärke zwar gut, doch wie immer, sollte man auch hier beim Gigaset GS195, klangliche keine Wunder erwarten. Musikhören im Bad, ist damit zwar gut möglich, aber einen Film über Netflix, oder ein Video über Youtube anschauen würd ich persönlich meistens mit Kopfhörer bevorzugen. Der Klang ist nämlich was den Tiefgang, also den Bassbereich angeht sehr mager aufgestellt. Hier hören sich Explosionen nicht tief genug an und daher fehlt es hier an Kraft.

Der USB-Typ-C-Ladeanschluss an der Unterseite unterstützt weiterhin wie die bisherigen Gigaset Smartphones die USB-on-the-go (OTG) Funktion. Dies bedeutet, dass man mit dem passenden Kabel ein angeschlossenes Gerät mit Strom versorgen kann. Dabei dient das Gigaset GS195 wie bereits dessen Vorgänger, als Art Power-Bank.

(Design: 4 von 5 Punkten)

Verarbeitung

Die Verarbeitung des Gigaset GS195 ist wie bereits angedeutet sehr gut. Vor allem angesichts des Preises von unter 200€ kann man sich hier, keinesfalls beklagen. Schließlich bekommt man hier ein modernes Smartphone mit einer Notch, einem großen Display und kratzunempfindlichen Glasrückseite. Doch ein Nachteil hat natürlich die hochglänzende Glasrückseite, denn dadurch sieht man auf der Rückseite ohne eine Hülle, quasi jeden Fingerabdruck.

Bei den Tasten setzt das Unternehmen zwar leider auf Kunststoff, jedoch besitzen diese einen sehr guten Druckpunkt und sind zudem verwicklungsfrei eingebaut. Bei der Notch handelt es sich zwar um keinen kleinere Tropfen-Notch, doch dafür wurden hier einige Sensoren und sonstige Hardware-Elemente verbaut. Das die Kamera auf der Rückseite, knapp 1 mm vorsteht, möchte ich zwar anmerken, doch da es aktuell kein anderer Hersteller besser macht, gilt dies nicht wirklich  als Kritikpunkt.

(Verarbeitung: 4 von 5 Punkten)

TEIL 2

bestehend aus „Funktion des Produktes“ entspricht 65% der Gesamtwertung

Display6,18 Zoll (19:9 Format) 2246 x 1080 Pixel (Full HD plus), Pixeldichte beträgt 404 ppi
CPUSpreadtrum SC9863A Octa-Core, 64bit, 4x 1.60 GHz 4x 1.20 GHz Cortex-A55 / GPU: IMG8322
RAM2 GB RAM
BetriebssystemPure Android™ 9.0 Pie
Haupt-Kamera Dual-Kamera: 13 MP f/2.0 Blende und 5 MP für Bokeh-Effekt, Mono-LED-Blitz.
Front-Kamera8 Megapixel; mit LED-Blitz
AnschlüsseUSB-Typ-C-Ladenaschluss, 3.5mm-Klinke
Akku4000 mAh fest verbaut
FarbenDark Purple; weitere Farben: Titanium Grey
KonnektivitätWi-Fi 802.11 b/g/n 2,4 GHz. Mobilfunknetz bis 4G, Wi-Fi Direct, Bluetooth 4.2 und GPS, A-GPS, GLONASS
Abmessungen156,1 mm x 76,1 mm x 8,4 mm
Gewicht180 Gram
LieferumfangGigaset GS195
10 Watt-Netzteil
USB-Typ-C-Ladekabel
Bedienungsanleitung

Performance

Betrachtet man die technischen Daten des Gigaset Gs195, dann zeigen diese einem zwar einige positive, aber zugleich auch negative Ausstattungsdetails. Eines der weniger Positiven ist z. B. der Prozessor. Dieser stammt weder von Qualcomm noch von MediaTek, sondern von einem hierzulande weniger bekannten Unternehmen Namens „Unisoc“. Von diesem Hersteller verbaute Gigaset übrigens bereits bei dem von mir getesteten Gigaset GS110 Prozessoren und wenn man die technischen Daten beider Geräte vergleicht, stellt man fest, dass es sogar derselbe CPU ist.

Die genaue Bezeichnung des CPU im Gigaset GS195 lautet: Spreadtrum SC9863A. Dies ist ein Octa-Core (8-Kern) Prozessor, welcher Anfang 2019 vorgestellt wurde. Dieser ARM-SoC welchen Unisoc im Sortiment hat, verwendet die Cortex-A55-Technologie. Bei der Taktrate, laufen von den insgesamt 8-Kernen, vier mit jeweils 1,2 GHz und die anderen vier mit bis zu 1,6 GHz. Zwar handelt es sich hier um ein 64-Bit CPU, jedoch wurde dieser im 28 nm Verfahren hergestellt. Andere Hersteller wie Samsung, Qualcomm und Huawei stellen ihre CPU´s bereits im deutlich besseren 7-Nanometer-Verfahren her. Wie bereits im Gigaset GS110 wird der verbaute CPU, vom selben IMG8322 GPU unterstützt. Leistungstechnisch macht hier nur der doppelte Arbeitsspeicher von 2 GB einen Unterschied aus. Jedoch ist auch dies nicht wirklich zeitgemäß.

Beim verbauten Flash-Speicher hat man den Speicher auf 32 GB erweitert, was für die meisten Ausreichend sein dürfte. Entsprechend der Kamera-Auflösung usw. fallen daher logischerweise, sowieso nicht so riesige Dateien an. Natürlich wäre mehr Speicher immer gut, doch dafür kann man diesen mit einer zusätzlichen Micro-SD Speicherkarte um bis zu 256 GB erweitern. Daher sollte es vom Speicher hier definitiv kein Problem geben, eher wird es beim Prozessor oder dem Arbeitsspeicher kritisch. 

Beim Gigaset GS195 sollte man soweit keinen rasanten Speicher erwarten, schließlich sind wir auch nicht bei einem High-End Smartphone, sondern bei einem Einsteiger- bis maximal mittelmäßigen Mittelklasse Smartphone. Daher handelt es sich auch hier wie bereits beim Gigaset GS110 um ein ideales Gerät die Eltern oder die Ureltern, die ihr Smartphone nur gelegentlich für Anrufe nutzen und hin und wieder via WhatsApp Nachrichten senden möchten. Schließlich reicht hierbei die Geschwindigkeit des Gerätes problemlos aus. Beim Gigaset GS195 handelt es sich lediglich um das Minimal besser ausgestattete Gerät, welches von der Optik deutlich modernerer als das GS110 gehalten ist.

 Laut AndroBench erreicht der interne Speicher beim Schreiben einen Wert von knapp 85 MB/s und beim Lesen fast 98 MB/s, daher schneidet das Gerät hier wie bereits angedeutet eher mittelmäßig ab. Gut finde ich wiederum, dass von dem intern verbauten 32 GB Speicher, das Android Pure 9 System wenig Platz beansprucht. Das liegt auch daran, dass das Gerät mit sehr wenig Bloatware daher kommt. Somit stehen dem Käufer von 32 GB knapp 26 GB frei zur Verfügung, welche wie bereits erwähnt via Micro-SD-Speicherkarte erweitert werden können.

Schon die technischen Daten des Gigaset GS195 zeigten mir ganz klar, dass ich hier bei der Performance, was den Bereich Spiele angeht, nicht besonders viel erwarten sollte. Normale Anwendungen starten recht flott, doch anspruchsvolle Games, kann man hier eigentlich vergessen. Daher hab ich die besonders anspruchsvollen Spiele auch gar nicht erst installiert. Das ist ja soweit auch ok, denn schließlich wird sich dies jeder von euch soweit eigentlich denken können, dass dieses Einsteiger-Smartphone nicht dafür ausgelegt ist.

Der verbaute CPU, GPU und 2 GB RAM ist dafür einfach zu schwach auf der Brust. Somit laufen auf dem Gigaset GS195 lediglich Spiele, bei denen sich die grafischen Leistungen und Animationen in Grenzen halten. So viel zu den technischen Daten und meiner Einschätzung der Rechenleistung in meinem Alltagstest. Doch einige legen hier natürlich Wert auf die Zahlen einiger Benchmark Tests und daher schauen wir uns diese wie gewohnt ebenfalls an. Bei Antutu konnte das Gigaset GS280 einen Wert von 94.802 erreichen und bei PCMark for Android kam es auf eine Score von 4446.

(Performance: 2,5 von 5 Punkten)

Display

Gigaset verbaut in das GS195 ein 6,18 Zoll IPS-LCD-Display, mit einer Auflösung von 2246 x 1080 Pixeln. Dies ergibt eine Pixelschärfe von knapp 403 ppi, was somit für ein Mittelklasse-Smartphone überraschend gut ist.

Die Helligkeit ist mit knapp 450 cd/m² zwar nicht die beste, geht aber im Alltag absolut in Ordnung. Somit ist die Helligkeit wie üblich im Indoor-Einsatz und im Schatten gut, doch bei direkter Sonneneinstrahlung hat man beim Ablesen durchaus seine Probleme. 

Dass es sich beim verbauten Display jedoch um kein allzu hochwertiges handelt, fällt mir insbesondere beim Betrachten einer weißen Seite auf. Diese besitzt hierbei nämlich einen deutlichen Grünstich, welcher im Alltag vielleicht nicht stören mag, doch dennoch hat dieser auch auf die farbliche Darstellung einen Einfluss. Außerdem ist die Ausleuchtung des Displays eher ungleichmäßig verteilt, was anderen Herstellern in dieser Preisklasse teils besser hinbekommen.

(Display: 3,5 von 5 Punkten)

Akku

Beim fest verbauten Akku im Gigaset GS195 handelt es sich um einen 4.000 mAh Lithium Polymer Akku. Dieser fällt somit wie von Gigaset gewohnt, zumindest von den technischen Daten betrachtet, ausreichend bemessen aus. Schließlich handelt es sich ihr um eine eher schwache Hardware, doch anders als erwartet, hält der Akku max. zwei Tage bei normaler Nutzungsintensität aus. Dies liegt daran, dass eine „billige“ Ausstattung, leider wie so häufig, zwar weniger Energie benötigen mag, doch angesichts der Leistung, ist diese Hardware weitaus nicht so energiesparend wie die technisch deutlich leistungsstärkeren Prozessoren.

Etwas verblüfft war ich von Gigaset´s Angabe, dass der Akku eine Schnellladefunktion besitzen soll. Eine volle Aufladung dauert nämlich mit dem mitgelieferten Netzteil, welches eine Ladeleistung von 10 Watt bietet, stolze 3 Stunden, was wohl kaum als schnell zu bezeichnen ist. Dafür setzt das Unternehmen jedoch sowie es aussieht zukünftig bei allen neuen Geräten auf einen USB-Typ-C Ladeanschluss.

(Akku: 4,5 von 5 Punkten)

Kamera

Bei der Hauptkamera am Gigaset GS195, handelt es sich um eine klassische Dual-Kamera. Diese setzt sich aus einem 13 MP f/2.0 und 5 Megapixel Sensor zusammen, wobei Letzteres lediglich für den Bokeh-Effekt (Tiefenschärfe) genutzt wird. Somit hat man hier auf der Rückseite zwar optisch wie bei anderen Geräten mit einer Dual-Kamera, zwei Kamera-Linsen, doch davon kann man effektiv nur eine nutzen, sprich die 13 Megapixel-Linse.

Während meiner Testaufnahmen stellte ich zum einen Fest, dass der Phasenvergleich-Autofokus, etwas träge arbeitet. Daher eignet sich die verwendete Kamera weniger dazu, um sportliche Bilder aufzunehmen, oder Bilder vom Kind. Schließlich wird man damit den richtigen Zeitpunkt der idealen Aufnahme verpassen, da bis der Fokus scharf gestellt ist der süße oder schöne Moment schon vorbei sein kann. 

Bei normalen Lichtbedienungen, also im Sommer, wo es lange hell ist und die Sonne scheint, sind die Aufnahmen, die mit dem Gigaset GS195 gelingen durchaus verwendbar. Wer diese Aufnahmen jedoch zuhause oder im lokal auf Fotopapier ausdrucken möchte, wird merken, dass sich bei der Vergrößerung schnell Unschärfen zeigen. Außerdem sind die Bilder teilweise etwas überbelichtet, doch mit der aktivierten automatischen HDR-Funktion bessert sich dieser Effekt etwas. Doch genau Letzteres führt zum Teil zu einer verstärkten Sättigung der Farben, sodass diese nicht mehr ganz so viel mit den natürlichen Farben der Umgebung zu tun haben. Für die schwache abendliche Beleuchtung taugt die Kamera des Gigaset GS195, unter anderem durch den fehlenden optischen Bildstabilisator, nicht wirklich. Hier verlieren die Bilder sehr schnell an Details und Schärfe, sodass die Fotos in meinen Augen zu sehr verrauschen und kaum brauchbar sind. 

Die Frontkamera löst mit maximal 8 MP auf. Beim Blitzlicht setzt Gigaset hier nicht auf das Aufhellen des Displays, sondern auf einen Mono-LED-Blitz, wie übrigens auch auf der Rückseite. Die Bildschärfe der Selfie-Kamera mag zwar ok sein, doch bei der Dynamik ist diese sehr enttäuschend. HDR-Aufnahmen würde ich hierbei nicht empfehlen, denn dabei entstehen total unnatürliche Bilder, die den Hintergrund abdunkeln, aber zeitgleich einen weißen Rahmen um die Person erzeugen. Ebenso sollte man den Manuel regelbaren Bokeh-Effekt sowohl an der Haupt-, als auch bei der Frontkamera nicht überstrapazieren, dabei erzeugt die Kamera nämlich schnell einige Bildfehler.

Videos können mit dem Gigaset GS195 wie bisher bei sämtlichen anderen Gigaset Smartphones lediglich mit maximal 1.080p und 30 fps aufgenommen werden. 4K-Videos werden daher ebenso wenig unterstützt, wie Slow-Motion aufnahmen.

(Kamera: 2,5 von 5 Punkten)

Software

Auf dem Gigaset GS195 hat das Unternehmen Android 9 in der Pure-Edition vorinstalliert. Dabei handelt es sich um eine reine (pure) Version des Android 9. Der auf meinem Testgerät installierte Sicherheitspatch stammt vom 5. Dezember 2019 und ist daher zumindest zum Zeitpunkt meines Tests „noch“ sehr aktuell.

Android 9 in der reinen Version, kommt kaum mit sogenannter Bloatware daher. Daher verbraucht das System wie bereits erwähnt nicht so viel Speicher. Neben den üblichen Apps wie Google Chrome, Kalender, Rechner usw. sind auch Google Apps wie YouTube, Gmail, Google Fotos und Google Maps vorinstalliert. Jedoch werden einem hier auch zeitgemäße Funktionen wie z.B Eye comfort, unter dem Menüpunkt Display angeboten. Dabei handelt es sich um die durchaus für mich sinnvolle Blaulichtfilter-Funktion, welche dafür sorgt, dass das Display auch abends angenehm bzw. schonenden für die Augen angesehen werden kann, da dabei das blaue Licht in Weißtönen reduziert wird.

(Software: 3,5 von 5 Punkten)

TEIL 3

bestehend aus „Preis/Leistung“ entspricht 10% der Gesamtwertung

Beschreibung

Gigaset beschreibt das GS195 als Smartphone für alle, die beim Design und der Funktionalität keine Abstriche machen wollen. Beim Design gehe ich hier voll und ganz mit Gigaset mit, denn dieses gefällt mir dank der modernen Front mit einer Notch und der Glasrückseite sehr gut. Auch das Gigaset die Umwelt sehr wichtig ist und das Gerät mit einer umweltfreundlichen Verpackung ausliefert, welches zudem beides in Deutschland produziert wird, gefällt mir sehr gut. Doch bei der Aussage „Funktionalität“, trennen sich die Meinungen, denn hier hat es kleine aber auch zum Teil größere Schwächen. Zu diesen zählen unter anderem die Kamera, welche bei dunkler Umgebung kaum zu gebrauchen ist, der langsame Speicher und das allgemein etwas leistungsschwache Gerät, welches schneller mal etwas wärmer werden kann. 

Preis/Leistung

Das Gigaset GS195 kann man direkt bei Gigaset für 199,00 EUR inkl. kostenlosem Versand bestellen. Im Preisvergleich ist dieses jedoch bereits für knapp 160€ bei einigen online Shops erhältlich.

Das Smartphone ist angesichts des Preises von knapp unter 200€ nicht schlecht, doch leider ist hier die Konkurrenz aus Fernost ebenfalls sehr stark aufgestellt. Sodass man hier zum Teil für nur wenige Euro mehr, ein deutlich besseres Smartphone erhält. Wem das Gerät jedoch von der Leistung ausreicht, da man dies nur zum gelegentlich telefonieren usw. nutz und ein Smartphone kaufen möchte, welches zumindest noch bzw. wieder in Deutschland zusammengebaut wird, kann hier eventuell ein gutes Gerät kaufen. Doch bedenke sollte man, das Gigaset vor Kurzem das neue Gigaset GS290 vorgestellt hat, welches technisch besser aufgestellt ist und zudem „nur“ 70€ mehr kostet. Dieses versuche ich für euch natürlich direkt als Testgerät zu besorgen. 

Gigaset GS195

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testr Gesamtwertung

unter Berücksichtigung aller Teilwertungen

 Wir bedanken uns beim Hersteller für die Bereitstellung des Produktes. Zu unseren Grundsätzen

Link zum Hersteller: Gigaset.de

JBL Reflect Flow

In aller Kürze

Mit den JBL Reflect Flow, hat das Audio-Unternehmen JBL ein weiteres komplett kabellose True Wireless In-Ear-Kopfhörer-Modell im Sortiment. Diese bieten nach der Schutzklasse IPX7, eine Beständigkeit gegen Schweiß und Wasser und bieten einen sicheren Halt auch bei sportlichen Tätigkeiten. Des Weiteren fällt die Laufzeit ohne Aufladen von über 10 Stunden sehr ordentlich aus und dank Aware- und TalkThru-Technologie kann man auch jederzeit die Umgebung um sich wahrnehmen. Auf was man hier jedoch leider weiterhin Verzichten muss, ist eine Lautstärkeregelung direkt über die Ohrhörer und auf hochwertige Audio-Codecs.

Gefällt uns

  • Tragekomfort
  • IPX7-Zertifizierung (wasserbeständig)
  • geringes Gewicht (8 Gramm pro In-Ear)
  • Akkulaufzeit (30 h mit Ladecase)
  • guter Klang

Gefällt uns weniger

  • keine Lautstärkeregulierung
  • veralteter Micro-USB Anschluss

JBL Reflect Flow

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TEIL 1

Bestehend aus „Verpackung/Design/Verarbeitung“ entspricht 25% der Gesamtwertung

Verpackung

JBL bleibt seiner kompakten und stabilen Hauptverpackung treu und so kommen die neuen JBL Reflect Flow in einer bunt bedruckten Verpackung daher. Bevor wir uns das Innenleben und somit den Lieferumfang näher ansehen, möchte ich auch hier wieder wie gewohnt die äußere Verpackung näher beschreiben. Schließlich erfährt man hier viele wichtige Informationen über die darin befindlichen True Wireless In-Ears.

Die Front, welche später nach links aufgeklappt wird, beinhaltet die Üblichen aufdrucke. Zu diesen zählen der Name des Unternehmens und der des Produktes, aber auch eine Ablichtung der beiden True Wireless In-Ear darf hier nicht fehlen. Diese werden hier übrigens in der Farbe, in der man diese gewählt hat gezeigt. Außerdem haben die Seiten der Verpackung ebenfalls die gewählte Farbe. Unter dem Namen des Produktes (Reflect Flow) wirbt JBL ebenso wie gewohnt, mit den wichtigsten Merkmalen des Produktes. In dem Fall der neuen JBL Sport Kopfhörer Reflect Flow, zählt dazu unter anderem, dass diese wasser- und schweißresistent sind und Ambient Aware bieten sollen. Rechts unten in der Ecke wird außerdem wie gehabt, auf die komplette Akkulaufzeit hingewiesen, was bei diesem Modell 30 Stunden inkl. Ladecase aufladung entspricht.

Die linke schmale Seite ziert wir gewohnt lediglich der von JBL bekannte Slogan „Dare to Listen!“. Außerdem ist hier eine sportliche Frau abgebildet, welche die JBL Reflect Flow beim Sport bzw. besser gesagt beim warm machen trägt. Die schmale Seite gegenüber beinhaltet ein großzügiges Sichtfenster, durch welche man ein Teil der Ohrtips und Sport-Einsätze sehen kann. Zudem wird hier darunter mit dem Lieferumfang geworben, der hier in Form von kleinen Skizzen aufgelistet ist.

Nun zur häufig wichtigen Seite jedes Produktes, da diese in der Regel mit den meisten Informationen versehen ist. Neben den üblichen Abbildungen, dem JBL-Logo und den Namen der True Wireless In-Ears, ist hier eine größere Abbildung der In-Ears hau sehen. Diese werden hierbei jedoch zusätzlich zusammen mit dem Ladecase abgebildet. Außerdem beschreibt JBL hier die bereits von der Vorderseite genannten Merkmale der JBL Reflect Flow in mehreren Sprachen und informiert darüber, dass der Akku in den Ohrhörern genau genommen 10 Stunden hält, und dank dem Ladecase um insgesamt weitere 20 h erweitert werden kann.

Beim Aufklappen der Verpackung sieht man sowohl die True Wireless In-Ear Kopfhörer, als auch das Ladecase durch ein transparentes Sichtfenster. In der Innenseite des Deckels wiederum, sieht man erneut die Frau von der linken schmalen Seite, die hier erneut die JBL Reflect Flow bei ihren Work-outs trägt. Auf dem mehrschichtigen Schaumstoff-Einsatz in der Hauptverpackung, in welchem sich die Ohrhörer und das Ladecase befinden, ist eine dünne Kartonage aufgeklebt. Diese informiert darüber, mit welchem Knopf am jeweiligen In-Ear man, welche Funktionen ausführen kann, dazu aber später unter Bedienung mehr. Direkt rechts neben diesem Einsatz befindet sich eine weitere Kartonage, in der ein grauer Kunststoff-Einsatz eingeschoben ist. Hier sind die bereits von dem seitlichen Sichtfenster kurz erblickten Ohr-Anpassstücke verstaut. Zu guter Letzt sind unter im Boden der Verpackung noch das kurze Micro-USB-Ladekabel und die üblichen Beschreibungen verstaut.

(Verpackung: 4 von 5 Punkten)

Design

Regelmäßig kommen neue True Wireless Kopfhörer auf den Markt, von daher ist dieser weiterhin schwerer umkämpft. Somit ist es hier wichtig, nicht nur klanglich ein starkes Produkt im Sortiment zu haben, sondern eines, dass auch mit einer langen Akkulaufzeit, einem guten Tragekomfort und einem fairen Preis punkten kann. 

Mit den neuen JBL Reflect Flow hat JBL ein weiteres True Wireless Kopfhörer-Modell vorgestellt. Diese richten sich vor allem an sportliche Aktivitäten, da diese mit sogenannten Sport-Einsätzen ausgestattet wurden. Doch dennoch sind diese auch für den alltäglichen Alltag, problemlos geeignet. Wie üblich werden die sogenannten True Wireless In-Ears zusammen mit einem Ladecase ausgeliefert. Dieses Ladecase ermöglicht zum einen die lange Gesamt-Akkulaufzeit und zudem können bzw. sollte die In-Ears auch darin aufbewahrt werden.

In-Ear

Bei den JBL Reflect Flow handelt es sich um etwas klobigere In-Ear Kopfhörer, welche von der Form sehr den Sennheiser Momentum True Wireless ähneln. Somit hat man hier definitiv ein paar True Wireless In-Ears in den Ohren, welche etwas mehr aus den Ohren hervorstehen. Doch definitiv ist dies soweit nicht störend, lediglich im Winter mit Mütze könnte diese etwas auf die Ohrhörer drücken, was dabei unangenehm wird.

Dank den zusätzlichen von JBL getauften„Freebit“ Sporteinsätzen in den Größen: S; M und L, halten die In-Ears, nach dem einsetzen ins Ohr sehr gut, dazu aber später mehr. Das Gehäuse selbst würde ich persönlich als Knopf-Design bezeichnen, da es definitiv klobiger ausgelegt ist, als z. B. Apples Airpods. Doch nach dem eindrehen in das Ohr, spürt man direkt, dass diese bombenfest in den Ohren halten werden.

Das Gehäuse der In-Ears besteht wie bei eigentlich fast allen True Wireless In-Ears aus Kunststoff. Dabei ist das Gehäuse in drei Teile unterteilt. Den mittleren breiten silbernen Rahmen, in welchem jeweils, die Mikrofone für die TalkTruh/Ambient Aware-Funktion und für Telefonate integriert sind. Dem äußeren blauen Teil mit dem JBL-Logo, welches an jeder Seite ein Multifunktion-Knopf verbirgt und dem Inneren ebenfalls blauen Teil, in dem sich der Treiber verbirgt. Daher findet man hier nicht nur den Treiber-Kanal, sondern auch die drei goldenen Ladekontakte, über welche die In-Ears im Ladecase aufgeladen werden. Auf die Bedienung komme ich später im Verlauf dieses Testberichtes unter dem Punkt „Bedienung“ noch ausführlicher zurück.

JBL bietet den Reflect Flow sowohl in dem von mir getesteten Blau (Teal), als auch einem schlichten schwarz (Anthrazit) an. Beim dunkleren Modell ist der mittlere Teil nicht Silber, sondern eher Anthrazit ausgelegt und die anderen Elemente sind eben schwarz, nicht blau.

Am rechten Ohrhörer befindet sich am silbernen Rahmen nicht nur ein Mikrofon, sondern gegenüber dem einen ein weiteres, welches in Richtung Wange (bzw. Mund) gerichtet ist. In bzw. hinter dieser Aussparung verbirgt sich das Mikrofon, welches für Telefonate genutzt wird. Außerdem ist dies zugleich für die Bedienung des im Smartphone integrierten Sprachassistenten zuständig. Daher ist es bei den JBL Reflect Flow so, dass der rechte Ohrhörer der Master (Bluetooth-Empfänger) ist und somit immer verwendet werden muss. Der Linke wiederum bekommt das empfangene Signal mit geringster Verzögerung zugesendet und könnte daher falls gewünscht auch im Ladecase verbleiben.  

Ladecase

Das Ladecase besteht wie die In-Ear, aus Kunststoff. Dabei hat JBL dieses farblich an die gewählte Farbe der True Wireless Ohrhörer angepasst. Somit ist das Case bei meinem Testgerät in einem matten türkisfarbenen Farbton gehalten. Die Vorder- und Rückseite wiederum, ist in silberner Aluminiumoptik ausgeführt, wobei hier an der Vorderseite das JBL-Logo in demselben türkischen Farbton prangt.    

Das Case ist nicht das kompakteste, aber dennoch lässt dieses sich mit den Maßen: 84 x 31 x 38 mm (L x T x H) gut in der Hosentasche verstauen. Lediglich bei eng anliegenden Hosen könnte es hier auf Dauer etwas unbequem drücken. An der Rückseite des Ladecase befindet sich unterhalb des Klappscharniers ein türkis umrandeter Micro-USB Anschluss, über den logischerweise das Case mit Strom versorgt wird. Direkt darunter ist eine Akku-Anzeige, welche durch vier einzelne weiße LED´s anzeigt, wie voll der Akku des Cases ist. Daher steht hier jede LED für 25 % Akku Restkapazität. Ein Magnetverschluss, der das Case verschlossen hält, sorgt dafür, dass auch beim sehr starken schütteln über Kopf, nichts herausfällt. Aber auch wenn der Deckel offen ist und man das Case schüttelt, werden beide Ohrhörer dank der magnetischen Sicherung problemlos an ihrer Position gehalten.  

(Design: 4 von 5 Punkten)

Verarbeitung

Sowohl die True Wireless In-Ears, als auch das dazugehörende Ladecase, können mich persönlich soweit von deren Verarbeitung und Materialwahl überzeugen. 

Die Übergänge der einzelnen Materialien sowohl an den Ohrhörer, als auch beim Ladecase, wurden sauber verarbeitet. Es gibt hier keinerlei unsaubere Kanten oder Ähnliches. Ebenfalls gefällt mir die Größe bzw. Form des Ladecase. Dieses ist zwar im Vergleich zu manch anderen True Wireless Modellen etwas klobiger, doch dafür bietet dies die Möglichkeit, den Akku im Case 2-mal aufzuladen, was zu einer zusätzlichen Musikspielzeit von 20 Stunden führt. Zusammen mit den beiden In-Ears, bringt das Ladecase ein Gewicht von 89 Gramm auf die Waage, was soweit völlig ok ist.

JBL hat die Reflect Flow für den Sporteinsatz gebaut, daher sind diese wasserdicht gemäß der Schutzklasse IPX7. Etwas Schade ist natürlich für mich, dass JBL bei diesem Modell immer noch auf einen etwas in die Zeit gekommenen Micro-USB Ladenschluss setzt. Hier hätte ich mir natürlich einen modernen und aktuellen USB-Typ-C Anschluss gewünscht.

(Verarbeitung: 4,5 von 5 Punkten)

TEIL 2

bestehend aus „Funktion des Produktes“ entspricht 65% der Gesamtwertung

Kopfhörer-ArtTrue-Wireless In-Ear Kopfhörer
KategorieBluetooth Kopfhörer (Bluetooth 5)
FarbeTeal (blau), weitere Farbe: Anthrazit
Akkuintegriert, Lithium-Polymer-Akku
Akku Ohrhörer: 10 h
Akku Ladecase: 20 h
Gesamt somit: 30 h
Gewicht 89 g (Ohrhörer und Ladebox)
16 g (beide Ohrhörer)
73 g (Ladebox)
MaterialKunststoff (Ohrhörer und Ladecase)
KonnektivitätBluetooth 5
unterstützte Profile: A2DP 1.3; AVRCP 1.5; HFP 1.6
LautsprechertypDynamische Treiber mit einer Größe von 5,8 mm (links und rechts)
Frequenzbereich20 Hz bis 20.000 Hz (Ohrhörer)
Empfindlichkeit Mikrofon96 dB SPL (1 kHz / 1 mW)
LieferumfangJBL Free Reflect Flow True Wireless Kopfhörer (2 Stk.)
Silikonaufsätze: S, M, L.
Drei paar Sport-Einsätze: S, M, L
Ladebox
Mikro-USB-Ladekabel (10 cm)
Benutzerhandbuch
Sicherheitshinweise
Garantiekarte

Tragekomfort

Da das Gehäuse der JBL Reflect Flow etwas größer als die Ohrmuschel bzw. der Eingang des Ohrkanals ist, werden diese aus diesem, und dem Grund der Sport-Einsätze in das Ohr eingedreht. Dadurch muss man die In-Ears beim Einsetzen etwas ins Ohr drücken und kurz nach hinten und wieder nach vorne eindrehen. Dadurch legt sich der „Hacken“ des Sport-Einsatzes in die Ohrmuschel-Windung, was zusammen mit den normalen Ohrtips für einen sehr sicheren halt sorgt.

 JBL liefert beim Reflect Flow insgesamt drei verschiedene Silikon-Aufsätze in der Größe S; M und L und drei passende Sport-Einsätze in denselben Größen mit. Damit kann man die Ohrhörer dem eigenen Ohrkanal und Ohrmuschel problemlos individuell anpassen. Bei mir persönlich haben die vormontierten in der Größe M perfekt gepasst, denn dabei stimmte sowohl der Halt, als auch die Isolierung der Umgebung. Die JBL Reflect Flow bieten einen absolut sichern halt und eigenen sich sowohl für sportliche Aktivitäten, als auch für den Alltag.

(Tragekomfort: 4,5 von 5 Punkten)

Bedienung

Grundsätzlich erfolgt die Bedienung der JBL Reflect Flow über die beiden Tasten, mit dem JBL Logo an den Außenseiten der beiden In-Ears. Davon erledigt jede Taste mehrere Aufgaben, die ich euch gleich noch genauer erläutern werde. Zuvor möchte ich erklären, wie man die JBL Reflect Flow einschaltet. Dazu gibt es zwei Möglichkeiten, entweder man nimmt die Ohrhörer einfach aus dem Case, oder man schaltet diese ein, indem man die Taste an jedem der In-Ears für 2 Sekunden gedrückt hält. Zum Ausschalten genügt es, einfach die beiden Ohrhörer wieder in das Ladecase einzusetzen, oder die Taste an beiden Ohrhörer für 5 Sekunden gedrückt zu halten.

Bei True-Wireless In-Ears ist es meist üblich, dass ein Ohrhörer als ein sogenannter „Master“ und der andere als „Slave“ Gerät fungiert. Beim Master handelt es sich quasi um den Daten-Empfänger, also der Kopfhörer, der sich direkt mit dem Smartphone verbindet und die Musik via Bluetooth übertragen bekommt. Der andere wiederum, der Slave, empfängt die Daten lediglich vom Master und kann sich daher nicht direkt mit dem Smartphone verbinden. Somit kann man wie bei JBL üblich, den rechten In-Ear quasi komplett alleine nutzen, da dieser sowohl Musik empfangen kann, als auch ein Mikrofon verbaut hat.

Zurück zur Bedienung über die beiden äußeren Tasten. Drückt man die Taste am rechten Ohrhörer einmalig, dann wird die Musik direkt gestartet. Ein erneutes Betätigen pausiert wiederum die Musikwiedergabe. Drückt man die Taste bei einem eingehenden Anruf, kann man diesen annehmen und später auch so beenden. Drückt man diese Taste wiederum zweimal hintereinander, dann kann man auf die Sprachsteuerung zugreifen. Bei der Sprachsteuerung handelt es sich quasi um den Sprachassistenten, welcher in eurem Smartphone integriert ist. So ist es bei mir am iPhone Siri und bei allen Android-Nutzern der Google Assistant oder Bixby (bei Samsung).

Betätigt man den Knopf an der linken Seite zweimal hintereinander, dann überspringt man das gerade abgespielte Lied um einen Titel. Durch das einmalige drücken, wechselt man zwischen: TalkThru, Ambiente Aware umher oder kann die beiden Funktionen beim erneuten betätigen wieder deaktivieren. Die Bedienung ist soweit logisch durchdacht aufgebaut und nach kurzer Zeit sollte man sich hier an die Bedienung gewöhnen. Lediglich eine Möglichkeit, die Musiklautstärke direkt über die Reflect Flow In-Ears zu steuern, vermisste ich etwas. Daher muss man hier jedes Mal zum Smartphone greifen, was für mich persönlich etwas nervig ist, da ich die Lautstärke öfters meinem Umfeld anpasse. Was mir außerdem weniger gut gefällt, sind die etwas schwergängige Knöpfe. Dadurch drückt man sich die In-Ears zum Teil etwas tiefer in den Gehörgang, was durchaus unangenehm sein kann.

(Bedienung: 3,5 von 5 Punkten)

Klang

JBL verspricht beim Reflect Flow den typischen JBL Signatur Sound, der hier jedoch mit einem kraftvollen Sound überzeugen soll. Doch ist dem auch so, oder gibt dieser nur einen Brei wieder? Bevor ich dies beantworte, betrachten wir doch erst einmal die technischen Daten etwas genauer.

In jedem der In-Ear sitzt neben einem Akku und einiges an anderer kleiner Elektronikteile, auch ein 5,8 mm großer dynamischer Treiber. Diese besitzen einen gewöhnlichen Frequenzgang von 20 Hz – 20.000 Hz, was jedoch zum Klang nur soviel aussagt, dass dieser ausgewogen mit einer leichten Bassbetonung abgestimmt ist. Auf was man bei den JBL Reflect Flow jedoch leider weiterhin wie bei vielen anderen JBL Kopfhörern verzichten muss, ist die Unterstützung eines hochwertigen Audio-Codes. Schließlich wird auch bei diesem Modell weder aptX für (Android), noch AAC für (iOS) unterstützt.

Beim Klangbild stellt man fest, dass es sich hier um einen sportlich In-Ear handelt. Schließlich bietet dieser zum einen ein kraftvollen Output, sprich, er bietet eine hohe max. Lautstärke, welche zudem nahezu voll ausgereizt werden kann, ohne zu verzehren. Ebenfalls erkennt man es beim richtigen Sitz der In-Ears, an dem Bass, denn dieser ist voluminös und druckvoll, bietet zudem aber auch einen ordentlichen Tiefgang. Jedoch ist die klangliche Abstimmung JBL hier gut gelungen, denn werden die Höhen, noch die Mitten werden hier nicht wie so oft bei anderen In-Ears dominiert. 

Beim JBL Reflect Flow zeigt JBL mal wieder, dass es nicht unbedingt notwendig ist, dass Kopfhörer die hochwertigen Audiocodecs wie z. B. AAC und aptX usw. unterstützen müssen. Schließlich bieten die Reflect Flow auch ohne diese Codecs einen gut auflösenden Klang, welcher weitestgehend klar und ausgewogen wiedergegeben wird. Dennoch muss ich hier klar sagen, dass die JBL Reflect Flow bei bassbetonter Musik ihr wahres Können zeigen und daher genau hier ihre Stärke liegt.

Die Sprachverständlichkeit der Kopfhörer ist gut. Klar gelingt es den verbauten Mikros, welche es versuchen, die Umgebungsgeräusche etwas zu minimieren nicht ganz, alles um einen herum während Telefonaten zu neutralisieren. Daher hört der eigenen Gesprächspartner z. B. ein vorbeifahrendes Auto oder einen Zug. Aber gegenüber den JBL Free X ist das verbaute Mikrofon besser und so verstanden mich meine Gesprächspartner-/innen bei mäßigem Umgebungslärm durchaus gut. Übrigens unterstützen die Reflect Flow auch beim Telefonieren den Stereomodus. Das heißt, dass während dem Telefonieren beiden In-Ears den Ton wiedergeben, was ich persönlich deutlich besser finde, als bei einer Mono-Wiedergabe. Außerdem kann TalkThru und Ambient Aware, während Telefonaten nicht genutzt werden, was durchaus Sinn macht. Schließlich werden die dafür genutzten Mikros für die Reduzierung der Umgebungsgeräusche genutzt und würden zudem den Ton zum Gehör durchlassen, was bei der Verständlichkeit nur für ein durcheinander sorgen würde.

Was die Latenz angeht, also die Verzögerung zwischen Ton und Bild beim Ansehen von YouTube Videos usw. können die Reflect Flow überzeugen. Das muss unter anderem am Bluetooth 5.0 Chip liegen, denn bei den von mir bereits getestet JBL Free X mit Bluetooth 4.2 war die Latenz doch sehr enttäuschend.

(Klang: 4 von 5 Punkten)

Ausstattung

Akku & Ladecase

Für die Energieversorgung der JBL Reflect Flow, hat JBL in jedem Ohrhörer einen 110 mAh Lithium-Ionen-Akku verbaut, welche zudem eine Schnellladefunktion besitzen. Diese 110 mAh Akkus ermöglichen laut JBL eine Akkulaufzeit von bis zu 10 Stunden am Stück. Dies ist soweit ein sehr guter Wert, schließlich halten viele anderen Modelle zum Teil deutlich weniger durch (4 bis 6 Stunden). Sobald der Akku der JBL Reflect Flow In-Ears leer ist, können diese jederzeit in dem mitgelieferten Transportcase aufgeladen werden. Diese ermöglicht mit insgesamt 850 mAh eine gesamte Akkulaufzeit von bis zu 30 Stunden. 

(App: 3,5 von 5 Punkten)

Im Alltag ermöglichen die Reflect Flow je nach eingestellter Lautstärke sogar eine etwas längere Akkulaufzeit, wie von JBL angegeben. Somit kam ich sogar bei einem etwas angehobenen Pegel auf fast 11 Stunden Akkulaufzeit. Dank der zusätzlichen Schnellladefunktion, reichen bereits 10 Minuten Ladezeit im Transportcase aus, um damit gut über eine Stunde am Stück wieder Musik hören zu können. Während eine volle Aufladung im Transportcase knapp 1 Stunde und 45 Minuten beansprucht. Das Aufladen erfolgt übrigens via Micro-USB-Kabel, wobei mir hier sehr gut gefällt, dass einem der Ladefortschritt durch die vier LED´s an der Rückseite angezeigt wird.

Bluetooth & Signalqualität

Beim Reflect Flow setzt JBL auf den neuen Bluetooth 5 Chip. Dieser liefert in meinem Test eine stabile Verbindung sowohl zu iOS-, als auch Android-Geräten. Die Verbindung zwischen Smartphone und In-Ears erfolgt wie bei eigentlich sämtlichen True Wireless Kopfhörer, automatisch bei der Entnahme aus dem Ladecase. Sobald man die beiden Ohrhörer zum ersten Mal aus dem Transportcase nimmt, befinden diese sich automatisch im Pairing-Modus und können daher wie bei Bluetooth-Kopfhörer üblich direkt über die Einstellungen mit dem Smartphone verbunden werden.  

Möchte man die beiden Ohrhörer wiederum mit einem weiteren Gerät verbinden, muss man die Taste am rechten Ohrhörer für knapp 5 Sekunden gedrückt halten. Anschließend geht man wie gewohnt zu den Bluetooth-Einstellungen im Smartphone und wählt hier den Kopfhörer „JBL Reflect Flow“ aus. Anschließend kann man auch den linken In-Ear aus dem Case nehmen, der sich darauf automatisch mit dem Rechten verbindet.

Im Praxistest bieten die JBL Reflect Flow zwischen Kopfhörer und Smartphone (bei mir ein iPhone X) eine sehr stabile und gute Reichweite von bis zu 30 Metern im Freien, ohne Hindernisse. Im Haus wiederum hängt die Reichweite von euren Wänden und Decken ab. Schließlich reduzieren massive dicke Wände und Decken die Reichweite des Funksignals deutlich mehr, als z. B. dünnere. Daher kann man hier grob gesagt von einer Indoor-Reichweite von ca. 9 Metern reden, was ein guter Wert ist.

(Ausstattung: 4 von 5 Punkten)

TEIL 3

bestehend aus „Preis/Leistung“ entspricht 10% der Gesamtwertung

Beschreibung

Mit den neuen Reflect Flow verspricht JBL komplett kabellose In-Ear Kopfhörer, welche absolute Freiheit sowohl im Fitnessstudio, als auch im Freien bieten sollen. Des Weiteren wird mit einem wasserdichten und schweißresistenten Gehäuse nach Schutzklasse IPX7 geworben und eine ununterbrochene Musikwiedergabe von mehr als 10 Stunden. 

Preis/Leistung

Die UVP des Reflect Flow hat JBL mit 149€ festgesetzt. Online sind diese jedoch inzwischen teilweise für 119,90€ inkl. Versand erhältlich.  

Für diesen Preis bekommt man sehr gute True Wireless Kopfhörer, welche zwar klanglich nicht High-End sind, aber dennoch rundum mit einem guten Gesamtpaket überzeugen können. JBL liefert hier ein paar True Wireless Kopfhörer, welche mit einem guten Klang, einem sehr sicheren Tragekomfort und einer sehr guten Akkulaufzeit am Stück überzeugen.

Die Mängel, die ich noch beim JBL Free X hatte, hat man beim Reflect Flow neutralisiert. Daher gibt es hier von mir weder bei der Latenz, noch von bei der Sprachverständlichkeit Kritik. Lediglich auf eine Lautstärkeregelung direkt über die Kopfhörer, muss man verzichten. Daher muss man dazu leider immer noch ständig das Smartphone zur Hand nehmen oder man erledigt es via Sprachsteuerung, was durchaus gut funktioniert.

JBL Reflect Flow

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testr Gesamtwertung

unter Berücksichtigung aller Teilwertungen

 Wir bedanken uns beim Hersteller für die Bereitstellung des Produktes. Zu unseren Grundsätzen

Link zum Hersteller: de.jbl.com