Beyerdynamic Aventho Wireless

Beyerdynamic wurde 1924 in Berlin von dem Elektroingenieur Eugen Beyer gegründet. Dieses begann zuerst mit der Entwicklung und Fertigung von Kinolautsprechern. Im Jahre 1937 fertigte das Unternehmen den ersten dynamischen Kopfhörer – den DT48 – welcher bis zum Ende 2012 zum Produktportfolio gehörte. Bereits zwei Jahre später folgte mit dem M 19 das erste studioreife dynamische Mikrofon, welches als Reportage-Mikrofon der damaligen Reichsrundfunkgesselschaft bekannt wurde.

Nach dem Krieg baute der Gründer Eugen Beyer seine Fabrik in Heilbronn wieder auf. Im Jahr 1959 verstarb der Gründer, woraufhin sein Sohn Fred Beyer die Führung fortan übernahm. Vom 2003 – 2015 leitet Dipl.-Ing. Wolfgang Luckhardt als Alleingeschäftsführer das Unternehmen. Die Beyerdynamic GmbH & Co. KG befindet sich nach wie vor in Familienbesitz: Drei Nachkommen des Firmengründers, die beiden Töchter sowie eine Enkeltochter, halten 100 Prozent der Anteile. 

Da der Hersteller Beyerdynamic vor allem für seine Kopfhörer bekannt ist, haben wir für euch die neusten Bluetooth Kopfhörer besorgt. Es handelt sich dabei um den Beyerdynamic Aventho Wireless, einen kabellosen Kopfhörer, welcher vor allem durch seine Klangqualität und der Möglichkeit, diesen auf die eigenen Ohren zu personalisieren überzeugen soll. Doch kann der Beyerdynamic Aventho Wireless auch im Test überzeugen? Das erfahrt ihr in diesem Testbericht.

TEIL 1

Bestehend aus „Verpackung/Design/Verarbeitung“ entspricht 25% der Gesamtwertung

Verpackung

Auf der oberen Seite der schwarzen Verpackung ist die Abbildung des Kopfhörers von der Außen- und Innenseite zu sehen. Darüber hinaus ist das Logo des Herstellers und der Name „AVENTHO WIRELESS“ aufgedruckt. Zudem ist das App-Icon „MIY“ zu sehen und das Beyerdynamic bei der Sound-Personalisierung mit MiMi Hearing Technologie zusammengearbeitet hat. Auf der Rückseite ist der Kopfhörer noch einmal von der rechten Seite dargestellt, dieses Mal aber in voller Ansicht (inkl. Kopfbügel). In englischer Schrift ist zudem eine genaue Beschreibung zum Aventho Wireless Kopfhörer zu sehen. Des Weiteren sehen wir, dass es eine iOS und Android App gibt. Zu guter Letzt sehen wir hier einige Symbole, so erfahren wir z.B. das diese Qualcomm aptX HD, Hi-Res-Audio und Bluetooth unterstützen.

Öffnet man die Verpackung an der Oberseite, kann man eine große hochwertige Stofftasche entnehmen, in dieser sich das Aventho Wireless inkl. Zubehör befindet. Zieht man den Kopfhörer aus der Stofftasche heraus, sieht man, dass sich zum Schutz zwischen den Ohrmuscheln ein Stück Schaumstoff befindet. In der Stofftasche ist in der Innenseite noch eine Seitentasche vorhanden, in welcher das USB-Typ-C Ladekabel und ein Klinke-Kabel verstaut ist. Entnehmen wir die Stofftasche inkl. Inhalt, dann finden wir in der Verpackung noch ein Garantie-Heft, eine Kurzanleitung und eine Anleitung für die MIY-App.

(Verpackung: 4 von 5 Punkten)

Design

Das Design des Beyerdynamic Aventho Wireless würde ich als retro bzw. klassisch bezeichnen. Erhältlich ist der Kopfhörer in der Farbe braun und schwarz. Der Kopfbügel und die Ohrpolster sind aus sehr angenehmen und weichen Kunstleder und die Bügelverstellung samt Kopfhörerträger aus Aluminium gefertigt. Ein gerändelter Aluminium-Ring an den beiden Aussenseiten unterbricht das sonst komplett schwarze Aluminiumgehäuse der Ohrmuscheln. Die linke Ohrmuschel ziert ein großes Beyerdynamic Logo und auf der rechten Ohrmuschel befindet sich eine Touch-Oberfläche. An den Übergängen vom Kunstleder-Kopfband und dem Aluminiumbügel, befindet sich ein Stück Kunststoff, welches mit einem Beyerdynamic Logo auf der Rechten Seite bedruckt ist.

Zusammengeklappt werden können die Kopfhörer leider nicht. Lediglich die Ohrmuscheln sind um 90-Grad schwenkbar. Hier kommt jedoch ein stabiles Metallgelenk zum Einsatz, was für eine Langlebigkeit garantieren soll, die Aluminiumausführung der Höhenverstellung trägt zudem dazu bei. Am Beyerdynamic Aventho Wireless kann ich zudem loben, dass dieser äußerst unempfindlich gegen Fingerabdrücke ist. 

Sämtliche Bedienelemente sind an der rechten Ohrmuschel untergebracht. Hier finden wir an der unteren Seite die USB-C Ladebuchse, direkt daneben die Status-LED, den kleinen Ein-/Ausschaltknopf und einen 3,5 mm Klinken-Anschluss.

Die Musik kann bequem über die Touch-Oberfläche an der rechten Ohrmuschel gesteuert werden. Hier können wir unter anderem durch wischen mit dem Finger von der Mitte nach oben oder unten die Musik lauter bzw. leiser stellen. Durch die Wischbewegung und anschließendem halten des Fingers auf der Oberfläche erhöht, bzw. reduziert sich die Lautstärke um mehrere Einheiten. 

Streicht man nach rechts oder links springt man ein Track vor oder zurück. Ein nach rechts under links wischen und halten, spult den aktuellen Titel vor bzw. zurück. Das zweimalige antippen der Oberfläche mit einem Finger hält die Musik an und durch erneutes berühren spielt diese weiter. Mit einer längeren Haltung (2.Sek) auf das Touchfeld aktiveren wir den Sprachassistenten auf dem Smartphone, nehmen einen Anruf an oder lehnen diesen ab. 

Anfangs braucht man bei der Steuerung etwas Übung. Es kommt vor, dass man z.B. statt einen Titel zurück, die Musik lauter stellt. Nach etwas Übung geht die Steuerung über die Oberfläche wunderbar und sehr einfach. Ansonsten kann man das Ganze ja auch direkt am Smartphone machen.

(Design: 4 von 5 Punkten)

Verarbeitung

Bei der Verarbeitung des Beyerdynamic Aventho Wireless gibt es kaum etwas beanstanden. Der Nachteil der hohen Material und Verarbeitungsqualität ist das etwas hohe Gewicht von knapp 238g, denn diese ist für ein On-Ear Kopfhörer relativ hoch. Leider besteht die Polsterung des Kopfbügels und der Ohrpolster nicht aus Leder, sondern aus Kunstleder, was bei einem Preis über 450 € etwas enttäuscht. Dafür können die Ohrpolster laut Beyerdynamic ausgetauscht werden.

Die Ohrmuscheln lassen sich wie bereits erwähnt um 90 Grad nach innen drehen und somit kann der Aventho Wireless sehr schnell und einfach in dem Stoffbeutel verstaut werden. Doch leider ist es nicht möglich die Ohrmuschel zusammenzuklappen, dadurch ist er beim Transport etwas sperrig. Der Ein-/Ausschaltknopf ist leider etwas zu klein und besitzt keine richtigen Druckpunkt, dadurch ist es etwas bescheiden diesen zu bedienen. einen größeren und richtigen Knopf zu verbauen hätte sicherlich nicht geschadet.

(Verarbeitung: 4 von 5 Punkten)

Der Testbericht ist in drei Teile unterteilt, klicke dich hier durch:

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