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Autor: Tobias

Nuki Opener

Mit dem Nuki Smart Lock 2.0, welches ich bereits getestet habe, ist es kein Problem, die Haustüre mit dem Smartphone aufzuschließen. Dadurch benötigt man keinen Schlüssel mehr und rüstet jede Tür ganz einfach auf diese bequeme Funktion um. Doch ein Problem hatte Nuki mit dem Smart Lock bisher, denn dies öffnete lediglich die Haustüre zur Wohnung oder dem Einfamilienhaus. Daher mussten Nutzer von Mehrparteienhäusern dennoch für die Hauseingangstüre, weiterhin einen Schlüssel mit sich führen. Dies dürfte nun ebenfalls der Vergangenheit angehören, denn ab sofort (09.09.2019) ist der neue Nuki Opener verfügbar. Dieser wird einfach an die Gegensprechanlage angebracht und öffnet somit automatisch auch die Haustüre vom Mehrparteienhaus. 

Doch wie gut der Nuki Opener funktioniert und ob dieser einfach einzurichten bzw. zu installieren ist, verrate ich euch in diesem Testbericht. Denn ich habe den Nuki Opener nun seit einige Wochen im Test bei mir zuhause installiert. 

Nuki Opener

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TEIL 1

Bestehend aus „Verpackung/Design/Verarbeitung“ entspricht 25% der Gesamtwertung

Verpackung

Der neue Nuki Opener kann entweder einzeln, oder auch in Kombination mit einer Nuki Bridge gekauft werden. Die Bridge ist in den meisten Häusern zusätzlich erforderlich, da der Opener nur via Bluetooth-Verbindung kommuniziert und somit selten von der Reichweite an der Gegensprechanlage, zur Eingangstür des Mehrfamilienhaus reicht. 

Die Verpackung des Nuki Opener kommt in der typischen weiß/schwarzen Farbe daher. Im Vergleich zum Lieferumfang bzw. der Größe des Openers, ist die Verpackung um einiges größer gehalten. Auf der Oberseite der Verpackung wird wie üblich bei Nuki eine Abbildung des Gerätes von vorne betrachtet zusammen mit einer schwarzen Gegensprechanlage gezeigt. Zudem kann man im linken oberen Bereich neben des Herstellernamens, auch den Produktnamen lesen. An der rechten Seite wird gezeigt, dass man nur in Kombination mit der Bridge eine hohe Reichweite hat, denn dann kann man jederzeit auch von der Ferne die Haupteingangstür bei Bedarf öffnen. Ohne Bridge geht dies nur offline, also via Bluetooth und daher mit einer deutlich geringeren Reichweite, die nicht über mehrere Stockwerke reicht.

Zu guter Letzt befasst sich die Unterseite mit dem Lieferumfang bzw. es wird darauf hingewiesen, dass sich das Montagematerial und die 4 AAA-Batterien im Lieferumfang befinden. Die Nuki Bridge sollte jedoch wie bereits erwähnt, sofern nicht vorhanden separat erworben werden. Anhand der Google Play und App Store Logos erkennt man zudem sofort, dass es sowohl für Android als auch iOS eine passende und kostenlos App für das Nuki System gibt.

Hebt man den Deckel der Verpackung an und entfernt diesen, dann erblickt man direkt den Nuki Opener, auf den ich im nächsten Abschnitt näher eingehen werde. Entfernt man diesen wiederum und hebt den schwarzen Kartonage-Einleger heraus, befindet sich in dessen Unterseite sämtliches Zubehör. Darin findet man neben eine Kurzbeschreibung, je zwei Schrauben und zwei passende Dübel zur Verschraubung, ein Schlitz-Schraubendreher, ein Kabelstrang, über den der Opener mit der Gegensprechanlage verbunden wird und eine Klemme. Diese Klemme habe ich benötigt, da ich damit das Kabel meiner integrierten Klingel und eines vom Kabelstrang zusammenklemmen musste. 

Natürlich muss man den Nuki Opener, sofern es der Untergrund zulässt nicht unbedingt direkt an die Wand bohren und verschrauben. Dies ist nur bei Rauputz oder sonstigen ähnlichen Untergründen nötig. Befindet sich die Gegensprechanlage in einem gefliesten Bereich, dann kann der Opener auch ganz einfach via Klebeverfahren angebracht werden. Hierfür befindet sich bereits an der Rückseite ein hochwertiger 3M Klebestreifen.

(Verpackung: 4 von 5 Punkten)

Design

Der Nuki Opener besitzt ein schwarzes viereckiges Kunststoffgehäuse, welches von den Abmessungen 70 x 70 x 20 mm einnimmt. Das Gewicht liegt bei geringen 115 Gramm. Auf der Oberseite mit dem Nuki Schriftzug, welche nach dem Anbringen nach vorne zeigt, befindet sich zentral ein 23 mm großer runder Druckknopf, über dem sich eine kleine LED befindet. Über den Knopf können später nach der Einrichtung verschiedene Funktionen aktiviert werden, dazu aber später mehr. Betrachtet man die Unterseite, dann findet man hier einen Micro-USB-Anschluss, über den man, sofern eine Steckdose in der Nähe ist, den Opener jederzeit permanent mit Strom versorgen kann. Jedoch ist dies nicht zwingend erforderlich, da die eigentliche Stromversorgung via 4 AAA-Batterien sichergestellt wird. An der Oberseite wiederum erkennt man mehrere kleine Löcher, hinter denen sich ein kleiner Lautsprecher befindet. Diesen sieht man auch, wenn man zur Montage den vorderen Teil der Kunststoffabdeckung abnimmt. Dies erfolgt ohne viel Kraftaufwand, da das Ganze nur gesteckt ist. 

Hat man die Abdeckung entfernt, erblickt man zum einen die integrierten vier AAA-Batterien, welche sollten diesen leer sein, einfach ausgetauscht werden können. An der Oberseite sieht man nun wie gerade bereits erwähnt den Lautsprecher. Möchte man den Nuki Opener via Schrauben befestigen, dann kann man diese hier Anzeichen und abbohren.

Am seitlichen Rahmen befindet sich jeweils links, rechts und unten eine klein schmale Gummiabdeckung, unter der sich die Anschlüsse des Nuki Opener befinden. Über einen dieser Anschlüsse wird der Opener später mit der Gegensprechanlage verbunden, welche man hier wähl, ist einem frei überlassen.  

(Design: 4 von 5 Punkten)

Verarbeitung

An der Verarbeitung des Nuki Opener gibt es eigentlich nichts, das ich persönlich bemängeln könnte. Das Gehäuse ist wie für Nuki typisch aus Kunststoff gefertigt, macht einen sehr hochwertigen und langlebigen Eindruck. Da das Gerät wie alle Nuki Geräte im Innenbereich eingesetzt wird, macht der Einsatz von Kunststoff hier keinerlei Probleme. Ebenso gefällt mir der Druckpunkt sehr gut, dieser ist sehr gut definiert und keineswegs schwammig. 

Manche werden sich jetzt vielleicht die Frage stellen, warum gibt es den Nuki Opener nur in Schwarz und nicht in weiß, schließlich sind die meisten modernen bzw. aktuellen Gegensprechanlagen ebenfalls in Weiß gehalten. Doch dies hat den einfachen Grund, dass weiß nicht weiß ist. Es gibt zahlreiche verschieden Weißtöne und es würde einfach bescheiden aussehen, wenn man zwei verschiednen Weißtöne nebeneinander hätte und die Wand zudem auch noch in einem weiteren anderen Weißton wäre. Daher hat man sich hier bewusst nach langen Versuchen von Farbkombinationen für ein schlichtes schwarzes Gehäuse entschieden.

(Verarbeitung: 4,5 von 5 Punkten)

TEIL 2

bestehend aus „Funktion des Produktes“ entspricht 65% der Gesamtwertung

GerätefunktionMacht die Gegensprechanlage smart
Kompatible GegensprechanlagenSiehe Kompatibilitäts-Check von Nuki
Montage-ArtKleben via 3M Klebestreifen oder Bohren und befestigen mit zwei Schrauben
Abmessungen/Gewicht70 x 70 x 20 mm/ Gewicht 115 Gramm
Funktion
Klingelunterdrückung, Aufsperren via App, Ring to Open, Dauermodus usw.
MaterialKunststoff
Stromversorgungentweder via vier AAA-Betterien oder über ein separates Micro-USB Ladekabel und Netzteil
Akkulaufzeit
keine genaue Angaben, muss ein Erfahrungsbericht zeigen.
LieferumfangNuki Opener
Schlitzschraubendreher
Anschlusskabelstrang
Klemme
4x AAA
Kurzbeschreibung

Installation und Einrichtung 

Bevor man sich überlegt den Nuki Opener zu kaufen uns dann überrascht wird, dass dieser eventuell mit der im Haus verfügbaren Gegensprechanlage nicht funktioniert, sollte man kurz auf der Herstellerseite den Kompatibilitätscheck durchführen. Dazu einfach runterscrollen und beim Kompatibilitätscheck erst den Hersteller eurer Gegensprechanlage auswählen und anschließend das Modell. Dieses findet man üblicherweise auf der Hauptplatine im Inneren der Gegensprechanlage, daher muss man diese hierzu öffnen. Im Regelfall ist das Gehäuse geklipst und sollte sich mit Vorsicht und Geduld gut öffnen lassen. Manche Modelle sind wiederum verschraubt, hier muss man dann natürlich zuvor die Schrauben entfernen. Ist dies alles eingegeben, nur noch auf absenden drücken und euch wird sofort mitgeteilt, ob der Nuki Opener mit eurer Gegensprechanlage kompatible ist oder nicht.

Ist die Anlage kompatible, dann steht dem Kauf und der Einrichtung nach dem Erhalt nichts im Wege. Durch die Einrichtung des Nuki Opener wird der Nutzer sehr verständlich Schritt für Schritt in der Nuki App geleitet. Zuerst geht es darum, den Nuki Opener via Bluetooth mit dem Smartphone zu koppeln. Im darauffolgenden Schritt wird der Opener mit der Nuki Bridge gekoppelt, welche separat bzw. im Bundle mit erworben werden muss.

Die Nuki Bridge dient wie bereits angedeutet dazu, eine Verbindung zwischen dem Nuki Opener und dem Wi-Fi-Netz (Internet) herzustellen. Schließlich ermöglicht die reine Bluetooth-Verbindung lediglich eine kurze Distanz, welche bei den meisten Mietwohnungen in einem Mehrfamilienhaus nicht ausreichen würde. Die Bridge verwende ich persönlich sowieso, da ich diese in Kombination mit meinem Nuki Smart Lock 2.0 täglich sowieso verwende.

Anschließend wählt man in der App das Modell der Gegensprechanlage aus, man kann hier, wie Nuki selbst angibt auch andere Türen (z. B. eine Garagentür oder Hoftor usw.) auswählen, doch in diesem Test befasse ich mich mit dem klassischen Anwendungsfall der Wohnungstür. Ist die Gegensprechanlage aus einer Übersicht an kompatiblen Geräten ausgewählt, muss man diese falls noch nicht geschehen nun öffnen. Nun geht es an den Teil des Anschließens, hierbei werden die mehrfarbigen Drähte gebraucht. Welche Kabel, an welchen Anschluss usw. angeschlossen werden, wird sehr gut in der Nuki App erklärt. Dies klingt viel schwieriger, als dies eigentlich ist. Hier kann euch auch gar nichts passieren, da man hier im Niedervolt-Bereich arbeitet. Das „schlimmste“ was passieren könnte, wäre, dass nach dem anschließen der Opener nicht funktioniert, mehr aber auch nicht.

An der aktuellen bzw. bisherigen Verkabelung der Gegensprechanlage muss man eigentlich nichts verändern. Ich musste jedoch nur ein Kabel entfernen, dass ich mit der Klemme verbinden musste. Da man in der App aber vor dem Beginn, der Verkabelung ein Foto machen soll, kann man hier jederzeit nachverfolgen, welches Kabel wo war. Der Opener kann übrigens, sofern keine Löcher in die Wand gebohrt werden, jederzeit wieder entfernt werden. Schließlich muss man hier nichts verändern oder kaputtmachen. Beim Öffnen des Gegensprechanlagen-Gehäuses sollte man jedoch vorsichtig herangehen, nicht das hier etwas durch Gewalt zerstört wird. Die Installation des Nuki Opener dauert je nach Sprechanlage ca. 10 bis 20 Minuten und ist wie bereits mehrfach erwähnt sehr einfach ohne besondere Elektronische Kenntnisse durchführbar.

(Installation & Einrichtung: 4 von 5 Punkten)

Software

[appcode appstore id1044998081]

[appcode googleplay io.nuki

Da es sich bei der App für den Opener um dieselbe, wie auch für das Smart Lock und sämtliche anderen Nuki Produkte handelt, ist diese ebenfalls sehr modern und übersichtlich gestaltete. Somit hab ich mich persönlich in der App bereits nach kurzer Zeit zurechtgefunden und die wichtigsten Funktionen findet man eigentlich ohne Probleme.

Direkt auf der Startseite kann man bei Bedarf den Opener bzw. den Türöffner manuell öffnen. Dies geschieht jedoch eigentlich aufgrund der Ortung, welche man während dem Einrichten durch die GPS-Daten bestimmt völlig automatisch. Klingelt man z. B. an der Tür, dann löst der Nuki Opener den Türöffner aus und dadurch kann man die Haustür des Mehrfamilienhaus einfach öffnen. Ebenso öffnet anschließend das Nuki Smart Lock 2.0 die Wohnungstür, sodass ihr im Prinzip komplett ohne Schlüssel in die Wohnung kommt, bzw. diese auch ohne das man einen Schlüssel mit sich führen muss, verlassen kann. 

Ebenso wie beim Nuki Smart Lock 2.0, können auch beim Opener weitere Nutzer bzw. Familienmitglieder, aber auch Freunden usw. eingeladen werden, damit diese ebenfalls die Vorteile des Geräts nutzen können. Im Einstellungsmenü des Nuki Opener kann man viele weitere Funktionen zuschalten bzw. auch deaktivieren. So kann man hier bestimmen, wie lange der Summer betätigt werden soll, und ob es eine Verzögerung geben soll. Dies ist z. B. sinnvoll, wenn ihr nicht direkt zur Tür kommen könnt.

Zudem kann man hier im Einstellungsmenü, aber auch einfach direkt am Knopf des Opener den Dauermodus und die Ring to Open-Funktion aktivieren. Diese beiden Funktionen sind durchaus nützlich und bewirken, dass wenn man z. B. einmalig den Knopf des Opener betätigt, der Dauermodus aktiviert wird. Dabei wird die Haustüre nach dem Betätigen der Klingel automatisch geöffnet. Dies ist sehr praktisch z. B. für Arztpraxen usw. Die Ring to Open- Funktion, welche man durch zweimaliges Betätigen des Knopfes aktiviert, bewirkt denselben Effekt, jedoch mit einer in der App zuvor bestimmten Zeit. Diese muss aktuell zwischen 5 bis 60 Minuten liegen. 

Über die Zusatzfunktion Timer kann die Funktion Ring to Open auch an fest bestimmten Tagen und Zeiten eingestellt werden. Zudem kann diese Funktion mit der soggenanten Geofencing-Funktion gekoppelt werden, sodass der Nuki Opener automatisch die Tür nach dem Klingeln öffnet, sofern beim Abgleichen des Standortes des Smartphones festgestellt wird, dass es sich hierbei um den Besitzer bzw. einer in der App hinterlegten und berechtigten Person handelt. Daher kann in diesem Fall das Smartphone beruhigt in der Hosentasche verbleiben und muss zum Entriegeln nicht extra herausgeholt werden.

Ein Weiterer für mich sehr sinnvoller Punkt ist die Klingelunterdrückung. Schließlich ist unsere Siedle Gegensprechanlage nicht gerade die jüngste und lässt es von Werk nicht zu, das Klingeln z. B. über den Tag, wenn man schläft, bzw. das Kind schläft, abgeschaltet werden kann. Hier rüstet der Nuki Opener die Funktion ganz einfach nach und man kann diese bequem in der App aktivieren. Von Werk aus ist es so eingestellt, dass die Klingelunterdrückung nur beim aktivieren Dauermodus und der Ring to Open-Funktion aktiv ist. Bei Bedarf kann man es jedoch auch beim einfachen Klingeln in der App deaktivieren. Jedoch sollte man nicht vergessen, dies wieder zu reaktivieren.

Das Besondere am Nuki Opener ist natürlich die Stromversorgung, denn dieser zapft diese nicht von der Gegensprechanlage ab, sonder erfolgt via 4 AAA-Batterien. Dadurch sollte die Haustürklingel auch dann noch gehen, falls der Stromkreislauf in der Wohnung ausfällt. Schließlich ist der Stromkreislauf vom Hauseingang eigentlich ein separater und somit von der Wohnung getrennt. Wie lange die Batterien den Opener mit Strom versorgen können, kann ich aktuell leider aufgrund der noch kurzen Testzeit noch nicht beantworten.

(Software: 4,5 von 5 Punkten)

TEIL 3

bestehend aus „Preis/Leistung“ entspricht 10% der Gesamtwertung

Beschreibung

Das bisher verfügbare Nuki Smart Lock 2.0 war vor allem für Hausbesitzer interessant. Doch da der Großteil der Deutschen, aber auch Österreicher in Mietwohnungen wohnhaft ist, war dies bisher ein Problem. Schließlich mussten diese, auch wenn diese ihre Wohnungstüre mit einem Nuki Smart Lock ausgestattet haben, für die Hauseingangstüre weiterhin ein Schlüssel mit sich führen. Dies gehört nun mit dem neuen Nuki Opener, wie Nuki verspricht der Vergangenheit an. Dieser macht die Gegensprechanlage modern und smarter. 

Neben den nützlichen Funktionen wie Klingelunterdrückung, Dauermodus und Ring to Open. Bringt der Nuki Opener einen enormen Komfortgewinn für alle Menschen, die in einem Mehrparteienhaus wohnhaft sind.

Preis/Leistung

Mit einer UVP von 99 € ist der Nuki Opener zwar auf dem ersten Blick nicht günstig. Doch wenn ich mir hier überlege, wie lange wir gelegentlich nach dem Einkaufen brauchen, bis mir aus der relativ vollen Handtasche meiner Freundin, den Schlüssel herausgeholt haben. Dann ist der Nuki Opener sein Geld schnell Wert. Zusammen mit dem Nuki Smart Lock ist dies natürlich noch einmal ein weiterer Komfortschritt, denn ich absolut nicht mehr missen möchte. 

Wenn man hier bedenkt, dass der Nuki Opener preislich genauso viel kostet wie das funktionell ähnlich Produkt „Nello One“. Jedoch im Gegensatz zu diesem noch einmal deutlich besser verarbeitet ist und noch ein paar Funktionen mehr bietet. Dann ist das mit dem Preis auch soweit absolut ok. Wer von euch nicht gerade im Erdgeschoss wohnt, sollte sich gleich das Nuki Opener Set für 169 € kaufen. Schließlich spart man hier etwas Geld und zudem ist damit der Opener wie bereits eingangs erwähnt auf jeden Fall erreichbar. Ohne Bridge nutzt der Opener nämlich nur Bluetooth und die Reichweite ist dem entsprechend geringen, als mit der Bridge (Wi-Fi). 

Wer gleich auch die Wohnungstür noch smart und somit schlüssellos machen möchte und etwas mehr Geld zur Verfügung hat. Dem kann ich dann gleich dazu raten, die Nuki Opener Combo für 349€ anstelle 427€ kaufen. Diese enthält dann alle wichtigen Geräte (Nuki Smart Lock 2.0, Nuki Opener und Nuki Bridge).

Nuki Opener

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testr Gesamtwertung

unter Berücksichtigung aller Teilwertungen

 Wir bedanken uns beim Hersteller für die Bereitstellung des Produktes. Zu unseren Grundsätzen

Link zum Hersteller: nuki.io.de

Google Nest Hub

Bei meinen letzten Testberichten zu den Nest Produkten, war das Unternehmen „Nest“ zwar bereits ein Tochterunternehmen von Google. Doch die Produkte wurden noch unter dem eigenen Namen „Nest“ geführt. Dies ist nun anders, denn aus Nest wurde Google Nest.  Das heutige Produkt welches ich euch im Testbericht näher zeigen möchte, ist der Google Nest Hub. Hierbei handelt es sich quasi um ein Google Home Mini mit einem 7-Zoll großen Display. Ein nettes Smarthome Produkt, über welches ihr Videos oder Rezepte ansehen könnt. Jedoch bekommt man hier auch jederzeit das Wetter angezeigt und man kann anderen Smarthome Geräte z. B. Philips Hue Lampen, Nest Kameras und die Nest Hello Türklinken steuern bzw. deren Bild einsehen. 

Doch für wen lohnt sich dieses Gerät und ist es seinen Preis Wert? Dies erfahrt ihr in diesem Testbericht, denn ich habe den Google Nest Hub nun einige Wochen getestet. 

Google Nest Hub

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TEIL 1

Bestehend aus „Verpackung/Design/Verarbeitung“ entspricht 25% der Gesamtwertung

Verpackung

Google liefert den Nest Hub in einer weißen, durchaus stabilen Verpackung aus. Diese ist rundum mit einigen Informationen zum Produkt und dessen Funktionen bedruckt.

Auf der Front wird das aktuelle Google Logo, der Name des Produktes, sowie der Nest Hub selbst, leicht von der Seite betrachtet dargestellt. Die Linke Seite gibt einige Vorschläge darüber, welche Fragen man dem integrierten Google Assistant stellen kann und das man auf zahlreiche Google Apps wie z. B. den Google Fotos, Youtube, Google Maps usw. zugreifen kann. Ebenso befasst sich dir rechte Seite mit einigen Anwendungsbeispielen, bzw. damit, was man mit dem Google Nest Hub unter anderem alles machen kann. Dazu zählen die Funktionen wie beim Google Mini, jedoch mit einem zusätzlichen Display, welches auch Videos usw. zeigt. Betrachtet man die Rückseite, wird hier einem ein großes Bild dargestellt, auf dem man den Nest Hub auf den Nachttisch, neben dem Bett stehen sieht und darüber folgender Satz prangt „Hört aufs Wort. Hilft auf einen Blick“. Zu guter Letzt sind an der Unterseite noch einige technische Anforderungen im klein gedruckten nachzulesen, sowie die Farbe des Gerätes und eine Auflistung des Lieferumfangs.

Hebt man den Deckel, in dessen Inneren ein gebleichter Kartonage-Einsatz, zur Zentrierung des Google Nest Hub eingeklebt ist an. Dann erblickt man wie bereits angedeutet diesen direkt, in einer Schutzfolie verpackt, mit dem Display nach oben zeigend. Entnimmt man diesen samt Einleger aus der Verpackung, befindet sich hier noch eine kleine Kurzanleitung sowie Sicherheitshinweise und das 1,50 Meter lange Netzkabel. 

(Verpackung: 3,5 von 5 Punkten)

Design

Beim Google Nest Hub handelt es sich um ein smartes Display. Daher ist dies ein smarter Lautsprecher mit dem typischen Google Assistant integriert, der zudem noch ein Display mit sich bringt. Sozusagen handelt es sich hier um Googles Antwort auf den Echo Show von Amazon. Aber natürlich ist der Nest Hub auch eine sinnvolle Ergänzung zu den bisherigen smarten Produkten von Google und Nest. Schließlich ist es damit möglich, direkt auf das Kamerabild der Überwachungskameras zuzugreifen, doch dazu später unter dem Punkt „Funktionsumfang “ mehr.

Das Design des Google Nest Hub ist sehr dezent und daher lässt sich dieser quasi überall im Haus positionieren. Egal ob in der Küche, dem Wohn- oder Schlafzimmer, voraussetzen ist hier nur, dass man eine Steckdose in der Nähe hat. An der Rückseite befindet sich der Standfuß, an dessen Rückseite ein Breitbandlautsprecher integriert ist. Der Fuß wiederum ist komplett, um für eine schöne gleichmäßige Optik zu sorgen, mit demselben Textilmeterial, wie der Google Home mini usw. überzogen. Dabei bietet Google zwei Farben zur Auswahl, einmal das von mir getestete „Carbon“ Modell, mit grauem Stoffbezug und Display-Rückseite und zudem eine „Kreide“ Version mit weißem Stoff und Rückseite. Der Rahmen des Displays ist bei beiden Modellen in Weiß gehalten. 

Am Standfuß befestigt hängt ein 7-Zoll (knapp 18 cm) großes Display, welches rundum einen 12 mm dicken verlaufenden Rahmen besitzt. An der Oberseite sind in der Mitte der Umgebungslichtsensor, zwei Mikrofone und eine kleine rote LED zu finden. Der Umgebungslichtsensor regelt logischerweise, wie der Name schon verrät die Helligkeit des Displays automatisch, bzw. passt diese der Umgebung optimal an. Die beiden rechts und links eingelassene Mikrofone dienen für die wichtigste Funktion eines Sprachassistenten, und zwar, dass dieser euch möglichst von überall im Raum hört. Bei der roten LED wiederum handelt es sich um ein Erkennungsmerkmal, welche nur bei deaktivierten Mikrofon leuchtet. Dies soll euch somit zeigen, dass die Mikros ausgeschaltet sein sollen, was man übrigens ganz einfach an der Rückseite im oberen Bereich via Schieberegler ausführt. 

Zusätzlich zur Lautstärkenregulierung via Touch-Display, ist es zudem bei Bedarf möglich, dies auch via Hardwaretaste an der Rückseite zu regeln. Hierfür findet man von hinten betrachtet an der linken Seite eine Lautstärke-Wippe. Dass es sich um ein Google Produkt handelt, erkennt man beim ausgeschalteten Zustand lediglich an ein sehr kleinen und dezentes „G“ an der Rückseite auf dem Standfuß. Hier ist zudem unten rechts der runde Stromanschluss untergebracht. 

(Design: 4 von 5 Punkten)

Verarbeitung

Die Verarbeitung des Google Nest Hub ist insgesamt auf einem guten Level. Doch im Vergleich zu ein paar anderen smarten Sprachassistenten mit Display, gibt es hier noch etwas Luft nach oben. Doch da man das Gerät eigentlich nur einmal aufstellt und anschließend eigentlich fast nur noch mit der Sprache bedient, ist dies soweit jedoch nicht so schlimm. 

Das Kabel bietet mit den bereits erwähnten 150 cm Länge, eine ausreichende Reserve, sodass man mit diesem eigentlich problemlos die nächstgelegene Steckdose erreichen sollte. Damit der Google Nest Hub nicht so leicht verrutscht, bzw. dass für einen sicheren Stand gesorgt wird, hat Google die Unterseite komplett mit einer weißen Gummischicht versehen.  

Der Stoff an der Rückseite fühlt sich soweit ebenfalls sehr gut an, lediglich die matte graue Kunststoffrückseite neigt meiner Meinung zu leicht zum Verkratzen. So ist es bei mir z. B. schon beim Entfernen der Folie dazu gekommen, dass ich hier teils einige feine Kratzer erkennen konnte. Die Stromversorgung erfolgt via Rund-Stecker, warum Google hier nicht wie bei einigen anderen Produkten auf den besseren USB-Typ-C Anschluss setzt, verstehe ich nicht wirklich, doch auf die Funktion hat dies wiederum keinen Einfluss.

(Verarbeitung: 3,5 von 5 Punkten)

TEIL 2

bestehend aus „Funktion des Produktes“ entspricht 65% der Gesamtwertung

Sprachassistenten-ArtSprachassistent mit Touch-Display
FarbenKreide (Weiß) und Carbon (Grau)
Displaygröße7 Zoll (ca. 17,8 cm)
Abmessungen/Gewicht118 x 178,5 x 67,3 mm (HxBxT) / Gewicht: 480 Gramm
Lautsprecher
Breitbandlautsprecher an der Rückseite (80 dB Schalldruckpegel bei 1kHz und 1m
MaterialKunststoff/Stoff
KonnektivitätIEEE802.11 b/g/n/ac (2,4 und 5 GHz) Wireless-Netzwerk, Bluetooth 5
Stromversorgung15 Watt Netzteil mit einer länge von 150cm
SensorenLichtsensor
Lieferumfang1x Google Nest Hub
1x 15Watt Netzteil (150 cm lang)
1x Kurzanleitung

Installation und Einrichtung 

Google Home
Preis: Kostenlos
Google Home
Preis: Kostenlos

Die Einrichtung des Google Nest Hub ist wirklich kinderleicht, da diese Schritt für Schritt in der App erklärt wird. Dafür muss man zuvor die kostenlose Google Home-App auf das Smartphone laden. Die App steht kostenlos im Appstore für iOS-Geräte und im Google Play Store für Android-Geräte zur Verfügung.

Leider kommt man um die Installation der App zur Einrichtung nicht drumherum, denn diese wird von Google vorgeschrieben. Dieses Problem hat man aber nicht nur bei Geräten, die direkt von Google stammen, sondern auch allen anderen Geräten, die via Google Assistant genutzt werden können. Das liegt daran, dass dies eine Vorschrift von Google ist, damit man den Dienst nutzen kann.

Die Google Home App dient dazu, den Google Nest Hub mit dem Google-Konto zu verbinden, daher ist natürlich auch hier ein Konto erforderlich. Zudem dient die App dazu, den Nest Hub mit dem heimischen WLAN zu verbinden und die Firmware auf den neusten Stand zu aktualisieren.

Während der Einrichtung wird man zudem unter anderem gefragt, welchen Musikdienst man nutzen möchte. Hierbei steht Spotify, Youtube Music, Google Play Musik und Deezer zur Auswahl. Besitzt man einen dieser Dienste, kann man diesen hier mit dem Nest Hub verknüpfen und fortan direkt über den Google Nest Hub via Sprachbefehl Musik darauf wiedergeben. Ebenso kann man, sofern man Maxdome nutz diesen Dienst hier verknüpfen und somit die Filme direkt über den Nest Hub abspielen. 

Im weiteren Verlauf der Einrichtung möchte der Nest Hub noch wissen, was er euch im Standby-Modus (Ambient Display) anzeigen soll. Hierbei können mehrer Optionen gewählt werden: Die Uhrzeit im Vollbildmodus anzeigen, ausgewählte Kunstwerke und Bilder darstellen oder eigene Bilder die man geknipst hat einblenden lassen. Den Ambient Display-Modus aktiviert der Google Nest Hub automatisch, sobald dieser über eine längere Zeit nicht genutzt wird, oder man das Licht im Raum abschaltet oder dies herunter gedämmt wurde. Dies reguliert der Umgebungslichtsensor an der Vorderseite des Nest Hub. Sollte man den Hub jedoch im Schlafzimmer oder Wohnzimmer aufgestellt haben, wo auch der Fernseher steht, dann kann es vorkommen, dass der Nest Hub eventuell den sogenannten Ambient-Modus verlässt, da dieser denkt man hat das Licht angeschaltet. 

(Installation & Einrichtung: 4 von 5 Punkten)

Funktionsumfang

Nun fragt ihr euch sicherlich, was kann man mit dem smarten Google Nest Hub mit seinem 7-Zoll Display alles anstellen.  

Einfach gesagt, kann man damit, sobald dieser eingerichtet ist, zahlreiche Smarthome Geräte im eigenen Haus steuern bzw. verwalten. Dies kann dabei nicht nur über das Display gemacht werden, sondern auch ganz einfach via Stimme. Indem man z. B. sagt: Hallo Google, wie wird das Wetter heute oder schalte das Licht im Schlafzimmer an usw. Daher kann man mit dem Nest Hub eigentlich alles anstellen, was man auch mit einem Google Home tun kann, nur eben besser, da dieser mit einem zusätzlichen Display ausgestattet ist. Wer z. B. Überwachungskameras von Nest oder die Nest Hello Türklingel nutz, kann das Bild nicht nur auf dem Smartphone betrachten, sondern auch ganz bequem vom Google Nest Hub aus, falls man z. B. das Smartphone nicht gerade zur Hand hat.

Zwar können über den Google Nest Hub auch sämtliche Philips Hue Lampen gestreut werden, doch hierfür ist dennoch eine Philips Hue Bridge erforderlich. Dies liegt daran, das Google den Nest Hub nicht mit einer Z-Wave und Zigbee Schnittstelle ausgestattet hat. Dies ist etwas ärgerlich, denn schließlich ist dies z. B. bei einem Amazon Echo Show der 2. Generation bereits integriert. 

Ich persönlich habe den Google Nest Hub in der Küche integriert, bzw. dort an einem guten Platz aufgestellt. Schließlich macht er für mich persönlich hier am meisten Sinn, da ich damit einfach die Rezepte, die ich mit meinem Thermomix zuzubereiten möchte Schritt für Schritt angezeigt und vorgelesen bekomme. Dadurch muss ich nicht immer mein Smartphone mit in die Küche nehmen und auf dem 7 Zoll Display, bekomm ich es groß genug angezeigt. Wenn ich z. B. ein Rezept auswähle, das mir Google unter vielen Rezepten vorschlägt, dann werden rechts die benötigten Zutaten und links die einzelnen Schritte aufgelistet. Anschließend kann man entweder per Sprachbefehle „Ok Google nächster Schritt“ oder durch das Berühren des Feldes im Display den nächsten Schritt vorlesen lassen. 

(Funktionsumfang: 4 von 5 Punkten)

Display und Lautsprecher

Das Display des Google Nest Hub ist 7-Zoll groß, dies entspricht einer Bildschirmdiagonale von 17,78 cm. Die Auflösung liegt bei 1024 x 600 Pixel, was einer Pixeldichte von 170 PPI entspricht. Dies ist zwar wenn man es mit einem Smartphone mit 450 PPI und sogar teils noch deutlich mehr vergleicht gering, doch Stören tut dies soweit bei den Anwendungen mit dem Google Nest Hub kaum. 

Möchte man darüber jedoch aus einem bestimmten Grund vorzugsweise Youtube Videos ansehen, dann fällt dieses jedoch definitiv auf. Wobei ich persönlich es dann doch vorziehe, Videos am mobilen Tablet oder am Smartphone anzuschauen, anstelle auf ein kabelgebundenes Display zu starren. 

Was mich persönlich etwas mehr stört, aber andere Anbieter wie Amazon und Lenovo auch nicht besser machen, ist der relativ breite Rand rund um das Display. Ein größeres Display wäre zwar auch nicht schlecht gewesen, doch mehr Inhalt würde euch das Display dann auch nicht. Schließlich skaliert Google die Inhalte auf dem Display immer auf dessen Größe. Daher wird nur der Text größer, aber mehr eben nicht. Bei Amazons Echo Show Geräten schaut es hier wiederum anders aus, denn hier zeigt ein größeres Display mehr Informationen, als ein kleineres an.

Doch wie gut schlägt sich das Display im Einsatz? Das Display Spiegel relativ stark, doch nicht mehr oder weniger, als andere smarte Displays. Daher sollte man auch hier beim Aufstellen darauf achten, dass sich gegenüber vom Google Nest Hub keine Lichtquelle wie z. B. ein Fenster oder eine Lampe befindet. Ansonsten lässt sich das Display dank einer hohen Helligkeit sehr gut ablesen und passt sich dank Helligkeitssensor immer dem aktuellen Umgebungslicht an.

Eine weitere Frage ist für einige unter euch sicherlich, wie gut der Lautsprecher an der Rückseite ist. Schließlich gibt es einige unter euch, die sich vorstellen können, darüber ihre Musik von Spotify oder Dezzer wiederzugeben. Da der Lautsprecher nach hinten gerichtet ist, ist dies klanglich schon einmal nicht sonderlich gut. Schließlich wäre es viel besser gewesen, wenn Google seitlich Platz gelassen hätte, dass der Klang direkt zu einem abgestrahlt wird. Des Weiteren gibt es in dem Fuß, indem zudem noch das Netzteil usw. integriert ist wenig Platz für besonders große Treiber. Daher fehlt es auch an Volumen und der Klang des Google Nest Hub ist dementsprechend höhenbetont und den Bass sucht man hier vergebens. Daher kann ich es hier wirklich weniger empfehlen, darüber Youtube Videos anzusehen oder auch andere Musik, dafür ist das Klangbild einfach zu schwach.

(Display und Lautsprecher: 2,5 von 5 Punkten)

Stromverbrauch

Da sich der Google Nest Hub nicht manuell oder via Sprachbefehl komplett abschalten lässt, verbraucht dieser sofern am Stromnetz angeschlossen permanent Strom. Sagt man hier zwar „Hey Google, schalte das Display aus“, dann wird dieses nur sehr stark abgedunkelt. Ausschalten lässt sich der Google Nest Hub nur, wenn man diesen vom Stromnetz trennt.

Das Netzteil, welches Google hier mit sendet, liefert eine maximale Leistung von 15 Watt. Im Standby-Modus benötigt der Google Nest Hub im Schnitt 3 Watt (bei 100 % Helligkeit). Im alltäglichen Gebrauch hab ich mit meinem Stromkostenmessgerät einen Wert von 4 bis 5 Watt erreicht. Maximal, also z.B bei 100 % Helligkeit und voller Lautstärke verbraucht der Google Nest Hub wiederum 15 Watt.

Hier eine kleine Tabelle, welche zeigt, was der Google Nest Hub im Einsatz im Standby und durchschnittlichen Betrieb verbraucht.

pro Tag0,07 kWh/ bei 24 h im Standby-Betrieb0,12 kWh/ beim alltäglichen Betrieb (realistischer Wert)
in der Woche (7 Tage)0,50 kWh/ bei 24 h im Standby-Betrieb0,84 kWh/ beim alltäglichen Betrieb (realistischer Wert)
im Monat (4 Wochen) 2,02 kWh/ bei 24 h im Standby-Betrieb3,36 kWh/ beim alltäglichen Betrieb (realistischer Wert)
im Jahr26,21 kWh/ bei 24 h im Standby-Betrieb43,68 kWh/ beim alltäglichen Betrieb (realistischer Wert)

(Stromverbrauch: 4 von 5 Punkten)

TEIL 3

bestehend aus „Preis/Leistung“ entspricht 10% der Gesamtwertung

Beschreibung

Mit dem Nest Hub bietet nun auch Google selbst ein eigenes smartes Display an. Mit diesem möchte man unter anderem Amazons Echo Show Familie Konkurrenz machen. 

Google präsentiert den Nest Hub als digitaler Bilderrahmen für alle Erinnerungen, zudem soll dieser die volle Kontrolle über das eigene Smart Home bieten und soll einige Vorteile haben, die man mit den smarten Google Assistenten ohne Display nicht hat.  

Diesen Aussagen kann ich soweit zustimmen, der Google Nest Hub bietet einige interessante Funktionen. Jedoch ist dies nichts Neues, bzw. etwas, was man mit einem Tablet oder Smartphone nicht machen kann. Doch dafür wiederum ist dieser deutlich günstiger. 

Preis/Leistung

Mit einer UVP von 129 € ist der Google Nest Hub mit abstand der günstige smarte Assistent mit Display. Alle anderen Gerät kosten hier fast 200€ oder mehr. 

Dennoch kann der Google Nest Hub nicht voll und ganz überzeugen. So dient der Nest Hub zwar als guter Rezept-Assistent beim Kochen oder vielen sonstigen Bereichen, aber eines beherrscht der 7-Zoll große Sprachassistent mit Display nicht wirklich. Damit meine ich wie bereits oben erwähnt der sehr schwache und höhenlästige Klang. Ebenso fehlt mir hier die wichtige Integration von Zigbee und Z-Wave, denn dadurch ist bei vielen Smarthome Geräten weiterhin eine Bridge erforderlich. Zwar liefern diese viele Hersteller bei ihren Starter-Paketen automatisch mit aus. Aber mehr Geräte, bedeuten auch mehr Stromkosten. Diese könnte man sich, sofern Zigbee und Z-Wave integriert wäre sparen.

Wer das Gerät für alle Funktionen, die dieses unterstützt nutzen möchte, aber auf einen guten Klang verzichten kann, wird hier ein günstiges smartes Display kaufen können. Doch wer damit gerne auch mal ein YouTube Video ansehen oder Musik hören möchte, sollte definitiv zu einem anderen Gerät greifen. 

Google Nest Hub

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unter Berücksichtigung aller Teilwertungen

 Wir bedanken uns beim Hersteller für die Bereitstellung des Produktes. Zu unseren Grundsätzen

Link zum Hersteller: store.google.de

Cambridge Audio Melomania 1

Seit nun über 50 Jahren entwickelt und fertigt Cambridge Audio aus Großbritannien Audio-Produkte im HiFi-, Lautsprecher- und Heimkino-Bereich. Nun hat das Londoner Unternehmen die daraus gesammelte Erfahrung genommen und diese in ein neues Produkt gesteckt, die Cambridge Audio Melomania 1. Das Ergebnis sind sehr kompakte (kleine) True-Wireless Kopfhörer, welche laut den Angaben des Herstellers, dennoch mit einer sehr guten Akkulaufzeit und auch der sonstigen technischen Ausstattung Überzeugen Können.

Ob die neuen Cambridge Audio Melomania 1 halten, was der Hersteller verspricht, verrate ich euch in diesem Testbericht, denn ich habe die True-Wireless Kopfhörer nun einige Wochen in meinem Alltag getestet.

CAMBRIDGE AUDIO MELOMANIA 1

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Bestehend aus „Verpackung/Design/Verarbeitung“ entspricht 25% der Gesamtwertung

Verpackung

Cambridge Audio liefert die Melomania 1 in einer stabilen, schlichten, aber zugleich ausreichend über das Produkt informierenden Verpackung aus. 

Auf der Hauptseite, also der Vorderseite der Verpackung, ist wie oft üblich, der Name des Herstellers und die Modellbezeichnung zu finden. Zudem findet man hier bei dieser Verpackung noch eine vergrößert Abbildung der beiden Ohrhörer und mit einem besonderen Merkmal wird ebenfalls geworben. Dabei handelt es sich um die Akkulaufzeit von bis zu 9 Stunden ab Stück (inkl. Ladecase sind sogar stolze 45 Stunden möglich).

Die linke, sowie rechte Seite nutzt Cambridge Audio für einige wenige Informationen über sich selbst. So findet man links unter anderem die  Adresse des Firmensitzes in London und auch das für das Unternehmen typische „Great British Sound, Since 1968“ Siegel. Auf der rechten Seite ist folgender Satz zu lesen „ 50 Years of Award-Winning Great British Sound in every Pair“. Mit diesem Satz möchte der Hersteller das erwähnen, womit man auch auf der Produktseite wirbt. Die 50 Jahre preisgekrönte britische Tontechnik, welche auch hier in jedem der beiden Ohrhörer zu finden ist.

Die Rückseite der Verpackung hat Cambridge für die wichtigsten Informationen über die ersten eigenen True Wireless Kopfhörer reserviert. Im oberen Bereich findet man eine kurze Auflistung darüber, was einen alles im Inneren der Verpackung erwartet. Darauf komme ich gleich noch einmal zurück, schließlich gehe ich darauf in Kürze ausführlich ein. Zuvor schauen wir aber noch, was uns die Rückseite der Verpackung noch verrät.

Interessant ist hier die Abbildung von einem der beiden Ohrhörer, welche hier in seine Einzelteile zerlegt (Explosionsdarstellung) dargestellt wird. Dabei gibt man verteilt um die Abbildung einige Ausstattungsmerkmale bekannt. Zu diesen zählen unter anderem: Bluetooth 5.0, IPX 5 Schweiß und wassergeschützt, die verbauten Graphen-Membranen sowie Qualcomm aptX und AAC. Etwas darunter ist im rechten Bereich das Ladecase zusammen mit den beiden True Wireless Kopfhörern abgebildet. Auch hier gibt man noch drei weitere Merkmale an, bei denen es sich um die bereits erwähnte Akkulaufzeit, dem geringen Gewicht der Ohrhörer (4,6 Gramm) und die Möglichkeit, jederzeit auf die Sprachassistenten dank verbauten Mikrofon zuzugreifen handelt.

Klappt man die Verpackung, welche via zwei Magnete verschlossen gehalten wird, von rechts nach links auf. Erblickt man auf der linken Innenseite einen Begrüßungstext auf Englisch, von dem Cambridge Audio CEO James Johnson-Flint. Auf der rechten Seite wiederum befindet sich ein Einlegeboden aus einem Karton und Kunststoffmix, in dem sich das Ladecase und die beiden Ohrhörer separat zentriert befinden. Unter dem eben besagten schwarzen Einsatz ist noch der restliche Zubehör, welcher zu den Cambridge Audio Melomania 1 gehört versteckt. Neben einem kurzen Micro-USB-Ladekabel, sind hier noch drei zusätzliche paar Ohrpassstücke zu finden, von denen ein Paar aus Schaumstoff besteht, um eine höhere Isolierung zu erreichen, dazu später aber mehr. Zudem sind hier die normalen Silikon-Ohrpassstücke in S und L untergebracht, die Größe M ist bereits auf den Ohrhörer montiert. In einer weiteren kleine Mappe sind noch einige der üblichen Beilagen (Benutzerhandbuch, Kurzanleitungen, Sicherheitsinformationen) verstaut. Zudem hat Cambridge hier jedoch noch ein Aufkleber-Set, eine Broschüre, die sich mit den Ohrpassstücken und der Firmengeschichte befasst, sowie eine kleine Visitenkarte, auf der die Tastenfunktionen erklärt werden beigelegt.

(Verpackung: 4 von 5 Punkten)

Design

Inzwischen hat fast jeder bekannte Audio-Hersteller ein oder zum Teil sogar mehrer True Wireless Kopfhörer im Angebot. Kein Wunder, denn seit Apple die AirPods der 1. Generation auf den Markt gebracht hat, boomt der Markt gerade so. 

Mit den Melomania 1 hat nun auch Cambridge Audio den Schritt gewagt und ist ebenfalls auf den neuen Trend der wirklich komplett kabellosen In-Ear Kopfhörer aufgesprungen, die man wie eben erwähnt, auch als True Wireless bezeichnet. Wie für diese Art von Kopfhörer üblich, liefert jeder Hersteller neben den eigentlichen Ohrhörer gleich noch ein Aufbewahrungs-Case mit. Dieses dient zugleich auch dazu, die In-Ear jederzeit, also auch unterwegs wieder aufzuladen. Dazu aber später mehr.

In-Ear

Vom Design hat Cambridge Audio die Melomania 1 äußerst schlicht gestaltet. Die Optik erinnert etwas an das Projektil einer kleinen Handfeuerwaffe. Hier gefällt mir ausgesprochen gut die sehr kompakte Bauweise bzw. Größe der In-Ears. Dadurch ragen die In-Ears nach dem Einsetzen in das Ohr nicht sonderlich heraus, wodurch man nicht so „Shrek mäßig“ aussieht, wie bei einigen anderen Modellen.

Beim Gehäuse setzt Cambridge überwiegend auf Kunststoff, jedoch fühlt sich das Material sehr hochwertig an und schließlich konnte man nur dadurch ein sehr geringes Gewicht von knapp 4,6 Gramm pro Ohrhörer erreichen. Die Melomania 1 bietet Cambridge Audio in zwei Farben an, dem schwarzen von mir getesteten Modell, sowie einem weiteren weißen Modell. Die Gesamtlänge der Kopfhörer beträgt inkl. Ohrpassstück (Größe M) 26,5 mm, der Durchmesser ist 15 mm groß bzw. klein. An der Außenseite befindet sich an beiden In-Ears eine Taste, welche je nachdem wie lange und häufig diese betätigt wird, verschiedene Befehle ausführt. Zudem signalisiert eine rund um die Taste verlaufenden Beleuchtung den Status der Kopfhörer. Auf die Bedienung gehe ich im späteren Verlauf dieses Testberichtes unter dem Punkt „Bedienung“ noch ausführlicher ein. Wer genau hinschaut, wird feststellen, dass diese Taste dem Cambridge Audio Logo entspricht. Diese Bedienteste steht knapp 1 mm vor dem Gehäuse hervor und hat einen sehr angenehmen Druckpunkt. Am seitlichen Gehäuse befinden sich an jedem Ohrhörer zwei gegenüberliegende Mikrofone, dies ist aus diesem Grund so, da man die beiden In-Ears aufgrund ihres runden Design beliebig einsetzen kann. Daher hat man hier gleich zwei Mikrofone verbaut, damit egal wie man den Ohrhörer einsetzt, eigentlich immer eines der beiden Mikros möglichst nah genug Richtung Mund gerichtet ist. Das andere wird zugleich als Störgeräusche-Filter während dem telefonieren genutzt.

Prinzipiell gibt es zwischen den beiden In-Ears keine Unterschiede, sodass man hier theoretisch gesehen beide In-Ears in jedem Ohr tragen könnte. Doch aufgrund des Wiedergabekanals, sollte man eigentlich schon drauf achte, dass der Rechte und der Linke Ohrhörer nicht vertauscht wird. Hierfür hat der Hersteller an der Seite ein kleines „R und L“ aufgedruckt. Weiter nach vorne verlaufend, wird der In-Ear etwas schmäler, bis zu dem Punkt, wo dieser auf das metallische Ende (Ring) trifft. Dieser Ring ist nicht ohne Funktion bzw. nicht ohne Grund hier verbaut, denn dieser dient als Magnetkörper. Daher wird diese Fläche von dem Ladecase in dem ein Ring (magnetisch) eingebaut ist angezogen und während dem Laden sicher in seiner Position gehalten. 

Das Treibergehäuse, welches unter dem Ohrpassstück sitzt, ist knapp 6 mm dick und wieder aus Kunststoff gefertigt. Lediglich die Treiberabdeckung ist mit einem Metallgitter versehen, was ebenfalls nicht ohne Hintergedanke so ausgeführt wurde. Denn irgendwie müssen die Ohrhörer schließlich auch mit Strom versorgt werden und genau dies erfolgt hierüber. Der Ladekontakt im Ladecase lädt nämlich den jeweiligen Ohrhörer über dieses Metallgitter, welches den Strom zum integrierten Akku leitet und darin einspeist. 

Ladecase

Das Lade- und Aufbewahrungs-Case wurde wie das Gehäuse der Kopfhörer aus demselben Kunststoff hergestellt. Des Weiteren haben beide Geräte die gleiche Farbe. Das Gewicht des Case beträgt angenehme 37 Gramm, daher liegt das Gewicht inkl. In-Ears bei unter 50 Gramm, was ein sehr niedriger Wert ist. Die Form und Gestaltung des Ladecase erinnert etwas an das der Apple Airpods, denn dieses hat nicht nur eine ähnliche Form, sonder wird ebenfalls im oberen Bereich aufgeklappt und via Magnetverschluss geschlossen gehalten. 

Am Deckel ist erneut das Cambridge-Logo zu sehen, welches hier jedoch vertieft eingelassen wurde, sodass man den Deckel bequem mit nur einer Hand öffnen kann. Die fünf weißen LEDs an der Vorderseite zeigen einem den Ladestand des Akkus im Case an, daher steht jede einzelne LED für 20 % Energie. Das Case ist 5,5 cm hoch, 5 cm breit und 2 cm dick. Daher lässt es sich unter den vielen True Wireless Kopfhörern, die ich bisher testen durfte am besten bzw. bequemsten in der Hosentasche verstauen.

Eingesetzt in das Ladecase halten die beiden Ohrhörer bombenfest, hier kann man das Case problemlos im offenen Zustand Überkopf halten, ohne das einer der beiden Ohrhörer herausfällt. Da das Case zudem via Magneten geschlossen gehalten wird, ist es ausgeschlossen, dass dieses versehentlich geöffnet wird, falls z. B. wie bei anderen Cases mit Knopf dieser betätigt wird. Aufgeladen wird das Ladecase über einen an der linken Seite befindlichen Micro-USB-Anschluss.

(Design: 4,5 von 5 Punkten)

Verarbeitung

Die Verarbeitung des Ladecases und der True Wireless In-Ears ist soweit auf einem hohen Niveau. Die Materialverarbeitung stimmt, das Gewicht ist angenehm und die Größe der In-Ears ist genauso perfekt, wie die des Cases. 

Probleme macht hier eigentlich nur das matte Gehäuse, denn dieses ist nicht nur empfindlich gegenüber Fingerabdrücken, sondern ebenso kratzanfällig. Dagegen hat sich Cambridge aber auch gleich etwas einfallen lassen, was hier für einen perfekten Schutz sorgt. Damit meine ich die separat erhältlichen Silikon-Cover, welches dem Ganzen nicht nur eine persönliche Note verleiht, sondern für 10€ einen klasse rundum Schutz für das Aufbewahrungs-Case liefert. Das Cover steht in insgesamt 6 Farben zur Verfügung. 

 Aufgrund des Kunststoffgehäuses erreicht Cambridge mit dem Melomania 1 ein sehr geringes Gesamtgewicht von unter 50 Gramm. Des Weitern können die In-Ears problemlos bei sportlichen Tätigkeiten genutzt werden, denn dank IPX5-Zertifizierung, sind diese geschützt gegen Schweiß und Spritzwasser. Schade ist wiederum, dass Cambridge Audio hier ein Ladecase mit einem veralteten Micro-USB Ladenschluss anbietet. Hier hätte man natürlich direkt auf den aktuelleren USB-Typ-C Anschluss setzen können. Betrachte ich jedoch die True-Wireless Ohrhörer vieler anderen Hersteller, deren Modelle zum Teil noch teurer sind, bieten auch hier die wenigsten ein USB-Typ-C Case an. Auf die Funktion hat der ältere Micro-USB Anschluss zudem ebenfalls keinen Einfluss. 

(Verarbeitung: 4 von 5 Punkten)

TEIL 2

bestehend aus „Funktion des Produktes“ entspricht 65% der Gesamtwertung

Kopfhörer-ArtTrue-Wireless In-Ear Kopfhörer
KategorieBluetooth Kopfhörer (Bluetooth 5 Klasse 2)
FarbeSchwarz, weitere Farbe: Weiß
Akkuintegriert, Lithium-Polymer-Akku
Akku Ohrhörer: 9h
Akku Ladecase: 36h
Gesamt somit: 45 h
Gewicht46,2 g (Ohrhörer und Ladebox)
9,2 g (beide Ohrhörer)
37 g (Ladebox)
MaterialKunststoff (Ohrhörer und Ladecase)
KonnektivitätBluetooth 5, Klasse 2
unterstützte Profile: A2DP, AVRCP, HSP, HFP
Codec: aptX™, AAC, SBC
LautsprechertypGraphen-Membrane mit 5,8 mm (links und rechts)
Frequenzbereich20 Hz bis 20.000 Hz (Ohrhörer)
Empfindlichkeit-Mikrofon96 dB SPL (1 kHz / 1 mW)
Frequenzgang (Mikrofon)100 Hz bis 8 kHz
LieferumfangMelomania 1 True Wireless Kopfhörer (2 Stk.)
Silikonaufsätze: Klein, Medium (an Kopfhörern befestigt), Groß
Memory-Schaum-Aufsätze
Ladebox
Mikro-USB-Ladekabel (31 cm)
Benutzerhandbuch
Anleitung zur perfekten Passform der Kopfhörer
Sicherheitshinweise
Feedback-/Anmerkungs-Booklet
Cambridge Audio-Sticker
Marken-Booklet

Tragekomfort

Zuerst habe ich bedenken gehabt, dass die Cambridge Audio Melomania 1 durch ihr lediglich rundes Design, also ohne O-Hook oder sonstiges zusätzliches Element, welches für einen zusätzlichen Sicheren halt sorgt, sicher in den Ohren halten. Doch hier wurde ich definitiv eines anderen belehrt, denn mit der Wahl der richtigen Ohrtips, saugen diese sich aufgrund der Entstehung des Unterdrucks beim einstecken in den Ohrkanal förmlich im Ohr fest. Wählt man die Silikontips mit einer zu kleinen Größe, halten diese wiederum nicht und wählt man andersrum die zu großen, dann reichen diese nicht ausreichend tief in den Ohrkanal, oder drücken sich sogar nach kurzer Zeit wieder von alleine raus.

Die beste Wahl, sofern man es selbst so mag, sind natürlich die zusätzlichen Memory-Foam Ohranpassstücke. Denn diese kann man sich im Prinzip wie ein simpler Ohropax (Gehörschutz) vorstellen. Diese bieten nicht nur die beste Isolierung der Umgebungsgeräusche, sondern passen sich dem Ohrkanal am einfachsten und besten an.

Dadurch brauchen die Cambridge Audio Melomania 1 definitiv nicht die sonst häufig bei anderen In-Ear Kopfhörern verwendeten Sport-Einsätze in Form von O-Hooks oder Flügeln. Man setzt bzw. drückt die Melomania 1 einfach in das Ohr ein und anschließend halten diese wirklich ausgesprochen gut darin. Ich hatte in meinem Test kein einziges Mal das Gefühl, als würde mir während meiner Runde joggen einer der beiden In-Ears aus den Ohren fallen.

(Tragekomfort: 4 von 5 Punkten)

Bedienung

Kommen wir nun wie versprochen zur Bedienung der Cambridge Audio Melomania 1. Das Einschalten der beiden In-Ears erfolgt wie bei allen True Wireless In-Ears entweder ganz simple durchs Entnehmen aus dem Lade-Case, oder durch das Drücken des Knopfes an jedem der Ohrhörer. Beim Ausschalten wiederum genügt es, die beiden Ohrhörer einfach wieder in das Lade-Case einzusetzen und dieses zu schließen. 

Viele Hersteller setzen bei ihren True Wireless In-Ear Kopfhörer auf ein sogenanntes „Master“ und „Slave“ Gerät. Also quasi ein Ohrhörer (Master), der die Daten vom Smartphone empfängt und diese anschließend mit so wenig wie möglich an Verzögerung dem Slave weiterleitet. Jedoch gibt es auch True Wireless Modelle, bei denen es keinen festen Master und Slave Ohrhörer gibt, daher können in diesem Fall beide Ohrhörer Daten empfangen und senden. Bei den Cambridge Audio Melomania 1 können theoretisch beide Kopfhörer Daten empfangen und senden und somit beide als Master und Slave genutzt werden. Jedoch lässt sich nur einer der beiden In-Ears mit dem Smartphone koppeln. Verbindet man durch ein manuelles Pairing den anderen Ohrhörer mit dem Smartphone, werden kurzzeitig beide In-Ears angezeigt, doch kurz danach verschwindet der andere wieder. Daher kann man es sich zwar zu Beginn heraussuchen, welcher der In-Ears als Master fungiert, doch in der Praxis ist dies beim ersten Koppel solange fest bestimmt, bis man dies manuell ändert. Möchte man z. B. nur mit dem rechten In-Ear Musik hören, würde dies problemlos gehen. 

Nun zur Steuerung über die Bedientasten. Drückt man egal ob am Rechten oder Linken In-Ear die Taste einmal, dann wird die Musik pausiert, bis man diese erneut betätigt. Ebenso nimmt man mit der gleichen Methode jederzeit einen eingehenden Anruf an. Möchte man einen Titel vorspringen, muss man den Knopf schnell zweimal hintereinander drücken und zum Zurückspringen dasselbe, jedoch auf der linken Seite betätigen. Um die Lautstärke zu erhöhen genügt es, die rechte Taste für mindestens 2 Sekunden gedrückt zu halten. Anschließend wird die Lautstärke solange erhöht, bis man die Taste wieder loslässt. Geht es darum, die Lautstärke abzusenken, dann dasselbe Spiel auf der linken Seite ausführen. 

Wird man gerade angerufen, wenn man keine Zeit hat, oder aus einem anderen Grund nicht mit der Person oder dem unbekannten Anrufer telefoniert möchte, dann genügt es, einfach an einem der In-Ears den Knopf 1 Sekunde gedrückt zu halten. Hat man den Anruf wiederum wie bereits oben erwähnt angenommen, dann kann man den Anruf jederzeit durch zweimaliges drücken beenden. 

Den im Smartphone integrierten Sprachassistenten kann man natürlich dank Mikrofon ebenfalls jederzeit aktivieren. Dies gelingt jedoch nicht während der Musikwiedergabe, sondern lediglich bei dem vorherigen Pausieren der Musik. Drückt man anschließend den Knopf am rechten oder linken Ohrhörer zweimal hintereinander, steht der integrierte Sprachassistent bereit. Den manuellen Pairing-Vorgang startet man jederzeit durch das 2-sekündige betätigen. 

(Bedienung: 4 von 5 Punkten)

Klang

Bei den Cambridge Audio Melomania 1 handelt es sich um Kopfhörer. Daher ist hier natürlich vor allem der Klang ein sehr wichtiges Kaufkriterium, passt dieser nicht, dann lohnt sich der Kauf des jeweiligen Kopfhörers nicht.

Cambridge Audio verspricht bei den Melomania 1 den typischen „Great British Sound“, welchen das Unternehmen mit den 5,8 mm großen Graphen beschichteten Treibern an jeder Seite erreichen möchte. Beim Frequenzbereich gibt der Hersteller die typischen 20 Hz – 20 kHZ an. Dies ist soweit auch absolut ausreichend, schließlich ist dies genau der Bereich, den ein menschliches Gehör abdeckt. Alle anderen Frequenzen unter oder über diesem Bereich, kann man nicht wirklich hören. Soweit zu den technischen Angaben, doch wie immer sagt dieser Werte zumeist sowieso nicht viel über den realistischen Klang aus. Den Zahlen können sich noch so gut anhören, aber eben der Kopfhörer nicht. Wichtig, für eine möglichst qualitative Bluetooth-Übertragung wäre noch zu wissen, welche Audio-Codes der Melomania 1 unterstützt. Hier werden neben dem Standard Codec SBC, auch die wichtigen aptX (Android) und AAC (iOS) unterstützt.

In meinem Klangtest konnten die Cambridge Audio Melomania 1 mit einem sehr natürlichen und ausgewogenen Klangbild überzeugen. Die Klangabstimmung ist so gewählt, dass diese von Werk aus zu vielen Genres wie z. B. Rock, Pop, Electronic usw. passt, ohne das man hier einen Equalizer zum anpassen vermissen würde. Wo andere True Wireless oder auch andere Kopfhörer oftmals ein bassbetontes Klangbild besitzen, klingt der Melomania 1 rundum ausgewogen neutral. 

Der Bass kann mit einer knackigen und präzisen Wiedergabe überzeugen, bzw. einfach gesagt, er ist weder so aufgebläht noch zu schwach. Ebenso wie die blühenden Klangfarben der Mitten, welche für eine neutrale Stimmwiedergabe sorgen, stellen mich klanglich auch die detailreichen und sauber abgestimmten Höhen sehr zufrieden.

Sehr beachtlich ist auch die extrem hohe maximale Lautstärke der Cambridge Audio Melomania 1. Solltet ihr auf der Suche nach sehr lauten In-Ear Kopfhörer sein, solltet ihr euch definitiv dieses Modell genauer anhören, denn der maximale Pegel ist hier sehr hoch. Als ich meinen maximalen Pegel, den ich persönlich hören möchte, eingestellt hatte, war ich gerade einmal bei einer Lautstärke von etwa 60 bis 70 %. Erstaunlich ist hier zudem, dass sich das Klangbild selbst bei sehr hoher Lautstärke nicht bzw. nur minimal verändert. Hier passiert es bei vielen anderen Kopfhörern oft, dass diese total übersteuern und man klanglich nur noch einen Brei an Tönen wiedergegeben bekommt. Dies ist glücklicherweise hier nicht der Fall. 

Wie bereits am Anfang meines Berichtes unter „Design“ erwähnt, besitzen die Melomania 1 Mikrofone, sodass man damit auch problemlos über die In-Ear Kopfhörer telefonieren kann. Die Sprachverständlichkeit ist dabei sehr gut, sodass ich meinen Gesprächspartner klar und deutlich hören konnte. Die verbauten Clear Calling Mikrofone mit CVC Noise Cancellation (kurz Umgebungsgeräusche Filter) sind gut, aber im Vergleich zum Klang etwas ernüchternd. Die eigene Stimme kommt in einem ruhigen Raum zwar sehr gut und verständlich rüber, doch wenn es um einen lauer wird, verliert die Stimme etwas an Stärke. Zudem wird durch den Filter auch die Stimme etwas schlechter übertragen. Im Alltag stört dies im großen Ganzen jedoch weniger, da mich der Gesprächspartner dennoch ganz gut verstanden hat.

Bei der Latenz (Verzögerung zwischen Ton und Video-Bild) schneiden die Melomania 1 ebenfalls ganz gut ab. Hier kann ich im Test mit meinem iPhone nur eine ganz minimale Verzögerung feststellen. Dabei musste ich mich jedoch sehr genau darauf konzentrieren, um dies feststellen zu können. Daher reden wir hier von einer Verzögerung von max. 1 Sekunde, jedoch eher im Millisekundenbereich. Bei einem Android-Smartphone war die Verzögerung aufgrund aptX noch etwas geringer. 

(Klang: 4,5 von 5 Punkten)

Ausstattung

Akku & Ladecase

Mit den neuen Cambridge Audio Melomania 1 kauft man sich wie bereit erwähnt sogenannte True Wireless In-Ears. Zu deren Lieferumfang gehört natürlich ein Case, welches zum einen für den Transport und zum Schutz der In-Ear Ohrhörer dient. Zudem wird direkt nach dem Einsetzen der Kopfhörer deren integrierter Akku, über den im Case verbauten Akku wieder voll aufgeladen. 

Mit der Akkulaufzeit der Melomania 1, ist Cambridge ein absoluter Marktführer in diesem Bereich gelungen. Den zumindest mir persönlich sind aktuell keine anderen True Wireless Ohrhörer mit solch einer langen Laufzeit bekannt. Gemeint wird hier die 9 Stunden Musikwiedergabe am Stück und das nur mit einer vollen Aufladung der In-Ear Ohrhörer. Dies allein ist wie schon gesagt ein respektabler Wert, doch über das Case können diese erneut bis zu viermal voll aufgeladen werden. Daher muss man hier zu den 9 Stunden noch die 36 weitere Stunden dazurechnen und kommt insgesamt auf eine max. Akkulaufzeit von 45 Stunden. 

Doch dies sind soweit die angegeben Laufzeiten von Cambridge Audio selbst, aber halten die Kopfhörer das Versprechen auch im Alltagstest? Natürlich habe ich die In-Ear jetzt nicht 9 Stunden oder gar 45 Stunden mit Aufladen zusammenhängend verwendet. Doch zusammengerechnet, kam ich bei einer mittleren eingestellten Lautstärke, auf eine Laufzeit von knapp 7,5 bis 8 Stunden. Gehört man jedoch zu denjenigen Personen, denen die wiedergegeben Musik einfach nicht laut genug sein kann, dann sollte man mit einer Laufzeit 6,5 bis 7 Stunden, dennoch eine sehr ordentliche Laufzeit erreichen. Lässt man die In-Ear nach dem Gebrauch außerhalb des Case liegen, dann schalten diese sich nach 10 Minuten ohne Eingang einer Audiowiedergabe automatisch ab. Direkt abschalten lassen sich die Melomania 1 indem man diese in das Case legt.

Ebenso wichtig wie eine lange Akkulaufzeit, ist natürlich auch eine möglichst kurze Ladezeit der In-Ears, sowie des Lade-Cases. Das Case wird zwar leider via Micro-USB aufgeladen, doch dank Schnellladefunktion, ist die Ladezeit angenehm kurz. Nach bereits 15 Minuten Ladezeit der Melomania 1 im Ladecase, bieten diese wieder eine Laufzeit von bis zu 2 Stunde. Bei 4 Stunden sollen es 30 Minuten, bei 80 % (7 Stunden) 1 Stunden und für 100 % sollte man die Kopfhörer knapp 90 Minuten im Ladecase eingelegt lassen. 

Ebenso wie die In-Ear Ohrhörer selbst, bietet auch das Case eine Schnellladefunktion. 20 % sprich 8 Stunden Ladezeit für die In-Ears erreicht man nach bereits 15 Minuten. Jedoch ladet man im Idealfall das Case immer voll auf und dafür benötigt man 90 Minuten.

Bluetooth & Signalqualität

Die erste Verbindung der Cambridge Audio Melomania 1 via Bluetooth mit dem Smartphone oder jedem anderen beliebigen Bluetooth fähigem Gerät, geht sehr schnell und einfach. Soweit erfolgt dies, wie eigentlich bei allen anderen Bluetooth-Kopfhörern (True Wireless). Sobald man die beiden In-Ears aus dem Case genommen hat, kann man diese wie gewohnt mit dem Smartphone koppeln, da diese sich nach dem Kauf direkt im Kopplungsmodus befinden. 

Welchen Kopfhörer man hier zuerst aus dem Ladecase nimmt, ist im Prinzip egal. Schließlich kann man sich sowohl mit dem rechten, als auch Linken verbinden. Dementsprechend muss man, nachdem man das Bluetooth am Smartphone aktiviert hat, in den Einstellungen nach dem Gerät mit dem Namen „Melomani R // Cambridge“ oder „Melomania L // Cambridge“ Ausschau halten. Anschließend verbindet sich nach dem auswählen des einen In-Ear, automatisch der andere mit diesem. Beachten sollte man jedoch, dass der beim erst mal verbundene gewählte In-Ear, auch immer der Master bleibt. Bis zu dem Zeitpunkt, dass man dies via manuellen Koppeln wieder verändert, indem man den anderen Ohrhörer beim Pairing auswählt.

Kommen wir jedoch zu Reichweite der True-Wireless Ohrhörer in Verbindung zum Smartphone. Hier konnte ich im Freien die von Cambridge Audio versprochene Reichweite von 30 Metern problemlos erreichen. Im Haus wiederum hängt die Reichweite von euren Wänden und Decken ab. Schließlich reduzieren massive dicke Wände und Decken die Reichweite des Funksignals deutlich mehr, als z. B. massive Stahlbetonwände. Dennoch konnte ich hier bei unserem älteren Haus immer noch eine Reichweite von knapp 12 Metern erreichen und dies trotz mehren dicken Wänden. Daher ist die Reichweite des Bluetooth 5.0 Klasse 2 Modul, welches in den Cambridge.

(Ausstattung: 4,5 von 5 Punkten)

TEIL 3

bestehend aus „Preis/Leistung“ entspricht 10% der Gesamtwertung

Beschreibung

Mit den ersten eigenen True Wireless Kopfhörern ist Cambridge Audio ein ausgesprochen guter Start gelungen. Denn in sehr vielen Bereichen können diese im Test sehr überzeugen. Neben der sehr hohen Akkulaufzeit von 9 Stunden und weiteren 36 Stunden mit Ladecase, dem super Klangbild, dem kleinen kompakten Design und vielen weiteren Ausstattungsmerkmale, hat der Hersteller an viele wichtige Punkte gedacht. Das Resultat ist ein rundum gut durchdachtes (entwickeltes) Produkt, welches soweit sehr überzeugt.

Preis/Leistung

Die UVP der Melomania 1 hat Cambridge Audio mit 129€ festgesetzt. Dies ist eine absolute Kampfansage gegenüber den deutlich teureren True Wireless In-Ear Ohrhörer von Apple, Sennheiser, Bose und Co. 

Für den geforderten Preis erhält man klanglich, und von der Verarbeitung (IPX5) hervorragende Kopfhörer. Zudem bieten die Melomania 1 eine sehr geringe Latenz und vor allem die bisher beste Akkulaufzeit unter den True Wireless Ohrhörer. Klar gibt es hier noch Modelle aus Fernost, die zum Teil etwas günstiger sind. Doch glaubt mir aktuell gehören die Cambridge Audio Melomania 1 vom Preis-Leistungs-Verhältnis zu den Besten auf dem Markt. 

CAMBRIDGE AUDIO MELOMANIA 1

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testr Gesamtwertung

unter Berücksichtigung aller Teilwertungen

 Wir bedanken uns beim Hersteller für die Bereitstellung des Produktes. Zu unseren Grundsätzen

Link zum Hersteller: cambridgeaudio.de

Nanoleaf Light Panels

In dem heutigen Testbericht möchte ich euch ein Produkt, von einem noch relativ jungen Unternehmen vorstellen. Es geht um Nanoleaf, einem chinesischen Unternehmen, welches sich auf die Entwicklung und Herstellung von speziellen Lichtpanel beschäftigt hat.

Eines der Produkte stelle ich euch heute vor. Es handelt sich um die Nanoleaf Light Panels. Bei denen es sich, wie der Name schon erahnen lässt um kleine dreieckige RGB-LED-Panels handelt, die um mehrer weitere Elemente erweitert werden können. Damit lassen sich sehr schöne Formen und Lichtobjekte an der Wand gestalten.

Ob sich der Kauf der Nanoleaf Light Panels lohnt, was man mit diesen alles machen kann und wie einfach die Montage und Einrichtung vonstatten geht, verrate ich euch in diesem Testbericht.

 Nanoleaf Light Panels

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TEIL 1

Bestehend aus „Verpackung/Design/Verarbeitung“ entspricht 25% der Gesamtwertung

Verpackung

Die Nanoleaf Light Panels inkl. deren Zubehör, befindet sich in einem schlichten braunen nahezu unbedruckten Karton. Dieser wiederum ist in eine bedruckte Hülle eingeschoben.

Auf der Vorderseite der Umverpackung findet man wie eigentlich bei jedem Produkt, den Namen des Herstellers und des Produktes. Zudem ist hier eine Abbildung der 9 einzelnen Module (Umfang an Panels in diesem Starter-Kit) und des Rhythm-Moduls zu sehen. Dieses Modul ist nämlich bei dieser Version dabei und ermöglicht es, dass die Module auf die wiedergegeben Musik reagieren, dazu aber später mehr. Des Weitern verrät die Vorderseite noch, dass man die Lichter per Sprachassistenten steuern kann, diese Apple HomeKit kompatible sind und die Lichter sämtliche Farben, aber auch warmes und kaltes Licht wiedergeben können. 

 An der unteren schmalen Seite sind nicht nur drei Möglichkeiten dargestellt, wie man die in diesem Lieferumfang befindlichen Panels kombinieren kann. Sondern es wird auch darauf hingewiesen, dass das Set mit weiteren smarten Assistenten funktioniert. So kann man die Lichter auch mit dem Google Assistant, Amazons Alexa und IFTTT ( If This Then That) bedienen. 

Die Rückseite zeigt erneut einige Anwendungsbeispiele bzw. wie die Lampen genutzt werden können (mit weiteren Modulen). Des Weiteren wird hier in mehren Sprachen erklärt, dass man über die zusätzliche App das System per Sprache bedienen kann, diese auch animiert Leuchten lassen kann, jederzeit auf die eigene Stimmung abstimmen und per Musik steuern kann. Zu guter Letzt werden an der letzten Seite noch die Systemanforderungen sowie der komplette Lieferumfang aufgelistet. Aber auch der durchschnittliche Stromverbrauch von 22 kWh/1000h ist hier wie üblich für Leuchtmittel angegeben. 

Entfernt man die bedruckte Umverpackung von der darunter befindlichen Kartonage, erblickt man an der Oberseite ganz schlicht den Namen „Nanoleaf“ aufgedruckt. Auf der Unterseite wiederum ist ein großer QR-Code zu sehen, der beim scannen direkt auf die Webseite des Unternehmens leitet. Hat man wiederum die zugehörige Nanoleaf-App bereits aus dem AppStore geladen, leitet einen das Scannen des Codes direkt zur App, bzw. startet diese.

Bei der Hauptverpackung und deren Innenleben, muss ich das Unternehmen Nanoleaf sehr loben. Schließlich ist nicht nur die äußere Verpackung aus ungebleichten Karton, sondern auch das Innenleben ist aus umweltfreundlichem Material gefertigt. Sämtlicher Lieferumfang des Nanoleaf Light Panel Starter-Kit befindet sich in einer braunen Bio Verpackungsschale. Direkt in der Mitte befinden sich die insgesamt 9 Light Panels. Damit diese sich gegenseitig nicht verkratzen, hat man hier dünne Papiereinlagen dazwischen gelegt. Das Tolle an diesen Einlagen wiederum ist, dass diese nicht nur zum Schutz gedacht sind, sondern gleichzeitig auch als Schablone dienen. Dadurch wird die spätere Anordnung der Nanoleaf Light Panels wesentlich leichter, denn die Schablonen sind genauso groß, wie die Panels selbst.

Im Rechten und linken Bereich befindet sich alles für die Stromversorgung. Daher findet man rechts ein Netzt-Kabel in EU- und US-Ausführung und das Ein-/Ausschaltmodul (Regler). Auf der linken Seite wiederum ist das Netzteil und 28 Klebestreifen verstaut. Direkt daneben befindet sich noch das Rythm-Modul und die 9 Verbindungsstücke, mit welchen man die einzelnen Light Panels verbindet, sind im rechten oberen Bereich verstaut. Ach ja eins habe ich ganz vergessen, direkt ganz oben über den Light Panels liegt natürlich auch noch eine Kurzanleitung bei, auf der unter anderem auch der HomeKit Code zum späteren scannen zu finden ist.

(Verpackung: 4,5 von 5 Punkten)

Design

Schauen wir uns mal die einzelnen Bauteile genauer ein, beginnend mit den dreieckigen Light Panels. Diese besitzen eine Kantenlänge von 24 cm, sind 8,4 cm dick und sind mit knapp 200 Gramm pro Panel relativ leicht. Sind die Panels ausgeschaltet, dann sind diese wie an den Bildern zu sehen in einem neutralen weisen Zustand. Die Panels bestehen aus einer zum Großteil aus Kunststoff gefertigten Konstruktion, an dessen Rückseite sich mittig an allen drei Kanten, ein Steck-Verbindungsanschluss befindet. Hierüber können die einzelnen Panels miteinander verbunden werden, dazu aber später mehr. Die Vorderseite, welche nach dem Anbringen immer betrachtet wird, ist mit einer matten „Milchglas“ Oberfläche versehen, an deren drei Ecken etwas dunkleres, später nicht leuchtbares durchschimmert. Vermutlich verbirgt sich hier in diesem Bereich die Elektronik und die LEDs. Durch die einfache Steckverbindung lassen sich die Nanoleaf Light Panels sehr einfach miteinander verbinden und pro Controller (Netzteil) auf bis zu 30 Light Panels (Angabe vom Hersteller) erweitern. 

Das Netzkabel der Nanoleaf Light Panels ist ausreichend lang bemessen. Schließlich ergibt sich durch die Kombination aus dem 1 Meter langen, etwas dickeren Stromkabel, dem Netzteil inkl. Kupplung (1,5 m) und der lenzendlichen Steuereinheit inkl. Gegenstück zur Kupplung (2,0 m) eine gesamte Kabellänge von 3,5 Metern. Diese Länge sollte somit problemlos ausreichen, um nach der Montage an der Wand die nächstgelegene freie Steckdose zu erreichen. 

In dem Starter-Kit von mir ist wie bereits erwähnt auch noch das Rhythm-Modul enthalten. Dieses schließt man an jedem beliebigen freien Port bei den Light Panels an und anschließend ist dieses direkt einsatzbereit. So viel zum Design der wichtigsten Produkte im Nanoleaf Light Panel Starter-Kit. Wie diese gesteuert werden und wie das Rhythm-Modul funktioniert, erkläre ich euch unter dem Punkt „Bedienung/App“ ausführlich.

(Design: 4 von 5 Punkten)

Verarbeitung

Viel gibt es zur Verarbeitung der Nanoleaf Light Panels nicht zu sagen. Die einzelnen Panels machen einen sehr wertigen Eindruck, und lassen sich dank dem geringen Gewicht sehr leicht Mithilfe der beiliegenden doppelseitigen Klebestreifen an die Wand kleben. Zur Montage komm ich jedoch im nächsten Punkt ausführlicher zurück.

Das Verbindungskabel ist ausreichend lang und macht ebenfalls einen guten Eindruck. Hier gibt es kein Surren oder summen, was man z. B. bei manchen anderen Netzteilen (Philips Hue Strips) kennt. Was man bemängeln könnte, wären die Steckverbindungen, diese werden nämlich nur eingeschoben und nicht eingerastet. Dadurch sollte man wenn man z. B. mehrer Module (3 Stück maximal) an die Wand auf einmal anbringen möchte darauf achten, dass man dies alle sicher hält. Schlichtweg ist es nämlich nicht möglich, alle 3 Module mit einer Hand zu halten, denn dabei verrutscht schnell etwas, oder man knickt die Panels so, dass im schlimmsten Falle die Steckverbindung bricht. Daher sollte man sich bei der Montage an die Wand etwas Zeit lassen und lieber etwas vorsichtiger umgehen. Jedoch hört sich dies jetzt alle empfindlicher an, wie es in Wirklichkeit ist. 

(Verarbeitung: 4 von 5 Punkten)

TEIL 2

bestehend aus „Funktion des Produktes“ entspricht 65% der Gesamtwertung

Lampen-ArtModulare LED-Paneele, welche durch weitere Module erweitert werden können.
Leuchtkraft100 Lm pro Panel
Max Farben16,7 Millionen
Farbtemperatur2200K – 6000K
Gewichtca. 200 Gramm pro Panel
Lebensdauerca. 25.000 Stunden
Kommunikations ProtokollWiFi (2.4Ghz b/g/n)
Leuchtmittel TechnologieLED-Leuchtmittel
Lieferumfang9 modulare Lichtpanels
1 Rhythm Zusatzmodul
1 Light Panel Steuereinheit
1 Netzteil (Universal VAC)
Kurzanleitung
9 Befestigungs-Schablonen
28 doppelseitige Klebestreifen zur Montage
9 Panel- Verbindungsstücke

Einrichtung und Installation

Bevor ihr direkt beginnt, die Nanoleaf Light Panels an die Wand zu kleben, würde ich persönlich diese zuerst auf dem Tisch, oder dem Boden so zusammenstecken, wie man diese später an der Wand vorhat, zu befestigen. Gerne kann man dann zudem gleich mal den Controller (Stromversorgung) und das Rythm-Modul anschließen, sodass man gleich nach dem einstecken in der Steckdose sieht, dass alles richtig funktioniert. Schließlich wäre es ärgerlich, wenn man nach dem anbringen feststellt, dass etwas kaputt ist.

Nanoleaf stellt in der Anleitung und auf der Webseite einige Beispiele zur Verfügung, wie man die 9 im Starter-Kit (je nach Set auch mehr) enthaltenen Panels zu einem Motiv anordnen kann. Daher muss man sich nicht stundenlang den Kopf zerbrechen, wenn einem keines einfällt. Sollte man sich jedoch dafür entscheiden, ein eigenes Motiv zu gestallten, dann kann man sehr gut die bereits erwähnten Schutzpapiere aus der Verpackung zur Hilfe nehmen, welche man zum Anzeichen mit Bleistift nutzen kann.

Des Weiteren kann man natürlich auch jederzeit auf die Nanoleaf App zurückgreifen, welche kostenlos für iOS und Android verfügbar ist. In der App erhält man nämlich auch Zugriff auf den Layout Assistenten. Über welchen es ebenfalls sehr einfach möglich ist, ein Layout zu erstellen. Dazu gibt man einfach die vorhandene Anzahl an Light Panels an und erhält einen zufällig erstellten Designvorschlag, welchen man jedoch nach belieben via Drag und Drop der einzelnen Elemente, weiter optimieren kann.

Interessant für manche dürfte auch die Anordnung über die Augmented Reality-Funktion seine. Damit kann man die Anordnung der Light Panels über die Kamera an die Wand projizieren lassen. Dazu einfach über die Webseite von Nanoleaf den zur Verfügung gestellten QR-Code ausdrucken und an die Wand hängen. Diesen dann einfach mit dem Smartphone in der App scannen und die Nanoleaf Light Panels selbst anordnen.

In der App muss man übrigens ein Konto beim Hersteller Nanoleaf anlegen. Dazu benötigt man jedoch nur den Vor-/Zunamen und eine E-Mail-Adresse. Der Rest ist selbsterklärend, bei mir wurde am iPhone direkt gefragt, ob ich meinen Account direkt mit Apple HomeKit synchronisieren möchte, dem ich zugestimmt habe. Nun noch sobald man aufgefordert wird den HomeKit Code scannen oder eingeben (befindet sich auf der beiliegenden Anleitung oder an der Rückseite der Steuereinheit) und schon verbindet sich das Nanoleaf Light Panel Starter-Kit mit dem HomeKit und der App. Somit hat man anschließend den vollen Zugriff über die App, oder als Apple-User auch direkt über die HomeKit App.

Die Nanoleaf Light Panels, werden wie bereits erwähnt, an die Wand mithilfe von doppelseitigen 3M-Klebepads befestigt. Diese Klebepads sind ausreichend stark, sodass die Panels auch problemlos an den meisten Tapeten halten (Deckenmontage wäre selbstverständlich auch möglich). Dazu sollten an jedem Panel drei Klebestreifen angebracht werden und wie vom Hersteller angegeben für 30 Sekunden festgedrückt werden. Anschließend an maximal drei Panels auf einmal die Klebestreifen abziehen (sollte die Seite mit Wall-Side sein) und diese drei Panels an der Wand befestigen. Des Weiteren bietet der Hersteller aber auch ein Mount-Kit für 24,99 € an, welches dazu dient, die Panels mit einer Schraube zusätzlich zu sichern. Dieses soggenanten Mount-Kit umfasst insgesamt 12 Halterungen, je 12 Dübel in zwei unterschiedlichen Ausführungen, für verschieden Materialien (Trockenbau Wände, Gips Wände und Holz), sowie vier flexible Steckverbindungen. Diese Flex-Verbindungen ermöglichen eine Montage der Light Panels über die Ecke. Somit kann man die Panels so anordnen, dass diese von der einen Wand, zur andern übergehen.

Sollte man die Nanoleaf Light Panels aufgrund eines Umzugs, oder einem anderen Grund wieder entfernen müssen bzw. wollen, geht dies eigentlich in den meisten Fällen sehr einfach. Dazu einfach die Klebepads, welche man zuvor so Angeracht hat, dass man diese im montierten Zustand (etwas hervorstehend) wieder abziehen kann, entfernen. In manchen Fällen ist es jedoch ratsam, die Klebestreifen via Zahnseide zu entfernen, denn damit kann man es vermeiden, dass unter Umständen die Tapete bzw. die Farbe beschädigt wird. Dazu einfach das Stück Zahnseide hinter den Nanoleaf Light Panels ansetzen und die Klebestreifen sozusagen durchtrennen.

(Einrichtung und Installation: 4,5 von 5 Punkten)

Bedienung und App

Nanoleaf Smarter-Reihe
Preis: Kostenlos
Nanoleaf Smarter-Reihe
Preis: Kostenlos

Beim Einrichten über das Smartphone stimmt ihr zu, dass euer Smartphone automatisch den Nanoleaf Light Panels die Wi-Fi Daten eures Heim-Netzwerks übermittelt. Durch die Einbindung in das 2,4 GHz-Wi-Fi-Netz (5 GHz wird leider nicht unterstützt), könnt ihr die Light Panels jederzeit via App, Apple Home-Kit, Google Assistant, Siri, Amazon Alexa und IFTTT steuern. Jedoch bietet Nanoleaf auch eine würfelähnliche Fernbedienung an, doch diese habe ich bisher noch nicht getestet.

Die meisten unter euch, werden jedoch die Bedienung über die App bevorzugen, oder das ganze auch mal direkt am Modul steuern. Am Modul kann man die Light Panels nämlich unter anderem alle Aus- oder Einschalten, aber auch jederzeit zwischen den festgelegten Szenen wechseln. Nun möchte ich euch jedoch die Bedienung via App näher erläutern. Der wichtigste Bereich ist eigentlich das Dashboard, auf dem man sich auch immer zu Beginn der App befindet. Sofern man mehrer Light Panels, also auch Netzteile in Betrieb hat, kann man diese alle über die App hier steuern. Dazu sind diese in Räume, die man zuvor benennt hat gruppiert. 

Die App ist insgesamt ganz ordentlich aufgebaut, jedoch auch etwas verschachtelt, aufgrund der doch sehr vielen Funktionen und Einstellungsmöglichkeiten. Zu Auswahl auf dem „Dashboard“ stehen nicht nur einfarbige Farben, sondern auch die so genannten Szenen und Rhythm-Farben (bei Verwendung mit dem Musik-Modul).

Wählt ihr einfarbiges Leuchten, dann leuchtet sämtliche Nanoleaf Light Panels, die mit diesem gewählten Netzteil (Controller-Modul) verbunden sind in der gleichen Farbe auf. Dabei kann natürlich auch die Helligkeit verändert werden, dazu aber unter dem Punkt „Licht“ mehr. Die Möglichkeit der dabei bestimmten Farbe ist natürlich aufgrund der RGB-LEDs riesig und somit kann man aus einer sehr umfangreichen Farbpalette (16,7 Millionen Farben) auswählen und die Farben jederzeit für die Schnellauswahl abspeichern.

Wirklich Spaß machen die Light Panels aber vor allem mit den sehr kreativen Szenen. Dabei Leuchten die einzelnen Light Panels in vielen unterschiedlichen Farben. Dabei gefällt es mir sehr, wenn man das ganze so einstellt, dass der Farbverlauf von einem Panel immer weiter verläuft, wie in meinem Beispielvideo unter dem Punkt „Funktion und Licht“ zu sehen. Die Szenen können unter dem Untermenü „Entdecken“ durch zahlreiche weitere erweitert bzw. ergänzt werden. Regelmäßig kommen hier Neue dazu und zudem kann man natürlich auch welche komplett frei selbst erstellen.

Nutzt man die App zum ersten Mal, dann sollte man sich zuvor unter dem Untermenü „Erfahren“ genauer umschauen. Hier wird einem alles, was man wissen sollte bzw. will, sehr gut per Video usw. erklärt. Im vorletzten Menü dreht es sich um soggenante Zeitpläne. Diese ermöglichen es, wie der Name schon vermuten lässt, Zeitpläne zu bestimmen, bei dem bestimmte Szenen starten usw. Zu guter Letzt befasst sich das letzte Menü mit den Einstellungen. Man kann hier z.B nach Updates suchen und diese ausführen, oder die Light Panels kalibrieren, sofern man der Meinung ist, dass deren Farben nicht mehr genau stimmt oder man unterschiede, zwischen verschiednen Panels feststellt. 

In meinem Starter-Kit ist wie bereits erwähnt auch das Rhythm-Modul dabei. Daher möchte ich hierzu auch einige Worte zu dessen Funktion verlieren. Das Modul wird wie die Steuereinheit einfach an ein beliebiges Nanoleaf Light Panel angesteckt und ist dann sofort einsatzbereit. Die App erkennt dies anschließend automatisch und blendet ein kurzer Video ein, welches durch die wichtigsten Schritte führt.

Wie bereits erwähnt, können nicht nur für die allgemeine Beleuchtung Szenen genutzt und heruntergeladen werden, sondern auch für das Rhythm-Modul. Das Rhythm-Modul hat ein Mikrofon, wodurch es die Musik oder sonstige Geräusch im Umfeld registrieren kann. Dazu ist jedoch eine gewisse Mindestlautstärke bzw. Entfernung zum Mikrofon erforderlich. Ist die Musik-Wiedergabequelle zu leise oder zu weit weg, dann leuchtet schlichtweg nichts. Sofern man jedoch ein Wiedergabegerät mit Klinkenanschluss besitzt, kann man dieses Gerät direkt via Kabel mit dem Rhythm-Modul verbinden.

Die Synchronisierung funktioniert hierbei ausgesprochen gut und die dabei entstehenden Farbeffekte passen gut zur wiedergegeben Musik. Die Farben können hier wie bereits erwähnt in der App eingestellt werden oder direkt am Modul. 

(Bedienung und App: 4 von 5 Punkten)

Funktionen und Licht

Kommen wir nun zu einem wichtigen Punkt, dem Licht bzw. dessen Qualität. Dieses kann mich soweit definitiv überzeugen. Schließlich können die Nanoleaf Light Panels nicht nur zahlreiche Farben darstellen, sondern noch dazu mit einer guten max. Helligkeit.

Klar man kann damit jetzt nicht einen kompletten Raum von rund 20 m² beleuchten. Aber stellt man die Lichter z. B. bei maximaler Helligkeit auf die Farbe weiß, dann ist das Licht dennoch so hell, dass es blendet. Die maximale Helligkeit pro Panel-Einheit wird von Nanoleaf mit 100 Lumen angegeben, die Farbtemperatur wiederum liegt zwischen 1.200 und 6.500 Kelvin und eingestellt können bis zu 16,7 Millionen verschiedene Farben. 

Bei weißem Licht sind die Nanoleaf Light Panels am hellsten. Doch die meisten unter euch werden sicherlich die Möglichkeit nutzen, und mehrer Farben darstellen lassen. Dabei können diese mit einer satten und kräftigen farblichen Darstellung überzeugen. Die Ausleuchtung ist wie im Video zu sehen zwar nicht zu 100 % gleichmäßig, aber angebracht an der Wand dennoch absolut ausreichend. Lediglich beim Dimmen nimmt die gleichmäßige Ausleuchtung noch etwas ab. Jedoch sieht das Ganze immer noch sehr schick aus. 

In einigen Rezensionen habe ich gelesen, dass es vor allem beim kauf von einem Erweiterung-Set von Light-Panels, zu Farbunterschieden kommen kann. Hier hilft es, in den Einstellungen eine Farbkalibrierung durchzuführen, sodass alle Light Panels gleich leuchten. 

(Funktionen und Licht: 4,5 von 5 Punkten)

Stromverbrauch

Kommen wir noch einem Weitern interessanten Punkt bei Leuchtmittel, dem Stromverbrauch. Schließlich ist dieser ebenfalls wichtig, denn dieser sollte nicht zu hoch sein und daher ist vor allem der standby Verbrauch nicht zu unterschätzen. Der Stromverbrauch hängt jedoch von mehreren Faktoren ab, denn hier spielen die eingestellte Helligkeit, die Anzahl der verwendeten Light Panels und die Lichtfarbe eine Rolle. 

Da wie bereits erwähnt bei kaltweißem Licht die höchste Helligkeit erreicht wird, brauchen die Nanoleaf Light Panels auch genau bei dieser Darstellung am meisten Strom und bei Farben etwas weniger. 9 Panels brauchen bei der Darstellung von weißer Farbe rund 22 Watt. Bei einer farblichen Darstellung z. B. blau, benötigen 9 Light Panels wiederum knapp 15 Watt. Dies geht soweit in Ordnung und ist somit ein ganz guter Wert. 

Was mir wiederum weniger gut gefällt, ist der etwas zu hohe Stromverbrauch im Standby bzw. Ausgeschaltetem Zustand der Light Panels. Hier gilt nämlich auch, umso mehr Light Panels man nutzt, desto höher fällt der Stromverbrauch aus. Dies bedeutet, dass nicht nur die Controller-Einheit (Stromversorgung) Strom verbraucht, sondern zugleich jedes Light Panel separat auch noch. Daher steht trotz ausgeschaltetem Licht an jedem einzelnen Panel weiterhin ein geringer, aber in der Summe doch hoher Strom an. Schließlich sind knapp 4 Watt im ausgeschalteten Zustand einfach zu viel. Dies sollte man in einer eventuell zukünftigen Version ändern, sodass nur am Controller, der mit dem WLAN verbunden ist Strom benötigt und die Verbindung zu den Panels bis zum Einschalten unterbrochen bleibt.  

(Stromverbrauch: 3 von 5 Punkten)

TEIL 3

bestehend aus „Preis/Leistung“ entspricht 10% der Gesamtwertung

Beschreibung

Mit den Light Panels hat Nanoleaf ein sehr interessantes Produkt auf den Markt gebracht. Ohne Frage machen die Light Panels im montierten Zustand einen sehr besondern und coolen Eindruck. 

Nanoleaf verspricht hier einen modularen Aufbau, der viel Spielraum lässt, um aus zahlreichen Layouts, das herauszufinden, welches einem am besten gefällt. Zudem wird mit einer einfachen Installation geworben und das kein weiterer Hub notwendig ist, die man wie z. B. beim Philips Hue System verwenden muss. Diesen Angaben kann ich soweit absolut zustimmen und zudem können die Light Panels auch technisch sehr überzeugen. Das Licht bietet satte Farben, ist ausreichend hell und lässt sich super per App steuern.

Preis/Leistung

Die UVP des 9 Panels Starter Kit+Rhythm – Modul liegt bei Nanoleaf direkt bei 199,99€. Es gibt jedoch auch ein kleines Set, das 4 Panel Smarter Kit Mini für 99,99€, doch dies ist aktuell ausverkauft. Ohne Rhythm-Modul kostet das 9 Panels Kit aktuell dank Sale 169,99€. Bei verschiedenen Online-Shops, oder auch Lokal, sind die Nanoleaf Light Panels zum Teil jedoch auch noch etwas günstiger erhältlich.

Mit dem Funktionsumfang, der farblichen Darstellung, Helligkeit usw. bin ich absolut zufrieden. Dennoch haben auch die Nanoleaf Light Panels ein paar wenige Schwächen. Neben dem bereits erwähnten etwas zu hochen Stromverbrauch im Standby, ist der Preis ebenfalls ein Punkt, der einige abschrecken kann. Schließlich kostet das Starter-Kit mit 9 Panels 200€. Wer daher noch mehr Panels haben möchte, muss tief in den Geldbeutel greifen. Die Erweiterungskits kosten nämlich mit 3 Panels 59,99€ und bei 30, 549,99€.

NANOLEAF LIGHT PANELS

Zum Angebot bei

testr Gesamtwertung

unter Berücksichtigung aller Teilwertungen

 Wir bedanken uns beim Hersteller für die Bereitstellung des Produktes. Zu unseren Grundsätzen

Link zum Hersteller: nanoleaf.de

Beyerdynamic Lagoon ANC

Beyerdynamic hat bereits zur IFA 2019 einige neue Kopfhörer vorgestellt. Darunter den kabelgebundenen In-Ear Kopfhörer BYRD, die Bluetooth-Variante Blue BYRD, den In-Ear Kopfhörer Blue BYRD ANC und den Over-Ear Kopfhörer Lagoon ANC. 

Diese neuen Kopfhörer sind nun zum Teil seit Ende Februar und Ende April auf dem Markt erhältlich und genau eines der Modelle habe ich dieses Mal für euch getestet. Es handelt sich um Beyerdynamics ersten Over-Ear Kopfhörer mit Active Noise Cancelling  den„Lagoon ANC“. Bei dem der Hersteller aus Heilbronn einige interessante Features integriert hat. So hat man neben anpassbaren ANC, dem Light Guide-System, noch eine Touch-Steuerung und die von dem mit breites getesteten Aventho Wireless bekannte, MOSAYC Klang-Personalisierung integriert. Doch ob der neue Lagoon ANC im Alltagstest beim Klang, dem ANC usw. überzeugen konnte, verrate ich euch in diesem Testbericht, denn ich habe den Kopfhörer nun 4 Wochen im Alltag getestet.

TEIL 1

Bestehend aus „Verpackung/Design/Verarbeitung“ entspricht 25% der Gesamtwertung

Verpackung

Zur IFA 2018 stellte Beyerdynamic nicht nur neu Produkte vor, sondern stellte sich auch im Allgemeinen komplett neu auf. Das Resultat daraus ist nicht nur ein neu gestaltetes modernes Logo, sonder auch neue moderne Produkte und Produktverpackungen.

Dies sieht man soweit auch am neuen Beyerdynamic Lagoon ANC, dieser kommt nämlich in einer sehr modern gestalteten und hochwertigen Verpackung daher. Wie oftmals auch bei anderen Herstellern üblich, ist die eigentliche Hauptverpackung in eine bedruckte Umverpackung eingeschoben. Direkt auf der Vorderseite wird ein kleiner Ausschnitt des Lagoon ANC gezeigt. Des Weiteren wird hier natürlich auch der Herstellername sowie der Produktname präsentiert. Ebenso erwähnt Beyerdynamic, dass es sich um einen Bluetooth Kopfhörer mit ANC und Klang-Personalisierung handelt. Unten links werden zudem noch die Siegel von NFC, Bluetooth und Qualcomm aptX Low Latency dargestellt, da der Kopfhörer mit diesen Funktionen ausgestattet wurde. An der linken Seite wird sehr minimal gehalten in Textform der Lieferumfang und einige wichtige Ausstattungsmerkmale genannt. Zu guter Letzt wird an der Rückseite der Lagoon ANC Kopfhörer komplett dargestellt und zudem einiges an Text, über die ANC-Funktion und MOSAYC-Klang-Personalisierung erwähnt. Des Weitern weißt man auf die MIY-App, welche kostenlos für iOS und Android erhältlich ist. 

Entfernt man die bedruckte Umverpackung von der darunter befindlichen hochwertigen Verpackung, dann erblickt man auf der mattschwarzen Verpackung ein hochglänzendes „y“. Dieses sieht man auch auf den neuen In-Ear und dem Over-Ear Kopfhörer Lagoon ANC und ist das neue schlichte Logo, welches man auf der neuen Kopfhörer-Serie nutzt. An der unteren Seite hat Beyerdynamic noch die üblichen Infos zur Seriennummer des Kopfhörers, Firmenadresse und einige rechtliche Erläuterungen aufgelistet, welche vom Unternehmen erwähnt werden müssen.  

Geöffnet wird die schlichte Verpackung, welche von zwei Magneten geschlossen gehalten wird, von rechts nach links. Ist dies getan, erblickt man direkt ein sehr stabiles und hochwertiges Transport-Case, in welchem der Beyerdynamic Lagoon ANC sicher verpackt ist und somit jederzeit wieder für der Transport im Rucksack usw. darin verstaut werden kann. Dieses Transport-Case ist befindet sich in einem Einleger, welcher zu 100 % biologisch abbaubar ist. Dies finde ich sehr gut, denn oftmals wird hier auf Kunststoff gesetzt. 

Unter dem Einleger befinden sich ein 3,5 mm Klinkenkabel und ein USB-Typ C-Ladekabel. Mit Letzterem wird der Akku aufladen. Zudem dürfen die üblichen Papierbeilagen (Kurzanleitungen) nicht fehlen. Diese liegt ebenfalls im unteren Bereich der Verpackung. 

(Verpackung: 4,5 von 5 Punkten)

Design

Beim Design setzt Beyerdynamic auf ein anders, wie bei den bisherigen Produkten. Die neuen Kopfhörer wurden deutlich moderner und zeitloser gestaltet. Zudem fällt auf den Außenseiten der Ohrmuscheln das neue Markenlogo bei Kopfhörern auf, das „y“. Dieses „y“ ist der mittlere Buchstaben ihm Namen des Gründer Beyer.

Der Over-Ear Kopfhörer Lagoon ANC wurde wie die meisten anderen Kopfhörer zum Großteil aus Kunststoff gefertigt. Klar hätte man sich hier auch wie beim Aventho Wireless einige Bauteile aus Metall wünschen können, doch dann wäre der Kopfhörer wesentlich schwerer vom Gewicht ausgefallen. Dennoch gibt es einige versteckte Elemente, welche für eine lange Lebensdauer metallverstärkt ausgeführt sind. Daher wurde im Inneren des Kopfbügels inkl. der Bügelverstellung und die drehbare Achse der Ohrmuscheln aus Metall gefertigt. Beim Kopfbügel handelt es sich jedoch wie so häufig um ein Federstahl-Bügel, schließlich springt dieser Werkstoff immer in die Ausgangsform zurück, wodurch dieser für einen straffen, aber doch ganz angenehmen Anpressdruck sorgt.

Damit dieser Anpressdruck nicht zu hoch ausfällt bzw. gleichmäßig verteilt wird, wurden sowohl die ohrenumschließenden Polster als auch die Innenseite des Kopfbügels mit weichem Memory-Schaum ausgepolstert. Zudem wurden diese mit ebenfalls sehr angenehme anfühlenden Protein-Kunstleder bezogen. Des Weiteren sorgt diese angenehme Polsterung dafür, dass bereits ohne aktiviertes ANC, eine ganz gute Isolierung der Umgebungsgeräusche gewährleistet wird.

Den Lagoon ANC bietet Beyerdynamic in insgesamt zwei Farbvarianten an. Neben dem von mir getesteten grauen Modell mit braunen Lederbezügen, dem sogenannten „Explorer“, gibt es noch einen komplett schwarzen, Namens „Traveller“. Schaut man sich die Ohrpolster genauer an, stellt man fest, dass diese nicht gleichmäßig dick sind, sondern in einem Bereich dicker gepolstert wurde. Doch was hat dies für einen Grund? Der Grund hierfür ist der Nackenbereich unterhalb des Ohres, an diesem geht der Kopf nämlich zum Hals über und wird somit schmaler. Um diesen Unterschied besser auszugleichen und für eine gleichmäßige Auflage und der daraus resultierenden Isolierung zu sorgen, hat Beyerdynamic die Form des Memory-Schaum-Polsters in dieser Variante ausgeführt.

Damit man sich selbst ohne vorher auf die Beschriftung der Innenseite des Kopfbügels einfach merken kann, wie rum der Kopfhörer auf den Kopf gehört, hat Beyerdynamic alle Anschlüsse sowie Bedienelemente am Lagoon ANC an der rechten Ohrmuschel untergebracht. Damit man so viele Elemente an einer Seite unterbringt, hat sich Beyerdynamic dafür entschieden auf eine Touch-Oberfläche zu setzen, sodass die ganze Musiksteuerung via Touch-Befehle ausgeführt werden. Auf die Bedienung gehe ich später unter “Bedienung“ noch genauer.

Beyerdynamic setzt beim neuen Lagoon ANC nicht auf eine externe außen angebrachte kleine Status – LED, sondern auf das neue „Light Guide-System“. Dabei handelt es sich um LED-Ring, welcher zwischen Stoffabdeckung der Treiber und Ohrpolster-Halterung angebracht ist. Dadurch erblickt man sehr deutlich direkt beim Anschalten den Status des Kopfhörers, doch dazu bzw. was die einzelnen Farben bedeuten, erkläre ich ebenfalls unter „Bedienung“ genauer.

An den starren Kopfbügel-Enden, sowie im oberen Bereich der Ohrmuscheln prangt dezent der Name „Beyerdynamic“ und auf einer Seite „Lagoon ANC“.  Die Ohrmuscheln des Lagoon ANC sind übrigens nicht nur drehbar, sondern auch klappbar, sodass man den Kopfhörer sehr gut in das Hardcase zum aufbewahren verpacken kann. Damit kann man diesen dann sehr sicher vor Beschädigungen im Rucksack usw. transportieren.

(Design: 4,5 von 5 Punkten)

Verarbeitung

Ziel jedes Herstellers ist es, einen Kopfhörer möglichst bequem zu gestalten und dabei gleichzeitig ein geringes Gewicht zu erreichen. Dadurch ist es natürlich schlichtweg nicht möglich, ein Kopfhörer komplett Metall (Aluminium usw.) herzustellen. Daher setzen sehr viele Hersteller und darunter auch Beyerdynamic beim Lagoon ANC auf relativ viel Kunststoff.

Dennoch ist die Verarbeitung beim Lagoon ANC auf einem sehr hohen Niveau. Der glatte Kunststoff fühlt sich ebenso hochwertig, wie das Protein-Leder (Kunstleder) an. Des Weiteren trägt der mit einem Federstahl-Kern versehene Kopfbügel und die ebenfalls damit ausgestattet 12-fache Bügelverstellung zu einem stabilen und langlebigen Eindruck bei.

Mit einem Gewicht von knapp 283 Gramm gehört der Beyerdynamic Lagoon ANC zwar nicht zu den leichtesten Over-Ear Kopfhörer. Dennoch trägt sich dieser auch auf Dauer extrem angenehm, dazu aber gleich mehr. Sehr schön finde ich, dass Beyerdynamic schon seit letztem Jahr bei allen neuen Kopfhörern auf USB-TYP-C umgestellt hat, denn somit ist auch der neue Lagoon ANC mit einem modernen USB-C Lade-Anschluss ausgestattet worden.

(Verarbeitung: 4,5 von 5 Punkten)

TEIL 2

bestehend aus „Funktion des Produktes“ entspricht 65% der Gesamtwertung

Kopfhörer-ArtOver-Ear-Kopfhörer
BesonderheitenBluetooth 4.2 Leistungsklasse 1, NFC, ANC (2-stufig) usw.
FarbeExplorer (grau/braun) weitere Farben: Traveller (schwarzblau/schwarz)
AkkuLaufzeit Bluetooth® . . . . . . . . . bis zu 45 Std. (ohne ANC); bis zu 24,5 Std. (mit ANC)
Laufzeit ohne Bluetooth® . . . bis zu 31,5 Std. (mit ANC)
Sprechzeit Bluetooth® . . . . . . bis zu 47 Std.
Ladezeit: ca. 3 Stunden
Gewicht283 Gramm
Unterstützte Profile/AVRCP 1.6; A2DP 1.3; HSP 1.2; HFP 1.7; GAP 1.3; SDP 2.1; SPP 1.2
Unterstützte CodecsaptX Low Latency™; aptX™; AAC; SBC; mSBC
Übertragungsbereich10 – 30.000 Hz/20 Ω
TönerJeweils links und rechts ein 40-mm Treiber
Lieferumfang1x Beyerdynamic Lagoon ANC Over-Ear-Kopfhörer
1x Klinkenkabel
1x 1,20 m langes USB-Typ-C-Ladekabel
1x Hardcase
Kurzanleitungen

Tragekomfort

Der Tragekomfort des Lagoon ANC ist wie bereits angedeutet auf einem sehr hohen Niveau. Der Federstahl-Kern im Kopfhörer, sorgt für einen ausreichend straffen und sicheren Anpressdruck. Jedoch wird dieser Druck, durch die im Inneren sehr weiche Memory-Schaum Polsterung und dem weichen Kunstleder sehr gleichmäßig verteilt.

Die Aussparung für die Ohren ist angenehm groß, sodass hier nichts drückt oder die Ohren gequetscht werden. Klar wird einem an den Ohren aufgrund der geschlossenen Bauweise vor allem im Sommer gerne mal heiß, doch dies ist bei eigentlich allen Over-Ear Kopfhörern der Fall. Schließlich geben die Treiber ihre Wärme minimal auch nach innen ab. Daher ist es im Sommer für manche idealer ein In-Ear Modell zu tragen, den im Allgemeinen sind Over-Ear Kopfhörer weniger empfehlenswert für warme Tage und den Sport. Doch dies liegt wie so häufig am eigenen Geschmack und den Vorlieben. 

Dank den beim aufgesetzten Zustand dickeren Ohrpolstern im hinteren Bereich (Hals/Nacken), liegt der Kopfhörer mit den Ohrmuscheln sehr angenehm und gleichmäßig um das Ohr auf. Zwar kann man den Kopfhörer auch falsch herum aufsetzen, doch dies merkt man eigentlich, da der Kopfhörer definitiv nicht mehr so gut isoliert. Der Lärm würde nämlich am hinteren Bereich zum Ohr gelangen, da dieser dann frei wäre. Zieht man den Kopfhörer wieder anders herum an, merkt man direkt den sehr großen Unterschied. Für Brillenträger kann ich den Lagoon ANC übrigens auch für längere Zeit absolut empfehlen, da die Ohrpolster wirklich sehr angenehm weich sind.

Lediglich beim um den Hals (Nacken) legen, was man bei Over-Ear Kopfhörern oft macht, sollte man die Ohrmuscheln eindrehen. Schließlich tragen diese sich so wesentlich bequemer. Doch dabei gibt es ein Problem, denn je nach Situation kann es immer wieder mal vorkommen, dass man versehentlich auf die Touch-Oberfläche kommt. Dadurch wird in diesem Fall die Musik weitergespielt, ohne dass man dies möchte. Dieses Problem hatte ich jedoch bei anderen Over-Ear Kopfhörern mit eindrehbarer Ohrmuschel und Touch-Bedienung schon öfters. Daher ist dies kein reines Problem, welches nur Beyerdynamic besitzt.

(Tragekomfort: 4,5 von 5 Punkten)

Bedienung

Wie bereits angedeutet, möchte ich euch nun die Bedienung ausführlich erklären und was es sich genau mit dem neuen Light-Guide-System, sowie dessen Farben auf sich hat.

An der rechten Seite der Ohrmuschel befinden sich sämtliche Bedienelemente, Schieberegler und wie schon angedeutet die Touch-Bedien-Oberfläche. Diese erkennt man auch gut an der etwas anders gestalteten äußeren Oberfläche. Denn hier zeigen die an allen vier Seite angebrachten Striche, den Bereich, der mit der Touch-Oberfläche versehen ist.

Bevor wir zur Touch-Oberfläche kommen, möchte ich zuvor die anderen Bedienelemente/Anschlüsse näher erläutern. So befindet sich direkt nach unten gerichtet die 3,5 mm Klinkenbuchse, um auch Musik hören zu können, fall der Akku leer sein sollte, oder es nicht erlaubt sein sollte, auf die Funkübertragung zuzugreifen. Apropos Akku, dieser wird nur wenige Millimeter daneben über den USB-TYP-C Anschluss aufgeladen. Etwas weiter nach vorne verlaufen ist zudem noch ein kleines Mikrofon versteckt, welches für Telefonate verwendet wird. Neben den eben erwähnten Anschlüssen gibt es in diesem Bereich noch zwei Regler zum Schieben. Dabei handelt es sich zum einen um den ANC-Regler, mit dem man ANC Stufe 1 + 2 auswählt oder dies abschaltet. Des Weiteren befindet sich zwischen ANC-Regler und 3,5 mm Klinke noch der Power-Regler. Durch diesen kann man durch Weiteres schieben und anschließend halten für einige Sekunden, die Bluetooth-Kopplung aktivieren. 

Soweit zu den Anschlüssen und Reglern, kommen wir zur Touch-Oberfläche. Auf dem Touchfeld nach oben wischen erhöht die Lautstärke und nach unten reduziert diese. Wenn man dabei den Finger nach dem Wischen weiterhin auf der Oberfläche hält, erhöht/senkt man die Lautstärke um mehrere Stufen ab. Zweimaliges Tippen darauf, startet bzw. pausiert die Musikwiedergabe, dies ist soweit sinnvoll, den müsste man das Feld nur einmal berühren, käme es sicherlich oft zu Fehleingaben. 

Einen Titel vor- oder zurückspringen kann man über das Touchfeld natürlich auch, dies erfolgt durch wischen nach rechts bzw. links. Überraschenderweise kann man jedoch nicht nur Titel überspringen, sondern auch vor- und zurückspulen. Dies gelingt durch wischen, wie wenn man einen Titel überspringen möchte. Jedoch hält man den Finger am Ende für mindesten 1 Sekunde weiterhin auf dem Feld, bis man am gewünschten Punkt im Titel angelangt ist. Mit Siri (iPhone) oder dem Google Assistant (Android) kann man jederzeit reden, wenn man für 2 Sekunden den Finger auf die Touch-Oberfläche auflegt.

Eine Anrufsteuerung ist ebenfalls sehr bequem am Kopfhörer möglich. Dazu einfach beim eingehenden Anruf 2-mal schnell hintereinander auf die Touch-Oberfläche tippen. Die Gesprächslautstärke kann dann ebenfalls wie die Lautstärke-Regelung der Musik, durch wischen nach oben oder unten erledigt werden. Möchte man aus zeitlichen Gründen oder aus sonstigen nicht mit der Person reden, die gerade anruft, kann man 2 Sekunden auf das Touchfeld drücken und somit den Anruf ablehnen. 

Die Bedienung ist relativ simple und selbsterklärend aufgebaut, sodass man sich schnell an die unterschiedlichen Funktionen zur Steuerung gewöhnt. Bei mir persönlich kam es kaum zu Fehlbedienungen, da die Steuerung sehr durchdacht aufgebaut wurde.

Wie bereits erwähnt, zeigt einem das Light-Guide-System kurz LGS, anhand verschiedenen Farben den Status des Kopfhörers. Welche Farbe hier auf was hindeutet, verrät folgende übersichtliche Tabelle:

Aufladen Akku 0-30% 30 – 70 70 – 99 voll (100%)  rotes Pusieren gelbes Pulsieren grünes Pulsieren dauerhaftes grünes Leuchten
Akku fast leer4x rotes Blinken
Bluetooth-Verbindungsmodus aktiv (Pairing)linke und rechte Ohrmuschel-Innseite blinken abwechseln glaub auf.
Bluetooth-Verbindung aktivorangenes Dauerleuchten
Bluetooth-Verbindung verlorenlangsames blaues Blinken mit einer Pause von 3 Sekunden
Medienwiedergabe aktivorangenes Dauerleuchten
Eingehender Anrufschnelles blaues Blinken mit 1 Sekunde Pause
Während dem telefonierenorangenes Dauerleuchten
Anzeige der Sound-Dosis (Belastung des Gehörs)Nach dem Absetzen zeigt das Light-Guide-System mit einer Skala von grün bis rot die Belastung
Links-Rechts-AnzeigeLinke Seite leuchtet bemannet weiß, rechts rot, sobald man den abgelegten Kopfhörer wieder in die Hand nimmt.
Firmware-Update-Modusrosa Blinken
Standby-Moduswird der Kopfhörer länger als 10 Sekunden nicht benutz, schaltet sich das LGS ab.
Quelle: Beyerdynamic

(Bedienung: 4 von 5 Punkten)

Klang

Man kann den neuen Beyerdynamic Lagoon ANC zwar direkt via Bluetooth/NFC mit dem gewünschten Zuspielgerät koppeln, doch aufgrund der Klang-Personalisierung und dem Einstellen der Empfindlichkeit des Touch-Bedienfeldes, ist es ratsam, zuerst die App Namens „MIY“ auf dem Smartphone zu installieren. Auf die App und wie die Klanganpassung abläuft, gehe ich im Abschnitt „App“ ausführlicher ein. Zuvor möchte ich euch das Klangbild im Allgemeinen ausführlich beschreiben.

Beim Klangbild setzt Beyerdynamic auf zwei 40 mm große Treiber, von denen jeweils einer rechts und einer links verbaut wurde. Dies ist soweit wie bei allen Kopfhörern in dieser Preisklasse nichts Besonderes. Der Übertragungsbereich (Frequenzbereich) welchen diese wiedergeben können, soll laut Hersteller bei 10 – 30.000 Hz liegen. Da diese zudem mit einer Impedanz von 20 Ohm angesteuert werden, ist es hier auch problemlos möglich, dass man via Smartphone und Co. ausrechend laut Musik hören kann.

Für den guten Klang in nahezu CD-Qualität ist der neue Lagoon ANC von Beyerdynamic mit sämtlichen dafür wichtigen Audio-Codec ausgestattet worden. So unterstützt dieser neben dem Standard Codec SBC, auch noch aptX Low Latency und aptX für Android, sowie passend für Apple-Devices AAC-Codecs.

Ganz klar kann ich hier sagen, das Beyerdynamic hier schon ohne durchgeführte bzw. aktivierte Klang-Personalisierung einen sehr ausgewogenen Klang hinbekommen hat. Hier gefallen mir sehr gut die hervorragend aufeinander abgestimmten Höhen und Mitten. Die Höhen sind ausgesprochen detailreich und werden kristallklar wiedergegeben, genauso wie die blühenden und eindringlichen Mitten. Dadurch resultiert eine sehr weiträumige Darstellung und lebensfrohe Dynamik. Für diejenigen, welche hier einen bassbetonten Kopfhörer suchen, würde ich jedoch zu einem anderen Modell raten, denn Beyerdynamic war bisher immer bekannt für einen guten, jedoch nicht extrem starken Bass im Tiefgang. Genau das ist auch glücklicherweise so geblieben, denn genau so gefällt mir persönlich das Klangbild. Der Bass ist weder mager noch schwammig, er ist vielmehr druckvoll und kontrolliert, ohne das es hier zu einem unangenehmen Wummern oder einer überzogenen warmen Abstimmung kommt.

Beim Telefonieren schneidet der neue Lagoon ANC von Beyerdynamic ebenfalls hervorragend ab. Das Mikrofon ist gut platziert, und man merkt sofort, dass der Hersteller sich mit Mikrofonen auskennt. Dieses liefert einen sehr guten Klang, sodass meine Gesprächspartner auf Nachfrage, sehr den guten Klang zuhause, aber auch unterwegs gelobt haben. Ebenso konnte ich alle Leute sehr gut verstehen und dank Stereo-Telefonie, hört man die Person glücklicherweise klar und deutlich auf beiden Ohren. Beim Ansehen von Videos und Filmen über mein iPhone X konnte ich keinen Versatz zischen dargestelltem Bild und dem wiedergegeben Ton feststellen. Wer zudem ein Android Smartphone besitzt, kann hier von Qualcomm aptX Low Latency profitieren, welches auch hier für eine verzögerungsfreie Wiedergabe sorgt.

(Klang: 5 von 5 Punkten)

Ausstattung

Wie ich bereits unter dem Punkt „Tragekomfort“ erwähnt habe, ist die Isolierung von den Umgebungsgeräuschen bereits ohne aktiviertes ANC ausgesprochen gut. Jedoch sorgt die verbaute ANC-Technologie noch einmal für ein deutlich höheres Reduzieren der Umgebungsgeräusche.

Der Beyerdynamic Lagoon ANC kommt mit einer 2-stufigen aktiven Geräuschunterdrückung daher. Die man wie bereits erwähnt jederzeit via Regler am rechten Hörer regulieren bzw. ganz abschalten kann. Wie Beyerdynamic schon selbst im eigenen Blog verrät, empfiehlt sich das ANC auf Level 1 bei moderatem Lärm, wie z. B. einem Wartezimmer beim Arzt oder zu Hause. Diese Stufe liefert zwar zusätzlich zu den herausragenden Ohrpolster eine sehr gute Isolierung, doch unterwegs hört man dadurch noch ein Großteil der Umgebungsgeräusche und zudem rauscht diese Stufe ohne Wiedergabe von Musik etwas zu sehr. Dies lässt sich nur mit der Wiedergabe von Musik oder einem Film überspielen.

Die 2. Stufe des ANC ist dagegen schon deutlich besser und eignet sich für das Sitzen im Zug, Flugzeug und wo es noch laute Motorengeräusch gibt. Dadurch sind die relativ linear verlaufenden Geräusche des Flugzeugtriebwerks oder die typischen oft gleichen Töne im Zug (Zugrauschen) nur noch sehr geringfügig wahrnehmbar. Hier überzeugt der Lagoon ANC vor allem bei länger gleichbleibenden (linearen) Lärm. Wenn etwas jedoch in der Frequenz-Lage stärker schwankt, hat der Kopfhörer hin und wieder seine Probleme. Jedoch schneiden hierbei einige Konkurrenzgeräte zum Teil ebenfalls nicht mit Bravour ab. 

Wie üblich empfiehlt es sich, ANC egal in welcher Stufe an einem stürmischen Tag nicht zu nutzen. Schließlich hat das ANC wie bei allen anderen ANC-Kopfhörern seine Probleme damit. Daher würde der Wind als sehr lautes störendes rauschen direkt ins Innere des Kopfhörers gelangen.

Zubehör

Beyerdynamic liefert den neuen Lagoon ANC in einem sehr schönen Hardcase aus. In diesem verpackt, wird der Kopfhörer absolut sicher vor Kratzern und sonstigen Schäden geschützt. Der Zubehör wie z. B. das Ladekabel und das Klinkenkabel lassen sich dabei ebenfalls darin verstauen. Dafür hat Beyerdynamic einen Gummizug unterhalb des Kopfhörers eingenäht, in welchen man die beiden Kabel einspannt und diese somit währende dem Transport gut gehalten werden.

(Ausstattung: 4 von 5 Punkten)

App

Beyerdynamic bietet, wie bereits mehrfach erwähnt eine kostenlose App Namens „MIY“ an. Diese App wird bei sämtlichen Kopfhörern genutzt, welche via Klanganpassung personalisiert werden können. Somit ist es auch die gleiche App, die ich damals beim Test des Aventho Wireless genutzt habe. Lediglich die Version der App war damals etwas niedriger (älter). Die App steht sowohl für iOS-Geräte, als auch Android Devices kostenlos zum Download im jeweiligen AppStore bereit.

MIY
Preis: Kostenlos
MIY beyerdynamic
Preis: Kostenlos

Hat man den Kopfhörer wie ich bereits das erste Mal eingerichtet, was wirklich sehr einfach geht, da es schön Schritt für Schritt erklärt wird, ist man nach dem Start, auf der Startseite. Hier sieht man sofern eingerichtet, dass eigene Klangprofil, welches man stufenlos per Regler mehr oder weniger zuschalten kann. Des Weitern ist dieses natürlich auch komplett abschaltbar oder man kann ein neues einmessen (das alte wird dabei jedoch überschrieben und somit gelöscht). 

Hat man das Ganze noch nicht eingerichtet, kann man dies auf dieser Seite starten. Dazu wie sobald man gefragt wird, das eigene Geburtsjahr eingeben und den Kopfhörer auf 50 % der max. Lautstärke einstellen. Nun muss man sich zu einem leisen Raum begeben. Ob dieser leise genug ist, wird einem per Lautstärke-Balken dargestellt. Sobald man soweit ist, drückt man auf Start und schon gibt der Kopfhörer verschieden kurze Töne in sehr hohen, mittleren und sehr tiefen Tönen wieder. Zuerst auf dem linken und erst danach auf dem rechten Ohr. Hört man den jeweiligen Ton, soll man, sobald man diesen hört und bis man diesen nicht mehr hört den orangenen Button auf dem Display betätigen. Insgesamt dauert das ganze knapp 6 Minuten und anschließend überträgt die App die Werte auf den Kopfhörer, wodurch das Klangbild noch einmal je nach Hörvermögen deutlich verbessert wird.

Die App umfasst neben dem Reiter (Untermenü) „Profil“ noch drei weitere. Der untere graue Bereich bleibt jedoch bei allen ausgewählten Seiten immer der gleich und somit wird einem immer der gerade verbundene und kompatible Kopfhörer inkl. einer ungefähren Akku-Anzeige dargestellt. Keine Sorge bei jedem Einschalten des Kopfhörers, sagt einem eine Stimme auf Deutsch den genauen Akkustand in Prozent. 

Beim zweiten Untermenü handelt es sich um die Statistik, diese zeigt einem sozusagen die aktuelle Sounddosis an. Je nachdem wie laut und wie viel Musik man hört, steigt diese schneller. Diese Statistik soll einem helfen zu erkennen, wie viel Musik am Tag für das Gehör gut ist. Schließlich schadet zu laute Musik auf Dauer und daher sollte man regelmäßig pausen einlegen. Dies ist jedoch nur eine Hilfe und muss für diejenigen, denen das soweit egal ist, keinesfalls beachtet werden. Jedoch würde ich persönlich auf jeden Fall dazu raten, denn man hat schließlich nur zwei Ohren. 

Untermenü drei befasst sich wie der Name schon andeutet mit der Touch-Steuerung. Hier kann man nämlich die verschwinden Befehle jederzeit einsehen und auch die Empfindlichkeit (Sensitivität) der Touch-Steuerung per Regler bestimmen. Der letzte Punkt befasst sich mit zahlreichen Infos wie z. B. dem Link zum Shop, Facebook, Kontakt, FAQ usw. Jedoch gelangt man hier auch zu einem weiteren Punkt, welcher für einige interessant sein könnte. Schließlich kann man hier die Sprachansagen von Englisch auf Deutsch ändern, die Funktion des automatischen pausieren aktivieren, den Assistenten aktivieren und zahlreiche weitere Infos über den Kopfhörer nachlesen. Zu diesen zählen z. B. ob es ein Firmwareupdate gibt und die Farbe, in welcher das Light Guide System beim Start aufleuchtet, kann hier bei Bedarf verändert werden.

Sollte es bezüglich der Firmware wie es bei mir der Fall war, ein Softwareupdate geben. Wird dies zwar in der App angezeigt, das Update selbst muss jedoch am PC/ Mac erfolgen. Dafür stellt Beyerdynamic eine passende Software sowohl für Windows, als auch Mac zur Verfügung. Jedoch sollte man meiner Meinung nach ermöglichen, dass man die Updates auch via App direkt installieren kann.

(App: 4 von 5 Punkten)

Koppeln und Reichweite

Hat man persönlich ein NFC-fähiges Android-Smartphone, genügt es einfach, dass Smartphone an die linke Ohrmuschel zu halten. Sodass der NFC-Sensor am Smartphone möglichst auf dieser aufliegt. 

Besitzt das eigenen Smartphone wie z. B. auch meins (iPhone X) kein NFC (dieser wird von Apple nicht im vollen Umfang freigegeben), dann ist es natürlich auch problemlos möglich, die Verbindung herkömmlich via Bluetooth zu initialisieren. Dies ist wie üblich nicht sonderlich schwer und daher in wenigen Sekunden bzw. auf jeden Fall unter einer Minute erledigt. Beim ersten Einschalten befindet sich der Beyerdynamic Lagoon ANC jedoch sowieso automatisch im Pairing-Modus. Daher ist das Ganze sowieso noch einfacher gehalten, doch selbst wenn nicht, ist dies total easy.

Einfach den Kopfhörer am Regler auf „On“ stellen und kurz darauf bzw. direkt den Regler weiter bewegen auf das Bluetooth-Symbol und dabei 3 Sekunden halten. Nun sollten die Farben in den Ohrmuscheln auf Blau wechseln, was bestätigt, dass das ganze erfolgreich ausgeführt wurde. Nun nur noch in den Bluetooth-Einstellungen am Smartphone die Kopfhörer mit der Bezeichnung „Lagoon ANC“ suchen und auswählen. Anschließend sollten die beiden Gerät sich innerhalb kurzer Zeit miteinander verbinden.

Bei der max. Reichweite gibt Beyerdynamic 10 Meter an, was für ein Bluetooth 4.2-Modul ein Standardwert ist. Ich kam im Test jedoch auch zum Teil auf knapp 12 Meter. Dabei muss jedoch die Richtung genau passen und es dürfen keine großen Hindernisse oder Gegenstände dazwischen befinden. Logischerweise fällt die Reichweite im Haus/ Wohnung dementsprechend kleiner aus, als z. B. im Freien. Dies ist jedoch eigentlich selbsterklärend. 

(Koppeln und Reichweite: 4 von 5 Punkten)

Akku

Beyerdynamic hat im Inneren des Lagoon ANC einen Lithium-Polymer Akku, mit einer Kapazität von 1.100 mAh verbaut. Dieser soll ohne aktiviertem ANC eine Akkulaufzeit von bis zu 45 Stunden und mit ANC bis zu 24,5 Stunden ermöglichen. 

Die Laufzeit des Akkus hängt wie immer natürlich sehr davon ab, wie laut man Musik hört und in welcher Stufe man ANC nutzt. Schließlich verbraucht ANC aufgrund des ständigen messen und erzeugen des dementsprechenden Gegenphasigen-Signals relativ viel Strom. 

In meinem Testzeitraum von knapp 4 Wochen habe ich den Lagoon ANC immer wieder genutzt, jedoch keinesfalls 20 Stunden oder mehr am Stück. Dennoch kam ich zusammengerechnet auf eine Laufzeit von etwa 20 Stunden mit aktiviertem ANC Stufe 2. Ohne würd ich grob geschätzt sagen, dass man die versprochenen 45 durchaus erreichen kann, jedoch nicht auf hoher Lautstärke. Auf einer höheren Lautstärke würde ich persönlich daher eher 40 Stunden zusammengerechnet angeben. Da ich den Kopfhörer jedoch ausschließlich in meinem Testzeitraum mit ANC Stufe 2 genutzt habe, ist der Wert ohne ANC eher ein Schätzwert. 

Der 1.100 mAh große Akku ist natürlich relativ groß und so braucht dieser, trotzt USB-Typ-C Ladenschluss von 0 auf 100 % knapp 3 Stunden, bis dieser wieder voll aufgeladen ist. Eine Schnellladefunktion wurde leider nicht integriert.

(Akku: 4,5 von 5 Punkten)

TEIL 3

bestehend aus „Preis/Leistung“ entspricht 10% der Gesamtwertung

Beschreibung

Mit dem Beyerdynamic Lagoon ANC hat das Unternehmen aus Heilbronn den ersten aktiv Noise-Cancelling Kopfhörer auf den Markt gebracht. Mit diesem ist Beyerdynamic soweit ein absolut guter Start in diesem Bereich gelungen. Überzeugen konnte vor allem das sehr gute Klangbild, der hohe Tragekomfort, sowie die hohe Akkulaufzeit. 

sDoch gerade mit dem ANC kann er nicht ganz mit den Platzhirschen aus dem Hause Sony und Bose mithalten. Jedoch begibt sich der Lagoon ACN von Beyerdynamic immer noch auf einem sehr hohen Level und hat mir vom ANC dennoch im Alltag ganz gut gefallen. Vor allem kann Beyerdynamic hier jederzeit via Update weitere Veränderungen usw. vornehmen.

Preis/Leistung

Die UVP des Beyerdynamic Lagoon ANC liegt zum Marktstart bei einem stolzen Preis von 399€. Wer bereit ist, einen Kopfhörer in diesem Preissegment zu kaufen, dem kann ich nur dazu raten, dem Lagoon ACN von Beyerdynamic ebenfalls eine Chance zu geben. Die aktive Geräuschunterdrückung ist vielleicht nicht auf demselben Level wie bei Sony oder Bose, aber befindet sich dennoch auf einem sehr hohen Niveau. Zudem kann der Kopfhörer mit einem ausgesprochen hochwertigen Klangbild überzeugen, welches dank personalisierter Klanganpassung noch besser dem eigenen Hörvermögen angepasst wird. 

Ebenso kann die Akkulaufzeit, der extrem gute Tragekomfort und die überraschen präzise Touchpad-Steuerung in meinem Test überzeugen. Bemängeln könnte man in diesem Preissegment wiederum, dass man leider kein aptX HD Codec unterstützt. Damit würden Android-Nutzer noch besseren Klang geboten bekommen. Aber seinen wir mal ehrlich, für die meisten unter euch, ist der Klang schon so, ohne diesen Codec mehr als ausreichend.

Interessant für einige dürfte sicherlich auch die Verfügbarkeit von Ersatzteilen sein. Da kann ich euch soweit beruhigen, denn neben Ersatzpolster (Paar 22,90€), bietet Beyerdynamic auch das Hardcase (20,90€), das Klinken-Kabel ( 3,90€) und sogar die Treibereinheit (27,89€) als Ersatzteil an.

Beyerdynamic Lagoon ANC

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testr Gesamtwertung

unter Berücksichtigung aller Teilwertungen

 Wir bedanken uns beim Hersteller für die Bereitstellung des Produktes. Zu unseren Grundsätzen

Link zum Hersteller: beyerdynamic.de

JBL LIVE 400BT

JBL gehört wohl für die meisten zu den bekanntesten Audio-Herstellern im DACH-Bereich. Regelmäßig sieht man unterwegs Personen mit den mobilen JBL Lautsprechern, aber auch mit zahlreichen Kopfhörern. Kein wunder, denn der Hersteller bietet jedes Jahr zahlreiche neue Kopfhörer an, welche preislich oft sehr attraktiv sind.

Vor Kurzem hat JBL eine neue Kopfhörer-Serie Namens „LIVE“ vorgestellt, welche aktuell insgesamt vier Modelle umfasst. Die beiden Kopfhörer LIVE 650BTNC und LIVE 500BT sind als Over-Ear ausgeführt, der LIVE 400BT als ein On-Ear und beim LIVE 220BT handelt es sich um ein In-Ear Modell. Die Merkmale der LIVE-Serie sind die Integration von Ambient Aware, TalkTrue, einem bequemen Kopfbügel aus Textil und den Zugriff auf Sprachassistenten (Amazon Alexa und Google Assistant).

In dem heutigen Test möchte ich euch das On-Ear Modell, sprich den JBL LIVE 400BT genauer vorstellen. Ob es sich beim LIVE 400BT um einen guten On-Ear Kopfhörer handelt, erfahrt ihr in folgendem Testbericht, denn ich hab diesen ausführlich für euch getestet.

TEIL 1

Bestehend aus „Verpackung/Design/Verarbeitung“ entspricht 25% der Gesamtwertung

Verpackung

Bei dem Design der Verpackung bleibt JBL sich selbst treu und setzt so auf eine stabile schwarze Kartonage. Diese kommt in einer typischen von JBL verwendeten Umverpackung daher, welche in den Farben: weiß, schwarz und orange gehalten ist.

Da man dem bisherigen Design treu bleibt, wird wie bei den bisher von mir getesteten Produkten der Kopfhörer auf der Vorderseite als hochglänzendes Foto gezeigt. Zudem prangt hier natürlich auch das JBL-Firmenlogo und an der rechten Seite der Name des Kopfhörer-Modells. Unterhalb des Modellnamens verrät bzw. informiert JBL über die wichtigsten Funktionen des Produktes und weißt in der unteren linken Ecke auf die Unterstützung von Amazons Alex und Google Assistant hin.

Auf der rechten Seite der Verpackung ist die Außenseite der linken Ohrmuschel abgebildet, welche mit einer Touch-Oberfläche versehen wurde. Diese dient nicht zur Steuerung der Musik, sondern wie darüber angedeutet zur Aktivierung des zuvor in der App eingerichteten Sprachassistenten, dazu aber später mehr.

Die schwarz/grau Rückseite zeigt einem den JBL LIVE 400BT zum ersten Mal in der kompletten abfotografierten Ansicht. Ebenso wird auch hier das Firmenlogo und der Name des Kopfhörer-Modells erwähnt. Zudem werden hier links die für JBL wichtigsten Merkmale des LIVE 400 BT in mehreren Sprachen erläutert. Zur Akkulaufzeit erfährt man unten rechts zudem, dass diese bei bis zu 24 h liegt und innerhalb von 15 Minuten Ladezeit eine Musikwiedergabe von rund 2 Stunden erreicht wird. Zu guter Letzt sind an der Unterseite noch einige typischen Infos zum Unternehmen JBL zu lesen und der Lieferumfang ist hier mit Symbolbildern aufgelistet.

Klappt man die schwarze Innenverpackung nach dem Herausziehen auf, erblickt man direkt den JBL LIVE 400BT On-Ear Kopfhörer in einem schwarzen Kunststoff-Einleger. Zudem befindet sich darunter in einer separaten Aussparung noch das orangefarbene USB-A auf Micro-USB-Ladekabel, sowie ein Beutel, indem sich ein 2,5 auf 3,5 mm Klinkenkabel befindet, welches zudem mit einem Mikrofon ausgestattet ist. Zu guter Letzt befinden sich unter dem Kunststoffeinleger noch die üblichen Kurzanleitungen usw.

(Verpackung: 4 von 5 Punkten)

Design

Beim JBL LIVE 400BT handelt es sich wie bereits eingangs des Testberichtes erwähnt um einen On-Ear Kopfhörer. Daher liegt dieser mit den Polstern komplett auf den Ohren auf, anstelle wie bei Over-Ear-Kopfhörern auf dem Kopf bzw. um die Ohren herum. Dabei muss natürlich jeder selbst entscheiden, ob er sich lieber für ein Over-Ear Modell, oder für solch ein On-Ear Modell entscheidet.

Beim Kopfhörer selbst, setzt JBL auf relativ viel Kunststoff, sodass dieser möglichst leicht beim Tragen und Transport ist. Dies ist keinesfalls negativ auszulegen, da dies bei sehr vielen anderen Herstellern bzw. deren On-/Over-Ear-Kopfhörer ebenfalls der Fall ist. Die wichtigsten Elemente wie z. B. der Verstellmechanismus und der Kern des Kopfbügels wurden jedoch aus Federstahl gefertigt. Der Kopfbügel ist nicht wie bei vielen anderen Kopfhörern mit Kunstleder überzogen, sondern mit einem gut anfühlenden Textilstoff. Auf der Oberseite wurde zudem ein JBL Schriftzug angebracht.

Insgesamt würde ich das Design als elegant, sportlich aber zugleich als zurückhaltend beschreiben. Schließlich kommt zumindest mein getestetes Modell in einem schlichten mattschwarz mit ein paar wenigen hochglänzenden Elementen daher. Wer es unter euch jedoch etwas farbiger bevorzugt, kann eventuell zu den drei weiteren Farben greifen. Dabei sind folgenden weitere Farben verfügbar: dunkelblau, weiß oder weinrot.

Bei sämtlichen Farbvarianten ist der Kunststoff Matt gehalten. Lediglich die beiden Enden des Kopfbügels, der Ring um die Ohrmuscheln und das vertiefte JBL-Logo auf den Ohrmuschel-Außenseiten wurde hochglänzenden ausgeführt. Die Bügelverstellung aus Metall besitzt insgesamt, 8 verstellbare Raster und kann an beiden Seiten eingeklappt werden. Da zudem die Ohrmuschel auch noch 90° eingedreht werden können, kann der Kopfhörer deutlich einfach und platzsparender im Rucksack verstaut werden. Jedoch fehlt hier wie bereits erwähnt ein Transportetui, sodass man der Kopfhörer geschützt vor Kratzern verstauen kann. 

(Design: 4 von 5 Punkten)

Verarbeitung

Der neue JBL LIVE 400BT macht von seiner Verarbeitung einen sehr guten Eindruck. Der Kopfhörer ist wie bereits erwähnt, zwar fast komplett aus Kunststoff gefertigt, wirkt aber keinesfalls billig oder neigt auch nicht zum Knarzen beim Aufsetzen. So würde diesem vermutlich selbst ein Sturz von einem Meter auf den Boden sicherlich nichts passieren. Bis vermutlich die ein oder andere Schramme im Kunststoff, doch die würde bei jedem anderen Kopfhörer ebenfalls entstehen. 

Die Ohrpolster wurden wie häufig nicht aus Echtleder, sondern aus PU-Leder, einem Kunstleder Imitat hergestellt. Dieses fühlt sich soweit sehr gut an und zudem ist es genauso wie der Textilbügel ausgezeichnet gut gepolstert. 

(Verarbeitung: 4 von 5 Punkten)

TEIL 2

bestehend aus „Funktion des Produktes“ entspricht 65% der Gesamtwertung

Kopfhörer-ArtOver-Ear-Kopfhörer
KategorieOn-Ear-Kopfhörer mit Bluetooth 4.2
FarbeSchwarz; weitere Farben: dunkelblau, weiß oder weinrot
AkkuAkkulaufzeit bis zu 20 Stunden, Ladezeit bis zu 2 Stunden. Schnellladefunktion integriert: 15 min = 2 h Musikwiedergabe.
Gewicht186 Gramm
MaterialHochflexibler Kunststoff
Bluetooth4.2
TönerJeweils links und rechts ein 40-mm Treiber
Lieferumfang1x JBL LIVE 400BT On-Ear-Kopfhörer
1x Klinkenkabel mit Mikrofon
1x Micro-USB-Ladekabel
Kurzanleitungen

Tragekomfort

Der Tragekomfort des neuen JBL LIVE 400BT ist natürlich Geschmacksache, denn der On-Ear Kopfhörer liegt nicht wie ein Over-Ear Kopfhörer um das Ohr herum auf, sondern auf dem Ohr. Dies kann bei einigen Modellen dafür sorgen, dass der Kopfhörer aufgrund des zu hohen Anpressdruckes oder unbequemen Ohr-Polsterrungen auf Dauer zu unangenehm drückt.

Ein On-Ear Kopfhörer ist aufgrund dessen, dass dieser direkt auf dem Ohr aufsitzt und nicht den Höhenunterschied von Ohr zum Kopf überbrücken muss, deutlich dünner gepolstert. Daher sind On-Ear Kopfhörer oftmals leichter als Over-Ear Modelle und auch beim Transport komfortabler, aufgrund von Klappmechanismen usw. Dadurch erreicht JBL mit dem neue LIVE 400BT ein Gewicht von knapp 186 Gramm. Der Kopfhörer fällt angenehm groß aus, sodass dieser aufgrund der ausreichenden Verstellmöglichkeiten des Kopfbügels nicht nur für kleinere Kopfe, sondern auch etwas größere passt. 

Häufige fragen bei On-und Over-Ear Kopfhörern ist natürlich, ob diese für Brillenträger geeignet sind. Ich persönlich bin zwar kein Brillenträger, habe das Ganze aber häufig an sonnigen Tagen zusammen mit meiner Sonnenbrille getestet. Dabei kann ich soweit sagen, dass der Tragekomfort mit Brille bei kürzerer Zeit absolut angenehm ist. Erst nach längerer Zeit wird es jedoch je nach breite der Brillenbügel und eigenem Empfinden etwas unangenehm. 

Sicherlich suchen einige unter euch auch einen guten Kopfhörer, denn man für den Sport, als auch im Sportstudio nutzen kann. Dies empfiehlt sich ja eigentlich förmlich aufgrund der TalkTrue und Ambient Aware Funktion. Doch für sportliche Aktivitäten kann ich den JBL LIVE 400BT weniger empfehlen. Schließlich würde sich der Textilüberzug am Kopfband mit Schweiß vollsaugen und dieser Bezug ist leider nicht entfernbar, sodass man diesen nach einiger Zeit reinigen könnte.

(Tragekomfort: 4 von 5 Punkten)

Bedienung

Kommen wir nun zur Steuerung und Bedingung des JBL LIVE 400BT. Fast alle Bedienelemente befinden sich praktisch für Rechtshänder auf der rechten Seite des Kopfhörers. Lediglich die Touch-Oberfläche zum sprechen mit dem aktivierten Sprachassistenten, sowie der Micro-USB-Ladeanschluss und eine kleine Status-LED sind an der linken Seite zu finden. Die jeweiligen Seiten sind übrigens sehr einfach an dem Buchstaben „R/L“ welcher jeweils im Innenstoff der Ohrmuschel eingenäht wurde zu erkennen. 

Anders wie jedoch aktuell bei Kopfhörern zum Großteil der Trend geht, setzt JBL zumindest beim neuen LIVE 400BT nicht auf Touch-Bedienelemente zum Steuern der Musik und Funktionen, sondern auf echte Drucktasten und Schiebe-Elemente. Die Tasten sind allesamt an den Seiten der Ohrmuschel angeordnet. Direkt nach unten gerichtet ist die 2,5 mm Klinkenbuchse und nach hinten weg, folgt die 3-Tasten-Bedienung, über welche man die Lautstärke erhöht, absenkt oder die Musik pausiert. Drückt man die Lauter-Taste für 2 Sekunden, dann springt man einen Titel vor und mit der Leiser-Taste einen Track zurück. Direkt darüber ist der Power ON/OFF Schieber zu finden, mit den man durch zwei Sekunden nach oben schieben den Kopfhörer Ein-/ bzw. Ausschaltet. Mit den Plus und Minus-Tasten könne zudem eingehende Anrufe angenommen oder abgewiesen werden.

Nach vorne verlaufend folgen zwei weitere Tasten sowie ein Mikrofon. Bei dem ersten Knopf handelt es sich um die Bluetooth-Taste. Möchte man den Kopfhörer in den Kopplungsmodus versetzen, genügt es, die Taste für zwei Sekunden gedrückt zu halten. Über die andere Taste kann man zwischen den Zusatzfunktionen TalkThru On, Ambient Aware On und beide Funktionen aus wechseln. Auf diese Funktionen, bzw. was diese bringen, gehe ich später noch etwas genauer ein.

(Bedienung: 4 von 5 Punkten)

Klang

Technisch betrachtet, hat JBL im LIVE 400BT On-Ear Kopfhörer wie bei vielen Kopfhörern üblich, je Seite einen 40 mm großen Treiber verbaut. Diese sollen einen Frequenzbereich von 20-20.00 Hertz abbilden können, was völlig ausreichend ist. Schließlich kann ein durchschnittliches menschliches Gehör alles, was im Frequenzbereich darüber oder darunter liegt, sowieso nicht hören. Des Weiteren gibt JBL die Impedanz mit 32 Ohm an, womit auch eine kabelgebunden Musikwiedergabe via Smartphone problemlos möglich ist (sofern euer aktuelles Smartphone noch einen Klinkenanschluss besitzt). Die Treiberempfindlichkeit (Schalldruckpegel) liegt bei einem Wert von 106 dB, somit sollten die Kopfhörer zudem eine gute maximale Lautstärke bieten. So viel zu den technischen Daten, nun möchte ich euch meine Empfinden des Klangbilds genauer beschreiben.

Für die Musikwiedergabe ist es eigentlich nicht erforderlich, die JBL Headphones App zu installieren. Diese wird lediglich zum Verändern der EQ-Einstellungen oder dem Einrichten der Sprachassistenten benötigt. Über die EQ-Einstellungen kann man praktischerweise die Klangabstimmungen auf die eigenen Vorlieben anpassen. Doch im Test möchte ich mich persönlich auf den von Werk abgestimmten Klang konzentrieren.

Klanglich reiht sich der JBL LIVE 400BT in die Typische etwas Tiefton verstärkte Klangcharakteristik von JBL ein. Das Volumen der Tiefen ist sehr voluminös und kraftvoll. Die Mitten wiederum, sowie die Höhen sind zwar klanglich gut auf die Tiefen abgestimmt, jedoch etwas im Hintergrund gehalten. Somit macht der JBL LIVE 400BT unterwegs in der Stadt, oder im Zug definitiv viel Spaß, denn zudem kann dieser auch sehr laut Musik wiedergeben. Doch definitiv handelt es sich hier logischerweise schon aufgrund des bassbetonten Klangs, nicht wirklich um einen Kopfhörer, der sich für die Wiedergabe von Hi-Res Musik eignet und daher ist dieser On-Ear Kopfhörer nichts für die audiophilen Leute unter euch.

JBL hat wie bereits Eingangs des Testberichtes erwähnt zwei durchaus nützliche Zusatzfunktionen in die neue LIVE-Kopfhörer-Serie integriert. Die TalkTrue und Ambient Aware Funktion. Was diese genau bringen, möchte ich hier ebenfalls kurz erwähnen. Sollte man z. B. unterwegs mit einem Kollegen reden wollen, bzw. man stellt fest, dass eine Person in der Stadt einen anspricht, könnte man jederzeit die sogenannte TalkTrue-Funktion aktiveren. Durch diese wird die Musik automatisch auf eine sehr geringe Lautstärke reduziert und die außen am On-Ear-Kopfhörer angebrachten Mikrofone leiten die Gespräche des gegenüber direkt in den Innenbereich des Kopfhörers durch, sodass man die Stimmen absolut klar und deutlich hört. Anfangs ist dies etwas ungewohnt, da ich es früher so gewohnt war, dass wenn ich mit jemand geredet habe, automatisch die Kopfhörer abgelegt hab. Doch nach einer weile gewöhnt man sich durchaus an diese nützliche Funktion. Jedoch ist es weniger sinnvoll, die Funktion bei einem windigen bzw. stürmischen Tag zu nutzen, da dabei der Wind als störendes rauschen direkt zum Ohr durchgeleitet wird. 

Eine ähnliche Funktion ist das Ambient Aware Feature. Diese funktioniert im Prinzip ähnlich, senkt jedoch die maximale Lautstärke nicht ganz so sehr ab, sodass diese bei etwas 60 – 70 % der ursprünglichen max. Lautstärke bleibt. Die Umgebungsgeräusche, also Autos, Stadtbahnen usw. hört man dadurch jedoch besser also ohne die Funktion, da diese zusätzlich über die Mikros durchgelassen werden. Dadurch bewegt man sich vor allem in einer Stadt, in welcher etwas mehr Verkehr unterwegs ist, als Fußgänger deutlich sicherer. Beim Fahrrad fahren würde ich jedoch nicht dazu raten, denn schließlich ist es mit Kopfhörern im Straßenverkehr trotz dieser Funktion einfach zu gefährlich. Zudem würde es einen Polizisten, der euch mit Kopfhörern auf dem Fahrrad erwischt sicherlich nicht interessieren, ob ihr die Leute im Umfeld durch diese Ambient Aware-Funktion hört oder nicht.

Wird man beim Musikhören angerufen, und nimmt den Anruf direkt über den Kopfhörer oder auch am Smartphone an, da man dieses gerade in der Hand hat. Kann man das Telefonat direkt über den JBL LIVE 400BT führen. Beim annehmen werden automatisch sofern aktiviert die Talk True oder Ambient Aware-Funktion deaktiviert, da man sonst den Gesprächspartner kaum hören würde und die Mikrofone dazu genutzt werden die Umgebungsgeräusche herauszufiltern. Das Telefonieren mit dem JBL LIVE 400BT funktioniert soweit sehr gut, sodass ich meinen Gesprächspartner und dieser mich problemlos verstehen konnte. Ebenso kann ich keine Kritik bei der Latenz feststellen, denn die Videos und der von den Kopfhörern wiedergegebene Ton war absolut synchron (getestet mit einem iPhone X).

(Klang: 4 von 5 Punkten)

App

JBL bietet bereits für einige Kopfhörer-Serien wie z. B. die Everest-Serie und nun auch die LIVE-Serie eine passende App an, über welche man zum Teil sinnvolle Zusatzfunktionen erhält. Diese App hört auf den Namen „My Headphones“ und steht als kostenloser Download, sowohl auf iOS, als auch Android im jeweiligen AppStore bereit.

JBL Headphones
Preis: Kostenlos
JBL Headphones
Preis: Kostenlos

Zwingend erforderlich ist die App zwar definitiv nicht. Möchte man jedoch z. B. Alexa oder den Google Assistant auf dem Kopfhörer zur Verfügung haben, oder per Equalizer Veränderungen am Klangbild des Live 400BT vornehmen, kommt man daran nicht ganz vorbei. 

Startet man die App das erste Mal, wird man sehr einfach Schritt für Schritt durch die Einrichtung und das Menü navigiert. Zudem wird einem in jedem Einstellungsfenster alles ganz gut erklärt. Ist dies soweit durchgeführt, landet man nach jedem Start der App auf dem Startbildschirm, auf dem sämtliche kompatiblen Kopfhörer die man selbst besitzt angezeigt werden. Zumindest sofern diese angeschaltet sind und man diese vorher mit dem Smartphone via Bluetooth gekoppelt hat.

Klickt man hier auf den JBL LIVE 400BT landet man in desem Einstellungsmenü, wo man direkt unter der Abbildung des Kopfhörers, dessen restliche Akkulaufzeit in Prozent angezeigt bekommt. Unmittelbar darunter kann man zudem via App die TalkThru oder Ambient Aware-Funktion zu- oder abschalten. Zudem ist es direkt von hier aus im unteren Bereich möglich, die EQ-Einstellungen vorzunehmen oder ein eigenes Klangprofil zu erstellen und zu abzusichern. Über das Zahnrad im rechten oberen Bereich gelangt man in ein weiteres Untermenü. In diesem kann man die automatische Abschaltung bei 10 Minuten ohne Musikwiedergabe Aktiveren bzw. Deaktivieren und die Assistenten einrichten, oder auf die Gerätehilfe zugreifen. Vielmehr Wichtiges gibt es hier in der App jedoch nicht zu sehen.

(App: 3,5 von 5 Punkten)

Koppeln und Reichweite

JBL setzt beim LIVE 400BT auf Bluetooth 4.2. Dies ist zwar nicht die neuste Verbindung, doch es reicht problemlos aus. Schließlich bietet der Kopfhörer eine ausreichende Akkulaufzeit (dazu im nächsten Punkt mehr) und bietet zudem eine Bluetooth-Reichweite von knapp 12-15 Metern. Bei den Audio Codec-Formaten wird neben dem Standard SBC vermutlich auch, die für Android Smartphone bessere aptX Verbindung unterstützt. Diese ermöglicht Audio Übertragungen in nahezu CD-Qualität.

Eine weitere Besonderheit des JBL LIVE 400BT ist die sogenannte Multi-Point-Verbindung. Dies ist vor allem für Leute, die gerne mehrere Geräte gleichzeitig bzw. nebenher nutzen von Vorteil. Dies gelingt dadurch, dass sich der JBL LIVE 400BT mit zwei Geräten gleichzeitig verbinden kann. Schaut ihr z. B. auf dem iPad ein Video und erhaltet zufällig einen Anruf, wird in diesem Fall automatisch die Musik pausiert und das Telefonat über das Smartphone geführt, da Telefonate immer bevorzugt behandelt werden. Wollt ihr z. B. von der Musikwiedergabe vom iPad zum iPhone wechseln, genügt es, auf dem iPad die Musik zu pausieren und am iPhone auf Play zu drücken. Voraussetzung ist hier jedoch, dass man zuvor bereits beide Geräte per Bluetooth mit dem JBL LIVE 400BT gekoppelt hat. 

(Koppeln und Reichweite: 4 von 5 Punkten)

Akku

JBL gibt an, dass die Akkulaufzeit des LIVE 400BT bei bis zu 24 Stunden liegen soll. Dafür hat man einen Lithium-Polymer-Akku (3,7 V DC, 700 mAh) verbaut. Diese Laufzeit hängt natürlich wie immer von der von einem selbst festgelegten Lautstärke ab und ob und wie oft man Ambient Aware und TalkTrue verwendet. Im Großen und Ganzen kam ich zusammengerechnet zwar nicht auf die 24 Stunden, doch die von mir erreichten 20 Stunden sind dennoch absolut ausreichend.

  Sobald der Akku des Kopfhörers leer sein sollte, dauert es für eine komplette Aufladung knapp 2 Stunden. Zudem hat JBL auch noch eine Schnellladefunktion integriert, sodass der Akku von 0 % bereits nach 15 Minuten, wieder für knapp 2 Stunden Musikwiedergabe aufgeladen ist. Wie bei vielen anderen Kopfhörern ist es auch beim JBL LIVE 400BT so, dass man diesen leider währenden des Auflade-Vorgangs nicht zum Musikhören nutzen kann. Dies ist für mich persönlich jedoch nicht weiter schlimm, da ich persönlich fast alle meine Geräte meistens in der Nacht auflade.

(Akku: 4,5 von 5 Punkten)

TEIL 3

bestehend aus „Preis/Leistung“ entspricht 10% der Gesamtwertung

Beschreibung

JBL hat mit dem LIVE 400BT einen guten On-Ear Kopfhörer auf den Markt gebracht. Dieser ist JBL soweit sehr gut von der Optik und der Verarbeitung gelungen. JBL verspricht hier auf der Produktseite einen On-Ear Kopfhörer, welcher wie die anderen Produkte der LIVE-Serie mit einem verstärkten Bassbereich und nützlichen Funktionen wie der Ambient Aware und TalkTrue-Technologie daher kommt. Zudem bietet man mit einem Akku, der eine Laufzeit von bis zu 24 Stunden ermöglicht ausreichend Musikspielzeit.

Preis/Leistung

Neben dem angenehmen Tragekomfort kann der neue JBL LIVE 400BT mit einer guten Klangabstimmung überzeugen. Die gut abgestimmte Dynamik wird hier von einem präsenten Mittel-/Hochtonbereich und dem verstärken Bassbereich unterstützt. Klar gehört der Kopfhörer klanglich nicht zu den Modellen, die hier neue Maßstäbe setzen. Doch für die geforderte UVP von 129€ erhält man hier definitiv ein klanglich und von der Verarbeitung guten On-Ear Kopfhörer.

JBL LIVE 400BT

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 Wir bedanken uns beim Hersteller für die Bereitstellung des Produktes. Zu unseren Grundsätzen

Link zum Hersteller: JBL.at

Teufel Effekt

Vor Kurzem habe ich euch die neue Teufel Ultima 40 Aktiv Serie (2018) vorgestellt. Wie in dem Testbericht dazu bereits berichtet, habe ich das Set zusammen mit dem beiden Teufel Effekt Lautsprechern getestet. Diese können entweder separat erworben werden, oder wie ich das gemacht habe im Teufel Ultima 40 Aktiv Surround 4.0-Set.

Wer sich für diese beiden zusätzlichen Stereo-Lautsprecher für den Rear-Bereich (Hinteren) entscheidet, bekommt zusammen mit der Cinebar Pro oder den Teufel Ultima 40 Aktiv Standlautsprechern einen echten Surround-Sound geboten. Wie diese im Klangtest abgeschnitten haben und wie diese verbunden werden, erfahrt ihr wie gewohnt in folgendem Testbericht. 

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TEIL 1

Bestehend aus „Verpackung/Design/Verarbeitung“ entspricht 25% der Gesamtwertung

Verpackung

Wie für Teufel üblich, kommen auch die neuen Effekt-Lautsprecher in dem typischen schlichten, einfarbigen Karton daher. Die Verpackung, indem die beiden Lautsprecher verpackt sind, dient auch hier gleichzeitig als stabiler Versandkarton. Schließlich ist auch hier im Inneren alles sicher vor Transportbeschädigungen geschützt. In dem Karton befinden sich gleich beide Lautsprecher und sämtlicher Zubehör.

Auf langen Seiten der Verpackung prangt wie für Teufel üblich, der Firmenname und der Namen des Produktes. An den beiden kurzen Seiten wiederum gibt es einige Infos zum Produkt. Somit erfährt man hier die Einheit (2) und die Abmessungen, die Farbe, sowie das Gewicht. Zu guter Letzt, wird anhand des großen Aufklebers auf der Seite noch darauf hingewiesen, dass man, sofern man die Effekt Lautsprecher mit der Cinebar Pro verwenden möchte, zuvor noch ein Update auf die Cinebar installieren muss. Dieses Update findet man wie üblich online bei den Softwareupdates bei Teufel.

Öffnet man die Verpackung an der Oberseite, dann findet man darin einen Styroporeinsatz. Unter diesem befindet sich die Bedienungsanleitung, sowie die beiden Effekt-Lautsprecher. Beide Lautsprecher sind zudem in einer Schutzfolie verpackt. Das Stromkabel ist fest verbunden und jeweils 4 Meter lang.

(Verpackung: 3,5 von 5 Punkten)

Design

Direkt nach dem Auspacken hat man zwei identische Lautsprecher vor sich stehen. Eine feste Vorgabe, welcher der beiden Lautsprecher später hinten rechts oder links steht bzw. hängt, gibt es nicht. Schließlich wird dies an der Rückseite der Speaker bestimmt, dazu aber gleich mehr. 

Da beide Teufel Effekt Lautsprecher identisch ausgestattet sind, haben beide dieselben Abmessungen. So sind die Effekt Speaker 15,3 cm hoch, 11,2 cm breit und ebenso 11,2 cm tief. Das Gewicht der einzelnen Lautsprecher liegt mit 960 Gramm knapp unter 1 Kilogramm.

Das Gehäuse besteht aus Kunststoff, welches an der Vorderseite hinweg über beide Seiten und leicht nach hinten mit einem typischen Lautsprechergitter versehen wurde. An der Vorderseite sieht man die beiden Treiber durch, auf die ich später unter Klang noch genauer eingehen werde. An der Rückseite befindet sich eine Aluminiumschiene, in welcher eine Schlüssellochöffnung für eine Wandmontage integriert ist. Zudem ist diese Schiene mit dem Gehäuse verschraubt und hält das u-förmige Lautsprechergitter an seinem Platz. 

Unterhalb der Aluminiumschiene ist eine Aussparung vorhanden. Hier ist wie bereits eingangs angedeutet ein Schieberegler, mit den man bestimmt, ob der jeweilige Effekt-Lautsprecher den linken rückseitigen Kanal wiedergeben soll, oder den rechten. Direkt daneben geht das fest verbundene 4 Meter lange Stromkabel aus und daneben befindet sich der Pairing-Knopf über den die beiden Speaker mit der Ultima 40 Aktiv-Serie verbunden werden können. Darauf gehe ich jedoch später genauer ein. An der Oberseite im hinteren Bereich gibt es eine kleine Status LED, welche je nach Status unterschiedlich weiß und im Standby-Betrieb rot aufleuchtet.

Betrachtet man die Unterseite, befindet sich hier in der Mitte der typische Teufel Aufkleber, welcher über den Gerätenamen und die Seriennummer informiert. Zudem ist in einer U-Form ein rotes Antirutsch-Gummi angebracht, sodass die Effekt Lautsprecher auch beim Abstellen z. B. in ein Regal gegen das Verrutschen abgesichert sind. Alternativ kann man die beiden Effekt-Lautsprecher auch auf Standfüße stellen, diese bietet Teufel im Shop separat für 49€ an.

Die Effekt-Lautsprecher sind in drei Farben bzw. Farbkombinationen erhältlich. Neben dem von mir gezeigten, komplett schwarzen Geräten, gibt es noch ein paar komplett in Weiß und in weiß mit schwarzem Lautsprechergitter. Die Zierringe um die beiden Lautsprecher sind beim schwarzen Modell in Rot und bei den weißen Geräten in Schwarz gehalten. Zu guter Letzt prangt an der Vorderseite im unteren Bereich noch ein Teufel Logo.

(Design: 4 von 5 Punkten)

Verarbeitung

Die Verarbeitung der beiden Teufel Effekt Lautsprechern ist soweit sehr gut. Man hat hier dank der simplen Lösung mit den Schlüsselloch-Ösen sogar an eine integrierte Wandhalterung gedacht. Dadurch ist es möglich, die beiden Effekt-Lautsprecher lediglich durch das Einbringen einer Schraube, an deren Kopf sicher aufzuhängen. Natürlich können die Lautsprecher aber wie bereits erwähnt, einfach in ein Regal gestellt werden, dabei sollte jedoch die richtige Höhe und Entfernung eingehalten werden. Sind die Effekt Lautsprecher zu hoch oder zu niedrig aufgestellt, bringen diese logischerweise nicht den gewünschten Surround-Effekt. Auf die richtige Position gehe ich gleich unter dem nächsten Punkt genauer ein. Da die Effekt-Lautsprecher mit Funk ihr Signal zugesendet bekommen und diese mit einem 4 Meter langen Stromkabel bestückt sind, muss man lediglich auf die Reichweite zu einer Steckdose achten. Daher muss kein weiteres Kabel zu dem Sender (Ultima 40 Aktiv) gelegt werden. 

Bemängeln könnte ich lediglich die etwas zu Hellen bzw. nicht abschaltbare oder dimmbare Betriebs-LED´s. Denn im dunklen Räumen ist diese eigentlich etwas zu hell und könnte einen eventuell etwas stören. Da meine Speaker sich jedoch hinter mir befinden, und das Bild wie üblich vorne am Fernseher abgespielt wird, stört dies mich persönlich nicht wirklich.

(Verarbeitung: 4 von 5 Punkten)

TEIL 2

bestehend aus „Funktion des Produktes“ entspricht 65% der Gesamtwertung

Lautsprecher Anzahlje Lautsprecher: ein 19 mm Hochtöner und 76 mm Mitteltöner
Gesamtausgangsleistungje 35 Watt Watt
Gehäuse MaterialKunststoffgehäuse
AnschlussmöglichkeitenNetzstromkabel, Verbindung zur Cinebar Pro und Ultima 40 Aktiv-Serie via Funk.
StromversorgungNetzbetrieb 4 Meter lang.
Maße/Gewicht15,3 x 11,2 x 11,2 cm (HxBxT) Gewicht: 0,96 Gramm.
Frequenzbereich120 – 20.000 Hz
Lieferumfang2 x Effekt Lautsprecher
Bedienungsanleitung

Einrichtung und Installation

Der Aufbau bzw. die Installation der Teufel Effekt-Lautsprecher ist wirklich kinderleicht und in wenigen Minuten erledigt. Zuerst sucht man sich den idealen Platz für die beiden Funklautsprecher aus. Dieser sollte sich seitlich oder rückwärtig von der Couch befinden und in einer Höhe von 1,20 m bis 2,10 m liegen. Zudem solle man beachten, dass der Mindestabstand bei 1 Meter liegt, da diese eben nur für einen Surround Effekt sorgen und nicht als normaler Lautsprecher dienen. In der Anleitung und auf der Homepage gibt Teufel zusätzliche Informationen an, was man bei der Positionierung beachten sollte und in welchem Bereich diese für die besten Ergebnisse aufgestellt bzw. aufgehängt werden sollten. Die Reichweite der Effekt-Lautsprecher liegt übrigens bei 15 Metern, jedoch wird kaum jemand unter euch die Speaker so weit vom Platz entfernt aufstellen.

Ist dies soweit getan und die Effekt-Lautsprecher sind am gewünschten Ort positioniert, kann man diese dank 4 Meter langen Stromkabel mit einer Steckdose in der Nähe verbinden. Nach dem erstmaligen verbinden mit dem Strom befinden sich die beiden Effekt-Lautsprecher bereits im Kopplungsmodus. Dies erkennt man an dem weißen Aufblinken der Betriebsanzeige (Status-LED im oberen hinteren Bereich). Dabei suchen die Signal-Empfänger der Teufel Effekt Speaker nach einem kompatiblen Sender, in meinem Fall das Ultima 40 Aktiv System. Sollte der Kopplungsmodus nicht von alleine starten, drückt man für einige Sekunden die Pairing-Taste an der Rückseite der beiden Lautsprecher, bis die Betriebs-LED weiß aufblinkt. Anschließend geht man via Fernbedienung der Ultima 40 Aktiv Standlautsprecher in das Lautsprecher-Einstellungen -> Rear-Lautsprecher und dann koppeln wählen. Nun sollte die Status-LED an der Oberseite permanent weiß leuchten, was zeigt, dass die Speaker verbunden wurden.

Zur Klangeinstellung der Effekt-Lautsprecher ist es nun noch erforderlich, sofern nicht bereits geschehen, den Kanal (rechts oder links) per Schieberegler an der Rückseite zu bestimmen. In dem Lautsprecher-Klangmenü der Ultima 40 Aktiv Lautsprecher kann man nun auch via Fernbedienung die Lautstärke des jeweiligen Lautsprechers einstellen, indem man die Entfernung zum jeweiligen Effekt-Lautsprecher in Metern auswählt. Ist die Ersteinrichtung erledigt, schalten sich die beiden Effekt Speaker jedes Mal beim Ein- und Ausschalten der Ultima 40 Lautsprecher völlig automatisch mit an.

(Einrichtung und Installation: 4,5 von 5 Punkten)

Klang

Kommen wir nun wie gewohnt zum wichtigsten Thema von Lautsprechern, dem Klang. Denn dieser entscheidet am Ende, ob man sich ein Lautsprecher-Set kauft, oder eben nicht. Doch wie gewohnt möchte ich euch zuvor einige technische Daten des verbauten Systems näher erläutern.

Teufel setzt hier auf ein 2-Wege-System, welches eine breite Abstrahlcharakteristik bietet. Dafür hat man in jeden der beiden Effekt-Lautsprecher einen 19 mm Hochtöner und 76 mm Mitteltöner verbaut, die wie für Teufel üblich von einem Class-D Verstärker angetrieben werden. Der Verstärker bietet eine Ausgangsleistung von 35 Watt, was für Rear-Speaker total Ausreichend ist. Des Weiteren gibt Teufel einen Frequenzbereich von 120 – 20.000 Hz an und einen standby Stromverbrauch von 0,5 Watt.

So viel zu der verbauten Technik usw. doch viel wichtiger ist doch die Frage, wie gut klingt das ganze verbaute Set-up im Test. Ich habe die Effekt-Lautsprecher im täglichen Alltag zusammen mit meinen Teufel Ultima 40 Aktiv Lautsprechern im Einsatz und schaue darüber Filme am Fernseher oder höre auch via Bluetooth Musik. Zusammen mit dem Ultima 40 Aktiv Standlautsprecher-Set, schaffen die Effekt-Speaker einen raumfüllenden Klang zu erzeugen, sodass die räumliche Darstellung noch einmal deutlich zunimmt. Heranfahrenden Autos aus dem Hintergrund hört man dadurch noch besser und der Hubschrauber, der von unten am Bildschirm nach oben hinweg fliegt, nimmt man zuerst, von hinten war.

So fühlt man sich noch mehr in den Film integriert und bekommt ein klasse Klangspektrum geliefert. Die räumliche Darstellung könnte ihr sehr durch die Positionierung der Effekt Speaker zu euch und die eingestellte Entfernung und den db-Wert des jeweiligen Lautsprechers verändern. Von daher empfiehlt es sich, aufjeden Fall am Anfang etwas länger damit herum zu experimentieren. Hat man die für einen selbst best klingende Abstimmung gefunden, wird man so wie bei mir mit einem raumfüllenden und sehr überzeugenden Surround-Sound umhüllt, der absolut Spaß macht. 

Achten solltet ihr jedoch, dass es sich um Rear-Speaker handelt, die nur bestimmte Töne, also Effekte wie Explosionen verstärken usw. Daher laufen die Effekt-Speaker dezent im Hintergrund und unterstützen die Front-Lautlautsprecher nur, deswegen diese nicht zu laut einstellen. Das Geschehen im Film läuft schließlich auch vorne und nicht hinter einem ab.

Spielt man dem Surround-Set Dolby Digital Tonqualität zu, erhält man den besten Klang wie im Kino, wenn man zudem noch per Fernbedienung am Ultima 40 Aktiv Speaker die Dynamore-Center-Technologie aktiviert. Dadurch wird nämlich klanglich ein mittlerer Center-Speaker simuliert.

(Klang: 4,5 von 5 Punkten)

Teufel Effekt

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Teufel Ultima 40 Stereo

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TEIL 3

bestehend aus „Preis/Leistung“ entspricht 10% der Gesamtwertung

Beschreibung

Teufel wirbt die Effekt-Lautsprecher als perfekte Ergänzung für ausgewählte Produkte wie der Cinebar Pro und Ultima 40 Aktiv, da diese das ganze zu einem echten Surround-Set erweitern. Zudem wird mit einer einfachen Installation geworben, da das Set über Funk angesteuert wird. 

Möchte man daher echten und vor allem kabellosen (bis aufs Stromkabel) Surround-Sound haben, so ist das Effekt-Lautsprecher-Set genau das richtige. Denn damit sorgt man im eigenen Wohnzimmer schnell und einfach für absolute klangliche Kinoatmosphäre. 

Preis/Leistung

Die beiden Teufel Effekt-Lautsprecher sind entweder als einzelnes Paar für 399,99€ erhältlich oder im Teufel Ultima 40 Aktiv Surround-Set für 1.199,99€ enthalten. Im Surround-Set spart man eigentlich gegenüber dem Einzelpreis knapp 100€, doch da das Ultima 40 Aktiv Set aktuell 100€ reduziert ist, beläuft sich der Preis bis auf 1 Cent auf den gleichen Preis.

Möchtet ihr in eurem Wohnzimmer für hervorragende Kinoatmosphäre sorgen, dann kommt ihr um den echten Surround-Sound nicht drumherum. Ich persönlich habe mich für das Teufel Ultima 40 Aktiv Surround 4.0-Set für 1199,99€ (UVP) entschieden und kann es jedem Filmfan, der gerne regelmäßig daheim Filme anschaut und auch Musik hört absolut empfehlen. Hier bekommt man für sein Geld vom Preis-Leistungs-Verhältnis ein hervorragendes, aufeinander abgestimmtes Set, mit dem man sicherlich sehr lange sein Spaß haben kann.

Teufel Effekt

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testr Gesamtwertung

unter Berücksichtigung aller Teilwertungen

 Wir bedanken uns beim Hersteller für die Bereitstellung des Produktes. Zu unseren Grundsätzen

Link zum Hersteller: Teufel.de

Jaybird Run XT

Jaybird, eine bekannte Größe unter den Kopfhörer-Herstellern, hat bereits im September 2017 die ersten komplett kabellosen (True Wireless) In-Ear Ohrhörer vorgestellt. Diese hörten auf den Namen Jaybird Run, da diese bei allen sportlichen Tätigkeiten eine absolute Bewegungsfreiheit bieten. Nun hat man im Februar 2019 die neue Version der True Wireless In-Ear Ohrhörer vorgestellt, die Jaybird Run XT. Diese ähneln vom Design sehr den Vorgängern, jedoch hat man hier nicht nur neu Farben im Angebot, sondern diese dank IPX7-Zertifizierung gegen Wasser und Schweiß geschützt.

Kann die 2. Generation der Jaybird Run XT überzeugen und hat der Hersteller auch etwas unter der Haube (klanglich) verändert? Das erfahrt ihr in folgendem Testbericht, denn ich habe die Jaybird RUN XT ausführlich über mehrere Wochen getestet.

TEIL 1

Bestehend aus „Verpackung/Design/Verarbeitung“ entspricht 25% der Gesamtwertung

Verpackung

Die Verpackung der neuen Jaybird Run XT besteht aus zwei Teilen, dem eigentlichen stabilen Karton im inneren und der dünneren Umverpackung, welche mit einigen Informationen zum Produkt bedruckt wurde. Rund um der Verpackungshülle findet man daher technische Daten zu den In-Ear Ohrhörer und passend dazu einige Produktbilder. Werfen wir wie gewohnt vor dem Inneren der Verpackung erst einen Blick auf die Außenseiten.

Auf der Vorder- bzw. Oberseite wird wie bei vielen anderen Herstellern von Kopfhörern, eine Abbildung der beiden In-Ear Ohrhörer abgebildet und wie üblich prangt hier auch der Hersteller und Produkt-Name. Zudem werden diese hier als kabellose Sport-Kopfhörer geworben, was an dem sicheren halt, für den die zusätzlichen Ohreinsätze sorgen, liegt. Des Weiteren erwähnt Jaybird hier die fürs Unternehmen drei wichtigen Merkmale des Run XT. Zu diesen zählen: 4 Stunden Musikwiedergabe am Stück und zusätzliche 8 Stunden mit dem Ladecase, völlig schweißbeständig und wasserdicht dank IPX7-Zertifizierung und die eben erwähnten Sport-Fit Einsätze für den Sicheren halt bei jeglicher sportlichen Bewegung.

Auf den restlichen Seiten prangt ebenfalls das Jaybird-Logo und der Produktname, doch zudem gibt es auch hier noch verschiedene Infos zum Produkt. So beinhaltet die linke Seite eine Abbildung des Ladecases von oben und die beiden In-Ear Kopfhörer sind hier ebenfalls abgelichtet. Zudem weißt man in mehrer Sprachen, darunter auch deutsch auf folgendes hin: Für Sportler entwickelt, für jedes Abenteuer bereit. Bei der rechten Seite handelt es sich um einige Infos zur zugehörigen Jaybird App. Daher informiert man hier über die Funktionen, die ich euch später unter dem Punkt „App“ ebenfalls näher erläutere.

Weitere Informationen zu dem neuen Jaybird Run XT gibt es zudem noch auf der Rückseite, dabei handelt es sich sogar um sehr viele Informationen. Hier werden nämlich neben den bereits auf der Vorderseite erwähnten Merkmale noch drei weitere. Dazu zählt: Fast Charge ( 5 Minuten = 1 Stunden Musikwiedergabe, Premium Klang mit EQ-Benutzereinstellung und Musik, sowie Anrufe, die über die In-Ears getätigt werden können. Zudem ist in der rechten unteren Ecke noch eine Abbildung des kompletten Lieferumfangs abgebildet und an der unteren Stirnseite gibt es einige Infos zum Unternehmen. 

Zieht man die schwarze hochwertige Hauptverpackung aus der eben beschriebenen Umverpackung, kann man diese an der Seite aufklappen. 

Direkt kommt im oberen Bereich das Ladecase zum Vorschein, die beiden In-Ears befinden sich in dem Fall des Jaybird Run XT bereits im Ladecase. Unter dem Ladecase befindet sich eine kleine Abdeckung aus Kartonage, auf der in drei Schritten die Ersteinrichtung bzw. Verbindung mit dem Smartphone erläutert wird. Darunter befindet sich zudem noch ein kleiner Zipp-Beutel (zugeschweißt) in dem sich sämtliche Ohrtips, Sporteinsätze und das relativ kurze Micro-USB-Ladekabel befindet. Die üblichen Beschreibungen hat Jaybird unter einem weiteren doppelten Boden direkt darunter versteckt.

(Verpackung: 4,5 von 5 Punkten)

Design

Seit einiger Zeit nimmt der Trend der soggenante True Wireless In-Ear Ohrhörer immer mehr zu. Daher setzen natürlich auch immer mehr Hersteller auf solch komplett getrennte In-Ear Ohrhörer. Mit den Jaybird Run, brachte das Unternehmen bereits gegen Ende 2017 die ersten True Wireless In-Ears auf den Markt. Nun folgt mit dem Jaybird Run XT bereits das neue Modell der In-Ears, welches mit zwei einzelnen In-Ears daher kommt und zudem ein zusätzliches Lade-/Aufbewahrungs-Case mitgeliefert wird.

In-Ear

Das Gehäuse, der Jaybird Run XT, welches aus Kunststoff gefertigt wurde, gehört zwar nicht ganz zu den kleinsten, aber dennoch ist es kompakt genug, sodass es nach dem Einsetzen in die Ohren verhältnismäßig wenig aus den Ohren hervorsteht. Der ovale äußere Gehäuse – Teil, also der, welcher später nach dem Einsetzen aus dem Ohr hervorsteht, ist knapp 20 mm x 15 mm klein (L x B). Zwar wirkt das Gehäuse auf den ersten Blick vom Volumen, also dem inneren Platz groß genug, also z. B. größer als die 1more E1026BT-I, dennoch bietet der Akku schon alleine von den Angaben der Hersteller weniger Akkulaufzeit (Jaybird Run XT = 4 Stunden), zum Vergleich 1more E1026BT-I bietet hier bei kleinerem Gehäuse bis zu 6,5 Stunden. 

Vom äußeren Durchmesser verläuft das Gehäuse noch etwas weiter mit denselben Maßen, jedoch etwas schräg. Schließlich befindet sich der Ohrkanal im unteren Bereich des Ohres, daher verläuft das Gehäuse nach einigen Millimetern wie bei In-Ears üblich, trichterförmig und etwas kleiner weiter. Am Ende befinde sich schließlich der typische dünnere Bereich der im Ohrkanal steckt und auf den das Ohrpassstück aufgezogen wird. Damit Jaybird die Run XT als Sport-Kopfhörer bezeichnen darf, hat man dem mittleren Teil der Ohrhörer noch soggenante Sport-Fit-Einsätze spendiert. Ob diese soweit für einen guten und vor allem sichern halt sorgen, verrate ich unter dem Punkt „Tragekomfort“

Bei der Steuerung der Musik über die Ohrhörer gibt es grundsätzlich zwei Arten von Bedienung, auf welche die verschiednen Hersteller setzen, von denen beide Vor- und Nachteile mit sich bringen.

Entweder setzten die Unternehmen bei ihren True-Wireless In-Ears auf eine Touch-Bedienung, oder auf eine Bedienung via Hardware-Tasten. Jaybird setzt bei den Run XT auf die herkömmliche Ein-Tasten Bedienung an jedem der beiden In-Ears. Mit dieser ist die Bedienung, sobald man sich die Befehle nach einer gewissen Eingewöhnungszeit eingeprägt hat, wesentlich einfacher, wie via Touch und zudem kommt es zu weniger Fehleingaben. Beide Ausführungen haben jedoch wie bereits erwähnt Vor- und Nachteile, bei Touch ist es z. B. der Nachteil, dass man hier jedes Mal beim berühren gegen die Außenfläche „klopft“ dies hört man bei vielen Modellen immer als kurzen dumpfen etwas störenden Ton. Bei einer richtigen Hardware-Taste wiederum ist es der Fall, dass man hier beim Drücken der Taste den Ohrhörer halten muss, oder den Ohrhörer ins Ohr drücken muss. Letzteres ist hier ebenfalls wieder etwas unangenehmer. Hier muss man daher selbst entscheiden, ob man eher Touch, oder eine echte Taste mit gutem Druckpunkt bevorzugt. Auf die Bedienung geh ich gleich noch genauer ein. 

Die äußere Oberfläche, welche nach dem Einsetzen ins Ohr nach außen zeigt, ist wie bei vielen True-Wireless In-Ears gewölbt. Auf dieser Fläche ist neben Drucktaste, auf der auch das erhaben Jaybird Logo prangt, eine kleine Staus-LED im oberen Bereich untergebracht. Die beiden Bedienteste sehen zwar groß aus, jedoch ist nur der untere Teil beweglich, im oberen Bereich ist die Oberfläche starr. Über diese Tasten kann man an jeder Seite verschiedenen Funktionen ausführen, auf diese ich wie versprochen nun genauer eingehen werde.

Das Einschalten der beiden In-Ears erfolgt wie bei allen True Wireless In-Ears entweder ganz simple durch das Entnehmen aus dem Lade-Case, aber kann auch zusätzlich wie im Falle der Jaybird Run XT durch das Drücken des Knopfes an jedem In-Ear (ca. 3 Sekunden halten) erfolgen. Beim Ausschalten genügt es, die beiden Ohrhörer wieder in das Lade-Case einzusetzen und dieses zu schließen oder jeden Knopf für erneut 3 Sekunden gedrückt zu halten. 

Einige Hersteller setzen auf einen Master und Slave, also einen Ohrhörer der die Daten vom Smartphone empfängt und diese anschließend mit so wenig wie möglich an Verzögerung dem Slave weiterleitet. Jedoch gibt es auch True-Wireless Modelle, bei denen es keinen festen Master und Slave Ohrhörer gibt, daher können in diesem Fall beide Ohrhörer Daten empfangen und senden. Bei den Jaybird Run XT ist die erst Methode der Fall, denn hier ist der rechte Ohrhörer der Empfänger vom Smartphone und der linke erhält die Daten anschließend vom rechten.

Nun zur Steuerung über die Bedientasten. Drückt man am Master also dem rechten In-Ear kurz die Taste, wird die Musik pausiert bzw. fortgesetzt. Macht man dasselbe am linken Earbud, dann aktiviert man Siri (am iPhone) oder den Google Assistant (an sämtlichen Android Geräten). Ein Zweimaliges drücken der Knopfes am rechten oder linken In-Ear sorgt dafür, dass man einen Titel vorspringt und das Halten der Taste für 6 Sekunden setzt die Ohrhörer in den Pairing-Modus, damit man diese mit einem weiteren Gerät verbinden kann. Drückt man die Taste am jeweiligen In-Ear für 3 Sekunden, werden diese wie bereits erwähnt An-/Ausgeschaltet.

Wer wiederum lieber die Lautstärke per Tastendruck erhöhen oder Absenken möchte, kann dies in den Kopfhörer-Einstellungen in der Jaybird App tun. Dafür kann man dann aber nicht mehr die Musik steuern. Zudem vermisse ich die Möglichkeit, einen Titel zurückzuspringen. Hier hätte man z. B. das zweimalige Betätigen des rechten wie gehabt zum Vorspringen nutzen können und beim doppelt drücken des linken einen Track zurück.  

Wie bei den meisten In-Ear Ohrhörer üblich, besteht das Gehäuse aus Kunststoff. Bei den Jaybird handelt es sich jedoch auf jeden Fall um einen gut verarbeitetes und haptisch gut anfühlendes Material. Dank den Einsatz von Kunststoff sind die In-Ears nicht nur resistent gegen Schweiß, sondern auch mit knapp 7,5 Gramm pro Ohrhörer angenehm vom Gewicht.

Ladecase

Das Aufbewahrungs- bzw. Lade-Case der Jaybird Run XT In-Ear Ohrhörer besteht aus demselben Kunststoff, wie das Gehäuse der Ohrhörer. Zudem haben beide Geräte die gleiche Farbe. Das Case besitzt eine soggenante Pillen-Form und wurde logischerweise an der Unterseite für einen festen Stand abgeflacht. Das Case ist 7,5 cm lang und nimmt in der Höhe und Tiefe etwa 4 cm ein. Daher ist das Ladecase angenehm von der große und lässt sich problemlos in der Handtasche einer Frau, oder in eine Hosentasche bei einer Sporthose verstauen. Für eng anliegenden Jeans- oder Chino-Hose ist das Case aufgrund der große jedoch weniger empfehlenswert.

Das Case macht einen sehr guten und hochwertigen Eindruck und gefällt mir vom Design soweit gut. Wie üblich wird das Lasecase an einem kleinen länglichen Knopf an der Vorderseite geöffnet. Was mir dabei sehr gut gefällt, ist dass hier direkt eine Status-LED (für den Akku) im Knopf und direkt links, sowie rechts daneben eine weitere LED für den Akku-Status des jeweiligen Ohrhörer integriert wurde. Solange die jeweilige grüne LED pulsiert, wird der Akku der Ohrhörer bzw. Ladecase gerade noch aufgeladen. Sobald dieser voll ist leuchten die jeweiligen LED´s permanent auf.

Wie für ein Ladecase von True-Wireless In-Ear Ohrhörer üblich, werden die Ohrhörer über mehrer Pins (Ladekontakte) in der Innenseite des Cases geladen. Leider hat der Hersteller, anders als viele andere Ture-Wirless In-Ear – Hersteller, keine magnetische Halterung verbaut. Somit fallen die Ohrhörer beim überm Kopf halten einfach aus dem Case heraus. Dies stört zwar soweit nicht allzu sehr, doch dennoch hätte ich mir aus Sicherheit solch eine Verbindung gewünscht. Aufgeladen wird das Ladecase über einen an der Rückseite befindlichen Micro-USB-Anschluss.

(Design: 4,5 von 5 Punkten)

Verarbeitung

Die Verarbeitung der Jaybird Run XT inkl. Ladecase ist auf einem sehr guten und hohen Niveau. Sowohl das Gewicht der In-Ears selbst, als auch das des Cases ist angenehm leicht. Gesamtgewicht liegt hier bei knapp 70 Gramm.

Die Fertigung des Ladecases aus Kunststoff hat zwar den Vorteil des geringen Gewichtes, ist jedoch z. B. verstaut im Rucksack mit anderen Gegenständen anfällig gegen Kratzer. Hier hat Jaybird jedoch die matte Oberflächenstruktur nicht glatt, sonder leicht rau gestaltet, sodass Kratzer hier nicht nur kaum auffallen, sondern auch aufgrund des härteren Kunststoffes kaum entstehen. Lediglich an der hochglänzenden Unterseite fallen Kratzer schnell auf.

Wie bereits erwähnt fühlt sich sowohl das Case, als auch die Ohrhörer sehr gut an und es gibt daran lediglich zwei Punkte, die ich bemängeln kann. Zum einen ist es natürlich wie so häufig der veralteten Micro-USB Ladenschluss am Ladecase. Klar hätte man zwar auf den aktuelleren USB-Typ-C Anschluss setzen können, doch betrachte ich die True-Wireless Ohrhörer vieler anderen Hersteller, deren Modelle zum Teil noch teurer sind, bieten auch hier die wenigsten ein USB-Typ-C Case an. Auf die Funktion hat der ältere Micro-USB Anschluss zudem ebenfalls keinen Einfluss. Jedoch finde ich den zweiten Punkt etwas störenden, denn dabei handelt es sich um die Tasten an den beiden In-Ear Kopfhörer. Diese gehen etwas zu schwer und müssen zudem in Richtung Ohrkanal betätigt werden. Dadurch drückt man sich den jeweiligen In-Ear blöderweise etwas stärker ins Ohr hinein, was nicht wirklich angenehm ist. Hier würde mich ein seitlicher Knopf oder eine Touch-Oberfläche, dann doch etwas besser gefallen.

Als Besonderheit hat Jaybird die neue Generation der Run XT nach IPX7-Zertifiziert, was bedeutet, dass diese nicht nur schweißresistent, sondern auch vollständig wasserdicht sind. Dadurch muss man sich beim Sport keine Sorgen machen, dass der Schweiß den Kunststoff angreift, oder starker regen bzw. Wasser die Elektronik im inneren zerstört.

(Verarbeitung: 4,5 von 5 Punkten)

TEIL 2

bestehend aus „Funktion des Produktes“ entspricht 65% der Gesamtwertung

Kopfhörer-ArtTrue-Wireless In-Ear Kopfhörer
KategorieBluetooth Kopfhörer
FarbeSTORM GRAY, weitere Farbe: BLACK-FLASH
Akkuintegriert, Lithium-Polymer-Akku
Akku Ohrhörer: 4h
Akku Ladecase: 8h
Gesamt somit: 12 h
Gewicht70 g (Ohrhörer und Ladebox)
15 g (beide Ohrhörer)
55 g (Ladebox)
MaterialKunststoff (Ohrhörer und Ladecase)
KonnektivitätBluetooth
unterstützte Profile: A2DP, Apt-X, AVRCP, HFP
Codec: SBC
Lautsprechertypdynamischer 6mm Treiber (links und rechts)
Frequenzbereich20 Hz bis 20.000 Hz (Ohrhörer)
Empfindlichkeit103 dB SPL (1 kHz / 1 mW)
Impedanz16 Ohm
Lieferumfang1x Jaybird Run XT
je ein paar Silikon-Ohradapter-Sets (XS/S/M/L)
je ein paar O-Hooks (1/2/3/4)
1x Transport- und Ladecase
1x micro-USB Ladekabel
1x Bedienungsanleitung

Tragekomfort

Dank der guten ergonomischen Form, dem großen Umfang an Ohrtips und den soggenanten Sport-Wings, haben die Jaybird Run XT einen sehr guten und vor allem sicheren halt in den Ohren. Das Einsetzen erfolgt wie häufig bei In-Ear Kopfhörern mit Sporteinsätzen durch das „eindrehen“ in das Ohr. Dazu einfach den jeweiligen Ohrhörer nehmen, beim einsetzten nach hinten drehen und dann, sobald man merkt, dass der Wing im Ohr sitz, wieder leicht nach vorne drehen. Anschließend hält der Ohrhörer nicht nur durch den typischen Unterdruck, sondern auch zusätzlichen durch den Sporteinsatz.

Wie üblich solltet ihr euch jedoch ausreichend Zeit nehmen, dass ihr beim ersten Probetragen, das richtige paar Ohrtips und Sport-Einsätze wählt. Daher auf jeden Fall alle möglichen Kombinationen ausprobieren und testen, mit welcher Kombi ihr den besten halt und Klangbild erhaltet. Ich persönlich bin bei der Wahl der richtigen Anpassstücke wie üblich vorgegangen. Zuerst habe ich die In-Ears ohne Sporteinsätze anprobiert. Dann habe ich erst mal die richtige Ohrtips gewählt, mit denen ich den sichersten, aber zugleich auch beim Kompromiss auf den Klang den besten Sitz habe. Anschließend habe ich noch die verschiedenen Sport-Einsätze aufgezogen und auch hier ausprobiert, bis ich den sichersten halt hatte und selbst beim Kopf bewegen und schütteln nichts herausfällt bzw. sich aus dem Ohr zu lösen versucht.  

Bei vielen In-Ears ohne zusätzliche Sport-Einsätze, welche sich nicht im Ohr verankern, halten diese vor allem beim Joggen und Radfahren nicht. Dies ist daher bei den Jaybird Run XT glücklicherweise nicht der Fall, denn diese halten wirklich ausgesprochen gut und ich hatte nie das Gefühl, als würde mir während meiner Runde joggen jemals einer der beiden In-Ears aus den Ohren fallen.

Der Tragekomfort ist ebenso wie der Halt sehr gut und selbst nach einer längeren Radtour von über eineinhalb Stunden verspürte ich keinen nervigen Druck oder Ähnliches im Ohr.

(Tragekomfort: 4,5 von 5 Punkten)

Klang

Jaybird hat in das Gehäuse der Run XT je Seite einen 6 mm Treiber verbaut. Dabei handelt es sich wie bisher üblich um eine Single-Treiber-Einheit, schließlich gibt es „bisher“ keinen Dual- oder Triple Driver True Wireless In-Ear. Schließlich würden mehrer Treiber mehr Strom verbrauchen, genauso, wie ein größerer Treiber. Zudem sollte man sich von der Größe der Treiber nicht irritieren lassen, denn größer bedeutet hier nicht Zwanghaft, dass diese einen besseren Klang erzeugen.

Beim Frequenzbereich welchen die Jaybird Run XT wiedergeben, gibt der Hersteller die typischen 20 Hz – 20 kHZ an. Dies ist soweit auch absolut ausreichend, schließlich ist dies genau der Bereich, den ein menschliches Gehör abdeckt. Alle anderen Frequenzen unter oder über diesem Bereich, kann man nicht wirklich hören. Bei der Impedanz verspricht man einen guten Wert von 16 Ohm und die maximale Ausgangsleistung liegt bei 12 mW RMS. Soweit zu den technischen Angaben, doch wie immer sagt dieser Werte zumeist sowieso nicht viel über den realistischen Klang aus. Den Zahlen können sich noch so gut anhören, aber eben der Kopfhörer nicht. Wichtig wäre jedoch noch zu wissen, ob man mit den Jaybird Run XT neben dem Standard Codec SBC, auch die wichtigen aptX (Android) und AAC (iOS) unterstützt. Leider unterstützt man hier nur den SBC-Codec, daher ist die drahtlose Audioübertragung einer nicht ganz so hohen Qualität wie mit aptX oder AAC.

Den Klangtest der Jaybird Run XT empfinde ich, mit den richten Ohrtips als sehr gut. Dank Equalizer-Einstellung in der Jaybird App und den zahlreichen zur Verfügung gestellten Klangprofilen kann das Klangbild natürlich sehr den eigenen Vorlieben angepasst werden. So kann man z. B. beim Training auf dem Laufband den Bass erhöhen, sodass die kräftigen Bässe und Beats einen förmlich motivieren. Von Werk aus ist die Klangabstimmung jedoch schon ganz gut. Der Bass bietet einen guten Tiefgang und überzeugt mit einer kräftigen Abstimmung, genau so, wie die eindringlichen Mitten, welche für eine gute Stimmwiedergabe sorgen. Die Höhen gefallen mir ebenfalls und überzeugen mit einer strahlenden und detailreichen Wiedergabe.

Selbst bei höherer Lautstärke neigen die 6 mm Treiber nicht dazu, zu übersteuern, und sind sehr pegelfest. Apropos laut, die Jaybird Run XT können sehr laut, sogar so laut, dass es mehr oder weniger auf dauer schädigend für die Ohr ist. Daher muss man sich hier definitiv keine Sorgen machen, ihr sucht Kopfhörer, die per EQ eingestellt werden könne und laut sind, dann sind die Jaybird Run XT soweit eine gute Wahl.

Damit man über die Kopfhörer auch telefonieren kann, hat Jaybird auch ein Mikrofon verbaut. Die Sprachverständlichkeit ist dabei soweit gut, jedoch könnte diese noch etwas lauter sein. Denn zumindest in lauteren Umgebungen war mir dies hin und wieder ein wenig zu leise. Beachten sollte man auch, das hier lediglich der rechte Ohrhörer, also quasi der Master den Ton überträgt. Der Linke bleibt beim Telefonieren leider stumm.

Bei der Latenz (Verzögerung zwischen Ton und Video-Bild) schneiden die Jaybird Run XT jedoch leider enttäuschend ab. Bei der Wiedergabe eines Youtube-Videos via iPhone X konnte ich eine Verzögerung zwischen einer bzw. sogar zwei Sekunden feststellen. Dies ist leider so sehr verzögert, dass es keinen Sinn macht, mit den Jaybird Run XT ein Film oder Video anzusehen. Daher rate ich euch, wenn ihr einen In-Ear Kopfhörer sucht, den ihr oft oder auch nur zwischendurch zum Filme und Videos anschauen nutzen möchte, unbedingt ein anderes Modell zu wählen. Mit den Jaybird Run XT hättet ihr definitiv keinen Spaß dran. Klanglich macht dies jedoch bei der Musikwiedergabe keinen klanglichen Unterschied.

(Klang: 4 von 5 Punkten)

Ausstattung

Akku & Ladecase

Der Hersteller verspricht mit den Jaybird Run XT eine Akkulaufzeit von bis zu 4 Stunden. Dies hört sich soweit gut an, jedoch gibt es hier bereits Modelle, die noch einige Stunden mehr erlauben. In meinem Alltagstest kam ich bei mittlerer Lautstärke auf etwa 3,5 Stunden.

Sind die 4 Stunden Musikwiedergabe rum, müssen die In-Ear Ohrhörer wieder in das Ladecase eingelegt werden, denn schließlich können diese nur darin aufgeladen werden. Jedoch denke ich persönlich, dass die meisten unter euch die In-Ears sowieso im Ladecase aufbewahren und somit werden diese immer automatisch voll aufgeladen, bis der Akku des Cases irgendwann leer sein sollte

Das Lade und Aufbewahrungs-Case bietet bei vollem Akku die Möglichkeit, die Jaybird Run XT Ohrhörer bis zu zwei-mal wieder aufzuladen. Somit bieten die True-Wireless Ohrhörer von Jaybird eine gesamte Akkulaufzeit von max. 12 Stunden. 

Die beiden In-Ears können wie üblich, durch das einfach einlegen in das Lasecase ausgeschaltet werden oder man drückt die beiden Hardware-Tasten an jedem Ohrhörer für knapp 3 Sekunden. Im Falle der Jaybird Run XT reicht es dabei aus, nur einen der beiden Ohrhörer auszuschalten, dabei schalten sich nämlich beide aus. Schaltet man wiederum nur den Rechten an, kann man auch nur diesen zum Musikhören nutzen, und der Linke kann ausgeschaltet bleiben. Andersrum geht dies wiederum nicht, da der Linke weder Musik empfangen kann, noch sich mit dem Smartphone koppeln kann.

Ebenso wichtig wie eine lange Akkulaufzeit, ist natürlich auch eine möglichst kurze Ladezeit der In-Ears und des Lade-Cases. Das Case wird via Micro-USB aufgeladen, diese dauert bei einer vollen Aufladung knapp 3 Stunden. Sind wiederum die Akkus der Ohrhörer leer, sollten diese für eine komplette Ladung knapp 2 Stunden im Case verbleiben. Jedoch sind die In-Ears auch mit einer Schnellladefunktion ausgestattet und so bietet eine Ladezeit von knapp 5 Minuten, eine weitere Musikwiedergabe von einer Stunde.

Bluetooth & Signalqualität

Die erste Verbindung der Kopfhörer via Bluetooth mit dem Smartphone oder jedem anderen Bluetooth fähigem Gerät, geht sehr schnell und einfach. Dies läuft soweit nicht anders ab, wie bei sämtlichen anderen Kopfhörern. Sobald man die beiden In-Ears aus dem Case genommen hat, kann man diese wie gewohnt mit dem Smartphone koppeln. Genauer gesagt, reicht es zuerst den rechten Ohrhörer aus dem Ladecase zu nehmen, Bluetooth am Smartphone zu aktivieren und in den Einstellungen nach dem Gerät mit dem Namen „Jaybird Run XT“ Ausschau zu halten. Diesen auswählen und schon kann man den zweiten Ohrhörer einschalten und dieser verbindet sich automatisch mit dem rechten In-Ear.

Kommen wir jedoch zu Reichweite der True-Wireless Ohrhörer in Verbindung zum Smartphone. Hier erreicht True-Wireless Kopfhörer den üblichen Wert von knapp 10 Metern, welchen aktuell so ziemlich alle Hersteller mit ihren True Wireless In-Ears erreichen. Daher geht dies soweit in Ordnung. Die Verbindung zwischen meinem Smartphone und den beiden In-Ears ist dabei sehr stabil und so konnte ich in meinem Testzeitraum keine Verbindungsunterbrechungen oder Aussetzer feststellen.

App

Jaybird bietet für die eigenen Kopfhörer eine App Namens „Jaybird My Sound“ an. Diese App ist kostenlos und steht sowohl für iOS Geräte, als auch Android Devices zum Download im jeweiligen AppStore bereit.

Startet man die App, landet man direkt auf der Startseite, bei der es sich um die Voreinstellung Seite handelt. Dies ist auch fast die wichtigste Seite, denn hier kann man nicht nur zahlreiche vordefinierte EQ-Einstellungen auswählen, sondern auch selbst an den Höhen, Mitten und Tiefen schrauben. Der untere Bereich mit den unterschiedlichen Seiten bleibt bei jedem Reiter gleich, zudem wird einem immer unten rechts der Akku der beiden In-Ear Ohrhörer einzeln in % angezeigt und links unten, welches Lied gerade wiedergegeben wird. Beim zweiten Untermenü handelt es sich um „Musik“ hier kann man besondere sportlich Playlist, die gerade von der Jaybird Community beliebt sind, anhören. Voraussetzung ist hierfür jedoch, dass ihr ein Konto bei Spotify habt und euch dann über die App dort anmeldet. Zudem müsst ihr euch ein Profil bei Jaybird erstellen, bei dem ihr neben eurem Namen, eure Mail noch ein selbst bestimmtes Passwort benötigt. Diese Daten könnt ihr dann im nächsten Untermenü „Profil“ einsehen und bei Bedarf ändern usw. 

Der Name des letzten Untermenüs, verrät einem schon anhand des Namens, worum es geht, um die Kopfhörer. Hier werden einem die verbundenen Ohrhörer angezeigt, in meinem Fall die Jaybird Run XT. Direkt darunter kann man sich den letzten Standort der Ohrhörer anzeigen lassen. Damit dies möglich ist, muss man jedoch zustimmen, dass die App immer auf die GPS-Daten (Ortungsdienste) zugreifen kann. Schließlich wird einem der letzte Standort angezeigt, bei dem das Smartphone und die Ohrhörer das letzte mal in Verbindung waren. Wer daher denkt, er kann dadurch die Ohrhörer, die man irgendwo im Zimmer abgelegt hat wieder finden, denn muss ich enttäuschen, hat man dies vergessen, hilft einem die App nicht bei der genauen Suche, sonder verrät lediglich, dass diese im Haus oder der Wohnung sein sollten. Direkt daneben kann man bei Bedarf die englische Ton-Ansage beim Anschalten deaktivieren, sodass nur ein Ton ertönt. Ansonsten sagt einem die Stimme auf Englisch, dass der Akku voll ist, die Ohrhörer mit dem Smartphone gekoppelt sind usw. Im dritten Punkt kann man die Belegung der Bedienelemente ändern, jedoch ist die Belegung hier leider nicht frei wählbar, sondern in zwei Voreinstellungen vorgegeben.

Zu guter Letzt sind darunter noch weitere Untermenüs, mit denen man sich sämtliche Ohrhörer aus dem Hause Jaybird anzeigen lassen kann. Zudem kann man die Bedienungsanleitung von sämtlichen In-Ears des Herstellers einsehen, neue Kopfhörer mit der App verbinden, neue Kopfhörer kaufen, oder sich an den Kundendienst wenden, falls es Probleme mit dem Gerät geben sollte.

(Ausstattung: 4 von 5 Punkten)

TEIL 3

bestehend aus „Preis/Leistung“ entspricht 10% der Gesamtwertung

Beschreibung

Mit den Jaybird Run XT verspricht Jaybird einen wahren Sport True Wireless Kopfhörer. Dabei stimme ich auch soweit zu, denn die Kopfhörer halten nicht nur hervorragend in den Ohren, sondern sind komplett nach IPX7 gegen Schweiß und Spritzwasser geschützt. Zudem kann man das Klangbild via App den eigenen Geschmack anpassen und somit nicht nur in der App, sondern auch mit anderen Musik-Apps wie Apple Music, Deezer und Spotify von der angepassten Klangabstimmung profitieren.

Eigentlich wären die Jaybird Run XT genau die richtigen Sport In-Ear Ohrhörer, da diese komplett kabellos sind und hervorragend in den Ohren halten, doch leider haben diese ein Manko, und zwar die Akkulaufzeit. Diese ist mit 4 Stunden ohne aufladen für einige Sportler sicher etwas zu kurz. Klar, wer abends eine Stunde Joggen geht oder Ähnliches dem dürfte das problemlos ausreichen, doch im Sportstudio gibt es sicherlich Leute, die dort lange Zeit sind, und anschließend weiter Musik hören möchten, daher wird es je nach eingestellter Lautstärke knapp mit der Laufzeit. Dafür wiederum kann man innerhalb von 5 Minuten die beiden Ohrhörer wieder für eine weitere Stunde mit Musik versorgen. Jedoch muss man dafür das Case unbedingt dabei haben.

Preis/Leistung

Die UVP der Jaybird Run XT liegt bei 179€. Das ist auf jeden Fall nicht gerade wenig Geld. Klar gibt es hier auch Teurere, doch eben noch einige mehr die sogar günstiger sind. 

Für den geforderten Preis erhält man klanglich, und von der Verarbeitung (IPX7) sehr gute True Wireless Ohrhörer, doch leider haben diese auch schwächen. Denn gerade die hohe Latenz, sodass der Ton bei Videos bis zu 2 Sekunden verzögert wiedergeben wird, ist für viele, die gerne Filme und Videos am Smartphone unterwegs schauen, ein absolutes K. O.-Kriterium. Wer wiederum keine Videos und Filme am Smarten anschauen möchte, der kann sich die Jaybird Run XT genauer ansehen. Denn dank Equalizer kann man sich das Klangbild weitestgehend den eigenen Vorlieben anpassen. 

Jaybird Run XT

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Link zum Hersteller: Jaybird.de

Gigaset GS280

Die einzelnen Komponenten von Smartphones sämtlicher Hersteller, werden im asiatischen Markt hergestellt und zudem findet auch hier die Endmontage der Geräte statt. Anschließend werden diese dann über den ganzen Kontinent verteilt und zu den Zuliefern und Endkunden geliefert. So ist dies bei den Komponenten auch bei Gigaset der Fall, doch mit dem GS280 hat das Unternehmen aus Bocholt bereits das zweite Smartphone auf den Markt gebracht, welches man in der Tat im eigenen Werk zusammenbaut. Somit werden die neuen Geräte mit dem früher oft bekannten Satz „Made in Germany“ geworben.

Das neue Gigaset GS280 ist als Nachfolger des eigentlichen Gigaset GS270 Plus anzusehen, da es ebenfalls eine Single-Kamera besitzt und auf den ersten Blick ähnlich ausschaut. Jedoch hat man dieses in einigen Bereichen verbessert. Vor allem der sehr große Akku mit 5.000 mAh klingt sehr vielversprechend. Doch kann das neue Gigaset GS280 mit dem größeren Akku, einem neuen Display und seinem Prozessor im Test überzeugen? Das erfahrt ihr in diesem Testbericht. 

 Gigaset GS280

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TEIL 1

Bestehend aus „Verpackung/Design/Verarbeitung“ entspricht 25% der Gesamtwertung

Verpackung

Bei den bisher von mir getesteten Gigaset-Smartphones, ähnelten die Verpackungen von der Materialwahl und Verarbeitung sehr dem Mainstream, also dem Großteil alles Smartphone-Verpackungen. Schließlich werden so gut wie alle Verpackungen der Smartphone-Hersteller, in China hergestellt und auf nahezu identischer weiße hergestellt und bedruckt.

Bei der Verpackung des GS280 ist dies jedoch anders, denn die Verpackung wird ebenso wie die Bedienungsanleitung und die Endmontage des Smartphones in Deutschland hergestellt bzw. erledigt. Somit kommt die Verpackung zwar in dem üblichen weiß/orangenen Design daher, jedoch unterscheidet sich die Verpackung von den bisherigen asiatischen Geräten. Es handelt sich um eine Weiße typisch für Versandkarton genutzte 1. wellige Kartonage, welche an den Außenseite mit einigen Infos und technischen Daten bedruckt wurde.

Die Oberseite zieren wie üblich der Name des Herstellers „Gigaset“ und die Modellbezeichnung „GS280“. Des Weiteren ist hier bei Gigaset üblich noch das Smartphone von der Vorder- und Rückseite abgebildet. Zu guter Letzt prangt im unteren linken Rand noch der Satz „ Made in Germany“, denn wie bereits erwähnt, wurde das Gerät in Bocholt zusammengeschraubt. An den Seiten der Verpackung prangt rundum lediglich das Gigaset Logo. An der oberen Stirnseite ist darüber wiederum ein Aufkleber geklebt, der wie üblich über die IMEI 1-/2-Nummer, die Seriennummer, das Smartphone-Modell und dessen Farbe informiert.

Auf der Rückseite sind wie von Gigaset üblich und schon von den anderen getesteten Geräten bekannt, die wichtigsten Informationen zum Smartphone mit Bildern und Text aufgelistet. Somit erfährt man hier anhand der kleinen Bilder, die Daten zur Display-Größe und dessen Format, Akku-Größe, Kamera-Auflösungen, und dem vorinstallierten Betriebssystem. Im Text darunter werden zudem noch zahlreiche weitere technische Merkmale aufgelistet.

Anders wie von anderen Herstellern und Gigaset gewohnt, handelt es sich hier nicht um eine zweiteilige Verpackung, welche nach oben hinweg geöffnet wird, sondern von rechts nach links aufgeklappt wird. Anschließend erblickt man nach dem Öffnen, direkt das Gigaset GS280 Smartphone in einer dünnen transparenten Schutzfolie, welches zudem mit einer Displayschutzfolie versehen wurde. Das restliche Zubehör verbirgt sich unter dem Gerät. Beim Lieferumfang gibt es einige Neuerungen, denn nun setzt auch Gigaset bei seinen Smartphones auf den aktuellen USB-Typ-C-Ladeanschluss. Daher befindet sich logischerweise auch ein USB-Typ-C-Ladekabel im Lieferumfang. Zudem legt man wie üblich in dem Mittelklasse-Preissektor von Smartphones noch ein 18 Watt Netzteil, ein SIM-Tool, In-Ear Kopfhörer mit Silikontips und 1-Tasten Fernbedienung bei, sowie  und die üblichen Papierbeilagen.

(Verpackung: 3,5 von 5 Punkten)

Design

Beim Gigaset GS280 handelt es sich um ein klassisches Smartphone, bei dem der Hersteller der bisherigen Designsprache absolut treu geblieben ist. Somit bleibt man auch hier der Materialwahl, beim Gehäuse usw. treu und folgt nicht dem aktuellen Trend, der hochglänzenden Glasrückseiten von den bekannten Hersteller wie Huawei, OnePlus, Apple und Co. Beim Gehäuse des GS280 setzt Gigaset auf eine Mischung aus Aluminium und Kunststoff. Zwar besteht die Rückseite, also das etwas größere eingelassene Element auf dem sich auch der Fingerabdrucksensor befindet aus Aluminium. Doch der Rahmen wiederum wurde aus einem Kunststoff gefertigt. 

Von den Abmessungen ist das Gigaset GS280 etwas größer als das GS270/Plus und daher 152,6 mm x 73,7 mm x 92 mm groß. Im Vergleich, beim Gigaset GS270/Plus betrugen die Maße noch 149,5 x 74 x 8,95 Millimeter (L x B x H). Jedoch war hier auch kein 5,7 Zoll Display verbaut, sondern lediglich 5,2 Zoll. Das Gewicht fällt mit knapp 175 g (selbst nachgewogen) noch gut aus, jedoch ist z. B. das Gigaset GS370 Plus bei gleicher Displaygröße und ähnlichen Abmaßen knapp 30 Gramm leichter.

Der Rand um das Display fällt für die Verhältnisse im Jahre 2019, bei dem der Trend selbst bei Mittelklasse-Smartphones immer mehr richtigen Notch und einem nahezu randlosen Display geht, relativ breit aus. An den seitlichen Rändern ist dieser knapp 2 mm dick, am oberen Rand 10 mm, sowie unten knapp 12 mm breit. Das 5,7 Zoll Display besitzt ein 18:9 Format, daher ist es in der Höhe doppelt so hoch wie in der Breite. 

Der Fingerabdrucksensor ist wie bei bisher allen Gigaset Smartphones nicht an der Vorderseite im Displayrand, sondern zentral im oberen Drittel auf der Rückseite integriert. Dieser lässt sich daher sehr gut sowohl als Rechtshänder, als auch Linkshänder mit dem Zeigefinger erreichen. Betrachten wir nun noch die restlichen Bedienelemente, Kameramodule usw. 

Bei diesen bleibt Gigaset der bisherigen Anordnung wie der Designsprache ebenfalls treu. Daher findet man wie gewohnt an der rechten Seite die beiden getrennten Lauter-/Leiser-Tasten und wenige Millimeter darunter den geriffelten Power-Knopf. Die Knöpfe sind hier allesamt gleich groß, daher hat Gigaset eben diesen Power-Knopf etwas weiter nach unten gesetzt und zur haptischen Unterscheidung geriffelt ausgeführt. An der linken Seite des Geräts findet man wie gewohnt im oberen Drittel den SIM- und microSD-Karten-Slot. Dabei handelt es sich um den von Gigaset bisher oft genutzten 3-Fach Einschub, welcher nicht nur Platz für zwei SIM-Karten bietet, sondern zudem noch für eine MicroSD-Speicherkarte (max. 256 GB).

An der Rückseite ist in der oberen linken Ecke ein Single-Kameramodul verbaut. Dabei handelt es sich um eine mit 16 Megapixeln auflösende Kamera, welche von einem zweifarbigen LED-Blitz bei dunklen Aufnahmen unterstützt wird (kaltes und warmes Licht). Dieser Blitz soll für eine natürlichere Farbwiedergabe bei Bildern mit Blitzlicht sorgen, da es früher bei Smartphones mit lediglich einem weißen LED-Blitz oftmals zu unnatürlichen Hauttönen gekommen ist. Dieser zweifarbige Blitz gehört mittlerweile jedoch schon zum Standard bei fast allen Herstellern und ist somit keine große Besonderheit mehr.

Direkt über dem Display, befindet sich im Rand mittig, die Hörmuschel. Diese wird lediglich zum Telefonieren genutzt und fungiert daher nicht als zusätzlicher Stereo-Lautsprecher. Rechts neben der Hörmuschel befindet sich der Annäherungssensor, dieser dient dazu, dass Display auszuschalten, sobald man das Smartphones an Ohr hält. Zudem ist hier auch der Lichtsensor untergebracht, welcher wie üblich die Helligkeit des Displays, automatisch der aktuellen Lichtsituation anpasst. Links neben der Hörmuschel wiederum ist wie gewohnt die Front-Kamera verstaut, welche in diesem Fall mit 13 Megapixeln auflöst. Auf die genaueren Werte, sowie Qualität der Kamerabilder, gehe ich wie gewohnt unter dem Punkt „Kamera“ genauer ein.

Zum Ersten mal verwendet Gigaset die aktuelle USB- Schnittstelle USB-Typ-C, zum Aufladen des Smartphones. Dies ist sehr gut, denn im Jahre 2019 sollten eigentlich alle Hersteller auf diesen Anschluss setzen, damit man endlich einen einheitlichen Standard bei den neuen Geräten erreicht, der zudem einfacher in der Handhabung (beidseitiges einstecken) und schneller in der Übertragung ist. Links und rechts neben dem USB-Typ-C Lade-Anschluss befindet sich jeweils ein Lautsprechergitter. Unter dem sich links das Mikrofon für Telefongespräche und rechts der normale Mono-Lautsprecher versteckt. Wie bereits erwähnt und in dieser Preisklasse nicht anders zu erwarten, gibt es kein Stereo-Lautsprecher an Bord des Gigaset GS280. Dennoch ist der Mono-Lautsprecher als klanglich klar einzustufen und von der Lautstärke, ist dieser ebenfalls laut genug, um damit z. B. während dem duschen Musik zu hören. Im Tiefgang, also dem Bassbereich, fehlt es dem GS280 jedoch etwas zu sehr, sodass der Lautsprecher zwar zur Wiedergabe von Klingeltönen, Youtube-Videos reicht, aber für Filme definitiv weniger. Die Hörmuschel im oberen Bereich ist klanglich wiederum sehr gut, hier gefällt mir sehr, die maximal Lautstärke und die klare Sprachverständlichkeit.

Der USB-Typ-C-Ladeanschluss an der Unterseite unterstützt USB-on-the-go (OTG). Dies bedeutet soviel, dass man mit dem passenden Kabel ein angeschlossenes Gerät mit Strom versorgen kann. Dabei dient das Gigaset GS280 wie bereits dessen Vorgänger, als Power-Bank. Zu guter Letzt gibt es an der Oberseite des Smartphones noch eine 3,5 mm Klinke-Buchse, um die mitgelieferten oder andere Kopfhörer anzuschließen. 

(Design: 3,5 von 5 Punkten)

Verarbeitung

Mit der Verarbeitung des „Made in Germany“ Gigaset GS280 bin ich persönlich soweit sehr zufrieden. Die Rückseite aus Aluminium und der Kunststoffrahmen harmonieren sehr gut miteinander. Sodass man hier kaum einen Unterschied feststellen kann. Auf dem ersten Blick sieht beides hier nach Aluminium aus, erst mit dem Abfahren mit dem Fingernagel stellt man einen Unterschied fest. Bei meinen Aufnahmen via. Kamera fällt der Unterschied jedoch überraschenderweise deutlich mehr auf, wie es in Wirklichkeit ist. Dies muss vermutlich an der Nahaufnahme und dem Lichteinfall liegen.

Die Kamera auf der Rückseite ist jedoch wie bereits bei den Vorgängergeräten soweit oben platziert worden, sodass das Modul durch die abgerundete Kante rundherum, im oberen Bereich etwas mehr hervorsteht. Im restlichen Bereich steht die Kameralinse bzw. das Glas und der Chrom-Schutzring darum knapp 0,5 mm hervor. Wer von euch sein Smartphone jedoch so wie ich vorhat, sowieso immer in einer Schutzhülle zu verwenden, muss sich über diese Eigenschaft keine Gedanken machen. Zumal bei vielen anderen Herstellern die Kamera sogar bis zu 2 mm hervorsteht.

(Verarbeitung: 4 von 5 Punkten)

TEIL 2

bestehend aus „Funktion des Produktes“ entspricht 65% der Gesamtwertung

Display5,7 Zoll (18:9 Format) 2160 x 1080 Pixel (Full HD plus), Pixeldichte beträgt 423 ppi
CPUQualcomm Octa-Core, Snapdragon430, 64bit, 8x 1.40 GHz Cortex-A53 / GPU: Adreno 505
RAM3 GB
Speicher
32 GB (mit microSD bis zu 256 Gigabyte erweiterbar)
BetriebssystemAndroid 8.1 „Oreo“
KameraHaupt-Kamera: 16MP f/2.0 Blende; Dual-Tone-LED-Blitz
Front-Kamera: 13 Megapixel
AnschlüsseUSB-Typ-C-Ladenaschluss, 3.5mm-Klinke
Akku5.000 mAh nicht austauschbar
KonnektivitätWi-Fi 802.11 a/b/g/n/ac 2,4 &5 GHz. Mobilfunknetz bis 4G, Wi-Fi Direct, Bluetooth 4.2 und GPS, A-GPS, GLONASS, Beido
Abmessungen (LxBxH)152,6 mm x 73,7 mm x 9,2 mm
Gewicht174 Gramm
LieferumfangGigaset GS280
18 Watt-Netzteil
USB-Typ-C-Ladekabel
SIM-Karten Tool
In-Ear Kopfhörer
Bedienungsanleitung

Performance

Gigaset setzt beim GS280 auf den Mittelklasse CPU Snapdragon 430 aus dem Hause Qualcomm. Dieser Prozessor wurde bereits im Februar 2016 vorgestellt und ist daher nicht mehr gerade der jüngste. Dieser kommt mit insgesamt acht A53-Kernen daher, welche jeweils mit maximal 1,4 GHz getaktet werden. Zwar handelt es sich um einen 64-Bit CPU, jedoch wurde dieser im 28 nm Verfahren hergestellt. Unterstützt wird der Prozessor von einem 3 GByte großen RAM und einem GPU (Grafikchip) Adreno 505. Beim Speicher stehen für den geforderten Preis akzeptable 32 GByte zur Verfügung. Wer mehr benötigt, kann in den SIM-Karten-Slot eine micro-SD-Speicherkarte mit einer Größe von max. 256 GByte einsetzen.

Beim internen 32 GByte Speicher handelt es sich um einen älteren. Daher erreicht dieser bei der Lese und Schreibgeschwindigkeit keine überraschend hohe Werte, doch dies kann man sich angesichts des Preises denken. Zudem reicht die Geschwindigkeit für die Zielgruppe der Gigaset-Geräte, welche keine allzu großen Werte auf ein rasant schnelles Smartphone legt problemlos aus. Laut AndroBench erreicht der interne Speicher beim Schreiben fast 106 MB/s und beim Lesen 290 MB/s.

Für die Alltäglichen aufgaben wie z. B. Mails verfassen, WhatsApp Nachrichten schreiben und im Internet surfen, ist die Leistung des Mittelklasse-Prozessors absolut ausreichend. Bei aufwendigen 3D-Games kommt das Gigaset GS280 jedoch logischerweise an seine Rechenleistung, denn dafür ist der verbaute CPU, RAM und GPU einfach zu schwach bestückt. Hier muss man dann eben mit einem weniger flüssigen Spiel leben und die grafischen Details sind natürlich ebenfalls heruntergesetzt. Normale nicht allzu anspruchsvolle Games laufen jedoch ohne Probleme.

So viel zu den technischen Daten und meiner Einschätzung der Rechenleistung in meinem Alltagstest. Doch einige legen hier natürlich Wert auf die Zahlen einiger Benchmark Test  und daher schauen wir uns diese wie gewohnt ebenfalls an. 

Bei Antutu konnte das Gigaset GS280 einen Wert von 59.997 erreichen und bei Geekbench 4 kam es im Singel-Core Test auf 683 Punkte und beim Multi-Core-Test auf 2620 Punkte. Somit ist es technisch gesehen etwas besser als das Gigaset GS370 Plus. Bei meinem Testgerät mit 32 GByte Speicher waren übrigens von Werk aus knapp 26 GByte frei zur Verfügung.

(Performance: 3 von 5 Punkten)

Display

Beim Display setzt Gigaset wie bereits eingangs erwähnt auf ein 5,7 Zoll große IPS-Display, mit einer Auflösung von 2.160 x 1.080 Pixeln und einer Pixeldichte von 423 ppi. Dies entspricht einer Auflösung von, Full-HD+ und ist daher deutlich schärfer als bei den bisherigen von mir getesteten Smartphones aus dem Hause Gigaset. Der Formfaktor liegt weiterhin bei einem Wert von 18:9 und der Screen-to-Body-Ratio wert liegt bei 74,8 %. Dieser Wert gibt an, wie viel der Vorderseite mit einem Display abgedeckt ist.

Die maximale Helligkeit des Displays wurde zwar von 400 cd/m2 (Gigaset GS370 Plus) auf 450 cd/m2 verbessert. Doch dies ist immer noch kein allzu hoher Wert im Vergleich zu einigen anderen Mittelklasse-Smartphones. Im Alltag reicht die Helligkeit zwar im Indoor-Einsatz und im Schatten aus, geht man jedoch ins direkte Licht, wird einem einfach bewusst, wie gering die Helligkeit dennoch ist. Hier wird es sehr schnell etwas schwieriger, alles vernünftig auf dem Display zu erkennen, da zudem das Display im Freien etwas zu sehr spiegelt.

Die dargestellten Farben des IPS-Panel kann ich als sehr ordentlich bezeichnen und die Farben sind ausreichend kräftig dargestellt. Der Kontrast ist ebenfalls ok, kann jedoch logischerweise nicht mit einem OLED-Display mithalten. Die Blickwinkelstabilität ist wiederum ebenfalls gut, neigt man das Gerät jedoch zu sehr, dann sind minimale Farbveränderungen feststellbar. Diese zeigen sich je nach Betrachtungswinkel durch einen leichten blau-/ und Gelb-Stich.

(Display: 3,5 von 5 Punkten)

Akku

Im Gigaset Gs280 hat man nun wieder den großen 5.000 mAh Akku verbaut. Zwischenzeitlich hat Gigaset in den Geräten nämlich auch kleinere Akkus mit 3.000 mAh Akku verbaut. Mit 5.000 mAh gehört das GS280 zu den sehr gut ausgestatteten Geräten, schließlich haben die meisten Geräte eine Akkukapazität zischen 3.000 – 4.200 mAh. Alles was darüber liegt, kommt eher selten vor.

Das Besondere beim Gigaset GS280 ist jedoch, dass man diesem die hohe Akkuleistung weder beim Ansehen, noch beim in der Hand halten, anmerkt. Daher ist es zwar dick, aber nicht auffällig dick, sodass es sofort logisch wäre, dass hier ein 5.000 mAh Akku verbaut wäre. Des Weiteren ist es vom Gewicht nicht sonderlich schwerer als andere Geräte.

Doch wie lange hält der Akku im Alltag zeitlich gesehen durch, dies habe ich natürlich ebenfalls getestet. Im kam mit einer vollen Aufladung gut drei Tage aus, ehe ich das Gerät wieder via USB-Typ-C Ladekabel und dem 18 Watt Netzteil aufladen musste. Dank Schnellladefunktion, ist das Gerät trotz des riesigen Akkus in knapp zweieinhalb Stunden wieder auf 100 % aufgeladen.

(Akku: 5 von 5 Punkten)

Kamera

Beim Gigaset GS280 wurde lediglich eine Hauptkamera mit 16 Megapixeln und einer Blende von f/2.0 verbaut. Wäre hier eine Dual-Kamera erwartet, muss ich leider enttäuschen, denn diese gibt es hier leider nicht. Die Auflösung der Kamera mit 16 Megapixeln ist überraschend hoch, den bei sonstigen Geräten in dieser Preisklasse setzen die Hersteller sonst oftmals auf 12 oder 13 Megapixeln. Die Blende von f/2.0 wiederum, ist für die heutige Zeit, in der es bereits Kameras mit f/1.6 usw. gibt, eher als schwächer einzustufen.

Neben der Hauptkamera befindet sich noch ein DualTone-LED-Blitz, welcher je nach Helligkeit automatisch zugeschaltet wird, oder auch einfach manuell zugeschaltet werden kann. Als Fokus ist ein Phase-Detection-Autofokus (PDAF) integriert, welcher durch Phasenvergleich die richtige Objektivposition errechnet. Leider ist bei der Hauptkamera erneut kein optischer Bildstabilisator verbaut. Hier ist nämlich lediglich ein elektronischer Bildstabilisator (EIS) integriert.

Schon alleine die Blende der Kamera sagt für mich persönlich aus, dass es sich hierbei wohl eher um eine Kameralinse handelt, welche ihre „stärken“ beim schönen (sonnigen) und hellen Tagen zeigt. Doch natürlich zeigt sich die Qualität der Bilder erst bei einigen Testaufnahmen bei verschiedenen Helligkeiten und Motiven. Wie üblich habe ich die Bilder im Standard-Modus geknipst, da die meisten dies im Regelfall ebenfalls so machen werden. 

Die Bilder können mich bei gutem Licht mit sehr guten Farben und einer zufriedenstellenden Bildschärfe, sowie Dynamik überzeugen. Jedoch variiert diese Qualität etwas, sodass ich nach einigen geknipsten Bildern festgestellt habe, dass wenn die Software der Kamera, HDR zuschaltet, die Bilder am besten sind. Da ich jedoch den Automatik-Modus, so wie dieser von Werk aus eingestellt ist, genutzt habe, hat diesen die Kamera bzw. die Software automatisch aktiviert oder eben nicht. 

Bei Tageslicht sind die Bilder somit mit aktiviertem HDR besser als ohne HDR, da dadurch die sonst etwas schlechtere Dynamik der Fotos deutlich aufgewertet wird. Ein sonst gelegentlich vorkommender Effekt, wie man diesen z. B. von den ersten Smartphones mit HDR kennt, bei denen das Bild sehr überarbeitet wirkt, entsteht dabei jedoch glücklicherweise nicht.

Das aktiveren des HDR-Modus bringt jedoch einen minimalen Nachteil mit sich, mit dem ich persönlich jedoch aufgrund der deutlich besseren Bilder leben kann. Man muss das Smartphone nämlich etwas länger, als ohne ruhig halten, da ansonsten die Bilder durch den fehlenden optischen Bildstabilisator verwackelt aufgenommen werden. Bei schlechtem Licht schneidet das Gigaset GS280 zwar ganz gut ab, aber zu den stärken gehört der Lowlight-Bereich definitiv nicht.

Die Frontkamera löst mit maximal 13 MP auf. Damit gelingen im Großen und Ganzen bei gutem Licht brauchbare Aufnehmen. Jedoch hat die Frontkamera etwas zu sehr Probleme, die verschiedenen Helligkeitsstufen zu erkennen, sodass es bei den Fotos dazu kommt, dass vor allem der dunkle Bereich sehr gleich aussieht. Was zur Folge hat, dass man hier keine wirklichen Kanten und Details mehr wahrnehmen kann.

Videos können mit dem Gigaset GS280 mit maximal 1.080p und 30 fps aufgenommen werden. 4K-Videos werden daher ebenso wenig unterstützt wie Slow-Motion aufnahmen.

(Kamera: 3 von 5 Punkten)

Software

Das GS280 liefert Gigaset mit Android Oreo in der Version 8.1 zum Kunden. Der auf meinem Testgerät installierte Sicherheitspatch stammt vom Februar 2019 und ist daher auch nicht mehr wirklich der aktuellste. 

Wie bereits bei den bisher von mir getestet Gigaset Smartphones, halten sich die bereits vorinstallierten Apps in Grenzen. Standardmäßig sind hier Apps wie z. B. eine Hilfe-, und eine Gigaset-entdecken-App (Werbe-App) vorinstalliert. Diese können bei Bedarf aber ganz einfach deinstalliert werden.

Wer unter euch vorhat, mit dem Gigaset GS280 Filme unterwegs via Netflix oder Amazon Prime zu streamen, muss ich jedoch vorwarnen. Trotz Full-HD+ Auflösung, wird nämlich keine Wiedergabe von Full-HD Inhalten unterstützt. Hier muss man sich aufgrund der fehlenden DRM Widevine L1 Zertifizierung mit einer niedrigeren Auflösung zurecht geben, den mit der L3 Zertifizierung ist dies leider nicht möglich.

Das System startet aufgrund der etwas schwächeren Ausstattung nicht gerade schnell, hält sich jedoch im Vergleich zu iOS-Devices und manch anderen Android-Smartphones auf einem ähnlichen Niveau.

(Software: 4 von 5 Punkten)

TEIL 3

bestehend aus „Preis/Leistung“ entspricht 10% der Gesamtwertung

Beschreibung

Das Gigaset GS280 ist definitiv kein Smartphone für High-End-Nutzer. Doch dies hat das Unternehmen auch gar nicht behauptet, denn selbst spricht Gigaset hier von: Ausgezeichneter Funktionalität und Qualität für preisbewusste Kunden. 

Die Zielgruppe von Gigaset liegt somit bewusst bei den normalen Nutzern, oder auch solchen, wo älter bzw. im höheren Alter auf der Suche nach dem ersten Smartphone sind.

Für genau diejenigen, welche auf der Suche nach einem schlichte, aber robusten Smartphone sind. Welches einen Akku bietet, den man nicht jeden Abend, sondern problemlos auch mal erst nach drei Tagen wieder aufladen muss. Aber ebenso eventuell noch Wert auf ein „Made in Germany“ Produkt legt, für den ist das Gigaset GS280 genau die richtige Wahl.

Die Auflösung ist für den Mittelklasse-Bereich absolut ausreichend und die Ausstattung kommt problemlos mit WhatsApp, Facebook und Co. klar.

Preis/Leistung

Das Gigaset GS280 ist direkt bei Gigaset ab 249,00 EUR erhältlich. Ein besser ausgestattetes Plus-Model gibt es dieses Mal nicht. Ebenso gibt es das Gerät aktuell nur in der Farbe Coffee Brown, weitere Farbvarianten sind momentan nicht geplant.

Das Gigaset GS280 ist meiner Meinung nach nicht nur vom Akku ein sehr gutes Gerät, sondern auch die Verarbeitung, dass man bei diesem Gerät auf USB-TYP-C gesetzt hat gefällt mir ausgesprochen gut. Daher ist das Gerät trotz der etwas älteren Ausstattung, gerade für Smartphone-Einsteiger empfehlenswert. Schließlich möchte gerade die älteren typischen deutschen und österreichischen Bürger, welche sich dazu entscheiden, in die Welt der Smartphones einzusteigen, nicht unbedingt zu einem Gerät aus China und Co. greifen. Sondern setzten hier sicherlich viel lieber auf ein „Made in Germany“ Gerät. Wer ein Smartphone lediglich zum surfen, telefonieren, Nachrichten schreiben und gelegentliche Schnappschüsse nutzen möchte, für denjenigen reicht das neue Gigaset GS280 definitiv aus.

Gigaset GS280

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unter Berücksichtigung aller Teilwertungen

 Wir bedanken uns beim Hersteller für die Bereitstellung des Produktes. Zu unseren Grundsätzen

Link zum Hersteller: Gigaset.de

Teufel Ultima 40 Aktiv

Bereits zur IFA 2018 durften wir bei einer Demo-Vorführung des Teufel Ultima 40 Aktiv Probehören. Bereits die Vorgängerversion war sehr beliebt und verkaufte sich dementsprechend gut. Nun hat man die nächste Generation der beliebten Standlautsprecher mit integriertem Verstärker vorgestellt, welche nicht nur optisch, sondern auch technisch überarbeitet wurde.

So bietet das System nun ein noch schöneres Design und technisch etwas mehr Leistung. Zudem können die neuen Effekt-Lautsprecher, welche ich in einem weiteren Testbericht genauer vorstelle werde, kabellos mit den Standlautsprechern verbunden werden. In diesem Testbericht möchte ich euch jedoch vorerst nur das Teufel Ultima 40 Aktiv Set vorstellen. Ich habe mir das Set ganz genau angeschaut und nun einige Zeit in Gebrauch. Ob das Set überzeugen konnte, erfahrt ihr wie gewohnt im folgenden Testbericht.

TEUFEL ULTIMA 40 AKTIV STANDLAUTSPRECHER

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TEIL 1

Bestehend aus „Verpackung/Design/Verarbeitung“ entspricht 25% der Gesamtwertung

Verpackung

Wie eigentlich alle Pakete kommen auch die beiden neuen Teufel Ultima 40 Aktiv Standlautsprecher in einem sehr einfachen und schlichten, einfarbigen Karton daher. Diese Verpackung ist gleichzeitig auch der Versandkarton, denn im Inneren ist alles sicher vor Transportbeschädigungen geschützt. Da unter anderem ein Standlautsprecher allein schon ein ordentliches Gewicht auf die Waage bringt und es sicherer für den Versand ist, kommen beide Lautsprecher jeweils einzeln in einem Karton verpackt bei einem an. Daher kann es natürlich auch vorkommen, dass an einem Tag der eine und am nächsten erst der zweite angeliefert wird. Doch dies ist nicht weiter schlimm und zudem weißt Teufel darauf vorab hin, hat jedoch keinen Einfluss darauf, wie der Versand-Dienstleister das Ganze handhabt.

Rundum der Verpackung prangen die üblichen Aufdrucke. Auf der Oberseite prangt z. B. der Teufel Schriftzug und an den Seiten rundum einige Infos zum Produkt. Somit erfährt man hier den Namen des Produktes, die Einheit (1) und die Abmessungen, sowie das Gewicht.

Öffnet man die Verpackung an der langen Oberseite, dann kommen direkt die üblichen Beschreibungen (Bedienungsanleitungen) und jeweils einer der beiden Standlautsprecher sicher verpackt in Styropor-Einsätzen und Folie zum Vorschein. Beim Aktiv Lautsprecher befindet sich zudem noch ein großer Beutel mit weiterem Zubehör, welcher zum Anschließen und verbinden, mit dem Standlautsprecher ohne Verstärker benötigt wird. Des Weiteren befindet sich in diesem Karton noch ein Stromkabel, ein 5 Meter lagen rotes Lautsprecherkabel sowie eine Fernbedienung und die dafür benötigten zwei AAA-Batterien.

(Verpackung: 3,5 von 5 Punkten)

Design

Nach dem auspacken hat man wie bereits unter dem Punkt „Verpackung“ angedeutet zwei verschiedene Standlautsprecher vor sich stehen. In dem Ultima 40 Aktiv-Set liefert Teufel nämlich einen aktiven und einen passiven Ultima 40 Lautsprecher aus. In dem Aktiven (Master-Box) befindet sich nämlich die komplette Elektronik, was das Netzteil, Verstärker usw. angeht. Zudem ist an diesem Lautsprecher an der Vorderseite ein Dot-Matrix-Display und auf der Oberseite, ein Touch-Bedienfeld, um die Eingangswahl, Play/Pause und Lautstärke zu regeln. Im passiven Lautsprecher befindet sich äußerlich nämlich bis auf die Lautsprecher und die Schraubenklemmen an der Rückseite nicht viel mehr.

Beide Teufel Ultima 40 Standlautsprecher sind 106,5 cm hoch, 21,5 cm breit und 32 cm tief. Inklusive der etwas breiteren Bodenplatte, welche für einen sicheren Stand sorgt, nehmen die Standlautsprecher eine Bodenfläche von 24,7 cm in der Breite in der Tiefe 35,2 cm ein. Das Gewicht beträgt beim passiven Gerät 20 Kg und beim Aktiven aufgrund der zusätzlichen Elektronik knapp 21,2 Kg.

Der Korpus (Gehäuse) der beiden Standlautsprecher wurde wie bei von vielen anderen Herstellern von Standlautsprechern in dieser Preisklasse aus zusammengeschraubten und geklebten MDF (mitteldichte Holzfaserplatte) hergestellt. Dies wurden anschließend nach dem Zusammensetzen mit einer matten schwarzen Folie versehen, welche eine leichte Struktur besitzt.

Die neue Ultima 40 Aktiv Serie ist wahlweise mit einem weißen und einem schwarzen Gehäuse verfügbar. Die sogenannte Schallwand, an dem die Lautsprecher eingelassen sind, ist bei beiden Modellen mattschwarz und knapp 5 mm dick. Diese ist nun nicht mehr in Hochglanz, sondern mit einer mattierten Oberfläche versehen und wirkt meiner Meinung nach deutlich hochwertiger und stimmiger. Zum Korpus verlaufend ist die Schallwand etwas abgeschrägt und die beiden weißen Streifen zwischen dem Hoch- und Mitteltöner setzen nicht nur einen optischen Akzent, sondern weißen auch auf die Serie Ultima hin. Zu den genau verwendeten Lautsprecher und den Bedien- und Anzeige-Elemente gehe ich unter den Punkten „Klang und Bedienung“ näher ein. 

Wahlweise kann man die Ultima 40 Aktiv-Serie mit Schutzgitter-Abdeckung verwenden, damit sind die Chassis (Lautsprecher) vor Beschädigungen besser geschützt, oder man nutzt sie wie ich ohne, damit man die neue schöne Optik der Teufel Ultima 40 jeden Tag aufs neue betrachten kann. Die Abdeckungen werden Mithilfe von 6 Steckpunkten ganz einfach befestigt und können daher auch sehr schnell und vor allem einfach wieder entfernt werden – einige Hersteller setzten hier zum Teil jedoch auch auf eine Magnetische Verbindung.

Beim Vorgängermodell der Ultima 40 Aktiv Standlautsprecher, erfolgt die Klangeinstellung noch über die Rückseite. Dies hat Teufel nun sehr sinnvoll geändert, denn nun übernimmt die neue Fernbedienung im Zusammenspiel mit dem Dot-Matrix-Display diese Funktion. Durch die integrierte Menüstrukturierung kann man ganz einfach die einzelnen Klangparameter usw. direkt im sitzen von der Couch aus einstellen. Dies ist natürlich auch deutlich sinnvoller, schließlich sitzt man hier auch beim Fernseher sehen und Musik hören und kann somit direkt die Parameter-Einstellung vom richtigen Punkt aus hören und verändern.

An der Rückseite der beiden Standlautsprecher befinden sich zwei große Bassreflexrohre. Beim Passiven befinden sich direkt darunter vier Klemmschraubverbindungen, über die man unter anderem den passiven mit dem aktiven Lautsprecher verbindet. Beim Aktiven Lautsprecher befindet sich an der Rückseite eine größere Platine, hinter der sich einiges an Elektronik versteckt. Für den Endverbraucher selbst sind jedoch lediglich sämtliche Anschlüsse ersichtlich. Somit findet man direkt im unteren Bereich den Power On/Off-Schalter und direkt darüber die beiden Klemmverbindungen, mit denen man via. mitgelieferten 5 Meter Lautsprecherkabel die beiden Lautsprecher verbindet. Im oberen Drittel sind schließlich die verschiedenen Eingangsquellen angeordnet. 

Ganz rechts ist der Anschluss für einen Zusätzlichen aktiv Subwoofer vorhanden. Sollte einem der Bass nicht ausreichen, kann man hier zudem noch einen via Kabel anschließen. Direkt daneben ist der mit L und R (links und rechts) beschriftete AUX IN-Anschluss für das Anschließen analoger Audiogeräte vorhanden und direkt daneben lässt sich via Drehregler der Pegel für das automatisch Einschalten für den AUX In- Anschluss einstellen. Zudem befindet sich daneben noch der optisch-digitale Audioeingang und der wohl am meisten am Fernseher genutzt HDMI-Eingang für das Anschließen an einem Fernseher mit HDMI ARC-Anschluss ( HDMI-Audio Return Channel). Zu guter Letzt ist daneben noch ein Micro-USB-Anschluss für eventuelle Software Updates und für den PC Soundkarten-Betrieb vorhanden. 

(Design: 4,5 von 5 Punkten)

Verarbeitung

Die Verarbeitung der neuen Teufel Ultima 40 Aktiv Standlautsprecher gefällt mir soweit sehr gut. Die beiden Lautsprecher wirken ihrem Preis entsprechend gut verarbeitet und auch das Anschluss-Panel und Bedienelement an der Oberseite ist bündig in das MDF-Gehäuse eingelassen. Dass man in dieser Preisklasse kein mit Echtholz fundiertes Gehäuse, sondern ein MDF-Gehäuse mit einer Folie beklebt erhält, kann man sich bereits beim Preis denken. 

Die Sensortasten auf der Oberseite reagieren sehr präzise und auch das neue Dot-Matrix-LED Display an der Front ist hell genug, sodass es sogar mit angebrachter Soffabdeckung abgelesen werden kann. Die etwas abgeschrägten Bodenplatten sehen optisch schicker aus, als die alte flache und kantige Ausführung und sorgen zudem für einen sehr stabilen und rutschfesten Stand.

(Verarbeitung: 4 von 5 Punkten)

TEIL 2

bestehend aus „Funktion des Produktes“ entspricht 65% der Gesamtwertung

Lautsprecher Anzahlje Standlautsprecher: 2x 165mm Tieftöner (Fiberglas + Zellulose, beschichtet 1x 165mm Mitteltöner (Kevlar/Fiberglas + Chromfarbener Phase-Plug, 1x 25mm Gewebe Hochtöner (Waveguide + Phase-Plug. Rückseitig zwei Bassreflexrohre mit Thrompenteneinsatz
Gesamtausgangsleistung2x 130 Watt
GehäusematerialMDF (mitteldichte Holzfaserplatte)
AnschlussmöglichkeitenHDMI mit ARC-Unterstützung, Micro-USB-B-Anschluss für 2.0 USB-Soundkartenbetrieb, Toslink Digital-Eingänge optisch, Cinch-Eingang Stereo, Subwoofer-Ausgang und Bluetooth 4.2 mit aptX-Codec
StromversorgungNetzbetrieb, passiver Lautsprecher wird via Lautsprecherkabel mit Spannung versorgt.
Maße/Gewicht21,5 x 106,5 x 32 cm (BxHxT), Abmessungen Bodenplatte: Tiefe: 35 cm/Breite: 25 cm. Gewicht aktiver Lautsprecher: 21,2 KG; passiver 20 KG
Frequenzbereich39-20000 Hz (Aktiv); 45 – 20.000 Hz (Passiv)
Frequenzbereich20 Hz bis 20.000 Hz (Ohrhörer)
LieferumfangStand-Lautsprecher UL 40 Mk3 18 (Stk.)
rote Gummifüße (4 Stk.) für UL 20/40 Mk3 18
Stand-Lautsprecher UL 40 Active Mk2 18 (Stk.)
Stromkabel
2x AAA-Batterie
5,0m Lautsprecherkabel
rote Gummifüße (4 Stk.) für UL 20/40 Mk3 18
Ultima 40 Aktiv Fernbedienung

Einrichtung und Inbetriebnahme

Die Einrichtung und Inbetriebnahme gestaltet sich bei den Teufel Ultima 40 Aktiv Lautsprechern nicht sonderlich schwer. Falls man jedoch Probleme haben sollte, liegt eine Anleitung bei, die einem alles sehr gut erklärt.

Ich habe zu Beginn wie üblich erst mal die beiden Lautsprecher ausgepackt und an den gewünschten Ort, neben meinem TV-Lowboard aufgestellt. Dabei ist es zunächst egal, ob der aktive Lautsprecher rechts oder links steht, denn dies kann man später in dem Einstellungsmenü problemlos einstellen. Die beiden Standlautsprecher habe ich ca. 30 cm von der Wand entfernt aufgestellt (gemessen von Rückwand der Lautsprecher zur Zimmerwand). Zudem habe ich diese leicht eingewinkelt zum Platz an dem wir später auf der Couch sitzen eingedreht und mit dem im Lieferumfang beiliegenden roten Lautsprecherkabel (5 Meter Lang) verbunden. 

Anschließend habe ich mit der beiliegenden Fernbedienung aus Aluminium, welche beim Komfort ein absoluter Zugewinn ist, das Lautsprechersystem auf meinen Hörplatz (Couch), für mich klanglich perfekt eingestellt. Dazu stehen einige Klanganpassungen wie z. B. der Bass- und die Höhenregelung zur Verfügung und die Entfernung zu dem jeweiligen Standlautsprecher kann ebenfalls in Metern angegeben werden. 

Um die Klangeinstellung vornehmen zu können, muss man die Lautsprecher zuvor jedoch noch mit einer Audio-Quelle verbinden. In meinem Fall habe ich die beiden Lautsprecher via HDMI-Kabel mit dem HDMI-ARC-Anschluss an meinem LG OLED TV angeschlossen. Bei diesem Anschluss ist der Vorteil, dass dieser direkt mit dem Fernseher kommunizieren kann. Somit schalten sich die Standlautsprecher automatisch mit dem Fernseher an und auch die Lautstärke kann bequem mit der Fernbedienung des Fernsehers geregelt werden.

Neben dem HDMI-Anschluss steht wie bereits eingangs erwähnt auch ein optischer Digital-Eingang (Toslink) und ein analoger Stereo-Chinch-Eingang zur Verfügung. Des Weiteren kann auch ein separater Subwoofer via SUB-Out-Anschluss angeklemmt werden. Für alle die gerne mal Musik direkt vom Smartphone oder Tablet aus über die Ultima 40 Aktiv Standlautsprecher wiedergeben möchte, ist auch Bluetooth in der Version 4.2 mit aptX-Codec Unterstützung mit an Bord. Zu guter Letzt ist auch noch eine kabellose Schnittstelle für die neuen Teufel Effekt Lautsprecher verbaut. Diese können entweder separat, oder gleich im Ultima 40 Aktiv Surround 4.0-Set erworben werden. Dabei handelt es sich um zwei kabellos angesteuert Rear-Lautsprecher, welche das System zu einem 4.0-System erweitern. Diese Zusätzlichen Rear-Speaker stelle ich euch in einem anderen Testbericht ausführlich vor.

(Einrichtung und Installation: 4,5 von 5 Punkten)

Bedienung

Die Bedienung erfolgt entweder direkt über das Touch-Bedienfeld an der Oberseite des Aktiv-Lautsprechers, oder via Fernbedienung. An der Touch-Oberfläche kann man unter anderem die Eingangsquelle und die Lautstärke änder. So befindet sich ganz links die Power Ein- und Stand-by Taste und direkt daneben die Auswahl der Bluetooth, AUX IN, OPTICAL IN und TV (HDMI-ARC Quelle-Auswahltasten. Zudem ist daneben die Lautstärke reduzieren, Start/Pause (für Bluetooth) bzw. Mute-Taste für alle anderen Quellen und die Lautstärke erhöhen Sensor-Taste. So viel zu den Tasten, die man direkt beim Vorbeilaufen oder hinlaufen, an die Ultima 40 Aktiv Lautsprecher zur Auswahl hat. Alles andere und deutlich ausführlicher (Klanganpassung usw.) wird, bzw. kann über die neuen Aluminium Fernbedienung geregelt werden.

Ganz oben links befindet sich der Power Ein-/Standby-Knopf. Damit lässt sich das System per Fernbedienung Ein-/Ausschalten. Hat man das Teufel Ultima 40 Aktiv Set jedoch wie ich, via HDMI-ARC-Anschluss mit dem Fernseher verbunden, schaltet sich das System automatisch mit dem Fernseher aus. Direkt daneben befindet sich die Taste, auf dem ein Mond, zusammen mit einer Wolke abgebildet ist. Dabei handelt es sich um die Nachtmodus-Taste. Betätigt man diese, wird die Lautstärke abgesenkt und die Mitten werden etwas angehoben. Dadurch soll man den Partner oder Mitbewohner beim Schlaf weniger stören, sodass man, damit auch wenn die Kinder oder die Frau schläft, problemlos eine weitere Folge der Lieblingsserie auf Netflix weiterschauen kann. Bei der dritten Taste ganz oben handelt es sich um die Mute-Taste, die wie der Name schon sagt, dazu dient, schnell den Ton stumm zu schalten und bei bedarf wieder zu aktiveren.

Unterhalb der eben erwähnten Tasten sind die Play-/Pause, Lauter/Leiser und Titel vor und Zurück tasten untergebracht. Zudem kann man mit der Lauter/Leiser und Titel vor und zurück Tasten durch das Menü navigieren. Diese Tasten, um in die Einstellungsmenüs zu gelangen, befindet sich direkt unter der „-“ Taste. In diesen Menüs kann man unter anderem die Höhen und den Bass im -9dB und +9dB Bereich einstellen, die Balance zwischen rechten und linken Lautsprecher bestimmen, Upmix und DRC (Dynamic Range Compression) an oder ausschalten, die Position der beiden Leitsprecher bestimmen, also welcher rechts und welcher links steht und die Distanz im +/-10 dB Bereich einstellen. Zudem können hier noch einige weitere Funktionen eingestellt werden, doch diese sind nicht für alle wichtig, lediglich die Helligkeit Einstellung des Dot-Matrix-Displays ist noch wichtig und ob dieses permanent angeschaltet sein soll, oder nach kurzer Zeit abgeschaltet wird. Das wird über die Taste, welche mit einer Sonne bzw. aufleuchtender LED versehen ist geregelt. Über die letzte Taste recht mit der Beschriftung Center, kann man Teufels bereits aus einigen anderen Produkten bekannte Dynamore-Center-Technologie aktiveren. Ist diese aktiviert, simuliert die verbaute Stereo Verbreitungstechnologie, einen Center-Kanal, sodass das Sound-Erlebnis gesteigert wird und man klanglich das Gefühl hat, dass noch ein Zentrale Speaker in der Mitte vorhanden wäre.

Zu guter Letzt, wechselt man mit den Tasten im unteren Bereich zwischen den verschiedenen Audio-Eingangsquellen umher und kann sich via INFO-Taste die aktuellen Systemparameter anzeigen lassen.

(Bedienung: 4,5 von 5 Punkten)

Klang

Nun gehe ich wohl nach dem optischen und Funktionales Aspekt, auf die eigentlich wichtigste Funktion eines Stereo-Standlautsprecher Systems ein, dem Klang. Doch wie gewohnt möchte ich euch zuvor einige technische Daten des verbauten Systems näher erläutern.

Wie bereits bei der Vorgängerversion kommt bei der neuen Generation der Teufel Ultima 40 Aktiv Standlautsprecher ein Drei-Wege-System zum Einsatz, welches in einem MDF-Gehäuse sitzt und mit Bassreflexröhren versehen ist. Somit befinden sich wie bereits eingangs erwähnt an der Rückseite von jedem der beiden Standlautsprecher gleich zwei große Bassreflexrohre mit Trompetenrohransatz, welche die entstehenden Luft-Strömungsgeräusche auf ein kleines Minimum reduzieren sollen. Im Aktiven Lautsprecher ist bei der Ultima 40 Aktiv Lautsprecherserie ein 2-Kanal Class-D Verstärker mit einer Gesamtausgangsleistung (RMS) von 260 Watt verbaut, daher ist ein externer Verstärker nicht erforderlich.

Dieser Verstärker treibt die unterschiedlichen Treiber, welche allesamt an der Schallwand verbaut sind an. Ganz oben befindet der 165 mm große Mitteltöner, welcher direkt durch sein goldfarbenes Membran auffällt. Dieser besteht wie bereits bei der Vorgängerserie aus einem Kevlar und Fiberglas Gemisch, welches sehr stabil sein soll. Im Zentrum befindet sich ein sogenannter Phase-Plug, welcher anstelle einer üblichen Staubschutzkappe (Dustcap) verwendet wurde. Diese Aluminium Phase-Plug ist starr und direkt mit der Schwingspule und Magneten verbunden. Dies hat nicht nur den klanglichen Vorteil, dass der Abstrahlwinkel präziser und Schallreflexionen minimiert werden, was eine Phasenverschiebung vermeiden soll. Sondern auch einen weiteren positiven Nebeneffekt, denn über den aus Aluminium gefertigten Phase-Plug, welcher mit dem Kern, also dem Inneren des Lautsprechers fest verbunden ist, wird die wärme schneller aus dem Bereich der Schwingspule gefördert. Damit der Mitteltöner nicht negativ von den bedien Tieftönern beeinflusst wird, befindet dieser sich oben im Gehäuse und ist hier separat isoliert von den anderen Treibern.

Nur wenige Zentimeter unter dem Mitteltöner, befindet sich der 25 mm große Hochtöner. Dieser ist ebenfalls mit einer Neuerung versehen worden. So ist vor dem Hochtöner ebenfalls ein Phase-Plus und zusätzlich ein sogenannter Waveguide montiert. Dieser bündelt die abgestrahlten Schallwellen und erzeugt somit einen nahezu linearen Frequenzgang bzw. versucht diesen auch weitestgehend zu verstärken und die sonst vorkommenden Überlagerungen der Phasen zu minimieren.

Für den Bass sind weiterhin je Lautsprecher zwei 165 mm große Tieftöner zuständig. Diese bestehen aus einem Verbund aus Fiberglas, sowie Zellulose und wurde zusätzlich laut Teufel mit einer Beschichtung versehen. Der passive Ultima 40 Lautsprecher kommt aufgrund des etwas größeren Netto-Volumen auf einen Frequenzbereich von 45- 20.000 Hz und der aktive aufgrund der zusätzlichen Elektronik, welche im inneren des Gehäuses verbaut wurde auf 39 – 20.000 Hz.

So viel zu der verbauten Technik usw. doch viel wichtiger ist doch die Frage, wie gut klingt das ganze verbaute Set-up im Test. Am besten kommt der Klang natürlich beim Zuspielen von Musik via Bluetooth oder beim ansehen von Filmen via Blu-Ray oder Netflix und Co. zur Geltung. Den Klang würde ich persönlich als neutral und sehr ausgeglichen bezeichnen. Klar kann man die Höhen und den Bass noch im Klangmenü den eigenen Vorlieben weitestgehend anpassen, doch ich beurteile das ganze im Standard-Wert wie Teufel das Set ausliefert. Die wiedergegebenen Bässe der insgesamt vier Tieftöner sind keinesfalls übertrieben (Voraussetzung, die Standlautsprecher stehen nicht zu nah an der Wand), können mit einer knackigen und druckvollen Wiedergabe überzeugen. Dies funktionier übrigens auch bei sehr Hohen Pegeln, bei denen das Lautsprecherpaar erst richtig anfängt Spaß zu machen, jedoch kann das Ultima 40 Aktiv Set nicht nur laut, sondern auch leise überzeugen. 

Bei meiner Cinebar One+ ist es noch so, dass wenn ich die Dynamore-Technologie zuschalte, der Klang zwar breiter klingt, jedoch geht dabei die Sprachverständlichkeit, also die Stimmen etwas verloren. Hier muss ich Teufel loben, denn bei der Ultima 40 Aktiv Serie ist dieses Problem nahezu minimiert. Man bekommt das Gefühl, als hätte man unter dem Fernseher noch ein Central-Speaker stehen, ohne dass aufgrund der Technologie die Klangqualität abstriche machen muss. Ebenso wie der Bass kommen somit auch die Mitten sehr eindringlich rüber und werden sehr blühend wiedergeben. Dasselbe gilt auch für die Höhen, welche detailreich, hochauflösend und sehr sauber beim Hörer ankommen. Nicht umsonst galt schon die Vorgängerserie der Teufel Ultima 40 Aktiv Lautsprecher Serie als bestes Lautsprecherpaar in ihrem Preissegment. Die Räumliche Abbildung konnte mich persönlich mit einer sehr guten und stabilen Ortbarkeit überzeugen und somit ist das Klangbild sehr räumlich und realistisch.

Die maximale Lautstärke des Ultima 40 Aktiv Lautsprecherpaars ist natürlich ebenfalls enorm hoch. Somit kann man, wie Teufel selbst angibt, einen Raum von bis zu 35 qm ausreichend beschallen. Natürlich hört man das Set noch deutlich weiter auf maximaler Lautstärke, doch dabei würde der Klang deutlich an Qualität verlieren und wie es üblich ist, nimmt man von weiten Weg nur noch den kräftigen Bass wahr. So ist es ja auch bei einem Konzert usw.

(Klang: 5 von 5 Punkten)

TEIL 3

bestehend aus „Preis/Leistung“ entspricht 10% der Gesamtwertung

Beschreibung

Mit der neuen Ultima 40 Aktiv Serie, hat Teufel die schon davor äußerst beliebten und sehr gut verkauften Standlautsprecher mit und ohne integrierten Verstärker (Ultima 40) sehr gut verkauft. Nun hat man die Optik meiner Meinung nach noch einmal aufgewertet, den Komfort mit dem verbauten Dot-Matrix-Display, der Touch-Oberfläche und der neuen Aluminium Fernbedienung deutlich verbessert und das Klangbild in den Höhen weiter entwickelt. 

Teufel wirbt das Ultima 40 Aktiv Standlautsprecher-Set aufgrund der unterschiedlichen Anschlüsse an der Rückseite als „One for all“ und als perfekter Allrounder. Klanglich konnte mich die neuen Standlautsprecher auf jeden Fall sehr überzeugen.

Preis/Leistung

Die neue Teufel Ultima 40-Serie ist in mehreren Ausführungen erhältlich. Zum einen als reine Standlautsprecher ohne integrierten Verstärker für 499,99€ (UVP), mit integrierten Verstärker als Ultima 40 Aktiv für eine UVP von 899,99€ (so habe ich diese hier vorgestellt). Jedoch gibt es auch das Ultima 40 Aktiv Surround 4.0-Set für 1199,99€ (UVP), welches mit zwei zusätzlichen Rear-Boxen Namens „Effekt“ daher kommt. Letzteres ist eigentlich mein Testgerät, aber im Test wollte ich euch zuvor nur einmal die reinen Standlautsprecher vorstellen, da nicht jeder von euch die zusätzlichen Rear-Lautsprecher aufstellen kann, aufgrund des verfügbaren Platzes oder des Geldbeutels. Die beiden Rear-Boxen „Effekt“ stelle ich natürlich in Kürze in einem weiteren Testbericht genauer vor.

Mit dem Teufel Ultima 40 Aktiv-Set erhält man für 899€ ein klanglich, funktionell und optisch hervorragendes Aktivlautsprecher-System, welches im Test absolut überzeugen konnte.

TEUFEL ULTIMA 40 AKTIV STANDLAUTSPRECHER

Zum Angebot bei

testr Gesamtwertung

unter Berücksichtigung aller Teilwertungen

 Wir bedanken uns beim Hersteller für die Bereitstellung des Produktes. Zu unseren Grundsätzen

Link zum Hersteller: Teufel.de

OnePlus Bullets Wireless 2

Vor Kurzem hat OnePlus nicht nur das neue OnePlus 7 und OnePlus 7 Pro vorgestellt, sondern auch gleich noch die neuen OnePlus Bullets Wireless 2.

Diese hat das Unternehmen gegenüber den Vorgängern in zahlreichen Bereichen weiter optimiert. So hat das Unternehmen um einige Beispiele vorab zu nenen: Neue Treiber für einen feineren Klang verbaut, dazu wurde noch Bluetooth 5.0 integriert und sogar der aptX-HD Codec hat den Einzug erhalten. Das Trage-Konzept hat OnePlus jedoch beibehalten, es gibt also wie bereits bei der 1. Generation der Bullets ein Nackenbügel, der via Kabel die beiden Ohrhörer verbindet. So viel zu einigen Updates der neuen Generation, doch wie diese im Test abgeschnitten haben, erfahrt ihr in folgendem Testbericht, denn ich habe die neuen OnePlus Bullets Wireless 2 knapp 4 Wochen getestet.

TEIL 1

Bestehend aus „Verpackung/Design/Verarbeitung“ entspricht 25% der Gesamtwertung

Verpackung

Die Verpackung der neuen OnePlus Bullets Wireless 2 ist relativ kompakt und schlicht in Weiß gehalten. Direkt auf der Vorderseite der Verpackung werden die OnePlus Bullets Wireless 2 komplett abgebildet und zudem prangt für OnePlus typisch an der Oberseite das rote/weiße OnePlus Firmenlogo und unten rechts der Name der In-Ear Ohrhörer. Dreht man die Verpackung um, findet man ganz oben die Hinweise, dass OnePlus bei der Entwicklung bzw. Technologie, Produkte von Qualcomm (für den Audio Codec: aptX HD) und Knowles (Treiberentwicklung) zusammengearbeitet hat. Des Weitern sind im unteren Drittel die Seriennummer (S/N) und einige weitere technische Daten in Chinesisch und Englisch aufgelistet.

Hebt man der Deckel von dem untern Teil der Verpackung ab, kommt direkt ein roter Einsatz zum Vorschein. Auf diesem sind die Kopfhörer mit schwarzer Farbe aufgedruckt und die Außenseite schaut durch zwei Löcher hervor. Hier merkt man wieder erneut, dass OnePlus sehr viel Wert auf ein besonders Verpackungsdesign legt. Öffnet man diese weitere rote Verpackung an der Rückseite, dann kommt der komplette Lieferumfang sehr ordentlich verstaut zum Vorschein. Die In-Ears befinden sich zum Teil in der Silikontasche, in der sich auch das kurze USB-Typ-C Ladekabel befindet. Die weiteren Silikon Ohrtips sind in einer transparenten Kunststoff Verpackung verpackt und sind direkt über der Tasche zu finden. Zum Lieferumfang der Ohtips gehören ganze vier Paar Ohrgummis (ein Paar ist bereits montiert). Zur Auswahl stehen die Größen: S; M und L.

(Verpackung: 4 von 5 Punkten)

Design

Wie bereits eingangs erwähnt, hat sich beim Design auf den ersten Blick nicht so viel getan. Beide In-Ear Ohrhörer sind via Kabel und einem dickeren Silikon-Nackenbügel miteinander verbunden. Der flexible mit einer leichten gummierten Oberfläche überzogene Nackenbügel ist etwas dünner gehalten und mündet jeweils links und recht in zwei etwas breite Enden, welche aus Kunststoff hergestellt wurden. Von hier ab verläuft je ein dünnes knapp drei Millimeter dicke Kabel zu jedem der beiden In-Ear Ohrhörer. 

Die OnePlus Bullets Wireless 2 können, sofern einen das gummierte Nackenband nicht stört, problemlos beim Sport genutzt werden. Schließlich bieten diese durch die Fertigung aus Kunststoff einen guten Schutz vor Schweiß und zudem durch den Nackenbügel einen sicheren halt, was das Herunterfallen der Ohrhörer angehet. Doch wie bereits beim Smartphone, dem OnePlus 7 Pro verliert der Hersteller auf der Produktseite kein Wort über den Schutz vor Wasser und Schweiß, dies liegt daran, dass es auch hier keine offizielle Zertifizierung gibt, denn diese hat man sich auch hier gespart.

Der Großteil der Elektronik ist wie bei allen In-Ear Ohrhörer mit dieser Bauweise (Nackenbügel) in den beiden dickeren Enden und den beiden Ohrhörern selbst verbaut. Gesteuert wird die Musik über eine typische 3-Tasten-Fernbedienung, die sich beim Tragen etwa auf der oberen Höhe des Halses, zum Übergang des Kiefers befindet. 

Die Musik steuert man über den mittleren Knopf, bei dem es sich um die Play/Pause-Taste handelt. Die beiden anderen Taste „Plus und Minus“ dienen lediglich dazu, die Lautstärke zu erhöhen oder abzusenken. Wohingegen man mit der Mittleren-Taste nicht nur wie eben erwähnt, die Musik pausieren kann, sonder durch Längeres betätigen über einer Sekunde, den Sprachassistenten (Google und CO.) aktiviert und Anrufe annehmen, sowie beenden kann. Was ich persönlich bei der Belegung der Tasten sehr schade finde, ist die Funktion das aktuell wiedergegebene Lied zu überspringen oder ein Titel zurückzuspringen. Zwar kann man nämlich mit einem schnellen Doppelten drücken der mittleren Taste einen Song vorspringen. Doch jetzt kommt das Problem, denn man kann nicht zurückspringen. Dafür gibt es meiner Meinung nach etwas enttäuschend keine Funktion. Hier hätte man entweder die Plus und Minus Taste mit einer doppelten Druck-Funktion belegen können oder z. B. bei dreimaligem drücken der mittleren Taste springt man einen Titel zurück. So ist das ganze einfach etwas weniger durchdacht und nur umständlich übers Smartphone möglich. 

Auf der Rückseite der Fernbedienung befindet sich praktischerweise ein kleines Mikrofon. Diese verbauen viele Hersteller mit Nackenbügel und Fernbedienung an dieser Stelle, schließlich macht dies hier auch am meisten Sinn. Beim Tragen ist es nämlich der Bereich, welcher am nächsten zum Mund gerichtet ist. Am dickeren Ende an der linken Seite befindet sich an der Außenseite der Power-Knopf, mit dem die In-Ears logischerweise Ein-/Ausgeschaltet werden können. Zudem ist direkt daneben eine kleine Status-LED verbaut und auf der schmaleren Seite der USB-Typ-C Ladeport, über welchen man mithilfe des mitgelieferten Ladekabel den Akku wieder mit Strom versorgen kann. Zu guter Letzt prangt an dieser Seite noch der graue OnePlus Schriftzug. 

Dies war soweit der Teil, bei dem sich die neuen Bullets Wireless 2 nicht sonderlich von dem alten Modell unterscheiden. Kommen wir zu dem äußerlich direkt auffallenden Unterschied, zu den In-Ears selbst. Diese hat OnePlus nämlich grundlegend verändert. Bei der Vorgängerversion setzte man noch auf einen Ohrbügel, der für einen zusätzlichen sicheren halt, bei sportlichen Tätigkeiten sorgen sollte. Bei den neuen Bullets Wireless 2 hat OnePlus diese direkt in das Gehäuse integriert, sodass man sich hier für die Gehäuseform der Ohrhörer, laut eigenen Aussagen von den Seemuscheln (Nautilus-Spirale) inspirieren hat lassen. Dies soll für eine noch bessere Passform sorgen.

Ebenso setzt man nun nicht mehr auf ein Kunststoff, sondern auf ein Hochglanz Edelstahl Gehäuse, an dessen Außenseite hat OnePlus wie bereits bei den Bullets Wireless der 1. Generation Magnete verbaut. Dies ist sehr praktisch, denn zum einen kann man so bei nicht gebrauch, beide Ohrstöpsel miteinander zu einer Art Kette verbinden, sodass man diese nicht verliert und zudem wird dabei automatisch die Wiedergabe der Musik pausiert. 

Praktisch ist auch das man die Bullets Wireless 2 bei Nichtgebrauch, einfach zusammenknüllen kann und in die Aufbewahrungstasche oder auch in die Hosentasche verstauen kann. Nimmt man diese wieder aus der Tasche, dann springt diese wieder in die Ausgangsposition zurück. Somit werden wie bei bei einigen anderen Herstellern Kabelbrüche vermieden und ein verknoten der Kabel, ist quasi unmöglich.

(Design: 4,5 von 5 Punkten)

Verarbeitung

Sowohl die Verarbeitung als auch das zum Teil neue Design der OnePlus Bullets Wireless 2 Ohrhörer, gefällt mir ganz gut. Bei der Verarbeitung der unterschiedlichen Materialien gibt es kaum etwas zu bemängeln. Die Spaltmaße sind gleichmassig und es stören keine unangenehmen Kanten der Übergänge.

Das Gehäuse der Ohrstöpsel aus Edelstahl ist deutlich hochwertiger und hübscher als das der alten Bullets Wireless, welches noch aus Kunststoff gefertigt wurde. Das Nackenband machen einen sehr stabilen sowie bruchsicheren Eindruck und auch an einen aktuellen USB-Typ-C Lade-Anschluss, hat man gedacht. Was sehr positiv ist, denn leider setzten ansonsten immer noch viele Hersteller selbst im Jahr 2019 auf den älteren Micro-USB-Anschluss.

Das Gewicht der In-Ear ist angenehm leicht und zudem ist an den Ohren bauartbedingt kaum ein Gewicht zu spüren, da der schwerste Teil des Kopfhörers um den Nacken aufliegt. Somit trägt sich der Kopfhörer beim normalen laufen, sitzen usw. sehr angenehm und ermöglich eine lange Tragezeit.

(Verarbeitung: 4,5 von 5 Punkten)

TEIL 2

bestehend aus „Funktion des Produktes“ entspricht 65% der Gesamtwertung

Kopfhörer-ArtIn-Ear-Ohrhörer
KategorieBluetooth Kopfhörer
FarbeSchwarz
TrageartNackenbügel
Gewicht39 Gramm
MaterialKunststoff, Gehäuse der Ohrhörer aus Edelstahl
Tönerje Seite, zwei Knowles Freischwinger und eine 10 mm Schwingspule
Akkulaufzeitbis zu 14 Stunden, mit Warp Charge 30 Schnellladefunktion (separates Netzteil erforderlich)
Ladezeit10 Minuten laden, für 10 Stunden Musikwiedergabe (Warp Charge 30 Schnellladegerät erforderlich)
Frequenzbereich20 Hz – 20 kHz
Lieferumfang1x Paar Bullets Wireless 2
1x Aufbewahrungsbeutel
 3x Silikon-Ohrhörer (S,M,L)
1x Bedienungsanweisung
1x USB-Typ-C-Ladekabel
1x Sicherheits- und Garantiekarte
Technische Daten der OnePlus Bullets Wireless 2

Tragekomfort

Die auch von vielen anderen Herstellern benutzen Ausführung der Bluetooth In-Ear Ohrhörer mit Nackenband hat sowohl Vor-, als auch Nachteile. Daher ist es normalerweise so, dass man entweder Fan von der Ausführung mit Nackenband ist, oder eben total abgeneigt davon ist. Hier sind die Vorlieben wie glücklicherweise bei vielen anderen Dingen verschieden.

Ein großer Vorteil der Ausführung von In-Ear Ohrhörer mit gummierten Nackenbügel, ist der Tragekomfort. Ok, dieser ist hier auch wieder etwas umstritten, denn die eine mögen diesen, die anderen aber wiederum nicht. Der Vorteil darin liegt jedoch zum einen an der Gewichtsverteilung, denn durch den angenehm weich gummierten Silikon-Nackenbügel, verteilt sich das Gewicht sehr gleichmäßig über den Nacken und das Gewicht, welches sonst bei kabelgebunden oder anderen In-Ears an den Ohren lastet, wird vom Nackenbügel aufgenommen. Ein weiterer Vorteil ist dass abnehmen und baumeln lassen eines, öder beiden Ohrhörer. Denn sollte man aufgrund einer sportlichen Tätigkeit im Sportstudio oder im Zug, wegen einer Unterhaltung kurz einen Ohrhörer aus dem Ohr herausnehmen wollen, kann man diesen ohne sorgen herunterbaumeln lassen. Dieser fällt anschließend definitiv nicht auf den Boden, da der Nackenbügel das Gewicht ohne, dass dabei der andere herausfällt, abfängt. In dem Fall, dass beide In-Ears nicht gebraucht werden, können diese einfach hängen gelassen werden, wodurch ein wieder Vorteil entsteht. Schließlich hat OnePlus auch bei den neuen Bullets Wireless 2 die Ohrhörer Außenseite jeweils mit Magneten ausgestattet. Damit lassen diese sich zum einen bequem und einfach zu einer Art „Kette“ verbinden und ein weiterer Feature ist, dass beim Zusammenführen der magnetischen Verbindung die Musik automatisch pausiert. Trennt man diese wieder, wird die Musik direkt über die In-Ears fortgesetzt.

Als Sport In-Ear Kopfhörer, könnte man die neuen OnePlus Bullets Wireless 2 eigentlich auch gut beschreiben, denn der gummierte Nackenbügel trägt sich nicht nur im Alltag, sondern auch beim Sport keinesfalls unangenehm. Allerdings muss ich hier auch einen Punkt erwähnen, der vielleicht bei einigen dafür sorgt, dass In-Ear Ohrhörer mit Nackenbügeln nicht bei jedem beliebt sind. Hier ist einigen ein eventuell dünneres Kabel oder ein True-Wireless Modell, welche immer mehr auf den Markt kommen beliebter. Grund ist nicht der Sitz beim Sport, denn dieser ist sehr gut, sondern das Nackenkabel beim Joggen im Freien oder im Sportstudio auf dem Laufband. Dieses springt hier nämlich immer wieder auf und ab, was eben einige stören könnte.

(Tragekomfort: 3,5 von 5 Punkten)

Klang

Nun zum eigentlich wichtigsten Thema bei einen Kopfhörer, dem Klang. Wie schneiden die neuen OnePlus Bullets Wireless 2 hier ab und hat OnePlus hier etwas gegenüber der 1. Version verändert?

Kurz in wenigen Worten zusammengefasst, ja, OnePlus hat sogar einiges verändert und optimiert. Auf der technischen Seite setzt man nun an jeder Seite auf zwei Freischwinger (für die Höhen zuständig) aus dem Hause Knowles und eine 10 Millimeter große Schwingspule (für Mitten und tiefere Töne). Daher sind es nun im Prinzip drei Treiber in jedem Ohrhörer.

Dadurch verspricht OnePlus einen überlegenen Klang, der stark und Premium sein soll. Doch ob das das so ist, hab ich wie üblich in einem persönlichen Klangtest ausführlich über einen längeren Zeitraum mit verschiednen Musiktiteln und Genres ausprobiert. Für die besser Klangqualität ist jedoch ein Android Smartphone erforderlich. Dieses sollte zudem ebenfalls aptX HD Kompatible sein, da dies die neuen Bullets Wireless 2 ebenfalls unterstützen. Apple iPhone User schauen hier jedoch etwas in die Röhre, denn der von Apple genutzt Audio-Codec, AAC wird nicht unterstützt, somit müssten sich diejenigen mit dem SBC-Codec zufriedengeben.

Kommen wir nur zu meinem Empfinden der Tonqualität. Ich muss sagen, der Klang ist für In-Ear Kopfhörer unter 100€ sehr gut, jedoch auch nicht wirklich besonders, sodass dieses sich klar von den anderen in dieser Preisklasse abhebt. 

Der Klang ist bei mittlerer Lautstärke etwas wärmer abgestimmt, was jetzt nicht bedeutet, dass man hier einen zu sehr Bassbetonten In-Ear Ohrhörer erhält, der mit einem total überzogenen und dröhnenden Bass zu überzeugen versucht. So ist es nämlich nicht, der Bass ist druckvoll und sehr sauber im Tiefgang. Die Mitten sind zwar etwas zurückhaltend, doch beim Hören von Podcasts haben diese mir gut gefallen. Aber auch so, bei Gesangstimmen konnten die Mitten mich mit einer Griffigkeit zufriedenstellen. Bei den Höhen hat OnePlus bzw. Knowles sehr gut Arbeit geleistet, denn diese sind strahlend und gut hochauflösend. Soweit zur mittleren Lautstärke dreht man den Pegel hoch, was die neuen Bullets Wireless 2 ebenfalls sehr laut können, dann ist das Klangbild für mich nicht mehr ganz zu gut. Hier werden die Höhen etwas zu schrill und daher empfehle ich persönlich nicht nur aus dem Grunde der Gehörschutz, lieber die Musik dezenter und vor allem klanglich besser zu hören.

Wenn man unterwegs in der Stadt, Stadtbahn, oder im Bus Musik hört, möchte man diese natürlich möglichst ungestört, also ohne groß vom Umgebungslärm gestört zu werden machen. Dafür gibt es natürlich in einigen Over- und In-Ear Kopfhörern ANC. Dies kommt jedoch bei den OnePlus Bullets Wireless 2 nicht zum Einsatz, doch dennoch bin ich mit der Umgebungsisolierung durchaus zufrieden. Voraussetzung ist hier jedoch, wie auch für einen guten Klang, die Wahl der richtigen Ohrtips. Für diese Auswahl sollte man alle Größen, die im Lieferumfang dabei sind ausprobieren. Schließlich beeinflusst dies nicht nur enorm den Klang, sondern auch die Umgebungsisolierung.

Das Mikrofon, welches zum telefonieren genutzt wird, befindet sich auf der Rückseite der kleinen Drei-Tasten Fernbedienung. Die Gesprächsqualität ist eher mittelmäßig. Zwar teile mir mein Gesprächspartner auf Nachfrage mit, dass er mich laut und gut verständlich hörte, aber beklagte sich über ein permanentes Hintergrundrauschen, wofür meiner Meinung eventuell die neue Qualcomm® cVc™ Geräuschunterdrückungstechnologie verantwortlich sein könnte. Dasselbe hört man auch selbst, wenn man die Bullets 2 eingeschaltet und ohne Musik in den Ohren hat. Bei laufender Musik ist dies jedoch nicht mehr wahrnehmbar.

Bei der Latenz, der Verzögerung von Ton zum Bild bei Filmen, kommt es drauf an, welches Gerät ihr nutzt. So konnte ich zusammen mit dem OnePlus 7 Pro kaum eine Verzögerung feststellen, was jedoch mit einem Huawei Mate 20 eines Freundes wiederum nicht der Fall war. Bei meinem iPhone X konnte ich wiederum ebenfalls eine Verzögerung von etwa einer Sekunde feststellen.

(Klang: 4 von 5 Punkten)

Ausstattung

Akku

Laut eigenen Aussagen hat man die Akkulaufzeit der neuen OnePlus Bullets Wireless 2 gegenüber der 1. Generation noch einmal deutlich verbessert. Man verspricht hier nun eine Akkulaufzeit von bis zu 14 Stunden. Diese konnte ich zwar nicht ganz erreichen, aber zusammengerechnet kam ich auf etwas 13 Stunden. Die Laufzeit hängt jedoch wie immer von der eingestellten Lautstärke ab. 

Hier ist es auch sehr praktisch, immer wenn man die Kopfhörer beim Training usw. nicht braucht auszuschalten oder die Magnetische Zusammenführung der Ohrhörer-Rückseiten zu nutzen. Denn wie bereits erwähnt, unterbricht dies die Musik und pausiert diese automatisch, was sich definitiv positiv auf die Akkulaufzeit auswirken kann. Jedoch sollte man z. B. beim verstauen in der Tasche darauf achten, dass man diese nicht nur per Magnetrückseite pausiert, sondern lieber ganz ausschaltet. Sonst kann es vorkommen, dass sich beim Laufen oder verstauen von weiteren Gegenständen die Verbindung trennt und dadurch spielt die Musik weiter oder man bekommt einen Anruf, und wunder sich, warum die Gesprächsperson nicht gehört wird bzw. warum diese einen nicht hört. Spätestens dann fällt einem nach etwas Überlegung ein, dass sich eventuell die Verbindung getrennt hat.

Ebenso wichtig, wie eine ordentlich lange Akkulaufzeit, ist natürlich mittlerweile die Ladezeit. Schließlich möchte man, nachdem der Akku leer ist, nicht ewig warten, bis man wieder weiter Musik hören kann. Dafür hat OnePlus die aus dem neuen OnePlus 7 Pro bekannte Warp Charge 30 Technologie integriert. Damit ist es möglich, dass bereits 10 Minuten Ladezeit für 10 Stunden Musikwiedergabe ausreichen sollen. Nachteil ist hier jedoch, dass OnePlus bei den Bullets Wireless 2 lediglich ein USB-Typ-C Ladekabel mitliefert. Dies bedeutet, dass man für das Schnelladen noch das passende Schnelllade-Netzteil benötigt. Wer ein neues OnePlus 7 Pro besitzt, kann dies dafür verwenden, alle andere müssen sich für den schnellen Ladevorgang ein passenden kaufen. 

Bluetooth & Signalqualität

Bei den neuen OnePlus Bullets Wireless 2 hat man eine Schnellkupplung integriert. Diese kann jedoch nicht für alle genutzt werden, sondern ist folgenden OnePlus Smartphones vorenthalten: OnePlus 5/5T/6/6T/7/7 Pro. All diese Geräte lassen sich wirklich sehr leicht und vor allem schnell mit den In-Ears verbinden. Dazu reicht es einfach die neuen Bullets Wireless 2 neben das Smartphone zu halten, einzuschalten und schon erscheint ein Pop-Up Fenster, das fragt, ob sich das Smartphone mit den In-Ears koppeln soll und fertig. Alle anderen Android- und iOS-User bleibt hingegen der normale weg der Verbindung über die Bluetooth-Einstellungen.

Eine weitere durchaus nützliche Funktion ist das schnelle Wechseln zwischen Zweier bereits verbunden Geräte. Dazu kann man z. B. vom Smartphone, mit dem man gerade unterwegs Musik gehört hat, durch zweimaliges Doppelklicken auf den Power-Knopf schnell und völlig automatisch zum iPad wechseln, auf dem man nach dem Work-outs einen entspannten Film via Netflix schauen möchte. Die Bluetooth Reichweite liegt bei etwa 12 Metern.

Zubehör

Die OnePlus Bullets Wireless 2 kommen wie bereits eingangs erwähnt mit einer Silikontasche, welche via Magnetverschluss geschlossen wird, daher. Diese erinnert mich persönlich sehr an die Ausführung, welche auch Beats bei den Beats X mitgeliefert hatte. 

Vielleicht ist nicht jeder ein Fan dieser Tasche, doch für mich hat diese kleine Tasche im Alltag ihren Zweck absolut erfüllt. Man kann die OnePlus Bullets Wireless 2 einfach zusammenknüllen und darin verstauen. Braucht man die Ohrhörer dann wieder, holt man diese einfach heraus und dank dem besonderen Kabel, verknoten sich hier nichts. Alles springt wieder in die ursprüngliche Ausgangsform zurück.

(Ausstattung: 4 von 5 Punkten)

TEIL 3

bestehend aus „Preis/Leistung“ entspricht 10% der Gesamtwertung

Beschreibung

Mit der nun 2. Generation der Bullets Wireless hat OnePlus die In-Ear Kopfhörer an vielen wichtigen Bereichen verbessert. So bieten diese ein sehr ordentliches Klangbild, eine gute Isolierung und mit bis zu 14 Stunden eine ausreichend lange Wiedergabezeit. Die weiteren Extras wie z. B. das schnelle Koppeln mit OnePlus Smartphones (ab OnePlus 5) ermöglicht zudem ein sehr einfaches verbinden und dank der Schnellwechsel-Funktion ist es durch zweimaliges Tippen auf den Verbindungsknopf möglich, zwischen zwei Geräten umher zu wechseln. Daher sind die neuen Bullets Wireless 2 ein würdiger Nachfolger der Vorgängerversion und ein sehr guter Begleiter für den Alltag.

Preis/Leistung

Die UVP der neuen OnePlus Bullets Wireless 2 liegt zum Marktstart bei einem Preis von 99€. Dadurch ist die 2. Generation zwar genau 30 € teurer, als die alte Version. Doch aufgrund vieler Optimierungen ist das Preis-Leistungs-Verhältnis immer noch sehr gut. Wer von euch daher preislich gute In-Ears sucht, dürfte mit den neuen Bullets Wireless 2 sicherlich zufrieden sein. Klanglich waren diese auch mit meinem iPhone, trotz fehlenden AAC-Codec gut, somit können auch Apple-Device Nutzer getrost zu den In-Ears greifen. Vorausgesetzt einen persönlich stört das etwas dickere Silikon Kabel am Nacken nicht. Denn nicht jeder bevorzugt dies, da es sich vor allem im sportlichen Bereich bei einigen Sportarten wie z. B. auf dem Laufband Joggen als stören erweisen kann. Doch hier ist wie so oft bei jedem das Empfinden anders und daher würde ich das ganze bei Interesse an den OnePlus Bullets Wireless 2 einfach ausprobieren und den persönlich entscheiden.

testr Gesamtwertung

unter Berücksichtigung aller Teilwertungen

 Wir bedanken uns beim Hersteller für die Bereitstellung des Produktes. Zu unseren Grundsätzen

OnePlus 7 Pro

Vor Kurzem hat das Unternehmen OnePlus sein neustes Smartphone bzw. die neusten Smartphones vorgestellt. Zum ersten Mal hat man somit gleich zwei Geräte vorgestellt. Das kleinere und günstiger OnePlus 7, welches weiterhin mit Tropfen-Notch daher kommt und das neue Premium Gerät, das OnePlus 7 Pro mit einer sogenannten Pop-up Kamera.

Ich habe mir für euch das neue Premium Smartphone OnePlus 7 Pro näher angeschaut. Dieses kommt mit einer sehr guten Ausstattung und der gewohnten schnellen Software daher. Ob sich der Kauf des ab 709€ (UVP) erhältliche Gerät lohnt erfahrt ihr in folgendem Testbericht. 

ONEPLUS 7 PRO

Zum Angebot bei

TEIL 1

Bestehend aus „Verpackung/Design/Verarbeitung“ entspricht 25% der Gesamtwertung

Verpackung

Bei der Verpackung bleibt OnePlus seinem Design sehr treu. Daher kommt auch das neue OnePlus 7 Pro in einer fast komplett in Weiß gehaltenen Verpackung daher. Diese ist wie üblich mit einer sehr angenehmen Beschichtung versehen. Auch beim neuen Smartphone verrät die Verpackung recht wenig über das Gerät, doch wer möchte hier schon eine mit zahlreichen technischen Daten bedruckte Verpackung haben.

Auf dem Deckel der Verpackung ist dieses Mal nicht die Zahl 6, sondern logischerweise die „7“ zu sehen. Diese steht nämlich, wie soll es auch anders sein, für das OnePlus 7. Diese große Zahl ist etwas vertieft im Deckel eingelassen und mit einer gebürsteten Aluminium Optik versehen. Direkt neben der großen Zahl ist etwas kleiner und schon fast unscheinbar der Schriftzug „PRO“ eingeprägt. Darüber ist im oberen Zentrum das typische rote OnePlus Firmenlogo abgebildet.

  Betrachtet man die linke Seite, kann man hier den Namen des Smartphones OnePlus 7 Pro lesen und auf der gegenüberliegenden Seite den Satz „Go Beyond Speed“. Dieser Satz war dieses Jahr das Motto, mit dem das neue OnePlus 7 Pro in London am 14. Mai 2019 vorgestellt wurde.

Die rote Unterseite der Verpackung ziert wie bei vielen anderen Smartphone-Herstellern der typische Aufkleber. Dieser ist mit den Informationen zur Farbe des Smartphones, die Speicherkapazität und die Modellbezeichnung bedruckt. Zudem findet man hier natürlich auch die S/N-Nummer, IMEI1 und IMEI2 und einige weitere Siegel.

Entfernt man den Decken der Verpackung, kommt eine rote Kartonage zum Vorschein. In dieser befindet sich neben einer transparenten Hülle, der typische Information-Brief, bei dem sich der Gründer Pete bedankt und kurz etwas zu OnePlus schreibt. Des Weiteren liegen hier noch einige OnePlus Aufkleber, eine Art Kurzanleitung, eine Broschüre mit Sicherheitsinformationen, das Sim-Tool und eine Visitenkarte bei.

Unter dieser roten Kartonage liegt das OnePlus 7 Pro sicher zentriert und somit geschützt in der Verpackung. Zum zusätzlichen Schutz ist das Gerät noch in einer matten Folie verpackt. Diese Folie hält jedoch auch einige Informationen bekannt. Genauer gesagt, findet man diese auf der Rückseite. Dort wird einem mitgeteilt das der NFC-Sensor unterhalb der Kamera platziert wurde und wie die SIM-Karte eingelegt wird. 

Unter dem Smartphone verbirgt sich noch der restliche Zubehör, bei dem es sich um ein rotes USB-Typ-C Ladekabel und ein 30 Watt Netzteil handelt. Ein USB-Typ-C auf Klinke-Adapter, legt das Unternehmen ebenso wenig wie In-Ear Kopfhörer bei.

(Verpackung: 4 von 5 Punkten)

Design

Während es sich bei dem „normalen“ OnePlus 7 im Prinzip um eine aufgefrischte Version des OnePlus 6 T handel. Hat das Unternehmen mit dem OnePlus 7 Pro ein nahezu komplett neues Gerät vorgestellt. Das neue OnePlus 7 Pro ist aktuell in drei Farben erhältlich: Mirror Gray (hochglänzende dunkelgraue Rückseite), Almond (hochglänzende Beige Rückseite) und die Farbe meines Testgerätes Nebula Blue. Hierbei handelt es sich um eine von oben beginnend dunkelblau Farbe, welche nach unten hinweg in einen helleren Blauton übergeht. Bei allen neun Geräten setzt OnePlus wieder auf eine Glasrückseite, welche je nach Modell hochglänzenden oder mit einem matten Finnisch versehen wurde.

Bei Letzteren (auch mein Testgerät) verwendet OnePlus erneut ein spezielles Herstellungsverfahren, bei dem das Glas mit einer milchigen Oberfläche versehen wurde. Diese Oberfläche gefällt mit persönlich sehr gut, denn diese Oberfläche ist nicht nur leichter zu fotografieren, sondern auch deutlich immuner gegen Fingerabdrücke. Hier sind hochglänzende Geräte der ganzen anderen Hersteller, sowie die beiden anderen OnePlus 7 Pro Geräte, die auf hochglänzenden Glasrückseiten setzen deutlich anfälliger. Doch das ganze hat auch einen Nachteil, so neigt meiner Meinung nach das Gerät sehr, aus der Hand zu gleiten. Dies wird jedoch zudem durch die Abgerundete langen Seiten an Vorder-, sowie Rückseite verstärkt. Wie bereits beim OnePlus 6T und dessen Vorgänger verzichtet das Unternehmen trotz des Einsatzes einer Glasrückseite auf die Möglichkeit des kabellosen Ladens. 

Genau wie die meisten anderen Smartphone-Hersteller besteht der Rahmen des OnePlus 7 Pro aus Aluminium, welcher mit einer dickeren hochglänzenden Lackierung versehen wurde. Dieser Rahmen hält wie bei aktuell sämtlichen Smartphones mit Glas Vorder- und Rückseite beide hälften sicher zusammen und sorgt zudem für eine hohe Stabilität. 

Beim OnePlus 7 Pro handelt es sich um das bisher größte Smartphone des Unternehmens. Wer hier wie z. B. ich der Meinung ist, ein aktuelles iPhone XS Max mit 6,5 Zoll oder das Huawei P30 Pro mit 6,47 Zoll sei zu groß, für denjenigen ist das neu OnePlus 7 Pro sicherlich zu groß. Schließlich wurde dies mit einem 6,67 Zoll großen Display ausgestattet. Dies sind in cm stolze 19,64 cm und somit gehört es aktuell zu den größten Smartphones, welche im Jahr 2019 auf den Europäischen-Markt gekommen ist. 

Durch das große Display ist das OnePlus 7 Pro auf ein großes Gerät gewachsen, was sich mit den Abmessungen von: 162.6 mm x 75.9 mm x 8.8 mm selbst für Leute (Männer) mit großen Händen nicht wirklich mit einer Hand bedienen lässt. Jedoch ist der Display Rand rund um das Display wirklich sehr schmal gehalten. An den langen Seiten links und rechts ist dieser lediglich 1 mm und an der Ober- und Unterseite beträgt dieser knapp 2 mm. Wie man nun auf den Bildern sehen kann, ist nicht nur das Display zu den Rändern abgerundet, sondern man hat dem OnePlus 7 Pro eine Besonderheit spendiert, welche so aktuell in wenigen Smartphones verbaut wurde.

Damit meine ich das Display, welches komplett ohne dicken Rahmen und ohne eine Notch, welche einige bei den aktuellen Smartphones stört, bestückt wurde. Durch die fehlende Frontkamera, welch bei herkömmlichen Smartphone wie z. B. auch beim normalen OnePlus 7 im Notch oder Display verbaut ist. Musste natürlich eine Alternative her, an der man die Frontkamera unterbringen konnte und genau hier, hat sich OnePlus für die sogenannte Pop-Up Kamera entschieden. Diese ist im Gehäuse versteckt und fährt nur dann aus, wenn man einen Videoanruf startet, im Kamera-Modus auf die Frontkamera wechselt oder die Entsperrung via Gesicht nutzt

Das Seitenverhältnis der 6,67 Zoll großen Fluid AMOLED Display liegt bei einem aktuell beliebten Seitenverhältnis von 19,5:9. Dadurch ist das Display mehr in der Höhe gewachsen, anstellen in die Breite. Auf die Waage bringt das OnePlus 7 Pro ein Gewicht von immerhin 206 Gramm. Dies ist zwar ein paar Gramm schwerer als z. B. das Huawei P30 Pro, jedoch 2 Gramm leichter als das etwas kleinere iPhone XS Max. 

Der Fingerabdrucksensor ist wie bereits beim Vorgänger dem OnePlus 6T im unteren Viertel des AMOLED-Display verbaut. Hebt man das Smartphone an, oder tippe auf das Display, leuchtet im entsprechenden Teil ein grüner Kreis mit den sogenannten Papillarlinien auf. Der Screen Unlock wurde gegenüber dem OnePlus 6T noch einmal verbessert und so arbeitet diese bis zu 38 % schneller.

Schauen wir uns nun noch die restlichen Bedienelemente und Kameramodule an. Schließlich hat sich hier bei der Anordnung zum Teil ebenfalls etwas verändert. Gleich geblieben ist die Lautstärke-Wippe, welche man wie bereits beim Vorgänger an der linken Seite findet. Der Dual-SIM-Karten-Slot hatte an der linken Seite, aufgrund des schmalen Rahmens keinen Platz mehr. Daher ist dieser nun an die linke Unterseite, direkt neben dem Mikrofon für Telefonate, dem USB-Typ-C-Anschluss und dem Lautsprecher (rechts Außen) gewandert. Hier können jedoch erneut nur zwei Nano-SIM Karten eingelegt werden und keine Micro-SD Speicherkarte. Daher sollte man sich vor dem Kauf genau Entscheiden, wie viel Speicher man benötigt, denn ein späteres erweitern via Speicherkarte ist daher nicht möglich. 

Den Powerbutton hat OnePlus leicht nach oben versetzt platziert, dieser ist jedoch sehr gut, für Rechtshänder mit dem Daumen und Linkshänder mit dem Zeigefinger zu erreichen. Nur weniger Millimeter darüber ist der beliebte „Alert Slider“ zum Festlegen der Benachrichtigungen platziert. Dies ist unter den Android-Smartphones ein Alleinstellungsmerkmal für OnePlus, denn kein anderer Hersteller setzt auf dieses doch so praktische Bedienelement. Schließlich kann man den Regler einfach in drei Stufen verschieben und dabei ganz einfach bestimmen ob das Gerät stumm, lautlos mit Vibration oder mit Ton und Vibration über Anrufe und Benachrichtigungen Informieren soll.   

Zu guter Letzt ist an der Oberseite links noch die eingefahren Pop-Up Kamera zu erkennen und ein weiteres Mikrofon, welches bei Videos für den Stereoklang genutzt wird usw. Viele OnePlus Fans dürfte es freuen, denn endlich gibt es das erste Smartphone mit dem lang ersehnten Stereo-Lautsprecher. Davon befindet sich der eine im unteren rechten Bereich des Smartphones und der zweite, ist wie bei vielen anderen Geräten in der Hörmuschel integriert. Der Klang ist dadurch vor allem beim Spielen von Games und Videos anschauen von Vorteil. Zusammen mit Dolby Atmos wird hier ein sehr zufriedenstellendes Klangbild erzeugt, welches qualitativ gut gelungen ist. Lediglich der Bass fehlt etwas, doch dies ist bei den anderen Smartphones von Apple, Huawei, Samsung und Co. auch nicht merklich besser. Hier kann man aufgrund des schmalen Gehäuses der Geräte keine Wunder erwarten. Für die Beschallung während des duschen reicht das OnePlus 7 Pro jedenfalls vollkommen aus. 

Im oberen Drittel der Rückseite befindet sich die neue Triple-Kamera, welche knapp 2 mm hervorsteht und direkt darunter befindet sich der Dual-LED-Blitz. Zudem ist wie bei OnePlus üblich das Firmenlogo im Zentrum und im unteren Drittel der Schriftzug OnePlus abgebildet.

(Design: 4,5 von 5 Punkten)

Verarbeitung

OnePlus hat das neue 7 Pro sehr hochwertig verarbeitet. So fühlt sich das Smartphone durch die abgerundete Vorder- und Rückseite, sowie der besonderen matten Glasoberfläche sehr gut an. Zum Schutz setzt OnePlus auf 3D Corning® Gorilla® Glass, dass wie eben erwähnt für einen guten Sitz in der Hand, abgerundet ist.

Die beiden Glassegmente gehen quasi nahtlos in den farbliche verlaufenden Aluminiumrahmen über. Des Weiteren sind die Spaltmaße überall schön gleichmassig und es wurde kein Kunststoff am Gehäuse des Smartphones verwendet. 

Die Abrundungen und die glatten Glasoberflächen, vor allem die Rückseite haben jedoch einen Nachteil, und zwar sind diese etwas rutschig. So sollte man das Smartphone „nackt“ ohne Hülle oder Case immer sicher im Griff haben. Oder man kauft sich eine der schönen Hüllen von OnePlus, welche zwar die schöne Rückseite bedecken, jedoch erhöhen diese den Grip und den Schutz bei einem Sturz.

Zwar hat OnePlus auch beim neuen OnePlus 7 Pro auf das Aufladen des Akkus via Qi-Lademöglichkeit verzichtet, doch dafür besitzt es nun wie bereits erwähnt ein Stereo-Lautsprecher. Eine IP-Zertifizierung, welche nachweißt, dass das OnePlus 7 Pro gegen Staub und Wasser geschützt ist, gibt es zwar erneut nicht, doch laut OnePlus solle es dennoch staub- und wasserfest sein. Laut eigenen Aussagen hat man sich hier lediglich die teueren Kosten für entsprechenden Test gespart, was jedoch nicht bedeutet, dass es nicht wie andere Smartphones mit entsprechenden Dichtungen geschützt sei. Somit sollte das OnePlus 7 Pro ein Wasserdampf vom heißen Duschen genauso gut überstehen wie ein Regenschauer oder ein versehentliches Wasserglas, welches über das Gerät geschüttet wurde. Man sollte hier jedoch beachten, dass zwar versprochen wird, dass das Gerät wasserdicht und staubgeschützt sei. Doch ausdrücklich weißt man auch drauf hin, dass man dennoch für Schäden die durch Wasser entstehen, keine Garantie übernehmen werde.

(Verarbeitung: 4 von 5 Punkten)

TEIL 2

bestehend aus „Funktion des Produktes“ entspricht 65% der Gesamtwertung

Display6,67 Zoll, Fluid AMOLED (19,5:9 Format) 3120 x 1440 Pixel, Pixeldichte beträgt 516 ppi
CPUQualcomm Snapdragon 855: 1x 2,84 GHz, 3x 2,42 GHz und 4x 1,8 GHz /Adreno 640
RAM12 GB RAM (Alternativ auch mit 6 und 8GB erhältlich)
Speicher256 GB (Alternativ auch mit 128 GB verfügbar)
BetriebssystemAndroid 9 “Pie”
Haupt-Kamera48MP f/1.6 Blende, Telezoom-Linse mit 8 MP f/2.4  und Ultra-Weitwinkel-Linse mit 16 MP f/2.2 mit Dual-LED-Blitz
Front-Kamera16MP f/2.0 Blende
AnschlüsseUSB-Typ-C Anschluss
Akku4.000 mAh Warp Charge 30 Fast Charging (5V/6A), fest verbaut
KonnektivitätWi-Fi 802.11a/b/g/n/ac MIMO, Mobilfunknetz bis 4G, Wi-Fi Direct, Bluetooth 5 mit aptX & aptX HD & LDAC & AAC Unterstützung. NFC, GPS, A-GPS, GLONASS, BeiDou, Galileo
Abmessungen (LxBxH)162.6×75.9×8.8mm
Gewicht206 Gramm
LieferumfangOne Plus 7 Pro
USB-Typ-C Ladekabel
30 Watt Schnellladegerät
Kurzanleitung
Willkommensbrief
Sicherheitsinformationen und Garantiekarte
Sticker-Set
SIM-Tool
graues Silikoncase
Technische Daten des OnePlus 7 Pro

Performance

OnePlus setzt auf den aktuellsten Snapdragon 855 SoC vom Unternehmen Qualcomm. Beim Nachfolger des Snapdragon 845 handelt es sich ebenfalls um einen 64-Bit CPU, welcher im 7 nm-Verfahren hergestellt wurde und mit insgesamt acht Rechenkernen bestückt ist. Davon tacktet ein Kern mit 2,84 GHz (Kryo 485 / Cortex-A76), drei mit 2,42 GHz (Kryo 485 / Cortex-A76) und die restlichen vier mit bis zu 1,80 GHz (Kyro 485 / Cortex A55). Je nach gewählter Ausstattungsvariante besitzt das OnePlus 7 Pro 6, 8 oder sogar 12 GByte RAM sowie wahlweise 128 oder 256 GByte Speicher. Im Prozessor ist wie üblich auch ein GPU integriert, in diesem Fall der Adreno 640.

Der interne Speicher, der sich bei meinem Testgerät auf 256 GByte beläuft (alternativ 128 GByte), basiert auf den neuen UFS 3.0 Standard. Dadurch erreicht das OnePlus 7 Pro deutlich schnellere Geschwindigkeiten beim Lesen und Schreiben von Dateien. Laut AndroBench erreicht der neue Speicher-Standard im OnePlus 7 Pro direkt nach dem Neustart eine Lesegeschwindigkeit von bis zu 1.500 MB/s und beim Schreiben fast 390 MB/s. Somit ist der neue Speicher beim Lesen von Daten fast doppelt so schnell wie der alte UFS 2.1 Standard.

Durch die hohe Leistung des OnePlus 7 Pro (vor allem die meines Testgerätes mit 256 GByte Speicher und 12 GByte RAM), läuft das Gerät mit den alltäglichen Aufgaben absolut flüssig. So hat es mit dem täglichen Verfassen von Mails und Nachrichten über WhatsApp, dem Streamen von Filmen über Netflix und Amazon, sowie dem Surfen im Web null Probleme. Genauso, wie mit rechenintensiven 3D-Games. Hierfür hat OnePlus um den Turbo-Takt des CPU länger auszunutzen sich etwas einfallen lassen. Bei der Kühlung des Systems setzt man auf eine Flüssigkeitskühlung, welche jedoch laut den Benchmarks keinen allzu großen Leistungsvorteil bringt, hier sorgt vielmehr der UFS 3-0 Speicher für einen positiven Leistungsschub.

Die hohe Leistung des OnePlus 7 Pro bestätigt sich auch in den von mir durchzogenen Benchmarktests. Bei Antutu konnte es im Test einen sehr guten Wert von 372.597 erreichen und bei Geekbench 4 kam es beim Single-Core Test auf 3.512 und beim Multi-Core Test auf 11.030 Punkte. Somit sichert sich das neu OnePlus 7 Pro einen der ganz vorderen Plätze, mit einem guten Vorsprung zum Samsung Galaxy S10+ und Co.

Das Testgerät von mir besitzt wie bereits erwähnt einen 256 GByte großen UFS 3.0 Speicher. Von diesem sind knapp 215 GByte, abzüglich des Betriebssystems und der vorinstallierten Software frei zur Verfügung. Erweitert werden kann der Speicher jedoch nicht, denn im SIM-Karten Slot finden lediglich zwei Nano-Simkarten platz und keine Micro-SD-Speicherkarte.

(Performance: 5 von 5 Punkten)

Display

Ein besonderes Highlight des OnePlus 7 Pro ist das sogenannte „Fluid AMOLED“ Display, welches komplett ohne Notch auskommt. Dieses bietet eine Bildschirmdiagonale von 6,67 Zoll und löst mit 3.120 x 1.440 Pixeln auf. Bei einer Darstellung von insgesamt 4.492.800  Pixeln entspricht dies einer hervorragenden Pixeldichte von 515 ppi. Was übrigens einer Auflösung in QHD+ entspricht.

Durch die wirklich sehr schmalen Ränder um das Display und dem Verlagern der Frontkamera in den Pop-Up Slider, gelingt es OnePlus, einen sehenswerten Screen-to-Body-Ratio Wert von knapp 93,22 % zu erreichen.

Gegenüber dem Vorgänger dem OnePlus 6 T hat sich hier nicht nur bei der Größe des Displays einiges getan, sondern auch bei der Auflösung. Somit kann es dank dem noch schärfer auflösenden AMOLED-Display mit einer sehr natürlichen Farbwiedergabe und dem für OLED-Panels typischen hervorragenden Kontrastverhältnis überzeugen. Der Kontrast ist hier nahezu unendlich hoch und so ist schwarz auf dem Display auch wirklich schwarz, da bei OLED-Displays jeder einzelne Pixel abgeschaltet werden kann. Durch diesen hohen Schwarzwert erhält man auf dem Display kräftige Farben, die mit einer guten Leuchtkraft überzeugen können. In den Einstellungen—> Display kann man verschiednen Einstellungen bei der Darstellung vornehmen und zudem aus zwei voreingestellte Einstellungsprofile wählen. Zu Auswahl stehen hier Lebendig (für kräftige leuchtende Farbe) und Natürlich (für realistische neutrale Farben). 

Doch das neue Display im OnePlus 7 Pro besitzt noch ein weiteres wichtiges Merkmal, welches erst beim in den Händen Halten auffällt. Die Rede ist von der erhöhten Bildwiederholungsrate von 90 Hz. Herkömmliche Display wie z. B. das im alten OnePlus 6T waren noch mit 60 Hz ausgestattet. Die Erhöhung der Bildwiederholrate hat zufolge, dass das Display Bewegungen deutlich flüssiger darstellt. Dies ist vor allem beim Spielen (Vorausgesetzt das jeweilige Game unterstützt 90 Hz) von Vorteil und hier deutlich sichtbar. Jedoch fällt es auch beim Scrollen durch die Bildergalerie usw. auf. Wer daher runter euch immer wieder mal gerne das Smartphone zum Zocken von grafisch anspruchsvollen Games nutzen möchte, dem dürfte das tolle AMOLED-Display von der Darstellung und auch dank der 90 Hz Bildwiederholungsfrequenz, sowie der HDR 10+ Unterstützung gefallen.

Die maximale Helligkeit des OnePlus 7 Pro kann im Alltagstest sehr überzeugen. Diese liegt bei einem durchschnittlichen Wert von 584 cd/m² und somit schlägt sich das Display bereits mit etwa mittlerer Helligkeit im Freien beeindrucken. Bei max. Helligkeit erkennt man selbst bei einem sonnigen Tag alles gut auf dem Display. Vorausgesetzt man schauen direkt frontal auf das Display und nicht schräg, denn beim Schrägen betrachten können eventuelle Spiegelungen das ganze etwas negativ beeinträchtigen.  

Wie bereist beim OnePlus 6T sitzt der Fingerabdrucksensor wieder direkt im unteren Drittel des Displays. Laut OnePlus hat man jedoch das System verbessert und somit den Fingerabdrucksensor im Display vergrößert. Damit soll das Gerät nach dem Auflegen auf den Sensor in nur 0,21 Sekunden entsperrt werden und der Sensor soll bis zu 38 % schneller arbeiten. Somit arbeitet der Fingerabdrucksensor im Display quasi genauso schnell wie ein herkömmlicher Sensor am Gehäuse. Dabei muss man jedoch beachten, dass man die grün-blaue Markierung, welche beim Anheben des Smartphones oder beim Betätigen des Einschaltknopfes erscheint, ziemlich zentral trieft. Dies mag zwar wie bei mir, selbst am Anfang immer wieder mal nicht funktionieren, aber nach einer gewissen (kurzen) Gewöhnungszeit, hat man sich genau dran gewähnt, wie man den Sensor berühren muss und schon geht es wie erwähnt sehr flott.

(Display: 4,5 von 5 Punkten)

Akku

Die Zeiten von wechselbaren Akkus bei Android-Smartphones ist schon seid längerer Zeit vorbei. Daher ist es wichtig, dass das entsprechende Smartphone ein lange Akkulaufzeit (großer Akku) bietet, der jedoch aufgrund seiner große nicht mehrer Stunden zum Laden benötigt, sondern möglichst schnell wieder volle aufgeladen ist.

Beim OnePlus 7 Pro hat das Unternehmen einen 4.000 mAh Akku eingebaut,. Dieser unterstützt zwar nich das kabellose Aufladen via Qi-Standard, jedoch „Warp Charge“ mit bis zu 30 Watt. Laut der Aussage von Pete Lau, hat man aus einem entscheidenden Grund auf das kabellose Laden erneut verzichtet. Man hält von dem langsamen Aufladen via Ladepad nichts, da dies zu ineffektiv sei und man mit der „ Warp Charge“ Technologie mit stolzen 30 Watt das Smartphone deutlich schneller wieder auflädt. Dies bestätigt sich auch in meinem Test, nach bereits 20 Minuten am original Netzteil und Ladekabel hängen, war der Akku von 0 auf 50 % aufgeladen. Bis dieser anschließend voll aufgeladen war, vergingen etwas weniger als 70 Minuten.

Bei der Akkulaufzeit hängt es natürlich wie immer von eurem nutzungsverhalten aus. Wer das OnePlus 7 Pro jedoch am Tag normal benutzt, für WhatsApp Nachrichten verfassen, einige Mails lesen und schreiben, sowie im Internet surft, kann das Gerät locker zwei Tage nutzen, ohne es aufzuladen. Aber auch wenn man es an einem Tag mal intensiver nutzt, und damit zockt usw., kommt man damit sicherlich über den Tag hinweg, bis man es in der Nacht wieder aufladen kann.

(Akku: 4 von 5 Punkten)

Kamera

Beim neuen 7 Pro setzt OnePlus auf eine komplett neue Kamera. Zum ersten Mal kommt eine Triple-Kamera mit drei unterschiedlichen Brennweiten zum Einsatz. Diese sollen einen verlustfreien 3-fachen optischen Zoom ermöglichen (in echt nur 2,2-fach) und die Frontkamera ist nun an der Oberseite ausfahrbar, sodass beim Display keine Notch mehr stört. 

Bei der Hauptkamera handelt es sich um den 0.8 µm großen IMX586 Sensor aus dem Hause Sony, welcher mit 48 Megapixeln auflöst und eine f/1.6 Blende besitzt. Die Auflösung wird jedoch in den Standardeinstellungen auf ein 12-Megapixel-Bild verrechnet. Dies bedeutet, dass bei diesem Vorgang immer vier Pixel zu einem kombiniert werden. Dies hat den Vorteil, dass dabei deutlich mehr Details eingefangen werden und die Bilder heller sind. Damit die Fotos möglichst verwacklungsfrei aufgenommen werden könne, ist in der 48 MP-Linse ein OIS (optischer Bildstabilisator) integriert. Die 12 Megapixel aufnahmen reichen, wie man in meiner Bildergalerie sehen kann auch vollkommen aus. Wer dennoch lieber die vollen 48 Megapixel des Sensors nutzen möchte, kann einfach in den Kamera-Einstellungen zum Pro-Modus wechseln. 

Bei den beiden anderen Kamera-Linsen handelt es sich um die Tele-Linse (1.0 µm) mit 8 Megapixeln f/2.4 (OIS) und einer Weitwinkel-Linse (117°, OIS) mit 16 Megapixeln f/2.2. 

Mit der Hauptkamera bin ich mit der Standard-Einstellung, bei der mit 12 MP Bilder geknipst werden soweit sehr zufrieden. Bisher war die Kamera der OnePlus Gerät zwar nicht schlecht, jedoch konnte diese kaum mit den guten Kameras von Samsung, Apple und Huawei mithalten. Dies ist nun zumindest bei der Hauptkamera gelungen, denn hier ist OnePlus auf Augenhöhe mit den teils teureren Geräten. Die Bilder können mit kräftigen Farben und einer sehr guten Detailtreue überzeugen. Auch im Low-Light Bereich schneidet die Kameralinse aufgrund der f/1.6 Blende gut ab.

Mit den Fotos der Tele-Linse war ich bei meinen Testaufnahmen bei einem hellen sonnigen Tag ebenfalls zufrieden. Sind jedoch die Lichtbedienungen schlechter, dann nimmt die Qualität der Bilder aufgrund der geringeren Blende deutlich ab. Die dritte Kamera, mit dem Ultraweitwinkel-Sensor bietet ein sehr gutes Sichtfeld von 117°. Somit können problemlos mehrer Menschen auf ein Bild festgehalten werden, aber auch Bauobjekte, die sehr groß sind passen so, ohne Panorama-Aufnahme auf ein Bild. Lediglich von der Farbdarstellung der Weitwinkel-Kamera war ich etwas enttäuscht, denn die Bilder wirken im Vergleich zum Originalmotiv deutlich blasser. Der Nachtmodus wiederum ist ebenfalls etwas enttäuschend, denn in einer Testaufnahme konnte ich keinen großen Unterschied zwischen Nachtmodus und ohne Nachmodus feststellen.

Wie bereits beim Vorgängermodell dem OnePlus 6 T können Videos mit der Hauptkamera in 4K mit bis zu 60 Bilder in der Sekunde aufgenommen werden. Jedoch ist bei 60 fps der optische Bildstabilisator deaktiviert, denn dieser kann nur bei 4K mit 30 Bilder in der Sekunden genutzt werden. Weiterhin können Super Zeitlupenvideos mit 240 fps bei 1080p (Full-HD) und 480 fps bei 720p aufgenommen werden. Der Autofokus reagiert bei Videos sehr präzise und auch die automatisch Belichtungseinstellung reagiert auf Lichtänderungen sehr schnell und genau. 

Kommen wir nun zu der neuen Pop-Up-Kamera. Diese fährt beim Aktiveren schnell aus dem Gehäuse heraus. Dabei ist diese nur leicht bei genauem Hinhören zu hören. Sollte einem das Gerät aus der Hand rutschen, erkennen entsprechende Sensoren dies und sorgen dafür, dass die Kamera blitzschnell einfährt, sodass bei einem Sturz zumindest diese nicht kaputt geht. Laut OnePlus soll der Mechanismus der Pop-Up-Kamera für bis zu 300.000-maliges Ein-und Ausfahren halten.  

Beim Sensor der Frontkamera handelt es sich um den 1.0 µm großen Sony IMX471 Sensor, welche mit 16 Megapixeln auflöst und mit einer Blende f/2.0 ausgestattet ist. Einen separaten Blitz besitzt die Frontkamera nicht, wird jedoch einer zum Aufhellen benötigt, wird wie bei vielen anderen Herstellern das Display weiß aufgehellt und somit als Blitz genutzt. Einen OIS (optischen Bildstabilisator gibt es hier natürlich nicht, hier muss man sich mit einem elektronischen Stabilisator zufriedengeben, genau so, wie mit deinem Fixfokus. Bei der Frontkamera sollte man bis auf den Mechanismus, wie diese aus- und einfährt keine allzu großen Wunder erwarten. In dunkleren Bereichen bei Bildern mangelt es etwas an der Dynamik und zudem neigt der Hintergrund, etwas an schärfe zu verlieren. Ansonsten gelingen bei einem guten sonnigen Tag gute Bilder, die mit einer neutralen Farbdarstellung und Schärfe Punkten können.

(Kamera: 4 von 5 Punkten)

Software

Aktuell läuft auf dem OnePlus 7 Pro Android 9 Pie, welches wie üblich für das Unternehmen mit der hauseigenen Benutzeroberfläche Oxygen OS, Stand: 9.5.8 versehen ist. Das Sicherheit-Update ist vom Mai 2019. OnePlus ist dafür bekannt, dass man mit der Community zusammenarbeitet und vorschlage sammelt und davon immer wieder gerne welche in das System mit integriert. So wurden auch im neuen OnePlus 7 Pro einige neue Funktionen integriert. Dazu gehört z. B. das Entfernen der herkömmliche Benachrichtigungs-LED, welche nun durch das kurz aufleuchten des Displayrandes ersetzt wurde. Zudem können Gamer nun den Inhalt auf dem Display und den Ton aufnehmen, um damit Gaming-Videos zu erstellen. Diese kann man bei Bedarf zudem mit einem Mikrofon kommentieren.

Das System gefällt mir soweit sehr gut. Vor allem mit der Hochfahrzeit bin ich sehr zufrieden, denn hier ist es in kürzester Zeit einsatzbereit. Das Design der Oxygen OS Oberfläche gefällt mit ausgesprochen gut. Das System ist sehr schnell und man findet sich trotz vieler Einstellungsmöglichkeiten sehr schnell zurecht.

Die vorinstallierten Apps (Bloatware) halten sich beim OnePlus 7 Pro in grenzen, es sind lediglich die hauseigenen Apps wie OnePlus Switch, OnePlus Community, Dateienmanager, Wetter und Netflix vorinstalliert. Leider lässt sich z. B. Netflix nur ausblenden und nicht deinstallieren, dadurch wird für manch einer, unnötiger Speicher belegt. Doch egal ob 128 oder 256 GB dürfte dies paar MB von Netflix kaum einem etwas ausmachen.

(Software: 4,5 von 5 Punkten)

TEIL 3

bestehend aus „Preis/Leistung“ entspricht 10% der Gesamtwertung

Beschreibung

Mit dem neuen OnePlus 7 Pro möchte OnePlus in der oberen Liga unter den Smartphones mitspiele. Somit präsentiert das Unternehmen ein sehr gut ausgestattetes Gerät, welches rundum erneuert wurde. 

Besonders Highlights sind das hoch auflösende 90 Hz Fluid AMOLED Display, welches 6,67 Zoll groß ist und mit 3.120 x 1.440 Pixeln auflöst. Auch die Rechenleistung kann nicht nur im Alltag, sondern auch bei sämtlichen Games und sonstigen rechenintensiven Anwendungen überzeugen. Mit dem neuen Qualcomm Snapdragon 855 und bis zu 12 GB RAM, sowie 128 bzw. 256 GB Speicher, ist das Gerät aktuell Top bestückt. Auch der neu sehr schnell UFS 3.0 Speicher sorgt für einen rasant schnellen internen Speicher. 

Preis/Leistung

Der UVP des OnePlus 7 Pro liegt bei 709 EUR mit 6 GB RAM und 128 GB (in D/A ). Bei 8 GB RAM und 256 GB verlangt der Hersteller 759€ und bei 12 GB RAM, sowie 256 GB werden 829 fällig. Beachten sollte man, dass nicht jede Farbe in allen Speichergrößen erhältlich ist.

Auch wenn einige sicherlich das fehlende Wireless Charging oder die fehlende Klinkenbuchse vermissen werden, ist das neue OnePlus 7 Pro preislich im Vergleich zur Konkurrenz sehr interessant, da es selbst in der teuersten Variante noch einiges unter 1.000€ kostet. OnePlus hat mit dem 7 Pro ein nahezu komplett neu entwickeltes (designtes) Smartphone auf den Markt gebracht, welches in zahlreichen Bereichen optimiert und verbessert wurde. Daher ist es ein absolut würdiger Nachfolger und konnte mich im Test soweit sehr überzeugen. 

ONEPLUS 7 PRO

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unter Berücksichtigung aller Teilwertungen

 Wir bedanken uns beim Hersteller für die Bereitstellung des Produktes. Zu unseren Grundsätzen

Link zum Hersteller: OnePlus.com