JBL Free X

In aller Kürze

Mit den JBL Free X bietet der gleichnamige Hersteller komplett kabellose True Wireless In-Ear-Kopfhörer an. Diese überzeugen im Test mit einem bequemen, sowie sicheren Sitz und einem Transportcase, welches zwar etwas größer ausfällt, doch dafür eine Gesamtlaufzeit (inkl. aufladen) von 24 h ermöglicht. Auf was man hier jedoch leider Verzichten muss, ist eine Lautstärkeregelung direkt über die Ohrhörer, doch dafür stimmt wiederum der Klang.

Gefällt uns

  • Tragekomfort
  • IPX5-Zertifizierung (Spritzwasserschutz)
  •  geringes Gewicht (6,5 Gramm pro In-Ear)
  • Akkulaufzeit (24 h mit Ladecase)
  • guter Klang

Gefällt uns weniger

    • keine Lautstärkeregeleung
    • hohe Latenz
    •  dumpfes Mikrofon (nur Mono)

JBL Free X

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PUNKT 1

bestehend aus „Verpackung/Design/Verarbeitung“ entspricht 25% der Gesamtwertung

Verpackung

JBL liefert die JBL Free X wie gewohnt in einer stabilen Hauptverpackung aus, welche wiederum in eine mit zahlreichen bedruckten Umverpackung eingeschoben ist. Bevor wir uns das Innenleben und somit den Lieferumfang näher ansehen, möchte ich auch hier wieder wie gewohnt die Umverpackung näher beschreiben. Schließlich erfährt man hier die wichtigsten Merkmale der True Wireless In-Ears.

Wie ich es bereits von den bisher getesteten JBL Produkten gewohnt bin, ziert die Vorderseite nicht nur der Name des Unternehmens und des Produktes, sondern auch eine großen Abbildung der beiden Ohrhörer. Unter dem Namen des Produktes (Free X) wirbt JBL ebenso gewohnt, mit den wichtigsten Merkmalen des jeweiligen Produktes. In dem Fall der JBL Free X, zählt dazu unter anderem, dass diese schweißresistent sind und einen Tragekomfort mit sicherem Sitz bieten sollen. Rechts unten in der Ecke wird außerdem darauf hingewiesen, dass das True Wireless Modell eine komplette Akkulaufzeit von 24 Stunden inkl. Ladecase ermöglicht.

Die linke Seite hält wenig Informationen bereit, denn hier ist lediglich ein Bild von einer Frau mit dem JBL Slogan „Dare to Listen!“ Abgebildet. Dafür hält die Seite gegenüber (rechts) einige weitere Infos bereit. Hier ist nämlich erneut eine Abbildung der True Wireless In-Ears zu sehen und darunter ist der Lieferumfang in Form von kleinen Skizzen aufgelistet.

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Kommen wir nun noch zur Rückseite. An dieser fällt direkt die längliche Aussparung auf, durch welche man die beiden True Wireless Ohrhörer erkennen kann. Dies ist möglich, da JBL hier in der Hauptverpackung ein transparentes Sichtfenster eingesetzt hat. Des Weiteren prangen hier natürlich die bereits von der Vorderseite bekannten Infos, wie z. B. der Herstellername und der des Produktes. Unterhalb des Sichtfensters ist eine Abbildung zu sehen, bei denen die beiden Ohrhörer in dem geöffneten Ladecase eingelegt sind. Darunter gibt JBL anders wie vorne an, dass der Akku in den Ohrhörern genau genommen 4 Stunden hält, und dank dem Ladecase um insgesamt 20 h erweitert werden kann. Zudem werden hier erneut drei für JBL wichtige Ausstattungsmerkmale genannt.

Direkt nach dem Durchtrennen der Versiegelung an der Unterseite kann das Innenleben der Umverpackung durch eine schwarze Stoffschlaufe herausgezogen werden. Anschließend wird der Deckel der Verpackung ganz einfach von vorne nach hinten aufgeklappt. Dabei stellt man direkt fest, dass hier viel mit Schaumstoff gearbeitet wurde, sodass hier alles gut geschützt wird. In dem untern 2/3 der Verpackung liegt im Zentrum einer Schaumstoff-Zentrierung das runde Ladecase, zu dem ich im nächsten Punkt noch ausführlich eingehen werde, genauso wie auf die Ohrhörer selbst. Darüber befindet sich eine kleine flache, schwarze Kartonage, in welcher sich neben einer Kurzanleitung auch die üblichen Beschreibungen befinden. Darunter wiederum befinden sich zwei weitere kleine Schachteln. In einer davon befinden sich die beiden Ohrhörer, welche hier ebenfalls in Schaumstoff eingelassen sind und in der Zweiten sind neben den verschiedenen großen Ohrtips und Gel-Einsätze auch ein kurzes Micro-USB Kabel verstaut. 

(Verpackung: 4 von 5 Punkten)

Design

Der Markt der True Wireless Kopfhörer wird immer schwerer umkämpft. Kein Wunder, denn inzwischen sind zahlreiche Modelle auf den Markt gekommen, welche dank guter Akkulaufzeit und gutem Klang, immer mehr die herkömmlichen via Kabel verbunden Modelle verdrängen. 

Mit den Free X hat JBL ebenfalls ein komplett kabelloses In-Ear Modell auf den Markt gebracht. Diese werden, wie für True Wireless In-Ears üblich zusammen mit einem Ladecase ausgeliefert. Dieses Ladecase ermöglicht zum einen die lange Gesamt-Akkulaufzeit und zudem können bzw. sollte die In-Ears auch darin aufbewahrt werden. Schließlich gibt es nichts Ärgerlicheres, als wenn man ständig die In-Ear Kopfhörer suchen muss. Bevor ich euch das Ladecase näher vorstelle, möchte ich euch zuvor die In-Ear Ohrhörer selbst ausführlich präsentieren.

In-Ear

JBL hat die Free X ergonomisch geformt, sodass diese selbst ohne zusätzliche Sport-Einsätze sehr gut in den Ohren halten. Das Gehäuse selbst ist tropfenförmig und auf den ersten Blick etwas „klobiger“ ausgelegt. Doch eingesetzt in den Ohrkanal, stehen diese nicht übermäßig aus dem Ohr hervor. Der Ohrkanal verläuft geschwungen in einem neutralen Bogen, sodass die Ohrhörer sich zusammen mit den aufgezogenen Ohrtips perfekt dem Ohrkanal anpassen und wie bereits erwähnt sehr sicher halten.

Das Gehäuse besteht wie bei eigentlich fast allen True Wireless In-Ears aus Kunststoff. Dieser Kunststoff fühlt sich soweit sehr gut an, sodass selbst an den Übergängen der beiden Gehäuseteilen keine gravierenden und unschönen Kanten spürbar sind. Insgesamt besteht das Gehäuse nämlich aus zwei Teilen, wobei beim äußeren Teil, welcher später nach außen zeigt zusätzlich noch links und rechts ein Druckknopf eingelassen ist. Diese Druckknöpfe, welche an jeder Seite beim betätigen unterschiedliche Kommandos ausführen, sind von einem silber-matten Ring umgeben, hinter dem sich ein Leuchtring befindet. Dieser leuchtet je nach Status weiß oder blau. Beim Laden leuchtet der Ring z. B. weiß, und direkt nach dem Drücken der Taste pulsiert dieser kurze Zeit blau auf. Auf die Bedienung komme ich später im Verlauf dieses Testberichtes unter dem Punkt „Bedienung“ noch ausführlicher zurück.

JBL bietet den Free X sowohl in dem von mir getesteten Schwarz, als auch einem schlichten Weiß an. Beim weißen ist der innere Teil des Gehäuses nicht wie an der Außenseite weiß, sondern gräulich und zudem sind die mitgelieferten Ohrtips und das Ladecase bei diesem Modell in Weiß gehalten. Ansonsten sind sich beide Modelle identisch gestaltet.

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Am rechten Ohrhörer befindet sich an der äußeren Seite in Richtung Wange (bzw. Mund) eine kleine Aussparung. In bzw. hinter dieser Aussparung verbirgt sich ein kleines Mikrofon. Dieses wird unter anderem für die Bedienung des im Smartphone integrierten Sprachassistenten bzw. auch zum Telefonieren genutzt. Daher ist es bei den JBL Free X auch so, dass der rechte Ohrhörer der Master (Bluetooth-Empfänger) ist und somit immer verwendet werden muss. Der Linke wiederum bekommt das empfangene Signal mit geringster Verzögerung zugesendet und könnte daher falls gewünscht auch im Ladecase verbleiben.  

Vertauschen kann man die beiden In-Ears eigentlich nicht, denn falsch eingesetzt würde dieser nicht wirklich bequem Sitzen, geschweige denn halten. Doch damit man dennoch gleich erkennt, welcher Ohrhörer wo hinein gehört, ist an der Innenseite ein großes „R“ für rechts und „L“ für links eingeprägt. Direkt neben den Buchstaben ist eine Fläche eingebracht, welche zwei vertiefte goldene Flächen beinhaltet. In diese beiden Aussparungen dringen die goldenen Kontaktstifte des Ladecases ein und versorgen den im Ohrhörer integrierten Akku beim Einsetzen wieder automatisch mit Strom. Die beiden Kontakte umgibt eine kleine Fläche, in der ein Gegenkontakt integriert, sodass die In-Ears beim einsetzen in das Ladecase automatisch durch Magnete an ihre Position fixiert werden.

Ladecase

Genau wie die Kopfhörer besteht auch das Lade- und Aufbewahrungs-Case aus einem Kunststoff. Hierbei kommen jedoch unterschiedliche Materien bzw. Oberflächenstrukturen zum Einsatz. Beim Deckel handelt es sich z. B. um zu ca. 70 % getönten Kunststoff, der im geschlossenen Zustand wie komplett eingefärbter Kunststoff aussieht. Doch legt man die beiden In-Ear Ohrhörer ein, dann sieht man dadurch deren Status-Ring und die vier Akku Status-LED´s aufleuchten. Das sieht gerade beim Aufladen im dunkeln sehr schick aus. Die unter hälfte des Cases wiederum ist zusätzlich mit einer Oberflächenstruktur versehen, welche sich nicht nur angenehm anfühlt, sondern zudem die Gefahr vor Kratzer deutlich vermindert. 

Das Ladecase liefert JBL wie bereits angedeutet in der gleichen Farbe mit, in der man auch die True Wireless In-Ears wählt. Die Form und die Größe erinnert mich persönlich an die des JBL Clip, bloß ohne Karabiner. Mit einem Durchmesser von 75 mm und einer Höhe von 32 mm ist das Case zwar nicht wirklich klein, doch in eine Tasche oder Rucksack passt es auf jeden Fall hinein. Bei einer Jeanshose würde ich das nicht mehr behaupten, denn bei den eng anliegenden Hosen an Frauen und teils auch bei Männern, wird es da in der Hosentasche schnell eng bzw. es würde teils blöde aussehen.  

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Ein Magnetverschluss, der das Case automatisch geschlossen hält, oder einen Knopf, den man zum öffnen drücken muss, gibt es bei dieser Ausführung von Case nicht. Doch dies ist auch gar nicht nötig, denn öffnet man das Case nicht über ca. 65°, dann klappt dieses automatisch durch das Gelenk wieder kraftvoll zu. Öffnet man es weiter, dann springt der Deckel automatisch auf ein Öffnungswinkel von ca. 90° auf. Dieser Verschlussmechanismus hat jedoch auch seine Nachteile. Denn durch die Federspannung am Gelenk ist es eigentlich unmöglich, das Case mit nur einer Hand zu öffnen. Daher muss man dies immer mit zwei Händen öffnen, was sich etwas Negativ auf den Komfort auswirkt. 

Im inneren des Case sind einige Zeichen wie z. B. links: Track vor- zurück und rechts Play/Paus, sowie ein Telefonhörer und ein Bluetooth-Logo. Diese sind hier nicht ohne Grund. Denn diese Zeichen geben genau an, was man durch das Betätigen des Knopfes, an welchem Ohrhörer ausführt. Dazu aber später unter „Bedienung“ mehr.

 Die vier weißen LEDs vorne, in der Innenseite zeigen einem den Ladestand des Akkus im Case an. Daher steht in diesem Fall jede einzelne LED für 25 % Energie. Eingesetzt in das Ladecase halten die beiden Ohrhörer bombenfest, hier kann man das Case problemlos im offenen Zustand Überkopf halten, ohne das einer der beiden Ohrhörer herausfällt. Sollte der Akku des Lade Case leer sein, dann wird dieser mithilfe des mitgelieferten Micro-USB-Ladekabel aufgeladen. Der Anschluss hierfür befindet sich hinten rechts unter einer Silikon-Abdeckung, welche sich dank Griffmulde einfach öffnen lässt.

(Design: 4 von 5 Punkten)

Verarbeitung

Mit der Verarbeitung und Materialwahl der JBL Free X bin ich soweit zufrieden. Die Übergänge an den In-Ears sind sehr gut verarbeitet, sodass man hier zwar die Unterbrechung sieht, aber nicht spürt. Ebenfalls gefällt mit das Ladecase, dieses ist zwar im Vergleich zu manch anderen True Wireless Modellen etwas klobiger, doch dafür bietet es die Möglichkeit der Akku bis zu 5-mal aufzuladen. Sprich, es ermöglicht zu den 4 Stunden Laufzeit der In-Ear zusätzliche 20 Stunden Musikwiedergabe.

Lediglich der Deckel des Ladecase ist hier etwas empfindlicher gegenüber Fingerabdrücken. Doch diese lassen sich hier relativ gut wieder mit einem Tuch wegwischen. Zusammen mit den In-Ear und dem Case, kommt man auf ein Gewicht von 99 Gramm. Somit sind es klar nicht die leichtesten True-Wireless In-Ears, doch wir reden hier von Gramm, was verstaut in einem Rucksack oder einer Tasche eigentlich kaum negativ auffallen sollte.

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 JBL hat die Free X so gebaut, dass diese gegen Spritzwasser geschützt sind. Das bedeutet, dass diese nach der Norm IPX5-Zertifiziert wurden und somit gegen Schweiß und Spritzwasser geschützt sind. Etwas Schade wiederum finde ich persönlich, dass JBL bei diesem Modell immer noch auf einen etwas in die Zeit gekommenen Micro-USB Ladenschluss setzt. Hier hätte ich mir natürlich einen modernen und aktuellen USB-Typ-C Anschluss gewünscht. Betrachte ich jedoch die True-Wireless Ohrhörer vieler anderen Hersteller, die ich bereits getestet habe, dann fällt auf, dass hier JBL kein Einzelfall ist. Immer noch verbauen auch viele andere Unternehmen bei ihren Kopfhörern ein Micro-USB Anschluss. Natürlich hat der Micro-USB Anschluss auf den Ladeprozess keinen negativen Einfluss, hier geht es einfach um die vielen verschiedenen Kabel die ich bei mir daheim haben muss.

(Verarbeitung: 4 von 5 Punkten)

PUNKT 2

bestehend aus „Funktion des Produktes“ entspricht 65% der Gesamtwertung

Technische Daten des JBL Free X
Art True-Wireless In-Ear Kopfhörer
Kategorie Bluetooth Kopfhörer (Bluetooth 4.2)
Farbe Schwarz, weitere Farbe: Weiß
Akku integriert, Lithium-Polymer-Akku
Akku Ohrhörer: 4 h
Akku Ladecase: 20 h
Gesamt somit: 24 h
Gewicht 99 g (Ohrhörer und Ladebox)
13 g (beide Ohrhörer)
86 g (Ladebox)
Material Kunststoff (Ohrhörer und Ladecase)
Konnektivität Bluetooth 4.2

unterstützte Profile: A2DP V1.3, AVRCP V1.6, HFP V1.6, HSP V1.2

Lautsprechertyp Dynamische Treiber mit einer Größe von 5,6 mm (links und rechts)
Frequenzbereich  10 Hz bis 22.000 Hz (Ohrhörer)
Empfindlichkeit Mikrofon 95 dB SPL (1 kHz / 1 mW)
Lieferumfang
  • JBL Free X True Wireless Kopfhörer (2 Stk.)
  • Silikonaufsätze: S, M (an Kopfhörern befestigt), L
  • 2 paar Gel-Aufsätze in unterschiedlicher Größe
  • Ladebox
  • Mikro-USB-Ladekabel (10 cm)
  • Benutzerhandbuch
  • Sicherheitshinweise
  • Garantiekarte

Tragekomfort

Die JBL Free X sind etwas größer als die Ohrmuschel bzw. der Eingang des Ohrkanals. Dadurch wird der Tragus (der kleine Knorpel vor dem Ohr) etwas nach vorne gedrückt. Dies spürt man jedoch keineswegs, sorgt aber dafür, dass der In-Ear Ohrhörer beim Einsetzen automatisch sicher in der Öffnung der Ohrmuschel gehalten wird. 

JBL liefert insgesamt drei verschiedene Silikon-Aufsätze in der Größe S; M und L mit. Damit man die Ohrhörer dem eigenen Ohrkanal individuell anpassen kann. Bei mir persönlich haben die vormontierten in der Größe M perfekt gepasst, denn dabei stimmte sowohl der Halt, als auch die Isolierung der Umgebung. Sollten die Kopfhörer bei euch nicht halten, dann solltet ihr noch die beiden zusätzlichen Gel-Einsätze ausprobieren. Diese werden ganz einfach auf den inneren Teil des Gehäuses gezogen und vergrößern so deren Durchmesser, was in diesem Fall bei größeren Ohren ebenfalls für einen sicheren halt sorgt. 

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Obwohl JBL bei diesem Modell keine zusätzlichen Sport-Einsätze anbietet, war ich von deren halt überrascht. Ich musste während meine Runde, die ich regelmäßig jogge, nur einmal kurz zwischendrin den sitzt nachjustieren, ansonsten war der halt absolut sicher.  

(Tragekomfort: 4,5 von 5 Punkten)

Bedienung

Nun gehe ich wie bereits versprochen auf die Bedienung der JBL Free X näher ein. Grundsätzlich erfolgt die Bedienung über die beiden Tasten mit dem JBL Logo an der Außenseite an jedem Ohrhörer. Davon erledigt jede Taste zwei Aufgaben, die ich euch gleich noch genauer erläutere. Zuvor möchte ich erklären, wie man die Free X einschaltet. Dazu gibt es zwei Möglichkeiten, entweder man nimmt die Ohrhörer einfach aus dem Case, oder man schaltet diese ein, indem man die Taste am rechten In-Ear ca. 3 Sekunden gedrückt hält und die des linken für 6 Sekunden. Warum man diese in diesem Fall unterschiedlich lange drücken muss, kann ich leider nicht sagen. Doch ich habe es mehrfach ausprobiert und kam immer auf dieselbe Zeit. Zum Ausschalten genügt es, einfach die beiden Ohrhörer wieder in das Ladecase einzusetzen, oder  die Taste am rechten Ohrhörer für 6 Sekunden gedrückt zu halten.

Bei True-Wireless In-Ears ist es meist üblich, dass ein Ohrhörer als ein sogenannter „Master“ und der andere als „Slave“ Gerät fungiert. Beim Master handelt es sich quasi um den Daten-Empfänger, also der Kopfhörer, der sich direkt mit dem Smartphone verbindet und die Musik via Bluetooth übertragen bekommt. Der andere wiederum, der Slave, empfängt die Daten lediglich vom Master und kann sich daher nicht direkt mit dem Smartphone verbinden. Somit kann man beim JBL Free X im Prinzip den rechten In-Ear komplett alleine nutzen, da dieser sowohl Musik empfangen kann, als auch ein Mikrofon verbaut hat. Beim Linken trifft beides nicht zu und so kann dieser keine direkte Verbindung mit dem Smartphone eingehen.

Zurück zur Bedienung über die beiden äußeren Tasten. Drückt man die rechte Taste einmalig, dann wird die Musik direkt gestartet. Ein erneutes Betätigen pausiert wiederum die Musikwiedergabe. Drückt man die Taste zweimal hintereinander, dann kann man entweder bei einem eingehenden Anruf, diesen annehmen, oder währen des Musikhören jederzeit auf die Sprachsteuerung zugreifen. Bei der Sprachsteuerung handelt es sich quasi um den Sprachassistenten, welcher in eurem Smartphone integriert ist. So ist es bei mir am iPhone Siri und bei allen Android-Nutzern der Google Assistant. 

Betätigt man den Knopf an der linken Seite, dann überspringt man das gerade abgespielte Lied um einen Titel. Drückt man diese Taste wiederum direkt zweimal hintereinander, dann gelangt man wieder zum Lied davor. Die Bedienung ist soweit logisch durchdacht aufgebaut und nach kurzer Zeit sollte man sich hier an die Bedienung gewöhnen. Eine für mich wichtige Funktion vermisse ich jedoch, es gibt nämlich an den JBL Free X keine Möglichkeit, die Lautstärke der Kopfhörer zu regulieren. Möchte man daher z. B. die Lautstärke absenken, dann muss man jedes Mal zum Smartphone greifen, was für mich persönlich etwas nervig ist, da ich die Lautstärke öfters meinem Umfeld anpasse. 

(Bedienung: 3,5 von 5 Punkten)

Klang

JBL verspricht beim Free X den typischen JBL Signatur Sound, der überzeugen soll, doch ist dem auch so? Bevor ich dies beantworte, betrachten wir doch erst einmal die technischen Daten etwas genauer.  

Den Klang erzeugt in jedem Ohrhörer ein 5,6 mm großer dynamischer Treiber. Diese besitzen einen erweiterten Frequenzgang von 10 Hz – 22.000 Hz, was im Vergleich zum gewöhnlichen Frequenzgang von 20 Hz – 20.000 Hz andeutet, dass hier ein angehobener Bassbereich (Tiefbass) vorliegt. Auf was man bei den JBL Free X jedoch leider verzichten muss, ist die Unterstützung eines hochwertigen Audio-Codes, denn bei diesem Modell werden weder aptX für (Android), noch AAC für (iOS) unterstützt.

Kommen wir zum Klangbild, wie bereits erwähnt bezeichnet dies JBL als „Signatur Sound“. Nach dem Probehören würde ich das Klangbild so beschreiben, dass die Höhen und besonders die Tiefen besonders präsent sind, während die Mitten sich wie es öfters der Fall, etwas im Hintergrund verstecken. Daher kann man, wie schon der Frequenzgang vermuten lässt definitiv von einem warmen Klangcharakter reden. Dennoch ist das wiedergegebene Klangbild keineswegs als negativ einzustufen, möchte man nämlich ein rundum besseres Klangbild haben, ist man preislich deutlich höher angesiedelt. 

 Mit den JBL Free X werden Fans von Hip-Hop, R’n’B und jegliche Art von elektronischer Musik (House usw.) sicher ihren Spaß haben. Hier kommt das knackige Bassfundament, welches mit einem druckvollen Tiefgang daher kommt, am besten zu Geltung. Wichtig dabei ist jedoch, dass das präsente Bassfundament nicht die Höhen und Mitten verschluckt. Dies ist zum Glück bei den JBL Free X nicht der Fall, sowohl die Höhen, als auch die Mitten können sich immer noch durchsetzen, wodurch sich eine gute räumliche Darstellung ergibt. Der maximale Output, also die Lautstärke der JBL Free X, ist mehr als ausreichend. Sucht ihr also einen True Wireless In-Ear Kopfhörer, der eine hohe max. Lautstärke bietet, wäre der Free X ein Kandidat, den ihr berücksichtigen solltet. 

Die Sprachverständlichkeit ist eher bescheiden einzustufen. Das liegt daran, dass das Mikrofon quasi am Ohr sitzt und nicht in der Nähe des Mundes. Daher kann der/die Gesprächspartner/in einen zwar in einer ruhigen Umgebung wie z. B. daheim gut verstehen, doch dennoch kommt die Stimme beim Gesprächspartner etwas dumpf und mit wenigen Details an. In lauteren Umgebungen, also unterwegs im Freien, kann das verbaute Mikrofon jedoch kaum die Sprache von den Umgebungsgeräuschen, wie z. B. einem vorbeifahrenden Auto trennen. Beim Telefonieren wechseln die JBL Free X übrigens direkt vom Stereo- und den Mono-Modus. Das heißt, dass während dem Telefonieren der linke In-Ear still bleibt und man nur über den rechten die Person hört.

Enttäuschend schneidet der JBL Free X auch bei der Latenz ab. Diese ist viel zu hoch, sodass die Verzögerung zwischen Ton und Bild beim ansehen von YouTube Videos usw. zur groß ist. Hier muss man sich Nichtmal drauf konzentrieren, die Verzögerung liegt bei ca. 3 Sekunden, was beim ansehen von Videos und Filmen einfach viel zu groß ist, sodass es keinen Spaß macht, diese mit den JBL Free X anzusehen.

(Klang: 3 von 5 Punkten)

Ausstattung

Akku & Ladecase

Die Energieversorgung der JBL Free X erfolgt jeweils über einen 85 mAh Lithium-Ionen-Akku, welcher eine Schnellladefunktion besitzt. Diese 85 mAh Akkus sollen laut JBL eine Akkulaufzeit von bis zu 4 Stunden ohne aufladen ermöglichen. Sobald der Akku in den In-Ears leer ist, können diese jederzeit in dem mitgelieferten Transportcase aufgeladen werden. Diese ermöglicht mit insgesamt 1.500 mAh eine gesamte Akkulaufzeit von bis zu 24 Stunden. 

Die reinen 4 Stunden Laufzeit sind jetzt zwar kein Bestwert, doch die meisten dürften sowieso nicht 4 Stunden am Stück Musik hören. Meistens wandern die In-Ears sowieso nach dem Musikhören direkt in das Ladecase. In meinem Test kam ich jedoch nicht ganz auf die 4 Stunden, sondern auf ca. 3,5 Stunden. Dieser Wert variiert jedoch auch hier sehr danach, wie laut ihr persönlich Musik hört.  

Ist der Akku der In-Ears leer, kann man diesen dank der bereits erwähnten Schnellladefunktion innerhalb von 15 Minuten für eine weitere Stunde Musikwiedergabe aufladen. Eine volle Aufladung wiederum benötigt knapp 2 Stunden und erfolgt über das mitgefeiert Micro-USB Ladekabel. 

Bluetooth & Signalqualität

Bei der kabellosen Verbindung setzt JBL auf den Bluetooth-Standard 4.2. Dieser ermöglichte bei meinem Test eine stabile Verbindung sowohl zu iOS-, als auch Android-Geräten. Die Verbindung zwischen Smartphone und In-Ears erfolgt automatisch bei der Entnahme aus dem Ladecase. Sobald man die beiden Ohrhörer aus dem Transportcase nimmt, befinden diese sich automatisch im Pairing-Modus und können daher wie bei Bluetooth-Kopfhörer üblich direkt über die Einstellungen mit dem Smartphone verbunden werden. 

Möchte man wiederum die Ohrhörer mit einem weiteren Gerät verbinden, muss man die Taste am rechten Ohrhörer für knapp 8 Sekunden gedrückt halten. Anschließend geht man wie gewohnt zu den Bluetooth-Einstellungen im Smartphone und wählt hier den Kopfhörer „JBL Free“ aus. Anschließend kann man auch den linken In-Ear aus dem Case nehmen, der sich darauf automatisch mit dem Rechten verbindet.

Im Praxistest bieten die JBL Free X eine stabile Reichweite von bis zu 30 Metern im Freien, ohne Hindernisse. Im Haus wiederum hängt die Reichweite von euren Wänden und Decken ab. Schließlich reduzieren massive dicke Wände und Decken die Reichweite des Funksignals deutlich mehr, als z. B. dünnere. Daher kann man hier grob gesagt von einer Indoor-Reichweite von ca. 12 Metern reden, was ein guter Wert ist.

(Ausstattung: 4 von 5 Punkten)

PUNKT 3

bestehend aus „Beschreibung und Preis-/Leistung“ entspricht 10% der Gesamtwertung

Beschreibung

JBL verspricht mit den Free X komplett kabellose In-Ear Kopfhörer, welche sich als flexibler Partner für Telefonate, Musik und einen aktiven Lebensstil eigenen. Zudem möchte man mit einer Gesamtlaufzeit von 24 Stunden punkten, sowie mit einem spritzwasserfesten IPX5-zertifizierten Gehäuse. 

Soweit kann ich hier fast allen Aussagen zustimmen. Bis auf die Aussage als flexibler Partner für Telefonate. Klar, man kann damit telefonieren, aber qualitativ ist dies nicht wirklich erstklassig. Um daheim mit jemand zu telefonieren, mag dies trotz dumpfen Klang gehen, doch unterwegs muss man oft das gesprochene wiederholen, da die Gesprächsperson nicht immer alles verständlich gehört hat. Daher macht das telefonieren mit den JBL Free X weniger Sinn.

Preis/Leistung

Die UVP der JBL Free X hat JBL mit 129€ festgesetzt. Online sind diese jedoch inzwischen teilweise für 99€ inkl. Versand erhältlich.  

Für diesen Preis bekommt man universelle True Wireless Kopfhörer, welche mit einem guten, stabilen Sitz und einem Transportcase mit ausreichender Akkureserve kommen. Des Weitern könne diese klanglich und durch ihr geringes Gewicht überzeugen.  

Was mir wiederum gar nicht gut gefällt ist die viel zu hohe Latenz, denn dadurch eigene sich die In-Ear nicht zum Filme und Videos, während der Zugfahrt schauen. Außerdem bin ich von dem verbauten Mikrofon etwas enttäuscht, denn dieses überträgt den Ton sehr dumpf und nimmt zu sehr die Umgebungsgeräusche auf. Verzichten muss man außerdem auf eine Lautstärkeregelung direkt über die Kopfhörer, dazu muss man nämlich leider immer ständig das Smartphone zur Hand nehmen. Das finde ich besonders im Winter durch das tragen von Handschuhen sehr nervig. Toll ist wiederum, dass JBL die Möglichkeit bietet ein neues Set der True Wireless In-Ears für 69,99€ nachzukaufen. Dies ist vor allem interessant, wenn ein Ohrhörer nach der Garantie kaputt geht, oder man einen davon verlieren sollte.

JBL Free X

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Somit ergibt sich unter Berücksichtigung aller Teilwertungen folgende testr – Bewertung:

TESTR GESAMTWERTUNG:
3,9 von 5

Wir bedanken uns beim Hersteller für die Bereitstellung des Produktes. Zu unseren Grundsätzen.

Link zum Hersteller: jbl.audio

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