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Autor: Tobias

Google Pixel 4

In aller Kürze

Google hat vor einigen Wochen das neue Google Pixel 4 vorgestellt. Dieses kann mich mit seinem guten 90 Hz OLED-Display, der neuen Kamera-Performance, und der schönen Verarbeitung überzeugen. Jedoch gibt es ebenso einige Punkte, die mich im Test enttäuscht haben. Dazu zählen unter anderem der deutlich zu klein Akku, das Display mit dem nicht mehr zeitgemäßen breiten Rand und der nicht erweiterbare Speicher. Von daher ist das Google Pixel 4 ein konkurrenzfähiges Gerät, jedoch keinesfalls das beste Android basierende Device auf dem Markt.

Gefällt uns

  • gutes OLED-Display (90Hz)
  •  gutes Kamerasetup
  •  hochwertige Verarbeitung
  • tolles Design
  • schnelle Gesichtsentperrung

Gefällt uns weniger

  • zu kleiner Akku bei zu hohem Verbrauch
  • Radar-Sensor aktuell nicht ausgereizt
  • keine Speichererweiterung
  • Display-Helligkeit und Design
Google Pixel 4

Zum Angebot bei

TEIL 1

Bestehend aus „Verpackung/Design/Verarbeitung“ entspricht 25% der Gesamtwertung

Verpackung

Das Google Pixel 4 kommt in einer schlichten zweiteiligen weißen Verpackung daher. Deren Design mich sehr an die Nest-Produkte erinnert. Dies ist soweit auch kein Wunder, schließlich sind Nest und Google inzwischen ein Unternehmen.

Auf der Oberseite der Verpackung wird das aktuelle bunte Google Logo in Form eines „G“ dargestellt. Direkt darunter ist der Name des Smartphones „Pixel 4“ zu lesen und eine große Abbildung des Smartphones. Das abgebildete Gerät hat dabei die Farbe, in welches man dieses bestellt bzw. gekauft hat. An der rechten Seite präsentiert Google das Pixel 4 von der Seite abfotografiert, sodass man hier unter anderem die beiden Tasten gezeigt bekommt. Die Ober- sowie linke Seite wiederum zeigt einem lediglich erneut die Google Logos. Zu guter Letzt ziert die Rückseite eine schöne Ablichtung des Smartphones, mit dem Hashtag „Teampixel“ und die Unterseite zeigt neben dem Lieferumfang, die Farbe des Smartphones, die Speicherkapazität und die Modellbezeichnung. Zudem findet man hier natürlich auch die IMEI1-Nummer usw.

Nach dem Abnehmen des Deckels kommt direkt das Google Pixel 4 in einer Folie verpackt, zum Vorschein. Dieses wird hier von einem recycelbaren Zellulose-Material sicher an seiner Position gehalten. Darunter wieder befindet sich eine kleine Kartonage, in welcher neben dem SIM-Tool, wie üblich auch eine Kurzanleitung und ein Garantieheft verpackt wurde. In der untersten Ebene hat Google im oberen Bereich das USB-Typ-C Ladekabel und ein USB-A auf USB-Typ-C Adapter eingepackt. Zudem befindet sich in der kleinen Kartonage mit dem grau abgebildeten Blitz, das 18 Watt Netzteil mit dem entsprechenden USB-Typ-C Lade-Anschluss. Kopfhörer liefert Google beim Pixel 4 leider nicht mit aus.

(Verpackung: 4 von 5 Punkten)

Design

Google setzt beim neuen Pixel 4 auf ein schlichtes, aber zugleich elegantes Design. Das von mir getestete Google Pixel 4 kommt in der limitierten Farbe „Oh so Orange“ (ja, so heißt diese Farbe wirklich) daher. Zudem gibt es das Pixel 4 noch in der Farbe „Just Black“ und Clearly White.

Bei allen Modellen kommt ein Aluminium-Rahmen zum Einsatz, die Rückseite ist wiederum wie auch das Displayglas, aus hochwertigem Gorilla Glas 5 gefertigt. Den Aluminium Rahmen hat Google mit einer mattschwarzen Beschichtung versehen, welche mir soweit sehr gut gefällt. Oft stört mich hier bei Hochglanz polierten und Beschichteten Rahmen, dass diese ständig voller Fingerabdrücke sind und durch ihre glatte Oberfläche sehr gerne aus der Hand gleiten. Ebenso froh war ich, dass Google sich auch bei der Glasrückseite für eine matte Ausführung entschieden hat. Diese kommt jedoch nur beim orangenen und weißen Modell zum Einsatz. Beim schwarzen Smartphone ist die Rückseite weiterhin in Hochglanz-Optik ausgeführt. Eigentlich bin ich schon immer ein großer Fan von schwarzen Smartphones. Doch beim Pixel 4 find ich persönlich das matte Weiß und sogar das limitierte orangene Gerät deutlich interessanter. Beim Power-Button unterscheiden sich die Geräte je nach Farbauswahl ebenfalls, wählt man Schwarz, dann ist dieser weiß und bei orange und weiß, ist dieser wiederum orange (hautfarben).

Das Google Pixel 4 liegt wirklich sehr gut in der Hand, sodass ich es wahrlich als richtigen Handschmeichler bezeichnen würde. Das liegt daran, da das kleine Google Pixel 4 mit seinem 5,7 Zoll großen OLED-Display genau die richtige Größe (147,1 x 68,8 x 82 Millimeter) bietet. Durch diese Abmaße kann man als Nutzer das Smartphone problemlos mit einer Hand halten und problemlos bedienen. . 

Der leicht abgerundete Rahmen aus Aluminium erzeugt eine sehr harmonische Übergangsfläche zur Glasrückseite, sowie dem Display. Die beiden Glassegmente sind dabei zu den Rändern minimal abgerundet. Dies sorgt in Verbindung mit der rutschhemmenden organischen Oberfläche am Rahmen und Glas für ein sicheren griff. Das tolle an der weißen und orangenen Farbvariante ist die wirklich sehr gut anfühlende, fast schon als weich zu bezeichnende matte Glasrückseite. Dies fiel mir direkt nach dem Auspacken des Google Pixel 4 ins Auge und hat mir dabei sehr gut gefallenen, auch wenn diese definitiv etwas rutschiger ist, als der Rahmen. . 

Neben dem Google Pixel 4 gibt es noch ein „XL“ Modell. Bei diesem handelt es sich lediglich um ein größeres Gerät, mit mehr Akkukapazität und einem größeren Display (6,2 Zoll). Dieses ist genauso dick, wie das kleine Pixel 4, nimmt jedoch in der Länge 160,4 mm und in der Breite 75,1 mm ein. Dadurch ist dieses nicht mehr ganz so kompakt wie der kleine Bruder, schließlich ist es zugleich mit 193 g knapp 31 g schwerer.

Das Google Pixel 4 unterstützt das Qi-zertifizierte kabellose Laden. Daher kann man das Smartphone durch das einfach auflegen auf ein entsprechendes Ladegerät, aufladen. Hierzu legt man dieses natürlich mit der Rückseite auf das Pad, da die Ladespule am Google Pixel 4 wie üblich auf der Rückseite verbaut ist.

Das OLED-Display des Google Pixel 4 misst eine Bildschirmdiagonale von 5,7 Zoll. Etwas ungewohnt war für mich die breite Stirn an der Oberseite, womit ich den breiteren „Display-Rahmen meine. In den Zeiten, wo fast alle Hersteller auf eine kleine Tropfen-Notch usw. setzen, ist dies ungewöhnlich. Doch diese hat definitiv ihren Grund, weil hier nämlich nicht nur eine Frontkamera und Hörmuschel verbaut wurden, sondern zahlreiche weitere interessante Sensoren auf engstem Raum. Damit ist der breite Rand am Ende zum Großteil eine Geschmacksache und ob ihr von den zusätzlichen Funktionen, gebrauch macht.

 Einen Fingerabdrucksensor gibt es beim Google Pixel 4 nicht. Hier setzt man wie beim iPhone voll und ganz auf die Entsprechung via Gesicht. Dank der sogenannten „Motion Sense“ erkennt das Smartphone, wenn man danach greift, und aktiviert automatisch das Display. Danach genügt ein Blick zum Pixel 4 und schon ist das Smartphone in rasanter Geschwindigkeit entsperrt.

Beim Pixel 4 hat Google sämtliche physische Tasten auf der rechten Seite angeordnet. Hier gibt es einen kleinen farbigen Power-Button und eine doppelt so große Lautstärke-Wippe. Beide Tasten lassen sich als Rechtshänder mit dem Daumen sehr gut bedienen, jedoch haben auch Linkshänder mit dem Zeige- und oder Mittelfinger keinerlei Einschränkungen. An der oberen Stirnseite befindet sich lediglich ein kleines Loch, in dem sich eines der vielen Mikrofone versteckt. Einen Dual-SIM-Karten-Slot gibt es beim neuen Pixel 4 nicht. Google hat hier lediglich an der linken Seite einen Nano-SIM-Karten-Schacht verbaut, der somit lediglich Platz für eine kleine Nano-SIM-Karte bietet. Wer auf zwei Netze angewiesen ist, muss auf die integrierte e-SIM-Karte zugreifen, sofern euer Anbieter diese Funktion anbietet. Außerdem hat man somit beim Pixel 4 leider nicht die Möglichkeit den Speicher via Micro-SD-Karte zu erweitern. Von daher sollt man sich vor dem Kauf genau entscheiden, ob man 64 GB oder doch gleich 128 GB benötigt.

Wie bereits bei den Vorgängermodellen, kommt natürlich auch beim neuen Pixel 4 ein Stereo-Lautsprecher zum Einsatz. Hierfür wir zum einen klassisch der Lautsprecher unter rechts neben dem USB-Typ-C Anschluss genutzt und als zweiter die Hörmuschel. Der Klang ist soweit in Ordnung und ist fürs Games Spielen und Videos anschauen absolut ausreichend. Hier konnte mich das Google Pixel mit einem hohen klanglichen Volumen und einer hohen maximalen Lautstärke überraschen. Bei der max. Lautstärke jedoch neigt das Gerät sehr, das Klangbild zu stark zu verzerren.

Die Rückseite ist soweit sehr dezent gehalten. Bei dem von mir getesteten Modell handelt es sich, wie Google angibt um eine Sonderedition, welche etwas „Bunter“ daher kommt. Regulär sind es wie z. B. beim XL Modell lediglich das Schwarze und weiße Modell. Das auffälligste Merkmal an der Rückseite ist selbst auf dem orangenen Modell zweifelsohne das quadratische Plateau in der linken oberen Ecke des Smartphones. Hier versteckt sich die Kameraeinheit, auf welche ich später im Verlaufe des Testberichts noch näher eingehen werde.

(Design: 4,5 von 5 Punkten)

Verarbeitung

Die Verarbeitung des Google Pixel 4 kann ich im Großen und Ganzen als gut bezeichnen. Dennoch hab ich hier ein paar kleine Kritikpunkte zu bemängeln. Zum einen Klappern nämlich die beiden Tasten an der rechten Seite etwas, sobald man das Smartphones in der Hand schüttelt. Mit einem Case von Google oder einer anderen Hülle ist dieses Problem jedoch neutralisiert. Doch dies war noch nicht alles, weiter geht es nämlich beim Power-Button. Dessen Farbe hebt sich beim Organen Modell von der Gehäusefarbe ab. Google hat hier nämlich nicht dieselbe Farbe gewählt, sondern eher einen Hautton, statt der orangenen Rückseite.

Der Aluminiumrahmen mit seiner matten schwarzen Hybridbeschichtung und das Corning® Gorilla® Glass 5 an Vorder-, sowie Rückseite sorgen für ein angenehmes Gefühl in der Hand. Auch die IP68-Zertifzierung sorgt für ein staubabweisendes und wasserbeständiges Gehäuse. Dank der Unterstützung des kabellosen laden via Qi, ist es möglich, das Google Pixel 4 mit einem Ladestrom von maximal 11 Watt aufzuladen. Daher ist dies deutlich schneller als z. B. beim Pixel 3, bei dem max. 5 Watt möglich waren.

(Verarbeitung: 4 von 5 Punkten)

TEIL 2

bestehend aus „Funktion des Produktes“ entspricht 65% der Gesamtwertung

Display5,7 Zoll großes, flexibles OLED-Display (19:9 Format) 1.080 x 2.280 Pixel, Pixeldichte beträgt 444 ppi
CPU/GPUQualcomm Snapdragon 855: 1x 2,84 GHz, 3x 2,42 GHz und 4x 1,8 GHz /Adreno 640
RAM6 GB RAM
Speicher64 GB (Alternativ auch mit 128 GB verfügbar)
BetriebssystemAndroid 10
Haupt-Kamera12,2 MP f/1.7 Blende, Tele-Linse mit 16 MP f/2.4  mit Dual-LED-Blitz
Frontkamera8MP f/2.0 Blende; Erfassungswinkel: 90°
AnschlüsseUSB-Typ-C Anschluss
Akku2.800 mAh; Schnellladefunktion mit 18 Watt, Qi-zertifiziertes kabelloses Laden
KonnektivitätWi-Fi 2,4 GHz + 5 GHz 802.11 a/b/g/n/ac 2×2 MIMO, Mobilfunknetz bis 4G, Bluetooth 5.0 + LE (HD codecs: AptX, AptX HD, LDAC). NFC, GPS, A-GPS, GLONASS, BeiDou, Galileo, Google Cast.
Abmessungen
(LxBxH)
147,1 mm x 68,8 mm x 8,2 mm
Gewicht162 Gramm
LieferumfangGoogle Pixel 4
USB-Typ-C Ladekabel
18 Watt Schnellladegerät
Kurzanleitung
USB-Typ-C auf USB-A Adapter
Sicherheitsinformationen und Garantiekarte
SIM-Tool

Performance

Google setzt beim neuen Smartphone auf den bereits vom OnePlus 7 Pro bekannten Qualcomm Snapdragon 855 SoC. Diesen Prozessor hatte Qualcomm bereits zum Jahresbeginn vorgestellt, im Sommer 2019 wiederum hatte dieser CPU, ein kleines Update in Form des minimal Besseren, Snapdragon 855+ erhalten. Auch wenn hier der Unterschied zwischen den beiden CPU´s nur minimal ist, hätte Google bei seinem neusten Flaggschiff-Smartphone auf den neueren Prozessor setzen können. 

 Beim Snapdragon 855 handelt es sich um einen modernen 64-Bit CPU, welcher im 7 nm-Verfahren hergestellt wurde und mit insgesamt acht Rechenkernen bestückt ist. Davon tacktet ein Kern mit 2,84 GHz (Kryo 485 / Cortex-A76), drei mit 2,42 GHz (Kryo 485 / Cortex-A76) und die restlichen vier mit bis zu 1,80 GHz (Kyro 485 / Cortex A55). Beim Arbeitsspeicher bietet Google lediglich 6 Gigabyte an. Dies ist natürlich im Vergleich zu dem mit bis zu 12 Gigabyte bestückten, Smartphones aus dem Hause OnePlus wenig, aber ausreichend. Schließlich läuft das neue Android 10 soweit absolut flüssig.

Wie üblich wird der Qualcomm Snapdragon 855 noch von seinem integrierten GPU unterstützt. In diesem Fall handelt es sich dabei um den Adreno 640. Google hat jedoch noch zwei neue Chips integriert, zum einen ein sogenannter Titan-M-Sicherheitschip und ein Pixel Neural Core. Beim Titan M-Sicherheitschip handelt es sich, wie diesen Bezeichnung schon vermuten lässt um einen Chip, der die Nutzerdaten des Besitzers vom Google Pixel 4 vor Dritten schützt, indem dieser diese nicht ohne Erlaubnis freigibt. Der Neural Core kümmert sich soweit um die künstliche Intelligenz, womit es ermöglicht wird, mithilfe der neuen Audiorecorder-App den gesprochenen Text direkt auf dem Smartphone, in Textform umzuwandeln. Außerdem unterstütz dieser direkte Befehle zur Steuerung des Smartphones, wobei bei beiden Anwendungsbeispielen keine Internetverbindung vorhanden sein muss. Ein Nachteil hat das Ganze jedoch noch, die Funktionen sind aktuell nur auf Englisch möglich und werden im Laufe der Zeit freigeschaltet. 

Beim internen Speicher stehen 64 GB und 128 GB zur Auswahl. Beide basieren in diesem Fall auf den älteren UFS 2.1 Standard und nicht auf den neuen UFS 3.0. Dennoch erreicht das Smartphone beim Lesen und Schreiben von Dateien gut Werte. Laut AndroBench erreicht der verbaute Speicher im Google Pixel 4 direkt nach dem Neustart eine Lesegeschwindigkeit von bis zu 648 MB/s und beim Schreiben fast 245 MB/s. Daher ist der Speicher zwar definitiv langsamer als der neue UFS 3.0 Standard, doch gerade beim Systemstart ist das Google Pixel 4 rasant schnell.

Das Google Pixel 4 ist mit seiner Hardware ausreichend bestückt. Google hätte hier zwar wie bereits angedeutet auf den etwas besseren CPU und Speicher-Standard greifen können, doch das Betriebssystem läuft soweit flüssig, ohne Anzeichen von Aussetzern. Lediglich beim knipsen von Bildern musste ich beim Direkten betrachten etwas Warten, da die Software das Bild noch einmal nachbearbeitet. Bei den von mir durchzogenen Benchmarktests schneidet das neue Google Pixel 4 wie folgt ab: Bei Antutu konnte es im Test, einen sehr guten Wert von 399.797 erreichen und liegt somit knapp vor dem Samsung Galaxy S10+.

Mein Testgerät des Google Pixel 4 besitzt, wie bereits erwähnt einen Speicher von 64 Gigabyte. Von diesem sind abzüglich des Betriebssystems und den vorinstallierten Apps noch knapp 50 Gigabyte frei zur Verfügung. Der Speicher kann jedoch nicht erweitert werden, daher sollten all diejenigen unter euch, die wissen, dass sie viel Bilder, Videos und Musik auf dem Gerät abspeichern, lieber direkt zum größeren Modell mit 128 Gigabyte greifen.

(Performance: 4 von 5 Punkten)

Display

Der Hauptunterschied vom Pixel 4 und Pixel 4 XL ist zum einen der Akku und zum anderen das Display. Bei meinem Testgerät, dem Google Pixel 4 misst die Displaydiagonale des OLED-Touchscreens eine Diagonale von 5,7 Zoll und bietet eine Auflösung von max. FHD+. Die Bildschirmauflösung liegt bei 1.080 x 2.280, was einer Darstellung von insgesamt 2.462.400 Pixel entspricht und einer Pixeldichte von 444ppi. Beim etwas größeren Google Pixel 4 XL entspricht die Pixeldichte aufgrund der höheren QHD-Auflösung, bei 537 ppi, was nochmals etwas schärfer ist. Doch selbst beim kleineren Pixel 4 erkennt ihr mit Sicherheit alles sehr scharf, da mit hier definitiv keiner sagen kann, dass er bei diesem Gerät einen der Pixel mit bloßem Auge erkennen kann.

Das OLED-Display kann im Test mit kräftigen Farben und dem typischen tiefschwarz überzeugen. Dies liegt daran, da bei OLED-Displays jeder der Pixel einzeln abgeschaltet werden kann. Durch diesen hohen Schwarzwert erhält man auf dem Display kräftige Farben, die mit einer guten Leuchtkraft überzeugen können. Ebenso resultiert dadurch auch das hervorragende Kontrastverhältnis von 100.000:1, was nahezu unendlich entspricht.

Weiterhin bietet das Google Pixel 4 wie bereits dessen Vorgängern ein Always-on-Display und als Neuerung die neue höherer Bildwiederholungsrate von 90 Hz. Dies gehört aktuell noch zur Seltenheit, schließlich unterstützen die meisten aktuellen Smartphones lediglich einen Support mit bis zu 60 Hz. Die Erhöhung der Bildwiederholungsrate hat zufolge, dass das Display Bewegungen deutlich flüssiger darstellt. Dies ist vor allem beim Spielen und Scrollen von Texten von Vorteil. Beachten sollte man hier jedoch, dass die 90 Hz zu einem deutlich höherem Akku verbrauch führen und diese sowieso nur bei einer Displayhelligkeit von über 75 % unterstützt werden. Ist das Display manuell oder auch automatisch niedriger eingestellt, dann reduziert das Google Pixel 4 die Frequenz automatisch auf die herkömmlichen 60 Hz.

Bei der maximalen Helligkeit des OLED-Displays schneidet das Google Pixel leider nicht so gut ab. Hier reichen knapp über 450 cd/m² definitiv nicht aus, um das Display auch bei direkter Sonneneinstrahlung ablesen zu können. Im Indoor-Bereich und im Schatten reich es jedoch problemlos aus. Der Screen-to-Body-Ratio Wert ist beim neuen Google Pixel 4 definitiv nicht hoch, was an der breiten „Stirn“ an der Oberseite des Displays liegt. Das man hier jedoch nicht auf einen schmäleren Rand, oder gar eine Notch setzt, hat definitiv seinen Grund.

Google hat hier in der breiteren Fläche nämlich nicht nur eine einfach Frontkamera, eine Hörmuschel mit integriertem Lautsprecher und die üblichen Sensoren verbaut, sondern eine große Anzahl weitere Sensoren. Aufgrund des schwarzen Rahmens sieht man diese nicht direkt. Zum einen gehören dazu viele Sensoren, welche zu einem echten 3-D-Verfahren des Face-Unlocks führen. Der verbaute Radar-Sensor z. B. erkenn schon die zum Smartphone nähernde Hand und aktiviert das Display direkt. Nimmt man dieses in die Hand, wird das Smartphone beim Blick auf das Display direkt entsperrt, sodass man kaum noch den gewohnten Sperrbildschirm registriert. Beim Entsperren des Google Pixel 4 und Pixel 4XL gibt es aktuell jedoch noch ein Problem, sodass dieses auch bei geschlossen Augen entriegelt wird. Das führt dazu, dass man z. B. das Smartphone ganz einfach entsperren kann, wenn man das Smartphone vor das Gesicht des schlafenden Besitzers hält. Dies sollte so eigentlich nicht sein und Google hat hier bereits ein Update versprochen, welches unter anderem dieses Problem ausmerzen soll.

Der neu verbaute Radar-Sensor hat jedoch auch noch eine weitere Funktion, und zwar dient dieser der Gestensteuerung Namens „Motion Sense“. Diese Funktion kann beim Aktivieren z. B. dazu genutzt werden, um einen Musiktitel zu überspringen, indem man ganz einfach mit der Hand über das Display von rechts nach links wischt. Klingelt der Wecker oder es geht gerade ein Anruf am Smartphone ein, dann kann man diesen ebenfalls durch das einfach wischen über das Display deaktivieren, bzw. ablehnen. Dieser Sensor ist von der Technik, bzw. seinem Funktionsumfang sehr spannend, doch aktuell bietet die „Motion Sense“ noch zu wenige Funktionen. Hier wird Google jedoch sicherlich noch weiter an zusätzlichen Funktionen arbeiten. 

(Display: 4 von 5 Punkten)

Akku

Ein großer Schwachpunkt beim Google Pixel 4 ist der verbaute Akku. Dieser ist mit lediglich 2.800 mAh einfach zu gering bemessen. Dies bestätigt sich auch in meinem Alltagstest, hier konnte ich im Vergleich zu vielen bisher von mir getesteten Android-Geräten keine vernünftige Akkulaufzeit erreichen. Hier wird es beim alltäglichen Gebrauch einfach knapp, sodass der Akku bei mir nicht einmal für einen ganzen Tag ausgereicht hat.

Natürlich hängt die Akkulaufzeit auch beim Google Pixel 4 sehr davon ab, wie ihr das Smartphone nutzt. Dazu zähle unter anderem die Displayhelligkeit, wie oft die 90 Hz Bildwiederholungsrate genutzt wird usw. Wer viele dieser Funktionen nur dafür deaktiviert, damit er eine möglichst lange Akkulaufzeit erreicht, soll das tun. Doch ich persönlich lasse in meinem Test die Funktionen, die von Werk aktiviert sind aktiv und dann verbraucht das Gerät eben mehr Strom. Beim Pixel 4 hat Google jedoch viele Funktionen und Sensoren integriert, die permanent Strom verbrauchen und dafür ist der verbaute Akku zumindest im kleineren Pixel 4 einfach nicht stark genug, sodass man das Gerät definitiv am späten Abend wieder aufladen muss. Beim Google Pixel 4 XL wiederum ist der Akku mit 3.700 mAh deutlich größer und sollte dementsprechend länger durchhalten. Da ich das XL Modell jedoch nicht bei mir zum Testen habe, kann ich dies soweit offiziell nicht bestätigen.

(Akku: 3 von 5 Punkten)

Kamera

Beim neuen Pixel 4 setzt Google erstmals auf ein komplett neues Kamera-Setup. Hier kommt anders wie bei den bisherigen Modellen nicht nur eine Single-Kamera zum Einsatz, sondern ein Dual-Kamera-Setup. Dieses Setup ist zusammen mit einem Dual-LED-Blitz und dem Spektral- und Flickersensor in dem quadratischen Plateau auf der Rückseite integriert. Während die Konkurrenz inzwischen auf eine Normal- Tele und Weitwinkellinse setzen, handelt es sich beim Pixel 4 lediglich um eine Normale- und Telelinse.

Beim Hauptsensor der „Normalen“ Linse handelt es sich um ein mit 12,2 Megapixel auflösenden Sensor mit einer Pixelgröße von 1,4 µm und einer Blende von f/1.7. Die zweite Kameralinse löst mit 16 Megapixeln auf, bietet 1,0 µm große Pixel und eine Blende von f/2.4. Letztere Linse ermöglicht eine 1,8-fache Vergrößerung per Festbrennweite, via sogenannter Hybridvergrößerung ist jedoch eine 3-fache und eine bis zu 8-fache Vergrößerung mit dem sogenannten Super Resolution Zoom möglich. Beide Kameralinsen sind sowohl optisch, als auch elektronisch bildstabilisiert. 

Normalerweise bin ich es in der Kamera-App gewohnt, dass man hier ganz einfach via virtuellen Bedienelementen zwischen den beiden Brennweiten bzw. dem Zoom wechseln kann. Dies ist beim Pixel 4 jedoch nicht der Fall, Google setzt hier auf ein simples Pinch-to-Zoom. Das heißt, dass man einfach durch die typische Zoom Geste via zwei Finger den stufenlosen Zoom nutzen kann. Alternativ genügt es aber auch kurz auf das Bild bzw. das Motiv zu tippen, woraufhin im unteren Bereich der Zoom-Balken, sowie rechts die Helligkeit und HDR-Intensität reguliert werden können.  

Die Frontkamera löst mit 8 Megapixeln auf, bei einem 1,22 µm großen Sensor, sowie eine Blende von f/2.0. Der Erfassungswinkel bzw. Aufnahmewinkel liegt hier bei 90°. Die Aufnahmen der Frontkamera weißen soweit eine gute Qualität und Bilddynamik auf. Auch der zugeschaltete Portraitmodus arbeitet zuverlässig und das Bokeh ist weich, ohne dabei überzogen künstlich zu wirken. Leider bekommt der Nutzer das Bokeh nicht live in der Kamera-App vor der Aufnahme angezeigt, sondern erst nach dem Auslösen des Fotos. Dafür wiederum bekommt man vor dem Knipsen das zugeschaltete HDR direkt in der Live-Ansicht angezeigt, da Google nun auf die sogenannte Live-HDR+ Funktion setzt. Was mir bei der Frontkamera ebenfalls etwas fehlt, ist ein Autofokus, hier setz Google nämlich lediglich auf einen Fixfokus.

Nun zurück zur Hauptkamera, wie schneidet diese im Test ab? Auf den ersten Blick können die Aufnahmen zumindest auf dem Smartphone als Vollbild betrachtet mit einer scharfen Darstellung mit blühenden Farben und einer tollen Dynamik überzeugen. Bei der vergrößerten Darstellung auf dem PC oder Notebook sieht es natürlich etwas anders aus, was aber unter anderem an den geringen Megapixel liegt. Zoomt man nämlich in das Bild z. B. zum Bearbeiten, dann wird das Bild logischerweise deutlich schneller grobkörniger als bei einer Kamera mit doppelt so viel Megapixeln.

Was beim zoomen in das Bild vor der Aufnahme auffällt, ist dass beim genauen Hinsehen ab einem Zoom von über 1,8-fach eine Farbänderung stattfindet. Dies liegt an dem vollautomatischen wechseln von der einen zur anderen Kameralinse, die beide eine unterschiedliche Blende und Sensor Größe besitzen. Bei der Tele-Linse z. B. wird das Bild von den Farben merklich wärmer als beim Standard-Zoom. Ansonsten kann mich die Hauptkamera mit einem guten Weißabgleich, und einer natürlichen Farbwiedergabe überzeugen. Ebenso erstaunlich ist es für mich, wie gut der 8-fach Hybrid-Zoom funktioniert. Die vergrößerten fotografierten Objekte werden schnell fokussiert und überraschend scharf dargestellt, hier leistet die Software soweit ordentliche Arbeit, denn diese schärft das ganze Bild gut nach. Was beim Betrachten direkt nach dem Auslösen jedoch zu leichten Wartezeiten führt.

Im punkto Videoaufnahmen hat Google soweit gegenüber dem Vorgängermodell nichts verändert. Aufnahmen sind hier mit einer maximalen Auflösung von 4K möglich, allerdings weiterhin nur mit max. 30 Bilder pro Sekunde. Hier hätte ich mir persönlich zumindest 60 fps gewünscht. Dafür arbeitet jedoch der Stabilisator sehr sauber, sodass die Aufnahmen ohne große verwackler gelingen. Diejenigen unter euch, die auf Zeitlupenvideos stehen, müssen entweder die Auflösung auf Full-HD (1080p) reduzieren, sodass diese mit max. 120 fps aufgenommen werden oder bei Super Zeitlupe (240 fps), die Auflösung auf 720p reduzieren. Mir persönlich gefällt der automatische Folgefokus sehr gut, welcher sowohl bei Fotos, als auch bei Videos genutzt wird.

(Kamera: 4 von 5 Punkten)

 Software

Das Google Pixel 4 liefert Google natürlich mit dem neusten Android 10 aus. Diese Version liefert unter anderem den neuen Dark-Mode und neue Wischgesten. Diese neue Gesten erinnern mich persönlich sehr an die Bedienung meines iPhone X, denn diese sind weitestgehend identisch. Hat man nämlich eine App auf und möchte diese verlassen, dann genügt ein einfaches Fingerwisch von unten am Displayrand nach oben. Zieht man den Finger wiederum nur bis zur Mitte und hält diesen kurz bis zum leichten Vibrieren des Smartphones an diesem Punkt, dann erscheinen alle bisher geöffneten Apps. Diese kann man anschließend durch das nach oben wischen, ganz einfach via TaskSwitcher schließen. Die bisher typischen Android-Tasten gehören beim Google Pixel 4 definitiv der Vergangenheit an, können auf Wunsch jedoch in den Einstellungen jederzeit wieder im Displayrand eingeblendet werden.

Google verspricht beim Pixel 4, dass dieses für mindestens 3 Jahre ab der Aufnahme in den Google US-Store Betriebssystem- und Sicherheitsupdates kostenlos erhält. Zudem werden diese deutlich schneller zur Verfügung gestellt, da Google seine eigenen Smartphones natürlich möglichst schnell mit neusten Funktionen und Sicherheitspatches versorgen möchte. Die Bloatware (vorinstallierte Apps) halten sich weitestgehend in Grenzen. Google hat hier nämlich lediglich die üblichen hauseigenen Apps wie z. B. YT Music, Play Filme, Google Maps, Google Drive usw. vorinstalliert.

(Software: 4,5 von 5 Punkten)

TEIL 3

bestehend aus „Preis/Leistung“ entspricht 10% der Gesamtwertung

Beschreibung

Mit dem neuen Pixel 4 hat Google sein neustes Smartphone vorgestellt. Dieses kommt soweit mit einigen interessanten Neuerungen und Funktionen daher. Jedoch kann mich persönlich zum aktuellen Zeitpunkt die neue Radar Gestensteuerung Namens „Motion Sense“ noch nicht 100 % überzeugen, da der Funktionsumfang noch sehr beschränkt ist. Enttäuscht hat mich ebenfalls der „kleine“ Akku, dieser ist für die Anzahl an Sensoren und sonstiger Technik einfach zu knapp bemessen. Vom Design/Verarbeitung, der guten Kamera und dem OLED-Display kann es mich wiederum soweit überzeugen.

Preis/Leistung

Die UVP des Google Pixel 4 liegt bei 749 EUR mit 6 GB RAM und 64 GB Speicher (in D/A). Mit einem Speicher von 128 GB werden 849 € fällig und beim XL Modell beginnt der Preis mit 64 GB bei 899 und endet mit 999€ bei 128 GB. Hier sind die Preise gegenüber den Vorjahresmodellen zwar gefallen, doch im Vergleich zu Konkurrenz ist der Preis nicht günstig.

Ich persönlich vermisse hier für den geforderten Preis einen stärkeren Akku im kleineren Pixel 4, sowie eine dritte Kameralinse (Ultraweitwinkel). Dennoch ist die Kamera soweit gut und kann überzeugen, was das Google Pixel 4 soweit dennoch zu einem guten Android Smartphone macht, mehr aber auch nicht. Schließlich gibt es hier deutlich besserer Smartphones, welche fürs gleiche Geld mehr Leistung bieten können.

Google Pixel 4

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testr Gesamtwertung

unter Berücksichtigung aller Teilwertungen

 Wir bedanken uns beim Hersteller für die Bereitstellung des Produktes. Zu unseren Grundsätzen

Link zum Hersteller: store.google.com/de

JBL LIVE 650BTNC

In aller Kürze

Mit dem JBL LIVE 650BTNC hat JBL einen weiteren Kopfhörer der LIVE-Serie vorgestellt. Dieser Over-Ear Kopfhörer konnte mich mit einem sehr guten Tragekomfort und dank ANC, mit einer guten Geräuschunterdrückung überzeugen. Zudem bitte dieser mit bis zu 20 Stunden Akkulaufzeit mit aktivem ANC eine ausreichende Spielzeit. Mit dem Google Assistant, sowie Amazons Alexa hat man zudem den Zugriff auf zwei nützliche Sprachassistenten. Lediglich die eng beinander liegenden Tasten, sowie der Verzicht auf einen aktuellen USB-C Anschluss hat mich persönlich etwas enttäuscht.

Gefällt uns

  •  Tragekomfort
  •  Akkulaufzeit inkl. Schnelllade-Technologie
  •  geringes Gewicht
  •  gutes ANC

Gefällt uns weniger

  • keine hochwertigen Audio-Codecs
  •  Bedienungstasten zu identisch gestaltet
  •  dumpfes Mikrofon
JBL LIVE 650BTNC

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TEIL 1

Bestehend aus „Verpackung/Design/Verarbeitung“ entspricht 25% der Gesamtwertung

Verpackung

Die Verpackung des JBL LIVE 650 BTNC ähnelt vom Design weitestgehende der, vom JBL LIVE 400BT. Dies ist soweit auch gar nicht anders zu erwarten, schließlich handelt es sich hier um zwei Kopfhörer-Modelle, aus derselben Serie. 

Die eigentliche stabile, schwarze Hauptverpackung ist daher auch beim Over-Ear Modell LIVE 650BTNC in eine rundum farbig bedruckte Umverpackung eingeschoben. Auf der Front dieser Umverpackung ist wie bei eigentlich allen von mir bisher getesteten JBL Produkten, ein Teil einer Hochglanz Abbildung vom Kopfhörer zu sehen. Des Weitern darf natürlich auch hier weder das JBL Firmenlogo zur Linken, noch der Modellname zur Rechten fehlen. Nach unten verlaufend unter dem Namen des Modells, erwähnt JBL zudem ein Teil der wichtigsten Merkmale des JBL LIVE 650BTNC auf. Zu guter Letzt sind unten links noch die Logos, der beiden Sprachassistenten (Amazon Alexa und Google Assistant) abgebildet und in der Rechten Ecke wird auf eine Laufzeit von 20 h mit ANC hingewiesen.

Die rechte schmale Seite der Umverpackung widmet sich den Sprachassistenten. Daher werden hier zu jedem der beiden Assistenten ein Beispiel genannt, wie man diesem z. B. sagen kann, dass man Hip-Hop Musik hören möchte usw. Unter diesen Beispielen ist eine Abbildung der linken Außenfläche vom LIVE 650 BTNC zu sehnen, die auf eine Touch-Oberfläche hinweist. Doch wie auch beim LIVE 400BT dient diese nicht zur Steuerung der Lautstärke und Musik, sondern zum Aktivieren des Sprachassistenten. Dieser muss jedoch zuvor in der App ausgewählt und eingerichtet werden.

Auf der schwarz/grau gehaltenen, informativen Rückseite wird der JBL LIVE 650BTNC zum ersten Mal komplett dargestellt. Natürlich dürfen auch hier weder der Name des Unternehmens „JBL“ noch der, des Kopfhörers fehlen. Im linken Drittel der Verpackung sind hier erneut einige für JBL wichtige Merkmale des Kopfhörers in Textform aufgedruckt. Unten recht gibt es zudem die Information, dass es eine Schnellladefunktion gibt, sprich 15 Min aufladen reichen für 2 Stunden Musikwiedergabe. Des Weitern informiert JBL, dass die Akkulaufzeit wie bereits an der Vorderseite angegeben mit ANC für 20 h reicht und ohne ANC für 30 h.

Direkt nach dem Durchtrennen der Versiegelung an der Unterseite kann das Innenleben aus der Umverpackung herausgezogen werden. Anschließend wird der Deckel der Verpackung ganz einfach von vorne nach hinten aufgeklappt. Dabei erblickt man direkt den JBL LIVE 650BTNC, welcher in einem schlichten schwarzen Kunststoffeinleger eingelegt wurde. Des Weitern findet man in einer kleinen Aussparung darunter das typische orangefarbene JBL Ladekabel (USB-A auf Micro-USB), sowie das 120 cm lange, 2,5 mm auf 3,5 mm Klinkenkabel. Dieses Kabel ist mit einem Mikrofon ausgestattet, sodass man bei verbinden mit dem Kabel, über dieses telefonieren würde. Zu guter Letzt befindet sich unter dem Einleger noch ein Transportbeutel, in welchem sich die üblichen Papierzettel in Form einer Kurzanleitung und verschiedene Hinweise befinden.

(Verpackung: 4 von 5 Punkten)

Design

Beim neuen JBL LIVE 650BTNC handelt es sich um das „Flaggschiff Modell“ unter den LIVE-Kopfhörern. Präziser gesagt, handelt es sich um ein Over-Ear Kopfhörer mit ANC (active Noise Cancelling). Daher unterscheidet dieser sich von einem On-Ear Modell unter anderem von den deutlich größeren und ovalen Ohrmuscheln. Gleichzeitig sind die mit Kunstleder bezogenen Ohrpolster dicker ausgeführt, da diese nicht auf, sondern um das Ohr aufliegen. Somit wird beim Over-Ear Modell das komplette Ohr abgedeckt, was schon von Grund auf für eine bessere Reduzierung der Umgebungsgeräusche sorgt. 

Das Design des JBL LIVE 650BTNC entspricht sehr dem LIVE 400BT. Dies liegt wie bereits angedeutet, daran, dass beide Kopfhörer-Modelle aus derselben Serie stammen. Beim Gehäuse des Kopfhörers kommt viel Kunststoff zum Einsatz, sodass JBL hier einen überraschen leichten Over-Ear Kopfhörer anbieten kann. Das Gehäuse komplett aus Kunststoff zu fertigen ist jedoch nichts Besonderes, schließlich setzen zahlreiche andere Unternehmen ebenfalls auf das robuste, aber doch leichte Material. 

Die wichtigen Elemente, welche regelmäßig beansprucht bzw. bewegt werden, sind jedoch aus Stahl gefertigt. Zu diesen zählen unter anderem der Verstellmechanismus des Kopfbügels und der innere Kern im Kopfband. Der Look des LIVE 650BTNC erscheint aufgrund dessen Kopfband aus Textilmaterial sportlich, aber zugleich auch modern. Wie üblich prangt das JBL Logo auf den beiden Ohrmuschel-Außenseiten, in Form eines hochglänzenden Logos und auf dem Kopfband als Kunststoff Aufdruck.

Das mattschwarze Modell, mit leichten kupferfarbenen Akzenten, welches meinem Modell entspricht, würde ich als elegant und zeitlos beschreiben. Mögt ihr persönlich jedoch lieber einen farbigeren Kopfhörer, dann stehen neben Mattschwarz noch ein Modell in Weiß und Blau zur Auswahl.

Bei allen drei Farbmodellen sind sämtliche sichtbaren Kunststoffelemente in einem matten Finish ausgeführt. Lediglich der bereits erwähnte JBL Schriftzug im Zentrum der Ohrmuscheln, ist als besser sichtbarer Kontrast in Hochglanz ausgeführt. Der schmälere Ring an den Außenseiten der Ohrmuscheln und die Enden der Kopfbügel sind zur Auflockerung des Designs in einem leichten kupferfarbenen Farbton gehalten. 

Die metallische Kopf-Bügelverstellung verfügt über insgesamt 11 Raster, zudem lassen sich die beiden Ohrmuscheln sowohl um 90° drehen, als auch einklappen. Dadurch lässt sich der Kopfhörer bei nicht Gebrauch relativ platzsparend in die mitgelieferte ungepolsterte Aufbewahrungstasche verstauen und nimmt eingepackt in einem Rucksack nicht mehr ganz so viel Platz in Anspruch.

(Design: 4 von 5 Punkten)

Verarbeitung

Für einen Over-Ear Kopfhörer fühlt sich der JBL LIVE 650BTNC aufgrund der doch recht leichten Bauweise und dem gewählten Kunststoff etwas „billig“ an. Keine Ahnung warum ich genau dieses Empfinden habe, doch streiche ich über den Kunststoff um die JBL Logos, dann hab ich dabei irgendwie das Gefühl, als würde sich unter dem Bauteil nichts befinden. Doch dafür fühlt sich der Kopfhörer zumindest beim Halten an den beiden Ohrmuscheln sehr angenehm und leicht an.

Ein weiterer Punkt, der mich stört, sind die allesamt an der rechten Ohrmuschel untergebrachten Bedienelemente. Somit brauch ich selbst nach einer Woche tragen, immer noch Zeit, bis ich die richtigen Tasten finde. Selbst das funktioniert dann aber sehr selten, da ich anstelle von ANC an/aus, oft auf die Bluetooth-Taste komm. Hier muss ich mit aufgrund der sehr identischen Haptik immer mit dem Daumen suchen, wo die jeweilige Taste ist. Dieses Suchen ist ebenfalls nervig, da das entlangfahren mit dem Daumen am Kunststoff ein Reibegeräusch erzeugt, welches man beim Musikhören in diesem Moment störend wahrnimmt. Des Weitern verursachen die Tasten ein Klicken, was zwar soweit als haptisches Feedback sehr gut ist, doch genau eben dieses Klicken überträgt sich in das Innere der Treiber, sodass man auch dieses beim Musikhören hört.

JBL setzt beim Bezug der Ohrpolster wie oftmals in der Branche üblich nicht auf echtes Leder, sonder auf ein sogenanntes PU-Leder. Dabei handelt es sich um ein Kunstleder Imitat, welches sich sehr weich anfühlt und ebenso wie der Textilbezug des Kopfbands eine angenehm weiche Memory-Schaum Polsterung besitz. 

(Verarbeitung: 3 von 5 Punkten)

TEIL 2

bestehend aus „Funktion des Produktes“ entspricht 65% der Gesamtwertung

Kopfhörer-ArtOver-Ear-Kopfhörer
KategorieOver-Ear-Kopfhörer mit Bluetooth 4.2
FarbeSchwarz; weitere Farben: blau und weiß
AkkulaufzeitLaufzeit Bluetooth®… bis zu 30 Std. (ohne ANC); bis zu 20 Std. (mit ANC).
Schnellladefunktion integriert: 15 min = 2 h Musikwiedergabe.
Gewicht 249 Gramm
MaterialHochflexibler Kunststoff
TönerJeweils links und rechts ein 40-mm Treiber
Bluetooth4.2
Frequenzgang20Hz – 20kHz
Lieferumfang1x JBL LIVE 650BTNC Over-Ear-Kopfhörer
1x Klinkenkabel mit Mikrofon
1x Micro-USB-Ladekabel
Kurzanleitungen
Transporttasche

Tragekomfort

Kommen wir zum Tragekomfort, einen der wichtigsten Punkte eines Kopfhörers nach der Optik und natürlich dem Klang. Da es sich beim JBL LIVE 650BTNC um einen Over-Ear Kopfhörer handelt, fallen die Polster vor den Treibern und die Aussparungen für die Ohren deutlich größer aus, als bei einem On-Ear Modell. Dies liegt daran, dass der Kopfhörer nicht auf dem Ohr, sondern um das Ohr aufliegt. 

Aufgrund dessen, dass der Kopfhörer meiner Meinung nach etwas kleiner ausfällt, habe ich den Verstellmechanismus für den Kopfbügel an jeder Seite um zwei Raster vergrößern müssen. Daher sollten hier diejenigen unter euch, die wissen, dass sie eine höhere oder breitere Kopfform haben, dies eventuell berücksichtigen und den LIVE 650BTNC vorher im lokalen Elektronikmarkt Probe tragen. Ansonsten fällt der Anpressdruck meiner Meinung nach etwas höher aus, doch aufgrund der Ohrpolster verteilt sich dieser Druck sehr gleichmäßig um die Ohren. Positiv durch diesen Anpressdruck ist jedoch, dass der Kopfhörer schon ohne aktivem ANC für eine deutliche Reduzierung der Umgebungsgeräusche sorgt.

Mit einem Gesamtgewicht von knapp 250 Gramm gehört der JBL LIVE 650BTNC wie bereits erwähnt zu den leichteren Over-Ear Kopfhörern. Aufgrund des erhöhten Anpressdruckes eignet sich der Kopfhörer wiederum weniger für Brillenträger. Dies wäre soweit bei diesem Modelle mit ANC auch kontraproduktiv, denn durch die Bügel der Brille würde der Kopfhörer nicht mehr 100 % abdichten und die Störgeräusche finden trotz ANC den Weg ins innere des Kopfhörers. Für sportliche Tätigkeit würde ich den Over-Ear Kopfhörer schon allein aufgrund seiner Bauweise weniger empfehlen. Schließlich deckt dieser die Ohren komplett ab und man bekommt kaum noch kühle Luft an die Ohren. Des Weitern würde sich der fest angebrachte Textilbügel schnell mit Schweiß vollsaugen und nicht mehr auswaschen lassen. 

(Tragekomfort: 4 von 5 Punkten)

Bedienung

Am JBL LIVE 650BTNC gibt es insgesamt sechs Tasten bzw. Schieberegler. Diese befinden sich allesamt auf der rechten Seite des Kopfhörers. Dies ist zwar für Rechtshänder gut, aber Linkshänder haben hier vielleicht einen Nachteil. Lediglich die Touch-Oberfläche zum sprechen mit dem aktivierten Sprachassistenten, sowie der Micro-USB-Ladeanschluss und eine kleine Status-LED daneben, sind an der linken Seite zu finden. Letzteres zeigt hier an, dass der Akku gerade erfolgreich geladen wird und wann dieser voll ist.

Zum Starten der Musik und zum Regulieren der Lautstärke setzt JBL bei diesem Modell weiterhin auf physische Tasten. Angefangen nach unter gerichtet, zeigt die 2,5 mm Klinkenbuchse, über die man bei Bedarf jederzeit das mitgeliefert AUX-Kabel anschließen kann. Anschließend folgt nach hinten hinweg, die gleiche Anordnung der Tasten wie beim JBL LIVE 400BT. Somit befindet sich nur wenige Millimeter daneben die 3-Tasten-Bedienung, über welche man die Lautstärke erhöht, absenkt oder die Musik pausiert. Drückt man die Lauter-Taste für 2 Sekunden, dann springt man einen Titel vor und mit der Leiser-Taste einen Track zurück. Ebenfalls nur wenige Millimeter weiter, folgt der Power ON/OFF Schieber. Über diesen wird der Kopfhörer durch nach oben Schieben und anschließendem zwei Sekunden halten Ein-/ bzw. Ausgeschaltet. Mit den Plus und Minus-Tasten könne zudem eingehende Anrufe angenommen oder abgewiesen werden.

Zurück bei der Klinkenbuchse findet man zwischen dieser und zwei weiteren Tasten ein Mikrofon. Dieses wird nicht nur beim Telefonieren genutzt, sondern auch beim reden mit dem Sprachassistenten. Neben diesem Mikrofon folgt die Bluetooth-Taste, über die man den Kopfhörer durch zwei Sekunden gedrückt halten in den Pairing-Modus versetzen kann. Bei der letzten Taste direkt daneben, auf der eine Art Puls-Zeichen zu sehen ist, wird ANC zugeschaltet oder deaktiviert.

Beim Sprachassistenten ist es so, dass dieser in der JBL Headphones App bestimmt werden muss. Hat man sich anschließend mit den Log-in-Daten von Amazon bzw. Google angemeldet, kann man direkt die Fragen stellen. Dies geschieht, indem man ungefähr zentral auf der linken Seite das JBL Logo antippt. Blöde ist hier nur, dass man den Finger solange auf der Oberfläche aufliegen lassen muss, bis man die eigene Frage fertiggestellt hat. Nutzer von iOS-Geräten können neben den bereits genannten Assistenten zeitgleich auch auf Siri zugreifen. Dazu muss man jedoch die Play-/Pause-Taste zweimal hintereinander betätigen.

(Bedienung: 3,5 von 5 Punkten)

Klang

Wie üblich für Over-Ear Kopfhörer setzt JBL beim LIVE 650BTNC auf einen 40 mm Treiber auf jeder Seite. Den Frequenzbereich, welchen diese Treiber abdecken, soll laut JBL bei den Standardwerten von 20-20.00 Hertz liegen. Dies geht soweit in Ordnung, schließlich kann ein durchschnittliches menschliches Gehör alles, was im Frequenzbereich darüber oder darunter liegt, sowieso nicht hören. Die Impedanz gibt JBL wie auch beim On-Ear Modell, dem JBL LIVE 400BT mit 32 Ohm an, womit auch hier eine kabelgebunden Musikwiedergabe via Smartphone problemlos möglich ist (sofern euer aktuelles Smartphone noch einen Klinkenanschluss besitzt). 

Bei der Treiberempfindlichkeit (Schalldruckpegel) schneidet der LIVE 650BTNC etwas schwächer ab. Dennoch geht die max. Lautstärke soweit in Ordnung und dürfte für die meisten immer noch ausreichend laut sein. Ich persönlich hatte jedoch schon teils Kopfhörer-Modelle im Test, die hier noch etwas mehr Reserven beim max. Pegel bieten konnten. Was bei sämtlichen Kopfhörern der LIVE-Serie fehlt, sind hochwertige Audio-Codecs. Schließlich beherrscht auch der LIVE 650BTNC nur den Standard-Codec SBC und kein aptX  (Android) bzw. AAC (Apple).

Für die reine Musikwiedergabe ist es nicht erforderlich, die JBL Headphones App zu installieren. Diese benötigt ihr lediglich, wenn ihr Klanganpassungen via 10 stufigem EQ-Regler vornehmen oder die Firmware des Kopfhörers updaten wollt. In meinem Test möchte ich mich bei meiner Klang-Bewertung jedoch, auf den von Werk abgestimmten Klang konzentrieren.

Von der klanglichen Abstimmung von Werk aus, klingt der JBL LIVE 650BTNC typisch nach JBL. Anders ausgedrückt: Der Kopfhörer hat eine etwas Tiefton verstärkte Klangcharakteristik, wodurch man einen vollen warmen Sound geliefert bekommt. Der Bass bietet ein gutes Volumen und einen ordentlichen Tiefgang, doch genau dieses gelingt soweit auch vielen anderen Herstellern. Schließlich ist es mit den großen 40 mm Treibern leichter, einen warmen bassbetonten Klang zu erzeugen, als ein ausgewogenes Klangbild mit einer guten Dynamik bei der die Tiefen, Mitten und Höhen nahezu gleichauf sind.

Daher lässt sich beim JBL LIVE 650BTNC sagen, dass auch hier die Höhen und Mitten gut sind, aber der kräftige Bass der bei vielen Liedern sehr präsent ist, diese regelmäßig überlagert. Kommen in einem Musikstück Trommeln oder ein Schlagzeug vor, dann ist der JBL LIVE 650BTNC in seinem Element, doch wenn es gerade bei Rockmusik in den Abschnitt Gesang geht und die Gitarren einsetzen, wird mir das Ganze etwas zu dumpf und verwaschen. Dennoch wird das Klangbild aufgrund seiner wärmeren Abstimmung vielen Leuten gefallen, denn vor allem der Jugend kann ein Kopfhörer quasi nie genug Bass haben. 

Beim Telefonieren konnte ich meine Gesprächspartner sehr deutlich und klar verstehen, meine Stimme wiederum wurde aufgrund des schlechten Mikrofons nicht so gut übertragen. Auf Nachfrage teilte man mir mit, dass meine Stimme etwas dumpf klingt, mich man soweit aber gut verstehen konnte. Bei der Latenz wiederum kann ich nichts kritisieren. Der am Smartphone abgespielte Film und der wiedergegebene Ton der Kopfhörer, war sehr synchron (getestet mit einem iPhone X).

(Klang: 3,5 von 5 Punkten)

Ausstattung

Beim JBL LIVE 650BTNC handelt es sich wie bereits angedeutet um einen Over-Ear Kopfhörer mit einer Aktive Noise Cancelling-Funktion. Daher werden hier nicht nur die Umgebungsgeräusche durch die dicken Polster reduziert, sondern durch zusätzliche Mikrofone. Diese an der Außenseite der Ohrmuscheln angebrachte Mikrofone, nehmen wie üblich die äußeren Umgebungsgeräusche auf, und spielen diese phasenversetzt ein. Dadurch wird das Störgeräusch wie z. B. ein Flugzeugtriebwerk oder Motoren deutlich verringert. Das ANC wiederum verursacht ein wahrnehmbares Grundrauschen, welches erst durch Erhöhen der Lautstärke übertönt wird. Wer daher dezent leise Musik daheim hören möchte, sollte ANC lieber deaktivieren.

Anders als bei einigen teuren Kopfhörern mit ANC, kann das ANC beim LIVE 650BTNC nicht in mehren Stufen reguliert werden. Hier gilt daher, entweder ist das ANC aktiv, oder nicht. Ohne ANC kann der Kopfhörer aufgrund dessen geschlossenen Bauweise bereits mit einer guten Abschirmung der Außengeräusche punkten. Schaltet man ANC zu, wird der Straßenlärm noch einmal deutlicher reduziert, jedoch auf keinem Fall so gut wie z. B. bei Bose oder Sony. Dennoch geht das ANC für den Preis soweit in Ordnung. Wer aber Wert auf ein sehr gutes ANC legt, sollte eventuell zu einem anderen Modell greifen, was jedoch teuer sein kann.

Zubehör

JBL liefert den LIVE 650BTNC nicht wie die Everest-Serie in einem stabilen und hochwertigem Hardcase aus, sondern lediglich mit einer dünnen ungepolsterten Transporttasche. Diese erfüllt jedoch ihren Zweck und schützt den Kopfhörer beim Verstauen im Rucksack oder Koffer sicher vor Kratzern. Zudem lässt sich der Kopfhörer dadurch, dass dieser zusammengeklappt und die Ohrmuscheln eingedreht werden können deutlich flexibler in der Tasche verstauen. Praktisch ist zudem, dass neben dem Kopfhörer darin auch problemlos das Ladekabel und Klinkenkabel versaut werden können.

(Ausstattung: 3,5 von 5 Punkten)

App

Da der JBL LIVE 650BTNC, wie dessen Name verrät zur LIVE-Serie gehört, ist dieser wie bereits der JBL 400BT ebenfalls mit der App Namens „My Headphones“ kompatible. Diese App steht sowohl für iOS, als auch Android Smartphones als kostenloser Download im jeweiligen AppStore bereit.

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Preis: Kostenlos
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ofern ihr Firmware-Updates des Kopfhörers durchführen, oder persönliche Einstellungen via Equalizer vornehmen möchtet, ist die App zwingend erforderlich. Wer auf dies verzichten kann bzw. möchte, muss die App nicht installieren.

Startet man die App das erste Mal, wird man sehr einfach Schritt für Schritt durch die Einrichtung und das Menü navigiert. Zudem wird einem in jedem Einstellungsfenster alles ganz gut erklärt. Ist dies soweit durchgeführt, landet man nach jedem Start der App auf dem Startbildschirm, auf dem sämtliche kompatiblen Kopfhörer die man selbst besitzt angezeigt werden. Zumindest sofern diese angeschaltet sind und man diese vorher mit dem Smartphone via Bluetooth gekoppelt hat.

Klickt man hier auf den JBL LIVE 650BTNC, landet man in dessen Einstellungsmenü, wo man direkt unter der Abbildung des Kopfhörers, dessen restliche Akkulaufzeit in Prozent angezeigt bekommt. Unmittelbar darunter kann man zudem die ANC-Funktion zu- oder abschalten. Zudem ist es direkt von hier aus im unteren Bereich möglich, die EQ-Einstellungen vorzunehmen oder ein eigenes Klangprofil zu erstellen und abzusichern. Über das Zahnrad im rechten oberen Bereich gelangt man in ein weiteres Untermenü. In diesem kann man die automatische Abschaltung bei 10 Minuten ohne Musikwiedergabe Aktiveren bzw. Deaktivieren und die Assistenten einrichten, oder auf die Gerätehilfe zugreifen. Vielmehr Wichtiges gibt es hier in der App jedoch nicht zu sehen.

(App: 3,5 von 5 Punkten)

Koppeln und Reichweite

JBL setzt beim LIVE 650BTNC auf Bluetooth 4.2, was in diesem Fall jedoch wie bereits angedeutet kein aptX und AAC zulässt. Daher unterstützt dieses Modell lediglich den SBC-Audio-Codec mit einer niedrigeren Bitrate. Die Bluetooth-Reichweite liegt bei knapp 12 bis 15 Metern, was soweit ein guter bzw. ausreichender Wert ist.

Der JBL LIVE 650BTNC bietet die Möglichkeit einer sogenannten Multi-Point-Verbindung. Dies ist vor allem für Leute, die gerne mehrere Geräte gleichzeitig bzw. nebenher nutzen von Vorteil. Dies gelingt dadurch, dass sich der JBL LIVE 650BTNC mit zwei Geräten gleichzeitig verbinden kann. Schaut ihr z. B. auf dem iPad ein Video und erhaltet zufällig einen Anruf, wird in diesem Fall automatisch die Musik pausiert und das Telefonat über das Smartphone geführt, da Telefonate immer bevorzugt behandelt werden. Wollt ihr z. B. von der Musikwiedergabe vom iPad zum iPhone wechseln, genügt es, auf dem iPad die Musik zu pausieren und am iPhone auf Play zu drücken. Voraussetzung ist hier jedoch, dass man zuvor bereits beide Geräte per Bluetooth mit dem JBL LIVE 650BTNC gekoppelt hat. 

(Koppeln und Reichweite: 4 von 5 Punkten)

Akku

Beim LIVE 650BTNC verspricht JBL eine Akkulaufzeit von bis zu 20 Stunden mit aktiviertem ANC. Ohne ANC wiederum hält der Akku knapp 10 Stunden länger durch, sodass somit max. 30 h möglich sind. Dies ist soweit nicht schlecht, denn es handelt sich um denselben Akku wie auch im LIVE 400BT, einen Lithium-Polymer-Akku (3,7 V DC, 700 mAh). Die angegebene Laufzeit hängt natürlich von zwei Faktoren ab, zum einen wie hoch ihr die Lautstärke eingestellt habt und ob ihr ANC nutzt oder nicht. Im Großen und Ganzen kam ich zusammengerechnet zwar nicht auf die 20 Stunden mit ANC, doch die von mir erreichten 18 Stunden sind dennoch absolut ausreichend.

Sobald der Akku des Kopfhörers leer sein sollte, dauert es für eine komplette Aufladung knapp 2 Stunden. Zudem hat JBL auch noch eine Schnellladefunktion integriert, sodass der Akku von 0 % bereits nach 15 Minuten, wieder für knapp 2 Stunden Musikwiedergabe aufgeladen ist. Wie bei vielen anderen Kopfhörern ist es auch beim JBL LIVE 650BTNC so, dass man diesen leider währenden des Auflade-Vorgangs nicht zum Musikhören nutzen kann.

(Akku: 4,5 von 5 Punkten)

TEIL 3

bestehend aus „Preis/Leistung“ entspricht 10% der Gesamtwertung

Beschreibung

Das Design des JBL LIVE 650BTNC gefällt mir persönlich gut. Allerdings fühlt sich der Kunststoff zum Teil etwas billig an, was den haptischen Eindruck bei mir etwas stört. JBL wirbt beim Klang mit einem verstärken Bass, was dem Unternehmen auf jeden Fall gelungen ist. Doch dafür schneiden sowohl die Höhen, als auch die Mitten etwas schlechter ab, denn diese verschwinden etwas im Hintergrund. 

Bei der Verarbeitung haben mir z.B, die zu eng beinander liegenden und sehr gleich anfühlenden Bedientasten nicht so gut gefallen. Diese führen nämlich zu oft zur Fehleingabe, da man diese teils länger am Gehäuserand ertasten muss. Sinnvoller wäre hier gewesen die Bluetooth- und ANC-Taste auf die andere Seite zu verlegen, damit man weniger Tasten auf einer Seite hat. Besser wäre natürlich unter Umständen auch, dass sowieso verbaute Touch-Bedienfeld auf der linken Seite zur Steuerung zu nutzen.

Preis/Leistung

Der JBL LIVE 650BTNC kann im Test mit einem guten Tragekomfort und Akkulaufzeit überzeugen. Beim Klang trennen sich natürlich die Geschmäcker, aber für mein Geschmack hat es JBL hier etwas zu gut mit dem „verstärken“ Bassbereich gemeint. Es gibt jedoch sicherlich einige, denen genau dieses gefällt. Trotz ein paar Schwächen handelt es sich beim JBL LIVE 650BTNC um ein guten Mittelklasse Over-Ear Kopfhörer, der mit einer UVP von 199€ nicht allzu teuer ausfällt. Inzwischen ist der Kopfhörer übrigens bei einigen online Händlern je nach Farbe, bereits für knapp 170€ verfügbar.

JBL LIVE 650BTNC

Zum Angebot bei

testr Gesamtwertung

unter Berücksichtigung aller Teilwertungen

 Wir bedanken uns beim Hersteller für die Bereitstellung des Produktes. Zu unseren Grundsätzen

Link zum Hersteller: de.jbl.com

Teufel Cinebar Lux

In aller Kürze

Mit der neuen Cinebar Lux hat Teufel eine beachtlich gute Soundbar entwickelt. Diese kann soweit mit einer großen Anzahl an Anschlüssen und Zuspielmöglichkeiten überzeugen. Ein Subwoofer kann separat erworben und angeschlossen werden, doch dieser ist gar nicht unbedingt nötig. Die eigentlich kompakte Soundbar, hat nämlich einen tollen und kräftigen Bass zu bieten, der in diesem Format seinesgleichen sucht. Des Weiteren ist es Teufel durch die Dynamore 3D-Technologie gelungen ein Stand-alone-Gerät zu entwickeln, dass nicht den Eindruck macht, als würde der Ton von einem Gerät kommen.

Gefällt uns

  • gute Verarbeitung + hochwertiges Gehäuse
  •  Raumfüllender Klang dank 3D-Dynamore
  •  trotz Kompaktheit, satte Bässe
  •  umfangreiche Anschlussvielfalt
  • HDMI-ARC und Bluetooth

Gefällt uns weniger

  • kein Dolby Atmos
TEUFEL CINEBAR LUX

Zum Angebot bei

TEIL 1

Bestehend aus „Verpackung/Design/Verarbeitung“ entspricht 25% der Gesamtwertung

Verpackung

Teufel liefert auch die neue Generation der Soundbars in den üblichen schlichten, wenig bedruckten Verpackungen aus. Diese ist auch im Falle der Teufel Cinebar Lux lediglich mit dem Namen des Unternehmens, des Produktes und einigen wenigen technische Daten versehen.

Bei der Cinebar Lux wurden die Aufdrucke jedoch gegenüber den bisherigen Produkten noch etwas reduziert. Es prangt nämlich lediglich links das „Teufel“ Firmenlogo und rechts sind einige wenige Auszüge der technischen Daten zu finden. Zu diesen zählen: das Gewicht, die Farbe und die Abmessungen der Soundbar.

Direkt nach dem Aufklappen der länglichen Verpackung erblickt man einen großen Styropor-Einsatz, in dem der Zubehör verteilt wurde. Hier findet man im linken Bereich, die Batterien für die Fernbedienung, welche sich rechts befindet und das Stromkabel. In der Mitte wiederum befinden sich die üblichen Beschreibungen (Bedienungsanleitung usw.). Nach dem Entfernen des Styropor-Elements erblickt man die Cinebar Lux Soundbar, welche hier zum zusätzlichen Schutz vor Staub und Kratzern in eine Kunststofffolie eingewickelt wurde.

(Verpackung: 3 von 5 Punkten)

Design

Bei der Teufel Cinebar Lux handelt es sich wie bereits Eingangs des Testberichtes erwähnt um eine kompakte Soundbar, welcher man ihren Funktionsumfang, Zuspiel- und Anschlussmöglichkeit nicht auf den ersten Blick ansieht. Die Teufel Cinebar Lux ist wie die anderen Lautsprecher der Raumfeld-Familie in zwei Farben, Schatz und Weiß erhältlich. Ich persönlich finde die weiße Variante deutlich schöner, da dadurch der Kontrast zwischen Stoffbespannung und dem Weißen Gehäuse besser zur Geltung kommt. 

Bei der der Abdeckung der Lautsprecher setzt Teufel dieses Mal nicht auf ein schwarzes Lautsprechergitter, sondern ein großflächige, hochwertig anfühlende Stoffbespannung. Die Gehäuseform der Cinebar Lux ist zwar typisch länglich, doch an den beiden seitlichen Ende ist diese nicht ohne Grund abgeschrägt bzw. Trapezförmig. Dahinter bzw. an diesen Seite befinden sich nämlich jeweils ein Side-Fire-Speaker, welcher den Ton an die Wand projiziert und von da nahezu zu einem Surround-Sound wird.

Vor dem Fernseher nimmt die Teufel Cinebar Lux eine Fläche von 114 cm (hinten) bzw. vorne 107,5 cm ein. In der Tiefe sind es wiederum 13,5 cm und in der Höhe 7,5 cm. Daher ist die Cinebar Lux wie bereits erwähnt zwar nicht gerade kurz, aber wenn ich euch unter Klang die verbauten Lautsprecher usw. aufliste, dann werdet ihr verstehen, warum ich hier dennoch von einer kompakten Soundbar rede.

An der Oberseite der Teufel Cinebar Lux findet man zentral die Steuerelemente. Diese erinnern mich persönlich zum Teil an die Bedientasten am Teufel One S und One M, was einen Grund hat. Schließlich kann die Soundbar ebenfalls in die Raumfeld App integriert werden, dazu später weitere Details. Der Vorteil der Tasten an der Oberseite ist, dass man hier direkt die Lautstärke regulieren kann. Jedoch hat man hier ebenfalls noch eine Play/Pause Taste und zwei Skip-Tasten zum Titel vor- oder zurückzuspringen. Ganz links befindet sich zudem eine Bluetooth-Taste um dies direkt zu aktiveren und daneben den Knopf, um das Eingangssignal auszuwählen. Die Tasten zur Navigation der Musik (Skip und Play/Pause) lassen sich natürlich am besten nutzen, wenn man die Teufel Cinebar Lux in das Multiroom-System von Teufel integriert.

Sämtliche Anschlüsse an der Teufel Cinebar Lux sind auf zwei Kammern an der Unterseite angebracht, welche aber logischerweise wegen dem verlegen der Kabel ebenso von der Rückseite erreichbar sind. Für den Audio-Bereich findet man hier einen optischen Toslink-Anschluss, ein Subwoofer-Out-Anschluss für einen kabelgebunden Subwoofer und eine 3,5 mm Klinkenbuchse. Zudem sind natürlich auch ein HDMI-In und ein HDMI-Out Port vorhanden. Letzteres ist hier den Anschluss, mit dem ihr im Regelfall die Soundbar mit eurem Fernseher verbindet. Der Anschluss ist HDCP 2.2 (High-bandwidth Digital Content Protection) geeignet und unterstützt den ARC-Kanal „Audio Return Channel“ (Audio-Rückkanal).Natürlich unterstützt die Soundbar wie für Teufel üblich auch die CEC-Funktion, sodass man zur Lautstärkenregulierung nicht zwangsweise an die von Teufel beigelegte Fernbedienung angewiesen ist, sondern die Lautstärke direkt über der Fernbedienung des TV´s regeln kann. Um jedoch Klangeinstellungen vorzunehmen, muss man logischerweise weiterhin die mitgelieferte Fernbedienung nutzen. Bei den restlichen beiden Anschlüssen an der Rückseite handelt es sich um ein LAN-Port und ein USB-A-Anschluss, über den man entweder via USB-Stick Musik zuspielen kann oder auch ohne Netzwerk ein Update installieren könnte.

Die Teufel Cinebar Lux besitzt insgesamt vier kleine runde Füße, die gummiert sind und somit für einen absolut sicheren Stand sorgen. Zusätzlich kann man die Soundbar natürlich aber auch an die Wand montieren. Dafür besitzt diese an der Rückseite zwei Schlüssellochöffnungen, mit denen die Cinebar Lux aufgehängt werden kann. Dafür benötigt man jedoch in einer massiven Steinwand zwei Dübel (Durchmesser 6 mm) und zwei Schrauben 4 x 55 mm, deren Schraubenkopf zwischen 7 bis 9 mm groß ist. Anschließend bohrt man mit einem Betonbohrer zwei Löcher mit einem Abstand von 68 cm in die Wand und dreht die Schrauben soweit in den Dübel bis der Abstand von Wand zum Kopf knapp 13 – 15 mm beträgt. An diesem Kopf wird dann die Soundbar mit den bereits erwähnten Schlüssellochöffnungen aufgehängt. Damit diese gerade und sicher hängt, sind an der Rückseite zusätzlich zwei gummierte Puffer angebracht. Wie ich es bereits von anderen Soundbars aus dem Hause Teufel gewohnt bin, hat auch die Cinebar Lux die zwei roten Gummi-Schlaufen neben den Anschlüssen. Diese sind soweit sehr praktisch, da in diese die Kabel durchgezogen werden und somit als Art Kabel-Manager agieren.

(Design: 4 von 5 Punkten)

Verarbeitung

Das Gehäuse, sowie die Stoffbespannung der Teufel Cinebar Lux gefällt mir sehr gut. Hier macht alles einen hochwertigen Eindruck. Die Druckknöpfe an der Oberseite haben einen angenehmen Druckpunkt, ebenso wie die der Fernbedienung. Apropos, die Fernbedienung sieht der meiner Teufel Ultima 40 Aktiv Lautsprecher sehr ähnlich, ist jedoch von den Tasten anders, da die Soundbar andere Funktionen besitzt. 

Die Fernbedienung macht übrigens dank ihrem aus Aluminiumgehäuse einen hochwertigen Eindruck und wirkt dadurch keineswegs billig. Zudem gefällt mir die Abdeckung des Batterienfachs, denn diese wird nicht wie so häufig durch einrasten mit Kunststoffhaltenase geschlossen gehalten, sondern mit einer geschraubten Abdeckung. Dafür legt Teufel nämlich auch den passenden Inbus-Schlüssel bei, denn dieser ist erforderlich, damit man das Fach auf und zu schrauben kann.

(Verarbeitung: 4 von 5 Punkten)

TEIL 2

bestehend aus „Funktion des Produktes“ entspricht 65% der Gesamtwertung

Lautsprecher Anzahl16 (4x Breitbandlautsprecher von (Aussen) zwei weitere in der Mitte als Center-Speaker, sowie zwei als Sidefire-Speaker. Des weitern sind vorne vier Passiv Membrane, zwei Hochtöner an der Front und zwei Sidefire-Speaker.
Treiber-Durchmesser8 x 50mm ; 2 x 25 mm, 4 x Passiv-Membrane (48 mm x 105 mm)
Gesamtausgangsleistung (RMS)150 Watt
Gehäuse-MaterialKunststoff
AnschlussmöglichkeitenHDMI-Ausgang (HDCP 2.2, ARC + CEC fähig), HDMI-Eingang, Bluetooth, LAN, WLAN, Subwoofer-Eingang, USB 2.0, Optischer Digitaleingang, 3.5mm Klinke, Stromanschluss
Maße/Gewicht13,5 x 114 x 7,5 cm (TxBxH)/ 4,4 Kilogramm
LieferumfangTeufel Cinebar Lux
Stromkabel
Fernbedienung (ink. Batterien und Inbusschlüssel)
Anleitungen

Einrichtung & Funktion (App)

Die Einrichtung der Teufel Cinebar Lux ist sehr einfach und erfolgte daher bei mir ohne Probleme. Man kann die Cinebar Lux natürlich direkt mit dem Fernseher via HDMI-Kabel verbinden. Dan wird der Ton logischerweise direkt über die Soundbar wiedergeben. Doch mit der Raumfeld App habt ihr den vollen Funktionsumfang inkl. Updates und der Multiroom-Funktion.

Die Raumfeld App wir von Teufel kostenlos im Apple Store (iOS), aber auch im GooglePlay Store (Android) angeboten. Habt ihr diese geladen, könnt ihr die Teufel Cinebar Lux mit den bisherigen Geräten in das Multiroom-Netz einbinden oder falls dies euer einziges Gerät wäre, auch im Solo-Betrieb betreiben. Die Einrichtung ist auch hier denkbar einfach. Dazu einfach nach dem Verbinden des Netzkabels den kleinen runden Set-up-Knopf kurz drücken. Dann sollte die längliche weiße LED pulsieren, welche einige unter euch bereits vom Teufel One S und One M kennen. Im nächsten Schritt sucht die App nach einem neuen Gerät und sollte die Cinebar Lux finden, sofern ihr alles richtig gemacht habt. Anschließend noch kurz mit dem Netzwerk, welches die Cinebar Lux erstellt hat Verbinden und anschließen geht es direkt zurück in die App, um sich hier mit dem eigentlich heimischen Wi-Fi-Netz verbinden. Dabei übermittelt euer Smartphone im Normalfall das Passwort automatisch, zumindest war dies bei mir so. Anschließend ist die Teufel Cinebar Lux direkt für ihren Multiboom-Betrieb bereit, außer dass diese eventuell noch das neuste Firmware-Update herunterlädt. Daraufhin könnt ihr der Cinebar Lux direkt Musik über die App zuspielen und müsstet diese nicht mit einem weiteren Kabel anschließen, da diese alles übers Wi-Fi-Netzwerk bezieht.

Die App ist in den typischen Farben die Teufel häufig verwendet gehalten, roter Teufel Schriftzug, schwarz/grauer Hintergrund und weiße Akzente. Da ich bereits den Teufel One S und One M daheim nutze, kann ich aus eigenen Erfahrungen sagen, dass Teufel hier regelmäßig Updates für die App und die Geräte zur Verfügung stellt. Optisch macht die App einiges her und auch die Menüführung hat Teufel ständig weiter verbessert. Daher findet man sich hier relativ schnell zurecht und kann sehr einfach gruppen, neue Playlists usw. erstellen. Über die App kann man ebenso sehr schnell und einfach die Lautstärke via Schieberegler regulieren, oder übersichtlich die Gruppenverwaltung organisieren. Letzteres gilt sofern man, wie ich z. B. im Besitz weitere Raumfeld kompatiblen Geräten ist und diese eventuell auch zusammen die Musik oder den Ton wiedergeben möchte. Gegenüber dem Teufel One S und One M hat die Cinebar Lux aufgrund ihrer Fernbedienung einen Vorteil. Um z. B. auf die Schnellwahltasten zuzugreifen muss man nämlich nicht zum Lautsprecher laufen, sondern kann diese direkt an der Fernbedienung auswählen. Schließlich hat Teufel die Tasten dafür direkt an dieser integriert und nicht wie bei den anderen Raumfeld-Geräten, an deren Oberseite.

Als Lautsprecherspezialist bietet Teufel seinen Kunden natürlich auch bei der Cinebar Lux die Möglichkeit, klangliche Anpassungen selbst vorzunehmen. Dazu hat man z. B. in der App im Menü jedes Gerätes die Möglichkeit auf einen 3-Kanal-Equalizer zugreifen. Die Klanganpassung kann natürlich auch ohne Smartphone durchgeführt werden, und zwar über die Fernbedienung. Dazu muss man sich nur durch das Menü navigieren und hier die Werte für die Höhen, Mitten und Tiefen unter dem Punkt „Klang“ erhöhen oder absenken.

(Einrichtung & Funktionen (App): 4,5 von 5 Punkten)

Funktionsumfang der Fernbedienung

Kommen wir zu der Bedienung über die Fernbedienung der Cinebar Lux. Diese kommt nämlich mit vielen Köpfen daher, was den Grund hat, dass die Cinebar Lux viele Funktionen besitzt, die man vielleicht auf den ersten Blick gar nicht sieht. 

Oben angefangen, findet man hier links die Ein-/Ausschalt-Taste und ganz rechts den Stumm-Schalter. Zwischen den beiden Tasten ist die SOURCE-Taste, mit welcher man die Wiedergabequelle wählen kann. Letzteres findet man jedoch auch alternativ direkt an der Oberseite der Cinebar Lux. 

Direkt darunter hat Teufel das 5-Tasten Steuerkreuz platziert. Hierüber lässt sich die Lautstärke regulieren, die Musik beim Wiedergeben über ein Streaming-Anbieter pausieren. Ebenso sind hier die beiden Titel-Navigationstasten vorhanden, mit welchen man im Bluetooth-Modus oder beim Streamen jederzeit zum nächsten Titel vor-/zurückspringen kann. Zudem erfolgt darüber die Navigation durch das Menü der Soundbar. 

  •  High / Mid / Bass
  • Balance-Einstellung der Rear-Kanäle (Effekt-Speaker)
  • DRC – Dynamic Range Control
  • Abstand zur Sitzposition (0,3m bis 12m)
  • Abstand der Rear-Speaker zur Sitzposition (jeweils separat)
  • LipSnyc – Audioverzögerung von 0-250ms lassen sich einstellen
  • Kalibrierung mitsamt Testton

Unter dem Steuerkreutz folgt mittig die Menü Taste, über welche man in das eben erwähnte Einstellungsmenü der Teufel Cinebar Lux gelangt. Möchte man dieses wiederum verlassen oder aus einem Untermenü heraus, erfolgt dies durch die Taste direkt links daneben mit dem Return-Pfeil. Rechts neben der „Menü-Taste“ befindet sich die Dynamore Taste, über welche man die Stereo-Verbreitung des Klangs aktiveren bzw. deaktivieren kann.

Eine weitere Reihe darunter folgen drei weitere Tasten. Ganz links die durchaus sinnvolle Bluetooth-Taste, mit welcher man nicht nur zum Bluetooth-Modus wechselt, sonder durch längeres Betätigen komfortable das Bluetooth-Pairing startet. Zentral daneben folgt die Wahltaste, um direkt in die Raumfeld-Quelle zu wechseln, dabei startet im Normalfall automatisch die Wiedergabe der letzten gewählten Quelle. Über die „MODE-Taste“ daneben kann man zwischen den vorgewählten Klangbilder wechseln, dabei stehen folgende zu Auswahl: PURE (normale), VOICE (Sprache) und NIGHT (Nachtmodus).

Zu guter Letzt folgt ganz unten noch ein eingerahmter vier Tasten Bereich, welcher sich ebenfalls wie darunter stehend um den Raumfeld-Bereich dreht. Damit können wie bereits vorhin angedeutet die drei selbst bestimmten Raumfeld-Favoriten gewählt und eingestellt werden. Also hat man in der App z. B. eine Quelle gefunden, die man regelmäßig hören möchte, genügt es die jeweilige Taste, z. B. die 1 etwas länger zu drücken, und schon ist auf dieser Taste der Sender z. B. vom TuneIn-Radio gesichert. Der Knopf mit dem Viereck ganz unten, ist in der Raumfeld-App ganz frei programmierbar. Von Werk aus ist dieser aber so programmiert, das einem beim Betätigen die Information zum Raumklang, dem Klangbild und den Systeminformationen angezeigt werden. 

(Funktionsumfang der Fernbedienung: 4,5 von 5 Punkten)

Klang

Nun zum eigentlich wichtigsten Punkt bei einer Soundbar, dem Klang. Zuvor machte ich euch noch einige technische Details zu den verbauten Treibern usw. machen. Schließlich hat Teufel davon eine große Anzahl verbaut.

Zum Einsatz kommen insgesamt acht, 50 mm Breitbandlautsprecher, von denen sich zwei an den Seiten befinden. Diese dienen unter anderem für die Dynamore-Technologie, was durch den erzeugten Schall geschieht, der an die Wand gestrahlt wird und von da zu einem reflektiert wird. Zwei weitere Breitbandspeaker sitzen als doppelt Mitteltöner für natürlich Mitten an jeder Seite vorne, im Äußeren Bereich. Die anderen beiden sind als Center-Speaker für eine besonders gute Sprachverständlichkeit jeweils links und recht neben dem Display integriert. Unmittelbar am Rand außen, befinden sich neben den doppelt Mitteltönern jeweils ein 25 mm Hochtöner für qualitativ hochwertige Höhen. Da die Cinebar Lux ohne Subwoofer daher kommt, ist natürlich auch ein Bass wichtig. Hierfür hat Teufel gleich vier Passivmembrane verbaut, diese sind 105 mm lang und 48 mm breit. Verbaut sind diese jeweils im Doppelpack zwischen doppelt Mitteltöner und Center-Speakern. Zu guter Letzt preist Teufel die Cinebar Lux mit einem 3D-Dynamore Sound an. Damit dieses gelingt, reflektiert die Teufel Cinebar Lux den Ton auch nach oben zur Decke hoch, von der dieser dann ebenfalls zu einem an die Couch gelangt. Diesen Job erledigen jeweils links und recht oben unter der Stoffabdeckung ein sogenannter 50 mm Upfiring-Töner. Angetrieben wird das Ganze von einem typischen Klasse-D Verstärker mit insgesamt 9 Verstärkerkanälen. Dabei wird ein Frequenzbereich von 45 – 20.000 Hz erreicht und der Schalldruck soll bei 100 dB/1 m liegen.

So viel zu den technischen Daten. Wie ihr seht, ist hier wirklich sehr viel verbaut, doch nun die Frage, wie klingt das ganze Set-up eigentlich?

Fangen wir mit den Höhen an, diese spielt die Teufel Cinebar Lux sehr klar, detailreich und luftig wieder. Keineswegs erwarten euch hier zu helle Höhen, sondern saubere Höhen, die sehr gut auch für das normale Fernsehen überzeugen. Die Mitten können im Klangcheck durch die vielen Treiber ebenfalls positiv überraschen. Die Mitten der Cinebar Lux sind warm und vollmundig, sodass diese sowohl bei der Wiedergabe von Stimmen bzw. Gesang bei Musik, aber auch bei der Sprachverständlichkeit bei Filmen sehr gute Arbeit leisten. Dies gelingt Teufel hier durch die beiden zentral verbauten Center-Speaker, welche hier für einen guten Raumklang sorgen.

Nun noch zu den Tiefen bzw. dem Bass. Von diesem denken sicherlich die ein oder anderen unter euch, dass man nicht besonders viel erwarten kann, da eine so kompakte Soundbar keine großen Treiber bzw. Volumen bieten kann. Zudem liefert Teufel bei der Cinebar Lux keinen Subwoofer mit, da man diesen laut den Aussagen von Teufel aufgrund dessen Integration in der Soundbar nicht unbedingt benötigt. Doch hier wurde selbst ich überrascht, und zwar im positiven Sinne. Der Bass ist durchaus als kräftig zu bezeichnen und bietet einen ordentlichen Tiefgang. Der Bass ist jedoch keinesfalls zu kräftig abgestimmt, sodass dieser die restliche Klangleistung negativ übertönt. Einen Subwoofer habe ich persönlich bei der Cinebar Lux nicht vermisst, denn sowohl dezent leiser, aber auch auf höheren Pegeln machte die Soundbar sehr Spaß. Jedoch genau bei hohen Pegeln überzeugt die Teufel Cinebar Lux mit ihrem wahren klanglichen potenzial. Persönlich gehört die Cinebar Lux aktuell zu der Soundbar mit dem besten Bass im Solobetrieb.

(Klang: 4,5 von 5 Punkten)

TEIL 3

bestehend aus „Preis/Leistung“ entspricht 10% der Gesamtwertung

Beschreibung

Teufel wirbt die Cinebar Lux als schlanke Soundbar der Spitzenklasse für eine TV-, Musik-, und Gaming-Wiedergabe mit hohem Niveau. Ebenso muss mit dieser kein separater Subwoofer aufgestellt, geschweige denn zusätzliche gekauft werden, da vier passive Bassmembrane für ein stimmiges Bassfundament sorgen. Die zusätzlichen umfangreichen Anschlüsse und die zahlreichen Streaming-Möglichkeiten dank Raumfeld, runden das Gesamtpaket ab. Hier verspricht Teufel definitiv nicht zu viel, das Entwicklerteam hat hier sehr gute Arbeit geleistet und zeigt mal wieder, dass man selbst aus einem relativ kompakten Gehäuse viel mehr rausholen kann, als man auf den ersten Blick vermutet.

Preis/Leistung

Die UVP der Teufel Cinebar Lux wurde bei 799,99 € angesetzt. Dies ist ganz klar ein ordentlicher Preis für eine Soundbar allein, ganz ohne zusätzlichen Subwoofer. Doch wie bereits unter dem Punkt „Klang“ erwähnt, braucht man diesen gar nicht wirklich. Mit der Cinebar Lux stellt man sich ein Gerät mit einem kräftigen, vollen und gut ausbalancierten Klang vor den Fernseher. Zudem bietet diese dank integriertem Wi-Fi-Empfänger und den zahlreichen Anschlussmöglichkeiten eine große Auswahl an Wiedergabemöglichkeiten. Wer eine kompakte Soundbar mit beeindruckendem breit klingenden 3-D-Sound sucht, findet mit der Cinebar Lux genau das richtige Gerät. Mit den zusätzlichen Effekt Rear-Speakern kann man sich zum Preis von 1099,99€ einen echten 5.0 Surround-Sound erzeugen. Wer dabei jedoch noch mehr Bass benötigt greift gleich zur 1399,99€ Variante, einem 5.1 Surround-Set mit den beiden Effekt-Speakern und dem zusätzlichen T8 Subwoofer, welcher als Frontfire- aber auch Downfire  Sub genutzt werden kann. 

TEUFEL CINEBAR LUX

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unter Berücksichtigung aller Teilwertungen

 Wir bedanken uns beim Hersteller für die Bereitstellung des Produktes. Zu unseren Grundsätzen

Link zum Hersteller: teufel.de

1MORE E1001BT Triple Driver BT

In aller Kürze

Mit den 1MORE E1001BT Triple Driver BT In-Ear Kopfhörer hat 1More ein klanglich sehr starkes Kopfhörer-Modell auf den Markt gebracht. Hier setzt 1More den Fokus auf einen mobilen Kopfhörer, der zeitgleich eine hervorragende Klangqualität bietet. Lediglich die Ausführung mit dem Nackenband und die Akkulaufzeit von max. 7 Stunden könnte hier den ein oder anderen vom Kauf abhalten. 

Gefällt uns

  •  sehr gute Klangqualität
  •  Schnellladefunktion
  •  tolles Design und Verarbeitung
  •  Triple Driver-Technologie
  •  AAC und LDAC-Codec Unterstützung

Gefällt uns weniger

  • „nur“ 7 Stunden Akkulaufzeit
  • keine aptX-Unterstützung

1MORE E1001BT Triple Driver BT

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TEIL 1

Bestehend aus „Verpackung/Design/Verarbeitung“ entspricht 25% der Gesamtwertung

Verpackung

Auf dem ersten Blick ist die Verpackung identisch mit dem des 1More E1004BA Dual Driver BT ANC In-Ear Kopfhörer den ich bereits getestet habe. Kein Wunder, schließlich ähneln sich die beiden In-Ear Kopfhörer auch sehr vom Design. 

Dennoch gibt es äußerlich bei der Verpackung kleine Unterschiede. Schließlich handelt es sich um einen anderen Kopfhörer, der einen anderen technischen Aufbau besitzt. Daher prangt an der Vorderseite der Verpackung neben den üblichen Dingen wie z. B. der Abbildung des Kopfhörers auch einige Infos zu dessen Ausstattung. Zu diesen zählen unter anderem: ein dynamischer Treiber + 2 Balanced-Armature-Treibern, sowie die Möglichkeit der Hi-Res LDAC Bluetooth Übertragung. Dieselben Eigenschaften des Kopfhörers sind jedoch zudem noch ausführlicher inkl. einigen weiteren auf der Rückseite aufgelistet. 

Der Verschlussmechanismus ist auch bei diesem Kopfhörer-Modell als Magnetverschluss ausgeführt. Direkt nach dem Öffnen der Verpackung erblickt man wie für 1More gewohnt an der Innenseite des Deckels einige Skizzen zum jeweiligen Kopfhörer-Modell. Im rechten Teil wiederum, präsentiert sich der 1More Triple Driver BT In-Ear Kopfhörer durch ein transparentes Sichtfenster.

Unter dem Einleger, in dem der In-Ear Kopfhörer eingelegt ist, verbirgt sich wie beim 1More Dual Driver Modell mit ANC der Rest des Lieferumfangs. Davon befindet sich links unten das USB-Typ-C Ladekabel, direkt darüber sind wiederum sämtlichen Beschreibungen, ein Aufkleber und eine Kunststofftasche mit einem 1More Schriftzug untergebracht. Zu guter Letzt legt 1More rechts ein großes Arsenal an unterschiedlich großen Ohrpassstücken (6 paar, inkl. den bereits montierten Paar) und zudem drei paar Memory-Foam Anpassstücke bei.

(Verpackung: 4 von 5 Punkten)

Design

Wie bereits angedeutet, ähneln sich die beiden In-Ear Kopfhörer nicht nur bei der Verpackung, sondern auch beim Design. Lediglich das Gehäuse der Ohrhörer unterscheidet sich hier deutlich voneinander. Daher ist der 1More Triple Driver BT In-Ear Kopfhörer ebenfalls als Nackenband-Kopfhörer ausgeführt, welches die Elektronik der beiden Kopfhörer miteinander verbindet und locker um den Hals bzw. Nacken getragen wird. Damit dieses sich besser anfühlt und zudem angenehmer auf Dauer zu tragen ist, wurde dies wie bei einigen anderen Unternehmen mit einem weichen Silikon-Material überzogen. Der Vorteil dieses Materials ist auch, dass dieses abweisend gegenüber Schweiß ist und einfacher gereinigt werden kann.

Wie üblich ist diese Ausführung als Nackenband-Kopfhörer eine reine Geschmacksache, denn unbequem ist dieses wie bereits erwähnt auf keinem Fall. Lediglich bei sportlichen Tätigkeit wie z. B. auf dem Laufband joggen oder bei einigen Übungen im Sportstudio könnte dies stören, da das Nackenband schwerer ist, als ein dünnes Kabel. Dadurch kann es durchaus sein, dass das Nackenband beim rennen oft auf und ab springt und beim durchführen von Übungen im Liegen, könnte es vom Hals rutschen und so eventuell Zugspannung auf die In-Ears ausüben. Beim herkömmlichen stehen bzw. laufen in der Stadt wiederum verteilt sich das Gewicht des In-Ear Kopfhörer gleichmäßig durch den Nackenbügel über den Hals und lastet nicht an den Ohren. 

Der etwas dünnere Silikon überzogene Teil des Nackenbügels verläuft nach vorne auf der linken und rechten Seite in zwei etwas breitere Enden. Zwar sehen diese beiden besagten Enden durch ihre silberne Optik aus, als wären diese aus Aluminium gefertigt, doch dieser Eindruck täuscht. Es handelt sich dabei nämlich lediglich um Kunststoff, der in einer Aluminium-Struktur (Optik) gestaltet wurde. Anders ist dies jedoch bei dem Gehäuse der Ohrhörer selbst, denn hierbei handelt es sich um echtes Aluminium. In dem Bereich, an dem die beiden Enden dicker werden, verlaufen die beiden knapp 1,5 mm dicken und 19 cm langen Kabel der In-Ear Ohrhörer hervor.

Bei der Ausführung mit einem Nackenband, befindet sich der Großteil der Elektronik in den dickeren Enden des Nackenbügels. Dadurch kann sich 1More beim Gehäuse der Ohrhörer, voll und ganz auf die Klangtechnologie konzentrieren. Sämtliche Steuerelemente findet man beim 1More Triple Driver BT In-Ear Kopfhörer an der linken Seite und der Akku in der rechten Seite der beiden dickeren Enden. Wie bereits beim Dual Treiber Modell wird die Musik über einzelne Tasten bequem gesteuert. Dies ist soweit in meinem Test sowohl mit T-Shirt als auch mit einem Hemd problemlos möglich. Im Winter wiederum hat man hier aufgrund einer Jacke oder einem zusätzlichen Schal seine Probleme, denn dadurch kommt man nicht mehr so gut an die Steuerungselemente heran. Auf die Bedienung gehe ich wie immer etwas später unter dem Punkt „Bedienung “ ausführlicher ein. Der Ladeanschluss, bei dem es sich um einen USB-Typ-C Anschluss handelt, verbirgt sich unter der Stirnseiten-Abdeckung an der linken Seite.

Das Aluminium-Gehäuse der In-Ear selbst fällt im Übergang zum Kabel relativ dünn aus, verläuft aber dann in ein etwas breiteren Bereich über, in welchem sich die Elektronik, also die Treiber befinden. Von dort aus verläuft der Treiberausgang exzentrisch und schräg nach innen, sodass dieser beim einsetzen in das Ohr, direkt in den Ohrkanal verläuft. Damit das Ganze bequem ist, befinden sich an der Vorderseite natürlich noch die üblichen Ohranpassstück, welches sich bei diesem Modell sehr einfach ohne Kraftaufwand wechseln lassen. Damit man direkt erkennt, welcher Stöpsel in welches Ohr gehört, sind sowohl die beiden Nackenband-Enden als auch die Ohrhörer mit einem entsprechenden Buchstaben bedruckt.

(Design: 4 von 5 Punkten)

Verarbeitung

Die Verarbeitung der 1More Triple Driver BT In-Ear Kopfhörer kann ebenso wie desen Dual Driver Pendant mit ANC sehr überzeugen. Schon beim Auspacken und betrachten der Verpackung fällt auf, dass 1More hier nicht nur schöne und ordentliche Verpackungen gestalten kann, sondern auch hochwertige Produkte entwickelt. Sowohl das Aluminiumgehäuse der In-Ears selbst, als auch das Silikon-Nackenband mit den Kunststoffenden macht einen hochwertigen Eindruck. Zudem harmonieren die verschiedenen Materialien, die gewählt wurden sehr gut miteinander. Ebenso können mich die Knöpfe und Schiebeelemente mit einer guten Haptik überzeugen und auch die Abdeckung des Lade-Anschlusses, lässt sich sehr einfach öffnen. 

(Verarbeitung: 4 von 5 Punkten)

TEIL 2

bestehend aus „Funktion des Produktes“ entspricht 65% der Gesamtwertung

Kopfhörer-ArtIn-Ear Kopfhörer mit Nackenbügel
KategorieBluetooth Kopfhörer ohne ANC
FarbeSchwarz/Grau
Gewicht42,5 g
MaterialKunststoff, Gehäuse Ohrhörer aus Aluminium
Tönerje Seite, ein dynamischer Treiber und zwei Balanced-Armature-Treiber
Akkulaufzeitbis zu 7 Stunden, mit Schnellladefunktion (10 Minuten laden, für 2 Stunden Musikwiedergabe)
Frequenzbereichkeine Angaben
Lieferumfang1x 1More Triple Driver BT
1x Aufbewahrungsbeutel
6x Silikon-Ohrhörer
3x Memory-Foam-Passstücke (in verschiedenen Größen)
1x Bedienungsanweisung
1x USB-Typ-C-Ladekabel
Technische Daten der 1More E1001BT Triple Driver BT

Tragekomfort

Die Vor- und Nachteile eines In-Ear Kopfhörers in der Ausführung mit Nackenband habe ich bereits unter Design erwähnt. Daher müsst ihr schlussendlich selbst entscheiden, ob euch diese Art des Tragens gefällt und was ihr alles mit dem Kopfhörer machen wollt. Plant ihr persönlich euch, einen Kopfhörer für den Sport zuzulegen, ist vielleicht ein In-Ear Kopfhörer mit dünner Kabel-Verbindung oder sogar in einer True Wireless Ausführung sinnvoller. Macht ihr kein Sport und legt Wert auf ein gutes Klangbild und einen angenehmen Tragekomfort beim durch die Stadt laufen, dann wäre der 1More Triple Driver BT In-Ear Kopfhörer durchaus eine interessante Wahl.

Da beim 1MORE E1001BT Triple Driver BT In-Ear Kopfhörer ein sehr großer Lieferumfang an verschieden großen Silikon-Anpassstücke und sogar drei paar in Memory-Foam Ausführungen beiliegen kann man den Kopfhörer bestens dem eigenen Ohrkanal anpassen. Wie immer sollte man sich für das erste anpassen genug Zeit lassen, denn am Ende sollte weder der Klang, noch der halt unter der falschen Wahl an Ohrtips leiden. Erfahrungsgemäß kann ich hier aber viel Lob für die zusätzlichen Memory-Foam Anpassstücke aussprechen, denn damit bin ich persönlich, sofern diese im Lieferumfang enthalten sind immer am zufriedensten. 

Der halt in den Ohren ist mit der richtigen Wahl der Ohrtips exzellent. Dank dem Nackenband wir das Gewicht des Kopfhörers angenehm gleichmäßig verteilt und man hat durch das geringe Gewicht der Kopfhörer keinerlei Zug an den Ohrhörern. 1More hat an dem In-Ear Kopfhörer bereits eine Kabelzusammenführung montiert, sodass man diese jederzeit nutzen kann, falls man dies möchte, bzw. braucht.

(Tragekomfort: 3,5 von 5 Punkten)

Bedienung

Wie bereits zu Beginn des Testberichtes unter „Design“ angesprochen, möchte ich euch nun die Bedienelemente am 1More Triple Driver BT In-Ear Kopfhörer genauer erklären. 

Trägt man den 1More Triple Driver BT In-Ear Kopfhörer über dem Nacken, dann befinden sich die Bedienelemente allesamt auf der linken Seite. Von oben direkt ersichtlich ist wie auch beim Dual Driver Modell der kleine längliche Ein-/Ausschaltknopf. Drückt man diesen 2 Sekunden, dann wird der In-Ear Kopfhörer eingeschaltet und sobald man diesen Ausschalten möchte, dann betätigt man dieselbe Taste für 4 Sekunden. Davor befindet sich eine LED, welche durch rotes oder auch blaues aufblinken, den aktuellen Betriebsstatus anzeigt.

Die Bedienelemente, welche man wiederum zur Musiksteuerung benötigt, sind in der Innenseite angeordnet. Zur Lautstärken-Regulierung dient die längliche mit „+ und -“ gekennzeichnete Wippe. Davor ist die runde Play/Pause-Taste untergebracht, welche sozusagen gleichzeitig als Multifunktion-Taste dient. Schließlich steuert man damit auch ganz einfach die Track Auswahl. Durch zweisekündiges Drücken und halten springt man nämlich einen Titel vor und drei Sekunden einen Track zurück. Ebenso kann man darüber übrigens jederzeit einen eingehenden Anruf annehmen oder auch ablehnen. Zwischen der Lautstärke-Wippe und der Play/Pause-Taste ist zudem noch ein kleines Mikrofon integriert.

(Bedienung: 4 von 5 Punkten)

Klang

Die 1More Triple Driver BT In-Ear Kopfhörer verfügen wie deren Name schon vermuten lässt, an jeder Seite eine Einheit, bestehend aus drei Treibern. Es handelt sich dabei jedoch nicht um drei separat angesteuerte dynamische Treiber, sondern um einen dynamischen und zwei so genante Balanced-Armature-Treiber.

Ein dynamischer Treiber kommt eigentlich in jedem In-Ear Kopfhörer zum Einsatz. Da diese „meistens“ ein gutes Klangbild mit einem guten Bassfundament bieten können. Bei einem bzw. sogar zwei Balanced-Armature-Treiber hingegen ist der Aufbau etwas anders. Dabei werden in diesem Fall, zwei kleine zusätzliche Metall-Anker zum Schwingen gebracht, welche ebenfalls einen Klang erzeugen. Ein Balanced-Armature-Treiber gibt seinen Klang wesentlich klarer und hochauflösender wieder, ganz anders, als ein druckvoller dynamischer Treiber. Daher haben hier beide Treiber-Arten ihre Vor- und Nachteile, doch im Endeffekt möchte ich euch hier nicht zu viel Informationen an den Kopf werfen, sondern das Klangbild beschreiben. 

1More setzt beim E1001BT Triple Driver In-Ear Kopfhörer, wie bereits beim ANC Modell auf eine Bluetooth 4.2 Verbindung, bei der zwischen einem iOS-Geräte wie in meinem Fall mit meinem iPhone X der hochwertige Audiocodec AAC unterstützt wird. Wie bereits beim Dual Treiber Modell mit ANC, muss ich auch hier Android-User enttäuschen, denn diese können lediglich auf den Standard Audiocodec SBC zugreifen. Bei diesem Modell werden nämlich aptX, geschweige den aptX HD unterstützt. Ist man wiederum im Besitz eines Android-Smartphones, welches den LDAC-Codec mit bis zu 990 kbps unterstützt, hat man einen wahren Hi-Res Audio-Sound. Zu den Geräten, welche diesen Audio-Codec mit einer deutlich höheren Datenrate gegenüber AAC, aptX und aptX HD unterstützten, gehören unter anderem die Smartphones von Sony.

Genug zu den technischen Daten, nun möchte ich euch wie üblich noch mein Fazit zum Klangbild etwas beschreiben. Das sich die beiden zusätzlichen Balanced-Armature-Treiber um die Höhen, sowie Mitten kümmern und der dynamische Treiber voll und ganz auf die Tiefen konzentriert, merkt man direkt beim Probehören. Denn das Klangbild ist selbst mit meinem iPhone X das „nur“ den AAC-Codec unterstützt sehr ausgewogen und hochauflösend.

Hier stimmt einfach die gesamte Abstimmung des Klangbilds. Beim 1More E1001BT Triple Driver In-Ear Kopfhörer fehlt bei der Raumabbildung nichts an der Transparenz, denn dieser bietet ein weiträumiges Klangspektrum mit einer sehr guten Tiefen- und Breitenstaffelung. Die Höhen sind luftig, detailreich und kristallklar. Daher habe ich hier persönlich genauso wenig auszusetzen, wie bei den überraschend griffigen und prägnanten Mitten. Dennoch kann ich den 1More E1001BT Triple Driver In-Ear Kopfhörer nicht als neutral abgestimmten Kopfhörer einstufen. Dafür bietet dieser ein zu kräftig zupackenden Tiefbass mit einem ordentlichen Tiefgang, welcher sich etwas über die Höhen und Mitten legt. Das Ganze ist jedoch keineswegs negativ, denn somit macht der 1More E1001BT Triple Driver In-Ear Kopfhörer unterwegs bei Titeln mit einem kräftigen Bass absolut Spaß und die klangliche Auflösung überzeugt mich wie bereits erwähnt mit der hohen Detailwiedergabe.

(Klang: 4,5 von 5 Punkten)

Zubehör

1More liefert den E1001BT Triple Driver In-Ear Kopfhörer mit demselben schlichten Kunststoffbeutel aus, wie auch beim Dual Driver Modell mit BT. Klar hätte ich mir hier ein Hardcase bzw. zumindest ein Baumwollbeutel gewünscht. Schließlich würden diese einen langlebigeren bzw. robusteren Eindruck machen, doch dennoch wird der Zweck hier erfüllt. In diesem Beutel lässt sich eigentlich problemlos der Kopfhörer inkl. sämtlichen Kabeln usw. verstauen. 

Ansonsten legt 1More wie bereits Eingangs des Testberichtes erwähnt ein großes Arsenal an verschiednen und unterschiedlich große Ohrpassstücke bei. Somit kann man den In-Ear Kopfhörer ganz einfach den eigenen Ohren anpassen.

(Zubehör: 3,5 von 5 Punkten)

Bluetooth

1More hat im E1001BT Triple Driver In-Ear Kopfhörer denselben Bluetooth 4.2 Chip integriert, wie im Dual Driver Pendant mit ANC. Daher unterstützt auch der Triple Driver eine Mehrfachverbindung, jedoch lediglich mit einem Gerät zur gleichen Zeit.

Ansonsten erfolgt das Pairing zwischen Smartphone und Kopfhörer wie üblich und ist von daher in wenigen Schritten bzw. Sekunden erledigt. Beim ersten Mal Anschalten befindet sich der Kopfhörer sowieso automatisch im Pairing-Modus und daher sollte es hier sehr einfach vonstattengehen. Die max. Reichweite der Bluetooth-Verbindung beträgt im Freien ca. 14 Meter. Indoor, also im Haus usw. reduziert sich die Reichweite logischerweise etwas. Dabei spielen jedoch einige Faktoren eine Rolle, welche die Reichweite beeinflussen. Dazu zähle unter anderem die Dicke und die Beschaffenheit (Material usw.) der Wände und in welcher Richtung ihr zum Smartphone steht Bluetooth-Sender). 

(Bluetooth: 4 von 5 Punkten)

Akku

Die Akkulaufzeit gibt 1More beim E1001BT Triple Driver In-Ear Kopfhörer mit bis zu 7 Stunden an. Das ist zwar im Vergleich mit anderen Kopfhörern nur ein durchschnittlicher Wert, doch für die meisten dürfte diese Laufzeit dennoch ausreichend sein. Natürlich hängt die Laufzeit wie immer von der eingestellten Lautstärke ab. Hört ihr persönlich lauter Musik und dreht die Lautstärke bis auf den Anschlag auf, müsst ihr logischerweise mit eher 5 Stunden rechnen. Wer dagegen leiser Musik hört, kann die 7 Stunden durchaus erreichen. Ich persönlich kam bei etwas über mittlerer Lautstärke jedoch auf gut über 6 Stunden.

Da die Akkulaufzeit wie bereits angedeutet mehr oder weniger als durchschnittlich einzustufen ist, dürfte die zusätzliche Schnellladefunktion für einige interessant sein. Bereits das aufladen von 10 Minuten reichen aus, damit ihr mit dem 1More E1001BT Triple Driver In-Ear Kopfhörer wieder für zwei Stunden Musikhören könnt. Für einen vollen Ladevorgang wiederum benötigt man knapp 1 Stunde, was ebenfalls ein guter Wert ist.

(Akku: 3,5 von 5 Punkten)

TEIL 3

bestehend aus „Preis/Leistung“ entspricht 10% der Gesamtwertung

Beschreibung

Mit dem E1001BT Triple Driver BT In-Ear Kopfhörer hat 1More ein ähnliches Modell zu dem von mir bereits getesteten 1More E1004BA Dual Driver mit ANC im Sortiment. Bei diesem legt man anstelle des ANC auf eine nochmals deutlich höher Klangqualität wert, was dem Unternehmen dank dem zweiten zusätzlichen Balanced-Armature-Treiber sehr gut gelungen ist. 

Ebenso kann der Kopfhörer wie bereits der Dual-Treiber mit einem modernen Design und einer sehr guten Verarbeitung überzeugen. 

Preis/Leistung

Die UVP des 1More E1001BT Triple Driver BT liegt eigentlich bei 129,00€. Bei Amazon ist dieser In-Ear Kopfhörer jedoch aktuell zu einem Preis von 99€ gelistet.

Wer von einem In-Ear Kopfhörer mit Nackenband nicht abgeneigt ist und ein Modell mit einem sehr guten Klang sucht, sollte sich den 1More E1001BT Triple Driver BT genauer anschauen. Wer jedoch lieber ein dünneres Kabel oder gar eine True Wireless Modell als Verbindung bevorzugen würde, sollte zu einem anderen Modell greifen. Dafür hat man jedoch nur bei wenigen und wenn dann deutlich teurer Modellen einen vergleichsweise guten Klang, wie bei diesem Modell.

1More E1001BT Triple Driver BT

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unter Berücksichtigung aller Teilwertungen

 Wir bedanken uns beim Hersteller für die Bereitstellung des Produktes. Zu unseren Grundsätzen

Link zum Hersteller: shop.1more.eu

JBL Free X

In aller Kürze

Mit den JBL Free X bietet der gleichnamige Hersteller komplett kabellose True Wireless In-Ear-Kopfhörer an. Diese überzeugen im Test mit einem bequemen, sowie sicheren Sitz und einem Transportcase, welches zwar etwas größer ausfällt, doch dafür eine Gesamtlaufzeit (inkl. aufladen) von 24 h ermöglicht. Auf was man hier jedoch leider Verzichten muss, ist eine Lautstärkeregelung direkt über die Ohrhörer, doch dafür stimmt wiederum der Klang.

Gefällt uns

  • Tragekomfort
  •  IPX5-Zertifizierung (Spritzwasserschutz)
  •  geringes Gewicht (6,5 Gramm pro In-Ear)
  •  Akkulaufzeit (24 h mit Ladecase)
  •  guter Klang

Gefällt uns weniger

  •  keine Lautstärkeregeleung
  •  hohe Latenz
  •  dumpfes Mikrofon (nur Mono)
JBL FREE X

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TEIL 1

Bestehend aus „Verpackung/Design/Verarbeitung“ entspricht 25% der Gesamtwertung

Verpackung

JBL liefert die JBL Free X wie gewohnt in einer stabilen Hauptverpackung aus, welche wiederum in eine mit zahlreichen bedruckten Umverpackung eingeschoben ist. Bevor wir uns das Innenleben und somit den Lieferumfang näher ansehen, möchte ich auch hier wieder wie gewohnt die Umverpackung näher beschreiben. Schließlich erfährt man hier die wichtigsten Merkmale der True Wireless In-Ears.

Wie ich es bereits von den bisher getesteten JBL Produkten gewohnt bin, ziert die Vorderseite nicht nur der Name des Unternehmens und des Produktes, sondern auch eine großen Abbildung der beiden Ohrhörer. Unter dem Namen des Produktes (Free X) wirbt JBL ebenso gewohnt, mit den wichtigsten Merkmalen des jeweiligen Produktes. In dem Fall der JBL Free X, zählt dazu unter anderem, dass diese schweißresistent sind und einen Tragekomfort mit sicherem Sitz bieten sollen. Rechts unten in der Ecke wird außerdem darauf hingewiesen, dass das True Wireless Modell eine komplette Akkulaufzeit von 24 Stunden inkl. Ladecase ermöglicht.

Die linke Seite hält wenig Informationen bereit, denn hier ist lediglich ein Bild von einer Frau mit dem JBL Slogan „Dare to Listen!“ Abgebildet. Dafür hält die Seite gegenüber (rechts) einige weitere Infos bereit. Hier ist nämlich erneut eine Abbildung der True Wireless In-Ears zu sehen und darunter ist der Lieferumfang in Form von kleinen Skizzen aufgelistet.

Kommen wir nun noch zur Rückseite. An dieser fällt direkt die längliche Aussparung auf, durch welche man die beiden True Wireless Ohrhörer erkennen kann. Dies ist möglich, da JBL hier in der Hauptverpackung ein transparentes Sichtfenster eingesetzt hat. Des Weiteren prangen hier natürlich die bereits von der Vorderseite bekannten Infos, wie z. B. der Herstellername und der des Produktes. Unterhalb des Sichtfensters ist eine Abbildung zu sehen, bei denen die beiden Ohrhörer in dem geöffneten Ladecase eingelegt sind. Darunter gibt JBL anders wie vorne an, dass der Akku in den Ohrhörern genau genommen 4 Stunden hält, und dank dem Ladecase um insgesamt 20 h erweitert werden kann. Zudem werden hier erneut drei für JBL wichtige Ausstattungsmerkmale genannt.

Direkt nach dem Durchtrennen der Versiegelung an der Unterseite kann das Innenleben der Umverpackung durch eine schwarze Stoffschlaufe herausgezogen werden. Anschließend wird der Deckel der Verpackung ganz einfach von vorne nach hinten aufgeklappt. Dabei stellt man direkt fest, dass hier viel mit Schaumstoff gearbeitet wurde, sodass hier alles gut geschützt wird. In dem untern 2/3 der Verpackung liegt im Zentrum einer Schaumstoff-Zentrierung das runde Ladecase, zu dem ich im nächsten Punkt noch ausführlich eingehen werde, genauso wie auf die Ohrhörer selbst. Darüber befindet sich eine kleine flache, schwarze Kartonage, in welcher sich neben einer Kurzanleitung auch die üblichen Beschreibungen befinden. Darunter wiederum befinden sich zwei weitere kleine Schachteln. In einer davon befinden sich die beiden Ohrhörer, welche hier ebenfalls in Schaumstoff eingelassen sind und in der Zweiten sind neben den verschiedenen großen Ohrtips und Gel-Einsätze auch ein kurzes Micro-USB Kabel verstaut. 

(Verpackung: 4 von 5 Punkten)

Design

Der Markt der True Wireless Kopfhörer wird immer schwerer umkämpft. Kein Wunder, denn inzwischen sind zahlreiche Modelle auf den Markt gekommen, welche dank guter Akkulaufzeit und gutem Klang, immer mehr die herkömmlichen via Kabel verbunden Modelle verdrängen. 

Mit den Free X hat JBL ebenfalls ein komplett kabelloses In-Ear Modell auf den Markt gebracht. Diese werden, wie für True Wireless In-Ears üblich zusammen mit einem Ladecase ausgeliefert. Dieses Ladecase ermöglicht zum einen die lange Gesamt-Akkulaufzeit und zudem können bzw. sollte die In-Ears auch darin aufbewahrt werden. Schließlich gibt es nichts Ärgerlicheres, als wenn man ständig die In-Ear Kopfhörer suchen muss. Bevor ich euch das Ladecase näher vorstelle, möchte ich euch zuvor die In-Ear Ohrhörer selbst ausführlich präsentieren.

In-Ear

JBL hat die Free X ergonomisch geformt, sodass diese selbst ohne zusätzliche Sport-Einsätze sehr gut in den Ohren halten. Das Gehäuse selbst ist tropfenförmig und auf den ersten Blick etwas „klobiger“ ausgelegt. Doch eingesetzt in den Ohrkanal, stehen diese nicht übermäßig aus dem Ohr hervor. Der Ohrkanal verläuft geschwungen in einem neutralen Bogen, sodass die Ohrhörer sich zusammen mit den aufgezogenen Ohrtips perfekt dem Ohrkanal anpassen und wie bereits erwähnt sehr sicher halten.

Das Gehäuse besteht wie bei eigentlich fast allen True Wireless In-Ears aus Kunststoff. Dieser Kunststoff fühlt sich soweit sehr gut an, sodass selbst an den Übergängen der beiden Gehäuseteilen keine gravierenden und unschönen Kanten spürbar sind. Insgesamt besteht das Gehäuse nämlich aus zwei Teilen, wobei beim äußeren Teil, welcher später nach außen zeigt zusätzlich noch links und rechts ein Druckknopf eingelassen ist. Diese Druckknöpfe, welche an jeder Seite beim betätigen unterschiedliche Kommandos ausführen, sind von einem silber-matten Ring umgeben, hinter dem sich ein Leuchtring befindet. Dieser leuchtet je nach Status weiß oder blau. Beim Laden leuchtet der Ring z. B. weiß, und direkt nach dem Drücken der Taste pulsiert dieser kurze Zeit blau auf. Auf die Bedienung komme ich später im Verlauf dieses Testberichtes unter dem Punkt „Bedienung“ noch ausführlicher zurück.

JBL bietet den Free X sowohl in dem von mir getesteten Schwarz, als auch einem schlichten Weiß an. Beim weißen ist der innere Teil des Gehäuses nicht wie an der Außenseite weiß, sondern gräulich und zudem sind die mitgelieferten Ohrtips und das Ladecase bei diesem Modell in Weiß gehalten. Ansonsten sind sich beide Modelle identisch gestaltet.

Am rechten Ohrhörer befindet sich an der äußeren Seite in Richtung Wange (bzw. Mund) eine kleine Aussparung. In bzw. hinter dieser Aussparung verbirgt sich ein kleines Mikrofon. Dieses wird unter anderem für die Bedienung des im Smartphone integrierten Sprachassistenten bzw. auch zum Telefonieren genutzt. Daher ist es bei den JBL Free X auch so, dass der rechte Ohrhörer der Master (Bluetooth-Empfänger) ist und somit immer verwendet werden muss. Der Linke wiederum bekommt das empfangene Signal mit geringster Verzögerung zugesendet und könnte daher falls gewünscht auch im Ladecase verbleiben.  

Vertauschen kann man die beiden In-Ears eigentlich nicht, denn falsch eingesetzt würde dieser nicht wirklich bequem Sitzen, geschweige denn halten. Doch damit man dennoch gleich erkennt, welcher Ohrhörer wo hinein gehört, ist an der Innenseite ein großes „R“ für rechts und „L“ für links eingeprägt. Direkt neben den Buchstaben ist eine Fläche eingebracht, welche zwei vertiefte goldene Flächen beinhaltet. In diese beiden Aussparungen dringen die goldenen Kontaktstifte des Ladecases ein und versorgen den im Ohrhörer integrierten Akku beim Einsetzen wieder automatisch mit Strom. Die beiden Kontakte umgibt eine kleine Fläche, in der ein Gegenkontakt integriert, sodass die In-Ears beim einsetzen in das Ladecase automatisch durch Magnete an ihre Position fixiert werden.

Ladecase

Genau wie die Kopfhörer besteht auch das Lade- und Aufbewahrungs-Case aus einem Kunststoff. Hierbei kommen jedoch unterschiedliche Materien bzw. Oberflächenstrukturen zum Einsatz. Beim Deckel handelt es sich z. B. um zu ca. 70 % getönten Kunststoff, der im geschlossenen Zustand wie komplett eingefärbter Kunststoff aussieht. Doch legt man die beiden In-Ear Ohrhörer ein, dann sieht man dadurch deren Status-Ring und die vier Akku Status-LED´s aufleuchten. Das sieht gerade beim Aufladen im dunkeln sehr schick aus. Die unter hälfte des Cases wiederum ist zusätzlich mit einer Oberflächenstruktur versehen, welche sich nicht nur angenehm anfühlt, sondern zudem die Gefahr vor Kratzer deutlich vermindert. 

Das Ladecase liefert JBL wie bereits angedeutet in der gleichen Farbe mit, in der man auch die True Wireless In-Ears wählt. Die Form und die Größe erinnert mich persönlich an die des JBL Clip, bloß ohne Karabiner. Mit einem Durchmesser von 75 mm und einer Höhe von 32 mm ist das Case zwar nicht wirklich klein, doch in eine Tasche oder Rucksack passt es auf jeden Fall hinein. Bei einer Jeanshose würde ich das nicht mehr behaupten, denn bei den eng anliegenden Hosen an Frauen und teils auch bei Männern, wird es da in der Hosentasche schnell eng bzw. es würde teils blöde aussehen.  

Ein Magnetverschluss, der das Case automatisch geschlossen hält, oder einen Knopf, den man zum öffnen drücken muss, gibt es bei dieser Ausführung von Case nicht. Doch dies ist auch gar nicht nötig, denn öffnet man das Case nicht über ca. 65°, dann klappt dieses automatisch durch das Gelenk wieder kraftvoll zu. Öffnet man es weiter, dann springt der Deckel automatisch auf ein Öffnungswinkel von ca. 90° auf. Dieser Verschlussmechanismus hat jedoch auch seine Nachteile. Denn durch die Federspannung am Gelenk ist es eigentlich unmöglich, das Case mit nur einer Hand zu öffnen. Daher muss man dies immer mit zwei Händen öffnen, was sich etwas Negativ auf den Komfort auswirkt. 

Im inneren des Case sind einige Zeichen wie z. B. links: Track vor- zurück und rechts Play/Paus, sowie ein Telefonhörer und ein Bluetooth-Logo. Diese sind hier nicht ohne Grund. Denn diese Zeichen geben genau an, was man durch das Betätigen des Knopfes, an welchem Ohrhörer ausführt. Dazu aber später unter „Bedienung“ mehr.

 Die vier weißen LEDs vorne, in der Innenseite zeigen einem den Ladestand des Akkus im Case an. Daher steht in diesem Fall jede einzelne LED für 25 % Energie. Eingesetzt in das Ladecase halten die beiden Ohrhörer bombenfest, hier kann man das Case problemlos im offenen Zustand Überkopf halten, ohne das einer der beiden Ohrhörer herausfällt. Sollte der Akku des Lade Case leer sein, dann wird dieser mithilfe des mitgelieferten Micro-USB-Ladekabel aufgeladen. Der Anschluss hierfür befindet sich hinten rechts unter einer Silikon-Abdeckung, welche sich dank Griffmulde einfach öffnen lässt.

(Design: 4 von 5 Punkten)

Verarbeitung

Mit der Verarbeitung und Materialwahl der JBL Free X bin ich soweit zufrieden. Die Übergänge an den In-Ears sind sehr gut verarbeitet, sodass man hier zwar die Unterbrechung sieht, aber nicht spürt. Ebenfalls gefällt mit das Ladecase, dieses ist zwar im Vergleich zu manch anderen True Wireless Modellen etwas klobiger, doch dafür bietet es die Möglichkeit der Akku bis zu 5-mal aufzuladen. Sprich, es ermöglicht zu den 4 Stunden Laufzeit der In-Ear zusätzliche 20 Stunden Musikwiedergabe.

Lediglich der Deckel des Ladecase ist hier etwas empfindlicher gegenüber Fingerabdrücken. Doch diese lassen sich hier relativ gut wieder mit einem Tuch wegwischen. Zusammen mit den In-Ear und dem Case, kommt man auf ein Gewicht von 99 Gramm. Somit sind es klar nicht die leichtesten True-Wireless In-Ears, doch wir reden hier von Gramm, was verstaut in einem Rucksack oder einer Tasche eigentlich kaum negativ auffallen sollte.

 JBL hat die Free X so gebaut, dass diese gegen Spritzwasser geschützt sind. Das bedeutet, dass diese nach der Norm IPX5-Zertifiziert wurden und somit gegen Schweiß und Spritzwasser geschützt sind. Etwas Schade wiederum finde ich persönlich, dass JBL bei diesem Modell immer noch auf einen etwas in die Zeit gekommenen Micro-USB Ladenschluss setzt. Hier hätte ich mir natürlich einen modernen und aktuellen USB-Typ-C Anschluss gewünscht. Betrachte ich jedoch die True-Wireless Ohrhörer vieler anderen Hersteller, die ich bereits getestet habe, dann fällt auf, dass hier JBL kein Einzelfall ist. Immer noch verbauen auch viele andere Unternehmen bei ihren Kopfhörern ein Micro-USB Anschluss. Natürlich hat der Micro-USB Anschluss auf den Ladeprozess keinen negativen Einfluss, hier geht es einfach um die vielen verschiedenen Kabel die ich bei mir daheim haben muss.

(Verarbeitung: 4 von 5 Punkten)

TEIL 2

bestehend aus „Funktion des Produktes“ entspricht 65% der Gesamtwertung

Kopfhörer-ArtTrue-Wireless In-Ear Kopfhörer
KategorieBluetooth Kopfhörer (Bluetooth 4.2)
FarbeSchwarz, weitere Farbe: Weiß
Akkuintegriert, Lithium-Polymer-Akku
Akku Ohrhörer: 4 h
Akku Ladecase: 20 h
Gesamt somit: 24 h
Gewicht99 g (Ohrhörer und Ladebox)
13 g (beide Ohrhörer)
86 g (Ladebox)
MaterialKunststoff (Ohrhörer und Ladecase)
KonnektivitätBluetooth 4.2
unterstützte Profile: A2DP V1.3, AVRCP V1.6, HFP V1.6, HSP V1.2
LautsprechertypDynamische Treiber mit einer Größe von 5,6 mm (links und rechts)
Frequenzbereich10 Hz bis 22.000 Hz (Ohrhörer)
Empfindlichkeit Mikrofon95 dB SPL (1 kHz / 1 mW)
LieferumfangJBL Free X True Wireless Kopfhörer (2 Stk.)
Silikonaufsätze: S, M (an Kopfhörern befestigt), L
2 paar Gel-Aufsätze in unterschiedlicher Größe
Ladebox
Mikro-USB-Ladekabel (10 cm)
Benutzerhandbuch
Sicherheitshinweise
Garantiekarte
Technische Daten der JBL Free X

Tragekomfort

Die JBL Free X sind etwas größer als die Ohrmuschel bzw. der Eingang des Ohrkanals. Dadurch wird der Tragus (der kleine Knorpel vor dem Ohr) etwas nach vorne gedrückt. Dies spürt man jedoch keineswegs, sorgt aber dafür, dass der In-Ear Ohrhörer beim Einsetzen automatisch sicher in der Öffnung der Ohrmuschel gehalten wird. 

JBL liefert insgesamt drei verschiedene Silikon-Aufsätze in der Größe S; M und L mit. Damit man die Ohrhörer dem eigenen Ohrkanal individuell anpassen kann. Bei mir persönlich haben die vormontierten in der Größe M perfekt gepasst, denn dabei stimmte sowohl der Halt, als auch die Isolierung der Umgebung. Sollten die Kopfhörer bei euch nicht halten, dann solltet ihr noch die beiden zusätzlichen Gel-Einsätze ausprobieren. Diese werden ganz einfach auf den inneren Teil des Gehäuses gezogen und vergrößern so deren Durchmesser, was in diesem Fall bei größeren Ohren ebenfalls für einen sicheren halt sorgt. 

Obwohl JBL bei diesem Modell keine zusätzlichen Sport-Einsätze anbietet, war ich von deren halt überrascht. Ich musste während meine Runde, die ich regelmäßig jogge, nur einmal kurz zwischendrin den sitzt nachjustieren, ansonsten war der halt absolut sicher.  

(Tragekomfort: 4,5 von 5 Punkten)

Bedienung

Nun gehe ich wie bereits versprochen auf die Bedienung der JBL Free X näher ein. Grundsätzlich erfolgt die Bedienung über die beiden Tasten mit dem JBL Logo an der Außenseite an jedem Ohrhörer. Davon erledigt jede Taste zwei Aufgaben, die ich euch gleich noch genauer erläutere. Zuvor möchte ich erklären, wie man die Free X einschaltet. Dazu gibt es zwei Möglichkeiten, entweder man nimmt die Ohrhörer einfach aus dem Case, oder man schaltet diese ein, indem man die Taste am rechten In-Ear ca. 3 Sekunden gedrückt hält und die des linken für 6 Sekunden. Warum man diese in diesem Fall unterschiedlich lange drücken muss, kann ich leider nicht sagen. Doch ich habe es mehrfach ausprobiert und kam immer auf dieselbe Zeit. Zum Ausschalten genügt es, einfach die beiden Ohrhörer wieder in das Ladecase einzusetzen, oder  die Taste am rechten Ohrhörer für 6 Sekunden gedrückt zu halten.

Bei True-Wireless In-Ears ist es meist üblich, dass ein Ohrhörer als ein sogenannter „Master“ und der andere als „Slave“ Gerät fungiert. Beim Master handelt es sich quasi um den Daten-Empfänger, also der Kopfhörer, der sich direkt mit dem Smartphone verbindet und die Musik via Bluetooth übertragen bekommt. Der andere wiederum, der Slave, empfängt die Daten lediglich vom Master und kann sich daher nicht direkt mit dem Smartphone verbinden. Somit kann man beim JBL Free X im Prinzip den rechten In-Ear komplett alleine nutzen, da dieser sowohl Musik empfangen kann, als auch ein Mikrofon verbaut hat. Beim Linken trifft beides nicht zu und so kann dieser keine direkte Verbindung mit dem Smartphone eingehen.

Zurück zur Bedienung über die beiden äußeren Tasten. Drückt man die rechte Taste einmalig, dann wird die Musik direkt gestartet. Ein erneutes Betätigen pausiert wiederum die Musikwiedergabe. Drückt man die Taste zweimal hintereinander, dann kann man entweder bei einem eingehenden Anruf, diesen annehmen, oder währen des Musikhören jederzeit auf die Sprachsteuerung zugreifen. Bei der Sprachsteuerung handelt es sich quasi um den Sprachassistenten, welcher in eurem Smartphone integriert ist. So ist es bei mir am iPhone Siri und bei allen Android-Nutzern der Google Assistant. 

Betätigt man den Knopf an der linken Seite, dann überspringt man das gerade abgespielte Lied um einen Titel. Drückt man diese Taste wiederum direkt zweimal hintereinander, dann gelangt man wieder zum Lied davor. Die Bedienung ist soweit logisch durchdacht aufgebaut und nach kurzer Zeit sollte man sich hier an die Bedienung gewöhnen. Eine für mich wichtige Funktion vermisse ich jedoch, es gibt nämlich an den JBL Free X keine Möglichkeit, die Lautstärke der Kopfhörer zu regulieren. Möchte man daher z. B. die Lautstärke absenken, dann muss man jedes Mal zum Smartphone greifen, was für mich persönlich etwas nervig ist, da ich die Lautstärke öfters meinem Umfeld anpasse. 

(Bedienung: 3,5 von 5 Punkten)

Klang

JBL verspricht beim Free X den typischen JBL Signatur Sound, der überzeugen soll, doch ist dem auch so? Bevor ich dies beantworte, betrachten wir doch erst einmal die technischen Daten etwas genauer.  

Den Klang erzeugt in jedem Ohrhörer ein 5,6 mm großer dynamischer Treiber. Diese besitzen einen erweiterten Frequenzgang von 10 Hz – 22.000 Hz, was im Vergleich zum gewöhnlichen Frequenzgang von 20 Hz – 20.000 Hz andeutet, dass hier ein angehobener Bassbereich (Tiefbass) vorliegt. Auf was man bei den JBL Free X jedoch leider verzichten muss, ist die Unterstützung eines hochwertigen Audio-Codes, denn bei diesem Modell werden weder aptX für (Android), noch AAC für (iOS) unterstützt.

Kommen wir zum Klangbild, wie bereits erwähnt bezeichnet dies JBL als „Signatur Sound“. Nach dem Probehören würde ich das Klangbild so beschreiben, dass die Höhen und besonders die Tiefen besonders präsent sind, während die Mitten sich wie es öfters der Fall, etwas im Hintergrund verstecken. Daher kann man, wie schon der Frequenzgang vermuten lässt definitiv von einem warmen Klangcharakter reden. Dennoch ist das wiedergegebene Klangbild keineswegs als negativ einzustufen, möchte man nämlich ein rundum besseres Klangbild haben, ist man preislich deutlich höher angesiedelt. 

 Mit den JBL Free X werden Fans von Hip-Hop, R’n’B und jegliche Art von elektronischer Musik (House usw.) sicher ihren Spaß haben. Hier kommt das knackige Bassfundament, welches mit einem druckvollen Tiefgang daher kommt, am besten zu Geltung. Wichtig dabei ist jedoch, dass das präsente Bassfundament nicht die Höhen und Mitten verschluckt. Dies ist zum Glück bei den JBL Free X nicht der Fall, sowohl die Höhen, als auch die Mitten können sich immer noch durchsetzen, wodurch sich eine gute räumliche Darstellung ergibt. Der maximale Output, also die Lautstärke der JBL Free X, ist mehr als ausreichend. Sucht ihr also einen True Wireless In-Ear Kopfhörer, der eine hohe max. Lautstärke bietet, wäre der Free X ein Kandidat, den ihr berücksichtigen solltet. 

Die Sprachverständlichkeit ist eher bescheiden einzustufen. Das liegt daran, dass das Mikrofon quasi am Ohr sitzt und nicht in der Nähe des Mundes. Daher kann der/die Gesprächspartner/in einen zwar in einer ruhigen Umgebung wie z. B. daheim gut verstehen, doch dennoch kommt die Stimme beim Gesprächspartner etwas dumpf und mit wenigen Details an. In lauteren Umgebungen, also unterwegs im Freien, kann das verbaute Mikrofon jedoch kaum die Sprache von den Umgebungsgeräuschen, wie z. B. einem vorbeifahrenden Auto trennen. Beim Telefonieren wechseln die JBL Free X übrigens direkt vom Stereo- und den Mono-Modus. Das heißt, dass während dem Telefonieren der linke In-Ear still bleibt und man nur über den rechten die Person hört.

Enttäuschend schneidet der JBL Free X auch bei der Latenz ab. Diese ist viel zu hoch, sodass die Verzögerung zwischen Ton und Bild beim ansehen von YouTube Videos usw. zur groß ist. Hier muss man sich Nichtmal drauf konzentrieren, die Verzögerung liegt bei ca. 3 Sekunden, was beim ansehen von Videos und Filmen einfach viel zu groß ist, sodass es keinen Spaß macht, diese mit den JBL Free X anzusehen.

(Klang: 3 von 5 Punkten)

Ausstattung

Akku & Ladecase

Die Energieversorgung der JBL Free X erfolgt jeweils über einen 85 mAh Lithium-Ionen-Akku, welcher eine Schnellladefunktion besitzt. Diese 85 mAh Akkus sollen laut JBL eine Akkulaufzeit von bis zu 4 Stunden ohne aufladen ermöglichen. Sobald der Akku in den In-Ears leer ist, können diese jederzeit in dem mitgelieferten Transportcase aufgeladen werden. Diese ermöglicht mit insgesamt 1.500 mAh eine gesamte Akkulaufzeit von bis zu 24 Stunden. 

Die reinen 4 Stunden Laufzeit sind jetzt zwar kein Bestwert, doch die meisten dürften sowieso nicht 4 Stunden am Stück Musik hören. Meistens wandern die In-Ears sowieso nach dem Musikhören direkt in das Ladecase. In meinem Test kam ich jedoch nicht ganz auf die 4 Stunden, sondern auf ca. 3,5 Stunden. Dieser Wert variiert jedoch auch hier sehr danach, wie laut ihr persönlich Musik hört.  

Ist der Akku der In-Ears leer, kann man diesen dank der bereits erwähnten Schnellladefunktion innerhalb von 15 Minuten für eine weitere Stunde Musikwiedergabe aufladen. Eine volle Aufladung wiederum benötigt knapp 2 Stunden und erfolgt über das mitgefeiert Micro-USB Ladekabel. 

Bluetooth & Signalqualität

Bei der kabellosen Verbindung setzt JBL auf den Bluetooth-Standard 4.2. Dieser ermöglichte bei meinem Test eine stabile Verbindung sowohl zu iOS-, als auch Android-Geräten. Die Verbindung zwischen Smartphone und In-Ears erfolgt automatisch bei der Entnahme aus dem Ladecase. Sobald man die beiden Ohrhörer aus dem Transportcase nimmt, befinden diese sich automatisch im Pairing-Modus und können daher wie bei Bluetooth-Kopfhörer üblich direkt über die Einstellungen mit dem Smartphone verbunden werden. 

Möchte man wiederum die Ohrhörer mit einem weiteren Gerät verbinden, muss man die Taste am rechten Ohrhörer für knapp 8 Sekunden gedrückt halten. Anschließend geht man wie gewohnt zu den Bluetooth-Einstellungen im Smartphone und wählt hier den Kopfhörer „JBL Free“ aus. Anschließend kann man auch den linken In-Ear aus dem Case nehmen, der sich darauf automatisch mit dem Rechten verbindet.

Im Praxistest bieten die JBL Free X eine stabile Reichweite von bis zu 30 Metern im Freien, ohne Hindernisse. Im Haus wiederum hängt die Reichweite von euren Wänden und Decken ab. Schließlich reduzieren massive dicke Wände und Decken die Reichweite des Funksignals deutlich mehr, als z. B. dünnere. Daher kann man hier grob gesagt von einer Indoor-Reichweite von ca. 12 Metern reden, was ein guter Wert ist.

(Ausstattung: 4 von 5 Punkten)

TEIL 3

bestehend aus „Preis/Leistung“ entspricht 10% der Gesamtwertung

Beschreibung

JBL verspricht mit den Free X komplett kabellose In-Ear Kopfhörer, welche sich als flexibler Partner für Telefonate, Musik und einen aktiven Lebensstil eigenen. Zudem möchte man mit einer Gesamtlaufzeit von 24 Stunden punkten, sowie mit einem spritzwasserfesten IPX5-zertifizierten Gehäuse. 

Soweit kann ich hier fast allen Aussagen zustimmen. Bis auf die Aussage als flexibler Partner für Telefonate. Klar, man kann damit telefonieren, aber qualitativ ist dies nicht wirklich erstklassig. Um daheim mit jemand zu telefonieren, mag dies trotz dumpfen Klang gehen, doch unterwegs muss man oft das gesprochene wiederholen, da die Gesprächsperson nicht immer alles verständlich gehört hat. Daher macht das telefonieren mit den JBL Free X weniger Sinn.

Preis/Leistung

Die UVP der JBL Free X hat JBL mit 129€ festgesetzt. Online sind diese jedoch inzwischen teilweise für 99€ inkl. Versand erhältlich.  

Für diesen Preis bekommt man universelle True Wireless Kopfhörer, welche mit einem guten, stabilen Sitz und einem Transportcase mit ausreichender Akkureserve kommen. Des Weitern könne diese klanglich und durch ihr geringes Gewicht überzeugen.  

Was mir wiederum gar nicht gut gefällt ist die viel zu hohe Latenz, denn dadurch eigene sich die In-Ear nicht zum Filme und Videos, während der Zugfahrt schauen. Außerdem bin ich von dem verbauten Mikrofon etwas enttäuscht, denn dieses überträgt den Ton sehr dumpf und nimmt zu sehr die Umgebungsgeräusche auf. Verzichten muss man außerdem auf eine Lautstärkeregelung direkt über die Kopfhörer, dazu muss man nämlich leider immer ständig das Smartphone zur Hand nehmen. Das finde ich besonders im Winter durch das tragen von Handschuhen sehr nervig. Toll ist wiederum, dass JBL die Möglichkeit bietet ein neues Set der True Wireless In-Ears für 69,99€ nachzukaufen. Dies ist vor allem interessant, wenn ein Ohrhörer nach der Garantie kaputt geht, oder man einen davon verlieren sollte.

JBL FREE X

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testr Gesamtwertung

unter Berücksichtigung aller Teilwertungen

 Wir bedanken uns beim Hersteller für die Bereitstellung des Produktes. Zu unseren Grundsätzen

Link zum Hersteller: teufel.de

Yamaha MusicCast 20

In aller Kürze

Mit dem MusicCast 20 bietet Yamaha einen kompakten Netzwerklautsprecher an, welcher sich nicht nur für Multiroom-Neulinge eignet, sondern ebenso eine perfekte Ergänzung zum bestehenden MusicCast-Setup ist. Der Lautsprecher kann sowohl von seiner Verarbeitung, als auch vom Klang überzeugen. Man kann den Yamaha MusicCast 20 entweder alleine, oder wahlweise mit weiteren Lautsprechen im Stereobetrieb betreiben. Zudem macht dieser jedoch auch zusammen mit einem zusätzlichen Subwoofer einiges her und zaubert zusammen mit den anderen Geräten ein absolutes Heimkino-Feeling in die eigenen vier Wände.

Gefällt uns

  • Gute Erweiterbarkeit des Systems
  •  AirPlay2
  •  Klangbild
  •  Wecker-Funktion
  •  Bluetooth-Empfänger und -Sender

Gefällt uns weniger

  •  USB-Anschluss nicht nutzbar (nur Service)
  • App wegen Funktionsvielfalt zu verschachtelt

Yamaha MusicCast 20

Zum Angebot bei

TEIL 1

Bestehend aus „Verpackung/Design/Verarbeitung“ entspricht 25% der Gesamtwertung

Verpackung

Yamaha liefert den MusicCast 20 in einer schwarzen Verpackung aus. Von dieser konnte ich diesmal jedoch leider nicht so viele Bilder machen, da diese in diesem Fall gleichzeitig als Versandkarton genutzt wurde und somit teils beschädigt oder beklebt war

Dennoch möchte ich euch einige Information zu dieser verraten. An der Frontseite ist wie oft gehandhabt nicht nur der Lautsprecher von der Seite abgelichtet, sondern wie es sich eigentlich gehört, prangt hier auch der Name des Unternehmens und des Produktes. Dasselbe Bild spiegelt sich auch auf der gegenüberliegenden Seite wieder. Die dritte Seite zeigt zwar lediglich ein Yamaha-Logo, doch gegenüber von dieser gib es in diesem Fall einige Informationen zum MusicCast 20 Lautsprecher. Dabei handelt es sich zum Teil um genauere Hinweise zur MusicCast-Technologie. Besser gesagt wird man hier im klein gedruckten auf die Systemanforderungen dieser besagten Technologie hingewiesen. Des Weiteren wird man hier noch über das Gewicht des Pakets von 3 KG und dem Herstellungsland (China) des MusicCast 20 belehrt. Zu guter Letzt präsentiert die weiße Oberseite die wichtigsten 12 Dienste, mit denen der Yamaha MusicCast 20 Lautsprecher kompatible ist. Zu diesen Diensten zählt neben MusicCast selbst, Apple AirPlay2, Wi-Fi, Bluetooth, aber auch Dienste wie Spotify, Deezer, Tidal, Napster usw. sind damit problemlos kompatibel.

Öffnet man die vielen Kartonage-Ebenen an der Oberseite, dann kommt direkt ein Styropor-Einsatz zum Vorschein. Dieser wie sollte es nicht anders sein, dient zum Schutz und hält zudem den Lautsprecher beim Transport sicher in seiner Position. Darunter befindet sich direkt der Yamaha MusicCast 20 Lautsprecher, welcher in einer dünnen Polyethylen-Folie eingepackt wurde. Seitlich neben dem Lautsprecher steckt im unteren Styropor-Einsatz die Bedienungsanleitung und einige weitere Beschreibungen. Im Zentrum nach der Entnahme des Lautsprechers ist eine Kartonage eingelegt, unter der sich das fast 3 Meter lange und somit völlig ausreichende Netzkabel befindet. Zudem befinden sich hier auch noch vier Schaumstoff-Klebepfads, welche an der Rückseite angebracht werden können damit dieser z. B. bei der Wandmontage sauber an der Wand hängt.

Design

Der Yamaha MusicCast 20 wurde zusammen mit dem größeren MusicCast 50, welchen ich ebenfalls gerade teste vorgestellt. Bei beiden Geräten handelt es sich um die aktuelle WLAN-Lautsprechergeneration, mit denen das Unternehmen Teufel und Sonos Konkurrenz machen möchte. 

Das Gehäuse des MusicCast 20 hat eine elliptische- Zylinderform, welche nicht nur einzeln aufgestellt gut ausschaut, sondern auch als Stereopaar von vorne oder hinten beschallend. Der Wahlweise in Schwarz, aber auch in Weiß erhältliche Lautsprecher besitz ein gleichfarbiges Lautsprechergitter aus Metall, welches hier bis auf einen 6,5 cm breiten Streifen an der Rückseite rundherum verläuft. Durch die Materialwahl aus Metall und Kunststoff wirkt der 186 mm Hohe, 150 mm Breite und 130 mm Tiefe Lautsprecher sehr hochwertig und überzeugt mich durch ein schlichtes Gesamtbild. Von vorne betrachtet überrascht es mich etwas, dass man hier am breiteren oberen Rahmen keinen Herstellernamen aufgedruckt hat. Jedoch ist dies auch definitiv nicht negativ, denn so wirkt das ganz noch ordentlicher. 

Auf der Rückseite wiederum ist genau an dieser Stelle, wo ich an der Vorderseite einen „Yamaha“ Schriftzug erwartet hätte ein MusicCast-Logo. Des Weitern ist an dem bereits erwähnten ausgesparten Bereich nicht nur ein Gewinde zur Befestigung an einer Wandhalterung vorhanden, sondern zudem auch eine sogenannte Schlüssellochhalterung. Mit dieser kann man bei Bedarf den Lautsprecher am Kopf einer Schraube, oder eines speziellen Wandhackens einhängen. Darunter sind in einer Vertiefung der Anschluss für die Stromversorgung, ein Netzwerkanschluss und ein USB-Port für den Yamaha-Service untergebracht.      

Die Oberseite ziert in Zentrum eine große hochglänzende Oberfläche aus Kunststoff. Diese Oberfläche umfasst insgesamt acht berührungsempfindliche „Sensor-Tasten“ die sich darunter befinden und zur Bedienung dienen. Mit diesen kann man durch das tippen auf 1,2 oder 3 zwischen den in der App bestimmten Favoriten wechseln. Dabei kann es sich z. B. um Radiosender usw. handeln. Direkt daneben sind die üblichen Play/Pause-Tasten zu finden, was man eigentlich an jedem Lautsprecher findet. Darunter wiederum ist ein Wecker abgebildet, bei dem es sich um eine nützliche Funktion handelt. Gemeint ist die Weckfunktion, welche ebenfalls in der App bestimmt wird, aber hier bequem ohne diese aktiviert bzw. deaktiviert werden kann. Links von dieser Taste, kann man die Lautstärke erhöhen und absenken und zu guter Letzt ist ganz links außen die Powertaste untergebracht, mit der man auch den Lautsprecher am Anfang einrichtet, dazu später mehr. Im oberen Rand informieren vier einzelne Anzeige-Elemente ob der Lautsprecher, der Wecker, das Netzwerk oder Bluetooth aktiv ist.

(Design: 4,5 von 5 Punkten)

Verarbeitung

Vor der Verarbeitung her macht der Yamaha MusicCast 20 eine sehr guten und somit auch hochwertigen Eindruck. Sein Eigengewicht von 2,2 kg ist hoch genug, sodass dieser dank dem gummierten Ring an der Unterseite genau da stehen bleibt, wo man diesen aufstellt, auch wenn die Musik mal lauter wird. Die Sensortasten reagieren präzise und sehr zuverlässig.Sehr gut finde ich auch, dass Yamaha das Netzteil im Inneren integriert hat, sodass man lediglich ein normales Stromkabel anschließen muss und nicht noch zusätzlich ein großes Netzteil.

Kritik wäre für mich jedoch die hochglänzende Kunststoffoberfläche, denn diese ist nicht nur ein Staubmagnet, sondern zudem auch empfindlich gegenüber Fingerabdrucken und Kratzern. Bei meinem Testgerät sieht man nämlich z. B. bei Sonnenlicht sehr stark die vielen feinen Kratzer und vor allem die Fingerabdrücke.

(Verarbeitung: 4 von 5 Punkten)

TEIL 2

bestehend aus „Funktion des Produktes“ entspricht 65% der Gesamtwertung

Lautsprecheranzahl1x 9cm Tieftöner, 1x 3cm Hochtöner, sowie zwei Passive Membran
Gesamtausgangsleistung40 Watt
MaterialKunststoff
AnschlüsseLAN, WLAN 802.11a/b/g/n 2.4 GHz und 5 GHz, Bluetooth 4.2
Maße/Gewicht186 x 150 x 130 mm (BxHxT)/ 2,2 kg
WiedergabeformateMP3 / WMA / MPEG-4 AAC: up to 48 kHz / 16-bit,
ALAC: up to 96 kHz / 24-bit, FLAC / WAV / AIFF: up to 192 kHz / 24-bit
LieferumfangYamaha MusicCast 20
Netzkabel
div. Anleitungen
Technische Daten des Yamaha MusicCast 20

Einrichtung & Installation

Die Einrichtung des Yamaha MusicCast 20 erfolgt über die von Yamaha kostenlos zur Verfügung gestellte App Namens MusicCast. Diese ist sowohl für iOS, als auch Android im jeweiligen AppStore erhältlich.

MusicCast Controller
Preis: Kostenlos
MusicCast Controller
Preis: Kostenlos

Bevor oder während man den Download der App startet, kann man natürlich bereits den Yamaha MusicCast 20 Lautsprecher mit dem im Lieferumfang beiliegenden Stromkabel verbinden und in eine Steckdose am gewünschten Ort einstecken. Nach dem Start der App muss man ein paar Berechtigungen zustimmen. Zumindest wurde ich an meinem iPhone auf den Zugriff meiner Apple Music-Daten und den Standort gefragt. Diese Zustimmungen kann man natürlich auch beide ablehnen, doch dann muss man damit rechnen, dass einige Funktionen eventuell eingeschränkt sind.

Ist dies alles soweit erledigt, dann wird man dazu aufgefordert, den MusicCast 20 an der Oberseite auf dem Ein-/Ausschaltknopf einschalten. Anschließend auf in der App auf „Weiter“ klicken und wie dort beschrieben die Power-Taste für ca. 5 Sekunden berühren, damit die App den Lautsprecher finden kann. Hat die App den Lautsprecher gefunden, muss man anschließend in die WLAN-Einstellung am Smartphone gehen. Hier sucht man nun nach dem Gerät mit der Bezeichnung „MusicCastSetup“ und gibt das zuvor in der App angegeben Passwort (123456778) ein. Ist dies soweit getan, geht man zurück zu MusicCast-App, wählt hier das eigene WLAN-Netz aus und gibt das zugehörige Passwort ein, sodass die App den MusicCast 20 in euer heimisches WiFi-Netz einbinden kann. 

Nun wählt man nur noch einen Orts- (Raum) und Gerätenamen, sowie ein passendes Bild aus. Dazu stellt Yamaha zahlreiche kostenlose Bilder zur Verfügung, doch wer möchte, kann hier auch selbst ein Bild machen, wo der MusicCast 20 an seinem aufgestellten Ort steht. Die Auswahl der geforderten Punkte wie Ort, Name usw. dient lediglich zu Hilfe, den richtigen Lautsprecher zu wählen, wenn man mehrer MusicCast Geräte nutz. Nach dieser Auswahl ist die Einrichtung fertig abgeschlossen und der Yamaha MusicCast 20 einsatzbereit. Ratsam ist es nun, direkt in die Einstellungen des Lautsprechers zu gehen und das aktuelle Firmware-Update zu laden. Über dies benachrichtig aber auch ein Pop-up Fenster, sobald die Firmware im Hintergrund automatisch geladen wurde. 

(Einrichtung & Installation: 4 von 5 Punkten)

Bedienung & Funktion

Der Yamaha MusicCast 20 kann entweder direkt am Lautsprecher, oder deutlich bequemer und umfangreicher über die MusicCast-App gesteuert bzw. bedient werden.

Über die Touch-Oberfläche am Lautsprecher kann unter anderem die Musik gesteuert werden. Dazu zählen die üblichen Funktionen, wie z. B. Musik pausieren, Lautstärke erhöhen bzw. absenken. Zudem kann aber auch zwischen den drei Favoriten (z. B. Radiosender) gewechselt werden. Diese müssen jedoch zuvor in der App festgelegt werden. Daher ist in den meisten Fällen wie bereits erwähnt, die App die deutlich bequemere Art der Bedienung.

Die App ist meiner Meinung nach gut strukturiert und weitestgehend selbsterklärend aufgebaut. Klar kommt es hier sicherlich anfangs vor, dass man nicht alles direkt findet. Aber dies ist dann dem Funktionsumfang zu Schulden, denn der MusicCast 20 wurde mit zahlreichen nützlichen Funktionen ausgestattet.

Dank den vielen verfügbaren Anschluss- und Musikquellen, hat man hier bei den MusicCast-Geräten eine große Auswahl an verschiedenen Quellen. Sodass hier eigentlich jeder die Möglichkeit hat, seine alltägliche Musikplattform, die er bisher genutzt hat, auch auf dem MusicCast 20 zu nutzen. Ohne z. B. den Lautsprecher zu bedienen oder in die App zu gehen, kann man diesem z. B. die Apple Music Playlist vom iPhone via AirPlay2 zuspielen. Somit wird dieser direkt am iPhone als verfügbares AirPlay-Gerät angezeigt. Ebenso einfach kann man aber auch Spotify Connect nutzen.

In der App wiederum kann man sich aus der Liste der zahlreichen Musikdienste genau diesen aussuchen, welchen man bisher immer genutzt hat. Dazu meldet man sich bei der Auswahl des jeweiligen Dienstes einfach mit den Benutzerdaten an und hat anschließend den vollen Zugriff auf die Lieblingsmusik usw. Zu den verfügbaren Diensten zählen unter anderem: TIDAL, qubuz, SiriusXm, Napster, pandora, Amazon Music usw.

Die meiste Art wie ich persönlich Musik über den MusicCast 20 wiedergegeben habe, war zu etwas 75 % via Apple Music und zu 25 % über Net Radio. Letzteres könnte man mit TuneIn vergleichen, da hier zahlreiche Radiosender über das Internet zur Verfügung stehen. Man findet hier sowohl Lokale als auch jegliche andere Art von Radiosender. Ich persönlich hab mir hier meine Lieblingssender direkt auf die Favoritenliste gesetzt. Hier kann man insgesamt 40 Quellen bzw. Sender hinterlegen und diese dann schneller finden und mit der Wiedergabe starten. Die ersten drei an dieser Liste sind dabei besonders wichtig, denn diese können hier zudem auch direkt über die Touch-Oberfläche am MusicCast 20 ausgewählt werden. Daher sollte man sich hier beim Bestimmen direkt Gedanken machen, welche man am meisten hört.

Das hinzufügen von euren Lieblingssender gestaltet sich als sehr einfach. Dazu den gewünschten Sender auswählen und im Wiedergabemenü auf die drei Punkte im 2/3 unten rechts drücken. Hier kann man dann „zu Favoriten hinzufügen“ wählen und den gewünschten Platz unter den 40 freien Speicherplätzen auswählen.  

Sofern man möchte, kann man an dem hinteren LAN-Port des Yamaha MusicCast 20 auch eine Netzwerkfestplatte anschließen. Dadurch kann man direkt die darauf gespeicherte Musik wiedergeben und zudem auch ganz einfach auf die anderen MusicCast Geräte übertragen. Ansonsten bietet Yamaha hier keine weiteren Möglichkeiten einer kabelgebundenen Musikübertragung. Denn der USB-Port an der Rückseite dient z. B. nicht wie beim Teufel One S zur Musikübertragung via USB-Stick usw., sondern lediglich für den Yamaha-Service. Dafür wiederum ist nicht nur ein häufig zum Einsatz kommender Bluetooth-Empfänger verbaut, sondern auch noch gleich ein Sender. Daher kann man nämlich gegenüber vielen anderen Konkurrenzprodukten die MusicCast Lautsprecher mit einem separaten Kopfhörer oder sogar einem anderen Bluetooth-Fähigen Lautsprecher koppeln. 

Yamaha bietet bei dem MusicCast 20 eine große Anzahl an möglichen Wiedergabe-Formaten. So stehen neben den unkomprimierten Audiodateien wie z. B. WAV, FLAC und AIFF für ein Hi-Res-Audio-Streaming mit bis zu 192 kHz und 24 Bit auch die komprimierten Audioformate MP3, AAC und WMA mit bis zu 48 kHz und 16 Bit zur Verfügung.

Der Vorteil solcher Multiroom-Lautsprecher ist, dass diese zusammen mit mehren Lautsprechern zu einem Stereopaar, aber auch als vollwertige Surround-Anlage für den Fernseher miteinander gekoppelt werden könne. Natürlich kann man auch in jedem Raum verschiedene Musikgenres laufen lassen, hier sind einem keine Grenzen gesetzt. 

(Bedienung & Funktion: 4,5 von 5 Punkten)

Klang

Kommen wir nun zu einem, wenn nicht sogar der wichtigste Punkt eines Lautsprechers, dem Klang.

Die maximale Ausgangsleistung gibt Yamaha mit 40 Watt an. Dafür kommt ein 9 cm großer Tieftöner und ein 3 cm soft Dome Tweeter (Hochtöner) zum Einsatz. Des Weitern gibt es wie bei vielen anderen Lautsprechern in dieser kompakten Größe noch zwei weitere Elemente, damit meine ich die zwei verbauten passive Membrane. Diese werde wie der Name schon sagt nicht aktiv, also via Stromversorgung angetrieben, sondern durch die anderen Treiber bzw. insbesondere dem Tieftöner. Passiv Membrane fungieren ähnlich wie eine Bassreflexröhre, nur das Letzteres nicht immer verbauten werden kann aufgrund der Gehäusegröße usw. 

So genug Theorie, kommen wir nun wie versprochen zur Klangbeschreibung. Der Klang des Yamaha MusicCast 20 kann zwar per Equalizer in der App individuell den eigenen Vorlieben angepasst werden. Doch ich gehe im Test eigentlich immer von der Klangabstimmung aus, wie der Lautsprecher ausgeliefert wird.  

Fangen wir mit den Tiefen bzw. dem Bass an. Dieser ist dank des 9 cm Tieftöner ausgesprochen druckvoll und wird auch bei hohen Pegeln sauber und konturiert wiedergegeben. Insgesamt gefällt mir die klangliche Abstimmung des MusicCast 20 sehr gut, denn er ist sehr pegelfest, sodass keinerlei Töne selbst bei höherer Lautstärke dazu neige, zu verzerren. Die Mitten profitieren von den zusätzlichen Passiven Membrane, denn diese unterstützen die etwas weniger hochauflösenden Höhen. Trotzt der etwas schwachen Auflösung der Höhen, sind diese dennoch detailreich und nur minimal weniger Präsent als die Mitten.

Ich habe mit dem Yamaha MusicCast 20 verschiedene Musikgenres durchgehört, denn oft ist es so, dass nicht jeder Lautsprecher in allen Genres gleich gut überzeugen kann. Dies ist beim Yamaha MusicCast 20 nicht der Fall, dieser kann klanglich immer mit einer präzisen und dynamischen Wiedergabe überzeugen, ohne das dabei z. B. wie üblich oftmals die Mitten verzerren.

(Klang: 4 von 5 Punkten)

App

Wie bereits erwähnt, ist die App sehr umfangreich. Daher ist diese vielleicht für den ein oder anderen zu Beginn etwas unübersichtlich. Einige Funktionen verstecken sich hier nämlich in Untermenüs, doch glaubt mir, nach einigen Tagen findet man hier alles und zudem braucht man in den Einstellungen nicht jederzeit etwas verändern. Die Grundeinrichtung usw. ist meiner Meinung nach nämlich nicht wirklich umständlicher, als bei Teufel oder Sonos. 

Startet man die App, befindet man sich direkt auf der Übersichtsseite. Auf dieser werden einem alle eigenen MusicCast Geräte mit dem selbst vergeben Namen und dem gewählten Bild dargestellt. Hier kann man zudem direkt von der App aus die einzelnen Lautsprecher Ein- und Ausschalten. Klickt man auf die Abbildung de jeweilige Lautsprecher wie z. B. bei mir auf den MusicCast 20, dann gelangt man in das „My Music“ Menü. Hier kann man auf die zahlreichen Musikdienste und Eingangsquellen wie Bluetooth, Server usw. zugreifen. 

Zurück im Hauptmenü kann man über das „Link-Symbol“ links oben bestimmen, welche Geräte miteinander gekoppelt werden. Sofern man mehrer Yamaha MusicCast Geräte sein eigenen nennen darf. Über das Zahnrad rechts gelangt man in das allgemeine Einstellungsmenü. Hier kann man entweder neue Geräte hinzufügen oder auf die Raumeinstellungen des jeweiligen Gerätes zugreifen. Ebenso kann man jedoch auch auf die Music/Cast, Surround / Stereo-Funktion zugreifen, durch die man beim besitzt von z. B. zwei MusicCast 20 Geräten diese zu einem Stereopaar zusammenfügen kann usw. In den App-Einstellungen wiederum, kann man einige Veränderungen in der App-Ansicht vornehmen wie z. B. die Systemfarbe von schwarz auf weiß ändern, oder bestimmen, dass man die Lautstärke direkt über die Lautstärketasten am iPhone regeln kann. Denn diese Funktion ist von Werk aus deaktiviert.

  Betrachten wir nun das Untermenü des MusicCast 20 an. Hier kann man die üblichen Einstellungen vornehmen wie z. B. den Raumnamen oder das Raumfoto ändern. Direkt darunter wird einem mitgeteilt, dass die Firmware aktuell ist. Sollte dies nicht der Fall sein, dann wird hier „neue Firmware ist verfügbar“ angezeigt, zudem erhält man aber auch per Push-Benachrichtigung eine Info, sollte es der Fall sein, dass es ein neues Update für den jeweiligen Lautsprecher gibt. Im weiteren Verlauf in diesem Untermenü kann man dann noch auf die Accounteinstellungen zugreifen, bei denen man sich unter anderem bei den Streaming-Diensten wie z. B. Deezer oder Spotify anmelden kann. Als besondere Funktion kann man beim Yamaha MusicCast 20 auch einen Wecker programmieren. Dafür kann wie bei herkömmlichen Weckern bestimmen, wann und wie regelmäßig der Wecker klingeln soll. Doch als Besonderheit kann man sich direkt mit seiner Lieblingsmusik vom jeweiligen Streaming-Dienst oder auch direkt vom jeweiligen Radiosender der eigenen Vorlieben aus dem Schlaf wecken lassen. So viel zu den wichtigsten Einstellungsmöglichkeiten des Yamaha MusicCast 20. Es gibt zwar noch einiges mehr, doch dies alles zu erklären, wäre einfach viel zu umfangreich.

(App: 4 von 5 Punkten)

TEIL 3

bestehend aus „Preis/Leistung“ entspricht 10% der Gesamtwertung

Beschreibung

Yamaha wirbt den MusicCast 20 als vielseitig verwendbaren Lautsprecher an. Dies stimmt soweit, denn man kann diesen nicht nur im Solo-Modus betreiben, sondern auch als Stereopaar oder als Surround-Lautsprecher in Verbindung mit weiteren MusicCast kompatiblen Geräten wie z. B. Soundbars, AV-Receivern usw.  

Die zahlreichen integrierten Musik-Streaming-Diensten, der Kompatibilität mit Sprachassistenten von Amazon und Google, sowie den Besonderheiten der Wecker-Funktion, machen den MusicCast 20 zu einem sehr guten Lautsprecher. Doch auch beim wichtigsten Aspekt, dem Klangbild muss sich der MusicCast 20 nicht verstecken.

Preis/Leistung

Wie bereits erwähnt hat mich der Teufel One S überzeugt. Der Preis von 249,99€ (UVP) geht in Ordnung, da vergleichbare Streaming-Lautsprecher preislich auch in diesem Segment liegen. Einen 40m² Raum ausreichend zu beschallen, stellt für ihn kein Problem dar.

Wer einen Streaming-Lautsprecher sucht, der mit nahezu allen gängigen Ansteuerungsmöglichkeiten ausgestattet ist, aber auf einen Sprachassistenten verzichten kann, ist beim Teufel One S genau richtig. Sofern ihr einen Alexa Dot daheim habt, könnt ihr diesen jedoch per AUX anschließen und somit hättet ihr den Sprachassistenten nachgerüstet. 

Yamaha MusicCast 20

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testr Gesamtwertung

unter Berücksichtigung aller Teilwertungen

 Wir bedanken uns beim Hersteller für die Bereitstellung des Produktes. Zu unseren Grundsätzen

Link zum Hersteller: de.yamaha.com

Aftershokz XTRAINERZ

In aller Kürze

Aftershokz Xtrainerz setzen auf die sogenannte Bone-Conduction-Technolgie. Dabei handelt es sich um keinen klassischen Kopfhörer, der die Musik direkt durch den Ohrkanal überträgt, sondern einem, der den Klang über die Wangenknochen zum Innenohr leitet. Der Vorteil dabei ist, dass die Ohren frei bleiben und man so sein Umfeld deutlich besser wahrnimmt. Zudem ist der neue Aftershokz Xtrainerz wasserdicht und hat einen integrierten MP3 Player. Somit ist dieser ein idealer Schwimmkopfhörer, den man auch in Kombination mit einer Brille, Badekappe usw. nutzen kann. Die fehlende Bluetooth-Verbindung ist ein Manko, denn an die Handhabung mit dem integrierten Speicher ist Gewöhnungssache und nicht sehr bequem.

Gefällt uns

  • Tragekomfort
  • IP68-Zertifizierung (wasserdicht)
  • geringes Gewicht (30 Gramm)
  • integrierter 4 GB Speicher (MP3-Player)
  • Bone-Conduction-Technolgie (Ohren bleiben frei)

Gefällt uns weniger

  • kein Bluetooth
  • Klang unter Wasser besser, als an Land
  • Musikauswahl durch Mp3-Player umständlich.

Aftershokz Xtrainerz

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TEIL 1

Bestehend aus „Verpackung/Design/Verarbeitung“ entspricht 25% der Gesamtwertung

Verpackung

Aftershokz liefert den neuen Xtrainerz in einer weißen, zweiteiligen Verpackung aus. Daher ist die eigentliche stabile Hauptverpackung in eine dünnere bedruckte Umverpackung eingeschoben.

Auf der Vorderseite ist ein Athlet abgebildet, welcher den Kopfhörer direkt nach seiner Trainingsrunde im Wasser trägt. Dies erkennt man an dem Neopren-Anzug und das die Haare und der Kopfhörer noch leicht nass sind. Zusätzlich prangt oben links der Herstellername und im unteren Teil in silberner Schrift der Name des Kopfhörers „ Xtrainerz “. Zudem wird darunter noch auf Englisch erwähnt, dass es sich um ein wasserdichtes Bone-Conduction MP3 Kopfhörer handelt. Auf der linken Seite wird lediglich erneut darüber informiert, um welche Art von Kopfhörer es sich dabei handelt, dass dieser nach der Norm IP68 wasserdicht ist und er sicher hält und vom Tragekomfort bequem sei.

An der Rückseite prangt natürlich erneut der Name des Herstellers, sowie der des Produktes. Außerdem ist hier eine Abbildung des Xtrainerz zu sehen. Des Weitern nennt Aftershokz hier 7 Merkmale des Kopfhörers, zu denen unter anderem folgende zählen: 4 GB Speicher für Musik, 8 Stunden Musikwiedergabe, Open-Ear-Design, da die Musik über die Wangenknochen ins Innenohr übertragen wird, usw.

Entfernt man die Hülle von der Hauptverpackung, dann findet man hier wie üblich an der Unterseite einige Infos zum Hersteller und der Name des Unternehmens ist auf der Oberseite erneut in Silber aufgedruckt. Die Verpackung wird von zwei Magneten geschlossen gehalten und wird von rechts nach link geöffnet. Direkt erblickt man hier zur rechten den kompletten Kopfhörer durch ein transparentes Sichtfenster und zur linken eine Abbildung, wo ein Mann diese während dem Schwimmtraining trägt. 

Unter dem Kunststoffelement, in dem der Kopfhörer mit Klebestreifen fixiert ist, befindet sich in einer weißen Verpackung das restliche Zubehör. Dabei handelt es sich zum einem um die USB-Ladestation, wasserdichte Ohrstöpsel, ein Handbuch, sowie eine Garantiekarte, was sich zusammen in einer Tasche aus Silikon-Material befindet.

(Verpackung: 4 von 5 Punkten)

Design

Wie ich es bereits Eingangs des Testberichtes erwähnt habe, handelt es sich beim Aftershokz Xtrainerz um keinen gewöhnlichen Kopfhörer, sondern um einen sogenannten Bone-Conduction Kopfhörer. Der Unterschied besteht darin, dass man bei diesem nicht wie bei anderen Kopfhörern die Treiber in den Ohrkanal stecken muss, sondern diese außen vor dem Ohr am Wangenknochen sitzen. Der Vorteil dieser Technologie ist, dass dabei die Ohren absolut frei bleiben, wodurch man das Umfeld um sich selbst herum deutlich ungestörter wahrnehmen kann. Wie genau der Klang aber dann ins Gehör übertragen wird, verrate ich euch etwas später unter dem Unterpunkt „Klang“ ausführlicher. 

Beim Aftershokz Xtrainerz sind beide Transducer (Klangerzeuger) über ein ca. 3 mm dicken Federstahlkern mit Titanlegierung verbunden. Damit sich das ganze jedoch angenehm anfüllt, sowie gegen Wasser abgedichtet ist, wurde dies mit einem Gummimaterial überzogen. Diese dünne Verbindung könnte man als Nackenband bezeichnen, doch es liegt nicht wirklich auf dem Nacken auf, sondern verläuft abstehend vom Hinterkopf zu den Ohren. Das Abstehen hat hier seinen Grund, denn dies soll so sein, damit hier beim Sport wie z. B. Radfahren, Schwimmen usw. nichts stört bzw. ständig gegen den Hinterkopf klopft.

Hinter dem Ohr verläuft das „Nackenband“ auf beiden Seiten in ein dickeres Element. Dieses ist 35 x 20 x 8 (L x B x T) mm dick und beherbergt links lediglich den Akku und auf der rechten Seite ein weiteren Teil des Akkus, sowie die Steuerungselemente und in der Innenseite die Ladekontakte. Auf diese Steuerungselemente und die Bedienung gehe ich wie üblich im weiteren Verlauf dieses Testberichtes ein. Von den gerade eben erwähnten dickeren Elemente verlaufen die Kopfhörer wieder etwas dünner über das Ohr, bis diese an zwei dickeren Elemente enden. Diese sind knapp 24 x 15 x 9 (L x B x T) groß und beinhalten die Transducer, die Technologie der Bone-Conduction Klangübertragung.

Das Design der Aftershokz Xtrainerz, welche insgesamt in vier Farben erhältlich sind, darunter: Schwarz, Blau, türkis und rot, gefällt mir sehr gut. Das zusätzlich schlichte einfarbige Design wird durch die zusätzlichen weißen Kunststoffelemente, welche in den Bereich des Nackenbands und an dem Bereich der Auflageflächen der Klangerzeuger mit eingespritzt wurden deutlich aufgelockert. 

(Design: 4 von 5 Punkten)

Verarbeitung

Die Verarbeitung des Aftershokz Xtrainerz ist sehr gut. Hier gibt es meiner Ansicht nach nicht wirklich etwas zu bemängeln. Dank der gummierten Oberfläche fühlt sich der Xtrainerz sehr bequem an. Da diese zudem komplett mit dem Gummierten-Material überzogen wurden, ist der Kopfhörer nach IP68 wasserdicht. Dadurch kann der Aftershokz Xtrainerz beim Tauchen auf bis zu 2 Meter für max. 2 Stunden genutzt werden. Dabei muss man nicht drauf achten, dass irgendeine Abdeckung wie z. B. der Lade-Anschluss geschlossen ist, denn der Kopfhörer wird über die bereits erwähnten Ladekontakte aufgeladen.

(Verarbeitung: 4,5 von 5 Punkten)

TEIL 2

bestehend aus „Funktion des Produktes“ entspricht 65% der Gesamtwertung

ArtBone-Conduction Kopfhörer
Besonderheitenmit integriertem 4 GB MP3-Player, aber ohne Bluetooth, wasserdicht nach IP68
FarbeSchwarz, blau, türkis und rot
AkkuMusiklaufzeit: bis zu 8 Stunden
Ladezeit: ca. 2 Stunden
Gewicht 30 g
Unterstützte MusikformateMP3, WMA, AAC, FLAC und WAV
Übertragungsbereich20- 20.000 Hz
TönerJeweils links und rechts ein Transducer
Lieferumfang1x Aftershokz Xtrainerz Kopfhörer
1x 20 cm Ladestation
1x Wasserdichte Ohrstöpsel
Kurzanleitungen
Garantiekarte usw.
Technische Daten des Aftershokz Xtrainerz

Tragekomfort

Beim ersten Anlegen des Aftershokz Xtrainerz merkt man direkt dessen geringes Gewicht von knapp 30 Gramm. Dennoch ist der Kopfhörer im ersten Moment etwas präsenter spürbar, da dieser leichten druck vor den Ohren erzeugt, was man von herkömmlichen In-Ears nicht gewohnt ist. Dieser ist jedoch sehr gering und daher gewöhnt man sich daran wirklich sehr schnell. Durch seine gebogene Form wird für einen Sicheren halt gesorgt, denn schließlich ist es bei diesem Kopfhörer so, dass dieser lediglich durch diesen „Anpressdruck“ und der Halterung über dem Ohr bei jeglicher Bewegung fest an der Position hält.

Dies mag man eigentlich gar nicht glauben, aber selbst bei einer Wenderolle im Schwimmen hat der Aftershokz Xtrainerz perfekt gehalten. Durch die Bauweise werden einige unter euch vielleicht meinen, dass man als Brillenträger Probleme haben wird, doch dem ist definitiv nicht so. Zwar liegt der Ohrhörer wie eine Bille über dem Ohr auf, doch dabei wird der halt der Brille bei Brillenträger eigentlich kaum beeinflusst. Ich persönlich hatte keinerlei Problem die Kopfhörer über eine länger Zeit (mehrer Stunden) zu tragen. Dies liegt unter anderem auch daran, dass die Auflagefläche der Klangerzeuger mit einem sehr angenehm anfühlenden weichen Silikonmaterial überzogen wurden.  

(Tragekomfort: 4 von 5 Punkten)

Bedienung

So, nun komme ich wie bereits versprochen auf die Bedienung ausführlich zurück. Schließlich wird die Musik einzig und allein über die vier Tasten an der rechten Seite des Kopfhörers gesteuert. Es gibt nämlich beim Aftershokz Xtrainerz kein verbautes Bluetooth-Modul und somit wird dieser nicht wie die anderen Geräte des Herstellers mit dem Smartphone verbunden. Sondern die Musik wird ganz allein über den integrierten MP3 Player wiedergegeben. 

Am Bedienelement gibt es drei Tasten, die nach unten gerichtet sind. Welche unter andern dazu dienen, die Musik zu steuern. Eine weitere Taste ist nach hinten gerichtet und bietet die Möglichkeit zu bestimmen, in welcher Reihenfolge die Musik abgespielt wird. Doch der Reihe nach, fangen wir mit dem „normalen“ Tasten an. 

Zum Anschalten des Aftershokz Xtrainerz drückt man die Multifunktionstaste (mittlerer Knopf) für drei Sekunden. Dabei ertönt kurz ein Startton und die Stimme teilt einem mit, wie voll der Akku noch ist. Diese Angabe ist jedoch sehr ungenau, da diese nur: High, Medium und Low benutz. Eine Prozentanzeige gibt es daher leider nicht. Über die mittlere Taste lässt sich der Kopfhörer auch Abschalten, dazu einfach ebenfalls diese Taste 3 Sekunden gedrückt halten. 

Während der Musikwiedergabe, welche beim starten übrigens direkt anfängt zu spielen, kann die Musik jederzeit mit der mittleren Taste angehalten oder wieder weitergespielt werden. Daneben befinden sich jeweils davor und dahinter die „+“ und „-“ Tasten, über welche man logischerweise die Lautstärke regulieren kann. Drückt man jedoch eine der Tasten für zwei Sekunden, springt man im Falle der „+“ Taste einen Track vor und auf „-“ einen Titel zurück. Betätigt man wiederum im pausierten Modus eine der beiden Lautstärketasten, wird einem ebenfalls der Akkustand mitgeteilt, jedoch ebenso wie beim Start sehr unpräzise. 

Kommen wir nun noch zur etwas versteckten Taste, welche wie bereits angedaut, nach hinten gerichtet ist. Über diese Taste lässt sich der Wiedergabe-Modus einstellen. Dabei kann man ganz einfach durch jedes Betätigen zwischen „normal“, „wiederholen“ und „zufällig“ wählen. Durch Längeres betätigen kann man hier zudem vom Allgemeinen-Modus auf den Schwimmmodus wechseln. Dabei wird das Klangbild verändert, da dieses unter Wasser deutlich anders klingt, dazu aber unter „Klang“ mehr. Zu guter Letzt kann man direkt am Kopfhörer auch die Sprache ändern, denn diese ist von Werk aus ich Chinesisch eingestellt. Dies erfolgt durch das Betätigen der Lautstärke „+“ und „-“ Tasten, welche man hier beide gleichzeitig für zwei Sekunden betätigt. Bei jedem Betätigen wechselt die Sprache durch, dabei stehen jedoch lediglich Englisch, Chinesisch, Japanisch und Koreanisch zur Auswahl.

(Bedienung: 3 von 5 Punkten)

Musik

Der große Vorteil des neuen Aftershokz Xtrainerz ist der integrierte MP3 Player mit 4 GB Speicher. Dadurch besitz dieser zwar anders als die bisherigen Aftershokz Kopfhörer kein Bluetooth, was etwas Schade ist. Doch dafür ist dieser komplett wasserdicht und man kann zudem das Smartphone sofern nicht benötigt, problemlos beim schwimmen oder Lauftraining daheim lassen. Schließlich ist ein Smartphone in den meisten sportlich Anwendungen Ballast und wirkt oftmals einschränkend in den Bewegungen.

Es stehen wie bereits erwähnt 4 GB Datenspeicher für Musik zur Verfügung. Dieser Speicher kann ganz „einfach“ am Windows PC, aber auch am Mac mit Musik belegt werden. Dazu einfach den Kopfhörer mithilfe des Ladekabel (Ladeschale) am Notebook oder PC anschließen und schon wird dieser als Massenspeicher-Medium auf dem Desktop angezeigt. Somit lässt sich Musik, sofern diese auf einem Computer gespeichert ist einfach per Drag & Drop auf den internen Speicher kopieren.

Beachten sollte ihr jedoch, das hier keine Musik von Streaming-Diensten wie zum Beispiel Spotify, Deezer oder Apple Music übertragen könnt. Es können lediglich, gekaufte bzw. von der CD überspielte Musiktitel in den Formaten: MP3, WMA, AAC, FLAC und WAV übertragen werden. Daher ist man hier etwas eingeschränkt, was in der heutigen Zeit von Streaming-Diensten für einige unter euch ein großer Kritikpunkt ist. Für diejenigen ist es daher ratsam, auf ein eventuell neues Modell zu warten, welches dann ebenfalls wasserdicht sein könnte und mit Bluetooth daher kommt, oder man greift zu den älteren Modellen.

(Musikübertragung: 3,5 von 5 Punkten)

Klang

Kommen wir nun wie immer zum wichtigsten Punkt bei einem Kopfhörer, dem Klang. Auf diesen war ich beim Xtrainerz ebenfalls sehr gespannt, denn schließlich sind die Modelle von Aftershokz keine herkömmlichen Kopfhörer mit Treibern, sondern welche, die über die sogenannten „Transducer“ Musik bzw. den Klang übertragen.

Das Besondere dabei ist, dass die Klangübertragung nicht durch die Luft in den Ohrkanal eingespielt wird. Sondern die Transducer den Klang, dank ihren minimale Vibrationen, durch den Wangenknochen zum Innenohr übertragen.

Dabei hat diese Technologie natürlich Vor- und Nachteil. Zum einen bleiben die Ohren frei, sodass man trotz Musikhören alles um sich herum dennoch gut wahrnehmen kann. Redet jemand mit einem, hört man die Person völlig klar und deutlich ohne die Kopfhörer absetzen zu müssen. Dafür wiederum entsteht hier natürlich auch ein Nachteil, und zwar die Isolierung der Umgebungsgeräusche. Sucht man hier einen Kopfhörer, bei dem man ungestört die Musik genießen kann, ist man mit dieser Technologie absolut falsch. Schließlich sind die Ohren frei und von daher hört man den Straßenverkehr beim Radfahren sehr deutlich. Sodass diese selbst in der höchst möglichen eingestellten Lautstärke die Umgebung nicht ausblenden können. Dies wäre ja auch nicht der Sinn des ganzen, schließlich wirbt man hier, dass man nicht komplett von seinem Umfeld isoliert wird.  

Nun komm ich wie versprochen zum Klangbild. Den Frequenzgang gibt Aftershokz mit einem typischen Wert von 20 Hz – 20 KHz an. Doch wie so oft, sagt dieser Wert auch bei den „Lautsprecherfreien“ Kopfhörern wenig zum Klangbild aus. Daher möchte ich euch meine Meinung dazu ausführlicher beschreiben. 

Im „trockenen“ also z. B. Zuhause, oder im Freien, konnte mich der Aftershokz Xtrainerz besonders von den Mitten und Höhen positiv überraschen. Die Höhen gefallen mir besonders, durch ihre hauchauflösende und saubere Wiedergabe. Die Mitten sind zwar ebenfalls präsent, klingen jedoch im Vergleich zu den Höhen etwas dumpfer. Der Bassbereich wiederum fällt im Allgemeinen etwas mager aus und bieten bei dieser Klang-Übertragungstechnologie logischerweise ein schwächeres Fundament.

In seinem eigentlichen Verwendungsgebiet, dem Wasser, klingt der Kopfhörer vollkommen anders. Nutzt man den Aftershokz Xtrainerz beim normalen Modus im Wasser, fällt direkt auf, dass dieser hier bei gleicher Lautstärke um einige Stufen lauter klingt und zudem extrem an Tiefenbass gewinnt. Das Klangbild klingt kurz gesagt einfach deutlich wärmer abgestimmt. Dabei klingt das Ganze jedoch so bassbetont, dass dieser die Höhen und Mitten klar übertönt. Hier empfiehlt es sich daher logischerweise, den Schwimmmodus zu aktivieren. Dadurch wird das Klangbild in der Abstimmung deutlich höher abgestimmt, was zwar in der Luft extrem höhenlästig klingt, unter Wasser jedoch perfekt abgestimmt ist.

Das Problem dabei ist jedoch, dass sich das Klangbild auch beim Verwenden der mitgelieferten Ohrstöpsel verändert. Schließlich dringt ohne diese, permanent Wasser in die Ohren, was wiederum für einen verstärken Bass sorgt. Dabei verändert sich dieser jederzeit beim Atmen über Wasser und so schwankt das Klangbild permanent, außer man würde ständig unter Wasser bleiben. Somit empfiehlt es sich, die Kopfhörer im Wasser nur in Kombination mit den mitgelieferten wasserdichten Ohrstöpseln zu verwenden, da mit diesen das Problem weitestgehend umgangen wird. 

Was man noch beachten sollte und ich persönlich etwas störend finde, ist die Lautstärken-Regulierung des Systemsounds. Dieser wird nämlich bei Reduzierung der Musiklautstärke nicht mit abgesenkt und daher gibt der Kopfhörer diesen immer sehr präsent und laut wieder. Insgesamt würde ich die maximale Lautstärke als überraschend hoch bezeichnen. Angelegt auf den Wangen, neigt der Kopfhörer jedoch ab ca. 70 % dazu, sehr zu vibrieren, was einige unter euch eventuell so wie mich persönlich auf Dauer stören könnte.

(Klang: 3,5 von 5 Punkten)

Akku

Der verbaute Akku im Xtrainerz ist insgesamt 183 mAh groß. Durch diesen verspricht das Unternehmen eine Akkulaufzeit von bis zu 8 Stunden. Dieser Wert hängt dabei natürlich wie üblich von der eingestellten Lautstärke ab. Weitere Einflüsse hat man hier jedoch nicht, da keine Verbindung mit einem Smartphone aufgebaut werden muss. Schließlich ist im Kopfhörer kein Bluetooth-Modul verbaut, sondern ein fest integrierter Speicher, den man wie einen MP3 Player sehen kann. In meinem Test kam ich bei etwa mittlerer Lautstärke zusammengerechnet auf eine Laufzeit von gut 9 Stunden, was soweit ein guter Wert ist. 

Aufgeladen bzw. wieder mit Strom versorgt, wird der Aftershokz Xtrainerz über ein im Lieferumfang beiliegendes Ladecase mit einem knapp 20 cm langen USB-A Anschlusskabel. In dieser Ladeschale, welche via seitlichem Knopf geöffnet wird, kann der Xtrainerz einfach eingesetzt werden und durch das zuklappen wird dieser anschließend direkt mit Strom versorgt. Diesen Vorgang bestätigt eine versteckte LED am Kopfhörer, welche durch ein im Ladecase integriertes Sichtfenster durchleuchtet. Je nach aufleuchten erkennt man dabei, wie voll der Akku gerade ist. Für eine komplette Aufladung benötigt man ca. 2 Stunden. Eine Schnellladefunktion gibt es bei diesem Gerät nicht.  

(Akku: 3,5 von 5 Punkten)

TEIL 3

bestehend aus „Preis/Leistung“ entspricht 10% der Gesamtwertung

Beschreibung

Beim Aftershokz Xtrainerz handelt es sich um ein Kopfhörer, welcher angesichts seines geringen Gewichtes, der IP68-Zertifizierung und einem guten Klangbild an Land, aber einem noch besseren unter Wasser überzeugen kann. Außerdem bietet der interne Speicher genug Platz, um darauf gut 1000 Musiktitel abzuspeichern und der Tragekomfort gefällt mir ebenso. Schließlich kann der Kopfhörer selbst mit Badekappe und Brille getragen werden und hält echt bombenfest. 

Kritikpunkt ist hier lediglich die unpräzise Ansage der Akkulaufzeit, dass dieser nicht auf Deutsch gestellt werden kann und er ohne Bluetooth daher kommt. 

Preis/Leistung

Die UVP des Aftershokz Xtrainerz liegt bei 159,95€. Teilweise ist dieser online aber auch bereits für ein paar Euro weniger verfügbar. Zwar ist der Preis eigentlich hoch gesetzt. Doch im direkten Vergleich wüsste ich persönlich hier jetzt kein Produkt, was mit diesem Funktionsumfang mithalten kann, schließlich ist die Technologie anders, als bei herkömmlichen Kopfhörern. 

Könnt ihr persönlich über die von mir genanten negativen Aspekte hinwegsehen, dann kann ich den Aftershokz Xtrainerz euch ans Herz legen. Möchte man jedoch nicht den Speicher via Drag & Drop mit Musik auffüllen und diese ohne Ahnung welcher Track gleich abgespielt wird nutzen, dann sollte man auf jeden Fall zu einem Bluetooth Modell greifen. Hier kann man nämlich dann am Smartphone die Playlist auswählen und bei Bedarf diese direkt über den Kopfhörer steuern.  

Aftershokz Xtrainerz

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unter Berücksichtigung aller Teilwertungen

 Wir bedanken uns beim Hersteller für die Bereitstellung des Produktes. Zu unseren Grundsätzen

Link zum Hersteller: aftershokz.com.de

Beyerdynamic Blue Byrd

In aller Kürze

Mit dem leichten Blue Byrd, hat Beyerdynamic einen kabellosen In-Ear Kopfhörer auf den Markt gebracht. Bei diesem setzt man auf eine Verbindung der einzelnen Ohrhörer via Kabel und zugleich moderne bzw. qualitativ hochwertige Audio-Codecs wie AAC und aptX LL. Dank Klangpersonalisierung verspricht das Unternehmen ein noch besseres Hörerlebnis. Zwar setzt man hier auf einen modernen USB-Typ-C Lade-Anschluss, doch 6 Stunden Akkulaufzeit sind im Vergleich zur Konkurrenz nicht besonders viel. Das Klangbild ist nicht so neutral abgestimmt wie von Beyerdynamic gewohnt, kann aber im Großen und Ganzen überzeugen.

Gefällt uns

  • Tragekomfort
  • Flaches Gehäuse
  •  geringes Gewicht ( 17 Gramm)
  • USB-Typ-C Anschluss
  •  Klangpersonalisierung

Gefällt uns weniger

  • schleschlechte Sprachverständlichkeit
  • zu geringe Akkulaufzeit (6 Stunden)
  •  teils unpräzise Bedienung

Beyerdynamic Blue Byrd

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TEIL 1

Bestehend aus „Verpackung/Design/Verarbeitung“ entspricht 25% der Gesamtwertung

Verpackung

Neben dem von mir bereits getesteten Lagoon ANC, bei dem es sich um einen Over-Ear Kopfhörer handelt, hat Beyerdynamic zur IFA 2018 auch noch einige In-Ear Modelle vorgestellt. Eines davon ist der Blue Byrd, ein Bluetooth In-Ear Kopfhörer mit dünner Kabelverbindung, modernem Design und Klangpersonalisierung.

Die Verpackung des Beyerdynamic Blue Byrd ist ausgesprochen klein, da sich das Unternehmen hierbei auf das wesentliche konzentriert hat. Bevor ich auf das eingehe, was sich im Inneren und somit im Lieferumfang befindet, möchte ich euch kurz wie gewohnt noch die Verpackung näher beschreiben.   

Die Vorderseite der kleinen Schachtel, ziert wie üblich, neben dem Herstellernamen auch der Name des In-Ear Kopfhörer „Blue Byrd“. Außerdem ist hier eine vergrößerte Abbildung der beiden Ohrstücke abgebildet und es wird auf Englisch darauf hingewiesen, dass es sich um Bluetooth In-Ear Kopfhörer handelt, der mit einer Klang-Personalisierung ausgestattet wurde. Unten links werden zudem noch die Logos von Bluetooth und Qualcomm aptX Low Latency dargestellt, da der In-Ear Kopfhörer mit diesen Funktionen ausgestattet wurde.

An der linken Seite ist wie beim Beyerdynamic Lagoon ANC, in einer kurzen Ausführung der Lieferumfang und die wichtigsten Ausstattungsmerkmale aufgelistet. Zu guter Letzt wird an der Rückseite der Blue Byrd In-Ear-Kopfhörer etwas kleiner, jedoch immerhin komplett dargestellt. Ebenso wir hier einiges an Text, über die MOSAYC-Klang-Personalisierung erwähnt. Des Weitern weißt man auf die MIY-App, welche kostenlos für iOS und Android erhältlich ist hin. 

Öffnet man die kleine Verpackung an der Oberseite, kommt direkt ein kleines, hochwertiges Transport-Etui zum Vorschein. In diesem befindet sich bei der Anlieferung nicht nur der Beyerdynamic Blue Byrd In-Ear Kopfhörer, sondern auch das USB-Typ-C Ladekabel und die Ohranpassstücke. Dieses Transport-Etui befindet sich übrigens sicher gehalten in einem 100 % Biologisch abbaubaren Material. Unter dem Element findet man schließlich noch die üblichen Kurzanleitungen, welche eigentlich bei keinem Produkt fehlen sollten.

(Verpackung: 4 von 5 Punkten)

Design

Beim Blue Byrd, handelt es sich um einen In-Ear Kopfhörer, bei dem beiden Ohrhörer mit einem knapp 2 mm dicken Kabel miteinander verbunden sind. Zwischen diesem knapp 700 mm langen Kabel befinden sich zum einen je 190 mm unterhalb des jeweiligen In-Ear Kopfhörer eine Verdickung (Kunststoffelement). In diesem 40 x 13 x 9 mm (L x H x B) Kunststoffelement, ist jeweils ein kleiner Akku integriert, welche den In-Ear Kopfhörer mit Strom versorgen. 

Unterhalb des rechten Ohrhörers ist dazwischen jedoch noch eine größere Drei-Tasten-Fernbedienung integriert. Dies ist vom Ohrhörer 70 mm entfernt und ca. 60 x 12 x 8 mm (L x H x B) groß. Diese Fernbedienung umfasst neben den drei Drucktasten, auf die ich später noch unter Bedienung genauer eingehen werde, ein Mikrofon, sowie eine rote/blau Status-LED auf der Rückseite. Des Weiteren befindet sich direkt daneben bzw. auf der Rückseite hinter den Bedientasten ein Beyerdynamic Schriftzug und an der Seite ein USB-Typ-C Anschluss, über welchen man den Akku aufladen kann.

Das Gehäuse der In-Ear Kopfhörer wurde aus drei einzelnen Teilen gefertigt. Dem Kunststoff-Rahmen, indem das Kabel verläuft, der Trichterförmige-Kunststoff-Teil mit dem Treiber an der Vorderseite, an dem dann auch die Ohrtipps befestigt werden. Sowie dem Aluminiumelement, an dem an der Außenseite das neue Beyerdynamic-Logo in Form eines „y“ erhaben prangt.

(Design: 4 von 5 Punkten)

Verarbeitung

Nicht nur bei den Over-Ear und On-Ear Kopfhörern ist es den Herstellern wichtig, ein möglichst bequemen, aber zugleich leichten Kopfhörer zu Entwickeln, sonder auch bei den In-Ear Kopfhörern. Daher verwendet auch Beyerdynamic hier zum Großteil Kunststoff. Lediglich die Aluminium-Zierplatte an der Außenseite, welche beim Tragen später nur minimal hervorsteht, wurde aus Aluminium hergestellt. Beim Gewicht kann der Beyerdynamic Blue Byrd ebenfalls überzeugen, denn mit einem Gesamtgewicht von 17 Gramm, fällt dieser sehr leicht aus.

Was ich an der Verarbeitung am neuen Blue Byrd etwas kritisieren könnte, wäre z. B. die Drei-Tasten-Fernbedienung. Diese fällt mir persönlich etwas zu groß aus und zudem gefällt mir die Unterteilung der drei Schaltbereich nicht wirklich. Beyerdynamic hat hier nämlich lediglich eine Bedienebene integriert, welche sich lediglich durch drei einzelne Druckpositionen unterscheidet. Hier hätte man meiner Meinung nach lieber auf drei einzelne vorstehende gummierte Tasten setzen sollen, denn somit könnte man diese direkt mit den Fingern ertasten. Dies ist so in dieser Ausführung leider nicht möglich, da die „+“ und „-“ Taste hier vertieft integriert wurde und sich kaum erfühlen lassen. 

(Verarbeitung: 4 von 5 Punkten)

TEIL 2

bestehend aus „Funktion des Produktes“ entspricht 65% der Gesamtwertung

Kopfhörer-ArtIn-Ear-Kopfhörer
BesonderheitenBluetooth 4.2 Leistungsklasse 2
FarbeSchwarz
AkkuLaufzeit Bluetooth® . . . . . . . . . bis zu 6 Stunden.
Ladezeit: ca. 1 Stunden
Gewicht 17 Gramm komplett
Ohrhörer selbst (ohne Kabel) 6 Gramm
Unterstützte ProfileHSP, HFP, A2DP, AVRCP, SPP, GAP, SDP
Unterstützte CodecsaptX™, aptX LL™, AAC, SBC, mSBC
Übertragungsbereich10-25.000 Hz
TönerJeweils links und rechts ein geschlossener Dynamischer-Treiber
Lieferumfang1x Beyerdynamic Blue Byrd In-Ear-Kopfhörer
1x 70 cm langes USB-Typ-C-Ladekabel
1x Hardcase
Kurzanleitungen
5 Parr Ohrtips in den Größen (XS; S; M; L; XL). Vormontiert ist von Werk aus die Größe M.
Technische Daten des Aftershokz Xtrainerz

Tragekomfort

Beyerdynamic verspricht beim Blue Byrd einen hohen Tragekomfort, der dank dem ergonomisch geformten Gehäuse und dessen flachen Bauform gewährleistet werden soll. Dieser Aussage kann ich soweit auch absolut zustimmen. Direkt beim Einsetzen in den Ohrkanal merkt man schon, wie gut sich diese bzw. die Silikon-Ohrpassstücke dem Ohrkanal anpassen. Gleichzeitig stellt man auch fest, dass die Ohrstöpsel zwar gleich tief wie viele anderen In-Ear Ohrhörer im Ohr sitzen, aber dank deren flachen Bauweise kaum aus dem Ohr hervorstehen. Für mich persönlich sind das von all den In-Ear Kopfhörer die ich getestet habe, diejenigen, die am wenigsten hervorstehen. Daher kann man, wie Beyerdynamic unter anderem verspricht den Blue Byrd zum Entspannen oder auch schlafen verwenden, denn an den Ohren gibt es keinen Druck, der bei anderen Ohrhörer entstehet, wenn man auf diese liegt.

Getragen wird der Beyerdynamic Blue Byrd entspannt über den Nacken. Dabei liegt das Kabel angenehm auf der Haut auf, da dieses mit einer weichen Oberfläche überzogen wurde. Dank dieser Beschichtung wurden zudem die Kabelgeräusche die üblicherweise bei solchen Kopfhörern entstehen können auf ein geringes Minimum reduziert.

Da Beyerdynamic gleich fünf Paar Ohrpassstücke in verschiedenen Größen (XS; S; M; L) dem Lieferumfang beilegt, sollte eigentlich jeder unter euch die In-Ear Kopfhörer der eigenen Passform anpassen können. Bei mir haben direkt die Ohrpassstücke, welche von Werk aus montiert waren super gepasst. Damit konnte ich problemlos mehrer Stunden Musik hören, ohne das ich dabei ein Druckgefühl oder Ähnliches empfunden habe.

Übrigens, wer anstelle von Ohrpassstücke aus Silikon lieber welche aus Memory-Schaum nutzen möchte, kann direkt bei Beyerdynamic die Comply (Serie 500) im 3-er Pack bestellen. Diese reduzieren die Umgebungsgeräusche noch einmal deutlich mehr und lohnen sich daher sicherlich.

(Tragekomfort: 4 von 5 Punkten)

Bedienung

Wie bereits angedeutet, möchte ich euch nun die Bedienung ausführlich erklären, denn über die drei Tasten, kann man sämtliche wichtigen Befehle, welche man beim Musikhören braucht ausführen.

Wie bereits erwähnt, befindet sich unterhalb vom rechten Ohrhörer eine Drei-Tasten Fernbedienung. Über diese kann man wie üblich die Musik pausieren, dies erfolgt durch das Betätigen der mittleren Taste, oder man kann während des Musikhören die Lautstärke erhöhen, indem man die „Plus-Taste“ betätigt bzw. absenken, wenn man logischerweise die „Minus-Taste“ drückt. Doch bevor man dies machen kann, muss man den Kopfhörer erst einmal einschalten, was durch das drücken und halten der mittleren Multifunktionstaste erfolgt. Möchte man den Ohrhörer wiederum ausschalten, dann muss man diese Taste für knapp 6 Sekunden betätigen. 

Über diese Multifunktionstaste kann man auch sämtliche weitere Einstellungen der Medienwiedergabe steuern. Möchte man z. B. zum nächsten Titel springen, dann genügt es, die Multifunktionstaste in der Mitte 2 x kurz zu drücken. Den Titel davor wiederum kann man durch 3 x Drücken hintereinander wiedergeben. Ebenso kann man jedoch auch die Musik vorspulen und zurückspulen, was entweder durch 2 x drücken und nach dem zweiten Drücken gedrückt halten erfolgt oder 3 x drücken und anschließendes halten, bis zum gewünschten Punkt.

Eine Anrufsteuerung ist ebenfalls direkt über die Multifunktionstaste der Fernbedienung möglich. Dazu einfach beim eingehenden Anruf einmal kurz, die mittlere Taste betätigen. Die Gesprächslautstärke kann dann ebenfalls wie die Lautstärke-Regelung der Musik, durch drücken auf „+“ oder „-“ geregelt werden. Möchte man z. B. aus zeitlichen Gründen gerade nicht den Anruf annehmen, genügt es, die mittlere Taste für ca. 2 Sekunden gedrückt zu halten.

(Bedienung: 3 von 5 Punkten)

Klang

Beim Blue Byrd setzt Beyerdynamic wie auch beim Lagoon ANC auf eine Klangpersonanlisierung. Diese ist nicht zwingend erforderlich und von daher könnte man den Blue Byrd wenn gewünscht, auch komplett ohne App nutzen und somit direkt via Bluetooth mit dem gewünschten Zuspielgerät koppeln. Doch da man hier eventuelle Firmware-Updates, einige Einstellungen und auch die MOSAYC Klang-Personalisierung für ein individuelles Hörerlebnis vornehmen kann, ist es ratsam, zuerst die App Namens „MIY“ auf dem Smartphone zu installieren. 

Fürs Klangbild setzt Beyerdynamic beim Blue Byrd auf geschlossene, dynamische Treiber, zu deren Größe das Unternehmen jedoch keine Infos angibt. Dafür wird jedoch der Übertragungsbereich welchen die beiden verbauten Treiber wiedergeben können angegeben, dieser liegt im Bereich von 10 – 25.000 Hz. Für den guten Klang in nahezu CD-Qualität ist der neue Blue Byrd von Beyerdynamic mit den wichtigsten Audio-Codecs ausgestattet worden. So unterstützt dieser anders, als in dieser Preisklasse üblich nicht nur aptX für Android, sondern auch noch aptX LL (Low Latency), für eine sehr geringe Latenz bei der Wiedergabe von Videos. Jedoch kommen auch Apple User nicht zu kurz, denn der von Apple-Devices genutzte AAC-Codec wir ebenfalls unterstützt. Übrigens wird direkt beim Starten der Musikwiedergabe über die Kopfhörer bekannt gegeben, welchen Audio-Codec dieser gerade verwenden. Bei mir am iPhone erfolgte dies z. B. durch die Durchsage ACC aktiv. Bei der Gesamtlautstärke stehen dem Beyerdynamic Blue Byrd ausreichend Reserven zur Verfügung, sodass dieser mit einer hohen Maximallautstärke überzeugen kann. Doch wie gut schneidet dieser klanglich ab? Hierzu möchte ich euch natürlich meinen Eindruck vermitteln.

 Beim Beyerdynamic Blue Byrd In-Ear Kopfhörer, hat man die gleiche Klangpersonalisierung integriert, wie bei dem von mir bereits getesteten Beyerdynamic Lagoon ANC. Diese beeinflusst das Klangbild unter Umständen mehr oder weniger, kann jedoch nach dem ersten Einmessen jederzeit deaktiviert werden oder auch reduziert zugeschaltet werden. Beyerdynamic selbst rät laut Handbuch, diese in etwa mit 50 % zuzuschalten. 

Nach dem erfolgreichen Durchführen der Klangpersonalisierung konnte mich der Blue Byrd mit einem voluminösen und konturierten Bass überzeugen, ebenso fehlt es keineswegs am beliebten Tiefbass. Die Mitten konnten mich mit einer blühenden Klangfarbe und die Höhen mit einer detailreichen Wiedergabe und hochauflösenden Tönen überzeugen. Mit der Stereobühne war ich zwar zufrieden, jedoch ist die Raumabbildung meiner Meinung nach etwas zu instabil und verwaschen.

Bei der Sprachverständlichkeit während des Telefonieren und beim WhatsApp Sprachnachrichten verfassen, war ich weniger zufrieden. Den selbst in einem ruhigen Raum waren hier im Vergleich zum Mikrofon in meinem iPhone X wesentlich mehr Nebengeräusche und ein permanentes Grundrauschen wahrnehmbar. Zudem ist die Sprache allgemein leiser, wie wenn ich diese direkt über das Smartphone aufnehme. Hier hat mich daher das verbaute Mikrofon nicht ganz überzeugen können. Beim Ansehen von Videos und Filmen über mein iPhone X konnte ich keinen Versatz zwischen dargestelltem Bild und dem wiedergegeben Ton feststellen. Wer zudem ein Android Smartphone besitzt, kann hier von Qualcomm aptX Low Latency profitieren, welches auch hier für eine verzögerungsfreie Wiedergabe sorgt.

(Klang: 3,5 von 5 Punkten)

App

Beyerdynamic bietet, beim Blue Byrd genau dieselbe kostenlose App Namens „MIY“ an, welche auch für den Beyerdynamic Lagoon ANC genutzt wird. Daher ist der Aufbau der App hier zu ca. 95 % identisch. Anders ist hier lediglich das dritte Untermenü, bei dem einem hier natürlich nicht das Touch-Bedienfeld näher erklärt wird, sondern die Drei-Tasten-Fernbedienung. Ebenso erhält man im letzten Untermenü Information über den  Blue Byrd In-Ear Kopfhörer und nicht über den Lagoon ANC. 

MIY
Preis: Kostenlos
MIY beyerdynamic
Preis: Kostenlos

Aufgeladen bzw. wieder mit Strom versorgt, wird der Aftershokz Xtrainerz über ein im Lieferumfang beiliegendes Ladecase mit einem knapp 20 cm langen USB-A Anschlusskabel. In dieser Ladeschale, welche via seitlichem Knopf geöffnet wird, kann der Xtrainerz einfach eingesetzt werden und durch das zuklappen wird dieser anschließend direkt mit Strom versorgt. Diesen Vorgang bestätigt eine versteckte LED am Kopfhörer, welche durch ein im Ladecase integriertes Sichtfenster durchleuchtet. Je nach aufleuchten erkennt man dabei, wie voll der Akku gerade ist. Für eine komplette Aufladung benötigt man ca. 2 Stunden. Eine Schnellladefunktion gibt es bei diesem Gerät nicht.  

(App: 4 von 5 Punkten)

Koppeln und Reichweite

Der Beyerdynamic Blue Byrd wird, wie der Name schon vermuten lässt, via Bluetooth mit dem Smartphone verbunden. Hierbei setzt das Unternehmen jedoch noch auf Bluetooth 4.2 und nicht gleich auf den neueren Standard Bluetooth 5.0. Nichtsdestotrotz geht dies soweit in Ordnung, denn die Einrichtung wie gewohnt sehr einfach. Beim ersten Einschalten befindet sich der Beyerdynamic Blue Byrd wie üblich automatisch im Pairing-Modus und kann daraufhin über die Bluetooth-Einstellungen mit dem Smartphone gekoppelt werden.

Sollte dies nicht so sein, kann man den In-Ear Kopfhörer ganz einfach in den Bluetooth-Verbindungsmodus versetzen. Dazu im ausgeschalteten Zustand die Multifunktionstaste für 6 Sekunden gedrückt halte und warten, bis die LED auf der Rückseite abwechselnd rot und blau blinkt. Praktisch ist, dass der Blue Byrd sich mit bis zu 15 Geräten koppeln kann und diese sich merkt. Schaltet man daher eines der Geräte an, verbindet sich der Kopfhörer automatisch mit diesem. Aber zu beachten gilt hier, dass man nur mit zwei Geräten gleichzeitig eine Verbindung aufbauen kann. 

Bei der max. Reichweite gibt Beyerdynamic 10 Meter an, was für ein Bluetooth 4.2-Modul ein Standardwert ist. Ich kam im Test jedoch auch zum Teil auf knapp 12 Meter. Dabei muss jedoch die Richtung genau passen und es dürfen keine großen Hindernisse oder Gegenstände dazwischen befinden. Logischerweise fällt die Reichweite im Haus/ Wohnung dementsprechend kleiner aus, als z. B. im Freien. Dies ist jedoch eigentlich selbsterklärend. 

(Koppeln und Reichweite: 4 von 5 Punkten)

Akku

Beim Beyerdynamic wurden wie bereits erwähnt in den beiden dickeren Kunststoffelementen jeweils ein kleiner Akku (Gesamt 106 mAh) verbaut. Diese ermöglichen zusammen laut Beyerdynamic eine Akkulaufzeit von bis zu 6 Stunden. Dies ist leider absolut nicht mehr zeitgemäß, denn hier bieten einige Kopfhörer besserer Laufzeit und das sogar mit einer zusätzlichen ANC-Funktion und zudem sind inzwischen viele True Wireless In-Ear Kopfhörer erhältlich, die ebenfalls mehr Laufzeit bieten. Dafür wiederum fällt das Gehäuse der Blue Byrd In-Ear Kopfhörer extrem klein aus. Von daher muss man sich hier selbst entscheiden, ob einem die geringe Laufzeit stören könnte oder eben nicht.

Beachten sollte man bei der Angabe der Laufzeit wie immer, dass diese von der eingestellten Lautstärke abhängt. In meinem mehrwöchigen Testzeitraum kam ich bei etwas über mittlerer Lautstärke auf eine Gesamtlaufzeit von etwas knapp über 4 Stunden. Dies ist wie bereits angedeutet nicht wirklich lange und einfach etwas zu wenig.

Sobald der 106 mAh kleine Akku leer sein sollte, wird dieser einfach über den USB-Typ-C Ladenschluss aufgeladen. Dieser Vorgang dauert von 0 auf 100 % knapp über eine Stunde. Eine Schnellladefunktion wurde leider auch hier nicht integriert.

(Akku: 3 von 5 Punkten)

TEIL 3

bestehend aus „Preis/Leistung“ entspricht 10% der Gesamtwertung

Beschreibung

Beim Blue Byrd handelt es sich um den neusten Bluetooth In-Ear Kopfhörer vom Unternehmen aus Heilbronn. Dieser kann zwar mit einem guten Klang und einer guten Verarbeitung überzeugen, doch ebenso hat dieser auch einige Schwächen.

Vor allem die Drei-Tasten-Fernbedienung gefällt mir persönlich von der Haptik und deren Größe weniger. Außerdem ist die Akkulaufzeit mit bis zu 6 Stunden in der heutigen Zeit einfach zu gering. Hier bietet die Konkurrenz zum Großteil eine längere Akkulaufzeit.

Preis/Leistung

Die UVP des Beyerdynamic Blue Byrd lag zum Marktstart bei 129€. Hier hat sich preislich nicht viel verändert. Lediglich über Amazon ist dieser gebraucht für unter 90€ erhältlich. Der Blue Byrd In-Ear Kopfhörer ist im Prinzip nicht schlecht, denn klanglich gefällt mir dieser dank Klangpersonalisierung ebenso gut, wie vom Tragekomfort und der Verarbeitung. 

Doch mir persönlich ist eine gute Bedienung ebenso wichtig wie auch eine möglichst lange Akkulaufzeit und genau dies sind des Blue Byrd schwächen. Die Drei-Tasten-Fernbedienung ist nicht gut gelöst. Die beiden Tasten zur Lautstärkensteuerung lassen sich nicht so gut ertasten. Des Weitern konnte mich das verbaute Mikrofon nicht überzeugen, dieses nimmt selbst in einem leisen Raum ein präsentes Hintergrundrauschen mit auf, was einfach nicht sein darf. Hie liefert selbst mein iPhone X bessere Ergebnisse. Ebenso enttäuschen ist die Akkulaufzeit von max. 6 Stunden. Hier gibt es, wie bereits erwähnt viele In-Ear Kopfhörer die deutlich länger durchhalten.

Beyerdynamic Blue Byrd

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testr Gesamtwertung

unter Berücksichtigung aller Teilwertungen

 Wir bedanken uns beim Hersteller für die Bereitstellung des Produktes. Zu unseren Grundsätzen

Link zum Hersteller: beyerdynamic.de

Gigaset GS110

In aller Kürze

Das Gigaset GS110 ist für den Preis von unter 120€ ein gutes Einsteiger-Smartphone. Dieses kann unter anderem mit einem 3.000 mAh Akku überzeugen, welcher sehr einfach ausgetauscht werden kann. Die Verarbeitung und das Design ist für den Preis ebenso gut. Lediglich die etwas schlechte Kamera und der RAM könnte besser sein, denn diese sind leider heutzutage keinesfalls mehr zeitgemäß.

Gefällt uns

  • Gute Akku-Leistung
  • Wechselakku
  • modernes Design und gute Verarbeitung
  • Kopfhörerbuchse
  • USB-Typ-C Anschluss

Gefällt uns weniger

  • Gering Auflösendes Display
  • mäßige Foto- und Videoqualität
  • keine Kopfhörer im Lieferumfang
  • teils langsame Performance
Gigaset GS110

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TEIL 1

Bestehend aus „Verpackung/Design/Verarbeitung“ entspricht 25% der Gesamtwertung

Verpackung

Farblich bleibt Gigaset den Farben des Logos treu, denn die VFarblich bleibt Gigaset den Farben des Logos treu, denn die Verpackung kommt ebenfalls in den typischen orange/weißen Farben daher. Die Verpackung selbst ist jedoch wie beim Gigaset GS280 anders, als die der ganzen anderen Smartphone-Hersteller. Diese schütz das Smartphone zwar ebenfalls sehr gut, ähnelt vom Material und dem Öffnungskonzept jedoch dem eines üblichen Versandkartons. Es handelt sich hierbei nämlich um eine weiße 1. welligen Kartonage, welche an der Außenseite mit einigen technische Daten und Bilder des Gerätes bedruckt wurde. 

Bevor wir uns den Inhalt näher anschauen, betrachten wir zuvor die Verpackung. Die Oberseite zieren wie üblich den Namen des Herstellers „Gigaset“ und die Modellbezeichnung „GS110“. Des Weiteren ist es hier bei Gigaset noch üblich, das Smartphone von der Vorder- und Rückseite betrachtet abzubilden. An den Stirnseiten wird wie gewohnt rundherum im Zentrum der Name „Gigaset“ präsentiert. An der oberen Stirnseite ist wiederum ein Aufkleber über dieses Logo geklebt, welcher wie üblich über die IMEI 1-/2-Nummer, die Seriennummer, das Smartphone-Modell und dessen Farbe informiert.

Die Rückseite hält wie von Gigaset bereits gewohnt, einen kleinen Auszug der wichtigsten Ausstattungsmerkmale des Smartphones bereit. Daher erfährt man hier z. B., dass es sich um ein 6,1 Zoll Display mit V-Notch (Tropfen-Notch) handelt, es mit Android 9 Pie (Go Edition) bestückt ist und neben einem wechselbaren 3.000 mAh Akku auch noch einen 8-Kern Prozessor besitzt usw. 

Wie bereits vom Gigaset GS280 gewohnt, wird auch das neue GS110 nicht mehr in einer zweiteiligen Verpackung geliefert, sondern in einer einteiligen, welche von rechts nach links aufgeklappt wird. Hat man diese geöffnet, erblickt man das Gigaset GS110 in einer matten Folie verpackt, welches zudem mit einer Displayschutzfolie versehen wurde. Diese Displayfolie ist ebenfalls mit dem Namen des Smartphones bedruckt und informiert über sämtliche Bedienelemente und Anschlüsse am Gerät.

Das restliche Zubehör verbirgt sich unter einem simplen Trennboden. Dabei handelt es sich um den 3.8 V 3.000 mAh Akku mit 11,4 Wh und die separate Kunststoffrückseite des Smartphones, welche nach dem einlegen des Akkus angebracht werden muss. Zudem liegt darunter noch eine Bedienungsanleitung aus 100 % Recycelten Papier, ein USB-Typ-C Ladekabel und ein 10 Watt Netzteil.

Ein SIM-Tool braucht man im Falle des GS110 nicht, da die SIM-Karte seitlich bei geöffneter Rückseite eingeschoben wird. Was wiederum dieses Mal gegenüber den anderen Geräten fehlt, ist ein In-Ear Kopfhörer Paar. Diese hätte Gigaset wie gewohnt trotz des niedrigen Preises beilegen können, auch wenn diese wie üblich nicht besonders gut sind. Doch der Anspruch der Leute von so günstigen Smartphones ist nicht so hoch, daher würden prinzipiell diese „billigen“ Kopfhörer problemlos ausreichen.

(Verpackung: 3,5 von 5 Punkten)

Design

Beim Gigaset GS110, hat das Unternehmen gegenüber den bisherigen Smartphones, die ich vom Unternehmen getestet habe einiges geändert. Zum ersten Mal setzt man nämlich beim Display nicht mehr auf einen breiten Balken an der Unter- und Oberseite, sondern hat den Displayrahmen an der Oberseite durch einen deutlich schmäleren Rahmen mit einer Tropfen-Notch (V-Notch) versehen. In dieser kleinen Aussparung befinden sich mittig die kleine Selfie-Kamera und die Hörmuschel.

Ebenso wieder neu aufgelegt hat Gigaset bei diesem Einsteiger-Smartphone die abnehmbare Rückschale und der daraus resultierende wechselbare Akku. Dies finde ich in der heutigen Zeit schon besonders, denn mittlerweile kommen eigentlich soweit mir bekannt ist alle Smartphone mit einem Unibody-Gehäuse daher, bei denen dies eben nicht möglich ist. Daher bekommt man hier mit nur wenig Kraftaufwand die Rückseite entfernt und kann den Akku völlig einfach wie bei den meisten ersten Smartphones wechseln. 

Klar hat die Rückseite, welche man wechseln kann auch Nachteile, denn diese kann somit nicht aus Glas oder Aluminium bestehen. Daher handelt es sich hierbei wie bei den ersten Smartphones von Samsung und Co. um eine Kunststoffschale. Ebenso muss man hier in diesem Fall auf einen Fingerabdrucksensor verzichten, denn diese wäre hier auf der Rückseite unmöglich zu integrieren. Daher hat man sich hier auf das altbekannte Entsperrmuster oder alternativ einer Gesichtsentsperrung festgelegt. Um es vorneweg zu nehmen, kann ich hier jedoch klar sagen, dass diese definitiv nicht so gut und genau wie z. B. Face-ID von Apple ist. 

Von den Abmessungen ist das Gigaset GS110 aufgrund des größeren Displays etwas länger und breiter geworden, wenn man dies mit dem GS280 vergleicht. Wiederum hat es in der breite ein paar Millimeter abgenommen und ist mit 154 Gramm eines der leichtesten Smartphones aus dem Hause Gigaset. Das Display wiederum ist deutlich gewachsen und gehört beim Gigaset GS110 mit 6,1 Zoll zum größten Display, welches das Unternehmen bisher bei seinen Smartphones verbaut hat.

Die neue Smartphone-Generation hat Gigaset nun endlich auch dem aktuellen Trend der ganzen anderen Hersteller angepasst. Somit kommt wie bereits erwähnt die neue Serie mit einer Notch daher. Beim GS110 ist es in diesem Fall ein Tropfen-Notch. Im unteren Bereich ist der Rand (Kinn) zwar verschmälert geworden, jedoch wenn man bedenkt, dass hier nicht verbaut ist, ist dieser mit den knapp 7 mm immer noch relativ breit. Das 6,1 Zoll große Display ergibt bei dessen Form ein 19,5:9 Format, also ist es etwas mehr als doppelt so hoch wie breit. 

Bei der Anordnung der Tasten gibt es gegenüber dem von mir getesteten Gigaset GS280 keinen großen Veränderungen. Daher ist an der rechten Seite wie gewohnt die Lauter-/Leiser Wippe und nur wenige Millimeter darunter der leicht geriffelte Power-Knopf untergebracht. Der SIM-Karten und micro-SD-Slot findet man hier beim GS110 jedoch nicht wie gewohnt links, sondern nun unter der abnehmbaren Polycarbonat-Rückschale. Hier kann man von hinten betrachtet die beiden SIM-Karten oben links in zwei getrennte Steckplätze einsetzen und bei Bedarf den internen Speicher mit einer Micro-SD-Speicherkarte um bis zu 256 GB erweitern. Dieser Steckplatz befindet sich unmittelbar oberhalb des Akkus und ist entsprechend gekennzeichnet. 

Weiterhin hat Gigaset an seinen Smartphones einen AUX-Anschluss verbaut. Damit kann man bei Bedarf weiterhin ein Kopfhörer via Kabel anschließen, sofern man diesen hat, denn Gigaset legt diesen beim GS110 wie bereits erwähnt nicht mit in die Verpackung. An der Unterseite findet man zentral einen modernen zeitgemäßen USB-Typ-C Anschluss zum Aufladen, welcher rechts von einem Mono-Lautsprecher und links von einem Mikrofon (für Telefonate) umgeben ist. Die Löcher welche hier in der Rückschale links neben dem Lade-Anschluss eingebracht sind, gelten dabei nur der Optik, denn diese haben hier wie man bei entfernt Rückseite sehen kann keinerlei Funktion. Das Mikrofon ist nämlich hinter dem kleineren Loch ganz links außen. 

An der Rückseite ist in der oberen linken Ecke ein Single-Kameramodul verbaut. Dabei handelt es sich um eine mit 8 Megapixeln auflösende Kamera mit einer Blende von f/2.8, welche angesichts des Preises nicht anders zu erwarten, von einem Mono-LED-Blitz bei schwachem Licht unterstützt wird. Bei der Frontkamera, welche wie bereits erwähnt in der Notch verbaut ist, setzt Gigaset auf eine 5 Megapixel Linse mit ebenfalls einer Blende von f/2.8. Über der Kameralinse ist wie üblich dann noch eine schmale Hörmuschel und daneben einem Annäherungssensor untergebracht. Dieser dient wie üblich dazu, das Display abzuschalten, sobald man das Smartphones ans Ohr hält. Zudem ist hier direkt daneben auch der Lichtsensor untergebracht, welcher wie üblich die Helligkeit des Displays, automatisch der aktuellen Lichtsituation anpasst.

Nun möchte ich noch kurz zum Mono-Lautsprecher eingehen. Dieser ist von der maximalen Lautstärke zwar laut genug, doch klangliche Wunder solltet ihr hier nicht erwarten. Musikhören im Bad, ist damit zwar gut möglich, aber einen Film über Netflix oder ein Video über Youtube anschauen würd ich persönlich meistens mit Kopfhörer bevorzugen. Der Klang ist nämlich was den Tiefgang, also den Bassbereich angeht sehr mager aufgestellt. Hier hören sich Explosionen nicht tief genug an und daher fehlt es hier an Kraft.

Der USB-Typ-C-Ladeanschluss an der Unterseite unterstützt weiterhin wie die bisherigen Gigaset Smartphones die USB-on-the-go (OTG) Funktion. Dies bedeutet, dass man mit dem passenden Kabel ein angeschlossenes Gerät mit Strom versorgen kann. Dabei dient das Gigaset GS110 wie bereits dessen Vorgänger, als Power-Bank.

(Design: 3,5 von 5 Punkten)

Verarbeitung

Die Verarbeitung des Gigaset GS110 ist gut. Die Rückseite besteht aus Kunststoff und nicht wie bisher bei den anderen Gigaset Smartphones aus Aluminium. Doch dies hat bei diesem Modell seinen Grund, denn hier wollte man ein Smartphone auf den Markt bringen, welches für Einsteiger geeignet ist und den Vorteil mit sich bringt, dass man den Akku durch die Polycarbonat-Rückseite einfach austauschen kann. Dies hat eben den Grund, dass man beim GS110 den Eindruck hat, dass dieses nicht ganz so wertig wäre, wie dessen Vorgängergeräte. Doch diesen Kompromiss musste man dafür eben eingehen.

Ansonsten kann das Gerät neben einem guten Druckpunkt bei den Tasten ebenso mit einem modernen USB-Typ-C-Anschluss überzeugen. Des Weiteren ist für diese Preisklasse das Display mit 6,1 Zoll und einem Tropfen-Notch sehr positiv. Doch was mir wiederum weniger gefällt, ist das vom Rahmen vorstehende Display. Fällt einem nämlich das Smartphone aus der Hand, knallt dieses mit großer Wahrscheinlichkeit so auf den Boden, dass dabei ordentlich das Display kaputt geht. Klar, dies passiert auch bei den teuereren Geräten, doch hier ist die Wahrscheinlichkeit meiner Meinung nach noch höher. Schließlich steht der Rahmen der Polycarbonat-Rückseite ca. 2 mm zurück und würde beim Herunterfallen sowieso wegfallen. 

Die Kamera auf der Rückseite ist jedoch wie bereits bei den Vorgängergeräten etwas zu weit oben platziert worden. Von daher steht das Modul durch die abgerundeten Kanten rundherum, im oberen Bereich etwas mehr (ca. 1,0 mm) hervor. Im restlichen Bereich steht die Kameralinse bzw. das Glas und der Kunststoff – Rahmen darum knapp 0,5 mm hervor. Wer von euch vorhat sein Smartphone, sowieso immer in einer Schutzhülle zu verwenden, muss sich über diese Eigenschaft keine Gedanken machen. Zumal bei vielen anderen Herstellern die Kamera sogar bis zu 2 mm hervorsteht.

(Verarbeitung: 3,5 von 5 Punkten)

TEIL 2

bestehend aus „Funktion des Produktes“ entspricht 65% der Gesamtwertung

Display5,7 Zoll (19,5:9 Format) 1200 x 600 Pixel, Pixeldichte beträgt 233 ppi
CPUSpreadtrum SC9863A Octa-Core, 64bit, 4x 1.60 GHz 4x 1.20 GHz Cortex-A55 / GPU: IMG8322
RAM1 GB RAM
Speicher16 GB (mit microSD bis zu 256 Gigabyte erweiterbar)
BetriebssystemAndroid 9.0 „Pie“ Go
Haupt-Kamera8MP f/2.8 Blende; Mono-LED-Blitz.
Frontkamera5 Megapixel; mit LED-Blitz
AnschlüsseUSB-Typ-C-Ladenaschluss, 3.5mm-Klinke
Akku3.000 mAh; wechselbar
Konnektivität
Wi-Fi 802.11 b/g/n 2,4 GHz. Mobilfunknetz bis 4G, Wi-Fi Direct, Bluetooth 4.2 und GPS, A-GPS, GLONASS
Abmessungen
(LxBxH)
155 mm x 73,1 mm x 9,7 mm
Gewicht154 Gramm
LieferumfangGigaset GS110
10 Watt-Netzteil
USB-Typ-C-Ladekabel
3.000 mAh Akku
Polycarbonat-Rückseite
Bedienungsanleitung

Performance

Gleich vorneweg kann ich beim Gigaset GS110 klar sagen, dass es sich hier nicht um ein Smartphone mit top CPU, GPU, RAM usw. handelt. Dennoch laufen die Standard Anwendungen und Games mit geringeren Anforderungen problemlos. 

Beim Gigaset GS110 setzt das Unternehmen auf einen Spreadtrum SC9863A Octa-Core (8-Kern) Prozessor. Dieser CPU kommt von dem Unternehmen Unisoc, welches bisher eher unbekannt war, da es Chipsätze lediglich für die „billigen“ Smartphones hergestellt hat. Mit dem neuen Anfang 2019 vorgestellten SC9863A, hat man jedoch einen achtkernigen ARM-SoC im Sortiment, der die Cortex-A55-Technologie verwendet. Von den insgesamt 8-Kernen, takten vier mit jeweils 1,2 und die vier anderen mit bis zu 1,6 GHz. Zwar handelt es sich hier um einen 64-Bit CPU, jedoch wurde dieser weiterhin im 28 nm Verfahren hergestellt. Andere Hersteller wie Samsung, Qualcomm und Huawei stellen ihre CPU´s bereits im deutlich besseren 7-Nanometer-Verfahren her. Der Prozessor im Gigaset GS110 wird von einem IMG8322 GPU und einem etwas mager bemessenen 1 GB RAM unterstützt. Hier hätte man wirklich mehr als 1 GB integrieren können, den das ist absolut nicht mehr zeitgemäß, egal ob es sich hier um ein Einsteigergerät handelt oder dieses für Android 9 Go ausreichend ist. Somit kann einem hier klar sein, dass es für dieses Gerät sicherlich keine Updates auf das nächste Android (Android 10 Go) geben wird.

Beim internen Flash-Speicher dürften die 16 GB wiederum für die meisten ausreichen. Klar ist dies nicht besonders viel, doch ihr müsst hier bedenken, das Smartphone ist kein Mittelklasse-Gerät, geschweige denn ein Oberklassen-Smartphone. Es handelt sich um ein Gerät, welches ihr z. B. euren Eltern oder Großeltern kauft. Zudem lässt sich der Speicher mit einer Micro-SD-Speicherkarte, die inzwischen ganz günstig erhältlich sind um bis zu 256 GB erweitern. Daher sollte es vom Speicher definitiv kein Problem geben, eher wird es beim Prozessor oder dem Arbeitsspeicher kritisch. 

Dass man beim verbauten Speicher keinen rasanten Speicher erwarten kann, sollte einem hier beim Gigaset GS110 natürlich eigentliche ebenfalls logisch sein. Für Mama, Papa oder Oma und Opa, die einfach nur ein Smartphone zum Anrufen, via WhatsApp schreiben und gelegentlich Bilder machen benötigen, reicht diese Geschwindigkeit auch problemlos aus. Für alle anderen natürlich nicht, aber ihr kauft euch dann auch ein Gerät, das nicht nur 110€ kostet, sondern meistens 300€ oder sogar einiges mehr (über 1100€). Laut AndroBench erreicht der interne Speicher beim Schreiben 57 MB/s und beim Lesen 61 MB/s, daher reden wir hier im Vergleich zu den bisherigen Gigaset-Geräten wirklich nicht von einem schnellen Smartphone, bezogen auf den Speicher. Erfreulich ist wiederum, das Android Go hier von den 16 GB Speicher wenig wegnimmt. Das System nimmt knapp über 4 GB ein und die vorinstallierten Android-Apps weitere 2 GB. Somit bleiben einem selbst etwas mehr als 9 GB frei zur Verfügung, welche wie bereits erwähnt via Micro-SD-Speicherkarte erweitert werden können.

Die meisten nicht besonders anspruchsvollen Apps laufen auf dem Gigaset GS110 ohne Probleme. Also könnt ihr hier problemlos hin und wieder eure Mails lesen/beantworten, WhatsApp installieren und mit euren Freunden und Verwandten kommunizieren, aber auch im Internet surfen sollte im Alltag auf den meisten Seiten kein Problem darstellen. Ich habe im Test verschiedene Webseiten mit mehren Bilder usw. besucht und dabei kam es zu keinen Aussetzern oder Abstürzen. Lediglich bei besonders anspruchsvollen Apps wie Instagram, Facebook oder bei der App „Antut“ musste ich feststellen, dass vor allem beim Starten, der geringe Arbeitsspeicher Probleme bereitet. Dies wirkte sich soweit aus, dass die App langsam startet oder teils sogar abstürzt. 

Schon die technischen Daten des Gigaset GS110 zeigten mir ganz klar, dass ich hier bei der Performance, was den Bereich Spiele angeht, nicht besonders viel erwarten sollte. Daher hab ich die besonders anspruchsvollen Spiele auch gar nicht erst installiert. Das ist ja soweit auch ok, denn schließlich wird sich dies jeder von euch soweit eigentlich denken können, dass dieses Einsteiger-Smartphone nicht dafür ausgelegt ist.

Der verbaute CPU, RAM und GPU wäre dafür einfach nicht stark genug. Somit laufen auf dem Gigaset GS110 lediglich Spiele wie z. B. Gardenscapes usw, also solche, welche sich sowohl bei der grafischen Leistung, als auch bei den Animationen in Grenzen halten. Leider kann ich euch zu diesem Smartphone ausnahmsweise keine Werte zu den Benchmarktests mitteilen, denn Geekbench konnte ich darauf nicht installieren, und Antutu hängte sich immer wieder auf. Das Scrollen durch die verschiedenen Webseiten läuft weitestgehend flüssig. Lediglich wenn viele Bilder und andere Animationen auf der Webseite integriert sind, merkt man hier ein leichtes ruckeln.

(Performance: 2,5 von 5 Punkten)

Display

Beim Display setzt Gigaset wie bereits angedeutet auf ein großes 6,1 Zoll große IPS-Display. Dieses ist zwar eine gute Neuerung, denn bisher hatten die Gigaset Geräte immer einen deutlichen breiten Rand an der Ober- und Unterseite. Jedoch kann das Display in anderen Punkten dennoch nicht wirklich überzeugen. Dies liegt daran, dass dieses zum einen lediglich mit 1.200 x 600 Pixeln auflöst, was einer Pixeldichte von 233 ppi entspricht. Somit ist die Auflösung deutlich geringer als bei den bisherigen Gigaset-Smartphones und trotz des geringen Preises nicht wirklich zeitgemäß. Man erkennt hier z. B. beim Betrachten der Notch teils einzelne Pixel. 

 Der Formfaktor des Gigaset GS110 liegt nun bei einem Wert von 19,5:9 und der Screen-to-Body-Ratio steigt von bisher unter 80 % dank schmäleren Rändern auf 85 %. Dieser Wert gibt an, wie viel der Vorderseite mit einem Display abgedeckt ist. Die max. Helligkeit des IPS-Display, welches bis zu 5 Touchpoints registrieren kann, liegt bei geringen 400 cd/m2. Daher sind wir hier beim Gigaset GS110 wieder bei einem etwas dunkleren Display. Hier bieten einige andere Hersteller zum Teil noch etwas hellere Helligkeiten, was vor allem im Alltag im Freien Vorteile bietet.

Im Indoor-Einsatz und im Schatten wiederum macht die etwas geringe Helligkeit nichts aus. Dieses Manko sollte einem beim kauf natürlich bewusst sein, schließlich kauft man hier ein Gerät, das knapp über 100€ kostet. Ansonsten ist das Display angesichts des Preises ganz gut, die Farben werden kräftig genug dargestellt und der Kontrast geht soweit ebenfalls in Ordnung. Hier darf man eben keine große Wunder erwarten, daher sind auch die üblichen Farbverläufe zu erkennen, wenn man auf das Display von der Seite blickt. Diese machen sich mit einem leichten Blau-/ und Gelb-Stich bemerkbar.

(Display: 3,5 von 5 Punkten)

Akku

Der Akku im Gigaset GS110 ist 3.000 mAh groß und als Besonderheit wie bereits erwähnt wechselbar. Dieser ist zwar nicht ganz so groß wie bei einigen anderen Gigaset Smartphones (GS280 usw.), doch im Vergleich zu vielen anderen Smartphones immer noch verhältnismäßig groß. Zudem ist der Akku-Verbrauch dank der abgespeckten Android 9 Go, sowie der schwächeren Hardware sehr gering. Dabei wirkt sich der etwas schwächere CPU/GPU, RAM und das geringer auflösende Display positiv auf den Alltagstest aus. Schließlich kann man hier gegenüber der Konkurrenz, mit einer deutlich längeren Laufzeit rechnen. 

Nutzt man das Gigaset GS110 im normalen täglichen Gebrauch lediglich zum Webbrowsing, WhatsApp-Nachrichten verfassen und hin und wieder ein Foto knipsen, dann packt das Gerät problemlos zwei Tage oder bei weniger nutzen sogar fast drei Tage. Spielt man wiederum häufig mit dem Smartphone verschiedene Games, dann reicht der Akku je nach Intensität nur bis zum Abend. Sobald der Akku am Abend oder auch über den Tag leer sein sollte, dann wird dieser via USB-Typ-C Ladekabel und dem 10 Watt Netzteil wieder mit Strom versorgt. Bis der Akku voll aufgeladen ist, vergehen knapp 3 Stunden.

(Akku: 4,5 von 5 Punkten)

Kamera

Gigaset hat beim GS110 lediglich eine Hauptkamera mit 8 Megapixeln und einer Blende von f/2.8 verbaut. Auf den Bildern mag es eventuell auf den ersten Blick so aussehen, als wäre wie beim iPhone X eine Dual-Kamera verbaut, doch dem ist nicht so. Unter der Single-Kamera ist nämlich lediglich ein Mono-LED Blitz verbaut. Die 8MP sind meiner Meinung nach selbst bei einem Smartphone in dieser Preisklasse zu gering, denn diese befindet sich ungefähr auf dem Niveau einer guten Frontkamera.

Bei meinen Testaufnahmen stellte ich fest, dass der Autofokus sehr langsam arbeitet. Dies ist soweit ärgerlich, denn wenn man das Gigaset GS110 z. B. seinen Eltern schenkt und diese Bilder von ihren Enkeln machen wollen, werden diese oftmals keine guten Bilder machen können. Möchte man besondere Momente festhalten, dann ist ein schneller Autofokus wichtig, doch genau die gelingt mit dem Gigaset GS110 leider nicht. Ebenso kann man die Bilder bei schlechten Lichtverhältnissen absolut vergessen. Diese sind total verrauscht und somit völlig ohne Details und Schärfe, was daran liegt, dass keinerlei Bildstabilisator verbaut wurden. Daher verwackeln die Bilder besonders bei schlechten Lichtverhältnissen zu sehr. Doch selbst bei guten Lichtverhältnissen sind die Bilder nicht scharf genug und Details gehen total verloren. Ebenso ist die Dynamik sehr schwach, sodass  z.B. der Himmel zu sehr überbelichtet wird. 

Die Frontkamera löst mit maximal noch geringeren 5 MP auf. Damit gelingen im Großen und Ganzen bei gutem Licht brauchbare Aufnehmen. Jedoch hat die Frontkamera etwas zu sehr Probleme, die verschiedenen Helligkeitsstufen zu erkennen, sodass es bei den Fotos dazu kommt, dass vor allem der dunkle Bereich sehr gleich aussieht. Was zur Folge hat, dass man hier keine wirklichen Kanten und Details mehr wahrnehmen kann.

Videos können mit dem Gigaset GS110 wie bisher bei sämtlichen anderen Gigaset Smartphones lediglich mit maximal 1.080p und 30 fps aufgenommen werden. 4K-Videos werden daher ebenso wenig unterstützt wie Slow-Motion aufnahmen.

(Kamera: 2,5 von 5 Punkten)

 Software

Auf dem Gigaset GS100 ist Android 9 Go installiert. Dabei handelt es sich um eine abgespeckt Version der regulären Android 9 -Version, welche dadurch auch auf leistungsschwächeren Geräten flüssig läuft. Der auf meinem Testgerät installierte Sicherheitspatch stammt vom Juli 2019 und ist daher auch nicht mehr wirklich der aktuellste. 

Durch den Einsatz von Android 9 Go, hält sich die Menge an sogenannter Bloat-Ware in Grenzen. Neben den üblichen Apps wie Google Chrome, Kalender, Rechner usw. sind auch Google Apps wie Google Go, YouTube, Gmail, Google Assistant Go und Google Maps Go vorinstalliert. Android Go hat nicht nur den Vorteil, dass dies auch leistungsschwächeren Geräten flüssiger läuft, sondern auch, dass das System weniger Speicher verbraucht. Somit stehen dem Nutzer von verbauten Flash-Speicher mehr Speicherplatz zur Verfügung.

Das System startet aufgrund der etwas schwächeren Ausstattung nicht gerade schnell, hält sich jedoch im Vergleich zu iOS-Devices und manch anderen Android-Smartphones auf einem ähnlichen Niveau.

(Software: 3,5 von 5 Punkten)

TEIL 3

bestehend aus „Preis/Leistung“ entspricht 10% der Gesamtwertung

Beschreibung

Beim Gigaset GS110 handelt es sich, wie Gigaset es selbst bezeichnet um ein Einsteiger-Smartphone. Daher kann man hier angesichts eines Preises von knapp über 100€ mit keinen hochwertigeren Materialien wie z. B. Glas oder einem Aluminium bzw. Edelstahlrahmen rechnen. Dennoch liefert Gigaset hier für diesen Preis ein gut Verarbeitetes und modernes Smartphone. 

Das Android 9 Pie Go Betriebssystem arbeitet trotz niedriger Rechenpower zuverlässig und ohne größere Aussetzer. Ebenso kann das Smartphone mit einem aktuellen USB-Typ-C Ladeanschluss überzeugen und der wechselbare Akku sorgt ebenfalls für einige Vorteile. 

Preis/Leistung

Das Gigaset GS110 kann man direkt bei Gigaset für 119,00 EUR bestellen. Wer das Gerät jedoch bei Amazon bestellt, erhält für denselben Preis zusätzlich noch eine gratis 32 GB Micro-SD-Speicherkarte inkl. Adapter dazu.

Das Gigaset GS110 richtet sich an die Zielgruppe der Smartphone-Einsteiger. Möchte man z. B. den Eltern oder sogar Großeltern den einstig in die Welt der Smartphones ermöglichen, wäre das GS110 eine gute Wahl. Es handelt sich dabei zwar nicht um das beste Smartphone, doch angesichts des Preises von unter 120€ ist es Preis-Leistungstechnisch gesehen kein schlechtes Gerät. Schließlich gibt es viele Leute, die ihr Smartphone lediglich dazu nutzen, damit diese erreichbar sind und diese gelegentlich Bilder machen können.   

Gehört ihr zu denjenigen, bei denen dies der Fall ist, bzw. sind eure Eltern dies, dann ist das Gigaset GS110 das richtige Smartphone, wenn man keine 200€ oder sogar mehr für ein Gerät ausgeben möchte. Die einzigen Mankos des GS110 waren bei mir im Test das etwas zu dunkle und schlecht auflösende Display, sowie die schwache Kamera. Ansonsten kann es unter anderem mit einem einfach zu wechselnden Akku und einer guten Verarbeitung überzeugen. 

Gigaset GS110

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1More E1004BA Dual Driver BT ANC

1More gehört definitiv zu den jüngsten Anbieter von Kopfhörern. Doch dies bedeutet keineswegs, dass diese unerfahren sind. Schließlich habe ich bereits neben dem kabelgebundenen Over-Ear Kopfhörer H1707, auch die True Wireless Ohrhörer E1026BT-I getestet, welche mich beide angesichts ihrer guten Preis-Leistungs-Verhältnisse überzeugen konnten. Zugegeben, die Namen sind hier etwas komplizierter, doch dies ist bei vielen anderen chinesischen Unternehmen wie z. B. Audio-Technica ebenfalls ein Problem. 1More E1004BA Dual Driver BT ANC. Ähnlich ist dies auch bei diesem Produkt, welches ich euch in diesem Testbericht vorstellen möchte. Dabei handelt es sich um einen In-Ear Ohrhörer mit Dual-Treiber, welcher mit Noise-Cancelling ausgestattet ist. Diesen hat man in diesem Fall schlicht und einfach „1More E1004BA Dual Driver BT ANC“ genannt. Doch abgesehen von dem Namen, klingt der Kopfhörer von den technischen Daten sehr vielversprechend. Daher hab ich diese nun einige Zeit getestet und möchte euch hier verraten, ob diese mich im Test überzeugen konnten und ihr Geld wert sind.

1More E1004BA Dual Driver BT ANC

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TEIL 1

Bestehend aus „Verpackung/Design/Verarbeitung“ entspricht 25% der Gesamtwertung

Verpackung

Bei den bisher von mir getesteten Produkten von 1More, hat mir das Unternehmen bereits eines gezeigt, und zwar, dass man was von Design versteht. Dies fängt bei den 1More E1004BA Dual Driver BT ANC bereits bei der Verpackung an, welche mir sehr gut gefällt.

Beim Öffnungsmechanismus der Verpackung ist sich 1More treu geblieben, denn man setzt hier erneut auf ein Verschlussmechanismus, welcher durch zwei Magnete erfolgt. Die Verpackung ist sehr detailliert gestaltet, was einem die besondere Innenseite zeigt, doch zuvor möchte ich euch die Außenseite näher beschreiben. Schließlich hält auch diese einige Informationen über die In-Ear Ohrhörer bereit.

Wie eigentlich bei sämtlichen anderen Herstellern von Kopfhörern, werden auf der Vorderseite der Verpackung, neben dem Firmenlogo auch der Name des Produktes erwähnt. Zudem ist bei 1More hier auf der weißen Verpackung ein Teil einer vergrößerten „1“ zu sehen, welche hier grau ausgelegt ist und einen Ausschnitt des Kopfhörers zeigt. Genauer gesagt, handelt es sich hierbei um die Seite, an der auch sämtliche Bedienelemente untergebracht sind. Im linken unteren Bereich erwähnt der Hersteller zudem noch einige wichtige Merkmale des In-Ear Kopfhörers zu denen unter anderem folgende Eigenschaften zählen: ein dynamischer Treiber und ein Balanced-Armature-Treiber, Activ-Noise Cancelling (ANC), Schnelllade-Technologie via USB-Typ C usw.

Dieselben Eigenschaften werden jedoch auch ausführlich in vielen weiteren Sprachen auf der Rückseite präsentiert. Jedoch erwähnt das Unternehmen 1More hier auch noch ein paar technische Daten und den Standort des Unternehmens.

Wie ich bereits erwähnt habe, wird die Verpackung, welche von Magneten geschlossen gehalten wird, von rechts nach links aufgeklappt. Nach dem Aufklappen erblickt man direkt auf der Innenseite der Verpackung, einige Skizzen der Ohrhörer inkl. Aufbau. Diese Skizzen setzt 1More bisher bei allen von mir getesteten Geräten ein und sind ein Entwurf, welchen man beim Entwickeln der Kopfhörer gezeichnet hat.

Auf der rechten Seite der aufgeklappten Verpackung erblickt man durch ein transparentes Sichtfenster den kompletten In-Ear Kopfhörer. Ebenso zeigt sich hier der im Lieferumfang enthaltene Flugzeugadapter, damit man, sofern dieser Anschluss im Flugzeug an eurem Platz vorhanden ist, diesen nutzen kann. 

Unter diesem Einleger, indem sich wie eben erwähnt der In-Ear Kopfhörer und der Flugzeugadapter befindet, hat 1More noch zahlreiches weiteres Zubehör gepackt. In mehren einzelnen Kartonagen und Abdeckungen sind hier dann z. B. das USB-Typ-C Ladekabel und ein Klinkenkabel verstaut. Darüber sind neben sämtlichen Beschreibungen, auch ein Aufkleber und eine Kunststofftasche mit einem 1More Schriftzug untergebracht. Rechts daneben wiederum legt 1More ein großes Arsenal an unterschiedlich großen Ohrpassstücke (XS, M, L) und vier Paar so genante „Ear-Secure“ Passstück bei. Diese Ear-Secure-Passtücke können zusätzlich an den beiden In-Ears angebracht werden, sodass diese bei Bedarf zusätzlich gegen herausfallen gesichert werden. Die Ohrpassstücke in der Größe „M“ sind ebenfalls im Lieferumfang enthalten, diese sind jedoch beim erhalt bereits auf die In-Ears aufgezogen.

(Verpackung: 4 von 5 Punkten)

Design

Beim 1More E1004BA Dual Driver BT ANC handelt es sich um einen Bluetooth In-Ear Kopfhörer, bei dem eine sogenannte Nackenband-Verbindung beide Ohrhörer miteinander verbindet.

Dieses Nackenband wurde wie bei den meisten anderen In-Ear Modellen, die ich bisher getestet habe, ebenfalls mit einem Silikon-Material überzogen. Dadurch fühlt sich dieses deutlich angenehmer an, als wenn dieses z. B. aus starrem Kunststoff gefertigt oder mit Kunstleder überzogen worden wäre. Des Weiteren richtet vor allem Schweiß an diesem Silikon-Material keinen Schaden an, da dieses abweisend dagegen wirkt.

Das Nackenband hat gegenüber der einfachen Kabelverbindung zwar Vorteile, aber ebenso auch Nachteile. Schließlich mögen diese Art von In-Ear Kopfhörer mit dickerem Silikonbügel um den Nacken nicht alle, da dies vor allem beim Joggen durch ständiges „hüpfen“ stören kann. Dafür wiederum, hängt das Gewicht der Ohrhörer nicht an den Ohren, sondern wird durch den Nackenbügel deutlich reduziert. Der dünnere flexible Teil des Nackenbügels (9 x 5 mm breit) mündet jeweils links und recht in zwei etwas breite Enden. Diese Enden sehen auf den ersten Blick zwar aus, als wären diese aus Aluminium gefertigt, doch dabei handelt es sich lediglich um Kunststoff, der in eben dieser Aluminium-Struktur (Optik) gestaltet wurde. Kurz vor dem starren dicker werdenden Enden (15 x 8 mm), verlaufen die beiden knapp 1,5 mm dicken und 19 cm langen Kabel der In-Ear Ohrhörer hervor. Zur optischen Auflockerung wird der schwarze Silikon Übergang zum silber-grauen Kunststoff, durch einen roten Ring unterbrochen.

Der Großteil der Elektronik befindet sich wie bei eigentlich allen In-Ear Ohrhörer in dieser Bauweise in den beiden dickeren Enden und den beiden Ohrhörern selbst. Somit findet man hier beim 1More E1004BA Dual Driver BT ANC an der linken Seite sämtliche Steuer- und Bedienelemente und im rechten Ende versteck sich der Akku. Gesteuert wird die Musik über eine gut durchdachte Bedienung, welche sich zumindest mit T-Shirt oder Hemd gut bedienen lässt. Im Winter wiederum hat man hier aufgrund einer Jacke oder einem zusätzlichen Schal seine Probleme, denn dadurch kommt man nicht mehr so gut an die Steuerungselemente. Auf die Bedienung gehe ich jedoch später unter dem Punkt „Bedienung “ ausführlicher ein. Der Ladeanschluss, bei dem es sich um einen USB-Typ-C Anschluss handelt, verbirgt sich unter der Stirnseiten-Abdeckung an der linken Seite.

Das Gehäuse der In-Ear selbst sieht nicht nur aus wie aus Aluminium, sondern ist auch wirklich daraus gefertigt. An der Außenseite (die Seite, die beim tragen nach außen zeigt) und am Bereich unterhalb der Treiberöffnung ist jeweils ein kleines Metallgitter Eingesetz, über welches die Membran ihre Luft „ansaugen“. Am länglichen Teil wiederum ist ebenfalls eine kleine Öffnung vorzufinden, in der jeweils links und recht ein Mikro versteckt ist, welches für die ANC-Funktion zuständig ist. 

Damit man direkt erkennt, welcher Stöpsel in welches Ohr gehört, sind sowohl die beiden Nackenband-Enden als auch die Ohrhörer selbst mit einem entsprechenden Buchstaben bedruckt bzw. geprägt. Praktisch finde ich die Integration der magnetischen Zusammenführung der beiden Ohrstöpsel, dadurch können diese bei nicht gebrauch praktisch zu einer „Kette“ zusammengeführt werden. 

(Design: 4 von 5 Punkten)

Verarbeitung

Bei der Verarbeitung liefert 1More wieder einmal sehr gute Arbeit ab. Man zeigt hier erneut, dass man nicht nur viel Wert auf eine schöne Verpackung mit großem Lieferumfang legt, sondern auch die Kopfhörer selbst können überzeugen. Die verwendeten unterschiedlichen Materialien harmonieren gut miteinander und sind sauber miteinander verarbeitet.

Das Gehäuse der Ohrstöpsel aus Aluminium macht einen hochwertigen Eindruck, genauso wie die Kunststoffenden. Ebenso können mich die Knöpfe und Schiebeelemente mit einer guten Haptik überzeugen und auch die Abdeckung des Ladeanschluss, lässt sich sehr einfach öffnen. 

Das Gewicht der In-Ear ist angenehm leicht und zudem ist an den Ohren bauartbedingt kaum ein Gewicht zu spüren, da der schwerste Teil des Kopfhörers um den Nacken aufliegt.

(Verarbeitung: 4 von 5 Punkten)

TEIL 2

bestehend aus „Funktion des Produktes“ entspricht 65% der Gesamtwertung

Kopfhörer-ArtIn-Ear-Kopfhörer, Nackenbügel
KategorieBluetooth Kopfhörer mit ANC
FarbeSchwarz/Grau
Gewicht 44,5 g
MaterialKunststoff, Gehäuse der Ohrhörer aus Aluminium
Tönerje Seite, ein dynamischer Treiber und ein Balanced-Armature-Treiber
Akkubis zu 7 Stunden, mit Schnellladefunktion (10 Minuten laden, für 3 Stunden Musikwiedergabe)
Frequenzbereichkeine Angaben
Lieferumfang1x 1More Dual Driver BT ANC
1x Aufbewahrungsbeutel
 4x Silikon-Ohrhörer (XS,S,M,L)
4x Ear-Secure-Passstücke (in vier verschiedenen Größen)
1x Bedienungsanweisung
1x USB-Typ-C-Ladekabel
1x Flugzeugadapter
1x Klinkenkabel
Technische Daten des 1More E1004BA Dual Driver BT ANC

Tragekomfort

Wie ich bereits erwähnt habe, hat die Ausführung der 1More E1004BA Dual Driver BT ANC als Kopfhörer, der über das Nackenband getragen wird sowohl Vor-, als auch Nachteile. Erfahrungsgemäß kann ich daher aus meinem Bekanntenkreis sagen, dass man entweder begeistert davon ist, oder absolut abgeneigt. Dank den zahlreichen Ohrpassstücken die 1More mit dem E1004BA Dual Driver BT ANC mitliefert, kann man die Ohrhörer bestens dem eigenen Ohrkanal anpassen. Dafür sollte man sich jedoch, wie ich es immer empfehle ausgiebig Zeit nehmen, sodass am Ende nicht nur das Klangbild passt, sondern auch die ANC-Funktion.

Fangen wir bei den Vorzügen via Nackenband-Ausführung an: Der Tragekomfort ist besser, da die Gewichtsverteilung gleichmäßig über den Nacken verteilt wird. Zudem kann man jederzeit beide oder auch nur einen Ohrhörer baumeln lassen, bzw. diese via Magneten zu einer Kette verbinden. Somit rutschen diese nicht so leicht von den Schultern, wenn man sich z. B. zum Schuhe binden bückt. 

Etwas enttäuschend finde ich wiederum, dass man trotz Magnetverbindung der In-Ear Gehäuse, auf ein automatisches Pausieren der Musik verzichtet hat. Theoretisch könnte man den 1More E1004BA Dual Driver BT ANC zwar als Sport-In-Ear Kopfhörer sehen, schließlich kann man bei Bedarf die unterschiedlich großen Ear-Secure Stücke anbringen, sodass der Kopfhörer bei sportlichen Tätigkeiten sicherer in den Ohren gehalten wird. Jedoch wird der Kopfhörer nicht als Sport-Kopfhörer geworben.

(Tragekomfort: 3,5 von 5 Punkten)

Bedienung

Wie bereits unter Design versprochen, möchte ich euch natürlich auch noch die Bedienelemente am 1More E1004BA Dual Driver BT ANC genauer erklären. 

An dem linken Bügelende des Nackenbands, befindet sich nicht nur der bereits erwähnte USB-Typ-C Ladeanschluss, sondern auch sämtliche Bedienelemente. Von oben betrachtet findet man hier ganz vorne den längliche Ein-/Ausschaltknopf. Drückt man diesen 2 Sekunden, dann wird der In-Ear Kopfhörer eingeschaltet und sobald man diesen Ausschalten möchte, dann betätigt man dieselbe Taste für 4 Sekunden. Davor befindet sich eine LED, welche durch rotes oder auch blaues aufblinken, den aktuellen Betriebsstatus anzeigt. Unmittelbar hinter dem Power-Knopf ist ein Schieberegler zu finden. Mit diesem aktiviert man durch das Schieben nach vorne das zweistufige ANC. Welches man davon aktiviert hat, teilt einem das einmalige bzw. zweimalige Geräusch mit. Wie gut dieses ANC ist, verrate ich euch später. Der Schieberegler kann auch nach hinten gezogen werden. Macht man dies, dann aktiviert man den Pass-Through-Modus, durch den Umgebungsgeräusch durch die verbauten Mikrofone ins Gehör durchgespielt werden. 

Kommen wir nun zur Musiksteuerung, diese erfolgt zur Lautstärken-Regulierung direkt über die längliche mit „+ und -“ gekennzeichnete Wippe an der Innenseite des Nackenbügelende. Davor befindet sich nicht nur ein kleines Mikrofon, sondern die Play/Pause-Taste. Praktischerweise steuert man über diese auch noch die Track Auswahl. Durch zweisekündiges Drücken und halten springt man einen Titel vor und drei Sekunden einen Track zurück. Ebenso kann man darüber übrigens jederzeit einen eingehenden Anruf annehmen oder auch ablehnen.

(Bedienung: 4 von 5 Punkten)

Klang

Wie bereits der Name des In-Ear Kopfhörer andeutet, setzt 1More hier auf ein Dual Driver-Modell. Hierbei handelt es sich jedoch nicht um zwei separat angesteuerte dynamische Treiber an jeder Seite, sondern um einen dynamischen und einen so genanten Balanced-Armature-Treiber.

Bei einem dynamischen Treiber handelt es sich um den typischen Lautsprecher Treiber, doch beim Balanced-Armature-Treiber hingegen ist der Aufbau anders. Dabei wird eine kleiner zusätzlicher Metall-Anker zum Schwingen gebracht, welcher ebenfalls einen Klang erzeugt. Beide Treiber-Arten haben hier ihre Vorteile, doch im Endeffekt möchte ich euch hier nicht zu viel Informationen an den Kopf werfen, sondern das Klangbild beschreiben. 

1More setzt beim E1004BA Dual Driver BT ANC auf eine Bluetooth 4.2 Verbindung, bei der zwischen einem iOS-Geräte der hochwertige Audiocodec AAC unterstützt wird. Android-User muss ich jedoch enttäuschen, denn diese können lediglich auf den Audiocodec SBC zugreifen, den weder aptX, geschweige den aptX HD bietet 1More hier leider nicht an.

Kommen wir nun zum Klangbild, bei dem zuerst auf die Höhen eingehen. Die Höhen des 1More E1004BA Dual Driver BT ANC sind sehr gut, schließlich ist hier ein Treiber alleine, für diese zuständig. Bei anderen In-Ear-Kopfhörern ist dagegen ein Treiber für alle Tönen (Höhen, Mitten und Tiefen) zuständig. Die Höhen würde ich daher als sehr detailreich und hochauflösend beschreiben, ohne dass diese schrill oder zu scharf wirken. 

Bei den Mitten wiederum schneiden die 1More E1004BA Dual Driver BT ANC etwas schwächer ab, auch wenn diese dennoch nicht als schlecht einzustufen sind. Vielmehr sind die Mitten eindringlich, doch vor allem bei älterer Rockmusik usw. fehlt es mir persönlich etwas an Volumen bzw. Griffigkeit.

Im Basisbereich kann der In-Ear Kopfhörer wieder gut punkten, denn hier macht der zweite Treiber eine ordentliche Arbeit. Der wiedergegeben Bass überzeugt mit einer satten Wiedergabe und einem druckvollen Kickbass. Ebenso überzeugte mich der Kopfhörer in seiner Pegelfestigkeit, denn egal, wie laut ich den Kopfhörer gedreht habe, die unterschiedlichen Töne neigten nie dazu, sich gegenseitig zu übersteuern oder zu verzerren. 

(Klang: 4 von 5 Punkten)

Ausstattung

1More hat den E1004BA Dual Driver BT ANC, wie die Bezeichnung in dessen Name schon vermuten lässt, mit ANC, sprich „Aktiv Noise Cancelling“ ausgestattet. 

Hierbei setzen die Hersteller auf unterschiedliche Technologien, schließlich gibt es hier Patente, für die man dementsprechend Zahlen muss. 1More persönlich setzt bei diesem Modell auf die sogenannte „Feedforward“ ANC-Technologie. Jedoch gibt es auch noch Feedback- und Hybrid ANC. Die meisten unter euch dürften wohl Hybrid ANC kennen, da dies in den meisten „teueren“ Kopfhörer verbaut wird wie z. B. bei Teufel usw. Dabei handelt es sich um die beste ANC-Technologie, jedoch ist diese nicht immer einsetzbar. Schließlich muss man dafür zusätzlich zu den außen angebrachten Mikrofone zusätzlich noch eines im Ohrkanal integrieren. 

Dafür wäre im In-Ear Kopfhörer kaum Platz, daher wurde auch wie bereits erwähnt „Feedforward ANC“ verbaut. Diese Technologie, ist nach Hybrid ANC die zweitbeste Technik. Daher kann ich behaupten, dass die ANC-Technologie im 1More E1004BA Dual Driver BT ANC eine grundsolide Leistung bietet. Dennoch wäre es gelogen, zu behaupten, dass das ANC im In-Ear Kopfhörer besser arbeitetet, als ein Over-Ear Kopfhörer. Schließlich ist dies schon bauartbedingt kaum möglich, denn Over-Ear Kopfhörer sind geschlossen aufgebaut und isolieren nochmals etwas besser als In-Ear Kopfhörer. 

Das ANC hat keinerlei Probleme mit linearen tiefen Tönen wie z. B. brummende Motoren, die Triebwerkengeräusche von Flugzeugen und die bekannte Geräusche, die in einem Zug oder der Bahn entstehen. Bei Stimmen und anderen variierenden Geräuschpegeln hat das ANC wiederum Probleme, sodass hier kaum eine Reduzierung bemerkbar ist. Gehört ihr persönlich zu denjenigen, die gerne mal leise Musik hören und dabei ANC nutzt, muss ich euch etwas enttäuschen. Schaltet man nämlich ANC zu, dann wird bereits auf der Stufe 1 ein leichtes Rauschen wahrnehmbar. Schaltet man wiederum auf Stufe 2, ist dies noch einmal deutlich prägnanter und daher nur durch das Erhöhen der Lautstärke zu übertönen.

Zubehör

1More liefert den E1004BA Dual Driver BT ANC In-Ear Kopfhörer mit einem schlichten Kunststoffbeutel aus. Klar hätte ich mir hier ein Hardcase bzw. zumindest ein Baumwollbeutel gewünscht. Schließlich würden diese einen langlebigeren bzw. robusteren Eindruck machen, doch dennoch wird der Zweck hier erfüllt. In diesem Beutel lässt sich eigentlich problemlos der Kopfhörer inkl. sämtlichen Kabeln usw. verstauen. 

Ansonsten ist der Lieferumfang wie bereits unter Verpackung erwähnt, sehr umfangreich. Schließlich legt 1More hier genügend Ohrpassstücke bei, sodass man die Kopfhörer den eigenen Ohren anpassen kann und zudem auch noch die soggenante Ear-Secure-Passtücke und einen Flugzeugadapter. Daher kann man sich hier angesichts des Preises nicht beschweren.

(Ausstattung: 3,5 von 5 Punkten)

Bluetooth

Beim E1004BA Dual Driver BT ANC In-Ear Kopfhörer hat 1More wie bereits erwähnt einen Bluetooth 4.2 Chip integriert. Dieser ermöglicht zwar eine Mehrfachverbindung, jedoch lediglich mit einem Gerät zur gleichen Zeit. Dies bedeutet, dass der Kopfhörer sich die bereits einmal erfolgreich verbundene Geräte merken kann und somit automatisch damit verbindet.

Die Kopplung via Bluetooth ist wie üblich nicht sonderlich schwer und daher in wenigen Sekunden bzw. auf jeden Fall unter einer Minute erledigt. Einfach den Kopfhörer einschalten, der sich daraufhin normalerweise automatisch im Pairing-Modus befindet. Anschließend geht man wie gewohnt direkt in die Bluetooth-Einstellungen am Smartphone und sucht hier die Kopfhörer mit der Bezeichnung „1MORE Dual Driver BT ANC“ aus der Liste aus. Anschließend sollten sich die beiden Gerät innerhalb kurzer Zeit miteinander verbinden.

Die maximale Reichweite der Bluetooth-Verbindung beträgt hier wie üblich knapp 10 Meter. Im Haus hängt die Reichweite von der Gegebenheit eurer Wände ab, habt ihr eher dicke Betonwände, ist die Reichweite dementsprechend geringer, als wenn dies dünne Wände eines Holzständerhauses sind.

(Bluetooth: 4 von 5 Punkten)

Akku

1More verspricht bei dem E1004BA Dual Driver BT ANC eine Akkulaufzeit von bis zu 7 Stunden beim Musikhören, aber auch bei telefonieren. Die Laufzeit hängt hierbei jedoch wie immer von der eingestellten Lautstärke ab und bei diesem Kopfhörer-Modell ebenso, wie sehr ihr ANC nutzt. Die versprochenen 7 Stunden konnte ich zwar nicht ganz erreichen, doch zusammengerechnet erreichte ich bei etwas über mittlerer Lautstärke eine Laufzeit von knapp über 6 Stunden. 

Ebenso wichtig, wie eine möglichst lange Akkulaufzeit, ist natürlich mittlerweile die Ladezeit. Daher integrieren viele Hersteller eine sogenannte Schnellladefunktion, damit der Akku bereits nach wenigen Minuten laden, für mehrer Stunden Musikwiedergabe geladen wird. Genau diese Funktion hat auch 1More in diesem Modell integriert und somit ist der Akku bereits nach 10 Minuten für eine Wiedergabezeit von bis zu 3 Stunden einsatzbereit. Für einen vollen Ladevorgang wiederum benötigt man knapp 1 Stunde, was ebenfalls ein guter Wert ist.

(Akku: 3,5 von 5 Punkten)

TEIL 3

bestehend aus „Preis/Leistung“ entspricht 10% der Gesamtwertung

Beschreibung

Mit dem E1004BA Dual Driver BT ANC In-Ear Kopfhörer hat 1More einen guten Kopfhörer auf den Markt gebracht. Dieser kann soweit vom Design, der Verarbeitung und dem Klangbild positiv überraschen. Hier erhält man beim Kauf einen guten Kopfhörer, der zudem mit ANC ausgestattet ist. Das ANC wiederum, würde ich hier persönlich nicht unbedingt in die Kaufentscheidung mit einfließen lassen, da dies zwar gut gegen Motorengeräusche arbeitet, aber überzeugt dennoch nicht wie ein guter Over-Ear Kopfhörer.

Entscheidend ist hier vielmehr, ob euch der Hersteller zusagt und ihr ein Nackenband-Kopfhörer haben möchtet. Schließlich gibt es hier inzwischen viele Kopfhörer mit dünnerem Kabel oder wie die True-Wireless Kopfhörer, welche komplett ohne Kabelverbindung auskommen.

Preis/Leistung

Die UVP des 1More E1004BA Dual Driver BT ANC liegt aktuell bei 139,00€. Bei Amazon sind diese jedoch mit einer UVP von 149€ gelistet, zurzeit aber sogar auf 123,84€ reduziert. 

Wer einen In-Ear Kopfhörer mit Dual-Treiber und zusätzlichem ANC sucht, erhält hier einen ganz guten Kopfhörer. Bei In-Ear Kopfhörer kommt ANC jedoch aktuell sehr selten zum Einsatz, da dies bauartbedingt nicht so gut sein kann, wie das Hybrid ANC eines Over-Ear Kopfhörer. Daher solltet ihr hier wie bereits erwähnt keine Wunder erwarten. Letztendlich ist es vor allem entscheidend, ob ihr mit dieser Art des Tragens, mit dem dickeren Nackenband über den Hals klarkommen könnt oder nicht. Wer hier ein dünneres Kabel bevorzugt, oder komplett ohne Kabelverbindung auskommen möchte, sollte zu einem anderen Modell greifen. Dafür hat man jedoch dann bei diesen Modellen meistens kein ANC, wobei die Isolierung bei In-Ear Kopfhörern mit der Wahl der richtigen Ohrtips, schon ohne ANC sehr gut ist. 

1More E1004BA Dual Driver BT ANC

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unter Berücksichtigung aller Teilwertungen

 Wir bedanken uns beim Hersteller für die Bereitstellung des Produktes. Zu unseren Grundsätzen

Link zum Hersteller: shop.1more.eu

Ecovacs DEEBOT OZMO 950

Der Hersteller ECOVACS Robotics aus China, ist hierzulande bekannt für seine Staubsaugerroboter-Serie DEEBOT und die Fensterreinigungsroboter WINBOT.

Vor wenigen Wochen hat das Unternehmen sein neustes Flaggschiffmodell Deebot Ozmo 950 vorgestellt. Dieser kann nicht nur intelligent das Haus saugen, sondern gleichzeitig auch wischen. Doch ob dieser von der Reinigungsleistung und Navigation überzeugen kann und dessen Bedienung über die zugehörige App einfach ist, verrate ich euch in diesem Testbericht. Schließlich habe ich den Staubsaugerroboter nun knapp 4 Wochen ausgiebig getestet.

TEIL 1

Bestehend aus „Verpackung/Design/Verarbeitung“ entspricht 25% der Gesamtwertung

Verpackung

Der Ecovacs Deebot Ozmo 950 wird in einer stabilen braunen Versandkartonage zu einem nach Hause geliefert. Öffnet man diese, dann befindet sich darin die eigentliche Verpackung des Staubsaugerroboters. Diese ist ebenfalls sehr stabil ausgeführt und lässt sich dank eines Tragegriffes an der Oberseite, trotz dem etwas höheren Gesamtgewicht, ganz gut tragen. Die Verpackung ist wie üblich natürlich nicht nur mit ein paar Abbildungen zum Ecovacs Deebot Ozmo 950 Staubsaugerroboter bedruckt, sondern auch mit zahlreichen Informationen. Auf diese möchte ich, bevor wir den Inhalt genauer ansehen, eingehen.

Auf der Vorder- bzw. Oberseite der Verpackung ist der Saugroboter Deebot Ozmo 950 von oben betrachtet dargestellt. Zudem sind hier wie bei eigentlich jedem anderen Produkt üblich, der Namen des Unternehmens und der Produktname zu lesen. Im Bereich unter der Produktbezeichnung erfährt man zudem auf Englisch, dass es sich um ein Saug- und Wischroboter handelt. Ebenso prangt unten links, der Hinweis auf den Red Dot Design Award Winner 2019 und die verwendete Smart Navi 3.0 Technologie.

Was es sich mit der eben erwähnte Smart Navi 3.0 Technologie auf sich hat, beschreibt Ecovacs  etwas ausführlicher auf der rechten Seite der Verpackung. Schließlich wird hier via Bild und Text in insgesamt 6 Sprachen erklärt, dass es sich hierbei um die Laserkartierung und Lasernavigation für eine hervorragende Reinigung handelt. Ob dies auch wirklich so ist, verrate ich euch natürlich etwas später unter dem Punkt „Navigation“.  

Bei der linken Seite wiederum spricht Ecovacs die Ozmo Wischtechnologie etwas genauer an. So zeigt das Unternehmen hier anhand eines Bildes, wo genau sich der Wassertank befindet und via Text, dass dadurch mit dem Deebot Ozmo 950 Saugen und Wischen in einem Arbeitsgang erfolgen kann.

Zu guter Letzt werden auf der Rückseite in mehreren Sprachen, einige der besonderen Merkmale des Ecovacs Deebot Ozmo 950 genannt. Jedoch handelt es sich hierbei zum Großteil um die bereits auf der rechten und linken Verpackungsseiten präsentierte Eigenschaften. Neu ist hier lediglich der Hinweis auf den Langzeit-Akku, die automatische Teppicherkennung, die starke Mobilitätsleistung und die Smart Home-Gerätekompatibilität. Ebenso wichtig für mich ist es jedoch auch, dass es die einfache Möglichkeit der Firmware Aktualisierung direkten über   die so genante OTA-Updates (OTA= Over the Air Update) möglich ist. Da es eine App gibt über welche die Einstellungen des Roboters vorgenommen werden, prangen unten natürlich auch die typischen Hinweise auf den AppStore (iOS) und Google Play Store (Android). Außerdem ist der Saugroboter via Alexa und Google Assistant bedienbar. 

Öffnet man die Verpackung und klappt diese von vorne nach hinten Weg auf, erblickt man direkt den Ecovacs Deebot Ozmo 950 rundum umgeben von Schaumstoff. Dieser sorgt hier für einen sehr sicheren Schutz beim Transport, was bei solch einem verhältnismäßigen teueren Gerät natürlich auch sehr wichtig ist und nebenbei für ein aufgeräumtes System sorgt.

Nimmt man den Deebot Roboter aus dem Einsatz, dann sieht man, dass dieser rundherum mit Folie beklebt wurde und der Stoßfänger an den beweglichen Elementen zusätzlich mit Schaumstoff gesichert wurde. Unter dem Roboter befindet sich natürlich doch das restliche Zubehör, was beim Deebot Ozmo 950 definitiv nicht wenig ist. Somit findet man direkt unter dem Roboter die Wisch-Platte mit dem bereits montierten blauen Wischtuch. Nimmt man nun den weiteren Schaumstoff-Einsatz aus der Verpackung heraus, dann findet man darunter einige weitere kleiner Verpackungen, in denen sich einige weitere Teile des Lieferumfangs befinden. 

Direkt vorne findet man neben der Ladestation auch das dazugehörige Netzkabel in der europäischen Ausführung. Rechts und links daneben sind sicher zentriert die beiden kleinen Eckenbürsten. Davon legt Ecovacs übrigens noch gleich zwei weiter als Ersatz dem Lieferumfang bei, diese findet man im hinteren Teil der Verpackung. Hier gibt es zudem auch noch einen weiteren HEPA-Filter für den Saugbehälter, denn einer davon ist bereits in diesen montiert. Ecovacs legt übrigens auch gleich noch einen weiteren Saugaufsatz bei, der als Direktabsaugung dient. Für was dieser jedoch genau nützlich ist, verrate ich euch natürlich später noch etwas genauer. In der Mittleren Kartonage findet man einen Beutel mit 5 weißen Reinigungstüchern, womit man die Oberfläche des Roboters reinigen kann. Dies ist zwar ganz nett, dass Ecovacs diese beilegt, denn schwarz zieht den Staub gerne an, doch ich reinige den Roboter mit einem handelsüblichen Mikrofasertuch, welches ich immer wieder waschen kann. 

Der Staubauffangbehälter, sowie der 0,2 Liter Wassertank befindet sich bei der Anlieferung bereits an ihrer Position am bzw. im Ecovacs Deebot Ozmo 950 eingesetzt. Weiterhin verbirgt sich am Saugroboter versteckt ein kleines Reinigungswerkzeug, dazu aber im nächsten Punkt mehr. Natürlich legt Ecovacs dem Saugroboter auch eine ausführliche Bedienungsanleitung in vielen Sprachen und ein kurzen Quick Start Guide bei. 

(Verpackung: 4 von 5 Punkten)

Design

Beim Deebot Ozmo 950 setzt Ecovacs auf die am meisten verwendete runde Form des Saugroboters. Es gibt hier Hersteller wie z. B. Neato, die auf eine D-Form setzen, doch beides hat seine Vor- und Nachteile. 

Bei einer D-Form z.B befindet sich die große Hauptreinigungsbürste weiter vorne, ist größer bzw. länger ausgeführt und kommt somit theoretisch besser in die Ecken. Mit den rotierenden seitlichen kleinen Seitenbürsten holt dieses Modell den Staub aus den Ecken und führt diese zur großen rotierenden Hauptbürste, welche diese wiederum zur Saugöffnung befördert. Doch solch eine D-Form ist etwas schwerer als eine runde Form und nicht so gut geeignet für engere Ecken, denn hier kommt diese oftmals nicht so tief rein und tritt daher oftmals schon vor dem runden Modell den Weg in eine andere Richtung an.

Bei den runden Geräten, welche die Mehrheit unter den Saugrobotern ausmacht, sieht das ganze etwas anders aus. Denn Ecken sind, wie der Name schon sagt eckig und der Saugroboter rund. Also wie soll dieser dann in die Ecken kommen? Dies erfolgt hier ebenfalls durch die seitlichen rotierenden Fühler, welche hier lang genug ausgeführt wurden, sodass diese eigentlich sehr gut den Dreck aus den Ecken herausholen. Dies passiert soweit auch beim Ecovacs Deebot Ozmo 950 sehr gut, doch dazu sag ich unter Navigation mehr.

Der Deebot Ozmo 950 kommt mit einem Durchmesser von 35 cm und einer Höhe inkl. Laserabdeckung von 9,3 cm daher. Das Gewicht wiederum liegt aufgrund der vielen Technik und der zusätzlichen Wischfunktion bei knapp 4,5 KG. 

Wie branchenüblich, setzt auch Ecovacs auf ein Kunststoffgehäuse, welches mir persönlich hier sehr gut gefällt, da dieses in einem matten Schwarz gehalten wurde. Dadurch macht dies weder einen billigen Eindruck, noch zieht dies zu sehr Staub an. Stellt euch vor es wäre Hochglanz, dann wäre das ein absoluter Staubmagnet und würde immer voll mit feinem Staub hängen. Der matte Kunststoff ist kleiner ausgeführt wie die eigentliche Fläche, daher schaut zum Teil mehr oder weniger eine leicht angeraute Oberflächenstruktur aus diesem Absatz um den Rahmen hervor. Dies lockert das Design noch einmal deutlich auf und gefällt mir soweit ganz gut. Öffnet man die Klappe an der Oberseite, dann setzt sich hier diese Oberfläche komplett fort. 

Hier unter dieser Klappe, welche knapp 2/3 der Oberfläche einnimmt, befindet sich nicht nur der Staubbehälter, sonder auch der Hauptschalter zum Ein- und Ausschalten, sowie der Sync-/Reset-Knopf. Dieser kleine Reset-Knopf wird dafür benötigt, den Saugroboter später beim Einrichtvorgang, mit dem Wi-Fi zu verbinden. Neben dem Staubbehälter befindet sich zudem noch ein kleines kompaktes Reinigungstool, welches dabei hilft, die Haare, welche sich eventuell um die Hauptbürste gewickelt haben, zu entfernen usw. 

Unmittelbar vor der Klappe befindet sich der wichtige Laserdistanzsensor (LDS), welcher für die genau Navigation unverzichtbar ist. Schließlich navigieren viel alte Saugroboter ohne diesen im Zick-Zack Modus, sodass hier beim Starten des Saugvorgangs kein wirkliches Muster bzw. System dahinter steckt. Auf die Vorteile der LDS-Navigation gehe ich jedoch auch später unter dem Punkt „Navigation“ ausführlicher ein. Neben der LDS-Abdeckung, ist ein Ein-Ausschaltknopf untergebracht, mit welchem man z. B. den Reinigungsvorgang manuell starten bzw. stoppen kann. 

So viel zur Oberseite des Ecovacs Deebot Ozmo 950, betrachten wir noch die restlichen Seiten. Vorne verläuft zu den Seiten hinweg, der üblich halbrunde Stoßfänger, mit dem der Saugroboter durch teils leichtes anstupsen bzw. anfahren der Kanten, den Rand des Raums oder sonstige Hindernisse wie z. B. Tischfüße usw. erkennt. 

An der Unterseite erkennt man direkt vorne die schwarz-weiße Ausgleichsrolle und daneben die beiden Ladekontakte, mit welchen der Saugroboter beim Laden, auf die Ladestation fährt. Davor wiederum befinden sich zwei der insgesamt 6 Sturzsensoren, damit der Saugroboter keine Treppen herunterfährt. Die restlichen vier befinden sich spiegelbildlich neben den Antriebsrädern und kurz vor dem Wassertank. Vor den gefederten Rädern sind die beiden seitlichen rotierenden Büsten angebracht. Diese müsst ihr jedoch beim Kauf des Ecovacs Deebot Ozmo 950 selbst anbringen. Diese lassen sich jedoch wirklich absolut einfach anbringen, da diese lediglich gesteckt und nicht verschraubt werden.

Etwa mittig des Saugroboters befindet sich die rotierende Haupt-Reinigungsbürste unter eine Abdeckung, welche leicht demontiert werden kann. Diese kann übrigens auch durch die im Lieferumfang beiliegende Abdeckung getaucht werden, sodass man mit der anderen ganz einfach auch Hochflor-Teppiche absaugen kann. Dafür muss jedoch die Bürste mit entfernt werden. Zu guter Letzt ist an der Rückseite noch der Wassertank eingeschoben, welcher mit Wasser gefüllt wird und durch das Anbringen der beiliegenden Wisch-Platte dafür sorgt, dass nicht nur gesaugt, sondern auch feucht gewischt wird.

(Design: 4 von 5 Punkten)

Verarbeitung

Die Verarbeitung des Ecovacs Deebot Ozmo 950 ist für einen Saugroboter absolut top. Ich konnte hier keinerlei Mängel bei der Verarbeitung feststellen. Das Gehäuse besteht zwar aus Kunststoff, doch hier hat man glücklicherweise auf eine hochglänzende Oberfläche verzichtet. Sonst würde dieser den Staub sehr anziehen und zudem würde dieser sofort auf dem Saugroboter auffallen. Alle Elemente, egal ob Wassertank, Staubauffangbehälter lassen sich wunderbar einsetzen und wieder entnehmen. Ebenso wurde daran gedacht dass alle Bürsten und Elemente, um welche sich während des Saugens gerne Haare herumwickeln, komplett entfernbar sind. Zudem kann dies sogar ohne Werkzeug erfolgen, sodass hier alles gesteckt oder via Schiebemechanismen gesichert wird.

(Verarbeitung: 4 von 5 Punkten)

TEIL 2

bestehend aus „Funktion des Produktes“ entspricht 65% der Gesamtwertung

AntriebsartAkku
Akku-ArtLi-Ionen (5.200 mAh)
NavigationSmart-Navigation 3.0 mit Lasernavigation und Puffer
Farbeschwarz
Lautstärke45 bis 66 dB (je nach eingestellter Saugstufe)
Formklassische runde Form mit zwei Seitenbürsten
BetriebszeitBis zu 200 Minuten
SensorenHebesensor; Sturzsensoren und automatische Teppicherkennung
Maße35,00 cm x 9,3 cm (Durchmesser x Höhe)
Gewicht4,5 kg

Ersteinrichtung und Inbetriebnahme

Die Ersteinrichtung bzw. die Inbetriebnahme des Ecovacs Deebot Ozmo 950 gestaltet sich als relativ einfach.

Nach dem Auspacken ist es eigentlich nur noch erforderlich, die beiden Seitenbürsten zu montieren. Damit man diese nicht vertauscht, sind diese einmal in Rot und in Grün ausgeführt. Dementsprechend befestigt man die rote Bürste an der roten Halterung und die andere an der grünen. Den Staubauffangbehälter muss man nicht mehr einsetzen, denn dieser befindet sich wie Eingangs erwähnt bereits an seinem Platz. Lediglich den Wassertank muss man eventuell noch entnehmen und selbstverständlich dann mit Wasser auffüllen, sofern man gleich noch beim Saugen feucht wischen lassen möchte. Anschließend steckt man die Wisch-Platte noch an die entsprechenden Halte-Elemente und schon teilt einem der Roboter mit, dass diese angebracht wurde. Ach ja, bevor man den ersten Saugvorgang startet, sollte man auch gleich noch die Ladestation mit dem Netzkabel verbinden und an eine geeignete Stelle hinstellen. Schließlich soll der Roboter diese finden und sein Akku wieder aufladen können, sofern diese leer sein sollte.

Anschließend lässt sich der Roboter sogar ohne App nutzen, indem man diesen unter der Klappe per Schieberegler anschaltet und kurz nach dem Ton, den Einschaltknopf betätigt. Über denselben Knopf kann man den Reinigungsvorgang dann auch jederzeit manuell stoppen. Jedoch macht der Deebot Ozmo 950 erst richtig Sinn, wenn man diesen zusammen mit der App nutzt, denn somit kann man viele Einstellungen vornehmen und sogar Firmware-Updates installieren. 

Natürlich muss man sich dafür, dass man anschließend den vollen Funktionsumfang nutzen kann, etwas mehr Zeit nehmen. Schließlich muss man diesen mit dem Internet verbinden usw. Doch alles der Reihen nach. Zuerst sollt man sich die relativ neue App mit dem Namen „Ecovacs Home (kostenlos erhältlich für Android und iOS) im jeweiligen AppStore herunterladen. Anschließend kann man den Deebot Ozmo 950 am Hauptschalter unter der Abdeckung aktiveren und natürlich auch direkt die Ladestation im Haus platzieren.

Anschließend muss man sich nach dem erlauben, dass Ecovacs Push-Benachrichtigungen senden darf, einen Account erstellen. Hierfür genügt es jedoch, eine E-Mail und ein selbst ausgedachtes Passwort einzugeben. Anschließend landet man auf der Einrichtungsseite, wo es um die Einrichtung des Saugroboters geht. Dafür wählt man diesen entweder selbstständig aus den dargestellten Geräten aus, oder man klickt einfach oben auf „Zum Hinzufügen QR-Code scannen“. Diesen zu scannenden QR-Code findet man entweder auf der Oberseite des Saugroboters, oder alternativ auch unter der Klappe, neben dem Hauptschalter.

Nun geht es darum, den Ecovacs Deebot Ozmo 950 mit dem heimischen WLAN zu verbinden. Dazu erst einmal den kleinen grauen Reset-Knopf neben dem Hauptschalter für eine Sekunde drücken, bis der Saugroboter ein Signalton von sich gibt. Anschließend sollte man wie in der App beschrieben in die WLAN-Einstellungen gehen und erst einmal das Netzwerk mit dem Namen „ECOVACS_….“ Auswählen. Danach geht es zurück in die App und wählt hier das heimische WiFi-Netz (nur 2,4 GHz) aus und gibt das dafür, benötigt Passwort ein. Nun wird der Deebot noch mit dem Smartphone verbunden, was in wenigen Sekunden erledigt sein sollte. Anschließend kommt noch die Meldung in der App, dass die Verbindung bzw. Einrichtung erfolgreich war, und schon hat man den vollen Zugriff auf so ziemlich alle Funktionen des Ecovacs Deebot Ozmo 950.

(Ersteinrichtung und Inbetriebnahme: 4 von 5 Punkten)

Reinigungsleistung

Der wichtigste Aspekt bei einem Staubsaugroboter ist eigentlich die Reinigungsleistung. Denn schließlich gibt es hier teils schlechte Geräte, die ohne wirkliches System arbeiten und den Raum kreuz und quer beim Saugen durchqueren, oder welche die nicht kräftig genug sind, um auch Teppiche gründlich absaugen zu können. Da sich die Reinigungsleistung meiner Meinung nach aus der intelligenten Navigation und der Saugleistung zusammen setzt, möchte ich dies hier in mehrer Unterkategorien unterordnen.

Navigation

Wie bereits am Anfang des Testberichtes erwähnt, setzt Ecovacs beim Deebot Ozmo 950 auf ein Laserdistanzsensor (LDS). Dadurch erzeugt dieser nicht nur für euch Live in der App eine Karte eures Hauses bzw. eurer Räumlichkeiten, sondern auch für sich selbst. Durch diesen Sensor arbeitet der Deebot Ozmo 950 nach einem intelligenteren Prinzip, sodass dieser nicht wie Saugroboter ohne diesen, völlig systemlos von einer Ecke zur anderen fährt. Dieser Leserdistanzsensor befindet sich wie ich es bereits in dem Punkt „Design“ erwähnt habe, unter der runden Abdeckung an der Oberseite. Es handelt sich dabei um einen permanent rotierenden Laserenfernungsmesser. 

Dadurch weiß der Deebot Ozmo 950 nämlich auch, wo er sich gerade im Raum aufhält, bzw. befindet, und zwar immer, bzw. solange, bis man diesen wo anders hinträgt. Macht man nämlich dies, dann weiß dieser nicht mehr, wo er sich aktuell befindet, und erstellt eine neue Raumkarte. 

Der Sensor dient auch dazu, dass der Ecovacs Deebot Ozmo 950 direkt nach dem Starten gleich damit beginnt, die Räume, wenn diese größer sind, in einzelne Sektoren aufzuteilen. Dies konnte ich sehr gut in unserem offenen Wohnzimmer beobachten. Zuerst machte er den Wohnzimmer-Bereich in dem die Couch usw. steht und dann den restlichen Raum. Dabei beginnt der Deebot Ozmo 950 zuerst den Rand des Raumes abzufahren und arbeitet diesen dann Bahn für Bahn ab.

Ausführlicher beschrieben, läuft das Ganze so ab: Unmittelbar nach dem Start beginnt der Ecovacs Deebot Ozmo 950 damit den Bereich, welchen er direkt von dieser Position erkennt, via Laser zu scannen. Direkt drauf dreht sich dieser so, dass dieser sich rechts gegen die Wand bewegt und dabei mit dem Saugvorgang beginnt. Daraufhin fährt er diese gegen den Uhrzeigersinn ab, bis er an deren Ende dann links abbiegt und dies an derer Ecke erneut. Sobald er dann am Startpunkt angekommen ist, fährt der Deebot Ozmo 950 den inneren Bereich, der gerade umfahrenen Strecke, in geraden Bahnen ab, sofern keine Möbel oder Tischfüße im Weg sind.

Da jedoch in einer normalen bewohnten Wohnung bzw. einem Haus viele Stühle und Tische vorhanden sind, braucht der Saugroboter dementsprechend für solche Räume länger, als wenn diese nur aus Ecken und einem Raum ohne Hindernisse besteht. Nur selten ist es der Fall, dass dieser mit seinem Puffer an der Vorderseite gegen einen Tischfuß stößt. Das Ganze ist nämlich so, dass der Deebot Ozmo 950 das Hindernis frühzeitig erkennt und dann, wenn überhaupt mit deutlich reduzierter Geschwindigkeit gegen ein Möbelstück fährt. Zum Großteil ist es jedoch so, dass der Saugroboter wenige Millimeter vor dem Gegenstand entfernt vorbeifährt und dieses dann z. B. umkreist. Anschließend geht der Roboter natürlich wieder in den geraden (Z-Shaped-Modus) über.  

 Durch diese intelligente Vorgehensweise erfolgt die Navigation sehr präzise, sodass der Deebot Ozmo 950 eigentlich keinen Bereich im Raum auslässt. Lediglich wenn dieser aufgrund seiner Größe z. B. nicht in eine Ecke oder einen Bereich kommt, bzw. wenn Hindernisse im Weg sind, lässt diese diesen Abschnitt eben aus. Daher sollte man vor der Reinigung, bzw. wenn man das Haus verlässt und programmiert hat, dass dieser im Laufe des Tages reinigen soll, alles was im Weg sein könnte wegräumen. Dazu zählt z. B. das Spielzeug der Kinder, Kabel, Kleidungsstücke usw. Stühle würde ich persönlich ebenfalls auf den Tisch stellen, da der Saugroboter sonst nicht unter den Tisch kommen kann. Welchen Bereich der Ecovacs Deebot Ozmo 950 genau gereinigt hat, bekommt man jederzeit in der App angezeigt, oder man kann dies am Ende in der erstellten Karte anhand der Linien genau betrachten. Dazu aber später unter App mehr.  

Hat der Deebot Ozmo 950 den ersten Abschnitt seiner eingeteilten Räume fertig gesaugt, beginnt er automatisch mit dem zweiten Teil. Erst, wenn er komplett fertig ist oder der Akku leer sein sollte, bewegt er sich zurück zur Ladestation. Sobald der Akku aber wieder voll aufgeladen ist und er noch nicht komplett fertig sein sollte, dann führt er anschließend den Saugvorgang fort.  

Ihr müsst euch keine Sorgen machen, dass der Deebot Ozmo 950 Treppenstufen herunterstürzt. Schließlich hat Ecovacs diesen wie bereits erwähnt, an der Unterseite mit mehreren Absturzsensoren ausgestattet. Dadurch erkennt diese einen Abgrund und bremst davor ab und fährt diesen an der Kante entlang ab.

Hindernissüberwindung

Ebenso wichtig, wie eine gute Navigation, ist auch die Hindernisüberwindung. Schließlich habe viele unter euch einen Teppich bei sich im Wohnzimmer liegen und daher sollte der Ecovacs Deebot Ozmo 950 auch damit keine Probleme haben. Damit dies gelingt, hat Ecovacs an der Antriebstechnik Hand angelegt und es somit geschafft, dass dieser Hindernisse bis zu einer Höhe von 2 cm überwindet. Diese sollten jedoch leicht abgerundet sein, denn ist z. B. der Teppich mit einer hohen harten Kante versehen, dann ist schon bei gut 1 bis 1,5 cm Schluss.

Saugleistung

Die Saugleistung des Ecovacs Deebot Ozmo 950 hat mich soweit sehr überzeugen können. Die runde Form hat hier nämlich zum einen den Vorteil, dass dieser gegenüber den D-Formen deutlich weiter in die engeren Stellen kommt. Zudem befördern die beiden links und rechts angebrachten rotierende Bürsten, den Dreck aus den Rändern direkt zur rotierenden Hauptbürste in der Mitte. Dafür wiederum ist die Hauptbürste bei einer D-Form breiter und der Saugroboter beim Bahnen abfahren, aufgrund der breiteren Reinigungsspur etwas schneller fertig.

Eine weitere tolle Funktion des Deebot Ozmo 950 ist die automatisch Teppicherkennung. Hat man diese in den Einstellungen aktiviert, dann erhöht der Saugroboter beim befahren von Teppichen völlig automatisch die Saugleistung. Sobald er diesen wieder verlässt, wird diesen dann wieder abgesenkt. 

Der neu verbaute Radar-Sensor hat jedoch auch noch eine weitere

Da der Ecovacs Deebot Ozmo 950 nicht nur einmal durch den Raum saugt, sondern gleich zwei Reinigungsvorgänge durchführt, ist das Reinigungsergebnis sehr gut. 

Wischfunktion

Eine weiter tolle Zusatzfunktion des Deebot Ozmo 950 ist dessen automatische Wischfunktion. Damit saugt der Saugroboter nämlich nicht nur die Wohnung oder das Haus durch, sondern wischt zudem gleich feucht durch. Diese Wischfunktion ersetzt jedoch definitiv nicht den normalen Wischmopp mit entsprechendem Reinigungsmittel. Schließlich bekommt der Roboter gerade harneckiger Verschmutzungen durch einfaches darüber Fahren nicht weg. Daher sollte man dennoch wie gewohnt ein- bis zweimal im Monat weiterhin gründlich durchwischen. Dennoch muss ich sagen, für einen Saugroboter finde ich diese Funktion soweit sehr gut, denn damit nimmt dieser auch den ganz feinen Staub, der nicht eingesaugt wird mit auf und bekommt leichte Verschmutzungen ebenfalls weg.

Das tolle an der Wischfunktion ist, dass der Saugroboter Teppichen mit angebrachter Wisch-Platte automatisch ausweicht und diese nicht befährt. Dafür nutz der Deebot Ozmo 950 die Teppicherkennung und man muss nicht mal eine „Nicht-Wischen-Funktion“ einzeichnen, dazu aber unter App mehr. Die Wisch-Funktion wird automatisch aktiviert, sobald der Wassertank mit Wasser gefüllt wurde und man die Wisch-Platte angebracht hat. Die verwendete Wassermenge kann hier übrigens in der App eingestellt werden, schließlich bedarf es bei jedem Boden eine unterschiedliche Wassermenge.

(Reinigungsleistung: 4,5 von 5 Punkten)

App

Sämtliche Einstellungen des Ecovacs Deebot Ozmo 950, werden mithilfe der umfangreichen App geregelt. Trotz des großen Umfangs an Einstellungsmöglichkeiten ist diese jedoch übersichtlich gestaltet.

Nach der Einrichtung kann man durch das tippen auf den verbundenen Saugroboter dessen Einstellungsmenü einsehen. In diesem Menü, würde ich direkt den erweiterten Modus anschalten, denn dadurch hat man noch einmal deutlich mehr Einstellungsmöglichkeiten. Im Menü kann man unter anderem die Saugkraft von „Standard“ auf: leise, maximal und maximal+ zur verändern. Bedenken sollte man hier jedoch, das eine höhere Saugkraft zwar besser saugt, jedoch zudem logischerweise auch lauter ist. Im Menüpunkt darunter regelt man die Wasserdurchflussrate. Diese kann man hier zwischen dem Standard-Wert „Mittel“, auch in niedrig, hoch und sehr hoch einstellen. Je nachdem wie feucht der Boden gereinigt werden soll. Man sollte natürlich auch hier den Hinweis von Ecovacs beachten, denn der Hersteller weißt hier darauf hin, dass ein hoher Wasserdurchfluss dazu führen kann, dass der Roboter mit seinen Rändern wegrutschen könnte.

 Unter dem Punkt Reinigungstuch-Erinnerung kann man aktiveren, dass man per Push-Benachrichtigung informiert wird, das Reinigungstuch an der Unterseite zu entfernen und kurz sauber zu machen. Dieses geht sehr einfach, da diese nur aufgeschoben und via Klettverschluss befestigt wird. Auto-Saugkraftverstärkung sollte man auf jeden Fall aktivieren, sofern man möchte, dass der Roboter diese selbstständig erhöht, wenn dieser auf einen Teppich fährt. Fortgesetzte Reinigung wiederum habe ich ebenfalls aktiviert, da dies meiner Meinung nach besonders sinnvoll ist. Ist nämlich der Akku leer, fährt der Roboter zur Ladestation und setzt die Reinigung fort, sobald dieser wieder voll aufgeladen ist.

Aktiviert man den „Ruhemodus“ dann startet dieser weder die eventuell geplanten Reinigungen, fortgesetzte Reinigungen und auch die Sprachmeldungen, sowie Leuchten am Saugroboter sind deaktiviert. Im Menüpunkt darunter kommt man in einer durchaus sinnvolle und von mir häufig genutzt Funktion, die Reinigungsplanung. Dabei kann man nämlich genau bestimmen, an welchen Tagen, welcher Uhrzeit usw. der Deebot Ozmo 950 mit der Reinigung der eigenen Räumlichkeiten beginnen soll. 

Im Untermenü „Karte wiederherstellen“ kann man die aktuell erstellte Karte zurücksetzen. Der Menüpunkt Mehrgeschosskarte ist neu und ist besonders sinnvoll bei Häusern mit mehreren Etagen. Dazu gehe ich aber gleich noch näher mit der Kartenerstellung ein.

In den restlichen Menüpunkten kann man sich noch anzeigen lassen, wann man den Zubehör reinigen bzw. wechseln sollte, das Reinigungsprotokoll einsehen, die Sprachmeldung aktivieren oder den Saugroboter suchen. Drückt man hier drauf, teilt der Deebot Ozmo 950 einem mit, wo dieser gerade ist, indem er durch den verbauten Lautsprecher „ich bin hier“ sagt.

Kartenerstellung

Wie bereits mehrfach erwähnt, erstellt der Ecovacs Deebot Ozmo 950 mithilfe seines Laserdistanzsensors (LDS) eine Karte der Räume. Dies erfolgt automatisch beim ersten Reinigungsvorgang in euren Räumlichkeiten. Dabei kann man während bzw. nach dem saugen unter anderem auch direkt erkennen, wo man z. B. einen Teppich liegen hat. Nach einmaligem Saugen aller Räume hat man eine Karte der kompletten Räumlichkeiten im Haus. Anschließend kann man in der Karte jederzeit eine virtuelle Wand, die der Roboter nicht befahren soll bestimmen oder auch eine Nicht-Wischen-Zone einfügen. Diese Nicht-Wisch-Zone dient dazu, dass der Deebot hier eben nicht die Wischfunktion aktiviert. Ebenfalls genial finde ich die Go-To-Zonen, diese dienen dazu, dass man dem Deebot Ozmo 950 direkt mitteilt, dass dieser zur in der Karten gekennzeichnete Fläche fährt und diese reinigt. Dies ist sehr vorteilhaft, wenn man z. B. etwas Zucker oder Mehl in der Küche verschüttet hat und zu faul ist, den herkömmlichen Staubsauger herzuholen.

Kommen wir noch zur bereits angedeuteten Erstellung der Mehrgeschosskarten. Diese ist nämlich vor allem für Hausbesitzer von Vorteil, denn dann kann man diese sinnvolle Kartengeschichte auch problemlos in max. 3 Etagen nutzen. Man kann nämlich max. 3 Karten in der App speichern. Um diese Funktion nutzen zu können, muss man jedoch den „Erweiterten Modus“ in den Einstellungen aktiveren, ebenso müssen aber die „Mehrgeschossreinigung und die Ortung am Smartphone aktiv sein. Hat man den ersten Stock, also den Bereich im Erdgeschoss komplett gereinigt, bis der Saugroboter wieder automatisch zur Ladestation zurückkehrt, dann kann man diesen als die erste Karte abspeichern.

Anschließend muss man wie in der Anleitung in der App beschrieben, den Saugroboter inkl. Ladestation in den nächsten Stock tragen und dort aufstellen. Ist der Saugroboter voll aufgeladen, kann man umgehend die Reinigung vom zweiten Stock starten, dies sollte jedoch von der Ladestation aus erfolgen. Ist der Roboter auch hier fertig, dann kann man auch dieses Geschoss abspeichern. Anschielend kann man die Karten in der Kartenverwaltung jederzeit aufrufen und hier virtuelle Wände einzeichnen usw.

(App: 4 von 5 Punkten)

Lautstärke

Bei der Lautstärke gefällt mir der Ecovacs Deebot Ozmo 950 sehr gut. Denn dieser ist gegenüber den bisher von mir getesteten Saugrobotern sehr leise. Die Lautstärke hängt hier natürlich wie bereits erwähnt von der von euch bestimmten Saugleistung ab. Daher bewegt sich diese zwischen 45 bis 66 dB. Bei der Eingestellten Stärke „normal“ liegt dies etwa bei knapp über 50 dB, sodass man sich hier dennoch gut unterhalten kann. Beim Saugen von Teppichen erhöht der Saugroboter natürlich seine Saugleistung, sofern aktiviert und somit ist er hier etwas lauter mit knapp 66 dB.

(Lautstärke: 4,5 von 5 Punkten)

Akkulaufzeit

Damit der Ecovacs Deebot Ozmo 950 die Ladestation schnellstmöglich nach dem Ende des Reinigungsvorgangs findet, solltet ihr diesen direkt von dieser aus starten lassen. Dies ist immer sehr von Vorteil, denn ansonsten irrt diese teils etwas länger umher oder findet diese gar nicht, bis dieser euch mitteilt, dass ihr ihn bitte zu dieser bringt.

Der im Deebot Ozmo 950 verbaute Akku besitzt eine Kapazität von 5200 mAh, was diesem eine Arbeitszeit von über 3 Stunden ermöglicht. Ob diese reine Arbeitszeit für eure komplette Wohnung bzw. Haus ausreicht, hängt dabei natürlich von euren Räumlichkeiten ab. Habt ihr viele rechteckige Zimmer, welche der Saugroboter nach dem Rand abfahren, möglichst im inneren Feld gerade abfahren kann, dann reicht diese weiter aus, als wenn hier viele Tischfüße usw. im Weg sind. Aber sollte der Akku leer sein, jedoch die Etage nicht fertig gereinigt sein, dann setzt der Ecovacs Deebot Ozmo 950 die Reinigung wie bereits erwähnt nach dem aufladen automatisch fort (sofern in den Einstellungen aktiviert). Für eine volle Akkuladung benötigt der Deebot Ozmo 950 knapp 5 Stunden. Dies liegt daran, dass der Akku verhältnismäßig groß ausfällt, denn er ist z.B. stolze 2.000 mAh größer als der im Vorgänger Deebot Ozmo 930. 

(Akkulaufzeit: 4 von 5 Punkten)

TEIL 3

bestehend aus „Preis/Leistung“ entspricht 10% der Gesamtwertung

Beschreibung

Ecovacs wirbt den Deebot Ozmo 950, als den besten Deebot aller Zeiten an. Damit hat das Unternehmen auch recht, denn es ist technisch gesehen der neuste und somit intelligenteste Saugroboter des Unternehmens.  

Der Deebot Ozmo 950 reinigt dank Laserdistanzsensor sehr präzise und versucht dadurch möglichst jeden Abschnitt im Raum abzufahren, sofern er in alle Lücken passt. Zusätzlich kann dieser auch gleich noch in einem Arbeitsgang feucht wischen und somit noch gründlicher reinigen. Dank intelligenten Sensoren erkennt dieser automatisch Teppiche, auf diesen er dann die Saugleistung erhöht, aber auch, sofern angebracht die Wischfunktion deaktiviert. 

Die Einbindung in das heimische WLAN ist meiner Meinung nach absolut zu empfehlen, jedoch kein muss. Jedoch hat man nur so die Möglichkeit, diesen direkt via App zu aktualisieren und zahlreiche Einstellungen vorzunehmen. Die Akkulaufzeit von über 3 Stunden konnte mich in meinen Tests ebenso überzeugen.

Preis/Leistung

Die UVP des Deebot Ozmo 950 hat Ecovacs bei 599,00 € angesetzt. Klar bekommt man hierfür bereits günstiger Saugroboter, diese bieten jedoch teils deutlich weniger Funktionsumfang. Ebenso gibt es aber auch noch einige teurere Geräte von Vorwerk oder iRobot die noch mal um einiges teurer sind und z. B. keine Wischfunktion usw. bieten.

Die Saugleistung, Wischfunktion und die Navigation sind hervorragend. Mann sieht sehr gut wie der Dreck eingesaugt bzw. aufgewischt wird und wie systematisch der Deebot Ozmo 950 den Raum reinigt. Daher kann ich den neuen Saugroboter sehr empfehlen, sofern man diese Funktionen alle nutzt. Wer jedoch auf die Wischfunktion verzichten kann, findet eventuell auch billigere Geräte. Ich rate jedoch auch dann dazu, ein Gerät mit fortschrittlicherer Lasernavigation zu kaufen und kein Gerät, welches sinnlos im Zick-Zack den Raum durchfährt.

Ecovacs DEEBOT OZMO 950

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testr Gesamtwertung

unter Berücksichtigung aller Teilwertungen

 Wir bedanken uns beim Hersteller für die Bereitstellung des Produktes. Zu unseren Grundsätzen

Link zum Hersteller: Ecovacs.com/de

Jabra Elite 85h

Der dänische Hersteller Jabra, hat vor wenigen Monaten mit dem Jabra Elite 85h einen neuen Over-Ear Kopfhörer vorgestellt. Dabei handelt es sich um ein Modell, welches mit Activ Noise Cancelling (ANC) ausgestattet ist und dank Equalizer-Einstellung zulässt, dass man das Klangbild mehr den eignen Vorlieben anpassen kann. Wie sich der neuen Over-Ear Kopfhörer von Jabra schlägt, verrate ich euch in folgendem Testbericht, denn ich habe den Kopfhörer nun 3 Wochen ausgiebig getestet.

Jabra Elite 85h

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TEIL 1

Bestehend aus „Verpackung/Design/Verarbeitung“ entspricht 25% der Gesamtwertung

Verpackung

Jabra liefert den Elite 85h in einer grau/gelben Verpackung aus, welche rundherum mit einigen Informationen bedruckt ist. Die eigentliche stabile Hauptverpackung ist wie bei vielen anderen Kopfhörer-Herstellern, in eine bzw. in dem Fall des Jabra Elite 85h in mehreren Umverpackungen eingeschoben, dazu gleich mehr.

Zuvor betrachten wir, über was uns die bedruckte Umverpackung informiert. Direkt auf der Vorderseite liest man wie üblich den Namen des Herstellers und des Kopfhörers. Zudem fällt natürlich auch direkt eine große komplette Ablichtung des Kopfhörers auf. Darunter hat Jabra zudem noch die wichtigsten Merkmale erwähnt. Zu diesen zählen: das smart Active Noise Cancelling, speziell entwickelte Lautsprecher für überlegene Musik und eine Akkulaufzeit von 26 Stunden mit aktiviertem ANC. Außerdem wird hier auch noch die Smartsound-Funktion erwähnt, welche den Klang bzw. das ANC automatisch der Umgebung anpasst. Darauf gehe ich natürlich später genauer ein. 

An der rechten Seite wird lediglich der Elite 85h Kopfhörer von der Bedienelement-Seite gezeigt. Außerdem wird damit geworben, dass der Kopfhörer in Kopenhagen, dem Firmen-Hauptsitz entwickelt und entworfen wurde. Die Rückseite zeigt erneut eine weitere Ansicht des Kopfhörers und einige weitere Ausstattungsmerkmale. Neben den bereits erwähnten Merkmale reihen sich hier zusätzlich noch die Sprachassistenten Integration, die insgesamt 8 Mikrofone für beste Sprachqualität, sowie die zertifizierte Witterungsbeständigkeit gegen Spritzwasser und Staub, ein. Zudem wird im rechten unteren Bereich noch auf die Jabra Sound+ App hingewiesen, welche den vollen Funktionsumfang des Kopfhörers ermöglicht.

Entfernt man die dünne Verpackungshülle von der gelben stabile Verpackung, dann kann man von rechts einen weiteren Karton herausziehen. Auf diesem grauen Karton liegt direkt ein Einleger, der erneut über einige Funktionen informiert und an der Rückseite kurz erklärt, wie der Kopfhörer eingeschaltet usw. Anschließend erblickt man darunter direkt eine hochwertige Transporttasche, in welcher sich sämtlicher Zubehör befindet. 

Somit findet man darin den zusammengefalteten Jabra Elite 85h Kopfhörer, ein Klinkenkabel und USB-Typ-C Ladekabel, sowie einen Flugzeugadapter. Unter der Tasche befinden sich zudem noch die üblichen Warnhinweise usw. 

(Verpackung: 4 von 5 Punkten)

Design

Beim Design des Jabra Elite 85h, setzt das Unternehmen auf einen Materialmix aus Metall, Kunststoff, Kunstleder und ein angenehmes Stoffgewebe. Der Kopfhörer ist sehr modern gestaltet und fällt durch seine Ohrmuscheln-Außenflächen und dem Kopfband, welches mit dem Stoffgewebe versehen wurde direkt auf. Anders wie bei vielen anderen Herstellern prangt das Herstellerlogo nicht auf den Ohrmuscheln-Außenseiten, sondern lediglich auf den Kopfbügelenden. 

Von Außen ist es zwar nicht direkt ersichtlich. Jedoch sind alle wichtigen beweglichen Elemente wie z. B. die Gelenke der Ohrmuschel, welche sich drehen und klappen lassen sowie der innere Kern des Kopfbügels aus Metall gefertigt.  

Damit der Anpressdruck, denn der Federstahlkern im inneren des Kopfbügels ausübt, nicht zu hoch ist, sind die ohrenumschließenden Polster und die Innenseite des Kopfbügels mit einem angenehm weichen Memory-Schaum ausgepolstert. Bezogen wiederum wurden die Polsterungen nicht mit Leder, sondern mit einem Leder-Imitat besser bekannt als Protein-Kunstleder, welches sich sehr leicht anfühlt. Durch die besonders weichen Ohrpolster ist die Geräuschisolierung bereits ohne aktiviertem ANC sehr gut.

Den Elite 85h bietet Jabra aktuell in 5 Farbvarianten an. Neben dem von mir getesteten Titanium Black, gibt es noch ein Modell in: reinem Schwarz, Kupfer-Black, Gold-Beige und Navy (Blau). Damit man sich leicht merken kann, wie rum der Jabra Elite 85h aufgezogen werden muss, kann man sich dabei einfach merken, dass die Seite, mit den vielen Anschlüssen und den Bedienelementen an der Außenseite nach rechts gehört. Alternativ erkennt man es aber auch durch das Betrachten der Kopfbügel-Innenseite.  

Gegen eine Bedienung via Touch-Oberfläche hat sich Jabra aufgrund des Designs entschieden. Schließlich ist es über die Stoffoberfläche nicht möglich, Berührungen zu registrieren. Daher setzt Jabra hier auf eine 3-Tasten-Bedienung an der rechten Ohrmuschel. Auf die Bedienung gehe ich später unter “Bedienung“ noch genauer. Die Bügelverstellung ist nicht wie bei anderen Herstellern gerastet, sondern stufenlos in einem größeren Bereich möglich, sodass man den Kopfhörer schnell und leicht dem eigenen Kopf anpassen kann.

Anschlüsse besitzt der Jabra Elite 85h insgesamt 2 Stück. Dabei handelt es sich zum einen um den USB-TypC Lade-Anschluss und zum anderen um die Klinkenbuchse, damit man auch bei Bedarf jederzeit via Kabel Musikhören kann. Voraussetzung ist hier natürlich, dass euer Smartphone noch einen Klinkenanschluss besitzt, oder ihr einen entsprechenden Adapter dabei habt.

(Design: 4 von 5 Punkten)

Verarbeitung

Die Verarbeitung des Jabra Elite 85h ist auf einem sehr hohen Niveau. Der Kopfhörer kann mich persönlich mit seinem besonderen Design (Stoffgewebe) überzeugen. Damit hebt er sich von den meisten anderen Kopfhörern ab, bei denen deutlich mehr Kunststoff zu sehen ist. Gewichtstechnisch gehört der Elite 85h zwar nicht zu den leichtesten Over-Ear Kopfhörern, doch dennoch sind die genau 300 Gramm auf dem Kopf angenehm zu tragen.

Der Kopfhörer macht durch seine gute Verarbeitung einen sehr wertigen und langlebigen Eindruck. Hier muss man sich nämlich keine Sorgen machen,  Jabra hat den Kopfhörer nämlich mit einer speziellen Nano-Beschichtung versehen und zudem die inneren Bauteile gegen Wasser und Staub geschützt. Sehr schön finde ich zudem, dass Jabra beim Elite 85h auf den aktuellen USB-TYP-C Lade-Anschluss setzt. Hier verwenden immer noch einige Hersteller einen veralteten Micro-USB-Anschluss.

(Verarbeitung: 4 von 5 Punkten)

TEIL 2

bestehend aus „Funktion des Produktes“ entspricht 65% der Gesamtwertung

Kopfhörer-ArtOver-Ear-Kopfhörer
BesonderheitenBluetooth 5.0, NFC, ANC
FarbeTitanium Black, Black, Kupfer-Black, Gold-Beige und Navy
AkkuLaufzeit Bluetooth® . . . . . . . . . bis zu 41 Std. (ohne ANC); bis zu 36 Std. (mit ANC)
Ladezeit: ca. 2,5 Stunden
Schnellladefunktion . . . . . . . . .15-minütige Aufladung, reichen für 5 Stunden Musikwiedergabe
Gewicht300 Gramm
Unterstützte Profile/HSP V1.2 , HFP V1.7, A2DP V1.3, AVRCP V1.6, PBAP V1.1, SPP V1.2
Unterstützte CodecsSBC
Übertragungsbereich10-20.000 Hz
TönerJeweils links und rechts ein 40-mm Treiber
Lieferumfang1x Jabra Elite 85h Over-Ear-Kopfhörer
1x Klinkenkabel
1x USB-Typ-C-Ladekabel
1x Hardcase
Kurzanleitungen

Tragekomfort

Der Tragekomfort des Jabra Elite 85h ist wie bereits unter Design angedeutet sehr gut. Hierfür sorgen die bereits erwähnten weichen Ohrpolster, die ausreichend bemessene Möglichkeit der Kopfbügelverstellung und das Drehgelenk der Ohrmuschelaufhängung.  

Dadurch lässt sich der Jabra Elite 85h quasi an alle erdenklichen Kopfformen und Größen anpassen. Zudem ist die Aussparung der Ohrpolster groß genug, sodass man hier ebenfalls keine Probleme mit den Ohren bekommen sollte. Hier sollte also nichts drücken oder eingequetscht werden.

Wie bei jedem anderen geschlossenen Over-Ear Kopfhörer ist es natürlich aber auch bei den Jabra Elite 85h im Sommer an heißen Tagen schnell etwas unangenehm unter den Kopfhörern. Schließlich geben die Treiber ihre Wärme minimal auch nach innen ab. Daher ist es im Sommer für manch einen idealer ein In-Ear Modell zu tragen. Schließlich sind im allgemeinen Over-Ear Kopfhörer weniger empfehlenswert für warme Tage und den Sport. Doch dies liegt wie so häufig am eigenen Geschmack und den Vorlieben. 

Wichtig bei Over-Ear Kopfhörern ist natürlich für viele unter euch auch, ob diese sich in der Kombination mit einer Brille ebenso gut tragen. Dies trifft bei dem Elite 85h zu, jedoch kann es hier je nach breite der Brillenbügel dazu kommen, dass die Geräuschisolierung etwas geschwächt wird. Da ich meine Kopfhörer beim Nichtgebrauch meistens um den Hals trage, ist für mich natürlich auch wichtig, dass er hier sich ebenfalls gut trägt und nicht drückt. Dies geht beim Jabra Elite 85h zwar aufgrund der fehlenden Touch-Steuerung in Ordnung. Doch aufgrund des Anpressdruckes fängt der Kopfhörer nach einer weile an, am Hals zu drücken. 

(Tragekomfort: 4,5 von 5 Punkten)

Bedienung

Bisher bin ich nur auf die Anschlüsse näher eingegangen, doch wie versprochen, möchte ich euch nun auch die Bedienung des Jabra Elite 85h näher erklären.

An der linken Ohrmuschel gibt es rückseitig eine kleine Taste. Diese ermöglicht die einfache Navigation durch die Sound-Einstellungen. Zur Auswahl stehen hier ANC-an, ANC-aus und HearThrough. Diese werden hier durch jedes betätigen der Taste durchgeschaltet und von einer Frauenstimme ebenfalls genannt. Gegenüber an der rechten Ohrmuschel gibt es eine weitere Taste mit einem Mikrofon darauf. Diese aktiviert standardmäßig den auf dem Smartphone integrierten Sprachassistenten. Sprich auf einem iPhone Siri und bei allen Android-Geräten den Google Assistant. In der App kann man jedoch auch bestimmen, dass man hierbei mit Alexa reden möchte. Dafür muss man sich aber in der App mit seinem Amazon-Konto einloggen. 

Kommen wir nun zu den Bedientasten. Damit kann man durch das Betätigen der mittleren Multifunktionstaste die Musikwiedergabe starten oder pausieren. Ebenso kann man einen eingehenden Anruf darüber annehmen oder auch am Ende beenden. Möchte man mit einer Person gerade nicht reden, dann genügt es, die Taste zweimal hintereinander zu betätigen. Logischerweise erhöht das Drücken der oberen Taste, welche man an dem erhabenen Punkt zur genauen Erkennung erkennt die Lautstärke und die unter Taste senkt diese ab. Hält man die Taste oben länger als eine Sekunde gedrückt, dann springt man einen Titel vor und das untere Betätigen spielt den soeben wiedergegebenen Titel erneut ab. Durch zweimaliges Drücken des unteren Knopfes wiederum, spring man einen Track zurück.

Die Bedienung ist relativ simple und selbsterklärend aufgebaut, sodass man sich schnell an die unterschiedlichen Funktionen zur Steuerung gewöhnt.

(Bedienung: 4 von 5 Punkten)

Klang

Bei den Treibern setzt Jabra auf die häufig in diesem Preissegment verwendeten 40 mm große Treiber. Der Übertragungsbereich (Frequenzbereich) welchen diese wiedergeben können, soll laut Hersteller bei 10 – 20.000 Hz liegen. Dies wiederum ist etwas besser, als der Durchschnitt, denn im Regelfall sind es 20 – 20.000 Hz. Ob man diesen besseren Frequenzgang jedoch persönlich wahrnimmt, ist bei jedem unterschiedlich und eher selten der Fall, denn ein normales Gehör hört im Schnitt 20 – 20.00 Hz. Für den Klang wiederum ist es durchaus etwas Schade, dass Jabra hier keine besonderen Audio-Codecs wie z. B. aptX oder AAC nutz, sondern lediglich auf den Standard Codec SBC. Das machen viele anderen Hersteller in diesem Preissegment besser und daher könnte dies schon für einige das K.-O-Kriterium sein. Doch lasst mich dennoch meinen persönlichen Eindruck vom Klangbild Beschreiben, denn hier verrate ich euch, ob er dennoch gut klingt und ob ihr dem Jabra Elite 85h dennoch eine Chance geben solltet.

Betrachten möchte ich hier das von Werk eingestellte Klangbild. Schließlich kann man dies in der App noch via 5-Band Equalizer weiter optimieren. Das Klangbild von Hause aus, würde ich als ausgewogen neutral beschreiben, sodass hier auf eine häufig verwendete wärmere Abstimmung verzichtet wurde. Die Staffelung zwischen dem Bassfundament und den Höhen ist Jabra gut gelungen, sodass keinesfalls der Tiefgang des Basses dazu neigt, die Höhen zu übertönen. Etwas dominanter wiederum sind hier die Mitten, was sich vor allem beim Gesang, aber auch beim Telefonieren und Hörbücher anhören, sehr positiv auswirkt. Das Klangbild kann somit gut überzeugen, trotz fehlender hochwertiger Audio-Codecs. Bei einigen Musikgenres konnte ich zum Teil jedoch einen leichten Hall bei den Instrumenten feststellen. 

Beim Telefonieren schneidet der Jabra Elite 85h mit Bravour ab. Hierfür nutzt der Elite 85h nämlich 6 der insgesamt 8 verbauten Mikrofone, wodurch für eine sehr gute Sprachverständlichkeit auf beiden Seiten gesorgt wird. Beim Ansehen von Filmen und Videos über Netflix, Amazon Prime oder Youtube konnte ich zwischen dem Bild und Ton keinen Versatz vorstellen.

(Klang: 4 von 5 Punkten)

Ausstattung

Der neue Jabra Elite 85h kommt wie bereits Eingangs des Testberichtes erwähnt mit einer verbauten Aktiv Noise Cancelling-Funktion daher. Dies heißt, dass dieser nicht nur durch seine Polster und sein geschlossenes Gehäuse die Umgebungsgeräusche um einem herum reduziert, sondern zusätzlich durch die verbauten Mikrofone (vier der 8 verbauten). Diese nehmen die äußeren Umgebungsgeräusche auf, und spielen diese phasenversetzt ein. Dadurch wird das Störgeräusch wie z. B. ein Flugzeugtriebwerk oder Motoren deutlich verringert.

Das ANC kann in der „Jabra Sound+“ App in insgesamt vier Szenarien gewählt werden. Zur Auswahl steht hier privat, öffentlich, pendeln und mein Moment. Bei den ersten drei handelt es sich um vordefinierte Modis, während es bei „Mein Moment“ so ist, dass sich hierbei die Abschirmung usw. ganz nach den eigenen Vorlieben angepasst werden kann. Das Aktiv Noise Cancelling arbeitet ganz gut, so reduziert es z. B. den versprochenen Klang von Motoren, Flugzeugtriebwerken auf einem hohen Maß. Autos sind ohne Musik zwar noch leicht hörbar, doch man kann damit deutlich leiser Musik hören, ohne dabei im Stadtverkehr gestört zu werden. Lediglich mit höheren Tönen hat das ANC des Jabra Elite 85h gelegentlich etwas Probleme. Somit kann ich zwar behaupten, dass im ANC weiterhin Bose und Sony etwas die Nase voraushaben, doch preislich ist der Elite 85h wiederum günstiger und dennoch in diesem Bereich ganz gut aufgestellt.

Möchte man vom Umfeld z. B. wenn jemand in der Stadt einen anredet schnell etwas hören, ohne den Kopfhörer abzunehmen, dann kann man direkt die HearThrough-Funktion aktivieren. Dadurch wird die Musiklautstärke etwas abgesenkt und die Außengeräusche verstärkt zu den Ohren durchgelassen. 

Zubehör

Jabra liefert den Elite 85h in einem sehr stabilen und hochwertigen Hardcase aus. In diesem Case lässt sich der Kopfhörer sehr gut verstauen und ist somit perfekt gegen Kratzer und sonstigen Schäden die ohne dieses entstehen könnten bestens geschützt. 

Praktisch ist hier der kleine eingenähte Zettel, der einem zeigt, wie der Kopfhörer darin eingelegt wird. Damit die Ohrmuscheln beim Transport darin nicht aneinander scheuern, befindet sich dazwischen ein Polster. In dessen Zwischenraum lässt sich problemlos das Zubehör (Ladekabel, Klinkenkabel und Flugzeugadapter) verstauen, sodass man diese immer dabei hat. Ok zugeben eine Powerbank oder ein Netzteil sollte man dennoch separat mit sich führen, denn ohne dies bringt einem das Ladekabel nicht viel. Aber im Urlaub oder so, hat man ja eigentlich sowieso immer ein Netzteil fürs Smartphone dabei, welches man hierfür perfekt nutzen kann.

(Ausstattung: 4 von 5 Punkten)

App

Jabra bietet für sämtliche Kopfhörer egal ob In-Ear oder Over-Ear Modelle, eine App Namens „Jabra Sound+“ kostenlos zum Download an. Prinzipiell kann der Jabra Elite 85h auch ohne die App zum Musikhören genutzt werden, doch den vollen Funktionsumfang erhält man auch hier nur in Verbindung mit der App. Hierfür ist es auch gar nicht nötig, sich zu registrieren oder sonstige Daten anzugeben. 

Jabra Sound+
Preis: Kostenlos
Jabra Sound+
Preis: Kostenlos

Nach dem downloaden der App aus dem AppStore, welche sowohl für iOS-Geräte, als auch Android Devices kostenlos zum Download bereitsteht, kann man die App wie gewohnt starten. Anschließend befindet man sich in der Einrichtung des Kopfhörers. Diesen sollte man hierfür natürlich durch das Drehen der Ohrmuscheln zueinander, Einschalten und in den Bluetooth-Einstellungen mit dem Smartphone koppeln. Ist dies erfolgreich gelungen, dann zurück zur App, wo man nun eine Einführung in die Bedienung des Jabra Elite 85h bekommt. Daher wird hier nun erklärt, für was die Bedientasten sind usw.  

Anschließend befindet man sich auf der Startseite der App. Die auch „Momente“ genannt wird. Hier kann man neben den verschiedenen ANC-Modis auch den 5-Band Equalizer und aus fertigen Musik-Voreinstellungen wählen. Zudem kann man hier die hinzuschaltbare Smartsound-Technologie Aktiveren. Diese analysiert anhand der Mikrofone die Umgebungsgeräusche und passt dabei die ANC-Stufe automatisch dem Umgebungslärm an. Dies funktioniert zwar nicht vollkommen fehlerfrei, doch kann im Test dennoch überraschen. Im zweiten Reiter geht es um das „Entdecken“ hier wird einem z. B. angezeigt, ob es ein Firmwareupdate für die Kopfhörer gibt, oder man kann die Kopfhörer nach einer Registrierung hier jederzeit orten.

Unter dem Punkt „Über“ kann man wiederum einige weitere Einstellungen ändern und das Benutzerhandbuch oder die Kurzanleitung einsehen.

(App: 3,5 von 5 Punkten)

Koppeln und Reichweite

Beim Elite 85h hat Jabra einen Bluetooth 5.0 Chip integriert, welcher eine Mehrfachverbindung (8 Geräte), bzw. mit zwei Geräten gleichzeitig ermöglicht. Die Kopplung via Bluetooth ist wie üblich nicht sonderlich schwer und daher in wenigen Sekunden bzw. auf jeden Fall unter einer Minute erledigt. Beim ersten Einschalten befindet sich der Jabra Elite 85h eigentlich wie jeder andere Kopfhörer auch automatisch im Pairing-Modus. Daher ist das Ganze sowieso noch einfacher gehalten, doch selbst wenn nicht, ist dies total easy.

Einfach den Kopfhörer Einschalten, indem man die Ohrmuscheln so dreht, dass diese zueinander zeigen, und schon ist der Kopfhörer eingeschaltet. Nun sollte die Status-LED blau aufblinken, was bestätigt, dass sich der Kopfhörer im gewünschten Modus befindet. Nun nur noch in den Bluetooth-Einstellungen am Smartphone die Kopfhörer mit der Bezeichnung „Elite 85h“ suchen und auswählen. Anschließend sollten sich die beiden Gerät innerhalb kurzer Zeit miteinander verbinden.

Bei der max. Reichweite gibt Jabra die üblichen 10 Meter an. Ich kam im Test jedoch auch zum Teil auf knapp 11 Meter. Indoor waren es wiederum knapp 9 Meter, doch hier hängt die Reichweite natürlich ebenfalls von den Gegebenheiten der Wände usw. ab. 

(Koppeln und Reichweite: 4 von 5 Punkten)

Akku

Der verbaute Akku im Jabra Elite 85h gehört aktuell zu einer der besten. Schließlich ermöglicht dieser eine Top Akkulaufzeit von bis zu 36 Stunden mit aktiviertem Noise-Cancelling. Ohne ANC sind es wiederum 5 Stunden mehr und somit bis zu 41 Stunden.

Natürlich ist es von Nutzer zu Nutzer etwas unterschiedlich, wie lange der Akku am Ende wirklich durchhält. Schließlich hört jeder unterschiedlich laut Musik, nutzt das ANC unterschiedlich, was eine wichtige Rolle bei der Laufzeit spielt. Schließlich verbraucht ANC aufgrund des ständigen messen und erzeugen des dementsprechenden Gegenphasigen-Signals relativ viel Strom.  

In meinem Testzeitraum von knapp 3 Wochen habe ich den Jabra Elite 85h immer wieder genutzt, jedoch ganz klar niemals 36 Stunden am Stück. Da müsste ich diesen ja sogar im Schlaf aufhaben. Daher kann ich hier nur, meine gesamte Laufzeit, die sich aus mehreren Tagen zusammensetzt, zusammenrechnen. Man kommt nach meinen Erfahrungswerten ganz gut an den von Jabra angegebenen Wert ran. Ich habe den Elite 85h fast ausschließlich mit ANC genutzt und hab somit bei etwa 60-70 % der maximalen Lautstärke eine Laufzeit von etwa 34 Stunden erreicht. Dies ist immer noch ein extrem guter Wert, denn somit kann man z. B. wenn man stolze 3 Stunden am Tag Musik hört den Kopfhörer gut 11 Tage am Stück nutzen, ehe man diese so langsam wieder aufladen sollte.

Apropos aufladen, hier setzt Jabra auf den aktuellen USB-Typ-C Ladeanschluss. Dieser ermöglicht eine Schnellladefunktion, sodass der Elite 85h bereits nach 15 Minuten wieder für 5 Stunden Musikwiedergabe bereit sein soll. Für eine volle Aufladung wiederum benötigt man knapp 150 Minuten. Nutzt man den Kopfhörer nicht, bzw. wird diesem keine Musik zugespielt, dann schaltet dieser sich automatisch nach knapp einer Stunde aus. Ebenso erkennt dieser anhand Sensoren in der Innenseite, ob er getragen wird oder nicht. Daher wird die Musik pausiert, sobald man den Kopfhörer von den Ohren nimmt. Das Ausschalten wiederum wird einfach durch das Flache eindrehen der Ohrmuscheln durchgeführt. Dies trägt soweit alles zu einer komfortablen Bedingung und möglichst langen Akkulaufzeit bei. 

(Akku: 5 von 5 Punkten)

TEIL 3

bestehend aus „Preis/Leistung“ entspricht 10% der Gesamtwertung

Beschreibung

Beim Jabra Elite 85h handelt es sich um den ersten Over-Ear Kopfhörer des dänischen Unternehmens. Hier zeigt es sich, dass man jedoch im Headset-Bereich bereits einige Erfahrungen mit ANC-Geräten gemacht hat. Dadurch schneidet der Elite 85h nämlich in diesem Bereich nicht mal so schlecht ab. Der Tragekomfort hat mir hier ganz gut gefallen, ebenso bietet man dank 5-Band Equalizer genug Raum, damit man sich das Klangbild den eigenen Vorlieben weitestgehend anpassen kann.  

Jabra verspricht hier eine außergewöhnlich klare Soundqualität und Energie für den ganzen Tag. Letzterem kann ich hier zwar absolut zustimmen, denn 36 Stunden Akkulaufzeit mit ANC sind echt sehr gut. Beim Klang wiederum könnte einigen unter euch, die dominanten Mitten und der gelegentliche Hall, denn ich wahrnehmen konnte stören. 

Preis/Leistung

Die UVP des Jabra Elite 85h liegt bei einem Preis von 299,99€. Jedoch erhält man den Kopfhörer aktuell bereits je nach Farbe zwischen 199,90€ bis 279€. 

Vom ANC ist der Jabra Elite 85h zwar etwas hinter Bose und Sony, doch überzeugen konnte mich persönlich dies dennoch. Wer zudem nach einem Kopfhörer sucht, der eine lange Akkulaufzeit bietet, der wird mit dem Jabra Elite 85h einen guten Kopfhörer finden. Wem daher das Stoff-Design gefällt, und man mit der leichten Betonung der Mitten leben kann, dem kann ich nur raten dem Elite 85h bei der Kopfhörerauwahl eine Chance zu  geben. Möchte man wiederum unbedingt hochwertige Audiocodecs wie aptX, aptX HD oder AAC haben, dann fällt der Elite 85h leider aus der Auswahl heraus. 

Jabra Elite 85h

Zum Angebot bei

testr Gesamtwertung

unter Berücksichtigung aller Teilwertungen

 Wir bedanken uns beim Hersteller für die Bereitstellung des Produktes. Zu unseren Grundsätzen

Link zum Hersteller: jabra.com.de