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Autor: Tobias

JBL LIVE 400BT

JBL gehört wohl für die meisten zu den bekanntesten Audio-Herstellern im DACH-Bereich. Regelmäßig sieht man unterwegs Personen mit den mobilen JBL Lautsprechern, aber auch mit zahlreichen Kopfhörern. Kein wunder, denn der Hersteller bietet jedes Jahr zahlreiche neue Kopfhörer an, welche preislich oft sehr attraktiv sind.

Vor Kurzem hat JBL eine neue Kopfhörer-Serie Namens „LIVE“ vorgestellt, welche aktuell insgesamt vier Modelle umfasst. Die beiden Kopfhörer LIVE 650BTNC und LIVE 500BT sind als Over-Ear ausgeführt, der LIVE 400BT als ein On-Ear und beim LIVE 220BT handelt es sich um ein In-Ear Modell. Die Merkmale der LIVE-Serie sind die Integration von Ambient Aware, TalkTrue, einem bequemen Kopfbügel aus Textil und den Zugriff auf Sprachassistenten (Amazon Alexa und Google Assistant).

In dem heutigen Test möchte ich euch das On-Ear Modell, sprich den JBL LIVE 400BT genauer vorstellen. Ob es sich beim LIVE 400BT um einen guten On-Ear Kopfhörer handelt, erfahrt ihr in folgendem Testbericht, denn ich hab diesen ausführlich für euch getestet.

TEIL 1

Bestehend aus „Verpackung/Design/Verarbeitung“ entspricht 25% der Gesamtwertung

Verpackung

Bei dem Design der Verpackung bleibt JBL sich selbst treu und setzt so auf eine stabile schwarze Kartonage. Diese kommt in einer typischen von JBL verwendeten Umverpackung daher, welche in den Farben: weiß, schwarz und orange gehalten ist.

Da man dem bisherigen Design treu bleibt, wird wie bei den bisher von mir getesteten Produkten der Kopfhörer auf der Vorderseite als hochglänzendes Foto gezeigt. Zudem prangt hier natürlich auch das JBL-Firmenlogo und an der rechten Seite der Name des Kopfhörer-Modells. Unterhalb des Modellnamens verrät bzw. informiert JBL über die wichtigsten Funktionen des Produktes und weißt in der unteren linken Ecke auf die Unterstützung von Amazons Alex und Google Assistant hin.

Auf der rechten Seite der Verpackung ist die Außenseite der linken Ohrmuschel abgebildet, welche mit einer Touch-Oberfläche versehen wurde. Diese dient nicht zur Steuerung der Musik, sondern wie darüber angedeutet zur Aktivierung des zuvor in der App eingerichteten Sprachassistenten, dazu aber später mehr.

Die schwarz/grau Rückseite zeigt einem den JBL LIVE 400BT zum ersten Mal in der kompletten abfotografierten Ansicht. Ebenso wird auch hier das Firmenlogo und der Name des Kopfhörer-Modells erwähnt. Zudem werden hier links die für JBL wichtigsten Merkmale des LIVE 400 BT in mehreren Sprachen erläutert. Zur Akkulaufzeit erfährt man unten rechts zudem, dass diese bei bis zu 24 h liegt und innerhalb von 15 Minuten Ladezeit eine Musikwiedergabe von rund 2 Stunden erreicht wird. Zu guter Letzt sind an der Unterseite noch einige typischen Infos zum Unternehmen JBL zu lesen und der Lieferumfang ist hier mit Symbolbildern aufgelistet.

Klappt man die schwarze Innenverpackung nach dem Herausziehen auf, erblickt man direkt den JBL LIVE 400BT On-Ear Kopfhörer in einem schwarzen Kunststoff-Einleger. Zudem befindet sich darunter in einer separaten Aussparung noch das orangefarbene USB-A auf Micro-USB-Ladekabel, sowie ein Beutel, indem sich ein 2,5 auf 3,5 mm Klinkenkabel befindet, welches zudem mit einem Mikrofon ausgestattet ist. Zu guter Letzt befinden sich unter dem Kunststoffeinleger noch die üblichen Kurzanleitungen usw.

(Verpackung: 4 von 5 Punkten)

Design

Beim JBL LIVE 400BT handelt es sich wie bereits eingangs des Testberichtes erwähnt um einen On-Ear Kopfhörer. Daher liegt dieser mit den Polstern komplett auf den Ohren auf, anstelle wie bei Over-Ear-Kopfhörern auf dem Kopf bzw. um die Ohren herum. Dabei muss natürlich jeder selbst entscheiden, ob er sich lieber für ein Over-Ear Modell, oder für solch ein On-Ear Modell entscheidet.

Beim Kopfhörer selbst, setzt JBL auf relativ viel Kunststoff, sodass dieser möglichst leicht beim Tragen und Transport ist. Dies ist keinesfalls negativ auszulegen, da dies bei sehr vielen anderen Herstellern bzw. deren On-/Over-Ear-Kopfhörer ebenfalls der Fall ist. Die wichtigsten Elemente wie z. B. der Verstellmechanismus und der Kern des Kopfbügels wurden jedoch aus Federstahl gefertigt. Der Kopfbügel ist nicht wie bei vielen anderen Kopfhörern mit Kunstleder überzogen, sondern mit einem gut anfühlenden Textilstoff. Auf der Oberseite wurde zudem ein JBL Schriftzug angebracht.

Insgesamt würde ich das Design als elegant, sportlich aber zugleich als zurückhaltend beschreiben. Schließlich kommt zumindest mein getestetes Modell in einem schlichten mattschwarz mit ein paar wenigen hochglänzenden Elementen daher. Wer es unter euch jedoch etwas farbiger bevorzugt, kann eventuell zu den drei weiteren Farben greifen. Dabei sind folgenden weitere Farben verfügbar: dunkelblau, weiß oder weinrot.

Bei sämtlichen Farbvarianten ist der Kunststoff Matt gehalten. Lediglich die beiden Enden des Kopfbügels, der Ring um die Ohrmuscheln und das vertiefte JBL-Logo auf den Ohrmuschel-Außenseiten wurde hochglänzenden ausgeführt. Die Bügelverstellung aus Metall besitzt insgesamt, 8 verstellbare Raster und kann an beiden Seiten eingeklappt werden. Da zudem die Ohrmuschel auch noch 90° eingedreht werden können, kann der Kopfhörer deutlich einfach und platzsparender im Rucksack verstaut werden. Jedoch fehlt hier wie bereits erwähnt ein Transportetui, sodass man der Kopfhörer geschützt vor Kratzern verstauen kann. 

(Design: 4 von 5 Punkten)

Verarbeitung

Der neue JBL LIVE 400BT macht von seiner Verarbeitung einen sehr guten Eindruck. Der Kopfhörer ist wie bereits erwähnt, zwar fast komplett aus Kunststoff gefertigt, wirkt aber keinesfalls billig oder neigt auch nicht zum Knarzen beim Aufsetzen. So würde diesem vermutlich selbst ein Sturz von einem Meter auf den Boden sicherlich nichts passieren. Bis vermutlich die ein oder andere Schramme im Kunststoff, doch die würde bei jedem anderen Kopfhörer ebenfalls entstehen. 

Die Ohrpolster wurden wie häufig nicht aus Echtleder, sondern aus PU-Leder, einem Kunstleder Imitat hergestellt. Dieses fühlt sich soweit sehr gut an und zudem ist es genauso wie der Textilbügel ausgezeichnet gut gepolstert. 

(Verarbeitung: 4 von 5 Punkten)

TEIL 2

bestehend aus „Funktion des Produktes“ entspricht 65% der Gesamtwertung

Kopfhörer-ArtOver-Ear-Kopfhörer
KategorieOn-Ear-Kopfhörer mit Bluetooth 4.2
FarbeSchwarz; weitere Farben: dunkelblau, weiß oder weinrot
AkkuAkkulaufzeit bis zu 20 Stunden, Ladezeit bis zu 2 Stunden. Schnellladefunktion integriert: 15 min = 2 h Musikwiedergabe.
Gewicht186 Gramm
MaterialHochflexibler Kunststoff
Bluetooth4.2
TönerJeweils links und rechts ein 40-mm Treiber
Lieferumfang1x JBL LIVE 400BT On-Ear-Kopfhörer
1x Klinkenkabel mit Mikrofon
1x Micro-USB-Ladekabel
Kurzanleitungen

Tragekomfort

Der Tragekomfort des neuen JBL LIVE 400BT ist natürlich Geschmacksache, denn der On-Ear Kopfhörer liegt nicht wie ein Over-Ear Kopfhörer um das Ohr herum auf, sondern auf dem Ohr. Dies kann bei einigen Modellen dafür sorgen, dass der Kopfhörer aufgrund des zu hohen Anpressdruckes oder unbequemen Ohr-Polsterrungen auf Dauer zu unangenehm drückt.

Ein On-Ear Kopfhörer ist aufgrund dessen, dass dieser direkt auf dem Ohr aufsitzt und nicht den Höhenunterschied von Ohr zum Kopf überbrücken muss, deutlich dünner gepolstert. Daher sind On-Ear Kopfhörer oftmals leichter als Over-Ear Modelle und auch beim Transport komfortabler, aufgrund von Klappmechanismen usw. Dadurch erreicht JBL mit dem neue LIVE 400BT ein Gewicht von knapp 186 Gramm. Der Kopfhörer fällt angenehm groß aus, sodass dieser aufgrund der ausreichenden Verstellmöglichkeiten des Kopfbügels nicht nur für kleinere Kopfe, sondern auch etwas größere passt. 

Häufige fragen bei On-und Over-Ear Kopfhörern ist natürlich, ob diese für Brillenträger geeignet sind. Ich persönlich bin zwar kein Brillenträger, habe das Ganze aber häufig an sonnigen Tagen zusammen mit meiner Sonnenbrille getestet. Dabei kann ich soweit sagen, dass der Tragekomfort mit Brille bei kürzerer Zeit absolut angenehm ist. Erst nach längerer Zeit wird es jedoch je nach breite der Brillenbügel und eigenem Empfinden etwas unangenehm. 

Sicherlich suchen einige unter euch auch einen guten Kopfhörer, denn man für den Sport, als auch im Sportstudio nutzen kann. Dies empfiehlt sich ja eigentlich förmlich aufgrund der TalkTrue und Ambient Aware Funktion. Doch für sportliche Aktivitäten kann ich den JBL LIVE 400BT weniger empfehlen. Schließlich würde sich der Textilüberzug am Kopfband mit Schweiß vollsaugen und dieser Bezug ist leider nicht entfernbar, sodass man diesen nach einiger Zeit reinigen könnte.

(Tragekomfort: 4 von 5 Punkten)

Bedienung

Kommen wir nun zur Steuerung und Bedingung des JBL LIVE 400BT. Fast alle Bedienelemente befinden sich praktisch für Rechtshänder auf der rechten Seite des Kopfhörers. Lediglich die Touch-Oberfläche zum sprechen mit dem aktivierten Sprachassistenten, sowie der Micro-USB-Ladeanschluss und eine kleine Status-LED sind an der linken Seite zu finden. Die jeweiligen Seiten sind übrigens sehr einfach an dem Buchstaben „R/L“ welcher jeweils im Innenstoff der Ohrmuschel eingenäht wurde zu erkennen. 

Anders wie jedoch aktuell bei Kopfhörern zum Großteil der Trend geht, setzt JBL zumindest beim neuen LIVE 400BT nicht auf Touch-Bedienelemente zum Steuern der Musik und Funktionen, sondern auf echte Drucktasten und Schiebe-Elemente. Die Tasten sind allesamt an den Seiten der Ohrmuschel angeordnet. Direkt nach unten gerichtet ist die 2,5 mm Klinkenbuchse und nach hinten weg, folgt die 3-Tasten-Bedienung, über welche man die Lautstärke erhöht, absenkt oder die Musik pausiert. Drückt man die Lauter-Taste für 2 Sekunden, dann springt man einen Titel vor und mit der Leiser-Taste einen Track zurück. Direkt darüber ist der Power ON/OFF Schieber zu finden, mit den man durch zwei Sekunden nach oben schieben den Kopfhörer Ein-/ bzw. Ausschaltet. Mit den Plus und Minus-Tasten könne zudem eingehende Anrufe angenommen oder abgewiesen werden.

Nach vorne verlaufend folgen zwei weitere Tasten sowie ein Mikrofon. Bei dem ersten Knopf handelt es sich um die Bluetooth-Taste. Möchte man den Kopfhörer in den Kopplungsmodus versetzen, genügt es, die Taste für zwei Sekunden gedrückt zu halten. Über die andere Taste kann man zwischen den Zusatzfunktionen TalkThru On, Ambient Aware On und beide Funktionen aus wechseln. Auf diese Funktionen, bzw. was diese bringen, gehe ich später noch etwas genauer ein.

(Bedienung: 4 von 5 Punkten)

Klang

Technisch betrachtet, hat JBL im LIVE 400BT On-Ear Kopfhörer wie bei vielen Kopfhörern üblich, je Seite einen 40 mm großen Treiber verbaut. Diese sollen einen Frequenzbereich von 20-20.00 Hertz abbilden können, was völlig ausreichend ist. Schließlich kann ein durchschnittliches menschliches Gehör alles, was im Frequenzbereich darüber oder darunter liegt, sowieso nicht hören. Des Weiteren gibt JBL die Impedanz mit 32 Ohm an, womit auch eine kabelgebunden Musikwiedergabe via Smartphone problemlos möglich ist (sofern euer aktuelles Smartphone noch einen Klinkenanschluss besitzt). Die Treiberempfindlichkeit (Schalldruckpegel) liegt bei einem Wert von 106 dB, somit sollten die Kopfhörer zudem eine gute maximale Lautstärke bieten. So viel zu den technischen Daten, nun möchte ich euch meine Empfinden des Klangbilds genauer beschreiben.

Für die Musikwiedergabe ist es eigentlich nicht erforderlich, die JBL Headphones App zu installieren. Diese wird lediglich zum Verändern der EQ-Einstellungen oder dem Einrichten der Sprachassistenten benötigt. Über die EQ-Einstellungen kann man praktischerweise die Klangabstimmungen auf die eigenen Vorlieben anpassen. Doch im Test möchte ich mich persönlich auf den von Werk abgestimmten Klang konzentrieren.

Klanglich reiht sich der JBL LIVE 400BT in die Typische etwas Tiefton verstärkte Klangcharakteristik von JBL ein. Das Volumen der Tiefen ist sehr voluminös und kraftvoll. Die Mitten wiederum, sowie die Höhen sind zwar klanglich gut auf die Tiefen abgestimmt, jedoch etwas im Hintergrund gehalten. Somit macht der JBL LIVE 400BT unterwegs in der Stadt, oder im Zug definitiv viel Spaß, denn zudem kann dieser auch sehr laut Musik wiedergeben. Doch definitiv handelt es sich hier logischerweise schon aufgrund des bassbetonten Klangs, nicht wirklich um einen Kopfhörer, der sich für die Wiedergabe von Hi-Res Musik eignet und daher ist dieser On-Ear Kopfhörer nichts für die audiophilen Leute unter euch.

JBL hat wie bereits Eingangs des Testberichtes erwähnt zwei durchaus nützliche Zusatzfunktionen in die neue LIVE-Kopfhörer-Serie integriert. Die TalkTrue und Ambient Aware Funktion. Was diese genau bringen, möchte ich hier ebenfalls kurz erwähnen. Sollte man z. B. unterwegs mit einem Kollegen reden wollen, bzw. man stellt fest, dass eine Person in der Stadt einen anspricht, könnte man jederzeit die sogenannte TalkTrue-Funktion aktiveren. Durch diese wird die Musik automatisch auf eine sehr geringe Lautstärke reduziert und die außen am On-Ear-Kopfhörer angebrachten Mikrofone leiten die Gespräche des gegenüber direkt in den Innenbereich des Kopfhörers durch, sodass man die Stimmen absolut klar und deutlich hört. Anfangs ist dies etwas ungewohnt, da ich es früher so gewohnt war, dass wenn ich mit jemand geredet habe, automatisch die Kopfhörer abgelegt hab. Doch nach einer weile gewöhnt man sich durchaus an diese nützliche Funktion. Jedoch ist es weniger sinnvoll, die Funktion bei einem windigen bzw. stürmischen Tag zu nutzen, da dabei der Wind als störendes rauschen direkt zum Ohr durchgeleitet wird. 

Eine ähnliche Funktion ist das Ambient Aware Feature. Diese funktioniert im Prinzip ähnlich, senkt jedoch die maximale Lautstärke nicht ganz so sehr ab, sodass diese bei etwas 60 – 70 % der ursprünglichen max. Lautstärke bleibt. Die Umgebungsgeräusche, also Autos, Stadtbahnen usw. hört man dadurch jedoch besser also ohne die Funktion, da diese zusätzlich über die Mikros durchgelassen werden. Dadurch bewegt man sich vor allem in einer Stadt, in welcher etwas mehr Verkehr unterwegs ist, als Fußgänger deutlich sicherer. Beim Fahrrad fahren würde ich jedoch nicht dazu raten, denn schließlich ist es mit Kopfhörern im Straßenverkehr trotz dieser Funktion einfach zu gefährlich. Zudem würde es einen Polizisten, der euch mit Kopfhörern auf dem Fahrrad erwischt sicherlich nicht interessieren, ob ihr die Leute im Umfeld durch diese Ambient Aware-Funktion hört oder nicht.

Wird man beim Musikhören angerufen, und nimmt den Anruf direkt über den Kopfhörer oder auch am Smartphone an, da man dieses gerade in der Hand hat. Kann man das Telefonat direkt über den JBL LIVE 400BT führen. Beim annehmen werden automatisch sofern aktiviert die Talk True oder Ambient Aware-Funktion deaktiviert, da man sonst den Gesprächspartner kaum hören würde und die Mikrofone dazu genutzt werden die Umgebungsgeräusche herauszufiltern. Das Telefonieren mit dem JBL LIVE 400BT funktioniert soweit sehr gut, sodass ich meinen Gesprächspartner und dieser mich problemlos verstehen konnte. Ebenso kann ich keine Kritik bei der Latenz feststellen, denn die Videos und der von den Kopfhörern wiedergegebene Ton war absolut synchron (getestet mit einem iPhone X).

(Klang: 4 von 5 Punkten)

App

JBL bietet bereits für einige Kopfhörer-Serien wie z. B. die Everest-Serie und nun auch die LIVE-Serie eine passende App an, über welche man zum Teil sinnvolle Zusatzfunktionen erhält. Diese App hört auf den Namen „My Headphones“ und steht als kostenloser Download, sowohl auf iOS, als auch Android im jeweiligen AppStore bereit.

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Zwingend erforderlich ist die App zwar definitiv nicht. Möchte man jedoch z. B. Alexa oder den Google Assistant auf dem Kopfhörer zur Verfügung haben, oder per Equalizer Veränderungen am Klangbild des Live 400BT vornehmen, kommt man daran nicht ganz vorbei. 

Startet man die App das erste Mal, wird man sehr einfach Schritt für Schritt durch die Einrichtung und das Menü navigiert. Zudem wird einem in jedem Einstellungsfenster alles ganz gut erklärt. Ist dies soweit durchgeführt, landet man nach jedem Start der App auf dem Startbildschirm, auf dem sämtliche kompatiblen Kopfhörer die man selbst besitzt angezeigt werden. Zumindest sofern diese angeschaltet sind und man diese vorher mit dem Smartphone via Bluetooth gekoppelt hat.

Klickt man hier auf den JBL LIVE 400BT landet man in desem Einstellungsmenü, wo man direkt unter der Abbildung des Kopfhörers, dessen restliche Akkulaufzeit in Prozent angezeigt bekommt. Unmittelbar darunter kann man zudem via App die TalkThru oder Ambient Aware-Funktion zu- oder abschalten. Zudem ist es direkt von hier aus im unteren Bereich möglich, die EQ-Einstellungen vorzunehmen oder ein eigenes Klangprofil zu erstellen und zu abzusichern. Über das Zahnrad im rechten oberen Bereich gelangt man in ein weiteres Untermenü. In diesem kann man die automatische Abschaltung bei 10 Minuten ohne Musikwiedergabe Aktiveren bzw. Deaktivieren und die Assistenten einrichten, oder auf die Gerätehilfe zugreifen. Vielmehr Wichtiges gibt es hier in der App jedoch nicht zu sehen.

(App: 3,5 von 5 Punkten)

Koppeln und Reichweite

JBL setzt beim LIVE 400BT auf Bluetooth 4.2. Dies ist zwar nicht die neuste Verbindung, doch es reicht problemlos aus. Schließlich bietet der Kopfhörer eine ausreichende Akkulaufzeit (dazu im nächsten Punkt mehr) und bietet zudem eine Bluetooth-Reichweite von knapp 12-15 Metern. Bei den Audio Codec-Formaten wird neben dem Standard SBC vermutlich auch, die für Android Smartphone bessere aptX Verbindung unterstützt. Diese ermöglicht Audio Übertragungen in nahezu CD-Qualität.

Eine weitere Besonderheit des JBL LIVE 400BT ist die sogenannte Multi-Point-Verbindung. Dies ist vor allem für Leute, die gerne mehrere Geräte gleichzeitig bzw. nebenher nutzen von Vorteil. Dies gelingt dadurch, dass sich der JBL LIVE 400BT mit zwei Geräten gleichzeitig verbinden kann. Schaut ihr z. B. auf dem iPad ein Video und erhaltet zufällig einen Anruf, wird in diesem Fall automatisch die Musik pausiert und das Telefonat über das Smartphone geführt, da Telefonate immer bevorzugt behandelt werden. Wollt ihr z. B. von der Musikwiedergabe vom iPad zum iPhone wechseln, genügt es, auf dem iPad die Musik zu pausieren und am iPhone auf Play zu drücken. Voraussetzung ist hier jedoch, dass man zuvor bereits beide Geräte per Bluetooth mit dem JBL LIVE 400BT gekoppelt hat. 

(Koppeln und Reichweite: 4 von 5 Punkten)

Akku

JBL gibt an, dass die Akkulaufzeit des LIVE 400BT bei bis zu 24 Stunden liegen soll. Dafür hat man einen Lithium-Polymer-Akku (3,7 V DC, 700 mAh) verbaut. Diese Laufzeit hängt natürlich wie immer von der von einem selbst festgelegten Lautstärke ab und ob und wie oft man Ambient Aware und TalkTrue verwendet. Im Großen und Ganzen kam ich zusammengerechnet zwar nicht auf die 24 Stunden, doch die von mir erreichten 20 Stunden sind dennoch absolut ausreichend.

  Sobald der Akku des Kopfhörers leer sein sollte, dauert es für eine komplette Aufladung knapp 2 Stunden. Zudem hat JBL auch noch eine Schnellladefunktion integriert, sodass der Akku von 0 % bereits nach 15 Minuten, wieder für knapp 2 Stunden Musikwiedergabe aufgeladen ist. Wie bei vielen anderen Kopfhörern ist es auch beim JBL LIVE 400BT so, dass man diesen leider währenden des Auflade-Vorgangs nicht zum Musikhören nutzen kann. Dies ist für mich persönlich jedoch nicht weiter schlimm, da ich persönlich fast alle meine Geräte meistens in der Nacht auflade.

(Akku: 4,5 von 5 Punkten)

TEIL 3

bestehend aus „Preis/Leistung“ entspricht 10% der Gesamtwertung

Beschreibung

JBL hat mit dem LIVE 400BT einen guten On-Ear Kopfhörer auf den Markt gebracht. Dieser ist JBL soweit sehr gut von der Optik und der Verarbeitung gelungen. JBL verspricht hier auf der Produktseite einen On-Ear Kopfhörer, welcher wie die anderen Produkte der LIVE-Serie mit einem verstärkten Bassbereich und nützlichen Funktionen wie der Ambient Aware und TalkTrue-Technologie daher kommt. Zudem bietet man mit einem Akku, der eine Laufzeit von bis zu 24 Stunden ermöglicht ausreichend Musikspielzeit.

Preis/Leistung

Neben dem angenehmen Tragekomfort kann der neue JBL LIVE 400BT mit einer guten Klangabstimmung überzeugen. Die gut abgestimmte Dynamik wird hier von einem präsenten Mittel-/Hochtonbereich und dem verstärken Bassbereich unterstützt. Klar gehört der Kopfhörer klanglich nicht zu den Modellen, die hier neue Maßstäbe setzen. Doch für die geforderte UVP von 129€ erhält man hier definitiv ein klanglich und von der Verarbeitung guten On-Ear Kopfhörer.

JBL LIVE 400BT

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testr Gesamtwertung

unter Berücksichtigung aller Teilwertungen

 Wir bedanken uns beim Hersteller für die Bereitstellung des Produktes. Zu unseren Grundsätzen

Link zum Hersteller: JBL.at

Teufel Effekt

Vor Kurzem habe ich euch die neue Teufel Ultima 40 Aktiv Serie (2018) vorgestellt. Wie in dem Testbericht dazu bereits berichtet, habe ich das Set zusammen mit dem beiden Teufel Effekt Lautsprechern getestet. Diese können entweder separat erworben werden, oder wie ich das gemacht habe im Teufel Ultima 40 Aktiv Surround 4.0-Set.

Wer sich für diese beiden zusätzlichen Stereo-Lautsprecher für den Rear-Bereich (Hinteren) entscheidet, bekommt zusammen mit der Cinebar Pro oder den Teufel Ultima 40 Aktiv Standlautsprechern einen echten Surround-Sound geboten. Wie diese im Klangtest abgeschnitten haben und wie diese verbunden werden, erfahrt ihr wie gewohnt in folgendem Testbericht. 

Teufel Effekt

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Teufel Ultima 40 Stereo

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TEIL 1

Bestehend aus „Verpackung/Design/Verarbeitung“ entspricht 25% der Gesamtwertung

Verpackung

Wie für Teufel üblich, kommen auch die neuen Effekt-Lautsprecher in dem typischen schlichten, einfarbigen Karton daher. Die Verpackung, indem die beiden Lautsprecher verpackt sind, dient auch hier gleichzeitig als stabiler Versandkarton. Schließlich ist auch hier im Inneren alles sicher vor Transportbeschädigungen geschützt. In dem Karton befinden sich gleich beide Lautsprecher und sämtlicher Zubehör.

Auf langen Seiten der Verpackung prangt wie für Teufel üblich, der Firmenname und der Namen des Produktes. An den beiden kurzen Seiten wiederum gibt es einige Infos zum Produkt. Somit erfährt man hier die Einheit (2) und die Abmessungen, die Farbe, sowie das Gewicht. Zu guter Letzt, wird anhand des großen Aufklebers auf der Seite noch darauf hingewiesen, dass man, sofern man die Effekt Lautsprecher mit der Cinebar Pro verwenden möchte, zuvor noch ein Update auf die Cinebar installieren muss. Dieses Update findet man wie üblich online bei den Softwareupdates bei Teufel.

Öffnet man die Verpackung an der Oberseite, dann findet man darin einen Styroporeinsatz. Unter diesem befindet sich die Bedienungsanleitung, sowie die beiden Effekt-Lautsprecher. Beide Lautsprecher sind zudem in einer Schutzfolie verpackt. Das Stromkabel ist fest verbunden und jeweils 4 Meter lang.

(Verpackung: 3,5 von 5 Punkten)

Design

Direkt nach dem Auspacken hat man zwei identische Lautsprecher vor sich stehen. Eine feste Vorgabe, welcher der beiden Lautsprecher später hinten rechts oder links steht bzw. hängt, gibt es nicht. Schließlich wird dies an der Rückseite der Speaker bestimmt, dazu aber gleich mehr. 

Da beide Teufel Effekt Lautsprecher identisch ausgestattet sind, haben beide dieselben Abmessungen. So sind die Effekt Speaker 15,3 cm hoch, 11,2 cm breit und ebenso 11,2 cm tief. Das Gewicht der einzelnen Lautsprecher liegt mit 960 Gramm knapp unter 1 Kilogramm.

Das Gehäuse besteht aus Kunststoff, welches an der Vorderseite hinweg über beide Seiten und leicht nach hinten mit einem typischen Lautsprechergitter versehen wurde. An der Vorderseite sieht man die beiden Treiber durch, auf die ich später unter Klang noch genauer eingehen werde. An der Rückseite befindet sich eine Aluminiumschiene, in welcher eine Schlüssellochöffnung für eine Wandmontage integriert ist. Zudem ist diese Schiene mit dem Gehäuse verschraubt und hält das u-förmige Lautsprechergitter an seinem Platz. 

Unterhalb der Aluminiumschiene ist eine Aussparung vorhanden. Hier ist wie bereits eingangs angedeutet ein Schieberegler, mit den man bestimmt, ob der jeweilige Effekt-Lautsprecher den linken rückseitigen Kanal wiedergeben soll, oder den rechten. Direkt daneben geht das fest verbundene 4 Meter lange Stromkabel aus und daneben befindet sich der Pairing-Knopf über den die beiden Speaker mit der Ultima 40 Aktiv-Serie verbunden werden können. Darauf gehe ich jedoch später genauer ein. An der Oberseite im hinteren Bereich gibt es eine kleine Status LED, welche je nach Status unterschiedlich weiß und im Standby-Betrieb rot aufleuchtet.

Betrachtet man die Unterseite, befindet sich hier in der Mitte der typische Teufel Aufkleber, welcher über den Gerätenamen und die Seriennummer informiert. Zudem ist in einer U-Form ein rotes Antirutsch-Gummi angebracht, sodass die Effekt Lautsprecher auch beim Abstellen z. B. in ein Regal gegen das Verrutschen abgesichert sind. Alternativ kann man die beiden Effekt-Lautsprecher auch auf Standfüße stellen, diese bietet Teufel im Shop separat für 49€ an.

Die Effekt-Lautsprecher sind in drei Farben bzw. Farbkombinationen erhältlich. Neben dem von mir gezeigten, komplett schwarzen Geräten, gibt es noch ein paar komplett in Weiß und in weiß mit schwarzem Lautsprechergitter. Die Zierringe um die beiden Lautsprecher sind beim schwarzen Modell in Rot und bei den weißen Geräten in Schwarz gehalten. Zu guter Letzt prangt an der Vorderseite im unteren Bereich noch ein Teufel Logo.

(Design: 4 von 5 Punkten)

Verarbeitung

Die Verarbeitung der beiden Teufel Effekt Lautsprechern ist soweit sehr gut. Man hat hier dank der simplen Lösung mit den Schlüsselloch-Ösen sogar an eine integrierte Wandhalterung gedacht. Dadurch ist es möglich, die beiden Effekt-Lautsprecher lediglich durch das Einbringen einer Schraube, an deren Kopf sicher aufzuhängen. Natürlich können die Lautsprecher aber wie bereits erwähnt, einfach in ein Regal gestellt werden, dabei sollte jedoch die richtige Höhe und Entfernung eingehalten werden. Sind die Effekt Lautsprecher zu hoch oder zu niedrig aufgestellt, bringen diese logischerweise nicht den gewünschten Surround-Effekt. Auf die richtige Position gehe ich gleich unter dem nächsten Punkt genauer ein. Da die Effekt-Lautsprecher mit Funk ihr Signal zugesendet bekommen und diese mit einem 4 Meter langen Stromkabel bestückt sind, muss man lediglich auf die Reichweite zu einer Steckdose achten. Daher muss kein weiteres Kabel zu dem Sender (Ultima 40 Aktiv) gelegt werden. 

Bemängeln könnte ich lediglich die etwas zu Hellen bzw. nicht abschaltbare oder dimmbare Betriebs-LED´s. Denn im dunklen Räumen ist diese eigentlich etwas zu hell und könnte einen eventuell etwas stören. Da meine Speaker sich jedoch hinter mir befinden, und das Bild wie üblich vorne am Fernseher abgespielt wird, stört dies mich persönlich nicht wirklich.

(Verarbeitung: 4 von 5 Punkten)

TEIL 2

bestehend aus „Funktion des Produktes“ entspricht 65% der Gesamtwertung

Lautsprecher Anzahlje Lautsprecher: ein 19 mm Hochtöner und 76 mm Mitteltöner
Gesamtausgangsleistungje 35 Watt Watt
Gehäuse MaterialKunststoffgehäuse
AnschlussmöglichkeitenNetzstromkabel, Verbindung zur Cinebar Pro und Ultima 40 Aktiv-Serie via Funk.
StromversorgungNetzbetrieb 4 Meter lang.
Maße/Gewicht15,3 x 11,2 x 11,2 cm (HxBxT) Gewicht: 0,96 Gramm.
Frequenzbereich120 – 20.000 Hz
Lieferumfang2 x Effekt Lautsprecher
Bedienungsanleitung

Einrichtung und Installation

Der Aufbau bzw. die Installation der Teufel Effekt-Lautsprecher ist wirklich kinderleicht und in wenigen Minuten erledigt. Zuerst sucht man sich den idealen Platz für die beiden Funklautsprecher aus. Dieser sollte sich seitlich oder rückwärtig von der Couch befinden und in einer Höhe von 1,20 m bis 2,10 m liegen. Zudem solle man beachten, dass der Mindestabstand bei 1 Meter liegt, da diese eben nur für einen Surround Effekt sorgen und nicht als normaler Lautsprecher dienen. In der Anleitung und auf der Homepage gibt Teufel zusätzliche Informationen an, was man bei der Positionierung beachten sollte und in welchem Bereich diese für die besten Ergebnisse aufgestellt bzw. aufgehängt werden sollten. Die Reichweite der Effekt-Lautsprecher liegt übrigens bei 15 Metern, jedoch wird kaum jemand unter euch die Speaker so weit vom Platz entfernt aufstellen.

Ist dies soweit getan und die Effekt-Lautsprecher sind am gewünschten Ort positioniert, kann man diese dank 4 Meter langen Stromkabel mit einer Steckdose in der Nähe verbinden. Nach dem erstmaligen verbinden mit dem Strom befinden sich die beiden Effekt-Lautsprecher bereits im Kopplungsmodus. Dies erkennt man an dem weißen Aufblinken der Betriebsanzeige (Status-LED im oberen hinteren Bereich). Dabei suchen die Signal-Empfänger der Teufel Effekt Speaker nach einem kompatiblen Sender, in meinem Fall das Ultima 40 Aktiv System. Sollte der Kopplungsmodus nicht von alleine starten, drückt man für einige Sekunden die Pairing-Taste an der Rückseite der beiden Lautsprecher, bis die Betriebs-LED weiß aufblinkt. Anschließend geht man via Fernbedienung der Ultima 40 Aktiv Standlautsprecher in das Lautsprecher-Einstellungen -> Rear-Lautsprecher und dann koppeln wählen. Nun sollte die Status-LED an der Oberseite permanent weiß leuchten, was zeigt, dass die Speaker verbunden wurden.

Zur Klangeinstellung der Effekt-Lautsprecher ist es nun noch erforderlich, sofern nicht bereits geschehen, den Kanal (rechts oder links) per Schieberegler an der Rückseite zu bestimmen. In dem Lautsprecher-Klangmenü der Ultima 40 Aktiv Lautsprecher kann man nun auch via Fernbedienung die Lautstärke des jeweiligen Lautsprechers einstellen, indem man die Entfernung zum jeweiligen Effekt-Lautsprecher in Metern auswählt. Ist die Ersteinrichtung erledigt, schalten sich die beiden Effekt Speaker jedes Mal beim Ein- und Ausschalten der Ultima 40 Lautsprecher völlig automatisch mit an.

(Einrichtung und Installation: 4,5 von 5 Punkten)

Klang

Kommen wir nun wie gewohnt zum wichtigsten Thema von Lautsprechern, dem Klang. Denn dieser entscheidet am Ende, ob man sich ein Lautsprecher-Set kauft, oder eben nicht. Doch wie gewohnt möchte ich euch zuvor einige technische Daten des verbauten Systems näher erläutern.

Teufel setzt hier auf ein 2-Wege-System, welches eine breite Abstrahlcharakteristik bietet. Dafür hat man in jeden der beiden Effekt-Lautsprecher einen 19 mm Hochtöner und 76 mm Mitteltöner verbaut, die wie für Teufel üblich von einem Class-D Verstärker angetrieben werden. Der Verstärker bietet eine Ausgangsleistung von 35 Watt, was für Rear-Speaker total Ausreichend ist. Des Weiteren gibt Teufel einen Frequenzbereich von 120 – 20.000 Hz an und einen standby Stromverbrauch von 0,5 Watt.

So viel zu der verbauten Technik usw. doch viel wichtiger ist doch die Frage, wie gut klingt das ganze verbaute Set-up im Test. Ich habe die Effekt-Lautsprecher im täglichen Alltag zusammen mit meinen Teufel Ultima 40 Aktiv Lautsprechern im Einsatz und schaue darüber Filme am Fernseher oder höre auch via Bluetooth Musik. Zusammen mit dem Ultima 40 Aktiv Standlautsprecher-Set, schaffen die Effekt-Speaker einen raumfüllenden Klang zu erzeugen, sodass die räumliche Darstellung noch einmal deutlich zunimmt. Heranfahrenden Autos aus dem Hintergrund hört man dadurch noch besser und der Hubschrauber, der von unten am Bildschirm nach oben hinweg fliegt, nimmt man zuerst, von hinten war.

So fühlt man sich noch mehr in den Film integriert und bekommt ein klasse Klangspektrum geliefert. Die räumliche Darstellung könnte ihr sehr durch die Positionierung der Effekt Speaker zu euch und die eingestellte Entfernung und den db-Wert des jeweiligen Lautsprechers verändern. Von daher empfiehlt es sich, aufjeden Fall am Anfang etwas länger damit herum zu experimentieren. Hat man die für einen selbst best klingende Abstimmung gefunden, wird man so wie bei mir mit einem raumfüllenden und sehr überzeugenden Surround-Sound umhüllt, der absolut Spaß macht. 

Achten solltet ihr jedoch, dass es sich um Rear-Speaker handelt, die nur bestimmte Töne, also Effekte wie Explosionen verstärken usw. Daher laufen die Effekt-Speaker dezent im Hintergrund und unterstützen die Front-Lautlautsprecher nur, deswegen diese nicht zu laut einstellen. Das Geschehen im Film läuft schließlich auch vorne und nicht hinter einem ab.

Spielt man dem Surround-Set Dolby Digital Tonqualität zu, erhält man den besten Klang wie im Kino, wenn man zudem noch per Fernbedienung am Ultima 40 Aktiv Speaker die Dynamore-Center-Technologie aktiviert. Dadurch wird nämlich klanglich ein mittlerer Center-Speaker simuliert.

(Klang: 4,5 von 5 Punkten)

Teufel Effekt

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Teufel Ultima 40 Stereo

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TEIL 3

bestehend aus „Preis/Leistung“ entspricht 10% der Gesamtwertung

Beschreibung

Teufel wirbt die Effekt-Lautsprecher als perfekte Ergänzung für ausgewählte Produkte wie der Cinebar Pro und Ultima 40 Aktiv, da diese das ganze zu einem echten Surround-Set erweitern. Zudem wird mit einer einfachen Installation geworben, da das Set über Funk angesteuert wird. 

Möchte man daher echten und vor allem kabellosen (bis aufs Stromkabel) Surround-Sound haben, so ist das Effekt-Lautsprecher-Set genau das richtige. Denn damit sorgt man im eigenen Wohnzimmer schnell und einfach für absolute klangliche Kinoatmosphäre. 

Preis/Leistung

Die beiden Teufel Effekt-Lautsprecher sind entweder als einzelnes Paar für 399,99€ erhältlich oder im Teufel Ultima 40 Aktiv Surround-Set für 1.199,99€ enthalten. Im Surround-Set spart man eigentlich gegenüber dem Einzelpreis knapp 100€, doch da das Ultima 40 Aktiv Set aktuell 100€ reduziert ist, beläuft sich der Preis bis auf 1 Cent auf den gleichen Preis.

Möchtet ihr in eurem Wohnzimmer für hervorragende Kinoatmosphäre sorgen, dann kommt ihr um den echten Surround-Sound nicht drumherum. Ich persönlich habe mich für das Teufel Ultima 40 Aktiv Surround 4.0-Set für 1199,99€ (UVP) entschieden und kann es jedem Filmfan, der gerne regelmäßig daheim Filme anschaut und auch Musik hört absolut empfehlen. Hier bekommt man für sein Geld vom Preis-Leistungs-Verhältnis ein hervorragendes, aufeinander abgestimmtes Set, mit dem man sicherlich sehr lange sein Spaß haben kann.

Teufel Effekt

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testr Gesamtwertung

unter Berücksichtigung aller Teilwertungen

 Wir bedanken uns beim Hersteller für die Bereitstellung des Produktes. Zu unseren Grundsätzen

Link zum Hersteller: Teufel.de

Jaybird Run XT

Jaybird, eine bekannte Größe unter den Kopfhörer-Herstellern, hat bereits im September 2017 die ersten komplett kabellosen (True Wireless) In-Ear Ohrhörer vorgestellt. Diese hörten auf den Namen Jaybird Run, da diese bei allen sportlichen Tätigkeiten eine absolute Bewegungsfreiheit bieten. Nun hat man im Februar 2019 die neue Version der True Wireless In-Ear Ohrhörer vorgestellt, die Jaybird Run XT. Diese ähneln vom Design sehr den Vorgängern, jedoch hat man hier nicht nur neu Farben im Angebot, sondern diese dank IPX7-Zertifizierung gegen Wasser und Schweiß geschützt.

Kann die 2. Generation der Jaybird Run XT überzeugen und hat der Hersteller auch etwas unter der Haube (klanglich) verändert? Das erfahrt ihr in folgendem Testbericht, denn ich habe die Jaybird RUN XT ausführlich über mehrere Wochen getestet.

TEIL 1

Bestehend aus „Verpackung/Design/Verarbeitung“ entspricht 25% der Gesamtwertung

Verpackung

Die Verpackung der neuen Jaybird Run XT besteht aus zwei Teilen, dem eigentlichen stabilen Karton im inneren und der dünneren Umverpackung, welche mit einigen Informationen zum Produkt bedruckt wurde. Rund um der Verpackungshülle findet man daher technische Daten zu den In-Ear Ohrhörer und passend dazu einige Produktbilder. Werfen wir wie gewohnt vor dem Inneren der Verpackung erst einen Blick auf die Außenseiten.

Auf der Vorder- bzw. Oberseite wird wie bei vielen anderen Herstellern von Kopfhörern, eine Abbildung der beiden In-Ear Ohrhörer abgebildet und wie üblich prangt hier auch der Hersteller und Produkt-Name. Zudem werden diese hier als kabellose Sport-Kopfhörer geworben, was an dem sicheren halt, für den die zusätzlichen Ohreinsätze sorgen, liegt. Des Weiteren erwähnt Jaybird hier die fürs Unternehmen drei wichtigen Merkmale des Run XT. Zu diesen zählen: 4 Stunden Musikwiedergabe am Stück und zusätzliche 8 Stunden mit dem Ladecase, völlig schweißbeständig und wasserdicht dank IPX7-Zertifizierung und die eben erwähnten Sport-Fit Einsätze für den Sicheren halt bei jeglicher sportlichen Bewegung.

Auf den restlichen Seiten prangt ebenfalls das Jaybird-Logo und der Produktname, doch zudem gibt es auch hier noch verschiedene Infos zum Produkt. So beinhaltet die linke Seite eine Abbildung des Ladecases von oben und die beiden In-Ear Kopfhörer sind hier ebenfalls abgelichtet. Zudem weißt man in mehrer Sprachen, darunter auch deutsch auf folgendes hin: Für Sportler entwickelt, für jedes Abenteuer bereit. Bei der rechten Seite handelt es sich um einige Infos zur zugehörigen Jaybird App. Daher informiert man hier über die Funktionen, die ich euch später unter dem Punkt „App“ ebenfalls näher erläutere.

Weitere Informationen zu dem neuen Jaybird Run XT gibt es zudem noch auf der Rückseite, dabei handelt es sich sogar um sehr viele Informationen. Hier werden nämlich neben den bereits auf der Vorderseite erwähnten Merkmale noch drei weitere. Dazu zählt: Fast Charge ( 5 Minuten = 1 Stunden Musikwiedergabe, Premium Klang mit EQ-Benutzereinstellung und Musik, sowie Anrufe, die über die In-Ears getätigt werden können. Zudem ist in der rechten unteren Ecke noch eine Abbildung des kompletten Lieferumfangs abgebildet und an der unteren Stirnseite gibt es einige Infos zum Unternehmen. 

Zieht man die schwarze hochwertige Hauptverpackung aus der eben beschriebenen Umverpackung, kann man diese an der Seite aufklappen. 

Direkt kommt im oberen Bereich das Ladecase zum Vorschein, die beiden In-Ears befinden sich in dem Fall des Jaybird Run XT bereits im Ladecase. Unter dem Ladecase befindet sich eine kleine Abdeckung aus Kartonage, auf der in drei Schritten die Ersteinrichtung bzw. Verbindung mit dem Smartphone erläutert wird. Darunter befindet sich zudem noch ein kleiner Zipp-Beutel (zugeschweißt) in dem sich sämtliche Ohrtips, Sporteinsätze und das relativ kurze Micro-USB-Ladekabel befindet. Die üblichen Beschreibungen hat Jaybird unter einem weiteren doppelten Boden direkt darunter versteckt.

(Verpackung: 4,5 von 5 Punkten)

Design

Seit einiger Zeit nimmt der Trend der soggenante True Wireless In-Ear Ohrhörer immer mehr zu. Daher setzen natürlich auch immer mehr Hersteller auf solch komplett getrennte In-Ear Ohrhörer. Mit den Jaybird Run, brachte das Unternehmen bereits gegen Ende 2017 die ersten True Wireless In-Ears auf den Markt. Nun folgt mit dem Jaybird Run XT bereits das neue Modell der In-Ears, welches mit zwei einzelnen In-Ears daher kommt und zudem ein zusätzliches Lade-/Aufbewahrungs-Case mitgeliefert wird.

In-Ear

Das Gehäuse, der Jaybird Run XT, welches aus Kunststoff gefertigt wurde, gehört zwar nicht ganz zu den kleinsten, aber dennoch ist es kompakt genug, sodass es nach dem Einsetzen in die Ohren verhältnismäßig wenig aus den Ohren hervorsteht. Der ovale äußere Gehäuse – Teil, also der, welcher später nach dem Einsetzen aus dem Ohr hervorsteht, ist knapp 20 mm x 15 mm klein (L x B). Zwar wirkt das Gehäuse auf den ersten Blick vom Volumen, also dem inneren Platz groß genug, also z. B. größer als die 1more E1026BT-I, dennoch bietet der Akku schon alleine von den Angaben der Hersteller weniger Akkulaufzeit (Jaybird Run XT = 4 Stunden), zum Vergleich 1more E1026BT-I bietet hier bei kleinerem Gehäuse bis zu 6,5 Stunden. 

Vom äußeren Durchmesser verläuft das Gehäuse noch etwas weiter mit denselben Maßen, jedoch etwas schräg. Schließlich befindet sich der Ohrkanal im unteren Bereich des Ohres, daher verläuft das Gehäuse nach einigen Millimetern wie bei In-Ears üblich, trichterförmig und etwas kleiner weiter. Am Ende befinde sich schließlich der typische dünnere Bereich der im Ohrkanal steckt und auf den das Ohrpassstück aufgezogen wird. Damit Jaybird die Run XT als Sport-Kopfhörer bezeichnen darf, hat man dem mittleren Teil der Ohrhörer noch soggenante Sport-Fit-Einsätze spendiert. Ob diese soweit für einen guten und vor allem sichern halt sorgen, verrate ich unter dem Punkt „Tragekomfort“

Bei der Steuerung der Musik über die Ohrhörer gibt es grundsätzlich zwei Arten von Bedienung, auf welche die verschiednen Hersteller setzen, von denen beide Vor- und Nachteile mit sich bringen.

Entweder setzten die Unternehmen bei ihren True-Wireless In-Ears auf eine Touch-Bedienung, oder auf eine Bedienung via Hardware-Tasten. Jaybird setzt bei den Run XT auf die herkömmliche Ein-Tasten Bedienung an jedem der beiden In-Ears. Mit dieser ist die Bedienung, sobald man sich die Befehle nach einer gewissen Eingewöhnungszeit eingeprägt hat, wesentlich einfacher, wie via Touch und zudem kommt es zu weniger Fehleingaben. Beide Ausführungen haben jedoch wie bereits erwähnt Vor- und Nachteile, bei Touch ist es z. B. der Nachteil, dass man hier jedes Mal beim berühren gegen die Außenfläche „klopft“ dies hört man bei vielen Modellen immer als kurzen dumpfen etwas störenden Ton. Bei einer richtigen Hardware-Taste wiederum ist es der Fall, dass man hier beim Drücken der Taste den Ohrhörer halten muss, oder den Ohrhörer ins Ohr drücken muss. Letzteres ist hier ebenfalls wieder etwas unangenehmer. Hier muss man daher selbst entscheiden, ob man eher Touch, oder eine echte Taste mit gutem Druckpunkt bevorzugt. Auf die Bedienung geh ich gleich noch genauer ein. 

Die äußere Oberfläche, welche nach dem Einsetzen ins Ohr nach außen zeigt, ist wie bei vielen True-Wireless In-Ears gewölbt. Auf dieser Fläche ist neben Drucktaste, auf der auch das erhaben Jaybird Logo prangt, eine kleine Staus-LED im oberen Bereich untergebracht. Die beiden Bedienteste sehen zwar groß aus, jedoch ist nur der untere Teil beweglich, im oberen Bereich ist die Oberfläche starr. Über diese Tasten kann man an jeder Seite verschiedenen Funktionen ausführen, auf diese ich wie versprochen nun genauer eingehen werde.

Das Einschalten der beiden In-Ears erfolgt wie bei allen True Wireless In-Ears entweder ganz simple durch das Entnehmen aus dem Lade-Case, aber kann auch zusätzlich wie im Falle der Jaybird Run XT durch das Drücken des Knopfes an jedem In-Ear (ca. 3 Sekunden halten) erfolgen. Beim Ausschalten genügt es, die beiden Ohrhörer wieder in das Lade-Case einzusetzen und dieses zu schließen oder jeden Knopf für erneut 3 Sekunden gedrückt zu halten. 

Einige Hersteller setzen auf einen Master und Slave, also einen Ohrhörer der die Daten vom Smartphone empfängt und diese anschließend mit so wenig wie möglich an Verzögerung dem Slave weiterleitet. Jedoch gibt es auch True-Wireless Modelle, bei denen es keinen festen Master und Slave Ohrhörer gibt, daher können in diesem Fall beide Ohrhörer Daten empfangen und senden. Bei den Jaybird Run XT ist die erst Methode der Fall, denn hier ist der rechte Ohrhörer der Empfänger vom Smartphone und der linke erhält die Daten anschließend vom rechten.

Nun zur Steuerung über die Bedientasten. Drückt man am Master also dem rechten In-Ear kurz die Taste, wird die Musik pausiert bzw. fortgesetzt. Macht man dasselbe am linken Earbud, dann aktiviert man Siri (am iPhone) oder den Google Assistant (an sämtlichen Android Geräten). Ein Zweimaliges drücken der Knopfes am rechten oder linken In-Ear sorgt dafür, dass man einen Titel vorspringt und das Halten der Taste für 6 Sekunden setzt die Ohrhörer in den Pairing-Modus, damit man diese mit einem weiteren Gerät verbinden kann. Drückt man die Taste am jeweiligen In-Ear für 3 Sekunden, werden diese wie bereits erwähnt An-/Ausgeschaltet.

Wer wiederum lieber die Lautstärke per Tastendruck erhöhen oder Absenken möchte, kann dies in den Kopfhörer-Einstellungen in der Jaybird App tun. Dafür kann man dann aber nicht mehr die Musik steuern. Zudem vermisse ich die Möglichkeit, einen Titel zurückzuspringen. Hier hätte man z. B. das zweimalige Betätigen des rechten wie gehabt zum Vorspringen nutzen können und beim doppelt drücken des linken einen Track zurück.  

Wie bei den meisten In-Ear Ohrhörer üblich, besteht das Gehäuse aus Kunststoff. Bei den Jaybird handelt es sich jedoch auf jeden Fall um einen gut verarbeitetes und haptisch gut anfühlendes Material. Dank den Einsatz von Kunststoff sind die In-Ears nicht nur resistent gegen Schweiß, sondern auch mit knapp 7,5 Gramm pro Ohrhörer angenehm vom Gewicht.

Ladecase

Das Aufbewahrungs- bzw. Lade-Case der Jaybird Run XT In-Ear Ohrhörer besteht aus demselben Kunststoff, wie das Gehäuse der Ohrhörer. Zudem haben beide Geräte die gleiche Farbe. Das Case besitzt eine soggenante Pillen-Form und wurde logischerweise an der Unterseite für einen festen Stand abgeflacht. Das Case ist 7,5 cm lang und nimmt in der Höhe und Tiefe etwa 4 cm ein. Daher ist das Ladecase angenehm von der große und lässt sich problemlos in der Handtasche einer Frau, oder in eine Hosentasche bei einer Sporthose verstauen. Für eng anliegenden Jeans- oder Chino-Hose ist das Case aufgrund der große jedoch weniger empfehlenswert.

Das Case macht einen sehr guten und hochwertigen Eindruck und gefällt mir vom Design soweit gut. Wie üblich wird das Lasecase an einem kleinen länglichen Knopf an der Vorderseite geöffnet. Was mir dabei sehr gut gefällt, ist dass hier direkt eine Status-LED (für den Akku) im Knopf und direkt links, sowie rechts daneben eine weitere LED für den Akku-Status des jeweiligen Ohrhörer integriert wurde. Solange die jeweilige grüne LED pulsiert, wird der Akku der Ohrhörer bzw. Ladecase gerade noch aufgeladen. Sobald dieser voll ist leuchten die jeweiligen LED´s permanent auf.

Wie für ein Ladecase von True-Wireless In-Ear Ohrhörer üblich, werden die Ohrhörer über mehrer Pins (Ladekontakte) in der Innenseite des Cases geladen. Leider hat der Hersteller, anders als viele andere Ture-Wirless In-Ear – Hersteller, keine magnetische Halterung verbaut. Somit fallen die Ohrhörer beim überm Kopf halten einfach aus dem Case heraus. Dies stört zwar soweit nicht allzu sehr, doch dennoch hätte ich mir aus Sicherheit solch eine Verbindung gewünscht. Aufgeladen wird das Ladecase über einen an der Rückseite befindlichen Micro-USB-Anschluss.

(Design: 4,5 von 5 Punkten)

Verarbeitung

Die Verarbeitung der Jaybird Run XT inkl. Ladecase ist auf einem sehr guten und hohen Niveau. Sowohl das Gewicht der In-Ears selbst, als auch das des Cases ist angenehm leicht. Gesamtgewicht liegt hier bei knapp 70 Gramm.

Die Fertigung des Ladecases aus Kunststoff hat zwar den Vorteil des geringen Gewichtes, ist jedoch z. B. verstaut im Rucksack mit anderen Gegenständen anfällig gegen Kratzer. Hier hat Jaybird jedoch die matte Oberflächenstruktur nicht glatt, sonder leicht rau gestaltet, sodass Kratzer hier nicht nur kaum auffallen, sondern auch aufgrund des härteren Kunststoffes kaum entstehen. Lediglich an der hochglänzenden Unterseite fallen Kratzer schnell auf.

Wie bereits erwähnt fühlt sich sowohl das Case, als auch die Ohrhörer sehr gut an und es gibt daran lediglich zwei Punkte, die ich bemängeln kann. Zum einen ist es natürlich wie so häufig der veralteten Micro-USB Ladenschluss am Ladecase. Klar hätte man zwar auf den aktuelleren USB-Typ-C Anschluss setzen können, doch betrachte ich die True-Wireless Ohrhörer vieler anderen Hersteller, deren Modelle zum Teil noch teurer sind, bieten auch hier die wenigsten ein USB-Typ-C Case an. Auf die Funktion hat der ältere Micro-USB Anschluss zudem ebenfalls keinen Einfluss. Jedoch finde ich den zweiten Punkt etwas störenden, denn dabei handelt es sich um die Tasten an den beiden In-Ear Kopfhörer. Diese gehen etwas zu schwer und müssen zudem in Richtung Ohrkanal betätigt werden. Dadurch drückt man sich den jeweiligen In-Ear blöderweise etwas stärker ins Ohr hinein, was nicht wirklich angenehm ist. Hier würde mich ein seitlicher Knopf oder eine Touch-Oberfläche, dann doch etwas besser gefallen.

Als Besonderheit hat Jaybird die neue Generation der Run XT nach IPX7-Zertifiziert, was bedeutet, dass diese nicht nur schweißresistent, sondern auch vollständig wasserdicht sind. Dadurch muss man sich beim Sport keine Sorgen machen, dass der Schweiß den Kunststoff angreift, oder starker regen bzw. Wasser die Elektronik im inneren zerstört.

(Verarbeitung: 4,5 von 5 Punkten)

TEIL 2

bestehend aus „Funktion des Produktes“ entspricht 65% der Gesamtwertung

Kopfhörer-ArtTrue-Wireless In-Ear Kopfhörer
KategorieBluetooth Kopfhörer
FarbeSTORM GRAY, weitere Farbe: BLACK-FLASH
Akkuintegriert, Lithium-Polymer-Akku
Akku Ohrhörer: 4h
Akku Ladecase: 8h
Gesamt somit: 12 h
Gewicht70 g (Ohrhörer und Ladebox)
15 g (beide Ohrhörer)
55 g (Ladebox)
MaterialKunststoff (Ohrhörer und Ladecase)
KonnektivitätBluetooth
unterstützte Profile: A2DP, Apt-X, AVRCP, HFP
Codec: SBC
Lautsprechertypdynamischer 6mm Treiber (links und rechts)
Frequenzbereich20 Hz bis 20.000 Hz (Ohrhörer)
Empfindlichkeit103 dB SPL (1 kHz / 1 mW)
Impedanz16 Ohm
Lieferumfang1x Jaybird Run XT
je ein paar Silikon-Ohradapter-Sets (XS/S/M/L)
je ein paar O-Hooks (1/2/3/4)
1x Transport- und Ladecase
1x micro-USB Ladekabel
1x Bedienungsanleitung

Tragekomfort

Dank der guten ergonomischen Form, dem großen Umfang an Ohrtips und den soggenanten Sport-Wings, haben die Jaybird Run XT einen sehr guten und vor allem sicheren halt in den Ohren. Das Einsetzen erfolgt wie häufig bei In-Ear Kopfhörern mit Sporteinsätzen durch das „eindrehen“ in das Ohr. Dazu einfach den jeweiligen Ohrhörer nehmen, beim einsetzten nach hinten drehen und dann, sobald man merkt, dass der Wing im Ohr sitz, wieder leicht nach vorne drehen. Anschließend hält der Ohrhörer nicht nur durch den typischen Unterdruck, sondern auch zusätzlichen durch den Sporteinsatz.

Wie üblich solltet ihr euch jedoch ausreichend Zeit nehmen, dass ihr beim ersten Probetragen, das richtige paar Ohrtips und Sport-Einsätze wählt. Daher auf jeden Fall alle möglichen Kombinationen ausprobieren und testen, mit welcher Kombi ihr den besten halt und Klangbild erhaltet. Ich persönlich bin bei der Wahl der richtigen Anpassstücke wie üblich vorgegangen. Zuerst habe ich die In-Ears ohne Sporteinsätze anprobiert. Dann habe ich erst mal die richtige Ohrtips gewählt, mit denen ich den sichersten, aber zugleich auch beim Kompromiss auf den Klang den besten Sitz habe. Anschließend habe ich noch die verschiedenen Sport-Einsätze aufgezogen und auch hier ausprobiert, bis ich den sichersten halt hatte und selbst beim Kopf bewegen und schütteln nichts herausfällt bzw. sich aus dem Ohr zu lösen versucht.  

Bei vielen In-Ears ohne zusätzliche Sport-Einsätze, welche sich nicht im Ohr verankern, halten diese vor allem beim Joggen und Radfahren nicht. Dies ist daher bei den Jaybird Run XT glücklicherweise nicht der Fall, denn diese halten wirklich ausgesprochen gut und ich hatte nie das Gefühl, als würde mir während meiner Runde joggen jemals einer der beiden In-Ears aus den Ohren fallen.

Der Tragekomfort ist ebenso wie der Halt sehr gut und selbst nach einer längeren Radtour von über eineinhalb Stunden verspürte ich keinen nervigen Druck oder Ähnliches im Ohr.

(Tragekomfort: 4,5 von 5 Punkten)

Klang

Jaybird hat in das Gehäuse der Run XT je Seite einen 6 mm Treiber verbaut. Dabei handelt es sich wie bisher üblich um eine Single-Treiber-Einheit, schließlich gibt es „bisher“ keinen Dual- oder Triple Driver True Wireless In-Ear. Schließlich würden mehrer Treiber mehr Strom verbrauchen, genauso, wie ein größerer Treiber. Zudem sollte man sich von der Größe der Treiber nicht irritieren lassen, denn größer bedeutet hier nicht Zwanghaft, dass diese einen besseren Klang erzeugen.

Beim Frequenzbereich welchen die Jaybird Run XT wiedergeben, gibt der Hersteller die typischen 20 Hz – 20 kHZ an. Dies ist soweit auch absolut ausreichend, schließlich ist dies genau der Bereich, den ein menschliches Gehör abdeckt. Alle anderen Frequenzen unter oder über diesem Bereich, kann man nicht wirklich hören. Bei der Impedanz verspricht man einen guten Wert von 16 Ohm und die maximale Ausgangsleistung liegt bei 12 mW RMS. Soweit zu den technischen Angaben, doch wie immer sagt dieser Werte zumeist sowieso nicht viel über den realistischen Klang aus. Den Zahlen können sich noch so gut anhören, aber eben der Kopfhörer nicht. Wichtig wäre jedoch noch zu wissen, ob man mit den Jaybird Run XT neben dem Standard Codec SBC, auch die wichtigen aptX (Android) und AAC (iOS) unterstützt. Leider unterstützt man hier nur den SBC-Codec, daher ist die drahtlose Audioübertragung einer nicht ganz so hohen Qualität wie mit aptX oder AAC.

Den Klangtest der Jaybird Run XT empfinde ich, mit den richten Ohrtips als sehr gut. Dank Equalizer-Einstellung in der Jaybird App und den zahlreichen zur Verfügung gestellten Klangprofilen kann das Klangbild natürlich sehr den eigenen Vorlieben angepasst werden. So kann man z. B. beim Training auf dem Laufband den Bass erhöhen, sodass die kräftigen Bässe und Beats einen förmlich motivieren. Von Werk aus ist die Klangabstimmung jedoch schon ganz gut. Der Bass bietet einen guten Tiefgang und überzeugt mit einer kräftigen Abstimmung, genau so, wie die eindringlichen Mitten, welche für eine gute Stimmwiedergabe sorgen. Die Höhen gefallen mir ebenfalls und überzeugen mit einer strahlenden und detailreichen Wiedergabe.

Selbst bei höherer Lautstärke neigen die 6 mm Treiber nicht dazu, zu übersteuern, und sind sehr pegelfest. Apropos laut, die Jaybird Run XT können sehr laut, sogar so laut, dass es mehr oder weniger auf dauer schädigend für die Ohr ist. Daher muss man sich hier definitiv keine Sorgen machen, ihr sucht Kopfhörer, die per EQ eingestellt werden könne und laut sind, dann sind die Jaybird Run XT soweit eine gute Wahl.

Damit man über die Kopfhörer auch telefonieren kann, hat Jaybird auch ein Mikrofon verbaut. Die Sprachverständlichkeit ist dabei soweit gut, jedoch könnte diese noch etwas lauter sein. Denn zumindest in lauteren Umgebungen war mir dies hin und wieder ein wenig zu leise. Beachten sollte man auch, das hier lediglich der rechte Ohrhörer, also quasi der Master den Ton überträgt. Der Linke bleibt beim Telefonieren leider stumm.

Bei der Latenz (Verzögerung zwischen Ton und Video-Bild) schneiden die Jaybird Run XT jedoch leider enttäuschend ab. Bei der Wiedergabe eines Youtube-Videos via iPhone X konnte ich eine Verzögerung zwischen einer bzw. sogar zwei Sekunden feststellen. Dies ist leider so sehr verzögert, dass es keinen Sinn macht, mit den Jaybird Run XT ein Film oder Video anzusehen. Daher rate ich euch, wenn ihr einen In-Ear Kopfhörer sucht, den ihr oft oder auch nur zwischendurch zum Filme und Videos anschauen nutzen möchte, unbedingt ein anderes Modell zu wählen. Mit den Jaybird Run XT hättet ihr definitiv keinen Spaß dran. Klanglich macht dies jedoch bei der Musikwiedergabe keinen klanglichen Unterschied.

(Klang: 4 von 5 Punkten)

Ausstattung

Akku & Ladecase

Der Hersteller verspricht mit den Jaybird Run XT eine Akkulaufzeit von bis zu 4 Stunden. Dies hört sich soweit gut an, jedoch gibt es hier bereits Modelle, die noch einige Stunden mehr erlauben. In meinem Alltagstest kam ich bei mittlerer Lautstärke auf etwa 3,5 Stunden.

Sind die 4 Stunden Musikwiedergabe rum, müssen die In-Ear Ohrhörer wieder in das Ladecase eingelegt werden, denn schließlich können diese nur darin aufgeladen werden. Jedoch denke ich persönlich, dass die meisten unter euch die In-Ears sowieso im Ladecase aufbewahren und somit werden diese immer automatisch voll aufgeladen, bis der Akku des Cases irgendwann leer sein sollte

Das Lade und Aufbewahrungs-Case bietet bei vollem Akku die Möglichkeit, die Jaybird Run XT Ohrhörer bis zu zwei-mal wieder aufzuladen. Somit bieten die True-Wireless Ohrhörer von Jaybird eine gesamte Akkulaufzeit von max. 12 Stunden. 

Die beiden In-Ears können wie üblich, durch das einfach einlegen in das Lasecase ausgeschaltet werden oder man drückt die beiden Hardware-Tasten an jedem Ohrhörer für knapp 3 Sekunden. Im Falle der Jaybird Run XT reicht es dabei aus, nur einen der beiden Ohrhörer auszuschalten, dabei schalten sich nämlich beide aus. Schaltet man wiederum nur den Rechten an, kann man auch nur diesen zum Musikhören nutzen, und der Linke kann ausgeschaltet bleiben. Andersrum geht dies wiederum nicht, da der Linke weder Musik empfangen kann, noch sich mit dem Smartphone koppeln kann.

Ebenso wichtig wie eine lange Akkulaufzeit, ist natürlich auch eine möglichst kurze Ladezeit der In-Ears und des Lade-Cases. Das Case wird via Micro-USB aufgeladen, diese dauert bei einer vollen Aufladung knapp 3 Stunden. Sind wiederum die Akkus der Ohrhörer leer, sollten diese für eine komplette Ladung knapp 2 Stunden im Case verbleiben. Jedoch sind die In-Ears auch mit einer Schnellladefunktion ausgestattet und so bietet eine Ladezeit von knapp 5 Minuten, eine weitere Musikwiedergabe von einer Stunde.

Bluetooth & Signalqualität

Die erste Verbindung der Kopfhörer via Bluetooth mit dem Smartphone oder jedem anderen Bluetooth fähigem Gerät, geht sehr schnell und einfach. Dies läuft soweit nicht anders ab, wie bei sämtlichen anderen Kopfhörern. Sobald man die beiden In-Ears aus dem Case genommen hat, kann man diese wie gewohnt mit dem Smartphone koppeln. Genauer gesagt, reicht es zuerst den rechten Ohrhörer aus dem Ladecase zu nehmen, Bluetooth am Smartphone zu aktivieren und in den Einstellungen nach dem Gerät mit dem Namen „Jaybird Run XT“ Ausschau zu halten. Diesen auswählen und schon kann man den zweiten Ohrhörer einschalten und dieser verbindet sich automatisch mit dem rechten In-Ear.

Kommen wir jedoch zu Reichweite der True-Wireless Ohrhörer in Verbindung zum Smartphone. Hier erreicht True-Wireless Kopfhörer den üblichen Wert von knapp 10 Metern, welchen aktuell so ziemlich alle Hersteller mit ihren True Wireless In-Ears erreichen. Daher geht dies soweit in Ordnung. Die Verbindung zwischen meinem Smartphone und den beiden In-Ears ist dabei sehr stabil und so konnte ich in meinem Testzeitraum keine Verbindungsunterbrechungen oder Aussetzer feststellen.

App

Jaybird bietet für die eigenen Kopfhörer eine App Namens „Jaybird My Sound“ an. Diese App ist kostenlos und steht sowohl für iOS Geräte, als auch Android Devices zum Download im jeweiligen AppStore bereit.

Startet man die App, landet man direkt auf der Startseite, bei der es sich um die Voreinstellung Seite handelt. Dies ist auch fast die wichtigste Seite, denn hier kann man nicht nur zahlreiche vordefinierte EQ-Einstellungen auswählen, sondern auch selbst an den Höhen, Mitten und Tiefen schrauben. Der untere Bereich mit den unterschiedlichen Seiten bleibt bei jedem Reiter gleich, zudem wird einem immer unten rechts der Akku der beiden In-Ear Ohrhörer einzeln in % angezeigt und links unten, welches Lied gerade wiedergegeben wird. Beim zweiten Untermenü handelt es sich um „Musik“ hier kann man besondere sportlich Playlist, die gerade von der Jaybird Community beliebt sind, anhören. Voraussetzung ist hierfür jedoch, dass ihr ein Konto bei Spotify habt und euch dann über die App dort anmeldet. Zudem müsst ihr euch ein Profil bei Jaybird erstellen, bei dem ihr neben eurem Namen, eure Mail noch ein selbst bestimmtes Passwort benötigt. Diese Daten könnt ihr dann im nächsten Untermenü „Profil“ einsehen und bei Bedarf ändern usw. 

Der Name des letzten Untermenüs, verrät einem schon anhand des Namens, worum es geht, um die Kopfhörer. Hier werden einem die verbundenen Ohrhörer angezeigt, in meinem Fall die Jaybird Run XT. Direkt darunter kann man sich den letzten Standort der Ohrhörer anzeigen lassen. Damit dies möglich ist, muss man jedoch zustimmen, dass die App immer auf die GPS-Daten (Ortungsdienste) zugreifen kann. Schließlich wird einem der letzte Standort angezeigt, bei dem das Smartphone und die Ohrhörer das letzte mal in Verbindung waren. Wer daher denkt, er kann dadurch die Ohrhörer, die man irgendwo im Zimmer abgelegt hat wieder finden, denn muss ich enttäuschen, hat man dies vergessen, hilft einem die App nicht bei der genauen Suche, sonder verrät lediglich, dass diese im Haus oder der Wohnung sein sollten. Direkt daneben kann man bei Bedarf die englische Ton-Ansage beim Anschalten deaktivieren, sodass nur ein Ton ertönt. Ansonsten sagt einem die Stimme auf Englisch, dass der Akku voll ist, die Ohrhörer mit dem Smartphone gekoppelt sind usw. Im dritten Punkt kann man die Belegung der Bedienelemente ändern, jedoch ist die Belegung hier leider nicht frei wählbar, sondern in zwei Voreinstellungen vorgegeben.

Zu guter Letzt sind darunter noch weitere Untermenüs, mit denen man sich sämtliche Ohrhörer aus dem Hause Jaybird anzeigen lassen kann. Zudem kann man die Bedienungsanleitung von sämtlichen In-Ears des Herstellers einsehen, neue Kopfhörer mit der App verbinden, neue Kopfhörer kaufen, oder sich an den Kundendienst wenden, falls es Probleme mit dem Gerät geben sollte.

(Ausstattung: 4 von 5 Punkten)

TEIL 3

bestehend aus „Preis/Leistung“ entspricht 10% der Gesamtwertung

Beschreibung

Mit den Jaybird Run XT verspricht Jaybird einen wahren Sport True Wireless Kopfhörer. Dabei stimme ich auch soweit zu, denn die Kopfhörer halten nicht nur hervorragend in den Ohren, sondern sind komplett nach IPX7 gegen Schweiß und Spritzwasser geschützt. Zudem kann man das Klangbild via App den eigenen Geschmack anpassen und somit nicht nur in der App, sondern auch mit anderen Musik-Apps wie Apple Music, Deezer und Spotify von der angepassten Klangabstimmung profitieren.

Eigentlich wären die Jaybird Run XT genau die richtigen Sport In-Ear Ohrhörer, da diese komplett kabellos sind und hervorragend in den Ohren halten, doch leider haben diese ein Manko, und zwar die Akkulaufzeit. Diese ist mit 4 Stunden ohne aufladen für einige Sportler sicher etwas zu kurz. Klar, wer abends eine Stunde Joggen geht oder Ähnliches dem dürfte das problemlos ausreichen, doch im Sportstudio gibt es sicherlich Leute, die dort lange Zeit sind, und anschließend weiter Musik hören möchten, daher wird es je nach eingestellter Lautstärke knapp mit der Laufzeit. Dafür wiederum kann man innerhalb von 5 Minuten die beiden Ohrhörer wieder für eine weitere Stunde mit Musik versorgen. Jedoch muss man dafür das Case unbedingt dabei haben.

Preis/Leistung

Die UVP der Jaybird Run XT liegt bei 179€. Das ist auf jeden Fall nicht gerade wenig Geld. Klar gibt es hier auch Teurere, doch eben noch einige mehr die sogar günstiger sind. 

Für den geforderten Preis erhält man klanglich, und von der Verarbeitung (IPX7) sehr gute True Wireless Ohrhörer, doch leider haben diese auch schwächen. Denn gerade die hohe Latenz, sodass der Ton bei Videos bis zu 2 Sekunden verzögert wiedergeben wird, ist für viele, die gerne Filme und Videos am Smartphone unterwegs schauen, ein absolutes K. O.-Kriterium. Wer wiederum keine Videos und Filme am Smarten anschauen möchte, der kann sich die Jaybird Run XT genauer ansehen. Denn dank Equalizer kann man sich das Klangbild weitestgehend den eigenen Vorlieben anpassen. 

Jaybird Run XT

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testr Gesamtwertung

unter Berücksichtigung aller Teilwertungen

 Wir bedanken uns beim Hersteller für die Bereitstellung des Produktes. Zu unseren Grundsätzen

Link zum Hersteller: Jaybird.de

Gigaset GS280

Die einzelnen Komponenten von Smartphones sämtlicher Hersteller, werden im asiatischen Markt hergestellt und zudem findet auch hier die Endmontage der Geräte statt. Anschließend werden diese dann über den ganzen Kontinent verteilt und zu den Zuliefern und Endkunden geliefert. So ist dies bei den Komponenten auch bei Gigaset der Fall, doch mit dem GS280 hat das Unternehmen aus Bocholt bereits das zweite Smartphone auf den Markt gebracht, welches man in der Tat im eigenen Werk zusammenbaut. Somit werden die neuen Geräte mit dem früher oft bekannten Satz „Made in Germany“ geworben.

Das neue Gigaset GS280 ist als Nachfolger des eigentlichen Gigaset GS270 Plus anzusehen, da es ebenfalls eine Single-Kamera besitzt und auf den ersten Blick ähnlich ausschaut. Jedoch hat man dieses in einigen Bereichen verbessert. Vor allem der sehr große Akku mit 5.000 mAh klingt sehr vielversprechend. Doch kann das neue Gigaset GS280 mit dem größeren Akku, einem neuen Display und seinem Prozessor im Test überzeugen? Das erfahrt ihr in diesem Testbericht. 

 Gigaset GS280

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TEIL 1

Bestehend aus „Verpackung/Design/Verarbeitung“ entspricht 25% der Gesamtwertung

Verpackung

Bei den bisher von mir getesteten Gigaset-Smartphones, ähnelten die Verpackungen von der Materialwahl und Verarbeitung sehr dem Mainstream, also dem Großteil alles Smartphone-Verpackungen. Schließlich werden so gut wie alle Verpackungen der Smartphone-Hersteller, in China hergestellt und auf nahezu identischer weiße hergestellt und bedruckt.

Bei der Verpackung des GS280 ist dies jedoch anders, denn die Verpackung wird ebenso wie die Bedienungsanleitung und die Endmontage des Smartphones in Deutschland hergestellt bzw. erledigt. Somit kommt die Verpackung zwar in dem üblichen weiß/orangenen Design daher, jedoch unterscheidet sich die Verpackung von den bisherigen asiatischen Geräten. Es handelt sich um eine Weiße typisch für Versandkarton genutzte 1. wellige Kartonage, welche an den Außenseite mit einigen Infos und technischen Daten bedruckt wurde.

Die Oberseite zieren wie üblich der Name des Herstellers „Gigaset“ und die Modellbezeichnung „GS280“. Des Weiteren ist hier bei Gigaset üblich noch das Smartphone von der Vorder- und Rückseite abgebildet. Zu guter Letzt prangt im unteren linken Rand noch der Satz „ Made in Germany“, denn wie bereits erwähnt, wurde das Gerät in Bocholt zusammengeschraubt. An den Seiten der Verpackung prangt rundum lediglich das Gigaset Logo. An der oberen Stirnseite ist darüber wiederum ein Aufkleber geklebt, der wie üblich über die IMEI 1-/2-Nummer, die Seriennummer, das Smartphone-Modell und dessen Farbe informiert.

Auf der Rückseite sind wie von Gigaset üblich und schon von den anderen getesteten Geräten bekannt, die wichtigsten Informationen zum Smartphone mit Bildern und Text aufgelistet. Somit erfährt man hier anhand der kleinen Bilder, die Daten zur Display-Größe und dessen Format, Akku-Größe, Kamera-Auflösungen, und dem vorinstallierten Betriebssystem. Im Text darunter werden zudem noch zahlreiche weitere technische Merkmale aufgelistet.

Anders wie von anderen Herstellern und Gigaset gewohnt, handelt es sich hier nicht um eine zweiteilige Verpackung, welche nach oben hinweg geöffnet wird, sondern von rechts nach links aufgeklappt wird. Anschließend erblickt man nach dem Öffnen, direkt das Gigaset GS280 Smartphone in einer dünnen transparenten Schutzfolie, welches zudem mit einer Displayschutzfolie versehen wurde. Das restliche Zubehör verbirgt sich unter dem Gerät. Beim Lieferumfang gibt es einige Neuerungen, denn nun setzt auch Gigaset bei seinen Smartphones auf den aktuellen USB-Typ-C-Ladeanschluss. Daher befindet sich logischerweise auch ein USB-Typ-C-Ladekabel im Lieferumfang. Zudem legt man wie üblich in dem Mittelklasse-Preissektor von Smartphones noch ein 18 Watt Netzteil, ein SIM-Tool, In-Ear Kopfhörer mit Silikontips und 1-Tasten Fernbedienung bei, sowie  und die üblichen Papierbeilagen.

(Verpackung: 3,5 von 5 Punkten)

Design

Beim Gigaset GS280 handelt es sich um ein klassisches Smartphone, bei dem der Hersteller der bisherigen Designsprache absolut treu geblieben ist. Somit bleibt man auch hier der Materialwahl, beim Gehäuse usw. treu und folgt nicht dem aktuellen Trend, der hochglänzenden Glasrückseiten von den bekannten Hersteller wie Huawei, OnePlus, Apple und Co. Beim Gehäuse des GS280 setzt Gigaset auf eine Mischung aus Aluminium und Kunststoff. Zwar besteht die Rückseite, also das etwas größere eingelassene Element auf dem sich auch der Fingerabdrucksensor befindet aus Aluminium. Doch der Rahmen wiederum wurde aus einem Kunststoff gefertigt. 

Von den Abmessungen ist das Gigaset GS280 etwas größer als das GS270/Plus und daher 152,6 mm x 73,7 mm x 92 mm groß. Im Vergleich, beim Gigaset GS270/Plus betrugen die Maße noch 149,5 x 74 x 8,95 Millimeter (L x B x H). Jedoch war hier auch kein 5,7 Zoll Display verbaut, sondern lediglich 5,2 Zoll. Das Gewicht fällt mit knapp 175 g (selbst nachgewogen) noch gut aus, jedoch ist z. B. das Gigaset GS370 Plus bei gleicher Displaygröße und ähnlichen Abmaßen knapp 30 Gramm leichter.

Der Rand um das Display fällt für die Verhältnisse im Jahre 2019, bei dem der Trend selbst bei Mittelklasse-Smartphones immer mehr richtigen Notch und einem nahezu randlosen Display geht, relativ breit aus. An den seitlichen Rändern ist dieser knapp 2 mm dick, am oberen Rand 10 mm, sowie unten knapp 12 mm breit. Das 5,7 Zoll Display besitzt ein 18:9 Format, daher ist es in der Höhe doppelt so hoch wie in der Breite. 

Der Fingerabdrucksensor ist wie bei bisher allen Gigaset Smartphones nicht an der Vorderseite im Displayrand, sondern zentral im oberen Drittel auf der Rückseite integriert. Dieser lässt sich daher sehr gut sowohl als Rechtshänder, als auch Linkshänder mit dem Zeigefinger erreichen. Betrachten wir nun noch die restlichen Bedienelemente, Kameramodule usw. 

Bei diesen bleibt Gigaset der bisherigen Anordnung wie der Designsprache ebenfalls treu. Daher findet man wie gewohnt an der rechten Seite die beiden getrennten Lauter-/Leiser-Tasten und wenige Millimeter darunter den geriffelten Power-Knopf. Die Knöpfe sind hier allesamt gleich groß, daher hat Gigaset eben diesen Power-Knopf etwas weiter nach unten gesetzt und zur haptischen Unterscheidung geriffelt ausgeführt. An der linken Seite des Geräts findet man wie gewohnt im oberen Drittel den SIM- und microSD-Karten-Slot. Dabei handelt es sich um den von Gigaset bisher oft genutzten 3-Fach Einschub, welcher nicht nur Platz für zwei SIM-Karten bietet, sondern zudem noch für eine MicroSD-Speicherkarte (max. 256 GB).

An der Rückseite ist in der oberen linken Ecke ein Single-Kameramodul verbaut. Dabei handelt es sich um eine mit 16 Megapixeln auflösende Kamera, welche von einem zweifarbigen LED-Blitz bei dunklen Aufnahmen unterstützt wird (kaltes und warmes Licht). Dieser Blitz soll für eine natürlichere Farbwiedergabe bei Bildern mit Blitzlicht sorgen, da es früher bei Smartphones mit lediglich einem weißen LED-Blitz oftmals zu unnatürlichen Hauttönen gekommen ist. Dieser zweifarbige Blitz gehört mittlerweile jedoch schon zum Standard bei fast allen Herstellern und ist somit keine große Besonderheit mehr.

Direkt über dem Display, befindet sich im Rand mittig, die Hörmuschel. Diese wird lediglich zum Telefonieren genutzt und fungiert daher nicht als zusätzlicher Stereo-Lautsprecher. Rechts neben der Hörmuschel befindet sich der Annäherungssensor, dieser dient dazu, dass Display auszuschalten, sobald man das Smartphones an Ohr hält. Zudem ist hier auch der Lichtsensor untergebracht, welcher wie üblich die Helligkeit des Displays, automatisch der aktuellen Lichtsituation anpasst. Links neben der Hörmuschel wiederum ist wie gewohnt die Front-Kamera verstaut, welche in diesem Fall mit 13 Megapixeln auflöst. Auf die genaueren Werte, sowie Qualität der Kamerabilder, gehe ich wie gewohnt unter dem Punkt „Kamera“ genauer ein.

Zum Ersten mal verwendet Gigaset die aktuelle USB- Schnittstelle USB-Typ-C, zum Aufladen des Smartphones. Dies ist sehr gut, denn im Jahre 2019 sollten eigentlich alle Hersteller auf diesen Anschluss setzen, damit man endlich einen einheitlichen Standard bei den neuen Geräten erreicht, der zudem einfacher in der Handhabung (beidseitiges einstecken) und schneller in der Übertragung ist. Links und rechts neben dem USB-Typ-C Lade-Anschluss befindet sich jeweils ein Lautsprechergitter. Unter dem sich links das Mikrofon für Telefongespräche und rechts der normale Mono-Lautsprecher versteckt. Wie bereits erwähnt und in dieser Preisklasse nicht anders zu erwarten, gibt es kein Stereo-Lautsprecher an Bord des Gigaset GS280. Dennoch ist der Mono-Lautsprecher als klanglich klar einzustufen und von der Lautstärke, ist dieser ebenfalls laut genug, um damit z. B. während dem duschen Musik zu hören. Im Tiefgang, also dem Bassbereich, fehlt es dem GS280 jedoch etwas zu sehr, sodass der Lautsprecher zwar zur Wiedergabe von Klingeltönen, Youtube-Videos reicht, aber für Filme definitiv weniger. Die Hörmuschel im oberen Bereich ist klanglich wiederum sehr gut, hier gefällt mir sehr, die maximal Lautstärke und die klare Sprachverständlichkeit.

Der USB-Typ-C-Ladeanschluss an der Unterseite unterstützt USB-on-the-go (OTG). Dies bedeutet soviel, dass man mit dem passenden Kabel ein angeschlossenes Gerät mit Strom versorgen kann. Dabei dient das Gigaset GS280 wie bereits dessen Vorgänger, als Power-Bank. Zu guter Letzt gibt es an der Oberseite des Smartphones noch eine 3,5 mm Klinke-Buchse, um die mitgelieferten oder andere Kopfhörer anzuschließen. 

(Design: 3,5 von 5 Punkten)

Verarbeitung

Mit der Verarbeitung des „Made in Germany“ Gigaset GS280 bin ich persönlich soweit sehr zufrieden. Die Rückseite aus Aluminium und der Kunststoffrahmen harmonieren sehr gut miteinander. Sodass man hier kaum einen Unterschied feststellen kann. Auf dem ersten Blick sieht beides hier nach Aluminium aus, erst mit dem Abfahren mit dem Fingernagel stellt man einen Unterschied fest. Bei meinen Aufnahmen via. Kamera fällt der Unterschied jedoch überraschenderweise deutlich mehr auf, wie es in Wirklichkeit ist. Dies muss vermutlich an der Nahaufnahme und dem Lichteinfall liegen.

Die Kamera auf der Rückseite ist jedoch wie bereits bei den Vorgängergeräten soweit oben platziert worden, sodass das Modul durch die abgerundete Kante rundherum, im oberen Bereich etwas mehr hervorsteht. Im restlichen Bereich steht die Kameralinse bzw. das Glas und der Chrom-Schutzring darum knapp 0,5 mm hervor. Wer von euch sein Smartphone jedoch so wie ich vorhat, sowieso immer in einer Schutzhülle zu verwenden, muss sich über diese Eigenschaft keine Gedanken machen. Zumal bei vielen anderen Herstellern die Kamera sogar bis zu 2 mm hervorsteht.

(Verarbeitung: 4 von 5 Punkten)

TEIL 2

bestehend aus „Funktion des Produktes“ entspricht 65% der Gesamtwertung

Display5,7 Zoll (18:9 Format) 2160 x 1080 Pixel (Full HD plus), Pixeldichte beträgt 423 ppi
CPUQualcomm Octa-Core, Snapdragon430, 64bit, 8x 1.40 GHz Cortex-A53 / GPU: Adreno 505
RAM3 GB
Speicher
32 GB (mit microSD bis zu 256 Gigabyte erweiterbar)
BetriebssystemAndroid 8.1 „Oreo“
KameraHaupt-Kamera: 16MP f/2.0 Blende; Dual-Tone-LED-Blitz
Front-Kamera: 13 Megapixel
AnschlüsseUSB-Typ-C-Ladenaschluss, 3.5mm-Klinke
Akku5.000 mAh nicht austauschbar
KonnektivitätWi-Fi 802.11 a/b/g/n/ac 2,4 &5 GHz. Mobilfunknetz bis 4G, Wi-Fi Direct, Bluetooth 4.2 und GPS, A-GPS, GLONASS, Beido
Abmessungen (LxBxH)152,6 mm x 73,7 mm x 9,2 mm
Gewicht174 Gramm
LieferumfangGigaset GS280
18 Watt-Netzteil
USB-Typ-C-Ladekabel
SIM-Karten Tool
In-Ear Kopfhörer
Bedienungsanleitung

Performance

Gigaset setzt beim GS280 auf den Mittelklasse CPU Snapdragon 430 aus dem Hause Qualcomm. Dieser Prozessor wurde bereits im Februar 2016 vorgestellt und ist daher nicht mehr gerade der jüngste. Dieser kommt mit insgesamt acht A53-Kernen daher, welche jeweils mit maximal 1,4 GHz getaktet werden. Zwar handelt es sich um einen 64-Bit CPU, jedoch wurde dieser im 28 nm Verfahren hergestellt. Unterstützt wird der Prozessor von einem 3 GByte großen RAM und einem GPU (Grafikchip) Adreno 505. Beim Speicher stehen für den geforderten Preis akzeptable 32 GByte zur Verfügung. Wer mehr benötigt, kann in den SIM-Karten-Slot eine micro-SD-Speicherkarte mit einer Größe von max. 256 GByte einsetzen.

Beim internen 32 GByte Speicher handelt es sich um einen älteren. Daher erreicht dieser bei der Lese und Schreibgeschwindigkeit keine überraschend hohe Werte, doch dies kann man sich angesichts des Preises denken. Zudem reicht die Geschwindigkeit für die Zielgruppe der Gigaset-Geräte, welche keine allzu großen Werte auf ein rasant schnelles Smartphone legt problemlos aus. Laut AndroBench erreicht der interne Speicher beim Schreiben fast 106 MB/s und beim Lesen 290 MB/s.

Für die Alltäglichen aufgaben wie z. B. Mails verfassen, WhatsApp Nachrichten schreiben und im Internet surfen, ist die Leistung des Mittelklasse-Prozessors absolut ausreichend. Bei aufwendigen 3D-Games kommt das Gigaset GS280 jedoch logischerweise an seine Rechenleistung, denn dafür ist der verbaute CPU, RAM und GPU einfach zu schwach bestückt. Hier muss man dann eben mit einem weniger flüssigen Spiel leben und die grafischen Details sind natürlich ebenfalls heruntergesetzt. Normale nicht allzu anspruchsvolle Games laufen jedoch ohne Probleme.

So viel zu den technischen Daten und meiner Einschätzung der Rechenleistung in meinem Alltagstest. Doch einige legen hier natürlich Wert auf die Zahlen einiger Benchmark Test  und daher schauen wir uns diese wie gewohnt ebenfalls an. 

Bei Antutu konnte das Gigaset GS280 einen Wert von 59.997 erreichen und bei Geekbench 4 kam es im Singel-Core Test auf 683 Punkte und beim Multi-Core-Test auf 2620 Punkte. Somit ist es technisch gesehen etwas besser als das Gigaset GS370 Plus. Bei meinem Testgerät mit 32 GByte Speicher waren übrigens von Werk aus knapp 26 GByte frei zur Verfügung.

(Performance: 3 von 5 Punkten)

Display

Beim Display setzt Gigaset wie bereits eingangs erwähnt auf ein 5,7 Zoll große IPS-Display, mit einer Auflösung von 2.160 x 1.080 Pixeln und einer Pixeldichte von 423 ppi. Dies entspricht einer Auflösung von, Full-HD+ und ist daher deutlich schärfer als bei den bisherigen von mir getesteten Smartphones aus dem Hause Gigaset. Der Formfaktor liegt weiterhin bei einem Wert von 18:9 und der Screen-to-Body-Ratio wert liegt bei 74,8 %. Dieser Wert gibt an, wie viel der Vorderseite mit einem Display abgedeckt ist.

Die maximale Helligkeit des Displays wurde zwar von 400 cd/m2 (Gigaset GS370 Plus) auf 450 cd/m2 verbessert. Doch dies ist immer noch kein allzu hoher Wert im Vergleich zu einigen anderen Mittelklasse-Smartphones. Im Alltag reicht die Helligkeit zwar im Indoor-Einsatz und im Schatten aus, geht man jedoch ins direkte Licht, wird einem einfach bewusst, wie gering die Helligkeit dennoch ist. Hier wird es sehr schnell etwas schwieriger, alles vernünftig auf dem Display zu erkennen, da zudem das Display im Freien etwas zu sehr spiegelt.

Die dargestellten Farben des IPS-Panel kann ich als sehr ordentlich bezeichnen und die Farben sind ausreichend kräftig dargestellt. Der Kontrast ist ebenfalls ok, kann jedoch logischerweise nicht mit einem OLED-Display mithalten. Die Blickwinkelstabilität ist wiederum ebenfalls gut, neigt man das Gerät jedoch zu sehr, dann sind minimale Farbveränderungen feststellbar. Diese zeigen sich je nach Betrachtungswinkel durch einen leichten blau-/ und Gelb-Stich.

(Display: 3,5 von 5 Punkten)

Akku

Im Gigaset Gs280 hat man nun wieder den großen 5.000 mAh Akku verbaut. Zwischenzeitlich hat Gigaset in den Geräten nämlich auch kleinere Akkus mit 3.000 mAh Akku verbaut. Mit 5.000 mAh gehört das GS280 zu den sehr gut ausgestatteten Geräten, schließlich haben die meisten Geräte eine Akkukapazität zischen 3.000 – 4.200 mAh. Alles was darüber liegt, kommt eher selten vor.

Das Besondere beim Gigaset GS280 ist jedoch, dass man diesem die hohe Akkuleistung weder beim Ansehen, noch beim in der Hand halten, anmerkt. Daher ist es zwar dick, aber nicht auffällig dick, sodass es sofort logisch wäre, dass hier ein 5.000 mAh Akku verbaut wäre. Des Weiteren ist es vom Gewicht nicht sonderlich schwerer als andere Geräte.

Doch wie lange hält der Akku im Alltag zeitlich gesehen durch, dies habe ich natürlich ebenfalls getestet. Im kam mit einer vollen Aufladung gut drei Tage aus, ehe ich das Gerät wieder via USB-Typ-C Ladekabel und dem 18 Watt Netzteil aufladen musste. Dank Schnellladefunktion, ist das Gerät trotz des riesigen Akkus in knapp zweieinhalb Stunden wieder auf 100 % aufgeladen.

(Akku: 5 von 5 Punkten)

Kamera

Beim Gigaset GS280 wurde lediglich eine Hauptkamera mit 16 Megapixeln und einer Blende von f/2.0 verbaut. Wäre hier eine Dual-Kamera erwartet, muss ich leider enttäuschen, denn diese gibt es hier leider nicht. Die Auflösung der Kamera mit 16 Megapixeln ist überraschend hoch, den bei sonstigen Geräten in dieser Preisklasse setzen die Hersteller sonst oftmals auf 12 oder 13 Megapixeln. Die Blende von f/2.0 wiederum, ist für die heutige Zeit, in der es bereits Kameras mit f/1.6 usw. gibt, eher als schwächer einzustufen.

Neben der Hauptkamera befindet sich noch ein DualTone-LED-Blitz, welcher je nach Helligkeit automatisch zugeschaltet wird, oder auch einfach manuell zugeschaltet werden kann. Als Fokus ist ein Phase-Detection-Autofokus (PDAF) integriert, welcher durch Phasenvergleich die richtige Objektivposition errechnet. Leider ist bei der Hauptkamera erneut kein optischer Bildstabilisator verbaut. Hier ist nämlich lediglich ein elektronischer Bildstabilisator (EIS) integriert.

Schon alleine die Blende der Kamera sagt für mich persönlich aus, dass es sich hierbei wohl eher um eine Kameralinse handelt, welche ihre „stärken“ beim schönen (sonnigen) und hellen Tagen zeigt. Doch natürlich zeigt sich die Qualität der Bilder erst bei einigen Testaufnahmen bei verschiedenen Helligkeiten und Motiven. Wie üblich habe ich die Bilder im Standard-Modus geknipst, da die meisten dies im Regelfall ebenfalls so machen werden. 

Die Bilder können mich bei gutem Licht mit sehr guten Farben und einer zufriedenstellenden Bildschärfe, sowie Dynamik überzeugen. Jedoch variiert diese Qualität etwas, sodass ich nach einigen geknipsten Bildern festgestellt habe, dass wenn die Software der Kamera, HDR zuschaltet, die Bilder am besten sind. Da ich jedoch den Automatik-Modus, so wie dieser von Werk aus eingestellt ist, genutzt habe, hat diesen die Kamera bzw. die Software automatisch aktiviert oder eben nicht. 

Bei Tageslicht sind die Bilder somit mit aktiviertem HDR besser als ohne HDR, da dadurch die sonst etwas schlechtere Dynamik der Fotos deutlich aufgewertet wird. Ein sonst gelegentlich vorkommender Effekt, wie man diesen z. B. von den ersten Smartphones mit HDR kennt, bei denen das Bild sehr überarbeitet wirkt, entsteht dabei jedoch glücklicherweise nicht.

Das aktiveren des HDR-Modus bringt jedoch einen minimalen Nachteil mit sich, mit dem ich persönlich jedoch aufgrund der deutlich besseren Bilder leben kann. Man muss das Smartphone nämlich etwas länger, als ohne ruhig halten, da ansonsten die Bilder durch den fehlenden optischen Bildstabilisator verwackelt aufgenommen werden. Bei schlechtem Licht schneidet das Gigaset GS280 zwar ganz gut ab, aber zu den stärken gehört der Lowlight-Bereich definitiv nicht.

Die Frontkamera löst mit maximal 13 MP auf. Damit gelingen im Großen und Ganzen bei gutem Licht brauchbare Aufnehmen. Jedoch hat die Frontkamera etwas zu sehr Probleme, die verschiedenen Helligkeitsstufen zu erkennen, sodass es bei den Fotos dazu kommt, dass vor allem der dunkle Bereich sehr gleich aussieht. Was zur Folge hat, dass man hier keine wirklichen Kanten und Details mehr wahrnehmen kann.

Videos können mit dem Gigaset GS280 mit maximal 1.080p und 30 fps aufgenommen werden. 4K-Videos werden daher ebenso wenig unterstützt wie Slow-Motion aufnahmen.

(Kamera: 3 von 5 Punkten)

Software

Das GS280 liefert Gigaset mit Android Oreo in der Version 8.1 zum Kunden. Der auf meinem Testgerät installierte Sicherheitspatch stammt vom Februar 2019 und ist daher auch nicht mehr wirklich der aktuellste. 

Wie bereits bei den bisher von mir getestet Gigaset Smartphones, halten sich die bereits vorinstallierten Apps in Grenzen. Standardmäßig sind hier Apps wie z. B. eine Hilfe-, und eine Gigaset-entdecken-App (Werbe-App) vorinstalliert. Diese können bei Bedarf aber ganz einfach deinstalliert werden.

Wer unter euch vorhat, mit dem Gigaset GS280 Filme unterwegs via Netflix oder Amazon Prime zu streamen, muss ich jedoch vorwarnen. Trotz Full-HD+ Auflösung, wird nämlich keine Wiedergabe von Full-HD Inhalten unterstützt. Hier muss man sich aufgrund der fehlenden DRM Widevine L1 Zertifizierung mit einer niedrigeren Auflösung zurecht geben, den mit der L3 Zertifizierung ist dies leider nicht möglich.

Das System startet aufgrund der etwas schwächeren Ausstattung nicht gerade schnell, hält sich jedoch im Vergleich zu iOS-Devices und manch anderen Android-Smartphones auf einem ähnlichen Niveau.

(Software: 4 von 5 Punkten)

TEIL 3

bestehend aus „Preis/Leistung“ entspricht 10% der Gesamtwertung

Beschreibung

Das Gigaset GS280 ist definitiv kein Smartphone für High-End-Nutzer. Doch dies hat das Unternehmen auch gar nicht behauptet, denn selbst spricht Gigaset hier von: Ausgezeichneter Funktionalität und Qualität für preisbewusste Kunden. 

Die Zielgruppe von Gigaset liegt somit bewusst bei den normalen Nutzern, oder auch solchen, wo älter bzw. im höheren Alter auf der Suche nach dem ersten Smartphone sind.

Für genau diejenigen, welche auf der Suche nach einem schlichte, aber robusten Smartphone sind. Welches einen Akku bietet, den man nicht jeden Abend, sondern problemlos auch mal erst nach drei Tagen wieder aufladen muss. Aber ebenso eventuell noch Wert auf ein „Made in Germany“ Produkt legt, für den ist das Gigaset GS280 genau die richtige Wahl.

Die Auflösung ist für den Mittelklasse-Bereich absolut ausreichend und die Ausstattung kommt problemlos mit WhatsApp, Facebook und Co. klar.

Preis/Leistung

Das Gigaset GS280 ist direkt bei Gigaset ab 249,00 EUR erhältlich. Ein besser ausgestattetes Plus-Model gibt es dieses Mal nicht. Ebenso gibt es das Gerät aktuell nur in der Farbe Coffee Brown, weitere Farbvarianten sind momentan nicht geplant.

Das Gigaset GS280 ist meiner Meinung nach nicht nur vom Akku ein sehr gutes Gerät, sondern auch die Verarbeitung, dass man bei diesem Gerät auf USB-TYP-C gesetzt hat gefällt mir ausgesprochen gut. Daher ist das Gerät trotz der etwas älteren Ausstattung, gerade für Smartphone-Einsteiger empfehlenswert. Schließlich möchte gerade die älteren typischen deutschen und österreichischen Bürger, welche sich dazu entscheiden, in die Welt der Smartphones einzusteigen, nicht unbedingt zu einem Gerät aus China und Co. greifen. Sondern setzten hier sicherlich viel lieber auf ein „Made in Germany“ Gerät. Wer ein Smartphone lediglich zum surfen, telefonieren, Nachrichten schreiben und gelegentliche Schnappschüsse nutzen möchte, für denjenigen reicht das neue Gigaset GS280 definitiv aus.

Gigaset GS280

Zum Angebot bei

testr Gesamtwertung

unter Berücksichtigung aller Teilwertungen

 Wir bedanken uns beim Hersteller für die Bereitstellung des Produktes. Zu unseren Grundsätzen

Link zum Hersteller: Gigaset.de

Teufel Ultima 40 Aktiv

Bereits zur IFA 2018 durften wir bei einer Demo-Vorführung des Teufel Ultima 40 Aktiv Probehören. Bereits die Vorgängerversion war sehr beliebt und verkaufte sich dementsprechend gut. Nun hat man die nächste Generation der beliebten Standlautsprecher mit integriertem Verstärker vorgestellt, welche nicht nur optisch, sondern auch technisch überarbeitet wurde.

So bietet das System nun ein noch schöneres Design und technisch etwas mehr Leistung. Zudem können die neuen Effekt-Lautsprecher, welche ich in einem weiteren Testbericht genauer vorstelle werde, kabellos mit den Standlautsprechern verbunden werden. In diesem Testbericht möchte ich euch jedoch vorerst nur das Teufel Ultima 40 Aktiv Set vorstellen. Ich habe mir das Set ganz genau angeschaut und nun einige Zeit in Gebrauch. Ob das Set überzeugen konnte, erfahrt ihr wie gewohnt im folgenden Testbericht.

TEUFEL ULTIMA 40 AKTIV STANDLAUTSPRECHER

Zum Angebot bei

TEIL 1

Bestehend aus „Verpackung/Design/Verarbeitung“ entspricht 25% der Gesamtwertung

Verpackung

Wie eigentlich alle Pakete kommen auch die beiden neuen Teufel Ultima 40 Aktiv Standlautsprecher in einem sehr einfachen und schlichten, einfarbigen Karton daher. Diese Verpackung ist gleichzeitig auch der Versandkarton, denn im Inneren ist alles sicher vor Transportbeschädigungen geschützt. Da unter anderem ein Standlautsprecher allein schon ein ordentliches Gewicht auf die Waage bringt und es sicherer für den Versand ist, kommen beide Lautsprecher jeweils einzeln in einem Karton verpackt bei einem an. Daher kann es natürlich auch vorkommen, dass an einem Tag der eine und am nächsten erst der zweite angeliefert wird. Doch dies ist nicht weiter schlimm und zudem weißt Teufel darauf vorab hin, hat jedoch keinen Einfluss darauf, wie der Versand-Dienstleister das Ganze handhabt.

Rundum der Verpackung prangen die üblichen Aufdrucke. Auf der Oberseite prangt z. B. der Teufel Schriftzug und an den Seiten rundum einige Infos zum Produkt. Somit erfährt man hier den Namen des Produktes, die Einheit (1) und die Abmessungen, sowie das Gewicht.

Öffnet man die Verpackung an der langen Oberseite, dann kommen direkt die üblichen Beschreibungen (Bedienungsanleitungen) und jeweils einer der beiden Standlautsprecher sicher verpackt in Styropor-Einsätzen und Folie zum Vorschein. Beim Aktiv Lautsprecher befindet sich zudem noch ein großer Beutel mit weiterem Zubehör, welcher zum Anschließen und verbinden, mit dem Standlautsprecher ohne Verstärker benötigt wird. Des Weiteren befindet sich in diesem Karton noch ein Stromkabel, ein 5 Meter lagen rotes Lautsprecherkabel sowie eine Fernbedienung und die dafür benötigten zwei AAA-Batterien.

(Verpackung: 3,5 von 5 Punkten)

Design

Nach dem auspacken hat man wie bereits unter dem Punkt „Verpackung“ angedeutet zwei verschiedene Standlautsprecher vor sich stehen. In dem Ultima 40 Aktiv-Set liefert Teufel nämlich einen aktiven und einen passiven Ultima 40 Lautsprecher aus. In dem Aktiven (Master-Box) befindet sich nämlich die komplette Elektronik, was das Netzteil, Verstärker usw. angeht. Zudem ist an diesem Lautsprecher an der Vorderseite ein Dot-Matrix-Display und auf der Oberseite, ein Touch-Bedienfeld, um die Eingangswahl, Play/Pause und Lautstärke zu regeln. Im passiven Lautsprecher befindet sich äußerlich nämlich bis auf die Lautsprecher und die Schraubenklemmen an der Rückseite nicht viel mehr.

Beide Teufel Ultima 40 Standlautsprecher sind 106,5 cm hoch, 21,5 cm breit und 32 cm tief. Inklusive der etwas breiteren Bodenplatte, welche für einen sicheren Stand sorgt, nehmen die Standlautsprecher eine Bodenfläche von 24,7 cm in der Breite in der Tiefe 35,2 cm ein. Das Gewicht beträgt beim passiven Gerät 20 Kg und beim Aktiven aufgrund der zusätzlichen Elektronik knapp 21,2 Kg.

Der Korpus (Gehäuse) der beiden Standlautsprecher wurde wie bei von vielen anderen Herstellern von Standlautsprechern in dieser Preisklasse aus zusammengeschraubten und geklebten MDF (mitteldichte Holzfaserplatte) hergestellt. Dies wurden anschließend nach dem Zusammensetzen mit einer matten schwarzen Folie versehen, welche eine leichte Struktur besitzt.

Die neue Ultima 40 Aktiv Serie ist wahlweise mit einem weißen und einem schwarzen Gehäuse verfügbar. Die sogenannte Schallwand, an dem die Lautsprecher eingelassen sind, ist bei beiden Modellen mattschwarz und knapp 5 mm dick. Diese ist nun nicht mehr in Hochglanz, sondern mit einer mattierten Oberfläche versehen und wirkt meiner Meinung nach deutlich hochwertiger und stimmiger. Zum Korpus verlaufend ist die Schallwand etwas abgeschrägt und die beiden weißen Streifen zwischen dem Hoch- und Mitteltöner setzen nicht nur einen optischen Akzent, sondern weißen auch auf die Serie Ultima hin. Zu den genau verwendeten Lautsprecher und den Bedien- und Anzeige-Elemente gehe ich unter den Punkten „Klang und Bedienung“ näher ein. 

Wahlweise kann man die Ultima 40 Aktiv-Serie mit Schutzgitter-Abdeckung verwenden, damit sind die Chassis (Lautsprecher) vor Beschädigungen besser geschützt, oder man nutzt sie wie ich ohne, damit man die neue schöne Optik der Teufel Ultima 40 jeden Tag aufs neue betrachten kann. Die Abdeckungen werden Mithilfe von 6 Steckpunkten ganz einfach befestigt und können daher auch sehr schnell und vor allem einfach wieder entfernt werden – einige Hersteller setzten hier zum Teil jedoch auch auf eine Magnetische Verbindung.

Beim Vorgängermodell der Ultima 40 Aktiv Standlautsprecher, erfolgt die Klangeinstellung noch über die Rückseite. Dies hat Teufel nun sehr sinnvoll geändert, denn nun übernimmt die neue Fernbedienung im Zusammenspiel mit dem Dot-Matrix-Display diese Funktion. Durch die integrierte Menüstrukturierung kann man ganz einfach die einzelnen Klangparameter usw. direkt im sitzen von der Couch aus einstellen. Dies ist natürlich auch deutlich sinnvoller, schließlich sitzt man hier auch beim Fernseher sehen und Musik hören und kann somit direkt die Parameter-Einstellung vom richtigen Punkt aus hören und verändern.

An der Rückseite der beiden Standlautsprecher befinden sich zwei große Bassreflexrohre. Beim Passiven befinden sich direkt darunter vier Klemmschraubverbindungen, über die man unter anderem den passiven mit dem aktiven Lautsprecher verbindet. Beim Aktiven Lautsprecher befindet sich an der Rückseite eine größere Platine, hinter der sich einiges an Elektronik versteckt. Für den Endverbraucher selbst sind jedoch lediglich sämtliche Anschlüsse ersichtlich. Somit findet man direkt im unteren Bereich den Power On/Off-Schalter und direkt darüber die beiden Klemmverbindungen, mit denen man via. mitgelieferten 5 Meter Lautsprecherkabel die beiden Lautsprecher verbindet. Im oberen Drittel sind schließlich die verschiedenen Eingangsquellen angeordnet. 

Ganz rechts ist der Anschluss für einen Zusätzlichen aktiv Subwoofer vorhanden. Sollte einem der Bass nicht ausreichen, kann man hier zudem noch einen via Kabel anschließen. Direkt daneben ist der mit L und R (links und rechts) beschriftete AUX IN-Anschluss für das Anschließen analoger Audiogeräte vorhanden und direkt daneben lässt sich via Drehregler der Pegel für das automatisch Einschalten für den AUX In- Anschluss einstellen. Zudem befindet sich daneben noch der optisch-digitale Audioeingang und der wohl am meisten am Fernseher genutzt HDMI-Eingang für das Anschließen an einem Fernseher mit HDMI ARC-Anschluss ( HDMI-Audio Return Channel). Zu guter Letzt ist daneben noch ein Micro-USB-Anschluss für eventuelle Software Updates und für den PC Soundkarten-Betrieb vorhanden. 

(Design: 4,5 von 5 Punkten)

Verarbeitung

Die Verarbeitung der neuen Teufel Ultima 40 Aktiv Standlautsprecher gefällt mir soweit sehr gut. Die beiden Lautsprecher wirken ihrem Preis entsprechend gut verarbeitet und auch das Anschluss-Panel und Bedienelement an der Oberseite ist bündig in das MDF-Gehäuse eingelassen. Dass man in dieser Preisklasse kein mit Echtholz fundiertes Gehäuse, sondern ein MDF-Gehäuse mit einer Folie beklebt erhält, kann man sich bereits beim Preis denken. 

Die Sensortasten auf der Oberseite reagieren sehr präzise und auch das neue Dot-Matrix-LED Display an der Front ist hell genug, sodass es sogar mit angebrachter Soffabdeckung abgelesen werden kann. Die etwas abgeschrägten Bodenplatten sehen optisch schicker aus, als die alte flache und kantige Ausführung und sorgen zudem für einen sehr stabilen und rutschfesten Stand.

(Verarbeitung: 4 von 5 Punkten)

TEIL 2

bestehend aus „Funktion des Produktes“ entspricht 65% der Gesamtwertung

Lautsprecher Anzahlje Standlautsprecher: 2x 165mm Tieftöner (Fiberglas + Zellulose, beschichtet 1x 165mm Mitteltöner (Kevlar/Fiberglas + Chromfarbener Phase-Plug, 1x 25mm Gewebe Hochtöner (Waveguide + Phase-Plug. Rückseitig zwei Bassreflexrohre mit Thrompenteneinsatz
Gesamtausgangsleistung2x 130 Watt
GehäusematerialMDF (mitteldichte Holzfaserplatte)
AnschlussmöglichkeitenHDMI mit ARC-Unterstützung, Micro-USB-B-Anschluss für 2.0 USB-Soundkartenbetrieb, Toslink Digital-Eingänge optisch, Cinch-Eingang Stereo, Subwoofer-Ausgang und Bluetooth 4.2 mit aptX-Codec
StromversorgungNetzbetrieb, passiver Lautsprecher wird via Lautsprecherkabel mit Spannung versorgt.
Maße/Gewicht21,5 x 106,5 x 32 cm (BxHxT), Abmessungen Bodenplatte: Tiefe: 35 cm/Breite: 25 cm. Gewicht aktiver Lautsprecher: 21,2 KG; passiver 20 KG
Frequenzbereich39-20000 Hz (Aktiv); 45 – 20.000 Hz (Passiv)
Frequenzbereich20 Hz bis 20.000 Hz (Ohrhörer)
LieferumfangStand-Lautsprecher UL 40 Mk3 18 (Stk.)
rote Gummifüße (4 Stk.) für UL 20/40 Mk3 18
Stand-Lautsprecher UL 40 Active Mk2 18 (Stk.)
Stromkabel
2x AAA-Batterie
5,0m Lautsprecherkabel
rote Gummifüße (4 Stk.) für UL 20/40 Mk3 18
Ultima 40 Aktiv Fernbedienung

Einrichtung und Inbetriebnahme

Die Einrichtung und Inbetriebnahme gestaltet sich bei den Teufel Ultima 40 Aktiv Lautsprechern nicht sonderlich schwer. Falls man jedoch Probleme haben sollte, liegt eine Anleitung bei, die einem alles sehr gut erklärt.

Ich habe zu Beginn wie üblich erst mal die beiden Lautsprecher ausgepackt und an den gewünschten Ort, neben meinem TV-Lowboard aufgestellt. Dabei ist es zunächst egal, ob der aktive Lautsprecher rechts oder links steht, denn dies kann man später in dem Einstellungsmenü problemlos einstellen. Die beiden Standlautsprecher habe ich ca. 30 cm von der Wand entfernt aufgestellt (gemessen von Rückwand der Lautsprecher zur Zimmerwand). Zudem habe ich diese leicht eingewinkelt zum Platz an dem wir später auf der Couch sitzen eingedreht und mit dem im Lieferumfang beiliegenden roten Lautsprecherkabel (5 Meter Lang) verbunden. 

Anschließend habe ich mit der beiliegenden Fernbedienung aus Aluminium, welche beim Komfort ein absoluter Zugewinn ist, das Lautsprechersystem auf meinen Hörplatz (Couch), für mich klanglich perfekt eingestellt. Dazu stehen einige Klanganpassungen wie z. B. der Bass- und die Höhenregelung zur Verfügung und die Entfernung zu dem jeweiligen Standlautsprecher kann ebenfalls in Metern angegeben werden. 

Um die Klangeinstellung vornehmen zu können, muss man die Lautsprecher zuvor jedoch noch mit einer Audio-Quelle verbinden. In meinem Fall habe ich die beiden Lautsprecher via HDMI-Kabel mit dem HDMI-ARC-Anschluss an meinem LG OLED TV angeschlossen. Bei diesem Anschluss ist der Vorteil, dass dieser direkt mit dem Fernseher kommunizieren kann. Somit schalten sich die Standlautsprecher automatisch mit dem Fernseher an und auch die Lautstärke kann bequem mit der Fernbedienung des Fernsehers geregelt werden.

Neben dem HDMI-Anschluss steht wie bereits eingangs erwähnt auch ein optischer Digital-Eingang (Toslink) und ein analoger Stereo-Chinch-Eingang zur Verfügung. Des Weiteren kann auch ein separater Subwoofer via SUB-Out-Anschluss angeklemmt werden. Für alle die gerne mal Musik direkt vom Smartphone oder Tablet aus über die Ultima 40 Aktiv Standlautsprecher wiedergeben möchte, ist auch Bluetooth in der Version 4.2 mit aptX-Codec Unterstützung mit an Bord. Zu guter Letzt ist auch noch eine kabellose Schnittstelle für die neuen Teufel Effekt Lautsprecher verbaut. Diese können entweder separat, oder gleich im Ultima 40 Aktiv Surround 4.0-Set erworben werden. Dabei handelt es sich um zwei kabellos angesteuert Rear-Lautsprecher, welche das System zu einem 4.0-System erweitern. Diese Zusätzlichen Rear-Speaker stelle ich euch in einem anderen Testbericht ausführlich vor.

(Einrichtung und Installation: 4,5 von 5 Punkten)

Bedienung

Die Bedienung erfolgt entweder direkt über das Touch-Bedienfeld an der Oberseite des Aktiv-Lautsprechers, oder via Fernbedienung. An der Touch-Oberfläche kann man unter anderem die Eingangsquelle und die Lautstärke änder. So befindet sich ganz links die Power Ein- und Stand-by Taste und direkt daneben die Auswahl der Bluetooth, AUX IN, OPTICAL IN und TV (HDMI-ARC Quelle-Auswahltasten. Zudem ist daneben die Lautstärke reduzieren, Start/Pause (für Bluetooth) bzw. Mute-Taste für alle anderen Quellen und die Lautstärke erhöhen Sensor-Taste. So viel zu den Tasten, die man direkt beim Vorbeilaufen oder hinlaufen, an die Ultima 40 Aktiv Lautsprecher zur Auswahl hat. Alles andere und deutlich ausführlicher (Klanganpassung usw.) wird, bzw. kann über die neuen Aluminium Fernbedienung geregelt werden.

Ganz oben links befindet sich der Power Ein-/Standby-Knopf. Damit lässt sich das System per Fernbedienung Ein-/Ausschalten. Hat man das Teufel Ultima 40 Aktiv Set jedoch wie ich, via HDMI-ARC-Anschluss mit dem Fernseher verbunden, schaltet sich das System automatisch mit dem Fernseher aus. Direkt daneben befindet sich die Taste, auf dem ein Mond, zusammen mit einer Wolke abgebildet ist. Dabei handelt es sich um die Nachtmodus-Taste. Betätigt man diese, wird die Lautstärke abgesenkt und die Mitten werden etwas angehoben. Dadurch soll man den Partner oder Mitbewohner beim Schlaf weniger stören, sodass man, damit auch wenn die Kinder oder die Frau schläft, problemlos eine weitere Folge der Lieblingsserie auf Netflix weiterschauen kann. Bei der dritten Taste ganz oben handelt es sich um die Mute-Taste, die wie der Name schon sagt, dazu dient, schnell den Ton stumm zu schalten und bei bedarf wieder zu aktiveren.

Unterhalb der eben erwähnten Tasten sind die Play-/Pause, Lauter/Leiser und Titel vor und Zurück tasten untergebracht. Zudem kann man mit der Lauter/Leiser und Titel vor und zurück Tasten durch das Menü navigieren. Diese Tasten, um in die Einstellungsmenüs zu gelangen, befindet sich direkt unter der „-“ Taste. In diesen Menüs kann man unter anderem die Höhen und den Bass im -9dB und +9dB Bereich einstellen, die Balance zwischen rechten und linken Lautsprecher bestimmen, Upmix und DRC (Dynamic Range Compression) an oder ausschalten, die Position der beiden Leitsprecher bestimmen, also welcher rechts und welcher links steht und die Distanz im +/-10 dB Bereich einstellen. Zudem können hier noch einige weitere Funktionen eingestellt werden, doch diese sind nicht für alle wichtig, lediglich die Helligkeit Einstellung des Dot-Matrix-Displays ist noch wichtig und ob dieses permanent angeschaltet sein soll, oder nach kurzer Zeit abgeschaltet wird. Das wird über die Taste, welche mit einer Sonne bzw. aufleuchtender LED versehen ist geregelt. Über die letzte Taste recht mit der Beschriftung Center, kann man Teufels bereits aus einigen anderen Produkten bekannte Dynamore-Center-Technologie aktiveren. Ist diese aktiviert, simuliert die verbaute Stereo Verbreitungstechnologie, einen Center-Kanal, sodass das Sound-Erlebnis gesteigert wird und man klanglich das Gefühl hat, dass noch ein Zentrale Speaker in der Mitte vorhanden wäre.

Zu guter Letzt, wechselt man mit den Tasten im unteren Bereich zwischen den verschiedenen Audio-Eingangsquellen umher und kann sich via INFO-Taste die aktuellen Systemparameter anzeigen lassen.

(Bedienung: 4,5 von 5 Punkten)

Klang

Nun gehe ich wohl nach dem optischen und Funktionales Aspekt, auf die eigentlich wichtigste Funktion eines Stereo-Standlautsprecher Systems ein, dem Klang. Doch wie gewohnt möchte ich euch zuvor einige technische Daten des verbauten Systems näher erläutern.

Wie bereits bei der Vorgängerversion kommt bei der neuen Generation der Teufel Ultima 40 Aktiv Standlautsprecher ein Drei-Wege-System zum Einsatz, welches in einem MDF-Gehäuse sitzt und mit Bassreflexröhren versehen ist. Somit befinden sich wie bereits eingangs erwähnt an der Rückseite von jedem der beiden Standlautsprecher gleich zwei große Bassreflexrohre mit Trompetenrohransatz, welche die entstehenden Luft-Strömungsgeräusche auf ein kleines Minimum reduzieren sollen. Im Aktiven Lautsprecher ist bei der Ultima 40 Aktiv Lautsprecherserie ein 2-Kanal Class-D Verstärker mit einer Gesamtausgangsleistung (RMS) von 260 Watt verbaut, daher ist ein externer Verstärker nicht erforderlich.

Dieser Verstärker treibt die unterschiedlichen Treiber, welche allesamt an der Schallwand verbaut sind an. Ganz oben befindet der 165 mm große Mitteltöner, welcher direkt durch sein goldfarbenes Membran auffällt. Dieser besteht wie bereits bei der Vorgängerserie aus einem Kevlar und Fiberglas Gemisch, welches sehr stabil sein soll. Im Zentrum befindet sich ein sogenannter Phase-Plug, welcher anstelle einer üblichen Staubschutzkappe (Dustcap) verwendet wurde. Diese Aluminium Phase-Plug ist starr und direkt mit der Schwingspule und Magneten verbunden. Dies hat nicht nur den klanglichen Vorteil, dass der Abstrahlwinkel präziser und Schallreflexionen minimiert werden, was eine Phasenverschiebung vermeiden soll. Sondern auch einen weiteren positiven Nebeneffekt, denn über den aus Aluminium gefertigten Phase-Plug, welcher mit dem Kern, also dem Inneren des Lautsprechers fest verbunden ist, wird die wärme schneller aus dem Bereich der Schwingspule gefördert. Damit der Mitteltöner nicht negativ von den bedien Tieftönern beeinflusst wird, befindet dieser sich oben im Gehäuse und ist hier separat isoliert von den anderen Treibern.

Nur wenige Zentimeter unter dem Mitteltöner, befindet sich der 25 mm große Hochtöner. Dieser ist ebenfalls mit einer Neuerung versehen worden. So ist vor dem Hochtöner ebenfalls ein Phase-Plus und zusätzlich ein sogenannter Waveguide montiert. Dieser bündelt die abgestrahlten Schallwellen und erzeugt somit einen nahezu linearen Frequenzgang bzw. versucht diesen auch weitestgehend zu verstärken und die sonst vorkommenden Überlagerungen der Phasen zu minimieren.

Für den Bass sind weiterhin je Lautsprecher zwei 165 mm große Tieftöner zuständig. Diese bestehen aus einem Verbund aus Fiberglas, sowie Zellulose und wurde zusätzlich laut Teufel mit einer Beschichtung versehen. Der passive Ultima 40 Lautsprecher kommt aufgrund des etwas größeren Netto-Volumen auf einen Frequenzbereich von 45- 20.000 Hz und der aktive aufgrund der zusätzlichen Elektronik, welche im inneren des Gehäuses verbaut wurde auf 39 – 20.000 Hz.

So viel zu der verbauten Technik usw. doch viel wichtiger ist doch die Frage, wie gut klingt das ganze verbaute Set-up im Test. Am besten kommt der Klang natürlich beim Zuspielen von Musik via Bluetooth oder beim ansehen von Filmen via Blu-Ray oder Netflix und Co. zur Geltung. Den Klang würde ich persönlich als neutral und sehr ausgeglichen bezeichnen. Klar kann man die Höhen und den Bass noch im Klangmenü den eigenen Vorlieben weitestgehend anpassen, doch ich beurteile das ganze im Standard-Wert wie Teufel das Set ausliefert. Die wiedergegebenen Bässe der insgesamt vier Tieftöner sind keinesfalls übertrieben (Voraussetzung, die Standlautsprecher stehen nicht zu nah an der Wand), können mit einer knackigen und druckvollen Wiedergabe überzeugen. Dies funktionier übrigens auch bei sehr Hohen Pegeln, bei denen das Lautsprecherpaar erst richtig anfängt Spaß zu machen, jedoch kann das Ultima 40 Aktiv Set nicht nur laut, sondern auch leise überzeugen. 

Bei meiner Cinebar One+ ist es noch so, dass wenn ich die Dynamore-Technologie zuschalte, der Klang zwar breiter klingt, jedoch geht dabei die Sprachverständlichkeit, also die Stimmen etwas verloren. Hier muss ich Teufel loben, denn bei der Ultima 40 Aktiv Serie ist dieses Problem nahezu minimiert. Man bekommt das Gefühl, als hätte man unter dem Fernseher noch ein Central-Speaker stehen, ohne dass aufgrund der Technologie die Klangqualität abstriche machen muss. Ebenso wie der Bass kommen somit auch die Mitten sehr eindringlich rüber und werden sehr blühend wiedergeben. Dasselbe gilt auch für die Höhen, welche detailreich, hochauflösend und sehr sauber beim Hörer ankommen. Nicht umsonst galt schon die Vorgängerserie der Teufel Ultima 40 Aktiv Lautsprecher Serie als bestes Lautsprecherpaar in ihrem Preissegment. Die Räumliche Abbildung konnte mich persönlich mit einer sehr guten und stabilen Ortbarkeit überzeugen und somit ist das Klangbild sehr räumlich und realistisch.

Die maximale Lautstärke des Ultima 40 Aktiv Lautsprecherpaars ist natürlich ebenfalls enorm hoch. Somit kann man, wie Teufel selbst angibt, einen Raum von bis zu 35 qm ausreichend beschallen. Natürlich hört man das Set noch deutlich weiter auf maximaler Lautstärke, doch dabei würde der Klang deutlich an Qualität verlieren und wie es üblich ist, nimmt man von weiten Weg nur noch den kräftigen Bass wahr. So ist es ja auch bei einem Konzert usw.

(Klang: 5 von 5 Punkten)

TEIL 3

bestehend aus „Preis/Leistung“ entspricht 10% der Gesamtwertung

Beschreibung

Mit der neuen Ultima 40 Aktiv Serie, hat Teufel die schon davor äußerst beliebten und sehr gut verkauften Standlautsprecher mit und ohne integrierten Verstärker (Ultima 40) sehr gut verkauft. Nun hat man die Optik meiner Meinung nach noch einmal aufgewertet, den Komfort mit dem verbauten Dot-Matrix-Display, der Touch-Oberfläche und der neuen Aluminium Fernbedienung deutlich verbessert und das Klangbild in den Höhen weiter entwickelt. 

Teufel wirbt das Ultima 40 Aktiv Standlautsprecher-Set aufgrund der unterschiedlichen Anschlüsse an der Rückseite als „One for all“ und als perfekter Allrounder. Klanglich konnte mich die neuen Standlautsprecher auf jeden Fall sehr überzeugen.

Preis/Leistung

Die neue Teufel Ultima 40-Serie ist in mehreren Ausführungen erhältlich. Zum einen als reine Standlautsprecher ohne integrierten Verstärker für 499,99€ (UVP), mit integrierten Verstärker als Ultima 40 Aktiv für eine UVP von 899,99€ (so habe ich diese hier vorgestellt). Jedoch gibt es auch das Ultima 40 Aktiv Surround 4.0-Set für 1199,99€ (UVP), welches mit zwei zusätzlichen Rear-Boxen Namens „Effekt“ daher kommt. Letzteres ist eigentlich mein Testgerät, aber im Test wollte ich euch zuvor nur einmal die reinen Standlautsprecher vorstellen, da nicht jeder von euch die zusätzlichen Rear-Lautsprecher aufstellen kann, aufgrund des verfügbaren Platzes oder des Geldbeutels. Die beiden Rear-Boxen „Effekt“ stelle ich natürlich in Kürze in einem weiteren Testbericht genauer vor.

Mit dem Teufel Ultima 40 Aktiv-Set erhält man für 899€ ein klanglich, funktionell und optisch hervorragendes Aktivlautsprecher-System, welches im Test absolut überzeugen konnte.

TEUFEL ULTIMA 40 AKTIV STANDLAUTSPRECHER

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unter Berücksichtigung aller Teilwertungen

 Wir bedanken uns beim Hersteller für die Bereitstellung des Produktes. Zu unseren Grundsätzen

Link zum Hersteller: Teufel.de

OnePlus Bullets Wireless 2

Vor Kurzem hat OnePlus nicht nur das neue OnePlus 7 und OnePlus 7 Pro vorgestellt, sondern auch gleich noch die neuen OnePlus Bullets Wireless 2.

Diese hat das Unternehmen gegenüber den Vorgängern in zahlreichen Bereichen weiter optimiert. So hat das Unternehmen um einige Beispiele vorab zu nenen: Neue Treiber für einen feineren Klang verbaut, dazu wurde noch Bluetooth 5.0 integriert und sogar der aptX-HD Codec hat den Einzug erhalten. Das Trage-Konzept hat OnePlus jedoch beibehalten, es gibt also wie bereits bei der 1. Generation der Bullets ein Nackenbügel, der via Kabel die beiden Ohrhörer verbindet. So viel zu einigen Updates der neuen Generation, doch wie diese im Test abgeschnitten haben, erfahrt ihr in folgendem Testbericht, denn ich habe die neuen OnePlus Bullets Wireless 2 knapp 4 Wochen getestet.

TEIL 1

Bestehend aus „Verpackung/Design/Verarbeitung“ entspricht 25% der Gesamtwertung

Verpackung

Die Verpackung der neuen OnePlus Bullets Wireless 2 ist relativ kompakt und schlicht in Weiß gehalten. Direkt auf der Vorderseite der Verpackung werden die OnePlus Bullets Wireless 2 komplett abgebildet und zudem prangt für OnePlus typisch an der Oberseite das rote/weiße OnePlus Firmenlogo und unten rechts der Name der In-Ear Ohrhörer. Dreht man die Verpackung um, findet man ganz oben die Hinweise, dass OnePlus bei der Entwicklung bzw. Technologie, Produkte von Qualcomm (für den Audio Codec: aptX HD) und Knowles (Treiberentwicklung) zusammengearbeitet hat. Des Weitern sind im unteren Drittel die Seriennummer (S/N) und einige weitere technische Daten in Chinesisch und Englisch aufgelistet.

Hebt man der Deckel von dem untern Teil der Verpackung ab, kommt direkt ein roter Einsatz zum Vorschein. Auf diesem sind die Kopfhörer mit schwarzer Farbe aufgedruckt und die Außenseite schaut durch zwei Löcher hervor. Hier merkt man wieder erneut, dass OnePlus sehr viel Wert auf ein besonders Verpackungsdesign legt. Öffnet man diese weitere rote Verpackung an der Rückseite, dann kommt der komplette Lieferumfang sehr ordentlich verstaut zum Vorschein. Die In-Ears befinden sich zum Teil in der Silikontasche, in der sich auch das kurze USB-Typ-C Ladekabel befindet. Die weiteren Silikon Ohrtips sind in einer transparenten Kunststoff Verpackung verpackt und sind direkt über der Tasche zu finden. Zum Lieferumfang der Ohtips gehören ganze vier Paar Ohrgummis (ein Paar ist bereits montiert). Zur Auswahl stehen die Größen: S; M und L.

(Verpackung: 4 von 5 Punkten)

Design

Wie bereits eingangs erwähnt, hat sich beim Design auf den ersten Blick nicht so viel getan. Beide In-Ear Ohrhörer sind via Kabel und einem dickeren Silikon-Nackenbügel miteinander verbunden. Der flexible mit einer leichten gummierten Oberfläche überzogene Nackenbügel ist etwas dünner gehalten und mündet jeweils links und recht in zwei etwas breite Enden, welche aus Kunststoff hergestellt wurden. Von hier ab verläuft je ein dünnes knapp drei Millimeter dicke Kabel zu jedem der beiden In-Ear Ohrhörer. 

Die OnePlus Bullets Wireless 2 können, sofern einen das gummierte Nackenband nicht stört, problemlos beim Sport genutzt werden. Schließlich bieten diese durch die Fertigung aus Kunststoff einen guten Schutz vor Schweiß und zudem durch den Nackenbügel einen sicheren halt, was das Herunterfallen der Ohrhörer angehet. Doch wie bereits beim Smartphone, dem OnePlus 7 Pro verliert der Hersteller auf der Produktseite kein Wort über den Schutz vor Wasser und Schweiß, dies liegt daran, dass es auch hier keine offizielle Zertifizierung gibt, denn diese hat man sich auch hier gespart.

Der Großteil der Elektronik ist wie bei allen In-Ear Ohrhörer mit dieser Bauweise (Nackenbügel) in den beiden dickeren Enden und den beiden Ohrhörern selbst verbaut. Gesteuert wird die Musik über eine typische 3-Tasten-Fernbedienung, die sich beim Tragen etwa auf der oberen Höhe des Halses, zum Übergang des Kiefers befindet. 

Die Musik steuert man über den mittleren Knopf, bei dem es sich um die Play/Pause-Taste handelt. Die beiden anderen Taste „Plus und Minus“ dienen lediglich dazu, die Lautstärke zu erhöhen oder abzusenken. Wohingegen man mit der Mittleren-Taste nicht nur wie eben erwähnt, die Musik pausieren kann, sonder durch Längeres betätigen über einer Sekunde, den Sprachassistenten (Google und CO.) aktiviert und Anrufe annehmen, sowie beenden kann. Was ich persönlich bei der Belegung der Tasten sehr schade finde, ist die Funktion das aktuell wiedergegebene Lied zu überspringen oder ein Titel zurückzuspringen. Zwar kann man nämlich mit einem schnellen Doppelten drücken der mittleren Taste einen Song vorspringen. Doch jetzt kommt das Problem, denn man kann nicht zurückspringen. Dafür gibt es meiner Meinung nach etwas enttäuschend keine Funktion. Hier hätte man entweder die Plus und Minus Taste mit einer doppelten Druck-Funktion belegen können oder z. B. bei dreimaligem drücken der mittleren Taste springt man einen Titel zurück. So ist das ganze einfach etwas weniger durchdacht und nur umständlich übers Smartphone möglich. 

Auf der Rückseite der Fernbedienung befindet sich praktischerweise ein kleines Mikrofon. Diese verbauen viele Hersteller mit Nackenbügel und Fernbedienung an dieser Stelle, schließlich macht dies hier auch am meisten Sinn. Beim Tragen ist es nämlich der Bereich, welcher am nächsten zum Mund gerichtet ist. Am dickeren Ende an der linken Seite befindet sich an der Außenseite der Power-Knopf, mit dem die In-Ears logischerweise Ein-/Ausgeschaltet werden können. Zudem ist direkt daneben eine kleine Status-LED verbaut und auf der schmaleren Seite der USB-Typ-C Ladeport, über welchen man mithilfe des mitgelieferten Ladekabel den Akku wieder mit Strom versorgen kann. Zu guter Letzt prangt an dieser Seite noch der graue OnePlus Schriftzug. 

Dies war soweit der Teil, bei dem sich die neuen Bullets Wireless 2 nicht sonderlich von dem alten Modell unterscheiden. Kommen wir zu dem äußerlich direkt auffallenden Unterschied, zu den In-Ears selbst. Diese hat OnePlus nämlich grundlegend verändert. Bei der Vorgängerversion setzte man noch auf einen Ohrbügel, der für einen zusätzlichen sicheren halt, bei sportlichen Tätigkeiten sorgen sollte. Bei den neuen Bullets Wireless 2 hat OnePlus diese direkt in das Gehäuse integriert, sodass man sich hier für die Gehäuseform der Ohrhörer, laut eigenen Aussagen von den Seemuscheln (Nautilus-Spirale) inspirieren hat lassen. Dies soll für eine noch bessere Passform sorgen.

Ebenso setzt man nun nicht mehr auf ein Kunststoff, sondern auf ein Hochglanz Edelstahl Gehäuse, an dessen Außenseite hat OnePlus wie bereits bei den Bullets Wireless der 1. Generation Magnete verbaut. Dies ist sehr praktisch, denn zum einen kann man so bei nicht gebrauch, beide Ohrstöpsel miteinander zu einer Art Kette verbinden, sodass man diese nicht verliert und zudem wird dabei automatisch die Wiedergabe der Musik pausiert. 

Praktisch ist auch das man die Bullets Wireless 2 bei Nichtgebrauch, einfach zusammenknüllen kann und in die Aufbewahrungstasche oder auch in die Hosentasche verstauen kann. Nimmt man diese wieder aus der Tasche, dann springt diese wieder in die Ausgangsposition zurück. Somit werden wie bei bei einigen anderen Herstellern Kabelbrüche vermieden und ein verknoten der Kabel, ist quasi unmöglich.

(Design: 4,5 von 5 Punkten)

Verarbeitung

Sowohl die Verarbeitung als auch das zum Teil neue Design der OnePlus Bullets Wireless 2 Ohrhörer, gefällt mir ganz gut. Bei der Verarbeitung der unterschiedlichen Materialien gibt es kaum etwas zu bemängeln. Die Spaltmaße sind gleichmassig und es stören keine unangenehmen Kanten der Übergänge.

Das Gehäuse der Ohrstöpsel aus Edelstahl ist deutlich hochwertiger und hübscher als das der alten Bullets Wireless, welches noch aus Kunststoff gefertigt wurde. Das Nackenband machen einen sehr stabilen sowie bruchsicheren Eindruck und auch an einen aktuellen USB-Typ-C Lade-Anschluss, hat man gedacht. Was sehr positiv ist, denn leider setzten ansonsten immer noch viele Hersteller selbst im Jahr 2019 auf den älteren Micro-USB-Anschluss.

Das Gewicht der In-Ear ist angenehm leicht und zudem ist an den Ohren bauartbedingt kaum ein Gewicht zu spüren, da der schwerste Teil des Kopfhörers um den Nacken aufliegt. Somit trägt sich der Kopfhörer beim normalen laufen, sitzen usw. sehr angenehm und ermöglich eine lange Tragezeit.

(Verarbeitung: 4,5 von 5 Punkten)

TEIL 2

bestehend aus „Funktion des Produktes“ entspricht 65% der Gesamtwertung

Kopfhörer-ArtIn-Ear-Ohrhörer
KategorieBluetooth Kopfhörer
FarbeSchwarz
TrageartNackenbügel
Gewicht39 Gramm
MaterialKunststoff, Gehäuse der Ohrhörer aus Edelstahl
Tönerje Seite, zwei Knowles Freischwinger und eine 10 mm Schwingspule
Akkulaufzeitbis zu 14 Stunden, mit Warp Charge 30 Schnellladefunktion (separates Netzteil erforderlich)
Ladezeit10 Minuten laden, für 10 Stunden Musikwiedergabe (Warp Charge 30 Schnellladegerät erforderlich)
Frequenzbereich20 Hz – 20 kHz
Lieferumfang1x Paar Bullets Wireless 2
1x Aufbewahrungsbeutel
 3x Silikon-Ohrhörer (S,M,L)
1x Bedienungsanweisung
1x USB-Typ-C-Ladekabel
1x Sicherheits- und Garantiekarte
Technische Daten der OnePlus Bullets Wireless 2

Tragekomfort

Die auch von vielen anderen Herstellern benutzen Ausführung der Bluetooth In-Ear Ohrhörer mit Nackenband hat sowohl Vor-, als auch Nachteile. Daher ist es normalerweise so, dass man entweder Fan von der Ausführung mit Nackenband ist, oder eben total abgeneigt davon ist. Hier sind die Vorlieben wie glücklicherweise bei vielen anderen Dingen verschieden.

Ein großer Vorteil der Ausführung von In-Ear Ohrhörer mit gummierten Nackenbügel, ist der Tragekomfort. Ok, dieser ist hier auch wieder etwas umstritten, denn die eine mögen diesen, die anderen aber wiederum nicht. Der Vorteil darin liegt jedoch zum einen an der Gewichtsverteilung, denn durch den angenehm weich gummierten Silikon-Nackenbügel, verteilt sich das Gewicht sehr gleichmäßig über den Nacken und das Gewicht, welches sonst bei kabelgebunden oder anderen In-Ears an den Ohren lastet, wird vom Nackenbügel aufgenommen. Ein weiterer Vorteil ist dass abnehmen und baumeln lassen eines, öder beiden Ohrhörer. Denn sollte man aufgrund einer sportlichen Tätigkeit im Sportstudio oder im Zug, wegen einer Unterhaltung kurz einen Ohrhörer aus dem Ohr herausnehmen wollen, kann man diesen ohne sorgen herunterbaumeln lassen. Dieser fällt anschließend definitiv nicht auf den Boden, da der Nackenbügel das Gewicht ohne, dass dabei der andere herausfällt, abfängt. In dem Fall, dass beide In-Ears nicht gebraucht werden, können diese einfach hängen gelassen werden, wodurch ein wieder Vorteil entsteht. Schließlich hat OnePlus auch bei den neuen Bullets Wireless 2 die Ohrhörer Außenseite jeweils mit Magneten ausgestattet. Damit lassen diese sich zum einen bequem und einfach zu einer Art „Kette“ verbinden und ein weiterer Feature ist, dass beim Zusammenführen der magnetischen Verbindung die Musik automatisch pausiert. Trennt man diese wieder, wird die Musik direkt über die In-Ears fortgesetzt.

Als Sport In-Ear Kopfhörer, könnte man die neuen OnePlus Bullets Wireless 2 eigentlich auch gut beschreiben, denn der gummierte Nackenbügel trägt sich nicht nur im Alltag, sondern auch beim Sport keinesfalls unangenehm. Allerdings muss ich hier auch einen Punkt erwähnen, der vielleicht bei einigen dafür sorgt, dass In-Ear Ohrhörer mit Nackenbügeln nicht bei jedem beliebt sind. Hier ist einigen ein eventuell dünneres Kabel oder ein True-Wireless Modell, welche immer mehr auf den Markt kommen beliebter. Grund ist nicht der Sitz beim Sport, denn dieser ist sehr gut, sondern das Nackenkabel beim Joggen im Freien oder im Sportstudio auf dem Laufband. Dieses springt hier nämlich immer wieder auf und ab, was eben einige stören könnte.

(Tragekomfort: 3,5 von 5 Punkten)

Klang

Nun zum eigentlich wichtigsten Thema bei einen Kopfhörer, dem Klang. Wie schneiden die neuen OnePlus Bullets Wireless 2 hier ab und hat OnePlus hier etwas gegenüber der 1. Version verändert?

Kurz in wenigen Worten zusammengefasst, ja, OnePlus hat sogar einiges verändert und optimiert. Auf der technischen Seite setzt man nun an jeder Seite auf zwei Freischwinger (für die Höhen zuständig) aus dem Hause Knowles und eine 10 Millimeter große Schwingspule (für Mitten und tiefere Töne). Daher sind es nun im Prinzip drei Treiber in jedem Ohrhörer.

Dadurch verspricht OnePlus einen überlegenen Klang, der stark und Premium sein soll. Doch ob das das so ist, hab ich wie üblich in einem persönlichen Klangtest ausführlich über einen längeren Zeitraum mit verschiednen Musiktiteln und Genres ausprobiert. Für die besser Klangqualität ist jedoch ein Android Smartphone erforderlich. Dieses sollte zudem ebenfalls aptX HD Kompatible sein, da dies die neuen Bullets Wireless 2 ebenfalls unterstützen. Apple iPhone User schauen hier jedoch etwas in die Röhre, denn der von Apple genutzt Audio-Codec, AAC wird nicht unterstützt, somit müssten sich diejenigen mit dem SBC-Codec zufriedengeben.

Kommen wir nur zu meinem Empfinden der Tonqualität. Ich muss sagen, der Klang ist für In-Ear Kopfhörer unter 100€ sehr gut, jedoch auch nicht wirklich besonders, sodass dieses sich klar von den anderen in dieser Preisklasse abhebt. 

Der Klang ist bei mittlerer Lautstärke etwas wärmer abgestimmt, was jetzt nicht bedeutet, dass man hier einen zu sehr Bassbetonten In-Ear Ohrhörer erhält, der mit einem total überzogenen und dröhnenden Bass zu überzeugen versucht. So ist es nämlich nicht, der Bass ist druckvoll und sehr sauber im Tiefgang. Die Mitten sind zwar etwas zurückhaltend, doch beim Hören von Podcasts haben diese mir gut gefallen. Aber auch so, bei Gesangstimmen konnten die Mitten mich mit einer Griffigkeit zufriedenstellen. Bei den Höhen hat OnePlus bzw. Knowles sehr gut Arbeit geleistet, denn diese sind strahlend und gut hochauflösend. Soweit zur mittleren Lautstärke dreht man den Pegel hoch, was die neuen Bullets Wireless 2 ebenfalls sehr laut können, dann ist das Klangbild für mich nicht mehr ganz zu gut. Hier werden die Höhen etwas zu schrill und daher empfehle ich persönlich nicht nur aus dem Grunde der Gehörschutz, lieber die Musik dezenter und vor allem klanglich besser zu hören.

Wenn man unterwegs in der Stadt, Stadtbahn, oder im Bus Musik hört, möchte man diese natürlich möglichst ungestört, also ohne groß vom Umgebungslärm gestört zu werden machen. Dafür gibt es natürlich in einigen Over- und In-Ear Kopfhörern ANC. Dies kommt jedoch bei den OnePlus Bullets Wireless 2 nicht zum Einsatz, doch dennoch bin ich mit der Umgebungsisolierung durchaus zufrieden. Voraussetzung ist hier jedoch, wie auch für einen guten Klang, die Wahl der richtigen Ohrtips. Für diese Auswahl sollte man alle Größen, die im Lieferumfang dabei sind ausprobieren. Schließlich beeinflusst dies nicht nur enorm den Klang, sondern auch die Umgebungsisolierung.

Das Mikrofon, welches zum telefonieren genutzt wird, befindet sich auf der Rückseite der kleinen Drei-Tasten Fernbedienung. Die Gesprächsqualität ist eher mittelmäßig. Zwar teile mir mein Gesprächspartner auf Nachfrage mit, dass er mich laut und gut verständlich hörte, aber beklagte sich über ein permanentes Hintergrundrauschen, wofür meiner Meinung eventuell die neue Qualcomm® cVc™ Geräuschunterdrückungstechnologie verantwortlich sein könnte. Dasselbe hört man auch selbst, wenn man die Bullets 2 eingeschaltet und ohne Musik in den Ohren hat. Bei laufender Musik ist dies jedoch nicht mehr wahrnehmbar.

Bei der Latenz, der Verzögerung von Ton zum Bild bei Filmen, kommt es drauf an, welches Gerät ihr nutzt. So konnte ich zusammen mit dem OnePlus 7 Pro kaum eine Verzögerung feststellen, was jedoch mit einem Huawei Mate 20 eines Freundes wiederum nicht der Fall war. Bei meinem iPhone X konnte ich wiederum ebenfalls eine Verzögerung von etwa einer Sekunde feststellen.

(Klang: 4 von 5 Punkten)

Ausstattung

Akku

Laut eigenen Aussagen hat man die Akkulaufzeit der neuen OnePlus Bullets Wireless 2 gegenüber der 1. Generation noch einmal deutlich verbessert. Man verspricht hier nun eine Akkulaufzeit von bis zu 14 Stunden. Diese konnte ich zwar nicht ganz erreichen, aber zusammengerechnet kam ich auf etwas 13 Stunden. Die Laufzeit hängt jedoch wie immer von der eingestellten Lautstärke ab. 

Hier ist es auch sehr praktisch, immer wenn man die Kopfhörer beim Training usw. nicht braucht auszuschalten oder die Magnetische Zusammenführung der Ohrhörer-Rückseiten zu nutzen. Denn wie bereits erwähnt, unterbricht dies die Musik und pausiert diese automatisch, was sich definitiv positiv auf die Akkulaufzeit auswirken kann. Jedoch sollte man z. B. beim verstauen in der Tasche darauf achten, dass man diese nicht nur per Magnetrückseite pausiert, sondern lieber ganz ausschaltet. Sonst kann es vorkommen, dass sich beim Laufen oder verstauen von weiteren Gegenständen die Verbindung trennt und dadurch spielt die Musik weiter oder man bekommt einen Anruf, und wunder sich, warum die Gesprächsperson nicht gehört wird bzw. warum diese einen nicht hört. Spätestens dann fällt einem nach etwas Überlegung ein, dass sich eventuell die Verbindung getrennt hat.

Ebenso wichtig, wie eine ordentlich lange Akkulaufzeit, ist natürlich mittlerweile die Ladezeit. Schließlich möchte man, nachdem der Akku leer ist, nicht ewig warten, bis man wieder weiter Musik hören kann. Dafür hat OnePlus die aus dem neuen OnePlus 7 Pro bekannte Warp Charge 30 Technologie integriert. Damit ist es möglich, dass bereits 10 Minuten Ladezeit für 10 Stunden Musikwiedergabe ausreichen sollen. Nachteil ist hier jedoch, dass OnePlus bei den Bullets Wireless 2 lediglich ein USB-Typ-C Ladekabel mitliefert. Dies bedeutet, dass man für das Schnelladen noch das passende Schnelllade-Netzteil benötigt. Wer ein neues OnePlus 7 Pro besitzt, kann dies dafür verwenden, alle andere müssen sich für den schnellen Ladevorgang ein passenden kaufen. 

Bluetooth & Signalqualität

Bei den neuen OnePlus Bullets Wireless 2 hat man eine Schnellkupplung integriert. Diese kann jedoch nicht für alle genutzt werden, sondern ist folgenden OnePlus Smartphones vorenthalten: OnePlus 5/5T/6/6T/7/7 Pro. All diese Geräte lassen sich wirklich sehr leicht und vor allem schnell mit den In-Ears verbinden. Dazu reicht es einfach die neuen Bullets Wireless 2 neben das Smartphone zu halten, einzuschalten und schon erscheint ein Pop-Up Fenster, das fragt, ob sich das Smartphone mit den In-Ears koppeln soll und fertig. Alle anderen Android- und iOS-User bleibt hingegen der normale weg der Verbindung über die Bluetooth-Einstellungen.

Eine weitere durchaus nützliche Funktion ist das schnelle Wechseln zwischen Zweier bereits verbunden Geräte. Dazu kann man z. B. vom Smartphone, mit dem man gerade unterwegs Musik gehört hat, durch zweimaliges Doppelklicken auf den Power-Knopf schnell und völlig automatisch zum iPad wechseln, auf dem man nach dem Work-outs einen entspannten Film via Netflix schauen möchte. Die Bluetooth Reichweite liegt bei etwa 12 Metern.

Zubehör

Die OnePlus Bullets Wireless 2 kommen wie bereits eingangs erwähnt mit einer Silikontasche, welche via Magnetverschluss geschlossen wird, daher. Diese erinnert mich persönlich sehr an die Ausführung, welche auch Beats bei den Beats X mitgeliefert hatte. 

Vielleicht ist nicht jeder ein Fan dieser Tasche, doch für mich hat diese kleine Tasche im Alltag ihren Zweck absolut erfüllt. Man kann die OnePlus Bullets Wireless 2 einfach zusammenknüllen und darin verstauen. Braucht man die Ohrhörer dann wieder, holt man diese einfach heraus und dank dem besonderen Kabel, verknoten sich hier nichts. Alles springt wieder in die ursprüngliche Ausgangsform zurück.

(Ausstattung: 4 von 5 Punkten)

TEIL 3

bestehend aus „Preis/Leistung“ entspricht 10% der Gesamtwertung

Beschreibung

Mit der nun 2. Generation der Bullets Wireless hat OnePlus die In-Ear Kopfhörer an vielen wichtigen Bereichen verbessert. So bieten diese ein sehr ordentliches Klangbild, eine gute Isolierung und mit bis zu 14 Stunden eine ausreichend lange Wiedergabezeit. Die weiteren Extras wie z. B. das schnelle Koppeln mit OnePlus Smartphones (ab OnePlus 5) ermöglicht zudem ein sehr einfaches verbinden und dank der Schnellwechsel-Funktion ist es durch zweimaliges Tippen auf den Verbindungsknopf möglich, zwischen zwei Geräten umher zu wechseln. Daher sind die neuen Bullets Wireless 2 ein würdiger Nachfolger der Vorgängerversion und ein sehr guter Begleiter für den Alltag.

Preis/Leistung

Die UVP der neuen OnePlus Bullets Wireless 2 liegt zum Marktstart bei einem Preis von 99€. Dadurch ist die 2. Generation zwar genau 30 € teurer, als die alte Version. Doch aufgrund vieler Optimierungen ist das Preis-Leistungs-Verhältnis immer noch sehr gut. Wer von euch daher preislich gute In-Ears sucht, dürfte mit den neuen Bullets Wireless 2 sicherlich zufrieden sein. Klanglich waren diese auch mit meinem iPhone, trotz fehlenden AAC-Codec gut, somit können auch Apple-Device Nutzer getrost zu den In-Ears greifen. Vorausgesetzt einen persönlich stört das etwas dickere Silikon Kabel am Nacken nicht. Denn nicht jeder bevorzugt dies, da es sich vor allem im sportlichen Bereich bei einigen Sportarten wie z. B. auf dem Laufband Joggen als stören erweisen kann. Doch hier ist wie so oft bei jedem das Empfinden anders und daher würde ich das ganze bei Interesse an den OnePlus Bullets Wireless 2 einfach ausprobieren und den persönlich entscheiden.

testr Gesamtwertung

unter Berücksichtigung aller Teilwertungen

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OnePlus 7 Pro

Vor Kurzem hat das Unternehmen OnePlus sein neustes Smartphone bzw. die neusten Smartphones vorgestellt. Zum ersten Mal hat man somit gleich zwei Geräte vorgestellt. Das kleinere und günstiger OnePlus 7, welches weiterhin mit Tropfen-Notch daher kommt und das neue Premium Gerät, das OnePlus 7 Pro mit einer sogenannten Pop-up Kamera.

Ich habe mir für euch das neue Premium Smartphone OnePlus 7 Pro näher angeschaut. Dieses kommt mit einer sehr guten Ausstattung und der gewohnten schnellen Software daher. Ob sich der Kauf des ab 709€ (UVP) erhältliche Gerät lohnt erfahrt ihr in folgendem Testbericht. 

ONEPLUS 7 PRO

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TEIL 1

Bestehend aus „Verpackung/Design/Verarbeitung“ entspricht 25% der Gesamtwertung

Verpackung

Bei der Verpackung bleibt OnePlus seinem Design sehr treu. Daher kommt auch das neue OnePlus 7 Pro in einer fast komplett in Weiß gehaltenen Verpackung daher. Diese ist wie üblich mit einer sehr angenehmen Beschichtung versehen. Auch beim neuen Smartphone verrät die Verpackung recht wenig über das Gerät, doch wer möchte hier schon eine mit zahlreichen technischen Daten bedruckte Verpackung haben.

Auf dem Deckel der Verpackung ist dieses Mal nicht die Zahl 6, sondern logischerweise die „7“ zu sehen. Diese steht nämlich, wie soll es auch anders sein, für das OnePlus 7. Diese große Zahl ist etwas vertieft im Deckel eingelassen und mit einer gebürsteten Aluminium Optik versehen. Direkt neben der großen Zahl ist etwas kleiner und schon fast unscheinbar der Schriftzug „PRO“ eingeprägt. Darüber ist im oberen Zentrum das typische rote OnePlus Firmenlogo abgebildet.

  Betrachtet man die linke Seite, kann man hier den Namen des Smartphones OnePlus 7 Pro lesen und auf der gegenüberliegenden Seite den Satz „Go Beyond Speed“. Dieser Satz war dieses Jahr das Motto, mit dem das neue OnePlus 7 Pro in London am 14. Mai 2019 vorgestellt wurde.

Die rote Unterseite der Verpackung ziert wie bei vielen anderen Smartphone-Herstellern der typische Aufkleber. Dieser ist mit den Informationen zur Farbe des Smartphones, die Speicherkapazität und die Modellbezeichnung bedruckt. Zudem findet man hier natürlich auch die S/N-Nummer, IMEI1 und IMEI2 und einige weitere Siegel.

Entfernt man den Decken der Verpackung, kommt eine rote Kartonage zum Vorschein. In dieser befindet sich neben einer transparenten Hülle, der typische Information-Brief, bei dem sich der Gründer Pete bedankt und kurz etwas zu OnePlus schreibt. Des Weiteren liegen hier noch einige OnePlus Aufkleber, eine Art Kurzanleitung, eine Broschüre mit Sicherheitsinformationen, das Sim-Tool und eine Visitenkarte bei.

Unter dieser roten Kartonage liegt das OnePlus 7 Pro sicher zentriert und somit geschützt in der Verpackung. Zum zusätzlichen Schutz ist das Gerät noch in einer matten Folie verpackt. Diese Folie hält jedoch auch einige Informationen bekannt. Genauer gesagt, findet man diese auf der Rückseite. Dort wird einem mitgeteilt das der NFC-Sensor unterhalb der Kamera platziert wurde und wie die SIM-Karte eingelegt wird. 

Unter dem Smartphone verbirgt sich noch der restliche Zubehör, bei dem es sich um ein rotes USB-Typ-C Ladekabel und ein 30 Watt Netzteil handelt. Ein USB-Typ-C auf Klinke-Adapter, legt das Unternehmen ebenso wenig wie In-Ear Kopfhörer bei.

(Verpackung: 4 von 5 Punkten)

Design

Während es sich bei dem „normalen“ OnePlus 7 im Prinzip um eine aufgefrischte Version des OnePlus 6 T handel. Hat das Unternehmen mit dem OnePlus 7 Pro ein nahezu komplett neues Gerät vorgestellt. Das neue OnePlus 7 Pro ist aktuell in drei Farben erhältlich: Mirror Gray (hochglänzende dunkelgraue Rückseite), Almond (hochglänzende Beige Rückseite) und die Farbe meines Testgerätes Nebula Blue. Hierbei handelt es sich um eine von oben beginnend dunkelblau Farbe, welche nach unten hinweg in einen helleren Blauton übergeht. Bei allen neun Geräten setzt OnePlus wieder auf eine Glasrückseite, welche je nach Modell hochglänzenden oder mit einem matten Finnisch versehen wurde.

Bei Letzteren (auch mein Testgerät) verwendet OnePlus erneut ein spezielles Herstellungsverfahren, bei dem das Glas mit einer milchigen Oberfläche versehen wurde. Diese Oberfläche gefällt mit persönlich sehr gut, denn diese Oberfläche ist nicht nur leichter zu fotografieren, sondern auch deutlich immuner gegen Fingerabdrücke. Hier sind hochglänzende Geräte der ganzen anderen Hersteller, sowie die beiden anderen OnePlus 7 Pro Geräte, die auf hochglänzenden Glasrückseiten setzen deutlich anfälliger. Doch das ganze hat auch einen Nachteil, so neigt meiner Meinung nach das Gerät sehr, aus der Hand zu gleiten. Dies wird jedoch zudem durch die Abgerundete langen Seiten an Vorder-, sowie Rückseite verstärkt. Wie bereits beim OnePlus 6T und dessen Vorgänger verzichtet das Unternehmen trotz des Einsatzes einer Glasrückseite auf die Möglichkeit des kabellosen Ladens. 

Genau wie die meisten anderen Smartphone-Hersteller besteht der Rahmen des OnePlus 7 Pro aus Aluminium, welcher mit einer dickeren hochglänzenden Lackierung versehen wurde. Dieser Rahmen hält wie bei aktuell sämtlichen Smartphones mit Glas Vorder- und Rückseite beide hälften sicher zusammen und sorgt zudem für eine hohe Stabilität. 

Beim OnePlus 7 Pro handelt es sich um das bisher größte Smartphone des Unternehmens. Wer hier wie z. B. ich der Meinung ist, ein aktuelles iPhone XS Max mit 6,5 Zoll oder das Huawei P30 Pro mit 6,47 Zoll sei zu groß, für denjenigen ist das neu OnePlus 7 Pro sicherlich zu groß. Schließlich wurde dies mit einem 6,67 Zoll großen Display ausgestattet. Dies sind in cm stolze 19,64 cm und somit gehört es aktuell zu den größten Smartphones, welche im Jahr 2019 auf den Europäischen-Markt gekommen ist. 

Durch das große Display ist das OnePlus 7 Pro auf ein großes Gerät gewachsen, was sich mit den Abmessungen von: 162.6 mm x 75.9 mm x 8.8 mm selbst für Leute (Männer) mit großen Händen nicht wirklich mit einer Hand bedienen lässt. Jedoch ist der Display Rand rund um das Display wirklich sehr schmal gehalten. An den langen Seiten links und rechts ist dieser lediglich 1 mm und an der Ober- und Unterseite beträgt dieser knapp 2 mm. Wie man nun auf den Bildern sehen kann, ist nicht nur das Display zu den Rändern abgerundet, sondern man hat dem OnePlus 7 Pro eine Besonderheit spendiert, welche so aktuell in wenigen Smartphones verbaut wurde.

Damit meine ich das Display, welches komplett ohne dicken Rahmen und ohne eine Notch, welche einige bei den aktuellen Smartphones stört, bestückt wurde. Durch die fehlende Frontkamera, welch bei herkömmlichen Smartphone wie z. B. auch beim normalen OnePlus 7 im Notch oder Display verbaut ist. Musste natürlich eine Alternative her, an der man die Frontkamera unterbringen konnte und genau hier, hat sich OnePlus für die sogenannte Pop-Up Kamera entschieden. Diese ist im Gehäuse versteckt und fährt nur dann aus, wenn man einen Videoanruf startet, im Kamera-Modus auf die Frontkamera wechselt oder die Entsperrung via Gesicht nutzt

Das Seitenverhältnis der 6,67 Zoll großen Fluid AMOLED Display liegt bei einem aktuell beliebten Seitenverhältnis von 19,5:9. Dadurch ist das Display mehr in der Höhe gewachsen, anstellen in die Breite. Auf die Waage bringt das OnePlus 7 Pro ein Gewicht von immerhin 206 Gramm. Dies ist zwar ein paar Gramm schwerer als z. B. das Huawei P30 Pro, jedoch 2 Gramm leichter als das etwas kleinere iPhone XS Max. 

Der Fingerabdrucksensor ist wie bereits beim Vorgänger dem OnePlus 6T im unteren Viertel des AMOLED-Display verbaut. Hebt man das Smartphone an, oder tippe auf das Display, leuchtet im entsprechenden Teil ein grüner Kreis mit den sogenannten Papillarlinien auf. Der Screen Unlock wurde gegenüber dem OnePlus 6T noch einmal verbessert und so arbeitet diese bis zu 38 % schneller.

Schauen wir uns nun noch die restlichen Bedienelemente und Kameramodule an. Schließlich hat sich hier bei der Anordnung zum Teil ebenfalls etwas verändert. Gleich geblieben ist die Lautstärke-Wippe, welche man wie bereits beim Vorgänger an der linken Seite findet. Der Dual-SIM-Karten-Slot hatte an der linken Seite, aufgrund des schmalen Rahmens keinen Platz mehr. Daher ist dieser nun an die linke Unterseite, direkt neben dem Mikrofon für Telefonate, dem USB-Typ-C-Anschluss und dem Lautsprecher (rechts Außen) gewandert. Hier können jedoch erneut nur zwei Nano-SIM Karten eingelegt werden und keine Micro-SD Speicherkarte. Daher sollte man sich vor dem Kauf genau Entscheiden, wie viel Speicher man benötigt, denn ein späteres erweitern via Speicherkarte ist daher nicht möglich. 

Den Powerbutton hat OnePlus leicht nach oben versetzt platziert, dieser ist jedoch sehr gut, für Rechtshänder mit dem Daumen und Linkshänder mit dem Zeigefinger zu erreichen. Nur weniger Millimeter darüber ist der beliebte „Alert Slider“ zum Festlegen der Benachrichtigungen platziert. Dies ist unter den Android-Smartphones ein Alleinstellungsmerkmal für OnePlus, denn kein anderer Hersteller setzt auf dieses doch so praktische Bedienelement. Schließlich kann man den Regler einfach in drei Stufen verschieben und dabei ganz einfach bestimmen ob das Gerät stumm, lautlos mit Vibration oder mit Ton und Vibration über Anrufe und Benachrichtigungen Informieren soll.   

Zu guter Letzt ist an der Oberseite links noch die eingefahren Pop-Up Kamera zu erkennen und ein weiteres Mikrofon, welches bei Videos für den Stereoklang genutzt wird usw. Viele OnePlus Fans dürfte es freuen, denn endlich gibt es das erste Smartphone mit dem lang ersehnten Stereo-Lautsprecher. Davon befindet sich der eine im unteren rechten Bereich des Smartphones und der zweite, ist wie bei vielen anderen Geräten in der Hörmuschel integriert. Der Klang ist dadurch vor allem beim Spielen von Games und Videos anschauen von Vorteil. Zusammen mit Dolby Atmos wird hier ein sehr zufriedenstellendes Klangbild erzeugt, welches qualitativ gut gelungen ist. Lediglich der Bass fehlt etwas, doch dies ist bei den anderen Smartphones von Apple, Huawei, Samsung und Co. auch nicht merklich besser. Hier kann man aufgrund des schmalen Gehäuses der Geräte keine Wunder erwarten. Für die Beschallung während des duschen reicht das OnePlus 7 Pro jedenfalls vollkommen aus. 

Im oberen Drittel der Rückseite befindet sich die neue Triple-Kamera, welche knapp 2 mm hervorsteht und direkt darunter befindet sich der Dual-LED-Blitz. Zudem ist wie bei OnePlus üblich das Firmenlogo im Zentrum und im unteren Drittel der Schriftzug OnePlus abgebildet.

(Design: 4,5 von 5 Punkten)

Verarbeitung

OnePlus hat das neue 7 Pro sehr hochwertig verarbeitet. So fühlt sich das Smartphone durch die abgerundete Vorder- und Rückseite, sowie der besonderen matten Glasoberfläche sehr gut an. Zum Schutz setzt OnePlus auf 3D Corning® Gorilla® Glass, dass wie eben erwähnt für einen guten Sitz in der Hand, abgerundet ist.

Die beiden Glassegmente gehen quasi nahtlos in den farbliche verlaufenden Aluminiumrahmen über. Des Weiteren sind die Spaltmaße überall schön gleichmassig und es wurde kein Kunststoff am Gehäuse des Smartphones verwendet. 

Die Abrundungen und die glatten Glasoberflächen, vor allem die Rückseite haben jedoch einen Nachteil, und zwar sind diese etwas rutschig. So sollte man das Smartphone „nackt“ ohne Hülle oder Case immer sicher im Griff haben. Oder man kauft sich eine der schönen Hüllen von OnePlus, welche zwar die schöne Rückseite bedecken, jedoch erhöhen diese den Grip und den Schutz bei einem Sturz.

Zwar hat OnePlus auch beim neuen OnePlus 7 Pro auf das Aufladen des Akkus via Qi-Lademöglichkeit verzichtet, doch dafür besitzt es nun wie bereits erwähnt ein Stereo-Lautsprecher. Eine IP-Zertifizierung, welche nachweißt, dass das OnePlus 7 Pro gegen Staub und Wasser geschützt ist, gibt es zwar erneut nicht, doch laut OnePlus solle es dennoch staub- und wasserfest sein. Laut eigenen Aussagen hat man sich hier lediglich die teueren Kosten für entsprechenden Test gespart, was jedoch nicht bedeutet, dass es nicht wie andere Smartphones mit entsprechenden Dichtungen geschützt sei. Somit sollte das OnePlus 7 Pro ein Wasserdampf vom heißen Duschen genauso gut überstehen wie ein Regenschauer oder ein versehentliches Wasserglas, welches über das Gerät geschüttet wurde. Man sollte hier jedoch beachten, dass zwar versprochen wird, dass das Gerät wasserdicht und staubgeschützt sei. Doch ausdrücklich weißt man auch drauf hin, dass man dennoch für Schäden die durch Wasser entstehen, keine Garantie übernehmen werde.

(Verarbeitung: 4 von 5 Punkten)

TEIL 2

bestehend aus „Funktion des Produktes“ entspricht 65% der Gesamtwertung

Display6,67 Zoll, Fluid AMOLED (19,5:9 Format) 3120 x 1440 Pixel, Pixeldichte beträgt 516 ppi
CPUQualcomm Snapdragon 855: 1x 2,84 GHz, 3x 2,42 GHz und 4x 1,8 GHz /Adreno 640
RAM12 GB RAM (Alternativ auch mit 6 und 8GB erhältlich)
Speicher256 GB (Alternativ auch mit 128 GB verfügbar)
BetriebssystemAndroid 9 “Pie”
Haupt-Kamera48MP f/1.6 Blende, Telezoom-Linse mit 8 MP f/2.4  und Ultra-Weitwinkel-Linse mit 16 MP f/2.2 mit Dual-LED-Blitz
Front-Kamera16MP f/2.0 Blende
AnschlüsseUSB-Typ-C Anschluss
Akku4.000 mAh Warp Charge 30 Fast Charging (5V/6A), fest verbaut
KonnektivitätWi-Fi 802.11a/b/g/n/ac MIMO, Mobilfunknetz bis 4G, Wi-Fi Direct, Bluetooth 5 mit aptX & aptX HD & LDAC & AAC Unterstützung. NFC, GPS, A-GPS, GLONASS, BeiDou, Galileo
Abmessungen (LxBxH)162.6×75.9×8.8mm
Gewicht206 Gramm
LieferumfangOne Plus 7 Pro
USB-Typ-C Ladekabel
30 Watt Schnellladegerät
Kurzanleitung
Willkommensbrief
Sicherheitsinformationen und Garantiekarte
Sticker-Set
SIM-Tool
graues Silikoncase
Technische Daten des OnePlus 7 Pro

Performance

OnePlus setzt auf den aktuellsten Snapdragon 855 SoC vom Unternehmen Qualcomm. Beim Nachfolger des Snapdragon 845 handelt es sich ebenfalls um einen 64-Bit CPU, welcher im 7 nm-Verfahren hergestellt wurde und mit insgesamt acht Rechenkernen bestückt ist. Davon tacktet ein Kern mit 2,84 GHz (Kryo 485 / Cortex-A76), drei mit 2,42 GHz (Kryo 485 / Cortex-A76) und die restlichen vier mit bis zu 1,80 GHz (Kyro 485 / Cortex A55). Je nach gewählter Ausstattungsvariante besitzt das OnePlus 7 Pro 6, 8 oder sogar 12 GByte RAM sowie wahlweise 128 oder 256 GByte Speicher. Im Prozessor ist wie üblich auch ein GPU integriert, in diesem Fall der Adreno 640.

Der interne Speicher, der sich bei meinem Testgerät auf 256 GByte beläuft (alternativ 128 GByte), basiert auf den neuen UFS 3.0 Standard. Dadurch erreicht das OnePlus 7 Pro deutlich schnellere Geschwindigkeiten beim Lesen und Schreiben von Dateien. Laut AndroBench erreicht der neue Speicher-Standard im OnePlus 7 Pro direkt nach dem Neustart eine Lesegeschwindigkeit von bis zu 1.500 MB/s und beim Schreiben fast 390 MB/s. Somit ist der neue Speicher beim Lesen von Daten fast doppelt so schnell wie der alte UFS 2.1 Standard.

Durch die hohe Leistung des OnePlus 7 Pro (vor allem die meines Testgerätes mit 256 GByte Speicher und 12 GByte RAM), läuft das Gerät mit den alltäglichen Aufgaben absolut flüssig. So hat es mit dem täglichen Verfassen von Mails und Nachrichten über WhatsApp, dem Streamen von Filmen über Netflix und Amazon, sowie dem Surfen im Web null Probleme. Genauso, wie mit rechenintensiven 3D-Games. Hierfür hat OnePlus um den Turbo-Takt des CPU länger auszunutzen sich etwas einfallen lassen. Bei der Kühlung des Systems setzt man auf eine Flüssigkeitskühlung, welche jedoch laut den Benchmarks keinen allzu großen Leistungsvorteil bringt, hier sorgt vielmehr der UFS 3-0 Speicher für einen positiven Leistungsschub.

Die hohe Leistung des OnePlus 7 Pro bestätigt sich auch in den von mir durchzogenen Benchmarktests. Bei Antutu konnte es im Test einen sehr guten Wert von 372.597 erreichen und bei Geekbench 4 kam es beim Single-Core Test auf 3.512 und beim Multi-Core Test auf 11.030 Punkte. Somit sichert sich das neu OnePlus 7 Pro einen der ganz vorderen Plätze, mit einem guten Vorsprung zum Samsung Galaxy S10+ und Co.

Das Testgerät von mir besitzt wie bereits erwähnt einen 256 GByte großen UFS 3.0 Speicher. Von diesem sind knapp 215 GByte, abzüglich des Betriebssystems und der vorinstallierten Software frei zur Verfügung. Erweitert werden kann der Speicher jedoch nicht, denn im SIM-Karten Slot finden lediglich zwei Nano-Simkarten platz und keine Micro-SD-Speicherkarte.

(Performance: 5 von 5 Punkten)

Display

Ein besonderes Highlight des OnePlus 7 Pro ist das sogenannte „Fluid AMOLED“ Display, welches komplett ohne Notch auskommt. Dieses bietet eine Bildschirmdiagonale von 6,67 Zoll und löst mit 3.120 x 1.440 Pixeln auf. Bei einer Darstellung von insgesamt 4.492.800  Pixeln entspricht dies einer hervorragenden Pixeldichte von 515 ppi. Was übrigens einer Auflösung in QHD+ entspricht.

Durch die wirklich sehr schmalen Ränder um das Display und dem Verlagern der Frontkamera in den Pop-Up Slider, gelingt es OnePlus, einen sehenswerten Screen-to-Body-Ratio Wert von knapp 93,22 % zu erreichen.

Gegenüber dem Vorgänger dem OnePlus 6 T hat sich hier nicht nur bei der Größe des Displays einiges getan, sondern auch bei der Auflösung. Somit kann es dank dem noch schärfer auflösenden AMOLED-Display mit einer sehr natürlichen Farbwiedergabe und dem für OLED-Panels typischen hervorragenden Kontrastverhältnis überzeugen. Der Kontrast ist hier nahezu unendlich hoch und so ist schwarz auf dem Display auch wirklich schwarz, da bei OLED-Displays jeder einzelne Pixel abgeschaltet werden kann. Durch diesen hohen Schwarzwert erhält man auf dem Display kräftige Farben, die mit einer guten Leuchtkraft überzeugen können. In den Einstellungen—> Display kann man verschiednen Einstellungen bei der Darstellung vornehmen und zudem aus zwei voreingestellte Einstellungsprofile wählen. Zu Auswahl stehen hier Lebendig (für kräftige leuchtende Farbe) und Natürlich (für realistische neutrale Farben). 

Doch das neue Display im OnePlus 7 Pro besitzt noch ein weiteres wichtiges Merkmal, welches erst beim in den Händen Halten auffällt. Die Rede ist von der erhöhten Bildwiederholungsrate von 90 Hz. Herkömmliche Display wie z. B. das im alten OnePlus 6T waren noch mit 60 Hz ausgestattet. Die Erhöhung der Bildwiederholrate hat zufolge, dass das Display Bewegungen deutlich flüssiger darstellt. Dies ist vor allem beim Spielen (Vorausgesetzt das jeweilige Game unterstützt 90 Hz) von Vorteil und hier deutlich sichtbar. Jedoch fällt es auch beim Scrollen durch die Bildergalerie usw. auf. Wer daher runter euch immer wieder mal gerne das Smartphone zum Zocken von grafisch anspruchsvollen Games nutzen möchte, dem dürfte das tolle AMOLED-Display von der Darstellung und auch dank der 90 Hz Bildwiederholungsfrequenz, sowie der HDR 10+ Unterstützung gefallen.

Die maximale Helligkeit des OnePlus 7 Pro kann im Alltagstest sehr überzeugen. Diese liegt bei einem durchschnittlichen Wert von 584 cd/m² und somit schlägt sich das Display bereits mit etwa mittlerer Helligkeit im Freien beeindrucken. Bei max. Helligkeit erkennt man selbst bei einem sonnigen Tag alles gut auf dem Display. Vorausgesetzt man schauen direkt frontal auf das Display und nicht schräg, denn beim Schrägen betrachten können eventuelle Spiegelungen das ganze etwas negativ beeinträchtigen.  

Wie bereist beim OnePlus 6T sitzt der Fingerabdrucksensor wieder direkt im unteren Drittel des Displays. Laut OnePlus hat man jedoch das System verbessert und somit den Fingerabdrucksensor im Display vergrößert. Damit soll das Gerät nach dem Auflegen auf den Sensor in nur 0,21 Sekunden entsperrt werden und der Sensor soll bis zu 38 % schneller arbeiten. Somit arbeitet der Fingerabdrucksensor im Display quasi genauso schnell wie ein herkömmlicher Sensor am Gehäuse. Dabei muss man jedoch beachten, dass man die grün-blaue Markierung, welche beim Anheben des Smartphones oder beim Betätigen des Einschaltknopfes erscheint, ziemlich zentral trieft. Dies mag zwar wie bei mir, selbst am Anfang immer wieder mal nicht funktionieren, aber nach einer gewissen (kurzen) Gewöhnungszeit, hat man sich genau dran gewähnt, wie man den Sensor berühren muss und schon geht es wie erwähnt sehr flott.

(Display: 4,5 von 5 Punkten)

Akku

Die Zeiten von wechselbaren Akkus bei Android-Smartphones ist schon seid längerer Zeit vorbei. Daher ist es wichtig, dass das entsprechende Smartphone ein lange Akkulaufzeit (großer Akku) bietet, der jedoch aufgrund seiner große nicht mehrer Stunden zum Laden benötigt, sondern möglichst schnell wieder volle aufgeladen ist.

Beim OnePlus 7 Pro hat das Unternehmen einen 4.000 mAh Akku eingebaut,. Dieser unterstützt zwar nich das kabellose Aufladen via Qi-Standard, jedoch „Warp Charge“ mit bis zu 30 Watt. Laut der Aussage von Pete Lau, hat man aus einem entscheidenden Grund auf das kabellose Laden erneut verzichtet. Man hält von dem langsamen Aufladen via Ladepad nichts, da dies zu ineffektiv sei und man mit der „ Warp Charge“ Technologie mit stolzen 30 Watt das Smartphone deutlich schneller wieder auflädt. Dies bestätigt sich auch in meinem Test, nach bereits 20 Minuten am original Netzteil und Ladekabel hängen, war der Akku von 0 auf 50 % aufgeladen. Bis dieser anschließend voll aufgeladen war, vergingen etwas weniger als 70 Minuten.

Bei der Akkulaufzeit hängt es natürlich wie immer von eurem nutzungsverhalten aus. Wer das OnePlus 7 Pro jedoch am Tag normal benutzt, für WhatsApp Nachrichten verfassen, einige Mails lesen und schreiben, sowie im Internet surft, kann das Gerät locker zwei Tage nutzen, ohne es aufzuladen. Aber auch wenn man es an einem Tag mal intensiver nutzt, und damit zockt usw., kommt man damit sicherlich über den Tag hinweg, bis man es in der Nacht wieder aufladen kann.

(Akku: 4 von 5 Punkten)

Kamera

Beim neuen 7 Pro setzt OnePlus auf eine komplett neue Kamera. Zum ersten Mal kommt eine Triple-Kamera mit drei unterschiedlichen Brennweiten zum Einsatz. Diese sollen einen verlustfreien 3-fachen optischen Zoom ermöglichen (in echt nur 2,2-fach) und die Frontkamera ist nun an der Oberseite ausfahrbar, sodass beim Display keine Notch mehr stört. 

Bei der Hauptkamera handelt es sich um den 0.8 µm großen IMX586 Sensor aus dem Hause Sony, welcher mit 48 Megapixeln auflöst und eine f/1.6 Blende besitzt. Die Auflösung wird jedoch in den Standardeinstellungen auf ein 12-Megapixel-Bild verrechnet. Dies bedeutet, dass bei diesem Vorgang immer vier Pixel zu einem kombiniert werden. Dies hat den Vorteil, dass dabei deutlich mehr Details eingefangen werden und die Bilder heller sind. Damit die Fotos möglichst verwacklungsfrei aufgenommen werden könne, ist in der 48 MP-Linse ein OIS (optischer Bildstabilisator) integriert. Die 12 Megapixel aufnahmen reichen, wie man in meiner Bildergalerie sehen kann auch vollkommen aus. Wer dennoch lieber die vollen 48 Megapixel des Sensors nutzen möchte, kann einfach in den Kamera-Einstellungen zum Pro-Modus wechseln. 

Bei den beiden anderen Kamera-Linsen handelt es sich um die Tele-Linse (1.0 µm) mit 8 Megapixeln f/2.4 (OIS) und einer Weitwinkel-Linse (117°, OIS) mit 16 Megapixeln f/2.2. 

Mit der Hauptkamera bin ich mit der Standard-Einstellung, bei der mit 12 MP Bilder geknipst werden soweit sehr zufrieden. Bisher war die Kamera der OnePlus Gerät zwar nicht schlecht, jedoch konnte diese kaum mit den guten Kameras von Samsung, Apple und Huawei mithalten. Dies ist nun zumindest bei der Hauptkamera gelungen, denn hier ist OnePlus auf Augenhöhe mit den teils teureren Geräten. Die Bilder können mit kräftigen Farben und einer sehr guten Detailtreue überzeugen. Auch im Low-Light Bereich schneidet die Kameralinse aufgrund der f/1.6 Blende gut ab.

Mit den Fotos der Tele-Linse war ich bei meinen Testaufnahmen bei einem hellen sonnigen Tag ebenfalls zufrieden. Sind jedoch die Lichtbedienungen schlechter, dann nimmt die Qualität der Bilder aufgrund der geringeren Blende deutlich ab. Die dritte Kamera, mit dem Ultraweitwinkel-Sensor bietet ein sehr gutes Sichtfeld von 117°. Somit können problemlos mehrer Menschen auf ein Bild festgehalten werden, aber auch Bauobjekte, die sehr groß sind passen so, ohne Panorama-Aufnahme auf ein Bild. Lediglich von der Farbdarstellung der Weitwinkel-Kamera war ich etwas enttäuscht, denn die Bilder wirken im Vergleich zum Originalmotiv deutlich blasser. Der Nachtmodus wiederum ist ebenfalls etwas enttäuschend, denn in einer Testaufnahme konnte ich keinen großen Unterschied zwischen Nachtmodus und ohne Nachmodus feststellen.

Wie bereits beim Vorgängermodell dem OnePlus 6 T können Videos mit der Hauptkamera in 4K mit bis zu 60 Bilder in der Sekunde aufgenommen werden. Jedoch ist bei 60 fps der optische Bildstabilisator deaktiviert, denn dieser kann nur bei 4K mit 30 Bilder in der Sekunden genutzt werden. Weiterhin können Super Zeitlupenvideos mit 240 fps bei 1080p (Full-HD) und 480 fps bei 720p aufgenommen werden. Der Autofokus reagiert bei Videos sehr präzise und auch die automatisch Belichtungseinstellung reagiert auf Lichtänderungen sehr schnell und genau. 

Kommen wir nun zu der neuen Pop-Up-Kamera. Diese fährt beim Aktiveren schnell aus dem Gehäuse heraus. Dabei ist diese nur leicht bei genauem Hinhören zu hören. Sollte einem das Gerät aus der Hand rutschen, erkennen entsprechende Sensoren dies und sorgen dafür, dass die Kamera blitzschnell einfährt, sodass bei einem Sturz zumindest diese nicht kaputt geht. Laut OnePlus soll der Mechanismus der Pop-Up-Kamera für bis zu 300.000-maliges Ein-und Ausfahren halten.  

Beim Sensor der Frontkamera handelt es sich um den 1.0 µm großen Sony IMX471 Sensor, welche mit 16 Megapixeln auflöst und mit einer Blende f/2.0 ausgestattet ist. Einen separaten Blitz besitzt die Frontkamera nicht, wird jedoch einer zum Aufhellen benötigt, wird wie bei vielen anderen Herstellern das Display weiß aufgehellt und somit als Blitz genutzt. Einen OIS (optischen Bildstabilisator gibt es hier natürlich nicht, hier muss man sich mit einem elektronischen Stabilisator zufriedengeben, genau so, wie mit deinem Fixfokus. Bei der Frontkamera sollte man bis auf den Mechanismus, wie diese aus- und einfährt keine allzu großen Wunder erwarten. In dunkleren Bereichen bei Bildern mangelt es etwas an der Dynamik und zudem neigt der Hintergrund, etwas an schärfe zu verlieren. Ansonsten gelingen bei einem guten sonnigen Tag gute Bilder, die mit einer neutralen Farbdarstellung und Schärfe Punkten können.

(Kamera: 4 von 5 Punkten)

Software

Aktuell läuft auf dem OnePlus 7 Pro Android 9 Pie, welches wie üblich für das Unternehmen mit der hauseigenen Benutzeroberfläche Oxygen OS, Stand: 9.5.8 versehen ist. Das Sicherheit-Update ist vom Mai 2019. OnePlus ist dafür bekannt, dass man mit der Community zusammenarbeitet und vorschlage sammelt und davon immer wieder gerne welche in das System mit integriert. So wurden auch im neuen OnePlus 7 Pro einige neue Funktionen integriert. Dazu gehört z. B. das Entfernen der herkömmliche Benachrichtigungs-LED, welche nun durch das kurz aufleuchten des Displayrandes ersetzt wurde. Zudem können Gamer nun den Inhalt auf dem Display und den Ton aufnehmen, um damit Gaming-Videos zu erstellen. Diese kann man bei Bedarf zudem mit einem Mikrofon kommentieren.

Das System gefällt mir soweit sehr gut. Vor allem mit der Hochfahrzeit bin ich sehr zufrieden, denn hier ist es in kürzester Zeit einsatzbereit. Das Design der Oxygen OS Oberfläche gefällt mit ausgesprochen gut. Das System ist sehr schnell und man findet sich trotz vieler Einstellungsmöglichkeiten sehr schnell zurecht.

Die vorinstallierten Apps (Bloatware) halten sich beim OnePlus 7 Pro in grenzen, es sind lediglich die hauseigenen Apps wie OnePlus Switch, OnePlus Community, Dateienmanager, Wetter und Netflix vorinstalliert. Leider lässt sich z. B. Netflix nur ausblenden und nicht deinstallieren, dadurch wird für manch einer, unnötiger Speicher belegt. Doch egal ob 128 oder 256 GB dürfte dies paar MB von Netflix kaum einem etwas ausmachen.

(Software: 4,5 von 5 Punkten)

TEIL 3

bestehend aus „Preis/Leistung“ entspricht 10% der Gesamtwertung

Beschreibung

Mit dem neuen OnePlus 7 Pro möchte OnePlus in der oberen Liga unter den Smartphones mitspiele. Somit präsentiert das Unternehmen ein sehr gut ausgestattetes Gerät, welches rundum erneuert wurde. 

Besonders Highlights sind das hoch auflösende 90 Hz Fluid AMOLED Display, welches 6,67 Zoll groß ist und mit 3.120 x 1.440 Pixeln auflöst. Auch die Rechenleistung kann nicht nur im Alltag, sondern auch bei sämtlichen Games und sonstigen rechenintensiven Anwendungen überzeugen. Mit dem neuen Qualcomm Snapdragon 855 und bis zu 12 GB RAM, sowie 128 bzw. 256 GB Speicher, ist das Gerät aktuell Top bestückt. Auch der neu sehr schnell UFS 3.0 Speicher sorgt für einen rasant schnellen internen Speicher. 

Preis/Leistung

Der UVP des OnePlus 7 Pro liegt bei 709 EUR mit 6 GB RAM und 128 GB (in D/A ). Bei 8 GB RAM und 256 GB verlangt der Hersteller 759€ und bei 12 GB RAM, sowie 256 GB werden 829 fällig. Beachten sollte man, dass nicht jede Farbe in allen Speichergrößen erhältlich ist.

Auch wenn einige sicherlich das fehlende Wireless Charging oder die fehlende Klinkenbuchse vermissen werden, ist das neue OnePlus 7 Pro preislich im Vergleich zur Konkurrenz sehr interessant, da es selbst in der teuersten Variante noch einiges unter 1.000€ kostet. OnePlus hat mit dem 7 Pro ein nahezu komplett neu entwickeltes (designtes) Smartphone auf den Markt gebracht, welches in zahlreichen Bereichen optimiert und verbessert wurde. Daher ist es ein absolut würdiger Nachfolger und konnte mich im Test soweit sehr überzeugen. 

ONEPLUS 7 PRO

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testr Gesamtwertung

unter Berücksichtigung aller Teilwertungen

 Wir bedanken uns beim Hersteller für die Bereitstellung des Produktes. Zu unseren Grundsätzen

Link zum Hersteller: OnePlus.com

1more E1026BT-I

Mit den 1more E1026BT-I ist der Hersteller ebenfalls auf den Trend der völlig kabellosen True Wireless In-Ears eingestiegen. Vor einiger Zeit habe ich euch bereits den kabelgebunden 1more H1707 Tripel-Driver vorstellen. Der mich bereits mit einem guten Klang, Verarbeitung und einer sehr schönen Verpackung, überzeugen konnte. 

Trifft dasselbe auch auf die neuen True Wireless In-Ears zu? Ich habe die unter 100€ teueren In-Ears einige Wochen ausgiebig getestet. Wie sich diese im Test geschlagen haben, erfahrt ihr in folgendem Testbericht. 

1MORE E1026VT-I

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TEIL 1

Bestehend aus „Verpackung/Design/Verarbeitung“ entspricht 25% der Gesamtwertung

Verpackung

Die Verpackung der 1More E1026BT-I True Wireless In-Ear Ohrhörer ist sehr kompakt gehalten. Diese hat 1more typischerweise sehr schön und informativ gestaltet. Werfen wir wie gewohnt vor dem Inneren der Verpackung erst einen Blick auf die Außenseiten.

Auf der Vorderseite der Verpackung werden wie bei eigentlich allen Herstellern der Name des Unternehmens und der Ohrhörer präsentiert. Des Weiteren darf natürlich auch hier bei 1more keine Abbildung der In-Ears fehlen. Somit hat man diese hier beide vergrößert von der Außenseite abgebildet. Zudem wirbt man in der unteren linken Ecke mit den Besonderheiten der In-Ears zu den folgenden Eigenschaften zählen: 24 Stunden Akkulaufzeit inkl. Ladecase, multiples Bluetooth Pairing, die Audio Codecs (AptX, und AAC usw.

Weitere Informationen gibt es zudem noch auf der Rückseite, dabei handelt es sich sogar um sehr viele Informationen. Hier werden nämlich in der oberen hälfte die für 1more wichtigen Eigenschaften, welche bereits auf der Vorderseite erwähnt wurden in zahlreichen Sprachen aufgelistet. Des Weiteren sind hier einige technischen Daten wie z.B, das Gewicht, die Maße der In-Ears und vom Case sowie die Akkugrößen aufgelistet. 

Die Verpackung wird von rechts nach links aufgeklappt. Sehr gut gefallen mir hier die beiden in der Kartonage versteckten Magnete, welche die Verpackung sicher geschlossen halten. Nach dem Aufklappen erblickt man direkt auf der Innenseite der Verpackung Skizzen der Ohrhörer und dem Case. Diese Skizzen scheinen aus dem Entwurf vor der Fertigung der True Wireless Ohrhörer zu stammen.

Auf der rechten Seite der aufgeklappten Verpackung erblickt man durch ein transparentes Sichtfenster die beiden True Wireless In-Ears, direkt darunter das Ladecase und eine kleine Schachtel, mit der Aufschrift „1more“. Wie üblich legt 1more sehr hohen Wert auf ein gutes Verpackungsdesign, das konnte ich bereits bei den von mir getesteten 1more H1707 Tripel-Driver sehen. In der bereits erwähnten kleinen Kartonage befinden sich ein kurzes Micro-USB Ladekabel, ein Plastikbeutel mit Kordelzug zur Aufbewahrung der Ladecases inkl. Ohrhörer, sowie vier Paar Ohranpassstücke (XS bis L) und drei Paar Ohrhacken (O-Hooks) Größe S bis M. Auf den In-Ears selbst sind bereits die Ohranpassstücke und O-Hooks in der Größe M vormontiert. Unter der Kartonage mit den In-Ears und dem Ladecase verbirgt sich zudem noch eine kleine Mappe, in der sich die üblichen Beschreibungen befinden.

(Verpackung: 4,5 von 5 Punkten)

Design

Immer mehr Hersteller bringen soggenante True Wireless In-Ear Ohrhörer auf den Markt und genau um solche handelt es sich auch bei den E1026BT-I In-Ear Ohrhörern. Daher kommen auch diese mit zwei einzelnen In-Ears daher, bei denen zusätzlich ein Lade-/Aufbewahrungs-Case mitgeliefert wird.  

In-Ear

Das Gehäuse der beiden Ohrhörer ist angenehme klein gehalten und steht somit nach dem Einsetzen in die Ohren verhältnismäßig wenig aus den Ohren hervor. Das Gehäuse wurde wie üblich aus zwei einzelne Teilen gefertigt, hier wurde jedoch sehr sauber gearbeitet und daher hat man hier keinen unschönen Übergang oder störende Kanten. Der Teil der In-Ears, welche später nach dem Einsetzen aus dem Ohr hervorsteht, hat ein Ovales (Eierförmiges) Design und ist knapp 21 mm x 15 mm klein (L x B). Trotz des eigentlich kleinen Gehäuses soll der jeweils darin verbaute Akku eine Akkulaufzeit von 6,5h (bei 50 % Lautstärke) bieten. Vom äußeren Durchmesser wird das Gehäuse nach innen zum Ohrkanal verlaufen trichterförmig etwas kleiner. Am Ende befinde sich schließlich der typische dünnere Bereich der im Ohrkanal steckt und auf den das Ohrpassstück aufgezogen wird. Damit der Halt auch bei leicht sportlichen Tätigkeiten gewährleistet werden soll, hat man den E1026BT-I In-Ears zudem noch soggenante O-Hooks spendiert.  

Im Gegenteil zu vielen anderen Herstellern, die auf eine Touch-Bedienung setzten, hat sich 1more hier für eine herkömmliche Ein-Tasten Bedienung an jedem der beiden In-Ears entschieden. Mit dieser ist die Bedienung, sobald man sich die Befehle nach einer gewissen Eingewöhnungszeit eingeprägt hat, wesentlich einfacher, wie via Touch und zudem kommt es zu weniger Fehleingaben. Beide Ausführungen haben jedoch Vor- und Nachteile, bei Touch ist es z. B. der Nachteil, dass man hier jedes Mal beim berühren gegen die Außenfläche „klopft“ dies hört man bei vielen Modellen immer als kurzen dumpfen etwas störenden Ton. Bei einer richtigen Hardware-Taste wiederum ist es der Fall, dass man hier beim drücken der Taste den Ohrhörer halten muss, damit man sich diesen nicht aus dem Ohr drückt. Hier muss man daher selbst entscheiden, ob man eher Touch, oder eine echte Taste mit gutem Druckpunkt bevorzugt. Auf die Bedienung geh ich gleich noch genauer ein. 

Die Oberfläche, welche nach dem Einsetzen im Ohr nach außen zeigt, ist gewölbt. Auf dieser Fläche ist neben dem weißen 1more Schriftzug, eine kleine Staus-LED untergebracht. Die beiden bereits erwähnte Bedienteste befinden sich eingesetzt im Ohr an der hinteren Seite. Über diese kann man verschiedenen Funktionen ausführen, auf diese ich wie versprochen nun genauer eingehen werde.

Das Einschalten der beiden Ohrhörer erfolgt wie bei eigentlich allen True Wireless In-Ears entweder durch das Entnehmen aus dem Lade-Case, oder im Falle der 1more durch das Drücken des Knopfes an jedem In-Ear (ca. 2 Sekunden halten). Beim Ausschalten genügt es, die beiden Ohrhörer wieder in das Lade-Case einzusetzen oder jeden Knopf für 4 Sekunden gedrückt zu halten. 

Das besondere der 1more E1026BT-I ist, dass es keinen festen Master und Slave Ohrhörer gibt, daher können beide Ohrhörer Daten empfangen und senden. Somit kann auch nur ein Ohrhörer genutzt werden und die Taste an beiden In-Ears für denselben Befehl aus. 

Drückt man den Knopf (egal ob am rechten oder linken Ohrhörer) wenn ein Anruf eingeht, dann kann hiermit das Telefonat angenommen bzw. gestartet werden. Drückt man die Taste länger, dann legt man sozusagen auf. Natürlich kann man über die Tasten auch die Musik steuern. So springt man zum nächsten Titel durch ein zweimaliges Betätigen der Taste und ein dreimaliges befördert einen ein Musiktitel zurück. Den Sprachassistenten Siri (iOS) oder Google Assistent (Android) kann man ebenfalls nutzen, dazu muss jedoch die Musik pausiert sein, was durch einmaliges benötigen erfolgt und anschließend muss die Taste zweimal gedrückt werden, dann ist der Assistent ganz Ohr. Lediglich für die Regulierung der Lautstärke vermisse ich eine Taste bzw. eine Druck-Kombination. Denn diese kann man nicht direkt über die In-Ears steuern, sondern nur der Assistenten zurufen oder das Smartphone aus der Tasche holen und von da aus regeln.  

Für die meisten In-Ear Ohrhörer üblich, besteht auch das Gehäuse der 1more E1026BT lediglich aus Kunststoff, doch dabei handelt es sich wie bereits erwähnt um einen gut verarbeitetes und haptisch gut anfühlendes Material. Zudem würde man mit einem anderen Werkstoff nicht auf ein geringes Gewicht von gerade einmal knapp 6,2 Gramm pro Ohrhörer kommen.  

Lade-Case

Das Aufbewahrungs- bzw. Lade-Case der 1more E1026BT-I In-Ear Ohrhörer besteht ebenfalls aus Kunststoff und hat eine ähnliche Form, wie das der In-Ears selbst. So hat dieses ebenfalls eine eierförmige Form, welches an der Unterseite für einen festen Stand abgeflacht wurde. Das Case ist 6 cm lang und nimmt in der Höhe und Tiefe etwa 3 cm ein. Daher ist das Ladecase angenehm klein und lässt sich problemlos in einer Hosentasche verstauen. 

Die beiden In-Ears werden über die Ladekontakte an der Innenseite geladen und damit der Kontakt nicht unterbricht, halten diese zwei Magnete sicher an der richtigen Position. Aufgeladen wird das Ladecase über einen an der Rückseite befindlichen Micro-USB-Anschluss. Leider gibt es weder an der Außenseite am Case und im Inneren eine Anzeige des aktuellen Akkustands. So weiß man nicht genau, wie lange man noch Musik wiedergeben kann. Lediglich nach der entnehme der In-Ears sagt eine Stimme z. B. Akku-Level high usw. Da fehlt mir eben, wie erwähnt die Anzeige über einzelne LED´s oder ein App, die mir den genauen %-Stand anzeigt.

(Design: 4 von 5 Punkten)

Verarbeitung

Rundum kann die Verarbeitung der 1more E1026BT-I Stylish True Wireless In-Ear Ohrhörer und dem dazugehörigen Lade-Case sehr überzeugen. Sowohl das Gewicht der In-Ears als auch das des Cases, wenn man es in die Hosentasche oder Rucksack packt, ist sehr angenehm leicht.

Natürlich hat die Fertigung des Ladecase aus Kunststoff einen typischen Nachteil. Schließlich ist der matte Kunststoff anfällig gegen Kratzer, welche vor allem beim Verstauen im Rucksack usw. zustande kommen können. Daher hat sich 1more etwas Gedanken gemacht und zum Schutz einen teiltransparenten Kunststoffbeutel mit Kordezug im Lieferumfang beigelegt. Ob man dieses zum Schutz vor Kratzer nutzt, ist natürlich dennoch jedem selbst überlassen. 

Das Case und die Ohrhörer fühlen sich sehr gut an und es gibt daran außer dem veralteten Micro-USB Ladenschluss am Ladecase und der fehlenden Akkuanzeige, keine große Kritik. Klar hätte man zwar auf den aktuelleren USB-Typ-C Anschluss setzen können, doch betrachte ich die True-Wireless Ohrhörer vieler anderen Hersteller, deren Modelle zum Teil noch teurer sind, bieten auch hier die wenigsten ein USB-Typ-C Case an. Auf die Funktion hat der ältere Micro-USB Anschluss zudem ebenfalls keinen Einfluss. Die Magnete, welche die Ohrhörer im Case halten, wirken grundsolide, sodass hier selbst beim Überkopf halten, keiner der Ohrhörer aus dem Case fällt.

(Verarbeitung: 4 von 5 Punkten)

TEIL 2

bestehend aus „Funktion des Produktes“ entspricht 65% der Gesamtwertung

Kopfhörer-ArtTrue-Wireless In-Ear Kopfhörer
KategorieBluetooth Kopfhörer
FarbeSchwarz, weitere Farbe: Gold, Pink und Grün (in Kürze erhältlich)
Akkuintegriert, Lithium-Polymer-Akku
Akku Ohrhörer: 6,5h
Akku Ladecase: 17,5h
Gesamt somit 24 h
Gewicht51 g (Ohrhörer und Ladebox)
12,4 g (beide Ohrhörer)
38,6 g (Ladebox)
MaterialKunststoff (Ohrhörer und Ladecase)
KonnektivitätBluetooth 5.0
unterstützte Profile: A2DP, Apt-X, AVRCP, HFP
Codec: SBC, AAC und aptX
Lautsprechertypdynamischer 7 mm Treiber mit je einer Titan-Composite-Membran (links und rechts)
FrequenzbereichKeine Angaben vom Hersteller, vermutlich liegt der Beriech jedoch bei ca. 20 Hz bis 20.000 Hz (Ohrhörer)
Empfindlichkeit102 dB SPL (1 kHz / 1 mW)
Impedanz16 Ohm
Lieferumfang1x 1more E1026BT-I
je ein paar Silikon-Ohradapter-Sets (XS/S/M/L)
je ein paar O-Hooks (S/M/L)
1x Transport- und Ladecase
1x micro-USB Ladekabel
Aufbewahrungsbeutel
1x Bedienungsanleitung
Technische Daten des 1more E1026BT-I

Tragekomfort

Die E1026BT-I True Wireless In-Ear Ohrhörer von 1more besitzen eine gute ergonomische Form. Das Einsetzen erfolgt nicht, wie bei einigen anderen von mir bereits getestet True-Wireless durch das eindrehen, sondern dem einfachen einstecken. Dies liegt daran, dass die In-Ears mit einem praktische O-Hook (Schlaufe) und nicht mit einem Ohrhacken der sich an einem Bereich an der Ohrmuschel einhängt befestigt werden. 

Bei der Wahl des richtige paar Ohrtips und O-Hooks sollte man sich wie immer anfangs genug Zeit nehmen. Schließlich hängt von der richtigen Wahl nicht nur der beste Klang, sondern auch der sichere Halt ab. Ich persönlich bin bei der Wahl der richtigen Anpassstücke wie folgt vorgegangen. Zuerst habe ich die In-Ears ohne O-Hooks anprobiert. Dann habe ich erst mal die richtige Ohrtips gewählt, mit denen ich den sichersten, aber zugleich auch beim Kompromiss auf den Klang den besten Sitz habe. Anschließend habe ich noch die verschiedenen O-Hook aufgezogen und auch hier ausprobiert, bis ich den sichersten halt hatte und selbst beim Kopf bewegen und schütteln nichts herausfällt bzw. sich aus dem Ohr zu lösen versucht.  

Dank den O-Hooks, die ich übrigens zur Sicherheit und auch optisch nutzen würde, halten die Ohrhörer beim Laufen und bei meinen Fahrten mit dem Rennrad sehr gut. Dabei musste ich keine Angst haben einen der Ohrhörer zu verlieren. 

Der Tragekomfort ist ebenso wie der Halt sehr gut und selbst nach einer längeren Radtour von über eineinhalb Stunden verspürte ich keinen nervigen Druck oder Ähnliches im Ohr.

(Tragekomfort: 4 von 5 Punkten)

Klang

Zwar ist das Gehäuse der 1More E1026BT-I True Wireless In-Ear Ohrhörer wie bereits erwähnt kompakt gehalten, jedoch sind im Inneren je Seite ein 7 mm Titanium-Treiber verbaut. Wie gewohnt handelt es sich um eine Single-Treiber Einheit, schließlich gibt es „bisher“ keinen Dual- oder Triple Driver True Wireless In-Ear.Es würde daher auch bedeuten, dass mehr Treiber genau so wie größere Treiber einen höheren Stromverbrauch hätten. Dafür bräuchte man größere Akkus, was man in dem kleinen Gehäuse der True-Wireless Ohrhörer kaum hat.

Viele technischen Details verrät 1more über die ersten True Wireless In-Ears nicht. So erfährt man hier keinen Frequenzbereich. Doch wie immer sagt dieser Werte zumeist sowieso nicht viel über den realistischen Klang aus. Den Zahlen können sich noch so gut anhören, aber eben der Kopfhörer nicht. Wichtig ist jedoch, dass man mit den E1026BT-I In-Ear Ohrhörer sowohl den Standard Codec SBC, aber auch die wichtigen aptX (Android) und AAC (iOS) unterstützt. Daher soll die drahtlose Audioübertragung in nahezu perfekter Audiowiedergabe mit Android und iOS-Geräte gewährleistet werden.

Im Klangtest hören sich die 1more E1026BT-I True Wireless In-Ear Ohrhörer überraschend ausgeglichen an, mit einer leichten Tendenz zu einer wärmeren Abstimmung. Den Höhen fehlt es zwar durch den etwas wärmer abgestimmten Grundton etwas an Brillanz und Detailreichtum, doch ich würde diese auf keinem Fall als matt oder verzerrt beschreiben. Wer daher nicht gerade auf der Suche nach einem True Wireless In-Ear Ohrhörer ist, der mit einer super Brillanz überzeugen kann, wird soweit von den E1026BT-I Ohrhörer definitiv nicht enttäuscht sein.

Beim Bass und den Mitten liegen jedoch die Stärken des E1026BT-I In-Ear Ohrhörer. Bei den Mitteln können die In-Ears mit einer blühenden Klangfarbe überzeugen. Sodass hier die wiedergegebenen Gesangstimmen sehr eindringlich ausgegeben werden. Ebenso ist der Bass aufgrund des leicht angehoben (wärmeren) Grundton überzeugend. Hier schafft es 1more sehr gut das Maximum aus dem doch relativ kleinen Gehäuse der In-Ears herauszuholen. Sodass mich hier ein sattes Bassfundament mit einem kräftigen Tiefgang im Klangtest überzeugen konnte. Der Bass ist zu keinem Moment aufgebläht oder übertrieben.

Auch das oft vorkommende Problem, dass Kopfhörer bei höherer Lautstärke zum Übersteuern neigen, konnte ich hier nur minimal feststellen. Apropos Laut, die 1More E1026BT-I Ohrhörer besitzen eine sehr hohe maximale Lautstärke.

Da man mit den 1More E1026BT-I In-Ear Ohrhörer nicht nur dem auf dem Smartphone integrierten Sprachassistenten nutzen kann, sonder auch telefoniere, besitzen die Ohrhörer natürlich auch ein Mikrofon. Die verbauten Mikros haben in meinem Telefontest eine sehr gute Sprachverständlichkeit geboten. Lediglich zwischendurch erwähnte mein Gesprächspartner/in kurz, dass es zu einem leichten Hall meiner Stimme kam. 

Bei der Latenz (Verzögerung zwischen Ton und Video-Bild) konnte ich persönlich kaum Verzögerungen feststellen. Dies liegt unter anderem an dem verbauten Qualcomm CSR 3020-Chipsatz, welcher Bluetooth 5 ermöglicht. Mit einem Android Smartphone, war der Ton und das Bild sehr synchron, sodass man hier definitiv keine Kopfschmerzen bekommt. Bei meinem iPhone X wiederum konnte ich bei Einigen Videos eine minimale Verzögerung von unter einer Sekunde bemerken. Dies war jedoch wie erwähnt nicht bei allen Videos via Youtube der Fall. Bei Netflix lief alles ohne Probleme.

(Klang: 4 von 5 Punkten)

Ausstattung

Akku & Ladecase

1more verspricht mit den E1026BT-I True Wireless In-Ear Ohrhörer eine Akkulaufzeit von bis zu 6,5 Stunden Dauerwiedergabe bei halber eingestellter Lautstärke. Dadurch Gehören die In-Ears mit ihrem je 55 mAh großen Akku, aktuell zu den besten, von der reinen Laufzeit ohne das Aufladen via Ladecase. 

Sollte jemand von euch über 6,5 Stunden am Stück Musikhören, müssen diese im Ladecase wieder aufgeladen werden. Jedoch denke ich persönlich, dass die meisten unter euch die In-Ears sowieso im Ladecase aufbewahren und somit werden diese immer automatisch voll aufgeladen, bis der Akku des Cases irgendwann leer sein sollte. Man muss jedoch nicht beide Ohrhörer auf einmal ins Ladecase legen, man kann nämlich problemlos einen laden und mit dem anderen weiter Musikhören. Dies ist möglich, da 1more beide In-Ears als Master programmiert hat, bzw. beide als Master fungieren können. So ist im Normalfall automatisch der Ohrhörer mit der längeren Akkukapazität der Master und der ander der Slave. Die funktioniert soweit ohne Probleme und man selbst bekommt nicht mit, wenn ein Wechsel stattgefunden hat.

Das Case mit einem Akku von 410 mAh bietet bei vollem Akku die Möglichkeit, die 1more E1026BT-I Ohrhörer bis zu viermal wieder aufzuladen. Somit bieten die True-Wireless Ohrhörer von 1more eine sehr ordentliche Akkulaufzeit von max. 24 Stunden. Die Ohrhörer hab ich in meinem Testzeitraum nicht leer bekommen, da ich diese nach dem gebrauch immer wieder ins Ladecase gesteckt habe. 

Die beiden In-Ears können entweder durch das einfach einlegen in das Lasecase ausgeschaltet werden oder man drückt die beiden Hardware-Tasten an jedem Ohrhörer für knapp 4 Sekunden. Beim Fall der 1more E1026BT-I Ohrhörer muss man jeden Ohrhörer einzeln abschalten, da diese anders wie bei anderen Herstellern beide als Master fungieren können.

Ebenso wichtig wie eine lange Akkulaufzeit, ist natürlich auch eine möglichst kurze Ladezeit der In-Ears und des Lade-Cases. Das Case wird via Micro-USB aufgeladen, diese dauert bei einer vollen Aufladung knapp 85 Minuten. Sind wiederum die Akkus der Ohrhörer leer, sollten diese für eine komplette Ladung ebenfalls bis zu 85 Minuten im Case verbleiben. Jedoch sind die In-Ears auch mit einer Schnellladefunktion ausgestattet und so bietet eine Ladezeit von knapp 15 Minuten, eine weitere Musikwiedergabe von 3 Stunden.

Bluetooth & Signalqualität

Das erste Verbinden der 1more E1026BT-I True Wireless In-Ear Ohrhörer mit dem Smartphone oder jedem anderen Bluetooth fähigem Gerät geht sehr schnell und einfach. Sobald man die beiden Ohrstöpsel aus dem Case genommen hat, kann man diese wie gewohnt mit dem Smartphone koppeln. Dabei gilt jedoch zu beachten, dass es wie bereits mehrfach erwähnt keine feste Master-Slave-Verbindung gibt. Jedes Mal nach dem entnehmen aus dem Case, findet der Verbindungsaufbau neu statt und es wird auch nach bestimmend Kriterien entschieden, welcher Ohrhörer als Master fungiert.

Dies hat den besonderen Vorteil, dass man auch nur mit einem In-Ear Musik hören kann und dabei nicht achten muss, welcher es ist. Beide können schließlicht Daten empfangen, aber auch an den anderen senden. Dies geht bei vielen anderen True Wireless In-Ears nicht, da hier oft z. B. der linke In-Ear als Master fest bestimmt ist. Verliert man z. B. bei einem fest gebunden True Wireless Ohrhörer den Master, kann man keine Musik mehr hören, da der andere keine direkte Verbindung zum Smartphone aufbauen kann. Ebenso hat der Akku-Stand der In-Ears Einfluss darauf welcher als Master bestimmt wird. Im Regelfall ist es nämlich hier der mit mehr Akkukapazität. 

Einen klitzekleinen Nachteil hat das Ganze, denn man sollte, wenn möglich beide Ohrhörer auf einmal aus dem Case herausholen. Wenn man sich nämlich zu viel Zeit lässt, meint der zuerst entnommen In-Ear, das dieser alleine genutzt wird und der Zweite bleibt aus, bzw. geht nicht automatisch mit an. Daraufhin muss man diese am Knopf manuell einschalten. Dies ist jedoch keinesfalls ein Problem und zudem nimmt man im Idealfall sowieso beide Ohrhörer auf einmal aus dem Case.

Kommen wir jedoch zu Reichweite der True-Wireless Ohrhörer in Verbindung zum Smartphone. 1more verspricht eine übliche Bluetooth Reichweite von bis zu 10 Metern. Genau diesen Wert konnte ich auch in meinem Test nachmessen, zudem ist die Verbindung sehr stabil und so konnte ich in meinem Testzeitraum keine Verbindungsunterbrechungen oder Aussetzer feststellen.

(Ausstattung: 4 von 5 Punkten)

TEIL 3

bestehend aus „Preis/Leistung“ entspricht 10% der Gesamtwertung

Beschreibung

Mit den E1026BT-I True Wireless In-Ear Ohrhörern hat 1more preislich sehr gelungene True Wireless Ohrhörer entwickelt und auf den Markt gebracht. Neben dem durchaus guten Klangbild, welches lediglich bei den Höhen etwas schwächen zeigt. Hat mich auch die Akkulaufzeit von insgesamt 24 Stunden inkl. Ladecase, ohne bis zu 6,5 Stunden überzeugen können. Das Klangbild überzeugt mit kräftigem Bass und überzeugenden Mitten.

Preis/Leistung

Die UVP des 1more E1026BT-I Stylish True Wireless In-Ear Ohrhörer liegt zum Marktstart bei 99€. Sind jedoch auch schon bereits für knapp über 50€ online erhältlich gewesen. 

Für den geforderten Preis stimmt die gebotene Leitung auf jeden Fall. Denn neben dem Klang und der langen Akkulaufzeit, können die True Wireless Ohrhörer auch noch mit weiteren Dingen überzeugen. So gefällt mir persönlich sehr, dass man die Ohrhörer auch zur Not alleine nutzen kann, da jeder der Ohrhörer als Master genutzt werden kann. Ebenso können die E1026BT-I True Wireless In-Ear Ohrhörer mit einem guten Tragekomfort und einer hervorragenden Isolierung der Umgebung überzeugen. Lediglich die Latenz variiert je nach Zuspiel-Gerät zischen einem Millisekunden Bereich und max. einer Sekunde. Das geht jedoch noch in Ordnung, denn hier sind einige teureren Modelle deutlich schlechter. 

1MORE E1026VT-I

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testr Gesamtwertung

unter Berücksichtigung aller Teilwertungen

 Wir bedanken uns beim Hersteller für die Bereitstellung des Produktes. Zu unseren Grundsätzen

Cambridge Audio Yoyo L

In diesem Testbericht möchte ich euch den Cambridge Audio Yoyo L genauer vorstellen. Dabei handelt es sich um einen Streaming-Lautsprecher, der mit drei Breitband-Treibern und drei Subwoofer ausgestattet wurde und zudem nicht nur Spotify-Connect, sondern auch ein integriertes Chromecast, einen ARC-HDMI- und Optischen-Anschluss besitzt. Daher kann er auch problemlos an den Fernseher angeschlossen werden. Was der knapp über 4 kg schwere stationäre Lautsprecher noch so drauf hat und wie er in meinem Alltagstest abgeschnitten hat, erfahrt ihr in folgendem Testbericht.

Cambridge Audio Yoyo L

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TEIL 1

Bestehend aus „Verpackung/Design/Verarbeitung“ entspricht 25% der Gesamtwertung

Verpackung

Cambridge liefert den Yoyo L in einer quadratischen Schwarz/türkisen Verpackung aus, welche mit einigen Infos zum Produkt versehen ist. 

Direkt auf der schwarzen Oberseite ist der original Umriss und die Bedienelemente des Yolo L mit türkisen Linien skizziert. Auf der Vorderseite ist wie üblich der Name des Unternehmens „Cambridge Audio“, der Name des Lautsprechersystems „Yoyo“ und das Modell „L“ zu sehen. Auf der linken Seite wird lediglich mit einem kleinen Logo auf den „Great British Sound, seit 1968“ hingewiesen. Die gegenüberliegende Seite ist mit einem Aufkleber versehen, welcher über die Modellfarbe, den Name des Gerätes und die Seriennummer informiert. 

Die meisten Informationen findet man auf der Rückseite. Hier wird nämlich nicht nur wie bereits auf der Vorderseite über den Namen des Unternehmens und dem Lautsprecher informiert, sondern auch über die Funktionen und die Konnektivität. So erfährt man hier z. B. dass neben NFC, Bluetooth, Chromecast, auch noch eine IR-Fernbedienung und eine einfache Verbindung via HDMI-Kabel mit dem Fernseher möglich ist. 

Hebt man den Deckel der Verpackung vorsichtig an, präsentiert sich der Cambridge Yoyo L in einer schwarzen Kartonage zentriert. Zudem wurde er zum Schutz in einer Kunststofffolie verpackt und damit der schwere Lautsprecher beim Transport nicht hin und her fliegt, ist im Deckel zudem das Gegenstück der Zentrierung eingeklebt. Unter der schwarz gefärbten Zellulose-Zentrierung befindet sich noch weiterer Zubehör. Dieser befindet sich in einer schwarzen Kartonage. Direkt nach dem Öffnen dieser Pappschachtel kommt eine kleine Hülle auf der Oberseite zum Vorschein, in der sämtliche Beschreibungen in Zahlreichen Sprachen untergebracht sind. Rechts daneben liegt sicher verpackt die Infrarot-Fernbedienung, über welche man den Cambridge Yoyo L von der Entfernung steuern kann.

Unter der kleinen schwarzen Mappe mit den Beschreibungen ist noch einiges Weiteres verstaut. So findet man darin nicht nur die Batterien für die Fernbedienung und das europäische Netzkabel, sonder auch noch gleich das Britische (Stecker BS 1363) und sogar einen für Steckdosen in den USA (NEMA-Stecke). Doch das war es noch nicht, denn für den Anschluss an sämtliche Geräte liefert Cambridge ebenfalls alles mit, so liegt im Lieferumfang auch noch ein Klinken-Kabel, ein HDMI-Kabel und ein optisches Audiokabel bei.

(Verpackung: 4 von 5 Punkten)

Design

Schon auf den ersten Blick hebt sich der Cambridge Audio Yoyo L von den vielen klassischen Lautsprechern aus MDF-Platten, Kunststoff und Echtholz ab. Dafür sorgt nicht nur die quadratische Formgebung, sonder auch das Material, aus dem Cambridge den Lautsprecher gefertigt hat. Durch die etwas größer abgerundeten Ecken und den mit hochwertiger 100 % Kammwolle bezogenen Seiten, wirkt dieser nahezu aus einem Stück.

 Mit seinen Abmessungen von 269 mm x 269 mm x 125 mm (L x B x H) ist der Cambridge Audio Yoyo L zwar relativ flach, aber nimmt eine etwas größere Fläche ein. Zudem überrascht dieser beim Anheben aus der Verpackung mit einem Gewicht von knapp 4,3 kg. Doch dies kommt durch den Aufbau zustande, im inneren des Lautsprechers steckt nämlich einiges an Technik. Dafür benötigt man für den Betrieb bis auf das Netzkabel für die Stromversorgung kein weiteres Kabel. Wer den Cambridge Yoyo L jedoch via Klinkenkabel mit dem Smartphone, oder HDMI bzw. Optischem Audiokabel mit dem TV verbinden möchte, kann dies ganz einfach tun, denn die Anschlüsse hierfür befinden sich an der Unterseite.

Rundum ist die Unterseite mit mehreren Anti-Rutsch-Gummis versehen, was man beim Cambridge Audio Yoyo L, trotz seines höheren Eigengewichts durchaus benötigt. Im Zentrum befindet sich ein Stativ-Gewinde, hier könnte der Yoyo L zwar auf ein Stativ geschraubt werden, aber ich glaub kaum, dass ein Stativ dieses hohe Gewicht bzw. bei Musikwiedergabe diesen lange genug halten kann. Vielleicht ist dies auch ein Überbleibsel, dass Cambridge zur Klangmessung im Studio genutzt hat.

In einer schrägen Mulde an der hinteren Rückseite sind sämtliche Anschlüsse verstaut. Hier findet man von recht aus betrachtet den Netzstrom-Anschluss, ein USB-Anschluss, um z. B. ein Smartphone oder Tablet mit max. 1 A aufzuladen, ein Toslink (optischer Audio-Anschluss), HDMI und 3,5 mm Klinke-Anschluss.

Unter dem Stoffbezug aus 100 %% Kammwolle, welcher von der britischen (Yorkshire) Weberei Marton Mills stammt, sind die sechs Treibereinheiten versteckt. Das Besondere dabei ist, dass diese an den beiden Seite und nach vorne verteilt sind. Mehr dazu jedoch unter Klang.

Doch beim Yoyo L setzt Cambridge auf einen Materialmix aus dem gewebten Stoff und Kunststoff. Die Oberfläche ist mit einem weichen Kunststoff versehen, dies fühlt sich zwar gut an, hat jedoch einen weniger guten Nachteil, denn es handelt sich hier um einen Staubmagneten. Den angezogenen Staub bekommt man hier nur sehr schlecht wieder weg. Unter bzw. in dieser Oberfläche sind zudem auch die Bedienelemente per Touch-Sensoren mit integrierter Beleuchtung untergebracht.

 Ein-/ausgeschaltet wird der Cambridge Yoyo L ganz rechts, über eine herkömmliche Drucktaste. Direkt daneben kann man mit den beiden + und – Tasten die Musik lauter-/leiser stellen. Die fünf Punkte-Anzeige, zeigt während dem verstellen der Lautstärke die Stufe an, dabei leuchten unterschiedlich viele LED´s bzw. diese leuchten auch unterschiedlich hell. Verstellt man wiederum via Fernbedienung die Stufe vom Bass, wird dieses hier im angehobenen bzw. Abgesenkten Wert angezeigt. 

Direkt neben der Lautstärkeanzeige befindet sich die Auswahl-Sensortaste um zwischen den Eingangsquellen: ARC (HDMI), Optischem- und AUX-Audioeingang zu wechseln. Je nachdem, wie die Sensortaste leuchtet, erkennt man, welche Eingangsquelle aktuell gewählt wurde. Orange steht für AUX, Lila für ARC und Weiß für den optischen Eingang. Doch der Cambridge Yoyo L verfügt noch über weitere Eingangsquellen. So befindet sich auf der Oberseite neben den Eingangsquellen-Tasten die Bluetooth-Taste. Über diese kann man durch Längeres betätigen die Paarung initialisieren und sobald einmal verbunden, jedes Mal automatisch die Wiedergabe via Bluetooth starten. Auf der rechten Seite über dem Power-Knopf ist zudem noch die WLAN-Status-LED. Diese zeigt zum einen an, ob das Gerät mit dem WiFi verbunden ist bzw. wurde und ob Google Cast oder Spotify Connect bereit ist. Zu guter Letzt befinden sich an der linken Seite noch drei Direktwahltasten, welche man mit verschiednen Spotify Playlists belegen kann.

Die Bedienung wird wie bereits eingangs erwähnt durch die zusätzlich beiliegende Fernbedienung etwas erweitert. Neben den Funktionen, welche man auch auf der Oberfläche direkt am Cambridge Yoyo L zur Verfügung hat, kann man hier im Zentrum direkt den Ton stumm schalten, aus vier Klangprofilen (Musik, TV, Film und Stimmen) wählen und den Bass in mehrere Stufen erhöhen oder absenken. 

(Design: 4 von 5 Punkten)

Verarbeitung

Bei der Herstellung der Yoyo Serie setzt Cambridge Audio auf ein besonderes Design. Der Lautsprecher Yoyo L ist an den Seiten rundum, wie bereits erwähnt mit 100 % Kammwolle überzogen. Diese Kammwolle lässt den Klang, von den Lautsprechern ungefiltert durch, wurde jedoch vorbehandelt, damit der Stoff eine abweisende Schicht gegen Schmutz und Wasser besitzt und der Verschleiß minimiert wird. Der besondere Stoff kommt von der weltbekannten Weberei Marton Mills aus Yorkshire. Insgesamt bietet man den Yoyo L in zwei Farben an, einem hellgrauen und dunkelgrauen Modell. Letzteres entspricht hier genau meinem Testmodell. Durch diesen besonderen Stoff hebt sich der Yoyo L und die anderen Geräte der Yoyo-Serie von den vielen anderen Lautsprechern, welche aus reinem Kunststoff gefertigt sind deutlich ab.

Die Sensortasten auf der Oberseite des Yoyo L reagieren sehr genau, jedoch manchmal sogar zu genau. Also ich z.B. die Fernbedienung auf den Yoyo L gelegt habe, hat die Fernbedienung schon die ein oder andere Taste betätigt. 

Die gummierte Soft-Oberfläche des Cambirdge Audio Yoyo L fühlt sich zwar sehr angenehm an, bringt jedoch wie bereits erwähnt einen Nachteil mit sich, denn die Oberfläche lässt sich durch die gummiartige Oberfläche schwerer von Staub, der drauf landet befreien. Ein weiterer kleiner Kritikpunkt ist die beiliegende Fernbedienung. Diese passt zwar auf dem ersten Blick gut zum Design des Cambridge Yoyo L. Doch was hier zwar optisch auch schwarzem gebürsteten Aluminium aussieht, ist in Wirklichkeit alles nur Kunststoff. Des Weiteren muss man die Fernbedienung zur Bedienung auf jeden Fall in die Hand nehmen. Da die Fernbedienung nämlich auf der Unterseite am Batteriefach abgerundet wurde, wippt diese nur umher, wenn diese auf einer ebenen Fläche liegen bedient wird.

(Verarbeitung: 4 von 5 Punkten)

TEIL 2

bestehend aus „Funktion des Produktes“ entspricht 65% der Gesamtwertung

Lautsprecher Anzahlje ein Hochtöner und Tiefmitteltöner an drei Seiten (vorne, links und rechts).
Gesamtausgangsleistungkeine Angabe vom Hersteller
Gehäuse MaterialKunststoff, Oberfläche mit Softtouch versehen, Rundum mit 100 % Kammwolle von der Weberei Marton Mills bezogen
AnschlussmöglichkeitenUSB-Anschluss (Ladeanschluss max. 1A), NFC, WLAN, Bluetooth, HDMI, Toslink, Klinke (3,5mm)
StromversorgungNetzbetrieb
Maße/Gewicht265 x 265 x 125 mm (LxBxH)/ 4,3 KG
Steuerungdirekt am Lautsprecher, Fernbedienung, Chromecastv
Lieferumfang2x AAA Batterie für Fernbedienung
HDMI-Kabel
Toslink-Kabel
3,5 mm Klinke-Kabel
Netzstecker Europa, Britische und amerikanische Ausführung liegt ebenfalls bei.
Anleitungen
Technische Daten des 1more E1026BT-I

Einrichtung & Installation

[appcode appstore id680819774]

[appcode googleplay com.google.android.apps.chromecast.app]

Um den Cambridge Yoyo L einzurichten, ist es anders als ich erst erwartet habe, nicht nötig, eine besondere Cambridge App aus dem Appstore herunterzuladen. Dank integriertem Google Chromecast, erfolgt die Einrichtung nämlich via Google Home App, welche man kostenlos im AppStore (iOS) und Google Play Store (Android) laden kann. Die Einrichtung ist in wenigen Schritten erledigt und eigentlich bei allen Lautsprechern, die via Chromecast eingerichtet werden identisch.

Den Verlauf der Einrichtung beschreib ich euch kurz hier, jedoch könnt ihr dies auch in den nachfolgenden Screenshots betrachten. Direkt nach dem Starten der Google Home App und dem Einschalten das Cambridge Yoyo L sollte dieser nach wenigen Sekunden automatisch angezeigt werden, bzw. sobald man unter Gerät-Einrichten—> Zuhause, auf weiter klickt und kurz wartet, bis die Suche den Yoyo L gefunden hat. Nach dem Hinweis, dass der Yoyo L gefunden wurde, wird die Verbindung hergestellt und man wird kurz gefragt, ob man einen Ton gehört hat. Ist dies der Fall, wird daraufhin im nächsten Schritt gefragt, wo man den Lautsprecher aufgestellt hat und anschließend wird der Cambridge Yoyo L noch mit dem Internet verbunden. Dazu einfach das heimische WLAN-Netz aus der Liste aussuchen, Passwort eingeben und schon ist der Yoyo L einsatzbereit.

(Einrichtung und Installation: 4 von 5 Punkten)

Bedienung

Die Bedienung das Cambridge Audio Yoyo L erfolgt entweder über die Sensortasten an der Softtouch-Oberfläche am Lautsprecher selbst, oder über die mitgelieferte Fernbedienung. Was ich jedoch bei beiden Bedienmöglichkeiten vermisse, ist die fehlende Funktion, einen Track vor- und zurückspringen. Denn diese Funktion sucht man bei beiden Möglichkeiten vergebens. Ein Titel zu überspringen ist daher nur direkt am Smartphone möglich.

Cambridge hat im Yoyo L die Google Chromecast-Schnittstelle integriert. Dies bedeutet, dass man hier ganz einfach Musik aus den Streaming-Anbietern: Spotify, Deezer, TuneIn, Tidal und Google Play Music direkt über der Yoyo L abspielen kann. Hierfür startet man eine der eben erwähnten Apps, die man zum streamen nutzen möchte, und hält darin Ausschau nach dem Chromecast-Logo. Darauf klickt man und sobald man gefragt wird, welcher Lautsprecher Zugriff erhalten soll, wählt man ganz einfach den Yoyo L aus. Schon kann man damit beginnen die Musik wiederzugeben. Dabei ist der entscheidende Vorteil des Google Chromecast, dass man nach dem Einrichten keinen weiteren Kontakt (Verbindung) beider Geräte benötigt, denn ab sofort bezieht der Cambridge Yoyo L die Musik direkt aus dem Internet. Dies hat zur Folge, dass Anrufe oder Hinweistöne während der Musikwiedergabe nicht die Musik unterbrechen. Das Smartphone kann daher völlig normal genutzt werden, was bei einer herkömmlichen Bluetooth Verbindung nicht ganz der Fall wäre.

Nutzer von Spotify kommen zudem in den Vorteil, dass diese die an der Oberfläche des Yoyo L angebrachten Speicherplätze für die Lieblingsplaylist nutzen können. Hier ist jedoch ein premium Nutzerabo erforderlich. Die Einrichtung ist auch hier denkbar einfach: Spielt man eine der aktuellen Lieblingsplaylists bei Spotify auf dem Lautsprecher ab, genügt es, einfach eine der drei Zahlen zu betätigen und für drei Sekunden gedrückt zu halten. Anschließend kann man direkt nach dem Einschalten der Cambridge Yoyo L die Playlist mit dem Betätigen der jeweiligen Taste starte. Hierfür muss das Smartphone nicht zwingend in der Nähe sein, denn auch hier wird die Musik direkt aus dem Netzwerk bezogen. 

Natürlich sind das noch nicht alle Verbindungsmöglichkeiten, schließlich ist der Yoyo L auch mit einem Bluetooth-Modul ausgestattet. Welche ebenfalls schnell eingerichtet ist. Wer es hier noch schneller bevorzugt und ein NFC-fähiges (Nearfield Communication Modul) Smartphone sein eigen nennt, kann das ganze noch etwas schneller und einfacher verbinden. Hierfür genügt es, NFC am Smartphone zu aktiveren und an den gekennzeichneten Punkt (da wo das NFC-Logo ist) zu legen und schon koppeln sich beide Geräte voll automatisch miteinander.

Zu guter Letzt bewirbt Cambridge Audio den Yoyo L auch als Lautsprecher, der an dem Fernseher angeschlossen werden kann. Dies ist durch den verbauten HDMI-Eingang, sowie den Toslink-Eingang möglich. Diese ermöglichen den Yoyo L als Heim-Audio-Lautsprecher zu nutzen. Hierfür kann man den Cambridge Audio Yoyo L entweder via dem beiliegenden HDMI-Kabel an dem beim Fernseher vorhanden HDMI-ARC Anschluss (Audio Return Channel), oder bei älteren Modellen via optischen Audio-Eingang angeschlossen werden. Sollte man noch einen ganz alten Fernseher besitzen, der keinen der eben genannten Anschlüssen besitzt, kann der analoge 3,5 mm Klinke-Anschluss zur Klangübertragung genutzt werden. Somit wäre für jeden Fernseher usw. der passende Anschluss vorhanden.

(Bedienung: 4,5 von 5 Punkten)

Klang

Kommen wir zum eigentlich wichtigsten Bestandteil eines Lautsprechers dem Klang. Schließlich kann ein Lautsprecher noch so gut aussehen und sämtliche Anschlüsse besitzen, doch gerade beim Klang ist er eine wahre Enttäuschung. Ob der Cambridge Audio Yoyo L im Klang überzeugen kann, verrate ich euch unter folgendem Punkt. Doch zuvor schauen wir uns den Aufbau des Yoyo L etwas genauer an.

Insgesamt hat Cambridge Audio den Yoyo L mit sechs Treibern bestückt. Davon befinden sich je zwei Stück an drei Seiten: vorne, links und rechts. An jeder der drei Seiten ist ein Tiefmitteltöner und ein Hochtöner verbaut. Wie groß diese sind, und welche Leistung (RMS) der Yoyo L besitzt, ist leider nicht bekannt, denn dazu macht Cambridge keine weiteren Angaben. Doch nun die Frage, wie klingt das verbaute Treiber-Set-up.

Für ein aussagekräftiges Klangbild habe ich den Cambridge Audio Yoyo L auf einem stabilen Untergrund gestellt und auf der Fernbedienung die Klangeinstellung Musik gewählt. Insgesamt kann ich ganz klar sagen, dass der Grundton des Yoyo L etwas wärmer abgestimmt ist. Dies liegt auch daran, dass sowohl für die Mitten, als auch für die Tiefen, dieselben Treiber zuständig sind. Die Höhen wiederum verstecken sich etwas im Hintergrund und werden von den restlichen Tönen übertrumpft. Dies bedeutet unter anderem auch, dass die Höhen meiner Meinung nach nicht ganz so natürlich wiedergegeben werden. Leider ist es beim Cambridge Audio Yoyo L nicht möglich, via Equalizer Einstellungen am Klang vorzunehmen, sodass man hier z. B. die Höhen erhöht, aber den Rest etwas absenkt. Lediglich der Bass, kann via Fernbedienung erhöht bzw. zurückgenommen werden. Doch gerade dieser ist beim Lautsprecher sowieso schon sehr dominant.

Quelle: Cambridge Audio

Daher ist es auch gut, dass Cambridge den Yoyo L mit den Antirutschgummis versehen hat, dreht man den Yoyo L nämlich etwas höher auf, ist das kräftige Bassfundament klar zu spüren. Mir ist im Test bei hohen Lautstärken jedoch aufgefallen, dass die Treiber aufgrund der Gehäusegröße und dem daraus etwas geringeren Volumen etwas zur Verzerrung neigt. Doch dies ist nur der Fall, wenn man die Lautstärke besonders hochdreht, was man in normalen Raumgrößen sicherlich selten machen wird.

Bei der Bühne war ich leider ebenfalls etwas enttäuscht. Zwar versucht Cambridge hier mit den Treibern, welche an drei Seiten angebracht sind diesem Problem entgegenzuwirken. Doch aufgrund des kompakten Designs, sitzen diese nah beinander bzw. gegenüber und so merkt man ganz klar, dass die Musik aus einem Gerät kommt. Dieses Problem merkt man vor allem bei dem Einsatz am TV. Denn dadurch das die seitlich Treiber mehr zur Seite und nicht nach vorne abstrahlen, klingt das Klangbild nicht breit genug. Ein weiteres Problem beim verwenden mit dem TV ist, dass der Yoyo L um diesen davor zu stellen, etwas zu hoch ist. Dieser würde das Bild im unteren Bereich verdecken. Wer den Fernseher jedoch an der Wand hängen hat, kann den Cambridge Audio Yoyo L problemlos darunter stellen.

(Klang: 3,5 von 5 Punkten)

TEIL 3

bestehend aus „Preis/Leistung“ entspricht 10% der Gesamtwertung

Beschreibung

Bei dem Design oder der Verarbeitung konnte mich der Cambridge Audio Yoyo L sehr überzeugen. Hier erhält man ein klasse Gerät, welches vor allem dank dem 100 % Kammstoff von Marton Mills nicht versteckt werden will. Lediglich die Softtouch-Oberfläche welche sich etwas schwerer vom Staub, der darauf landen befreien lässt, gibt es hier optisch zu bemängeln.  

Dafür bietet Cambridge mit dem Yoyo L ein Streaming Lautsprecher an, der mit zahlreichen Verbindungsmöglichkeiten ausgestattet wurde. So kann man hier dank Google Chromecast nicht nur auf Google Music, sondern auch auf Spotify, Deezer, TuneIn usw. zugreifen. Des Weitern kann man den Lautsprecher via HDMI, Toslink oder Klinke-Kabel, welche Cambridge alle im Lieferumfang mitliefert, an den TV anschließen. 

Preis/Leistung

Cambridge fordert für den Yoyo L einen Preis von 399€ (UVP). Diesen Preis hat der Lautsprecher jedoch aktuelle nach mehren Monaten immer noch.
Der geforderte Preis mag zwar aufgrund der Optik, der Verarbeitung und dem umfangreichen Lieferumfang inkl. Anschlussmöglichkeiten stimmen. Doch gerade im wichtigsten Bereich, dem Klang, schneidet des Cambridge Audio Yoyo L etwas schlechter ab. Dies trifft vor allem auf die Höhen zu, denn hier hätte ich etwas mehr erwartet. Doch leider sind hier die Mitten und Tiefen zu sehr im Vordergrund. Würde es wenigsten eine Equalizer Einstellungen geben, mit der man diesen Kritikpunkt beheben kann, wäre das Ganze gar nicht so schlimm, doch leider fehlt mit dieser. Auch was den Raumklang angeht, gibt es bessere Alternativen. Hier versucht man zwar, mit den seitlichen Treibern für ein breites Klangbild zu sorgen, doch dies gelingt nicht so sehr, wie erwartet.

Cambridge Audio Yoyo L

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Huawei P30 Pro

Huawei ist ein chinesischer Smartphone-Hersteller, welcher im Jahr 1987 gegründet wurde. Der Hauptsitz des Unternehmens ist in Shenzhen, China und der Geschäftsführer ist Ren Zhengfei, welcher das Unternehmen auch gründete. Neben Endgeräten wie Smartphones, Tablets und Notebooks bietet Huawei auch Dienstleistungen für Netzwerk-Infrastrukturen und Cloud-Computing-Lösungen an.  

Seit 2012 vermarktet das Unternehmen auch hierzulande (D und AT) seine Smartphones. Die aktuell bekanntesten Smartphones aus dem Hause Huawei sind: die G-Serie, Y-Serie, Nova-Serie, P-Serie und die Mate-Serie. Bei der P-/Mate-Serie handelt es sich um Highend-Smartphones und bei den anderen um Mittelklasse-Smartphones.

In den letzten Tagen habe ich euch bereits das Huawei P30 und P30 lite in einzelnen Testberichten näher vorgestellt. Da es natürlich auch hier wieder ein zusätzliches Pro-Modell gibt, darf dazu natürlich der Testbericht nicht fehlen. Wie das neue Topmodell des chinesischen Unternehmens im Test abschneidet und ob das angebliche Foto-Wunder mit seiner Quad-Kamera überzeugen kann, erfahrt ihr in folgendem Testbericht.

Huawei P30 Pro

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TEIL 1

Bestehend aus „Verpackung/Design/Verarbeitung“ entspricht 25% der Gesamtwertung

Verpackung

Wie bereits die Verpackung des Huawei P30 lite und Huawei P30, kommt auch das Huawei P30 Pro in einer weißen Verpackung daher.

Die Verpackung ist mit wenigen Infos bedruckt. Lediglich auf der Oberseite und den beiden langen seitlichen Flächen ist der Name des Smartphones „Huawei P30 Pro“ in goldener Schrift zu lesen. Zudem prangt auf der Ober- und den Stirnseiten, das bekannte Huawei Firmenlogo. Zudem wird auf der Oberseite noch erwähnt, dass eine Leica Quad-Kamera verbaut ist. Der weiße Aufkleber an der unteren Stirnseite enthält einen kurzen Auszug der technischen Daten zum Produkt. Dabei handelt es sich wie üblich um den Namen des in der Verpackung befindlichen Gerätes, die Modellbezeichnung, die Farbe, sowie den ROM (Flash-Speicher und den RAM (Arbeitsspeicher).

Nach dem Anheben des Deckels kommt direkt das Huawei P30 Pro zu Vorschein. Dieses befindet sich zentriert in einer dünnen Kartonage und damit es vor Kratzern und Staub Geschütz wird, wurde das Display mit einer Folie versehen und das Smartphone befindet sich zudem in einer Schutzfolie. Unter dem dünnen Einleger befindet sich eine weiße Kartonage, an der das SIM-Tool angeheftet ist und sich im Inneren eine Kurzanleitung und das Garantieheft in zahlreichen Sprachen befindet.

Unter der Pappschachtel befindet sich zudem noch weiterer Zubehör. Bei diesem handelt es sich wie üblich um ein USB-C Ladekabel, und ein 40 Watt starkes Netzteil. Als kleines Bonus legt Huawei trotz fehlenden Klinkenanschluss noch In-Ear Ohrhörer mit einer Drei-Tasten-Fernbedienung und USB-Typ-C-Anschluss bei. Daher kann man die Ohrhörer direkt an dem USB-C Anschluss am Smartphone, ganz ohne extra Adapter betreiben. Die Ohrhörer besitzen keine Ohrtips und lassen sich somit nur bedingt dem eigenen Ohrkanal anpassen. Bei den meisten Nutzern dürfte diese zwar dennoch halten, bieten jedoch kaum eine Reduzierung der Umgebungsgeräusche. 

(Verpackung: 3,5 von 5 Punkten)

Design

Das P30 Pro bietet Huawei aktuell in insgesamt vier Farben an. Neben den drei Farben, in denen auch das Huawei P30 erhältlich ist, gibt es noch die neu Farbe Amber Sunrise. Dabei handelt es sich um einen Farbverlauf je nach Lichteinfall von Rot zu Orange. Weiterhin gibt es jedoch wie bereits erwähnt die Farbe „Black“ ein einfarbiges schwarzes hochglänzendes Gerät und Aurora ein blaues Gerät, welches nach oben hinweg in einen helleren Blauton, bis ins türkis übergeht. Zu guter Letzt ist es natürlich auch noch in der Farbe meines Testgeräts erhältlich, und zwar Breathing Crystal, bei dem die Rückseite je nach Lichteinfall ein Violetten und nach oben hinweg in einen hellblauen bis weißen Farbton übergeht. 

Beim Design setzt Huawei zum Teil auf einen ähnlichen Look, wie es bereits beim Mate 20 Pro der Fall war. So sind nämlich auch beim neuen Huawei P30 Pro, die seitlichen Ränder des OLED-Displays abgerundet und auch die Glasrückseite weißt dieselben Wölbung vor. Dadurch liegt das eigentlich von der Display-Diagonale große Gerät relativ kompakt in der Hand. Jedoch bin ich von diesen abgerundeten Displayrändern in Kombination mit den ebenfalls abgerundeten Glasrückseiten kein allzu großer Fan. Meiner Meinung nach leidet nämlich darunter die Griffigkeit, wodurch das Gerät sehr gerne dazu neigt aus der Hand zu gleiten. Daher rate ich auch hier wie so oft, das Smartphone in eine griffigere Schutzhülle zu stecken. Klar geht dadurch unter Umständen das edle Design verloren, doch nichts ist ärgerlicher, als wenn das Smartphone auf den Boden fällt uns das Glas zerbricht.    

Betrachtet man die Vorderseite, fällt gegenüber den beiden anderen P30 Geräten natürlich direkt ein Unterschied auf, nämlich die gerade erwähnte, an den langen Seiten abgerundete Displayränder. Ansonsten sind sich die Geräte allesamt sehr ähnlich, da auch das Huawei P30 Pro mit einer Tropfen-Notch, in welcher die Kamera versteckt verstaut wurde und es besitzt einen knapp 4 mm hohen Rand unter dem Display (Kinn) und 2 mm umlaufend um das Display.

Der Gehäuserahmen aus Aluminium fällt aufgrund der Abrundungen der Vorder- und Rückseite mit knapp 2 mm sehr schmal aus. An der Oberen- und Untere-Stirnseite ist dieser jedoch so breit wie das Smartphone, abgeflacht und mit einer Fase versehen. Dadurch, dass der Rahmen an den langen Seiten so schmal gestaltet wurde, finde hier lediglich der Einschaltknopf und die Lautstärkewippe an der rechten Seite ihren Platz. An der Oberseite des Huawei P30 Pro gibt es ebenso wenig zu entdecken. Hier befinden sich zwischen den beiden Aussparungen für die Antennen, ein Mikrofon, welches bei Video-Aufnahmen genutzt wird und ein kleiner Infrarot-Sensor, welchen man bereits von dem Huawei Mate 20 Pro kennt. Dieser dient dazu, das Smartphone z. B. als Fernbedienung für den Fernseher usw. nutzen zu können. 

An der Unterseite findet man zwischen zwei weiteren Aussparungen für die Antennen den USB-Typ-C Ladenschluss. Rechts daneben ist unter den fünf Löchern der Mono-Lautsprecher versteckt und links daneben das Mikrofon, welches für Telefonate genutzt wird. Zu guter Letzt ist direkt neben dem Mikrofon der SIM-Karten Slot untergebracht. In den Sim-Karten Slot können entweder zwei Nano-SIM Karten oder eine Nano-SIM und eine NM-card eingesetzt werden. Fall jemand von euch die NM-card nicht kennt, dies ist eine spezielle Speicherkarte, die Huawei zusammen mit der Mate 20-Serie vorgestellt hat. Diese ist so groß wie eine Nano-SIM-Karte und ist somit nicht nur kleiner als eine herkömmliche Micro-SD-Speicherkarte, sondern die Kontakte befinden sich komplett auf der Rückseite wie bei einer Sim-Karte. Unterstütz, wird hier maximal eine NM-card bis 256 GB, aktuell kosten 128GB knapp 49,00€.

Betrachtet man sich die Bilder der Vorderseite des Huawei P30 Pro, fragt sich sicherlich der ein oder andere unter euch, wo Huawei hier die Hörmuschel versteckt hat. Dies kann man ganz einfach beantworten, es gibt keine Hörmuschel und somit auch keinen Lautsprecher-Membran. Damit man jedoch mit dem Smartphone telefonieren, bzw. den Gesprächspartner verstehen kann, setzt Huawei auf die sogenannte Huawei Akustik-Display-Technologie. Dabei wird der obere Teil des OLED-Displays zum Lautsprecher gemacht. Was ganz einfach über ein Modul auf der Innenseite des Displays gelingt. Das Display wird dabei zum Schwingen und somit zur Klangübertragung gebracht. Das ganze kennt der ein oder andere auch von den Sony OLED-Fernseher, denn diese besitzen ebenfalls soggenante Aktuatoren, welche das Bild bzw. das Display zum vibrieren bringen, um den Klang zu übertragen.Die Huawei Technologie funktioniert hier sehr gut, ohne dass man sagen könnte, dass diese schlechter oder besser als ein herkömmliche Hörmuschel klingen. Das Vibrieren des Schalls merkt man übrigens nicht und wird nur beim Telefonieren genutzt. Bei der Musikwiedergabe und Youtube Videos ansehen, wird lediglich der Mono-Lautsprecher an der Unterseite genutzt. Der Klang des Mono-Lautsprechers ist meiner Meinung nach deutlich besser als beim Huawei Mate 20 Pro, aber immer noch nicht so gut, wie ein Stereo-Paar von anderen Geräten.

Das Huawei P30 Pro hat eine sehr längliche Form, und ist somit noch einmal deutlich kompakter als z. B. die P20-Serie und das Mate 20 Pro. Man kann zwar von einem Smartphone mit einem Display von über 6 Zoll nicht mehr wirklich von kompakt reden, doch dennoch wollen viele solch ein großes Display. Mit einem 6,47 Zoll große Display ist das Huawei P30 Pro deutlich größer als das, vom Vorgängermodell dem Huawei P20 Pro und dem Mate 20 Pro. Dennoch ist es kaum größer und hat folgende Abmessungen: 158 x 73,4 x 8,41 mm (L x B x T) bei einem Gewicht von knapp 192 Gramm.

Zwar fehlt auch dem Huawei P30 Pro eine Benachrichtigung-LED, welche sicherlich einige von euch vermissen werden. Doch dafür hat man via Update die Anzeige auf dem Always On Display erweitert. So können hier, sofern ihr dies unter Einstellungen -> Startbildschirm & Hintergrund -> Anzeige stets aktiv einschaltet, neben Uhrzeit, dem Datum und Akku-Stand auch Benachrichtigungen sämtlicher Drittanbieter angezeigt werden. Dies finde ich persönlich deutlich besser als eine ständig blinkende LED. Der Annäherungs- und Helligkeitssensor befindet sich wie bereits beim P30 lite und P30 an der Oberseite, im schmalen Rand oben rechts. 

Neben der Front-Kamera in der Tropfen-Notch vorne, befinden sich beim Huawei P30 Pro eine Quad-Kamera von dem Kamera-Unternehmen Leica an der Rückseite. Dieses Modul befindet sich wie bei allen anderen Smartphones der neuen P30-Serie an der linken oberen Ecke. Dieses längliche Kamera-Plateau, in welchem sich eine Tripple-Kamera befindet, steht wie bei aktuell fast allen Herstellen knapp 2 mm hervor. Das vierte Objektiv befindet sich separat neben dem hervorstehenden Kamera-Plateau und schließt ebenso, wie der Dual-Tone LED-Blitz darüber, bündig mit der Glasrückseite ab. Unterhalb des Blitzes ist noch der (Laserfokus, Phasenfokus, Kontrastfokus und das von Huawei immer genutzte Branding zu sehen.

(Design: 4,5 von 5 Punkten)

Verarbeitung

An der Verarbeitung des Huawei P30 Pro gibt es nichts zu beanstanden. Die Übergänge zwischen dem Aluminiumrahmen und den beiden Glasseiten geht nahtlos über und somit könnte man vom Tasten fast meinen, dass es aus einem Stück bestehen würde. Der Aluminiumrahmen trägt zudem neben den beiden stabilen Glasseiten bei, dass das Huawei P30 Pro absolut steif ist und sich somit selbst mit etwas höheren Kraftaufwand mit der Hand nicht verbiegen lässt.

Des Weiteren ist das Huawei P30 Pro das einzige Smartphone der neuen P30-Serie, welches nach IP68 vollständig gegen Staub und gegen längeres Untertauchen ins Wasser geschützt ist. Doch hier betont Huawei, dass dieser Schutz nicht dauerhaft ist, da Gummidichtungen nun mal altern und somit spröder werden können. Das finde ich persönlich gut, dass man das extra erwähnt. Schließlich sollte man dies unbedingt beachten, weil es bei jedem Gerät, welches angegeben wird, gegen Staub und Wasser geschützt zu sein, der Fall ist, auch wenn es einzelnen Hersteller vielleicht nicht erwähnen. 

Leider hat man auch beim Pro Modell des Huawei P30 auf ein Stereo-Lautsprecher-Paar verzichtet. Der Klang den Mono-Speaker an der Unterseite ist zwar meiner Meinung nach klanglich noch einmal deutlich besser als der des Huawei Mate 20 Pro. Doch dennoch hört er sich gegen einen Stereo-Lautsprecher immer noch etwas schlechter an.

(Verarbeitung: 4,5 von 5 Punkten)

TEIL 2

bestehend aus „Funktion des Produktes“ entspricht 65% der Gesamtwertung

Display6,47 Zoll OLED-Panel (19,5:9 Format) Auflösung 2.340x 1.080 Pixel (FHD+), Pixeldichte beträgt 398 ppi
CPU/GPUHUAWEI Kirin 980 2 x Cortex-A76 mit 2,6 GHz + 2 x Cortex-A76 mit 1,92 GHz + 4 x Cortex-A55 mit 1,8 GHz / Mali G76
RAM8 GB RAM (in Österreich gibt es zudem eine 6 GB Variante)
Speicher256 GB (zudem gibt es jedoch in D/AT, eine 128 GB Variante
BetriebssystemAndroid 9 „Pie“
Haupt-KameraQuad-Kamera von Leica:40 MP (Weitwinkelobjektiv, Blende f/1.6, OIS) + 20 MP (Ultraweitwinkelobjektiv, Blende f/2.2) + 8 MP (Teleobjektiv, Blende f/3.4, OIS) Die Time-of-Flight(TOF)-Kamera von HUAWEI unterstützt sowohl den Autofokus (Laserfokus, Phasenfokus, Kontrastfokus) als auch AIS (AI Image Stabilization), den Bildstabilisator mit künstlicher Intelligenz von HUAWEI.
Front-Kamera32 MP f/2.0 Blende; Digital-Zooom
AnschlüsseUSB-Typ-C Anschluss
Akku3.200 mAh mit Schnellladefunktion, nicht austauschbar
KonnektivitätWi-Fi 802.11 a/b/g/n/ac, 2,4 und 5 GHz, Mobilfunknetz bis 4G, Bluetooth 5.0 (BLE, SBC, AAC, aptX, aptX HD, LDAC HD und HWA Audio, NFC, GPS, A-GPS, GLONASS, BeiDou, USB-TYP-C Generation 3.1.
Abmessungen (LxBxH)158 mm x 73,4 mm x 8,41 mm
Gewicht192 Gramm
LieferumfangHUAWEI P30 Pro
Schnellstart-Anleitung
Ladegerät 40 Watt
Kopfhörer (In-Ear) mit USB-Typ-C-Anschluss
SIM-Werkzeug
USB-Typ C Ladekabel
Technische Daten des Huawei P30 Pro

Performance

Im Inneren des Huawei P30 Pro werkelt der aktuellen Octa-Core-Chip Kirin 980, wie er im Huawei P30 und Mate 20 Pro verbaut wurde. Auch wenn inzwischen vielen bekannt sein dürfte, dass Huawei bei der P-Serie die meisten Neuerungen, im Design und der Kamera vornimmt, muss sich die Serie definitiv nicht vor der Mate-Serie verstecken. So wird der CPU zusätzlich von stolzen 8 GB RAM unterstützt.

Beim Kirin 980 CPU, handelt es sich um einen 64-Bit CPU, der mit 8-Kernen bestückt ist. Davon sind die einzelnen Rechenkerne in unterschiedliche Leistungen unterteilt. Somit takten die zwei stärksten mit maximal 2,6 GHz (Cortex A76), zwei weitere mit 1,92 GHz und die anderen vier mit bis zu 1,8 GHz (Cortex A55). Wie üblich ist im Prozessor auch der GPU Mali G76 integriert, welcher mit bis zu 720 MHz taktet.

Zwar ist das Huawei P30 Pro aktuell leistungstechnisch nicht das beste Smartphone auf dem Markt, doch die Software auf dem P30 Pro läuft sehr stabil und ohne Verzögerung. Des Weitern laufen auch anspruchsvollen Games mit den höchsten Grafikeinstellungen ohne Ruckeln und Aussetzern.   

In den Benchmarktest schneidet das Huawei P30 Pro gegenüber dem Mate 20 Pro noch einmal etwas besser ab, da Huawei hier unter anderem den RAM-Speicher um 2 GB erhöht hat. Bei dem Wert habe ich wie üblich den Test bis zu 4-mal durchlaufen lassen und den Mittelwert per Screenshot festgehalten. Zudem habe ich dies im normalen Standard-Modus gemessen und nicht in dem speziellen Leistungsmodus, denn in der Regel, werden die meisten unter euch nicht immer den Leistungsmodus extra für anspruchsvollere Anwendungen aktiveren. Schließlich verschlechtert diese die Akkulaufzeit um einige Stunden. 

Das Huawei P30 Pro erreichte bei den Tests folgende Werte: Bei Antutu konnte es im Test 311.675 erreichen und bei Geekbench 4 kam es beim Single-Core Test auf 3345 und beim Multi-Core Test auf 9944 Punkte.

In Deutschland gibt es lediglich aktuell zwei Modelle, beide mit 8 GB RAM, jedoch einmal mit 128 GB und eines mit 256 GB Flash-Speicher. In Österreich wiederum sind es drei Modelle, denn hier wird jeweils ein 128 GB Modell mit 6 GB und eines mit 8 GB RAM angeboten und eines wie mein Testgerät mit 8 GB RAM und 256 GB ROM Flash-Speicher. Die zusätzliche 512 GB Variante wird jedoch sowohl in Deutschland als auch Österreich aktuell nicht angeboten. 

Mit beiden Modell-Varianten, egal ob 128 oder 256 GB hat man aufjeden Fall genug Speicher für sehr viele Apps, Bilder und Videos. Laut AndroBench erreicht das Huawei P30 Pro direkt nach dem Neustart beim Lesen von Daten vom integrierten Speicher 910 MByts/s und beim Schreiben sind es 230 MByte/s. Sollten einem jedoch der fest integrierte Speicher nicht ausreichen, kann man in den SIM-Karten-Slot zusätzlich zur Nano-SIM-Karte eine Nano-Memory-Card um bis zu 256 GB einlegen und somit den Speicher problemlos erweitern. Der Speicher ist hier jedoch aktuell etwas teurer. So wird z. B. für ein 128 NM-Card aktuell Preise ab 47,90€ verlangt. Abzüglich des Betriebssystems und den bereits vorinstallierten Apps bleiben von den 256 GB knapp 240 GB frei zur Verfügung.

(Performance: 4,5 von 5 Punkten)

Display

Die Noch in Tropfen-Form fällt deutlich kleiner aus, als es noch beim Mate 20 Pro der Fall war. Hier hat Huawei jedoch auch nur noch die mit 32-MP auflösenden Frontkamera untergebracht. Somit hat man sich hier bewusst aufgrund des großen Displays, gegen die vom Huawei Mate 20 Pro verwendete 3D-Gesichtserkennung entschieden. Daher ist zwar weiterhin das Entsperren via Gesicht möglich, jedoch ist dies bei Weitem nicht mehr so sicher, wie z. B. mit dem Fingerabdruck. Diesen Sensor hat das Unternehmen jedoch nicht an der Rück- oder Unterseite integriert, sondern wie bereits beim P30 Pro, direkt in das Display. 

Das OLED-Panel besitzt eine Bildschirmdiagonale von 6,47 Zoll und ist, daher deutlich gegenüber dem, des P20 Pro (6,1 Zoll) gewachsen. Die Maße des Smartphones haben sich jedoch nur um wenige Millimeter verändert. Das Huawei P30 Pro ist daher lediglich 3 mm höher, 0,61 mm dicker, aber 0,5 mm schmaler geworden. Das schlanke Seitenverhältnis von 19,5:9 sorgt dafür, dass das 6,47 Zoll große Smartphone dank dem Gewicht von knapp 192 g sehr gut in der Hand liegt. Der Screen to Body Ratio Wert liegt bei einem hohen Wert von über 88 %.

Die Auflösung des Displays ist ein Punkt, bei dem die Meinungen auseinandergehen. Schließlich löste es nicht wie das Mate 20 Pro mit einer WQHD+ Auflösung (3.120 x 1.440 Pixeln) auf, sondern „lediglich“ mit Full-HD+ (2.340 x 1.080). Hier meinen einige, dass diese Auflösung zu gering sei, doch seien wir mal ehrlich, beim Huawei P30 Pro ist ein 6,47 Zoll Display verbaut, welches insgesamt mit 2.527.200 Bildpunkte daher kommt. Klar liegt die Pixeldichte somit unter 400 ppi (398 ppi), doch seien wir mal ehrlich, das ist doch eigentlich für den Großteil unter uns absolut ausreichend.

Klar könnte jetzt jemand meinen, für ein so teures Smartphone möchte ich aber ein hochauflösenderes Display haben, doch meiner Meinung nach ist die FHD+ Auflösung absolut ausreichend. Man würde zudem nur beim direkten Vergleich mit einem anderen Gerät, welches ebenfalls ein OLED-Panel besitzt, aber höher auflöst, einen Unterschied erkennen. Zudem konnte ich persönlich beim Test des Mate 20 Pro keinen Unterschied feststellen, als ich von der Standard-Auflösung in Full-HD+ auf die WQHD+ Auflösung gewechselt habe. Daher ist die Full-HD-Auflösung meiner Meinung nach völlig ausreichend, zumal die höhere Auflösung sich bei dem 6,47 Zoll großen OLED-Panel sowieso negativ auf die Akkulaufzeit ausgewirkt hätte. 

Das OLED-Display, welches Huawei im P30 Pro verbaut hat, ist im direkten Vergleich bei aktiviertem Umgebungslichtsensor etwas heller als das, vom Huawei P30. So erreicht es eine durchschnittliche Helligkeit von 600 Candela pro Quadratmeter. Wird die Helligkeit manuell geregelt, also der Helligkeitssensor deaktiviert, dann fällt die Helligkeit etwa geringer aus. Das OLED-Display des neuen Huawei P30 Pro ist übrigens etwas heller als das vom P20 Pro.

Die maximale Helligkeit reicht somit problemlos aus, um die Inhalte, welche auf dem Display dargestellt werden auch an einem sonnigen Tag im Freien gut abzulesen zu können. Bei sehr schrägem Betrachtungswinkel fallen jedoch schnell Spiegelungen von den Objekten in der Umgebung auf, welche die Ablesbarkeit je nach Einfallswinkel etwas erschweren können.

Für ein OLED-Bildschirm typisch, besitzt dieses ein perfektes Kontrastverhältnis (quasi unendlich) und ein ebenso von den IPS-LCD-Displays unerreichbaren Schwarzwert. Dadurch werden die unterschiedlichen Farben sehr gut voneinander abgehoben und durch die einzeln abgeschalteten Pixel, erreicht man einen perfekten Schwarzton. Die Farben sind dabei sehr farbtreu und wirken durch den hohen Kontrast sehr kräftig und blühend.

Die Blickwinkelstabilität des OLED-Displays im Huawei P30 Pro ist ebenfalls sehr gut. Aus sämtlichen Richtungen betrachtet ist der Inhalt, der auf dem Display dargestellt wird gut lesbar. Lediglich bei einem sehr flachen Betrachtungswinkel konnte ich einen minimalen blauen Effekt feststellen. Ich persönlich bin weniger ein Fan der abgerundeten Displayränder. Dadurch leidet nämlich nicht nur die Griffigkeit des Gerätes, sondern auch beim seitlichen Betrachten ist der Inhalt am Rand, durch einen schwarzen Schatten etwas schwieriger ablesbar. Zudem stört mich dieser bei der Bedienung, denn oft wollte ich z. B. ins Bild zoomen und wunderte mich, warum das Smartphone nicht reagiert, bis ich kurz darauf feststellte, dass durch das quer halten mehrere meiner Finger automatisch auf dem Display landeten.Dadurch kam es bei mir öfters auch beim Videos ansehen zu fehl eingaben usw.   

(Display: 4,5 von 5 Punkten)

Akku

Bei der Akkulaufzeit kann das Huawei P30 Pro absolut überzeugen. Dem Smartphone steht zur Stromversorgung ein 4.200 mAh Akku zur Verfügung. 

Im Alltagstest zeigt sich auch hier wieder wie bereit beim Huawei P30, dass es für die Akkulaufzeit unter anderem sinnvoll war, die Auflösung geringer zu halten. Bei weniger Nutzung dürfte der Akku bei einigen problemlos bis zu zwei Tage durchhalten. Wer öfters auf das Smartphone schaut, Nachrichte versendet und darüber Musik hört, sollte locker einen Tag bzw. sogar eineinhalb Tage mit einer vollen Akkuladung aushalten.  

Das Huawei P30 Pro ist das einzige Gerät der neuen P-Serie, bei der nicht nur das Wireless Charging (max. 15 Watt), sondern auch Reverse Wireless Charging (bekannt vom Mate 20 Pro) unterstützt wird. Somit kann man das Smartphone nicht nur per Qi-Ladestation komplett ohne Kabel aufladen (dauert jedoch länger als via Kabel) sondern man kann auch ein anderes Smartphone, welches kabelloses Laden unterstützt mit Strom versorgen. Jedoch sollte man auch hier beachten, dass das andere Gerät lediglich mit bis zu 2,5 Watt geladen wird und somit das Aufladen nur sehr langsam stattfindet. 

Sobald der Akku des Huawei P30 Pro leer sein sollte, kann dieser nicht nur via Qi-Ladestation aufgeladen werden, sondern auch deutlich schneller via Ladekabel. Dank dem in der Verpackung beiliegenden 40 Netzteil und dem USB-Typ-C Ladekabel, ist der Akku rasend schnell, aufgeladen. In nicht einmal einer Stunde ist es nämlich schon so weit und der Akku ist wieder von 0 % auf 100 % aufgeladen. Nach bereits einer halben Stunde sind es dank Schnellladefunktion knapp 71 %.

(Akku: 4,5 von 5 Punkten)

Kamera

Die neue Leica Quad-Kamera auf der Rückseite setzt sich aus insgesamt vier Linsen zusammen. Die Hauptkamera mit 40 Megapixeln (Brennweite 27 mm, f1.6 Blende, einem 1/1,7“ Sensor, RYYG-Filter, sowie OIS und max. ISO 409.600) OIS= optischer Bildstabilisator. Einer 20 Megapixel Ultra-Weitwinkel-Linse mit einer 16 mm Brennweite und einer Blende von f2.2 (inkl. Makrofunktion). Des Weitern gibt es noch ein 8 Megapixel Teleobjektiv mit einer 125 mm Brennweite f3.4 (Unterstützt zudem einen fünffach optischen Zoom und zehnfacher Hybrid-Zoom, sowie maximal 50x-Digital-Zoom) und ist ebenfalls mit einem OIS ausgestattet. Zu guter Letzt findet man als vierte Linse noch die ToF-Kamera: Ein Sensor zur genauen Tiefenmessung, welcher unter anderem den Bokeh-Effekt deutlich verbessert und die Genauigkeit von Augmented Reality-Inhalten.

Durch diese große Anzahl an verschiednen Brennweiten, sowie optischen-, Hybrid- und Digitalen-Zooms bietet das Huawei P30 Pro einen bisher unglaublich hohen Brennweitenbereich und somit gehört die Kamera des Smartphones aktuell zu der flexibelsten auf den Markt.

Doch neben der Vielzahl an verschiednen Linse, besitzt das Huawei P30 Pro eine weitere Besonderheit, welche auch im normalen P30 zum Einsatz kommt. Damit meine ich den hervorragenden Low-Light-Sektor, bei dem das Huawei P30 Pro hervorragend abschneidet. Dies gelingt durch den soggenanten Super-Spectrum-Sensor, bei dem es sich im eigentlichen Sinne um einen typischen Bildsensor handelt. Doch damit die Lichtempfindlichkeit direkt im Sensor erhöht wird, tauscht Huawei bzw. Leica den in anderen Kameras verbauten RGB-Sensor (Red, Green, Blue) gegen einen RYB-Sensor (RED, Yellow, Blue) um. Damit soll der Sensor bis 40 % mehr Licht einfangen, was vor allem ein großer Vorteil bei Aufnahmen ist, bei den wenig Licht vorhanden ist.

Die Lowlight-Fähigkeit des Huawei P30 Pro ist etwas, was ich bisher von noch keinem anderen Smartphone kenne. Selbst wenn es abends nur eine schwache Beleuchtung einer Straßenlaterne gibt, ist die Ausleuchtung des Bildes deutlich heller, als wie man dieses mit dem menschlichen Auge erkennt. Dabei können die Bilder im Nachtmodus nicht nur mir einer guten Helligkeit, sondern auch mit einem verhältnismäßig guten Kontrast und Detailreichtum überraschen. Hier haben andere Hersteller aktuell im Direktvergleich bei selben Bedienungen absolut das nachsehen. Für die Nachtaufnahme ist es jedoch erforderlich, dass man das Smartphone für ein gutes Ergebnis 5 Sekunden möglichst ruhig hält, was eigentlich ganz gut in meinen Test funktioniert hat.

Die Hauptkamera welche mit einem Bildstabilisator ausgestattet ist, kann bei meinen Testaufnahme mit einer sehr guten Dynamik und Detailreichtum überzeugen. Aktiviert man zudem die von Huawei inzwischen bekannte „AI-Funktion“ erkennt die Kamera automatisch das Motiv, wie z.B. Blauer Himmel, Makroaufnahme, Weitwinkel usw. wechselt dabei teilweise automatisch die Kameralinse und passt die Einstellungen soweit an, sodass man beim Auslösen der Kamera ein Bild erhält, welches ein sehr gutes Ergebnis zeigt. Hier passt die Software automatisch die Farben usw. an, sodass Bilder mit ihren kräftigen Farben überzeugen können. Nachteil ist hier zwar, dass beim aktivieren der „AI“ die Bilder nicht mehr in 40 MP, sondern in „nur“ 10 MP aufgenommen werden. Jedoch muss ich hier das „nur“ betonen, denn dies reicht völlig aus und die Ergebnisse der Bilder mit 10 MP können mich persönlich absolut überzeugen.

Unterhalb der Hauptkamera, bei der es sich um die mittlere Kameralinse im Plateau handelt, befindet sich eine weitere raffinierte Besonderheit: die Periskop-Kamera (Teleskop-Kamera). Mit dieser Kameralinse gelingt es Huawei trotz dem kompakten Smartphone-Gehäuse, eine große optische Zoomfunktion (5-fach optischen Zoom, 10-fach Hybrid-Zoom und bis zu 50-fach Digital-Zoom) zu integrieren, ohne das die Bildqualität darunter leidet. Doch wie gelingt dem Unternehmen dies? Das Licht (Motiv) vor dem Smartphone trifft auf ein Prisma, welches dieses in einem 90-Grad-Winkel zu dem Bildsensor weiterleitet (reflektiert). Zwischen der 90-Grad Strecke befinden sich zudem noch die fünf Tele-Linsen, durch welche der Tele-Zoom ermöglicht wird und somit das Motiv sehr groß vergrößert wird.

Die Blende des Teleobjektivs liegt bei f/3.4, was sich jetzt zwar nicht so gut anhört, doch keine Angst, bei einer Tele-Linse mit solch einem Zoom, ist das noch in einem ganz guten Bereich. Da es bei solch einer hohen Vergrößerung (Zoom) schwierig wird, Verwackler zu vermeiden, hat Huawei nicht nur einen elektronischen (AIS), sondern auch einen optischen Stabilisator (OIS) verbaut. Die Aufnahmen der Tele-Linse sehen sowohl bei fünffacher, als auch zehnfacher Vergrößerung sehr gut aus und können mit einer guten Schärfe überzeugen. Bei der 50-fachen Vergrößerung bzw. alles, was über den 10-fachen Hybrid-Zoom geht, ist weniger verwendbar. Schließlich wird hier ein Digitalzoom genutzt, bei dem man mit einem Verlust der Bildqualität leben muss. Hier nimmt daher das Rauschen usw. deutlich zu.

Direkt über der Hauptkamera ist die mit 20 MP auflösende Weitwinkel-Kamera platziert. Damit können Fotos mit einem großen Weitwinkel aufgenommen werden, was z.B, in Innenräumen, aber auch bei Gebäudefotografie von Vorteil sein kann. Zudem wird diese Linse auch bei Makro-Aufnahmen genutzt, da diese eine Naheinstellgrenze von gerade einmal 2,5 cm besitzt. Daher kann man bei Blumen und allen weiteren Motiven extrem nah heran und die Kamera stellt immer noch automatisch das Bild scharf.

Die vierte Kamera-Linse (ToF-Sensor) befindet sich rechts neben dem Kamera-Plateau. Dieser Sensor leuchtet einen nicht sichtbaren Lichtimpuls aus, und berechnet anschließend automatisch die Zeit, welche das Licht benötigt, um wieder zurück zum Sensor zu gelangen. Dabei misst dieser Sensor in einigen Millisekunden die Entfernung zu sämtlichen Objekten im Erfassungsbereich des Sensors, was zum einen für einen sehr guten Bokeh im Porträtmodus sorgt, für Augmented Reality (AR) genutzt werden kann und auch zum Vermessen von Objekten. In folgender Bildergalerie könnt ihr euch selbst von der Quad-Kamera des Huawei P30 Pro überzeugen. In meinen Testbildern zeigt sich jedoch schon, dass das Smartphone aktuell nicht umsonst auf dem 1. Platz im DXOMARK Mobile Test befindet. Schließlich ist die Kamera nicht nur absolut vielseitig verwendbar, sondern kann dabei auch von der Qualität der Bilder absolut überzeugen.

(Kamera: 5 von 5 Punkten)

 Software

Aktuell ist auf allen neuen Huawei Geräten das Google-Betriebssystem Android 9 Pie vorinstalliert. Darüber legt das Unternehmen wie üblich die Benutzeroberfläche, EMUI. In diesem Fall mit dem neusten Update vor wenigen Tagen in der Version 9.1.0. Mit dem Update im Juni hat man nicht nur die Fotoqualität verbessert (Farben sind etwas natürlicher), sondern hat auch gleich den Sicherheitspatch vom Mai 2019 installiert. Daher ist hier soweit alles auf dem neusten Stand.

Die EMUI Oberfläche orientiert sich sehr an der Oberfläche des reinen Android 9 Pie. Im Hauptbildschirm erkennt man zwar keinen allzu großen Unterschied zu den ganzen anderen Android-Smartphones, doch geht man in das Einstellungsmenü, dann kommt hier eine gute Strukturierung in die einzelnen Untermenüs zum Vorschein. Diese gefällt mir ganz gut und erinnert mich wie ich bereits in den Mate 20 Testberichten erwähnt habe etwas an iOS. Dank den gut beschriebenen Beschriftungen unter den einzelnen Menüpunkten, findet man in der Regel selbst als Neuling schell das, was man sucht. Sollte man jedoch eine Funktion nicht auf anhieb finden, kann man diese ganz einfach in der Suchfunktion ganz oben eingeben.

Dank dem 8 GB RAM Arbeitsspeicher läuft das System absolut flüssig, ohne ruckeln. Mein Hauptkritikpunkt bei der Software des Huawei P30 Pro ist, das selbst Problem wie es bereits beim P30 lite und dem normalen P30 der Fall ist. Auch hier sind beim Huawei P30 Pro sehr viel Apps von dem Funktionsumfang doppelt vorinstalliert. Es gibt nämlich neben dem Web Browser Google Chrom, auch noch den eigenen Huawei Web Browser. Aber auch die Möglichkeit, um Bilder und Fotos anzusehen, kann über dreierlei Apps erfolgen. Entweder über Galerie, Google Fotos und Video. Weiter geht es bei E-Mails, den hier gibt es neben der E-mail App, noch Gmail. Die doppelten Apps kommen daher zustande, dass Huawei neben den eigenen Apps auch noch die von Google installiert bzw. muss, da diese das System zur Verfügung stellen. Die Bloatware von Huawei (Apps die nicht gelöscht werden können) halten sich im Großen und Ganzen in Grenzen. Die vorinstallierten Apps wie z.B. booking.com und Facebook lassen sich bei Bedarf problemlos deinstallieren. Andere Apps wiederum lassen sich zum Teil nur ausblenden.

(Software: 4,5 von 5 Punkten)

TEIL 3

bestehend aus „Preis/Leistung“ entspricht 10% der Gesamtwertung

Beschreibung

Das neue Huawei P30 Pro beschreibt das Unternehmen selbst als „Das Fotowunder“. Hier steht auch wie typisch für die P-Serie (P steht hier für Photo) die Kamera im Mittelpunkt. Mit der Leica Quad-Kamera ist Huawei beim P30 Pro eine absolut überzeugendes Kamera-Setup gelungen. Nicht umsonst wirbt Huawei auch auf der Produktseite des Huawei P30 Pro zu 70 % fast nur mit deren tollen Funktionen und Eigenschaften. 

Zudem bekommt man hier ein gutes ein OLED-Display geboten, welches mit der Auflösung in FHD+ vollkommen ausreichend ist. Des Weitern ist es nach IP68 gegen Staub und Wasser gut geschützt und somit für jedes Abenteuer (bis auf das Herunterfallen auf den Boden) bestens geschützt.

Preis/Leistung

Huawei P30 Pro

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testr Gesamtwertung

unter Berücksichtigung aller Teilwertungen

 Wir bedanken uns beim Hersteller für die Bereitstellung des Produktes. Zu unseren Grundsätzen

Huawei P30

Huawei ist ein chinesischer Smartphone-Hersteller, welcher im Jahr 1987 gegründet wurde. Der Hauptsitz des Unternehmens ist in Shenzhen, China und der Geschäftsführer ist Ren Zhengfei, welcher das Unternehmen auch gründete. Neben Endgeräten wie Smartphones, Tablets und Notebooks bietet Huawei auch Dienstleistungen für Netzwerk-Infrastrukturen und Cloud-Computing-Lösungen an.  

Seit 2012 vermarktet das Unternehmen auch hierzulande (D und AT) seine Smartphones. Die aktuell bekanntesten Smartphones aus dem Hause Huawei sind: die G-Serie, Y-Serie, Nova-Serie, P-Serie und die Mate-Serie. Bei der P-/Mate-Serie handelt es sich um Highend-Smartphones und bei den anderen um Mittelklasse-Smartphones.

Vor wenigen Tagen habe ich euch bereits mit dem Huawei P30 lite das günstigste Gerät der neuen P30-Serie vorgestellt. Nun möchte ich euch ein weiteres Gerät vorstellen, nämlich das Huawei P30, welches mit einer noch besser bestückten Leica-Triple-Kamera ausgestattet ist und nach IP53 geschützt ist. Wie sich das Huawei P30 im Test geschlagen hat, erfahrt ihr in folgendem Testbericht.

Huawei P30

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Bestehend aus „Verpackung/Design/Verarbeitung“ entspricht 25% der Gesamtwertung

Verpackung

Die Verpackungen der neuen Huawei P30-Geräten ähnelt sich bis auf deren Größe und der Beschriftung kaum voneinander. Somit kommt auch das Huawei P30 in einer weißen Verpackung daher, welche lediglich etwas breiter und länger ist. Ebenso steht an der Oberseite und den beiden langen Seiten, wie gewohnt in goldener Schrift der Name des Smartphones und das Huawei-Logo ist hier ebenfalls zu sehen. Der weiße Aufkleber an der unteren Stirnseite enthält einen kurzen Auszug der technischen Daten zum Produkt. Dabei handelt es sich wie üblich um den Namen des in der Verpackung befindlichen Gerätes, die Modellbezeichnung, die Farbe, sowie den ROM (Flash-Speicher und den RAM (Arbeitsspeicher). Auf der Vorderseite prangt im unteren Bereich zudem noch der Hinweis, dass das Huawei P30 mit einer Leica Triple-Kamera ausgestattet wurde.

Direkt nach dem Anheben des Deckels kann man das neue Huawei P30 erblicken. Dieses befindet sich wie üblich in einer Schutzfolie und zudem ist das Display ebenfalls mit einer dünnen Display-Schutzfolie versehen. Unter dem dünnen Einleger befindet sich eine weiße Kartonage, an der das SIM-Tool angeheftet ist und sich im Inneren eine Kurzanleitung in zahlreichen Sprachen und das Garantieheft befindet.

Unter der Pappschachtel befindet sich zudem noch weiterer Zubehör. Bei diesem handelt es sich um ein USB-C Ladekabel, ein 22,5 Watt Netzteil und einem In-Ear-Ohrhörer mit Fernbedienung und Klinken-Anschluss. Bei den Ohrhörer handelt es sich zwar um eine etwas besser Ausführung, als beim P30 lite, doch dennoch sind diese nichts besonderes. So sind nämlich wie bei Apple keine Ohrtips dabei, von daher isolieren die Ohrhörer weniger und halten nicht bei jedem Ohrkanal.

(Verpackung: 3 von 5 Punkten)

Design

Das P30 ist zum Teil in anderen Farben als das P30 lite erhältlich. Neben dem Breathing Crystal, welches der Farbe meines Testgerätes entspricht, gibt es noch das mehrfarbige Aurora und das einfarbige Black. Bei der Farbe Black handelt es sich um ein einfarbiges, hochglänzende Geräte. Beim Aurora um ein blaues Gerät, welches nach oben hinweg in einen helleren Blauton, bis ins türkis übergeht. Bei meiner Breathing Crystal Gerät wiederum ist es je nach Lichteinfall ein Violett, welches nach oben hinweg in einen hellblauen bis weißen Farbton übergeht. Von der Vorderseite fällt auf den ersten Blick kein Unterschied zum günstigeren P30 lite auf. Hier ist lediglich am unteren „Kinn“ ein Unterschied zu erkennen, denn beim P30 ist dieses mit 2 mm halb so breit.

Diejenigen unter euch, welche sich von dem Trend der immer größer werdenden Smartphones genervt fühlen, denen wird das Huawei P30 sicherlich von der Größe gut gefallen. Dank der kleinen runden Tropfen-Noch, in der die Frontkamera untergebracht ist. Hat das P30 trotz eines 6,1 Zoll großen Display ein kompaktes Gehäuse. Mit den Abmessungen von 149,1 x 71,36 x 7,57 mm ist das P30 nicht nur einige Millimeter kleiner und somit kompakter wie das P30 lite, sondern nur minimal größer als das 5,8 Zoll große Huawei P20.  

Über der bereits erwähnten Tropfen-Notch, befindet sich die schmale aber sehr länglich gehaltene Hörmuschel. Andres als beim günstigeren P30 lite, gibt es hier jedoch keine Benachrichtigung-LED. Daher werden diese hier sicherlich einige vermissen. Jedoch musste diese eventuell entfallen, da mit dieser nicht der Schutz gegen Spritzwasser gewährleistet werden könnte. Der Annäherungs- und Helligkeitssensor befindet sich wie bereits beim P30 lite an der Oberseite, im schmalen Rand oben rechts. 

Das angenehm schlanke Seitenverhältnis von 19,5:9 sorgt dafür, dass das 6,1 Zoll große Smartphone dank dem geringen Gewicht von knapp 165 g sehr gut in der Hand liegt. Damit das Gerät möglichst kompakt gehalten wird, muss der Rand um das Display möglichst schmal gehalten werden. Dies ist Huawei beim P30 gut gelungen und so hat man den Wert von 80 % beim P20 auf 85 % (P30) verbessert. Dies gelang Huawei vor allem durch das Integrieren des Fingerabdrucksensors im Display und nicht mehr an den unteren Rand des Smartphones.

Der Rahmen des Huawei P30, welcher die Vorder- und Rückseite zusammenhält, wurde aus Aluminium hergestellt, welchen man mit einer hochglanzpolierten Lackschicht versehen hat. Dies macht soweit ein stabilen und sehr hochwertigen Eindruck, jedoch leidet der Rahmen und die Rückseite, wie alle anderen hochglänzende Oberflächen sehr unter dem Problem Fingerabdrücke. 

Soweit grob zum Design. Doch nun schauen wir uns wie üblich noch genauer die Bedienelemente und die Kameras des neuen Huawei P30 an. Wer hier denkt, die Anordnung der Hardware-Tasten und Einschubfächern sei bei allen Geräten gleich, täuscht sich, denn bei P30 ist z. B, der SIM-Karten-Slot nicht an der Oberseite, sondern an der linken langen Seite. Hier können zwar wie gewohnt bis zu zwei SIM-Karten auf einmal eingesetzt werden, doch wer sich lieber für die Variante mit einer SIM-Karte und einer Speicherkarte entscheidet, sollte deren Format beachten. Beim P30 und P30 Pro (Ausnahme P30 lite) setzt Huawei nämlich nicht auf den herkömmlichen MicroSD-Karten-Slot, sondern auf die Hauseigene „Nano Memory Card“ (kurz NM-Card). Diese wurden mit den Mate 20-Modellen vorgestellt und finden seither in den normalen und Pro-Geräten ihren Einsatz. Der Speicher lässt sich beim P30 aktuell um bis zu 256 GB erweitern. Somit hätte man insgesamt knapp 384 GB Speicherplatz zur verfügung (abzüglich System und vorinstallierte Apps).

An der oberen abgeflachten Stirnseite findet man bis auf die normalen Antennenstreifen, lediglich ein kleines Mikrofon, welches bei Video-Aufnahmen für eine Stereo-Klang Aufnahme sorgt. Auf der rechten Seite befindet sich wie bei vielen anderen Smartphones, die Lautstärke-Wippe und darunter der mit einem roten Markierungsstreifen versehene Ein-/ Ausschaltknopf. Beide Bedienelemente erreicht man hier sowohl als Rechtshänder mit dem Daumen und als Linkshänder mit dem Zeige- oder auch Mittelfinger ohne Probleme. Die Unterseite beherbergt ebenfalls keine besonderen Überraschungen, hier ist zum einen direkt links neben der USB-C Ladebuchse, wie üblich das zweite Mikrofon zu finden, welches zum Telefonieren und bei Aufnahmen genutzt wird. Rechts neben dem Lade-Anschluss ist unter den fünf Löchern ihm Rahmen der Lautsprecher und auf der Seite gegenüber neben dem Sprach-Mikro die Klinkenbuchse, um kabelgebunden Kopfhörer an das Huawei P30 anzuschließen. 

Wer nun hofft, dass wenigsten beim Huawei P30 ein Stereo-Lautsprecher verbaut ist, muss ich leider enttäuschen, denn dieser hat leider in keinem einzigen der neuen P30-Modellen Einzug erhalten. Das finde ich persönlich vor allem im P30 Pro, aber auch hier im normalen P30-Gerät etwas enttäuschend. Der Solo-Lautsprecher im Huawei P30 ist nicht schlecht, doch gerade bei hohen Tönen neigt dieser, etwas blechern zu klingen. Ansonsten kann dieser mich mit der max. Lautstärke positiv überraschen.

Neben der Front-Kamera in der Tropen-Noch an der Front, befinden sich beim Huawei P30 eine Triple-Kamera von dem Kamera-Unternehmen Leica an der Rückseite. Das Kameramodul befindet sich bei allen Geräten der neuen P30-Serie an der linken oberen Ecke. Dieses längliche Kamera-Plateau, in welchem sich eine Tripple-Kamera befindet, steht wie bei aktuell fast allen Herstellen knapp 2 mm hervor. Gegenüber dem günstigeren P30 lite besitzt das P30 einen Dual-LED-Blitz, der direkt unterhalb der letzten Kamera-Linse sitzt. Unterhalb des Blitzes ist noch der (Laserfokus, Phasenfokus, Kontrastfokus und das von Huawei immer genutzte Branding zu sehen. Hier erwähnt man direkt die Triple-Kamera und weißt auf die Auflösung, sowie Brennweiten hin. Im unteren Bereich der Rückseite befindet sich zudem noch das Huawei Logo.

(Design: 4,5 von 5 Punkten)

Verarbeitung

Bei der Verarbeitung kann mit das Huawei P30 sehr überzeugen. Man erhält hier ein gut verarbeitetes Smartphone, welches mit einem stabilen Aluminium-Rahmen und einer versteifenden Glasrückseite daher kommt. Daher schneidet das Huawei P30 in meinem Test, bei dem ich die Verwindungssteifigkeit teste hervorragend ab.

Das Huawei P30 wurde nicht nach IP68 vollständig gegen Staub und gegen das dauerndes Untertauchen ins Wasser geschützt. Sondern lediglich gemäß IP53, gegen Staub und Fremdkörper, sowie Spritzwasser. Dieser Schutz reicht meiner Meinung nach aber ebenso gut aus. Zudem hat man wie bereits erwähnt auf ein Stereo-Lautsprecher-Paar verzichtet. Der Klang den Mono-Speaker an der Unterseite geht im Großen und Ganzen zwar in Ordnung, klingt jedoch, bei hohen Tönen wie erwähnt schnell etwas blechern.

(Verarbeitung: 4,5 von 5 Punkten)

TEIL 2

bestehend aus „Funktion des Produktes“ entspricht 65% der Gesamtwertung

Display6,1 Zoll OLED-Panel (19,5:9 Format) Auflösung 2.340x 1.080 Pixel (FHD+), Pixeldichte beträgt 422 ppi
CPU/GPUHUAWEI Kirin 980 2 x Cortex-A76 mit 2,6 GHz + 2 x Cortex-A76 mit 1,92 GHz + 4 x Cortex-A55 mit 1,8 GHz / Mali G76
RAM6 GB RAM
Speicher128 GB
BetriebssystemAndroid 9 „Pie“
Haupt-KameraTriple-Kamera von Leica:40 MP (Weitwinkelobjektiv, Blende f/1.8) + 16 MP (Ultraweitwinkelobjektiv, Blende f/2.2) + 8 MP (Teleobjektiv, Blende f/2.4, OIS), unterstützt Autofokus (Laserfokus, Phasenfokus, Kontrastfokus), unterstützt AIS (HUAWEI KI Foto-Stabilisierung / Bildstabilisator mit künstlicher Intelligenz)
Front-Kamera32 MP f/2.0 Blende; Digital-Zooom
AnschlüsseUSB-Typ-C Anschluss
KonnektivitätWi-Fi 802.11 a/b/g/n/ac, 2,4 und 5 GHz, Mobilfunknetz bis 4G, Bluetooth 5.0 (BLE, SBC, AAC, aptX, aptX HD, LDAC HD und HWA Audio, NFC, GPS, A-GPS, GLONASS, BeiDou
Abmessungen (LxBxH)149,1 mm x 71,36 mm x 7,57 mm
Gewicht156 Gramm
LieferumfangHUAWEI P30
Schnellstart-Anleitung
Ladegerät 22,5 Watt
Kopfhörer (In-Ear)
SIM-Werkzeug
USB-Typ C Ladekabel
Schutzfolie

Performance

Beim Prozessor handelt es um den gleichen CPU, wie er auch im Huawei Mate 20 zum Einsatz kommt. Dennoch erhält man beim Huawei P30 ein etwas Leistungsstärkeres Gerät, da der Arbeitsspeicher erhöht wurde.  

Beim Prozessor handelt es sich genauer gesagt um den von Huawei selbst entwickelten 64-Bit CPU Kirin 980. Dies ist ein Achtkern-Prozessor mit einer Taktfrequenz von bis zu 2,6 GHz. Genauer gesagt Takten zwei der Rechenkerne mit maximal 2,6 GHz (Cortex A76), zwei weitere mit 1,92 GHz und die anderen vier mit bis zu 1,8 GHz (Cortex A55). Dem CPU stehen insgesamt 6 GB RAM zur Verfügung. Wie üblich ist im Prozessor auch der GPU Mali G76 integriert, welcher mit bis zu 720 MHz taktet.

Durch diese Ausstattung gehört das Huawei P30 aktuell zu der Oberklasse und hat selbst mit grafisch anspruchsvollen Games keine Probleme. Daher läuft natürlich das System im Alltag sehr flüssig, ohne ruckeln usw. Von der Leistung liegt das Huawei P30 knapp vor dem von mir bereits getesteten Huawei Mate 20, jedoch hinter den neuen Samsung Galaxy S10 Geräten.

Wie bei den Smartphones die ich bisher getestet habe üblich, habe ich natürlich auch die beiden bekanntesten Tools zum Ermitteln der Leistungsfähigkeit auf dem Huawei P30 durchlaufen lassen. Diese Werte habe ich jedoch im normalen Standard-Modus gemessen und nicht in dem speziellen Leistungsmodus, denn in der Regel, werden die meisten unter euch nicht immer den Leistungsmodus extra für anspruchsvollere Anwendungen aktiveren. Schließlich verschlechtert diese die Akkulaufzeit deutlich. Das Huawei P30 Schnitt dabei wie folgt ab: Bei Antutu konnte es im Test einen Wert von 311.957 erreichen und bei Geekbench 4 kam es beim Single-Core Test auf 3.339 und beim Multi-Core Test auf 9.914 Punkte.

Hierzulande wird beim Flash-Speicher lediglich eine 128 Gigabyte Speichervariante angeboten. In anderen Ländern jedoch stehen auch 64 GB und 256 GB zu Auswahl. Dennoch ist das Huawei P30 mit 128 GB ein gut ausgestattetes Smartphone, dessen Speicher den meisten lange ausreichen wird. Laut AndroBench erreicht das Huawei P30 direkt nach dem Neustart beim Lesen von Daten vom integrierten Speicher 902 MByts/s und beim Schreiben sind es 180 MByte/s. Sollte man jedoch aufgrund vieler Apps, Bilder und Videos mehr Speicher benötigen, dann kann man in den SIM-Karten-Slot zusätzlich zur Nano-SIM-Karte eine Nano-Memory-Card um bis zu 256 GB einlegen und somit den Speicher problemlos erweitern. Der Speicher ist hier jedoch aktuell etwas teurer. So wird z. B. für ein 128 NM-Card aktuell Preise ab 47,90€ verlangt. Abzüglich des Betriebssystems und den bereits vorinstallierten Apps bleiben von den 128 GB knapp 113 GB frei zur Verfügung.

Für knapp 750€ erhält man mit dem Huawei P30 ein gut ausgestattetes Smartphone. Dieses kommt mit dem aktuellen Oberklasse-Prozessor dem Kirin 980 daher. Die nächste Generation, bzw. dessen Nachfolger, welcher vermutlich auf den Namen Kirin 985 hören wird, kommt frühestens im Herbst, beim Huawei Mate 30 zu Einsatz.

(Performance: 4,5 von 5 Punkten)

Display

Zum Ersten mal verbaut Huawei nun auch in einem normalen, also einem „nicht“ Pro-Modell ein OLED-Display. Dieses ist wie bereits erwähnt 6,1 Zoll groß und somit zwar einiges größer, als beim Huawei P20 (5,8 Zoll), doch dennoch sind die beiden Geräte von den Abmessungen fast identisch groß. Das Huawei P30 ist daher ebenfalls 149,1 mm hoch und lediglich 0.56 mm Breiter und sogar 0,08 mm dünner geworden.

Zwar sehen einige die Auflösung des Huawei P30 als zu gering an. Doch ich muss persönlich ganz klar sagen, dass die Bildschirmauflösung welche einer Full HD+ Auflösung (Full-High-Defination+) entspricht, völlig ausreicht. In Zahlen reden wir hier von 2340 x 1080 Pixel, was bei einem 6,1 Zoll Display insgesamt 2.527.200 Bildpunkte und eine Pixeldichte von 422 ppi entspricht.

Daher bietet das Huawei P30 zwar auf dem Papier keine so knackig scharfe QHD+ Auflösung wie z. B. das Mate 20 Pro. Dennoch reicht diese Auflösung meiner Meinung nach problemlos aus. Selbst beim genauen Betrachten erkennt man auch hier bei der FHD+ Auflösung keine einzigen Pixel. Der Unterschied der Auflösung fällt nur auf, wenn man zwei Geräte mit völlig unterschiedlicher Auflösung nebeneinander legt. Zudem hätte die höhere Auflösung einen negativen Einfluss auf die Akkulaufzeit. 

Das OLED-Display, welches im Huawei P30 zum Einsatz kommt, bietet eine durchschnittliche Helligkeit von 562 Candela pro Quadratmeter (bei aktiviertem Helligkeitssensor). Ist der Helligkeitssensor deaktiviert, dann fällt die Helligkeit etwa geringer aus. Zwar ist das Huawei P30 nicht mehr ganz so hell wie das P20, doch dennoch liegt die max. Helligkeit des Displays im oberen Bereich der OLED-Displays. Somit reicht die Helligkeit problemlos aus, um die Inhalte, welche auf dem Display dargestellt werden auch an einem sonnigen Tag im Freien gut abzulesen zu können. Bei sehr schrägem Betrachtungswinkel fallen jedoch schnell Spiegelungen von den Objekten in der Umgebung auf, welche die Ablesbarkeit je nach Einfallswinkel etwas erschweren können.

Für ein OLED-Bildschirm typisch, besitzt dieses ein perfektes Kontrastverhältnis und ein ebenso von den IPS-LCD-Displays unerreichbaren Schwarzwert. Dadurch werden die unterschiedlichen Farben sehr gut voneinander abgehoben und durch die einzeln abgeschalteten Pixel, erreicht man einen perfekten Schwarzton. Die Farben sind dabei sehr farbtreu und wirken durch den hohen Kontrast sehr kräftig und blühend.

Die Blickwinkelstabilität des OLED-Displays im Huawei P30 erlaubt es, das man Bilder auf dem Display auch in einem steilen Winkel problemlos betrachten kann, ohne dass hier dir Farben verfälscht oder Inhalte verzerrt werden. Bei einem weißen Testbild, viel mir jedoch auf, dass das Display je nach Betrachtungswinkel zu einem leichten Grünstich neigt, doch dies ist bei OLED-Panels häufiger der Fall. 

Im Display des Huawei P30 ist zudem auch der Fingerabdruck-Sensor verbaut, so kann man das Smartphone auch direkt über diesen entsperren. Dieser funktioniert in den meisten Fällen zuverlässig, doch hin und wieder brauchte ich zwei-bis-drei Versuche, bis sich das Smartphone entsperren wollte.

(Display: 4,5 von 5 Punkten)

Akku

Das Huawei P30 ist wie bereits Eingangs des Testberichtes erwähnt, relativ kompakt gehalten. Diese Kompaktheit fordert jedoch einen negativen Tribut, denn so fällt der Akku mit knapp 3.650 mAh auf den ersten Blick etwas klein aus. Schließlich sind OLED-Panels dafür bekannt, dass diese zum Großteil Stromhungriger als ein IPS-LCD-Panel sind.

Im Alltagstest zeigt sich bei mir jedoch, dass es für die Akkulaufzeit unter anderem sinnvoll war, die Auflösung geringer zu halten. Nach einer normalen Nutzungsintensität, wie ein Smartphone die meisten Nutzer im Alltag nutzen, kam ich gut über den Tag. Klar sollte hier einem jedoch sein, dass man es in der Nacht wie eigentlich fast jedes Smartphones wieder an die Steckdose zum Laden hängen muss, denn sonst wird es am Folgetag mit dem Akku knapp.  

Leider muss man bei Huawei P30 auf die Möglichkeit des Wireless Charging verzichten. Denn Huawei hat hier trotz Glasrückseite keine Induktionsspule verbaut. Jedoch gibt es vom Hersteller ein separat erhältliches Case, welches diese Funktion nachrüstet, dafür werden jedoch knapp 80 € fällig.

Ist der Akku leer, wird dieser, sofern man das erwähnte Case nicht besitzt mit dem in der Verpackung beiliegenden 5 Volt/4,5 Ampere 22,5 Watt) Netzteil und dem USB-Typ-C Ladekabel aufgeladen. Dank der Schnellladefunktion war bei mir das Huawei P30 nach 30 Minuten auf knapp über 50 % aufgeladen. Bis der Akku voll aufgeladen wurde, vergingen knapp 94 Minuten. Somit benötigt man für eine komplette Akku-Aufladung knapp eineinhalb Stunden. 

(Akku: 4 von 5 Punkten)

Kamera

Beim Huawei P30 kommt eine zusammen mit Leica entwickelte Triple-Kamera zum Einsatz. Dabei handelt es sich um eines der besonderen Highlights des neue P30 Gerätes. Der Kameraaufbau besteht aus einer Weitwinkellinse mit 40 MP und einer f/1.8-Blende, einem 16-Megapixel-Ultra-Weitwinkelobjektiv f/2.2 und einem 8-Megapixel-Tele-Objektiv mit f/2.4. Dabei gilt jedoch zu beachten, dass nicht alle Sensoren mit einem Bildstabilisator ausgestattet sind, sondern lediglich das 8 MP-Tele-Objektiv. Dies ist bei diesem Objektiv auch absolut nötig, denn damit gelingt mit dem Huawei P30 ein bis zu 3-facher Zoom zum Motiv. Dennoch ist es hier ratsam, dass man eine ruhige Hand hat, denn sonst verwackeln die Aufnahmen sehr gerne durch den großen Zoom.  

Bei meinem Test gelangen an einem leicht sonnigen Tag sehr gute Bilder. Selbst beim optischen Zoomen, gelangen auch mit den etwas Lichtschwächeren Sensoren gute Aufnahmen, bei denen ich jedoch an der Rändern leichte Unschärfen erkennen konnte. Sehr zufrieden war ich mit den Nahaufnahmen, denn wer von euch Makrobilder liebt, hat mit dem Huawei P30 die Chance deutlich näher ans Motiv ranzugehen, als mit dem P30 lite. Hier stellt das P30 selbst aus sehr geringer Entfernung das Bild scharf, bei der das P30 lite aufgrund der schlechteren Naheinstellung nicht mehr scharf stellen kann. 

Eine weitere Besonderheit gegenüber der günstigeren lite-Version des P30 ist der Nacht-Modus. Hier kann man mit dem Huawei P30 im Low-Light-Sektor deutlich mehr herausholen. Dies liegt an dem neuen sogenannten Super-Spectrum-Sensor, bei dem es sich im eigentlichen Sinne um einen typischen Bildsensor handelt. Doch damit die Lichtempfindlichkeit direkt im Sensor erhöht wird, tauscht Huawei bzw. Leica den in anderen Kameras verbauten RGB-Sensor (Red, Green, Blue) gegen einen RYB-Sensor (RED, Yellow, Blue) um. Damit soll der Sensor bis 40 % mehr Licht einfangen, was vor allem ein großer Vorteil bei Aufnahmen ist, bei den wenig Licht vorhanden ist.

 In den Testbildern, die ich im Testzeitraum gemacht habe, erkennt man eine Aufnahme, wie diese direkt in der Live-Ansicht auf dem Display aussieht und als Nächstes, wie ich das Bild mit der automatischen Einstellung im Nacht-Modus ohne weitere Bearbeitung geknipst habe. Hier erkennt man, obwohl es kaum Licht im Raum gibt, Farben und selbst die Strukturen sind gut erkennbar. Man könnte hier meinen, dass es irgendwo eine versteckte Lichtquelle gab, doch dem war definitiv nicht so.

Zwar kann man gegenüber der lite-Version, beim P30 auch mit aktiviertem „AI“ die vollen 40 Megapixel der Standard-Kamera nutzen. Jedoch muss man auch hier, um den Zoom nutzen zu können, die Auflösung in das 4:3 Format mit 10 MP reduzieren. Zudem konnte ich in den Einstellungen der Auflösung anfangs ewig nicht, die 16 MP auswählen, bis ich herausgefunden habe, dass ich bei den Kamera-Einstellungen unter dem Punkt „Mehr“ die Funktion Super-Makro auswählen musste.

Gut überlegen sollte man sich, ob man den bereits erwähnten „AI-Modus“, nutzen möchte oder nicht. Damit holt man in den meisten Fällen deutlich mehr aus den Bildern heraus. Schließlich erkennt die KI bzw. die Software automatisch das Motiv und wählt passende Szenen oder besser gesagt nimmt Einstellungen vor, damit die Bilder noch besser werden. 

Meiner Meinung nach wird im KI-Modus jedoch weiterhin die Farbsättigung via Software zu sehr erhöht, sodass die Bilder zu unnatürlich wirken. Zudem kann es dabei schnell vorkommen, dass zwei direkt hintereinander geknipste Bilder bei selben Bedienungen deutlich unterschiedlich aufgenommen werden. Schnell ist daher das eine Bild deutlich dunkler als das andere oder von der Farbe wesentlich intensiver gesättigt. Da dieses unnatürlich vielen gefällt und die meisten ihre Bilder sowieso via Instagram usw. bearbeiten, ist dies natürlich für diejenigen eine praktische Funktion. Ich persönlich bin jedoch eher der Fan von natürlichen ungeschönten bzw. nur minimal bearbeiteten Bildern. Wozu ich absolut raten kann, ist die KI-Funktion beim Fotografieren von Lebensmitteln zu deaktivieren. Hier ist die Farbsättigung nämlich oftmals einfach viel zu übertrieben.

Die Hauptkamera ermöglicht es Nutzern, auch bei der Videofunktion die AI-Funktion für verbesserte Aufnahmen anzuwenden. Zudem sorgt der integrierte Bildstabilisator dafür, dass kleine Verwackler während der Aufnahme ausgeglichen werden und der 3-fache optische Zoom ermöglicht ein verlustfreien Zoom zum Motiv. Man kann zwar auch einen 5-fachen Hybrid-Zoom nutzen, doch dieser sorgt aufgrund der Kombination aus optischem und digitalem Zoom für einen Verlust der Bildqualität. Rein Digital ist es sogar möglich, bis zu 30-fach das Bild zu vergrößern, aber hier kommen kaum brauchbare Bilder oder Videos zustande.

Videos zeichnet das Huawei P30  je nach Einstellung in 720p, 1080p und 4K UHD auf. Jedoch stehen 60-fps nur ab einer Auflösung von 1080p (Full-HD) zur Auswahl, beim 4K sind es max. 30 fps. Während den Videos ist es problemlos möglich, zwischen den verschieden Kameralinsen zu wechseln, beim zoomen stellte ich jedoch fest, dass man auch hier beim langsamen Zoomen ins Bild, sehr den Wechsel zischen den einzelnen Kamera-Linsen feststellen kann.

An der Front steht ein Sensor mit einer maximalen Auflösung von 32 MP und einer Blende von f/2.0 zur Verfügung. Hiermit lassen sich nicht nur Bilder mit einem Bokeh-Effekt aufnehmen, sondern auch mit dem HDR-Modus. Der Beauty-Effekt, ist zum Glück von Huawei aus direkt auf 0 gestellt. Wer diesen dennoch gerne nutz, kann diesen in der unteren rechten Ecke einstellen. Mit der Frontkamera gelingen auch bei etwas schlechter Lichtverhältnissen durch den relativ lichtintensiven Sensor scharfe und detailreiche Selfies.

Die Frontkamera ermöglicht ebenfalls wie beim günstigeren Huawei P30 lite Video-Aufnahmen in max. Full-HD mit 30 Bilder pro Sekunde. Bei Dunkelheit und umschalten auf die Front-Kamera, schaltet die Kamera-Software automatisch auf der Porträt-Modus und ändert den Rahmen um das Live-Bild von Schwarz auf Weiss. Dadurch wir z. B. das Gesicht automatisch aufgehellt und zudem wird das Display als Blitzlicht genutzt.

(Kamera: 4 von 5 Punkten)

 Software

Aktuell ist auf allen neuen Huawei Geräten das Google-Betriebssystem Android 9 Pie vorinstalliert. Darüber legt das Unternehmen wie üblich die Benutzeroberfläche, EMUI. In diesem Fall mit dem neusten Update vor wenigen Tagen in der Version 9.1.0. Mit dem Update im Juni hat man nicht nur die Fotoqualität verbessert (Farben sind etwas natürlicher), sondern hat auch gleich den Sicherheitspatch vom Mai 2019 installiert. Daher ist hier soweit alles auf dem neusten Stand.

Die EMUI Oberfläche orientiert sich sehr an der reinen Android Oberfläche. Im Hauptbildschirm erkennt man zwar keinen allzu großen Unterschied zu den ganzen anderen Android-Smartphones, doch geht man in das Einstellungsmenü, dann kommt hier eine gute Strukturierung in die einzelnen Untermenüs zum Vorschein. Diese gefällt mir ganz gut und erinnert mich wie ich bereits in den Mate 20 Testberichten erwähnt habe etwas an iOS. Dank den gut beschriebenen Beschriftungen unter den einzelnen Menüpunkten, findet man in der Regel selbst als Neuling schell das, was man sucht. Sollte man jedoch eine Funktion nicht auf anhieb finden, kann man diese ganz Einfach in der Suchfunktion ganz oben eingeben.

Dank dem 6 GB RAM Arbeitsspeicher läuft das System ausgesprochen flüssig und ohne ruckeln. Mein Hauptkritikpunkt bei der Software des Huawei P30 ist, das selbst Problem wie bereits beim P30 lite. Auch hier sind beim P30 sehr viel Apps von dem Funktionsumfang doppelt vorinstalliert. So habe ich z. B. um Aufnahmen (Fotos und Videos) die ich mit der Kamera gemacht habe drei Möglichkeiten diese anzusehen. Entweder über Galerie, Google Fotos und Video. Weiter geht es bei E-Mails, den hier gibt es neben der E-mail App noch Gmail. Die doppelten Apps kommen daher zustande, dass Huawei neben den eigenen Apps auch noch die von Google installiert bzw. muss, da diese das System zur Verfügung stellen. Die Bloatware von Huawei (Apps die nicht gelöscht werden können) halten sich im Großen und Ganzen in Grenzen. Die vorinstallierten Apps wie z.B. booking.com und Facebook lassen sich bei Bedarf problemlos deinstallieren.

(Software: 4,5 von 5 Punkten)

TEIL 3

bestehend aus „Preis/Leistung“ entspricht 10% der Gesamtwertung

Beschreibung

Beim neuen Huawei P30 kommt zum ersten Mal in einem nicht Pro-Modell ein OLED-Display zum Einsatz. Ebenso besitzt es eine hochwertige Leica-Triple-Kamera, mit der sehr gute Bilder gelingen zudem ist ein verlustfreier 3-facher Zoom möglich. 

Wer daher bei einem Smartphone dringen ein OLED-Display haben möchte, jedoch ebenso nicht allzu große Abstriche bei der Kamera machen möchte, sollte sich eventuell das neue Huawei P30 genauer anschauen. Die Kamera konnte mich in meinem Test durchaus überzeugen. Lediglich im Vergleich zum Huawei P30 Pro zieht diese klar und logischerweise den kürzeren. Dennoch ist die Kamera wie bereits erwähnt sehr gut und ermöglicht einen 3-fachen Zoom komplett ohne Verlust der Bildqualität.

Preis/Leistung

Die UVP des P30 liegt bei 749 EUR, was zwar definitiv kein niedriger Preis ist, aber es gibt schließlich auch doppelt so teuere Smartphones, daher ist der geforderte Preis soweit gut. Jedoch ist das Huawei P30 , welches seit Ende März 2019 erhältlich ist, seid kurzem schon für knapp 500€ bzw. Teilweise auch noch etwas günstiger erhältlich. 

Beim Huawei P30 gefällt mir neben der bereits erwähnten Triple-Kamera, das kompakte Format, trotz des 6,1 Zoll großen OLED-Display. Man muss hier jedoch aufgrund des günstigeren Preises einige kleine Abstriche gegenüber dem Pro-Modell machen. Wer sich eventuell überlegt ein neues Smartphone zu kaufen und wenn es ein Huawei Gerät sein soll, sollte man neben dem Huawei P30 eventuell noch das Huawei Mate 20 Pro in Betracht ziehen, denn dieses bietet gegenüber dem P30 z. B. noch die Wireless-Charging Funktion und eine höhere Display-Auflösung.

Huawei P30

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testr Gesamtwertung

unter Berücksichtigung aller Teilwertungen

 Wir bedanken uns beim Hersteller für die Bereitstellung des Produktes. Zu unseren Grundsätzen

Huawei P30 lite

Huawei ist ein chinesischer Smartphone-Hersteller, welcher im Jahr 1987 gegründet wurde. Der Hauptsitz des Unternehmens ist in Shenzhen, China und der Geschäftsführer ist Ren Zhengfei, welcher das Unternehmen auch gründete. Neben Endgeräten wie Smartphones, Tablets und Notebooks bietet Huawei auch Dienstleistungen für Netzwerk-Infrastrukturen und Cloud-Computing-Lösungen an.  

Seit 2012 vermarktet das Unternehmen auch hierzulande (D und AT) seine Smartphones. Die aktuell bekanntesten Smartphones aus dem Hause Huawei sind: die G-Serie, Y-Serie, Nova-Serie, P-Serie und die Mate-Serie. Bei der P-/Mate-Serie handelt es sich um Highend-Smartphones und bei den anderen um Mittelklasse-Smartphones.

Heute möchte ich euch das günstigste Gerät der neuen Huawei P30 Serie vorstellen, das P30 lite. Das lite Modell der neuen Serie ist deutlich günstiger als das Pro Modell, hört sich aber auf dem Papier nach einem treuen Alltagsbegleiter an. Doch ist dem wirklich so und lohnt sich der Kauf, oder gibt es bessere Alternativen? Das verrate ich euch in folgendem Testbericht, denn ich habe das Huawei P30 lite nun einige Wochen getestet.

HUAWEI P30 LITE

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TEIL 1

Bestehend aus „Verpackung/Design/Verarbeitung“ entspricht 25% der Gesamtwertung

Verpackung

Wie in den letzten Jahren üblich, liefert Huawei seine Smartphones in einer schlichte, mit wenigen Informationen bedruckten Verpackung aus. Gegenüber der von mir bereits getesteten Mate 20-Serie ist die Verpackung jedoch dieses Mal nicht schwarz, sondern weiß.

 Die Verpackung ist wie bereits erwähnt, mit keinen technischen Daten zum P30 lite versehen. Lediglich auf der Oberseite und den beiden langen Seiten, steht wie gewohnt in goldener Schrift der Name des Smartphones und das Huawei-Logo ist hier ebenfalls zu sehen.

Hebt man den Deckel der Verpackung an, erblickt man direkt das Huawei P30 lite, welches sich in einer Schutzhülle befindet. Zudem ist es von Werk aus mit einer Schutzfolie rundum versehen, doch diese war bei meinem Testgerät bereits von einem anderen Tester entfernt worden. Entnimmt man das Smartphone, kann man an einer Aussparung an der Oberseite den Zwischenboden entnehmen. Dabei handelt es sich um eine weiße Kartonage, in der das SIM-Tool angeheftet ist und sich im Inneren eine Kurzanleitung in zahlreichen Sprachen und das Garantieheft befindet. Eine dünne Schutzfolie, welche für den Schutz des Displays dient, ist dieses Mal bereits von Huawei angebracht worden.

Unter der Pappschachtel mit dem gerade erwähnten Zubehör befindet sich noch der restliche Zubehör. Bei diesem handelt es sich um ein USB-C Ladekabel, ein 18 Watt Netzteil und einem In-Ear-Ohrhörer mit Fernbedienung und Klinken-Anschluss. Bei den Ohrhörer handelt es sich jedoch um eine „billige“ Ausführung, die auf Dauer nicht besonders bequem sind, da diese über keine Ohrtips verfügen.

(Verpackung: 3 von 5 Punkten)

Design

Das neue Huawei P30 lite ist aktuell in drei Farben erhältlich: Peacocks Blue, Pearl White und Midnight Black. Bei dem Weißen und Schwarzen Model handelt es sich um einfarbige, hochglänzende Geräte. Beim Peacocks Blue, ist es ein Lila-Farbton, der nach oben hinweg zu einem türkis-farbigen Farbton übergeht. Auf der Vorderseite kommt es wie mittlerweile alle Smartphones mit einer kleinen runden Notch daher. Dabei handelt es sich um die typische Aussparung im Display, in die Frontkamera untergebracht ist. Direkt darüber befindet sich die sehr schmale aber längliche Hörmuschel und eine darin integrierte Status-LED. Der Annäherungs- und Helligkeitssensor befindet sich ebenfalls an der Oberseite, im schmalen Rand oben rechts. 

 Die Notch ist aufgrund, dass man hier nun nur noch auf eine Single-Kamera anstelle einer Dual-Kamera setzt sehr klein gehalten. Daher wird diese auch sehr gerne Tropfen-Notch genannt. Das Seitenverhältnis fällt mit 19,3:9 angenehm schlank aus und zudem liegt das eigentlich 6,15 Zoll große Smartphone dank dem geringen Gewicht von knapp 159 g sehr gut in der Hand. Der Rahmen des Huawei P30 lite, welcher die Vorder- und Rückseite zusammenhält, wurde aus Aluminium hergestellt, welchen man mit einer hochglanzpolierten Lackschicht versehen hat. Dies macht soweit ein stabilen und sehr hochwertigen Eindruck, jedoch leidet der Rahmen wie alle anderen hochglänzende Oberflächen sehr unter dem Problem Fingerabdrücke. 

Zwar mag es auf dem ersten Blick so aussehen, als würde die Rückseite des Huawei P30 lite aus Glas bestehen, doch dies bleibt nur den beiden anderen P30-Geräten enthalten. Beim Lite-Modell setzt Huawei nämlich auf eine hochglänzende Kunststoffoberfläche, welche mit einer Fett abweisenden Schicht versehen wurde. 

Mit der Größe von 152,9 x 72,7 x 7,4 mm ist das Huawei P30 lite etwas kleiner und somit handlicher als das Mate 20 lite. Beim Display muss man lediglich auf 0,15 Zoll verzichtet und somit bietet das Huawei P30 lite „nur“ ein 6,15 Zoll Display (beim Mate 20 lite) waren es 6,3 Zoll. Bei dem 6,15 Zoll Display handelt es sich um ein IPS-LCD-Display, welches mit einer Auflösung von 2312 x 1080 Pixeln (Pixeldichte 415 ppi) auflöst. Durch den schmalen Rand an der Unterseite und der kleinen Tropfen-Notch, kommt das neue Huawei P30 lite auf einen Screen-to-Body-Ratio-Wert von knapp 90 %.

Soweit zum Design des Huawei P30 lite, kommen wir zu den Bedienelementen, denn diese hat Hauwei etwas anders angeordnet wie bei den bisherigen Geräten. Die Linke Seite ist hier nämlich komplett frei von jeglichen Hardware-Tasten und Einschubfächern. Der SIM-Karten-Slot befindet sich nun nämlich an der flachen oberen Stirnseite. Hier können wie gewohnt entweder zwei Nano-SIM Karten oder eine Nano-SIM und eine bis zu 512 GB große Micro-SD Speicherkarte eingesetzt werden. Doch diese werden aufgrund des großen internen Speichers von 128 GB nur wenige unter euch gebrauchen.

Auf der gegenüberliegenden rechten Seite befindet sich wie bereits bei allen Huawei Geräten, die Lautstärke-Wippe und darunter der Ein-/ Ausschaltknopf. Beide Bedienelemente erreicht man hier sowohl als Rechts- und als Linkshänder problemlos. An der Oberseite ist übrigen noch ein kleines Mikrofon untergebracht, welche z. B. beim Video aufnehmen genutzt wird. Das zweite Mikrofon, welches nicht nur bei Aufnahmen, sondern auch zum Telefonieren genutzt wird, befindet sich an der unteren abgeflachten Fläche, direkt zwischen der USB-C Ladebuchse und dem Lautsprecher. 

Da leider nicht mal das teure Huawei P30 Pro einen Stereo-Lautsprecher besitzt, sucht man diesen natürlich selbstverständlich auch am lite-Gerät vergeblich. So ist der verbaute Lautsprecher zwar im Allgemeinen in Ordnung, jedoch merkt man den großen Unterschied, wenn man es mit einem Smartphone vergleicht, welche solch einen besitzt. Hier kommt es vor allem durch das große Display bei mir gelegentlich beim Video-Clips via YouTube ansehen, dazu, dass wenn ich diese wie gewohnt im Querformat betrachte, oftmals den Lautsprecher mit der Hand bzw. dem Daumen verdecke. Da Huawei beim P30 lite wie bereits erwähnt, im Lieferumfang Kopfhörer mit einem Klinken-Anschluss mitliefert, verfügt das Smartphone logischerweise noch über solch einen Anschluss. Diesen finden wir ebenfalls an der Unterseite auf der linken Seite neben der Ladebuchse.

Auf der hochglänzenden Kunststoffrückseite befindet sich wie üblich die Kamera. Diese ist beim P30 lite jedoch nicht mittig, sonder von hinten betrachtet in der linken oberen Ecke platziert. Das Kamera-Plateau, in welchem sich eine Tripple-Kamera befindet, steht wie bei aktuell fast allen Herstellen knapp 2 mm hervor. Der LED-Blitz ist jedoch nicht in dieser erhabenen Stelle untergebracht, sondern befindet sich direkt unterhalb. Ungefähr zentral zwischen letzter Kamera-Linse und dem LED-Blitz, befindet sich zentral nach rechts versetzt der Fingerabdrucksensor. Dieser hätte nach meinem Empfinden jedoch etwas weiter nach unten gerückt gehört. Unterhalb des Blitzes ist noch das von Huawei immer genutzte Branding zu sehen. Hier erwähnt man direkt die Triple-Kamera und weißt auf die Auflösung, sowie Brennweiten hin. Im unteren Bereich der Rückseite befindet sich zudem noch das Huawei Logo.

(Design: 3,5 von 5 Punkten)

Verarbeitung

Bei der Verarbeitung kann Huawei mit dem neuen P30 lite im Großen und Ganzen überzeugen. Einen kleinen Unterschied der Spaltmaße konnte ich jedoch an der Rückseite zum Rahmen feststellen. Hier spürt man einen leichten Versatz der Kunststoffrückseite zum Rahmen. Da ich jedoch davon ausgehe, dass es zum einen nur wenige von euch stören wir und noch dazu die meisten unter Euch das Smartphone sowieso in einer Hülle verwenden, ist dieser Mängelpunkt absehbar. Jedoch gefällt mir ebenfalls nicht so gut der Rahmen des Kamera-Plateaus, dieser ist sehr scharfkantig und daher hätte man sich hier für eine abgerundete Ausführung entscheiden sollen.

Trotz, dass Huawei beim P30 lite auf eine Kombination von einem Aluminium-Rahmen und Kunststoffrückseite setzt, ist das Gerät sehr verwindungssteif. Des Weitern fühlt sich die Kunststoffoberfläche sehr angenehm an und hat zudem den Vorteil, dass diese beim herunterfallen nicht so leicht zerbricht. Dafür ist dieser Logischweise ohne Case deutlich anfälliger gegen Kratzer. Auf ein Stereo-Lautsprecher-Paar und auf eine IP-Zertifizierung, welche das Smartphone vor Staub und Wasser schützt, hat Huawei beim Lite-Modell verzichtet. Der Klang den Mono-Speaker an der Unterseite geht im Großen und Ganzen zwar in Ordnung, klingt jedoch, da diesem etwas an Volumen fehlt etwas blechern. Jedoch kann diese mit einer guten Maximallautstärke überzeugen.

(Verarbeitung: 3,5 von 5 Punkten)

TEIL 2

bestehend aus „Funktion des Produktes“ entspricht 65% der Gesamtwertung

Display6,15 Zoll IPS-LCD-Panel (19,3:9 Format) 2.312x 1.080 Pixel, Pixeldichte beträgt 415 ppi
CPU/GPUHUAWEI Kirin 710 4x 2,2 GHz und 4x 1,7 GHz / Mali G51
RAM4 GB RAM
Speicher128 GB
BetriebssystemAndroid 9 „Pie“
Haupt-Kamera48 MP Weitwinkelobjektiv, f/1.8 Blende; 8 MP Ultraweitwinkelobjektiv und 2 MP Bokeh-Objektiv mit LED-Blitz. Mit Autofokus und Digital-Zoom.
Front-Kamera24MP f/2.0 Blende; Digital-Zoom
AnschlüsseUSB-Typ-C Anschluss
Akku3340 mAh mit Schnellladefunktion, nicht austauschbar
KonnektivitätWi-Fi 802.11 a/b/g/n/ac, 2,4 und 5 GHz, Mobilfunknetz bis 4G, Bluetooth 4.2 (aptX und aptX HD, NFC, GPS, A-GPS, GLONASS, BeiDou
Abmessungen (LxBxH)152,9 mm x 72,7 mm x 7,4 mm
Gewicht159 Gramm
LieferumfangHUAWEI P30 lite
Schnellstart-Anleitung
Ladegerät 18 Watt
Kopfhörer (In-Ear)
SIM-Werkzeug
USB-Typ C Ladekabel
Schutzfolie
Technische Daten des Huawei P30 lite

Performance

Der Beiname verrät schon, dass es sich beim Huawei P30 lite um eine abgespeckte Version der P30 Serie handelt. Logischerweise kann daher das P30 lite, nicht mit den beiden anderen Geräten der P30-Serie mithalten. Doch dies ist man sich vor dem Kauf eigentlich schon bewusst. Beim Prozessor handelt es sich nämlich um denselben, wie er bereits im Huawei Mate 20 lite verbaut wurde. Dennoch hat man hier ein zum Teil besser ausgestattetes Gerät, was hier verbessert wurde, verrate ich euch unter anderem in diesem Abschnitt.

Der verbauten CPU (Prozessor) ist der von Huawei selbst entwickelte 64-Bit CPU Kirin 710. Dabei handelt es sich um einen Achtkern-Prozessor mit einer Taktfrequenz von bis zu 2,2 GHz. Genauer gesagt Takten vier der Rechenkerne mit maximal 2,2 GHz (Cortex A73) und die anderen vier mit bis zu 1,7 GHz (Cortex A53). Dem CPU stehen insgesamt 4 GB RAM zur Verfügung. Wie üblich ist im Prozessor auch der GPU Mali G51 integriert, welcher mit bis zu 650 MHz taktet.

Das System läuft im Alltagsbetrieb bei normalen, nicht allzu anspruchsvolle Anwendungen schnell und ohne Ruckeln. Nur sehr selten konnte ich minimale Verzögerungen feststellen. Dies merkt man z. B. wenn man gerade viele Apps geöffnet hat oder die leichte Verzögerung, bis die Tastatur nach dem Aufrufen erscheint. Im Klaren sollte man sich beim Huawei P30 lite natürlich sein, dass man mit diesem Smartphone nur einfache Programme bzw. Spiele ausführen kann. Bei anspruchsvolleren Anwendungen wie z. B. dem rechenintensiv Spiele muss man somit die Grafikeinstellungen runter regeln und somit auf Details, die Konturenglättung usw. verzichten.Von der Leistung liegt das Huawei P30 lite knapp hinter dem von mir bereits getesteten Huawei Mate 20 lite, jedoch knapp vor dem Huawei P Smart 2019.

Wie bei jedem Smartphone welches ich teste, habe ich natürlich auch beim Huawei P30 lite einige Benchmarktests durchgeführt. Dabei schnitt das neue P 30 lite wie folgt ab: Bei Antutu konnte es im Test einen Wert von 129.585 erreichen und bei Geekbench 4 kam es beim Single-Core Test auf 1540 und beim Multi-Core Test auf 5445 Punkte.

Mit einem internen Flash-Speicher von 128 GB ist das Huawei P30 lite für ein Einsteiger- bis Mittelklasse-Smartphone sehr gut bestückt. Hier ist bei vielen anderen Herstellern bereits bei max. 64 GB Ende. Laut AndroBench erreicht das Huawei P30 lite direkt nach dem Neustart beim Lesen von Daten vom integrierten Speicher 277 MByts/s und beim Schreiben sind es 152 MByte/s. Sollte man aufgrund vieler Apps, Bilder und Videos mehr Speicher benötigen, dann kann man in den SIM-Karten-Slot zusätzlich zur Nano-SIM-Karte eine Micro-SD Speicherkarte um bis zu 512 GB einlegen und somit den Speicher problemlos erweitern. Abzüglich des Betriebssystems und den bereits vorinstallierten Apps bleiben von den 128 GB knapp 105 GB frei zur Verfügung.


Für den geforderten Preis ist die Ausstattung des P30 lite ganz gut. Klar handelt es sich hier nicht um die beste Hardware, aber für ein „lite“ Gerät, ist der Prozessor und der interne Speicher sehr gut bemessen. Die neue Generation des Prozessors für Mittelklasse-Smartphones, welcher auf den Namen Kirin 720 hört, wird frühestens gegen Mitte des Jahres (Juli) erwartet.

(Performance: 3,5 von 5 Punkten)

Display

Das IPS-LCD Display beim Huawei P30 lite besitzt wie bereits erwähnt eine Diagonale von 6,15 Zoll, was knapp 16 cm entspricht. Beim Vorgänger dem Huawei P20 lite war es noch ein 5,84 Zoll Display. Trotz des neuen größeren Displays ist das neue P30 lite nur minimal größer geworden. Dies liegt unter anderem an dem noch einmal deutlich schmaleren unteren Bereich am Display. Dieser ist nun knapp 4 mm breit. Somit ist das P30 lite nur knapp 0,5 mm Höher, 0,16 mm breiter und 0,12 dicker geworden.

Die Bildschirmauflösung entspricht einer Full HD+ Auflösung (Full-High-Defination+), was in Zahlen 2312 x 1080 Pixel entspricht. Daher kommt man beim 6,15 Zoll großen Display auf insgesamt 2.496.960 Bildpunkte und eine Pixeldichte von 415 ppi. Das ist zwar weniger als bei dem ein oder anderen Smartphone, denn diese kommen teils mit einer etwas höheren Pixeldichte und somit einem etwas schärfer Display daher. Im Alltag dürften die meisten unter euch jedoch keinen Unterschied feststellen. Somit kann man auch hier ganz klar beim sehr genauen betrachten des Displays weder die einzelnen Bildpunkte sehen, noch Unschärfen feststellen.

Wie bereits erwähnt kommt beim P30 lite nur kein OLED-Display zum Einsatz, was man sich jedoch in dieser Preisklasse denken kann. Hier setzen nämlich so gut wie alle Hersteller auf ein IPS-Panel, was keinesfalls schlecht ist. Ein IPS-Display bietet zwar keinen so hohen Schwarzwert und somit Kontrast, wie ein OLED-Display. Dennoch gefällt mir das Display sowohl im Indoor-, als auch Outdoor-Einsatz ganz gut. Die Farben werden sehr gut und mit angenehmer Schärfe dargestellt. Lediglich im Outdoor-Einsatz könnte die max. Bildschirmhelligkeit nich etwas höher sein, denn diese liegt bei max. 456 Candela pro Quadratmeter. Klar gibt es hier noch hellere Kandidaten, doch es gibt ebenso auch zahlreiche schlechtere.

Die hohe Blickwinkelstabilität des Displays stellt mich ebenfalls sehr zufrieden. Hier kann ich selbst beim sehr Schrägen betrachten, problemlos den Inhalt auf dem Display ablesen. Übrigens ein kleiner Tipp, diejenigen unter euch, die kein Fan von dem Notch sind, diese kann man in den Einstellungen unter: Anzeige/ weitere Anzeigeeinstellungen/ Notch ausblenden.

(Display: 3,5 von 5 Punkten)

Akku

Huawei hat dem P30 lite einen 3.340 mAh großen Akku spendiert. Dieser ist somit zwar deutlich keiner als bei den beiden anderen P30-Geräten, dafür wiederum besitzt es zum einen ein kleineres Display. Zum anderen kommt das IPS-Display mit deutlich weniger Strom als das OLED-Display, wie es im P30 Pro zum Einsatz kommt aus.

Ich habe in meinem Alltagstest oft mit der Kamera Bilder aufgenommen, gelegentlich während der Zugfahrt kurze Spiele gespielt und immer wieder mal war ich im Netz unterwegs. Anschließend hatte ich immer noch gut 35 % Akku-Ladung übrig. Somit muss man zwar das Smartphone am Abend laden, damit man sicher durch den nächsten Tag kommt. Aber selbst wenn man es nicht am Abend laden kann, sollte die Akkulaufzeit ausreichen, sodass die meisten Anwender je nach Nutzungsverhalten problemlos 1,5 bis 2 Tage das P30 lite am Stück nutzten können.

Ist der Akku leer, wird dieser mit dem in der Verpackung beiliegenden 9 Volt/2 Ampere (18 Watt) Netzteil und dem USB-Typ-C Ladekabel aufgeladen. Dank der Schnellladefunktion war bei mir das Huawei P30 lite nach 30 Minuten auf 35 % aufgeladen. Bis der Akku voll aufgeladen wurde, vergingen knapp 110 Minuten. Somit benötigt man für eine komplette Akku-Aufladung nicht einmal 2 Stunden. 

(Akku: 4,5 von 5 Punkten)

Kamera

Das Huawei P30 lite ist das erste Mittelklasse-Smartphone, welches der Konzern mit einer Triple-Kamera auf der Rückseite ausgestattet hat. Bisher war dies lediglich den teuren Geräten vorbehalten. Die Hauptkamera setzt sich somit aus einem 48-Megapixel-Weitwinkel (f/1.8 Blende), einem 8-Megapixel-Ultra-Weitwinkel- und einem 2-Megapixel-Bokeh-Objektiv zusammen. Ob bei den beiden anderen Objektiven ebenfalls eine f/1.8 Blende zum Einsatz kommt, gibt Huawei leider nicht an. 

Um die 48 Megapixel nutzen zu können, muss man jedoch den „AI-Modus“ die künstliche Intelligenz ausschalten. Zudem ist mit 48 Megapixel kein Zoom möglich. Um den vorhanden zweifachen Zoom der mit dem Huawei P30 lite möglich ist nutzen zu können, muss man entweder den AI-Modus aktivieren oder oben rechts im Zahnrad die Auflösung auf 12 MP reduzieren. Diese 12 MP-Auflösung wird jedoch eigentlich ebenfalls über den 48-MP Hauptsensor erstellt. Hierfür wird lediglich die Auflösung von 8.000 x 6.000 Pixel auf 4.000 x 3.000 reduziert und somit entspricht dies einem digitalen Zoom und nicht einem optischen Zoom. Jedoch ermöglicht die Möglichkeit des zweifachen Zooms dennoch die Möglichkeit für besondere Bilder.

Leider besitzt das Huawei P30 lite wie bereits das Mate 20 lite keinen optischen Bildstabilisator (OIS) sondern lediglich einen elektronischer Stabilisator (EIS), welcher bei Videoaufnahmen genutzt wird.

Bei gutem Licht gelingen mit dem Huawei P30 lite ganz gute Bilder, jedoch gelingt dies inzwischen den meisten Mittelklasse-Smartphones sehr gut. Den Unterschied stellt man dann in der Regel am stärksten bei schlechteren Lichtverhältnissen fest. So merkt man vor allem bei Aufnahmen in der Nacht mit Straßenbeleuchtung, dass dabei weniger Details und eine geringere Schärfe vorhanden sind. 

Aktivere man den bereist erwähnten „AI-Modus“, reduziert sich zwar die Auflösung von 48 MP auf 12 MP, doch ehrlich gesagt reichen die 12 Megapixel, welche standardmäßig eingestellt sind völlig aus. Somit kann man in den meisten fällen die „KI“ aktiveren, denn damit holt man in den meisten Fällen mehr aus den Bildern heraus. Im KI-Modus erkennt die Software automatisch das Motiv und wählt passende Szenen oder besser gesagt nimmt Einstellungen vor, damit die Bilder noch besser werden vor. Daher werden hier die Farben, der Kontrast und die Belichtung automatisch geregelt bzw. angepasst. Insgesamt kann die Kamera 22 verschiedne Kategorien wie z. B. essen, Pflanzen usw. erkennen. Das Ergebnis sind ein kräftiger Grünton in den Blättern der Bäume und Pflanzen und ein schöner blauer Himmel. 

Meiner Meinung nach wird im KI-Modus jedoch weiterhin die Farbsättigung via Software zu sehr erhöht, sodass die Bilder zu unnatürlich wirken. Da dieses unnatürlich vielen gefällt und die meisten ihre Bilder sowieso via Instagram usw. bearbeiten, ist dies natürlich für diejenigen eine praktische Funktion. Wozu ich absolut raten kann, ist die KI-Funktion beim Fotografieren von Lebensmitteln zu deaktivieren. Hier ist die Farbsättigung nämlich oftmals einfach viel zu übertrieben.

Videos können mit der Hauptkamera nicht in 4K aufgenommen werden. Hier muss man sich mit einer maximalen Auflösung von Full-HD mit 60 fps zufriedengeben. Zudem können Videos mit einer 16-facher Zeitlupe (480 fps) aufgenommen werden, dabei gilt jedoch zu beachten, dass die Auflösung auf 1280 x 720 (720p) reduziert wird. Beim Zoomen während der Aufnahme ist mir aufgefallen, dass man hier sehr stark den Wechsel zwischen den Objektiven bemerkt. Dies bekommen machen anderen Hersteller deutlich besser hin. Nicht nur die Hauptkamera kann Fotos mit Bokeh-Effekt aufnehmen, sondern auch die mit 24-Megapixel f/2.0 Blende auflösende Frontkamera ermöglicht diese Art von Selfie-Aufnahmen. Ich persönlich bin jedoch kein Fan von dem Standard eingestellten Beauty-Effekt, daher rate ich persönlich dazu, diesen abzuschalten. Ansonsten gelingen mit der Selfie-Kamera ganz gute und zufrieden stellende Aufnahmen.

Die Frontkamera ermöglicht Video-Aufnahmen in max. Full-HD mit 30 Bilder pro Sekunde. Bei Dunkelheit und umschalten auf die Front-Kamera, schaltet die Kamera-Software automatisch auf der Porträt-Modus und ändert den Rahmen um das Live-Bild von Schwarz auf Weiss. Dadurch wir z. B. das Gesicht automatisch aufgehellt und zudem wird das Display als Blitzlicht genutzt.

(Kamera: 3,5 von 5 Punkten)

 Software

Huawei hat das P30 lite mit dem Google-Betriebssystem Android 9 Pie ausgestattet. Darüber legt das Unternehmen wie üblich die Benutzeroberfläche EMUI. In diesem Fall in der Version 9.0.1. Beim Sicherheitspatch handelt es sich leider noch um die Version vom März 2019, daher ist dieser nicht ganz so aktuell.

Die EMUI Oberfläche gefällt mir wie bei den bisher von mir getesteten Huawei-Devices sehr gut. Das System läuft dank dem 4 GB RAM Arbeitsspeicher schnell und ohne ruckeln. Mein Hauptkritikpunkt bei der Software des Huawei P30 lite ist, dass hier sehr viele Apps von dem Funktionsumfang doppelt vorinstalliert sind. So habe ich z. B. um Aufnahmen (Fotos und Videos) die ich mit der Kamera gemacht habe drei Möglichkeiten diese anzusehen. Entweder über Galerie, Google Fotos und Video. Weiter geht es bei E-Mails, den hier gibt es neben der E-mail App noch Gmail. Die doppelten Apps kommen daher zustande, dass Huawei neben den eigenen Apps auch noch die von Google installiert bzw. muss, da diese das System zur Verfügung stellen. Die Bloatware von Huawei (Apps die nicht gelöscht werden können) halten sich im Großen und Ganzen in Grenzen. Daher lassen sich die meisten der vorinstallierten Apps deinstallieren. 

Beim Huawei P30 lite ist das Einstellungsmenü und insgesamt 15 Untermenüs eingeteilt. Hier hab ich inzwischen das Gefühl, als würden hier immer mehr Untermenüs dazu kommen, denn beim Mate 20 lite waren es immerhin noch 12 Menüpunkte. Wer bereits schon einmal ein Huawei Smartphone sein eigenen nennen konnte, wird sich hier weiterhin gut zurechtfinden. Alle anderen, die bisher ein anderes Android Smartphone oder iPhone besaßen, werden sich jedoch auch nach einigen Tagen problemlos mit dem System auskennen und sich schnell zurechtfinden. Sollte man zufällig mal eine Einstellung, die man sucht nicht finden, kann man diese einfach in der Suchfunktion ganz oben eingeben. Weiterhin gibt es wie bisher von den anderen von mir getesteten Huawei Geräten bekannt einige nützliche Gestensteuerungen wie z. B. die einfache Screenshot-Funktion. Damit kann man durch das Streichen mit drei Fingern von oben nach unten über das Display einen Screenshot erstellen. Es gibt natürlich noch weitere interessante Funktionen, die allesamt mit Text und einem Beispielvideo erklärt werden.

(Software: 4 von 5 Punkten)

TEIL 3

bestehend aus „Preis/Leistung“ entspricht 10% der Gesamtwertung

Beschreibung

Beim Huawei P30 lite handelt es sich um ein gut ausgestattetes Mittelklasse-Smartphone. Bisher war eine Triple-Kamera nur den teuren Geräten vorbehalten, so haben es hier einige der Mitbewerber in derselben Preisklasse etwas schwerer mitzuhalten. 

Wiederum gibt es in dieser Preisklasse auch Smartphones, die zwar nicht über ein Weitwinkel-Objektiv und mit keinem Zoom ausgestattet sind, dafür jedoch ein OLED-Display besitzen. Hier muss man sich daher entscheiden, ob es unbedingt OLED sein muss, oder lieber die etwas vielseitiger einsetzbare Kamera. 

Das Display und der Akku des Huawei P30 lite kann in meinem Test durchaus positiv überzeugen und auch mit der Kamera gelingen bei normalen Tageslicht, ganz gute Bilder. Lediglich bei schlechten Lichtverhältnissen scheidet es schlechter ab und beachten sollte man, dass zwar mit einem ultimativen Zoom geworben wird, dieser jedoch eigentlich Digital über das 48 MP Kameramodul stattfindet. 

Preis/Leistung

Die UVP des P30 lite liegt bei 369 EUR. Doch das seit Mai 2019 erhältliche Mittelklasse-Smartphone ist bereits für weniger Geld kaufbar.

Das Huawei P30 lite kann vor allem mit einer sehr guten Akkulaufzeit, einem guten IPS-Display, welches mit kräftigen Farben und einer hohen max. Helligkeit daher kommt überzeugen und auch die Triple-Kamera kann in dieser Preisklasse positiv überzeugen. Des Weiteren bekommt man hier ein größeres Display in einem nur sehr minimal größeren Gerät als beim Vorgänger dem Huawei P20 lite. Für mich persönlich ist das P30 lite daher ein würdiger Nachfolger.

HUAWEI P30 LITE

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unter Berücksichtigung aller Teilwertungen

 Wir bedanken uns beim Hersteller für die Bereitstellung des Produktes. Zu unseren Grundsätzen

Link zum Hersteller: Huawei.com/de