Huawei fertigt im Consumer-Bereich viele Dinge wie z.B, Tablets, Notebooks und Zubehör für Smartphones. So bietet das Unternehmen nicht nur Kopfhörer, sondern seit neustem auch einen Wireless Charger an, welchen das Unternehmen zusammen mit der Mate 20-Serie vorgestellt hat. Genau diesen neuen Huawei Wireless Charger möchte ich euch in dem heutigen Testbericht genauer vorstellen.
Libratone wurde 2009 als kleines Start-up von drei dänischen Designern, die einen gemeinsamen Traum hatten, gegründet. Gemeinsam hatten die drei vor, Lautsprecher für Musikhörer des 21. Jahrhunderts zu entwickeln. Den Designern war klar, dass Ihnen das nur gelingt, wenn Sie Produkte entwerfen, die ohne lästigen Kabelsalat auskommen. So entwickelten die drei Designer ihre ersten drahtlosen Lautsprecher, die mit ihrem kraftvollen Sound und zugleich mit ihrem skandinavischen Design überzeugen konnte.
Auf das Symbol „Die Nachtigall“ kam das Unternehmen auch das berühmte Werk des dänischen Autors Hans Christian Andersen, dessen Märchen die Idee verkörpert den Klang zu befreien wie Libratone durch seine Produkte. Der Name Libratone erklärt sich auch sehr einfach, denn dieser ist aus zwei englischen Worten zusammengesetzt, „libration“(Befreiung) und „tone“(Ton), was genau sich Libratone auch zum Ziel gesetzt hat, nämlich den Klang zu befreien.
Inzwischen wird das Unternehmen vom CEO Jan McNair geführt und hat sich durch das seit 2014 in das Unternehmen eingeflossene Kapital und das Know-How der neuen Eigentümer stetig weiter entwickelt. 2015 stellt das Unternehmen seine SoundSpaces Technologie vor, welche es ermöglichte mehrere Lautsprecher ganz einfach miteinander zu verbinden. Damit war es möglich, bis zu acht Lautsprechergruppen mit je bis zu sechs Lautsprecher zu erstellen.
Vor Kurzem habe ich euch bereits mit dem Testbericht zum Zipp 2 den ersten neuen 360°-Full-Room Lautsprecher von Libratone vorgestellt. Doch wie bereits beim Vorgängermodell, gibt es auch bei der neuen Generation neben dem großen Modell einen kleineren, welcher auf den Namen Zipp 2 mini hört. Dieser ist im Design ebenfalls gleich geblieben, jedoch hat Libratone auch hier einige Neuerungen integriert. Zu diesen zählen die Unterstützung von AirPlay 2 und der Sprachassistent Alexa, welcher ebenfalls Einzug in den 360° Lautsprecher erhalten hat. Zudem hat man etwas den Klang optimiert und die Akkulaufzeit verbessert. Doch kann der neue smarte Libratone Zipp 2 mini ebenfalls überzeugen? Das erfahrt Ihr in diesem Testbericht.
TEIL 1
Bestehend aus „Verpackung/Design/Verarbeitung“ entspricht 25% der Gesamtwertung
Verpackung
Beim kleinen Zipp mini 2 hat sich Libratone wie bereits beim großen Zipp 2 für ein neues Design der Verpackung entschieden. Daher ist die Verpackung des Zipp mini 2 nun nicht mehr rund, sondern rechteckig. Ansonsten ist die Verpackung zu dem von mir bereits getesteten Zipp 2 bis auf deren Größenunterschiede gleich gestaltet.
Auf der Vorderseite ist somit der kleinere Zipp mini 2 abgebildet, darüber ist der Name „Libratone“ und darunter der Name des Lautsprechers Zipp mini 2 zu lesen. Der abgebildete Zipp mini 2 und die beiden Nachtigall Logos auf der rechten und linken Seite der Verpackung sind hier rot abgebildet. Dies liegt daran, das mein Testgerät welches ich von Libratone zur Verfügung gestellt bekommen habe, genau diese Farbe hat und somit in Cranberry Red daher kommt.
Auf der Rückseite der weißen Verpackung ist im oberen Drittel der Libratone Zipp mini 2 erneut abgebildet. Hier ist dieser aber einmal von vorne und daneben um 180° gedreht abgebildet. Darunter sind die wichtigsten technischen Daten wie z. B. die Akkulaufzeit und die Verbindungsmöglichkeiten zu lesen. Des Weiteren befindet sich darunter noch einige Embleme wie z. B. das Bluetooth Logo, WiFi, dlan usw. Zu guter Letzt informiert die Unterseite darüber, welche Geräte (iPhone) für die Nutzung der verschiedenen Dienste vorausgesetzt wird.
Das Öffnen der Verpackung erfolgt wie bereits beim großen Zipp 2, durch einen Aufreißstreifen an der Oberseite. Der Deckel besitzt somit einen Streifen, der durch Sollbruchstellen gezielt abgerissen werden kann. Ist dieser entfernt und der Deckel somit offen, erblickt man direkt die von den bekannten runden Beschreibungen. Diese liegen in einem Styroporeinsatz eingelassen, der Einsatz wiederum soll den Libratone Zipp mini 2 währen des Transports und bei der Lagerung beim Händler vor Beschädigungen schützen. Entfernt man den oberen Einsatz, kommt direkt der Libratone Zipp mini 2 zum Vorschein, welcher in einem Beutel verpackt ist. Dieser Beutel soll den Zipp mini 2 vor Staub und Kratzer schützten. Zudem erkennt man am Boden der Verpackung einen zweiten Styroporeinsatz. Dieser sorgt ebenfalls für den nötigen Schutz und hält diesen zusammen mit dem oberen in der Mitte der Verpackung zentriert. Neben dem Zipp mini 2, befindet sich in der Verpackung noch eine Schachtel, die an dem Stecker-Symbol an der Außenseite schon andeutet, dass sich darin das Netzkabel zum Aufladen des Akkus befindet. Öffnet man schließlich den Karton, befindet sich darin das Netzteil und die beiden Stecker-Adapter für die europäische Steckdose und die Britische.
(Verpackung: 4 von 5 Punkten)
Design
Das Design des Libratone Zipp mini 2 ist zu dem seines Vorgängers großteils identisch. Das Design zu sehr zu verändern, wäre auch gar nicht nötig, denn mit ihrer Zylinderform und mit dem auffälligen Reißverschluss, der es ermöglicht, den Überzug farblich zu ändern, hatte Libratone schon mit dem Vorgängermodell ein schönes und zeitloses Gerät auf den Markt gebracht.
Falls welche von euch sich schon einmal gefragt haben, wie Libratone auf den Namen Zipp kam, dieser kommt von dem Reißverschluss. Den Überzug kann man durch diesen in sehr kurzer Zeit gegen einen anderen (andere Farbe/Material) austauschen. Die Zahl 2 stammt wie bereits eingangs erwähnt von der zweiten Version (eigentlich 3. Generation). Da gegenüber dem normalen Zipp jedoch kaum etwas verändert wurde, hat Libratone diesen Zipp 2 genannt.
Der Grundkörper des Zipp 2 besteht aus Kunststoff. Die verbauten Treiber sind durch den wechselbaren Überzug aus widerstandsfähigem Stoffgewebe verdeckt. Diesen Überzug gibt es, wie bereits erwähnt in verschieden Farben. So bietet Libratone den Zipp 2 aktuell in der Farbe Cranberry Red (die Farbe meines Testgerätes) Stormy Black, Frost Grey und Pine Green an. Es gibt im Einzelhandel jedoch auch noch weitere Bezüge in anderen Farben und Materiellen z. B. italienische Wolle, diese können für knapp 30 € aufwärts erworben werden. Für die neuen Zipp mini 2 Modelle kann problemlos die Überzüge (Cover) des normalen Zipp mini kaufen, da sich bei diesem gegenüber dem neuen Überzug und Lautsprecher nichts verändert hat. Lediglich der Libratone Anhänger am Reißverschluss ist bei den neuen aus Silikon (Kunststoff) und nicht mehr aus einem Stoffgewebe. So ist auch der neue Zipp mini 2: 22,4 cm Hoch, hat einen Durchmesser von 10 cm und bringt ein Gewicht von 1,1 KG auf die Waage.
Im Grunde hat der Zipp mini 2 die gleiche Form wie der etwas größer Zipp 2. Lediglich die Oberseite, ist beim Zipp mini 2 stärker gewölbt und hat somit eine rundere Oberseite. An diese Oberfläche ist das kleine, kreisrunde Touch-Bedienfeld eingelassen. Diese ist wie bereits beim Vorgänger dem Zipp mit dem typischen Nachtigall-Emblem versehen und das einzige Bedienelement am Libratone Zipp mini 2. Auf dieses gehe ich unter dem Punkt Bedienung näher ein. Auf der Rückseite wiederum sind die gleichen Anschlüsse wie beim Zipp 2 vorhanden. So findet man hier neben einem USB-Port, einen Klinke-Anschluss, den Netzanschluss, um den integrierten Akku aufzuladen. Zudem findet man hier der Ein-/Ausschaltknopf, um den Libratone Zipp 2 einzuschalten. Dies geschieht durch kurzes gedrückt halten des Knopfes, bis ein Ton ertönt.
(Design: 4 von 5 Punkten)
Verarbeitung
Die Verarbeitung des Libratone Zipp mini 2 ist selbstverständlich wie die des Vorgängers auf einem hohen Niveau. Der Bezug aus dem von Libratone genannten CoolWeave Meshmaterial (Textilstoff) fühlt sich sehr angenehm an und macht einen robusten und somit langlebigen Eindruck. Weiterhin ist die Transportschlaufe aus echtem Leder hergestellt und das Gehäuse ist wie bereits erwähnt aus matt-weißem Kunststoff und unter dem Überzug aus schwarzem Kunststoff gefertigt. Positiv ist auch die gummierte Unterseite, denn diese sorgt für einen sicheren und selbst bei hoher Lautstärke festen Stand.
Kommen wir zu der einzigen direkt ersichtlichen Änderung am Libratone Zipp mini 2 gegenüber dessen Vorgänger. Dabei handelt sich um die gleiche Änderung wie bereits beim größeren Zipp 2, nämlich um das Touch-Bedienfeld. Dieses ist nun nicht mehr hochglänzend, sonder ist nun matt und fühlt sich haptisch etwas angenehmer an. Zudem hat man sich hier von dem Chrom Ring darum verabschiedet. Beim Vorgängermodell störte mich noch die hochglänzende Oberfläche des Bedienfeldes ein wenig, denn dieses konnte ich bei Sonnenlicht im Freien durch die etwas störenden Spiegelungen weniger gut ablesen. Beim neuen Zipp mini 2 ist Libratone auf diesen Kritikpunkt eingegangen und hat hier auf ein wesentlich unempfindlicheres Bedienfeld gesetzt. Dieses kann in der App zudem in der Helligkeit in drei Stufen verändert werden.
(Verarbeitung: 5 von 5 Punkten)
TEIL 2
bestehend aus „Funktion des Produktes“ entspricht 65% der Gesamtwertung
Art
360-Grad Full-Room Lautsprecher
Kategorie
Lautsprecher mit integriertem Akku
Farbe
weiß/rot (Cranberry Red) weitere Farben: Stormy Black, Frost Grey, Pine Green.
Akku
Akku fest verbaut. Akkulaufzeit reicht für bis zu 12 Stunden Wiedergabe aus
Gewicht
knapp 1100 Gramm
Material
Kunststoff
Eingänge/Musikdienste
WLAN-Dualband (2,4 GHz und 5 GHz), IEEE 802.11 b/g/n/ac; AirPlay 2; DLNA (Android und Windows); SoundSpace Link; Spotify Connect, Alexa, Bluetooth 4.1 aptX; 3,5mm Klinke-Anschluss; USB-Wiedergabe Eingang/Lade Ausgang.
1x Libratone ZIPP mini 2 1x Netzteil 1x Netzteil Adapter EU 1x Netzteil Adapter UK Bedienungsanleitungen in mehreren Sprachen
Ausstattung
Eine der großen Besonderheiten der Libratone Zipp-Geräte ist weiterhin, dass diese dank den vielen wechselbaren Bezügen aus CoolWeave Meshmaterial, welche in vielen Farben erhältlich sind, sehr einfach dem eigenen Geschmack angepasst und somit personalisiert werden können. Des Weiteren bietet der Zipp mini 2 genauso wie der größere Zipp 2 einen 360° Full-Room Sound. Dieser soll jedoch gegenüber den Vorgängermodellen noch etwas besser klingen, da Libratone hier der 360° Reflektor optimiert hat. Die Wiedergabefrequenzen liegen jedoch weiterhin bei 50 Hz bis 20 kHz. Was Libratone beim Zipp mini 2 jedoch ebenfalls verbessern konnte, ist die Akkulaufzeit, denn diese soll nun für bis zu 12 Stunden aktive Nutzung reichen, nicht mehr nur für 10 Stunden.
An der praktischen Lederhandschlaufe kann der Lautsprecher ganz einfach, an den gewünschten Ort getragen werde und wenn gewünscht z. B. an einem Haken oder Ähnliches aufgehängt werden. Beim Zipp mini 2 ist die Schlaufe fest, während die beim Zipp 2 entfernt werden kann. Dies dient jedoch nur zur Einfacheren entfernen des Überzuges. Für alle Apple-Nutzer dürfte die Integration von AirPlay 2 von Vorteil sein, denn damit kann man ganz bequem die Musik vom iPhone am Zipp 2 wiedergeben und kann zudem mehrer Geräte miteinander koppeln (Multiroom). Wer wiederum kein iPhone besitzt, kann mit der SoundSpace Link Technologie bis zu 6 Lautsprecher miteinander koppeln. Somit kann man die eigene Playlist bequem in mehrere Räumen gleichzeitig abspielen, darauf gehe ich jedoch unter Bedienung noch etwas genauer ein. Übrigens über den vorhanden USB-Port kann man nicht nur Musik abspielen, sondern auch einen eventuell leeren Smartphone Akku wieder aufladen.
(Ausstattung: 4,5 von 5 Punkten)
Klang
So kommen wir zum wichtigsten Thema beim Test eines Lautsprechers, zum Klang. Dieser war ja bereits beim Vorgänger sehr gut, und konnte mich in meinem Test sehr überzeugen. Dennoch hat Libratone auch hier beim kleineren Zipp mini 2 Hand angelegt und vor allem den 360° Klang noch einmal verbessert. Doch wie ist dies dem Unternehmen gelungen?
Da der Libratone Zipp 2 von seiner Größe etwas kleiner als der normale Zipp 2 ist, bietet dieser natürlich etwas weniger Platz für die Treiber und zudem besitzt er ein geringeres Volumen. Somit ist der Klang erwartungsmässig etwas schwächer als beim Zipp 2. Libratone setzt beim Zipp mini 2 aufgrund der Größe auf 3,5“ Niederfrequenzradiatoren, welche passiv, also ohne externe Stromversorgung von dem darüber verbauten und somit nach oben abstrahlenden Tieftöner angetrieben werden. Diese Niederfrequnzradiatoren haben ein ähnliches Prinzip wie Bassreflexröhren, sorgen nämlich für klare und kräftigere Bässen, ohne dabei das von Bassreflexrohren häufig störende Geräusch der Luft, die durch die Öffnung gesaugt wird zu erzeugen. Zudem wäre beim Zipp mini 2 kein Platz für die Bassreflexrohre, da dieser, wenn er die Luft von unten ansaugt, auf Füßen stehen müsste, was einfach bescheiden aussehen würde. Die beiden Passivmembrane sind sich gegenüber angeordnet und strahlen somit ihren Klang zu den Seiten hinweg ab. Über den beiden Radiatoren befindet sich ein 3“ großer Neodymium-Tieftöner, welcher wie bereits erwähnt die beiden Radiatoren antreibt. Dieser sorgt durch die beiden Passivmembrane für den nötigen Bass und strahlt sein Klang nach oben hinweg.
Da man mit den bisher erwähnten Lautsprechern nicht wirklich ein gutes Klangbild haben würde (nur Tieftöner verbaut) sind natürlich auch Hochtöner für den Gesang und ein Teil der Instrumente nötig. Hierfür hat Libratone einen 1-Zoll großen Soft-Dome-Neodymium-Hochtöner verbaut, welcher ganz oben unter dem Touch-Bedienfeld sitz und nach unten zu der Basseinheit (Tieftöner usw.) seinen Klang wiedergibt. Dadurch entsteht natürlich keineswegs ein 360° Klang, da die Töne nur gegeneinander gestrahlt werden würden und somit von den jeweils gegenüberliegenden Membran total unterbrochen und verworfen werden würden. Somit hat sich hier Libratone etwas feines einfallen lassen, was man an den Bildern durch die Rote Farbe erkennt.
Dabei handelt es sich um einen sogenannten 360°-Reflektor. Dieser besitzt eine geschwungene Form und dient, wie der Name vermuten lässt als Schall-Reflektor. Somit trifft der Schall bzw. die Töne des Tieftöner von unten gegen den Reflektor und die des Hochtöner von oben gegen den geschwungenen 360°-Reflektor. Dieser zerstreut die Töne gezielt und vor allem gleichmassig rundum nach Außen und sorgt somit, dass der versprochene 360° Klang erzeugt wird. Dies hört sich einfach an, doch die Entwicklung der perfekten Form des 360° Reflektor nimmt sicherlich eine Zeit in Anspruch. Doch Libratone ist es hervorragend gelungen, denn der versprochen Full-Room Raumklang des Libratone Zipp mini 2 ist noch etwas besser als der des Vorgängers.
Doch nun die Frage, wie gut ist der Klang des neuen Zipp mini 2? Klanglich kann man hier nicht ganz erwarten, dass der kleine Zipp mini 2 mit seinem größeren Bruder mithalten kann. Dies liegt ja zum einem wie bereits erwähnt an der Größe und den kleineren Treibern, welche für die tiefen Töne zuständig sind. So ist der Zipp mini 2 verständlicherweise etwas Bassärmer abgestimmt. Man kann den Klang in der App zwar mit verschiedenen Klangprofilen anpassen, doch ich habe den Zipp mini 2 im neutralen Zustand, so wie ihn der Hersteller abgestimmt hat getestet. Der Bass des Zipp mini 2 ist aufgrund dessen Größe wie ich bereits erwähnt, habe etwas schwächer. Ansonsten hören sich die beiden Lautsprecher sehr ähnlich an und können bei Bedarf auch als Stereo-Paar genutzt werden.
Für einen via Akku betriebenen Speaker, der zudem einen 360°-Klang bietet, ist der Klang gut genug, um damit ein kleines Wohnzimmer oder Schlafzimmer zu beschallen. Ich bin mit der Darstellung von Gesangstimmen sehr zufrieden, diese wurden sehr sauber und ohne Verlust wiedergegeben. Auch die Höhen haben mir sehr gut gefallen, sodass diese klar und mit einer ausgewogenen Brillanz überzeugen konnten. Beim kleineren Libratone Zipp mini 2 ist mir jedoch aufgefallen, dass dieser bei etwas über 90% der Lautstärke anfängt zu übersteuern und somit geht etwas an Klangqualität verloren.
Der Vorteil der Libratone Zipp 2 Geräte ist jedoch weiterhin, dass man dieses Klangbild rund um diesen ziemlich gleichmäßig hört. Dank des 360° Reflektor werden die Töne gleichmäßig abgestrahlt und somit eignet sich der Zipp 2 perfekt, um eine keine Party im Haus oder im Freien zu beschallen.
(Klang: 3,5 von 5 Punkten)
Bedienung
[appcode appstore id461374277]
[appcode googleplay com.libratone]
Die Bedienung und somit auch die Einrichtung verläuft noch etwas leichter als beim Vorgänger. Der Zipp mini 2 führt einen nämlich wie der Zipp 2 über eine Sprachansage Schritt für Schritt durch die sehr einfache Einrichtung. So weist dieser nach dem Einschalten mit einer Männerstimme (auf Englisch) gleich drauf hin, dass der Zipp mini 2 mit dem WiFi verbunden werden soll und man hierfür die kostenlose Libratone App aus der AppStore laden soll. Die Einrichtung und Bedienung ist somit bei beiden Geräten identisch, da beide über ein identisches Touch-Bedienfeld und über die selbst App bedient werden.
Ist die App erfolgreich geladen, kann man diese wie gewohnt starten. Nun muss man ein Konto bei Libratone erstellen. Hier muss man jedoch nur die eigene E-Mail-Adresse und ein selbst ausgedachtes Passwort festlegen. Ist dies getan, erscheint der Zipp mini 2 direkt auf der Startseite, sofern ihr diesen bereits eingeschaltet habt. Nun werdet ihr gefragt, ob ihr diesen mit dem Account verbinden möchtet, und müsst anschließend diesen mit dem Wi-Fi-Netz verbinden. Dazu wird einem automatisch das WLAN-Netz mit dem euer Smartphone aktuell verbunden ist angezeigt und ihr müsst lediglich das Passwort eingeben. Ist das alles korrekt, teilt einem die Stimme freundlich mit, das der Zipp mini 2 erfolgreich mit dem WLAN verbunden wurde und einsatzbereit ist. Sollte man im Freien und somit eventuell ohne WLAN in der Nähe sein, ist dies natürlich kein Problem, denn hierfür hat Libratone den Zipp mini 2 wie bereits den Vorgänger mit Bluetooth ausgestattet. Somit kann der Zipp mini 2 auch ohne Einrichten direkt über Bluetooth mit dem Smartphone gekoppelt werden.
Den neuen Zipp mini 2 kann man wie sein großer Bruder bei Bedarf mit dem Sprachassistenten von Amazon (Alexa) gekoppelt werden. Dies ist natürlich nicht zwingend erforderlich, wer dies jedoch machen möchte, kann das tun und sich einfach mit dem Amazon Konto einloggen und schon dient der Zipp mini 2 als Echo Alternative. Anschließend kann man wie bei den Sprachassistenten üblich diesen mit zahlreichen Fragen löchern. Damit Alexa die Sprachbefehle versteht, ist der kleinere Zipp mini 2 mit 3 Fernfeld-Mikrofonen von Amazon ausgestattet. Der große Bruder besitzt 6 Mikrofone, doch bei der Verständlichkeit von Alexa konnte ich beim Zurufen keine Unterschiede feststellen. Klar ist jedoch, dass bei hoher Lautstärke Alexa weniger gut reagiert wie bei angenehm Elster Musik. Amazon stellt allen Herstellern, welche in ihren Speakern die Alexa Spracherkennung integrieren möchten, die passende Hardware (Mikrofone usw.) zur Verfügung. Dies weiß ich von verschiedenen Herstellern, was Amazon daran verdient bzw. was die Sprachsteuerungseinheit für die Hersteller kostet, wird jedoch nicht verraten.
Man kann den Libratone Zipp mini 2, wie bereits erwähnt entweder über die App, oder direkt am Touch-Bedienfeld steuern. In der App hat man natürlich den etwas umfangreicheren Funktionsumfang, denn hier kann man nicht nur das Klangbild dem eigenen Geschmack anpassen, sondern auch einen Sleep-Timer einstellen, weitere Geräte verbinden oder auch Updates durchführen. Der Aufbau der App gefällt mir ganz gut, doch für den neuen Zipp mini 2 braucht man diese eigentlich fast nur noch zum Einrichten und eventuell zum hinzufügen eines weiteren Speakers, denn alles andere geht eigentlich direkt am Zipp mini 2 selbst.
Daher erkläre ich nun das Touch-Bedienfeld etwas genauer. Dieses wurde um einige weitere Befehle erweitert und besitzt nun sechs Menüpunkte. Durch das lange drücken auf die Mitte des Touch-Bedienfeld erscheinen diese Menü-Punkte. Auf dem obersten Symbol über dem Kopf der Nachtigall, kann man die Mikros deaktivieren, sodass Alexa nicht alles mithören kann.
Betrachtet man im Uhrzeigersinn das nächste Symbol, handelt es sich hierbei um die Taste, um den Zipp 2 via Bluetooth bzw. mit dem WiFi-Netz zu koppeln. Bei dem Icon rechts unten, also das „d-Symbol mit dem Kreis“ handelt es sich um die Raum-Korrektur Taste. Drückt man diese, teilt einem die Stimme in Englisch mit, das der Zipp mini 2 nun eine Raum-Korrektur ausführt. Dies dient dazu, dass der Zipp mini 2 seinen 360° Full-Room-Sound richtig entfalten kann. Beim Einmessen richtet er sich nämlich auf die eventuellen Hindernisse ein, die den Schallweg versperren würden. Einen großen Klangunterschied konnte ich nach der Durchführung jedoch nicht feststellen. Mit der unteren Taste auf 6 Uhr, kann man sich die davor in der App festgelegten Internetradio-Sender oder z. B. auch Playlists, die man als Favorit gespeichert hat direkt mit nur einem Klick auf das Herz-Icon abspielen. Es lassen sich wie bereits beim Vorgänger bis zu sechs Favorit in der Libratone-App speichern.
Das nächste Icon auf etwa 7 Uhr, ist denjenigen, die den alten Zipp schon kennen ebenfalls bekannt. Hierbei handelt es sich um das Sound-Space-Link-Symbol, mit dieser Taste kann man mehrer Zipp Speaker koppeln. Dazu reicht es einfach die Taste am ersten Zipp 2 zu drücken und anschließend an jedem weiteren, denn man damit koppeln möchte und schon verbinden sich diese automatisch miteinander. Mit dem letzten Menü oben links kann man direkt per kurzer Berührung überprüfen, ob die Software des Zipp mini 2 aktuell ist, daher benötigt man keine App und die Stimme teilt einem gleich mit, ob es ein Update gibt oder eben nicht.
Somit kann ich ganz klar sagen, dass man mithilfe des neuen Touch-Bedienfelds den Libratone Zipp mini 2 bis auf die Ersteinrichtung komplett über dieses neue gestaltete Bedienfeld steuern kann. Man benötigt somit die App anschließend kaum noch. Achja die vom alten Modell bekannten Steuerungen sind natürlich auch noch vorhanden. So erhöht man durch berühren des Touchfelds mit dem Zeigefinger und dem kreisen im Uhrzeigersinn die Lautstärke und andersrum wird diese abgesenkt. Die Steuerung der Musik ist weiterhin über das Nachtigall-Touchbedienfeld möglich, doch die Gesten haben sich gegenüber des Vorgängers aufgrund der neuen Untermenü-Punkte verändert. Wo vorher noch Pfeiltasten vorhanden waren, ist nun das Nachtigall-Logo selbst mit verschiedenen Gesten belegt. Tippt man das Logo einmal kurz an, wird die Musik pausiert oder fortgesetzt. Tippt man zweimal hintereinander, dann gelangt man zum nächsten Titel und ein dreimaliges tippen spielt das zuletzt gespielte Lied erneut ab. Falls man einen unerwartet Anruf bekommt oder jemand mit einem reden will, kann man zudem die „Hush“ Funktion nutzen. Diese blendet die Musik kurzzeitig aus, indem man die Hand über das Touch-Bedienfeld legt.
(Bedienung: 4 von 5 Punkten)
Koppeln und Reichweite
Die Einrichtung des neuen Zipp mini 2 ist dank der gut aufgebauten App und der zusätzlichen Sprachansagen des Zipp mini 2, wirklich sehr einfach und in wenigen Minuten erledigt. Ich persönlich empfehle solange ihr bei euch oder jemand anderen Zuhause seid, die WLAN Verbindung zu bevorzugen, so habt ihr nämlich den vollen Funktionsumfang des Zipp mini 2. Alternativ könnt ihr natürlich einfach nur Bluetooth oder das neue Airplay 2 nutzen, doch für AirPlay 2 ist es ebenfalls nötig, dass sich euer Smartphone und der Zipp mini 2 im gleichen WLAN-Netz befinden. Daher bleibt im Freien ohne WiFi natürlich nur Bluetooth übrig. Bei Bluetooth setzt Libratone nicht auf 5.0, sondern 4.1 jedoch mit aptX Unterstützung.
Über WLAN und AirPlay 2 ist die Reichweite natürlich deutlich höher als mit Bluetooth. Bei der Reichweite von Bluetooth gibt Libratone keine genaue Reichweite an, doch in meinem Test unterbrach die Verbindung erst nach knapp 15 Metern. In den eigenen vier Wänden rate ich persönlich daher zur Wiedergabe über WiFi, sobald man unterwegs ist, ist Bluetooth logischerweise die bessere Wahl.
Dank der bereits genanten SoundSpace-Technologie, ist es möglich, bis zu sechs Speaker ganz einfach über die App miteinander zu verbinden. Dabei ist es egal, ob es ein großer Zipp oder ein kleiner Zipp mini ist. Somit kann man wie bereits beim Vorgängermodell mehrer Zipp Geräte koppeln, um diese bei einer Party verteilt im Raum aufzustellen oder eben die Musik in mehren Räumen wiederzugeben.
AirPlay 2 bringt gegenüber der alten Version, also AirPlay ebenfalls einige Vorteile mit sich. Auf AirPlay 2 ist Libratone sehr stolz, denn das Unternehmen war eines der ersten die Apples AirPlay 2 Technologie in einem Lautsprecher eingesetzt haben. AirPlay 2 sorgt zum einen für ein besseres Puffern der Titel. So liegt das vorladen nicht nur bei wenigen Sekunden, sonder in der gleichen Zeit wie beim alten AirPlay bei mehren Minuten. So spielt die Musik selbst weiter, auch wenn die Verbindung zum WiFi kurz abbrechen sollte. Ebenfalls neu ist die Multiroom-Steuerung, damit kann man in iOS zum ersten Mal mehrer Lautsprecher ansteuern und die Musik unterschiedlich regeln. Damit kann man die Lautstärke und alles weiter bequem über das Kontrollzentrum von iOS verändern.
(Koppeln und Reichweite: 4,5 von 5 Punkten)
Akku
An der Akkulaufzeit des neuen Zipp 2 hat Libratone wie bereits erwähnt ebenfalls geschraubt. Obwohl der Zipp mini 2 von den Abmaßen kleiner als sein großer Bruder ist, soll dieser wie Libratone angibt ebenfalls eine Akkulaufzeit von bis zu 12 Stunden aktive Nutzung bieten. In meinem Test kam ich mit dem kleinen Zipp mini 2 auf knapp 11 Stunden, doch wie immer hängt die Laufzeit natürlich von der Lautstärke ab und über welche Quelle ihr mit dem Zipp mini 2 Musik hört. Den je nachdem ob ihr Bluetooth, AirPlay 2 oder WiFi nutz, variiert die Laufzeit zudem spielt es auch eine Rolle, ob ihr einen oder mehrer Lautsprecher nutzt.
Sollte der Akku zu neige gehen, könnt ihr den Zipp mini 2 natürlich auch via Netzteil betreiben. Der Akku wird per mitgelieferten Netzteil aufgeladen. Da dieses jedoch keinen USB-Anschluss, sondern einen Rundstecker ist, muss dieses bei einer längeren Reise natürlich mitgenommen werden, damit man den Akku aufladen kann. Dieses ist natürlich durch das Netzteil deutlich größer als ein einfaches USB-Kabel und somit nimmt es in dem Rucksack, Koffer oder Ähnliches etwas mehr Platz ein. Hier wäre natürlich ein Aufladen via USB etwas besser. Mit dem mitgelieferten Ladekabel dauert es knapp 2 einhalb Stunden, bis der Akku wieder von 0 % auf 100 % aufgeladen wurde.
(Akku: 4 von 5 Punkten)
TEIL 3
bestehend aus „Preis/Leistung“ entspricht 10% der Gesamtwertung
Beschreibung
Libratone gibt an, dass die neue Zipp Generation entwickelt wurde, damit dies noch beliebter als ihre Vorgänger werden. Daher hat man auch bei Zipp mini 2 die Batterielaufzeit, die Akustik verbessert und zudem AirPlay 2 und den Sprachassistenten „Alexa“ integriert. Weiterhin hat man das von mir damals leicht bemängelte Touch-Bedienfeld verbessert und trotzdem das zeitlose elegante Design beibehalten.
Ich kann diesem Punkten soweit absolut zustimmen. Viel musst Libratone bei den neuen Zipp Geräten gegenüber dem Vorgänger nicht ändern und hat somit das Design fast identisch gelassen. Wo andere Hersteller gleich ein komplettes neues Design (Form usw.) entwickeln, hat Libratone beim Zipp mini 2 genau an den richtigen Bereichen nachgebessert und den tollen 360° Lautsprecher wie angegeben feiner abgestimmt und für einen noch besseren 360° Full-Room-Sound gesorgt.
Der Zipp mini 2 ist zwar vom Bass etwas schwächer als sein großer Bruder abgestimmt. Dies liegt jedoch an dem kleineren Gehäuse und dem daraus resultierten kleineren Volumen, welches weniger Platz für die Treiber gelassen hat. Dennoch ist der Klang der kleinen Zipp 2 sehr gut gelungen und dank der Handschlaufe kann dieser problemlos aufhängt werden. Da der Zipp mini 2 weiterhin widerstandsfähig gegen Luftfeuchtigkeit ist, kann dieser auch problemlos beim Duschen mit ins Bad gestellt werden.
Preis/Leistung
Der Preis der Libratone Zipp 2 liegt wie bereits beim Vorgänger bei 249,99€ (UVP). Daher ist er 50 € günstiger als der große Bruder. Klar ist auch dies nicht wenig Geld und am Ende muss man sich Entscheiden, ob man nicht gleich den Größeren etwas wärmer Abgestimmten Zipp 2 für 50€ mehr kaufen möchte. Jedoch erhält man selbst mit dem Zipp mini 2 einen schönen smarten Lautsprecher mit einem ganz guten Klang. Dieser ist gegenüber dem Zipp mini 2 mit 1,1 Kg etwas leichter, sodass er sich besser für den mobilen Einsatz eignet als der 1,5 KG schwere Zipp 2. Zusätzlich spielt dieser wie der Zipp 2 einen 360°-Full-Room Sound, sodass man rund um den Zipp mini 2 die Musik zu etwa 90 % identisch hört. Da Libratone nun zur bisherigen WiFi, Bluetooth und dlan Verbindung nun noch das AirPlay auf die neuste Version AirPlay 2 geupdated hat, zudem weiterhin USB und einen Klinken-Anschluss verbaut hat, kann man den Libratone Zipp 2 sehr vielseitig einsetzen.
Des Weitern wurde nun auch die Akkulaufzeit verbessert, sodass man mit einer Akkuladung bis zu 12 Stunden Musik hören kann und „Alexa“ hat als Sprachassistent ebenfalls Einzug in den Zipp mini 2 erhalten. Somit ist der neu Libratone Zipp mini 2 ein würdiger Nachfolger des alten Zipp mini und wurde genau an den richtigen Stellen verbessert.
Libratone wurde 2009 als kleines Start-up von drei dänischen Designern, die einen gemeinsamen Traum hatten, gegründet. Gemeinsam hatten die drei vor, Lautsprecher für Musikhörer des 21. Jahrhunderts zu entwickeln. Den Designern war klar, dass Ihnen das nur gelingt, wenn Sie Produkte entwerfen, die ohne lästigen Kabelsalat auskommen. So entwickelten die drei Designer ihre ersten drahtlosen Lautsprecher, die mit ihrem kraftvollen Sound und zugleich mit ihrem skandinavischen Design überzeugen konnte.
Auf das Symbol „Die Nachtigall“ kam das Unternehmen auch das berühmte Werk des dänischen Autors Hans Christian Andersen, dessen Märchen die Idee verkörpert den Klang zu befreien wie Libratone durch seine Produkte. Der Name Libratone erklärt sich auch sehr einfach, denn dieser ist aus zwei englischen Worten zusammengesetzt, „libration“(Befreiung) und „tone“(Ton), was genau sich Libratone auch zum Ziel gesetzt hat, nämlich den Klang zu befreien.
Inzwischen wird das Unternehmen vom CEO Jan McNair geführt und hat sich durch das seit 2014 in das Unternehmen eingeflossene Kapital und das Know-How der neuen Eigentümer stetig weiter entwickelt. 2015 stellt das Unternehmen seine SoundSpaces Technologie vor, welche es ermöglichte mehrere Lautsprecher ganz einfach miteinander zu verbinden. Damit war es möglich, bis zu acht Lautsprechergruppen mit je bis zu sechs Lautsprecher zu erstellen.
Ich habe euch im Juli 2017 bereits die zweite Generation der Libratone Zipp Lautsprecher vorgestellt. Zur IFA 2018 hat Libratone eine neue verbesserte Version dieser Lautsprecher vorgestellt. Zu deren größten Neuerung zähl die Unterstützung von AirPlay 2 und der Sprachassistent Alexa hat ebenfalls Einzug in den 360° Lautsprecher erhalten. Zudem hat man etwas den Klang optimiert und die Akkulaufzeit verbessert. Doch kann der neue smarte Libratone Zipp 2 ebenfalls überzeugen? Das erfahrt Ihr in diesem Testbericht.
TEIL 1
Bestehend aus „Verpackung/Design/Verarbeitung“ entspricht 25% der Gesamtwertung
Verpackung
Das Design der Verpackung von den Libratone Zipp 2 Modellen wurde gegenüber den Vorgängern grundlegend verändert. Diese ist nämlich nun nicht mehr rund, sondern rechteckig. Des Weitern sind auf der Verpackung nun auch die Lautsprecher abgebildet, was beim Vorgänger ebenfalls nicht der Fall war.
So ist auf der Vorderseite der Verpackung direkt der Speaker von der Seite betrachtet dargestellt. Bei der Farbe des abgebildeten Zipp 2 handelt es sich um die gleiche, welche auch der Zipp 2 in der Verpackung hat. So handelt es sich bei meinem Modell um den Zipp 2 in der Farbe Frost Gray (ein hellen Grauton), was man auch an den beiden seitlichen Nachtigall-Logos auf der Verpackung erkennt, denn auch diese besitzen die Farbe des Covers. Auf der Vorderseite steht über der Abbildung des Zipp 2 noch der Firmennamen und darunter der Name des Lautsprechers.
Libratone Zipp 2 20
Libratone Zipp 2 31
Libratone Zipp 2 24
Libratone Zipp 2 26
Auf der Rückseite der weißen Verpackung ist der Libratone Zipp 2 erneut abgebildet. Dieses Mal ist dieser aber einmal von vorne und daneben um 180° gedreht abgebildet. Darunter sind die wichtigsten technischen Daten wie z. B. die Akkulaufzeit und die Verbindungsmöglichkeiten zu lesen. Des Weiteren befindet sich darunter noch einige Embleme wie z. B. das Bluetooth Logo, WiFi, dlan usw. Zu guter Letzt informiert die Unterseite darüber, welche Geräte (iPhone) für die Nutzung der verschiedenen Dienste vorausgesetzt wird.
Das Öffnen der Verpackung erfolgt durch einen Aufreißstreifen an der Oberseite. Der Deckel besitzt somit einen Streifen, der durch Sollbruchstellen gezielt abgerissen werden kann. Ist dieser entfernt und die Verpackung offen, erblickt man direkt die von den Vorgänger bekannten runden Beschreibungen. Diese liegen in einem Styroporeinsatz eingelassen, der Einsatz wiederum soll den Libratone Zipp 2 währen des Transports und bei der Lagerung beim Händler vor Beschädigungen schützen. Hat man den oberen Styroporeinsatz inkl. den Beschreibungen entfernt, erblickt man den Libratone Zipp 2 sicher zentriert in einem zweiten Styroporeinsatz. Dieser sorgt ebenfalls für den nötigen Schutz und hält diesen zusammen mit dem oberen in der Mitte der Verpackung zentriert. Neben dem Zipp 2, der zusätzlich in einen Schutzbeutel eingewickelt ist, befindet sich in der Verpackung noch eine Schachtel, die an dem Stecker-Symbol an der Außenseite schon andeutet, dass sich darin das Netzkabel zum Aufladen des Akkus befindet. Öffnet man schließlich den Karton, befindet sich darin das Netzteil und die beiden Stecker-Adapter für die europäische Steckdose und die Britische.
(Verpackung: 4 von 5 Punkten)
Design
Beim Design des Libratone Zipp 2 hat sich gegenüber dem Vorgänger auf den ersten Blick nichts geändert. Dies war auch gar nicht nötig, denn bereits der Libratone Zipp war mit seiner Zylinderform und mit dem auffälligen Reißverschluss, der es ermöglicht, den Überzug farblich zu ändern ein optisch rundum schönes und zeitloses Gerät.
Für diejenigen, die noch nicht wissen, warum der Libratone Zipp 2 seinen Namen Zipp hat, dies kommt von dem Reißverschluss. Den Überzug kann man dadurch in sehr kurzer Zeit gegen einen anderen (andere Farbe/Material) austauschen. Die Zahl 2 stammt wie bereits Eingangs erwähnt von der zweiten Version (eigentlich 3. Generation), da gegenüber dem normalen Zipp jedoch kaum etwas verändert wurde, hat Libratone diesen Zipp 2 genannt.
Der Grundkörper des Zipp 2 besteht aus Kunststoff. Die verbauten Treiber sind durch den wechselbaren Überzug aus widerstandsfähigem Stoffgewebe verdeckt. Diesen Überzug gibt es, wie bereits erwähnt in verschieden Farben. So bietet Libratone den Zipp 2 aktuell in der Farbe Frost Grey (die Farbe meines Testgerätes) Stormy Black, Cranberry Red und Pine Green an. Es gibt im Einzelhandel jedoch auch noch weitere Bezüge in anderen Farben und Materiellen z. B. italienische Wolle, diese können für knapp 30 € aufwärts erworben werden. Hier kann man die Überzüge (Cover) des normalen Zipp kaufen, da sich bei diesem gegenüber dem neuen Überzug und Lautsprecher nichts verändert hat. Lediglich der Libratone Anhänger am Reißverschluss ist bei den neuen aus Silikon (Kunststoff) und nicht mehr aus einem Stoffgewebe. So ist auch der neue Zipp 2: 26,1 cm Hoch, hat einen Durchmesser von 12,2 cm und bringt ein Gewicht von 1,5 KG auf die Waage.
Auf der Oberseite ist an der angenehm anfühlenden Kunststoffoberfläche das kleine, kreisrunde Touch-Bedienfeld eingelassen. Diese ist wie bereits beim Vorgänger dem Zipp mit dem typischen Nachtigall-Emblem versehen und das einzige Bedienelement am Libratone Zipp 2. Auf dieses gehe ich unter dem Punkt Bedienung näher ein. Auf der Rückseite, im unteren Bereich sind zudem alle Anschlüsse wie der USB-Port, der Klinke-Anschluss und der Netzanschluss um den integrierten Akku aufzuladen untergebracht. Zudem findet man hier der Ein-/Ausschaltknopf um den Libratone Zipp 2 einzuschalten. Dies geschieht durch kurzes gedrückt halten des Knopfes, bis ein Ton ertönt.
(Design: 4 von 5 Punkten)
Verarbeitung
Die Verarbeitung des Libratone Zipp 2 ist selbstverständlich wie die des Vorgängers auf einem sehr hohen Niveau. Der Bezug aus dem von Libratone genannten CoolWeave Meshmaterial (Textilstoff) fühlt sich sehr angenehm an und macht einen robusten und somit langlebigen Eindruck. Weiterhin ist die Transportschlaufe aus echtem Leder hergestellt und das Gehäuse ist wie bereits erwähnt aus matt-weißem Kunststoff und unter dem Überzug aus schwarzem Kunststoff gefertigt. Positiv ist auch die gummierte Unterseite, denn diese sorgt für einen sicheren und selbst bei hoher Lautstärke festen Stand.
Kommen wir zu der einzigen direkt ersichtlichen Änderung am Libratone Zipp 2 gegenüber dessen Vorgänger. Es handelt sich hierbei um das Touch-Bedienfeld an der Oberseite. Denn dieses ist nun nicht mehr hochglänzend, sonder ist nun leicht matt und fühlt sich haptisch etwas angenehmer an. Zudem hat man sich hier von dem Chrom Ring darum verabschiedet. Beim Vorgängermodell störte mich noch die hochglänzende Oberfläche des Bedienfeldes ein wenig, denn dieses konnte ich bei Sonnenlicht im Freien durch die etwas störenden Spiegelungen weniger gut ablesen. Beim neuen Zipp 2 ist Libratone auf diesen Kritikpunkt eingegangen und hat hier auf ein wesentlich unempfindlicheres Bedienfeld gesetzt. Dieses kann in der App zudem in der Helligkeit in drei Stufen verändert werden.
(Verarbeitung: 5 von 5 Punkten)
TEIL 2
bestehend aus „Funktion des Produktes“ entspricht 65% der Gesamtwertung
Art
360-Grad Full-Room Lautsprecher
Kategorie
Lautsprecher mit integriertem Akku
Farbe
weiß/grau (Frost Grey) weitere Farben: Stormy Black, Cranberry Red, Pine Green.
Akku
Akku fest verbaut. Akkulaufzeit reicht für bis zu 12 Stunden Wiedergabe aus
Gewicht
knapp 1500 Gramm
Material
Kunststoff
Eingänge/Musikdienste
WLAN-Dualband (2,4 GHz und 5 GHz), IEEE 802.11 b/g/n/ac; AirPlay 2; DLNA (Android und Windows); SoundSpace Link; Spotify Connect, Alexa, Bluetooth 4.1 aptX; 3,5mm Klinke-Anschluss; USB-Wiedergabe Eingang/Lade Ausgang.
1x Libratone ZIPP 2 1x Netzteil 1x Netzteil Adapter EU 1x Netzteil Adapter UK Bedienungsanleitungen in mehreren Sprachen
Ausstattung
Eine der großen Besonderheiten der Libratone Zipp-Geräte ist weiterhin, dass diese dank den vielen wechselbaren Bezügen aus CoolWeave Meshmaterial, welche in vielen Farben erhältlich sind, sehr einfach dem eigenen Geschmack angepasst und somit personalisiert werden können. Des Weiteren bietet der Zipp 2 wie bereits sein Vorgänger einen 360° Full-Room Sound, der jedoch laut den Angaben von Libratone noch besser klingen soll. Die Wiedergabefrequenzen liegen jedoch weiterhin bei 50 Hz bis 20 kHz. Was Libratone beim Zipp 2 jedoch ebenfalls verbessern konnte, ist die Akkulaufzeit, denn diese soll nun für bis zu 12 Stunden aktive Nutzung reichen, nicht mehr nur für 10 Stunden.
An der praktischen Lederhandschlaufe kann der Lautsprecher ganz einfach, an den gewünschten Ort getragen werde und wenn gewünscht z. B. an einem Haken oder ähnliches aufgehängt werden. Für alle Apple-Nutzer dürfte die Integration von AirPlay 2 von Vorteil sein, denn damit kann man ganz bequem die Musik vom iPhone am Zipp 2 wiedergeben und kann zudem mehrer Geräte miteinander koppeln (Multiroom). Wer wiederum kein iPhone besitzt, kann mit der SoundSpace Link Technologie bis zu 6 Lautsprecher miteinander koppeln. Somit kann man die eigene Playlist bequem in mehrere Räumen gleichzeitig abspielen, darauf gehe ich jedoch unter Bedienung noch etwas genauer ein. Übrigens über den vorhanden USB-Port kann man nicht nur Musik abspielen, sondern auch einen eventuell leeren Smartphone Akku wieder aufladen.
(Ausstattung: 4,5 von 5 Punkten)
Klang
So kommen wir zum wichtigsten Thema beim Test eines Lautsprechers, zum Klang. Dieser war ja bereits beim Vorgänger sehr gut, und konnte mich in meinem Test sehr überzeugen. Dennoch hat Libratone hier erneut Hand angelegt und vor allem den 360° Klang noch einmal verbessert. Doch wie ist dies dem Unternehmen gelungen?
Libratone setzt erneut auf 4“ Niederfrequenzradiatoren, welche passiv, also ohne externe Stromversorgung von dem darüber verbauten und somit nach oben abstrahlenden Tieftöner angetrieben werden. Diese Niederfrequnzradiatoren haben ein ähnliches Prinzip wie Bassreflexröhren, sorgen nämlich für klare und kräftigere Bässen, ohne dabei das von Bassreflexröhren häufig störende Geräusch der Luft, die durch die Öffnung gesaugt wird zu erzeugen. Zudem wäre beim Zipp 2 kein Platz für die Bassreflexrohre, da dieser, wenn er die Luft von unten ansaugt, auf Füßen stehen müsste, was einfach bescheiden aussehen würde. Die beiden Passivmembrane sind sich gegenüber angeordnet und strahlen somit ihren Klang zu den Seiten hinweg ab. Wie bereits erwähnt befindet sich im Gehäuse über den Membranen der 4“ große Neodymium-Tieftöner. Dieser sorgt durch die beiden Passivmembrane für den nötigen Bass und strahlt sein Klang nach oben hinweg.
Da man mit den bisher erwähnten Lautsprechern nicht wirklich ein gutes Klangbild haben würde (nur Tieftöner verbaut) sind natürlich auch Hochtöner für den Gesang und ein Teil der Instrumente nötig. Hierfür hat Libratone einen 1-Zoll großen Soft-Dome-Neodymium-Hochtöner verbaut, welcher ganz oben unter dem Touch-Bedienfeld sitz und nach unten zu der Basseinheit (Tieftöner usw.) seinen Klang wiedergibt. Dadurch entsteht natürlich keineswegs ein 360° Klang, da die Töne nur gegeneinander gestrahlt werden würden und somit von den jeweils gegenüberliegenden Membran total unterbrochen und verworfen werden würden. Somit hat sich hier Libratone etwas feines einfallen lassen, was man an den Bildern durch die Rote Farbe erkennt.
Dabei handelt es sich um einen sogenannten 360°-Reflektor. Dieser besitzt eine geschwungene Form und dient, wie der Name vermuten lässt als Schall-Reflektor. Somit trifft der Schall bzw. die Töne des Tieftöner von unten gegen den Reflektor und die des Hochtöner von oben gegen den geschwungenen 360°-Reflektor. Dieser zerstreut die Töne gezielt und vor allem gleichmassig rundum nach Außen und sorgt somit, dass der versprochene 360° Klang erzeugt wird. Dies hört sich einfach an, doch die Entwicklung der perfekten Form des 360° Reflektor nimmt sicherlich eine Zeit in Anspruch. Doch Libratone ist es hervorragend gelungen, denn der versprochen Full-Room Raumklang des Libratone Zipp 2 ist noch etwas besser als der des Vorgängers.
Doch nun die Frage, wie gut ist der Klang des neuen Zipp 2? Generell kann ich sagen, dass das Klangbild von Libratone aus sehr gut abgestimmt wurde. Wem dieses jedoch nicht zusagen sollte, kann dies in der App mit verschiedenen Klangprofilen anpassen. Der Bass des Zipp 2 klingt aufgrund dessen Größe zwar nicht so gut wie bei einem voluminöseren Lautsprecher, doch zum einen handelt es sich schließlich um ein via Akku betriebenen Speaker, der zudem einen 360°-Klang bietet. Aufgrund seiner Größe (Volumen) war ich dennoch überrascht, wie knackig und Präzise dieser den Bass wiedergegeben hat. Aufgrund der beiden Passivmembrane und des 4-Zoll Tieftöners neigt der Zipp 2 jedoch, etwas wärmer abgestimmt zu sein, sodass die Mitten leider etwas kürzer kommen und so etwas an Kraft verlieren. Dennoch bin ich mit der Darstellung von Gesangstimmen sehr zufrieden und diese wurden sehr sauber und ohne Verlust wiedergegeben. Die Höhen wiederum haben mir sehr gut gefallen, sodass diese klar und mit einer ausgewogenen Brillanz überzeugen konnten.
Das tolle am Zipp 2 ist, dass man dieses Klangbild rund um diesen ziemlich gleichmäßig hört. Dank des 360° Reflektor werden die Töne gleichmäßig abgestrahlt und somit eignet sich der Zipp 2 perfekt, um eine keine Party im Haus oder im Freien zu beschallen. Sollte einem ein Zipp 2 nicht ausreichen, kann dieser ja ganz einfach mit weiteren gekoppelt werden und sogar als Stereo-Paar betrieben werden.
(Klang: 4 von 5 Punkten)
Bedienung
[appcode appstore id461374277]
[appcode googleplay com.libratone]
Die Bedienung und somit auch die Einrichtung verläuft noch etwas leichter als beim Vorgänger. Der Zipp 2 führt einen nämlich über eine Sprachansage Schritt für Schritt durch die sehr einfache Einrichtung. So weist dieser nach dem Einschalten mit einer Männerstimme (auf Englisch) gleich drauf hin, dass der Zipp 2 mit dem WiFi verbunden werden soll und man hierfür die kostenlose Libratone App aus der AppStore laden soll.
Ist die App erfolgreich geladen, kann man diese wie gewohnt starten. Nun muss man ein Konto bei Libratone erstellen. Ja richtig, den ein oder anderen wird dies eventuell stören, doch man muss lediglich die eigenen E-Mail-Adresse und ein selbst ausgedachtes Passwort festlegen. Ist dies getan, erscheint der Zipp 2 direkt auf der Startseite, sofern ihr diesen bereits eingeschaltet habt. Nun werdet ihr gefragt, ob ihr diesen mit dem Account verbinden möchtet, und müsst anschließend diesen mit dem Wi-Fi-Netz verbinden. Dazu wird einem automatisch das WLAN-Netz mit dem euer Smartphone aktuell verbunden ist angezeigt und ihr müsst lediglich das Passwort eingeben. Ist das alles korrekt, teilt einem die Stimme freundlich mit, das der Zipp 2 erfolgreich mit dem WLAN verbunden wurde und einsatzbereit ist. Sollte man im Freien und somit eventuell ohne WLAN in der Nähe sein, ist dies natürlich kein Problem, denn hierfür hat Libratone den Zipp 2 wie bereits den Vorgänger mit Bluetooth ausgestattet. Somit kann der Zipp 2 auch ohne Einrichten direkt über Bluetooth mit dem Smartphone gekoppelt werden.
Den neuen Zipp 2 kann man bei Bedarf auch mit dem Sprachassistenten von Amazon (Alexa) koppeln. Dies ist natürlich nicht zwingend erforderlich, wer dies jedoch machen möchte, kann das tun und sich einfach mit dem Amazon Konto einloggen und schon dient der Zipp 2 als Echo Alternative. Anschließend kann man durch „Alexa“ sagen, diese mit zahlreichen Fragen löchern. Damit Alexa die Sprachbefehle versteht, ist der Zipp 2 mit 6 Fernfeld-Mikrofonen von Amazon ausgestattet. Amazon stellt allen Herstellern, welche in ihren Speakern die Alexa Spracherkennung integrieren möchten, die passende Hardware (Mikrofone usw.) zur Verfügung. Dies weiß ich von verschiedenen Herstellern, was Amazon daran verdient bzw. was die Sprachsteuerungseinheit für die Hersteller kostet, wird jedoch nicht verraten.
Man kann den Libratone Zipp 2, wie bereits erwähnt entweder über die App, oder direkt am Touch-Bedienfeld steuern. In der App hat man natürlich den etwas umfangreicheren Funktionsumfang, denn hier kann man nicht nur das Klangbild dem eigenen Geschmack anpassen, sondern auch einen Sleep-Timer einstellen, weitere Geräte verbinden oder auch Updates durchführen. Der Aufbau der App gefällt mir ganz gut, doch für den neuen Zipp 2 braucht man diese eigentlich fast nur noch zum Einrichten und eventuell zum hinzufügen eines weiteren Speakers, denn alles andere geht eigentlich direkt am Zipp 2 selbst.
Daher erkläre ich nun das Touch-Bedienfeld etwas genauer. Dieses wurde um einige weitere Befehle erweitert und besitzt nun sechs Menüpunkte. Durch das lange drücken auf die Mitte des Touch-Bedienfeld erscheinen diese Menü-Punkte. Auf dem obersten Symbol über dem Kopf der Nachtigall, kann man die Mikros deaktivieren, sodass Alexa nicht alles mithören kann.
Betrachtet man im Uhrzeigersinn das nächste Symbol, handelt es sich hierbei um die Taste, um den Zipp 2 via Bluetooth bzw. mit dem WiFi-Netz zu koppeln. Bei dem Icon rechts unten, also das „d-Symbol mit dem Kreis“ handelt es sich um die Raum-Korrektur Taste. Drückt man diese, teilt einem die Stimme in Englisch mit, das der Zipp 2 nun eine Raum-Korrektur ausführt. Dies dient dazu, dass der Zipp 2 seinen 360° Full-Room-Sound richtig entfalten kann. Beim Einmessen richtet er sich nämlich auf die eventuellen Hindernisse ein, die den Schallweg versperren würden. Einen großen Klangunterschied konnte ich nach der Durchführung jedoch nicht feststellen. Mit der unteren Taste auf 6 Uhr, kann man sich die davor in der App festgelegten Internetradio-Sender oder z. B. auch Playlists, die man als Favorit gespeichert hat direkt mit nur einem Klick auf das Herz-Icon abspielen. Es lassen sich wie bereits beim Vorgänger bis zu sechs Favorit in der Libratone-App speichern.
Das nächste Icon auf etwa 7 Uhr, ist denjenigen, die den alten Zipp schon kennen ebenfalls bekannt. Hierbei handelt es sich um das Sound-Space-Link-Symbol, mit dieser Taste kann man mehrer Zipp Speaker koppeln. Dazu reicht es einfach die Taste am ersten Zipp 2 zu drücken und anschließend an jedem weiteren, denn man damit koppeln möchte und schon verbinden sich diese automatisch miteinander. Mit dem letzten Menü oben links kann man direkt per kurzer Berührung überprüfen, ob die Software des Zipp 2 aktuell ist, daher benötigt man keine App und die Stimme teilt einem gleich mit, ob es ein Update gibt oder eben nicht.
Somit kann ich ganz klar sagen, dass man mithilfe des neuen Touch-Bedienfelds den Libratone Zipp 2 bis auf die Ersteinrichtung komplett über dieses neue gestaltete Bedienfeld steuern kann. Man benötigt somit die App anschließend kaum noch. Achja die vom alten Modell bekannten Steuerungen sind natürlich auch noch vorhanden. So erhöht man durch berühren des Touchfelds mit dem Zeigefinger und dem kreisen im Uhrzeigersinn die Lautstärke und andersrum wird diese abgesenkt. Die Steuerung der Musik ist weiterhin über das Nachtigall-Touchbedienfeld möglich, doch die Gesten haben sich gegenüber des Vorgängers aufgrund der neuen Untermenü-Punkte verändert. Wo vorher noch Pfeiltasten vorhanden waren, ist nun das Nachtigall-Logo selbst mit verschiedenen Gesten belegt. Tippt man das Logo einmal kurz an, wird die Musik pausiert oder fortgesetzt. Tippt man zweimal hintereinander, dann gelangt man zum nächsten Titel und ein dreimaliges tippen spielt das zuletzt gespielte Lied erneut ab. Falls man einen unerwartet Anruf bekommt oder jemand mit einem reden will, kann man zudem die „Hush“ Funktion nutzen. Diese blendet die Musik kurzzeitig aus, indem man die Hand über das Touch-Bedienfeld legt.
(Bedienung: 4 von 5 Punkten)
Koppeln und Reichweite
Dank der meiner Meinung nach gut aufgebauten App und der zusätzlichen Sprachansagen des Zipp 2, ist die Einrichtung des Libratone Zipp 2 wirklich sehr einfach und in wenigen Minuten erledigt. Ich persönlich empfehle solange ihr bei euch oder jemand anderen Zuhause seid, die WLAN Verbindung zu bevorzugen, so habt ihr nämlich den vollen Funktionsumfang des Zipp 2. Alternativ könnt ihr natürlich einfach nur Bluetooth oder das neue Airplay 2 nutzen, doch für AirPlay 2 ist es ebenfalls nötig, dass sich euer Smartphone und der Zipp 2 im gleichen WLAN-Netz befinden. Daher bleibt im Freien ohne WiFi natürlich nur Bluetooth übrig. Bei Bluetooth setzt Libratone nicht auf 5.0, sondern 4.1 jedoch mit aptX Unterstützung.
Über WLAN und AirPlay 2 ist die Reichweite natürlich deutlich höher als mit Bluetooth. Bei der Reichweite von Bluetooth gibt Libratone keine genaue Reichweite an, doch in meinem Test unterbrach die Verbindung erst nach knapp 15 Metern. In den eigenen vier Wänden rate ich persönlich daher zur Wiedergabe über WiFi, sobald man unterwegs ist, ist Bluetooth logischerweise die bessere Wahl.
Dank der bereits genanten SoundSpace-Technologie, ist es möglich, bis zu sechs Speaker ganz einfach über die App miteinander zu verbinden. Somit kann man wie bereits beim Vorgängermodell mehrer Zipp Geräte koppeln, um diese bei einer Party verteilt im Raum aufzustellen oder eben die Musik in mehren Räumen wiederzugeben.
AirPlay 2 bringt gegenüber der alten Version, also AirPlay ebenfalls einige Vorteile mit sich. Auf AirPlay 2 ist Libratone sehr stolz, denn das Unternehmen war eines der ersten die Apples AirPlay 2 Technologie in einem Lautsprecher eingesetzt haben. AirPlay 2 sorgt zum einen für ein besseres Puffern der Titel. So liegt das vorladen nicht nur bei wenigen Sekunden, sonder in der gleichen Zeit wie beim alten AirPlay bei mehren Minuten. So spielt die Musik selbst weiter, auch wenn die Verbindung zum WiFi kurz abbrechen sollte. Ebenfalls neu ist die Multiroom-Steuerung, damit kann man in iOS zum ersten Mal mehrer Lautsprecher ansteuern und die Musik unterschiedlich regeln. Damit kann man die Lautstärke und alles weiter bequem über das Kontrollzentrum von iOS verändern.
(Koppeln und Reichweite: 4,5 von 5 Punkten)
Akku
An der Akkulaufzeit des neuen Zipp 2 hat Libratone wie bereits erwähnt ebenfalls geschraubt. Die Akkulaufzeit soll nun bis zu 12 Stunden aktive Nutzung ermöglichen. In meinem Test kam ich auf knapp 11 Stunden, doch wie immer hängt die Laufzeit natürlich von der Lautstärke ab und über welche Quelle ihr mit dem Zipp 2 Musik hört. Den je nachdem ob ihr Bluetooth, AirPlay 2 oder WiFi nutz, variiert die Laufzeit. Zudem spielt es auch eine Rolle, ob ihr einen oder mehrer Lautsprecher nutzt.
Sollte der Akku zu neige gehen, könnt ihr den Zipp 2 natürlich auch via Netzteil betreiben. Da dieses jedoch keinen USB-Anschluss, sondern einen Rundstecker ist, muss dieses bei einer längeren Reise natürlich mitgenommen werden, damit man den Akku aufladen kann. Dieses ist natürlich durch das Netzteil deutlich größer als ein einfaches USB-Kabel und somit nimmt es in dem Rucksack, Koffer oder ähnliches etwas mehr Platz ein. Hier wäre natürlich ein Aufladen via USB etwas besser. Mit dem mitgelieferten Ladekabel dauert es knapp 2 einhalb Stunden, bis der Akku wieder von 0 % auf 100 % aufgeladen wurde.
(Akku: 4 von 5 Punkten)
TEIL 3
bestehend aus „Preis/Leistung“ entspricht 10% der Gesamtwertung
Beschreibung
Libratone gibt an, dass der Zipp 2 entwickelt wurde, damit dieser noch beliebter als der Vorgänger wird. Daher hat man die Batterielaufzeit, die Akustik verbessert und zudem AirPlay 2 und den Sprachassistenten „Alexa“ integriert. Weiterhin hat man das von mir damals leicht bemängelte Touch-Bedienfeld verbessert und trotzdem das zeitlose elegante Design beibehalten.
Ich kann diesem Punkten soweit absolut zustimmen. Viel musst Libratone gegenüber dem Vorgänger nicht ändern und hat somit das Design fast identisch gelassen. Wo andere Hersteller gleich ein komplettes neues Design (Form usw.) entwickeln, hat Libratone beim Zipp 2 genau an den richtigen Stellen nachgebessert und den tollen 360° Lautsprecher wie angegeben Klanglich feiner abgestimmt und für einen noch besseren 360° Full-Room-Sound gesorgt.
Egal wo der Libratone Zipp 2 hinstellt und auch per Handschlaufe aufhängt, fällt dieser auf und sorgt für einen guten Sound. Da der Zipp 2 weiterhin widerstandsfähig gegen Luftfeuchtigkeit ist, kann dieser auch problemlos ins Badezimmer gestellt werden. Mit unter die Dusche sollte man den Zipp 2 jedoch nicht nehmen, da dieser nicht wasserfest ist.
Preis/Leistung
Der Preis der Libratone Zipp 2 liegt wie bereits beim Vorgänger bei 299,99€ (UVP). Klar ist dies auf den ersten Blick viel Geld. Doch dafür erhält man einen smarten Lautsprecher mit einem ganz guten Klang. Zusätzlich spielt dieser wie bereits der Vorgänger einen 360°-Full-Room Sound, sodass man rund um den Zipp 2 die Musik zu etwa 90 % identisch hört. Da Libratone nun zur bisherigen WiFi, Bluetooth und dlan-Verbindung nun noch das AirPlay auf die neuste Version AirPlay 2 geupdated hat, ist der Libratone Zipp 2 sehr vielseitig einsetzbar. Wer lieber auf eine kabelgebunden Verbindung setzt, ist mit dem Zipp 2 ebenfalls gut bedient, denn an der Rückseite sind weiterhin ein USB- und einen Klinken-Anschluss verbaut.
Des Weitern wurde nun auch die Akkulaufzeit verbessert, sodass man mit einer Akkuladung bis zu 12 Stunden Musik hören kann und „Alexa“ hat als Sprachassistent ebenfalls Einzug in den Zipp 2 erhalten. Somit ist der neu Libratone Zipp 2 ein würdiger Nachfolger des alten Zipp und wurde genau an den richtigen Stellen verbessert.
BQ ist ein Markenname des Unternehmen Mundo Reader S.L. welches seinen Sitz in Madrid, Spanien hat. BQ fertigt neben Smartphones und Tablets auch 3D-Drucker und Lern-Roboter. Die ersten E-Book-Reader kamen zu Weihnachten im Jahr 2009 unter der damaligen Marke „booq“ auf den spanischen Markt. Mit diesen war das Unternehmen erfolgreich und stieg 2010 in den Tablet-Markt ein und änderte zeitgleich den Namen auf BQ um. Damit wollte das Unternehmen symbolisieren, das es nicht nur Bücher und E-Book-Reader verkauft. Im Jahre 2011 und 2012 wuchs die Marke immer mehr und wurde in Spanien sehr erfolgreich, sodass BQ in dem Heimatland zur zweithäufigsten verkauften Marke für E-Reader und Tablets wurde.
Im Frühjahr 2013 erschien mit dem Aquaris das erste Smartphone aus dem Hause BQ und bereits ein Jahr später wurde das BQ Aquaris E5 das in Spanien meistverkaufte Smartphone ohne Vertragsanbindung. Inzwischen gibt es von BQ verschiedene Smartphone Serien, zu diesen gehören die Aquaris E-Serie, M-Serie U-Serie und die X-Serie.
In dem heutigen Testbericht möchte ich euch das BQ Aquaris X2 Pro vorstellen, welches im Sommer 2018 vorgestellt wurde. Beim Aquaris X2 Pro handelt es sich um ein Mittelklasse-Smartphone, welches mit einer Dual-Hauptkamera ausgestattet ist und auf dem Android One als Betriebssystem läuft. Es handelt sich dabei zwar um das best ausgestattete Modell aus dem Hause BQ, doch im Flaggschiff-Markt möchten die Spanier damit nicht mitmischen. Wie sich das BQ Aquaris X2 Pro im Alltag schlägt und wie gut es in den Benchmark und Kamera-Test abschneidet, das erfahrt ihr in folgendem Testbericht.
TEIL 1
Bestehend aus „Verpackung/Design/Verarbeitung“ entspricht 25% der Gesamtwertung
Verpackung
Die weiße Verpackung des BQ Aquaris X2 Pro überzeugt mit einem tollen, aber dennoch schlicht gehalten Design. Die Verpackung ist anders, als es mittlerweile einige der großen Smartphone Hersteller machen, mit deutlich mehr technischen Daten zum Gerät versehen.
Es handelt sich hierbei um eine zweiteilige Verpackung. Diese besteht aus zwei einzelnen weißen Elementen (Deckel und Boden) und einem Zwischenelement aus schwarzer Kartonage. Die schwarze Kartonage ist jedoch fest mit dem Unterteil verklebt und sticht im geschlossenen Zustand mit einem Spalt von knapp 3 mm rundum hervor. Dies lockert das Design der Verpackung sehr auf und gefällt mir sehr gut.
Auf der Oberseite der Verpackung erblickt man direkt das große „X“ welches für die Serie des Smartphones steht. Zudem steht direkt in grauer Schrift darunter der Name des Smartphones und das dieses mit Android One als Betriebssystem ausgestattet wurde. Darüber wird man aber auch an der linken und rechten unteren hälfte der Verpackung informiert, denn auch hier prangt der Android One Schriftzug. An der rechter unter Ecke, sowie der linken unter Kante sieht man dezent das BQ-Logo und der längliche Aufkleber, der von der linken Seite zur Mitte des Deckels verläuft, informiert zum einen über die Farbe des Gerätes und den Flash-Speicher, sowie der RAM (Arbeitsspeicher).
Auf der Rückseite liest man die wichtigsten technischen Daten des Smartphones, sieht verschiedene Siegel und wird über den Hersteller BQ informiert. So wünsche ich mir dies eigentlich von jedem Hersteller. Man erfährt hier unter anderem, dass das BQ Aquaris X2 Pro ein 5,65 Zoll FHD-Display, eine Dual-Kamera und Stereo-Sound besitzt, aber auch Quick Charge 4+ wird beim Aufladen des Akkus unterstützt. Natürlich verrät die Rückseite noch über weitere Ausstattungsmerkmale des Smartphones, doch diese möchte ich euch nicht alle unter dem Punkt „Verpackung“ auflisten.
Entfernt man den Decken der Verpackung, kommt direkt das BQ Aquaris X2 Pro zum Vorschein. Dieses befindet sich normalerweise in einer Schutzfolie, welches das Gerät vor Kratzern schützen soll. Doch da es sich bei meinem Gerät um ein Testgerät handelt, wurde diese Folie bereits entfernt. Das Smartphone welches ihr erhaltet, lässt sich dann ganz einfach an der Lasche an der Oberseite der Folie aus der Verpackung herausziehen. Ist das Smartphone aus der Verpackung entnommen, kann man an einer weiteren Lasche an der Oberseite den Zwischenboden entnehmen. In dem Zwischenboden bzw. der schwarzen Kartonage, befinden sich im inneren neben dem Garantieheft in mehren Sprachen auch das SIM-Tool.
Unter der Pappschachtel befindet sich noch weiterer Zubehör. Dieser ist in zwei Bereich eingeteilt und mit einem kleinen Symbol versehen, sodass man gleich erkennt, worunter sich was befindet. Im unteren Fach versteckt sich somit das 18 Watt Qualcomm Quick Charge 3.0 Netzteil, und im oberen Fach das USB-C Ladekabel. Kopfhörer legt BQ dem Aquaris X2 Pro nicht bei, dies finde ich aber gar nicht so schlimm, denn zum einen halte ich von den mitgelieferten Kopfhörern von Mittelklasse-Smartphones selten etwas, da diese nicht sonderlich Klingen und zudem habe ich meine Lieblingskopfhörer, die ich gerne an jedem Gerät nutze.
(Verpackung: 4 von 5 Punkten)
Design
BQ bietet das Aquaris X2 Pro aktuell in drei Farben an. Neben dem Testgerät von mir, welches die Farbe Schwarz hat, gibt es noch die Farben: Silber und Weiß.
Das BQ Aquaris X2 Pro kommt in einer schlichten Designsprache daher. Dadurch fällt es nicht direkt wie z. B. ein Mate 20 in der Farbe Twilight auf, aber beim Design kann man sicherlich nicht von langweilig reden. Das Smartphone wurde für die heutige Zeit typisch hauptsächlich aus Glas und Aluminium gefertigt. So ist nicht nur das Display durch Glas gegen Kratzer geschützt, sondern auch die Rückseite. Nur kurz erwähnt, beim BQ Aquaris X2 kommt auf der Rückseite hingegen lediglich Kunststoff zum Einsatz. Das Aquaris X2 Pro besitzt ein Display mit einer Bildschirmdiagonale von 5,65, was sicherlich einige freuen dürfte, denn nicht jeder ist ein Fan von Smartphones mit einem Display über 6 Zoll. Daher ist das BQ Aquaris vor allem für Leute ein interessantes Gerät, die ein „kompaktes“ Gerät mit Android suchen. Kompakt setze ich hier nur in Anführungszeichen, da es für die heutige Zeit kompakt ist. Vor einigen Jahren war ein 4 Zoll Display aufwärts noch groß, und nun ist erst bei 6 Zoll und größer die Rede von groß.
Die Rückseite ist zu den Seiten leicht abgerundet, sodass das Gerät gut in der Handfläche liegt. Für diejenigen die kein Fan eines Notch sind, werden sich beim BQ Aquaris freuen, denn diesen sucht man hier vergebens. Dennoch fallen die Ränder des Aquaris X2 Pro angenehm schmal aus und sind lediglich an den Seiten 1,5 mm und oben und unten 10 mm breit. Das Display kommt in dem klassischen 18:9 oder wie auch genannt, einem 2:1 Formfaktor daher. Trotz des Randes im unteren Bereich, hat BQ hier keine Sensor-Tasten integriert, sondern auf direkt Touch-Tasten im Display.
Betrachtet man die Vorderseite, fallen einem im Oberen Bereich des Displayrands, die Hörmuschel, die Frontkamera und direkt daneben ein LED-Blitz auf. Ganz untypisch für ein Mittelklasse-Smartphone ist hier, das es sich bei der Hörmuschel auch gleichzeitig um ein Lautsprecher handelt, der zusammen mit dem Lautsprecher an der Unterseite rechts unter ein Stereo-Sound erzeugt. Dies muss ich BQ auf jeden Fall positiv anrechnen, denn dies bietet kaum ein anderer Hersteller in der Preisklasse unter 400€. Wenn wir schon bei der Unterseite sind, schauen wir uns diese genauer an. Hier setzt man nämlich noch auf den 3,5 mm Klinken-Anschluss und erfreulicherweise auf den aktuellen USB-Typ-C Anschluss zum Aufladen des Akkus. Dabei handelt es sich sogar um die Version 3.1. Zwischen USB-C und Klinke-Buchse versteckt sich noch ein kleines Mikrofon, welches unter anderem für Telefonate verwendet wird. Ein weiteres Mikro, das für Aufnahmen von Videos genutzt wird, befindet sich an der Oberseite. Neben der Hörmuschel, Kamera und den LED-Blitz findet man hinter dem Rahmen am Displayrand natürlich auch noch den Umgebungslichtsensor, Annäherungssensor usw.
Die Frontkamera wird lediglich für Selfies genutzt, somit ist eine Gesichtsentsperrung nicht mit an Bord. Dafür kann das BQ Aquaris X2 Pro klassisch über ein Entsperrungsmuster oder den Fingerabdrucksensor entsperrt werden. Der Sensor hierfür befindet sich direkt auf Zeigefingerhöhe auf der Rückseite des Smartphones. Hier ist zudem wie beim iPhone X eine Dual-Kamera in einem länglichen Plateau untergebracht, welches knapp 1 mm hervorsteht und durch Glas geschützt wird. Etwas unterhalb des Kamera-Moduls befindet sich der Dual-True-Tone Blitz.
Betrachtet man die rechte Seite des Aquaris X2 Pro, ist hier wie bei eigentlich fast jedem Android-Smartphone die Power-Taste und die Lauter-/Leiser-Wippe untergebracht. Beide Tasten bestehen hier ebenfalls aus Aluminium und besitzen einen angenehmen Druckpunkt. Auf der linken Seite gegenüber versteckt sich zu guter Letzt noch der SIM-Karten Slot. In den Sim-Karten Slot können entweder zwei Nano-SIM Karten oder eine Nano-SIM und eine micro-SD Speicherkarte mit einer maximalen Kapazität von 256 GB eingesetzt werden.
Die Abmessungen des BQ Aquaris betragen übrigens: 150,7 x 72,3 x 8,35 mm, dadurch ist das Gerät wie bereits erwähnt „kompakt“ gehalten und wiegt knapp 168 Gramm. Leider lassen sich an der Glasrückseite kaum Fingerabdrücke vermeiden. Dies ist eben einer der großen Nachteile einer hochglänzenden Glasoberfläche. Der zweite Nachteil, dass ein Smartphone mit Glasrückseite gerne aus den Händen gleitet, hat das BQ Aquaris X2 Pro zwar auch, doch durch die etwas rauere Oberfläche des Aluminium-Rahmens, hält sich dies in Grenzen. Vollkommen Abhilfe schafft hier jedoch typischerweise nur ein Smartphone-Case.
(Design: 3,5 von 5 Punkten)
Verarbeitung
Bei der Verarbeitung des Aquaris X2 Pro hat der spanische Hersteller BQ akzeptable Arbeit geleistet. Das Smartphone kann im Großen und Ganzen mit einer guten Verarbeitung Punkten. Die zu den Rändern gebogenen Glasrückseite geht mit einem leichten Absatz in den Metallrahmen über, doch dies ist so gewollt und rundum auf der Rückseite gleichmäßig. Die Antennen-Aussparungen welche an mehren Stellen durch die schwarzen Unterbrechungen im Aluminium-Rahmen ersichtlich sind, stehen jedoch leider unterschiedlich hervor. So sind bei meinem Testgerät die beiden Antennenstreifen an der rechten oberen Ecke leicht spürbar vorstehend. Die anderen wiederum sind bündig mit dem Rahmen. Des Weitern ist zwischen den Antennenstreifen recht und links im Gegenlicht ein leichter Spalt sichtbar. Klopft man leicht gegen das Display oder an der Rückseite im Bereich der rechten Tasten, hört man zudem ein leichtes klappern. Dies kommt von der Lauter/Leiser Wippe, denn diese hat ein wenig zu viel Spielraum. Diese Punkte stören jedoch kaum und wenn man das Gerät wie eigentlich die meisten Nutzer in einem Case verwendet, sieht man diese Streifen sowieso nicht mehr.
Loben kann ich die hohe Stetigkeit des Gerätes, denn das Gerät lässt sich selbst mit höherem Kraftaufwand mit den Händen nicht verwinden. Hier hat BQ gute Arbeit geleistet und einen stabilen Aluminiumrahmen verbaut und diesen durch die abgerundeten Ränder an der Rückseite zusätzlich verstärkt.
(Verarbeitung: 3,5 von 5 Punkten)
TEIL 2
bestehend aus „Funktion des Produktes“ entspricht 65% der Gesamtwertung
Display
5,65 Zoll IPS LTPS LCD-Panel (18:9 Format) 2160 x 1080 Pixel, Pixeldichte beträgt 428 ppi
CPU/GPU
Qualcomm Snapdragon 660 4 x 2,20 GHz (Kyro 260 Gold) und 4 x 1,84 GHz (Kyro 260 Silver) / Adreno 512 mit 650 MHz
RAM
4 GB RAM (optional 6 GB)
Speicher
64 GB (optional 128 GB)
Betriebssystem
Android 8.1.0 “Oreo”
Haupt-Kamera
Dual-Kamera 12 MP f/1,8 (Sensorgröße 1.29 μm Pixel) und 5 MP Linse für Bokeh-Effekt. Dual-Tone LED-Blitz und Autofokus mit Phasenerkennung, sowie elektronischer Bildstabilisator. Videos in max. 4K (30 FPS) Full-HD (30 und 60 FPS)
Front-Kamera
8 MP f/2.0 Blende (Sensorgröße 1.12 μm Pixel)
Anschlüsse
USB-Typ-C Anschluss, 3,5 mm Klinkenbuchse.
Akku
3.100 mAh mit mit Quick Charge 4+ Unterstützung, nicht austauschbar
Konnektivität
Wi-Fi 802.11 b/g/n/ac, 2,4 und 5 GHz, Mobilfunknetz bis 4G, Bluetooth 5.0, NFC, GPS, GLONASS, GALILEO
Abmessungen (LxBxH)
150,7 mm x 72,3 mm x 8,35 mm
Gewicht
168 Gramm
Lieferumfang
Aquaris X2 Pro USB 2.0 Typ-C auf USB-Kabel Qualcomm® Quick Charge™ 3.0 Adapter Unterlagen
Performance
Beim BQ Aquaris handelt es sich um kein Flaggschiff-Smartphone, mit der neusten Hardware, sondern um ein solid ausgestattetes Smartphone, welches zu der etwas besser ausgestatteten Mittelklasse gehört. Im Inneren des BQ Aquaris X2 Pro werkelt der Snapdragon 660 aus dem Hause Qualcomm. Dabei handelt es sich um einem 8-Kern Prozessor, der mit bis zu 2,20 kHz taktet. Gefertigt wurde der 64-Bit CPU im 14 nm-Fertigungsverfahren.
Von den 8-Kernen Takten vier mit den besagten 2,20 GHz (Kyro 260 Gold) und die anderen vier mit bis zu 1,84 GHz (Kyro 260 Silver). Der CPU wird je nach Modell von 4 GB RAM oder optional 6 GB RAM unterstützt. Im Prozessor ist auch der GPU (Grafikprozessor) Adreno 512 integriert, welcher mit rund 650 MHz taktet.
Das System läuft für die in ein Mittelklasse-Smartphone verbauten Hardware sehr gut und läuft somit ohne längere Ladezeiten und Aussetzer. Lediglich bei aufwendigen 3D-Games hat das Aquaris X2 Pro seine schwächen. Hier kann man bei einigen Games nicht auf der höchsten Grafikeinstellung zocken und muss gegebenenfalls mit etwas längeren Ladezeiten rechnen. Doch beim kauf des BQ Aquaris X2 Pro weiß man, dass man kein Flaggschiff-Smartphone für unter 400€ erhält und ist sich dem somit im Normalfall bewusst. In den Benchmark-Test zeigt sich das Aquaris X2 Pro etwas hinter dem LG G6, aber einen Platz und somit ganz knapp vor dem Nokia 7 Plus. Dieses kam ebenfalls im etwa gleichen Zeitraum wie das BQ Aquaris X2 Pro auf den Markt und ist preislich und von der Ausstattung als dessen Konkurrenz zu sehen. Im Bereich Leistung bzw. Benchmark kann ich somit sagen, hat das Aquaris X2 die Nase knapp vorne.
In den von mir durchgeführten Benchmarktests schnitt das BQ Aquaris X2 Pro wie folgt ab. Bei Antutu konnte es im Test einen Wert von 143.242 erreichen und liegt somit wie bereits erwähnt knapp von dem Nokia 7 Plus. Bei Geekbench 4 kam es beim Single-Core Test auf 1645 und beim Multi-Core Test auf 5432 Punkte.
Mit 64 GB ist der Flash-Speicher des BQ Aquaris X2 Pro ausreichend bemessen und dürfte für einige Bilder, Spiele und andere Anwendungen Platz bieten. Benötigt man den doppelten Speicher, muss man zum besser Ausgestatten silbernen Modell greifen. Dieses besitzt nicht nur 128 GB ROM, sondern auch 6 GB RAM. Sollte einem der verbaute Speicher von 64 GB nicht reichen und man möchte nicht mehr Geld fürs Smartphone ausgeben bzw. man braucht keine 6 GB RAM, dann kann man den Speicher auch mit einer Micro-SD Speicherkarte um bis zu 256 GB erweitern. Abzüglich des Betriebssystems und der vorinstallierten Software bleiben von den 64 GB knapp 52 GB frei zur Verfügung. Als Betriebssystem ist Android 8.1 (Android One) vorinstalliert.
(Performance: 3,5 von 5 Punkten)
Display
Beim Aquaris X2 Pro hat BQ ein 5,56 Zoll großes IPS LTPS-LCD Display verbaut. Dieser kommt wie bereits anfangs erwähnt in einem 18:9 Formfaktor daher und Besitz eine FHD+ Auflösung von 2160 x 1080 Pixel. Dies wiederum entspricht bei einem 5,65 Zoll großen Display einer Pixeldichte von 428 ppi. Diese Pixeldichte ist für ein Smartphone-Display dieser Größe total ausreichend und sorgt dafür, dass Inhalte sehr scharf dargestellt werden.
Die maximale Helligkeit des IPS-Display gibt BQ mit 650 cd/m2 an. Diese konnte ich zwar leider nicht genau nachmessen, aber mit einigen meiner vorhanden Smartphones vergleichen. Die Helligkeit des Displays im Aquaris X2 Pro ist sehr hoch, sodass dieser selbst bei Sonnenlicht guten ablesbar ist. Zudem kann das Display mit einer sehr hohen Blickwinkelstabilität überzeugen. Selbst wenn man in einem sehr flachen Winkel auf das Display schaut, erkennt man alles ohne Probleme und vor allem ohne das die Farben verblassen. Stören könnte hier lediglich das etwas zu sehr spiegelnde Displayglas. Der Schwarzwert ist nicht so hoch wie bei einem OLED-Display, doch der Kontrast im Display gefällt mit gut, auch wenn ich hier schon Testgeräte gehabt habe, die mit noch einem besseren Kontrastverhältnis daher kamen. Diese waren dafür jedoch teurer, daher geht das Display des BQ Aquaris X2 Pro für den Preis unter 400 € absolut in Ordnung.
In den Display Einstellungen kann man adaptive Helligkeit aktivieren. Hierbei passt der Helligkeitssensor die Helligkeit des Displays automatisch an das Umgebungslicht an. Eine weitere nützliche Funktion ist die Möglichkeit das blaue Licht aus dem Display herausfiltern zu lassen, dabei wird das Display gelb eingefärbt. Dadurch soll sich das Display bei schwachem Licht angenehmer ablesen lassen und wirkt beim Einschlafen nicht störend. Diese Funktion bieten unter anderem auch Hersteller wie Apple und Hauwei unter anderen Namen an.
(Display: 3,5 von 5 Punkten)
Akku
Im Aquaris X2 Pro hat BQ einen Akku mit einer Kapazität von 3.100 mAh verbaut. Mithilfe des mitgelieferten Quick Charge 3.0 Netzteil, ist der integrierte Akku in knapp 1 Stunde und 40 Minuten wieder voll aufgeladen. Da das Smartphone jedoch auch QuickCharge 4+ unterstützt, gelingt die Aufladung mit solch einem Netzteil noch etwas schneller. Da ich solch eines jedoch nicht bei mir zuhause habe, konnte ich dies nicht testen. Eine kabellose Aufladung wird trotz Glasrückseite nicht angeboten, dies ist jedoch auch nicht verwunderlich, denn kabelloses aufladen ist in der Smartphone-Branche unter 400 nicht üblich.
BQ macht wie immer mehr Smartphone-Hersteller keine genauen Zeitangaben, wie lange der Akku durchhalten soll. Nach meinem Testzeitraum von knapp 4 Wochen kann ich jedoch sagen, dass dies Laufzeit problemlos für einen Tag ausreicht. Je nach Nutzungsintensität variiert diese Laufzeit natürlich wie immer sehr. In meinem Testzeitraum habe ich das Gerät eigentlich wie immer für das tägliche Surfen im Internet genutzt, hab im Zug via Bluetooth In-Ear Ohrhörer Musik gehört und einige WhatsApp Nachrichten versendet. Somit habe ich im Großen und Ganze das Gerät auf die Testbedingungen getestet, wie es so ziemlich jeder von euch im Alltag ebenfalls nutzen würde. Die Akkulaufzeit gehört nicht zu der besten, ist aber auf keinen Fall schlecht und gehört auf tendenziell zu den besseren Geräten.
(Akku: 4 von 5 Punkten)
Kamera
Beim BQ Aquaris X2 Pro kommt eine Frontkamera mit 8 Megapixeln und einer Blende von f/2,0 zum Einsatz. Diese verfügt über einen 1.12 μm Pixel großen Sensor von Samsung (S5K4H7) und einen Fixfokus. Auf der Rückseite setzt BQ auf eine Dual-Kamera von der beide Kamera-Sensoren aus dem Hause Samsung stammen. So ist zum einen der S5K2L8 mit 12 Megapixel f/1,8 (1.29 μm Pixel großen Sensor) und der S5K5E8 mit 5 Megapixeln für den Porträt-Effekt verbaut.
Die Aufnehmen, die mit der Hauptkamera des BQ Aquaris X2 Pro bei Tageslicht aufgenommen werden, gefallen mir ziemlich gut. Die zweite Kamera Linse wird anders als beim iPhone nicht als Telezoom-Linse genutzt, sondern dient wie erwähnt lediglich dazu, um Aufnahmen mit Bokeh-Effekt aufzunehmen. Mir gefällt der Tiefenschärfe-Effekt bei der Hauptkamera des Aquaris X2 Pro ganz gut, denn dieser ist weicher wie bei manchen anderen vergleichbaren Kameras und wirkt dadurch natürlicher. Selbst bei schattigen Aufnahmen wo etwas weniger Licht hinkommt, fängt die f/1.8 Blende starke Hauptkamera mit ihrem Sensor genug Licht ein, um auch hier eine angemessene Abbildungsleistung zu bieten. Bei den Aufnahmen ist der Detailgrad überraschend hoch und das Bild wirkt keineswegs unnatürlich, sodass die Farben sehr neutral und nicht künstlich wirken. Bei Nacht nimmt die Qualität der Bilder jedoch sehr ab, sodass die Bilder zu sehr verrauscht sind. Der Autofokus arbeitet wiederum sehr präzise und schnell genug.
Neben dem HDR Modus, den man übrigens permanent aktiveren, deaktivieren oder auf automatisch schalten kann. Gibt es auch einen Blitz den man Ein, Aus und auf automatisch schalten kann. Dank HDR knipst das BQ Aquaris X2 Pro bei einer Aufnahme mehrere Bilder und fügt diese vollautomatisch zu einem Bild zusammen. Dadurch erreicht man eine noch höhere Lichtstärke und eine verbesserte Dynamik.
Videos kann man mit der Hauptkamera des BQ Aquaris X2 Pro mit maximal Ultra-HD (4K) mit 30 Bilder pro Sekunde aufzeichnen. Wer wiederum gerne Videos mit 60 Bilder pro Sekunde aufnehmen möchte, muss die Auflösung leider auf Full-HD reduzieren. In dieser Auflösung stehen nämlich 30 FPS und 60 FPS zur Verfügung. Die Aufnahmen können mit einer guten Qualität überzeugen und auch der elektronische Bildstabilisator sorgt dafür, dass verwacklungsfreie Aufnahmen selbst bei etwas zittrigen Händen gelingen. Lediglich bei kurzen Bewegungen hintereinander stößt der Bildstabilisator an seine Grenzen, denn damit kommt er weniger gut klar. Es sind auch Zeitraffervideos möglich, doch diese sind lediglich in 1.080p (Full-HD) möglich. Der Ton, welcher von den verbauten Mikrofonen aufgenommen wird, liefert einen klaren und guten Zwei-Kanal-Ton.
Die 8 Megapixel Frontkamera ermöglicht Video aufnahmen in max. Full-HD mit 30 FPS. Dieser werden wiederum nicht stabilisiert und somit eigene sich die Frontkamera weniger für Video-Aufnahmen. Man kann in den Einstellungen neben dem Beauty-Modus auch HDR aktiveren. Als Blitz bei Selfie-Aufnahmen dient ein separater LED-Blitz, welcher sich neben der Kameralinse befindet. Die Aufnahmen mit der Front-Kamera sind ok aber liefern eine weniger gute Bildqualität. Vor allem wer gerne den Bokeh-Effekt nutz, sollte hier nicht übertreiben. Dieser kann in vier Stufen geregelt werden und neigt bei zu hoher Stufe, die Bildqualität zu verschlechtere. Auf hoher Stufe wirken diese zu sehr verschwommen und man kann einige Abbildungsfehler erkennen.
(Kamera: 3 von 5 Punkten)
Software
Beim Betriebssystem setzt BQ auf Android One in der Version 8.1.0 aus dem Hause Google. Mit dem Betriebssystem Android One verspricht BQ, dass man für das Smartphone Softwareupdates für 3 Jahre (falls leistungsmäßig möglich bzw. sinnvoll) und Sicherheitsupdates auf neuere Version für mindestens 2 Jahre, spätestens alle 2 Monate zur Verfügung zu stellen. Diese Zeit bezieht sich jedoch ab dem Marktstart des BQ Aquaris X2 Pro und startete somit am Mai 2018.
Der Vorteil von Android One ist zum einen, dass es sich dabei um die reine Android Version handelt. Diese ist somit vom Hersteller des Smartphones nicht verändert, denn viele Hersteller wie Hauwei usw. versehen die jeweilige Android Version noch mit der hauseigenen Benutzeroberfläche. Dadurch dauert es jedoch teilweise je nach Hersteller etwas länger, bis dieser seine Version des Android Systems für das jeweilige Smartphone frei gibt. Android 9.0 Pie ist zwar schon auf vielen Top-Handys vorinstalliert, doch auf dem BQ Aquaris X2 Pro läuft leider aktuell immer noch Android 8.1. Ein Update auf Android 9.0 Pie dürfte für das Aquaris X2 zwar sicher sein, doch wann dies veröffentlich wird, ist leider noch nicht bekannt.
Die vorinstallierten Apps auf dem BQ Aquaris X2 Pro halten sich im Großen und Ganzen in Grenzen. Es sind von Beginn an für Android One typisch die Google-Anwendungen wie z. B. Gmail, Google Maps, Youtube, Google Fotos, Google Pay usw. installiert. Ansonsten ist das System unangerührt und kommt lediglich mit einer BQ App daher. Diese heißt BQ On und dabei handelt es sich lediglich um die Möglichkeit, das Gerät gegen eine einmalige Gebühr gegen Schäden zu versichern.
Mit 64 GB Speicher hat man auf dem Aquaris X2 Pro für ein Mittelklasse-Smartphone ausreichend Speicher zur Verfügung, welcher bei Bedarf zusätzlich noch per micro-SD Speicherkarte um bis zu 256 GB erweitert werden kann. Bei der von mir getesteten 64 GB Version sind knapp 52 GB frei nutzbar, der Rest ist für das System usw. belegt.
Das System läuft auf dem BQ Aquaris X2 Pro zum Großteil dank der Leistung flüssig und ohne Aussetzern. Das System kommt mit dem Android typischen App-Drawer daher. Hier hat man die typische Übersicht der Apps, welche alle auf dem Smartphone installiert sind. Die Vorteile des Android One System sieht man gleich in den Einstellungen unter dem Punkt „Über das Telefon“ hier sieht man nämlich, das unter Stand des Sicherheitsupdates Dezember 2018 steht und somit dieser ziemlich aktuell ist. Hier sind ander Hersteller oftmals hinterher und sind jetzt noch bei einem Stand von Oktober 2018 usw.
(Software: 4 von 5 Punkten)
TEIL 3
bestehend aus „Preis/Leistung“ entspricht 10% der Gesamtwertung
Beschreibung
BQ wirbt das Aquaris X2 Pro mit seinem Glas und Metall Design, bei dem laut der Aussage des Herstellers die beiden Materialien nahtlos ineinander verschmelzen. Dem ist jedoch nicht wirklich so, denn andere Hersteller bekommen hier einen deutlich besseren und kaum spürbaren Übergang hin. Bei BQ ist dies durch den Absatz leider nicht wirklich der Fall, doch das Design ist auf keinem Fall schlecht und passt zu heutigen Zeit sehr gut.
Des Weiteren erwähnt BQ das 650 Niets helle Display. Dieses hat mich im Test positiv überzeugen können, denn es ist wirklich ausgesprochen hell und zudem überzeugt es mit einer sehr hohen Blickwinkelstabilität. Die Hauptkamera und die Selfie-Cam können bei guten Lichtverhältnissen ebenfalls positiv überzeugen, doch nimmt das Licht ab, wird auch die Qualität der Aufnahmen schlechter. Hier kann das BQ Aquaris X2 Pro im Bereich Low-Light einfach nicht voll überzeugen, was nur wenigen Herstellern in dieser Preisklasse gelingt.
Preis/Leistung
Die UVP des BQ Aquaris X2 Pro liegt bei 399 EUR. Doch das im Mai 2018 erschienene Smartphone ist bereits jetzt schon bei BQ direkt für 329,90 im Angebot. Somit ist das Aquaris X2 Pro preislich attraktiver geworden. Denn für die UVP von fast 400€ hätte man bessere Alternativen gehabt.
Überzeugen konnte mich beim Aquaris X2 Pro unter anderem, das für ein Mittelklasse Gerät sehr helle Display und die Kamera bei guten Lichtverhältnissen. Enttäuscht war ich jedoch von Netzteil, den hier liefert man ein Quick Charge 3.0 Ladegerät mit, obwohl das Gerät extra mit QuickCharge 4+ angepriesen wird. Daher muss man sich für die schnellere Ladegeschwindigkeit zusätzlich ein separates Netzteil besorgen. Enttäuscht wäre ich zudem etwas von der Verarbeitung, denn hier war ich ein wenig von der klappernden Lauter/Leiser-Wippe, der Kante auf der Rückseite und den ungleichmäßigen Spaltmaßen zwischen den Antennenstreben enttäuscht.
Huawei ist ein chinesischer Smartphone-Hersteller, welcher im Jahr 1987 gegründet wurde. Der Hauptsitz des Unternehmens ist in Shenzhen, China und der Geschäftsführer ist Ren Zhengfei, welcher das Unternehmen auch gründete. Neben Endgeräten wie Smartphones, Tablets und Notebooks bietet Huawei auch Dienstleistungen für Netzwerk-Infrastrukturen und Cloud-Computing-Lösungen an.
Seit 2012 vermarktet das Unternehmen auch hierzulande (D und AT) seine Smartphones. Die aktuell bekanntesten Smartphones aus dem Hause Huawei sind: die G-Serie, Y-Serie, Nova-Serie, P-Serie und die Mate-Serie. Bei der P-/Mate-Serie handelt es sich um Highend-Smartphones und bei den anderen um Mittelklasse-Smartphones. Jedoch bietet Huawei die Highend-Smartphones mittlerweile ebenfalls in drei Modellen an. So gibt es z. B. das aktuelle Mate 20 in der Mate 20 lite, Mate 20 und Mate 20 Pro Ausführung.
In diesem Testbericht möchte ich euch das am besten ausgestattete Smartphone der Mate 20-Serie genauer vorstellen. Es handelt sich um das Huawei Mate 20 Pro. Dies besitzt ebenfalls wie das Mate 20 eine Leica-Triple-Kamera, bietet jedoch zusätzlich noch ein Fingerabdrucksensor im Display und unterstützt als einziges Gerät der Serie das kabellose Aufladen des Akkus. Wie sich das teuerste Modell der Mate 20-Serie im Test geschlagen hat, erfahrt ihr in folgendem Testbericht.
Bestehend aus „Verpackung/Design/Verarbeitung“ entspricht 25% der Gesamtwertung
Verpackung
Von dem äußeren Erscheinungsbild und somit auch vom Design ähnelt die Verpackung des Mate 20 Pro denen der beiden anderen Mate 20-Geräten, dem Mate 20 lite und dem Mate 20. Der Unterschied liegt lediglich im Inneren, denn beim Lieferumfang wurde gegenüber den beiden anderen Geräten einiges geändert. Natürlich ist auf der Außenseite der Verpackung der Name Huawei Mate 20 Pro zu lesen und auf dem Aufkleber auf der Unterseite wird ein kurzer Auszug der technischen Daten von dem Mate 20 Pro erwähnt. Da auch das Mate 20 Pro mit einer Leica-Triple-Kamera ausgestattet ist, prangt auch hier auf der Vorderseite das Leica-Branding.
Entfernt man den Decken der Verpackung, kommt direkt das Huawei Mate 20 Pro zum Vorschein. Auch dieses ist an der Vorder- und Rückseite durch eine Schutzfolie gegen Staub und Kratzern schützt. Um die Entnahme des Smartphones zu erleichtern, befindet sich an der Schutzfolie eine kleine Lasche. Hat man das Smartphone entnommen, kann man an einer Aussparung an der Oberseite den Zwischenboden entnehmen. In dem Zwischenboden bzw. der schwarzen Kartonage, befinden sich neben einer Kurzanleitung in zahlreichen Sprachen, ein Garantieheft und an der Außenseite das SIM-Tool.
Unter der Pappschachtel mit dem gerade erwähnten Zubehör befindet sich noch weiterer Zubehör. Bei dem es sich um ein USB-C Ladekabel, ein 40 Watt Netzteil und einem Ohrhörer Paar mit Fernbedienung und einen USB-C-Anschluss handelt. Zudem legt Huawei dem Mate 20 Pro noch ein USB-C auf Klinke-Adpater bei, damit man auch die eventuell vorhanden Kopfhörer anschließen kann. Schließlich hat sich Huawei beim Mate 20 Pro Modell von der Klinken-Buchse verabschiedet.
(Verpackung: 3,5 von 5 Punkten)
Design
Das Mate 20 Pro bietet Huawei aktuell in vier Farben an. Neben dem Testgerät von mir, welches die Farbe Twilight hat, gibt es noch die Farben: Blau, Schwarz und Emerald Green. Die Farbe Twilight ist bei den aktuellen Huawei-Geräten sehr beliebt und auch mein persönlicher Favorit. Es handelt sich hierbei um ein mehrfarbiges Gerät. Bei dem die Rückseite je nach Lichteinfall den Farbverlauf verändert. Dies gelingt Huawei durch mehrere Lagen NVMC-Beschichtungen (NVMC=Non-Conductive Vacuum Metalizing) unter der Glasrückseite, welche das einfallende Licht je nach Einfallswinkel unterschiedlich brechen. Dadurch entsteht der Schwarz-Lila-Blaue Farbverlauf.
Nimmt man das Mate 20 Pro das erste Mal in die Hand, kommt es einem trotzt des 6,39 Zoll großen Display nicht sonderlich groß vor. Für diesen Ersteindruck sorgt unter anderem der sehr schmale Rand, der rund um das Display verläuft. Zum anderen ist das Display durch sein 19,5:9 Format in die Länge gezogen und liegt somit auch in schmaleren Handflächen gut in der Hand. Drittens folgt Huawei bei allen Mate 20-Geräten dem aktuellen Trend und setzt somit auf einen sogenannten „Notch“. Dabei handelt es sich um eine Auskerbung im Display, in dem die Frontkamera integriert ist. Der Notch beim Mate 20 Pro Modell fällt jedoch gegenüber dem Mate 20 deutlich größer aus, was unter anderem daran liegt, dass hier auch die 3D-Depth-Sensing-Camera, ähnlich die des iPhones verbaut ist, welche der Entsperrung des Smartphones via Gesicht dient. In dem Notch ist neben der Frontkamera und der 3D-Depth-Sensing-Camera auch die Hörmuschel, der Umgebungslicht- und Näherungssensor integriert.
Huawei setzt auch beim Pro Modell der Mate 20-Serie auf Glas und Aluminium. Wie bereits beim Mate 20 lite und Mate 20 kommt auf Vorder-/Rückseite Glas zum Einsatz und beim Gehäuse-Rahmen handelt es sich um Aluminium. Der Aluminium-Rahmen hat den Vorteil, dass dieser nicht nur leicht ist, sondern auch für eine hohe Verwindungssteifigkeit sorgt. Für eine hohe Stabilität sorgen beim Mate 20 Pro aber auch die zur Seite abgerundeten Ränder an der Rückseite und an der Vorderseite. Bei Mate 20 Pro setzt Huawei nämlich auch auf ein zu den Seiten abgerundetes Display, wie man es von den „EDGE“ Modellen beim Samsung Galaxy S9 usw. kennt.
Der Gehäuse-Rahmen an den Seiten fällt durch die Abrundungen sehr schmal aus. Sodass hier lediglich an der rechten Seite für den Einschaltknopf und die Lauter-/Leiser-Tasten Platz vorhanden war. Der SIM-Karten Slot musste aus Platzgründen daher nach unten wandern und befindet sich somit direkt neben der USB-Typ-C Ladebuchse. In den Sim-Karten Slot können entweder zwei Nano-SIM Karten oder eine Nano-SIM und eine NM-card eingesetzt werden. Fall jemand von euch die NM-card nicht kennt, dies ist eine spezielle Speicherkarte, die Huawei zusammen mit der Mate 20-Serie vorgestellt hat. Diese ist so groß wie eine Nano-SIM-Karte und ist somit nicht nur kleiner als eine herkömmliche micro-SD-Speicherkarte, sondern die Kontakte befinden sich komplett auf der Rückseite wie bei einer Sim-Karte. Unterstütz, wird hier maximal eine NM-card bis 256 GB, welche aktuell knapp 49,00€ kostet.
An der Unterseite des Mate 20 Pro findet man zudem links und rechts Außen zwei kleine Löcher. Hinter bzw. unter denen sich links das Mikrofon für Telefonate und rechts ein Lautsprecher befindet. Ein weiterer Lautsprecher versteckt sich hinter der Hörmuschel, somit besitzt das Mate 20 Pro ein Stereo-Lautsprecher Paar, was für einen deutlich lauteren und ausgewogenen Klang gegenüber einem Mono-Lautsprecher sorgt. An der Oberseite gibt es wenig zu entdecken, denn hier befinden sich nur ein weiteres Mikrofon und in der linken Ecke ein kleiner Infrarot-Sensor. Dieser dient dazu, das Smartphone z. B. als Fernbedienung für den Fernseher usw. nutzen zu können. Dies finde ich persönlich eine feine Sache und ich glaube, so etwas hat bisher kein anderer Hersteller verbaut.
Dank dem länglicherem Design, kommt das Mate 20 Pro wie bereits erwähnt kompakter als das Mate 20 daher. Klar kann man bei einem Smartphone über 6 Zoll nicht mehr wirklich von kompakt reden, aber der Trend geht nun mal zu den immer größer werdenden Displays mit immer weniger Rand. Die Abmessungen des Mate 20 Pro betragen: 157,8 x 72,3 x 8,6 mm, dadurch ist das Gerät trotz 0,4 Zoll größerem Display insgesamt kaum größer als das alte Mate 10 Pro geworden. Es ist in der Länge knapp 2,9 mm und in der Dicke 0,6 mm gewachsen, doch dafür ist es insgesamt dank 1,6 mm weniger an der Breite handlicher geworden.
Fingerabdrücke lassen sich jedoch am Rahmen genauso wenig vermeiden wie auf der Glasrückseite. Der zweite Nachteil diese hochglänzenden bzw. sehr glatten Oberflächen ist die extreme Gleiteigenschaft. Denn durch den abgerundeten Ränder an Vorder- und Rückseite, sowie durch die sehr glatte Oberfläche, neigt das Mate 20 Pro gerade so aus der Hand zu gleiten. Betrachtet man die hochglänzende Glasrückseite, fällt direkt das viereckige knapp 1 mm hervorstehende Plateau auf. In diesem sind die insgesamt drei Kamera-Sensoren und der 4fach‑LED True Tone-LED Blitz untergebracht.
(Design: 5 von 5 Punkten)
Verarbeitung
Sobald ich ein Smartphone ausgepackt habe und die Bilder für den Test gemacht habe, nehme ich dies in die Hand und teste, wie verwindungssteif dieses ist. Das Mate 20 Pro gehört zu den sehr stabilen Geräten. Es lässt sich weder biegen noch Eindrücken oder Ähnliches. Aktuell setzen so ziemlich alle Hersteller bei ihren Smartphones auf Glas und Metall, auch Huawei schafft es, diese beiden Werkstoffe sehr gut miteinander zu kombinieren, sodass man keine unschönen Übergänge oder Kanten spürt. Dank dem Gewicht von fast 190 Gramm liegt das Huawei Mate 20 Pro sehr gut in der Hand, doch durch die glatte Oberfläche rundherum, neigt es gerne dazu aus der Hand zu gleiten.
Gut gefallen mir die abgerundeten Kanten rund um das Kameramodul, denn diese sorgt für einen angenehmen Übergang der beiden Ebenen. Das Mate 20 Pro ist zudem das einzige Gerät der Mate 20-Serie, welches nach dem IP68-Standard wasserdicht und zudem gegen Staub geschützt ist. Somit kann man problemlos damit für ca. 30 Minuten bis zu einer Wassertiefe von 1,5 m tauchen. Des weiteren Unterstützt es die kabellose Aufladung via QI-Charge.
(Verarbeitung: 5 von 5 Punkten)
TEIL 2
bestehend aus „Funktion des Produktes“ entspricht 65% der Gesamtwertung
Display
6,39 Zoll OLED-Panel (19,5:9 Format) 3120 x 1440 Pixel, Pixeldichte beträgt 538 ppi
CPU/GPU
HUAWEI Kirin 980 2x 2,6 GHz und 2x 1,92 GHz und 4x 1,8 GHz / Mali G76
RAM
6 GB RAM (optional 8 GB)
Speicher
128 GB (optional 256 GB)
Betriebssystem
Android 9.0 “Pie”
Haupt-Kamera
Leica Triple-Kamera: 40 MP (Weitwinkel-Linse, Blende F / 1.8) + 20 MP (Ultra-Weitwinkel-Linse, Blende F / 2.2 ) + 8 MP (Telefoto, Blende F / 2.4), unterstützt Autofokus (Laserfokus, Phasenfokus, Kontrastfokus), unterstützt AIS (Huawei KI Stabilisierungsmodus)
Front-Kamera
24MP f/2.0 Blende
Anschlüsse
USB-Typ-C Anschluss, Infrarot-Sensor (für die Steuerung von TV usw.)
Akku
4.200 mAh mit SuperCharge Schnellladefunktion, nicht austauschbar
Konnektivität
Wi-Fi 802.11 a/b/g/n/ac, 2,4 und 5 GHz, Mobilfunknetz bis 4G, Bluetooth 5.0 (aptX, aptX HD AAC), NFC, GPS, A-GPS, GLONASS, BeiDou
Abmessungen (LxBxH)
157,8 mm x 72,3 mm x 8,6 mm
Gewicht
189 Gramm
Lieferumfang
Huawei Mate 20 Pro USB-Typ-C-Kopfhörer 40 Watt SuperCharge Netzteil USB-Typ-C-Ladekabel Werkzeug zum Auswerfen der SIM-Karte Kurzanleitung Garantiekarte USB-Typ-C zu 3,5 mm Kopfhörerbuchsenadapter
Technische Daten des Huawei Mate 20 Pro
Performance
Das aktuell neueste Flaggschiff-Smartphone hat Huawei natürlich mit dem Prozessor aus der eigenen Entwicklung versehen. So werkelt im Inneren des Mate 20 Pro der Kirin 980, der aktuell stärkste Prozessor in Android Smartphones. Dieser Prozessor gehört neben dem A12 Prozessor von Apple aktuell zu den weltweit ersten Prozessoren, die in einer 7nm-Fertigungsverfahren hergestellt wurden. Dank einer künstlichen Intelligenz soll der CPU zudem deutlich schlauer als sein Vorgänger der Kirin 970 sein. Da der neue CPU zudem LTE Cat.21 unterstützt, sind damit theoretisch Download-Raten von bis zu 1,4 GBits/s möglich.
Huawei verspricht mit dem Kirin 980 gegenüber dem Vorgänger im Mate 10 Pro (Kirin 970) eine bessere effizient von 88 % und einer Beschleunigung der Leistung um 134 %. Doch wie sie dies in den Benchmark-Tests und vor allem im Alltag aus, dies habe ich natürlich für euch getestet.
Beim verbauten Prozessor handelt es sich um den gleichen 64-Bit CPU Kirin 980, der auch im Mate 20 zum Einsatz kommt. Dies ist ein Achtkern-Prozessor mit einer Taktfrequenz von bis zu 2,6 GHz. Genauer gesagt takten zwei Cluster mit 2,6 GHz (Cortex 76), zwei weitere mit bis zu 1,92 GHz (Cortex A76) und die vier restlichen für weniger anspruchsvolle Anwendungen mit bis zu 1,8 GHz (Cortex A55). Der CPU wird je nach Modell von 6 GB RAM oder optional 8 GB RAM unterstützt. Im Prozessor ist auch der GPU (Grafikprozessor) Mali G76 MP10 integriert, welcher mit rund 720 MHz taktet.
Schon das normale Mate 20 war bei den Benchmarktests ganz vorne mit dabei. Doch aktuell ist nur ein Gerät vor diesem und zwar das Mate 20 Pro. Es handelt sich somit um ein sehr leistungsstarkes Gerät, welches mit sämtlichen Anwendungen klar kommt und dadurch nicht so schnell aus der Puste kommt. Dies spiegelt sich auch in den Benchmarktest test wieder, denn wie bereits erwähnt liegt es hier auf Platz ein, vor dem Mate 20.
In den von mir durchgeführten Benchmarktests schnitt das Mate 20 wie folgt ab. Bei Antutu konnte es im Test einen Wert von 274.266 erreichen und liegt somit knapp hinter dem Mate 20 Pro. Bei Geekbench 4 kam es beim Single-Core Test auf 3324 und beim Multi-Core Test auf 9774 Punkte.
Mit 128 GB ist der Flash-Speicher des Huawei Mate 20 Pro ausreichend bemessen. Benötigt man den doppelten Speicher, muss man zum besser ausgestattet Modell greifen, dass 256 GB ROM besitzt und zudem 8 GB RAM. Sollte einem jedoch der verbaute Speicher von 128 GB nicht reichen, kann man den Speicher auch mit einer NM-card um bis zu 256 GB erweitern. Abzüglich des Betriebssystems und der vorinstallierten Software bleiben von den 128 GB knapp 113 GB frei zur Verfügung. Als Betriebssystem ist Android 9.0 Pie vorinstalliert.
(Performance: 5 von 5 Punkten)
Display
Gegenüber dem Vorgänger ist das Display des Mate 20 Pro um 0,39 Zoll größer geworden. Somit ist das OLED-Display 6,39 Zoll groß und somit fast gleich groß wie das Display des Samsung Galaxy Note 9. Gegenüber dem Vorgänger wurde das Gerät jedoch etwas gestreckt, wodurch das Display-Format nun von 18,7:9, beim Mate 20 Pro auf 19,5: 9 verändert wurde.
Wie bereits beim Mate 10 Pro kommt ein kontraststarkes OLED-Display zum Einsatz. Dieses löst in WQHD+ Auflösung auf, was 1.440 x 3.120 Bildpunkten entspricht. Dadurch ergibt sich eine Pixeldichte von 538 ppi. Die Auflösung des OLED-Display ist sehr hoch, sofern man in den Display-Display-Einstellungen die Auflösung „Smarte Auflösung“ deaktiviert und die Auflösung manuell auf WQHD+ ändert. Huawei hat die Auflösung von Werk aus auf eine Auflösung von Full-HD+ runtergesetzt, damit die Akkulaufzeit verbessert wird. Natürlich reicht die Full-HD+ Auflösung im Alltag aus, denn meiner Meinung nach kann das menschliche Auge sowieso die feinere Abstufung der Pixel nicht erkennen.
Am oberen Rand kommt das Mate 20 Pro mit einem Notch daher. In diesem finden die zahlreichen Sensoren und die Kameras ihren Platz. Auch die Gesichtserkennungs-Kamera ist hier verbaut. Doch im Display des Mate 20 Pro ist zudem auch der Fingerabdruck-Sensor verbaut, so kann man das Smartphone auch direkt über diesen entsperren. Dieser funktioniert in den meisten Fällen sehr gut, doch hin und wieder brauchte ich zwei-bis-drei Versuche, bis sich das Smartphone entsperren wollte. Ob man wirklich beides braucht, also eine Gesichtsentsperrung und ein Fingerabdrucksensor im Display, ist natürlich eine andere Frage, beide Varianten haben ihre Vor-und Nachteile. Aber von meinem iPhone X kann ich persönlich sagen, dass ich die Touch-ID-Funktion null vermisse und absolut zufrieden mit Face-ID bin.
Mittlerweile kommt eigentlich fast jedes neue Smartphone mit einem Notch daher und man gewöhnt sich echt sehr schnell daran. Woran wiederum nicht nur ich als iPhone User mich gewöhnen musste, waren die abgerundeten Display-Kanten links und rechts. Denn dadurch das die Tastatur auch auf der abgerundeten Fläche erscheint, tippt man anfangs sehr häufig ungewollt einige Tasten am Rand. Man ist schließlich gewohnt das Smartphone am Rand zu halten und daher kommt es, durch den schmalen Rand gelegentlich zu ungewollten eingaben.
Das Mate 20 Pro bietet zwar ein deutlich höher auflösendes Display als das von meinem iPhone X, ich kann ich jedoch zischen beiden keine bemerkenswerte unterschiede feststellen. Bei unserer Webseite testr.at konnte ich lediglich im Weiß minimale Unterschiede feststellen, die sind aber nur bei direktem Vergleich auffallend. Beide Geräte hat man im Normalfall nicht daheim und daher wird man diesen Unterschied definitiv nicht vermissen.
Für ein OLED-Panel typisch, besitzt das Display des Mate 20 Pro einen hervorragenden Schwarzwert und kann mit einem hohen Kontrast überzeugen. Die Farben sind sehr strahlend und farbtreu. Zudem kann das Display mit einer sehr hohen Blickwinkelstabilität überzeugen. Selbst wenn man in einem sehr flachen Winkel auf das Display schaut, erkennt man alles ohne Probleme und vor allem ohne das die Farben verblassen.
In den Display Einstellungen kann man die Farbtemperatur des Display manuell änder, oder diese automatisch regulieren lassen. Dabei passt das Mate 20 Pro die Farbtemperatur des Display basierend auf das aktuelle Umgebungslicht an. Diese Funktion ist mir bereits von meinem Mac und iPhone X unter dem Namen „True Tone“ bekannt und gefällt mir beim Mate 20 Pro auch. Eine weitere nützliche Funktion ist die Möglichkeit das blaue Licht aus dem Display herausfiltern zu lassen oder den Notch auszublenden. Möchte man den Notch nicht haben, dann dunkelt das Display den Bereich recht und links neben dem Notch ab, sodass das Mate mit einem gewöhnlichen Rahmen an der Oberseite daher kommt.
An dem Helligkeitssensor, welcher die automatische Helligkeit des Displays übernimmt, gibt es nichts zu beanstanden. Dieser passt die Leuchtkraft des Displays der schnell und genau auf das aktuelle Umgebungslicht an. Dank der sehr hohen Helligkeit konnte ich selbst im Außeneinsatz alles sehr gut auf dem Display erkennen.
(Display: 4,5 von 5 Punkten)
Akku
Huawei hat im Mate 20 Pro einen fest verbauten Akku mit einer Kapazität von 4.200 mAh verbaut. Dank der sogenannten „Huawei SuperCharge“ Technologie ist der Akku mit dem 40 Watt-Netzteil innerhalb von einer halben Stunde von 0 % auf 70 % aufgeladen. Dies betätigte sich auch in meinem Test, denn zu Beginn war das Smartphone fast komplett leer und mit dem Netzteil war es wirklich rasend schnell aufgeladen.
Des Weiteren lässt sich das Mate 20 Pro per Qi kabellos aufladen. Huawei verspricht zudem, dass man das Mate 20 Pro über die kabellose Aufladung bis zu 160 % schneller als ein iPhone X aufladen kann. Ich habe das mit dem Ladepad von Huawei getestet und dies hat sich im Test bestätig. Dies liegt aber auch daran, das Apple weniger Watt beim kabellosen Aufladen unterstützt.
Die große Besonderheit des kabellosen Aufladen beim Huawei Mate 20 Pro ist aber, dass man nicht nur das Mate 20 Pro aufladen kann, sondern auch andere Geräte welche Qi unterstützen mit dem Mate 20 Pro aufladen kann. Dieses Feature nennt Huawei „ Umgekehrtes Laden ohne Label“. Legt man z. B. ein iPhone X mit der Rückseite an die Rückseite des Mate 20 Pro, wird das iPhone X vom Akku des Mate 20 Pro kabellos aufgeladen.
Wie üblich, macht Huawei keine genauen Angaben, wie lange der Akku des Mate 20 Pro durchhält. Nach meinem Testzeitraum von knapp 5 Wochen kann ich jedoch sagen, dass dies Laufzeit problemlos für zwei Tage ausreicht. Je nach Nutzungsintensität variiert diese Laufzeit natürlich sehr. In meinem Testzeitraum habe ich das Gerät eigentlich wie immer für das tägliche Surfen im Internet genutzt, hab im Zug via Bluetooth In-Ear Ohrhörer Musik gehört und einige WhatsApp Nachrichten versendet. Somit habe ich im Großen und Ganze das Gerät auf die Testbedingungen getestet, wie es so ziemlich jeder von euch im Alltag ebenfalls nutzen würde.
(Akku: 5 von 5 Punkten)
Kamera
Mit dem neuen Mate 20 Pro möchte Huawei nicht nur ein Top-Smartphone von der Rechenleistung verkaufen, sondern auch ein Gerät, mit dem man den Kamera-Bereich der Smartphones erobern kann. Dies gelingt sehr gut durch die Leica-Triple-Kamera auf der Rückseite. Anstelle des im P20 Pro verbauten Monochrom-Sensor, setzt man nun auf RGB-Sensoren und ersetzt die Schwarz/Weiß-Kamera gegen eine Ultra-Weitwinkel-Kamera.
Das Standard-Objektiv ist mit einem 40-Megapixel-Sensor ausgestattet und besitzt eine Blende von f/1.8. Zudem findet im Kamera-Modul noch ein 8 MP-Teleobjektiv mit einer Blende f/2.4 und einem optischen Bildstabilisator platz. Zu guter Letzt handelt es sich beim dritten Sensor um einen 20 MP-Kamerasensor, der mit einem Ultra-Weitwinkel-Objektiv versehen ist und eine Blende von f/2.2 besitzt.
Durch die drei Kamera-Module verfügt das Mate 20 Pro eine auf das Kleinbild umgerechnete Brennweite von 16 bis 80 Millimeter. Somit ist ein bis zu 5-facher Zoom möglich, der jedoch nicht stufenlos regulierbar ist, sondern eben nur durch die drei unterschiedlichen Objektive möglich wird. Da aber jedes Objektiv über unterschiedliche Blenden und Bildwinkel besitzt, variiert die Bildqualität je nach der gerade genutzten Zoom-Stufe sehr.
Die Kamera-Sensoren befinden sich allesamt in einem viereckigen Plateau auf der Rückseite. Hier sind wie bereits erwähnt, die drei Kamera-Linsen und der True-Tone-LED Blitz untergebracht. Auf der Vorderseite kommt neben der 24 MP Sigle-Kamera mit einer Blende von f/2.0 noch die 3D-Depth-Sensing-Kamera zum Einsatz. Doch wie scheidet die Leica-Triple-Kamera und die Selfie-Kamera im Test ab, dies verrate ich euch nun.
Dank dem KI-Prozessor, erkennt das Mate 20 Pro zum Großteil das zu fotografierende Objekt und weißt dem Nutzer darauf hin. Als ich z. B. Essen oder eine Pflanze fotografieren wollte, erschien über dem Auslöser auf dem Display eine Anzeige, die mich darauf hinwies, dass ich z. B. essen fotografieren möchte. Automatisch verändert es die Einstellungen, um das zu fotografierende Objekt noch besser zur Geltung zu bringen. Ein weiterer Besonderheit der KI ist es, dass diese erkennt, ob das Motiv vor der Linse mit der Weitwinkel-Linse besser fotografierter wäre und weißt mit dem hinweiß „Supermakro“darauf hin. Um diese KI-Funktionen nutzen zu können, muss man diese jedoch in der Kamera-Einstellungen unter dem Punkt „Master KI“ aktiveren. Man kann jedoch jederzeit auch selbst zum Weitwinkel, oder Teleobjektiv wechseln, dabei muss man in der Kameraeinstellung jedoch die Auflösung von 40 Megapixel auf 10 Megapixel reduzieren.
nor
rbsh
bsh
nor
nor
fznor
nor
nor
nor
fznor
Mir persönlich gefällt bei den Mate 20 Geräten sehr der Pro-Kameramodus. In diesem kann ich nämlich wie bei meiner Spiegelreflexkamera die Parameter wie Weißabgleich, Verschlusszeit und den ISO-Wert manuell selbst bestimmen. Zudem lässt sich im Pro-Modus das RAW-Bildformat aktiveren. Typischerweise benötigen RAW-Bilder jedoch mehr Speicherplatz, lassen sich aber im Nachhinein über Lightroom oder Photoshop besser bearbeiten, da dies wesentlich mehr Informationen wie ein jpg-Bild besitzen.
Auf der Huawei Homepage hat man beim Mate 20 Pro auch von einer verbesserten Makro-Funktion gesprochen. Ich persönlich mache auch mit meiner Spiegelreflexkamera sehr gern Makro-Bilder, daher finde ich es sehr gut, das Huawei hier noch einmal Hand angelegt hat. Gegenüber dem Vorgänger dem Mate 10 Pro kann man nun anstelle von 6,5 cm noch näher an das Motiv ran. Durch die neue Ultra-Weitwinkel-Linse stellt die Kamera sogar bis zu 2,5 cm vor dem Objekt alles scharf ab. Dies zeigte sich auch an einigen meiner Testaufnahmen, hier hat Huawei sehr gute Arbeit geleistet.
Doch Huawei hat beim Mate 20 Pro nicht nur dafür gesorgt, dass man damit bessere Makro Bilder aufnehmen kann. Mit der vielseitigen Leica-Triple-Kamera gelingen sehr schöne Bilder und dank gleich drei verschiedenen Kamera-Linsen, ist der Einsatzbereich sehr groß. Neben einem speziellen Nachtmodus, der dafür sorgt, dass auch bei Nacht rauschärmere Bilder gelingen, kann auch der Porträt-Modus im Test überzeugen. Hier lassen sich zudem einige Filter wie z. B. Buntglas, Bühnenbeleuchtung usw. softwareseitig zuschalten. Mit den Filtern gelingen zwar nette Effekte, aber an den Rändern der Aufnahmen erkennt man hier schwächen. Auch an der Frontkamera können verschiede Filter zugeschaltet werden, doch die Kamera knipst auch ohne diese Filter halbwegs gute Bilder. Mir fehlt bei der Frontkamera die Schärfe, dadurch gehen auch einige Details verloren.
Bei den Aufnahmen mit dem Mate 20 Pro gefallen mir die kräftigen Farben und die hohe Dynamik fällt ebenfalls direkt auf. Zudem hat man durch die drei verschieden Kamera-Linsen freien Spielraum und kann seiner Kreativität beim Bilder knipsen freien Lauf lassen. Bei meinen Testaufnahmen hat mir besonders der Panorama-Modus gefallen, denn mit diesem gelingt es selbst bei Nacht, eine sehr gute Aufnahmequalität einzufangen, was unter anderem an der Größe des 40-MP Kamerasensors liegt. Dieser fängt sehr viel Licht ein und neigt bei Dunkelheit nicht so schnell zum Rauschen.
Dank dem sogenannten Super HDR knipst das Mate 20 Pro bei einer Aufnahme mehrere Bilder und fügt diese vollautomatisch zu einem Bild zusammen. Dadurch erreicht man eine noch höhere Lichtstärke und eine verbesserte Dynamik. Auf solch ein verfahren greifen jedoch auch Google und Apple mit ihren neusten Smartphones zurück. Ich habe viele meiner Aufnahmen lediglich im 10 MP-Modus gemacht, da ich, damit auch bequem zwischen den Linsen wechseln kann. Selbst mit dieser reduzierten Auflösung waren die Bilder sehr detailreich und konnten mich mit einer guten Farbkraft überzeugen.
Mit dem Mate 20 Pro können bestenfalls Videos in Ultra-HD (4K) mit 30 Bilder pro Sekunde aufgezeichnet. Daher ist es hier gleich wie das normale Mate 20 ausgestattet. Wer gerne Videos mit 60 Bilder pro Sekunde aufnehmen möchte, muss die Auflösung leider auf Full-HD reduzieren. Die nützliche und gut funktionierende AI-Bildstabilisator steht leider ebenfalls nur in der Full-HD-Auflösung zur Verfügung. Des Weiteren können mit dem Ultraweitwinkelobjekitv Nahaufnahmen ab einer Entfernung von 2,5 cm vom Objekt geknipst werden. Dies dürfte vor allem Fans von Makrofotografie gefallen, denn diese können mit dem Huawei Mate 20 Pro wie bereits erwähnt, sehr nahe Detailbilder aufnehmen. Der Ton, welcher von den verbauten Mikrofonen aufgenommen wird, liefert einen sehr klaren und guten Zwei-Kanal-Ton.
Die Auflösung der Hauptkamera an der Front beträgt 24 Megapixel mit einer Blende von F/2.0. Die Frontkamera ermöglicht Video aufnahmen in max. Full-HD. Zudem kann man einen Beauty-Modus Aktiveren und HDR ist ebenfalls zuschaltbar. Als Blitz bei Selfie-Aufnahmen dient das Display, der Blitz ist jedoch nur automatisch regelbar oder komplett abschaltbar. Drückt man den Auslöser, leuchtet das Display kurz weiß auf, sodass das Gesicht während der Aufnahmen aufgehellt wird. Die Aufnahmen mit der Fron-Kamera sind ok aber liefern eine weniger gute Bildqualität. Vor allem Bokeh (Portätbilder) wirken etwas verschwommen und man kann einige Abbildungsfehler beim genauen hinsehen erkennen. Bei der Schärfe und dem Dynamikumfang scheidet die Kamera wiederum ganz gut ab.
(Kamera: 4,5 von 5 Punkten)
Software
Beim Betriebssystem setzt Huawei auch beim Mate 20 Pro auf das aktuelle Android 9.0 (Pie) aus dem Hause Google. Zudem hat Huawei es mit der hauseigenen Benutzeroberfläche EMUI 9.0 versehen.
Mir persönlich gefällt die Benutzeroberfläche von Android 9.0 definitiv besser als das der ganzen Vorgänger. Dies mag daran liegen, dass dieses minimalistischer gestaltet ist und mich persönlich etwas an iOS erinnert. Da ich iPhone Nutzer bin, gefällt mir wahrscheinlich auch aus diesem Grund Android Pie. Die Bedienoberfläche wirkt deutlich aufgeräumter und dadurch übersichtlicher als die früheren Versionen. Beim Sicherheitsupdate handelt es sich leider noch um die Version vom Oktober 2018.
Die vorinstallierten Apps von Huawei halten sich im Großen und Ganzen in Grenzen. Es sind von Beginn an Google-Anwendungen wie z. B. Gmail, Google Maps, Youtube, Google Fotos usw. installiert. Zudem sind auch noch Apps direkt vom Hersteller Huawei installiert wie z. B. eine Wetter App, ein Kompass, Phone-Clone usw. Diese können jedoch anders als die Google Apps bei Bedarf deinstalliert werden. Mit 128 GB Speicher hat man jedoch sehr viel Speicher zur Verfügung, welcher bei Bedarf zusätzlich noch per NM-card erweitert werden kann. Bei der von mir getesteten 128 GB Version sind knapp 113 GB frei nutzbar, der Rest ist für das System usw. belegt.
Das System läuft dank der großen Rechenleistung auf dem Huawei Mate 20 Pro absolut flüssig und ohne jeglichen Ansatz von Aussetzern. Die Einstellungen sind in 15, bzw. mit der Huawei-ID Einstellung in 16 Untermenüs eingeteilt. Man findet sich dadurch schnell und einfach zurecht und sollte eine Einstellung nicht sofort auffindbar sein, kann diese in der Suchfunktion ganz oben eingegeben werden.Es gibt auch einige nützliche Gestensteuerungen wie z. B. die einfache Screenshot-Funktion. Damit kann man durch Zweimaliges klopfen mit dem Fingerknöchel (Zeigefinger) einen Screenshot erstellen. Es gibt natürlich noch weitere interessante Funktionen, die allesamt mit Text und einem Beispielvideo erklärt werden.
(Software: 4,5 von 5 Punkten)
TEIL 3
bestehend aus „Preis/Leistung“ entspricht 10% der Gesamtwertung
Beschreibung
Huawei wirbt das Mate 20 Pro mit der Leica Triple-Kamera und dem True-Tone-Blitz, dem großen Farbkräftigen und kontraststarken 6,39 Zoll OLED-Display und dem leistungsstarken Akku, sowie dem Kirin 980 CPU an.
Das Mate 20 Pro ist für mich persönlich das beste Smartphone, welches im Jahr 2018 vorgestellt wurde. Es ist nicht nur von der Akkuleistung, sondern auch von der Rechenleistung und der Kamera aktuell eins der besten Geräte auf dem Europäischen markt. Was man kritisieren könnte, wäre eventuell der Preis von 1000€, doch da kosten andere Flaggschiff-Smartphones von anderen Herstellern noch einiges mehr. Klar hat es auch hier und da einige Schwächen, die ich ebenfalls leicht bemängeln konnte. Doch im Großen und Ganzen erhält man hier ein klasse Allround-Smartphone, welches mit zahlreichen besonderen Features daher kommt. Ich bin begeistert, was Huawei alles in das kompakte Gerät gepackt hat.
Preis/Leistung
Die UVP des Mate 20 Pro liegt bei 999 EUR. Doch das im Oktober erschienene Smartphone ist bereits jetzt schon in diversen Online-Shops für knapp unter 900€ erhältlich. Das Mate 20 Pro kann unter anderem mit der sehr guten Akkulaufzeit, dem kontraststarken 6,39 Zoll OLED-Display und der vielseitigen Leica Triple-Kamera überzeugen. Daher ist auch das neue Mate 20 Pro ein würdiger und vor allem ein sinnvolles upgrade gegenüber dem Vorgänger dem Mate 10 Pro. Wer sich daher überlegt vom Mate 10 Pro auf das Mate 20 Pro upzugraden und das nötige Geld hat, kann dies ohne bedenken tun. Aber auch als Nutzer eines anderen Smartphones wird man den Kauf des Mate 20 Pro sicherlich nicht bereuen.
Huawei ist ein chinesischer Smartphone-Hersteller, welcher im Jahr 1987 gegründet wurde. Der Hauptsitz des Unternehmens ist in Shenzhen, China und der Geschäftsführer ist Ren Zhengfei, welcher das Unternehmen auch gründete. Neben Endgeräten wie Smartphones, Tablets und Notebooks bietet Huawei auch Dienstleistungen für Netzwerk-Infrastrukturen und Cloud-Computing-Lösungen an.
Seit 2012 vermarktet das Unternehmen auch hierzulande (D und AT) seine Smartphones. Die aktuell bekanntesten Smartphones aus dem Hause Huawei sind: die G-Serie, Y-Serie, Nova-Serie, P-Serie und die Mate-Serie. Bei der P-/Mate-Serie handelt es sich um Highend-Smartphones und bei den anderen um Mittelklasse-Smartphones. Jedoch bietet Huawei die Highend-Smartphones mittlerweile ebenfalls in drei Modellen an. So gibt es z. B. das aktuelle Mate 20 in der Mate 20 lite, Mate 20 und Mate 20 Pro Ausführung.
Vor wenigen Tagen habe ich euch das günstigste Modell der Mate 20-Serie vorgestellt, nämlich das Mate 20 lite. In diesem Testbericht möchte ich euch ein weiteres Gerät vorstellen – das reguläre Huawei Mate 20, welches unter anderem mit einem deutlich schmaleren Notch und einer Leica Triple-Kamera daher kommt. Wie sich das mittlere Modell im Test geschlagen hat, erfahrt ihr in folgendem Testbericht.
Bestehend aus „Verpackung/Design/Verarbeitung“ entspricht 25% der Gesamtwertung
Verpackung
Die Verpackung des Huawei Mate 20 und dem Mate 20 lite ähneln sich zum Großteil sehr. Es handelte ich um dieselbe Verpackung, welche ebenfalls mit einem weißen Aufkleber an der Unterseite versehen ist. Dieser Aufkleber ist mit einem kleinen Auszug der technischen Daten zum Produkt bedruckt. Dabei handelt es sich jedoch lediglich um den Namen des Gerätes, die Modellbezeichnung, die Farbe, der ROM (Flash-Speicher) und den RAM (Arbeitsspeicher). Zudem ist hier wie bei fast allen anderen Android-Smartphone Herstellern die IMEI1, IMEI2 und die S/N Nummer zu finden. Des Weiteren ist die obere Stirnseite und Rückseite noch mit einem bzw. zwei Etiketten versehen, auf der in mehreren Sprachen auf den Importeur usw. hingewiesen wird. Ansonsten liest man auf der schwarzen Verpackung an den drei restlichen Seiten in goldener Schrift den Namen des Gerätes „Huawei Mate 20“. Auf der Vorderseite prangt zusätzlich noch der Hinweis, dass das Gerät mit einer Leica Triple-Kamera ausgestattet ist.
Entfernt man den Decken der Verpackung, kommt direkt das Huawei Mate 20 zum Vorschein. Dieses ist auf der Vorder- und Rückseite mit einer transparenten Schutzfolie versehen, welche das Gerät gegen Staub und Kratzern schützt. Um die Entnahme des Smartphones zu erleichtern, befindet sich an der Schutzfolie an der Rückseite eine Art Lasche. Hat man das Smartphone entnommen, kann man an einer Aussparung an der Oberseite den Zwischenboden entnehmen. Dabei handelt es sich um eine schwarze Kartonage, in der sich ein Teil des Lieferumfangs befindet. Schauen wir in die Kartonage hinein, befindet sich darin neben einer Kurzanleitung in zahlreichen Sprachen, ein Garantieheft und an der Außenseite das SIM-Tool.
Unter der Pappschachtel mit dem gerade erwähnten Zubehör befindet sich noch der restliche Zubehör. Bei dem es sich um ein USB-C Ladekabel, ein 22,5 Watt Netzteil und einem Ohrhörer Paar mit Fernbedienung und einen Klinken-Anschluss handelt.
(Verpackung: 3,5 von 5 Punkten)
Design
Huawei bietet das Mate 20 in folgenden drei Farben an: Schwarz, Blau und Twilight. Die Farbe Twilight ist bei den aktuellen Huawei-Geräten sehr beliebt und auch mein persönlicher Favorit. Es handelt sich hierbei um ein mehrfarbiges Gerät. Bei dem die Rückseite je nach Lichteinfall den Farbverlauf verändert. Dies gelingt Huawei durch mehrere Lagen NVMC-Beschichtungen (NVMC=Non-Conductive Vacuum Metalizing) unter der Glasrückseite, welche das einfallende Licht je nach Einfallswinkel unterschiedlich brechen. Dadurch entsteht der Lila/Blau/Türkis-farbene Verlauf.
Wie schon bei der Huawei P20-Serie und dem von mir bereits vorgestellten Mate 20 lite setzt Huawei auf den sogenannten „Notch“. Eine Auskerbung im Display, in dem die Frontkamera integriert ist. Beim Mate 20 lite hatte ich bereits den kleineren Notch gegenüber dem iPhone X usw. erwähnt, aber von wirklich klein, kann man erst beim Mate 20 reden. Dieser ist tropfenförmig und nimmt dadurch sehr wenig Platz vom Display ein. Der tropfenförmige Notch bietet jedoch so wenig Platz, dass die kleine Hörmuschel darin kein Platz gefunden hat und sich nun zwischen Display und Rahmen versteckt. Das Seitenverhältnis fällt mit 18,7:9 ebenfalls sehr schlank aus und zudem liegt das große, aber nur knapp 188 g schwere Smartphone sehr gut in der Hand.
Sowohl die Vorder- als auch die Rückseite sind durch eine Glasoberfläche geschützt. Die beiden hälften des Smartphones gehe nahtlos ineinander über und werden von einem hochglanzpolierten Aluminium-Rahmen zusammengehalten. Dieser stabile Rahmen und die Glas Vorder- sowie Rückseite, sorgen für eine sehr hohe Verwindungssteifigkeit, des Mate 20. Fingerabdrücke lassen sich jedoch am Rahmen genauso wenig vermeiden wie auf der Glasrückseite des Huawei Mate 20. Der zweite Nachteil diese hochglänzenden bzw. sehr glatten Oberflächen ist die extreme Gleiteigenschaft. Denn durch den abgerundeten Rahmen und die sehr glatte Oberfläche, neigt das Mate 20 gerade so aus der Hand zu gleiten. Daher rate ich wie eigentlich bei jedem Smartphone zu einer Hülle bzw., einem Case zu greifen, da diese für mehr Griffigkeit sorgen. Dies wiederum hat jedoch den Nachteil, dass man dadurch meistens das eigentlich so tolle Design des Gerätes verdeckt. Leider hat Huawei auch bei Mate 20 wie bereits beim kleinen Bruder dem Mate 20 lite trotz der Glasrückseite auf die Möglichkeit des kabellosen Ladens verzichtet.
Das Mate 20 kommt ebenso wie das „lite“ Modell relativ kompakt daher, wenn man dies bei einem Smartphone mit einem sehr großen 6,53 Zoll Display überhaupt noch behaupten kann. Die Abmessungen betragen: 158,2 x 77,2 x 8,3 mm, dadurch ist das Gerät zwar etwas kleiner von der Länge, aber größer in der Breite und zudem etwas dicker als das kleine lite-Gerät. Das 6,53 Zoll LCD-IPS-Display, welches mit einer Auflösung von 2244 x 1080 Pixeln daher kommt, besitzt zwar nur eine Pixeldichte von 381 ppi (Mate 20 lite: 409 ppi), doch dies fällt im Alltag sicherlich keinem auf. Der Screen-to-Body-Ratio-Wert liegt somit bei knapp 88 %.
Kommen wir nun zu den Bedienelementen und den verbauten Kameras des Mate 20. Diese sind zum Großteil bei allen drei Geräten gleich, jedoch gibt es beim Mate 20 gegenüber dem Mate 20 lite dennoch ein paar Unterschiede. Zuerst gehe ich jedoch auf die linke Seite des Mate 20 ein. Hier findet in der oberen linken Ecke den SIM-Karten Slot. Hier können entweder zwei Nano-SIM Karten oder eine Nano-SIM und eine NM card eingesetzt werden. Fall jemand von euch die NM card nicht kennt, dies ist eine spezielle Speicherkarte, die Huawei zusammen mit der Mate 20-Serie vorgestellt hat. Diese ist so groß wie eine Nano-SIM-Karte und ist somit nicht nur kleiner als eine herkömmliche micro-SD-Speicherkarte, sondern die Kontakte befinden sich komplett auf der Rückseite wie bei einer Sim-Karte. Unterstütz, wird hier maximal eine NM card bis 256 GB, welche aktuell knapp 49,00€ kostet.
Auf der gegenüberliegenden rechten Seite befindet sich direkt auf Daumenhöhe die Lautstärke-Wippe und darunter der Ein-/Ausschaltknopf. Der Ein-/Ausschaltknopf ist durch die seitliche rote Einfärbung direkt auffallen und durch die zusätzliche Riffelung sehr gut zu ertasten. Beide Bedienelemente erreicht man hier sehr gut mit dem Daumen. An der Oberseite gibt es gegenüber dem Mate 20 lite die ersten Unterschiede, denn hier befinden sich nicht nur zwei der insgesamt vier verbauten Mikrofone, sondern auch die 3,5 mm Klinkenbuchse und in der rechten Seite ein kleiner Infarot-Sensor. Dieser dient dazu, das Smartphone z. B. als Fernbedienung für den Fernseher usw. nutzen zu können. Dies finde ich persönlich eine feine Sache und ich glaube, so etwas hat bisher kein anderer Hersteller verbaut.
Die restlichen beiden Mikrofone findet man an der Unterseite direkt links und recht neben der USB-C Ladebuchse. Zudem ist rechts unter dem 5 Löchrigen Lochgitter, ein Lautsprecher untergebracht. Glücklicherweise setzt Huawei beim Mate 20 auf ein Stereo-Lautsprecher, denn somit ist nicht nur das Klangbild besser, sondern auch insgesamt etwas lauter. Einer der Lautsprecher befindet sich somit wie eben erwähnt unten rechts und der zweite ist in der Hörmuschel integriert. Was zudem viele freuen dürfte, ist der verbaute Klinken-Anschluss, dadurch muss man nicht mit einem zusätzlichen Adapter arbeiten, sondern kann direkt seine kabelgebundenen Kopfhörer anschließen oder gleich komplett auf Bluetooth Kopfhörer zurückgreifen. Die Klinken-Buchse befindet sich anders als bei Mate 20 lite nicht unten links, sondern oben rechts. Betrachtet man die hochglänzende Glasrückseite, fällt direkt das viereckige knapp 1 mm hervorstehende Plateau auf. In diesem sind die insgesamt drei Kamera-Sensoren und der Dual-LED Blitz untergebracht. Unterhalb der Kamera-Einheit ist auch noch der Fingerabdrucksensor zu finden, welcher sehr gut zu erreichen.
(Design: 4,5 von 5 Punkten)
Verarbeitung
Wie bereits bei den anderen von uns getesteten Huawei Smartphones, kann auch das Mate 20 mit einer hervorragenden Verarbeitung überzeugen. Die Spalte rund um den Aluminiumrahmen an Vorder- und Rückseite sind rundum gleichmäßig und der Übergang ist ebenfalls kaum zu spüren. Der Aluminium-Rahmen welcher die beiden Glaselemente auf Vorder- und Rückseite zusammenhält, sorgt für eine sehr hohe Stabilität, sodass sich das Gerät selbst mit höherem Kraftaufwand nur sehr minimal verwinden lässt. Schön ist, dass am Gehäuse des Huawei Mate 20 komplett auf den Werkstoff Kunststoff verzichtet wurde. Die abgerundeten Ecken und Kanten harmonieren sehr gut mit den abgerundeten Ecken des Displays.
Leider hat man trotz Glasrückseite auf die Möglichkeit des Kabellosen aufladen verzichtet und zudem sollte man es vermeiden, mit dem Gerät tauchen zu gehen. Das Mate 20 besitzt nämlich nur einen IP53-Schutzgrad und ist somit nur gegen Spritzwasser geschützt.
(Verarbeitung: 4,5 von 5 Punkten)
TEIL 2
bestehend aus „Funktion des Produktes“ entspricht 65% der Gesamtwertung
Display
6,53 Zoll IPS-LCD-Panel (18,7:9 Format) 2244 x 1080 Pixel, Pixeldichte beträgt 381 ppi
CPU/GPU
HUAWEI Kirin 980 2x 2,6 GHz und 2x 1,92 GHz und 4x 1,8 GHz / Mali G76
RAM
4 GB RAM (optional 6 GB)
Speicher
128 GB
Betriebssystem
Android 9.0 “Pie”
Haupt-Kamera
Leica Triple-Kamera: 12 MP (Weitwinkel-Linse, Blende F / 1.8) + 16 MP (Ultra-Weitwinkel-Linse, Blende F / 2.2 ) + 8 MP (Telefoto, Blende F / 2.4), unterstützt Autofokus (Laserfokus, Phasenfokus, Kontrastfokus), unterstützt AIS (Huawei KI Stabilisierungsmodus)
Front-Kamera
24MP f/2.0 Blende
Anschlüsse
USB-Typ-C Anschluss, Klinkenbuchse.
Akku
4.000 mAh mit Schnellladefunktion, nicht austauschbar
Konnektivität
Wi-Fi 802.11 a/b/g/n/ac, 2,4 und 5 GHz, Mobilfunknetz bis 4G, Bluetooth 5.0 (aptX, aptX HD AAC), NFC, GPS, A-GPS, GLONASS, BeiDou
Abmessungen (LxBxH)
158,2 mm x 77,2 mm x 8,3 mm
Gewicht
188 Gramm
Lieferumfang
Huawei Mate 20 3,5 mm Headset Ladegerät USB-Typ-C-Ladekabel Kurzanleitung Werkzeug zum Auswerfen der SIM-Karte Garantiekarte
Technische Daten des Huawei Mate 20
Performance
Beim Mate 20 handelt es sich, um das Modell zwischen dem leicht abgespeckten Mate 20 lite und dem Flaggschiff-Smartphone Mate 20 Pro. Daher ist es von der Leistung besser als das Mate 20 lite ausgestattet. Bei dem verbauten Prozessor handelt es sich um den 64-Bit CPU Kirin 980. Dies ist ein Achtkern-Prozessor mit einer Taktfrequenz von bis zu 2,6 GHz. Genauer gesagt takten zwei Cluster mit 2,6 GHz (Cortex 76), zwei weitere mit bis zu 1,92 GHz (Cortex A76) und die vier restlichen für weniger anspruchsvolle Anwendungen mit bis zu 1,8 GHz (Cortex A55). Der CPU wird je nach Modell von 4 GB RAM oder optional 6 GB RAM unterstützt. Im Prozessor ist auch der GPU (Grafikprozessor) Mali G76 MP10 integriert, welcher mit rund 720 MHz taktet.
Durch die verbauten Hardware handelt es sich beim Mate 20 um ein sehr gut ausgestattetes Gerät. Die Hardware, welche für die Leistung sorgt, befördert das Mate 20 auf einen der vorderen Ränge in sämtlichen Benchmarktests. Das Mate 20 befindet sich direkt auf Platz zwei hinter dem großen Bruder dem Mate 20 Pro. Somit gehört es aktuell zu den best ausgestattet Smartphones auf dem Markt.
In den von mir durchgeführten Benchmarktests schnitt das Mate 20 wie folgt ab. Bei Antutu konnte es im Test einen Wert von 272.942 erreichen und liegt somit knapp hinter dem Mate 20 Pro. Bei Geekbench 4 kam es beim Single-Core Test auf 3298 und beim Multi-Core Test auf 9653 Punkte.
Der interne Flash-Speicher des Huawei Mate 20 hat eine gut bemessene Größe von 128 GB, eine weitere Variante mit mehr Speicher wird jedoch nicht angeboten. Der interne Speicher lässt sich jedoch per NM-card um bis zu 256 GB erweitern. Abzüglich des Betriebssystems und der vorinstallierten Software bleiben von den 128 GB knapp 112 GB frei zur Verfügung. Als Betriebssystem ist Android 9.0 Pie vorinstalliert.
(Performance: 4,5 von 5 Punkten)
Display
Das im Huawei Mate 20 verbaute Display ist 6,53 Zoll groß. Es handelt sich um ein IPS-Display, welches mit 2244 x 1080 Pixeln auflöst. Die Pixeldichte beträgt somit 381 ppi, was leider nicht ganz so hochauflösend wie beim Vorgänger dem Mate 10 ist. Dennoch ist die Auflösung der Mate 20 ausreichend und man erkennt alles sehr scharf auf dem Display.
Am Mate 20 gefällt mir persönlich der rundum sehr schmal gehaltene Rand und der sehr klein Notch in dem sich lediglich die 24 MP Front-Kamera befindet. Durch den deutlich schmäleren Rand ist das neue Mate 20 nur minimal größer als dessen Vorgänger. Dabei wurde das Display von 5,9 Zoll (Mate 10) auf 6,53 Zoll (Mate 20) vergrößert. Das Mate 20 ist lediglich 7 mm höher geworden. Die Breite wurde wiederum um 0,6 mm und die Dicke um 0,1 mm reduziert.
Display bei 100% im Gegenlicht.
Display bei 100% Helligkeit im Schatten.
Dispaly bei 100% mit Sonnenlicht im Rücken.
Für ein IPS-Panel besitzt das Mate 20 einen überraschend guten Schwarzwert, sodass man fast meinen könnte, dass es sich hierbei um ein OLED-Display handelt. Durch diesen Schwarzwert resultiert verständlicherweise auch ein hoher Kontrastwert. So gefallen mir am Display des Mate 20 sehr die kräftigen und scharf dargestellten Farben. Ein Vorteil des IPS-Panel ist auch die gute Blickwinkelstabilität, selbst beim sehr schrägen betrachten, lässt sich er Inhalt auf dem Display hervorragend ablesen.
Was die maximale Helligkeit des Displays im Mate 20 angeht, kann dies ebenfalls überzeugen. Diese ist deutlich höher als beim kleinen Mate 20 lite und ermöglicht es, dass man die Inhalte auf dem Display auch problemlos im Outdoor-Einsatz ablesen kann.
(Display: 4,5 von 5 Punkten)
Akku
Der fest verbaute Akku im Huawei Mate 20 hat eine Kapazität von 4.000 mAh. Wie lange der Akku halten soll, gibt Huawei zwar nicht an, doch nach meinem Testzeitraum von knapp 4 Wochen kann ich sagen, dass dies Laufzeit locker für einen ganzen Tag ausreicht. Je nach Nutzungsintensität schafft man mit dem Mate 20 sogar bis zu zwei Tage.
In meinem Testzeitraum habe ich das Gerät eigentlich wie immer für das tägliche Surfen im Internet genutzt, hab im Zug via Bluetooth In-Ear Ohrhörer Musik gehört und einige WhatsApp Nachrichten versendet. Somit habe ich im Großen und Ganze das Gerät auf die Testbedingungen getestet, wie es so ziemlich jeder von euch im Alltag ebenfalls nutzen würde.
Der interne Akku wird Mithilfe des USB-C Anschlusses aufgeladen. Dieser unterstützt die Schnellladefunktion SuperCharge. Dadurch ist der Akku bereits nach 30 Minuten auf 50 % aufgeladen. Für 100 % benötigt das Netzteil knapp 90 Minuten. Eine kabellose Aufladung via Qi-Standard wird auch beim Mate 20 leider nicht unterstützt.
(Akku: 4,5 von 5 Punkten)
Kamera
Eine der vielen Besonderheiten des neuen Mate 20 ist, dass auch hier die Tripple-Kamera ähnlich der P20-Serie zum Einsatz kommt. Jedoch sind die Kamera-Sensoren nicht untereinander angereiht, sondern befinden sich allesamt in einem viereckigen Plateau auf der Rückseite. Hier sind wie bereits erwähnt, die drei Kamera-Linsen und der Dual-LED Blitz untergebracht.Auf der Vorderseite kommt jedoch nur eine Sigle-Kamera und nicht wie bei der lite Version eine Dual-Kamera zum Einsatz.
Fangen wir jedoch erst wie gewohnt mit der Hauptkamera auf der Rückseite an. Dabei handelt es sich um die Leica-Triple-Hauptkamera, die sich wie folgt zusammensetzt. Einem 12 Megapixel f/1.8 RGB-Sensor mit einem Weitwinkelobjektiv, einem 16 Megapixel -Sensor mit einer Blende von f/2.2 und einem Ultraweitwinkel-Objektiv, sowie ein Teleobjektiv mit einem 8 Megapixel Sensor mit einer f/2.4 Blende. Durch die verschieden Linsen ist ein Zoom von x 0,6; x 1 und ein 2-facher Zoom ohne Verlust der Bildqualität möglich. Die 8 MP-Kamera besitzt zusätzlich einen optischen Bildstabilisator (OIS), der für verwacklungsfrei Aufnahmen sorgen soll. Des Weiteren ist auch der Huawei KI Stabilisierungsmodus (AIS) mit an Bord, welcher für stabilisierte Videoaufnahmen usw. sorgen soll. Durch die drei unterschiedlichen Brennweiten von 17 bis 52 mm ist mit dem Mate 20 eine zweifache optische Vergrößerung möglich.
Die Bildqualität des Huawei Mate 20 ist bei guten Lichtbedienungen sehr gut. Die Aufnahmen können mit einer hohen Dynamik und mit einer sehr guten Detailschärfe überzeugen. Ebenso können die Farben und die Schärfe überzeugen. Werden die Lichtverhältnisse jedoch schwächer, dann merkt man die etwas schwachen Blende, sodass das Mate 20 hier an seien Grenzen kommt und die Aufnahmen anfangen zu verrauschen. Was mir wie bereits beim Mate 20 lite sehr gut gefällt ist der Profimodus, denn hier kann die Bildqualität noch einmal etwas beeinflusst werden. Schließlich kann man hier Einstellungen unter anderem im Weißabgleich, Belichtungszeit und ISO-Wert vornehmen.
Wie bereits beim Mate 20 lite, bietet Huawei auch beim Mate 20 die „Master AI“ Künstliche Intelligenz-Funktion. Aktiviert man diese in den Kameraeinstellungen, erkennt die Kamera bzw. die Software automatisch das Motiv und wählt passende Szenen oder besser gesagt nimmt Einstellungen vor, damit die Bilder noch besser werden sollen. Dies funktionier zwar noch etwas besser als beim Mate 20 lite, jedoch bin ich auch hier nicht rundum zufrieden. Wie bereits beim Mate 20 lite erhöht die Software meiner Meinung auch hier teilweise bei machen Sezenen zu sehr die Farbsättigung. Daher ist das Ganze ein schönes Gimmick, aber rundum konnte mich diese Funktion auch beim Mate 20 nicht zu 100% überzeugen. Damit auch bei Nacht bzw. schlechteren Lichtverhältnissen guten Bilder gelingen hat Huawei den Nachtmodus in der Kamera Software intrigiert. Dieser sorgt bei Dunkelheit für deutlich bessere Aufnahmen, jedoch erfordert dies eine ruhige Hand, da es bis zur fertigen Aufnahme nach dem Auslöser betätigen, knapp 5 Sekunden dauert.
Mit dem Mate 20 können Videos in maximal UHD (4K) und 30 Bilder pro Sekunde aufgezeichnet werden. Der nützliche AI-Bildstabilisator steht jedoch leider nur in der Full-HD-Auflösung zur Verfügung. Des Weiteren können mit dem Ultraweitwinkelobjekitv Nahaufnahmen ab einer Entfernung von 2,5 cm vom Objekt geknipst werden. Dies dürfte vor allem Fans von Makrofotografie gefallen, denn diese können mit dem Huawei Mate 20 sehr nahe Detailbilder aufnehmen.
Die Auflösung der Hauptkamera an der Front beträgt 24 Megapixel mit einer Blende von F/2.0. Die Frontkamera ermöglicht Video aufnahmen in max. Full-HD. Zudem kann man einen Beauty-Modus Aktiveren und HDR ist ebenfalls zuschaltbar. Als Blitz bei Selfie-Aufnahmen dient das Display, der Blitz ist jedoch nur automatisch regelbar oder komplett abschaltbar. Drückt man den Auslöser, leuchtet das Display kurz weiß auf, sodass das Gesicht während der Aufnahmen aufgehellt wird.
(Kamera: 4 von 5 Punkten)
Software
Das Huawei Mate 20 wird mit der aktuellen Android 9.0 (Pie) Version ausgeliefert. Mir persönlich gefällt die Benutzeroberfläche von Android 9.0 definitiv besser als das der ganzen Vorgänger. Dies mag daran liegen, dass dieses minimalistischer gestaltet ist und mich persönlich etwas an iOS erinnert. Da ich iPhone Nutzer bin, gefällt mir wahrscheinlich auch aus diesem Grund Android Pie. Huawei hat das Android 9.0 mit der hauseigenen Benutzeroberfläche EMUI in der Version 9.0 versehen. Beim Sicherheitsupdate handelt es sich leider noch um die Version vom Oktober 2018.
Die EMUI Oberfläche gefällt mir sehr gut. Das System läuft auf dem Huawei Mate 20 absolut flüssig und ohne jeglichen Ansatz von Aussetzern. Die Einstellungen sind in 15, bzw. mit der Huawei-ID Einstellung in 16 Untermenüs eingeteilt. Man findet sich dadurch schnell und einfach zurecht und sollte eine Einstellung nicht sofort auffindbar sein, kann diese in der Suchfunktion ganz oben eingeben werden.
Es gibt auch einige nützliche Gestensteuerungen wie z. B. die einfache Screenshot-Funktion. Damit kann man durch Zweimaliges klopfen mit dem Fingerknöchel (Zeigefinger) einen Screenshot erstellen. Es gibt natürlich noch weitere interessante Funktionen, die allesamt mit Text und einem Beispielvideo erklärt werden.
Von Haus aus, liefert Huawei das Mate 20 mit einigen vorinstallierten Apps aus. So sind bereits die zahlreiche Google Apps wie z. B. Gmail, Google Maps, Youtube, Google Fotos usw. installiert. Zudem sind auch noch Apps direkt vom Hersteller Huawei installiert wie z. B. eine Wetter App, ein Kompass, Phone-Clone usw. Diese können jedoch anders als die Google Apps bei Bedarf deinstalliert werden. Somit hält sich die Bloatware im Großen und Ganzen in Grenzen und man hat mit 128 GB sowieso sehr viel Speicher zur Verfügung, welcher bei Bedarf wie bereits erwähnt noch erweitert werden kann.
(Software: 4,5 von 5 Punkten)
TEIL 3
bestehend aus „Preis/Leistung“ entspricht 10% der Gesamtwertung
Beschreibung
Huawei wirbt das Mate 20 unter anderem mit der Leica Triple-Kamera und dem Dual-Blitz, dem großen gestochen scharfen Display und dem leistungsstarken Akku an.
Zum Mate 20 kann ich soviel sagen, dass dieses mich überzeugen konnte. Für den angebotenen Preis bekommt man sehr gute Leistungen geboten. Durch die Triple-Kamera, welche zusammen mit Leica entwickelt wurde, ist es möglich, bis zu zweifach an das zu Fotografierende Objekt ranzoomen kann. Zudem ist ein Ultraweitwinkel Objektiv mit an Bord, dies habe Ich sehr zu schätzen gelernt, denn damit bekommt man selbst mit wenig Abstand sehr viel auf ein Bild.
Die Kamera nimmt durchaus gute Bilder auf, welche bei gutem Licht mit sehr guter Detailtreue und Farben überzeugen können. Zudem sorgte der 4.000 mAh Akku für eine Akkulaufzeit von bis zu 2 Tagen. Ebenso konnte mich auch die Performance überzeugen, denn im Benchmark test liefert das Mate 20 sehr gute Werte ab, sodass es sich lediglich dem großen Bruder dem Mate 20 Pro geschlagen geben muss.
Das System läuft auf dem Mate 20 durch die gute Leistung sehr flüssig und man kann problemlos auch anspruchsvolle Apps ohne Aussetzer nutzen. Daher kann ich as Gerät in der unter 800€ Preisklasse empfehlen.
Preis/Leistung
Die UVP des Mate 20 liegt bei 799 EUR. Doch das im Oktober erschienene Smartphone ist bereits jetzt schon in diversen Online-Shops für knapp 570€ erhältlich. Das Mate 20 kann unter anderem mit der sehr guten Akkulaufzeit, dem großen und guten Display und der vielseitigen Triple-Kamera überzeugen. Daher ist auch das neue Mate 20 ein würdiger und vor allem ein sinnvolles upgrade gegenüber dem Vorgänger dem Mate 10. Schade ist nur, das kein kabelloses Laden unterstützt wird und das Smarten nicht wasserdicht und staubdicht ist.
Huawei ist ein chinesischer Smartphone-Hersteller, welcher im Jahr 1987 gegründet wurde. Der Hauptsitz des Unternehmens ist in Shenzhen, China und der Geschäftsführer ist Ren Zhengfei, welcher das Unternehmen auch gründete. Neben Endgeräten wie Smartphones, Tablets und Notebooks bietet Huawei auch Dienstleistungen für Netzwerk-Infrastrukturen und Cloud-Computing-Lösungen an. Seit 2012 vermarktet das Unternehmen auch hierzulande (D und AT) seine Smartphones. Die aktuell bekanntesten Smartphones aus dem Hause Huawei sind: die G-Serie, Y-Serie, Nova-Serie, P-Serie und die Mate-Serie. Bei der P-/Mate-Serie handelt es sich um Highend-Smartphones und bei den anderen um Mittelklasse-Smartphones. Jedoch bietet Huawei die Highend-Smartphones mittlerweile ebenfalls in drei Modellen an. So gibt es z. B. das aktuelle Mate 20 in der Mate 20 lite, Mate 20 und Mate 20 Pro Ausführung.
Von der Mate-Serie möchte ich euch in diesem Testbericht ein Gerät vorstellen. Es handelt sich um das günstigste der neuen Modellreihe – das Mate 20 Lite:
Wie das Huawei Mate 20 Lite im Test abgeschnitten hat und ob sich der Kauf lohnt, erfahrt ihr in folgendem Testbericht. Hier geht es zu den weiteren Testberichten der Mate-Serie: Huawei Mate 20 & Huawei Mate 20 Pro
TEIL 1
Bestehend aus „Verpackung/Design/Verarbeitung“ entspricht 25% der Gesamtwertung
Verpackung
Die Verpackung des Huawei Mate 20 lite kommt sehr schlicht daher. Es werden lediglich auf einem weißen Aufkleber ein kleiner Auszug der technischen Daten zum Produkt bekannt gegeben. Dabei handelt es sich jedoch lediglich um den Namen des Gerätes, die Modellbezeichnung, die Farbe, der ROM (Flash-Speicher) und den RAM (Arbeitsspeicher). Zudem ist hier wie bei fast allen anderen Android-Smartphone Herstellern die IMEI1, IMEI2 und die S/N Nummer zu finden. Des Weiteren ist die obere Stirnseite und Rückseite noch mit einem bzw. zwei Etiketten versehen, auf der in mehreren Sprachen auf den Importeur usw. hingewiesen wird. Ansonsten liest man auf der schwarzen Verpackung an den drei restlichen Seiten in goldener Schrift den Namen des Gerätes „Huawei Mate 20 lite“.
Entfernt man den Deckel der Verpackung, kommt direkt das Huawei Mate 20 lite zum Vorschein. Dieses ist in einer matten Schutzfolie verstaut, welche das Gerät gegen Staub und Kratzern schützt. Entnimmt man das Smartphone, kann man an einer Aussparung an der Oberseite den Zwischenboden entnehmen. Dabei handelt es sich um eine schwarze Kartonage, in der sich ein Teil des Zubehörs befindet. Schauen wir in die Kartonage hinein, befindet sich darin neben einer Kurzanleitung in zahlreichen Sprachen, ein Garantieheft, das SIM-Tool und eine schlichte Schutzfolie für das Display, welche man somit leider selbst anbringen muss. Diese hätte Huawei eventuell direkt von Werk aus anbringen können, schließlich gelingt es sicherlich nicht jedem die Folie komplett, ohne Staub Einschlüsse anzubringen, was an einem neuen Gerät einfach blöde ausschaut.
Unter der Pappschachtel mit dem gerade erwähnten Zubehör befindet sich noch der restliche Zubehör, bei dem es sich um ein USB-C Ladekabel, ein 18 Watt Netzteil und einem normalen schlichten Ohrhörer mit Fernbedienung und Klinken-Anschluss handelt. Bei den Ohrhörer handelt es sich jedoch um ein „billige“ Ausführung mit dünnem Kabel, welches sicherlich je nach Umgang nicht lange hält und zudem sind die Ohrhörer nicht sonderlich bequem, da diese über keine Ohrtips verfügen.
(Verpackung: 3 von 5 Punkten)
Design
Das Huawei Mate 20 Lite ist in drei Farben erhältlich: Schwarz, Saphirblau und Platingold. Seit der P20-Serie setzt auch Huawei auf den sogenannten „Notch“, eine Auskerbung im Display, in der neben der Dual-Frontkamera, auch der Annäherungssensor, die Hörmuschel usw. untergebracht sind. Das gleiche Design beherbergt auch die Huawei Mate 20-Serie. Somit kommt auch das Mate 20 lite mit solch einem Notch im Display daher. Jedoch ist das Mate 20 lite gegenüber anderen Geräten nicht komplett randlos, denn an der Unterseite ist weiterhin ein knapp 7 mm breiter Rand vorhanden. Der Notch reicht etwa genau soweit wie der des iPhone X/X S ins Display, fällt jedoch gut 10 mm schmaler aus. Dies gefällt mir persönlich sehr gut. Das Seitenverhältnis fällt mit 19,5:9 sehr schlank aus und zudem liegt das eigentlich große Smartphone dank dem geringen Gewicht von knapp 172 g sehr gut in der Hand, was aber auch an den leicht abgerundeten Seiten der Rückseite liegt.
Der Rahmen des Huawei Mate 20 lite, welcher das Display und die Glasrückseite miteinander verbindet, besteht aus einem hochglanzpolierten Aluminium, welches blau lackiert wurde. Dies macht einen sehr hochwertigen Eindruck und sorgt für eine sehr hohe Stabilität des Gerätes. Jedoch ist dieser Rahmen genauso anfällig gegen Fingerabdrücke wie die Glasrückseite, welche beim Huawei Mate 20 lite zum Einsatz kommt. Ein weiterer Nachteil der Rückseite und des hochglänzenden Rahmen´s ist, dass diese Oberflächen sehr rutschig sind und somit gleitet das Gerät gerne aus der Hand. Daher lieber eine Hülle verwenden, welche für mehr Griffigkeit sorgt, jedoch geht dies zulasten des Designs, denn die Hülle verdeckt das eigentlich schöne Design des Gerätes. Trotz der Glasrückseite verzichtet das Unternehmen beim günstigsten Gerät der Mate 20-Serie auf die Möglichkeit des kabellosen Ladens.
Die Abmaße des Huawei Mate 20 lite betragen 160 x 75,3 x 7,6 mm. Dadurch ist es wie bereits erwähnt bei Beachtung der Displaygröße von 6,3 Zoll relativ kompakt gehalten. Das 6,3 Zoll LCD-IPS-Display, welches mit einer Auflösung von 2340 x 1080 Pixeln (Pixeldichte 409 ppi) auflöst, besitzt einen Screen-to-Body-Ratio Wert von knapp 81 %.
Kommen wir nun zu den Bedienelementen und den verbauten Kameras des Mate 20 lite. Angefangen bei der linken Seite des Geräts, dort finden wir links oben den Dual-SIM-Slot. Hier können entweder zwei Nano-SIM Karten oder eine Nano-SIM und eine Micro-SD Speicherkarte eingesetzt werden. Unterstütz, wird hier eine bis zu 256 GB große Micro-SD Speicherkarte.
Auf der gegenüberliegenden rechten Seite befindet sich direkt auf Daumenhöhe die Lautstärke-Wippe und darunter der Ein-/Ausschaltknopf. Beide Bedienelemente erreicht man hier sehr gut mit dem Daumen. An der Oberseite ist lediglich ein kleines Mikrofon untergebracht. Das zweite Mikrofon, welches nicht nur bei Aufnahmen, sondern auch zum Telefonieren genutzt wird, befindet sich an der unteren rechten Stirnseite direkt zwischen der USB-C Ladebuchse und dem Lautsprecher. Leider gibt es am Mate 20 lite keinen Stereo-Lautsprecher, der Klang geht zwar in Ordnung, aber z. B. beim YouTube-Videos im Querformat betrachten verdeckt man oftmals den Lautsprecher mit der Hand bzw. dem Daumen. Da Huawei beim Mate 20 lite In-Ear Ohrhörer mit Klinken-Anschluss mitliefert, verfügt das Smartphone logischerweise noch über solch einen Anschluss. Diesen finden wir ebenfalls an der Unterseite auf der linken Seite neben der Ladebuchse.
Auf der hochglänzenden Glasrückseite befindet sich zentral im oberen Drittel, die knapp über 1 mm hervorstehenden Dual-Kamera-Linsen und direkt dazwischen etwas nach links versetzt der LED-Blitz. Unterhalb der beiden Kamera-Linsen ist auch noch der Fingerabdrucksensor, welcher sehr gut zu erreichen ist zu finden. Der Bereich an der Rückseite, an dem sich die Kamera-Linsen und der Fingerabdrucksensor befinden, sind optisch durch das Linear-Muster etwas hervorgehoben. Im unteren Bereich der Rückseite befindet sich noch das Huawei Logo. Das Display des Mate 20 lite ist wie bereits sehr groß und kommt mit einem Notch mit Dual-Kamera usw. daher. Die Glasrückseite fühlt sich sehr gut an, ist jedoch etwas rutschig und leider sehr anfällig gegen Fingerabdrücke.
(Design: 4 von 5 Punkten)
Verarbeitung
Die Verarbeitung des Huawei Mate 20 lite gefällt mir sehr gut. Das Smartphone fühlt sich dank dem Aluminium-Rahmen und der Glasrückseite sehr hochwertig an. Zudem ist es dadurch sehr stabil und somit auch verwindungssteif. Die Übergänge der unterschiedlichen Materialien sind sehr gut verarbeitet und somit konnte ich eine ungleichmäßigen Spaltmaße oder scharfe Kanten feststellen. Schön ist, dass am Gehäuse des Huawei Mate 20 lite komplett auf den Werkstoff Kunststoff verzichtet wurde. Die abgerundeten Ecken und Kanten harmonieren sehr gut mit den abgerundeten Ecken des Displays.
Leider hat man trotz Glasrückseite auf die Möglichkeit des kabellosen aufladen, einen Stereo-Lautsprecher und auf eine IP-Zertifizierung verzichtet. Das bedeutet, das Huawei Mate 20 lite den Kontakt zu Wasser und andern Flüssigkeiten tunlichst vermeiden sollte, da dieses bei Kontakt bzw. eindringen im schlimmsten Fall kaputt gehen würde. Der Klang den Mono-Speaker an der Unterseite geht im Großen und Ganzen zwar in Ordnung, klingt jedoch, da diesem etwas an Volumen fehlt etwas blechern. Jedoch kann diese mit einer akzeptablen Maximallautstärke überzeugen.
(Verarbeitung: 4 von 5 Punkten)
TEIL 2
bestehend aus „Funktion des Produktes“ entspricht 65% der Gesamtwertung
Display
6,3 Zoll IPS-LCD-Panel (19,5:9 Format) 2340 x 1080 Pixel, Pixeldichte beträgt 409 ppi
CPU/GPU
HUAWEI Kirin 710 4x 2,2 GHz und 4x 1,7 GHz / Mali G51
RAM
4 GB RAM
Speicher
64 GB
Betriebssystem
Android 8.1 “Oreo”
Haupt-Kamera
20MP+2MP f/1.8 Blende mit LED-Blitz. Mit PDAF und Kontrast-Autofokus.
Front-Kamera
24MP+2MP f/2.0 Blende
Anschlüsse
USB-Typ-C Anschluss
Akku
3750 mAh ohne Schnellladefunktion, nicht austauschbar
Konnektivität
Wi-Fi 802.11 a/b/g/n/ac, 2,4 und 5 GHz, Mobilfunknetz bis 4G, Bluetooth 4.2 (aptX und aptX HD, NFC, GPS, A-GPS, GLONASS, BeiDou
Abmessungen (LxBxH)
160 mm x 75,3 mm x 7,6 mm
Gewicht
172 Gramm
Lieferumfang
HUAWEI Mate20 lite Schnellstart-Anleitung Ladegerät Kopfhörer SIM-Werkzeug Micro-USB-Kabel Schutzfolie
Technische Daten des Huawei Mate 20 lite
Performance
Beim Mate 20 lite handelt es sich, wie der Name schon vermuten lässt um die abgespeckt „lite“ Version des Mate 20 bzw. Mate 20 Pro. Daher ist dieses in den meisten Bereichen wie z. B. im Bereich Hardware etwas schwächer ausgestattet. Dennoch muss ich zu der verbauten Hardware ganz klar sagen, dass diese zwar nicht die Beste ist, aber dennoch im Alltag für den Großteil der Nutzer ausreichend ist.
Bei dem verbauten Prozessor handelt es sich um den 64-Bit CPU Kirin 710, ein Achtkern-Prozessor mit einer Taktfrequenz von bis zu 2,2 GHz. Genauer gesagt Takten vier der Rechenkerne mit maximal 2,2 GHz (Cortex A73) und die anderen vier mit bis zu 1,7 GHz (Cortex A53). Dieser CPU wird von einem 4 GB großen Arbeitsspeicher unterstützt. Im Prozessor ist auch der GPU Mali G51 integriert, welcher mit rund 650 MHz taktet.
Bei der verbauten Hardware handelt es sich somit um ein Gerät der gehobenen Mittelklasse, wodurch sich das Huawei Mate 20 lite für vielerlei Anwendungen eignet. Bei anspruchsvolleren Anwendungen wie z. B. dem Spiel Fortnite wird die Grafikleistung jedoch automatisch reduziert, da dafür die Hardware des Mate 20 lite nicht stark genug ist. Jedoch ist die Rechenpower der Mate 20 lite knapp doppelt so hoch wie die des Vorgänger Mate 10 lite und kann sich daher angesichts des Preises sehen lassen.
In den von mir durchgeführten Benchmarktests schnitt das Mate 20 lite wie folgt ab. Bei Antutu konnte es im Test einen Wert von 138.178 erreichen und liegt somit knapp hinter dem Honor 8 X. Bei Geekbench 4 kam es beim Single-Core Test auf 1610 und beim Multi-Core Test auf 5579 Punkte.
Der interne Speicher des Huawei Mate 20 lite hat eine Größe von 64 GB, eine weitere Variante mit mehr Speicher und RAM wird nicht angeboten. Der interne Speicher lässt sich jedoch per Micro-SD Speicherkarte um bis zu 256 GB erweitern. Abzüglich des Betriebssystems und der vorinstallierten Software bleiben von den 64 GB knapp 51 GB frei zur Verfügung. Als Betriebssystem ist Android 8.1 Oreo vorinstalliert.
Angesichts des Preises fällt die Ausstattung des Huawei Mate 20 lite ganz gut aus. Bei der verbauten Hardware handelt es sich nicht um die Beste, aber es handelt sich schließlich auch um die günstigste und schwächste ausgestattete Variante der Mate 20-Serie. Die neue Hardware im Mate 20 lite ist ein sinnvolles Upgrade, welche gegenüber dem Vorgängermodell von der Performance fast verdoppelt wurde.
(Performance: 3,5 von 5 Punkten)
Display
Das Display der Huawei Mate 20 lite kommt wie bereits erwähnt mit einem sehr schmalen Rand daher. Lediglich am unteren Bereich (Kinn) ist dieser knapp 7 mm breit. Dank dem Notch, ist das Mate 20 lite trotz dem vergrößerten Display von 6,3 Zoll (Mate 20 lite) auf 5,9 Zoll (Mate 10 lite), nur knapp 2 mm Höher geworden. Die Breite und die Tiefe fällt lediglich 0,1 mm größer aus und somit ist die minimale Vergrößerung nur im direkten Vergleich zu erkennen.
Die Display-Auflösung des Huawei Mate 20 lite beträgt 2340 x 1080 Pixel. Die Pixeldichte beträgt somit wie bereits beim Vorgänger 409 ppi, was zwar nur einer Auflösung von FHD+ entspricht. Doch dies geht im Alltag vollkommen in Ordnung und alles wird sehr scharf dargestellt. Man kann hier selbst bei sehr genauen betrachten des Displays weder die einzelnen Bildpunkte sehen, noch Unschärfen feststellen.
Beim Display setzt Huawei auf ein herkömmliches IPS-Panel. Dieses bietet natürlich nicht so einen hervorragenden Schwarzwert und somit Kontrast wie ein OLED-Display. Dennoch gefällt mir das Display im Indoor-Einsatz sehr gut. Die Farben werden sehr kräftig und scharf dargestellt. Ein Vorteil des IPS-Panel ist auch die gute Blickwinkelstabilität, selbst beim sehr schrägen betrachten, lässt sich er Inhalt auf dem Display hervorragend ablesen.
Die maximale Helligkeit des Displays könnte jedoch definitiv etwas höher sein. Im Indoor-Einsatz hat die etwas geringe Helligkeit keine Nachteile. Geht man jedoch ins Freie, dann hat man vor allem bei stärkerem Sonnenlicht Probleme. Hier kann man dann nur noch sehr schlecht etwas auf dem Display erkennen und zudem trägt auch das sehr spiegelnde Display nicht Positiv zu diesem Problem bei.
(Display: 3,5 von 5 Punkten)
Akku
Der fest verbaute Akku im Huawei Mate 20 lite hat eine Kapazität von 3750 mAh. Diese Kapazität ist gut bemessen, damit kommt das Mate 20 lite bei nutzen im Alltag auf eine anständige Laufzeit von fast zwei Tagen. In meinem Testzeitraum von gut 3 Wochen habe ich das Gerät täglich zum im Internet Surfen genutzt, hab im Zug via Bluetooth In-Ear Ohrhörer Musik gehört und einige WhatsApp Nachrichten versendet. Auf der Arbeit habe ich in den Pausen gesurft und abends, als ich von er Arbeit heimgekommen bin über das heimische WLAN-Netz.
Der interne Akku wird Mithilfe des USB-C Anschlusses aufgeladen. Dieser unterstützt jedoch keine Schnellladefunktion, wodurch der Akku erst nach knapp über 2 Stunden wieder auf 100 % aufgeladen ist. Eine kabellose Aufladung via Qi-Standard wird leider ebenfalls nicht unterstützt.
(Akku: 4 von 5 Punkten)
Kamera
Beim Huawei Mate 20 lite kommt sowohl auf der Rückseite, als auch auf der Vorderseite eine Dual-Kamera zum Einsatz. Fangen wir jedoch erst wie gewohnt mit der Hauptkamera auf der Rückseite an. Huawei setzt hier auf einen eine Hauptkamera mit 20 Megapixeln und einer Blende von f/1,8. Die zweite Kamera bietet zwar lediglich 2 Megapixel, mit einer Blende von ebenfalls f/1.8, da diese jedoch nur für den Bokeh-Effekt (Tiefenschärfe) im Porträt-Modus genutzt wird, reicht diese Auflösung definitiv dafür aus. Ein Zoom ist daher nicht optisch, sondern lediglich digital mit einem entsprechenden Verlust der Bild-Qualität möglich. Einen optischen Bildstabilisator (OIS) besitzt das Mate 20 lite nicht, es ist nur ein elektronischer Stabilisator (EIS) mit an Bord, welcher bei Videoaufnahmen genutzt wird.
Die Bildqualität des Huawei Mate 20 lite ist überraschend gut, doch gegenüber Highend-Smartphones welche mit einer besseren Kamera inkl. Blende ausgestattet sind, erkennt man die Schwächen der Mate 20 lite Kamera. Diese nimmt deutlich weniger Details auf und so verschwimmen Bereiche außerhalb des Fokusbereichs zu sehr. Die aufgenommen Farben und die Schärfe können jedoch überzeugen. Mir gefällt der Profimodus beim Mate 20 lite sehr gut, denn hier kann die Bildqualität noch einmal etwas beeinflusst werden. Schließlich kann man hier Einstellungen unter anderem im Weißabgleich, Belichtungszeit und ISO-Wert vornehmen.
Huawei hat die neue Mate 20-Serie mit der „AI“ Künstliche Intelligenz-Funktion für die Kamera ausgestattet. Aktiviert man diese durch das B etätigen des „AI- Symbols“ im oberen Bereich in der Kamera-App, denn erkennt die Kamera bzw. die Software automatisch das Motiv und wählt passende Szenen oder besser gesagt nimmt Einstellungen vor, damit die Bilder noch besser werden sollen. Dies funktionier teilweise sehr gut, doch gerade bei Pflanzen und beim Himmel erhöht die Software meiner Meinung nach die Farbsättigung zu sehr, dass die Bilder zu unnatürlich wirken. Daher ist das Ganze ein schönes Gimmick, aber rundum konnte mich diese Funktion beim Mate 20 lite nicht überzeugen.
Leider können mit der Hauptkamera auf der Rückseite keine Videos in 4K aufgenommen werden. Hier muss man sich leider mit einer maximalen Auflösung von Full-HD mit 60 fps zufriedengeben. Des Weiteren können auch Videos mit 16-facher Zeitlupe (480 fps) aufgenommen werden, dabei wird die Auflösung jedoch auf 1280 x 720 (720p) reduziert.
Die Auflösung der Hauptkamera an der Front beträgt 24 Megapixel, die zweite Kameralinse, welche hier ebenfalls für den Tiefeneffekt genutzt wird, löst mit 2 Megapixeln auf. Die Frontkamera ermöglicht Video aufnahmen in max. Full-HD mit 30 Bilder pro Sekunde. Des Weiteren kann man einen Beauty-Modus Aktiveren und HDR ist ebenfalls zuschaltbar. Bei Dunkelheit und umschalten auf die Front-Kamera, schaltet die Kamera-Software automatisch auf den Porträt-Modus und ändert den Rahmen um das Live-Bild von Schwarz auf Weiss. Dadurch wir z. B. das Gesicht automatisch aufgehellt und zudem wird das Display als Blitzlicht genutzt.
Die Bilder der Frontkamera sehen ganz gut aus, mir gefiel sehr die hohe Detailgenauigkeit gegenüber anderen Frontkameras. Damit die Farben schön auf den Bildern herauskommen, rate ich jedoch den HDR-Modus zu aktiveren. Negativ ist mir aufgefallen, dass man bei Selfies auf den auch die Schultern mit auf dem Bild sind, die Schulter, welche sich näher im Vordergrund befindet, scharf gestellt wird und die zweite verschwommen abgelichtet wird. Dies liegt daran, dass die Kamera bzw. die „KI“ nur die erste Schulter als Körperbestandteil erkennt. Zudem verfälscht das Smartphone bei einigen Bilder mit Blitz sehr die Farben. Die geschieht vor allem bei Aufnahmen, bei dem ich nah am Motiv dran bin.
(Kamera: 3,5 von 5 Punkten)
Software
Auf dem Huawei Mate 20 lite läuft noch Android 8.1 Oreo, welches mit der hauseigenen Benutzeroberfläche EMUI der Version 8.2 versehen ist. Beim Sicherheitsupdate handelt es sich leider noch um die Version vom Juli 2018, daher ist diese nicht ganz so aktuell. Die EMUI Oberfläche gefällt mir sehr gut. Das System läuft auf dem Huawei Mate 20 lite schnell und flüssig. Die Einstellungen sind in 12, bzw. mit der Huawei-ID Einstellung in 13 Untermenüs eingeteilt. Man findet sich dadurch schnell zurecht und sollte man eine Einstellung, die man sucht nicht finden, kann man diese einfach in der Suchfunktion ganz oben eingeben.
Es gibt auch einige nützliche Gestensteuerungen wie z. B. die einfache Screenshot-Funktion. Damit kann man durch Zweimaliges klopfen mit dem Fingerknöchel (Zeigefinger) einen Screenshot erstellen. Es gibt natürlich noch weitere interessante Funktionen, die allesamt mit Text und einem Beispielvideo erklärt werden.
(Software: 4 von 5 Punkten)
TEIL 3
bestehend aus „Preis/Leistung“ entspricht 10% der Gesamtwertung
Beschreibung
Huawei wirbt das Mate 20 lite unter anderem als: ihr zuverlässiger Partner für jede Situation, als intelligenter Selfie-Meister und mit einem zuverlässigen Akku.
Das Mate 20 lite ist ein klasse Mittelklasse Smartphone, welches für seinen Preis eine gute Ausstattung besitzt. Es kann logischerweise nicht mit den Flaggschiffen von Apple, Samsung und Co. mithalten, aber dies hat Huawei mit dem Mate 20 lite gar nicht vor, sondern eher mit dem Mate 20 oder dem Pro-Modell. Huawei möchte mit der lite Version des Mate 20, Leute gewinnen, die nicht so viel Geld für ein Smartphone ausgeben wollen.
Das System läuft auf dem Mate 20 lite sehr flüssig und man muss bei alltäglichen Aufgaben keine Abstriche machen. Daher kann ich as Gerät in der unter 400€ Preisklasse empfehlen. Die Akkulaufzeit konnte mich im Test ebenso überzeugen, wie die überraschend gute Frontkamera, welche Bilder mit vielen Details und in sehr guter Qualität aufnimmt.
Preis/Leistung
Die UVP des Mate 20 lite liegt bei 399 EUR. Doch das im September erschienene Smartphone ist bereits jetzt schon in diversen Online-Shops für knapp über 300€ erhältlich. Das Mate 20 lite kann mit einer sehr guten Akkulaufzeit, seinem schönen Display, welches die Farben sehr kräftig darstellt und einer für diese Preisklasse guten Kamera überzeugen.
Zwar konnte mich persönlich die „Master AI“ nicht so sehr überzeugen, aber angesichts des Preises hat Huawei hier einen würdigen Nachfolger des Mate 10 lite auf den Markt gebracht, welcher von der Leistung doppelt so stark ist. Das Gesamtpaket des Mate 20 lite stimmt für den geforderten Preis aufjeden Fall.
Die US-amerikanische Firma JBL wurde 1946 in Los Angeles unter dem Namen Lansing Sound Inc. von James Bullough Lansing gegründet. Zuvor arbeitete er bis zu seinem Ausscheiden bei Altec Lansing, da es aber wegen dem Namen Lansing als Produktname einen Rechtsstreit gab, änderte man letztendlich den Namen in James B. Lansing Sound Inc. Daraus lässt sich auch der aktuelle Firmenname JBL ableiten.
Nach dem Suizid von James B. Lansing, übernahm 1949 William Thomas bis zum Jahre 1969 die Geschäftsführung und rettete es aus den finanziellen Schwierigkeiten. Da er jedoch aus privaten Gründen nicht mehr in der Lage war, die Firma weiter zu leiten, fand man mit Dr. Sydney Harman schnell einen idealen Käufer. Seit dem gehört JBL zur Harman-International-Group, zu der unter anderem auch AKG und Harman/Kardon gehören. JBL stellt neben Auto-Lautsprecher auch Heim-Audio und Kopfhörer her.
In diesem Testbericht möchte ich euch einen neuen Bluetooth In-Ear Ohrhörer aus dem Hause JBL vorstellen. Es handelt sich um den JBL Everest Elite 150 NC, welcher wie alle In-/Over-Ear Kopfhörer der Everest-Serie mit adaptiven Noise-Cancelling ausgestattet ist. Zudem handelt es sich dabei aktuell um den teuersten In-Ear Ohrhörer aus dem Hause JBL. Doch kann der JBL Everest Elite 150 NC vom Klang, dem Noise-Cancelling überzeugen und ist er knapp 200€ wert? Das erfahrt ihr in diesem Testbericht.
TEIL 1
Bestehend aus „Verpackung/Design/Verarbeitung“ entspricht 25% der Gesamtwertung
Verpackung
Die Verpackung ist überwiegend schwarz gehalten, besitzt aber wie alle JBL Produkte die typischen orangenen Farbakzente. Wie bereits beim JBL Everest Elite 750 NC, befindet sich die eigentliche stabile schwarze Hauptverpackung in einer bedruckte Umverpackung.
Auf der grauen Vorderseite ist der In-Ear Ohrhörer groß abgelichtet. Des Weiteren ist an der oberen linken Ecke das orangefarbene Logo des Herstellers „JBL“ und auf der rechten Seite nach unter verlaufend der Name „Everest Elite 150 NC„ aufgedruckt. Zudem erfährt man hier einige besondere Funktionen, z. B. dass es sich um einen kabellosen In-Ear Ohrhörer mit adaptiven Noise-Cancelling handelt, daher auch die Bezeichnung „NC“ im Namen des In-Ears. Außerdem wird auf die Akkulaufzeit von bis zu 14 Stunden mit ANC hingewiesen.
Auf der rechten Seite der Verpackung ist die rechte Seite der Steuereinheit zu sehen. Des Weiteren wird einem hier im unteren Bereich der Frequenzbereich, die Treibergröße und der Lieferumfang gezeigt. An der orangefarbenen Oberseite befindet sich lediglich eine Aufhängelasche, an dem die Verpackung im Laden aufgehängt werden kann und in vier Sprachen wird hier drauf hingewiesen, dass es sich um wireless In-Ear NC Kopfhörer handelt. Die linke Seite zeigt lediglich in silberner Schrift den JBL-Slogan „Dare to Listen!“ Zu guter Letzt sind auf der Rückseite der Verpackungshülle erneut die JBL Everest Elite 150 NC In-Ears abgebildet. Dieses Mal jedoch von vorne betrachtet und mit dem Slogan „Legendary Sound, Superior Experience“. Zudem ist hier wie bereits auf der Vorderseite das Logo von JBL, der Name der Ohrhörer und die Akkulaufzeit in weißer Farbe zu lesen. Bei der Akkulaufzeit erfährt man nun aber, dass bei aktiviertem ANC die angegeben 14 h Laufzeit möglich sind und ohne ANC bis zu 16 h.
Des weiteren erwähnt JBL auf der Rückseite die wichtigsten Funktionen mit Symbolen und Text. So erfährt man hier unter anderem, dass der Everest Elite 150 NC mit einem legendären JBL Pro Sound ausgestattet sein soll, über ANC verfügt, ein Dual-Mikrofon mit Echounterdrückung besitzt, mit bequemen Ohrtips geliefert wird und für den Transport sozusagen „zusammengeknüllt“ werden könne. Zu guter Letzt sind an der Unterseite noch einige typischen Infos zum Unternehmen JBL zu lesen.
Klappt man die schwarze Innenverpackung nach dem herausziehen aus der Hülle auf, kommt direkt ein hochwertiges Transportetui zum Vorschein. In diesem ist neben dem kompletten Zubehör (Ladekabel, verschiedenen Ohrtips und Sport-Ohreinsätze) , auch der JBL Everest Elite 150 NC Ohrhörer untergebracht. Zudem befindet sich unter dem Etui noch eine Kurzanleitung zum Everest Elite 150 NC.
(Verpackung: 4 von 5 Punkten)
Design
Den JBL Everest Elite 150 NC gibt es nur in der Farboption Gunmetal (dunkelgrau). Diese Farbe gefällt mir persönlich sehr gut. Es handelt sich beim Everest Elite 150 NC um einen Wireless-In-Ear Ohrhörer, bei dem jedoch beide Ohrhörer mit einem Nackenbügel verbunden sind. Der flexibel Nackenbügel besteht aus einer Kunststoffummantelung, in deren inneren ein dünner Federstahl eingearbeitet wurde. Dadurch springt der 6 mm dicke Nackenbügel nach dem Umformen immer wieder in seine ursprüngliche Form zurück.
An den besagten etwas dickeren Enden sind die Bedienelemente und der größte Teil der Technik untergebracht. Den integrierten Akku kann man per Micro-USB-Buchse aufladen. Diese befindet sich im rechten Teil des JBL Everest Elite 150 NC unter einer Kunststoffkappe. Knapp einen Zentimeter daneben ist eine Status-LED zu sehen. Diese weißt auf den aktuell Betriebsstatus des Elite 150 NC hin. Eine weitere Status-LED findet man direkt gegenüber nach oben zeigend. Die untere LED informiert darüber ob das ANC an ist und über den Status des Akkus. Anhand der oberen Status-LED sieht man, ob sich der Ohrhörer gerade im Kopplungsmodus befindet oder bereits verbunden ist. Betrachtet man die Bedienelemente auf der rechten Seite, erkennt man hier drei einzelne Knöpfe. Der runde 8 mm große Kopf dient, wie das Symbol darauf vermuten lässt, als Ein- und Ausschaltknopf. Direkt davor sind zwei weiter länglichere Knöpfe, welche mit einem Bluetooth-Symbol und einem „S“ versehen sind.
Der „Bluetooth-Knopf“ dient dazu, den Pairing-Modus zu aktiveren, falls man den Everest Elite 150 NC z. B. mit einem zweiten Gerät verbinden möchte. Bei dem „S“ Knopf handelt es sich um den soggenanten Smart-Button. Dieser kann mit zwei unterschiedlichen Funktionen belegt werden. Von JBL aus ist die Taste mit der Ambient Awareness Funktion belegt. Daher regelt man hier per Knopfdruck wie stark die Umgebungsgeräusche herausgefiltert werden sollen. Durch mehrmaliges drücken des Knopfes kann man so zwischen dem Level Low, High und Off wechseln. In der App direkt kann dies jedoch noch genauer eingestellt werden. In der App kann der Smart-Button auch umprogrammiert werden, sodass man damit das ANC Ein-/Ausschalten kann.
Betrachtet man die Knöpfe am linken Bedienelement, befindet sich hier ebenfalls drei Tasten mit dem gleichen Formfaktor wie auf der rechten Seite. Dabei handelt es sich jedoch um keine besonderen Tasten, sondern um die Play/Pause und leiser und lauter Tasten. Der runde 8 mm Knopf dient dazu, die Musik zu pausieren und bei erneutem betätigen wieder wiederzugeben. Erhält man, während der JBL Everest Elite 150 NC mit dem Smartphone genutzt wird eun Anruf, dann kann dieser durch einmaliges Betätigen der Play-Taste entgegengenommen werden oder durch drücken und 3 Sekunden halten abgelehnt werden. Ebenso kann man bei Gesprächsende den Anruf durch betätigen der Play-Taste beenden und durch zweimaliges drücken Siri / Google Now aktiveren. Mit den beiden Knöpfen mit dem „+“ und „-“ Symbol, kann man die Musik Lauter/Leiser stellen und bei 3 Sekunden drücken einen Titel vor- bzw. zurückspringen. Zu guter Letzt, befindet sich an der Oberseite der Bedienelemente jeweils an der rechten und linken Seite ein Mikrofon mit Echounterdrückung, um Telefonate zu ermöglichen.
Die Ohrstöpsel baumeln an Kabeln, die direkt vom Bügel kommen und haben eine fixe Länge von ca. 22 cm. Ein Verknoten der Kabel ist durch die Länge nicht wirklich möglich. Bei Kleidung mit Kragen wie z. B. ein Polohemd, kommt es jedoch wie oftmals bei einer Ausführung von In-Ear Ohrhörern mit Nackenbügel dazu, dass dieser am Kabel reibt und unangenehme Störgeräusche auf die Kopfhörer überträgt. Daher würde ich Oberteile mit Kragen lieber vermeiden.
Die Steuerung des JBL Everest Elite 150 NC ist entweder wie bereits erwähnt über die Bedienelemente am Halsbereich möglich oder über das Smartphone. Im Sommer mit T-Shirt usw. ist es problemlos möglich, den In-Ear Ohrhörer an den Bedientasten zu bedienen. Jedoch sehe ich bei der Nackenbügelausführung einen Nachteil, den die Bedienelemente kann man im Winter mit dicker Jacke und einem Schall kaum erreichen. Hier muss man dann die Musik direkt via Smartphone steuern, da dies in dem Fall deutlich komfortabler ist.
Die Ohrhörer selbst haben ein rundes 15 mm großes Gehäuse, welches an der Außenseite abgeflacht ist und mit einem Chrom JBL Logo versehen wurde. Die Grundfarbe der Ohrhörer ist ebenfalls Gunmetal. Für einen bequemen Sitz sind die Ohrstöpsel mit den typischen Ohrtips in verschiedenen Größen ausgestattet. Zudem sorgen die ebenfalls in unterschiedlichen Größen beigelegten Sport-Einsätze für einen sichern halt beim Rennen usw. Diese Sport-Einsätze müssen jedoch genutzt werden, ohne können die In-Ears nicht genutzt werden. Grund hierfür ist eine Haltenase an der Innenseite der Ohrstöpsel, durch welche die Sporteinsätze gegen verdrehe gesichert werden.
Das Design der JBL Everest Elite 150NC In-Ear-Kopfhörer gefällt mir sehr gut. Zwar wurde dieser lediglich aus verschiedenen Kunststoffen gefertigt, aber dies machen andere Hersteller bei ihren In-Ear Ohrhörer mit Nackenbügel und ANC auch nicht anders. Ein großer Vorteil ist hier das sehr leichte Gewicht und selbst wenn der Ohrhörer einmal herunterfällt, ist dieser sicherlich nicht gleich defekt.
(Design: 4 von 5 Punkten)
Verarbeitung
Die Verarbeitung des JBL Everest Elite 150 NC gefällt mir sehr gut. Die Übergänge der verschiedenen Materialien sind hervorragend und ich konnte keine scharfen oder unschönen Kanten finden. Das Nackenband liegt sehr angenehm um den Hals und durch das geringe Gewicht sitzt bzw. liegt der Everest Elite 150 NC sehr angenehm um den Hals.
Die Kabellänge ist mehr als ausreichend. Meiner Meinung nach könnte der Nackenbügel, sowie das Kabel der Ohrhörer jeweils gut 1-2 cm kürzer sein. Jedoch ist es auf keinem Fall so, dass es zu lange ist und stören würde. Hat man den In-Ear Ohrhörer einige Zeit genutzt und sich mit den Bedientasten vertraut gemacht, kann man den Everest Elite 150 NC quasi blind bedienen. Hier gefällt mir sehr gut die ca. 1 mm vorstehende runde Taste links und recht, denn so findet man schnell auch die beiden anderen Tasten.
Das Gewicht ist mit 53 g inklusive Ohrstöpsel (und Kabel) angenehm leicht. Beim Lade-Anschluss hätte man zum aktuellen USB-C Anschluss greifen können und nicht zum alten Micro-USB-Anschluss, doch zum neuen USB-C greifen aktuell leider immer noch nicht viele Hersteller.
(Verarbeitung: 4 von 5 Punkten)
TEIL 2
bestehend aus „Funktion des Produktes“ entspricht 65% der Gesamtwertung
Art
In-Ear-Ohrhörer
Kategorie
In-Ear-Ohrhörer mit Bluetooth 4.1 SBC-Codec
Farbe
Gunmetal
Trageart
Nackenbügel, Kabellänge von Nackenbügelenden bis Ohrhörer 22 cm
Gewicht
53 Gramm
Material
Nackenbügel aus Kunststoff und teilweise Silikon. Ohrhörer ebenfalls aus Kunststoff.
Töner
Jeweils links und rechts ein 12 mm Dynamic-Membran
Akkulaufzeit
bis zu 16 Stunden; Ladezeit 2 Stunden.
Schalldruckpegel
94 db/mW
Frequenzbereich
10 Hz – 22 kHz
Lieferumfang
1x JBL Everest Elite 150 NC 3 paar Silikon Ohrtips Passstücke (S, M, L) 2 paar Sport-Einsätze (S, M, L) Micro-USB-Ladekabel Beschreibung Transportetui
Tragekomfort
Mit dem Tragekomfort des JBL Everest Elite 150 NC bin ich sehr zufrieden. Hat man die richtigen Ohrtips und Sporteinsätze gefunden, dann halten die In-Ears selbst bei hektischen Bewegungen problemlos. JBL liefert sowohl die normalen Ohrtips als auch die Sporteinsätze in drei Größen S, M, L mit. Ein Paar davon ist bereits vormontiert und dies waren auch genau das richtige Paar, welches ich für den perfekten Sitz benötigt habe. Mit diesen mitgelieferten Ohrtips kann der Everest Elite 150 NC perfekt den eigenen Ohren angepasst werden und dafür rate ich euch unbedingt genug Zeit zu nehmen. Denn bei In-Ears ist es extrem wichtig, dass diese richtig Sitzen. Ein zu kleiner Ohrtip sorgt dafür, dass dieser nicht isoliert und ständig herausfällt. Ist der Ohrtip zu groß gewählt, drückt dieser unter Umständen nicht nur, sondern sitzt nicht tief genug im Gehör und somit bekommt man ein falsches Klangbild. Auf einmal fehlt der Bass total usw. Daher unbedingt 5 oder 10 Minuten Zeit nehmen und die Ohrtips und Sport-Einsätze alle durchprobieren.
In meinen Testberichten zu In-Ear Ohrhörern mit einer Nackenbügel-Ausführung, habe ich bereits oft erwähnt, dass diese Variante einige Vorteile hat. Jedoch hat fast jedes System auch Nachteile, so ist es auch bei der Nackenbügel-Ausführung. Einer der größten Vorteile ist die gleichmäßige Verteilung des Gewichtes über den Nacken. Hierdurch spürt man an den Ohren deutlich weniger Zug, als bei herkömmlichen Ohrhörern. Ein weiterer Vorteil ist, das man jederzeit einen oder beide Ohrstöpsel herausziehen und loslassen kann, ohne sich sorgen machen zu müssen, dass man die Ohrhörer verliert. Praktischerweise hat JBL beim Everest Elite 150 NC einen Magnetverschluss eingebaut. So verbinden sich die beiden Ohrhörer beim herausziehen und hängen lassen automatisch an der Rückseite zu einer Kette. Dies ist zwar sehr praktisch, doch leider hätte man hier eventuell die Funktion integrieren können, dass bei der Verbindung automatisch die Musik pausiert wird. So haben es nämlich bereits einige andere Hersteller, bei ihren Ohrhörer mit Nackenbügel bzw. Kabel gemacht.
Der Nachteil dieser Nackenbügel Bauform ist unter anderem, dass sich solche Kopfhörer selten für Sport eignen. Es gibt hier zwar Ausnahmen wie z. B. den von mir bereits getesteten JBL Reflect Fit, doch dieser wird auch extra als Sport-Ohrhörer angepriesen. Dies ist beim JBL Everest Elite 150 NC jedoch nicht der Fall. Ich persönlich würde euch, falls ihr nach einem In-Ear Ohrhörer sucht, welcher auch zum Sport genutzt werden kann, zu einem mit einem dünnen Kabel anstelle des dickeren Silikonbands inkl. klobigeren Enden raten. Fürs Sportstudio ist der Everest Elite 150 NC schlichtweg nicht geeignet und dafür auch gar nicht konzipiert. Denn er ist, wie JBL angibt nicht auf schweißresistent und Wasserabweisung geprüft bzw. dafür vorgesehen.
(Tragekomfort: 4,5 von 5 Punkten)
Klang
Beim JBL Everest Elite 150 NC kommt pro Ohrhörer jeweils ein 12 mm-Dynamikmembran zum Einsatz. JBL wirbt die In-Ears mit „Legendärem JBL Pro Audio Sound“ an. Damit möchte JBL seine über 70-jährige Erfahrung in der Entwicklung der Technik für präzisen und natürlichen Sound in Kinos, Tonstudios und Konzerthallen werben und das genau diese auch in den In-Ears zum Einsatz kommt. Hier sollte man jedoch beachten, dass es sich zwar um verhältnismäßig große Membrane für In-Ear Ohrhörer handelt. Doch diese können bauartbedingt nicht wie z. B. ein Over-Ear Kopfhörer klingen können.
Betrachtet man die technischen Daten des JBL Everest Elite 150 NC, sieht man zum einen, dass der Frequenzgang von 10Hz bis 22 kHz reicht, somit deckt dieser einen große Frequenzwiedergabe ab. Die Impedanz liegt bei niedrigen 16 Ohm und der Schalldruckpegel bei 94 dB. Soviel zu den technischen Angaben, die sich soweit vielversprechend anhören, doch wie immer sagen diese nichts aus, ob der Ohrhörer am Ende gut klingt oder eben nicht. Daher nun die Frage, wie gut klingt der Everest Elite 150 NC?
Zuerst möchte ich dazu sagen, dass leider kein aptX/aptX HD oder AAC Codec unterstützt werden. Somit verfügt der Everest Elite 150 NC lediglich über die nicht ganz so gute Bluetooth-Übertragung mit dem SBC Codec. Bei einer guten Signalübertragung ist die Soundqualität sehr gut, diese nimmt jedoch bei Hindernissen und steigender Entfernung schnell ab. Bei aptX und ANC ist es wie mit Digitalradio, hier gibt es entweder eine sehr gute Soundqualität Übertragung oder gar keine. Daher finde ich es bei einem fast 200€ teuren In-Ear Ohrhörer etwas Schade, dass hier keiner der besseren Codecs unterstützt wird.
Vom Klang her ist der Everest Elite 150 NC typisch für JBL etwas bassbetonter abgestimmt. Der Everest Elite 150 NC hat jedoch ein ähnliches Problem mit dem ANC wie der von mir bereits getestete Everest Elite 750 NC. Denn auch hier sorgt das aktivere ANC für ein anderes Klangbild, sodass man beim aktiveren eine deutliche Betonung des Basses wahrnimmt. Dies dürfte zwar Liebhaber von Bassbetonten-Kopfhörern gefallen, aber das Ziel sollte eigentlich sein, dass die Ohrhörer bei aktiviertem und deaktiviertem ANC fast identisch klingen.
Der Klang ohne ANC gefällt mit persönlich deutlich besser. Hier ist das Klangbild sehr ausgewogen, es ist zwar dennoch eine leichte Bassbetonung vorhanden, aber diese weiß zu überzeugen. Nach mehren unterschiedlichen Genres, die ich mit dem JBL Everest Elite 150 NC gehört habe, kann ich beurteilen, dass die Höhen sehr sauber und detailreich wiedergegeben werden. Stimmen klingen natürlich und keineswegs schrill. Die Mitten klingen ebenfalls gut, sind jedoch aufgrund der Bassbetonung etwas zurückhaltend. Der Bass ist ohne ANC druckvoll und sehr präzise, wie gesagt gefällt mir der Kopfhörer ohne ANC klanglich deutlich besser. Aktivere man ANC übertönt der Bass vor allem bei hoher Lautstärke sehr, sodass dieser zu unpräzise wirkt und die Mitten zu sehr überspielt. Abhilfe schafft hier, wenn man in der „My JBL Headphones“ App in den Equalizer Einstellungen änderungen vornimmt und hier z. B. die Bassfrequenz etwas reduziert. Doch JBL könnte hier eventuell auch mit einem Firmwareupdate für die Ohrhörer das Problem automatisch beheben, denn über die App können die Everest Kopfhörer auch geupdatet werden.
Die Geräuschunterdrückung ist beim JBL Everest Elite 150 NC entweder direkt über den Smart-Button oder in der App regulierbar. Man kann hier entweder ANC Ein-/Ausschalten oder bestimmen, wie viel der Umgebungsgeräusche zu einem durchgelassen werden. Man kann die Intensität der Umgebungsgeräusche in der App in vier Stufen einstellen. Das Ganze geht jedoch auch per Smart-Button, hier jedoch nur in drei Stufen. Wechselt man per Knopfdruck das Level der Unterdrückung, sagt einem eine Stimme in englischer Sprache, in welcher Stufe man sich nun befindet.
[appcode appstore id1053136947?l=en]
[appcode googleplay jbl.stc.com]
Umgebungsgeräusche auf hoch geschaltet, lassen die meisten Umgebungsgeräusche durch. Mittel und leicht reduzieren die Umgebungsgeräusche deutlich. Schaltet man die Funktion aus, werden alle Umgebungsgeräusche weitestgehend eliminiert. Vom Noise-Cancelling sind die JBL Everest Elite 150 NC definitiv nicht schlecht, das Noise-Cancelling arbeitet sehr zuverlässig. Kommt jedoch mit dem typischen Grundrauschen daher, was gerade bei leiserer Musikwiedergabe z. B. beim abends leise Musik hören stört. Daher empfehle ich, ANC sowieso bei alle Kopfhörern nur zu nutzen, wenn man in einer lauten Umgebung ist. In einem leisen Raum z. B. zuhause, würde das typische ANC Rauschen zu sehr stören und zudem die Laufzeit der Kopfhörer reduzieren, daher deaktiviere ich es zuhause fast immer und schalte es erst an, wenn ich im Freien in der Stadt unterwegs bin.
Das Telefonieren, mit dem Everest Elite 150 NC funktionierte ohne Probleme. Bei Telefongesprächen werden die beiden Mikrofone, die an den Bedienelementen sind verwendet. In mehrer Telefonaten mit den In-Ears in verschiedenen Umgebungen und Situationen, hat sich keiner meiner Gesprächspartner über Probleme beschwert. Meine Stimme wurde weder verzerrt, noch störten Umgebungsgeräusche von vorbeifahrenden Autos usw. Beim Ansehen von Videos und Filmen konnte ich zudem keine Verzögerungen feststellen.
(Klang: 3,5 von 5 Punkten)
Ausstattung
Akku
Laut JBL kann man mit dem Everest Elite 150 NC bis zu 16 Stunden Musik genießen. Schaltet man ANC an, reduziert sich die Laufzeit auf immer noch gute 14 Stunden. Verständlicherweise hängt die effektive Laufzeit der Ohrhörer von mehren Faktoren ab wie z. B. der Lautstärke. In meinen Test habe ich die Kopfhörer eine längere Zeit im Alltag genutzt. Ich kam in meinem Test auf zusammengerechnet ca. 13,5 Stunden. Dabei habe ich jedoch häufig zwischen aktiven ANC und nicht aktiven ANC gewechselt. Für mich persönlich ist die erreichte Laufzeit für einen Ohrhörer dieser Größe und mit ANC ausgestattet eine sehr gute Laufzeit. Wenn der Akku zu Neige geht, muss er über ein micro-USB-Kabel aufgeladen werden. Die Ladezeit beträgt etwas 2 Stunden.
Bluetooth
Die Einrichtung der Bluetooth-Verbindung ist sehr schnell erledigt und erfordert keine besonderen Kenntnisse. Beim ersten Einschalten befindet sich der JBL Everest Elite 150 NC automatisch im Kopplung Modus. Ist dies nicht der Fall, oder ihr wollt ein weiteres Gerät mit dem Ohrhörer koppeln, dann muss man lediglich für 3 Sekunden den Bluetooth-Knopf an der rechten Seite des Nackenbügels gedrückt halten. Dadurch wird wie bei anderen Bluetooth Geräten auch, die Kopplung initiiert und man kann in den Bluetooth-Einstellungen den Kopfhörer suchen und beide Geräte miteinander koppeln.
In den Räumlichkeiten war die Reichweite mit zwei dickeren Beton-Wänden auf ca. 9 Metern begrenzt. Im freien Feld sind bis zu 15 Metern kein Problem. Dabei müsst ihr jedoch zu dem iPhone schauen und euch mit der rechten Seite des Nackenbügels zum iPhone befinden, denn in der rechten Seite im vorderen Bereich ist die Antenne verbaut. Sobald ich die Kopfhörer angeschaltet habe, hat sich dieser mit meinem iPhone automatisch verbunden.
Zubehör
JBL liefert den Everest Elite 150 NC in einer praktischen und ausreichend großen Transportetui aus. Darin passt nicht nur der Nackenbügel Ohrhörer problemlos rein, sondern man kann zudem noch das Ladekabel und sogar die Ohrtips/Sporteinsätze darin verstauen. Das Transportetui besteht aus einem Kunstleder und macht einen sehr hochwertigen und schönen Eindruck. Im Lieferumfang befinden sich wie bereits erwähnt drei paar Silikon-Ohrstöpsel und drei paar Sporteinsätze. Die wechselbaren Ohrstöpsel sind wichtig um den Kopfhörer für die eigenen Ohren anzupassen.
(Ausstattung: 4 von 5 Punkten)
TEIL 3
bestehend aus „Preis/Leistung“ entspricht 10% der Gesamtwertung
Beschreibung
JBL wirbt den Everest Elite 150 NC mit seinem legendären JBL Pro Audio Sound, dem adaptiven Noise-Cancelling und einer Laufzeit von bis zu 16 Stunden. Ich kann dem ganzen auch soweit zustimmen, der Klang des Everest Elite 150 NC ist ohne aktiviertes ANC gut. Aktiviert man ANC, ist das Klangbild zu basslastig und leidet von der Qualität sehr darunter. Das Noise-Cancelling arbeitet sehr gut und weiß zu überzeugen. Gerade mit tiefen gleichbleibenden Tönen hat es keinerlei Probleme und eliminiert diese Umgebungsgeräusche hervorragend. Die Verarbeitung und das Design des Everest Elite 150 NC gefällt mir sehr gut.
Preis/Leistung
Mit einem einer UVP von 199€ ist der Everest Elite 150 NC der aktuell teuerste In-Ear Ohrhörer aus dem Hause JBL. Für dieses Geld bekommt man jedoch einen schönen Ohrhörer, welcher eine sehr gute Akkulaufzeit und sogar adaptives Noise-Cancelling besitzt. Wer einen In-Ear Ohrhörer sucht, der auch in der Stadt oder im Flugzeug dafür sorgt, dass man ungestört die Musik genießen kann, ist beim JBL Everest Elite 150 NC genau richtig. Ein Kritikpunkt wäre die fehlende Funktion, dass die Musik automatisch pausiert, wenn die magnetische Zusammenführung der Ohrstöpsel genutzt wird und das kein aptx/aptx HD oder AAC unterstütz wird. Was mich jedoch etwas mehr stört, als die beiden eben genannten Kritikpunkte ist, dass das Klangbild beim aktivierten ANC sich zu sehr verändert. Hier sollte man eventuell per Softwareupdate nachbessern und dafür sorgen, dass das Klangbild beim aktivierten ANC wie ohne klingt. Denn ohne ANC gefällt mir persönlich der Klang deutlich besser, da dieser wesentlich ausgewogener und besser abgestimmt ist.
testr Gesamtwertung
unter Berücksichtigung aller Teilwertungen
200
Wir bedanken uns beim Hersteller für die Bereitstellung des Produktes. Zu unseren Grundsätzen
Nest Labs Inc. besser bekannt als einfach nur Nest, wurde im Jahr 2010 mit Sitz in Palo Alto, Kalifornien von Tony Fadell und Matt Rogers gegründet. Bei Nest handelt es sich um ein Automatisierungsunternehmen, dessen erstes Produkt (nur in Amerika) ein selbst lernendes Heizungsthermostat war. Seit März 2017 vertreibt das Unternehmen seine Produkte auch in weiteren Ländern darunter auch in Deutschland. Hierzulande gibt es dieses erwähnte Thermostat jedoch nicht und Nest, ist hier für Sicherheitsinstallationen (Kameras) und Rauchmelder, die per Funk bzw. per Smartphone App steuerbar sind bekannt.
Bereits im Januar 2014 wurde Nest von Google Inc. für 3,2 Mrd. US-Doller übernommen, was zur zweitgrößten Firmenübernahme in der Google Geschichte zählt. Lediglich Motorola Mobility war mit 12,5 Mrd. US-Dollar teurer. Folglich gehört Nest nach der Umstrukturierung 2015 von Google zur Alphabet Inc. (die Dachgesellschaft von Google), seit Februar 2018 wiederum gehört Nest zur Hardware-Abteilung von Google.
Vor einiger Zeit habe ich euch bereits die Nest Cam IQ Indoor vorgestellt. Heute möchte ich euch die Version für den Außenbereich vorstellen, es handelt sich dabei um die Nest Cam IQ Outdoor. Diese ist wie das Indoor-Model mit einem 4K-Sensor ausgestattet, der eine gestochen scharfe Bildübertragung ermöglichen soll und dass bei jedem Licht. Ob das Outdoor-Modell genauso wie das Indoor-Modell mit seinen Funktionen überzeugen kann und ob die Bildqualität im Test überzeugen kann, erfahrt ihr in folgendem Testbericht.
TEIL 1
Bestehend aus „Verpackung/Design/Verarbeitung“ entspricht 25% der Gesamtwertung
Verpackung
Die Nest Cam IQ Outdoor kommt wie bereits das Indoor-Modell in einer sehr stabilen rundum bedruckten Verpackung daher. Diese ist jedoch hier deutlich größer gehalten. Die Vorderseite ziert neben dem Aufdruck der Nest Cam IQ noch den Namen des Unternehmens „Nest“ und es wird in mehreren Sprachen drauf hingewiesen, dass es sich um eine Außenkamera handelt.
Auf der rechten Seite sind neben einigen wichtigen technischen Daten noch der Packungsinhalt, in den Sprachen Deutsch, Niederländisch, Französisch, Italienisch und Spanisch aufgelistet. Betrachtet man die Rückseite, sieht man hier die Nest Cam IQ montiert an einer Außenwand und den wichtigsten Funktionen in wenigen Worten „ Supersight. HDR. 12x fachen digitaler Zoom mit Optimierung. 1080 p-HD-Qualität. Und die Kamera kann dich warnen, wenn sich eine Person in ihrem Sichtbereich aufhält.“ Zu guter Letzt zeigt die linke und obere Seite noch, wie man unterwegs mit dem Smartphone auf die Kamera zugreifen kann und wie diese einem eine Nachricht sendet, sobald diese eine Person bzw. eine Bewegung erkannt hat. Die Unterseite zeigt einem noch die Anforderungen, um die Nest Cam IQ erfolgreich in Betrieb nehmen zu können.
Hebt man den Deckel von dem unteren Teil der Verpackung ab, kommt direkt die Nest Cam IQ zum Vorschein. Diese ist sicher geschützt und zentriert in einem Schutzmaterial aus weißem recyceltem Papier. Hebt man die Nest Cam IQ samt dem Einleger heraus, kommen zwei kleine Broschüren (eine Kurzanleitung und eine Garantiekarte) zum Vorschein. Des Weiteren befindet sich darunter noch ordentlich verstaut der große Nest Netzstecker, das 7,5 Meter lange Strom-Kabel sowie die Schrauben, ein passender Inbusschlüssel, Wanddübel und Kabelklemmen für die Montage der Kamera.
(Verpackung: 4,5 von 5 Punkten)
Design
Das Design der Nest Cam IQ Outdoor ist sehr schlicht gehalten, was mir sehr gut gefällt. Mit ihrem Gewicht von knapp 568 Gramm und ihrem stabilen weißen Gehäuse aus Kunststoff macht die Nest Cam IQ Außenkamera einen sehr hochwertigen Eindruck. Das Gehäuse, in dem sich die Technik befindet, ist etwas größer als eine Faust und hat einen Durchmesser von 111 mm und eine Länge von ca. 100 mm. Nach hinten verlaufend zum Kugelgelenk wird der Durchmesser deutlich kleiner.
An der Vorderseite der Nest IQ Cam befindet sich im Zentrum der schwarzen Glasscheibe die Kameralinse. Diese ist von einem schwarzen Aluminiumring geschützt. Im schwarzen breiter Ring um der Kameralinse, sitzen die vier Infrarot-LED´s für den Nachtsichtmodus, die Bewegungssensoren, sowie links, rechts und unter der Kamera jeweils ein Mikrofon. Des Weiteren befindet sich überhalb der „Kameralinsen an der Front eine kleine Status-LED, die bei normalen Betrieb grün leuchtet. Rundherum um den schwarzen Rand der Glasfront befindet sich ein LED-Ring. Dieser leuchtet direkt nach dem ersten einschalten der Kamera kurz Blau auf, sodass man weiß, dass diese erfolgreich mit Strom versorgt ist. Zudem leuchtet dieser Ring ebenfalls blau auf, wenn man z. B. über den Lautsprecher der Kamera mit der Person davor redet.
An der Unterseite des weißen Kunststoffgehäuses befindet sich nach unten gerichtet ein großer Lautsprecher, über den ihr wie gerade erwähnt mit der Person vor der Kamera sprechen könnt. Das Kamera-Gehäuse ist wie über ein bewegliches Kugelgelenk mit einem Aluminiumsockel verbunden, welcher einen Durchmesser von ca. 70 mm besitzt und knapp 15 mm dick ist. Trennt man die Montageplatte vom Sockel, ist diese knapp 2 mm stark. Mit dieser wird die Kamera an der Wand befestigt, doch dazu unter Montage mehr. Das Kugelgelenk ermöglicht eine senkrechte, bis 25° von der Wand abstehenden Winkeleinstellung und hält fortan die Stellung sicher. Da man die Kamera am Kugelgelenk selbst um 360° drehen kann und die Montageplatte ebenfalls bei der Montage frei anbringen kann, ist es möglich, die Kamera vom Winkel so anzubringen wie man dies möchte.
Die Montageplatte ist mit einer 1 mm dicken Gummischicht versehen, sodass verhindert wird, dass Wasser an der Wand entlangläuft und von hier aus ins innere der Elektronik gelangt. Zudem ist zwischen dem Sockel und der Montageplatte eine weiteres 5 mm dickes Schaumstoffpad eingelebt, welcher dies ebenfalls unterbinden soll. Am USB-C Kabel befindet sich ebenfalls ein grauer Dichtring, somit wird auch hier ein eindringen von Wasser verhindert. Muss man das Kabel entfernen, befindet sich neben dem USB-C Buchse ein Auswerferknopf. Verbunden wird die Kamera mit dem Sockel per Einrastmechanismus, darauf gehe ich aber unter dem Punkt „ Montage„ näher ein.
(Design: 4,5 von 5 Punkten)
Verarbeitung
An der Verarbeitung der Nest Cam IQ Außenkamera gibt es kaum etwas zu bemängeln. Das Gehäuse besteht zwar aus Kunststoff, doch dieser macht einen sehr hochwertigen und somit auch stabilen Eindruck. Zudem ist die Kamera nach IP 66 wetterfest und kann bei -40 °C bis + 45 °C verwendet werden. Somit kann die Nest IQ Außenkamera problemlos bei jedem Wetter im freien bleiben. Das Kugelgelenk lässt sich mit einem angenehmen Kraftaufwand verstellen und ist nach dem loslassen in dieser Stellung fixiert. Die maximalen Einstellwinkel betragen beim Schwenken von vorne nach hinten 65°, kann am Kugelgelenk um 360° und am Sockel ebenfalls um 360° verdreht werden. Somit ist z. B. ein Motor, der es ermöglicht die Kamera z. B. über die App zu Bewegen nicht nötig, da man diese quasi in jede Richtung drehen kann. Der Blickwinkel mit 130° reicht für denn Outdoor-Einsatz vollkommen aus und hat gegenüber eines 180° Winkel seine Vorteile. Den bei 180° sieht das Bild wie mit einem Fischauge-Objektiv aufgenommen aus und z.B, eine Wand, die eigentlich gerade ist, hätte im Bild einen deutlichen Bogen.
Die Verarbeitung ist meiner Meinung nach wie bei allen Nest Produkten sehr gut. Selbst beim Kabel für die Stromversorgung handelt es sich um ein aktuellen USB-C Anschluss und dieses Kabels schließt beim Anschließen bündig mit dem Standfuß ab. Des Weiteren ist es mit einer Kabellänge von 7,5 Metern ausreichend lang. Lediglich das nicht wetterfeste Neteil ist, ist bei dem hohen Preis etwas ärgerlich. Wer ein wetterfestes Netzteil haben möchte, um dieses direkt in einer Außensteckdose anzuschließen, muss dafür dieses separat bei Nest für 59€ mit bestellen bzw. nachbestellen. Leider gibt es die Nest Cam IQ zudem nicht als Akku-Variante, und so muss dieses zwingend per Kabel betrieben werden. Dies hat jedoch den Vorteil, dass man nicht alle paar Monate bzw. Wochen den Akku laden muss.
(Verarbeitung: 4 von 5 Punkten)
TEIL 2
bestehend aus „Funktion des Produktes“ entspricht 65% der Gesamtwertung
Kamera-Art
kabelgebundene Überwachungskamera (7,5 Meter Kabel)
ja, vier Infrarot-LEDs (850 nm) mit IR-Sperrfilter
Zoom
12-facher Digital-Zoom, dank 4K-Sensor verlustfrei in Full-HD
Material
Kunststoff
Konnektivität
WLAN 802.11a/b/g/n, 2,4 GHz (unterstützt WEP-, WPA- und WPA2-Verschlüsselung) Bluetooth Low Energy (BLE)
Funktionen
Personenerkennung, Geräusche- und Bewegungserkennung, IR-Beleuchtung, drei integrierte Mikrofone und ein hochwertiger Lautsprecher, per App steuerbar (Android & iOS), Google Assistent, LED-Lichtring, LED-Statuslicht, Nahaufnahme mit Nachverfolgungsfunktion, HDR bei Tageslicht.
Betriebstemperatur
-40°C bis +45°C
Lieferumfang
1x Nest Cam IQ-Außenkamera Montageplatte Netzkabel für draußen Netzteil für drinnen Inbusschlüssel Schrauben Kabelklemmen Wanddübel Installationsanleitung
Technische Daten der Nest Cam IQ Außenkamera
Einrichtung und Konfiguration
Um die Nest Cam IQ Outdoorkamera nutzen zu können, muss diese wie sämtliche anderen Nest Produkte erst einmal eingerichtet und konfiguriert werden. Dazu benötigt man die kostenlose Nest App (erhältlich für iOS und Android).
Sobald die App geladen ist, könnt ihr diese wie gewohnt starten. Leider kommt man um die Erstellung eines Benutzerkontos nicht herum, dafür müssen eine E-Mail-Adresse eingegeben und ein Passwort festgelegt werden. Anschließend muss man in seinem Postfach nachsehen und die E-Mail Adresse über den Link, den ihr in der Mail von Nest erhalten habt bestätigen.
Nun müsst ihr zurück in die Nest-App gehen, in der ihr durch die restliche Einrichtung Schritt für Schritt geführt werdet. Nachfolgend geht es um die Einrichtung des Wohnortes, doch davor kommt ein Push-Fenster, in dem ihr gefragt werdet, ob ihr Hinweise und Töne von Nest per Push erhalten möchtet oder nicht. Anschließend müsst ihr eure Adressdaten eingeben (Straße, Stadt und Postleitzahl). Danach kann man noch auswählen, ob man News von Nest erhalten möchte und einen monatlichen Verbrauchsbericht erhalten möchte, sowie zustimmen, ob Nest euren Standort mitgeteilt bekommen soll. Im Anschluss daran kann man noch Familienmitglieder einladen, die ebenfalls Zugriff auf eure Nest Produkte erhalten und durch das Klicken auf „Jetzt loslegen“ gelangt man auf das zukünftige Startfenster der Nest App.
Nun geht es natürlich darum, die Nest Cam IQ Outdoor mit der App zu verbinden. Dazu klicken wir im Startfenster auf das Plus-Symbol, unter dem auch „Produkt hinzufügen steht“. Daraufhin teilt einem die Nest-App mit, dass man den QR-Code des Nest Produktes scannen soll, dieser QR-Code befindet sich bei der Kamera auf der Unterseite des Sockels. Dazu müsst ihr die Montageplatte entfernen.
Direkt nach dem Scannen des Codes wird ein Bild der Nest Cam IQ Outdoor und was zur erfolgreichen Einrichtung alles benötigt wird angezeigt. So teilt euch die App mit, dass ihr euer WLAN-Passwort bereit halten solltet, sowie eine freie Steckdose, in welche ihr das Netzteil inkl. Stromkabel steckt. Im nächsten Fenster müsst ihr aus zahlreichen Vorschlägen auswählen, in welchem Bereich ihr die Überwachungskamera montieren möchtet. In meinem Fall habe ich Einfahrt gewählt.
Spätestens nachdem ihr den Standort ausgewählt habt, wolltet ihr die Kamera mit Strom versorgen. In der App werdet ihr nämlich nun dazu aufgefordert. Ist dies getan, sollte der LED- Ring an der Vorderseite der Nest Cam IQ Außenkamera Blau aufleuchten. Daraufhin wird diese automatisch von der App erkannt und ihr müsst euer WLAN auswählen, sowie das dazugehörige Passwort eingeben und schon verbindet sich die Nest Cam IQ mit dem WLAN. Falls ihr z. B. wie ich bereits andere Nest-Produkte wie z. B. die Nest Protect Rauchmelder mit eurem Account verbunden habt, müsst ihr die WLAN-Daten nicht erneut eingegeben. Ihr werdet in diesem Fall in der App drauf hingewiesen einfach den großen Nest Knopf am Nest Protect kurz zu betätigen. Dieser übermittelt der Überwachungskamera dann automatisch sämtliche benötigten Daten. Daher rät Nest auch zur Einrichtung der Outdoor-IQ Cam im Innenbereich, sodass man die WLAN-Daten direkt zur Hand hat oder eben der Nest Protect direkt die Daten übermitteln kann.
Sobald die Nest Cam IQ Außenkamera mit der App bzw. dem WLAN erfolgreich verbunden wurde, müsst ihr noch entscheiden, ob ihr die Gesichtserkennung nutzen möchtet. Dies ist kein Muss, bringen aber zusätzliche Funktionen.
Die Einrichtung des Nest Cam IQ Outdoorkamera könnte einfacher nicht sein. Es wird Nest typisch alles Schritt für Schritt erklärt und somit sollte dies, selbst für jemanden der sich nicht großartig auskennt problemlos möglich sein. Zudem ist die Einrichtung, sofern man bereits ein Nest Produkt besitzt noch etwas schneller erledigt. Doch selbst ohne dies, ist die Einrichtung in knapp 5-7 Minuten erledigt.
(Performance: 5 von 5 Punkten)
Montage
Ist die Kamera einsatzbereit und im indoor Test hat alles soweit funktioniert, geht es an die Montage an den gewünschten Platz, den diese ab sofort rund um die Uhr überwachen soll. Dazu die Kamera am besten an den gewünschten Ort bringen und diese an einer Steckdose in der Nähe anschließen die frei ist und zudem dauerhaft belegt bleiben kann. Nun sollte man nachsehen, ob die Nest IQ Cam Outdoor auch am gewünschten Ort eine ausreichende WLAN Verbindung hat. Ist dies der Fall, geht es darum, dass Kabel an den Ort zu verlegen. Hierfür kann dies eventuell durch einen ausreichend großen Spalt geführt werden, oder man muss ein mindesten 13 mm großes Loch nach außen bohren. Da die Nest IQ Cam Outoor nicht per Akku betrieben werden kann, kommt man um diesen Schritt nach herum. Wer also kein Kabel nach außen verlegen möchte und schon gar nicht ein Loch nach Außen bohren möchte, sollte zu einer anderen Überwachungskamera greifen. Die Methode mit dem wetterfesten Netzteil geht zwar auch, aber so könnte ein Einbrecher diese ausstecken.
Nun geht es an die anbringen der Montageplatte. Hierfür müssen 4 Löcher in die Wand eingebracht werden. Zum Vorbohren der Löcher empfiehlt Nest einen 2 mm Bohrer, falls die Wand aus Mauerwerk, Ziegel oder Gipsputz besteht, muss man die mitgelieferten Dübel verwenden, diese sollten mit einem 6 mm Bohrer gebohrt werden. Nun kommt es drauf an, ob ihr das Kabel von hinten gerade einführt oder von unten an der Wand entlang durch die Kerbe verlegen wollt. Je nachdem müsst ihr die Montageplatte nämlich direkt über dem Kabelloch anbringen und das Kabel durch die Mitte der Platte einführen oder durch die Auskerbung am Rand der Aluminiumplatte.
Ist dies erledigt, könnt ihr das Kabel mit dem grauen Silikonring an der Nest IQ Cam Outdoor anschließen und die Kamerabasis gegen die Montageplatte drücken, bis diese hörbar einrastet. Die Kamera ist fortan gegen Diebstahl gesichert, denn diese kann lediglich durch das Eindrehen der Inbusschraube am Sockel von der Montageplatte getrennt werden. Nun startet die Kamera und ihr solltet über die Nest App den Neigungswinkel einstellen. Zu guter Letzt kann bzw. sollte man nun noch mit den beiliegenden Kabelklemmen das Kabel an einem Mauervorsprung oder einer Ecke anbringen. Das Kabel und die Klemmen können für eine besser Optik angestrichen werden.
(Montage: 4 von 5 Punkten)
Funktionsumfang und Bedienung
Gegenüber vielen anderen Herstellern hat Nest in der Cam IQ Außenkamera wie bereits in der Innenkamera einen 4K-Bildsensor verbaut. Jedoch wird dieser nicht zum Aufzeichnen direkt genutzt, sondern dient vielmehr dem deutlich verlustfreierem 12-fachen Digital-Zoom ins Bild. Somit wird das Bild zwar mit dem 4K-Sensor aufgezeichnet, doch übertragen wird in 1080p. Der Betrachtungswinkel der Kamera beträgt diagonal 130°, was für denn Outdoor-Einsatz locker ausreicht, um z.B, mit der Kamera den Eingangsbereich, oder die Einfahrt zu überwachen.
Eine besondere Funktion ist die von Nest bezeichnete „Supersight“. Diese Funktion ist standardmäßig aktiviert und ermöglicht eine automatische Nahaufnahme und Nachverfolgungsfunktion. Dies funktioniert so, dass sobald die Kamera eine Person im Raum entdeckt eine Benachrichtigung ans Smartphone sendet. Geht man nun in die App zur Live-Ansicht, sieht man nicht nur in groß die herkömmliche 130°-Standardansicht, sondern im rechten unteren Rand ein weiteres kleines Fenster der Aufnahme. In diesem Fenster nutzt die Kamera automatisch den 12-fachen Digitalzoom und versucht somit, die Person bzw. deren Gesicht genauer darzustellen, damit dieses erkannt wird. Zudem verfolgt die Kamera die Person automatisch in der Aufnahme, solange diese im Bereich des Blickfeldes der Kamera bleibt.
Neben der Full-HD Aufzeichnung welche bei Tageslicht sogar HDR für ein noch besseres Bild unterstützt, besitzt die Nest Cam IQ Außenkamera einen automatischen Nachtsicht-Modus. Das Besondere hierbei ist, dass hier vier 850-nm-Hochleistungsinfarot-LEDs verbaut wurden, welche selbst bei schlechteren Lichtverhältnissen für eine gute Sicht bzw. Aufnahme sorgen. Diese 850-er Infarot-LEDs sollen zwar nicht ganz so hell sein, wie die 940-er der Indoor-Cam. Doch die Kamera kann mich hier dennoch selbst bei völliger Dunkelheit mit einer guten Ausleuchtung überzeugen. Anders als die 940-er Infarot-LEDs der Indoor Cam sind die 850-er der Außenkamera im aktiviertem Zustand durch rotes aufleuchten sichtbar. Des Weiteren hat die Nest Cam IQ Outdoor übrigens eine automatische Personenerkennung, Bewegungssensoren, drei Mikrofone und einen hochwertigen Lautsprecher mit Rausch- und Echounterdrückung an Bord.
Beim Öffnen der App befindet man sich direkt auf der Übersicht-Seite. Hier wird, sofern ihr in der App dem Zugriff auf euren Standort zugestimmt habt automatisch angezeigt, ob ihr zu Hause seid oder abwesend und seit wann. Bei Abwesenheit aktivieren sich nämlich automatisch die Nest Kameras, sofern ihr diese Funktion in den Einstellungen aktiviert habt.
Des Weiteren seht ihr hier eurer Nest Produkt, in meinem Fall den Nest Protect inkl. in dem Zimmer, in dem ich in montiert habe (Schlafzimmer) und die Nest Cam IQ Cams (inkl. Live-Bild). Klickt man nun auf das Live-Bild, wird dieses über den kompletten Bildschirm des Smartphones inkl. der aktuellen Uhrzeit dargestellt. Tippt man erneut das Live-Bild an, kann man in dieses hineinzoomen, oder die Aufnahme um bis zu 15 Minuten zurück- oder wieder Vorspulen.
irekt unter dem aktuellen Live-Bild werden alle Ereignisse bei denen die Kamera z. B. eine Bewegung, eine Person oder ein Geräusch gehört hat aufgelistet. Der dunkelgraue Balken welcher neben dem Ereignis komplett dargestellt wird, zeigt mit grauen Punkten an, wann die Kamera online war. Ist der Balken nur dunkel, war diese in dieser Zeit nur offline und hat keine Personen oder Geräusche registriert. Klickt man auf eine der Aufnahmen, kann man sich diese hier anschauen. Sofern man das Abo Nest Aware abonniert hat, kann man sich die Videoverläufe auch über einen längeren Zeitraum von 5 bis 30 Tagen, je nachdem welches Abo man abschließt anschauen, dazu gehe ich aber später noch kurz ein.
Kamera-Einstellungen
Durch das Klicken auf das Zahnrad-Symbol bei der Live-Ansicht, gelangt man in die Kamera-Einstellungen. Hier kann man nicht nur die Kamera Ein- oder Ausschalten, sondern auch nur das Mikrofon einzeln. Außerdem kann man hier in dem Menü die automatische Zuhause-/Abwesend-Funktion deaktivieren oder aktiveren und nachlesen wie diese funktioniert. Des Weitern kann man hier noch festlegen, wie man seine Benachrichtigungen erhalten möchte (Push-Benachrichtigung, E-Mail oder auch beides). Hierbei kann man sogar bestimmen, ob die Nest Cam IQ einem eine Nachricht sendet, sobald diese einer Person entdeckt hat, Bewegungen registrieren konnte oder nur ein Geräusch gehört hat und in welchen Bereichen diese auf Bewegungen registrieren soll. Wie es sich für eine Überwachungskamera gehört, kann man in den Einstellungen der Nest IQ Cam Outdoor auch festgelegt werden, an welche Tagen die Cam eingeschaltet sein soll und zudem wann diese am Tagesverlauf ein- und wann ausgeschaltet ist.
Doch Nest hat die Cam IQ Außenkamera mit einer erweiterteren Personenwarnung ausgestattet. So kann die Nest Cam IQ bekannte Gesichter erkennen, indem man ihr zeigt, wer z. B. ein Freund oder ein Familienmitglied ist. Jedes Mal wenn z. B. der Partner/-in an der Nest Cam IQ vorbeiläuft, erkennt diese die Person besser und informiert, sofern ihr das Nest Aware Abo abonniert habt mit folgendem Satz über das Erkennen der Person „ Nicole hält sich gerade im Bereich Einfahrt auf“
(Software: 4,5 von 5 Punkten)
Bild-/Videoqualität
Bei der Cam IQ Außenkamera setzt Nest, wie bereits bei der Innenraumkamera auf einen hochauflösenden 4K-Bildsensor, der auch HDR unterstützt. Die 4K-Auflösung wird jedoch nicht direkt übertragen, sondern lediglich mit 1080p, also in Full-HD. Der höher auflösende Sensor kommt nämlich dem digitalen Zoom zugute. So kann man mit der Nest Cam IQ im Gegensatz zu der Konkurrenz, die beim Digitalen-Zoom lediglich den Ausschnitt des Bildes vergrößern mit fast verlustfreiem 12-Fach-Zoom das Bild des 4K-Sensors auf 1080p zuschneiden.
Die Kamera-Linse besitzt ebenso den gleichen diagonalen Blickwinkel von 130°, sodass dies problemlos eine breitere Hofeinfahrt oder einen Haustüreingang überwachen kann. Für die Aufnahme im dunkeln besitzt die Nest Cam IQ Außenkamera vier sichtbare 850-nm-Infarot-LEDs. Diese sorgen dafür das man auch bei Dunkelheit viel auf dem Video erkennt.
Die Aufnahmequalität der Nest Cam IQ Außenkamera, stellten mich sowohl tagsüber als auch nachts zufrieden. Bei Nacht konnten mich die guten Infarot-LED´s überzeugen und sorgen für eine deutlich bessere Ausleuchtung des Bildes, sodass man auch hier Personen sehr gut erkennen konnte. Das Rauschen hält sich in Grenzen und wurde erst bei Digitalem-Zoom im Nachtsichtmodus etwas ersichtlich, was ich jedoch nicht kritisieren kann, da hier die Produkte der Konkurrenz teilweise schlechter abschneiden. Man merkt hier, das die beiden Kameras, also die Indoor und Outdoor Variante der Nest Cams von der Hardware sehr ähnlich sind, denn die Aufnahmequalität ist fast identisch.
Ein Kritikpunkt für viele ist bei den Kameras von Nest sicherlich die fehlende Möglichkeit die Aufnahmen auf eine micro-SD Speicherkarte abspeichern zu können, oder auf eine eigenen Cloud basierenden Festplatte. Nest bietet wie viele andere Hersteller lediglich die Möglichkeit, die aufgezeichneten Aufnahmen in der kostenpflichtigen Cloud abzusichern. Diese ist, wenn ihr die Videos für mehrere Tage einsehen möchtet, sowie die erkannte Ereignisse, über die ihr benachrichtigt worden seid, wiedergeben möchtet und den vollen Funktionsumfang nutzen möchtet zwingend erforderlich. Es ist zwar auch problemlos möglich die Nest Überwachungskamera ohne das Cloud Abo Nest Aware zu nutzen, doch dann werden die Aufzeichnungen zwar angezeigt, man kann diese aber nicht ansehen und ohne Cloud ergibt die Kamera weniger Sinn.
Aufnahme am Tag
Aufnahme im Dunkeln
Für diesen von Nest zur Verfügung gestellte Cloud-Dienst mit dem Namen „Nest Aware“ werden daher je nach länge, wie lange die Videoverläufe in der Cloud gespeichert werden unterschiedliche Kosten fällig. Demjenigen dem es ausreicht, dass er nur Momentaufnahmen der letzten drei Stunden erhält, die er jedoch nicht ansehen kann, der kann beim kostenlosen Paket bleiben. Diese beinhaltet unbegrenztes Live-Streamen rund um die Uhr, Bewegung- und Geräuschwarnung, Personenwarnung, Supersight ( Nahaufnahme mit Nachverfolgungsfunktion) und das Sprechen und Zuhörern in HD Qualität. Möchte man jedoch 5 Tage lang auf den Videoverlauf zugreifen, intelligente Warnungen erhalten, den Alarmbereiche festlegen und Clips und Zeitraffer betrachten, werden 5€/Monat oder 50€/Jahr fällig. Der Funktionsumfang bei den beiden anderen Abo-Paket bleibt gleich, jedoch erhöht sich nur der Speicherzeitraum der Videos. So beinhaltet das Mittlere-Paket eine Speicherung von 10 Tagen für 10€/Monat oder 100€/Jahr und das größte Paket mit 30-tägigem Videoverlauf 30€/Monat oder stolze 200€/Jahr. Wer eine weitere Nest Cam nutzt, erhält bei jeder weiteren bis zu 50 % Rabatt auf den Nest Aware Preis.
Die Nest Aware Sache ist daher nicht gerade günstig und sorgt trotz dem relativ teuren Nest Cam IQ Anschaffungspreis für weitere monatliche bzw. Jährlich kosten. Des Weiteren ist nicht jeder Freund der Cloud, schließlich weiß man selbst nicht, was mit den Daten, die auf irgendeinem Server auf der Welt abgespeichert sind, passiert. Die Cloud hat auch Vorteile, sollte ein Einbrecher direkt die Kamera entdecken, diese eventuell abmontieren, ist dies bereits zu spät, denn die Aufnahmen sind meistens schon auf der Cloud gesichert. Die Betonung liegt auf meistens. Wie schnell die Aufzeichnung in der Cloud gespeichert wird, hängt ebenso wie die Qualität der Aufnahmen von der Geschwindigkeit eures Internets ab. Habt ihr eine relativ langsame Internetverbindung, dauert es eben etwas länger. Zudem wird es eventuell beim kostenlosen Paket schwierig, Beweise festzuhalten, denn bis man diese der Polizei vorzeigt, kann es sein, dass diese in der Cloud nicht mehr verfügbar sind. Leider ist eine reine Speicherung über einen längeren Zeitraum ohne Cloud, nicht möglich. Daher ist die Kamera für Feinde einer Cloud definitiv nicht geeignet.
(Bild-/Videoqualität: 4 von 5 Punkten)
TEIL 3
bestehend aus „Preis/Leistung“ entspricht 10% der Gesamtwertung
Beschreibung
Die technischen Daten die Nest angibt entsprechen der Realität. Nest wirbt die Cam IQ Außenkamera unter anderem mit den Sätzen „ mächtig. Schlau und auch draußen alles im Blick“. Dem kann ich auch so ziemlich zustimmen, die Kamera bietet nicht nur eine sehr gute Bildqualität bei Tag und dank den Infarot-LEDs bei Nacht. Sondern ist dank IP66 wetterfest und kann bei – 40 °C bis + 45 °C genutzt werden und somit problemlos im Winter im freien bleiben. Achten sollte man jedoch auf das Netzteil, den dieses ist nicht wetterfest.
Wer kein Loch durch die Wand von innen nach Außen bohren möchte, sollte sich das wetterfeste Netzteil für 59 € kaufen, denn damit kann man die Kamera problemlos an einer Außensteckdose betreiben.
Toll finde ich, die automatische Zuhause-/Abwesend-Funktion, sodass die Kamera sich automatisch aktiviert sobald ich das Haus verlasse und deaktiviert, wenn ich daheim bin. Zu guter Letzt konnten mich auch die Nahaufnahme mit Nachverfolgungsfunktion überzeugen, denn dieses funktioniert sehr gut und ohne Probleme.
Preis/Leistung
Mit einer UVP von 379 € ist die Nest Cam IQ Außenkamera nicht gerade günstig, kann aber durch ihre zahlreichen Funktionen, sowie der Nest typischen einfachen Bedienung und Einrichtung überzeugen. Leider gibt es auch Kritikpunkte wie z. B. das die Nest Cam IQ nicht kabellos via Akku betreiben werden kann, oder die fehlende Möglichkeit die Aufzeichnungen nur auf die SD-Karte abzuspeichern. Den somit muss man zu dem Cloud-Dienst greifen, der je nach Verfügbarkeit der abgesicherten Videos zwischen 50-300€ im Jahr kostet. Zudem finde ich es schade, das bei dem Preis nicht gleich ein wetterfestes Netzteil Standardmässig mitgeliefert wird. Somit ist die Kamera für alle ungeeignet, welche auf eine Cloud verzichten und eine kabellose Außenkamera nutzen möchten. Wer über diese Kritikpunkte und den Cloud-Zwang hinwegsehen kann, erhält eine Überwachungskamera die eine sehr gute Bildqualität inkl. hervorragendem Nachtsicht-Modus liefert.
testr Gesamtwertung
unter Berücksichtigung aller Teilwertungen
Wir bedanken uns beim Hersteller für die Bereitstellung des Produktes. Zu unseren Grundsätzen
Brother Industries Ltd. wurde im Jahr 1908 als Reparaturwerkstatt für Nähmaschinen mit Sitz in Nagoya, Japan gegründet. Gründer der Firma mit dem damaligen Namen Yasui Sewing Machine Co. war Kanekichi Yasui. Im Jahre 1925 erbte sein Sohn Masayoshi Yasui das Unternehmen und änderte den Namen auch Yasui Brothers` Sewing Machine Co. um. Am Januar 1943 wurde die Nippon Sewing Machine Manufacturing Co. gegründet, die nun auch unter dem Namen Brother Industries LTD. bekannt wurde.
Brother ist einer der weltführenden Hersteller von Druckern, Schreibmaschinen, Multifunktions- und Faxgeräten, computergesteuerten Stick- und Nähsystemen, sowie der P-Touch-Beschriftungsgeräten.
Aus der Kategorie Drucker bzw. Multifunktionsgeräten möchte ich euch heute ein neues Produkt vorstellen. Es handelt sich dabei um den zur IFA 2018 vorgestellten Brother DCP-J1100DW. Ein 3-in-1 Multifunktionsgerät, der mit soggenanten Ultra-XL-Patronen daher kommt, die einen Tintenvorrat von bis zu 3 Jahren besitzen sollen. Doch stimmt dieses versprechen und kann der DCP-J1100DW von seinen anderen Funktionen wie Druckgeschwindigkeit, sowie der Druckqualität überzeugen? Das erfahrt ihr in folgendem Testbericht.
TEIL 1
Bestehend aus „Verpackung/Design/Verarbeitung“ entspricht 25% der Gesamtwertung
Verpackung
Auf jeder Seite der Verpackung präsentiert Brother ein Bild des Druckers, auf dem man den Drucker von vorne betrachtet sieht. Zudem wird einem hier gezeigt, dass es sich um eine „ALL IN BOX“ handelt, bei der sich neben dem Drucker bereits Patronen im Lieferumfang befinden. Ihr denkt euch nun, Druckerpatronen liefert doch jeder Hersteller mit, doch bei Brother ist etwas anderes. Bei diesen Patronen handelt es sich nicht um gering gefüllte Setup-Patronen, sondern um die größten Ultra-XL-Patronen die für bis zu 3 Jahre Drucken reichen sollen. Des Weiteren bietet Brother eine 3-jährige Garantie an, die keine extra Registrierung erfordert.
Die Vorderseite und rechte Seite sind bei der Verpackung des DCP-J1100DW mit den gleichen Informationen bedruckt, lediglich die Anordnung ist aufgrund der Größenunterschiede der beiden Seite verändert. Unter anderem erfahren wir hier, das der Drucker neben dem Drucken selbst, auch noch kopieren und scannen kann, sowie mit WLAN ausgestattet ist.
Auf der Rückseite der Verpackung werden einem neben den wichtigsten technischen Daten in mehrere Sprachen, diese auch noch in Bildern angezeigt. Zudem kann man im dunkelgrauen Kasten unten links die minimum Systemvoraussetzungen nachlesen. Zu den besonderen technischen Merkmalen zählen unter anderem, das 6,8 cm Touch-Display, der automatische Duplexdruck, die Möglichkeit per Tablet oder Smartphone Aufträge an den Drucker zu senden und der 20-Blatt automatische Dokumenteneinzug (Scannen, Kopieren). Zu guter Letzt, zeigt einem die linke und die obere Seite, einige Infos zum Hersteller und zum Lieferumfang.
Öffnet man die Verpackung des Brother DCP-J1100DW an der Oberseite, kommt direkt ein Karton zum Vorschein, unter welchem sich die vier sehr großen Tintenpatronen verstecken. Dabei handelt es sich um die vier Standardfarben Schwarz, Magenta, Yellow, Cyan. Direkt daneben befindet sich zwischen dem Karton und dem Styroporeinsatz das Stromkabel. Entfernt man den bisher aufgezählten Zubehör inkl. dem oberen Styroporeinsatz, dann kommt direkt der DCP-J1100DW zum Vorschein. Dieser ist gut geschützt zwischen zwei Styropor-Hälften eingepasst und zusätzlich gegen Staub usw. ist er in einer Plastiktüte verpackt. Sämtliche bewegliche Teile des Druckers sind zudem mit Klebestreifen fixiert. Neben dem Drucker befindet sich in der Verpackung übrigens auch noch die Bedienungsanleitung, Sicherheitshinweise und eine Treiber-CD.
(Verpackung: 4 von 5 Punkten)
Design
Der Brother DCP-J1100DW ist bis auf das graue Dokumentenausgabefach und dem darüber befindlichen Bedienelement, in welche unten anderem das Display integriert ist komplett in Weiß gehalten. Der Multifunktionsdrucker ist mit seinen Abmessungen von 435 x 341 x 195 mm (B x T x H) nicht gerade der kleinste Multifunktionsdrucker. Dies liegt unter anderem daran, dass dieser mit einem ADF (Automatic Document Feeder) ausgestattet ist und somit nicht nur etwas höher, sondern auch breiter ausfällt. Beim ADF handelt es sich um den Automatischen Dokumenten Einzug für z. B. Dokumente, die man alle voll automatisch nach und nach durch den Scanner befördern möchte. Dies erleichtert diese Arbeiten enorm. Es handelt sich dabei jedoch um keinen Duplex ADF, der bei einem Durchgang gleich beide Seiten des Dokumentes scannt, sondern lediglich eine. Die zweite Seite muss daher manuell gewendet werden.
Das Display des Brother DCP-J1100DW fällt zwar mit 6,8 cm nicht besonders groß aus, dennoch ermöglicht es durch die Touch-Oberfläche eine deutlich komfortablere Bedienung als über herkömmliche Hardware-Tasten. Somit kommt der neue Multifunktionsdrucker aus dem Hause Brother mit einem deutlich aufgeräumten Bedienelement daher. Den die Tasten wurden durch das Display fast alle ersetzt. Lediglich ein Home-, Zurück-, Abbrechen- und der Ein-und Ausschaltknopf befindet sich direkt neben dem Display.
Durch das weiße/grau Gehäuse sieht der Brother DCP-J1100DW zwar nicht so modern wie manch anderer Drucker aus, doch dafür ist er durch die matte Oberfläche deutlich unempfindlicher gegen Staub und vor allem Fingerabdrücken. Links neben dem schwenkbaren Bedienelement befindet sich eine kleine Vertiefung, in der direkt eine SD-Speicherkarte oder ein USB-Gerät zum Bilder Übertragen angeschlossen werden kann.
Praktischerweise muss man beim Brother DCP-J1100DW nicht wie bei vielen anderen Druckern zum Wechseln bzw. Einsetzen der Patronen den kompletten Deckel inkl. Scanner öffnen, sondern die Patrone wird direkt an der Front durch eine Klappe eingesetzt. Am rechten unteren Rand befindet sich hierfür hinter der Klappe mit dem „innobella“ Aufkleber das Einschubfach für die vier Tintenpatronen. An der Rückseite des Drucker befinden sich eigentlich wie bei allen Geräten der Anschluss für das Stromkabel. Das USB-Kabel, welches lediglich beim Drucken via Kabel nötig ist, wird von hinten in das innere des Druckers verlegt. Der Anschluss und der Kabelkanal dafür befindet sich unter dem Scanner.
Papierkassetten besitzt der Brother DCP-J1100DW eine. In diese passen bis zu 150 Blatt von einer Stärke zwischen 64-220g/m². Zusätzlich können über denen Einzelblatteinzug an der Rückseite sogar bis zu 300 g/m² Blätter eingezogen werden. Bei den Medien-Formaten wird eigentlich alles, was kleiner als A4 ist, unterstützt, also auch Fotopapier (102 x 152 mm) usw.
(Design: 3,5 von 5 Punkten)
Verarbeitung
Der 3-in-1 Multifunktionsdrucker DSC-J1100DW aus dem Hause Brother macht einen sehr hochwertigen und somit stabilen Eindruck. Alles sitzt fest an seinem Platz, nichts quietscht beim öffnen bzw. aufklappen und alle Fächer und Deckel lassen sich leichtgängig in die vorgesehene Richtung bewegen. Dies gilt auch für die Elemente zum Schieben, die für das Anpassen des Papierformats dienen. Diese sind alle mit einem Einrastmechanismus versehen, sodass ein ungewolltes Verstellen verhindert wird.
Nach knapp über einem Monat Testzeit habe ich keine Probleme an dem Drucker feststellen können. Das matte Gehäuse schätze ich sehr, denn ich bin nicht immer ein Freund von Hochglanz, vor allem wenn es um die Reinigung geht. Hier laden sich die glänzenden Oberflächen zu sehr statisch auf und ziehen den Staub an. Dies ist beim Brother zum Glück nicht der Fall. Lediglich das Display mit 6,8 cm könnte meiner Meinung nach gerne etwas größer sein.
(Verarbeitung: 4 von 5 Punkten)
TEIL 2
bestehend aus „Funktion des Produktes“ entspricht 65% der Gesamtwertung
Drucker-Art
3-in-1 Multifunktionsdrucker
Farbe
Weiß
Drucktechnologie
Piezo-Technologie mit je 210 Düsen pro Patrone
min. Tröpfchengröße
1,5 Pikoliter
Tintentechnologie
Pigmenttinte Schwarz und Farbstofftinten
Druckauflösung
6.000 x 1.200 dpi
Abmessungen
435 x 341 x 195 mm (Breite x Tiefe x Höhe)
Konnektivität
Wi-Fi, USB, Bluetooth, Wi-Fi Direct, SD-Karte
Schnittstellen
iPrint &Scan App, Bluetooth, Google Cloud Print, Apple AirPrint, Wi-Fi-Direct, Speicherkartensteckplatz.
Lieferumfang
1 x Brother DCP-J1100DW 2 x Tintensetup mit 4 Patronen 1 x Stromkabel 1 x Software (CD) 1 x Kurzanleitungen und andere Dokumentationen
Technische Daten des Brother DCP-J1100DW
Funktionen & Einrichtung
Nachdem man den Brother DSC-J1100DW aufgestellt, sämtliche Klebestreifen entfernt und diesen mit dem Stromnetz verbunden hat, kann man diesen am Einschaltknopf einschalten. Beim ersten Einschalten wird man Schritt-für-Schritt durch die Einrichtung am Display des Druckers geführt. Sobald man dazu aufgefordert wird, kann man die Tintenpatronen auspacken und in die Tinten-Einschubfächer an der Front einsetzten. Anschließend dauert es knapp 5-6 Minuten, bis der Drucker einsatzbereit ist, denn dieser überträgt von den Tintenpatronen etwas Tinte in die inneren Tintentanks. Wie bereits erwähnt, handelt es sich bei den Tinten um die üblichen: Schwarz, Cayan, Yellow und Magenta. Dabei handelt es sich bei der Schwarzen-Tinte um eine Pigment-Tinte und bei den drei Farb-Tinten um Dye-Tinte. Auf die Unterschiede dieser Tintenarten gehe ich unter Drucken noch etwas genauer ein.
Der jeweilige Platz in welchen die jeweilige Tinte kommt, ist mit einer Farbe und deren Kürzeln beschriftet. Nach Einsätzen der vier Tintenpatronen (Schwarze Patrone soll laut Brother bis zu 15-mal vor dem Einsetzen geschüttelt werden) geht es an die Installation des Druckers. Beim Brother DSC-J1100DW kann man nicht nur via USB (kabelgebunden) drucken, sondern auch komfortable via WLAN (kabellos). Ich bevorzuge WLAN, da ich dadurch die Druckeraufträge, von allen Geräten, egal ob iPhone, iPad oder Macbook ganz bequem drucken kann. Natürlich ist das kabellose Drucken nicht nur via Apple Geräte möglich, sondern auch mit Windows und Android Devices.
Zudem bietet der Hersteller auch die kostenlose App „Brother iPrint&Scan“ zum Download an, über welches sich das Gerät von jedem beliebigen Standort aktivieren und bedienen lässt.
[appcode appstore id382775642]
[appcode googleplay com.brother.mfc.brprint]
(Funktionen & Einrichtung: 4,5 von 5 Punkten)
Drucken – Scannen – Kopieren
Drucken
Bei Tintenstrahldruckern kommen zwei Arten von Tintenpatronen zum Einsatz. Manche Hersteller setzen auf die soggenante wasserbasierte Dye-Tinte und manche auf Pigment-Tinte. Doch was ist der Unterschied? Diesen möchte ich euch kurz erklären und deren Vor- und Nachteile nenne.
Bei Dye-Tinte färben die Farbstoffe die Tintenflüssigkeit ein. Vorteile sind hier: Das damit sehr gute Fotodrucke gelingen. Die Farben sind sehr satt und kräftig. Nachteil ist hier jedoch: Die Tinte ist nicht wasserfest. Möchte man z. B. Texte im Ausdruck mit dem Textmarker markieren verwischt die Farbe schnell.
Bei Pigment-Tinte schweben die Farbpigmente auf der Tintenflüssigkeit. Diese setzen sich beim Drucken auf der Oberfläche des Papiers ab und ziehen nicht wie die Dye-Tinte ins Papier ein. Vorteile sind hier: Das diese nicht nur kaum verschmieren, sondern auch ein schärferes Druckbild ermöglichen, was besonders bei Textdrucken von Vorteil ist. Nachteil ist hier jedoch: Die Farben sind nicht so kräftig und etwas an brillant fehlt.
Beim Drucken von Texten wird auf Pigment-Schwarz zurückgegriffen und bei Farbe nutz der Brother DCP-J1100DW wie viele anderen Drucker farbstoffbasierte Tinte (Dye-Tinte). Durch das Pigment-Schwarz werden reine Textdrucke sehr scharf ausgedruckt. Beim drucken auf höchster Qualität verbraucht der Drucker wie viele anderen mehr Tinte, doch dabei überzeugt der Druck natürlich am meisten durch seine sehr gute Deckung des Papiers. Im Duplex- und Schnelldruck mit niedrigerer Auflösung, wird die Druckqualität verständlicherweise reduziert, was zur Folge hat, dass die Texte nicht mehr so kräftig sind. Dadurch wird die Deckung des Papieres etwas reduziert, aber mit dem Ergebnis bin ich immer noch sehr zufrieden, denn der Text kann immer noch mit einer sehr guten Lesbarkeit überzeugen.
Für Fototestdrucke habe ich Canon GLOSSY II Fotopapier (10 x 15 cm) genutzt, dieses hatte ich noch bei mir zuhause. Mit der Standard-Auflösung des Druckers bekommt man bereits sehr ordentliche Ergebnisse. Die Farben des Brother DCP-J1100DW sehen harmonisch und ausgeglichen aus. Jedoch konnte ich in meinem Test vor allem bei Hautfarben, feststellen, dass diese einen leichten Gelbstich gegenüber dem Originalbild hatten.
Der Brother DCP-J1100DW verfügt praktischerweise über eine integrierte Duplexeinheit, was mir gut gefällt. Somit muss man das Papier nicht manuell wenden, wenn man dieses auch auf der Rückseite bedrucken möchte. Dieser Duplexdruck geht bei der von Werk eingestellten Druckqualität, welche für die meisten Ausreichend ist absolut in Ordnung. Für zwei einzelne Farbdruck mit Text benötigt der Drucker knapp 29 Sekunden. Druckt man die beiden Seiten als Duplex (Vorder- und Rückseite bedruckt) dann dauert das nur minimal länger, nämlich 40 Sekunden. Deutlich länger dauert es auf der höchsten Druckqualität. Hier bracht der Brother DCP-J1100DW für die erste Seite des Duplexdrucks 38 Sekunden, der Einzug beginnt dann bei 46 Sekunden und fertig eingezogen bis der Ausdruck wieder beginnt, dauert knapp 55 Sekunden. Bis die zweite Seite des Duplexdrucks fertig ist, vergehen somit gut 1:30 Minuten. Dies ist nicht gerade schnell, aber es gibt zum einen viele langsamere Drucker und zudem drucken die meisten unter euch in den Standardeinstellungen. Ohne Veränderung der Einstellungen kann sich der Brother DCP-J1100 absolut sehen lassen.
Am Brother DCP-J1100DW gibt es wie bereits erwähnt eine Papierzuführung, welche mit je maximal 150 Blatt Normalpapier gefüllt werden kann. Dies Menge an Seiten dürfte für alle Privatanwender problemlos eine Zeit ausreichen. Für den Office-Bereich wäre dies definitiv zu wenig, aber hier empfiehlt sich sowieso ein Laserdrucker. Neben der Papierzuführung gibt es an der Rückseite noch den Einzelblatteinzug.
Verbrauch und Folgekosten des Brother DCP-J1100DW
Die Tintenpatronen für den Drucker gibt es in zwei Größen. Die Pigement-Tinte für Textschwarz mit einer Reichweite von 3.000 Seiten kostet knapp 29,99 EUR. Wer sich für die Ultra XL Pigment-Schwarz Patrone entscheidet, muss bis zu 44,99€ zahlen, hat aber eine doppelte Reichweite von 6.000 Seiten. Die drei weiteren Tinten (Cyan, Magenta und Gelb) gibt es ebenfalls in zwei Größen. Für die Patronen mit einer Reichweite von ca. 1.500 Seiten werden 19,99 EUR und für die XL (5.000 Seiten) werden im UVP 39,99€ fällig. Dies sind zwar hohe Preise, doch die Straßenpreise fallen etwas niedriger aus und zudem ist die Reichweite deutlich höher als bei vielen anderen Tintenstrahldruckern mit Patronen. Billiger sind hier lediglich die Tintendrucker welche mit Flaschen aufgefüllt.
Scannen
Die Scanqualität des Brother DCP-J1100DW ist gut und ausreichend scharf. Scans dauern maximal 7 bis 12 Sekunden und weisen eine gute Auflösung auf. Die Farbechtheit der Scans ist sowohl bei Farbscans, als auch bei Schwarz/Weiß Scans gut und die Bildschärfe scharf genug. Weiterhin kann auch beim Scannen die herstellereigene Brother iPrint &Scan App verwendet werden.
Kopieren
Das Kopieren ist naturgemäß etwas langsamer als der Scanvorgang, da hier zusätzlich noch das Dokument ausgedruckt werden muss. Die Wartezeit hält sich aber sehr im Rahmen und beläuft sich für eine Kopie bei 15 bis 20 Sekunden, je nachdem ob in s/w oder in Farbe kopiert wird. Die Kopien sehen in Sache Farbe und Schwarz dem Original sehr ähnlich. Hier gefällt mir die Qualität sehr gut. Lediglich in helleren Tönen wie etwa bei pink, rosa, lila usw. wandeln sich die Farben bei der Kopie in einen leichten Grauton um.
(Drucken – Scannen – Kopieren: 3,5 von 5 Punkten)
TEIL 3
bestehend aus „Preis/Leistung“ entspricht 10% der Gesamtwertung
Beschreibung
Brother wirbt den DCP-J1100DW unter anderem als 3-in-1 Tinten-Multifunktionsdrucker mit besonders niedrigen Druckkosten. Aber auch die 3 Jahre Vor-Ort Garantie wird neben einigen weiteren Hauptmerkmalen des Druckers beworben.
Der Aussage mit den besonders niedrigen Druckerkosten kann man soweit zustimmen. Brother gibt an, dass die Tintenpatronen bei einem Druckvolumen von ca. 200 Seiten/Monat, sowie einem Druckverhältnis von 60& S/W Seiten und 40% Farb-Seiten für die angegebenen 3 Jahre ausreichen sollen. Dies ist für einen herkömmlichen Tintenstrahldrucker sehr gut, jedoch erreicht man mit den Druckern aus dem Hause Epson und Canon, welche mit Flaschen aufgefüllt werden nochmals niedrigere Druckkosten.
Die Druckgeschwindigkeit bei einem Einzelblattdruck geht sehr schnell und auch der Duplexdruck kann bei den Standardeinstellungen auf mittlerer Qualität überzeugen.
Preis/Leistung
Mit einem UVP von 379,00€ ist der Brother DCP-J1100DW nicht gerade günstig. Man zahlt im Prinzip beim Kauf des Druckers gleich die Ultra-XL-Patronen mit, denn diese haben im UVP Preis einen Wert von 165€. Der Vorteil der niedrigen Druckerkosten ist daher meiner Meinung nach, nach den 3 Jahren, wenn die ersten Patronen leer sind gegenüber den Flaschen Patronen aufgehoben. Jedoch sind die Folgekosten des Brother DCP-J1100DW immer noch niedriger als bei zahlreichen anderen Tintenstrahldruckern mit herkömmlichen Patronen.
Man bekommt hier ein gut ausgestattetes Gerät, welches mich mit einem Duplex ADF noch wesentlich mehr überzeugt hätte, aber dann wäre das Gerät nicht nur deutlich größer, sondern auch teurer geworden.
testr Gesamtwertung
unter Berücksichtigung aller Teilwertungen
Wir bedanken uns beim Hersteller für die Bereitstellung des Produktes. Zu unseren Grundsätzen
Lautsprecher Teufel GmbH wurde 1980 in Berlin von Peter Tschimmel gegründet. Teufel fertigt HiFi-Komponenten wie Kopfhörer und Lautsprecher. Bekannt ist die Firma als Hersteller kompletter Audiosystem-Komponenten, wie z. B. kompletten Heimkino-Systemen. Der eine oder andere von euch hat sich sicherlich schon einmal gefragt, warum kein Elektronikfachmarkt Teufel Produkte im Sortiment besitzt. Das liegt daran, dass Teufel Produkte im mittleren Preissegment einzuordnen sind. Um die günstigen Preise zu ermöglichen, bietet das Unternehmen ihre Produkte ausschließlich als Direktversender über den eigenen Online-Shop an.
Teufel ist bekannt für seine vielen Produkte im Audiobereich, sei es Kopfhörer, Soundbars oder Heimkino-Anlagen. Es gibt ziemlich alles bei Teufel für den HiFi-Bereich. Heute stelle ich euch das wohl lauteste mit Akku betriebene Produkt von Teufel vor. Der massiv gebaute, per Akku betriebene Lautsprecher Rockster (Modell 2017). Dieser große Bluetooth-Lautsprecher hat mächtig was drauf, doch er kann nicht nur per Bluetooth betrieben werden, sondern auch mit verschiednen Stromversorgungsquellen. Ob mich der Rockster in meinem Test von seiner Lautstärke, vom Klangbild und von der Akkulaufzeit überzeugen konnte und ob es sich lohnt diesen zu kaufen? Das erfahrt ihr in folgendem Testbericht.
TEIL 1
Bestehend aus „Verpackung/Design/Verarbeitung“ entspricht 25% der Gesamtwertung
Verpackung
Der sehr große Rockster kommt in einer noch viel größeren typischen Teufel Verpackung daher. Da er in einem normalen Postauto viel zu viel Platz wegnehmen würde und zu schwer wäre, wird dieser von Teufel per Spedition geliefert. Die Verpackung ziert an den Seiten neben dem Teufel-Logo, den Namen Rockster noch einige technische Daten zum Lautsprecher, welcher hier mit schwarzer Farbe aufgedruckt sind.
So steht auf einer Seite Teufel, auf einer Rockster und auf zwei weiteren die technischen Daten. Dabei handelt es sich um einige Infos zum Hersteller, aber auch das Gewicht, die Farbe und die Abmessungen sind hier ersichtlich.
Öffnet man die Verpackung, sieht man, dass der Rockster sicher rundherum durch Karton und viel Schaumstoffpolsterung geschützt wird. Dies ist bei dem großen Produkt auch wichtig, denn sonst würde dieser eventuell beschädigt werden. Die Polsterungen halten den Rockster zudem Zentral in der Mitte des Kartons zentriert. Um den Rockster aus der Verlockung zu holen würde ich euch raten zu zweit zu sein, da es somit einfach wird. Es geht zwar auch alleine, aber wie gesagt ihr tut euch zu zweit einfach leichter. Unter dem Rockster befindet sich noch der Zubehör. Dabei handelt es sich um die 4 Rollen (zwei mit Feststellbremse und zwei ohne), zudem befindet sich darin noch der große Akku, ein Stromkabel und eine Bedienungsanleitung
(Verpackung: 3,5 von 5 Punkten)
Design
Der Rockster kommt im typischen schwarz/roten Teufel Design daher. Hier haben die Produktdesigner von Teufel sehr gute Arbeit geleistet. Das stabile Grundgehäuse aus MDF/Multiplex Holz mit der mattschwarzen lackierten Oberfläche ist sehr robust und weiß direkt zu gefallen. Der Rockster ist leicht nach hinten geneigt und auch die Oberseite, an der sich das Mischpult befindet, ist ungefähr 20° abgeschrägt. Dieses 2-Kanal-Mischpult ermöglicht es, die Lautstärke zu regeln, zwischen den beiden Eingangsquellen zu switchen und die Betonung der Höhen, Mitten und Tiefen zu verändern. Das Mischpult wird durch einen schwarz Lackierten mit einem Teufel-Logo eingeprägten Aluminiumdeckel geschützt. Zudem ist es in der Innenseite mit Schaumstoff versehen, sodass man darin das Handy sicher gegen wegrutschen ablegen kann.
Klappt man den Deckel des Mischpultes auf, wird dieser durch einen Magneten-Band sicher an der Position gehalten. Direkt auf der Vorderseite des schwarzen Lochgitters, welches im 45° Winkel links und recht nach hinten verläuft, prangt ein großen eingeprägtes rotes Teufel Logo. Auf der Rückseite befinden sich sämtliche Anschlüsse in einer leicht vertieften Ebene. Hier können wirklich sehr viele Geräte angeschlossen werden, doch drauf gehe ich später genauer ein.
Da es sich beim Teufel Rockster trotz, seinem stolzen Gewicht von knapp 32 KG um einen mobilen Bluetooth Lautsprecher handelt, besitzt dieser für den einfacheren Transport je links und rechts zwei massive Aluminium-Tragegriffe. An der Unterseite werden nach dem Auspacken direkt die vier Rollen angeschraubt und per Gabelschlüssel angezogen. Dadurch lässt sich der Rockster auf den meisten Oberflächen problemlos von A nach B rollen. In einer Wiese funktionier dies jedoch nicht so gut, hier würde ich den Rockster lieber zu zweit oder alleine tragen.
Die Abmaße des Teufel Rockster sind 87 cm x 58 xm x 47 cm (H x B x T). Rund um die Oberseite und Unterseite verläuft ein Art Bumper, welcher verhindern sollen, dass der Rockster beim wo dagegen stoßen nicht gleich am Gehäuse oder am Lochgitter beschädigt wird. Rund um den „Bumper“ verläuft ein roter Schaumstoffstreifen, welcher das Design auflockert. Unter dem Lochgitter versteckt sich die ganze Kraft des Rockster, hier ist zentral in der Mitte hinter dem Teufel Logo der große 380 mm Tieftonteller verbaut. Direkt darunter befinden sich zwei große Bassreflexrohr und darüber das Hochtonhorn. Weitere Details zu den einzelnen Elementen erwähne ich euch unter dem Punkt Klang genauer. Auch auf die Anschlüsse der Rückseite gehe ich hier noch nicht genauer ein, sondern unter dem Punkt Funktionen.
(Design: 4,5 von 5 Punkten)
Verarbeitung
Das robuste MDF/Multiplex Gehäuse des Teufel Rockster macht einen sehr robusten Eindruck. Dank der sehr stabilen Bauweise und den Stoßschutz rund herum, kann der Rockster problemlos im Kofferraum zum Festival oder zur Veranstaltung transportiert werden. Zudem erleichtern die beiden Tragegriffe einem sehr den Transport.
Aufgestellt an dem Ort, welcher mit lauter Musik beschallt werden soll, kann der Teufel Rockster, gegen wegrollen mit den zwei Bremsen an den gummierten Rollen gesichert werden. Sofern der stabile klappbare Deckel des Mischpultes geschlossen wird, übersteht der Rockster problemlos eine kurze Bierdusche.
Das einzige, was einem beim Outdoor-Festival Einsatz mit dem Rockster ein Strich durch die Rechnung machen kann, wäre zum einen, dass der Akku leer gehen könnte und man keine Stromquelle zur Verfügung hat, oder es fängt an sehr stark zu regnen. Sollte es zu sehr regnen, könnte der Teufel Rockster nämlich kaputt gehen, denn wasserresistent ist er leider nicht. Es gibt von Teufel zwar eine separat angebotene Regenabdeckhaube, doch diese kann nicht bei der Wiedergabe genutzt werden, da der Rockster sonst überhitzen würde. Diese ist lediglich für den Schutz während des Transportes in einen trockenen Platz gedacht.
(Verarbeitung: 4 von 5 Punkten)
TEIL 2
bestehend aus „Funktion des Produktes“ entspricht 65% der Gesamtwertung
Art
mobiler Bluetooth Lautsprecher
Treiber
einen 380 mm Tieftonteller, ein 25 mm Hochtäler mit Hochtonhorn für einen breiten Abstrahlwinkel und einen verzerrungsfreien Pegel und zwei Bassreflexrohre für einen noch tieferen und kräftigeren Bass.
Wiedergabezeit: Bis zu 20 Stunden Ladezeit: Bis zu 6 Stunden
Abmessungen
58 x 47 x 87 cm (Breite x Tiefe x Höhe)
Gewicht
31,5 Kilogramm
Lieferumfang
1 x Teufel Rockster 1 x Stromkabel 1 xAGM Vlies Akku 2x Gummierte Rollen mit Feststellbremse 2x Gummierte Rollen ohne Bremse 4 Unterlegscheiben für Rollen Bedienungsanleitung
Inbetriebnahme
Der Teufel Rockster kann auf drei verschiedene Arten mit Strom versorgt werden. Zum einen kann man dies direkt mit dem mitgelieferten Netzkabel machen, dieses ist ca. 2 Meter Lang. Da man damit jedoch relativ eingeschränkt wäre, liefert Teufel mit dem Rockster einen großen Akku mit. Dieser wird an der Rückseite in ein Fach eingebaut und sorgt für eine Musikwiedergabe von knapp 21 Stunden, je nach eingestellter Lautstärke. Doch man kann noch eine etwas größere Stromquelle anschließen, nämlich eine 12 V Autobatterie. Hierfür ist jedoch das für knapp 30€ separat erhältliche „Autobatterie-Anschlusskabel Rockster“ nötig. Mit diesem kann man die Laufzeit des Rockster noch einmal deutlich erhöhen.
Den Rockster kann man auch im Stereo Betrieb nutzen. Dazu muss man sich natürlich zum einen entweder zwei große Rockster oder einen Rockster und einen Rockster Air kaufen. Zudem ist für das koppeln beider Geräte das ebenfalls 25€ (5 Meter) bis 30€ (10 Meter) teure XLR-Kabel nötig. Damit bekommt man natürlich noch einmal ein ganz anderes Klangbild, aber selbst ein einziger Rockster reicht auf, um eine richtig große Fläche mit Musik zu beschallen.
Die Möglichkeit der drei Arten von Stromversorgung gefallen mit sehr gut. Somit kann man daheim in den eigenen vier Wenden leise Musik via Netzkabel hören. Sobald man jedoch ins Freie z. B. auf ein Festival geht, macht natürlich der Akku bzw. die Autobatterie viel mehr Sinn.
(Inbetriebnahme: 4 von 5 Punkten)
Bedienung
Die Bedienung der Rockster ist denkbar einfach und erklärt sich quasi von selbst. Eingeschaltet wird der Rockster auf der Rückseite an dem großen mit ON/OFF gekennzeichneten roten Knopf. Nun müsst ihr euch für eine der vielen Wiedergabequellen an der Rückseite entscheiden, denn neben Bluetooth gibt es noch weitere Anschlussmöglichkeiten, auf diese gehe ich jedoch im nächsten Punkt genauer ein.
Auf der Rückseite befinden sich im oberen Teil links und recht zwei kleine runde schwarz Knöpfe, unter denen Bluetooth 1 und Bluetooth 2 steht. Somit können mit dem Rockster gleich zwei Bluetooth Geräte gekoppelt werden. Zum koppeln mit dem Smartphone müsst ihr nun z. B. den Bluetooth 1 Knopf kurz betätigen und gedrückt halten, bis die Status-Leuchte darüber anfängt zu blinken. Anschließend an eurem Smartphone „Rockster 1“ suchen, auswählen und schon verbinden sich beide Geräte miteinander.
Nun erkläre ich euch die Bedienung am Mischpult an der Oberseite genauer. Die Drehregler sind hier bis auf den Kopfhörer Regler und den Mix-Regler doppelt vorhanden. Dies liegt daran, dass man am Rockster gleich zwei Eingänge besitzt. Beim Mischpult handelt es sich schließlich auch um ein 2-Kanal-DJ-Mischpult. An diesem können an den ganz beiden Drehreglern ganz links und rechts Außen die Wiedergabequelle ausgewählt werden. Die meisten von euch werden hier Bluetooth verwenden, da sie die Musik dem Teufel Rockster via Bluetooth zuspielen wollen. Direkt darunter sind an beiden Seiten die Musik-Lautstärkeregler untergebracht und im Zentrum die 3-Band-Klangregler. Mit diesen können die Höhen, Mitten und Tiefen dem eigenen Geschmack angepasst werden.
Ganz unten befindet sich noch die sogenannt Crossfader (Überblender). Mit diesem kann man die Quellen miteinander vermischen, sofern man dem Teufel Rockster zwei Quellen zuspielt. Direkt darüber ist ein kleiner Drehregler, welcher die Vorhörfunktion über einen Kopfhörer ermöglicht.
(Bedienung: 4 von 5 Punkten)
Anschlüsse/Funktionen
Ich habe es bereits ein paarmal erwähnt, dass man den Rockster mit unterschiedlichen Wiedergabequellen betreiben kann. Auf diese gehe ich nun genauer ein, diese zahlreichen Anschlüsse befinden sich allesamt auf der Rückseite.
Channel 1
In der obren linken Ecke auf der Rückseite befinden sich die Anschlüsse für den Channel 1. Hier kann neben Bluetooth, auch ein Medium via Stereo-Anschluss (Cinch-Kabel) angeschlossen werden oder auch ein Instrument mit einem 6,3-mm- Klinkenstecker wie z. B. eine E-Gitarre.
Channel 2
Gespiegelt auf der rechten Seite ist der Channel 2 Anschluss. Hier kann man ebenfalls das Pairing via Bluetooth mit dem Kanal 2 initialisieren. Des Weiteren kann hier jedoch noch ein Mikrofon mit weiblichem XLR-Stecker angeschlossen werden und an dem Line 2 Steckplatz ein Gerät mit einem 3,5-mm-Klinkenstecker wie z. B. ein MP3 Player.
Ist an beiden Channel z. B. ein Smartphone via Bluetooth verbunden, können verschiedenen Lieder abgespielt werden und direkt am Mischpult zu einem Lied gemixt werden. Man kann jedoch auch ein Mikrofon und eine Gitarre anschließen und somit ein kleines Konzert geben.
Master In
An diesem Anschluss kann der Rockstar via separat erhältlichen XLR-Kabel mit einem weiteren Rockstar bzw. auch Rockstar Air im Stereo-Betrieb genutzt werden. Je nachdem ob der Rockstar als rechter oder linker Speaker genutzt werden soll, müsst ihr das Kabel entweder an R oder L einstecken. Zudem muss dafür der Schieberegler unter „Input Select“ auf Master In geschoben werden. Falls ihr den Rockster alleine nutzt, muss der Regler auf Channel 1/2.
Operation Mode
Hier kann der Betriebsmodus geändert werden. Dies ist bei einem Stereo-Betrieb mit einem weiteren Rockstar wichtig. So solltet ihr einen der Rockstar auf „R“ und den anderen auf „L“ stellen, damit ihr ein perfektes Stereo-Klangbild erhaltet. Habt ihr nur einen Rockster, dann solltet ihr beide Kanäle wiedergeben und somit den Regler auf Mono schieben.
Darunter befinden sich noch zwei weitere Drehregler, davon regelt der eine die Gesamtlautstärke und der andere die Lautstärke für einen eventuell angeschlossenen Kopfhörer. Zwischen den Reglern befindet sich eine kleine rote LED mit der Bezeichnung „CLIPPING“. Diese dient als Übersteuerungsanzeige.
Power Mode
Mit diesem Regler kann man wählen, ob der Rockster dauerhaft eingeschaltet bleibt oder nach 20 Minuten abschaltet, wenn das Audiosignal ausbleibt. Direkt darunter befindet sich ein 5V/ 1A USB-A Anschluss. Über diesen kann man nicht nur ein Software Update installieren, sondern auch direkt das Smartphone aufladen.
Battery Status
Hier wird einem, wie der Name schon sagt der Status der Batterie bzw. des Akkus mithilfe drei LEDs angezeigt. Die Erste zeigt an, wenn der Akku gerade per Netzkabel aufgeladen wird. Die zweite zeigt durch verschiedenes Aufblinken an, wie voll der Akku noch ist, das gleiche gilt auch für die dritter LED, nur zeigt diese das ganze für eine eventuell extern angeschlossen Autobatterie an.
Headphones/ Master Out
Wie das Symbol unter dem Anschluss schon vermuten lässt, kann hier ein Kopfhörer angeschlossen werden. Direkt daneben kann das für den Stereo-Betrieb benötigte XLR-Kabel angeschlossen werden. Hierbei handelt es sich jedoch um den männlichen Stecker, hier kommt somit das Gegenstück von dem beim anderen Rockster angeschlossen Kabel an dem Anschluss„ Master In“ rein.
In den letzten beiden Anschlüssen im unteren Bereich können zum einen das separat erhältliche Kabel von Teufel für den Schluss einer Autobatterie angeschlossen werden und das Netzkabel, um den Rockster mit Strom zu versorgen.
Der Funktionsumfang bzw. die Möglichkeiten der Anschlüsse des großen Rockster lassen keine Wünsche offen. Man kann im Prinzip alles daran anklemmen, was man für Party benötigt. Von Gitarre, Gesang über das Mikro, bis hin zum DJ-Mischpult. Am Rockster ist alles für die Party-Musik mit an Bord.
(Anschlüsse/Funktionen: 4,5 von 5 Punkten)
Klang
Kommen wir nun zu dem interessantesten Teil des Teufel Rockster, dem Klang. Teufel setzt hierbei auf ein 2-Wege-System, bei dem ein 25 mm Hochtöner und ein 380 mm Tieftöner eingesetzt wird. Zudem befinden sich unter dem Tieftöner noch zwei nach vorne gerichtete Bassreflexröhren, welche den Bass noch zusätzlich nach unten drücken.
Angetrieben wird das System von einem 450-Watt starken Class-D-Verstärker, der das System auf einen Maximalschallpegel von 121 dB/1 m bringt. Der neue Rockster gibt einen Frequenzbereich von 45- 20000 Hz wieder. Ein im inneren verbauter 24-Bit /48 kHz digital Signalprozessor sorgt dafür, dass der Rockster nicht nur eine hohe Lautstärke schafft, sondern auch auf für eine qualitativ hochwertige Wiedergabe und ein dynamisches Klangbild.
Der 25 mm Hochtöner ist mit einem quasi unzerstörbaren und Leistungsstarken Hochtonhorn ausgestattet. Dieses sorgt zum einen für eine hohe Sprachverständlichkeit, ein breiten Abstrahlwinkel und zudem für einen verzerrungsfreien Pegel. Der riesige 380 mm Tieftonteller besitzt laut Teufel einen leichten aber sehr verwindungssteifen Membran für tiefe Bässe. Der große Hub von +/- 9,5 mm sorgt für geringe Verzerrungen und die massiven Schwingspulen für eine sehr hohe maximale Belastbarkeit. Die Gesamtausgangsleistung (RMS) liegt bei 440 Watt.
So viel zu den unterschiedlichen Elementen, die für den Klang sorgen sollen. Doch wie ist der Klang, ist dieser qualitativ gut, oder einfach nur laut und mehr nicht? Ich habe den Teufel Rockster nun knapp über einen Monat in Betrieb und dabei verschiedene Musikgenres angehört. Dabei habe ich den Teufel Rockster meistens einfach nur etwas leiser im Hintergrund laufen und gelegentlich, wenn Freunde zu besuch waren, sind wir damit ins freie Feld und haben mal getestet, was der große Rockster so kann.
Der Rockster (2017) bringt mit hohen Lautstärke problemlos Glas zum Vibrieren. Ich habe den Rockster gleich nach dem Auspacken kurz mal im Haus aufgedreht und bei etwas 50 % der Lautstärke, was schon sehr laut war, fing an das Glasbild, welches knapp 4-5 Meter vom Rockster an der Wand hing an zu wackeln. Man kann mit dem Rockster quasi problemlos eine Indoor-Party in größeren Hallen komplett beschallen. Bei Beschallen eines normalen Raumes von etwas 45 m² reicht es locker aus, den Rockster auf 25 % der max. Lautstärke einzustellen.
Die Musik lauter aufzudrehen geht natürlich auch, aber dann dauert es sicherlich nicht sehr lange, bis der Nachbar klingelt. Dies macht er dann nicht, um mit zu tanzen, sondern sich im Normalfall sich zu beschweren, dass es ihm zu laut ist.
Es gibt zahlreiche Lautsprecher, welche bei Hoher bzw. maximaler Lautstärke dazu neigen die Töne extrem zu verzerren. Dies ist beim Rockster von Teufel definitiv nicht der Fall. Das leistungsstarke Hochtonhorn und der 380 mm Tieftonteller sorgen für ein Verzerrungsfreiers Klangbild.
VViele Bluetooth-Lautsprecher können z. B. bei niedrigerem Klangpegel nicht wirklich überzeugen, sondern fangen erst bei höheren Pegeln an mit ihrem Klang zu überzeugen. Dies ist bei Rockster definitiv nicht der Fall, denn dieser eignet sich auch perfekt für eine dezente Hintergrundbeschallung zu Hause. Daher kann der Teufel Rockster nicht nur laut, sondern auch leise.
Mich konnte der Rockster in allen Klangeigenschaften Überzeugen. Sowohl die Höhen, die Mitten und vor allem der Bass ist der absolute Hammer. Die Höhen und Mitten rate ich jedoch, am Mischpult an beiden Reglern etwas höher zu drehen. Ansonsten gehen diese nämlich unter dem kräftigen Bass etwas unter. Hat man diese beiden Regler etwas hochgedreht, bekommt man mit dem Teufel Rockster einen sehr klaren, brillanten und sehr detailreichen Klang.
Die Bässe haut der Rockster mit ordentlich Druck raus, sodass man diese, wenn man diesen hoch aufdreht, direkt in der Magengrube spürt. Hierbei geht es jedoch keinesfalls an Präzision verloren, denn der Bass übertönt sofern am Regler eingestellt nicht die Mitten und Höhen. Für mich ist der Teufel Rockster der aktuell beste „mobile“ Bluetooth Lautsprecher, auch wenn er natürlich nicht der Günstigste ist.
Man kann mit ihm problemlos alle Arten von Musik-Genres wiedergeben. Mich persönlich konnte der Rockster in den getesteten Musikrichtung allesamt überzeugen. Ich freue mich schon diesen an Weihnachten im Hintergrund dezent laufen zu lassen und an Silvester ordentlich unsere Party zu beschallen.
(Klang: 5 von 5 Punkten)
Akku
Beim Rockster handelt es sich um einen mobilen Bluetooth Lautsprecher. Daher ist dieser mit einem wiederaufladbaren Akku ausgestattet. Das aktuelle 2017er Modell schafft laut Teufel anstelle von 8 Stunden(2016-er Modell) nun bis zu 20 Stunden. Das ist eine ordentliche Laufzeit.
In meinem Test konnte ich die von Teufel angegebene Laufzeit ganz gut erreichen. Hier spiel es natürlich eine große Rolle, was ihr an dem Rockster angeschlossen habt, wie laut ihr diesen eingestellt habt und ob ihr z. B. gleich mit zwei Bluetooth Geräten dem Rockster die Musik zuspielt. Im Normalfall gehe ich jedoch davon aus, dass man nur ein Smartphone koppelt und damit eine Playlist, während der Party wiedergibt. Dabei erreicht der Rockster in meinem Testzeitraum eine Laufzeit von knapp über 19 Stunden. Das ist eine perfekte Laufzeit, die mich absolut überzeugen kann.
Zudem kann man der Teufel Rockster für eine noch länger Laufzeit mit einer 12 V Autobatterie betreiben. Dafür muss man sich jedoch bei Teufel für knapp 30€ das passende Adapter-Kabel mitbestellen.
(Akku: 5 von 5 Punkten)
TEIL 3
bestehend aus „Preis/Leistung“ entspricht 10% der Gesamtwertung
Beschreibung
Teufel wirbt den Rockster mit dem Satz „ Wo er auftaucht, werden alle anderen still“. Dem kann ich absolut zustimmen. Nicht nur das Design des Rockster fällt auf, sondern auch seine größer. Er wird nicht ohne Grund als der lauteste und kräftigste mobile Bluetooth-Lautsprecher angepriesen.
Es gibt auf dem Markt keine anderen mobilen Bluetooth-Lautsprecher, welcher gegen ihn eine Chance hätte. Doch er kann nicht nur laut, sondern selbst im Hintergrund dezent laufend, kann er mit einem guten Klangbild überzeugen. Jedoch kommt er erst bei hoher Lautstärke voll zur Geltung und kann problemlos große Hallen beschallen.
Preis/Leistung
Der Preis von 999,99€ (UVP) ist nicht gerade wenig Geld. Doch dafür bekommt man die absolute Party-Box, mit der man auf jedem Event auffällt. Ob beim Musikfestival, Sport-Turnier oder anderen Veranstaltungen, egal wohin man den Rockster mitnimmt und diesen anschaltet und aufdreht, fällt man auf. Da können andere nebenan ihre Gettoblaster, oder ihre Anlage im Auto anschalten und haben gegen den großen Rockster sicherlich kaum eine Chance.
De Akkulaufzeit von bis zu 20 Stunden sollte problemlos ausreichen, falls nicht kann man mit dem zusätzlichen Adapter-Kabel wie bereits erwähnt problemlos eine 12 V Autobatterie anklemmen und somit die Laufzeit nochmals deutlich verlängern. Die zahlreichen Anschlüsse auf der Rückseite des Rockster lassen keine Wünsche übrig, so kann man von Mikrofon, bis E-Gitarre alles daran schließen. Wer für seine Werkstatt oder seinen Sportverein auf der Suche nach einem lauten und klanglich sehr guten Bluetooth-Lautsprecher ist, sollte zum Teufel Rockster greifen. Wenn sich die kosten durch mehrere Kollegen teilen, dann sind die knapp 1000€ definitiv eine Überlegung Wert. Mit dem Rockster kauft ihr euch nämlich den besten mobilen Bluetooth-Lautsprecher.
testr Gesamtwertung
unter Berücksichtigung aller Teilwertungen
200
Wir bedanken uns beim Hersteller für die Bereitstellung des Produktes. Zu unseren Grundsätzen
OnePlus ist ein chinesischer Smartphone-Hersteller, welcher im Dezember 2013 gegründet wurde. Der Hauptsitz des Unternehmens ist in Shenzhen, China und der Geschäftsführer ist der früherer Geschäftsführer von Oppo Electronics, Pete Lau. OnePlus ist ein Teil des großen aus China stammenden BBK-Electronics-Konzers, zu dem auch Hersteller wie Vivo und Oppo gehören. Damit zählt der Konzern zu den fünf größten Smartphone Herstellern weltweit.
Das Motto von OnePlus, welches man auch auf dem OnePlus-Hintergrund des Smartphones sieht, lautet „Never Settle“, was übersetzt bedeutet „ sich niemals niederlassen“, doch im eigentlichen übertragenen Sinn bedeutet es „ sich niemals zufriedenzugeben“. Dies zeigt der Hersteller auch mit seinen Smartphones, denn diese werden auch hierzulande immer beliebter. Das liegt unter anderem daran, dass diese eins sehr gutes Preis-Leistungs-Verhältnis haben.
Das erste Smartphone des Unternehmens war das OnePlus One, welches am April 2014 vorgestellt wurde. Darauf folgten noch einige weitere Geräte wie z. B. im Jahr 2015 das OnePlus 2 und OnePlus X, das OnePlus 3 Mitte 2016 und ein Jahr darauf das OnePlus 5 und 5T. Anfang des Jahres 2018 stellte das Unternehmen den Nachfolger des OnePlus 5T, das OnePlus 6 vor welches mit einem neun Design, einem Display mit Notch und einer verbesserten Dual-Kamera daher kam.
Vor einigen Wochen stellte OnePlus nun auch das aktuellste Smartphone vor das OnePlus 6T. Diese wurde gegenüber dem Vorgänger erneut verbessert und verfügt nun über einen Fingerabdrucksensor im Display.
Dies ist auch genau das Gerät, welches ich euch in nun vorstellen möchte. Mit dem neuen 6T bietet OnePlus ein sehr gut ausgestattetes Smartphone an, welches zwar nicht ganz mit den premium Herstellern mithalten kann, aber dafür zum halben Preis erhältlich ist. Zudem besitzt es einen Fingerabdrucksensor, welcher direkt im Display verbaut ist. Ob dies wirklich so gut funktioniert wie ein Fingerabdrucksensor, welcher auf der Rückseite oder im Home-Button verbaut ist, erfahrt ihr in folgendem Testbericht.
TEIL 1
Bestehend aus „Verpackung/Design/Verarbeitung“ entspricht 25% der Gesamtwertung
Verpackung
Die Verpackung des OnePlus 6T ist komplett in Weiß gehalten. Das verwendete Material fühlt sich sehr angenehm an. Viele Informationen über das Gerät verrät die Verpackung jedoch nicht wirklich.
Auf der Oberseite des Deckels ist in gebürsteter Aluminium Optik eine große „6“ zu sehen und darüber das typische rot-weiße OnePlus Logo, welches noch etwas über die obere Stirnseite verläuft. Betrachten wir die linke Seite, können wir hier den Namen des Smartphones OnePlus 6T lesen und auf der gegenüberliegenden Seite den Satz „Unlock The Speed“. Dieser Satz war übrigens auch das Motto, mit dem das neue OnePlus bei der Vorstellung in New York, am 30. Oktober 2018 vorgestellt wurde.
Bei den wenigen Informationen auf der Rückseite handelt es sich unter anderem um die Farbe des Smartphones, die Speicherkapazität und die Modellbezeichnung. Zudem findet man hier wie bei eigentlich fast jedem Hersteller die S/N-Nummer, IMEI1 und IMEI2 und einige weitere Siegel.
Entfernt man den Deckel der Verpackung, kommt direkt das OnePlus 6T zum Vorschein. Dieses befindet sich sicher eingerastet in einer Kunststoff-Halbschale, welche verhindert, dass das Smartphone in der Verpackung verrutscht. Auf dem Display des Smartphones befindet sich übrigens von Werk aus eine Display-Schutzfolie. Entnimmt man das Smartphone zusammen mit der Fixierung, befindet sich diese auf einer weiteren weißen Pappschachtel. In dieser befindet sich neben einer leicht grau getönten Silikon-Hülle eine weitere Faltschachtel, in der sich einige OnePlus Aufkleber, eine Art Kurzanleitung, eine Broschüre mit Sicherheitsinformationen, das Sim-Tool und eine Visitenkarte befinden.
In der nächsten Ebene der Verpackung liegt noch ein kleiner Information-Brief bei. Dabei handelt es sich um einen Brief, in dem der Gründer Pete kurz zu Wort kommt und etwas zu OnePlus schreibt, sowie beim Käufer bedankt. Unter diesem Brief befindet sich wiederum noch der restliche Zubehör, bei dem es sich um ein USB-C Ladekabel, ein 20 Watt Netzteil und ein USB-C auf Klinke Adapter handelt. Auf das Beilegen von Kopfhörern hat OnePlus leider verzichtet.
(Verpackung: 3,5 von 5 Punkten)
Design
Das One Plus 6T ist aktuell in drei Farben erhältlich: Mirror Black (hochglänzende, schwarze Rückseite), Midnight Black (matte, schwarze Rückseite) und seit kurzem auch in Thunder Purple (eine Schwarz-purpur- farbene Rückseite). Bei allen drei neuen OnePlus 6T Modellen kommt wie bereits beim Vorgänger eine Glasrückseite zum Einsatz. Dabei wirkt die matte Oberfläche meines Testgerätes wie Aluminium. Hierbei verwendet OnePlus ein spezielles Herstellungsverfahren, bei dem das Glas mit einer milchigen Oberfläche versehen wurde. Diese Oberfläche ist erfreulicherweise gegenüber vielen anderen hochglänzenden Glasrückseiten sehr immun gegen Fingerabdrücke. Dafür ist das Gerät jedoch extrem rutschig und gleitet sehr gerne hin und wieder aus der Hand. Trotz der Glasrückseite verzichtet das Unternehmen jedoch erneut auf die Möglichkeit des kabellosen Ladens.
Der Rahmen des OnePlus 6T, welcher die Front und die Rückseite miteinander verbindet, besteht aus einem matten Aluminium. Dies macht einen sehr hochwertigen Eindruck und sorgt für eine sehr hohe Stabilität des Gerätes.
Trotz dem sehr großen Display mit einer Diagonale von 6,41 Zoll ist das OnePlus 6T nichts allzu groß geraten. Dies liegt an den sehr schmalen Rändern rund um das Display, dieser beträgt rundherum nur ca. 1 mm. Lediglich der Notch an der Oberseite, an dem sich die Frontkamera befindet, ragt minimal in das Display. Dieser Tropfenform ähnliche Notch fällt jedoch sehr klein aus und gefällt mit sehr gut. Das Seitenverhältnis fällt mit 19,5:9 sehr schlank aus und zudem liegt das eigentlich sehr große Smartphone dank dem Gewicht von knapp 185 g sehr gut in der Hand, was aber auch an der abgerundeten Seiten der Rückseite liegt.
Die Maße des OnePlus 6T betragen 157,5 x 74,8 x 8,2 mm. Diese sind, wie bereits erwähnt, bei Beachtung der Displaygröße von 6,41 Zoll relativ kompakt gehalten. Das 6,41 Zoll Optik AMOLED Display welches mit einer Auflösung von 2340 x 1080 Pixeln (Pixeldichte 402 ppi) auflöst, besitzt einen Screen-to-Body-Ratio Wert von knapp 85,6 %.
Kommen wir nun zu den Bedienelementen und der verbauten Kameras der OnePlus 6T. Angefangen bei der linken Seite des Geräts, dort finden wir die Lautstärke-Wippe und etwas darüber den Dual-SIM-Slot. Hier können jedoch lediglich zwei Nano-SIM Karten eingelegt werden. Eine sonst wie bei vielen anderen Herstellern geboten Möglichkeit eine Micro-SD Speicherkarte einzulegen, um den Speicher zu erweitern gibt es leider nicht. Auf der rechten Seite befindet sich der Ein-/Ausschaltknopf und einige Millimeter darüber befindet sich ein geriffelter Schieberegler. Dieser dient dazu, an der untersten Stellung den Ton und die Vibration zu deaktivieren, in der mittleren nur den Vibrationsalarm und an der obersten Stellung den Ton und die Vibration einzuschalten. Dies finde ich eine sehr gute und nützliche Idee. An der Oberseite befindet sich lediglich ein kleines Mikrofon. Das zweite Mikrofon, welches nicht nur bei Aufnahmen, sondern auch zum Telefonieren genutzt wird, befindet sich an der unteren Stirnseite rechts, neben der USB-C Ladebuchse und dem Lautsprecher. Leider gibt es am OnePlus 6T keinen Stereo-Lautsprecher, der Klang geht zwar in Ordnung, aber man verdeckt beim YouTube-Videos ansehen oftmals den Lautsprecher mit einer Hand.
Auf der Rückseite befindet sich direkt im oberen Drittel die Dual-Kamera und direkt darunter der Dual-LED Blitz. Zudem ist auf der Rückseite noch das OnePlus Logo ersichtlich, sowie der Satz Designed by OnePlus. Das Design des OnePlus 6T gefällt mir sehr gut. Das Display ist sehr groß und kommt mit einem sehr kleinen Notch daher, zudem fühlt sich die matte Glasrückseite hervorragend an und ist nicht so anfällig gegen Fingerabdrücke.
(Design: 4 von 5 Punkten)
Verarbeitung
Die Verarbeitung des OnePlus 6T gefällt mir sehr gut. Das Smartphone fühlt sich rundum sehr hochwertig und stabil an. Des Weiteren sind die Spaltmaße überall schön gleichmaßig und es wurde kein Kunststoff am Gehäuse des Smartphones verwendet. Die abgerundeten Ecken und Kanten des Gehäuses harmonieren sehr gut mit den abgerundeten Ecken des Displays.
Leider hat man immer noch auf eine Qi-Lademöglichkeit, Stereo-Lautsprecher, sowie auf eine IP-Zertifizierung verzichtet. Das bedeutet, das OnePlus 6T ist lediglich wasserabweisend aber keinesfalls wasserdicht. Kommt es also mit viel Wasser in Kontakt, ist es kaputt. Dafür hat man wiederum den Fingerabdrucksensor in das Display integriert, was bisher nur sehr wenige Hersteller anbieten. Wie gut das ganze funktioniert, erkläre ich im Punkt Display etwas genauer.
(Verarbeitung: 4 von 5 Punkten)
TEIL 2
bestehend aus „Funktion des Produktes“ entspricht 65% der Gesamtwertung
Display
6,41 Zoll Optic AMOLED (19,5:9 Format) 2340 x 1080 Pixel, Pixeldichte beträgt 402 ppi
16MP f/1.7 Blende und Telezoom-Linse mit 20 MP f/1.7 mit Dual-LED-Blitz
Front-Kamera
16MP f/2.0 Blende
Anschlüsse
USB-Typ-C Anschluss
Akku
3700 mAh mit Schnellladefunktion, nicht austauschbar
Konnektivität
Wi-Fi 802.11a/b/g/n/ac, Mobilfunknetz bis 4G, Wi-Fi Direct, Bluetooth 5, NFC, GPS, A-GPS, GLONASS,BeiDou, Galileo
Abmessungen (LxBxH)
157,5 mm x 74,8 mm x 8,2 mm
Gewicht
185 Gramm
Lieferumfang
One Plus 6T USB-Typ-C Ladekabel Schnellladegerät Adapter für Klinkenanschluss graues Silikoncase
Technische Daten des One Plus 6t
Performance
Die verbaute Hardware im OnePlus 6T kann im Test sehr überzeugen. Bei dem verbauten Prozessor handelt es sich um den 64-Bit CPU Snapdragon 845, ein Achtkern-Prozessor mit einer Taktfrequenz von bis zu 2,8 GHz. Genauer gesagt Takten 4 der Rechenkerne (Kryo 385 Gold) mit maximal 2,8 GHz und die anderen 4 mit bis zu 1,8 GHz (Kryo 385 Silver). Dieser wird je nach Modell bzw. Ausstattungsvariante von einem 6 GByte oder 8 GByte großen Arbeitsspeicher unterstützt. Im Prozessor ist auch der GPU Adreno 630 integriert, welcher mit rund 710 MHz taktet.
Mit dieser top Ausstattung läuft das OnePlus 6T nicht nur im Alltag erstklassig, sondern kann ach bei anspruchsvolleren Anwendungen ohne ruckeln und Aussetzer überzeugen. Dies zeigt sich auch in den Benchmarktests, den auch hier schneidet das OnePlus 6T hervorragend ab. Bei Antutu konnte es im Test einen sehr guten Wert von 297.099 erreichen und bei Geekbench 4 kam es beim Single-Core Test auf 2431 und beim Multi-Core Test auf 9038 Punkte. Somit ist es von der Performance noch einmal besser als der Vorgänger das OnePlus 6 und liegt aktuell auf Platz 2 dicht hinter dem neuen Huawei Mate 20 Pro.
Der interne Speicher des OnePlus 6T hat eine Größe von 128 GByte, es gibt das Smartphone jedoch auch in einer 256 GByte Variante. Das Testgerät von mir besitzt 128 GByte, davon sind abzüglich des Betriebssystems und der vorinstallierten Software 106 GByte frei zur Verfügung. Erweitert werden kann der Speicher jedoch nicht, denn im SIM-Karten Slot finden lediglich zwei Nano-Simkarten Platz und keine Micro-SD-Speicherkarte. Als Betriebssystem ist Android 9.0 Pie (Oxygen OS) vorinstalliert.
Angesichts des Preises fällt die Ausstattung des OnePlus 6T sehr gut aus. Die verbaute Hardware kann im Test überzeugen und das Gerät für knapp über 500€ kann von der Performance sehr gut mit den Top-Smartphones wie dem neuen Huawei Mate 20 Pro mithalten. Dies macht das OnePlus 6T zu einem sehr guten Gerät für sämtliche Anwendungen.
(Performance: 5 von 5 Punkten)
Display
OnePlus ist es gelungen, das Display des neuen OnePlus 6T gegenüber dem Oneplus 6 von 6,28 Zoll auf 6,41 Zoll zu vergrößern, ohne dabei großartig dessen Formfaktor bzw. Größe zu verändern. Durch das soggenante Fullview-Display im 19,5:9-Format nimmt das Display noch mehr Platz auf der Front ein. Der untere Rand (Kinn) und der Wassertropfen-Notch sind deutlich reduziert worden gegenüber dem Vorgänger, was für ein größeres Display bei nahezu identischen Abmaßen sorgt.
Die Display-Auflösung des OnePlus 6T beträgt 2240 x 1080 Pixel. Die Pixeldichte beträgt somit 402 ppi, was zwar nur einer Auflösung von FHD+ entspricht. Doch dies geht im Alltag vorkommen in Ordnung und alles wird sehr scharf dargestellt. Man kann hier selbst bei sehr genauen betrachten des Displays weder die einzelnen Bildpunkte sehen, noch Unschärfen feststellen.
Beim Display setzt OnePlus auf ein SuperAMOLED-Display. Dieses hat den Vorteil, dass jeder einzelner Pixel einzeln beleuchtet wird. Somit stellt dieser entweder eine Farbe da und leuchtet, oder wird komplett abgeschaltet. Dadurch ergibt sich zum einen ein hervorragender Schwarzwert, was wiederum ein sehr hoher Kontrast zufolge hat. Für dies sind OLED-Displays auch bekannt. Ein weiterer Vorteil ist die sehr gute Blickwinkelstabilität, selbst beim sehr schrägen betrachten, lässt sich er Inhalt auf dem Display hervorragend ablesen.
Die maximale Helligkeit des Displays konnte mich im Test zufrieden stellen, diese reicht im Alltag vollkommen aus und kann sich sehen lassen. Jedoch hatte ich bereits einige Smartphones mit helleren Displays im Test. Diese etwas schwächerer maximale Helligkeit des OnePlus 6T bemerkt man vor allem in sehr hellen Umgebungen wie z. B. im Freien bei direktem Sonnenlicht.
Eine tolle weitere Besonderheit des Displays ist der darin integrierte Fingerabdrucksensor. Beim Anheben des Smartphones oder beim Betätigen des Einschaltknopfes erscheint im unteren Bereich ein grün-Blau leuchtender Butten. Dies ist der im Display integrierte Fingerabdrucksensor. Hat man diese Funktion zu beginn der Einrichtung aktiviert, kann man durch das Auflegen des Fingers das Smartphone entsperren. Das Ganze funktioniert sehr gut und nur minimal langsamer als ein herkömmlicher Fingerabdrucksensor. Wer diese Funktion nicht nutzen möchte, kann das OnePlus 6T auch per Gesichtsentsperrung oder einfach per Muster entsperren.
(Display: 4 von 5 Punkten)
Akku
Der Akku im OnePlus 6T hat eine Kapazität von 3700 mAh. Diese Leistung reicht im Alltag bei moderater Nutzung knapp eineinhalb Tage aus, bis der Akku wieder ans Stromnetz angeschlossen werden muss. In meinem Testzeitraum von gut 3 Wochen habe ich das Gerät täglich zu im Internet Surfen genutzt, hab im Zug via Bluetooth In-Ear Ohrhörer Musik gehört und einige WhatsApp Nachrichten versendet. Dies habe ich bei der Arbeit über das mobile Datennetz gemacht und abends als ich von er Arbeit heimgekommen bin über das heimische WLAN-Netz. Die Akkulaufzeit des OnePlus 6T ist sicherlich nicht die längste, reicht im Alltag vollkommen aus und konnte mich daher zufriedenstellen.
Der interne Akku wird Mithilfe des USB-C Anschlusses aufgeladen. Dieser unterstützt eine Schnellladefunktion, dadurch ist der Akku in knapp 1 Stunde und 25 Minuten wieder auf 100 % aufgeladen. Eine kabellose Aufladung via Qi-Standard wird leider nicht unterstützt.
(Akku: 4 von 5 Punkten)
Kamera
OnePlus setzt beim neuen 6T wie bereits beim Vorgänger auf eine Dual-Kamera auf der Rückseite. Dabei handelt es sich, laut den eigenen aussagen von OnePlus sogar um das genau identische Kamera Setup wie bereits beim OnePlus 6.
Fotos knipst das Smartphone mit einer Auflösung von 16 Megapixeln und einer Blende von f/1,7. Der Sensor dieser Linse besitzt eine Pixelgröße von 1.22µm. Die zweite Kameralinse mit 20 Megapixeln, einer Blende von ebenfalls f/1.7 besitzt eine Pixelgröße von 1 µm und dient dazu einen Bokeh-Effekt (Tiefenschärfe) im Porträt-Modus zu erzeugen. Außerdem ist durch die zweite Kameralinse, welche mit einer anderen Brennweite versehen ist ein zweifacher optischer Zoom ohne Verlust möglich.
Die Hauptkamera mit 16 MP verfügt über einen OIS (optischen Bildstabilisator) und zudem über einen elektronischen Bildstabilisator (EIS). One Plus hat beim 6T einen neuen speziellen Nachtmodus eingeführt, der für bessere Aufnahmen bei Dunkelheit bzw. Nachtbildern mit schwächerer Beleuchtung sorgen soll. Bei diesem Modus muss man jedoch das Smartphone ca. 2 Sekunden lange ruhig halten, da dabei die Belichtungszeit etwas erhöht wird. Die Aufnahmen werden in diesem Modus bei ruhigem halten wirklich deutlich besser, wie ohne diesen Modus. Mir gefallen die Aufnahmen der Dual-Kamera auf der Rückseite sehr gut, auch wenn diese nicht ganz mit einigen Flaggschiffen der Konkurrenz mithalten können. Das liegt unter anderem auch an dem etwas zu langsamen Autofokus. Zudem hat die Kamera etwas Probleme mit dem Fotografieren von Blüten mit vielen einzelnen Blütenblätter. Hier erkennt man beim Betrachten der Bilder am PC in voller große oftmals unschöne Kanten. Des Weiteren viel mir vor allem bei Makro Aufnahmen auf, dass die Kamera zu Bildfehlern neigt, dies liegt jedoch an der Software, welche versucht, ein Teil des Bildes nachzuschärfen und dabei die Bilder teilweise unnatürlich verändert. Bei Tageslicht wiederum kann das Gerät in Sachen Schärfe und Details sehr gut mit den Top-Smartphones mithalten.
Mit der Hauptkamera auf der Rückseite können Videos mit maximal 4K mit bis zu 60 Bilder in der Sekunde aufgenommen werden. Bei 1080p sind ebenfalls 60 fps möglich und sogar Super Zeitlupenvideos mit bis zu 240 Fps. Des Weiteren können Videos auch in 720p Auflösung mit 30 fps und in Super-Zeitlupe mit hohen 480 fps aufgenommen werden.
Die Auflösung der Frontkamera beträgt 16 Megapixel. Der Sensor ist mit einer Blende von f/2.0 ausgestattet und hat eine Pixelgröße von 1.0 µm. Die Frontkamera ermöglicht Video aufnahmen in max- Full-HD mit 30 Bilder pro Sekunde. Des Weiteren sind damit Zeitraffer-Videos möglich und man kann einen Beauty-Modus aktiveren und HDR ist ebenfalls zuschaltbar. Bei Dunkelheit dient das Smartphone-Display als Blitzlicht und erhält somit einigermaßen das Gesicht bei Selfie-Bilder. Die Bilder der Frontkamera sehen ganz gut aus, auch wenn man vor allem bei Selfies öfters den Fokus manuell auf das Gesicht legen muss. Ansonsten beginnt der helle Teil im Hintergrund schnell auszubrennen.
(Kamera: 3,5 von 5 Punkten)
Software
Auf dem One Plus 6T läuft Android 9 Pie, welches mit der hauseigenen Benutzeroberfläche Oxygen OS versehen ist. OnePlus ist dafür bekannt sehr schnell die aktuellen Updates zur Verfügung zu stellen. Dies bemerkt man auch gleich nach dem ersten Einschalten des OnePlus 6T, denn dies lädt sofort das aktuelle Sicherheit-Sicherheit-Update vom November 2018. Da hängen andere Hersteller oftmals einige Zeit hinterher.
Das Design der Oxygen OS Oberfläche gefällt mit ausgesprochen gut. Das System ist sehr schnell und man findet sich trotz den vielen Einstellungsmöglichkeiten sehr schnell zurecht. Die praktischen Gestensteuerung erleichtern einem die Bedienung des Smartphones enorm.
Die vorinstallierten Apps (Bloatware) halten sich beim OnePlus 6T in grenzen, es sind lediglich die hauseigenen Apps wie OnePlus Switch und OnePlus Community vorinstalliert, diese können bei Bedarf jedoch auch beide deinstalliert werden.
(Software: 4,5 von 5 Punkten)
TEIL 3
bestehend aus „Preis/Leistung“ entspricht 10% der Gesamtwertung
Beschreibung
OnePlus wirbt das 6T unter anderem mit dem schnellsten, im Display integrierten, Fingerabdrucksensor eines Smartphones an. Aber auch der neue Nachtfoto-Modus und die sehr schnelle Performance, wird auf der Webseite geworben.
Diesen von OnePlus geworbenen Funktionen kann ich soweit zustimmen. Der Fingerabdrucksensor reagiert überraschend schnell, lediglich bei nassen Händen hat er Probleme, aber dies haben herkömmliche Fingerabdrucksensoren ebenfalls. Die verbaute Hardware (CPU, GPU und RAM) im Inneren des OnePlus 6T gehört aktuell zu den besten, wodurch da Gerät im Benchmark test nur knapp auf Platz zwei landet. Zu guter Letzt kann mich im Test auch der spezielle Nachtfoto-Modus überzeugen, denn dieser sorgt für deutlich bessere Bilder bei Dunkelheit, sofern man das Handy lange genug ruhig in den Händen hält.
Preis/Leistung
Der UVP des OnePlus 6T liegt bei 549 EUR mit 6 GB RAM und 128 GB (in D/A ). Bei 8 GB RAM und 128 GB verlangt der Hersteller 579€ und bei 8 GB RAM, sowie 256 GB werden 629 fällig. Der relativ niedriger Startpreis des OnePlus 6T spricht für das Smartphone. Für ein ähnlich ausgestattetes Smartphone zahlt man bei vielen anderen Herstellern knapp 1000€. Dafür schneidet es wiederum nicht ganz so gut wie die teueren Geräte in der Kamera ab. Des Weiteren besitzt es keinen Stereo-Lautsprecher, sondern ist immer noch mit einem einfachen Mono-Lautsprecher an der Unterseite versehen. Ebenfalls muss man etwas Abstriche in der Gesprächsqualität machen. Das Smartphone versucht nämlich die Umgebungsgeräusche um einen herauszufiltern, doch dabei dämpft es auch die Sprachqualität.
Wir bedanken uns beim Hersteller für die Bereitstellung des Produktes. Zu unseren Grundsätzen
Wir verwenden Cookies und ähnliche Technologien, um Ihre Erfahrung auf unserer Website zu verbessern.
Weitere Informationen in unserer Datenschutzerklärung.