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Autor: Tobias

Yamaha MusicCast 20

In aller Kürze

Mit dem MusicCast 20 bietet Yamaha einen kompakten Netzwerklautsprecher an, welcher sich nicht nur für Multiroom-Neulinge eignet, sondern ebenso eine perfekte Ergänzung zum bestehenden MusicCast-Setup ist. Der Lautsprecher kann sowohl von seiner Verarbeitung, als auch vom Klang überzeugen. Man kann den Yamaha MusicCast 20 entweder alleine, oder wahlweise mit weiteren Lautsprechen im Stereobetrieb betreiben. Zudem macht dieser jedoch auch zusammen mit einem zusätzlichen Subwoofer einiges her und zaubert zusammen mit den anderen Geräten ein absolutes Heimkino-Feeling in die eigenen vier Wände.

Gefällt uns

  • Gute Erweiterbarkeit des Systems
  •  AirPlay2
  •  Klangbild
  •  Wecker-Funktion
  •  Bluetooth-Empfänger und -Sender

Gefällt uns weniger

  •  USB-Anschluss nicht nutzbar (nur Service)
  • App wegen Funktionsvielfalt zu verschachtelt

Yamaha MusicCast 20

Zum Angebot bei

TEIL 1

Bestehend aus „Verpackung/Design/Verarbeitung“ entspricht 25% der Gesamtwertung

Verpackung

Yamaha liefert den MusicCast 20 in einer schwarzen Verpackung aus. Von dieser konnte ich diesmal jedoch leider nicht so viele Bilder machen, da diese in diesem Fall gleichzeitig als Versandkarton genutzt wurde und somit teils beschädigt oder beklebt war

Dennoch möchte ich euch einige Information zu dieser verraten. An der Frontseite ist wie oft gehandhabt nicht nur der Lautsprecher von der Seite abgelichtet, sondern wie es sich eigentlich gehört, prangt hier auch der Name des Unternehmens und des Produktes. Dasselbe Bild spiegelt sich auch auf der gegenüberliegenden Seite wieder. Die dritte Seite zeigt zwar lediglich ein Yamaha-Logo, doch gegenüber von dieser gib es in diesem Fall einige Informationen zum MusicCast 20 Lautsprecher. Dabei handelt es sich zum Teil um genauere Hinweise zur MusicCast-Technologie. Besser gesagt wird man hier im klein gedruckten auf die Systemanforderungen dieser besagten Technologie hingewiesen. Des Weiteren wird man hier noch über das Gewicht des Pakets von 3 KG und dem Herstellungsland (China) des MusicCast 20 belehrt. Zu guter Letzt präsentiert die weiße Oberseite die wichtigsten 12 Dienste, mit denen der Yamaha MusicCast 20 Lautsprecher kompatible ist. Zu diesen Diensten zählt neben MusicCast selbst, Apple AirPlay2, Wi-Fi, Bluetooth, aber auch Dienste wie Spotify, Deezer, Tidal, Napster usw. sind damit problemlos kompatibel.

Öffnet man die vielen Kartonage-Ebenen an der Oberseite, dann kommt direkt ein Styropor-Einsatz zum Vorschein. Dieser wie sollte es nicht anders sein, dient zum Schutz und hält zudem den Lautsprecher beim Transport sicher in seiner Position. Darunter befindet sich direkt der Yamaha MusicCast 20 Lautsprecher, welcher in einer dünnen Polyethylen-Folie eingepackt wurde. Seitlich neben dem Lautsprecher steckt im unteren Styropor-Einsatz die Bedienungsanleitung und einige weitere Beschreibungen. Im Zentrum nach der Entnahme des Lautsprechers ist eine Kartonage eingelegt, unter der sich das fast 3 Meter lange und somit völlig ausreichende Netzkabel befindet. Zudem befinden sich hier auch noch vier Schaumstoff-Klebepfads, welche an der Rückseite angebracht werden können damit dieser z. B. bei der Wandmontage sauber an der Wand hängt.

Design

Der Yamaha MusicCast 20 wurde zusammen mit dem größeren MusicCast 50, welchen ich ebenfalls gerade teste vorgestellt. Bei beiden Geräten handelt es sich um die aktuelle WLAN-Lautsprechergeneration, mit denen das Unternehmen Teufel und Sonos Konkurrenz machen möchte. 

Das Gehäuse des MusicCast 20 hat eine elliptische- Zylinderform, welche nicht nur einzeln aufgestellt gut ausschaut, sondern auch als Stereopaar von vorne oder hinten beschallend. Der Wahlweise in Schwarz, aber auch in Weiß erhältliche Lautsprecher besitz ein gleichfarbiges Lautsprechergitter aus Metall, welches hier bis auf einen 6,5 cm breiten Streifen an der Rückseite rundherum verläuft. Durch die Materialwahl aus Metall und Kunststoff wirkt der 186 mm Hohe, 150 mm Breite und 130 mm Tiefe Lautsprecher sehr hochwertig und überzeugt mich durch ein schlichtes Gesamtbild. Von vorne betrachtet überrascht es mich etwas, dass man hier am breiteren oberen Rahmen keinen Herstellernamen aufgedruckt hat. Jedoch ist dies auch definitiv nicht negativ, denn so wirkt das ganz noch ordentlicher. 

Auf der Rückseite wiederum ist genau an dieser Stelle, wo ich an der Vorderseite einen „Yamaha“ Schriftzug erwartet hätte ein MusicCast-Logo. Des Weitern ist an dem bereits erwähnten ausgesparten Bereich nicht nur ein Gewinde zur Befestigung an einer Wandhalterung vorhanden, sondern zudem auch eine sogenannte Schlüssellochhalterung. Mit dieser kann man bei Bedarf den Lautsprecher am Kopf einer Schraube, oder eines speziellen Wandhackens einhängen. Darunter sind in einer Vertiefung der Anschluss für die Stromversorgung, ein Netzwerkanschluss und ein USB-Port für den Yamaha-Service untergebracht.      

Die Oberseite ziert in Zentrum eine große hochglänzende Oberfläche aus Kunststoff. Diese Oberfläche umfasst insgesamt acht berührungsempfindliche „Sensor-Tasten“ die sich darunter befinden und zur Bedienung dienen. Mit diesen kann man durch das tippen auf 1,2 oder 3 zwischen den in der App bestimmten Favoriten wechseln. Dabei kann es sich z. B. um Radiosender usw. handeln. Direkt daneben sind die üblichen Play/Pause-Tasten zu finden, was man eigentlich an jedem Lautsprecher findet. Darunter wiederum ist ein Wecker abgebildet, bei dem es sich um eine nützliche Funktion handelt. Gemeint ist die Weckfunktion, welche ebenfalls in der App bestimmt wird, aber hier bequem ohne diese aktiviert bzw. deaktiviert werden kann. Links von dieser Taste, kann man die Lautstärke erhöhen und absenken und zu guter Letzt ist ganz links außen die Powertaste untergebracht, mit der man auch den Lautsprecher am Anfang einrichtet, dazu später mehr. Im oberen Rand informieren vier einzelne Anzeige-Elemente ob der Lautsprecher, der Wecker, das Netzwerk oder Bluetooth aktiv ist.

(Design: 4,5 von 5 Punkten)

Verarbeitung

Vor der Verarbeitung her macht der Yamaha MusicCast 20 eine sehr guten und somit auch hochwertigen Eindruck. Sein Eigengewicht von 2,2 kg ist hoch genug, sodass dieser dank dem gummierten Ring an der Unterseite genau da stehen bleibt, wo man diesen aufstellt, auch wenn die Musik mal lauter wird. Die Sensortasten reagieren präzise und sehr zuverlässig.Sehr gut finde ich auch, dass Yamaha das Netzteil im Inneren integriert hat, sodass man lediglich ein normales Stromkabel anschließen muss und nicht noch zusätzlich ein großes Netzteil.

Kritik wäre für mich jedoch die hochglänzende Kunststoffoberfläche, denn diese ist nicht nur ein Staubmagnet, sondern zudem auch empfindlich gegenüber Fingerabdrucken und Kratzern. Bei meinem Testgerät sieht man nämlich z. B. bei Sonnenlicht sehr stark die vielen feinen Kratzer und vor allem die Fingerabdrücke.

(Verarbeitung: 4 von 5 Punkten)

TEIL 2

bestehend aus „Funktion des Produktes“ entspricht 65% der Gesamtwertung

Lautsprecheranzahl1x 9cm Tieftöner, 1x 3cm Hochtöner, sowie zwei Passive Membran
Gesamtausgangsleistung40 Watt
MaterialKunststoff
AnschlüsseLAN, WLAN 802.11a/b/g/n 2.4 GHz und 5 GHz, Bluetooth 4.2
Maße/Gewicht186 x 150 x 130 mm (BxHxT)/ 2,2 kg
WiedergabeformateMP3 / WMA / MPEG-4 AAC: up to 48 kHz / 16-bit,
ALAC: up to 96 kHz / 24-bit, FLAC / WAV / AIFF: up to 192 kHz / 24-bit
LieferumfangYamaha MusicCast 20
Netzkabel
div. Anleitungen
Technische Daten des Yamaha MusicCast 20

Einrichtung & Installation

Die Einrichtung des Yamaha MusicCast 20 erfolgt über die von Yamaha kostenlos zur Verfügung gestellte App Namens MusicCast. Diese ist sowohl für iOS, als auch Android im jeweiligen AppStore erhältlich.

MusicCast Controller
Preis: Kostenlos
MusicCast Controller
Preis: Kostenlos

Bevor oder während man den Download der App startet, kann man natürlich bereits den Yamaha MusicCast 20 Lautsprecher mit dem im Lieferumfang beiliegenden Stromkabel verbinden und in eine Steckdose am gewünschten Ort einstecken. Nach dem Start der App muss man ein paar Berechtigungen zustimmen. Zumindest wurde ich an meinem iPhone auf den Zugriff meiner Apple Music-Daten und den Standort gefragt. Diese Zustimmungen kann man natürlich auch beide ablehnen, doch dann muss man damit rechnen, dass einige Funktionen eventuell eingeschränkt sind.

Ist dies alles soweit erledigt, dann wird man dazu aufgefordert, den MusicCast 20 an der Oberseite auf dem Ein-/Ausschaltknopf einschalten. Anschließend auf in der App auf „Weiter“ klicken und wie dort beschrieben die Power-Taste für ca. 5 Sekunden berühren, damit die App den Lautsprecher finden kann. Hat die App den Lautsprecher gefunden, muss man anschließend in die WLAN-Einstellung am Smartphone gehen. Hier sucht man nun nach dem Gerät mit der Bezeichnung „MusicCastSetup“ und gibt das zuvor in der App angegeben Passwort (123456778) ein. Ist dies soweit getan, geht man zurück zu MusicCast-App, wählt hier das eigene WLAN-Netz aus und gibt das zugehörige Passwort ein, sodass die App den MusicCast 20 in euer heimisches WiFi-Netz einbinden kann. 

Nun wählt man nur noch einen Orts- (Raum) und Gerätenamen, sowie ein passendes Bild aus. Dazu stellt Yamaha zahlreiche kostenlose Bilder zur Verfügung, doch wer möchte, kann hier auch selbst ein Bild machen, wo der MusicCast 20 an seinem aufgestellten Ort steht. Die Auswahl der geforderten Punkte wie Ort, Name usw. dient lediglich zu Hilfe, den richtigen Lautsprecher zu wählen, wenn man mehrer MusicCast Geräte nutz. Nach dieser Auswahl ist die Einrichtung fertig abgeschlossen und der Yamaha MusicCast 20 einsatzbereit. Ratsam ist es nun, direkt in die Einstellungen des Lautsprechers zu gehen und das aktuelle Firmware-Update zu laden. Über dies benachrichtig aber auch ein Pop-up Fenster, sobald die Firmware im Hintergrund automatisch geladen wurde. 

(Einrichtung & Installation: 4 von 5 Punkten)

Bedienung & Funktion

Der Yamaha MusicCast 20 kann entweder direkt am Lautsprecher, oder deutlich bequemer und umfangreicher über die MusicCast-App gesteuert bzw. bedient werden.

Über die Touch-Oberfläche am Lautsprecher kann unter anderem die Musik gesteuert werden. Dazu zählen die üblichen Funktionen, wie z. B. Musik pausieren, Lautstärke erhöhen bzw. absenken. Zudem kann aber auch zwischen den drei Favoriten (z. B. Radiosender) gewechselt werden. Diese müssen jedoch zuvor in der App festgelegt werden. Daher ist in den meisten Fällen wie bereits erwähnt, die App die deutlich bequemere Art der Bedienung.

Die App ist meiner Meinung nach gut strukturiert und weitestgehend selbsterklärend aufgebaut. Klar kommt es hier sicherlich anfangs vor, dass man nicht alles direkt findet. Aber dies ist dann dem Funktionsumfang zu Schulden, denn der MusicCast 20 wurde mit zahlreichen nützlichen Funktionen ausgestattet.

Dank den vielen verfügbaren Anschluss- und Musikquellen, hat man hier bei den MusicCast-Geräten eine große Auswahl an verschiedenen Quellen. Sodass hier eigentlich jeder die Möglichkeit hat, seine alltägliche Musikplattform, die er bisher genutzt hat, auch auf dem MusicCast 20 zu nutzen. Ohne z. B. den Lautsprecher zu bedienen oder in die App zu gehen, kann man diesem z. B. die Apple Music Playlist vom iPhone via AirPlay2 zuspielen. Somit wird dieser direkt am iPhone als verfügbares AirPlay-Gerät angezeigt. Ebenso einfach kann man aber auch Spotify Connect nutzen.

In der App wiederum kann man sich aus der Liste der zahlreichen Musikdienste genau diesen aussuchen, welchen man bisher immer genutzt hat. Dazu meldet man sich bei der Auswahl des jeweiligen Dienstes einfach mit den Benutzerdaten an und hat anschließend den vollen Zugriff auf die Lieblingsmusik usw. Zu den verfügbaren Diensten zählen unter anderem: TIDAL, qubuz, SiriusXm, Napster, pandora, Amazon Music usw.

Die meiste Art wie ich persönlich Musik über den MusicCast 20 wiedergegeben habe, war zu etwas 75 % via Apple Music und zu 25 % über Net Radio. Letzteres könnte man mit TuneIn vergleichen, da hier zahlreiche Radiosender über das Internet zur Verfügung stehen. Man findet hier sowohl Lokale als auch jegliche andere Art von Radiosender. Ich persönlich hab mir hier meine Lieblingssender direkt auf die Favoritenliste gesetzt. Hier kann man insgesamt 40 Quellen bzw. Sender hinterlegen und diese dann schneller finden und mit der Wiedergabe starten. Die ersten drei an dieser Liste sind dabei besonders wichtig, denn diese können hier zudem auch direkt über die Touch-Oberfläche am MusicCast 20 ausgewählt werden. Daher sollte man sich hier beim Bestimmen direkt Gedanken machen, welche man am meisten hört.

Das hinzufügen von euren Lieblingssender gestaltet sich als sehr einfach. Dazu den gewünschten Sender auswählen und im Wiedergabemenü auf die drei Punkte im 2/3 unten rechts drücken. Hier kann man dann „zu Favoriten hinzufügen“ wählen und den gewünschten Platz unter den 40 freien Speicherplätzen auswählen.  

Sofern man möchte, kann man an dem hinteren LAN-Port des Yamaha MusicCast 20 auch eine Netzwerkfestplatte anschließen. Dadurch kann man direkt die darauf gespeicherte Musik wiedergeben und zudem auch ganz einfach auf die anderen MusicCast Geräte übertragen. Ansonsten bietet Yamaha hier keine weiteren Möglichkeiten einer kabelgebundenen Musikübertragung. Denn der USB-Port an der Rückseite dient z. B. nicht wie beim Teufel One S zur Musikübertragung via USB-Stick usw., sondern lediglich für den Yamaha-Service. Dafür wiederum ist nicht nur ein häufig zum Einsatz kommender Bluetooth-Empfänger verbaut, sondern auch noch gleich ein Sender. Daher kann man nämlich gegenüber vielen anderen Konkurrenzprodukten die MusicCast Lautsprecher mit einem separaten Kopfhörer oder sogar einem anderen Bluetooth-Fähigen Lautsprecher koppeln. 

Yamaha bietet bei dem MusicCast 20 eine große Anzahl an möglichen Wiedergabe-Formaten. So stehen neben den unkomprimierten Audiodateien wie z. B. WAV, FLAC und AIFF für ein Hi-Res-Audio-Streaming mit bis zu 192 kHz und 24 Bit auch die komprimierten Audioformate MP3, AAC und WMA mit bis zu 48 kHz und 16 Bit zur Verfügung.

Der Vorteil solcher Multiroom-Lautsprecher ist, dass diese zusammen mit mehren Lautsprechern zu einem Stereopaar, aber auch als vollwertige Surround-Anlage für den Fernseher miteinander gekoppelt werden könne. Natürlich kann man auch in jedem Raum verschiedene Musikgenres laufen lassen, hier sind einem keine Grenzen gesetzt. 

(Bedienung & Funktion: 4,5 von 5 Punkten)

Klang

Kommen wir nun zu einem, wenn nicht sogar der wichtigste Punkt eines Lautsprechers, dem Klang.

Die maximale Ausgangsleistung gibt Yamaha mit 40 Watt an. Dafür kommt ein 9 cm großer Tieftöner und ein 3 cm soft Dome Tweeter (Hochtöner) zum Einsatz. Des Weitern gibt es wie bei vielen anderen Lautsprechern in dieser kompakten Größe noch zwei weitere Elemente, damit meine ich die zwei verbauten passive Membrane. Diese werde wie der Name schon sagt nicht aktiv, also via Stromversorgung angetrieben, sondern durch die anderen Treiber bzw. insbesondere dem Tieftöner. Passiv Membrane fungieren ähnlich wie eine Bassreflexröhre, nur das Letzteres nicht immer verbauten werden kann aufgrund der Gehäusegröße usw. 

So genug Theorie, kommen wir nun wie versprochen zur Klangbeschreibung. Der Klang des Yamaha MusicCast 20 kann zwar per Equalizer in der App individuell den eigenen Vorlieben angepasst werden. Doch ich gehe im Test eigentlich immer von der Klangabstimmung aus, wie der Lautsprecher ausgeliefert wird.  

Fangen wir mit den Tiefen bzw. dem Bass an. Dieser ist dank des 9 cm Tieftöner ausgesprochen druckvoll und wird auch bei hohen Pegeln sauber und konturiert wiedergegeben. Insgesamt gefällt mir die klangliche Abstimmung des MusicCast 20 sehr gut, denn er ist sehr pegelfest, sodass keinerlei Töne selbst bei höherer Lautstärke dazu neige, zu verzerren. Die Mitten profitieren von den zusätzlichen Passiven Membrane, denn diese unterstützen die etwas weniger hochauflösenden Höhen. Trotzt der etwas schwachen Auflösung der Höhen, sind diese dennoch detailreich und nur minimal weniger Präsent als die Mitten.

Ich habe mit dem Yamaha MusicCast 20 verschiedene Musikgenres durchgehört, denn oft ist es so, dass nicht jeder Lautsprecher in allen Genres gleich gut überzeugen kann. Dies ist beim Yamaha MusicCast 20 nicht der Fall, dieser kann klanglich immer mit einer präzisen und dynamischen Wiedergabe überzeugen, ohne das dabei z. B. wie üblich oftmals die Mitten verzerren.

(Klang: 4 von 5 Punkten)

App

Wie bereits erwähnt, ist die App sehr umfangreich. Daher ist diese vielleicht für den ein oder anderen zu Beginn etwas unübersichtlich. Einige Funktionen verstecken sich hier nämlich in Untermenüs, doch glaubt mir, nach einigen Tagen findet man hier alles und zudem braucht man in den Einstellungen nicht jederzeit etwas verändern. Die Grundeinrichtung usw. ist meiner Meinung nach nämlich nicht wirklich umständlicher, als bei Teufel oder Sonos. 

Startet man die App, befindet man sich direkt auf der Übersichtsseite. Auf dieser werden einem alle eigenen MusicCast Geräte mit dem selbst vergeben Namen und dem gewählten Bild dargestellt. Hier kann man zudem direkt von der App aus die einzelnen Lautsprecher Ein- und Ausschalten. Klickt man auf die Abbildung de jeweilige Lautsprecher wie z. B. bei mir auf den MusicCast 20, dann gelangt man in das „My Music“ Menü. Hier kann man auf die zahlreichen Musikdienste und Eingangsquellen wie Bluetooth, Server usw. zugreifen. 

Zurück im Hauptmenü kann man über das „Link-Symbol“ links oben bestimmen, welche Geräte miteinander gekoppelt werden. Sofern man mehrer Yamaha MusicCast Geräte sein eigenen nennen darf. Über das Zahnrad rechts gelangt man in das allgemeine Einstellungsmenü. Hier kann man entweder neue Geräte hinzufügen oder auf die Raumeinstellungen des jeweiligen Gerätes zugreifen. Ebenso kann man jedoch auch auf die Music/Cast, Surround / Stereo-Funktion zugreifen, durch die man beim besitzt von z. B. zwei MusicCast 20 Geräten diese zu einem Stereopaar zusammenfügen kann usw. In den App-Einstellungen wiederum, kann man einige Veränderungen in der App-Ansicht vornehmen wie z. B. die Systemfarbe von schwarz auf weiß ändern, oder bestimmen, dass man die Lautstärke direkt über die Lautstärketasten am iPhone regeln kann. Denn diese Funktion ist von Werk aus deaktiviert.

  Betrachten wir nun das Untermenü des MusicCast 20 an. Hier kann man die üblichen Einstellungen vornehmen wie z. B. den Raumnamen oder das Raumfoto ändern. Direkt darunter wird einem mitgeteilt, dass die Firmware aktuell ist. Sollte dies nicht der Fall sein, dann wird hier „neue Firmware ist verfügbar“ angezeigt, zudem erhält man aber auch per Push-Benachrichtigung eine Info, sollte es der Fall sein, dass es ein neues Update für den jeweiligen Lautsprecher gibt. Im weiteren Verlauf in diesem Untermenü kann man dann noch auf die Accounteinstellungen zugreifen, bei denen man sich unter anderem bei den Streaming-Diensten wie z. B. Deezer oder Spotify anmelden kann. Als besondere Funktion kann man beim Yamaha MusicCast 20 auch einen Wecker programmieren. Dafür kann wie bei herkömmlichen Weckern bestimmen, wann und wie regelmäßig der Wecker klingeln soll. Doch als Besonderheit kann man sich direkt mit seiner Lieblingsmusik vom jeweiligen Streaming-Dienst oder auch direkt vom jeweiligen Radiosender der eigenen Vorlieben aus dem Schlaf wecken lassen. So viel zu den wichtigsten Einstellungsmöglichkeiten des Yamaha MusicCast 20. Es gibt zwar noch einiges mehr, doch dies alles zu erklären, wäre einfach viel zu umfangreich.

(App: 4 von 5 Punkten)

TEIL 3

bestehend aus „Preis/Leistung“ entspricht 10% der Gesamtwertung

Beschreibung

Yamaha wirbt den MusicCast 20 als vielseitig verwendbaren Lautsprecher an. Dies stimmt soweit, denn man kann diesen nicht nur im Solo-Modus betreiben, sondern auch als Stereopaar oder als Surround-Lautsprecher in Verbindung mit weiteren MusicCast kompatiblen Geräten wie z. B. Soundbars, AV-Receivern usw.  

Die zahlreichen integrierten Musik-Streaming-Diensten, der Kompatibilität mit Sprachassistenten von Amazon und Google, sowie den Besonderheiten der Wecker-Funktion, machen den MusicCast 20 zu einem sehr guten Lautsprecher. Doch auch beim wichtigsten Aspekt, dem Klangbild muss sich der MusicCast 20 nicht verstecken.

Preis/Leistung

Wie bereits erwähnt hat mich der Teufel One S überzeugt. Der Preis von 249,99€ (UVP) geht in Ordnung, da vergleichbare Streaming-Lautsprecher preislich auch in diesem Segment liegen. Einen 40m² Raum ausreichend zu beschallen, stellt für ihn kein Problem dar.

Wer einen Streaming-Lautsprecher sucht, der mit nahezu allen gängigen Ansteuerungsmöglichkeiten ausgestattet ist, aber auf einen Sprachassistenten verzichten kann, ist beim Teufel One S genau richtig. Sofern ihr einen Alexa Dot daheim habt, könnt ihr diesen jedoch per AUX anschließen und somit hättet ihr den Sprachassistenten nachgerüstet. 

Yamaha MusicCast 20

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testr Gesamtwertung

unter Berücksichtigung aller Teilwertungen

 Wir bedanken uns beim Hersteller für die Bereitstellung des Produktes. Zu unseren Grundsätzen

Link zum Hersteller: de.yamaha.com

Aftershokz XTRAINERZ

In aller Kürze

Aftershokz Xtrainerz setzen auf die sogenannte Bone-Conduction-Technolgie. Dabei handelt es sich um keinen klassischen Kopfhörer, der die Musik direkt durch den Ohrkanal überträgt, sondern einem, der den Klang über die Wangenknochen zum Innenohr leitet. Der Vorteil dabei ist, dass die Ohren frei bleiben und man so sein Umfeld deutlich besser wahrnimmt. Zudem ist der neue Aftershokz Xtrainerz wasserdicht und hat einen integrierten MP3 Player. Somit ist dieser ein idealer Schwimmkopfhörer, den man auch in Kombination mit einer Brille, Badekappe usw. nutzen kann. Die fehlende Bluetooth-Verbindung ist ein Manko, denn an die Handhabung mit dem integrierten Speicher ist Gewöhnungssache und nicht sehr bequem.

Gefällt uns

  • Tragekomfort
  • IP68-Zertifizierung (wasserdicht)
  • geringes Gewicht (30 Gramm)
  • integrierter 4 GB Speicher (MP3-Player)
  • Bone-Conduction-Technolgie (Ohren bleiben frei)

Gefällt uns weniger

  • kein Bluetooth
  • Klang unter Wasser besser, als an Land
  • Musikauswahl durch Mp3-Player umständlich.

Aftershokz Xtrainerz

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TEIL 1

Bestehend aus „Verpackung/Design/Verarbeitung“ entspricht 25% der Gesamtwertung

Verpackung

Aftershokz liefert den neuen Xtrainerz in einer weißen, zweiteiligen Verpackung aus. Daher ist die eigentliche stabile Hauptverpackung in eine dünnere bedruckte Umverpackung eingeschoben.

Auf der Vorderseite ist ein Athlet abgebildet, welcher den Kopfhörer direkt nach seiner Trainingsrunde im Wasser trägt. Dies erkennt man an dem Neopren-Anzug und das die Haare und der Kopfhörer noch leicht nass sind. Zusätzlich prangt oben links der Herstellername und im unteren Teil in silberner Schrift der Name des Kopfhörers „ Xtrainerz “. Zudem wird darunter noch auf Englisch erwähnt, dass es sich um ein wasserdichtes Bone-Conduction MP3 Kopfhörer handelt. Auf der linken Seite wird lediglich erneut darüber informiert, um welche Art von Kopfhörer es sich dabei handelt, dass dieser nach der Norm IP68 wasserdicht ist und er sicher hält und vom Tragekomfort bequem sei.

An der Rückseite prangt natürlich erneut der Name des Herstellers, sowie der des Produktes. Außerdem ist hier eine Abbildung des Xtrainerz zu sehen. Des Weitern nennt Aftershokz hier 7 Merkmale des Kopfhörers, zu denen unter anderem folgende zählen: 4 GB Speicher für Musik, 8 Stunden Musikwiedergabe, Open-Ear-Design, da die Musik über die Wangenknochen ins Innenohr übertragen wird, usw.

Entfernt man die Hülle von der Hauptverpackung, dann findet man hier wie üblich an der Unterseite einige Infos zum Hersteller und der Name des Unternehmens ist auf der Oberseite erneut in Silber aufgedruckt. Die Verpackung wird von zwei Magneten geschlossen gehalten und wird von rechts nach link geöffnet. Direkt erblickt man hier zur rechten den kompletten Kopfhörer durch ein transparentes Sichtfenster und zur linken eine Abbildung, wo ein Mann diese während dem Schwimmtraining trägt. 

Unter dem Kunststoffelement, in dem der Kopfhörer mit Klebestreifen fixiert ist, befindet sich in einer weißen Verpackung das restliche Zubehör. Dabei handelt es sich zum einem um die USB-Ladestation, wasserdichte Ohrstöpsel, ein Handbuch, sowie eine Garantiekarte, was sich zusammen in einer Tasche aus Silikon-Material befindet.

(Verpackung: 4 von 5 Punkten)

Design

Wie ich es bereits Eingangs des Testberichtes erwähnt habe, handelt es sich beim Aftershokz Xtrainerz um keinen gewöhnlichen Kopfhörer, sondern um einen sogenannten Bone-Conduction Kopfhörer. Der Unterschied besteht darin, dass man bei diesem nicht wie bei anderen Kopfhörern die Treiber in den Ohrkanal stecken muss, sondern diese außen vor dem Ohr am Wangenknochen sitzen. Der Vorteil dieser Technologie ist, dass dabei die Ohren absolut frei bleiben, wodurch man das Umfeld um sich selbst herum deutlich ungestörter wahrnehmen kann. Wie genau der Klang aber dann ins Gehör übertragen wird, verrate ich euch etwas später unter dem Unterpunkt „Klang“ ausführlicher. 

Beim Aftershokz Xtrainerz sind beide Transducer (Klangerzeuger) über ein ca. 3 mm dicken Federstahlkern mit Titanlegierung verbunden. Damit sich das ganze jedoch angenehm anfüllt, sowie gegen Wasser abgedichtet ist, wurde dies mit einem Gummimaterial überzogen. Diese dünne Verbindung könnte man als Nackenband bezeichnen, doch es liegt nicht wirklich auf dem Nacken auf, sondern verläuft abstehend vom Hinterkopf zu den Ohren. Das Abstehen hat hier seinen Grund, denn dies soll so sein, damit hier beim Sport wie z. B. Radfahren, Schwimmen usw. nichts stört bzw. ständig gegen den Hinterkopf klopft.

Hinter dem Ohr verläuft das „Nackenband“ auf beiden Seiten in ein dickeres Element. Dieses ist 35 x 20 x 8 (L x B x T) mm dick und beherbergt links lediglich den Akku und auf der rechten Seite ein weiteren Teil des Akkus, sowie die Steuerungselemente und in der Innenseite die Ladekontakte. Auf diese Steuerungselemente und die Bedienung gehe ich wie üblich im weiteren Verlauf dieses Testberichtes ein. Von den gerade eben erwähnten dickeren Elemente verlaufen die Kopfhörer wieder etwas dünner über das Ohr, bis diese an zwei dickeren Elemente enden. Diese sind knapp 24 x 15 x 9 (L x B x T) groß und beinhalten die Transducer, die Technologie der Bone-Conduction Klangübertragung.

Das Design der Aftershokz Xtrainerz, welche insgesamt in vier Farben erhältlich sind, darunter: Schwarz, Blau, türkis und rot, gefällt mir sehr gut. Das zusätzlich schlichte einfarbige Design wird durch die zusätzlichen weißen Kunststoffelemente, welche in den Bereich des Nackenbands und an dem Bereich der Auflageflächen der Klangerzeuger mit eingespritzt wurden deutlich aufgelockert. 

(Design: 4 von 5 Punkten)

Verarbeitung

Die Verarbeitung des Aftershokz Xtrainerz ist sehr gut. Hier gibt es meiner Ansicht nach nicht wirklich etwas zu bemängeln. Dank der gummierten Oberfläche fühlt sich der Xtrainerz sehr bequem an. Da diese zudem komplett mit dem Gummierten-Material überzogen wurden, ist der Kopfhörer nach IP68 wasserdicht. Dadurch kann der Aftershokz Xtrainerz beim Tauchen auf bis zu 2 Meter für max. 2 Stunden genutzt werden. Dabei muss man nicht drauf achten, dass irgendeine Abdeckung wie z. B. der Lade-Anschluss geschlossen ist, denn der Kopfhörer wird über die bereits erwähnten Ladekontakte aufgeladen.

(Verarbeitung: 4,5 von 5 Punkten)

TEIL 2

bestehend aus „Funktion des Produktes“ entspricht 65% der Gesamtwertung

ArtBone-Conduction Kopfhörer
Besonderheitenmit integriertem 4 GB MP3-Player, aber ohne Bluetooth, wasserdicht nach IP68
FarbeSchwarz, blau, türkis und rot
AkkuMusiklaufzeit: bis zu 8 Stunden
Ladezeit: ca. 2 Stunden
Gewicht 30 g
Unterstützte MusikformateMP3, WMA, AAC, FLAC und WAV
Übertragungsbereich20- 20.000 Hz
TönerJeweils links und rechts ein Transducer
Lieferumfang1x Aftershokz Xtrainerz Kopfhörer
1x 20 cm Ladestation
1x Wasserdichte Ohrstöpsel
Kurzanleitungen
Garantiekarte usw.
Technische Daten des Aftershokz Xtrainerz

Tragekomfort

Beim ersten Anlegen des Aftershokz Xtrainerz merkt man direkt dessen geringes Gewicht von knapp 30 Gramm. Dennoch ist der Kopfhörer im ersten Moment etwas präsenter spürbar, da dieser leichten druck vor den Ohren erzeugt, was man von herkömmlichen In-Ears nicht gewohnt ist. Dieser ist jedoch sehr gering und daher gewöhnt man sich daran wirklich sehr schnell. Durch seine gebogene Form wird für einen Sicheren halt gesorgt, denn schließlich ist es bei diesem Kopfhörer so, dass dieser lediglich durch diesen „Anpressdruck“ und der Halterung über dem Ohr bei jeglicher Bewegung fest an der Position hält.

Dies mag man eigentlich gar nicht glauben, aber selbst bei einer Wenderolle im Schwimmen hat der Aftershokz Xtrainerz perfekt gehalten. Durch die Bauweise werden einige unter euch vielleicht meinen, dass man als Brillenträger Probleme haben wird, doch dem ist definitiv nicht so. Zwar liegt der Ohrhörer wie eine Bille über dem Ohr auf, doch dabei wird der halt der Brille bei Brillenträger eigentlich kaum beeinflusst. Ich persönlich hatte keinerlei Problem die Kopfhörer über eine länger Zeit (mehrer Stunden) zu tragen. Dies liegt unter anderem auch daran, dass die Auflagefläche der Klangerzeuger mit einem sehr angenehm anfühlenden weichen Silikonmaterial überzogen wurden.  

(Tragekomfort: 4 von 5 Punkten)

Bedienung

So, nun komme ich wie bereits versprochen auf die Bedienung ausführlich zurück. Schließlich wird die Musik einzig und allein über die vier Tasten an der rechten Seite des Kopfhörers gesteuert. Es gibt nämlich beim Aftershokz Xtrainerz kein verbautes Bluetooth-Modul und somit wird dieser nicht wie die anderen Geräte des Herstellers mit dem Smartphone verbunden. Sondern die Musik wird ganz allein über den integrierten MP3 Player wiedergegeben. 

Am Bedienelement gibt es drei Tasten, die nach unten gerichtet sind. Welche unter andern dazu dienen, die Musik zu steuern. Eine weitere Taste ist nach hinten gerichtet und bietet die Möglichkeit zu bestimmen, in welcher Reihenfolge die Musik abgespielt wird. Doch der Reihe nach, fangen wir mit dem „normalen“ Tasten an. 

Zum Anschalten des Aftershokz Xtrainerz drückt man die Multifunktionstaste (mittlerer Knopf) für drei Sekunden. Dabei ertönt kurz ein Startton und die Stimme teilt einem mit, wie voll der Akku noch ist. Diese Angabe ist jedoch sehr ungenau, da diese nur: High, Medium und Low benutz. Eine Prozentanzeige gibt es daher leider nicht. Über die mittlere Taste lässt sich der Kopfhörer auch Abschalten, dazu einfach ebenfalls diese Taste 3 Sekunden gedrückt halten. 

Während der Musikwiedergabe, welche beim starten übrigens direkt anfängt zu spielen, kann die Musik jederzeit mit der mittleren Taste angehalten oder wieder weitergespielt werden. Daneben befinden sich jeweils davor und dahinter die „+“ und „-“ Tasten, über welche man logischerweise die Lautstärke regulieren kann. Drückt man jedoch eine der Tasten für zwei Sekunden, springt man im Falle der „+“ Taste einen Track vor und auf „-“ einen Titel zurück. Betätigt man wiederum im pausierten Modus eine der beiden Lautstärketasten, wird einem ebenfalls der Akkustand mitgeteilt, jedoch ebenso wie beim Start sehr unpräzise. 

Kommen wir nun noch zur etwas versteckten Taste, welche wie bereits angedaut, nach hinten gerichtet ist. Über diese Taste lässt sich der Wiedergabe-Modus einstellen. Dabei kann man ganz einfach durch jedes Betätigen zwischen „normal“, „wiederholen“ und „zufällig“ wählen. Durch Längeres betätigen kann man hier zudem vom Allgemeinen-Modus auf den Schwimmmodus wechseln. Dabei wird das Klangbild verändert, da dieses unter Wasser deutlich anders klingt, dazu aber unter „Klang“ mehr. Zu guter Letzt kann man direkt am Kopfhörer auch die Sprache ändern, denn diese ist von Werk aus ich Chinesisch eingestellt. Dies erfolgt durch das Betätigen der Lautstärke „+“ und „-“ Tasten, welche man hier beide gleichzeitig für zwei Sekunden betätigt. Bei jedem Betätigen wechselt die Sprache durch, dabei stehen jedoch lediglich Englisch, Chinesisch, Japanisch und Koreanisch zur Auswahl.

(Bedienung: 3 von 5 Punkten)

Musik

Der große Vorteil des neuen Aftershokz Xtrainerz ist der integrierte MP3 Player mit 4 GB Speicher. Dadurch besitz dieser zwar anders als die bisherigen Aftershokz Kopfhörer kein Bluetooth, was etwas Schade ist. Doch dafür ist dieser komplett wasserdicht und man kann zudem das Smartphone sofern nicht benötigt, problemlos beim schwimmen oder Lauftraining daheim lassen. Schließlich ist ein Smartphone in den meisten sportlich Anwendungen Ballast und wirkt oftmals einschränkend in den Bewegungen.

Es stehen wie bereits erwähnt 4 GB Datenspeicher für Musik zur Verfügung. Dieser Speicher kann ganz „einfach“ am Windows PC, aber auch am Mac mit Musik belegt werden. Dazu einfach den Kopfhörer mithilfe des Ladekabel (Ladeschale) am Notebook oder PC anschließen und schon wird dieser als Massenspeicher-Medium auf dem Desktop angezeigt. Somit lässt sich Musik, sofern diese auf einem Computer gespeichert ist einfach per Drag & Drop auf den internen Speicher kopieren.

Beachten sollte ihr jedoch, das hier keine Musik von Streaming-Diensten wie zum Beispiel Spotify, Deezer oder Apple Music übertragen könnt. Es können lediglich, gekaufte bzw. von der CD überspielte Musiktitel in den Formaten: MP3, WMA, AAC, FLAC und WAV übertragen werden. Daher ist man hier etwas eingeschränkt, was in der heutigen Zeit von Streaming-Diensten für einige unter euch ein großer Kritikpunkt ist. Für diejenigen ist es daher ratsam, auf ein eventuell neues Modell zu warten, welches dann ebenfalls wasserdicht sein könnte und mit Bluetooth daher kommt, oder man greift zu den älteren Modellen.

(Musikübertragung: 3,5 von 5 Punkten)

Klang

Kommen wir nun wie immer zum wichtigsten Punkt bei einem Kopfhörer, dem Klang. Auf diesen war ich beim Xtrainerz ebenfalls sehr gespannt, denn schließlich sind die Modelle von Aftershokz keine herkömmlichen Kopfhörer mit Treibern, sondern welche, die über die sogenannten „Transducer“ Musik bzw. den Klang übertragen.

Das Besondere dabei ist, dass die Klangübertragung nicht durch die Luft in den Ohrkanal eingespielt wird. Sondern die Transducer den Klang, dank ihren minimale Vibrationen, durch den Wangenknochen zum Innenohr übertragen.

Dabei hat diese Technologie natürlich Vor- und Nachteil. Zum einen bleiben die Ohren frei, sodass man trotz Musikhören alles um sich herum dennoch gut wahrnehmen kann. Redet jemand mit einem, hört man die Person völlig klar und deutlich ohne die Kopfhörer absetzen zu müssen. Dafür wiederum entsteht hier natürlich auch ein Nachteil, und zwar die Isolierung der Umgebungsgeräusche. Sucht man hier einen Kopfhörer, bei dem man ungestört die Musik genießen kann, ist man mit dieser Technologie absolut falsch. Schließlich sind die Ohren frei und von daher hört man den Straßenverkehr beim Radfahren sehr deutlich. Sodass diese selbst in der höchst möglichen eingestellten Lautstärke die Umgebung nicht ausblenden können. Dies wäre ja auch nicht der Sinn des ganzen, schließlich wirbt man hier, dass man nicht komplett von seinem Umfeld isoliert wird.  

Nun komm ich wie versprochen zum Klangbild. Den Frequenzgang gibt Aftershokz mit einem typischen Wert von 20 Hz – 20 KHz an. Doch wie so oft, sagt dieser Wert auch bei den „Lautsprecherfreien“ Kopfhörern wenig zum Klangbild aus. Daher möchte ich euch meine Meinung dazu ausführlicher beschreiben. 

Im „trockenen“ also z. B. Zuhause, oder im Freien, konnte mich der Aftershokz Xtrainerz besonders von den Mitten und Höhen positiv überraschen. Die Höhen gefallen mir besonders, durch ihre hauchauflösende und saubere Wiedergabe. Die Mitten sind zwar ebenfalls präsent, klingen jedoch im Vergleich zu den Höhen etwas dumpfer. Der Bassbereich wiederum fällt im Allgemeinen etwas mager aus und bieten bei dieser Klang-Übertragungstechnologie logischerweise ein schwächeres Fundament.

In seinem eigentlichen Verwendungsgebiet, dem Wasser, klingt der Kopfhörer vollkommen anders. Nutzt man den Aftershokz Xtrainerz beim normalen Modus im Wasser, fällt direkt auf, dass dieser hier bei gleicher Lautstärke um einige Stufen lauter klingt und zudem extrem an Tiefenbass gewinnt. Das Klangbild klingt kurz gesagt einfach deutlich wärmer abgestimmt. Dabei klingt das Ganze jedoch so bassbetont, dass dieser die Höhen und Mitten klar übertönt. Hier empfiehlt es sich daher logischerweise, den Schwimmmodus zu aktivieren. Dadurch wird das Klangbild in der Abstimmung deutlich höher abgestimmt, was zwar in der Luft extrem höhenlästig klingt, unter Wasser jedoch perfekt abgestimmt ist.

Das Problem dabei ist jedoch, dass sich das Klangbild auch beim Verwenden der mitgelieferten Ohrstöpsel verändert. Schließlich dringt ohne diese, permanent Wasser in die Ohren, was wiederum für einen verstärken Bass sorgt. Dabei verändert sich dieser jederzeit beim Atmen über Wasser und so schwankt das Klangbild permanent, außer man würde ständig unter Wasser bleiben. Somit empfiehlt es sich, die Kopfhörer im Wasser nur in Kombination mit den mitgelieferten wasserdichten Ohrstöpseln zu verwenden, da mit diesen das Problem weitestgehend umgangen wird. 

Was man noch beachten sollte und ich persönlich etwas störend finde, ist die Lautstärken-Regulierung des Systemsounds. Dieser wird nämlich bei Reduzierung der Musiklautstärke nicht mit abgesenkt und daher gibt der Kopfhörer diesen immer sehr präsent und laut wieder. Insgesamt würde ich die maximale Lautstärke als überraschend hoch bezeichnen. Angelegt auf den Wangen, neigt der Kopfhörer jedoch ab ca. 70 % dazu, sehr zu vibrieren, was einige unter euch eventuell so wie mich persönlich auf Dauer stören könnte.

(Klang: 3,5 von 5 Punkten)

Akku

Der verbaute Akku im Xtrainerz ist insgesamt 183 mAh groß. Durch diesen verspricht das Unternehmen eine Akkulaufzeit von bis zu 8 Stunden. Dieser Wert hängt dabei natürlich wie üblich von der eingestellten Lautstärke ab. Weitere Einflüsse hat man hier jedoch nicht, da keine Verbindung mit einem Smartphone aufgebaut werden muss. Schließlich ist im Kopfhörer kein Bluetooth-Modul verbaut, sondern ein fest integrierter Speicher, den man wie einen MP3 Player sehen kann. In meinem Test kam ich bei etwa mittlerer Lautstärke zusammengerechnet auf eine Laufzeit von gut 9 Stunden, was soweit ein guter Wert ist. 

Aufgeladen bzw. wieder mit Strom versorgt, wird der Aftershokz Xtrainerz über ein im Lieferumfang beiliegendes Ladecase mit einem knapp 20 cm langen USB-A Anschlusskabel. In dieser Ladeschale, welche via seitlichem Knopf geöffnet wird, kann der Xtrainerz einfach eingesetzt werden und durch das zuklappen wird dieser anschließend direkt mit Strom versorgt. Diesen Vorgang bestätigt eine versteckte LED am Kopfhörer, welche durch ein im Ladecase integriertes Sichtfenster durchleuchtet. Je nach aufleuchten erkennt man dabei, wie voll der Akku gerade ist. Für eine komplette Aufladung benötigt man ca. 2 Stunden. Eine Schnellladefunktion gibt es bei diesem Gerät nicht.  

(Akku: 3,5 von 5 Punkten)

TEIL 3

bestehend aus „Preis/Leistung“ entspricht 10% der Gesamtwertung

Beschreibung

Beim Aftershokz Xtrainerz handelt es sich um ein Kopfhörer, welcher angesichts seines geringen Gewichtes, der IP68-Zertifizierung und einem guten Klangbild an Land, aber einem noch besseren unter Wasser überzeugen kann. Außerdem bietet der interne Speicher genug Platz, um darauf gut 1000 Musiktitel abzuspeichern und der Tragekomfort gefällt mir ebenso. Schließlich kann der Kopfhörer selbst mit Badekappe und Brille getragen werden und hält echt bombenfest. 

Kritikpunkt ist hier lediglich die unpräzise Ansage der Akkulaufzeit, dass dieser nicht auf Deutsch gestellt werden kann und er ohne Bluetooth daher kommt. 

Preis/Leistung

Die UVP des Aftershokz Xtrainerz liegt bei 159,95€. Teilweise ist dieser online aber auch bereits für ein paar Euro weniger verfügbar. Zwar ist der Preis eigentlich hoch gesetzt. Doch im direkten Vergleich wüsste ich persönlich hier jetzt kein Produkt, was mit diesem Funktionsumfang mithalten kann, schließlich ist die Technologie anders, als bei herkömmlichen Kopfhörern. 

Könnt ihr persönlich über die von mir genanten negativen Aspekte hinwegsehen, dann kann ich den Aftershokz Xtrainerz euch ans Herz legen. Möchte man jedoch nicht den Speicher via Drag & Drop mit Musik auffüllen und diese ohne Ahnung welcher Track gleich abgespielt wird nutzen, dann sollte man auf jeden Fall zu einem Bluetooth Modell greifen. Hier kann man nämlich dann am Smartphone die Playlist auswählen und bei Bedarf diese direkt über den Kopfhörer steuern.  

Aftershokz Xtrainerz

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testr Gesamtwertung

unter Berücksichtigung aller Teilwertungen

 Wir bedanken uns beim Hersteller für die Bereitstellung des Produktes. Zu unseren Grundsätzen

Link zum Hersteller: aftershokz.com.de

Beyerdynamic Blue Byrd

In aller Kürze

Mit dem leichten Blue Byrd, hat Beyerdynamic einen kabellosen In-Ear Kopfhörer auf den Markt gebracht. Bei diesem setzt man auf eine Verbindung der einzelnen Ohrhörer via Kabel und zugleich moderne bzw. qualitativ hochwertige Audio-Codecs wie AAC und aptX LL. Dank Klangpersonalisierung verspricht das Unternehmen ein noch besseres Hörerlebnis. Zwar setzt man hier auf einen modernen USB-Typ-C Lade-Anschluss, doch 6 Stunden Akkulaufzeit sind im Vergleich zur Konkurrenz nicht besonders viel. Das Klangbild ist nicht so neutral abgestimmt wie von Beyerdynamic gewohnt, kann aber im Großen und Ganzen überzeugen.

Gefällt uns

  • Tragekomfort
  • Flaches Gehäuse
  •  geringes Gewicht ( 17 Gramm)
  • USB-Typ-C Anschluss
  •  Klangpersonalisierung

Gefällt uns weniger

  • schleschlechte Sprachverständlichkeit
  • zu geringe Akkulaufzeit (6 Stunden)
  •  teils unpräzise Bedienung

Beyerdynamic Blue Byrd

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TEIL 1

Bestehend aus „Verpackung/Design/Verarbeitung“ entspricht 25% der Gesamtwertung

Verpackung

Neben dem von mir bereits getesteten Lagoon ANC, bei dem es sich um einen Over-Ear Kopfhörer handelt, hat Beyerdynamic zur IFA 2018 auch noch einige In-Ear Modelle vorgestellt. Eines davon ist der Blue Byrd, ein Bluetooth In-Ear Kopfhörer mit dünner Kabelverbindung, modernem Design und Klangpersonalisierung.

Die Verpackung des Beyerdynamic Blue Byrd ist ausgesprochen klein, da sich das Unternehmen hierbei auf das wesentliche konzentriert hat. Bevor ich auf das eingehe, was sich im Inneren und somit im Lieferumfang befindet, möchte ich euch kurz wie gewohnt noch die Verpackung näher beschreiben.   

Die Vorderseite der kleinen Schachtel, ziert wie üblich, neben dem Herstellernamen auch der Name des In-Ear Kopfhörer „Blue Byrd“. Außerdem ist hier eine vergrößerte Abbildung der beiden Ohrstücke abgebildet und es wird auf Englisch darauf hingewiesen, dass es sich um Bluetooth In-Ear Kopfhörer handelt, der mit einer Klang-Personalisierung ausgestattet wurde. Unten links werden zudem noch die Logos von Bluetooth und Qualcomm aptX Low Latency dargestellt, da der In-Ear Kopfhörer mit diesen Funktionen ausgestattet wurde.

An der linken Seite ist wie beim Beyerdynamic Lagoon ANC, in einer kurzen Ausführung der Lieferumfang und die wichtigsten Ausstattungsmerkmale aufgelistet. Zu guter Letzt wird an der Rückseite der Blue Byrd In-Ear-Kopfhörer etwas kleiner, jedoch immerhin komplett dargestellt. Ebenso wir hier einiges an Text, über die MOSAYC-Klang-Personalisierung erwähnt. Des Weitern weißt man auf die MIY-App, welche kostenlos für iOS und Android erhältlich ist hin. 

Öffnet man die kleine Verpackung an der Oberseite, kommt direkt ein kleines, hochwertiges Transport-Etui zum Vorschein. In diesem befindet sich bei der Anlieferung nicht nur der Beyerdynamic Blue Byrd In-Ear Kopfhörer, sondern auch das USB-Typ-C Ladekabel und die Ohranpassstücke. Dieses Transport-Etui befindet sich übrigens sicher gehalten in einem 100 % Biologisch abbaubaren Material. Unter dem Element findet man schließlich noch die üblichen Kurzanleitungen, welche eigentlich bei keinem Produkt fehlen sollten.

(Verpackung: 4 von 5 Punkten)

Design

Beim Blue Byrd, handelt es sich um einen In-Ear Kopfhörer, bei dem beiden Ohrhörer mit einem knapp 2 mm dicken Kabel miteinander verbunden sind. Zwischen diesem knapp 700 mm langen Kabel befinden sich zum einen je 190 mm unterhalb des jeweiligen In-Ear Kopfhörer eine Verdickung (Kunststoffelement). In diesem 40 x 13 x 9 mm (L x H x B) Kunststoffelement, ist jeweils ein kleiner Akku integriert, welche den In-Ear Kopfhörer mit Strom versorgen. 

Unterhalb des rechten Ohrhörers ist dazwischen jedoch noch eine größere Drei-Tasten-Fernbedienung integriert. Dies ist vom Ohrhörer 70 mm entfernt und ca. 60 x 12 x 8 mm (L x H x B) groß. Diese Fernbedienung umfasst neben den drei Drucktasten, auf die ich später noch unter Bedienung genauer eingehen werde, ein Mikrofon, sowie eine rote/blau Status-LED auf der Rückseite. Des Weiteren befindet sich direkt daneben bzw. auf der Rückseite hinter den Bedientasten ein Beyerdynamic Schriftzug und an der Seite ein USB-Typ-C Anschluss, über welchen man den Akku aufladen kann.

Das Gehäuse der In-Ear Kopfhörer wurde aus drei einzelnen Teilen gefertigt. Dem Kunststoff-Rahmen, indem das Kabel verläuft, der Trichterförmige-Kunststoff-Teil mit dem Treiber an der Vorderseite, an dem dann auch die Ohrtipps befestigt werden. Sowie dem Aluminiumelement, an dem an der Außenseite das neue Beyerdynamic-Logo in Form eines „y“ erhaben prangt.

(Design: 4 von 5 Punkten)

Verarbeitung

Nicht nur bei den Over-Ear und On-Ear Kopfhörern ist es den Herstellern wichtig, ein möglichst bequemen, aber zugleich leichten Kopfhörer zu Entwickeln, sonder auch bei den In-Ear Kopfhörern. Daher verwendet auch Beyerdynamic hier zum Großteil Kunststoff. Lediglich die Aluminium-Zierplatte an der Außenseite, welche beim Tragen später nur minimal hervorsteht, wurde aus Aluminium hergestellt. Beim Gewicht kann der Beyerdynamic Blue Byrd ebenfalls überzeugen, denn mit einem Gesamtgewicht von 17 Gramm, fällt dieser sehr leicht aus.

Was ich an der Verarbeitung am neuen Blue Byrd etwas kritisieren könnte, wäre z. B. die Drei-Tasten-Fernbedienung. Diese fällt mir persönlich etwas zu groß aus und zudem gefällt mir die Unterteilung der drei Schaltbereich nicht wirklich. Beyerdynamic hat hier nämlich lediglich eine Bedienebene integriert, welche sich lediglich durch drei einzelne Druckpositionen unterscheidet. Hier hätte man meiner Meinung nach lieber auf drei einzelne vorstehende gummierte Tasten setzen sollen, denn somit könnte man diese direkt mit den Fingern ertasten. Dies ist so in dieser Ausführung leider nicht möglich, da die „+“ und „-“ Taste hier vertieft integriert wurde und sich kaum erfühlen lassen. 

(Verarbeitung: 4 von 5 Punkten)

TEIL 2

bestehend aus „Funktion des Produktes“ entspricht 65% der Gesamtwertung

Kopfhörer-ArtIn-Ear-Kopfhörer
BesonderheitenBluetooth 4.2 Leistungsklasse 2
FarbeSchwarz
AkkuLaufzeit Bluetooth® . . . . . . . . . bis zu 6 Stunden.
Ladezeit: ca. 1 Stunden
Gewicht 17 Gramm komplett
Ohrhörer selbst (ohne Kabel) 6 Gramm
Unterstützte ProfileHSP, HFP, A2DP, AVRCP, SPP, GAP, SDP
Unterstützte CodecsaptX™, aptX LL™, AAC, SBC, mSBC
Übertragungsbereich10-25.000 Hz
TönerJeweils links und rechts ein geschlossener Dynamischer-Treiber
Lieferumfang1x Beyerdynamic Blue Byrd In-Ear-Kopfhörer
1x 70 cm langes USB-Typ-C-Ladekabel
1x Hardcase
Kurzanleitungen
5 Parr Ohrtips in den Größen (XS; S; M; L; XL). Vormontiert ist von Werk aus die Größe M.
Technische Daten des Aftershokz Xtrainerz

Tragekomfort

Beyerdynamic verspricht beim Blue Byrd einen hohen Tragekomfort, der dank dem ergonomisch geformten Gehäuse und dessen flachen Bauform gewährleistet werden soll. Dieser Aussage kann ich soweit auch absolut zustimmen. Direkt beim Einsetzen in den Ohrkanal merkt man schon, wie gut sich diese bzw. die Silikon-Ohrpassstücke dem Ohrkanal anpassen. Gleichzeitig stellt man auch fest, dass die Ohrstöpsel zwar gleich tief wie viele anderen In-Ear Ohrhörer im Ohr sitzen, aber dank deren flachen Bauweise kaum aus dem Ohr hervorstehen. Für mich persönlich sind das von all den In-Ear Kopfhörer die ich getestet habe, diejenigen, die am wenigsten hervorstehen. Daher kann man, wie Beyerdynamic unter anderem verspricht den Blue Byrd zum Entspannen oder auch schlafen verwenden, denn an den Ohren gibt es keinen Druck, der bei anderen Ohrhörer entstehet, wenn man auf diese liegt.

Getragen wird der Beyerdynamic Blue Byrd entspannt über den Nacken. Dabei liegt das Kabel angenehm auf der Haut auf, da dieses mit einer weichen Oberfläche überzogen wurde. Dank dieser Beschichtung wurden zudem die Kabelgeräusche die üblicherweise bei solchen Kopfhörern entstehen können auf ein geringes Minimum reduziert.

Da Beyerdynamic gleich fünf Paar Ohrpassstücke in verschiedenen Größen (XS; S; M; L) dem Lieferumfang beilegt, sollte eigentlich jeder unter euch die In-Ear Kopfhörer der eigenen Passform anpassen können. Bei mir haben direkt die Ohrpassstücke, welche von Werk aus montiert waren super gepasst. Damit konnte ich problemlos mehrer Stunden Musik hören, ohne das ich dabei ein Druckgefühl oder Ähnliches empfunden habe.

Übrigens, wer anstelle von Ohrpassstücke aus Silikon lieber welche aus Memory-Schaum nutzen möchte, kann direkt bei Beyerdynamic die Comply (Serie 500) im 3-er Pack bestellen. Diese reduzieren die Umgebungsgeräusche noch einmal deutlich mehr und lohnen sich daher sicherlich.

(Tragekomfort: 4 von 5 Punkten)

Bedienung

Wie bereits angedeutet, möchte ich euch nun die Bedienung ausführlich erklären, denn über die drei Tasten, kann man sämtliche wichtigen Befehle, welche man beim Musikhören braucht ausführen.

Wie bereits erwähnt, befindet sich unterhalb vom rechten Ohrhörer eine Drei-Tasten Fernbedienung. Über diese kann man wie üblich die Musik pausieren, dies erfolgt durch das Betätigen der mittleren Taste, oder man kann während des Musikhören die Lautstärke erhöhen, indem man die „Plus-Taste“ betätigt bzw. absenken, wenn man logischerweise die „Minus-Taste“ drückt. Doch bevor man dies machen kann, muss man den Kopfhörer erst einmal einschalten, was durch das drücken und halten der mittleren Multifunktionstaste erfolgt. Möchte man den Ohrhörer wiederum ausschalten, dann muss man diese Taste für knapp 6 Sekunden betätigen. 

Über diese Multifunktionstaste kann man auch sämtliche weitere Einstellungen der Medienwiedergabe steuern. Möchte man z. B. zum nächsten Titel springen, dann genügt es, die Multifunktionstaste in der Mitte 2 x kurz zu drücken. Den Titel davor wiederum kann man durch 3 x Drücken hintereinander wiedergeben. Ebenso kann man jedoch auch die Musik vorspulen und zurückspulen, was entweder durch 2 x drücken und nach dem zweiten Drücken gedrückt halten erfolgt oder 3 x drücken und anschließendes halten, bis zum gewünschten Punkt.

Eine Anrufsteuerung ist ebenfalls direkt über die Multifunktionstaste der Fernbedienung möglich. Dazu einfach beim eingehenden Anruf einmal kurz, die mittlere Taste betätigen. Die Gesprächslautstärke kann dann ebenfalls wie die Lautstärke-Regelung der Musik, durch drücken auf „+“ oder „-“ geregelt werden. Möchte man z. B. aus zeitlichen Gründen gerade nicht den Anruf annehmen, genügt es, die mittlere Taste für ca. 2 Sekunden gedrückt zu halten.

(Bedienung: 3 von 5 Punkten)

Klang

Beim Blue Byrd setzt Beyerdynamic wie auch beim Lagoon ANC auf eine Klangpersonanlisierung. Diese ist nicht zwingend erforderlich und von daher könnte man den Blue Byrd wenn gewünscht, auch komplett ohne App nutzen und somit direkt via Bluetooth mit dem gewünschten Zuspielgerät koppeln. Doch da man hier eventuelle Firmware-Updates, einige Einstellungen und auch die MOSAYC Klang-Personalisierung für ein individuelles Hörerlebnis vornehmen kann, ist es ratsam, zuerst die App Namens „MIY“ auf dem Smartphone zu installieren. 

Fürs Klangbild setzt Beyerdynamic beim Blue Byrd auf geschlossene, dynamische Treiber, zu deren Größe das Unternehmen jedoch keine Infos angibt. Dafür wird jedoch der Übertragungsbereich welchen die beiden verbauten Treiber wiedergeben können angegeben, dieser liegt im Bereich von 10 – 25.000 Hz. Für den guten Klang in nahezu CD-Qualität ist der neue Blue Byrd von Beyerdynamic mit den wichtigsten Audio-Codecs ausgestattet worden. So unterstützt dieser anders, als in dieser Preisklasse üblich nicht nur aptX für Android, sondern auch noch aptX LL (Low Latency), für eine sehr geringe Latenz bei der Wiedergabe von Videos. Jedoch kommen auch Apple User nicht zu kurz, denn der von Apple-Devices genutzte AAC-Codec wir ebenfalls unterstützt. Übrigens wird direkt beim Starten der Musikwiedergabe über die Kopfhörer bekannt gegeben, welchen Audio-Codec dieser gerade verwenden. Bei mir am iPhone erfolgte dies z. B. durch die Durchsage ACC aktiv. Bei der Gesamtlautstärke stehen dem Beyerdynamic Blue Byrd ausreichend Reserven zur Verfügung, sodass dieser mit einer hohen Maximallautstärke überzeugen kann. Doch wie gut schneidet dieser klanglich ab? Hierzu möchte ich euch natürlich meinen Eindruck vermitteln.

 Beim Beyerdynamic Blue Byrd In-Ear Kopfhörer, hat man die gleiche Klangpersonalisierung integriert, wie bei dem von mir bereits getesteten Beyerdynamic Lagoon ANC. Diese beeinflusst das Klangbild unter Umständen mehr oder weniger, kann jedoch nach dem ersten Einmessen jederzeit deaktiviert werden oder auch reduziert zugeschaltet werden. Beyerdynamic selbst rät laut Handbuch, diese in etwa mit 50 % zuzuschalten. 

Nach dem erfolgreichen Durchführen der Klangpersonalisierung konnte mich der Blue Byrd mit einem voluminösen und konturierten Bass überzeugen, ebenso fehlt es keineswegs am beliebten Tiefbass. Die Mitten konnten mich mit einer blühenden Klangfarbe und die Höhen mit einer detailreichen Wiedergabe und hochauflösenden Tönen überzeugen. Mit der Stereobühne war ich zwar zufrieden, jedoch ist die Raumabbildung meiner Meinung nach etwas zu instabil und verwaschen.

Bei der Sprachverständlichkeit während des Telefonieren und beim WhatsApp Sprachnachrichten verfassen, war ich weniger zufrieden. Den selbst in einem ruhigen Raum waren hier im Vergleich zum Mikrofon in meinem iPhone X wesentlich mehr Nebengeräusche und ein permanentes Grundrauschen wahrnehmbar. Zudem ist die Sprache allgemein leiser, wie wenn ich diese direkt über das Smartphone aufnehme. Hier hat mich daher das verbaute Mikrofon nicht ganz überzeugen können. Beim Ansehen von Videos und Filmen über mein iPhone X konnte ich keinen Versatz zwischen dargestelltem Bild und dem wiedergegeben Ton feststellen. Wer zudem ein Android Smartphone besitzt, kann hier von Qualcomm aptX Low Latency profitieren, welches auch hier für eine verzögerungsfreie Wiedergabe sorgt.

(Klang: 3,5 von 5 Punkten)

App

Beyerdynamic bietet, beim Blue Byrd genau dieselbe kostenlose App Namens „MIY“ an, welche auch für den Beyerdynamic Lagoon ANC genutzt wird. Daher ist der Aufbau der App hier zu ca. 95 % identisch. Anders ist hier lediglich das dritte Untermenü, bei dem einem hier natürlich nicht das Touch-Bedienfeld näher erklärt wird, sondern die Drei-Tasten-Fernbedienung. Ebenso erhält man im letzten Untermenü Information über den  Blue Byrd In-Ear Kopfhörer und nicht über den Lagoon ANC. 

MIY
Preis: Kostenlos
MIY beyerdynamic
Preis: Kostenlos

Aufgeladen bzw. wieder mit Strom versorgt, wird der Aftershokz Xtrainerz über ein im Lieferumfang beiliegendes Ladecase mit einem knapp 20 cm langen USB-A Anschlusskabel. In dieser Ladeschale, welche via seitlichem Knopf geöffnet wird, kann der Xtrainerz einfach eingesetzt werden und durch das zuklappen wird dieser anschließend direkt mit Strom versorgt. Diesen Vorgang bestätigt eine versteckte LED am Kopfhörer, welche durch ein im Ladecase integriertes Sichtfenster durchleuchtet. Je nach aufleuchten erkennt man dabei, wie voll der Akku gerade ist. Für eine komplette Aufladung benötigt man ca. 2 Stunden. Eine Schnellladefunktion gibt es bei diesem Gerät nicht.  

(App: 4 von 5 Punkten)

Koppeln und Reichweite

Der Beyerdynamic Blue Byrd wird, wie der Name schon vermuten lässt, via Bluetooth mit dem Smartphone verbunden. Hierbei setzt das Unternehmen jedoch noch auf Bluetooth 4.2 und nicht gleich auf den neueren Standard Bluetooth 5.0. Nichtsdestotrotz geht dies soweit in Ordnung, denn die Einrichtung wie gewohnt sehr einfach. Beim ersten Einschalten befindet sich der Beyerdynamic Blue Byrd wie üblich automatisch im Pairing-Modus und kann daraufhin über die Bluetooth-Einstellungen mit dem Smartphone gekoppelt werden.

Sollte dies nicht so sein, kann man den In-Ear Kopfhörer ganz einfach in den Bluetooth-Verbindungsmodus versetzen. Dazu im ausgeschalteten Zustand die Multifunktionstaste für 6 Sekunden gedrückt halte und warten, bis die LED auf der Rückseite abwechselnd rot und blau blinkt. Praktisch ist, dass der Blue Byrd sich mit bis zu 15 Geräten koppeln kann und diese sich merkt. Schaltet man daher eines der Geräte an, verbindet sich der Kopfhörer automatisch mit diesem. Aber zu beachten gilt hier, dass man nur mit zwei Geräten gleichzeitig eine Verbindung aufbauen kann. 

Bei der max. Reichweite gibt Beyerdynamic 10 Meter an, was für ein Bluetooth 4.2-Modul ein Standardwert ist. Ich kam im Test jedoch auch zum Teil auf knapp 12 Meter. Dabei muss jedoch die Richtung genau passen und es dürfen keine großen Hindernisse oder Gegenstände dazwischen befinden. Logischerweise fällt die Reichweite im Haus/ Wohnung dementsprechend kleiner aus, als z. B. im Freien. Dies ist jedoch eigentlich selbsterklärend. 

(Koppeln und Reichweite: 4 von 5 Punkten)

Akku

Beim Beyerdynamic wurden wie bereits erwähnt in den beiden dickeren Kunststoffelementen jeweils ein kleiner Akku (Gesamt 106 mAh) verbaut. Diese ermöglichen zusammen laut Beyerdynamic eine Akkulaufzeit von bis zu 6 Stunden. Dies ist leider absolut nicht mehr zeitgemäß, denn hier bieten einige Kopfhörer besserer Laufzeit und das sogar mit einer zusätzlichen ANC-Funktion und zudem sind inzwischen viele True Wireless In-Ear Kopfhörer erhältlich, die ebenfalls mehr Laufzeit bieten. Dafür wiederum fällt das Gehäuse der Blue Byrd In-Ear Kopfhörer extrem klein aus. Von daher muss man sich hier selbst entscheiden, ob einem die geringe Laufzeit stören könnte oder eben nicht.

Beachten sollte man bei der Angabe der Laufzeit wie immer, dass diese von der eingestellten Lautstärke abhängt. In meinem mehrwöchigen Testzeitraum kam ich bei etwas über mittlerer Lautstärke auf eine Gesamtlaufzeit von etwas knapp über 4 Stunden. Dies ist wie bereits angedeutet nicht wirklich lange und einfach etwas zu wenig.

Sobald der 106 mAh kleine Akku leer sein sollte, wird dieser einfach über den USB-Typ-C Ladenschluss aufgeladen. Dieser Vorgang dauert von 0 auf 100 % knapp über eine Stunde. Eine Schnellladefunktion wurde leider auch hier nicht integriert.

(Akku: 3 von 5 Punkten)

TEIL 3

bestehend aus „Preis/Leistung“ entspricht 10% der Gesamtwertung

Beschreibung

Beim Blue Byrd handelt es sich um den neusten Bluetooth In-Ear Kopfhörer vom Unternehmen aus Heilbronn. Dieser kann zwar mit einem guten Klang und einer guten Verarbeitung überzeugen, doch ebenso hat dieser auch einige Schwächen.

Vor allem die Drei-Tasten-Fernbedienung gefällt mir persönlich von der Haptik und deren Größe weniger. Außerdem ist die Akkulaufzeit mit bis zu 6 Stunden in der heutigen Zeit einfach zu gering. Hier bietet die Konkurrenz zum Großteil eine längere Akkulaufzeit.

Preis/Leistung

Die UVP des Beyerdynamic Blue Byrd lag zum Marktstart bei 129€. Hier hat sich preislich nicht viel verändert. Lediglich über Amazon ist dieser gebraucht für unter 90€ erhältlich. Der Blue Byrd In-Ear Kopfhörer ist im Prinzip nicht schlecht, denn klanglich gefällt mir dieser dank Klangpersonalisierung ebenso gut, wie vom Tragekomfort und der Verarbeitung. 

Doch mir persönlich ist eine gute Bedienung ebenso wichtig wie auch eine möglichst lange Akkulaufzeit und genau dies sind des Blue Byrd schwächen. Die Drei-Tasten-Fernbedienung ist nicht gut gelöst. Die beiden Tasten zur Lautstärkensteuerung lassen sich nicht so gut ertasten. Des Weitern konnte mich das verbaute Mikrofon nicht überzeugen, dieses nimmt selbst in einem leisen Raum ein präsentes Hintergrundrauschen mit auf, was einfach nicht sein darf. Hie liefert selbst mein iPhone X bessere Ergebnisse. Ebenso enttäuschen ist die Akkulaufzeit von max. 6 Stunden. Hier gibt es, wie bereits erwähnt viele In-Ear Kopfhörer die deutlich länger durchhalten.

Beyerdynamic Blue Byrd

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unter Berücksichtigung aller Teilwertungen

 Wir bedanken uns beim Hersteller für die Bereitstellung des Produktes. Zu unseren Grundsätzen

Link zum Hersteller: beyerdynamic.de

Gigaset GS110

In aller Kürze

Das Gigaset GS110 ist für den Preis von unter 120€ ein gutes Einsteiger-Smartphone. Dieses kann unter anderem mit einem 3.000 mAh Akku überzeugen, welcher sehr einfach ausgetauscht werden kann. Die Verarbeitung und das Design ist für den Preis ebenso gut. Lediglich die etwas schlechte Kamera und der RAM könnte besser sein, denn diese sind leider heutzutage keinesfalls mehr zeitgemäß.

Gefällt uns

  • Gute Akku-Leistung
  • Wechselakku
  • modernes Design und gute Verarbeitung
  • Kopfhörerbuchse
  • USB-Typ-C Anschluss

Gefällt uns weniger

  • Gering Auflösendes Display
  • mäßige Foto- und Videoqualität
  • keine Kopfhörer im Lieferumfang
  • teils langsame Performance
Gigaset GS110

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TEIL 1

Bestehend aus „Verpackung/Design/Verarbeitung“ entspricht 25% der Gesamtwertung

Verpackung

Farblich bleibt Gigaset den Farben des Logos treu, denn die VFarblich bleibt Gigaset den Farben des Logos treu, denn die Verpackung kommt ebenfalls in den typischen orange/weißen Farben daher. Die Verpackung selbst ist jedoch wie beim Gigaset GS280 anders, als die der ganzen anderen Smartphone-Hersteller. Diese schütz das Smartphone zwar ebenfalls sehr gut, ähnelt vom Material und dem Öffnungskonzept jedoch dem eines üblichen Versandkartons. Es handelt sich hierbei nämlich um eine weiße 1. welligen Kartonage, welche an der Außenseite mit einigen technische Daten und Bilder des Gerätes bedruckt wurde. 

Bevor wir uns den Inhalt näher anschauen, betrachten wir zuvor die Verpackung. Die Oberseite zieren wie üblich den Namen des Herstellers „Gigaset“ und die Modellbezeichnung „GS110“. Des Weiteren ist es hier bei Gigaset noch üblich, das Smartphone von der Vorder- und Rückseite betrachtet abzubilden. An den Stirnseiten wird wie gewohnt rundherum im Zentrum der Name „Gigaset“ präsentiert. An der oberen Stirnseite ist wiederum ein Aufkleber über dieses Logo geklebt, welcher wie üblich über die IMEI 1-/2-Nummer, die Seriennummer, das Smartphone-Modell und dessen Farbe informiert.

Die Rückseite hält wie von Gigaset bereits gewohnt, einen kleinen Auszug der wichtigsten Ausstattungsmerkmale des Smartphones bereit. Daher erfährt man hier z. B., dass es sich um ein 6,1 Zoll Display mit V-Notch (Tropfen-Notch) handelt, es mit Android 9 Pie (Go Edition) bestückt ist und neben einem wechselbaren 3.000 mAh Akku auch noch einen 8-Kern Prozessor besitzt usw. 

Wie bereits vom Gigaset GS280 gewohnt, wird auch das neue GS110 nicht mehr in einer zweiteiligen Verpackung geliefert, sondern in einer einteiligen, welche von rechts nach links aufgeklappt wird. Hat man diese geöffnet, erblickt man das Gigaset GS110 in einer matten Folie verpackt, welches zudem mit einer Displayschutzfolie versehen wurde. Diese Displayfolie ist ebenfalls mit dem Namen des Smartphones bedruckt und informiert über sämtliche Bedienelemente und Anschlüsse am Gerät.

Das restliche Zubehör verbirgt sich unter einem simplen Trennboden. Dabei handelt es sich um den 3.8 V 3.000 mAh Akku mit 11,4 Wh und die separate Kunststoffrückseite des Smartphones, welche nach dem einlegen des Akkus angebracht werden muss. Zudem liegt darunter noch eine Bedienungsanleitung aus 100 % Recycelten Papier, ein USB-Typ-C Ladekabel und ein 10 Watt Netzteil.

Ein SIM-Tool braucht man im Falle des GS110 nicht, da die SIM-Karte seitlich bei geöffneter Rückseite eingeschoben wird. Was wiederum dieses Mal gegenüber den anderen Geräten fehlt, ist ein In-Ear Kopfhörer Paar. Diese hätte Gigaset wie gewohnt trotz des niedrigen Preises beilegen können, auch wenn diese wie üblich nicht besonders gut sind. Doch der Anspruch der Leute von so günstigen Smartphones ist nicht so hoch, daher würden prinzipiell diese „billigen“ Kopfhörer problemlos ausreichen.

(Verpackung: 3,5 von 5 Punkten)

Design

Beim Gigaset GS110, hat das Unternehmen gegenüber den bisherigen Smartphones, die ich vom Unternehmen getestet habe einiges geändert. Zum ersten Mal setzt man nämlich beim Display nicht mehr auf einen breiten Balken an der Unter- und Oberseite, sondern hat den Displayrahmen an der Oberseite durch einen deutlich schmäleren Rahmen mit einer Tropfen-Notch (V-Notch) versehen. In dieser kleinen Aussparung befinden sich mittig die kleine Selfie-Kamera und die Hörmuschel.

Ebenso wieder neu aufgelegt hat Gigaset bei diesem Einsteiger-Smartphone die abnehmbare Rückschale und der daraus resultierende wechselbare Akku. Dies finde ich in der heutigen Zeit schon besonders, denn mittlerweile kommen eigentlich soweit mir bekannt ist alle Smartphone mit einem Unibody-Gehäuse daher, bei denen dies eben nicht möglich ist. Daher bekommt man hier mit nur wenig Kraftaufwand die Rückseite entfernt und kann den Akku völlig einfach wie bei den meisten ersten Smartphones wechseln. 

Klar hat die Rückseite, welche man wechseln kann auch Nachteile, denn diese kann somit nicht aus Glas oder Aluminium bestehen. Daher handelt es sich hierbei wie bei den ersten Smartphones von Samsung und Co. um eine Kunststoffschale. Ebenso muss man hier in diesem Fall auf einen Fingerabdrucksensor verzichten, denn diese wäre hier auf der Rückseite unmöglich zu integrieren. Daher hat man sich hier auf das altbekannte Entsperrmuster oder alternativ einer Gesichtsentsperrung festgelegt. Um es vorneweg zu nehmen, kann ich hier jedoch klar sagen, dass diese definitiv nicht so gut und genau wie z. B. Face-ID von Apple ist. 

Von den Abmessungen ist das Gigaset GS110 aufgrund des größeren Displays etwas länger und breiter geworden, wenn man dies mit dem GS280 vergleicht. Wiederum hat es in der breite ein paar Millimeter abgenommen und ist mit 154 Gramm eines der leichtesten Smartphones aus dem Hause Gigaset. Das Display wiederum ist deutlich gewachsen und gehört beim Gigaset GS110 mit 6,1 Zoll zum größten Display, welches das Unternehmen bisher bei seinen Smartphones verbaut hat.

Die neue Smartphone-Generation hat Gigaset nun endlich auch dem aktuellen Trend der ganzen anderen Hersteller angepasst. Somit kommt wie bereits erwähnt die neue Serie mit einer Notch daher. Beim GS110 ist es in diesem Fall ein Tropfen-Notch. Im unteren Bereich ist der Rand (Kinn) zwar verschmälert geworden, jedoch wenn man bedenkt, dass hier nicht verbaut ist, ist dieser mit den knapp 7 mm immer noch relativ breit. Das 6,1 Zoll große Display ergibt bei dessen Form ein 19,5:9 Format, also ist es etwas mehr als doppelt so hoch wie breit. 

Bei der Anordnung der Tasten gibt es gegenüber dem von mir getesteten Gigaset GS280 keinen großen Veränderungen. Daher ist an der rechten Seite wie gewohnt die Lauter-/Leiser Wippe und nur wenige Millimeter darunter der leicht geriffelte Power-Knopf untergebracht. Der SIM-Karten und micro-SD-Slot findet man hier beim GS110 jedoch nicht wie gewohnt links, sondern nun unter der abnehmbaren Polycarbonat-Rückschale. Hier kann man von hinten betrachtet die beiden SIM-Karten oben links in zwei getrennte Steckplätze einsetzen und bei Bedarf den internen Speicher mit einer Micro-SD-Speicherkarte um bis zu 256 GB erweitern. Dieser Steckplatz befindet sich unmittelbar oberhalb des Akkus und ist entsprechend gekennzeichnet. 

Weiterhin hat Gigaset an seinen Smartphones einen AUX-Anschluss verbaut. Damit kann man bei Bedarf weiterhin ein Kopfhörer via Kabel anschließen, sofern man diesen hat, denn Gigaset legt diesen beim GS110 wie bereits erwähnt nicht mit in die Verpackung. An der Unterseite findet man zentral einen modernen zeitgemäßen USB-Typ-C Anschluss zum Aufladen, welcher rechts von einem Mono-Lautsprecher und links von einem Mikrofon (für Telefonate) umgeben ist. Die Löcher welche hier in der Rückschale links neben dem Lade-Anschluss eingebracht sind, gelten dabei nur der Optik, denn diese haben hier wie man bei entfernt Rückseite sehen kann keinerlei Funktion. Das Mikrofon ist nämlich hinter dem kleineren Loch ganz links außen. 

An der Rückseite ist in der oberen linken Ecke ein Single-Kameramodul verbaut. Dabei handelt es sich um eine mit 8 Megapixeln auflösende Kamera mit einer Blende von f/2.8, welche angesichts des Preises nicht anders zu erwarten, von einem Mono-LED-Blitz bei schwachem Licht unterstützt wird. Bei der Frontkamera, welche wie bereits erwähnt in der Notch verbaut ist, setzt Gigaset auf eine 5 Megapixel Linse mit ebenfalls einer Blende von f/2.8. Über der Kameralinse ist wie üblich dann noch eine schmale Hörmuschel und daneben einem Annäherungssensor untergebracht. Dieser dient wie üblich dazu, das Display abzuschalten, sobald man das Smartphones ans Ohr hält. Zudem ist hier direkt daneben auch der Lichtsensor untergebracht, welcher wie üblich die Helligkeit des Displays, automatisch der aktuellen Lichtsituation anpasst.

Nun möchte ich noch kurz zum Mono-Lautsprecher eingehen. Dieser ist von der maximalen Lautstärke zwar laut genug, doch klangliche Wunder solltet ihr hier nicht erwarten. Musikhören im Bad, ist damit zwar gut möglich, aber einen Film über Netflix oder ein Video über Youtube anschauen würd ich persönlich meistens mit Kopfhörer bevorzugen. Der Klang ist nämlich was den Tiefgang, also den Bassbereich angeht sehr mager aufgestellt. Hier hören sich Explosionen nicht tief genug an und daher fehlt es hier an Kraft.

Der USB-Typ-C-Ladeanschluss an der Unterseite unterstützt weiterhin wie die bisherigen Gigaset Smartphones die USB-on-the-go (OTG) Funktion. Dies bedeutet, dass man mit dem passenden Kabel ein angeschlossenes Gerät mit Strom versorgen kann. Dabei dient das Gigaset GS110 wie bereits dessen Vorgänger, als Power-Bank.

(Design: 3,5 von 5 Punkten)

Verarbeitung

Die Verarbeitung des Gigaset GS110 ist gut. Die Rückseite besteht aus Kunststoff und nicht wie bisher bei den anderen Gigaset Smartphones aus Aluminium. Doch dies hat bei diesem Modell seinen Grund, denn hier wollte man ein Smartphone auf den Markt bringen, welches für Einsteiger geeignet ist und den Vorteil mit sich bringt, dass man den Akku durch die Polycarbonat-Rückseite einfach austauschen kann. Dies hat eben den Grund, dass man beim GS110 den Eindruck hat, dass dieses nicht ganz so wertig wäre, wie dessen Vorgängergeräte. Doch diesen Kompromiss musste man dafür eben eingehen.

Ansonsten kann das Gerät neben einem guten Druckpunkt bei den Tasten ebenso mit einem modernen USB-Typ-C-Anschluss überzeugen. Des Weiteren ist für diese Preisklasse das Display mit 6,1 Zoll und einem Tropfen-Notch sehr positiv. Doch was mir wiederum weniger gefällt, ist das vom Rahmen vorstehende Display. Fällt einem nämlich das Smartphone aus der Hand, knallt dieses mit großer Wahrscheinlichkeit so auf den Boden, dass dabei ordentlich das Display kaputt geht. Klar, dies passiert auch bei den teuereren Geräten, doch hier ist die Wahrscheinlichkeit meiner Meinung nach noch höher. Schließlich steht der Rahmen der Polycarbonat-Rückseite ca. 2 mm zurück und würde beim Herunterfallen sowieso wegfallen. 

Die Kamera auf der Rückseite ist jedoch wie bereits bei den Vorgängergeräten etwas zu weit oben platziert worden. Von daher steht das Modul durch die abgerundeten Kanten rundherum, im oberen Bereich etwas mehr (ca. 1,0 mm) hervor. Im restlichen Bereich steht die Kameralinse bzw. das Glas und der Kunststoff – Rahmen darum knapp 0,5 mm hervor. Wer von euch vorhat sein Smartphone, sowieso immer in einer Schutzhülle zu verwenden, muss sich über diese Eigenschaft keine Gedanken machen. Zumal bei vielen anderen Herstellern die Kamera sogar bis zu 2 mm hervorsteht.

(Verarbeitung: 3,5 von 5 Punkten)

TEIL 2

bestehend aus „Funktion des Produktes“ entspricht 65% der Gesamtwertung

Display5,7 Zoll (19,5:9 Format) 1200 x 600 Pixel, Pixeldichte beträgt 233 ppi
CPUSpreadtrum SC9863A Octa-Core, 64bit, 4x 1.60 GHz 4x 1.20 GHz Cortex-A55 / GPU: IMG8322
RAM1 GB RAM
Speicher16 GB (mit microSD bis zu 256 Gigabyte erweiterbar)
BetriebssystemAndroid 9.0 „Pie“ Go
Haupt-Kamera8MP f/2.8 Blende; Mono-LED-Blitz.
Frontkamera5 Megapixel; mit LED-Blitz
AnschlüsseUSB-Typ-C-Ladenaschluss, 3.5mm-Klinke
Akku3.000 mAh; wechselbar
Konnektivität
Wi-Fi 802.11 b/g/n 2,4 GHz. Mobilfunknetz bis 4G, Wi-Fi Direct, Bluetooth 4.2 und GPS, A-GPS, GLONASS
Abmessungen
(LxBxH)
155 mm x 73,1 mm x 9,7 mm
Gewicht154 Gramm
LieferumfangGigaset GS110
10 Watt-Netzteil
USB-Typ-C-Ladekabel
3.000 mAh Akku
Polycarbonat-Rückseite
Bedienungsanleitung

Performance

Gleich vorneweg kann ich beim Gigaset GS110 klar sagen, dass es sich hier nicht um ein Smartphone mit top CPU, GPU, RAM usw. handelt. Dennoch laufen die Standard Anwendungen und Games mit geringeren Anforderungen problemlos. 

Beim Gigaset GS110 setzt das Unternehmen auf einen Spreadtrum SC9863A Octa-Core (8-Kern) Prozessor. Dieser CPU kommt von dem Unternehmen Unisoc, welches bisher eher unbekannt war, da es Chipsätze lediglich für die „billigen“ Smartphones hergestellt hat. Mit dem neuen Anfang 2019 vorgestellten SC9863A, hat man jedoch einen achtkernigen ARM-SoC im Sortiment, der die Cortex-A55-Technologie verwendet. Von den insgesamt 8-Kernen, takten vier mit jeweils 1,2 und die vier anderen mit bis zu 1,6 GHz. Zwar handelt es sich hier um einen 64-Bit CPU, jedoch wurde dieser weiterhin im 28 nm Verfahren hergestellt. Andere Hersteller wie Samsung, Qualcomm und Huawei stellen ihre CPU´s bereits im deutlich besseren 7-Nanometer-Verfahren her. Der Prozessor im Gigaset GS110 wird von einem IMG8322 GPU und einem etwas mager bemessenen 1 GB RAM unterstützt. Hier hätte man wirklich mehr als 1 GB integrieren können, den das ist absolut nicht mehr zeitgemäß, egal ob es sich hier um ein Einsteigergerät handelt oder dieses für Android 9 Go ausreichend ist. Somit kann einem hier klar sein, dass es für dieses Gerät sicherlich keine Updates auf das nächste Android (Android 10 Go) geben wird.

Beim internen Flash-Speicher dürften die 16 GB wiederum für die meisten ausreichen. Klar ist dies nicht besonders viel, doch ihr müsst hier bedenken, das Smartphone ist kein Mittelklasse-Gerät, geschweige denn ein Oberklassen-Smartphone. Es handelt sich um ein Gerät, welches ihr z. B. euren Eltern oder Großeltern kauft. Zudem lässt sich der Speicher mit einer Micro-SD-Speicherkarte, die inzwischen ganz günstig erhältlich sind um bis zu 256 GB erweitern. Daher sollte es vom Speicher definitiv kein Problem geben, eher wird es beim Prozessor oder dem Arbeitsspeicher kritisch. 

Dass man beim verbauten Speicher keinen rasanten Speicher erwarten kann, sollte einem hier beim Gigaset GS110 natürlich eigentliche ebenfalls logisch sein. Für Mama, Papa oder Oma und Opa, die einfach nur ein Smartphone zum Anrufen, via WhatsApp schreiben und gelegentlich Bilder machen benötigen, reicht diese Geschwindigkeit auch problemlos aus. Für alle anderen natürlich nicht, aber ihr kauft euch dann auch ein Gerät, das nicht nur 110€ kostet, sondern meistens 300€ oder sogar einiges mehr (über 1100€). Laut AndroBench erreicht der interne Speicher beim Schreiben 57 MB/s und beim Lesen 61 MB/s, daher reden wir hier im Vergleich zu den bisherigen Gigaset-Geräten wirklich nicht von einem schnellen Smartphone, bezogen auf den Speicher. Erfreulich ist wiederum, das Android Go hier von den 16 GB Speicher wenig wegnimmt. Das System nimmt knapp über 4 GB ein und die vorinstallierten Android-Apps weitere 2 GB. Somit bleiben einem selbst etwas mehr als 9 GB frei zur Verfügung, welche wie bereits erwähnt via Micro-SD-Speicherkarte erweitert werden können.

Die meisten nicht besonders anspruchsvollen Apps laufen auf dem Gigaset GS110 ohne Probleme. Also könnt ihr hier problemlos hin und wieder eure Mails lesen/beantworten, WhatsApp installieren und mit euren Freunden und Verwandten kommunizieren, aber auch im Internet surfen sollte im Alltag auf den meisten Seiten kein Problem darstellen. Ich habe im Test verschiedene Webseiten mit mehren Bilder usw. besucht und dabei kam es zu keinen Aussetzern oder Abstürzen. Lediglich bei besonders anspruchsvollen Apps wie Instagram, Facebook oder bei der App „Antut“ musste ich feststellen, dass vor allem beim Starten, der geringe Arbeitsspeicher Probleme bereitet. Dies wirkte sich soweit aus, dass die App langsam startet oder teils sogar abstürzt. 

Schon die technischen Daten des Gigaset GS110 zeigten mir ganz klar, dass ich hier bei der Performance, was den Bereich Spiele angeht, nicht besonders viel erwarten sollte. Daher hab ich die besonders anspruchsvollen Spiele auch gar nicht erst installiert. Das ist ja soweit auch ok, denn schließlich wird sich dies jeder von euch soweit eigentlich denken können, dass dieses Einsteiger-Smartphone nicht dafür ausgelegt ist.

Der verbaute CPU, RAM und GPU wäre dafür einfach nicht stark genug. Somit laufen auf dem Gigaset GS110 lediglich Spiele wie z. B. Gardenscapes usw, also solche, welche sich sowohl bei der grafischen Leistung, als auch bei den Animationen in Grenzen halten. Leider kann ich euch zu diesem Smartphone ausnahmsweise keine Werte zu den Benchmarktests mitteilen, denn Geekbench konnte ich darauf nicht installieren, und Antutu hängte sich immer wieder auf. Das Scrollen durch die verschiedenen Webseiten läuft weitestgehend flüssig. Lediglich wenn viele Bilder und andere Animationen auf der Webseite integriert sind, merkt man hier ein leichtes ruckeln.

(Performance: 2,5 von 5 Punkten)

Display

Beim Display setzt Gigaset wie bereits angedeutet auf ein großes 6,1 Zoll große IPS-Display. Dieses ist zwar eine gute Neuerung, denn bisher hatten die Gigaset Geräte immer einen deutlichen breiten Rand an der Ober- und Unterseite. Jedoch kann das Display in anderen Punkten dennoch nicht wirklich überzeugen. Dies liegt daran, dass dieses zum einen lediglich mit 1.200 x 600 Pixeln auflöst, was einer Pixeldichte von 233 ppi entspricht. Somit ist die Auflösung deutlich geringer als bei den bisherigen Gigaset-Smartphones und trotz des geringen Preises nicht wirklich zeitgemäß. Man erkennt hier z. B. beim Betrachten der Notch teils einzelne Pixel. 

 Der Formfaktor des Gigaset GS110 liegt nun bei einem Wert von 19,5:9 und der Screen-to-Body-Ratio steigt von bisher unter 80 % dank schmäleren Rändern auf 85 %. Dieser Wert gibt an, wie viel der Vorderseite mit einem Display abgedeckt ist. Die max. Helligkeit des IPS-Display, welches bis zu 5 Touchpoints registrieren kann, liegt bei geringen 400 cd/m2. Daher sind wir hier beim Gigaset GS110 wieder bei einem etwas dunkleren Display. Hier bieten einige andere Hersteller zum Teil noch etwas hellere Helligkeiten, was vor allem im Alltag im Freien Vorteile bietet.

Im Indoor-Einsatz und im Schatten wiederum macht die etwas geringe Helligkeit nichts aus. Dieses Manko sollte einem beim kauf natürlich bewusst sein, schließlich kauft man hier ein Gerät, das knapp über 100€ kostet. Ansonsten ist das Display angesichts des Preises ganz gut, die Farben werden kräftig genug dargestellt und der Kontrast geht soweit ebenfalls in Ordnung. Hier darf man eben keine große Wunder erwarten, daher sind auch die üblichen Farbverläufe zu erkennen, wenn man auf das Display von der Seite blickt. Diese machen sich mit einem leichten Blau-/ und Gelb-Stich bemerkbar.

(Display: 3,5 von 5 Punkten)

Akku

Der Akku im Gigaset GS110 ist 3.000 mAh groß und als Besonderheit wie bereits erwähnt wechselbar. Dieser ist zwar nicht ganz so groß wie bei einigen anderen Gigaset Smartphones (GS280 usw.), doch im Vergleich zu vielen anderen Smartphones immer noch verhältnismäßig groß. Zudem ist der Akku-Verbrauch dank der abgespeckten Android 9 Go, sowie der schwächeren Hardware sehr gering. Dabei wirkt sich der etwas schwächere CPU/GPU, RAM und das geringer auflösende Display positiv auf den Alltagstest aus. Schließlich kann man hier gegenüber der Konkurrenz, mit einer deutlich längeren Laufzeit rechnen. 

Nutzt man das Gigaset GS110 im normalen täglichen Gebrauch lediglich zum Webbrowsing, WhatsApp-Nachrichten verfassen und hin und wieder ein Foto knipsen, dann packt das Gerät problemlos zwei Tage oder bei weniger nutzen sogar fast drei Tage. Spielt man wiederum häufig mit dem Smartphone verschiedene Games, dann reicht der Akku je nach Intensität nur bis zum Abend. Sobald der Akku am Abend oder auch über den Tag leer sein sollte, dann wird dieser via USB-Typ-C Ladekabel und dem 10 Watt Netzteil wieder mit Strom versorgt. Bis der Akku voll aufgeladen ist, vergehen knapp 3 Stunden.

(Akku: 4,5 von 5 Punkten)

Kamera

Gigaset hat beim GS110 lediglich eine Hauptkamera mit 8 Megapixeln und einer Blende von f/2.8 verbaut. Auf den Bildern mag es eventuell auf den ersten Blick so aussehen, als wäre wie beim iPhone X eine Dual-Kamera verbaut, doch dem ist nicht so. Unter der Single-Kamera ist nämlich lediglich ein Mono-LED Blitz verbaut. Die 8MP sind meiner Meinung nach selbst bei einem Smartphone in dieser Preisklasse zu gering, denn diese befindet sich ungefähr auf dem Niveau einer guten Frontkamera.

Bei meinen Testaufnahmen stellte ich fest, dass der Autofokus sehr langsam arbeitet. Dies ist soweit ärgerlich, denn wenn man das Gigaset GS110 z. B. seinen Eltern schenkt und diese Bilder von ihren Enkeln machen wollen, werden diese oftmals keine guten Bilder machen können. Möchte man besondere Momente festhalten, dann ist ein schneller Autofokus wichtig, doch genau die gelingt mit dem Gigaset GS110 leider nicht. Ebenso kann man die Bilder bei schlechten Lichtverhältnissen absolut vergessen. Diese sind total verrauscht und somit völlig ohne Details und Schärfe, was daran liegt, dass keinerlei Bildstabilisator verbaut wurden. Daher verwackeln die Bilder besonders bei schlechten Lichtverhältnissen zu sehr. Doch selbst bei guten Lichtverhältnissen sind die Bilder nicht scharf genug und Details gehen total verloren. Ebenso ist die Dynamik sehr schwach, sodass  z.B. der Himmel zu sehr überbelichtet wird. 

Die Frontkamera löst mit maximal noch geringeren 5 MP auf. Damit gelingen im Großen und Ganzen bei gutem Licht brauchbare Aufnehmen. Jedoch hat die Frontkamera etwas zu sehr Probleme, die verschiedenen Helligkeitsstufen zu erkennen, sodass es bei den Fotos dazu kommt, dass vor allem der dunkle Bereich sehr gleich aussieht. Was zur Folge hat, dass man hier keine wirklichen Kanten und Details mehr wahrnehmen kann.

Videos können mit dem Gigaset GS110 wie bisher bei sämtlichen anderen Gigaset Smartphones lediglich mit maximal 1.080p und 30 fps aufgenommen werden. 4K-Videos werden daher ebenso wenig unterstützt wie Slow-Motion aufnahmen.

(Kamera: 2,5 von 5 Punkten)

 Software

Auf dem Gigaset GS100 ist Android 9 Go installiert. Dabei handelt es sich um eine abgespeckt Version der regulären Android 9 -Version, welche dadurch auch auf leistungsschwächeren Geräten flüssig läuft. Der auf meinem Testgerät installierte Sicherheitspatch stammt vom Juli 2019 und ist daher auch nicht mehr wirklich der aktuellste. 

Durch den Einsatz von Android 9 Go, hält sich die Menge an sogenannter Bloat-Ware in Grenzen. Neben den üblichen Apps wie Google Chrome, Kalender, Rechner usw. sind auch Google Apps wie Google Go, YouTube, Gmail, Google Assistant Go und Google Maps Go vorinstalliert. Android Go hat nicht nur den Vorteil, dass dies auch leistungsschwächeren Geräten flüssiger läuft, sondern auch, dass das System weniger Speicher verbraucht. Somit stehen dem Nutzer von verbauten Flash-Speicher mehr Speicherplatz zur Verfügung.

Das System startet aufgrund der etwas schwächeren Ausstattung nicht gerade schnell, hält sich jedoch im Vergleich zu iOS-Devices und manch anderen Android-Smartphones auf einem ähnlichen Niveau.

(Software: 3,5 von 5 Punkten)

TEIL 3

bestehend aus „Preis/Leistung“ entspricht 10% der Gesamtwertung

Beschreibung

Beim Gigaset GS110 handelt es sich, wie Gigaset es selbst bezeichnet um ein Einsteiger-Smartphone. Daher kann man hier angesichts eines Preises von knapp über 100€ mit keinen hochwertigeren Materialien wie z. B. Glas oder einem Aluminium bzw. Edelstahlrahmen rechnen. Dennoch liefert Gigaset hier für diesen Preis ein gut Verarbeitetes und modernes Smartphone. 

Das Android 9 Pie Go Betriebssystem arbeitet trotz niedriger Rechenpower zuverlässig und ohne größere Aussetzer. Ebenso kann das Smartphone mit einem aktuellen USB-Typ-C Ladeanschluss überzeugen und der wechselbare Akku sorgt ebenfalls für einige Vorteile. 

Preis/Leistung

Das Gigaset GS110 kann man direkt bei Gigaset für 119,00 EUR bestellen. Wer das Gerät jedoch bei Amazon bestellt, erhält für denselben Preis zusätzlich noch eine gratis 32 GB Micro-SD-Speicherkarte inkl. Adapter dazu.

Das Gigaset GS110 richtet sich an die Zielgruppe der Smartphone-Einsteiger. Möchte man z. B. den Eltern oder sogar Großeltern den einstig in die Welt der Smartphones ermöglichen, wäre das GS110 eine gute Wahl. Es handelt sich dabei zwar nicht um das beste Smartphone, doch angesichts des Preises von unter 120€ ist es Preis-Leistungstechnisch gesehen kein schlechtes Gerät. Schließlich gibt es viele Leute, die ihr Smartphone lediglich dazu nutzen, damit diese erreichbar sind und diese gelegentlich Bilder machen können.   

Gehört ihr zu denjenigen, bei denen dies der Fall ist, bzw. sind eure Eltern dies, dann ist das Gigaset GS110 das richtige Smartphone, wenn man keine 200€ oder sogar mehr für ein Gerät ausgeben möchte. Die einzigen Mankos des GS110 waren bei mir im Test das etwas zu dunkle und schlecht auflösende Display, sowie die schwache Kamera. Ansonsten kann es unter anderem mit einem einfach zu wechselnden Akku und einer guten Verarbeitung überzeugen. 

Gigaset GS110

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testr Gesamtwertung

unter Berücksichtigung aller Teilwertungen

 Wir bedanken uns beim Hersteller für die Bereitstellung des Produktes. Zu unseren Grundsätzen

Link zum Hersteller: Gigaset.de

1More E1004BA Dual Driver BT ANC

1More gehört definitiv zu den jüngsten Anbieter von Kopfhörern. Doch dies bedeutet keineswegs, dass diese unerfahren sind. Schließlich habe ich bereits neben dem kabelgebundenen Over-Ear Kopfhörer H1707, auch die True Wireless Ohrhörer E1026BT-I getestet, welche mich beide angesichts ihrer guten Preis-Leistungs-Verhältnisse überzeugen konnten. Zugegeben, die Namen sind hier etwas komplizierter, doch dies ist bei vielen anderen chinesischen Unternehmen wie z. B. Audio-Technica ebenfalls ein Problem. 1More E1004BA Dual Driver BT ANC. Ähnlich ist dies auch bei diesem Produkt, welches ich euch in diesem Testbericht vorstellen möchte. Dabei handelt es sich um einen In-Ear Ohrhörer mit Dual-Treiber, welcher mit Noise-Cancelling ausgestattet ist. Diesen hat man in diesem Fall schlicht und einfach „1More E1004BA Dual Driver BT ANC“ genannt. Doch abgesehen von dem Namen, klingt der Kopfhörer von den technischen Daten sehr vielversprechend. Daher hab ich diese nun einige Zeit getestet und möchte euch hier verraten, ob diese mich im Test überzeugen konnten und ihr Geld wert sind.

1More E1004BA Dual Driver BT ANC

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TEIL 1

Bestehend aus „Verpackung/Design/Verarbeitung“ entspricht 25% der Gesamtwertung

Verpackung

Bei den bisher von mir getesteten Produkten von 1More, hat mir das Unternehmen bereits eines gezeigt, und zwar, dass man was von Design versteht. Dies fängt bei den 1More E1004BA Dual Driver BT ANC bereits bei der Verpackung an, welche mir sehr gut gefällt.

Beim Öffnungsmechanismus der Verpackung ist sich 1More treu geblieben, denn man setzt hier erneut auf ein Verschlussmechanismus, welcher durch zwei Magnete erfolgt. Die Verpackung ist sehr detailliert gestaltet, was einem die besondere Innenseite zeigt, doch zuvor möchte ich euch die Außenseite näher beschreiben. Schließlich hält auch diese einige Informationen über die In-Ear Ohrhörer bereit.

Wie eigentlich bei sämtlichen anderen Herstellern von Kopfhörern, werden auf der Vorderseite der Verpackung, neben dem Firmenlogo auch der Name des Produktes erwähnt. Zudem ist bei 1More hier auf der weißen Verpackung ein Teil einer vergrößerten „1“ zu sehen, welche hier grau ausgelegt ist und einen Ausschnitt des Kopfhörers zeigt. Genauer gesagt, handelt es sich hierbei um die Seite, an der auch sämtliche Bedienelemente untergebracht sind. Im linken unteren Bereich erwähnt der Hersteller zudem noch einige wichtige Merkmale des In-Ear Kopfhörers zu denen unter anderem folgende Eigenschaften zählen: ein dynamischer Treiber und ein Balanced-Armature-Treiber, Activ-Noise Cancelling (ANC), Schnelllade-Technologie via USB-Typ C usw.

Dieselben Eigenschaften werden jedoch auch ausführlich in vielen weiteren Sprachen auf der Rückseite präsentiert. Jedoch erwähnt das Unternehmen 1More hier auch noch ein paar technische Daten und den Standort des Unternehmens.

Wie ich bereits erwähnt habe, wird die Verpackung, welche von Magneten geschlossen gehalten wird, von rechts nach links aufgeklappt. Nach dem Aufklappen erblickt man direkt auf der Innenseite der Verpackung, einige Skizzen der Ohrhörer inkl. Aufbau. Diese Skizzen setzt 1More bisher bei allen von mir getesteten Geräten ein und sind ein Entwurf, welchen man beim Entwickeln der Kopfhörer gezeichnet hat.

Auf der rechten Seite der aufgeklappten Verpackung erblickt man durch ein transparentes Sichtfenster den kompletten In-Ear Kopfhörer. Ebenso zeigt sich hier der im Lieferumfang enthaltene Flugzeugadapter, damit man, sofern dieser Anschluss im Flugzeug an eurem Platz vorhanden ist, diesen nutzen kann. 

Unter diesem Einleger, indem sich wie eben erwähnt der In-Ear Kopfhörer und der Flugzeugadapter befindet, hat 1More noch zahlreiches weiteres Zubehör gepackt. In mehren einzelnen Kartonagen und Abdeckungen sind hier dann z. B. das USB-Typ-C Ladekabel und ein Klinkenkabel verstaut. Darüber sind neben sämtlichen Beschreibungen, auch ein Aufkleber und eine Kunststofftasche mit einem 1More Schriftzug untergebracht. Rechts daneben wiederum legt 1More ein großes Arsenal an unterschiedlich großen Ohrpassstücke (XS, M, L) und vier Paar so genante „Ear-Secure“ Passstück bei. Diese Ear-Secure-Passtücke können zusätzlich an den beiden In-Ears angebracht werden, sodass diese bei Bedarf zusätzlich gegen herausfallen gesichert werden. Die Ohrpassstücke in der Größe „M“ sind ebenfalls im Lieferumfang enthalten, diese sind jedoch beim erhalt bereits auf die In-Ears aufgezogen.

(Verpackung: 4 von 5 Punkten)

Design

Beim 1More E1004BA Dual Driver BT ANC handelt es sich um einen Bluetooth In-Ear Kopfhörer, bei dem eine sogenannte Nackenband-Verbindung beide Ohrhörer miteinander verbindet.

Dieses Nackenband wurde wie bei den meisten anderen In-Ear Modellen, die ich bisher getestet habe, ebenfalls mit einem Silikon-Material überzogen. Dadurch fühlt sich dieses deutlich angenehmer an, als wenn dieses z. B. aus starrem Kunststoff gefertigt oder mit Kunstleder überzogen worden wäre. Des Weiteren richtet vor allem Schweiß an diesem Silikon-Material keinen Schaden an, da dieses abweisend dagegen wirkt.

Das Nackenband hat gegenüber der einfachen Kabelverbindung zwar Vorteile, aber ebenso auch Nachteile. Schließlich mögen diese Art von In-Ear Kopfhörer mit dickerem Silikonbügel um den Nacken nicht alle, da dies vor allem beim Joggen durch ständiges „hüpfen“ stören kann. Dafür wiederum, hängt das Gewicht der Ohrhörer nicht an den Ohren, sondern wird durch den Nackenbügel deutlich reduziert. Der dünnere flexible Teil des Nackenbügels (9 x 5 mm breit) mündet jeweils links und recht in zwei etwas breite Enden. Diese Enden sehen auf den ersten Blick zwar aus, als wären diese aus Aluminium gefertigt, doch dabei handelt es sich lediglich um Kunststoff, der in eben dieser Aluminium-Struktur (Optik) gestaltet wurde. Kurz vor dem starren dicker werdenden Enden (15 x 8 mm), verlaufen die beiden knapp 1,5 mm dicken und 19 cm langen Kabel der In-Ear Ohrhörer hervor. Zur optischen Auflockerung wird der schwarze Silikon Übergang zum silber-grauen Kunststoff, durch einen roten Ring unterbrochen.

Der Großteil der Elektronik befindet sich wie bei eigentlich allen In-Ear Ohrhörer in dieser Bauweise in den beiden dickeren Enden und den beiden Ohrhörern selbst. Somit findet man hier beim 1More E1004BA Dual Driver BT ANC an der linken Seite sämtliche Steuer- und Bedienelemente und im rechten Ende versteck sich der Akku. Gesteuert wird die Musik über eine gut durchdachte Bedienung, welche sich zumindest mit T-Shirt oder Hemd gut bedienen lässt. Im Winter wiederum hat man hier aufgrund einer Jacke oder einem zusätzlichen Schal seine Probleme, denn dadurch kommt man nicht mehr so gut an die Steuerungselemente. Auf die Bedienung gehe ich jedoch später unter dem Punkt „Bedienung “ ausführlicher ein. Der Ladeanschluss, bei dem es sich um einen USB-Typ-C Anschluss handelt, verbirgt sich unter der Stirnseiten-Abdeckung an der linken Seite.

Das Gehäuse der In-Ear selbst sieht nicht nur aus wie aus Aluminium, sondern ist auch wirklich daraus gefertigt. An der Außenseite (die Seite, die beim tragen nach außen zeigt) und am Bereich unterhalb der Treiberöffnung ist jeweils ein kleines Metallgitter Eingesetz, über welches die Membran ihre Luft „ansaugen“. Am länglichen Teil wiederum ist ebenfalls eine kleine Öffnung vorzufinden, in der jeweils links und recht ein Mikro versteckt ist, welches für die ANC-Funktion zuständig ist. 

Damit man direkt erkennt, welcher Stöpsel in welches Ohr gehört, sind sowohl die beiden Nackenband-Enden als auch die Ohrhörer selbst mit einem entsprechenden Buchstaben bedruckt bzw. geprägt. Praktisch finde ich die Integration der magnetischen Zusammenführung der beiden Ohrstöpsel, dadurch können diese bei nicht gebrauch praktisch zu einer „Kette“ zusammengeführt werden. 

(Design: 4 von 5 Punkten)

Verarbeitung

Bei der Verarbeitung liefert 1More wieder einmal sehr gute Arbeit ab. Man zeigt hier erneut, dass man nicht nur viel Wert auf eine schöne Verpackung mit großem Lieferumfang legt, sondern auch die Kopfhörer selbst können überzeugen. Die verwendeten unterschiedlichen Materialien harmonieren gut miteinander und sind sauber miteinander verarbeitet.

Das Gehäuse der Ohrstöpsel aus Aluminium macht einen hochwertigen Eindruck, genauso wie die Kunststoffenden. Ebenso können mich die Knöpfe und Schiebeelemente mit einer guten Haptik überzeugen und auch die Abdeckung des Ladeanschluss, lässt sich sehr einfach öffnen. 

Das Gewicht der In-Ear ist angenehm leicht und zudem ist an den Ohren bauartbedingt kaum ein Gewicht zu spüren, da der schwerste Teil des Kopfhörers um den Nacken aufliegt.

(Verarbeitung: 4 von 5 Punkten)

TEIL 2

bestehend aus „Funktion des Produktes“ entspricht 65% der Gesamtwertung

Kopfhörer-ArtIn-Ear-Kopfhörer, Nackenbügel
KategorieBluetooth Kopfhörer mit ANC
FarbeSchwarz/Grau
Gewicht 44,5 g
MaterialKunststoff, Gehäuse der Ohrhörer aus Aluminium
Tönerje Seite, ein dynamischer Treiber und ein Balanced-Armature-Treiber
Akkubis zu 7 Stunden, mit Schnellladefunktion (10 Minuten laden, für 3 Stunden Musikwiedergabe)
Frequenzbereichkeine Angaben
Lieferumfang1x 1More Dual Driver BT ANC
1x Aufbewahrungsbeutel
 4x Silikon-Ohrhörer (XS,S,M,L)
4x Ear-Secure-Passstücke (in vier verschiedenen Größen)
1x Bedienungsanweisung
1x USB-Typ-C-Ladekabel
1x Flugzeugadapter
1x Klinkenkabel
Technische Daten des 1More E1004BA Dual Driver BT ANC

Tragekomfort

Wie ich bereits erwähnt habe, hat die Ausführung der 1More E1004BA Dual Driver BT ANC als Kopfhörer, der über das Nackenband getragen wird sowohl Vor-, als auch Nachteile. Erfahrungsgemäß kann ich daher aus meinem Bekanntenkreis sagen, dass man entweder begeistert davon ist, oder absolut abgeneigt. Dank den zahlreichen Ohrpassstücken die 1More mit dem E1004BA Dual Driver BT ANC mitliefert, kann man die Ohrhörer bestens dem eigenen Ohrkanal anpassen. Dafür sollte man sich jedoch, wie ich es immer empfehle ausgiebig Zeit nehmen, sodass am Ende nicht nur das Klangbild passt, sondern auch die ANC-Funktion.

Fangen wir bei den Vorzügen via Nackenband-Ausführung an: Der Tragekomfort ist besser, da die Gewichtsverteilung gleichmäßig über den Nacken verteilt wird. Zudem kann man jederzeit beide oder auch nur einen Ohrhörer baumeln lassen, bzw. diese via Magneten zu einer Kette verbinden. Somit rutschen diese nicht so leicht von den Schultern, wenn man sich z. B. zum Schuhe binden bückt. 

Etwas enttäuschend finde ich wiederum, dass man trotz Magnetverbindung der In-Ear Gehäuse, auf ein automatisches Pausieren der Musik verzichtet hat. Theoretisch könnte man den 1More E1004BA Dual Driver BT ANC zwar als Sport-In-Ear Kopfhörer sehen, schließlich kann man bei Bedarf die unterschiedlich großen Ear-Secure Stücke anbringen, sodass der Kopfhörer bei sportlichen Tätigkeiten sicherer in den Ohren gehalten wird. Jedoch wird der Kopfhörer nicht als Sport-Kopfhörer geworben.

(Tragekomfort: 3,5 von 5 Punkten)

Bedienung

Wie bereits unter Design versprochen, möchte ich euch natürlich auch noch die Bedienelemente am 1More E1004BA Dual Driver BT ANC genauer erklären. 

An dem linken Bügelende des Nackenbands, befindet sich nicht nur der bereits erwähnte USB-Typ-C Ladeanschluss, sondern auch sämtliche Bedienelemente. Von oben betrachtet findet man hier ganz vorne den längliche Ein-/Ausschaltknopf. Drückt man diesen 2 Sekunden, dann wird der In-Ear Kopfhörer eingeschaltet und sobald man diesen Ausschalten möchte, dann betätigt man dieselbe Taste für 4 Sekunden. Davor befindet sich eine LED, welche durch rotes oder auch blaues aufblinken, den aktuellen Betriebsstatus anzeigt. Unmittelbar hinter dem Power-Knopf ist ein Schieberegler zu finden. Mit diesem aktiviert man durch das Schieben nach vorne das zweistufige ANC. Welches man davon aktiviert hat, teilt einem das einmalige bzw. zweimalige Geräusch mit. Wie gut dieses ANC ist, verrate ich euch später. Der Schieberegler kann auch nach hinten gezogen werden. Macht man dies, dann aktiviert man den Pass-Through-Modus, durch den Umgebungsgeräusch durch die verbauten Mikrofone ins Gehör durchgespielt werden. 

Kommen wir nun zur Musiksteuerung, diese erfolgt zur Lautstärken-Regulierung direkt über die längliche mit „+ und -“ gekennzeichnete Wippe an der Innenseite des Nackenbügelende. Davor befindet sich nicht nur ein kleines Mikrofon, sondern die Play/Pause-Taste. Praktischerweise steuert man über diese auch noch die Track Auswahl. Durch zweisekündiges Drücken und halten springt man einen Titel vor und drei Sekunden einen Track zurück. Ebenso kann man darüber übrigens jederzeit einen eingehenden Anruf annehmen oder auch ablehnen.

(Bedienung: 4 von 5 Punkten)

Klang

Wie bereits der Name des In-Ear Kopfhörer andeutet, setzt 1More hier auf ein Dual Driver-Modell. Hierbei handelt es sich jedoch nicht um zwei separat angesteuerte dynamische Treiber an jeder Seite, sondern um einen dynamischen und einen so genanten Balanced-Armature-Treiber.

Bei einem dynamischen Treiber handelt es sich um den typischen Lautsprecher Treiber, doch beim Balanced-Armature-Treiber hingegen ist der Aufbau anders. Dabei wird eine kleiner zusätzlicher Metall-Anker zum Schwingen gebracht, welcher ebenfalls einen Klang erzeugt. Beide Treiber-Arten haben hier ihre Vorteile, doch im Endeffekt möchte ich euch hier nicht zu viel Informationen an den Kopf werfen, sondern das Klangbild beschreiben. 

1More setzt beim E1004BA Dual Driver BT ANC auf eine Bluetooth 4.2 Verbindung, bei der zwischen einem iOS-Geräte der hochwertige Audiocodec AAC unterstützt wird. Android-User muss ich jedoch enttäuschen, denn diese können lediglich auf den Audiocodec SBC zugreifen, den weder aptX, geschweige den aptX HD bietet 1More hier leider nicht an.

Kommen wir nun zum Klangbild, bei dem zuerst auf die Höhen eingehen. Die Höhen des 1More E1004BA Dual Driver BT ANC sind sehr gut, schließlich ist hier ein Treiber alleine, für diese zuständig. Bei anderen In-Ear-Kopfhörern ist dagegen ein Treiber für alle Tönen (Höhen, Mitten und Tiefen) zuständig. Die Höhen würde ich daher als sehr detailreich und hochauflösend beschreiben, ohne dass diese schrill oder zu scharf wirken. 

Bei den Mitten wiederum schneiden die 1More E1004BA Dual Driver BT ANC etwas schwächer ab, auch wenn diese dennoch nicht als schlecht einzustufen sind. Vielmehr sind die Mitten eindringlich, doch vor allem bei älterer Rockmusik usw. fehlt es mir persönlich etwas an Volumen bzw. Griffigkeit.

Im Basisbereich kann der In-Ear Kopfhörer wieder gut punkten, denn hier macht der zweite Treiber eine ordentliche Arbeit. Der wiedergegeben Bass überzeugt mit einer satten Wiedergabe und einem druckvollen Kickbass. Ebenso überzeugte mich der Kopfhörer in seiner Pegelfestigkeit, denn egal, wie laut ich den Kopfhörer gedreht habe, die unterschiedlichen Töne neigten nie dazu, sich gegenseitig zu übersteuern oder zu verzerren. 

(Klang: 4 von 5 Punkten)

Ausstattung

1More hat den E1004BA Dual Driver BT ANC, wie die Bezeichnung in dessen Name schon vermuten lässt, mit ANC, sprich „Aktiv Noise Cancelling“ ausgestattet. 

Hierbei setzen die Hersteller auf unterschiedliche Technologien, schließlich gibt es hier Patente, für die man dementsprechend Zahlen muss. 1More persönlich setzt bei diesem Modell auf die sogenannte „Feedforward“ ANC-Technologie. Jedoch gibt es auch noch Feedback- und Hybrid ANC. Die meisten unter euch dürften wohl Hybrid ANC kennen, da dies in den meisten „teueren“ Kopfhörer verbaut wird wie z. B. bei Teufel usw. Dabei handelt es sich um die beste ANC-Technologie, jedoch ist diese nicht immer einsetzbar. Schließlich muss man dafür zusätzlich zu den außen angebrachten Mikrofone zusätzlich noch eines im Ohrkanal integrieren. 

Dafür wäre im In-Ear Kopfhörer kaum Platz, daher wurde auch wie bereits erwähnt „Feedforward ANC“ verbaut. Diese Technologie, ist nach Hybrid ANC die zweitbeste Technik. Daher kann ich behaupten, dass die ANC-Technologie im 1More E1004BA Dual Driver BT ANC eine grundsolide Leistung bietet. Dennoch wäre es gelogen, zu behaupten, dass das ANC im In-Ear Kopfhörer besser arbeitetet, als ein Over-Ear Kopfhörer. Schließlich ist dies schon bauartbedingt kaum möglich, denn Over-Ear Kopfhörer sind geschlossen aufgebaut und isolieren nochmals etwas besser als In-Ear Kopfhörer. 

Das ANC hat keinerlei Probleme mit linearen tiefen Tönen wie z. B. brummende Motoren, die Triebwerkengeräusche von Flugzeugen und die bekannte Geräusche, die in einem Zug oder der Bahn entstehen. Bei Stimmen und anderen variierenden Geräuschpegeln hat das ANC wiederum Probleme, sodass hier kaum eine Reduzierung bemerkbar ist. Gehört ihr persönlich zu denjenigen, die gerne mal leise Musik hören und dabei ANC nutzt, muss ich euch etwas enttäuschen. Schaltet man nämlich ANC zu, dann wird bereits auf der Stufe 1 ein leichtes Rauschen wahrnehmbar. Schaltet man wiederum auf Stufe 2, ist dies noch einmal deutlich prägnanter und daher nur durch das Erhöhen der Lautstärke zu übertönen.

Zubehör

1More liefert den E1004BA Dual Driver BT ANC In-Ear Kopfhörer mit einem schlichten Kunststoffbeutel aus. Klar hätte ich mir hier ein Hardcase bzw. zumindest ein Baumwollbeutel gewünscht. Schließlich würden diese einen langlebigeren bzw. robusteren Eindruck machen, doch dennoch wird der Zweck hier erfüllt. In diesem Beutel lässt sich eigentlich problemlos der Kopfhörer inkl. sämtlichen Kabeln usw. verstauen. 

Ansonsten ist der Lieferumfang wie bereits unter Verpackung erwähnt, sehr umfangreich. Schließlich legt 1More hier genügend Ohrpassstücke bei, sodass man die Kopfhörer den eigenen Ohren anpassen kann und zudem auch noch die soggenante Ear-Secure-Passtücke und einen Flugzeugadapter. Daher kann man sich hier angesichts des Preises nicht beschweren.

(Ausstattung: 3,5 von 5 Punkten)

Bluetooth

Beim E1004BA Dual Driver BT ANC In-Ear Kopfhörer hat 1More wie bereits erwähnt einen Bluetooth 4.2 Chip integriert. Dieser ermöglicht zwar eine Mehrfachverbindung, jedoch lediglich mit einem Gerät zur gleichen Zeit. Dies bedeutet, dass der Kopfhörer sich die bereits einmal erfolgreich verbundene Geräte merken kann und somit automatisch damit verbindet.

Die Kopplung via Bluetooth ist wie üblich nicht sonderlich schwer und daher in wenigen Sekunden bzw. auf jeden Fall unter einer Minute erledigt. Einfach den Kopfhörer einschalten, der sich daraufhin normalerweise automatisch im Pairing-Modus befindet. Anschließend geht man wie gewohnt direkt in die Bluetooth-Einstellungen am Smartphone und sucht hier die Kopfhörer mit der Bezeichnung „1MORE Dual Driver BT ANC“ aus der Liste aus. Anschließend sollten sich die beiden Gerät innerhalb kurzer Zeit miteinander verbinden.

Die maximale Reichweite der Bluetooth-Verbindung beträgt hier wie üblich knapp 10 Meter. Im Haus hängt die Reichweite von der Gegebenheit eurer Wände ab, habt ihr eher dicke Betonwände, ist die Reichweite dementsprechend geringer, als wenn dies dünne Wände eines Holzständerhauses sind.

(Bluetooth: 4 von 5 Punkten)

Akku

1More verspricht bei dem E1004BA Dual Driver BT ANC eine Akkulaufzeit von bis zu 7 Stunden beim Musikhören, aber auch bei telefonieren. Die Laufzeit hängt hierbei jedoch wie immer von der eingestellten Lautstärke ab und bei diesem Kopfhörer-Modell ebenso, wie sehr ihr ANC nutzt. Die versprochenen 7 Stunden konnte ich zwar nicht ganz erreichen, doch zusammengerechnet erreichte ich bei etwas über mittlerer Lautstärke eine Laufzeit von knapp über 6 Stunden. 

Ebenso wichtig, wie eine möglichst lange Akkulaufzeit, ist natürlich mittlerweile die Ladezeit. Daher integrieren viele Hersteller eine sogenannte Schnellladefunktion, damit der Akku bereits nach wenigen Minuten laden, für mehrer Stunden Musikwiedergabe geladen wird. Genau diese Funktion hat auch 1More in diesem Modell integriert und somit ist der Akku bereits nach 10 Minuten für eine Wiedergabezeit von bis zu 3 Stunden einsatzbereit. Für einen vollen Ladevorgang wiederum benötigt man knapp 1 Stunde, was ebenfalls ein guter Wert ist.

(Akku: 3,5 von 5 Punkten)

TEIL 3

bestehend aus „Preis/Leistung“ entspricht 10% der Gesamtwertung

Beschreibung

Mit dem E1004BA Dual Driver BT ANC In-Ear Kopfhörer hat 1More einen guten Kopfhörer auf den Markt gebracht. Dieser kann soweit vom Design, der Verarbeitung und dem Klangbild positiv überraschen. Hier erhält man beim Kauf einen guten Kopfhörer, der zudem mit ANC ausgestattet ist. Das ANC wiederum, würde ich hier persönlich nicht unbedingt in die Kaufentscheidung mit einfließen lassen, da dies zwar gut gegen Motorengeräusche arbeitet, aber überzeugt dennoch nicht wie ein guter Over-Ear Kopfhörer.

Entscheidend ist hier vielmehr, ob euch der Hersteller zusagt und ihr ein Nackenband-Kopfhörer haben möchtet. Schließlich gibt es hier inzwischen viele Kopfhörer mit dünnerem Kabel oder wie die True-Wireless Kopfhörer, welche komplett ohne Kabelverbindung auskommen.

Preis/Leistung

Die UVP des 1More E1004BA Dual Driver BT ANC liegt aktuell bei 139,00€. Bei Amazon sind diese jedoch mit einer UVP von 149€ gelistet, zurzeit aber sogar auf 123,84€ reduziert. 

Wer einen In-Ear Kopfhörer mit Dual-Treiber und zusätzlichem ANC sucht, erhält hier einen ganz guten Kopfhörer. Bei In-Ear Kopfhörer kommt ANC jedoch aktuell sehr selten zum Einsatz, da dies bauartbedingt nicht so gut sein kann, wie das Hybrid ANC eines Over-Ear Kopfhörer. Daher solltet ihr hier wie bereits erwähnt keine Wunder erwarten. Letztendlich ist es vor allem entscheidend, ob ihr mit dieser Art des Tragens, mit dem dickeren Nackenband über den Hals klarkommen könnt oder nicht. Wer hier ein dünneres Kabel bevorzugt, oder komplett ohne Kabelverbindung auskommen möchte, sollte zu einem anderen Modell greifen. Dafür hat man jedoch dann bei diesen Modellen meistens kein ANC, wobei die Isolierung bei In-Ear Kopfhörern mit der Wahl der richtigen Ohrtips, schon ohne ANC sehr gut ist. 

1More E1004BA Dual Driver BT ANC

Zum Angebot bei

testr Gesamtwertung

unter Berücksichtigung aller Teilwertungen

 Wir bedanken uns beim Hersteller für die Bereitstellung des Produktes. Zu unseren Grundsätzen

Link zum Hersteller: shop.1more.eu

Ecovacs DEEBOT OZMO 950

Der Hersteller ECOVACS Robotics aus China, ist hierzulande bekannt für seine Staubsaugerroboter-Serie DEEBOT und die Fensterreinigungsroboter WINBOT.

Vor wenigen Wochen hat das Unternehmen sein neustes Flaggschiffmodell Deebot Ozmo 950 vorgestellt. Dieser kann nicht nur intelligent das Haus saugen, sondern gleichzeitig auch wischen. Doch ob dieser von der Reinigungsleistung und Navigation überzeugen kann und dessen Bedienung über die zugehörige App einfach ist, verrate ich euch in diesem Testbericht. Schließlich habe ich den Staubsaugerroboter nun knapp 4 Wochen ausgiebig getestet.

TEIL 1

Bestehend aus „Verpackung/Design/Verarbeitung“ entspricht 25% der Gesamtwertung

Verpackung

Der Ecovacs Deebot Ozmo 950 wird in einer stabilen braunen Versandkartonage zu einem nach Hause geliefert. Öffnet man diese, dann befindet sich darin die eigentliche Verpackung des Staubsaugerroboters. Diese ist ebenfalls sehr stabil ausgeführt und lässt sich dank eines Tragegriffes an der Oberseite, trotz dem etwas höheren Gesamtgewicht, ganz gut tragen. Die Verpackung ist wie üblich natürlich nicht nur mit ein paar Abbildungen zum Ecovacs Deebot Ozmo 950 Staubsaugerroboter bedruckt, sondern auch mit zahlreichen Informationen. Auf diese möchte ich, bevor wir den Inhalt genauer ansehen, eingehen.

Auf der Vorder- bzw. Oberseite der Verpackung ist der Saugroboter Deebot Ozmo 950 von oben betrachtet dargestellt. Zudem sind hier wie bei eigentlich jedem anderen Produkt üblich, der Namen des Unternehmens und der Produktname zu lesen. Im Bereich unter der Produktbezeichnung erfährt man zudem auf Englisch, dass es sich um ein Saug- und Wischroboter handelt. Ebenso prangt unten links, der Hinweis auf den Red Dot Design Award Winner 2019 und die verwendete Smart Navi 3.0 Technologie.

Was es sich mit der eben erwähnte Smart Navi 3.0 Technologie auf sich hat, beschreibt Ecovacs  etwas ausführlicher auf der rechten Seite der Verpackung. Schließlich wird hier via Bild und Text in insgesamt 6 Sprachen erklärt, dass es sich hierbei um die Laserkartierung und Lasernavigation für eine hervorragende Reinigung handelt. Ob dies auch wirklich so ist, verrate ich euch natürlich etwas später unter dem Punkt „Navigation“.  

Bei der linken Seite wiederum spricht Ecovacs die Ozmo Wischtechnologie etwas genauer an. So zeigt das Unternehmen hier anhand eines Bildes, wo genau sich der Wassertank befindet und via Text, dass dadurch mit dem Deebot Ozmo 950 Saugen und Wischen in einem Arbeitsgang erfolgen kann.

Zu guter Letzt werden auf der Rückseite in mehreren Sprachen, einige der besonderen Merkmale des Ecovacs Deebot Ozmo 950 genannt. Jedoch handelt es sich hierbei zum Großteil um die bereits auf der rechten und linken Verpackungsseiten präsentierte Eigenschaften. Neu ist hier lediglich der Hinweis auf den Langzeit-Akku, die automatische Teppicherkennung, die starke Mobilitätsleistung und die Smart Home-Gerätekompatibilität. Ebenso wichtig für mich ist es jedoch auch, dass es die einfache Möglichkeit der Firmware Aktualisierung direkten über   die so genante OTA-Updates (OTA= Over the Air Update) möglich ist. Da es eine App gibt über welche die Einstellungen des Roboters vorgenommen werden, prangen unten natürlich auch die typischen Hinweise auf den AppStore (iOS) und Google Play Store (Android). Außerdem ist der Saugroboter via Alexa und Google Assistant bedienbar. 

Öffnet man die Verpackung und klappt diese von vorne nach hinten Weg auf, erblickt man direkt den Ecovacs Deebot Ozmo 950 rundum umgeben von Schaumstoff. Dieser sorgt hier für einen sehr sicheren Schutz beim Transport, was bei solch einem verhältnismäßigen teueren Gerät natürlich auch sehr wichtig ist und nebenbei für ein aufgeräumtes System sorgt.

Nimmt man den Deebot Roboter aus dem Einsatz, dann sieht man, dass dieser rundherum mit Folie beklebt wurde und der Stoßfänger an den beweglichen Elementen zusätzlich mit Schaumstoff gesichert wurde. Unter dem Roboter befindet sich natürlich doch das restliche Zubehör, was beim Deebot Ozmo 950 definitiv nicht wenig ist. Somit findet man direkt unter dem Roboter die Wisch-Platte mit dem bereits montierten blauen Wischtuch. Nimmt man nun den weiteren Schaumstoff-Einsatz aus der Verpackung heraus, dann findet man darunter einige weitere kleiner Verpackungen, in denen sich einige weitere Teile des Lieferumfangs befinden. 

Direkt vorne findet man neben der Ladestation auch das dazugehörige Netzkabel in der europäischen Ausführung. Rechts und links daneben sind sicher zentriert die beiden kleinen Eckenbürsten. Davon legt Ecovacs übrigens noch gleich zwei weiter als Ersatz dem Lieferumfang bei, diese findet man im hinteren Teil der Verpackung. Hier gibt es zudem auch noch einen weiteren HEPA-Filter für den Saugbehälter, denn einer davon ist bereits in diesen montiert. Ecovacs legt übrigens auch gleich noch einen weiteren Saugaufsatz bei, der als Direktabsaugung dient. Für was dieser jedoch genau nützlich ist, verrate ich euch natürlich später noch etwas genauer. In der Mittleren Kartonage findet man einen Beutel mit 5 weißen Reinigungstüchern, womit man die Oberfläche des Roboters reinigen kann. Dies ist zwar ganz nett, dass Ecovacs diese beilegt, denn schwarz zieht den Staub gerne an, doch ich reinige den Roboter mit einem handelsüblichen Mikrofasertuch, welches ich immer wieder waschen kann. 

Der Staubauffangbehälter, sowie der 0,2 Liter Wassertank befindet sich bei der Anlieferung bereits an ihrer Position am bzw. im Ecovacs Deebot Ozmo 950 eingesetzt. Weiterhin verbirgt sich am Saugroboter versteckt ein kleines Reinigungswerkzeug, dazu aber im nächsten Punkt mehr. Natürlich legt Ecovacs dem Saugroboter auch eine ausführliche Bedienungsanleitung in vielen Sprachen und ein kurzen Quick Start Guide bei. 

(Verpackung: 4 von 5 Punkten)

Design

Beim Deebot Ozmo 950 setzt Ecovacs auf die am meisten verwendete runde Form des Saugroboters. Es gibt hier Hersteller wie z. B. Neato, die auf eine D-Form setzen, doch beides hat seine Vor- und Nachteile. 

Bei einer D-Form z.B befindet sich die große Hauptreinigungsbürste weiter vorne, ist größer bzw. länger ausgeführt und kommt somit theoretisch besser in die Ecken. Mit den rotierenden seitlichen kleinen Seitenbürsten holt dieses Modell den Staub aus den Ecken und führt diese zur großen rotierenden Hauptbürste, welche diese wiederum zur Saugöffnung befördert. Doch solch eine D-Form ist etwas schwerer als eine runde Form und nicht so gut geeignet für engere Ecken, denn hier kommt diese oftmals nicht so tief rein und tritt daher oftmals schon vor dem runden Modell den Weg in eine andere Richtung an.

Bei den runden Geräten, welche die Mehrheit unter den Saugrobotern ausmacht, sieht das ganze etwas anders aus. Denn Ecken sind, wie der Name schon sagt eckig und der Saugroboter rund. Also wie soll dieser dann in die Ecken kommen? Dies erfolgt hier ebenfalls durch die seitlichen rotierenden Fühler, welche hier lang genug ausgeführt wurden, sodass diese eigentlich sehr gut den Dreck aus den Ecken herausholen. Dies passiert soweit auch beim Ecovacs Deebot Ozmo 950 sehr gut, doch dazu sag ich unter Navigation mehr.

Der Deebot Ozmo 950 kommt mit einem Durchmesser von 35 cm und einer Höhe inkl. Laserabdeckung von 9,3 cm daher. Das Gewicht wiederum liegt aufgrund der vielen Technik und der zusätzlichen Wischfunktion bei knapp 4,5 KG. 

Wie branchenüblich, setzt auch Ecovacs auf ein Kunststoffgehäuse, welches mir persönlich hier sehr gut gefällt, da dieses in einem matten Schwarz gehalten wurde. Dadurch macht dies weder einen billigen Eindruck, noch zieht dies zu sehr Staub an. Stellt euch vor es wäre Hochglanz, dann wäre das ein absoluter Staubmagnet und würde immer voll mit feinem Staub hängen. Der matte Kunststoff ist kleiner ausgeführt wie die eigentliche Fläche, daher schaut zum Teil mehr oder weniger eine leicht angeraute Oberflächenstruktur aus diesem Absatz um den Rahmen hervor. Dies lockert das Design noch einmal deutlich auf und gefällt mir soweit ganz gut. Öffnet man die Klappe an der Oberseite, dann setzt sich hier diese Oberfläche komplett fort. 

Hier unter dieser Klappe, welche knapp 2/3 der Oberfläche einnimmt, befindet sich nicht nur der Staubbehälter, sonder auch der Hauptschalter zum Ein- und Ausschalten, sowie der Sync-/Reset-Knopf. Dieser kleine Reset-Knopf wird dafür benötigt, den Saugroboter später beim Einrichtvorgang, mit dem Wi-Fi zu verbinden. Neben dem Staubbehälter befindet sich zudem noch ein kleines kompaktes Reinigungstool, welches dabei hilft, die Haare, welche sich eventuell um die Hauptbürste gewickelt haben, zu entfernen usw. 

Unmittelbar vor der Klappe befindet sich der wichtige Laserdistanzsensor (LDS), welcher für die genau Navigation unverzichtbar ist. Schließlich navigieren viel alte Saugroboter ohne diesen im Zick-Zack Modus, sodass hier beim Starten des Saugvorgangs kein wirkliches Muster bzw. System dahinter steckt. Auf die Vorteile der LDS-Navigation gehe ich jedoch auch später unter dem Punkt „Navigation“ ausführlicher ein. Neben der LDS-Abdeckung, ist ein Ein-Ausschaltknopf untergebracht, mit welchem man z. B. den Reinigungsvorgang manuell starten bzw. stoppen kann. 

So viel zur Oberseite des Ecovacs Deebot Ozmo 950, betrachten wir noch die restlichen Seiten. Vorne verläuft zu den Seiten hinweg, der üblich halbrunde Stoßfänger, mit dem der Saugroboter durch teils leichtes anstupsen bzw. anfahren der Kanten, den Rand des Raums oder sonstige Hindernisse wie z. B. Tischfüße usw. erkennt. 

An der Unterseite erkennt man direkt vorne die schwarz-weiße Ausgleichsrolle und daneben die beiden Ladekontakte, mit welchen der Saugroboter beim Laden, auf die Ladestation fährt. Davor wiederum befinden sich zwei der insgesamt 6 Sturzsensoren, damit der Saugroboter keine Treppen herunterfährt. Die restlichen vier befinden sich spiegelbildlich neben den Antriebsrädern und kurz vor dem Wassertank. Vor den gefederten Rädern sind die beiden seitlichen rotierenden Büsten angebracht. Diese müsst ihr jedoch beim Kauf des Ecovacs Deebot Ozmo 950 selbst anbringen. Diese lassen sich jedoch wirklich absolut einfach anbringen, da diese lediglich gesteckt und nicht verschraubt werden.

Etwa mittig des Saugroboters befindet sich die rotierende Haupt-Reinigungsbürste unter eine Abdeckung, welche leicht demontiert werden kann. Diese kann übrigens auch durch die im Lieferumfang beiliegende Abdeckung getaucht werden, sodass man mit der anderen ganz einfach auch Hochflor-Teppiche absaugen kann. Dafür muss jedoch die Bürste mit entfernt werden. Zu guter Letzt ist an der Rückseite noch der Wassertank eingeschoben, welcher mit Wasser gefüllt wird und durch das Anbringen der beiliegenden Wisch-Platte dafür sorgt, dass nicht nur gesaugt, sondern auch feucht gewischt wird.

(Design: 4 von 5 Punkten)

Verarbeitung

Die Verarbeitung des Ecovacs Deebot Ozmo 950 ist für einen Saugroboter absolut top. Ich konnte hier keinerlei Mängel bei der Verarbeitung feststellen. Das Gehäuse besteht zwar aus Kunststoff, doch hier hat man glücklicherweise auf eine hochglänzende Oberfläche verzichtet. Sonst würde dieser den Staub sehr anziehen und zudem würde dieser sofort auf dem Saugroboter auffallen. Alle Elemente, egal ob Wassertank, Staubauffangbehälter lassen sich wunderbar einsetzen und wieder entnehmen. Ebenso wurde daran gedacht dass alle Bürsten und Elemente, um welche sich während des Saugens gerne Haare herumwickeln, komplett entfernbar sind. Zudem kann dies sogar ohne Werkzeug erfolgen, sodass hier alles gesteckt oder via Schiebemechanismen gesichert wird.

(Verarbeitung: 4 von 5 Punkten)

TEIL 2

bestehend aus „Funktion des Produktes“ entspricht 65% der Gesamtwertung

AntriebsartAkku
Akku-ArtLi-Ionen (5.200 mAh)
NavigationSmart-Navigation 3.0 mit Lasernavigation und Puffer
Farbeschwarz
Lautstärke45 bis 66 dB (je nach eingestellter Saugstufe)
Formklassische runde Form mit zwei Seitenbürsten
BetriebszeitBis zu 200 Minuten
SensorenHebesensor; Sturzsensoren und automatische Teppicherkennung
Maße35,00 cm x 9,3 cm (Durchmesser x Höhe)
Gewicht4,5 kg

Ersteinrichtung und Inbetriebnahme

Die Ersteinrichtung bzw. die Inbetriebnahme des Ecovacs Deebot Ozmo 950 gestaltet sich als relativ einfach.

Nach dem Auspacken ist es eigentlich nur noch erforderlich, die beiden Seitenbürsten zu montieren. Damit man diese nicht vertauscht, sind diese einmal in Rot und in Grün ausgeführt. Dementsprechend befestigt man die rote Bürste an der roten Halterung und die andere an der grünen. Den Staubauffangbehälter muss man nicht mehr einsetzen, denn dieser befindet sich wie Eingangs erwähnt bereits an seinem Platz. Lediglich den Wassertank muss man eventuell noch entnehmen und selbstverständlich dann mit Wasser auffüllen, sofern man gleich noch beim Saugen feucht wischen lassen möchte. Anschließend steckt man die Wisch-Platte noch an die entsprechenden Halte-Elemente und schon teilt einem der Roboter mit, dass diese angebracht wurde. Ach ja, bevor man den ersten Saugvorgang startet, sollte man auch gleich noch die Ladestation mit dem Netzkabel verbinden und an eine geeignete Stelle hinstellen. Schließlich soll der Roboter diese finden und sein Akku wieder aufladen können, sofern diese leer sein sollte.

Anschließend lässt sich der Roboter sogar ohne App nutzen, indem man diesen unter der Klappe per Schieberegler anschaltet und kurz nach dem Ton, den Einschaltknopf betätigt. Über denselben Knopf kann man den Reinigungsvorgang dann auch jederzeit manuell stoppen. Jedoch macht der Deebot Ozmo 950 erst richtig Sinn, wenn man diesen zusammen mit der App nutzt, denn somit kann man viele Einstellungen vornehmen und sogar Firmware-Updates installieren. 

Natürlich muss man sich dafür, dass man anschließend den vollen Funktionsumfang nutzen kann, etwas mehr Zeit nehmen. Schließlich muss man diesen mit dem Internet verbinden usw. Doch alles der Reihen nach. Zuerst sollt man sich die relativ neue App mit dem Namen „Ecovacs Home (kostenlos erhältlich für Android und iOS) im jeweiligen AppStore herunterladen. Anschließend kann man den Deebot Ozmo 950 am Hauptschalter unter der Abdeckung aktiveren und natürlich auch direkt die Ladestation im Haus platzieren.

Anschließend muss man sich nach dem erlauben, dass Ecovacs Push-Benachrichtigungen senden darf, einen Account erstellen. Hierfür genügt es jedoch, eine E-Mail und ein selbst ausgedachtes Passwort einzugeben. Anschließend landet man auf der Einrichtungsseite, wo es um die Einrichtung des Saugroboters geht. Dafür wählt man diesen entweder selbstständig aus den dargestellten Geräten aus, oder man klickt einfach oben auf „Zum Hinzufügen QR-Code scannen“. Diesen zu scannenden QR-Code findet man entweder auf der Oberseite des Saugroboters, oder alternativ auch unter der Klappe, neben dem Hauptschalter.

Nun geht es darum, den Ecovacs Deebot Ozmo 950 mit dem heimischen WLAN zu verbinden. Dazu erst einmal den kleinen grauen Reset-Knopf neben dem Hauptschalter für eine Sekunde drücken, bis der Saugroboter ein Signalton von sich gibt. Anschließend sollte man wie in der App beschrieben in die WLAN-Einstellungen gehen und erst einmal das Netzwerk mit dem Namen „ECOVACS_….“ Auswählen. Danach geht es zurück in die App und wählt hier das heimische WiFi-Netz (nur 2,4 GHz) aus und gibt das dafür, benötigt Passwort ein. Nun wird der Deebot noch mit dem Smartphone verbunden, was in wenigen Sekunden erledigt sein sollte. Anschließend kommt noch die Meldung in der App, dass die Verbindung bzw. Einrichtung erfolgreich war, und schon hat man den vollen Zugriff auf so ziemlich alle Funktionen des Ecovacs Deebot Ozmo 950.

(Ersteinrichtung und Inbetriebnahme: 4 von 5 Punkten)

Reinigungsleistung

Der wichtigste Aspekt bei einem Staubsaugroboter ist eigentlich die Reinigungsleistung. Denn schließlich gibt es hier teils schlechte Geräte, die ohne wirkliches System arbeiten und den Raum kreuz und quer beim Saugen durchqueren, oder welche die nicht kräftig genug sind, um auch Teppiche gründlich absaugen zu können. Da sich die Reinigungsleistung meiner Meinung nach aus der intelligenten Navigation und der Saugleistung zusammen setzt, möchte ich dies hier in mehrer Unterkategorien unterordnen.

Navigation

Wie bereits am Anfang des Testberichtes erwähnt, setzt Ecovacs beim Deebot Ozmo 950 auf ein Laserdistanzsensor (LDS). Dadurch erzeugt dieser nicht nur für euch Live in der App eine Karte eures Hauses bzw. eurer Räumlichkeiten, sondern auch für sich selbst. Durch diesen Sensor arbeitet der Deebot Ozmo 950 nach einem intelligenteren Prinzip, sodass dieser nicht wie Saugroboter ohne diesen, völlig systemlos von einer Ecke zur anderen fährt. Dieser Leserdistanzsensor befindet sich wie ich es bereits in dem Punkt „Design“ erwähnt habe, unter der runden Abdeckung an der Oberseite. Es handelt sich dabei um einen permanent rotierenden Laserenfernungsmesser. 

Dadurch weiß der Deebot Ozmo 950 nämlich auch, wo er sich gerade im Raum aufhält, bzw. befindet, und zwar immer, bzw. solange, bis man diesen wo anders hinträgt. Macht man nämlich dies, dann weiß dieser nicht mehr, wo er sich aktuell befindet, und erstellt eine neue Raumkarte. 

Der Sensor dient auch dazu, dass der Ecovacs Deebot Ozmo 950 direkt nach dem Starten gleich damit beginnt, die Räume, wenn diese größer sind, in einzelne Sektoren aufzuteilen. Dies konnte ich sehr gut in unserem offenen Wohnzimmer beobachten. Zuerst machte er den Wohnzimmer-Bereich in dem die Couch usw. steht und dann den restlichen Raum. Dabei beginnt der Deebot Ozmo 950 zuerst den Rand des Raumes abzufahren und arbeitet diesen dann Bahn für Bahn ab.

Ausführlicher beschrieben, läuft das Ganze so ab: Unmittelbar nach dem Start beginnt der Ecovacs Deebot Ozmo 950 damit den Bereich, welchen er direkt von dieser Position erkennt, via Laser zu scannen. Direkt drauf dreht sich dieser so, dass dieser sich rechts gegen die Wand bewegt und dabei mit dem Saugvorgang beginnt. Daraufhin fährt er diese gegen den Uhrzeigersinn ab, bis er an deren Ende dann links abbiegt und dies an derer Ecke erneut. Sobald er dann am Startpunkt angekommen ist, fährt der Deebot Ozmo 950 den inneren Bereich, der gerade umfahrenen Strecke, in geraden Bahnen ab, sofern keine Möbel oder Tischfüße im Weg sind.

Da jedoch in einer normalen bewohnten Wohnung bzw. einem Haus viele Stühle und Tische vorhanden sind, braucht der Saugroboter dementsprechend für solche Räume länger, als wenn diese nur aus Ecken und einem Raum ohne Hindernisse besteht. Nur selten ist es der Fall, dass dieser mit seinem Puffer an der Vorderseite gegen einen Tischfuß stößt. Das Ganze ist nämlich so, dass der Deebot Ozmo 950 das Hindernis frühzeitig erkennt und dann, wenn überhaupt mit deutlich reduzierter Geschwindigkeit gegen ein Möbelstück fährt. Zum Großteil ist es jedoch so, dass der Saugroboter wenige Millimeter vor dem Gegenstand entfernt vorbeifährt und dieses dann z. B. umkreist. Anschließend geht der Roboter natürlich wieder in den geraden (Z-Shaped-Modus) über.  

 Durch diese intelligente Vorgehensweise erfolgt die Navigation sehr präzise, sodass der Deebot Ozmo 950 eigentlich keinen Bereich im Raum auslässt. Lediglich wenn dieser aufgrund seiner Größe z. B. nicht in eine Ecke oder einen Bereich kommt, bzw. wenn Hindernisse im Weg sind, lässt diese diesen Abschnitt eben aus. Daher sollte man vor der Reinigung, bzw. wenn man das Haus verlässt und programmiert hat, dass dieser im Laufe des Tages reinigen soll, alles was im Weg sein könnte wegräumen. Dazu zählt z. B. das Spielzeug der Kinder, Kabel, Kleidungsstücke usw. Stühle würde ich persönlich ebenfalls auf den Tisch stellen, da der Saugroboter sonst nicht unter den Tisch kommen kann. Welchen Bereich der Ecovacs Deebot Ozmo 950 genau gereinigt hat, bekommt man jederzeit in der App angezeigt, oder man kann dies am Ende in der erstellten Karte anhand der Linien genau betrachten. Dazu aber später unter App mehr.  

Hat der Deebot Ozmo 950 den ersten Abschnitt seiner eingeteilten Räume fertig gesaugt, beginnt er automatisch mit dem zweiten Teil. Erst, wenn er komplett fertig ist oder der Akku leer sein sollte, bewegt er sich zurück zur Ladestation. Sobald der Akku aber wieder voll aufgeladen ist und er noch nicht komplett fertig sein sollte, dann führt er anschließend den Saugvorgang fort.  

Ihr müsst euch keine Sorgen machen, dass der Deebot Ozmo 950 Treppenstufen herunterstürzt. Schließlich hat Ecovacs diesen wie bereits erwähnt, an der Unterseite mit mehreren Absturzsensoren ausgestattet. Dadurch erkennt diese einen Abgrund und bremst davor ab und fährt diesen an der Kante entlang ab.

Hindernissüberwindung

Ebenso wichtig, wie eine gute Navigation, ist auch die Hindernisüberwindung. Schließlich habe viele unter euch einen Teppich bei sich im Wohnzimmer liegen und daher sollte der Ecovacs Deebot Ozmo 950 auch damit keine Probleme haben. Damit dies gelingt, hat Ecovacs an der Antriebstechnik Hand angelegt und es somit geschafft, dass dieser Hindernisse bis zu einer Höhe von 2 cm überwindet. Diese sollten jedoch leicht abgerundet sein, denn ist z. B. der Teppich mit einer hohen harten Kante versehen, dann ist schon bei gut 1 bis 1,5 cm Schluss.

Saugleistung

Die Saugleistung des Ecovacs Deebot Ozmo 950 hat mich soweit sehr überzeugen können. Die runde Form hat hier nämlich zum einen den Vorteil, dass dieser gegenüber den D-Formen deutlich weiter in die engeren Stellen kommt. Zudem befördern die beiden links und rechts angebrachten rotierende Bürsten, den Dreck aus den Rändern direkt zur rotierenden Hauptbürste in der Mitte. Dafür wiederum ist die Hauptbürste bei einer D-Form breiter und der Saugroboter beim Bahnen abfahren, aufgrund der breiteren Reinigungsspur etwas schneller fertig.

Eine weitere tolle Funktion des Deebot Ozmo 950 ist die automatisch Teppicherkennung. Hat man diese in den Einstellungen aktiviert, dann erhöht der Saugroboter beim befahren von Teppichen völlig automatisch die Saugleistung. Sobald er diesen wieder verlässt, wird diesen dann wieder abgesenkt. 

Der neu verbaute Radar-Sensor hat jedoch auch noch eine weitere

Da der Ecovacs Deebot Ozmo 950 nicht nur einmal durch den Raum saugt, sondern gleich zwei Reinigungsvorgänge durchführt, ist das Reinigungsergebnis sehr gut. 

Wischfunktion

Eine weiter tolle Zusatzfunktion des Deebot Ozmo 950 ist dessen automatische Wischfunktion. Damit saugt der Saugroboter nämlich nicht nur die Wohnung oder das Haus durch, sondern wischt zudem gleich feucht durch. Diese Wischfunktion ersetzt jedoch definitiv nicht den normalen Wischmopp mit entsprechendem Reinigungsmittel. Schließlich bekommt der Roboter gerade harneckiger Verschmutzungen durch einfaches darüber Fahren nicht weg. Daher sollte man dennoch wie gewohnt ein- bis zweimal im Monat weiterhin gründlich durchwischen. Dennoch muss ich sagen, für einen Saugroboter finde ich diese Funktion soweit sehr gut, denn damit nimmt dieser auch den ganz feinen Staub, der nicht eingesaugt wird mit auf und bekommt leichte Verschmutzungen ebenfalls weg.

Das tolle an der Wischfunktion ist, dass der Saugroboter Teppichen mit angebrachter Wisch-Platte automatisch ausweicht und diese nicht befährt. Dafür nutz der Deebot Ozmo 950 die Teppicherkennung und man muss nicht mal eine „Nicht-Wischen-Funktion“ einzeichnen, dazu aber unter App mehr. Die Wisch-Funktion wird automatisch aktiviert, sobald der Wassertank mit Wasser gefüllt wurde und man die Wisch-Platte angebracht hat. Die verwendete Wassermenge kann hier übrigens in der App eingestellt werden, schließlich bedarf es bei jedem Boden eine unterschiedliche Wassermenge.

(Reinigungsleistung: 4,5 von 5 Punkten)

App

Sämtliche Einstellungen des Ecovacs Deebot Ozmo 950, werden mithilfe der umfangreichen App geregelt. Trotz des großen Umfangs an Einstellungsmöglichkeiten ist diese jedoch übersichtlich gestaltet.

Nach der Einrichtung kann man durch das tippen auf den verbundenen Saugroboter dessen Einstellungsmenü einsehen. In diesem Menü, würde ich direkt den erweiterten Modus anschalten, denn dadurch hat man noch einmal deutlich mehr Einstellungsmöglichkeiten. Im Menü kann man unter anderem die Saugkraft von „Standard“ auf: leise, maximal und maximal+ zur verändern. Bedenken sollte man hier jedoch, das eine höhere Saugkraft zwar besser saugt, jedoch zudem logischerweise auch lauter ist. Im Menüpunkt darunter regelt man die Wasserdurchflussrate. Diese kann man hier zwischen dem Standard-Wert „Mittel“, auch in niedrig, hoch und sehr hoch einstellen. Je nachdem wie feucht der Boden gereinigt werden soll. Man sollte natürlich auch hier den Hinweis von Ecovacs beachten, denn der Hersteller weißt hier darauf hin, dass ein hoher Wasserdurchfluss dazu führen kann, dass der Roboter mit seinen Rändern wegrutschen könnte.

 Unter dem Punkt Reinigungstuch-Erinnerung kann man aktiveren, dass man per Push-Benachrichtigung informiert wird, das Reinigungstuch an der Unterseite zu entfernen und kurz sauber zu machen. Dieses geht sehr einfach, da diese nur aufgeschoben und via Klettverschluss befestigt wird. Auto-Saugkraftverstärkung sollte man auf jeden Fall aktivieren, sofern man möchte, dass der Roboter diese selbstständig erhöht, wenn dieser auf einen Teppich fährt. Fortgesetzte Reinigung wiederum habe ich ebenfalls aktiviert, da dies meiner Meinung nach besonders sinnvoll ist. Ist nämlich der Akku leer, fährt der Roboter zur Ladestation und setzt die Reinigung fort, sobald dieser wieder voll aufgeladen ist.

Aktiviert man den „Ruhemodus“ dann startet dieser weder die eventuell geplanten Reinigungen, fortgesetzte Reinigungen und auch die Sprachmeldungen, sowie Leuchten am Saugroboter sind deaktiviert. Im Menüpunkt darunter kommt man in einer durchaus sinnvolle und von mir häufig genutzt Funktion, die Reinigungsplanung. Dabei kann man nämlich genau bestimmen, an welchen Tagen, welcher Uhrzeit usw. der Deebot Ozmo 950 mit der Reinigung der eigenen Räumlichkeiten beginnen soll. 

Im Untermenü „Karte wiederherstellen“ kann man die aktuell erstellte Karte zurücksetzen. Der Menüpunkt Mehrgeschosskarte ist neu und ist besonders sinnvoll bei Häusern mit mehreren Etagen. Dazu gehe ich aber gleich noch näher mit der Kartenerstellung ein.

In den restlichen Menüpunkten kann man sich noch anzeigen lassen, wann man den Zubehör reinigen bzw. wechseln sollte, das Reinigungsprotokoll einsehen, die Sprachmeldung aktivieren oder den Saugroboter suchen. Drückt man hier drauf, teilt der Deebot Ozmo 950 einem mit, wo dieser gerade ist, indem er durch den verbauten Lautsprecher „ich bin hier“ sagt.

Kartenerstellung

Wie bereits mehrfach erwähnt, erstellt der Ecovacs Deebot Ozmo 950 mithilfe seines Laserdistanzsensors (LDS) eine Karte der Räume. Dies erfolgt automatisch beim ersten Reinigungsvorgang in euren Räumlichkeiten. Dabei kann man während bzw. nach dem saugen unter anderem auch direkt erkennen, wo man z. B. einen Teppich liegen hat. Nach einmaligem Saugen aller Räume hat man eine Karte der kompletten Räumlichkeiten im Haus. Anschließend kann man in der Karte jederzeit eine virtuelle Wand, die der Roboter nicht befahren soll bestimmen oder auch eine Nicht-Wischen-Zone einfügen. Diese Nicht-Wisch-Zone dient dazu, dass der Deebot hier eben nicht die Wischfunktion aktiviert. Ebenfalls genial finde ich die Go-To-Zonen, diese dienen dazu, dass man dem Deebot Ozmo 950 direkt mitteilt, dass dieser zur in der Karten gekennzeichnete Fläche fährt und diese reinigt. Dies ist sehr vorteilhaft, wenn man z. B. etwas Zucker oder Mehl in der Küche verschüttet hat und zu faul ist, den herkömmlichen Staubsauger herzuholen.

Kommen wir noch zur bereits angedeuteten Erstellung der Mehrgeschosskarten. Diese ist nämlich vor allem für Hausbesitzer von Vorteil, denn dann kann man diese sinnvolle Kartengeschichte auch problemlos in max. 3 Etagen nutzen. Man kann nämlich max. 3 Karten in der App speichern. Um diese Funktion nutzen zu können, muss man jedoch den „Erweiterten Modus“ in den Einstellungen aktiveren, ebenso müssen aber die „Mehrgeschossreinigung und die Ortung am Smartphone aktiv sein. Hat man den ersten Stock, also den Bereich im Erdgeschoss komplett gereinigt, bis der Saugroboter wieder automatisch zur Ladestation zurückkehrt, dann kann man diesen als die erste Karte abspeichern.

Anschließend muss man wie in der Anleitung in der App beschrieben, den Saugroboter inkl. Ladestation in den nächsten Stock tragen und dort aufstellen. Ist der Saugroboter voll aufgeladen, kann man umgehend die Reinigung vom zweiten Stock starten, dies sollte jedoch von der Ladestation aus erfolgen. Ist der Roboter auch hier fertig, dann kann man auch dieses Geschoss abspeichern. Anschielend kann man die Karten in der Kartenverwaltung jederzeit aufrufen und hier virtuelle Wände einzeichnen usw.

(App: 4 von 5 Punkten)

Lautstärke

Bei der Lautstärke gefällt mir der Ecovacs Deebot Ozmo 950 sehr gut. Denn dieser ist gegenüber den bisher von mir getesteten Saugrobotern sehr leise. Die Lautstärke hängt hier natürlich wie bereits erwähnt von der von euch bestimmten Saugleistung ab. Daher bewegt sich diese zwischen 45 bis 66 dB. Bei der Eingestellten Stärke „normal“ liegt dies etwa bei knapp über 50 dB, sodass man sich hier dennoch gut unterhalten kann. Beim Saugen von Teppichen erhöht der Saugroboter natürlich seine Saugleistung, sofern aktiviert und somit ist er hier etwas lauter mit knapp 66 dB.

(Lautstärke: 4,5 von 5 Punkten)

Akkulaufzeit

Damit der Ecovacs Deebot Ozmo 950 die Ladestation schnellstmöglich nach dem Ende des Reinigungsvorgangs findet, solltet ihr diesen direkt von dieser aus starten lassen. Dies ist immer sehr von Vorteil, denn ansonsten irrt diese teils etwas länger umher oder findet diese gar nicht, bis dieser euch mitteilt, dass ihr ihn bitte zu dieser bringt.

Der im Deebot Ozmo 950 verbaute Akku besitzt eine Kapazität von 5200 mAh, was diesem eine Arbeitszeit von über 3 Stunden ermöglicht. Ob diese reine Arbeitszeit für eure komplette Wohnung bzw. Haus ausreicht, hängt dabei natürlich von euren Räumlichkeiten ab. Habt ihr viele rechteckige Zimmer, welche der Saugroboter nach dem Rand abfahren, möglichst im inneren Feld gerade abfahren kann, dann reicht diese weiter aus, als wenn hier viele Tischfüße usw. im Weg sind. Aber sollte der Akku leer sein, jedoch die Etage nicht fertig gereinigt sein, dann setzt der Ecovacs Deebot Ozmo 950 die Reinigung wie bereits erwähnt nach dem aufladen automatisch fort (sofern in den Einstellungen aktiviert). Für eine volle Akkuladung benötigt der Deebot Ozmo 950 knapp 5 Stunden. Dies liegt daran, dass der Akku verhältnismäßig groß ausfällt, denn er ist z.B. stolze 2.000 mAh größer als der im Vorgänger Deebot Ozmo 930. 

(Akkulaufzeit: 4 von 5 Punkten)

TEIL 3

bestehend aus „Preis/Leistung“ entspricht 10% der Gesamtwertung

Beschreibung

Ecovacs wirbt den Deebot Ozmo 950, als den besten Deebot aller Zeiten an. Damit hat das Unternehmen auch recht, denn es ist technisch gesehen der neuste und somit intelligenteste Saugroboter des Unternehmens.  

Der Deebot Ozmo 950 reinigt dank Laserdistanzsensor sehr präzise und versucht dadurch möglichst jeden Abschnitt im Raum abzufahren, sofern er in alle Lücken passt. Zusätzlich kann dieser auch gleich noch in einem Arbeitsgang feucht wischen und somit noch gründlicher reinigen. Dank intelligenten Sensoren erkennt dieser automatisch Teppiche, auf diesen er dann die Saugleistung erhöht, aber auch, sofern angebracht die Wischfunktion deaktiviert. 

Die Einbindung in das heimische WLAN ist meiner Meinung nach absolut zu empfehlen, jedoch kein muss. Jedoch hat man nur so die Möglichkeit, diesen direkt via App zu aktualisieren und zahlreiche Einstellungen vorzunehmen. Die Akkulaufzeit von über 3 Stunden konnte mich in meinen Tests ebenso überzeugen.

Preis/Leistung

Die UVP des Deebot Ozmo 950 hat Ecovacs bei 599,00 € angesetzt. Klar bekommt man hierfür bereits günstiger Saugroboter, diese bieten jedoch teils deutlich weniger Funktionsumfang. Ebenso gibt es aber auch noch einige teurere Geräte von Vorwerk oder iRobot die noch mal um einiges teurer sind und z. B. keine Wischfunktion usw. bieten.

Die Saugleistung, Wischfunktion und die Navigation sind hervorragend. Mann sieht sehr gut wie der Dreck eingesaugt bzw. aufgewischt wird und wie systematisch der Deebot Ozmo 950 den Raum reinigt. Daher kann ich den neuen Saugroboter sehr empfehlen, sofern man diese Funktionen alle nutzt. Wer jedoch auf die Wischfunktion verzichten kann, findet eventuell auch billigere Geräte. Ich rate jedoch auch dann dazu, ein Gerät mit fortschrittlicherer Lasernavigation zu kaufen und kein Gerät, welches sinnlos im Zick-Zack den Raum durchfährt.

Ecovacs DEEBOT OZMO 950

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unter Berücksichtigung aller Teilwertungen

 Wir bedanken uns beim Hersteller für die Bereitstellung des Produktes. Zu unseren Grundsätzen

Link zum Hersteller: Ecovacs.com/de

Jabra Elite 85h

Der dänische Hersteller Jabra, hat vor wenigen Monaten mit dem Jabra Elite 85h einen neuen Over-Ear Kopfhörer vorgestellt. Dabei handelt es sich um ein Modell, welches mit Activ Noise Cancelling (ANC) ausgestattet ist und dank Equalizer-Einstellung zulässt, dass man das Klangbild mehr den eignen Vorlieben anpassen kann. Wie sich der neuen Over-Ear Kopfhörer von Jabra schlägt, verrate ich euch in folgendem Testbericht, denn ich habe den Kopfhörer nun 3 Wochen ausgiebig getestet.

Jabra Elite 85h

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TEIL 1

Bestehend aus „Verpackung/Design/Verarbeitung“ entspricht 25% der Gesamtwertung

Verpackung

Jabra liefert den Elite 85h in einer grau/gelben Verpackung aus, welche rundherum mit einigen Informationen bedruckt ist. Die eigentliche stabile Hauptverpackung ist wie bei vielen anderen Kopfhörer-Herstellern, in eine bzw. in dem Fall des Jabra Elite 85h in mehreren Umverpackungen eingeschoben, dazu gleich mehr.

Zuvor betrachten wir, über was uns die bedruckte Umverpackung informiert. Direkt auf der Vorderseite liest man wie üblich den Namen des Herstellers und des Kopfhörers. Zudem fällt natürlich auch direkt eine große komplette Ablichtung des Kopfhörers auf. Darunter hat Jabra zudem noch die wichtigsten Merkmale erwähnt. Zu diesen zählen: das smart Active Noise Cancelling, speziell entwickelte Lautsprecher für überlegene Musik und eine Akkulaufzeit von 26 Stunden mit aktiviertem ANC. Außerdem wird hier auch noch die Smartsound-Funktion erwähnt, welche den Klang bzw. das ANC automatisch der Umgebung anpasst. Darauf gehe ich natürlich später genauer ein. 

An der rechten Seite wird lediglich der Elite 85h Kopfhörer von der Bedienelement-Seite gezeigt. Außerdem wird damit geworben, dass der Kopfhörer in Kopenhagen, dem Firmen-Hauptsitz entwickelt und entworfen wurde. Die Rückseite zeigt erneut eine weitere Ansicht des Kopfhörers und einige weitere Ausstattungsmerkmale. Neben den bereits erwähnten Merkmale reihen sich hier zusätzlich noch die Sprachassistenten Integration, die insgesamt 8 Mikrofone für beste Sprachqualität, sowie die zertifizierte Witterungsbeständigkeit gegen Spritzwasser und Staub, ein. Zudem wird im rechten unteren Bereich noch auf die Jabra Sound+ App hingewiesen, welche den vollen Funktionsumfang des Kopfhörers ermöglicht.

Entfernt man die dünne Verpackungshülle von der gelben stabile Verpackung, dann kann man von rechts einen weiteren Karton herausziehen. Auf diesem grauen Karton liegt direkt ein Einleger, der erneut über einige Funktionen informiert und an der Rückseite kurz erklärt, wie der Kopfhörer eingeschaltet usw. Anschließend erblickt man darunter direkt eine hochwertige Transporttasche, in welcher sich sämtlicher Zubehör befindet. 

Somit findet man darin den zusammengefalteten Jabra Elite 85h Kopfhörer, ein Klinkenkabel und USB-Typ-C Ladekabel, sowie einen Flugzeugadapter. Unter der Tasche befinden sich zudem noch die üblichen Warnhinweise usw. 

(Verpackung: 4 von 5 Punkten)

Design

Beim Design des Jabra Elite 85h, setzt das Unternehmen auf einen Materialmix aus Metall, Kunststoff, Kunstleder und ein angenehmes Stoffgewebe. Der Kopfhörer ist sehr modern gestaltet und fällt durch seine Ohrmuscheln-Außenflächen und dem Kopfband, welches mit dem Stoffgewebe versehen wurde direkt auf. Anders wie bei vielen anderen Herstellern prangt das Herstellerlogo nicht auf den Ohrmuscheln-Außenseiten, sondern lediglich auf den Kopfbügelenden. 

Von Außen ist es zwar nicht direkt ersichtlich. Jedoch sind alle wichtigen beweglichen Elemente wie z. B. die Gelenke der Ohrmuschel, welche sich drehen und klappen lassen sowie der innere Kern des Kopfbügels aus Metall gefertigt.  

Damit der Anpressdruck, denn der Federstahlkern im inneren des Kopfbügels ausübt, nicht zu hoch ist, sind die ohrenumschließenden Polster und die Innenseite des Kopfbügels mit einem angenehm weichen Memory-Schaum ausgepolstert. Bezogen wiederum wurden die Polsterungen nicht mit Leder, sondern mit einem Leder-Imitat besser bekannt als Protein-Kunstleder, welches sich sehr leicht anfühlt. Durch die besonders weichen Ohrpolster ist die Geräuschisolierung bereits ohne aktiviertem ANC sehr gut.

Den Elite 85h bietet Jabra aktuell in 5 Farbvarianten an. Neben dem von mir getesteten Titanium Black, gibt es noch ein Modell in: reinem Schwarz, Kupfer-Black, Gold-Beige und Navy (Blau). Damit man sich leicht merken kann, wie rum der Jabra Elite 85h aufgezogen werden muss, kann man sich dabei einfach merken, dass die Seite, mit den vielen Anschlüssen und den Bedienelementen an der Außenseite nach rechts gehört. Alternativ erkennt man es aber auch durch das Betrachten der Kopfbügel-Innenseite.  

Gegen eine Bedienung via Touch-Oberfläche hat sich Jabra aufgrund des Designs entschieden. Schließlich ist es über die Stoffoberfläche nicht möglich, Berührungen zu registrieren. Daher setzt Jabra hier auf eine 3-Tasten-Bedienung an der rechten Ohrmuschel. Auf die Bedienung gehe ich später unter “Bedienung“ noch genauer. Die Bügelverstellung ist nicht wie bei anderen Herstellern gerastet, sondern stufenlos in einem größeren Bereich möglich, sodass man den Kopfhörer schnell und leicht dem eigenen Kopf anpassen kann.

Anschlüsse besitzt der Jabra Elite 85h insgesamt 2 Stück. Dabei handelt es sich zum einen um den USB-TypC Lade-Anschluss und zum anderen um die Klinkenbuchse, damit man auch bei Bedarf jederzeit via Kabel Musikhören kann. Voraussetzung ist hier natürlich, dass euer Smartphone noch einen Klinkenanschluss besitzt, oder ihr einen entsprechenden Adapter dabei habt.

(Design: 4 von 5 Punkten)

Verarbeitung

Die Verarbeitung des Jabra Elite 85h ist auf einem sehr hohen Niveau. Der Kopfhörer kann mich persönlich mit seinem besonderen Design (Stoffgewebe) überzeugen. Damit hebt er sich von den meisten anderen Kopfhörern ab, bei denen deutlich mehr Kunststoff zu sehen ist. Gewichtstechnisch gehört der Elite 85h zwar nicht zu den leichtesten Over-Ear Kopfhörern, doch dennoch sind die genau 300 Gramm auf dem Kopf angenehm zu tragen.

Der Kopfhörer macht durch seine gute Verarbeitung einen sehr wertigen und langlebigen Eindruck. Hier muss man sich nämlich keine Sorgen machen,  Jabra hat den Kopfhörer nämlich mit einer speziellen Nano-Beschichtung versehen und zudem die inneren Bauteile gegen Wasser und Staub geschützt. Sehr schön finde ich zudem, dass Jabra beim Elite 85h auf den aktuellen USB-TYP-C Lade-Anschluss setzt. Hier verwenden immer noch einige Hersteller einen veralteten Micro-USB-Anschluss.

(Verarbeitung: 4 von 5 Punkten)

TEIL 2

bestehend aus „Funktion des Produktes“ entspricht 65% der Gesamtwertung

Kopfhörer-ArtOver-Ear-Kopfhörer
BesonderheitenBluetooth 5.0, NFC, ANC
FarbeTitanium Black, Black, Kupfer-Black, Gold-Beige und Navy
AkkuLaufzeit Bluetooth® . . . . . . . . . bis zu 41 Std. (ohne ANC); bis zu 36 Std. (mit ANC)
Ladezeit: ca. 2,5 Stunden
Schnellladefunktion . . . . . . . . .15-minütige Aufladung, reichen für 5 Stunden Musikwiedergabe
Gewicht300 Gramm
Unterstützte Profile/HSP V1.2 , HFP V1.7, A2DP V1.3, AVRCP V1.6, PBAP V1.1, SPP V1.2
Unterstützte CodecsSBC
Übertragungsbereich10-20.000 Hz
TönerJeweils links und rechts ein 40-mm Treiber
Lieferumfang1x Jabra Elite 85h Over-Ear-Kopfhörer
1x Klinkenkabel
1x USB-Typ-C-Ladekabel
1x Hardcase
Kurzanleitungen

Tragekomfort

Der Tragekomfort des Jabra Elite 85h ist wie bereits unter Design angedeutet sehr gut. Hierfür sorgen die bereits erwähnten weichen Ohrpolster, die ausreichend bemessene Möglichkeit der Kopfbügelverstellung und das Drehgelenk der Ohrmuschelaufhängung.  

Dadurch lässt sich der Jabra Elite 85h quasi an alle erdenklichen Kopfformen und Größen anpassen. Zudem ist die Aussparung der Ohrpolster groß genug, sodass man hier ebenfalls keine Probleme mit den Ohren bekommen sollte. Hier sollte also nichts drücken oder eingequetscht werden.

Wie bei jedem anderen geschlossenen Over-Ear Kopfhörer ist es natürlich aber auch bei den Jabra Elite 85h im Sommer an heißen Tagen schnell etwas unangenehm unter den Kopfhörern. Schließlich geben die Treiber ihre Wärme minimal auch nach innen ab. Daher ist es im Sommer für manch einen idealer ein In-Ear Modell zu tragen. Schließlich sind im allgemeinen Over-Ear Kopfhörer weniger empfehlenswert für warme Tage und den Sport. Doch dies liegt wie so häufig am eigenen Geschmack und den Vorlieben. 

Wichtig bei Over-Ear Kopfhörern ist natürlich für viele unter euch auch, ob diese sich in der Kombination mit einer Brille ebenso gut tragen. Dies trifft bei dem Elite 85h zu, jedoch kann es hier je nach breite der Brillenbügel dazu kommen, dass die Geräuschisolierung etwas geschwächt wird. Da ich meine Kopfhörer beim Nichtgebrauch meistens um den Hals trage, ist für mich natürlich auch wichtig, dass er hier sich ebenfalls gut trägt und nicht drückt. Dies geht beim Jabra Elite 85h zwar aufgrund der fehlenden Touch-Steuerung in Ordnung. Doch aufgrund des Anpressdruckes fängt der Kopfhörer nach einer weile an, am Hals zu drücken. 

(Tragekomfort: 4,5 von 5 Punkten)

Bedienung

Bisher bin ich nur auf die Anschlüsse näher eingegangen, doch wie versprochen, möchte ich euch nun auch die Bedienung des Jabra Elite 85h näher erklären.

An der linken Ohrmuschel gibt es rückseitig eine kleine Taste. Diese ermöglicht die einfache Navigation durch die Sound-Einstellungen. Zur Auswahl stehen hier ANC-an, ANC-aus und HearThrough. Diese werden hier durch jedes betätigen der Taste durchgeschaltet und von einer Frauenstimme ebenfalls genannt. Gegenüber an der rechten Ohrmuschel gibt es eine weitere Taste mit einem Mikrofon darauf. Diese aktiviert standardmäßig den auf dem Smartphone integrierten Sprachassistenten. Sprich auf einem iPhone Siri und bei allen Android-Geräten den Google Assistant. In der App kann man jedoch auch bestimmen, dass man hierbei mit Alexa reden möchte. Dafür muss man sich aber in der App mit seinem Amazon-Konto einloggen. 

Kommen wir nun zu den Bedientasten. Damit kann man durch das Betätigen der mittleren Multifunktionstaste die Musikwiedergabe starten oder pausieren. Ebenso kann man einen eingehenden Anruf darüber annehmen oder auch am Ende beenden. Möchte man mit einer Person gerade nicht reden, dann genügt es, die Taste zweimal hintereinander zu betätigen. Logischerweise erhöht das Drücken der oberen Taste, welche man an dem erhabenen Punkt zur genauen Erkennung erkennt die Lautstärke und die unter Taste senkt diese ab. Hält man die Taste oben länger als eine Sekunde gedrückt, dann springt man einen Titel vor und das untere Betätigen spielt den soeben wiedergegebenen Titel erneut ab. Durch zweimaliges Drücken des unteren Knopfes wiederum, spring man einen Track zurück.

Die Bedienung ist relativ simple und selbsterklärend aufgebaut, sodass man sich schnell an die unterschiedlichen Funktionen zur Steuerung gewöhnt.

(Bedienung: 4 von 5 Punkten)

Klang

Bei den Treibern setzt Jabra auf die häufig in diesem Preissegment verwendeten 40 mm große Treiber. Der Übertragungsbereich (Frequenzbereich) welchen diese wiedergeben können, soll laut Hersteller bei 10 – 20.000 Hz liegen. Dies wiederum ist etwas besser, als der Durchschnitt, denn im Regelfall sind es 20 – 20.000 Hz. Ob man diesen besseren Frequenzgang jedoch persönlich wahrnimmt, ist bei jedem unterschiedlich und eher selten der Fall, denn ein normales Gehör hört im Schnitt 20 – 20.00 Hz. Für den Klang wiederum ist es durchaus etwas Schade, dass Jabra hier keine besonderen Audio-Codecs wie z. B. aptX oder AAC nutz, sondern lediglich auf den Standard Codec SBC. Das machen viele anderen Hersteller in diesem Preissegment besser und daher könnte dies schon für einige das K.-O-Kriterium sein. Doch lasst mich dennoch meinen persönlichen Eindruck vom Klangbild Beschreiben, denn hier verrate ich euch, ob er dennoch gut klingt und ob ihr dem Jabra Elite 85h dennoch eine Chance geben solltet.

Betrachten möchte ich hier das von Werk eingestellte Klangbild. Schließlich kann man dies in der App noch via 5-Band Equalizer weiter optimieren. Das Klangbild von Hause aus, würde ich als ausgewogen neutral beschreiben, sodass hier auf eine häufig verwendete wärmere Abstimmung verzichtet wurde. Die Staffelung zwischen dem Bassfundament und den Höhen ist Jabra gut gelungen, sodass keinesfalls der Tiefgang des Basses dazu neigt, die Höhen zu übertönen. Etwas dominanter wiederum sind hier die Mitten, was sich vor allem beim Gesang, aber auch beim Telefonieren und Hörbücher anhören, sehr positiv auswirkt. Das Klangbild kann somit gut überzeugen, trotz fehlender hochwertiger Audio-Codecs. Bei einigen Musikgenres konnte ich zum Teil jedoch einen leichten Hall bei den Instrumenten feststellen. 

Beim Telefonieren schneidet der Jabra Elite 85h mit Bravour ab. Hierfür nutzt der Elite 85h nämlich 6 der insgesamt 8 verbauten Mikrofone, wodurch für eine sehr gute Sprachverständlichkeit auf beiden Seiten gesorgt wird. Beim Ansehen von Filmen und Videos über Netflix, Amazon Prime oder Youtube konnte ich zwischen dem Bild und Ton keinen Versatz vorstellen.

(Klang: 4 von 5 Punkten)

Ausstattung

Der neue Jabra Elite 85h kommt wie bereits Eingangs des Testberichtes erwähnt mit einer verbauten Aktiv Noise Cancelling-Funktion daher. Dies heißt, dass dieser nicht nur durch seine Polster und sein geschlossenes Gehäuse die Umgebungsgeräusche um einem herum reduziert, sondern zusätzlich durch die verbauten Mikrofone (vier der 8 verbauten). Diese nehmen die äußeren Umgebungsgeräusche auf, und spielen diese phasenversetzt ein. Dadurch wird das Störgeräusch wie z. B. ein Flugzeugtriebwerk oder Motoren deutlich verringert.

Das ANC kann in der „Jabra Sound+“ App in insgesamt vier Szenarien gewählt werden. Zur Auswahl steht hier privat, öffentlich, pendeln und mein Moment. Bei den ersten drei handelt es sich um vordefinierte Modis, während es bei „Mein Moment“ so ist, dass sich hierbei die Abschirmung usw. ganz nach den eigenen Vorlieben angepasst werden kann. Das Aktiv Noise Cancelling arbeitet ganz gut, so reduziert es z. B. den versprochenen Klang von Motoren, Flugzeugtriebwerken auf einem hohen Maß. Autos sind ohne Musik zwar noch leicht hörbar, doch man kann damit deutlich leiser Musik hören, ohne dabei im Stadtverkehr gestört zu werden. Lediglich mit höheren Tönen hat das ANC des Jabra Elite 85h gelegentlich etwas Probleme. Somit kann ich zwar behaupten, dass im ANC weiterhin Bose und Sony etwas die Nase voraushaben, doch preislich ist der Elite 85h wiederum günstiger und dennoch in diesem Bereich ganz gut aufgestellt.

Möchte man vom Umfeld z. B. wenn jemand in der Stadt einen anredet schnell etwas hören, ohne den Kopfhörer abzunehmen, dann kann man direkt die HearThrough-Funktion aktivieren. Dadurch wird die Musiklautstärke etwas abgesenkt und die Außengeräusche verstärkt zu den Ohren durchgelassen. 

Zubehör

Jabra liefert den Elite 85h in einem sehr stabilen und hochwertigen Hardcase aus. In diesem Case lässt sich der Kopfhörer sehr gut verstauen und ist somit perfekt gegen Kratzer und sonstigen Schäden die ohne dieses entstehen könnten bestens geschützt. 

Praktisch ist hier der kleine eingenähte Zettel, der einem zeigt, wie der Kopfhörer darin eingelegt wird. Damit die Ohrmuscheln beim Transport darin nicht aneinander scheuern, befindet sich dazwischen ein Polster. In dessen Zwischenraum lässt sich problemlos das Zubehör (Ladekabel, Klinkenkabel und Flugzeugadapter) verstauen, sodass man diese immer dabei hat. Ok zugeben eine Powerbank oder ein Netzteil sollte man dennoch separat mit sich führen, denn ohne dies bringt einem das Ladekabel nicht viel. Aber im Urlaub oder so, hat man ja eigentlich sowieso immer ein Netzteil fürs Smartphone dabei, welches man hierfür perfekt nutzen kann.

(Ausstattung: 4 von 5 Punkten)

App

Jabra bietet für sämtliche Kopfhörer egal ob In-Ear oder Over-Ear Modelle, eine App Namens „Jabra Sound+“ kostenlos zum Download an. Prinzipiell kann der Jabra Elite 85h auch ohne die App zum Musikhören genutzt werden, doch den vollen Funktionsumfang erhält man auch hier nur in Verbindung mit der App. Hierfür ist es auch gar nicht nötig, sich zu registrieren oder sonstige Daten anzugeben. 

Jabra Sound+
Preis: Kostenlos
Jabra Sound+
Preis: Kostenlos

Nach dem downloaden der App aus dem AppStore, welche sowohl für iOS-Geräte, als auch Android Devices kostenlos zum Download bereitsteht, kann man die App wie gewohnt starten. Anschließend befindet man sich in der Einrichtung des Kopfhörers. Diesen sollte man hierfür natürlich durch das Drehen der Ohrmuscheln zueinander, Einschalten und in den Bluetooth-Einstellungen mit dem Smartphone koppeln. Ist dies erfolgreich gelungen, dann zurück zur App, wo man nun eine Einführung in die Bedienung des Jabra Elite 85h bekommt. Daher wird hier nun erklärt, für was die Bedientasten sind usw.  

Anschließend befindet man sich auf der Startseite der App. Die auch „Momente“ genannt wird. Hier kann man neben den verschiedenen ANC-Modis auch den 5-Band Equalizer und aus fertigen Musik-Voreinstellungen wählen. Zudem kann man hier die hinzuschaltbare Smartsound-Technologie Aktiveren. Diese analysiert anhand der Mikrofone die Umgebungsgeräusche und passt dabei die ANC-Stufe automatisch dem Umgebungslärm an. Dies funktioniert zwar nicht vollkommen fehlerfrei, doch kann im Test dennoch überraschen. Im zweiten Reiter geht es um das „Entdecken“ hier wird einem z. B. angezeigt, ob es ein Firmwareupdate für die Kopfhörer gibt, oder man kann die Kopfhörer nach einer Registrierung hier jederzeit orten.

Unter dem Punkt „Über“ kann man wiederum einige weitere Einstellungen ändern und das Benutzerhandbuch oder die Kurzanleitung einsehen.

(App: 3,5 von 5 Punkten)

Koppeln und Reichweite

Beim Elite 85h hat Jabra einen Bluetooth 5.0 Chip integriert, welcher eine Mehrfachverbindung (8 Geräte), bzw. mit zwei Geräten gleichzeitig ermöglicht. Die Kopplung via Bluetooth ist wie üblich nicht sonderlich schwer und daher in wenigen Sekunden bzw. auf jeden Fall unter einer Minute erledigt. Beim ersten Einschalten befindet sich der Jabra Elite 85h eigentlich wie jeder andere Kopfhörer auch automatisch im Pairing-Modus. Daher ist das Ganze sowieso noch einfacher gehalten, doch selbst wenn nicht, ist dies total easy.

Einfach den Kopfhörer Einschalten, indem man die Ohrmuscheln so dreht, dass diese zueinander zeigen, und schon ist der Kopfhörer eingeschaltet. Nun sollte die Status-LED blau aufblinken, was bestätigt, dass sich der Kopfhörer im gewünschten Modus befindet. Nun nur noch in den Bluetooth-Einstellungen am Smartphone die Kopfhörer mit der Bezeichnung „Elite 85h“ suchen und auswählen. Anschließend sollten sich die beiden Gerät innerhalb kurzer Zeit miteinander verbinden.

Bei der max. Reichweite gibt Jabra die üblichen 10 Meter an. Ich kam im Test jedoch auch zum Teil auf knapp 11 Meter. Indoor waren es wiederum knapp 9 Meter, doch hier hängt die Reichweite natürlich ebenfalls von den Gegebenheiten der Wände usw. ab. 

(Koppeln und Reichweite: 4 von 5 Punkten)

Akku

Der verbaute Akku im Jabra Elite 85h gehört aktuell zu einer der besten. Schließlich ermöglicht dieser eine Top Akkulaufzeit von bis zu 36 Stunden mit aktiviertem Noise-Cancelling. Ohne ANC sind es wiederum 5 Stunden mehr und somit bis zu 41 Stunden.

Natürlich ist es von Nutzer zu Nutzer etwas unterschiedlich, wie lange der Akku am Ende wirklich durchhält. Schließlich hört jeder unterschiedlich laut Musik, nutzt das ANC unterschiedlich, was eine wichtige Rolle bei der Laufzeit spielt. Schließlich verbraucht ANC aufgrund des ständigen messen und erzeugen des dementsprechenden Gegenphasigen-Signals relativ viel Strom.  

In meinem Testzeitraum von knapp 3 Wochen habe ich den Jabra Elite 85h immer wieder genutzt, jedoch ganz klar niemals 36 Stunden am Stück. Da müsste ich diesen ja sogar im Schlaf aufhaben. Daher kann ich hier nur, meine gesamte Laufzeit, die sich aus mehreren Tagen zusammensetzt, zusammenrechnen. Man kommt nach meinen Erfahrungswerten ganz gut an den von Jabra angegebenen Wert ran. Ich habe den Elite 85h fast ausschließlich mit ANC genutzt und hab somit bei etwa 60-70 % der maximalen Lautstärke eine Laufzeit von etwa 34 Stunden erreicht. Dies ist immer noch ein extrem guter Wert, denn somit kann man z. B. wenn man stolze 3 Stunden am Tag Musik hört den Kopfhörer gut 11 Tage am Stück nutzen, ehe man diese so langsam wieder aufladen sollte.

Apropos aufladen, hier setzt Jabra auf den aktuellen USB-Typ-C Ladeanschluss. Dieser ermöglicht eine Schnellladefunktion, sodass der Elite 85h bereits nach 15 Minuten wieder für 5 Stunden Musikwiedergabe bereit sein soll. Für eine volle Aufladung wiederum benötigt man knapp 150 Minuten. Nutzt man den Kopfhörer nicht, bzw. wird diesem keine Musik zugespielt, dann schaltet dieser sich automatisch nach knapp einer Stunde aus. Ebenso erkennt dieser anhand Sensoren in der Innenseite, ob er getragen wird oder nicht. Daher wird die Musik pausiert, sobald man den Kopfhörer von den Ohren nimmt. Das Ausschalten wiederum wird einfach durch das Flache eindrehen der Ohrmuscheln durchgeführt. Dies trägt soweit alles zu einer komfortablen Bedingung und möglichst langen Akkulaufzeit bei. 

(Akku: 5 von 5 Punkten)

TEIL 3

bestehend aus „Preis/Leistung“ entspricht 10% der Gesamtwertung

Beschreibung

Beim Jabra Elite 85h handelt es sich um den ersten Over-Ear Kopfhörer des dänischen Unternehmens. Hier zeigt es sich, dass man jedoch im Headset-Bereich bereits einige Erfahrungen mit ANC-Geräten gemacht hat. Dadurch schneidet der Elite 85h nämlich in diesem Bereich nicht mal so schlecht ab. Der Tragekomfort hat mir hier ganz gut gefallen, ebenso bietet man dank 5-Band Equalizer genug Raum, damit man sich das Klangbild den eigenen Vorlieben weitestgehend anpassen kann.  

Jabra verspricht hier eine außergewöhnlich klare Soundqualität und Energie für den ganzen Tag. Letzterem kann ich hier zwar absolut zustimmen, denn 36 Stunden Akkulaufzeit mit ANC sind echt sehr gut. Beim Klang wiederum könnte einigen unter euch, die dominanten Mitten und der gelegentliche Hall, denn ich wahrnehmen konnte stören. 

Preis/Leistung

Die UVP des Jabra Elite 85h liegt bei einem Preis von 299,99€. Jedoch erhält man den Kopfhörer aktuell bereits je nach Farbe zwischen 199,90€ bis 279€. 

Vom ANC ist der Jabra Elite 85h zwar etwas hinter Bose und Sony, doch überzeugen konnte mich persönlich dies dennoch. Wer zudem nach einem Kopfhörer sucht, der eine lange Akkulaufzeit bietet, der wird mit dem Jabra Elite 85h einen guten Kopfhörer finden. Wem daher das Stoff-Design gefällt, und man mit der leichten Betonung der Mitten leben kann, dem kann ich nur raten dem Elite 85h bei der Kopfhörerauwahl eine Chance zu  geben. Möchte man wiederum unbedingt hochwertige Audiocodecs wie aptX, aptX HD oder AAC haben, dann fällt der Elite 85h leider aus der Auswahl heraus. 

Jabra Elite 85h

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 Wir bedanken uns beim Hersteller für die Bereitstellung des Produktes. Zu unseren Grundsätzen

Link zum Hersteller: jabra.com.de

Nuki Opener

Mit dem Nuki Smart Lock 2.0, welches ich bereits getestet habe, ist es kein Problem, die Haustüre mit dem Smartphone aufzuschließen. Dadurch benötigt man keinen Schlüssel mehr und rüstet jede Tür ganz einfach auf diese bequeme Funktion um. Doch ein Problem hatte Nuki mit dem Smart Lock bisher, denn dies öffnete lediglich die Haustüre zur Wohnung oder dem Einfamilienhaus. Daher mussten Nutzer von Mehrparteienhäusern dennoch für die Hauseingangstüre, weiterhin einen Schlüssel mit sich führen. Dies dürfte nun ebenfalls der Vergangenheit angehören, denn ab sofort (09.09.2019) ist der neue Nuki Opener verfügbar. Dieser wird einfach an die Gegensprechanlage angebracht und öffnet somit automatisch auch die Haustüre vom Mehrparteienhaus. 

Doch wie gut der Nuki Opener funktioniert und ob dieser einfach einzurichten bzw. zu installieren ist, verrate ich euch in diesem Testbericht. Denn ich habe den Nuki Opener nun seit einige Wochen im Test bei mir zuhause installiert. 

Nuki Opener

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TEIL 1

Bestehend aus „Verpackung/Design/Verarbeitung“ entspricht 25% der Gesamtwertung

Verpackung

Der neue Nuki Opener kann entweder einzeln, oder auch in Kombination mit einer Nuki Bridge gekauft werden. Die Bridge ist in den meisten Häusern zusätzlich erforderlich, da der Opener nur via Bluetooth-Verbindung kommuniziert und somit selten von der Reichweite an der Gegensprechanlage, zur Eingangstür des Mehrfamilienhaus reicht. 

Die Verpackung des Nuki Opener kommt in der typischen weiß/schwarzen Farbe daher. Im Vergleich zum Lieferumfang bzw. der Größe des Openers, ist die Verpackung um einiges größer gehalten. Auf der Oberseite der Verpackung wird wie üblich bei Nuki eine Abbildung des Gerätes von vorne betrachtet zusammen mit einer schwarzen Gegensprechanlage gezeigt. Zudem kann man im linken oberen Bereich neben des Herstellernamens, auch den Produktnamen lesen. An der rechten Seite wird gezeigt, dass man nur in Kombination mit der Bridge eine hohe Reichweite hat, denn dann kann man jederzeit auch von der Ferne die Haupteingangstür bei Bedarf öffnen. Ohne Bridge geht dies nur offline, also via Bluetooth und daher mit einer deutlich geringeren Reichweite, die nicht über mehrere Stockwerke reicht.

Zu guter Letzt befasst sich die Unterseite mit dem Lieferumfang bzw. es wird darauf hingewiesen, dass sich das Montagematerial und die 4 AAA-Batterien im Lieferumfang befinden. Die Nuki Bridge sollte jedoch wie bereits erwähnt, sofern nicht vorhanden separat erworben werden. Anhand der Google Play und App Store Logos erkennt man zudem sofort, dass es sowohl für Android als auch iOS eine passende und kostenlos App für das Nuki System gibt.

Hebt man den Deckel der Verpackung an und entfernt diesen, dann erblickt man direkt den Nuki Opener, auf den ich im nächsten Abschnitt näher eingehen werde. Entfernt man diesen wiederum und hebt den schwarzen Kartonage-Einleger heraus, befindet sich in dessen Unterseite sämtliches Zubehör. Darin findet man neben eine Kurzbeschreibung, je zwei Schrauben und zwei passende Dübel zur Verschraubung, ein Schlitz-Schraubendreher, ein Kabelstrang, über den der Opener mit der Gegensprechanlage verbunden wird und eine Klemme. Diese Klemme habe ich benötigt, da ich damit das Kabel meiner integrierten Klingel und eines vom Kabelstrang zusammenklemmen musste. 

Natürlich muss man den Nuki Opener, sofern es der Untergrund zulässt nicht unbedingt direkt an die Wand bohren und verschrauben. Dies ist nur bei Rauputz oder sonstigen ähnlichen Untergründen nötig. Befindet sich die Gegensprechanlage in einem gefliesten Bereich, dann kann der Opener auch ganz einfach via Klebeverfahren angebracht werden. Hierfür befindet sich bereits an der Rückseite ein hochwertiger 3M Klebestreifen.

(Verpackung: 4 von 5 Punkten)

Design

Der Nuki Opener besitzt ein schwarzes viereckiges Kunststoffgehäuse, welches von den Abmessungen 70 x 70 x 20 mm einnimmt. Das Gewicht liegt bei geringen 115 Gramm. Auf der Oberseite mit dem Nuki Schriftzug, welche nach dem Anbringen nach vorne zeigt, befindet sich zentral ein 23 mm großer runder Druckknopf, über dem sich eine kleine LED befindet. Über den Knopf können später nach der Einrichtung verschiedene Funktionen aktiviert werden, dazu aber später mehr. Betrachtet man die Unterseite, dann findet man hier einen Micro-USB-Anschluss, über den man, sofern eine Steckdose in der Nähe ist, den Opener jederzeit permanent mit Strom versorgen kann. Jedoch ist dies nicht zwingend erforderlich, da die eigentliche Stromversorgung via 4 AAA-Batterien sichergestellt wird. An der Oberseite wiederum erkennt man mehrere kleine Löcher, hinter denen sich ein kleiner Lautsprecher befindet. Diesen sieht man auch, wenn man zur Montage den vorderen Teil der Kunststoffabdeckung abnimmt. Dies erfolgt ohne viel Kraftaufwand, da das Ganze nur gesteckt ist. 

Hat man die Abdeckung entfernt, erblickt man zum einen die integrierten vier AAA-Batterien, welche sollten diesen leer sein, einfach ausgetauscht werden können. An der Oberseite sieht man nun wie gerade bereits erwähnt den Lautsprecher. Möchte man den Nuki Opener via Schrauben befestigen, dann kann man diese hier Anzeichen und abbohren.

Am seitlichen Rahmen befindet sich jeweils links, rechts und unten eine klein schmale Gummiabdeckung, unter der sich die Anschlüsse des Nuki Opener befinden. Über einen dieser Anschlüsse wird der Opener später mit der Gegensprechanlage verbunden, welche man hier wähl, ist einem frei überlassen.  

(Design: 4 von 5 Punkten)

Verarbeitung

An der Verarbeitung des Nuki Opener gibt es eigentlich nichts, das ich persönlich bemängeln könnte. Das Gehäuse ist wie für Nuki typisch aus Kunststoff gefertigt, macht einen sehr hochwertigen und langlebigen Eindruck. Da das Gerät wie alle Nuki Geräte im Innenbereich eingesetzt wird, macht der Einsatz von Kunststoff hier keinerlei Probleme. Ebenso gefällt mir der Druckpunkt sehr gut, dieser ist sehr gut definiert und keineswegs schwammig. 

Manche werden sich jetzt vielleicht die Frage stellen, warum gibt es den Nuki Opener nur in Schwarz und nicht in weiß, schließlich sind die meisten modernen bzw. aktuellen Gegensprechanlagen ebenfalls in Weiß gehalten. Doch dies hat den einfachen Grund, dass weiß nicht weiß ist. Es gibt zahlreiche verschieden Weißtöne und es würde einfach bescheiden aussehen, wenn man zwei verschiednen Weißtöne nebeneinander hätte und die Wand zudem auch noch in einem weiteren anderen Weißton wäre. Daher hat man sich hier bewusst nach langen Versuchen von Farbkombinationen für ein schlichtes schwarzes Gehäuse entschieden.

(Verarbeitung: 4,5 von 5 Punkten)

TEIL 2

bestehend aus „Funktion des Produktes“ entspricht 65% der Gesamtwertung

GerätefunktionMacht die Gegensprechanlage smart
Kompatible GegensprechanlagenSiehe Kompatibilitäts-Check von Nuki
Montage-ArtKleben via 3M Klebestreifen oder Bohren und befestigen mit zwei Schrauben
Abmessungen/Gewicht70 x 70 x 20 mm/ Gewicht 115 Gramm
Funktion
Klingelunterdrückung, Aufsperren via App, Ring to Open, Dauermodus usw.
MaterialKunststoff
Stromversorgungentweder via vier AAA-Betterien oder über ein separates Micro-USB Ladekabel und Netzteil
Akkulaufzeit
keine genaue Angaben, muss ein Erfahrungsbericht zeigen.
LieferumfangNuki Opener
Schlitzschraubendreher
Anschlusskabelstrang
Klemme
4x AAA
Kurzbeschreibung

Installation und Einrichtung 

Bevor man sich überlegt den Nuki Opener zu kaufen uns dann überrascht wird, dass dieser eventuell mit der im Haus verfügbaren Gegensprechanlage nicht funktioniert, sollte man kurz auf der Herstellerseite den Kompatibilitätscheck durchführen. Dazu einfach runterscrollen und beim Kompatibilitätscheck erst den Hersteller eurer Gegensprechanlage auswählen und anschließend das Modell. Dieses findet man üblicherweise auf der Hauptplatine im Inneren der Gegensprechanlage, daher muss man diese hierzu öffnen. Im Regelfall ist das Gehäuse geklipst und sollte sich mit Vorsicht und Geduld gut öffnen lassen. Manche Modelle sind wiederum verschraubt, hier muss man dann natürlich zuvor die Schrauben entfernen. Ist dies alles eingegeben, nur noch auf absenden drücken und euch wird sofort mitgeteilt, ob der Nuki Opener mit eurer Gegensprechanlage kompatible ist oder nicht.

Ist die Anlage kompatible, dann steht dem Kauf und der Einrichtung nach dem Erhalt nichts im Wege. Durch die Einrichtung des Nuki Opener wird der Nutzer sehr verständlich Schritt für Schritt in der Nuki App geleitet. Zuerst geht es darum, den Nuki Opener via Bluetooth mit dem Smartphone zu koppeln. Im darauffolgenden Schritt wird der Opener mit der Nuki Bridge gekoppelt, welche separat bzw. im Bundle mit erworben werden muss.

Die Nuki Bridge dient wie bereits angedeutet dazu, eine Verbindung zwischen dem Nuki Opener und dem Wi-Fi-Netz (Internet) herzustellen. Schließlich ermöglicht die reine Bluetooth-Verbindung lediglich eine kurze Distanz, welche bei den meisten Mietwohnungen in einem Mehrfamilienhaus nicht ausreichen würde. Die Bridge verwende ich persönlich sowieso, da ich diese in Kombination mit meinem Nuki Smart Lock 2.0 täglich sowieso verwende.

Anschließend wählt man in der App das Modell der Gegensprechanlage aus, man kann hier, wie Nuki selbst angibt auch andere Türen (z. B. eine Garagentür oder Hoftor usw.) auswählen, doch in diesem Test befasse ich mich mit dem klassischen Anwendungsfall der Wohnungstür. Ist die Gegensprechanlage aus einer Übersicht an kompatiblen Geräten ausgewählt, muss man diese falls noch nicht geschehen nun öffnen. Nun geht es an den Teil des Anschließens, hierbei werden die mehrfarbigen Drähte gebraucht. Welche Kabel, an welchen Anschluss usw. angeschlossen werden, wird sehr gut in der Nuki App erklärt. Dies klingt viel schwieriger, als dies eigentlich ist. Hier kann euch auch gar nichts passieren, da man hier im Niedervolt-Bereich arbeitet. Das „schlimmste“ was passieren könnte, wäre, dass nach dem anschließen der Opener nicht funktioniert, mehr aber auch nicht.

An der aktuellen bzw. bisherigen Verkabelung der Gegensprechanlage muss man eigentlich nichts verändern. Ich musste jedoch nur ein Kabel entfernen, dass ich mit der Klemme verbinden musste. Da man in der App aber vor dem Beginn, der Verkabelung ein Foto machen soll, kann man hier jederzeit nachverfolgen, welches Kabel wo war. Der Opener kann übrigens, sofern keine Löcher in die Wand gebohrt werden, jederzeit wieder entfernt werden. Schließlich muss man hier nichts verändern oder kaputtmachen. Beim Öffnen des Gegensprechanlagen-Gehäuses sollte man jedoch vorsichtig herangehen, nicht das hier etwas durch Gewalt zerstört wird. Die Installation des Nuki Opener dauert je nach Sprechanlage ca. 10 bis 20 Minuten und ist wie bereits mehrfach erwähnt sehr einfach ohne besondere Elektronische Kenntnisse durchführbar.

(Installation & Einrichtung: 4 von 5 Punkten)

Software

[appcode appstore id1044998081]

[appcode googleplay io.nuki

Da es sich bei der App für den Opener um dieselbe, wie auch für das Smart Lock und sämtliche anderen Nuki Produkte handelt, ist diese ebenfalls sehr modern und übersichtlich gestaltete. Somit hab ich mich persönlich in der App bereits nach kurzer Zeit zurechtgefunden und die wichtigsten Funktionen findet man eigentlich ohne Probleme.

Direkt auf der Startseite kann man bei Bedarf den Opener bzw. den Türöffner manuell öffnen. Dies geschieht jedoch eigentlich aufgrund der Ortung, welche man während dem Einrichten durch die GPS-Daten bestimmt völlig automatisch. Klingelt man z. B. an der Tür, dann löst der Nuki Opener den Türöffner aus und dadurch kann man die Haustür des Mehrfamilienhaus einfach öffnen. Ebenso öffnet anschließend das Nuki Smart Lock 2.0 die Wohnungstür, sodass ihr im Prinzip komplett ohne Schlüssel in die Wohnung kommt, bzw. diese auch ohne das man einen Schlüssel mit sich führen muss, verlassen kann. 

Ebenso wie beim Nuki Smart Lock 2.0, können auch beim Opener weitere Nutzer bzw. Familienmitglieder, aber auch Freunden usw. eingeladen werden, damit diese ebenfalls die Vorteile des Geräts nutzen können. Im Einstellungsmenü des Nuki Opener kann man viele weitere Funktionen zuschalten bzw. auch deaktivieren. So kann man hier bestimmen, wie lange der Summer betätigt werden soll, und ob es eine Verzögerung geben soll. Dies ist z. B. sinnvoll, wenn ihr nicht direkt zur Tür kommen könnt.

Zudem kann man hier im Einstellungsmenü, aber auch einfach direkt am Knopf des Opener den Dauermodus und die Ring to Open-Funktion aktivieren. Diese beiden Funktionen sind durchaus nützlich und bewirken, dass wenn man z. B. einmalig den Knopf des Opener betätigt, der Dauermodus aktiviert wird. Dabei wird die Haustüre nach dem Betätigen der Klingel automatisch geöffnet. Dies ist sehr praktisch z. B. für Arztpraxen usw. Die Ring to Open- Funktion, welche man durch zweimaliges Betätigen des Knopfes aktiviert, bewirkt denselben Effekt, jedoch mit einer in der App zuvor bestimmten Zeit. Diese muss aktuell zwischen 5 bis 60 Minuten liegen. 

Über die Zusatzfunktion Timer kann die Funktion Ring to Open auch an fest bestimmten Tagen und Zeiten eingestellt werden. Zudem kann diese Funktion mit der soggenanten Geofencing-Funktion gekoppelt werden, sodass der Nuki Opener automatisch die Tür nach dem Klingeln öffnet, sofern beim Abgleichen des Standortes des Smartphones festgestellt wird, dass es sich hierbei um den Besitzer bzw. einer in der App hinterlegten und berechtigten Person handelt. Daher kann in diesem Fall das Smartphone beruhigt in der Hosentasche verbleiben und muss zum Entriegeln nicht extra herausgeholt werden.

Ein Weiterer für mich sehr sinnvoller Punkt ist die Klingelunterdrückung. Schließlich ist unsere Siedle Gegensprechanlage nicht gerade die jüngste und lässt es von Werk nicht zu, das Klingeln z. B. über den Tag, wenn man schläft, bzw. das Kind schläft, abgeschaltet werden kann. Hier rüstet der Nuki Opener die Funktion ganz einfach nach und man kann diese bequem in der App aktivieren. Von Werk aus ist es so eingestellt, dass die Klingelunterdrückung nur beim aktivieren Dauermodus und der Ring to Open-Funktion aktiv ist. Bei Bedarf kann man es jedoch auch beim einfachen Klingeln in der App deaktivieren. Jedoch sollte man nicht vergessen, dies wieder zu reaktivieren.

Das Besondere am Nuki Opener ist natürlich die Stromversorgung, denn dieser zapft diese nicht von der Gegensprechanlage ab, sonder erfolgt via 4 AAA-Batterien. Dadurch sollte die Haustürklingel auch dann noch gehen, falls der Stromkreislauf in der Wohnung ausfällt. Schließlich ist der Stromkreislauf vom Hauseingang eigentlich ein separater und somit von der Wohnung getrennt. Wie lange die Batterien den Opener mit Strom versorgen können, kann ich aktuell leider aufgrund der noch kurzen Testzeit noch nicht beantworten.

(Software: 4,5 von 5 Punkten)

TEIL 3

bestehend aus „Preis/Leistung“ entspricht 10% der Gesamtwertung

Beschreibung

Das bisher verfügbare Nuki Smart Lock 2.0 war vor allem für Hausbesitzer interessant. Doch da der Großteil der Deutschen, aber auch Österreicher in Mietwohnungen wohnhaft ist, war dies bisher ein Problem. Schließlich mussten diese, auch wenn diese ihre Wohnungstüre mit einem Nuki Smart Lock ausgestattet haben, für die Hauseingangstüre weiterhin ein Schlüssel mit sich führen. Dies gehört nun mit dem neuen Nuki Opener, wie Nuki verspricht der Vergangenheit an. Dieser macht die Gegensprechanlage modern und smarter. 

Neben den nützlichen Funktionen wie Klingelunterdrückung, Dauermodus und Ring to Open. Bringt der Nuki Opener einen enormen Komfortgewinn für alle Menschen, die in einem Mehrparteienhaus wohnhaft sind.

Preis/Leistung

Mit einer UVP von 99 € ist der Nuki Opener zwar auf dem ersten Blick nicht günstig. Doch wenn ich mir hier überlege, wie lange wir gelegentlich nach dem Einkaufen brauchen, bis mir aus der relativ vollen Handtasche meiner Freundin, den Schlüssel herausgeholt haben. Dann ist der Nuki Opener sein Geld schnell Wert. Zusammen mit dem Nuki Smart Lock ist dies natürlich noch einmal ein weiterer Komfortschritt, denn ich absolut nicht mehr missen möchte. 

Wenn man hier bedenkt, dass der Nuki Opener preislich genauso viel kostet wie das funktionell ähnlich Produkt „Nello One“. Jedoch im Gegensatz zu diesem noch einmal deutlich besser verarbeitet ist und noch ein paar Funktionen mehr bietet. Dann ist das mit dem Preis auch soweit absolut ok. Wer von euch nicht gerade im Erdgeschoss wohnt, sollte sich gleich das Nuki Opener Set für 169 € kaufen. Schließlich spart man hier etwas Geld und zudem ist damit der Opener wie bereits eingangs erwähnt auf jeden Fall erreichbar. Ohne Bridge nutzt der Opener nämlich nur Bluetooth und die Reichweite ist dem entsprechend geringen, als mit der Bridge (Wi-Fi). 

Wer gleich auch die Wohnungstür noch smart und somit schlüssellos machen möchte und etwas mehr Geld zur Verfügung hat. Dem kann ich dann gleich dazu raten, die Nuki Opener Combo für 349€ anstelle 427€ kaufen. Diese enthält dann alle wichtigen Geräte (Nuki Smart Lock 2.0, Nuki Opener und Nuki Bridge).

Nuki Opener

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testr Gesamtwertung

unter Berücksichtigung aller Teilwertungen

 Wir bedanken uns beim Hersteller für die Bereitstellung des Produktes. Zu unseren Grundsätzen

Link zum Hersteller: nuki.io.de

Google Nest Hub

Bei meinen letzten Testberichten zu den Nest Produkten, war das Unternehmen „Nest“ zwar bereits ein Tochterunternehmen von Google. Doch die Produkte wurden noch unter dem eigenen Namen „Nest“ geführt. Dies ist nun anders, denn aus Nest wurde Google Nest.  Das heutige Produkt welches ich euch im Testbericht näher zeigen möchte, ist der Google Nest Hub. Hierbei handelt es sich quasi um ein Google Home Mini mit einem 7-Zoll großen Display. Ein nettes Smarthome Produkt, über welches ihr Videos oder Rezepte ansehen könnt. Jedoch bekommt man hier auch jederzeit das Wetter angezeigt und man kann anderen Smarthome Geräte z. B. Philips Hue Lampen, Nest Kameras und die Nest Hello Türklinken steuern bzw. deren Bild einsehen. 

Doch für wen lohnt sich dieses Gerät und ist es seinen Preis Wert? Dies erfahrt ihr in diesem Testbericht, denn ich habe den Google Nest Hub nun einige Wochen getestet. 

Google Nest Hub

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TEIL 1

Bestehend aus „Verpackung/Design/Verarbeitung“ entspricht 25% der Gesamtwertung

Verpackung

Google liefert den Nest Hub in einer weißen, durchaus stabilen Verpackung aus. Diese ist rundum mit einigen Informationen zum Produkt und dessen Funktionen bedruckt.

Auf der Front wird das aktuelle Google Logo, der Name des Produktes, sowie der Nest Hub selbst, leicht von der Seite betrachtet dargestellt. Die Linke Seite gibt einige Vorschläge darüber, welche Fragen man dem integrierten Google Assistant stellen kann und das man auf zahlreiche Google Apps wie z. B. den Google Fotos, Youtube, Google Maps usw. zugreifen kann. Ebenso befasst sich dir rechte Seite mit einigen Anwendungsbeispielen, bzw. damit, was man mit dem Google Nest Hub unter anderem alles machen kann. Dazu zählen die Funktionen wie beim Google Mini, jedoch mit einem zusätzlichen Display, welches auch Videos usw. zeigt. Betrachtet man die Rückseite, wird hier einem ein großes Bild dargestellt, auf dem man den Nest Hub auf den Nachttisch, neben dem Bett stehen sieht und darüber folgender Satz prangt „Hört aufs Wort. Hilft auf einen Blick“. Zu guter Letzt sind an der Unterseite noch einige technische Anforderungen im klein gedruckten nachzulesen, sowie die Farbe des Gerätes und eine Auflistung des Lieferumfangs.

Hebt man den Deckel, in dessen Inneren ein gebleichter Kartonage-Einsatz, zur Zentrierung des Google Nest Hub eingeklebt ist an. Dann erblickt man wie bereits angedeutet diesen direkt, in einer Schutzfolie verpackt, mit dem Display nach oben zeigend. Entnimmt man diesen samt Einleger aus der Verpackung, befindet sich hier noch eine kleine Kurzanleitung sowie Sicherheitshinweise und das 1,50 Meter lange Netzkabel. 

(Verpackung: 3,5 von 5 Punkten)

Design

Beim Google Nest Hub handelt es sich um ein smartes Display. Daher ist dies ein smarter Lautsprecher mit dem typischen Google Assistant integriert, der zudem noch ein Display mit sich bringt. Sozusagen handelt es sich hier um Googles Antwort auf den Echo Show von Amazon. Aber natürlich ist der Nest Hub auch eine sinnvolle Ergänzung zu den bisherigen smarten Produkten von Google und Nest. Schließlich ist es damit möglich, direkt auf das Kamerabild der Überwachungskameras zuzugreifen, doch dazu später unter dem Punkt „Funktionsumfang “ mehr.

Das Design des Google Nest Hub ist sehr dezent und daher lässt sich dieser quasi überall im Haus positionieren. Egal ob in der Küche, dem Wohn- oder Schlafzimmer, voraussetzen ist hier nur, dass man eine Steckdose in der Nähe hat. An der Rückseite befindet sich der Standfuß, an dessen Rückseite ein Breitbandlautsprecher integriert ist. Der Fuß wiederum ist komplett, um für eine schöne gleichmäßige Optik zu sorgen, mit demselben Textilmeterial, wie der Google Home mini usw. überzogen. Dabei bietet Google zwei Farben zur Auswahl, einmal das von mir getestete „Carbon“ Modell, mit grauem Stoffbezug und Display-Rückseite und zudem eine „Kreide“ Version mit weißem Stoff und Rückseite. Der Rahmen des Displays ist bei beiden Modellen in Weiß gehalten. 

Am Standfuß befestigt hängt ein 7-Zoll (knapp 18 cm) großes Display, welches rundum einen 12 mm dicken verlaufenden Rahmen besitzt. An der Oberseite sind in der Mitte der Umgebungslichtsensor, zwei Mikrofone und eine kleine rote LED zu finden. Der Umgebungslichtsensor regelt logischerweise, wie der Name schon verrät die Helligkeit des Displays automatisch, bzw. passt diese der Umgebung optimal an. Die beiden rechts und links eingelassene Mikrofone dienen für die wichtigste Funktion eines Sprachassistenten, und zwar, dass dieser euch möglichst von überall im Raum hört. Bei der roten LED wiederum handelt es sich um ein Erkennungsmerkmal, welche nur bei deaktivierten Mikrofon leuchtet. Dies soll euch somit zeigen, dass die Mikros ausgeschaltet sein sollen, was man übrigens ganz einfach an der Rückseite im oberen Bereich via Schieberegler ausführt. 

Zusätzlich zur Lautstärkenregulierung via Touch-Display, ist es zudem bei Bedarf möglich, dies auch via Hardwaretaste an der Rückseite zu regeln. Hierfür findet man von hinten betrachtet an der linken Seite eine Lautstärke-Wippe. Dass es sich um ein Google Produkt handelt, erkennt man beim ausgeschalteten Zustand lediglich an ein sehr kleinen und dezentes „G“ an der Rückseite auf dem Standfuß. Hier ist zudem unten rechts der runde Stromanschluss untergebracht. 

(Design: 4 von 5 Punkten)

Verarbeitung

Die Verarbeitung des Google Nest Hub ist insgesamt auf einem guten Level. Doch im Vergleich zu ein paar anderen smarten Sprachassistenten mit Display, gibt es hier noch etwas Luft nach oben. Doch da man das Gerät eigentlich nur einmal aufstellt und anschließend eigentlich fast nur noch mit der Sprache bedient, ist dies soweit jedoch nicht so schlimm. 

Das Kabel bietet mit den bereits erwähnten 150 cm Länge, eine ausreichende Reserve, sodass man mit diesem eigentlich problemlos die nächstgelegene Steckdose erreichen sollte. Damit der Google Nest Hub nicht so leicht verrutscht, bzw. dass für einen sicheren Stand gesorgt wird, hat Google die Unterseite komplett mit einer weißen Gummischicht versehen.  

Der Stoff an der Rückseite fühlt sich soweit ebenfalls sehr gut an, lediglich die matte graue Kunststoffrückseite neigt meiner Meinung zu leicht zum Verkratzen. So ist es bei mir z. B. schon beim Entfernen der Folie dazu gekommen, dass ich hier teils einige feine Kratzer erkennen konnte. Die Stromversorgung erfolgt via Rund-Stecker, warum Google hier nicht wie bei einigen anderen Produkten auf den besseren USB-Typ-C Anschluss setzt, verstehe ich nicht wirklich, doch auf die Funktion hat dies wiederum keinen Einfluss.

(Verarbeitung: 3,5 von 5 Punkten)

TEIL 2

bestehend aus „Funktion des Produktes“ entspricht 65% der Gesamtwertung

Sprachassistenten-ArtSprachassistent mit Touch-Display
FarbenKreide (Weiß) und Carbon (Grau)
Displaygröße7 Zoll (ca. 17,8 cm)
Abmessungen/Gewicht118 x 178,5 x 67,3 mm (HxBxT) / Gewicht: 480 Gramm
Lautsprecher
Breitbandlautsprecher an der Rückseite (80 dB Schalldruckpegel bei 1kHz und 1m
MaterialKunststoff/Stoff
KonnektivitätIEEE802.11 b/g/n/ac (2,4 und 5 GHz) Wireless-Netzwerk, Bluetooth 5
Stromversorgung15 Watt Netzteil mit einer länge von 150cm
SensorenLichtsensor
Lieferumfang1x Google Nest Hub
1x 15Watt Netzteil (150 cm lang)
1x Kurzanleitung

Installation und Einrichtung 

Google Home
Preis: Kostenlos
Google Home
Preis: Kostenlos

Die Einrichtung des Google Nest Hub ist wirklich kinderleicht, da diese Schritt für Schritt in der App erklärt wird. Dafür muss man zuvor die kostenlose Google Home-App auf das Smartphone laden. Die App steht kostenlos im Appstore für iOS-Geräte und im Google Play Store für Android-Geräte zur Verfügung.

Leider kommt man um die Installation der App zur Einrichtung nicht drumherum, denn diese wird von Google vorgeschrieben. Dieses Problem hat man aber nicht nur bei Geräten, die direkt von Google stammen, sondern auch allen anderen Geräten, die via Google Assistant genutzt werden können. Das liegt daran, dass dies eine Vorschrift von Google ist, damit man den Dienst nutzen kann.

Die Google Home App dient dazu, den Google Nest Hub mit dem Google-Konto zu verbinden, daher ist natürlich auch hier ein Konto erforderlich. Zudem dient die App dazu, den Nest Hub mit dem heimischen WLAN zu verbinden und die Firmware auf den neusten Stand zu aktualisieren.

Während der Einrichtung wird man zudem unter anderem gefragt, welchen Musikdienst man nutzen möchte. Hierbei steht Spotify, Youtube Music, Google Play Musik und Deezer zur Auswahl. Besitzt man einen dieser Dienste, kann man diesen hier mit dem Nest Hub verknüpfen und fortan direkt über den Google Nest Hub via Sprachbefehl Musik darauf wiedergeben. Ebenso kann man, sofern man Maxdome nutz diesen Dienst hier verknüpfen und somit die Filme direkt über den Nest Hub abspielen. 

Im weiteren Verlauf der Einrichtung möchte der Nest Hub noch wissen, was er euch im Standby-Modus (Ambient Display) anzeigen soll. Hierbei können mehrer Optionen gewählt werden: Die Uhrzeit im Vollbildmodus anzeigen, ausgewählte Kunstwerke und Bilder darstellen oder eigene Bilder die man geknipst hat einblenden lassen. Den Ambient Display-Modus aktiviert der Google Nest Hub automatisch, sobald dieser über eine längere Zeit nicht genutzt wird, oder man das Licht im Raum abschaltet oder dies herunter gedämmt wurde. Dies reguliert der Umgebungslichtsensor an der Vorderseite des Nest Hub. Sollte man den Hub jedoch im Schlafzimmer oder Wohnzimmer aufgestellt haben, wo auch der Fernseher steht, dann kann es vorkommen, dass der Nest Hub eventuell den sogenannten Ambient-Modus verlässt, da dieser denkt man hat das Licht angeschaltet. 

(Installation & Einrichtung: 4 von 5 Punkten)

Funktionsumfang

Nun fragt ihr euch sicherlich, was kann man mit dem smarten Google Nest Hub mit seinem 7-Zoll Display alles anstellen.  

Einfach gesagt, kann man damit, sobald dieser eingerichtet ist, zahlreiche Smarthome Geräte im eigenen Haus steuern bzw. verwalten. Dies kann dabei nicht nur über das Display gemacht werden, sondern auch ganz einfach via Stimme. Indem man z. B. sagt: Hallo Google, wie wird das Wetter heute oder schalte das Licht im Schlafzimmer an usw. Daher kann man mit dem Nest Hub eigentlich alles anstellen, was man auch mit einem Google Home tun kann, nur eben besser, da dieser mit einem zusätzlichen Display ausgestattet ist. Wer z. B. Überwachungskameras von Nest oder die Nest Hello Türklingel nutz, kann das Bild nicht nur auf dem Smartphone betrachten, sondern auch ganz bequem vom Google Nest Hub aus, falls man z. B. das Smartphone nicht gerade zur Hand hat.

Zwar können über den Google Nest Hub auch sämtliche Philips Hue Lampen gestreut werden, doch hierfür ist dennoch eine Philips Hue Bridge erforderlich. Dies liegt daran, das Google den Nest Hub nicht mit einer Z-Wave und Zigbee Schnittstelle ausgestattet hat. Dies ist etwas ärgerlich, denn schließlich ist dies z. B. bei einem Amazon Echo Show der 2. Generation bereits integriert. 

Ich persönlich habe den Google Nest Hub in der Küche integriert, bzw. dort an einem guten Platz aufgestellt. Schließlich macht er für mich persönlich hier am meisten Sinn, da ich damit einfach die Rezepte, die ich mit meinem Thermomix zuzubereiten möchte Schritt für Schritt angezeigt und vorgelesen bekomme. Dadurch muss ich nicht immer mein Smartphone mit in die Küche nehmen und auf dem 7 Zoll Display, bekomm ich es groß genug angezeigt. Wenn ich z. B. ein Rezept auswähle, das mir Google unter vielen Rezepten vorschlägt, dann werden rechts die benötigten Zutaten und links die einzelnen Schritte aufgelistet. Anschließend kann man entweder per Sprachbefehle „Ok Google nächster Schritt“ oder durch das Berühren des Feldes im Display den nächsten Schritt vorlesen lassen. 

(Funktionsumfang: 4 von 5 Punkten)

Display und Lautsprecher

Das Display des Google Nest Hub ist 7-Zoll groß, dies entspricht einer Bildschirmdiagonale von 17,78 cm. Die Auflösung liegt bei 1024 x 600 Pixel, was einer Pixeldichte von 170 PPI entspricht. Dies ist zwar wenn man es mit einem Smartphone mit 450 PPI und sogar teils noch deutlich mehr vergleicht gering, doch Stören tut dies soweit bei den Anwendungen mit dem Google Nest Hub kaum. 

Möchte man darüber jedoch aus einem bestimmten Grund vorzugsweise Youtube Videos ansehen, dann fällt dieses jedoch definitiv auf. Wobei ich persönlich es dann doch vorziehe, Videos am mobilen Tablet oder am Smartphone anzuschauen, anstelle auf ein kabelgebundenes Display zu starren. 

Was mich persönlich etwas mehr stört, aber andere Anbieter wie Amazon und Lenovo auch nicht besser machen, ist der relativ breite Rand rund um das Display. Ein größeres Display wäre zwar auch nicht schlecht gewesen, doch mehr Inhalt würde euch das Display dann auch nicht. Schließlich skaliert Google die Inhalte auf dem Display immer auf dessen Größe. Daher wird nur der Text größer, aber mehr eben nicht. Bei Amazons Echo Show Geräten schaut es hier wiederum anders aus, denn hier zeigt ein größeres Display mehr Informationen, als ein kleineres an.

Doch wie gut schlägt sich das Display im Einsatz? Das Display Spiegel relativ stark, doch nicht mehr oder weniger, als andere smarte Displays. Daher sollte man auch hier beim Aufstellen darauf achten, dass sich gegenüber vom Google Nest Hub keine Lichtquelle wie z. B. ein Fenster oder eine Lampe befindet. Ansonsten lässt sich das Display dank einer hohen Helligkeit sehr gut ablesen und passt sich dank Helligkeitssensor immer dem aktuellen Umgebungslicht an.

Eine weitere Frage ist für einige unter euch sicherlich, wie gut der Lautsprecher an der Rückseite ist. Schließlich gibt es einige unter euch, die sich vorstellen können, darüber ihre Musik von Spotify oder Dezzer wiederzugeben. Da der Lautsprecher nach hinten gerichtet ist, ist dies klanglich schon einmal nicht sonderlich gut. Schließlich wäre es viel besser gewesen, wenn Google seitlich Platz gelassen hätte, dass der Klang direkt zu einem abgestrahlt wird. Des Weiteren gibt es in dem Fuß, indem zudem noch das Netzteil usw. integriert ist wenig Platz für besonders große Treiber. Daher fehlt es auch an Volumen und der Klang des Google Nest Hub ist dementsprechend höhenbetont und den Bass sucht man hier vergebens. Daher kann ich es hier wirklich weniger empfehlen, darüber Youtube Videos anzusehen oder auch andere Musik, dafür ist das Klangbild einfach zu schwach.

(Display und Lautsprecher: 2,5 von 5 Punkten)

Stromverbrauch

Da sich der Google Nest Hub nicht manuell oder via Sprachbefehl komplett abschalten lässt, verbraucht dieser sofern am Stromnetz angeschlossen permanent Strom. Sagt man hier zwar „Hey Google, schalte das Display aus“, dann wird dieses nur sehr stark abgedunkelt. Ausschalten lässt sich der Google Nest Hub nur, wenn man diesen vom Stromnetz trennt.

Das Netzteil, welches Google hier mit sendet, liefert eine maximale Leistung von 15 Watt. Im Standby-Modus benötigt der Google Nest Hub im Schnitt 3 Watt (bei 100 % Helligkeit). Im alltäglichen Gebrauch hab ich mit meinem Stromkostenmessgerät einen Wert von 4 bis 5 Watt erreicht. Maximal, also z.B bei 100 % Helligkeit und voller Lautstärke verbraucht der Google Nest Hub wiederum 15 Watt.

Hier eine kleine Tabelle, welche zeigt, was der Google Nest Hub im Einsatz im Standby und durchschnittlichen Betrieb verbraucht.

pro Tag0,07 kWh/ bei 24 h im Standby-Betrieb0,12 kWh/ beim alltäglichen Betrieb (realistischer Wert)
in der Woche (7 Tage)0,50 kWh/ bei 24 h im Standby-Betrieb0,84 kWh/ beim alltäglichen Betrieb (realistischer Wert)
im Monat (4 Wochen) 2,02 kWh/ bei 24 h im Standby-Betrieb3,36 kWh/ beim alltäglichen Betrieb (realistischer Wert)
im Jahr26,21 kWh/ bei 24 h im Standby-Betrieb43,68 kWh/ beim alltäglichen Betrieb (realistischer Wert)

(Stromverbrauch: 4 von 5 Punkten)

TEIL 3

bestehend aus „Preis/Leistung“ entspricht 10% der Gesamtwertung

Beschreibung

Mit dem Nest Hub bietet nun auch Google selbst ein eigenes smartes Display an. Mit diesem möchte man unter anderem Amazons Echo Show Familie Konkurrenz machen. 

Google präsentiert den Nest Hub als digitaler Bilderrahmen für alle Erinnerungen, zudem soll dieser die volle Kontrolle über das eigene Smart Home bieten und soll einige Vorteile haben, die man mit den smarten Google Assistenten ohne Display nicht hat.  

Diesen Aussagen kann ich soweit zustimmen, der Google Nest Hub bietet einige interessante Funktionen. Jedoch ist dies nichts Neues, bzw. etwas, was man mit einem Tablet oder Smartphone nicht machen kann. Doch dafür wiederum ist dieser deutlich günstiger. 

Preis/Leistung

Mit einer UVP von 129 € ist der Google Nest Hub mit abstand der günstige smarte Assistent mit Display. Alle anderen Gerät kosten hier fast 200€ oder mehr. 

Dennoch kann der Google Nest Hub nicht voll und ganz überzeugen. So dient der Nest Hub zwar als guter Rezept-Assistent beim Kochen oder vielen sonstigen Bereichen, aber eines beherrscht der 7-Zoll große Sprachassistent mit Display nicht wirklich. Damit meine ich wie bereits oben erwähnt der sehr schwache und höhenlästige Klang. Ebenso fehlt mir hier die wichtige Integration von Zigbee und Z-Wave, denn dadurch ist bei vielen Smarthome Geräten weiterhin eine Bridge erforderlich. Zwar liefern diese viele Hersteller bei ihren Starter-Paketen automatisch mit aus. Aber mehr Geräte, bedeuten auch mehr Stromkosten. Diese könnte man sich, sofern Zigbee und Z-Wave integriert wäre sparen.

Wer das Gerät für alle Funktionen, die dieses unterstützt nutzen möchte, aber auf einen guten Klang verzichten kann, wird hier ein günstiges smartes Display kaufen können. Doch wer damit gerne auch mal ein YouTube Video ansehen oder Musik hören möchte, sollte definitiv zu einem anderen Gerät greifen. 

Google Nest Hub

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testr Gesamtwertung

unter Berücksichtigung aller Teilwertungen

 Wir bedanken uns beim Hersteller für die Bereitstellung des Produktes. Zu unseren Grundsätzen

Link zum Hersteller: store.google.de

Cambridge Audio Melomania 1

Seit nun über 50 Jahren entwickelt und fertigt Cambridge Audio aus Großbritannien Audio-Produkte im HiFi-, Lautsprecher- und Heimkino-Bereich. Nun hat das Londoner Unternehmen die daraus gesammelte Erfahrung genommen und diese in ein neues Produkt gesteckt, die Cambridge Audio Melomania 1. Das Ergebnis sind sehr kompakte (kleine) True-Wireless Kopfhörer, welche laut den Angaben des Herstellers, dennoch mit einer sehr guten Akkulaufzeit und auch der sonstigen technischen Ausstattung Überzeugen Können.

Ob die neuen Cambridge Audio Melomania 1 halten, was der Hersteller verspricht, verrate ich euch in diesem Testbericht, denn ich habe die True-Wireless Kopfhörer nun einige Wochen in meinem Alltag getestet.

CAMBRIDGE AUDIO MELOMANIA 1

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TEIL 1

Bestehend aus „Verpackung/Design/Verarbeitung“ entspricht 25% der Gesamtwertung

Verpackung

Cambridge Audio liefert die Melomania 1 in einer stabilen, schlichten, aber zugleich ausreichend über das Produkt informierenden Verpackung aus. 

Auf der Hauptseite, also der Vorderseite der Verpackung, ist wie oft üblich, der Name des Herstellers und die Modellbezeichnung zu finden. Zudem findet man hier bei dieser Verpackung noch eine vergrößert Abbildung der beiden Ohrhörer und mit einem besonderen Merkmal wird ebenfalls geworben. Dabei handelt es sich um die Akkulaufzeit von bis zu 9 Stunden ab Stück (inkl. Ladecase sind sogar stolze 45 Stunden möglich).

Die linke, sowie rechte Seite nutzt Cambridge Audio für einige wenige Informationen über sich selbst. So findet man links unter anderem die  Adresse des Firmensitzes in London und auch das für das Unternehmen typische „Great British Sound, Since 1968“ Siegel. Auf der rechten Seite ist folgender Satz zu lesen „ 50 Years of Award-Winning Great British Sound in every Pair“. Mit diesem Satz möchte der Hersteller das erwähnen, womit man auch auf der Produktseite wirbt. Die 50 Jahre preisgekrönte britische Tontechnik, welche auch hier in jedem der beiden Ohrhörer zu finden ist.

Die Rückseite der Verpackung hat Cambridge für die wichtigsten Informationen über die ersten eigenen True Wireless Kopfhörer reserviert. Im oberen Bereich findet man eine kurze Auflistung darüber, was einen alles im Inneren der Verpackung erwartet. Darauf komme ich gleich noch einmal zurück, schließlich gehe ich darauf in Kürze ausführlich ein. Zuvor schauen wir aber noch, was uns die Rückseite der Verpackung noch verrät.

Interessant ist hier die Abbildung von einem der beiden Ohrhörer, welche hier in seine Einzelteile zerlegt (Explosionsdarstellung) dargestellt wird. Dabei gibt man verteilt um die Abbildung einige Ausstattungsmerkmale bekannt. Zu diesen zählen unter anderem: Bluetooth 5.0, IPX 5 Schweiß und wassergeschützt, die verbauten Graphen-Membranen sowie Qualcomm aptX und AAC. Etwas darunter ist im rechten Bereich das Ladecase zusammen mit den beiden True Wireless Kopfhörern abgebildet. Auch hier gibt man noch drei weitere Merkmale an, bei denen es sich um die bereits erwähnte Akkulaufzeit, dem geringen Gewicht der Ohrhörer (4,6 Gramm) und die Möglichkeit, jederzeit auf die Sprachassistenten dank verbauten Mikrofon zuzugreifen handelt.

Klappt man die Verpackung, welche via zwei Magnete verschlossen gehalten wird, von rechts nach links auf. Erblickt man auf der linken Innenseite einen Begrüßungstext auf Englisch, von dem Cambridge Audio CEO James Johnson-Flint. Auf der rechten Seite wiederum befindet sich ein Einlegeboden aus einem Karton und Kunststoffmix, in dem sich das Ladecase und die beiden Ohrhörer separat zentriert befinden. Unter dem eben besagten schwarzen Einsatz ist noch der restliche Zubehör, welcher zu den Cambridge Audio Melomania 1 gehört versteckt. Neben einem kurzen Micro-USB-Ladekabel, sind hier noch drei zusätzliche paar Ohrpassstücke zu finden, von denen ein Paar aus Schaumstoff besteht, um eine höhere Isolierung zu erreichen, dazu später aber mehr. Zudem sind hier die normalen Silikon-Ohrpassstücke in S und L untergebracht, die Größe M ist bereits auf den Ohrhörer montiert. In einer weiteren kleine Mappe sind noch einige der üblichen Beilagen (Benutzerhandbuch, Kurzanleitungen, Sicherheitsinformationen) verstaut. Zudem hat Cambridge hier jedoch noch ein Aufkleber-Set, eine Broschüre, die sich mit den Ohrpassstücken und der Firmengeschichte befasst, sowie eine kleine Visitenkarte, auf der die Tastenfunktionen erklärt werden beigelegt.

(Verpackung: 4 von 5 Punkten)

Design

Inzwischen hat fast jeder bekannte Audio-Hersteller ein oder zum Teil sogar mehrer True Wireless Kopfhörer im Angebot. Kein Wunder, denn seit Apple die AirPods der 1. Generation auf den Markt gebracht hat, boomt der Markt gerade so. 

Mit den Melomania 1 hat nun auch Cambridge Audio den Schritt gewagt und ist ebenfalls auf den neuen Trend der wirklich komplett kabellosen In-Ear Kopfhörer aufgesprungen, die man wie eben erwähnt, auch als True Wireless bezeichnet. Wie für diese Art von Kopfhörer üblich, liefert jeder Hersteller neben den eigentlichen Ohrhörer gleich noch ein Aufbewahrungs-Case mit. Dieses dient zugleich auch dazu, die In-Ear jederzeit, also auch unterwegs wieder aufzuladen. Dazu aber später mehr.

In-Ear

Vom Design hat Cambridge Audio die Melomania 1 äußerst schlicht gestaltet. Die Optik erinnert etwas an das Projektil einer kleinen Handfeuerwaffe. Hier gefällt mir ausgesprochen gut die sehr kompakte Bauweise bzw. Größe der In-Ears. Dadurch ragen die In-Ears nach dem Einsetzen in das Ohr nicht sonderlich heraus, wodurch man nicht so „Shrek mäßig“ aussieht, wie bei einigen anderen Modellen.

Beim Gehäuse setzt Cambridge überwiegend auf Kunststoff, jedoch fühlt sich das Material sehr hochwertig an und schließlich konnte man nur dadurch ein sehr geringes Gewicht von knapp 4,6 Gramm pro Ohrhörer erreichen. Die Melomania 1 bietet Cambridge Audio in zwei Farben an, dem schwarzen von mir getesteten Modell, sowie einem weiteren weißen Modell. Die Gesamtlänge der Kopfhörer beträgt inkl. Ohrpassstück (Größe M) 26,5 mm, der Durchmesser ist 15 mm groß bzw. klein. An der Außenseite befindet sich an beiden In-Ears eine Taste, welche je nachdem wie lange und häufig diese betätigt wird, verschiedene Befehle ausführt. Zudem signalisiert eine rund um die Taste verlaufenden Beleuchtung den Status der Kopfhörer. Auf die Bedienung gehe ich im späteren Verlauf dieses Testberichtes unter dem Punkt „Bedienung“ noch ausführlicher ein. Wer genau hinschaut, wird feststellen, dass diese Taste dem Cambridge Audio Logo entspricht. Diese Bedienteste steht knapp 1 mm vor dem Gehäuse hervor und hat einen sehr angenehmen Druckpunkt. Am seitlichen Gehäuse befinden sich an jedem Ohrhörer zwei gegenüberliegende Mikrofone, dies ist aus diesem Grund so, da man die beiden In-Ears aufgrund ihres runden Design beliebig einsetzen kann. Daher hat man hier gleich zwei Mikrofone verbaut, damit egal wie man den Ohrhörer einsetzt, eigentlich immer eines der beiden Mikros möglichst nah genug Richtung Mund gerichtet ist. Das andere wird zugleich als Störgeräusche-Filter während dem telefonieren genutzt.

Prinzipiell gibt es zwischen den beiden In-Ears keine Unterschiede, sodass man hier theoretisch gesehen beide In-Ears in jedem Ohr tragen könnte. Doch aufgrund des Wiedergabekanals, sollte man eigentlich schon drauf achte, dass der Rechte und der Linke Ohrhörer nicht vertauscht wird. Hierfür hat der Hersteller an der Seite ein kleines „R und L“ aufgedruckt. Weiter nach vorne verlaufend, wird der In-Ear etwas schmäler, bis zu dem Punkt, wo dieser auf das metallische Ende (Ring) trifft. Dieser Ring ist nicht ohne Funktion bzw. nicht ohne Grund hier verbaut, denn dieser dient als Magnetkörper. Daher wird diese Fläche von dem Ladecase in dem ein Ring (magnetisch) eingebaut ist angezogen und während dem Laden sicher in seiner Position gehalten. 

Das Treibergehäuse, welches unter dem Ohrpassstück sitzt, ist knapp 6 mm dick und wieder aus Kunststoff gefertigt. Lediglich die Treiberabdeckung ist mit einem Metallgitter versehen, was ebenfalls nicht ohne Hintergedanke so ausgeführt wurde. Denn irgendwie müssen die Ohrhörer schließlich auch mit Strom versorgt werden und genau dies erfolgt hierüber. Der Ladekontakt im Ladecase lädt nämlich den jeweiligen Ohrhörer über dieses Metallgitter, welches den Strom zum integrierten Akku leitet und darin einspeist. 

Ladecase

Das Lade- und Aufbewahrungs-Case wurde wie das Gehäuse der Kopfhörer aus demselben Kunststoff hergestellt. Des Weiteren haben beide Geräte die gleiche Farbe. Das Gewicht des Case beträgt angenehme 37 Gramm, daher liegt das Gewicht inkl. In-Ears bei unter 50 Gramm, was ein sehr niedriger Wert ist. Die Form und Gestaltung des Ladecase erinnert etwas an das der Apple Airpods, denn dieses hat nicht nur eine ähnliche Form, sonder wird ebenfalls im oberen Bereich aufgeklappt und via Magnetverschluss geschlossen gehalten. 

Am Deckel ist erneut das Cambridge-Logo zu sehen, welches hier jedoch vertieft eingelassen wurde, sodass man den Deckel bequem mit nur einer Hand öffnen kann. Die fünf weißen LEDs an der Vorderseite zeigen einem den Ladestand des Akkus im Case an, daher steht jede einzelne LED für 20 % Energie. Das Case ist 5,5 cm hoch, 5 cm breit und 2 cm dick. Daher lässt es sich unter den vielen True Wireless Kopfhörern, die ich bisher testen durfte am besten bzw. bequemsten in der Hosentasche verstauen.

Eingesetzt in das Ladecase halten die beiden Ohrhörer bombenfest, hier kann man das Case problemlos im offenen Zustand Überkopf halten, ohne das einer der beiden Ohrhörer herausfällt. Da das Case zudem via Magneten geschlossen gehalten wird, ist es ausgeschlossen, dass dieses versehentlich geöffnet wird, falls z. B. wie bei anderen Cases mit Knopf dieser betätigt wird. Aufgeladen wird das Ladecase über einen an der linken Seite befindlichen Micro-USB-Anschluss.

(Design: 4,5 von 5 Punkten)

Verarbeitung

Die Verarbeitung des Ladecases und der True Wireless In-Ears ist soweit auf einem hohen Niveau. Die Materialverarbeitung stimmt, das Gewicht ist angenehm und die Größe der In-Ears ist genauso perfekt, wie die des Cases. 

Probleme macht hier eigentlich nur das matte Gehäuse, denn dieses ist nicht nur empfindlich gegenüber Fingerabdrücken, sondern ebenso kratzanfällig. Dagegen hat sich Cambridge aber auch gleich etwas einfallen lassen, was hier für einen perfekten Schutz sorgt. Damit meine ich die separat erhältlichen Silikon-Cover, welches dem Ganzen nicht nur eine persönliche Note verleiht, sondern für 10€ einen klasse rundum Schutz für das Aufbewahrungs-Case liefert. Das Cover steht in insgesamt 6 Farben zur Verfügung. 

 Aufgrund des Kunststoffgehäuses erreicht Cambridge mit dem Melomania 1 ein sehr geringes Gesamtgewicht von unter 50 Gramm. Des Weitern können die In-Ears problemlos bei sportlichen Tätigkeiten genutzt werden, denn dank IPX5-Zertifizierung, sind diese geschützt gegen Schweiß und Spritzwasser. Schade ist wiederum, dass Cambridge Audio hier ein Ladecase mit einem veralteten Micro-USB Ladenschluss anbietet. Hier hätte man natürlich direkt auf den aktuelleren USB-Typ-C Anschluss setzen können. Betrachte ich jedoch die True-Wireless Ohrhörer vieler anderen Hersteller, deren Modelle zum Teil noch teurer sind, bieten auch hier die wenigsten ein USB-Typ-C Case an. Auf die Funktion hat der ältere Micro-USB Anschluss zudem ebenfalls keinen Einfluss. 

(Verarbeitung: 4 von 5 Punkten)

TEIL 2

bestehend aus „Funktion des Produktes“ entspricht 65% der Gesamtwertung

Kopfhörer-ArtTrue-Wireless In-Ear Kopfhörer
KategorieBluetooth Kopfhörer (Bluetooth 5 Klasse 2)
FarbeSchwarz, weitere Farbe: Weiß
Akkuintegriert, Lithium-Polymer-Akku
Akku Ohrhörer: 9h
Akku Ladecase: 36h
Gesamt somit: 45 h
Gewicht46,2 g (Ohrhörer und Ladebox)
9,2 g (beide Ohrhörer)
37 g (Ladebox)
MaterialKunststoff (Ohrhörer und Ladecase)
KonnektivitätBluetooth 5, Klasse 2
unterstützte Profile: A2DP, AVRCP, HSP, HFP
Codec: aptX™, AAC, SBC
LautsprechertypGraphen-Membrane mit 5,8 mm (links und rechts)
Frequenzbereich20 Hz bis 20.000 Hz (Ohrhörer)
Empfindlichkeit-Mikrofon96 dB SPL (1 kHz / 1 mW)
Frequenzgang (Mikrofon)100 Hz bis 8 kHz
LieferumfangMelomania 1 True Wireless Kopfhörer (2 Stk.)
Silikonaufsätze: Klein, Medium (an Kopfhörern befestigt), Groß
Memory-Schaum-Aufsätze
Ladebox
Mikro-USB-Ladekabel (31 cm)
Benutzerhandbuch
Anleitung zur perfekten Passform der Kopfhörer
Sicherheitshinweise
Feedback-/Anmerkungs-Booklet
Cambridge Audio-Sticker
Marken-Booklet

Tragekomfort

Zuerst habe ich bedenken gehabt, dass die Cambridge Audio Melomania 1 durch ihr lediglich rundes Design, also ohne O-Hook oder sonstiges zusätzliches Element, welches für einen zusätzlichen Sicheren halt sorgt, sicher in den Ohren halten. Doch hier wurde ich definitiv eines anderen belehrt, denn mit der Wahl der richtigen Ohrtips, saugen diese sich aufgrund der Entstehung des Unterdrucks beim einstecken in den Ohrkanal förmlich im Ohr fest. Wählt man die Silikontips mit einer zu kleinen Größe, halten diese wiederum nicht und wählt man andersrum die zu großen, dann reichen diese nicht ausreichend tief in den Ohrkanal, oder drücken sich sogar nach kurzer Zeit wieder von alleine raus.

Die beste Wahl, sofern man es selbst so mag, sind natürlich die zusätzlichen Memory-Foam Ohranpassstücke. Denn diese kann man sich im Prinzip wie ein simpler Ohropax (Gehörschutz) vorstellen. Diese bieten nicht nur die beste Isolierung der Umgebungsgeräusche, sondern passen sich dem Ohrkanal am einfachsten und besten an.

Dadurch brauchen die Cambridge Audio Melomania 1 definitiv nicht die sonst häufig bei anderen In-Ear Kopfhörern verwendeten Sport-Einsätze in Form von O-Hooks oder Flügeln. Man setzt bzw. drückt die Melomania 1 einfach in das Ohr ein und anschließend halten diese wirklich ausgesprochen gut darin. Ich hatte in meinem Test kein einziges Mal das Gefühl, als würde mir während meiner Runde joggen einer der beiden In-Ears aus den Ohren fallen.

(Tragekomfort: 4 von 5 Punkten)

Bedienung

Kommen wir nun wie versprochen zur Bedienung der Cambridge Audio Melomania 1. Das Einschalten der beiden In-Ears erfolgt wie bei allen True Wireless In-Ears entweder ganz simple durchs Entnehmen aus dem Lade-Case, oder durch das Drücken des Knopfes an jedem der Ohrhörer. Beim Ausschalten wiederum genügt es, die beiden Ohrhörer einfach wieder in das Lade-Case einzusetzen und dieses zu schließen. 

Viele Hersteller setzen bei ihren True Wireless In-Ear Kopfhörer auf ein sogenanntes „Master“ und „Slave“ Gerät. Also quasi ein Ohrhörer (Master), der die Daten vom Smartphone empfängt und diese anschließend mit so wenig wie möglich an Verzögerung dem Slave weiterleitet. Jedoch gibt es auch True Wireless Modelle, bei denen es keinen festen Master und Slave Ohrhörer gibt, daher können in diesem Fall beide Ohrhörer Daten empfangen und senden. Bei den Cambridge Audio Melomania 1 können theoretisch beide Kopfhörer Daten empfangen und senden und somit beide als Master und Slave genutzt werden. Jedoch lässt sich nur einer der beiden In-Ears mit dem Smartphone koppeln. Verbindet man durch ein manuelles Pairing den anderen Ohrhörer mit dem Smartphone, werden kurzzeitig beide In-Ears angezeigt, doch kurz danach verschwindet der andere wieder. Daher kann man es sich zwar zu Beginn heraussuchen, welcher der In-Ears als Master fungiert, doch in der Praxis ist dies beim ersten Koppel solange fest bestimmt, bis man dies manuell ändert. Möchte man z. B. nur mit dem rechten In-Ear Musik hören, würde dies problemlos gehen. 

Nun zur Steuerung über die Bedientasten. Drückt man egal ob am Rechten oder Linken In-Ear die Taste einmal, dann wird die Musik pausiert, bis man diese erneut betätigt. Ebenso nimmt man mit der gleichen Methode jederzeit einen eingehenden Anruf an. Möchte man einen Titel vorspringen, muss man den Knopf schnell zweimal hintereinander drücken und zum Zurückspringen dasselbe, jedoch auf der linken Seite betätigen. Um die Lautstärke zu erhöhen genügt es, die rechte Taste für mindestens 2 Sekunden gedrückt zu halten. Anschließend wird die Lautstärke solange erhöht, bis man die Taste wieder loslässt. Geht es darum, die Lautstärke abzusenken, dann dasselbe Spiel auf der linken Seite ausführen. 

Wird man gerade angerufen, wenn man keine Zeit hat, oder aus einem anderen Grund nicht mit der Person oder dem unbekannten Anrufer telefoniert möchte, dann genügt es, einfach an einem der In-Ears den Knopf 1 Sekunde gedrückt zu halten. Hat man den Anruf wiederum wie bereits oben erwähnt angenommen, dann kann man den Anruf jederzeit durch zweimaliges drücken beenden. 

Den im Smartphone integrierten Sprachassistenten kann man natürlich dank Mikrofon ebenfalls jederzeit aktivieren. Dies gelingt jedoch nicht während der Musikwiedergabe, sondern lediglich bei dem vorherigen Pausieren der Musik. Drückt man anschließend den Knopf am rechten oder linken Ohrhörer zweimal hintereinander, steht der integrierte Sprachassistent bereit. Den manuellen Pairing-Vorgang startet man jederzeit durch das 2-sekündige betätigen. 

(Bedienung: 4 von 5 Punkten)

Klang

Bei den Cambridge Audio Melomania 1 handelt es sich um Kopfhörer. Daher ist hier natürlich vor allem der Klang ein sehr wichtiges Kaufkriterium, passt dieser nicht, dann lohnt sich der Kauf des jeweiligen Kopfhörers nicht.

Cambridge Audio verspricht bei den Melomania 1 den typischen „Great British Sound“, welchen das Unternehmen mit den 5,8 mm großen Graphen beschichteten Treibern an jeder Seite erreichen möchte. Beim Frequenzbereich gibt der Hersteller die typischen 20 Hz – 20 kHZ an. Dies ist soweit auch absolut ausreichend, schließlich ist dies genau der Bereich, den ein menschliches Gehör abdeckt. Alle anderen Frequenzen unter oder über diesem Bereich, kann man nicht wirklich hören. Soweit zu den technischen Angaben, doch wie immer sagt dieser Werte zumeist sowieso nicht viel über den realistischen Klang aus. Den Zahlen können sich noch so gut anhören, aber eben der Kopfhörer nicht. Wichtig, für eine möglichst qualitative Bluetooth-Übertragung wäre noch zu wissen, welche Audio-Codes der Melomania 1 unterstützt. Hier werden neben dem Standard Codec SBC, auch die wichtigen aptX (Android) und AAC (iOS) unterstützt.

In meinem Klangtest konnten die Cambridge Audio Melomania 1 mit einem sehr natürlichen und ausgewogenen Klangbild überzeugen. Die Klangabstimmung ist so gewählt, dass diese von Werk aus zu vielen Genres wie z. B. Rock, Pop, Electronic usw. passt, ohne das man hier einen Equalizer zum anpassen vermissen würde. Wo andere True Wireless oder auch andere Kopfhörer oftmals ein bassbetontes Klangbild besitzen, klingt der Melomania 1 rundum ausgewogen neutral. 

Der Bass kann mit einer knackigen und präzisen Wiedergabe überzeugen, bzw. einfach gesagt, er ist weder so aufgebläht noch zu schwach. Ebenso wie die blühenden Klangfarben der Mitten, welche für eine neutrale Stimmwiedergabe sorgen, stellen mich klanglich auch die detailreichen und sauber abgestimmten Höhen sehr zufrieden.

Sehr beachtlich ist auch die extrem hohe maximale Lautstärke der Cambridge Audio Melomania 1. Solltet ihr auf der Suche nach sehr lauten In-Ear Kopfhörer sein, solltet ihr euch definitiv dieses Modell genauer anhören, denn der maximale Pegel ist hier sehr hoch. Als ich meinen maximalen Pegel, den ich persönlich hören möchte, eingestellt hatte, war ich gerade einmal bei einer Lautstärke von etwa 60 bis 70 %. Erstaunlich ist hier zudem, dass sich das Klangbild selbst bei sehr hoher Lautstärke nicht bzw. nur minimal verändert. Hier passiert es bei vielen anderen Kopfhörern oft, dass diese total übersteuern und man klanglich nur noch einen Brei an Tönen wiedergegeben bekommt. Dies ist glücklicherweise hier nicht der Fall. 

Wie bereits am Anfang meines Berichtes unter „Design“ erwähnt, besitzen die Melomania 1 Mikrofone, sodass man damit auch problemlos über die In-Ear Kopfhörer telefonieren kann. Die Sprachverständlichkeit ist dabei sehr gut, sodass ich meinen Gesprächspartner klar und deutlich hören konnte. Die verbauten Clear Calling Mikrofone mit CVC Noise Cancellation (kurz Umgebungsgeräusche Filter) sind gut, aber im Vergleich zum Klang etwas ernüchternd. Die eigene Stimme kommt in einem ruhigen Raum zwar sehr gut und verständlich rüber, doch wenn es um einen lauer wird, verliert die Stimme etwas an Stärke. Zudem wird durch den Filter auch die Stimme etwas schlechter übertragen. Im Alltag stört dies im großen Ganzen jedoch weniger, da mich der Gesprächspartner dennoch ganz gut verstanden hat.

Bei der Latenz (Verzögerung zwischen Ton und Video-Bild) schneiden die Melomania 1 ebenfalls ganz gut ab. Hier kann ich im Test mit meinem iPhone nur eine ganz minimale Verzögerung feststellen. Dabei musste ich mich jedoch sehr genau darauf konzentrieren, um dies feststellen zu können. Daher reden wir hier von einer Verzögerung von max. 1 Sekunde, jedoch eher im Millisekundenbereich. Bei einem Android-Smartphone war die Verzögerung aufgrund aptX noch etwas geringer. 

(Klang: 4,5 von 5 Punkten)

Ausstattung

Akku & Ladecase

Mit den neuen Cambridge Audio Melomania 1 kauft man sich wie bereit erwähnt sogenannte True Wireless In-Ears. Zu deren Lieferumfang gehört natürlich ein Case, welches zum einen für den Transport und zum Schutz der In-Ear Ohrhörer dient. Zudem wird direkt nach dem Einsetzen der Kopfhörer deren integrierter Akku, über den im Case verbauten Akku wieder voll aufgeladen. 

Mit der Akkulaufzeit der Melomania 1, ist Cambridge ein absoluter Marktführer in diesem Bereich gelungen. Den zumindest mir persönlich sind aktuell keine anderen True Wireless Ohrhörer mit solch einer langen Laufzeit bekannt. Gemeint wird hier die 9 Stunden Musikwiedergabe am Stück und das nur mit einer vollen Aufladung der In-Ear Ohrhörer. Dies allein ist wie schon gesagt ein respektabler Wert, doch über das Case können diese erneut bis zu viermal voll aufgeladen werden. Daher muss man hier zu den 9 Stunden noch die 36 weitere Stunden dazurechnen und kommt insgesamt auf eine max. Akkulaufzeit von 45 Stunden. 

Doch dies sind soweit die angegeben Laufzeiten von Cambridge Audio selbst, aber halten die Kopfhörer das Versprechen auch im Alltagstest? Natürlich habe ich die In-Ear jetzt nicht 9 Stunden oder gar 45 Stunden mit Aufladen zusammenhängend verwendet. Doch zusammengerechnet, kam ich bei einer mittleren eingestellten Lautstärke, auf eine Laufzeit von knapp 7,5 bis 8 Stunden. Gehört man jedoch zu denjenigen Personen, denen die wiedergegeben Musik einfach nicht laut genug sein kann, dann sollte man mit einer Laufzeit 6,5 bis 7 Stunden, dennoch eine sehr ordentliche Laufzeit erreichen. Lässt man die In-Ear nach dem Gebrauch außerhalb des Case liegen, dann schalten diese sich nach 10 Minuten ohne Eingang einer Audiowiedergabe automatisch ab. Direkt abschalten lassen sich die Melomania 1 indem man diese in das Case legt.

Ebenso wichtig wie eine lange Akkulaufzeit, ist natürlich auch eine möglichst kurze Ladezeit der In-Ears, sowie des Lade-Cases. Das Case wird zwar leider via Micro-USB aufgeladen, doch dank Schnellladefunktion, ist die Ladezeit angenehm kurz. Nach bereits 15 Minuten Ladezeit der Melomania 1 im Ladecase, bieten diese wieder eine Laufzeit von bis zu 2 Stunde. Bei 4 Stunden sollen es 30 Minuten, bei 80 % (7 Stunden) 1 Stunden und für 100 % sollte man die Kopfhörer knapp 90 Minuten im Ladecase eingelegt lassen. 

Ebenso wie die In-Ear Ohrhörer selbst, bietet auch das Case eine Schnellladefunktion. 20 % sprich 8 Stunden Ladezeit für die In-Ears erreicht man nach bereits 15 Minuten. Jedoch ladet man im Idealfall das Case immer voll auf und dafür benötigt man 90 Minuten.

Bluetooth & Signalqualität

Die erste Verbindung der Cambridge Audio Melomania 1 via Bluetooth mit dem Smartphone oder jedem anderen beliebigen Bluetooth fähigem Gerät, geht sehr schnell und einfach. Soweit erfolgt dies, wie eigentlich bei allen anderen Bluetooth-Kopfhörern (True Wireless). Sobald man die beiden In-Ears aus dem Case genommen hat, kann man diese wie gewohnt mit dem Smartphone koppeln, da diese sich nach dem Kauf direkt im Kopplungsmodus befinden. 

Welchen Kopfhörer man hier zuerst aus dem Ladecase nimmt, ist im Prinzip egal. Schließlich kann man sich sowohl mit dem rechten, als auch Linken verbinden. Dementsprechend muss man, nachdem man das Bluetooth am Smartphone aktiviert hat, in den Einstellungen nach dem Gerät mit dem Namen „Melomani R // Cambridge“ oder „Melomania L // Cambridge“ Ausschau halten. Anschließend verbindet sich nach dem auswählen des einen In-Ear, automatisch der andere mit diesem. Beachten sollte man jedoch, dass der beim erst mal verbundene gewählte In-Ear, auch immer der Master bleibt. Bis zu dem Zeitpunkt, dass man dies via manuellen Koppeln wieder verändert, indem man den anderen Ohrhörer beim Pairing auswählt.

Kommen wir jedoch zu Reichweite der True-Wireless Ohrhörer in Verbindung zum Smartphone. Hier konnte ich im Freien die von Cambridge Audio versprochene Reichweite von 30 Metern problemlos erreichen. Im Haus wiederum hängt die Reichweite von euren Wänden und Decken ab. Schließlich reduzieren massive dicke Wände und Decken die Reichweite des Funksignals deutlich mehr, als z. B. massive Stahlbetonwände. Dennoch konnte ich hier bei unserem älteren Haus immer noch eine Reichweite von knapp 12 Metern erreichen und dies trotz mehren dicken Wänden. Daher ist die Reichweite des Bluetooth 5.0 Klasse 2 Modul, welches in den Cambridge.

(Ausstattung: 4,5 von 5 Punkten)

TEIL 3

bestehend aus „Preis/Leistung“ entspricht 10% der Gesamtwertung

Beschreibung

Mit den ersten eigenen True Wireless Kopfhörern ist Cambridge Audio ein ausgesprochen guter Start gelungen. Denn in sehr vielen Bereichen können diese im Test sehr überzeugen. Neben der sehr hohen Akkulaufzeit von 9 Stunden und weiteren 36 Stunden mit Ladecase, dem super Klangbild, dem kleinen kompakten Design und vielen weiteren Ausstattungsmerkmale, hat der Hersteller an viele wichtige Punkte gedacht. Das Resultat ist ein rundum gut durchdachtes (entwickeltes) Produkt, welches soweit sehr überzeugt.

Preis/Leistung

Die UVP der Melomania 1 hat Cambridge Audio mit 129€ festgesetzt. Dies ist eine absolute Kampfansage gegenüber den deutlich teureren True Wireless In-Ear Ohrhörer von Apple, Sennheiser, Bose und Co. 

Für den geforderten Preis erhält man klanglich, und von der Verarbeitung (IPX5) hervorragende Kopfhörer. Zudem bieten die Melomania 1 eine sehr geringe Latenz und vor allem die bisher beste Akkulaufzeit unter den True Wireless Ohrhörer. Klar gibt es hier noch Modelle aus Fernost, die zum Teil etwas günstiger sind. Doch glaubt mir aktuell gehören die Cambridge Audio Melomania 1 vom Preis-Leistungs-Verhältnis zu den Besten auf dem Markt. 

CAMBRIDGE AUDIO MELOMANIA 1

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testr Gesamtwertung

unter Berücksichtigung aller Teilwertungen

 Wir bedanken uns beim Hersteller für die Bereitstellung des Produktes. Zu unseren Grundsätzen

Link zum Hersteller: cambridgeaudio.de

Nanoleaf Light Panels

In dem heutigen Testbericht möchte ich euch ein Produkt, von einem noch relativ jungen Unternehmen vorstellen. Es geht um Nanoleaf, einem chinesischen Unternehmen, welches sich auf die Entwicklung und Herstellung von speziellen Lichtpanel beschäftigt hat.

Eines der Produkte stelle ich euch heute vor. Es handelt sich um die Nanoleaf Light Panels. Bei denen es sich, wie der Name schon erahnen lässt um kleine dreieckige RGB-LED-Panels handelt, die um mehrer weitere Elemente erweitert werden können. Damit lassen sich sehr schöne Formen und Lichtobjekte an der Wand gestalten.

Ob sich der Kauf der Nanoleaf Light Panels lohnt, was man mit diesen alles machen kann und wie einfach die Montage und Einrichtung vonstatten geht, verrate ich euch in diesem Testbericht.

 Nanoleaf Light Panels

Zum Angebot bei

TEIL 1

Bestehend aus „Verpackung/Design/Verarbeitung“ entspricht 25% der Gesamtwertung

Verpackung

Die Nanoleaf Light Panels inkl. deren Zubehör, befindet sich in einem schlichten braunen nahezu unbedruckten Karton. Dieser wiederum ist in eine bedruckte Hülle eingeschoben.

Auf der Vorderseite der Umverpackung findet man wie eigentlich bei jedem Produkt, den Namen des Herstellers und des Produktes. Zudem ist hier eine Abbildung der 9 einzelnen Module (Umfang an Panels in diesem Starter-Kit) und des Rhythm-Moduls zu sehen. Dieses Modul ist nämlich bei dieser Version dabei und ermöglicht es, dass die Module auf die wiedergegeben Musik reagieren, dazu aber später mehr. Des Weitern verrät die Vorderseite noch, dass man die Lichter per Sprachassistenten steuern kann, diese Apple HomeKit kompatible sind und die Lichter sämtliche Farben, aber auch warmes und kaltes Licht wiedergeben können. 

 An der unteren schmalen Seite sind nicht nur drei Möglichkeiten dargestellt, wie man die in diesem Lieferumfang befindlichen Panels kombinieren kann. Sondern es wird auch darauf hingewiesen, dass das Set mit weiteren smarten Assistenten funktioniert. So kann man die Lichter auch mit dem Google Assistant, Amazons Alexa und IFTTT ( If This Then That) bedienen. 

Die Rückseite zeigt erneut einige Anwendungsbeispiele bzw. wie die Lampen genutzt werden können (mit weiteren Modulen). Des Weiteren wird hier in mehren Sprachen erklärt, dass man über die zusätzliche App das System per Sprache bedienen kann, diese auch animiert Leuchten lassen kann, jederzeit auf die eigene Stimmung abstimmen und per Musik steuern kann. Zu guter Letzt werden an der letzten Seite noch die Systemanforderungen sowie der komplette Lieferumfang aufgelistet. Aber auch der durchschnittliche Stromverbrauch von 22 kWh/1000h ist hier wie üblich für Leuchtmittel angegeben. 

Entfernt man die bedruckte Umverpackung von der darunter befindlichen Kartonage, erblickt man an der Oberseite ganz schlicht den Namen „Nanoleaf“ aufgedruckt. Auf der Unterseite wiederum ist ein großer QR-Code zu sehen, der beim scannen direkt auf die Webseite des Unternehmens leitet. Hat man wiederum die zugehörige Nanoleaf-App bereits aus dem AppStore geladen, leitet einen das Scannen des Codes direkt zur App, bzw. startet diese.

Bei der Hauptverpackung und deren Innenleben, muss ich das Unternehmen Nanoleaf sehr loben. Schließlich ist nicht nur die äußere Verpackung aus ungebleichten Karton, sondern auch das Innenleben ist aus umweltfreundlichem Material gefertigt. Sämtlicher Lieferumfang des Nanoleaf Light Panel Starter-Kit befindet sich in einer braunen Bio Verpackungsschale. Direkt in der Mitte befinden sich die insgesamt 9 Light Panels. Damit diese sich gegenseitig nicht verkratzen, hat man hier dünne Papiereinlagen dazwischen gelegt. Das Tolle an diesen Einlagen wiederum ist, dass diese nicht nur zum Schutz gedacht sind, sondern gleichzeitig auch als Schablone dienen. Dadurch wird die spätere Anordnung der Nanoleaf Light Panels wesentlich leichter, denn die Schablonen sind genauso groß, wie die Panels selbst.

Im Rechten und linken Bereich befindet sich alles für die Stromversorgung. Daher findet man rechts ein Netzt-Kabel in EU- und US-Ausführung und das Ein-/Ausschaltmodul (Regler). Auf der linken Seite wiederum ist das Netzteil und 28 Klebestreifen verstaut. Direkt daneben befindet sich noch das Rythm-Modul und die 9 Verbindungsstücke, mit welchen man die einzelnen Light Panels verbindet, sind im rechten oberen Bereich verstaut. Ach ja eins habe ich ganz vergessen, direkt ganz oben über den Light Panels liegt natürlich auch noch eine Kurzanleitung bei, auf der unter anderem auch der HomeKit Code zum späteren scannen zu finden ist.

(Verpackung: 4,5 von 5 Punkten)

Design

Schauen wir uns mal die einzelnen Bauteile genauer ein, beginnend mit den dreieckigen Light Panels. Diese besitzen eine Kantenlänge von 24 cm, sind 8,4 cm dick und sind mit knapp 200 Gramm pro Panel relativ leicht. Sind die Panels ausgeschaltet, dann sind diese wie an den Bildern zu sehen in einem neutralen weisen Zustand. Die Panels bestehen aus einer zum Großteil aus Kunststoff gefertigten Konstruktion, an dessen Rückseite sich mittig an allen drei Kanten, ein Steck-Verbindungsanschluss befindet. Hierüber können die einzelnen Panels miteinander verbunden werden, dazu aber später mehr. Die Vorderseite, welche nach dem Anbringen immer betrachtet wird, ist mit einer matten „Milchglas“ Oberfläche versehen, an deren drei Ecken etwas dunkleres, später nicht leuchtbares durchschimmert. Vermutlich verbirgt sich hier in diesem Bereich die Elektronik und die LEDs. Durch die einfache Steckverbindung lassen sich die Nanoleaf Light Panels sehr einfach miteinander verbinden und pro Controller (Netzteil) auf bis zu 30 Light Panels (Angabe vom Hersteller) erweitern. 

Das Netzkabel der Nanoleaf Light Panels ist ausreichend lang bemessen. Schließlich ergibt sich durch die Kombination aus dem 1 Meter langen, etwas dickeren Stromkabel, dem Netzteil inkl. Kupplung (1,5 m) und der lenzendlichen Steuereinheit inkl. Gegenstück zur Kupplung (2,0 m) eine gesamte Kabellänge von 3,5 Metern. Diese Länge sollte somit problemlos ausreichen, um nach der Montage an der Wand die nächstgelegene freie Steckdose zu erreichen. 

In dem Starter-Kit von mir ist wie bereits erwähnt auch noch das Rhythm-Modul enthalten. Dieses schließt man an jedem beliebigen freien Port bei den Light Panels an und anschließend ist dieses direkt einsatzbereit. So viel zum Design der wichtigsten Produkte im Nanoleaf Light Panel Starter-Kit. Wie diese gesteuert werden und wie das Rhythm-Modul funktioniert, erkläre ich euch unter dem Punkt „Bedienung/App“ ausführlich.

(Design: 4 von 5 Punkten)

Verarbeitung

Viel gibt es zur Verarbeitung der Nanoleaf Light Panels nicht zu sagen. Die einzelnen Panels machen einen sehr wertigen Eindruck, und lassen sich dank dem geringen Gewicht sehr leicht Mithilfe der beiliegenden doppelseitigen Klebestreifen an die Wand kleben. Zur Montage komm ich jedoch im nächsten Punkt ausführlicher zurück.

Das Verbindungskabel ist ausreichend lang und macht ebenfalls einen guten Eindruck. Hier gibt es kein Surren oder summen, was man z. B. bei manchen anderen Netzteilen (Philips Hue Strips) kennt. Was man bemängeln könnte, wären die Steckverbindungen, diese werden nämlich nur eingeschoben und nicht eingerastet. Dadurch sollte man wenn man z. B. mehrer Module (3 Stück maximal) an die Wand auf einmal anbringen möchte darauf achten, dass man dies alle sicher hält. Schlichtweg ist es nämlich nicht möglich, alle 3 Module mit einer Hand zu halten, denn dabei verrutscht schnell etwas, oder man knickt die Panels so, dass im schlimmsten Falle die Steckverbindung bricht. Daher sollte man sich bei der Montage an die Wand etwas Zeit lassen und lieber etwas vorsichtiger umgehen. Jedoch hört sich dies jetzt alle empfindlicher an, wie es in Wirklichkeit ist. 

(Verarbeitung: 4 von 5 Punkten)

TEIL 2

bestehend aus „Funktion des Produktes“ entspricht 65% der Gesamtwertung

Lampen-ArtModulare LED-Paneele, welche durch weitere Module erweitert werden können.
Leuchtkraft100 Lm pro Panel
Max Farben16,7 Millionen
Farbtemperatur2200K – 6000K
Gewichtca. 200 Gramm pro Panel
Lebensdauerca. 25.000 Stunden
Kommunikations ProtokollWiFi (2.4Ghz b/g/n)
Leuchtmittel TechnologieLED-Leuchtmittel
Lieferumfang9 modulare Lichtpanels
1 Rhythm Zusatzmodul
1 Light Panel Steuereinheit
1 Netzteil (Universal VAC)
Kurzanleitung
9 Befestigungs-Schablonen
28 doppelseitige Klebestreifen zur Montage
9 Panel- Verbindungsstücke

Einrichtung und Installation

Bevor ihr direkt beginnt, die Nanoleaf Light Panels an die Wand zu kleben, würde ich persönlich diese zuerst auf dem Tisch, oder dem Boden so zusammenstecken, wie man diese später an der Wand vorhat, zu befestigen. Gerne kann man dann zudem gleich mal den Controller (Stromversorgung) und das Rythm-Modul anschließen, sodass man gleich nach dem einstecken in der Steckdose sieht, dass alles richtig funktioniert. Schließlich wäre es ärgerlich, wenn man nach dem anbringen feststellt, dass etwas kaputt ist.

Nanoleaf stellt in der Anleitung und auf der Webseite einige Beispiele zur Verfügung, wie man die 9 im Starter-Kit (je nach Set auch mehr) enthaltenen Panels zu einem Motiv anordnen kann. Daher muss man sich nicht stundenlang den Kopf zerbrechen, wenn einem keines einfällt. Sollte man sich jedoch dafür entscheiden, ein eigenes Motiv zu gestallten, dann kann man sehr gut die bereits erwähnten Schutzpapiere aus der Verpackung zur Hilfe nehmen, welche man zum Anzeichen mit Bleistift nutzen kann.

Des Weiteren kann man natürlich auch jederzeit auf die Nanoleaf App zurückgreifen, welche kostenlos für iOS und Android verfügbar ist. In der App erhält man nämlich auch Zugriff auf den Layout Assistenten. Über welchen es ebenfalls sehr einfach möglich ist, ein Layout zu erstellen. Dazu gibt man einfach die vorhandene Anzahl an Light Panels an und erhält einen zufällig erstellten Designvorschlag, welchen man jedoch nach belieben via Drag und Drop der einzelnen Elemente, weiter optimieren kann.

Interessant für manche dürfte auch die Anordnung über die Augmented Reality-Funktion seine. Damit kann man die Anordnung der Light Panels über die Kamera an die Wand projizieren lassen. Dazu einfach über die Webseite von Nanoleaf den zur Verfügung gestellten QR-Code ausdrucken und an die Wand hängen. Diesen dann einfach mit dem Smartphone in der App scannen und die Nanoleaf Light Panels selbst anordnen.

In der App muss man übrigens ein Konto beim Hersteller Nanoleaf anlegen. Dazu benötigt man jedoch nur den Vor-/Zunamen und eine E-Mail-Adresse. Der Rest ist selbsterklärend, bei mir wurde am iPhone direkt gefragt, ob ich meinen Account direkt mit Apple HomeKit synchronisieren möchte, dem ich zugestimmt habe. Nun noch sobald man aufgefordert wird den HomeKit Code scannen oder eingeben (befindet sich auf der beiliegenden Anleitung oder an der Rückseite der Steuereinheit) und schon verbindet sich das Nanoleaf Light Panel Starter-Kit mit dem HomeKit und der App. Somit hat man anschließend den vollen Zugriff über die App, oder als Apple-User auch direkt über die HomeKit App.

Die Nanoleaf Light Panels, werden wie bereits erwähnt, an die Wand mithilfe von doppelseitigen 3M-Klebepads befestigt. Diese Klebepads sind ausreichend stark, sodass die Panels auch problemlos an den meisten Tapeten halten (Deckenmontage wäre selbstverständlich auch möglich). Dazu sollten an jedem Panel drei Klebestreifen angebracht werden und wie vom Hersteller angegeben für 30 Sekunden festgedrückt werden. Anschließend an maximal drei Panels auf einmal die Klebestreifen abziehen (sollte die Seite mit Wall-Side sein) und diese drei Panels an der Wand befestigen. Des Weiteren bietet der Hersteller aber auch ein Mount-Kit für 24,99 € an, welches dazu dient, die Panels mit einer Schraube zusätzlich zu sichern. Dieses soggenanten Mount-Kit umfasst insgesamt 12 Halterungen, je 12 Dübel in zwei unterschiedlichen Ausführungen, für verschieden Materialien (Trockenbau Wände, Gips Wände und Holz), sowie vier flexible Steckverbindungen. Diese Flex-Verbindungen ermöglichen eine Montage der Light Panels über die Ecke. Somit kann man die Panels so anordnen, dass diese von der einen Wand, zur andern übergehen.

Sollte man die Nanoleaf Light Panels aufgrund eines Umzugs, oder einem anderen Grund wieder entfernen müssen bzw. wollen, geht dies eigentlich in den meisten Fällen sehr einfach. Dazu einfach die Klebepads, welche man zuvor so Angeracht hat, dass man diese im montierten Zustand (etwas hervorstehend) wieder abziehen kann, entfernen. In manchen Fällen ist es jedoch ratsam, die Klebestreifen via Zahnseide zu entfernen, denn damit kann man es vermeiden, dass unter Umständen die Tapete bzw. die Farbe beschädigt wird. Dazu einfach das Stück Zahnseide hinter den Nanoleaf Light Panels ansetzen und die Klebestreifen sozusagen durchtrennen.

(Einrichtung und Installation: 4,5 von 5 Punkten)

Bedienung und App

Nanoleaf Smarter-Reihe
Preis: Kostenlos
Nanoleaf Smarter-Reihe
Preis: Kostenlos

Beim Einrichten über das Smartphone stimmt ihr zu, dass euer Smartphone automatisch den Nanoleaf Light Panels die Wi-Fi Daten eures Heim-Netzwerks übermittelt. Durch die Einbindung in das 2,4 GHz-Wi-Fi-Netz (5 GHz wird leider nicht unterstützt), könnt ihr die Light Panels jederzeit via App, Apple Home-Kit, Google Assistant, Siri, Amazon Alexa und IFTTT steuern. Jedoch bietet Nanoleaf auch eine würfelähnliche Fernbedienung an, doch diese habe ich bisher noch nicht getestet.

Die meisten unter euch, werden jedoch die Bedienung über die App bevorzugen, oder das ganze auch mal direkt am Modul steuern. Am Modul kann man die Light Panels nämlich unter anderem alle Aus- oder Einschalten, aber auch jederzeit zwischen den festgelegten Szenen wechseln. Nun möchte ich euch jedoch die Bedienung via App näher erläutern. Der wichtigste Bereich ist eigentlich das Dashboard, auf dem man sich auch immer zu Beginn der App befindet. Sofern man mehrer Light Panels, also auch Netzteile in Betrieb hat, kann man diese alle über die App hier steuern. Dazu sind diese in Räume, die man zuvor benennt hat gruppiert. 

Die App ist insgesamt ganz ordentlich aufgebaut, jedoch auch etwas verschachtelt, aufgrund der doch sehr vielen Funktionen und Einstellungsmöglichkeiten. Zu Auswahl auf dem „Dashboard“ stehen nicht nur einfarbige Farben, sondern auch die so genannten Szenen und Rhythm-Farben (bei Verwendung mit dem Musik-Modul).

Wählt ihr einfarbiges Leuchten, dann leuchtet sämtliche Nanoleaf Light Panels, die mit diesem gewählten Netzteil (Controller-Modul) verbunden sind in der gleichen Farbe auf. Dabei kann natürlich auch die Helligkeit verändert werden, dazu aber unter dem Punkt „Licht“ mehr. Die Möglichkeit der dabei bestimmten Farbe ist natürlich aufgrund der RGB-LEDs riesig und somit kann man aus einer sehr umfangreichen Farbpalette (16,7 Millionen Farben) auswählen und die Farben jederzeit für die Schnellauswahl abspeichern.

Wirklich Spaß machen die Light Panels aber vor allem mit den sehr kreativen Szenen. Dabei Leuchten die einzelnen Light Panels in vielen unterschiedlichen Farben. Dabei gefällt es mir sehr, wenn man das ganze so einstellt, dass der Farbverlauf von einem Panel immer weiter verläuft, wie in meinem Beispielvideo unter dem Punkt „Funktion und Licht“ zu sehen. Die Szenen können unter dem Untermenü „Entdecken“ durch zahlreiche weitere erweitert bzw. ergänzt werden. Regelmäßig kommen hier Neue dazu und zudem kann man natürlich auch welche komplett frei selbst erstellen.

Nutzt man die App zum ersten Mal, dann sollte man sich zuvor unter dem Untermenü „Erfahren“ genauer umschauen. Hier wird einem alles, was man wissen sollte bzw. will, sehr gut per Video usw. erklärt. Im vorletzten Menü dreht es sich um soggenante Zeitpläne. Diese ermöglichen es, wie der Name schon vermuten lässt, Zeitpläne zu bestimmen, bei dem bestimmte Szenen starten usw. Zu guter Letzt befasst sich das letzte Menü mit den Einstellungen. Man kann hier z.B nach Updates suchen und diese ausführen, oder die Light Panels kalibrieren, sofern man der Meinung ist, dass deren Farben nicht mehr genau stimmt oder man unterschiede, zwischen verschiednen Panels feststellt. 

In meinem Starter-Kit ist wie bereits erwähnt auch das Rhythm-Modul dabei. Daher möchte ich hierzu auch einige Worte zu dessen Funktion verlieren. Das Modul wird wie die Steuereinheit einfach an ein beliebiges Nanoleaf Light Panel angesteckt und ist dann sofort einsatzbereit. Die App erkennt dies anschließend automatisch und blendet ein kurzer Video ein, welches durch die wichtigsten Schritte führt.

Wie bereits erwähnt, können nicht nur für die allgemeine Beleuchtung Szenen genutzt und heruntergeladen werden, sondern auch für das Rhythm-Modul. Das Rhythm-Modul hat ein Mikrofon, wodurch es die Musik oder sonstige Geräusch im Umfeld registrieren kann. Dazu ist jedoch eine gewisse Mindestlautstärke bzw. Entfernung zum Mikrofon erforderlich. Ist die Musik-Wiedergabequelle zu leise oder zu weit weg, dann leuchtet schlichtweg nichts. Sofern man jedoch ein Wiedergabegerät mit Klinkenanschluss besitzt, kann man dieses Gerät direkt via Kabel mit dem Rhythm-Modul verbinden.

Die Synchronisierung funktioniert hierbei ausgesprochen gut und die dabei entstehenden Farbeffekte passen gut zur wiedergegeben Musik. Die Farben können hier wie bereits erwähnt in der App eingestellt werden oder direkt am Modul. 

(Bedienung und App: 4 von 5 Punkten)

Funktionen und Licht

Kommen wir nun zu einem wichtigen Punkt, dem Licht bzw. dessen Qualität. Dieses kann mich soweit definitiv überzeugen. Schließlich können die Nanoleaf Light Panels nicht nur zahlreiche Farben darstellen, sondern noch dazu mit einer guten max. Helligkeit.

Klar man kann damit jetzt nicht einen kompletten Raum von rund 20 m² beleuchten. Aber stellt man die Lichter z. B. bei maximaler Helligkeit auf die Farbe weiß, dann ist das Licht dennoch so hell, dass es blendet. Die maximale Helligkeit pro Panel-Einheit wird von Nanoleaf mit 100 Lumen angegeben, die Farbtemperatur wiederum liegt zwischen 1.200 und 6.500 Kelvin und eingestellt können bis zu 16,7 Millionen verschiedene Farben. 

Bei weißem Licht sind die Nanoleaf Light Panels am hellsten. Doch die meisten unter euch werden sicherlich die Möglichkeit nutzen, und mehrer Farben darstellen lassen. Dabei können diese mit einer satten und kräftigen farblichen Darstellung überzeugen. Die Ausleuchtung ist wie im Video zu sehen zwar nicht zu 100 % gleichmäßig, aber angebracht an der Wand dennoch absolut ausreichend. Lediglich beim Dimmen nimmt die gleichmäßige Ausleuchtung noch etwas ab. Jedoch sieht das Ganze immer noch sehr schick aus. 

In einigen Rezensionen habe ich gelesen, dass es vor allem beim kauf von einem Erweiterung-Set von Light-Panels, zu Farbunterschieden kommen kann. Hier hilft es, in den Einstellungen eine Farbkalibrierung durchzuführen, sodass alle Light Panels gleich leuchten. 

(Funktionen und Licht: 4,5 von 5 Punkten)

Stromverbrauch

Kommen wir noch einem Weitern interessanten Punkt bei Leuchtmittel, dem Stromverbrauch. Schließlich ist dieser ebenfalls wichtig, denn dieser sollte nicht zu hoch sein und daher ist vor allem der standby Verbrauch nicht zu unterschätzen. Der Stromverbrauch hängt jedoch von mehreren Faktoren ab, denn hier spielen die eingestellte Helligkeit, die Anzahl der verwendeten Light Panels und die Lichtfarbe eine Rolle. 

Da wie bereits erwähnt bei kaltweißem Licht die höchste Helligkeit erreicht wird, brauchen die Nanoleaf Light Panels auch genau bei dieser Darstellung am meisten Strom und bei Farben etwas weniger. 9 Panels brauchen bei der Darstellung von weißer Farbe rund 22 Watt. Bei einer farblichen Darstellung z. B. blau, benötigen 9 Light Panels wiederum knapp 15 Watt. Dies geht soweit in Ordnung und ist somit ein ganz guter Wert. 

Was mir wiederum weniger gut gefällt, ist der etwas zu hohe Stromverbrauch im Standby bzw. Ausgeschaltetem Zustand der Light Panels. Hier gilt nämlich auch, umso mehr Light Panels man nutzt, desto höher fällt der Stromverbrauch aus. Dies bedeutet, dass nicht nur die Controller-Einheit (Stromversorgung) Strom verbraucht, sondern zugleich jedes Light Panel separat auch noch. Daher steht trotz ausgeschaltetem Licht an jedem einzelnen Panel weiterhin ein geringer, aber in der Summe doch hoher Strom an. Schließlich sind knapp 4 Watt im ausgeschalteten Zustand einfach zu viel. Dies sollte man in einer eventuell zukünftigen Version ändern, sodass nur am Controller, der mit dem WLAN verbunden ist Strom benötigt und die Verbindung zu den Panels bis zum Einschalten unterbrochen bleibt.  

(Stromverbrauch: 3 von 5 Punkten)

TEIL 3

bestehend aus „Preis/Leistung“ entspricht 10% der Gesamtwertung

Beschreibung

Mit den Light Panels hat Nanoleaf ein sehr interessantes Produkt auf den Markt gebracht. Ohne Frage machen die Light Panels im montierten Zustand einen sehr besondern und coolen Eindruck. 

Nanoleaf verspricht hier einen modularen Aufbau, der viel Spielraum lässt, um aus zahlreichen Layouts, das herauszufinden, welches einem am besten gefällt. Zudem wird mit einer einfachen Installation geworben und das kein weiterer Hub notwendig ist, die man wie z. B. beim Philips Hue System verwenden muss. Diesen Angaben kann ich soweit absolut zustimmen und zudem können die Light Panels auch technisch sehr überzeugen. Das Licht bietet satte Farben, ist ausreichend hell und lässt sich super per App steuern.

Preis/Leistung

Die UVP des 9 Panels Starter Kit+Rhythm – Modul liegt bei Nanoleaf direkt bei 199,99€. Es gibt jedoch auch ein kleines Set, das 4 Panel Smarter Kit Mini für 99,99€, doch dies ist aktuell ausverkauft. Ohne Rhythm-Modul kostet das 9 Panels Kit aktuell dank Sale 169,99€. Bei verschiedenen Online-Shops, oder auch Lokal, sind die Nanoleaf Light Panels zum Teil jedoch auch noch etwas günstiger erhältlich.

Mit dem Funktionsumfang, der farblichen Darstellung, Helligkeit usw. bin ich absolut zufrieden. Dennoch haben auch die Nanoleaf Light Panels ein paar wenige Schwächen. Neben dem bereits erwähnten etwas zu hochen Stromverbrauch im Standby, ist der Preis ebenfalls ein Punkt, der einige abschrecken kann. Schließlich kostet das Starter-Kit mit 9 Panels 200€. Wer daher noch mehr Panels haben möchte, muss tief in den Geldbeutel greifen. Die Erweiterungskits kosten nämlich mit 3 Panels 59,99€ und bei 30, 549,99€.

NANOLEAF LIGHT PANELS

Zum Angebot bei

testr Gesamtwertung

unter Berücksichtigung aller Teilwertungen

 Wir bedanken uns beim Hersteller für die Bereitstellung des Produktes. Zu unseren Grundsätzen

Link zum Hersteller: nanoleaf.de

Beyerdynamic Lagoon ANC

Beyerdynamic hat bereits zur IFA 2019 einige neue Kopfhörer vorgestellt. Darunter den kabelgebundenen In-Ear Kopfhörer BYRD, die Bluetooth-Variante Blue BYRD, den In-Ear Kopfhörer Blue BYRD ANC und den Over-Ear Kopfhörer Lagoon ANC. 

Diese neuen Kopfhörer sind nun zum Teil seit Ende Februar und Ende April auf dem Markt erhältlich und genau eines der Modelle habe ich dieses Mal für euch getestet. Es handelt sich um Beyerdynamics ersten Over-Ear Kopfhörer mit Active Noise Cancelling  den„Lagoon ANC“. Bei dem der Hersteller aus Heilbronn einige interessante Features integriert hat. So hat man neben anpassbaren ANC, dem Light Guide-System, noch eine Touch-Steuerung und die von dem mit breites getesteten Aventho Wireless bekannte, MOSAYC Klang-Personalisierung integriert. Doch ob der neue Lagoon ANC im Alltagstest beim Klang, dem ANC usw. überzeugen konnte, verrate ich euch in diesem Testbericht, denn ich habe den Kopfhörer nun 4 Wochen im Alltag getestet.

TEIL 1

Bestehend aus „Verpackung/Design/Verarbeitung“ entspricht 25% der Gesamtwertung

Verpackung

Zur IFA 2018 stellte Beyerdynamic nicht nur neu Produkte vor, sondern stellte sich auch im Allgemeinen komplett neu auf. Das Resultat daraus ist nicht nur ein neu gestaltetes modernes Logo, sonder auch neue moderne Produkte und Produktverpackungen.

Dies sieht man soweit auch am neuen Beyerdynamic Lagoon ANC, dieser kommt nämlich in einer sehr modern gestalteten und hochwertigen Verpackung daher. Wie oftmals auch bei anderen Herstellern üblich, ist die eigentliche Hauptverpackung in eine bedruckte Umverpackung eingeschoben. Direkt auf der Vorderseite wird ein kleiner Ausschnitt des Lagoon ANC gezeigt. Des Weiteren wird hier natürlich auch der Herstellername sowie der Produktname präsentiert. Ebenso erwähnt Beyerdynamic, dass es sich um einen Bluetooth Kopfhörer mit ANC und Klang-Personalisierung handelt. Unten links werden zudem noch die Siegel von NFC, Bluetooth und Qualcomm aptX Low Latency dargestellt, da der Kopfhörer mit diesen Funktionen ausgestattet wurde. An der linken Seite wird sehr minimal gehalten in Textform der Lieferumfang und einige wichtige Ausstattungsmerkmale genannt. Zu guter Letzt wird an der Rückseite der Lagoon ANC Kopfhörer komplett dargestellt und zudem einiges an Text, über die ANC-Funktion und MOSAYC-Klang-Personalisierung erwähnt. Des Weitern weißt man auf die MIY-App, welche kostenlos für iOS und Android erhältlich ist. 

Entfernt man die bedruckte Umverpackung von der darunter befindlichen hochwertigen Verpackung, dann erblickt man auf der mattschwarzen Verpackung ein hochglänzendes „y“. Dieses sieht man auch auf den neuen In-Ear und dem Over-Ear Kopfhörer Lagoon ANC und ist das neue schlichte Logo, welches man auf der neuen Kopfhörer-Serie nutzt. An der unteren Seite hat Beyerdynamic noch die üblichen Infos zur Seriennummer des Kopfhörers, Firmenadresse und einige rechtliche Erläuterungen aufgelistet, welche vom Unternehmen erwähnt werden müssen.  

Geöffnet wird die schlichte Verpackung, welche von zwei Magneten geschlossen gehalten wird, von rechts nach links. Ist dies getan, erblickt man direkt ein sehr stabiles und hochwertiges Transport-Case, in welchem der Beyerdynamic Lagoon ANC sicher verpackt ist und somit jederzeit wieder für der Transport im Rucksack usw. darin verstaut werden kann. Dieses Transport-Case ist befindet sich in einem Einleger, welcher zu 100 % biologisch abbaubar ist. Dies finde ich sehr gut, denn oftmals wird hier auf Kunststoff gesetzt. 

Unter dem Einleger befinden sich ein 3,5 mm Klinkenkabel und ein USB-Typ C-Ladekabel. Mit Letzterem wird der Akku aufladen. Zudem dürfen die üblichen Papierbeilagen (Kurzanleitungen) nicht fehlen. Diese liegt ebenfalls im unteren Bereich der Verpackung. 

(Verpackung: 4,5 von 5 Punkten)

Design

Beim Design setzt Beyerdynamic auf ein anders, wie bei den bisherigen Produkten. Die neuen Kopfhörer wurden deutlich moderner und zeitloser gestaltet. Zudem fällt auf den Außenseiten der Ohrmuscheln das neue Markenlogo bei Kopfhörern auf, das „y“. Dieses „y“ ist der mittlere Buchstaben ihm Namen des Gründer Beyer.

Der Over-Ear Kopfhörer Lagoon ANC wurde wie die meisten anderen Kopfhörer zum Großteil aus Kunststoff gefertigt. Klar hätte man sich hier auch wie beim Aventho Wireless einige Bauteile aus Metall wünschen können, doch dann wäre der Kopfhörer wesentlich schwerer vom Gewicht ausgefallen. Dennoch gibt es einige versteckte Elemente, welche für eine lange Lebensdauer metallverstärkt ausgeführt sind. Daher wurde im Inneren des Kopfbügels inkl. der Bügelverstellung und die drehbare Achse der Ohrmuscheln aus Metall gefertigt. Beim Kopfbügel handelt es sich jedoch wie so häufig um ein Federstahl-Bügel, schließlich springt dieser Werkstoff immer in die Ausgangsform zurück, wodurch dieser für einen straffen, aber doch ganz angenehmen Anpressdruck sorgt.

Damit dieser Anpressdruck nicht zu hoch ausfällt bzw. gleichmäßig verteilt wird, wurden sowohl die ohrenumschließenden Polster als auch die Innenseite des Kopfbügels mit weichem Memory-Schaum ausgepolstert. Zudem wurden diese mit ebenfalls sehr angenehme anfühlenden Protein-Kunstleder bezogen. Des Weiteren sorgt diese angenehme Polsterung dafür, dass bereits ohne aktiviertes ANC, eine ganz gute Isolierung der Umgebungsgeräusche gewährleistet wird.

Den Lagoon ANC bietet Beyerdynamic in insgesamt zwei Farbvarianten an. Neben dem von mir getesteten grauen Modell mit braunen Lederbezügen, dem sogenannten „Explorer“, gibt es noch einen komplett schwarzen, Namens „Traveller“. Schaut man sich die Ohrpolster genauer an, stellt man fest, dass diese nicht gleichmäßig dick sind, sondern in einem Bereich dicker gepolstert wurde. Doch was hat dies für einen Grund? Der Grund hierfür ist der Nackenbereich unterhalb des Ohres, an diesem geht der Kopf nämlich zum Hals über und wird somit schmaler. Um diesen Unterschied besser auszugleichen und für eine gleichmäßige Auflage und der daraus resultierenden Isolierung zu sorgen, hat Beyerdynamic die Form des Memory-Schaum-Polsters in dieser Variante ausgeführt.

Damit man sich selbst ohne vorher auf die Beschriftung der Innenseite des Kopfbügels einfach merken kann, wie rum der Kopfhörer auf den Kopf gehört, hat Beyerdynamic alle Anschlüsse sowie Bedienelemente am Lagoon ANC an der rechten Ohrmuschel untergebracht. Damit man so viele Elemente an einer Seite unterbringt, hat sich Beyerdynamic dafür entschieden auf eine Touch-Oberfläche zu setzen, sodass die ganze Musiksteuerung via Touch-Befehle ausgeführt werden. Auf die Bedienung gehe ich später unter “Bedienung“ noch genauer.

Beyerdynamic setzt beim neuen Lagoon ANC nicht auf eine externe außen angebrachte kleine Status – LED, sondern auf das neue „Light Guide-System“. Dabei handelt es sich um LED-Ring, welcher zwischen Stoffabdeckung der Treiber und Ohrpolster-Halterung angebracht ist. Dadurch erblickt man sehr deutlich direkt beim Anschalten den Status des Kopfhörers, doch dazu bzw. was die einzelnen Farben bedeuten, erkläre ich ebenfalls unter „Bedienung“ genauer.

An den starren Kopfbügel-Enden, sowie im oberen Bereich der Ohrmuscheln prangt dezent der Name „Beyerdynamic“ und auf einer Seite „Lagoon ANC“.  Die Ohrmuscheln des Lagoon ANC sind übrigens nicht nur drehbar, sondern auch klappbar, sodass man den Kopfhörer sehr gut in das Hardcase zum aufbewahren verpacken kann. Damit kann man diesen dann sehr sicher vor Beschädigungen im Rucksack usw. transportieren.

(Design: 4,5 von 5 Punkten)

Verarbeitung

Ziel jedes Herstellers ist es, einen Kopfhörer möglichst bequem zu gestalten und dabei gleichzeitig ein geringes Gewicht zu erreichen. Dadurch ist es natürlich schlichtweg nicht möglich, ein Kopfhörer komplett Metall (Aluminium usw.) herzustellen. Daher setzen sehr viele Hersteller und darunter auch Beyerdynamic beim Lagoon ANC auf relativ viel Kunststoff.

Dennoch ist die Verarbeitung beim Lagoon ANC auf einem sehr hohen Niveau. Der glatte Kunststoff fühlt sich ebenso hochwertig, wie das Protein-Leder (Kunstleder) an. Des Weiteren trägt der mit einem Federstahl-Kern versehene Kopfbügel und die ebenfalls damit ausgestattet 12-fache Bügelverstellung zu einem stabilen und langlebigen Eindruck bei.

Mit einem Gewicht von knapp 283 Gramm gehört der Beyerdynamic Lagoon ANC zwar nicht zu den leichtesten Over-Ear Kopfhörer. Dennoch trägt sich dieser auch auf Dauer extrem angenehm, dazu aber gleich mehr. Sehr schön finde ich, dass Beyerdynamic schon seit letztem Jahr bei allen neuen Kopfhörern auf USB-TYP-C umgestellt hat, denn somit ist auch der neue Lagoon ANC mit einem modernen USB-C Lade-Anschluss ausgestattet worden.

(Verarbeitung: 4,5 von 5 Punkten)

TEIL 2

bestehend aus „Funktion des Produktes“ entspricht 65% der Gesamtwertung

Kopfhörer-ArtOver-Ear-Kopfhörer
BesonderheitenBluetooth 4.2 Leistungsklasse 1, NFC, ANC (2-stufig) usw.
FarbeExplorer (grau/braun) weitere Farben: Traveller (schwarzblau/schwarz)
AkkuLaufzeit Bluetooth® . . . . . . . . . bis zu 45 Std. (ohne ANC); bis zu 24,5 Std. (mit ANC)
Laufzeit ohne Bluetooth® . . . bis zu 31,5 Std. (mit ANC)
Sprechzeit Bluetooth® . . . . . . bis zu 47 Std.
Ladezeit: ca. 3 Stunden
Gewicht283 Gramm
Unterstützte Profile/AVRCP 1.6; A2DP 1.3; HSP 1.2; HFP 1.7; GAP 1.3; SDP 2.1; SPP 1.2
Unterstützte CodecsaptX Low Latency™; aptX™; AAC; SBC; mSBC
Übertragungsbereich10 – 30.000 Hz/20 Ω
TönerJeweils links und rechts ein 40-mm Treiber
Lieferumfang1x Beyerdynamic Lagoon ANC Over-Ear-Kopfhörer
1x Klinkenkabel
1x 1,20 m langes USB-Typ-C-Ladekabel
1x Hardcase
Kurzanleitungen

Tragekomfort

Der Tragekomfort des Lagoon ANC ist wie bereits angedeutet auf einem sehr hohen Niveau. Der Federstahl-Kern im Kopfhörer, sorgt für einen ausreichend straffen und sicheren Anpressdruck. Jedoch wird dieser Druck, durch die im Inneren sehr weiche Memory-Schaum Polsterung und dem weichen Kunstleder sehr gleichmäßig verteilt.

Die Aussparung für die Ohren ist angenehm groß, sodass hier nichts drückt oder die Ohren gequetscht werden. Klar wird einem an den Ohren aufgrund der geschlossenen Bauweise vor allem im Sommer gerne mal heiß, doch dies ist bei eigentlich allen Over-Ear Kopfhörern der Fall. Schließlich geben die Treiber ihre Wärme minimal auch nach innen ab. Daher ist es im Sommer für manche idealer ein In-Ear Modell zu tragen, den im Allgemeinen sind Over-Ear Kopfhörer weniger empfehlenswert für warme Tage und den Sport. Doch dies liegt wie so häufig am eigenen Geschmack und den Vorlieben. 

Dank den beim aufgesetzten Zustand dickeren Ohrpolstern im hinteren Bereich (Hals/Nacken), liegt der Kopfhörer mit den Ohrmuscheln sehr angenehm und gleichmäßig um das Ohr auf. Zwar kann man den Kopfhörer auch falsch herum aufsetzen, doch dies merkt man eigentlich, da der Kopfhörer definitiv nicht mehr so gut isoliert. Der Lärm würde nämlich am hinteren Bereich zum Ohr gelangen, da dieser dann frei wäre. Zieht man den Kopfhörer wieder anders herum an, merkt man direkt den sehr großen Unterschied. Für Brillenträger kann ich den Lagoon ANC übrigens auch für längere Zeit absolut empfehlen, da die Ohrpolster wirklich sehr angenehm weich sind.

Lediglich beim um den Hals (Nacken) legen, was man bei Over-Ear Kopfhörern oft macht, sollte man die Ohrmuscheln eindrehen. Schließlich tragen diese sich so wesentlich bequemer. Doch dabei gibt es ein Problem, denn je nach Situation kann es immer wieder mal vorkommen, dass man versehentlich auf die Touch-Oberfläche kommt. Dadurch wird in diesem Fall die Musik weitergespielt, ohne dass man dies möchte. Dieses Problem hatte ich jedoch bei anderen Over-Ear Kopfhörern mit eindrehbarer Ohrmuschel und Touch-Bedienung schon öfters. Daher ist dies kein reines Problem, welches nur Beyerdynamic besitzt.

(Tragekomfort: 4,5 von 5 Punkten)

Bedienung

Wie bereits angedeutet, möchte ich euch nun die Bedienung ausführlich erklären und was es sich genau mit dem neuen Light-Guide-System, sowie dessen Farben auf sich hat.

An der rechten Seite der Ohrmuschel befinden sich sämtliche Bedienelemente, Schieberegler und wie schon angedeutet die Touch-Bedien-Oberfläche. Diese erkennt man auch gut an der etwas anders gestalteten äußeren Oberfläche. Denn hier zeigen die an allen vier Seite angebrachten Striche, den Bereich, der mit der Touch-Oberfläche versehen ist.

Bevor wir zur Touch-Oberfläche kommen, möchte ich zuvor die anderen Bedienelemente/Anschlüsse näher erläutern. So befindet sich direkt nach unten gerichtet die 3,5 mm Klinkenbuchse, um auch Musik hören zu können, fall der Akku leer sein sollte, oder es nicht erlaubt sein sollte, auf die Funkübertragung zuzugreifen. Apropos Akku, dieser wird nur wenige Millimeter daneben über den USB-TYP-C Anschluss aufgeladen. Etwas weiter nach vorne verlaufen ist zudem noch ein kleines Mikrofon versteckt, welches für Telefonate verwendet wird. Neben den eben erwähnten Anschlüssen gibt es in diesem Bereich noch zwei Regler zum Schieben. Dabei handelt es sich zum einen um den ANC-Regler, mit dem man ANC Stufe 1 + 2 auswählt oder dies abschaltet. Des Weiteren befindet sich zwischen ANC-Regler und 3,5 mm Klinke noch der Power-Regler. Durch diesen kann man durch Weiteres schieben und anschließend halten für einige Sekunden, die Bluetooth-Kopplung aktivieren. 

Soweit zu den Anschlüssen und Reglern, kommen wir zur Touch-Oberfläche. Auf dem Touchfeld nach oben wischen erhöht die Lautstärke und nach unten reduziert diese. Wenn man dabei den Finger nach dem Wischen weiterhin auf der Oberfläche hält, erhöht/senkt man die Lautstärke um mehrere Stufen ab. Zweimaliges Tippen darauf, startet bzw. pausiert die Musikwiedergabe, dies ist soweit sinnvoll, den müsste man das Feld nur einmal berühren, käme es sicherlich oft zu Fehleingaben. 

Einen Titel vor- oder zurückspringen kann man über das Touchfeld natürlich auch, dies erfolgt durch wischen nach rechts bzw. links. Überraschenderweise kann man jedoch nicht nur Titel überspringen, sondern auch vor- und zurückspulen. Dies gelingt durch wischen, wie wenn man einen Titel überspringen möchte. Jedoch hält man den Finger am Ende für mindesten 1 Sekunde weiterhin auf dem Feld, bis man am gewünschten Punkt im Titel angelangt ist. Mit Siri (iPhone) oder dem Google Assistant (Android) kann man jederzeit reden, wenn man für 2 Sekunden den Finger auf die Touch-Oberfläche auflegt.

Eine Anrufsteuerung ist ebenfalls sehr bequem am Kopfhörer möglich. Dazu einfach beim eingehenden Anruf 2-mal schnell hintereinander auf die Touch-Oberfläche tippen. Die Gesprächslautstärke kann dann ebenfalls wie die Lautstärke-Regelung der Musik, durch wischen nach oben oder unten erledigt werden. Möchte man aus zeitlichen Gründen oder aus sonstigen nicht mit der Person reden, die gerade anruft, kann man 2 Sekunden auf das Touchfeld drücken und somit den Anruf ablehnen. 

Die Bedienung ist relativ simple und selbsterklärend aufgebaut, sodass man sich schnell an die unterschiedlichen Funktionen zur Steuerung gewöhnt. Bei mir persönlich kam es kaum zu Fehlbedienungen, da die Steuerung sehr durchdacht aufgebaut wurde.

Wie bereits erwähnt, zeigt einem das Light-Guide-System kurz LGS, anhand verschiedenen Farben den Status des Kopfhörers. Welche Farbe hier auf was hindeutet, verrät folgende übersichtliche Tabelle:

Aufladen Akku 0-30% 30 – 70 70 – 99 voll (100%)  rotes Pusieren gelbes Pulsieren grünes Pulsieren dauerhaftes grünes Leuchten
Akku fast leer4x rotes Blinken
Bluetooth-Verbindungsmodus aktiv (Pairing)linke und rechte Ohrmuschel-Innseite blinken abwechseln glaub auf.
Bluetooth-Verbindung aktivorangenes Dauerleuchten
Bluetooth-Verbindung verlorenlangsames blaues Blinken mit einer Pause von 3 Sekunden
Medienwiedergabe aktivorangenes Dauerleuchten
Eingehender Anrufschnelles blaues Blinken mit 1 Sekunde Pause
Während dem telefonierenorangenes Dauerleuchten
Anzeige der Sound-Dosis (Belastung des Gehörs)Nach dem Absetzen zeigt das Light-Guide-System mit einer Skala von grün bis rot die Belastung
Links-Rechts-AnzeigeLinke Seite leuchtet bemannet weiß, rechts rot, sobald man den abgelegten Kopfhörer wieder in die Hand nimmt.
Firmware-Update-Modusrosa Blinken
Standby-Moduswird der Kopfhörer länger als 10 Sekunden nicht benutz, schaltet sich das LGS ab.
Quelle: Beyerdynamic

(Bedienung: 4 von 5 Punkten)

Klang

Man kann den neuen Beyerdynamic Lagoon ANC zwar direkt via Bluetooth/NFC mit dem gewünschten Zuspielgerät koppeln, doch aufgrund der Klang-Personalisierung und dem Einstellen der Empfindlichkeit des Touch-Bedienfeldes, ist es ratsam, zuerst die App Namens „MIY“ auf dem Smartphone zu installieren. Auf die App und wie die Klanganpassung abläuft, gehe ich im Abschnitt „App“ ausführlicher ein. Zuvor möchte ich euch das Klangbild im Allgemeinen ausführlich beschreiben.

Beim Klangbild setzt Beyerdynamic auf zwei 40 mm große Treiber, von denen jeweils einer rechts und einer links verbaut wurde. Dies ist soweit wie bei allen Kopfhörern in dieser Preisklasse nichts Besonderes. Der Übertragungsbereich (Frequenzbereich) welchen diese wiedergeben können, soll laut Hersteller bei 10 – 30.000 Hz liegen. Da diese zudem mit einer Impedanz von 20 Ohm angesteuert werden, ist es hier auch problemlos möglich, dass man via Smartphone und Co. ausrechend laut Musik hören kann.

Für den guten Klang in nahezu CD-Qualität ist der neue Lagoon ANC von Beyerdynamic mit sämtlichen dafür wichtigen Audio-Codec ausgestattet worden. So unterstützt dieser neben dem Standard Codec SBC, auch noch aptX Low Latency und aptX für Android, sowie passend für Apple-Devices AAC-Codecs.

Ganz klar kann ich hier sagen, das Beyerdynamic hier schon ohne durchgeführte bzw. aktivierte Klang-Personalisierung einen sehr ausgewogenen Klang hinbekommen hat. Hier gefallen mir sehr gut die hervorragend aufeinander abgestimmten Höhen und Mitten. Die Höhen sind ausgesprochen detailreich und werden kristallklar wiedergegeben, genauso wie die blühenden und eindringlichen Mitten. Dadurch resultiert eine sehr weiträumige Darstellung und lebensfrohe Dynamik. Für diejenigen, welche hier einen bassbetonten Kopfhörer suchen, würde ich jedoch zu einem anderen Modell raten, denn Beyerdynamic war bisher immer bekannt für einen guten, jedoch nicht extrem starken Bass im Tiefgang. Genau das ist auch glücklicherweise so geblieben, denn genau so gefällt mir persönlich das Klangbild. Der Bass ist weder mager noch schwammig, er ist vielmehr druckvoll und kontrolliert, ohne das es hier zu einem unangenehmen Wummern oder einer überzogenen warmen Abstimmung kommt.

Beim Telefonieren schneidet der neue Lagoon ANC von Beyerdynamic ebenfalls hervorragend ab. Das Mikrofon ist gut platziert, und man merkt sofort, dass der Hersteller sich mit Mikrofonen auskennt. Dieses liefert einen sehr guten Klang, sodass meine Gesprächspartner auf Nachfrage, sehr den guten Klang zuhause, aber auch unterwegs gelobt haben. Ebenso konnte ich alle Leute sehr gut verstehen und dank Stereo-Telefonie, hört man die Person glücklicherweise klar und deutlich auf beiden Ohren. Beim Ansehen von Videos und Filmen über mein iPhone X konnte ich keinen Versatz zischen dargestelltem Bild und dem wiedergegeben Ton feststellen. Wer zudem ein Android Smartphone besitzt, kann hier von Qualcomm aptX Low Latency profitieren, welches auch hier für eine verzögerungsfreie Wiedergabe sorgt.

(Klang: 5 von 5 Punkten)

Ausstattung

Wie ich bereits unter dem Punkt „Tragekomfort“ erwähnt habe, ist die Isolierung von den Umgebungsgeräuschen bereits ohne aktiviertes ANC ausgesprochen gut. Jedoch sorgt die verbaute ANC-Technologie noch einmal für ein deutlich höheres Reduzieren der Umgebungsgeräusche.

Der Beyerdynamic Lagoon ANC kommt mit einer 2-stufigen aktiven Geräuschunterdrückung daher. Die man wie bereits erwähnt jederzeit via Regler am rechten Hörer regulieren bzw. ganz abschalten kann. Wie Beyerdynamic schon selbst im eigenen Blog verrät, empfiehlt sich das ANC auf Level 1 bei moderatem Lärm, wie z. B. einem Wartezimmer beim Arzt oder zu Hause. Diese Stufe liefert zwar zusätzlich zu den herausragenden Ohrpolster eine sehr gute Isolierung, doch unterwegs hört man dadurch noch ein Großteil der Umgebungsgeräusche und zudem rauscht diese Stufe ohne Wiedergabe von Musik etwas zu sehr. Dies lässt sich nur mit der Wiedergabe von Musik oder einem Film überspielen.

Die 2. Stufe des ANC ist dagegen schon deutlich besser und eignet sich für das Sitzen im Zug, Flugzeug und wo es noch laute Motorengeräusch gibt. Dadurch sind die relativ linear verlaufenden Geräusche des Flugzeugtriebwerks oder die typischen oft gleichen Töne im Zug (Zugrauschen) nur noch sehr geringfügig wahrnehmbar. Hier überzeugt der Lagoon ANC vor allem bei länger gleichbleibenden (linearen) Lärm. Wenn etwas jedoch in der Frequenz-Lage stärker schwankt, hat der Kopfhörer hin und wieder seine Probleme. Jedoch schneiden hierbei einige Konkurrenzgeräte zum Teil ebenfalls nicht mit Bravour ab. 

Wie üblich empfiehlt es sich, ANC egal in welcher Stufe an einem stürmischen Tag nicht zu nutzen. Schließlich hat das ANC wie bei allen anderen ANC-Kopfhörern seine Probleme damit. Daher würde der Wind als sehr lautes störendes rauschen direkt ins Innere des Kopfhörers gelangen.

Zubehör

Beyerdynamic liefert den neuen Lagoon ANC in einem sehr schönen Hardcase aus. In diesem verpackt, wird der Kopfhörer absolut sicher vor Kratzern und sonstigen Schäden geschützt. Der Zubehör wie z. B. das Ladekabel und das Klinkenkabel lassen sich dabei ebenfalls darin verstauen. Dafür hat Beyerdynamic einen Gummizug unterhalb des Kopfhörers eingenäht, in welchen man die beiden Kabel einspannt und diese somit währende dem Transport gut gehalten werden.

(Ausstattung: 4 von 5 Punkten)

App

Beyerdynamic bietet, wie bereits mehrfach erwähnt eine kostenlose App Namens „MIY“ an. Diese App wird bei sämtlichen Kopfhörern genutzt, welche via Klanganpassung personalisiert werden können. Somit ist es auch die gleiche App, die ich damals beim Test des Aventho Wireless genutzt habe. Lediglich die Version der App war damals etwas niedriger (älter). Die App steht sowohl für iOS-Geräte, als auch Android Devices kostenlos zum Download im jeweiligen AppStore bereit.

MIY
Preis: Kostenlos
MIY beyerdynamic
Preis: Kostenlos

Hat man den Kopfhörer wie ich bereits das erste Mal eingerichtet, was wirklich sehr einfach geht, da es schön Schritt für Schritt erklärt wird, ist man nach dem Start, auf der Startseite. Hier sieht man sofern eingerichtet, dass eigene Klangprofil, welches man stufenlos per Regler mehr oder weniger zuschalten kann. Des Weitern ist dieses natürlich auch komplett abschaltbar oder man kann ein neues einmessen (das alte wird dabei jedoch überschrieben und somit gelöscht). 

Hat man das Ganze noch nicht eingerichtet, kann man dies auf dieser Seite starten. Dazu wie sobald man gefragt wird, das eigene Geburtsjahr eingeben und den Kopfhörer auf 50 % der max. Lautstärke einstellen. Nun muss man sich zu einem leisen Raum begeben. Ob dieser leise genug ist, wird einem per Lautstärke-Balken dargestellt. Sobald man soweit ist, drückt man auf Start und schon gibt der Kopfhörer verschieden kurze Töne in sehr hohen, mittleren und sehr tiefen Tönen wieder. Zuerst auf dem linken und erst danach auf dem rechten Ohr. Hört man den jeweiligen Ton, soll man, sobald man diesen hört und bis man diesen nicht mehr hört den orangenen Button auf dem Display betätigen. Insgesamt dauert das ganze knapp 6 Minuten und anschließend überträgt die App die Werte auf den Kopfhörer, wodurch das Klangbild noch einmal je nach Hörvermögen deutlich verbessert wird.

Die App umfasst neben dem Reiter (Untermenü) „Profil“ noch drei weitere. Der untere graue Bereich bleibt jedoch bei allen ausgewählten Seiten immer der gleich und somit wird einem immer der gerade verbundene und kompatible Kopfhörer inkl. einer ungefähren Akku-Anzeige dargestellt. Keine Sorge bei jedem Einschalten des Kopfhörers, sagt einem eine Stimme auf Deutsch den genauen Akkustand in Prozent. 

Beim zweiten Untermenü handelt es sich um die Statistik, diese zeigt einem sozusagen die aktuelle Sounddosis an. Je nachdem wie laut und wie viel Musik man hört, steigt diese schneller. Diese Statistik soll einem helfen zu erkennen, wie viel Musik am Tag für das Gehör gut ist. Schließlich schadet zu laute Musik auf Dauer und daher sollte man regelmäßig pausen einlegen. Dies ist jedoch nur eine Hilfe und muss für diejenigen, denen das soweit egal ist, keinesfalls beachtet werden. Jedoch würde ich persönlich auf jeden Fall dazu raten, denn man hat schließlich nur zwei Ohren. 

Untermenü drei befasst sich wie der Name schon andeutet mit der Touch-Steuerung. Hier kann man nämlich die verschwinden Befehle jederzeit einsehen und auch die Empfindlichkeit (Sensitivität) der Touch-Steuerung per Regler bestimmen. Der letzte Punkt befasst sich mit zahlreichen Infos wie z. B. dem Link zum Shop, Facebook, Kontakt, FAQ usw. Jedoch gelangt man hier auch zu einem weiteren Punkt, welcher für einige interessant sein könnte. Schließlich kann man hier die Sprachansagen von Englisch auf Deutsch ändern, die Funktion des automatischen pausieren aktivieren, den Assistenten aktivieren und zahlreiche weitere Infos über den Kopfhörer nachlesen. Zu diesen zählen z. B. ob es ein Firmwareupdate gibt und die Farbe, in welcher das Light Guide System beim Start aufleuchtet, kann hier bei Bedarf verändert werden.

Sollte es bezüglich der Firmware wie es bei mir der Fall war, ein Softwareupdate geben. Wird dies zwar in der App angezeigt, das Update selbst muss jedoch am PC/ Mac erfolgen. Dafür stellt Beyerdynamic eine passende Software sowohl für Windows, als auch Mac zur Verfügung. Jedoch sollte man meiner Meinung nach ermöglichen, dass man die Updates auch via App direkt installieren kann.

(App: 4 von 5 Punkten)

Koppeln und Reichweite

Hat man persönlich ein NFC-fähiges Android-Smartphone, genügt es einfach, dass Smartphone an die linke Ohrmuschel zu halten. Sodass der NFC-Sensor am Smartphone möglichst auf dieser aufliegt. 

Besitzt das eigenen Smartphone wie z. B. auch meins (iPhone X) kein NFC (dieser wird von Apple nicht im vollen Umfang freigegeben), dann ist es natürlich auch problemlos möglich, die Verbindung herkömmlich via Bluetooth zu initialisieren. Dies ist wie üblich nicht sonderlich schwer und daher in wenigen Sekunden bzw. auf jeden Fall unter einer Minute erledigt. Beim ersten Einschalten befindet sich der Beyerdynamic Lagoon ANC jedoch sowieso automatisch im Pairing-Modus. Daher ist das Ganze sowieso noch einfacher gehalten, doch selbst wenn nicht, ist dies total easy.

Einfach den Kopfhörer am Regler auf „On“ stellen und kurz darauf bzw. direkt den Regler weiter bewegen auf das Bluetooth-Symbol und dabei 3 Sekunden halten. Nun sollten die Farben in den Ohrmuscheln auf Blau wechseln, was bestätigt, dass das ganze erfolgreich ausgeführt wurde. Nun nur noch in den Bluetooth-Einstellungen am Smartphone die Kopfhörer mit der Bezeichnung „Lagoon ANC“ suchen und auswählen. Anschließend sollten die beiden Gerät sich innerhalb kurzer Zeit miteinander verbinden.

Bei der max. Reichweite gibt Beyerdynamic 10 Meter an, was für ein Bluetooth 4.2-Modul ein Standardwert ist. Ich kam im Test jedoch auch zum Teil auf knapp 12 Meter. Dabei muss jedoch die Richtung genau passen und es dürfen keine großen Hindernisse oder Gegenstände dazwischen befinden. Logischerweise fällt die Reichweite im Haus/ Wohnung dementsprechend kleiner aus, als z. B. im Freien. Dies ist jedoch eigentlich selbsterklärend. 

(Koppeln und Reichweite: 4 von 5 Punkten)

Akku

Beyerdynamic hat im Inneren des Lagoon ANC einen Lithium-Polymer Akku, mit einer Kapazität von 1.100 mAh verbaut. Dieser soll ohne aktiviertem ANC eine Akkulaufzeit von bis zu 45 Stunden und mit ANC bis zu 24,5 Stunden ermöglichen. 

Die Laufzeit des Akkus hängt wie immer natürlich sehr davon ab, wie laut man Musik hört und in welcher Stufe man ANC nutzt. Schließlich verbraucht ANC aufgrund des ständigen messen und erzeugen des dementsprechenden Gegenphasigen-Signals relativ viel Strom. 

In meinem Testzeitraum von knapp 4 Wochen habe ich den Lagoon ANC immer wieder genutzt, jedoch keinesfalls 20 Stunden oder mehr am Stück. Dennoch kam ich zusammengerechnet auf eine Laufzeit von etwa 20 Stunden mit aktiviertem ANC Stufe 2. Ohne würd ich grob geschätzt sagen, dass man die versprochenen 45 durchaus erreichen kann, jedoch nicht auf hoher Lautstärke. Auf einer höheren Lautstärke würde ich persönlich daher eher 40 Stunden zusammengerechnet angeben. Da ich den Kopfhörer jedoch ausschließlich in meinem Testzeitraum mit ANC Stufe 2 genutzt habe, ist der Wert ohne ANC eher ein Schätzwert. 

Der 1.100 mAh große Akku ist natürlich relativ groß und so braucht dieser, trotzt USB-Typ-C Ladenschluss von 0 auf 100 % knapp 3 Stunden, bis dieser wieder voll aufgeladen ist. Eine Schnellladefunktion wurde leider nicht integriert.

(Akku: 4,5 von 5 Punkten)

TEIL 3

bestehend aus „Preis/Leistung“ entspricht 10% der Gesamtwertung

Beschreibung

Mit dem Beyerdynamic Lagoon ANC hat das Unternehmen aus Heilbronn den ersten aktiv Noise-Cancelling Kopfhörer auf den Markt gebracht. Mit diesem ist Beyerdynamic soweit ein absolut guter Start in diesem Bereich gelungen. Überzeugen konnte vor allem das sehr gute Klangbild, der hohe Tragekomfort, sowie die hohe Akkulaufzeit. 

sDoch gerade mit dem ANC kann er nicht ganz mit den Platzhirschen aus dem Hause Sony und Bose mithalten. Jedoch begibt sich der Lagoon ACN von Beyerdynamic immer noch auf einem sehr hohen Level und hat mir vom ANC dennoch im Alltag ganz gut gefallen. Vor allem kann Beyerdynamic hier jederzeit via Update weitere Veränderungen usw. vornehmen.

Preis/Leistung

Die UVP des Beyerdynamic Lagoon ANC liegt zum Marktstart bei einem stolzen Preis von 399€. Wer bereit ist, einen Kopfhörer in diesem Preissegment zu kaufen, dem kann ich nur dazu raten, dem Lagoon ACN von Beyerdynamic ebenfalls eine Chance zu geben. Die aktive Geräuschunterdrückung ist vielleicht nicht auf demselben Level wie bei Sony oder Bose, aber befindet sich dennoch auf einem sehr hohen Niveau. Zudem kann der Kopfhörer mit einem ausgesprochen hochwertigen Klangbild überzeugen, welches dank personalisierter Klanganpassung noch besser dem eigenen Hörvermögen angepasst wird. 

Ebenso kann die Akkulaufzeit, der extrem gute Tragekomfort und die überraschen präzise Touchpad-Steuerung in meinem Test überzeugen. Bemängeln könnte man in diesem Preissegment wiederum, dass man leider kein aptX HD Codec unterstützt. Damit würden Android-Nutzer noch besseren Klang geboten bekommen. Aber seinen wir mal ehrlich, für die meisten unter euch, ist der Klang schon so, ohne diesen Codec mehr als ausreichend.

Interessant für einige dürfte sicherlich auch die Verfügbarkeit von Ersatzteilen sein. Da kann ich euch soweit beruhigen, denn neben Ersatzpolster (Paar 22,90€), bietet Beyerdynamic auch das Hardcase (20,90€), das Klinken-Kabel ( 3,90€) und sogar die Treibereinheit (27,89€) als Ersatzteil an.

Beyerdynamic Lagoon ANC

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testr Gesamtwertung

unter Berücksichtigung aller Teilwertungen

 Wir bedanken uns beim Hersteller für die Bereitstellung des Produktes. Zu unseren Grundsätzen

Link zum Hersteller: beyerdynamic.de