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Autor: Tobias

1more E1026BT-I

Mit den 1more E1026BT-I ist der Hersteller ebenfalls auf den Trend der völlig kabellosen True Wireless In-Ears eingestiegen. Vor einiger Zeit habe ich euch bereits den kabelgebunden 1more H1707 Tripel-Driver vorstellen. Der mich bereits mit einem guten Klang, Verarbeitung und einer sehr schönen Verpackung, überzeugen konnte. 

Trifft dasselbe auch auf die neuen True Wireless In-Ears zu? Ich habe die unter 100€ teueren In-Ears einige Wochen ausgiebig getestet. Wie sich diese im Test geschlagen haben, erfahrt ihr in folgendem Testbericht. 

1MORE E1026VT-I

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TEIL 1

Bestehend aus „Verpackung/Design/Verarbeitung“ entspricht 25% der Gesamtwertung

Verpackung

Die Verpackung der 1More E1026BT-I True Wireless In-Ear Ohrhörer ist sehr kompakt gehalten. Diese hat 1more typischerweise sehr schön und informativ gestaltet. Werfen wir wie gewohnt vor dem Inneren der Verpackung erst einen Blick auf die Außenseiten.

Auf der Vorderseite der Verpackung werden wie bei eigentlich allen Herstellern der Name des Unternehmens und der Ohrhörer präsentiert. Des Weiteren darf natürlich auch hier bei 1more keine Abbildung der In-Ears fehlen. Somit hat man diese hier beide vergrößert von der Außenseite abgebildet. Zudem wirbt man in der unteren linken Ecke mit den Besonderheiten der In-Ears zu den folgenden Eigenschaften zählen: 24 Stunden Akkulaufzeit inkl. Ladecase, multiples Bluetooth Pairing, die Audio Codecs (AptX, und AAC usw.

Weitere Informationen gibt es zudem noch auf der Rückseite, dabei handelt es sich sogar um sehr viele Informationen. Hier werden nämlich in der oberen hälfte die für 1more wichtigen Eigenschaften, welche bereits auf der Vorderseite erwähnt wurden in zahlreichen Sprachen aufgelistet. Des Weiteren sind hier einige technischen Daten wie z.B, das Gewicht, die Maße der In-Ears und vom Case sowie die Akkugrößen aufgelistet. 

Die Verpackung wird von rechts nach links aufgeklappt. Sehr gut gefallen mir hier die beiden in der Kartonage versteckten Magnete, welche die Verpackung sicher geschlossen halten. Nach dem Aufklappen erblickt man direkt auf der Innenseite der Verpackung Skizzen der Ohrhörer und dem Case. Diese Skizzen scheinen aus dem Entwurf vor der Fertigung der True Wireless Ohrhörer zu stammen.

Auf der rechten Seite der aufgeklappten Verpackung erblickt man durch ein transparentes Sichtfenster die beiden True Wireless In-Ears, direkt darunter das Ladecase und eine kleine Schachtel, mit der Aufschrift „1more“. Wie üblich legt 1more sehr hohen Wert auf ein gutes Verpackungsdesign, das konnte ich bereits bei den von mir getesteten 1more H1707 Tripel-Driver sehen. In der bereits erwähnten kleinen Kartonage befinden sich ein kurzes Micro-USB Ladekabel, ein Plastikbeutel mit Kordelzug zur Aufbewahrung der Ladecases inkl. Ohrhörer, sowie vier Paar Ohranpassstücke (XS bis L) und drei Paar Ohrhacken (O-Hooks) Größe S bis M. Auf den In-Ears selbst sind bereits die Ohranpassstücke und O-Hooks in der Größe M vormontiert. Unter der Kartonage mit den In-Ears und dem Ladecase verbirgt sich zudem noch eine kleine Mappe, in der sich die üblichen Beschreibungen befinden.

(Verpackung: 4,5 von 5 Punkten)

Design

Immer mehr Hersteller bringen soggenante True Wireless In-Ear Ohrhörer auf den Markt und genau um solche handelt es sich auch bei den E1026BT-I In-Ear Ohrhörern. Daher kommen auch diese mit zwei einzelnen In-Ears daher, bei denen zusätzlich ein Lade-/Aufbewahrungs-Case mitgeliefert wird.  

In-Ear

Das Gehäuse der beiden Ohrhörer ist angenehme klein gehalten und steht somit nach dem Einsetzen in die Ohren verhältnismäßig wenig aus den Ohren hervor. Das Gehäuse wurde wie üblich aus zwei einzelne Teilen gefertigt, hier wurde jedoch sehr sauber gearbeitet und daher hat man hier keinen unschönen Übergang oder störende Kanten. Der Teil der In-Ears, welche später nach dem Einsetzen aus dem Ohr hervorsteht, hat ein Ovales (Eierförmiges) Design und ist knapp 21 mm x 15 mm klein (L x B). Trotz des eigentlich kleinen Gehäuses soll der jeweils darin verbaute Akku eine Akkulaufzeit von 6,5h (bei 50 % Lautstärke) bieten. Vom äußeren Durchmesser wird das Gehäuse nach innen zum Ohrkanal verlaufen trichterförmig etwas kleiner. Am Ende befinde sich schließlich der typische dünnere Bereich der im Ohrkanal steckt und auf den das Ohrpassstück aufgezogen wird. Damit der Halt auch bei leicht sportlichen Tätigkeiten gewährleistet werden soll, hat man den E1026BT-I In-Ears zudem noch soggenante O-Hooks spendiert.  

Im Gegenteil zu vielen anderen Herstellern, die auf eine Touch-Bedienung setzten, hat sich 1more hier für eine herkömmliche Ein-Tasten Bedienung an jedem der beiden In-Ears entschieden. Mit dieser ist die Bedienung, sobald man sich die Befehle nach einer gewissen Eingewöhnungszeit eingeprägt hat, wesentlich einfacher, wie via Touch und zudem kommt es zu weniger Fehleingaben. Beide Ausführungen haben jedoch Vor- und Nachteile, bei Touch ist es z. B. der Nachteil, dass man hier jedes Mal beim berühren gegen die Außenfläche „klopft“ dies hört man bei vielen Modellen immer als kurzen dumpfen etwas störenden Ton. Bei einer richtigen Hardware-Taste wiederum ist es der Fall, dass man hier beim drücken der Taste den Ohrhörer halten muss, damit man sich diesen nicht aus dem Ohr drückt. Hier muss man daher selbst entscheiden, ob man eher Touch, oder eine echte Taste mit gutem Druckpunkt bevorzugt. Auf die Bedienung geh ich gleich noch genauer ein. 

Die Oberfläche, welche nach dem Einsetzen im Ohr nach außen zeigt, ist gewölbt. Auf dieser Fläche ist neben dem weißen 1more Schriftzug, eine kleine Staus-LED untergebracht. Die beiden bereits erwähnte Bedienteste befinden sich eingesetzt im Ohr an der hinteren Seite. Über diese kann man verschiedenen Funktionen ausführen, auf diese ich wie versprochen nun genauer eingehen werde.

Das Einschalten der beiden Ohrhörer erfolgt wie bei eigentlich allen True Wireless In-Ears entweder durch das Entnehmen aus dem Lade-Case, oder im Falle der 1more durch das Drücken des Knopfes an jedem In-Ear (ca. 2 Sekunden halten). Beim Ausschalten genügt es, die beiden Ohrhörer wieder in das Lade-Case einzusetzen oder jeden Knopf für 4 Sekunden gedrückt zu halten. 

Das besondere der 1more E1026BT-I ist, dass es keinen festen Master und Slave Ohrhörer gibt, daher können beide Ohrhörer Daten empfangen und senden. Somit kann auch nur ein Ohrhörer genutzt werden und die Taste an beiden In-Ears für denselben Befehl aus. 

Drückt man den Knopf (egal ob am rechten oder linken Ohrhörer) wenn ein Anruf eingeht, dann kann hiermit das Telefonat angenommen bzw. gestartet werden. Drückt man die Taste länger, dann legt man sozusagen auf. Natürlich kann man über die Tasten auch die Musik steuern. So springt man zum nächsten Titel durch ein zweimaliges Betätigen der Taste und ein dreimaliges befördert einen ein Musiktitel zurück. Den Sprachassistenten Siri (iOS) oder Google Assistent (Android) kann man ebenfalls nutzen, dazu muss jedoch die Musik pausiert sein, was durch einmaliges benötigen erfolgt und anschließend muss die Taste zweimal gedrückt werden, dann ist der Assistent ganz Ohr. Lediglich für die Regulierung der Lautstärke vermisse ich eine Taste bzw. eine Druck-Kombination. Denn diese kann man nicht direkt über die In-Ears steuern, sondern nur der Assistenten zurufen oder das Smartphone aus der Tasche holen und von da aus regeln.  

Für die meisten In-Ear Ohrhörer üblich, besteht auch das Gehäuse der 1more E1026BT lediglich aus Kunststoff, doch dabei handelt es sich wie bereits erwähnt um einen gut verarbeitetes und haptisch gut anfühlendes Material. Zudem würde man mit einem anderen Werkstoff nicht auf ein geringes Gewicht von gerade einmal knapp 6,2 Gramm pro Ohrhörer kommen.  

Lade-Case

Das Aufbewahrungs- bzw. Lade-Case der 1more E1026BT-I In-Ear Ohrhörer besteht ebenfalls aus Kunststoff und hat eine ähnliche Form, wie das der In-Ears selbst. So hat dieses ebenfalls eine eierförmige Form, welches an der Unterseite für einen festen Stand abgeflacht wurde. Das Case ist 6 cm lang und nimmt in der Höhe und Tiefe etwa 3 cm ein. Daher ist das Ladecase angenehm klein und lässt sich problemlos in einer Hosentasche verstauen. 

Die beiden In-Ears werden über die Ladekontakte an der Innenseite geladen und damit der Kontakt nicht unterbricht, halten diese zwei Magnete sicher an der richtigen Position. Aufgeladen wird das Ladecase über einen an der Rückseite befindlichen Micro-USB-Anschluss. Leider gibt es weder an der Außenseite am Case und im Inneren eine Anzeige des aktuellen Akkustands. So weiß man nicht genau, wie lange man noch Musik wiedergeben kann. Lediglich nach der entnehme der In-Ears sagt eine Stimme z. B. Akku-Level high usw. Da fehlt mir eben, wie erwähnt die Anzeige über einzelne LED´s oder ein App, die mir den genauen %-Stand anzeigt.

(Design: 4 von 5 Punkten)

Verarbeitung

Rundum kann die Verarbeitung der 1more E1026BT-I Stylish True Wireless In-Ear Ohrhörer und dem dazugehörigen Lade-Case sehr überzeugen. Sowohl das Gewicht der In-Ears als auch das des Cases, wenn man es in die Hosentasche oder Rucksack packt, ist sehr angenehm leicht.

Natürlich hat die Fertigung des Ladecase aus Kunststoff einen typischen Nachteil. Schließlich ist der matte Kunststoff anfällig gegen Kratzer, welche vor allem beim Verstauen im Rucksack usw. zustande kommen können. Daher hat sich 1more etwas Gedanken gemacht und zum Schutz einen teiltransparenten Kunststoffbeutel mit Kordezug im Lieferumfang beigelegt. Ob man dieses zum Schutz vor Kratzer nutzt, ist natürlich dennoch jedem selbst überlassen. 

Das Case und die Ohrhörer fühlen sich sehr gut an und es gibt daran außer dem veralteten Micro-USB Ladenschluss am Ladecase und der fehlenden Akkuanzeige, keine große Kritik. Klar hätte man zwar auf den aktuelleren USB-Typ-C Anschluss setzen können, doch betrachte ich die True-Wireless Ohrhörer vieler anderen Hersteller, deren Modelle zum Teil noch teurer sind, bieten auch hier die wenigsten ein USB-Typ-C Case an. Auf die Funktion hat der ältere Micro-USB Anschluss zudem ebenfalls keinen Einfluss. Die Magnete, welche die Ohrhörer im Case halten, wirken grundsolide, sodass hier selbst beim Überkopf halten, keiner der Ohrhörer aus dem Case fällt.

(Verarbeitung: 4 von 5 Punkten)

TEIL 2

bestehend aus „Funktion des Produktes“ entspricht 65% der Gesamtwertung

Kopfhörer-ArtTrue-Wireless In-Ear Kopfhörer
KategorieBluetooth Kopfhörer
FarbeSchwarz, weitere Farbe: Gold, Pink und Grün (in Kürze erhältlich)
Akkuintegriert, Lithium-Polymer-Akku
Akku Ohrhörer: 6,5h
Akku Ladecase: 17,5h
Gesamt somit 24 h
Gewicht51 g (Ohrhörer und Ladebox)
12,4 g (beide Ohrhörer)
38,6 g (Ladebox)
MaterialKunststoff (Ohrhörer und Ladecase)
KonnektivitätBluetooth 5.0
unterstützte Profile: A2DP, Apt-X, AVRCP, HFP
Codec: SBC, AAC und aptX
Lautsprechertypdynamischer 7 mm Treiber mit je einer Titan-Composite-Membran (links und rechts)
FrequenzbereichKeine Angaben vom Hersteller, vermutlich liegt der Beriech jedoch bei ca. 20 Hz bis 20.000 Hz (Ohrhörer)
Empfindlichkeit102 dB SPL (1 kHz / 1 mW)
Impedanz16 Ohm
Lieferumfang1x 1more E1026BT-I
je ein paar Silikon-Ohradapter-Sets (XS/S/M/L)
je ein paar O-Hooks (S/M/L)
1x Transport- und Ladecase
1x micro-USB Ladekabel
Aufbewahrungsbeutel
1x Bedienungsanleitung
Technische Daten des 1more E1026BT-I

Tragekomfort

Die E1026BT-I True Wireless In-Ear Ohrhörer von 1more besitzen eine gute ergonomische Form. Das Einsetzen erfolgt nicht, wie bei einigen anderen von mir bereits getestet True-Wireless durch das eindrehen, sondern dem einfachen einstecken. Dies liegt daran, dass die In-Ears mit einem praktische O-Hook (Schlaufe) und nicht mit einem Ohrhacken der sich an einem Bereich an der Ohrmuschel einhängt befestigt werden. 

Bei der Wahl des richtige paar Ohrtips und O-Hooks sollte man sich wie immer anfangs genug Zeit nehmen. Schließlich hängt von der richtigen Wahl nicht nur der beste Klang, sondern auch der sichere Halt ab. Ich persönlich bin bei der Wahl der richtigen Anpassstücke wie folgt vorgegangen. Zuerst habe ich die In-Ears ohne O-Hooks anprobiert. Dann habe ich erst mal die richtige Ohrtips gewählt, mit denen ich den sichersten, aber zugleich auch beim Kompromiss auf den Klang den besten Sitz habe. Anschließend habe ich noch die verschiedenen O-Hook aufgezogen und auch hier ausprobiert, bis ich den sichersten halt hatte und selbst beim Kopf bewegen und schütteln nichts herausfällt bzw. sich aus dem Ohr zu lösen versucht.  

Dank den O-Hooks, die ich übrigens zur Sicherheit und auch optisch nutzen würde, halten die Ohrhörer beim Laufen und bei meinen Fahrten mit dem Rennrad sehr gut. Dabei musste ich keine Angst haben einen der Ohrhörer zu verlieren. 

Der Tragekomfort ist ebenso wie der Halt sehr gut und selbst nach einer längeren Radtour von über eineinhalb Stunden verspürte ich keinen nervigen Druck oder Ähnliches im Ohr.

(Tragekomfort: 4 von 5 Punkten)

Klang

Zwar ist das Gehäuse der 1More E1026BT-I True Wireless In-Ear Ohrhörer wie bereits erwähnt kompakt gehalten, jedoch sind im Inneren je Seite ein 7 mm Titanium-Treiber verbaut. Wie gewohnt handelt es sich um eine Single-Treiber Einheit, schließlich gibt es „bisher“ keinen Dual- oder Triple Driver True Wireless In-Ear.Es würde daher auch bedeuten, dass mehr Treiber genau so wie größere Treiber einen höheren Stromverbrauch hätten. Dafür bräuchte man größere Akkus, was man in dem kleinen Gehäuse der True-Wireless Ohrhörer kaum hat.

Viele technischen Details verrät 1more über die ersten True Wireless In-Ears nicht. So erfährt man hier keinen Frequenzbereich. Doch wie immer sagt dieser Werte zumeist sowieso nicht viel über den realistischen Klang aus. Den Zahlen können sich noch so gut anhören, aber eben der Kopfhörer nicht. Wichtig ist jedoch, dass man mit den E1026BT-I In-Ear Ohrhörer sowohl den Standard Codec SBC, aber auch die wichtigen aptX (Android) und AAC (iOS) unterstützt. Daher soll die drahtlose Audioübertragung in nahezu perfekter Audiowiedergabe mit Android und iOS-Geräte gewährleistet werden.

Im Klangtest hören sich die 1more E1026BT-I True Wireless In-Ear Ohrhörer überraschend ausgeglichen an, mit einer leichten Tendenz zu einer wärmeren Abstimmung. Den Höhen fehlt es zwar durch den etwas wärmer abgestimmten Grundton etwas an Brillanz und Detailreichtum, doch ich würde diese auf keinem Fall als matt oder verzerrt beschreiben. Wer daher nicht gerade auf der Suche nach einem True Wireless In-Ear Ohrhörer ist, der mit einer super Brillanz überzeugen kann, wird soweit von den E1026BT-I Ohrhörer definitiv nicht enttäuscht sein.

Beim Bass und den Mitten liegen jedoch die Stärken des E1026BT-I In-Ear Ohrhörer. Bei den Mitteln können die In-Ears mit einer blühenden Klangfarbe überzeugen. Sodass hier die wiedergegebenen Gesangstimmen sehr eindringlich ausgegeben werden. Ebenso ist der Bass aufgrund des leicht angehoben (wärmeren) Grundton überzeugend. Hier schafft es 1more sehr gut das Maximum aus dem doch relativ kleinen Gehäuse der In-Ears herauszuholen. Sodass mich hier ein sattes Bassfundament mit einem kräftigen Tiefgang im Klangtest überzeugen konnte. Der Bass ist zu keinem Moment aufgebläht oder übertrieben.

Auch das oft vorkommende Problem, dass Kopfhörer bei höherer Lautstärke zum Übersteuern neigen, konnte ich hier nur minimal feststellen. Apropos Laut, die 1More E1026BT-I Ohrhörer besitzen eine sehr hohe maximale Lautstärke.

Da man mit den 1More E1026BT-I In-Ear Ohrhörer nicht nur dem auf dem Smartphone integrierten Sprachassistenten nutzen kann, sonder auch telefoniere, besitzen die Ohrhörer natürlich auch ein Mikrofon. Die verbauten Mikros haben in meinem Telefontest eine sehr gute Sprachverständlichkeit geboten. Lediglich zwischendurch erwähnte mein Gesprächspartner/in kurz, dass es zu einem leichten Hall meiner Stimme kam. 

Bei der Latenz (Verzögerung zwischen Ton und Video-Bild) konnte ich persönlich kaum Verzögerungen feststellen. Dies liegt unter anderem an dem verbauten Qualcomm CSR 3020-Chipsatz, welcher Bluetooth 5 ermöglicht. Mit einem Android Smartphone, war der Ton und das Bild sehr synchron, sodass man hier definitiv keine Kopfschmerzen bekommt. Bei meinem iPhone X wiederum konnte ich bei Einigen Videos eine minimale Verzögerung von unter einer Sekunde bemerken. Dies war jedoch wie erwähnt nicht bei allen Videos via Youtube der Fall. Bei Netflix lief alles ohne Probleme.

(Klang: 4 von 5 Punkten)

Ausstattung

Akku & Ladecase

1more verspricht mit den E1026BT-I True Wireless In-Ear Ohrhörer eine Akkulaufzeit von bis zu 6,5 Stunden Dauerwiedergabe bei halber eingestellter Lautstärke. Dadurch Gehören die In-Ears mit ihrem je 55 mAh großen Akku, aktuell zu den besten, von der reinen Laufzeit ohne das Aufladen via Ladecase. 

Sollte jemand von euch über 6,5 Stunden am Stück Musikhören, müssen diese im Ladecase wieder aufgeladen werden. Jedoch denke ich persönlich, dass die meisten unter euch die In-Ears sowieso im Ladecase aufbewahren und somit werden diese immer automatisch voll aufgeladen, bis der Akku des Cases irgendwann leer sein sollte. Man muss jedoch nicht beide Ohrhörer auf einmal ins Ladecase legen, man kann nämlich problemlos einen laden und mit dem anderen weiter Musikhören. Dies ist möglich, da 1more beide In-Ears als Master programmiert hat, bzw. beide als Master fungieren können. So ist im Normalfall automatisch der Ohrhörer mit der längeren Akkukapazität der Master und der ander der Slave. Die funktioniert soweit ohne Probleme und man selbst bekommt nicht mit, wenn ein Wechsel stattgefunden hat.

Das Case mit einem Akku von 410 mAh bietet bei vollem Akku die Möglichkeit, die 1more E1026BT-I Ohrhörer bis zu viermal wieder aufzuladen. Somit bieten die True-Wireless Ohrhörer von 1more eine sehr ordentliche Akkulaufzeit von max. 24 Stunden. Die Ohrhörer hab ich in meinem Testzeitraum nicht leer bekommen, da ich diese nach dem gebrauch immer wieder ins Ladecase gesteckt habe. 

Die beiden In-Ears können entweder durch das einfach einlegen in das Lasecase ausgeschaltet werden oder man drückt die beiden Hardware-Tasten an jedem Ohrhörer für knapp 4 Sekunden. Beim Fall der 1more E1026BT-I Ohrhörer muss man jeden Ohrhörer einzeln abschalten, da diese anders wie bei anderen Herstellern beide als Master fungieren können.

Ebenso wichtig wie eine lange Akkulaufzeit, ist natürlich auch eine möglichst kurze Ladezeit der In-Ears und des Lade-Cases. Das Case wird via Micro-USB aufgeladen, diese dauert bei einer vollen Aufladung knapp 85 Minuten. Sind wiederum die Akkus der Ohrhörer leer, sollten diese für eine komplette Ladung ebenfalls bis zu 85 Minuten im Case verbleiben. Jedoch sind die In-Ears auch mit einer Schnellladefunktion ausgestattet und so bietet eine Ladezeit von knapp 15 Minuten, eine weitere Musikwiedergabe von 3 Stunden.

Bluetooth & Signalqualität

Das erste Verbinden der 1more E1026BT-I True Wireless In-Ear Ohrhörer mit dem Smartphone oder jedem anderen Bluetooth fähigem Gerät geht sehr schnell und einfach. Sobald man die beiden Ohrstöpsel aus dem Case genommen hat, kann man diese wie gewohnt mit dem Smartphone koppeln. Dabei gilt jedoch zu beachten, dass es wie bereits mehrfach erwähnt keine feste Master-Slave-Verbindung gibt. Jedes Mal nach dem entnehmen aus dem Case, findet der Verbindungsaufbau neu statt und es wird auch nach bestimmend Kriterien entschieden, welcher Ohrhörer als Master fungiert.

Dies hat den besonderen Vorteil, dass man auch nur mit einem In-Ear Musik hören kann und dabei nicht achten muss, welcher es ist. Beide können schließlicht Daten empfangen, aber auch an den anderen senden. Dies geht bei vielen anderen True Wireless In-Ears nicht, da hier oft z. B. der linke In-Ear als Master fest bestimmt ist. Verliert man z. B. bei einem fest gebunden True Wireless Ohrhörer den Master, kann man keine Musik mehr hören, da der andere keine direkte Verbindung zum Smartphone aufbauen kann. Ebenso hat der Akku-Stand der In-Ears Einfluss darauf welcher als Master bestimmt wird. Im Regelfall ist es nämlich hier der mit mehr Akkukapazität. 

Einen klitzekleinen Nachteil hat das Ganze, denn man sollte, wenn möglich beide Ohrhörer auf einmal aus dem Case herausholen. Wenn man sich nämlich zu viel Zeit lässt, meint der zuerst entnommen In-Ear, das dieser alleine genutzt wird und der Zweite bleibt aus, bzw. geht nicht automatisch mit an. Daraufhin muss man diese am Knopf manuell einschalten. Dies ist jedoch keinesfalls ein Problem und zudem nimmt man im Idealfall sowieso beide Ohrhörer auf einmal aus dem Case.

Kommen wir jedoch zu Reichweite der True-Wireless Ohrhörer in Verbindung zum Smartphone. 1more verspricht eine übliche Bluetooth Reichweite von bis zu 10 Metern. Genau diesen Wert konnte ich auch in meinem Test nachmessen, zudem ist die Verbindung sehr stabil und so konnte ich in meinem Testzeitraum keine Verbindungsunterbrechungen oder Aussetzer feststellen.

(Ausstattung: 4 von 5 Punkten)

TEIL 3

bestehend aus „Preis/Leistung“ entspricht 10% der Gesamtwertung

Beschreibung

Mit den E1026BT-I True Wireless In-Ear Ohrhörern hat 1more preislich sehr gelungene True Wireless Ohrhörer entwickelt und auf den Markt gebracht. Neben dem durchaus guten Klangbild, welches lediglich bei den Höhen etwas schwächen zeigt. Hat mich auch die Akkulaufzeit von insgesamt 24 Stunden inkl. Ladecase, ohne bis zu 6,5 Stunden überzeugen können. Das Klangbild überzeugt mit kräftigem Bass und überzeugenden Mitten.

Preis/Leistung

Die UVP des 1more E1026BT-I Stylish True Wireless In-Ear Ohrhörer liegt zum Marktstart bei 99€. Sind jedoch auch schon bereits für knapp über 50€ online erhältlich gewesen. 

Für den geforderten Preis stimmt die gebotene Leitung auf jeden Fall. Denn neben dem Klang und der langen Akkulaufzeit, können die True Wireless Ohrhörer auch noch mit weiteren Dingen überzeugen. So gefällt mir persönlich sehr, dass man die Ohrhörer auch zur Not alleine nutzen kann, da jeder der Ohrhörer als Master genutzt werden kann. Ebenso können die E1026BT-I True Wireless In-Ear Ohrhörer mit einem guten Tragekomfort und einer hervorragenden Isolierung der Umgebung überzeugen. Lediglich die Latenz variiert je nach Zuspiel-Gerät zischen einem Millisekunden Bereich und max. einer Sekunde. Das geht jedoch noch in Ordnung, denn hier sind einige teureren Modelle deutlich schlechter. 

1MORE E1026VT-I

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testr Gesamtwertung

unter Berücksichtigung aller Teilwertungen

 Wir bedanken uns beim Hersteller für die Bereitstellung des Produktes. Zu unseren Grundsätzen

Cambridge Audio Yoyo L

In diesem Testbericht möchte ich euch den Cambridge Audio Yoyo L genauer vorstellen. Dabei handelt es sich um einen Streaming-Lautsprecher, der mit drei Breitband-Treibern und drei Subwoofer ausgestattet wurde und zudem nicht nur Spotify-Connect, sondern auch ein integriertes Chromecast, einen ARC-HDMI- und Optischen-Anschluss besitzt. Daher kann er auch problemlos an den Fernseher angeschlossen werden. Was der knapp über 4 kg schwere stationäre Lautsprecher noch so drauf hat und wie er in meinem Alltagstest abgeschnitten hat, erfahrt ihr in folgendem Testbericht.

Cambridge Audio Yoyo L

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TEIL 1

Bestehend aus „Verpackung/Design/Verarbeitung“ entspricht 25% der Gesamtwertung

Verpackung

Cambridge liefert den Yoyo L in einer quadratischen Schwarz/türkisen Verpackung aus, welche mit einigen Infos zum Produkt versehen ist. 

Direkt auf der schwarzen Oberseite ist der original Umriss und die Bedienelemente des Yolo L mit türkisen Linien skizziert. Auf der Vorderseite ist wie üblich der Name des Unternehmens „Cambridge Audio“, der Name des Lautsprechersystems „Yoyo“ und das Modell „L“ zu sehen. Auf der linken Seite wird lediglich mit einem kleinen Logo auf den „Great British Sound, seit 1968“ hingewiesen. Die gegenüberliegende Seite ist mit einem Aufkleber versehen, welcher über die Modellfarbe, den Name des Gerätes und die Seriennummer informiert. 

Die meisten Informationen findet man auf der Rückseite. Hier wird nämlich nicht nur wie bereits auf der Vorderseite über den Namen des Unternehmens und dem Lautsprecher informiert, sondern auch über die Funktionen und die Konnektivität. So erfährt man hier z. B. dass neben NFC, Bluetooth, Chromecast, auch noch eine IR-Fernbedienung und eine einfache Verbindung via HDMI-Kabel mit dem Fernseher möglich ist. 

Hebt man den Deckel der Verpackung vorsichtig an, präsentiert sich der Cambridge Yoyo L in einer schwarzen Kartonage zentriert. Zudem wurde er zum Schutz in einer Kunststofffolie verpackt und damit der schwere Lautsprecher beim Transport nicht hin und her fliegt, ist im Deckel zudem das Gegenstück der Zentrierung eingeklebt. Unter der schwarz gefärbten Zellulose-Zentrierung befindet sich noch weiterer Zubehör. Dieser befindet sich in einer schwarzen Kartonage. Direkt nach dem Öffnen dieser Pappschachtel kommt eine kleine Hülle auf der Oberseite zum Vorschein, in der sämtliche Beschreibungen in Zahlreichen Sprachen untergebracht sind. Rechts daneben liegt sicher verpackt die Infrarot-Fernbedienung, über welche man den Cambridge Yoyo L von der Entfernung steuern kann.

Unter der kleinen schwarzen Mappe mit den Beschreibungen ist noch einiges Weiteres verstaut. So findet man darin nicht nur die Batterien für die Fernbedienung und das europäische Netzkabel, sonder auch noch gleich das Britische (Stecker BS 1363) und sogar einen für Steckdosen in den USA (NEMA-Stecke). Doch das war es noch nicht, denn für den Anschluss an sämtliche Geräte liefert Cambridge ebenfalls alles mit, so liegt im Lieferumfang auch noch ein Klinken-Kabel, ein HDMI-Kabel und ein optisches Audiokabel bei.

(Verpackung: 4 von 5 Punkten)

Design

Schon auf den ersten Blick hebt sich der Cambridge Audio Yoyo L von den vielen klassischen Lautsprechern aus MDF-Platten, Kunststoff und Echtholz ab. Dafür sorgt nicht nur die quadratische Formgebung, sonder auch das Material, aus dem Cambridge den Lautsprecher gefertigt hat. Durch die etwas größer abgerundeten Ecken und den mit hochwertiger 100 % Kammwolle bezogenen Seiten, wirkt dieser nahezu aus einem Stück.

 Mit seinen Abmessungen von 269 mm x 269 mm x 125 mm (L x B x H) ist der Cambridge Audio Yoyo L zwar relativ flach, aber nimmt eine etwas größere Fläche ein. Zudem überrascht dieser beim Anheben aus der Verpackung mit einem Gewicht von knapp 4,3 kg. Doch dies kommt durch den Aufbau zustande, im inneren des Lautsprechers steckt nämlich einiges an Technik. Dafür benötigt man für den Betrieb bis auf das Netzkabel für die Stromversorgung kein weiteres Kabel. Wer den Cambridge Yoyo L jedoch via Klinkenkabel mit dem Smartphone, oder HDMI bzw. Optischem Audiokabel mit dem TV verbinden möchte, kann dies ganz einfach tun, denn die Anschlüsse hierfür befinden sich an der Unterseite.

Rundum ist die Unterseite mit mehreren Anti-Rutsch-Gummis versehen, was man beim Cambridge Audio Yoyo L, trotz seines höheren Eigengewichts durchaus benötigt. Im Zentrum befindet sich ein Stativ-Gewinde, hier könnte der Yoyo L zwar auf ein Stativ geschraubt werden, aber ich glaub kaum, dass ein Stativ dieses hohe Gewicht bzw. bei Musikwiedergabe diesen lange genug halten kann. Vielleicht ist dies auch ein Überbleibsel, dass Cambridge zur Klangmessung im Studio genutzt hat.

In einer schrägen Mulde an der hinteren Rückseite sind sämtliche Anschlüsse verstaut. Hier findet man von recht aus betrachtet den Netzstrom-Anschluss, ein USB-Anschluss, um z. B. ein Smartphone oder Tablet mit max. 1 A aufzuladen, ein Toslink (optischer Audio-Anschluss), HDMI und 3,5 mm Klinke-Anschluss.

Unter dem Stoffbezug aus 100 %% Kammwolle, welcher von der britischen (Yorkshire) Weberei Marton Mills stammt, sind die sechs Treibereinheiten versteckt. Das Besondere dabei ist, dass diese an den beiden Seite und nach vorne verteilt sind. Mehr dazu jedoch unter Klang.

Doch beim Yoyo L setzt Cambridge auf einen Materialmix aus dem gewebten Stoff und Kunststoff. Die Oberfläche ist mit einem weichen Kunststoff versehen, dies fühlt sich zwar gut an, hat jedoch einen weniger guten Nachteil, denn es handelt sich hier um einen Staubmagneten. Den angezogenen Staub bekommt man hier nur sehr schlecht wieder weg. Unter bzw. in dieser Oberfläche sind zudem auch die Bedienelemente per Touch-Sensoren mit integrierter Beleuchtung untergebracht.

 Ein-/ausgeschaltet wird der Cambridge Yoyo L ganz rechts, über eine herkömmliche Drucktaste. Direkt daneben kann man mit den beiden + und – Tasten die Musik lauter-/leiser stellen. Die fünf Punkte-Anzeige, zeigt während dem verstellen der Lautstärke die Stufe an, dabei leuchten unterschiedlich viele LED´s bzw. diese leuchten auch unterschiedlich hell. Verstellt man wiederum via Fernbedienung die Stufe vom Bass, wird dieses hier im angehobenen bzw. Abgesenkten Wert angezeigt. 

Direkt neben der Lautstärkeanzeige befindet sich die Auswahl-Sensortaste um zwischen den Eingangsquellen: ARC (HDMI), Optischem- und AUX-Audioeingang zu wechseln. Je nachdem, wie die Sensortaste leuchtet, erkennt man, welche Eingangsquelle aktuell gewählt wurde. Orange steht für AUX, Lila für ARC und Weiß für den optischen Eingang. Doch der Cambridge Yoyo L verfügt noch über weitere Eingangsquellen. So befindet sich auf der Oberseite neben den Eingangsquellen-Tasten die Bluetooth-Taste. Über diese kann man durch Längeres betätigen die Paarung initialisieren und sobald einmal verbunden, jedes Mal automatisch die Wiedergabe via Bluetooth starten. Auf der rechten Seite über dem Power-Knopf ist zudem noch die WLAN-Status-LED. Diese zeigt zum einen an, ob das Gerät mit dem WiFi verbunden ist bzw. wurde und ob Google Cast oder Spotify Connect bereit ist. Zu guter Letzt befinden sich an der linken Seite noch drei Direktwahltasten, welche man mit verschiednen Spotify Playlists belegen kann.

Die Bedienung wird wie bereits eingangs erwähnt durch die zusätzlich beiliegende Fernbedienung etwas erweitert. Neben den Funktionen, welche man auch auf der Oberfläche direkt am Cambridge Yoyo L zur Verfügung hat, kann man hier im Zentrum direkt den Ton stumm schalten, aus vier Klangprofilen (Musik, TV, Film und Stimmen) wählen und den Bass in mehrere Stufen erhöhen oder absenken. 

(Design: 4 von 5 Punkten)

Verarbeitung

Bei der Herstellung der Yoyo Serie setzt Cambridge Audio auf ein besonderes Design. Der Lautsprecher Yoyo L ist an den Seiten rundum, wie bereits erwähnt mit 100 % Kammwolle überzogen. Diese Kammwolle lässt den Klang, von den Lautsprechern ungefiltert durch, wurde jedoch vorbehandelt, damit der Stoff eine abweisende Schicht gegen Schmutz und Wasser besitzt und der Verschleiß minimiert wird. Der besondere Stoff kommt von der weltbekannten Weberei Marton Mills aus Yorkshire. Insgesamt bietet man den Yoyo L in zwei Farben an, einem hellgrauen und dunkelgrauen Modell. Letzteres entspricht hier genau meinem Testmodell. Durch diesen besonderen Stoff hebt sich der Yoyo L und die anderen Geräte der Yoyo-Serie von den vielen anderen Lautsprechern, welche aus reinem Kunststoff gefertigt sind deutlich ab.

Die Sensortasten auf der Oberseite des Yoyo L reagieren sehr genau, jedoch manchmal sogar zu genau. Also ich z.B. die Fernbedienung auf den Yoyo L gelegt habe, hat die Fernbedienung schon die ein oder andere Taste betätigt. 

Die gummierte Soft-Oberfläche des Cambirdge Audio Yoyo L fühlt sich zwar sehr angenehm an, bringt jedoch wie bereits erwähnt einen Nachteil mit sich, denn die Oberfläche lässt sich durch die gummiartige Oberfläche schwerer von Staub, der drauf landet befreien. Ein weiterer kleiner Kritikpunkt ist die beiliegende Fernbedienung. Diese passt zwar auf dem ersten Blick gut zum Design des Cambridge Yoyo L. Doch was hier zwar optisch auch schwarzem gebürsteten Aluminium aussieht, ist in Wirklichkeit alles nur Kunststoff. Des Weiteren muss man die Fernbedienung zur Bedienung auf jeden Fall in die Hand nehmen. Da die Fernbedienung nämlich auf der Unterseite am Batteriefach abgerundet wurde, wippt diese nur umher, wenn diese auf einer ebenen Fläche liegen bedient wird.

(Verarbeitung: 4 von 5 Punkten)

TEIL 2

bestehend aus „Funktion des Produktes“ entspricht 65% der Gesamtwertung

Lautsprecher Anzahlje ein Hochtöner und Tiefmitteltöner an drei Seiten (vorne, links und rechts).
Gesamtausgangsleistungkeine Angabe vom Hersteller
Gehäuse MaterialKunststoff, Oberfläche mit Softtouch versehen, Rundum mit 100 % Kammwolle von der Weberei Marton Mills bezogen
AnschlussmöglichkeitenUSB-Anschluss (Ladeanschluss max. 1A), NFC, WLAN, Bluetooth, HDMI, Toslink, Klinke (3,5mm)
StromversorgungNetzbetrieb
Maße/Gewicht265 x 265 x 125 mm (LxBxH)/ 4,3 KG
Steuerungdirekt am Lautsprecher, Fernbedienung, Chromecastv
Lieferumfang2x AAA Batterie für Fernbedienung
HDMI-Kabel
Toslink-Kabel
3,5 mm Klinke-Kabel
Netzstecker Europa, Britische und amerikanische Ausführung liegt ebenfalls bei.
Anleitungen
Technische Daten des 1more E1026BT-I

Einrichtung & Installation

[appcode appstore id680819774]

[appcode googleplay com.google.android.apps.chromecast.app]

Um den Cambridge Yoyo L einzurichten, ist es anders als ich erst erwartet habe, nicht nötig, eine besondere Cambridge App aus dem Appstore herunterzuladen. Dank integriertem Google Chromecast, erfolgt die Einrichtung nämlich via Google Home App, welche man kostenlos im AppStore (iOS) und Google Play Store (Android) laden kann. Die Einrichtung ist in wenigen Schritten erledigt und eigentlich bei allen Lautsprechern, die via Chromecast eingerichtet werden identisch.

Den Verlauf der Einrichtung beschreib ich euch kurz hier, jedoch könnt ihr dies auch in den nachfolgenden Screenshots betrachten. Direkt nach dem Starten der Google Home App und dem Einschalten das Cambridge Yoyo L sollte dieser nach wenigen Sekunden automatisch angezeigt werden, bzw. sobald man unter Gerät-Einrichten—> Zuhause, auf weiter klickt und kurz wartet, bis die Suche den Yoyo L gefunden hat. Nach dem Hinweis, dass der Yoyo L gefunden wurde, wird die Verbindung hergestellt und man wird kurz gefragt, ob man einen Ton gehört hat. Ist dies der Fall, wird daraufhin im nächsten Schritt gefragt, wo man den Lautsprecher aufgestellt hat und anschließend wird der Cambridge Yoyo L noch mit dem Internet verbunden. Dazu einfach das heimische WLAN-Netz aus der Liste aussuchen, Passwort eingeben und schon ist der Yoyo L einsatzbereit.

(Einrichtung und Installation: 4 von 5 Punkten)

Bedienung

Die Bedienung das Cambridge Audio Yoyo L erfolgt entweder über die Sensortasten an der Softtouch-Oberfläche am Lautsprecher selbst, oder über die mitgelieferte Fernbedienung. Was ich jedoch bei beiden Bedienmöglichkeiten vermisse, ist die fehlende Funktion, einen Track vor- und zurückspringen. Denn diese Funktion sucht man bei beiden Möglichkeiten vergebens. Ein Titel zu überspringen ist daher nur direkt am Smartphone möglich.

Cambridge hat im Yoyo L die Google Chromecast-Schnittstelle integriert. Dies bedeutet, dass man hier ganz einfach Musik aus den Streaming-Anbietern: Spotify, Deezer, TuneIn, Tidal und Google Play Music direkt über der Yoyo L abspielen kann. Hierfür startet man eine der eben erwähnten Apps, die man zum streamen nutzen möchte, und hält darin Ausschau nach dem Chromecast-Logo. Darauf klickt man und sobald man gefragt wird, welcher Lautsprecher Zugriff erhalten soll, wählt man ganz einfach den Yoyo L aus. Schon kann man damit beginnen die Musik wiederzugeben. Dabei ist der entscheidende Vorteil des Google Chromecast, dass man nach dem Einrichten keinen weiteren Kontakt (Verbindung) beider Geräte benötigt, denn ab sofort bezieht der Cambridge Yoyo L die Musik direkt aus dem Internet. Dies hat zur Folge, dass Anrufe oder Hinweistöne während der Musikwiedergabe nicht die Musik unterbrechen. Das Smartphone kann daher völlig normal genutzt werden, was bei einer herkömmlichen Bluetooth Verbindung nicht ganz der Fall wäre.

Nutzer von Spotify kommen zudem in den Vorteil, dass diese die an der Oberfläche des Yoyo L angebrachten Speicherplätze für die Lieblingsplaylist nutzen können. Hier ist jedoch ein premium Nutzerabo erforderlich. Die Einrichtung ist auch hier denkbar einfach: Spielt man eine der aktuellen Lieblingsplaylists bei Spotify auf dem Lautsprecher ab, genügt es, einfach eine der drei Zahlen zu betätigen und für drei Sekunden gedrückt zu halten. Anschließend kann man direkt nach dem Einschalten der Cambridge Yoyo L die Playlist mit dem Betätigen der jeweiligen Taste starte. Hierfür muss das Smartphone nicht zwingend in der Nähe sein, denn auch hier wird die Musik direkt aus dem Netzwerk bezogen. 

Natürlich sind das noch nicht alle Verbindungsmöglichkeiten, schließlich ist der Yoyo L auch mit einem Bluetooth-Modul ausgestattet. Welche ebenfalls schnell eingerichtet ist. Wer es hier noch schneller bevorzugt und ein NFC-fähiges (Nearfield Communication Modul) Smartphone sein eigen nennt, kann das ganze noch etwas schneller und einfacher verbinden. Hierfür genügt es, NFC am Smartphone zu aktiveren und an den gekennzeichneten Punkt (da wo das NFC-Logo ist) zu legen und schon koppeln sich beide Geräte voll automatisch miteinander.

Zu guter Letzt bewirbt Cambridge Audio den Yoyo L auch als Lautsprecher, der an dem Fernseher angeschlossen werden kann. Dies ist durch den verbauten HDMI-Eingang, sowie den Toslink-Eingang möglich. Diese ermöglichen den Yoyo L als Heim-Audio-Lautsprecher zu nutzen. Hierfür kann man den Cambridge Audio Yoyo L entweder via dem beiliegenden HDMI-Kabel an dem beim Fernseher vorhanden HDMI-ARC Anschluss (Audio Return Channel), oder bei älteren Modellen via optischen Audio-Eingang angeschlossen werden. Sollte man noch einen ganz alten Fernseher besitzen, der keinen der eben genannten Anschlüssen besitzt, kann der analoge 3,5 mm Klinke-Anschluss zur Klangübertragung genutzt werden. Somit wäre für jeden Fernseher usw. der passende Anschluss vorhanden.

(Bedienung: 4,5 von 5 Punkten)

Klang

Kommen wir zum eigentlich wichtigsten Bestandteil eines Lautsprechers dem Klang. Schließlich kann ein Lautsprecher noch so gut aussehen und sämtliche Anschlüsse besitzen, doch gerade beim Klang ist er eine wahre Enttäuschung. Ob der Cambridge Audio Yoyo L im Klang überzeugen kann, verrate ich euch unter folgendem Punkt. Doch zuvor schauen wir uns den Aufbau des Yoyo L etwas genauer an.

Insgesamt hat Cambridge Audio den Yoyo L mit sechs Treibern bestückt. Davon befinden sich je zwei Stück an drei Seiten: vorne, links und rechts. An jeder der drei Seiten ist ein Tiefmitteltöner und ein Hochtöner verbaut. Wie groß diese sind, und welche Leistung (RMS) der Yoyo L besitzt, ist leider nicht bekannt, denn dazu macht Cambridge keine weiteren Angaben. Doch nun die Frage, wie klingt das verbaute Treiber-Set-up.

Für ein aussagekräftiges Klangbild habe ich den Cambridge Audio Yoyo L auf einem stabilen Untergrund gestellt und auf der Fernbedienung die Klangeinstellung Musik gewählt. Insgesamt kann ich ganz klar sagen, dass der Grundton des Yoyo L etwas wärmer abgestimmt ist. Dies liegt auch daran, dass sowohl für die Mitten, als auch für die Tiefen, dieselben Treiber zuständig sind. Die Höhen wiederum verstecken sich etwas im Hintergrund und werden von den restlichen Tönen übertrumpft. Dies bedeutet unter anderem auch, dass die Höhen meiner Meinung nach nicht ganz so natürlich wiedergegeben werden. Leider ist es beim Cambridge Audio Yoyo L nicht möglich, via Equalizer Einstellungen am Klang vorzunehmen, sodass man hier z. B. die Höhen erhöht, aber den Rest etwas absenkt. Lediglich der Bass, kann via Fernbedienung erhöht bzw. zurückgenommen werden. Doch gerade dieser ist beim Lautsprecher sowieso schon sehr dominant.

Quelle: Cambridge Audio

Daher ist es auch gut, dass Cambridge den Yoyo L mit den Antirutschgummis versehen hat, dreht man den Yoyo L nämlich etwas höher auf, ist das kräftige Bassfundament klar zu spüren. Mir ist im Test bei hohen Lautstärken jedoch aufgefallen, dass die Treiber aufgrund der Gehäusegröße und dem daraus etwas geringeren Volumen etwas zur Verzerrung neigt. Doch dies ist nur der Fall, wenn man die Lautstärke besonders hochdreht, was man in normalen Raumgrößen sicherlich selten machen wird.

Bei der Bühne war ich leider ebenfalls etwas enttäuscht. Zwar versucht Cambridge hier mit den Treibern, welche an drei Seiten angebracht sind diesem Problem entgegenzuwirken. Doch aufgrund des kompakten Designs, sitzen diese nah beinander bzw. gegenüber und so merkt man ganz klar, dass die Musik aus einem Gerät kommt. Dieses Problem merkt man vor allem bei dem Einsatz am TV. Denn dadurch das die seitlich Treiber mehr zur Seite und nicht nach vorne abstrahlen, klingt das Klangbild nicht breit genug. Ein weiteres Problem beim verwenden mit dem TV ist, dass der Yoyo L um diesen davor zu stellen, etwas zu hoch ist. Dieser würde das Bild im unteren Bereich verdecken. Wer den Fernseher jedoch an der Wand hängen hat, kann den Cambridge Audio Yoyo L problemlos darunter stellen.

(Klang: 3,5 von 5 Punkten)

TEIL 3

bestehend aus „Preis/Leistung“ entspricht 10% der Gesamtwertung

Beschreibung

Bei dem Design oder der Verarbeitung konnte mich der Cambridge Audio Yoyo L sehr überzeugen. Hier erhält man ein klasse Gerät, welches vor allem dank dem 100 % Kammstoff von Marton Mills nicht versteckt werden will. Lediglich die Softtouch-Oberfläche welche sich etwas schwerer vom Staub, der darauf landen befreien lässt, gibt es hier optisch zu bemängeln.  

Dafür bietet Cambridge mit dem Yoyo L ein Streaming Lautsprecher an, der mit zahlreichen Verbindungsmöglichkeiten ausgestattet wurde. So kann man hier dank Google Chromecast nicht nur auf Google Music, sondern auch auf Spotify, Deezer, TuneIn usw. zugreifen. Des Weitern kann man den Lautsprecher via HDMI, Toslink oder Klinke-Kabel, welche Cambridge alle im Lieferumfang mitliefert, an den TV anschließen. 

Preis/Leistung

Cambridge fordert für den Yoyo L einen Preis von 399€ (UVP). Diesen Preis hat der Lautsprecher jedoch aktuelle nach mehren Monaten immer noch.
Der geforderte Preis mag zwar aufgrund der Optik, der Verarbeitung und dem umfangreichen Lieferumfang inkl. Anschlussmöglichkeiten stimmen. Doch gerade im wichtigsten Bereich, dem Klang, schneidet des Cambridge Audio Yoyo L etwas schlechter ab. Dies trifft vor allem auf die Höhen zu, denn hier hätte ich etwas mehr erwartet. Doch leider sind hier die Mitten und Tiefen zu sehr im Vordergrund. Würde es wenigsten eine Equalizer Einstellungen geben, mit der man diesen Kritikpunkt beheben kann, wäre das Ganze gar nicht so schlimm, doch leider fehlt mit dieser. Auch was den Raumklang angeht, gibt es bessere Alternativen. Hier versucht man zwar, mit den seitlichen Treibern für ein breites Klangbild zu sorgen, doch dies gelingt nicht so sehr, wie erwartet.

Cambridge Audio Yoyo L

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testr Gesamtwertung

unter Berücksichtigung aller Teilwertungen

 Wir bedanken uns beim Hersteller für die Bereitstellung des Produktes. Zu unseren Grundsätzen

Huawei P30 Pro

Huawei ist ein chinesischer Smartphone-Hersteller, welcher im Jahr 1987 gegründet wurde. Der Hauptsitz des Unternehmens ist in Shenzhen, China und der Geschäftsführer ist Ren Zhengfei, welcher das Unternehmen auch gründete. Neben Endgeräten wie Smartphones, Tablets und Notebooks bietet Huawei auch Dienstleistungen für Netzwerk-Infrastrukturen und Cloud-Computing-Lösungen an.  

Seit 2012 vermarktet das Unternehmen auch hierzulande (D und AT) seine Smartphones. Die aktuell bekanntesten Smartphones aus dem Hause Huawei sind: die G-Serie, Y-Serie, Nova-Serie, P-Serie und die Mate-Serie. Bei der P-/Mate-Serie handelt es sich um Highend-Smartphones und bei den anderen um Mittelklasse-Smartphones.

In den letzten Tagen habe ich euch bereits das Huawei P30 und P30 lite in einzelnen Testberichten näher vorgestellt. Da es natürlich auch hier wieder ein zusätzliches Pro-Modell gibt, darf dazu natürlich der Testbericht nicht fehlen. Wie das neue Topmodell des chinesischen Unternehmens im Test abschneidet und ob das angebliche Foto-Wunder mit seiner Quad-Kamera überzeugen kann, erfahrt ihr in folgendem Testbericht.

Huawei P30 Pro

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TEIL 1

Bestehend aus „Verpackung/Design/Verarbeitung“ entspricht 25% der Gesamtwertung

Verpackung

Wie bereits die Verpackung des Huawei P30 lite und Huawei P30, kommt auch das Huawei P30 Pro in einer weißen Verpackung daher.

Die Verpackung ist mit wenigen Infos bedruckt. Lediglich auf der Oberseite und den beiden langen seitlichen Flächen ist der Name des Smartphones „Huawei P30 Pro“ in goldener Schrift zu lesen. Zudem prangt auf der Ober- und den Stirnseiten, das bekannte Huawei Firmenlogo. Zudem wird auf der Oberseite noch erwähnt, dass eine Leica Quad-Kamera verbaut ist. Der weiße Aufkleber an der unteren Stirnseite enthält einen kurzen Auszug der technischen Daten zum Produkt. Dabei handelt es sich wie üblich um den Namen des in der Verpackung befindlichen Gerätes, die Modellbezeichnung, die Farbe, sowie den ROM (Flash-Speicher und den RAM (Arbeitsspeicher).

Nach dem Anheben des Deckels kommt direkt das Huawei P30 Pro zu Vorschein. Dieses befindet sich zentriert in einer dünnen Kartonage und damit es vor Kratzern und Staub Geschütz wird, wurde das Display mit einer Folie versehen und das Smartphone befindet sich zudem in einer Schutzfolie. Unter dem dünnen Einleger befindet sich eine weiße Kartonage, an der das SIM-Tool angeheftet ist und sich im Inneren eine Kurzanleitung und das Garantieheft in zahlreichen Sprachen befindet.

Unter der Pappschachtel befindet sich zudem noch weiterer Zubehör. Bei diesem handelt es sich wie üblich um ein USB-C Ladekabel, und ein 40 Watt starkes Netzteil. Als kleines Bonus legt Huawei trotz fehlenden Klinkenanschluss noch In-Ear Ohrhörer mit einer Drei-Tasten-Fernbedienung und USB-Typ-C-Anschluss bei. Daher kann man die Ohrhörer direkt an dem USB-C Anschluss am Smartphone, ganz ohne extra Adapter betreiben. Die Ohrhörer besitzen keine Ohrtips und lassen sich somit nur bedingt dem eigenen Ohrkanal anpassen. Bei den meisten Nutzern dürfte diese zwar dennoch halten, bieten jedoch kaum eine Reduzierung der Umgebungsgeräusche. 

(Verpackung: 3,5 von 5 Punkten)

Design

Das P30 Pro bietet Huawei aktuell in insgesamt vier Farben an. Neben den drei Farben, in denen auch das Huawei P30 erhältlich ist, gibt es noch die neu Farbe Amber Sunrise. Dabei handelt es sich um einen Farbverlauf je nach Lichteinfall von Rot zu Orange. Weiterhin gibt es jedoch wie bereits erwähnt die Farbe „Black“ ein einfarbiges schwarzes hochglänzendes Gerät und Aurora ein blaues Gerät, welches nach oben hinweg in einen helleren Blauton, bis ins türkis übergeht. Zu guter Letzt ist es natürlich auch noch in der Farbe meines Testgeräts erhältlich, und zwar Breathing Crystal, bei dem die Rückseite je nach Lichteinfall ein Violetten und nach oben hinweg in einen hellblauen bis weißen Farbton übergeht. 

Beim Design setzt Huawei zum Teil auf einen ähnlichen Look, wie es bereits beim Mate 20 Pro der Fall war. So sind nämlich auch beim neuen Huawei P30 Pro, die seitlichen Ränder des OLED-Displays abgerundet und auch die Glasrückseite weißt dieselben Wölbung vor. Dadurch liegt das eigentlich von der Display-Diagonale große Gerät relativ kompakt in der Hand. Jedoch bin ich von diesen abgerundeten Displayrändern in Kombination mit den ebenfalls abgerundeten Glasrückseiten kein allzu großer Fan. Meiner Meinung nach leidet nämlich darunter die Griffigkeit, wodurch das Gerät sehr gerne dazu neigt aus der Hand zu gleiten. Daher rate ich auch hier wie so oft, das Smartphone in eine griffigere Schutzhülle zu stecken. Klar geht dadurch unter Umständen das edle Design verloren, doch nichts ist ärgerlicher, als wenn das Smartphone auf den Boden fällt uns das Glas zerbricht.    

Betrachtet man die Vorderseite, fällt gegenüber den beiden anderen P30 Geräten natürlich direkt ein Unterschied auf, nämlich die gerade erwähnte, an den langen Seiten abgerundete Displayränder. Ansonsten sind sich die Geräte allesamt sehr ähnlich, da auch das Huawei P30 Pro mit einer Tropfen-Notch, in welcher die Kamera versteckt verstaut wurde und es besitzt einen knapp 4 mm hohen Rand unter dem Display (Kinn) und 2 mm umlaufend um das Display.

Der Gehäuserahmen aus Aluminium fällt aufgrund der Abrundungen der Vorder- und Rückseite mit knapp 2 mm sehr schmal aus. An der Oberen- und Untere-Stirnseite ist dieser jedoch so breit wie das Smartphone, abgeflacht und mit einer Fase versehen. Dadurch, dass der Rahmen an den langen Seiten so schmal gestaltet wurde, finde hier lediglich der Einschaltknopf und die Lautstärkewippe an der rechten Seite ihren Platz. An der Oberseite des Huawei P30 Pro gibt es ebenso wenig zu entdecken. Hier befinden sich zwischen den beiden Aussparungen für die Antennen, ein Mikrofon, welches bei Video-Aufnahmen genutzt wird und ein kleiner Infrarot-Sensor, welchen man bereits von dem Huawei Mate 20 Pro kennt. Dieser dient dazu, das Smartphone z. B. als Fernbedienung für den Fernseher usw. nutzen zu können. 

An der Unterseite findet man zwischen zwei weiteren Aussparungen für die Antennen den USB-Typ-C Ladenschluss. Rechts daneben ist unter den fünf Löchern der Mono-Lautsprecher versteckt und links daneben das Mikrofon, welches für Telefonate genutzt wird. Zu guter Letzt ist direkt neben dem Mikrofon der SIM-Karten Slot untergebracht. In den Sim-Karten Slot können entweder zwei Nano-SIM Karten oder eine Nano-SIM und eine NM-card eingesetzt werden. Fall jemand von euch die NM-card nicht kennt, dies ist eine spezielle Speicherkarte, die Huawei zusammen mit der Mate 20-Serie vorgestellt hat. Diese ist so groß wie eine Nano-SIM-Karte und ist somit nicht nur kleiner als eine herkömmliche Micro-SD-Speicherkarte, sondern die Kontakte befinden sich komplett auf der Rückseite wie bei einer Sim-Karte. Unterstütz, wird hier maximal eine NM-card bis 256 GB, aktuell kosten 128GB knapp 49,00€.

Betrachtet man sich die Bilder der Vorderseite des Huawei P30 Pro, fragt sich sicherlich der ein oder andere unter euch, wo Huawei hier die Hörmuschel versteckt hat. Dies kann man ganz einfach beantworten, es gibt keine Hörmuschel und somit auch keinen Lautsprecher-Membran. Damit man jedoch mit dem Smartphone telefonieren, bzw. den Gesprächspartner verstehen kann, setzt Huawei auf die sogenannte Huawei Akustik-Display-Technologie. Dabei wird der obere Teil des OLED-Displays zum Lautsprecher gemacht. Was ganz einfach über ein Modul auf der Innenseite des Displays gelingt. Das Display wird dabei zum Schwingen und somit zur Klangübertragung gebracht. Das ganze kennt der ein oder andere auch von den Sony OLED-Fernseher, denn diese besitzen ebenfalls soggenante Aktuatoren, welche das Bild bzw. das Display zum vibrieren bringen, um den Klang zu übertragen.Die Huawei Technologie funktioniert hier sehr gut, ohne dass man sagen könnte, dass diese schlechter oder besser als ein herkömmliche Hörmuschel klingen. Das Vibrieren des Schalls merkt man übrigens nicht und wird nur beim Telefonieren genutzt. Bei der Musikwiedergabe und Youtube Videos ansehen, wird lediglich der Mono-Lautsprecher an der Unterseite genutzt. Der Klang des Mono-Lautsprechers ist meiner Meinung nach deutlich besser als beim Huawei Mate 20 Pro, aber immer noch nicht so gut, wie ein Stereo-Paar von anderen Geräten.

Das Huawei P30 Pro hat eine sehr längliche Form, und ist somit noch einmal deutlich kompakter als z. B. die P20-Serie und das Mate 20 Pro. Man kann zwar von einem Smartphone mit einem Display von über 6 Zoll nicht mehr wirklich von kompakt reden, doch dennoch wollen viele solch ein großes Display. Mit einem 6,47 Zoll große Display ist das Huawei P30 Pro deutlich größer als das, vom Vorgängermodell dem Huawei P20 Pro und dem Mate 20 Pro. Dennoch ist es kaum größer und hat folgende Abmessungen: 158 x 73,4 x 8,41 mm (L x B x T) bei einem Gewicht von knapp 192 Gramm.

Zwar fehlt auch dem Huawei P30 Pro eine Benachrichtigung-LED, welche sicherlich einige von euch vermissen werden. Doch dafür hat man via Update die Anzeige auf dem Always On Display erweitert. So können hier, sofern ihr dies unter Einstellungen -> Startbildschirm & Hintergrund -> Anzeige stets aktiv einschaltet, neben Uhrzeit, dem Datum und Akku-Stand auch Benachrichtigungen sämtlicher Drittanbieter angezeigt werden. Dies finde ich persönlich deutlich besser als eine ständig blinkende LED. Der Annäherungs- und Helligkeitssensor befindet sich wie bereits beim P30 lite und P30 an der Oberseite, im schmalen Rand oben rechts. 

Neben der Front-Kamera in der Tropfen-Notch vorne, befinden sich beim Huawei P30 Pro eine Quad-Kamera von dem Kamera-Unternehmen Leica an der Rückseite. Dieses Modul befindet sich wie bei allen anderen Smartphones der neuen P30-Serie an der linken oberen Ecke. Dieses längliche Kamera-Plateau, in welchem sich eine Tripple-Kamera befindet, steht wie bei aktuell fast allen Herstellen knapp 2 mm hervor. Das vierte Objektiv befindet sich separat neben dem hervorstehenden Kamera-Plateau und schließt ebenso, wie der Dual-Tone LED-Blitz darüber, bündig mit der Glasrückseite ab. Unterhalb des Blitzes ist noch der (Laserfokus, Phasenfokus, Kontrastfokus und das von Huawei immer genutzte Branding zu sehen.

(Design: 4,5 von 5 Punkten)

Verarbeitung

An der Verarbeitung des Huawei P30 Pro gibt es nichts zu beanstanden. Die Übergänge zwischen dem Aluminiumrahmen und den beiden Glasseiten geht nahtlos über und somit könnte man vom Tasten fast meinen, dass es aus einem Stück bestehen würde. Der Aluminiumrahmen trägt zudem neben den beiden stabilen Glasseiten bei, dass das Huawei P30 Pro absolut steif ist und sich somit selbst mit etwas höheren Kraftaufwand mit der Hand nicht verbiegen lässt.

Des Weiteren ist das Huawei P30 Pro das einzige Smartphone der neuen P30-Serie, welches nach IP68 vollständig gegen Staub und gegen längeres Untertauchen ins Wasser geschützt ist. Doch hier betont Huawei, dass dieser Schutz nicht dauerhaft ist, da Gummidichtungen nun mal altern und somit spröder werden können. Das finde ich persönlich gut, dass man das extra erwähnt. Schließlich sollte man dies unbedingt beachten, weil es bei jedem Gerät, welches angegeben wird, gegen Staub und Wasser geschützt zu sein, der Fall ist, auch wenn es einzelnen Hersteller vielleicht nicht erwähnen. 

Leider hat man auch beim Pro Modell des Huawei P30 auf ein Stereo-Lautsprecher-Paar verzichtet. Der Klang den Mono-Speaker an der Unterseite ist zwar meiner Meinung nach klanglich noch einmal deutlich besser als der des Huawei Mate 20 Pro. Doch dennoch hört er sich gegen einen Stereo-Lautsprecher immer noch etwas schlechter an.

(Verarbeitung: 4,5 von 5 Punkten)

TEIL 2

bestehend aus „Funktion des Produktes“ entspricht 65% der Gesamtwertung

Display6,47 Zoll OLED-Panel (19,5:9 Format) Auflösung 2.340x 1.080 Pixel (FHD+), Pixeldichte beträgt 398 ppi
CPU/GPUHUAWEI Kirin 980 2 x Cortex-A76 mit 2,6 GHz + 2 x Cortex-A76 mit 1,92 GHz + 4 x Cortex-A55 mit 1,8 GHz / Mali G76
RAM8 GB RAM (in Österreich gibt es zudem eine 6 GB Variante)
Speicher256 GB (zudem gibt es jedoch in D/AT, eine 128 GB Variante
BetriebssystemAndroid 9 „Pie“
Haupt-KameraQuad-Kamera von Leica:40 MP (Weitwinkelobjektiv, Blende f/1.6, OIS) + 20 MP (Ultraweitwinkelobjektiv, Blende f/2.2) + 8 MP (Teleobjektiv, Blende f/3.4, OIS) Die Time-of-Flight(TOF)-Kamera von HUAWEI unterstützt sowohl den Autofokus (Laserfokus, Phasenfokus, Kontrastfokus) als auch AIS (AI Image Stabilization), den Bildstabilisator mit künstlicher Intelligenz von HUAWEI.
Front-Kamera32 MP f/2.0 Blende; Digital-Zooom
AnschlüsseUSB-Typ-C Anschluss
Akku3.200 mAh mit Schnellladefunktion, nicht austauschbar
KonnektivitätWi-Fi 802.11 a/b/g/n/ac, 2,4 und 5 GHz, Mobilfunknetz bis 4G, Bluetooth 5.0 (BLE, SBC, AAC, aptX, aptX HD, LDAC HD und HWA Audio, NFC, GPS, A-GPS, GLONASS, BeiDou, USB-TYP-C Generation 3.1.
Abmessungen (LxBxH)158 mm x 73,4 mm x 8,41 mm
Gewicht192 Gramm
LieferumfangHUAWEI P30 Pro
Schnellstart-Anleitung
Ladegerät 40 Watt
Kopfhörer (In-Ear) mit USB-Typ-C-Anschluss
SIM-Werkzeug
USB-Typ C Ladekabel
Technische Daten des Huawei P30 Pro

Performance

Im Inneren des Huawei P30 Pro werkelt der aktuellen Octa-Core-Chip Kirin 980, wie er im Huawei P30 und Mate 20 Pro verbaut wurde. Auch wenn inzwischen vielen bekannt sein dürfte, dass Huawei bei der P-Serie die meisten Neuerungen, im Design und der Kamera vornimmt, muss sich die Serie definitiv nicht vor der Mate-Serie verstecken. So wird der CPU zusätzlich von stolzen 8 GB RAM unterstützt.

Beim Kirin 980 CPU, handelt es sich um einen 64-Bit CPU, der mit 8-Kernen bestückt ist. Davon sind die einzelnen Rechenkerne in unterschiedliche Leistungen unterteilt. Somit takten die zwei stärksten mit maximal 2,6 GHz (Cortex A76), zwei weitere mit 1,92 GHz und die anderen vier mit bis zu 1,8 GHz (Cortex A55). Wie üblich ist im Prozessor auch der GPU Mali G76 integriert, welcher mit bis zu 720 MHz taktet.

Zwar ist das Huawei P30 Pro aktuell leistungstechnisch nicht das beste Smartphone auf dem Markt, doch die Software auf dem P30 Pro läuft sehr stabil und ohne Verzögerung. Des Weitern laufen auch anspruchsvollen Games mit den höchsten Grafikeinstellungen ohne Ruckeln und Aussetzern.   

In den Benchmarktest schneidet das Huawei P30 Pro gegenüber dem Mate 20 Pro noch einmal etwas besser ab, da Huawei hier unter anderem den RAM-Speicher um 2 GB erhöht hat. Bei dem Wert habe ich wie üblich den Test bis zu 4-mal durchlaufen lassen und den Mittelwert per Screenshot festgehalten. Zudem habe ich dies im normalen Standard-Modus gemessen und nicht in dem speziellen Leistungsmodus, denn in der Regel, werden die meisten unter euch nicht immer den Leistungsmodus extra für anspruchsvollere Anwendungen aktiveren. Schließlich verschlechtert diese die Akkulaufzeit um einige Stunden. 

Das Huawei P30 Pro erreichte bei den Tests folgende Werte: Bei Antutu konnte es im Test 311.675 erreichen und bei Geekbench 4 kam es beim Single-Core Test auf 3345 und beim Multi-Core Test auf 9944 Punkte.

In Deutschland gibt es lediglich aktuell zwei Modelle, beide mit 8 GB RAM, jedoch einmal mit 128 GB und eines mit 256 GB Flash-Speicher. In Österreich wiederum sind es drei Modelle, denn hier wird jeweils ein 128 GB Modell mit 6 GB und eines mit 8 GB RAM angeboten und eines wie mein Testgerät mit 8 GB RAM und 256 GB ROM Flash-Speicher. Die zusätzliche 512 GB Variante wird jedoch sowohl in Deutschland als auch Österreich aktuell nicht angeboten. 

Mit beiden Modell-Varianten, egal ob 128 oder 256 GB hat man aufjeden Fall genug Speicher für sehr viele Apps, Bilder und Videos. Laut AndroBench erreicht das Huawei P30 Pro direkt nach dem Neustart beim Lesen von Daten vom integrierten Speicher 910 MByts/s und beim Schreiben sind es 230 MByte/s. Sollten einem jedoch der fest integrierte Speicher nicht ausreichen, kann man in den SIM-Karten-Slot zusätzlich zur Nano-SIM-Karte eine Nano-Memory-Card um bis zu 256 GB einlegen und somit den Speicher problemlos erweitern. Der Speicher ist hier jedoch aktuell etwas teurer. So wird z. B. für ein 128 NM-Card aktuell Preise ab 47,90€ verlangt. Abzüglich des Betriebssystems und den bereits vorinstallierten Apps bleiben von den 256 GB knapp 240 GB frei zur Verfügung.

(Performance: 4,5 von 5 Punkten)

Display

Die Noch in Tropfen-Form fällt deutlich kleiner aus, als es noch beim Mate 20 Pro der Fall war. Hier hat Huawei jedoch auch nur noch die mit 32-MP auflösenden Frontkamera untergebracht. Somit hat man sich hier bewusst aufgrund des großen Displays, gegen die vom Huawei Mate 20 Pro verwendete 3D-Gesichtserkennung entschieden. Daher ist zwar weiterhin das Entsperren via Gesicht möglich, jedoch ist dies bei Weitem nicht mehr so sicher, wie z. B. mit dem Fingerabdruck. Diesen Sensor hat das Unternehmen jedoch nicht an der Rück- oder Unterseite integriert, sondern wie bereits beim P30 Pro, direkt in das Display. 

Das OLED-Panel besitzt eine Bildschirmdiagonale von 6,47 Zoll und ist, daher deutlich gegenüber dem, des P20 Pro (6,1 Zoll) gewachsen. Die Maße des Smartphones haben sich jedoch nur um wenige Millimeter verändert. Das Huawei P30 Pro ist daher lediglich 3 mm höher, 0,61 mm dicker, aber 0,5 mm schmaler geworden. Das schlanke Seitenverhältnis von 19,5:9 sorgt dafür, dass das 6,47 Zoll große Smartphone dank dem Gewicht von knapp 192 g sehr gut in der Hand liegt. Der Screen to Body Ratio Wert liegt bei einem hohen Wert von über 88 %.

Die Auflösung des Displays ist ein Punkt, bei dem die Meinungen auseinandergehen. Schließlich löste es nicht wie das Mate 20 Pro mit einer WQHD+ Auflösung (3.120 x 1.440 Pixeln) auf, sondern „lediglich“ mit Full-HD+ (2.340 x 1.080). Hier meinen einige, dass diese Auflösung zu gering sei, doch seien wir mal ehrlich, beim Huawei P30 Pro ist ein 6,47 Zoll Display verbaut, welches insgesamt mit 2.527.200 Bildpunkte daher kommt. Klar liegt die Pixeldichte somit unter 400 ppi (398 ppi), doch seien wir mal ehrlich, das ist doch eigentlich für den Großteil unter uns absolut ausreichend.

Klar könnte jetzt jemand meinen, für ein so teures Smartphone möchte ich aber ein hochauflösenderes Display haben, doch meiner Meinung nach ist die FHD+ Auflösung absolut ausreichend. Man würde zudem nur beim direkten Vergleich mit einem anderen Gerät, welches ebenfalls ein OLED-Panel besitzt, aber höher auflöst, einen Unterschied erkennen. Zudem konnte ich persönlich beim Test des Mate 20 Pro keinen Unterschied feststellen, als ich von der Standard-Auflösung in Full-HD+ auf die WQHD+ Auflösung gewechselt habe. Daher ist die Full-HD-Auflösung meiner Meinung nach völlig ausreichend, zumal die höhere Auflösung sich bei dem 6,47 Zoll großen OLED-Panel sowieso negativ auf die Akkulaufzeit ausgewirkt hätte. 

Das OLED-Display, welches Huawei im P30 Pro verbaut hat, ist im direkten Vergleich bei aktiviertem Umgebungslichtsensor etwas heller als das, vom Huawei P30. So erreicht es eine durchschnittliche Helligkeit von 600 Candela pro Quadratmeter. Wird die Helligkeit manuell geregelt, also der Helligkeitssensor deaktiviert, dann fällt die Helligkeit etwa geringer aus. Das OLED-Display des neuen Huawei P30 Pro ist übrigens etwas heller als das vom P20 Pro.

Die maximale Helligkeit reicht somit problemlos aus, um die Inhalte, welche auf dem Display dargestellt werden auch an einem sonnigen Tag im Freien gut abzulesen zu können. Bei sehr schrägem Betrachtungswinkel fallen jedoch schnell Spiegelungen von den Objekten in der Umgebung auf, welche die Ablesbarkeit je nach Einfallswinkel etwas erschweren können.

Für ein OLED-Bildschirm typisch, besitzt dieses ein perfektes Kontrastverhältnis (quasi unendlich) und ein ebenso von den IPS-LCD-Displays unerreichbaren Schwarzwert. Dadurch werden die unterschiedlichen Farben sehr gut voneinander abgehoben und durch die einzeln abgeschalteten Pixel, erreicht man einen perfekten Schwarzton. Die Farben sind dabei sehr farbtreu und wirken durch den hohen Kontrast sehr kräftig und blühend.

Die Blickwinkelstabilität des OLED-Displays im Huawei P30 Pro ist ebenfalls sehr gut. Aus sämtlichen Richtungen betrachtet ist der Inhalt, der auf dem Display dargestellt wird gut lesbar. Lediglich bei einem sehr flachen Betrachtungswinkel konnte ich einen minimalen blauen Effekt feststellen. Ich persönlich bin weniger ein Fan der abgerundeten Displayränder. Dadurch leidet nämlich nicht nur die Griffigkeit des Gerätes, sondern auch beim seitlichen Betrachten ist der Inhalt am Rand, durch einen schwarzen Schatten etwas schwieriger ablesbar. Zudem stört mich dieser bei der Bedienung, denn oft wollte ich z. B. ins Bild zoomen und wunderte mich, warum das Smartphone nicht reagiert, bis ich kurz darauf feststellte, dass durch das quer halten mehrere meiner Finger automatisch auf dem Display landeten.Dadurch kam es bei mir öfters auch beim Videos ansehen zu fehl eingaben usw.   

(Display: 4,5 von 5 Punkten)

Akku

Bei der Akkulaufzeit kann das Huawei P30 Pro absolut überzeugen. Dem Smartphone steht zur Stromversorgung ein 4.200 mAh Akku zur Verfügung. 

Im Alltagstest zeigt sich auch hier wieder wie bereit beim Huawei P30, dass es für die Akkulaufzeit unter anderem sinnvoll war, die Auflösung geringer zu halten. Bei weniger Nutzung dürfte der Akku bei einigen problemlos bis zu zwei Tage durchhalten. Wer öfters auf das Smartphone schaut, Nachrichte versendet und darüber Musik hört, sollte locker einen Tag bzw. sogar eineinhalb Tage mit einer vollen Akkuladung aushalten.  

Das Huawei P30 Pro ist das einzige Gerät der neuen P-Serie, bei der nicht nur das Wireless Charging (max. 15 Watt), sondern auch Reverse Wireless Charging (bekannt vom Mate 20 Pro) unterstützt wird. Somit kann man das Smartphone nicht nur per Qi-Ladestation komplett ohne Kabel aufladen (dauert jedoch länger als via Kabel) sondern man kann auch ein anderes Smartphone, welches kabelloses Laden unterstützt mit Strom versorgen. Jedoch sollte man auch hier beachten, dass das andere Gerät lediglich mit bis zu 2,5 Watt geladen wird und somit das Aufladen nur sehr langsam stattfindet. 

Sobald der Akku des Huawei P30 Pro leer sein sollte, kann dieser nicht nur via Qi-Ladestation aufgeladen werden, sondern auch deutlich schneller via Ladekabel. Dank dem in der Verpackung beiliegenden 40 Netzteil und dem USB-Typ-C Ladekabel, ist der Akku rasend schnell, aufgeladen. In nicht einmal einer Stunde ist es nämlich schon so weit und der Akku ist wieder von 0 % auf 100 % aufgeladen. Nach bereits einer halben Stunde sind es dank Schnellladefunktion knapp 71 %.

(Akku: 4,5 von 5 Punkten)

Kamera

Die neue Leica Quad-Kamera auf der Rückseite setzt sich aus insgesamt vier Linsen zusammen. Die Hauptkamera mit 40 Megapixeln (Brennweite 27 mm, f1.6 Blende, einem 1/1,7“ Sensor, RYYG-Filter, sowie OIS und max. ISO 409.600) OIS= optischer Bildstabilisator. Einer 20 Megapixel Ultra-Weitwinkel-Linse mit einer 16 mm Brennweite und einer Blende von f2.2 (inkl. Makrofunktion). Des Weitern gibt es noch ein 8 Megapixel Teleobjektiv mit einer 125 mm Brennweite f3.4 (Unterstützt zudem einen fünffach optischen Zoom und zehnfacher Hybrid-Zoom, sowie maximal 50x-Digital-Zoom) und ist ebenfalls mit einem OIS ausgestattet. Zu guter Letzt findet man als vierte Linse noch die ToF-Kamera: Ein Sensor zur genauen Tiefenmessung, welcher unter anderem den Bokeh-Effekt deutlich verbessert und die Genauigkeit von Augmented Reality-Inhalten.

Durch diese große Anzahl an verschiednen Brennweiten, sowie optischen-, Hybrid- und Digitalen-Zooms bietet das Huawei P30 Pro einen bisher unglaublich hohen Brennweitenbereich und somit gehört die Kamera des Smartphones aktuell zu der flexibelsten auf den Markt.

Doch neben der Vielzahl an verschiednen Linse, besitzt das Huawei P30 Pro eine weitere Besonderheit, welche auch im normalen P30 zum Einsatz kommt. Damit meine ich den hervorragenden Low-Light-Sektor, bei dem das Huawei P30 Pro hervorragend abschneidet. Dies gelingt durch den soggenanten Super-Spectrum-Sensor, bei dem es sich im eigentlichen Sinne um einen typischen Bildsensor handelt. Doch damit die Lichtempfindlichkeit direkt im Sensor erhöht wird, tauscht Huawei bzw. Leica den in anderen Kameras verbauten RGB-Sensor (Red, Green, Blue) gegen einen RYB-Sensor (RED, Yellow, Blue) um. Damit soll der Sensor bis 40 % mehr Licht einfangen, was vor allem ein großer Vorteil bei Aufnahmen ist, bei den wenig Licht vorhanden ist.

Die Lowlight-Fähigkeit des Huawei P30 Pro ist etwas, was ich bisher von noch keinem anderen Smartphone kenne. Selbst wenn es abends nur eine schwache Beleuchtung einer Straßenlaterne gibt, ist die Ausleuchtung des Bildes deutlich heller, als wie man dieses mit dem menschlichen Auge erkennt. Dabei können die Bilder im Nachtmodus nicht nur mir einer guten Helligkeit, sondern auch mit einem verhältnismäßig guten Kontrast und Detailreichtum überraschen. Hier haben andere Hersteller aktuell im Direktvergleich bei selben Bedienungen absolut das nachsehen. Für die Nachtaufnahme ist es jedoch erforderlich, dass man das Smartphone für ein gutes Ergebnis 5 Sekunden möglichst ruhig hält, was eigentlich ganz gut in meinen Test funktioniert hat.

Die Hauptkamera welche mit einem Bildstabilisator ausgestattet ist, kann bei meinen Testaufnahme mit einer sehr guten Dynamik und Detailreichtum überzeugen. Aktiviert man zudem die von Huawei inzwischen bekannte „AI-Funktion“ erkennt die Kamera automatisch das Motiv, wie z.B. Blauer Himmel, Makroaufnahme, Weitwinkel usw. wechselt dabei teilweise automatisch die Kameralinse und passt die Einstellungen soweit an, sodass man beim Auslösen der Kamera ein Bild erhält, welches ein sehr gutes Ergebnis zeigt. Hier passt die Software automatisch die Farben usw. an, sodass Bilder mit ihren kräftigen Farben überzeugen können. Nachteil ist hier zwar, dass beim aktivieren der „AI“ die Bilder nicht mehr in 40 MP, sondern in „nur“ 10 MP aufgenommen werden. Jedoch muss ich hier das „nur“ betonen, denn dies reicht völlig aus und die Ergebnisse der Bilder mit 10 MP können mich persönlich absolut überzeugen.

Unterhalb der Hauptkamera, bei der es sich um die mittlere Kameralinse im Plateau handelt, befindet sich eine weitere raffinierte Besonderheit: die Periskop-Kamera (Teleskop-Kamera). Mit dieser Kameralinse gelingt es Huawei trotz dem kompakten Smartphone-Gehäuse, eine große optische Zoomfunktion (5-fach optischen Zoom, 10-fach Hybrid-Zoom und bis zu 50-fach Digital-Zoom) zu integrieren, ohne das die Bildqualität darunter leidet. Doch wie gelingt dem Unternehmen dies? Das Licht (Motiv) vor dem Smartphone trifft auf ein Prisma, welches dieses in einem 90-Grad-Winkel zu dem Bildsensor weiterleitet (reflektiert). Zwischen der 90-Grad Strecke befinden sich zudem noch die fünf Tele-Linsen, durch welche der Tele-Zoom ermöglicht wird und somit das Motiv sehr groß vergrößert wird.

Die Blende des Teleobjektivs liegt bei f/3.4, was sich jetzt zwar nicht so gut anhört, doch keine Angst, bei einer Tele-Linse mit solch einem Zoom, ist das noch in einem ganz guten Bereich. Da es bei solch einer hohen Vergrößerung (Zoom) schwierig wird, Verwackler zu vermeiden, hat Huawei nicht nur einen elektronischen (AIS), sondern auch einen optischen Stabilisator (OIS) verbaut. Die Aufnahmen der Tele-Linse sehen sowohl bei fünffacher, als auch zehnfacher Vergrößerung sehr gut aus und können mit einer guten Schärfe überzeugen. Bei der 50-fachen Vergrößerung bzw. alles, was über den 10-fachen Hybrid-Zoom geht, ist weniger verwendbar. Schließlich wird hier ein Digitalzoom genutzt, bei dem man mit einem Verlust der Bildqualität leben muss. Hier nimmt daher das Rauschen usw. deutlich zu.

Direkt über der Hauptkamera ist die mit 20 MP auflösende Weitwinkel-Kamera platziert. Damit können Fotos mit einem großen Weitwinkel aufgenommen werden, was z.B, in Innenräumen, aber auch bei Gebäudefotografie von Vorteil sein kann. Zudem wird diese Linse auch bei Makro-Aufnahmen genutzt, da diese eine Naheinstellgrenze von gerade einmal 2,5 cm besitzt. Daher kann man bei Blumen und allen weiteren Motiven extrem nah heran und die Kamera stellt immer noch automatisch das Bild scharf.

Die vierte Kamera-Linse (ToF-Sensor) befindet sich rechts neben dem Kamera-Plateau. Dieser Sensor leuchtet einen nicht sichtbaren Lichtimpuls aus, und berechnet anschließend automatisch die Zeit, welche das Licht benötigt, um wieder zurück zum Sensor zu gelangen. Dabei misst dieser Sensor in einigen Millisekunden die Entfernung zu sämtlichen Objekten im Erfassungsbereich des Sensors, was zum einen für einen sehr guten Bokeh im Porträtmodus sorgt, für Augmented Reality (AR) genutzt werden kann und auch zum Vermessen von Objekten. In folgender Bildergalerie könnt ihr euch selbst von der Quad-Kamera des Huawei P30 Pro überzeugen. In meinen Testbildern zeigt sich jedoch schon, dass das Smartphone aktuell nicht umsonst auf dem 1. Platz im DXOMARK Mobile Test befindet. Schließlich ist die Kamera nicht nur absolut vielseitig verwendbar, sondern kann dabei auch von der Qualität der Bilder absolut überzeugen.

(Kamera: 5 von 5 Punkten)

 Software

Aktuell ist auf allen neuen Huawei Geräten das Google-Betriebssystem Android 9 Pie vorinstalliert. Darüber legt das Unternehmen wie üblich die Benutzeroberfläche, EMUI. In diesem Fall mit dem neusten Update vor wenigen Tagen in der Version 9.1.0. Mit dem Update im Juni hat man nicht nur die Fotoqualität verbessert (Farben sind etwas natürlicher), sondern hat auch gleich den Sicherheitspatch vom Mai 2019 installiert. Daher ist hier soweit alles auf dem neusten Stand.

Die EMUI Oberfläche orientiert sich sehr an der Oberfläche des reinen Android 9 Pie. Im Hauptbildschirm erkennt man zwar keinen allzu großen Unterschied zu den ganzen anderen Android-Smartphones, doch geht man in das Einstellungsmenü, dann kommt hier eine gute Strukturierung in die einzelnen Untermenüs zum Vorschein. Diese gefällt mir ganz gut und erinnert mich wie ich bereits in den Mate 20 Testberichten erwähnt habe etwas an iOS. Dank den gut beschriebenen Beschriftungen unter den einzelnen Menüpunkten, findet man in der Regel selbst als Neuling schell das, was man sucht. Sollte man jedoch eine Funktion nicht auf anhieb finden, kann man diese ganz einfach in der Suchfunktion ganz oben eingeben.

Dank dem 8 GB RAM Arbeitsspeicher läuft das System absolut flüssig, ohne ruckeln. Mein Hauptkritikpunkt bei der Software des Huawei P30 Pro ist, das selbst Problem wie es bereits beim P30 lite und dem normalen P30 der Fall ist. Auch hier sind beim Huawei P30 Pro sehr viel Apps von dem Funktionsumfang doppelt vorinstalliert. Es gibt nämlich neben dem Web Browser Google Chrom, auch noch den eigenen Huawei Web Browser. Aber auch die Möglichkeit, um Bilder und Fotos anzusehen, kann über dreierlei Apps erfolgen. Entweder über Galerie, Google Fotos und Video. Weiter geht es bei E-Mails, den hier gibt es neben der E-mail App, noch Gmail. Die doppelten Apps kommen daher zustande, dass Huawei neben den eigenen Apps auch noch die von Google installiert bzw. muss, da diese das System zur Verfügung stellen. Die Bloatware von Huawei (Apps die nicht gelöscht werden können) halten sich im Großen und Ganzen in Grenzen. Die vorinstallierten Apps wie z.B. booking.com und Facebook lassen sich bei Bedarf problemlos deinstallieren. Andere Apps wiederum lassen sich zum Teil nur ausblenden.

(Software: 4,5 von 5 Punkten)

TEIL 3

bestehend aus „Preis/Leistung“ entspricht 10% der Gesamtwertung

Beschreibung

Das neue Huawei P30 Pro beschreibt das Unternehmen selbst als „Das Fotowunder“. Hier steht auch wie typisch für die P-Serie (P steht hier für Photo) die Kamera im Mittelpunkt. Mit der Leica Quad-Kamera ist Huawei beim P30 Pro eine absolut überzeugendes Kamera-Setup gelungen. Nicht umsonst wirbt Huawei auch auf der Produktseite des Huawei P30 Pro zu 70 % fast nur mit deren tollen Funktionen und Eigenschaften. 

Zudem bekommt man hier ein gutes ein OLED-Display geboten, welches mit der Auflösung in FHD+ vollkommen ausreichend ist. Des Weitern ist es nach IP68 gegen Staub und Wasser gut geschützt und somit für jedes Abenteuer (bis auf das Herunterfallen auf den Boden) bestens geschützt.

Preis/Leistung

Huawei P30 Pro

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testr Gesamtwertung

unter Berücksichtigung aller Teilwertungen

 Wir bedanken uns beim Hersteller für die Bereitstellung des Produktes. Zu unseren Grundsätzen

Huawei P30

Huawei ist ein chinesischer Smartphone-Hersteller, welcher im Jahr 1987 gegründet wurde. Der Hauptsitz des Unternehmens ist in Shenzhen, China und der Geschäftsführer ist Ren Zhengfei, welcher das Unternehmen auch gründete. Neben Endgeräten wie Smartphones, Tablets und Notebooks bietet Huawei auch Dienstleistungen für Netzwerk-Infrastrukturen und Cloud-Computing-Lösungen an.  

Seit 2012 vermarktet das Unternehmen auch hierzulande (D und AT) seine Smartphones. Die aktuell bekanntesten Smartphones aus dem Hause Huawei sind: die G-Serie, Y-Serie, Nova-Serie, P-Serie und die Mate-Serie. Bei der P-/Mate-Serie handelt es sich um Highend-Smartphones und bei den anderen um Mittelklasse-Smartphones.

Vor wenigen Tagen habe ich euch bereits mit dem Huawei P30 lite das günstigste Gerät der neuen P30-Serie vorgestellt. Nun möchte ich euch ein weiteres Gerät vorstellen, nämlich das Huawei P30, welches mit einer noch besser bestückten Leica-Triple-Kamera ausgestattet ist und nach IP53 geschützt ist. Wie sich das Huawei P30 im Test geschlagen hat, erfahrt ihr in folgendem Testbericht.

Huawei P30

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TEIL 1

Bestehend aus „Verpackung/Design/Verarbeitung“ entspricht 25% der Gesamtwertung

Verpackung

Die Verpackungen der neuen Huawei P30-Geräten ähnelt sich bis auf deren Größe und der Beschriftung kaum voneinander. Somit kommt auch das Huawei P30 in einer weißen Verpackung daher, welche lediglich etwas breiter und länger ist. Ebenso steht an der Oberseite und den beiden langen Seiten, wie gewohnt in goldener Schrift der Name des Smartphones und das Huawei-Logo ist hier ebenfalls zu sehen. Der weiße Aufkleber an der unteren Stirnseite enthält einen kurzen Auszug der technischen Daten zum Produkt. Dabei handelt es sich wie üblich um den Namen des in der Verpackung befindlichen Gerätes, die Modellbezeichnung, die Farbe, sowie den ROM (Flash-Speicher und den RAM (Arbeitsspeicher). Auf der Vorderseite prangt im unteren Bereich zudem noch der Hinweis, dass das Huawei P30 mit einer Leica Triple-Kamera ausgestattet wurde.

Direkt nach dem Anheben des Deckels kann man das neue Huawei P30 erblicken. Dieses befindet sich wie üblich in einer Schutzfolie und zudem ist das Display ebenfalls mit einer dünnen Display-Schutzfolie versehen. Unter dem dünnen Einleger befindet sich eine weiße Kartonage, an der das SIM-Tool angeheftet ist und sich im Inneren eine Kurzanleitung in zahlreichen Sprachen und das Garantieheft befindet.

Unter der Pappschachtel befindet sich zudem noch weiterer Zubehör. Bei diesem handelt es sich um ein USB-C Ladekabel, ein 22,5 Watt Netzteil und einem In-Ear-Ohrhörer mit Fernbedienung und Klinken-Anschluss. Bei den Ohrhörer handelt es sich zwar um eine etwas besser Ausführung, als beim P30 lite, doch dennoch sind diese nichts besonderes. So sind nämlich wie bei Apple keine Ohrtips dabei, von daher isolieren die Ohrhörer weniger und halten nicht bei jedem Ohrkanal.

(Verpackung: 3 von 5 Punkten)

Design

Das P30 ist zum Teil in anderen Farben als das P30 lite erhältlich. Neben dem Breathing Crystal, welches der Farbe meines Testgerätes entspricht, gibt es noch das mehrfarbige Aurora und das einfarbige Black. Bei der Farbe Black handelt es sich um ein einfarbiges, hochglänzende Geräte. Beim Aurora um ein blaues Gerät, welches nach oben hinweg in einen helleren Blauton, bis ins türkis übergeht. Bei meiner Breathing Crystal Gerät wiederum ist es je nach Lichteinfall ein Violett, welches nach oben hinweg in einen hellblauen bis weißen Farbton übergeht. Von der Vorderseite fällt auf den ersten Blick kein Unterschied zum günstigeren P30 lite auf. Hier ist lediglich am unteren „Kinn“ ein Unterschied zu erkennen, denn beim P30 ist dieses mit 2 mm halb so breit.

Diejenigen unter euch, welche sich von dem Trend der immer größer werdenden Smartphones genervt fühlen, denen wird das Huawei P30 sicherlich von der Größe gut gefallen. Dank der kleinen runden Tropfen-Noch, in der die Frontkamera untergebracht ist. Hat das P30 trotz eines 6,1 Zoll großen Display ein kompaktes Gehäuse. Mit den Abmessungen von 149,1 x 71,36 x 7,57 mm ist das P30 nicht nur einige Millimeter kleiner und somit kompakter wie das P30 lite, sondern nur minimal größer als das 5,8 Zoll große Huawei P20.  

Über der bereits erwähnten Tropfen-Notch, befindet sich die schmale aber sehr länglich gehaltene Hörmuschel. Andres als beim günstigeren P30 lite, gibt es hier jedoch keine Benachrichtigung-LED. Daher werden diese hier sicherlich einige vermissen. Jedoch musste diese eventuell entfallen, da mit dieser nicht der Schutz gegen Spritzwasser gewährleistet werden könnte. Der Annäherungs- und Helligkeitssensor befindet sich wie bereits beim P30 lite an der Oberseite, im schmalen Rand oben rechts. 

Das angenehm schlanke Seitenverhältnis von 19,5:9 sorgt dafür, dass das 6,1 Zoll große Smartphone dank dem geringen Gewicht von knapp 165 g sehr gut in der Hand liegt. Damit das Gerät möglichst kompakt gehalten wird, muss der Rand um das Display möglichst schmal gehalten werden. Dies ist Huawei beim P30 gut gelungen und so hat man den Wert von 80 % beim P20 auf 85 % (P30) verbessert. Dies gelang Huawei vor allem durch das Integrieren des Fingerabdrucksensors im Display und nicht mehr an den unteren Rand des Smartphones.

Der Rahmen des Huawei P30, welcher die Vorder- und Rückseite zusammenhält, wurde aus Aluminium hergestellt, welchen man mit einer hochglanzpolierten Lackschicht versehen hat. Dies macht soweit ein stabilen und sehr hochwertigen Eindruck, jedoch leidet der Rahmen und die Rückseite, wie alle anderen hochglänzende Oberflächen sehr unter dem Problem Fingerabdrücke. 

Soweit grob zum Design. Doch nun schauen wir uns wie üblich noch genauer die Bedienelemente und die Kameras des neuen Huawei P30 an. Wer hier denkt, die Anordnung der Hardware-Tasten und Einschubfächern sei bei allen Geräten gleich, täuscht sich, denn bei P30 ist z. B, der SIM-Karten-Slot nicht an der Oberseite, sondern an der linken langen Seite. Hier können zwar wie gewohnt bis zu zwei SIM-Karten auf einmal eingesetzt werden, doch wer sich lieber für die Variante mit einer SIM-Karte und einer Speicherkarte entscheidet, sollte deren Format beachten. Beim P30 und P30 Pro (Ausnahme P30 lite) setzt Huawei nämlich nicht auf den herkömmlichen MicroSD-Karten-Slot, sondern auf die Hauseigene „Nano Memory Card“ (kurz NM-Card). Diese wurden mit den Mate 20-Modellen vorgestellt und finden seither in den normalen und Pro-Geräten ihren Einsatz. Der Speicher lässt sich beim P30 aktuell um bis zu 256 GB erweitern. Somit hätte man insgesamt knapp 384 GB Speicherplatz zur verfügung (abzüglich System und vorinstallierte Apps).

An der oberen abgeflachten Stirnseite findet man bis auf die normalen Antennenstreifen, lediglich ein kleines Mikrofon, welches bei Video-Aufnahmen für eine Stereo-Klang Aufnahme sorgt. Auf der rechten Seite befindet sich wie bei vielen anderen Smartphones, die Lautstärke-Wippe und darunter der mit einem roten Markierungsstreifen versehene Ein-/ Ausschaltknopf. Beide Bedienelemente erreicht man hier sowohl als Rechtshänder mit dem Daumen und als Linkshänder mit dem Zeige- oder auch Mittelfinger ohne Probleme. Die Unterseite beherbergt ebenfalls keine besonderen Überraschungen, hier ist zum einen direkt links neben der USB-C Ladebuchse, wie üblich das zweite Mikrofon zu finden, welches zum Telefonieren und bei Aufnahmen genutzt wird. Rechts neben dem Lade-Anschluss ist unter den fünf Löchern ihm Rahmen der Lautsprecher und auf der Seite gegenüber neben dem Sprach-Mikro die Klinkenbuchse, um kabelgebunden Kopfhörer an das Huawei P30 anzuschließen. 

Wer nun hofft, dass wenigsten beim Huawei P30 ein Stereo-Lautsprecher verbaut ist, muss ich leider enttäuschen, denn dieser hat leider in keinem einzigen der neuen P30-Modellen Einzug erhalten. Das finde ich persönlich vor allem im P30 Pro, aber auch hier im normalen P30-Gerät etwas enttäuschend. Der Solo-Lautsprecher im Huawei P30 ist nicht schlecht, doch gerade bei hohen Tönen neigt dieser, etwas blechern zu klingen. Ansonsten kann dieser mich mit der max. Lautstärke positiv überraschen.

Neben der Front-Kamera in der Tropen-Noch an der Front, befinden sich beim Huawei P30 eine Triple-Kamera von dem Kamera-Unternehmen Leica an der Rückseite. Das Kameramodul befindet sich bei allen Geräten der neuen P30-Serie an der linken oberen Ecke. Dieses längliche Kamera-Plateau, in welchem sich eine Tripple-Kamera befindet, steht wie bei aktuell fast allen Herstellen knapp 2 mm hervor. Gegenüber dem günstigeren P30 lite besitzt das P30 einen Dual-LED-Blitz, der direkt unterhalb der letzten Kamera-Linse sitzt. Unterhalb des Blitzes ist noch der (Laserfokus, Phasenfokus, Kontrastfokus und das von Huawei immer genutzte Branding zu sehen. Hier erwähnt man direkt die Triple-Kamera und weißt auf die Auflösung, sowie Brennweiten hin. Im unteren Bereich der Rückseite befindet sich zudem noch das Huawei Logo.

(Design: 4,5 von 5 Punkten)

Verarbeitung

Bei der Verarbeitung kann mit das Huawei P30 sehr überzeugen. Man erhält hier ein gut verarbeitetes Smartphone, welches mit einem stabilen Aluminium-Rahmen und einer versteifenden Glasrückseite daher kommt. Daher schneidet das Huawei P30 in meinem Test, bei dem ich die Verwindungssteifigkeit teste hervorragend ab.

Das Huawei P30 wurde nicht nach IP68 vollständig gegen Staub und gegen das dauerndes Untertauchen ins Wasser geschützt. Sondern lediglich gemäß IP53, gegen Staub und Fremdkörper, sowie Spritzwasser. Dieser Schutz reicht meiner Meinung nach aber ebenso gut aus. Zudem hat man wie bereits erwähnt auf ein Stereo-Lautsprecher-Paar verzichtet. Der Klang den Mono-Speaker an der Unterseite geht im Großen und Ganzen zwar in Ordnung, klingt jedoch, bei hohen Tönen wie erwähnt schnell etwas blechern.

(Verarbeitung: 4,5 von 5 Punkten)

TEIL 2

bestehend aus „Funktion des Produktes“ entspricht 65% der Gesamtwertung

Display6,1 Zoll OLED-Panel (19,5:9 Format) Auflösung 2.340x 1.080 Pixel (FHD+), Pixeldichte beträgt 422 ppi
CPU/GPUHUAWEI Kirin 980 2 x Cortex-A76 mit 2,6 GHz + 2 x Cortex-A76 mit 1,92 GHz + 4 x Cortex-A55 mit 1,8 GHz / Mali G76
RAM6 GB RAM
Speicher128 GB
BetriebssystemAndroid 9 „Pie“
Haupt-KameraTriple-Kamera von Leica:40 MP (Weitwinkelobjektiv, Blende f/1.8) + 16 MP (Ultraweitwinkelobjektiv, Blende f/2.2) + 8 MP (Teleobjektiv, Blende f/2.4, OIS), unterstützt Autofokus (Laserfokus, Phasenfokus, Kontrastfokus), unterstützt AIS (HUAWEI KI Foto-Stabilisierung / Bildstabilisator mit künstlicher Intelligenz)
Front-Kamera32 MP f/2.0 Blende; Digital-Zooom
AnschlüsseUSB-Typ-C Anschluss
KonnektivitätWi-Fi 802.11 a/b/g/n/ac, 2,4 und 5 GHz, Mobilfunknetz bis 4G, Bluetooth 5.0 (BLE, SBC, AAC, aptX, aptX HD, LDAC HD und HWA Audio, NFC, GPS, A-GPS, GLONASS, BeiDou
Abmessungen (LxBxH)149,1 mm x 71,36 mm x 7,57 mm
Gewicht156 Gramm
LieferumfangHUAWEI P30
Schnellstart-Anleitung
Ladegerät 22,5 Watt
Kopfhörer (In-Ear)
SIM-Werkzeug
USB-Typ C Ladekabel
Schutzfolie

Performance

Beim Prozessor handelt es um den gleichen CPU, wie er auch im Huawei Mate 20 zum Einsatz kommt. Dennoch erhält man beim Huawei P30 ein etwas Leistungsstärkeres Gerät, da der Arbeitsspeicher erhöht wurde.  

Beim Prozessor handelt es sich genauer gesagt um den von Huawei selbst entwickelten 64-Bit CPU Kirin 980. Dies ist ein Achtkern-Prozessor mit einer Taktfrequenz von bis zu 2,6 GHz. Genauer gesagt Takten zwei der Rechenkerne mit maximal 2,6 GHz (Cortex A76), zwei weitere mit 1,92 GHz und die anderen vier mit bis zu 1,8 GHz (Cortex A55). Dem CPU stehen insgesamt 6 GB RAM zur Verfügung. Wie üblich ist im Prozessor auch der GPU Mali G76 integriert, welcher mit bis zu 720 MHz taktet.

Durch diese Ausstattung gehört das Huawei P30 aktuell zu der Oberklasse und hat selbst mit grafisch anspruchsvollen Games keine Probleme. Daher läuft natürlich das System im Alltag sehr flüssig, ohne ruckeln usw. Von der Leistung liegt das Huawei P30 knapp vor dem von mir bereits getesteten Huawei Mate 20, jedoch hinter den neuen Samsung Galaxy S10 Geräten.

Wie bei den Smartphones die ich bisher getestet habe üblich, habe ich natürlich auch die beiden bekanntesten Tools zum Ermitteln der Leistungsfähigkeit auf dem Huawei P30 durchlaufen lassen. Diese Werte habe ich jedoch im normalen Standard-Modus gemessen und nicht in dem speziellen Leistungsmodus, denn in der Regel, werden die meisten unter euch nicht immer den Leistungsmodus extra für anspruchsvollere Anwendungen aktiveren. Schließlich verschlechtert diese die Akkulaufzeit deutlich. Das Huawei P30 Schnitt dabei wie folgt ab: Bei Antutu konnte es im Test einen Wert von 311.957 erreichen und bei Geekbench 4 kam es beim Single-Core Test auf 3.339 und beim Multi-Core Test auf 9.914 Punkte.

Hierzulande wird beim Flash-Speicher lediglich eine 128 Gigabyte Speichervariante angeboten. In anderen Ländern jedoch stehen auch 64 GB und 256 GB zu Auswahl. Dennoch ist das Huawei P30 mit 128 GB ein gut ausgestattetes Smartphone, dessen Speicher den meisten lange ausreichen wird. Laut AndroBench erreicht das Huawei P30 direkt nach dem Neustart beim Lesen von Daten vom integrierten Speicher 902 MByts/s und beim Schreiben sind es 180 MByte/s. Sollte man jedoch aufgrund vieler Apps, Bilder und Videos mehr Speicher benötigen, dann kann man in den SIM-Karten-Slot zusätzlich zur Nano-SIM-Karte eine Nano-Memory-Card um bis zu 256 GB einlegen und somit den Speicher problemlos erweitern. Der Speicher ist hier jedoch aktuell etwas teurer. So wird z. B. für ein 128 NM-Card aktuell Preise ab 47,90€ verlangt. Abzüglich des Betriebssystems und den bereits vorinstallierten Apps bleiben von den 128 GB knapp 113 GB frei zur Verfügung.

Für knapp 750€ erhält man mit dem Huawei P30 ein gut ausgestattetes Smartphone. Dieses kommt mit dem aktuellen Oberklasse-Prozessor dem Kirin 980 daher. Die nächste Generation, bzw. dessen Nachfolger, welcher vermutlich auf den Namen Kirin 985 hören wird, kommt frühestens im Herbst, beim Huawei Mate 30 zu Einsatz.

(Performance: 4,5 von 5 Punkten)

Display

Zum Ersten mal verbaut Huawei nun auch in einem normalen, also einem „nicht“ Pro-Modell ein OLED-Display. Dieses ist wie bereits erwähnt 6,1 Zoll groß und somit zwar einiges größer, als beim Huawei P20 (5,8 Zoll), doch dennoch sind die beiden Geräte von den Abmessungen fast identisch groß. Das Huawei P30 ist daher ebenfalls 149,1 mm hoch und lediglich 0.56 mm Breiter und sogar 0,08 mm dünner geworden.

Zwar sehen einige die Auflösung des Huawei P30 als zu gering an. Doch ich muss persönlich ganz klar sagen, dass die Bildschirmauflösung welche einer Full HD+ Auflösung (Full-High-Defination+) entspricht, völlig ausreicht. In Zahlen reden wir hier von 2340 x 1080 Pixel, was bei einem 6,1 Zoll Display insgesamt 2.527.200 Bildpunkte und eine Pixeldichte von 422 ppi entspricht.

Daher bietet das Huawei P30 zwar auf dem Papier keine so knackig scharfe QHD+ Auflösung wie z. B. das Mate 20 Pro. Dennoch reicht diese Auflösung meiner Meinung nach problemlos aus. Selbst beim genauen Betrachten erkennt man auch hier bei der FHD+ Auflösung keine einzigen Pixel. Der Unterschied der Auflösung fällt nur auf, wenn man zwei Geräte mit völlig unterschiedlicher Auflösung nebeneinander legt. Zudem hätte die höhere Auflösung einen negativen Einfluss auf die Akkulaufzeit. 

Das OLED-Display, welches im Huawei P30 zum Einsatz kommt, bietet eine durchschnittliche Helligkeit von 562 Candela pro Quadratmeter (bei aktiviertem Helligkeitssensor). Ist der Helligkeitssensor deaktiviert, dann fällt die Helligkeit etwa geringer aus. Zwar ist das Huawei P30 nicht mehr ganz so hell wie das P20, doch dennoch liegt die max. Helligkeit des Displays im oberen Bereich der OLED-Displays. Somit reicht die Helligkeit problemlos aus, um die Inhalte, welche auf dem Display dargestellt werden auch an einem sonnigen Tag im Freien gut abzulesen zu können. Bei sehr schrägem Betrachtungswinkel fallen jedoch schnell Spiegelungen von den Objekten in der Umgebung auf, welche die Ablesbarkeit je nach Einfallswinkel etwas erschweren können.

Für ein OLED-Bildschirm typisch, besitzt dieses ein perfektes Kontrastverhältnis und ein ebenso von den IPS-LCD-Displays unerreichbaren Schwarzwert. Dadurch werden die unterschiedlichen Farben sehr gut voneinander abgehoben und durch die einzeln abgeschalteten Pixel, erreicht man einen perfekten Schwarzton. Die Farben sind dabei sehr farbtreu und wirken durch den hohen Kontrast sehr kräftig und blühend.

Die Blickwinkelstabilität des OLED-Displays im Huawei P30 erlaubt es, das man Bilder auf dem Display auch in einem steilen Winkel problemlos betrachten kann, ohne dass hier dir Farben verfälscht oder Inhalte verzerrt werden. Bei einem weißen Testbild, viel mir jedoch auf, dass das Display je nach Betrachtungswinkel zu einem leichten Grünstich neigt, doch dies ist bei OLED-Panels häufiger der Fall. 

Im Display des Huawei P30 ist zudem auch der Fingerabdruck-Sensor verbaut, so kann man das Smartphone auch direkt über diesen entsperren. Dieser funktioniert in den meisten Fällen zuverlässig, doch hin und wieder brauchte ich zwei-bis-drei Versuche, bis sich das Smartphone entsperren wollte.

(Display: 4,5 von 5 Punkten)

Akku

Das Huawei P30 ist wie bereits Eingangs des Testberichtes erwähnt, relativ kompakt gehalten. Diese Kompaktheit fordert jedoch einen negativen Tribut, denn so fällt der Akku mit knapp 3.650 mAh auf den ersten Blick etwas klein aus. Schließlich sind OLED-Panels dafür bekannt, dass diese zum Großteil Stromhungriger als ein IPS-LCD-Panel sind.

Im Alltagstest zeigt sich bei mir jedoch, dass es für die Akkulaufzeit unter anderem sinnvoll war, die Auflösung geringer zu halten. Nach einer normalen Nutzungsintensität, wie ein Smartphone die meisten Nutzer im Alltag nutzen, kam ich gut über den Tag. Klar sollte hier einem jedoch sein, dass man es in der Nacht wie eigentlich fast jedes Smartphones wieder an die Steckdose zum Laden hängen muss, denn sonst wird es am Folgetag mit dem Akku knapp.  

Leider muss man bei Huawei P30 auf die Möglichkeit des Wireless Charging verzichten. Denn Huawei hat hier trotz Glasrückseite keine Induktionsspule verbaut. Jedoch gibt es vom Hersteller ein separat erhältliches Case, welches diese Funktion nachrüstet, dafür werden jedoch knapp 80 € fällig.

Ist der Akku leer, wird dieser, sofern man das erwähnte Case nicht besitzt mit dem in der Verpackung beiliegenden 5 Volt/4,5 Ampere 22,5 Watt) Netzteil und dem USB-Typ-C Ladekabel aufgeladen. Dank der Schnellladefunktion war bei mir das Huawei P30 nach 30 Minuten auf knapp über 50 % aufgeladen. Bis der Akku voll aufgeladen wurde, vergingen knapp 94 Minuten. Somit benötigt man für eine komplette Akku-Aufladung knapp eineinhalb Stunden. 

(Akku: 4 von 5 Punkten)

Kamera

Beim Huawei P30 kommt eine zusammen mit Leica entwickelte Triple-Kamera zum Einsatz. Dabei handelt es sich um eines der besonderen Highlights des neue P30 Gerätes. Der Kameraaufbau besteht aus einer Weitwinkellinse mit 40 MP und einer f/1.8-Blende, einem 16-Megapixel-Ultra-Weitwinkelobjektiv f/2.2 und einem 8-Megapixel-Tele-Objektiv mit f/2.4. Dabei gilt jedoch zu beachten, dass nicht alle Sensoren mit einem Bildstabilisator ausgestattet sind, sondern lediglich das 8 MP-Tele-Objektiv. Dies ist bei diesem Objektiv auch absolut nötig, denn damit gelingt mit dem Huawei P30 ein bis zu 3-facher Zoom zum Motiv. Dennoch ist es hier ratsam, dass man eine ruhige Hand hat, denn sonst verwackeln die Aufnahmen sehr gerne durch den großen Zoom.  

Bei meinem Test gelangen an einem leicht sonnigen Tag sehr gute Bilder. Selbst beim optischen Zoomen, gelangen auch mit den etwas Lichtschwächeren Sensoren gute Aufnahmen, bei denen ich jedoch an der Rändern leichte Unschärfen erkennen konnte. Sehr zufrieden war ich mit den Nahaufnahmen, denn wer von euch Makrobilder liebt, hat mit dem Huawei P30 die Chance deutlich näher ans Motiv ranzugehen, als mit dem P30 lite. Hier stellt das P30 selbst aus sehr geringer Entfernung das Bild scharf, bei der das P30 lite aufgrund der schlechteren Naheinstellung nicht mehr scharf stellen kann. 

Eine weitere Besonderheit gegenüber der günstigeren lite-Version des P30 ist der Nacht-Modus. Hier kann man mit dem Huawei P30 im Low-Light-Sektor deutlich mehr herausholen. Dies liegt an dem neuen sogenannten Super-Spectrum-Sensor, bei dem es sich im eigentlichen Sinne um einen typischen Bildsensor handelt. Doch damit die Lichtempfindlichkeit direkt im Sensor erhöht wird, tauscht Huawei bzw. Leica den in anderen Kameras verbauten RGB-Sensor (Red, Green, Blue) gegen einen RYB-Sensor (RED, Yellow, Blue) um. Damit soll der Sensor bis 40 % mehr Licht einfangen, was vor allem ein großer Vorteil bei Aufnahmen ist, bei den wenig Licht vorhanden ist.

 In den Testbildern, die ich im Testzeitraum gemacht habe, erkennt man eine Aufnahme, wie diese direkt in der Live-Ansicht auf dem Display aussieht und als Nächstes, wie ich das Bild mit der automatischen Einstellung im Nacht-Modus ohne weitere Bearbeitung geknipst habe. Hier erkennt man, obwohl es kaum Licht im Raum gibt, Farben und selbst die Strukturen sind gut erkennbar. Man könnte hier meinen, dass es irgendwo eine versteckte Lichtquelle gab, doch dem war definitiv nicht so.

Zwar kann man gegenüber der lite-Version, beim P30 auch mit aktiviertem „AI“ die vollen 40 Megapixel der Standard-Kamera nutzen. Jedoch muss man auch hier, um den Zoom nutzen zu können, die Auflösung in das 4:3 Format mit 10 MP reduzieren. Zudem konnte ich in den Einstellungen der Auflösung anfangs ewig nicht, die 16 MP auswählen, bis ich herausgefunden habe, dass ich bei den Kamera-Einstellungen unter dem Punkt „Mehr“ die Funktion Super-Makro auswählen musste.

Gut überlegen sollte man sich, ob man den bereits erwähnten „AI-Modus“, nutzen möchte oder nicht. Damit holt man in den meisten Fällen deutlich mehr aus den Bildern heraus. Schließlich erkennt die KI bzw. die Software automatisch das Motiv und wählt passende Szenen oder besser gesagt nimmt Einstellungen vor, damit die Bilder noch besser werden. 

Meiner Meinung nach wird im KI-Modus jedoch weiterhin die Farbsättigung via Software zu sehr erhöht, sodass die Bilder zu unnatürlich wirken. Zudem kann es dabei schnell vorkommen, dass zwei direkt hintereinander geknipste Bilder bei selben Bedienungen deutlich unterschiedlich aufgenommen werden. Schnell ist daher das eine Bild deutlich dunkler als das andere oder von der Farbe wesentlich intensiver gesättigt. Da dieses unnatürlich vielen gefällt und die meisten ihre Bilder sowieso via Instagram usw. bearbeiten, ist dies natürlich für diejenigen eine praktische Funktion. Ich persönlich bin jedoch eher der Fan von natürlichen ungeschönten bzw. nur minimal bearbeiteten Bildern. Wozu ich absolut raten kann, ist die KI-Funktion beim Fotografieren von Lebensmitteln zu deaktivieren. Hier ist die Farbsättigung nämlich oftmals einfach viel zu übertrieben.

Die Hauptkamera ermöglicht es Nutzern, auch bei der Videofunktion die AI-Funktion für verbesserte Aufnahmen anzuwenden. Zudem sorgt der integrierte Bildstabilisator dafür, dass kleine Verwackler während der Aufnahme ausgeglichen werden und der 3-fache optische Zoom ermöglicht ein verlustfreien Zoom zum Motiv. Man kann zwar auch einen 5-fachen Hybrid-Zoom nutzen, doch dieser sorgt aufgrund der Kombination aus optischem und digitalem Zoom für einen Verlust der Bildqualität. Rein Digital ist es sogar möglich, bis zu 30-fach das Bild zu vergrößern, aber hier kommen kaum brauchbare Bilder oder Videos zustande.

Videos zeichnet das Huawei P30  je nach Einstellung in 720p, 1080p und 4K UHD auf. Jedoch stehen 60-fps nur ab einer Auflösung von 1080p (Full-HD) zur Auswahl, beim 4K sind es max. 30 fps. Während den Videos ist es problemlos möglich, zwischen den verschieden Kameralinsen zu wechseln, beim zoomen stellte ich jedoch fest, dass man auch hier beim langsamen Zoomen ins Bild, sehr den Wechsel zischen den einzelnen Kamera-Linsen feststellen kann.

An der Front steht ein Sensor mit einer maximalen Auflösung von 32 MP und einer Blende von f/2.0 zur Verfügung. Hiermit lassen sich nicht nur Bilder mit einem Bokeh-Effekt aufnehmen, sondern auch mit dem HDR-Modus. Der Beauty-Effekt, ist zum Glück von Huawei aus direkt auf 0 gestellt. Wer diesen dennoch gerne nutz, kann diesen in der unteren rechten Ecke einstellen. Mit der Frontkamera gelingen auch bei etwas schlechter Lichtverhältnissen durch den relativ lichtintensiven Sensor scharfe und detailreiche Selfies.

Die Frontkamera ermöglicht ebenfalls wie beim günstigeren Huawei P30 lite Video-Aufnahmen in max. Full-HD mit 30 Bilder pro Sekunde. Bei Dunkelheit und umschalten auf die Front-Kamera, schaltet die Kamera-Software automatisch auf der Porträt-Modus und ändert den Rahmen um das Live-Bild von Schwarz auf Weiss. Dadurch wir z. B. das Gesicht automatisch aufgehellt und zudem wird das Display als Blitzlicht genutzt.

(Kamera: 4 von 5 Punkten)

 Software

Aktuell ist auf allen neuen Huawei Geräten das Google-Betriebssystem Android 9 Pie vorinstalliert. Darüber legt das Unternehmen wie üblich die Benutzeroberfläche, EMUI. In diesem Fall mit dem neusten Update vor wenigen Tagen in der Version 9.1.0. Mit dem Update im Juni hat man nicht nur die Fotoqualität verbessert (Farben sind etwas natürlicher), sondern hat auch gleich den Sicherheitspatch vom Mai 2019 installiert. Daher ist hier soweit alles auf dem neusten Stand.

Die EMUI Oberfläche orientiert sich sehr an der reinen Android Oberfläche. Im Hauptbildschirm erkennt man zwar keinen allzu großen Unterschied zu den ganzen anderen Android-Smartphones, doch geht man in das Einstellungsmenü, dann kommt hier eine gute Strukturierung in die einzelnen Untermenüs zum Vorschein. Diese gefällt mir ganz gut und erinnert mich wie ich bereits in den Mate 20 Testberichten erwähnt habe etwas an iOS. Dank den gut beschriebenen Beschriftungen unter den einzelnen Menüpunkten, findet man in der Regel selbst als Neuling schell das, was man sucht. Sollte man jedoch eine Funktion nicht auf anhieb finden, kann man diese ganz Einfach in der Suchfunktion ganz oben eingeben.

Dank dem 6 GB RAM Arbeitsspeicher läuft das System ausgesprochen flüssig und ohne ruckeln. Mein Hauptkritikpunkt bei der Software des Huawei P30 ist, das selbst Problem wie bereits beim P30 lite. Auch hier sind beim P30 sehr viel Apps von dem Funktionsumfang doppelt vorinstalliert. So habe ich z. B. um Aufnahmen (Fotos und Videos) die ich mit der Kamera gemacht habe drei Möglichkeiten diese anzusehen. Entweder über Galerie, Google Fotos und Video. Weiter geht es bei E-Mails, den hier gibt es neben der E-mail App noch Gmail. Die doppelten Apps kommen daher zustande, dass Huawei neben den eigenen Apps auch noch die von Google installiert bzw. muss, da diese das System zur Verfügung stellen. Die Bloatware von Huawei (Apps die nicht gelöscht werden können) halten sich im Großen und Ganzen in Grenzen. Die vorinstallierten Apps wie z.B. booking.com und Facebook lassen sich bei Bedarf problemlos deinstallieren.

(Software: 4,5 von 5 Punkten)

TEIL 3

bestehend aus „Preis/Leistung“ entspricht 10% der Gesamtwertung

Beschreibung

Beim neuen Huawei P30 kommt zum ersten Mal in einem nicht Pro-Modell ein OLED-Display zum Einsatz. Ebenso besitzt es eine hochwertige Leica-Triple-Kamera, mit der sehr gute Bilder gelingen zudem ist ein verlustfreier 3-facher Zoom möglich. 

Wer daher bei einem Smartphone dringen ein OLED-Display haben möchte, jedoch ebenso nicht allzu große Abstriche bei der Kamera machen möchte, sollte sich eventuell das neue Huawei P30 genauer anschauen. Die Kamera konnte mich in meinem Test durchaus überzeugen. Lediglich im Vergleich zum Huawei P30 Pro zieht diese klar und logischerweise den kürzeren. Dennoch ist die Kamera wie bereits erwähnt sehr gut und ermöglicht einen 3-fachen Zoom komplett ohne Verlust der Bildqualität.

Preis/Leistung

Die UVP des P30 liegt bei 749 EUR, was zwar definitiv kein niedriger Preis ist, aber es gibt schließlich auch doppelt so teuere Smartphones, daher ist der geforderte Preis soweit gut. Jedoch ist das Huawei P30 , welches seit Ende März 2019 erhältlich ist, seid kurzem schon für knapp 500€ bzw. Teilweise auch noch etwas günstiger erhältlich. 

Beim Huawei P30 gefällt mir neben der bereits erwähnten Triple-Kamera, das kompakte Format, trotz des 6,1 Zoll großen OLED-Display. Man muss hier jedoch aufgrund des günstigeren Preises einige kleine Abstriche gegenüber dem Pro-Modell machen. Wer sich eventuell überlegt ein neues Smartphone zu kaufen und wenn es ein Huawei Gerät sein soll, sollte man neben dem Huawei P30 eventuell noch das Huawei Mate 20 Pro in Betracht ziehen, denn dieses bietet gegenüber dem P30 z. B. noch die Wireless-Charging Funktion und eine höhere Display-Auflösung.

Huawei P30

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testr Gesamtwertung

unter Berücksichtigung aller Teilwertungen

 Wir bedanken uns beim Hersteller für die Bereitstellung des Produktes. Zu unseren Grundsätzen

Huawei P30 lite

Huawei ist ein chinesischer Smartphone-Hersteller, welcher im Jahr 1987 gegründet wurde. Der Hauptsitz des Unternehmens ist in Shenzhen, China und der Geschäftsführer ist Ren Zhengfei, welcher das Unternehmen auch gründete. Neben Endgeräten wie Smartphones, Tablets und Notebooks bietet Huawei auch Dienstleistungen für Netzwerk-Infrastrukturen und Cloud-Computing-Lösungen an.  

Seit 2012 vermarktet das Unternehmen auch hierzulande (D und AT) seine Smartphones. Die aktuell bekanntesten Smartphones aus dem Hause Huawei sind: die G-Serie, Y-Serie, Nova-Serie, P-Serie und die Mate-Serie. Bei der P-/Mate-Serie handelt es sich um Highend-Smartphones und bei den anderen um Mittelklasse-Smartphones.

Heute möchte ich euch das günstigste Gerät der neuen Huawei P30 Serie vorstellen, das P30 lite. Das lite Modell der neuen Serie ist deutlich günstiger als das Pro Modell, hört sich aber auf dem Papier nach einem treuen Alltagsbegleiter an. Doch ist dem wirklich so und lohnt sich der Kauf, oder gibt es bessere Alternativen? Das verrate ich euch in folgendem Testbericht, denn ich habe das Huawei P30 lite nun einige Wochen getestet.

HUAWEI P30 LITE

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TEIL 1

Bestehend aus „Verpackung/Design/Verarbeitung“ entspricht 25% der Gesamtwertung

Verpackung

Wie in den letzten Jahren üblich, liefert Huawei seine Smartphones in einer schlichte, mit wenigen Informationen bedruckten Verpackung aus. Gegenüber der von mir bereits getesteten Mate 20-Serie ist die Verpackung jedoch dieses Mal nicht schwarz, sondern weiß.

 Die Verpackung ist wie bereits erwähnt, mit keinen technischen Daten zum P30 lite versehen. Lediglich auf der Oberseite und den beiden langen Seiten, steht wie gewohnt in goldener Schrift der Name des Smartphones und das Huawei-Logo ist hier ebenfalls zu sehen.

Hebt man den Deckel der Verpackung an, erblickt man direkt das Huawei P30 lite, welches sich in einer Schutzhülle befindet. Zudem ist es von Werk aus mit einer Schutzfolie rundum versehen, doch diese war bei meinem Testgerät bereits von einem anderen Tester entfernt worden. Entnimmt man das Smartphone, kann man an einer Aussparung an der Oberseite den Zwischenboden entnehmen. Dabei handelt es sich um eine weiße Kartonage, in der das SIM-Tool angeheftet ist und sich im Inneren eine Kurzanleitung in zahlreichen Sprachen und das Garantieheft befindet. Eine dünne Schutzfolie, welche für den Schutz des Displays dient, ist dieses Mal bereits von Huawei angebracht worden.

Unter der Pappschachtel mit dem gerade erwähnten Zubehör befindet sich noch der restliche Zubehör. Bei diesem handelt es sich um ein USB-C Ladekabel, ein 18 Watt Netzteil und einem In-Ear-Ohrhörer mit Fernbedienung und Klinken-Anschluss. Bei den Ohrhörer handelt es sich jedoch um eine „billige“ Ausführung, die auf Dauer nicht besonders bequem sind, da diese über keine Ohrtips verfügen.

(Verpackung: 3 von 5 Punkten)

Design

Das neue Huawei P30 lite ist aktuell in drei Farben erhältlich: Peacocks Blue, Pearl White und Midnight Black. Bei dem Weißen und Schwarzen Model handelt es sich um einfarbige, hochglänzende Geräte. Beim Peacocks Blue, ist es ein Lila-Farbton, der nach oben hinweg zu einem türkis-farbigen Farbton übergeht. Auf der Vorderseite kommt es wie mittlerweile alle Smartphones mit einer kleinen runden Notch daher. Dabei handelt es sich um die typische Aussparung im Display, in die Frontkamera untergebracht ist. Direkt darüber befindet sich die sehr schmale aber längliche Hörmuschel und eine darin integrierte Status-LED. Der Annäherungs- und Helligkeitssensor befindet sich ebenfalls an der Oberseite, im schmalen Rand oben rechts. 

 Die Notch ist aufgrund, dass man hier nun nur noch auf eine Single-Kamera anstelle einer Dual-Kamera setzt sehr klein gehalten. Daher wird diese auch sehr gerne Tropfen-Notch genannt. Das Seitenverhältnis fällt mit 19,3:9 angenehm schlank aus und zudem liegt das eigentlich 6,15 Zoll große Smartphone dank dem geringen Gewicht von knapp 159 g sehr gut in der Hand. Der Rahmen des Huawei P30 lite, welcher die Vorder- und Rückseite zusammenhält, wurde aus Aluminium hergestellt, welchen man mit einer hochglanzpolierten Lackschicht versehen hat. Dies macht soweit ein stabilen und sehr hochwertigen Eindruck, jedoch leidet der Rahmen wie alle anderen hochglänzende Oberflächen sehr unter dem Problem Fingerabdrücke. 

Zwar mag es auf dem ersten Blick so aussehen, als würde die Rückseite des Huawei P30 lite aus Glas bestehen, doch dies bleibt nur den beiden anderen P30-Geräten enthalten. Beim Lite-Modell setzt Huawei nämlich auf eine hochglänzende Kunststoffoberfläche, welche mit einer Fett abweisenden Schicht versehen wurde. 

Mit der Größe von 152,9 x 72,7 x 7,4 mm ist das Huawei P30 lite etwas kleiner und somit handlicher als das Mate 20 lite. Beim Display muss man lediglich auf 0,15 Zoll verzichtet und somit bietet das Huawei P30 lite „nur“ ein 6,15 Zoll Display (beim Mate 20 lite) waren es 6,3 Zoll. Bei dem 6,15 Zoll Display handelt es sich um ein IPS-LCD-Display, welches mit einer Auflösung von 2312 x 1080 Pixeln (Pixeldichte 415 ppi) auflöst. Durch den schmalen Rand an der Unterseite und der kleinen Tropfen-Notch, kommt das neue Huawei P30 lite auf einen Screen-to-Body-Ratio-Wert von knapp 90 %.

Soweit zum Design des Huawei P30 lite, kommen wir zu den Bedienelementen, denn diese hat Hauwei etwas anders angeordnet wie bei den bisherigen Geräten. Die Linke Seite ist hier nämlich komplett frei von jeglichen Hardware-Tasten und Einschubfächern. Der SIM-Karten-Slot befindet sich nun nämlich an der flachen oberen Stirnseite. Hier können wie gewohnt entweder zwei Nano-SIM Karten oder eine Nano-SIM und eine bis zu 512 GB große Micro-SD Speicherkarte eingesetzt werden. Doch diese werden aufgrund des großen internen Speichers von 128 GB nur wenige unter euch gebrauchen.

Auf der gegenüberliegenden rechten Seite befindet sich wie bereits bei allen Huawei Geräten, die Lautstärke-Wippe und darunter der Ein-/ Ausschaltknopf. Beide Bedienelemente erreicht man hier sowohl als Rechts- und als Linkshänder problemlos. An der Oberseite ist übrigen noch ein kleines Mikrofon untergebracht, welche z. B. beim Video aufnehmen genutzt wird. Das zweite Mikrofon, welches nicht nur bei Aufnahmen, sondern auch zum Telefonieren genutzt wird, befindet sich an der unteren abgeflachten Fläche, direkt zwischen der USB-C Ladebuchse und dem Lautsprecher. 

Da leider nicht mal das teure Huawei P30 Pro einen Stereo-Lautsprecher besitzt, sucht man diesen natürlich selbstverständlich auch am lite-Gerät vergeblich. So ist der verbaute Lautsprecher zwar im Allgemeinen in Ordnung, jedoch merkt man den großen Unterschied, wenn man es mit einem Smartphone vergleicht, welche solch einen besitzt. Hier kommt es vor allem durch das große Display bei mir gelegentlich beim Video-Clips via YouTube ansehen, dazu, dass wenn ich diese wie gewohnt im Querformat betrachte, oftmals den Lautsprecher mit der Hand bzw. dem Daumen verdecke. Da Huawei beim P30 lite wie bereits erwähnt, im Lieferumfang Kopfhörer mit einem Klinken-Anschluss mitliefert, verfügt das Smartphone logischerweise noch über solch einen Anschluss. Diesen finden wir ebenfalls an der Unterseite auf der linken Seite neben der Ladebuchse.

Auf der hochglänzenden Kunststoffrückseite befindet sich wie üblich die Kamera. Diese ist beim P30 lite jedoch nicht mittig, sonder von hinten betrachtet in der linken oberen Ecke platziert. Das Kamera-Plateau, in welchem sich eine Tripple-Kamera befindet, steht wie bei aktuell fast allen Herstellen knapp 2 mm hervor. Der LED-Blitz ist jedoch nicht in dieser erhabenen Stelle untergebracht, sondern befindet sich direkt unterhalb. Ungefähr zentral zwischen letzter Kamera-Linse und dem LED-Blitz, befindet sich zentral nach rechts versetzt der Fingerabdrucksensor. Dieser hätte nach meinem Empfinden jedoch etwas weiter nach unten gerückt gehört. Unterhalb des Blitzes ist noch das von Huawei immer genutzte Branding zu sehen. Hier erwähnt man direkt die Triple-Kamera und weißt auf die Auflösung, sowie Brennweiten hin. Im unteren Bereich der Rückseite befindet sich zudem noch das Huawei Logo.

(Design: 3,5 von 5 Punkten)

Verarbeitung

Bei der Verarbeitung kann Huawei mit dem neuen P30 lite im Großen und Ganzen überzeugen. Einen kleinen Unterschied der Spaltmaße konnte ich jedoch an der Rückseite zum Rahmen feststellen. Hier spürt man einen leichten Versatz der Kunststoffrückseite zum Rahmen. Da ich jedoch davon ausgehe, dass es zum einen nur wenige von euch stören wir und noch dazu die meisten unter Euch das Smartphone sowieso in einer Hülle verwenden, ist dieser Mängelpunkt absehbar. Jedoch gefällt mir ebenfalls nicht so gut der Rahmen des Kamera-Plateaus, dieser ist sehr scharfkantig und daher hätte man sich hier für eine abgerundete Ausführung entscheiden sollen.

Trotz, dass Huawei beim P30 lite auf eine Kombination von einem Aluminium-Rahmen und Kunststoffrückseite setzt, ist das Gerät sehr verwindungssteif. Des Weitern fühlt sich die Kunststoffoberfläche sehr angenehm an und hat zudem den Vorteil, dass diese beim herunterfallen nicht so leicht zerbricht. Dafür ist dieser Logischweise ohne Case deutlich anfälliger gegen Kratzer. Auf ein Stereo-Lautsprecher-Paar und auf eine IP-Zertifizierung, welche das Smartphone vor Staub und Wasser schützt, hat Huawei beim Lite-Modell verzichtet. Der Klang den Mono-Speaker an der Unterseite geht im Großen und Ganzen zwar in Ordnung, klingt jedoch, da diesem etwas an Volumen fehlt etwas blechern. Jedoch kann diese mit einer guten Maximallautstärke überzeugen.

(Verarbeitung: 3,5 von 5 Punkten)

TEIL 2

bestehend aus „Funktion des Produktes“ entspricht 65% der Gesamtwertung

Display6,15 Zoll IPS-LCD-Panel (19,3:9 Format) 2.312x 1.080 Pixel, Pixeldichte beträgt 415 ppi
CPU/GPUHUAWEI Kirin 710 4x 2,2 GHz und 4x 1,7 GHz / Mali G51
RAM4 GB RAM
Speicher128 GB
BetriebssystemAndroid 9 „Pie“
Haupt-Kamera48 MP Weitwinkelobjektiv, f/1.8 Blende; 8 MP Ultraweitwinkelobjektiv und 2 MP Bokeh-Objektiv mit LED-Blitz. Mit Autofokus und Digital-Zoom.
Front-Kamera24MP f/2.0 Blende; Digital-Zoom
AnschlüsseUSB-Typ-C Anschluss
Akku3340 mAh mit Schnellladefunktion, nicht austauschbar
KonnektivitätWi-Fi 802.11 a/b/g/n/ac, 2,4 und 5 GHz, Mobilfunknetz bis 4G, Bluetooth 4.2 (aptX und aptX HD, NFC, GPS, A-GPS, GLONASS, BeiDou
Abmessungen (LxBxH)152,9 mm x 72,7 mm x 7,4 mm
Gewicht159 Gramm
LieferumfangHUAWEI P30 lite
Schnellstart-Anleitung
Ladegerät 18 Watt
Kopfhörer (In-Ear)
SIM-Werkzeug
USB-Typ C Ladekabel
Schutzfolie
Technische Daten des Huawei P30 lite

Performance

Der Beiname verrät schon, dass es sich beim Huawei P30 lite um eine abgespeckte Version der P30 Serie handelt. Logischerweise kann daher das P30 lite, nicht mit den beiden anderen Geräten der P30-Serie mithalten. Doch dies ist man sich vor dem Kauf eigentlich schon bewusst. Beim Prozessor handelt es sich nämlich um denselben, wie er bereits im Huawei Mate 20 lite verbaut wurde. Dennoch hat man hier ein zum Teil besser ausgestattetes Gerät, was hier verbessert wurde, verrate ich euch unter anderem in diesem Abschnitt.

Der verbauten CPU (Prozessor) ist der von Huawei selbst entwickelte 64-Bit CPU Kirin 710. Dabei handelt es sich um einen Achtkern-Prozessor mit einer Taktfrequenz von bis zu 2,2 GHz. Genauer gesagt Takten vier der Rechenkerne mit maximal 2,2 GHz (Cortex A73) und die anderen vier mit bis zu 1,7 GHz (Cortex A53). Dem CPU stehen insgesamt 4 GB RAM zur Verfügung. Wie üblich ist im Prozessor auch der GPU Mali G51 integriert, welcher mit bis zu 650 MHz taktet.

Das System läuft im Alltagsbetrieb bei normalen, nicht allzu anspruchsvolle Anwendungen schnell und ohne Ruckeln. Nur sehr selten konnte ich minimale Verzögerungen feststellen. Dies merkt man z. B. wenn man gerade viele Apps geöffnet hat oder die leichte Verzögerung, bis die Tastatur nach dem Aufrufen erscheint. Im Klaren sollte man sich beim Huawei P30 lite natürlich sein, dass man mit diesem Smartphone nur einfache Programme bzw. Spiele ausführen kann. Bei anspruchsvolleren Anwendungen wie z. B. dem rechenintensiv Spiele muss man somit die Grafikeinstellungen runter regeln und somit auf Details, die Konturenglättung usw. verzichten.Von der Leistung liegt das Huawei P30 lite knapp hinter dem von mir bereits getesteten Huawei Mate 20 lite, jedoch knapp vor dem Huawei P Smart 2019.

Wie bei jedem Smartphone welches ich teste, habe ich natürlich auch beim Huawei P30 lite einige Benchmarktests durchgeführt. Dabei schnitt das neue P 30 lite wie folgt ab: Bei Antutu konnte es im Test einen Wert von 129.585 erreichen und bei Geekbench 4 kam es beim Single-Core Test auf 1540 und beim Multi-Core Test auf 5445 Punkte.

Mit einem internen Flash-Speicher von 128 GB ist das Huawei P30 lite für ein Einsteiger- bis Mittelklasse-Smartphone sehr gut bestückt. Hier ist bei vielen anderen Herstellern bereits bei max. 64 GB Ende. Laut AndroBench erreicht das Huawei P30 lite direkt nach dem Neustart beim Lesen von Daten vom integrierten Speicher 277 MByts/s und beim Schreiben sind es 152 MByte/s. Sollte man aufgrund vieler Apps, Bilder und Videos mehr Speicher benötigen, dann kann man in den SIM-Karten-Slot zusätzlich zur Nano-SIM-Karte eine Micro-SD Speicherkarte um bis zu 512 GB einlegen und somit den Speicher problemlos erweitern. Abzüglich des Betriebssystems und den bereits vorinstallierten Apps bleiben von den 128 GB knapp 105 GB frei zur Verfügung.


Für den geforderten Preis ist die Ausstattung des P30 lite ganz gut. Klar handelt es sich hier nicht um die beste Hardware, aber für ein „lite“ Gerät, ist der Prozessor und der interne Speicher sehr gut bemessen. Die neue Generation des Prozessors für Mittelklasse-Smartphones, welcher auf den Namen Kirin 720 hört, wird frühestens gegen Mitte des Jahres (Juli) erwartet.

(Performance: 3,5 von 5 Punkten)

Display

Das IPS-LCD Display beim Huawei P30 lite besitzt wie bereits erwähnt eine Diagonale von 6,15 Zoll, was knapp 16 cm entspricht. Beim Vorgänger dem Huawei P20 lite war es noch ein 5,84 Zoll Display. Trotz des neuen größeren Displays ist das neue P30 lite nur minimal größer geworden. Dies liegt unter anderem an dem noch einmal deutlich schmaleren unteren Bereich am Display. Dieser ist nun knapp 4 mm breit. Somit ist das P30 lite nur knapp 0,5 mm Höher, 0,16 mm breiter und 0,12 dicker geworden.

Die Bildschirmauflösung entspricht einer Full HD+ Auflösung (Full-High-Defination+), was in Zahlen 2312 x 1080 Pixel entspricht. Daher kommt man beim 6,15 Zoll großen Display auf insgesamt 2.496.960 Bildpunkte und eine Pixeldichte von 415 ppi. Das ist zwar weniger als bei dem ein oder anderen Smartphone, denn diese kommen teils mit einer etwas höheren Pixeldichte und somit einem etwas schärfer Display daher. Im Alltag dürften die meisten unter euch jedoch keinen Unterschied feststellen. Somit kann man auch hier ganz klar beim sehr genauen betrachten des Displays weder die einzelnen Bildpunkte sehen, noch Unschärfen feststellen.

Wie bereits erwähnt kommt beim P30 lite nur kein OLED-Display zum Einsatz, was man sich jedoch in dieser Preisklasse denken kann. Hier setzen nämlich so gut wie alle Hersteller auf ein IPS-Panel, was keinesfalls schlecht ist. Ein IPS-Display bietet zwar keinen so hohen Schwarzwert und somit Kontrast, wie ein OLED-Display. Dennoch gefällt mir das Display sowohl im Indoor-, als auch Outdoor-Einsatz ganz gut. Die Farben werden sehr gut und mit angenehmer Schärfe dargestellt. Lediglich im Outdoor-Einsatz könnte die max. Bildschirmhelligkeit nich etwas höher sein, denn diese liegt bei max. 456 Candela pro Quadratmeter. Klar gibt es hier noch hellere Kandidaten, doch es gibt ebenso auch zahlreiche schlechtere.

Die hohe Blickwinkelstabilität des Displays stellt mich ebenfalls sehr zufrieden. Hier kann ich selbst beim sehr Schrägen betrachten, problemlos den Inhalt auf dem Display ablesen. Übrigens ein kleiner Tipp, diejenigen unter euch, die kein Fan von dem Notch sind, diese kann man in den Einstellungen unter: Anzeige/ weitere Anzeigeeinstellungen/ Notch ausblenden.

(Display: 3,5 von 5 Punkten)

Akku

Huawei hat dem P30 lite einen 3.340 mAh großen Akku spendiert. Dieser ist somit zwar deutlich keiner als bei den beiden anderen P30-Geräten, dafür wiederum besitzt es zum einen ein kleineres Display. Zum anderen kommt das IPS-Display mit deutlich weniger Strom als das OLED-Display, wie es im P30 Pro zum Einsatz kommt aus.

Ich habe in meinem Alltagstest oft mit der Kamera Bilder aufgenommen, gelegentlich während der Zugfahrt kurze Spiele gespielt und immer wieder mal war ich im Netz unterwegs. Anschließend hatte ich immer noch gut 35 % Akku-Ladung übrig. Somit muss man zwar das Smartphone am Abend laden, damit man sicher durch den nächsten Tag kommt. Aber selbst wenn man es nicht am Abend laden kann, sollte die Akkulaufzeit ausreichen, sodass die meisten Anwender je nach Nutzungsverhalten problemlos 1,5 bis 2 Tage das P30 lite am Stück nutzten können.

Ist der Akku leer, wird dieser mit dem in der Verpackung beiliegenden 9 Volt/2 Ampere (18 Watt) Netzteil und dem USB-Typ-C Ladekabel aufgeladen. Dank der Schnellladefunktion war bei mir das Huawei P30 lite nach 30 Minuten auf 35 % aufgeladen. Bis der Akku voll aufgeladen wurde, vergingen knapp 110 Minuten. Somit benötigt man für eine komplette Akku-Aufladung nicht einmal 2 Stunden. 

(Akku: 4,5 von 5 Punkten)

Kamera

Das Huawei P30 lite ist das erste Mittelklasse-Smartphone, welches der Konzern mit einer Triple-Kamera auf der Rückseite ausgestattet hat. Bisher war dies lediglich den teuren Geräten vorbehalten. Die Hauptkamera setzt sich somit aus einem 48-Megapixel-Weitwinkel (f/1.8 Blende), einem 8-Megapixel-Ultra-Weitwinkel- und einem 2-Megapixel-Bokeh-Objektiv zusammen. Ob bei den beiden anderen Objektiven ebenfalls eine f/1.8 Blende zum Einsatz kommt, gibt Huawei leider nicht an. 

Um die 48 Megapixel nutzen zu können, muss man jedoch den „AI-Modus“ die künstliche Intelligenz ausschalten. Zudem ist mit 48 Megapixel kein Zoom möglich. Um den vorhanden zweifachen Zoom der mit dem Huawei P30 lite möglich ist nutzen zu können, muss man entweder den AI-Modus aktivieren oder oben rechts im Zahnrad die Auflösung auf 12 MP reduzieren. Diese 12 MP-Auflösung wird jedoch eigentlich ebenfalls über den 48-MP Hauptsensor erstellt. Hierfür wird lediglich die Auflösung von 8.000 x 6.000 Pixel auf 4.000 x 3.000 reduziert und somit entspricht dies einem digitalen Zoom und nicht einem optischen Zoom. Jedoch ermöglicht die Möglichkeit des zweifachen Zooms dennoch die Möglichkeit für besondere Bilder.

Leider besitzt das Huawei P30 lite wie bereits das Mate 20 lite keinen optischen Bildstabilisator (OIS) sondern lediglich einen elektronischer Stabilisator (EIS), welcher bei Videoaufnahmen genutzt wird.

Bei gutem Licht gelingen mit dem Huawei P30 lite ganz gute Bilder, jedoch gelingt dies inzwischen den meisten Mittelklasse-Smartphones sehr gut. Den Unterschied stellt man dann in der Regel am stärksten bei schlechteren Lichtverhältnissen fest. So merkt man vor allem bei Aufnahmen in der Nacht mit Straßenbeleuchtung, dass dabei weniger Details und eine geringere Schärfe vorhanden sind. 

Aktivere man den bereist erwähnten „AI-Modus“, reduziert sich zwar die Auflösung von 48 MP auf 12 MP, doch ehrlich gesagt reichen die 12 Megapixel, welche standardmäßig eingestellt sind völlig aus. Somit kann man in den meisten fällen die „KI“ aktiveren, denn damit holt man in den meisten Fällen mehr aus den Bildern heraus. Im KI-Modus erkennt die Software automatisch das Motiv und wählt passende Szenen oder besser gesagt nimmt Einstellungen vor, damit die Bilder noch besser werden vor. Daher werden hier die Farben, der Kontrast und die Belichtung automatisch geregelt bzw. angepasst. Insgesamt kann die Kamera 22 verschiedne Kategorien wie z. B. essen, Pflanzen usw. erkennen. Das Ergebnis sind ein kräftiger Grünton in den Blättern der Bäume und Pflanzen und ein schöner blauer Himmel. 

Meiner Meinung nach wird im KI-Modus jedoch weiterhin die Farbsättigung via Software zu sehr erhöht, sodass die Bilder zu unnatürlich wirken. Da dieses unnatürlich vielen gefällt und die meisten ihre Bilder sowieso via Instagram usw. bearbeiten, ist dies natürlich für diejenigen eine praktische Funktion. Wozu ich absolut raten kann, ist die KI-Funktion beim Fotografieren von Lebensmitteln zu deaktivieren. Hier ist die Farbsättigung nämlich oftmals einfach viel zu übertrieben.

Videos können mit der Hauptkamera nicht in 4K aufgenommen werden. Hier muss man sich mit einer maximalen Auflösung von Full-HD mit 60 fps zufriedengeben. Zudem können Videos mit einer 16-facher Zeitlupe (480 fps) aufgenommen werden, dabei gilt jedoch zu beachten, dass die Auflösung auf 1280 x 720 (720p) reduziert wird. Beim Zoomen während der Aufnahme ist mir aufgefallen, dass man hier sehr stark den Wechsel zwischen den Objektiven bemerkt. Dies bekommen machen anderen Hersteller deutlich besser hin. Nicht nur die Hauptkamera kann Fotos mit Bokeh-Effekt aufnehmen, sondern auch die mit 24-Megapixel f/2.0 Blende auflösende Frontkamera ermöglicht diese Art von Selfie-Aufnahmen. Ich persönlich bin jedoch kein Fan von dem Standard eingestellten Beauty-Effekt, daher rate ich persönlich dazu, diesen abzuschalten. Ansonsten gelingen mit der Selfie-Kamera ganz gute und zufrieden stellende Aufnahmen.

Die Frontkamera ermöglicht Video-Aufnahmen in max. Full-HD mit 30 Bilder pro Sekunde. Bei Dunkelheit und umschalten auf die Front-Kamera, schaltet die Kamera-Software automatisch auf der Porträt-Modus und ändert den Rahmen um das Live-Bild von Schwarz auf Weiss. Dadurch wir z. B. das Gesicht automatisch aufgehellt und zudem wird das Display als Blitzlicht genutzt.

(Kamera: 3,5 von 5 Punkten)

 Software

Huawei hat das P30 lite mit dem Google-Betriebssystem Android 9 Pie ausgestattet. Darüber legt das Unternehmen wie üblich die Benutzeroberfläche EMUI. In diesem Fall in der Version 9.0.1. Beim Sicherheitspatch handelt es sich leider noch um die Version vom März 2019, daher ist dieser nicht ganz so aktuell.

Die EMUI Oberfläche gefällt mir wie bei den bisher von mir getesteten Huawei-Devices sehr gut. Das System läuft dank dem 4 GB RAM Arbeitsspeicher schnell und ohne ruckeln. Mein Hauptkritikpunkt bei der Software des Huawei P30 lite ist, dass hier sehr viele Apps von dem Funktionsumfang doppelt vorinstalliert sind. So habe ich z. B. um Aufnahmen (Fotos und Videos) die ich mit der Kamera gemacht habe drei Möglichkeiten diese anzusehen. Entweder über Galerie, Google Fotos und Video. Weiter geht es bei E-Mails, den hier gibt es neben der E-mail App noch Gmail. Die doppelten Apps kommen daher zustande, dass Huawei neben den eigenen Apps auch noch die von Google installiert bzw. muss, da diese das System zur Verfügung stellen. Die Bloatware von Huawei (Apps die nicht gelöscht werden können) halten sich im Großen und Ganzen in Grenzen. Daher lassen sich die meisten der vorinstallierten Apps deinstallieren. 

Beim Huawei P30 lite ist das Einstellungsmenü und insgesamt 15 Untermenüs eingeteilt. Hier hab ich inzwischen das Gefühl, als würden hier immer mehr Untermenüs dazu kommen, denn beim Mate 20 lite waren es immerhin noch 12 Menüpunkte. Wer bereits schon einmal ein Huawei Smartphone sein eigenen nennen konnte, wird sich hier weiterhin gut zurechtfinden. Alle anderen, die bisher ein anderes Android Smartphone oder iPhone besaßen, werden sich jedoch auch nach einigen Tagen problemlos mit dem System auskennen und sich schnell zurechtfinden. Sollte man zufällig mal eine Einstellung, die man sucht nicht finden, kann man diese einfach in der Suchfunktion ganz oben eingeben. Weiterhin gibt es wie bisher von den anderen von mir getesteten Huawei Geräten bekannt einige nützliche Gestensteuerungen wie z. B. die einfache Screenshot-Funktion. Damit kann man durch das Streichen mit drei Fingern von oben nach unten über das Display einen Screenshot erstellen. Es gibt natürlich noch weitere interessante Funktionen, die allesamt mit Text und einem Beispielvideo erklärt werden.

(Software: 4 von 5 Punkten)

TEIL 3

bestehend aus „Preis/Leistung“ entspricht 10% der Gesamtwertung

Beschreibung

Beim Huawei P30 lite handelt es sich um ein gut ausgestattetes Mittelklasse-Smartphone. Bisher war eine Triple-Kamera nur den teuren Geräten vorbehalten, so haben es hier einige der Mitbewerber in derselben Preisklasse etwas schwerer mitzuhalten. 

Wiederum gibt es in dieser Preisklasse auch Smartphones, die zwar nicht über ein Weitwinkel-Objektiv und mit keinem Zoom ausgestattet sind, dafür jedoch ein OLED-Display besitzen. Hier muss man sich daher entscheiden, ob es unbedingt OLED sein muss, oder lieber die etwas vielseitiger einsetzbare Kamera. 

Das Display und der Akku des Huawei P30 lite kann in meinem Test durchaus positiv überzeugen und auch mit der Kamera gelingen bei normalen Tageslicht, ganz gute Bilder. Lediglich bei schlechten Lichtverhältnissen scheidet es schlechter ab und beachten sollte man, dass zwar mit einem ultimativen Zoom geworben wird, dieser jedoch eigentlich Digital über das 48 MP Kameramodul stattfindet. 

Preis/Leistung

Die UVP des P30 lite liegt bei 369 EUR. Doch das seit Mai 2019 erhältliche Mittelklasse-Smartphone ist bereits für weniger Geld kaufbar.

Das Huawei P30 lite kann vor allem mit einer sehr guten Akkulaufzeit, einem guten IPS-Display, welches mit kräftigen Farben und einer hohen max. Helligkeit daher kommt überzeugen und auch die Triple-Kamera kann in dieser Preisklasse positiv überzeugen. Des Weiteren bekommt man hier ein größeres Display in einem nur sehr minimal größeren Gerät als beim Vorgänger dem Huawei P20 lite. Für mich persönlich ist das P30 lite daher ein würdiger Nachfolger.

HUAWEI P30 LITE

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unter Berücksichtigung aller Teilwertungen

 Wir bedanken uns beim Hersteller für die Bereitstellung des Produktes. Zu unseren Grundsätzen

Link zum Hersteller: Huawei.com/de

Audio-Technica ATH-ANC900BT

Audio-Technica ist ein weltweit agierendes Unternehmen, dessen Hauptsitz sich in Machida einer Stadt in Präfektur Tokio, Japan befindet. Das Unternehmen wurde im Jahr 1962 von Hideo Matsushita in Tokio, Shinjuku-ku gegründet. 

Audio-Technica befasst sich mit der Entwicklung, der Vermarktung und dem Vertrieb von Audioausrüstung für verschiedenste Anwendungen. Ursprünglich bekannt für die Herstellung von Tonabnehmersystemen für Plattenspieler, fertigt Audio-Technica heute auch Mikrofone, Drahlossysteme, Mischer, einige Produkte für den Einsatz auf der Bühne, im Studio- und Heimbereich und auch Kopfhörer. 

Gegen Ende des letzten Jahrs habe ich euch mit dem ATH-ANC700BT einen Over-Ear Kopfhörer mit Active Noise-Cancelling aus dem Hause Audio-Technica vorgestellt. Nun hat das Unternehmen zur CES 2019 den Nachfolger des schlichten aber schönen Over-Ear Kopfhörer vorgestellt. Bei diesem hat Audio-Technica etwas den Klang optimiert, die Akkulaufzeit noch einmal deutlich verbessert und die von anderen Sport-Kopfhörern bekannte Hear-Through-Funktion hat ebenfalls Einzug erhalten. Ob mich der neue Noise-Cancelling Kopfhörer im Test überzeugen konnte, erfahrt ihr in folgendem Testbericht, denn ich habe diese nun einige Wochen getestet.

AUDIO-TECHNICA ATH-ANC900BT

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TEIL 1

Bestehend aus „Verpackung/Design/Verarbeitung“ entspricht 25% der Gesamtwertung

Verpackung

Auf dem ersten Blick würde man meinen, Audio-Technica hat bei der Verpackung gegenüber des Vorgängers kaum etwas verändert. Doch wer genau hinschaut, stellt fest, dass diese von der Vorderseite etwas aufgeräumter gestaltet wurde. Man hat hier die Abbildung des Kopfhörers etwas mehr in den Vordergrund gesetzt, was sehr gut durch den glänzenden Aufdruck gelungen ist. Zudem hat man an der Vorderseite auf die zusätzlichen Symbole und Texte verzichtet, die auf die besonderen Funktionen des ATH-ANC900BT hingewiesen habe. Die Vorderseite ist lediglich noch mit dem Firmen-Logo, dem Namen des Unternehmens und des Kopfhörer versehen. Zudem wird hier auch noch dezent erwähnt, dass es sich um einen kabellosen Noise-Cancelling Kopfhörer handelt und mit dem Bluetooth und Hi-Res-Audio Logo wird im rechten unteren Rand geworben.

Auf der rechten Seite ist erneut der Name des Noise-Cancelling Kopfhörer zu lesen und zudem ist hier eine kleinere Abbildung von diesem abgebildet. Bei dieser erkennt man jedoch noch etwas mehr vom Kopfhörer. Direkt darunter hat Audio-Technica den Lieferumfang mit Skizzen und Wörtern aufgelistet und direkt darunter die beiden Audio Codec´s aptX und AAC erwähnt. Gegenüber dem Vorgänger bietet der ATH-ANC900BT nämlich nun auch den besseren Audio Codec für Apple-Devices.

Die gegenüberliegenden linke Seite, befasst sich beim etwas veränderten Verpackungsdesign mit den für Audio-Technica als besonders zu hervorhebenden Ausstattungsmerkmale des neuen Kopfhörers. Zu diesen zählen unter anderem: Eine verbesserte Akkulaufzeit von bis zu 35 Stunden (mit aktiviertem Bluetooth und ANC), dass bei der Wiedergabe über Kabel Hi-Res Sound unterstützt wird und zwei 40 mm Treiber für einen detailreichen Klang verbaut sind.

Nun zur letzten Seite der Verpackungshülle, der Rückseite. Diese wirkt ebenfalls gegenüber der Verpackung des Vorgängers deutlich aufgeräumter. Hier zeigt man nun je zwei weitere Bilder des Kopfhörers. Diese zeigen einmal eine nähere Ansicht der Ohrmuscheln und im zweiten Bild, wird gezeigt, dass der Kopfhörer drehbare Ohrmuschel besitzt und zudem zusammengeklappt werden kann. Zudem werden unter den Bildern die wichtigsten Eigenschaften des Kopfhörers in vier Sprachen aufgelistete, sowie die wichtigsten Spezifikationen und einige Informationen zum Hersteller Audio-Technica.

Entfernt man die bedruckte Umverpackung von der eigentlichen stabilen Hauptverpackung, dann kommt eine schwarze Kartonage zum Vorschein. Öffnet man diese an der vorderen Stirnseite, kann man diese von vorne nach hinten hinweg aufklappen. Auf zwei bedruckten Kartonage-Hälften wird kurz auf die Touch- und Stippe-Funktion hingewiesen. Klappt man diese beiden Elemente zur Seite, kommt ein schwarzer Beutel zum Vorschein, in dem sich die hochwertige Transport- und Aufbewahrungstasche befindet. Diese wird ganz einfach via Reißverschluss geöffnet und verbirgt im Inneren den kompletten Zubehör. So befindet sich darin nicht nur der ATH-ANC900BT Kopfhörer, sonder auch ein Micro-USB Ladekabel, ein Klinkenkabel und ein Flugzeugadapter. Des Weiteren befindet sich unter der Tasche noch eine Bedienungsanleitung und weitere Broschüren.

(Verpackung: 4,5 von 5 Punkten)

Design

Auf den ersten Blick kann man den neuen Audio-Technica ATH-ANC900BT nicht von dessen Vorgänger unterscheiden. Von allen Seiten betrachtet ähneln sich die beiden Kopfhörer ziemlich sehr. Den Unterschied machen hier nur die zum Teil veränderten bzw. anders positionierten Hardware-Tasten und den beiden glänzenden Kunststoffelementen auf der linken und rechten Seite an der Ohrmuschel-Außenseite.

Der glänzende Ring an beiden Seiten lockert hierbei das sonst nur matte Design auf, ohne dabei das Gesamtbild zu zerstören. Das Hersteller-Logo ist wie bereits beim Vorgänger erneut in die Außenseite der Ohrmuschel eingelassen und auch das matte Proteinleder (Kunstleder) der Ohrpolster rundet das schöne, schlichte Design des ATH-ANC900BT ab.

Damit man sich selbst ohne vorher auf die Beschriftung der Innenseite des Kopfbügels einfach merken kann, wie rum der Kopfhörer auf den Kopf gehört, hat Audio-Technica alle Anschlüsse sowie Bedienelemente am ATH-ANC900BT erneut an der linken Ohrmuschel untergebracht. Zudem wurden dieser wie bereits beim Modell davor durch den Einsatz einer Touch-Oberfläche auf das Wesentlichste reduziert. Auf die Touch-Oberfläche bzw. deren Bedienung gehe ich unter “Bedienung“ genauer ein, doch zuvor möchte ich euch die Anschlüsse und die Hardware-Tasten etwas genauer erläutern. 

So findet man direkt im vorderen Bereich einige Millimeter unterhalb der Aufhängung einen Micro-USB-Anschluss, um den integrierten Akku wieder aufzuladen. Hier sollte man spätestens bei den nächsten Kopfhörern, egal ob In-Ear, On-Ear oder Over-Ear, endlich auch mal auf USB-Typ-C setzen, schließlich ist der Micro-USB-Anschluss nicht mehr zeitgemäß und USB-Typ-C nun schon in vielen anderen Audio-Komponenten und Smartphones verbaut. Etwas leicht oberhalb des Ladenschlusses versteckt sich in einer kleinen Aussparung das integrierte Mikrofon, welches z. B. zum telefonieren genutzt wird.

Direkt nach unten gerichtet befindet sich der 2,5 mm Stereo-Miniklinken-Anschluss. Damit kann man dem Kopfhörer, sofern euer Abspielgerät noch über eine Audio-Klinke verfügt, Musik zugespielt werden. Dafür legt Audio-Technica ein 1,2 Meter langes Kabel bei, welches an beiden Enden vergoldete ist und an einer Seite mit einem abgewinkelten 3,5 mm Stecker und der anderen mit einem 2,5 mm Stecker versehen wurde. Zwischen der Ladebuchse und dem Klinken-Anschluss befindet sich zwei kleine Status-LED´s. Diese LED´s zeigen nicht nur den Betriebszustand des Kopfhörers an (Bluetooth verbunden usw.), sondern auch, ob ANC (Active Noise Cancellation) oder HT (Hear-Through). An-/ausgeschaltet ist.

Nun zu den letzten beiden Hardware-Knöpfen des ATH-ANC900BT. Unmittelbar hinter der Klinken-Buchse befindet sich der vom Vorgänger bereits bekannte ON/Off-Schieberegler. Mit diesem kann man, wie die Bezeichnung schon vermuten lässt, den Kopfhörer an-/ausschalten. Direkt dahinter wiederum befindet sich die sogenannte Unterfunktionstaste, mit der man die Hear-Through-Funktion ein- oder ausschalten kann. 

Die Ohrmuscheln lassen sich um etwa 90 Grad nach innen drehen und zudem nach innen klappen. Dadurch kann der ATH-ANC900BT sehr schnell und einfach in das Transportcase verstaut werden.

(Design: 4 von 5 Punkten)

Verarbeitung

Wie für viele Kopfhörer-Hersteller üblich, kommt auch der neue ATH-ANC900BT zum Großteil aus einem Kunststoff-Gehäuse daher. Dieses macht aber durch seine matte Oberfläche und dem daraus Resultierenden zeitlosen Design einen dennoch hochwertigen Eindruck. Des Weiteren trägt der mit einem Federstahl-Kern versehene Kopfbügel und die ebenfalls damit ausgestattet 10-fache Bügelverstellung zu einem stabilen und langlebigen Eindruck bei. Lediglich bei den dreh-und klappbaren Gelenken der Ohrmuscheln und die Ohrschalen-Aufhängung wurden aus Kunststoff gefertigt. Diese machen jedoch nach eignen Wochen intensiv Nutzung immer noch einen hochwertigen Eindruck, wie es hier jedoch nach einem Jahr aussieht, kann ich leider nach dieser kurzen Zeit nicht sagen.

Mit knapp 261 Gramm gehört der ATH-ANC900BT zu den leichteren Over-Ear-Kopfhörern. Die mit Memory-Schaum gefüllten Ohrpolster und das Kopfband sorgen für eine angenehme Gewichtsverteilung. Die Verarbeitung des Kopfhörers gefällt mir somit sehr gut. Lediglich im Inneren der Ohrmuschel bin ich von der Verarbeitung etwas enttäuscht. Dieses Problem war jedoch bereits beim Vorgänger der Fall. Hier ist unter dem Innenbezug der Ohrmuschel ein Kunststoffbügel versteckt, welchen man durch eine erhabene Stelle bemerkt. Stören tut diese Erhöhung jedoch nicht, da diese in dem Bereich sitzt, indem diese keinen Kontakt zum Ohr hat. Doch leider ist hier der Stoff teilweise etwas lose angebracht, was zwar nur beim genauen Betrachten auffällt, aber man sicherlich beim Betrachten des Preises etwas hübscher hätte lösen können. 

Beim Lade-Anschluss habe ich ja bereits bemängelt, dass man hier zum aktuellen USB-C Anschluss greifen hätte sollen. Mittlerweile greifen nämlich immer mehr Hersteller zum modernen USB-Typ-C-Anschluss.

(Verarbeitung: 4 von 5 Punkten)

TEIL 2

bestehend aus „Funktion des Produktes“ entspricht 65% der Gesamtwertung

Kopfhörer-ArtOver-Ear-Kopfhörer
KategorieOver-Ear Kopfhörer mit ANC, Bluetooth 5; aptX, AAC, SBC und High-Res Audio (nur bei Kabelübertragung)
FarbeMattschwarz
Gewicht263 Gramm laut Hersteller
MaterialHochwertiger Kunststoff
TönerJeweils links und rechts ein 40 mm-Treiber
Akkulaufzeitbis zu 35 Stunden mit Bluetooth und ANC, mit Bluetooth und ANC 40 Stunden und kabelgebunden mit ANC 60 Stunden
Schalldruckpegel103 db/mW (mit ANC) ohne ANC 100 db/mW
Frequenzbereich5 Hz – 45 kHz
LieferumfangAudio-Technica ATH-ANC900BT
1,2 m langes 3,5-mm-/2,5-mm-Stereo-Miniklinkenkabel
USB-Ladekabel (30 cm, USB Typ A / Micro-USB Typ B)
Flugzeugadapter
H0chwertige Transporttasche
Beschreibung und Kurzanleitung
Technische Daten des Audio-Technica ATH-ANC900BT

 Tragekomfort

Der Tragekomfort beim ATH-ANC900BT kann mich hier genau so gut wie bei dessen Vorgänger Überzeugen. Kein Wunder, denn hier hat Audio-Technica nichts verändert. Es handelt sich quasi um die selben mit Memory-Schaum gepolsterte Ohrpolster und Kopfbügel. Dank nur minimal höheren Gewicht, trägt dieser sich auch nach längerer Hörzeiten ohne Druck auf die Ohren oder Ähnliches. So hatte ich die Kopfhörer problemlos über eine Stunde am Stück auf, ohne das diese mich störten. 

Positiv ist auch der Freiraum für die Ohren, denn die Aussparung für die Ohren sind meiner Meinung nach angenehm groß, sodass dieses angenehm umschlossen wird und dennoch genug Spielraum bieten, sodass man beim tragen ein luftiges Gefühl bekommt. Dies lässt zwar nach einiger Zeit etwas nach, aber dies ist Over-Ear Kopfhörer bedingt, da es um die Ohren vor allem im Sommer schnell warm werden kann. Ansonsten passt sich der ATH-ANC900BT durch die drehbaren Ohrmuscheln sehr gut dem Kopf an und sorgt somit, dass die Ohrpolster gleichmäßig um die Ohren aufliegen. Die weichen Ohrpolster sorgen zudem dafür, dass sich der Kopfhörer auch für Brillenträger eignet.

(Tragekomfort: 4 von 5 Punkten)

Bedienung

Nun möchte ich euch noch wie versprochen die Touch-Oberfläche näher erklären. Hier können wir unter anderem durch antippen mit dem Finger im oberen Bereich der Ohrmuschel die Lautstärke erhöhen und am unteren Bereich absenken. Der Fehler beim Vorgänger, dass man damit nur die Lautstärke des Kopfhörers und nicht gleich die des Smartphones erhöht, hat Audio-Technica hier behoben. Wiederum finde ich es etwas Schade, dass man die Lautstärke nur um einen Pegel (1. Stufe) erhöhen kann. Hier hätte ich mir sehr gewünscht, dass man nicht jedes mal für jede Stufe auf die Touch-Oberfläche tippen muss, sondern diese durch anschließendes halten des Fingers um mehrere Stufen erhöhen kann. 

Durch das Antippen in der Mitte wird die Musik pausiert und durch erneuten antippen weitergespielt. Dies funktioniert nicht besonders zuverlässig. Hier muss man nämlich möglichst exakt den Bereich in der Mitte, an dem das Audio-Technica Logo befindet treffen. Sonst kann es schnell sein, das man versehentlich einen Titel weiter springt. Legt man den Finger etwas länger auf der Ohrmuschel auf, aktiviert man den Sprachassistenten auf dem Smartphone. Eine Wischbewegung von unten nach oben sorgt dafür, dass die Musik einen Track vorspringt und von oben nach unten einen Titel zurück. Dies ist auch nicht wirklich präzise, denn oftmals springe ich hier gleich zwei Titel Zurück usw. Zwischen ANC an, HT und ANC Off, wechselt man ganz einfach durch auflegen der Hand auf die Ohrmuschel, bei jedem erneuten auflegen wechselt man die drei Modi durch.

Weiterhin können eingehende Anrufe ebenfalls sehr bequem am Kopfhörer angenommen werden. Dazu einfach beim eingehenden Anruf auf die Mitte der Touch-Oberfläche tippen. Die Gesprächslautstärke kann dann ebenfalls wie die Lautstärke der Musik durch berühren des oberen bzw. unteren Bereiches der Touch-Oberfläche erledigt werden.

Anfangs braucht man bei der Steuerung etwas Übung. Es kommt vor, dass man z. B. statt einen Titel zurück, gleich zwei zurückspringt. Ich hab mir dann angewöhnt, vom oberen Bereich nur bis ca. zum Audio-Technica Logo zu wischen, dann hat dies deutlich besser geklappt. Doch selbst dann kam es leider immer wieder vor, dass ich anstelle des nächsten Titels die Musik pausiert habe. Daher klappt die Bedienung über das Touch-Touch-Bedienfeld nicht immer zu 100 % und braucht anfangs auf jeden Fall etwas Übung und etwas Glück.

(Bedienung: 2,5 von 5 Punkten)

Klang

Beim ATH-ANC900BT setzt Audio-Technica wie eigentlich fast alle Kopfhörer-Hersteller in diesem Preissegment auf zwei 40 mm Treiber. Diese sollen wie bereits beim Vorgänger für eine außerordentliche Audiowiedergabe mit vollem Klangspektrum sorgen. Den Frequenzbereich gibt Audio-Technica zwar mit 5 Hertz bis 45 Kilohertz an, doch dies sagt relativ wenig aus. Schließlich kann kaum ein Mensch diese Hohen und Tiefen Frequenzen hören. Man sagt hier, dass ein Menschliches Ohr im Schnitt ein Frequenzband von 20 HZ bis 20 Kilohertz wahrnehmen kann. Daher sollte man nicht so viel Wert auf eine möglichst gute Frequenzkurve legen, sondern einen Kopfhörer probe hören, denn für ein gutes Klangbild spielen viele Faktoren eine wichtige Rolle. Daher möchte ich nun meinen persönlichen Eindruck vom Klangbild des ATH-ANC900BT beschreiben.

GBeim Vorgänger, dem ATH-ANC700BT konnte ich noch kritisieren, dass sich die Klangeigenschaft durch zu- oder abschalten des ANC zu sehr verändert hat. Dies ist nun beim neuen Modell nicht mehr der Fall. Es ist nur ein minimaler Unterschied, den man beim Bass feststellen kann, jedoch muss man sich dafür sehr drauf konzentrieren.

Das Klangbild würde ich als ausgewogen beschreiben, mit leicht angehobenen Höhen. Der Bass ist schön kräftig und satt, ohne dabei die Mitten oder Höhen zu dominieren. Daher klingt der Bass sehr ausgewogen, natürlich und keinesfalls übertrieben. Im Vergleich zu einigen bisherigen Over-Ear Kopfhörern, ist der Bassbereich daher nicht ganz so präsent und daher sollten diejenigen unter euch, welche einen bassbetonten Kopfhörer eher bevorzugen zu einem anderen Kopfhörer greifen. Die Wiedergabe der Stereobühne beherrscht der Hersteller auch beim neue  Audio-Technica ATH-ANC900BT wieder sehr gut. Hier kann mich der Kopfhörer sehr überzeugen. Die Mitten sind sehr ausgewogen abgestimmt und sorgen für eine sehr klare und natürliche Wiedergabe von Stimmen. Die Höhen sind wie bereits bei einigen anderen Kopfhörern des Herstellers etwas zu sehr betont, jedoch empfindet man dies auf keinem Fall als schrill oder störend. Es handelt sich hierbei nur um einige wenige Passagen in wenigen Liedern, ansonsten ist dies relativ selten wahrnehmbar. Die Höhen werden ansonsten klar und neutral wiedergegeben.

Das Telefonieren über den ATH-ANC900BT funktioniert zwar ganz gut, jedoch klingt man durch das eingebaute Mikrofon etwas dumpf. Beim Ansehen von Videos und Filmen über mein iPhone X konnte ich einen minimalen Versatz vom Bild zum Ton feststellen, jedoch ist dieser Versatz sehr gering und liegt unter einer Sekunde.

(Klang: 4 von 5 Punkten)

Ausstattung

Dank den sehr weichen Ohrpolstern und dem sehr angenehmen Anpressdruckes, ist die Dämmung der Umgebungsgeräusche bereits ohne aktiviertes ANC ganz gut. Jedoch reduziert das aktivierte Active Noise-Cancelling noch einmal die Umgebungsgeräusche. Das von Audio-Technica verwendete „Hybrid-Noise-Cancelling“ konnte mich jedoch nicht ganz so sehr überzeugen. Zwar wird wie bereits erwähnt der Umgebungslärm durch das Zuschalten reduziert, doch hier schneiden die Top-Noise-Cancelling Kopfhörer von Sony und Bose, die ich im Laden testen konnte deutlich besser ab.

Als ich mit dem Kopfhörer z. B. im Zug unterwegs war, oder an einer gut befahrenen Straße entlang gelaufen bin, konnte der Audio-Technica ATH-ANC900BT zwar die Geräusche reduzieren, jedoch nicht so wirkungsvoll wie z. B. mit der Beats Studio 3, welcher jedoch ebenfalls nicht zu den den Top Noise-Cancelling Kopfhörern zählt. Hier muss man dann bewusst die Lautstärke erhöhen, sodass man weniger von der Umgebung wahrnimmt. Ob dies wiederum im Straßenverkehr z. B. auf dem Rad gut ist, muss jeder für sich selbst entscheiden. Zum Radfahren eignet sich der Kopfhörer mit angeschaltetem ANC wiederum je nach gefahrener Geschwindigkeit ebenso wenig, wie an einem stürmischen Tag damit rauszugehen und eine Runde zu laufen. 

Der Audio-Technica ATH-ANC900BT ist nämlich mit eingeschaltetem ANC sehr windempfindlich. Hier gelangt das Surren des blasenden Windes direkt in den Kopfhörer und stört somit den Musikgenuss enorm. Es hilft dann nur, ANC komplett zu deaktivieren.

Wie einige Sport-Kopfhörer, hat Audio-Technica dem neuen Over-Ear Kopfhörer, die sogenante „Hear-Through“ Funktion spendiert. Hat man diesen Modus mit der Taste neben dem  Ein-/Ausschaltknopf aktiviert, werden die Außengeräusche über die am Kopfhörer ansonsten für das ANC benutzen Mikrofone in den Kopfhörer eingespielt. Somit werden diese je nach eingestelltem Level (3. Stufen regelbar) weniger oder sehr stark durchgeschleust. Dadurch wird automatisch die maximale Lautstärke herabgesenkt, sodass man z. B. im Sportstudio den Trainer oder Partner besser versteht, ohne den Kopfhörer aufzusetzen. Dies funktioniert sehr gut, doch da man meiste sowieso Musik beim Sport hört, ist es eventuell für den ein oder anderen sinnvoller den Kopfhörer kurz abzusetzen.

Zubehör

Audio-Technica ATH-ANC900BT kommt wie bereits eingangs erwähnt in einem ausreichend großen und stabilen Transportcase daher. In dieses passt nicht nur direkt der Kopfhörer problemlos rein, sondern auch sämtliches Zubehör. Im Inneren ist die Tasche mit einem weichen Material versehen, sodass der Kopfhörer nicht verkratzt wird. Der Reißverschluss lässt sich sehr angenehm öffnen und sorgt dafür, dass das Etui sicher geschlossen bleibt.

(Ausstattung: 4 von 5 Punkten)

App

Audio-Technica bietet für einige neuen Kopfhörer die App Namens „A-T Connect“ an. Dabei handelt es sich um dieselbe App, wie für die Audio-Technica ATH-SPORT7TW. Diese App steht sowohl für iOS Geräte, als auch Android Devices kostenlos zum Download im jeweiligen AppStore bereit.

Audio-Technica | Connect
Preis: Kostenlos
Audio-Technica | Connect
Preis: Kostenlos

Audio-Technica bietet für einige neuen Kopfhörer die App Namens „A-T Connect“ an. Dabei handelt es sich um dieselbe App, wie für die True-Wirleless Ohrhörer, welche ich bereits getestet habe. Diese App steht sowohl für iOS Geräte, als auch Android Devices kostenlos zum Download im jeweiligen AppStore bereit.

Startet man die App, landet man, sofern die ATH-ANC900BT mit dem Smartphone verbunden sind, auf der Startseite. Auf dieser Startseite wird einem der Over-Ear Ohrhörer angezeigt und zudem kann man direkt während der Musikwiedergabe per Schieberegler die Lautstärke ändern und den Titel der gerade wiedergegeben wird einsehen. Jedoch muss man dazu nicht zwingend in die App gehen, denn man kann den aktuellen Titel auch in der Musik App ändern, wie z. B. bei mir via Apple Music.

In der Mitte der Startseite wird einem der aktuelle Akkustand in % angezeigt und direkt daneben wird bei Musikwiedergabe, der aktuell verwendeten Audio-Codecs in meinem Fall AAC, angezeigt und den gewählten Rauschunterdrückungslevel. Drückt man auf den Pfeil des oben abgemeldeten In-Ear, dann gelangt man in das Einstellungsmenü. Hier kann man unter anderem, die Verbindung trennen, den Audio-Codec manuell ändern, den ANC Level änder, sowie die Kurzanleitung einsehen. 

Über die drei horizontalen Striche im linken oberen Rand gelangt man in ein weiteres Untermenü. Hier kann man praktischerweise den letzten Standort des Over-Ear-Kopfhörer abrufen, sofern man diesen verlegt hat. Um diese Funktion nutzen zu können ist es jedoch erforderlich, dass ihr der App den Zugriff auf eure GPS-Daten gebt. Zu guter Letzt kann man hier noch die Bedienungsanleitung und die aktuelle Firmwareversion usw. einsehen.

Was ich in der App vermisse, ist die Integration eines Equalizers, sodass man sich die Klangabstimmung etwas mehr den eigenen Vorlieben anpassen kann. Dies bietet die App mit der aktuellen Version 1.3.3 leider noch nicht.

(App: 3,5 von 5 Punkten)

Koppeln und Reichweite

Da NFC auch hier wieder nicht mit an Bord ist, müssen auch Nutzer eines Android Smartphones die Einrichtung wie gewohnt über die Bluetooth-Einstellungen vornehmen. Dies ist jedoch sehr schnell erledigt und erfordert keine besonderen Kenntnisse. Beim ersten Einschalten befinden sich die Audio-Technica ATH-ANC900BT üblicherweise automatisch im Paring-Modus. Dies bestätigt einem das schnelle Aufblinken der Bluetooth-LED. Nun nur noch in den Bluetooth-Einstellungen die Kopfhörer mit der Bezeichnung ATH-ANC900BT suchen und auswählen, schon ist das ganze in knapp einer Minute verbunden.

In den Räumlichkeiten war die Reichweite mit zwei dickeren Beton-Wänden auf ca. 15 Metern begrenzt. Im freien Feld sind bis zu 20 Metern kein Problem. Dabei muss man sich jedoch mit der linken Kopfhörer-Seite zum Smartphone gerichtet haben, denn in dieser Seite befindet sich der Bluetooth-Empfänger. Dreht man sich mit der rechten Seite zum Kopfhörer, ist die Reichweite einige Meter weniger.  Sobald ich den Kopfhörer angeschaltet habe, hat sich dieser mit meinem iPhone automatisch verbunden.

(Koppeln und Reichweite: 4 von 5 Punkten)

Akku

Audio-Technica konnte die Akkulaufzeit beim neuen Modell um ganze 10 Stunden verbessern. Somit kommt man nun auf dem Papier auf eine gesamte Akkulaufzeit von bis zu 35 Stunden (mit Bluetooth und aktiviertem Noise-Cancelling). Ohne aktiviertes ANC beträgt die Laufzeit bis zu 40 Stunden und kabelgebunden aber mit eingeschaltetem ANC bis zu 60 Stunden. Ich habe den Kopfhörer in meinem Testzeitraum eigentlich zu 97 % per Bluetooth und aktiviertem ANC betrieben. Die von Audio-Technica angegebenen 35 Stunden konnte in meinem Test problemlos erreichen, ich kam sogar auf zwei Stunden mehr und somit auf 37 Stunden. Dabei hatte ich die Lautstärke meistens auf etwas 75 % eingestellt. 

Leider hat Audio-Technica den ATH-ANC900BT nicht mit einer Schnellladefunktion ausgestattet und so bietet der größere Akku zwar eine länger Laufzeit, doch dafür wiederum benötigt dieser für eine volle Aufladung des Akkus fast 5,5 Stunden. Ladet ihr den Akku jedoch über ein 5 Watt Netzteil, dann dauert es immerhin knapp 4,5 Stunden.

(Akku: 5 von 5 Punkten)

TEIL 3

bestehend aus „Preis/Leistung“ entspricht 10% der Gesamtwertung

Beschreibung

Mit dem neuen Audio-Technica ATH-ANC900BT hat der Hersteller den Nachfolger des von mir bereits getesteten ATH-ANC700BT auf den Markt gebracht. Dieser ist zwar in einigen wichtigen Bereichen verbessert worden, doch leider immer noch nicht perfekt. So konnte man zwar die Akkulaufzeit auf stolze 35 Stunden am Stück erhöhen und das Problem mit der Veränderung des Klangbilds beim zu- oder abschalten des ANC neutralisieren. Jedoch kann der ATH-ANC900BT mit seinem ANC nicht mit den Platzhirschen von Bose und Sony mithalten. Daher ist das ANC der aktuell größte Schwachpunkt beim neuen Over-Ear Kopfhörer, was bei seinem Preis nicht wirklich so sein sollte. Klanglich gesehen und vom Tragekomfort ist er wiederum ein sehr gutes Gerät.

Preis/Leistung

Die UVP des Audio-Technica ATH-ANC900BT von 299€ ist noch einmal einiges höher, als die seines Vorgängers. Meiner Meinung nach ist der Preis etwas zu hoch gegriffen. Der neue Over-Ear Kopfhörer wird groß als Noise-Cancelling Kopfhörer beschrieben und leider gehört genau diese Funktion zu seinen Schwächen. Hier ist Audio-Technica leider noch etwas weiter von dem hervorragenden ANC des Bose und Sony Kopfhörern entfernt. Wer jedoch über den Punkt der besseren Isolierung vor den Umgebungsgeräuschen absehen kann und klanglich einen guten Kopfhörer sucht, der zudem eine sehr lange Akkulaufzeit sucht, kann dennoch zu diesem Kopfhörer greifen. Jedoch sollte man dann noch warten, bis dieser etwas günstiger im Angebot erhältlich ist.

Schwachpunkt ist neben dem ANC, auch die etwas fehleranfällige Touch-Bedienoberfläche und die Anfälligkeit des ANC gegen stärkeren Wind.

AUDIO-TECHNICA ATH-ANC900BT

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testr Gesamtwertung

unter Berücksichtigung aller Teilwertungen

 Wir bedanken uns beim Hersteller für die Bereitstellung des Produktes. Zu unseren Grundsätzen

Link zum Hersteller: Audio-Technica.com

Ring Stick Up Cam + Solar Panel

Ring wurde mit Sitz in Santa Monica, Kalifornien im Jahr 2012 von Jamie Siminoff gegründet, hier befindet sich auch die Hauptzentrale. Bekannt wurde das Unternehmen durch die intelligente Türklingel „Ring Doorbell“ in einem Crowdfounding-Projekt. Bei diesem Projekt wurde ein deutlich höher Betrag eingenommen, als man sich als Ziel gesetzt hat und dies, obwohl man zuvor bei der Sendung „Shark Tank“ ohne erfolgreichen Deal nach Hause ging.

Am 27. Februar 2018 gab Amazon die vollständige Übernahme von Ring für eine Summe von 1.000.000.000 US-Dollar bekannt. Somit ist Ring nun ein 100%iges Tochterunternehmen von Amazon.

Ring hat bereits mit der Spotlight- und Floodlight Cam ein gutes Angebot an Überwachungskameras für den Außenbereich im Sortiment. Doch vor Kurzem hat das Unternehmen die Stick Up Cam vorgestellt. Diese bietet zahlreiche Möglichkeiten der Befestigung/Aufstellung und kann somit nicht nur im Außenbereich angebracht werden, sondern auch in jedem Raum im Haus. Es gibt eine kabelgebunden und akkubetriebene Version, die beide Videos in bis zu 1080p aufnehmen. Ebenso gehört aber auch eine Nachtsicht, Gegensprechanlage und Sirene zu den besonderen Funktionen. 

Ich habe mir für euch die Ring Stick Up Cam Battery genauer angeschaut. Ob diese im Test überzeugen konnte, erfahrt ihr in folgenden Testbericht.

TEIL 1

Bestehend aus „Verpackung/Design/Verarbeitung“ entspricht 25% der Gesamtwertung

Verpackung

Bei der Verpackung der Geräte bleibt Ring dem üblichen Design absolut treu. So kommen auch die neuen Ring Produkte (Ring Stick Up Cam und das Solar Panel) in der typischen grauen Hauptverpackung daher, welche in einer mit zahlreichen Informationen bedruckten, Blau/weißen Kartonage eingeschoben ist.

Ring Stick Up Cam 

Auf der Vorderseite der Stick Up Cam wird neben der Überwachungskamera ein Smartphone (iPhone) dargestellt, auf dessen Display man ein Beispiel Video gezeigt bekommt, welches die Video-Ansicht der Kamera zeigt. Zudem erfährt man hier typisch wie bei jedem Produkt im oberen Bereich neben dem Namen des Unternehmens, auch den der Kamera und dass diese sowohl innen-/ als auch im Außenbereich angebracht werden kann. Zudem zeigt das Akku-Symbol oben rechts, dass es sich um die akkubetrieben Version handelt.

Die linke Seite ist bei wie bei den meisten Ring-Produkten für einen kleinen Auszug zur Entstehung des Unternehmens in drei Sprachen bedruckt. Schauen wir uns die rechte Seite an, sieht man hier die Ring Stick Up an einer Hauswand im Außenbereich angebracht montiert und dem Hinweis, dass die Überwachungskamera mit allem kommt, was zur Montage an der Wand, Decke oder an sonstigen Oberflächen erforderlich ist.

Auf der Rückseite sieht man die Stick Up Cam in der Mitte gleich zweimal dargestellt. Dies soll über das bewegliche Kugelgelenk an der Rückseite informieren. Dadurch kann man die Kamera nämlich z. B. wie oben dargestellt an die Decke oder wie unten abgebildet an die senkrechte Wand angeschraubt werden. Jedoch kann diese auch einfach aufgestellt werden. Des Weiteren wird man hier zur linken und rechten Seite über die besonderen Funktionen der Kamera informiert. Auf diese gehe ich jedoch im Laufe des Testberichtes noch genauer ein.

Betrachtet man die Unterseite der Verpackung, stehen hier noch die üblichen Infos zum Unternehmen, die technischen Spezifikationen (Maße, Garantie usw.) und der Lieferumfang ist hier ebenfalls aufgelistet.

Hat man die Umverpackung entfernt, kann man die graue Hauptverpackung von vorne nach hinten aufklappen. Direkt auf der Oberseite kommt ein blauer Umschlag mit der Begrüßung „Say hallo to Ring“ zum Vorschein. In diesem Umschlag befinden sich neben einer Kurzanleitung und einer Konformitätserklärung in mehrere Sprachen, auch noch eine Quick Start Guide, sowie zahlreiche Aufkleber mit dem Hinweise einer Video & Audioüberwachung in 6 Sprachen.

Direkt unter diesem Umschlag befindet sich links die Ring Stick Up Cam und recht eine kleine blaue Schachtel in der, wie der Name darauf schon vermuten lässt, sich sämtlicher Zubehör zur Montage befindet. Direkt unter dieser „Installation Tool“ Kartonage befindet sich zudem noch der Ring Stick Up Cam Akku, bei dem es sich um denselben handelt, welcher auch in der Ring Doorbell 2 zum Einsatz kommt. 

Im bereits erwähnten Lieferumfang, also in der Zubehör-Schachtel befindet sich: ein Schraubendreher mit wechsel Bit (Kreuzschlitz- und TORX-Aufsatz) ein Durchmesser 6 mm Steinbohrer, um die Löcher für die Dübel zu bohren, und Schrauben, um diesen anschließend zu befestigen. Zudem befindet sich im Lieferumfang noch ein Ladekabel, um den Akku aufzuladen, sowie je eine Sicherungsschraube für das Batterie Cover, sowie für die Montagefuß-Abdeckung.

Solar Panel

Auf der Vorderseite der Solar Panel Verpackung ist das Panel inkl. Montagehalterung abgebildet. Des Weitern sieht man im oberen Bereich den Name des Herstellers und des Produktes. Nicht wundern, auf meiner Verpackung steht zwar, dass das Solar Panel für die Spotlight Cam sei, doch das passt auch für die Stick Up Cam. Im unteren Bereich sind drei Symbole abgebildet, die über die verstellbaren Montagehalterung, die einfache Installation und das Wetter resistente Design informieren.

Auf der Rückseite ist eine Abbildung zu sehen, bei der das Panel und eine Spotlight Cam an einer Hauswand montiert sind. Der Text daneben erklärt, dass das Solar Panel bei einigen Stunden Sonne am Tag, die Kamera permanent mit Strom versorgt. Des Weitern ist im Bereich darunter der Lieferumfang in fünf Sprachen aufgelistet. An der Unterseite ist ebenfalls eine Übersicht des Lieferumfangs aufgelistet und einige wenige Infos zum Unternehmen Ring.

Beim Öffnen der Solar Panel Verpackung kommt direkt das Solar Panel mit fest verbunden 3,96 m langem Verbindungskabel zum Vorschein. Damit dieses nicht verkratz, ist der Deckel in der Innenseite mit Schaumstoff versehen. Unter diesem Panel versteckt sich sämtlicher Zubehör, welcher für die Montage benötigt wird. So findet man hier neben dem 6 mm Steinbohrer, denselben zweiteiligen Schraubendreher wie im Lieferumfang der Stick Up Cam, die Montagehalterung und die zur Verschraubung benötigten Schrauben und Dübel. Natürlich liegt im Karton auch eine Kurzanleitung und eine Montage-Beschreibung bei.

(Verpackung: 4,5 von 5 Punkten)

Design

Stick Up Cam

Bei der neuen Stick Up Cam handelt es sich um eine kompakte Kamera, die mit einem raffinierten Fuß und Kugelgelenk ausgestattet ist. Das Gehäuse besteht großteils aus hochwertigem und witterungsfestem weißen Kunststoff. Das Zentrum im vorderen Bereich in dem neben der Kamera auch der Lautsprecher, das Mikrofon usw. sitzt, ist bei beiden Modellen schwarz. Es gibt nämlich noch ein weiteres Modell, bei dem die weißen Elemente ebenfalls schwarz sind. 

Das eigentliche Gehäuse der Kamera hat eine Dosen-Form und ist daher rund. Der Durchmesser beträgt 60 mm und es ist 97 mm hoch. Der eigentliche Fuß bzw. im Falle der Stick Up Cam auch gleichzeitig als Montageplatte genutzt Halterung ist ebenfalls rund. Diese verläuft jedoch am hinteren Bereich etwas weiter nach hinten, da hier zwei Aluminium-Streben nach oben verlaufen und mit einem Kugelgelenk mit der Rückseite der Kamera verbunden sind. Aufgestellt ist die Kamera im geraden Zustand etwa 125 mm hoch und inkl. Akku bringt diese 339 g auf die Waage (ohne sind es 224 g).

Auf der Vorderseite fällt, wie bereits erwähnt direkt die Kameralinse auf, diese ist natürlich mit einer Sicherheitsscheibe versehen, sodass die Linse nicht verkratz, wird. Direkt unterhalb der Linse, in der Nut um der Kamera ist links eine kleine Status-LED und rechts ein Mikrofon versteckt. Oberhalb auf dem weißen Teil des Gehäuses ist der graue „Ring“ Schriftzug und darunter der Helligkeitssensor zu sehen.

Im untersten Bereich verbirgt sich hinter dem Gitter der Lautsprecher, dieser wird unter anderem zur Kommunikation mit der Person vor der Kamera genutzt. Die vier IR-LED´s befinden sich um der Kamera-Linse verteilt, zwei davon links und die anderen beiden auf der rechten Seite. In dem Bereich zwischen Kamera und Lautsprecher versteckt sich der Bewegungssensor, damit die Kamera über jede registrierte Bewegung informieren kann.

Da die Stick Up Cam wie bereits erwähnt in meinem Fall via Akku betrieben wird, muss man natürlich auch diesen irgendwo einsetzen. Das erfolgt durch das Öffnen des Bajonettverschlusses an der Unterseite der Stick Up Cam. Hier wird dann ganz einfach der Akku eingeschoben und hier befindet sich daneben direkt der orangene Set-up-Knopf. Betreibt man die Stick Up Cam im Außeneinsatz, dann sollte man im Verschlussdeckel den Gummistopfen entfernen und nach der Montage der Kamera eine der Sicherungsschrauben eindrehen. Damit wird verhindert, dass die Kamera von jemandem anderen übernommen wird, oder der Akku geklaut wird. Damit zudem die Kamera gegen Diebstahl abgesichert ist, befindet sich an der Abdeckung des Fußes ebenfalls eine Sicherung.

Solar Panel

Das Solar Panel welches bei der Stick Up Cam mitgeliefert wird, ist dasselbe, welches auch bei der Spotlight Cam mitgeliefert wird. Das Solar Panel besteht aus einem Kunststoffgehäuse, dessen Front mit einer großen 2,2 Watt großen Solarplatine bestückt ist.  

Das Panel ist 19,68 cm x 13,97 cm x 1,27 cm groß und bringt inkl. festem Kabel knapp 407 g (mit Montagehalterung 445 g) auf die Waage. Dank dem insgesamt fast 4 m langem Kabel kann das Solar Panel im größeren Umkreis flexibel an der Hauswand angebracht werden. Die Halterung besitzt ein in zwei Richtung schwenkbares Gelenk und somit kann das Panel sehr gut an die perfekte Stellung zur Sonne ausgerichtet werden. Das Stromkabel wird an der Rückseite der Stick Up Cam mit zwei Schrauben verschraubt.

(Design: 4 von 5 Punkten)

Verarbeitung

An der Verarbeitung der Stick Up Cam, sowie an dem Solar Panel gibt es kaum etwas zu bemängeln. Zwar bestehen beide Geräte zum Großteil aus Kunststoff, doch dabei handelt es sich um einen hochwertigen wetterbeständigen Werkstoff. Ob dieser jedoch nach einiger Zeit vergilbt kann ich nach einem Testzeitraum nicht sagen, dafür müsste ich die Stick Up Cam einige Jahre im Außeneinsatz betreiben.

Beide Geräte sind bei -20,5 °C bis 48,5 °C, witterungsbeständig und zudem ist auch das Kabel witterungsgeschützt. Zudem sind an beiden Geräten sämtliche Bereiche, an den Wasser bzw. Feuchtigkeit eindringen kann, durch Dichtungen geschützt. 

(Verarbeitung: 4 von 5 Punkten)

TEIL 2

bestehend aus „Funktion des Produktes“ entspricht 65% der Gesamtwertung

Kamera-ArtSmarte Überwachungskamera mit Nachtsicht und raffiniertem Montagefuß
AuflösungFull-HD (1080p)
Weitwinkel115 Grad horizontal, 65 Grad vertikal
Abmessungen
9,70 cm x 6,00 cm x 6,00 cm (ohne Standfuß); Solarpanel: 19,68 cm x 13,97 cm x 1,27 cm
Zoomnur digital
MaterialAluminium und Kunststoff
Konnektivität802.11 b/g/n WLAN-Verbindung @ 2,4 GHz
FunktionenBewegungserkennung, IR-Beleuchtung, integriertes Mikrofon und Lautsprecher, per App steuerbar (Android & iOS)
BetriebsbedienungTemperatur: -30°C bis 48,5°C; Wetterbeständig
LieferumfangRing Stick Up Cam
Sockelblende
Sockelauflage
Solarpanel
Schnellwechsel-Akkupack
Installationswerkzeug und Material
USB-Ladekabel
Benutzerhandbuch
Sicherheitsaufkleber

Einrichtung & Installation

Bei der Stick Up Cam kann man wie bei den Ring Produkten üblich, direkt mit der Montage bzw. mit der Aufstellung der Kamera beginnen. Jedoch kann man auch erst mit der Installation der App starten.

Ich beschriebe hier die Methode, bei der man zuerst die App auf das Smartphone installiert. Die App ist kostenlos im Apple Store (iOS) und Play Store (Android) erhältlich. Direkt nach dem Starten der App muss man auswählen, welches Ring Gerät man einrichten möchte. Hier wählt man im Falle der Stick Up Cam „Sicherheitskamera“ aus. Anschließend soll man den QR-Code der Kamera scannen, dieser befindet sich entweder im Akku-Deckel der Kamera oder im Einrichtungszettel im blauen Umschlag.

Hat man den Code gescannt, erkennt die App automatisch, dass man die Stick Up Cam einrichten möchte und wird gefragt, ob man diese im Innen- oder Außenbereich montiert möchte. Dank Akku ist man bei meinem Testexemplar sehr flexibel und an keine Stromquelle gebunden. Zudem kann man die Stick Up Cam dank dem Solar Panel auch im Außenbereich mit Strom versorgen. 

Wählt man im folgenden Menüpunkt „Innenbereich“ aus, wird man zudem gefragt, ob man die Kamera auf eine Fensterbank stellen möchte, um somit von innen z. B. den Garten zu überwachen. Wählt man hier ja, wird man darauf hingewiesen, dass das Fensterglas die Nachtsicht durch die Reflexion der IR-LED´s negativ beeinflussen kann. Ich habe wiederum die Kamera im Außenbereich angebracht und daher „im Freien“ gewählt. Daraufhin muss man entweder aus Vorschlägen wie: Garten, Vorderseite, oder benutzerdefiniert einen Namen zur einfacheren Zuordnung der Kamera bestimmen. 

Im nächsten Schritt wird sehr gut durch ein kurzes Video gezeigt, wie der Akku in die Stick Up Cam eingesetzt werden muss. Hat man diesen erfolgreich eingesetzt, muss man knapp 30 Sekunden warten, bis die Kamera hochgefahren wurde. Kurz darauf leuchtet die blaue LED an der Vorderseite auf und sollte, sobald sich diese im Einrichtungsmodus befindet, wie im nächsten Video-Ausschnitt zu sehen, anfangen aufzublinken. Ist dies nicht der Fall, muss man den orangenen Knopf neben dem Akku an der Unterseite betätigen.

Anschließend muss man den Namen des heimischen Netzwerkes aus der Liste auswählen und das Passwort des Netzwerkschlüssels eingeben und schon verbindet sich die Stick Up Cam mit dem WLAN-Netzwerk. Automatisch teilt einem die App und die Frauen Stimme an der Kamera mit, dass die Kamera die aktuelle Firmware herunterlädt und installiert. Ist dies installiert, teilt dies einem ebenfalls die Frauenstimme in Englisch mit. Anschließen erfolgt noch ein kurzer Verbindungstest, sodass gewährleistet wird, dass die Verbindung zwischen Netzwerk und Stick Up Cam im Freien gut ist. Sofern man nun noch mehreren Leuten bzw. Familienmitgliedern zugriff, auf die Stick Up Cam geben möchte, kann man diese im nächsten Stepp durch die Eingabe deren E-Mail Adresse tun. Anschließend hat man den vollen Zugriff auf die Kamera und die Einrichtung ist soweit fertig. 

Hat man sich nun dazu entschieden die Kamera im Innenbereich zu betreiben und diese am gewünschten Ort aufgestellt, sied ihr komplett mit der Installation fertig. Hat man sich jedoch für die Installation im Außenbereich entschieden, dann muss diese noch am gewünschten Überwachungsort montiert werden.

Dazu einfach die Abdeckung des Montagefußes entfernen, mit der darin integrierten Wasserwaage ins Wasser ausrichten und die vier Löcher anzeichnen. Daraufhin die Löcher mit dem mitgelieferten Steinbohrer bohren, die Dübel einklopfen und mit den Schrauben das ganze befestigen. Nun wieder die Abdeckung anbringen und mit der Sicherungsschraube die Montagefuß-Abdeckung und den Akkudeckel gegen Diebstahl absichern und schon ist alles fertig. Anschließend kann die Stick Up Cam durch das Kugelgelenk einfach waagerecht ausgerichtet werden und sofern man sich für die Variante mit Solar Panel entscheiden hat dieses noch an der Wand befestigen und mit dem Kabel an der Rückseite der Kamera befestigen. 

Das war es dann auch schon. Das Ganze ist in wenigen Minuten eingerichtet und dank der sehr guten Schritt-für-Schritt Anleitung in der App ein absolutes Kinderspiel

(Einrichtung: 4,5 von 5 Punkten)

Funktionsumfang

Die Stick Up Cam ist wie viele andere Überwachungskamera mit einem Sensor, der mit einer Auflösung von 1080p auflöst ausgestattet. Diese Auflösung ist für eine Überwachungskamera absolut ausreichend.

Damit mit der Kamera ein möglichst großer Bereich überwacht werden kann, ist die Stick Up Cam mit einem Blickwinkel von 115 Grad horizontal und 65 Grad in der vertikalen Achse ausgestattet. Somit ist es hier problemlos möglich z. B. ein Raum, den Eingangsbereich oder die Hofeinfahrt zu überwachen.

Damit man mit der Stick Up Cam nicht nur am Tag das eigene Heim/Wohnung überwachen kann, hat Ring die Kamera wie üblich mit einem sogenannten automatischen Nachtsicht-Modus ausgestattet. Dies bedeutet, dass diese bei Nacht automatisch die zwei links und recht neben der Kamera versteckten IR-LED´s einschaltet und somit das typische Schwarz/Weiß Bild aufzeichnet bzw. in der Live-Ansicht überträgt. 

Wie bereits erwähnt, ist die neue Stick Up Cam jedoch auch mit den von Ring bekannten Bewegungssensoren, einem Lautsprecher und ein Mikrofon mit Geräuschunterdrückung ausgestattet. Die Bewegungssensoren kann man nicht nur in drei Zonen einstellen, sonder man kann auch bestimmen, wie empfindlich diese reagieren.

Erkennt die Kamera eine Person, erhält man innerhalb weniger Sekunden eine Push-Benachrichtigung auf das Smartphone. Anschließen gelangt man durch das Betätigen dieser Nachricht automatisch in der App auf die Live-Ansicht und kann bei Bedarf direkt über die 2-Wege-Audio-Technologie mit der Person reden und eventuell Fragen, was diese hier zu suchen hat. Über das Mikrofon kann die Person dann euch Antworten und durch den Lautsprecher kann diese euch hören. Diese Funktion ist besonders nützlich, wenn man z. B. gerade unterwegs ist und man somit einen eventuellen Einbrecher überraschen möchte.

Mit dem im Set oder auch separat erhältlichen Solar Panel ist es möglich, mit wenigen Stunden Sonnenschein am Tag, die Stick Up Cam permanent mit Strom zu versorgen. Ob es Sinn macht dieses zu erwerben, muss jedoch jeder von euch individuell entscheiden, denn hier kommt es ganz drauf an wo und wie ihr wohnt. Habt ihr eine Stelle, an der am Tag verteilt lange die Sonne scheint, dann würde ich euch zum Kauf raten, ist es nicht der Fall, dann macht es kaum Sinn. 

(Funktionsumfang: 5 von 5 Punkten)

Software

[appcode appstore id926252661]

[appcode googleplay com.ringapp]

Üblicherweise nimmt man wie bei allen Produkten aus dem Hause Ring, sämtliche Einstellungen direkt über die App vor. Hier handelt es sich um eine Universal-App, also um eine App, die für alle Geräte des Herstellers genutzt wird, daher ist diese bei allen Geräten sehr identisch aufgebaut. Dies hat den Vorteil, dass man sich, sobald man ein Gerät von Ring hat, automatisch mit den weiteren Geräten auskennt. Zudem harmonieren die einzelnen Produkte dadurch hervorragend miteinander. Die App ist sehr einfach und daher sehr übersichtlich aufgebaut.  

Direkt nach dem Starten der App befindet man sich auf dem soggenanten „Dashboard“. Sofern man bereits ein eingerichtetes Ring Produkt besitzt, wird dies einem hier mit der letzten Registrierung einer Bewegung und dem Verlauf (Bewegung erkannt usw.) angezeigt. Durch das Symbol mit den drei Strichen oben links erscheint eine Menü-Übersicht. Durch tippen auf den Menüpunkt „Devices“ gelangt man in die Übersicht der bereits eingerichteten Geräte, so werden bei mir die Stick Up Cam angezeigt. Ebenso kann man hier die Kontoeinstellung, also die Wohnadresse und einige weitere Dinge verändern. Möchte man jedoch Einstellungen an der Stick Up Cam vornehmen, muss man im Dashboard auf das jeweilige Bild des Gerätes (Stick Up Cam) drücken.   

Nun befindet man sich in desen Untermenü. Hier kann man oben rechts direkt die restliche Akkukapazität einsehen und kann bequem die Bewegungsaufzeichnung und Bewegungsbenachrichtigung via Schieberegler, aktivieren/deaktivieren. Zudem kann man in diesem Menü den Gerätestatus einsehen und direkt die Bewegungszonen einstellen. Der Bewegungsmelder lässt sich hier in 3 Zonen einstellen und man kann zudem die Empfindlichkeit bestimmen. Ebenso kann aber auch ein Bewegungszeitplan erstellt werden, sodass die Kamera an selbst festgelegten Tagen in der Woche und der dabei festgelegten Uhrzeit nicht über Bewegungen informiert.  

Des Weiteren können wir den Hinweiston und dessen Lautstärke bestimmen, Bewegungen über einen bestimmten Zeitraum, wenn man sich z. B. kurz hinlegen möchte stummschalten und den permanente Zugriff auf die Live-Ansicht aktiveren. Dies reduziert jedoch die Akkulaufzeit.

Im Menüpunkt oben links, kann man den Ereignisverlauf einsehen. Hier wird man über sämtliche Bewegungen, welche die Stick Up Cam über den Tag usw. registriert hat, informiert.

Über den Button Liveübertragung, startet man diese selbsterklärend. Diese ist ca. 1-2 Sekunden zeitversetzt. Dies hängt natürlich auch von der Internetgeschwindigkeit ab. Greift man z. B. von unterwegs aus auf die Stick Up Cam zu, dauert es etwas länger bis das Live-Bild erscheint. Aber dennoch geht diese Zeit meiner Meinung nach vollkommen in Ordnung.

Die Möglichkeit, über den verbauten Lautsprecher mit der Person davor zu kommunizieren ist eine feine Sache. Diese kann nämlich durch das verbaute Mikrofon mit einem reden. Zudem kann ich die Push-Benachrichtigungsinformationen loben, diese arbeiten sehr schnell. Sobald die Kamera eine Bewegung registrieren konnte, erhält man eine Push-Benachrichtigung auf das Smartphone. Etwas negativ ist, dass die App noch nicht 100 % übersetzt wurde. Gelegentlich sind die Texte hier noch in englischer und deutscher Sprache vermischt.

(Software: 4 von 5 Punkten)

Ton-/ Videoqualität

Die Bildqualität der Ring Stick Up Cam kann dank der Full-HD Auflösung (1080p) bei normalem Tageslicht mit einer guten Bildqualität überzeugen. Jedoch hat die kleine Kamera bei starkem Gegenlicht und bei Nacht ihre Schwächen. Bei Sonnenlicht Spiegel die Sonnenstrahlen etwas zu sehr, sodass man je nach Einfallwinkel der Sonnenstrahlen mehr oder weniger gut, etwas auf der Aufnahme erkennen kann. Zudem könnte hier der Kontrastwert etwas besser sein. Bei Nacht kann man wahlweise den reinen Nachtsicht-Modus oder einen soggenanten Color-Nachtsicht-Modus (nur bei der kabelgebundenen Version verfügbar) aktiveren. Beides sorge jedoch nicht dafür, dass man eine Person in weiterer Entfernung besser erkennen könnte. Typischerweise hat auch die Stick Up Cam das häufige Problem von den Überwachungskameras und zwar, dass die Bereiche (Objekte) je weiter diese entfernt sind, desto unschärfer Wirken. 

Die Ring Stick Up Cam startet automatisch eine Aufnahme, sobald diese in den zuvor eingestellten Bewegungszonen eine Bewegung erkannt hat. Bei der akku-betriebene Version kann man diesen Bereich jedoch nur in der Empfindlichkeit und in 3-Zonen bestimmen. Bei der kabelgebunden ist dies etwas ausführlicher bestimmbar, denn hier kann man durch das Verschieben mehrer Punkte auf dem Bild einen exakten Überwachungsbereich bestimmen. Somit kann man bei der kabelgebunden z. B. direkt das Gartentor auf Bewegungen überwachen lassen, was bei der kabellosen nicht so exakt bestimmt werden kann. 

Mit der Tonqualität war ich soweit der zufrieden, an einer normalen Straße, also keine Hauptstraße mit viel Straßenverkehr, konnte ich die Person, vor der Kamera im Test sehr gut verstehen. Ebenso konnte diese mich ohne großartige Störungen hören. Hier leistet die Geräusche-Unterdrückung gute Arbeit und sorgt dafür, dass störende Nebengeräusche aus dem Ton weitestgehend herausgefiltert werden. Solltet ihr eurer Meinung nach zu häufig Push-Benachrichtigungen auf euer Smartphone erhalten, dann solltet ihr definitiv die Empfindlichkeit der Bewegungssensoren reduzieren. Anfangs kann es nämlich vorkommen, dass selbst eine vorbei streunende Katze vom Bewegungsmelder erkannt wird. 

(Bild-/ Videoqualität: 4 von 5 Punkten)

TEIL 3

bestehend aus „Preis/Leistung“ entspricht 10% der Gesamtwertung

Beschreibung

Mit der neuen Stick Up Cam verspricht Ring eine Überwachungskamera, die überall einsetzbar ist und dabei alles im Blick hat. Ebenso wird damit geworben, dass man diese genau dort anbringen kann, wo man diese zur Überwachung anbringen möchte.

Ich kann diesen Punkten soweit zustimmen. Ring hat hier eine sehr vielseitige Kamera auf den Markt gebracht, bei dem sich die Produktentwickler sehr viele Gedanken gemacht haben. Der vielseitige Montagefuß mit seinem Kugelgelenk ermöglicht es, die Kamera quasi überall anzubringen und sogar aufzustellen. Man kann diese somit nicht nur an der senkrechten Wand, sonder auch an der Decke hängend anbringen. Durch das anschließende Ausrichten über das Kugelgelenk kann man das Bild anschließend waagerecht ausrichten. 

Ich persönlich bevorzuge die kabellose Variante, da ich dadurch deutlich flexibler bei der Montage der Kamera bin. Dank der Integration eines Schnellwechsel-Akkus kann dieser in wenigen Minuten durch einen Zweiten ersetzt werden (muss separat gekauft werden 25€). Weiterhin ist das Solar Panel sehr praktisch, welches günstig separat oder wie bei mir bereits im Set mit der Kamera erworben werden kann. Mit diesem Solar Panel kann man sich das Aufladen des Akkus per Ladekabel und die dafür nötigen Stromkosten sparen.

Preis/Leistung

Mit einer UVP von 199 € ist die Ring Stick Up Cam (kabellos und kabelgebunden) bzw. 258 € für die kabellose mit Solar Panel eine gute Möglichkeit zur Überwachung eines Bereiches im Haus, oder im Grundstück. Aktuell sind jedoch alle Varianten der Stick Up Cam direkt beim Hersteller deutlich reduziert. So kostet bei Ring die Stick Up Cam Wired und Battery 159€ und die Stick Up Cam Solar 209 €. 

Man sollte hier jedoch beachten, dass man den Zugriff auf alle Funktionen nur 30 Tage kostenlos zur Verfügung gestellt bekommt. Anschließend werden für den Protect Plan der unter anderem eine Speicherung der Videoaufzeichnung ermöglicht weitere Kosten fällig. Verzichtet man auf diesen, kann man die Geräte zwar problemlos nutzen, jedoch etwas eingeschränkter.

 Nur mit den kostenpflichtigen Cloud-Funktionen erhält man den vollen Funktionsumfang. Für diesen wird jedoch jährlich 30€ (3€ im Monat) für ein Ring Gerät oder 100€ (oder 10€ im Monat) für unendlich viele Ring Geräte fällig. Zudem ist nicht jeder positiv zu einer Cloud eingestellt und daher ist die Ring Stick Up Cam nur für Leute geeignet, denen diese Kritikpunkte nichts ausmachen.

Mit der Stick Up Cam erhält man eine praktische Überwachungskamera, welche mich mit ihrem Lieferumfang, dem sehr praktischen Montagefuß und einer guten Bildqualität bei gutem Licht überzeugen kann.

Die Abo-Kosten:

Ring Stick Up Cam Battery

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testr Gesamtwertung

unter Berücksichtigung aller Teilwertungen

 Wir bedanken uns beim Hersteller für die Bereitstellung des Produktes. Zu unseren Grundsätzen

Rollei GO!

Rollei bzw. die Rollei GmbH & Co. KG wurde in Norderstedt, Deutschland im Jahr 1920, von Reinhold Heidecke und Paul Franke gegründet. 

Weltbekannt wurde das Unternehmen mit der im Jahr 1927 auf den Markt gebrachten zweiäugigen Rolleiflex, einer richtungsweisenden Rollfilmkamera.

Inzwischen fertigt das Unternehmen Rollei jedoch vor allem Stative, Foto-Filter, Blitze, Kamera-Rucksäcke/Taschen, Action-Cams, Sofortbildkameras, Dashcams, Kamera-Zubehör, sowie Smartphone- und Action-Cam Gimbals.

In diesem Testbericht möchte ein interessantes Produkt für alle Filmer unter euch vorstellen. Es handelt sich um den neuen Rollei GO! Gimbal, mit dem selbst Anfänger problemlos verwacklungsfreie Videos aufnehmen können. Ob ich mit der Stabilisierung des Gimbals zufrieden bin und ob dieser mit einem Preis unter 100€ mit den teuren Gimbals mithalten kann, erfahrt ihr in folgenden Testbericht.

TEIL 1

Bestehend aus „Verpackung/Design/Verarbeitung“ entspricht 25% der Gesamtwertung

Verpackung

Rollei liefert den neuen Gimbal „GO!“ in einer mehrteiligen Verpackung aus. Somit befindet sich wie bei einigen anderen Produkten die stabile Grundverpackung in einer bedruckten dünnen Verpackungshülle. Direkt auf der Vorder- bzw. Hauptseite der schwarzen Hülle, wird wie üblich der Name des Unternehmens und der Name des Gimbal erwähnt. Zudem wird darauf hingewiesen, dass es sich um einen Smartphone Gimbal mit kabelloser Ladefunktion handelt.

Des Weiteren wird einem ein Teil des Rollei GO! Inkl., einem darin befestigten Smartphone dargestellt und in den orange-farbigen Rechtecken darunter, die von Rollei als wichtig empfundenen fünf Funktionen angepriesen. Zu diesen zählt unter anderem: Das kabellose laden via Induktion, der Inception-Mode, für 360°-Drehungen in der Rollachse, sowie die Stativ und Porträt-Funktion.

Betrachtet man die Rückseite, wird hier im linken Bereich dasselbe, wie auf der Vorderseite dargestellt. Lediglich rechts handelt es sich nicht um eine Abbildung des Gimbal, sondern um den Lieferumfang in 7 verschiedenen Sprachen. Ebenso werden auch die fünf Symbole von der Vorderseite hier in mehrere Sprachen übersetzt. Auf der Ober- und Unterseite gibt es wenige Infos zum Produkt, denn hier ist lediglich die Webseite des Unternehmens in weißer Schrift zu lesen. 

Je nach Wahl kann man die Umverpackung auf der rechten oder linke Seite öffnen. Anschließen kann man durch anheben einfach das Innenleben (Hauptverpackung) herausziehen. Auf dieser gibt es keine großartigen Besonderheiten, hier prangt lediglich groß „Rollei GO!. Sobald man diese Hauptverpackung wiederum geöffnet hat, kommt eine große schwarze Transporttasche in Carbon-Optik zum Vorschein, in der sich neben dem Gimbal, auch das Ladekabel und das Mini-Stativ befindet. Darüber wiederum liegt in der Verpackung noch eine Kurzanleitung, eine Garantiekarte und Karte, die über die Rollei Facebook-Gruppe informiert und auf eine App Namens „RolleiMoments“ hinweist.

(Verpackung: 3,5 von 5 Punkten)

Design

Der Rollei Go! wurde zum Großteil aus stabilem schwarzen Kunststoff gefertigt. Jedoch sind alle Bereich, die mit dem Smartphone oder einer Befestigungsschraube beim Zusammenlegen in Berührung kommen mit Gummi Bumpern versehen.

Es handelt sich beim Rollei Go! um einen soggenanten 3-Achsen Gimbal, da dieser mit insgesamt drei Motoren (Gelenken) ausgestattet wurde. Diese sorgen dafür, dass die Aufnahme selbst beim Bewegen immer verwacklungsfrei aufgenommen werden. Daher dient dieser, wenn darin ein Smartphone befestigt ist als Bildstabilisator. Die Motoren sind an unterschiedlichen Stellen verbaut, sodass die Bewegungen über drei Achsen ausgeglichen werden. Der erste Motor befindet sich direkt am vorderen Ende des Handgriffes, der zweite am Ende des zweiten Elements und der dritte im nächsten runden Element. Diese Motoren werden allesamt von einem Akku, der sich im Handgriff befindet mit Strom versorgt.

Der Handgriff aus Kunststoff ist ergonomisch geformt, dadurch liegt dieser ganz gut in der Hand. Zudem lässt er sich sowohl als Rechts-, also auch als Linkshänder gut bedienen. Am unteren Ende des Handgriffes befindet sich genau so wie auf der Höhe des Joysticks, jedoch rückwärtig ein 1/4 Zoll Stativgewinde. Damit lässt sich der Gimbal bei Bedarf auf das mitgelieferte Mini-Stativ oder auch auf ein beliebig anderes Stativ befestigen. An der Rückseite des Handstückes befindet sich zudem noch unter einer kleinen Gummi-Abdeckung der Micro-USB-Anschluss, über den der fest verbaute Akku aufgeladen werden kann. Weitere zusätzlich Stativ-Gewinde gibt es zudem noch zwei an der Smartphone-Halterung. Hier kann z.B, ein externes Mikro oder eine Kampe angebracht werden. 

Bedienelemente gibt es nicht besonders viele, doch diese sind wiederum zum Großteil mit mehreren Funktionen belegt. Direkt beim ersten Betrachten des Rollei Go! fällt der Joystick auf. Damit kann man je nachdem wie sehr und in welche Richtung man diesen betätigt das Smartphone in die gewünschte Richtung und der dabei bestimmten Geschwindigkeit drehen.

Direkt neben diesem Joystick befindet sich links und rechts eine Blaue-LED. Davon dient die linke als Akku-Anzeige, sollten hier beide LED´s, also die oberen und untere leuchten, ist der Akku noch zu 70 bis 100 % voll aufgeladen. Leuchtet wiederum nur die Untere, dann sind es zwischen 30 und 70 % und wenn die Untere alleine blinkt, dann sollte man den Akku aufladen, den dann ist dieser unter 30 % aufgeladen bzw. nahezu leer. Die rechte LED informiert wiederum über den aktuellen Status, also unter anderem, welcher Modus gerade eingestellt ist.

Unterhalb des Joysticks gibt es zudem noch ein Wählrad, welches man drehen kann und durch das Betätigen unterschiedliche Funktionen aktiviert. Im Zentrum des Rades befindet sich zudem die Foto-/Video-Taste. Etwas näher auf die Funktionen der Tasten gehe ich unter dem Punkt Funktion ein.

Der Rollei GO! Gimbal ist beim Transport nicht fixiert, daher würde ich diesen eher ungern in einem Rucksack mit vielen anderen Gegenständen verstauen. Dafür liefert Rollei den Gimbal gleich in einer praktischen Aufbewahrungstasche aus. In dieser passt der 350 x 115 x 60 mm (L x B x H) Rollei GO! praktischerweise inkl. des Zubehörs problemlos rein. Das Gewicht des Gimbal ohne Smartphone beträgt 555 Gramm und je nach Smartphone, welches ihr darin befestigt, kommt eben dessen Gewicht noch dazu. So waren es bei mir inkl. iPhone X knapp 730 Gramm. 

(Design: 4 von 5 Punkten)

Verarbeitung

Die Verarbeitung des Rollei GO! ist soweit ganz gut. Klar, dieser ist zum Großteil nur aus Kunststoff hergestellt, doch dies hat soweit keinen negativen Einfluss auf die Funktion. Damit im ausgeschaltetem Zustand nichts kaputt bzw. verkratzt wird, sind an allen Stellen wie z. B. an dem Arm, an dem die Ausbalancier-Schraube knallen kann Gummi-Bumper angebracht. Zwar handelt es sich beim Rollei Go! ganz klar nicht um den ergonomischsten Gimbal, doch dennoch kann man diesen für eine längere Aufnahme gut in der Hand halten. Lediglich nach einiger Zeit merkt man natürlich das etwas höhere Gewicht gegenüber so manch anderem Gimbal. Schließlich hat man hier inkl. Smartphone gut 700 bis 800 Gramm in der Hand. 

(Verarbeitung: 3,5 von 5 Punkten)

TEIL 2

bestehend aus „Funktion des Produktes“ entspricht 65% der Gesamtwertung

Gimbal-Art3-Achsen-Gimbal für Smartphones
Kompatible GeräteAlle Smartphones mit einer Breite von 61mm – 92mm (max. Gewicht 300 g)
Schwenkachse360°
Rollachse310°
Neigeachse+/- 165° ( 330° Gesamt)
MaterialKunststoff
BetriebsdauerBis zu 10 Stunden
Maße/ Gewicht350 x 115 x 60 (L x B x H) 555 Gramm
BesonderheitenUSB-A-Ladeanschluss und Qi-Ladefunktion für kompatible Smartphones.
LieferumfangGimbal
Tasche
Stativ
Micro-USB-Kabel (Ladekabel)
Bedienungsanleitung
Technische Daten des Rollei GO!

Einrichtung

Vor der Inbetriebnahme spannt man natürlich erst einmal das Smartphone in den dafür vorgesehen Halter. Dies erfolgt durch das Auseinanderziehen der beiden Haltebacken, anschließend werden die beiden gummierten Backen automatisch durch Zugfedern zusammengezogen. Die Zugkraft ist dabei sehr hoch, sodass das Smartphone selbst bei hektischen Bewegungen bombenfest hält und nicht verrutscht. Die Smartphone-Halterung ermöglicht es zwar, Smartphones mit einer beliebten Länge, jedoch mit einer Breite von minimum 61 mm bis maximal 92 mm darin zu befestigen. Zudem sollte das maximale Gewicht des Smartphones nicht mehr, als 300 g betragen, da sonst die Motoren überlasen würden.

ie sogenannte kardanische Aufhängung (Ausgleichselemente des Gimbals) sind fest mit dem Handgriff verbunden, somit kann der Gimbal für einen Transport nicht zusammengeklappt oder zerlegt werden. Dies hat jedoch wiederum den Vorteil, dass er direkt nach dem Auspacken einsatzbereit ist. Beim ersten Einsetzen eures Smartphones würde ich direkt eine Kalibrierung durchführen. Diese kann man in den Einstellungen in der App starten. Dabei steht eine einfach und eine ausführliche Kalibrierung zu Auswahl.

Mit dem Rollei GO! können Aufnahmen sowohl horizontal, als auch vertikal (im Hochformat) aufgenommen werden. Dazu kann der Smartphone-Halter einfach an der Schraube an der Rückseite bis zum Anschlag geöffnet werden und um 90° gedreht werden. Anschließend einfach wieder die Schraube zudrehen. Unten am Griff befindet sich zudem ein Stativgewinde, womit der Gimbal ganz einfach auf das Mini-Stativ, oder ein beliebiges anderes Stativ geschraubt werden kann. Somit kann auch ohne Langes halten eine längere Aufnahme gestartet werden, oder man könnte damit eine Zeitrafferaufnahme aufnehmen.

(Einrichtung: 4 von 5 Punkten)

Software

Rollei GO!
Preis: Kostenlos
Rollei GO!
Preis: Kostenlos

Rollei stellt für den neuen Gimbal Go! eine neue App zur Verfügung. Diese hört auf den Namen „Rollei GO!“ und dabei handelt es sich mehr oder weniger um eine herkömmliche Foto-App mit einigen zusätzlichen Funktionen zum Gimbal. Lediglich von der App aus lassen sich die besonderen Funktionen wie z. B. die Funktion des verfolgen eines Gegenstands, die Kalibrierung usw. starten.  

Damit man das Wählrad zum Zoomen usw. nutzen kann und den Foto-/Videos Knopf zum Auslösen funktioniert, ist es leider zwingend erforderlich die Rollei GO! App aus dem AppStore bzw. Google Play Store zu laden. Ohne diese App sind diese Tasten ohne Funktion. Dies liegt daran, dass Rollei es nicht zulässt, dass man den Gimbal direkt via Bluetooth mit dem Smartphone koppeln kann. Dies erfolgt lediglich über die App. Außerhalb der App gehen die Tasten selbst nach der Verbindung über die App nicht.

Warum man es hier nicht ermöglicht, den Foto-/Video Knopf direkt als Bluetooth-Fernbedienung zu nutzen, ist mir ein Rätsel. Somit muss man immer auf die App zugreifen, was ich bei den billigsten Bluetooth Selfie-Sticks nicht tun muss. Klar könnte man die Aufnahme auch direkt am Smartphone starten, aber für was habe ich dann die Tasten am Gimbal. Daher ist man hier, um diese zu nutzen, voll und ganz an die Rollei GO! App gebunden.

Doch nun schauen wir uns die App und deren Funktionen dennoch etwas genauer an. Doch bevor man die Rollei Go! App startet, sollte man zuvor das Bluetooth am Smartphone aktiveren. Anschließend wählt man auf der Startseite der App das zweite Symbol unten Links, auf dem der Gimbal abgebildet ist. Hier wählt man nun den Rollei GO! Gimbal aus und schon sind beide Geräte verbunden und alle Tasten funktionsfähig.

Auf dem Startbildschirm der App befindet man sich direkt in der Foto-Ansicht. Hier kann man neben dem Bild, welches man aktuell von der Kamera übertragen bekommt einige weitere Dinge wie z. B, den aktuellen Modus des Gimbal und dessen, sowie der Akkustand des Smartphones einsehen. Diese sieht man im oberen linken Bildschirmrand. Im rechten Bereich bekommt man einen Überblick, welche Auflösung der Video-Aufnahme man eingestellt hat, ob der Blitz aktiv oder abgeschaltet ist und ob der Video- oder Foto-Modus aktiviert ist.

Beim Symbol in der rechts mittig handelt es sich wie in der normalen Foto-App um den aktuellen Zoom und direkt darunter kann man durch das rote Symbol die Aufnahme per Smartphone starten, die Einstellungen der Kamera ändern und bei dem Symbol mit den Pfeilen die im Kreis verlaufen, von der Hauptkamera zur Frontkamera wechseln. Auf diese einzelnen Funktionen kann man jedoch auch direkt via Wählrad zugreifen, dafür muss man sich jedoch zahlreiche Tastenkombinationen merken, welche alle in der Bedienungsanleitung aufgelistet sind. 

Bei den übrigen Icons am linken unteren Rand handelt es sich von Außen nach innen um die bisherige Übersicht der aufgenommen Bilder, das Gimbal Kopplungsmenü bzw. bei erfolgreicher Verbindung um das Einstellungsmenü des Gimbals und direkt daneben um das Menü, um den Verfolgungsmodus zu aktiveren bzw. das Ziel zu setzten.

Durch das Betätigen des Zahnradsymbols am rechten Rand nimmt man wie bereits erwähnt Einstellungen in den Kamera-Einstellungen vor. So kann man hier unter anderem die Auflösung verändern, ein Raster oder eine Wasserwaage zuschalten und einiges mehr.

Im Gimbal-Einstellungsmenü wiederum kann man zahlreiche Faktoren verändern. Darunter unter anderem, wie schnell sich die der Gimbal im besonders geworbenen Inspektion-Modus drehen soll, welcher Gimbal-Modus aktiv sein soll (welche Achsen bzw. Motoren aktiv sein sollen) und die Kalibrierung kann bei Bedarf ebenfalls hier durchgeführt werden.

(Software: 3,5 von 5 Punkten)

Stabilisierung

Durch die präzise 3-Achsen-Stabilisierung, gelingen mit dem Rollei GO! sehr ruhige Kameraführungen. Der Gimbal gleicht die Bewegungen sehr gut aus. Selbst etwas hektischere Bewegungen sind hier kein Problem, wobei diese eigentlich nur bei sportlichen Aktivitäten auftreten werden. Bewegungen gleicht der Gimbal hervorragend aus, sodass das Smartphone in der Grundeinstellung immer waagrecht Gehalte wird.

Das wunderbare am Rollei GO! ist, dass dieser in der Schwenkachse ohne Anschlag arbeitet. Bei der Schwenkachse handelt es sich um die Achse direkt am Handgriff. Somit eignet sich der Rollei GO! gegenüber vielen anderen Gimbals perfekt für 360° Zeitraffer- und Panorama-Aufnahmen. Hier arbeiten nämlich viele andere Hersteller nicht mit solch einer komplett drehbaren Achse, sondern oft mit nur 340° oder weniger.  

In der Rollachse wiederum stehe 310° frei zur Verfügung, was ebenfalls einen großen Bewegungsfreiraum ermöglicht. Zu guter Letzt sind es in der Neigungsachse +/- 165° (Quasi 330° gesamt) was somit ebenfalls ein sehr hoher Wert ist. Die Motoren arbeiten die meiste Zeit sehr leise und präzise. Lediglich bei hektischen Bewegungen müssen diese schneller arbeiten und fangen hör- und spürbar an etwas zu knurren. Doch im Regelfall sind diese bei einer Video-Aufnahme nicht wahrnehmbar. Bei stärken Wind konnte ich den Gimbal zusammen mit meinem Smartphone ebenfalls testen. Hier konnte der Gimbal das Smartphone größtenteils stabil halten. Lediglich wenn der Wind direkt gegen die Rückseite des Smartphones bläst, bekommt der Gimbal etwas Probleme.  

(Stabilisierung: 4 von 5 Punkten)

Funktionen

Schauen wir uns nun noch die Funktion des Rollei GO! an. Wie bereits erwähnt, besitzt er ein Wählrad, welches je nach Betätigung in den verschiedenen Himmelsrichtungen und wie oft man diese dabei betätigt, verschiedenen Funktionen aktiviert.

Betätigt man z. B. nach dem Einschalten des Gimbal erneut die Power-Taste zwei Mal kurz hintereinander, dann aktiviert man eine praktische Funktion. Nämlich wird hierbei das Ladepad in der Halterung für das Smartphone aktiviert, welche es daraufhin ermöglicht, dass Smartphone kabellos aufzuladen. Voraussetzung euer Smartphone verfügt über den Qi-Standard. Sollte dies nicht der Fall sein, dann befindet sich direkt neben der Halterung ein USB-A Anschluss, über den man das Smartphone zur Not ebenfalls via Kabel mit Strom versorgen kann. Über das Wählrad wiederum kann man zum einen die Kamera bei verbundenem Smartphone steuern oder die Gimbal-Motoren. 

Die wichtigsten Funktionen wie z. B. den Sport-Modus aktiviert man durch das Betätigen der rechten Seite des Wählrades. Dadurch gleicht der Gimbal schnelle Bewegungen deutlich besser aus. Eine weitere für interessante Funktion ist der geworbene 360° Inception-Modus. Diesen aktiviert man durch das dreimalige Drücken der oberen Taste des Wählrades. Anschließend muss man nur noch den Joystick nach links oder recht drehen, je nachdem, in welcher Drehrichtung man die Aufnahme aufnehmen möchte. Anschließend bekommt man eine Video Aufnahme, bei der sich das Bild um 360° dreht. 

Natürlich besitzt der Rollei GO! noch zahlreiche weitere Funktionen bzw. Möglichkeiten, die verschiedenen Achsen zu sperren usw. Diese jedoch hier alle zu Beschreiben wäre sehr viel Text und zudem kann man sich diese zahlreichen Tastenkombinationen sowieso nicht auswendig merken. Solltet ihr euch den Rollei GO! kaufen, rate ich euch, die Seite 4 und 5 immer parat zu haben, denn hier stehen alle Befehle ausführlich beschrieben.

(Funktionen: 4 von 5 Punkten)

Akkulaufzeit

Der Akku im Rollei Go! ist laut Rollei 2200 mAh groß. Es handelt sich dabei um einen wiederaufladbarer Lithium-Ionen Akku, welcher jedoch fest verbaut ist und somit nicht ausgetauscht werden kann. Laut Rollei ist es mit diesem Akku möglich, insgesamt Aufnahmen von etwa 10 Stunden bildstabilisiert aufzunehmen. Lädt man jedoch gleichzeitig das Smartphone kontaktlos über die Qi-Ladefunktion auf, verkürzt sich diese Laufzeit selbstverständlich. Ebenso wird kaum einer von euch mit dem Gimbal am Stück eine Aufnahme von 10 Stunden aufnehmen, da so lange kaum ein Smartphone am Stück durchhält. 

Wer jedoch nicht die Qi-Ladefunktion, sondern das Smartphone via Kabel mit Strom versorgen möchte, sollte auf die richtige länge des Kabels achten. Zum einen sollte dieses nämlich die Bewegungen des Gimbal ohne Probleme mitmachen und sich dabei nicht verheddern.

(Akkulaufzeit: 4 von 5 Punkten)

TEIL 3

bestehend aus „Preis/Leistung“ entspricht 10% der Gesamtwertung

Beschreibung

Mit dem Rollei Go! sollen laut Rollei die 4K-Videoaufnahmen und die hohe Bildrate bei Smartphones überhaupt erst richtig zur Geltung kommen. Denn damit werden diese wirklich ruckelfrei aufgenommen und zudem ermöglicht der Gimbal flüssige, aber zugleich weiche Schwenks.

Zu den Besonderheiten des neuen Rollei GO! zählen neben der Möglichkeit, ein Smartphone direkt im Gimbal kontaktlos mit Strom zu versorgen einige weitere tolle Funktionen. Im Inception-Modus werden z.B. echte 360° Drehungen auf der Rollachse ermöglicht. Dabei kann man das Smartphone im Kreis drehen lassen, was völlig neue Aufnahme-Möglichkeiten bietet. Des Weiter unterstützt der Rollei GO° zwei Zeitraffer-Aufnahme: Timelaps, sowie Motion Timelaps (dabei bewegt sich der Gimbal währen der Zeitraffer-Aufnahme im zuvor eingestellten Bewegungsbereich).

Preis/Leistung

Mit einer UVP von 99,99 € ist der neue Rollei GO! eine günstige Möglichkeit, in die Welt der Bildstabilisierung via Gimbal einzusteigen. Dabei handelt es sich zwar nicht um den hochwertigsten und leichtesten Gimbal. Dafür bietet er angesichts des Preises eine sehr gute Stabilisierung und zahlreiche nützliche Funktionen.

Im Lieferumfang ist ebenfalls alles dabei, was man benötigt. Neben einer Aufbewahrungstasche in Carbon-Optik, welche im inneren gut gepolstert ist, liefert Rollei gleich noch ein Tripod bzw. ein Mini-Stativ mit, was viele andere Hersteller vergessen mitzuliefern. Denn gerade bei Zeitraffer-Aufnahmen oder bei Panorama-Aufnahme ist das kleine praktische Stativ sicherlich sehr praktisch.

Würde Rollei nun noch zulassen, dass man um den Gimbal nutzen zu können nicht unbedingt auf die extra App zugreifen muss, wäre das Ganze meiner Meinung nach noch etwas zukunftssicherer. Entwickelt Rollei nämlich die App nicht weiter oder nimmt diese vom Store, wäre der Funktionsumfang des Gimbal schlagartig sehr eingeschränkt.

Rollei GO!

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 Wir bedanken uns beim Hersteller für die Bereitstellung des Produktes. Zu unseren Grundsätzen

Link zum Hersteller: Rollei.de

Audio-Technica ATH-CKR7TW

Audio-Technica ist ein weltweit agierendes Unternehmen, dessen Hauptsitz sich in Machida einer Stadt in Präfektur Tokio, Japan befindet. Das Unternehmen wurde im Jahr 1962 von Hideo Matsushita in Tokio, Shinjuku-ku gegründet. 

Audio-Technica befasst sich mit der Entwicklung, der Vermarktung und dem Vertrieb von Audioausrüstung für verschiedenste Anwendungen. Ursprünglich bekannt für die Herstellung von Tonabnehmersystemen für Plattenspieler, fertigt Audio-Technica heute auch Mikrofone, Drahlossysteme, Mischer, einige Produkte für den Einsatz auf der Bühne, im Studio- und Heimbereich und auch Kopfhörer. 

Mit dem ATH-CKR7TW hat Audio-Technica einen weiteren True-Wireless Ohrhörer vorgestellt. Dieser wurde zusammen mit dem ATH-SPORT7TW vorgestellt, den ich bereits ausgiebig für euch getestet habe. Ob mich der ATH-CKR7TW im Test ebenfalls überzeugen konnte, erfahrt ihr in folgendem Testbericht.

AUDIO-TECHNICA ATH-CKR7TW

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TEIL 1

Bestehend aus „Verpackung/Design/Verarbeitung“ entspricht 25% der Gesamtwertung

Verpackung

Wie bei bisher sämtlichen Kopfhörern von Audio-Technica bleibt das Unternehmen dem bisherigen dezenten, aber dennoch informativen Verpackungsdesign treu. Daher kommt der ATH-CKR7TW ebenfalls in einer zum Großteil in Weiß gehaltenen Verpackung daher. Im Inneren der mit zahlreichen Information zum Produkt bedruckten Umverpackung, befindet sich ein weiterer stabiler schwarzer Hauptkarton. Doch wie immer werfen wir zuerst einmal einen Blick auf die Umverpackung.

Auf der Vorderseite der Verpackung werden groß die beiden True-Wireless Ohrhörer von zwei unterschiedlichen Seiten dargestellt. Zudem findet man hier noch die typischen Logos und Namen des Unternehmens, sowie den Namen der Ohrhörer. Betrachtet man wiederum die linke Seite der Umverpackung, werden einem hier die vier wichtigsten Merkmale des ATH-CKR7TW mit Symbolen und Wärtern erklärt. Zu diesen gehören unter anderem die 11 mm verbauten Treiber, die Akkulaufzeit von 5 h + 9 h mit Case, die integrierten Mikrofone und die Steuerung der Musik direkt über die In-Ears.  

Auf der rechten Seite, ist nicht nur erneut das Firmenlogo und der Name der Kopfhörer zu lesen, sondern hier erfährt man auch, was im Lieferumfang alles dabei ist. Ganz unten werden einem zudem noch die Audio Codecs, welche die ATH-CKR7TW unterstützen angezeigt. Neben dem Standard Codec SBC, welcher von allen Smartphones usw. unterstützt wird, bietet Audio-Technica beim ATH-CKR7TW noch den AAC-Codec und sogar AptX an. Dafür wiederum wurde auf AptX-HD verzichtet, doch man kann bei diesem Preis nicht alles haben, denn bei anderen Herstellern werden einem zum Teil oftmals noch weniger Codecs geboten. Somit profitieren beim ATH-CKR7TW nicht nur Android-, sondern auch alle Apple-User von einer Klangqualität in nahezu perfekter Qualität.

Betrachtet man die Rückseite, zeigt diese einem die True-Wireless In-Ears in einer Explosionsansicht (zerlegt in die einzelnen Komponenten) zusammen mit dem Lade- bzw. Aufbewahrungsetui und einer Abbildung mit angebrachten 3D Halteschlaufe. Des Weiteren werden in insgesamt 7 Sprachen die Besonderheiten der neuen Ohrhörer beschrieben und im linken unteren Bereich ist zudem eine kurze Auflistung der wichtigsten technischen Spezifikationen zu sehen. 

Öffnet man die Verpackung auf der Oberseite, kann man den schwarzen stabilen Karton herausziehen. Direkt sieht man durch das transparente Sichtfenster das Aufbewahrung-Case und darüber die beiden In-Ear Ohrhörer. Die einzelnen Produkte sind sicher eingelegt und zentriert in einem Schaumstoff-Einsatz. Die Verpackung wird mithilfe einer kleinen Lasche an dem transparenten Sichtfenster geöffnet. Entfernt man die Geräte und den Einsatz, befindet sich darunter noch ein Kartoneinleger, unter dem wiederum der restliche Zubehör verstaut ist. 

 So befindet sich unter dem Einleger nicht nur die Beschreibungen und Sicherheitsinformationen. Sondern auch das Micro-USB Ladekabel, die verschiednen Ohrtips in den Größen XS, S und L (M ist bereits montiert). Des Weiteren hat Audio-Technica auch noch die sogenannten 3D-Halteschlaufen beigelegt. Diese speziellen Einsätze, sollen auch beim Sport für einen sicheren halt sorgen.  

(Verpackung: 4,5 von 5 Punkten)

Design

In-Ear

Bei den Audio-Technica ATH-CKR7TW handelt es sich um komplett kabellose In-Ear Ohrhörer, auch True-Wireless-Kopfhörer genant. Dementsprechend kommen diese als zwei einzelnen In-Ears daher, bei denen zusätzlich ein Lade-/Aufbewahrungs-Case mitgeliefert wird.  

  Gegenüber den ATH-SPORT7TW wirken die ATH-CKR7TW deutlich größer und stehen somit etwas mehr aus dem Ohrkanal hervor. Diese etwas klobigere ovale Design hat jedoch auch seine Vorteile. Zum einen bietet dies mehr Platz für einen größeren Akku, denn dieser hält hier pro Ohrhörer immerhin bis zu 6h, beim ATH-SPORT7TW sind es lediglich 3,5 h. Zudem hat man in dem größeren Gehäuse platz für echte Tasten, somit hat man auf Touch-Sensoren verzichtet und je Seite eine Bedientaste integriert. Mit dieser ist die Bedienung wesentlich einfacher, wie via Touch und zudem kommt es zu weniger Fehleingaben. Zu guter Letzt bietet das Gehäuse auch mehr Platz für größere Treiber, denn diese sind hier fast doppelt so groß wie im Sport-Modell.

Der ATH-SPORT7TW besitzt einen kurzen, leicht gewölbten Ohrkanal, auf welchen die verschieden Ohrtips befestigt werden. Dieser Bereich mündet in einen Abschnitt, der im Eingangsbereich des Gehörgangs sitzt. Auf diesem wird bei Bedarf die 3D-Schlaufe aufgezogen, dazu jedoch unter Tragekomfort mehr. Der nächste Abschnitt ist der größte und dabei handelt es sich auch um den Bereich, welcher nach dem Einsetzen ins Ohr, hervorsteht. 

Das Gehäuse der In-Ears, welches aus dem Ohr hervorsteht, hat eine ovale Form und ist 27 mm hoch und 22 mm breit. Für die meisten In-Ear Ohren üblich, besteht auch das Gehäuse der ATH-CKR7TW In-Ear Ohrhörer lediglich aus Kunststoff, doch dabei handelt es sich um einen gut verarbeitetes und haptisch gut anfühlendes Material. Zudem würde man mit einem anderen Werkstoff nicht auf ein geringes Gewicht von gerade einmal knapp 9 Gramm pro Ohrhörer kommen.

An der Oberfläche, welche nach dem Einsetzen im Ohr nach außen zeigt, befindet sich ein rundes Plateau, auf dem das Audio-Technica Logo zu sehen ist. An der oberen Außenseite befindet sich zudem an jedem der beiden Ohrhörer ein Knopf, mit dem man verschiedenen Funktionen ausführen kann. 

Das Einschalten der beiden Ohrhörer erfolgt entweder durch das Entnehmen aus dem Lade-Case, oder durch das Drücken des Knopfes an jedem In-Ear (ca. 2 Sekunden halten). Beim Ausschalten genügt es, die beiden Ohrhörer wieder in das Lade-Case einzusetzen oder jeden Knopf für 4 Sekunden gedrückt zu halten. 

Drückt man den Knopf am rechten In-Ear, dann wird die Wiedergabe der Musik oder dem Video, welches gerade wiedergegeben wird pausiert oder beim Erneuten betätigen wieder gestartet. Drückt man wiederum zweimal hintereinander, dann springt man einen Titel vor und bei 3-maligen betätigen einen Track zurück.

Die Lautstärke wiederum steuert man bequem durch die Multifunktionstaste am linken Ohrhörer. So erhöht man z. B. durch einmaliges Drücken die Lautstärke um eine Stufe und senkt diese um eine Stufe bei 2-maligen betätigen. Sollte ein Anruf eingehen, kann dieser natürlich ebenfalls bequem mit den Audio-Technica ATH-CKR7TW angenommen werden. Dazu einfach die Taste am rechten Ohrhörer betätigen. Möchte man gerade nicht telefonieren oder aus einem anderen Grund den Anruf abweisen, dann genügt es, die Taste für 3 Sekunden gedrückt zu halten. Währen dem Telefonat kann man z. B. auch aufs Smartphone das Gespräch umleiten, dazu die Taste ebenfalls 3 Sekunden drücken und zum auflegen einfach kurz betätigen. Wer von euch einen Kopfhörer sucht, mit dem man auch direkt Siri oder den Google Assistant aktiveren kann, muss ich hier leider enttäuschen, diese Möglichkeit hat man beim ATH-CKR7TW leider nicht.

Lade-Case

Das Aufbewahrungs- bzw. Lade-Case ist von der Größe ganz angenehm ausgelegt. Es ist zwar etwas länglicher als die bisherigen Lade-Cases welche bei anderen True-Wireless Ohrhörer dabei waren, die ich getestet habe. Doch dafür ist es sehr schmal und von der Höhe nicht besonders hoch. Somit könnte man es unter Umständen problemlos in eine Hosentasche, Rucksack oder als Frau in eine Handtasche verstauen.

Die Box besteht aus dem gleichen hochwertigen matten Kunststoff, aus dem die Ohrhörer gefertigt wurden. Insgesamt macht das Case einen sehr guten Eindruck und überzeugt mit einem schlichten dunkelgrauen Design. Die beiden In-Ears werden seitlich mit den goldenen Kontakten nach unten in das Case eingelegt. Damit diese sicher auf den Kontakten, über welche die Ohrhörer geladen werden gehalten werden, sind im Case zwei Magnete verbaut. Die Aufladung erfolgt dann über die vier goldenen Kontakt am jeweiligen In-Ear und den Pins am Lade-Case. 

Auf der Vorderseite des Lade-Case befindet sich im Zentrum ein vorstehender Knopf, mit dem das Etui geöffnet wird. Zudem befindet sich in der linken unteren Ecke ein kleiner runder vorstehender Knopf. Dabei handelt es sich um die Akkurestladungs-Anzeige-Tast. Betätigt man diese, leuchten daneben bis zu drei Status-LED´s auf. Diese Informieren darüber, wie voll der Ladezustand des Cases ist. 

 An der Rückseite findet man lediglich einen Micro-USB-Anschluss, über den man den integrierten Akku aufladen kann. Öffnet man den Deckel, auf dem das Audio-Technica Logo eingeprägt ist, leuchtet bei eingelegten In-Ears jeweils für den linken und rechten Ohrhörer eine LED auf. Dies informiert über den aktuellen Ladezustand.

(Design: 4 von 5 Punkten)

Verarbeitung

Mit der Verarbeitung der ATH-CKR7TW und dem dazugehörigen Lade-Case bin ich soweit sehr zufrieden. Das Gewicht der einzelnen In-Ears ist sehr angenehm leicht, sodass man diese selbst nach längeren tragen nicht, als störend empfindet. Damit die Ohrhörer bei mir jedoch auch bei Bewegungen gut in den Ohren halten, musste ich die Silikonringe entfernen und die beiden 3D-Halteschlaufen befestigen. 

Das Transportcase besteht aus matten Kunststoff, sodass es hier vorkommen kann, dass wenn dieses in einer Frauen Handtasche mit dem Schlüssel in Berührung kommt, leicht verkratzen kann. Daher dies lieber sofern vorhanden in eines der Seitenfächer verstauen. Ansonsten fühlt sich das Case sehr gut an und es gibt daran außer dem veralteten Micro-USB Ladenschluss keine große Kritik. Hier hätte man meiner Meinung nach, bei dem Preis der In-Ears erwarten können, dass hier USB-C verbaut wurde. Auf die Funktion hat der ältere Micro-USB Anschluss jedoch keinen Einfluss. Die Magnete, welche die Ohrhörer im Case halten, wirken grundsolide. Sodass hier selbst beim Überkopf halten, keiner der Ohrhörer aus dem Case fällt.

(Verarbeitung: 4 von 5 Punkten)

TEIL 2

bestehend aus „Funktion des Produktes“ entspricht 65% der Gesamtwertung

Kopfhörer-ArtTrue-Wireless In-Ear Kopfhörer
KategorieBluetooth Kopfhörer
FarbeSchwarz, weitere Farbe: Grau
Gewicht83 g (Ohrhörer und Ladebox)
15 g (beide Ohrhörer)
65 g (Ladebox)
MaterialKunststoff (Ohrhörer und Ladecase)
KonnektivitätBluetooth 5.0
unterstützte Profile: A2DP, AVRCP, HFP, HSP
Codec: SBC, AAC und aptX
Tönerdynamischer 11 mm Treiber (links und rechts)
Akkulaufzeitintegriert, Lithium-Polymer-Akku
Akku Ohrhörer: 6h
Akku Ladecase: 9h
Gesamt somit 15 h
Frequenzbereich5 Hz bis 45.000 Hz (Ohrhörer)
50 Hz bis 4.000 Hz (Mikrofon)
Empfindlichkeit102 dB SPL (1 kHz / 1 mW)
Impedanz16 Ohm
Lieferumfang1x Audio-Technica ATH-CKR7TW True Wireless Ohrhörer
je ein paar Silikon-Ohradapter-Sets (XS/S/M/L)
ein paar 3D-Halteschlaufen und Silikon-Ringe (Ringe sind bereits montiert)
1x Transport- und Ladecase
1x micro-USB Ladekabel (20cm)
1x Bedienungsanleitung
Technische Daten des Audio-Technica ATH-CKR7TW

Tragekomfort

Wie bereits in einigen Berichten erwähnt, bieten soggenante True-Wireless Ohrhörer aufgrund des fehlenden Kabels, welches beide miteinander verbindet eine deutlich größere Freiheit. Man nimmt, sobald man Musik hören will einfach die beiden In-Ears aus dem Lade-Case und setzt diese durch „eindrehen“ ins Ohr ein.

Dazu nimmt man z. B. den rechten Ohrhörer, setzt diesen in Richtung Ohr-Tragus (in Richtung Wangenknochen) an und dreht diesen zur Richtung Ohrmuschel ins Ohr. Sollte der jeweilige In-Ear nicht halten, würde ich zuerst raten, ein kleineren Ohrtip aufzuziehen. So war es nämlich auch bei mir der Fall, anschließend hat das Ganze schon besser, aber nicht sicher genug gehalten. Daraufhin habe ich die Silikonringe, welche am Anfang montiert waren abgezogen (geht etwas schwerer) und die beiden Halteschlaufen aufgezogen. Daraufhin haben die beiden ATH-CKR7TW Ohrhörer wesentlich besser gehalten.

Dennoch muss ich hier klar sagen, dass es sich um keine Sport-In-Ear Ohrhörer handelt. Dies merke ich im direkten Vergleich zum Audio-Technica ATH-SPORT7TW, denn dieser hielt mit den richtigen Ohrtips und Sport-Einsätzen wirklich bombenfest. Hier habe ich beim ATH-CKR7TW trotz Gutem halt im Ohr, immer irgendwie das Gefühl, als würde jederzeit einer davon sich lösen und herausfallen. Owohl beide Ohrhörer selbst beim Kopfschütteln sicher im Ohr gehalten haben.

Beim Tragen der Audio-Technica ATH-CKR7TW verspürte ich jedoch selbst nach längerem Tragen kein Drücken oder einen Schmerz im Ohr. Wobei hier wie typische für True-Wireless Ohrhörer erwähnt werden muss, dass „längeres Trage“ relativ ist – mehr dazu aber unter dem Punkt Akkulaufzeit.

(Tragekomfort: 4 von 5 Punkten)

Klang

Je In-Ear Ohrhörer hat Audio-Technica beim ATH-CKR7TW im inneren einen 11 mm großen Treiber verbaut. Dabei handelt es sich um eine Single-Treiber Einheit. Es gib zwar nun bereits die ersten Dual-Treiber True-Wireless Ohrhörer, doch wirklich viel halte ich aktuell davon noch nicht. Schließlich bedeuten mehr Treiber genau so wie größere Treiber einen höheren Stromverbrauch. Dafür bräuchte man größere Akkus, was man in dem kleinen Gehäuse der True-Wireless Ohrhörer kaum hat.

Der Frequenzbereich soll laut Audio-Technica zwischen stolzen 5 – 45.000 Hz reichen, was zwar über den Werten liegt, was ein durchschnittliches Menschliches Gehör hören kann, aber dies sagt soweit noch nicht viel über den Klang aus. Die Impedanz liegt auf einem niedrigen und somit guten Wert von 16 Ohm. Dank der Unterstützung der wichtigsten Codes, wie z. B. aptX (Android), AAC (iOS) und SBC, erfolgt die drahtlose Audioübertragung in nahezu perfekter Audiowiedergabe mit Android und iOS-Geräte.

Doch wie schneiden die ATH-CKR7TW im Klangtest ab? Insgesamt muss ich sagen, dass die In-Ears bei den richtigen gewählten Ohrtips ein gut ausgewogenes Klangbild mit einer leichten Betonung der Höhen liefern. Somit klingen diese keinesfalls bassbetont, was mir persönlich zwar gut gefällt, aber eventuell nicht jedermanns Sache ist, da viele eine stärkere Bassbetonung bevorzugen.

Dass die ATH-CKR7TW nicht bassbetont klingen, ist definitiv nicht negativ. Bei optimalen sitz kann der Bass mit einer druckvollen und sauberen Klangwiedergabe überzeugen. Wer jedoch gerne Musik mit viel Bass hört wie z.B. Elektronische Musik, bevorzugt sicherlich Kopfhörer, die noch einen tieferen Bassbereich bieten. 

Bei den Mitten klingt der ATH-CKR7TW wiederum etwas zurückhaltend. Hier hätte ich mir eine stärkere Betonung gewünscht, denn somit klingt z. B. Rockmusik etwas schwach. Dadurch wirkt der True-Wireless Ohrhörer fälschlicherweise, etwas höhen betont, was jedoch an der der Bassreduzierung und den zurückhaltenden Mitten liegt. Die Höhen werden kristallklar wiedergegeben und können zudem mit einer luftigen und detailreichen Wiedergabe überzeugen. 

Im Bereich Stereobühne konnte mich der ATH-CKR7TW im Test wiederum überzeugen. Dank den beiden 11 mm großen Treiber und einem breiteren Frequenzbereich bietet dieser eine besser Bühnendarstellung wie das Sportmodell der ATH-SPORT7TW. Wer daher auf der suche nach einem klanglich guten True-Wireless Ohrhörer ist, sollte dieses Modell auf jeden Fall ausprobieren. Dieser gehört klanglich zwar nicht zu den audiophilen Kopfhörern, doch liegt dennoch nur knapp hinter diesen.

Dank den beiden im ATH-CKR7TW verbauten Mikrofonen, können Telefonate direkt über die True-Wireless In-Ears geführt werden. Das Audio-Technica neben Kopfhörern auch Mikrofone herstellt, merkt man hier sehr gut. Jeder der beiden Ohrhörer wurde mit einem MEMS Typ Mikrofon ausgestattet, welches eine Kugel (Omnidirectional) Richtercharakteristik besitzt. Diese sorgen beim Telefonieren für eine kristallklare Wiedergabe von Stimmen.

(Klang: 4 von 5 Punkten)

Ausstattung

Akku & Ladecase

Audio-Technica gibt bei den ATH-CKR7TW eine Akkulaufzeit von bis zu 6 Stunden Dauerwiedergabe an. Diese Laufzeit hängt aber wie immer von der Verwendung, also dem verwendeten Audio-Codec und der eingestellten Lautstärke ab. In meinem Test kam ich auf etwa 5,5 h Musikwiedergabe.

Mit bis zu 6 Stunden Laufzeit mit einer vollen Aufladung gehören die AHT-CKR7TW aktuelle zu den am längsten durchhaltenden True-Wireless Ohrhörern. Viele andere laufen da nur 5 h oder teils sogar weniger. Sollte der Akku der beiden In-Ears leer sein, kann man bzw. sollte man diese in das Lade-Case einsetzen. Legt man beide oder bei Bedarf auch nur einen der Ohrhörer in das Case hinein und schließt dieses, werden diese automatisch aufgeladen. Das Case bietet bei vollem Akku die Möglichkeit, die ATH-CKR7TW bis zu eineinhalb Mal wieder aufzuladen. Somit bieten die True-Wireless Ohrhörer von Audio-Technica, vollgeladen in Kombination, des voll aufgeladenen Case eine maximale Laufzeit von bis zu 15 h.

Nimmt man die beiden ATH-CKR7TW Ohrhörer aus dem Ohr und unterbricht die Musikwiedergabe, dann schalten diese sich nach genau 5 Minuten automatisch ab. Jedoch nur, sofern keine Verbindung mit einem anderen Gerät vorliegt. Jedoch können die beiden Ohrhörer alternativ über die beiden Hardware-Tasten direkt einzelne abgeschaltet werden. Dazu einfach am rechten In-Ear den Knopf für insgesamt 4 Sekunden gedrückt halten. Daraufhin schaltet sich dieser ab und der linke automatisch mit. Am einfachsten kann man die In-Ears jedoch durch das Einsetzen in das Lade-Case ausschalten. Hat man diese eingelegt und dieses zugeklappt, sind diese automatisch während des Ladevorgangs abgeschaltet, bis dieser wieder entnommen werden.

Ebenso wichtig wie eine lange Akkulaufzeit, ist natürlich auch eine möglichst kurze Ladezeit der In-Ears und des Lade-Case. Das Case wird via Micro-USB aufgeladen, diese dauert bei einer vollen Aufladung knapp 5 Stunden. Sind wiederum die Akkus der Ohrhörer leer, sollten diese für eine komplette Ladung bis  zu 2h im Case verbleiben.

Bluetooth & Signalqualität

Die Einrichtung bzw. des erste koppeln der ATH-CKR7TW True-Wireless In-Ears via Bluetooth-Verbindung ist genauso einfach, wie mit jedem anderen Bluetooth Kopfhörer. Sobald man die beiden Ohrstöpsel aus dem Case genommen hat, blinkt am rechten Ohrstöpsel die Status-LED permanent Weiß auf. Dies bedeutet, dass dieser sich im Pairing-Modus befindet und man nun in den Bluetooth-Einstellungen am Smartphone das Gerät mit der Bezeichnung „ATH-CKR7TW“ suchen muss. Anschließen koppelt sich das Smartphone mit dem rechten Ohrhörer.  

Nun ist es nicht erforderlich, das Smartphone auch noch mit dem linken Ohrhörer zu koppeln. Dieser stellt nämlich automatisch eine Verbindung mit dem rechten (Master) her. Dies liegt daran, dass auch hier, wie bei den meisten anderen True-Wireless In-Ears der Empfänger des Audio-Signals im rechten Ohrhörer verbaut ist. Dieser leitet anschließend das empfangene Audio-Signal mit so wenig Zeitverzögerung wie möglich dem linken weiter. 

Dies funktioniert beim ATH-SPORT7TW sehr gut und ich konnte beim Musikhören keine Verzögerungen feststellen. Lediglich beim Ausschalten merkt man, sofern man darauf achtet, das der rechte Ohrhörer minimal früher aufhört, Musik wiederzugeben, wie der linke. Doch dies ist definitiv kein Kritikpunkt, da es während der Musikwiedergabe keine Verzögerung gibt.

Bei Bluetooth setzt Audio-Technica auf die Version 5.0. Dadurch ist die Verbindung der In-Ears zum Smartphone sehr stabil und zudem schneller als bei der Vorgängerversion. Wobei schneller bei True-Wireless Ohrhörern hier subjektive ist. Man hat schließlich nicht nur eine Verbindung von rechten In-Ear zum Smartphone, sondern auch eine weitere vom rechte, der eine Übertragung der Musik (Daten) zum Linken übermitteln muss. Daher hat man zwischen diesen eine gewisse Verzögerung, welche jedoch beim ATH-CKR7TW nur sehr minimal ist, ich rede hier von Millisekunden. Wesentlich größer ist die Verzögerung bei den Bedienung-Tasten. Drückt man z. B. am rechten Ohrhörer die Taste kurz, um die Musik zu pausieren, wird dieser Befehl knapp eine halbe Sekunde verzögert ausgeführt. Die ist aber auch bei der Lautstärkenregulierung usw. der Fall. Dies ist zwar nicht gut, aber daran gewöhnt man sich mit der Zeit. Duetlich ärgerlicher ist wiederum die Latenz. Durch die hohe Latenz, eigenen sich die ATH-CKR7TW nicht wirklich zum Video via Netflix, Amazon Prime Video oder YouTube ansehen. Bei der Wiedergabe via iPhone X ist der Ton knapp 2 Sekunden zeitversetzt zum abgespielten Video. So macht es definitiv keinen Sinn, mit den Ohrhörern einen Film zu schauen oder ein Video. Musik hören wiederum geht wie bereits erwähnt ohne Probleme, da dabei kein Bild wiedergegeben wird. 

Kommen wir jedoch zu Reichweite der True-Wireless Ohrhörer in Verbindung zum Smartphone. Audio-Technica verspricht eine Bluetooth Reichweite von bis zu 10 Metern, dabei ist jedoch wichtig, dass man sich mit dem rechten Ohr zum Smartphone befindet. Dreht man den Kopf mit der linken Seite zum Smartphone, dann ist die Verbindung beider Geräte etwas geringer. Dieses Problem hat man bei vielen Bluetooth Geräten, denn je nachdem, wie die Module (Antennen) zueinander gerichtet sind, ist die Verbindung besser oder eben schlechter. 

Im Alltagstest kam ich auf knapp 9 Metern, das Ganze habe ich mit meinem iPhone X getestet. In meinem Testzeitraum konnte ich keine Verbindungsunterbrechungen oder Aussetzer zwischen den Geräten feststellen.

App

Audio-Technica bietet für einige neuen Kopfhörer die App Namens „A-T Connect“ an. Dabei handelt es sich um dieselbe App, wie für die ATH-SPORT7TW. Diese App steht sowohl für iOS Geräte, als auch Android Devices kostenlos zum Download im jeweiligen AppStore bereit.

Audio-Technica | Connect
Preis: Kostenlos
Audio-Technica | Connect
Preis: Kostenlos

Startet man die App, landet man, sofern die ATH-CKR7TW mit dem Smartphone verbunden sind, auf der Startseite. Auf dieser Startseite wird einem der In-Ear Ohrhörer angezeigt und zudem kann man direkt darunter per Schieberegler die Lautstärke ändern und den Titel der gerade weitergegeben wird einsehen. Jedoch muss man dazu nicht zwingend in die App gehen, denn man kann den aktuellen Titel auch in der Musik App ändern, wie z. B. bei mir via Apple Music.

In der Mitte der Startseite wird einem der aktuelle Akkustand in % angezeigt und direkt daneben wird bei Musikwiedergabe der aktuell verwendeten Audio-Codec´s in meinem Fall AAC, angezeigt. Drückt man auf den Pfeil des oben abgemeldeten In-Ear, dann gelangt man in das Einstellungsmenü. Hier kann man unter anderem, die Verbindung bei trennen, den Audio-Codec manuell ändern, die Tastenzuweisungen von „Muster A“ auf „Muster B“ ändern, sowie die Kurzanleitung einsehen. 

Über die drei horizontalen Striche im linken oberen Rand gelangt man in ein weiteres Untermenü. Hier kann man praktischerweise den letzten Standort der True-Wireless Ohrhörer abrufen, sofern man z. B. einen davon verloren hat. Um diese Funktion nutzen zu können ist es jedoch erforderlich, dass ihr der App den Zugriff auf eure GPS-Daten gebt. Zu guter Letzt kann man hier noch die Bedienungsanleitung und die aktuelle Firmwareversion usw. einsehen.

Was ich in der App vermisse, ist das mir zum einen, der Akkustand der beiden Ohrhörer separat angezeigt wird. Aber auch der des Ladecase könnte man hier leider nicht einsehen. So würde man vor der Reise gleich wissen, ob man das Case noch davor laden sollte oder nicht. Des Weiteren wäre es für manche sicher eine tolle Funktion, wenn man per Equalizer Klangeinstellungen vornehmen könnte. Dies bietet die App mit der aktuellen Version 1.3.3 leider nicht.

(Ausstattung: 4 von 5 Punkten)

TEIL 3

bestehend aus „Preis/Leistung“ entspricht 10% der Gesamtwertung

Beschreibung

Klanglich konnte mich persönlich der Audio-Technica ATH-CKR7TW mit seiner guten Klangabstimmung und dank den großen Treibern mit einer ebenso guten Stereobühne überraschen. Einzig die Mitten warn mir persönlich etwas zu zurückhaltend. Mit der reinen Akkulaufzeit der In-Ears von 6 Stunden war ich sehr zufrieden. Hier profitieren die ATH-CKR7TW von dem etwas größeren Gehäuse. Doch selbst wen diese 6 Stunden vorbei sind, kann man den Akku noch für weitere 9 Stunden im Case aufladenden.

Preis/Leistung

Die UVP der Audio-Technica ATH-CKR7TW von 249€ ist nicht gerade wenig Geld. Hierfür darf man eigentlich ein rundum perfektes Produkt erwarten. Schließlich gib es mittlerweile bereits True-Wireless In-Ears von zahlreichen weiteren Herstellern, die zum Teil schon für etwas unter 100€ erhältlich sind. Preislich sind die ATH-CKR7TW zwar nicht so teuer wie die Sennheiser Momentum True Wireless, doch bei Letzterem handelt es sich aktuellem um die besten auf den Markt.

Klar bei den Audio-Technica ATH-CKR7TW handelt es sich prinzipiell um keine schlechten True-Wireless In-Ears. Doch bei einem Preis von 250€ kann man meiner Meinung nach erwarten, dass man damit auch problemlos Filme und Videos sehen kann, ohne dass diese zwei Sekunden zeitversetzt wiedergegeben werden. 

Ansonsten ist der Komfort natürlich für True-Wireless In-Ears sehr hoch und der halt ist zusammen mit den 3D-Halteschlaufen (EarHooks) sehr sicher, sodass sich die Ohrhörer auch für kleine Trainings-Einheiten zwischendurch eignen. Wer jedoch viel Sport treibt, sollte lieber zum ATH-SPORT7TW greifen, dabei handelt es sich vom Klang und dem halt in den Ohren, um ein klasse Gerät. Jedoch haben diese das gleiche Problem mit der hohen Latenz. 

Ich persönlich bin mit dem Klangbild, der Akkulaufzeit und den Funktionen soweit zufrieden. Lediglich die erwähnte Akkuanzeige der einzelnen Ohrhörer und dem Lade-Case vermisse ich etwas. Zudem wäre es toll, wenn man per Update eine EQ Einstellungen zulässt. Anstoßen ist der ATH-CKR7TW ein ganz guter Einstieg für Audio-Technica in die True-Wireless Welt.

AUDIO-TECHNICA ATH-CKR7TW

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testr Gesamtwertung

unter Berücksichtigung aller Teilwertungen

 Wir bedanken uns beim Hersteller für die Bereitstellung des Produktes. Zu unseren Grundsätzen

Link zum Hersteller: Audio-Technica.com

Sharp GX-BT180

Das Unternehmen Sharp wurde 1912 in Osaka, Japan vom Erfinder Tokuji Hayakawa gegründet. Doch ganz zu Beginn war es eine reine Metallverarbeitung Werkstatt, welche Hayakawa Metals getauft wurde. Erst 1953, als das Unternehmen die Lizenz erwarb, als erstes japanisches Unternehmen Fernseher zu produzieren, änderte man den Namen auf den noch heutigen Firmennamen „Sharp“ um.

Neben Fernseher fertigte das Unternehmen auch Taschenrechner, Mikrowellen, Solarzellen usw. Damit gehörte das Unternehmen bereits nach wenigen Jahren zu den größten Elektronik-Konzernen. Doch kurz nach dem 100. Jubiläum brach der Umsatz Jahr für Jahr ein und so ging der Großteil des Konzerns in Europa, an andere Unternehmen wie z. B. kurzzeitig Faxcoon und UMC über. Doch Anfang 2017 kaufte das Unternehmen mit knapp 57 % die Markenrechte wieder zurück. 

Vor Kurzem zeigte ich euch bereits mit dem Sharp GX-BT280 einen der insgesamt drei neuen mobilen Bluetooth Lautsprecher von Sharp. In diesem Testbericht möchte ich euch mit dem Sharp GX-BT180 den kleinsten der GX-Serie vorstellen. Dieser ist ebenfalls in drei Farben erhältlich, ist IP56-Zertifiziert und bietet eine ordentliche Akkulaufzeit. Doch kann dieser im Test überzeugen? Das erfahrt ihr in folgendem Testbericht. 

TEIL 1

Bestehend aus „Verpackung/Design/Verarbeitung“ entspricht 25% der Gesamtwertung

Verpackung

Der Sharp GX-BT180 Lautsprecher wird in einer kompakten quadratischen Verpackung geliefert. Diese ähnelt vom Design, sehr der Verpackung des größeren Sharp GX-BT280, jedoch ist die des GX-BT180 um einiges kleiner gehalten. Die Vorderseite ziert typisch wie bei eigentlich fast jeder Verpackung das eigentliche Produkt. Somit wird hier der GX-BT180 groß präsentiert. Die Farbe des abgebildeten Lautsprechers entspricht hier, der gewählten Farbe, hat man somit blau gewählt, ist nicht nur dieser Blau, sondern auch die Schlaufe an der rechten Seite, mit der die Verpackung geöffnet wird. Dazu aber später mehr. 

Auf der Vorderseite ist oben rechts in Rot das Sharp Logo und direkt darunter das Bluetooth-Logo inkl. Schriftzug zu lesen. Da der GX-BT180 mit Bluetooth ausgestattet ist, resultiert auch der Name an der unteren rechten Ecken, denn es handelt sich dabei um einen Portable Bluetooth Lautsprecher. Zu guter Letzt ist neben dem Hinweis auf eine Spritzwasser- und Staubgeschütze Bauweise, auch noch die Laufzeit von bis zu 10 h ersichtlich. Auf der rechten und hinteren Seite wird erneut dasselbe Sharp- und Bluetooth Logo dargestellt. Zudem wird in insgesamt 7 Sprachen auf die besonderen Eigenschaften und die Abmaße des GX-BT180 hingewiesen.

An der bereits erwähnten blauen Schlaufe rechts, kann man die Verpackung, welche mithilfe zweier Magnete geschlossen gehalten wird, von rechts nach links aufklappen. Anschließend erblickt man direkt den Bluetooth Lautsprecher, welcher in einem simplen schwarzen Kunststoff-Einsatz und einem transparenten Einsatz, als Gegenstück sicher in der Verpackung gehalten wird. Entnimmt man die Einsätze zusammen mit dem Lautsprecher, befinden sich darunter noch ein USB-A auf Micro-USB-Ladekabel, ein beidseitiges 3,5 mm Klinkenkabel und die üblichen Beschreibungen (Quick-Start-Guide und Benutzeranleitung). 

(Verpackung: 3,5 von 5 Punkten)

Design

Beim Design erinnert mich der Sharp GX-BT180 sehr an eine Mischung aus JBL Flip 4 (Treiberanordnung) und der große und dem Bedienkonzept des UE WonderBoom.

Wie bereits erwähnt, ist der Sharp GX-BT180 wie der GX-BT280 in drei verschiedene Farbausführungen erhältlich. Neben dem blauen Model, welches meinem Testgerät entspricht, gibt es noch Rot und Schwarz. Die Form der Lautsprecher ist zylindrisch, welche man ebenso an den meisten aktuellen mobilen Lautsprechern vorfindet. Die Maße der GX-BT180 betragen in der Höhe 110 mm und im Durchmesser 86 mm. Das Gesamtgewicht beträgt auf der Waage nachgemessen knapp 360 Gramm.

Beim Gehäuse setzt Sharp auf viel Kunststoff. Dies ist wiederum nicht negativ, da dies andere Hersteller, die einen robusteren mobilen Lautsprecher anbieten ebenfalls tun. Das Gehäuse ist fast komplett von einem festen Gewebestoff umhüllt. Lediglich an Ober- und Unterseite befinden sich zwei (Bumper) Kunststoffelemente, welche Beschädigungen bei einem eventuellen Aufprall auf den Boden absorbieren bzw. abfangen sollen. Des Weiteren werden durch diese vorstehenden Kunststoffelemente die etwas nach innen versetzten Passivmembranen geschützt. 

Auf der Rückseite befindet sich ein knapp 25 mm breiter Bereich, der nicht mit dem Gewebestoff bespannt wurde. Hier befindet sich an der obersten Stelle eine kleine Transportschlaufe. Damit kann der mobile Lautsprecher, falls gewünscht an etwas befestigt werden. Direkt darunter ist der Power-Button zu finden. Dieser ist umgeben von einer einzelnen Status LED, welche beim eingeschalteten Zustand Blau leuchtet und vier weiteren LED´s darunter. Diese vier weiteren LED´s leuchten direkt nach dem Einschalten blau auf. Damit zeigen einem diese die restliche Akkukapazität in 25 % Schritten an. 

Zu guter Letzt befindet sich im unteren Bereich auf der Rückseite noch eine längliche, mit einer praktischen Fingernagel-Mulde versehene Silikon-Abdeckung. Diese verdeckt die beiden Anschlüsse, sodass durch diese kein Spritzwasser ins Innere drinnen kann. Bei den Anschlüssen handelt es sich um einen Micro-USB-Ladeanschluss und den 3,5 mm Klinken-Anschluss.

An der Vorderseite des Lautsprechers befinden sich direkt unter dem Stoffbezug drei Tasten. Damit man diese sofort findet, hat Sharp hier über jedem versteckten Knopf ein großes graues Kunststoffelement angebracht. Zu diesen Knöpfen gehört neben der Play/Pause-Taste auch ein „+“ und „-“ Lautstärke-Knopf. Somit besitzt der GX-BT180 alle Knöpfe, um die Playlist komplett über den mobilen Bluetooth Lautsprecher zu steuern.

Die beiden Tasten, mit der man die Lautstärke erhöhen oder absenken kann, sind dabei mit einer weiteren Funktion belegt. Drückt man diese nämlich etwas länger, dann kann man z. B. mit der „+“ Taste einen Titel vorspringen und mit der anderen einen Titel zurück.  

Telefonieren ist dank dem direkt neben der Play/Pause Taste verbauten Mikrofon ebenfalls möglich. Ebenso kann man Siri (iOS) und den Google Assistant (Android) dank diesem Mikrofon ebenfalls bequem über den Sharp GX-BT180 bedienen. Anrufe werden übrigens bei eingehendem Anruf via klick der Play/Pause-Taste angenommen und doppelt klick abgelehnt. Die Sprachassistenten wiederum aktiviert man ebenfalls durch doppeltes Klicken des selben Knopfes.

Zu guter Letzt sind an den beiden Enden des Lautsprechers jeweils ein passiv Bassmembran mit Aluminium Zentrum untergebracht. Auf dessen Mitte ist ein schwarzes Sharp-Logo aufgedruckt. Des Weiteren ist der GX-BT180 mit noch zwei weiteren Treibern versehen, diese sind jedoch nicht direkt sichtbar. Mehr dazu erzähl ich euch jedoch unter dem Punkt „Klang“.

(Design: 4 von 5 Punkten)

Verarbeitung

Die Verarbeitung des kleinen Sharp GX-BT180 ist gut. Jedoch besitzt dieser dieselben Kritikpunkte, die ich bereits beim größeren Sharp GX-BT280 bemängeln konnte.

Zwar ist dieser gegen Stürze aus ca. einem Meter ebenfalls gut geschützt, doch beim Schutz gegen Wasser, sind aktuell bereits besser geschützt Geräte auf dem Markt. Die IP56-Zertifizierung ist zwar nicht schlecht, doch dies heißt „nur“, dass er gegen Staub und starkes Strahlwasser geschützt ist.

Ebenfalls kann ich hier, den zu schnell reagierenden Ein-/Ausschalt Knopf kritisieren. Dieser reagiert bei kurzem Berühren bereits und schaltet das Gerät ein. Zudem trifft hier auch die etwas umständlich Vorgehensweise zu, damit mir der Sharp GX-BT180 im Eingeschalteten Zustand den Akku anzeigt. Die ausführliche Beschreibung der Mängel könnt ihr im Testbericht zum Sharp GX-BT280 nachlesen.

(Verarbeitung: 3,5 von 5 Punkten)

TEIL 2

bestehend aus „Funktion des Produktes“ entspricht 65% der Gesamtwertung

Lautsprechertypmobiler Bluetooth Lautsprecher
Treiberje links und rechts ein kleiner Passivmembran (für Bass zuständig) und zwei unter dem Soff versteckte Lautsprecher.
KonnektivitätBluetooth-Version 4.2. Reichweite: selbst gemessen bis zu knapp 27 m, Klinkenbuchsen-Eingang 3,5 mm.
AkkuAkku: 2.600 mAh
Wiedergabezeit: Bis zu 10 Stunden
Ladezeit: Bis zu 3 Stunden
Abmessungen8,6 x 11,0 cm (Durchmesser x Höhe)
Gewicht360 Gramm (auf der Waage nachgemessen)
LieferumfangSharp GX-BT180
Trageschlaufe (bereits befestigt)
Micro-USB-Ladekabel
3,5 mm Klinkenkabel
Bedienungsanleitung usw.

Klang

Kommen wir nun zur eigentlich wichtigsten Eigenschaft eines Lautsprechers, dem Klang. Dieser ist beim Sharp GX-BT180 für den Preis ganz ordentlich. Jedoch klingt er logischerweise aufgrund seiner etwas geringeren Größe und der daraus resultierenden geringeren Watt Leistung etwas ruhiger wie der GX-BT280.

Beim Sharp GX-BT180 ist ein Stereo-Treibereinheit verbaut, welche einzeln auf je 7 Watt und gesamt auf 14 Watt kommt. Zur genauen Größe der Treiber hat man jedoch auch hier keine genaueren Infos verraten. Diese können aber auch hier aufgrund der Größe des Lautsprechers definitiv nicht besonders groß sein.

Diese beiden Treiber sind horizontal liegen, beim GX-BT180 jeweils über und unter den Bedientasten untergebracht. Zwar nimmt man durch den etwas höheren Abstrahlwinkel der Musik, diese auch an den Seiten wahr, doch das beste Klangbild erhält man logischerweise direkt vorne. Schließlich handelt es sich hierbei nicht um einen 360°-Lautsprecher. Die beiden Treiber sind jeweils einem der seitlichen befindlichen Passivmembran zugeordnet. Diese Passivmembrane werden, wie der Namen schon vermuten lässt passiv angetrieben. Dies bedeutet, dass diese sich ohne externe Stromversorgung bewegen und nur von den beiden daneben befindlichen Lautsprechern, angetrieben werden. Passivmembrane werden sehr gerne bei mobilen Lautsprechern eingesetzt, da diese die Mitten unterstützen und zudem für einen tieferen Bass sorgen sollen. 

Doch nun kommt natürlich eine der wichtigen Fragen, wie gut ist der Klang des kleinen Sharp GX-BT180, kann der Neuling klanglich überzeugen? Wichtig für das Klangbild ist hierbei auch die richtige Aufstellung des Lautsprechers. Denn hierbei kann man das Klangbild positiv oder auch negativ beeinflussen. So sieht es zwar eigentlich aufgrund der Bedienelemente und der Form so aus, als würde der Lautsprecher vorrangig hochkant betrieben werden, doch dem ist nicht wirklich so. Man kann diesen so natürlich verwenden, doch das Klangbild leidet darunter etwas. Ich empfehle den Sharp GX-BT180 liegend, also mit der runden Fläche (Tasten zu einem gerichtet) aufliegen zu betrieben. Damit strahlen die Treiber nach vorne und die beiden Passivmembran zu den Seiten hinweg.

Allgemein ist der Klang des kleinen GX-BT180 aufgrund seiner Größe definitiv nicht als schlecht zu bezeichnen. Doch gerade gegenüber des GX-BT280 ist er logischerweise etwas schwächer auf der Brust. Die Höhen z. B. fallen hier etwas reduzierter aus und sind nicht ganz so detailreich wie beim größeren Modell. Der Bass dass kleinen Bluetooth-Lautsprecher ist keinesfalls mager, doch dennoch kann auch Sharp hier die Physik nicht austricksen und so fehlt es dem kleinen etwas im Tiefbassbereich. 

Der Bass wirkt jedoch vor allem bei einer Lautstärke ab 70 % sehr unpräzise und schwammig. Zudem neigt der GX-B T180 dazu, bei hoher Lautstärke zu übersteuern. Daher rate ich klanglich gesehen eher nicht dazu, den Lautsprecher so laut zu stellen. 

(Klang: 3 von 5 Punkten)

Koppeln und Reichweite

Bei den Anschlüssen sind sich die beiden Sharp GX-Lautsprecher GX-BT180 und BT-280 ebenfalls ähnlich. Den kleineren Lautsprecher kann man somit ebenfalls je nach Situation, via 3,5 mm Klinkenkabel mit Musik versorgen oder wie vermutlich in den meisten Fällen direkt über Bluetooth. Die Verbindung über Bluetooth bietet entscheidenden Vorteile, denn so ist der GX-BT180 nicht nur flexibler einsetzbar, sondern auch nur dann komplett gegen Staub und Spritzwasser geschützt. Bei der Bluetooth Version setzt Sharp auf Bluetooth 4.2, jedoch ohne aptX-Support. Somit handelt es sich um das gleiche Bluetooth-Modul, wie im GX-BT280.

Sobald man den mobilen Lautsprecher zum ersten Mal anschaltet, befindet dieser sich automatisch im Pairing-Modus. Falls der Sharp GX-BT180 bereits mit einem Gerät verbunden war, koppelt er sich automatisch nach dem Einschalten erneut mit dem Gerät. Möchte man den Lautsprecher jedoch mit einem anderen Gerät verbinden, dann muss man meiner Meinung nach umständlich die Play/Pause Taste für 10 Sekunden gedrückt halten. Anschließend wird die Verbindung mit dem aktuellen Gerät getrennt und man kann diesen mit einem anderen Gerät koppeln.

Wie weit man den Sharp GX-BT180 vom Smartphone genau entfernen kann, gibt Sharp nicht an. Jedoch habe ich dies wie bei jedem Testgerät einmal im Freien und im Haus getestet und nachgemessen. Im Freien setzte die Verbindung nach knapp 27 Metern aus. Im Indoor-Einsatz spielen jedoch viele weitere Faktoren eine Rolle, wie gut die Verbindung zwischen Smartphone und Sharp GX-BT180 ist. So spielen z. B. sehr die dicke, eurer Wände eine Rolle und aus welche Material diese sind. Handelt es sich z. B. bei einem Holzständer Haus lediglich um dünne Holzplatten, dann wird die Verbindung weniger verringert, als bei massiven und dicken Stahlbeton Wänden. Bei mir im Haus befinden sich zwei dickere und Massive Betonwände, bei denen die Verbindung nach knapp 13 Metern unterbrach.

(Koppeln und Reichweite: 4 von 5 Punkten)

Akku

Wie bereits mehrfach erwähnt, handelt es sich beim GX-BT180 und einen mobilen Lautsprecher, der mit einem wiederaufladbaren Akku bestückt ist. Dabei handelt es sich um einen Li-Ion Akku mit einer Gesamtkapazität von 2600 mAh. Diese Kapazität soll laut Sharp für bis zu 10 Stunden Musikwiedergabe ausreichen.

Das Ganze habe ich natürlich in einem Laufzeit-Test geprüft. Dabei kam ich jedoch bei etwa 70 % der maximalen Lautstärke, auf eine Laufzeit von 9 Stunden. Hört man jedoch mit dem Sharp GX-BT180 lauter oder leiser Musik, dann variiert die Laufzeit logischerweise etwas.

Aufgeladen wird der Akku des Sharp GX-BT180 über den Micro-USB Anschluss unter der Abdeckung auf der Rückseite. Bis der integrierte Akku von 0 auf 100 % aufgeladen ist, dauert es knapp 3 Stunden.

(Akku: 4 von 5 Punkten)

TEIL 3

bestehend aus „Preis/Leistung“ entspricht 10% der Gesamtwertung

Beschreibung

Sharp hat mit dem GX-BT180 einen weiteren mobilen Lautsprecher der GX-Serie auf den Markt gebracht. Klanglich ist dieser ebenfalls ganz gut und lediglich bei den Mitten und Höhen etwas schwächer als der Sharp GX-BT280. Dennoch kann er klanglich zumindest bis mittlerer Lautstärke ein gutes Klangbild darstellen. Dreht man die Lautstärke höher, dann neigt er zum Verzerren der Töne. 

Der neue Lautsprecher aus dem Hause Sharp wurde wie sein größerer Bruder ebenfalls robust gefertigt. Somit fängt dieser auch Stürze aus geringer Höhe ab. Doch das können einige Konkurrenz Geräte in dieser Preisklasse ebenfalls und bieten zudem noch einen besseren Schutz gegen Wasser. Der Sharp GX-BT180 ist nämlich nicht wasserdicht, sondern lediglich gegen Spritzwasser geschützt.

Preis/Leistung

Die unverbindliche Preisempfehlung des Sharp GX-BT180 liegt bei 75€. Doch der seit Anfang des Jahres erhältliche mobile Lautsprecher, ist aktuell bereits ab 53€ erhältlich. 

Daher liegt er preislich gleichauf mit seinem größten Konkurrenten dem UE WunderBoom. Leider konnte ich Letzteres bisher selbst nicht probe hören, aber von dem, was ich gelesen habe, denke ich, beide liegen vom Klang nah beinander.

Für seine Größe klingt der GX-BT180 ganz ordentlich, kommt jedoch wie viele andere kleine Lautsprecher früh an seine Grenzen. Zudem hat der Sharp GX-BT180 einige Schwächen, die ich euch erwähnt habe.

Sharp GX-BT180

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testr Gesamtwertung

unter Berücksichtigung aller Teilwertungen

 Wir bedanken uns beim Hersteller für die Bereitstellung des Produktes. Zu unseren Grundsätzen

Sharp GX-BT280

Das Unternehmen Sharp wurde 1912 in Osaka, Japan vom Erfinder Tokuji Hayakawa gegründet. Doch ganz zu Beginn war es eine reine Metallverarbeitung Werkstatt, welche Hayakawa Metals getauft wurde. Erst 1953, als das Unternehmen die Lizenz erwarb, als erstes japanisches Unternehmen Fernseher zu produzieren, änderte man den Namen auf den noch heutigen Firmennamen „Sharp“ um.

Neben Fernseher fertigte das Unternehmen auch Taschenrechner, Mikrowellen, Solarzellen usw. Damit gehörte das Unternehmen bereits nach wenigen Jahren zu den größten Elektronik-Konzernen. Doch kurz nach dem 100. Jubiläum brach der Umsatz Jahr für Jahr ein und so ging der Großteil des Konzerns in Europa, an andere Unternehmen wie z. B. kurzzeitig Faxcoon und UMC über. Doch Anfang 2017 kaufte das Unternehmen mit knapp 57 % die Markenrechte wieder zurück. 

Zur IFA 2018 zeigte man uns am Stand von Sharp, was das Unternehmen für Produkte in der kommenden Zeit auf den Markt bringen wird. Darunter waren neben vielen Fernsehern (4K und 8K) auch die ersten wieder in Europa erhältlichen Smartphones und drei Bluetooth Lautsprecher.

Bei letzt genannten dreht es sich um das Testprodukt in diesem Testbericht. Genauer gesagt um den mobilen Bluetooth Lautsprecher Sharp GX-BT280. Dieser ist in drei Farben erhältlich, ist IP56-Zertifiziert und bietet eine ordentliche Laufzeit. Doch lohnt sich der Kauf des Neuling oder sind die alten Vertreter hier überlegen? Das erfahrt ihr in folgendem Testbericht. 

TEIL 1

Bestehend aus „Verpackung/Design/Verarbeitung“ entspricht 25% der Gesamtwertung

Verpackung

Der Sharp GX-BT280 Lautsprecher wird in einer rechteckigen, rundum bedruckten Verpackung geliefert. Direkt auf der Vorderseite wird der rote (Farbe ist hier von dem gewählten Modell abhängig) GX-BT280 von vorne betrachtet dargestellt. Des Weiteren befindet sich an der rechten oberen Ecke der Name Sharp und das Bluetooth Symbol abgebildet. Dadurch ergibt sich auch die Bezeichnung an der unteren rechten Ecken, denn es handelt sich dabei um einen Portable Bluetooth Lautsprecher. Zu guter Letzt ist neben dem Hinweis auf eine Spritzwasser- und Staubgeschütze Bauweise, auch noch die Laufzeit von bis zu 12 h ersichtlich.

Auf der rechten und hinteren Seite wird erneut dasselbe Sharp- und Bluetooth Logo dargestellt. Zudem wird in insgesamt 8 Sprachen auf die besonderen Eigenschaften und die Abmaße des GX-BT280 hingewiesen.

An der roten Schlaufe rechts, kann man die Verpackung, welche mithilfe zweier Magnete geschlossen gehalten wird, von rechts nach links aufklappen. Anschließend erblickt man direkt den Bluetooth Lautsprecher, welcher in einem simplen schwarzen Kunststoff-Einsatz und einem transparenten Einsatz, als Gegenstück sicher in der Verpackung gehalten wird. Entnimmt man die Einsätze zusammen mit dem Lautsprecher, befinden sich darunter noch ein USB-A auf Micro-USB-Ladekabel, ein beidseitiges 3,5 mm Klinkenkabel und die üblichen Beschreibungen (Quick-Start-Guide und Benutzeranleitung). 

(Verpackung: 3,5 von 5 Punkten)

Design

Beim Design erinnert mich der Sharp GX-BT280 sehr an eine Mischung aus JBL Flip 4 (Formfaktor und Treiberanordnung) und UE Blast (Bedienkonzept).

Der Sharp GX-BT280 ist in drei verschieden Farbausführungen erhältlich. Neben dem roten Model, welches meinem Testgerät entspricht, gibt es noch Blau und Schwarz. Beim Formfaktor setzt Sharp auf die klassische und somit bei vielen anderen mobilen Lautsprecher eingesetzte zylindrische Form. Somit ist der GX-BT280 186 mm hoch, hat einen Durchmesser von 67 mm. Das Eigengewicht beträgt auf der Waage knapp 485 Gramm.

Das Gehäuse des Sharp GX-BT280 wird fast komplett von einem festen Gewebestoff umhüllt. Lediglich an Ober- und Unterseite befinden sich zwei Kunststoffelemente, welche leichte Stöße abfangen und zudem die Passivmembranen schützen sollen. Auf der Rückseite ist ebenfalls ein knapp 23 mm breiter gummierter Bereich vorhanden, an dem sich an der Oberseite eine Transportschlaufe befindet. Damit kann der mobile Lautsprecher unterwegs z. B. an einen Rucksack befestigt werden. Direkt darunter ist der Power-Button und eine Status LED, welche beim eingeschalteten Zustand Blau leuchtet. Etwas weitere zentral mittig sind direkt nach dem Einschalten vier weiße LED´s ersichtlich. Diese zeigen einem die restliche Akkukapazität an, indem kurz nach dem Einschalten eine bestimmte Anzahl der LED´s leuchtet. Sind z. B. zwei der insgesamt vier LED´s an, bedeutet es, dass der Akku noch knapp 50 % Restkapazität besitzt. Jede LED bedeutet somit 25 % mehr Restladung.

Unter einer länglichen, leicht vorstehenden Silikon-Abdeckung befindet sich zwei Anschlüsse. Dabei handelt es sich um den Micro-USB-Ladeanschluss und den 3,5 mm Klinken-Anschluss. Die Abdeckung lässt sich dank Griffmulde gut öffnen und soll die Anschlüsse schützen, sodass kein Spritzwasser eindringen kann.

An der Vorderseite des Lautsprechers befinden sich direkt unter dem Stoffbezug drei Tasten. Damit man diese sofort findet, hat Sharp hier über jedem versteckten Knopf ein graues Kunststoffelement angebracht. So findet man am GX-BT280 die typischen Knöpfe eines mobilen Bluetooth Lautsprecher. Zu denen neben der Play/Pause-Taste auch ein „+“ und „-“ Lautstärke-Knopf gehört. Die beiden Tasten, mit der man die Lautstärke erhöhen oder absenken kann, sind dabei mit einer weiteren Funktion belegt. Drückt man diese nämlich etwas länger, dann kann man z. B. mit der „+“ Taste einen Titel vorspringen und mit der anderen einen Titel zurück. 

Telefonieren ist dank dem direkt neben der Play/Pause Taste verbauten Mikrofon ebenfalls möglich. Ebenso kann man Siri (iOS) und den Google Assistant (Android) dank diesem Mikrofon ebenfalls bequem über den Sharp GX-BT280 bedienen. Anrufe werden übrigens bei eingehendem Anruf via klick der Play/Pause-Taste angenommen und doppelt klick abgelehnt. Die Sprachassistenten wiederum aktiviert man ebenfalls durch doppeltes Klicken des selben Knopfes.

Zu guter Letzt sind an den beiden Enden des Lautsprechers jeweils ein passiv Bassmembran mit Aluminium Zentrum untergebracht. Auf dessen Mitte ist ein schwarzes Sharp-Logo aufgedruckt. Des Weiteren ist der GX-BT280 mit noch zwei weiteren Treibern versehen, diese sind jedoch nicht direkt sichtbar. Mehr dazu erzähl ich euch jedoch unter dem Punkt „Klang“.

(Design: 4 von 5 Punkten)

Verarbeitung

Die Verarbeitung des mobilen Bluetooth Lautsprecher aus dem Hause Sharp ist gut, jedoch habe ich ein paar Kritikpunkte. 

Bei der Robustheit steht der Sharp GX-BT280 sicherlich dem JBL Flip und UE Blast in nichts nach. Alle Geräten macht es daher nichts aus, wenn diese aus ca. einem Meter auf den Boden fallen. Doch gerade was den Schutz gegen Wasser angeht, scheidet der GX-BT280 von Sharp schlechter als die beiden anderen Modelle ab. So besitzt der Sharp GX-BT280 zwar eine IP56-Zertifizierung, doch dies heißt „nur“, dass er gegen Staub und starkes Strahlwasser geschützt ist. Somit ist zwar Regen für ihn kein Problem, doch anders als die Konkurrenz, sollte er nicht unter Wasser getaucht werden.

Was mir ebenfalls nicht ganz so gut gefällt ist, das Ein-/Ausschalten. Hier genügt es schon, kurz den Knopf an der Rückseite zu betätigen, und der Lautsprecher schaltet sich ein. Hier hätte ich mir persönlich aus Sicherheit gewünscht, dass man den Knopf ca. 3 Sekunden drücken muss. Denn somit kann sich der Lautsprecher, wenn dieser z. B. im Rucksack verstaut ist, sehr leicht einschalten. Ebenso kann diesen dadurch der 3-jährige Sohn meiner Schwester viel leichter einschalten, als einen, bei dem man den Knopf länger halten muss.

Ein weiterer, jedoch nur kleiner Kritikpunkt wäre zudem noch die etwas umständliche Methode, um sich die aktuelle Akku-Kapazität anzeigen zu lassen. Diese zeigt der Sharp GX-BT280 zwar jedes Mal nach dem Einschalten an. Anschließend gehen die Lampen jedoch wieder aus. Möchte ich nun nach einiger Zeit erfahren, wie voll der Akku noch ist, muss ich dafür für knapp zwei Sekunden die Play/Pause Taste gedrückt halten. Hier wäre es praktischer, wenn man durch kurzes Drücken des Power-Buttons die Kapazität angezeigt bekommen würde. Doch da durch das Betätigen direkt der Lautsprecher ausgeschaltet wird, geht dies leider nicht. 

(Verarbeitung: 3,5 von 5 Punkten)

TEIL 2

bestehend aus „Funktion des Produktes“ entspricht 65% der Gesamtwertung

Lautsprechertypmobiler Bluetooth Lautsprecher
Treiberje links und rechts ein kleiner Passivmembran (für Bass zuständig) und zwei unter dem Soff versteckte Lautsprecher.
KonnektivitätBluetooth-Version 4.2. Reichweite: selbst gemessen bis zu knapp 27 m, Klinkenbuchsen-Eingang 3,5 mm.
AkkuAkku: 2.800 mAh
Wiedergabezeit: Bis zu 12 Stunden
Ladezeit: Bis zu 3 Stunden
Abmessungen6,7 x 18,6 cm  (Durchmesser x Höhe)
Gewicht485 Gramm (auf der Waage nachgemessen)
LieferumfangSharp GX-BT280
Trageschlaufe (bereits befestigt)
Micro-USB-Ladekabel
3,5 mm Klinkenkabel
Bedienungsanleitung usw.
Technische Daten des Sharp GX-BT280

Klang

Kommen wir nun zur eigentlich wichtigsten Eigenschaft eines Lautsprechers, dem Klang. Dieser ist beim Sharp GX-BT280 für den Preis ganz ordentlich, doch es gibt klanglich definitiv noch bessere Geräte.

Sharp setzt beim GX-BT280 auf zwei 10 Watt (gesamt 20 Watt RMS) Treiber. Zur genauen Größe hat man hier keine genauen Angaben gemacht, aber ich vermute, dass diese aufgrund des kleinen Gehäuse nicht sonderlich groß sein werden, sonder max. 50 mm groß sind.

Diese beiden Treiber sind jeweils links und rechts neben der Play-Taste untergebracht und strahlen ihren Klang weitestgehend nach vorne ab. Zwar nimmt man den Klang auch an den Seiten wahr, doch das beste Klangbild erhält man direkt vorne. Diese beiden Treiber treiben wiederum jeweils einen der beiden außen befindlichen Passivmembran an. Diese Passivmembrane werden, wie der Namen schon vermuten lässt passiv angetrieben. Dies bedeutet, dass diese sich ohne externe Stromversorgung bewegen und nur von den beiden daneben befindlichen Lautsprechern, angetrieben werden. Passivmembrane werden sehr gerne bei mobilen Lautsprechern eingesetzt, da diese die Mitten unterstützen und zudem für einen tieferen Bass sorgen sollen.  

Doch nun die Frage, kann der Neuling klanglich überzeugen? Wichtig für das Klangbild ist die richtige Aufstellung des Lautsprechers. Zwar sieht es so aus, dass man aufgrund der Positionierung der Tasten, den Lautsprecher hochkant betreibt, doch dem ist nicht wirklich so. Man kann diesen so natürlich verwenden, doch das Klangbild leidet darunter etwas. Ich empfehle den Sharp GX-BT280 liegend, mit den Tasten so ausgerichtet, dass diese zu einem gerichtet sind, hinzulegen. Damit strahlen die Treiber nach vorne und die beiden Passivmembran zu den Seiten hinweg.

Vom Klangbild kann man jedoch aufgrund der Treibergröße, der Passivmembrane und des Gehäusevolumen, keine besonderen Wunder erwarten. Die Höhen werden sehr klar wiedergegeben und auch die Mitten sind präsent. Doch selbst mit der Unterstützung der beiden Passivmembrane erzeugen die beiden Kleinen aktiv Treiber nicht genug Kraft, um einen ordentlichen Bass (Tieftonbereich) zu erzeugen. Dennoch kann ich sagen, dass der Sharp GX-BT280 vom Klangbild bei niedriger bis fast mittlerer Lautstärke am besten klingt. Erhöht man jedoch die Lautstärke über den mittleren Bereich, dann verzerrt dieser sehr schnell die Mitten, was auch zur Folge hat, dass der Bass verloren geht. Schließlich werden alle Treiber und Membrane abhängig voneinander angetrieben. 

(Klang: 3 von 5 Punkten)

Koppeln und Reichweite

Der Sharp GX-BT280 kann entweder kabelgebunden via 3,5 mm Klinkenkabel mit Musik versorgt werden oder wie vermutlich in den meisten Fällen direkt über Bluetooth. Schließlich ist er via Bluetooth deutlich flexibler einsetzbar und ist nur so komplett gegen Staub und Spritzwasser geschützt. Bei der Bluetooth Version setzt Sharp auf Bluetooth 4.2, jedoch ohne aptX-Support. Somit muss man nicht nur als iPhone User, sonder auch als Android-Nutzer auf eine verlustfreiere Wiedergabe-Qualität verzichten.

Die Kopplung erfolgt ganz einfach. Sobald man den mobilen Lautsprecher anschaltet, befindet dieser sich automatisch im Pairing-Modus. Falls der Sharp GX-BT280 bereits mit einem Gerät verbunden war, koppelt er sich automatisch nach dem Einschalten erneut mit dem Gerät. Möchte man den Lautsprecher jedoch mit einem anderen Gerät verbinden, dann muss man meiner Meinung nach umständlich die Play/Pause Taste für 10 Sekunden gedrückt halten. Anschließend wird die Verbindung mit dem aktuellen Gerät getrennt und man kann in den Bluetooth Einstellung des anderen Gerät den Sharp GX-BT280 auswählen.

Die maximale Reichweite der Bluetooth-Verbindung gibt Sharp zwar nicht an. Jedoch habe ich dies wie bei jedem Testgerät einmal im Freien und im Haus getestet und nachgemessen. Im Freien setzte die Verbindung nach knapp 27 Metern aus. Im Indoor-Einsatz spielen jedoch viele weitere Faktoren eine Rolle, wie gut die Verbindung zwischen Smartphone und Sharp GX-BT280 ist. So spielen z. B. sehr die dicke, eurer Wände eine Rolle und aus welche Material diese sind. Handelt es sich z. B. bei einem Holzständer Haus lediglich um dünne Holzplatten, dann wird die Verbindung weniger verringert, als bei massiven und dicken Stahlbeton Wänden. Bei mir im Haus befinden sich zwei dickere und Massive Betonwände, bei denen die Verbindung nach knapp 13 Metern unterbrach. 

Solltet ihr einen Lautsprecher suchen, denn ihr bei Bedarf auch mit mehreren identischen koppeln könnt, muss ich euch hier leider enttäuschen. Diese Funktion bietet Sharp bei den neuen GX-Lautsprechern leider nicht an.

(Koppeln und Reichweite: 4 von 5 Punkten)

Akku

Wie bereits erwähnt, handelt es sich beim Sharp GX-BT280 um einen mobilen Lautsprecher, der mit einem wiederaufladbaren Akku bestückt ist. Dabei handelt es sich um einen Li-Ion Akku mit einer Gesamtkapazität von 2800 mAh. Dieser soll laut Sharp bis zu 12 Stunden Musikwiedergabe ausreichen.

In meinem Laufzeit-Test kam ich bei fast mittlere Lautstärke nicht ganz auf die 12 Stunden. Dennoch können sich knapp 10 Stunden und 15 Minuten sehen lassen. Die Laufzeit hängt hier natürlich sehr davon ab, ob ihr die Musik lieber voll aufdreht oder leiser hört. Der von mir eingestellte Wert, nicht ganz im Mittelfeld, reicht jedoch problemlos aus, um einen normalen Raum mit knapp über 20 m² zu beschallen.

Aufgeladen wird der Akku des Sharp GX-BT280 über den Micro-USB Anschluss unter der Abdeckung auf der Rückseite. Bis der integrierte Akku von 0 auf 100 % aufgeladen ist, dauert es knapp 3 Stunden.

(Akku: 4 von 5 Punkten)

TEIL 3

bestehend aus „Preis/Leistung“ entspricht 10% der Gesamtwertung

Beschreibung

Mit dem GX-BT280 bringt Sharp einen guten mobilen Lautsprecher auf den Markt. Klanglich gehört der Sharp GX-BT280 meiner Meinung zwar nicht zu der Oberliga der mobilen Lautsprecher bis 150€. Doch dennoch kann er klanglich zumindest bis mittlerer Lautstärke ein gutes Klangbild darstellen. Möchte man jedoch auch auf höherer Lautstärke ein vernünftigeres Klangbild, sollte man eventuell zu einem anderen Gerät greifen, denn hier kommt der GX-BT280 zu schnell an seine Grenzen.

Zwar wurde der Lautsprecher aus dem Hause Sharp robust gefertigt und fängt somit auch Stürze aus geringer Höhe ab. Doch das können einige Konkurrenz Geräte in dieser Preisklasse ebenfalls und bieten zudem noch einen besseren Schutz gegen Wasser. Der Sharp GX-BT280 ist nämlich nicht wasserdicht, sondern lediglich gegen Spritzwasser geschützt.

Preis/Leistung

Die unverbindliche Preisempfehlung des Sharp GX-BT280 liegt bei 99€. Doch der seit Anfang des Jahres erhältliche mobile Lautsprecher, ist aktuell je nach Wunschfarbe bereits ab 56 bis 70€ erhältlich. 

Für seine Größe klingt er zwar ganz ordentlich, kommt jedoch wie viele andere kleine Lautsprecher früh an seine Grenzen. Zudem hat der Sharp GX-BT280 noch einige Schwächen, die ich euch jedoch erwähnt habe. Am Ende müsst ihr euch daher natürlich selbst entscheiden, ob euch dieser trotz der Schwachpunkte ausreicht.

Bedenken solltet ihr aber, dass es bereits ab 100€ bis 150€ noch deutlich bessere Lautsprecher gibt, die unter Umständen zwar etwas mehr kosten. Jedoch bieten diese einen robusteren Schutz gegen Wasser und einen kräftigeren und ein verlustfreieres Klangbild.

Sharp GX-BT280

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testr Gesamtwertung

unter Berücksichtigung aller Teilwertungen

 Wir bedanken uns beim Hersteller für die Bereitstellung des Produktes. Zu unseren Grundsätzen

Skagen Falster 2

Skagen Designs, besser bekannt als nur Skagen, ist ein dänisch-US-amerikanisches Unternehmen. Das Unternehmen stellt neben Uhren, Schmuck auch Sonnenbrillen her. Gegründet wurde das Unternehmen von dem dänischen Ehepaar Henrik und Charlotte Jorst. 

Mitte Januar 2012 gab Fossil bekannt, dass man Skagen inkl. den Tochtergesellschaften für rund 175 Millionen Euro übernehmen werde (zudem erhielt Skagen 150.000 Fossil-Aktien). Neben Skagen gehören auch Marken wie: Misfit, Armani Exchange, Diesel, DKNY, Emporio Armani, Michael Kors, Puma und einige mehr zur Fossil Group. 

In diesem Testbericht möchte ich euch die neue Skagen Falster 2 genauer vorstellen. Diese ähnelt auf dem ersten Blick zwar der 1. Generation, doch dennoch hat sich einiges verändert. Denn die neue Falster 2 besitzt nun ein integriertes GPS-Modul und einen Herzfrequenzsensor. Was mir persönlich an der Skagen Falster 2 gefallen hat und ob diese schwächen hat, erfahrt ihr im folgenden Testbericht.

TEIL 1

Bestehend aus „Verpackung/Design/Verarbeitung“ entspricht 25% der Gesamtwertung

Verpackung

Die Skagen Falster 2 wird in einer blau-grau gefärbten, sehr stabilen Kartonage ausgeliefert. Die Verpackung ist so gestaltet, dass man durch das große transparente Sichtfenster direkt die Uhr erblickt. Rund um die Verpackung wiederum, wird man über einige wenige Infos zur Uhr bzw. deren Funktionen informiert.  

Die rechte und linke Seite, sind identisch gestaltet, denn hier wird einem neben dem Namen des Unternehmens und drei verschieden Symbole, welche auf die Funktionen der Skagen Falster 2 hinweisen dargestellt. Dazu zählen neben dem Aufzeichnen von sportlichen Aktivitäten auch das Benachrichtigen, wenn Nachrichten via Messenger eingehen usw.

An der unteren Stirnseite wird auf das Betriebssystem, welches auf der Skagen Falster 2 installiert ist hingewiesen. Es handelt sich dabei um kein Betriebssystem von Fossil, sondern um Wear OS by Google. Dieses ist jedoch nicht nur mit Android-Smartphones, sondern auch iPhones kompatible. Zu guter Letzt widmen wir uns der Unterseite der Verpackung. Hier erfährt man neben den Systemvoraussetzungen der Uhr noch das Herstellungsland (Made in China) usw.

Öffnet man den transparenten Deckel, auf dem ebenfalls der Name „Skagen“ steht, erblickt man wie bereits erwähnt die Skagen Falster 2. Diese ist befestigt um zwei Pappkartons. Auf einer Seite der Kartonage ist eine Mulde, in der das Induktionsladekabel verstaut ist. Zudem befindet sich nach der Entnahme der Uhr noch eine Kurzanleitung sowie eine Kurzbeschreibung in mehrere Sprachen. 

(Verpackung: 4 von 5 Punkten)

Design

Die neue 2. Generation der Skagen Falster ähnelt auf dem ersten Blick sehr dem Vorgängermodell. Sichtbare Änderung sind beim genauen Hinsehen jedoch erkennbar. Bei der ersten Version gab es z. B. nur Armbänder aus Leder und Milanaise. Bei der neuen Falster 2 steht aber nun auch ein einfaches Silikon und Polyester/Nubuk Armband zu Auswahl.

Durch das neue Silikon-Armband z. B. sitzt die Falster 2 nun nicht nur straffer am Handgelenk, sondern ist auch resistent gegen Schweiß. Dies ist sehr wichtig, denn nun verfügt die 2. Generation der Falster über einen an der Unterseite platzierten Herzfrequenz-Sensor. Dadurch eignet sich die neue Smartwatch aus dem Hause Skagen, welche auch in der wasserdichte verbessert wurde, technisch gesehen perfekt für den Alltag, aber auch genauso gut für sportliche Aktivitäten. 

Die Uhr ist in drei Gehäuse-Farben erhältlich: Silber, Schwarz und Roségold. Zudem gibt es diese in zahlreichen verschiedenen Ausführungen mit unterschiedlichen Armbändern/Farben. Bei dem von mir getesteten Modell handelt es sich um das silberne mit Milanaise-Armband. Dich mir wurde zudem auch noch das gleiche Modell in Roségold zugesendet. Daher bei den Bildern nicht wundern, hier habe ich von beiden Modellen Bildern gemacht. Neben dem Gehäuse von 40 mm, besteht auch das 20 mm Milanaise Armband aus Edelstahl. Skagen ist für ein modernes, aber dennoch minimalistisches Design bekannt. Dies trifft auch bei der Falster 2 zu, denn diese macht sich durch ihr 40 mm Gehäuse sowohl am Handgelenk eines Mannes, als auch einer Frau sehr gut. Mit einem Gewicht von unter 60 Gramm ist sie zudem ausgesprochen leicht.

Der mittlere Teil der Unterseite an der sich der Herzfrequenzsensor befindet, besteht aus schwarzem Kunststoff, welcher einen robusten Eindruck macht. Zur Bedienung der Skagen Falster 2 stehen neben dem Touch-Display, eine in beide Richtungen drehbare Krone und zwei daneben befindliche Drucktasten zur Verfügung. Diese können frei nach den eigenen Vorlieben mit Funktionen belegt werden. Standard mäßig wechselt man dadurch jedoch zu Google Fit und in den Modus, indem man das Watch-Face ändern kann.Das Armband kann man übrigens dank Schnellwechsel-Mechanismus bei Bedarf einfach durch jedes weitere von Skagen oder Fossil usw. angebotene Band ausgetauscht werden, sofern dieses ebenfalls 20 mm breit ist. 

Da das Display der Uhr auf der Gehäuse gesetzt ist und somit hervorsteht, sollte man beim Ablegen darauf achten, dass das Displayglas nicht verkratzt. Beim Runterfallen kann es daher zudem schnell passieren, dass das Glas bricht. An der Unterseite der Skagen Falster 2 befindet sich, wie bei fasten allen Smartwatches die Ladekontakte, hier wird das mitgelieferte Ladekabel angeschlossen.

(Design: 4 von 5 Punkten)

Verarbeitung

Die Skagen Falster 2 kann von der Verarbeitung absolut überzeugen. Das Milanaise-Armband ist sehr fein gegliedert, sodass es selbst an einem Frauen Handgelenk nicht zu markant wirkt. Die Spaltmasse zwischen den verschiedenen Materiellen sind sehr gleichmäßig und zudem harmonisieren diese Werkstoffe (Edelstahl, Glas und Kunststoff) hervorragend miteinander.

Die neue Falster 2 ist bis 3 ATM (30m) wasserdicht. Dadurch hält diese zwar Wasserspritzer ab, aber beim Duschen und schwimmen solltet ihr diese lieber ablegen. Hier bitte nicht von der Angabe mit 30 m täuschen lassen, den dies bedeutet nicht, dass ihr damit 30 Meter tauschen könnt. Daher geben Hersteller inzwischen den Wert ATM oder bar an. Das die Armbänder einfach per Schiebemechanismus getauscht werden können ist ebenfalls positiv und funktioniert sehr einfach.

(Verarbeitung: 4,5 von 5 Punkten)

TEIL 2

bestehend aus „Funktion des Produktes“ entspricht 65% der Gesamtwertung

Art der UhrSmartwatch mit Herzfrequenzsensor und integriertem GPS-Modul
Display1,2 Zoll (30 mm) AMOLD-Display (Auflösung 320 x 320 Pixel)
Touch-Displayja
Wasserfestigkeit3 Bar/30 m
SensorenBeschleunigungsmesser, Gyroskop, Umgebungslichtsensor, Herzfrequenzsensor, Höhenmesser, GPS-Modul, WLAN.
MaterialEdelstahlgehäuse; Armband aus Edelstahl
KonnektivitätBluetooth 4.1, WLAN 802.11b/g/n, NFC
Größe/Gewicht40 mm (runde Form) / 59 Gramm
CPU/RAM4x 1.20GHz Cortex-A7 (Qualcomm Snapdragon Wear 2100) / 512 MB RAM
Akku300mAh
Kompatibleab Android 4.4, ab iOS 9.3
BetriebssystemWear OS by Google
LieferumfangSkagen Falster 2
Ladekabel
Garantiekarte
Bedienungsanleitung
Technische Daten der Skagen Falster 2

Tragekomfort

Die Größe der Skagen Falster 2 macht sich sowohl am Männer, als auch am Frauen Handgelenk perfekt. Die Smartwatch wirkt durch das feine Milanaise Armband keinesfalls zu feminin und eignet sich somit für beide Geschlechter. Auf dem ersten Blick hatte keiner meiner Freunde gedacht, dass diese Smartwatch auch den Puls messen kann. Was unter anderem an dem Zeitlosen und Eleganten Design liegt.

Dank dem Milanaise-Armband kann man die Uhr stufenlos verstellen uns somit je nach belieben fester oder lockerer tragen. Gehalten wird der Verschluss mit einem Magnetverschluss. Ich konnte hier lediglich feststellen, dass sich der Verschluss nach ca. 2 Stunden etwas durch die ständigen Bewegungen des Handgelenks lockerte. Doch nach kurzem Festziehen liegt die Uhr wieder fest an. Beim Lockeren tragen der Falster 2, sollte man jedoch beachten, dass hierbei der Puls unter Umständen ungenau gemessen wird. 

Die neue Skagen Falster 2 ist mit 11 mm nur minimal dicker als die aktuelle Apple Watch Series 4. Beim Gewicht ist sie mit 60 Gramm zwar nicht die leichteste Smartwatch, doch dennoch geht dieses im Alltag in Ordnung. Durch die gleichmassige Verteilung des Gewichtes über die Rückseite spürt man auch nach längerem Tragen der Uhr keinen Druck oder Ähnliches.

(Tragekomfort: 4,5 von 5 Punkten)

Einrichtung & Bedienung

Wear OS by Google
Preis: Kostenlos
Wear OS by Google
Preis: Kostenlos

Bevor die Skagen Falster 2 in Betrieb genommen werden kann, sollte man diese wie eigentlich jedes Gerät mit Akku erst einmal komplett aufladen. Da die Fossil Group und somit auch Skagen bei den Smartwatches auf „Wear OS“ von Google als Betriebssystem setzen, läuft die Einrichtung bei diesen Modellen allesamt ziemlich identisch ab. Es handelt sich beim System zwar um ein Google (Android) Betriebssystem, doch dieses funktioniert auch mit iOS-Devices ohne große Probleme.

Um das Smartphone mit der Uhr zu verbinden, muss zuvor die Wear OS App (erhältlich für iOS und Android) auf das Smartphone geladen werden. Sobald man die App startet, leitet diese einen Schritt für Schritt durch die Einrichtung der Smartwatch durch. So müsst ihr diese zuerst via Bluetooth mit eurem Smartphone koppeln, um anschließend auch das WLAN-Modul der Falster 2 zu nutzen, denn die Uhr besitzt beides. Zuvor muss die Uhr aber auch noch mit eurem Google-Account verbunden werden. Um die Uhr mit dem WLAN zu koppeln, müsst ihr an der Uhr, sobald ihr dazu aufgefordert werdet, euer WiFi-Netzwerk auswählen, um dann anschließend das Passwort am Smartphone einzugeben. Dies funktioniert wunderbar und ohne Probleme, innerhalb von knapp 10 Minuten ist die Falster 2 eingerichtet und nach einem Update einsatzbereit. 

Die Bedienung erfolgt dann fortan vorrangig auf der Skagen Falster 2 mit den seitlichen Bedientasten und dem Touchscreen. Lediglich um Google-Fit das erste Mal einzurichten, wird noch das Smartphone benötigt.

(Einrichtung & Bedienung: 4 von 5 Punkten)

Display

Die Skagen Falster 2 ist mit einem 1,2-Zoll-AMOLED-Display ausgestattet. Zwar wird das Gehäuse mit 40 mm angegeben, doch rund um das Display befindet sich ein schwarzer knapp 5 mm dicker Rand, sodass das Display eigentlich nur 30 mm groß ist. Das Display besitzt eine Auflösung von 320 x 320 Pixeln (Rund). Dadurch besitzt es ein sehr scharfes und von der Helligkeit hervorragendes Display, welches auch für sonnige Tage geeignet ist. Selbst bei direkter Sonneneinstrahlung ist das Display gut ablesbar.

Die Helligkeit des Displays kann in den Einstellungen in fünf Stufen manuell geregelt werden. Jedoch ist es auch möglich, die Einstellung auf automatisch zu stellen, sodass sich die Uhr dank dem verbauten Lichtsensor im Rand automatisch der aktuellen Lichtsituation anpasst.

ine Besonderheit der Skagen Watch Faces (Zifferblätter) ist, dass diese minimalistisch, also fast ohne Farbe gestaltet sind. Der Anteil an schwarz ist dabei bewusst hochgehalten. Denn hier wird der Vorteil eines OLED bzw. AMOLED-Displays ausgenutzt. Dieses verbraucht nämlich im Gegensatz zu herkömmlichen LCD-Displays nur bei den leuchtenden Pixeln Strom. Also sind alle schwarzen Pixel auf dem Display abgeschaltet und nur ein kleiner Teil ist beim Standard-Zifferblatt aktiviert. Dadurch wird die Akkulaufzeit etwas verbessert.

(Display: 4 von 5 Punkten)

Ausstattung

Die neue Skagen Falster 2 kommt gegenüber der ersten Generation mit einigen neuen Sensoren daher. Somit kommt diese nun nicht nur mit den aus der 2. Generation bekannten Sensoren: Beschleunigungssensor, Gyroskop und Lichtsensor daher. Sondern einigen neue Sensoren, zu denen folgende zählen: Ein Höhenmesser und Barometer für genauere GPS-Werte, ein Herzfrequenzsensor zur Pulsmessung und NFC für Google Pay ist nun mit an Bord. 

Da in der neuen Skagen Falster 2 nun auch GPS inkl. den dafür wichtigen Sensoren, sowie ein Herzfrequenz-Sensor verbaut hat, ist die Smartwatch auch für alle, die gerne zwischendurch sportliche Aktivitäten ausüben sehr interessant. Somit zeichnet die Uhr nun auch Aktivitäten ganz ohne die Verbindung mit einem Smartphone auf.

Jedoch ist in der Skagen Falster 2 lediglich ein Mikrofon verbaut. Somit kann man zwar per Sprachsteuerung dem Google Assistant Befehle mitteilen. Jedoch kann man über die Uhr keine Telefonate ausführen, da diese über kein Lautsprecher verfügt. Daher ist die Nutzung als mobile Freisprecheinrichtung nicht möglich.

Beim Prozessor handelt es sich leider noch immer um den bereits in der 1. Generation verbauten Qualcomm MSM8909w Snapdragon Wear 2100 CPU. Dieser besitzt insgesamt 4 Rechenkernen, die mit jeweils bis zu 1,2 GHz takten und von einem 512 MB großen Arbeitsspeicher unterstützt werden. Der neuere und Energiesparende Snapdragon 3100 welche im September 2018 vorgestellt wurde, hat leider keinen Einzug mehr in die neu Falster 2 erhalten. Diese kam bei der Fossil Group erst bei der im November 2018 v vorgestellten Fossil Sport zum Einsatz.

Bei der Leistung reicht der verbaute Prozessor zwar aus, doch die große Schwachstelle ist der hohe Energiebedarf. Dieser wirkt sich deutlich auf die Akkulaufzeit aus, dazu aber unter Punkt „Akku“ mehr. Der interne 4-GB große Speicher ist angemessen groß dimensioniert, um auf der Skagen Falster 2 zahlreiche Apps und Skins zu installieren.

(Ausstattung: 4 von 5)

Funktionen

Skagen bietet mit der neuen Falster 2 eine Smartwatch mit einem klassischen Design und einigen neuen Funktionen an. Dadurch eignet sich die Uhr perfekt für den Alltag, denn sie kann sowohl als klassische Uhr, aber auch beim Sport problemlos getragen werden.  

Für Wear-OS by Google typisch, kommt die Falster 2 mit der Sport App „Google-Fit-Training“ daher. Hier werden einem zahlreiche Sportarten zur Auswahl angeboten. Dazu zählen beispielsweise Sportarten wie: Laufen, Kraftsport, Boxen usw. Über den Google Play Store können zudem jederzeit noch weitere Apps geladen werden. Ebenfalls und unterstützt Wear-OS zahlreiche Messeenger-Dienste wie z. B. WhatsApp, Facebook, Skype usw.

Dank dem verbauten GPS-Modul kann man beim Aufzeichnen von sportlichen Aktivitäten getrost das Smartphone Zuhause lassen. Die Aufzeichnung habe ich dabei mit der meiner Apple Watch Series 4 verglichen und muss sagen, dass die registrierte Strecke und Schritte bei beiden Geräten sehr identisch waren. Doch da der verbaute Akku gleich groß wie bei der ersten Falster ist, wirkt sich das GPS-Modul und der Herzfrequenz-Sensor ebenfalls negativ auf die Akkulaufzeit aus.

Natürlich beherrscht die Skagen Falster 2 außer das Aufzeichnen vor Sport noch einige weitere Funktionen. So informiert diese zudem über eingehende Nachrichten auf dem Smartphone, durch vibrieren und das Anzeigen der Nachricht auf dem Display. Ebenso kann man problemlos die Uhr zum Auslösen der Smartphone-Kamera nutzen und die Musik über Deezer oder Spotify steuern.

(Funktionen 4 von 5)

Akku

Wie bei eigentlich allen Geräten mit Akku, hängt die Laufzeit hier sehr stark von der Nutzungsintensität ab. Doch gleich vorneweg kann ich sagen, dass die Akkulaufzeit definitiv zu dem Schwachpunkt der Skagen Falster 2 gehört. 

Im Alltag habe ich die Smartwatch mit den Standard-Einstellungen wie sie ab Werk geliefert wird genutzt. Dabei ist die Helligkeit des Displays auf automatisch eingestellt. Hier musste ich die Uhr bereits nach knapp 21 Stunden wieder ans Ladegerät hängen und dies, obwohl ich die Uhr nicht sonderlich stark genutzt habe. Auf das Aufzeichnen von Aktivitäten, die ständig den Puls messen, die Schritte zählen usw. habe ich dabei komplett verzichtet. Wer daher viele sportlichen Aktivitäten aufzeichnet, bei denen der Herzfrequenz-Sensor und das GPS-Modul viel genutzt wird, kommt hier definitiv auf keine vernünftige Laufzeit. Hier verbraucht die Smartwatch durch den alten Snapdragon Wear 2100 Prozessor zu viel Strom, welchen der kleine Akku mit 300 mAh einfach nicht ausreichend zur verfügung stellen kann.

Ebenso etwas enttäuscht bin ich von dem Lade-Anschluss. Hier wird bei den Uhren von der Fossil Group oftmals von einem Induktion-Lademechanismus gesprochen, was so nicht ganz zustimmend ist. Zwar wird der Lademechanismus per Magneten absolut sicher an der Unterseite gehalten, doch das Laden erfolgt über die beiden silbernen Ringe an der Unterseite und die Pins am Ladekabel. Wiederum hat Skagen eine Schnellladefunktion integriert, sodass die Uhr bereits nach 1 Stunde um 90 % aufgeladen ist. 

(Akku: 2 von 5 Punkten)

TEIL 3

bestehend aus „Preis/Leistung“ entspricht 10% der Gesamtwertung

Beschreibung

Die Skagen Falster 2 kann mit ihrer hochwertigen Verarbeitung und einem schönen Design überzeugen. Das AMOLED-Display bietet eine hohe Auflösung, sodass Inhalte sehr scharf dargestellt werden. Ebenso kann man dank GPS und Herzfrequenz-Sensor mit der eleganten Smartwatch sportliche Aktivitäten aufzeichnen.  

Diese eignet sich hierfür zwar schon, aber besonders lange kann man seine Aktivitäten nicht aufzeichnen, denn dafür ist der Akku nicht besonders groß und der Prozessor verbraucht zu viel Strom.

Preis/Leistung

Die Skagen Falster 2 bietet mit einem UVP von 329€ (inzwischen bereits für 222€ erhältlich) einen preislich inzwischen attraktiven Einstieg in den Smartwatch-Bereich. Wär auf der Suche nach einer schlichten, aber sehr schönen Smartwatch mit integriertem Herzfrequenzsensor und GPS-Modul ist, kann sich die Uhr näher anschauen. Jedoch müsst ihr bedingt auf den energiehungrigen Prozessor und dem kleinen 300 mAh Akku die Uhr jeden Abend ans Ladegerät hängen.  

Klar viele anderen Smartwatches muss man ebenfalls nach einem bis zwei Tagen aufladen. Aber wenn ich die Skagen Falster 2 mit meiner Apple Watch Series 4 vergleiche, dann hält bei der Apple Watch bei gleicher Nutzung der Akku doppelt so lange.

SKAGEN FALSTER 2

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