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Autor: Tobias

JBL Everest Elite 150 NC

Die US-amerikanische Firma JBL wurde 1946 in Los Angeles unter dem Namen Lansing Sound Inc. von James Bullough Lansing gegründet. Zuvor arbeitete er bis zu seinem Ausscheiden bei Altec Lansing, da es aber wegen dem Namen Lansing als Produktname einen Rechtsstreit gab, änderte man letztendlich den Namen in James B. Lansing Sound Inc. Daraus lässt sich auch der aktuelle Firmenname JBL ableiten.

Nach dem Suizid von James B. Lansing, übernahm 1949 William Thomas bis zum Jahre 1969 die Geschäftsführung und rettete es aus den finanziellen Schwierigkeiten. Da er jedoch aus privaten Gründen nicht mehr in der Lage war, die Firma weiter zu leiten, fand man mit Dr. Sydney Harman schnell einen idealen Käufer. Seit dem gehört JBL zur Harman-International-Group, zu der unter anderem auch AKG und Harman/Kardon gehören. JBL stellt neben Auto-Lautsprecher auch Heim-Audio und Kopfhörer her.

In diesem Testbericht möchte ich euch einen neuen Bluetooth In-Ear Ohrhörer aus dem Hause JBL vorstellen. Es handelt sich um den JBL Everest Elite 150 NC, welcher wie alle In-/Over-Ear Kopfhörer der Everest-Serie mit adaptiven Noise-Cancelling ausgestattet ist. Zudem handelt es sich dabei aktuell um den teuersten In-Ear Ohrhörer aus dem Hause JBL. Doch kann der JBL Everest Elite 150 NC vom Klang, dem Noise-Cancelling überzeugen und ist er knapp 200€ wert? Das erfahrt ihr in diesem Testbericht.

TEIL 1

Bestehend aus „Verpackung/Design/Verarbeitung“ entspricht 25% der Gesamtwertung

Verpackung

Die Verpackung ist überwiegend schwarz gehalten, besitzt aber wie alle JBL Produkte die typischen orangenen Farbakzente. Wie bereits beim JBL Everest Elite 750 NC, befindet sich die eigentliche stabile schwarze Hauptverpackung in einer bedruckte Umverpackung.

Auf der grauen Vorderseite ist der In-Ear Ohrhörer groß abgelichtet. Des Weiteren ist an der oberen linken Ecke das orangefarbene Logo des Herstellers „JBL“ und auf der rechten Seite nach unter verlaufend der Name „Everest Elite 150 NC„ aufgedruckt. Zudem erfährt man hier einige besondere Funktionen, z. B. dass es sich um einen kabellosen In-Ear Ohrhörer mit adaptiven Noise-Cancelling handelt, daher auch die Bezeichnung „NC“ im Namen des In-Ears. Außerdem wird auf die Akkulaufzeit von bis zu 14 Stunden mit ANC hingewiesen. 

Auf der rechten Seite der Verpackung ist die rechte Seite der Steuereinheit zu sehen. Des Weiteren wird einem hier im unteren Bereich der Frequenzbereich, die Treibergröße und der Lieferumfang gezeigt. An der orangefarbenen Oberseite befindet sich lediglich eine Aufhängelasche, an dem die Verpackung im Laden aufgehängt werden kann und in vier Sprachen wird hier drauf hingewiesen, dass es sich um wireless In-Ear NC Kopfhörer handelt. Die linke Seite zeigt lediglich in silberner Schrift den JBL-Slogan „Dare to Listen!“ Zu guter Letzt sind auf der Rückseite der Verpackungshülle erneut die JBL Everest Elite 150 NC In-Ears abgebildet. Dieses Mal jedoch von vorne betrachtet und mit dem Slogan „Legendary Sound, Superior Experience“. Zudem ist hier wie bereits auf der Vorderseite das Logo von JBL, der Name der Ohrhörer und die Akkulaufzeit in weißer Farbe zu lesen. Bei der Akkulaufzeit erfährt man nun aber, dass bei aktiviertem ANC die angegeben 14 h Laufzeit möglich sind und ohne ANC bis zu 16 h.

Des weiteren erwähnt JBL auf der Rückseite die wichtigsten Funktionen mit Symbolen und Text. So erfährt man hier unter anderem, dass der Everest Elite 150 NC mit einem legendären JBL Pro Sound ausgestattet sein soll, über ANC verfügt, ein Dual-Mikrofon mit Echounterdrückung besitzt, mit bequemen Ohrtips geliefert wird und für den Transport sozusagen „zusammengeknüllt“ werden könne. Zu guter Letzt sind an der Unterseite noch einige typischen Infos zum Unternehmen JBL zu lesen.

Klappt man die schwarze Innenverpackung nach dem herausziehen aus der Hülle auf, kommt direkt ein hochwertiges Transportetui zum Vorschein. In diesem ist neben dem kompletten Zubehör (Ladekabel, verschiedenen Ohrtips und Sport-Ohreinsätze) , auch der JBL Everest Elite 150 NC Ohrhörer untergebracht. Zudem befindet sich unter dem Etui noch eine Kurzanleitung zum Everest Elite 150 NC.

(Verpackung: 4 von 5 Punkten)

Design

Den JBL Everest Elite 150 NC gibt es nur in der Farboption Gunmetal (dunkelgrau). Diese Farbe gefällt mir persönlich sehr gut. Es handelt sich beim Everest Elite 150 NC um einen Wireless-In-Ear Ohrhörer, bei dem jedoch beide Ohrhörer mit einem Nackenbügel verbunden sind. Der flexibel Nackenbügel besteht aus einer Kunststoffummantelung, in deren inneren ein dünner Federstahl eingearbeitet wurde. Dadurch springt der 6 mm dicke Nackenbügel nach dem Umformen immer wieder in seine ursprüngliche Form zurück.

An den besagten etwas dickeren Enden sind die Bedienelemente und der größte Teil der Technik untergebracht. Den integrierten Akku kann man per Micro-USB-Buchse aufladen. Diese befindet sich im rechten Teil des JBL Everest Elite 150 NC unter einer Kunststoffkappe. Knapp einen Zentimeter daneben ist eine Status-LED zu sehen. Diese weißt auf den aktuell Betriebsstatus des Elite 150 NC hin. Eine weitere Status-LED findet man direkt gegenüber nach oben zeigend. Die untere LED informiert darüber ob das ANC an ist und über den Status des Akkus. Anhand der oberen Status-LED sieht man, ob sich der Ohrhörer gerade im Kopplungsmodus befindet oder bereits verbunden ist. Betrachtet man die Bedienelemente auf der rechten Seite, erkennt man hier drei einzelne Knöpfe. Der runde 8 mm große Kopf dient, wie das Symbol darauf vermuten lässt, als Ein- und Ausschaltknopf. Direkt davor sind zwei weiter länglichere Knöpfe, welche mit einem Bluetooth-Symbol und einem „S“ versehen sind. 

Der „Bluetooth-Knopf“ dient dazu, den Pairing-Modus zu aktiveren, falls man den Everest Elite 150 NC z. B. mit einem zweiten Gerät verbinden möchte. Bei dem „S“ Knopf handelt es sich um den soggenanten Smart-Button. Dieser kann mit zwei unterschiedlichen Funktionen belegt werden. Von JBL aus ist die Taste mit der Ambient Awareness Funktion belegt. Daher regelt man hier per Knopfdruck wie stark die Umgebungsgeräusche herausgefiltert werden sollen. Durch mehrmaliges drücken des Knopfes kann man so zwischen dem Level Low, High und Off wechseln. In der App direkt kann dies jedoch noch genauer eingestellt werden. In der App kann der Smart-Button auch umprogrammiert werden, sodass man damit das ANC Ein-/Ausschalten kann.

Betrachtet man die Knöpfe am linken Bedienelement, befindet sich hier ebenfalls drei Tasten mit dem gleichen Formfaktor wie auf der rechten Seite. Dabei handelt es sich jedoch um keine besonderen Tasten, sondern um die Play/Pause und leiser und lauter Tasten. Der runde 8 mm Knopf dient dazu, die Musik zu pausieren und bei erneutem betätigen wieder wiederzugeben. Erhält man, während der JBL Everest Elite 150 NC mit dem Smartphone genutzt wird eun Anruf, dann kann dieser durch einmaliges Betätigen der Play-Taste entgegengenommen werden oder durch drücken und 3 Sekunden halten abgelehnt werden. Ebenso kann man bei Gesprächsende den Anruf durch betätigen der Play-Taste beenden und durch zweimaliges drücken Siri / Google Now aktiveren. Mit den beiden Knöpfen mit dem „+“ und „-“ Symbol, kann man die Musik Lauter/Leiser stellen und bei 3 Sekunden drücken einen Titel vor- bzw. zurückspringen. Zu guter Letzt, befindet sich an der Oberseite der Bedienelemente jeweils an der rechten und linken Seite ein Mikrofon mit Echounterdrückung, um Telefonate zu ermöglichen. 

Die Ohrstöpsel baumeln an Kabeln, die direkt vom Bügel kommen und haben eine fixe Länge von ca. 22 cm. Ein Verknoten der Kabel ist durch die Länge nicht wirklich möglich. Bei Kleidung mit Kragen wie z. B. ein Polohemd, kommt es jedoch wie oftmals bei einer Ausführung von In-Ear Ohrhörern mit Nackenbügel dazu, dass dieser am Kabel reibt und unangenehme Störgeräusche auf die Kopfhörer überträgt. Daher würde ich Oberteile mit Kragen lieber vermeiden.

Die Steuerung des JBL Everest Elite 150 NC ist entweder wie bereits erwähnt über die Bedienelemente am Halsbereich möglich oder über das Smartphone. Im Sommer mit T-Shirt usw. ist es problemlos möglich, den In-Ear Ohrhörer an den Bedientasten zu bedienen. Jedoch sehe ich bei der Nackenbügelausführung einen Nachteil, den die Bedienelemente kann man im Winter mit dicker Jacke und einem Schall kaum erreichen. Hier muss man dann die Musik direkt via Smartphone steuern, da dies in dem Fall deutlich komfortabler ist.

Die Ohrhörer selbst haben ein rundes 15 mm großes Gehäuse, welches an der Außenseite abgeflacht ist und mit einem Chrom JBL Logo versehen wurde. Die Grundfarbe der Ohrhörer ist ebenfalls Gunmetal. Für einen bequemen Sitz sind die Ohrstöpsel mit den typischen Ohrtips in verschiedenen Größen ausgestattet. Zudem sorgen die ebenfalls in unterschiedlichen Größen beigelegten Sport-Einsätze für einen sichern halt beim Rennen usw. Diese Sport-Einsätze müssen jedoch genutzt werden, ohne können die In-Ears nicht genutzt werden. Grund hierfür ist eine Haltenase an der Innenseite der Ohrstöpsel, durch welche die Sporteinsätze gegen verdrehe gesichert werden. 

Das Design der JBL Everest Elite 150NC In-Ear-Kopfhörer gefällt mir sehr gut. Zwar wurde dieser lediglich aus verschiedenen Kunststoffen gefertigt, aber dies machen andere Hersteller bei ihren In-Ear Ohrhörer mit Nackenbügel und ANC auch nicht anders. Ein großer Vorteil ist hier das sehr leichte Gewicht und selbst wenn der Ohrhörer einmal herunterfällt, ist dieser sicherlich nicht gleich defekt. 

(Design: 4 von 5 Punkten)

Verarbeitung

Die Verarbeitung des JBL Everest Elite 150 NC gefällt mir sehr gut. Die Übergänge der verschiedenen Materialien sind hervorragend und ich konnte keine scharfen oder unschönen Kanten finden. Das Nackenband liegt sehr angenehm um den Hals und durch das geringe Gewicht sitzt bzw. liegt der Everest Elite 150 NC sehr angenehm um den Hals. 

Die Kabellänge ist mehr als ausreichend. Meiner Meinung nach könnte der Nackenbügel, sowie das Kabel der Ohrhörer jeweils gut 1-2 cm kürzer sein. Jedoch ist es auf keinem Fall so, dass es zu lange ist und stören würde. Hat man den In-Ear Ohrhörer einige Zeit genutzt und sich mit den Bedientasten vertraut gemacht, kann man den Everest Elite 150 NC quasi blind bedienen. Hier gefällt mir sehr gut die ca. 1 mm vorstehende runde Taste links und recht, denn so findet man schnell auch die beiden anderen Tasten.

Das Gewicht ist mit 53 g inklusive Ohrstöpsel (und Kabel) angenehm leicht. Beim Lade-Anschluss hätte man zum aktuellen USB-C Anschluss greifen können und nicht zum alten Micro-USB-Anschluss, doch zum neuen USB-C greifen aktuell leider immer noch nicht viele Hersteller.

(Verarbeitung: 4 von 5 Punkten)

TEIL 2

bestehend aus „Funktion des Produktes“ entspricht 65% der Gesamtwertung

ArtIn-Ear-Ohrhörer
KategorieIn-Ear-Ohrhörer mit Bluetooth 4.1 SBC-Codec
FarbeGunmetal
TrageartNackenbügel, Kabellänge von Nackenbügelenden bis Ohrhörer 22 cm
Gewicht53 Gramm
MaterialNackenbügel aus Kunststoff und teilweise Silikon. Ohrhörer ebenfalls aus Kunststoff.
TönerJeweils links und rechts ein 12 mm Dynamic-Membran
Akkulaufzeitbis zu 16 Stunden; Ladezeit 2 Stunden.
Schalldruckpegel94 db/mW
Frequenzbereich10 Hz – 22 kHz
Lieferumfang1x JBL Everest Elite 150 NC
3 paar Silikon Ohrtips Passstücke (S, M, L)
2 paar Sport-Einsätze (S, M, L)
Micro-USB-Ladekabel
Beschreibung
Transportetui

Tragekomfort

Mit dem Tragekomfort des JBL Everest Elite 150 NC bin ich sehr zufrieden. Hat man die richtigen Ohrtips und Sporteinsätze gefunden, dann halten die In-Ears selbst bei hektischen Bewegungen problemlos. JBL liefert sowohl die normalen Ohrtips als auch die Sporteinsätze in drei Größen S, M, L mit. Ein Paar davon ist bereits vormontiert und dies waren auch genau das richtige Paar, welches ich für den perfekten Sitz benötigt habe. Mit diesen mitgelieferten Ohrtips kann der Everest Elite 150 NC perfekt den eigenen Ohren angepasst werden und dafür rate ich euch unbedingt genug Zeit zu nehmen. Denn bei In-Ears ist es extrem wichtig, dass diese richtig Sitzen. Ein zu kleiner Ohrtip sorgt dafür, dass dieser nicht isoliert und ständig herausfällt. Ist der Ohrtip zu groß gewählt, drückt dieser unter Umständen nicht nur, sondern sitzt nicht tief genug im Gehör und somit bekommt man ein falsches Klangbild. Auf einmal fehlt der Bass total usw. Daher unbedingt 5 oder 10 Minuten Zeit nehmen und die Ohrtips und Sport-Einsätze alle durchprobieren.

In meinen Testberichten zu In-Ear Ohrhörern mit einer Nackenbügel-Ausführung, habe ich bereits oft erwähnt, dass diese Variante einige Vorteile hat. Jedoch hat fast jedes System auch Nachteile, so ist es auch bei der Nackenbügel-Ausführung. Einer der größten Vorteile ist die gleichmäßige Verteilung des Gewichtes über den Nacken. Hierdurch spürt man an den Ohren deutlich weniger Zug, als bei herkömmlichen Ohrhörern. Ein weiterer Vorteil ist, das man jederzeit einen oder beide Ohrstöpsel herausziehen und loslassen kann, ohne sich sorgen machen zu müssen, dass man die Ohrhörer verliert. Praktischerweise hat JBL beim Everest Elite 150 NC einen Magnetverschluss eingebaut. So verbinden sich die beiden Ohrhörer beim herausziehen und hängen lassen automatisch an der Rückseite zu einer Kette. Dies ist zwar sehr praktisch, doch leider hätte man hier eventuell die Funktion integrieren können, dass bei der Verbindung automatisch die Musik pausiert wird. So haben es nämlich bereits einige andere Hersteller, bei ihren Ohrhörer mit Nackenbügel bzw. Kabel gemacht. 

Der Nachteil dieser Nackenbügel Bauform ist unter anderem, dass sich solche Kopfhörer selten für Sport eignen. Es gibt hier zwar Ausnahmen wie z. B. den von mir bereits getesteten JBL Reflect Fit, doch dieser wird auch extra als Sport-Ohrhörer angepriesen. Dies ist beim JBL Everest Elite 150 NC jedoch nicht der Fall. Ich persönlich würde euch, falls ihr nach einem In-Ear Ohrhörer sucht, welcher auch zum Sport genutzt werden kann, zu einem mit einem dünnen Kabel anstelle des dickeren Silikonbands inkl. klobigeren Enden raten. Fürs Sportstudio ist der Everest Elite 150 NC schlichtweg nicht geeignet und dafür auch gar nicht konzipiert. Denn er ist, wie JBL angibt nicht auf schweißresistent und Wasserabweisung geprüft bzw. dafür vorgesehen. 

(Tragekomfort: 4,5 von 5 Punkten)

Klang

Beim JBL Everest Elite 150 NC kommt pro Ohrhörer jeweils ein 12 mm-Dynamikmembran zum Einsatz. JBL wirbt die In-Ears mit „Legendärem JBL Pro Audio Sound“ an. Damit möchte JBL seine über 70-jährige Erfahrung in der Entwicklung der Technik für präzisen und natürlichen Sound in Kinos, Tonstudios und Konzerthallen werben und das genau diese auch in den In-Ears zum Einsatz kommt. Hier sollte man jedoch beachten, dass es sich zwar um verhältnismäßig große Membrane für In-Ear Ohrhörer handelt. Doch diese können bauartbedingt nicht wie z. B. ein Over-Ear Kopfhörer klingen können.  

Betrachtet man die technischen Daten des JBL Everest Elite 150 NC, sieht man zum einen, dass der Frequenzgang von 10Hz bis 22 kHz reicht, somit deckt dieser einen große Frequenzwiedergabe ab. Die Impedanz liegt bei niedrigen 16 Ohm und der Schalldruckpegel bei 94 dB. Soviel zu den technischen Angaben, die sich soweit vielversprechend anhören, doch wie immer sagen diese nichts aus, ob der Ohrhörer am Ende gut klingt oder eben nicht. Daher nun die Frage, wie gut klingt der Everest Elite 150 NC?

Zuerst möchte ich dazu sagen, dass leider kein aptX/aptX HD oder AAC Codec unterstützt werden. Somit verfügt der Everest Elite 150 NC lediglich über die nicht ganz so gute Bluetooth-Übertragung mit dem SBC Codec. Bei einer guten Signalübertragung ist die Soundqualität sehr gut, diese nimmt jedoch bei Hindernissen und steigender Entfernung schnell ab. Bei aptX und ANC ist es wie mit Digitalradio, hier gibt es entweder eine sehr gute Soundqualität Übertragung oder gar keine. Daher finde ich es bei einem fast 200€ teuren In-Ear Ohrhörer etwas Schade, dass hier keiner der besseren Codecs unterstützt wird.

Vom Klang her ist der Everest Elite 150 NC typisch für JBL etwas bassbetonter abgestimmt. Der Everest Elite 150 NC hat jedoch ein ähnliches Problem mit dem ANC wie der von mir bereits getestete Everest Elite 750 NC. Denn auch hier sorgt das aktivere ANC für ein anderes Klangbild, sodass man beim aktiveren eine deutliche Betonung des Basses wahrnimmt. Dies dürfte zwar Liebhaber von Bassbetonten-Kopfhörern gefallen, aber das Ziel sollte eigentlich sein, dass die Ohrhörer bei aktiviertem und deaktiviertem ANC fast identisch klingen. 

Der Klang ohne ANC gefällt mit persönlich deutlich besser. Hier ist das Klangbild sehr ausgewogen, es ist zwar dennoch eine leichte Bassbetonung vorhanden, aber diese weiß zu überzeugen. Nach mehren unterschiedlichen Genres, die ich mit dem JBL Everest Elite 150 NC gehört habe, kann ich beurteilen, dass die Höhen sehr sauber und detailreich wiedergegeben werden. Stimmen klingen natürlich und keineswegs schrill. Die Mitten klingen ebenfalls gut, sind jedoch aufgrund der Bassbetonung etwas zurückhaltend. Der Bass ist ohne ANC druckvoll und sehr präzise, wie gesagt gefällt mir der Kopfhörer ohne ANC klanglich deutlich besser. Aktivere man ANC übertönt der Bass vor allem bei hoher Lautstärke sehr, sodass dieser zu unpräzise wirkt und die Mitten zu sehr überspielt. Abhilfe schafft hier, wenn man in der „My JBL Headphones“ App in den Equalizer Einstellungen änderungen vornimmt und hier z. B. die Bassfrequenz etwas reduziert. Doch JBL könnte hier eventuell auch mit einem Firmwareupdate für die Ohrhörer das Problem automatisch beheben, denn über die App können die Everest Kopfhörer auch geupdatet werden.

Die Geräuschunterdrückung ist beim JBL Everest Elite 150 NC entweder direkt über den Smart-Button oder in der App regulierbar. Man kann hier entweder ANC Ein-/Ausschalten oder bestimmen, wie viel der Umgebungsgeräusche zu einem durchgelassen werden. Man kann die Intensität der Umgebungsgeräusche in der App in vier Stufen einstellen. Das Ganze geht jedoch auch per Smart-Button, hier jedoch nur in drei Stufen. Wechselt man per Knopfdruck das Level der Unterdrückung, sagt einem eine Stimme in englischer Sprache, in welcher Stufe man sich nun befindet.

[appcode appstore id1053136947?l=en]

[appcode googleplay jbl.stc.com]

Umgebungsgeräusche auf hoch geschaltet, lassen die meisten Umgebungsgeräusche durch. Mittel und leicht reduzieren die Umgebungsgeräusche deutlich. Schaltet man die Funktion aus, werden alle Umgebungsgeräusche weitestgehend eliminiert. Vom Noise-Cancelling sind die JBL Everest Elite 150 NC definitiv nicht schlecht, das Noise-Cancelling arbeitet sehr zuverlässig. Kommt jedoch mit dem typischen Grundrauschen daher, was gerade bei leiserer Musikwiedergabe z. B. beim abends leise Musik hören stört. Daher empfehle ich, ANC sowieso bei alle Kopfhörern nur zu nutzen, wenn man in einer lauten Umgebung ist. In einem leisen Raum z. B. zuhause, würde das typische ANC Rauschen zu sehr stören und zudem die Laufzeit der Kopfhörer reduzieren, daher deaktiviere ich es zuhause fast immer und schalte es erst an, wenn ich im Freien in der Stadt unterwegs bin.

Das Telefonieren, mit dem Everest Elite 150 NC funktionierte ohne Probleme. Bei Telefongesprächen werden die beiden Mikrofone, die an den Bedienelementen sind verwendet. In mehrer Telefonaten mit den In-Ears in verschiedenen Umgebungen und Situationen, hat sich keiner meiner Gesprächspartner über Probleme beschwert. Meine Stimme wurde weder verzerrt, noch störten Umgebungsgeräusche von vorbeifahrenden Autos usw. Beim Ansehen von Videos und Filmen konnte ich zudem keine Verzögerungen feststellen.

(Klang: 3,5 von 5 Punkten)

Ausstattung

Akku

Laut JBL kann man mit dem Everest Elite 150 NC bis zu 16 Stunden Musik genießen. Schaltet man ANC an, reduziert sich die Laufzeit auf immer noch gute 14 Stunden. Verständlicherweise hängt die effektive Laufzeit der Ohrhörer von mehren Faktoren ab wie z. B. der Lautstärke. In meinen Test habe ich die Kopfhörer eine längere Zeit im Alltag genutzt. Ich kam in meinem Test auf zusammengerechnet ca. 13,5 Stunden. Dabei habe ich jedoch häufig zwischen aktiven ANC und nicht aktiven ANC gewechselt. Für mich persönlich ist die erreichte Laufzeit für einen Ohrhörer dieser Größe und mit ANC ausgestattet eine sehr gute Laufzeit. Wenn der Akku zu Neige geht, muss er über ein micro-USB-Kabel aufgeladen werden. Die Ladezeit beträgt etwas 2 Stunden. 

Bluetooth

Die Einrichtung der Bluetooth-Verbindung ist sehr schnell erledigt und erfordert keine besonderen Kenntnisse. Beim ersten Einschalten befindet sich der JBL Everest Elite 150 NC automatisch im Kopplung Modus. Ist dies nicht der Fall, oder ihr wollt ein weiteres Gerät mit dem Ohrhörer koppeln, dann muss man lediglich für 3 Sekunden den Bluetooth-Knopf an der rechten Seite des Nackenbügels gedrückt halten. Dadurch wird wie bei anderen Bluetooth Geräten auch, die Kopplung initiiert und man kann in den Bluetooth-Einstellungen den Kopfhörer suchen und beide Geräte miteinander koppeln.

In den Räumlichkeiten war die Reichweite mit zwei dickeren Beton-Wänden auf ca. 9 Metern begrenzt. Im freien Feld sind bis zu 15 Metern kein Problem. Dabei müsst ihr jedoch zu dem iPhone schauen und euch mit der rechten Seite des Nackenbügels zum iPhone befinden, denn in der rechten Seite im vorderen Bereich ist die Antenne verbaut. Sobald ich die Kopfhörer angeschaltet habe, hat sich dieser mit meinem iPhone automatisch verbunden.

Zubehör

JBL liefert den Everest Elite 150 NC in einer praktischen und ausreichend großen Transportetui aus. Darin passt nicht nur der Nackenbügel Ohrhörer problemlos rein, sondern man kann zudem noch das Ladekabel und sogar die Ohrtips/Sporteinsätze darin verstauen. Das Transportetui besteht aus einem Kunstleder und macht einen sehr hochwertigen und schönen Eindruck. Im Lieferumfang befinden sich wie bereits erwähnt drei paar Silikon-Ohrstöpsel und drei paar Sporteinsätze. Die wechselbaren Ohrstöpsel sind wichtig um den Kopfhörer für die eigenen Ohren anzupassen.

(Ausstattung: 4 von 5 Punkten)

TEIL 3

bestehend aus „Preis/Leistung“ entspricht 10% der Gesamtwertung

Beschreibung

JBL wirbt den Everest Elite 150 NC mit seinem legendären JBL Pro Audio Sound, dem adaptiven Noise-Cancelling und einer Laufzeit von bis zu 16 Stunden. Ich kann dem ganzen auch soweit zustimmen, der Klang des Everest Elite 150 NC ist ohne aktiviertes ANC gut. Aktiviert man ANC, ist das Klangbild zu basslastig und leidet von der Qualität sehr darunter. Das Noise-Cancelling arbeitet sehr gut und weiß zu überzeugen. Gerade mit tiefen gleichbleibenden Tönen hat es keinerlei Probleme und eliminiert diese Umgebungsgeräusche hervorragend. Die Verarbeitung und das Design des Everest Elite 150 NC gefällt mir sehr gut.

Preis/Leistung

Mit einem einer UVP von 199€ ist der Everest Elite 150 NC der aktuell teuerste In-Ear Ohrhörer aus dem Hause JBL. Für dieses Geld bekommt man jedoch einen schönen Ohrhörer, welcher eine sehr gute Akkulaufzeit und sogar adaptives Noise-Cancelling besitzt. Wer einen In-Ear Ohrhörer sucht, der auch in der Stadt oder im Flugzeug dafür sorgt, dass man ungestört die Musik genießen kann, ist beim JBL Everest Elite 150 NC genau richtig. Ein Kritikpunkt wäre die fehlende Funktion, dass die Musik automatisch pausiert, wenn die magnetische Zusammenführung der Ohrstöpsel genutzt wird und das kein aptx/aptx HD oder AAC unterstütz wird. Was mich jedoch etwas mehr stört, als die beiden eben genannten Kritikpunkte ist, dass das Klangbild beim aktivierten ANC sich zu sehr verändert. Hier sollte man eventuell per Softwareupdate nachbessern und dafür sorgen, dass das Klangbild beim aktivierten ANC wie ohne klingt. Denn ohne ANC gefällt mir persönlich der Klang deutlich besser, da dieser wesentlich ausgewogener und besser abgestimmt ist.

testr Gesamtwertung

unter Berücksichtigung aller Teilwertungen

200

 Wir bedanken uns beim Hersteller für die Bereitstellung des Produktes. Zu unseren Grundsätzen

Nest Cam IQ-Außenkamera

Nest Labs Inc. besser bekannt als einfach nur Nest, wurde im Jahr 2010 mit Sitz in Palo Alto, Kalifornien von Tony Fadell und Matt Rogers gegründet. Bei Nest handelt es sich um ein Automatisierungsunternehmen, dessen erstes Produkt (nur in Amerika) ein selbst lernendes Heizungsthermostat war. Seit März 2017 vertreibt das Unternehmen seine Produkte auch in weiteren Ländern darunter auch in Deutschland. Hierzulande gibt es dieses erwähnte Thermostat jedoch nicht und Nest, ist hier für Sicherheitsinstallationen (Kameras) und Rauchmelder, die per Funk bzw. per Smartphone App steuerbar sind bekannt.

Bereits im Januar 2014 wurde Nest von Google Inc. für 3,2 Mrd. US-Doller übernommen, was zur zweitgrößten Firmenübernahme in der Google Geschichte zählt. Lediglich Motorola Mobility war mit 12,5 Mrd. US-Dollar teurer. Folglich gehört Nest nach der Umstrukturierung 2015 von Google zur Alphabet Inc. (die Dachgesellschaft von Google), seit Februar 2018 wiederum gehört Nest zur Hardware-Abteilung von Google.

Vor einiger Zeit habe ich euch bereits die Nest Cam IQ Indoor vorgestellt. Heute möchte ich euch die Version für den Außenbereich vorstellen, es handelt sich dabei um die Nest Cam IQ Outdoor. Diese ist wie das Indoor-Model mit einem 4K-Sensor ausgestattet, der eine gestochen scharfe Bildübertragung ermöglichen soll und dass bei jedem Licht. Ob das Outdoor-Modell genauso wie das Indoor-Modell mit seinen Funktionen überzeugen kann und ob die Bildqualität im Test überzeugen kann, erfahrt ihr in folgendem Testbericht. 

TEIL 1

Bestehend aus „Verpackung/Design/Verarbeitung“ entspricht 25% der Gesamtwertung

Verpackung

Die Nest Cam IQ Outdoor kommt wie bereits das Indoor-Modell in einer sehr stabilen rundum bedruckten Verpackung daher. Diese ist jedoch hier deutlich größer gehalten. Die Vorderseite ziert neben dem Aufdruck der Nest Cam IQ noch den Namen des Unternehmens „Nest“ und es wird in mehreren Sprachen drauf hingewiesen, dass es sich um eine Außenkamera handelt.

Auf der rechten Seite sind neben einigen wichtigen technischen Daten noch der Packungsinhalt, in den Sprachen Deutsch, Niederländisch, Französisch, Italienisch und Spanisch aufgelistet. Betrachtet man die Rückseite, sieht man hier die Nest Cam IQ montiert an einer Außenwand und den wichtigsten Funktionen in wenigen Worten „ Supersight. HDR. 12x fachen digitaler Zoom mit Optimierung. 1080 p-HD-Qualität. Und die Kamera kann dich warnen, wenn sich eine Person in ihrem Sichtbereich aufhält.“ Zu guter Letzt zeigt die linke und obere Seite noch, wie man unterwegs mit dem Smartphone auf die Kamera zugreifen kann und wie diese einem eine Nachricht sendet, sobald diese eine Person bzw. eine Bewegung erkannt hat. Die Unterseite zeigt einem noch die Anforderungen, um die Nest Cam IQ erfolgreich in Betrieb nehmen zu können. 

Hebt man den Deckel von dem unteren Teil der Verpackung ab, kommt direkt die Nest Cam IQ zum Vorschein. Diese ist sicher geschützt und zentriert in einem Schutzmaterial aus weißem recyceltem Papier. Hebt man die Nest Cam IQ samt dem Einleger heraus, kommen zwei kleine Broschüren (eine Kurzanleitung und eine Garantiekarte) zum Vorschein. Des Weiteren befindet sich darunter noch ordentlich verstaut der große Nest Netzstecker, das 7,5 Meter lange Strom-Kabel sowie die Schrauben, ein passender Inbusschlüssel, Wanddübel und Kabelklemmen für die Montage der Kamera.

(Verpackung: 4,5 von 5 Punkten)

Design

Das Design der Nest Cam IQ Outdoor ist sehr schlicht gehalten, was mir sehr gut gefällt. Mit ihrem Gewicht von knapp 568 Gramm und ihrem stabilen weißen Gehäuse aus Kunststoff macht die Nest Cam IQ Außenkamera einen sehr hochwertigen Eindruck. Das Gehäuse, in dem sich die Technik befindet, ist etwas größer als eine Faust und hat einen Durchmesser von 111 mm und eine Länge von ca. 100 mm. Nach hinten verlaufend zum Kugelgelenk wird der Durchmesser deutlich kleiner.

An der Vorderseite der Nest IQ Cam befindet sich im Zentrum der schwarzen Glasscheibe die Kameralinse. Diese ist von einem schwarzen Aluminiumring geschützt. Im schwarzen breiter Ring um der Kameralinse, sitzen die vier Infrarot-LED´s für den Nachtsichtmodus, die Bewegungssensoren, sowie links, rechts und unter der Kamera jeweils ein Mikrofon. Des Weiteren befindet sich überhalb der „Kameralinsen an der Front eine kleine Status-LED, die bei normalen Betrieb grün leuchtet. Rundherum um den schwarzen Rand der Glasfront befindet sich ein LED-Ring. Dieser leuchtet direkt nach dem ersten einschalten der Kamera kurz Blau auf, sodass man weiß, dass diese erfolgreich mit Strom versorgt ist. Zudem leuchtet dieser Ring ebenfalls blau auf, wenn man z. B. über den Lautsprecher der Kamera mit der Person davor redet.

An der Unterseite des weißen Kunststoffgehäuses befindet sich nach unten gerichtet ein großer Lautsprecher, über den ihr wie gerade erwähnt mit der Person vor der Kamera sprechen könnt. Das Kamera-Gehäuse ist wie über ein bewegliches Kugelgelenk mit einem Aluminiumsockel verbunden, welcher einen Durchmesser von ca. 70 mm besitzt und knapp 15 mm dick ist. Trennt man die Montageplatte vom Sockel, ist diese knapp 2 mm stark. Mit dieser wird die Kamera an der Wand befestigt, doch dazu unter Montage mehr. Das Kugelgelenk ermöglicht eine senkrechte, bis 25° von der Wand abstehenden Winkeleinstellung und hält fortan die Stellung sicher. Da man die Kamera am Kugelgelenk selbst um 360° drehen kann und die Montageplatte ebenfalls bei der Montage frei anbringen kann, ist es möglich, die Kamera vom Winkel so anzubringen wie man dies möchte.

Die Montageplatte ist mit einer 1 mm dicken Gummischicht versehen, sodass verhindert wird, dass Wasser an der Wand entlangläuft und von hier aus ins innere der Elektronik gelangt. Zudem ist zwischen dem Sockel und der Montageplatte eine weiteres 5 mm dickes Schaumstoffpad eingelebt, welcher dies ebenfalls unterbinden soll. Am USB-C Kabel befindet sich ebenfalls ein grauer Dichtring, somit wird auch hier ein eindringen von Wasser verhindert. Muss man das Kabel entfernen, befindet sich neben dem USB-C Buchse ein Auswerferknopf. Verbunden wird die Kamera mit dem Sockel per Einrastmechanismus, darauf gehe ich aber unter dem Punkt „ Montage„ näher ein.

(Design: 4,5 von 5 Punkten)

Verarbeitung

An der Verarbeitung der Nest Cam IQ Außenkamera gibt es kaum etwas zu bemängeln. Das Gehäuse besteht zwar aus Kunststoff, doch dieser macht einen sehr hochwertigen und somit auch stabilen Eindruck. Zudem ist die Kamera nach IP 66 wetterfest und kann bei -40 °C bis + 45 °C verwendet werden. Somit kann die Nest IQ Außenkamera problemlos bei jedem Wetter im freien bleiben. Das Kugelgelenk lässt sich mit einem angenehmen Kraftaufwand verstellen und ist nach dem loslassen in dieser Stellung fixiert. Die maximalen Einstellwinkel betragen beim Schwenken von vorne nach hinten 65°, kann am Kugelgelenk um 360° und am Sockel ebenfalls um 360° verdreht werden. Somit ist z. B. ein Motor, der es ermöglicht die Kamera z. B. über die App zu Bewegen nicht nötig, da man diese quasi in jede Richtung drehen kann. Der Blickwinkel mit 130° reicht für denn Outdoor-Einsatz vollkommen aus und hat gegenüber eines 180° Winkel seine Vorteile. Den bei 180° sieht das Bild wie mit einem Fischauge-Objektiv aufgenommen aus und z.B, eine Wand, die eigentlich gerade ist, hätte im Bild einen deutlichen Bogen. 

Die Verarbeitung ist meiner Meinung nach wie bei allen Nest Produkten sehr gut. Selbst beim Kabel für die Stromversorgung handelt es sich um ein aktuellen USB-C Anschluss und dieses Kabels schließt beim Anschließen bündig mit dem Standfuß ab. Des Weiteren ist es mit einer Kabellänge von 7,5 Metern ausreichend lang. Lediglich das  nicht wetterfeste Neteil ist, ist bei dem hohen Preis etwas ärgerlich. Wer ein wetterfestes Netzteil haben möchte, um dieses direkt in einer Außensteckdose anzuschließen, muss dafür dieses separat bei Nest für 59€ mit bestellen bzw. nachbestellen. Leider gibt es die Nest Cam IQ zudem nicht als Akku-Variante, und so muss dieses zwingend per Kabel betrieben werden. Dies hat jedoch den Vorteil, dass man nicht alle paar Monate bzw. Wochen den Akku laden muss.

(Verarbeitung: 4 von 5 Punkten)

TEIL 2

bestehend aus „Funktion des Produktes“ entspricht 65% der Gesamtwertung

Kamera-Artkabelgebundene Überwachungskamera (7,5 Meter Kabel)
Auflösung/ Sensor8 Megapixel 1920×1080 (30fps) (1080p), H.264-Codierung, HDR / 4K-Sensor
Weitwinkel130° (diagonal)
Infrarot-LEDsja, vier Infrarot-LEDs (850 nm) mit IR-Sperrfilter
Zoom12-facher Digital-Zoom, dank 4K-Sensor verlustfrei in Full-HD
MaterialKunststoff
KonnektivitätWLAN 802.11a/b/g/n, 2,4 GHz (unterstützt WEP-, WPA- und WPA2-Verschlüsselung)
Bluetooth Low Energy (BLE)
FunktionenPersonenerkennung, Geräusche- und Bewegungserkennung, IR-Beleuchtung, drei integrierte Mikrofone und ein hochwertiger Lautsprecher, per App steuerbar (Android & iOS), Google Assistent, LED-Lichtring, LED-Statuslicht, Nahaufnahme mit Nachverfolgungsfunktion, HDR bei Tageslicht.
Betriebstemperatur-40°C bis +45°C
Lieferumfang1x Nest Cam IQ-Außenkamera
Montageplatte
Netzkabel für draußen
Netzteil für drinnen
Inbusschlüssel
Schrauben
Kabelklemmen
Wanddübel
Installationsanleitung
Technische Daten der Nest Cam IQ Außenkamera

Einrichtung und Konfiguration

Um die Nest Cam IQ Outdoorkamera nutzen zu können, muss diese wie sämtliche anderen Nest Produkte erst einmal eingerichtet und konfiguriert werden. Dazu benötigt man die kostenlose Nest App (erhältlich für iOS und Android). 

Sobald die App geladen ist, könnt ihr diese wie gewohnt starten. Leider kommt man um die Erstellung eines Benutzerkontos nicht herum, dafür müssen eine E-Mail-Adresse eingegeben und ein Passwort festgelegt werden. Anschließend muss man in seinem Postfach nachsehen und die E-Mail Adresse über den Link, den ihr in der Mail von Nest erhalten habt bestätigen. 

Nun müsst ihr zurück in die Nest-App gehen, in der ihr durch die restliche Einrichtung Schritt für Schritt geführt werdet. Nachfolgend geht es um die Einrichtung des Wohnortes, doch davor kommt ein Push-Fenster, in dem ihr gefragt werdet, ob ihr Hinweise und Töne von Nest per Push erhalten möchtet oder nicht. Anschließend müsst ihr eure Adressdaten eingeben (Straße, Stadt und Postleitzahl). Danach kann man noch auswählen, ob man News von Nest erhalten möchte und einen monatlichen Verbrauchsbericht erhalten möchte, sowie zustimmen, ob Nest euren Standort mitgeteilt bekommen soll. Im Anschluss daran kann man noch Familienmitglieder einladen, die ebenfalls Zugriff auf eure Nest Produkte erhalten und durch das Klicken auf „Jetzt loslegen“ gelangt man auf das zukünftige Startfenster der Nest App.

Nun geht es natürlich darum, die Nest Cam IQ Outdoor mit der App zu verbinden. Dazu klicken wir im Startfenster auf das Plus-Symbol, unter dem auch „Produkt hinzufügen steht“. Daraufhin teilt einem die Nest-App mit, dass man den QR-Code des Nest Produktes scannen soll, dieser QR-Code befindet sich bei der Kamera auf der Unterseite des Sockels. Dazu müsst ihr die Montageplatte entfernen. 

Direkt nach dem Scannen des Codes wird ein Bild der Nest Cam IQ Outdoor und was zur erfolgreichen Einrichtung alles benötigt wird angezeigt. So teilt euch die App mit, dass ihr euer WLAN-Passwort bereit halten solltet, sowie eine freie Steckdose, in welche ihr das Netzteil inkl. Stromkabel steckt. Im nächsten Fenster müsst ihr aus zahlreichen Vorschlägen auswählen, in welchem Bereich ihr die Überwachungskamera montieren möchtet. In meinem Fall habe ich Einfahrt gewählt.

Spätestens nachdem ihr den Standort ausgewählt habt, wolltet ihr die Kamera mit Strom versorgen. In der App werdet ihr nämlich nun dazu aufgefordert. Ist dies getan, sollte der LED- Ring an der Vorderseite der Nest Cam IQ Außenkamera Blau aufleuchten. Daraufhin wird diese automatisch von der App erkannt und ihr müsst euer WLAN auswählen, sowie das dazugehörige Passwort eingeben und schon verbindet sich die Nest Cam IQ mit dem WLAN. Falls ihr z. B. wie ich bereits andere Nest-Produkte wie z. B. die Nest Protect Rauchmelder mit eurem Account verbunden habt, müsst ihr die WLAN-Daten nicht erneut eingegeben. Ihr werdet in diesem Fall in der App drauf hingewiesen einfach den großen Nest Knopf am Nest Protect kurz zu betätigen. Dieser übermittelt der Überwachungskamera dann automatisch sämtliche benötigten Daten. Daher rät Nest auch zur Einrichtung der Outdoor-IQ Cam im Innenbereich, sodass man die WLAN-Daten direkt zur Hand hat oder eben der Nest Protect direkt die Daten übermitteln kann. 

Sobald die Nest Cam IQ Außenkamera mit der App bzw. dem WLAN erfolgreich verbunden wurde, müsst ihr noch entscheiden, ob ihr die Gesichtserkennung nutzen möchtet. Dies ist kein Muss, bringen aber zusätzliche Funktionen.

Die Einrichtung des Nest Cam IQ Outdoorkamera könnte einfacher nicht sein. Es wird Nest typisch alles Schritt für Schritt erklärt und somit sollte dies, selbst für jemanden der sich nicht großartig auskennt problemlos möglich sein. Zudem ist die Einrichtung, sofern man bereits ein Nest Produkt besitzt noch etwas schneller erledigt. Doch selbst ohne dies, ist die Einrichtung in knapp 5-7 Minuten erledigt.

(Performance: 5 von 5 Punkten)

Montage

Ist die Kamera einsatzbereit und im indoor Test hat alles soweit funktioniert, geht es an die Montage an den gewünschten Platz, den diese ab sofort rund um die Uhr überwachen soll. Dazu die Kamera am besten an den gewünschten Ort bringen und diese an einer Steckdose in der Nähe anschließen die frei ist und zudem dauerhaft belegt bleiben kann. Nun sollte man nachsehen, ob die Nest IQ Cam Outdoor auch am gewünschten Ort eine ausreichende WLAN Verbindung hat. Ist dies der Fall, geht es darum, dass Kabel an den Ort zu verlegen. Hierfür kann dies eventuell durch einen ausreichend großen Spalt geführt werden, oder man muss ein mindesten 13 mm großes Loch nach außen bohren. Da die Nest IQ Cam Outoor nicht per Akku betrieben werden kann, kommt man um diesen Schritt nach herum. Wer also kein Kabel nach außen verlegen möchte und schon gar nicht ein Loch nach Außen bohren möchte, sollte zu einer anderen Überwachungskamera greifen. Die Methode mit dem wetterfesten Netzteil geht zwar auch, aber so könnte ein Einbrecher diese ausstecken.

Nun geht es an die anbringen der Montageplatte. Hierfür müssen 4 Löcher in die Wand eingebracht werden. Zum Vorbohren der Löcher empfiehlt Nest einen 2 mm Bohrer, falls die Wand aus Mauerwerk, Ziegel oder Gipsputz besteht, muss man die mitgelieferten Dübel verwenden, diese sollten mit einem 6 mm Bohrer gebohrt werden. Nun kommt es drauf an, ob ihr das Kabel von hinten gerade einführt oder von unten an der Wand entlang durch die Kerbe verlegen wollt. Je nachdem müsst ihr die Montageplatte nämlich direkt über dem Kabelloch anbringen und das Kabel durch die Mitte der Platte einführen oder durch die Auskerbung am Rand der Aluminiumplatte.  

Ist dies erledigt, könnt ihr das Kabel mit dem grauen Silikonring an der Nest IQ Cam Outdoor anschließen und die Kamerabasis gegen die Montageplatte drücken, bis diese hörbar einrastet. Die Kamera ist fortan gegen Diebstahl gesichert, denn diese kann lediglich durch das Eindrehen der Inbusschraube am Sockel von der Montageplatte getrennt werden. Nun startet die Kamera und ihr solltet über die Nest App den Neigungswinkel einstellen. Zu guter Letzt kann bzw. sollte man nun noch mit den beiliegenden Kabelklemmen das Kabel an einem Mauervorsprung oder einer Ecke anbringen. Das Kabel und die Klemmen können für eine besser Optik angestrichen werden.

(Montage: 4 von 5 Punkten)

Funktionsumfang und Bedienung

Gegenüber vielen anderen Herstellern hat Nest in der Cam IQ Außenkamera wie bereits in der Innenkamera einen 4K-Bildsensor verbaut. Jedoch wird dieser nicht zum Aufzeichnen direkt genutzt, sondern dient vielmehr dem deutlich verlustfreierem 12-fachen Digital-Zoom ins Bild. Somit wird das Bild zwar mit dem 4K-Sensor aufgezeichnet, doch übertragen wird in 1080p. Der Betrachtungswinkel der Kamera beträgt diagonal 130°, was für denn Outdoor-Einsatz locker ausreicht, um z.B, mit der Kamera den Eingangsbereich, oder die Einfahrt zu überwachen.

Eine besondere Funktion ist die von Nest bezeichnete „Supersight“. Diese Funktion ist standardmäßig aktiviert und ermöglicht eine automatische Nahaufnahme und Nachverfolgungsfunktion. Dies funktioniert so, dass sobald die Kamera eine Person im Raum entdeckt eine Benachrichtigung ans Smartphone sendet. Geht man nun in die App zur Live-Ansicht, sieht man nicht nur in groß die herkömmliche 130°-Standardansicht, sondern im rechten unteren Rand ein weiteres kleines Fenster der Aufnahme. In diesem Fenster nutzt die Kamera automatisch den 12-fachen Digitalzoom und versucht somit, die Person bzw. deren Gesicht genauer darzustellen, damit dieses erkannt wird. Zudem verfolgt die Kamera die Person automatisch in der Aufnahme, solange diese im Bereich des Blickfeldes der Kamera bleibt.

Neben der Full-HD Aufzeichnung welche bei Tageslicht sogar HDR für ein noch besseres Bild unterstützt, besitzt die Nest Cam IQ Außenkamera einen automatischen Nachtsicht-Modus. Das Besondere hierbei ist, dass hier vier 850-nm-Hochleistungsinfarot-LEDs verbaut wurden, welche selbst bei schlechteren Lichtverhältnissen für eine gute Sicht bzw. Aufnahme sorgen. Diese 850-er Infarot-LEDs sollen zwar nicht ganz so hell sein, wie die 940-er der Indoor-Cam. Doch die Kamera kann mich hier dennoch selbst bei völliger Dunkelheit mit einer guten Ausleuchtung überzeugen. Anders als die 940-er Infarot-LEDs der Indoor Cam sind die 850-er der Außenkamera im aktiviertem Zustand  durch rotes aufleuchten sichtbar. Des Weiteren hat die Nest Cam IQ Outdoor übrigens eine automatische Personenerkennung, Bewegungssensoren, drei Mikrofone und einen hochwertigen Lautsprecher mit Rausch- und Echounterdrückung an Bord.

(Funktionsumfang und Bedienung: 4 von 5 Punkten)

Software

Nest
Preis: Kostenlos
Nest
Preis: Kostenlos

Beim Öffnen der App befindet man sich direkt auf der Übersicht-Seite. Hier wird, sofern ihr in der App dem Zugriff auf euren Standort zugestimmt habt automatisch angezeigt, ob ihr zu Hause seid oder abwesend und seit wann. Bei Abwesenheit aktivieren sich nämlich automatisch die Nest Kameras, sofern ihr diese Funktion in den Einstellungen aktiviert habt. 

Des Weiteren seht ihr hier eurer Nest Produkt, in meinem Fall den Nest Protect inkl. in dem Zimmer, in dem ich in montiert habe (Schlafzimmer) und die Nest Cam IQ Cams (inkl. Live-Bild). Klickt man nun auf das Live-Bild, wird dieses über den kompletten Bildschirm des Smartphones inkl. der aktuellen Uhrzeit dargestellt. Tippt man erneut das Live-Bild an, kann man in dieses hineinzoomen, oder die Aufnahme um bis zu 15 Minuten zurück- oder wieder Vorspulen. 

irekt unter dem aktuellen Live-Bild werden alle Ereignisse bei denen die Kamera z. B. eine Bewegung, eine Person oder ein Geräusch gehört hat aufgelistet. Der dunkelgraue Balken welcher neben dem Ereignis komplett dargestellt wird, zeigt mit grauen Punkten an, wann die Kamera online war. Ist der Balken nur dunkel, war diese in dieser Zeit nur offline und hat keine Personen oder Geräusche registriert. Klickt man auf eine der Aufnahmen, kann man sich diese hier anschauen. Sofern man das Abo Nest Aware abonniert hat, kann man sich die Videoverläufe auch über einen längeren Zeitraum von 5 bis 30 Tagen, je nachdem welches Abo man abschließt anschauen, dazu gehe ich aber später noch kurz ein.

Kamera-Einstellungen

Durch das Klicken auf das Zahnrad-Symbol bei der Live-Ansicht, gelangt man in die Kamera-Einstellungen. Hier kann man nicht nur die Kamera Ein- oder Ausschalten, sondern auch nur das Mikrofon einzeln. Außerdem kann man hier in dem Menü die automatische Zuhause-/Abwesend-Funktion deaktivieren oder aktiveren und nachlesen wie diese funktioniert. Des Weitern kann man hier noch festlegen, wie man seine Benachrichtigungen erhalten möchte (Push-Benachrichtigung, E-Mail oder auch beides). Hierbei kann man sogar bestimmen, ob die Nest Cam IQ einem eine Nachricht sendet, sobald diese einer Person entdeckt hat, Bewegungen registrieren konnte oder nur ein Geräusch gehört hat und in welchen Bereichen diese auf Bewegungen registrieren soll. Wie es sich für eine Überwachungskamera gehört, kann man in den Einstellungen der Nest IQ Cam Outdoor auch festgelegt werden, an welche Tagen die Cam eingeschaltet sein soll und zudem wann diese am Tagesverlauf ein- und wann ausgeschaltet ist. 

Doch Nest hat die Cam IQ Außenkamera mit einer erweiterteren Personenwarnung ausgestattet. So kann die Nest Cam IQ bekannte Gesichter erkennen, indem man ihr zeigt, wer z. B. ein Freund oder ein Familienmitglied ist. Jedes Mal wenn z. B. der Partner/-in an der Nest Cam IQ vorbeiläuft, erkennt diese die Person besser und informiert, sofern ihr das Nest Aware Abo abonniert habt mit folgendem Satz über das Erkennen der Person „ Nicole hält sich gerade im Bereich Einfahrt auf“  

(Software: 4,5 von 5 Punkten)

Bild-/Videoqualität

Bei der Cam IQ Außenkamera setzt Nest, wie bereits bei der Innenraumkamera auf einen hochauflösenden 4K-Bildsensor, der auch HDR unterstützt. Die 4K-Auflösung wird jedoch nicht direkt übertragen, sondern lediglich mit 1080p, also in Full-HD. Der höher auflösende Sensor kommt nämlich dem digitalen Zoom zugute. So kann man mit der Nest Cam IQ im Gegensatz zu der Konkurrenz, die beim Digitalen-Zoom lediglich den Ausschnitt des Bildes vergrößern mit fast verlustfreiem 12-Fach-Zoom das Bild des 4K-Sensors auf 1080p zuschneiden.

Die Kamera-Linse besitzt ebenso den gleichen diagonalen Blickwinkel von 130°, sodass dies problemlos eine breitere Hofeinfahrt oder einen Haustüreingang überwachen kann. Für die Aufnahme im dunkeln besitzt die Nest Cam IQ Außenkamera vier sichtbare 850-nm-Infarot-LEDs. Diese sorgen dafür das man auch bei Dunkelheit viel auf dem Video erkennt.

Die Aufnahmequalität der Nest Cam IQ Außenkamera, stellten mich sowohl tagsüber als auch nachts zufrieden. Bei Nacht konnten mich die guten Infarot-LED´s überzeugen und sorgen für eine deutlich bessere Ausleuchtung des Bildes, sodass man auch hier Personen sehr gut erkennen konnte. Das Rauschen hält sich in Grenzen und wurde erst bei Digitalem-Zoom im Nachtsichtmodus etwas ersichtlich, was ich jedoch nicht kritisieren kann, da hier die Produkte der Konkurrenz teilweise schlechter abschneiden. Man merkt hier, das die beiden Kameras, also die Indoor und Outdoor Variante der Nest Cams von der Hardware sehr ähnlich sind, denn die Aufnahmequalität ist fast identisch. 

Ein Kritikpunkt für viele ist bei den Kameras von Nest sicherlich die fehlende Möglichkeit die Aufnahmen auf eine micro-SD Speicherkarte abspeichern zu können, oder auf eine eigenen Cloud basierenden Festplatte. Nest bietet wie viele andere Hersteller lediglich die Möglichkeit, die aufgezeichneten Aufnahmen in der kostenpflichtigen Cloud abzusichern. Diese ist, wenn ihr die Videos für mehrere Tage einsehen möchtet, sowie die erkannte Ereignisse, über die ihr benachrichtigt worden seid, wiedergeben möchtet und den vollen Funktionsumfang nutzen möchtet zwingend erforderlich. Es ist zwar auch problemlos möglich die Nest Überwachungskamera ohne das Cloud Abo Nest Aware zu nutzen, doch dann werden die Aufzeichnungen zwar angezeigt, man kann diese aber nicht ansehen und ohne Cloud ergibt die Kamera weniger Sinn.

Für diesen von Nest zur Verfügung gestellte Cloud-Dienst mit dem Namen „Nest Aware“ werden daher je nach länge, wie lange die Videoverläufe in der Cloud gespeichert werden unterschiedliche Kosten fällig. Demjenigen dem es ausreicht, dass er nur Momentaufnahmen der letzten drei Stunden erhält, die er jedoch nicht ansehen kann, der kann beim kostenlosen Paket bleiben. Diese beinhaltet unbegrenztes Live-Streamen rund um die Uhr, Bewegung- und Geräuschwarnung, Personenwarnung, Supersight ( Nahaufnahme mit Nachverfolgungsfunktion) und das Sprechen und Zuhörern in HD Qualität. Möchte man jedoch 5 Tage lang auf den Videoverlauf zugreifen, intelligente Warnungen erhalten, den Alarmbereiche festlegen und Clips und Zeitraffer betrachten, werden 5€/Monat oder 50€/Jahr fällig. Der Funktionsumfang bei den beiden anderen Abo-Paket bleibt gleich, jedoch erhöht sich nur der Speicherzeitraum der Videos. So beinhaltet das Mittlere-Paket eine Speicherung von 10 Tagen für 10€/Monat oder 100€/Jahr und das größte Paket mit 30-tägigem Videoverlauf 30€/Monat oder stolze 200€/Jahr. Wer eine weitere Nest Cam nutzt, erhält bei jeder weiteren bis zu 50 % Rabatt auf den Nest Aware Preis. 

Die Nest Aware Sache ist daher nicht gerade günstig und sorgt trotz dem relativ teuren Nest Cam IQ Anschaffungspreis für weitere monatliche bzw. Jährlich kosten. Des Weiteren ist nicht jeder Freund der Cloud, schließlich weiß man selbst nicht, was mit den Daten, die auf irgendeinem Server auf der Welt abgespeichert sind, passiert. Die Cloud hat auch Vorteile, sollte ein Einbrecher direkt die Kamera entdecken, diese eventuell abmontieren, ist dies bereits zu spät, denn die Aufnahmen sind meistens schon auf der Cloud gesichert. Die Betonung liegt auf meistens. Wie schnell die Aufzeichnung in der Cloud gespeichert wird, hängt ebenso wie die Qualität der Aufnahmen von der Geschwindigkeit eures Internets ab. Habt ihr eine relativ langsame Internetverbindung, dauert es eben etwas länger. Zudem wird es eventuell beim kostenlosen Paket schwierig, Beweise festzuhalten, denn bis man diese der Polizei vorzeigt, kann es sein, dass diese in der Cloud nicht mehr verfügbar sind. Leider ist eine reine Speicherung über einen längeren Zeitraum ohne Cloud, nicht möglich. Daher ist die Kamera für Feinde einer Cloud definitiv nicht geeignet. 

(Bild-/Videoqualität: 4 von 5 Punkten)

TEIL 3

bestehend aus „Preis/Leistung“ entspricht 10% der Gesamtwertung

Beschreibung

Die technischen Daten die Nest angibt entsprechen der Realität. Nest wirbt die Cam IQ Außenkamera unter anderem mit den Sätzen „ mächtig. Schlau und auch draußen alles im Blick“. Dem kann ich auch so ziemlich zustimmen, die Kamera bietet nicht nur eine sehr gute Bildqualität bei Tag und dank den Infarot-LEDs bei Nacht. Sondern ist dank IP66 wetterfest und kann bei – 40 °C bis + 45 °C genutzt werden und somit problemlos im Winter im freien bleiben. Achten sollte man jedoch auf das Netzteil, den dieses ist nicht wetterfest. 

Wer kein Loch durch die Wand von innen nach Außen bohren möchte, sollte sich das wetterfeste Netzteil für 59 € kaufen, denn damit kann man die Kamera problemlos an einer Außensteckdose betreiben. 

Toll finde ich, die automatische Zuhause-/Abwesend-Funktion, sodass die Kamera sich automatisch aktiviert sobald ich das Haus verlasse und deaktiviert, wenn ich daheim bin. Zu guter Letzt konnten mich auch die Nahaufnahme mit Nachverfolgungsfunktion überzeugen, denn dieses funktioniert sehr gut und ohne Probleme.

Preis/Leistung

Mit einer UVP von 379 € ist die Nest Cam IQ Außenkamera nicht gerade günstig, kann aber durch ihre zahlreichen Funktionen, sowie der Nest typischen einfachen Bedienung und Einrichtung überzeugen. Leider gibt es auch Kritikpunkte wie z. B. das die Nest Cam IQ nicht kabellos via Akku betreiben werden kann, oder die fehlende Möglichkeit die Aufzeichnungen nur auf die SD-Karte abzuspeichern. Den somit muss man zu dem Cloud-Dienst greifen, der je nach Verfügbarkeit der abgesicherten Videos zwischen 50-300€ im Jahr kostet. Zudem finde ich es schade, das bei dem Preis nicht gleich ein wetterfestes Netzteil Standardmässig mitgeliefert wird. Somit ist die Kamera für alle ungeeignet, welche auf eine Cloud verzichten und eine kabellose Außenkamera nutzen möchten. Wer über diese Kritikpunkte und den Cloud-Zwang hinwegsehen kann, erhält eine Überwachungskamera die eine sehr gute Bildqualität inkl. hervorragendem Nachtsicht-Modus liefert.

testr Gesamtwertung

unter Berücksichtigung aller Teilwertungen

 Wir bedanken uns beim Hersteller für die Bereitstellung des Produktes. Zu unseren Grundsätzen

Brother DCP-J1100DW

Brother Industries Ltd. wurde im Jahr 1908 als Reparaturwerkstatt für Nähmaschinen mit Sitz in Nagoya, Japan gegründet. Gründer der Firma mit dem damaligen Namen Yasui Sewing Machine Co. war Kanekichi Yasui. Im Jahre 1925 erbte sein Sohn Masayoshi Yasui das Unternehmen und änderte den Namen auch Yasui Brothers` Sewing Machine Co. um. Am Januar 1943 wurde die Nippon Sewing Machine Manufacturing Co. gegründet, die nun auch unter dem Namen Brother Industries LTD. bekannt wurde.

Brother ist einer der weltführenden Hersteller von Druckern, Schreibmaschinen, Multifunktions- und Faxgeräten, computergesteuerten Stick- und Nähsystemen, sowie der P-Touch-Beschriftungsgeräten.

Aus der Kategorie Drucker bzw. Multifunktionsgeräten möchte ich euch heute ein neues Produkt vorstellen. Es handelt sich dabei um den zur IFA 2018 vorgestellten Brother DCP-J1100DW. Ein 3-in-1 Multifunktionsgerät, der mit soggenanten Ultra-XL-Patronen daher kommt, die einen Tintenvorrat von bis zu 3 Jahren besitzen sollen. Doch stimmt dieses versprechen und kann der DCP-J1100DW von seinen anderen Funktionen wie Druckgeschwindigkeit, sowie der Druckqualität überzeugen? Das erfahrt ihr in folgendem Testbericht.

TEIL 1

Bestehend aus „Verpackung/Design/Verarbeitung“ entspricht 25% der Gesamtwertung

Verpackung

Auf jeder Seite der Verpackung präsentiert Brother ein Bild des Druckers, auf dem man den Drucker von vorne betrachtet sieht. Zudem wird einem hier gezeigt, dass es sich um eine „ALL IN BOX“ handelt, bei der sich neben dem Drucker bereits Patronen im Lieferumfang befinden. Ihr denkt euch nun, Druckerpatronen liefert doch jeder Hersteller mit, doch bei Brother ist etwas anderes. Bei diesen Patronen handelt es sich nicht um gering gefüllte Setup-Patronen, sondern um die größten Ultra-XL-Patronen die für bis zu 3 Jahre Drucken reichen sollen. Des Weiteren bietet Brother eine 3-jährige Garantie an, die keine extra Registrierung erfordert. 

Die Vorderseite und rechte Seite sind bei der Verpackung des DCP-J1100DW mit den gleichen Informationen bedruckt, lediglich die Anordnung ist aufgrund der Größenunterschiede der beiden Seite verändert. Unter anderem erfahren wir hier, das der Drucker neben dem Drucken selbst, auch noch kopieren und scannen kann, sowie mit WLAN ausgestattet ist.

Auf der Rückseite der Verpackung werden einem neben den wichtigsten technischen Daten in mehrere Sprachen, diese auch noch in Bildern angezeigt. Zudem kann man im dunkelgrauen Kasten unten links die minimum Systemvoraussetzungen nachlesen. Zu den besonderen technischen Merkmalen zählen unter anderem, das 6,8 cm Touch-Display, der automatische Duplexdruck, die Möglichkeit per Tablet oder Smartphone Aufträge an den Drucker zu senden und der 20-Blatt automatische Dokumenteneinzug (Scannen, Kopieren). Zu guter Letzt, zeigt einem die linke und die obere Seite, einige Infos zum Hersteller und zum Lieferumfang.

Öffnet man die Verpackung des Brother DCP-J1100DW an der Oberseite, kommt direkt ein Karton zum Vorschein, unter welchem sich die vier sehr großen Tintenpatronen verstecken. Dabei handelt es sich um die vier Standardfarben Schwarz, Magenta, Yellow, Cyan. Direkt daneben befindet sich zwischen dem Karton und dem Styroporeinsatz das Stromkabel. Entfernt man den bisher aufgezählten Zubehör inkl. dem oberen Styroporeinsatz, dann kommt direkt der DCP-J1100DW zum Vorschein. Dieser ist gut geschützt zwischen zwei Styropor-Hälften eingepasst und zusätzlich gegen Staub usw. ist er in einer Plastiktüte verpackt. Sämtliche bewegliche Teile des Druckers sind zudem mit Klebestreifen fixiert. Neben dem Drucker befindet sich in der Verpackung übrigens auch noch die Bedienungsanleitung, Sicherheitshinweise und eine Treiber-CD.

(Verpackung: 4 von 5 Punkten)

Design

Der Brother DCP-J1100DW ist bis auf das graue Dokumentenausgabefach und dem darüber befindlichen Bedienelement, in welche unten anderem das Display integriert ist komplett in Weiß gehalten. Der Multifunktionsdrucker ist mit seinen Abmessungen von 435 x 341 x 195 mm (B x T x H) nicht gerade der kleinste Multifunktionsdrucker. Dies liegt unter anderem daran, dass dieser mit einem ADF (Automatic Document Feeder) ausgestattet ist und somit nicht nur etwas höher, sondern auch breiter ausfällt. Beim ADF handelt es sich um den Automatischen Dokumenten Einzug für z. B. Dokumente, die man alle voll automatisch nach und nach durch den Scanner befördern möchte. Dies erleichtert diese Arbeiten enorm. Es handelt sich dabei jedoch um keinen Duplex ADF, der bei einem Durchgang gleich beide Seiten des Dokumentes scannt, sondern lediglich eine. Die zweite Seite muss daher manuell gewendet werden.

 Das Display des Brother DCP-J1100DW fällt zwar mit 6,8 cm nicht besonders groß aus, dennoch ermöglicht es durch die Touch-Oberfläche eine deutlich komfortablere Bedienung als über herkömmliche Hardware-Tasten. Somit kommt der neue Multifunktionsdrucker aus dem Hause Brother mit einem deutlich aufgeräumten Bedienelement daher. Den die Tasten wurden durch das Display fast alle ersetzt. Lediglich ein Home-, Zurück-, Abbrechen- und der Ein-und Ausschaltknopf befindet sich direkt neben dem Display. 

Durch das weiße/grau Gehäuse sieht der Brother DCP-J1100DW zwar nicht so modern wie manch anderer Drucker aus, doch dafür ist er durch die matte Oberfläche deutlich unempfindlicher gegen Staub und vor allem Fingerabdrücken. Links neben dem schwenkbaren Bedienelement befindet sich eine kleine Vertiefung, in der direkt eine SD-Speicherkarte oder ein USB-Gerät zum Bilder Übertragen angeschlossen werden kann.

Praktischerweise muss man beim Brother DCP-J1100DW nicht wie bei vielen anderen Druckern zum Wechseln bzw. Einsetzen der Patronen den kompletten Deckel inkl. Scanner öffnen, sondern die Patrone wird direkt an der Front durch eine Klappe eingesetzt. Am rechten unteren Rand befindet sich hierfür hinter der Klappe mit dem „innobella“ Aufkleber das Einschubfach für die vier Tintenpatronen. An der Rückseite des Drucker befinden sich eigentlich wie bei allen Geräten der Anschluss für das Stromkabel. Das USB-Kabel, welches lediglich beim Drucken via Kabel nötig ist, wird von hinten in das innere des Druckers verlegt. Der Anschluss und der Kabelkanal dafür befindet sich unter dem Scanner. 

Papierkassetten besitzt der Brother DCP-J1100DW eine. In diese passen bis zu 150 Blatt von einer Stärke zwischen 64-220g/m². Zusätzlich können über denen Einzelblatteinzug an der Rückseite sogar bis zu 300 g/m² Blätter eingezogen werden. Bei den Medien-Formaten wird eigentlich alles, was kleiner als A4 ist, unterstützt, also auch Fotopapier (102 x 152 mm) usw.

(Design: 3,5 von 5 Punkten)

Verarbeitung

Der 3-in-1 Multifunktionsdrucker DSC-J1100DW aus dem Hause Brother macht einen sehr hochwertigen und somit stabilen Eindruck. Alles sitzt fest an seinem Platz, nichts quietscht beim öffnen bzw. aufklappen und alle Fächer und Deckel lassen sich leichtgängig in die vorgesehene Richtung bewegen. Dies gilt auch für die Elemente zum Schieben, die für das Anpassen des Papierformats dienen. Diese sind alle mit einem Einrastmechanismus versehen, sodass ein ungewolltes Verstellen verhindert wird.

Nach knapp über einem Monat Testzeit habe ich keine Probleme an dem Drucker feststellen können. Das matte Gehäuse schätze ich sehr, denn ich bin nicht immer ein Freund von Hochglanz, vor allem wenn es um die Reinigung geht. Hier laden sich die glänzenden Oberflächen zu sehr statisch auf und ziehen den Staub an. Dies ist beim Brother zum Glück nicht der Fall. Lediglich das Display mit 6,8 cm könnte meiner Meinung nach gerne etwas größer sein.

(Verarbeitung: 4 von 5 Punkten)

TEIL 2

bestehend aus „Funktion des Produktes“ entspricht 65% der Gesamtwertung

Drucker-Art3-in-1 Multifunktionsdrucker
FarbeWeiß
DrucktechnologiePiezo-Technologie mit je 210 Düsen pro Patrone
min. Tröpfchengröße1,5 Pikoliter
TintentechnologiePigmenttinte Schwarz und Farbstofftinten
Druckauflösung6.000 x 1.200 dpi
Abmessungen435 x 341 x 195 mm (Breite x Tiefe x Höhe)
KonnektivitätWi-Fi, USB, Bluetooth, Wi-Fi Direct, SD-Karte
SchnittstelleniPrint &Scan App, Bluetooth, Google Cloud Print, Apple AirPrint, Wi-Fi-Direct, Speicherkartensteckplatz.
Lieferumfang1 x Brother DCP-J1100DW
2 x Tintensetup mit 4 Patronen
1 x Stromkabel
1 x Software (CD)
1 x Kurzanleitungen und andere Dokumentationen
Technische Daten des Brother DCP-J1100DW

Funktionen & Einrichtung

Nachdem man den Brother DSC-J1100DW aufgestellt, sämtliche Klebestreifen entfernt und diesen mit dem Stromnetz verbunden hat, kann man diesen am Einschaltknopf einschalten. Beim ersten Einschalten wird man Schritt-für-Schritt durch die Einrichtung am Display des Druckers geführt. Sobald man dazu aufgefordert wird, kann man die Tintenpatronen auspacken und in die Tinten-Einschubfächer an der Front einsetzten. Anschließend dauert es knapp 5-6 Minuten, bis der Drucker einsatzbereit ist, denn dieser überträgt von den Tintenpatronen etwas Tinte in die inneren Tintentanks. Wie bereits erwähnt, handelt es sich bei den Tinten um die üblichen: Schwarz, Cayan, Yellow und Magenta. Dabei handelt es sich bei der Schwarzen-Tinte um eine Pigment-Tinte und bei den drei Farb-Tinten um Dye-Tinte. Auf die Unterschiede dieser Tintenarten gehe ich unter Drucken noch etwas genauer ein. 

Der jeweilige Platz in welchen die jeweilige Tinte kommt, ist mit einer Farbe und deren Kürzeln beschriftet. Nach Einsätzen der vier Tintenpatronen (Schwarze Patrone soll laut Brother bis zu 15-mal vor dem Einsetzen geschüttelt werden) geht es an die Installation des Druckers. Beim Brother DSC-J1100DW kann man nicht nur via USB (kabelgebunden) drucken, sondern auch komfortable via WLAN (kabellos). Ich bevorzuge WLAN, da ich dadurch die Druckeraufträge, von allen Geräten, egal ob iPhone, iPad oder Macbook ganz bequem drucken kann. Natürlich ist das kabellose Drucken nicht nur via Apple Geräte möglich, sondern auch mit Windows und Android Devices.

Zudem bietet der Hersteller auch die kostenlose App „Brother iPrint&Scan“ zum Download an, über welches sich das Gerät von jedem beliebigen Standort aktivieren und bedienen lässt.

[appcode appstore id382775642]

[appcode googleplay com.brother.mfc.brprint]

(Funktionen & Einrichtung: 4,5 von 5 Punkten)

Drucken – Scannen – Kopieren

Drucken

Bei Tintenstrahldruckern kommen zwei Arten von Tintenpatronen zum Einsatz. Manche Hersteller setzen auf die soggenante wasserbasierte Dye-Tinte und manche auf Pigment-Tinte. Doch was ist der Unterschied? Diesen möchte ich euch kurz erklären und deren Vor- und Nachteile nenne. 

Bei Dye-Tinte färben die Farbstoffe die Tintenflüssigkeit ein. Vorteile sind hier: Das damit sehr gute Fotodrucke gelingen. Die Farben sind sehr satt und kräftig. Nachteil ist hier jedoch: Die Tinte ist nicht wasserfest. Möchte man z. B. Texte im Ausdruck mit dem Textmarker markieren verwischt die Farbe schnell.

Bei Pigment-Tinte schweben die Farbpigmente auf der Tintenflüssigkeit. Diese setzen sich beim Drucken auf der Oberfläche des Papiers ab und ziehen nicht wie die Dye-Tinte ins Papier ein. Vorteile sind hier: Das diese nicht nur kaum verschmieren, sondern auch ein schärferes Druckbild ermöglichen, was besonders bei Textdrucken von Vorteil ist. Nachteil ist hier jedoch: Die Farben sind nicht so kräftig und etwas an brillant fehlt.

Beim Drucken von Texten wird auf Pigment-Schwarz zurückgegriffen und bei Farbe nutz der Brother DCP-J1100DW wie viele anderen Drucker farbstoffbasierte Tinte (Dye-Tinte). Durch das Pigment-Schwarz werden reine Textdrucke sehr scharf ausgedruckt. Beim drucken auf höchster Qualität verbraucht der Drucker wie viele anderen mehr Tinte, doch dabei überzeugt der Druck natürlich am meisten durch seine sehr gute Deckung des Papiers. Im Duplex- und Schnelldruck mit niedrigerer Auflösung, wird die Druckqualität verständlicherweise reduziert, was zur Folge hat, dass die Texte nicht mehr so kräftig sind. Dadurch wird die Deckung des Papieres etwas reduziert, aber mit dem Ergebnis bin ich immer noch sehr zufrieden, denn der Text kann immer noch mit einer sehr guten Lesbarkeit überzeugen. 

Für Fototestdrucke habe ich Canon GLOSSY II Fotopapier (10 x 15 cm) genutzt, dieses hatte ich noch bei mir zuhause. Mit der Standard-Auflösung des Druckers bekommt man bereits sehr ordentliche Ergebnisse. Die Farben des Brother DCP-J1100DW sehen harmonisch und ausgeglichen aus. Jedoch konnte ich in meinem Test vor allem bei Hautfarben, feststellen, dass diese einen leichten Gelbstich gegenüber dem Originalbild hatten.

Der Brother DCP-J1100DW verfügt praktischerweise über eine integrierte Duplexeinheit, was mir gut gefällt. Somit muss man das Papier nicht manuell wenden, wenn man dieses auch auf der Rückseite bedrucken möchte. Dieser Duplexdruck geht bei der von Werk eingestellten Druckqualität, welche für die meisten Ausreichend ist absolut in Ordnung. Für zwei einzelne Farbdruck mit Text benötigt der Drucker knapp 29 Sekunden. Druckt man die beiden Seiten als Duplex (Vorder- und Rückseite bedruckt) dann dauert das nur minimal länger, nämlich 40 Sekunden. Deutlich länger dauert es auf der höchsten Druckqualität. Hier bracht der Brother DCP-J1100DW für die erste Seite des Duplexdrucks 38 Sekunden, der Einzug beginnt dann bei 46 Sekunden und fertig eingezogen bis der Ausdruck wieder beginnt, dauert knapp 55 Sekunden. Bis die zweite Seite des Duplexdrucks fertig ist, vergehen somit gut 1:30 Minuten. Dies ist nicht gerade schnell, aber es gibt zum einen viele langsamere Drucker und zudem drucken die meisten unter euch in den Standardeinstellungen. Ohne Veränderung der Einstellungen kann sich der Brother DCP-J1100 absolut sehen lassen. 

Am Brother DCP-J1100DW gibt es wie bereits erwähnt eine Papierzuführung, welche mit je maximal 150 Blatt Normalpapier gefüllt werden kann. Dies Menge an Seiten dürfte für alle Privatanwender problemlos eine Zeit ausreichen. Für den Office-Bereich wäre dies definitiv zu wenig, aber hier empfiehlt sich sowieso ein Laserdrucker. Neben der Papierzuführung gibt es an der Rückseite noch den Einzelblatteinzug.

Verbrauch und Folgekosten des Brother DCP-J1100DW

Die Tintenpatronen für den Drucker gibt es in zwei Größen. Die Pigement-Tinte für Textschwarz mit einer Reichweite von 3.000 Seiten kostet knapp 29,99 EUR. Wer sich für die Ultra XL Pigment-Schwarz Patrone entscheidet, muss bis zu 44,99€ zahlen, hat aber eine doppelte Reichweite von 6.000 Seiten. Die drei weiteren Tinten (Cyan, Magenta und Gelb) gibt es ebenfalls in zwei Größen. Für die Patronen mit einer Reichweite von ca. 1.500 Seiten werden 19,99 EUR und für die XL (5.000 Seiten) werden im UVP 39,99€ fällig. Dies sind zwar hohe Preise, doch die Straßenpreise fallen etwas niedriger aus und zudem ist die Reichweite deutlich höher als bei vielen anderen Tintenstrahldruckern mit Patronen. Billiger sind hier lediglich die Tintendrucker welche mit Flaschen aufgefüllt.

Scannen

Die Scanqualität des Brother DCP-J1100DW ist gut und ausreichend scharf. Scans dauern maximal 7 bis 12 Sekunden und weisen eine gute Auflösung auf. Die Farbechtheit der Scans ist sowohl bei Farbscans, als auch bei Schwarz/Weiß Scans gut und die Bildschärfe scharf genug. Weiterhin kann auch beim Scannen die herstellereigene Brother iPrint &Scan App verwendet werden.

Kopieren

Das Kopieren ist naturgemäß etwas langsamer als der Scanvorgang, da hier zusätzlich noch das Dokument ausgedruckt werden muss. Die Wartezeit hält sich aber sehr im Rahmen und beläuft sich für eine Kopie bei 15 bis 20 Sekunden, je nachdem ob in s/w oder in Farbe kopiert wird. Die Kopien sehen in Sache Farbe und Schwarz dem Original sehr ähnlich. Hier gefällt mir die Qualität sehr gut. Lediglich in helleren Tönen wie etwa bei pink, rosa, lila usw. wandeln sich die Farben bei der Kopie in einen leichten Grauton um.

(Drucken – Scannen – Kopieren: 3,5 von 5 Punkten)

TEIL 3

bestehend aus „Preis/Leistung“ entspricht 10% der Gesamtwertung

Beschreibung

Brother wirbt den DCP-J1100DW unter anderem als 3-in-1 Tinten-Multifunktionsdrucker mit besonders niedrigen Druckkosten. Aber auch die 3 Jahre Vor-Ort Garantie wird neben einigen weiteren Hauptmerkmalen des Druckers beworben.

Der Aussage mit den besonders niedrigen Druckerkosten kann man soweit zustimmen. Brother gibt an, dass die Tintenpatronen bei einem Druckvolumen von ca. 200 Seiten/Monat, sowie einem Druckverhältnis von 60& S/W Seiten und 40% Farb-Seiten für die angegebenen 3 Jahre ausreichen sollen. Dies ist für einen herkömmlichen Tintenstrahldrucker sehr gut, jedoch erreicht man mit den Druckern aus dem Hause Epson und Canon, welche mit Flaschen aufgefüllt werden nochmals niedrigere Druckkosten. 

Die Druckgeschwindigkeit bei einem Einzelblattdruck geht sehr schnell und auch der Duplexdruck kann bei den Standardeinstellungen auf mittlerer Qualität überzeugen.

Preis/Leistung

Mit einem UVP von 379,00€ ist der Brother DCP-J1100DW nicht gerade günstig. Man zahlt im Prinzip beim Kauf des Druckers gleich die Ultra-XL-Patronen mit, denn diese haben im UVP Preis einen Wert von 165€. Der Vorteil der niedrigen Druckerkosten ist daher meiner Meinung nach, nach den 3 Jahren, wenn die ersten Patronen leer sind gegenüber den Flaschen Patronen aufgehoben. Jedoch sind die Folgekosten des Brother DCP-J1100DW immer noch niedriger als bei zahlreichen anderen Tintenstrahldruckern mit herkömmlichen Patronen. 

Man bekommt hier ein gut ausgestattetes Gerät, welches mich mit einem Duplex ADF noch wesentlich mehr überzeugt hätte, aber dann wäre das Gerät nicht nur deutlich größer, sondern auch teurer geworden.

testr Gesamtwertung

unter Berücksichtigung aller Teilwertungen

 Wir bedanken uns beim Hersteller für die Bereitstellung des Produktes. Zu unseren Grundsätzen

Link zum Hersteller: Brother.de

Teufel Rockster (2017)

Lautsprecher Teufel GmbH wurde 1980 in Berlin von Peter Tschimmel gegründet. Teufel fertigt HiFi-Komponenten wie Kopfhörer und Lautsprecher. Bekannt ist die Firma als Hersteller kompletter Audiosystem-Komponenten, wie z. B. kompletten Heimkino-Systemen. Der eine oder andere von euch hat sich sicherlich schon einmal gefragt, warum kein Elektronikfachmarkt Teufel Produkte im Sortiment besitzt. Das liegt daran, dass Teufel Produkte im mittleren Preissegment einzuordnen sind. Um die günstigen Preise zu ermöglichen, bietet das Unternehmen ihre Produkte ausschließlich als Direktversender über den eigenen Online-Shop an.

Teufel ist bekannt für seine vielen Produkte im Audiobereich, sei es Kopfhörer, Soundbars oder Heimkino-Anlagen. Es gibt ziemlich alles bei Teufel für den HiFi-Bereich. Heute stelle ich euch das wohl lauteste mit Akku betriebene Produkt von Teufel vor. Der massiv gebaute, per Akku betriebene Lautsprecher Rockster (Modell 2017). Dieser große Bluetooth-Lautsprecher hat mächtig was drauf, doch er kann nicht nur per Bluetooth betrieben werden, sondern auch mit verschiednen Stromversorgungsquellen. Ob mich der Rockster in meinem Test von seiner Lautstärke, vom Klangbild und von der Akkulaufzeit überzeugen konnte und ob es sich lohnt diesen zu kaufen? Das erfahrt ihr in folgendem Testbericht.

TEIL 1

Bestehend aus „Verpackung/Design/Verarbeitung“ entspricht 25% der Gesamtwertung

Verpackung

Der sehr große Rockster kommt in einer noch viel größeren typischen Teufel Verpackung daher. Da er in einem normalen Postauto viel zu viel Platz wegnehmen würde und zu schwer wäre, wird dieser von Teufel per Spedition geliefert. Die Verpackung ziert an den Seiten neben dem Teufel-Logo, den Namen Rockster noch einige technische Daten zum Lautsprecher, welcher hier mit schwarzer Farbe aufgedruckt sind.

So steht auf einer Seite Teufel, auf einer Rockster und auf zwei weiteren die technischen Daten. Dabei handelt es sich um einige Infos zum Hersteller, aber auch das Gewicht, die Farbe und die Abmessungen sind hier ersichtlich.

Öffnet man die Verpackung, sieht man, dass der Rockster sicher rundherum durch Karton und viel Schaumstoffpolsterung geschützt wird. Dies ist bei dem großen Produkt auch wichtig, denn sonst würde dieser eventuell beschädigt werden. Die Polsterungen halten den Rockster zudem Zentral in der Mitte des Kartons zentriert. Um den Rockster aus der Verlockung zu holen würde ich euch raten zu zweit zu sein, da es somit einfach wird. Es geht zwar auch alleine, aber wie gesagt ihr tut euch zu zweit einfach leichter. Unter dem Rockster befindet sich noch der Zubehör. Dabei handelt es sich um die 4 Rollen (zwei mit Feststellbremse und zwei ohne), zudem befindet sich darin noch der große Akku, ein Stromkabel und eine Bedienungsanleitung

(Verpackung: 3,5 von 5 Punkten)

Design

Der Rockster kommt im typischen schwarz/roten Teufel Design daher. Hier haben die Produktdesigner von Teufel sehr gute Arbeit geleistet. Das stabile Grundgehäuse aus MDF/Multiplex Holz mit der mattschwarzen lackierten Oberfläche ist sehr robust und weiß direkt zu gefallen. Der Rockster ist leicht nach hinten geneigt und auch die Oberseite, an der sich das Mischpult befindet, ist ungefähr 20° abgeschrägt. Dieses 2-Kanal-Mischpult ermöglicht es, die Lautstärke zu regeln, zwischen den beiden Eingangsquellen zu switchen und die Betonung der Höhen, Mitten und Tiefen zu verändern. Das Mischpult wird durch einen schwarz Lackierten mit einem Teufel-Logo eingeprägten Aluminiumdeckel geschützt. Zudem ist es in der Innenseite mit Schaumstoff versehen, sodass man darin das Handy sicher gegen wegrutschen ablegen kann. 

Klappt man den Deckel des Mischpultes auf, wird dieser durch einen Magneten-Band sicher an der Position gehalten. Direkt auf der Vorderseite des schwarzen Lochgitters, welches im 45° Winkel links und recht nach hinten verläuft, prangt ein großen eingeprägtes rotes Teufel Logo. Auf der Rückseite befinden sich sämtliche Anschlüsse in einer leicht vertieften Ebene. Hier können wirklich sehr viele Geräte angeschlossen werden, doch drauf gehe ich später genauer ein.

Da es sich beim Teufel Rockster trotz, seinem stolzen Gewicht von knapp 32 KG um einen mobilen Bluetooth Lautsprecher handelt, besitzt dieser für den einfacheren Transport je links und rechts zwei massive Aluminium-Tragegriffe. An der Unterseite werden nach dem Auspacken direkt die vier Rollen angeschraubt und per Gabelschlüssel angezogen. Dadurch lässt sich der Rockster auf den meisten Oberflächen problemlos von A nach B rollen. In einer Wiese funktionier dies jedoch nicht so gut, hier würde ich den Rockster lieber zu zweit oder alleine tragen.

Die Abmaße des Teufel Rockster sind 87 cm x 58 xm x 47 cm (H x B x T). Rund um die Oberseite und Unterseite verläuft ein Art Bumper, welcher verhindern sollen, dass der Rockster beim wo dagegen stoßen nicht gleich am Gehäuse oder am Lochgitter beschädigt wird. Rund um den „Bumper“ verläuft ein roter Schaumstoffstreifen, welcher das Design auflockert. Unter dem Lochgitter versteckt sich die ganze Kraft des Rockster, hier ist zentral in der Mitte hinter dem Teufel Logo der große 380 mm Tieftonteller verbaut. Direkt darunter befinden sich zwei große Bassreflexrohr und darüber das Hochtonhorn. Weitere Details zu den einzelnen Elementen erwähne ich euch unter dem Punkt Klang genauer. Auch auf die Anschlüsse der Rückseite gehe ich hier noch nicht genauer ein, sondern unter dem Punkt Funktionen.

(Design: 4,5 von 5 Punkten)

Verarbeitung

Das robuste MDF/Multiplex Gehäuse des Teufel Rockster macht einen sehr robusten Eindruck. Dank der sehr stabilen Bauweise und den Stoßschutz rund herum, kann der Rockster problemlos im Kofferraum zum Festival oder zur Veranstaltung transportiert werden. Zudem erleichtern die beiden Tragegriffe einem sehr den Transport. 

Aufgestellt an dem Ort, welcher mit lauter Musik beschallt werden soll, kann der Teufel Rockster, gegen wegrollen mit den zwei Bremsen an den gummierten Rollen gesichert werden. Sofern der stabile klappbare Deckel des Mischpultes geschlossen wird, übersteht der Rockster problemlos eine kurze Bierdusche.

Das einzige, was einem beim Outdoor-Festival Einsatz mit dem Rockster ein Strich durch die Rechnung machen kann, wäre zum einen, dass der Akku leer gehen könnte und man keine Stromquelle zur Verfügung hat, oder es fängt an sehr stark zu regnen. Sollte es zu sehr regnen, könnte der Teufel Rockster nämlich kaputt gehen, denn wasserresistent ist er leider nicht. Es gibt von Teufel zwar eine separat angebotene Regenabdeckhaube, doch diese kann nicht bei der Wiedergabe genutzt werden, da der Rockster sonst überhitzen würde. Diese ist lediglich für den Schutz während des Transportes in einen trockenen Platz gedacht. 

(Verarbeitung: 4 von 5 Punkten)

TEIL 2

bestehend aus „Funktion des Produktes“ entspricht 65% der Gesamtwertung

Artmobiler Bluetooth Lautsprecher
Treibereinen 380 mm Tieftonteller, ein 25 mm Hochtäler mit Hochtonhorn für einen breiten Abstrahlwinkel und einen verzerrungsfreien Pegel und zwei Bassreflexrohre für einen noch tieferen und kräftigeren Bass.
KonnektivitätMikrofon XLR-Eingang; 2x XLR-Ausgang; Klinkenbuchsen-Eingang 3,5 mm; Klinkenbuchsen-Eingang 6,3 mm; Kopfhöhrer-Ausgang 3,5mm; USB-Ladefunktion für Smartphones
AkkuWiedergabezeit: Bis zu 20 Stunden
Ladezeit: Bis zu 6 Stunden
Abmessungen58 x 47 x 87 cm (Breite x Tiefe x Höhe)
Gewicht31,5 Kilogramm
Lieferumfang1 x Teufel Rockster
1 x Stromkabel
1 xAGM Vlies Akku
2x Gummierte Rollen mit Feststellbremse
2x Gummierte Rollen ohne Bremse
4 Unterlegscheiben für Rollen
Bedienungsanleitung

Inbetriebnahme

Der Teufel Rockster kann auf drei verschiedene Arten mit Strom versorgt werden. Zum einen kann man dies direkt mit dem mitgelieferten Netzkabel machen, dieses ist ca. 2 Meter Lang. Da man damit jedoch relativ eingeschränkt wäre, liefert Teufel mit dem Rockster einen großen Akku mit. Dieser wird an der Rückseite in ein Fach eingebaut und sorgt für eine Musikwiedergabe von knapp 21 Stunden, je nach eingestellter Lautstärke. Doch man kann noch eine etwas größere Stromquelle anschließen, nämlich eine 12 V Autobatterie. Hierfür ist jedoch das für knapp 30€ separat erhältliche „Autobatterie-Anschlusskabel Rockster“ nötig. Mit diesem kann man die Laufzeit des Rockster noch einmal deutlich erhöhen.

Den Rockster kann man auch im Stereo Betrieb nutzen. Dazu muss man sich natürlich zum einen entweder zwei große Rockster oder einen Rockster und einen Rockster Air kaufen. Zudem ist für das koppeln beider Geräte das ebenfalls 25€ (5 Meter) bis 30€ (10 Meter) teure XLR-Kabel nötig. Damit bekommt man natürlich noch einmal ein ganz anderes Klangbild, aber selbst ein einziger Rockster reicht auf, um eine richtig große Fläche mit Musik zu beschallen. 

Die Möglichkeit der drei Arten von Stromversorgung gefallen mit sehr gut. Somit kann man daheim in den eigenen vier Wenden leise Musik via Netzkabel hören. Sobald man jedoch ins Freie z. B. auf ein Festival geht, macht natürlich der Akku bzw. die Autobatterie viel mehr Sinn. 

(Inbetriebnahme: 4 von 5 Punkten)

Bedienung

Die Bedienung der Rockster ist denkbar einfach und erklärt sich quasi von selbst. Eingeschaltet wird der Rockster auf der Rückseite an dem großen mit ON/OFF gekennzeichneten roten Knopf. Nun müsst ihr euch für eine der vielen Wiedergabequellen an der Rückseite entscheiden, denn neben Bluetooth gibt es noch weitere Anschlussmöglichkeiten, auf diese gehe ich jedoch im nächsten Punkt genauer ein.

Auf der Rückseite befinden sich im oberen Teil links und recht zwei kleine runde schwarz Knöpfe, unter denen Bluetooth 1 und Bluetooth 2 steht. Somit können mit dem Rockster gleich zwei Bluetooth Geräte gekoppelt werden. Zum koppeln mit dem Smartphone müsst ihr nun z. B. den Bluetooth 1 Knopf kurz betätigen und gedrückt halten, bis die Status-Leuchte darüber anfängt zu blinken. Anschließend an eurem Smartphone „Rockster 1“ suchen, auswählen und schon verbinden sich beide Geräte miteinander.

Nun erkläre ich euch die Bedienung am Mischpult an der Oberseite genauer. Die Drehregler sind hier bis auf den Kopfhörer Regler und den Mix-Regler doppelt vorhanden. Dies liegt daran, dass man am Rockster gleich zwei Eingänge besitzt. Beim Mischpult handelt es sich schließlich auch um ein 2-Kanal-DJ-Mischpult. An diesem können an den ganz beiden Drehreglern ganz links und rechts Außen die Wiedergabequelle ausgewählt werden. Die meisten von euch werden hier Bluetooth verwenden, da sie die Musik dem Teufel Rockster via Bluetooth zuspielen wollen. Direkt darunter sind an beiden Seiten die Musik-Lautstärkeregler untergebracht und im Zentrum die 3-Band-Klangregler. Mit diesen können die Höhen, Mitten und Tiefen dem eigenen Geschmack angepasst werden.

Ganz unten befindet sich noch die sogenannt Crossfader (Überblender). Mit diesem kann man die Quellen miteinander vermischen, sofern man dem Teufel Rockster zwei Quellen zuspielt. Direkt darüber ist ein kleiner Drehregler, welcher die Vorhörfunktion über einen Kopfhörer ermöglicht.

(Bedienung: 4 von 5 Punkten)

Anschlüsse/Funktionen

Ich habe es bereits ein paarmal erwähnt, dass man den Rockster mit unterschiedlichen Wiedergabequellen betreiben kann. Auf diese gehe ich nun genauer ein, diese zahlreichen Anschlüsse befinden sich allesamt auf der Rückseite.

Channel 1

In der obren linken Ecke auf der Rückseite befinden sich die Anschlüsse für den Channel 1. Hier kann neben Bluetooth, auch ein Medium via Stereo-Anschluss (Cinch-Kabel) angeschlossen werden oder auch ein Instrument mit einem 6,3-mm- Klinkenstecker wie z. B. eine E-Gitarre. 

Channel 2

Gespiegelt auf der rechten Seite ist der Channel 2 Anschluss. Hier kann man ebenfalls das Pairing via Bluetooth mit dem Kanal 2 initialisieren. Des Weiteren kann hier jedoch noch ein Mikrofon mit weiblichem XLR-Stecker angeschlossen werden und an dem Line 2 Steckplatz ein Gerät mit einem 3,5-mm-Klinkenstecker wie z. B. ein MP3 Player.

Ist an beiden Channel z. B. ein Smartphone via Bluetooth verbunden, können verschiedenen Lieder abgespielt werden und direkt am Mischpult zu einem Lied gemixt werden. Man kann jedoch auch ein Mikrofon und eine Gitarre anschließen und somit ein kleines Konzert geben.

Master In

An diesem Anschluss kann der Rockstar via separat erhältlichen XLR-Kabel mit einem weiteren Rockstar bzw. auch Rockstar Air im Stereo-Betrieb genutzt werden. Je nachdem ob der Rockstar als rechter oder linker Speaker genutzt werden soll, müsst ihr das Kabel entweder an R oder L einstecken. Zudem muss dafür der Schieberegler unter „Input Select“ auf Master In geschoben werden. Falls ihr den Rockster alleine nutzt, muss der Regler auf Channel 1/2. 

Operation Mode

Hier kann der Betriebsmodus geändert werden. Dies ist bei einem Stereo-Betrieb mit einem weiteren Rockstar wichtig. So solltet ihr einen der Rockstar auf „R“ und den anderen auf „L“ stellen, damit ihr ein perfektes Stereo-Klangbild erhaltet. Habt ihr nur einen Rockster, dann solltet ihr beide Kanäle wiedergeben und somit den Regler auf Mono schieben.

Darunter befinden sich noch zwei weitere Drehregler, davon regelt der eine die Gesamtlautstärke und der andere die Lautstärke für einen eventuell angeschlossenen Kopfhörer. Zwischen den Reglern befindet sich eine kleine rote LED mit der Bezeichnung „CLIPPING“. Diese dient als Übersteuerungsanzeige.

Power Mode

Mit diesem Regler kann man wählen, ob der Rockster dauerhaft eingeschaltet bleibt oder nach 20 Minuten abschaltet, wenn das Audiosignal ausbleibt. Direkt darunter befindet sich ein 5V/ 1A USB-A Anschluss. Über diesen kann man nicht nur ein Software Update installieren, sondern auch direkt das Smartphone aufladen. 

Battery Status

Hier wird einem, wie der Name schon sagt der Status der Batterie bzw. des Akkus mithilfe drei LEDs angezeigt. Die Erste zeigt an, wenn der Akku gerade per Netzkabel aufgeladen wird. Die zweite zeigt durch verschiedenes Aufblinken an, wie voll der Akku noch ist, das gleiche gilt auch für die dritter LED, nur zeigt diese das ganze für eine eventuell extern angeschlossen Autobatterie an.

Headphones/ Master Out

Wie das Symbol unter dem Anschluss schon vermuten lässt, kann hier ein Kopfhörer angeschlossen werden. Direkt daneben kann das für den Stereo-Betrieb benötigte XLR-Kabel angeschlossen werden. Hierbei handelt es sich jedoch um den männlichen Stecker, hier kommt somit das Gegenstück von dem beim anderen Rockster angeschlossen Kabel an dem Anschluss„ Master In“ rein.

In den letzten beiden Anschlüssen im unteren Bereich können zum einen das separat erhältliche Kabel von Teufel für den Schluss einer Autobatterie angeschlossen werden und das Netzkabel, um den Rockster mit Strom zu versorgen.

Der Funktionsumfang bzw. die Möglichkeiten der Anschlüsse des großen Rockster lassen keine Wünsche offen. Man kann im Prinzip alles daran anklemmen, was man für Party benötigt. Von Gitarre, Gesang über das Mikro, bis hin zum DJ-Mischpult. Am Rockster ist alles für die Party-Musik mit an Bord.

(Anschlüsse/Funktionen: 4,5 von 5 Punkten)

Klang

Kommen wir nun zu dem interessantesten Teil des Teufel Rockster, dem Klang. Teufel setzt hierbei auf ein 2-Wege-System, bei dem ein 25 mm Hochtöner und ein 380 mm Tieftöner eingesetzt wird. Zudem befinden sich unter dem Tieftöner noch zwei nach vorne gerichtete Bassreflexröhren, welche den Bass noch zusätzlich nach unten drücken. 

Angetrieben wird das System von einem 450-Watt starken Class-D-Verstärker, der das System auf einen Maximalschallpegel von 121 dB/1 m bringt. Der neue Rockster gibt einen Frequenzbereich von 45- 20000 Hz wieder. Ein im inneren verbauter 24-Bit /48 kHz digital Signalprozessor sorgt dafür, dass der Rockster nicht nur eine hohe Lautstärke schafft, sondern auch auf für eine qualitativ hochwertige Wiedergabe und ein dynamisches Klangbild.

Der 25 mm Hochtöner ist mit einem quasi unzerstörbaren und Leistungsstarken Hochtonhorn ausgestattet. Dieses sorgt zum einen für eine hohe Sprachverständlichkeit, ein breiten Abstrahlwinkel und zudem für einen verzerrungsfreien Pegel. Der riesige 380 mm Tieftonteller besitzt laut Teufel einen leichten aber sehr verwindungssteifen Membran für tiefe Bässe. Der große Hub von +/- 9,5 mm sorgt für geringe Verzerrungen und die massiven Schwingspulen für eine sehr hohe maximale Belastbarkeit. Die Gesamtausgangsleistung (RMS) liegt bei 440 Watt.

So viel zu den unterschiedlichen Elementen, die für den Klang sorgen sollen. Doch wie ist der Klang, ist dieser qualitativ gut, oder einfach nur laut und mehr nicht? Ich habe den Teufel Rockster nun knapp über einen Monat in Betrieb und dabei verschiedene Musikgenres angehört. Dabei habe ich den Teufel Rockster meistens einfach nur etwas leiser im Hintergrund laufen und gelegentlich, wenn Freunde zu besuch waren, sind wir damit ins freie Feld und haben mal getestet, was der große Rockster so kann.

Der Rockster (2017) bringt mit hohen Lautstärke problemlos Glas zum Vibrieren. Ich habe den Rockster gleich nach dem Auspacken kurz mal im Haus aufgedreht und bei etwas 50 % der Lautstärke, was schon sehr laut war, fing an das Glasbild, welches knapp 4-5 Meter vom Rockster an der Wand hing an zu wackeln. Man kann mit dem Rockster quasi problemlos eine Indoor-Party in größeren Hallen komplett beschallen. Bei Beschallen eines normalen Raumes von etwas 45 m² reicht es locker aus, den Rockster auf 25 % der max. Lautstärke einzustellen. 

Die Musik lauter aufzudrehen geht natürlich auch, aber dann dauert es sicherlich nicht sehr lange, bis der Nachbar klingelt. Dies macht er dann nicht, um mit zu tanzen, sondern sich im Normalfall sich zu beschweren, dass es ihm zu laut ist.

Es gibt zahlreiche Lautsprecher, welche bei Hoher bzw. maximaler Lautstärke dazu neigen die Töne extrem zu verzerren. Dies ist beim Rockster von Teufel definitiv nicht der Fall. Das leistungsstarke Hochtonhorn und der 380 mm Tieftonteller sorgen für ein Verzerrungsfreiers Klangbild.

VViele Bluetooth-Lautsprecher können z. B. bei niedrigerem Klangpegel nicht wirklich überzeugen, sondern fangen erst bei höheren Pegeln an mit ihrem Klang zu überzeugen. Dies ist bei Rockster definitiv nicht der Fall, denn dieser eignet sich auch perfekt für eine dezente Hintergrundbeschallung zu Hause. Daher kann der Teufel Rockster nicht nur laut, sondern auch leise.

Mich konnte der Rockster in allen Klangeigenschaften Überzeugen. Sowohl die Höhen, die Mitten und vor allem der Bass ist der absolute Hammer. Die Höhen und Mitten rate ich jedoch, am Mischpult an beiden Reglern etwas höher zu drehen. Ansonsten gehen diese nämlich unter dem kräftigen Bass etwas unter. Hat man diese beiden Regler etwas hochgedreht, bekommt man mit dem Teufel Rockster einen sehr klaren, brillanten und sehr detailreichen Klang.

Die Bässe haut der Rockster mit ordentlich Druck raus, sodass man diese, wenn man diesen hoch aufdreht, direkt in der Magengrube spürt. Hierbei geht es jedoch keinesfalls an Präzision verloren, denn der Bass übertönt sofern am Regler eingestellt nicht die Mitten und Höhen. Für mich ist der Teufel Rockster der aktuell beste „mobile“ Bluetooth Lautsprecher, auch wenn er natürlich nicht der Günstigste ist. 

Man kann mit ihm problemlos alle Arten von Musik-Genres wiedergeben. Mich persönlich konnte der Rockster in den getesteten Musikrichtung allesamt überzeugen. Ich freue mich schon diesen an Weihnachten im Hintergrund dezent laufen zu lassen und an Silvester ordentlich unsere Party zu beschallen. 

(Klang: 5 von 5 Punkten)

Akku

Beim Rockster handelt es sich um einen mobilen Bluetooth Lautsprecher. Daher ist dieser mit einem wiederaufladbaren Akku ausgestattet. Das aktuelle 2017er Modell schafft laut Teufel anstelle von 8 Stunden(2016-er Modell) nun bis zu 20 Stunden. Das ist eine ordentliche Laufzeit. 

In meinem Test konnte ich die von Teufel angegebene Laufzeit ganz gut erreichen. Hier spiel es natürlich eine große Rolle, was ihr an dem Rockster angeschlossen habt, wie laut ihr diesen eingestellt habt und ob ihr z. B. gleich mit zwei Bluetooth Geräten dem Rockster die Musik zuspielt. Im Normalfall gehe ich jedoch davon aus, dass man nur ein Smartphone koppelt und damit eine Playlist, während der Party wiedergibt. Dabei erreicht der Rockster in meinem Testzeitraum eine Laufzeit von knapp über 19 Stunden. Das ist eine perfekte Laufzeit, die mich absolut überzeugen kann.

Zudem kann man der Teufel Rockster für eine noch länger Laufzeit mit einer 12 V Autobatterie betreiben. Dafür muss man sich jedoch bei Teufel für knapp 30€ das passende Adapter-Kabel mitbestellen. 

(Akku: 5 von 5 Punkten)

TEIL 3

bestehend aus „Preis/Leistung“ entspricht 10% der Gesamtwertung

Beschreibung

Teufel wirbt den Rockster mit dem Satz „ Wo er auftaucht, werden alle anderen still“. Dem kann ich absolut zustimmen. Nicht nur das Design des Rockster fällt auf, sondern auch seine größer. Er wird nicht ohne Grund als der lauteste und kräftigste mobile Bluetooth-Lautsprecher angepriesen.

Es gibt auf dem Markt keine anderen mobilen Bluetooth-Lautsprecher, welcher gegen ihn eine Chance hätte. Doch er kann nicht nur laut, sondern selbst im Hintergrund dezent laufend, kann er mit einem guten Klangbild überzeugen. Jedoch kommt er erst bei hoher Lautstärke voll zur Geltung und kann problemlos große Hallen beschallen.

Preis/Leistung

Der Preis von 999,99€ (UVP) ist nicht gerade wenig Geld. Doch dafür bekommt man die absolute Party-Box, mit der man auf jedem Event auffällt. Ob beim Musikfestival, Sport-Turnier oder anderen Veranstaltungen, egal wohin man den Rockster mitnimmt und diesen anschaltet und aufdreht, fällt man auf. Da können andere nebenan ihre Gettoblaster, oder ihre Anlage im Auto anschalten und haben gegen den großen Rockster sicherlich kaum eine Chance.

De Akkulaufzeit von bis zu 20 Stunden sollte problemlos ausreichen, falls nicht kann man mit dem zusätzlichen Adapter-Kabel wie bereits erwähnt problemlos eine 12 V Autobatterie anklemmen und somit die Laufzeit nochmals deutlich verlängern. Die zahlreichen Anschlüsse auf der Rückseite des Rockster lassen keine Wünsche übrig, so kann man von Mikrofon, bis E-Gitarre alles daran schließen. Wer für seine Werkstatt oder seinen Sportverein auf der Suche nach einem lauten und klanglich sehr guten Bluetooth-Lautsprecher ist, sollte zum Teufel Rockster greifen. Wenn sich die kosten durch mehrere Kollegen teilen, dann sind die knapp 1000€ definitiv eine Überlegung Wert. Mit dem Rockster kauft ihr euch nämlich den besten mobilen Bluetooth-Lautsprecher. 

testr Gesamtwertung

unter Berücksichtigung aller Teilwertungen

200

 Wir bedanken uns beim Hersteller für die Bereitstellung des Produktes. Zu unseren Grundsätzen

OnePlus 6T

OnePlus  ist ein chinesischer Smartphone-Hersteller, welcher im Dezember 2013 gegründet wurde. Der Hauptsitz des Unternehmens ist in Shenzhen, China und der Geschäftsführer ist der früherer Geschäftsführer von Oppo Electronics, Pete Lau. OnePlus ist ein Teil des großen aus China stammenden BBK-Electronics-Konzers, zu dem auch Hersteller wie Vivo und Oppo gehören. Damit zählt der Konzern zu den fünf größten Smartphone Herstellern weltweit.

Das Motto von OnePlus, welches man auch auf dem OnePlus-Hintergrund des Smartphones sieht, lautet „Never Settle“, was übersetzt bedeutet „ sich niemals niederlassen“, doch im eigentlichen übertragenen Sinn bedeutet es „ sich niemals zufriedenzugeben“. Dies zeigt der Hersteller auch mit seinen Smartphones, denn diese werden auch hierzulande immer beliebter. Das liegt unter anderem daran, dass diese eins sehr gutes Preis-Leistungs-Verhältnis haben. 

Das erste Smartphone des Unternehmens war das OnePlus One, welches am April 2014 vorgestellt wurde. Darauf folgten noch einige weitere Geräte wie z. B. im Jahr 2015 das OnePlus 2 und OnePlus X, das OnePlus 3 Mitte 2016 und ein Jahr darauf das OnePlus 5 und 5T. Anfang des Jahres 2018 stellte das Unternehmen den Nachfolger des OnePlus 5T, das OnePlus 6 vor welches mit einem neun Design, einem Display mit Notch und einer verbesserten Dual-Kamera daher kam. 

Vor einigen Wochen stellte OnePlus nun auch das aktuellste Smartphone vor das OnePlus 6T. Diese wurde gegenüber dem Vorgänger erneut verbessert und verfügt nun über einen Fingerabdrucksensor im Display. 

Dies ist auch genau das Gerät, welches ich euch in nun vorstellen möchte. Mit dem neuen 6T bietet OnePlus ein sehr gut ausgestattetes Smartphone an, welches zwar nicht ganz mit den premium Herstellern mithalten kann, aber dafür zum halben Preis erhältlich ist. Zudem besitzt es einen Fingerabdrucksensor, welcher direkt im Display verbaut ist. Ob dies wirklich so gut funktioniert wie ein Fingerabdrucksensor, welcher auf der Rückseite oder im Home-Button verbaut ist, erfahrt ihr in folgendem Testbericht.

TEIL 1

Bestehend aus „Verpackung/Design/Verarbeitung“ entspricht 25% der Gesamtwertung

Verpackung

Die Verpackung des OnePlus 6T ist komplett in Weiß gehalten. Das verwendete Material fühlt sich sehr angenehm an. Viele Informationen über das Gerät verrät die Verpackung jedoch nicht wirklich.

Auf der Oberseite des Deckels ist in gebürsteter Aluminium Optik eine große „6“ zu sehen und darüber das typische rot-weiße OnePlus Logo, welches noch etwas über die obere Stirnseite verläuft. Betrachten wir die linke Seite, können wir hier den Namen des Smartphones OnePlus 6T lesen und auf der gegenüberliegenden Seite den Satz „Unlock The Speed“. Dieser Satz war übrigens auch das Motto, mit dem das neue OnePlus bei der Vorstellung in New York, am 30. Oktober 2018 vorgestellt wurde.

Bei den wenigen Informationen auf der Rückseite handelt es sich unter anderem um die Farbe des Smartphones, die Speicherkapazität und die Modellbezeichnung. Zudem findet man hier wie bei eigentlich fast jedem Hersteller die S/N-Nummer, IMEI1 und IMEI2 und einige weitere Siegel.

Entfernt man den Deckel der Verpackung, kommt direkt das OnePlus 6T zum Vorschein. Dieses befindet sich sicher eingerastet in einer Kunststoff-Halbschale, welche verhindert, dass das Smartphone in der Verpackung verrutscht. Auf dem Display des Smartphones befindet sich übrigens von Werk aus eine Display-Schutzfolie. Entnimmt man das Smartphone zusammen mit der Fixierung, befindet sich diese auf einer weiteren weißen Pappschachtel. In dieser befindet sich neben einer leicht grau getönten Silikon-Hülle eine weitere Faltschachtel, in der sich einige OnePlus Aufkleber, eine Art Kurzanleitung, eine Broschüre mit Sicherheitsinformationen, das Sim-Tool und eine Visitenkarte befinden.

 In der nächsten Ebene der Verpackung liegt noch ein kleiner Information-Brief bei. Dabei handelt es sich um einen Brief, in dem der Gründer Pete kurz zu Wort kommt und etwas zu OnePlus schreibt, sowie beim Käufer bedankt. Unter diesem Brief befindet sich wiederum noch der restliche Zubehör, bei dem es sich um ein USB-C Ladekabel, ein 20 Watt Netzteil und ein USB-C auf Klinke Adapter handelt. Auf das Beilegen von Kopfhörern hat OnePlus leider verzichtet.

(Verpackung: 3,5 von 5 Punkten)

Design

Das One Plus 6T ist aktuell in drei Farben erhältlich: Mirror Black (hochglänzende, schwarze Rückseite), Midnight Black (matte, schwarze Rückseite) und seit kurzem auch in Thunder Purple (eine Schwarz-purpur- farbene Rückseite). Bei allen drei neuen OnePlus 6T Modellen kommt wie bereits beim Vorgänger eine Glasrückseite zum Einsatz. Dabei wirkt die matte Oberfläche meines Testgerätes wie Aluminium. Hierbei verwendet OnePlus ein spezielles Herstellungsverfahren, bei dem das Glas mit einer milchigen Oberfläche versehen wurde. Diese Oberfläche ist erfreulicherweise gegenüber vielen anderen hochglänzenden Glasrückseiten sehr immun gegen Fingerabdrücke. Dafür ist das Gerät jedoch extrem rutschig und gleitet sehr gerne hin und wieder aus der Hand. Trotz der Glasrückseite verzichtet das Unternehmen jedoch erneut auf die Möglichkeit des kabellosen Ladens. 

Der Rahmen des OnePlus 6T, welcher die Front und die Rückseite miteinander verbindet, besteht aus einem matten Aluminium. Dies macht einen sehr hochwertigen Eindruck und sorgt für eine sehr hohe Stabilität des Gerätes.  

Trotz dem sehr großen Display mit einer Diagonale von 6,41 Zoll ist das OnePlus 6T nichts allzu groß geraten. Dies liegt an den sehr schmalen Rändern rund um das Display, dieser beträgt rundherum nur ca. 1 mm. Lediglich der Notch an der Oberseite, an dem sich die Frontkamera befindet, ragt minimal in das Display. Dieser Tropfenform ähnliche Notch fällt jedoch sehr klein aus und gefällt mit sehr gut. Das Seitenverhältnis fällt mit 19,5:9 sehr schlank aus und zudem liegt das eigentlich sehr große Smartphone dank dem Gewicht von knapp 185 g sehr gut in der Hand, was aber auch an der abgerundeten Seiten der Rückseite liegt. 

Die Maße des OnePlus 6T betragen 157,5 x 74,8 x 8,2 mm. Diese sind, wie bereits erwähnt, bei Beachtung der Displaygröße von 6,41 Zoll relativ kompakt gehalten. Das 6,41 Zoll Optik AMOLED Display welches mit einer Auflösung von 2340 x 1080 Pixeln (Pixeldichte 402 ppi) auflöst, besitzt einen Screen-to-Body-Ratio Wert von knapp 85,6 %. 

Kommen wir nun zu den Bedienelementen und der verbauten Kameras der OnePlus 6T. Angefangen bei der linken Seite des Geräts, dort finden wir die Lautstärke-Wippe und etwas darüber den Dual-SIM-Slot. Hier können jedoch lediglich zwei Nano-SIM Karten eingelegt werden. Eine sonst wie bei vielen anderen Herstellern geboten Möglichkeit eine Micro-SD Speicherkarte einzulegen, um den Speicher zu erweitern gibt es leider nicht. Auf der rechten Seite befindet sich der Ein-/Ausschaltknopf und einige Millimeter darüber befindet sich ein geriffelter Schieberegler. Dieser dient dazu, an der untersten Stellung den Ton und die Vibration zu deaktivieren, in der mittleren nur den Vibrationsalarm und an der obersten Stellung den Ton und die Vibration einzuschalten. Dies finde ich eine sehr gute und nützliche Idee. An der Oberseite befindet sich lediglich ein kleines Mikrofon. Das zweite Mikrofon, welches nicht nur bei Aufnahmen, sondern auch zum Telefonieren genutzt wird, befindet sich an der unteren Stirnseite rechts, neben der USB-C Ladebuchse und dem Lautsprecher. Leider gibt es am OnePlus 6T keinen Stereo-Lautsprecher, der Klang geht zwar in Ordnung, aber man verdeckt beim YouTube-Videos ansehen oftmals den Lautsprecher mit einer Hand.

Auf der Rückseite befindet sich direkt im oberen Drittel die Dual-Kamera und direkt darunter der Dual-LED Blitz. Zudem ist auf der Rückseite noch das OnePlus Logo ersichtlich, sowie der Satz Designed by OnePlus. Das Design des OnePlus 6T gefällt mir sehr gut. Das Display ist sehr groß und kommt mit einem sehr kleinen Notch daher, zudem fühlt sich die matte Glasrückseite hervorragend an und ist nicht so anfällig gegen Fingerabdrücke.

(Design: 4 von 5 Punkten)

Verarbeitung

Die Verarbeitung des OnePlus 6T gefällt mir sehr gut. Das Smartphone fühlt sich rundum sehr hochwertig und stabil an. Des Weiteren sind die Spaltmaße überall schön gleichmaßig und es wurde kein Kunststoff am Gehäuse des Smartphones verwendet. Die abgerundeten Ecken und Kanten des Gehäuses harmonieren sehr gut mit den abgerundeten Ecken des Displays.

Leider hat man immer noch auf eine Qi-Lademöglichkeit, Stereo-Lautsprecher, sowie auf eine IP-Zertifizierung verzichtet. Das bedeutet, das OnePlus 6T ist lediglich wasserabweisend aber keinesfalls wasserdicht. Kommt es also mit viel Wasser in Kontakt, ist es kaputt. Dafür hat man wiederum den Fingerabdrucksensor in das Display integriert, was bisher nur sehr wenige Hersteller anbieten. Wie gut das ganze funktioniert, erkläre ich im Punkt Display etwas genauer. 

(Verarbeitung: 4 von 5 Punkten)

TEIL 2

bestehend aus „Funktion des Produktes“ entspricht 65% der Gesamtwertung

Display6,41 Zoll Optic AMOLED (19,5:9 Format) 2340 x 1080 Pixel, Pixeldichte beträgt 402 ppi
CPU/GPUQualcomm Snapdragon 845 4x 2,8 GHz und 4x 1,8 GHz /Adreno 630
RAM6 GB RAM (Alternativ 8 GB)
Speicher128 GB (Alternativ 256 GB)
BetriebssystemAndroid 9 “Pie”
Haupt-Kamera16MP f/1.7 Blende und Telezoom-Linse mit 20 MP f/1.7 mit Dual-LED-Blitz
Front-Kamera16MP f/2.0 Blende
AnschlüsseUSB-Typ-C Anschluss
Akku3700 mAh mit Schnellladefunktion, nicht austauschbar
Konnektivität
Wi-Fi 802.11a/b/g/n/ac, Mobilfunknetz bis 4G, Wi-Fi Direct, Bluetooth 5, NFC, GPS, A-GPS, GLONASS,BeiDou, Galileo
Abmessungen
(LxBxH)
157,5 mm x 74,8 mm x 8,2 mm
Gewicht185 Gramm
LieferumfangOne Plus 6T
USB-Typ-C Ladekabel
Schnellladegerät
Adapter für Klinkenanschluss
graues Silikoncase
Technische Daten des One Plus 6t

Performance

Die verbaute Hardware im OnePlus 6T kann im Test sehr überzeugen. Bei dem verbauten Prozessor handelt es sich um den 64-Bit CPU Snapdragon 845, ein Achtkern-Prozessor mit einer Taktfrequenz von bis zu 2,8 GHz. Genauer gesagt Takten 4 der Rechenkerne (Kryo 385 Gold) mit maximal 2,8 GHz und die anderen 4 mit bis zu 1,8 GHz (Kryo 385 Silver). Dieser wird je nach Modell bzw. Ausstattungsvariante von einem 6 GByte oder 8 GByte großen Arbeitsspeicher unterstützt. Im Prozessor ist auch der GPU Adreno 630 integriert, welcher mit rund 710 MHz taktet.

Mit dieser top Ausstattung läuft das OnePlus 6T nicht nur im Alltag erstklassig, sondern kann ach bei anspruchsvolleren Anwendungen ohne ruckeln und Aussetzer überzeugen. Dies zeigt sich auch in den Benchmarktests, den auch hier schneidet das OnePlus 6T hervorragend ab. Bei Antutu konnte es im Test einen sehr guten Wert von 297.099 erreichen und bei Geekbench 4 kam es beim Single-Core Test auf 2431 und beim Multi-Core Test auf 9038 Punkte. Somit ist es von der Performance noch einmal besser als der Vorgänger das OnePlus 6 und liegt aktuell auf Platz 2 dicht hinter dem neuen Huawei Mate 20 Pro.

Der interne Speicher des OnePlus 6T hat eine Größe von 128 GByte, es gibt das Smartphone jedoch auch in einer 256 GByte Variante. Das Testgerät von mir besitzt 128 GByte, davon sind abzüglich des Betriebssystems und der vorinstallierten Software 106 GByte frei zur Verfügung. Erweitert werden kann der Speicher jedoch nicht, denn im SIM-Karten Slot finden lediglich zwei Nano-Simkarten Platz und keine Micro-SD-Speicherkarte. Als Betriebssystem ist Android 9.0 Pie (Oxygen OS) vorinstalliert.

Angesichts des Preises fällt die Ausstattung des OnePlus 6T sehr gut aus. Die verbaute Hardware kann im Test überzeugen und das Gerät für knapp über 500€ kann von der Performance sehr gut mit den Top-Smartphones wie dem neuen Huawei Mate 20 Pro mithalten. Dies macht das OnePlus 6T zu einem sehr guten Gerät für sämtliche Anwendungen. 

(Performance: 5 von 5 Punkten)

Display

OnePlus ist es gelungen, das Display des neuen OnePlus 6T gegenüber dem Oneplus 6 von 6,28 Zoll auf 6,41 Zoll zu vergrößern, ohne dabei großartig dessen Formfaktor bzw. Größe zu verändern. Durch das soggenante Fullview-Display im 19,5:9-Format nimmt das Display noch mehr Platz auf der Front ein. Der untere Rand (Kinn) und der Wassertropfen-Notch sind deutlich reduziert worden gegenüber dem Vorgänger, was für ein größeres Display bei nahezu identischen Abmaßen sorgt.

Die Display-Auflösung des OnePlus 6T beträgt 2240 x 1080 Pixel. Die Pixeldichte beträgt somit 402 ppi, was zwar nur einer Auflösung von FHD+ entspricht. Doch dies geht im Alltag vorkommen in Ordnung und alles wird sehr scharf dargestellt. Man kann hier selbst bei sehr genauen betrachten des Displays weder die einzelnen Bildpunkte sehen, noch Unschärfen feststellen. 

Beim Display setzt OnePlus auf ein SuperAMOLED-Display. Dieses hat den Vorteil, dass jeder einzelner Pixel einzeln beleuchtet wird. Somit stellt dieser entweder eine Farbe da und leuchtet, oder wird komplett abgeschaltet. Dadurch ergibt sich zum einen ein hervorragender Schwarzwert, was wiederum ein sehr hoher Kontrast zufolge hat. Für dies sind OLED-Displays auch bekannt. Ein weiterer Vorteil ist die sehr gute Blickwinkelstabilität, selbst beim sehr schrägen betrachten, lässt sich er Inhalt auf dem Display hervorragend ablesen. 

Die maximale Helligkeit des Displays konnte mich im Test zufrieden stellen, diese reicht im Alltag vollkommen aus und kann sich sehen lassen. Jedoch hatte ich bereits einige Smartphones mit helleren Displays im Test. Diese etwas schwächerer maximale Helligkeit des OnePlus 6T bemerkt man vor allem in sehr hellen Umgebungen wie z. B. im Freien bei direktem Sonnenlicht. 

Eine tolle weitere Besonderheit des Displays ist der darin integrierte Fingerabdrucksensor. Beim Anheben des Smartphones oder beim Betätigen des Einschaltknopfes erscheint im unteren Bereich ein grün-Blau leuchtender Butten. Dies ist der im Display integrierte Fingerabdrucksensor. Hat man diese Funktion zu beginn der Einrichtung aktiviert, kann man durch das Auflegen des Fingers das Smartphone entsperren. Das Ganze funktioniert sehr gut und nur minimal langsamer als ein herkömmlicher Fingerabdrucksensor. Wer diese Funktion nicht nutzen möchte, kann das OnePlus 6T auch per Gesichtsentsperrung oder einfach per Muster entsperren.

(Display: 4 von 5 Punkten)

Akku

Der Akku im OnePlus 6T hat eine Kapazität von 3700 mAh. Diese Leistung reicht im Alltag bei moderater Nutzung knapp eineinhalb Tage aus, bis der Akku wieder ans Stromnetz angeschlossen werden muss. In meinem Testzeitraum von gut 3 Wochen habe ich das Gerät täglich zu im Internet Surfen genutzt, hab im Zug via Bluetooth In-Ear Ohrhörer Musik gehört und einige WhatsApp Nachrichten versendet. Dies habe ich bei der Arbeit über das mobile Datennetz gemacht und abends als ich von er Arbeit heimgekommen bin über das heimische WLAN-Netz. Die Akkulaufzeit des OnePlus 6T ist sicherlich nicht die längste, reicht im Alltag vollkommen aus und konnte mich daher zufriedenstellen. 

Der interne Akku wird Mithilfe des USB-C Anschlusses aufgeladen. Dieser unterstützt eine Schnellladefunktion, dadurch ist der Akku in knapp 1 Stunde und 25 Minuten wieder auf 100 % aufgeladen. Eine kabellose Aufladung via Qi-Standard wird leider nicht unterstützt.

(Akku: 4 von 5 Punkten)

Kamera

OnePlus setzt beim neuen 6T wie bereits beim Vorgänger auf eine Dual-Kamera auf der Rückseite. Dabei handelt es sich, laut den eigenen aussagen von OnePlus sogar um das genau identische Kamera Setup wie bereits beim OnePlus 6. 

Fotos knipst das Smartphone mit einer Auflösung von 16 Megapixeln und einer Blende von f/1,7. Der Sensor dieser Linse besitzt eine Pixelgröße von 1.22µm. Die zweite Kameralinse mit 20 Megapixeln, einer Blende von ebenfalls f/1.7 besitzt eine Pixelgröße von 1 µm und dient dazu einen Bokeh-Effekt (Tiefenschärfe) im Porträt-Modus zu erzeugen. Außerdem ist durch die zweite Kameralinse, welche mit einer anderen Brennweite versehen ist ein zweifacher optischer Zoom ohne Verlust möglich.

Die Hauptkamera mit 16 MP verfügt über einen OIS (optischen Bildstabilisator) und zudem über einen elektronischen Bildstabilisator (EIS). One Plus hat beim 6T einen neuen speziellen Nachtmodus eingeführt, der für bessere Aufnahmen bei Dunkelheit bzw. Nachtbildern mit schwächerer Beleuchtung sorgen soll. Bei diesem Modus muss man jedoch das Smartphone ca. 2 Sekunden lange ruhig halten, da dabei die Belichtungszeit etwas erhöht wird. Die Aufnahmen werden in diesem Modus bei ruhigem halten wirklich deutlich besser, wie ohne diesen Modus. Mir gefallen die Aufnahmen der Dual-Kamera auf der Rückseite sehr gut, auch wenn diese nicht ganz mit einigen Flaggschiffen der Konkurrenz mithalten können. Das liegt unter anderem auch an dem etwas zu langsamen Autofokus. Zudem hat die Kamera etwas Probleme mit dem Fotografieren von Blüten mit vielen einzelnen Blütenblätter. Hier erkennt man beim Betrachten der Bilder am PC in voller große oftmals unschöne Kanten. Des Weiteren viel mir vor allem bei Makro Aufnahmen auf, dass die Kamera zu Bildfehlern neigt, dies liegt jedoch an der Software, welche versucht, ein Teil des Bildes nachzuschärfen und dabei die Bilder teilweise unnatürlich verändert. Bei Tageslicht wiederum kann das Gerät in Sachen Schärfe und Details sehr gut mit den Top-Smartphones mithalten.

Mit der Hauptkamera auf der Rückseite können Videos mit maximal 4K mit bis zu 60 Bilder in der Sekunde aufgenommen werden. Bei 1080p sind ebenfalls 60 fps möglich und sogar Super Zeitlupenvideos mit bis zu 240 Fps. Des Weiteren können Videos auch in 720p Auflösung mit 30 fps und in Super-Zeitlupe mit hohen 480 fps aufgenommen werden.   

Die Auflösung der Frontkamera beträgt 16 Megapixel. Der Sensor ist mit einer Blende von f/2.0 ausgestattet und hat eine Pixelgröße von 1.0 µm. Die Frontkamera ermöglicht Video aufnahmen in max- Full-HD mit 30 Bilder pro Sekunde. Des Weiteren sind damit Zeitraffer-Videos möglich und man kann einen Beauty-Modus aktiveren und HDR ist ebenfalls zuschaltbar. Bei Dunkelheit dient das Smartphone-Display als Blitzlicht und erhält somit einigermaßen das Gesicht bei Selfie-Bilder. Die Bilder der Frontkamera sehen ganz gut aus, auch wenn man vor allem bei Selfies öfters den Fokus manuell auf das Gesicht legen muss. Ansonsten beginnt der helle Teil im Hintergrund schnell auszubrennen. 

(Kamera: 3,5 von 5 Punkten)

Software

Auf dem One Plus 6T läuft Android 9 Pie, welches mit der hauseigenen Benutzeroberfläche Oxygen OS versehen ist. OnePlus ist dafür bekannt sehr schnell die aktuellen Updates zur Verfügung zu stellen. Dies bemerkt man auch gleich nach dem ersten Einschalten des OnePlus 6T, denn dies lädt sofort das aktuelle Sicherheit-Sicherheit-Update vom November 2018. Da hängen andere Hersteller oftmals einige Zeit hinterher. 

Das Design der Oxygen OS Oberfläche gefällt mit ausgesprochen gut. Das System ist sehr schnell und man findet sich trotz den vielen Einstellungsmöglichkeiten sehr schnell zurecht. Die praktischen Gestensteuerung erleichtern einem die Bedienung des Smartphones enorm. 

Die vorinstallierten Apps (Bloatware) halten sich beim OnePlus 6T in grenzen, es sind lediglich die hauseigenen Apps wie OnePlus Switch und OnePlus Community vorinstalliert, diese können bei Bedarf jedoch auch beide deinstalliert werden.

(Software: 4,5 von 5 Punkten)

TEIL 3

bestehend aus „Preis/Leistung“ entspricht 10% der Gesamtwertung

Beschreibung

OnePlus wirbt das 6T unter anderem mit dem schnellsten, im Display integrierten, Fingerabdrucksensor eines Smartphones an. Aber auch der neue Nachtfoto-Modus und die sehr schnelle Performance, wird auf der Webseite geworben.

Diesen von OnePlus geworbenen Funktionen kann ich soweit zustimmen. Der Fingerabdrucksensor reagiert überraschend schnell, lediglich bei nassen Händen hat er Probleme, aber dies haben herkömmliche Fingerabdrucksensoren ebenfalls. Die verbaute Hardware (CPU, GPU und RAM) im Inneren des OnePlus 6T gehört aktuell zu den besten, wodurch da Gerät im Benchmark test nur knapp auf Platz zwei landet. Zu guter Letzt kann mich im Test auch der spezielle Nachtfoto-Modus überzeugen, denn dieser sorgt für deutlich bessere Bilder bei Dunkelheit, sofern man das Handy lange genug ruhig in den Händen hält.

Preis/Leistung

Der UVP des OnePlus 6T liegt bei 549 EUR mit 6 GB RAM und 128 GB (in D/A ). Bei 8 GB RAM und 128 GB verlangt der Hersteller 579€ und bei 8 GB RAM, sowie 256 GB werden 629 fällig. Der relativ niedriger Startpreis des OnePlus 6T spricht für das Smartphone. Für ein ähnlich ausgestattetes Smartphone zahlt man bei vielen anderen Herstellern knapp 1000€. Dafür schneidet es wiederum nicht ganz so gut wie die teueren Geräte in der Kamera ab. Des Weiteren besitzt es keinen Stereo-Lautsprecher, sondern ist immer noch mit einem einfachen Mono-Lautsprecher an der Unterseite versehen. Ebenfalls muss man etwas Abstriche in der Gesprächsqualität machen. Das Smartphone versucht nämlich die Umgebungsgeräusche um einen herauszufiltern, doch dabei dämpft es auch die Sprachqualität.

Huawei Mate 20 Lite

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 Wir bedanken uns beim Hersteller für die Bereitstellung des Produktes. Zu unseren Grundsätzen

Ring Floodlight Cam

Ring wurde mit Sitz in Santa Monica, Kalifornien im Jahr 2012 von Jamie Siminoff gegründet, hier befindet sich auch die Hauptzentrale. Im Jahr 2013 stellte der Firmengründer sein erste Version der intelligenten Türklingel bei der Sendung „ Shark Tank“ vor, diese hatte noch den Namen „Doorbot“. Damals wollte keiner der Sharks ihn unterstützen und so startete er ein Crowdfounding-Projekt, bei dem insgesamt 364.000 US-Dollar zusammen kamen. Das Ziel lag ursprünglich bei 250.000 US-Dollar. Bekannt wurde das Unternehmen Ring vor allem durch seine intelligente Türklingel „Ring Video Doorbell,“ mit der man direkt per Smartphone nicht nur die Person vor der Haustüre sehen, sondern auch mit ihr sprechen kann.

Inzwischen gibt es neben weiteren Ausführungen der intelligenten Türklingel auch seit dem Jahr 2017 mit der Floodlight und Spotlight Cam zwei Sicherheitskameras. Am 27. Februar 2018 gab Amazon die vollständige Übernahme von Ring für eine Summe von 1.000.000.000 US-Dollar bekannt. Somit ist Ring nun ein 100%iges Tochterunternehmen von Amazon.

Heute möchte ich euch ein weiteres Produkt aus dem Hause Ring vorstellen. Es handelt sich dabei um die Ring Floodlight Cam, eine Überwachungskamera für den Außeneinsatz, welche mit einem Bewegungsmelder, zwei zusätzlichen extrem helle LED-Flutlichter und einem 110 dB lauten Alarm ausgestattet ist. Ob die Ring Floodlight Cam im Test überzeugen konnte, erfahrt ihr in folgenden Testbericht.

TEIL 1

Bestehend aus „Verpackung/Design/Verarbeitung“ entspricht 25% der Gesamtwertung

Verpackung

Die Ring Floodlight Cam kommt in einer sehr der Ring Doorbell 2 ähnlichen Verpackung daher. So kommt diese nämlich auch in einer modernen und kompakten Verpackung daher. Die eigentliche stabile Verpackung ist in eine Umverpackung geschoben, welche mit einigen wichtigen Infos zum Produkt versehen ist. Insgesamt macht die Verpackung einen sehr stabilen und hochwertigen Eindruck. 

Die Vorderseite ziert neben dem Aufdruck der Ring Floodlight Cam noch den Namen des Unternehmens „Ring“ und ein paar wichtige Infos zum Produkt. So sehen wir hier unter anderem, dass diese eine Full-HD Auflösung (1080p) bietet, mit einem Bewegungssensor und einem 110 dB lauten Alarm ausgestattet ist. Des Weiteren erfährt man hier, das diese für den Anschluss einen 110-240 Volt Anschluss benötigt. Betrachten wir die linke und rechte Seite, sehen wir, dass uns diese einige Funktionsbeispiele der Kamera inkl. Bilder zeigt. Drehen wir die Verpackung weiter um und werfen einen Blick auf die Rückseite, sieht man hier in der Mitte erneut die Floodlight Cam abgebildet. Zudem werden einem hier sämtlichen Funktionen und die wichtigsten technischen Daten in mehreren Sprachen in Textform erklärt. Unter anderem erfährt man so, dass die Kamera ein wetterresistentes Gehäuse besitzt, eine Nachtsicht bietet und eine 2-Wege Kommunikation ermöglichen kann.

In der unteren linken Ecke sieht man des Weiteren noch, dass es eine iOS und Android App gibt, über die man von überall und jederzeit auf die Live-View-Ansicht der Ring Floodlight Cam  zugreifen kann. Aber auch über einen Windows Desktop PC ist das problemlos möglich. Auf der Unterseite stehen noch einige Infos zum Unternehmen, der Lieferumfang und die technischen Spezifikationen, sind hier ebenfalls aufgelistet.

Entfernt man die Hülle von der Hauptverpackung, kann man direkt die Verpackung an der Unterseite nach oben hinweg öffnen. Direkt erblickt man die Kamera-Einheit der Floodlight Cam im Zentrum einer Kartonage. Entfernt man diesen Karton, welcher die Kamera fixiert hält, sieht man direkt die komplette Überwachungskamera inkl. den beiden LED-Scheinwerfern und dem Montagesockel. Diese ist in einem weiteren Zentrierstück fixiert. Direkt daneben befindet sich noch eine kleine blaue Pappschachtel, in der sich der Montagezubehör befindet. So befinden sich im Lieferumfang neben den benötigten Schrauben auch passende Dübel für die Montage der Kamera dabei, aber auch ein S-Bügel um die Montage zu erleichtern ist mit von der Partie. Dieser wird einfach in das Loch der Kamera und in den Sockel befestigt und somit kann nichts herunterfallen. Es sind aber auch Schraubendreher, Betonbohrer und ein Nuss-Bit mit im Lieferumfang. Da die Kamera direkt an einen Stromanschluss befestigt werden muss, ist im Lieferumfang kein Akku dabei. Es gibt die Kamera jedoch auch mit einer Akkuversion, dafür jedoch mit kleineren LED-Lichtern.

(Verpackung: 4,5 von 5 Punkten)

Design

Die Kamera ist deutlich größer als die mit einem Akku betriebene Version. So nimmt diese ungefähr den Platz einer herkömmlichen Außenleuchte ein. Das komplette Gehäuse besteht aus Aluminium und ist daher gegen Witterungen resistent. Der Sockel hat einen Durchmesser von knapp 12 cm, daher könnt ihr im Normalfall, die eventuell vorhanden Löcher eurer alten Außenleuchte problemlos damit abdecken. Die Kamera im Zentrum ist etwas nach unten versetzt und ist 12,5 cm x 6,9 cm x 6,9 cm (H x B x L) groß. Links daneben etwas darüber angeordnet befinden sich die beiden LED-Flutlichter, diese sind insgesamt mit je 16 einzelnen LED´s bestückt, welche für ein sehr helles Ausleuchten der Umgebung sorgen sollen. Diese beiden Lichter können genauso wie die Kamera individuell eingestellt werden und somit im Winkel usw. verstellt werden. 

Direkt an der Unterseite der Kamera fällt direkt der halbrunde Bewegungssensor auf, welche nicht nur Bewegungen registriert, sondern in den Einstellungen auch so eingestellt werden kann, dass dieser bei Registrierung einer Person das Licht einschaltet. Direkt über der Kameralinse bedient sich eine halbrunde hochglänzende Abdeckung hinter der sich die Infarot-Sensoren für die Nachtaufnahmen befinden. Direkt neben der Kamera befindet sich eine kleine Status-LED, aber auch der halbrunde Bewegungssensor an der Unterseite blinkt bei Alarm rot auf. Unter der Kameralinse versteckt sich hinter einem Lautsprechergitter der Lautsprecher, welcher nicht nur zur Zweiwege-Kommunikation dient, sondern auch zur Wiedergabe des 110 dB Alarm genutzt wird. An der Rückseite des Sockels bedient sich die Kunststoff-Montageplatte, zu der ich unter Montage noch genauer eingehe. Insgesamt gefällt mir das Design der Ring Floodlight Cam sehr gut, durch die beiden LED-Lichter leuchtet diese die Umgebung wirklich extrem hell auf und ersetzt sehr gut eine normale Außenleuchte.

(Design: 4 von 5 Punkten)

Verarbeitung

An der Verarbeitung gibt es kaum etwas zu bemängeln. Das Gehäuse des Sockels und der LED-Lichter wurde zum Großteil aus hochwertigem und witterungsfesten Aluminium hergestellt. Lediglich die Kamera und der Sockel bestehen aus weißem Kunststoff. Da es sich dabei jedoch ebenfalls um ein hochwertigen und witterungsfesten Kunststoff handelt, ist dieser ebenfalls gegenüber Sonneneinstrahlung und Kälte immun. Dadurch altert die Ring Floodlight Cam nicht so leicht bei ständigen Witterungseinflüssen, wie z. B. eine Kamera aus Kunststoff.

Sämtliche Bereich in denen Wasser eindringen kann, wurden durch Dichtungen usw. geschützt. Dadurch muss man sich keine Sorgen machen wenn es minus Temperaturen gibt und kann die Kamera problemlos im freien nutzen und da für immer installiert lassen. 

(Verarbeitung: 4 von 5 Punkten)

TEIL 2

bestehend aus „Funktion des Produktes“ entspricht 65% der Gesamtwertung

Kamera-ArtSmarte Überwachungskamera mit Nachtsicht und zwei hellen LED-Lichtern
AuflösungFull-HD (1080p)
Weitwinkel140°
AbmessungenSockel: 12cm ; komplette Kamera: 28 cm x 21 cm x 17,8 cm
Zoomnur digital
MaterialAluminium und Kunststoff
KonnektivitätWLAN 802.11 b/g/n; 2,4 GHz
FunktionenLED-Lichter, Bewegungserkennung, IR-Beleuchtung, integriertes Mikrofon und Lautsprecher, per App steuerbar (Android & iOS)
BetriebsbedienungTemperatur: -30°C bis 48,5°C; Wetterbeständig
LieferumfangRing Floodlight Cam
S-Hacken
Bedienungsanleitung
Sicherheitsaufkleber
Installationswerkzeuge und Schrauben
Technische Daten der Ring Floodlight Cam

Einrichtung und Konfiguration

Vor der Einrichtung und Konfiguration, kann man die Ring Floodlight Cam montieren. Hier kann ich den Hersteller Ring absolut loben, denn auch hier werden wie bei der Doorbell 2 sämtliche zur Montage benötigten Werkzeuge, Schrauben, Dübel usw. mitgeliefert. 

Bevor man die neue Ring Floodlight Cam montieren kann, muss man zuvor die alte herkömmliche Außenleuchte demontieren. Ist dies erledigt, kann man an die Montage der Ring Floodlight Cam ran. Zuerst müssen wir mit dem mitgelieferten orangenen Bitgriff und dem Mutteradapter die beiden Muttern auf der Vorderseite entfernen, damit wir den Montagesockel entfernen können. Nun führt man durch diesen Adapter das dreiadrige Kabel (Plus, Minus und Erdung) durch und zeichnet sich, sofern die alten Löcher der vorherigen Lampe nicht passen die neuen an die Wand an. Anschließend legt man den Sockel wieder zur Seite und bohrt mit einer Bohrmaschine und den mitgelieferten Betonbohrer die beiden Löcher für die Dübel in die Wand. Nun die Dübel einbringen und den Sockel mit den Schrauben festschrauben. Dabei unbedingt beachten, dass der Sockel sauber auf der Fläche aufliegt und nicht so extrem festziehen, da sonst der Kunststoff schnell brechen kann. Hier hätte Ring eventuell ebenfalls ein Aluminiumsockel verwenden können, denn an der Kamera inkl. Lichter hängt schon einiges an Gewicht.

Sobald man den Befestigungssockel montiert hat, muss man nur noch das Plus-Kabel an die Klemme mit der Bezeichnung „L“ und das Minus-Kabel an die mit der Bezeichnung „N“ anklemmen. Dabei sollte man nicht vergessen das Erdungskabel an die kleine Klemme im Inneren des Gehäuses anzuschrauben und schon ist alles verkabelt. Nun nur noch die Floodlight Cam wieder an den Sockel schrauben und schon ist die Montage erledigt. Das ganze ist nicht so schwer, das einzige, was mich etwas störte, ist der geringe Platz für die vielen Kabel zwischen Sockel und Lampe. Dieser könnte definitiv etwas größer sein, damit man etwas mehr Platz hat. 

Kommen wir nun zu der Einrichtung über die App. Um die Ring Floodlight Cam nutzen zu können, muss diese zuerst einmal eingerichtet und konfiguriert werden. Dazu benötigt man die kostenlose Ring App (erhältlich für iOS und Android).

Sofern ihr wie ich bereits eine Doorbell 2 inkl. Chime Pro habt, ist die Einrichtung sehr schnell erledigt und ihr gebt in der App nur an, dass ihr eine Floodlight Cam einrichten möchtet. Anschließend sucht die Ring-App nach der Kamera und übermittelt dieser sämtliche Daten wie z. B. WLAN-Passwort usw. Ist dies bei euch nicht der Fall und die Überwachungskamera ist das einigste Produkt aus dem Hause Ring, dann geht ihr wie folgt vor.

Sobald die App geladen ist, könnt ihr diese wie gewohnt starten. Leider kommt man bei Ring nicht um das Erstellen eines Benutzeraccounts herum. Dabei muss der Vor-/Zuname, die Telefonnummer und das Land angegeben werden. Zudem muss man zustimmen, dass die Daten außerhalb der EU gespeichert werden dürfen. Klickt man auf „Weiter,“ muss man zudem noch die E-Mail-Adresse und ein selbst festgelegtes Passwort eingeben. Im nächsten Schritt darf man entscheiden, ob die App bzw. Ring die Rechte erhält auf die Ortungsdienste, verbietet man dies, verliert man einige Funktionen. 

Nun muss man durch drücken des Set-up-Knopfes auf der Oberseite der Floodlight Cam diese in den Einrichtungsmodus versetzen. Dies bestätigt einem diese per Ansage und durch das Aufleuchten des Bewegungsmelders. Nun muss man die Überwachungskamera noch mit dem WLAN verbinden. Dazu muss man sich zuerst in den WLAN-Einstellungen im Smartphone mit dem Ring… verbinden (bei … handelt es sich um die letzten 6 Ziffern der MAC-ID. Sobald man sich mit dem Einrichtungs-WLAN verbunden hat, geht man zurück in die App und diese sucht automatisch nach verfügbaren WLAN-Netzwerken in der Nähe. Nun das eigene WLAN aussuchen und dessen Passwort eingeben, schon ist die Einrichtung fast erledigt. Die Ring Floodlight Cam verbindet sich nun mit eurem WLAN-Netz und lädt die aktuellste Firmware herunter. Die Einrichtung ist wirklich sehr einfach und ist in ca. 5-7 Minuten erledigt. Zudem wird einem diese Schritt für Schritt in der App und zudem per kurzen Videos gezeigt.

(Einrichtung & Konfiguration: 4 von 5 Punkten)

Funktionsumfang

Das Herzstück der Ring Floodlight Cam ist der Kamera-Sensor, welcher eine Full HD (1080p) Auflösung bietet. Was für eine Überwachungskamera absolut ausreichend ist. Des Weiteren verfügt die Cam über zwei LED-Lichter welche sich links und rechts neben der Kamera befinden. Diese werden zudem mit dem Bewegungsmelder wie bei einer herkömmlichen Kamera eingeschaltet. 

Für eine Überwachungskamera ist auch der Blickwinkel nicht unwichtig, denn ein größeres Weitwinkel, ermöglich es, dass man so viel wie möglich des zu überwachenden Bereichs mit der Kamera überwacht. Der Blickwinkel der Ring Floodlight Cam beträgt 140 Grad und ist somit für eine Überwachungskamera perfekt geeignet. Dank dem Kugelgelenk ist in der Theorie ein Blickwinkel bzw. besserer gesagt ein Einstellwinkel von 270° möglich, aber auf der Aufnahme wenn die Kamera eingestellt wurde können auf dem Bild maximal 140° angezeigt werden.

Neben der Full-HD Kamera verfügt die Ring Floodlight Cam auch über einen automatischen Nachtsicht-Modus. Zudem sind Bewegungssensoren, ein Lautsprecher und ein Mikrofon ebenfalls mit an Bord. Die Bewegungssensoren sind in mehreren Zonen einstellbar, so kann man z. B. verhindern, dass man ständig durch eine Katze die durch den Sensor erkannt wird, eine Push Benachrichtigung erhält. Des Weitern kann man dessen Empfindlichkeit verändern, sodass die Kamera nur bei Personen oder bei Personen und Tieren usw. eine Meldung ans Smartphone sendet. 

Nun zu der Funktion der Ring Floodlight Cam. Erkennt die Kamera eine Person, erhält man innerhalb weniger Sekunden eine Push-Benachrichtigung auf dem Smartphone. Hier kann man dann sehen, was die Kamera entdeckt hat und falls gewünscht, kann man direkt eine Live-Videoübertragung starten. Da die Floodlight Cam wie auch die Ring Doorbell 2 zudem über ein 2-Wege Audio-System verfügt, können sowohl Sprachansagen durch den verbauten Lautsprecher ausgegeben werden und dem Mikrofon empfangen werden. Daher kann man die Person vor Kamera nicht nur Live sehen, sondern auch mit dieser kommunizieren.

(Funktionsumfang: 5 von 5 Punkten)

Software

Ring - Always Home
Preis: Kostenlos
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Einstellungen an der Floodlight Cam erfolgen ausschließlich über die App. Diese ist relativ einfach aufgebaut und daher auch leicht zu bedienen. Beim Öffnen der App befindet man sich direkt im Dashboard, hier werden einem direkt die registrierten Geräte und sämtliche Ereignisse (Bewegungen vor der Ring Floodlight Cam oder anderen Ring Geräten) angezeigt. 

Durch das Symbol mit den drei Strichen oben links erscheint eine Menü-Übersicht. Durch tippen auf den Menüpunkt „Devices“ gelangt man in die Übersicht der bereits eingerichteten Geräte, so werden bei mir die Video Doorbell 2, der Chime Pro und die Floodlight Cam angezeigt. Wählt man nun die Überwachungskamera aus, kommt man in deren Untermenü. Hier kann man per Schieberegler oben rechts die Lampen und/oder die Bewegungsalarme aktiveren. Zudem kann man hier den Gerätestatus einsehen und direkt die Beleuchtungseinstellungen inkl. Bewegungszonen und die Bewegungseinstellungen einstellen. Der Bewegungsmelder für die Lampen reagiert im 270° Blickwinkel und kann in der Reichweite in der App eingestellt werden. Man kann hier auch direkt festlegen, in welchen 3 Zonen dieser reagieren soll und zudem bestimmen an welchen Tagen/Uhrzeiten er aktiviert sein soll. Zudem kann man bestimmen, wie lange das Licht nach aktiveren noch angeschaltet sein soll (zwischen 30 sek. bis 15 Minuten). 

Des Weiteren können wir auch die Bewegungseintellungen bestimmen. So kann man eine bestimmte Motion Zone (Bewegungszone) festlegen, in deren Reichweite einen die Kamera auf Bewegungen hinweist. Zudem kann auch hier festgelegt werden an welchen Tagen und Uhrzeiten diese aktiviert sein soll.

Beim dritten Menüpunkt handelt es sich um History, hier werden einem ebenfalls die letzten Ereignisse welche die Ring Geräte registriert haben angezeigt. Der vierte Menüpunkt befasst sich mit den Einstellungen, hier könnt ihr eure Adresse, sowie die E-Mail Adresse ändern. Der nächste Menüpunkt „ Add a Device“ dient dazu, weitere Ring Geräte einzurichten. Anschließend könnt ihr unten noch eure Accountdaten ändern, zur „Hilfe“ gelangen oder euch ausloggen.

Die Übertragung des Live-Bildes ist nur minimal zeitversetzt. Dies hängt natürlich auch von der Internetgeschwindigkeit ab. Greift man z. B. von unterwegs aus auf die Ring Floodlight Cam zu, dauert es etwas länger bis das Live-Bild erscheint. Aber dennoch geht diese Zeit meiner Meinung nach vollkommen in Ordnung.

Die Möglichkeit, über den verbauten Lautsprecher mit der Person davor zu kommunizieren ist eine feine Sache, da diese durch das verbaute Mikrofon sogar mit einem reden kann. Des Weiteren kann man bei der Live-Ansicht das Licht aktiveren um den eventuellen Einbrecher abzuschrecken und kann im ernsten Fall sogar einen 110dB lauten Alarm aktiveren. Zudem kann ich die Push-Benachrichtigungsinformationen loben, diese arbeiten sehr schnell. Sobald die Kamera eine Bewegung erkennt, oder jemand an der Tür geklingelt hat, erhält man eine Push-Benachrichtigung auf das Smartphone. Etwas negativ ist, dass die App nicht 100% übersetzt wurde. Oftmals sind die Texte in englischer und deutscher Sprache vermischt.

(Software: 4 von 5 Punkten)

Bild-/Videoqualität

Die Bildqualität der Ring Floodlight Cam kann dank Full-HD Auflösung (1080p) positiv überraschen. Zudem ist die Kamera-Linse mit einem 140° Weitwinkel ausgestattet, damit erkennt man problemlos alles was vor der Kamera passiert. 

Die Floodlight Cam besitzt wie bereits erwähnt einen Bewegungssensor, dieser kann in der Empfindlichkeit in mehreren Zonen bzw. Reichweite eingestellt werden. Solltet ihr aktiviert haben, dass die App euch Push-Benachrichtigungen sendet, sobald diese Bewegungen registriert hat, kann es sein, dass ihr die Empfindlichkeit verringern müsst. Anfangs kann es nämlich vorkommen, dass selbst eine vorbei streunende Katze vom Bewegungsmelder erkannt wird. 

Da Einbrecher in der Regel oft nachts unterwegs sind, ist eine Nachtsicht bei einer Outdoor-Überwachungskamera sehr wichtig. Dies besitzt die Ring Floodlight Cam daher auch. Die verbauten IR-LEDs sorgen dafür, dass man auch bei Dunkelheit relativ viel auf dem Live-Video erkennt. Damit kann sich die Floodlight Cam jeder Lichtsituation anpassen und man sieht eigentlich immer alles, was vor der Haustür geschieht. Falls die Ausleuchten jedoch zu schwach sein sollte, verfügt die Kamera über zwei sehr helle LED-Scheinwerfer die wirklich einen einem großen Radius alles vor der Kamera ausleuchten. Hat man jedoch aktuell eine Live-Verbindung gestartet und schaltet nun im Außenbereich das Licht an, dann dauert es einige Sekunden, bis die Kamera nach dem Anschalten der LED-Lichter wieder auf den normalen Modus umschaltet, denn sonst würde man mit der Nachtsicht nichts erkennen. Die beiden LED-Lichter sorgen dafür, dass man selbst bei völliger Dunkelheit alles vor der Kamera in Farbe aufnehmen kann.

Die Bildqualität ist bei Tageslicht vollkommen in Ordnung. Die Schärfe kann überzeugen und auch die Weitsicht ist ideal. Man kann selbst ins Bild zoomen und erkennt mit natürlich etwas Verlust an Qualität alles noch relativ gut. Bei Nacht schaltet die Kamera automatisch auf den Nachtsicht-Modus. Dabei werden die IR-Scheinwerfer welche über der Kamera-Linse sind genutzt. Diese haben jedoch keine sehr hohe Reichweite, sodass man maximal bis zu einer Reichweite von 8 – 10 Metern alles noch gut erkennt. Alles was weiter entfernt ist, ist etwas verschwommen und deutlich dunkler ausgeleuchtet. Doch das ist kein Problem, denn dafür hat Ring wie bereits erwähnt die zwei extrem helle LED-Scheinwerfer verbaut.

(Bild-/ Videoqualität: 4,5 von 5 Punkten)

TEIL 3

bestehend aus „Preis/Leistung“ entspricht 10% der Gesamtwertung

Beschreibung

Die technischen Daten entsprechen der Realität. Ring wirbt die Floodlight Cam unter anderem mit den Sätzen „Weltweite einzigartiger Gebäudeschutz“,“Überblicken Sie Ihre ganze Grundstücke“ und „Einfache Installation, fortschrittliche Steuerung“. Diesen Aussagen kann ich soweit auch absolut zustimmen, sobald die verbauten Bewegungssensoren eine Bewegung registrieren, erhält man eine Push-Benachrichtigung auf das Smartphone und die beiden LED-Lichter gehen bei Dunkelheit automatisch an. Somit kann man sofort von unterwegs aus nachsehen, was gerade vor der Kamera geschehen ist und dies selbst im dunklen per Nachtsicht. Zudem kann man beim Ansehen der Live-Ansicht direkt die Scheinwerfer einschalten und sogar einen 110 dB Alarm abgeben. 

Die Installation der Kamera ist sehr einfach und fordert keine allzu großen technischen Kenntnisse. Wer daheim schon einmal eine normale Lampe angebracht hat, hat bei der Montage der Ring Floodlight Cam ebenfalls null Probleme.

Preis/Leistung

Mit einer UVP von 299 € ist die Überwachungskamera nicht allzu teuer. Es hört sich zwar nach viel Geld an aber mir ist aktuell kein anderer Hersteller bekannt, der eine Überwachungskamera mit solch einem extrem hellen Licht anbietet. Empfehlenswert ist diese für all diejenigen, die auf der Suche nach einer Kamera mit Gegensprechanlagen-Funktion sind. Welche zudem z. B. die Garageneinfahrt oder den Eingangsbereich vor der Haustüre perfekt ausleuchtet. Der Weitwinkel liegt bei 140° und deckt damit ein großes Blickfeld ab. Größter Kritikpunkt ist nur, der Registrierung-Zwang und die kostenpflichtigen Cloud-Funktionen. Nur durch diese erhält man den vollen Funktionsumfang für die jedoch jährlich 30€ (3€ im Monat) für ein Ring Gerät oder 100€ (oder 10€ im Monat) für unendlich viele Ring Geräte fällig werden. Zudem ist nicht jeder positiv zu einer Cloud eingestellt und daher ist die Ring Floodlight Cam nur für Leute geeignet, denen diese Kritikpunkte nichts ausmachen. Man erhält hier eine interessante Kamera, die zudem eine normale Außenleuchte ersetzt.

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 Wir bedanken uns beim Hersteller für die Bereitstellung des Produktes. Zu unseren Grundsätzen

Audio-Technica ATH-DSR5BT

Audio-Technica ist ein weltweit agierendes Unternehmen, dessen Hauptsitz sich in Machida einer Stadt in Präfektur Tokio, Japan befindet. Das Unternehmen wurde im Jahr 1962 von Hideo Matsushita in Tokio, Shinjuku-ku gegründet.

Audio-Technica befasst sich mit der Entwicklung, der Vermarktung und dem Vertrieb von Audioausrüstung für verschiedenste Anwendungen. Ursprünglich bekannt für die Herstellung von Tonabnehmersystemen für Plattenspieler, fertigt Audio-Technica heute auch Mikrofone, Drahlossysteme, Mischer, einige Produkte für den Einsatz auf der Bühne, im Studio- und Heimbereich und auch Kopfhörer.

Mit dem ATH-DSR5BT hat Audio-Technica den neusten In-Ear Ohrhörer vorgestellt. Dieser wird um den Nacken getragen, besitzt Hochpräzise D/A Wandler und setzt auf die vom Hersteller selbst entwickelte „Pure Digital“-Technologie. Was es sich mit dieser Technologie auf sich hat, und ob der ATH-DSR5BT im Test überzeugen kann, das erfahrt Ihr in diesem Testbericht.

TEIL 1

Bestehend aus „Verpackung/Design/Verarbeitung“ entspricht 25% der Gesamtwertung

Verpackung

Wie bei bisher allen von mir getesteten Audio-Technica Produkten, kommt auch der ATH-DSR5BT in einer zum Großteil in Weiß gehaltenen Verpackung daher. Es handelt sich dabei auch hier um eine Pappschachtel, in deren Inneren sich der stabile Hauptkarton befindet. Doch zuerst einmal schauen wir uns die Außenhülle genauer an.

 Auf der Vorderseite ist neben dem Unternehmens-Namen „Audio-Technica“ und dem Firmenlogo der ATH-DSR5BT In-Ear Ohrhörer komplett aufgedruckt. Zudem kann man hier lesen, dass es sich um einen kabellosen Kopfhörer handelt, der mit der Pure Digital Drive-Technologie ausgestattet ist. Des Weiteren erkennt man an den vier Symbolen einige der wichtigen Merkmale des ATH-DSR5BT. Zu diesen gehören unter anderem das integrierte Mikrofon, die Lautstärke-Regelung direkt am Nackenbügel und eine Akkulaufzeit von bis zu 8 Stunden.   

Auf der rechten Seite ist erneut der Name des In-Ear Ohrhörer zu lesen und zudem ist hier ein etwas größerer Ausschnitt der Ohrhörer direkt zu sehen. Unter der Abbildung der Ohrhörer sind noch die Audio Codecs, welche der ATH-DSR5BT unterstützt aufgelistet. Zu diesen gehören die Codecs Qualcomm aptX/aptXHD für Android Geräte und der AAC-Codec, welcher von Apple Geräte genutzt wird. Schauen wir uns nun die linke Seite der Verpackung an, finden wir hier eine weitere ausführlichere Auflistung inkl. Bilder der wichtigsten Ausstattungsmerkmale des ATH-DSR5BT. Zu diesen zählen unter anderem: Die jeweils links und recht verbauten Dual-Treiber (9,8 mm und 8,8 mm), eine Akkulaufzeit von bis zu 8 Stunden, die Musik und Lautstärke Steuerung direkt am Nackenbügel und das verbaute Mikrofon für Telefongespräche. Zudem ist darunter noch der Lieferumfang inkl. Bilder aufgelistet und einige Informationen zum Unternehmen Audio-Technica finden wir hier ebenfalls.

Betrachtet man die Rückseite, zeigt diese in dem grau eingefärbten unteren Bereich die wichtigsten technischen Daten wie z. B. die Größe der verbauten Treiber, das Frequenzband und die Laufzeit usw. In dem oberen Bereich sind in zehn Sprachen darunter Englisch, Französisch, Deutsch und Spanisch drei weitere Merkmale des AHT-DSR5BT aufgelistet. Direkt daneben sind drei Detail-Bilder vom In-Ear Ohrhörer abgebildet.

Öffnet man die Verpackung auf der Oberseite, kann man den schwarzen stabilen Karton herausziehen. Diese wird nicht aufgeklappt, sondern ist an der Oberseite mit einem transparenten Blister-Einsatz versehen. Im Zentrum des Einsatzes ist in silberner Farbe erneut der Name ATH-DSR5BT aufgedruckt. Für den besseren Kontrast und um die Spannung am Produkt aufrecht zu erhalten, wurde dahinter ein schwarzes Stofftuch eingelegt. Sobald diese beiden Abdeckungen entfernt wurden, erblickt man den ATH-DSR5BT an seinem festen Platz fixiert. Leider handelt es sich bei dem Werkstoff, indem der Kopfhörer eingelassen ist nur um einen billigen Kunststoffeinsatz, welcher optisch lediglich durch einen schwarzen Stoff bedeckt wurde. Zwar erfüllt dies seinen Zweck, doch leider passt dies meiner Meinung nach nicht wirklich zu diesem Preissegment. Hebt man den Einsatz samt Kopfhörer an, befindet sich darunter noch eine groß Neopren-Aufbewahrungstasche, in der neben dem Micro-USB Ladekabel auch drei paar Wechsel-Ortips verstaut sind. Des Weiteren befindet sich unter der Tasche noch eine Bedienungsanleitung und weitere Broschüren.

(Verpackung: 4 von 5 Punkten)

Design

Beim Audio-Technica ATH-DSR5BT handelt es sich um einen kabellosen In-Ear Ohrhörer mit Nackenbügel. Der dünnere Teil (5 mm x 8 mm) des Nackenbügels ist im Kern mit einem Federstahl versehen, dadurch kann dieser auseinandergezogen werden und springt nach dem loslassen wieder in seine Ursprungsform zurück. Damit sich der Nackenbügel bequem trägt, ist dieser mit einem etwas weicheren Kunststoff ummantelt. Der Nackenbügel mündet in zwei dickere Enden (18 mm x 10 mm) aus Kunststoff, welche ebenfalls einen hochwertigen Eindruck machen. Zwischen dem Übergang vom dünnen zum dickeren Teil befindet sich eine dünne Strebe aus dem Federstahl, vor dem sich wiederum eine Aluminiumblende befindet. Dabei handelt es sich um gebürstetes Aluminium, welches mit einem kleinen Audio-Technica Logo versehen ist. Dieses Aluminium Element locker das sonst nur mattschwarze Design auf und verleiht dem In-Ear Ohrhörer einen edlen Look.  

An den beiden dickeren Enden ist die gesamte Technik verbaut. Die Bedienelemente sind über beide Bügelenden verteilt. Um das schöne Design nicht zu verunstalten, hat man die Bedienelemente jedoch in der Innenseite der Enden verbaut. Lediglich der Micro-USB Ladeanschluss befindet sich an der rechten Seite und ist nach unten gerichtet. An der Innenseite des rechten Bügels ist ein Schieberegler verbaut, mit dem der ATH-DSR5BT Ein- bzw. Ausgeschaltet werden kann. Durch den Schieberegler wird ein versehentliches ein oder Ausschalten sehr gut verhindert. Direkt daneben sind drei kleine leuchtenden LED´s, die einem unter anderem den Batteriestand anzeigen. Zudem erkennt man bei der Wiedergabe genau, welchen Codec der ATH-DSR5BT nutzt. Wenn die Linke LED alle drei Sekunden aufblinkt, wird der schlechtere SBC Codec genutzt. Blinkt die Mittlere, dann wird Apples AAC-Codec verwendet und bei der rechten ist es aptX. Leuchtet die rechte LED alle drei Sekunden lila auf, dann gibt der ATH-DSR5BT aptX HD wieder, was für Android Nutzer das aktuell Beste ist. 

Direkt gegenüber auf der linken Seite befinden sich drei weitere Drucktasten. Diese dienen dazu, die Lautstärke der Musik zu erhöhen bzw. zu senken und die Taste in der Mitte ermöglicht es die Musik zu stoppen oder bei erneuten betätigen diese fortzusetzen. Drückt man die Lautstärke Taste „+“ und hält diese für über 2 Sekunden gedrückt, kann man zum nächsten Track springen und um einen Titel zurückzuspringen macht man das Gleiche nur eben bei der „-“ Taste. Die mittlere Taste auf der linken Seite wird auch als Control-Taste bezeichnet, denn mit dieser kann man nicht nur die Musik anhalten und weiterspielen lassen, sondern kann damit auch durch zwei Sekunden drücken SIRI auf dem Smartphone aktivieren und anrufe annehmen oder ablehnen.

Die Ohrstöpsel baumeln an Kabeln, die direkt vom Bügel kommen und haben eine fixe Länge von 18 cm. Die kurze Länge hat einen großen Vorteil, denn dadurch können sich die beiden Ohrhörer nicht wirklich verknoten. Bei Kleidung mit Kragen wie z. B. ein Polohemd, kommt es vor, dass dieser am Kabel reibt und unangenehme Störgeräusche auf die Kopfhörer überträgt. Daher würde ich Oberteile mit Kragen lieber vermeiden oder den Nackenbügel über dem Kleidungsstück tragen, dann wird dieses Probleme nämlich umgangen. Bei einem Jackenkragen, bei dem man den Reißverschluss nicht komplett zumacht, kann es sein, dass man beim Kopf drehen sich einer der In-Ears verheddert und man sich somit eines der Ohrstücke aus dem Ohr „zieht“.

Die komplette Steuerung ist wie bereits erwähnt über die Bedienelemente am Halsbereich möglich. Dies mag zwar mit T-Shirt und Pullover noch gut gehen. Doch beim Tragen einer Jacke ist dies jedoch unpraktisch, da man den In-Ear normalerweise nicht über der Jacke trägt. Dadurch müsste man zum an die Bedienelemente kommen, die Jacke etwas öffnen, was einfach unbequem wäre. Zudem macht dies weniger Sinn, da wie bereits erwähnt der Kragen einer Jacke die Reibungen über das Kabel überträgt.

(Design: 4 von 5 Punkten)

Verarbeitung

Die Verarbeitung und Materialwahl stellt mich beim ATH-DSR5BT von Audio-Technica sehr zufrieden. Der Nackenbügel wurde mit einem weicheren Kunststoff versehen, welcher sich sehr angenehm anfühlt. Des Weiteren setzt das Aluminiumelement mit dem Audio-Technica Logo einen sehr schönen und auflockernden Akzent. 

Kritisierten, könnte ich lediglich die Drucktasten an der Linken inneren Seite. Diese haben zwar einen guten Druckpunkt, aber wenn man z. B. den Ohrhörer schüttelt, merkt man, dass diese etwas wackeln. Dies fällt auch auf, wenn man gegen die Tasten tippt. Diese drei Tasten sind alle drei miteinander verbunden und wackeln schon sehr umher, was für den Preis eigentlich nicht vorkommen sollte. Dies stört zwar nicht unbedingt, aber wenn man schon 399€ für einen In-Ear Ohrhörer bezahlt, möchte man eigentlich so was nicht unbedingt haben.

Loben kann ich wiederum das Gehäuse der In-Ears, denn dies wurde komplett aus Aluminium gefertigt und macht somit einen sehr schönen und hochwertigen Eindruck. Auf der Außenseite der Stöpsel prangt auch hier ein Audio-Technica Logo und als Knickschutz wurde das Kabel aus dem Ohrstöpsel knapp 10 mm verstärkt ausgeführt. 

Das Gewicht ist mit 63 g inklusive Ohrstöpsel (und Kabel) angenehm leicht sind. Beim Lade-Anschluss hätte man zum aktuellen USB-C Anschluss greifen können und nicht zum alten Micro-USB-Anschluss, doch zum neuen USB-C greifen aktuell leider immer noch nicht viele Hersteller. 

(Verarbeitung: 4 von 5 Punkten)

TEIL 2

bestehend aus „Funktion des Produktes“ entspricht 65% der Gesamtwertung

ArtIn-Ear-Ohrhörer
KategorieIn-Ear-Ohrhörer mit Bluetooth 4.2 aptX, aptX HD, ACC, SBC
Farbeschwarz
TrageartNackenbügel, Kabellänge 18cm
MaterialNackenbügel aus Kunststoff und teilweise Aluminium. Ohrhörer selbst komplett aus Aluminium.
Gewicht63 Gramm
TönerJeweils links und rechts Dual Treiber (9,8 mm und 8,8 mm)
Akkulaufzeitbis zu 8 Stunden; Ladezeit 3 Stunden.
Schalldruckpegel102 db/mW
Frequenzbereich5 Hz – 45 kHz
Lieferumfang1x Audio-Technica ATH-DSR5BT
4 paar Silikon Ohrtips Passstücke (XS, S, M, L)
Micro-USB-Ladekabel
Beschreibung
Transportetui

Tragekomfort

Zunächst einmal gehe ich direkt auf die In-Ears ein. Diese halten mit der Auswahl der richtigen Ohrtips sehr gut in den Ohren. Audio-Technica liefert diese in vier Größen XS, S, M und L mit. Ein paar davon ist bereits vormontiert und dies war auch genau das paar, welches ich benötigt habe. Mit diesen Ohrtips kann der AHT-DSR5BT perfekt den eigenen Ohren angepasst werden und dafür rate ich euch unbedingt genug Zeit zu nehmen. Denn bei In-Ears ist es extrem wichtig, dass diese richtig Sitzen. Ein zu kleiner Ohrtip sorgt dafür, dass dieser nicht isoliert und ständig herausfällt. Ist der Ohrtip zu groß gewählt, drückt dieser unter Umständen nicht nur, sondern sitzt nicht tief genug im Gehör und somit bekommt man ein falsches Klangbild. Auf einmal fehlt der Bass total usw. Daher unbedingt 5 oder 10 Minuten Zeit nehmen und die Ohrtips alle durchprobieren.

Nun zu der Ausführung eines In-Ear Ohrhörer mit Nackenbügel, denn diese hat entscheidende Vorteile. Zum einen lastet kaum Druck oder Zug auf den Ohren, da das Gewicht über den Nacken gleichmäßig verteilt wird. Zudem kann man jederzeit einen oder beide Ohrstöpsel herausziehen, loslassen und einfach baumeln lassen, ohne Angst zu haben, dass man den Ohrhörer verliert. Ein weiterer Vorteil ist der Platz für den Akku, denn dieser ist in den Bügelenden deutlich größer, als wenn dieser direkt in den Ohrhörern oder einer Fernbedienung integriert wäre. 

Die Bauform hat aber auch ihre Nachteile, denn zum einen ist nicht jeder Fan von den Nackenbügeln. Vor allem beim Sport nutzen viele lieber welche, die mit einem dünnen Kabel verbunden sind. Das trifft beim ATH-DSR5BT auch zu, denn für den Sport würde ich diesen nicht wirklich zu 100 % empfehlen. Beim Joggen würde das ganze vielleicht noch gehen, aber im Fitnessstudio würde der Nackenbügel bei einigen Übungen stören. Des Weiteren ist dieser Kopfhörer ein Schönwetter-Kopfhörer, da das Tragen mit beispielsweise einem dickeren Schal fast unmöglich wird.

(Tragekomfort: 4,5 von 5 Punkten)

Klang

Beim ATH-DSR5BT hat Audio-Technica gleich zwei Treiber pro Seite verbaut. Zum Einsatz kommen so genante Dual-Phase Push-Pull-Treiber, die auch das erste Mal in der CKR-In-Ear Ohrhörer-Serie zum Einsatz kamen. Die Dual Phase Push-Pull Treiber bestehen aus zwei gegenüber angeordneten, unterschiedlich große Treiber 9,8 mm und 8,8 mm, die jeweils in entgegengesetzter Richtung schwingen. Dafür werden die beiden Treiber phasengedreht angesteuert. So bewegt sich, während der eine Treiber Luft nach vorne schiebt (Push), der andere zurück (Pull). Dies soll zu einem deutlich lineareren Frequenzgang und zu weniger Verzerrungen führen. 

Audio-Technica hat des ATH-DSR5BT wie ich am Anfang des Testberichtes erwähnt habe mit der Pure Digital Technologie ausgestattet. Nun möchte ich kurz erklären, was es sich mit dieser auf sich hat. Bei herkömmlichen Kopfhörern kommen zum Großteil reine Digital/Analog-Wandler (D/A-Wandler) zum Einsatz, diese führen jedoch nicht selten zu Verzerrungen und zu einem schlechteren Klangbild. Durch den Einsatz eines zusätzlichen Trigence Semiconductor Dnote-Chipsets, wird dies reduziert. Denn die Audiodatei bzw. das Signal durchläuft vom Zuspielgerät bis zum Wiedergabegerät in diesem Fall der ATH-DSR5BT komplett einen digitalen Signalweg. Damit verspricht Audio-Technica einen kristallklaren, natürlichen und vor allem einen detailreichen Klang.

Des Weitern zeigen die technischen Daten des ATH-DSR5BT, dass dieser bei High-Res-Audiomaterial, Frequenzen von 5 Hz bis 45 kHZ wiedergeben kann. Die Impedanz liegt bei niedrigen 10 Ohm und der Schalldruckpegel bei 102 dB. Soviel zu den technischen Angaben, die sich zwar vielversprechend anhören, doch diese sagen nicht aus, ob der Ohrhörer auch gut klingt. Daher nun die Frage wie gut klingt der ATH-DSR5BT wirklich?

Wenn ich es in einem Wort Beschrieben soll, dann kann ich nur sagen: Großartig. Das Klangbild ist total ausgewogen, sodass man sofort nach dem ersten probehören den Unterschied zu günstigeren In-Ears hört und diese auf einmal total langweilig findet. Die Abstimmung ist hervorragend, kristallklare Höhen, eindringliche Mitten und druckvolle präzise Bässe. Dabei drängt sich weder der Bass, die Mitten oder die Höhen in den Vordergrund. Hier hat Audio-Technica sehr gute Arbeit geleistet, hier stimmt vom Klangbild einfach alles, selbst die Raumabbildung ist dank der Pure Digital-Technologie ausgesprochen räumlich und konnte mich mit einer guten Ortbarkeit der einzelnen Instrumente überzeugen.

Dank dem im ATH-DSR5BT verbauten Mikrofon, können wie bereits erwähnt auch Telefonate direkt über den Nackenbügel In-Ear Ohrhörer getätigt werden. Dies funktioniert soweit sehr gut, lediglich die Höhen gehen bei der Übertragung etwas unter, doch im Großen und Ganzen hat sich mein Gesprächspartner auf keinem Fall über Unverständlichkeit oder Störgeräusche beschwert.

(Klang: 5 von 5 Punkten)

Ausstattung

Akku

Laut den technischen Daten ist mit dem ATH-DSR5BT eine Akkulaufzeit von bis zu 8 Stunden möglich. Dies ist jetzt kein Spitzenwert, wenn man diese Laufzeit mit teilweise kleineren In-Ears vergleicht. Doch dies liegt daran, dass im ATH-DSR5BT pro Seite gleich zwei Treiber angetrieben werden müssen. Man hat eben durch die zwei Treiber je Ohrhörer ein hervorragendes Klangbild, aber darunter leidet eben die Akkulaufzeit. Doch meiner Meinung nach gehen die bis zu 8 Stunden in Ordnung, denn ich persönlich hätte kaum die Zeit 8 Stunden am Stück Musik zu hören.

Die Laufzeit eines Kopfhörers hängt verständlicherweise von der eingestellten Lautstärke ab, doch in meinem Test kam ich auf die von Audio-Technica angegeben Zeit sehr gut heran. Leider ist wiederum die Ladezeit von knapp 3 Stunden bei einer Laufzeit von 8 Stunden viel zu lange, dies machen andere Anbieter besser. Hier hätte man eventuell eine Schnellladefunktion integrieren können. 

Praktischerweise zeigt einem der ATH-DSR5BT anhand der drei Status LED´s die Restkapazität des Akkus ungefähr an. Ungefähr, da dies nicht auf den Prozent genau angezeigt wird, sondern ist größeren Prozent-Abschnitten. Leuchten z. B. alle 3 LED´s, dann ist der Akku noch zu 60 % bis 100 % voll. Leuchten dagegen nur noch 2 auf, dann sind es zwischen 30 % und 60 %. Sobald nur noch eine aufleuchtet, dann ist der Akkustand niedriger als 30 % und sollte eventuell bald aufgeladen werden.

Bluetooth

NFC für Android Smartphones ist leider nicht an Bord, daher muss man die Einrichtung der Bluetooth-Verbindung wie gewohnt über die Bluetooth-Einstellungen vornehmen. Dies ist jedoch sehr schnell erledigt und erfordert keine besonderen Kenntnisse. Beim ersten Einschalten befinden sich der ATH-DSR5BT wie eigentlich so ziemlich jeder Kopfhörer automatisch im Pairing-Modus. Ein schnelles Aufblinken der Status-LED´s von rechts nach links und dann wieder nach rechts bestätig, dass der ATH-DSR5BT sich nun im Pairing-Modus befindet. Nun nur noch in den Bluetooth-Einstellungen die In-Ears suchen und schon ist das ganze in knapp einer Minute verbunden.

In den Räumlichkeiten war die Reichweite mit zwei dickeren Beton-Wänden auf ca. 13 Metern begrenzt. Im freien Feld sind bis zu 20 Metern kein Problem. Dabei müsst ihr jedoch zu dem iPhone schauen und euch mit der rechten Seite des Nackenbügels zum iPhone befinden, denn in der rechten Seite im vorderen Bereich ist die Antenne verbaut. Sobald ich die Kopfhörer angeschaltet habe, hat sich dieser mit meinem iPhone automatisch verbunden.

Zubehör

Audio-Technica liefert bei dem ATH-DSR5BT mit einem praktischen und ausreichend großen Transportetui aus. Darin passt nicht nur der Nackenbügel Ohrhörer problemlos rein, sondern man kann zudem noch das kurze Ladekabel und sogar die Ohrtips darin verstauen. Das Etui besteht aus einem Neopren ähnliche Material und schützt den Ohrhörer sicher vor Kratzern und Beschädigungen. Im Lieferumfang befinden sich wie bereits erwähnt vier paar Silikon-Ohrstöpsel. Die wechselbaren Ohrstöpsel sind wichtig um den Kopfhörer für die eigenen Ohren anzupassen.

(Ausstattung 4 von 5 Punkten)

TEIL 3

bestehend aus „Preis/Leistung“ entspricht 10% der Gesamtwertung

Beschreibung

Audio-Technica wirbt die ATH-DSR5BT unter anderem mit einer kristallklaren drahtlosen Audioübertragung, dem Qualcomm aptX HD und einer Laufzeit von bis zu 8 Stunden an. Diesen Angeben kann ich auch soweit absolut zustimmen. Die Laufzeit von 8 Stunden konnte ich in meinem Test sehr gut erreichen und da der In-Ear Qualcomm aptX HD und Apples Codes AAC unterstützt ist die Übertragung ohne Störgeräusche und Verzerrungen wahrnehmbar. Zudem ist der Klang absolut überzeugend.

Preis/Leistung

Die UVP des ATH-DSR5BT von 399€ hört sich nach verdammt viel Geld an und einige fragt sich sicher wieso der Ohrhörer so teuer ist. Doch dazu kann ich nur sagen, der ATH-DSR5BT ist klanglich aktuell einer der besten In-Ear Ohrhörer auf dem Markt. Wenn man sich andere In-Ear Ohrhörer anschaut, die ebenfalls mit zwei Treibern pro Seite ausgestattet sind, dann liegen diese ebenfalls nah an diesem Preis. Zudem unterstützt der ATH-DSR5BT sämtliche Codecs, sodass man mit eigentlich allen aktuellen Geräte Musik in CD-Qualität wiedergeben kann.

Kritisieren kann ich lediglich die etwas lange Ladezeit von knapp 3 Stunden und die Tasten auf der linken Seite welche etwas zu viel Spiel haben und dadurch leicht klappern. Ohne diese Mängel wäre der Kopfhörer rundum prefekt.

testr Gesamtwertung

unter Berücksichtigung aller Teilwertungen

200

 Wir bedanken uns beim Hersteller für die Bereitstellung des Produktes. Zu unseren Grundsätzen

Beats Studio³ Wireless

Beats (Beats Electronics, LLC) ist ein US-amerikanischer Hersteller von Audiogeräten mit dem Sitz in Santa Monica (USA) und wurde im Jahre 2006 gegründet. Das Unternehmen stellt hauptsächlich Kopfhörer her unter der Eigenmarke Beats by Dr. Dre., benannt nach dem Gründer, dem Rapper Dr. Dre. 

Bekannt wurde die Marke Beats bereits im Gründungsjahr 2006, in dem der erste Prototyp eines Kopfhörers im Musikvideo von Eminems Lied „You Don´t Know“ zu sehen war. Auf den Markt kam der erste Kopfhörer, der Beats by Dr. Dre Studio jedoch erst im Jahr 2008. Beats wurde in den folgenden Jahren durch viel Marketing und dem auffliegt Design zu einer bekannten und beliebten Kopfhörer-Marke. Am 28. Mai 2014 kaufte Apple Inc. für 3,2 Milliarden Dollar Beats Electronics. 

Vor kurzer Zeit habe ich euch die Beats X in der Decade-Collection vorgestellt. Nun möchte ich euch neben dem Beats Solo 3 und den Powerbeats 3 die wir euch bereits vorgestellt haben noch die Beats Studio 3 genauer vorstellen. Dabei handelt es sich um einen Over-Ear Kopfhörer, welcher mit Apples W1-Chip, einer Schnellladefunktion und Pure ANC daher kommt. Doch kann der Beats Studio 3 im Test überzeugen und wie ist der Klang? Ich habe mir für euch den Beats Studio 3 in Schwarz näher angeschaut. Ob dieser im Alltagstest überzeugen können, das erfahrt Ihr in diesem Testbericht.

BEATS STUDIO³ WIRELESS

Zum Angebot bei

TEIL 1

Bestehend aus „Verpackung/Design/Verarbeitung“ entspricht 25% der Gesamtwertung

Verpackung

Die Verpackung des Beats Studio 3 kommt in einer rechteckigen Form daher. Bei der weißen bedruckten Hülle handelt es sich um eine Pappschachtel, in deren Inneren sich der stabile schwarze Hauptkarton befindet. Doch zuerst einmal schauen wir uns die Außenhülle genauer an.

Betrachtet man die Vorderseite der Hülle, sieht man zu allererst groß abgebildet die linke Seite des Beats Studio 3 Wireless und zwar in der Farbe, in den man sich diesen gekauft hat. Zudem steht der Name des Kopfhörers noch einmal unter der Abbildung und in dem kleinen roten Kasten oben links, ist in weißer Schrift zu lesen, dass dieser mit PURE ANC und einer Akkulaufzeit von bis zu 22 Stunden ausgestattet ist. Schauen wir uns direkt die linke Seite an, ist hier der Kopfhörer komplett betrachtet abgebildet und darüber kann man erneut den Namen Studio 3 Wireless lesen.

  Auf der linken Seite der Hülle, ist neben der Farbe des Beats Studio 3 Wireless noch ein Zitat von dem Gründer Dr. Dre zu lesen und anhand des „Made for iPhone, iPad, iPod“ Siegel, erkennt man sofort, dass die Beats vor allem für Apple Geräte gemacht sind und nur mit diesen Geräten alle Funktionen genutzt werden können.

Betrachtet man die Rückseite, zeigt diese nicht nur erneut einen Ausschnitt des Beats Studio 3 Wireless  und dessen Namen. Sondern auch im unteren Teil den im Lieferumfang enthaltenen Zubehör, dazu aber später mehr. Auf der Rückseite sind nämlich auch noch die wichtigsten technischen Daten des Beats Kopfhörer aufgelistet. So erfährt man hier nicht nur, dass dieser mit Bluetooth und einer Akkulaufzeit von bis zu 22 h ausgestattet ist, sondern auch, dass er PURE Adaptive Noise Cancelling, ein Mikrofon, Steuerung der Musik direkt am Kopfhörer und eine Schnellladefunktion besitzt. Diese ermöglicht es, dass der Beats Studio 3 Wireless nach nur 10 Minuten Ladezeit bereit ist, wieder für 3 h Musik wiederzugeben.

Entfernt man die Hülle von der eigentlichen stabilen Verpackung, sieht man auf dem Deckel der zweiteiligen mattschwarzen Verpackung ein schwarzes Beats Logo. Hebt man den Deckel des Kartons an, lädt Beats in schwarzen Lettern mit dem Text „CHANGE THE WAY YOU HEAR SOUND“, dazu ein die neuen Kopfhörer zu testen. Zieht man diesen Einleger an der roten Lasche heraus, kommt auch schon das hochwertige Transportetui zum Vorschein, in welchem sich auch der Beats Studio 3 Wireless befindet. 

Entnimmt man dies zusammen mit dem Karton, in dem es zentriert ist, kommt darunter eine kleine Mappe zum Vorschein. In dieser befinden sich die üblichen Papierbeilagen und ein Beats-Aufkleber. Direkt daneben ist das Klinkenkabel verstaut. Heben wir die Mappe welche mit dem roten Beats-Logo versehen ist an, findet man darunter noch das Micro-USB-Ladekabel und einen schwarzen Karabinerhaken, welchen man an dem Transportetui befestigen kann. Die Verpackung des Beats Studio 3 Wireless macht einen sehr hochwertigen Eindruck und zudem ist alles an seinem festen Platz verstaut. Hier merkt man sofort, dass Beats inzwischen zu Apple gehört. 

(Verpackung: 4 von 5 Punkten)

Design

eben der von mir getesteten mattschwarzen Variante gibt es den Studio 3 Wireless noch komplett in Weiß, Blau, Rot und Deviant Black-Red (Mischung aus Schwarz und Rot). Des Weiteren gibt es noch die neue Skyline Collection in vier Ausführungen und seid neustem die DJ Khaled Custom Edition.

 Durch sein komplett in Mattschwarz gehaltenes Design ist der Beats Studio 3 Wireless sehr schlicht und modern gehalten. Lediglich die beiden an den Außenseiten der Ohrmuscheln befindlichen „Beats“ Logos und die Enden, an denen sich die Klappenscharniere befinden, sind in Hochglanz gehalten. Dadurch fallen diese direkt ins Auge. Der mattschwarze Kunststoff harmoniert sehr gut mit dem matten Ziegenleder.

Ergänzung im Sinne der Transparenz: Den zum Testzeitpunkt uns vorliegenden Informationen waren dahingehend, dass echtes Leder verwendet wird. Leider wird und wurde das nirgends kommuniziert. Auf eine Besucheranfrage hin wurde mit Beats direkt Kontakt aufgekommen und Klarheit verschafft: Es handelt sich hierbei KEIN echtes Leder und kann somit auch von Veganerinnen und Veganern getragen werden. Das wir es tatsächlich als gutes Leder einstuften, spricht in diesem Sinne für die Qualität dieses Imitats.

Die Anschlüsse sowie Bedienelemente am Beats Studio 3 Wireless sind über beide Ohrmuschel verteilt untergebracht. An der rechten Ohrmuschel befindet sich nicht nur der Micro-USB-Anschluss, sondern auch der Ein-/Ausschaltknopf, der gleichzeitig auch dazu dient, das PURE ANC durch zweimaliges drücken Ein-/ oder auszuschalten. Des Weiteren befindet sich direkt unterhalb des Einschaltknopfes eine Akku-Anzeige, die beim Anschalten mit ihren 5 kleinen LED´s kurz anzeiget, wie voll der Akku noch ist. 

Die Linke Ohrmuschel ist auf dem ersten Blick nur mit einer Klinkenbuchse an der Unterseite ausgestattet, doch es gibt hier noch weitere Bedienelemente, welches+ man nicht sofort sieht. Den unter dem Beats-Logo versteckt sich eine Taste und auch der Ring darum, ist mit zwei Tasten versehen. Diese Steuerung möchte ich euch nun etwas genauer erklären, denn die Beats-Taste ist mit mehreren Funktionen versehen. 

Drückt man diese während der Wiedergabe einmal, dann wird die Musik pausiert und erneutes Drücken setzt diese wieder fort. Um zum nächsten Titel zu springen, drückt man einfach zweimal und um den Titel davor noch einmal wiederzugeben dreimal das b-Logo. Möchte man im aktuellen Titel vorspulen, genügt es, die Beats-Taste zweimal zu betätigen und diese dann gedrückt zu halten, bis man an den gewünschten Abschnitt im Lied gelangt ist. Das gleiche funktioniert auch durch dreimaliges drücken und halten beim Zurückspulen. Zu guter Letzt kann man durch das Drücken des Rings über dem Beats-Logo die Musiklautstärke erhöhen und darunter die Lautstärke absenken.

Weiterhin können eingehende Anrufe ebenfalls sehr bequem am Kopfhörer angenommen werden. Dazu einfach beim eingehenden Anruf auf die b-Taste drücken. Um einen eingehenden Anruf abzulehnen, genügt es, die Taste eine Sekunde gedrückt zu halten. Es ist auch möglich, den Anruf über den Kopfhörer zu beenden, um diesen auf das Smartphone zu verlegen, dazu einfach die b-Taste zweimal betätigen.

(Design: 4 von 5 Punkten)

Verarbeitung

Auf dem ersten Blick kann der Beats Studio 3 Wireless von seiner Verarbeitung überzeugen. Zwar besteht dessen Äußeres fast nur aus Kunststoff, doch dieses macht dank der matten Oberfläche einen hochwertigen Eindruck. Zu diesem hochwertigen Eindruck trägt auch dass metallverstärkte Kopfband, die 8-fache Bügelverstellung und das Gelenk zum Falten des Kopfhörers bei.Das die Kopfhörer aus Kunststoff gefertigt sind, hat vor und Nachteile. Zum einen ist der Beats Studio 3 Wireless mit einem Gewicht von 262 Gramm nicht zu schwer. Doch leider verkratzt Kunststoff schnell. Zwar hält sich dies durch die matte Oberfläche in grenzen, aber komplett vermeiden kann man diese nur schwer. Angst haben, dass dieser nach kurzer Zeit total verkratzt ist, muss man jedoch nicht, ich habe den Beats Studio 3 Wireless in meinem Rucksack teilweise mit und ohne Transportetui genutzt und man erkennt die Kratze nur bei genauem betrachten.

Die Beats Studio 3 Wireless setzen auf ein synthetisches Lederimitat, welches sich sehr „echt“ anfühlt. Dieses ist für ein angenehmes Tragegefühl mit Memory-Polsterung gefüttert. Die Dicke der Ohrpolster geht vollkommen in Ordnung, was mir jedoch nicht ganz so gut gefällt, ist der Innenraum für die Ohren. Dieser fällt nämlich nicht besonders groß aus. Des Weiteren kann ich nach gut 6 Wochen noch nicht sagen, wie gut das synthetische Leder der Ohrpolster ist. Dies wird sich erst nach längerer Nutzung zeigen, denn im Netz habe ich gelesen, dass sich manche wegen dem Ablösen eben jener beklagen. Beim Kopfband setzt man leider nicht auf  Kunstleder, sondern auf eine leicht gepolsterte Gummierung, welche jedoch ihren Zweck zufriedenstellend erfüllt.

Ärgerlich als aufgekauftes Unternehmen von Apple ist beim Beats Studio 3 jedoch auch der Verzicht auf einen USB-C oder Lightning-Anschluss. Denn somit muss ich neben dem Lightning und USB-C Kabel für meine Apple-Geräte nun auch noch ein Micro-USB-Kabel mit in den Rucksack packen. Dies hätte man eventuell mit einer neuen überarbeiteten Version ändern können.

(Verarbeitung: 3,5 von 5 Punkten)

TEIL 2

bestehend aus „Funktion des Produktes“ entspricht 65% der Gesamtwertung

Kopfhörer-ArtOver-Ear-Kopfhörer
KategorieOver-Ear-Kopfhörer mit Bluetooth und W1 Chip (für Apple Geräte)
FarbeMattschwarz (weitere Farben: Weiß, Blau, Rot und Deviant Black-Red; Skyline Collection)
Akkulaufzeitbis zu 22 Stunden (Fast-Fuel) Schnellladefunktion; 10 Minuten laden für 3 Stunden Wiedergabe
Gewicht 262 Gramm
MaterialKunststoff
TönerJeweils links und rechts ein Dynamikmembran (vermutlich 40 mm)
LieferumfangBeats Studio 3 Wireless
Micro-USB-Ladekabel
Transportetui
Klinke-Kabel inkl. Fernbedienung
Karabinerhaken
Beschreibungen (inkl-Aufkleber)
Technische Daten des Beats Studio 3 Wireless

Tragekomfort

Der Tragekomfort beim Beats Studio 3 ist ganz gut. Dazu tragt unter anderem die mit Memory-Schaum gepolsterte Ohrpolster bei. Beim Kopfband wurde zwar wie bereits erwähnt auf diese Polsterung durch Memory-Schaum verzichtet, aber der Kopfbügel, welcher komplett mit einer Gummipolsterung versehen ist, sorgt dennoch für ein gutes Tragegefühl. 

Der Innendurchmesser der Ohrpolster beträgt 5,5 cm x 4 cm (H x B). Meine Ohren sind ca. 6 cm hoch, passen aber gut in die Öffnung. Dennoch muss ich sagen, dass die Öffnung definitiv größer sein könnte, denn ich vermisse hier das luftige Gefühl, welches ich bei anderen Over-Ear Kopfhörern, die ich bereits getestet habe, hatte. So beginnt man vor allem im Sommer schnell unter dem Kopfhörer zu schwitzen, was jedoch ein allgemeines Problem von Over-Ear Kopfhörern ist. Nur beim Beats Studio 3 Wireless ist dies eben etwas schneller der Fall. 

Trotz, dass die Ohrmuscheln nicht drehbar sind, passen sich diese dank dem Kugelgelenk den verschiednen Kopfformen sehr gut an. Dieses Kugelgelenk lässt zwar nur eine minimale Anpassung zu, aber es dürfte wie bereits erwähnt für die meisten ausreichen. Der Kopfhörer verfügt über längenverstellbare Bügel, die sich gleichzeitig auf den Druck auswirken, der auf die Ohren einwirkt. Bei Menschen mit einem eher längeren Kopf ist der Anpressdruck daher höher als bei Menschen mit eher kleinem Kopf. Insgesamt gibt es 8 Stufen auf beiden Seiten.

(Tragekomfort: 3,5 von 5 Punkten)

Klang

Beats macht zu den verbauten Treibern des Studio 3 Wireless keine genauen Angaben. Ich vermute jedoch, dass hier wie bei eigentlich fast allen Mittelklasse-Kopfhörer jeweils links und rechts ein 40 mm Treiber verbaut ist. Ich habe den Klangtest in Kombination mit meinem Apple iPhone durchgeführt. Durch den Apple W1 Chip (Bluetooth Chip) soll der Klang beim Beats Studio 3 besonders gut sein. Auf den W1 Chip gehe ich unter „Koppeln und Reichweite“ genauer ein. Doch nun zuerst die Frage, wie ist der Klang des Beats Studio 3 Wireless?

Diejenigen unter euch, welche Beats bereits kennen und eventuell schon den ein oder anderen Kopfhörer probegehört haben wissen, dass Beats immer den Bassbereich etwas übertrieben angehoben hat. Scheinbar möchte Beats dieses Image der Bassdominanz loswerden. Denn im Vergleich zu den bisherigen Beats Studio Kopfhörern klingen die Beats Studio 3 Wireless wesentlich ausgeglichener.

Der Bass beim Studio 3 ist weiterhin kräftig, aber klingt auf keinem Fall übertrieben. So übertönt dieser nicht die tieferen Mitten, was für ein deutlich besseres Klangbild sorgt. Dies gilt jedoch nur für den mittleren und oberen Bassbereich, denn der Tiefenbass klingt leider etwas mager, wodurch es dem Beats Studio 3 etwas an Dynamik fehlt. Was mir beim Beats Studio 3 ebenfalls nicht so gut gefällt sind die mittleren Töne, diese werden zwar neutral wiedergegeben, doch diese werden von einem leichten Unterton belastet. Dabei handelt es sich um einen blechern klingenden Nebenton, der bei genauem Hören auffällt. Bei den Höhen gefällt mir der Beats Studio 3 wiederum, hier werden die Töne ausreichend klar und luftig wiedergeben, auch wenn diese noch etwas detailreicher sein könnten. Bei der räumlichen Darstellung gefällt mir der Beats Studio 3 wiederum ganz gut, hier kann er sehr überzeugen.

Das Telefonieren über den Beats Studio 3 funktioniert ganz gut, dank dem verbauten Mikrofon verstanden mich meine Gesprächspartner ohne Probleme. Aber auch ich konnte alles problemlos verstehen. Falls man jedoch in einer Umgebung ist, bei dem viele Leute unterwegs sind, rate ich durch zweimaliges Betätigen der „b“-Taste das Gespräch auf das Smartphone zu verlagern. Da ansonsten der Gesprächspartner von dem Lärm um einen herum gestört wird. Hier leistet in den meisten Fällen das Smartphone bessere Dienste, da das Mikro direkter zum Mund gerichtet ist. Beim Ansehen von Videos und Filmen konnte ich zudem keine Verzögerungen feststellen.

(Klang: 3,5 von 5 Punkten)

Ausstattung

Dank den sehr weichen Ohrpolstern und dem angenehmen Anpressdruckes, ist die Dämmung der Umgebungsgeräusche bereits ohne aktiviertes PURE ANC ganz gut. Aktiviert man jedoch das adaptive Noise-Cancelling, werden diese Umgebungsgeräusche noch einmal deutlich reduziert. Das von Beats (Apple) eigens entwickelte „Pure ANC“ konnte mich durchaus überzeugen.

Bei PURE ANC befinden sich kleine Mikrofone an der Innen- und Außenseite der Ohrmuscheln, mit denen die Störgeräusche aufgezeichnet werden und phasenversetzt eingespielt werden. Dies soll dafür sorgen, dass das PURE ANC deutlich zuverlässiger arbeitet als Herkömmliches ANC. Dies funktioniert ganz gut, es werden vor allem Frequenzen mit einem geringeren Frequenzband herausgefiltert. Dabei handelt es sich um tiefe Töne (Bass) und Mitten. Während meiner Zugfahrten hatte ich somit eine deutlich ruhigere Atmosphäre als ohne das aktivierte ANC. Aber auch im Flugzeug macht sich das PURE ANC positiv bemerkbar, hier hört man die tiefen und mittleren Töne der Triebwerke kaum noch.

Zubehör

Praktischerweise liefert Beats bei den Beats Studio 3 ein stabiles und sehr schönes Transportetui mit. Die Kopfhörer passen darin jedoch nur durch das Zusammenklappen herein. Die Größe des Etuis ist gut, doch es könnte minimal größer sein, denn durch das lange zusammengeklappte verstauen darin, haben die Poster eine leichte Druckstelle. Diese geht nämlich nicht komplett heraus, sondern bleibt minimal vorhanden.

Im Lieferumfang befinden sich wie bereits erwähnt noch das Micro-USB-Ladekabel, das Klinke-Kabel mit Fernbedienung und ein Karabinerhaken.

(Ausstattung: 4 von 5 Punkten)

Koppeln und Reichweite

Beats hat alle aktuelle Kopfhörer mit dem von Apple entwickelten W1 Chip versehen. Dadurch erfolgt das Koppeln mit allen aktuellen Apple Geräten auf denen iOS 10, macOS Sierra oder watchOS 3 läuft rasant schnell, wie man es von NFC für Android kennt. Zudem soll der W1 Chip für eine höhere Reichweite und einen geringeren Stromverbrauch sorgen. 

Als iOS-Device Benutzer reicht es, die eingeschalteten Kopfhörer in diesem Fall die Beats Studio 3 Wireless relativ nahe an das iPhone, iPad oder an die Apple Watch zu halten. Automatisch erscheint ein Fenster, welches die Kopfhörer anzeigt und man wird gefragt, ob man die Kopfhörer verbinden möchte. Sobald man nun auf „Verbinden“ tippt, sind die Kopfhörer mit dem iOS-Device gekoppelt. Das praktische hierbei ist, dass ihr die Kopfhörer nicht mit euren weiteren Apple Geräten koppeln müsst. Automatisch werden diese euch auch bei den anderen Geräten in den Bluetooth-Einstellungen angezeigt und ihr könnt innerhalb weniger Sekunden bei der Wiedergabe zwischen den einzelnen Geräten wechseln.

Wer von euch gerne die Beats Studio 3 Wireless kaufen möchte, aber kein iOS-Device besitzt, kann diese dennoch kaufen. Android Nutzer müssen jedoch wie herkömmlich über die Bluetooth-Einstellungen die Beats Studio 3 Wireless koppeln. Dies ist zwar nicht ganz so komfortabel wie mit dem W1 Chip, aber dennoch ist dies ebenfalls schnell erledigt. Dazu einfach den Ein-/Ausschaltknopf für 5 Sekunden gedrückt halten und schon sollte sich der Beats Studio 3 Wireless im Erkennungsmodus befinden, was durch das Blinken der Status-LED bestätigt wird. Nun wie gewohnt in die Bluetooth-Einstellungen eures Gerätes gehen und die Beats Studio 3 Wireless suchen, darauf klicken und schon koppeln sich beide Geräte miteinander.

Die Reichweite der Beats Studio 3 Wireless ist überraschend hoch. Apple gibt an einen Bluetooth-Chip der Klasse 1 verbaut zu haben und dies merkt man auch. Bisher hatte ich noch keinen Kopfhörer in meinem Test, der so eine große Bluetooth-Reichweite bieten konnte. In Räumlichkeiten mit zwei dickeren Beton-Wänden fing die Musik erst ab ca. 25 Metern an zu stocken. Dabei gibt es jedoch einen Unterschied. Wie ich nämlich feststellen konnte, befindet sich die Bluetooth-Antenne in der linken Ohrmuschel. Drehe ich die rechte Ohrmuschel in die Richtung zum iPhone, dann liegt die Reichweite gut 10 bis 12 Meter darunter. Mit der linken Seite zum iPhone zugewendet, ist die Reichweite deutlich höher. Im freien Feld sind bis zu 50 Metern kein Problem, natürlich nur, wenn man mit der linken Ohrmuschel zum iPhone blickt. Auch wenn es leider Unterschiede in der Reichweite gibt, die sehr stark von der richtig zum iPhone abhängig ist, dürfte die Reichweite über 10 Meter im Haus für die meisten völlig ausreichen sein. Sobald ich die Beats X eingeschaltet habe, haben sich diese automatisch mit dem zuletzt verbunden Gerät gekoppelt.

(Koppel und Reichweite: 5 von 5 Punkten)

Akku

Beats gibt beim Studio 3 eine Akkulaufzeit von bis zu 22 Stunden (mit Bluetooth und aktiviertem PURE ANC) an. Ohne aktiviertes PURE ANC beträgt die Laufzeit bis zu 40 Stunden. Diese angeben beziehen sich jedoch nur auf die Verwendung mit einem Apple-Device als Abspielgerät, da nur damit der stromsparenden W1 Chips genutzt wird.

Ich habe den Beats Studio 3 in meinem Testzeitraum eigentlich fast nur mit aktiviertem ANC betrieben. Die von Beats angegebenen 22 Stunden konnte in meinem Test leider nicht ganz erreichen. Ich kam auf knapp 20 Stunden bei 85 % der Lautstärke. Dies ist für mich aber dennoch eine sehr gute Laufzeit, auch wenn diese nicht ganz den versprochenen 22 Stunden entspricht. Nutzt man die Kopfhörer mit einem Android Gerät, liegt die Laufzeit bei gleicher Nutzung etwas niedriger. Hier schaffte der Beats Studio 3 knapp 18 Stunden.

Falls der Akku des Beats Studio 3 kurzfristig leer sein solle, kann dieser dank der Schnellladefunktion die von Beats „FastFuel“ genant wird innerhalb von 10 Minuten wieder für 3 Stunden Musikwiedergabe aufgeladen werden.

(Akku: 4,5 von 5 Punkten)

TEIL 3

bestehend aus „Preis/Leistung“ entspricht 10% der Gesamtwertung

Beschreibung

Beats wirbt die Beats Studio 3 Wireless mit den Sätzen: Hör die Musik. Nicht den Lärm, Langzeit-Wiedergabe und einer branchenführenden Bluetooth Qualität an. 

Ich kann diesen Aussagen auch soweit zustimmen. Die Akkulaufzeit ist zwar nicht ganz so lange, wie Beats angibt und vor allem ändert sich diese vom Abspielgerät (iOS oder Android abhängig) doch die Laufzeit kann sich dennoch absolut sehen lassen. Vor allem ist der Akku bereits nach 10 Minuten für weitere 3 Stunden Musikwiedergabe aufgeladen. Zudem ist der Akku in 90 Minuten komplett voll aufgeladen. Das PURE ANC arbeitet sehr zuverlässig und konnte im Test überzeugen. Zwar hat es bei Höhen seine schwächen, aber hier schneiden anderen ANC Kopfhörer auch nicht viel besser ab. Des Weiteren hat mir das Design, die Verarbeitung und die Haptik des Studio 3 Wireless  sehr gut gefallen. Die Bluetooth Reichweite hängt zwar von der Richtung, wie man zum Abspielgerät steht ab, doch mit einem Apple Gerät ist diese wirklich sehr hoch und gehört aktuell zu den mir bekannten Kopfhörern mit der größten Reichweite. Der verbaute W1 Chip sorgt für eine einfache Kopplung von Apple Geräten, was die Beats Studio 3 vor allem für Apple User interessant macht.

Preis/Leistung

Die UVP des Beats Studio 3 von 349,95€ (Aktuell je nach Farbe bereits für 250€ zu haben) ist etwas hoch angesetzt. Man bekommt hier zwar sehr schöne und gut verarbeitete Kopfhörer. Die zwar klanglich nicht zu den aller Besten Over-War Kopfhörern gehören. Aber dennoch nicht als schlecht einzustufen sind. Das PURE ANC ist zwar nicht ganz so gut wie beim Bose QC35, aber es filtert die meisten Störgeräusche aus der Umgebung heraus.

Die Beats Studio 3 eigenen sich sehr gut für Apple-User, da diese sich dank dem W1-Chip sehr schnell mit sämtlichen weiteren Apple-Devices verbinden. Des Weiteren dürfen diese von einer komfortablen Bedienung und einer längeren Laufzeit, sowie Bluetooth-Reichweite profitieren. Klanglich bekommt man für das Geld jedoch auf jeden Fall bessere Alternativen.

BEATS STUDIO³ WIRELESS

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 Wir bedanken uns beim Hersteller für die Bereitstellung des Produktes. Zu unseren Grundsätzen

Link zum Hersteller: https://www.beatsbydre.com

Canon PIXMA TS8250

Canon wurde im Jahr 1937 mit Sitz in Tokio, Japan gegründet. Gründer waren Yoshida Goro, Uchida Saburo und dem Arzt Takeshi Mitarai. Das ursprüngliche Zeil des Unternehmens war es, günstige Nachbauten von den damals technisch führenden Kleinbildkameras von Leica und Contax herzustellen. Nach der Übernahme des Herstellers Océ im Jahre 2009 brachten Canon und Océ das erste Digitaldrucksystem aus gemeinsamer Entwicklung – die imagePRESS-C7010VPS-Serie – auf den Markt. Durch die Produkt- und Marktanteile von Océ schloss Canon eine Lücke im Portfolio und konnte nun auch Hochleistungsdigitaldrucksysteme für den Produktionsdruck-Bereich anbieten.
Der Name Canon leitet sich übrigens von dem ersten Kameraprototypen „Kwanon“ ab, der auch Kannon genant wurde. Inzwischen ist Canon nicht nur der größte Kamerahersteller der Welt, sondern vertreibt auch zahlreiche weitere Produkte wie z. B. Camcorder, Ferngläser, Taschenrechner, Scanner, Drucker usw. 

Aus der Kategorie Drucker möchte ich euch heute ein neues Produkt vorstellen. Es handelt sich dabei um den Canon Pixma TS8250, ein Multifunktionsdrucker, der mit 6 separaten Tinten für beeindruckende Fotos ausgestattet ist. Doch kann der Drucker auch im Test überzeugen und wie gut ist der Fotodruck dank 2 zusätzlichen Tinten? Das erfahrt ihr in folgendem Testbericht.

CANON PIXMA TS8250

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TEIL 1

Bestehend aus „Verpackung/Design/Verarbeitung“ entspricht 25% der Gesamtwertung

Verpackung

Auf der Vorder- und Rückseite der Verpackung präsentiert Canon den Drucker von vorne und von oben betrachtet. Zudem wird einem hier mit dem Aufdruck gleich gezeigt, dass der Drucker hochwertige Bilder drucken kann und dies auch direkt vom Smartphone aus. Ebenfalls auf beiden Seiten werden einem die sechs verschiedenen Tintenpatronen inkl. Farbe angezeigt. Den Vorteil dieser zwei zusätzlichen Farbpatronen erkläre ich euch später unter dem Punkt „Drucken“ genauer. Betrachtet man noch einmal die Vorderseite, sieht man hier im unteren Bereich noch die wichtigsten Ausstattungsmerkmale des Pixma TS8250 aufgelistet. Zu diesen zählen unter anderem, das 10,8 cm Touch-Display, der SD-Speicherkarten-Slot an der Vorderseite, die Möglichkeit per Tablet oder Smartphone Aufträge an den Drucker zu senden und der Duplex-Druck. An der seitlichen roten Stirnseite ist alles noch mal in schriftlicher Form aufgelistet, so kann man hier nicht nur den Namen des Unternehmens und des Druckers lesen, sondern auch den Lieferumfang und die technischen Daten.  

Öffnet man die Verpackung des Canon Pixma TS8250 an der Oberseite, kommt direkt ein Karton zum Vorschein, in welchem die sechs Tintenpatronen verstaut sind. Dabei handelt es sich um die vier Standardfarben Schwarz, Magenta, Yellow, Cyan, sowie zwei zusätzliche Farben: Foto-Blau und ein weitere schwarze Farbe. Direkt zwischen dem Drucker befindet sich eine kleine Mappe, in dem die Bedienungsanleitung, Sicherheitshinweise, eine Treiber-CD und das Stromkabel untergebracht sind. Übrigens hat mir Canon die auf den Bildern ersichtlichen zusätzlichen original verpackten Patronen und das Fotopapier als Bonus dazugelegt, dies ist im Standard-Lieferumfang nicht mit dabei. Hat man den bisher aufgezählten Zubehör aus dem Karton entnommen, dann befindet sich zu guter Letzt nur noch der Drucker in der Verpackung. Dieser ist gut geschützt zwischen zwei Styropor-Hälften eingepasst und zusätzlich gegen Staub usw. ist er in einer Plastiktüte verpackt. Sämtliche bewegliche Teile des Druckers sind zudem mit Klebestreifen fixiert. Darauf sollte man besonders bei der Einrichtung achten, denn selbst im Inneren des Druckers befinden sich Klebestreifen.

(Verpackung: 4 von 5 Punkten)

Design

Der Canon Pixma TS8250 ist bis auf die zwei neben dem Papierauszug befindlichen Chrom-Elemente komplett in Schwarz gehalten. Der Multifunktionsdrucker ist mit seinen Abmessungen von 272 x 319 x 140 mm (B x T x H) relativ kompakt gehalten. Dies liegt unter anderem daran, dass dieser durch den fehlenden ADF (Automatic Document Feeder) deutlich flacher gebaut werden konnte. Beim ADF handelt es sich um den Automatischen Dokumenten Einzug für z. B. Dokumente, die man alle voll automatisch nach und nach durch den Scanner befördern möchte. Mit dem ADF würde das manuelle Wechseln der Dokumente entfallen. 

 Dank dem 10,8 cm großen Touch-Display konnte man auf sämtliche weitere Druckknöpfe bis auf den Ein-/Ausschaltknopf verzichten. Dadurch sieht der Pixma TS8250 sehr modern aus und macht einen schönen Eindruck. Die Oberseite ist glänzend/geriffelt und mit einem großen „PIXMA“ Schriftzug versehen, dies sieht sehr gut aus, ist aber ein Magnet für Fingerabdrücke. Wobei sich dies im Vergleich zu der Front aus schwarzen Hochglanz Kunststoff noch in Grenzen hält. Auf der Vorderseite ist es nämlich  kaum möglich, Fingerabdrücke zu vermeiden. Glücklicherweise muss man diese Front nur zum Ein- und Ausschalten und beim Zuklappen der Frontblende berühren. Auch die beiden Seiten sind komplett in Hochglanz gehalten. Lediglich die Rückseite ist beim Canon Pixma TS8250 matt, hier befindet sich an der linken Ecke der Anschluss für das Stromkabel und darüber der USB-Anschluss.

Aufgrund der sehr kompakten Bauweise befindet sich die Papierausgabe unter dem der Frontblende, in der das Touch-Touch-Display integriert ist. Dieses klappt jedoch durch die darunter befindliche Papierausgabe automatisch auf. Beim Ausschalten muss diese jedoch leider wieder manuell zugeklappt werden, hier fährt nämlich nur die Ausgabe wieder selbstständig ein. Papierzufuhr besitzt der Drucker gleich zwei mal, eine davon zum manuellen Ausziehen an der Vorderseite unter dem Bedienfeld und eine weitere an der Oberseite. Auf der Oberseite kann beispielsweise – anders als unten – Fotopapier (10 x 15 cm) eingelegt werden. Mit dem Pixma TS8250 können sogar CD´s und Fingernägel-Sticker bedruckt werden. Das Fach hierfür befindet sich unter der Druckausgabe.

(Design: 4 von 5 Punkten)

Verarbeitung

Der Canon Pixma TS8250 macht durchaus einen robusten Eindruck, alles sitzt an seinem Platz, nichts quietscht und alle Fächer und Deckel lassen sich leichtgängig in die vorgesehene Richtung bewegen. Dies gilt auch für die Elemente zum Schieben, die für das Anpassen des Papierformats dienen.

Zwei kleine Kritikpunkt habe ich jedoch, zum einen ist der Deckel der Scanner-Abdeckung so gelagert, dass dieser etwas wackelig wirkt. Des Weiteren wird die Front, an der sich auch das Display befindet, durch das mechanische ausfahren der Druckausgabe geöffnet. Das heißt, jedes Mal fährt diese hier dagegen, ob dies auf Dauer jedoch zu Problemen führt, kann ich leider nach knapp 1 Monat Testzeit nicht sagen.

(Verarbeitung: 3,5 von 5 Punkten)

TEIL 2

bestehend aus „Funktion des Produktes“ entspricht 65% der Gesamtwertung

Drucker-Art3-in-1 Multifunktionsdrucker
FarbeSchwarz
DrucktechnologieThermischer-Druckkopf
min. Tröpfchengröße2 Pikoliter
TintentechnologiePigmenttinte Schwarz und Farbstofftinten
Druckauflösung4.800 x 1.200 dpi
Abmessungen373 x 319 x 140 mm (Breite x Tiefe x Höhe)
KonnektivitätWi-Fi, USB, Bluetooth, Wi-Fi Direct, USB-Host
SchnittstellenCanon PRINT Inkjet/SELPHY App, Bluetooth, Message in PRINT App, Nail Sticker App, PIXMA Cloud Link. Canon Print Service Plugin (Android), Google Cloud Print, Apple AirPrint, Wi-Fi-Direct, Zugriffspunktmodus, PictBridge über WLAN, Speicherkartensteckplatz, Mopria (Android)
Lieferumfang1 x Canon Pixma TS8250
2 x Tintensetup mit 6-Tinten
1 x Stromkabel
1 x Software (CD)
1 x Kurzanleitungen und andere Dokumentationen
Technische Daten des Canon Pixma TS8250

Funktionen & Einrichtung

Nachdem man den Canon Pixma TS8250 aufgestellt und mit dem Stromnetz verbunden hat, kann man diesen Einschalten. Beim ersten Einschalten wird man Schritt-für-Schritt durch die Einrichtung am Display des Druckers geführt. Sobald man dazu aufgefordert wird, kann man die Tintenpatronen auspacken und in die den Tinten-Halter einsetzten. Neben den vier üblichen Tintenpatronen (Schwarz, Cayan, Yellow, Magenta) besitzt der Canon Pixma TS8250 zusätzlich noch zwei weitere Patronen, einmal Pigment-Schwarz und Foto-Blau. Die zusätzlich blaue Tinte soll vor allem bei Foto-Ausdrucken mit Himmel- und Wassermotiven für mehr Details und kräftigere Farben sorgen. Die zusätzliche Pigment-schwarze Farbe für klare und somit lesbare Textdrucke. 

Bei den normalen Tinten und dem Foto-Blau, handelt es sich um Dye-Tinte und bei der zusätzliche Schwarzen Patrone um Pigment-Tinte. Auf die Unterschiede dieser Tintenarten gehe ich unter Drucken noch etwas genauer ein. 

Der jeweilige Platz in welchen die jeweilige Tinte kommt, ist mit einer Farbe und deren Kürzeln beschriftet. Beim richtigen Einsetzen jeder Tinte ertönt nicht nur ein kurzer Ton, sondern am Display wird angezeigt, welche der Tinten bereits eingesetzt wurde. Nach Einsätzen der sechs Tintenpatronen geht es an die Installation des Druckers. Beim Canon Pixma TS8250 kann man nicht nur via USB (kabelgebunden) drucken, sondern auch komfortable via WLAN (kabellos). Ich bevorzuge WLAN, da ich dadurch die Druckeraufträge, von allen Geräten, egal ob iPhone, iPad oder Macbook ganz bequem drucken kann. Natürlich ist das kabellose Drucken nicht nur via Apple Geräte möglich, sondern auch mit Windows und Android Devices.

Zudem bietet der Hersteller auch die kostenlose App „Canon Print“ zum Download an, über welches sich das Gerät von jedem beliebigen Standort aktivieren und bedienen lässt.

Canon PRINT
Preis: Kostenlos
Canon PRINT
Preis: Kostenlos

(Funktionen & Einrichtung: 4,5 von 5 Punkten)

Drucken – Kopieren – Scannen

Drucken

Bei Tintenstrahldruckern kommen zwei Arten von Tintenpatronen zum Einsatz. Manche Hersteller setzen auf die soggenante wasserbasierte Dye-Tinte und manche auf Pigment-Tinte. Doch was ist der Unterschied? Diesen möchte ich euch kurz erklären und deren Vor- und Nachteile nenne. Bei Dye-Tinte färben die Farbstoffe die Tintenflüssigkeit ein. Vorteile sind hier: Das damit sehr gute Fotodrucke gelingen. Die Farben sind sehr satt und kräftig. Nachteil ist hier jedoch: Die Tinte ist nicht wasserfest. Möchte man z. B. Texte im Ausdruck mit dem Textmarker markieren verwischt die Farbe schnell. Bei Pigment-Tinte schweben die Farbpigmente auf der Tintenflüssigkeit. Diese setzen sich beim Drucken auf der Oberfläche des Papiers ab und ziehen nicht wie die Dye-Tinte ins Papier ein. Vorteile sind hier: Das diese nicht nur kaum verschmieren, sondern auch ein schärferes Druckbild ermöglichen, was besonders bei Textdrucken von Vorteil ist. Nachteil ist hier jedoch: Die Farben sind nicht so kräftig und etwas an brillant fehlt. Beim Drucken von Texten wird auf Pigment-Schwarz zurückgegriffen und bei Farbe nutz der Pixma TS8250 farbstoffbasierte Tinte (Dye-Tinte). Durch das Pigment-Schwarz werden reine Textdrucke sehr scharf ausgedruckt ohne dabei eine übertriebene Deckung des Papiers vorzuweisen und können somit mit einer sehr guten Lesbarkeit überzeugen. 

Für Fototestdrucke habe ich Canon GLOSSY II Fotopapier (10 x 15 cm) gekauft. Mit der Standard-Auflösung bekommt man bereits sehr ordentliche Ergebnisse. Die Farben des Canon Pixma TS8250 sehen harmonisch und ausgeglichen aus. Die zusätzliche Foto-Blau Tinte bringt vor allem einen Vorteil bei Foto-Drucken mit viel Blauanteil. Hier ist gegenüber einem herkömmlichen 4-Patronen Drucker ein deutlicher Unterschied zu sehen. Der Pixma TS8250 bekommt hier deutlich natürlichere Blautöne durch eine feinere Abstufung hin und auch der Kontrast kann hier voll und ganz überzeugen. Ist jedoch der Blauanteil geringer, geht dieser Vorteil so gut wie verloren. 

Der Canon Pixma TS8250 verfügt praktischerweise über eine integrierte Duplexeinheit was mir gut gefällt. Somit muss man das Papier nicht manuell wenden, wenn man dieses auch auf der Rückseite bedrucken möchte. Doch hier gibt es ein Nachteil, denn für zwei Seiten s/w Textdruck benötigt der Drucker knapp 29 Sekunden, was noch in Ordnung geht. Druckt man jedoch die beiden Textseiten als Duplex (Vorder- und Rückseite bedruckt) dann dauert das ganze 57 Sekunden. Hier pausiert der Pixma TS8250 sehr lange, bis er das Papier wieder einzieht, um die Rückseite zu bedrucken, dies ist einfach zu lange. Die Einstellungen habe ich bei den Testdrucken nicht verändert, sondern wie es die meisten von euch machen bei den Standardwerten gelassen. Bei einem Duplex-Farbdruck mit Text betrug die Zeit knapp 49 Sekunden. Am Canon Pixma TS8250 gibt es gleich zwei Papierzuführungen, welche mit je maximal 100 Blatt Normalpapier gefüllt werden können. Über den hintern Einzug kann der Multifunktionsdrucker zudem max. 20 Blatt Fotopapier fassen. Sehr praktisch ist, dass vor einem Druck das Papierausgabefach automatisch ausfährt und das Bedienpanel sich circa 45° nach oben aufklappt. Beim Ausschalten fährt allerdings nur das Papierausgabefach wieder zurück. Das Bedienpanel muss manuell wieder runtergedrückt werden. Zudem gibt es einen CD-Druckfunktion die auch mit Nagel-Sticker-Vorlagen bestückt werden kann, um diese mit dem Pixma TS8250 zu bedrucken. Hierfür gibt es eine spezielle App mit dem Namen „ YouCam Nails“ mit der die Nagelsticker gestaltet werden können.

Verbrauch und Folgekosten des Canon Pixma TS8250

Die Tintenpatronen für den Drucker gibt es in drei Größen. Die Pigement-Tinte für Textschwarz mit einer Reichweite von 200 Seiten beinhaltet 11,2 ml Tinte und kostet knapp 13 EUR. Wer sich für die XL Pigment-Schwarz Patrone entscheidet, muss bis zu 17€ für 18,5 ml (400 Seiten) und für die XXL bei 25,7 ml bis zu 24€ (600) zahlen. Die 4 weiteren Tinten (Cyan, Magenta, Gelb und Foto-Schwarz) beinhalten 5,6 ml, haben eine Reichweite von ca. 250 Seiten und kosten 12 EUR. Für die XL Farbtinten werden 16€ (500 Seiten) fällig, hier sind jedoch 8,3 ml enthalten und bei den XXL sind es 23€ für 11,7 ml (140 Seiten). Die Tinten Schwarz und das Fotoblau werden nur bei Fotos genutzt und daher ist deren Reichweite höher. So liegt diese laut Canon bei der Schwarzen je nach Tintengröße bei 750 bis 4590 Seiten und bei Fotoblau sind es 1.660 bis 9.140 Seiten.

Scannen

Die Scanqualität des Canon Pixma TS8250 liefert guter Ergebnisse und geht für den Alltag in Ordnung. Scans dauern maximal 7 bis 15 Sekunden und weisen eine gute Auflösung auf. Jedoch ist die Tiefenschärfe etwas schwach und die blauen, sowie roten Farbtöne sind etwas blasser wie beim Original. Zudem ist mir aufgefallen, dass der Scanner A4-Kopien am Rand im unteren Bereich etwas stärker abschneidet.

Kopieren

Das Kopieren ist naturgemäß etwas langsamer als der Scanvorgang, da hier zusätzlich noch das Dokument ausgedruckt werden muss. Die Wartezeit hält sich aber sehr im Rahmen und beläuft sich für eine Kopie bei 15 bis 20 Sekunden, je nachdem ob in s/w oder in Farbe kopiert wird. Die Kopien sehen in Sache Farbe und Schwarz dem Original sehr ähnlich. Hier gefällt mir die Qualität sehr gut. Lediglich in helleren Tönen wie etwa bei pink, rosa, lila usw. wandeln sich die Farben bei der Kopie in einen leichten Grauton um.

(Drucken – Scannen – Kopieren: 3,5 von 5 Punkten)

TEIL 3

bestehend aus „Preis/Leistung“ entspricht 10% der Gesamtwertung

Beschreibung

Canon wirbt den Pixma TS8250 unter anderem mit den Sätzen, dass damit Fotodrucke wie aus dem Fotolabor gelingen sollen, der Drucker vielfältige Anschlussmöglichkeiten bietet und Drucken per Sprachsteuerung möglich sei.

Die Fotodrucke gefallen wir bei dem richtigen Fotopapier wie z. B. dem Canon Plus Glossy II im Format 10 x 15 cm ganz gut. Die Farben sind jedoch leider etwas schwächer, was man gut an dem Beispielbild unter dem Punkt Drucken genauer sieht und auch die Schärfe geht etwas verloren. Daher kann ich dem Satz Fotodrucke wie aus dem Fotolabor nicht zu 100 % zustimmen, auch wenn ich die Bilder definitiv nicht als schlecht bezeichnen kann. Die Anschlüsse des Druckers sind, wie Canon angibt sehr vielfältig, neben dem Standard-Druck via USB und WLAN, kann man beim Pixma TS8250 auch per PIXMA Cloud Link, AirPrint (iOS), Morpia (Android) und direkt von der SD-Speicherkarte drucken.

Sofern man Amazon Alexa Zuhause nutzt, kann man den Multifunktionsdrucker auch in das Smart Home integrieren. Damit kann man Alexa Befehle geben, dass diese z.B Ausmalblätter ausdrucken soll oder einen die Tintenstände mitteilt.

Preis/Leistung

Mit einem UVP von 179,00€ ist der Canon Pixma TS8250 gemessen an seiner Ausstattung preislich nicht sehr teurer. Daher eignet sich der Drucker für all diejenigen, die hauptsächlich Rezepte oder andere Dinge aus dem Internet ausdrucken. Aber gerne mal ihre mit dem Smartphone aufgenommenen Bilder in relativ guter Qualität ausdrucken möchten.

Man sollte jedoch beachten, dass der Drucker zwar im Einkauf relativ günstig ist, jedoch die Folgekosten aufgrund der etwas teuren Tintenpatronen höher ausfallen. Ärgerlich finde ich vor allem die lange Wartezeit beim Duplexdruck, bis das Dokument nach dem Druck wieder eingezogen wird. Hier vergehen knapp 20 bis 25 Sekunden. Da schneiden einige andere Hersteller einfach besser ab.

CANON PIXMA TS8250

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unter Berücksichtigung aller Teilwertungen

 Wir bedanken uns beim Hersteller für die Bereitstellung des Produktes. Zu unseren Grundsätzen

Link zum Hersteller: https://www.canon.at

Marshall Minor II

Das englische Unternehmen Marshall wurde 1962 in London unter dem Namen Marshall Amplification PLc. von dem Schlagzeugladenbesitzer und Schlagzeuger Jim Marshall gegründet. Der Sitz des Unternehmens ist in Bletchley, Milton Keynes, Buckinghamshire. Bekannt wurde das Unternehmen vor allem durch seine Bass- und Gitarrenverstärker. Diese kommen bis auf wenige Sonderanfertigungen alle in einem schwarz-weißen Design mit den markanten Messingbedienpaneelen und dem großen weißen „Marshall“ Schriftzug.

Seit 2010 produziert Marshall Headphones Kopfhörer und Lautsprecher im typischen Look der Verstärker. Marshall Headphones gehört zu dem schwedischen Unternehmen Zoundindustries und hat von dem Unternehmen Marshall Amplification die Lizenz bekommen, den Markennamen „Marshall“  für diese Produkte zu verwenden.

Vor Kurzem habe ich euch den Marshall Mid A.N.C einen On-Ear Bluetooth Kopfhörer mit ANC vorgestellt. Nun möchte ich euch einen weiteren erst vor wenigen Wochen vorgestellten Kopfhörer aus dem Hause Marshall vorstellen. Es handelt sich dabei um den Bluetooth In-Ear Ohrhörer Marshall Minor II. Neben Änderungen im Design und Tragekomfort unterstützt der Marshall Minor II nun Bluetooth 5 und erstmals aptX. Doch wie gut ist der neue Tragekomfort, ist diese Schlaufe auf Dauer bequem und wie kann der Marshall Minor II vom Klang überzeugen? Das erfahrt ihr in diesem Testbericht.

MARSHALL MINOR II

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TEIL 1

Bestehend aus „Verpackung/Design/Verarbeitung“ entspricht 25% der Gesamtwertung

Verpackung

Die schwarze Verpackung, in welche sich der Marshall Minor II befindet, ist in eine weitere stabile Hülle geschoben, welche mit einigen technische Daten, sowie Informationen über den Ohrhörer bedruckt ist.

Auf der Vorderseite ist der komplett dargestellte Marshall Minor II Bluetooth In-Ear Ohrhörer abgebildet. Darüber kann man neben dem Namen des Unternehmens auch den des In-Ear Orhörer lesen. Des Weiteren erfährt man hier, das dieser einer Akkulaufzeit von 12 Stunden bieten soll. Die Rückseite zeigt uns sechs besondere Funktionen des Marshall Minor II Bluetooth. So erfährt man hier z. B. neben der bereits erwähnten Akkulaufzeit von 12 Stunden, dass dieser Bluetooth aptX unterstützt, eine Magnetzusammenführung besitzt und mit einem Ear-Fit System ausgestattet ist. Zudem ist im unteren Drittel das Frequenzband des In-Ear Ohrhörer abgebildet. 

Betrachtet man die rechte Seite der Verpackung, kann man hier neben den wichtigsten technischen Daten (Wiedergabe-Frequenz, Impedanz usw.) auch eine Liste, des Lieferumfangs sehen. Über dieselben Infos wird man auch auf der linken Seite informiert, hier jedoch nur in Textform und in mehreren Sprachen, darunter auch in Deutsch.

Ziehen wir die schwarze Hauptverpackung aus der Hülle heraus, kommt direkt der Marshall Minor II  Bluetooth zum Vorschein, welcher an einer dünnen Kartonage fixiert ist. Hebt man diese Fixierung samt In-Ear Ohrhörer heraus, befindet sich auf der Rückseite der Kartonage noch das Micro-USB Ladekabel. Zu guter Letzt sind unter der dünnen Kartonage noch eine Kurzanleitung, rechtliche Hinweise und Sicherheitsinformationen verstaut. Verschieden große Ohrtips um den In-Ear Ohrhörer den eigenen Ohren anzupassen, befinden sich nicht im Lieferumfang. Die Ergonomische-Form der fest montierten Ohrtips soll nämlich ähnlich wie bei Apple AirPods bei fast allen Ohren passen.

(Verpackung: 3,5 von 5 Punkten)

Design

Die Marshall Minor II kommen im klassischen Marshall Design daher. So besitzen diese ein typisches schwarzes Design mit einigen Messingfarbenden Elementen wie dem Multifunktionsknopf und das Marshall „M“ auf der Außenseite der Ohrhörer. Dieses Design erinnert sehr an die bekannten Marshall Gitarrenverstärker, für die Marshall bekannt war.

Beim Marshall Minor II handelt es sich um die mittlerweile typischen Bluetooth In-Ear Ohrhörer, bei denen die Musik zwar kabellos übertragen wird, jedoch sind beide In-Ear Ohrhörer mit einem 2 mm dünnen Kabel verbunden. Zwischen dem ca. 52 cm langen Verbindungskabel befindet sich eine 40 mm x 9 mm (L x) große 1-Tasten-Fernbedienung. Diese ist mit dem von Marschall bekannten messingfarbenen Multifunktionsknopf ausgestattet, welcher auch im Marshall Mid A.N.C. verbaut ist, zu dessen Steuerung gehe ich später genauer ein. Direkt unterhalb des Knopfes ist etwas vertieft in einem weißen Schriftzug Marshall zu lesen. Zudem befindet sich an der Seite der Micro-USB Ladeanschluss um den Akku wieder voll aufzuladen und eine kleine fast unsichtbare Status-LED, sowie auf der rechten Seite eine kaum erkennbares Mikrofon. Die kleine Fernbedienung befindet sich ca. 6 cm unterhalb vom rechten Ohrhörer und beim Tragen etwa auf der nähe des Endes vom Kieferknochen.

So nun gehe ich auf die Steuerung mit der Ein-Tasten-Fernbdienung genauer ein. Durch das Drücken und 3-sekündige Halten des Multifunktionsknopfes, wird der In-Ear Ohrhörer eingeschaltet, dies wird, bestätig von einem kurzen Gitarrensound. Ein erneutes Drücken und halten schaltet den Ohrhörer wieder aus. Möchte man die Minor II das erste Mal mit dem Smartphone oder einem anderen Gerät koppeln, dann muss man den Knopf nach dem Einschalten noch etwas länger gedruckt halten, bis ein weiterer Ton ertönt. Betätigt man bei Musikwiedergabe den Multifunktionsknopf, dann wird die Musik angehalten und ein erneutes betätigen setzt die Wiedergabe wieder fort.

Durch das Drücken des Knopfes nach rechts gelangt man zum nächsten Titel und nach links einen Titel Zurück. Hält man den Multifunktionsknopf in der Richtung z. B. nach rechts gedrückt, wird der Titel vorgespult, bis man diesen wieder loslässt. Zu guter Letzt kann man natürlich auch die lautstärker der Musik direkt über den In-Ear Ohrhörer steuern, dazu einfach die Multifunktionstaste nach oben für lauter, oder nach unten für leiser drücken. Sollte ein Anruf während der Musikwiedergabe eingehen, wird die Musik pausiert und ihr könnt den Anruf durch einmaliges drücken annehmen oder durch zweimaliges betätigen ablehnen. Ebenso kann Siri durch Zweimaliges drücken aktiviert werden. 

Wie ich bereits erwähnt habe, sind die beiden Öhrstöpsel mit einem ca. 52 cm langen Kabel miteinander verbunden. Die Kabellänge ist gut bemessen, sodass weder beim Tragen eines T-Shirts und auch im Winter mit einem Pullover und Jacke die Kabellänge Probleme macht. Praktisch ist auch die Schlaufe an den In-Ears, bei dem es sich um das Verbindungskabel handelt. Diese kann einfach verändert werden und sorgt für einen festeren halt, dazu aber unter Tragekomfort mehr. Bei Nichtgebrauch kann man die beiden Ohrstöpsel einfach baumeln lassen ohne sich sorgen zu machen, dass die Ohrhörer herunterfallen. Durch die an der In-Ear Außenseite angebrachten Magnete, verbinden sich diese beim Baumeln praktischerweise zu einer Kette.

(Design: 4 von 5 Punkten)

Verarbeitung

An der Verarbeitung der Marshall Minor II konnte ich keine Mängel feststellen. Das Gehäuse der In-Ears und der Fernbedienung besteht aus mattschwarzen Kunststoff und macht einen stabilen Eindruck. Hier knackst oder quietscht beim Drücken nichts. Der messingfarbene Multifunktionsknopf und die ebenfalls gleichfarbigen Außenseiten der In-Ears, welche mit einem „M“ für Marshall versehen sind, verleihen dem Minor II den typischen Marshall Kopfhörer Lock. Das Ganze wird noch durch den Marshall Schriftzug auf der Fernbedienung und den seitlichen Riffelungen abgerundet. 

Das 2 mm dünne Kabel, welches die Kopfhörer miteinander verbindet, macht einen sehr stabilen sowie bruchsicheren Eindruck. Leider liefert Marshall kein Transportetui mit, was zwar bei In-Ears nicht immer erforderlich ist, aber da ich meine In-Ears öfters im Rucksack mit vielen weiteren dingen verstau, wäre ein Etui sinnvoll, denn so werden diese besser. Zudem handelt es sich beim Ladenschluss um einen alten Micro-USB-Anschluss, bei Kopfhörern würde ich mir so langsam wünschen, dass man endlich auch hier standardmäßig USB-C verbaut. Doch dies machen aktuell nur sehr wenige Hersteller. 

(Verarbeitung: 4 von 5 Punkten)

TEIL 2

bestehend aus „Funktion des Produktes“ entspricht 65% der Gesamtwertung

Kopfhörer-ArtIn-Ear-Ohrhörer
KategorieIn-Ear-Ohrhörer mit Bluetooth
FarbeSchwarz (weitere Farben: Braun und weiß)
AkkulaufzeitAkkulaufzeit bis zu 12 Stunden
Gewicht 22 Gramm
MaterialKunststoff
TreiberJeweils links und rechts ein 14,2-mm Treiber
Bluetooth5.0 ; aptX (Cd-Klangqualität für Android Smartphones)
Frequenzgang20 – 20.000 Hz
Lieferumfang1x Marshall Minor II
1x Micro-USB-Ladekabel
Bedienungsanleitung und Sicherheitsinformationen
Technische Daten des Marshall Minor II Bluetooth

Tragekomfort

Die gut bemessen Kabellänge des Marshall Minor II lässt zu, dass man diesen sowohl nach vorne vor dem Hals, als auch um den Nacken tragen kann. Ich persönlich bevorzuge die letzt genante Variante, da man beim abnehmen der Ohrhörer diese einfach ohne Gefahr baumeln lassen kann. Zudem verbinden sich beide In-Ears dank dem in der Rückseite verbauten Magneten automatisch zu einer Kette, wodurch man diese selbst bei hektischen Bewegungen nur schwer verliert. Praktischerweise wird beim Verbinden der beiden Ohrhörer auch automatisch die Musik pausiert. 

Das geringe Gewicht von 22 Gramm erreicht Marshall beim Minor II Bluetooth durch den Einsatz von Kunststoff. Dieser macht jedoch wie bereits erwähnt einen hochwertigen und soliden Eindruck. Beim Umlegen der In-Ear um den Nacken fallen diese durch ihr geringes Gewicht kaum auf. Bei dem neuen Minor II setzt Marshall nicht wie viele andere Hersteller auf verschiedene Ohrtips und zusätzlich Sporteinsätze, die für einen zusätzlich sichereren halt sorgen sollen, sondern auf eine andere Art. Marshall setzt auf ergonomischen Ohrtips, die fest verbaut sind und somit nicht ausgewechselt werden können. Für den sicheren halt auch bei sportlichen Aktivitäten sorgt eine Schlaufe am oberen Bereich der beiden Ohrhörer. Bei dieser Schlaufe handelt es sich um das eigentliche Verbindungskabel der beiden Ohrhörer. Das Kabel wird nämlich durch das Gehäuse der In-Ear´s geführt und macht einen Bogen wieder ins innere der Ohrhörer zurück. Dieser dort verlaufende Bogen kann individuell angepasst werden (größere oder kleinere Schlaufe bzw. komplett reduziert werden) und trägt somit sehr zu dem sicheren Halt bei.

Dadurch halten die In-Ear auch beim Hecktischen hin und her schütteln des Kopfes oder bei sportlichen Aktivitäten hervorragend in den Ohren. Leider bin ich jedoch mit dem Tragegefühl nicht zufrieden, anfangs dachte ich, daran muss ich mich erst noch gewöhnen, da dies meine ersten In-Ears mit dieser Schlaufe sind. Doch dem war nicht so. Mit den verscheiden großen Silikon-Ohtips die bei vielen In-Ears im Lieferumfang dabei sind, ist das Tragegefühl meiner Meinung nach einfach deutlich angenehmer. Ohne Schlaufe gefällt mir das Ganze zwar etwas besser, aber dadurch halten sie nicht mehr ganz so gut in den Ohren. Zudem hat mich die Isolierung der Umgebungsgeräusche der In-Ears sehr enttäuscht. Darauf gehe ich gleich im Punkt Klang noch etwas genauer ein. 

(Tragekomfort: 3 von 5 Punkten)

Klang

Marshall hat den neuen Minor II In-Ear-Ohrhörer mit Bluetooth 5 und der aptX-Technologie ausgestattet. Dies soll eine deutlich höhere Musikübertragungsqualität ermöglichen. Da aptX jedoch nur von Android Smartphones unterstützt wird, haben Apple-User hier das nachsehen, denn der von Apple unterstützte Codec-AAC wird nicht unterstützt.

Bevor ich nun auf das Klangbild genauer eingehe, möchte ich noch das Thema mit der Isolierung der Umgebungsgeräusche ansprechen. Die Minor II sind ohne ANC ausgestattet, was eigentlich bei dieser Preisklasse auch gar nicht allzu schlimm wäre. Denn eigentlich Isolieren die unterschiedlich großen Ohrtips schon deutlich die Umgebungsgeräusche. Da diese jedoch beim Marshall Minor II Bluetooth weder aus weichem Silikon sind und noch dazu nicht auswechselbar sind, werden die Umgebungsgeräusche quasi null reduziert. Dies bedeutet, dass man erst bei hoher Lautstärke die Umgebungsgeräusche übertönt. Da aber nicht jeder auf hoher Lautstärke Musik hören möchte, ist dies nicht optimal gelöst. Hier hätte man sich eventuell für eine klassische Ausführung mit anpassbaren Ohrtips entschieden sollen, denn diese würden auch für einen etwas besseren Tragekomfort sorgen. 

Doch nun zum wichtigen Thema bei Kopfhörern, dem Klangbild. Die Frequenzen gibt Marshall mit dem Standard-Frequenzganz von 20 – 20-000 Hz an. Dies ist im Normalfall auch vollkommen ausreichend, denn dies ist das Frequenzband, welches die meisten Menschen hören können. Die beiden speziell abgestimmten 14,2 mm Treiber sollen laut Marshall für saubere Höhen, knackige Mitteltönen und einem ausgewogenen Bass sorgen. Doch wie sieht dies im Test aus?

Die tieferen Töne also der Bass wird typisch für Marshall etwas mehr betont, jedoch nicht so sehr, dass dieser die unteren Mitten total übertönt. Der Bass wird präzise wiedergegeben und klingt sehr sauber und kann durch die druckvolle Wiedergabe überzeugen. Die Mitten sind in Ordnung, aber man erkennt schon an dem Frequenzband, welches auf der Rückseite der Verpackung abgebildet ist, dass diese etwas schwächer abgestimmt sind. Dadurch klingen die Mitten leider etwas verfärbt und verwaschen, könnten daher etwas prägnanter sein. Dasselbe gilt auch für die Höhen, diese könnten noch etwas detailreicher und luftiger klingen. Doch wer mit den Marshall Minor II Bluetooth ausschließlich Genres wie Pop, Hip-Hop und Co. hört, welche ich vor allem beim Training im Alltag abgespeist habe, dem stören diese etwas schwächeren Höhen und Mitten weniger.

Die Gesprächsqualität wehrend Telefonaten ist gut, das in der Ein-Tasten-Fernbedienung verbaute Mikrofon befindet sich nah genug am Mund. Somit konnte mich mein Gesprächspartner klar und deutlich verstehen. Meine Stimme wurde nicht verzerrt, lediglich bei vorbeifahrenden Autos oder in einer Umgebung wo viele Menschen unterwegs sind, machte dies hin und wieder etwas Probleme.

(Klang: 3,5 von 5 Punkten)

Ausstattung

Akku

Marshall verspricht mit den neuen Minor II eine Akkulaufzeit von bis zu 12 Stunden, dies ist eine ausgesprochen gute Laufzeit für dessen Größe. Diese angegeben Laufzeit dürfte den meisten problemlos für mehrer Tage musikhören ausreichen, denn im Normalfall hört man auf dem Weg zur Arbeit ca. 1 Stunden Musik. Diese angegeben 12 Stunden konnte ich hochgerechnet auch ziemlich genau in meinem zweiwöchigen Testzeitraum erreichen. 

Beim Aufladen setzt man hier jedoch leider nicht auf eine Schnellladefunktion. Daher dauert eine volle Akkuaufladung 2 Stunden, was zwar nicht die schnellste Ladezeit ist, aber da ich persönlich den Akku meiner Geräte meistens in der Nacht auflade, gehen die 2 Stunden in Ordnung. Geladen wird der Akku über den MicroUSB-Anschluss, an der Seite der kleinen Fernbedienung.   

Die nützliche Funktion, dass die Musik automatisch pausiert wird, wenn man die Kopfhörer baumeln lässt und sich die beiden Rückseiten per Magnet zu einer Kette verbinden trägt ein wenig zum Komfort bei, auch wenn man die Kopfhörer dennoch manuell Ausschalten muss. 

Bluetooth & Reichweite

Beim Marshall Minor II kommt das neuste Bluetooth 5 zum Einsatz. Dies sorgt beim Marshall jedoch lediglich für eine bessere kabellose Datenübertragung, sodass man als Android-User dank aptX eine Übertragung in CD-Qualität erhält. Die Reichweite von bis zu 100 Metern, welche eigentlich mit Bluetooth 5 möglich wäre, nutzt man hier leider nicht, sondern es wird vermutlich auf einen Bluetooth-Sender der Klasse II gesetzt. Daher bleibt die Reichweite des Bluetooth in Räumlichkeiten bei ca. 14 bis 16 Metern (Marshall gibt 10 Meter an) und fängt erst dann an zu stocken. Im freien Feld sind bis zu 32 Metern kein Problem. Sobald ich die Minor II eingeschaltet habe, haben sich diese automatisch mit dem zuletzt verbunden Gerät gekoppelt.

Zubehör

Leider liefert Marshall bei den Minor II kein Transportetui mit. Daher muss man die Kopfhörer beim verstauen so in den Rucksack legen, was ich etwas schade finde, denn ich persönlich verstaue meine Kopfhörer gerne in einer Aufbewahrungstasche. Des Weiteren gibt es keine Ohranpassstücke um die Ohrhörer den eigenen Ohren individuell anzupassen. Es befindet sich lediglich das Ladekabel im Lieferumfang dabei.

(Ausstattung: 3 von 5 Punkten)

TEIL 3

bestehend aus „Preis/Leistung“ entspricht 10% der Gesamtwertung

Beschreibung

Marshall hat mit dem Minor II den Nachfolger der vor sechs Jahren vorgestellten ersten Version vorgestellt. Der Minor II ist ein würdiger Nachfolger und wurde vor allem vom Design und dem Klang deutlich verbessert. Das Klangbild ist zwar nicht das beste, aber für den Preis bekommt man ein durchaus gut klingenden In-Ear Ohrhörer mit dem typischen Marshall Design. Zudem ist er mit dem neusten Bluetooth 5 ausgestattet und aptX für eine Wiedergabe in CD-Qualität von der leider nur Android-User profitieren. Die versprochene Akkulaufzeit von 12 Stunden kann der Marshall Minor II voll und ganz durchhalten. Somit stimmen die auf der Homepage angegeben Werte und die Bilder entsprechen ebenfalls der Realität.

Preis/Leistung

Die UVP des Marshall Minor II von 129,95€ ist für die geboten Leistung leider etwas zu hoch angesetzt. Zwar können sich die In-Ear Ohrhörer von der Ausstattung und den technischen Daten absolut sehen lassen, doch mit einigen Dingen bin ich nicht zufrieden. Zum einen fehlt mir persönlich ein Transportetui und eine Möglichkeit, die Ohrhörer den eigenen Ohren per Silikon-Ohrtips anzupassen, da man bei den Minor II auf die Ergonomischen fest verbauten Tips setzt. 

Hier kommt auch der größte Kritikpunkt die Isolierung der Umgebungsgeräusche. Denn diese ist bei dem Minor II quasi gleich null, lediglich das Hochdrehen der Lautstärke sorgt dafür, das man die Umgebungsgeräusche weniger wahrnimmt, was eigentlich nicht Sinn und Zweck ist. Gut ausgewählte Ohrtips aus Silikon oder Memory-Schaum hätten hier deutlich bessere Isolierung geboten. Damit könnte man deutlich besser in die Musik eintauchen. Wer über dies wegsehen kann, der bekommt mit den Minor II klanglich ganz gute Kopfhörer. Doch wer viel am Pendeln ist und daher oft in der Stadt oder vor allem im Zug unterwegs ist, dem kann ich die Minor II leider nicht empfehlen, hier wird man einfach ständig durch die bekannten Geräusche in Zügen gestört.

MARSHALL MINOR II

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unter Berücksichtigung aller Teilwertungen

 Wir bedanken uns beim Hersteller für die Bereitstellung des Produktes. Zu unseren Grundsätzen

Link zum Hersteller: https://www.marshallheadphones.com/de/de/

Nest Cam IQ Innenraumkamera

Nest Labs Inc. besser bekannt als einfach nur Nest, wurde im Jahr 2010 mit Sitz in Palo Alto, Kalifornien von Tony Fadell und Matt Rogers gegründet. Bei Nest handelt es sich um ein Automatisierungsunternehmen, dessen erstes Produkt (nur in Amerika) ein selbst lernendes Heizungsthermostat war. Seit März 2017 vertreibt das Unternehmen seine Produkte auch in weiteren Ländern darunter auch in Deutschland. Hierzulande gibt es dieses erwähnte Thermostat jedoch nicht und Nest, ist hier für Sicherheitsinstallationen (Kameras) und Rauchmelder, die per Funk bzw. per Smartphone App steuerbar sind bekannt.

Bereits im Januar 2014 wurde Nest von Google Inc. für 3,2 Mrd. US-Doller übernommen, was zur zweitgrößten Firmenübernahme in der Google Geschichte zählt. Lediglich Motorola Mobility war mit 12,5 Mrd. US-Dollar teurer. Folglich gehört Nest nach der Umstrukturierung 2015 von Google zur Alphabet Inc. (die Dachgesellschaft von Google), seit Februar 2018 wiederum gehört Nest zur Hardware-Abteilung von Google.

 Vor Kurzem habe ich euch bereits den intelligenten Rauchmelder Nest Protect der 2. Generation vorgestellt. Heute möchte ich euch ein weiteres Produkt aus der Nest Familie vorstellen. Es handelt sich dabei um die Nest Cam IQ indoor, eine intelligente Überwachungskamera für den Innenbereich im Haus. Diese ist mit einem 4K-Sensor ausgestattet, der eine gestochen scharfe Bildübertragung ermöglichen soll und dass bei jedem Licht. Ob dies wirklich so gut funktioniert und ob die Kamera mit ihren Funktionen, sowie die Bildqualität im Test überzeugen kann, erfahrt ihr in folgendem Testbericht.

TEIL 1

Bestehend aus „Verpackung/Design/Verarbeitung“ entspricht 25% der Gesamtwertung

Verpackung

Die Nest Cam IQ kommt in einer sehr stabilen rundum bedruckten Verpackung daher. Die Vorderseite ziert neben dem Aufdruck der Nest Cam IQ noch den Namen des Unternehmens „Nest“ und es wird in mehreren Sprachen drauf hingewiesen, dass es sich um eine Innenraumkamera handelt.

Auf der rechten Seite sind neben einigen wichtigen technischen Daten noch der Packungsinhalt, in den Sprachen Deutsch, Niederländisch, Französisch, Italienisch und Spanisch aufgelistet. Betrachtet man die Rückseite, sieht man hier die Nest Cam IQ von hinten abgelichtet und den wichtigsten Funktionen in wenigen Worten „ Supersight. HDR. 1080p-HD-Qualität. Und die Kamera kann dich warnen, wenn sich eine Person in ihrem Sichtbereich aufhält.“Zu guter Letzt zeigt die linke und obere Seite noch, wie man unterwegs mit dem Smartphone auf die Kamera zugreifen kann und wie diese einem eine Nachricht sendet, sobald diese eine Person bzw. eine Bewegung erkannt hat. Die Unterseite zeigt einem noch die Anforderungen um die Nest Cam IQ erfolgreich in Betrieb nehmen zu können. 

Hebt man den Deckel von dem unteren Teil der Verpackung ab, kommt direkt die Nest Cam IQ zum Vorschein. Diese ist sicher eingerastet in einem Podest ähnlichen Halter aus weißem recyceltem Papier. Hebt man die Nest Cam IQ samt dem Halter heraus, kommen zwei kleine Broschüren (eine Kurzanleitung und eine Garantiekarte) zum Vorschein. Des Weiteren befindet sich darunter noch ordentlich verstaut der große Nest Netzstecker und das 3 Meter lange Kabel.

(Verpackung: 4,5 von 5 Punkten)

Design

Das schlichte weiße Design der Nest Cam IQ Indoor gefällt mir sehr gut. Mit ihrem Gewicht von knapp 357 Gramm und ihrem stabilen Gehäuse aus Kunststoff macht die Nest Cam IQ Innenkamera einen sehr hochwertigen Eindruck. Das Gehäuse, in dem sich der Großteil der Technik befindet, ist etwa faustgroß und hat einen Durchmesser vorne von 74 mm und eine Länge von ca. 74 mm. An der Vorderseite sitzt im Zentrum der schwarzen Glasscheibe die Kameralinse. Zudem sitzen hinter der Glasscheibe die 8 Infrarot-LED´s für den Nachtsichtmodus, die Bewegungssensoren, sowie links und rechts neben der Kamera jeweils ein Mikrofon. Des Weiteren befindet sich über der Kamera-Linse eine kleine Status-LED, die bei normalen Betrieb grün leuchtet. Rundherum um den Rand der schwarzen Glasfront befindet sich ein LED-Ring. Dieser leuchtet direkt nach dem ersten einschalten der Kamera kurz Blau auf, sodass man weiß, dass diese erfolgreich mit Strom versorgt ist. Zudem leuchtet dieser Ring Blau auf, sofern man den Google Assistant aktiviert hat und zur Kamera “Ok, Google“ spricht oder die Aufnahme startet.

An der Rückseite des Gehäuses befindet sich ein großer Lautsprecher, über den der Google-Assistant mit euch redet, oder ihr selbst mit der Person vor der Kamera sprechen könnt. Das Kamera-Gehäuse befindet sich auf einem ca. 40 mm hohen und 13 mm dicken Podest, welches durch ein Kugelgelenk ein freies Justieren der Kamera ermöglicht. Dabei kann die Kamera in einem recht großen Winkel nach vorne, hinten und zu den Seiten eingestellt werden und hält fortan die Stellung sicher.

Das Podest ist mit einem 75 mm großen und 10 mm hohen Standfuß verbunden. Dieser sorgt zum einen für einen sicheren Stand und wurde an der Unterseite mit einem Gummiring versehen, sodass die Nest Cam IQ Indoor zusätzlich noch gegen verrutschen gesichert ist. An der Rückseite des Standfußes ist etwas vertieft der USB-C Anschluss versteckt, mit dem die Überwachungskamera mit Strom versorgt wird. Zu guter Letzt befindet sich an der Unterseite noch der QR-Code, mit dem die Kamera mit der App verbunden wird und in der Mitte ein Stativgewinde, sowie ein kleiner Reset-Knopf.

(Design: 4,5 von 5 Punkten)

Verarbeitung

An der Verarbeitung der Nest Cam IQ Innenkamera gibt es kaum etwas zu bemängeln. Das Gehäuse besteht zwar aus Kunststoff, doch dieser macht einen sehr hochwertigen und somit auch stabilen Eindruck. Das Kugelgelenk lässt sich mit einem angenehmen Kraftaufwand verstellen und ist nach dem loslassen in dieser Stellung fixiert. Die maximalen Einstellwinkel betragen beim Schwenken von vorne nach hinten 160° und um 180° nach links und rechts. Einen Motor, der es ermöglicht die Kamera z. B. über die App zu Bewegen gibt es nicht, braucht man aber auch nicht unbedingt. Der Blickwinkel mit 130° reicht für denn Indoor-Einsatz vollkommen aus und hat gegenüber eines 180° Winkel seine Vorteile. Den bei 180° sieht das Bild wie mit einem Fischauge-Fischauge-Objektiv aufgenommen aus und z.B, ein Schrank der eigentlich gerade ist, hat im Bild einen deutlichen Bogen. 

Die Verarbeitung ist meiner Meinung nach wie bei allen Nest Produkten sehr gut. Selbst beim Kabel für die Stromversorgung handelt es sich um ein aktuellen USB-C Anschluss und dieses Kabels schließt beim Anschließen bündig mit dem Standfuß ab. Des Weiteren ist es mit einer Kabellänge von 3 Metern ausreichend lang. Leider gibt es die Nest Cam IQ nicht als Akku-Variante, und so muss dieses zwingend per Kabel betrieben werden. Dies hat jedoch den Vorteil, dass man nicht alle paar Monate bzw. Wochen den Akku laden muss.

(Verarbeitung: 4,5 von 5 Punkten)

TEIL 2

bestehend aus „Funktion des Produktes“ entspricht 65% der Gesamtwertung

Kamera-Artkabelgebundene Überwachungskamera (2 Meter Kabel)
Auflösung/ Sensor8 Megapixel 1920×1080 (30fps) (1080p), H.264-Codierung, HDR / 4K-Sensor
Weitwinkel130° (diagonal)
Infrarot-LEDsja, acht Infrarot-LEDs (940 nm) mit IR-Sperrfilter
Zoom12-facher Digital-Zoom, dank 4K-Sensor verlustfrei in Full-HD
MaterialKunststoff
KonnektivitätWLAN 802.11a/b/g/n/ac, 2,4 GHz (unterstützt WEP-, WPA- und WPA2-Verschlüsselung)
Bluetooth Low Energy (BLE)
FunktionenPersonenerkennung, Geräusche- und Bewegungserkennung, IR-Beleuchtung, drei integrierte Mikrofone und ein hochwertiger Lautsprecher, per App steuerbar (Android & iOS), Google Assistent, LED-Lichtring, LED-Statuslicht, Nahaufnahme mit Nachverfolgungsfunktion, HDR bei Tageslicht.
Betriebstemperatur0 bis 40°C
Lieferumfang1x Nest Cam IQ Indoor
1x Netzteil
1x 3 Meter langes USB-C Kabel
Beschreibungen
Technische Daten der Nest Cam IQ Indoor

Einrichtung und Konfiguration

Um die Nest Cam IQ Indoorkamera nutzen zu können, muss diese wie sämtliche anderen Nest Produkte erst einmal eingerichtet und konfiguriert werden. Dazu benötigt man die kostenlose Nest App (erhältlich für iOS und Android). 

Sobald die App geladen ist, könnt ihr diese wie gewohnt starten. Leider kommt man um die Erstellung eines Benutzerkontos nicht herum, dafür müssen eine E-Mail-Adresse eingegeben und ein Passwort festgelegt werden. Anschließend muss man in seinem Postfach nachsehen und die E-Mail Adresse über den Link, den ihr in der Mail von Nest erhalten habt bestätigen. 

Nun müsst ihr zurück in die Nest-App gehen, in der ihr durch die restliche Einrichtung Schritt für Schritt geführt werdet. Nachfolgend geht es um die Einrichtung des Wohnortes, doch davor kommt ein Push-Fenster, in dem ihr gefragt werdet, ob ihr Hinweise und Töne von Nest per Push erhalten möchtet oder nicht. Anschließend müsst ihr eure Adressdaten eingeben (Straße, Stadt und Postleitzahl). Danach kann man noch auswählen, ob man News von Nest erhalten möchte und einen monatlichen Verbrauchsbericht erhalten möchte, sowie zustimmen, ob Nest euren Standort mitgeteilt bekommen soll. Im Anschluss daran kann man noch Familienmitglieder einladen, die ebenfalls Zugriff auf eure Nest Produkte erhalten und durch das Klicken auf „Jetzt loslegen“ gelangt man auf das zukünftige Startfenster der Nest App.

Nun geht es natürlich darum, die Nest Cam IQ Indoor mit der App zu verbinden. Dazu klicken wir im Startfenster auf das Plus-Symbol, unter dem auch „Produkt hinzufügen steht“. Daraufhin teilt einem die Nest-App mit, dass man den QR-Code des Nest Produktes scannen soll, dieser QR-Code befindet sich bei der Kamera auf der Unterseite des Standfußes. 

Direkt nach dem Scannen des Codes wird ein Bild der Nest Cam IQ Indoor und was zur erfolgreichen Einrichtung alles benötigt wird angezeigt. So teilt euch die App mit, dass ihr euer WLAN-Passwort bereit halten solltet, sowie eine freie Steckdose, in welche ihr das Netzteil inkl. Stromkabel steckt. Im nächsten Fenster müsst ihr aus zahlreichen Vorschlägen auswählen, in welchem Raum ihr die Überwachungskamera aufstellen möchtet. In meinem Fall habe ich das Büro gewählt. 

Spätestens nachdem ihr den Standort ausgewählt habt, wolltet ihr die Kamera mit Strom versorgen. In der App werdet ihr nämlich nun dazu aufgefordert. Ist dies getan, sollte der LED- Ring an der Vorderseite der Nest Cam IQ blau aufleuchten. Daraufhin wird diese automatisch von der App erkannt und ihr müsst euer WLAN auswählen, sowie das dazugehörige Passwort eingeben und schon verbindet sich die Nest Cam IQ mit dem WLAN. Falls ihr z. B. wie ich bereits die Nest Protect Rauchmelder mit eurem Account verbunden habt, müsst ihr die WLAN-Daten nicht erneut eingegeben. Ihr werdet in diesem Fall in der App drauf hingewiesen einfach den großen Nest Knopf am Nest Protect kurz zu betätigen. Dieser übermittelt der Überwachungskamera dann automatisch sämtliche benötigten Daten. 

Sobald die Nest Cam IQ Indoorkamera mit der App bzw. dem WLAN erfolgreich verbunden wurde, müsst ihr noch entscheiden, ob ihr die Gesichtserkennung aktiviert haben wollt und den Google Assistenten nutzen möchtet. Beides ist kein Muss, bringen aber zusätzliche Funktionen.

Die Einrichtung des Nest Cam IQ Indoorkamera könnte einfacher nicht sein. Es wird Nest typisch alles Schritt für Schritt erklärt und somit sollte dies, selbst für jemanden der sich nicht großartig auskennt problemlos möglich sein. Zudem ist die Einrichtung, sofern man bereits ein Nest Produkt besitzt noch etwas schneller erledigt. Doch selbst ohne dies, ist die Einrichtung in knapp 5-7 Minuten erledigt.

(Einrichtung & Konfiguration: 5 von 5 Punkten)

Funktionsumfang und Bedienung

Gegenüber vielen anderen Herstellern hat Nest in der Cam IQ Innenkamera einen 4K-Bildsensor verbaut. Jedoch wird dieser nicht zum Aufzeichnen direkt genutzt, sondern dient vielmehr dem deutlich verlustfreierem 12-fachen Digital-Zoom ins Bild. Somit wird das Bild zwar mit dem 4K-Sensor aufgezeichnet, doch übertragen wird in 1080p. Der Betrachtungswinkel der Kamera beträgt diagonal 130°, was für denn indoor Einsatz locker ausreicht, um z.B, mit der in einer Ecken stehenden Kamera einen kompletten Raum zu überwachen. 

Eine besondere Funktion ist die von Nest bezeichnete „Supersight“. Diese Funktion ist standardmäßig aktiviert und ermöglicht eine automatische Nahaufnahme und Nachverfolgungsfunktion. Dies funktioniert so, dass sobald die Kamera eine Person im Raum entdeckt eine Benachrichtigung ans Smartphone sendet. Geht man nun in die App zur Live-Ansicht, sieht man nicht nur in groß die herkömmliche 130°-Standardansicht, sondern im rechten unteren Rand ein weiteres kleines Fenster der Aufnahme. In diesem Fenster nutzt die Kamera automatisch den 12-fachen Digitalzoom und versucht somit, die Person bzw. deren Gesicht genauer darzustellen, damit dieses erkannt wird. Zudem verfolgt die Kamera die Person automatisch in der Aufnahme, solange diese im Bereich des Blickfeldes der Kamera bleibt.

Neben der Full-HD Aufzeichnung welche bei Tageslicht sogar HDR für ein noch besseres Bild unterstützt, besitzt die Nest Cam IQ Innenkamera ich über einen automatischen Nachtsicht-Modus. Das besondere hierbei ist, dass hier acht 940.nm-Infarot-LEDs verbaut wurden, welche nicht nur doppelt so hell sind wie die 850.nm-Infarot-LEDs der normalen Nest Cam Indoor, sondern nicht wie bei anderen Kameras im aktiven Zustand durch rotes Leuchten auffallen. Des Weiteren hat die Nest Cam IQ noch eine automatische Personenerkennung, Bewegungssensoren, drei Mikrofone und einen hochwertigen Lautsprecher mit Rausch- und Echounterdrückung an Bord.

Dank den verbauten Mikrofonen und dem hochwertigen Lautsprecher, kann man nicht nur mit dem Google Assistant reden, sondern auch mit der Person vor der Kamera. Dies funktioniert übrigens innerhalb des Raumes auf mehreren Metern Reichweite problemlos.

(Funktionsumfang und Bedienung: 4 von 5 Punkten)

Software

Nest
Preis: Kostenlos
Nest
Preis: Kostenlos

Beim Öffnen der App befindet man sich direkt auf der Übersicht-Seite. Hier wird, sofern ihr in der App dem Zugriff auf euren Standort zugestimmt habt automatisch angezeigt, ob ihr zu Hause seid oder abwesend und seit wann. Bei Abwesenheit aktivieren sich nämlich automatisch die Nest Kameras, sofern ihr diese Funktion in den Einstellungen aktiviert habt. 

Des Weiteren seht ihr hier eurer Nest Produkt, in meinem Fall den Nest Protect inkl. in dem Zimmer, in dem ich in montiert habe (Schlafzimmer) und die Nest Cam IQ (inkl. Live-Bild). Klickt man nun auf das Live-Bild, wird dieses über den kompletten Bildschirm des Smartphones inkl. der aktuellen Uhrzeit dargestellt. Tippt man erneut das Live-Bild an, kann man in dieses hineinzoomen, oder die Aufnahme um bis zu 15 Minuten zurück- oder wieder Vorspulen. 

Direkt unter dem aktuellen Live-Bild werden alle Ereignisse bei denen die Kamera z. B. eine Bewegung, eine Person oder ein Geräusch gehört hat aufgelistet. Der dunkelgraue Balken welcher neben dem Ereignis komplett dargestellt wird, zeigt mit grauen Punkten an, wann die Kamera online war. Ist der Balken nur dunkel, war diese in dieser Zeit nur offline und hat keine Personen oder Geräusche registriert. Klickt man auf eine der Aufnahmen, kann man sich diese hier anschauen. Sofern man das Abo Nest Aware abonniert hat, kann man sich die Videoverläufe auch über einen längeren Zeitraum von 5 bis 30 Tagen, je nachdem welches Abo man abschließt anschauen, dazu gehe ich aber später noch kurz ein.

Kamera-Einstellungen

Durch das Klicken auf das Zahnrad-Symbol bei der Live-Ansicht, gelangt man in die Kamera-Einstellungen. Hier kann man nicht nur die Kamera Ein- oder Ausschalten, sondern auch nur das Mikrofon einzeln. Außerdem kann man hier in dem Menü die automatische Zuhause-/Abwesend-Funktion de-/aktiveren und nachlesen wie diese funktioniert. Des Weitern kann man hier noch festlegen, wie man seine Benachrichtigungen erhalten möchte (Push-Benachrichtigung, E-Mail oder auch beides). Hierbei kann man sogar bestimmen, ob die Nest Cam IQ einem eine Nachricht sendet, sobald diese einer Person entdeckt hat, Bewegungen registrieren konnte oder nur ein Geräusch gehört hat. 

Doch Nest hat die Cam IQ Indoorkamera mit einer erweiterteren Personenwarnung ausgestattet. So kann die Nest Cam IQ bekannte Gesichter erkennen, indem man ihr zeigt, wer z. B. ein Freund oder ein Familienmitglied ist. Jedes Mal wenn z. B. der Partner/-in an der Nest Cam IQ vorbeiläuft, erkennt diese die Person besser und informiert, sofern ihr das Nest Aware Abo abonniert habt mit folgendem Satz über das Erkennen der Person „ Nicole hält sich gerade im Büro auf“ 

(Software: 4,5 von 5 Punkten)

Bild-/Videoqualität

Bei der Cam IQ setzt Nest, wie bereits anfangs erwähnt auf einen hochauflösenden 4K-Bildsensor, der auch HDR unterstützt. Die 4K-Auflösung wird jedoch nicht direkt übertragen, sondern lediglich mit 1080p, also in Full-HD. Der höher auflösende Sensor kommt nämlich dem digitalen Zoom zugute. So kann man mit der Nest Cam IQ im Gegensatz zu der Konkurrenz, die beim Digitalen-Zoom lediglich den Ausschnitt des Bildes vergrößern mit fast verlustfreiem 12-Fach-Zoom das Bild des 4K-Sensors auf 1080p zuschneiden.

Die Kamera-Linse besitzt einen diagonalen Blickwinkel von 130°, sodass dies in der Ecke eines Raumes stehend so gut wie alles im Raum abdeckt. Für die Aufnahme im dunkeln besitzt die Nest Cam IQ 8 nicht sichtbare 940.nm-Infarot-LEDs. Diese sorgen dafür das man auch bei Dunkelheit viel auf dem Video erkennen soll.

Die Aufnahmequalität der Nest Cam IQ, stellten mich sowohl tagsüber als auch nachts zufrieden. Auch bei Nacht konnten mich die guten Infarot-LED´s überzeugen und sorgen für eine deutlich bessere Ausleuchtung des Bildes, sodass man auch hier Personen sehr gut erkennen konnte. Das Rauschen hält sich in Grenzen und wurde erst bei Digitalem-Zoom im Nachtsichtmodus etwas ersichtlich, was ich jedoch nicht kritisieren kann, da hier die Produkte der Konkurrenz teilweise schlechter abschneiden.

Die Aufnahmen welche die Nest Cam IQ Innenkamera aufzeichnet werden nicht auf eine micro-SD Speicherkarte abgesichert, sondern in einer Cloud von Nest. Diese ist, wenn ihr die Videos für mehrere Tage einsehen möchtet, sowie die erkannte Ereignisse, über die ihr benachrichtigt worden seid, wiedergeben möchtet und den vollen Funktionsumfang nutzen möchtet zwingend erforderlich. Es zwar auch problemlos möglich die Nest Überwachungskamera ohne das Cloud Abo Nest Aware zu nutzen, doch dann werden die Aufzeichnungen zwar angezeigt, man kann diese aber nicht ansehen und ohne Cloud ergibt die Kamera weniger Sinn.

Für diesen von Nest zur Verfügung gestellte Cloud-Dienst mit dem Namen „Nest Aware“ werden daher je nach länge, wie lange die Videoverläufe in der Cloud gespeichert werden unterschiedliche Kosten fällig. Demjenigen dem es ausreicht, dass er nur Momentaufnahmen der letzten drei Stunden erhält, die er jedoch nicht ansehen kann, der kann beim kostenlosen Paket bleiben. Diese beinhaltet unbegrenztes Live-Streamen rund um die Uhr, Bewegung- und Geräuschwarnung, Personenwarnung, Supersight ( Nahaufnahme mit Nachverfolgungsfunktion) und das Sprechen und Zuhörern in HD Qualität. Möchte man jedoch 5 Tage lang auf den Videoverlauf zugreifen, intelligente Warnungen erhalten, den Alarmbereiche festlegen und Clips und Zeitraffer betrachten, werden 5€/Monat oder 50€/Jahr fällig. Der Funktionsumfang bei den beiden anderen Abo-Paket bleibt gleich, jedoch erhöht sich nur der Speicherzeitraum der Videos. So beinhaltet das Mittlere-Paket eine Speicherung von 10 Tagen für 10€/Monat oder 100€/Jahr und das größte Paket mit 30-tägigem Videoverlauf 30€/Monat oder stolze 200€/Jahr. Wer eine weitere Nest Cam nutzt, erhält bei jeder weiteren bis zu 50 % Rabatt auf den Nest Aware Preis. 

Die Nest Aware Sache ist daher nicht gerade günstig und sorgt trotz dem relativ teuren Nest Cam IQ Anschaffungspreis für weitere monatliche bzw. Jährlich kosten. Des Weiteren ist nicht jeder Freund der Cloud, schließlich weiß man selbst nicht, was mit den Daten, die auf irgendeinem Server auf der Welt abgespeichert sind, passiert. Die Cloud hat auch Vorteile, sollte ein Einbrecher direkt die Kamera entdecken, diese eventuell abmontieren, ist dies bereits zu spät, denn die Aufnahmen sind meistens schon auf der Cloud gesichert. Die Betonung liegt auf meistens. Wie schnell die Aufzeichnung in der Cloud gespeichert wird, hängt von der Geschwindigkeit eures Internets ab. Habt ihr eine relativ langsame Internetverbindung, dauert es eben etwas länger. Zudem wird es eventuell beim kostenlosen Paket schwierig, Beweise festzuhalten, denn bis man diese der Polizei vorzeigt, kann es sein, dass diese in der Cloud nicht mehr verfügbar sind. Leider ist eine reine Speicherung über einen längeren Zeitraum ohne Cloud, nicht möglich. Daher ist die Kamera für Feinde einer Cloud definitiv nicht geeignet. 

(Bild-/ Videoqualität: 4 von 5 Punkten)

TEIL 3

bestehend aus „Preis/Leistung“ entspricht 10% der Gesamtwertung

Beschreibung

Die technischen Daten die Nest angibt entsprechen der Realität. Nest wirbt die Cam IQ Innenkamera unter anderem mit dem Satz „ überwacht dein Zuhause nicht einfach nur, sondern hilft dort auch“. Dem kann ich auch so ziemlich zustimmen, die Kamera bietet nicht nur eine sehr gute Bildqualität bei Tag und dank den Infarot-LEDs bei Nacht. Sondern kann dank Google Assistent auch als Google Home Gerät genutzt werden. So kann man die Kamera einfach per „Ok, Google“ z. B. nach dem Wetter Fragen oder wie die Aufstellung der Lieblingsmannschaft beim nächsten Fußballspiel ist usw.

Des Weitern kann man das Mikrofon, sowie die Kamera jederzeit über die App deaktivieren, sobald man ungestört sein möchte. Auch die automatische Zuhause-/Abwesend-Funktion gefällt mit sehr gut, sodass die Kamera sich automatisch aktiviert sobald ich das Haus verlasse und deaktiviert, wenn ich daheim bin. Zu guter Letzt konnten mich auch die Nahaufnahme mit Nachverfolgungsfunktion überzeugen, denn dieses funktioniert sehr gut und ohne Probleme.

Preis/Leistung

Mit einer UVP von 349 € ist die Nest Cam IQ Innenkamera nicht gerade günstig, kann aber durch ihre zahlreichen Funktionen, sowie der Nest typischen einfachen Bedienung und Einrichtung überzeugen. Leider gibt es auch Kritikpunkte wie z. B. das die Nest Cam IQ nicht kabellos via Akku betreiben werden kan, ,oder die fehlende Möglichkeit die Aufzeichnungen nur auf die SD-Karte abzuspeichern. Den somit muss man zu dem Cloud-Dienst greifen, der je nach Verfügbarkeit der abgesicherten Videos zwischen 50-300€ im Jahr kostet. Somit ist die Kamera für alle ungeeignet, welche auf eine Cloud verzichten möchten. Wer über diese Kritikpunkte und den Cloud-Zwang hinwegsehen kann, erhält eine Überwachungskamera die eine sehr gute Bildqualität inkl. hervorragendem Nachtsicht-Modus liefert.

testr Gesamtwertung

unter Berücksichtigung aller Teilwertungen

 Wir bedanken uns beim Hersteller für die Bereitstellung des Produktes. Zu unseren Grundsätzen

Audio-Technica ATH-ANC700BT

Audio-Technica ist ein weltweit agierendes Unternehmen, dessen Hauptsitz sich in Machida einer Stadt in Präfektur Tokio, Japan befindet. Das Unternehmen wurde im Jahr 1962 von Hideo Matsushita in Tokio, Shinjuku-ku gegründet. 

Audio-Technica befasst sich mit der Entwicklung, der Vermarktung und dem Vertrieb von Audioausrüstung für verschiedenste Anwendungen. Ursprünglich bekannt für die Herstellung von Tonabnehmersystemen für Plattenspieler, fertigt Audio-Technica heute auch Mikrofone, Drahlossysteme, Mischer, einige Produkte für den Einsatz auf der Bühne, im Studio- und Heimbereich und auch Kopfhörer. 

Heute möchte ich euch einen interessanten Kopfhörer von Audio-Technica vorstellen den ATH-ANC700BT. Dabei handelt es sich um einen Over-Ear Kopfhörer mit Active Noise-Cancelling. Als Highlight nennt der japanische Hersteller vor allem die neu entwickelten 40-mm-Treiber, welche für einen klaren, dynamischen und detailreichen Klang sorgen sollen. Doch kann dar neue zur CES 2018 vorgestellte Over-Ear Kopfhörer im Test wirklich so gut überzeugen und wie schneidet er in den restlichen Bereichen ab? Das verrate ich euch im folgenden Test, denn ich hab mir für euch den neuen ATH-ANC700BT in der Farbe mattschwarz genauer angeschaut.

TEIL 1

Bestehend aus „Verpackung/Design/Verarbeitung“ entspricht 25% der Gesamtwertung

Verpackung

Die Verpackung des Audio-Technica ATH-ANC700BT ist wie eigentlich fast jede Verpackung des Unternehmens zum Großteil in Weiß gehalten. Es handelt sich dabei um eine Pappschachtel, in deren Inneren sich der stabile Hauptkarton befindet. Doch zuerst einmal schauen wir uns die Außenhülle genauer an.

 Auf der Vorderseite ist neben dem Unternehmens-Namen „Audio-Technica“ und dem Firmenlogo der ATH-ANC700B von der linken Seite groß aufgedruckt. Zudem kann man hier lesen, dass es sich um ein wireless Noise-Cancelling Kopfhörer handelt, der Hi-Res Audio bieten soll (nur per Kabel) und zur sogenannten QuietPoint- Serie gehört. Des Weiteren erkennt man an den fünf Symbolen einige der wichtigen Merkmale des ATH-ANC700BT. Zu diesen gehören unter anderem die Touch-Control Oberfläche an der linken Ohrmuschel und eine Akkulaufzeit von bis zu 25 Stunden.   

Auf der rechten Seite ist erneut der Name des Noise-Cancelling Kopfhörer zu lesen und zudem ist dieser hier komplett abfotografiert dargestellt. Des Weiteren sind auf der gegenüberliegenden Seite weitere wichtige Ausstattungsmerkmale aufgelistet, zu diesen zählen unter anderem: Eine Laufzeit von bis zu 25 Stunden (mit ANC), dass bei der Wiedergabe über Kabel Hi-Res Sound unterstützt wird und zwei 40 mm Treiber für einen detailreichen Klang verbaut sind.

Betrachtet man die Rückseite, zeigt diese in dem grau eingefärbten unteren Bereich die wichtigsten technischen Daten, den Lieferumfang und einige Informationen zum Hersteller Audio-Technica.  In dem oberen Bereich der Rückseite sind in mehreren Sprachen (Englisch, Französisch, Deutsch und Spanisch) fünf weitere Merkmale des AHT-ANC700BT aufgelistet. Direkt daneben wird einem an der Darstellung des Kopfhörers gezeigt, dass die linke Ohrmuschel eine Touch-Oberfläche zur Steuerung besitzt, der Kopfhörer faltbar ist und zudem sehr weiche Ohrpolster besitzen soll.

Öffnet man die Verpackung auf der Oberseite, kann man den schwarzen stabilen Karton an der Aufhängelasche herausziehen und diesen ebenfalls aufklappen. Direkt erblickt man den ATH-ANC700BT an seinem festen Platz fixiert. Leider handelt es sich bei dem Werkstoff, indem der Kopfhörer eingelassen ist nur um einen billigen Kunststoffeinsatz, welcher optisch lediglich durch einen schwarzen Stoff bedeckt wurde. Zwar erfüllt dies seinen Zweck, doch leider passt dies meiner Meinung nach nicht wirklich zu diesem Preissegment. 

Hebt man den Einsatz samt Kopfhörer an, befindet sich darunter noch eine groß Aufbewahrungstasche, ein Micro-USB Ladekabel und Klinkenkabel. Des Weiteren befindet sich unter der Tasche noch eine Bedienungsanleitung und weitere Broschüren.

(Verpackung: 4 von 5 Punkten)

Design

Durch das durchgängige mattschwarze Design ist der ATH-ANC700BT sehr schlich gehalten. Selbst das Hersteller-Logo ist trotz Vertiefung nur bei direkter Betrachtung auf den Außenseiten der Ohrmuscheln erkennbar. Auch harmoniert der mattschwarze Kunststoff sehr gut mit dem matten Proteinleder (Kunstleder).

Die Anschlüsse sowie Bedienelemente am ATH-ANC700BT sind alle an der linken Ohrmuschel untergebracht und dank der Touch-Oberfläche auf das Wesentlichste reduziert. Auf die Touchoberfläche bzw. deren Bedienung gehe ich gleich ein, doch zuvor möchte ich euch die Anschlüsse an der linken Ohrmuschel erläutern. 

So befindet sich direkt neben dem Micro-USB Anschluss, um den integrierten Akku wieder aufzuladen, der ON/Off-Schieberegler. Mit diesem schalten wir ganz einfach den Kopfhörer An/Aus. Direkt daneben befindet sich der 2,5 mm-Stereo-Miniklinken-Anschluss und nebenan noch eine Bluetooth sowie NC Status-LED. Diese LED´s zeigen uns nicht nur den Betriebszustand des Kopfhörers an, sondern auch, ob ANC an bzw. Ausgeschaltet ist. Zu guter Letzt befindet sich etwas über den Status-LEDs noch ein Mikrofon, welches für Telefonate genutzt wird. 

Nun möchte ich euch noch wie versprochen die Touch-Oberfläche näher erklären. Hier können wir unter anderem durch antippen mit dem Finger im oberen Bereich der Ohrmuschel die Lautstärke erhöhen und am unteren Bereich absenken. Leider verändert dies nur die eingestellte Lautstärke des Kopfhörers und nicht die des Smartphones, diese muss daher separat erhöht werden. Also sollte die Musik trotz voller Lautstärke am Kopfhörer zu gering sein, dann muss man noch die Lautstärke des Smartphones erhöhen. Durch das Antippen in der Mitte wird die Musik pausiert und durch erneuten antippen weitergespielt. Legt man den Finger etwas länger auf der Ohrmuschel auf, aktiviert man den Sprachassistenten auf dem Smartphone. Eine Wischbewegung von unten nach oben sorgt dafür, dass die Musik einen Track vorspringt und von oben nach unten einen Titel zurück. Das ANC deaktiviert man ganz einfach durch auflegen der Hand auf die Ohrmuschel und erneutes Auflegen aktiviert dies wieder.

Weiterhin können eingehende Anrufe ebenfalls sehr bequem am Kopfhörer angenommen werden. Dazu einfach beim eingehenden Anruf auf die Mitte der Touch-Oberfläche tippen. Die Gesprächslautstärke kann dann ebenfalls wie die Lautstärke der Musik durch berühren des oberen bzw. unteren Bereiches der Touch-Oberfläche erledigt werden.

Anfangs braucht man bei der Steuerung etwas Übung. Es kommt vor, dass man z. B. statt einen Titel zurück, gleich zwei zurückspringt. Ich hab mir dann angewöhnt, vom oberen Bereich nur bis ca. zum Audio-Technica Logo zu wischen, dann hat dies deutlich besser geklappt. Doch selbst dann kam es leider immer wieder vor, dass ich anstelle des nächsten Titels die Musik pausiert habe. Daher klappt die Bedienung über das Touch-Touch-Bedienfeld nicht immer zu 100 % und braucht anfangs auf jeden Fall etwas Übung. 

Glücklicherweise hat Audio-Technica bei ATH-ANC700BT alle Bedienelemente und Anschlüsse an der linken Ohrmuschel untergebracht, sodass man sich leicht merken kann, dass auch die Touch-Oberfläche auf der linken Seite untergebracht ist.

Die Ohrmuscheln lassen sich etwa um 90 Grad nach innen drehen und somit kann der ATH-ANC700BT sehr schnell und einfach in der Transporttasche verstaut werden. Zudem sind die Ohrmuscheln auch klappbar, wodurch der Kopfhörer bei Bedarf platzsparend in einem Rucksack verstaut werden kann.

(Design: 4 von 5 Punkten)

Verarbeitung

Zwar wurde der ATH-ANC700BT zum Großteil aus Kunststoff gefertigt, doch dieser macht unter anderem durch seine matte Oberfläche einen hochwertigen Eindruck. Des Weiteren tragen die metallverstärkten Elemente (der Bügel, die 10-fache Bügelverstellung, das Gelenk zum Falten des Kopfhörers und die Ohrschalenaufhängung) dazu bei, dass der Kopfhörer einen stabilen und langlebigen Eindruck macht. 

Die Fertigung aus Kunststoff hat natürlich auch den Vorteil, dass der Kopfhörer mit einem Gewicht von 250 Gramm zu den leichteren Over-Ear Kopfhörern gehört. Darüber hinaus macht das weich gepolsterte Kunstleder an den Ohrmuscheln und am Kopfband einen sehr guten Eindruck. Dies trifft jedoch leider nicht zu 100 % auf das Innenleben der Ohrmuscheln zu. Zum einen ist nämlich im inneren ein Kunststoffbügel versteckt, welchen man durch die etwas erhabene Stelle im Innenbezug bemerkt. Stören tut diese Erhöhung jedoch nicht, da diese in dem Bereich sitzt, indem diese keinen Kontakt zum Ohr hat. Doch leider ist hier der Stoff teilweise etwas lose angebracht, was zwar nur beim genauen Betrachten auffällt, aber man sicherlich hätte vermeiden können.  

Beim Lade-Anschluss hätte man zum aktuellen USB-C Anschluss greifen können und nicht zum alten Micro-USB-Anschluss, doch zum neuen USB-C greifen aktuell leider immer noch nicht viele Hersteller und wenn dann nur zu ihren Premium-Modellen.

(Verarbeitung: 3,5 von 5 Punkten)

TEIL 2

bestehend aus „Funktion des Produktes“ entspricht 65% der Gesamtwertung

ArtOver-Ear-Ohrhörer
KategorieOver-Ear Kopfhörer mit ANC, Bluetooth 4.1 aptX und High-Res Audio (nur bei Kabelübertragung)
FarbeMattschwarz (weitere Farben: Mattgrau)
TrageartOver-Ear Kopfhörer
MaterialHochwertiger Kunststoff
Gewicht250 Gramm
TönerJeweils links und rechts ein 40 mm-Treiber
Akkulaufzeitbis zu 25 Stunden mit Bluetooth und ANC, mit Bluetooth und ANC 30 Stunden und kabelgebunden mit ANC 45 Stunden
Schalldruckpegel98 db/mW (mit ANC) ohne ANC 95 db/mW
Frequenzbereich5 Hz – 40 kHz
LieferumfangAudio-Technica ATH-ANC700BT
1,2 m langer 3,5-mm-/2,5-mm-Stereo-Miniklinkenstecker
USB-Ladekabel (30 cm, USB Typ A / Micro-USB Typ B)
Beschreibung und Kurzanleitung
Transporttasche

Tragekomfort

Der Tragekomfort beim ATH-ANC700BT gefällt mir sehr gut. Dazu tragt unter anderem der mit Memory-Schaum gepolsterte Kopfbügel und die beiden ultra-soften Ohrpolster bei. Des Weitern ist der Kopfhörer wie bereits erwähnt ziemlich leicht, was dazu beiträgt, dass man diese problemlos auch für längere Hörzeiten problemlos nutzen kann. So hatte ich die Kopfhörer problemlos über eine Stunde am Stück auf, ohne das diese mich störten. Zudem sind die beiden Ohrpolster angenehm groß, sodass diese sehr gut das Ohr umschließen und dennoch genug Spielraum bieten, sodass man beim tragen ein luftiges Gefühl bekommt. Dies lässt zwar nach einigen Minuten nach, aber dies ist Over-Ear Kopfhörer bedingt, da es um die Ohren vor allem im Sommer schnell warm werden kann. Ansonsten passt sich der ATH-ANC700BT dank den drehbaren Ohrmuscheln sehr gut dem Kopf an und sorgt somit, dass die Ohrpolster gleichmässig um die Ohren aufliegen.

(Tragekomfort: 4 von 5 Punkten)

Klang

Audio-Technica gibt an, bei den ATH-ANC700BT zwei exklusive 40 mm Treiber verbaut zu haben. Diese sollen für eine außerordentliche Audiowiedergabe mit vollem Klangspektrum sorgen. Den Frequenzbereich gibt Audio-Technica mit 5 Hertz bis 40 Kilohertz an. Doch kann der Kopfhörer bei der wichtigsten Eigenschaft dem Klang überzeugen?

Was jedoch leider Klanglich ein großer Unterschied macht, ist ob ihr ANC An- oder ausgeschaltet habt. Bei aktiviertem ANC ist das Klangbild wie folgt: Angefangen beim Bass, dieser klingt ganz gut. Der Bass ist schön kräftig und satt, ohne dabei gleich die Mitten und Höhen zu übertönen. Der Bass klingt dabei sehr natürlich und keinesfalls übertrieben, daher sollten Liebhaber von kräftigen bassbetonten Kopfhörern eventuell zu anderen Kopfhörern greifen. Die Mitten sind sehr ausgewogne und sorgen für eine sehr klare und natürliche Wiedergabe von Stimmen. Dasselbe trifft auch auf die Höhen zu, welche sehr klar und neutral wiedergegeben werden. Die räumliche Darstellung gefällt mir beim ATH-ANC700BT ebenfalls sehr gut und kann überzeugen.

Schaltet man nun das ANC ab, verändert sich das Klangbild etwas. Der Bass wird beim Deaktivieren spürbar angehoben, zwar neigt dieser nicht zum Wummern, aber dennoch übertönt er die Höhen und Mitten deutlich. Das mag vielleicht Geschmacksache sein, denn es gibt einige, die mögen diese Bassbetonung, aber mein Fall ist dies nicht. Des Weiteren gefällt es mir nicht so sehr, dass das Klangbild beim Aktiveren bzw. Deaktivieren von ANC so stark verändert wird. 

Das Telefonieren über den ATH-ANC700BT funktioniert zwar ganz gut, jedoch klingt man durch das eingebaute Mikrofon etwas dumpf. Beim Ansehen von Videos und Filmen konnte ich zudem keine Verzögerungen feststellen.

(Klang: 3,5 von 5 Punkten)

Ausstattung

Dank den sehr weichen Ohrpolstern und dem sehr angenehmen Anpressdruckes, ist die Dämmung der Umgebungsgeräusche bereits ohne aktiviertes ANC ganz gut. Jedoch reduziert dieses das aktivierte Active Noise-Cancelling noch einmal deutlich. Das von Audio-Technica eigens entwickelte „Feedback-Noise-Cancelling“ konnte mich durchaus überzeugen. Vor allem der Bass und teilweise die Mitten werden deutlich herausgefiltert. Während meiner Zugfahrten hatte ich somit eine deutlich ruhigere Atmosphäre als ohne das aktivierte ANC.

Zubehör

Audio-Technica liefert bei dem ATH-ANC700BT eine große Kunstledertasche mit, in welche sich der Kopfhörer dank den drehbaren Ohrmuscheln problemlos verstauen lässt. Im Inneren ist die Tasche mit einem weichen Material versehen, sodass der Kopfhörer nicht verkratzt wird. Neben dem Kopfhörer kann man auch problemlos das Lade- und Klinkenkabel mit in die Tasche legen.

(Ausstattung: 4 von 5 Punkten)

Koppeln und Reichweite

Da NFC leider nicht mit an Bord ist, müssen auch Nutzer eines Android Smartphones die Einrichtung wie gewohnt über die Bluetooth-Einstellungen vornehmen. Dies ist jedoch sehr schnell erledigt und erfordert keine besonderen Kenntnisse. Beim ersten Einschalten befinden sich die ATH-ANC700BT automatisch im Pairing-Modus. Dies bestätigt einem das schnelle Aufblinken der Bluetooth-LED. Nun nur noch in den Bluetooth-Einstellungen die Kopfhörer mit der Bezeichnung ATH-ANC700BT suchen und auswählen, schon ist das ganze in knapp einer Minute verbunden.

In den Räumlichkeiten war die Reichweite mit zwei dickeren Beton-Wänden auf ca. 13 Metern begrenzt. Im freien Feld sind bis zu 17 Metern kein Problem. Sobald ich den Kopfhörer angeschaltet habe, hat sich dieser mit meinem iPhone automatisch verbunden.

(Koppeln und Reichweite: 4 von 5 Punkten)

Akku

Audio-Technica gibt beim ATH-ANC700BT eine Akkulaufzeit von bis zu 25 Stunden (mit Bluetooth und aktiviertem Noise-Cancelling) an. Ohne aktiviertes ANC beträgt die Laufzeit bis zu 30 Stunden und kabelgebunden aber mit eingeschaltetem ANC bis zu 45 Stunden. Ich habe den Kopfhörer in meinem Testzeitraum eigentlich zu 95 % per Bluetooth und aktiviertem ANC betrieben. Die von Audio-Technica angegebenen 25 Stunden konnte in meinem Test auch erreichen. Dabei hatte ich die Lautstärke jedoch ungefähr auf 70 % eingestellt.

Leider hat Audio-Technica den ATH-ANC700BT nicht mit einer Schnellladefunktion ausgestattet und so dauert eine volle Aufladung des Akkus fast 5 Stunden. Daher ist ein schnelles Laden zwischendurch, um den Akku schnell aufzuladen, nicht wirklich möglich.

(Akku: 4 von 5 Punkten)

TEIL 3

bestehend aus „Preis/Leistung“ entspricht 10% der Gesamtwertung

Beschreibung

Audio-Technica gibt beim ATH-ANC700BT als Highlight die speziell entwickelten 40 mm Treiber an, die mit einem klaren, dynamischen und Detailreichen Klang überzeugen sollen. Zudem wird mit der relativ langen Akkulaufzeit von 25 Stunden (mit aktiviertem ANC und Bluetooth) geworben. 

Klanglich sind die Over-Ear Kopfhörer ATH-ANC700BT nicht schlecht, der Bass ist kräftig und satt, ohne dabei die anderen Töne zu verschlucken. Auch die Mitten und Höhen können mit ihrer Klarheit und neutralen Wiedergabe überzeugen. Schaltet man jedoch das ANC ab, wird leider der Bass zu sehr angehoben. Dadurch wir meiner Meinung nach das Klangbild sehr verändert, was sich vor allem an dem dominanten Bass bemerkbar macht. Dieser übertönt dadurch leider zu sehr die anderen Töne. 

In der Akkulaufzeit konnten mich die Kopfhörer jedoch absolut überzeugen, die angegeben 25 Stunden waren für die ATH-ANC700BT kein Problem. Leider fehlt jedoch die Schnellladefunktion, sodass eine volle Aufladung knapp 5 Stunden dauert.  

Preis/Leistung

Die UVP des ATH-ANC700BT von 219€ geht in Ordnung, die Konkurrenz liegt bei selber Ausstattung im gleichen Bereich oder teilweise sogar darüber. Mir hat besonders das schlichte matte Design, der Klang und die Touch-Bedienung gefallen. Für Letzteres braucht man jedoch etwas Übung und selbst dann kommt es vor allem bei der Funktion der Handauflage, um das ANC ein-/auszuschalten zu Fehlern. Immer wieder kam es vor, dass ich Siri aktivierte, anstelle das ANC zu deaktivieren.

testr Gesamtwertung

unter Berücksichtigung aller Teilwertungen

200

 Wir bedanken uns beim Hersteller für die Bereitstellung des Produktes. Zu unseren Grundsätzen