Zum Hauptinhalt springen

Autor: Tobias

Huawei FreeBuds 3

In aller Kürze

Mit den Huawei FreeBuds 3 hat auch Huawei die ersten True Wireless Kopfhörer vorgestellt, die über eine aktive Geräuscheunterdrückung verfügen. Diese bieten soweit eine gute Klangqualität und eine ordentliche Akkulaufzeit, doch leider sind diese in einigen Bereichen auch nicht so überzeugend. Die Tatsache, dass man z. B. zu wenige Steuerbefehle direkt über die Ohrhörer ausführen kann, ist ebenso ein Minuspunkt, wie die aktive Geräuscheunterdrückung. Diese ist zwar gut, aber dennoch hätte diese besser sein können, wenn man sich für eine Ausführung mit Ohrtips entschieden hätte. Außerdem begleitet das ANC ein leichtes Rauschen, was jedoch bei einer entsprechenden Lautstärke automatisch übertönt wird.

Gefällt uns

  • guter Klang
  • kabelloses Laden
  • geringes Gewicht
  • Schutz vor Wasser und Staub
  • guter Tragekomfort

Gefällt uns weniger

  • Akkulaufzeit gering
  • weniger für iOS geeignet
  • ANC nicht so gut

Huawei FreeBuds 3

Zum Angebot bei

TEIL 1

Bestehend aus „Verpackung/Design/Verarbeitung“ entspricht 25% der Gesamtwertung

Verpackung

Die Verpackung in der Huawei die neuen Huawei FreeBuds 3 ausliefert, ist weitestgehend schlicht gehalten und verrät somit wenig über das Produkt.  

Auf der Vorderseite, der komplett weißen Verpackung prangen die üblichen Dinge, wie ein Huawei-Logo und der Name der Kopfhörer. Des Weitern ziert diese, wie es oftmals der Fall ist eine Abbildung der Ohrhörer zusammen mit dem zugehörigen Ladecase.  Auf der Rückseite informiert Huawei lediglich in mehreren Sprachen auf einige wenige technische Details der Kopfhörer und den enthaltenen Lieferumfang. Ebenso befindet sich an der Unterseite ein Aufkleber, der mit der Modellbezeichnung, S/N-Nummer und der Farbe beschriftet wurde. 

Zum Innenleben der Verpackung gelangt man ganz einfach, indem man den Innenteil mithilfe der Stoff-Lasche nach rechts herauszieht. Anschließend hat man eine weitere stabile weiße Verpackung in den Händen, die lediglich mit einem dezenten, kleinen Huawei Logo versehen wurde. Nach dem Öffnen des Deckels, der via Magnete geschlossen gehalten wird, erblickt man direkt das runde Ladecase, indem zugleich die beiden In-Ear Kopfhörer eingesetzt wurden. In der kleinen Schachtel darunter wiederum verbirgt sich das USB-A auf USB-C Ladekabel und unter dem Ladecase sind noch die üblichen Beschreibungen versteckt.

(Verpackung: 3,5 von 5 Punkten)

Design

In Ear Kopfhörer

Die Huawei FreeBuds 3 sehen auf dem ersten Blick den Apple AirPods sehr ähnlich. Der Unterschied welchen man als Laie direkt feststellen kann, ist das schwarze und rote Modell, denn diese beiden Farben gibt es bei Apple nicht. Huawei bietet die FreeBuds 3 nämlich in der besagten Farbe schwarz und zusätzlich in Weiß und Rot an.

Das Gehäuse der Ohrhörer besteht aus insgesamt drei Teilen. Dem länglichen runden Teil, in dessen inneren sich nicht nur der Akku befindet, sondern auch das Mikrofon, welches am unteren Ende, unter der Chrom-Abdeckung platziert wurde. Dieser lange „Mast“ verläuft etwas höher wie das Treibergehäuse, welches sehr nach dem der Apple AirPods ausschaut. Hier drin befindet sich der Großteil der Elektronik, wie z. B. die Hauptplatine, der Kirin A1 Chip und der 14 mm Treiber.

Der Treiberkanal, der hier zwar kurz, aber leicht geschwungen ist, wurde so platziert, dass dieser nach dem Einsetzen der Ohrhörer direkt in den Ohrkanal reicht. Für die Huawei FreeBuds 3 gibt es keine Ohranpassstücke, da man hier das gleichen System wie bei Apple nutzt, ein universales Gehäuse, was in „fast“ allen Ohren perfekt sitzt. Doch dieses System ohne sogenannte Ohrtips hätte Huawei hier nicht wählen sollen, denn ohne diese dichten die Ohrhörer weniger gut ab, was dazu führt, dass das ANC nicht so sauber arbeiten kann, wie z. B. bei den neuen AirPods Pro usw.  

Ladecase

Beim Ladecase geht Huawei wiederum zum Glück einen eigenen Weg und setzt hier auf eine runde Form. Mit einem Gewicht von knapp unter 50 Gramm ist das Case angenehm leicht, sodass dies zusammen mit den beiden je 4,5 g leichten Ohrhörer eher zu den leichten True Wireless Kopfhörern gehört. 

Viel gibt es zum kompakten Ladecase nicht zu sagen, außer, dass dieses, wie zum Teil an meinen Bildern zu erkenne, sehr anfällig gegenüber Fingerabdrücken ist. Das aus Kunststoff gefertigte Case macht soweit einen soliden Eindruck und durch den aus Metall gefertigten Scharnier wird mir ein langlebiger Eindruck vermittelt. Der Scharnier ist an der Außenseite etwas größer gehalten, da hier dezent ein Huawei-Schriftzug prangt. Dies ist eigentlich auch der einzige Hinweis, welchen es sowohl an den Kopfhörer, als auch beim Ladecase gibt. Ansonsten würde einem als Laie kaum auffallen, dass es sich hier um ein Produkt aus dem Hause Huawei handelt.

An der Unterseite des Ladecase befindet sich der USB-C Anschluss, um den im Ladecase integrierten Akku aufzuladen. Doch man kann das Case auch kabellos über ein Induktionsladegerät aufladen, denn dies hat Huawei hier von Werk aus ohne Aufpreis verbaut. Neben dem Ladenschluss versteckt sich am Ladecase an der rechten Seite ein fast unsichtbarer Knopf, denn man je nach Halten des Case auf den ersten Blick gar nicht direkt sieht. Hierüber setzt man die Ohrhörer bzw. das Ladecase in den Kopplungszustand, sodass man die Ohrhörer mit einem Smartphone koppeln kann.

Die Kopfhörer werden wie üblich über eine magnetische Verbindung, sicher im Ladecase gehalten. Sobald diese eingesetzt sind, werden die Ohrhörer über den Ladekontakt im Inneren automatisch wieder mit Storm versorgt und sind somit anschließend direkt für die nächste Wiedergabe bereit.

(Design: 4 von 5 Punkten)

Verarbeitung

Die Verarbeitung der Huawei FreeBuds 3 und vom Ladecase ist soweit als sehr gut zu Beschreiben. Es gibt sowohl am Gehäuse, als auch an beiden Ohrhörern keine unschönen Kanten, die beim Einsetzen in die Ohren stören. Zudem halten diese erstaunlich gut, was bei luftigen Kopfhörern nicht immer der Fall ist. Das Ladecase besitzt einen sehr stabilen Scharnier, der für eine hohe Langlebigkeit ausgelegt ist und für einen ordentlichen Schließ- und Öffnungsvorgang sorgt.

(Verarbeitung: 4 von 5 Punkten)

TEIL 2

bestehend aus „Funktion des Produktes“ entspricht 65% der Gesamtwertung

ArtTrue-Wireless In-Ear Kopfhörer
KategorieBluetooth Kopfhörer (Bluetooth 5.1)
FarbeSchwarz
Akkuintegriert, Lithium-Polymer-Akku
Akku Ohrhörer: 4 h
Akku Ladecase: 16 h
Gesamt: 20 h
Gewicht57 g (Ohrhörer und Ladebox)
9 g (beide Ohrhörer)
48 g (Ladebox)
MaterialKunststoff
KonnektivitätBT/BLE Dual-Mode Bluetooth 5.1 SoC; Audio-Codec: SBC und AAC
LautsprechertypDynamische Treiber mit einer Größe von 14,0 mm (links und rechts)
Frequenzbereichkeine Angaben
LieferumfangHuawei FreeBuds 3 True Wireless Kopfhörer (2 Stk.)
Ladebox
USB-Typ-C-Ladekabel
Benutzerhandbuch usw.

Tragekomfort

Der Tragekomfort der Huawei FreeBuds 3 ist soweit sehr gut, diese sitzen sehr sicher im Ohr, ohne dabei unangenehm zu drücken. Bei vielen mit Silikon-Tips ausgestatteten In-Ear Kopfhörer hat man das Problem, dass man sich diese ins Ohr drücken muss und diese bei der falschen Größe nicht sicher halten oder sogar erst nach der Zeit herausrutschen. Dies hat man so bei den Huawei FreeBuds 3 definitiv nicht, denn diese bleiben auch nach dem lockeren Einsetzen an Ort und Stelle.  

Für den sportlichen Einsatz kann man die Huawei FreeBuds 3 auf jeden Fall ebenfalls verwenden, denn der Halt ist auch hier sehr gut, sodass man sich hier bei dem Großteil aller Übungen keine Sorgen machen muss, dass die Ohrhörer aus den Ohren herausfallen. 

(Tragekomfort: 4 von 5 Punkten)

Bedienung

Mit der Bedienung der Kopfhörer aus dem Hause Huawei bin ich weniger zufrieden. Dies liegt nicht daran, dass man hier auf eine Touch-Bedienung setzt, sondern daran, dass man als iOS – Nutzer, anders als Android-Nutzer, nicht die Belegung der Funktionen verändern kann. Das wäre ja soweit nicht schlimm, wenn man über die Touchsteuerung alle wichtigen Funktionen steuern könnte, doch dem ist im Falle der Huawei FreeBuds 3 leider nicht so. Als iOS-Nutzer kann man nur auf die voreingestellten Funktionen via Touch zugreifen: Ein Doppeltipp auf die linke Seite, schaltet nämlich das aktiv Noise Cancelling an bzw. wieder aus, auf der rechten Seite wiederum, führt ein doppeltes Antippen dazu, dass man zum nächsten Titel in der Playlist gelangt. Daher lohnen sich die Huawei FreeBuds 3 für iPhone-User definitiv weniger, als für Android bzw. Huawei Nutzer.

Android-User können nämlich die Funktionen bzw. die Belegung verändern. Um dies jedoch zu machen, muss man sich die kostenlose App Namens „AI Life“ aus dem GooglePlay Store herunterladen. Anschließend muss man natürlich zudem die Huawei FreeBuds 3 mit dem Smartphone koppeln. Dazu drückt man, während die beiden Ohrhörer im Ladecase eingesetzt sind, den kleinen Soft-Button an der rechten Seite des Ladecase, worauf dieses die Ohrhörer in den Pairing-Modus versetzt. Nun kann man die Kopfhörer wie gewohnt in den Bluetootheinstellungen suchen und mit der Verbindung fortfahren bzw. diese werden einem im entsprechenden Fenster in der App angezeigt, worauf man diese mit dem Smartphone koppelt. 

Huawei-Nutzer, auf deren Smartphone das aktuelle EMUI 10 installiert ist, haben hier jedoch einen weiteren Vorteil, denn hier geht das Koppeln noch einfacher. Hier lassen sich die Kopfhörer genauso einfach wie die Apple AirPods mit einem iPhone koppeln. Öffnet man das Ladecase neben einem Huawei-Smartphone erscheint direkt ein Pop-up Fenster, durch welches man mit einem simplen Tippen auf die Bestätigung beide Geräte miteinander verbindet.  

Anschließend kann man als Android-User in der AI Life App auf der Startseite der Huawei FreeBuds 3 im Menüpunkt „Verknüpfungen“ die Belegung der Touch-Bedienung verändern. Hier stehen dann folgenden Belegungen zu Auswahl: Wiedergabe/nächster Titel; Wiedergabe/Pausieren; Sprachassistenten aktivieren; aktive Geräuscheunterdrückung ein-/ausschalten; keine Aktion. Von diesen Funktionen kann man dann die zwei, die man selbst am häufigsten nutzen möchte wählen und auf die entsprechende Seite setzen. Dies ist zwar soweit ok, doch ich persönlich reguliere gelegentlich über meine Kopfhörer direkt die Lautstärke, was hier ebenso wenig geht, wie wenn ich einen Titel zurückspringen möchte. Hier haben andere Hersteller daher ein besser durchdachtes Bedienkonzept.

(Bedienung: 3 von 5 Punkten)

Klang

Huawei verspricht mit den FreeBuds 3 einen großartigen Klang, der absolut überzeugen soll. Viele Details zu den technischen Daten verrät Huawei jedoch nicht, daher gibt es hier keine genauen Angaben zum Frequenzgang usw. Verraten wird lediglich, dass je Ohrhörer ein dynamischer 14 mm Treiber verbaut wurde. Etwas überraschend fand ich jedoch die unterstützten Audio-Codecs, denn neben Standard SBC, wird lediglich AAC unterstützt und nicht wie ich es persönlich erwartet hätte aptX. Dies ist soweit komisch, da sich die Kopfhörer eigentlich eher für Android bzw. Huawei-Nutzer eigenen, da nur hier der volle Funktionsumfang geboten wird, aber die Hersteller hier nicht auf AAC, sondern eigentlich auf aptX setzen.

Wie bereits erwähnt, sitzen die Huawei FreeBuds 3 mehr oder weniger luftig in den Ohren, bieten aber einen überraschend guten und festen sitzt, bei dem nichts in den Ohren drückt. Der Klang, der ins Trommelfell gelangt, ist durchaus als ausgewogen und Transparent zu Beschreiben. Die Stärken liegen hier definitiv in den Bässen, die soweit mit einem guten Tiefgang und mit einem satten Fundament daher kommen. Die Höhen gefallen mir soweit auch, da diese luftig nach oben sind und sauber wiedergegeben werden. Schwachpunkt bei den Huawei FreeBuds 3 sind somit leider die Mitten, diese können sich leider nicht gegenüber den anderen Tönen durchsetzen, sodass das gesamte Klangbild etwas verloren geht bzw. zu schlank ausfällt.

Bei der Sprachverständlichkeit verspricht Huawei wiederum kristallklare Gespräche, welche dank des integrierten Huawei Kirin A1 Chip ermöglicht werden. Dieser soll völlig automatisch die störenden Hintergrundgeräusche herausfiltern, was für eine exzellente Gesprächsqualität sorgen soll. Soweit hat Huawei hier auch definitiv nicht zu viel versprochen, denn bei der Nachfrage während meiner Testtelefonate konnten sich meine Gesprächspartner keineswegs über eine schlechte Übertragungsqualität beschweren. Somit macht das verwendete active Noise Cancelling hier eine vorbildliche Arbeit, sodass man auch unterwegs in einer etwas lauteren Umgebung problemlos über die FreeBuds 3 telefonieren kann. Positiv fand ich die Sprachqualität sogar beim stärkeren Wind wie z. B. während des Radfahrens. Hier nahmen meine Gesprächspartner kein störendes Rauschen wahr, sondern konnte mich dennoch gut und klar verstehen.

Auch wenn die Huawei FreeBuds 3 zumindest für Android Smartphones keinen hochwertigen Audio-Codecs unterstützt, sorgt der verbaute Kirin A1 Chip mit der Unterstützung von Bluetooth 5.1 für eine sehr geringe Latenz. Sprich die Verzögerung zwischen Ton und Bild beim Ansehen von YouTube Videos usw. ist so gering, dass man diese eigentlich nicht wahrnehmen kann.

(Klang: 3,5 von 5 Punkten)

Ausstattung

ANC

Huawei hat die FreeBuds 3 mit aktive Noise Cancelling ausgestattet. Hier ist mir negativ aufgefallen, dass dieses beim Hinzuschalten für einen deutlich Anstieg des Rauchpegels sorgt. Dies kommt funktionsbedingt von den dafür zuständigen, an der Außenseite angebrachten Mikros, die den Klang (Umgebungsgeräusche) aufnehmen und diesen mit einer Gegenfrequenz neutralisieren. Dadurch resultiert wie bei vielen anderen ANC Kopfhörern, egal ob In-Ear oder Over-Ear ein höheres Grundrauschen.  In der App kann man an einem Android-Smartphone via Drehregler einstellen, dass bestimmte Frequenzen mehr und andere weniger durchgelassen werden. So kann man z. B. das Ganze so einstellen, dass man trotz ANC, die eventuell für einen selbst wichtigen Durchsagen am Bahnhof hören kann, während die anfahrenden, bzw. durchfahrenden Züge kaum bzw. weniger hörbar sind. Dies erfordert jedoch etwas Zeit, die man sich beim ersten Mal an einem Bahnhof nehmen muss, damit man den richtigen Dreh heraus hat. 

Insgesamt macht das active Noise Cancelling zwar eine ganz gute Arbeit, doch bauartbedingt kann dies durch die offene Bauweise nicht so sehr überzeugen wie bei einem In-Ear Kopfhörer mit ANC und Silikonaufsätzen. Schließlich schotten die Silikon-Einsätze bei herkömmlichen In-Ear Kopfhörer schon deutlich besser ab, als die luftigen Huawei FreeBuds 3 und Apple AirPods. Das ANC versucht jedoch, die Umgebungsgeräusche dennoch zu eliminieren, was soweit aber nicht komplett gelingen kann, da diese durch die kleinen Lücken zwischen Ohr und Kopfhörer ins Trommelfell gelangen können.

Akku & Ladecase

Das flache und kompakte Ladecase kann wie bereits erwähnt entweder über den USB-C-Anschluss, als auch via Ladepad durch das einfache auflegen aufgeladen werden. Wer zudem z. B. ein Huawei P30 Pro oder ein anderes Smartphone besitzt, welches die sogenannte „Reverse Charging“ Funktion besitzt, kann das Case sogar durch das Auflegen auf der Rückseite aufladen. Kleiner Tipp, mit diesen Smartphones kann man sogar die meisten elektrischen Zahnbürsten aufladen, falls man mal z. B. bei der Partnerin oder dem Partner ist, aber das Ladegerät vergessen hat.

Huawei verspricht mit den FreeBuds 3 eine Laufzeit von bis zu 4 Stunden. Ich persönlich konnte hier jedoch mit teilweise aktivem ANC knapp über 3 Stunden Laufzeit erreichen, was leider nicht gerade viel ist. Jedoch kann man wie für True Wireless Kopfhörer üblich, die Ohrhörer mehrmals über das Ladecase aufladen. Im Falle der Huawei FreeBuds kann man dies sogar viermal machen, sodass man auf zusätzliche knapp 16 Stunden Musikwiedergabe kommen kann. Insgesamt sollen somit bis zu 20 Stunden möglich sein, wobei ich hier eher von 17 bis 18 Stunden ausgehen würde, da diese Laufzeit natürlich von der eingestellten Lautstärke und auch davon abhängt, wie oft ihr ANC aktiviert habt. Bis die Ohrhörer komplett aufgeladen wurden, vergeht knapp eine Stunde, was somit absolut in Ordnung geht.

Bluetooth & Signalqualität

Bei der Verbindungstechnologie setzt Huawei auf den Hauseigenen Kirin A1 Chip, der mit der weltweit ersten zertifizierte BT/BL Dual-Mode Bluetooth 5.1 SoC Technologie arbeitet. Dieser Chip garantiert laut Huawei eine stabile, schnelle und präzise Audio- und Videosynchronisation. Das Letzteres soweit absolut zustimmt, habe ich euch ja bereits unter dem Punkt “Klang “ beschrieben. Doch wie schaut es mit der Bluetooth-Verbindung aus. Diese gestaltet sich wie bereits erwähnt, unter Huawei Geräten sehr einfach und schnell. Einmal das Case aufklappen und schon werden einem alle Akku-Stände angezeigt und durch ein einfaches Bestätigen sind die Geräten miteinander gekoppelt. Bei allen anderen Android- und iOS-Geräten ist dies zwar etwas aufwendiger, aber keinesfalls kompliziert. Einfach den seitlich Knopf am Case drücken, und schon kann man die Kopfhörer über die Bluetooth-Einstellungen suchen und verbinden.  

Im Praxistest bieten die Huawei FreeBuds 3 zum Smartphone (bei mir ein iPhone X) eine stabile und gute Reichweite von bis zu 12 Metern im Haus. Im Freien wiederum ist die Reichweite höher, mach jedoch wenig Sinn, da sich kaum jemand mehrer Meter ohne Blick auf sein Smartphone entfernen wird, außer man hat ein großes Grundstück und ist im Garten unterwegs.

App

Das Koppeln der Kopfhörer mit dem Smartphone habe ich euch ja bereits Beschrieben. Daher möchte ich euch nun die AI Life App näher beschreiben, bzw. erklären, was man damit alles machen kann.

Nach dem Starten der App werden euch alle verbunden Geräte angezeigt, bei mir sind dies jedoch lediglich die FreeBuds 3. Klickt man hier auf die Kachel, gelangt man in deren Menü. Direkt im oberen Abschnitt wir euch hier, eine Abbildung der Ohrhörer zusammen mit dem Case dargestellt. Direkt darunter wiederum steht das Fenster (Verbunden) da die Ohrhörer mit meinem Smartphone in diesem Fall meinem Gigaset GS290 verbunden sind. Klickt man hier auf Einstellungen, gelangt man auf eine weitere Seite, welche die verfügbaren Mediengeräte und die derzeit verbunden anzeigt. Hier ist eigentlich nur das Zahnrad oben rechts wichtig oder ihr klickt auf das derzeit verbundene Gerät (die FreeBuds 3) denn dann gelangt ihr in das Untermenü, bei dem ihr eigentlich nichts verändern müsst, jedoch jederzeit wählen könnt ob AAC unterstützt wird, oder Telefonanrufe usw. ermöglicht werden sollen.

Unbekannte App
Preis: Kostenlos

Zurück auf dem Start-Bildschirm sieht man direkt unter dem eben erwähnten Menüpunkt die Akku-Restkapazitäten in Prozent von jedem einzelnen Gerät. Sprich, den vom Ladecase und den beiden Ohrhörern getrennt. Links darunter folgt das Menü „Verknüpfungen“, welches ich euch bereits unter Bedienung näher erklärt habe. Rechts daneben folgt das Untermenü Rauschunterdrückung, bei dem man, sofern aktiviert (geht auch über die App) die Intensität des ANC regulieren kann. Hier ist anfangs auf jeden Fall etwas herum probieren angesagt, bis man den idealen Wert findet. Schließlich gibt es hier keine Skala oder einen Wert, sondern einfach ein stufenloser Drehregler.

Zu guter Letzt handelt es sich bei den beiden Letzten Abschnitten um „Hilfe“ und „Aktualisieren“. Letzteres dient dazu, ein eventuelles Update für die Kopfhörer zu suchen und dieses dann hierüber zu installieren. Der Punkt Hilfe wiederum, ist bei allen Fragen hilfreich, die ihr zu den Kopfhörern hab. Solltet ihr z. B. ein Problem damit haben, kann es durchaus sinnvoll sein erst hier nachzulesen.

(App: 3,5 von 5 Punkten)

TEIL 3

bestehend aus „Preis/Leistung“ entspricht 10% der Gesamtwertung

Beschreibung

Mit den FreeBuds 3 hat Huawei soweit eigentlich ganz gute In-Ear Kopfhörer im Sortiment. Diese können wie von Huawei versprochen in einigen Punkten wie z.B, der Verarbeitung, dem Klang und dem angenehmen Tragekomfort soweit gut überzeugen. Lediglich im Bereich active Noise Cancelling schneiden diese aufgrund ihrer Bauweise nicht ganz so hervorragend ab. Außerdem können iOS-User nicht so einfach den vollen Funktionsumfang nutzen, da diese nicht auf die App zugreifen können und die Akkulaufzeit ist mit nicht ganz 4 Stunden am Stück mehr oder weniger nur Durchschnitt. Dafür wiederum kann man das Ladecase kabellos aufladen, was natürlich beim Komfort Pluspunkte gibt, sofern man sowieso das Smartphone auch kabellos auflädt.

Preis/Leistung

Die UVP der Huawei FreeBuds 3 hat Huawei zum Marktstart mit 180€ festgesetzt. Online sind diese jedoch inzwischen teilweise je nach Farbe für knapp 127€ inkl. Versand erhältlich.  

Für diesen Preis bekommt ihr wie bereits angedeutet gut verarbeitete Kopfhörer, die zudem einen angenehmen Tragekomfort ohne das etwas drückt bieten und der Klang ist auch soweit ganz gut. Doch die Akkulaufzeit ist leider zu gering und das ANC kann ohne Silikonaufsätze nicht die volle Funktion ausschöpfen. Daher haben es die Huawei FreeBuds 3 hier, gegen die gute Konkurrenz von Apple, Sony, Libratone usw. nicht gerade leicht. Für alle iPhone-User kann ich daher eher zu einem anderen True Wireless Kopfhörer-Modell raten. Wer jedoch ein Android oder sogar ein Huawei-Gerät besitzt, kann den Funktionsumfang deutlich mehr ausschöpfen und daher macht es für diese Gruppe mehr Sinn, sofern einem der luftige Sitz, das schwache ANC und die geringe Akkulaufzeit nicht stört.

Huawei FreeBuds 3

Zum Angebot bei

testr Gesamtwertung

unter Berücksichtigung aller Teilwertungen

 Wir bedanken uns beim Hersteller für die Bereitstellung des Produktes. Zu unseren Grundsätzen

Link zum Hersteller: consumer.huawei.com/at

Ecovacs Winbot X

In aller Kürze

Beim Ecovacs Winbot X handelt es sich um einen sehr guten Fensterputzroboter, der seinen Job überraschend gut macht, auch wenn es nicht ganz so perfekt sauber wird, wie wenn man die Fenster herkömmlich putzt. Völlig automatisch erfolgt die Reinigung natürlich nicht ganz, man muss den Roboter zu jedem Fenster manuell hintragen und via Abfallsicherung (Saugnapf) befestigen. Dennoch ist er gerade für diejenigen die viele und vor allem große und schwer erreichbare Fenster im Haus haben sehr von Vorteil. Für normale Fenster, die nicht besonders groß sind und leicht zu erreichen sind, lohnt es sich weniger den Fensterputzroboter zu kaufen, da man hier via Handreinigung schneller ist.

Gefällt uns

  • gründliche Reinigung von Blütenstaub
  • gute Verarbeitung
  • sicherer Halt am Fenster
  • einfache Bedienung

Gefällt uns weniger

  • Manuele Handriffe notwenig
  • Akkulaufzeit könnte etwas länger sein
  • hoher Preis
  • Hartnäckiger Schmutz wird nicht entfernt

Ecovacs Winbot X

Zum Angebot bei

TEIL 1

Bestehend aus „Verpackung/Design/Verarbeitung“ entspricht 25% der Gesamtwertung

Verpackung

Der Ecovacs Winbot X wird, wie es auch bei den Staubsaugrobotern aus dem Hause Ecovacs der Fall ist, in einer stabilen braunen Versandkartonage zu einem nach Hause geliefert. Öffnet man diese, dann befindet sich darin die eigentliche Verpackung des Fensterreinigungsroboters. Diese ist ebenfalls sehr stabil ausgeführt und lässt sich dank eines Tragegriffes an der Oberseite, trotz dem etwas höheren Gesamtgewicht, ganz gut tragen. Die Verpackung ist, wie ich es von Ecovacs kenne, nicht nur mit ein paar Abbildungen zum Winbot X bedruckt, sondern auch mit zahlreichen Informationen über diesen.

Auf der Vorder- bzw. Oberseite der Verpackung ist der Fensterputzroboter von oben betrachtet dargestellt. Zudem sind hier wie bei eigentlich jedem anderen Produkt üblich, der Namen des Unternehmens und der Produktname zu lesen. Die blaue rechte Seite der Verpackung ziert neben dem Unternehmensnamen ein etwas größerer Aufkleber, der mit einigen Daten zum Winbot X bedruckt ist wie z. B. dessen Gewicht und wo dieser hergestellt wurde.

Die gegenüberliegende linke Seite wiederum widmet sich den wichtigsten Funktionen des Ecovacs Winbot X. Schließlich werden einem hier in mehreren Sprachen und via Symbolen erklärt, dass der Winbot X benutzerfreundlich sei, kabellos reinigt und dabei auch in die Ecken von Fenstern kommt und er zudem nicht nur automatisch reinigen kann, sondern via mitgelieferter Fernbedienung oder Sprachbefehlen gesteuert werden kann. Zu guter Letzt werden auf der Rückseite in mehreren Sprachen und mit Beispielbildern, einige der besonderen Merkmale des Ecovacs Winbot X genannt. Jedoch handelt es sich hierbei zum Großteil um die bereits auf der linken Verpackungsseiten präsentierte Eigenschaften. Neu ist hier lediglich der Hinweis auf die sogenannte WIN-SLAM 2.0- Reinigungspfade, für eine effiziente und gründliche Reinigung und die sichere Reinigung, die via zusätzlichem elektronischem Saugnapf gewährleistet werden soll.

Öffnet man die Verpackung und klappt diese von vorne nach hinten Weg auf, erblickt man zuerst mal neben der Bedienungsanleitung viel Kartonage. Entnimmt man wiederum die Bedienungsanleitung zusammen mit dem linken größeren Teil der Kartonage, kommt der Ecovacs Winbot X zum Vorschein, der zum zusätzlichen Schutz in ein Baumwolltuch eingewickelt wurde. Im rechten Teil versteckt sich das restliche Zubehör, welches hier durch die Aufdrucke auf dem Deckel grob zeigt, worum es sich dabei handelt. Das Verpackungssystem gefällt mir sehr gut, denn hier ist alles sauber an seinem Platz verstaut und man hat den Platz der Verpackung nahezu komplett ausgenutzt und zudem den Kunststoffanteil der Verpackung deutlich reduziert.

In einzelnen Kartonagen befinden sich rechts, die Fernbedienung inkl. 2 AAA-Batterien, der separat verpackte elektronische Saugnapf, ein wertiges Mikrofasertuch zum Nachwischen und das darunter befindliche Netzteil inkl. EU-Stecker, um den Akku aufzuladen. Unter diesen Kartonagen befindet sich wiederum in einer weiteren Ebene noch drei weitere Ersatz-Wischtücher und eine von Ecovacs entwickelte Reinigungslösung zum Besprühen der Reinigungstücher.

(Verpackung: 4,5 von 5 Punkten)

Design

Beim Ecovacs Winbot X handelt es sich um einen quadratischen Fensterputzroboter, der in einem schlichten Weiß daher kommt und soweit einen soliden und wertigen Eindruck macht. Der knapp 1,8 kg schwere und knapp 245 x 245 mm große Winbot X ist zwar nicht übermäßig schwer, doch anfangs dachte ich wie es sich sicher viele die den Winbot X ebenfalls das erste Mal in den Händen halten, ob die Ansaugtrakt ausreicht, um ihn an der Glasscheibe sicher zu halten. Diese Sorge stellte sich jedoch im Verlauf des Tests als völlig unbegründet ein, dazu später mehr.

Durch die eckige Bauweise kommt der Ecovacs Winbot X natürlich deutlich besser an die Ecken und Kanten der Fenster ran, als z. B. seine runden Konkurrenten. Da das Reinigungstuch an der Unterseite jedoch an den Ecken ausgespart ist, gibt es dennoch einen kleinen Bereich, an welchen dieser bauartbedingt nicht herankommen kann. Das liegt daran, da hier an jeder Ecke durchaus wichtige Sensoren verbaut sind. Die runden Ecken besitzen nämlich gefederte Kunststoffelemente, die beim Überfahren eines rahmenlosen Glases ausfedern, wodurch der Winbot X das Signal bekommt, er muss wieder in die andere Richtung fahren, da hier das Glas endet. Des Weiteren besitzt der Winbot X an zwei Seiten (in die Richtung, in der er fahren kann) je einen Bumper (Stoßfänger), wie man es bereits von den herkömmlichen Saugrobotern kennt. Damit fährt der Fensterputzroboter den Fensterrahmen an und erkennt dessen Konturen.

Ansonsten gibt es auf der Oberseite einen großen länglichen Griff, mit dem man den Fensterputzroboter angenehm tragen bzw. an das Fenster ansetzen kann und einen darauf integrierten Power-Kopf, auf den ich später genauer eingehen werden. Rechts im unteren Bereich von diesem Griff befindet sich ein Loch mit Symbolen und einer LED. Hier wird später der elektronische Saugnapf angeschlossen, der durch verschieden Farbiges aufleuchten der LED (rot oder grün) hinweist, ob die Sicherung des Saugnapfes gewährleistet wird oder nicht.

Im Zentrum des via Klett angebrachten Reinigungstuch, befinden sich zwei gummierte Antriebsstränge, die je Antriebsstrang von zwei via Verzahnung eingreifende Rollen angetrieben werden. Dazwischen befindet sich eine auf den ersten Blick lautsprecherähnliche Abdeckung, die in Wirklichkeit jedoch der Vakuumerzeugung dient. Schließlich muss sich der Saugroboter am Glas festsaugen, was nur durch das Erzeugen eines kräftigen Unterdrucks geschehen kann und kräftigen gummierten Antriebssträngen, die sich dafür eignen, dass sich der Fensterputzroboter trotz seiner hohen Ansaugtrakt fortbewegen kann. Des Weiteren gibt es hier den bereits vom Ecovacs Deebot 950 bekannten roten Hauptschalter, über welchen man den Winbot X einschaltet und zwei unterschiedlich leuchtende LED´s die auf eine korrekte Anwendung hinweisen.

(Design: 4 von 5 Punkten)

Verarbeitung

Die Verarbeitung des Ecovacs Winbot X ist für einen Fensterputzroboter sehr gut. Ich konnte hier keinerlei Mängel bei der Verarbeitung feststellen oder unschöne Kunststofffehler am Gehäuse. Der Klett an der Unterseite hält das Reinigungstuch absolut sicher an seiner Stelle und der zugehörige Sicherungssaugnapf macht soweit ebenfalls einen sehr guten und sicheren Eindruck.

(Verarbeitung: 4 von 5 Punkten)

TEIL 2

bestehend aus „Funktion des Produktes“ entspricht 65% der Gesamtwertung

AntriebsartAkku
Akku-ArtLithium-Akku (3.000mAh, Ladezeit bis zu 3 Std.)
NavigationWIN-SLAM 2.0-Reinigungspfade mit Kantenerkennungssensoren und Puffer
Farbeweiß
Lautstärkeca. 74 dB
FormEckige Form mit großem flächigem Reinigungstuch
BetriebszeitBis zu 50 Minuten
SensorenAusschaltschutz, Kantenerkennung, Sensoren zur Erkennung Rahmenloser Glasoberflächen, Alarm, Sicherungsseil.
Maße & Gewicht24.5 cm x 24,5 cm; Gewicht knapp 1,8 kg
max. Reinigungsgröße2,5 Meter in alle Richtungen vom Sicherungssaugnapf
LieferumfangFensterreinigungsroboter WINBOT X
Infrarotfernbedienung
Reinigungslösung
Poliertuch
Netzadapter inkl.Verlängerungskabel
Reinigungspad,
Sicherungsseil inkl. Saugnapf,
Benutzerhandbuch

Inbetriebnahme

Bevor der Ecovacs Winbot X mit seiner Reinigungsarbeit beginnen kann, muss man das bereits von Werk angebrachte Reinigungstuch an der Unterseite des Winbot X, mit dem mitgelieferten Reiniger besprühen. Diese bitte auch wirklich nur auf das Reinigungstuch aufsprühen, denn sprüht man z. B. versehentlich durch den zu weit entfernten Sprühstrahl, den Gummiantrieb ein oder direkt die Scheibe, dann würde der Roboter Abrutschen. Doch keine Angst, ist dies der Fall, teilt einem dies der Roboter durch den integrierte Lautsprecher mit.

Ohne die Verwendung des elektronischen Saugnapfes, ist es nicht möglich, den Fensterputzroboter zu verwenden, daher muss dies vor dem Verwenden des Roboters an der entsprechende Aussparung am Roboter befestigt werden und natürlich auch an die Scheibe gedrückt werden. Doch bevor man den Saugnapf an die Scheibe drückt, muss man den Winbot X an der Unterseite (Innenseite) am roten Schieberegler einschalten, genauso wie am Saugnapf. Daraufhin sind beide Geräte miteinander verbunden und der Saugnapf wird wie bereits erwähnt elektronisch überwacht, sodass bei sicherer Verbindung dies durch das grüne Licht am Fensterputzroboter und durch die Ansage des Roboters mitgeteilt wird.  

Im nächsten Schritt drückt man den Winbot X leicht an die Scheibe und aktivierten den Reinigungsvorgang durch das betätigen der rechteckigen Taste an der Griff-Oberseite. Daraufhin erzeugt der Roboter einen Unterdruck und saugt sich dadurch mit genügend Ansaugkraft an die Fensterscheibe, ist dies erreicht, ertönt ein kurzer Ton und der Roboter teilt zudem mit, das der Vorgang gestartet wird. Daraufhin hält der Fensterputzroboter Komplett von alleine und beginnt das Fenster zu reinigen.

(Inbetriebnahme: 4 von 5 Punkten)

Reinigung & Navigation

Kommen wir zur Reinigungsleistung und des Reinigungsvorgangs des Ecovacs Winbot X. Nach dem Starten des Reinigungsvorgangs fährt der Winbot X weitestgehend systematisch das Fenster ab und meldet sich durch eine Ansage und einem zusätzlichen Signalton, sobald der Reinigungsvorgang des kompletten Fensters abgeschlossen wurde.

Anders als Saug- und Rasenmähroboter kann ein Fensterputzroboter nicht komplett autonom seine Arbeit erledigen. Man muss nämlich nicht nur das Reinigungstuch regelmäßig neu mit dem Reiniger besprühen, sonder auch den Saugnapf zusammen mit dem Ecovacs Winbot X Roboter an jedem Fenster manuell befestigen. Zudem muss das Gerät nach der erfolgreichen Reinigung manuell abgenommen werden und auf das nächste Fenster angebracht werden.

Grundsätzlich war ich von der Reinigungsleistung des Ecovacs Winbot X positiv überrascht. Besprüht man das Reinigungstuch gleichmäßig, dann gelingt dem Winbot X eine nahezu streifenfrei und überraschend gründliche Fensterreinigung. Sehr hartnäckige Verschmutzungen beseitigt das Gerät jedoch nicht so gut, dafür ist der Anpressdruck einfach nicht ausreichend, sodass einem sowieso geraten wird, die Fenster einmal gründlich manuell zu reinigen, bevor man den Fensterputzroboter benutzt. Anschließend kann man die Fenster regelmäßig mit dem Roboter reinigen und bekommt so die besten Reinigungsergebnisse. Leichtere Verschmutzungen wie Fingerabdrücken von Kinder und der häufig anfallende Blütenstaub entfernt der WInbot X wiederum sehr zuverlässig.

Bei der Navigation der Reinigung wählt der Ecovacs Winbot X automatisch den idealen Reinigungsweg aus. Durch die vorne und hinten angebrachten Stoßfänger erkennt der Roboter den Fensterrahmen und weiß somit genau, wenn dieser am Rand ist und fährt wieder leicht versetzt in die Gegenrichtung weiter, bis er das komplette Fenster gereinigt hat.

Wenn man den Saugnapf an der Innenseite befestigt und auch von hier das Fenster zuerst reinigen lässt, wird natürlich der Bereich, an dem der Saugnapf befestigt wurde nicht gereinigt. Daher muss man diesen Bereich im Anschluss mit dem beiliegenden Tuch manuell reinigen, was jedoch schnell erledigt ist. Jedoch habe ich den Saugnapf mit dem Sicherungsseil zuerst innen angebracht und dann die Außenseite des Fensters komplett reinigen gelassen. Anschließend habe ich den Saugnapf Außen an der frisch geputzten Seite montiert und die Scheibe innen reinigen lassen. Dadurch spart man sich den Abschnitt, in dem man den Bereich des Saugnapfs manuell reinigen muss. 

(Reinigung & Navigation: 4 von 5 Punkten)

Sicherheit

Während der Reinigung müsst ihr euch keine großen Sorgen machen, dass der Winbot X die Haftung verliert und zu Boden stürzt. Schließlich meldet sich der Roboter nicht nur akustisch, sobald der Akku zu neigen gehen sollte, sondern dieser wird wie bereits erwähnt zusätzlich durch den elektronischen Saugnapf am Fenster gesichert. Somit hatte ich zwar noch beim ersten Verwenden des Winbot X etwas Unsicherheit, ob alles hält, doch schon beim nächsten Fenster war ich von der Sicherheit überzeugt.   

Eine völlig autonome Angelegenheit ist der Ecovacs Winbot X sowieso nicht, denn schließlich müsst ihr diesen nach dem Reinigen selbst entfernen und zum nächsten Fenster transportieren. Daher solltet ihr beim Reinigen immer anwesend sein bzw. nicht weit vom Roboter entfernen, da dieser je nach Fenstergröße nach gut 10 Minuten fertig ist und abgenommen werden sollte, bevor der Akku leer geht.

(Sicherheit: 4 von 5 Punkten)

Lautstärke

Die Lautstärke des Ecovacs Winbot X hält sich soweit in Grenzen. Klar ist dieser aufgrund des permanenten Ansaugens an die Scheibe (erzeugen des Unterdrucks) nicht gerade flüsterleise, doch viel lauter als ein Staubsaugroboter ist dieser dabei eigentlich nicht. Daher ist die Lautstärke soweit absolut im Rahmen und ertragbar.

(Lautstärke: 4 von 5 Punkten)

Akkulaufzeit

Gegenüber den Vorgängermodellen aus dem Hause Ecovacs und der Konkurrenz, ist der Winbot X einer der wenigen, der über einen fest verbauten Akku von 3.000 mAh verfügt. Der Vorteil daran ist, dass dieser nicht noch zusätzlich wie die Vorgänger-Geräte zusätzlich zum Saugnapf noch mit einer Steckdose in der Nähe verbunden werden muss, denn dieses ist in machen Stellen und je nach Haus ohne Verlängerungskabel nicht möglich.  

Dafür wiederum ist natürlich die Betriebszeit des Winbot X begrenzt und er muss dazwischen wieder aufgeladen werden. Die Laufzeit beträgt beim Ecovacs Winbot X knapp 50 Minuten am Stück, dementsprechend muss man den Fensterputzroboter je nach Größe der Fenster nach ungefähr fünf bis sechs Fenster wieder ans Netzteil hängen, damit der Akku vollgeladen wird. Bis der Akku von 0 auf 100 % aufgeladen wurde, vergeben knapp 3 Stunden.

(Akkulaufzeit: 4 von 5 Punkten)

TEIL 3

bestehend aus „Preis/Leistung“ entspricht 10% der Gesamtwertung

Beschreibung

Der Winbot X von Ecovacs wird als ideales Gerät empfohlen, wenn man es leid ist Fenster zu putzen und soll zudem für sauber Fenster sorgen, ohne das man selbst die Finger rühren muss.  Ganz so einfach ist es dann jedoch leider nicht. Die Reinigung erfolgt zwar nach dem Start völlig automatisch und bei normalen Verschmutzungen weitestgehend gründlich, doch völlig autonom ist dies nicht wirklich. Schließlich muss man den Winbot X an jedes Fenster separat befestigen, sprich Saugnapf und Roboter. Zudem muss man dazwischen vor jedem Reinigungsvorgang das Reinigungstuch mit dem Reiniger besprühen, sonst wird nämlich nicht Gründlich gereinigt. 

Dennoch muss ich klar sagen, dass mir der Winbot X aus dem Hause Ecovacs gut gefallen hat, denn gerade in Neubauten, wo die Fenster sehr groß sind und bis zum Boden heruntergehen ist der Winbot X eine große Hilfe. Ich habe z. B. die typischen bodentiefen Fenster, die man 2/3 öffnen kann und ca. 1/3 starr sind, hier ist der Winbot X sehr von Vorteil, da man hier sonst nur umständlich an den starren Teil des Fensters rankommt. Ansonsten macht der Winbot X an herkömmlichen, kleinen Fenstern wenig sind, da man hier manuell bzw. herkömmlich schneller ist und in der Hälfte der Zeit, die der Winbot X braucht nicht nur das Fenster, sondern auch den Rahmen geputzt bekommt. Bei vielen großflächigen und vor allem schwer erreichbaren Fenster ist der Ecovacs Winbot X jedoch durchaus eine Erleichterung und kann trotz seines Preises für ein Ersparnis sorgen, schließlich ist dieser günstiger als ein Profi-Fensterputzer.

Preis/Leistung

Die UVP des Ecovacs Winbot X hat das Unternehmen mit 449 € angesetzt. Doch da der durchaus praktische Putzhelfer bereits einige Monate auf dem Markt ist, kann man diesen zum Teil jedoch aktuell für knapp unter 400€ bekommen. Klar ist dies dennoch kein Schnäppchen, doch wer viele große und schwer erreichbare Fenster besitzt, wird damit sicher einen treuen Putzhelfer finden, der sich schnell bezahlt macht. Durch seine große Reichweite (Sicherungskabel knapp 2,5 Meter) kann dieser mühelos sehr große bzw. lange Fenster reinigen. 

Vor dem Ersten verwenden sollte man jedoch stärker verschmutzte Fenster das erste Mal manuell vorreinigen und dann regelmäßig mit dem Roboter reinigen, denn dann ist das Ergebnis ab Besten, da der Winbot X keinerlei Probleme mit Blütenstaub und Fingerabdrücken hat.

Ecovacs Winbot X

Zum Angebot bei

testr Gesamtwertung

unter Berücksichtigung aller Teilwertungen

 Wir bedanken uns beim Hersteller für die Bereitstellung des Produktes. Zu unseren Grundsätzen

Link zum Hersteller:Ecovacs.com/at

Gigaset GS290

In aller Kürze

Mit dem neuen Gigaset GS290 hat das Unternehmen Gigaset aus Bocholt das neuste „Flaggschiff“ Made in Germany vorgestellt. Dabei handelt es sich um das bisher schönste und Leistungsstärkste Gerät des Unternehmens. Jedoch hat auch diese einige Schwächen. So besitzt dieses ein eher als Mittelklasse einzustufenden Prozessor, sowie eine mehr oder weniger mittelmäßige Kamera. Zu den Stärken zählen wiederum der große Akku mit Schnellladefunktion, kabelloses Laden und sogar NFC. Zwar setzt Gigaset beim Gehäuse auf Kunststoff, doch dies fällt einen auf den ersten Blick nicht auf, da die Verarbeitung des Smartphones sehr gut ist. 

Gefällt uns

  • Gute Akku-Leistung
  • schönes Design + Verarbeitung
  • Kopfhörerbuchse
  • USB-Typ-C Anschluss
  • NFC und kabelloses Laden

Gefällt uns weniger

  • schwache Hardware
  • mäßige Foto- und Videoqualität
  • keine Kopfhörer im Lieferumfang

Gigaset GS290

Zum Angebot bei

TEIL 1

Bestehend aus „Verpackung/Design/Verarbeitung“ entspricht 25% der Gesamtwertung

Verpackung

Bei der Verpackung des Gigaset GS290 bleibt das Unternehmen der neuen ökologischen Verpackung treu, die bereits mit dem Gigaset GS195 zum Einsatz kam treu. Bei dieser Verpackung ist dem Unternehmen das Thema Nachhaltigkeit sehr wichtig, sodass man sich nicht nur bei deren Verpackung komplett von Kunststoff distanziert hat, sondern diese zudem aus einem recyclingfähigen Material hergestellt hat. Diese Verpackung mag vielleicht nicht ganz so schön aussehen, wie man es von anderen Produkten kennt, doch die Idee dahinter gefällt mir sehr gut. 

Die Verpackung wurde nämlich auf Basis einer zellstoffbasierten Verpackung aus Graspapier gefertigt. Diese setzt sich aus Altpapier und 30 % schnell wachsenden Grasfasern zusammen. Dabei wird das „Heu“ von heimischen Wiesen aus Deutschland geliefert. Ebenso spart man sich die zusätzlichen Kabelbinder und Folien (bis auf die, auf dem Display) und ersetzt diese z. B. beim Kabel, durch ein Papierband. Smartphone und Netzteil, werden komplett ohne zusätzliche Umverpackung geliefert. So genug zur neun umweltbewussten Verpackung, auch wenn dies ein wichtiges Thema der heutigen Zeit ist. Doch schauen wird uns nun den Rest der Verpackung etwas genauer an. 

Die Verpackung wurde natürlich bedruckt, um einige wenige Infos zum Produkt schon von außen zu verraten. Dabei hat das Unternehmen die gewohnten Farben eingesetzt, neben der Farbe Schwarz, darf daher das typische Gigaset-Orange nicht fehlen. Auf der Oberseite hat sich Gigaset für einen Aufdruck im 1:1 Maßstab, der Konturen des Smartphones inkl. Displayrahmen entschieden. Im Zentrum davon erblickt man dann sinnbildlich für die Darstellung des Displays, den Herstellernamen, die Modellbezeichnung und das „Made in Germany“ Logo. An sämtlichen Seiten wiederum, wird wie ich es bereits von den vergangenen Gigaset-Smartphones kenne, im Zentrum der Name „Gigaset“ präsentiert. Wovon jedoch die obere Stirnseite mit einem Aufkleber versehen wurde, welcher wie üblich über die IMEI 1-/2-Nummer, die Seriennummer, den Modellnamen und dessen Farbe informiert.

An der Rückseite hat sich das Team der Verpackungsentwicklung für dasselbe Gestaltungskonzept wie bereits an der Front entschieden. So wird einem hier die Rückseite des Smartphones ebenfalls im Maßstab 1:1 dargestellt. Dabei sieht man hier neben den äußeren Konturen des Gigaset GS290 auch die Dual-Kamera inkl. Blitz und den Fingerabdrucksensor. Im Zentrum des dabei dargestellten Smartphones erwähnt Gigaset außerdem wie gewohnt einige technische Ausstattungsmerkmale in Text- und Symbol-Form. Außerdem gibt Gigaset hier einige Infos zum Unternehmen und der Materialzusammensetzung der neuen Verpackung bekannt. Direkt nachdem man die Verpackung geöffnet hat, erblickt man in der obersten Ebene das Gigaset GS290. Dieses wurde hierbei lediglich zum Schutz des Displays mit einer matten Displayfolie versehen, welche zudem über die einzelnen Hardwareteile informiert, bzw. zeigt, wo diese verbaut sind. Daher muss diese um das Smartphone nutzen zu können auf jeden Fall entfernt werden, da man sonst nur wenig auf dem Display erkennen kann.

Das restliche Zubehör verbirgt sich unter einem Trennboden, der einen noch zuvor, nachdem man das Gigaset GS290 entnommen hat, über die Zusammensetzung und umweltfreundlichen Vorteile der Verpackung informiert. Seitlich im Trennboden befindet ist an der Aussparung, welche durch eine orangefarbene Kennzeichnung markiert ist, das SIM-Tool, mit dem man später den SIM-Schacht des Smartphones öffnen kann. Unter dem Trennboden wiederum, findet man eine überraschend „umfangreiche“ Bedienungsanleitung in mehreren Sprachen, gefertigt aus 100 % recycelten Papier, welche in einer transparenten Schutzhülle fürs Smartphone eingelegt ist, ein USB-Typ-C Ladekabel und ein 18 Watt Netzteil.

(Verpackung: 4,5 von 5 Punkten)

Design

Ich habe bereits einige Smartphones aus dem Hause Gigaset getestet und kann daher auf jeden Fall so viel sagen, dass das Gigaset GS290 das bisher schönste und modernste Smartphone des Unternehmens ist.

An der Front setzt Gigaset auf ein nahezu vollflächiges Display, welches lediglich einen knapp 3 mm Rand an der Ober- und Unterseite besitzt. Die Frontkamera wiederum, wurde in einer so genanten Tropfen-Notch integriert, was typisch für Smartphones aus dem Jahre 2019 war. Der Rahmen wiederum, der auf dem ersten Blick, wie Edelstahl aussieht, wurde „nur“ aus hochglänzendem Kunststoff gefertigt. Hier ist Gigaset der Edelstahl-Look sehr gut gelungen, denn bis auf die Robustheit und dem Gewicht, stellt man hier keinerlei Unterschied fest. Haptisch fühl sich das Gerät hier ebenfalls sehr gut an, denn es ist, wenn man draußen war nicht so kalt wie ein Smartphone mit einem echten Edelstahlrahmen.

Die Rückseite, die es je nach Farbauswahl in Weiß (mein Testgerät) oder auch in Schwarz gibt, besitzt zwar eine Glas Optik, doch hierbei handelt es sich ebenfalls um einen Kunststoff. Dies stellt man hier auch nur dann fest, wenn man auf die Rückseite klopft, oder die Temperatur mit einem Smartphone mit Glasrückseite vergleicht. Ansonsten ist Gigaset die optische Limitierung hervorragend gelungen.

Beim neusten Gigaset GS290 ist es leider immer noch der Fall, dass das verbaute Display weiterhin nicht in den Smartphone-Rahmen integriert wurde, sondern vielmehr aufgesetzt wurde. Dies dürfte jedoch nach dem anbringen eines Cases definitiv nicht mehr stören bzw. auffallen. Die weiße Version schimmert je nach Lichteinfall in einem schönen Regenbogen-Effekt, was man sonst auch von manchen Smartphones mit weißer Glasrückseite kennt. Damit das Smartphone trotz einer ordentlichen Größe kompakt in der Hand liegt, hat Gigaset die langen Seiten des Smartphones an der Kunststoffrückseite stärker abgerundet, dadurch würde ich das Gerät schon gut als Handschmeichler bezeichnen.

Schauen wir und das Smartphone rundum etwas genauer an. Die Front nimmt ein großes 6,3 Zoll Display ein, welches wie bereits erwähnt, mit einer Tropfen Notch (V-Notch) versehen wurde und in einer Auflösung von Full HD auflöst. Im Zentrum der sogenannten V-Notch befindet sich die mit 16 Megapixel auflösenden Frontkamera, über der zudem eine schmale längliche Hörmuschel untergebracht ist. Der Annäherungs- und Umgebungslichtsensor befindet sich etwas links davon im schmaleren Displayrahmen platziert, was man gut an der kleinen Aussparung der vormontierten Display-Schutzfolie erkennen kann. 

 Trotz des relativ großen Displays ist das Gigaset GS290 mit den Maßen 157 x 75,1 x 9,6 mm noch als „kompakt“ einzustufen und bringt mit knapp 190 Gramm ein angenehmes Gesamtgewicht auf die Waage. Bei den seitlichen Anschlüssen und Bedienelementen gibt es soweit keine Veränderungen bei der Anordnung. Der Power-Button befindet sich wie von Gigaset gewohnt rechts etwas oberhalb von der Mitte des Smartphones, sodass man diesen gut als Rechtshänder mit dem Daumen erreichen kann. Direkte darüber befinden sich dieses Mal jedoch keine getrennten Lautstärketasten, sondern wieder wie es schon bei einigen Vorgängern der Fall war, eine einfache Lautstärkewippe. Den SIM-Karten und Micro-SD-Slot findet man bei diesem Modell wie gewohnt direkt auf der linken Seite im oberen Bereich.Hier kann man entweder zwei Nano-SIM-Karten (Dual-SIM) zeitgleich einlegen, oder eine Nano-SIM zusammen mit einer Micro-SD-Speicherkarte, um den internen Speicher um bis zu 256 GB zu erweitern. Zu guter Letzt findet man an der Unterseite, zentral einen modernen zeitgemäßen USB-Typ-C Anschluss zum Aufladen, welcher rechts von einem Mikrofon (für Telefonate) und der 3,5 mm Klinkenbuchse umgeben ist und links von dem Mono-Lautsprecher.

Auf der Rückseite befindet sich eine längliche Dual-Kamera mit einem LED-Blitz, der zwischen den beiden Kamera-Linsen sitzt und ein leicht ovaler Fingerabdrucksensor. Versteckt unter der Kunststoffrückseite befindet sich neben einem NFC-Modul auch eine Induktionsspule, sodass man das Gigaset GS290 als erstes Smartphone aus dem Hause Gigaset kabellos über ein Induktionsladegerät laden kann. 

Wie gewohnt, möchte ich auch noch etwas näher auf den verbauten Lautsprecher eingehen, denn dieser ist für einige ebenfalls sehr wichtig. Der Mono-Lautsprecher bietet zwar eine gute max. Lautstärke, sodass man damit gut in einer etwas lauteren Umgebung zusammen einen Film ansehen könnte, doch im puncto Klangqualität schneidet dieser eher mau ab. So ist beim Klang nicht viel Bass vorhanden und das Klangbild ist nicht so breit, wie wenn ein Stereo-Lautsprecher verbaut wäre. Alternativ kann man dank verbauter Klinkenbuchse jedoch beim Gigaset GS290 weiterhin über einen kabelgebunden Kopfhörer den Ton anhören oder natürlich auch via Bluetooth.

(Design: 4,5 von 5 Punkten)

Verarbeitung

Die Verarbeitung des Gigaset GS290 ist wie bei den bisher getesteten Gigaset Smartphones sehr gut. Für den Preis von 269€ bekommt man hier ein modern aussehendes Smartphone, welches zwar dieses mal nicht mit einer Glasrückseite und einem Edelstahlrahmen ausgestattet wurde, doch dennoch kann es mit der Materialwahl und Verarbeitung gut überzeugen. Kunststoff hat nämlich zumindest an der Rückseite den Vorteil, dass dieser je nach Aufprall nicht so schnell zerbricht wie eine Rückseite aus Glas.

Die Tasten an den Seiten wurden natürlich wie der Rahmen lediglich aus Kunststoff hergestellt, jedoch besitzen diese einen sehr guten Druckpunkt und sind zudem weder schwimmend noch klappernd eingebaut.

(Verarbeitung: 4,5 von 5 Punkten)

TEIL 2

bestehend aus „Funktion des Produktes“ entspricht 65% der Gesamtwertung

Display6,3 Zoll (19,5:9 Format) 2340 x 1080 Pixel (Full HD plus), Pixeldichte beträgt 409 ppi
CPUMediaTek Helio P23 Octa-Core MT6763, 64bit, 4x 2,30 GHz 4x 1.65 GHz / GPU: ARM Mali-G71 MP2
RAM4 GB RAM
Speicher64 GB (mit microSD bis zu 256 Gigabyte erweiterbar)
BetriebssystemPure Android™ 9.0 Pie (Update auf Android 10 geplant)
Haupt-KameraDual-Kamera: 16 MP f/2.0 Blende und 2 MP für Bokeh-Effekt, Mono-LED-Blitz
Front-Kamera16 Megapixel
AnschlüsseUSB-Typ-C-Ladenaschluss, 3.5mm-Klinke
Akku4.700 mAh; fest verbaut
FarbenPearl White
KonnektivitätWi-Fi 802.11 a/b/g/n 2,4GHz und 5GHz. Mobilfunknetz bis 4G, Wi-Fi Direct, Bluetooth 5 und GPS, A-GPS, GLONASS, NFC und kabelloses Laden
Abmessungen (LxBxH)157 mm x 75,1 mm x 9,65 mm
Gewicht190 g
LieferumfangGigaset GS290
18 Watt-Netzteil
transparente Hülle
USB-Typ-C-Ladekabel
SIM-Tool
Bedienungsanleitung

Performance

Das Gigaset GS290 wird von einem 64-Bit CPU aus dem Hause MediTek angetrieben genauer gesagt von dem Mediatek MT6763V Helio P23 SoC. Dabei handelt es sich zwar um keinen schlechten Prozessor, doch High-End ist dieser definitiv auch nicht, sondern eher sagen wir als Mittelklasse einzustufen. Dieser Prozessor ist leider nicht gerade der neuste, sondern stammt aus dem Jahr 2017. Es handelt sich jedoch um einen Octa-Core( 8-Kern) Prozessor, der im sogenannten 16 nm Verfahren hergestellt wurde. Bei der Taktrate, laufen von den insgesamt 8-Kernen, vier mit jeweils bis zu 1,65 GHz (Stromspar Cluster) und die anderen vier mit bis zu 2,3 GHz (Performance Cluster). Unterstützt wird der CPU wie üblich von einer integrierten Grafikkarte (GPU) bei der es sich in diesem Fall um den ARM Mali-G71 MP2 mit 2 Kernen handelt, welche mit je 770 MHz takten. Unterstützt wird der CPU zudem von einem 4 GB großen Arbeitsspeicher, der für einen flüssigen Systembetrieb sorgen soll. 

Beim verbauten Flash-Speicher hat man den Speicher auf zeitgemäße 64 GB erweitert, was für die meisten die ein gutes Mittelklasse-Smartphone suchen, absolut ausreichend sein sollte. Sollte man jedoch mehr Speicher brauchen, dann kann dieser natürlich wie gewohnt mit einer zusätzlichen Micro-SD-Speicherkarte um bis zu 256 GB erweitern.

Der Speicher des Gigaset GS290 gehört zwar nicht zu der schnellsten Sorte, doch für ein Mittelklasse-Smartphone, ist dieser mehr als ausreichend schnell. Laut AndroBench erreicht der interne Speicher beim Schreiben einen Wert von knapp 193 MB/s und beim Lesen fast 279 MB/s, daher schneidet das Gerät sowohl beim Lesen, als auch beim Schreiben besser ab, als die bisherigen Smartphones von Gigaset. Der Flash-Speicher von 64 GB ist wie bereits erwähnt gut bemessen und von den 64 GB stehen einem knapp 53 GB frei zur Verfügung.

Wie ich bereits erwähnt habe, handelt es sich beim verbauten CPU nicht um den Besten, doch die verbaute Leistung reicht für alle alltäglichen Arbeiten und für eine flüssige Systemperformance aus. Besonders anspruchsvolle Spiele laufen auf dem Gigaset GS290 zwar auch, doch damit hier ein flüssiges Spielvergnügen gewährleistet werden kann, wird die Grafik bzw. die Darstellung der Details etwas reduziert. Die verbaut Hardware (CPU, GPU und 4 GB RAM) sorgt zwar für eine gute Leitung, doch gegenüber der Konkurrenz gibt es hier für unter 300€ noch einige Smartphones mit einer etwas stärkeren Rechenleistung.

So viel zu den technischen Daten und meiner Einschätzung der Rechenleistung in meinem Alltagstest. Doch einige legen hier natürlich Wert auf die Zahlen einiger Benchmark Tests und daher schauen wir uns diese wie gewohnt ebenfalls an. Bei Geekbench 5.0 konnte das Gigaset GS290 einen Wert von 152 im Single-Core und 876 im Multi-Core erreichen und bei PCMark for Android kam es auf eine Score von 5064.

(Performance: 3,5 von 5 Punkten)

Display

Beim Gigaset GS290 hat man ein 6,3 Zoll großes Full HD+ Display verbaut. Dieses IPS-Display löst mit einer Auflösung von 2340 x 1080 Pixeln auf, daher auch die zusätzliche Bezeichnung „+“. Dies ergibt eine Pixelschärfe von knapp 409 ppi, was somit für ein Mittelklasse-Smartphone überraschend gut ist.

Die Helligkeit liegt wie beim Gigaset GS195 bei durchschnittlich knapp 430 cd/m². Dies ist zwar eine gute max. Helligkeit, doch hier muss man an einem sonnigen Tag teils mit Einschränkungen leben, da hierfür das Display dann doch etwas zu dunkel ist. Jedoch geht es für ein Mittelklasse-Smartphone durchaus in Ordnung und liegt eigentlich sogar über dem Durchschnitt in dieser Preisklasse. 

(Display: 3,5 von 5 Punkten)

Akku

Beim fest verbauten Akku im Gigaset GS290 handelt es sich um einen 4.700 mAh Lithium Polymer Akku. Das ist natürlich für ein Smartphone dieser Preisklasse ein wahres Kraftpaket, was dafür sorgt, dass man in der Praxis eine lange Akkulaufzeit erreicht. Trotz des großen Akkus ist das Gigaset GS290 jedoch kein schweres bzw. dickes Gerät, dem man den großen Akku direkt ansehen würde.

 Die Akkulaufzeit des Gigaset GS290 ist zwar sehr gut, sodass man damit gut zwei Tage ohne aufladen zurechtkommt, doch ich konnte feststellen, dass das Energiemanagement nicht ganz so gut gelöst ist. Dies muss an der verbauten Hardware liegen, die angesichts der Leistung, weitaus nicht so energiesparend ist, wie die technisch deutlich leistungsstärkeren Prozessoren. Somit gibt es durchaus Konkurrenten, die trotz einem etwas kleineren Akku gleich lange oder sogar länger durchhalten können.

Der Akku im Gigaset GS290 ist sehr groß, daher dauert es trotz einer Schnellladefunktion (18 Watt) knapp 3 Stunden, bis der Akku von 0 auf 100 % aufgeladen wurde. Das Gigaset GS290 ist übrigens das erste Smarten aus Bocholt, welches nicht nur via USB-Typ-C Ladekabel geladen werden kann, sondern auch kabellos.

(Akku: 4,5 von 5 Punkten)

Kamera

Die Dual-Kamera auf der Rückseite des Gigaset GS290 setzt sich aus einem 16 MP f/2.0 und einem 2 Megapixel Sensor zusammen, wobei Letzteres lediglich für den Bokeh-Effekt (Tiefenschärfe) genutzt wird. Somit hat man hier auf der Rückseite zwar optisch wie bei anderen Geräten mit einer Dual-Kamera, zwei Kamera-Linsen, doch davon kann man effektiv nur eine nutzen, sprich die 16 Megapixel-Linse.

Die Hauptkamera auf der Rückseite ist zwar nicht schlecht, doch was mich persönlich etwas störte, war der nicht immer richtig gesetzte Autofokus und dessen teils etwas träge Scharfstellung. Klar wir reden hier von einem Mittelklasse-Smartphone, doch hier hatte ich schon im Fokus schnellere Geräte in dieser Preisklasse im Test. 

Bei normalen „guten“ Lichtbedienungen gelingen einem mit dem Gigaset GS290 durchaus gute Bilder. Sprich, die Kamera eignet sich gut, um teilweise auch im leichten Schatten oder indoor Bilder zu knipsen. Die Farben sind im großen und ganze ok, haben jedoch einen von Werk aus erhöhten Sättigungswert, sodass Farben auf dem Display etwas kräftiger wirken, wie diese es in natura sind.

Aufgrund der Blende und einigen weiteren Faktoren, schneidet die Kamera im Low-Light Bereich etwas schwächer ab, doch um einige Schnappschüsse zu knipsen reicht die Kamera dennoch aus. Klar nimmt hier das Rauschen zu und die Kamera kann hier nicht mit den High-End Smartphones mithalten, doch für unter 300€ ist es eine gute brauchbare Kamera. Was ich jedoch teilweise bei manchen Aufnahmen durchaus vermisst habe, war die Funktion „Auto-HDR“, diese ist nämlich besonders bei gemischten Lichtverhältnissen bei denen zugleich Sonne aber auch Schatten im Bild sind von Vorteil. Es gibt zwar einen HDR-Modus im Kamera-Menü, doch diesen muss man beim Gigaset GS290 jedes Mal manuell anwählen, was in der Praxis einfach oftmals zu umständlich ist.

Die Frontkamera löst ebenfalls mit maximal 16 MP auf. Beim Blitzlicht setzt Gigaset hier wie üblich auf das Aufhellen des Displays, sodass man theoretisch auch im Dunkeln ein Selfie knipsen könnte. Dies geht zwar soweit in Ordnung, doch schöne Bilder gelingen hier eher weniger. Die Frontkamera ermöglicht bei guten Lichtverhältnissen ordentliche Selfies, doch im Großen und Ganzen gehen hier einige Details verloren und mit persönlich fehlt es hier teils etwas an der Dynamik und der Detailschärfe.

Videos können mit dem Gigaset GS290 wie bisher bei sämtlichen anderen Gigaset Smartphones lediglich mit maximal 1.080p und 30 fps aufgenommen werden. 4K-Videos werden daher ebenso wenig unterstützt, wie Slow-Motion aufnahmen.

(Kamera: 3 von 5 Punkten)

Software

Auf dem Gigaset GS290 hat das Unternehmen Android 9 Pie vorinstalliert. Leider hat es Gigaset bei der Aktualität der Sicherheitspatch nicht so eilig, da auf meinem Testgerät noch immer die Version vom 5. Oktober 2019 läuft. Laut eigener Aussage soll jedoch viermal im Jahr, sprich jedes Quartal ein Sicherheitspatch zur Verfügung gestellt werden, daher sollte hier demnächst eine neue Version bereitgestellt werden. Außerdem hat man vor, dass man für das Gigaset GS290 Android 10 ausrollt, was in den nächsten Monaten soweit sein sollte.

Was man beim Smartphone beachten sollte, ist, dass dieses keine sogenannte DRM-Zertifizierung besitzt. Somit kann man entsprechend geschützte Inhalte, sprich Videos nur in SD-Qualität streamen mehr nicht. Positiv wiederum ist das verbaute NFC, Bluetooth 5.0 und einige weitere Kleinigkeiten. Das System läuft weitergehend flüssig, wie es dann später mit Android 10 aussieht, ist eine andere Sache, die sich dann zeigen wird.

(Software: 4 von 5 Punkten)

TEIL 3

bestehend aus „Preis/Leistung“ entspricht 10% der Gesamtwertung

Beschreibung

Gigaset beschreibt das GS290 als Smartphone der Businessclass zum easy Preis: Ihr Smartphone für grenzenlose Mobilität. Das Smartphone eignet sich sicherlich für Geschäftsleute bzw. Chefs, die auf der Suche nach einem „günstigen“ Smartphone mit einem runden stimmigen Gesamtpaket sind. Klar, privat werden diese Person eventuell je nach eigenen Vorlieben ein leistungsstärkeres Gerät nehmen, doch auch für normale Endverbraucher ist das Gerät für unter 300€ nicht schlecht.

Das Design ist sehr schön und es fällt auf dem ersten Blick nicht auf, dass es sich hier rundum (bis auf das Display) um Kunststoff handelt. Technisch gesehen ist die Hardware zwar nur mittelmäßig, doch dafür bekommt man eine kabellose Ladefunktion, was in dieser Preisklasse eigentlich selten der Fall ist.

Preis/Leistung

Das Gigaset GS290 kann man direkt bei Gigaset für 269,00 EUR inkl. kostenlosem Versand bestellen. Im Preisvergleich ist dieses jedoch bereits je nach Farbe sogar unter 250€ bei einigen online Shops erhältlich.

Das Smartphone ist wie bereits erwähnt das bisher modernste und schönste aus dem Hause Gigaset. Allerdings hat auch dieses seine Schwächen. Zu diesen zählt unter anderem die Kamera, denn trotz einer sichtbaren Dual-Kamera kann man davon in Wirklichkeit nur eine frei verwenden und zudem ist diese, was den Fokus angeht nicht die treffsicherste und schnellste Kamera. Hier gibt es in dieser Preisklasse stärkere Konkurrenz. 

Zu den Stärken zählen wiederum der 4.700 mAh Akku, der für eine Akkulaufzeit von gut zwei Tagen sorgt und das schicke Design. Außerdem kann die Verarbeitung sehr überzeugen und man hat hier kabelloses Laden und NFC an Bord, was in dieser Preisklasse sehr selten der Fall ist. Zu guter Letzt handelt es sich beim Gigaset GS290 wiederum um ein „Made in Germany“ Smartphone, was im Bezug auf Ersatzteile sicherlich von Vorteil sein kann, da man diese in Deutschland im Werk lagert.

Gigaset GS290

Zum Angebot bei

testr Gesamtwertung

unter Berücksichtigung aller Teilwertungen

 Wir bedanken uns beim Hersteller für die Bereitstellung des Produktes. Zu unseren Grundsätzen

Link zum Hersteller: Gigaset.de

Klipsch T5 True Wireless

In aller Kürze

Bei den Klipsch T5 True Wireless handelt es sich um sehr edle True Wireless Kopfhörer. Diese bieten eine ordentliche Akkulaufzeit von bis zu 8 Stunden am Stück, besitzen eine einfache Bedienung und einen guten Klang. Das Ladecase besteht aus Edelstahl, ist dadurch zwar nicht leicht, macht aber vom Design einen sehr guten Eindruck. Negativ finde ich, dass es Klipsch bisher trotz der Ankündigung einer App nicht geschafft hat, diese zu veröffentlichen. Klar tut diese dem ganzen kein Abbruch, doch da diese wie das Unternehmen angekündigt hat, neben einem Equalizer viele weitere Funktionen bieten soll, ist dies doch etwas Schade. Zudem ist das Mikrofon nicht das Beste, sodass mich meine Gesprächspartne nicht so gut verstehen konnten.

Gefällt uns

  • guter Klang
  • Akkulaufzeit ( 31 h mit Ladecase)
  • geringes Gewicht der Ohrhörer
  • IPX4
  • Solo-Betrieb beider Ohrhörer möglich

Gefällt uns weniger

  • fehlende App
  • Tragekomfort nicht so sicher
  • keine andere Ohrtips kompatible

Klipsch T5 True Wireless

Zum Angebot bei

TEIL 1

Bestehend aus „Verpackung/Design/Verarbeitung“ entspricht 25% der Gesamtwertung

Verpackung

Klipsch versteht einiges von schönem Design, dies sieht man nicht nur an den vielen Lautsprechern, die das Unternehmen herstellt, sondern auch bei den neue Klipsch T5 True Wireless, bzw. an deren Verpackung. Die stabile schwarze Hauptverpackung wurde hierbei, wie es öfters der Fall ist, in eine bedruckte stabile Hülle eingeschoben.

Auf der Vorderseite, der weiß/grauen Verpackungshülle, erblickt man neben einer hochauflösenden Ablichtung der T5 True Wireless Kopfhörer zusammen mit dem zugehörigen Transportcase, den Herstellernamen, sowie die Produktbezeichnung. Unterhalb dieser Abbildung weißt Klipsch außerdem darauf hin, dass die Kopfhörer eine Laufzeit von 8 Stunden + zusätzliche 24 Stunden mit dem Ladecase bieten, diese via Bluetooth mit eurem Zuspielgerät verbunden werden und es eine App Namens „Klipsch Connect“ geben soll, welche weitere Einstellungen zulässt. Letzteres gibt es jedoch aktuell noch nicht, trotz, dass die Kopfhörer bereits einige Zeit erhältlich sind.

Die rechte schmale Seite der Umverpackung erklärt in 6 Sprachen einige der Besonderheiten der neuen Klipsch T5 True Wireless Kopfhörer. Zu diesen zählt erneut die erwähnte Akkulaufzeit, dass diese schweißgeschützt sind und einen hervorragenden Tragekomfort dank oval geformten Ohrtips bieten sollen. Ob dies soweit wirklich zutrifft, werdet ihr noch im Laufe des Testberichts erfahren. Zuvor geht es weiter mit der restlichen Umverpackung, denn auf dieser gibt es noch weitere Informationen. Die linke Seite z. B. zeigt einem die Abmessungen der Ohrhörer und die des Transport- und Ladecase. Außerdem wird man hier durch kleine Abbildungen über den Lieferumfang informiert.

Zu guter Letzt gibt es auf der Rückseite einige bereits bekannte, aber auch neue Infos zu den Kopfhörern. So kann man hier nicht nur eine neue Abbildung der beiden In-Ear Kopfhörer erblicken, sondern auch eine vom geschlossenen Ladecase. Des Weiteren geht man hier nochmals in Englisch auf die schweißresistente Bauweise und die speziellen Ohrtips für einen hohen Tragekomfort und Geräusche-Isolierung ein. 

Um das Innenleben aus der Umverpackung herausziehen zu können, muss man das goldenen Klipsch-Siegel entfernen. Danach kann man den Innenteil einfach durch das hochheben herausrutschen lassen. Daraufhin erblickt man eine schlichte schwarze Verpackung, auf der Folgendes steht: True Comfort, True Performance, True Independence und True You. Damit spricht Klipsch alle Vorteile der sogenannten True Wireless In-Ear Kopfhörer an. Der Deckel wiederum wird von vorne nach hinten hochgeklappt und ist an der Innenseite mit eine kleinen „True Story“ vom Unternehmen Klipsch bedruckt.

Auf der Oberseite der Verpackung findet man nach dem öffnen unmittelbar die hochwertige Produktbeschreibung, welche an der Vorderseite mit dem typischen Klipsch Siegel versehen wurde. Unter dieser wiederum, befinden sich direkt die beiden In-Ear Ohrhörer und das Ladecase, welche hier allesamt in einem Schaumstoff-Einsatz eingesetzt wurde. In der oberen Hälfte wiederum, befindet sich eine kleine Kartonage, die nicht nur mit einer Kurzanleitung bedruckt wurde, die einem beschreibt, wie man die Kopfhörer einschaltet und mit dem Smartphone verbindet, sondern zudem das restliche Zubehör enthält. Zu diesem zählen die zusätzlichen Ohrtips, ein langes doppelseitiges USB-Typ-C Ladekabel und einen USB-Typ-C auf USB-A Adapter.

(Verpackung: 4 von 5 Punkten)

Design

Die beiden Klipsch T5 True Wireless Ohrhörer würde ich persönlich nicht als kompakt beschreiben, sondern eher schon in die Richtung klobige Bauweise. Denkt man sich der Ohrkanal vom Gehäuse der Kopfhörer weg, dann haben diese eine leichte trichterförmige Kapselform. 

Das Kunststoff-Gehäuse wurde aus drei einzelnen Bauteilen gefertigt und mit einer matten Soft-Touch-Oberfläche versehen, sodass sich diese nicht nur in der Hand angenehm anfühlen, sondern auch in den Ohren. Die Außenseite ziert ein großes Bedienfeld, bei dem es sich um eine einfache Taste handelt, die ein größeres rossgoldenes Klipsch-Logo ziert. Darum befindet sich ein keilförmiges und ovales Element, welches nicht nur die Taste an der Position hält, sondern zudem als Abschluss (Deckel) des restlichen Gehäuses dient. Schließlich folgt hier der letzte und zugleich größte Teil des In-Ear Gehäuses, indem sich sämtliche Elektronik wie z. B. die Treiber, der Akku usw. befinden. Dieses Gehäuse ist wie die komplette Form der Ohrhörer oval ausgeführt und verläuft trichterförmig nach vorne zum exzentrisch angegossenen Ohrkanal. 

An der Seite des Gehäuses gibt eine kleine Status-LED, welche über den Ladezustand und den aktuellen Status der In-Ear Ohrhörer informiert. Nach hinten gerichtet findet man hier zudem an jedem der Ohrhörer zwei kleine Löcher, in denen sich vermutlich die Mikrofone befinden, schließlich fand ich am Gehäuse keine weiteren Öffnungen, welche auf Mikrofone vermuten lassen. Rätselhaft ist mir dass Ganze jedoch dennoch, denn beim Einsetzen wären die Mikrofone dadurch nach hinten gerichtet, anstelle nach vorne, was der Sprachverständlichkeit schaden würde. Zu guter Letzt sind Richtung Innenseite, neben den Seitenbeschriftung noch zwei Ladekontakte untergebracht, über welche die beiden Ohrhörer im Ladecase mit Strom versorgt werden.

Ladecase

Die Ladebox, welche Klipsch bei den T5 True Wireless mitliefert, macht definitiv einen edlen Ersteindruck. Das Edelstahlgehäuse erinnert nicht nur sehr an ein Zippo-Feuerzeug, sondern wird auch wie solches geöffnet. Durch die Fertigung aus Edelstahl ist das Ladecase mit knapp 100 Gramm, natürlich etwas schwerer, als eines, welches aus Kunststoff gefertigt wäre. Zudem verkratzt diesen leichter, bzw. die Kratzer sind auffälliger als bei mancher Oberfläche aus Kunststoff, da die gebürstete Oberfläche anfälliger dafür ist. An der Front der Ladebox wurde neben einem Klitsch-Logo auch das Gründungsdatum und der Firmensitz des Unternehmens„USA“ in die Oberfläche durch einen Laser eingraviert. Auf der Rückseite der Box befindet sich ein USB-Typ-C-Anschluss, über den der Akku mithilfe des mitgelieferten Ladekabel aufladen werden kann.

Eine Griffmulde am Gehäuse, wie bei anderen Transportcase von True Wireless Kopfhörern, hat Klipsch hier nicht eingebracht, da es dieses an der Vorlage, einem Zippo-Feuerzeug ebenfalls nicht gibt. Dadurch öffnet man das Case entweder mit zwei Händen oder umgreift es mit dem Mittelfinger in der Handfläche, während man den Deckel zwischen Daumen und Zeigefinger nimmt und damit das Case in einer Hand öffnet. Beides ist hier möglich, wobei die erste Methode natürlich die sichere ist, um das Ladecase zu öffnen. 

Die Innenseite des Ladecase wurde aus schlichtem schwarzem Kunststoff gefertigt. Welchen der Ohrhörer man hier, in welche Aussparung einsetzt, ist übrigens völlig egal, da beide identisch gefertigt wurden. Somit kann hier zumindest beim Ladevorgang nichts vertauscht werden. In den Ohren sollte man jedoch lieber auf die Beschriftung an der Innenseite achten, um den Audiokanal nicht gespiegelt zu hören. Eine Ladeanzeige, die den Akkustand des Ladecase anzeigt, hat Klipsch hier auch verbaut, diese ist auf den ersten Blick jedoch nicht ersichtlich, da Klipsch diese direkt an den Rand am schwarzen vorstehenden Kunststoffrahmen versteckt hat.

(Design: 4,5 von 5 Punkten)

Verarbeitung

Die Verarbeitung der Klipsch T5 True Wireless ist sehr gut, doch das wahre Highlight ist au jeden Fall das edle Ladecase aus gebürstetem Edelstahl. Die Übergänge wurden sowohl am Ladecase, also auch an den Ohrhörern sehr gut verarbeitet, sodass man hier für den geforderten Preis eine gute handwerkliche Arbeit geliefert bekommt.

Beim Ladecase, welches wie bereits erwähnt sehr schön aussieht, muss man jedoch ein paar Kompromiss eingehen, und zwar das Gewicht, denn mit knapp 94 Gramm ist dieses ein kleiner Brocken. Außerdem wirkt der Deckel vom Ladecase etwas wacklig und der Deckel rastet nicht ein, sondern fällt bereits nach einer leichten Bewegung zu. Die Ohrhörer wiederum gehören mit jeweils knapp 5,5 Gramm zur leichteren Sorte. Lobenswert ist der sichere Schutz gegen Spritzwasser und Schweiß, nach der Schutzklasse IPX4, dadurch können die Ohrhörer, sofern diese sicher halten, problemlos bei sportlichen Aktivitäten getragen werden. 

Für den geforderten Preis sind jedoch die Tasten etwas wackelig gelagert, bzw. der Druckpunkt ist in der Mitte und die Taste kann etwas Hin und Her wippen. Dies stört im Gebrauch nicht, doch für fast 200€ ist es dennoch besser lösbar. Sehr schön ist wiederum, dass man direkt einen modernen USB-TYP-C Ladeport integriert hat und ein passendes doppelseitiges USB-C Ladekabel inkl. Adapter mitliefert, sodass ich das Case direkt über mein MacBook Pro ohne Adapter aufladen kann.

(Verarbeitung: 4 von 5 Punkten)

TEIL 2

bestehend aus „Funktion des Produktes“ entspricht 65% der Gesamtwertung

ArtTrue-Wireless In-Ear Kopfhörer
KategorieBluetooth Kopfhörer
FarbeSchwarz mit Kupferakzenten
Akkuintegriert, Lithium-Polymer-Akku
Akku Ohrhörer: 8 h
Akku Ladecase: 24 h
Gesamt: 32 h
Gewicht105 g (Ohrhörer und Ladebox)
11 g (beide Ohrhörer)
94 g (Ladebox)
MaterialOhrhörer aus Kunststoff; Ladecase aus Edelstahl
KonnektivitätBluetooth 5.0 Audio-Codec: SBC, AAC und aptX.
unterstützte Profile: A2DP 1.3; AVRCP 1.6; HSP 1.2; HFP 1.7
LautsprechertypDynamische Treiber mit einer Größe von 5,0 mm (links und rechts)
Frequenzbereich10 Hz bis 19.000 Hz (Ohrhörer)
LieferumfangKlipsch T5 True Wireless Kopfhörer (2 Stk.)
Silikonaufsätze: S, M (an Kopfhörern befestigt), L
Ladebox
USB-Typ-C-Ladekabel
USB-C auf USB-A Adapter
Benutzerhandbuch

Tragekomfort

Wer nach dezenten Ohrhörern sucht, die nicht weit aus den Ohren hervorstehen, ist bei den Klipsch T5 True Wireless eher falsch. Schließlich kann man diese wie auf den Bildern ersichtlich nicht wirklich als klein und kompakt bezeichnen. Zudem kann man diese somit definitiv nicht unter einer Mütze im Winter, oder einem Helm tragen. 

Klipsch liefert die T5 True Wireless mit drei verschieden großen Paar Ohrtips aus, welche oval ausgeführt sind, damit ein höherer Tragekomfort, sowie eine hervorragende Abdichtung der Umgebungsgeräusche erreicht werden soll. Was soweit zwar gut erreicht wird, doch an ein echtes ANC kommt dies natürlich keinesfalls ran. Schade finde ich es jedoch etwas, das Klipsch hier spezielle Ohrtips verwendet. Diese werden über ein Kunststoffring, der mit dem Silikon der Ohrtips verschmolzen wurde, in den Ohrkanal durch leichtes einrücken befestigt. Da es hier nicht wie üblich einen Flansch mit Kerbe gibt, über den wie üblich Standard Ohrtips übergestülpt werden, können bei den Klipsch T5 True Wireless keine separaten Ohrtips befestigen. Diesen Punkt sollte man auf jeden Fall beachten denn einige bevorzugen sicherlich die so genannten Memory-Foam Passtücke, welche sich somit mit den Klipsch T5 True Wireless nicht verwenden lassen. 

Mit den mitgelieferten ovalen Silikon Ohrtips bin ich soweit dennoch zufrieden, diese sorgen bei der richtigen Größe für einen guten Halt und eine tolle Abschirmung der Geräusche im Umfeld. Definitiv jedoch eigenen sich die Klipsch T5 True Wireless trotzt IPX4 Zertifizierung nicht für sämtliche sportliche Aktivitäten, den hierfür fehlen sogenannt Sport-Einsätze, die für den nötigen sichern halt sorgen. Kleine sportliche Übungen kann man mit den Kopfhörern sicherlich machen, doch fürs Joggen z. B. würde ich persönlich ein speziell für den sportlichen Einsatz angepriesenen Produkt bevorzugen. Schließlich ist nichts ärgerlicher, als wenn man ständig die Ohrhörer nachjustieren muss, oder im schlimmsten Fall einen verliert, ohne es zu bemerken.

(Tragekomfort: 3,5 von 5 Punkten)

Bedienung

Die Bedienung der Musik usw. erfolgt wie es für sogenannte True Wireless Kopfhörer üblich ist, direkt über deren Bedientasten. Dafür dienen die beiden großen Tasten an der Außenseite der Ohrhörer, welche eine simple Bedienung ermöglichen. Davon verfolgt Klipsch dasselbe Bedienkonzept wie es die anderen Hersteller auch machen, die lediglich auf eine einzelne Taste setzten. Jede Taste erledigt nämlich mehrere Aufgaben, je nachdem, wie lange und häufig man diese betätigt.

Fürs Einschalten der Ohrhörer hat man bei den Klipsch T5 True Wireless zwei Möglichkeiten. Die einfachste und komfortabelste Methode, ist die einfache Entnahme der beiden Ohrhörer aus dem Ladecase. Dabei befinden sich die Ohrhörer beim ersten Entnehmen automatisch im Pairing-Modus und können somit mit dem Smartphone gekoppelt werden. Eine weitere Möglichkeit die Klipsch T5 True Wireless einzuschalten wäre, dass man die beiden Tasten für jeweils 3 Sekunden gedrückt hält. Dies ist jedoch nur dann notwendig, wenn man die Ohrhörer nach dem letzten Musikhören nicht ins Ladecase verstaut hat oder wenn man die Ohrhörer manuell durch erneutes jeweils 3 Sekunden drücken, der Taste ausgeschaltet hat. Setzt man die beiden Kopfhörer nämlich wie üblich, einfach in das Ladecase ein, werden diese nicht nur aufgeladen, sondern auch ausgeschaltet.

Bei den Klipsch T5 True Wireless wurde in beiden Ohrhörern ein Bluetooth-Chip verbaut, sodass hierbei anders wie bei vielen anderen True Wireless Kopfhörer beide Ohrhörer sowohl als Master, als auch Slave genutzt werden können. Der Vorteil darin ist, dass man hier somit sowohl den rechten, als auch den linken im Solo-Betrieb nutzen kann. Der Ohrhörer, der als Master genutzt wird, geht eine direkte Verbindung mit eurem Smartphone ein, der zweite wiederum nur mit dem anderen Ohrhörer. Welchen Ohrhörer man bei den Klipsch T5 True Wireless zuerst anschaltet, ist völlig egal, dies macht keinerlei Unterschiede bei der Tastenzuordnung oder anderen dingen. Lediglich wenn man einen der Ohrhörer im Solo-Betrieb nutzt, verändert sich die Tastenbelegung etwas. Sodass man hierbei nicht mehr die Lautstärke regulieren kann. 

Nutzt man wie in den meisten Fällen beide Ohrhörer zusammen, dann sorgt ein einmaliges kurzes Drücken der Taste am rechten Ohrhörer dafür, dass die Musik angehalten, bzw. bei erneutem betätigen wieder am gestoppten Punkt fortgesetzt wird. Ein langes Drücken und Halten erhöht die Lautstärke stufenlos, bis man die Taste loslässt und zweimal hintereinander drücken sorgt dafür, dass man zum nächsten Titel vorspringt. Auf der linken Seite wird durch einmaliges Betätigen der Sprachassistent auf dem Smartphone aufgerufen. Ein langes gedrückt halten wiederum, reduziert die Lautstärke solange, bis man die Taste loslässt und ein zweimaliges Drücken ruft den zuletzt wiedergegebenen Titel auf. Anrufe können ebenfalls direkt über die Ohrhörer angenommen werden, was beim eingehenden Anruf durch einmaliges Betätigen der Taste am rechten Ohrhörer erfolgt und beim zweimaligen betätigen legt man wieder auf.  

Generell spricht gegen die von Klipsch gewählte Bedienung via echten Hardware-Tasten nichts, denn gegenüber einer Touch-Bedienung, führen diese oftmals zu weniger Fehler bei der Bedienung. Klipsch hat bei den T5 True Wireless an alle wichtige Funktionen gedacht, sodass man während der Musikwiedergabe das Smartphone getrost in der Hosentasche lassen kann. Hier kenne ich einige andere Hersteller, auf denen man z. B. auf die Lautstärkeregulierung verzichten muss. Die beiden Tasten der T5 True Wireless reagiert sehr präzise und zuverlässig beim Betätigen. Jedoch hat die gewählte Bedienung einen Nachteil, denn durch das Drücken der Tasten, drückt man sich gleichzeitig die Ohrhörer etwas weiter in den Gehörgang, was für den ein oder anderen eventuell etwas unangenehm wirken kann. Dennoch muss ich hier klar sagen, dass ich hier bereits einige Modelle im Test hatte, die deutlich schwergängige Bedientasten hatte, als es bei den Klipsch T5 True Wireless der Fall ist.

(Bedienung: 4 von 5 Punkten)

Klang

Klipsch spricht bei den T5 True Wireless von einer legendären klanglichen Freiheit, die mit einem detailreichen und dynamisch Klangbild überzeugen soll. Für dies sprechen zumindest mal auf jeden Fall die technischen Daten, denn Klipsch gibt einen ausgeprägten Frequenzgang von 10 Hz bis 19 kHz an und die Treiber sind jeweils 5,0 Millimeter groß. Außerdem werden bei der Bluetooth-Übertragung sowohl aptX (für Android), als auch AAC (für iOS) unterstützt. So viel zu einigen der technischen Daten, doch nun möchte ich meinen persönlichen Eindruck vom Klangbild beschreiben.

Das Klangbild entspricht der typischen Badewannen Abstimmung, sprich, angehobene Höhen und einen kräftigen Bass, wohingegen die Mitten etwas abfallen. Die Höhen sind detailreich und kristallklar, ohne störende Zisch-Laute zu erzeugen, denn häufig kommen diese bei einer zu starken Höhenabstimmung zum Vorschein, doch dies ist bei den Klipsch T5 True Wireless definitiv nicht der Fall. Der Bass bietet einen guten Tiefgang, mit präzisen und knackigen Bässen. Wobei man hier meiner Meinung nach noch etwas am Bassregler hätte drehen können. Hier wäre eventuell eine App mit Equalizer von Vorteil, diese wird zwar von Klipsch beworben, doch gibt es zum aktuellen Zeitpunkt noch nicht, was sehr schade ist. Zu den Schwächen der Klipsch T5 True Wireless zählen definitiv die Mitten, so gehen bei der Wiedergabe einige Instrumente etwas verloren. Insgesamt würde ich die Mitten als etwas verwaschen und zurückhaltend bezeichnen. Jedoch die Klangqualität der Klipsch T5 True Wireless dennoch sehr überzeugen, auch wenn diese nicht ganz mit den klanglich, nochmals etwas besseren True Wireless Kopfhörern von Sennheiser mithalten können.

Die Klipsch T5 True Wireless besitzen einen sehr ordentlichen Output, sprich, die Teile können richtig Laut bzw. gehören wenn nicht sogar zu den von mir bisher lautesten Kopfhörer, die ich getestet habe. Doch so laut sollte man die True Wireless Kopfhörer nicht stellen, dies hat nämlich zwei Gründe. Zum einen könnt ihr damit auf Dauer eurem Gehör schaden und bzw. noch Nachteiliger ist die Veränderung des Klangbildes. Durch das zu extreme erhöhen der max. Lautstärke verliert das Klangbild definitiv seinen Halt, sodass mir aufgefallen ist, dass das Bassfundament zwar stärker wird, doch die Höhen und Mitten werden zum Teil unangenehm schrill. 

Mit der Wahl der richtigen ovalen Ohrtips, bieten die Ohrhörer eine hohe Abschirmung vom Umfeld. Wichtig ist, alle drei Größen der Ohtips auszuprobieren, denn ich dachte auch, dass mir die vormontieren Tips in der Größe M perfekt passen, doch den sichersten halt und somit die beste Abschirmung hatte ich erst, mit den kleinen in der Größe S. Bei der Größe M hat zwar der linke Ohrhörer gut gehalten, doch der rechte wiederum wanderte mit der Zeit immer wieder aus dem Ohr. Als ich auf die Kleineren gewechselt hatte, war dieses Problem behoben und der Klang, sowie die Abschirmung perfekt.

Die Sprachverständlichkeit der Kopfhörer ist leider nur mittelmäßig. Beim Telefonieren hört man den Gesprächspartner zwar deutlich über beide Ohrhörer, da hier echte Stereo-Telefonie unterstütz wird, doch das Mikrofon ist hier mehr oder weniger als schlecht zu bezeichnen, was eventuell auch an dessen Platzierung liegen kann. Man kann sich definitiv über die Ohrhörer mit einer Person unterhalten, doch eure Worte kommen beim Gesprächspartner doch etwas dumpf und blechern an.

Dank den hochwertigen Audio-Codecs aptX und AAC, sowie dem neuen Bluetooth 5.0 Chip, liefern die Klipsch T5 True Wireless bei der Latenz, also die Verzögerung zwischen Ton und Bild beim Ansehen von YouTube Videos usw. eine sehr gute Arbeit ab. Hierbei konnte ich keine Verzögerung feststellen, sodass ich die Ohrhörer für Serien dun Filmfreaks absolut empfehlen kann.

(Klang: 4 von 5 Punkten)

Ausstattung

Akku & Ladecase

Für die Energieversorgung der Klipsch T5 True Wireless ist in jedem Ohrhörer ein 55 mAh Akku zuständig, die eine Akkulaufzeit von guten 8 Stunden am Stück ermöglichen. Sobald der interne Akku der Ohrhörer leer sein sollte, können diese bis zu dreimal hintereinander mit dem mitgelieferten Transportcase aufgeladen werden. Diese ermöglicht mit insgesamt 360 mAh eine weitere Musikspielzeit von 24 Stunden, sodass man gesamt auf eine Laufzeit von 32 Stunden kommt, was eine ordentliche Akkulaufzeit ist.

Diese von Klipsch angegeben Laufzeit kann man bei vernünftiger (und ausreichender) Lautstärke auf jeden Fall erreichen. Bis der 360 mAh Akku des Ladecase und der Ohrhörer wiederum voll aufgeladen ist, vergingen in meinem Test knapp 2 Stunden.

Bluetooth & Signalqualität

Bei der Verbindungstechnologie setzt Klipsch auf einen Bluetooth 5.0 Chip, der im Test eine gute Verbindung sowohl zu iOS-, als auch Android-Geräten geboten hat. Diese erfolgt wie bei sämtlichen True Wireless Kopfhörern, automatisch bei der Entnahme aus dem Ladecase. Sobald man die beiden Ohrhörer zum ersten Mal aus dem Transportcase nimmt, befinden diese sich nämlich automatisch im Pairing-Modus und können daher wie bei Bluetooth-Kopfhörer üblich, direkt über die Einstellungen mit dem Smartphone verbunden werden.

Im Praxistest bieten die Klipsch T5 True Wireless zum Smartphone (bei mir ein iPhone X) eine stabile und gute Reichweite von bis zu 10 Metern im Haus. Im Freien wiederum ist die Reichweite höher, mach jedoch wenig Sinn, da sich kaum jemand mehrer Meter ohne Blick auf sein Smartphone entfernen wird, außer man hat ein großes Grundstück und ist im Garten unterwegs.

(Ausstattung: 4 von 5 Punkten)

TEIL 3

bestehend aus „Preis/Leistung“ entspricht 10% der Gesamtwertung

Beschreibung

Mit den Klipsch T5 True Wireless verspricht Klipsch ein paar schicke Drahtlose-Kopfhörer, die allen überlegen sein sollen. Außerdem beschreibt das Unternehmen diese als True Wireless Kopfhörer mit der ultimativen Kombination aus Tragekomfort, Design, Effizienz und legendärer klanglichen Klarheit.

Diesen Aussagen kann ich so jedoch nur zum Teil zustimmen. Es handelt sich definitiv um gute True Wireless Kopfhörer, aber leider nicht um die, welche allen anderen überlegen sind. Positiv sind definitiv die gut durchdachte Bedienung, die lange Akkulaufzeit und der durchaus als gut zu bezeichnende Klang.

Der Tragekomfort war bei mir gut, aber keineswegs sehr gut bzw. sicher. Denn für sportliche Einsätze würde ich definitiv andere Modelle empfehlen. Was mich jedoch sehr enttäuscht hat, ist die fehlende App, welche das Unternehmen schon zum Marktstart angekündigt hat, doch bisher immer noch nicht verfügbar ist.

Preis/Leistung

Die UVP der Klipsch T5 True Wireless hat Klipsch mit 199 EUR festgesetzt. Online sind diese jedoch inzwischen teilweise für knapp 176 EUR inkl. Versand erhältlich.  

Für diesen Preis bekommt man gut klingende True Wireless Kopfhörer geliefert, die zwar in einigen Punkten überzeugen können, doch ebenso auch noch Schwächen besitzen. Davon könnte man sicherlich einige mit einer App welche, wie bereits erwähnt noch in Arbeit ist nachbesser. Doch so schneiden die True Wireless Kopfhörer gut ab, doch die Konkurrenz ist sehr groß, da es bessere Modell gibt, die zum Teil sogar günstiger sind.

Klipsch T5 True Wireless

Zum Angebot bei

testr Gesamtwertung

unter Berücksichtigung aller Teilwertungen

 Wir bedanken uns beim Hersteller für die Bereitstellung des Produktes. Zu unseren Grundsätzen

Link zum Hersteller: klipsch.com

Hörluchs HL1100

In aller Kürze

Hörluchs hat das Einsteigermodell HL1100 der kabelgebundenen In-Ear-Kopfhörer ergonomisch geformt, sodass diese sich, aufgrund ihres zusätzlichen sehr geringen Gewichts, hervorragend in den Ohren anfühlen. Der Lieferumfang ist ausreichend bemessen und das wechselbare 1,60 m lange Kabel, macht einen guten Eindruck. Für den Klang wurden die Kopfhörer mit einem Single-Treiber mit präsenten Höhen und Mitten ausgestattet, sodass sich dieses Modell zwar auch für Hörbücher und Hörspiele nutzen lässt, doch das vorgesehene Einsatz gebiet ist für Musiker auf der Bühne oder Gamer, wo der Klang ohne Latenz zum Ohr gelangen muss.

Gefällt uns

  • Tragekomfort
  •  Kabellänge
  •  geringes Gewicht
  •  wechselbares Kabel
  •  gute Höhen und Mitten

Gefällt uns weniger

  • keine Fernbedienung am Kabel
  •  kabelgebunden
  •  schwache Bässe
Hörluchs HL1100

Zum Angebot bei

TEIL 1

Bestehend aus „Verpackung/Design/Verarbeitung“ entspricht 25% der Gesamtwertung

Verpackung

Hörluchs liefert die HL1100 in einer stabilen schwarzen Verpackung aus, die von einer dünnen Verpackungshülle umhüllt ist. Diese Hülle, welche ich euch gleich näher beschreibe, hat das Unternehmen mit einigen Abbildungen und Informationen zu den Kopfhörern bedruckt.

Die Vorderseite der Verpackung zieren neben einem auffälligen Herstellerlogo, eine große Detailansicht der beiden Ohrhörer und deren Modellbezeichnung. Zudem wird man hier direkt unterhalb vom Firmenlogo darüber informiert, dass im Lieferumfang zwei sogenannte Smart Caps enthalten sind, die bei Bedarf über das ansonsten schwarze Gehäuse der In-Ear Kopfhörer geklipst werden kann.

An der rechten Seite prangt wie an jeder der vier Seiten, das Hörluchs-Firmenlogo. Außerdem wurde diese Seite mit einem großen Aufkleber versehen, der über die Adresse vom Unternehmen, die Modellbezeichnung der Kopfhörer, sowie deren Farbe und Treiber-Art informiert. Außerdem steht hier „Made in Germany“, da die Kopfhörer allesamt im fränkischen Hersbruck bei Nürnberg gefertigt werden. Die linke Verpackungsseite wiederum beschreibt lediglich in Textform, was sich im Lieferumfang alles befindet, mehr nicht.

Kommen wir zur Rückseite, die Verpackungsseite, auf welcher die Hersteller zum Großteil, am meisten Informationen zu ihren Produkten verraten. So ist es nämlich auch bei Hörluchs der Fall. Präsentiert werden hier nämlich die beiden Ohrhörer in der Makro-Fotografie und einigen Eckdaten. So erfährt man, dass diese komplett nur 27 Gramm wiegen, dieses Modell auch für den Computer genutzt werden kann (Adapter eventuell erforderlich) und ein optionales Headset verfügbar ist. Bei Letzterem hat man einen entscheidenden Vorteil, der bei den Hörluchs HL1100 zum Vorschein kommt. Wie nämlich in den Abbildungen darunter zu sehen ist, kann das Kabel der Ohrhörer ausgewechselt werden. Dadurch kann man z. B. das Standard-Kabel durch eines mit Headset ersetzen und die Ohrhörer somit einfach beim Zocken am PC als Gaming-Headset nutzen. Unter dieser größeren Abbildung mit der Makro-Aufnahme nennt das Unternehmen 5 weitere Highlights des Kopfhörer-Modells. Zu diesen zählt: ein modernes Design, die wechselbaren Smart Caps, der 3,5 mm Stereo Klinkenanschluss, wechselbare Domes (Ohrtips) und das wechselbare Kabel.

Hebt man den Deckeln der sehr stabilen Hauptverpackung ab, dann erblickt man direkt die Ohrstöpsel der beiden In-Ear Kopfhörer und die beiden roten Smart Caps, welche in einem Schaumstoff-Einsatz eingesetzt sind. Darunter wiederum befindet sich das restliche Zubehör. Dabei handelt es sich zum einen um eine schön gestaltete Transporttasche aus Jeans-Stoff, einem Reinigungstuch und zwei weitere braune Smart Caps. In der zusätzlichen schwarzen Pappschachtel liegen zudem noch die üblichen Beschreibungen und Garantieanweisungen bei, sowie weitere Ohrtips aus Silikon und zusätzlich drei verschiede Größen aus Memory-Foam. 

(Verpackung: 4 von 5 Punkten)

Design

Das Gehäuse der Hörluchs HL1100 ist äußerst kompakt gehalten. So ist dies nach außen hin abgeflacht und an der Innenseite ergonomisch geformt. Dadurch passen die Ohrhörer hervorragend in die Ohren, ohne dass diese aus den Ohren hervorstehen. Der Ohrkanal ist typischerweise schräg verlaufend, sodass dieser perfekt in den Ohrkanal verläuft und mit der Wahl der richtigen Ohrtips perfekt sitzt.

Das wechselbare 1,60 m lange Kabel, welches über einen zweipoligen Kontakt angeschlossen wird, ist verwirbelt ausgeführt und mit einer transparenten Hülle umhüllt. Dadurch sieht das Kabel soweit nicht nur schicker aus, sondern neigt weniger dazu sich ungewollt zu verknoten. Das Kabel, welche wie bereits erwähnt, über zwei offene Steckverbindungen mit den Ohrhörern verbunden wird, steckt man von oben in das Gehäuse der Ohrhörer ein. Von hier aus verläuft das Kabel wie z. B. bei Shure SE215  über das Ohr, hinweg nach hinten und dann von dort aus normal nach unten zum Smartphone oder einem anderen Zuspielgerät. So gelingt es Hörluchs erfolgreich, für eine gute Zugentlastung zu sorgen. Die Schallöffnung bzw. die Öffnung für den Treiber hat Hörluchs mit einem kleinen Gitter versehen, sodass kleinere Hautpartikel oder andere Dinge, die eventuell am bzw. im Ohr vorhanden sind, ins Innere gelangen können. 

Insgesamt ist das Design Hörluchs sehr gut gelungen und ich bin hier mit dem Funktionsumfang und vor allem mit dem Formfaktor der Ohrhörer sehr zufrieden. Man erkennt hier direkt, dass sich das Unternehmen nicht nur mit Gehörschutz, sondern auch In-Ear Ohrhörer sehr gut auskennt und in jeder Preisklasse ein passendes Produkt im Sortiment hat.

(Design: 4,5 von 5 Punkten)

Verarbeitung

Die Verarbeitung der Hörluchs HL1100 ist auf einem hohen Niveau. Klar handelt es sich hier um kabelgebunden Kopfhörer, welche es in der heutigen Zeit von Bluetooth Kopfhörer nicht mehr leicht haben. Im Vergleich vieler anderer kabelgebundener In-Ear Kopfhörer machen die Hörluchs HL1100  jedoch einen sehr guten Eindruck. Dies liegt unter anderem an dem hochwertigen ABS-Kunststoff, welcher äußerst robust ist. 

Hörluchs liefert hier ein gut ausgestattetes Komplettpaket, welches neben gut verarbeiteten Ohrhörern und einem robusten Kabel, auch ein schickes Jeans-Stoff Etui und einen großen Umfang an verschiedenen Ohrtips (Silikon und Memory-Foam) enthält. Da dieses Kopfhörer-Modell weniger an den Endverbraucher, sondern sich vor allem an Musiker und Gamer richtet, denen eine Fernbedienung am Kabel eher stört, gibt es dieses an dem Hörluchs HL1100 nicht. Lediglich bei dem Headset-Modell gibt es ein Kabel, welches eine Fernbedienung zur Steuerung des Headsets bietet. Hier kann man dann während des zocken, direkt an der Fernbedienung via Schieberegler das Mikrofon muten (stummschalten), oder via Drehregler die Lautstärke regulieren.

(Verarbeitung: 4,5 von 5 Punkten)

TEIL 2

bestehend aus „Funktion des Produktes“ entspricht 65% der Gesamtwertung

Kopfhörer-ArtIn-Ear-Ohrhörer mit 3,5 mm Klinke-Anschluss
Kabel fest/ wechselbar?2 poliges Kabel, welches einfach ausgetauscht werden kann.
FarbeSchwarz. Durch Smart Caps auch in Rot bzw. Braun änderbar.
Kabellänge160 cm
Gewicht je 4 g (Ohrhörer )
14 g (beide Ohrhörer)
MaterialABS-Kunststoff
Treiberjeweils links und rechts ein 1-Wege Balanced Amateure Treiber
Empfindlichkeit105 dB SPL/mW
Frequenzbereich20 Hz bis 20.000 Hz
Maximaler-Ausgang125 dB SPL
LieferumfangHörluchs HL1100 Kopfhörer inkl. 160cm Klinkenkabel
2 Smart Caps (Farbe rot)
2 Smart Caps (Farbe braun)
Stofftasche für den bequemen Transport
Garantiekarte
Benutzerinformation
Reinigungstuch
Domes zum Wechseln (Ohtips)

Tragekomfort

Der Tragekomfort der Hörluchs HL1100 ist wie bereits unter „Design“ angedeutet sehr gut. Das sehr flache und an der Innenseite ergonomisch geformte Gehäuse der Ohrhörer sorgt zusammen mit den mitgelieferten Ohrpassstücken aus Silikon und Memory-Foam für einen sehr angenehmen Sitz, sowie einen sicheren Halt. 

Aufgrund ihres sehr geringen Gesamtgewichts inkl. Kabel von knapp 27 Gramm und der Kabelführung über bzw. hinter dem Ohr, kann man die Hörluchs HL1100 lange tragen, ohne dass hier etwas unangenehm stört. Der halt ist wie üblich mit der Wahl der richtigen Ohrpassstücke sehr sicher, sodass hier nichts verrutschen sollte. Ich persönlich habe mich hier für die Memory-Foam Variante entschieden da diese die beste Abschirmung von Außengeräuschen besitzen und dadurch den Klang der Hörluchs HL1100 am besten zur Geltung bringen.

(Tragekomfort: 4 von 5 Punkten)

Klang

Hörluchs verspricht mit den HL1100 durch den 1-Wege Balanced Armature Treiber ein besonders ausgewogenes Klangbild. Den Frequenzbereich gibt das Unternehmen jedoch mit einem durchschnittlichen Wert von 20 Hz – 20 kHz an. Sogenannte Balanced Armature haben gegenüber den üblichen Dynamischen Treiber einige Vorteile, jedoch auch Nachteile. 

Zum einen hört sich der Klang von Balanced Armature Treibern detailreicher an, sodass sich oftmals Höhen deutlich klarer und detailreicher anhören. Zudem brauchen diese weniger Platz und haben weniger Gewicht als dynamische Treiber. Dafür wiederum ist der Bass von dynamischen Treibern oftmals besser und zudem sind dynamische Treiber im Einzel Betrieb einiges besser als ein einzelner Balanced Armature Treiber. Zu guter Letzt sind dynamische Treiber günstiger als die hochwertigeren Balanced Armature Treiber. Soviel zu den unterschiedlichen Treibern, nun möchte ich euch meinen persönlichen Eindruck vom Klang der Hörluchs HL1100 beschreiben.

Der single Balanced Armature-Treiber sorgt dafür, dass vor allem die Mitten im Vordergrund stehen. Somit klingen vor allem Stimmen eindringlich und präsent. Die Höhen kommen ebenfalls detailreich und kristallklar daher, sodass sich die Kopfhörer vor allem für Liebhaber von Hörbüchern, Filmen usw. eigenen. Zu den Schwächen der Hörluchs HL1100 zählen jedoch definitiv die Tiefen. Hierfür fehlt definitiv ein zweiter Treiber, denn die Bässe sind doch sehr mager und es fehlt ihnen etwas an Fundament.

Hörluchs hat sich bei den Kopfhörern bewusst für eine kabelgebunden Variante entschieden, da sich die Kopfhörer weniger an die Endverbraucher richten. Für Musiker auf der Bühne und Gamer ist es wichtig, dass der Ton in wenigen Millisekunden am Ohr ankommt. Da Bluetooth eine gewisse Verzögerung mit sich bringt, die je nach Modell größer ausfallen kann, kommt dies für Musiker und Gamer nicht infrage. Daher ist auch der Bass reduziert bzw. ausgewogen zu den Höhen und Mitten abgestimmt, da es vor allem als Musiker sehr wichtig ist, dass der Klang neutral abgespielt wird und nicht alles vom Bass übertönt wird.

(Klang: 3,5 von 5 Punkten)

Ausstattung

Zubehör

Der Lieferumfang, den Hörluchs bei den HL1100 mitliefert, ist wie bereits angedeutet umfangreich und gut durchdacht. Angefangen beim Transport-Beutel, dieser wurde aus einem schönen Jeans-Stoff gefertigt, der mal was anderes ist, als die ganzen schlichten Stoff-Beutel. Hier lassen sich die Ohrhörer zusammengewickelt sehr gut verstauen und sind darin sicher verstaut. Die beiden zusätzlichen „Smart Caps“ in Braun und Rot, sind mit einem schlichten Hörluchs-Logo versehen. Diese lassen sich einfach an das schlichte Schwarz Gehäuse der Kopfhörer aufstecken, um die Optik individueller gestalten zu können. Zu guter Letzt legt Hörluchs noch ein Reinigungstuch bei, mit dem man problemlos die Ohrhörer reinigen kann.

(Ausstattung: 4,5 von 5 Punkten)

TEIL 3

bestehend aus „Preis/Leistung“ entspricht 10% der Gesamtwertung

Beschreibung

Mit den HL1100 liefert Hörluchs ein nettes Gesamtpaket, welches vom Lieferumfang definitiv überzeugen kann. Ebenso ist die Verarbeitung, sowie das Design der Kopfhörer exzellent, sodass ich klar bestätigen kann, dass die Aussagen bezogen auf einen sehr hohen Tragekomfort und einer kleinen kompakten Bauweise, der Wahrheit entsprechen. Die Hörluchs HL1100 gehören zu der Kategorie der wirklich kompakten und flachen In-Ear Kopfhörer, die keineswegs aus dem Ohr hervorstehen.

Klanglich wurde das Kopfhörer-Modell mit dem Single Balanced Armature-Treiber ausgewogen abgestimmt, sodass sowohl die Höhen, als auch die Mitten und Bässe gut aufeinander abgestimmt wurden. Als Endverbraucher würden sich die Kopfhörer vor allem zum Hörspiele, Hörbücher und Zocken eigenen. Doch richtig zu Geltung kommen diese für ihr vorgesehenes Einsatzgebiet, die Bühne. Genau da, wo eine ausgewogene Klangabstimmung, eine Latenz im Millisekundenbereich und ein perfekter Tragekomfort gefragt ist.

Beim Hörluchs HL110 legt man die Stärken jedoch definitiv auf ausgeprägte Mitten und zum Teil auf die Höhen. Im Bereich Bässe wiederum, schneiden die Ohrhörer erstaunlicherweise schlecht ab. Hier schafft es der single Treiber leider nicht, einen ordentlichen Druck aufzubauen, sodass der Bass neben den definierten Mitten und Höhen etwas verloren wirkt.

Preis/Leistung

Die UVP der Hörluchs HL1100 hat Hörluchs mit 179€ festgesetzt. Online sind diese jedoch inzwischen teilweise für unter rund 20€ weniger, also knapp 159€ inkl. Versand verfügbar.  

Für diesen Preis bekommt ein gutes Gesamtpaket geliefert, welches wie bereits erwähnt, im Lieferumfang zu überzeugen weiß. Das Klangbild wurde wie bereits bewusst neutral abgestimmt, sodass der Bass nicht die Höhen und Mitten überspielt. Schließlich ist es für Musiker wichtig, dass diese den Ton möglichst originalgetreu aufs Ohr gespielt bekommen und nicht verfälscht.

Hörluchs HL1100

Zum Angebot bei

testr Gesamtwertung

unter Berücksichtigung aller Teilwertungen

 Wir bedanken uns beim Hersteller für die Bereitstellung des Produktes. Zu unseren Grundsätzen

Link zum Hersteller: hoerluchs-unlimited.com

JBL Tune 120TWS

In aller Kürze

Mit den JBL Tune 120TWS, hat JBL ein neues Paar komplett kabellose True Wireless In-Ear-Kopfhörer auf den Markt gebracht. Dabei handelt es sich um klanglich gut abgestimmte Kopfhörer, die zudem mit einem angenehmen Tragekomfort und einer gut bemessenen Akkulaufzeit zu überzeugen wissen. Leider muss man jedoch auch bei diesem Modell wieder auf einen zeitgemäßen USB-C-Ladeanschluss, eine Lautstärkeregelung direkt über die Ohrhörer und auf hochwertige Audio-Codecs verzichten. Ansonsten handelt es sich hier für unter 100€ um ganz gute True Wireless Kopfhörer.

Gefällt uns

  • Tragekomfort
  • Schnellladefunktion
  • geringes Gewicht
  • Akkulaufzeit
  • guter Klang

Gefällt uns weniger

  • keine Lautstärkeregulierung
  • Micro-USB Anschluss
  • hohe Latenz

JBL TUNE 120TWS

Zum Angebot bei

TEIL 1

Bestehend aus „Verpackung/Design/Verarbeitung“ entspricht 25% der Gesamtwertung

Verpackung

JBL liefert auch die Tune 120TWS in der gewohnten, stabilen und sehr kompakt gehaltenen Verpackung aus. JBL setzt hier wie üblich auf eine relativ bunt bedruckte Verpackung, welche mit den JBL bekannten Farben: Weiß, schwarz (grau) und orange verziert wurde. Rund um die Verpackung gibt es zahlreiche technische Daten zu den Kopfhörer, sowie einige Detailaufnahme.

Die Vorderseite der Verpackung zieren die üblichen Dinge wie z. B. eine vergrößerte Abbildung der beiden In-Ear Kopfhörer, das Herstellerlogo, der Produktname, sowie die für JBL wichtigsten Merkmalen des Produktes. Rechts unten in der Ecke wird außerdem wie gehabt, auf die komplette Akkulaufzeit hingewiesen, was bei diesem Modell 16 Stunden inkl. der Aufladung via Ladecase entspricht.

An der rechten schmalen Seite wird einem anhand der Darstellung der beiden Ohrhörer gezeigt, welche Funktionen man an welcher Seite der Kopfhörer ausführen kann. Darauf komme ich jedoch später unter Bedienung ausführlicher zurück und erkläre euch dann auch, was mir daran weniger gut gefallen hat. Im unteren Drittel unterhalb der Beschreibung der Bedienungstasten, befindet sich noch ein kleines weißes Kästchen, in dem einem die Treibergröße, die Wiedergabefrequenz und der Lieferumfang in Form von kleinen Skizzen aufgelistet wird.

Zu guter Letzt präsentiert JBL auf der Verpackungsrückseite die meisten Informationen zum Produkt. Hier sieht man nämlich zum einen die beiden In-Ear Ohrhörer durch ein transparentes Sichtfenster, das übliche JBL-Logo und den Namen der True Wireless In-Ear Kopfhörer. Außerdem ist hier eine größere Abbildung der In-Ears zusammen mit dem geöffneten Ladecase zu sehen. Des Weiteren beschreibt JBL hier die bereits von der Vorderseite genannten Merkmale der JBL Tune 120TWS in mehreren Sprachen und informiert darüber, dass der Akku in den Ohrhörern genau genommen 4 Stunden hält, und dank dem Ladecase um weitere 12 h erweitert wird.

Ins Innenleben der Verpackung gelangt man, indem man die Verpackung an der Unterseite, aufklappt. Dadurch kann man einen transparenten Verpackungseinsatz herausziehen, indem sämtliche Teile des Lieferumfangs verstaut wurden. Im obersten Abschnitt sind die beiden In-Ears Eingesetz, gefolgt im Zentrum, von dem Ladecase und darunter dem Micro-USB Ladekabel und den zusätzlichen Ohr-Anpassstücken. Hinter dem Kunststoffeinsatz befindet sich zudem noch wie üblich die Kurzanleitung zu den Kopfhörern.

(Verpackung: 4 von 5 Punkten)

Design

Mit den JBL Tune 120TW hat JBL True Wireless In-Ear Kopfhörer entwickelt, die sich im Preissegment unter 100€ ansiedeln. Daher ist dieses Kopfhörer-Modell preislich schon mal nicht so teuer wie viele andere Produkte der Konkurrenz. Dennoch ist es wichtig, dass ein Kopfhörer-Modell nicht nur preislich interessant ist, sondern auch vom Design und viele weiteren Punkten. Ob dies bei den neuen JBL Tune 120TWS der Fall ist, finden wir in diesem Testbericht zusammen heraus.

In-Ear Kopfhörer

Das Gehäuse der JBL Tune 120TWS fällt etwas klobiger aus, was an dem breiteren, flachen, äußeren Abschnitt liegt. Das äußere Design ist kein Abklatsch eines bisherigen Modells, sondern neu. Der Grundkörper wiederum, welcher später im Ohr sitzt, besitz die gängige In-Ear Ohrhörer Form, welche von einem kurzes Ohrkanal, in einen breiter werdenden anatomisch geformten Abschnitt übergeht. Der später von außen sichtbare Bereich wurde gegenüber dem inneren matten Bereich, aus Hochglanz Kunststoff gefertigt. In diesem Abschnitt ist der Ohrstöpsel zwar flach gehalten, aber zugleich am breitesten. 

Es handelt sich um definitiv keine riesigen Kopfhörer, wiederum kann man hier auch nicht wirklich von kleinen Kopfhörern reden. Kurz gesagt, die JBL Tune 120TWS werden den Leuten um euch definitiv auffallen, aber es sind definitiv nicht wie einige andere Modell „Shrek Ohren“. Das Zentrum des Schwarzen hochglänzenden Modell meines Testmodells, ziert ein rundes Element, auf dem ein JBL Schriftzug prangt. Dies dient nicht nur der Optik, sondern ist zugleich an beiden Seiten der Multifunktionsknopf, über welche man z. B. die Musik pausiert bzw. steuert. Direkt daneben ist eine längliche, aber schmale Status-LED untergebracht, welche einem z. B. den Ladezustand zeigt. 

Die typischen Ladekontakte über welche die Ohrhörer im Ladecase aufgeladen werden, hat JBL hier etwas vertieft in der Innenseite integriert. Für Telefonate hat JBL zudem ein Mikrofon integriert, welche jedoch nur am rechten Ohrhörer zu Einsatz kommt. Der Ton wiederum wird über beide Kopfhörer eingespielt. Erhältlich sind die JBL Tune 120TWS in dem von mir getesteten Schwarz, aber auch in einem schlichten Weiß. Zudem gibt es jedoch auch noch zwei mehrfarbige Modelle in Blau und Pink, wobei die Farbangabe sich hier nur auf den Bedienknopf bezieht. Das blaue Modell ist nämlich ansonsten ebenfalls Schwarz und das Pinkfarbene ist Weiß.

Ladecase

Das Ladecase ist von der Größe wie bereits die Ohrhörer weder als groß, noch als klein zu bezeichnen. Daher würde ich es als mittelgroß einstufen, denn es ist deutlich kleiner als das Ladecase der JBL Free X aber nicht so klein wie das von den Apple AirPods. Das Case besteht wie die Ohrhörer aus Kunststoff, jedoch ist dieser hier in einem matten Finish ausgeführt.

Das Case ist nicht das kompakteste, aber dennoch passt dieses mit den Maßen: 60 x 68 x 25 mm (L x B x H) gut in die Hosentasche, ohne zu stören. Der Akku des Ladecase wird über einen Micro-USB Anschluss an der Unterseite aufgeladen, der Anschluss ist zum Schutz vor Staub mit einer Schutzabdeckung versehen. 

Während des Ladevorgangs leuchtet die Status-LED der Ohrhörer auf, bis diese voll aufgeladen sind. Der Akkustand des Ladecase wiederum wird jederzeit an der abgeschrägten Griffmulde an der Vorderseite vom Ladecase durch drei einzelne LED´s angezeigt. Ein Magnetverschluss, der das Case verschlossen hält, sorgt dafür, dass auch beim sehr starken schütteln über Kopf, nichts herausfällt. Aber auch wenn der Deckel offen ist und man das Case schüttelt, werden beide Ohrhörer dank der magnetischen Sicherung problemlos an ihrer Position gehalten.

(Design: 4 von 5 Punkten)

Verarbeitung

Bei den JBL Tune 120TWS und dem zugehörigen Ladecase handelt es sich um gut verarbeitete Produkte. Man kann hier zwar definitiv nicht von edlen und hochwertigen Produkten reden, aber für unter 100€ geht die Qualität soweit in Ordnung.

Der Scharnier des Ladecase besteht aus Metall, was für eine Langlebigkeit sorgen sollte. Jedoch geht der Schanker etwas zu leicht, sodass der Deckel minimal klappert. Dies tut der Funktion zwar keinerlei Negatives, doch fühlt sich auf irgend einer weise etwas „billig“ an. Beim JBL Tune 120TWS bietet JBL weder einen Schutz gegen Wasser, noch gegen Schweiß, somit handelt es sich hier nicht wirklich um ein für den Sport ausgelegtes In-Ear Ohrhörer Modell. Was ich ebenfalls weiterhin bei JBL sehr Schade finde, ist der weitere Einsatz eines veralteten Micro-USB-Ladeport anstelle von einem USB-C-Port.

(Verarbeitung: 3,5 von 5 Punkten)

TEIL 2

bestehend aus „Funktion des Produktes“ entspricht 65% der Gesamtwertung

Kopfhörer-ArtTrue-Wireless In-Ear Kopfhörer
KategorieBluetooth Kopfhörer (Bluetooth 4.2)
FarbeSchwarz, weitere Farbe: Weiß, Blau/Schwarz und Weiß/Pink
Akkuintegriert, Lithium-Polymer-Akku
Akku Ohrhörer: 4 h
Akku Ladecase: 12 h
Gesamt somit: 16 h
Gewicht 74 g (Ohrhörer und Ladebox)
14 g (beide Ohrhörer)
60 g (Ladebox)
MaterialKunststoff (Ohrhörer und Ladecase)
KonnektivitätBluetooth 4.2
unterstützte Profile: A2DP 1.3; AVRCP 1.5; HFP 1.6
TreiberDynamische Treiber mit einer Größe von 5,8 mm (links und rechts)
Frequenzbereich20 Hz bis 20.000 Hz (Ohrhörer)
Membran-Empfindlichkeit96 dB SPL (1 kHz / 1 mW)
LieferumfangJBL Tune 120TWS True Wireless Kopfhörer (2 Stk.)
Silikonaufsätze: S, M (an Kopfhörern befestigt), L
Ladebox
Mikro-USB-Ladekabel (10 cm)
Benutzerhandbuch
Sicherheitshinweise
Garantiekarte

Tragekomfort

Wie bereits erwähnt, handelt es sich bei den JBL Tune 120TWS zwar nicht um wirklich kleine Ohrhörer, jedoch sind diese anatomisch geformt. Dadurch passt der Ohrkanal hervorragend in die Ohren, wodurch diese angenehm in den Ohren sitzen.

Da es sich um kein für den sportlichen Einsatz ausgelegtes True Wireless Modell handelt, hat JBL die Tune 120TW nicht mit zusätzlichen Sport-Einsätzen ausgestattet, sondern liefert nur drei paar Größen an Ohrtips mit. Mit der Wahl der richtigen Größe sollten die Ohrhörer wie bereits erwähnt bequem und gut halten. Als Modell, das absolut sicher in den Ohren hält, kann ich diese jedoch nicht bezeichnen, da diese bei hektischen Bewegungen z. B. auf dem Laufband doch leichter herausfallen könnten. Sofern ihr auf der suche nach einem True Wireless Modell seid, dass auch im sportlichen Einsatz absolut sicher hält, würde ich definitiv zu einem anderen Modell greifen, denn hier gibt es einige, die hier deutlich besser halten. Im normalen Alltag dürftet ihr mit den JBL Tune 120TWS jedoch keine Probleme mit dem halt haben.

(Tragekomfort: 4 von 5 Punkten)

Bedienung

Die Steuerung der Musik usw. erfolgt bei den JBL Tune 120TWS über die beiden Tasten, mit dem JBL Logo an den Außenseiten. Davon erledigt jede Taste mehrere Aufgaben, je nachdem, wie lange und häufig man diese betätigt.

Zum Einschalten z. B. muss man diese entweder aus dem Ladecase nehmen, wobei diese hier nach der ersten Entnahme automatisch im Pairing-Modus sind. Eine weitere Möglichkeit die JBL Tune 120TWS einzuschalten wäre, dass man die beiden Tasten für jeweils 2 Sekunden gedrückt hält. Dies ist jedoch nur dann notwendig, wenn man die Ohrhörer nach dem letzten Musikhören nichts ins Ladecase verstaut hat und manuell durch das 5 Sekunden gedrückt halten ausgeschaltet hat. Legt man die Kopfhörer nämlich wie üblich einfach in das Ladecase ein und klappt dieses zu, werden diese nicht nur aufgeladen, sondern auch ausgeschaltet.

Wie es oftmals bei True-Wireless Kopfhörern üblich ist, arbeitet einer der beiden Ohrhörer als ein sogenannter „Master“ und der andere als „Slave“ Gerät. Bei den JBL Tune 120TWS ist der rechte Ohrhörer der Master, welcher einfach gesagt, die Daten empfängt. Somit geht dieser direkt mit dem Smartphone eine Verbindung ein und verfügt über ein integriertes Bluetooth-Modul. Der andere Ohrhörer wiederum, fungiert als Slave und empfängt die Daten lediglich vom Master möglichst ohne große Zeitverzögerung. Dieser „Slave“ Kopfhörer wiederum, kann keine direkte Verbindung mit dem Smartphone eingehen, da dieser kein integriertes Bluetooth-Modul besitzt. Der Master, also der rechte Ohrhörer kann bei den JBL Tune 120TWS bei Bedarf im Solobetrieb genutzt werden, der linke wiederum nicht. 

Zurück zur Bedienung über die beiden äußeren Tasten. Drückt man die Taste am rechten Ohrhörer einmalig, dann wird die Musik direkt gestartet. Ein erneutes Betätigen pausiert die Musikwiedergabe wiederum. Drückt man die Taste bei einem eingehenden Anruf einmal, kann man diesen annehmen und später auch so beenden. Drückt man diese Taste wiederum zweimal hintereinander, dann kann man auf die Sprachsteuerung zugreifen. Bei der Sprachsteuerung handelt es sich quasi um den Sprachassistenten, welcher in eurem Smartphone integriert ist. So ist es bei mir am iPhone Siri und bei allen Android-Nutzern der Google Assistant oder Bixby (bei Samsung).

Betätigt man den Knopf an dem linken Ohrhörer einmal, dann überspringt man das gerade abgespielte Lied um einen Titel. Durch das zweimalige Drücken springt man an den Anfang des aktuellen Titel zurück, bzw. springt einen Musiktitel zurück. Leider gibt es bei den JBL Tune 120TWS wie bereits bei den bisherigen JBL True Wireless Ohrhörer keine Möglichkeit, die Musiklautstärke direkt über die Kopfhörer zu regulieren. Daher muss man hier jedes Mal zum Smartphone greifen, was für mich persönlich etwas nervig ist, da ich die Lautstärke öfters meinem Umfeld anpasse. Was mir außerdem weniger gut gefällt, sind die etwas schwergängige Knöpfe. Dadurch drückt man sich die In-Ears nämlich zum Teil etwas tiefer in den Gehörgang, was durchaus unangenehm sein kann.

(Bedienung: 3,5 von 5 Punkten)

Klang

JBL verspricht bei den JBL Tune 120TWS einen beeindruckenden JBL Pure Bass Sound, mit dem bereits auf der Verpackung geworben wird. Doch ob dem auch so ist, oder nicht, möchte ich euch in folgendem Abschnitt erklären, indem ich meinen persönlichen Eindruck vom Klangbild beschreibe. Zuvor möchte ich euch jedoch einige technische Daten zum JBL Tune 120TWS etwas genauer erläutern.

In jedem der beiden In-Ear Ohrhörer sitzt neben einem Akku und einiges an anderer kleiner Elektronikteile, auch ein 5,8 mm großer dynamischer Treiber. Diese besitzen einen gewöhnlichen Frequenzgang von 20 Hz – 20.000 Hz, was jedoch zum Klang nur soviel aussagt, dass dieser ausgewogen sein sollte, mit einer leichten Bassbetonung. Auf was man hier bei den JBL Tune 120TWS weiterhin verzichten muss, ist die Unterstützung von hochwertigen Audio-Codecs. Den es werden weder aptX für (Android), noch AAC für (iOS) unterstützt. Somit steht lediglich der Standard Audio-Codec SBC zur Verfügung.

Beginnen wir mit dem Bass, denn damit wirbt JBL am meisten. Dieser ist bei den JBL Tune 120TWS definitiv etwas angehoben und bietet einen ordentlichen Tiefgang mit handfester Wiedergabe. Lediglich im Tiefbassbereich kommen die Ohrhörer an ihre Grenzen, wodurch der Bass hier etwas schwammiger klingt. Was die Mitten angeht, werden diese griffig wiedergegeben, sodass vor allem Stimmen bzw. Gesang gut zur Geltung kommen. Die Höhen wiederum werden detailreich und hochauflösend abgespielt, was mir rundum gefällt. Lediglich bei einigen Passagen waren mir die Ohrhörer dann doch etwas zu luftig, sodass das Klangbild bei diesen Abschnitten etwas zu anstrengend klang. Doch im großen dun Ganzen klingen die JBL Tune 120TWS wunderbar klar und sauber.

Die Abschirmung der Ohrhörer ist meiner Meinung nach etwas niedrig, sodass die Ohrhörer nicht ganz so gut die Außengeräusche fernhalten. Dafür wiederum ist der max. Output hoch genug, sodass man diesem Problem durch die Erhöhung der Lautstärke entgegenwirken könnte.

Die Sprachverständlichkeit der Kopfhörer ist leider nur mittelmäßig. Beim Telefonieren hört man den Gesprächspartner zwar deutlich über beide Ohrhörer, da hier echte Stereo-Telefonie unterstütz wird, doch das Mikrofon ist hier mehr oder weniger als schlecht zu bezeichnen.  

Dem Mono-Mikrofon am Ohrhörer gelingt es nämlich nicht ganz, alles um einen herum während Telefonaten zu neutralisieren. Daher stören die Umgebungsgeräusche auf der Straße, oder im Zug den Gesprächspartner sehr. Als ich z.B im Zug telefoniert habe, wurde aufgrund der Hintergrundgeräusche meine Stimmlautstärke reduziert und die typischen Bahngeräusche wurden störend mit übertragen.

Was die Latenz angeht, also die Verzögerung zwischen Ton und Bild beim Ansehen von YouTube Videos usw. schneiden die JBL Tune 120TWS etwas schlecht ab. Hier ist die Verzögerung bei etwa ein bis zwei Sekunden, was mir persönlich beim Ansehen von Videos und Filmen auf Dauer zu anstrengen war und somit sehr störte. Diese Verzögerung muss zum Teil am Bluetooth 4.2 liegen, denn bei den JBL Reflect Flow mit Bluetooth 5.0 war die Latenz wiederum ganz gut.

(Klang: 3,5 von 5 Punkten)

Ausstattung

Akku & Ladecase

Für die Energieversorgung der JBL Tune 120TWS, hat JBL in jedem Ohrhörer einen 85 mAh Lithium-Ionen-Akku verbaut. Diese 85 mAh Akkus ermöglichen laut JBL eine Akkulaufzeit von bis zu 4 Stunden am Stück. Dies ist soweit kein besondere Wert, denn ich hatte bereits True Wireless In-Ear Kopfhörer mit einer Laufzeit von 10 bzw. 15 Stunden im Test. Sobald der Akku der JBL Tune 120TWS In-Ears leer ist, können diese jederzeit in dem mitgelieferten Transportcase aufgeladen werden. Diese ermöglicht mit insgesamt 850 mAh eine gesamte Akkulaufzeit von bis zu 16 Stunden bzw. eine Möglichkeit, diese dreimal aufzuladen. Kein Spitzenwert, doch für unter 100€ eine akzeptable Laufzeit die in Ordnung geht und den meisten ausreichen sollte. 

Im Alltag konnte ich die Akkulaufzeit, die JBL angibt, durchaus erreichen. Natürlich hängt diese wie immer sehr davon ab, wie laut ihr die Musiklautstärke usw. eingestellt habt, doch wie gesagt, die Akkulaufzeit kommt soweit hin. Praktisch finde ich die integrierte Schnellladefunktion der Ohrhörer, denn dadurch reicht es aus, die beiden Ohrhörer für 15 Minuten ins Ladecase einzusetzen, um damit wieder eine Stunde ununterbrochen Musik hören zu können. Eine volle Aufladung im Transportcase wiederum dauert knapp 2 Stunden, genauso lange, wie auch das Aufladen des Ladecase benötigt.

Bluetooth & Signalqualität

Beim Tune 120TWS setzt JBL auf einen „alten“ Bluetooth 4.2 Chip. Dieser liefert in meinem Test eine stabile Verbindung sowohl zu iOS-, als auch Android-Geräten. Die Verbindung zwischen Smartphone und In-Ears erfolgt wie bei eigentlich sämtlichen True Wireless Kopfhörer, automatisch bei der Entnahme aus dem Ladecase. Sobald man die beiden Ohrhörer zum ersten Mal aus dem Transportcase nimmt, befinden diese sich nämlich automatisch im Pairing-Modus und können daher wie bei Bluetooth-Kopfhörer üblich direkt über die Einstellungen mit dem Smartphone verbunden werden.  

Möchte man die beiden Ohrhörer wiederum mit einem weiteren Gerät verbinden, muss man die Taste am rechten Ohrhörer für knapp 5 Sekunden gedrückt halten. Anschließend geht man wie gewohnt zu den Bluetooth-Einstellungen im Smartphone und wählt hier den Kopfhörer „JBL Tune 120TWS“ aus. Anschließend kann man auch den linken In-Ear aus dem Case nehmen, der sich darauf automatisch mit dem Rechten verbindet. Sollte dies nicht der Fall sein, dann einfach an beiden Ohrhörern die Bedientasten dreimal hintereinander drücken.

Im Praxistest bieten die JBL Tune 120TWS zum Smartphone (bei mir ein iPhone X) eine sehr stabile und gute Reichweite von bis zu 13 Metern im Haus. Im Freien wiederum ist die Reichweite höher, mach jedoch wenig Sinn, da kaum jemand sich hier 20 Meter oder mehr unbeachtet vom Smartphone entfernen wird.

(Ausstattung: 3,5 von 5 Punkten)

TEIL 3

bestehend aus „Preis/Leistung“ entspricht 10% der Gesamtwertung

Beschreibung

Mit den neuen JBL Tune 120TWS verspricht JBL komplett kabellose In-Ear Kopfhörer, welche absolute Freiheit ohne Kabel und somit ohne Beschränkung bieten. Dank 5,8 mm Treibermembran liefern die Kopfhörer einen JBL Pure Bass Sound und bestechen durch ein tolles Design. So die Aussage von JBL. Ich kann diese Punkten soweit zustimmen, denn für unter 100 € sind die JBL Tune 120TWS keine schlechten True Wireless In-Ear Kopfhörer. Zu den Schwächen zählt jedoch der veraltete Micro-USB-Anschluss, die fehlende Möglichkeit der Lautstärkeregulierung über die Ohrhörer und die zu hohe Latenz. 

Preis/Leistung

Die UVP der JBL Tune 120TWS hat JBL mit 99,99€ festgesetzt. Online sind diese jedoch inzwischen teilweise für unter 70€ inkl. Versand erhältlich.  

Für diesen Preis bekommt ein gutes Gesamtpaket geliefert, welches komplett kabellose In-Ear Kopfhörer beinhaltet, die mit einem guten Tragekomfort, einer ausreichenden Akkulaufzeit und einem handlichen Transportcase Punkten können. Verzichten muss man jedoch zum einen auf die Lautstärkeregulierung über die Kopfhörer, ein modernen USB-Typ-C Ladeanschluss und die fehlenden hochwertigen Audio-Codecs.

JBL TUNE 120TWS

Zum Angebot bei

testr Gesamtwertung

unter Berücksichtigung aller Teilwertungen

 Wir bedanken uns beim Hersteller für die Bereitstellung des Produktes. Zu unseren Grundsätzen

Link zum Hersteller:jbl.audio

Teufel Boomster Go

In aller Kürze

Der neue Teufel Boomster Go ist ein cooler mobiler Lautsprecher, mit dem Teufel zeigt, dass das Unternehmen auch bunt kann. Den Lautsprecher gibt es in einigen schönen Farben und er überzeugt mit einer kompakten Größe (etwas größer als vier aufeinandergestapelte Ritter-Sport Schokoladen-Tafel). Ebenso liefert er einen hohen pegelfesten Output und eine gute klangliche Darstellung ab. Wer zudem einen wasserdichten mobilen Lautsprecher sucht, ist beim Teufel Boomster Go genau richtig. Schade ist jedoch zum einen, dass man wieder nur auf eine Micro-USB Ladebuchse setzt und der Preis von 99€. Den aktuell ist z. B. selbst der Teufel Rockstar Go für gerade einmal 119 € erhältlich und kann klanglich noch mal etwas mehr.

Gefällt uns

  • wasserdichtes Gehäuse (IPX7)
  • gutes Gewicht und Größe
  • hochwertig Verarbeitet
  • guter Klang
  • Trageschlaufe im Lieferumfang
  • Stereo-Funktion

Gefällt uns weniger

  • Micro-USB Anschluss

Teufel Boomster Go

Zum Angebot bei

TEIL 1

Bestehend aus „Verpackung/Design/Verarbeitung“ entspricht 25% der Gesamtwertung

Verpackung

Wie es für Teufel üblich ist, wird euch auch der neue Teufel Boomster Go direkt in seiner Verpackung bei euch angeliefert. Hierbei handelt es sich um den schlichten naturbelassenen Karton, welcher lediglich mit einer schwarzen Beschriftung bedruckt wurde. Rund um der Verpackung prangen die Namen des Unternehmens „Teufel“, des Produktes „Boomster Go“ und an einer der langen Seite ein kurzer Auszug der technischen Details. Zu dieses zählen das Gewicht, die Stückzahl (1), die Abmessungen des Lautsprechers und dessen Farbe.

Nach dem Aufklappen der Verpackung erblickt man unmittelbar die Bedienungsanleitung für den Teufel Boomster Go. Anschließend kommt ein etwas dickerer Kartonage-Einleger zum Vorschein, welcher mit einem großen Teufel Schriftzug versehen wurde. Entnimmt man diesen wiederum, bekommt direkt den Teufel Boomster Go zu Gesicht, der sich zum Schutz in einer Kunststofffolie befindet. Unter diesem wiederum hat Teufel noch die separate Befestigungsschlaufe und das Micro-USB-Ladekabel verstaut.

(Verpackung: 3,5 von 5 Punkten)

Design

Beim Teufel Boomster Go handelt es sich um einen quadratischen mobilen Lautsprecher, der mit seinen Maßen von 10,70 x 10,2 x 4,6 cm fast schon dem Slogan eines sehr bekannten schwäbischen Schokoladenherstellers würdig ist.

Als Teufel zum Ende des Jahres 2019 überraschend den neuen Boomster Go vorgestellt hat, war ich sehr verwundert, denn im Vergleich zu dessen größeren Brüdern, dem Rockstar Go und Rockstar Cross, gibt es diesen nicht nur und einem schlichten Schwarz, sondern in insgesamt fünf Retro-Farben: Space Blue, Cola Red, Ivy Green, Sand White und Night Black – meinem Testgerät).

 Der Teufel Boomster Go wurde, wie es für einen mobilen Lautsprecher üblich ist, aus Kunststoff gefertigt. Dabei können diesem Stöße und ein Aufprall aus geringerer Höhe nichts anhaben, da das Gehäuse größtenteils mit einem gummierten Überzug versehen wurde. Die zusätzlich Transportschlaufe, die bei Bedarf angebracht werden kann, sorgt dafür, dass man den Lautsprecher an vielen Dingen wie z. B. dem Fahrrad, dem Rucksack oder dem Handgelenk befestigen kann.

Die gummierte Schicht des Teufel Boomster Go dient jedoch nicht nur dem Schutz vor Stößen und stürzen, sondern ist auch dank der IPX7-Schutzklasse gegen Wasser geschützt. Somit kann dieser für bis zu 30 Minuten max. 1 Meter tief untergetaucht werden, ohne einen Schaden zu nehmen. Den Teufel Boomster Go könnte man daher bedenkenlos mit unter die Dusche nehmen und somit unter der Dusche die Lieblingsplaylist mitsingen.

 Die Front, unter der sich der Single-Treiber befindet, ist zum Großteil mit einem festen Soffgewebe abgedeckt. Diese ist hier aufgeklebt, was zwar haptisch für ein gutes Gefühl sorgt, doch dafür wird eine Reparatur unmöglich gemacht. Dies ist jedoch bei vielen anderen mobilen Lautsprechern aus dem Hause JBL, 1More usw. auch der Fall und daher ein Kompromiss, denn man aufgrund der Wasserdichtigkeit eingehen muss. 

Neben den Musik-Steuerungstasten, die im Stoffgewebe integriert sind, gibt es an der Oberseite noch weitere in den gummierten Gummiüberzug eingelassenen Bedientasten und Status-LED´s. Auf die einzelnen Funktionen der Tasten und deren Anordnung gehe ich etwas später im Punkt Bedienung“ ausführlich ein. Zusätzlich zu dem aktiven Lautsprecher an der Front gibt es jeweils rechts und links unter dem mit einem Wabenmuster gelochten Kunststoffgitter zwei Passivmembrane. Diese werden durch den den etwas vorstehen gummierten Rahmen perfekt vor Stößen und Stürzen geschützt.

(Design: 4,5 von 5 Punkten)

Verarbeitung

Die Verarbeitung des Teufel Boomster Go ist auf einem sehr guten Niveau. Hier konnte ich keine unschönen Klebereste erkennen und auch die Übergänge der einzelnen Bauteile ist sauber verarbeitet. Dank der zusätzlichen Abdichtung des Gehäuses, ist der Boomster Go nach der Schutzklasse IPX7 geschützt und kann somit problemlos mit unter die Dusche genommen werden. Das ist eine feine Sache, denn somit macht es nichts aus, wenn euch ein Missgeschick passiert sollte und ungewollt ein Getränk über den Teufel Boomster Go läuft.

Besonders gut gefallen mir die Druckpunkte von allen Tasten, diese lassen sich leicht betätigen (nicht wie beim Rockster Go) und besitzen einen gut spürbaren Druckpunkt. Lediglich der Druckpunkt von den beiden Tasten an der Oberseite, ist etwas schwächer. Dies dürfte jedoch an der zusätzlichen gummierten Schutzschicht liegen, welche eben dafür sorgt, dass kein Wasser ins innere eindringt und das Gehäuse Stürze absorbiert. Der Power-Button wurde glücklicherweise so ausgeführt, dass dieses erst durch längeres Drücken reagiert. Somit wird bewusst verhindert, dass der mobile Lautsprecher ungewollt z. B. im Rucksack eingeschaltet wird. Gleiches gilt auch für das Ausschalten, denn auch hier muss man den Knopf für mehrer Sekunden gedrückt halten. Bemängeln könnte ich jedoch den Micro-USB-Anschluss, denn auch für Teufel wird es langsam Zeit umzurüsten und auf die modernere USB-TYP-C Ladebuchse zu wechseln.

(Verarbeitung: 4,5 von 5 Punkten)

TEIL 2

bestehend aus „Funktion des Produktes“ entspricht 65% der Gesamtwertung

Lautsprechertypmobiler Bluetooth Lautsprecher
Treiber50 mm Breitbandlautsprecher) & zwei 79 x 21 mm Passivmembran
KonnektivitätBluetooth-Version 4.2. mit SBC-Audio-Codec, Reichweite: selbst gemessen bis zu knapp 28 m, Stereo-fähig
AkkuAkku: 2.600 mAh
Wiedergabezeit: Bis zu 10 Stunden
Ladezeit: Bis zu 2,5 Stunden
Abmessungen10,7 cm x 10,2 cm x 4,6 cm (B x T x H)
Gewicht355 g
LieferumfangTeufel Boomster Go
Trageschlaufe (kann nach Bedarf selbst befestigt werden)
Micro-USB Ladekabel
Bedienungsanleitung

Bedienung

Nun gehe ich wie bereits angedeutet auf die Bedienung des Teufel Boomster Go ein. An der Oberseite befindet sich direkt mittig der Micro-USB-Port. Über diesen wird der Akku des Teufel Boomster Go aufgeladen. Rechts daneben ist ein kleines Loch ersichtlich, in dem sich ein kleines Mikrofon versteckt. Somit kann man direkt darüber z. B. telefonieren oder Siri und Co. Befehle erteilen. Etwas weiter rechts davon folgt der Power-Button. Dieser muss zum Ein-/Ausschalten des Boomster Go für knapp 2 Sekunden gedrückt gehalten werden. Betätigt man diesen wiederum kurz während der Musikwiedergabe oder einfach im eingeschalteten Zustand, dann zeigt dieser einen direkt daneben über die drei LED´s den Akkustand an. 

Für gewöhnlich bin ich es gewohnt, dass vier LED´s einem den Akkustand anzeigen, bei denen dann logischerweise jedes der LED´s für 25 % steht. Bei drei wie es hier beim Boomster Go der Fall ist, schaut dies jedoch etwas anders aus. Leuchten alle drei LED´s auf, dann ist dieser 100° bis 66 % voll, sobald jedoch nur noch 2 permanent leuchten, befindet sich der Akku bei etwa 65 bis 33 %. Blinkt wiederum nur eine der drei LED´s, dann ist der Akku bei einem Stand von etwa 32 bis 11 % angekommen. Ertönt ein Warnton und zudem blinkt eine LED langsam, dann ist 6 – 10 % erreicht und wenn ein erneuter Warnton mit einer schnell blinken LED erscheint, dann sollte man den Akku aufladen, da dieser noch etwas unter 6 % seiner maximalen Kapazität erreicht hat.

Auf der linken Seite neben dem bereits erwähnten Micro-USB-Port befindet sich ein Bluetooth-Knopf. Dieser ist identisch zum Power-Button ausgeführt und führt dazu, wenn man diesen für 2 Sekunden gedrückt hält, dass der Boomster Go in den Kopplungs-Modus versetzt wird. Möchte man wiederum die gespeicherten Verbindungen löschen, muss man dieselbe Taste für 10 Sek. gedrückt halten. Eine kleine Status-LED direkt neben der Taste weißt auf eine erfolgreiche Verbindung usw. hin. 

Soweit zu den Steuerungstasten kommen wir noch zu den drei Musik-Bedientasten an der Front. Hierbei handelt es sich um die gewohnten Tasten: Lauter, Leiser und Play/Pause. Jedoch führen die Tasten, je nachdem wie man diese drückt bzw. in welcher Kombination, verschiedne Befehle aus. 

Die mittlere Play-Pause-Taste stoppt wie gewohnt die Musik, bzw. ermöglicht logischerweise auch, dass man diese durch erneutes Betätigen wieder weiterlaufen lassen kann. Bei längerem gedrückt halten, ohne das gerade Musik wiedergegeben wird, sorgt dafür, dass der auf eurem Smartphone integrierte Sprachassistenten aktiviert wird. Bei allen Apple-Geräten ist dies natürlich Siri und bei Android-Devices ist es der Google Assistant. Bei Samsung ist es je nach Gerät und wie ihr es in den Einstellungen gewählt habt entweder Samsungs Bixby oder ebenfalls der Google Assistant. Zu guter Letzt können eigenen Anrufe ebenfalls durch kurzes Drücken der Play/Pause-Taste angenommen und am Ende beendet werden.

Die beiden Lautstärketasten erhöhen logischerweise die Lautstärke, bzw. dienen dazu, diese auch abzusenken. Zudem jedoch, kann man darüber auch einen Titel überspringen, bzw. den zuvor Wiedergegebenen erneut starten. Dazu drückt man um einen Track vorzuspringen die Plus-Taste zusammen mit der Play-Taste, andersrum sorgt das Drücken der Minus-Taste zusammen mit der Play-Taste, dass ihr einen Titel zurückspringen könnt. Achten sollt man darauf, dass man bei einem eingehenden Anruf nicht versehentlich gerade die Musik leiser macht, denn betätigt man genau in diesem Moment die Minus-Taste, wird der eingehende Anruf abgewiesen.

(Bedienung: 4,5 von 5 Punkten)

Klang

Nun kommen wir zum Punkt Klang. Hier setzt Teufel trotz einer kompakten Bauweise auf gleich drei Lautsprecher, von denen einer aktiv und zwei passiv angetrieben werden. Beim aktiven Lautsprecher handelt es sich um einen 50 mm Breitbandtöner, welcher hinter dem festen Stoffgewebe an der Font bzw. an der Oberseite versteckt ist. Dieser wird aktiv von einer Class-D-Endstufe (10 Watt/RMS) angetrieben, was für einen klaren Sound bei geringem Stromverbrauch sorgen soll. Der Breitbandlautsprecher besitzt, wie Teufel angibt einen langen Hub und wurde aus Aluminium gefertigt, was für eine besonders gute Belastbarkeit, selbst bei hohen Pegel sorgen soll. Seitlich, also jeweils links und recht hinter den Lochgittern verstecken sich keine Lufteinlässe, sondern die beiden passiv angetrieben Membrane. Diese dienen dazu, aus dem eigentlich kompakt gehaltenen Gehäuse ein hohes Maximum an Klangfülle herauszukitzeln. Daher wird durch die Bewegung der passiven Membran das Boxenvolumen deutlich größer und man bekommt selbst aus der Kompaktheit des Boomster Go verhältnismäßig tiefe Bässe, die sonst nur mit einem größeren Gehäusevolumen und Treibern möglich wäre.

Der Teufel Boomster Go bietet für seine Größe einen hohen max. Pegel. Hier hat Teufel schon einmal definitiv nicht zu viel versprochen, denn dieser bleibt bis gut über 80 % der max. Lautstärke äußerst verzerrungsfrei. Die Stimmwiedergabe die durch den 50 mm Breitbandlautsprecher erfolgt ist klangneutral und neigt keinesfalls dazu anstrengend oder künstlich zu wirken. Der Bass ist definitiv vorhanden, aber bietet natürlich aufgrund der Gehäusegröße keinen voluminösen Tiefgang wie z. B. bei dem etwas größeren Teufel Rockster Go. Hier sind natürlich selbst Teufels Entwicklerteam, Physikalische grenzen Gesetz, jedoch konnten diese dennoch ein hohes Maximum an Klang herausholen. Ebenso ist es dem Team gelungen, eine breite Raumabbildung zu erreichen, denn diese ist schön dreidimensional und realistisch. 

Die Gehäuseform des Teufel Boomster Go ist so ausgelegt, dass man diesen mit der Rückseite auflegen „muss“. Hinstellen ist hier nicht möglich, denn durch die Abrundungen an der Ober- und Unterseite, fällt dieser direkt um. Man könnte diesen zwar auf die rechte bzw. linke Seite stellen, doch dass nimmt nicht nur etwas negativen Einfluss auf den Klang, sondern passt nicht mehr zum Teufel-Logo und den Bedientasten. Bei auflegen auf eine ebene Fläche wie z. B. einen Tisch, neigt der Boomster Go bei hoher Lautstärke, durch den Bass sich selbst in Bewegung zu setzten. Abhilfe Schaft hier entweder eine rutschhebende Unterlage, die Verwendung der Trageschlaufe zum Befestigen an etwas, oder man verwendet das vorhandene 1/4 Zoll Stativgewinde an der Rückseite. Hier kann man eventuell ein Kleinen Zapfen finden, der dafür sorgt, dass man den Teufel Boomster Go leicht nach hinten geneigt aufstellen kann, sodass der Klang direkter zu einem gerichtet wird. Wem klanglich ein Boomster GO nicht ausreicht, kann sich eventuell einen zweiten Kaufen und dann beide zu einem Stereo-Paar koppeln. Daraufhin spielen diese die Musik sogar im Stereo-Betrieb, sodass einer den linken und der andere den rechten Ton wiedergibt.

(Klang: 4,5 von 5 Punkten)

Bluetooth & Reichweite

Die einzige mögliche Verbindungsmöglichkeit zwischen Lautsprecher und Zuspielgerät, ist beim Boomster Go Bluetooth. Hierbei setzt Teufel vermutlich weiterhin auf Bluetooth 4.2, welche den herkömmlichen SBC-Audio-Codec unterstützt. Ob aptX unterstützt wird, kann ich nicht sagen, denn dazu macht Teufel keine Angaben.

Um den Teufel Boomster Go mit einem Smartphone verbinden zu können, muss dieser zuvor in den Pairing-Modus versetzt werden. Dazu muss dieser eingeschaltet werden und anschließend die Bluetooth-Taste für 2 Sekunden gedrückt werden. Danach kann dieser in den Einstellungen-> Bluetooth gesucht werden und durchs Betätigen automatisch verbunden werden. Möchte man den Lautsprecher wiederum mit einem neuen oder weiteren Gerät koppeln, dann genügt es, die Bluetooth-Taste erneut zu drücken, sodass sich dieser wieder im Kopplungsmodus befindet. 

Die maximale Reichweite der Bluetooth-Verbindung liegt beim Teufel Boomster Go bei den üblichen 10 Metern im Haus. Im Freien wiederum ohne Hindernisse, war in meinem Test bei knapp 28 Metern Schluss. Je nach Hindernisse zwischen Zuspiel und Wiedergabegerät, variiert die Verbindung natürlich. Bei der Latenz, also der Synchronität zwischen Video-Bild und Ton, schneidet der Teufel Boomster Go ganz gut ab. Ich konnte nur einen sehr minimalen Versatz von weniger als einer Sekunde feststellen. 

(Bluetooth & Reichweite: 4 von 5 Punkten)

Akku

Der im Boomster Go fest verbaute Akku, besitz eine Kapazität von 2.600 mAh und verspricht eine Akkulaufzeit von bis zu 10 Stunden, bei mittlerer Lautstärke. In meinem Test konnte ich die angegeben 10 Stunden ganz gut erreichen, da ich diesen sowieso nicht permanent auf der maximalen Lautstärke betrieben habe. Sobald der Akku komplett leer sein sollte, kann dieser mithilfe des mitgelieferten USB-A auf Micro-USB Ladekabel an einem USB-Port am PC, oder mithilfe des Netzteils eines Smartphones aufgeladen werden. Bis der Akku von 0 % wieder auf 100 % aufgeladen ist, dauert es knapp 2,5 Stunden. Während des Ladevorgangs leuchte jedoch immer mehr von den drei LED´s auf, sodass ihr ungefähr erahnen könnt, wenn der Akku voll aufgeladen ist.

(Akku: 4 von 5 Punkten)

TEIL 3

bestehend aus „Preis/Leistung“ entspricht 10% der Gesamtwertung

Beschreibung

Teufel selbst beschreibt den neuen Boomster Go als, mobiler Begleiter, den man egal, ob beim Wandern, oder auf dem Bike mitnehmen kann und dabei den gewohnten, legendären Teufel Sound erhält.

Dieser Aussage kann ich soweit zustimmen. Beim Boomster Go handelt es sich um einen wirklich kompakten Lautsprecher, der nicht größer ist, als vier aufeinandergestapelte Packungen Ritter Sport Schokolade. Das Design ist Teufel hier ebenso gut gelungen, wie dessen Pegelfestigkeit bei der Musikwiedergabe. Aber auch vom allgemeinen Klangbild kann der Boomster Go soweit ordentlich Punkten und steht somit selbst leicht größeren Lautsprechern nicht viel nach. 

Preis/Leistung

Die UVP des Boomster Go hat Teufel mit 99,99€ festgelegt, was ein guter Preis ist, doch damit macht sich Teufel teils selbst Konkurrenz. Schließlich ist der ebenfalls vor Kurzem erst erschienene Rockster Go zumindest aktuell im Angebot und nur 20€ teuerer. Wollt ihr ein kleinen kompakten und mobilen Lautsprecher, dann könnt ihr den neuen Teufel Boomster Go am besten selbst ausprobieren, schließlich bietet Teufel bei allen Produkten ein Rückgaberecht von 8 Wochen.

Wem die Kompaktheit des mobilen Lautsprechers wiederum nicht ganz so wichtig ist und auch noch mit einem etwas größeren Lautsprecher leben kann, sollte sich den 20€ teueren Rockster Go anschauen. Schließlich bietet dieser schon aufgrund seiner Größer, klanglich nochmals etwas mehr. Daher rate ich euch sofern einer der Lautsprecher in Frage kommen sollte, und die Differenz wie aktuell nur 20€ beträgt beide direkt bei Teufel zu bestellen und den, der euch am Ende besser gefällt zu behalten.

Teufel Boomster Go

Zum Angebot bei

testr Gesamtwertung

unter Berücksichtigung aller Teilwertungen

 Wir bedanken uns beim Hersteller für die Bereitstellung des Produktes. Zu unseren Grundsätzen

Link zum Hersteller: Teufel.de

tado° smartes Heizkörper-Thermostat Starter Kit V3+

In aller Kürze

Die smarten Heizkörperthermostate von tado° sehen gut aus & sind hochwertige verarbeitet. Die Einrichtung ist wirklich ein Kinderspiel und die Heizkörper werden smart. Doch das Ganze hat seinen Preis: Die Anschaffungskosten der smarten Heizkörperthermostate sind mit etwas über 50€ happig und um alle Funktionen wie z. B. die Geo-Fencing-Funktion zu nutzen, fallen weitere monatlich kosten von 2,99€ bzw. 24,99€ im Jahr an. Dieses Abomodel gilt erst mit den neuen Modellen. Älteren Versionen bekommen noch den vollen Funktionsumfang ohne monatliche Kosten, müssen aber  die alte Benutzeroberfläche verwenden, die sich – gegen eine Einmalzahlung von 19,99 Euro – auf die neue App upgraden, lässt.

Gefällt uns

  • hohe Verarbeitung
  • schönes Design
  • sehr übersichtliche App
  • Unterstützung von vielen Assistenten
  • sehr einfach Inbetriebnahme

Gefällt uns weniger

  • höhere Anschaffungskosten
  • neues happiges Abo Modell

tado° smartes Heizkörper-Thermostat Starter Kit V3+

Zum Angebot bei

TEIL 1

Bestehend aus „Verpackung/Design/Verarbeitung“ entspricht 25% der Gesamtwertung

Verpackung

tado° liefert das smarte Heizkörperthermostat Starter Kit V3+ in einer schlichten weißen Verpackung aus, die rundum mit einigen Informationen zum Produkt versehen wurde. 

Angefangen bei der Oberseite. Hier sieht man ein größeres Bild, indem ein Heizkörperthermostat von tado° an einem Heizkörper montiert wurde und direkt daneben ein Smartphone, welches einem die Übersichtsseite, der App zeigt. Des Weiteren prangt hier natürlich wie bei eigentlich jedem Produkt der Herstellername und der vom Produkt. Da die tado° Heizkörperthermostate mit vielen Assistenten kompatible sind, wird durch die Abbildung im unteren Abschnitt auf alle verfügbare hingewiesen. Dazu zählen: Google Assistant, Apple HomeKit, Alexa und IFTTT (If This Then That).

Die restlichen Seiten, sowie die Rückseite geben einige weitere Informationen zu dem Funktionsumfang, dem Lieferumfang der smarten Thermostate, sowie weitere Add-ons, mit denen man den Funktionsumfang erweitern kann. Zu denen unter anderem natürlich der kauf von weiteren smarten Heizkörperthermostate zählt, aber auch der Erwerb eines smarte Thermostats, welches als Raumthermostat genutzt werden kann oder ein bestehendes Thermostat ersetzt. Zu guter Letzt informiert die Rückseite über einige wichtige Funktionen der App, die aber zum Teil nur beim zusätzlichen Abo-Modell erhalten sind. Dazu aber später mehr. 

Nach dem Öffnen der Verpackung erblickt man direkt einen Welcome-Guide, der nur darauf hinweist, dass ihr die App herunterladen sollt und ein Konto erstellen müsst usw. Zudem liegt eine schlichte Karte bei, mit einem großen QR-Code. Scannt man diesen, gelangt man automatisch zu Webseite, die einen die Einrichtung Schritt für Schritt erklärt. Darunter wiederum befinden sich in einem Zellulose-Einleger neben dem Thermostat, sämtlicher restlicher Zubehör. Dazu gehören neben zahlreichen Adapter, mit denen man die Heizkörperthermostate an die verschiedenen Heizkörperventile anschließen kann, die kleine Bridge, inkl. dem mitgelieferten USB-A auf Micro-USB Kabel, einem kleinen Netzteil inkl. EU- und UK-Steckeradapter und ein kurzes Ethernetkabel.

(Verpackung: 3,5 von 5 Punkten)

Design

todo° Bridge

Wie viele andere Hersteller von smarten Heizkörperthermostaten, setzt auch tado° auf eine sogenannte Bridge. Diese dient dazu, eine kabellose Verbindung zwischen WLAN-Router und den smarten Geräten aus dem Hause tado° herzustellen. 

Diese Bridge muss bei tado° zwar wie bei anderen Herstellern mit eurem Router via Netzwerkkabel verbunden werden und erfordert eine zusätzliche externen Stromversorgung . Doch dafür ist diese verhältnismäßig sehr klein gehalten. Die Bridge nimmt nämlich kaum Platz in Anspruch, da diese nur 81 x 27 x 22 mm (L x B x T) einnimmt und zudem gerade mal 61 Gramm auf die Waage bringt. 

Direkt nach unten gerichtet besitzt die tado° Bridge ein Micro-USB-Anschluss, über welche die Stromversorgung stattfindet. Unmittelbar daneben ist auch der Anschluss für das Ethernet-Kabel, welches zur Verbindung zwischen Router und Bridge dient. An der Rückseite gibt es neben einem Factory-Reset Knopf, mit den man die Bridge zurücksetzen kann noch Infos zur Seriennummer der Bridge und falls benötigt den Authentifizierung-Code. Dieselben Infos mit der Seriennummer usw. gibt es auch auf einem Aufkleber an der linken schmalen Seite der Bridge. Auf der rechten Seite wiederum ist ebenfalls ein Aufkleber, welcher den Apple HomeKit Code zum steuern über die Apple HomeKit App ermöglicht. 

An der Front der tado° Bridge gibt es nicht nur einen dezent vertieften Schriftzug mit dem Herstellernamen, sondern auch einen größeren Pairing-Knopf und darunter drei weitere vertiefte Status-Beschreibungen. Bei denen bei jedem Status, der aktiv ist die davor verborgene weiße LED aufleuchtet.

tado° Heizkörperthermostat

Das knapp 65 mm lange, aus weißem matten Kunststoff gefertigten Heizkörperthermostat, hat einen Durchmesser von 49 mm. An der Front befinden sich lediglich ein dezenter knapp 1 mm tief eingelassener tado° Schriftzug und eine kleine längliche Öffnung. In dieser Öffnung muss vermutlich der Umgebungslichtsensor und weitere Sensoren wie z. B. der Temperatur- und Luftfeuchtigkeitssensor stecken, da diese allesamt mit im smarten Thermostat integriert wurden.

Der vordere Teil des Äußeren Gehäuses ist mit einem mechanischen Drehrad ausgestattet. Somit kann man z. B. die Temperatur jederzeit auch manuell durch das Drehen regulieren. Sehr gut gefallen mir die einzelnen LED-Element am smarten Thermostat von tado°. Diese leuchten beim mechanischen Verstellen ausgesprochen gut lesbar auf, verschwinden aber anschließend wieder unsichtbar in dem weißen Kunststoffgehäuse. Die Stromversorgung des smarten Heizkörperthermostat aus dem Hause tado° erfolgt wie bei eigentlich allen smarten Thermostaten via Batterie-Stromversorgung. In diesem Fall sind es zwei AA-Batterien, welche bei der Anlieferung bereits Eingesetz sind. Damit diese während der Lagerung jedoch nicht leer gehen, hat man den Kontakt mit einem Papierstück unterbrochen, des vor dem anbringen selbstverständlich entfernt werden muss.   

Im Lieferumfang liegt wie bereits erwähnt eine große Anzahl an verschiedenen Adaptern bei, mit denen man das Thermostat an dem Großteil aller bekannten Heizkörpern anschließen kann. Bevor man sich jedoch entscheidet, das Starter-Kit oder ein anderes tado° smartes Heizen-Set zu kaufen, sollte man prüfen, welche Heizung man verwendet und welcher Adapter benötigt wird. Hier stellt tado° unter folgendem Link: Kompatibilität Übersicht tado° smarte Heizkörperthermostate eine Übersichtsseite zu Verfügung, welche sämtliche Hersteller von Heizkörperventilen zeigt und darstellt, welchen Adapter man benötigt, bzw. ob dieser im Lieferumfang dabei ist oder separat gekauft werden müsste.

(Design: 4,5 von 5 Punkten)

Verarbeitung

Die smarten Heizkörperthermostate aus dem Hause tado°, gehören meiner Meinung nach zu den schönsten und am besten Verarbeiteten auf dem Markt. Das Gehäuse aus Kunststoff ist schlicht aufgebaut und als Laie, nicht auf anhieb als smartes Thermostat zu erkennen. Die einzelnen Geräte (Thermostat und Bridge) sind zwar wie bereits erwähnt aus Kunststoff hergestellt, doch dieser wirkt keineswegs billig und ist bei sämtlichen herkömmlichen Thermostaten ebenfalls der Fall.

 Der manuelle Drehregler lässt sich sehr angenehm und leicht drehen und durch den gerasterten Mechanismus und das zusätzliche klacken, merkt man direkt das Verstellen der einzelnen Temperaturschritte. Die beleuchteten Elemente an der Bridge und am Thermostat erkennt man nur beim Aufleuchten, sind diese nicht beleuchtet, dann verschieden diese quasi unsichtbar unter dem Kunststoff.

(Verarbeitung: 4,5 von 5 Punkten)

TEIL 2

bestehend aus „Funktion des Produktes“ entspricht 65% der Gesamtwertung

SensorenTemperatur, Luftfeuchtigkeit und Umgebungslicht
DatenverschlüsselungTLS 1.2 (SSL), 2048-bit Extended Validation Certificate / TLS 1.2 (SSL), 256-bit mit elliptischen Kurven / AES-CCM AES-CCM Verschlüsselung
Funkverbindung868 MHz, Mesh (6LoWPAN)
GrößeSmartes Heizkörperthermostat: 65 x 49 mm / Bridge: 81 x 27 x 22 mm
Strom- und LeistungsaufnahmeZentrale: Versorgung über USB-A auf micro-USB-Anschluss (Netzteil)
Heizkörperthermostat (Betrieb über 2 AA-Batterien)
MaterialKunststoff (matt weiß)
Lieferumfangtado° Bridge
tado° Heizkörper-Thermostat
kurzes Ethernet Kabel
kurzes USB-A auf Micro-USB Kabel
kompaktes Netzteil
Steckeradapter EU-/UK
viele verschiedene Adapter
Welcome-Guide

Einrichtung und Konfiguration

tado°
Preis: Kostenlos+
tado°
Preis: Kostenlos

Um das smarte Heizkörperthermostat von tado° nutzen zu können, muss man zuvor die Bridge mit dem Wi-Fi-Router verbinden. Wer eine Schritt für Schritt Anleitung haben möchte, lädt sich direkt die tado° App herunter, über welche man nach der Registrierung direkt auf der Startseite landet. Auf diese kann man nicht nur direkt Produkte erwerben, sondern die bereits Gekauften hinzufügen bzw. Einrichten. Die App steht kostenlos im AppStore für iOS und im PlayStore für Android Geräte zur Verfügung.

Zunächst geht es um die Verbindung der Bridge mit eurem Router. Dazu scannt man, sobald dazu in der App aufgefordert, den QR-Code an der Bridge. Daraufhin wird man dazu aufgefordert, die sehr kompakte und kleine Bridge, mithilfe des Ethernet-Kabels an einen freien LAN-Port an dem Router anzuschließen. Zudem muss natürlich auch eine Stromzufuhr angeschlossen werden. Hierfür kann man entweder das Netzteil inkl. Adapter und USB-A auf Micro-USB Kabel verwenden oder sofern vorhanden direkt nur das Kabel an einen freien stromführenden USB-Port am Router anschließen. Mit Letzterem würde man sich nämlich den zusätzlichen Kabelsalat sparen und wie es häufig der Fall bei Altbauten ist, sind freie Steckdosen oftmals sehr rar. Schade finde ich hier jedoch die Kabellängen der mitgelieferten Kabel, diese reichen zwar bei einer FritzBox mit zusätzlichen USB-Port aus, doch müsst ihr wie z. B. ich bei meiner ConnectBox von Unitymedia ohne USB-Port auf eine Stromversorgung via Netzteil zurückgreifen, können die mitgelieferten Kabel von 30 bis 35 cm schnell zu kurz sein.

Sobald die Bridge erfolgreich registriert wurde, leuchten darauf alle Status-LED´s und die App teilt dies einem ebenfalls mit. Anschließend ist diese direkt betriebsbereit. Nun geht es darum das Thermostat mit der Bridge bzw. der App zu registrieren. Dazu hier ebenfalls den am Gehäuse angebrachten QR-Code scannen, sobald man dazu aufgefordert wird. Daraufhin die Abdeckung also den Teil mit der Schraubbefestigung abnehmen und den Blauen mit einem weißen Pfeil versehen Papierzettel entfernen. Anschließend wird die Stromversorgung durch die beiden eingelegten AA-Batterien gewährleistet und man muss den inneren Pairing-Knopf im Heizkörperthermostat für 3 Sekunden betätigen. Ist die Kopplung erfolgreich gelungen, kann die Montage losgehen. 

Dazu muss man zuvor das alte Thermostat entfernen, welches einer in der App auf Wunsch via detaillierter Anleitung gezeigt wird. Bei Haimeier ist es so, dass man das Thermostat auf Stufe 5 dreht und dann die Überwurfmutter am Ende des Thermostats nach links, also gegen den Uhrzeigersinn abdreht. Dies variiert jedoch natürlich je nach Ventilanschluss und erfordert vor dem anbringen der tado° Schraubbefestigung unter Umständen eine zusätzliche Montage von einem der mitgelieferten Adapter. Nun die Ausrichtung des Display so arretieren, dass diese zur „TOP“ Beschriftung zeigt, aufstecken und nach rechts drehen, bis dieses einrastet. Anschließend startet automatisch die Kalibrierung und das Thermostat ist einsatzbereit, sobald man diesem noch einem Raumnamen zur besseren Zuordnung von mehreren Thermostaten vergeben hat.

(Einrichtung & Konfiguration: 4,5 von 5 Punkten)

Funktionsumfang und Bedienung

Die Temperatur des Thermostats, kann man zwar direkt am Gerät selbst regulieren, doch deutlich komfortabler ohne aufstehen und dem zusätzlichen Zugriff auf sämtliche weitere Funktionen erhält man nur über die App oder ein optisch ebenfalls sehr hübsches Web-Interface am Rechner. Egal wofür ihr euch persönlich entscheidet, bekommt man eine ordentlich durchdachte und aufgeräumte Benutzeroberfläche zur Verfügung gestellt.

Direkt nach dem Starten der App befindet man sich auf der Zuhause-Seite. Hier werden einem mehrere einzelne, zum Teil unterschiedlich farbige Kacheln angezeigt. Hat man mehrere Heizkörperthermostate im Haus installiert, werden diese einem allesamt im oberen Bereich dargestellt. Hierbei mit einem über die große Zahl die aktuelle IST-Raumtemperatur angezeigt und die etwas kleinere unter dem Raumnamen, zeigt die eingestellte Soll-Temperatur an. Die Einfärbung der Kacheln hilft hierbei zusätzlich, direkt zu erkennen, welcher Raum wärmer und welche kälter eingestellt wurde. Umso heller die Kachel desto kälter und umso rötlicher, desto wärmer ist ein Raum. Klickt man hier auf eine der Kacheln, dann kann man direkt die Solltemperatur verändern.

Durch die türkisfarbene Kachel mit der Beschriftung „Raumluft-Komfort“ gelangt man in den Frischluftindikator. Hier werden ausführliche Daten über die Außenluft, Raumtemperatur, Luftfeuchtigkeit usw. dargestellt. Sofern ihr den kostenpflichtigen Auto-Assist-Skill gebucht habt, erkennt das Thermostat dank einem verbauten Sensor, einen starken bzw. schnellen Temperaturabfall und dreht die Heizung für 15 Minuten ab. Wer jedoch den Assistent nicht bucht, muss die Regulierung manuell am Thermostat oder in der App vornehmen.

Die blaue Kachel „Geofencing“ zeigt direkt, ob sich die tado° Thermostate im Home-/ oder Away-Modus befinden. Damit man hier sämtliche zur Auswahl stehenden Funktionen nutzen kann, müssen jedoch alle Hausmitbewohner die tado° App auf ihrem Smartphone installiert haben und den Zugriff von euch erhalten, denn es wäre Blöde, wenn ihr das Haus verlassen würde und die Heizung herunter reguliert wird, während eigentlich noch jemand zuhause ist. Das Ganze hat jedoch einen große Haken, welchen nicht jeder bereit ist, einzugehen. Mit den neuen tado° Thermostaten V3+ führte tado° nämlich ein Abo-Modell ein, welches monatlich mit 2,99 € oder alternativ mit 24,99 € im Jahr zu buche schlägt. Ist man nicht bereit, diesen Preis zu bezahlen, erhält man auf dem Smartphone lediglich eine Push-Benachrichtigung, die einen darauf hinweist die Temperatur via App manuell zu reduzieren, um Heizkosten einzusparen.

Zahlt man jedoch den Preis, stellt tado° nicht nur die automatische Absenkung der Raumtemperatur bei geöffnetem Fenster zur Verfügung, sondern viele weitere nützliche Geofencing-Funktionen. So lernt das tado° Thermostat stetig das Verhalten des Nutzers und verändert das automatische Heizverhalten, wenn man z. B. mehrmals zur selben Zeit das Haus an einem bestimmten Tag verlässt bzw. erhöht diese später, wenn man z. B. jeden Mittwoch anstelle von 17:00 Uhr erst um 18:00 Uhr heimkommt. Daher wird hier automatisch der erstellte Heizplan angepasst.  

Des Weiteren regelt tado° die Temperatur je nach Entfernung des Nutzers zum Haus. Ist man nur wenige Meter entfernt beim Metzger oder Bäcker, dann bleibt die Temperatur quasi nahezu unverändert. Verlässt man das Haus jedoch aufgrund einer längeren Reise, wenn man z. B. zur Montagearbeit muss, dann reduziert die App automatisch alle Thermostate auf die von Werk eingestellten 6 Grad. Möchte man jedoch die Away-Temperatur nicht ganz so niedrig haben, kann man diese problemlos erhöhen. Im Internet habe ich gelesen, dass einige Nutzer der tado° Thermostate berichtet haben, dass die Away-Funktion beim Flug von Nachteil sein kann, die Thermostate erkennen aufgrund des Flugmodus nämliche erst beim Landen, dass ihr auf dem Weg nach Hause seid und dann kann es sein, dass man wenn man keinen allzulangend Weg nach Hause hat, die Wohnung bzw. das Haus nicht warm genug ist. Hier sollte man daher bei einem nicht allzulangend Flug die Thermostate bereits vor dem Antritt des Heimflugs manuell via APP hochdrehen. Dann sollte das ganze definitiv kein Problem sein.

Die Standortfreigabe und der Datenschutz ist bei solchen Geräten natürlich wieder ein Streitpunkt. Zum einen haben z. B. einige ältere und auch sehr junge Personen kein Mobiltelefon und können daher nicht als Person, die Daheim ist bzw. das zuhause betritt erkannt werden. Des Weiteren wird der Standort von euch regelmäßig abgerufen, sodass dieser von eurem Smartphone immer wieder an die App bzw. tado° übermittelt wird. Laut Hersteller erfolgt diese jedoch anonym und es wird nur ein Abstand zur Wohnung und nicht euer genauer Standort übermittelt. Dennoch kann hierbei ein anderer Nutzer eurer Thermostate, also ein Familienmitglied nachsehen, ob gerade jemand zuhause ist. Dabei weiß man zwar nicht, wer es ist, aber es hat dennoch eine Art Stalker-Effekt.

In der vorletzten Kachel „Energieeinsparung“ wird euch übersichtlich dargestellt, wie euch die App unterstützt hat und wie viel Energie ihr dabei gespart habt. Die letzte Kachel in dunklem türkis, dient dem Reparaturservice, falls ihr direkt über die App eine Reparatur oder einen Wartungsservice für eure heimische Heizung buchen möchtet, könnt ihr das direkt darüber tun.

Im zweiten Reiter „Einstellungen“ werden sämtliche Einstellungen vorgenommen, die Fenster-Offen-Erkennung, ortsabhängige Steuerung, der intelligente Zeitplan uvm., alles lässt sich hier verändern bzw. einsehen. Letzteres, also den intelligenten Zeitplan, solltet ihr unbedingt nutzen, denn damit lässt sich der tägliche Heizplan sehr einfach und übersichtlich einstellen. Morgens im Bad während des fertig machen 22 Grad, mittags nur 20 Grad, abends wieder 22 Grad, bis ihr schlafen geht, wodurch die Thermostate auf 17 Grad abgesenkt werden, alles kein Problem. Alles ist sehr schnell programmiert und passt sich automatisch an, sobald eine regelmäßige Veränderung festgestellt wurde.  

Bei den tado° Heizthermostaten wird die Temperatur direkt ab Thermostat gemessen, was unter Umständen für Nachteile sorgen kann. So ist nämlich der Temperaturfühler relativ nah am Heizkörper, was bei mir z. B. dafür sorgte, dass mir trotzt extern gemessenere Raumtemperatur von 22 Grad, 26 Grad angezeigt wurde. Befindet sich das Thermostat zudem z. B. hinter einer Couch, kann der gemessen Wert ebenfalls durch die anstauende Wärme verfälscht werden. Hierfür steht in der App eine Offseteinstellung zur Verfügung, die es ermöglicht, den Wert zu verändern. Zeigt z. B. des tado° Thermostat 26 Grad an, aber im Raum sind es nur 22 Grad, dann solltet ihr den Wert – 4 Grad einstellen.

(Funktionsumfang und Bedienung: 4,5 von 5 Punkten)

Reichweite und Sicherheit

Die Reichweite der einzelnen Thermostate zur Bridge ist sehr gut. Selbst über mehrer Stockwerke funktionierte die Steuerung sehr schnell und präzise. Bezüglich Sicherheit verspricht tado° einen hohen Sicherheitsstandard. Die einzelnen Geräte (Thermostate) funken nach dem 6LoWPAN-Protokoll auf einem 868-MHz-Band, was energiesparend sein soll. Die Verbindung der Bridge über den Server wiederum erfolgt verschlüsselt via TSL 1.2. Somit sollte das System weitergehen sicher ausgelegt sein, sofern sich tado° hier keine groben Fehler bei der Programmierung erlaubt hat. 

Nachdem ihr die Geräte mit einem Account registriert wurden, können diese nicht mehr so einfach zurückgesetzt und eventuell verkauft werden. Dies dient dem zusätzlichen Schutz, sodass diese nicht einfach von fremden Personen übernommen werden können. Wollt ihr euch jedoch von euren tado° Geräten trennen, müsst ihr euch an den Service von tado° wenden, damit diese die einzelnen Komponenten wieder freigeben, sodass diese wieder frei zum Koppeln sind.

(Reichweite und Sicherheit: 4 von 5 Punkten)

TEIL 3

bestehend aus „Preis/Leistung“ entspricht 10% der Gesamtwertung

Beschreibung

Die neue Generation der smarten Heizkörperthermostate von tado° überzeugen mit ihrem schönen Design und einer hervorragenden Verarbeitung. Das Display ist sehr gut ablesbar und die App ist ebenfalls sehr übersichtlich und durchdacht aufgebaut. Wer jedoch den vollen von tado° geworbenen Funktionsumfang nutzen möchte, muss mit weiteren Folgekosten rechnen. Dies ist etwas ärgerlich, denn bei den älteren Generationen den tado° Heizthermostate, waren diese Funktionen zum Teil noch inklusive.

Preis/Leistung

Mit einer UVP von 129,99€ ist das Smarte Heizkörper-Thermostat Starter Kit V3+, welches eine Bridge beinhaltet nicht gerade günstig. Jedes weitere Thermostat schlägt mit knapp über 50€ zu buche, daher wird es wie bei vielen anderen Herstellern schnell sehr teuer, wenn man alle Heizkörper umrüsten möchte. Vom Funktionsumfang und dem Design ist tado° eines der besten Unternehmen, doch da hier für alle Funktionen zusätzliche Kosten anfallen, ist dies eher etwas abschreckend. Zudem ist es hier wie bei vielen anderen mit einem Hersteller-Server gekoppelten Geräten der Fall, dass wenn diese pleite gehen sollte, die Geräte im schlimmsten Fall wertlos werden. Bzw. der Komfort mit der Steuerung von unterwegs verloren gehen kann. Dies sollte man sich daher auf jeden Fall im Hinterkopf behalten.

tado° smartes Heizkörper-Thermostat Starter Kit V3+

Zum Angebot bei

testr Gesamtwertung

unter Berücksichtigung aller Teilwertungen

 Wir bedanken uns beim Hersteller für die Bereitstellung des Produktes. Zu unseren Grundsätzen

Link zum Hersteller: tado.com/de

1More Piston Fit (E1028BT)

In diesem testr LITE Bericht möchte ich euch etwas neues von 1More vorstellen, denn das Unternehmen ist ja durchaus bekannt für Audio-Produkte, die eine sehr gute Ausstattung zu sehr interessanten Preisen bieten. Hierbei handelt es sich um den neuen 1More Piston Fit (E1028BT), der für unter 40€ mit Bluetooth 5, Aluminiumgehäuse und vielen weiteren Ausstattungsmerkmalen Punkten kann.

1More Piston Fit BT

Zum Angebot bei

Weiterlesen

Audio-Technica ATH-CKS5TW

In aller Kürze

Passend zur IFA 2019 hatte Audio-Technica neue True Wireless In-Ear Kopfhörer im Gepäck. Ein paar davon waren die neuen Audio-Technica ATH-CKS5TW, die vom Formfaktor etwas den ATH-CKR7TW ähneln. Überragend ist bei diesem neuen Modelle das Energiemanagement, den Audio-Technica gelingt es hier, eine überragende Akkulaufzeit von bis zu 15 Stunden zu erreichen. Des Weitern ist der Akku sowohl von den In-Ears, als auch vom Ladecase schnell aufgeladen und die Sprachverständlichkeit ist ebenfalls top. Die klangliche Abstimmung geht jedoch etwas in die Bass-Betonung, wodurch sich die True Wireless In-Ears weniger als Allrounder auszeichnen, sondern vielmehr zur Wiedergabe von elektronischer Musik und alles anderen Genres, die von einem kräftigeren Bass profitieren. Die Bedienung via Tasten ist ok, doch hierbei muss man darauf achten, dass man sich dadurch die In-Ear nicht versehentlich aus den Ohren drückt. 

Gefällt uns

  • 15h Akkulaufzeit
  • Schnellladefähig
  • geringes Gewicht (ca. 8 g pro In-Ear)
  • AAC und aptX-Codec
  • USB-Typ-C

Gefällt uns weniger

  • klobiges Gehäuse
  • Update-Prozess umständlich
  • Keine EQ-Einstellungen
  • App bietet wenige Funktionen
Audio-Technica ATH-CKS5TW

Zum Angebot bei

TEIL 1

Bestehend aus „Verpackung/Design/Verarbeitung“ entspricht 25% der Gesamtwertung

Verpackung

Audio-Technica liefert die neuste Generation True Wireless In-Ears weiterhin in einer weißen stabilen Verpackung aus. Die das Unternehmen mit vielen Informationen über das darin befindliche Produkt bedruckt hat. Der Formfaktor der Verpackung ist jedoch in diesem Fall bei den neuen Audio-Technica ATH-CKS5TW etwas kleiner geworden und somit nun in einer schmalen rechteckigen Form gestaltet. 

Auf der Oberseite des Verpackungsdeckels werden groß die beiden True-Wireless Ohrhörer von zwei unterschiedlichen Seiten dargestellt. Des Weiteren prangen hier darüber, wie bei den bisherigen Produktverpackungen, das Audio-Technica Firmenlogo sowie die Produktbezeichnung der True Wireless Ohrhörer. In der untern linken Ecke wird zudem noch auf die Akkulaufzeit von bis zu 15 h mit einer vollen Aufladung hingewiesen.

Die Linke Seite der Verpackung zeigt einem die fürs Unternehmen wichtigsten Merkmale des ATH-CKS5TW mit Symbolen und Textform. Zu diesen gehören unter anderem die 10 mm verbauten Treiber, die Akkulaufzeit von 15 h (Gesamt mit Case bis zu 45 h), die integrierten Mikrofone und die Steuerung der Musik direkt über die In-Ears. 

Die rechte Seite widmet sich dem Lieferumfang, der hier in Form von kleinen Skizzen und Beschreibungen dargestellt wird. Außerdem wird hier mit dem Qualcomm aptX Audio Codec geworben und natürlich darf auch hier die Bezeichnung der In-Ear nicht fehlen. Zu guter Letzt hält auch die Rückseite zahlreiche Informationen über die neuen True Wireless In-Ear Kopfhörer bereit. Hier hat Audio-Technica eine kleine Abbildung der Ohrhörer abgebildet, die hierbei im offenen Ladecase eingesetzt sind. Des Weiteren werden in insgesamt vier Sprachen die Besonderheiten der neuen Ohrhörer beschrieben und im Abschnitt darunter ist eine Tabelle aufgelistet, die ebenfalls ein paar technische Daten der In-Ear verrät.

Hebt man den Deckel von der Verpackungsunterseite ab, dann erblickt man direkt das längliche Ladecase der Audio-Technica ATH-CKS5TW. Dieses befindet sich hier in einem simple schwarzen Polystyrol (PS) Einsatz. Der seinen Zeck aber vollkommen erfüllt. Entfernt man den Einsatz inkl. dem Case, in dem sich übrigens die In-Ear Kopfhörer befinde, ist darunter noch das restliche Zubehör verstaut. Dabei handelt es sich um ein kurzes USB-A auf USB-Typ-C Ladekabel, ein Einsatz in dem die verschiedenen Eartips und Silikon-Ringe verstaut sind und die üblichen Beschreibungen (Kurzanleitung usw.)

(Verpackung: 3,5 von 5 Punkten)

Design

Mit den ATH-CKS5TW, hat Audio-Technica das dritte Paar True Wireless In-Ear Ohrhörer auf den Markt gebracht. Diese ähneln vom Design etwas den von mir bereits getesteten ATH-CKR7TW, denn beide habe eine etwas größere Bauform.

Audio-Technica setzt zwar weiterhin auf eine Tastenbedienung und auf sogenannte Silikon-Ringe mit Schlaufe, damit ein sicher halt geboten wird, doch gegenüber den ATH-CKR7TW hat sich ein wichtiger Faktor verändert, und zwar die Akkulaufzeit. Diese wurde nun auf stolze 15 h ohne Aufladen erhöht, was soweit mir bekannt, aktuell die beste Akkulaufzeit sämtlicher auf dem Markt erhältlichen True Wireless In-Ear Ohrhörer ist.

In-Ear

Die Audio-Technica ATH-CKS5TW In-Ears sind mit jeweils 8 g zwar nicht die leichtesten True Wireless In-Ohrhörer, aber keineswegs als schwer zu bezeichnen. Dennoch muss ich klar sagen, dass diese aufgrund ihrer Bauweise etwas größer ausfallen und somit auch deutlicher aus den Ohren hervorstehen. Das Kunststoffgehäuse wurde komplett aus mattem Kunststoff gefertigt, lediglich der Ring um das Audio-Technica Logo an der Außenseite, wurde zur optischen Hervorhebung in einem leicht Metallic-Look ausgeführt.

  Wie bereits erwähnt, ähneln die ATH-CKS5TW aufgrund ihrer klobigeren Bauweise etwas den ATH-CKR7TW. Daher ist es auch hier so, dass der Aufbau hinterm Ohrkanal, in dem sich die komplette Technik befindet (Akku, Treiber, Mikrofone usw.) etwas länger ausfällt. Dies führt dazu, dass die In-Ears etwas mehr aus dem Ohrkanal hervorstehen wie manch andere. Dieser rundliche Gehäuseaufbau, der nach dem Einsetzen, aus dem Ohr heraussteht, hat jedoch auch ein Vorteil. So bietet das größere Gehäuse deutlich mehr Platz für den Akku, wodurch dieser mit bis zu 15 h erstaunlich lange durchhält.

Das Gehäuse wurde aus insgesamt vier Einzelteile gefertigt. Der innere Teil, der später im Ohr sitzt, ist abgestuft und umfasst nicht nur den Ohrkanal, indem der Treiber sitz, sondern auch den Bereich, an dem der Sport-Einsatz befestigt wird. Dieser Teil verläuft nahezu übergangslos in den äußeren Teil, der nicht nur die Ladekontakte beinhaltet, über den die Ohrhörer im Ladecase wieder aufgeladen werden, sondern auch jeweils eine Multifunktionstaste inkl. Status-LED und je ein Mikrofon. Das Mikrofon ist nach dem Einsetzen ins Ohr, zur Richtung des Mundes gerichtet, sodass eine bestmögliche Verständlichkeit gewährleistet werden soll. Das äußere Gehäuse ist nicht komplett rund gehalten, sondern verläuft an einem Abschnitt spitz zu. Dies ist nicht ohne Grund so, denn dadurch hat Audio-Technica für eine gerade Fläche gesorgt, sodass hier die Ladepins des Ladecase, eine sichere Kontaktfläche zu den Kontakten an den Ohrhörer haben. Zu guter Letzt zeigt die Außenseite der ATH-CKS5TW ein Audio-Technica Logo, welches zur hervorheben des Designs von einem abgeschrägten Ring umgeben ist, der ein leichten metallic Look vorweist. 

Durch die klobigere Bauweise der In-Ear Kopfhörer werden diese zumindest mit den sogenannte Ear-Hook durch leichtes Eindrehen in das Ohr eingesetzt. Dadurch halten die Audio-Technica ATH-CKS5TW deutlich besser, als wenn man diese ohne sogenannte Ear-Hook, also nur mit dem Silikonring ins Ohr einsetzt. Neben den bereits von Werk aus montieren Eartips in der Größe M, liefert Audio-Technica noch drei weitere Paar in den Größen XS; S und L mit, sodass man die In-Ear möglichst perfekt dem eigenen Ohrkanal anpassen kann.

Audio Teschnica bietet die ATH-CKS5TW nur in ein er Farbe an, nämlich den von mir Getesteten schwarz. Dieses Schwarz entspricht jedoch eher einem dunkleren Mokka Farbton. Bei den ATH-CKS5TW von Audio-Technica, ist es wie häufig der Fall, dass nur einer der Ohrhörer ein Bluetooth Chip verbaut hat. Bei diesem Modell ist es der rechte In-Ear, der somit die Verbindung mit eurem Smartphone als Master eingeht. Der linke wiederum, baut mit diesem via NFMI (Near Field Magnetic Induktion) eine Verbindung auf und empfängt darüber die Daten vom rechten Ohrhörer mit einer möglichst geringen Verzögerung, die man nicht wahrnehmen kann. Da daher nur der rechte In-Ear als Master arbeitet, kann man nur diesen im Monobetrieb nutzen. Der Linke wiederum kann nicht alleine genutzt werden, sondern nur, wenn auch der rechte verwendet wird. 

Ladecase

Das Ladecase der ATH-CKS5TW wurde aus demselben mattierten Mokka-farbenen Kunststoff, wie die In-Ear Kopfhörer hergestellt. Das Case fällt mit 92 x 37 x 35 mm (L x T x H) zwar nicht so kompakt wie z. B. das der Apple AirPods aus, doch aufgrund dessen, dass die Ohrhörer etwas klobiger ausfallen, muss natürlich auch das Ladecase etwas größer bzw. in diesem Fall länger sein. Außerdem fällt das Ladecase zusammen mit den beiden eingesetzten True Wireless In-Ears mit knapp 73 Gramm nicht sonderlich ins Gewicht, wenn diese z. B. im Handgepäck verstaut werden. 

Insgesamt macht das Case einen sehr guten Eindruck und überzeugt mit einem schlichten Design. Die beiden In-Ears werden seitlich mit den goldenen Kontakten nach unten in das Case eingelegt. Damit diese sicher an beim Laden an ihrer Position gehalten werden, hat Audio-Technica darin Magnete verbaut, die diese automatisch fixieren. 

Den Deckel des Ladecase ziert lediglich ein dezentes, ca. 1 mm tief eingelassenes Audio-Technica Logo. An der Vorderseite befindet sich eine großzügige, breit verlaufende Griffmulde, mit der das Ladecase, welches durch einen Magnetverschluss gehalten wird, leichter geöffnet werden kann. Zudem sind an der linken unteren Ecke drei kleine LED´s eingelassen, welche über den Ladezustand des Cases informiert. Jede der LED´s steht hier für 25 % Akkuladung, sodass z. B. wenn alles drei LED´s leuchten, der Akku zu 75 % aufladen ist und 100 % erreicht wurde, wenn alles LED´s aus sind. Zu guter Letzt versteckt sich auf der Rückseite im unteren Abschnitt noch ein moderner USB-C-Ladeanschluss, über den das Ladecase schnell wieder aufgeladen werden kann, sobald dieses leer sein sollte.

(Design: 4 von 5 Punkten)

Verarbeitung

Bei der Verarbeitung liefert Audio-Technica die gewohnte hochwertige Arbeit ab. Sowohl das Gehäuse der True Wireless In-Ear, als auch das des zugehörigen Ladecase, konnten mich hierbei überzeugen. Denn die Übergänge der verschieden Bauteile, fließen nahezu nahtlos einender über, sodass man hier keinerlei störende Kanten spüren kann.

Das Gewicht der einzelnen In-Ears ist angenehm leicht, sodass man diese, selbst nach längeren Tragen nicht, als störend empfindet. Damit die Ohrhörer bei mir jedoch auch bei Bewegungen gut in den Ohren halten, musste ich die von Werk angebrachten Halteschlaufen montiert lassen. Denn mit den einfach Silikonringe, die alternativ angebracht werden könne, hatte ich einfach nicht das sichere Gefühl, was den halt angeht. 

Das Transportcase besteht wie für Audio-Techncia üblich, aus matten Kunststoff. Somit kann es leicht vorkommen, dass diese in der Handtasche einer Frau, durch den Schlüssel leicht verkratzt werden kann. Daher solltet ihr das Case, wenn ihr es zusammen mit anderen (scharfen) Gegenständen in einer Tasche (Hosentasche) verstaut lieber separat verstauen. Ansonsten kann mich das Case auch aufgrund des USB-Typ-C Ladenschluss zufriedenstellen, denn damit hat nun Audio-Technica auf den modernen Anschluss umgestellt. 

(Verarbeitung: 4 von 5 Punkten)

TEIL 2

bestehend aus „Funktion des Produktes“ entspricht 65% der Gesamtwertung

Tragekomfort

Die Audio-Technica ATH-CKS5TW gehören aufgrund ihrer große zu der Sorte True Wireless In-Ear Ohrhörer, die in euren Ohren definitiv auffallen werden. Dies liegt wie bereits erwähnt daran, da diese weiter aus dem Ohr herausstehen wie einige anderen Modelle. Manch einer bezeichnet diesen Fall dann als Schrek-Ohren, was hier auch der Fall ist. Ohne die Ear-Hook halten die ATH-CKS5TW ganz gut, doch da ich gerne mal auch sportlicher unterwegs bin, habe ich die Ear-Hooks immer benutz, da diese sich beim Tragekomfort sowieso nicht negativ auswirken.  

Der Tragekomfort ist nach dem Einsetzen in den Ohrkanal absolut angenehm, sodass ich selbst nach mehrer Stunden am Stück Musikhören, keinen unangenehmen Druck oder Ähnliches gespürt habe. Durch die insgesamt vier verschiednen Größen an Eartips, ist es möglich, die Ohrhörer individuell eurem eigenen Gehörgang anzupassen, sodass zusammen mit der Ear-Hook Schlaufe ein sicherer halt erreicht werden sollte. Ist dies nicht der Fall, dann solltet ihr eventuell zu Comply Foam Tips greifen, dabei sollten diese einen Innendurchmesser von 4-5 bis 5 mm haben. Der Vorteil solcher sogenannter Memory-Foam Eeartips ist, dass diese sich perfekter eurem Ohrkanal anpassen, wodurch ein besserer Halt und Umgebungsgeräusche Isolierung erreicht wird. Nachteil solcher Eartips ist wiederum, dass diese nicht so lange halten und daher meistens schnell kaputt gehen.

Bei den Audio-Technica ATH-CKS5TW handelt es sich weniger um True Wireless In-Ear Ohrhörer, die für den sportlichen Einsatz gemacht wurde. Dafür stehen diese einfach etwas zum weit aus den Ohren hervor und bei ganz schnellen und Hecktischen Bewegungen kann es daher kurzzeitig dazukommen, dass man einen der Ohrhörer nachjustieren muss. Ein so Bombenfesten halt wie die ATH-SPORT7TW bieten die ATH-CKS5TW daher keinesfalls, aber es ist jetzt auch nicht so, dass man ständig Angst haben muss, dass einer der Ohrhörer beim Normalen bewegen in der Stadt usw. herausfallen kann.

(Tragekomfort: 4 von 5 Punkten)

Bedienung

Beide In-Ears hat Audio-Technica wie bereits angedeutet mit länglichen Bedientasten versehen. Diese führen an jeder Seite verschiedene Funktionen aus, abhängig davon, wie oft man die jeweilige Taste betätigt. 

Bei der Entnahme aus dem Case, werden die True Wireless In-Ear Ohrhörer wie üblich automatisch eingeschaltet und legt man diese wieder ein, dann werden diese abgeschaltet. Dies ist die komfortablere und einfachste Methode, jedoch kann man diese auch, falls diese nicht im Ladecase wären, durch die Tasten einschalten. Dazu betätigt man die beiden Tasten für 2 Sekunden, um die Ohrhörer einzuschalten, und sobald man diese abschalten möchte, drückt man an beiden dieselbe Taste für 4 Sekunden.

Beim rechten In-Ear ist die sogenannte Multifunktionstaste integriert, welche je nachdem wie häufig man diese drückt, verschiedene Befehle ausführt werden. Drückt man die Taste z.B einmalig, dann wird die Musik direkt gestartet und ein erneutes Betätigen setzt diese wieder am gestoppten Punkt fort. Drückt man die Taste wiederum während eines eingehenden Anrufs, kann man diesen annehmen und später ebenso bequem darüber beenden. Leider kann man über die In-Ear weder eingehen Anrufe ablehnen, noch auf den Sprachassistenten des Smartphones zugreifen. Doch diese Funktionen nutze ich sowieso kaum via Kopfhörer, daher finde ich dies nicht wirklich schlimm. Dafür kann man wiederum direkt über die Taste beim zweimal hintereinander betätigen einen Titel vorspringen und bei Dreimaligen betätigen einen Titel zurück springen. Kommen wir zur linken Taste, bei der es sich um die Lautstärke-Taste handelt. Durch einmaliges Drücken erhöht man die Lautstärke und zweimaliges Betätigen, senkt man diese wieder ab.

Die Bedienung ist meiner Meinung nach soweit absolut logisch und durchdacht aufgebaut, sodass man sich nach kurzer Zeit an das Bedienungskonzept gewöhnen sollte. Audio-Technica hat hier an alle Funktionen gedacht, die man dazu benötigt, um die Musik zu steuern, ohne dass man das Smartphone aus der Hosentasche nehmen muss. Dadurch das man die Tasten seitliche angeordnet hat, ist Audio-Technica dem Problem, welches viele anderen True Wireless Ohrhörer haben aus dem Weg gegangen. Bei diesem Modell drückt man sich nämlich durch Betätigen der Knöpfe nicht tiefer in den Ohrkanal, was für mich soweit ein absoluter Pluspunkt ist.

(Bedienung: 4 von 5 Punkten)

Klang

Nun kommen wir zu einem, bzw. wenn nicht sogar dem wichtigsten Thema von Kopfhörer, dem Klang. Hier setzt Audio-Technica je Seite, auf einen 10 mm großen dynamischen Treiber, welche einen umfangreichen Frequenzgang von 5 Hz bis 40 kHz erzeugen und eine Empfindlichkeit von 110 Dezibel vorweisen können. Beim Bluetooth setzt man auf die aktuelle Version 5.0 welche die Bluetooth-Profile: A2DP, AVRCP, ASP und AFP unterstütz und außerdem werden für hochwertigen Klang sowohl der Audio-Codec AAC (für Apple-Devices), als auch aptX (für Android-Geräte) unterstützt.   

So viel zu den technischen Daten, doch wie klingen die neuen True Wireless In-Ear Ohrhörer aus dem Hause Audio-Technica jetzt? Dies kann ich in zwei Sätzen kurz zusammenfassen, die ATH-CKS5TW klingen im Vergleich zu den ATH-CKR7TW deutlich wärmer abgestimmt. Wo die 7-er noch mit einer Mittelbetonung daher kamen, bieten die neuen ATH-CKS5TW deutlich mehr Bass.

Der Bassbereich der ATH-CKS5TW ist sehr knackig. Beim Training z. B. sorgt die richtige Musikwahl für einen ordentlichen Motivationsschub, da die Bässe mich mit einem sehr guten Tiefgang und kräftig zupackenden Bässen absolut fesseln konnten. Die Mitten sind ebenfalls präsent, gehen jedoch gegenüber den deutlich kräftigeren Tiefen etwas unter. Dasselbe trieft auch auf die Höhen zu, die zwar etwas verhangen klingen, aber aufgrund dessen, nicht so schrill wie bei manchen anderen Ohrhörern sind, bei denen ich dann nach einer weile die Ohrhörer aus den Ohren nehmen musste, das diese mir zu anstrengen waren. Was mir etwas negativ aufgefallen ist, war das kurze Surren, wenn man die Musik pausiert. Dieses hört jedoch nach kurzer Zeit auf und verschwindet bei normaler Musikwiedergabe komplett. 

Gegenüber den ersten True Wireless Modellen, also z. B. dem ATH-CKR7TW hat Audio-Technica beim hier getesteten ATH-CKS5TW nochmals beim Mikrofon nachgebessert. Hier wurde nämlich nicht nur die Empfindlichkeit etwas verbessert, sondern auch die Ausrichtung, sodass hier eine sehr gute Sprachverständlichkeit bei Telefonaten erreicht wurde. Was die Latenz angeht, bin ich mit den ATH-CKS5TW ebenfalls sehr zufrieden. Hier stimmt die Wiedergabe des Tons ziemlich exakt mit dem wiedergegebenen Filme/Video überein, sodass man die In-Ears problemlos fürs Filme ansehen nutzen kann. 

(Klang: 4 von 5 Punkten)

Ausstattung

Akku & Ladecase

Die Akkulaufzeit der ATH-CKS5TW ist mit bis zu 15 Stunden für True Wireless In-Ear Ohrhörer außergewöhnlich lange. Damit übertrifft Audio-Technica zahlreiche Konkurrenzprodukte, was für ein sehr gutes Alleinstellungsmerkmal sorgt. Schließlich nehmen aktuell sicherlich einige unter euch Abstand von sogenannten True Wireless Kopfhörern, da diese oftmals eine fortlaufende Laufzeit von max. 6 Stunden oder sogar weniger bieten. 

Aufgrund unterschiedlicher Nutzerverhalten (Lautstärke usw.) variiert die Laufzeit der In-Ear Ohrhörer natürlich. Zusammengerechnet kam ich jedoch dennoch ungefähr auf die angegeben 15 Stunden. Sollte der Akku der beiden In-Ears leer sein, kann man bzw. sollte man diese in das Lade-Case einsetzen. Legt man beide oder bei Bedarf auch nur einen der Ohrhörer in das Case hinein und schließt dieses, werden diese automatisch aufgeladen. Das Case bietet bei vollem Akku die Möglichkeit, die ATH-CKS5TW weitere zweimal voll aufzuladen. Somit bieten die True-Wireless Ohrhörer von Audio-Technica, vollgeladen in Kombination, des voll aufgeladenen Case eine maximale Laufzeit von bis zu 45 h.

Ebenso wichtig wie eine lange Akkulaufzeit, ist natürlich auch eine möglichst kurze Ladezeit der In-Ears und des Lade-Cases. Das Case wird via modernen USB-Typ-C Anschluss aufgeladen und nimmt knapp 3,5 Stunden in Anspruch. Sind wiederum die Akkus der Ohrhörer leer, sollten diese für eine komplette Ladung bis zu 2h im Case verbleiben. Audio-Technica hat jedoch eine Schnellladefunktion integriert, sodass der Akku der Ohrhörer bereits nach knapp einer Stunde auf 75 % aufgeladen ist.

Bluetooth & Signalqualität

Die Einrichtung bzw. des erste koppeln der ATH-CKS5TW True-Wireless In-Ears via Bluetooth-Verbindung ist genauso einfach, wie mit jedem anderen Bluetooth-Kopfhörer. Sobald man die beiden Ohrstöpsel aus dem Case genommen hat, blinkt an beiden In-Ears die Status-LED permanent auf. Dies bedeutet, dass dieser sich im Pairing-Modus befindet und man nun in den Bluetooth-Einstellungen am Smartphone das Gerät mit der Bezeichnung „ATH-CKS5TW“ suchen sollte. Anschließen koppelt sich das Smartphone mit dem rechten Ohrhörer.  

Anschließend ist es nicht erforderlich, das Smartphone auch noch mit dem linken Ohrhörer zu koppeln, denn dieser baut automatisch eine Verbindung mit dem rechten (Master) auf. Dies liegt daran, dass auch hier, wie bei den meisten anderen True-Wireless In-Ears der Empfänger des Audio-Signals im rechten Ohrhörer verbaut ist. Dieser leitet anschließend das empfangene Audio-Signal mit möglichst geringster Zeitverzögerung an den linken In-Ear weiter. 

Bei Bluetooth-Verbindung setzt Audio-Technica auf die Version 5.0. Dadurch ist eine deutliche Steigerung der Reichweite möglich, sodass ich selbst indoor, mit mehreren massiven Wänden, eine stabile Reichweite von ca. 17- 18 Metern erreichen konnte. Im Außeneinsatz war die Reichweite selbst noch nach 30 Metern stabil, wobei sich kaum jemand so weit von seinem Smartphone entfernen wird. 

(Ausstattung: 3,5 von 5 Punkten)

App

Für sämtliche neue Kopfhörer bietet Audio-Technica schon seit einiger Zeit eine eigene App Namens „A-T Connect“ an. Diese App steht sowohl für iOS-Devices, als auch Android-Geräte kostenlos zum Download im jeweiligen AppStore bereit.

Audio-Technica | Connect
Preis: Kostenlos
Audio-Technica | Connect
Preis: Kostenlos

Startet man die App, landet man, sofern die ATH-CKS5TW mit dem Smartphone verbunden sind, auf der Startseite. Auf dieser Startseite wird einem der In-Ear Ohrhörer angezeigt und zudem kann man direkt darunter per Schieberegler direkt aus der App, die Lautstärke ändern und den Titel der gerade wiedergegeben wird einsehen. Jedoch muss man dazu nicht zwingend in die App gehen, denn man kann den aktuellen Titel auch in der Musik App ändern, wie z. B. bei mir via Apple Music oder über die Tasten an den In-Ears.

Im Zentrum der Startseite wird unterhalb des Bildes der Ohrhörer, der aktuelle Akkustand in Prozent angezeigt und direkt daneben wird bei aktiver Musikwiedergabe, der aktuell verwendete Audio-Codec, in meinem Fall AAC, angezeigt. Berührt man das Bild oder den Pfeil, der darin nach rechts zeigt, gelangt man in das Einstellungsmenü der In-Ears. Hier kann man unter anderem, die Verbindung trennen, den Audio-Codec von automatisch auf manuell ändern, die Tastenzuweisungen von „Muster A“ auf „Muster B“ ändern, sowie die Kurzanleitung einsehen.  

Über die drei horizontalen Striche auf der Startseite im linken oberen Rand, gelangt man in ein weiteres Untermenü. Hier kann man praktischerweise den letzten Standort der True-Wireless Ohrhörer abrufen, sofern man z. B. einen davon verloren hat. Um diese Funktion nutzen zu können ist es jedoch erforderlich, dass ihr der App den Zugriff auf eure GPS-Daten gebt. Zu guter Letzt kann man hier noch die Bedienungsanleitung und die aktuelle Firmware Version usw. einsehen.

Was ich in der App wie bereits bei den Vorgängermodellen vermisse, ist eine separat einzelne Anzeige des Akkustands der beiden Ohrhörer. Schließlich geht im Normalfall der Akku des Masters, also des rechten Ohrhörers schneller leer, als der linke. Zudem wäre es praktisch, wenn einem hier zudem noch der Akkustand es Ladecase angezeigt wird. So würde man vor der Reise gleich wissen, ob man das Case noch davor laden muss oder nicht. Des Weiteren wäre es für manche sicherlich eine tolle Funktion, wenn man per Equalizer eigene Klangeinstellungen vornehmen könnte. 

Als ich die In-Ears erhalten habe, stand direkt ein Firmware-Update zur Verfügung. Dieses zu installieren gestaltet sich jedoch komischerweise umständlicher als bei den ATH-CKR7TW und den ATH-SPORT7TW. Hier muss man nämlich jeden der beiden Ohrhörer separat updaten, was zudem etwas länger dauert. Bei den Vorgänger In-Ears ging das Ganze deutlich einfacher, indem man beide Ohrhörer im Case gelassen hat, bis das Update installiert war.

(App: 3,5 von 5 Punkten)

TEIL 3

bestehend aus „Preis/Leistung“ entspricht 10% der Gesamtwertung

Beschreibung

Die Audio-Technica ATH-CKS5TW können in einigen Punkten souverän überzeugen. Dazu zählt die sehr gute Sprachverständlichkeit, die sehr lange Akkulaufzeit inkl. Schnellladefunktion und die gute Latenz gegenüber der 1. Generation True Wireless In-Ears aus dem Hause Audio-Technica. Dafür fallen die Ohrhörer jedoch relativ groß aus und können vom Klang nicht bei allen Genres überzeugen. Hier haben nämlich vorrangig diejenigen ihren Spaß, die auf Musik mit einem höheren Bassanteil stehen. Als neutral klingende In-Ear Ohrhörer kann man dieses Modell daher definitiv nicht bezeichnen.

Preis/Leistung

Die UVP des ATH-CKS5TW von 159€ ist deutlich günstiger als bei den Vorgängern, aber immer noch kein Schnäppchen. Klar bekommt man hier die aktuell bestehen True Wireless In-Ear´s im Bezug auf die Akkulaufzeit am Stück und auch von der Sprachverständlichkeit. Doch beim Klang sind diese zwar gut, aber keineswegs perfekt. Dadurch hat es Audio-Technica nicht leicht sich mit den ATH-CKS5TW gegen die Konkurrenz durchzusetzen, da diese mittlerweile mit neuen Funktionen wie einem Transparentsmodus oder sogar ANC Punkten kann.

Die Audio-Technica ATH-CKS5TW würde ich für diejenigen empfehlen, denen es zum einen nichts ausmacht, dass die Ohrhörer etwas größer sind und somit mehr aus dem Ohr herausstehen. Zudem muss man sich im Klaren sein, dass der Klang wärmer abgestimmt ist, was soweit ich mich im Freundeskreis umgehört habe, bei vielen auch bevorzugt ist. Hier ist es scheinbar immer noch so, dass es ordentlich Fetzen muss, was man mit den ATH-CKS5TW auf jeden Fall geboten bekommt. Gehört ihr jedoch nicht zu dieser Gruppe, der genau diese Faktoren gefallen, dann sind die In-Ears wahrscheinlich eher nichts für euch.

Audio-Technica ATH-CKS5TW

Zum Angebot bei

testr Gesamtwertung

unter Berücksichtigung aller Teilwertungen

 Wir bedanken uns beim Hersteller für die Bereitstellung des Produktes. Zu unseren Grundsätzen

Link zum Hersteller: eu.audio-technica.com

Huawei Watch GT2

In aller Kürze

Mit der neuen Huawei Watch GT2 hat das Unternehmen Huawei im vergangenen Jahr die 2. Generation der Watch GT Smartwatch vorgestellt. Diese bietet ein sehr edles Design und eine überraschend gute Akkulaufzeit. Außerdem läuft das System angenehm flüssig und das OLED-Display zeigt alles sehr knackig mit guten Schwarzwerten an. Diese Angaben hören sich soweit allesamt gut an, sodass man meinen könnte, es wäre aktuell die beste Smartwatch auf dem Markt. Jedoch macht dem Ganzen ein wichtiger Faktor einen Strich durch die Rechnung, und zwar das Betriebssystem. An Bord ist nämlich kein Android, sondern ein eigenes System (LITE OS), dass keinen AppStore besitzt. Somit kann man hier nur die Apps nutzen, die Huawei vorinstalliert hat. Wer dennoch auf einige smarte Funktionen der Mitbewerber und einen fehlenden AppStore verzichten kann, der sollte einen Blick auf die Uhr werfen, denn ansonsten bietet diese ein rundum gutes Paket.

Gefällt uns

  • hervorragende Akkulaufzeit
  • scharfes AMOLED-Display
  • flüssiges Betriebssystem
  • schönes Design
  • gute Verarbeitung

Gefällt uns weniger

  • kein NFC und WLAN
  • kein AppStore verfügbar

Huawei Watch GT2

Zum Angebot bei

TEIL 1

Bestehend aus „Verpackung/Design/Verarbeitung“ entspricht 25% der Gesamtwertung

Verpackung

Die Verpackung in der euch die Huawei Watch GT2 zugeliefert wird, ist insgesamt eher schlicht und somit minimalistisch gehalten. Somit kommt diese in einer kompakten, quadratischen, komplett in Schwarz gehalten Verpackung bei euch an. Viele Informationen zur Smartwatch gibt es an den Außenseiten nicht, denn hier hat Huawei lediglich die Ober- und Unterseite mit einigen wenigen Infos versehen.

Auf der Oberseite ist lediglich die Uhr, welche ihr euch aus den verschiedenen Modellen ausgewählt habt abgebildet. Außerdem steht hier noch das Herstellerlogo sowie der Name der Smartwatch „ Huawei Watch GT2“. Betrachtet man wiederum die Unterseite, gibt es hier lediglich ein paar Infos zum Hersteller und zwei Siegel, welche zum öffnen der Verpackung durchtrennt werden müssen.

Hebt man den Deckel von dem unteren Teil der Verpackung an, dann kommt direkt die Huawei Watch GT2 zum Vorschein, welche von einem hübsch gestalteten Deckel Umgeben ist. Zieht man an der Lasche mit dem „Pull“ Schriftzug, dann kommt neben dem Platz, in dem die Uhr eingesetzt ist ein zweites Fach zum Vorschein. Darin hat Huawei neben den üblichen Beschreibungen, noch ein Silikon-Wechselarmband für den Sporteinsatz und das Ladekabel inkl. separaten Ladesockel verstaut.

(Verpackung: 3,5 von 5 Punkten)

Design

Die Huawei Watch GT2 die ich als Testmuster erhalten habe, entspricht der Classic-Edition mit einem 46 mm Gehäusedurchmesser und wiegt ohne Armband knapp 41 g (mit 53 g). Es gibt auch eine kleinere 42 mm Version, welche ohne Armband nur 29 g wiegt und somit eher etwas femininer ausgelegt ist. Je nachdem, welche Edition bzw. Farbe ihr bei der Huawei Watch GT2 wählt, erhaltet ihr eine andere Gehäusefarbe (Schwarz Edelstahl, Silber Edelstahl oder Rose Gold) und verschiedene Armbänder (Silikon, Leder oder Metallarmband).

Wie bereits erwähnt, handelt es sich bei meinem Modell um die Huawei Watch GT2 in der Classic-Edition, welche man mit einem Lederarmband erhält. Zudem legt Huawei aber bei allen Uhren mit einem Leder- und Metallarmband ein schwarzes Fluorine-Armband (Silikon) bei. Dadurch kann man dieses Armband anbringen, wenn man z. B. sportlichen Aktivitäten nachgeht, da der Schweiß für das Lederarmband nicht gut wäre.

Beim Gehäuse der Huawei Watch GT2 handelt es sich um ein Edelstahlgehäuse, welches bei allen Modellvarianten eine Wasserdichtigkeit mit 5 ATM bietet. Diese Schutzklasse bedeutet jedoch keineswegs, dass hier damit 5 Meter tief tauschen könnt, sondern lediglich, dass diese beim Duschen getragen werden kann und gegen Schweiß geschützt ist. Jedoch gibt Huawei auch an, dass man mit der Uhr schwimmen gehen kann, was ich soweit auch getestet habe und problemlos geklappt hat. Wie gesagt sollte man aber nicht damit tauchen und unbedingt bevor man ins Wasser geht, das Armband austauschen.

Aufgrund dessen, dass die 42 mm Version ohne Rahmen bzw. Lünette daher kommt und somit minimalistischer gehalten wurde, ist die 46 mm Version deutlich maskuliner ausgelegt. Den Größenunterschied der beiden Uhrengrößen macht jedoch nicht nur die Lünette, sondern unterschiedlich große Displays. So handelt es sich bei der 46 mm Variante um ein 1,39 Zoll AMOLED Display mit einer Auflösung von 454 x 454 x 454 Pixeln und bei der 42 mm Version um ein 1,2 Zoll AMOLED Display mit 390 x 390 x 390 Pixeln. 

Das Gehäuse besteht aus hochglanzpoliertem Edelstahl und macht zusammen mit dem von Werk aus montierten braunen Lederarmband, einen besonders eleganten Eindruck. Die Unterseite wiederum ist aus einem schwarzen Kunststoff gefertigt, der jedoch einen robusten Eindruck macht. Hier findet man zentral etwas erhaben den Pulssensor und die beiden minimal vertieften Ladekontakte. Ebenso wie das Gehäuse der Uhr besteht die Dornschließe des Lederarmbands aus silbernen hochglanzpolierten Edelstahl. Das Armband kann bei Bedarf jederzeit gegen andere 22 mm breite Armbänder von Huawei oder beliebigen anderen Herstellern ausgetauscht werden, welche über denselben Befestigung Mechanismus verfügen. Der Wechsel erfolgt ganz einfach durch den Schiebemechanismus an der Innenseite der Armbänder.

(Design: 4 von 5 Punkten)

Verarbeitung

Die Verarbeitung der Huawei Watch GT2 ist auf einem sehr hohen Niveau. Das Display sitzt absolut mittig und fühlt sich sehr angenehm an. Des Weiteren macht das Lederarmband einen schönen und angenehmen Eindruck und sorgt im Alltag für einen eleganten Look. Die Gehäuse-Materialien: Edelstahl, Glas und Kunststoff wurden wunderbar miteinander kombiniert und allesamt gut verarbeitet.

Zudem ist die Uhr bis 5 ATM (50m) Wasserdicht, daher muss man diese theoretisch beim Duschen, Händewaschen und auch beim Schwimmen nicht ablegen. Dennoch würde ich nicht dazu raten, mit ihr zu tauchen, da dabei eventuell der Maximaldruck von 5 bar überschritten werden könnte. Dass die Armbänder der Smartwatch einfach per Schiebemechanismus getauscht werden können ist ebenfalls positiv und funktioniert sehr einfach.

(Verarbeitung: 4 von 5 Punkten)

TEIL 2

bestehend aus „Funktion des Produktes“ entspricht 65% der Gesamtwertung

Tragekomfort

Die 46 mm Version der Huawei Watch GT2 ist wohl eher für Männer geeignet. Grund hierfür ist meiner Meinung, dass diese nicht nur maskuliner aussieht, sondern an einem zierlicheren Handgelenk einer Frau einfach zu groß wäre. Daher würde ich Frauen vielmehr zur 42 mm Version raten, welche hier deutlich kleiner aber immer noch groß genug zum Ablesen von sämtlichen Inhalten ist.

Die Huawei Watch GT2 wird von Huawei als persönlicher Sport- und Fitnesstrainer angepriesen. Dies erreicht Huawei nicht nur durch sportliche Apps, die eure Aktivitäten aufzeichnen, sondern auch durch den verbauten Herzfrequenzsensor. Für sämtliche sportliche Aktivitäten sollte man jedoch das Lederarmband gegen das mitgelieferte Kunststoff-Armand austauschen, denn das Leder eignet sich weniger für sportliche Aktivitäten. Schließlich würde der Schweiß dem Leder auf Dauer schaden. Durch die große Unterseite hat die Uhr eine gute Auflagefläche, mit welcher der Druck schön gleichmäßig auf dem Handgelenk verteilt wird. Von der dicke trägt die knapp 10,7 mm dicke Uhr (46 mm-Modell) nicht dick auf, lediglich die 44 mm Version fällt mit 9,4 mm wiederum noch etwas schmaler aus.

(Tragekomfort: 4 von 5 Punkten)

Einrichtung & Bedienung

Unbekannte App
Preis: Kostenlos
Huawei Health
Preis: Kostenlos

Kommen wir nun zur Einrichtung bzw. Inbetriebnahme der Huawei Watch GT2. Als Betriebssystem läuft kein Wear OS by Google, sondern eine eigene Software von Huawei mit dem Namen Lite OS. Kompatible ist die Smartwatch mit allen Smartphones ab Android 4.4, sowie iOS 9.0. 

Um euer Smartphone mit der Smartwatch zu verbinden, müsst ihr zuvor am besten die Huawei Health App (erhältlich für iOS und Android) auf das Smartphone installieren. Währenddessen könnt ihr natürlich die Smartwatch einschalten, was durch das längere Drücken der oberen seitlichen Taste erreicht wird. Anschließend muss man hier auf der Uhr die Sprache auswählen und bekommt nun den Hinweis die App herunterzuladen. Ist dies bereits getan, könnt ihr diese direkt starten.

Zu guter Letzt gelangt man durch das letzte Untermenü „Geräte“ zu den Einstellungen der Huawei Watch GT2. In diesem Abschnitt kann man nicht nur nach Aktualisierungen suchen, sondern die Funktionen wie Huawei TruSleep, den Aktvitätsalarm und den Wecker einstellen usw.

(Einrichtung & Bedienung: 4 von 5 Punkten)

Display

Das 1,39 Zoll große AMOLED-Display der 46 mm Huawei Watch GT2, bietet eine scharfe Auflösung von 326 ppi. Durch den Einsatz eines AMOLED-Display, bietet die Smartwatch einen hervorragenden Schwarzwert, was für einen wirklich tollen Kontrast des Displays sorgt und dieses mich somit, mit lebendigen und leuchtenden Farben überzeugen kann. Lediglich das Display meiner Apple Watch Series 4 bietet im direkten Vergleich von Grund auf noch ein dunkleres Schwarz, doch schlecht ist das Display der Huawei Watch GT2 daher allemal nicht.

Ein verbauter Umgebungslichtsensor sorgt dafür, dass sich die Display-Helligkeit im aktiviertem Zustand immer der Umgebungsbeleuchtung anpasst. Somit wird z. B. bei Sonnenschein dem etwas blendenden Glas des Displays entgegengewirkt, jedoch reicht die max. Helligkeit an einem sehr sonnigen Tag nicht  ganz aus. Hier muss man daher gelegentlich die Hand zum Schattenspenden und ablesen des Displays verwenden. Im normalen Umgebungslicht ohne direktes Sonnenlicht, welches auf das Display scheint und im indoor Einsatz, ist das Display jedoch überragend scharf und man kann darauf sämtliche Inhalte gestochen scharf ablesen.

(Display: 4 von 5 Punkten)

Funktionen

Huawei wirbt die Watch GT2 wie bereits anfangs des Testberichts erwähnt, als Smartwatch für den Alltag, aber auch für den sportlichen Einsatz an. Daher hat man hier einen Herzfrequenzsensor an der Unterseite verbaut, welcher kontinuierlich den Puls überwacht und diese Werte in der Huawei Health-App abspeichert, sowie auf Wunsch, diese zudem mit Apples HealthKit synchronisiert. Dabei sind natürlich die zusätzlichen Messwerte wie VO2 max (maximale Rate vom Sauerstoffverbrauch beim Training), den aerob/ anaerober Trainingseffekt und die Erholungszeit, zu der die Uhr vor der nächsten Trainingseinheit rät, weitere hilfreiche Funktionen. 

Damit die Smartwatch jedoch auch im sportlichen Einsatz Sinn macht, muss diese die Möglichkeit bieten, verschiednen Sportarten zu erkennen, sowie diese aufzeichnen können. Bei der Huawei Watch GT2 sind dies aktuelle 15 Sportarten, zu denen unter anderem Sportarten wie Schwimmen, Radfahren, Wandern, Bergsteigen, Triathlon usw. zählen. Des Weiteren werden einem als weitere Möglichkeit noch 13 verschiedene Laufpläne (für Anfänger bis Profis) angeboten, welche dazu dienen sollen, die eigene Leistung kontinuierlich zu steigern. Diese sportlichen Aktivitäten kann man allesamt auswählen, wenn man bei eingeschalteter Smartwatch die untere der beiden seitlichen Tasten drückt. Durch die obere gelangt man nämlich lediglich zum Einstellungsmenü der Huawei Watch GT2.

Ist es euch wichtig, dass ihr während euers Trainings immer den aktuellen Puls angezeigt bekommt, solltet ihr in den Einstellungen der Smartwatch die kontinuierliche Messung des Pulses von „smart“ auf „in Echtzeit“ ändern. Dies könnt ihr jedoch nicht direkt über die Smartwatch einstellen, sondern nur über die Huawei Health-App.

Neben Trainingseinheiten kann die Huawei Watch GT2 auch euren Schlaf überwachen. Tragt ihr die Uhr nämlich nachts, dann zeichnet diese automatisch euren Schlaf auf, indem sie nicht nur dessen Dauer registrieren kann, sondern auch wie viel ihr davon im Tiefschlaf bzw. leichten Schlaf und dem sogenannten REM-Schlaf gewesen seid. Die Erkennung des Schlafes hat in meinem knapp zweiwöchigen Testzeitraum der Huawei Watch GT2 sehr gut zu den Zeiten gepasst, zu denen ich auch zu Bett gegangen bin. Daher fand ich diese Funktion für mich zur Schlafanalyse sehr interessant. 

Wichtig für eine sportliche Smartwatch ist natürlich ein integriertes GPS-Modul, was die Huawei Watch GT2 besitzt. Somit können Aktivitäten präzise aufgezeichnet werden. Wer jedoch auch auf ein integrierten WiFi-Chip oder NFC-Modul hofft, den muss ich hier leider enttäuschen, beides gibt es hier nämlich nicht. Letzteres also ein NFC-Modul ist zwar verbaut, aber aktuell nur in China aktiv nutzbar. In allen anderen Ländern muss man daher auf die Möglichkeit, direkt über NFC zu bezahlen usw. verzichten. Das ist etwas Schade, denn viele aktuelle Smartwatch-Modelle anderer Hersteller bieten diese beiden zusätzlichen Funktionen. Dafür wiederum hat Huawei sowohl ein Lautsprecher, als auch ein Mikrofon verbaut, sodass man jederzeit über die Smartwatch, anstelle des Smartphones telefonieren könnte. Doch da das Gespräch dann jeder mitbekommt, werden die meisten diese Funktion weniger unterwegs, sondern vielmehr dann nutzen, wenn diese daheim sind und das Smartphone aktuell in einem anderen Raum, liegt.

Die Huawei Watch GT2 kann aber auch über eingehende Nachrichte bei WhatsApp usw. informieren. Diese werden einem auf dem Display angezeigt und zudem macht ein vibrieren oder auf Wunsch sogar ein Hinweiston darauf aufmerksam. Schade ist, dass man die Nachrichten zwar auf dem Display der Smartwatch lesen kann, doch zum Antworten muss man das Smartphone zur Hand nehmen, denn dies geht leider nicht über die Uhr.

(Funktionen 3,5 von 5)

Akku

Die Akkulaufzeit ist eine der absoluten Stärken der Huawei Watch GT2. Bei meinem Testmodell, der 46 mm Version spricht das Unternehmen von einer Laufzeit von bis zu 14 Tagen. Diesen Wert dürfte man jedoch im Alltag also in der Realität kaum erreichen, dadurch müsste man viele Funktionen deaktivieren, sodass es keinen Sinn mehr machen würde, die Uhr zu nutzen. Schließlich würde hierfür der Funktionsumfang sehr eingeschränkt werden. Doch in meinem Test kam ich beim täglichen Aufzeichnen meiner Bewegungen, der regelmäßigen automatisch gesteuerten Pulsmessung, sowie dem Aktivieren Always-On-Display auf knapp 6 Tage. Nutzt man die Uhr jedoch weniger, kann man sicherlich auf problemlos eine Laufzeit von einigen Tage mehr erreichen. Hier kommen aktuell keine anderen Smartwatch-Modelle, sei es von Apple, Samsung oder der Fossil Group ran, daher ist dies ein besonderes und wichtiges Alleinstellungsmerkmal der Huawei Watch GT2.  

Der Akku der Huawei Watch GT2 wird über einen magnetischen Ladesockel aufgeladen. Dieser besitzt zwei goldene Ladekontakte, welche beim anbringen an die Unterseite der Uhr, automatisch richtig zentriert werden. Somit erfolgt die Aufladung der Uhr nicht wie z. B. bei Apple kabellos, sondern über die Kontakt-Pins. Dabei hält die magnetische Verbindung jedoch sehr sicher, sodass beim kompletten Ladevorgang dieser Sockel ohne Kontaktverlust an seiner Position fixiert ist. Eine volle Aufladung auf 100 % dauert knapp eineinviertel Stunden, was ebenfalls ziemlich flott ist, vor allem wenn man überlegt, wie lange der Akku dann ausreicht.

(Akku: 5 von 5 Punkten)

TEIL 3

bestehend aus „Preis/Leistung“ entspricht 10% der Gesamtwertung

Beschreibung

Huawei wirbt die Watch GT2 als professioneller Sport- und Fitnesstrainer, sowie dass diese ein revolutionäres Energiekonzept und einen minimalistischen Look haben soll. Der Aussage mit dem eleganten Design und dem besonderen Energiekonzept kann ich so absolut unterschreiben. Das Design ist mit dem Lederarmband sehr elegant, kann aber durch das zusätzliche Silikonband ruck Zuck in eine sportliche Uhr umgebaut werden. Ebenso ist die Akkulaufzeit, welche die Huawei Watch GT2 bietet die aktuell längste, die mir bei einer Smartwatch am Stück bekannt ist.  

Bei der Aussage, dass die Smartwatch aus dem Hause Huawei, für den professionellen Sporteinsatz geeignet sei, trennen sich die Meinungen. Durch das eigene Betriebssystem Lite OS, besitzt die Smartwatch keinen AppStore, sodass man deren Funktionsumfang durch zusätzliche sportliche Apps nicht erweitern kann. Dennoch muss ich klar sagen, die von Werk aus vorinstallierten Apps dürften für Hobbysportler auf jeden Fall ausreichen. Doch Profis greifen wahrscheinlich dann noch lieber zu einer anderen Uhr, die eine noch bessere Wasserdichtigkeit und mehr Messdaten liefern können.

Preis/Leistung

Der Preis der Huawei Watch GT2 liegt je nach Modell und Größe zwischen 199€ bis 280€. Der Preis meines Testmodells mit Lederarmband und zusätzlichem Silikonarmband beläuft sich auf 249€. Dies ist zwar kein hoher Preis im Vergleich zur neusten Apple Watch und Co., doch man muss hier natürlich mit einigen Einschränkungen leben. Zu diesen zählt unter anderem das fehlende WLAN- und NFC-Modul sowie die nicht vorhandene Möglichkeit, den Funktionsumfang durch weitere Apps zu erweitern. Dennoch erhält man mit der Huawei Watch GT2 eine sehr edle Smartwatch, mit gestochen scharfen Display und einer überragend guten Akkulaufzeit.

Huawei Watch GT2

Zum Angebot bei

testr Gesamtwertung

unter Berücksichtigung aller Teilwertungen

 Wir bedanken uns beim Hersteller für die Bereitstellung des Produktes. Zu unseren Grundsätzen

Link zum Hersteller: consumer.huawei.com/at

Teufel Cinebar Ultima

In aller Kürze

Mit der neuen Teufel Cinebar Ultima hat der Hersteller eine weitere klangstarke Soundbar entwickelt. Bei dieser kann man zwar zusätzlich einen Subwoofer anschließen, doch aufgrund ihres voluminösen, kräftigen Basses und der hohen Pegelfestigkeit, braucht man diesen eigentlich nicht unbedingt. Die zusätzlich zuschaltbare Dynamore Ultra-Technologie erweitert die räumliche Darstellung des Klangs nochmals enorm. Typischerweise bekommt man von Teufel hier die gewohnte Anschlussvielfalt geboten und das Design mit den magnetisch angebrachten Lautsprecher-Abdeckungen weiß zu überzeugen. Die Cinebar Ultima ist zwar nicht günstig, aber eine der aktuell besten Soundbars auf dem Markt, die selbst einigen Soundbars mit zusätzlichen Subwoofer Konkurrenz macht.

Gefällt uns

  • gute Verarbeitung + hochwertiges Gehäuse
  • Raumfüllender Klang (Dynamore Ultra)
  • trotz Kompaktheit, satte Bässe
  • umfangreiche Anschlussvielfalt
  • HDMI-ARC und Bluetooth

Gefällt uns weniger

  • kein Dolby Atmos
  • Netzkabel mit 1m etwas kurz

Teufel Cinebar Ultima

Zum Angebot bei

TEIL 1

Bestehend aus „Verpackung/Design/Verarbeitung“ entspricht 25% der Gesamtwertung

Verpackung

Die neusten Soundbars-Generationen aus dem Hause Teufel werden weiterhin wie von Teufel gewohnt, in einer stabilen Verpackung zu einem nach Hause geliefert. Somit trieft dies natürlich auch auf die neue Teufel Cinebar Ultima zu, welche lediglich mit dem Namen des Unternehmens, des Produktes und einigen wenigen technische Daten versehen wurde. Bei den wenigen Auszügen der technischen Daten an zwei Seiten macht Teufel Angaben zum Gewicht, der Farbe und den Abmessungen der Soundbar.  

Direkt nach dem Aufklappen der länglichen Verpackung erblickt man einige Styropor-Einsätze und Kartonage-Leisten, die allesamt dafür sorgen, dass alles an seinem Platz bleibt und somit Geschütz wird. Im mittleren Styropor-Einsatz sind in Ausbuchtungen, die zwei kleinen seitlichen Lautsprecherabdeckungen verstaut. Direkt daneben in einer kleinen Schachtel befindet sich die Aluminium-Fernbedienung inkl. Batterien und das Netzkabel.

Im Zentrum der Verpackung wird die Teufel Cinebar Ultima sicher durch die Styropor-Einsätze in der Mitte, sowie den beiden Außenseiten gehalten. Zudem wird das lange Front-Lautsprechergitter ebenfalls von denselben Einsätzen gehalten. Beide Elemente, also Lautsprechergitter und Soundbar, sind hier zudem in einer Folie eingepackt. Eine Bedienungsanleitung darf natürlich nicht fehlen, diese legt Teufel natürlich auch bei und befindet sich im unteren Abschnitt der Verpackung.

(Verpackung: 3,5 von 5 Punkten)

Design

Bei der Teufel Cinebar Ultima handelt es sich definitiv um eine etwas größere und schwerere Soundbar. Kein Wunder, schließlich wurde die 110 x 16,40 x 13,30 cm (B x T x H) Soundbar anders als die Teufel Cinebar Lux nicht aus Kunststoff, sondern MDF (mitteldichte Holzfaserplatten) hergestellt. Dadurch entsteht auch das stolze Gewicht von knapp 11,2 KG.

Die Größe des MDF-Gehäuses ist jedoch nicht nur der Treiberanzahl geschuldet, auf die ich noch genauer eingehen werden, sondern aufgrund der Resonanz. Schließlich kann aus einem flachen Gehäuse schon physikalisch kein so voluminöser und kräftiger Klang entstehen, wie bei einem, welches deutlich mehr Platz bietet. Genau Letzteres ist Teufel nämlich auch sehr wichtig, schließlich hat man sich mit den neuen Soundbars bewusst gegen das direkte Angebot eines Sets mit Subwoofer entschieden, da diesen viele die zur Miete wohnen, sowieso nicht voll nutzen können. Möchte man den Subwoofer nämlich einmal etwas mehr ausreizen oder einfach etwas lauter den Film anhören, dann bekommt die Person unter einem alles durch die tiefen Bässe mit, was somit schnell zu Beschwerden führen kann. Wer dennoch einen Subwoofer haben möchte, kann diesen natürlich in einem etwas teuren Set oder nachträglich separat erwerben.

  Teufel bietet die Soundbar Cinebar Ultima wie gewohnt in zwei Farben an, nämlich zum einen in Schwarz und zum anderen in Weiß. Dabei ist jedoch nur die Farbe des MDF-Gehäuses anders foliiert, die sogenannte Schallwand, an der die verschiedenen Treiber und das DOT-Matrix-Display verbaut sind, ist bei beiden Farbvarianten in Schwarz matt gehalten. Dasselbe gilt auch für die Lautsprecherabdeckungen, denn auch diese gibt es nur in Schwarz.

Bei den drei Abdeckung der Lautsprecher, welche je nach eigenem Geschmack angebracht werden können, setzt Teufel Kunststoffhalterungen, welche mit einer gut anfühlenden Stoffbespannung bespannt wurden. Hier sieht man dann sehr deutlich zu welcher Familie die Soundbar gehört, denn nicht nur das Gehäuse aus MDF-, sondern auch die Treiber und die Lautsprechergitter sind vom Design typisch für die Ultima-Serie. Doch im kompletten Design erkennt man hier sehr viel weitere Merkmale, die ich bereits von den Teufel Ultima 40 Aktiv Standlautsprechern kenn. Da jedoch nicht jeder solch große Lautsprecher stellen mag bzw. kann, ist es sehr sinnvoll, dass Teufel der Ultima-Serie nun auch eine Soundbar spendiert hat.

Die Gehäuseform der Teufel Cinebar Ultima ist wie für Teufel inzwischen üblich, an den beiden Enden rechts und links abgeschrägt. Dies hat man nicht ohne Grund so gestaltet, dahinter steckt nämlich die sogenannte Dynamore-Technologie. Durch die Schräge wird der abgegebene Schall bzw. Klang der beiden sogenannten Side-Fire-Speaker beeinflusst, was dazu führt, dass der Ton an die Wand projiziert wird und von da, nahezu zu einem Surround-Sound wird, indem er von der Wand reflektiert und zum Hörer, also im Normalfall zu euch übertragen wird. Dabei zeigten mir bereits einige der von mir getesteten Produkte aus dem Hause Teufel, welche über diese Technologie verfügt haben, dass dies dem Unternehmen sehr gut gelingt.

An der Oberseite hat Teufel das von den beiden Ultima 40 Aktiv Standlautsprechern bekannte Touch-Bedienfeld ins Gehäuse eingelassen. Dies ist jedoch hier in einer etwas abgespeckten Funktionsweise ausgeführt, sodass man hier keine einzelnen Quellen-Auswahltasten zur Verfügung hat, sondern eine Multi-Quelle-Taste, mit welcher man durch mehrfaches tippen zwischen den verschiedenen Quellen wechseln kann. Der Vorteil der Tasten an der Oberseite ist, dass man von hier aus, direkt die Lautstärke regulieren kann, somit kann man sich den Weg sparen, falls die Fernbedienung vielleicht weiter Weg liegt. Alternativ kann man die Soundbar jedoch auch über die mitgelieferte Fernbedienung steuern, deren Funktionen ich später noch genauer erklären werden. 

Alle Anschlüsse hat Teufel bei der Cinebar Ultima an der Rückseite angebracht, welche logischerweise wegen einer Montage an der Wand auch von unten erreichbar sind. In der linken Ausbuchtung findet man neben dem Netzanschluss, in den das Stromkabel angeschlossen wird, zwei HDMI-Ports. Dabei handelt es sich einmal um einen HDMI-TV- und einen HDMI-IN-Anschluss. Den Erstgenannten solltet ihr verwenden, sofern ihr die Soundbar mit eurem Fernseher über ein HDMI-Kabel verbinden möchtet.

In der Ausbuchtung rechts, also von hinten betrachtet, findet man: Einen optischen Toslink-Anschluss, ein AUX-IN Eingang (zum Anschließen eines analogen Audio-Quellgerät) und ein Micro-USB-Anschluss, über den man die Soundbar mit dem PC Verbinden kann, um den Soundkartenbetrieb zu nutzen, oder Software-Updates durchführen kann.

Übrigens, der HDMI-Port für die Verbindung mit eurem Fernseher ist HDCP 2.2 (High-bandwidth Digital Content Protection) geeignet und unterstützt den ARC-Kanal „Audio Return Channel“ (Audio-Rückkanal). Außerdem unterstützt die Soundbar natürlich wie für Teufel üblich auch die CEC-Funktion, sodass man zur Lautstärkenregulierung nicht zwangsweise an die von Teufel beigelegte Fernbedienung angewiesen ist, sondern die Lautstärke direkt über der Fernbedienung des TV´s regeln kann. Um jedoch Klangeinstellungen vorzunehmen, muss man logischerweise weiterhin die mitgelieferte Fernbedienung nutzen.

Teufel hat die Cinebar Ultima mit insgesamt vier kleine runden Gummifüßen versehen, welche im Stand, auf dem Lowboard für einen ausreichend sicheren Stand sorgen. Zusätzlich kann man die Soundbar natürlich aber auch an die Wand montieren. Dafür besitzt diese an der Rückseite zwei Schlüssellochöffnungen, mit denen die Cinebar Ultima aufgehängt werden kann. Dafür benötigt man jedoch in einer massiven Steinwand zwei Dübel (Durchmesser 6 mm) und zwei Schrauben 5 x 55 mm, deren Schraubenkopf zwischen 9 bis 12 mm groß ist. Anschließend bohrt man mit einem Betonbohrer zwei Löcher mit einem Abstand von 60 cm in die Wand und dreht die Schrauben soweit in den Dübel bis der Abstand von Wand zum Kopf knapp 13 – 15 mm beträgt. An diesem Kopf wird dann die Soundbar, mit den bereits erwähnten Schlüssellochöffnungen aufgehängt. Damit diese gerade und sicher hängt, sind an der Rückseite zusätzlich zwei gummierte Puffer angebracht.

(Design: 4,5 von 5 Punkten)

Verarbeitung

Das aus MDF gefertigte Gehäuse der Cinebar Ultima macht durch die typische Folie mit Struktur einen soliden und wertigen Eindruck. Durch die Ausführung der Lautsprecherabdeckungen mit Magnethalterungen, können diese sehr schnell und einfach entfernt bzw. angebracht werden. Kritisieren könnte ich lediglich das mitgelieferte Netzkabel, denn dieses könnte bei manchen mit knapp 1 Meter länge etwas zu kurz sein.

Das Touchbedienfeld welches ich bereits von den Teufel Ultima 40 Aktiv Standlautsprechern kenne, ermöglicht eine schnelle Bedienung direkt an der Soundbar, doch sitzt man gerade auf der Couch, geht das ganze noch einfacher mit der Fernbedienung. Apropos, Fernbedienung diese macht dank Aluminiumgehäuse einen sehr hochwertigen Eindruck und wirkt keineswegs billig. Zudem gefällt mir die Abdeckung des Batterienfachs, denn diese wird nicht wie so häufig durch einrasten mit Kunststoffhaltenasen geschlossen gehalten, sondern mit einer geschraubten Abdeckung. Dafür legt Teufel nämlich auch den passenden Inbus-Schlüssel bei, denn dieser ist erforderlich, damit man das Fach auf und zu schrauben kann.

(Verarbeitung: 4 von 5 Punkten)

TEIL 2

bestehend aus „Funktion des Produktes“ entspricht 65% der Gesamtwertung

Lautsprecher-Anzahl6 Stück; 2x Breitbandlautsprecher (Dynamore Ultra) zwei weitere aussen an der Front, Center-Speaker. Zudem sind an der Front neben dem Display zwei Tieftöner verbaut.
Treiber4 x 90mm (Breitbandlautsprecher, 2 x Tieftöner (200 mm x 100 mm)
Leistung (RMS)380 Watt
MaterialMDF (Foliert & Lackiert)
AnschlussmöglichkeitenHDMI-Ausgang (HDCP 2.2, ARC + CEC fähig), HDMI-Eingang, Bluetooth aptX, Subwoofer-Ausgang (via Funk), Bear-Speaker (via Funk), Micro USB-B, Optischer Digitaleingang, Cinch-Eingang Stereo, Stromanschluss
Maße/Gewicht16,4 x 110 x 13,3 cm (TxBxH)/ 11,2 Kilogramm
LieferumfangTeufel Cinebar Ultima
3x Lautsprechergitter (einmal groß, für die Front und zwei kleine für die Seiten)
Stromkabel
Fernbedienung (ink. Batterien und Inbusschlüssel)
Anleitungen

Einrichtung & Funktionen

Die Einrichtung der neuen Teufel Cinebar Ultima ist denkbar einfach und somit selbst für einen Laien ein Kinderspiel. Sollte man dennoch Probleme haben, sollte ein Blick in die mitgelieferte Bedienungsanleitung weiterhelfen, denn hier wird einem alles verständlich erklärt. Anders als die Cinebar Lux hat die Cinebar Ultima kein WLAN-Modul und somit keine Integration ins Raumfeld-System erhalten und keine Funktion, die zur Steuerung via App dient.

Nach dem Auspacken der Cinebar Ultima habt ihr die Wahl, ob ihr diese einfach aufstellt, oder an die Wand hängt. Diese Entscheidung und über welchen Anschluss ihr diese anklemmt, sind jedoch die einzigen und „größten“ Entscheidungen die ihr treffen müsst. Ich persönlich rate euch dazu, die Soundbar via HDMI-Anschluss anzuschließen, denn dann wird die Soundbar automatisch zusammen mit eurem Fernseher eingeschaltet, und ihr könnt mit der Fernbedienung eures Fernsehers die Lautstärke der Soundbar regeln. Klar könnt ihr die Cinebar Ultima auch via Toslink-Kabel anschließen, doch dann müsst ihr im Komfort Einbußen machen, da man hierbei immer beide Fernbedienungen in die Hände nehmen muss.

Ist die Soundbar erfolgreich angeschlossen, kann man bequem über die mitgelieferte Fernbedienung von der Couch aus, an dem Platz wo man im Normalfall immer sitzt, die Klanganpassungen vornehmen. Dazu stehen einige Klanganpassungen wie z. B. der Bass- und die Höhenregelung zur Verfügung. Dies ist eigentlich der einzige Moment, in dem ich die mitgelieferte Fernbedienung in die Hand nehme. Nachdem ich die Klanganpassungen eingestellt habe, regle ich eigentlich zum Großteil nur noch die Lautstärke, was dank HDMI-Anschluss mit Audio Return Channel (ARC), wie bereits erwähnt, direkt mit der Fernbedienung des TV´s erfolgt.

Neben dem HDMI-Anschluss und Toslink Anschluss, steht wie bereits unter „Design“ erwähnt eine AUX IN- Eingangsbuchse zur Verfügung, über die ihr z. B. einen analogen Plattenspieler anschließen könnt. Wer zusätzlich unbedingt einen Subwoofer zur Cinebar Ultima verwenden möchte, muss zu einem der kabellosen Funkt-Subwoofer aus dem Hause Teufel greifen, denn eine Verbindungsmöglichkeit via Kabel ist bei dieser Soundbar nicht vorgesehen. Daher kann man sich hier zwischen folgenden beiden Modellen von Teufel entscheiden, dem T8 oder T10 Subwoofer. Beide Subwoofer können sowohl als Down- aber auch Frontfire Subwoofer genutzt werden, was durch einen einfachen Umbau der Füße erfolgt.

Für alle die gerne mal Musik direkt vom Smartphone oder Tablet aus über die Cinebar Ultima wiedergeben möchten, ist auch Bluetooth mit aptX-Codec Unterstützung mit an Bord. Zu guter Letzt ist auch noch eine kabellose Schnittstelle für die neuen Teufel Effekt Lautsprecher verbaut. Diese können entweder separat, oder gleich wie z. B. die Cinebar Ultima Power Edition (mit Subwoofer), im Cinebar Ultima Surround 4.0-Set erworben werden. Dabei handelt es sich um zwei kabellos angesteuert Rear-Lautsprecher, welche das System zu einem 4.0-System erweitern. Diese zusätzlichen Rear-Speaker habe ich bereits zusammen mit meinen Teufel Ultima 40 Aktiv Standlautsprecher getestet, wie diese abgeschnitten haben könnt ihr hier nachlesen.

(Einrichtung & Funktionen: 4,5 von 5 Punkten)

Fernbedienung

Die Bedienung der Cinebar Ultima erfolgt entweder direkt über das Touch-Bedienfeld an deren Oberseite, oder via Fernbedienung. An der Touch-Oberfläche erfolgt der Wechsel der Eingangsquelle mit der Source-Taste. Mit der man bei jedem berühren, solange zwischen den verfügbaren Quellen wechselt, bis die gewünschte Quelle erreicht wurde. Außerdem kann man über das Bedienfeld, die Soundbar Ein-/Ausschalten, die Lautstärke änder und die Wiedergabe stoppen. Alles andere und deutlich ausführlicher (Klanganpassung usw.) wird, bzw. kann über die Aluminiumfernbedienung geregelt werden.

Die Fernbedienung ähnelt bis auf wenig Tasten sehr der, von den Ultima 40 Aktiv Standlautsprechern. Ganz oben angefangen, findet man links die Ein-/Ausschalt-Taste. Damit kann man logischerweise die Soundbar Ein-/Ausschalten. Hat man die Cinebar Ultima jedoch wie ich, via HDMI-ARC-Anschluss mit dem Fernseher verbunden, schaltet sich das System automatisch mit dem Fernseher ein, bzw. aus. Direkt daneben befindet sich die Taste, auf dem ein Mond, zusammen mit einer Wolke abgebildet ist. Dabei handelt es sich um die Nachtmodus-Taste. Betätigt man diese, wird die Lautstärke abgesenkt und die Mitten werden etwas angehoben. Dadurch soll man den Partner oder Mitbewohner beim Schlaf weniger stören, sodass man, damit auch wenn die Kinder oder die Frau schläft, problemlos eine weitere Folge der Lieblingsserie auf Netflix weiterschauen kann. Bei der dritten Taste ganz oben, handelt es sich um eine simple Mute-Taste, die wie der Name schon sagt, dazu dient, schnell den Ton stumm zu schalten und bei Bedarf wieder zu aktiveren.

Direkt darunter hat Teufel das 5-Tasten Steuerkreuz platziert. Hierüber lässt sich die Lautstärke regulieren, oder die Musik beim Wiedergeben über ein Streaming-Anbieter pausieren. Ebenso sind hier jedoch auch die beiden Titel-Navigationstasten vorhanden, mit welchen man im Bluetooth-Modus oder beim Streamen jederzeit zum nächsten Titel vor-/zurückspringen kann. Des Weitern navigiert man mit dem Steuerkreuz durch das Menü der Soundbar, mit der man die bereits erwähnten Klanganpassungen usw. vornehmen kann. 

Um in das besagte Menü der Soundbar zu gelangen, muss man die mittlere Taste, direkt unter dem Steuerkreuz betätigen. Anschließend werden euch sämtliche Einstellungspunkte auf dem DOT-Matrix-Display an der Front der Schallwand angezeigt. Das erste Menü, welches einem hier angezeigt wird, ist „Klang“. Hier kann man die Höhen und die Mitten im Bereich von -10 dB und + 10 dB absenken, bzw. anheben. Das Menü Klang ist jedoch in noch einige weitere Untermenüs unterteilt, zu denen man gelangt, indem man mit dem Steuerkreuz nach oben bzw. unten navigiert. So folgt z. B. die Modus-Auswahl, bei der das Klangbild „Normal“ und „Sprache“ (klarer Ton für Nachrichten) zur Auswahl stehen. In der Regel lässt man hier jedoch den von Werk eingestellten Wert „Normal“ eingestellt. Es folgt die Option, Teufels Dynamore-Technologie hinaufzuschalten oder wieder zu deaktivieren. Dadurch wird im aktivierten Zustand ein breiterer und räumlicher Klang erzeugt, auf den ich im nächsten Punkt ausführlich eingehen werde. Dynamore kann man jedoch deutlich einfacher über die Direktwahl-Taste neben der Menü-Taste steuern, daher muss man hierfür nicht immer umständlich ins Menü navigieren. Der nächste Punkt ist „Nacht-Modus“, welcher wie bereits erwähnt ebenfalls direkt mit der Direktwahl-Taste geregelt werden kann. Des Weiteren steht im letzten Menüpunkt unter Klang noch die erweiterte Klang-Einstellungen zur Auswahl, mit denen man der Surroundsound regeln kann und DRC (Dynamic Range Compression) An- oder Ausschalten kann. Bei Letzterem werden bei entsprechend codierten Inhalten leise Passagen angehoben und laute abgesenkt.

Nach dem Menüpunkt „Klang“, folgen die Lautsprecher-Einstellungen. Hierbei sollte man auf jeden Fall beim ersten Untermenü, den Abstand zur Cinebar Ultima einstellen. Je nach Entfernung kann der räumliche Klang nämlich beeinflusst werden. Daher solltet ihr hier angeben wie weit ihr im Normalfall, also auf der Couch von der Cinebar entfernt sitzt. Dabei kann ein Wert zwischen 0,3 bis 12 Meter gewählt werden.   

Möchte man aus einem Menü zurück, bzw. dieses verlassen, erfolgt dies einfach durch die Taste direkt links neben der Menü-Tate, mit dem Return-Pfeil. Rechts neben der „Menü-Taste“ befindet sich die Dynamore Taste, über welche man die Stereo-Verbreitung des Klangs aktiveren bzw. deaktivieren kann. Für Nutzer der Effekt-Speakers sind übrigens die Menüpunkte Rear wichtig, denn hier kann man diese mit der Soundbar koppeln, die relative Lautstärke anheben bzw. absenken (+/- 10 dB und die Distanz zum jeweiligen Speaker ebenfalls von 0,3 bis 12 Meter einstellen. Nutzt ihr die Cinebar Ultima mit einem externen Subwoofer aus dem Hause Teufel, dann könnt ihr dieselben Werte im Punkt „externer Sub“ regulieren. Im letzten Menüpunkt „System“ können Einstellungen vorgenommen werden wie z. B. Auto-On An-/Aus, also dass die Soundbar automatisch beim Erkennen einer Wiedergabequelle angeht, die Software Versionen eingesehen werden usw.

Die nächste Tastenreihe, bestehend aus drei Knöpfen, befasst sich ebenfalls mit den Klanganpassungen, denn durch diese kann man ohne ins Menü zu navigieren den Bass, die Höhen einstellen und den gewünschten Klangmodus wählen. Zu guter Letzt folgen darunter noch drei weitere Reihen mit je zwei Tasten im Doppelpack. Hierbei handelt es sich um die Quellen-Tasten, mit denen man z. B. zwischen TV (HDMI), Bluetooth usw. wechseln kann. Mit der sinnvollen Bluetooth-Taste kann man in diesem Fall nicht nur die Quelle wählen, sondern durch längeres Betätigen komfortable das Bluetooth-Pairing startet.

(Fernbedienung: 4,5 von 5 Punkten)

Klang

Nun komme ich zum wichtigsten Abschnitt einer Soundbar, und zwar dem Klang. Wie gewohnt möchte ich euch zuvor jedoch noch einige technische Details zu den verbauten Treibern usw. verraten. Schließlich hat Teufel davon einiges verbaut, sodass die Soundbar selbst ohne Subwoofer ordentlich Power besitzen soll.

Teufel hat in der Cinebar Ultima insgesamt vier 90 mm Breitbandlautsprecher verbaut, von denen sich zwei an den äußeren Seiten befinden. Diese dienen unter anderem für die Dynamore-Technologie, was durch den erzeugten Schall geschieht, der an die Wand gestrahlt wird und von da zu einem reflektiert wird, sodass ein räumlicher und deutlich breiterer Klangcharakter entsteht. Die zwei anderen Breitbandspeaker wurden jeweils links und rechts, im äußeren Abschnitt der Schallwand platziert und dienen als Art Center-Speaker. Neben diese beiden Breitbandlautsprechern und dem DOT-Matrix-Display hat Teufel an der schwarzen Schallwand zudem noch zwei Tieftöner integriert, die mit einer breite von 200 mm und einer Höhe von 100 mm nicht klein geraten sind. Diese beiden Tieftöner sollen für einen präzisen und druckvollen Sound sorgen. 

Das Gesamtpaket an Treibern wir von einem für Teufel typischen Klasse-D Verstärker mit insgesamt 6 Verstärkerkanälen angetrieben, die eine Gesamtausgangsleistung von bis zu 380 Watt (RMS) erreichen können. Dabei wird ein Frequenzbereich von 44 – 18.000 Hz erreicht und der Schalldruck soll bei 99 dB/1 m liegen. So viel zu den technischen Daten. Wie ihr seht, bietet die neue Teufel Cinebar Ultima einiges an Leistung, denn durch ihr beachtliches 9 Liter Netto-Innen-Volumen, sollte diese genug Kraft für ein ordentliches Klangbild sorgen, doch ist dem auch so? Das verrate ich euch nun in meinem Eindruck vom Klangbild.

Die Stärken der Teufel Cinebar Ultima liegen schon beim Betrachten des Aufbaus und der Treiber, ganz klar in den Tiefen, also dem Bass. Kein Wunder, denn selbst Teufel verspricht hier einen kräftigen Bass und fulminanten Sound. Dennoch schauen wir uns wie gewohnt zuerst die Höhen an. Die Höhen, welche von den Breitbandlautsprechern erzeugt werden, sind überraschend gut. Diese werden äußerst präzise und klar wiedergegeben, sodass diese keineswegs anstrengend sind und nicht nur für Filme einiges her machen, sondern auch beim normalen täglichen Fernsehen überzeugen. Lediglich in einigen wenigen Passagen, bei Filmen, die ich am Anfang während meiner Testphase angesehen habe, konnte ich feststellen, dass die Höhen es etwas schwer haben, sich doch gegen die etwas dominantere Abstimmung der Tiefen durchzusetzen.Solltet ihr hier ebenfalls den Eindruck nach dem Probehören haben, dann ist das soweit nicht weiter problematisch, denn das von Werk abgestimmte Klangbild, lässt sich wie bereits im Laufe des Testberichtes erwähnt, in den Höhen und Tiefen noch manuell feinabstimmen. Erhöht ihr hier z. B. die Höhen um einige dB, dann neutralisiert sich dieses Problem vollständig. 

Für die Mitten, also unter anderem auch für die Stimmwiedergabe, sind zum Großteil, die zwei an der Front angebrachten Breitbandlautsprecher (Frontfiring-Töner) verantwortlich. Diese geben äußerst eindringlich und griffige Mitten von sich, sodass diese bei der Wiedergabe von Stimmen in Filmen, aber auch beim Gesang bei Musik, hervorragende Arbeit leisten. Bei einigen Filmen kommt es jedoch vor, dass Dialoge etwas untergehen und Effekte etwas verstärkt wiedergegeben werden, doch dieses Problem liegt in der klanglichen Abstimmung des jeweiligen Films und nicht bei Teufel. Da wahrscheinlich viele unter euch, nicht nur TV-Serie ansehen, sondern auch Filme streamen, hat Teufel neben dem normalen Modus auch ein Sprach-Modus integriert. Zwischen diese beiden kann man einfach durch die Mode-Taste auf der Fernbedienung wechseln. Wer daher z. B. eine Serie im Free-TV anschaut, kann jederzeit den Sprach-Modus aktivieren, bei dem die Höhen und die Mitten im oberen Bereich etwas stärker angehoben werden. Dadurch gelingt eine angenehme Sprachverständlichkeit, welche mir hier sogar etwas besser, als die normale Einstellung gefallen hat. Bei den meisten Filmen habe ich jedoch den normalen Modus aktiviert, da ich hier die angehobenen Höhen und Mitten nicht benötige.

Die Paradedisziplin der Teufel Cinebar Ultima liegt ganz klar in den Tiefen, also unter anderem beim Bass. Hier kann meiner Meinung nach der Cinebar Ultima, aktuell keine andere Soundbar im Solo-Betrieb das Wasser reichen. Klar bietet ein zusätzlicher Subwoofer im direkten Vergleich ein größeres Netto-Volumen, doch seien wir mal ehrlich, wie viele unter euch, können diesen richtig ausreizen? In einer Mietwohnung ist dies eigentlich kaum der Fall und hat man daheim Kinder, dann muss man den Bass abends zurückdrehen, da sonst die Kinder vom Scheppern der Möbel wach werden.

   Zudem muss ich ganz klar sagen, dass die wenigsten unter euch nach dem ersten Probehören der Cinebar Ultima einen Subwoofer vermissen werden. Die Soundbar zaubert durch ihr 9 Liter Nettovolumen, den beiden Tieftönern und den seitlichen Bassreflexöffnungen, einen absolut voluminösen Bass mit ordentlichem Tiefgang, der selbst einige Soundbars mit Subwoofer-Kombi alt aussehen lassen. Der Bass ist definitiv nochmals etwas kräftiger als bei der ebenfalls neuen Teufel Cinebar Lux.

Teufel setzt seit einigen Jahren auf einen virtuellen Raumklang, den das Unternehmen Dynamore genannt hat. Im Falle der Teufel Cinebar Ultima handelt es sich um Dynamore Ultra, welcher durch die beiden seitlichen, schräg abstrahlenden Breitbandlautsprechern gelingt. Aktiviert man diesen, dann wird die Lautstärke der beiden seitlichen Treiber erhöht und deren Klang wird zur nah gelegenen Wand gestrahlt und von dort zum Hörer reflektiert. Das Ergebnis ist ein breiterer Klang, der den Raumklang ungemein verbessert, ohne dabei das Klangbild zu verschlechtern. Beim ansehen von Filmen hatte ich diesen Modus z. B. immer aktiv, da man dadurch den Eindruck bekommt, als würden die Geräusche seitlich von einem kommen. Bei Musik wiederum ist das Ganze Geschmacksache und auch vom Musik-Genre abhängig. Ich persönlich habe Dynamore Ultra hier meistens deaktiviert, doch dies hängt von eurem Raum ab und wie weit ihr von der Cinebar Ultima entfernt sitzt. Der Raumklang ist bei der Cinebar Ultima dank Dynamore Ultra sehr gut, doch wer hier noch mehr haben möchte, sollte vielleicht einen Blick auf die Teufel Cinebar Lux werfen, denn diese bietet dank Dynamore 3D nochmals etwas mehr Raumklang, was durch die zusätzlich auch noch nach oben reflektierenden Treiber realisiert wurde.

(Klang: 4,5 von 5 Punkten)

TEIL 3

bestehend aus „Preis/Leistung“ entspricht 10% der Gesamtwertung

Beschreibung

Die Cinebar Ultima wird von Teufel als leistungsstarke Soundbar der Spitzenklasse für eine TV-, Musik-, und Gaming-Wiedergabe auf hohem Niveau angepriesen. Ebenso muss man hier aufgrund des integrierten Subwoofer-Systems, keinen separaten Subwoofer aufstellen, da die Cinebar Ultima mit ihren 6 High-Performance-Töner viele Soundbars mit zusätzlichem Subwoofer blass aussehen lässt.

Preis/Leistung

Mit einer UVP von 699,99€ ist die Teufel Cinebar Ultima nicht unbedingt ein Produkt, welches man sich mal einfach so kauft. Doch glaubt mir, seid ihr auf der Suche nach einer Soundbar, die einen sehr guten Klang, sowie umfangreiche Verbindungsmöglichkeiten bietet, dann ist die Cinebar Ultima genau die richtige für euch. Diese kann nämlich klanglich absolut überzeugen und das selbst bei sehr hohen Pegeln, denn auch dann bleibt diese absolut pegelfest.   

Mit den zusätzlichen Effekt Rear-Speakern kann man sich zum Preis von 1.099,98€ einen echten 4.0 Surround-Sound erzeugen. Wer dabei jedoch nur mehr Bass benötigt greift zur 1.119,98€ Variante, mit zusätzlichem T10 Subwoofer oder mit dem 4.1 Surround-Set Power-Edition für 1.519,,97 € mit den beiden Effekt-Speakern und dem zusätzlichen T10 Subwoofer, zum rundum sorglos Paket.

Teufel Cinebar Ultima

Zum Angebot bei

testr Gesamtwertung

unter Berücksichtigung aller Teilwertungen

 Wir bedanken uns beim Hersteller für die Bereitstellung des Produktes. Zu unseren Grundsätzen

Link zum Hersteller: teufel.de