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Autor: Tobias

Devolo Magic 2 Multiroom-Kit

Devolo AG wurde im Jahr 2002 als Management-Buy-out (Unternehmensübernahme) aus der Datenkommunikation-Sparte der ELSA AG gegründet. Der Firmensitz befindet sich in Aachen unter der Leitung des Vorstandsvorsitzenden Heiko Habers. Devolo ist ein Hersteller von Netzwerkprodukten für den Endkunden (Privatgebrauch), gewerbliche Anwender und für das intelligente Stromnetz (Smart Grid).

Devolo ist vor allem für seine dLAN-Produkte bekannt, bei dem das Unternehmen laut eigenen Angaben in Deutschland die führende Kraft sei. Im Jahre 2015 brachte Devolo mit den devolo Home Control Geräten eine neue Produktgruppe auf den Markt. Dabei handelt es sich um Geräte, mit denen man sein Haus in ein intelligentes Smart-Home verwandeln kann.

Mit den sogenannten Powerline-Adaptern sorgt Devolo dafür, dass das Internet direkt aus der Steckdose kommt. Hierfür hat das Unternehmen vor einiger Zeit die neuste Generation auf den Markt gebracht. Diese neue Generation hört auf den Namen Magic 2 und unterstützt nun unter anderem eine höhere Datenübertragung von max. 2400 MBit/s. Ob die neue Generation der Devolo Magic-Familie für ein flächendeckendes und zuverlässiges Mesh-Wlan sorgt und um das Set im Test überzeugen kann, erfahrt ihr in folgendem Testbericht.

Devolo Magic 2 Multiroom-Kit

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TEIL 1

Bestehend aus „Verpackung/Design/Verarbeitung“ entspricht 25% der Gesamtwertung

Verpackung

Die Verpackung ist wie von Devolo üblich sehr informativ gestaltet und daher mit viel Text, aber auch Bildern von den Produkten und Anwendungsbeispielen bedruckt. Typischerweise für Devolo ist die eigentliche stabile Kartonage in eine bedruckte Umverpackung geschoben. Insgesamt macht die Verpackung einen sehr guten und stabilen Eindruck.

Die Vorderseite ziert neben dem Aufdruck der drei einzelnen Geräte des Magic 2 Multiroom-Kit noch den Namen des Unternehmens „devolo“ und des Sets. Des Weiteren steht hier groß Wi-Fi geschrieben, sodass man dadurch und auch anhand des weißen Textes in dem grünen Kreis erfährt, dass man mit diesem Set WLAN überall mit Mesh-Funktion erhalten soll. Für diejenigen, welche nicht wissen, was die Bezeichnung Mesh bedeutet, diese erkläre ich im Laufe des Testberichts genauer. Auf der Vorderseite erfährt man zudem noch, welche Anschlüsse an den Geräten vorhanden sind, das Set in Deutschland entwickelt wurde und Devolo 3 Jahre Garantie darauf gibt.

Auf der Rückseite ist unter anderem ein Anwendungsbeispiel zu sehen, bei dem ein Beispiel Haus dargestellt wird. In diesem dargestellten Haus sorgen die drei Geräte dafür, dass dieses und sogar der Garten mit einem Netzwerk abgedeckt ist. Dies wird einem gut gezeigt mit den grünen Kreisen. Des Weiteren liest man auf der linken Seite eine Auflistung der besonderen Funktionen des MAGIC 2 Multiroom Kit. Betrachtet man die rechte Verpackungsseite, zeigt diese eine Übersicht des kompletten Lieferumfangs und die Maße der drei Adapter. Direkt darunter wird zudem noch erklärt, mit welchen Geräten das Set kompatibel ist. 

Auf der blauen Oberseite der Verpackung findet man eine Übersichtstabelle der verschiedenen Magic Sets. Hier werden diese verglichen und die Tabelle zeigt direkt, was die unterschiedlichen Sets können oder eben nicht. So ist das neue Magic 2 Wi-Fi-Kit nicht nur doppelt so schnell, sondern besitzt eine höhere Reichweite und einen schnelleren LAN-Anschluss, als z. B. das Magic 1 Kit. Dazu aber später mehr. An der Unterseite der Verpackung wird einem in einigen Sätzen erklärt, was das Magic 2 Set kann und dass man damit heute schon im Übermorgen lebt.

Entnehmen wir die weiße Hauptverpackung aus der bedruckten Verpackungshülle und öffnen diese, kommt direkt eine kleine Installationsanleitung zum Vorschein. Diese erklärt Schritt für Schritt in insgesamt 7 Sprachen, wie das Magic 2 Set richtig angeschlossen und in Betrieb genommen wird. Neben der Installationsanleitung erkennt man in der Verpackung direkt das Hauptmodul des Magic 2 Multiroom-Kit. Dieses ist mit einer Folie auf der Vorderseite beklebt, sodass dieses vor Kratzern geschützt wird und zudem ist es in einem Karton-Einleger eingesetzt.  Entnimmt man das Hauptmodul des Magic 2 Multiroom-Kit zusammen mit dem Karton, kommt das LAN-Kabel zum Vorschein. Mithilfe von diesem wird später bei der Einrichtung der gerade entnommene LAN-Adapter mit dem Router verbunden. Zu guter Letzt findet man links und rechts in der Verpackung noch zwei Kartonagen. Unter dieses verstecken sich die beiden Wi-Fi-Adapter. Somit ist jedes Gerät in der Verpackung sicher verpackt und vor Beschädigungen geschützt.

(Verpackung: 4 von 5 Punkten)

Design

Das Magic 2 Multiroom-Kit besteht insgesamt aus drei einzelnen Adaptern. Dabei handelt es sich um einen LAN- und zwei WLAN-Adaptern. Von denen der LAN, mit eurem Router bzw. Modem mithilfe des mitgelieferten LAN-Kabel verbunden wird und die beiden anderen WLAN-Adapter werden im Haus verteilt, um ein möglichst flächendeckendes Wi-Fi Netz zu erhalten. Nun möchte ich euch die einzelnen Adapter vom Design und den Anschlüssen genauer erklären. 

Devolo Magic 2 LAN-Adapter

Beim LAN-Adapter des Magic 2 Multiroom-Kit handelt es sich sozusagen um das Hauptgerät, ohne dieses geht nichts. Der LAN-Adapter ist wie von fast allen Devolo Geräten gewohnt, komplett in Weiß gehalten. Das Gewicht des Adapters beträgt 210 Gramm und die Abmessungen belaufen sich auf 13 cm x 6,5 cm x 4 cm (L x B x T) gemessen ohne Stecker, da dieser in der Steckdose verschwindet. 

An der Rückseite befindet sich neben dem ShuKo (Stecker-Typ F) besser bekannt als handelsüblicher Steckdosen-Stecker, noch ein Aufkleber, der unter anderem mit der Security-ID und der Modellbezeichnung versehen ist. Dieser Teil ist später im Betriebszustand nicht mehr zu sehen, da dieser in der Wandsteckdose steckt bzw. zugewendet ist. An der Unterseite befindet sich lediglich ein Anschluss, bei dem es sich um den LAN-Port handelt. Über diesen wird der LAN-Adapter via Kabel mit dem Router verbunden. Direkt auf der Vorderseite gibt es einen Steckdosen Steckplatz, sodass der Stecker-Platz, der eigentlich durch den Adapter verloren gehen würde, durch diesen ersetzt wird. Ganz unten links ist der graue Schriftzug „MAGIC LAN“ zu lesen und am rechten Rand nach oben verlaufend spürt und sieht man den leicht erhabenen Firmenname devolo. Zudem ist zentral in der Mitte im unteren Bereich eine kleine Status-LED ersichtlich, die über den aktuellen Betriebszustand informiert. Zu guter Letzt befindet sich an der rechten unteren hälfte noch eine kleine Taste, Bei der es sich um die Kopplungstaste handelt.

devolo Magic 2 WLAN-Adapter

 Im Lieferumfang des Magic 2 Multiroom-Kit befinden sich im Gegensatz zum Starter-Kit (ein Adapter) gleich zwei WLAN-Adapter. Davon kann man z. B. in jedem Stock einen anbringen, sodass das komplette Haus mit einem Netzwerk versorgt wird. Diese WLAN-Adapter ähneln vom Aussehen sehr dem des LAN-Adapters und kommen daher ebenfalls in einer schlichten weißen Optik daher. Jedoch sind die beiden WLAN-Adapter etwas größer. So wiegt jeder dieser beiden Adapter knapp 355 Gramm und ist 15 cm x 7,5 x 4 cm (L x B x T) groß. Die tiefe des Gerätes ist auch hier ohne Stecker gemessen.

Beim Stecker an der Rückseite handelt es sich somit auch um einen ShuKo (Stecker-Typ F) besser bekannt als handelsüblicher Steckdosen-Stecker. Zudem befindet sich darunter noch ein Aufkleber, der unter anderem mit dem Wi-Fi Key und der Modellbezeichnung versehen ist. Dieser Teil ist wie bereits erwähnt später im Betriebszustand nicht mehr zu sehen, da dieser sich in der Wandsteckdose befindet.

An der Unterseite sind an jedem der beiden WLAN-Adapter je zwei LAN-Ports untergebracht. Über diese kann man z. B. ein Fernseher oder ein anderes Gerät mit Netzwerk-Anschluss via LAN-Kabel anschließen. Direkt neben den Ports befindet sich zudem ein kleines Loch, bei dem es sich um den typischen Reset-Knopf handelt. Dieser sitzt aus Sicherheitsgründen, dass dieser nicht versehentlich betätigt wird vertieft, sodass man diesen mit einer Büroklammer oder Ähnlichem drücken muss. Des Weiteren sind die Wi-Fi-Adapter an den Seiten rundum mit Lüftungsschlitzen versehen, sodass darüber die wärme die im Inneren entsteht, leichter entweichen kann. 

An der Vorderseite gibt es einen Steckdosen Steckplatz, sodass auch hier wie bereits beim LAN-Adapter der Stecker-Platz, der eigentlich durch den Adapter verloren gehen würde, durch diesen ersetzt wird. Ganz unten links ist der graue Schriftzug „MAGIC LAN“ zu lesen und am rechten Bereich nach oben verlaufend befindet sich leicht erhaben der Firmenname devolo. Zu guter Letzt befinden sich an der Front noch zwei kleine Knöpfe. Bei diesen handelt es sich um die PLC-Taste (die mit dem Haus) mit dieser kann man zum einen eine manuelle Kopplung zum LAN-Adapter herstellen und zudem weißt diese über eine erfolgreiche Verbindung mit dem LAN-Adapter hin. Jedoch informiert diese auch durch unterschiedliches Blinksignal und rotes sowie weißes Aufleuchten über den aktuellen Betriebszustand. Neben der PLC-Taste befindet sich die WiFi-Taste. Mit dieser kann man entweder durch Längeres betätigen das Wi-Fi abschalten oder nur kurzes drücken die WPS-Funktion aktivieren. 

Insgesamt machen die Devolo Magic 2 Geräte einen sehr guten Eindruck und dank der neutralen weißen Farbe passen diese zu jeder Einrichtung und Wandfarbe.

(Design: 4 von 5 Punkten)

Verarbeitung

An der Verarbeitung des Devolo Magic 2 Multiroom-Kit gibt es nichts zu bemängeln. Die einzelnen Geräte besitzen zwar lediglich ein weißes Kunststoff-Gehäuse, doch dies ist für den Verwendungszweck völlig ausreichend. Schließlich werden diese indoor eingesetzt und müssen somit keinen Wettereinflüssen ausgesetzt werden. 

Ist das Magic 2 Multiroom-Kit Einrichten und die Adapter an ihren idealen Standorten eingesteckt, verbleiben diese in den meisten Fällen sehr lange Zeit an diesem Platz, daher werden diese auch nicht jeden Tag ausgesteckt usw. 

(Verarbeitung: 4 von 5 Punkten)

TEIL 2

bestehend aus „Funktion des Produktes“ entspricht 65% der Gesamtwertung

StandardsIEEE 802.3, IEEE 802.3u, IEEE 802.3ab, IEEE 802.3x, IEEE 802.11 a, b, g, n, ac (2.4 / 5 GHz concurrent) , IEEE 802.3az, IEEE 802.1p, Auto MDI/X, Wi-Fi Alliance, HomeGrid Forum (HGF)
GeschwindigkeitenWi-Fi 867 (mbps, 2×2 MIMO/ 5 GHz), Wi-Fi 300 (mbps, 2×2 MIMO/ 2,4 GHz) Ethernet 10/100/1000 (mbps), Powerline 1200/2400 (mbps)
Reichweite (in Metern)Powerline: 500; Wi-Fi: 300
Sicherheit
WPA/WPA2, WPS PIN, WPS PBC Wi-Fi Time Schedule 128 Bit AES
Buchse • Stecker • LänderType F (CEE 7/4) • F (CEE 7/4) • (DE,NL,ES,PT,AT,SE,FI,NO,GR,HU,SI)
MaterialKunststoff (teilweise Hochglanz)
Strom- und LeistungsaufnahmeMaximal Typisch Stand-By, 2 – 80 MHz, W/A: 12,0 W W/A: 9,0 W W/A
Anschlüsse2 x Ethernet RJ45 4 x Antenna
Lieferumfangdevolo Magic 2 LAN-Adapter
devolo Magic 2 Wi-Fi-Adapter
LAN-Kabel
Anleitung

Einrichtung und Konfiguration

[appcode appstore id1377542036]

[appcode googleplay com.devolo.dlan2]

Die Einrichtung des Multiroom-Kits ist relativ simple und daher für diejenigen welche sich technisch etwas auskennen sicherlich kein Problem. Damit alles ohne Schwierigkeiten abläuft, legt Devolo eine Schritt für Schritt Installationsanleitung bei, oder man kann die neue Home Network App installieren, welche einem die Inbetriebnahme ebenfalls sehr gut erklärt. Schade ist leider, dass die neuen Magic 2 Geräte nicht mit den dLAN-Produkten erweiterbar sind. So können nur dLAN Produkte und Magic Geräte untereinander, aber nicht miteinander gekoppelt werde. Jedoch könnt ihr problemlos beide Netzwerke parallel betreiben, doch ob dies für euch in Betracht kommt, müsst ihr selbst entscheiden.

Als Erstes muss man die beiden Devolo Magic 2 Wi-Fi-Adapter in einer freien Wandsteckdose einstecken, wodurch an diesen das Haus-Symbol kurz rot aufleuchtet und anschließend für knapp 1 Minute weiß aufblinkt. Nun muss in dieser Zeit der LAN-Adapter des Sets mit dem LAN-Kabel, welches im Lieferumfang enthalten war, mit dem vorhandenen Router verbunden werden. Anschließend muss man diesen Adapter in die Steckdose einstecken. Hier wird dazu geraten, den LAN- und die Wi-Fi-Adapter direkt in eine Wandsteckdose und nicht in eine Mehrfachsteckdose zu platzieren. Sonst würde die Powerline-Funktion nicht funktionieren. Da man aber am LAN-Adapter und den Wi-Fi-Adaptern eine weitere verwendbare Steckdose zur Verfügung hat, dürfte dies kein Problem darstellen.

Nun fängt die Status-LED an der Vorderseite des LAN-Adapters an zu blinken. Sind die beiden Wi-Fi-Adapter wie beschrieben schon davor eingesteckt, verbinden sich diese automatisch Miteinander. Somit ist es beim Magic 2 Multiroom-Kit nicht mehr nötig einen Kopf oder Ähnliches zu betätigen. Leuchtet die Status-LED am LAN-Adapter und alle beide Leuchten an den Wi-Fi-Adapter, war der Verschlüsselungsvorgang erfolgreich und die Geräte haben sich automatisch miteinander verbunden. Bei mir hat das ganze problemlos beim ersten Versuch geklappt, sollte es bei euch nicht der Fall sein, ist in der Beschreibung auch das „manuelle Pairing“ erklärt.  

(Einrichtung & Konfiguration: 4,5 von 5 Punkten)

Funktionsumfang und Bedienung

Mit dem neuen Magic 2 Multiroom-Kit möchte devolo die bisherigen alten dLAN-Adapter ablösen. Diese sind nämlich laut devolo von der Übertragung usw. nicht mehr für die Zukunft gewappnet. Somit setzt devolo mit den neuen Magic 2 Geräten als erster europäischer Hersteller von Netzwerkgeräten auf den neuen G.hn-Chip der 2. Generation. G.hn oder auch bezeichnet als HomeGrid-Standard ist der Name der „nächsten Generation“ der Heimnetzwerk-Technologien. 

Durch diesen neuen Chip gelingt es Devolo Geschwindigkeiten von bis zu 2.400 MBit/s über Powerline (1.200 MBit/s via WiFi) und einer Reichweite von bis zu 500 Metern je nach Stromnetz zu erreichen. Des Weiteren erfolgt das Verbinden der einzelnen Geräte nach dem Einstecken vollautomatisch und man muss wie bei der Einrichtung beschrieben nicht mehr rumrennen und irgendwelche Knöpfe drücken. 

Im Prinzip ist das Devolo Magic 2 Multiroom-Kit schon von Werk aus gut eingestellt. Man kann jedoch direkt nach der Einrichtung über die Devolo Home Network App einige Einstellungen vornehmen. Direkt auf der blauen Startseite sieht man die drei einzelnen Geräte und wie diese miteinander verbunden sind. Drückt man nun auf das Zeichen mit den drei horizontalen Strichen, kann man nach einem Update der Geräte suchen, Netzwerk und Wi-Fi-Einstellungen vornehmen oder auch die Seite mit den rechtlichen Hinweisen ansehen. Möchte man jedoch an den Adaptern etwas verändern, klickt man auf der Startseite einfach auf das gewünschte Gerät. 

Beim LAN-Adapter landet man direkt auf der Übersichtsseite. Hier sieht man wie gewohnt die PLC-Übersicht und erhält Infos zum System. Des Weiteren kann man im linken Menü noch die PLC- und LAN-Einstellungen einsehen und einen Reset durchführen. Leider ist bei dem Menü des LAN-Adapter alles auf Englisch beschrieben, da ich hier jedoch keine Einstellungen vorgenommen habe, störte mich das kaum.

Bei den beiden Einstellungen der WLAN-Adapter könnte deutlich mehr Veränderungen vorgenommen werden. Die Hauptmenü-Punkte lauten: Übersicht, Wi-Fi, Powerline, Lan und System. Diese Punkte wiederum sind in weitere Unterpunkte unterteilt. So kann man z. B. unter Wi-Fi ein Gastnetzwerk aktiveren, Smartes Wi-Fi einschalten, die WPS-Funktion starten oder nachsehen, welche Nachbarnetzwerke in der Umgebung vorhanden sind. In dem Einstellungsmenü System kann ebenfalls nach Aktualisierungen gesucht werden, und das System zurückgesetzt werden usw. 

(Funktionsumfang und Bedienung: 4 von 5 Punkten)

Reichweite und Geschwindigkeit

Wie ich bereits erwähnt habe, gibt devolo die maximale Geschwindigkeit des Magic 2 Multiroom-Kit via Stromnetz mit 2.4000 Mbit/s und über Wi-Fi mit bis zu 1.200 Mbit/s an. Bei diesen Werten redet man natürlich von perfekten Voraussetzungen, bei denen man zum einen die Geschwindigkeit bei seinem Arbeiter überhaupt geboten bekommt und man keine Wand oder andere Störquellen in der Nähe hat. Diese idealen Bedienungen wird sicherlich kaum einer in den eigenen vier Wänden haben. 

In meinem Test konnte ich über das Stromnetz also via Powerline einen maximalen Messwert von 500 Mbit/s erreichen. Jedoch schwankte dieser Wert, je nachdem, in welcher Steckdose ich den Adapter eingesteckt hatte, war die Verbindung teilweise auch schlechter. Daher habe ich die Adapter beim besten gemessen Wert in der jeweiligen Wandsteckdose gelassen. Wichtig zu erwähnen ist hier noch einmal, dass ihr die Adapter wie in der Beschreiben erwähnt nicht mit Mehrfachsteckdose nutzt und daran keine weiteren Geräte via Doppel Steckdose einstecken dürft. Somit reicht diese Geschwindigkeit bei mir für die regelmäßigen Anwendungen wie 4K-Streaming, Übertragung von Back-ups usw. problemlos aus.

Bei der Verbindung via Wi-Fi-Netz habe ich das ganze mit meinem iPhone X gemessen. Bei diesem kam ich auf eine Geschwindigkeit von durchschnittlich 360 Mbit/s. Ich habe beide Wi-Fi Adapter im Haus verteilt und hab somit eine sehr gute Abdeckung. Trotz der etwas dickeren Wand zum Anbau, da dies eine alte 50 cm dicke Außenwand ist. Der Vorteil der neuen Magic Geräte ist die Mesh-Funktion. Dabei baut das Set ein WLAN-Netzwerk mit einheitlicher SSID (Netzwerkname) auf. In diesem bis zu 1.200 Mbit/s schnellen Wi-Fi-Netzt funken somit die beiden 2,4 und 5 GHz Netze mit dem gleichen Namen. Dabei entscheidet das System völlig automatisch, ohne das man dies merkt, ob das jeweilige Gerät gerade im 2,4 oder 5 GHz Netz surft. Hierbei wählt das Magic 2 Set automatisch wie für ein Mesh-Netzwerk üblich je nach Entfernung den besseren Zugangspunkt und führt einen automatischen Wechsel durch.

(Reichweite und Geschwindigkeit: 4,5 von 5 Punkten)

TEIL 3

bestehend aus „Preis/Leistung“ entspricht 10% der Gesamtwertung

Beschreibung

Das Devolo Magic 2 Multiroom-Kit sorgt wie versprochen für schnelles Internet aus der Steckdose und via Wi-Fi. Ich konnte mit dem Set, bei dem ein LAN- und zwei Wi-Fi-Apdater mitgefeiert werden problemlos dafür sorgen, dass in unserem kompletten Haus inkl. Anbau Internet vorahnenden ist. Da unser Haus zum Großteil in die Höhe geht und die Adapter daher großteils lediglich die Decken als widerstand haben, funktioniert das ganze hier sehr gut. Hat man dagegen jedoch z. B. ein breit gebautes Haus, ist es teilweise etwas problematisch das großflächige Haus komplett abzudecken. Denn hier sind unter Umständen mehr Wi-Fi-Adapter nötig, welche zusätzlich gekauft werden müssten. 

Wichtig ist zudem, dass das Set nur dann per Powerline funktioniert, wenn die Steckdosen in einem Kreislauf miteinander verbunden sind, was nicht immer gegeben ist.Bei mir funktioniert das Multiroom-Kit jedoch wunderbar und ohne Probleme, daher bin ich damit absolut zufrieden. Die Einrichtung war einfach und in wenigen Minuten erledigt

Preis/Leistung

Mit einer UVP von 299,90€ ist das Devolo Magic 2 Multiroom-Kit, bei dem ein LAN- und zwei Wi-Fi-Adapter mitgefeiert werden nicht gerade günstig. Da das Set jedoch mit einer Mesh-Funktion ausgestattet ist, ist dieser Preis relativ normal, denn auch andere Hersteller mit dieser Technologie verlangen für ihre Lösungen viel Geld.

Leider sind die Magic Produkte nicht mit den alten dLAN Geräten kompatible und so muss man dieses entweder parallel betreiben, oder die alten dLAN Adapter ersetzten. Mit dem Set konnte ich auf jeden Fall eine hohe Internet Geschwindigkeit via Powerline erreichen und auch die Wi-Fi-Funktion mit Mesh-Netzwerk konnte mich im Alltag absolut überzeugen. Da die Einrichtung der einzelnen Adapter in wenigen Minuten und vor allem sehr einfach erledigt ist, kann man mit dem Magic 2 Set schnell das komplette Haus mit rasanten und zukunftsreicheren Internet versorgen.

Devolo Magic 2 Multiroom-Kit

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testr Gesamtwertung

unter Berücksichtigung aller Teilwertungen

 Wir bedanken uns beim Hersteller für die Bereitstellung des Produktes. Zu unseren Grundsätzen

Teufel Rockster Go

Lautsprecher Teufel GmbH wurde 1980 in Berlin von Peter Tschimmel gegründet. Teufel fertigt HiFi-Komponente wie Kopfhörer und Lautsprecher. Bekannt ist die Firma als Hersteller kompletter Audiosystem-Komponenten, wie z. B. kompletten Heimkino-Systemen. Der eine oder andere von euch hat sich sicherlich schon einmal gefragt, warum kein Elektronikfachmarkt Teufel Produkte im Sortiment besitzt. Das liegt daran, dass Teufel Produkte im mittleren Preissegment einzuordnen sind. Um die günstigen Preise zu ermöglichen, bietet das Unternehmen ihre Produkte ausschließlich als Direktversender über den eigenen Online-Shop an.

Teufel ist bekannt für seine vielen Produkte im Audiobereich, sei es Kopfhörer, Soundbars oder Heimkino-Anlagen. Es gibt ziemlich alles bei Teufel für den HiFi-Bereich. Dieses Mal möchte ich euch ein neues Produkt von Teufel vorstellen, welches mir bereits auf der IFA 2018 gezeigt wurde. Es handelt sich dabei um einen kleinen wasserdichten Bluetooth-Lautsprecher, welcher zudem gegen Stürze und Stöße geschützt ist. Dieser neue Lautsprecher hört auf den Namen Teufel Rockster Go was sehr passend ist. Der Lautsprecher ist nämlich relativ leicht, klein und besitzt einen integrierten Akku, sodass er praktisch überall mitgenommen werden kann. 

Ob mich der neue mobile Rockster Go in meinem Test von seiner Lautstärke, vom Klangbild und von der Akkulaufzeit überzeugen konnte und ob es sich lohnt diesen zu kaufen? Das erfahrt ihr in folgendem Testbericht.

Teufel Rockster Go

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TEIL 1

Bestehend aus „Verpackung/Design/Verarbeitung“ entspricht 25% der Gesamtwertung

Verpackung

Der Rockstar Go wird in einem typischen braunen Versandkarton geliefert. Dieser ist wie gewohnt rundum mit einigen Infos bedruckt. Direkt auf der Vorderseite prangt groß das Teufel-Logo. Auf der Unterseite, sowie auf der Rückseite sind einige technische Daten zum Lautsprecher und zum Unternehmen zu lesen. Dabei handelt es sich um die Adresse des Unternehmens Teufel, und deren Webseite, aber auch die Abmaße und das Gewicht des Rockstar Go erfährt man hier. Zudem ist auf der Rückseite direkt über den technischen Daten noch der Name des Portablen Speaker „Rockster Go“ aufgedruckt.

Öffnet man den Versandkarton, kommt die eigentliche Verpackung des Teufel Rockstar Go zum Vorschein. Diese befindet sich zusätzlich in einer Schutzfolie. Die Verpackung kommt in dem Teufel typischen schwarzen Design mit roten Akzenten daher. 

Auf der Oberseite ist die Abbildung des Rockstar Go in weißen Umrissen gezeichnet. So kennt man es auch von den Kopfhörern, die ich für euch getestet habe. Neben der Abbildung des Rockstar Go, kann man direkt darunter noch den Namen des Bluetooth-Speakers und des Unternehmens Teufel lesen. Zudem lockern die roten Akzente auf der Vorderseite das Design der Verpackung etwas auf.

Betrachtet man die Unterseite, sieht man auch hier die gleichen roten Linien, wie auf der Oberseite. Zudem sind hier einige Informationen zum Unternehmen, die Seriennummer und einige Siegel wie z. B. das von Bluetooth und das Qualcomm aptX abgebildet. Ansonsten sieht man nur noch auf der Vorderseite, an dem die Verpackung aufgeklappt wir das typische rote „T“ Logo und darunter steht Teufel geschrieben. 

 Klappt man die Verpackung nach oben auf, dann liegt auf der Oberseite direkt die technische Beschreibung und Bedienungsanleitung. Unter dieser wiederum ist ein roter Einleger mit einem Loch in der Mitte. Dadurch lässt sich schon erahnen, was sich darunter befindet, denn man erkennt ein Teufel Logo. Hebt man schließlich den roten Einsatz aus der Verpackung heraus, kommt der Teufel Rockstar Go in einer Folie eingepackt zum Vorschein. Dieser wiederum befindet sich zentriert in einem Styroporeinsatz. In dem Styroporeinsatz ist unter dem Rockster Go eine Aussparung. Darin ist der Zubehör untergebracht. Es handelt sich dabei um die Trageschlaufe und ein Micro-USB-Ladekabel. 

(Verpackung: 4 von 5 Punkten)

Design

Bei der Optik bleibt Teufel seinem Design treu, denn der Rockster Go kommt in den typischen Schwarz/Roten Farben daher. Die Optik gefällt mir ausgesprochen gut, direkt in der Mitte des Teufel Rockster Go fällt das große etwas vertiefte Element mit dem „T“ auf. Bei diesem handelt es sich um das für denn Bass zuständigen Passivmembran. Beim Gehäuse verwendet Teufel Kunststoff, dadurch ist der mobile Lautsprecher mit den Abmaßen von 110 x 210 x 60 mm sehr kompakt und bringt gerade einmal knapp 700 Gramm auf die Waage. An der Ober-, Unter- und Rückseite ist die Oberfläche mit einer leichten Gummierung versehen. Die Vorderseite ist fast komplett bis auf das Passivmembran mit einem festen engmaschigen Stoffgewebe versehen. Hier darunter verbergen sich direkt neben dem Passivmembran zwei weitere Treiber. 

Zur Auflockerung des schwarzen Design befindet sich an Ober- und Unterseite zwischen dem Stoffgewebe und der gummierten Oberfläche eine rote Umrandung. Diese verläuft hier jeweils rund um den Lautsprecher und sorgt dafür, dass der Rockster Go nicht komplett schwarz daher kommt. Ein sehr nettes kleines Detail ist das Stoffetikett mit dem Teufel-Schriftzug am linken Rand des Stoffgewebes. An der Rückseite lässt sich die im Lieferumfang enthaltene Trageschlaufe anbringen. 

 An der Unterseite befindet sich zentral in der Mitte ein 1/4 Zoll Stativgewinde. Dies hat Teufel aus der Entwicklung des Rockster Go übernommen. Bereits bei den Prototypen war diese vorhanden, da man für die Messvorgänge den Rockster Go auf ein Stativ befestigt hat. Dies hat Teufel gefallen und so hat man dies auch am fertigen Rockster Go verbaut, sodass der Käufer bei bedarf diesen auf ein eventuell vorhandenes Stativ schrauben kann.

Auf der rechten kurzen Seite des Rockster Go befindet sich eine kleinen Verschlusskappe, welche etwas schwerer aufgeht. Dies liegt aber daran, dass diese mit einem Dichtgummi versehen ist, sodass darin kein Wasser eindringen kann. Da der Rockster Go nämlich nach IPX zertifiziert wurde, ist dieser wasserdicht und somit müssen die Anschlüsse abgedichtet sein. Unter der Klappe befindet sich neben einem Klinkenanschluss noch ein Micro-USB-Ladeanschluss. 

Kommen wir zu den Bedienelementen des Rockster Go. Hier gibt es direkt vier Stück an der Oberseite und zwei kleinere Tasten an der oberen hälfte über der Trageschlaufe an der Rückseite. Über der Trageschlaufe ist direkt ein Teufel Logo zu sehen. Neben diesem befindet sich links der Ein- und Ausschaltknopf und rechts die Bluetooth-Taste, um das Pairing zu initialisieren. Neben dem Ein-und Ausschaltknopf befinden sich noch vier weiß leuchtende LED´s. Diese zeigen gleich nach dem Einschalten und während der Wiedergabe durch kurzes betätige in 25 % Schritten die restliche Akkulaufzeit an. Die beiden Tasten sind nach dem Einschalten und bei gekoppeltem Modus durch einen roten (Powerbutton) und blauen (Bluetooth-Knopf) Kreis beleuchtet.

An der Oberseite der Rockster Go findet man die typischen Steuerungstasten eines Bluetooth-Lautsprechers. Ganz links befindet sich die „-“ Taste, mit dieser kann man die Lautstärke in 30 Stufen regulieren. Bei einem Telefonanruf, der beim gekoppelten Smartphone eingeht, kann man durch betätigen der „-“ Taste den Anruf zudem bei Bedarf abweisen. Bei der Taste rechts daneben handelt es sich um die Play/Pause-Taste. Mit dieser kann man die Musik anhalten oder durch Erneutes betätigen wieder wiedergeben. Zudem nimmt man damit einen Anruf an und nach dem Telefonat legt man damit auch auf.

Bei dem dritten Button handelt es sich um die „+“ Taste. Mit dieser kann man logischerweise die Lautstärke in 30 Stufen aufwärts regulieren. Nun fragt sich eventuell sein ein oder andere wie ich am Anfang, warum sind die Lauter/Leiser Tasten nicht nebeneinander. Dies hat einen wichtigen Grund, um nämlich einen Titel vor- oder zurückzubringen betätigt man beim Vorspringen die Play/Pause-Taste zusammen mit der „+“ Taste und beim Zurückspringen die Play/Pause-Taste mit der „-“ Taste. 

Zu guter Letzt handelt es sich bei der letzten Taste um die Sprachassistenten Taste. Bei Bluetooth-Wiedergabe aktiviert man durch das drücken dieser Taste den Sprachassistenten Siri (iOS) oder Google Assistant (Android). Zudem kann man auch hier bei einem eingegeben Anruf diesen durch drücken der Taste annehmen oder ablehnen.

(Design: 4,5 von 5 Punkten)

Verarbeitung

Die Verarbeitung des Teufel Rockster Go ist auf einem sehr hohen Niveau. Das robuste Kunststoffgehäuse schützt den Teufel Rockster Go problemlos vor Stürzen aus geringerer Höhe. Das Gehäuse dämpft den Aufprall sehr, sodass der Bluetooth-Lautsprecher keinen Schaden nimmt.

Der Teufel Rockster Go besitzt einen integrierten Akku und kann somit auch problemlos im Outdoor-Einsatz verwendet werden. Damit man den Rockster Go auch problemlos am Strand oder in der Dusche nutzen kann, ist dieser nach der Schutzart IPX-7 zertifiziert. Somit kann dieser für maximal 30 Minuten in einer Wassertiefe von bis zu 1 Meter ohne Schaden genutzt werden.

Bemängeln könnte ich am Rockster Go lediglich die beiden Knöpfe auf der Rückseite, denn diese haben einen kaum spürbaren Druckpunkt. Dies ist bei den vier Tasten auf der Oberseite definitiv besser. Doch dies ist im Alltag nicht wirklich ein Problem und geht daher in Ordnung. Zudem viel mir auf, dass der Rockster Go durch sein geringes Eigengewicht bei sehr lauter Musik gerne zum Wandern neigt, das liegt auch an der Unterseite, denn diese sorgt hier leider nicht für die nötige Standfestigkeit. Doch auf dies weißt Teufel auch in der Bedienungsanleitung hin und verweist darauf, dass der Rockster Go möglichst auf einem festen Untergrund, von dem dieser nicht fallen kann, stehen sollte.

(Verarbeitung: 4 von 5 Punkten)

TEIL 2

bestehend aus „Funktion des Produktes“ entspricht 65% der Gesamtwertung

Lautsprechertypmobiler Bluetooth Lautsprecher
Treibereinen 70 mm Passivmembran (für Bass zuständig) und zwei schräg abstrahlende 50 mm Breitbandlautsprecher.
KonnektivitätBluetooth-Version 4.2 aptX Reichweite: selbst gemessen bis zu knapp 30 m, Klinkenbuchsen-Eingang 3,5 mm, Wiedergabe über integrierte 2.1 Soundkarte (bei Anschluss über Micro-USB-kabel an PC oder Laptop), koppelt von bis zu zwei Rockster Go oder ein Rockster Go und ein Rockster Cross
AkkuWiedergabezeit: Bis zu 12 Stunden
Ladezeit: Bis zu 4 Stunden
Abmessungen21 x 6 x 11 cm (Breite x Tiefe x Höhe)
Gewicht0,7 Kilogramm
LieferumfangTeufel Rockster Go
Trageschlaufe
Micro-USB-Ladekabel
Bedienungsanleitung

Klang

So kommen wir zum wichtigsten Thema beim Test eines Lautsprechers, zum Klang. Dieser ist beim Rockster Go im Betracht auf seiner Größe sehr gut. Hier hat Teufel wieder das maximale aus dem kleinen Gehäuse-Volumen herausgekitzelt.

Teufel hat im Rockster Go einen Class-D Verstärker verbaut, der dafür sorgt, dass sehr hohe Pegel erreicht werden, die kaum zum Verzerren neigen. Dieser treibt zwei jeweils links und rechts leicht schräg verbaute 50 mm Breitbandlautsprecher aus Aluminium an. Das verwendete Material Aluminium verschafft auch hier für einen konstanten pegelsicheren Klang. Beiden Breitbandlautsprecher sind etwas schräg eingebaut, sodass diese ein möglichst breites Stereo-Klangbild erzeugen, was Teufel durch die eigene Dynamore-Technologie sehr gut funktioniert. Zwischen den beiden unter dem Stoffgewebe versteckten Treibern sitzt ein sichtbarer 70 mm großer Passivmembran aus Aluminium. Dieser Passivmembran wird, wie der Namen schon vermuten lässt passiv angetrieben. Dies bedeutet, dass dieser sich ohne externe Stromversorgung bewegt und nur von den beiden daneben befindlichen Breitbandlautsprechern, angetrieben wird. Der Passivmembran hat ein ähnliches Prinzip wie ein Bassreflexrohr, dieser sorgen für klare und kräftigere Bässen, ohne dabei das von Bassreflexrohren häufig störende Geräusch der Luft, die durch die Öffnung gesaugt wird zu erzeugen. Bassreflexrohre wären beim Teufel Rockster Go auch von Nachteil, denn damit wäre dieser am Gehäuse offen und würde nicht mehr nach IPX-7 Zertifizierung wasserdicht sein.

Doch nun die Frage, wie gut ist der Klang des Teufel Rockster Go? Teufel gibt an, dass der Frequenzbereich des Rockster Go von 60 – 20.000 Hz reicht. Dieser Wert hört sich schon einmal ganz gut an, doch wie schneidet er beim Probehören ab? Hier kann ich Teufel sehr loben, für die sehr kompakten Maße des Rockster Go bringt dieser einen ordentlichen Klang zustande. Nach dem Einschalten und dem ersten Probehören meiner Playlist war ich überrascht, wie druckvoll und knackig der Bass des kleinen Speakers ist. Hier leistet der Passivmembran hervorragende Arbeit, denn von vielen ähnlich großen Lautsprechern die ich bereits probegehört habe, ist der Rockster Go aktuell die Nr. 1. Stellt man den Lautsprecher vor sich auf, merkt man sogar, wie viel Schwungmasse der Rockster GO bietet. Hier spürt man bei vielen Liedern denn Bass sogar in dem Umfeld des Lautsprechers.

Die Höhen, die der Rockster Go wiedergibt, können mit einer Klarheit und einer sauberen Wiedergabe überzeugen. Jedoch sind die Höhen nicht so dominant wie z. B. der Bass. Dieser nimmt diesen etwas die Kraft. Mir viel zudem auf, dass man das beste Klangbild direkt gerade gerichtet zum Rockster Go bekommt. Sitzt man z. B. in einem 90° Winkel zu diesem, dann wirkt dieser wärmer abgestimmt und die Höhen gehen etwas verloren. Überraschend ist die Bühnenabbildung des Rockster Go. Sodass das Klangbild dank der Daymore Technologie schön breitwiedergegeben wird. Die Mitten, welche von den Breitbandlautsprechern erzeugt werden sind sehr griffig und eindringlich. Somit kann ich klar sagen, dass der Rockster Go für Teufel typisch etwas wärmer abgestimmt ist, was den meisten Leuten, die einen mobilen Bluetooth-Lautsprecher suchen sowieso am besten gefällt.

Wer zudem einen lauten mobilen Lautsprecher sucht, ist beim Rockster Go genau richtig. Hier hat Teufel ein kleines Brüllmonster entwickelt, welches gewaltig laut sein kann. Klar verzerrt dieser bei der maximalen Lautstärke, aber diese ist dann auch wirklich extrem laut.

(Klang: 4,5 von 5 Punkten)

Koppeln und Reichweite

Die Verbindung beim Rockster Go erfolgt vermutlich in den meisten Fällen direkt über Bluetooth, denn nur so ist dieser mobile, also auch unterwegs einsetzbar und ist wasserdicht. Bei der Bluetooth Version setzt Teufel auf Bluetooth 4.2 mit aptX, was bei der Verbindung mit einem Android Smartphone für die Wiedergabe in CD-Qualität sorgt. Das AAC-Format welches bei iPhones genutzt wird, wird daher leider nicht unterstützt.

Bei der Reichweite von Bluetooth gibt Teufel keinen genauen Wert an, daher habe ich das Ganze im Freien und im Haus getestet und nachgemessen. Im Außeneinsatz brach die Verbindung zum Rockster Go erst nach fast 29 Metern ab, dies ist schon einmal ein ganz guter Wert. Im indoor Einsatz hängt die Reichweite wiederum von der dicke, eurer Wände hab. Hier brach bei mir die Verbindung nach knapp 12 Metern ab. Dazwischen befanden sich jedoch zwei dickere Wände.

Den Rockster Go kann man jedoch auch über weitere Möglichkeiten mit einer Wiedergabequelle verbinden. Man kann z. B. das Smartphone direkt mit der 3,5 mm Klinke (sofern diese noch an eurem Smartphone vorhanden ist) verbinden. Dadurch ist das Gerät aber nicht mehr wasserdicht. Zudem besitzt der Rockster Go im inneren eine 2.1 USB-Soundkarte, diese wird über das Micro-USB Kabel genutzt. Schließt man den Teufel Rohster Go darüber an einen PC oder Laptop an, indem die Soundkarte erkannt wird (ältere Geräte haben hier eventuell Probleme), dann kann man den Ton z. B. beim Musikhören oder zocken vom PC direkt über den Rockster Go wiedergeben.

(Koppeln und Reichweite: 4,5 von 5 Punkten)

Akku

Beim Rockster Go handelt es sich wie bei seinen größeren Brüdern um einen mobilen Bluetooth Lautsprecher. Daher ist dieser mit einem wiederaufladbaren Akku ausgestattet. Dieser soll laut Teufel bis zu 12 Stunden Musikwiedergabe ausreichen.

In meinem Test konnte ich die von Teufel angegebene Laufzeit ganz gut erreichen. Jedoch spielt es wie immer eine große Rolle, wie laut ihr diesen eingestellt habt. Bei mir war nach knapp 11 Stunden der Akku leer, was sich aber angesichts seiner Größe absolut sehen lassen und somit eine gute Akkulaufzeit ist.

Aufgeladen wird der Rockster Go über den Micro-USB Anschluss. Bis der integrierte Akku von 0 auf 100 % aufgeladen ist, dauert es knapp 4 Stunden.

(Akku: 5 von 5 Punkten)

TEIL 3

bestehend aus „Preis/Leistung“ entspricht 10% der Gesamtwertung

Beschreibung

Teufel beschreibt den Rockster Go als klangstark, portable, robust und wasserdicht. Diesen erwähnten Punkten kann ich auch absolut zustimmen. Der Rockster Go ist für seine Größe nicht nur klanglich sehr gut, sondern zudem sehr laut. Des Weiteren ist dieser dank, integriertem Akku der bis zu 12 Stunden durchhält portable und kann somit zu jeder Party, Festival usw. mitgenommen werden. Durch das gummierte Gehäuse absorbiert der kleine Bluetooth-Lautsprecher sogar Stöße und übersteht somit Stürze aus geringer Höhe problemlos. Ein weiteres tolles Feature ist, dass der Rockster Go wasserdicht nach IPX-7 zertifiziert ist und somit auch unter die Dusche genommen werden kann.

Preis/Leistung

Mit dem neuen Rockster Go hat Teufel einen weiteren mobilen Bluetooth-Lautsprecher aus der Rockster Familie auf den Markt gebracht. Dieser kommt in den typischen Teufel Farben (Schwarz/Rot) daher und überzeugt mit seiner sehr guten Verarbeitung und dem zeitlosen tollen Design. 

Klanglich kann dieser wie die anderen Rockster Geräte absolut überzeugen. Mann bekommt hier für den Preis von 149,99€ (UVP) klanglich ein hervorragend Lautsprecher. Dieser überrascht aufgrund seiner Größe mit seiner sehr hohen maximalen Lautstärke. Des Weiteren erhält man hier einen IPX-7 zertifizierten Lautsprecher, sodass man sich keine Sorgen machen muss, wenn man diesen zum Pool mitnimmt und kann diesen zudem, mit in die Dusche nehmen. Um Akku zu sparen, schaltet sich der Rockster Go nach 10 Minuten ohne Eingangssignal automatisch in den Ruhemodus. Wird wieder Musik zugespielt oder eine Taste betätigt, schaltet sich dieser wieder an. Bei betrieb über den Akku, schaltet er sich zudem nach weiteren 10 Minuten ohne Eingangsquelle in den Energiesparmodus. Aus dem diesem kann er nur noch über die Power-Taste aufgeweckt werden kann.

Der Rockster Go kann zudem mit einem weiteren gekoppelt werden, dies ist jedoch auf maximal zwei Speaker limitiert. Jedoch kann man den Rockster Go auch problemlos mit dem ebenfalls neuen Rockster Cross koppeln. Die geboten Akkulaufzeit von max. 12 Stunden entspricht einem sehr guten Wert, sodass man mit dem Rockster Go ausgiebig unterwegs am Strand usw. Musik hören kann. 

Teufel Rockster Go

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unter Berücksichtigung aller Teilwertungen

 Wir bedanken uns beim Hersteller für die Bereitstellung des Produktes. Zu unseren Grundsätzen

Shure Motiv MV88+

Shure wurde 1925 in einem kleinen Büro in Chicago von Sidney N. Shure unter dem Namen Shure Radio Company gegründet. Zu diesem Zeitpunkt verkaufte man ausschließlich Radio-Bausätze, daher auch der damalige Name des Unternehmens. Drei Jahre später stieg sein Bruder Samuel mit in das Unternehmen ein, und die beiden nannten die Firma fortan Shure Brother Company.

Kurz drauf, um genauer zu sein, im Jahr 1930, verließ Samuel Shure das Unternehmen wieder aufgrund der damaligen, allgemeinen wirtschaftlichen Lage. Sidney N. Shure änderte daraufhin das Unternehmenskonzept und fertigte statt Radio-Bausätzen nur noch Mikrofone. Zudem nannte er das Unternehmen in den noch heutigen Firmennamen Shure Incorporated (kurz Shure) um. Im Jahre 1931 kam das erste Shure-Mikrofon auf den Mark und schon am darauf folgenden Jahr mit dem Modell 40D das erste Kondensatormikrofon des Unternehmens. 

Im Laufe der Zeit entwickelte Shure zahlreiche Produkte selbst wie z. B. HiFi-Tonabnehmer, Funkmikrofone, In-Ear-Monitore, Bügel-Kopfhörer und In-Ear Ohrhörer. Besonders bekannt ist das Unternehmen weiterhin für seine zahlreichen Mikrofone, von denen ich euch heute das neuste Modell vorstellen möchte.

Es handelt sich dabei um das Shure Motiv MV88+, den Nachfolger des MV88. Dies ist ein Stereo-Kondensatormikrofon, welches ganz einfach via Kabel mit dem Smartphone verbunden wird. Damit soll man noch besser Video- bzw. Audioaufnahmen geliefert bekommen, denn die aktuellen Top-Smartphones liefern zwar bei gutem Licht ein klasse Bild, doch am Ton mangelt es aufgrund kleiner Mikrofone fast immer. Dies soll mit dem neuen Shure Motiv MV88+ nicht mehr der Fall sein, da dieses hochauflösenden Audioaufnahmen ermöglicht. Ob das neue MV 88+ von Shure sein Geld wert ist und ob es im Test überzeugen konnte, erfahrt ihr im folgenden Testbericht.

Shure Motiv MV88+

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TEIL 1

Bestehend aus „Verpackung/Design/Verarbeitung“ entspricht 25% der Gesamtwertung

Verpackung

Das neue Shure Motiv MV88+ kommt in einer weißen quadratischen Verpackung daher. Diese ist rundum mit zahlreichen Informationen und Bildern über das Produkt versehen. Direkt auf der Vorderseite ist neben dem Namen des Unternehmens „Shure“ auch der Name des Produktes „MV88+ Video Kit“ und eine Abbildung des Stereo-Kondensatormikrofon inkl. mini Tripod zu sehen. Dieser befindet sich nämlich ebenfalls im Lieferumfang dabei, dazu aber später mehr. Des Weitern steht neben der Abbildung des Gerätes in roter Schrift, dass das MV88+ Video Kit an alle Vlogger, Filmemacher, Musiker und Podcaster gerichtet ist, die einen professionellen Klang bei ihren Aufnahmen haben möchten. 

Die rechte Seite beschreibt in mehrere Sprachen, dass es sich beim MV88+ Video Kit um ein Premium-Stereomikrofon mit Video Zubehör für mobile Aufnahmen handelt. Sowie, dass das Produkt in den USA entwickelt, aber in China gefertigt wurde. Dreht man die Verpackung weiter um, zeigt einem diese auf der Rückseite einige technische Daten sowie eine Abbildung des Stereo-Kondensatormikrofon inkl. dessen Anschlüsse. Zudem sieht man hier auch eine Auflistung des Lieferumfangs, welcher sich in der Verpackung befindet. 

Zu guter Letzt zeigt einem die linke Seite noch Informationen zu der zugehörigen Shure MOTIV-App. Hier wird neben deren besonderen Funktionen auch gezeigt, wie die App auf dem Smartphone aussieht und das das neue MV88+ Video Kit bzw. die App Made für iPod, iPhone und iPad gemacht ist. Somit wurde das MV88+ inkl. App nicht nur für Android-Smartphones entwickelt, sonder wurde für Apple Geräte konstruiert, und von Shure zertifiziert, dass es den von Apple geforderten Leistungsnormen entspricht. 

Öffnet man die Verpackung, kommt direkt ein kleiner Pappkarton zum Vorschein, der mit dem Hashtag #madeWithMOTVI wirbt und einigen Bilder, welche die unterschiedlichen MOTIV (MV) Geräte in Verwendung zeigt. Entnimmt man den Einleger, kommt ein brauner Karton zum Vorschein, denn man aus der Verpackung ziehen muss. Diesen aus der Verpackung zu bekommen könnte durch eine Lasche jedoch etwas leichter sein, denn ohne diese ist dies durch das genau Passmaß etwas schwieriger.

Nach dem Entnehmen aus der Verpackung musste ich leider direkt einen etwas unangenehmen Geruch wahrnehmen. Dieser kam aus der Tasche, in welcher der Lieferumfang verstaut ist. Vermutlich ist hier der Kunststoff der Folien, in welche man die Kabel usw. eingeschweißt hat noch nicht ganz ausgegast. Daher riecht es am Anfang etwas komisch, daher am besten an einem schönen Tag kurz nach draußen legen. Ob dies nur bei meinem Testprodukt der Fall ist, welches vermutlich noch zur ersten Charge gehört, oder auch bei den späteren Geräten kann ich jedoch nicht sagen.

Zentriert im braunen Karton befindet sich die bereits erwähnte schwarze Aufbewahrungstasche aus Neopren artigen Stoff. In dieser findet man in einzelnen Netzeinschüben den Zubehör. Jedes Teil davon ist einzeln zusätzlich in Folie verpackt, es handelt sich dabei um folgende Teile: Ein Lightning und ein USB-Typ-C Kabel um das Mikro mit den aktuellen Smartphones zum verbinden, ein Universal-Halter um das Smartphone an den Tripod zu montieren, ein Mikrofon Schuh, auf den das MV88+ über dem Smartphone-Halter montiert werden kann und zu guter Letzt befindet sich in der Tasche noch das MV88+ selbst inkl. angebrachten Windschutz. 

Unter der Tasche befindet sich noch eine Garantie-Broschüre und eine „Before using-Beschreibung“. Zudem befindet sich sicher im Karton zentriert der Mini Tripod, bei dem es sich um das Modell „PIXI“ vom Hersteller Manfrotto handelt. So ist im Lieferumfang alles dabei, was man für das erstellen von professionellen Audioaufnahmen mit dem Smartphone benötigt.

(Verpackung: 4 von 5 Punkten)

Design

Das Shure MOTIV MV88+ ist ein kabelgebundenes Stereo-Kondensatormikrofon (Richtmikrofon). Dieses wurde komplett aus Aluminium gefertigt und macht beim ersten Anfassen schon einen sehr guten Eindruck. Das Mikrofon hat eine Länge von knapp 77 mm und hat an der dicksten Stelle einen Durchmesser von 27 mm. Nach vorne hin zu den beiden Mikrofonen wird das Gerät etwas schmaler. Hier wird der Windschutz übergezogen, falls man im Outdoor-Bereich eine Aufnahme aufnehmen möchte. An dem schwarzen Gehäuse steht an der Außenseite groß in weißer Schrift, ein „R“ und ein „L“. Diese zeigen einem, wie das Mikrofon in den Halter eingesteckt werden muss, ist dies nämlich vertauscht, stimmt der Eingang des Audiokanals nicht mit dem Video überein. Zwischen den beiden Aufschriften ist noch in schwarzer glänzender Schrift das Shure Logo zu sehen.

An der flachen Rückseite gibt es lediglich zwei Anschlüsse, die anhand Symbolen direkt zeigen, was daran angeschlossen wird. So wird an dem rechten Anschluss, bei dem es sich um einen Mikro-USB-Anschluss handelt eines der beiden Datenkabel (Lightning oder USB-Typ-C) angeschlossen. Dieses wird dann logischerweise mit dem Smartphone verbunden. Beim linken Anschluss sieht man einen Kopfhörer abgebildet. Dieser dient dazu, einen Kopfhörer mit einer 3,5mm Klinke anzuschließen und den aktuell Audio-Ton, der gerade aufgezeichnet mit ich Echtzeit zu hören. 

Neben dem MV88+ befindet sich im Lieferumfang auch gleich noch alles weitere, was man für die professionellen Aufnahmen benötigt. So ist im Lieferumfang gleich noch ein Mini Tripod (Dreibeiniges Stativ) dabei, an dem zusätzlich noch der Universal-Smartphone-Halter und der Blitzschuh, mit dem Stereo-Headset Halter montiert wird. Hierbei ist alles sehr schön gestaltet und man hat durch den Tripod die Möglichkeit die Aufnahme stehend, also so, dass der Tripod auf dem Boden oder Tisch steht oder man nutzt diesen zusammengeklappt als Selfie-Stick und kann daher während der Aufnahme laufen. Dabei sollte euer Smartphone jedoch einen guten Video-Stabilisator besitzen. Ohne diesen würde zwar der Klang sehr gut aufgenommen werden, aber die Qualität der Aufnahme wäre schlecht, da diese unter Umständen viel zu sehr verwackeln würde.

Wie die einzelnen Elemente des MV88+, also Tripod, Smartphone-Halter, Mikrofon-Halter und MV88+ montiert werden, zeige ich euch später unter dem Punkt Funktion genauer. 

(Design: 4 von 5 Punkten)

Verarbeitung

Die Verarbeitung des MV88+ kann mich absolut überzeugen. Das Mikrofon wurde aus einem hochwertigen Metall-Gehäuse gefertigt. Somit kommt schon alleine das MV88+ auf ein Gewicht von 70 Gramm. Insgesamt wiegt das komplette Video Set, also mit MV88+, Tripod, Smartphone Halter inkl. Kabel und Blitzschuh (Mikrofon-Halter) 355 Gramm. In Verbindung mit meinem iPhone X, welches sich in einem Apple Leder Case befindet, kam ich so auf ein Gewicht von 558 Gramm. Dennoch liegt das Video-Set des MV88+ dank dem Tripod, welcher als Selfie Stick zusammengeklappt werden kann sehr gut in der Hand und sorgt für professionelle Audioaufnahmen.  

Die Materialwahl der einzelnen Kompetentesten aus Kunststoff und Metall gefällt mir gut. So wurde der Halter des Mikrofons und des Smartphones aus Kunststoff gefertigt, welche einen sehr hochwertigen Eindruck machen. Auch der Manfrotto Tripod wirkt trotz Kunststoffbeinen sehr hochwertig und sorgt dadurch für ein eigentlich geringes Gewicht. Das Kugelgelenk an der Oberseite kann man durch das Drücken des Manfrotto Logos verstellen. Diese besteht übrigens aus Stahl und ist somit sehr robust gefertigt und gegen Verschleiß gesichert. Der Smartphone Halter ist in der Innenseite, in der das Smartphone befestigt wird gummiert, sodass diese sicher gehalten wird. Verstellen lässt sich der Halter an der Rückseite durch eine Feststellschraube.  

(Verarbeitung: 4 von 5 Punkten)

TEIL 2

bestehend aus „Funktion des Produktes“ entspricht 65% der Gesamtwertung

Mikrofon-ArtStereo-Kondensatormikrofon
Kategoriemobiles Mikrofon für Smartphones usw.
Farbeschwarz
Kabelgebunden/LängeKabelgebunden via USB-Lightning oder USB-Typ-C/ länge der Kabel 38 cm
GewichtMikrofon 70 Gramm/ inkl. Tripod, Smartphone-Halter und Mikrohalter: 255 Gramm
MaterialMV88+ aus Aluminium/ Tripod/Smartphone-Halter und Mikrofonhalter zum Großteil aus Kunststoff
RichtcharakteristikAcht,Niere
Maximaler Schalldruck120 dB SPL
DSP Modi / PresetsFlat, Loud, Akustisch, Gesang, Sprache
Frequenzgang20 Hz – 20 kHz
LieferumfangShure Motiv MV88+
Windschutz
Manfrotto Tripod
Smartphone-Halter
Blitzschuhe mit Mikrofon Halter
Lightning-Kabel
USB-Typ-C-Kabel
Transporttasche
Broschüren

Funktion

Beim Vorgänger dem Shure MV88 wurde das Mikro noch direkt am Lade-Anschluss an der Unterseite angeschlossen. Dadurch musste das Smartphone im Prinzip bei den Aufnahmen verkehrt herum gehalten werden. Zudem war beim alten MV88 kein Android-Modell, sondern nur ein Modell mit Lightning-Anschluss also only for Apple erhältlich.

Dies ist nun mit dem neuen verbesserten Shure Motiv MV88+ geändert worden. Nun ist das Stereo-Kondensatormikrofon für iOS und Android gleichermaßen nutzbar. Dies ist möglich, da das neue Mikro nun an der Rückseite einen Mikro-USB-Anschluss besitzt und Shure sowohl ein USB-Typ-C, als auch ein Lightning-Kabel mit zum Lieferumfang beilegt. Des Weiteren ist nun ein Mini Tripod aus dem Hause Manfrotto dabei, welcher zusammengeklappt als kleiner Selfie-Stick oder man stellt ihn als kleines Stativ irgendwo ab, indem man die drei Beine auseinanderzieht, genutzt werden kann. Die Smartphone-Halterung bietet platz für breitere Smartphones und so kann auch direkt die Hülle am Smartphone dran gelassen werden. Die Halterung ist mit einer Rändelschraube an der Rückseite versehen, sodass man diese einfach aufdreht, auseinanderzieht, das Smartphone einsteckt, die Halterung zusammendrücken und die Rändelschraube wieder festziehen.

Das Mikrofon, welches in einem Blitzschutz eingeschoben wir, hält darin bombenfest. Möchte man z. B. von der Selfie Audio-Aufnahme auf die Tonaufnahme der Umgebung wechseln, reicht es schon aus, die Befestigungsschraube leicht zu lösen und das MV88+ andersrum einzustecken. Neben einem Anschluss an das Smartphone besitzt das MV88+ auch noch einen Kopfhörer-Ausgang. Dieser ist besonders nützlich, da man darüber direkt Live mithören kann, was man gerade aufnimmt und nicht später, wenn man die Aufnahme anhört, unangenehm überrascht wird, da man etwas falsch eingestellt hat oder Ähnliches. Einstellungen können in der App bzw. zwei Apps, die Shure zur Verfügung stellt vorgenommen werden, dazu aber und dem Punkt „App“ mehr.

(Funktion: 4,5 von 5 Punkten)

Tonqualität

Die Tonqualität ist bei einem Mikrofon natürlich die wichtigste Funktion. Der Übertragungsbereich des Mikros liegt bei 20 Hertz – 20 Kilohertz, was auch dem Frequenzband entspricht, was die meisten Menschen hören können. Der Klang, den das Shure Motiv MV88+ aufnimmt, kann überwiegend als neutral beschrieben werden und somit eignet sich das Mikrofon für zahlreiche Anwendungsgebiete. So überzeugt mich das MV88+ bei meinen Testaufnahmen mit klaren Sprachaufnahmen und im Betracht der Größe kann das MV88+ absolut überzeugen.

Für die Aufnahmen z. B. in einem leisen Raum, reicht oftmals das eingebaute Mikrofon bzw. Mikrofone im Smartphone aus. Wird es jedoch Lauter oder man befindet sich z. B. bei einer Messe, bei der viele unterschiedlichem Audioquellen aufeinandertreffen. Dann ist das Shure Motiv MV88+ dem integrierten Mikro im Smartphone klar überlegen. Die Reduzierung von Windgeräuschen merkt man gegenüber dem in meinem iPhone integrierten Mikros sehr gut. Die Aufnahmen entstanden auf dem Zimmer meiner an einem sehr windigen Tag. Hier liefert das Shure Motiv MV88+ eine deutlich besser Aufnahme, denn hier war der Wind deutlich reduziert.  

(Tonqualität: 4,5 von 5 Punkten)

App

Da das Shure Motiv MV88+ komplett ohne Knöpfe daher kommt, erfolgt die Bedienung über die App. Es kann zwar auch einfach mit der Standard Kamera-App von eurem Smartphone genutzt werden, jedoch können Einstellungen lediglich über die Shure App vorgenommen werden. Ist dies jedoch getan, kann man wie gewohnt über die Standard App Videos aufnehmen. Sobald man das MV88+ das erste Mal mit dem Smartphone verbindet, zeigt einem das Smartphone an, dass die Shure Motive App noch nicht installiert ist. Mit einem klick, gelangt man direkt in den App Store, zur App und kann diese downloaden.

Shure bietet für die MOTIV-Serie der mobilen Mikrofone gleich zwei Apps an. Die eine davon nennt sich MOTIV Video (kompatible mit MV88 und MV88+) und die andere MOTIV Audio (kompatible mit allen MV-Produkten. Die ältere App MOTIV Audio funktioniert mit allen Smartphones, egal ob Android oder iOS. Die neue MOTIV Video-App ist ebenfalls mit Android und iOS kompatible, doch diese funktioniert lediglich mit dem MV88 und dem von mir getesteten MV88+.

Der größte Unterschied der beiden Apps liegt darin, dass man mit dem Shure Motiv Video neben der Audioaufnahme auch noch gleich das Video mit der Kamera Aufnahmen kann und dies dann direkt in der Galerie bzw. in der Foto-App gespeichert wird. Beim Shure Motiv Audio wird jedoch lediglich der Ton aufgenommen. 

In beiden Apps können Audioaufnahmen in ALAC- oder WAV-Dateien mit bis zu 24 Bit & 48 kHz aufgezeichnet werden. Zudem kann man diese auch in dem speichersparenden Format AAC absichern. Hier stehen AAC-Datei mit 96, 128 oder 256 Kilobit pro Sekunde zur Auswahl. Des Weiteren kann man in den Apps die Mikrofonverstärkung in einem Wert von: 0 – 36 dB manuell einstellen und zwischen mehreren Richtcharakteristik wählen. Hierbei steht zur Option: Stereo, Mono-Nierencharakteristik, Mono-Achtercharakteristik und Roh-Mitte-Seite zur Auswahl. Bei der Einstellung Stereo kann die Breite mit 60°, 75°, 105° 120° und 135° eingestellt werden. 

Zudem lassen sich noch folgende Parameter modifizieren:

Limiter An/Aus

Kompressor Aus/Leicht/Mittel/Stark

Hochpassfilter Aus/75 HZ/150HZ

Klangkurve (Equalizer)

Des Weiteren kann man noch aus fünf Presets (voreingestellte Einstellungen), welche für die häufigsten Aufnahmesituationen passen, die gewünscht auswählen. Diese können anhand der fünf Icons direkt unter der Monitormischung auswählen. Diese sind:

Sprache

Gesang

Neutral

Akustische Musikinstrumente

Lautsprecher-Wiedergabe 

Direkt auf der Startseite in der Shure MOTIV Video App sieht man nicht nur das Live-Bild der Aufnahme. Sonder kann auch die Video Qualität und das Audio-Format ändern. Des Weiteren kann man hier neben dem Raster, auch eine Wasserwaage zuschalten, sodass die Aufnahmen gut ausgerichtet zum Motiv aufgenommen werden können. Damit die Aufnahmen ohne Störgeräusche usw. klappt, empfiehlt die App beim Smartphone den Flugmodus und die nicht Stören Funktion, zu aktivieren.

(App: 4 von 5 Punkten)

TEIL 3

bestehend aus „Preis/Leistung“ entspricht 10% der Gesamtwertung

Beschreibung

Shure wirbt das neue zur CES 2019 vorgestellte MOTIV MV88+ Video Kit als hochwertiges, digitales Stereo-Kondensatormikrofon für hochauflösende mobile Video- und Audioaufnahmen. Das einen atemberaubenden Klang überall ermöglichen soll.

Ich kann dieser Aussage soweit zustimmen. Da MV88+ liefert eine klasse Aufnahmequalität und bietet viele Funktionen, sodass man bei einer Aufnahme gezielt die Aufnahmequelle die man aufnehmen möchte, hört und die Nebengeräusche rausfiltern kann. 

Dadurch kann man die bauartbedingt schlechteren im Smartphone integrierten Mikros ausgleichen und somit gelingen neben einem guten Video auch gute Aufnahmen des Klanges.

Preis/Leistung

Mit einer UVP von 229,00 € ist das Shure MOTIV MV88+ zwar nicht günstig, aber wer neben guten Aufnahmen mit dem Smartphone auch sehr guten Klang aufzeichnen möchte, für den ist das MV88+ genau das richtige. Schon der Vorgänger das MV88 wurde sehr gelobt, doch dies war nur mit iOS Geräten kompatible. Dies ist nun mit dem MV88+ Geschichte, denn damit kann man auch USB-Typ-C Geräte auf denen Android läuft anschließen.

 Zudem liefert Shure gleich noch einen Tripod mit, den man neben der Stativ Funktion auch als Selfie-Stick nutzen kann. Somit hat man für die mobilen Aufnahmen gleich alles dabei, was man benötig. 

Für alle die gerne Livekonzerte, Außenaufnahmen, Interviews sowie Gesang und Instrumentenaufnahmen aufnehmen möchte, ist das neue Shure Motiv MV88+ daher absolut empfehlenswert.

Shure Motiv MV88+

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 Wir bedanken uns beim Hersteller für die Bereitstellung des Produktes. Zu unseren Grundsätzen

Huawei P Smart 2019

Huawei ist ein chinesischer Smartphone-Hersteller, welcher im Jahr 1987 gegründet wurde. Der Hauptsitz des Unternehmens ist in Shenzhen, China und der Geschäftsführer ist Ren Zhengfei, welcher das Unternehmen auch gründete. Neben Endgeräten wie Smartphones, Tablets und Notebooks bietet Huawei auch Dienstleistungen für Netzwerk-Infrastrukturen und Cloud-Computing-Lösungen an.  

Seit 2012 vermarktet das Unternehmen auch hierzulande (D und AT) seine Smartphones. Die aktuell bekanntesten Smartphones aus dem Hause Huawei sind: die G-Serie, Y-Serie, Nova-Serie, P-Serie und die Mate-Serie. Bei der P-/Mate-Serie handelt es sich um Highend-Smartphones und bei den anderen um Mittelklasse-Smartphones. 

Zum Ende des Jahres 2018 hat Huawei das neue P Smart 2019 vorgestellt, welches der Nachfolger des P Smart+ ist. Bei diesem handelt es sich um ein Mittelklasse-Smartphone, welches vom Design den aktuellen Geräten (Mate-Serie) angepasst wurde. So hat das P Smart 2019 ein 6,21-Zoll großes Display erhalten, welches nahezu ohne Rand und somit lediglich mit einem Tropfen-Notch daher kommt. Auf der Rückseite kommt eine AI unterstützte Dual-Kamera zum Einsatz, sowie ein Fingerabdrucksensor. Ob das neue Mittelklasse Smartphone im Test überzeugen konnte, erfahrt ihr in folgendem Testbericht.

TEIL 1

Bestehend aus „Verpackung/Design/Verarbeitung“ entspricht 25% der Gesamtwertung

Verpackung

Die Verpackung des Huawei P Smart 2019 ist vom Design im Großen und Ganzen dem der Mate 20 Geräte sehr ähnlich. Jedoch hat sich Huawei hierbei nicht für eine schwarze, sondern eine weiße Verpackung entschieden. Diese ist mit einigen Schriftzügen in goldener Farbe und Aufklebern versehen. So ist der Deckel der weißen Verpackung in der Mitte mit dem Namen des Gerätes „Huawei P Smart“ versehen. Des Weitern ist im oberen Bereich das Firmenlogo und im unteren Bereich das Jahr 2019 zu lesen. Auf der rechten und linken Seite kann man ebenfalls den Namen des Mittelklasse Smartphone, welches das Jahr der Erscheinung in seinem Namen trägt (2019) lesen. 

An der unteren Stirnseite befindet sich ein großer Aufkleber, auf dem ein kleiner Auszug der technischen Daten zum Produkt bekannt gegeben werden. Dabei handelt es sich jedoch lediglich um den Namen des Gerätes, die Modellbezeichnung, die Farbe, der ROM (Flash-Speicher) und den RAM (Arbeitsspeicher). Zudem ist hier wie bei fast allen anderen Android-Smartphone Herstellern die IMEI-1, IMEI-2 und die S/N Nummer zu finden. Des Weiteren ist die obere Stirnseite und Rückseite noch mit einem bzw. zwei Etiketten versehen, auf denen in mehreren Sprachen auf den Importeur usw. hingewiesen wird.

Entfernt man den Deckel der Verpackung, kommt direkt das Huawei P Smart 2019 zum Vorschein. Dieses ist in einer transparenten Schutzfolie verstaut, welche das Smartphone vor Kratzern und Staub schützen soll. Von Werk aus ist die Vorderseite mit einer dünnen Schutzfolie versehen, so ist das Display gut gegen Kratzer geschützt. Wer sich noch einen besseren Schutz wünscht, muss hier zu den etwas dicker auftragenden Panzerglasfolien greifen. Die Rückseite ist ebenfalls mit einer Schutzfolie versehen, die zugleich zeigt, welche SIM-Karten in das Smartphone hineinpassen und wie diese eingelegt werden. Die Folie auf der Rückseite sollte man aus optischen Gründen jedoch entfernen.

Entnimmt man das Huawei P Smart 2019 aus der Verpackung, kann man an einer Aussparung an der Oberseite den Zwischenboden entnehmen. Dabei handelt es sich um eine weiße Kartonage, in der sich ein Teil des Zubehörs befindet. Schauen wir in die Kartonage hinein, findet man darin neben einer Kurzanleitung in zahlreichen Sprachen, ein Garantieheft und das Sim-Tool. Unter der eben erwähnten Kartonage befindet sich noch weiterer Zubehör. Hierbei handelt es sich um ein Micro-USB Ladekabel (Leider kein USB-C und das im Jahr 2019), ein 10 Watt Netzteil und einem schlichten Ohrhörerpaar mit Fernbedienung und Klinken-Anschluss. Die Ohrhörer sind jedoch leider optisch billig ausgeführt, was sich schon an dem dünnen Kabel zeigt. Diese hält sicherlich je nach Umgang nicht lange und zudem sind die Ohrhörer nicht sonderlich bequem, da diese über keine Ohrtips, zum Anpassen an den eigenen Ohrkanal verfügen.

(Verpackung: 3,5 von 5 Punkten)

Design

Huawei bietet das P Smart 2019 aktuell in der Farbe Midnight Black und Aurora Blue an. Das Gehäuse des Mittelklasse-Smartphone besteht nicht aus Aluminium oder einer harten Glasschicht, sondern aus Polymethylmethacrylat (besser bekannt als Acrylglas). Das Acrylglas-Gehäuse ist zu den Rändern hin abgerundet, sodass man lediglich an der Vorderseite zwischen dem Gehäuserand und dem Display einen Materialübergang hat. Durch diese abgerundeten Ränder liegt das P Smart 2019 sehr gut in der Hand.

Beim 2019-er Modell des P Smart, setzt Huawei auf ein größeres 6,21 Zoll Display, welches mit einem soggenanten „Tropfen-Notch“, eine Auskerbung im oberen Bereich des Displays, in der die Frontkamera und der Annäherungssensor untergebracht sind, besitzt. Für die Hörmuschel usw. war in dem sehr kleinen Notch jedoch kein Platz und so befindet sich die Hörmuschel in einer schmalen länglichen Auskerbung am oberen Displayrand, direkt zwischen dem Rahmen.

Das Display des P Smart 2019 ist jedoch trotz Notch nicht komplett randlos, denn an der Unterseite befindet sich ein knapp 7 mm breiter Rand. In diesem versteckt sich leicht aus der Mitte nach rechts versetz der Lichtsensor. Dieser übernimmt die Regelung der automatischen Display Helligkeit. Der Notch beim P Smart 2019 gefällt mir persönlich sehr gut, denn dieser ist wirklich sehr klein und dies ist für mich die aktuell beste Lösung in Verbindung mit einem Notch. Diese Art von Notch bietet jedoch leider keinen Paltz für eine echte Gesichtsentsperrungs-Kamera, so kann man am P Smart 2019 zwar Face-Unlock nutzen, doch diese arbeitet nicht so zuverlässig wie bei Apple oder dem Mate 20 Pro. Das Seitenverhältnis fällt mit 19,5:9 sehr schlank aus, dadurch liegt das eigentlich vom Display betrachtet große Smartphone sehr gut in der Hand. Dazu trägt auch das geringe Gewicht von knapp 160 Gramm und die abgerundete Rückseite bei. 

Wie bereits erwähnt, kommt das P Smart 2019 quasi ohne sichtbaren Rahmen daher, da die Rückseite und die Ränder aus einem Teil bestehen. Dies macht zwar keinen so hochwertigen Eindruck als z.B, wenn die Rückseite aus Glas oder Metall gefertigt wären. Jedoch macht das P Smart 2019 trotzdem einen sehr stabilen und gut verarbeiteten Eindruck. 

Die Rückseite meines Testgerätes in der Farbe Aurora Blue ist mehrfarbig. So besitzt dieses im oberen Bereich eine türkisene Farbe und verläuft von oben nach unten in einem dunkleren Blauton. Die Oberfläche ist hochglänzend, was natürlich gut ausschaut, jedoch wie ich immer gerne erwähne, auch einen Nachteil hat, denn auf diesen glänzenden Oberflächen sieht man einfach jeden Fingerabdruck. Trotz der glatten Oberfläche bin ich jedoch überrascht, dass das P Smart 2019 gut in der Hand liegt und nicht so rutschig ist wie z. B. ein Mate 20 Pro mit einer Glasrückseite. Dennoch muss man auch hier aufpassen, denn trotz der etwas besseren Griffigkeit gleitet so ein Smartphone gerne mal aus der Hand. Daher lieber eine Hülle verwenden, welche die Griffigkeit noch etwas mehr erhöht und für einen etwas besseren Schutz vor Kratzern usw. sorgt.

Die Abmaße des Huawei P Smart 2019 betragen 155,2 x 73,4 x 7,95 mm. Dadurch ist es wie bereits erwähnt bei Beachtung der Displaygröße von 6,21 Zoll relativ kompakt gehalten. Das 6,21 Zoll LCD-IPS-Display, welches mit einer Auflösung von 2340 x 1080 Pixeln (Pixeldichte 415 ppi) auflöst, besitzt einen Screen-to-Body-Ratio Wert von knapp 89 %. 

Gehen wir nun auf die Bedienelemente und den verbauten Kameras des P Smart 2019 ein. Betrachtet man die rechte Seite, findet man hier in der oberen hälfte die Lautstärke-Wippen und direkt darunter den Ein-/Ausschaltknopf, welche aus dem gleichen Kunststoff wie das Gehäuse gefertigt sind. Die linke Seite gegenüber dagegen ist komplett frei von Bedienelementen. An der oberen Stirnseite befindet sich nicht nur ein Mikrofon, welches für Videos usw. genutzt wird, sondern auch den Dual-SIM-Slot findet man direkt daneben. Hier können entweder zwei Nano-SIM Karten oder eine Nano-SIM und eine Micro-SD Speicherkarte eingesetzt werden. Unterstütz, wird hier eine bis zu 512 GB große Micro-SD Speicherkarte.

Zu guter Letzt findet man zentral in der Mitte unten die Ladebuchse. Hierbei handelt es sich jedoch leider um keinen USB-Typ-C Anschluss, sondern um einen alten Micro-USB-Anschluss. Rechts daneben befinden sich 5 Löcher, hinter denen sich der Mono-Lautsprecher versteckt. Einen weiteren Lautsprecher, welcher einen Stereo-Sound ermöglicht, gibt es hier leider nicht, doch dies ist in dieser Preisklasse auch nicht anders zu erwarten. Neben der Ladebuchse ist noch ein kleines Loch zu sehen, bei dem es sich um das Mikrofon für Telefonate handelt und eine Klinken-Buchse findet daneben ebenfalls Platz.

Auf der Rückseite befindet sich zum einen zentral im oberen Drittel der Fingerabdrucksensor. 

Links am Rand befindet sich ein Mono-LED-Blitz und direkt darüber die minimal ca. 0,5 mm vorstehende Dual-Kamera. Unterhalb des LED-Blitzes prangt zusätzlich noch der AI-Camera Schriftzug, welcher darauf hindeutet, dass die Kamera mit einer KI ausgestattet ist und somit Motive erkennen kann. Dazu gehe ich jedoch unter Kamera näher ein. Etwas weiter unten in der linken unteren Ecke befindet sich zudem noch das Huawei Logo.

(Design: 3,5 von 5 Punkten)

Verarbeitung

Die Verarbeitung des Huawei P Smart 2019 gefällt mir wieder sehr gut. Die Spaltmaße zwischen dem Display und der Rückseite bzw. dem Rahmen ist absolut gleichmäßig und das Smartphone füllt sich rundum sehr gut an. Trotz das das Gehäuse nicht aus Glas oder Metall besteht, ist das Gerät absolut stabil und verwindungssteif. Zwar wurde beim P Smart 2019 keine Glasrückseite verwendet, aber angesichts des Preises ist dies auch kein Wunder, denn Glas kommt bei dieser Preisklasse selten vor. Die Rückseite ist leider anfällig für Kratzer, denn das Acrylglasgehäuse ist nicht besonders hart. Wiederum gefallen mir die abgerundeten Ecken und Kanten sehr gut, denn diese harmonieren sehr gut mit den abgerundeten Ecken des Displays.

Etwas Schade finde ich persönlich, dass Huawei bei einem 2019-er Smartphone noch zum Micro-USB Anschluss greift, anstelle von USB-C. Klar handelt es sich hier um ein günstiges Smartphone in der Mittelklasse, doch für den Preis wäre es dennoch sicherlich kein finanzielles Problem geworden, USB-Typ-C zu integrieren. Das kein Stereo-Lautsprecher und auf eine IP-Zertifizierung verzichtet wurde, kann man sich bei dem Preis wiederum denken. Das bedeutet, das Huawei P Smart 2019 den Kontakt zu Wasser und andern Flüssigkeiten tunlichst vermeiden sollte, da dieses bei Kontakt bzw. eindringen im schlimmsten Fall kaputt gehen würde. Der Klang des Mono-Speaker an der Unterseite geht im Großen und Ganzen zwar in Ordnung, klingt jedoch, da diesem etwas an Volumen fehlt etwas blechern.

(Verarbeitung: 3,5 von 5 Punkten)

TEIL 2

bestehend aus „Funktion des Produktes“ entspricht 65% der Gesamtwertung

Display
6,21 Zoll IPS-LCD-Panel (19,5:9 Format) 2340 x 1080 Pixel, Pixeldichte beträgt 415 ppi
CPU/GPUHUAWEI Kirin 710 4x 2,2 GHz und 4x 1,7 GHz / Mali G51
RAM3 GB RAM
Speicher64 GB (optional 32 GB)
BetriebssystemAndroid 9.0 „Pie“
Haupt-KameraDual-Kamera: 13 MP, Blende F / 1.8) + 2 MP (Porträtmodus, Blende F / 1.8 ) (Phase-Detection Autofocus)
Front-Kamera16 MP und ein Modell mit 8 MP
AnschlüsseMikro-USB-Anschluss
Akku3.400 mAh mit Schnellladefunktion, nicht austauschbar
KonnektivitätWi-Fi 802.11 a/b/g/n/ac, 2,4 und 5 GHz, Mobilfunknetz bis 4G, Bluetooth 4.2 , NFC, GPS, A-GPS, GLONASS, BeiDou
Abmessungen
(LxBxH)
155,2 mm x 73,4 mm x 7.95 mm
Gewicht160 Gramm
Lieferumfang Huawei P Smart 2019
Micro-USB-Ladekabel
10 Watt Netzteil
Kopfhörer
SIM-Tool
Beschreibung

Performance

Da es sich beim Huawei P Smart 2019 um ein Mittelklasse-Smartphone bzw. auch ein gutes Einsteiger-Smartphone handelt, ist dieses im Bereich Hardware verständlicherweise etwas schwächer ausgestattet wie z.B, ein Mate 20 oder ein Mate 20 Pro. Daher gehört die verbaute Hardware definitiv nicht zur Besten, aber für denn Alltag reicht diese für den Großteil aller Otto-Normal-Nutzern vollkommen aus. 

Huawei stattet sämtliche Smartphones mit einem selbst entwickelten Prozessor aus. So ist dies auch beim neuen P Smart 2019 der Fall. Bei dem verbauten Prozessor handelt es sich um den 64-Bit CPU Kirin 710, welcher z. B. auch in dem von mir getesteten Mate 20 Lite verbaut wurde. Beim Kirin 710 handelt es sich um einen Achtkern-Prozessor mit einer Taktfrequenz von bis zu 2,2 GHz. Genauer gesagt Takten vier der Rechenkerne mit maximal 2,2 GHz (Cortex A 73) und die anderen vier mit bis zu 1,7 GHz (Cortex A 53). Dieser CPU wird von einem 3 GB großen Arbeitsspeicher unterstützt. Im Prozessor ist auch der GPU Mali G 51 MP4 integriert, welcher mit rund 650 MHz taktet.

Bei der verbauten Hardware handelt es sich somit um ein Gerät der etwas gehobenen Mittelklasse. Dies zeigt sich auch im Alltag, denn das System läuft absolut flüssig und auch Webseiten usw. werden schnell geladen. So eigene sich das Gerät für vielerlei Anwendungen, bei anspruchsvolleren Games wie z. B. Fortnite wird die Grafikleistung jedoch automatisch reduziert, da dafür die Hardware des Huawei P Smart 2019 nicht stark genug ist. Von der Rechenpower ist das neue 2019-er P Smart gut 30 % besser als die des Vorgängers dem P Smart+. 

In den von mir durchgeführten Benchmarktests schnitt das P Smart 2019 wie folgt ab. Bei Antutu konnte es im Test einen Wert von 124.549 erreichen und liegt somit knapp hinter dem Huawei Mate 20 Lite. Bei Geekbench 4 kam es beim Single-Core Test auf 1503 und beim Multi-Core Test auf 5063 Punkte.

Der interne eMMC-Flashspeicher im Huawei P Smart 2019 bietet insgesamt 64 GB Speicherplatz, von dem knapp 55 GB frei zur Verfügung steht. Der rest ist reserviert für das Betriebssystem usw. Es gibt auch eine kleinere Variante mit nur 32 GB, doch der RAM von 3 GB bleibt bei allen Modellen gleich groß. Der interne Speicher lässt sich übrigens, falls dieser knapp werden sollte, per Micro-SD Speicherkarte um bis zu 512 GB erweitern. Dabei ist jedoch zu beachten, dass auf einer Micro-SD-Speicherkarte nur eigene Daten gesichert werden können. Somit ist es nicht möglich, die Speicherkarte zu einem internen Speicher umzuformulieren oder Apps auf diese SD-Karte abzuspeichern.

Betrachtet man den günstigen Startpreis des P Smart 2019, kann die Hardware des Smartphones durchaus überzeugen. Diese gehört zwar nicht zu der Top Hardware, aber schließlich handelt es sich um ein Mittelklasse-Smartphone im günstigeren Preissegment. Somit geht das Ergebnis in den Benchmarktest in Betracht auf den Preis durchaus in Ordnung. 

(Performance: 3 von 5 Punkten)

Display

Beim Display des Huawei P Smart 2019 handelt es sich wie bereits erwähnt um ein 6,21 Zoll großes IPS- Panel. Dieses kommt mit einem sehr schmalen Rand daher, welcher lediglich am unteren Bereich (Kinn) mit knapp 7 mm etwas breiter ausfällt. Dies liegt daran, dass hier zum Teil die Sensoren, welche eigentlich im oberen Displayrand oder in einem größeren Notch verstaut sind, unterbracht, wurden. Durch den neuen Tropfen Notch, ist das Display gegenüber dem Vorgänger dem P Smart+ zwar nicht größer geworden, aber dafür ist der Screen-to-Body-Ratio Wert besser geworden. Zudem fällt das Huawei P Smart 2019 fast überall etwas kleiner aus, sodass es minimal handlicher ist. So ist das neu P Smart 2019 2,4 mm in der Länge und 1,7 mm in der Breite geschrumpft. Lediglich in der Tiefe (Dicke) ist es 0,35 mm dicker geworden. 

Die Display-Auflösung des Bildschirms beträgt 2340 x 1080 Pixel. Die Pixeldichte beträgt somit knapp 416 ppi, was somit minimal schärfer als beim Mate 10 Lite ist. Dies fällt jedoch im Alltag kaum auf. Die Auflösung stört im Alltag kein bisschen, sodass alles sehr scharf dargestellt wird. Man kann hier selbst bei sehr genauen betrachten des Displays weder die einzelnen Bildpunkte sehen, noch Unschärfen feststellen. 

Beim Display setzt Huawei auf ein herkömmliches IPS-Panel. Dieses bietet natürlich nicht so einen hervorragenden Schwarzwert (Kontrast) wie ein OLED-Display. Dennoch gefällt mir das Display im Indoor-Einsatz sehr gut. Die Farben werden sehr kräftig und scharf dargestellt. Das IPS-Panel des P Smart 2019 bietet eine sehr gute Blickwinkelstabilität. Aus nahezu jedem Blickwinkel betrachtet, lassen sich die Inhalte des Panels gut ablesen, ohne das hierbei die Farben verfälscht werden.

Die maximale Bildschirmhelligkeit ist leider nicht mehr so hoch wie beim Vorgänger dem P Smart+. Dennoch reicht die Helligkeit des Displays aus, um die Inhalte auf dem Smartphone auch an helleren Tagen gut ablesen zu können. In direktem Sonnenlicht zeigt sich jedoch die Schwäche der fehlenden maximalen Helligkeit, denn hier wird es zunehmend schwerer die Inhalte auf dem Display zu erkennen. Dazu trägt auch das Spiegeln von Objekten in der Umgebung bei, denn diese reflektieren sich teils sehr im Display. 

(Display: 3,5 von 5 Punkten)

Akku

Der fest verbaute Akku im Huawei P Smart 2019 bietet eine Kapazität von 3.400 mAh. Damit kommt man mit dem Smartphone gut über den Tag hinaus und muss dieses erst am Folgetag wieder an die Steckdose hängen. In meinem Testzeitraum von fast 3 Wochen habe ich das Gerät täglich zum im Internet Surfen genutzt, hab im Zug via Bluetooth In-Ear Ohrhörer Musik gehört und einige WhatsApp Nachrichten versendet. Auf der Arbeit habe ich in den Pausen gesurft und am Abend, als ich von der Arbeit heimgekommen bin über das heimische WLAN-Netz. Dies Laufzeit geht im Großen und Ganzen für das Mittelklasse-Smartphone in Ordnung und bringt einen wie bereits erwähnt gut über den Tag. Dies hängt natürlich sehr von der Nutzung ab und so kann die Laufzeit von Anwender zu Anwender unterschiedlich sein.

Leider hat Huawei beim P Smart 2019 kein USB-Typ-C Anschluss verbaut, sondern einen alten Micro-USB Anschluss. Dies finde ich persönlich bei einem Smartphone, welches im Jahr 2019 auf den Markt gekommen ist etwas Schade. Dafür wiederum liefert Huawei das P Smart 2019 mit einem 10-Watt Schnellladegerät aus und so ist der 3.400 mAh Akku in eineinhalb Stunden wieder von 0 % auf 100 % aufgeladen. 

(Akku: 4 von 5 Punkten)

Kamera

Huawei hat das P Smart 2019 mit einer Dual-Kamera auf der Rückseite ausgestattet. Die Hauptkamera der beiden Sensoren löst mit 13 Megapixeln auf und besitzt eine Blende von f/1,8. Die Auflösung der zweiten Kamera bietet zwar lediglich 2 Megapixel, mit einer Blende von ebenfalls f/1.8, da diese jedoch nur für den Bokeh-Effekt (Tiefenschärfe) im Porträt-Modus genutzt wird, reicht diese Auflösung definitiv dafür aus. Da keine Telezoom-Linse verbaut wurde, ist mit dem P Smart 2019 kein optischer Zoom, sondern lediglich ein digitaler Zoom mit einem entsprechenden Verlust der Bild-Qualität möglich. Leider besitzt das P Smart 2019 weder einen optischen Bildstabilisator (OIS), noch ein elektronischer Stabilisator (EIS), welcher für verwicklungsfreie Videoaufnahmen sorgen würde. Dies finde ich selbst bei einem Mittelklasse-Smartphone etwas Schade. Man hätte wenigstens einen EIS wie im Mate 20 Lite verbauen können.

Mit der Hauptkamera gelingen durchaus brauchbare Aufnahmen, doch dabei müssen die Lichtbedienungen gut sein. Klar ist, dass einem schon bei Berücksichtigung des Preises klar sein sollte, dass das neue P Smart 2019 ein Mittelklasse-Smartphone ist, welches mit einer schwächeren Kamera daher kommt und nicht mit den aktuellen Mate- und P-Serien mithalten kann.

Bei meinen Testaufnahmen konnte ich feststellen, das die Hauptkamera Probleme hat, wenn im Motiv größere Helligkeitsunterschiede vorkommen. Dadurch wird z. B. bei einem Bild bei dem ein helles Objekt, mit einem schattigen Bereich abfotografiert wird der schattige Bereich zu dunkel, sodass hier kaum noch Details zu erkennen sind. Jedoch konnte ich bei meinen Testbildern feststellen, dass selbst an einem eher grauen Tag mit trübem Wetter durchaus gute Bilder gelingen. Diese sind jedoch von der Farbe etwas unnatürlicher, sodass hier z.B, die Farben der Wiese auf den Bildern ein kräftiges Grün vorweisen, wie dies eigentlich in echt der Fall war. 

Bei den Aufnahmen mit dem Huawei P Smart 2019 rate ich jedoch ab, den Digitalzoom zu nutzen, da mit diesem schnell das Rauschen zunimmt und der Zoom zudem zu einer hohen Körnung des Bildes führt. Dadurch sind die Bilder mit Digitalzoom nicht wirklich brauchbar. Der Profimodus der bereits bei der von mir getesteten Mate-Serie ebenfalls vorhanden war, gefällt mir wiederum sehr gut, denn hier kann die Bildqualität noch einmal etwas beeinflusst werden. Schließlich kann man hier Einstellungen unter anderem im Weißabgleich, Belichtungszeit und ISO-Wert vornehmen.

Huawei hat das neue P Smart 2019 mit der „AI“ Künstliche Intelligenz-Funktion für die Kamera ausgestattet. Aktiviert man diese durch das Betätigen des „AI- Symbols“ im oberen Bereich in der Kamera-App, denn erkennt die Kamera bzw. die Software automatisch das Motiv und wählt passende Szenen oder besser gesagt nimmt Einstellungen vor, damit die Bilder noch besser werden sollen. Dies funktionier teilweise sehr gut, doch gerade bei Pflanzen und beim Himmel erhöht die Software meiner Meinung nach die Farbsättigung zu extrem, dass die Bilder zu unnatürlich wirken. Daher ist das Ganze ein schönes Gimmick, aber rundum konnte mich diese Funktion beim P Smart 2019 nicht überzeugen.

  • ohne Tiefenschärfe
  • mit Tiefenschärfe
  • ohne Tiefenschärfe
  • mit Tiefenschärfe
  • mit Tiefenschärfe
  • ohne Tiefenschärfe
  • ohne Beautymodus
  • mit Beautymodus Level 5

Leider können mit der Hauptkamera auf der Rückseite keine Videos in 4K aufgenommen werden. Hier muss man sich leider mit einer maximalen Auflösung von Full-HD mit 60 fps zufriedengeben.

Die Auflösung der Hauptkamera an der Front beträgt 8 Megapixel, diese ermöglicht Video aufnahmen in max. Full-HD mit 30 Bilder pro Sekunde. Des Weiteren kann man einen Beauty-Modus aktiveren, HDR Unterstützung bietet das P Smart 2019 leider nicht. Bei Dunkelheit und umschalten auf die Front-Kamera, schaltet die Kamera-Software automatisch auf der Porträt-Modus und ändert den Rahmen um das Live-Bild von Schwarz auf Weiss. Dadurch wir z. B. das Gesicht automatisch aufgehellt und zudem wird das Display als Blitzlicht genutzt. 

Die Bilder der 8 Megapixel Frontkamera sehen ganz gut aus, damit gelingen bei gutem Licht brauchbare Aufnahmen. Die Detailgenauigkeit geht zwar etwas verloren, aber dies gelingt anderen Anbietern in dieser Preisklasse ebenfalls nicht viel besser. Die Farben bei den Aufnahmen gefallen mir wiederum sehr gut und weder natürlich wiedergegeben. Typischerweise verfälscht auch das P Smart 2019 wie viele anderen Smartphones im mittleren Preissegment, bei einigen Bildern mit Blitz sehr die Farben. Die passierte vor allem bei Aufnahmen, bei dem ich nah am Motiv dran war.

(Kamera: 3 von 5 Punkten)

Software

Auf dem Huawei P Smart 2019 läuft das aktuelle Android 9 Pie, welches wie immer bei Huawei mit der hauseigenen Benutzeroberfläche EMUI der Version 9.0.1 versehen ist. Beim Sicherheitsupdate handelt es sich leider noch um die Version vom November 2018, daher ist diese nicht ganz so aktuell. 

Die hauseigene EMUI Benutzeroberfläche gefällt mir zusammen mit Android 9.0 sehr gut. Die Oberfläche ist minimalistischer gegenüber den Vorgängern gestaltet und erinnert mich persönlich etwas an iOS von Apple. Das Betriebssystem läuft ohne Probleme und daher ohne Ruckeln und Aussetzer auf dem P Smart 2019. Die Einstellungen sind in 15, bzw. mit der Huawei-ID Einstellung in 16 Untermenüs eingeteilt. Man findet sich dadurch schnell zurecht und sollte man die gewünschte Einstellung, die man sucht nicht finden, kann man diese einfach in der Suchfunktion ganz oben eingeben. Es gibt auch einige nützliche Gestensteuerungen wie z. B. die einfache Screenshot-Funktion. Damit kann man durch das Streichen mit drei Fingern von oben nach unten über das Display, einen Screenshot erstellen.

Von Haus aus, liefert Huawei das P Smart 2019 mit einigen vorinstallierten Apps aus. So sind bereits die zahlreiche Google Apps wie z. B. Gmail, Google Maps, Youtube, Google Fotos usw. installiert. Zudem sind auch noch Apps direkt vom Hersteller Huawei installiert wie z. B. eine Wetter App, ein Kompass, Phone-Clone usw. Diese können jedoch anders als die Google Apps bei Bedarf deinstalliert werden. Somit hält sich die Bloatware im Großen und Ganzen in Grenzen und man hat von den 64 GB Speicher insgesamt 55 GB frei zur Verfügung. Dieser kann natürlich mit einer Micro-SD Speicherkarte problemlos erweitert werden.

(Software: 4 von 5 Punkten)

TEIL 3

bestehend aus „Preis/Leistung“ entspricht 10% der Gesamtwertung

Beschreibung

Huawei wirbt das P Smart 2019 unter anderem mit dem 6,21 Zoll großen Dewdrop-Display, dem 3D-Unibody, den Kirin 710- CPU und einem leistungsstarken 3.400 mAh Akku.

So zeigt sich das neue Huawei P Smart 2019 als rundum verbessertes Modell gegenüber dem Vorgängermodell dem P Smart+. So bietet dies nicht nur ein größeres Display, sondern auch mehr Speicher und einen stärkeren CPU (Prozessor). Durch das neue Design mit Tropfen-Notch, richtete sich das Smartphone nicht nur an die Jugend, sondern preislich auch an diejenigen, die ein Smartphone zum günstigen Preis suchen.

Die Leistung und Ausstattung sollte für die meisten Käufer, die ein Smartphone zum günstigeren Preis suchen problemlos ausreichen. Die Kamera gehört zwar nicht zu den besten, aber anhand meiner Testaufnahmen kann ich sagen, dass man, damit bei gutem Licht durchaus gute und brauchbare Bilder hinbekommt. Diese dürften den meisten die kein Wert auf die beste Qualität bei Fotos legen, locker ausreichen. Klar muss einem auch sein, dass anhand der schwächeren Leistung die neusten anspruchsvollen Games nur gedrosselt gespielt werden können. Dies dürfte einem aber bei dem Preis des P Smart 2019 sicherlich klar sein.

Preis/Leistung

Die UVP des P Smart 2019 liegt bei 299 EUR. Doch das erst vor Kurzem erschienene Smartphone ist bereits jetzt schon in diversen Online-Shops für knapp über 240 Euro erhältlich. Das P Smart 2019 bietet ein sehr gutes Preis Leistung Verhältnis. So kann es mit einer Akkulaufzeit, die für einen Tag ausreicht und einem 6,21 Zoll großen FullView Display überzeugen, welches lediglich mit einem schmalen Rand und einem Tropfen-Notch daher kommt.

Etwas enttäuscht war ich jedoch von dem Anschluss, denn hier hätte man lieber auf den USB-Typ-C Anschluss setzten sollen und nicht auf einen veraltetet Micro-USB Anschluss. Angesichts des Preises hat Huawei hier jedoch einen würdigen Nachfolger des P Smart+ auf den Markt gebracht, welcher zum Großteil rundum verbessert wurde.

Huawei P Smart

Zum Angebot bei

testr Gesamtwertung

unter Berücksichtigung aller Teilwertungen

 Wir bedanken uns beim Hersteller für die Bereitstellung des Produktes. Zu unseren Grundsätzen

Nest Hello

Nest Labs Inc. besser bekannt als einfach nur Nest, wurde im Jahr 2010 mit Sitz in Palo Alto, Kalifornien von Tony Fadell und Matt Rogers gegründet. Bei Nest handelt es sich um ein Automatisierungsunternehmen, dessen erstes Produkt (nur in Amerika) ein selbst lernendes Heizungsthermostat war. Seit März 2017 vertreibt das Unternehmen seine Produkte auch in weiteren Ländern darunter auch in Deutschland. Hierzulande gibt es dieses erwähnte Thermostat jedoch nicht und Nest, ist hier für Sicherheitsinstallationen (Kameras) und Rauchmelder, die per Funk bzw. per Smartphone App steuerbar sind bekannt.

Bereits im Januar 2014 wurde Nest von Google Inc. für 3,2 Mrd. US-Doller übernommen, was zur zweitgrößten Firmenübernahme in der Google Geschichte zählt. Lediglich Motorola Mobility war mit 12,5 Mrd. US-Dollar teurer. Folglich gehört Nest nach der Umstrukturierung 2015 von Google zur Alphabet Inc. (die Dachgesellschaft von Google), seit Februar 2018 wiederum gehört Nest zur Hardware-Abteilung von Google. 

Ich habe euch von dem Unternehmen Nest bereits von dem smarten Rauchmelder und den beiden Kameras für den In-/Outdoor-Einsatz berichtet. In dem heutigen Testbericht geht es um das neuste Produkt aus dem Hause Nest, um die Videotürklingel Nest Hallo. Damit kann man von überall aus erfahren, wer gerade vor der Tür steht und geklingelt ha. Zudem kann man direkt mit der Person davor reden und spart sich somit eine separate Sprechanlage. Wie die Türklingel „Hello“ von dem Hersteller Nest im Test abgeschnitten hat, erfahrt ihr in folgendem Testbericht.

TEIL 1

Bestehend aus „Verpackung/Design/Verarbeitung“ entspricht 25% der Gesamtwertung

Verpackung

Wie bereits die anderen von mir getesteten Nest Produkte, kommt auch die neue Nest Hello Türklingel in der üblichen, ungebleichten Hauptverpackung daher. Diese macht einen sehr stabilen Eindruck und gefällt mir mit den rundum aufgedruckten Infos zum Produkt sehr gut. Insgesamt macht somit die Verpackung der Nest Hello einen sehr hochwertigen und ökologischen Eindruck. Die Vorderseite ziert neben dem Aufdruck der Türklingel, noch der Namen des Unternehmens „Nest“. Außerdem wird man darüber informiert, dass es sich dabei um eine Videotürklingel handelt und diese Netzbetrieben, also ohne Akku betrieben wird. 

Auf der rechten und linken Seite sind neben den wichtigsten technischen Anforderungen, noch der Packungsinhalt in den Sprachen Deutsch, Niederländisch, Französisch aufgelistet. Betrachtet man die Unterseite der Verpackung, sieht man hier die Nest Hello neben der Haustüre montiert und wie diese gerade jemand betätigt. Die Oberseite zeigt einem, wie gerade Personen an der Videotürklingel von Nest geklingelt haben und wie man diese in dem Live-Video auf dem Smartphone betrachten kann. Auf der Rückseite wiederum ist erneut ein Anwendungsbeispiel zu sehen, wie gerade ein Paketbote vor der Haustür steht und ein Paket liefern möchte. Zudem werden einem hier die Besonderheiten der Nest Hello Videotürklingel in den drei Sprachen Deutsch, Niederländisch und Französisch verständlich erklärt.

Hebt man den Deckel von der Verpackung ab, kommt direkt die Nest Hello Türklingel zum Vorschein. Diese befindet sich zentriert in einem Einleger aus weißem recyceltem Papier, welches zu einer Art Kartonage gepresst wurde. Nimmt man die Hello Videotürklingel samt Einleger aus der Verpackung, kommt eine Mappe aus dem gleichen Material wie das der Hauptverpackung zum Vorschein. In dieser befinden sich sämtliche Bedienungsanleitungen, Beschreibungen und ein Aufkleber (Überwachung´s Warnhinweis).

Entnimmt man die besagte Mappe aus der Verpackung, dann kommt der restliche Lieferumfang zu Vorschein. Bei diesem handelt es sich um den Anschluss für die Glocke, eine Montageplatte, ein Zwischenstück mit 15°-Winkel, Werkzeug zum Entfernen der Klingel (erinnert an ein SIM-Tool), ein Steinbohrer um die Löcher für die Dübel zu Bohren, ein Verlängerungskabel, sowie Wanddübel und die passenden Schrauben zu Montage.

(Verpackung: 4,5 von 5 Punkten)

Design

Auf dem ersten Blick mag das Design der Nest Hello an einen Amazon Dash Button erinnern. Zugegeben die Ähnlichkeit hier ist sehr groß.

Das Design der Nest Hello gefällt mit jedoch als Klingel sehr gut, denn diese ist sehr schmal und nicht so klobig gestaltet wie ihre Konkurrenz. Das Hauptgehäuse der Nest Hello ist wie die der anderen Nest Produkte, die ich euch bereits vorgestellt habe aus einem mattweißen Kunststoff gefertigt. Dieser ist speziell für den Außeneinsatz gefertigt und soll sich somit nicht, wie man es von manchen anderen Kunststoffen kennt nach der Zeit verfärben. Die Front des länglichen Gehäuses mit den Maßen von 43 x 117 mm ziert eine schwarze Glasfront.

Auf der Front ist mittig das Nest-Logo zu sehen und direkt darunter ein ca. 25 mm großer Druckknopf, welcher als Klingeltaster dient. Diesen umgibt rundum ein 1 mm breiter LED Ring, welcher bei Annäherung an die Klingel automatisch pulsierend weiß aufleuchtet. Betätigt man die Klingel, leuchtet dieser wiederum blau und bei Fehlern gelb. An der Oberseite befindet sich die Kameralinse, welche dafür sorgt, dass man ein Bild von der Person vor der Klingel auf dem Smartphone oder Tablet erhält. Direkt darüber befindet sich eine kleine grüne LED, welche bei einer aktiven Videoübertragung pulsiert und bei einer Videoaufzeichnung dauerhaft leuchtet. Unterhalb der Kameralinse versteckt sich in einem kleinen Loch, welches man nur bei genauen hinsehen erkennt ein Mikrofon, welches dazu genutzt wird, dass man die Person welche gerade geklingelt hat, versteht. Damit aber auch die Person vor der Tür einen hört, ist an der Unterseite der Nest Hello ein Lautsprecher verbaut, durch den man mit der Person eine Unterhaltung führen könnte. 

Zu guter Letzt befindet sich an der schwarzen Rückseite aus Kunststoff ein Micro-USB Anschluss, der für den Service genutzt wird und der Einrastmechanismus, mit dem die Nest Hello mit der Halterung befestigt wird. Außerdem sind hier zwei Schrauben zu finden, an denen die beiden Kabel der Türklingel befestigt werden, also mit denen die Türklingel mit Strom versorgt wird.

(Design: 4,5 von 5 Punkten)

Verarbeitung

An der Verarbeitung der Nest Hello gibt es soweit eigentlich nicht zu bemängeln. Diese ist wie von den Nest Produkten typisch auf einem sehr hohen Niveau. Das Gehäuse selbst ist zwar aus Kunststoff hergestellt, dennoch wirkt die Nest Hello sehr hochwertig und durch ihr vergleichbares hohes Gewicht, vermittelt diese zudem einen hochwertigen Eindruck. 

Schön ist hier, dass die Vorderseite mit einer Glasfront versehen ist. Doch ein Nachteil daran ist, dass diese Oberfläche typischerweise etwas empfindlich gegen Fingerabdrücke ist. Doch ein gelegentliches Abreiben mit einem Mikrofasertuch schafft hier schnell Abhilfe. Gegenüber der Konkurrenz, kann man bei der Nest Hello nicht die Front wechseln, doch dies stört mich weniger, da mir das schwarz/weiße Design mit der Glasfront sehr gut gefällt. Zudem macht die Videotürklingel somit einen wertigeren Eindruck und ist an sämtliche Bereiche, an den Wasser bzw. Feuchtigkeit eindringen kann perfekt geschützt.

(Verarbeitung: 5 von 5 Punkten)

TEIL 2

bestehend aus „Funktion des Produktes“ entspricht 65% der Gesamtwertung

Klingel-ArtIntelligente Türklingel (nur Kabelgebunden)
Auflösung2K Auflösung (Full-HD/1080p)
Weitwinkel160°
Abmessungen11,7 cm x 4,3 cm x 2,6 cm (L x B x T)
Zoom8-Fach Zoom, aber nur digital
MaterialKunststoff und Glasfront
KonnektivitätWLAN 802.11 b/g/n; 2,4 GHz
FunktionenBewegungserkennung, IR-Beleuchtung, integriertes Mikrofon und Lautsprecher, per App steuerbar (Android & iOS)
BetriebsbedienungTemperatur: -15°C bis 40°C; Wetterbeständig
LieferumfangNest Hello
Halterung
15°-Keil für Schräges Anbringen der Türklingel
Steinbohrer
Dübel und Schrauben für die Montage
Glockenanschluss
Sicherheitsaufkleber
Beschreibungen

Einrichtung und Konfiguration

Um die Videotürklingel Nest Hello nutzen zu können, muss diese, wie alle Nest Produkte die ich euch bereits vorgestellt habe zuerst eingerichtet und konfiguriert werden. Dazu benötigt man die kostenlose Nest App (erhältlich für iOS und Android). 

Ist die App aus dem AppStore geladen, kann man diese wie üblich starten. Sofern noch nicht vorhanden, muss man sich nun zuerst ein Benutzerkonto erstellen, denn ohne geht bei Nest leider nichts. Hierfür müsst ihr jedoch nur eure E-Mail-Adresse eingegeben und ein Passwort festlegen. Anschließend sollte in eurem Postfach eine Mail von Nest angekommen sein. In dieser ist ein Link, über den ihr das erstellte Konto bestätigen müsst.  

Anschließend geht es zurück in die Nest-App, denn hier muss man schließlich noch die neue Nest Hello mit der App konfigurieren und verbinden. Die Einrichtung der Videotürklingel aus dem Hause Nest ist, wie bereits bei den anderen Geräte die ich euch von dem Hersteller vorgestellt habe denkbar einfach. Man wird nämlich auch hier Schritt für Schritt durch die Einrichtung inkl. Bilder usw.  geführt. Nachfolgend geht es um die Einrichtung des Wohnortes, doch davor kommt ein Push-Fenster, in dem ihr gefragt werdet, ob ihr Hinweise und Töne von Nest per Push erhalten möchtet oder nicht. Anschließend müsst ihr eure Adressdaten eingeben (Straße, Stadt und Postleitzahl). Danach kann man noch auswählen, ob man News von Nest erhalten möchte und einen monatlichen Verbrauchsbericht erhalten möchte, sowie zustimmen, ob Nest euren Standort mitgeteilt bekommen soll. Im Anschluss daran kann man noch Familienmitglieder einladen, die ebenfalls zugriff auf eure Nest Produkte erhalten und durch das Klicken auf „Jetzt loslegen“ gelangt man auf das zukünftige Startfenster der Nest App.

Ist der Wohnort eingerichtet, dann kann es auch schon mit der Einrichtung der Türklingel weitergehen. Dies erfolgt durch das betätigen des Plus-Symbol im Startfenster, unter dem auch „Produkt hinzufügen steht“. Daraufhin teilt einem die Nest-App mit, dass man den QR-Code des Nest Produktes scannen soll, dieser QR-Code befindet sich bei der Türklingel auf der Rückseite, welche später gegen die Wand zeigt.

Anschließend wird euch die Nest Hello Videotürklingel angezeigt und wir könnt hier zuvor prüfen, ob die Türklingel überhaupt mit dem Spannungssystem in eurem Haus funktionieren würde. Dies rate ich aber, direkt zuvor in der Kompatibilitätsprüfung auf der Nest Hommage zu prüfen, bevor ihr die Nest Hello kauft. Ist de Spannung bei euch im Haus für die Nest Hello ausreichen, kann man sich in dem nächsten Schritt das Installationsvideo ansehen. Wer sich dies nicht zutraut, kann anstelle von „Weiter“, auch nach einem Nest Pro Anbieter suchen. Dabei handelt es sich um einen Installateur, welcher mit Nest zusammenarbeitet und euch die Montage usw. übernimmt. Dafür werden jedoch weitere Kosten fällig. Solltet ihr euch jedoch sicher sein, dass die Klingel bei euch funktioniert, dann könnt ihr einfach auf weiter drücken und schon wird euch angezeigt, was zur erfolgreichen Montage und Einrichtung alles benötigt wird. So teilt euch die App mit, dass ihr euer WLAN-Passwort bereit halten solltet, sowie eine Bohrmaschine zum Löcher bohren und Kreuzschlitzschraubendreher für die Montage benötigt. Soweit so gut, nun geht es in den Datenschutz Bereich, man wird nämlich darauf hingewiesen, dass man selbst verantwortlich dafür ist, dass man damit keine geltende rechte usw. durch eine dauerhafte Videoaufzeichnung usw. verletzt. 

Nun geht es an die Montage der Klingel bzw. zuerst um die Installation des Anschlusses für die Glocke. Dieser ist auch im Lieferumfang dabei. Installiert man diesen nicht, funktioniert die Klingel nicht richtig oder der Transformator wird beschädigt. Dieses Element sorgt nämlich dafür, dass von der Glocke zur Klingel die richtige Spannung geleitet wird und das gleiche auch von der Klingel zur Türglocke. Wichtig ist, dass man vor dem eingriff die Sicherung der Türklingel bzw. der Glocke abschaltet. Nun nimmt man das Gehäuse der Glocke ab und macht ein Bild von der aktuellen Verkabelung. Anschließend gibt man in der App an, ob man entweder zwei oder drei bzw. mehr Kabel an der Glocke angeschlossen hat. Bei mir waren es zwei, daher wählte ich dies und befolgte die Anweisung in der App, welche mir zeigte, welches Kabel wo hinkommt. Dies wird auch hier sehr gut und einfach Schritt für Schritt erklärt. 

Nachdem dies erledigt ist, geht es an die Montage der Türklingel selbst. Dazu die alte Klingel entfernen und wählen, ob man diese gerade oder mit dem zusätzlichen 15°-Keil anbringen möchte. Anschließend die beiden Löcher anzeichnen und mit dem mitgelieferten Bohrer und eurer eigenen Bohrmaschine beide Löcher einbringen. Nun kann die Halterung mit den Schrauben und bei Bedarf mit den zusätzlichen Dübeln festgeschraubt werden. Danach noch die Klingelkabel an der Nest Hello anbringen und schon wird diese mit Strom versorgt, sobald ihr den Strom am Sicherungskasten wieder aktiviert habt. Sollten die Kabel zu kurz sein, können die beiden Verlängerungen, welche im Lieferumfang dabei sind verwendet werden. 

 Ist alles korrekt angeschlossen, dann sollte der LED-Ring an der Vorderseite Blau aufleuchten und im nächsten Schritt wird die Nest Hello gesucht und über die App eingerichtet. Das Ganze ist wirklich sehr gut erklärt und mit etwas technischer Kenntnis bekommt man das sehr gut hin. 

(Einrichtung & Konfiguration: 4 von 5 Punkten)

Funktionsumfang

Das Herzstück der Nest Hello ist der Kamera-Sensor, bei dem es sich um einen 2K-Farbsensor mit einer Größe von 1/3 Zoll handelt und der mit 3 Megapixel auflöst. Dies ist für eine Videotürklingel absolut ausreichend, man möchte schließlich ja nur die Person vor der Tür bei Tag und Nacht sehen.

Ein möglichst weiter Blickwinkel ist auch bei der intelligenten Türklingel von Nest wichtig, denn so erkennt man möglichst viel und kann auch mehrer Leute vor der Türklingel gut sehen. Dies ist bei der Nest Hello auch der Fall, denn diese besitzt einen diagonalen Blickwinkel von 160°. Gegenüber der Konkurrenz stellt die Nest Hello das Videobild in einem 4:3-HD- Format da. Viele andere Hersteller setzen oftmals auf 16:9-HD, was zwar bei der Breite viel anzeigt, aber bei der Höhe wird nicht der komplette Haustürbereich abgedeckt. Dies gelingt Nest durch das 4:3 Format besser. 

Damit man nicht nur bei Tag sieht, wer gerade die Türklingel betätigt hat, ist natürlich auch die Nest Hello mit den aus der Nest Cam IQ-Außenkamera bekannten 850-nm-Infarot-LEDs ausgestattet. Diese aktiveren sich automatisch bei Nacht und sorgen selbst bei Dunkelheit für eine ausreichende Ausleuchtung vor der Kameralinse. Zudem sind Bewegungssensoren, eine Geräusche- und Personenerkennung, ein Lautsprecher und ein Mikrofon ebenfalls mit an Bord. Die Bewegungssensoren sind in mehreren Zonen einstellbar, so kann man z. B. verhindern, dass man ständig durch eine Katze die durch den Sensor erkannt wird, eine Push Benachrichtigung erhält.Drückt jemand den Knopf an der Klingel, bekommt man innerhalb weniger Sekunden eine Push-Benachrichtigung auf dem Smartphone. Hier kann man dann sehen, wer vor der Tür steht und falls gewünscht eine Live-Videoübertragung starten. Da die Nest Hello zudem über ein praktische 2-Wege Audio-System verfügt, können sowohl Sprachansagen durch den verbauten Lautsprecher ausgegeben werden und dem Mikrofon empfangen werden. Daher kann man die Person vor der Haustüre nicht nur Live sehen, sondern auch mit dieser reden.

(Funktionsumfang: 4,5 von 5 Punkten)

Software

[appcode appstore id464988855]

[appcode googleplay com.nest.android]

Da alle Nest-Produkte mit der gleichen App gesteuert werden, ist der Aufbau im Großen und Ganzen identisch. Lediglich die Einstellungen unterscheiden sich bei den verschiedenen Geräten etwas voneinander. Nach dem Öffnen der App befindet man sich direkt auf der Übersicht-Seite. Hier wird, sofern ihr in der App dem Zugriff auf euren Standort zugestimmt habt automatisch angezeigt, ob ihr zu Hause seid oder abwesend. 

Zudem sind auf dieser Seite alle eure Nest Geräte aufgelistet. Tippt man nun auf die Hello Videotürklingel, dann sieht man im oberen Drittel auf dem Display das aktuelle Live-Video und direkt darunter die Zeitleiste. Diese zeigt alle Ereignisse an, bei denen die Türklingel eine Bewegung, eine Person oder ein Geräusch registriert hat. Der dunkelgraue Balken welcher neben dem jeweiligen Ereignis dargestellt wird, zeigt mit grauen Punkten an, wann die Nest Hello etwas registriert hat und ihr auf die Kamera der Türklingel zugegriffen habt. Ist der Balken nur dunkel, war diese in dieser Zeit nur offline und hat keine Personen oder Geräusche registriert. Klickt man auf eine der Aufnahmen, kann man sich diese hier anschauen. Sofern man das Abo Nest Aware abonniert hat, kann man sich die Videoverläufe auch über einen längeren Zeitraum von 5 bis 30 Tagen, je nachdem welches Abo man abgeschlossen hat anschauen. Ansonsten ist es ohne Abo auf die letzten 3 Stunden limitiert.

Dreht man das Smartphone ins Querformat, wird einem das Video automatisch im Vollbildmodus dargestellt, die in der horizontalen Ansicht angezeigt Zeitleiste kann am rechten Rand eingeblendet werden. Im Videoverlauf ist es zudem möglich, in die Ereignisansicht zuzugreifen, hier kann man sich die Ereignisse filtern lassen und somit z. B. nur die bei welcher eine Person vor der Türklingel erkannt wurde anzeigen lassen.

Kamera-Einstellungen

Durch das tippen auf das Zahnrad-Symbol im oberen rechten Rand in der Live-Ansicht, gelangt man in das Einstellungsmenü der Nest Hello. Hier kann man z. B. die sehr praktische Funktion mit dem Namen „Ruhezeit“ aktivieren. Dabei wird nicht nur die Nest Türklingel selbst, sondern auch der vorhanden Türgong für die selbst festgelegte Zeit stumm geschaltet. Diese Funktion können andere Hersteller zwar auch, aber der vorhanden Türgong kann bei den anderen Anbietern nicht deaktiviert werden. 

Eine weitere nützliche Funktion ist die Einstellung eines Alarmbereiches. Bei diesem kann man einen bestimmten Bereich vor der Haustür bestimmen, indem die Türklingel auf Personen und Bewegungen reagiert, während Ereignisse außerhalb des Bereiches daraufhin ignoriert werden. Diese Funktion kann man jedoch nur mit einem bestehenden Nest Aware Abo nutzen genauso wie die Zeitrafferfunktion und die Personenerkennung.

Die Personenerkennung funktioniert, wie ich diese bereits von der Nest Cam IQ Außenkamera kenne sehr gut. So kann die Nest Hello bekannte Personen erkennen, indem man ihr zeigt, wer z. B. ein Freund oder ein Familienmitglied ist. Jedes Mal wenn ich z. B. vor der Tür stand und geklingelt habe, erkannte die Nest Hello mich und informiert mich mit folgendem Satz über das Erkennen der Person „Tobias hat an der Tür geklingelt“ 

Falls jemand Fremdes an der Tür gerade geklingelt hat, erhaltet ihr auf dem Smartphone eine Push Benachrichtigung. Klickt man darauf, wird einem direkt das Live-Video angezeigt und man kann den Ton vom Mikrofon der Nest Hello hören und mit der Taste „Sprechen“ mit der Person vor der Klingel reden. Das Ganze geht auch auf der Apple Watch, hier könnt ihr jedoch nicht mit der Person reden, sondern durch das tippen auf die Push-Benachrichtigung aus drei vorgefertigten Antworten auswählen. Dabei stehen folgende zur Auswahl: „Bitte stelle Sie es vor der Tür ab“, „ Wir sind gleich da“ sowie „Es kann gerade niemand zur Tür kommen.“

(Software: 4 von 5 Punkten)

Ton-/Videoqualität

Die Bildqualität der Nest Hello Videotürklingel kann dank 2K-Auflösung und dem zusätzlich HDR positiv überraschen. Zudem ist die Kamera-Linse mit einem 160° Weitwinkel ausgestattet, damit erkennt man auch ohne Probleme mehrer Personen vor der Haustüre. Dank dem HDR-Modus werden auch schattige Bereich sehr gut dargestellt, selbst wenn das Sonnenlicht direkt auf den Kamerasensor scheinen sollte. Damit man auch bei Nacht erkennt, wer vor der Tür steht, besitzt die Nest Hello mehrer 850-nm-Infarot-LEDs. Diese sorgen dafür, dass man auch bei Dunkelheit viel auf dem Video erkennt.

Die Aufnahmequalität der Nest Hello Videotürklingel, stellten mich sowohl tagsüber als auch nachts zufrieden. Bei Nacht konnten mich die guten Infarot-LED´s überzeugen und sorgen für eine deutlich bessere Ausleuchtung des Bildes, sodass man auch hier Personen sehr gut erkennen konnte. Das Rauschen hält sich sehr in Grenzen und geht für eine Videotürklingel, bei der man lediglich sehen möchte, wer vor der Tür steht, vollkommen in Ordnung. 

Wie gut die übertragene Videoqualität ist, hängt unter anderem von der Einstellung ab, denn diese könnt ihr in den Einstellungen in drei Stufen regulieren. Zur Auswahl stehen: Niedrig, Mittel und Hoch. Je nach Einstellung verändert sich nämlich auch das monatlich anfallende Datenvolumen und kann daher bei hoher Einstellung schnell bei über 600 GB im Monat landen. Nest bietet wie viele andere Hersteller lediglich die Möglichkeit, die aufgezeichneten Ereignisse in der kostenpflichtigen Cloud abzusichern. Diese ist, wenn ihr die registrierte Ereignisse, über die ihr benachrichtigt worden seid, wiedergeben möchtet und den vollen Funktionsumfang nutzen möchtet zwingend erforderlich. Es ist zwar auch problemlos möglich die Nest Überwachungskamera ohne das Cloud Abo Nest Aware zu nutzen, doch dann werden die Aufzeichnungen zwar angezeigt, man kann diese aber nicht ansehen und ohne Cloud ergibt die Kamera weniger Sinn, da auch die Funktionen zum Teil eingeschränkt sind.

Für diesen von Nest zur Verfügung gestellte Cloud-Dienst mit dem Namen „Nest Aware“ werden daher je nach länge, wie lange die Videoverläufe in der Cloud gespeichert werden unterschiedliche Kosten fällig. Denjenigen denen es ausreicht, dass nur Momentaufnahmen der letzten drei Stunden angezeigt werden, der kann beim kostenlosen Paket bleiben. Möchte man jedoch 5 Tage lang auf den Videoverlauf zugreifen, intelligente Warnungen erhalten, den Alarmbereiche festlegen und Clips und Zeitraffer betrachten, werden 5€/Monat oder 50€/Jahr fällig. Der Funktionsumfang bei den beiden anderen Abo-Paket bleibt gleich, jedoch erhöht sich nur der Speicherzeitraum der Videos. So beinhaltet das Mittlere-Paket eine Speicherung von 10 Tagen für 10€/Monat oder 100€/Jahr und das größte Paket mit 30-tägigem Videoverlauf 30€/Monat oder stolze 300€/Jahr. Wer eine weitere Nest Geräte nutzt, erhält bei jeder weiteren bis zu 50 % Rabatt auf den Nest Aware Preis. 

Die Nest Aware Sache ist daher nicht gerade günstig und sorgt neben dem teuren Nest Hello Anschaffungspreis für weitere monatliche bzw. Jährlich kosten. Des Weiteren ist nicht jeder Freund der Cloud, schließlich weiß man selbst nicht, was mit den Daten, die auf irgendeinem Server auf der Welt abgespeichert sind, passiert. Die Cloud hat auch Vorteile, sollte ein Einbrecher direkt die Türklingel klauen oder ins Haus einbrechen, ist dies bereits zu spät, denn die Aufnahmen sind meistens schon auf der Cloud gesichert. Beim kostenlosen Paket, also ohne Nest Aware wird das ganze jedoch schwierig, Beweise festzuhalten, denn bis man diese der Polizei vorzeigt, sind die 3 Stunden vorbei und somit sind die Videos nicht mehr in der Cloud verfügbar. 

(Bild-/ Videoqualität: 4 von 5 Punkten)

TEIL 3

bestehend aus „Preis/Leistung“ entspricht 10% der Gesamtwertung

Beschreibung

Nest bietet mit der Nest Hello ein neues Smart-Home Produkt an, welches mich in meinem Test genauso gut überzeugen konnte, wie bereits die anderen Produkte des Unternehmens. Die Verarbeitung überzeugte mich hierbei genauso sehr, wie die Qualität des Videos und die zahlreichen nützlichen Funktionen. Dazu gehört unter indem die Gesichtserkennung und die vordefinierten Sprachnachrichten. Dies vermitteln der Person vor der Klingel, dass jemand gerade im Haus ist, obwohl dies in diesem Moment eventuell gar nicht der Fall ist.

Preis/Leistung

Mit einer UVP von 279 € ist die Nest Hello Videotürklingel nicht gerade günstig. Der Nachteil ist hier, dass diese nicht via Akku betrieben werden kann, sondern fest mit dem Strom verbunden werden muss. Daher traut sich dies vielleicht nicht jeder zu. Doch die Inbetriebnahme wird sehr gut Schritt für Schritt erklärt und falls man es sich doch nicht zutrauen sollte, dann kann man sich einen Nest Pro Installateur bestellen, der die Montage und Einrichtung für Extrakosten erledigt.

Das tolle an der Nest Hello ist, das diese mit dem vorhanden Türgong in betrieb genommen wird und dieser somit weiterhin normal verwendet werden kann. Zudem wird dessen Funktion erweitert, sodass dieser genauso wie die Nest Hello für eine bestimmte Zeit stumm geschaltet werden kann. Der Weitwinkel liegt bei 160° und deckt damit ein großes Blickfeld ab. Die 4:3 Aufnahme und die HDR Aufnahme gefallen mir sehr gut und so konnte mich in meinem Test auch die Videoqualität und der Ton überzeugen.

Größter Kritikpunkt ist nur, der Registrierung-Zwang und die kostenpflichtigen Cloud-Funktionen. Nur durch diese erhält man den vollen Funktionsumfang für die jedoch jährlich zwischen 50 bis 300 € fällig werden. Dies hängt davon ab, wie lang ihr wollt, dass die Videos in der Cloud gesichert werden. Man erhält hier eine interessante Türklingel mit Kamera, die eine sehr gute Bildqualität inkl. Nachtsicht-Modus liefert. 

Die Abo-Kosten:

testr Gesamtwertung

unter Berücksichtigung aller Teilwertungen

 Wir bedanken uns beim Hersteller für die Bereitstellung des Produktes. Zu unseren Grundsätzen

Huawei Wireless Charger

Huawei fertigt im Consumer-Bereich viele Dinge wie z.B, Tablets, Notebooks und Zubehör für Smartphones. So bietet das Unternehmen nicht nur Kopfhörer, sondern seit neustem auch einen Wireless Charger an, welchen das Unternehmen zusammen mit der Mate 20-Serie vorgestellt hat. Genau diesen neuen Huawei Wireless Charger möchte ich euch in dem heutigen Testbericht genauer vorstellen.

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Libratone Zipp Mini 2

Libratone wurde 2009 als kleines Start-up von drei dänischen Designern, die einen gemeinsamen Traum hatten, gegründet. Gemeinsam hatten die drei vor, Lautsprecher für Musikhörer des 21. Jahrhunderts zu entwickeln. Den Designern war klar, dass Ihnen das nur gelingt, wenn Sie Produkte entwerfen, die ohne lästigen Kabelsalat auskommen. So entwickelten die drei Designer ihre ersten drahtlosen Lautsprecher, die mit ihrem kraftvollen Sound und zugleich mit ihrem skandinavischen Design überzeugen konnte. 

Auf das Symbol „Die Nachtigall“ kam das Unternehmen auch das berühmte Werk des dänischen Autors Hans Christian Andersen, dessen Märchen die Idee verkörpert den Klang zu befreien wie Libratone durch seine Produkte. Der Name Libratone erklärt sich auch sehr einfach, denn dieser ist aus zwei englischen Worten zusammengesetzt, „libration“(Befreiung) und „tone“(Ton), was genau sich Libratone auch zum Ziel gesetzt hat, nämlich den Klang zu befreien. 

Inzwischen wird das Unternehmen vom CEO Jan McNair geführt und hat sich durch das seit 2014 in das Unternehmen eingeflossene Kapital und das Know-How der neuen Eigentümer stetig weiter entwickelt. 2015 stellt das Unternehmen seine SoundSpaces Technologie vor, welche es ermöglichte mehrere Lautsprecher ganz einfach miteinander zu verbinden. Damit war es möglich, bis zu acht Lautsprechergruppen mit je bis zu sechs Lautsprecher zu erstellen. 

Vor Kurzem habe ich euch bereits mit dem Testbericht zum Zipp 2 den ersten neuen 360°-Full-Room Lautsprecher von Libratone vorgestellt. Doch wie bereits beim Vorgängermodell, gibt es auch bei der neuen Generation neben dem großen Modell einen kleineren, welcher auf den Namen Zipp 2 mini hört. Dieser ist im Design ebenfalls gleich geblieben, jedoch hat Libratone auch hier einige Neuerungen integriert. Zu diesen zählen die Unterstützung von AirPlay 2 und der Sprachassistent Alexa, welcher ebenfalls Einzug in den 360° Lautsprecher erhalten hat. Zudem hat man etwas den Klang optimiert und die Akkulaufzeit verbessert. Doch kann der neue smarte Libratone Zipp 2 mini ebenfalls überzeugen? Das erfahrt Ihr in diesem Testbericht.

TEIL 1

Bestehend aus „Verpackung/Design/Verarbeitung“ entspricht 25% der Gesamtwertung

Verpackung

Beim kleinen Zipp mini 2 hat sich Libratone wie bereits beim großen Zipp 2 für ein neues Design der Verpackung entschieden. Daher ist die Verpackung des Zipp mini 2 nun nicht mehr rund, sondern rechteckig. Ansonsten ist die Verpackung zu dem von mir bereits getesteten Zipp 2 bis auf deren Größenunterschiede gleich gestaltet.

Auf der Vorderseite ist somit der kleinere Zipp mini 2 abgebildet, darüber ist der Name „Libratone“ und darunter der Name des Lautsprechers Zipp mini 2 zu lesen. Der abgebildete Zipp mini 2 und die beiden Nachtigall Logos auf der rechten und linken Seite der Verpackung sind hier rot abgebildet. Dies liegt daran, das mein Testgerät welches ich von Libratone zur Verfügung gestellt bekommen habe, genau diese Farbe hat und somit in Cranberry Red daher kommt.  

Auf der Rückseite der weißen Verpackung ist im oberen Drittel der Libratone Zipp mini 2 erneut abgebildet. Hier ist dieser aber einmal von vorne und daneben um 180° gedreht abgebildet. Darunter sind die wichtigsten technischen Daten wie z. B. die Akkulaufzeit und die Verbindungsmöglichkeiten zu lesen. Des Weiteren befindet sich darunter noch einige Embleme wie z. B. das Bluetooth Logo, WiFi, dlan usw. Zu guter Letzt informiert die Unterseite darüber, welche Geräte (iPhone) für die Nutzung der verschiedenen Dienste vorausgesetzt wird.

Das Öffnen der Verpackung erfolgt wie bereits beim großen Zipp 2, durch einen Aufreißstreifen an der Oberseite. Der Deckel besitzt somit einen Streifen, der durch Sollbruchstellen gezielt abgerissen werden kann. Ist dieser entfernt und der Deckel somit offen, erblickt man direkt die von den bekannten runden Beschreibungen. Diese liegen in einem Styroporeinsatz eingelassen, der Einsatz wiederum soll den Libratone Zipp mini 2 währen des Transports und bei der Lagerung beim Händler vor Beschädigungen schützen. Entfernt man den oberen Einsatz, kommt direkt der Libratone Zipp mini 2 zum Vorschein, welcher in einem Beutel verpackt ist. Dieser Beutel soll den Zipp mini 2 vor Staub und Kratzer schützten. Zudem erkennt man am Boden der Verpackung einen zweiten Styroporeinsatz. Dieser sorgt ebenfalls für den nötigen Schutz und hält diesen zusammen mit dem oberen in der Mitte der Verpackung zentriert. Neben dem Zipp mini 2, befindet sich in der Verpackung noch eine Schachtel, die an dem Stecker-Symbol an der Außenseite schon andeutet, dass sich darin das Netzkabel zum Aufladen des Akkus befindet. Öffnet man schließlich den Karton, befindet sich darin das Netzteil und die beiden Stecker-Adapter für die europäische Steckdose und die Britische.

(Verpackung: 4 von 5 Punkten)

Design

Das Design des Libratone Zipp mini 2 ist zu dem seines Vorgängers großteils identisch. Das Design zu sehr zu verändern, wäre auch gar nicht nötig, denn mit ihrer Zylinderform und mit dem auffälligen Reißverschluss, der es ermöglicht, den Überzug farblich zu ändern, hatte Libratone schon mit dem Vorgängermodell ein schönes und zeitloses Gerät auf den Markt gebracht.

Falls welche von euch sich schon einmal gefragt haben, wie Libratone auf den Namen Zipp kam, dieser kommt von dem Reißverschluss. Den Überzug kann man durch diesen in sehr kurzer Zeit gegen einen anderen (andere Farbe/Material) austauschen. Die Zahl 2 stammt wie bereits eingangs erwähnt von der zweiten Version (eigentlich 3. Generation). Da gegenüber dem normalen Zipp jedoch kaum etwas verändert wurde, hat Libratone diesen Zipp 2 genannt.

Der Grundkörper des Zipp 2 besteht aus Kunststoff. Die verbauten Treiber sind durch den wechselbaren Überzug aus widerstandsfähigem Stoffgewebe verdeckt. Diesen Überzug gibt es, wie bereits erwähnt in verschieden Farben. So bietet Libratone den Zipp 2 aktuell in der Farbe Cranberry Red (die Farbe meines Testgerätes) Stormy Black, Frost Grey und Pine Green an. Es gibt im Einzelhandel jedoch auch noch weitere Bezüge in anderen Farben und Materiellen z. B. italienische Wolle, diese können für knapp 30 € aufwärts erworben werden. Für die neuen Zipp mini 2 Modelle kann problemlos die Überzüge (Cover) des normalen Zipp mini kaufen, da sich bei diesem gegenüber dem neuen Überzug und Lautsprecher nichts verändert hat. Lediglich der Libratone Anhänger am Reißverschluss ist bei den neuen aus Silikon (Kunststoff) und nicht mehr aus einem Stoffgewebe. So ist auch der neue Zipp mini 2: 22,4 cm Hoch, hat einen Durchmesser von 10 cm und bringt ein Gewicht von 1,1 KG auf die Waage.

Im Grunde hat der Zipp mini 2 die gleiche Form wie der etwas größer Zipp 2. Lediglich die Oberseite, ist beim Zipp mini 2 stärker gewölbt und hat somit eine rundere Oberseite. An diese Oberfläche ist das kleine, kreisrunde Touch-Bedienfeld eingelassen. Diese ist wie bereits beim Vorgänger dem Zipp mit dem typischen Nachtigall-Emblem versehen und das einzige Bedienelement am Libratone Zipp mini 2. Auf dieses gehe ich unter dem Punkt Bedienung näher ein. Auf der Rückseite wiederum sind die gleichen Anschlüsse wie beim Zipp 2 vorhanden. So findet man hier neben einem USB-Port, einen Klinke-Anschluss, den Netzanschluss, um den integrierten Akku aufzuladen. Zudem findet man hier der Ein-/Ausschaltknopf, um den Libratone Zipp 2 einzuschalten. Dies geschieht durch kurzes gedrückt halten des Knopfes, bis ein Ton ertönt.

(Design: 4 von 5 Punkten)

Verarbeitung

Die Verarbeitung des Libratone Zipp mini 2 ist selbstverständlich wie die des Vorgängers auf einem hohen Niveau. Der Bezug aus dem von Libratone genannten CoolWeave Meshmaterial (Textilstoff) fühlt sich sehr angenehm an und macht einen robusten und somit langlebigen Eindruck. Weiterhin ist die Transportschlaufe aus echtem Leder hergestellt und das Gehäuse ist wie bereits erwähnt aus matt-weißem Kunststoff und unter dem Überzug aus schwarzem Kunststoff gefertigt. Positiv ist auch die gummierte Unterseite, denn diese sorgt für einen sicheren und selbst bei hoher Lautstärke festen Stand.

Kommen wir zu der einzigen direkt ersichtlichen Änderung am Libratone Zipp mini 2 gegenüber dessen Vorgänger. Dabei handelt sich um die gleiche Änderung wie bereits beim größeren Zipp 2, nämlich um das Touch-Bedienfeld. Dieses ist nun nicht mehr hochglänzend, sonder ist nun matt und fühlt sich haptisch etwas angenehmer an. Zudem hat man sich hier von dem Chrom Ring darum verabschiedet. Beim Vorgängermodell störte mich noch die hochglänzende Oberfläche des Bedienfeldes ein wenig, denn dieses konnte ich bei Sonnenlicht im Freien durch die etwas störenden Spiegelungen weniger gut ablesen. Beim neuen Zipp mini 2 ist Libratone auf diesen Kritikpunkt eingegangen und hat hier auf ein wesentlich unempfindlicheres Bedienfeld gesetzt. Dieses kann in der App zudem in der Helligkeit in drei Stufen verändert werden.

(Verarbeitung: 5 von 5 Punkten)

TEIL 2

bestehend aus „Funktion des Produktes“ entspricht 65% der Gesamtwertung

Art360-Grad Full-Room Lautsprecher
KategorieLautsprecher mit integriertem Akku
Farbeweiß/rot (Cranberry Red) weitere Farben: Stormy Black, Frost Grey, Pine Green.
AkkuAkku fest verbaut. Akkulaufzeit reicht für bis zu 12 Stunden Wiedergabe aus
Gewichtknapp 1100 Gramm
MaterialKunststoff
Eingänge/MusikdiensteWLAN-Dualband (2,4 GHz und 5 GHz), IEEE 802.11 b/g/n/ac; AirPlay 2; DLNA (Android und Windows); SoundSpace Link; Spotify Connect, Alexa, Bluetooth 4.1 aptX; 3,5mm Klinke-Anschluss; USB-Wiedergabe Eingang/Lade Ausgang.
Treibereinheiten360 Grad-Reflektor; 3-Zoll Neodymium-Tieftöner; 1x 1-Zoll Soft-Dome-Neodymium-Hochtöner; 2x 3,5-Zoll Niedrigfrequenzradiatoren
Lieferumfang1x Libratone ZIPP mini 2
1x Netzteil
1x Netzteil Adapter EU
1x Netzteil Adapter UK
Bedienungsanleitungen in mehreren Sprachen

Ausstattung

Eine der großen Besonderheiten der Libratone Zipp-Geräte ist weiterhin, dass diese dank den vielen wechselbaren Bezügen aus CoolWeave Meshmaterial, welche in vielen Farben erhältlich sind, sehr einfach dem eigenen Geschmack angepasst und somit personalisiert werden können. Des Weiteren bietet der Zipp mini 2 genauso wie der größere Zipp 2 einen 360° Full-Room Sound. Dieser soll jedoch gegenüber den Vorgängermodellen noch etwas besser klingen, da Libratone hier der 360° Reflektor optimiert hat. Die Wiedergabefrequenzen liegen jedoch weiterhin bei 50 Hz bis 20 kHz. Was Libratone beim Zipp mini 2 jedoch ebenfalls verbessern konnte, ist die Akkulaufzeit, denn diese soll nun für bis zu 12 Stunden aktive Nutzung reichen, nicht mehr nur für 10 Stunden.

An der praktischen Lederhandschlaufe kann der Lautsprecher ganz einfach, an den gewünschten Ort getragen werde und wenn gewünscht z. B. an einem Haken oder Ähnliches aufgehängt werden. Beim Zipp mini 2 ist die Schlaufe fest, während die beim Zipp 2 entfernt werden kann. Dies dient jedoch nur zur Einfacheren entfernen des Überzuges. Für alle Apple-Nutzer dürfte die Integration von AirPlay 2 von Vorteil sein, denn damit kann man ganz bequem die Musik vom iPhone am Zipp 2 wiedergeben und kann zudem mehrer Geräte miteinander koppeln (Multiroom). Wer wiederum kein iPhone besitzt, kann mit der SoundSpace Link Technologie bis zu 6 Lautsprecher miteinander koppeln. Somit kann man die eigene Playlist bequem in mehrere Räumen gleichzeitig abspielen, darauf gehe ich jedoch unter Bedienung noch etwas genauer ein. Übrigens über den vorhanden USB-Port kann man nicht nur Musik abspielen, sondern auch einen eventuell leeren Smartphone Akku wieder aufladen. 

(Ausstattung: 4,5 von 5 Punkten)

Klang

So kommen wir zum wichtigsten Thema beim Test eines Lautsprechers, zum Klang. Dieser war ja bereits beim Vorgänger sehr gut, und konnte mich in meinem Test sehr überzeugen. Dennoch hat Libratone auch hier beim kleineren Zipp mini 2 Hand angelegt und vor allem den 360° Klang noch einmal verbessert. Doch wie ist dies dem Unternehmen gelungen?

Da der Libratone Zipp 2 von seiner Größe etwas kleiner als der normale Zipp 2 ist, bietet dieser natürlich etwas weniger Platz für die Treiber und zudem besitzt er ein geringeres Volumen. Somit ist der Klang erwartungsmässig etwas schwächer als beim Zipp 2. Libratone setzt beim Zipp mini 2 aufgrund der Größe auf 3,5“ Niederfrequenzradiatoren, welche passiv, also ohne externe Stromversorgung von dem darüber verbauten und somit nach oben abstrahlenden Tieftöner angetrieben werden. Diese Niederfrequnzradiatoren haben ein ähnliches Prinzip wie Bassreflexröhren, sorgen nämlich für klare und kräftigere Bässen, ohne dabei das von Bassreflexrohren häufig störende Geräusch der Luft, die durch die Öffnung gesaugt wird zu erzeugen. Zudem wäre beim Zipp mini 2 kein Platz für die Bassreflexrohre, da dieser, wenn er die Luft von unten ansaugt, auf Füßen stehen müsste, was einfach bescheiden aussehen würde. Die beiden Passivmembrane sind sich gegenüber angeordnet und strahlen somit ihren Klang zu den Seiten hinweg ab. Über den beiden Radiatoren befindet sich ein 3“ großer Neodymium-Tieftöner, welcher wie bereits erwähnt die beiden Radiatoren antreibt. Dieser sorgt durch die beiden Passivmembrane für den nötigen Bass und strahlt sein Klang nach oben hinweg.

Da man mit den bisher erwähnten Lautsprechern nicht wirklich ein gutes Klangbild haben würde (nur Tieftöner verbaut) sind natürlich auch Hochtöner für den Gesang und ein Teil der Instrumente nötig. Hierfür hat Libratone einen 1-Zoll großen Soft-Dome-Neodymium-Hochtöner verbaut, welcher ganz oben unter dem Touch-Bedienfeld sitz und nach unten zu der Basseinheit (Tieftöner usw.) seinen Klang wiedergibt. Dadurch entsteht natürlich keineswegs ein 360° Klang, da die Töne nur gegeneinander gestrahlt werden würden und somit von den jeweils gegenüberliegenden Membran total unterbrochen und verworfen werden würden. Somit hat sich hier Libratone etwas feines einfallen lassen, was man an den Bildern durch die Rote Farbe erkennt.

Dabei handelt es sich um einen sogenannten 360°-Reflektor. Dieser besitzt eine geschwungene Form und dient, wie der Name vermuten lässt als Schall-Reflektor. Somit trifft der Schall bzw. die Töne des Tieftöner von unten gegen den Reflektor und die des Hochtöner von oben gegen den geschwungenen 360°-Reflektor. Dieser zerstreut die Töne gezielt und vor allem gleichmassig rundum nach Außen und sorgt somit, dass der versprochene 360° Klang erzeugt wird. Dies hört sich einfach an, doch die Entwicklung der perfekten Form des 360° Reflektor nimmt sicherlich eine Zeit in Anspruch. Doch Libratone ist es hervorragend gelungen, denn der versprochen Full-Room Raumklang des Libratone Zipp mini 2 ist noch etwas besser als der des Vorgängers.

Doch nun die Frage, wie gut ist der Klang des neuen Zipp mini 2? Klanglich kann man hier nicht  ganz erwarten, dass der kleine Zipp mini 2 mit seinem größeren Bruder mithalten kann. Dies liegt ja zum einem wie bereits erwähnt an der Größe und den kleineren Treibern, welche für die tiefen Töne zuständig sind. So ist der Zipp mini 2 verständlicherweise etwas Bassärmer abgestimmt. Man kann den Klang in der App zwar mit verschiedenen Klangprofilen anpassen, doch ich habe den Zipp mini 2 im neutralen Zustand, so wie ihn der Hersteller abgestimmt hat getestet. Der Bass des Zipp mini 2 ist aufgrund dessen Größe wie ich bereits erwähnt, habe etwas schwächer. Ansonsten hören sich die beiden Lautsprecher sehr ähnlich an und können bei Bedarf auch als Stereo-Paar genutzt werden. 

Für einen via Akku betriebenen Speaker, der zudem einen 360°-Klang bietet, ist der Klang gut genug, um damit ein kleines Wohnzimmer oder Schlafzimmer zu beschallen. Ich bin mit der Darstellung von Gesangstimmen sehr zufrieden, diese wurden sehr sauber und ohne Verlust wiedergegeben. Auch die Höhen haben mir sehr gut gefallen, sodass diese klar und mit einer ausgewogenen Brillanz überzeugen konnten. Beim kleineren Libratone Zipp mini 2 ist mir jedoch aufgefallen, dass dieser bei etwas über 90% der Lautstärke anfängt zu übersteuern und somit geht etwas an Klangqualität verloren.

Der Vorteil der Libratone Zipp 2 Geräte ist jedoch weiterhin, dass man dieses Klangbild rund um diesen ziemlich gleichmäßig hört. Dank des 360° Reflektor werden die Töne gleichmäßig abgestrahlt und somit eignet sich der Zipp 2 perfekt, um eine keine Party im Haus oder im Freien zu beschallen.

(Klang: 3,5 von 5 Punkten)

Bedienung

[appcode appstore id461374277]

[appcode googleplay com.libratone]

Die Bedienung und somit auch die Einrichtung verläuft noch etwas leichter als beim Vorgänger. Der Zipp mini 2 führt einen nämlich wie der Zipp 2 über eine Sprachansage Schritt für Schritt durch die sehr einfache Einrichtung. So weist dieser nach dem Einschalten mit einer Männerstimme (auf Englisch) gleich drauf hin, dass der Zipp mini 2 mit dem WiFi verbunden werden soll und man hierfür die kostenlose Libratone App aus der AppStore laden soll. Die Einrichtung und Bedienung ist somit bei beiden Geräten identisch, da beide über ein identisches Touch-Bedienfeld und über die selbst App bedient werden.

Ist die App erfolgreich geladen, kann man diese wie gewohnt starten. Nun muss man ein Konto bei Libratone erstellen. Hier muss man jedoch nur die eigene E-Mail-Adresse und ein selbst ausgedachtes Passwort festlegen. Ist dies getan, erscheint der Zipp mini 2 direkt auf der Startseite, sofern ihr diesen bereits eingeschaltet habt. Nun werdet ihr gefragt, ob ihr diesen mit dem Account verbinden möchtet, und müsst anschließend diesen mit dem Wi-Fi-Netz verbinden. Dazu wird einem automatisch das WLAN-Netz mit dem euer Smartphone aktuell verbunden ist angezeigt und ihr müsst lediglich das Passwort eingeben. Ist das alles korrekt, teilt einem die Stimme freundlich mit, das der Zipp mini 2 erfolgreich mit dem WLAN verbunden wurde und einsatzbereit ist. Sollte man im Freien und somit eventuell ohne WLAN in der Nähe sein, ist dies natürlich kein Problem, denn hierfür hat Libratone den Zipp mini 2 wie bereits den Vorgänger mit Bluetooth ausgestattet. Somit kann der Zipp mini 2 auch ohne Einrichten direkt über Bluetooth mit dem Smartphone gekoppelt werden.

Den neuen Zipp mini 2 kann man wie sein großer Bruder bei Bedarf mit dem Sprachassistenten von Amazon (Alexa) gekoppelt werden. Dies ist natürlich nicht zwingend erforderlich, wer dies jedoch machen möchte, kann das tun und sich einfach mit dem Amazon Konto einloggen und schon dient der Zipp mini 2 als Echo Alternative. Anschließend kann man wie bei den Sprachassistenten üblich diesen mit zahlreichen Fragen löchern. Damit Alexa die Sprachbefehle versteht, ist der kleinere Zipp mini 2 mit 3 Fernfeld-Mikrofonen von Amazon ausgestattet. Der große Bruder besitzt 6 Mikrofone, doch bei der Verständlichkeit von Alexa konnte ich beim Zurufen keine Unterschiede feststellen. Klar ist jedoch, dass bei hoher Lautstärke Alexa weniger gut reagiert wie bei angenehm Elster Musik. Amazon stellt allen Herstellern, welche in ihren Speakern die Alexa Spracherkennung integrieren möchten, die passende Hardware (Mikrofone usw.) zur Verfügung. Dies weiß ich von verschiedenen Herstellern, was Amazon daran verdient bzw. was die Sprachsteuerungseinheit für die Hersteller kostet, wird jedoch nicht verraten.

Man kann den Libratone Zipp mini 2, wie bereits erwähnt entweder über die App, oder direkt am Touch-Bedienfeld steuern. In der App hat man natürlich den etwas umfangreicheren Funktionsumfang, denn hier kann man nicht nur das Klangbild dem eigenen Geschmack anpassen, sondern auch einen Sleep-Timer einstellen, weitere Geräte verbinden oder auch Updates durchführen. Der Aufbau der App gefällt mir ganz gut, doch für den neuen Zipp mini 2 braucht man diese eigentlich fast nur noch zum Einrichten und eventuell zum hinzufügen eines weiteren Speakers, denn alles andere geht eigentlich direkt am Zipp mini 2 selbst.

Daher erkläre ich nun das Touch-Bedienfeld etwas genauer. Dieses wurde um einige weitere Befehle erweitert und besitzt nun sechs Menüpunkte. Durch das lange drücken auf die Mitte des Touch-Bedienfeld erscheinen diese Menü-Punkte. Auf dem obersten Symbol über dem Kopf der Nachtigall, kann man die Mikros deaktivieren, sodass Alexa nicht alles mithören kann.

Betrachtet man im Uhrzeigersinn das nächste Symbol, handelt es sich hierbei um die Taste, um den Zipp 2 via Bluetooth bzw. mit dem WiFi-Netz zu koppeln. Bei dem Icon rechts unten, also das „d-Symbol mit dem Kreis“ handelt es sich um die Raum-Korrektur Taste. Drückt man diese, teilt einem die Stimme in Englisch mit, das der Zipp mini 2 nun eine Raum-Korrektur ausführt. Dies dient dazu, dass der Zipp mini 2 seinen 360° Full-Room-Sound richtig entfalten kann. Beim Einmessen richtet er sich nämlich auf die eventuellen Hindernisse ein, die den Schallweg versperren würden. Einen großen Klangunterschied konnte ich nach der Durchführung jedoch nicht feststellen. Mit der unteren Taste auf 6 Uhr, kann man sich die davor in der App festgelegten Internetradio-Sender oder z. B. auch Playlists, die man als Favorit gespeichert hat direkt mit nur einem Klick auf das Herz-Icon abspielen. Es lassen sich wie bereits beim Vorgänger bis zu sechs Favorit in der Libratone-App speichern.

Das nächste Icon auf etwa 7 Uhr, ist denjenigen, die den alten Zipp schon kennen ebenfalls bekannt. Hierbei handelt es sich um das Sound-Space-Link-Symbol, mit dieser Taste kann man mehrer Zipp Speaker koppeln. Dazu reicht es einfach die Taste am ersten Zipp 2 zu drücken und anschließend an jedem weiteren, denn man damit koppeln möchte und schon verbinden sich diese automatisch miteinander. Mit dem letzten Menü oben links kann man direkt per kurzer Berührung überprüfen, ob die Software des Zipp mini 2 aktuell ist, daher benötigt man keine App und die Stimme teilt einem gleich mit, ob es ein Update gibt oder eben nicht.

Somit kann ich ganz klar sagen, dass man mithilfe des neuen Touch-Bedienfelds den Libratone Zipp mini 2 bis auf die Ersteinrichtung komplett über dieses neue gestaltete Bedienfeld steuern kann. Man benötigt somit die App anschließend kaum noch. Achja die vom alten Modell bekannten Steuerungen sind natürlich auch noch vorhanden. So erhöht man durch berühren des Touchfelds mit dem Zeigefinger und dem kreisen im Uhrzeigersinn die Lautstärke und andersrum wird diese abgesenkt. Die Steuerung der Musik ist weiterhin über das Nachtigall-Touchbedienfeld möglich, doch die Gesten haben sich gegenüber des Vorgängers aufgrund der neuen Untermenü-Punkte verändert. Wo vorher noch Pfeiltasten vorhanden waren, ist nun das Nachtigall-Logo selbst mit verschiedenen Gesten belegt. Tippt man das Logo einmal kurz an, wird die Musik pausiert oder fortgesetzt. Tippt man zweimal hintereinander, dann gelangt man zum nächsten Titel und ein dreimaliges tippen spielt das zuletzt gespielte Lied erneut ab. Falls man einen unerwartet Anruf bekommt oder jemand mit einem reden will, kann man zudem die „Hush“ Funktion nutzen. Diese blendet die Musik kurzzeitig aus, indem man die Hand über das Touch-Bedienfeld legt.

(Bedienung: 4 von 5 Punkten)

Koppeln und Reichweite

Die Einrichtung des neuen Zipp mini 2 ist dank der gut aufgebauten App und der zusätzlichen Sprachansagen des Zipp mini 2, wirklich sehr einfach und in wenigen Minuten erledigt. Ich persönlich empfehle solange ihr bei euch oder jemand anderen Zuhause seid, die WLAN Verbindung zu bevorzugen, so habt ihr nämlich den vollen Funktionsumfang des Zipp mini 2. Alternativ könnt ihr natürlich einfach nur Bluetooth oder das neue Airplay 2 nutzen, doch für AirPlay 2 ist es ebenfalls nötig, dass sich euer Smartphone und der Zipp mini 2 im gleichen WLAN-Netz befinden. Daher bleibt im Freien ohne WiFi natürlich nur Bluetooth übrig. Bei Bluetooth setzt Libratone nicht auf 5.0, sondern 4.1 jedoch mit aptX Unterstützung.

Über WLAN und AirPlay 2 ist die Reichweite natürlich deutlich höher als mit Bluetooth. Bei der Reichweite von Bluetooth gibt Libratone keine genaue Reichweite an, doch in meinem Test unterbrach die Verbindung erst nach knapp 15 Metern. In den eigenen vier Wänden rate ich persönlich daher zur Wiedergabe über WiFi, sobald man unterwegs ist, ist Bluetooth logischerweise die bessere Wahl.

Dank der bereits genanten SoundSpace-Technologie, ist es möglich, bis zu sechs Speaker ganz einfach über die App miteinander zu verbinden. Dabei ist es egal, ob es ein großer Zipp oder ein kleiner Zipp mini ist. Somit kann man wie bereits beim Vorgängermodell mehrer Zipp Geräte koppeln, um diese bei einer Party verteilt im Raum aufzustellen oder eben die Musik in mehren Räumen wiederzugeben.

AirPlay 2 bringt gegenüber der alten Version, also AirPlay ebenfalls einige Vorteile mit sich. Auf AirPlay 2 ist Libratone sehr stolz, denn das Unternehmen war eines der ersten die Apples AirPlay 2 Technologie in einem Lautsprecher eingesetzt haben. AirPlay 2 sorgt zum einen für ein besseres Puffern der Titel. So liegt das vorladen nicht nur bei wenigen Sekunden, sonder in der gleichen Zeit wie beim alten AirPlay bei mehren Minuten. So spielt die Musik selbst weiter, auch wenn die Verbindung zum WiFi kurz abbrechen sollte. Ebenfalls neu ist die Multiroom-Steuerung, damit kann man in iOS zum ersten Mal mehrer Lautsprecher ansteuern und die Musik unterschiedlich regeln. Damit kann man die Lautstärke und alles weiter bequem über das Kontrollzentrum von iOS verändern.

(Koppeln und Reichweite: 4,5 von 5 Punkten)

Akku

An der Akkulaufzeit des neuen Zipp 2 hat Libratone wie bereits erwähnt ebenfalls geschraubt. Obwohl der Zipp mini 2 von den Abmaßen kleiner als sein großer Bruder ist, soll dieser wie Libratone angibt ebenfalls eine Akkulaufzeit von bis zu 12 Stunden aktive Nutzung bieten. In meinem Test kam ich mit dem kleinen Zipp mini 2 auf knapp 11 Stunden, doch wie immer hängt die Laufzeit natürlich von der Lautstärke ab und über welche Quelle ihr mit dem Zipp mini 2 Musik hört. Den je nachdem ob ihr Bluetooth, AirPlay 2 oder WiFi nutz, variiert die Laufzeit zudem spielt es auch eine Rolle, ob ihr einen oder mehrer Lautsprecher nutzt.

Sollte der Akku zu neige gehen, könnt ihr den Zipp mini 2 natürlich auch via Netzteil betreiben. Der Akku wird per mitgelieferten Netzteil aufgeladen. Da dieses jedoch keinen USB-Anschluss, sondern einen Rundstecker ist, muss dieses bei einer längeren Reise natürlich mitgenommen werden, damit man den Akku aufladen kann. Dieses ist natürlich durch das Netzteil deutlich größer als ein einfaches USB-Kabel und somit nimmt es in dem Rucksack, Koffer oder Ähnliches etwas mehr Platz ein. Hier wäre natürlich ein Aufladen via USB etwas besser. Mit dem mitgelieferten Ladekabel dauert es knapp 2 einhalb Stunden, bis der Akku wieder von 0 % auf 100 % aufgeladen wurde.

(Akku: 4 von 5 Punkten)

TEIL 3

bestehend aus „Preis/Leistung“ entspricht 10% der Gesamtwertung

Beschreibung

Libratone gibt an, dass die neue Zipp Generation entwickelt wurde, damit dies noch beliebter als ihre Vorgänger werden. Daher hat man auch bei Zipp mini 2 die Batterielaufzeit, die Akustik verbessert und zudem AirPlay 2 und den Sprachassistenten „Alexa“ integriert. Weiterhin hat man das von mir damals leicht bemängelte Touch-Bedienfeld verbessert und trotzdem das zeitlose elegante Design beibehalten. 

Ich kann diesem Punkten soweit absolut zustimmen. Viel musst Libratone bei den neuen Zipp Geräten gegenüber dem Vorgänger nicht ändern und hat somit das Design fast identisch gelassen. Wo andere Hersteller gleich ein komplettes neues Design (Form usw.) entwickeln, hat Libratone beim Zipp mini 2 genau an den richtigen Bereichen nachgebessert und den tollen 360° Lautsprecher wie angegeben feiner abgestimmt und für einen noch besseren 360° Full-Room-Sound gesorgt. 

Der Zipp mini 2 ist zwar vom Bass etwas schwächer als sein großer Bruder abgestimmt. Dies liegt jedoch an dem kleineren Gehäuse und dem daraus resultierten kleineren Volumen, welches weniger Platz für die Treiber gelassen hat. Dennoch ist der Klang der kleinen Zipp 2 sehr gut gelungen und dank der Handschlaufe kann dieser problemlos aufhängt werden. Da der Zipp mini 2 weiterhin widerstandsfähig gegen Luftfeuchtigkeit ist, kann dieser auch problemlos beim Duschen mit ins Bad gestellt werden.

Preis/Leistung

Der Preis der Libratone Zipp 2 liegt wie bereits beim Vorgänger bei 249,99€ (UVP). Daher ist er 50 € günstiger als der große Bruder. Klar ist auch dies nicht wenig Geld und am Ende muss man sich Entscheiden, ob man nicht gleich den Größeren etwas wärmer Abgestimmten Zipp 2 für 50€ mehr kaufen möchte. Jedoch erhält man selbst mit dem Zipp mini 2 einen schönen smarten Lautsprecher mit einem ganz guten Klang. Dieser ist gegenüber dem Zipp mini 2 mit 1,1 Kg etwas leichter, sodass er sich besser für den mobilen Einsatz eignet als der 1,5 KG schwere Zipp 2. Zusätzlich spielt dieser wie der Zipp 2 einen 360°-Full-Room Sound, sodass man rund um den Zipp mini 2 die Musik zu etwa 90 % identisch hört. Da Libratone nun zur bisherigen WiFi, Bluetooth und dlan Verbindung nun noch das AirPlay auf die neuste Version AirPlay 2 geupdated hat, zudem weiterhin USB und einen Klinken-Anschluss verbaut hat, kann man den Libratone Zipp 2 sehr vielseitig einsetzen. 

Des Weitern wurde nun auch die Akkulaufzeit verbessert, sodass man mit einer Akkuladung bis zu 12 Stunden Musik hören kann und „Alexa“ hat als Sprachassistent ebenfalls Einzug in den Zipp mini 2 erhalten. Somit ist der neu Libratone Zipp mini 2 ein würdiger Nachfolger des alten Zipp mini und wurde genau an den richtigen Stellen verbessert.

Libratone Zipp 2 Mini

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unter Berücksichtigung aller Teilwertungen

 Wir bedanken uns beim Hersteller für die Bereitstellung des Produktes. Zu unseren Grundsätzen

Libratone Zipp 2

Libratone wurde 2009 als kleines Start-up von drei dänischen Designern, die einen gemeinsamen Traum hatten, gegründet. Gemeinsam hatten die drei vor, Lautsprecher für Musikhörer des 21. Jahrhunderts zu entwickeln. Den Designern war klar, dass Ihnen das nur gelingt, wenn Sie Produkte entwerfen, die ohne lästigen Kabelsalat auskommen. So entwickelten die drei Designer ihre ersten drahtlosen Lautsprecher, die mit ihrem kraftvollen Sound und zugleich mit ihrem skandinavischen Design überzeugen konnte. 

Auf das Symbol „Die Nachtigall“ kam das Unternehmen auch das berühmte Werk des dänischen Autors Hans Christian Andersen, dessen Märchen die Idee verkörpert den Klang zu befreien wie Libratone durch seine Produkte. Der Name Libratone erklärt sich auch sehr einfach, denn dieser ist aus zwei englischen Worten zusammengesetzt, „libration“(Befreiung) und „tone“(Ton), was genau sich Libratone auch zum Ziel gesetzt hat, nämlich den Klang zu befreien. 

Inzwischen wird das Unternehmen vom CEO Jan McNair geführt und hat sich durch das seit 2014 in das Unternehmen eingeflossene Kapital und das Know-How der neuen Eigentümer stetig weiter entwickelt. 2015 stellt das Unternehmen seine SoundSpaces Technologie vor, welche es ermöglichte mehrere Lautsprecher ganz einfach miteinander zu verbinden. Damit war es möglich, bis zu acht Lautsprechergruppen mit je bis zu sechs Lautsprecher zu erstellen. 

Ich habe euch im Juli 2017 bereits die zweite Generation der Libratone Zipp Lautsprecher vorgestellt. Zur IFA 2018 hat Libratone eine neue verbesserte Version dieser Lautsprecher vorgestellt. Zu deren größten Neuerung zähl die Unterstützung von AirPlay 2 und der Sprachassistent Alexa hat ebenfalls Einzug in den 360° Lautsprecher erhalten. Zudem hat man etwas den Klang optimiert und die Akkulaufzeit verbessert. Doch kann der neue smarte Libratone Zipp 2 ebenfalls überzeugen? Das erfahrt Ihr in diesem Testbericht.

TEIL 1

Bestehend aus „Verpackung/Design/Verarbeitung“ entspricht 25% der Gesamtwertung

Verpackung

Das Design der Verpackung von den Libratone Zipp 2 Modellen wurde gegenüber den Vorgängern grundlegend verändert. Diese ist nämlich nun nicht mehr rund, sondern rechteckig. Des Weitern sind auf der Verpackung nun auch die Lautsprecher abgebildet, was beim Vorgänger ebenfalls nicht der Fall war.

So ist auf der Vorderseite der Verpackung direkt der Speaker von der Seite betrachtet dargestellt. Bei der Farbe des abgebildeten Zipp 2 handelt es sich um die gleiche, welche auch der Zipp 2 in der Verpackung hat. So handelt es sich bei meinem Modell um den Zipp 2 in der Farbe Frost Gray (ein hellen Grauton), was man auch an den beiden seitlichen Nachtigall-Logos auf der Verpackung erkennt, denn auch diese besitzen die Farbe des Covers. Auf der Vorderseite steht über der Abbildung des Zipp 2 noch der Firmennamen und darunter der Name des Lautsprechers.

Auf der Rückseite der weißen Verpackung ist der Libratone Zipp 2 erneut abgebildet. Dieses Mal ist dieser aber einmal von vorne und daneben um 180° gedreht abgebildet. Darunter sind die wichtigsten technischen Daten wie z. B. die Akkulaufzeit und die Verbindungsmöglichkeiten zu lesen. Des Weiteren befindet sich darunter noch einige Embleme wie z. B. das Bluetooth Logo, WiFi, dlan usw. Zu guter Letzt informiert die Unterseite darüber, welche Geräte (iPhone) für die Nutzung der verschiedenen Dienste vorausgesetzt wird.

Das Öffnen der Verpackung erfolgt durch einen Aufreißstreifen an der Oberseite. Der Deckel besitzt somit einen Streifen, der durch Sollbruchstellen gezielt abgerissen werden kann. Ist dieser entfernt und die Verpackung offen, erblickt man direkt die von den Vorgänger bekannten runden Beschreibungen. Diese liegen in einem Styroporeinsatz eingelassen, der Einsatz wiederum soll den Libratone Zipp 2 währen des Transports und bei der Lagerung beim Händler vor Beschädigungen schützen. Hat man den oberen Styroporeinsatz inkl. den Beschreibungen entfernt, erblickt man den Libratone Zipp 2 sicher zentriert in einem zweiten Styroporeinsatz. Dieser sorgt ebenfalls für den nötigen Schutz und hält diesen zusammen mit dem oberen in der Mitte der Verpackung zentriert. Neben dem Zipp 2, der zusätzlich in einen Schutzbeutel eingewickelt ist, befindet sich in der Verpackung noch eine Schachtel, die an dem Stecker-Symbol an der Außenseite schon andeutet, dass sich darin das Netzkabel zum Aufladen des Akkus befindet. Öffnet man schließlich den Karton, befindet sich darin das Netzteil und die beiden Stecker-Adapter für die europäische Steckdose und die Britische.

(Verpackung: 4 von 5 Punkten)

Design

Beim Design des Libratone Zipp 2 hat sich gegenüber dem Vorgänger auf den ersten Blick nichts geändert. Dies war auch gar nicht nötig, denn bereits der Libratone Zipp war mit seiner Zylinderform und mit dem auffälligen Reißverschluss, der es ermöglicht, den Überzug farblich zu ändern ein optisch rundum schönes und zeitloses Gerät. 

Für diejenigen, die noch nicht wissen, warum der Libratone Zipp 2 seinen Namen Zipp hat, dies kommt von dem Reißverschluss. Den Überzug kann man dadurch in sehr kurzer Zeit gegen einen anderen (andere Farbe/Material) austauschen. Die Zahl 2 stammt wie bereits Eingangs erwähnt von der zweiten Version (eigentlich 3. Generation), da gegenüber dem normalen Zipp jedoch kaum etwas verändert wurde, hat Libratone diesen Zipp 2 genannt.

Der Grundkörper des Zipp 2 besteht aus Kunststoff. Die verbauten Treiber sind durch den wechselbaren Überzug aus widerstandsfähigem Stoffgewebe verdeckt. Diesen Überzug gibt es, wie bereits erwähnt in verschieden Farben. So bietet Libratone den Zipp 2 aktuell in der Farbe Frost Grey (die Farbe meines Testgerätes) Stormy Black, Cranberry Red und Pine Green an. Es gibt im Einzelhandel jedoch auch noch weitere Bezüge in anderen Farben und Materiellen z. B. italienische Wolle, diese können für knapp 30 € aufwärts erworben werden. Hier kann man die Überzüge (Cover) des normalen Zipp kaufen, da sich bei diesem gegenüber dem neuen Überzug und Lautsprecher nichts verändert hat. Lediglich der Libratone Anhänger am Reißverschluss ist bei den neuen aus Silikon (Kunststoff) und nicht mehr aus einem Stoffgewebe. So ist auch der neue Zipp 2: 26,1 cm Hoch, hat einen Durchmesser von 12,2 cm und bringt ein Gewicht von 1,5 KG auf die Waage.

Auf der Oberseite ist an der angenehm anfühlenden Kunststoffoberfläche das kleine, kreisrunde Touch-Bedienfeld eingelassen. Diese ist wie bereits beim Vorgänger dem Zipp mit dem typischen Nachtigall-Emblem versehen und das einzige Bedienelement am Libratone Zipp 2. Auf dieses gehe ich unter dem Punkt Bedienung näher ein. Auf der Rückseite, im unteren Bereich sind zudem alle Anschlüsse wie der USB-Port, der Klinke-Anschluss und der Netzanschluss um den integrierten Akku aufzuladen untergebracht. Zudem findet man hier der Ein-/Ausschaltknopf um den Libratone Zipp 2 einzuschalten. Dies geschieht durch kurzes gedrückt halten des Knopfes, bis ein Ton ertönt.

(Design: 4 von 5 Punkten)

Verarbeitung

Die Verarbeitung des Libratone Zipp 2 ist selbstverständlich wie die des Vorgängers auf einem sehr hohen Niveau. Der Bezug aus dem von Libratone genannten CoolWeave Meshmaterial (Textilstoff) fühlt sich sehr angenehm an und macht einen robusten und somit langlebigen Eindruck. Weiterhin ist die Transportschlaufe aus echtem Leder hergestellt und das Gehäuse ist wie bereits erwähnt aus matt-weißem Kunststoff und unter dem Überzug aus schwarzem Kunststoff gefertigt. Positiv ist auch die gummierte Unterseite, denn diese sorgt für einen sicheren und selbst bei hoher Lautstärke festen Stand.

Kommen wir zu der einzigen direkt ersichtlichen Änderung am Libratone Zipp 2 gegenüber dessen Vorgänger. Es handelt sich hierbei um das Touch-Bedienfeld an der Oberseite. Denn dieses ist nun nicht mehr hochglänzend, sonder ist nun leicht matt und fühlt sich haptisch etwas angenehmer an. Zudem hat man sich hier von dem Chrom Ring darum verabschiedet. Beim Vorgängermodell störte mich noch die hochglänzende Oberfläche des Bedienfeldes ein wenig, denn dieses konnte ich bei Sonnenlicht im Freien durch die etwas störenden Spiegelungen weniger gut ablesen. Beim neuen Zipp 2 ist Libratone auf diesen Kritikpunkt eingegangen und hat hier auf ein wesentlich unempfindlicheres Bedienfeld gesetzt. Dieses kann in der App zudem in der Helligkeit in drei Stufen verändert werden. 

(Verarbeitung: 5 von 5 Punkten)

TEIL 2

bestehend aus „Funktion des Produktes“ entspricht 65% der Gesamtwertung

Art360-Grad Full-Room Lautsprecher
KategorieLautsprecher mit integriertem Akku
Farbeweiß/grau (Frost Grey) weitere Farben: Stormy Black, Cranberry Red, Pine Green.
AkkuAkku fest verbaut. Akkulaufzeit reicht für bis zu 12 Stunden Wiedergabe aus
Gewichtknapp 1500 Gramm
MaterialKunststoff
Eingänge/MusikdiensteWLAN-Dualband  (2,4 GHz und 5 GHz), IEEE 802.11 b/g/n/ac; AirPlay 2; DLNA (Android und Windows); SoundSpace Link; Spotify Connect, Alexa,
Bluetooth 4.1 aptX; 3,5mm Klinke-Anschluss; USB-Wiedergabe Eingang/Lade Ausgang.
Treibereinheiten360 Grad-Reflektor; 4-Zoll Neodymium-Tieftöner; 1x 1-Zoll Soft-Dome-Neodymium-Hochtöner; 2x 4-Zoll Niedrigfrequenzradiatoren
Lieferumfang1x Libratone ZIPP 2
1x Netzteil
1x Netzteil Adapter EU
1x Netzteil Adapter UK
Bedienungsanleitungen in mehreren Sprachen

Ausstattung

Eine der großen Besonderheiten der Libratone Zipp-Geräte ist weiterhin, dass diese dank den vielen wechselbaren Bezügen aus CoolWeave Meshmaterial, welche in vielen Farben erhältlich sind, sehr einfach dem eigenen Geschmack angepasst und somit personalisiert werden können. Des Weiteren bietet der Zipp 2 wie bereits sein Vorgänger einen 360° Full-Room Sound, der jedoch laut den Angaben von Libratone noch besser klingen soll. Die Wiedergabefrequenzen liegen jedoch weiterhin bei 50 Hz bis 20 kHz. Was Libratone beim Zipp 2 jedoch ebenfalls verbessern konnte, ist die Akkulaufzeit, denn diese soll nun für bis zu 12 Stunden aktive Nutzung reichen, nicht mehr nur für 10 Stunden. 

An der praktischen Lederhandschlaufe kann der Lautsprecher ganz einfach, an den gewünschten Ort getragen werde und wenn gewünscht z. B. an einem Haken oder ähnliches aufgehängt werden. Für alle Apple-Nutzer dürfte die Integration von AirPlay 2 von Vorteil sein, denn damit kann man ganz bequem die Musik vom iPhone am Zipp 2 wiedergeben und kann zudem mehrer Geräte miteinander koppeln (Multiroom). Wer wiederum kein iPhone besitzt, kann mit der SoundSpace Link Technologie bis zu 6 Lautsprecher miteinander koppeln. Somit kann man die eigene Playlist bequem in mehrere Räumen gleichzeitig abspielen, darauf gehe ich jedoch unter Bedienung noch etwas genauer ein. Übrigens über den vorhanden USB-Port kann man nicht nur Musik abspielen, sondern auch einen eventuell leeren Smartphone Akku wieder aufladen. 

(Ausstattung: 4,5 von 5 Punkten)

Klang

So kommen wir zum wichtigsten Thema beim Test eines Lautsprechers, zum Klang. Dieser war ja bereits beim Vorgänger sehr gut, und konnte mich in meinem Test sehr überzeugen. Dennoch hat Libratone hier erneut Hand angelegt und vor allem den 360° Klang noch einmal verbessert. Doch wie ist dies dem Unternehmen gelungen?

Libratone setzt erneut auf 4“ Niederfrequenzradiatoren, welche passiv, also ohne externe Stromversorgung von dem darüber verbauten und somit nach oben abstrahlenden Tieftöner angetrieben werden. Diese Niederfrequnzradiatoren haben ein ähnliches Prinzip wie Bassreflexröhren, sorgen nämlich für klare und kräftigere Bässen, ohne dabei das von Bassreflexröhren häufig störende Geräusch der Luft, die durch die Öffnung gesaugt wird zu erzeugen. Zudem wäre beim Zipp 2 kein Platz für die Bassreflexrohre, da dieser, wenn er die Luft von unten ansaugt, auf Füßen stehen müsste, was einfach bescheiden aussehen würde. Die beiden Passivmembrane sind sich gegenüber angeordnet und strahlen somit ihren Klang zu den Seiten hinweg ab. Wie bereits erwähnt befindet sich im Gehäuse über den Membranen der 4“ große Neodymium-Tieftöner. Dieser sorgt durch die beiden Passivmembrane für den nötigen Bass und strahlt sein Klang nach oben hinweg. 

Da man mit den bisher erwähnten Lautsprechern nicht wirklich ein gutes Klangbild haben würde (nur Tieftöner verbaut) sind natürlich auch Hochtöner für den Gesang und ein Teil der Instrumente nötig. Hierfür hat Libratone einen 1-Zoll großen Soft-Dome-Neodymium-Hochtöner verbaut, welcher ganz oben unter dem Touch-Bedienfeld sitz und nach unten zu der Basseinheit (Tieftöner usw.) seinen Klang wiedergibt. Dadurch entsteht natürlich keineswegs ein 360° Klang, da die Töne nur gegeneinander gestrahlt werden würden und somit von den jeweils gegenüberliegenden Membran total unterbrochen und verworfen werden würden. Somit hat sich hier Libratone etwas feines einfallen lassen, was man an den Bildern durch die Rote Farbe erkennt.

Dabei handelt es sich um einen sogenannten 360°-Reflektor. Dieser besitzt eine geschwungene Form und dient, wie der Name vermuten lässt als Schall-Reflektor. Somit trifft der Schall bzw. die Töne des Tieftöner von unten gegen den Reflektor und die des Hochtöner von oben gegen den geschwungenen 360°-Reflektor. Dieser zerstreut die Töne gezielt und vor allem gleichmassig rundum nach Außen und sorgt somit, dass der versprochene 360° Klang erzeugt wird. Dies hört sich einfach an, doch die Entwicklung der perfekten Form des 360° Reflektor nimmt sicherlich eine Zeit in Anspruch. Doch Libratone ist es hervorragend gelungen, denn der versprochen Full-Room Raumklang des Libratone Zipp 2 ist noch etwas besser als der des Vorgängers. 

Doch nun die Frage, wie gut ist der Klang des neuen Zipp 2? Generell kann ich sagen, dass das Klangbild von Libratone aus sehr gut abgestimmt wurde. Wem dieses jedoch nicht zusagen sollte, kann dies in der App mit verschiedenen Klangprofilen anpassen. Der Bass des Zipp 2 klingt aufgrund dessen Größe zwar nicht so gut wie bei einem voluminöseren Lautsprecher, doch zum einen handelt es sich schließlich um ein via Akku betriebenen Speaker, der zudem einen 360°-Klang bietet. Aufgrund seiner Größe (Volumen) war ich dennoch überrascht, wie knackig und Präzise dieser den Bass wiedergegeben hat. Aufgrund der beiden Passivmembrane und des 4-Zoll Tieftöners neigt der Zipp 2 jedoch, etwas wärmer abgestimmt zu sein, sodass die Mitten leider etwas kürzer kommen und so etwas an Kraft verlieren. Dennoch bin ich mit der Darstellung von Gesangstimmen sehr zufrieden und diese wurden sehr sauber und ohne Verlust wiedergegeben. Die Höhen wiederum haben mir sehr gut gefallen, sodass diese klar und mit einer ausgewogenen Brillanz überzeugen konnten. 

Das tolle am Zipp 2 ist, dass man dieses Klangbild rund um diesen ziemlich gleichmäßig hört. Dank des 360° Reflektor werden die Töne gleichmäßig abgestrahlt und somit eignet sich der Zipp 2 perfekt, um eine keine Party im Haus oder im Freien zu beschallen. Sollte einem ein Zipp 2 nicht ausreichen, kann dieser ja ganz einfach mit weiteren gekoppelt werden und sogar als Stereo-Paar betrieben werden.

(Klang: 4 von 5 Punkten)

Bedienung

[appcode appstore id461374277]

[appcode googleplay com.libratone]

Die Bedienung und somit auch die Einrichtung verläuft noch etwas leichter als beim Vorgänger. Der Zipp 2 führt einen nämlich über eine Sprachansage Schritt für Schritt durch die sehr einfache Einrichtung. So weist dieser nach dem Einschalten mit einer Männerstimme (auf Englisch) gleich drauf hin, dass der Zipp 2 mit dem WiFi verbunden werden soll und man hierfür die kostenlose Libratone App aus der AppStore laden soll.

Ist die App erfolgreich geladen, kann man diese wie gewohnt starten. Nun muss man ein Konto bei Libratone erstellen. Ja richtig, den ein oder anderen wird dies eventuell stören, doch man muss lediglich die eigenen E-Mail-Adresse und ein selbst ausgedachtes Passwort festlegen. Ist dies getan, erscheint der Zipp 2 direkt auf der Startseite, sofern ihr diesen bereits eingeschaltet habt. Nun werdet ihr gefragt, ob ihr diesen mit dem Account verbinden möchtet, und müsst anschließend diesen mit dem Wi-Fi-Netz verbinden. Dazu wird einem automatisch das WLAN-Netz mit dem euer Smartphone aktuell verbunden ist angezeigt und ihr müsst lediglich das Passwort eingeben. Ist das alles korrekt, teilt einem die Stimme freundlich mit, das der Zipp 2 erfolgreich mit dem WLAN verbunden wurde und einsatzbereit ist. Sollte man im Freien und somit eventuell ohne WLAN in der Nähe sein, ist dies natürlich kein Problem, denn hierfür hat Libratone den Zipp 2 wie bereits den Vorgänger mit Bluetooth ausgestattet. Somit kann der Zipp 2 auch ohne Einrichten direkt über Bluetooth mit dem Smartphone gekoppelt werden.

Den neuen Zipp 2 kann man bei Bedarf auch mit dem Sprachassistenten von Amazon (Alexa) koppeln. Dies ist natürlich nicht zwingend erforderlich, wer dies jedoch machen möchte, kann das tun und sich einfach mit dem Amazon Konto einloggen und schon dient der Zipp 2 als Echo Alternative. Anschließend kann man durch „Alexa“ sagen, diese mit zahlreichen Fragen löchern. Damit Alexa die Sprachbefehle versteht, ist der Zipp 2 mit 6 Fernfeld-Mikrofonen von Amazon ausgestattet. Amazon stellt allen Herstellern, welche in ihren Speakern die Alexa Spracherkennung integrieren möchten, die passende Hardware (Mikrofone usw.) zur Verfügung. Dies weiß ich von verschiedenen Herstellern, was Amazon daran verdient bzw. was die Sprachsteuerungseinheit für die Hersteller kostet, wird jedoch nicht verraten. 

Man kann den Libratone Zipp 2, wie bereits erwähnt entweder über die App, oder direkt am Touch-Bedienfeld steuern. In der App hat man natürlich den etwas umfangreicheren Funktionsumfang, denn hier kann man nicht nur das Klangbild dem eigenen Geschmack anpassen, sondern auch einen Sleep-Timer einstellen, weitere Geräte verbinden oder auch Updates durchführen. Der Aufbau der App gefällt mir ganz gut, doch für den neuen Zipp 2 braucht man diese eigentlich fast nur noch zum Einrichten und eventuell zum hinzufügen eines weiteren Speakers, denn alles andere geht eigentlich direkt am Zipp 2 selbst.

Daher erkläre ich nun das Touch-Bedienfeld etwas genauer. Dieses wurde um einige weitere Befehle erweitert und besitzt nun sechs Menüpunkte. Durch das lange drücken auf die Mitte des Touch-Bedienfeld erscheinen diese Menü-Punkte. Auf dem obersten Symbol über dem Kopf der Nachtigall, kann man die Mikros deaktivieren, sodass Alexa nicht alles mithören kann. 

Betrachtet man im Uhrzeigersinn das nächste Symbol, handelt es sich hierbei um die Taste, um den Zipp 2 via Bluetooth bzw. mit dem WiFi-Netz zu koppeln. Bei dem Icon rechts unten, also das „d-Symbol mit dem Kreis“ handelt es sich um die Raum-Korrektur Taste. Drückt man diese, teilt einem die Stimme in Englisch mit, das der Zipp 2 nun eine Raum-Korrektur ausführt. Dies dient dazu, dass der Zipp 2 seinen 360° Full-Room-Sound richtig entfalten kann. Beim Einmessen richtet er sich nämlich auf die eventuellen Hindernisse ein, die den Schallweg versperren würden. Einen großen Klangunterschied konnte ich nach der Durchführung jedoch nicht feststellen. Mit der unteren Taste auf 6 Uhr, kann man sich die davor in der App festgelegten Internetradio-Sender oder z. B. auch Playlists, die man als Favorit gespeichert hat direkt mit nur einem Klick auf das Herz-Icon abspielen. Es lassen sich wie bereits beim Vorgänger bis zu sechs Favorit in der Libratone-App speichern. 

  • Einrichtung Zipp 2
  • Koppeln mit dem WiFi
  • Startseite Libratone App
  • Startseite des Zipp 2
  • Einstellungen Zipp 2
  • Klangprofil neutral
  • Klangprofil im Freien
  • Klangprofil im Regal
  • Klangprofil auf dem Tisch
  • Klangprofil auf dem Boden
  • Sprachansage
  • Equalizer 1
  • Equalizer 2
  • Equalizer 3
  • Equalizer 4
  • Equalizer 5
  • Equalizer 6
  • Equalizer 7
  • Equalizer 8
  • Equalizer 9

Das nächste Icon auf etwa 7 Uhr, ist denjenigen, die den alten Zipp schon kennen ebenfalls bekannt. Hierbei handelt es sich um das Sound-Space-Link-Symbol, mit dieser Taste kann man mehrer Zipp Speaker koppeln. Dazu reicht es einfach die Taste am ersten Zipp 2 zu drücken und anschließend an jedem weiteren, denn man damit koppeln möchte und schon verbinden sich diese automatisch miteinander. Mit dem letzten Menü oben links kann man direkt per kurzer Berührung überprüfen, ob die Software des Zipp 2 aktuell ist, daher benötigt man keine App und die Stimme teilt einem gleich mit, ob es ein Update gibt oder eben nicht.  

Somit kann ich ganz klar sagen, dass man mithilfe des neuen Touch-Bedienfelds den Libratone Zipp 2 bis auf die Ersteinrichtung komplett über dieses neue gestaltete Bedienfeld steuern kann. Man benötigt somit die App anschließend kaum noch. Achja die vom alten Modell bekannten Steuerungen sind natürlich auch noch vorhanden. So erhöht man durch berühren des Touchfelds mit dem Zeigefinger und dem kreisen im Uhrzeigersinn die Lautstärke und andersrum wird diese abgesenkt. Die Steuerung der Musik ist weiterhin über das Nachtigall-Touchbedienfeld möglich, doch die Gesten haben sich gegenüber des Vorgängers aufgrund der neuen Untermenü-Punkte verändert. Wo vorher noch Pfeiltasten vorhanden waren, ist nun das Nachtigall-Logo selbst mit verschiedenen Gesten belegt. Tippt man das Logo einmal kurz an, wird die Musik pausiert oder fortgesetzt. Tippt man zweimal hintereinander, dann gelangt man zum nächsten Titel und ein dreimaliges tippen spielt das zuletzt gespielte Lied erneut ab. Falls man einen unerwartet Anruf bekommt oder jemand mit einem reden will, kann man zudem die „Hush“ Funktion nutzen. Diese blendet die Musik kurzzeitig aus, indem man die Hand über das Touch-Bedienfeld legt.

(Bedienung: 4 von 5 Punkten)

Koppeln und Reichweite

Dank der meiner Meinung nach gut aufgebauten App und der zusätzlichen Sprachansagen des Zipp 2, ist die Einrichtung des Libratone Zipp 2 wirklich sehr einfach und in wenigen Minuten erledigt. Ich persönlich empfehle solange ihr bei euch oder jemand anderen Zuhause seid, die WLAN Verbindung zu bevorzugen, so habt ihr nämlich den vollen Funktionsumfang des Zipp 2. Alternativ könnt ihr natürlich einfach nur Bluetooth oder das neue Airplay 2 nutzen, doch für AirPlay 2 ist es ebenfalls nötig, dass sich euer Smartphone und der Zipp 2 im gleichen WLAN-Netz befinden. Daher bleibt im Freien ohne WiFi natürlich nur Bluetooth übrig. Bei Bluetooth setzt Libratone nicht auf 5.0, sondern 4.1 jedoch mit aptX Unterstützung.

Über WLAN und AirPlay 2 ist die Reichweite natürlich deutlich höher als mit Bluetooth. Bei der Reichweite von Bluetooth gibt Libratone keine genaue Reichweite an, doch in meinem Test unterbrach die Verbindung erst nach knapp 15 Metern. In den eigenen vier Wänden rate ich persönlich daher zur Wiedergabe über WiFi, sobald man unterwegs ist, ist Bluetooth logischerweise die bessere Wahl. 

Dank der bereits genanten SoundSpace-Technologie, ist es möglich, bis zu sechs Speaker ganz einfach über die App miteinander zu verbinden. Somit kann man wie bereits beim Vorgängermodell mehrer Zipp Geräte koppeln, um diese bei einer Party verteilt im Raum aufzustellen oder eben die Musik in mehren Räumen wiederzugeben.

AirPlay 2 bringt gegenüber der alten Version, also AirPlay ebenfalls einige Vorteile mit sich. Auf AirPlay 2 ist Libratone sehr stolz, denn das Unternehmen war eines der ersten die Apples AirPlay 2 Technologie in einem Lautsprecher eingesetzt haben. AirPlay 2 sorgt zum einen für ein besseres Puffern der Titel. So liegt das vorladen nicht nur bei wenigen Sekunden, sonder in der gleichen Zeit wie beim alten AirPlay bei mehren Minuten. So spielt die Musik selbst weiter, auch wenn die Verbindung zum WiFi kurz abbrechen sollte. Ebenfalls neu ist die Multiroom-Steuerung, damit kann man in iOS zum ersten Mal mehrer Lautsprecher ansteuern und die Musik unterschiedlich regeln. Damit kann man die Lautstärke und alles weiter bequem über das Kontrollzentrum von iOS verändern. 

(Koppeln und Reichweite: 4,5 von 5 Punkten)

Akku

An der Akkulaufzeit des neuen Zipp 2 hat Libratone wie bereits erwähnt ebenfalls geschraubt. Die Akkulaufzeit soll nun bis zu 12 Stunden aktive Nutzung ermöglichen. In meinem Test kam ich auf knapp 11 Stunden, doch wie immer hängt die Laufzeit natürlich von der Lautstärke ab und über welche Quelle ihr mit dem Zipp 2 Musik hört. Den je nachdem ob ihr Bluetooth, AirPlay 2 oder WiFi nutz, variiert die Laufzeit. Zudem spielt es auch eine Rolle, ob ihr einen oder mehrer Lautsprecher nutzt.

Sollte der Akku zu neige gehen, könnt ihr den Zipp 2 natürlich auch via Netzteil betreiben. Da dieses jedoch keinen USB-Anschluss, sondern einen Rundstecker ist, muss dieses bei einer längeren Reise natürlich mitgenommen werden, damit man den Akku aufladen kann. Dieses ist natürlich durch das Netzteil deutlich größer als ein einfaches USB-Kabel und somit nimmt es in dem Rucksack, Koffer oder ähnliches etwas mehr Platz ein. Hier wäre natürlich ein Aufladen via USB etwas besser. Mit dem mitgelieferten Ladekabel dauert es knapp 2 einhalb Stunden, bis der Akku wieder von 0 % auf 100 % aufgeladen wurde.

(Akku: 4 von 5 Punkten)

TEIL 3

bestehend aus „Preis/Leistung“ entspricht 10% der Gesamtwertung

Beschreibung

Libratone gibt an, dass der Zipp 2 entwickelt wurde, damit dieser noch beliebter als der Vorgänger wird. Daher hat man die Batterielaufzeit, die Akustik verbessert und zudem AirPlay 2 und den Sprachassistenten „Alexa“ integriert. Weiterhin hat man das von mir damals leicht bemängelte Touch-Bedienfeld verbessert und trotzdem das zeitlose elegante Design beibehalten. 

Ich kann diesem Punkten soweit absolut zustimmen. Viel musst Libratone gegenüber dem Vorgänger nicht ändern und hat somit das Design fast identisch gelassen. Wo andere Hersteller gleich ein komplettes neues Design (Form usw.) entwickeln, hat Libratone beim Zipp 2 genau an den richtigen Stellen nachgebessert und den tollen 360° Lautsprecher wie angegeben Klanglich feiner abgestimmt und für einen noch besseren 360° Full-Room-Sound gesorgt. 

Egal wo der Libratone Zipp 2 hinstellt und auch per Handschlaufe aufhängt, fällt dieser auf und sorgt für einen guten Sound. Da der Zipp 2 weiterhin widerstandsfähig gegen Luftfeuchtigkeit ist, kann dieser auch problemlos ins Badezimmer gestellt werden. Mit unter die Dusche sollte man den Zipp 2 jedoch nicht nehmen, da dieser nicht wasserfest ist.

Preis/Leistung

Der Preis der Libratone Zipp 2 liegt wie bereits beim Vorgänger bei 299,99€ (UVP). Klar ist dies auf den ersten Blick viel Geld. Doch dafür erhält man einen smarten Lautsprecher mit einem ganz guten Klang. Zusätzlich spielt dieser wie bereits der Vorgänger einen 360°-Full-Room Sound, sodass man rund um den Zipp 2 die Musik zu etwa 90 % identisch hört. Da Libratone nun zur bisherigen WiFi, Bluetooth und dlan-Verbindung nun noch das AirPlay auf die neuste Version AirPlay 2 geupdated hat, ist der Libratone Zipp 2 sehr vielseitig einsetzbar. Wer lieber auf eine kabelgebunden Verbindung setzt, ist mit dem Zipp 2 ebenfalls gut bedient, denn an der Rückseite sind weiterhin ein USB- und einen Klinken-Anschluss verbaut. 

Des Weitern wurde nun auch die Akkulaufzeit verbessert, sodass man mit einer Akkuladung bis zu 12 Stunden Musik hören kann und „Alexa“ hat als Sprachassistent ebenfalls Einzug in den Zipp 2 erhalten. Somit ist der neu Libratone Zipp 2 ein würdiger Nachfolger des alten Zipp und wurde genau an den richtigen Stellen verbessert.

Libratone Zipp 2

Zum Angebot bei

testr Gesamtwertung

unter Berücksichtigung aller Teilwertungen

200

 Wir bedanken uns beim Hersteller für die Bereitstellung des Produktes. Zu unseren Grundsätzen

BQ Aquaris X2 Pro

BQ ist ein Markenname des Unternehmen Mundo Reader S.L. welches seinen Sitz in Madrid, Spanien hat. BQ fertigt neben Smartphones und Tablets auch 3D-Drucker und Lern-Roboter. Die ersten E-Book-Reader kamen zu Weihnachten im Jahr 2009 unter der damaligen Marke „booq“ auf den spanischen Markt. Mit diesen war das Unternehmen erfolgreich und stieg 2010 in den Tablet-Markt ein und änderte zeitgleich den Namen auf BQ um. Damit wollte das Unternehmen symbolisieren, das es nicht nur Bücher und E-Book-Reader verkauft. Im Jahre 2011 und 2012 wuchs die Marke immer mehr und wurde in Spanien sehr erfolgreich, sodass BQ in dem Heimatland zur zweithäufigsten verkauften Marke für E-Reader und Tablets wurde.

Im Frühjahr 2013 erschien mit dem Aquaris das erste Smartphone aus dem Hause BQ und bereits ein Jahr später wurde das BQ Aquaris E5 das in Spanien meistverkaufte Smartphone ohne Vertragsanbindung. Inzwischen gibt es von BQ verschiedene Smartphone Serien, zu diesen gehören die Aquaris E-Serie, M-Serie U-Serie und die X-Serie.

In dem heutigen Testbericht möchte ich euch das BQ Aquaris X2 Pro vorstellen, welches im Sommer 2018 vorgestellt wurde. Beim Aquaris X2 Pro handelt es sich um ein Mittelklasse-Smartphone, welches mit einer Dual-Hauptkamera ausgestattet ist und auf dem Android One als Betriebssystem läuft. Es handelt sich dabei zwar um das best ausgestattete Modell aus dem Hause BQ, doch im Flaggschiff-Markt möchten die Spanier damit nicht mitmischen. Wie sich das BQ Aquaris X2 Pro im Alltag schlägt und wie gut es in den Benchmark und Kamera-Test abschneidet, das erfahrt ihr in folgendem Testbericht.

TEIL 1

Bestehend aus „Verpackung/Design/Verarbeitung“ entspricht 25% der Gesamtwertung

Verpackung

Die weiße Verpackung des BQ Aquaris X2 Pro überzeugt mit einem tollen, aber dennoch schlicht gehalten Design. Die Verpackung ist anders, als es mittlerweile einige der großen Smartphone Hersteller machen, mit deutlich mehr technischen Daten zum Gerät versehen. 

Es handelt sich hierbei um eine zweiteilige Verpackung. Diese besteht aus zwei einzelnen weißen Elementen (Deckel und Boden) und einem Zwischenelement aus schwarzer Kartonage. Die schwarze Kartonage ist jedoch fest mit dem Unterteil verklebt und sticht im geschlossenen Zustand mit einem Spalt von knapp 3 mm rundum hervor. Dies lockert das Design der Verpackung sehr auf und gefällt mir sehr gut.

Auf der Oberseite der Verpackung erblickt man direkt das große „X“ welches für die Serie des Smartphones steht. Zudem steht direkt in grauer Schrift darunter der Name des Smartphones und das dieses mit Android One als Betriebssystem ausgestattet wurde. Darüber wird man aber auch an der linken und rechten unteren hälfte der Verpackung informiert, denn auch hier prangt der Android One Schriftzug. An der rechter unter Ecke, sowie der linken unter Kante sieht man dezent das BQ-Logo und der längliche Aufkleber, der von der linken Seite zur Mitte des Deckels verläuft, informiert zum einen über die Farbe des Gerätes und den Flash-Speicher, sowie der RAM (Arbeitsspeicher). 

Auf der Rückseite liest man die wichtigsten technischen Daten des Smartphones, sieht verschiedene Siegel und wird über den Hersteller BQ informiert. So wünsche ich mir dies eigentlich von jedem Hersteller. Man erfährt hier unter anderem, dass das BQ Aquaris X2 Pro ein 5,65 Zoll FHD-Display, eine Dual-Kamera und Stereo-Sound besitzt, aber auch Quick Charge 4+ wird beim Aufladen des Akkus unterstützt. Natürlich verrät die Rückseite noch über weitere Ausstattungsmerkmale des Smartphones, doch diese möchte ich euch nicht alle unter dem Punkt „Verpackung“ auflisten. 

Entfernt man den Decken der Verpackung, kommt direkt das BQ Aquaris X2 Pro zum Vorschein. Dieses befindet sich normalerweise in einer Schutzfolie, welches das Gerät vor Kratzern schützen soll. Doch da es sich bei meinem Gerät um ein Testgerät handelt, wurde diese Folie bereits entfernt. Das Smartphone welches ihr erhaltet, lässt sich dann ganz einfach an der Lasche an der Oberseite der Folie aus der Verpackung herausziehen. Ist das Smartphone aus der Verpackung entnommen, kann man an einer weiteren Lasche an der Oberseite den Zwischenboden entnehmen. In dem Zwischenboden bzw. der schwarzen Kartonage, befinden sich im inneren neben dem Garantieheft in mehren Sprachen auch das SIM-Tool.

Unter der Pappschachtel befindet sich noch weiterer Zubehör. Dieser ist in zwei Bereich eingeteilt und mit einem kleinen Symbol versehen, sodass man gleich erkennt, worunter sich was befindet. Im unteren Fach versteckt sich somit das 18 Watt Qualcomm Quick Charge 3.0 Netzteil, und im oberen Fach das USB-C Ladekabel. Kopfhörer legt BQ dem Aquaris X2 Pro nicht bei, dies finde ich aber gar nicht so schlimm, denn zum einen halte ich von den mitgelieferten Kopfhörern von Mittelklasse-Smartphones selten etwas, da diese nicht sonderlich Klingen und zudem habe ich meine Lieblingskopfhörer, die ich gerne an jedem Gerät nutze.

(Verpackung: 4 von 5 Punkten)

Design

BQ bietet das Aquaris X2 Pro aktuell in drei Farben an. Neben dem Testgerät von mir, welches die Farbe Schwarz hat, gibt es noch die Farben: Silber und Weiß.

Das BQ Aquaris X2 Pro kommt in einer schlichten Designsprache daher. Dadurch fällt es nicht direkt wie z. B. ein Mate 20 in der Farbe Twilight auf, aber beim Design kann man sicherlich nicht von langweilig reden. Das Smartphone wurde für die heutige Zeit typisch hauptsächlich aus Glas und Aluminium gefertigt. So ist nicht nur das Display durch Glas gegen Kratzer geschützt, sondern auch die Rückseite. Nur kurz erwähnt, beim BQ Aquaris X2 kommt auf der Rückseite hingegen lediglich Kunststoff zum Einsatz. Das Aquaris X2 Pro besitzt ein Display mit einer Bildschirmdiagonale von 5,65, was sicherlich einige freuen dürfte, denn nicht jeder ist ein Fan von Smartphones mit einem Display über 6 Zoll. Daher ist das BQ Aquaris vor allem für Leute ein interessantes Gerät, die ein „kompaktes“ Gerät mit Android suchen. Kompakt setze ich hier nur in Anführungszeichen, da es für die heutige Zeit kompakt ist. Vor einigen Jahren war ein 4 Zoll Display aufwärts noch groß, und nun ist erst bei 6 Zoll und größer die Rede von groß. 

Die Rückseite ist zu den Seiten leicht abgerundet, sodass das Gerät gut in der Handfläche liegt. Für diejenigen die kein Fan eines Notch sind, werden sich beim BQ Aquaris freuen, denn diesen sucht man hier vergebens. Dennoch fallen die Ränder des Aquaris X2 Pro angenehm schmal aus und sind lediglich an den Seiten 1,5 mm und oben und unten 10 mm breit. Das Display kommt in dem klassischen 18:9 oder wie auch genannt, einem 2:1 Formfaktor daher. Trotz des Randes im unteren Bereich, hat BQ hier keine Sensor-Tasten integriert, sondern auf direkt Touch-Tasten im Display.

Betrachtet man die Vorderseite, fallen einem im Oberen Bereich des Displayrands, die Hörmuschel, die Frontkamera und direkt daneben ein LED-Blitz auf. Ganz untypisch für ein Mittelklasse-Smartphone ist hier, das es sich bei der Hörmuschel auch gleichzeitig um ein Lautsprecher handelt, der zusammen mit dem Lautsprecher an der Unterseite rechts unter ein Stereo-Sound erzeugt. Dies muss ich BQ auf jeden Fall positiv anrechnen, denn dies bietet kaum ein anderer Hersteller in der Preisklasse unter 400€. Wenn wir schon bei der Unterseite sind, schauen wir uns diese genauer an. Hier setzt man nämlich noch auf den 3,5 mm Klinken-Anschluss und erfreulicherweise auf den aktuellen USB-Typ-C Anschluss zum Aufladen des Akkus. Dabei handelt es sich sogar um die Version 3.1. Zwischen USB-C und Klinke-Buchse versteckt sich noch ein kleines Mikrofon, welches unter anderem für Telefonate verwendet wird. Ein weiteres Mikro, das für Aufnahmen von Videos genutzt wird, befindet sich an der Oberseite. Neben der Hörmuschel, Kamera und den LED-Blitz findet man hinter dem Rahmen am Displayrand natürlich auch noch den Umgebungslichtsensor, Annäherungssensor usw. 

Die Frontkamera wird lediglich für Selfies genutzt, somit ist eine Gesichtsentsperrung nicht mit an Bord. Dafür kann das BQ Aquaris X2 Pro klassisch über ein Entsperrungsmuster oder den Fingerabdrucksensor entsperrt werden. Der Sensor hierfür befindet sich direkt auf Zeigefingerhöhe auf der Rückseite des Smartphones. Hier ist zudem wie beim iPhone X eine Dual-Kamera in einem länglichen Plateau untergebracht, welches knapp 1 mm hervorsteht und durch Glas geschützt wird. Etwas unterhalb des Kamera-Moduls befindet sich der Dual-True-Tone Blitz.

Betrachtet man die rechte Seite des Aquaris X2 Pro, ist hier wie bei eigentlich fast jedem Android-Smartphone die Power-Taste und die Lauter-/Leiser-Wippe untergebracht. Beide Tasten bestehen hier ebenfalls aus Aluminium und besitzen einen angenehmen Druckpunkt. Auf der linken Seite gegenüber versteckt sich zu guter Letzt noch der SIM-Karten Slot. In den Sim-Karten Slot können entweder zwei Nano-SIM Karten oder eine Nano-SIM und eine micro-SD Speicherkarte mit einer maximalen Kapazität von 256 GB eingesetzt werden.

Die Abmessungen des BQ Aquaris betragen übrigens: 150,7 x 72,3 x 8,35 mm, dadurch ist das Gerät wie bereits erwähnt „kompakt“ gehalten und wiegt knapp 168 Gramm. Leider lassen sich an der Glasrückseite kaum Fingerabdrücke vermeiden. Dies ist eben einer der großen Nachteile einer hochglänzenden Glasoberfläche. Der zweite Nachteil, dass ein Smartphone mit Glasrückseite gerne aus den Händen gleitet, hat das BQ Aquaris X2 Pro zwar auch, doch durch die etwas rauere Oberfläche des Aluminium-Rahmens, hält sich dies in Grenzen. Vollkommen Abhilfe schafft hier jedoch typischerweise nur ein Smartphone-Case.

(Design: 3,5 von 5 Punkten)

Verarbeitung

Bei der Verarbeitung des Aquaris X2 Pro hat der spanische Hersteller BQ akzeptable Arbeit geleistet. Das Smartphone kann im Großen und Ganzen mit einer guten Verarbeitung Punkten. Die zu den Rändern gebogenen Glasrückseite geht mit einem leichten Absatz in den Metallrahmen über, doch dies ist so gewollt und rundum auf der Rückseite gleichmäßig. Die Antennen-Aussparungen welche an mehren Stellen durch die schwarzen Unterbrechungen im Aluminium-Rahmen ersichtlich sind, stehen jedoch leider unterschiedlich hervor. So sind bei meinem Testgerät die beiden Antennenstreifen an der rechten oberen Ecke leicht spürbar vorstehend. Die anderen wiederum sind bündig mit dem Rahmen. Des Weitern ist zwischen den Antennenstreifen recht und links im Gegenlicht ein leichter Spalt sichtbar. Klopft man leicht gegen das Display oder an der Rückseite im Bereich der rechten Tasten, hört man zudem ein leichtes klappern. Dies kommt von der Lauter/Leiser Wippe, denn diese hat ein wenig zu viel Spielraum. Diese Punkte stören jedoch kaum und wenn man das Gerät wie eigentlich die meisten Nutzer in einem Case verwendet, sieht man diese Streifen sowieso nicht mehr. 

Loben kann ich die hohe Stetigkeit des Gerätes, denn das Gerät lässt sich selbst mit höherem Kraftaufwand mit den Händen nicht verwinden. Hier hat BQ gute Arbeit geleistet und einen stabilen Aluminiumrahmen verbaut und diesen durch die abgerundeten Ränder an der Rückseite zusätzlich verstärkt.

(Verarbeitung: 3,5 von 5 Punkten)

TEIL 2

bestehend aus „Funktion des Produktes“ entspricht 65% der Gesamtwertung

Display5,65 Zoll IPS LTPS LCD-Panel (18:9 Format) 2160 x 1080 Pixel, Pixeldichte beträgt 428 ppi
CPU/GPUQualcomm Snapdragon 660 4 x 2,20 GHz (Kyro 260 Gold) und 4 x 1,84 GHz (Kyro 260 Silver) / Adreno 512 mit 650 MHz
RAM4 GB RAM (optional 6 GB)
Speicher64 GB (optional 128 GB)
BetriebssystemAndroid 8.1.0 “Oreo”
Haupt-KameraDual-Kamera 12 MP f/1,8 (Sensorgröße 1.29 μm Pixel) und 5 MP Linse für Bokeh-Effekt. Dual-Tone LED-Blitz und Autofokus mit Phasenerkennung, sowie elektronischer Bildstabilisator. Videos in max. 4K (30 FPS) Full-HD (30 und 60 FPS)
Front-Kamera8 MP f/2.0 Blende (Sensorgröße 1.12 μm Pixel)
AnschlüsseUSB-Typ-C Anschluss, 3,5 mm Klinkenbuchse.
Akku3.100 mAh mit mit Quick Charge 4+ Unterstützung, nicht austauschbar
KonnektivitätWi-Fi 802.11 b/g/n/ac, 2,4 und 5 GHz, Mobilfunknetz bis 4G, Bluetooth 5.0, NFC, GPS, GLONASS, GALILEO
Abmessungen
(LxBxH)
150,7 mm x 72,3 mm x 8,35 mm
Gewicht168 Gramm
LieferumfangAquaris X2 Pro
USB 2.0 Typ-C auf USB-Kabel
Qualcomm® Quick Charge™ 3.0 Adapter
Unterlagen

Performance

Beim BQ Aquaris handelt es sich um kein Flaggschiff-Smartphone, mit der neusten Hardware, sondern um ein solid ausgestattetes Smartphone, welches zu der etwas besser ausgestatteten Mittelklasse gehört. Im Inneren des BQ Aquaris X2 Pro werkelt der Snapdragon 660 aus dem Hause Qualcomm. Dabei handelt es sich um einem 8-Kern Prozessor, der mit bis zu 2,20 kHz taktet. Gefertigt wurde der 64-Bit CPU im 14 nm-Fertigungsverfahren.

 Von den 8-Kernen Takten vier mit den besagten 2,20 GHz (Kyro 260 Gold) und die anderen vier mit bis zu 1,84 GHz (Kyro 260 Silver). Der CPU wird je nach Modell von 4 GB RAM oder optional 6 GB RAM unterstützt. Im Prozessor ist auch der GPU (Grafikprozessor) Adreno 512 integriert, welcher mit rund 650 MHz taktet.

Das System läuft für die in ein Mittelklasse-Smartphone verbauten Hardware sehr gut und läuft somit ohne längere Ladezeiten und Aussetzer. Lediglich bei aufwendigen 3D-Games hat das Aquaris X2 Pro seine schwächen. Hier kann man bei einigen Games nicht auf der höchsten Grafikeinstellung zocken und muss gegebenenfalls mit etwas längeren Ladezeiten rechnen. Doch beim kauf des BQ Aquaris X2 Pro weiß man, dass man kein Flaggschiff-Smartphone für unter 400€ erhält und ist sich dem somit im Normalfall bewusst. In den Benchmark-Test zeigt sich das Aquaris X2 Pro etwas hinter dem LG G6, aber einen Platz und somit ganz knapp vor dem Nokia 7 Plus. Dieses kam ebenfalls im etwa gleichen Zeitraum wie das BQ Aquaris X2 Pro auf den Markt und ist preislich und von der Ausstattung als dessen Konkurrenz zu sehen. Im Bereich Leistung bzw. Benchmark kann ich somit sagen, hat das Aquaris X2 die Nase knapp vorne.

In den von mir durchgeführten Benchmarktests schnitt das BQ Aquaris X2 Pro wie folgt ab. Bei Antutu konnte es im Test einen Wert von 143.242 erreichen und liegt somit wie bereits erwähnt knapp von dem Nokia 7 Plus. Bei Geekbench 4 kam es beim Single-Core Test auf 1645 und beim Multi-Core Test auf 5432 Punkte. 

Mit 64 GB ist der Flash-Speicher des BQ Aquaris X2 Pro ausreichend bemessen und dürfte für einige Bilder, Spiele und andere Anwendungen Platz bieten. Benötigt man den doppelten Speicher, muss man zum besser Ausgestatten silbernen Modell greifen. Dieses besitzt nicht nur 128 GB ROM, sondern auch 6 GB RAM. Sollte einem der verbaute Speicher von 64 GB nicht reichen und man möchte nicht mehr Geld fürs Smartphone ausgeben bzw. man braucht keine 6 GB RAM, dann kann man den Speicher auch mit einer Micro-SD Speicherkarte um bis zu 256 GB erweitern. Abzüglich des Betriebssystems und der vorinstallierten Software bleiben von den 64 GB knapp 52 GB frei zur Verfügung. Als Betriebssystem ist Android 8.1 (Android One) vorinstalliert.

(Performance: 3,5 von 5 Punkten)

Display

Beim Aquaris X2 Pro hat BQ ein 5,56 Zoll großes IPS LTPS-LCD Display verbaut. Dieser kommt wie bereits anfangs erwähnt in einem 18:9 Formfaktor daher und Besitz eine FHD+ Auflösung von 2160 x 1080 Pixel. Dies wiederum entspricht bei einem 5,65 Zoll großen Display einer Pixeldichte von 428 ppi. Diese Pixeldichte ist für ein Smartphone-Display dieser Größe total ausreichend und sorgt dafür, dass Inhalte sehr scharf dargestellt werden.

Die maximale Helligkeit des IPS-Display gibt BQ mit 650 cd/m2 an. Diese konnte ich zwar leider nicht genau nachmessen, aber mit einigen meiner vorhanden Smartphones vergleichen. Die Helligkeit des Displays im Aquaris X2 Pro ist sehr hoch, sodass dieser selbst bei Sonnenlicht guten ablesbar ist. Zudem kann das Display mit einer sehr hohen Blickwinkelstabilität überzeugen. Selbst wenn man in einem sehr flachen Winkel auf das Display schaut, erkennt man alles ohne Probleme und vor allem ohne das die Farben verblassen. Stören könnte hier lediglich das etwas zu sehr spiegelnde Displayglas. Der Schwarzwert ist nicht so hoch wie bei einem OLED-Display, doch der Kontrast im Display gefällt mit gut, auch wenn ich hier schon Testgeräte gehabt habe, die mit noch einem besseren Kontrastverhältnis daher kamen. Diese waren dafür jedoch teurer, daher geht das Display des BQ Aquaris X2 Pro für den Preis unter 400 € absolut in Ordnung.

In den Display Einstellungen kann man adaptive Helligkeit aktivieren. Hierbei passt der Helligkeitssensor die Helligkeit des Displays automatisch an das Umgebungslicht an. Eine weitere nützliche Funktion ist die Möglichkeit das blaue Licht aus dem Display herausfiltern zu lassen, dabei wird das Display gelb eingefärbt. Dadurch soll sich das Display bei schwachem Licht angenehmer ablesen lassen und wirkt beim Einschlafen nicht störend. Diese Funktion bieten unter anderem auch Hersteller wie Apple und Hauwei unter anderen Namen an.

(Display: 3,5 von 5 Punkten)

Akku

Im Aquaris X2 Pro hat BQ einen Akku mit einer Kapazität von 3.100 mAh verbaut. Mithilfe des mitgelieferten Quick Charge 3.0 Netzteil, ist der integrierte Akku in knapp 1 Stunde und 40 Minuten wieder voll aufgeladen. Da das Smartphone jedoch auch QuickCharge 4+ unterstützt, gelingt die Aufladung mit solch einem Netzteil noch etwas schneller. Da ich solch eines jedoch nicht bei mir zuhause habe, konnte ich dies nicht testen. Eine kabellose Aufladung wird trotz Glasrückseite nicht angeboten, dies ist jedoch auch nicht verwunderlich, denn kabelloses aufladen ist in der Smartphone-Branche unter 400 nicht üblich.

BQ macht wie immer mehr Smartphone-Hersteller keine genauen Zeitangaben, wie lange der Akku durchhalten soll. Nach meinem Testzeitraum von knapp 4 Wochen kann ich jedoch sagen, dass dies Laufzeit problemlos für einen Tag ausreicht. Je nach Nutzungsintensität variiert diese Laufzeit natürlich wie immer sehr. In meinem Testzeitraum habe ich das Gerät eigentlich wie immer für das tägliche Surfen im Internet genutzt, hab im Zug via Bluetooth In-Ear Ohrhörer Musik gehört und einige WhatsApp Nachrichten versendet. Somit habe ich im Großen und Ganze das Gerät auf die Testbedingungen getestet, wie es so ziemlich jeder von euch im Alltag ebenfalls nutzen würde. Die Akkulaufzeit gehört nicht zu der besten, ist aber auf keinen Fall schlecht und gehört auf tendenziell zu den besseren Geräten.

(Akku: 4 von 5 Punkten)

Kamera

 Beim BQ Aquaris X2 Pro kommt eine Frontkamera mit 8 Megapixeln und einer Blende von f/2,0 zum Einsatz. Diese verfügt über einen 1.12 μm Pixel großen Sensor von Samsung (S5K4H7) und einen Fixfokus. Auf der Rückseite setzt BQ auf eine Dual-Kamera von der beide Kamera-Sensoren aus dem Hause Samsung stammen. So ist zum einen der S5K2L8 mit 12 Megapixel f/1,8 (1.29 μm Pixel großen Sensor) und der S5K5E8 mit 5 Megapixeln für den Porträt-Effekt verbaut.

Die Aufnehmen, die mit der Hauptkamera des BQ Aquaris X2 Pro bei Tageslicht aufgenommen werden, gefallen mir ziemlich gut. Die zweite Kamera Linse wird anders als beim iPhone nicht als Telezoom-Linse genutzt, sondern dient wie erwähnt lediglich dazu, um Aufnahmen mit Bokeh-Effekt aufzunehmen. Mir gefällt der Tiefenschärfe-Effekt bei der Hauptkamera des Aquaris X2 Pro ganz gut, denn dieser ist weicher wie bei manchen anderen vergleichbaren Kameras und wirkt dadurch natürlicher. Selbst bei schattigen Aufnahmen wo etwas weniger Licht hinkommt, fängt die f/1.8 Blende starke Hauptkamera mit ihrem Sensor genug Licht ein, um auch hier eine angemessene Abbildungsleistung zu bieten. Bei den Aufnahmen ist der Detailgrad überraschend hoch und das Bild wirkt keineswegs unnatürlich, sodass die Farben sehr neutral und nicht künstlich wirken. Bei Nacht nimmt die Qualität der Bilder jedoch sehr ab, sodass die Bilder zu sehr verrauscht sind. Der Autofokus arbeitet wiederum sehr präzise und schnell genug.

  • Bild in Bewegung
  • Nahaufnahme
  • mit Bokeh
  • ohne Bokeh

Neben dem HDR Modus, den man übrigens permanent aktiveren, deaktivieren oder auf automatisch schalten kann. Gibt es auch einen Blitz den man Ein, Aus und auf automatisch schalten kann. Dank HDR knipst das BQ Aquaris X2 Pro bei einer Aufnahme mehrere Bilder und fügt diese vollautomatisch zu einem Bild zusammen. Dadurch erreicht man eine noch höhere Lichtstärke und eine verbesserte Dynamik.

Videos kann man mit der Hauptkamera des BQ Aquaris X2 Pro mit maximal Ultra-HD (4K) mit 30 Bilder pro Sekunde aufzeichnen. Wer wiederum gerne Videos mit 60 Bilder pro Sekunde aufnehmen möchte, muss die Auflösung leider auf Full-HD reduzieren. In dieser Auflösung stehen nämlich 30 FPS und 60 FPS zur Verfügung. Die Aufnahmen können mit einer guten Qualität überzeugen und auch der elektronische Bildstabilisator sorgt dafür, dass verwacklungsfreie Aufnahmen selbst bei etwas zittrigen Händen gelingen. Lediglich bei kurzen Bewegungen hintereinander stößt der Bildstabilisator an seine Grenzen, denn damit kommt er weniger gut klar. Es sind auch Zeitraffervideos möglich, doch diese sind lediglich in 1.080p (Full-HD) möglich. Der Ton, welcher von den verbauten Mikrofonen aufgenommen wird, liefert einen klaren und guten Zwei-Kanal-Ton. 

Die 8 Megapixel Frontkamera ermöglicht Video aufnahmen in max. Full-HD mit 30 FPS. Dieser werden wiederum nicht stabilisiert und somit eigene sich die Frontkamera weniger für Video-Aufnahmen. Man kann in den Einstellungen neben dem Beauty-Modus auch HDR aktiveren. Als Blitz bei Selfie-Aufnahmen dient ein separater LED-Blitz, welcher sich neben der Kameralinse befindet. Die Aufnahmen mit der Front-Kamera sind ok aber liefern eine weniger gute Bildqualität. Vor allem wer gerne den Bokeh-Effekt nutz, sollte hier nicht übertreiben. Dieser kann in vier Stufen geregelt werden und neigt bei zu hoher Stufe, die Bildqualität zu verschlechtere. Auf hoher Stufe wirken diese zu sehr verschwommen und man kann einige Abbildungsfehler erkennen.

(Kamera: 3 von 5 Punkten)

Software

Beim Betriebssystem setzt BQ auf Android One in der Version 8.1.0 aus dem Hause Google. Mit dem Betriebssystem Android One verspricht BQ, dass man für das Smartphone Softwareupdates für 3 Jahre (falls leistungsmäßig möglich bzw. sinnvoll) und Sicherheitsupdates auf neuere Version für mindestens 2 Jahre, spätestens alle 2 Monate zur Verfügung zu stellen. Diese Zeit bezieht sich jedoch ab dem Marktstart des BQ Aquaris X2 Pro und startete somit am Mai 2018. 

Der Vorteil von Android One ist zum einen, dass es sich dabei um die reine Android Version handelt. Diese ist somit vom Hersteller des Smartphones nicht verändert, denn viele Hersteller wie Hauwei usw. versehen die jeweilige Android Version noch mit der hauseigenen Benutzeroberfläche. Dadurch dauert es jedoch teilweise je nach Hersteller etwas länger, bis dieser seine Version des Android Systems für das jeweilige Smartphone frei gibt. Android 9.0 Pie ist zwar schon auf vielen Top-Handys vorinstalliert, doch auf dem BQ Aquaris X2 Pro läuft leider aktuell immer noch Android 8.1. Ein Update auf Android 9.0 Pie dürfte für das Aquaris X2 zwar sicher sein, doch wann dies veröffentlich wird, ist leider noch nicht bekannt. 

Die vorinstallierten Apps auf dem BQ Aquaris X2 Pro halten sich im Großen und Ganzen in Grenzen. Es sind von Beginn an für Android One typisch die Google-Anwendungen wie z. B. Gmail, Google Maps, Youtube, Google Fotos, Google Pay usw. installiert. Ansonsten ist das System unangerührt und kommt lediglich mit einer BQ App daher. Diese heißt BQ On und dabei handelt es sich lediglich um die Möglichkeit, das Gerät gegen eine einmalige Gebühr gegen Schäden zu versichern.

Mit 64 GB Speicher hat man auf dem Aquaris X2 Pro für ein Mittelklasse-Smartphone ausreichend Speicher zur Verfügung, welcher bei Bedarf zusätzlich noch per micro-SD Speicherkarte um bis zu 256 GB erweitert werden kann. Bei der von mir getesteten 64 GB Version sind knapp 52 GB frei nutzbar, der Rest ist für das System usw. belegt.

Das System läuft auf dem BQ Aquaris X2 Pro zum Großteil dank der Leistung flüssig und ohne Aussetzern. Das System kommt mit dem Android typischen App-Drawer daher. Hier hat man die typische Übersicht der Apps, welche alle auf dem Smartphone installiert sind. Die Vorteile des Android One System sieht man gleich in den Einstellungen unter dem Punkt „Über das Telefon“ hier sieht man nämlich, das unter Stand des Sicherheitsupdates Dezember 2018 steht und somit dieser ziemlich aktuell ist. Hier sind ander Hersteller oftmals hinterher und sind jetzt noch bei einem Stand von Oktober 2018 usw.

(Software: 4 von 5 Punkten)

TEIL 3

bestehend aus „Preis/Leistung“ entspricht 10% der Gesamtwertung

Beschreibung

BQ wirbt das Aquaris X2 Pro mit seinem Glas und Metall Design, bei dem laut der Aussage des Herstellers die beiden Materialien nahtlos ineinander verschmelzen. Dem ist jedoch nicht wirklich so, denn andere Hersteller bekommen hier einen deutlich besseren und kaum spürbaren Übergang hin. Bei BQ ist dies durch den Absatz leider nicht wirklich der Fall, doch das Design ist auf keinem Fall schlecht und passt zu heutigen Zeit sehr gut.

Des Weiteren erwähnt BQ das 650 Niets helle Display. Dieses hat mich im Test positiv überzeugen können, denn es ist wirklich ausgesprochen hell und zudem überzeugt es mit einer sehr hohen Blickwinkelstabilität. Die Hauptkamera und die Selfie-Cam können bei guten Lichtverhältnissen ebenfalls positiv überzeugen, doch nimmt das Licht ab, wird auch die Qualität der Aufnahmen schlechter. Hier kann das BQ Aquaris X2 Pro im Bereich Low-Light einfach nicht voll überzeugen, was nur wenigen Herstellern in dieser Preisklasse gelingt.

Preis/Leistung

Die UVP des BQ Aquaris X2 Pro liegt bei 399 EUR. Doch das im Mai 2018 erschienene Smartphone ist bereits jetzt schon bei BQ direkt für 329,90 im Angebot. Somit ist das Aquaris X2 Pro preislich attraktiver geworden. Denn für die UVP von fast 400€ hätte man bessere Alternativen gehabt.

Überzeugen konnte mich beim Aquaris X2 Pro unter anderem, das für ein Mittelklasse Gerät sehr helle Display und die Kamera bei guten Lichtverhältnissen. Enttäuscht war ich jedoch von Netzteil, den hier liefert man ein Quick Charge 3.0 Ladegerät mit, obwohl das Gerät extra mit QuickCharge 4+ angepriesen wird. Daher muss man sich für die schnellere Ladegeschwindigkeit zusätzlich ein separates Netzteil besorgen. Enttäuscht wäre ich zudem etwas von der Verarbeitung, denn hier war ich ein wenig von der klappernden Lauter/Leiser-Wippe, der Kante auf der Rückseite und den ungleichmäßigen Spaltmaßen zwischen den Antennenstreben enttäuscht. 

BQ Aquaris X2 Pro

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testr Gesamtwertung

unter Berücksichtigung aller Teilwertungen

 Wir bedanken uns beim Hersteller für die Bereitstellung des Produktes. Zu unseren Grundsätzen

Huawei Mate 20 Pro

Huawei ist ein chinesischer Smartphone-Hersteller, welcher im Jahr 1987 gegründet wurde. Der Hauptsitz des Unternehmens ist in Shenzhen, China und der Geschäftsführer ist Ren Zhengfei, welcher das Unternehmen auch gründete. Neben Endgeräten wie Smartphones, Tablets und Notebooks bietet Huawei auch Dienstleistungen für Netzwerk-Infrastrukturen und Cloud-Computing-Lösungen an.  

Seit 2012 vermarktet das Unternehmen auch hierzulande (D und AT) seine Smartphones. Die aktuell bekanntesten Smartphones aus dem Hause Huawei sind: die G-Serie, Y-Serie, Nova-Serie, P-Serie und die Mate-Serie. Bei der P-/Mate-Serie handelt es sich um Highend-Smartphones und bei den anderen um Mittelklasse-Smartphones. Jedoch bietet Huawei die Highend-Smartphones mittlerweile ebenfalls in drei Modellen an. So gibt es z. B. das aktuelle Mate 20 in der Mate 20 lite, Mate 20 und Mate 20 Pro Ausführung. 

In diesem Testbericht möchte ich euch das am besten ausgestattete Smartphone der Mate 20-Serie genauer vorstellen. Es handelt sich um das Huawei Mate 20 Pro. Dies besitzt ebenfalls wie das Mate 20 eine Leica-Triple-Kamera, bietet jedoch zusätzlich noch ein Fingerabdrucksensor im Display und unterstützt als einziges Gerät der Serie das kabellose Aufladen des Akkus. Wie sich das teuerste Modell der Mate 20-Serie im Test geschlagen hat, erfahrt ihr in folgendem Testbericht.

Hier geht es zu den weiteren Testberichten der Mate-Serie: Huawei Mate 20 & Huawei Mate 20 Lite

TEIL 1

Bestehend aus „Verpackung/Design/Verarbeitung“ entspricht 25% der Gesamtwertung

Verpackung

Von dem äußeren Erscheinungsbild und somit auch vom Design ähnelt die Verpackung des Mate 20 Pro denen der beiden anderen Mate 20-Geräten, dem Mate 20 lite und dem Mate 20. Der Unterschied liegt lediglich im Inneren, denn beim Lieferumfang wurde gegenüber den beiden anderen Geräten einiges geändert. Natürlich ist auf der Außenseite der Verpackung der Name Huawei Mate 20 Pro zu lesen und auf dem Aufkleber auf der Unterseite wird ein kurzer Auszug der technischen Daten von dem Mate 20 Pro erwähnt. Da auch das Mate 20 Pro mit einer Leica-Triple-Kamera ausgestattet ist, prangt auch hier auf der Vorderseite das Leica-Branding.

Entfernt man den Decken der Verpackung, kommt direkt das Huawei Mate 20 Pro zum Vorschein. Auch dieses ist an der Vorder- und Rückseite durch eine Schutzfolie gegen Staub und Kratzern schützt. Um die Entnahme des Smartphones zu erleichtern, befindet sich an der Schutzfolie eine kleine Lasche. Hat man das Smartphone entnommen, kann man an einer Aussparung an der Oberseite den Zwischenboden entnehmen. In dem Zwischenboden bzw. der schwarzen Kartonage, befinden sich neben einer Kurzanleitung in zahlreichen Sprachen, ein Garantieheft und an der Außenseite das SIM-Tool.

Unter der Pappschachtel mit dem gerade erwähnten Zubehör befindet sich noch weiterer Zubehör. Bei dem es sich um ein USB-C Ladekabel, ein 40 Watt Netzteil und einem Ohrhörer Paar mit Fernbedienung und einen USB-C-Anschluss handelt. Zudem legt Huawei dem Mate 20 Pro noch ein USB-C auf Klinke-Adpater bei, damit man auch die eventuell vorhanden Kopfhörer anschließen kann. Schließlich hat sich Huawei beim Mate 20 Pro Modell von der Klinken-Buchse verabschiedet. 

(Verpackung: 3,5 von 5 Punkten)

Design

Das Mate 20 Pro bietet Huawei aktuell in vier Farben an. Neben dem Testgerät von mir, welches die Farbe Twilight hat, gibt es noch die Farben: Blau, Schwarz und Emerald Green. Die Farbe Twilight ist bei den aktuellen Huawei-Geräten sehr beliebt und auch mein persönlicher Favorit. Es handelt sich hierbei um ein mehrfarbiges Gerät. Bei dem die Rückseite je nach Lichteinfall den Farbverlauf verändert. Dies gelingt Huawei durch mehrere Lagen NVMC-Beschichtungen (NVMC=Non-Conductive Vacuum Metalizing) unter der Glasrückseite, welche das einfallende Licht je nach Einfallswinkel unterschiedlich brechen. Dadurch entsteht der Schwarz-Lila-Blaue Farbverlauf. 

Nimmt man das Mate 20 Pro das erste Mal in die Hand, kommt es einem trotzt des 6,39 Zoll großen Display nicht sonderlich groß vor. Für diesen Ersteindruck sorgt unter anderem der sehr schmale Rand, der rund um das Display verläuft. Zum anderen ist das Display durch sein 19,5:9 Format in die Länge gezogen und liegt somit auch in schmaleren Handflächen gut in der Hand. Drittens folgt Huawei bei allen Mate 20-Geräten dem aktuellen Trend und setzt somit auf einen sogenannten „Notch“. Dabei handelt es sich um eine Auskerbung im Display, in dem die Frontkamera integriert ist. Der Notch beim Mate 20 Pro Modell fällt jedoch gegenüber dem Mate 20 deutlich größer aus, was unter anderem daran liegt, dass hier auch die 3D-Depth-Sensing-Camera, ähnlich die des iPhones verbaut ist, welche der Entsperrung des Smartphones via Gesicht dient. In dem Notch ist neben der Frontkamera und der 3D-Depth-Sensing-Camera auch die Hörmuschel, der Umgebungslicht- und Näherungssensor integriert.

Huawei setzt auch beim Pro Modell der Mate 20-Serie auf Glas und Aluminium. Wie bereits beim Mate 20 lite und Mate 20 kommt auf Vorder-/Rückseite Glas zum Einsatz und beim Gehäuse-Rahmen handelt es sich um Aluminium. Der Aluminium-Rahmen hat den Vorteil, dass dieser nicht nur leicht ist, sondern auch für eine hohe Verwindungssteifigkeit sorgt. Für eine hohe Stabilität sorgen beim Mate 20 Pro aber auch die zur Seite abgerundeten Ränder an der Rückseite und an der Vorderseite. Bei Mate 20 Pro setzt Huawei nämlich auch auf ein zu den Seiten abgerundetes Display, wie man es von den „EDGE“ Modellen beim Samsung Galaxy S9 usw. kennt.   

Der Gehäuse-Rahmen an den Seiten fällt durch die Abrundungen sehr schmal aus. Sodass hier lediglich an der rechten Seite für den Einschaltknopf und die Lauter-/Leiser-Tasten Platz vorhanden war. Der SIM-Karten Slot musste aus Platzgründen daher nach unten wandern und befindet sich somit direkt neben der USB-Typ-C Ladebuchse. In den Sim-Karten Slot können entweder zwei Nano-SIM Karten oder eine Nano-SIM und eine NM-card eingesetzt werden. Fall jemand von euch die NM-card nicht kennt, dies ist eine spezielle Speicherkarte, die Huawei zusammen mit der Mate 20-Serie vorgestellt hat. Diese ist so groß wie eine Nano-SIM-Karte und ist somit nicht nur kleiner als eine herkömmliche micro-SD-Speicherkarte, sondern die Kontakte befinden sich komplett auf der Rückseite wie bei einer Sim-Karte. Unterstütz, wird hier maximal eine NM-card bis 256 GB, welche aktuell knapp 49,00€ kostet.

An der Unterseite des Mate 20 Pro findet man zudem links und rechts Außen zwei kleine Löcher. Hinter bzw. unter denen sich links das Mikrofon für Telefonate und rechts ein Lautsprecher befindet. Ein weiterer Lautsprecher versteckt sich hinter der Hörmuschel, somit besitzt das Mate 20 Pro ein Stereo-Lautsprecher Paar, was für einen deutlich lauteren und ausgewogenen Klang gegenüber einem Mono-Lautsprecher sorgt. An der Oberseite gibt es wenig zu entdecken, denn hier befinden sich nur ein weiteres Mikrofon und in der linken Ecke ein kleiner Infrarot-Sensor. Dieser dient dazu, das Smartphone z. B. als Fernbedienung für den Fernseher usw. nutzen zu können. Dies finde ich persönlich eine feine Sache und ich glaube, so etwas hat bisher kein anderer Hersteller verbaut.

Dank dem länglicherem Design, kommt das Mate 20 Pro wie bereits erwähnt kompakter als das Mate 20 daher. Klar kann man bei einem Smartphone über 6 Zoll nicht mehr wirklich von kompakt reden, aber der Trend geht nun mal zu den immer größer werdenden Displays mit immer weniger Rand. Die Abmessungen des Mate 20 Pro betragen: 157,8 x 72,3 x 8,6 mm, dadurch ist das Gerät trotz 0,4 Zoll größerem Display insgesamt kaum größer als das alte Mate 10 Pro geworden. Es ist in der Länge knapp 2,9 mm und in der Dicke 0,6 mm gewachsen, doch dafür ist es insgesamt dank 1,6 mm weniger an der Breite handlicher geworden. 

Fingerabdrücke lassen sich jedoch am Rahmen genauso wenig vermeiden wie auf der Glasrückseite. Der zweite Nachteil diese hochglänzenden bzw. sehr glatten Oberflächen ist die extreme Gleiteigenschaft. Denn durch den abgerundeten Ränder an Vorder- und Rückseite, sowie durch die sehr glatte Oberfläche, neigt das Mate 20 Pro gerade so aus der Hand zu gleiten. Betrachtet man die hochglänzende Glasrückseite, fällt direkt das viereckige knapp 1 mm hervorstehende Plateau auf. In diesem sind die insgesamt drei Kamera-Sensoren und der 4fach‑LED True Tone-LED Blitz untergebracht.

(Design: 5 von 5 Punkten)

Verarbeitung

Sobald ich ein Smartphone ausgepackt habe und die Bilder für den Test gemacht habe, nehme ich dies in die Hand und teste, wie verwindungssteif dieses ist. Das Mate 20 Pro gehört zu den sehr stabilen Geräten. Es lässt sich weder biegen noch Eindrücken oder Ähnliches. Aktuell setzen so ziemlich alle Hersteller bei ihren Smartphones auf Glas und Metall, auch Huawei schafft es, diese beiden Werkstoffe sehr gut miteinander zu kombinieren, sodass man keine unschönen Übergänge oder Kanten spürt. Dank dem Gewicht von fast 190 Gramm liegt das Huawei Mate 20 Pro sehr gut in der Hand, doch durch die glatte Oberfläche rundherum, neigt es gerne dazu aus der Hand zu gleiten. 

Gut gefallen mir die abgerundeten Kanten rund um das Kameramodul, denn diese sorgt für einen angenehmen Übergang der beiden Ebenen. Das Mate 20 Pro ist zudem das einzige Gerät der Mate 20-Serie, welches nach dem IP68-Standard wasserdicht und zudem gegen Staub geschützt ist. Somit kann man problemlos damit für ca. 30 Minuten bis zu einer Wassertiefe von 1,5 m tauchen. Des weiteren Unterstützt es die kabellose Aufladung via QI-Charge.

(Verarbeitung: 5 von 5 Punkten)

TEIL 2

bestehend aus „Funktion des Produktes“ entspricht 65% der Gesamtwertung

Display6,39 Zoll OLED-Panel (19,5:9 Format) 3120 x 1440 Pixel, Pixeldichte beträgt 538 ppi
CPU/GPUHUAWEI Kirin 980 2x 2,6 GHz und 2x 1,92 GHz und 4x 1,8 GHz / Mali G76
RAM6 GB RAM (optional 8 GB)
Speicher128 GB (optional 256 GB)
BetriebssystemAndroid 9.0 “Pie”
Haupt-KameraLeica Triple-Kamera: 40 MP (Weitwinkel-Linse, Blende F / 1.8) + 20 MP (Ultra-Weitwinkel-Linse, Blende F / 2.2 ) + 8 MP (Telefoto, Blende F / 2.4), unterstützt Autofokus (Laserfokus, Phasenfokus, Kontrastfokus), unterstützt AIS (Huawei KI Stabilisierungsmodus)
Front-Kamera24MP f/2.0 Blende
AnschlüsseUSB-Typ-C Anschluss, Infrarot-Sensor (für die Steuerung von TV usw.)
Akku4.200 mAh mit SuperCharge Schnellladefunktion, nicht austauschbar
KonnektivitätWi-Fi 802.11 a/b/g/n/ac, 2,4 und 5 GHz, Mobilfunknetz bis 4G, Bluetooth 5.0 (aptX, aptX HD AAC), NFC, GPS, A-GPS, GLONASS, BeiDou
Abmessungen
(LxBxH)
157,8 mm x 72,3 mm x 8,6 mm
Gewicht189 Gramm
LieferumfangHuawei Mate 20 Pro
USB-Typ-C-Kopfhörer
40 Watt SuperCharge Netzteil
USB-Typ-C-Ladekabel
Werkzeug zum Auswerfen der SIM-Karte
Kurzanleitung
Garantiekarte
USB-Typ-C zu 3,5 mm Kopfhörerbuchsenadapter
Technische Daten des Huawei Mate 20 Pro

Performance

Das aktuell neueste Flaggschiff-Smartphone hat Huawei natürlich mit dem Prozessor aus der eigenen Entwicklung versehen. So werkelt im Inneren des Mate 20 Pro der Kirin 980, der aktuell stärkste Prozessor in Android Smartphones. Dieser Prozessor gehört neben dem A12 Prozessor von Apple aktuell zu den weltweit ersten Prozessoren, die in einer 7nm-Fertigungsverfahren hergestellt wurden. Dank einer künstlichen Intelligenz soll der CPU zudem deutlich schlauer als sein Vorgänger der Kirin 970 sein. Da der neue CPU zudem LTE Cat.21 unterstützt, sind damit theoretisch Download-Raten von bis zu 1,4 GBits/s möglich.

Huawei verspricht mit dem Kirin 980 gegenüber dem Vorgänger im Mate 10 Pro (Kirin 970) eine bessere effizient von 88 % und einer Beschleunigung der Leistung um 134 %. Doch wie sie dies in den Benchmark-Tests und vor allem im Alltag aus, dies habe ich natürlich für euch getestet.

Beim verbauten Prozessor handelt es sich um den gleichen 64-Bit CPU Kirin 980, der auch im Mate 20 zum Einsatz kommt. Dies ist ein Achtkern-Prozessor mit einer Taktfrequenz von bis zu 2,6 GHz. Genauer gesagt takten zwei Cluster mit 2,6 GHz (Cortex 76), zwei weitere mit bis zu 1,92 GHz (Cortex A76) und die vier restlichen für weniger anspruchsvolle Anwendungen mit bis zu 1,8 GHz (Cortex A55). Der CPU wird je nach Modell von 6 GB RAM oder optional 8 GB RAM unterstützt. Im Prozessor ist auch der GPU (Grafikprozessor) Mali G76 MP10 integriert, welcher mit rund 720 MHz taktet.

Schon das normale Mate 20 war bei den Benchmarktests ganz vorne mit dabei. Doch aktuell ist nur ein Gerät vor diesem und zwar das Mate 20 Pro. Es handelt sich somit um ein sehr leistungsstarkes Gerät, welches mit sämtlichen Anwendungen klar kommt und dadurch nicht so schnell aus der Puste kommt. Dies spiegelt sich auch in den Benchmarktest test wieder, denn wie bereits erwähnt liegt es hier auf Platz ein, vor dem Mate 20.

In den von mir durchgeführten Benchmarktests schnitt das Mate 20 wie folgt ab. Bei Antutu konnte es im Test einen Wert von 274.266 erreichen und liegt somit knapp hinter dem Mate 20 Pro. Bei Geekbench 4 kam es beim Single-Core Test auf 3324 und beim Multi-Core Test auf 9774 Punkte. 

Mit 128 GB ist der Flash-Speicher des Huawei Mate 20 Pro ausreichend bemessen. Benötigt man den doppelten Speicher, muss man zum besser ausgestattet Modell greifen, dass 256 GB ROM besitzt und zudem 8 GB RAM. Sollte einem jedoch der verbaute Speicher von 128 GB nicht reichen, kann man den Speicher auch mit einer NM-card um bis zu 256 GB erweitern. Abzüglich des Betriebssystems und der vorinstallierten Software bleiben von den 128 GB knapp 113 GB frei zur Verfügung. Als Betriebssystem ist Android 9.0 Pie vorinstalliert.

(Performance: 5 von 5 Punkten)

Display

Gegenüber dem Vorgänger ist das Display des Mate 20 Pro um 0,39 Zoll größer geworden. Somit ist das OLED-Display 6,39 Zoll groß und somit fast gleich groß wie das Display des Samsung Galaxy Note 9. Gegenüber dem Vorgänger wurde das Gerät jedoch etwas gestreckt, wodurch das Display-Format nun von 18,7:9, beim Mate 20 Pro auf 19,5: 9 verändert wurde. 

Wie bereits beim Mate 10 Pro kommt ein kontraststarkes OLED-Display zum Einsatz. Dieses löst in WQHD+ Auflösung auf, was 1.440 x 3.120 Bildpunkten entspricht. Dadurch ergibt sich eine Pixeldichte von 538 ppi. Die Auflösung des OLED-Display ist sehr hoch, sofern man in den Display-Display-Einstellungen die Auflösung „Smarte Auflösung“ deaktiviert und die Auflösung manuell auf WQHD+ ändert. Huawei hat die Auflösung von Werk aus auf eine Auflösung von Full-HD+ runtergesetzt, damit die Akkulaufzeit verbessert wird. Natürlich reicht die Full-HD+ Auflösung im Alltag aus, denn meiner Meinung nach kann das menschliche Auge sowieso die feinere Abstufung der Pixel nicht erkennen.

Am oberen Rand kommt das Mate 20 Pro mit einem Notch daher. In diesem finden die zahlreichen Sensoren und die Kameras ihren Platz. Auch die Gesichtserkennungs-Kamera ist hier verbaut. Doch im Display des Mate 20 Pro ist zudem auch der Fingerabdruck-Sensor verbaut, so kann man das Smartphone auch direkt über diesen entsperren. Dieser funktioniert in den meisten Fällen sehr gut, doch hin und wieder brauchte ich zwei-bis-drei Versuche, bis sich das Smartphone entsperren wollte. Ob man wirklich beides braucht, also eine Gesichtsentsperrung und ein Fingerabdrucksensor im Display, ist natürlich eine andere Frage, beide Varianten haben ihre Vor-und Nachteile. Aber von meinem iPhone X kann ich persönlich sagen, dass ich die Touch-ID-Funktion null vermisse und absolut zufrieden mit Face-ID bin. 

Mittlerweile kommt eigentlich fast jedes neue Smartphone mit einem Notch daher und man gewöhnt sich echt sehr schnell daran. Woran wiederum nicht nur ich als iPhone User mich gewöhnen musste, waren die abgerundeten Display-Kanten links und rechts. Denn dadurch das die Tastatur auch auf der abgerundeten Fläche erscheint, tippt man anfangs sehr häufig ungewollt einige Tasten am Rand. Man ist schließlich gewohnt das Smartphone am Rand zu halten und daher kommt es, durch den schmalen Rand gelegentlich zu ungewollten eingaben. 

Das Mate 20 Pro bietet zwar ein deutlich höher auflösendes Display als das von meinem iPhone X, ich kann ich jedoch zischen beiden keine bemerkenswerte unterschiede feststellen. Bei unserer Webseite testr.at konnte ich lediglich im Weiß minimale Unterschiede feststellen, die sind aber nur bei direktem Vergleich auffallend. Beide Geräte hat man im Normalfall nicht daheim und daher wird man diesen Unterschied definitiv nicht vermissen. 

Für ein OLED-Panel typisch, besitzt das Display des Mate 20 Pro einen hervorragenden Schwarzwert und kann mit einem hohen Kontrast überzeugen. Die Farben sind sehr strahlend und farbtreu. Zudem kann das Display mit einer sehr hohen Blickwinkelstabilität überzeugen. Selbst wenn man in einem sehr flachen Winkel auf das Display schaut, erkennt man alles ohne Probleme und vor allem ohne das die Farben verblassen.

In den Display Einstellungen kann man die Farbtemperatur des Display manuell änder, oder diese automatisch regulieren lassen. Dabei passt das Mate 20 Pro die Farbtemperatur des Display basierend auf das aktuelle Umgebungslicht an. Diese Funktion ist mir bereits von meinem Mac und iPhone X unter dem Namen „True Tone“ bekannt und gefällt mir beim Mate 20 Pro auch. Eine weitere nützliche Funktion ist die Möglichkeit das blaue Licht aus dem Display herausfiltern zu lassen oder den Notch auszublenden. Möchte man den Notch nicht haben, dann dunkelt das Display den Bereich recht und links neben dem Notch ab, sodass das Mate mit einem gewöhnlichen Rahmen an der Oberseite daher kommt. 

An dem Helligkeitssensor, welcher die automatische Helligkeit des Displays übernimmt, gibt es nichts zu beanstanden. Dieser passt die Leuchtkraft des Displays der schnell und genau auf das aktuelle Umgebungslicht an. Dank der sehr hohen Helligkeit konnte ich selbst im Außeneinsatz alles sehr gut auf dem Display erkennen.

(Display: 4,5 von 5 Punkten)

Akku

Huawei hat im Mate 20 Pro einen fest verbauten Akku mit einer Kapazität von 4.200 mAh verbaut. Dank der sogenannten „Huawei SuperCharge“ Technologie ist der Akku mit dem 40 Watt-Netzteil innerhalb von einer halben Stunde von 0 % auf 70 % aufgeladen. Dies betätigte sich auch in meinem Test, denn zu Beginn war das Smartphone fast komplett leer und mit dem Netzteil war es wirklich rasend schnell aufgeladen. 

Des Weiteren lässt sich das Mate 20 Pro per Qi kabellos aufladen. Huawei verspricht zudem, dass man das Mate 20 Pro über die kabellose Aufladung bis zu 160 % schneller als ein iPhone X aufladen kann. Ich habe das mit dem Ladepad von Huawei getestet und dies hat sich im Test bestätig. Dies liegt aber auch daran, das Apple weniger Watt beim kabellosen Aufladen unterstützt.

 Die große Besonderheit des kabellosen Aufladen beim Huawei Mate 20 Pro ist aber, dass man nicht nur das Mate 20 Pro aufladen kann, sondern auch andere Geräte welche Qi unterstützen mit dem Mate 20 Pro aufladen kann. Dieses Feature nennt Huawei „ Umgekehrtes Laden ohne Label“. Legt man z. B. ein iPhone X mit der Rückseite an die Rückseite des Mate 20 Pro, wird das iPhone X vom Akku des Mate 20 Pro kabellos aufgeladen.

Wie üblich, macht Huawei keine genauen Angaben, wie lange der Akku des Mate 20 Pro durchhält. Nach meinem Testzeitraum von knapp 5 Wochen kann ich jedoch sagen, dass dies Laufzeit problemlos für zwei Tage ausreicht. Je nach Nutzungsintensität variiert diese Laufzeit natürlich sehr. In meinem Testzeitraum habe ich das Gerät eigentlich wie immer für das tägliche Surfen im Internet genutzt, hab im Zug via Bluetooth In-Ear Ohrhörer Musik gehört und einige WhatsApp Nachrichten versendet. Somit habe ich im Großen und Ganze das Gerät auf die Testbedingungen getestet, wie es so ziemlich jeder von euch im Alltag ebenfalls nutzen würde.

(Akku: 5 von 5 Punkten)

Kamera

Mit dem neuen Mate 20 Pro möchte Huawei nicht nur ein Top-Smartphone von der Rechenleistung verkaufen, sondern auch ein Gerät, mit dem man den Kamera-Bereich der Smartphones erobern kann. Dies gelingt sehr gut durch die Leica-Triple-Kamera auf der Rückseite. Anstelle des im P20 Pro verbauten Monochrom-Sensor, setzt man nun auf RGB-Sensoren und ersetzt die Schwarz/Weiß-Kamera gegen eine Ultra-Weitwinkel-Kamera.

Das Standard-Objektiv ist mit einem 40-Megapixel-Sensor ausgestattet und besitzt eine Blende von f/1.8. Zudem findet im Kamera-Modul noch ein 8 MP-Teleobjektiv mit einer Blende f/2.4 und einem optischen Bildstabilisator platz. Zu guter Letzt handelt es sich beim dritten Sensor um einen 20 MP-Kamerasensor, der mit einem Ultra-Weitwinkel-Objektiv versehen ist und eine Blende von f/2.2 besitzt. 

Durch die drei Kamera-Module verfügt das Mate 20 Pro eine auf das Kleinbild umgerechnete Brennweite von 16 bis 80 Millimeter. Somit ist ein bis zu 5-facher Zoom möglich, der jedoch nicht stufenlos regulierbar ist, sondern eben nur durch die drei unterschiedlichen Objektive möglich wird. Da aber jedes Objektiv über unterschiedliche Blenden und Bildwinkel besitzt, variiert die Bildqualität je nach der gerade genutzten Zoom-Stufe sehr. 

Die Kamera-Sensoren befinden sich allesamt in einem viereckigen Plateau auf der Rückseite. Hier sind wie bereits erwähnt, die drei Kamera-Linsen und der True-Tone-LED Blitz untergebracht. Auf der Vorderseite kommt neben der 24 MP Sigle-Kamera mit einer Blende von f/2.0 noch die 3D-Depth-Sensing-Kamera zum Einsatz. Doch wie scheidet die Leica-Triple-Kamera und die Selfie-Kamera im Test ab, dies verrate ich euch nun.

Dank dem KI-Prozessor, erkennt das Mate 20 Pro zum Großteil das zu fotografierende Objekt und weißt dem Nutzer darauf hin. Als ich z. B. Essen oder eine Pflanze fotografieren wollte, erschien über dem Auslöser auf dem Display eine Anzeige, die mich darauf hinwies, dass ich z. B. essen fotografieren möchte. Automatisch verändert es die Einstellungen, um das zu fotografierende Objekt noch besser zur Geltung zu bringen. Ein weiterer Besonderheit der KI ist es, dass diese erkennt, ob das Motiv vor der Linse mit der Weitwinkel-Linse besser fotografierter wäre und weißt mit dem hinweiß „Supermakro“darauf hin. Um diese KI-Funktionen nutzen zu können, muss man diese jedoch in der Kamera-Einstellungen unter dem Punkt „Master KI“ aktiveren. Man kann jedoch jederzeit auch selbst zum Weitwinkel, oder Teleobjektiv wechseln, dabei muss man in der Kameraeinstellung jedoch die Auflösung von 40 Megapixel auf 10 Megapixel reduzieren.

Mir persönlich gefällt bei den Mate 20 Geräten sehr der Pro-Kameramodus. In diesem kann ich nämlich wie bei meiner Spiegelreflexkamera die Parameter wie Weißabgleich, Verschlusszeit und den ISO-Wert manuell selbst bestimmen. Zudem lässt sich im Pro-Modus das RAW-Bildformat aktiveren. Typischerweise benötigen RAW-Bilder jedoch mehr Speicherplatz, lassen sich aber im Nachhinein über Lightroom oder Photoshop besser bearbeiten, da dies wesentlich mehr Informationen wie ein jpg-Bild besitzen.

Auf der Huawei Homepage hat man beim Mate 20 Pro auch von einer verbesserten Makro-Funktion gesprochen. Ich persönlich mache auch mit meiner Spiegelreflexkamera sehr gern Makro-Bilder, daher finde ich es sehr gut, das Huawei hier noch einmal Hand angelegt hat. Gegenüber dem Vorgänger dem Mate 10 Pro kann man nun anstelle von 6,5 cm noch näher an das Motiv ran. Durch die neue Ultra-Weitwinkel-Linse stellt die Kamera sogar bis zu 2,5 cm vor dem Objekt alles scharf ab. Dies zeigte sich auch an einigen meiner Testaufnahmen, hier hat Huawei sehr gute Arbeit geleistet.

Doch Huawei hat beim Mate 20 Pro nicht nur dafür gesorgt, dass man damit bessere Makro Bilder aufnehmen kann. Mit der vielseitigen Leica-Triple-Kamera gelingen sehr schöne Bilder und dank gleich drei verschiedenen Kamera-Linsen, ist der Einsatzbereich sehr groß. Neben einem speziellen Nachtmodus, der dafür sorgt, dass auch bei Nacht rauschärmere Bilder gelingen, kann auch der Porträt-Modus im Test überzeugen. Hier lassen sich zudem einige Filter wie z. B. Buntglas, Bühnenbeleuchtung usw. softwareseitig zuschalten. Mit den Filtern gelingen zwar nette Effekte, aber an den Rändern der Aufnahmen erkennt man hier schwächen. Auch an der Frontkamera können verschiede Filter zugeschaltet werden, doch die Kamera knipst auch ohne diese Filter halbwegs gute Bilder. Mir fehlt bei der Frontkamera die Schärfe, dadurch gehen auch einige Details verloren. 

Bei den Aufnahmen mit dem Mate 20 Pro gefallen mir die kräftigen Farben und die hohe Dynamik fällt ebenfalls direkt auf. Zudem hat man durch die drei verschieden Kamera-Linsen freien Spielraum und kann seiner Kreativität beim Bilder knipsen freien Lauf lassen. Bei meinen Testaufnahmen hat mir besonders der Panorama-Modus gefallen, denn mit diesem gelingt es selbst bei Nacht, eine sehr gute Aufnahmequalität einzufangen, was unter anderem an der Größe des 40-MP Kamerasensors liegt. Dieser fängt sehr viel Licht ein und neigt bei Dunkelheit nicht so schnell zum Rauschen.

Dank dem sogenannten Super HDR knipst das Mate 20 Pro bei einer Aufnahme mehrere Bilder und fügt diese vollautomatisch zu einem Bild zusammen. Dadurch erreicht man eine noch höhere Lichtstärke und eine verbesserte Dynamik. Auf solch ein verfahren greifen jedoch auch Google und Apple mit ihren neusten Smartphones zurück. Ich habe viele meiner Aufnahmen lediglich im 10 MP-Modus gemacht, da ich, damit auch bequem zwischen den Linsen wechseln kann. Selbst mit dieser reduzierten Auflösung waren die Bilder sehr detailreich und konnten mich mit einer guten Farbkraft überzeugen. 

Mit dem Mate 20 Pro können bestenfalls Videos in Ultra-HD (4K) mit 30 Bilder pro Sekunde aufgezeichnet. Daher ist es hier gleich wie das normale Mate 20 ausgestattet. Wer gerne Videos mit 60 Bilder pro Sekunde aufnehmen möchte, muss die Auflösung leider auf Full-HD reduzieren. Die nützliche und gut funktionierende AI-Bildstabilisator steht leider ebenfalls nur in der Full-HD-Auflösung zur Verfügung. Des Weiteren können mit dem Ultraweitwinkelobjekitv Nahaufnahmen ab einer Entfernung von 2,5 cm vom Objekt geknipst werden. Dies dürfte vor allem Fans von Makrofotografie gefallen, denn diese können mit dem Huawei Mate 20 Pro wie bereits erwähnt, sehr nahe Detailbilder aufnehmen. Der Ton, welcher von den verbauten Mikrofonen aufgenommen wird, liefert einen sehr klaren und guten Zwei-Kanal-Ton.  

Die Auflösung der Hauptkamera an der Front beträgt 24 Megapixel mit einer Blende von F/2.0. Die Frontkamera ermöglicht Video aufnahmen in max. Full-HD. Zudem kann man einen Beauty-Modus Aktiveren und HDR ist ebenfalls zuschaltbar. Als Blitz bei Selfie-Aufnahmen dient das Display, der Blitz ist jedoch nur automatisch regelbar oder komplett abschaltbar. Drückt man den Auslöser, leuchtet das Display kurz weiß auf, sodass das Gesicht während der Aufnahmen aufgehellt wird. Die Aufnahmen mit der Fron-Kamera sind ok aber liefern eine weniger gute Bildqualität. Vor allem Bokeh (Portätbilder) wirken etwas verschwommen und man kann einige Abbildungsfehler beim genauen hinsehen erkennen. Bei der Schärfe und dem Dynamikumfang scheidet die Kamera wiederum ganz gut ab.

(Kamera: 4,5 von 5 Punkten)

Software

Beim Betriebssystem setzt Huawei auch beim Mate 20 Pro auf das aktuelle Android 9.0 (Pie) aus dem Hause Google. Zudem hat Huawei es mit der hauseigenen Benutzeroberfläche EMUI 9.0 versehen. 

Mir persönlich gefällt die Benutzeroberfläche von Android 9.0 definitiv besser als das der ganzen Vorgänger. Dies mag daran liegen, dass dieses minimalistischer gestaltet ist und mich persönlich etwas an iOS erinnert. Da ich iPhone Nutzer bin, gefällt mir wahrscheinlich auch aus diesem Grund Android Pie. Die Bedienoberfläche wirkt deutlich aufgeräumter und dadurch übersichtlicher als die früheren Versionen. Beim Sicherheitsupdate handelt es sich leider noch um die Version vom Oktober 2018. 

Die vorinstallierten Apps von Huawei halten sich im Großen und Ganzen in Grenzen. Es sind von Beginn an Google-Anwendungen wie z. B. Gmail, Google Maps, Youtube, Google Fotos usw. installiert. Zudem sind auch noch Apps direkt vom Hersteller Huawei installiert wie z. B. eine Wetter App, ein Kompass, Phone-Clone usw. Diese können jedoch anders als die Google Apps bei Bedarf deinstalliert werden. Mit 128 GB Speicher hat man jedoch sehr viel Speicher zur Verfügung, welcher bei Bedarf zusätzlich noch per NM-card erweitert werden kann. Bei der von mir getesteten 128 GB Version sind knapp 113 GB frei nutzbar, der Rest ist für das System usw. belegt.

Das System läuft dank der großen Rechenleistung auf dem Huawei Mate 20 Pro absolut flüssig und ohne jeglichen Ansatz von Aussetzern. Die Einstellungen sind in 15, bzw. mit der Huawei-ID Einstellung in 16 Untermenüs eingeteilt. Man findet sich dadurch schnell und einfach zurecht und sollte eine Einstellung nicht sofort auffindbar sein, kann diese in der Suchfunktion ganz oben eingegeben werden.Es gibt auch einige nützliche Gestensteuerungen wie z. B. die einfache Screenshot-Funktion. Damit kann man durch Zweimaliges klopfen mit dem Fingerknöchel (Zeigefinger) einen Screenshot erstellen. Es gibt natürlich noch weitere interessante Funktionen, die allesamt mit Text und einem Beispielvideo erklärt werden.

(Software: 4,5 von 5 Punkten)

TEIL 3

bestehend aus „Preis/Leistung“ entspricht 10% der Gesamtwertung

Beschreibung

Huawei wirbt das Mate 20 Pro mit der Leica Triple-Kamera und dem True-Tone-Blitz, dem großen Farbkräftigen und kontraststarken 6,39 Zoll OLED-Display und dem leistungsstarken Akku, sowie dem Kirin 980 CPU an.

Das Mate 20 Pro ist für mich persönlich das beste Smartphone, welches im Jahr 2018 vorgestellt wurde. Es ist nicht nur von der Akkuleistung, sondern auch von der Rechenleistung und der Kamera aktuell eins der besten Geräte auf dem Europäischen markt. Was man kritisieren könnte, wäre eventuell der Preis von 1000€, doch da kosten andere Flaggschiff-Smartphones von anderen Herstellern noch einiges mehr. Klar hat es auch hier und da einige Schwächen, die ich ebenfalls leicht bemängeln konnte. Doch im Großen und Ganzen erhält man hier ein klasse Allround-Smartphone, welches mit zahlreichen besonderen Features daher kommt. Ich bin begeistert, was Huawei alles in das kompakte Gerät gepackt hat.

Preis/Leistung

Die UVP des Mate 20 Pro liegt bei 999 EUR. Doch das im Oktober erschienene Smartphone ist bereits jetzt schon in diversen Online-Shops für knapp unter 900€ erhältlich. Das Mate 20 Pro kann unter anderem mit der sehr guten Akkulaufzeit, dem kontraststarken 6,39 Zoll OLED-Display und der vielseitigen Leica Triple-Kamera überzeugen. Daher ist auch das neue Mate 20 Pro ein würdiger und vor allem ein sinnvolles upgrade gegenüber dem Vorgänger dem Mate 10 Pro. Wer sich daher überlegt vom Mate 10 Pro auf das Mate 20 Pro upzugraden und das nötige Geld hat, kann dies ohne bedenken tun. Aber auch als Nutzer eines anderen Smartphones wird man den Kauf des Mate 20 Pro sicherlich nicht bereuen.

Huawei Mate 20 Pro

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testr Gesamtwertung

unter Berücksichtigung aller Teilwertungen

 Wir bedanken uns beim Hersteller für die Bereitstellung des Produktes. Zu unseren Grundsätzen

Huawei Mate 20

Huawei ist ein chinesischer Smartphone-Hersteller, welcher im Jahr 1987 gegründet wurde. Der Hauptsitz des Unternehmens ist in Shenzhen, China und der Geschäftsführer ist Ren Zhengfei, welcher das Unternehmen auch gründete. Neben Endgeräten wie Smartphones, Tablets und Notebooks bietet Huawei auch Dienstleistungen für Netzwerk-Infrastrukturen und Cloud-Computing-Lösungen an.  

Seit 2012 vermarktet das Unternehmen auch hierzulande (D und AT) seine Smartphones. Die aktuell bekanntesten Smartphones aus dem Hause Huawei sind: die G-Serie, Y-Serie, Nova-Serie, P-Serie und die Mate-Serie. Bei der P-/Mate-Serie handelt es sich um Highend-Smartphones und bei den anderen um Mittelklasse-Smartphones. Jedoch bietet Huawei die Highend-Smartphones mittlerweile ebenfalls in drei Modellen an. So gibt es z. B. das aktuelle Mate 20 in der Mate 20 lite, Mate 20 und Mate 20 Pro Ausführung. 

Vor wenigen Tagen habe ich euch das günstigste Modell der Mate 20-Serie vorgestellt, nämlich das Mate 20 lite. In diesem Testbericht möchte ich euch ein weiteres Gerät vorstellen – das reguläre Huawei Mate 20, welches unter anderem mit einem deutlich schmaleren Notch und einer Leica Triple-Kamera daher kommt. Wie sich das mittlere Modell im Test geschlagen hat, erfahrt ihr in folgendem Testbericht.

Hier geht es zu den weiteren Testberichten der Mate-Serie: Huawei Mate 20 Lite & Huawei Mate 20 Pro

TEIL 1

Bestehend aus „Verpackung/Design/Verarbeitung“ entspricht 25% der Gesamtwertung

Verpackung

Die Verpackung des Huawei Mate 20 und dem Mate 20 lite ähneln sich zum Großteil sehr. Es handelte ich um dieselbe Verpackung, welche ebenfalls mit einem weißen Aufkleber an der Unterseite versehen ist. Dieser Aufkleber ist mit einem kleinen Auszug der technischen Daten zum Produkt bedruckt. Dabei handelt es sich jedoch lediglich um den Namen des Gerätes, die Modellbezeichnung, die Farbe, der ROM (Flash-Speicher) und den RAM (Arbeitsspeicher). Zudem ist hier wie bei fast allen anderen Android-Smartphone Herstellern die IMEI1, IMEI2 und die S/N Nummer zu finden. Des Weiteren ist die obere Stirnseite und Rückseite noch mit einem bzw. zwei Etiketten versehen, auf der in mehreren Sprachen auf den Importeur usw. hingewiesen wird. Ansonsten liest man auf der schwarzen Verpackung an den drei restlichen Seiten in goldener Schrift den Namen des Gerätes „Huawei Mate 20“. Auf der Vorderseite prangt zusätzlich noch der Hinweis, dass das Gerät mit einer Leica Triple-Kamera ausgestattet ist.

Entfernt man den Decken der Verpackung, kommt direkt das Huawei Mate 20 zum Vorschein. Dieses ist auf der Vorder- und Rückseite mit einer transparenten Schutzfolie versehen, welche das Gerät gegen Staub und Kratzern schützt. Um die Entnahme des Smartphones zu erleichtern, befindet sich an der Schutzfolie an der Rückseite eine Art Lasche. Hat man das Smartphone entnommen, kann man an einer Aussparung an der Oberseite den Zwischenboden entnehmen. Dabei handelt es sich um eine schwarze Kartonage, in der sich ein Teil des Lieferumfangs befindet. Schauen wir in die Kartonage hinein, befindet sich darin neben einer Kurzanleitung in zahlreichen Sprachen, ein Garantieheft und an der Außenseite das SIM-Tool.

Unter der Pappschachtel mit dem gerade erwähnten Zubehör befindet sich noch der restliche Zubehör. Bei dem es sich um ein USB-C Ladekabel, ein 22,5 Watt Netzteil und einem Ohrhörer Paar mit Fernbedienung und einen Klinken-Anschluss handelt.

(Verpackung: 3,5 von 5 Punkten)

Design

Huawei bietet das Mate 20 in folgenden drei Farben an: Schwarz, Blau und Twilight. Die Farbe Twilight ist bei den aktuellen Huawei-Geräten sehr beliebt und auch mein persönlicher Favorit. Es handelt sich hierbei um ein mehrfarbiges Gerät. Bei dem die Rückseite je nach Lichteinfall den Farbverlauf verändert. Dies gelingt Huawei durch mehrere Lagen NVMC-Beschichtungen (NVMC=Non-Conductive Vacuum Metalizing) unter der Glasrückseite, welche das einfallende Licht je nach Einfallswinkel unterschiedlich brechen. Dadurch entsteht der Lila/Blau/Türkis-farbene Verlauf. 

Wie schon bei der Huawei P20-Serie und dem von mir bereits vorgestellten Mate 20 lite setzt Huawei auf den sogenannten „Notch“. Eine Auskerbung im Display, in dem die Frontkamera integriert ist. Beim Mate 20 lite hatte ich bereits den kleineren Notch gegenüber dem iPhone X usw. erwähnt, aber von wirklich klein, kann man erst beim Mate 20 reden. Dieser ist tropfenförmig und nimmt dadurch sehr wenig Platz vom Display ein. Der tropfenförmige Notch bietet jedoch so wenig Platz, dass die kleine Hörmuschel darin kein Platz gefunden hat und sich nun zwischen Display und Rahmen versteckt. Das Seitenverhältnis fällt mit 18,7:9 ebenfalls sehr schlank aus und zudem liegt das große, aber nur knapp 188 g schwere Smartphone sehr gut in der Hand.  

Sowohl die Vorder- als auch die Rückseite sind durch eine Glasoberfläche geschützt. Die beiden hälften des Smartphones gehe nahtlos ineinander über und werden von einem hochglanzpolierten Aluminium-Rahmen zusammengehalten. Dieser stabile Rahmen und die Glas Vorder- sowie Rückseite, sorgen für eine sehr hohe Verwindungssteifigkeit, des Mate 20. Fingerabdrücke lassen sich jedoch am Rahmen genauso wenig vermeiden wie auf der Glasrückseite des Huawei Mate 20. Der zweite Nachteil diese hochglänzenden bzw. sehr glatten Oberflächen ist die extreme Gleiteigenschaft. Denn durch den abgerundeten Rahmen und die sehr glatte Oberfläche, neigt das Mate 20 gerade so aus der Hand zu gleiten. Daher rate ich wie eigentlich bei jedem Smartphone zu einer Hülle bzw., einem Case zu greifen, da diese für mehr Griffigkeit sorgen. Dies wiederum hat jedoch den Nachteil, dass man dadurch meistens das eigentlich so tolle Design des Gerätes verdeckt. Leider hat Huawei auch bei Mate 20 wie bereits beim kleinen Bruder dem Mate 20 lite trotz der Glasrückseite auf die Möglichkeit des kabellosen Ladens verzichtet.

Das Mate 20 kommt ebenso wie das „lite“ Modell relativ kompakt daher, wenn man dies bei einem Smartphone mit einem sehr großen 6,53 Zoll Display überhaupt noch behaupten kann. Die Abmessungen betragen: 158,2 x 77,2 x 8,3 mm, dadurch ist das Gerät zwar etwas kleiner von der Länge, aber größer in der Breite und zudem etwas dicker als das kleine lite-Gerät. Das 6,53 Zoll LCD-IPS-Display, welches mit einer Auflösung von 2244 x 1080 Pixeln daher kommt, besitzt zwar nur eine Pixeldichte von 381 ppi (Mate 20 lite: 409 ppi), doch dies fällt im Alltag sicherlich keinem auf. Der Screen-to-Body-Ratio-Wert liegt somit bei knapp 88 %. 

Kommen wir nun zu den Bedienelementen und den verbauten Kameras des Mate 20. Diese sind zum Großteil bei allen drei Geräten gleich, jedoch gibt es beim Mate 20 gegenüber dem Mate 20 lite dennoch ein paar Unterschiede. Zuerst gehe ich jedoch auf die linke Seite des Mate 20 ein. Hier findet in der oberen linken Ecke den SIM-Karten Slot. Hier können entweder zwei Nano-SIM Karten oder eine Nano-SIM und eine NM card eingesetzt werden. Fall jemand von euch die NM card nicht kennt, dies ist eine spezielle Speicherkarte, die Huawei zusammen mit der Mate 20-Serie vorgestellt hat. Diese ist so groß wie eine Nano-SIM-Karte und ist somit nicht nur kleiner als eine herkömmliche micro-SD-Speicherkarte, sondern die Kontakte befinden sich komplett auf der Rückseite wie bei einer Sim-Karte. Unterstütz, wird hier maximal eine NM card bis 256 GB, welche aktuell knapp 49,00€ kostet.

Auf der gegenüberliegenden rechten Seite befindet sich direkt auf Daumenhöhe die Lautstärke-Wippe und darunter der Ein-/Ausschaltknopf. Der Ein-/Ausschaltknopf ist durch die seitliche rote Einfärbung direkt auffallen und durch die zusätzliche Riffelung sehr gut zu ertasten. Beide Bedienelemente erreicht man hier sehr gut mit dem Daumen. An der Oberseite gibt es gegenüber dem Mate 20 lite die ersten Unterschiede, denn hier befinden sich nicht nur zwei der insgesamt vier verbauten Mikrofone, sondern auch die 3,5 mm Klinkenbuchse und in der rechten Seite ein kleiner Infarot-Sensor. Dieser dient dazu, das Smartphone z. B. als Fernbedienung für den Fernseher usw. nutzen zu können. Dies finde ich persönlich eine feine Sache und ich glaube, so etwas hat bisher kein anderer Hersteller verbaut. 

Die restlichen beiden Mikrofone findet man an der Unterseite direkt links und recht neben der USB-C Ladebuchse. Zudem ist rechts unter dem 5 Löchrigen Lochgitter, ein Lautsprecher untergebracht. Glücklicherweise setzt Huawei beim Mate 20 auf ein Stereo-Lautsprecher, denn somit ist nicht nur das Klangbild besser, sondern auch insgesamt etwas lauter. Einer der Lautsprecher befindet sich somit wie eben erwähnt unten rechts und der zweite ist in der Hörmuschel integriert. Was zudem viele freuen dürfte, ist der verbaute Klinken-Anschluss, dadurch muss man nicht mit einem zusätzlichen Adapter arbeiten, sondern kann direkt seine kabelgebundenen Kopfhörer anschließen oder gleich komplett auf Bluetooth Kopfhörer zurückgreifen. Die Klinken-Buchse befindet sich anders als bei Mate 20 lite nicht unten links, sondern oben rechts. Betrachtet man die hochglänzende Glasrückseite, fällt direkt das viereckige knapp 1 mm hervorstehende Plateau auf. In diesem sind die insgesamt drei Kamera-Sensoren und der Dual-LED Blitz untergebracht. Unterhalb der Kamera-Einheit ist auch noch der Fingerabdrucksensor zu finden, welcher sehr gut zu erreichen. 

(Design: 4,5 von 5 Punkten)

Verarbeitung

Wie bereits bei den anderen von uns getesteten Huawei Smartphones, kann auch das Mate 20 mit einer hervorragenden Verarbeitung überzeugen. Die Spalte rund um den Aluminiumrahmen an Vorder- und Rückseite sind rundum gleichmäßig und der Übergang ist ebenfalls kaum zu spüren. Der Aluminium-Rahmen welcher die beiden Glaselemente auf Vorder- und Rückseite zusammenhält, sorgt für eine sehr hohe Stabilität, sodass sich das Gerät selbst mit höherem Kraftaufwand nur sehr minimal verwinden lässt. Schön ist, dass am Gehäuse des Huawei Mate 20 komplett auf den Werkstoff Kunststoff verzichtet wurde. Die abgerundeten Ecken und Kanten harmonieren sehr gut mit den abgerundeten Ecken des Displays.

Leider hat man trotz Glasrückseite auf die Möglichkeit des Kabellosen aufladen verzichtet und zudem sollte man es vermeiden, mit dem Gerät tauchen zu gehen. Das Mate 20 besitzt nämlich nur einen IP53-Schutzgrad und ist somit nur gegen Spritzwasser geschützt.

(Verarbeitung: 4,5 von 5 Punkten)

TEIL 2

bestehend aus „Funktion des Produktes“ entspricht 65% der Gesamtwertung

Display6,53 Zoll IPS-LCD-Panel (18,7:9 Format) 2244 x 1080 Pixel, Pixeldichte beträgt 381 ppi
CPU/GPUHUAWEI Kirin 980 2x 2,6 GHz und 2x 1,92 GHz und 4x 1,8 GHz / Mali G76
RAM4 GB RAM (optional 6 GB)
Speicher128 GB
BetriebssystemAndroid 9.0 “Pie”
Haupt-KameraLeica Triple-Kamera: 12 MP (Weitwinkel-Linse, Blende F / 1.8) + 16 MP (Ultra-Weitwinkel-Linse, Blende F / 2.2 ) + 8 MP (Telefoto, Blende F / 2.4), unterstützt Autofokus (Laserfokus, Phasenfokus, Kontrastfokus), unterstützt AIS (Huawei KI Stabilisierungsmodus)
Front-Kamera24MP f/2.0 Blende
AnschlüsseUSB-Typ-C Anschluss, Klinkenbuchse.
Akku4.000 mAh mit Schnellladefunktion, nicht austauschbar
KonnektivitätWi-Fi 802.11 a/b/g/n/ac, 2,4 und 5 GHz, Mobilfunknetz bis 4G, Bluetooth 5.0 (aptX, aptX HD AAC), NFC, GPS, A-GPS, GLONASS, BeiDou
Abmessungen
(LxBxH)
158,2 mm x 77,2 mm x 8,3 mm
Gewicht188 Gramm
LieferumfangHuawei Mate 20
3,5 mm Headset
Ladegerät
USB-Typ-C-Ladekabel
Kurzanleitung
Werkzeug zum Auswerfen der SIM-Karte
Garantiekarte
Technische Daten des Huawei Mate 20

Performance

Beim Mate 20 handelt es sich, um das Modell zwischen dem leicht abgespeckten Mate 20 lite und dem Flaggschiff-Smartphone Mate 20 Pro. Daher ist es von der Leistung besser als das Mate 20 lite ausgestattet. Bei dem verbauten Prozessor handelt es sich um den 64-Bit CPU Kirin 980. Dies ist ein Achtkern-Prozessor mit einer Taktfrequenz von bis zu 2,6 GHz. Genauer gesagt takten zwei Cluster mit 2,6 GHz (Cortex 76), zwei weitere mit bis zu 1,92 GHz (Cortex A76) und die vier restlichen für weniger anspruchsvolle Anwendungen mit bis zu 1,8 GHz (Cortex A55). Der CPU wird je nach Modell von 4 GB RAM oder optional 6 GB RAM unterstützt. Im Prozessor ist auch der GPU (Grafikprozessor) Mali G76 MP10 integriert, welcher mit rund 720 MHz taktet.

Durch die verbauten Hardware handelt es sich beim Mate 20 um ein sehr gut ausgestattetes Gerät. Die Hardware, welche für die Leistung sorgt, befördert das Mate 20 auf einen der vorderen Ränge in sämtlichen Benchmarktests. Das Mate 20 befindet sich direkt auf Platz zwei hinter dem großen Bruder dem Mate 20 Pro. Somit gehört es aktuell zu den best ausgestattet Smartphones auf dem Markt.

In den von mir durchgeführten Benchmarktests schnitt das Mate 20 wie folgt ab. Bei Antutu konnte es im Test einen Wert von 272.942 erreichen und liegt somit knapp hinter dem Mate 20 Pro. Bei Geekbench 4 kam es beim Single-Core Test auf 3298 und beim Multi-Core Test auf 9653 Punkte.

Der interne Flash-Speicher des Huawei Mate 20 hat eine gut bemessene Größe von 128 GB, eine weitere Variante mit mehr Speicher wird jedoch nicht angeboten. Der interne Speicher lässt sich jedoch per NM-card um bis zu 256 GB erweitern. Abzüglich des Betriebssystems und der vorinstallierten Software bleiben von den 128 GB knapp 112 GB frei zur Verfügung. Als Betriebssystem ist Android 9.0 Pie vorinstalliert.

(Performance: 4,5 von 5 Punkten)

Display

Das im Huawei Mate 20 verbaute Display ist 6,53 Zoll groß. Es handelt sich um ein IPS-Display, welches mit 2244 x 1080 Pixeln auflöst. Die Pixeldichte beträgt somit 381 ppi, was leider nicht ganz so hochauflösend wie beim Vorgänger dem Mate 10 ist. Dennoch ist die Auflösung der Mate 20 ausreichend und man erkennt alles sehr scharf auf dem Display. 

Am Mate 20 gefällt mir persönlich der rundum sehr schmal gehaltene Rand und der sehr klein Notch in dem sich lediglich die 24 MP Front-Kamera befindet. Durch den deutlich schmäleren Rand ist das neue Mate 20 nur minimal größer als dessen Vorgänger. Dabei wurde das Display von 5,9 Zoll (Mate 10) auf 6,53 Zoll (Mate 20) vergrößert. Das Mate 20 ist lediglich 7 mm höher geworden. Die Breite wurde wiederum um 0,6 mm und die Dicke um 0,1 mm reduziert.

Für ein IPS-Panel besitzt das Mate 20 einen überraschend guten Schwarzwert, sodass man fast meinen könnte, dass es sich hierbei um ein OLED-Display handelt. Durch diesen Schwarzwert resultiert verständlicherweise auch ein hoher Kontrastwert. So gefallen mir am Display des Mate 20 sehr die kräftigen und scharf dargestellten Farben. Ein Vorteil des IPS-Panel ist auch die gute Blickwinkelstabilität, selbst beim sehr schrägen betrachten, lässt sich er Inhalt auf dem Display hervorragend ablesen.

Was die maximale Helligkeit des Displays im Mate 20 angeht, kann dies ebenfalls überzeugen. Diese ist deutlich höher als beim kleinen Mate 20 lite und ermöglicht es, dass man die Inhalte auf dem Display auch problemlos im Outdoor-Einsatz ablesen kann.

(Display: 4,5 von 5 Punkten)

Akku

Der fest verbaute Akku im Huawei Mate 20 hat eine Kapazität von 4.000 mAh. Wie lange der Akku halten soll, gibt Huawei zwar nicht an, doch nach meinem Testzeitraum von knapp 4 Wochen kann ich sagen, dass dies Laufzeit locker für einen ganzen Tag ausreicht. Je nach Nutzungsintensität schafft man mit dem Mate 20 sogar bis zu zwei Tage.

 In meinem Testzeitraum habe ich das Gerät eigentlich wie immer für das tägliche Surfen im Internet genutzt, hab im Zug via Bluetooth In-Ear Ohrhörer Musik gehört und einige WhatsApp Nachrichten versendet. Somit habe ich im Großen und Ganze das Gerät auf die Testbedingungen getestet, wie es so ziemlich jeder von euch im Alltag ebenfalls nutzen würde.

Der interne Akku wird Mithilfe des USB-C Anschlusses aufgeladen. Dieser unterstützt die Schnellladefunktion SuperCharge. Dadurch ist der Akku bereits nach 30 Minuten auf 50 % aufgeladen. Für 100 % benötigt das Netzteil knapp 90 Minuten. Eine kabellose Aufladung via Qi-Standard wird auch beim Mate 20 leider nicht unterstützt.

(Akku: 4,5 von 5 Punkten)

Kamera

Eine der vielen Besonderheiten des neuen Mate 20 ist, dass auch hier die Tripple-Kamera ähnlich der P20-Serie zum Einsatz kommt. Jedoch sind die Kamera-Sensoren nicht untereinander angereiht, sondern befinden sich allesamt in einem viereckigen Plateau auf der Rückseite. Hier sind wie bereits erwähnt, die drei Kamera-Linsen und der Dual-LED Blitz untergebracht.Auf der Vorderseite kommt jedoch nur eine Sigle-Kamera und nicht wie bei der lite Version eine Dual-Kamera zum Einsatz. 

Fangen wir jedoch erst wie gewohnt mit der Hauptkamera auf der Rückseite an. Dabei handelt es sich um die Leica-Triple-Hauptkamera, die sich wie folgt zusammensetzt. Einem 12 Megapixel f/1.8 RGB-Sensor mit einem Weitwinkelobjektiv, einem 16 Megapixel -Sensor mit einer Blende von f/2.2 und einem Ultraweitwinkel-Objektiv, sowie ein Teleobjektiv mit einem 8 Megapixel Sensor mit einer f/2.4 Blende. Durch die verschieden Linsen ist ein Zoom von x 0,6; x 1 und ein 2-facher Zoom ohne Verlust der Bildqualität möglich. Die 8 MP-Kamera besitzt zusätzlich einen optischen Bildstabilisator (OIS), der für verwacklungsfrei Aufnahmen sorgen soll. Des Weiteren ist auch der Huawei KI Stabilisierungsmodus (AIS) mit an Bord, welcher für stabilisierte Videoaufnahmen usw. sorgen soll. Durch die drei unterschiedlichen Brennweiten von 17 bis 52 mm ist mit dem Mate 20 eine zweifache optische Vergrößerung möglich. 

Die Bildqualität des Huawei Mate 20 ist bei guten Lichtbedienungen sehr gut. Die Aufnahmen können mit einer hohen Dynamik und mit einer sehr guten Detailschärfe überzeugen. Ebenso können die Farben und die Schärfe überzeugen. Werden die Lichtverhältnisse jedoch schwächer, dann merkt man die etwas schwachen Blende, sodass das Mate 20 hier an seien Grenzen kommt und die Aufnahmen anfangen zu verrauschen. Was mir wie bereits beim Mate 20 lite sehr gut gefällt ist der Profimodus, denn hier kann die Bildqualität noch einmal etwas beeinflusst werden. Schließlich kann man hier Einstellungen unter anderem im Weißabgleich, Belichtungszeit und ISO-Wert vornehmen.

Wie bereits beim Mate 20 lite, bietet Huawei auch beim Mate 20 die „Master AI“ Künstliche Intelligenz-Funktion. Aktiviert man diese in den Kameraeinstellungen, erkennt die Kamera bzw. die Software automatisch das Motiv und wählt passende Szenen oder besser gesagt nimmt Einstellungen vor, damit die Bilder noch besser werden sollen. Dies funktionier zwar noch etwas besser als beim Mate 20 lite, jedoch bin ich auch hier nicht rundum zufrieden. Wie bereits beim Mate 20 lite erhöht die Software meiner Meinung auch hier teilweise bei machen Sezenen zu sehr die Farbsättigung. Daher ist das Ganze ein schönes Gimmick, aber rundum konnte mich diese Funktion auch beim Mate 20 nicht zu 100% überzeugen. Damit auch bei Nacht bzw. schlechteren Lichtverhältnissen guten Bilder gelingen hat Huawei den Nachtmodus in der Kamera Software intrigiert. Dieser sorgt bei Dunkelheit für deutlich bessere Aufnahmen, jedoch erfordert dies eine ruhige Hand, da es bis zur fertigen Aufnahme nach dem Auslöser betätigen, knapp 5 Sekunden dauert.

Mit dem Mate 20 können Videos in maximal UHD (4K) und 30 Bilder pro Sekunde aufgezeichnet werden. Der nützliche AI-Bildstabilisator steht jedoch leider nur in der Full-HD-Auflösung zur Verfügung. Des Weiteren können mit dem Ultraweitwinkelobjekitv Nahaufnahmen ab einer Entfernung von 2,5 cm vom Objekt geknipst werden. Dies dürfte vor allem Fans von Makrofotografie gefallen, denn diese können mit dem Huawei Mate 20 sehr nahe Detailbilder aufnehmen.  

Die Auflösung der Hauptkamera an der Front beträgt 24 Megapixel mit einer Blende von F/2.0. Die Frontkamera ermöglicht Video aufnahmen in max. Full-HD. Zudem kann man einen Beauty-Modus Aktiveren und HDR ist ebenfalls zuschaltbar. Als Blitz bei Selfie-Aufnahmen dient das Display, der Blitz ist jedoch nur automatisch regelbar oder komplett abschaltbar. Drückt man den Auslöser, leuchtet das Display kurz weiß auf, sodass das Gesicht während der Aufnahmen aufgehellt wird.

(Kamera: 4 von 5 Punkten)

Software

Das Huawei Mate 20 wird mit der aktuellen Android 9.0 (Pie) Version ausgeliefert. Mir persönlich gefällt die Benutzeroberfläche von Android 9.0 definitiv besser als das der ganzen Vorgänger. Dies mag daran liegen, dass dieses minimalistischer gestaltet ist und mich persönlich etwas an iOS erinnert. Da ich iPhone Nutzer bin, gefällt mir wahrscheinlich auch aus diesem Grund Android Pie. Huawei hat das Android 9.0 mit der hauseigenen Benutzeroberfläche EMUI in der Version 9.0 versehen. Beim Sicherheitsupdate handelt es sich leider noch um die Version vom Oktober 2018. 

Die EMUI Oberfläche gefällt mir sehr gut. Das System läuft auf dem Huawei Mate 20 absolut flüssig und ohne jeglichen Ansatz von Aussetzern. Die Einstellungen sind in 15, bzw. mit der Huawei-ID Einstellung in 16 Untermenüs eingeteilt. Man findet sich dadurch schnell und einfach zurecht und sollte eine Einstellung nicht sofort auffindbar sein, kann diese in der Suchfunktion ganz oben eingeben werden.

Es gibt auch einige nützliche Gestensteuerungen wie z. B. die einfache Screenshot-Funktion. Damit kann man durch Zweimaliges klopfen mit dem Fingerknöchel (Zeigefinger) einen Screenshot erstellen. Es gibt natürlich noch weitere interessante Funktionen, die allesamt mit Text und einem Beispielvideo erklärt werden.

Von Haus aus, liefert Huawei das Mate 20 mit einigen vorinstallierten Apps aus. So sind bereits die zahlreiche Google Apps wie z. B. Gmail, Google Maps, Youtube, Google Fotos usw. installiert. Zudem sind auch noch Apps direkt vom Hersteller Huawei installiert wie z. B. eine Wetter App, ein Kompass, Phone-Clone usw. Diese können jedoch anders als die Google Apps bei Bedarf deinstalliert werden. Somit hält sich die Bloatware im Großen und Ganzen in Grenzen und man hat mit 128 GB sowieso sehr viel Speicher zur Verfügung, welcher bei Bedarf wie bereits erwähnt noch erweitert werden kann.  

(Software: 4,5 von 5 Punkten)

TEIL 3

bestehend aus „Preis/Leistung“ entspricht 10% der Gesamtwertung

Beschreibung

Huawei wirbt das Mate 20 unter anderem mit der Leica Triple-Kamera und dem Dual-Blitz, dem großen gestochen scharfen Display und dem leistungsstarken Akku an.

Zum Mate 20 kann ich soviel sagen, dass dieses mich überzeugen konnte. Für den angebotenen Preis bekommt man sehr gute Leistungen geboten. Durch die Triple-Kamera, welche zusammen mit Leica entwickelt wurde, ist es möglich, bis zu zweifach an das zu Fotografierende Objekt ranzoomen kann. Zudem ist ein Ultraweitwinkel Objektiv mit an Bord, dies habe Ich sehr zu schätzen gelernt, denn damit bekommt man selbst mit wenig Abstand sehr viel auf ein Bild. 

Die Kamera nimmt durchaus gute Bilder auf, welche bei gutem Licht mit sehr guter Detailtreue und Farben überzeugen können. Zudem sorgte der 4.000 mAh Akku für eine Akkulaufzeit von bis zu 2 Tagen. Ebenso konnte mich auch die Performance überzeugen, denn im Benchmark test liefert das Mate 20 sehr gute Werte ab, sodass es sich lediglich dem großen Bruder dem Mate 20 Pro geschlagen geben muss. 

Das System läuft auf dem Mate 20 durch die gute Leistung sehr flüssig und man kann problemlos auch anspruchsvolle Apps ohne Aussetzer nutzen. Daher kann ich as Gerät in der unter 800€ Preisklasse empfehlen.

Preis/Leistung

Die UVP des Mate 20 liegt bei 799 EUR. Doch das im Oktober erschienene Smartphone ist bereits jetzt schon in diversen Online-Shops für knapp 570€ erhältlich. Das Mate 20 kann unter anderem mit der sehr guten Akkulaufzeit, dem großen und guten Display und der vielseitigen Triple-Kamera überzeugen. Daher ist auch das neue Mate 20 ein würdiger und vor allem ein sinnvolles upgrade gegenüber dem Vorgänger dem Mate 10. Schade ist nur, das kein kabelloses Laden unterstützt wird und das Smarten nicht wasserdicht und staubdicht ist.

HUAWEI MATE 20

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testr Gesamtwertung

unter Berücksichtigung aller Teilwertungen

 Wir bedanken uns beim Hersteller für die Bereitstellung des Produktes. Zu unseren Grundsätzen

Huawei Mate 20 Lite

Huawei ist ein chinesischer Smartphone-Hersteller, welcher im Jahr 1987 gegründet wurde. Der Hauptsitz des Unternehmens ist in Shenzhen, China und der Geschäftsführer ist Ren Zhengfei, welcher das Unternehmen auch gründete. Neben Endgeräten wie Smartphones, Tablets und Notebooks bietet Huawei auch Dienstleistungen für Netzwerk-Infrastrukturen und Cloud-Computing-Lösungen an. Seit 2012 vermarktet das Unternehmen auch hierzulande (D und AT) seine Smartphones. Die aktuell bekanntesten Smartphones aus dem Hause Huawei sind: die G-Serie, Y-Serie, Nova-Serie, P-Serie und die Mate-Serie. Bei der P-/Mate-Serie handelt es sich um Highend-Smartphones und bei den anderen um Mittelklasse-Smartphones. Jedoch bietet Huawei die Highend-Smartphones mittlerweile ebenfalls in drei Modellen an. So gibt es z. B. das aktuelle Mate 20 in der Mate 20 lite, Mate 20 und Mate 20 Pro Ausführung.

Von der Mate-Serie möchte ich euch in diesem Testbericht ein Gerät vorstellen. Es handelt sich um das günstigste der neuen Modellreihe – das Mate 20 Lite:

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Wie das Huawei Mate 20 Lite im Test abgeschnitten hat und ob sich der Kauf lohnt, erfahrt ihr in folgendem Testbericht. Hier geht es zu den weiteren Testberichten der Mate-Serie: Huawei Mate 20 & Huawei Mate 20 Pro

TEIL 1

Bestehend aus „Verpackung/Design/Verarbeitung“ entspricht 25% der Gesamtwertung

Verpackung

Die Verpackung des Huawei Mate 20 lite kommt sehr schlicht daher. Es werden lediglich auf einem weißen Aufkleber ein kleiner Auszug der technischen Daten zum Produkt bekannt gegeben. Dabei handelt es sich jedoch lediglich um den Namen des Gerätes, die Modellbezeichnung, die Farbe, der ROM (Flash-Speicher) und den RAM (Arbeitsspeicher). Zudem ist hier wie bei fast allen anderen Android-Smartphone Herstellern die IMEI1, IMEI2 und die S/N Nummer zu finden. Des Weiteren ist die obere Stirnseite und Rückseite noch mit einem bzw. zwei Etiketten versehen, auf der in mehreren Sprachen auf den Importeur usw. hingewiesen wird. Ansonsten liest man auf der schwarzen Verpackung an den drei restlichen Seiten in goldener Schrift den Namen des Gerätes „Huawei Mate 20 lite“.

Entfernt man den Deckel der Verpackung, kommt direkt das Huawei Mate 20 lite zum Vorschein. Dieses ist in einer matten Schutzfolie verstaut, welche das Gerät gegen Staub und Kratzern schützt. Entnimmt man das Smartphone, kann man an einer Aussparung an der Oberseite den Zwischenboden entnehmen. Dabei handelt es sich um eine schwarze Kartonage, in der sich ein Teil des Zubehörs befindet. Schauen wir in die Kartonage hinein, befindet sich darin neben einer Kurzanleitung in zahlreichen Sprachen, ein Garantieheft, das SIM-Tool und eine schlichte Schutzfolie für das Display, welche man somit leider selbst anbringen muss. Diese hätte Huawei eventuell direkt von Werk aus anbringen können, schließlich gelingt es sicherlich nicht jedem die Folie komplett, ohne Staub Einschlüsse anzubringen, was an einem neuen Gerät einfach blöde ausschaut.  

Unter der Pappschachtel mit dem gerade erwähnten Zubehör befindet sich noch der restliche Zubehör, bei dem es sich um ein USB-C Ladekabel, ein 18 Watt Netzteil und einem normalen schlichten Ohrhörer mit Fernbedienung und Klinken-Anschluss handelt. Bei den Ohrhörer handelt es sich jedoch um ein „billige“ Ausführung mit dünnem Kabel, welches sicherlich je nach Umgang nicht lange hält und zudem sind die Ohrhörer nicht sonderlich bequem, da diese über keine Ohrtips verfügen.

(Verpackung: 3 von 5 Punkten)

Design

Das Huawei Mate 20 Lite ist in drei Farben erhältlich: Schwarz, Saphirblau und Platingold. Seit der P20-Serie setzt auch Huawei auf den sogenannten „Notch“, eine Auskerbung im Display, in der neben der Dual-Frontkamera, auch der Annäherungssensor, die Hörmuschel usw. untergebracht sind. Das gleiche Design beherbergt auch die Huawei Mate 20-Serie. Somit kommt auch das Mate 20 lite mit solch einem Notch im Display daher. Jedoch ist das Mate 20 lite gegenüber anderen Geräten nicht komplett randlos, denn an der Unterseite ist weiterhin ein knapp 7 mm breiter Rand vorhanden. Der Notch reicht etwa genau soweit wie der des iPhone X/X S ins Display, fällt jedoch gut 10 mm schmaler aus. Dies gefällt mir persönlich sehr gut. Das Seitenverhältnis fällt mit 19,5:9 sehr schlank aus und zudem liegt das eigentlich große Smartphone dank dem geringen Gewicht von knapp 172 g sehr gut in der Hand, was aber auch an den leicht abgerundeten Seiten der Rückseite liegt. 

Der Rahmen des Huawei Mate 20 lite, welcher das Display und die Glasrückseite miteinander verbindet, besteht aus einem hochglanzpolierten Aluminium, welches blau lackiert wurde. Dies macht einen sehr hochwertigen Eindruck und sorgt für eine sehr hohe Stabilität des Gerätes. Jedoch ist dieser Rahmen genauso anfällig gegen Fingerabdrücke wie die Glasrückseite, welche beim Huawei Mate 20 lite zum Einsatz kommt. Ein weiterer Nachteil der Rückseite und des hochglänzenden Rahmen´s ist, dass diese Oberflächen sehr rutschig sind und somit gleitet das Gerät gerne aus der Hand. Daher lieber eine Hülle verwenden, welche für mehr Griffigkeit sorgt, jedoch geht dies zulasten des Designs, denn die Hülle verdeckt das eigentlich schöne Design des Gerätes. Trotz der Glasrückseite verzichtet das Unternehmen beim günstigsten Gerät der Mate 20-Serie auf die Möglichkeit des kabellosen Ladens.

Die Abmaße des Huawei Mate 20 lite betragen 160 x 75,3 x 7,6 mm. Dadurch ist es wie bereits erwähnt bei Beachtung der Displaygröße von 6,3 Zoll relativ kompakt gehalten. Das 6,3 Zoll LCD-IPS-Display, welches mit einer Auflösung von 2340 x 1080 Pixeln (Pixeldichte 409 ppi) auflöst, besitzt einen Screen-to-Body-Ratio Wert von knapp 81 %. 

Kommen wir nun zu den Bedienelementen und den verbauten Kameras des Mate 20 lite. Angefangen bei der linken Seite des Geräts, dort finden wir links oben den Dual-SIM-Slot. Hier können entweder zwei Nano-SIM Karten oder eine Nano-SIM und eine Micro-SD Speicherkarte eingesetzt werden. Unterstütz, wird hier eine bis zu 256 GB große Micro-SD Speicherkarte.

Auf der gegenüberliegenden rechten Seite befindet sich direkt auf Daumenhöhe die Lautstärke-Wippe und darunter der Ein-/Ausschaltknopf. Beide Bedienelemente erreicht man hier sehr gut mit dem Daumen. An der Oberseite ist lediglich ein kleines Mikrofon untergebracht. Das zweite Mikrofon, welches nicht nur bei Aufnahmen, sondern auch zum Telefonieren genutzt wird, befindet sich an der unteren rechten Stirnseite direkt zwischen der USB-C Ladebuchse und dem Lautsprecher. Leider gibt es am Mate 20 lite keinen Stereo-Lautsprecher, der Klang geht zwar in Ordnung, aber z. B. beim YouTube-Videos im Querformat betrachten verdeckt man oftmals den Lautsprecher mit der Hand bzw. dem Daumen. Da Huawei beim Mate 20 lite In-Ear Ohrhörer mit Klinken-Anschluss mitliefert, verfügt das Smartphone logischerweise noch über solch einen Anschluss. Diesen finden wir ebenfalls an der Unterseite auf der linken Seite neben der Ladebuchse. 

Auf der hochglänzenden Glasrückseite befindet sich zentral im oberen Drittel, die knapp über 1 mm hervorstehenden Dual-Kamera-Linsen und direkt dazwischen etwas nach links versetzt der LED-Blitz. Unterhalb der beiden Kamera-Linsen ist auch noch der Fingerabdrucksensor, welcher sehr gut zu erreichen ist zu finden. Der Bereich an der Rückseite, an dem sich die Kamera-Linsen und der Fingerabdrucksensor befinden, sind optisch durch das Linear-Muster etwas hervorgehoben. Im unteren Bereich der Rückseite befindet sich noch das Huawei Logo. Das Display des Mate 20 lite ist wie bereits sehr groß und kommt mit einem Notch mit Dual-Kamera usw. daher. Die Glasrückseite fühlt sich sehr gut an, ist jedoch etwas rutschig und leider sehr anfällig gegen Fingerabdrücke.

(Design: 4 von 5 Punkten)

Verarbeitung

Die Verarbeitung des Huawei Mate 20 lite gefällt mir sehr gut. Das Smartphone fühlt sich dank dem Aluminium-Rahmen und der Glasrückseite sehr hochwertig an. Zudem ist es dadurch sehr stabil und somit auch verwindungssteif. Die Übergänge der unterschiedlichen Materialien sind sehr gut verarbeitet und somit konnte ich eine ungleichmäßigen Spaltmaße oder scharfe Kanten feststellen. Schön ist, dass am Gehäuse des Huawei Mate 20 lite komplett auf den Werkstoff Kunststoff verzichtet wurde. Die abgerundeten Ecken und Kanten harmonieren sehr gut mit den abgerundeten Ecken des Displays.

Leider hat man trotz Glasrückseite auf die Möglichkeit des kabellosen aufladen, einen Stereo-Lautsprecher und auf eine IP-Zertifizierung verzichtet. Das bedeutet, das Huawei Mate 20 lite den Kontakt zu Wasser und andern Flüssigkeiten tunlichst vermeiden sollte, da dieses bei Kontakt bzw. eindringen im schlimmsten Fall kaputt gehen würde. Der Klang den Mono-Speaker an der Unterseite geht im Großen und Ganzen zwar in Ordnung, klingt jedoch, da diesem etwas an Volumen fehlt etwas blechern. Jedoch kann diese mit einer akzeptablen Maximallautstärke überzeugen.

(Verarbeitung: 4 von 5 Punkten)

TEIL 2

bestehend aus „Funktion des Produktes“ entspricht 65% der Gesamtwertung

Display6,3 Zoll IPS-LCD-Panel (19,5:9 Format) 2340 x 1080 Pixel, Pixeldichte beträgt 409 ppi
CPU/GPUHUAWEI Kirin 710 4x 2,2 GHz und 4x 1,7 GHz / Mali G51
RAM4 GB RAM
Speicher64 GB
BetriebssystemAndroid 8.1 “Oreo”
Haupt-Kamera20MP+2MP f/1.8 Blende mit LED-Blitz. Mit PDAF und Kontrast-Autofokus.
Front-Kamera24MP+2MP f/2.0 Blende
AnschlüsseUSB-Typ-C Anschluss
Akku3750 mAh ohne Schnellladefunktion, nicht austauschbar
Konnektivität
Wi-Fi 802.11 a/b/g/n/ac, 2,4 und 5 GHz, Mobilfunknetz bis 4G, Bluetooth 4.2 (aptX und aptX HD, NFC, GPS, A-GPS, GLONASS, BeiDou
Abmessungen
(LxBxH)
160 mm x 75,3 mm x 7,6 mm
Gewicht172 Gramm
LieferumfangHUAWEI Mate20 lite
Schnellstart-Anleitung
Ladegerät
Kopfhörer
SIM-Werkzeug
Micro-USB-Kabel
Schutzfolie
Technische Daten des Huawei Mate 20 lite

Performance

Beim Mate 20 lite handelt es sich, wie der Name schon vermuten lässt um die abgespeckt „lite“ Version des Mate 20 bzw. Mate 20 Pro. Daher ist dieses in den meisten Bereichen wie z. B. im Bereich Hardware etwas schwächer ausgestattet. Dennoch muss ich zu der verbauten Hardware ganz klar sagen, dass diese zwar nicht die Beste ist, aber dennoch im Alltag für den Großteil der Nutzer ausreichend ist. 

Bei dem verbauten Prozessor handelt es sich um den 64-Bit CPU Kirin 710, ein Achtkern-Prozessor mit einer Taktfrequenz von bis zu 2,2 GHz. Genauer gesagt Takten vier der Rechenkerne mit maximal 2,2 GHz (Cortex A73) und die anderen vier mit bis zu 1,7 GHz (Cortex A53). Dieser CPU wird von einem 4 GB großen Arbeitsspeicher unterstützt. Im Prozessor ist auch der GPU Mali G51 integriert, welcher mit rund 650 MHz taktet.

Bei der verbauten Hardware handelt es sich somit um ein Gerät der gehobenen Mittelklasse, wodurch sich das Huawei Mate 20 lite für vielerlei Anwendungen eignet. Bei anspruchsvolleren Anwendungen wie z. B. dem Spiel Fortnite wird die Grafikleistung jedoch automatisch reduziert, da dafür die Hardware des Mate 20 lite nicht stark genug ist. Jedoch ist die Rechenpower der Mate 20 lite knapp doppelt so hoch wie die des Vorgänger Mate 10 lite und kann sich daher angesichts des Preises sehen lassen. 

In den von mir durchgeführten Benchmarktests schnitt das Mate 20 lite wie folgt ab. Bei Antutu konnte es im Test einen Wert von 138.178 erreichen und liegt somit knapp hinter dem Honor 8 X. Bei Geekbench 4 kam es beim Single-Core Test auf 1610 und beim Multi-Core Test auf 5579 Punkte.

Der interne Speicher des Huawei Mate 20 lite hat eine Größe von 64 GB, eine weitere Variante mit mehr Speicher und RAM wird nicht angeboten. Der interne Speicher lässt sich jedoch per Micro-SD Speicherkarte um bis zu 256 GB erweitern. Abzüglich des Betriebssystems und der vorinstallierten Software bleiben von den 64 GB knapp 51 GB frei zur Verfügung. Als Betriebssystem ist Android 8.1 Oreo vorinstalliert.

Angesichts des Preises fällt die Ausstattung des Huawei Mate 20 lite ganz gut aus. Bei der verbauten Hardware handelt es sich nicht um die Beste, aber es handelt sich schließlich auch um die günstigste und schwächste ausgestattete Variante der Mate 20-Serie. Die neue Hardware im Mate 20 lite ist ein sinnvolles Upgrade, welche gegenüber dem Vorgängermodell von der Performance fast verdoppelt wurde. 

(Performance: 3,5 von 5 Punkten)

Display

Das Display der Huawei Mate 20 lite kommt wie bereits erwähnt mit einem sehr schmalen Rand daher. Lediglich am unteren Bereich (Kinn) ist dieser knapp 7 mm breit. Dank dem Notch, ist das Mate 20 lite trotz dem vergrößerten Display von 6,3 Zoll (Mate 20 lite) auf 5,9 Zoll (Mate 10 lite), nur knapp 2 mm Höher geworden. Die Breite und die Tiefe fällt lediglich 0,1 mm größer aus und somit ist die minimale Vergrößerung nur im direkten Vergleich zu erkennen.  

Die Display-Auflösung des Huawei Mate 20 lite beträgt 2340 x 1080 Pixel. Die Pixeldichte beträgt somit wie bereits beim Vorgänger 409 ppi, was zwar nur einer Auflösung von FHD+ entspricht. Doch dies geht im Alltag vollkommen in Ordnung und alles wird sehr scharf dargestellt. Man kann hier selbst bei sehr genauen betrachten des Displays weder die einzelnen Bildpunkte sehen, noch Unschärfen feststellen. 

Beim Display setzt Huawei auf ein herkömmliches IPS-Panel. Dieses bietet natürlich nicht so einen hervorragenden Schwarzwert und somit Kontrast wie ein OLED-Display. Dennoch gefällt mir das Display im Indoor-Einsatz sehr gut. Die Farben werden sehr kräftig und scharf dargestellt. Ein Vorteil des IPS-Panel ist auch die gute Blickwinkelstabilität, selbst beim sehr schrägen betrachten, lässt sich er Inhalt auf dem Display hervorragend ablesen.

Die maximale Helligkeit des Displays könnte jedoch definitiv etwas höher sein. Im Indoor-Einsatz hat die etwas geringe Helligkeit keine Nachteile. Geht man jedoch ins Freie, dann hat man vor allem bei stärkerem Sonnenlicht Probleme. Hier kann man dann nur noch sehr schlecht etwas auf dem Display erkennen und zudem trägt auch das sehr spiegelnde Display nicht Positiv zu diesem Problem bei.

(Display: 3,5 von 5 Punkten)

Akku

Der fest verbaute Akku im Huawei Mate 20 lite hat eine Kapazität von 3750 mAh. Diese Kapazität ist gut bemessen, damit kommt das Mate 20 lite bei nutzen im Alltag auf eine anständige Laufzeit von fast zwei Tagen. In meinem Testzeitraum von gut 3 Wochen habe ich das Gerät täglich zum im Internet Surfen genutzt, hab im Zug via Bluetooth In-Ear Ohrhörer Musik gehört und einige WhatsApp Nachrichten versendet. Auf der Arbeit habe ich in den Pausen gesurft und abends, als ich von er Arbeit heimgekommen bin über das heimische WLAN-Netz.

Der interne Akku wird Mithilfe des USB-C Anschlusses aufgeladen. Dieser unterstützt jedoch keine Schnellladefunktion, wodurch der Akku erst nach knapp über 2 Stunden wieder auf 100 % aufgeladen ist. Eine kabellose Aufladung via Qi-Standard wird leider ebenfalls nicht unterstützt.

(Akku: 4 von 5 Punkten)

Kamera

Beim Huawei Mate 20 lite kommt sowohl auf der Rückseite, als auch auf der Vorderseite eine Dual-Kamera zum Einsatz. Fangen wir jedoch erst wie gewohnt mit der Hauptkamera auf der Rückseite an. Huawei setzt hier auf einen eine Hauptkamera mit 20 Megapixeln und einer Blende von f/1,8. Die zweite Kamera bietet zwar lediglich 2 Megapixel, mit einer Blende von ebenfalls f/1.8, da diese jedoch nur für den Bokeh-Effekt (Tiefenschärfe) im Porträt-Modus genutzt wird, reicht diese Auflösung definitiv dafür aus. Ein Zoom ist daher nicht optisch, sondern lediglich digital mit einem entsprechenden Verlust der Bild-Qualität möglich. Einen optischen Bildstabilisator (OIS) besitzt das Mate 20 lite nicht, es ist nur ein elektronischer Stabilisator (EIS) mit an Bord, welcher bei Videoaufnahmen genutzt wird.

Die Bildqualität des Huawei Mate 20 lite ist überraschend gut, doch gegenüber Highend-Smartphones welche mit einer besseren Kamera inkl. Blende ausgestattet sind, erkennt man die Schwächen der Mate 20 lite Kamera. Diese nimmt deutlich weniger Details auf und so verschwimmen Bereiche außerhalb des Fokusbereichs zu sehr. Die aufgenommen Farben und die Schärfe können jedoch überzeugen. Mir gefällt der Profimodus beim Mate 20 lite sehr gut, denn hier kann die Bildqualität noch einmal etwas beeinflusst werden. Schließlich kann man hier Einstellungen unter anderem im Weißabgleich, Belichtungszeit und ISO-Wert vornehmen.

Huawei hat die neue Mate 20-Serie mit der „AI“ Künstliche Intelligenz-Funktion für die Kamera ausgestattet. Aktiviert man diese durch das B etätigen des „AI- Symbols“ im oberen Bereich in der Kamera-App, denn erkennt die Kamera bzw. die Software automatisch das Motiv und wählt passende Szenen oder besser gesagt nimmt Einstellungen vor, damit die Bilder noch besser werden sollen. Dies funktionier teilweise sehr gut, doch gerade bei Pflanzen und beim Himmel erhöht die Software meiner Meinung nach die Farbsättigung zu sehr, dass die Bilder zu unnatürlich wirken. Daher ist das Ganze ein schönes Gimmick, aber rundum konnte mich diese Funktion beim Mate 20 lite nicht überzeugen.

Leider können mit der Hauptkamera auf der Rückseite keine Videos in 4K aufgenommen werden. Hier muss man sich leider mit einer maximalen Auflösung von Full-HD mit 60 fps zufriedengeben. Des Weiteren können auch Videos mit 16-facher Zeitlupe (480 fps) aufgenommen werden, dabei wird die Auflösung jedoch auf 1280 x 720 (720p) reduziert.   

Die Auflösung der Hauptkamera an der Front beträgt 24 Megapixel, die zweite Kameralinse, welche hier ebenfalls für den Tiefeneffekt genutzt wird, löst mit 2 Megapixeln auf. Die Frontkamera ermöglicht Video aufnahmen in max. Full-HD mit 30 Bilder pro Sekunde. Des Weiteren kann man einen Beauty-Modus Aktiveren und HDR ist ebenfalls zuschaltbar. Bei Dunkelheit und umschalten auf die Front-Kamera, schaltet die Kamera-Software automatisch auf den Porträt-Modus und ändert den Rahmen um das Live-Bild von Schwarz auf Weiss. Dadurch wir z. B. das Gesicht automatisch aufgehellt und zudem wird das Display als Blitzlicht genutzt. 

Die Bilder der Frontkamera sehen ganz gut aus, mir gefiel sehr die hohe Detailgenauigkeit gegenüber anderen Frontkameras. Damit die Farben schön auf den Bildern herauskommen, rate ich jedoch den HDR-Modus zu aktiveren. Negativ ist mir aufgefallen, dass man bei Selfies auf den auch die Schultern mit auf dem Bild sind, die Schulter, welche sich näher im Vordergrund befindet, scharf gestellt wird und die zweite verschwommen abgelichtet wird. Dies liegt daran, dass die Kamera bzw. die „KI“ nur die erste Schulter als Körperbestandteil erkennt. Zudem verfälscht das Smartphone bei einigen Bilder mit Blitz sehr die Farben. Die geschieht vor allem bei Aufnahmen, bei dem ich nah am Motiv dran bin.

(Kamera: 3,5 von 5 Punkten)

Software

Auf dem Huawei Mate 20 lite läuft noch Android 8.1 Oreo, welches mit der hauseigenen Benutzeroberfläche EMUI der Version 8.2 versehen ist. Beim Sicherheitsupdate handelt es sich leider noch um die Version vom Juli 2018, daher ist diese nicht ganz so aktuell. Die EMUI Oberfläche gefällt mir sehr gut. Das System läuft auf dem Huawei Mate 20 lite schnell und flüssig. Die Einstellungen sind in 12, bzw. mit der Huawei-ID Einstellung in 13 Untermenüs eingeteilt. Man findet sich dadurch schnell zurecht und sollte man eine Einstellung, die man sucht nicht finden, kann man diese einfach in der Suchfunktion ganz oben eingeben.

 Es gibt auch einige nützliche Gestensteuerungen wie z. B. die einfache Screenshot-Funktion. Damit kann man durch Zweimaliges klopfen mit dem Fingerknöchel (Zeigefinger) einen Screenshot erstellen. Es gibt natürlich noch weitere interessante Funktionen, die allesamt mit Text und einem Beispielvideo erklärt werden. 

(Software: 4 von 5 Punkten)

TEIL 3

bestehend aus „Preis/Leistung“ entspricht 10% der Gesamtwertung

Beschreibung

Huawei wirbt das Mate 20 lite unter anderem als: ihr zuverlässiger Partner für jede Situation, als intelligenter Selfie-Meister und mit einem zuverlässigen Akku.

Das Mate 20 lite ist ein klasse Mittelklasse Smartphone, welches für seinen Preis eine gute Ausstattung besitzt. Es kann logischerweise nicht mit den Flaggschiffen von Apple, Samsung und Co. mithalten, aber dies hat Huawei mit dem Mate 20 lite gar nicht vor, sondern eher mit dem Mate 20 oder dem Pro-Modell. Huawei möchte mit der lite Version des Mate 20, Leute gewinnen, die nicht so viel Geld für ein Smartphone ausgeben wollen.

Das System läuft auf dem Mate 20 lite sehr flüssig und man muss bei alltäglichen Aufgaben keine Abstriche machen. Daher kann ich as Gerät in der unter 400€ Preisklasse empfehlen. Die Akkulaufzeit konnte mich im Test ebenso überzeugen, wie die überraschend gute Frontkamera, welche Bilder mit vielen Details und in sehr guter Qualität aufnimmt.

Preis/Leistung

Die UVP des Mate 20 lite liegt bei 399 EUR. Doch das im September erschienene Smartphone ist bereits jetzt schon in diversen Online-Shops für knapp über 300€ erhältlich. Das Mate 20 lite kann mit einer sehr guten Akkulaufzeit, seinem schönen Display, welches die Farben sehr kräftig darstellt und einer für diese Preisklasse guten Kamera überzeugen. 

Zwar konnte mich persönlich die „Master AI“ nicht so sehr überzeugen, aber angesichts des Preises hat Huawei hier einen würdigen Nachfolger des Mate 10 lite auf den Markt gebracht, welcher von der Leistung doppelt so stark ist. Das Gesamtpaket des Mate 20 lite stimmt für den geforderten Preis aufjeden Fall.

Huawei Mate 20 Lite

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testr Gesamtwertung

unter Berücksichtigung aller Teilwertungen

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