Lautsprecher Teufel GmbH wurde 1980 in Berlin von Peter Tschimmel gegründet. Teufel fertigt HiFi-Komponenten wie Kopfhörer und Lautsprecher. Bekannt ist die Firma als Hersteller kompletter Audiosystem-Komponenten, wie z. B. kompletten Heimkino-Systemen. Der eine oder andere von euch hat sich sicherlich schon einmal gefragt, warum kein Elektronikfachmarkt Teufel Produkte im Sortiment besitzt. Das liegt daran, dass Teufel Produkte im mittleren Preissegment einzuordnen sind. Um die günstigen Preise zu ermöglichen, bietet das Unternehmen ihre Produkte ausschließlich als Direktversender über den eigenen Online-Shop an.
Vor Kurzem habe ich mit dem Real Blue NC Teufels neustes Over-Ear Flaggschiff vorgestellt. Dieser kam zusammen mit zwei weiteren Kopfhörern auf den Markt. Heute möchte ich euch den etwas günstigeren Teufel Real Blue vorstellen, dieser ist ebenfalls wie der Real Blue NC klappbar, besitzt einen Touch-Oberfläche mit der die Musik gesteuert werden kann, ist jedoch ohne Noise-Cancelling ausgestattet. Ob der Teufel Real Blue im Test überzeugen konnte, das erfahrt ihr in diesem Testbericht.
TEIL 1
Bestehend aus „Verpackung/Design/Verarbeitung“ entspricht 25% der Gesamtwertung
Verpackung
Die Verpackung des Real Blue gleicht bis auf die Schriftzüge mit dem Namen des Kopfhörers der vom Real Blue NC. Im Lieferumfang wurde zudem der Flugzeugadapter entfernt, das Ladekabel und das Klinkenkabel sind jedoch wie beim Teufel Teufel Real Blue NC dabei.
(Verpackung: 3,5 von 5 Punkten)
Design
Das Design des Real Blue ähnelt bis auf den Schieberegler an der linken Ohrmuschel und den schwarzen Luftauslässen dem des Real Blue NC. Die Bedienelemente sind an der rechten Ohrmuschel untergebrachten und durch die neue Touch-Oberfläche auf das wesentliche reduziert. Die Anordnung der Bedienelemente ist genau identisch zum Teufel Real Blue NC.
(Design: 4 von 5 Punkten)
Verarbeitung
Bei der Verarbeitung konnte ich keine besonderen Mängel feststellen. Das Gehäuse wurde zwar wie beim Real Blue NC aus Kunststoff gefertigt, doch dafür ist der Kopfhörer angenehm leicht und wirkt dennoch sehr stabil und robust, sodass diesem auch ein etwas gröberer Umgang nicht viel anhaben kann.
Leider fühlt sich auch hier die Oberfläche am Bügel etwas billig an. Aber keine Angst, zerbrechen tut hier nichts, es ist einfach dünn gehalten und die leicht raue Oberfläche des Kunststoffes vermittelt mir persönlich keinen so angenehmen Eindruck. Dies ist bei teureren Teufel Real Blue NC ebenfalls der Fall.
(Verarbeitung: 4 von 5 Punkten)
TEIL 2
bestehend aus „Funktion des Produktes“ entspricht 65% der Gesamtwertung
Kopfhörer-Art
Over-Ear-Kopfhörer
Kategorie
Kopfhörer mit Bluetooth
Farbe
Schwarz/Grau
Gewicht
254 Gramm
Material
Hochflexibler Kunststoff
Treiber
Jeweils links und rechts ein 40-mm-Linear-HD-Treiber mit Neodym-Magneten
Akkulaufzeit
Akkulaufzeit bis zu 30 Stunden im Bluetooth Betrieb
Frequenzbereich
20 – 20.000 Hz
Lieferumfang
Teufel Real Blue Over-Ear-Kopfhörer Transportetui mit Zubehörbeutel Micro-USB-Ladekabel 3,5 mm Klinke-Kabel (1,3 m lang)
Technische Daten des Teufel Real Blue
Tragekomfort
Mit knapp 254 Gramm gehört der Teufel Real Blue zu den leichteren Over-Ear-Kopfhörern auf dem Markt. Die beiden mit Kunstleder bezogenen Ohrpolster sind angenehm weich und gut belüftet. Zudem sind diese angenehm groß, sodass diese die Ohren sehr gut umschließen und beim Tragen ein relativ luftiges Gefühl geben. Zu dem angenehmen Tragekomfort trägt auch das gut gepolsterte Kopfband bei, welches mich ebenfalls positiv überzeugen konnte.
Teufel gibt an, dass die weichen Ohrpolster aufgrund des geringen Auflagedruckes auch für Brillenträger geeignet sind. Dies ist jedoch abhängig von den Brillenbügeln und dem eigenen Empfinden. Daher werde Brillenträger unter Umständen nach längerer Zeit merken, dass der Kopfhörer trotz den weichen Polstern etwas stärker auf die Brillenbügel drückt. Dies ist jedoch ein typisches Merkmal von Over-Ear Kopfhörern.
(Tragekomfort: 4 von 5 Punkten)
Klang
Teufel gibt an, dass die Real Kopfhörer-Serie so abgestimmt ist, dass diese für jede Musikrichtung uneingeschränkt geeignet sind. Dem kann ich soweit auch zustimmen, denn beim Testhören unterschiedlicher Musikgenres wie Jazz, Hip-Hop, Rock, usw. entpuppte sich der Real Blue als klanglich universal einsetzbar.
Den Frequenzbereich gibt Teufel mit den Standardwerten 20 Hertz bis 20 Kilohertz an. Die beiden links und rechts verbauten 40-mm Treiber mit jeweils einem Neodym-Magnet sollen für eine minimale Verzerrung sorgen. Abgerundet wird das ganze mit einer sehr niedrigen Nennimpadanz von 16 Ohm. So viel zu den technischen Daten, doch wie wirkt sich das ganze auf den Klang aus?
Die Mitten sind sehr ausgewogenen und sorgen für eine natürliche Wiedergabe von Stimmen. Dasselbe gilt auch für die Höhen, welche sehr neutral und klar rüberkommen. Im Bassbereich ist der Teufel Real Blue etwas kräftiger abgestimmt, sodass er mit einem tiefen und satten Bass punkten kann. Die räumliche Darstellung beherrscht der Real Blue ebenfalls sehr gut.
Das Telefonieren mit dem Teufel Real Blue funktioniert ganz gut, jedoch klingt die eingebaute Freisprecheinheit etwas mittelmäßig. Bei Videos oder Filmen konnte ich keine Verzögerungen feststellen.
(Klang: 4 von 5 Punkten)
Ausstattung
Der Teufel Real Blue ist nicht wie der 60€ teurere Real Blue NC mit Noise-Cancelling ausgestattet. Dies ist auch der größte Unterschied der beiden Kopfhörern. Die Bluetooth-Reichweite, sowie die Akkulaufzeit sind sich sehr ähnlich, auch wenn hier der Teufel Real Blue dank der fehlenden Geräuscheunterdrückung etwas länger durchhalten mag. Auch hier gilt jedoch: Leider kann man den Akku nicht selbst wechseln.
TRANSPORTETUI
Der Teufel Real Blue kommt in dem typischen Teufel Transportetui daher. Dieses ist sehr gut verarbeiteten und bietet im inneren Platz für den Kopfhörer selbst und sogar für den Zubehör. Dieses Transportetui kennen wir bereits von dem Teufel Mute BT. In einem kleinen Beutel mit Reißverschluss, der per Klettverschluss an der Innenseite des Etuis befestigt werden kann, findet das mitgelieferte Micro-USB-Ladekabel und das Klinken-Kabel platz.
(Ausstattung: 4,5 von 5 Punkten)
Koppeln & Reichweite
Die Verbindung zwischen dem Teufel Real Blue Kopfhörer und dem Abspielgerät, in meinem Fall das Apple iPhone X erfolgt über Bluetooth. Es handelt sich dabei um Bluetooth 4.1. Mit der Reichweite von knapp 16 Metern erreicht der Kopfhörer mehr, als Teufel angibt. In den Räumlichkeiten war die Reichweite mit zwei Wänden aus Rigips auf ca. 13 Metern begrenzt. Im freien Feld sind bis zu 16 Metern kein Problem, was deutlich mehr Freiheit im Alltag bietet.
Der Kopfhörer kann mit maximal zwei Geräten gleichzeitig verbunden werden und ist in der Lage, die letzten 6 Geräte, mit denen er bereits gekoppelt war zu merken. Sobald ich die Kopfhörer angeschaltet habe, hat sich dieser mit meinem iPhone automatisch verbunden. Er kann sich übrigens mit iOS-, Android-, Blackberry-, Mac-, Linux-, Windows- und Windows-Phone Geräten koppeln.
(Koppeln & Reichweite: 4 von 5 Punkten)
Akku
Die Akkulaufzeit des Real Blue gibt Teufel mit 30+ Stunden an. Falls der Akku leer sein sollte, dauert es knapp 2 Stunden, bis dieser wieder voll aufgeladen ist.
Aber wie sieht es in der Praxis aus? Diese Werte spiegelten sich auch im Praxistest wieder. Auf dem Weg zur Arbeit hörte ich täglich knapp 1,5 Stunden Musik und dies über einen Zeitraum von knapp 3 Wochen. Danach hatte ich immer noch knapp 20 % Akku laut Anzeige am iPhone X. Die Lautstärke der Musik hatte ich dabei bei ungefähr 70 %. Somit kann ich zum Akku sagen, dass mich die Laufzeit absolut überzeugt hat.Mir ist jedoch aufgefallen, dass man, während der Real Blue aufgeladen wird, keine Musik wiedergeben kann. Da ich diesen aber im Normalfall nachts auflade, ist dies für mich kein Problem.
(Akku: 4,5 von 5 Punkten)
TEIL 3
bestehend aus „Preis/Leistung“ entspricht 10% der Gesamtwertung
Beschreibung
Teufel wirbt den Real Blue als der kabellose Bluetooth-Kopfhörer, der den besten Sound seiner Klasse liefert. Das Klangbild ist weitestgehend neutral abgestimmt, lediglich der Tiefbass ist etwas angehoben, dieser überspielt jedoch auf keinem Fall die anderen Frequenzbereiche. Die maximale Lautstärke ist übrigens mehr als ausreichend, sodass ich den Real Blue selten auf maximal Lautstärke stellte. Die Laufzeit über Bluetooth mit bis zu 30 Stunden, kann sich absolut sehen lassen.
Preis/Leistung
Teufel hat mit dem Real Blue einen sehr guten Over-Ear Kopfhörer auf den Markt gebracht. Dieser kann absolut überzeugen. Der Preis von 169,99€ (UVP), aktuell für 149,99€ im Angebot, ist für das gebotene Klangbild, dem Design und der Verarbeitung gerechtfertigt. Wer auf der Suche nach einem Kopfhörer ist, der einen natürlich Klang mit kräftigen tiefen Bass bietet und auf Noise-Cancelling verzichten kann, der ist beim Teufel Real Blue genau richtig.
testr Gesamtwertung
unter Berücksichtigung aller Teilwertungen
Wir bedanken uns beim Hersteller für die Bereitstellung des Produktes. Zu unseren Grundsätzen
Fossil, Inc. ist ein US-amerikanisches Unternehmen mit Sitz in Richardson, Texas. Sie produzieren unter anderem Uhren und Schmuck für Damen und Herren, aber auch Handtaschen, Kleinlederwaren und Bekleidung hat das Unternehmen im Sortiment. Das Unternehmen wurde 1984 gegründet und beschäftigt weltweit rund 13.000 Mitarbeiter (Stand 2014). Zu der Fossil Group gehören inzwischen viele Marken wie: Misfit, Skagen, Armani Exchange, Diesel, DKNY, Emporio Armani, Michael Kors, Puma und einige mehr.
Fossil hat inzwischen mit seinen übernommenen Unternehmen und auch selbst zahlreiche Smartwatches und Hybrid-Smartwatches auf den Markt gebracht. Dabei handelt es sich um Uhren, die vom Äußerlichen aussehen wie eine normale analoge Uhr, aber im inneren mit Funktionen einer Smartwatch daher kommen.
Bei der Uhr welche ich euch heute vorstellen möchte, handelt es sich um die Fossil Q Control. Eine Smartwatch auf der Wear OS läuft und die dank Pulsmessung den Fokus auf Sport legt. Ob die Fossil Q Control im Alltag überzeugen konnte, erfahrt ihr in diesem Testbericht.
TEIL 1
Bestehend aus „Verpackung/Design/Verarbeitung“ entspricht 25% der Gesamtwertung
Verpackung
Die Verpackung der Fossil Q Control ist sehr schlicht gehalten. Die stabile weiße quadratische Verpackung ist mit nur wenigen Infos bedruckt. Auf der Oberseite ist neben dem Namen „Fossil“ die Uhr von oben betrachtet aufgedruckt. Auf der rechten und linken Seite der Verpackung ist erneut der Herstellername und direkt darunter der Name der Uhr „Q Control“ zu lesen. Die obere und untere Stirnseite zeigen die wichtigsten Funktionen der Smartwatch, dies wird durch kleine Symbole veranschaulicht. So zeigt z. B. eine kleine Figur, welche im Wasser schwimmt, dass die Uhr wasserdicht ist. Das Notensymbol zeigt wiederum, dass man über die Uhr die Musik-Wiedergabe auf dem Smartphone steuern kann und das Herz-Symbol, dass die Fossil Q Control den Puls messen kann. Betrachten wir die Unterseite der Verpackung, dann erfahren wir hier neben den Systemvoraussetzungen der Uhr noch das Herstellungsland.
Entfernt man den Deckel von der Box, dann wird sofort die Smartwatch ersichtlich, welche in einer Aussparung in Form eines „Q“ liegt. Das Display der Uhr ist, wenn ihr euch die Fossil Q Control neu bestellt durch eine Folie geschützt. Diese zeigt den gleichen Screen wie den auf der Verpackung. Da ich jedoch ein Leihgerät erhalten habe, war die Folie nicht mehr angebracht. Entnehmen wir den Q-Einsatz, samt der Q Control, befindet sich darunter das restliche Zubehör (eine Schnellanleitung und eine Garantieinformation). Entnehmen wir diese aus der Verpackung, wird noch eine kleine orangene Schachtel ersichtlich, auf der neben dem Namen „Fossil“ auch noch das Symbol für das Ladekabel abgebildet ist, welches sich darin befindet.
(Verpackung: 4 von 5 Punkten)
Design
Bei der Fossil Q Control handelt es sich um die erste Smartwatch aus dem Hause Fossil, welche nicht nur wasserdicht ist, sondern auch einen Herzfrequenzsensor verbaut hat. Daher eignet sich die Smartwatch technisch gesehen perfekt für den Alltag, aber auch genauso gut für sportliche Aktivitäten. Die Uhr ist in zwei Farbe erhältlich, die schwarze Uhr mit anthrazitfarbenen Gehäuse für Männer und die graue Uhr mit einem roségoldenen Gehäuse für Frauen. Beim Gehäuse handelt es sich um ein Edelstahlgehäuse, dadurch ist die Uhr jedoch mit 70 Gramm etwas schwerer wie einige Smartwatches der Konkurrenz. Dies liegt jedoch auch an der Höhe, denn mit knapp 14 mm ist die Fossil Q Control mir persönlich etwas zu dick für eine sonst so schlicht gehaltene Smartwatch.
Der mittlere Teil der Unterseite an der sich der Herzfrequenzsensor befindet, besteht aus schwarzem Kunststoff, welcher einen robusten Eindruck macht. Ebenso ist auch das Silikonarmband auf der Oberseite in Schwarz gehalten und in der Arm-Innenfläche grau. Die Dornschließe besteht wie das Uhrengehäuse aus dem anthrazitfarbigen Edelstahl.
Das Design der Q Control ist Fossil sehr gut gelungen. Mir gefällt besonders gut, dass man hier auf ein rundes 45 mm AMOLED-Display gesetzt hat. Zudem ist der Rand um das Display relativ dünn gehalten, sodass die Uhr inkl. Rand knapp 55 mm im Durchmesser misst. Der Rand ist nicht ohne Funktion, denn dieser ist zudem ebenfalls berührungsempfindlich und so kann man sich auch mithilfe von diesem durch das Menü navigieren.
Das Armband der Fossil Q Control besteht aus einem Silikon, was sich sowohl im sportlichen Einsatz, aber auch im Alltag ganz angenehm trägt. Das Armband kann bei Bedarf jedoch einfach durch jedes weitere von Fossil angebotene Band ausgetauscht werden, sofern dieses ebenfalls 20 mm breit ist.
Das Display der Uhr steht minimal über die schmale Lünette über, daher sollte man beim Ablegen darauf achten, dass das Displayglas nicht verkratzt. Beim Runterfallen kann es daher schnell passieren, dass das Glas bricht. An der rechten Seite der Uhr befindet sich eine kleine Krone, bei der es sich um den Einschaltknopf handelt, mit diesem Knopf gelangt man zudem schnell zum Zifferblatt zurück. Ausschalten kann man die Fossil Q Control leider nur umständlich im Menü, nicht direkt über den seitlichen Knopf. Die Bedienung erfolgt zum Großteil jedoch über das Touchscreen. An der Unterseite der Fossil Q Control befinden sich auch die Ladekontakte, hier wird das mitgelieferte Ladekabel angeschlossen.
(Design: 4 von 5 Punkten)
Verarbeitung
Trotz, dass es sich bei der Fossil Q Control um eine sportliche Smartwatch handelt, macht diese einen sehr schönen und zudem von der Verarbeitung einen hochwertigen Eindruck. Die Spaltmasse sind sehr gleichmäßig und die Materialien harmonieren sehr gut miteinander.
Zudem ist die Uhr bis 5 ATM (50m) Wasserdicht, daher muss man diese theoretisch beim Duschen, Händewaschen und auch beim Schwimmen nicht ablegen. Dennoch würde ich nicht dazu raten, mit ihr zu Tauschen, da dabei eventuell der Maximaldruck von 5 bar überschritten werden könnte. Das die Armbänder einfach per Schiebemechanismus getauscht werden können ist ebenfalls positiv und funktioniert sehr einfach.
(Verarbeitung: 4,5 von 5 Punkten)
TEIL 2
bestehend aus „Funktion des Produktes“ entspricht 65% der Gesamtwertung
Art der Uhr
Sport-Smartwatch mit Herzfrequenzsensor
Display
45mm AMOLD-Display (Auflösung 454 x 454 Pixel)
Touch-Display
ja; Rand um Display ist ebenfalls berührungsempfindlich
Fossil Q Control Ladekabel Garantiekarte Bedienungsanleitung
Technische Daten der Fossil Q Control
Tragekomfort
Die Größe der Fossil Q Control ist für den Alltag perfekt, so kann man alles prima ablesen, ohne das die Uhr am Handgelenk total klobig wirkt. Dass es sich bei der Q Control um eine sportliche Smartwatch handelt, erahnt man nur am mitgelieferten Armband und am Herzfrequenzsensor. Würde man das Armband gegen eines aus Leder tauschen, dann würde dies einer Person, welche die Uhr nicht kennt kaum auffallen. Durch die große Unterseite hat die Uhr eine größere Auflagefläche und verteilt den Druck schön gleichmäßig auf dem Handgelenk.
Es würde meiner Meinung nach nicht schaden, wenn die Uhr knapp 2 bis 4 mm dünner wäre, denn dies würde sich positiv auf das Gesamtgewicht auswirken. Doch damit würde sich sicherlich die Akkulaufzeit deutlich reduzieren.
Bevor man die Fossil Q Control in Betrieb nehmen kann, muss diese erst einmal aufgeladen werden. Mit dem Ladeanschluss bin ich soweit zufrieden, dieser wird an der Unterseite angeschlossen und hält daran sicher, auch wenn man die Uhr etwas bewegt. Als Betriebssystem läuft auf der Q Control Wear OS. Es handelt sich dabei zwar um ein Google (Android) Betriebssystem, doch dieses funktioniert auch mit iOS-Devices ohne Probleme. Jedoch muss man als iOS-Nutzer auf ein paar Funktionen verzichten.
Um das Smartphone mit der Uhr zu verbinden, muss zuvor die Wear OS App (erhältlich für iOS und Android) auf das Smartphone geladen werden. Sobald man die App startet, leitet diese einen Schritt für Schritt durch die Einrichtung der Smartwatch durch. So müsst ihr diese zuerst via Bluetooth mit eurem Smartphone koppeln, um anschließend auch das WLAN-Modul der Q Control zu nutzen, denn die Uhr besitzt beides. Zuvor muss die Uhr aber auch noch mit eurem Google-Account verbunden werden. Um die Uhr mit dem WLAN zu koppeln, müsst ihr an der Uhr, sobald ihr dazu aufgefordert werdet, euer WiFi-Netzwerk auswählen, um dann anschließend das Passwort am Smartphone einzugeben. Dies funktioniert wunderbar und ohne Probleme, innerhalb von knapp 10 Minuten ist die Fossil Q Control eingerichtet und einsatzbereit.
Die Bedienung erfolgt dann fortan vorrangig auf der Fossil Q Control selbst mit der seitlichen Bedientaste und dem Touchscreen. Lediglich um Google-Fit das erste Mal einzurichten usw. wird noch das Smartphone benötigt.
(Einrichtung & Bedienung: 4 von 5 Punkten)
Display
Bei der Fossil Q Control kommt ein 45 mm großes AMOLED-Display zum Einsatz. Dieses ist sehr gut ablesbar, spiegelt mir persönlich jedoch bei direktem Sonnenlicht etwas zu sehr. Im Großen und Ganzen hält sich dies jedoch in Grenzen. Die Farben und der Schwarzwert des AMOLED-Displays sind gut, aber mit einer Apple Watch kann das Display nicht ganz mithalten.
Das 45 mm Display bietet eine Auflösung von 454 x 454 Pixeln. Die Helligkeit kann in den Einstellungen in mehrere Stufen festgelegt werden und geht im Alltag in Ordnung. Selbst bei direkter Sonneneinstrahlung konnte ich das Display gut ablesen, das Problem war hier vielmehr das erwähnte Spiegeln.
(Display: 4 von 5 Punkten)
Funktionen
Fossil hat die Q Control explizit als Sport-Smartwatch angepriesen. Besondere Sport-Apps hat man hier jedoch nicht vorinstalliert, man muss sich von Werk aus mit Google-Fit-Training zufriedengeben.Dies reicht jedoch auch den meisten im Normalfall aus, denn hier werden einem zahlreiche Sportarten zur Auswahl angeboten. Dazu zählen beispielsweise Sportarten wie Laufen, Kraftsport, Boxen usw. Über den Play Store können zudem nach belieben weitere Apps geladen werden.
Was mich etwas an der Q Control stört, ist das diese kein eigenes GPS-Modul besitzt. Möchte man beim Training genaue Distanzen oder Strecken usw. aufzeichnen, muss man somit unbedingt das Smartphone mitnehmen. Dies mag sich zwar bei der Akkulaufzeit positiver auswirken, aber viele andere Hersteller haben ihre Sport-Smartwatches mit einem GPS-Modul ausgestattet, sodass man nicht zwingend ein Smartphone beim Joggen mitnehmen muss. Dafür ist jedoch ein Herzfrequenzsensor verbaut, sodass man z. B. beim Joggen oder bei jedem sonstigen Sport jederzeit seinen Puls überwachen kann.
Die Fossil Q Control beherrscht auch noch weitere Funktionen außer das Aufzeichnen von sportlichen Aktivitäten, denn schließlich ist sie nicht umsonst als Smartwatch deklariert. So informiert diese auch über eingehende Nachrichten auf einem Smartphone, diese zeigt sie nicht nur auf dem Display an, sondern macht durch Vibration auf diese aufmerksam. Bei Android Smartphones bestehen hier keinerlei Einschränkungen, auch auf dem iPhone wurde ich über eingehende News, WhatsApp-Nachrichten usw. informiert und kann diese mit einem Klick komplett auf der Smartwatch lesen, jedoch nicht beantworten.
(Funktionen 4 von 5)
Akku
Die Akkulaufzeit der Fossil Q Control variiert sehr stark von der Nutzungsintensität. Dies ist natürlich bei allen Smartwatches und Smartphones der Fall. Doch bei der Fossil Q Control war ich sehr enttäuscht.
Zuvor möchte ich jedoch auch erwähnen, das Fossil auf der Webseite angibt, dass die Uhr kontaktlos per Induktion geladen wird, dies ist jedoch nicht so, denn aufgeladen wird diese über die vier PINs auf der Unterseite. Doch nun zum großen Kritikpunkt der Akkulaufzeit. Im Alltag habe ich die Smartwatch mit den Standard-Einstellungen wie sie ab Werk geliefert wird genutzt, dabei ist die Helligkeit des Displays auf einen mittleren Wert eingestellt. Besondere Apps, die z. B. meine Aktivitäten wie Puls, Schritte usw. aufzeichnen habe ich nicht genutzt. Schon hier hatte ich Probleme, dass die Akkulaufzeit bis zum Ende des Tages reicht. Die Smartwatch verbraucht so viel Energie, dass diese auch ohne große Nutzung beim Tragen vor Ende des Tages leer war.
Es ist verständlich das der Pulsmesser, Bluetooth usw. Strom verbraucht, aber es ist noch nicht einmal ein GPS-Modul wie z.B. bei der Apple Watch verbaut. Diese hält bei mir bei gleicher Nutzung problemlos ein bis zwei Tage durch und das, obwohl diese dünner ist. Die Akkulaufzeit kann man zwar durch das deaktivieren von einigen Funktionen wie z. B. „OK Google “oder durch die Reduzierung, der Helligkeit des Displays verlängern, aber dieses macht für mich keinen Sinn.
(Akku: 2 von 5 Punkten)
TEIL 3
bestehend aus „Preis/Leistung“ entspricht 10% der Gesamtwertung
Beschreibung
Fossil wirbt die Q Control als Smartwatch für sportliche Aktivitäten. Diese eignet sich hiefür zwar schon, aber besonders lange kann man seine Aktivitäten nicht aufzeichnen, denn dafür ist der Akku nicht besonders gut. Zudem fehlt für mich als Smartwatch für den Sport ein GPS-Modul, denn wenn ich am Wochenende Joggen gehe, möchte ich nicht unbedingt noch mein großes Smartphone in die Hosentasche stecken müssen, wenn ich darauf bei anderen Smartwatch-Herstellern verzichten kann. Diese beiden Kritikpunkte kann ich nicht abstreiten, das ist etwas schade, denn vom Design, der Verarbeitung und von den restlichen Funktionen bin ich mit der Uhr eigentlich zufrieden.
Preis/Leistung
Die Fossil Q Control bietet mit einer UVP von 299€ (aktuell auf 209€ reduziert) einen relativ günstigen Einstieg in die Welt der Smartwatches. Wäre nun noch ein GPS-Modul verbaut und die Akkulaufzeit würde zumindest einen ganzen Tag ausreichen, so dann könnte ich die Smartwatch voll und ganz empfehlen. So gibt es leider keine volle Empfehlung. Abgesehen davon bietet diese nämlich viele Funktionen, ist wasserdicht, besitzt einen Herzfrequenzsensor und kann vom Design und der Verarbeitung überzeugen.
testr Gesamtwertung
unter Berücksichtigung aller Teilwertungen
Wir bedanken uns beim Hersteller für die Bereitstellung des Produktes. Zu unseren Grundsätzen
nello wurde im Jahr 2014 von den beiden Gründern Christoph Baumeister und Daniel F. Jahn in München gegründet. Nach kurzer Zeit konnten die beiden Gründer die Ingenieure Ermal, Curie und Timur von ihrer Idee des smarten Türöffners überzeugen und so verbrachten sie drei Monate in New York. Dort nahm ihre Idee eine Form an und genau diese möchte ich euch heute vorstellen.
Bei dem smarten Türöffner handelt es sich um nello one. Dieses kleine Gerät mach eine vorhandene Gegensprechanlage WLAN-fähig und dadurch kann man bequem die Haustüre ohne Schlüssel öffnen, oder erhält Benachrichtigungen, wenn jemand geklingelt hat. Ich habe mir den nello one genauer angeschaut. Wie gut dieser im Alltagstest abgeschnitten hat und wie die Installation abläuft, das erfahrt ihr in diesem Testbericht.
TEIL 1
Bestehend aus „Verpackung/Design/Verarbeitung“ entspricht 25% der Gesamtwertung
Verpackung
nello one kommt in einer kleinen, länglichen, schwarzen Pappverpackung daher. Die Verpackung ist sehr schlicht gestaltet und mit einigen Infos zum Produkt versehen. Insgesamt macht die Verpackung einen stabilen Eindruck.
Die Oberseite ziert neben dem Aufdruck des Logos des Unternehmens, noch den Namen „nello one“ und dem Satz „ make your intercom smart“. Auf der rechten Seite sind einige Infos zum Unternehmen und dem Lieferumfang abgebildet. Auf der Rückseite werden die besonderen Funktionen des nello one erklärt, wie das Ganze funktioniert und welche Systemvoraussetzungen vorhanden sein müssen.
Schiebt man die weiße Innenverpackung aus der Hülle, dann erscheint direkt ein grüner Einleger, welcher einem erklärt wie man mit der Installation vorgehen soll. Entnehmen wir diesen, befindet sich im obern Drittel der Verpackung der nello one selbst und in einer kleinen Hülle ein Schraubendreher, mehrer Drähte mit verschiedenen Farben, ein Klebepad und eine kleine Beschreibung. Bei der Beschreibung handelt es sich jedoch nicht um eine Bedienungsanleitung, denn die Installation wird in der App erklärt, dazu aber später mehr.
(Verpackung: 3,5 von 5 Punkten)
Design
Beim nello one handelt es sich um ein kleines Gerät, welches mit den Maßen 57 mm x 50 mm x 14 mm (LxBxT) daher kommt. Das Gehäuse besteht aus schwarzem Kunststoff, was für den Einsatzzweck mehr als ausreichend ist. Auf der Oberseite ist knapp 3 mm erhaben das große nello-Logo und links darunter noch einmal in klein der „nello“ Schriftzug zu lesen. An der rechten Ecke befindet sich noch eine kleine Status-LED, welche über den aktuellen Betriebsstatus informiert.
An der linken Seite befindet sich eine kleine Aussparung, in welcher etwas vertieft der Reset-Knopf liegt. Dieser wird lediglich für das zurücksetzen des nello one benötigt. Die Rückseite zeigt die Modellnummer, den Namen des Gerätes und die Adresse des Unternehmens. Zu guter Letzt befinden sich an der Unterseite die fünf Anschlüsse für die mitgelieferten Kabel.
Beim Design würde ich lediglich kritisieren, dass es den nello one nur in Schwarz gibt. Praktisch wäre z.B. wenn man den nello one auch in weiteren Farben wie Braun und Weiß anbietet, oder es möglich wäre, die Frontblende auszutauschen.
(Design: 4 von 5 Punkten)
Verarbeitung
An der Verarbeitung des nello one gibt es nichts zu kritisieren, auch der Zubehör, macht einen stabilen und hochwertigen Eindruck. Für die Montage ist im Lieferumfang alles enthalten, was dafür benötigt wird.
Zwar passt bei mir das nello one nicht in das Gehäuse meiner Gegensprechanlage, aber ich konnte es dank dem mitgelieferten Klebepad neben der Gegensprechanlage anbringen. Man sieht lediglich die 5 dünnen Kabel zwischen den beiden Geräten, was mich persönlich jedoch nicht stört, da das ganze sowieso unter einem Hängeschrank in der Küche hängt. Die mitgelieferten Kabel werden einfach in die angegebenen Steckplätze gesteckt und halten darin bombenfest. Auch das Gehäuse des nello one macht einen sehr hochwertigen und stabilen Eindruck.
(Verarbeitung: 4 von 5 Punkten)
TEIL 2
bestehend aus „Funktion des Produktes“ entspricht 65% der Gesamtwertung
Funktion
macht die Gegensprechanlage WLAN-fähig
Batterie
keine, wird automatisch mit Strom versorgt
Abmessungen
57 mm x 70 mm x 14mm
Material
Kunststoff (teilweise Hochglanz)
Kompatibilität
Funktioniert mit vielen Gegensprechanlagen, bitte zuvor auf der Herstellerseite prüfen.
Erweiterbar
mit smartem Türschloss kompatible
Lieferumfang
nello one Klebeband Beschreibung Schraubendreher 6 Kabel (zum Anschließen des nello one an die Gegensprechanlage)
Technische Daten des nello one
Einrichtung & Konfiguration
Der nello one muss wie eingangs bereits erwähnt mit der Gegensprechanlage eures Hause bzw. eurer Wohnung angeschlossen werden. Das System ist mit zahlreichen Gegensprechanlagen verschiedener Hersteller kompatible, alle werden jedoch nicht unterstützt. Damit man nicht erst nach dem Kauf des nello one bemerkt, dass dieser ausgerechnet mit der eigenen Gegensprechanlage nicht Kompatible ist, empfiehlt es sich den Kompatibilitätscheck, den man auf folgender Webseite findet durchzuführen. Dafür benötigt ihr jedoch auch die Modellbezeichnung eurer Gegensprechanlage, diese findet man entweder an der Verpackung, oder wenn es eine alte Gegensprechanlage wie bei mir ist im inneren der Gegensprechanlage. Diese zu öffnen ist nicht sonderlich schwer, denn die Oberschale ist lediglich geklipst.
Sofern eure Gegensprechanlage kompatibel ist, könnt ihr nello one problemlos bestellen und sobald das Gerät bei euch angekommen ist, kann es mit der Installation losgehen. Dazu benötigt man zu aller erst die nello App, welche für iOS und Android kostenlos geladen werden kann.
Ist die nello App erfolgreich geladen, kann diese gestartet werden. Gleich zu beginn müsst ihr euch jedoch einmalig registrieren, dazu muss neben einer E-Mail Adresse und einem Passwort auch der Vor-/ Zuname und die komplette Adresse angegeben werden. Anschließend führt einen die App Schritt für Schritt durch die Installation des kleinen nello one.
Dazu öffnet man zuvor die Gegensprechanlage und wählt in der App den Hersteller der Gegensprechanlage und das richtige Modell aus, welches auf der Platine im Inneren steht. In meinem Fall ist es das Modell HT411-02 von Siedle. Nun zeigt euch die App, welche Kabel ihr benötigt und steckt diese wie angegeben in die jeweilige Nummer an der Unterseite im nello one. Ich habe fünf Kabel für meine Gegensprechanlage anschließen müssen.
Hat man diesen Schritt erledigt, klebt man den nello one am besten mit dem mitgelieferten Klebepad an die Wand über oder neben die Gegensprechanlage. Nun habe ich meine Gegensprechanlage, welche mit zwei Schrauben befestigt ist leicht gelöst, um die Kabel hinter dieser nach vorne zu den vielen weiteren Kabeln einzufädeln. Anschließen habe ich diese Schrauben wieder leicht angezogen.
Der nächste Schritt befasst sich nun mit dem Anschließen der Kabel an die Platine der Gegensprechanlage. In der App wird euch sehr gut erklärt, an welchen Anschluss, welches Kabel kommt. Habt ihr beim Anschließen an den nello one keine Farbe vertauscht, sollte diese selbst für einen Anfänger kein Problem darstellen. Den Schlitzschraubendreher zum lösen der Klemmschrauben liefert nello übrigens mit.
Hier seht ihr den Plan, welches Kabel ich bei mir wo anschließen musste.
Habt ihr alles richtig angeschlossen, sollte die kleine Status LED am nello one anfangen aufzublinken. Dies deutet darauf hin, das sich der im nello one verbaute Supercup gerade auflädt, bis die LED wieder ausgeht, was bei mir Nichtmal 30 Sekunden dauerte.
Nun muss der kleine nello one noch mit eurem WLAN verbunden werden, da nur damit das komfortable öffnen der Tür per Smartphone möglich ist. Sobald man dazu aufgefordert wird, wählt man sein WLAN-Netz aus und gibt das Passwort ein. Nun muss man wie in der App angegeben, das Smartphone mit dem Display auf die Oberseite des nello one auflegen. Anschließend überträgt das Display am Smartphone die WLAN-Daten per Lichtimpulse an nello one. Dieser verfahren dürften viele von euch auch von ihrem optischen TAN-Generator kennen. Die Durchgabe des Codes dauert etwas länger, daher ist etwas Geduld gefragt. Im Anschluss kann man die Gegensprechanlage wieder zusammenbauen und soll wie in der App beschrieben zur Hauseingangstür gehen und dies bestätigen, sobald man dort ist. Nun muss man die Klingel betätigen und dies ebenfalls in der App bestätigen. Anschließen noch einmal klingeln und nello one sollte den Türsummer auslösen und ihr solltet automatisch die Tür öffnen können.
Kommen wir nun zu der nello-App, in der man einige Einstellungen und Funktionen findet, die im Zusammenspiel mit dem nello one möglich sind. Anders wie ich bereits im Internet gelesen habe, ist die App inzwischen komplett in Deutsch geschrieben. Startet man die App, sieht man, dass diese in fünf Hauptseiten unterteilt ist, durch die man sich anhand der fünf Symbole unten navigiert.
Beim ersten Hauptfenster handelt es sich um Activity-Feed, hier werden einem sämtliche Aktivitäten angezeigt, die man in der App vorgenommen hat oder die an der Klingel bzw. Gegensprechanlage geschehen sind. So wird hier z. B. angezeigt, wenn jemand geklingelt hat oder nello one euch die Tür geöffnet hat. Zudem werdet ihr auch per Push-Benachrichtigung informiert, wenn geklingelt oder die Tür geöffnet wurde.
Im nächsten Menü dem sogenannten Smart Key Sharing, könnt ihr weiteren Nutzer eurer Familie oder guten Freunden Zutritt zu eurem Haus bzw. eurer Wohnung geben. Hierfür gebt ihr den Namen und die Mail-Adresse der Person an und legt fest, ob diese ein Administrator ist (kann dann die nello one wie ihr selbst verwalten) und ob derjenige einen permanenten Zutritt zum Haus bekommen soll oder nur bei bestimmtes einmaligen oder wiederholendes Zeitfenstern (z.B. immer montags um 16 Uhr). Diese Funktion ist vor allem praktisch, wenn jemand von meiner Verwandtschaft etwas vorbei bringen wollte, was derjenige nicht einfach so im Freien stehen lassen möchte. Einladen könnt ihr maximal 10 Personen auf einmal.
Das mittlere Menü mit dem Schloss-Symbol ermöglich euch, den Türsummer bequem per Swipe auszulösen. Somit könnt ihr euch entweder selbst per Smartphone die Hauseingangstür öffnen, oder wenn jemand klingelt den Summer bequeme per Smartphone auslösen. Wer Alexa in seinen eigenen vier Wänden hat, kann mit dem Befehl „ Alexa, öffne nello“ die Tür auch per Sprachbefehl öffnen.
Über das Zahnrad in der rechten obern Ecke können einige Einstellungen vorgenommen werden. So kann man hier z. B. das sogenannte Homezone-Unlock aktiveren, was eine sehr praktische Funktion ist. Ich musste nach dem aktiveren lediglich mein Smartphone in der Tasche haben und ganz einfach an der Haustürklingel klingeln. Nello erkennt dann das ich bzw. mein Smartphone in der Nähe ist und öffnet die Tür. In der App kann man den Radius einstellen ab wann nello die Funktion aktiviert und wie lange die nach dem betreten des Radius aktiviert bleiben soll. Blöd ist hier nur, solltet ihr euer Smartphone verlieren, hat der Dieb automatisch Zutritt zu eurer Haustür. Jedoch müsste er zum einen wissen, wo der Besitzer des Smartphones wohnt und sofern ihr eurer Haustüre mit dem Schlüssel zusätzlich abgeschlossen habt, bringt es ihm nichts, da nello one die Tür nicht aufschließen kann, sondern lediglich den Türsummer aktiviert.
Im vorletzten Menüpunkt kann ein Zeitfenster eingestellt werden, in dem die Haustür automatisch beim Klingel geöffnet werden soll. Diese Funktion ist vor allem dann praktisch, wenn man eine Geburtstagsparty feiert und die Gäste nach und nach eintreffen. Durch das eingestellte Zeitfenster muss man nicht jedes Mal zur Tür laufen, sonder die Tür wird beim Klingeln automatisch geöffnet.
Das letzte Menü erlaubt das Hinzufügen von verscheiden Lieferdiensten. Aktuell werden folgende Lieferdienste unterstützt:
Im Großen und Ganzen handelt es sich bei dieser Einstellung ebenfalls um ein Zeitfenster, welches festgelegt wird, bei dem der Paketbote Zutritt zu eurer Hauseingangstür erhält. Der Unterschied liegt jedoch darin, dass dieses Zeitfenster einem bestimmten Lieferdienst zugeordnet wird.
Bei der Auswahl des jeweiligen Lieferdienstes bekommt ihr an Anleitung angezeigt, was ihr bei dem jeweiligen Unternehmen wo hinterlegen solltet, damit alles erfolgreich klappt. So kann z. B. bei Amazon in am Ende der Bestellung unter dem Punkt: „Was passiert, wenn ich nicht zuhause bin?“ Folgendes angeben werden: Bevorzugte Nachbarin einen Hacken setzen und angeben, dass das Paket vor der Wohnungstür abgestellt werden soll.
Diese Funktion habe ich in meinem Test jedoch nicht genutzt, da ich in einem Haus wohne, und hier der Lieferdienst somit direkt in meinem Haus wäre. Wenn ich jedoch in einer Wohnung wohnen würde, wo eine Hauseingangstür vorhanden wäre, spricht nichts gegen diese Funktion. Hier würde der Lieferdienst nämlich nur zutritt zu dieser und nicht zur Wohnungstür erhalten.
nello bietet beim Kauf auch eine Paketversicherung in Deutschland an. Diese ist in Zusammenarbeit mit AXA und kostet im Jahr 49€. Die Mindestlaufzeit beträgt 1 Jahr und verlängert sich automatisch, sofern diese nicht gekündigt wird. Abgesichert sind die Paket ab dem Abstellen vom Paketboten bis zu 500€ gegen Diebstahl, Feuer und Mut- sowie Böswillige Beschädigungen.
(Funktionsumfang und Bedienung: 4 von 5 Punkten)
TEIL 3
bestehend aus „Preis/Leistung“ entspricht 10% der Gesamtwertung
Beschreibung
nello one macht deine vorhandene Gegensprechanlage WLAN-fähig – und mit der nello App hast du alles unter Kontrolle. So beschreibt das Unternehmen das Produkt. Zudem wird damit geworben, dass die Installation unkompliziert sei und ohne Elektriker vorgenommen werden kann.
Ich kann den Punkten auch soweit zustimmen. Die Installation ist dank der App wirklich sehr einfach und wird einem sehr gut Schritt für Schritt erklärt. nello one darf übrigens auch ohne die Genehmigung des Vermieters installiert werden, da das Gerät in kurzer Zeit wieder ohne Rückstände entfernt werden kann.
Ich finde die Funktion vor allem dann praktisch, wenn man die Hände vom Einkauf voll hat und nur mit dem Ellenbogen an die Klingel kommt. Sofern die Türe nicht abgeschlossen ist, öffnet nello one die Türe zuverlässig. In meinem Test gab es keine Serverausfälle oder Ähnliches, immer wenn ich geklingelt habe, hat mir nello one dank Homezone Unlock die Tür geöffnet.
Preis/Leistung
Mit einer UVP von 149 € ist nello one zwar nicht gerade günstig, macht jedoch den Alltag bzw. das eintreten ins Haus etwas komfortabler. Für Hauseigentümer ist das ganze System ebenso nutzbar wie für Wohnungsbesitzer. Beachten sollte man jedoch, das nello one lediglich den Türsummer der Gegensprechanlage auslöst und nicht die Tür aufschließen kann. Ist diese also zugeschlossen, bringt euch das ganz nicht viel. Hierfür arbeitet nello aber mit Anbietern von smarten Schlössern wie Nuki zusammen, die in Kombination mit nello one die Türe auch aufschließen können.
Wünschen würde ich mir jedoch, dass man das Gehäuse des nello one wechseln kann. Nicht jeder mag über einer weißen Gegensprechanlage ein schwarzes Kästchen hängen haben. Des Weiteren wäre nello one eventuell für einen Preis von etwa 99€ für mehr Leute interessant, da fast 150€ für die aktuell gebotenen Funktionen einfach ein hoher Preis ist, den nicht jeder bereit ist auszugeben.
testr Gesamtwertung
unter Berücksichtigung aller Teilwertungen
Wir bedanken uns beim Hersteller für die Bereitstellung des Produktes. Zu unseren Grundsätzen
Audio-Technica ist ein weltweit agierendes Unternehmen, dessen Hauptsitz sich in Machida einer Stadt in Präfektur Tokio, Japan befindet. Das Unternehmen wurde im Jahr 1962 von Hideo Matsushita in Tokio, Shinjuku-ku gegründet.
Audio-Technica befasst sich mit der Entwicklung, der Vermarktung und dem Vertrieb von Audioausrüstung für verschiedenste Anwendungen. Ursprünglich bekannt für die Herstellung von Tonabnehmersystemen für Plattenspieler, fertigt Audio-Technica heute auch Mikrofone, Drahlossysteme, Mischer, einige Produkte für den Einsatz auf der Bühne, im Studio- und Heimbereich und auch Kopfhörer.
Aus der letzten Kategorie möchte ich euch heute ein interessantes Produkt vorstellen, denn vor Kurzem hat Audio-Technica neue In-Ear Sportkopfhörer vorgestellt. Ich möchte euch darunter das neue Model den Audio-Technica ATH-SPORT70BT genauer vorstellen. Dabei handelt es sich um einen Bluetooth-In-Ear Kopfhörer, welcher mit einem 9mm Treiber ausgestattet ist und mit einer zusätzlichen Technologie mit dem Namen „Hear-through“, welche es ermöglicht, durch das Antippen des linken Ohrhörer sofort die Umgebungsgeräusche hörbar zu machen.
Doch kann der ATH-SPORT70BT auch mit seinem Klang und weiterem überzeugen? Das verrate ich euch im folgendem Test! Ich habe mir für euch den neuen In-Ear Kopfhörer in der Farbe Schwarz mal genauer angeschaut.
TEIL 1
Bestehend aus „Verpackung/Design/Verarbeitung“ entspricht 25% der Gesamtwertung
Verpackung
Die Verpackung des Audio-Technica ATH-SPORT70BT ist überwiegend in Weiß gehalten. Der Deckel zum Aufklappen auf der Oberseite, der durch zwei Magneten verschlossen gehalten wird, gefällt mir sehr gut. Dieser wird von der rechten Seite hinweg, komplett nach links aufgeklappt. Direkt auf der Vorderseite ist ein Mann abgebildet, welcher den ATH-SPORT70BT trägt. Zudem sehen wir hier neben dem Logo des Unternehmens, den Namen der In-Ears, sowie einige besondere Funktionen, z. B. dass es sich um Sport-Kopfhörer handelt, diese nach IPX5 gegen Spritzwasser und Schweiß geschützt sind und in der Farbe schwarz sind.
Auf der rechten Seite, welche ebenfalls mit aufgeklappt wird, ist erneut der Name des In-Ears zu lesen und zudem sind hier die Ohrhörer komplett dargestellt. Auf der gegenüberliegenden Seite sehen wir weitere wichtige Ausstattungsmerkmale, zu diesen zählen unter anderem, eine Laufzeit von bis zu 6 Stunden, die „Hear-through“ Technologie und die beiden verbauten 9 mm Treiber.
Die Rückseite zeigt uns neben den wichtigsten technischen Daten auch noch den Lieferumfang sowie eine kleine Erklärung zu der besonderen „Hear-through“ Funktion. Klappt man den Deckel auf, sieht man den In-Ear-Kopfhörer durch ein großes Sichtfenster. Auf der Innenseite des Deckels ist zudem noch einmal die Hand des Mannes von der Vorderseite zu sehen, wie diese einen der Ohrhörer in den Händen hält.
Entfernt man das Sichtfenster der Innenverpackung, findet man den Audio-Technica ATH-SPORT70BT an einem festen Platz in einem Kunststoff-Einsatz untergebracht. Hebt man den Einsatz samt In-Ear Ohrhörer an, befindet sich darunter noch eine Aufbewahrungstasche, in welcher der restliche Lieferumfang verstaut ist. Darin findet man ein micro-USB-Ladekabel und die verschiedenen Ohrtips. Unter der Tasche ist noch eine kleine Bedienungsanleitung und weitere Broschüren beigefügt. Bei dem Lieferumfang an Silikon-Ohrtips stehen vier Größen, zur Auswahl: Die Größen XS, S, M und L, zudem liegt ein paar COMPLY-Memoryschaum-Ohraufsätze in der Größe M bei.
(Verpackung: 3,5 von 5 Punkten)
Design
Die ATH-SPORT70BT kommen in einem schlichten und modernen Design daher. Es handelt sich bei den Ohrhörern um eine kabellose Ausführung, bei der lediglich die beiden In-Ears mit einem 2 mm dicken Kabel verbunden sind. Zwischen dem Kabel befindet sich für sportliche Tätigkeiten eine praktische Kabelzusammenführung, womit das Kabel ganz einfach festgezogen werden kann, damit dieses nicht stört.
Zwischen dem gummierten Kabel, welches die beiden Ohrhörer miteinander verbindet, befindet sich eine kleine 3-Tasten-Fernbedienung. Über diese kann man durch Längeres drücken der mittleren Taste die Ohrhörer Ein-/Ausschalten. Ebenfalls kann man die Musik mit dieser Taste nach dem Einschalten pausieren oder wieder weiterspielen. Mit den beiden + und – Tasten kann man nicht nur die Lautstärke verändern, sonder durch Zweimaliges drücken hintereinander der + oder – Taste einen Titel vor oder zurückspringen. Durch das zweimalige drücken der mittleren Taste wird der Sprachassistent auf dem Smartphone aktiviert, in meinem Fall Siri.
Am linken Ohrhörer befindet sich der Micro-USB-Ladeanschluss, ein Mikrofon, welches für Telefonate genutzt wird und auf der Oberseite ist eine kleine Status-LED untergebracht. Des Weiteren regiert die Oberfläche des linken Ohrhörer auf Berührungen, durch die man die Hear-through-Funktion de-/aktiveren kann. Der rechte Ohrhörer ist dagegen völlig frei von Bedienelementen, lediglich für die gerade erwähnte Hear-through-Funktion befinden sich an beiden Ohrhörern ein weiteres Mikrofon.
Die ATH-SPORT70BT können sowohl mit dem Kabel nach vorne zum vorderen Hals-Bereich getragen werden, aber auch ein verlegen um den Nacken ist problemlos möglich. Ich bevorzuge die Variante um den Nacken, da mir persönlich dies beim Sport besser gefällt. Die Kabellänge ist für beide Tragearten ausreichend, wobei ich festgestellt habe, das sich die Fernbedienung bei tragen um den Nacken etwas zu sehr seitlich vom Hals befindet, daher könnte das Kabel hierfür noch etwas länger sein. Das Design der Audio-Technica ATH-SPORT70BT gefällt mir ganz gut. Die Materialien harmonieren sehr gut miteinander und das schlichte Design gefällt mir ausgesprochen gut.
(Design: 4 von 5 Punkten)
Verarbeitung
Die Verarbeitung und Materialwahl stellt mich beim Audio-Technica ATH-SPORT70BT sehr zufrieden. Zwar wurde alles aus Kunststoff gefertigt, doch dies hat den Vorteil, dass die In-Ears insgesamt mit einem Gewicht von 28 g inklusive Ohrstöpsel angenehm leicht sind. Zudem sind diese dadurch nicht nur gegen Spritzwasser und Schweiß geschützt, sondern halten auch problemlos einen Sturz aus Kopfhöhe ohne Beschädigungen aus. Beim Lade-Anschluss hätte man zum aktuellen USB-C Anschluss greifen können und nicht zum alten Micro-USB-Anschluss, doch zum neuen USB-C greifen aktuell leider immer noch nicht viele Hersteller und wenn dann nur zu ihren Premium-Modellen.
(Verarbeitung: 3,5 von 5 Punkten)
TEIL 2
bestehend aus „Funktion des Produktes“ entspricht 65% der Gesamtwertung
Art
In-Ear-Ohrhörer
Kategorie
In-Ear-Ohrhörer mit Hear-through-Fuktion und Bluetooth 4.1 ACC, SBC
Farbe
schwarz (weitere Farben: Rotgold)
Trageart
Ohren-Bügel und Nackenkabel
Akkulaufzeit
bis zu 6 Stunden
Gewicht
26 Gramm
Material
Spritzwasser- und Schweißresistenter Kunststoff
Töner
Jeweils links und rechts ein 9 mm-Membran
Frequenzbereich
20 Hz – 20 kHz
Lieferumfang
1x Audio-Technica ATH-Sport70BT 4 paar Silikon Ohrtips Passstücke (XS, S, M, L) 1 paar COMPLY-Memoryschaum-Ohraufsätze (Größe M) Micro-USB-Ladekabel Beschreibung Transportetuid
Technische Daten des Audio-Technica ATH-SPORT70BT
Tragekomfort
Mit einem Gewicht von 26 g drücken die Kopfhörer nicht und halten dank den Ohrbügeln selbst bei sportlichen Aktivitäten hervorragend in den Ohren. Dank den 4 Paar mitgelieferten Ohrstöpsel in den Größen XS, S, M und L und dem zusätzlichen Paar aus Memoryschaum, können die Audio-Technica ATH-SPORT70BT perfekt an die eigenen Ohren angepasst werden. Zudem sorgt der flexible Bügel, welchen man sich hinter das Ohr klemmt für einen maximalen Halt bei jeder Bewegung. Dieser störte übrigens nicht, als ich die In-Ears zusammen mit einer Sonnenbrille getragen hatte.
Das Verbindungskabel ist ausreichend lang, kann mit der Kabelzusammenführung jedoch auch zusammengezogen werden. Man kann wie bereits erwähnt je nach Vorliebe das Kabel im Nacken oder am Hals tragen. Beim Telefonieren empfiehlt es sich eher, das Kabel am Hals zu tragen, da das Mikrofon sich so näher am Mund befindet. Zum Sport ist es angenehmer, das Kabel im Nacken zu haben, da es dort nicht stört.
(Tragekomfort: 4 von 5 Punkten)
Klang
Die Klangabstimmung des Audio-Technica ATH-SPORT70BT würde ich als warm bezeichnen. Die beiden verbauten 9 mm Treiber, welche Carbon beschichtet sind, geben einen guten und kräftigen Bass wieder. Davon profitieren vor allem Musik-Genres wie Hip-Hop, Pop und EDM (Elektronische Tanz Musik) die man gerade beim Sport sehr gerne zu Motivation hört. Leider geht diese erhöhte Bassbetonung zur Last der Mitten und der Höhen, denn diese gehen dadurch etwas verloren. Wer die Audio-Technica ATH-SPORT70BT zum Rock oder Klassik-Musik hören kaufen möchte, dem kann ich daher davon abraten, denn hierfür eigene sich die In-Ears weniger.
Eine besondere Funktion des ATH-SPORT70BT ist die „Hear-through“-Technologie. Diese ermöglicht es wie bereits erwähnt, durch antippen des linken Ohrhörer das durchlasen der Umgebungsgeräusche. Bei hoher Lautstärke bringt dieses Feature logischerweise kaum etwas, aber bei leiserer Musikwiedergabe hört man die Stimmen um einen herum deutlich besser. Beim aktiveren dieser Technologie wird jedoch automatisch auch die maximale Lautstärke reduziert, tippt man den Ohrhörer wieder an, erhöht sich diese wieder. Das Klangbild bleibt jedoch unverändert.
Auch das Telefonieren, mit den Audio-Technica ATH-SPORT70BT funktionierte ohne Probleme. Bei Telefongesprächen wird das Mikrofon, am linken Ohrhörer genutzt. In mehrer Telefonaten mit den In-Ears in verschiedenen Umgebungen und Situationen, hat sich keiner meiner Gesprächspartner über Probleme beschwert. Beim Ansehen von Videos und Filmen konnte ich zudem keine Verzögerungen feststellen.
(Klang: 3,5 von 5 Punkten)
Ausstattung
Akku
Beim Audio-Technica ATH-SPORT70BT wird eine Akkulaufzeit von bis zu 6 Stunden angegeben. Dies ist jetzt kein Spitzenwert, dürfte jedoch für die meisten Work-outs problemlos ausreichen. Die Laufzeit hängt verständlicherweise von der eingestellten Lautstärke ab. Ich kam bei meinem Test auf eine Laufzeit von knapp 6 Stunden, was dem angegeben Wert von Audio-Technica entspricht und daher in Ordnung ist. Leider ist wiederum die Ladezeit von fast 3 Stunden bei einer Laufzeit von 6 Stunden viel zu lange, das machen andere Anbieter besser. Ob dies sich jedoch Positiv auf die Akkulebensdauer auswirkt, kann ich nach dieser kurzen Testzeit noch nicht sagen.
Bluetooth
NFC für Android Smartphones ist leider nicht an Bord, daher muss man die Einrichtung der Bluetooth-Verbindung wie gewohnt über die Bluetooth-Einstellungen vornehmen. Dies ist jedoch sehr schnell erledigt und erfordert keine besonderen Kenntnisse. Beim ersten Einschalten befinden sich die Audio-Technica ATH-SPORT70BT automatisch im Paring-Modus. Ein schnelles Aufblinken der Status-LED bestätig, dass der ATH-SPORT70BT sich nun im Paring-Modus befindet. Nun nur noch in den Bluetooth-Einstellungen die In-Ears suchen und schon ist das ganze in knapp einer Minute verbunden.
In den Räumlichkeiten war die Reichweite mit zwei dickeren Beton-Wänden auf ca. 10 Metern begrenzt. Im freien Feld sind bis zu 14 Metern kein Problem. Sobald ich die Kopfhörer angeschaltet habe, hat sich dieser mit meinem iPhone automatisch verbunden.
Zubehör
Mit dem Audio-Technica ATH-SPORT70BT wir ein praktisches, kleines Aufbewahrungsetui mitgeliefert. Darin lässt sich dieser problemlos verstauen. Im Lieferumfang befinden sich wie bereits erwähnt vier paar Silikon-Ohrstöpsel und ein paar COMPLY-Memoryschaum-Ohraufsätze in der Größe M. Die wechselbaren Ohrstöpsel sind wichtig um den Kopfhörer für die eigenen Ohren anzupassen. Am liebsten habe ich persönlich die Letzteren genutzt, da diese für mich am bequemsten sind und die beste Isolierung bieten.
(Ausstattung: 4 von 5 Punkten)
TEIL 3
bestehend aus „Preis/Leistung“ entspricht 10% der Gesamtwertung
Beschreibung
Die Audio-Technica ATH-SPORT70BT werden mit einem Schweiß- und wasserresistenten Gehäuse, den beiden besonders leistungsstarken Carbon beschichteten 9mm-Treibern und der Touch-Steuerung mit „Hear-through-Technologie“ beworben. Diesen Angeben kann ich auch fast allen soweit zustimmen. Lediglich beim Klang bin ich einer anderen Meinung, diese ist zwar leistungsstark, aber nicht besonders. Der Klang geht für einen Sport-In-Ear Kopfhörer vollkommen in Ordnung, aber durch die starke Bassbetonung gehen leider die Mitten und Höhen stark verloren. Das Design der In-Ear, sowie das diese Schweiß- und wasserresistent nach der Schutzart IPX5 sind, bestätigt es, dass es sich dabei um einen guten In-Ear Kopfhörer für sportliche Aktivitäten handelt.
Preis/Leistung
Die UVP des Libratone Track+von 199€ ist zwar nicht gerade günstig, doch dafür bekommt man einen schönen und gut verarbeiteten In-Ear, welcher zudem mit Noise-Cancelling ausgestattet ist. Des Weiteren konnte mich der Track+ klanglich, trotzt kleinen Schwächen, überzeugen. Ich kann den Track+ denjenigen empfehlen, die auf der Suche nach einem In-Ear Kopfhörer mit Noise-Cancelling sind, welche sich nicht nur eignen, um diese in der Freizeit zu tragen, sondern auch beim Sport.
testr Gesamtwertung
unter Berücksichtigung aller Teilwertungen
Wir bedanken uns beim Hersteller für die Bereitstellung des Produktes. Zu unseren Grundsätzen
Das englische Unternehmen Marshall wurde 1962 in London unter dem Namen Marshall Amplification PLc. von dem Schlagzeugladenbesitzer und Schlagzeuger Jim Marshall gegründet. Der Sitz des Unternehmens ist in Bletchley, Milton Keynes, Buckinghamshire.
Bekannt wurde das Unternehmen vor allem durch seine Bass- und Gitarrenverstärker. Diese kommen bis auf wenige Sonderanfertigungen alle in einem schwarz-weißen Design mit den markanten Messingbedienpaneelen und dem großen weißen „Marshall“ Schriftzug.
Seit 2010 produziert Marshall Headphones Kopfhörer und Lautsprecher im typischen Look der Verstärker. Marshall Headphones gehört zu dem schwedischen Unternehmen Zoundindustries und hat von dem Unternehmen Marshall Amplification die Lizenz bekommen, den Markennamen „Marshall“ für diese Produkte zu verwenden.
Aus der Produktkategorie Kopfhörer möchte ich euch heute ein Produkt vorstellen. Es handelt sich dabei um den neuen Marshall Mid A.N.C., ein Bluetooth On-Ear Kopfhörer mit aktive Noise-Cancelling und ebenfalls dem typischen schwarz/goldenen Design. Kann der Marshall MID A.N.C. im Test überzeugen? Das erfahrt ihr in diesem Testbericht.
TEIL 1
Bestehend aus „Verpackung/Design/Verarbeitung“ entspricht 25% der Gesamtwertung
Verpackung
Die schwarze Verpackung, in welche sich der Marshall Mid A.N.C. befindet, ist in eine weitere stabile Hülle geschoben, welche mit einigen technische Daten bedruckt ist.
Auf der oberen Seite der Umverpackung ist die linke Ohrmuschel des Kopfhörers zu sehen. Zudem ist hier groß in Weiß das Logo des Herstellers, der Name „Mid A.N.C.“ und zu sehen, dass es sich um einen kabellosen Bluetooth Kopfhörer mit aktive Noise Cancelling handelt aufgedruckt. Für das zuletzt genannte steht auch die Bezeichnung im Namen „A.N.C“. Auf der Rückseite sieht man, wie jemand den Kopfhörer zwischen den Händen hält, zudem sehen wir hier erneut den Namen des Produktes. Des Weiteren sind hier drei besondere Funktionen erwähnt, über die wir neben dem bereits erwähnten ANC auch erfahren, dass der Kopfhörer mit Bluetooth aptX und einer Laufzeit von bis zu 20 Stunden daher kommt.
Auf der rechten Seite sehen wir neben den wichtigsten technischen Daten (Wiedergabe-Frequenz, Impedanz usw.) mit Bild und Text, was im Lieferumfang dabei ist. Zu guter Letzt sind auf der linken Seite noch einige Infos zum Hersteller zu lesen.
Ziehen wir die schwarze Hauptverpackung aus der Hülle heraus, kommt direkt das Transport-Etui zum Vorschein. In welchem zusammengeklappt der Marshall Mid A.N.C. verstaut ist. In einer schwarzen Kartonage daneben befindet sich neben dem Ladekabel noch ein Klinke-Kabel mit einer 1-Tasten-Fernbedienung. Entnimmt man das Transport-Etui, befindet sich darunter noch eine Kurzanleitung in mehrer Sprachen.
(Verpackung: 3,5 von 5 Punkten)
Design
Bei dem komplett in Schwarz gehaltenen Marshall Mid A.N.C. handelt es sich um einen On-Ear-Kopfhörer, daher liegt dieser auf den Ohren auf. Auf der Außenseite beider Hörmuscheln prangt ein messingfarbenes Marshall-Logo.
Der Kopfbügel ist leicht gepolstert und mit zwei verschiednen Materialien bzw. Oberflächen überzogen. Auf der Außenseite (Oberseite) hat das Kunstleder eine typische Rindsleder-Prägung, auf der Innenseite handelt es sich um ein Wildleder-Imitat. Auf dieser Wildleder-Oberfläche ist ein weiteres Mal in goldener Schrift das Marshall-Logo aufgedruckt. Ich gehe davon aus, dass diese Beschriftung sich nach einigen Monaten bzw. Wochen ablöst. Denn auch beim Marshall MID II den ich mir gekauft habe, war diese Beschriftung nach gut 3 Monaten weg.
Die Außenseite der Hörmuscheln besteht aus einer mattschwarzen Kunststoffhartschale mit der gleichen Rindsleder-Optik wie die Außenseite des Kopfbügels. Sehr hochwertig wirken die beiden Hörmuschelhalter, welche aus matt-schwarzem Aluminium gefertigt wurden. Bei dem Kabel, welches zu den Hörmuscheln verläuft, handelt es sich um ein Spiralkabel, welches einen deutlich wertigeren Eindruck macht, als wäre dies ein gerades Kabel.
Sämtliche Anschlussmöglichkeit findet man auf der rechten Seite, hier kann direkt neben dem Micro-USB-Ladekabel das Miniklinken-Kabel für den Kabelbetrieb angeschlossen werden. Direkt neben der Ladebuchse befindet sich eine sehr kleine Status-LED, welche über den aktuellen Status des Marshall Mid A.N.C. informiert. Im getragenen Zustand befindet sich an der rechten Ohrmuschel ein Schieberegler. Mit diesem kann das aktive Noise-Cancelling An-/ Ausschalten. Hier gibt es leider keine Ein-. bzw. Auskennzeichnung, sondern lediglich einen roten und goldenen Punkt. Rot steht für ANC aus und Gold für aktiv.
Bei der Bedienung hat sich Marshall etwas cleveres einfallen lassen, was so bisher bei jedem Kopfhörer des Unternehmens zum Einsatz kommt. Statt mehrere Bedienelemente an der Hörmuschel zu platzier, setzt Marshall auch beim Mid A.N.C. auf einen kleinen Multifunktional-Joystick. Dieser lässt sich nicht nur in vier Richtungen bewegen (Titel vor-/ Zurückspringen; Musik lauter/ leiser), sondern auch drücken. Durch einmaliges Drücken pausiert man die Musik, drückt man diesen und hält ihn für ca. 3 Sekunden betätigt, wird der Kopfhörer an-/ ausgeschaltet. Es können auch Anrufe angenommen werden oder der Sprachassistent auf dem Smartphone aktiviert werden.
An den Hörmuscheln befinden sich jeweils zwei Mikrofone, welche für das ANC genutzt werden. Das Mikrofon für Telefonate befindet sich an der rechten Hörmuschel. Der Marshall Mid A.N.C. kann nur zusammengeklappt werden, die Gelenke lassen ein drehen leider nicht zu, dadurch wird der Kopfhörer zwar kleiner, aber nicht flacher.
(Design: 3,5 von 5 Punkten)
Verarbeitung
Die Klappscharniere sind aus Aluminium gefertigt und garantieren dadurch eine lange Lebensdauer. Der Kopfhörer gefällt mir von der Verarbeitung ganz gut, es gibt nur zwei kleine Dinge, welche ich etwas Bemängeln kann. Da wäre z. B. der Kunststoff Schieberegler für die Geräuschunterdrückung, dieser hätte meiner Meinung nach ebenfalls, wie der Multifunktionsknopf aus Messing sein können. Dasselbe gilt auch für die Marshall Schriftzüge auf den Außenseiten der Hörmuscheln. Diese sind ebenfalls aus Kunststoff gefertigt und fühlen sich beim Anfassen nicht besonders hochwertig an.
Dafür kann ich wiederum den metallverstärkte 12-stufige Verstellmechanismus des Kopfhörerbügels loben, sowie den Multifunktional-Joystick. Durch den Multifunktional-Joystick wird das Design nicht durch zahlreichen Knöpfe verunstaltet, sondern kommt mit nur einem einzigen Steuerelement daher, welches man nach etwas Anlernphase ganz gut beherrscht. Die Ohrpolster der Marshall Mid A.N.C. sind für einen On-Ear Kopfhörer ebenfalls gut bzw. angenehm gepolstert, sodass auch nach längerer Tragezeit nichts drückt.
(Verarbeitung: 4 von 5 Punkten)
TEIL 2
bestehend aus „Funktion des Produktes“ entspricht 65% der Gesamtwertung
Kopfhörer-Art
On-Ear-Ohrhörer
Kategorie
On-Ear-Kopfhörer mit Bluetooth und ANC
Farbe
Schwarz
Akkulaufzeit
Akkulaufzeit bis zu 20 Stunden (mit aktiviertem Bluetooth und ANC). Ohne ANC bis zu 30 Stunden.
Gewicht
210 Gramm (mit Kabel ca. 240 Gramm)
Material
Kunststoff
Töner
Jeweils links und rechts ein 40-mm Wandler
Bluetooth
4.0 ; aptX (Cd-Klangqualität für Android Smartphones)
Frequenzgang
20 – 20.000 Hz
Impedanz
32 Ohm
Lieferumfang
1x Marshall Mid A.N.C. 1x Transport-Case 1x 3,5-mm-Klinkenkabel mit Fernbedienung und Mikrofon 1x Micro-USB-Ladekabel Bedienungsanleitung und Sicherheitsinformationen
Technische Daten des Marshall Mid A.N.C
Tragekomfort
Die gut bemessen Kabellänge des Marshall Minor II lässt zu, dass man diesen sowohl nach vorne vor dem Hals, als auch um den Nacken tragen kann. Ich persönlich bevorzuge die letzt genante Variante, da man beim abnehmen der Ohrhörer diese einfach ohne Gefahr baumeln lassen Mit einem Gewicht von 210 Gramm (ohne Kabel) gehört der Marshall Mid A.N.C. zu den leichteren Kopfhörern. Der Anpressdruck würde ich im Vergleich mit anderen Kopfhörern, welche ich bereits getestet habe in einem mittleren Bereich angeben. So konnte ich auch nach längerer Tragezeit dank den angenehm weichen Ohrpolstern, kein unangenehmes drücken feststellen. Zudem reduziert der Kopfhörer durch die weichen kunstlederbezogenen Polster und den optimalen Anpressdruck die Umgebungsgeräusche auch ohne aktives ANC deutlich.
Auch für Brillenträger dürfte der Tragekomfort kein Problem sein, ich hatte die Kopfhörer mehrer Stunden mit Sonnenbrille an, ohne das ich einen Druck auf die Brillenbügel oder Ähnliches feststellen konnte. Durch den flexiblen Kopfbügel passt sich der Marshall Mid A.N.C. quasi an alle Kopf- und Ohrenformen bestens an.
(Tragekomfort: 4 von 5 Punkten)
Klang
Mit der Geräuschunterdrückung des Marshall Mid A.N.C. bin ich relativ zufrieden, diese arbeitete in meinem Test ohne Probleme und weiß vor allem bei Motorengeräuschen wie etwa solchen die von Triebwerken eines Flugzeugs entstehen, zu überzeugen. Hohe Töne wie etwa Stimmen filtert das ANC nur gering heraus. Was mir aufgefallen ist und nicht so gut gefällt ist, dass bei aktiviertem ANC die Lautstärke des Kopfhörers deutlich zunimmt. Klanglich ist der Mid A.N.C wie die meisten Kopfhörer aus dem Hause Marshall etwas wärmer abgestimmt.
Gerade im Bassbereich und beim Tiefenbass hat der Marshall Mid A.N.C. seine stärken. Diese werden dank den beiden 40mm-Treiber, kräftig wiedergeben, ohne das diese scheppern oder Ähnliches. Die Mitten sind etwas reduziert, was zwar zu einer besseren Sprachverständlichkeit führt, doch gerade bei Gitarrensolos hab ich diese wiederum vermisst. Die Höhen sind wiederum sehr klar und deutlich wahrnehmbar.
Dank dem aptX-Standard haben alle Android Besitzer eine sehr gute Übertragung in CD-Qualität. Apple´s ACC-Standard wird leider nicht unterstützt. Die Maximallautstärke des Marshall Mid A.N.C. ist sehr gut, dies liegt unter anderem an der geringeren Nennimpedanz von 32 Ohm und dem Schalldruckpegel von 98 dB SPL. Bei aktiviertem Noise-Cancelling hört man beim Aufsetzen der Kopfhörer ohne Wiedergabe von Musik oder nur leiser Wiedergabe das typische Rauschen und surren, was sich jedoch sehr in Grenzen hält. Bei alltäglicher Nutzung hört man dies eigentlich kaum, da man Musik normalerweise lauter hört und somit dieses Grundrauschen übertönt wird.
(Klang: 3,5 von 5 Punkten)
Ausstattung
Dank der weichen Ohrpolstern und dem gut abgestimmten Anpressdruckes, ist die Dämmung der Umgebungsgeräusche schon ohne ANC ganz gut. Aber das Active Noise-Cancelling reduziert die Außengeräusche auch bei dem On-Ear Bluetooth Kopfhörer nochmals deutlich. Das verwendete ANC filtert bei den Umgebungsgeräuschen sehr gut den Bass heraus, so hat man während der Zugfahrt oder im Flugzeug eine deutlich ruhigere Atmosphäre und kann sich viel besser auf die Musik konzentrieren.
Neben der guten Bluetooth-Reichweite, konnte mich auch die Akkulaufzeit von bis zu 20 Stunden (30 Stunden ohne ANC) überzeugen. Diese ist jedoch abhängig, auf welche Lautstärke ihr den Marshall Mid A.N.C. eingestellt habt und ob ihr diesen per Bluetooth, ANC usw. betreibt. Aber selbst wenn man nur auf eine Laufzeit von ca. 17 Stunden bei eingeschaltetem ANC und 75% Lautstärke kommt, ist dies mehr als ausreichend. Leider kann man wie bei fast allen Kopfhörern auch beim Marshall Mid A.N.C. den Akku nicht selbst wechseln.
Transportetui
Der Marshall Mid A.N.C. kommen in einem soggenanten Travel-Case, welches eine optisch passende Vinyl-Oberfläche in Rindsleder-Optik bietet wie der Kopfhörer selbst. Im inneren des Case kommt eine Purpurrote Velours Oberfläche zum Einsatz, welche nach einiger Zeit ihre Abnutzungsspuren zeigt (Druckstellen). In das Case passt neben dem Mid A.N.C. auch das Klinkekabel und das Ladekabel, auch wenn der Platz dafür etwas eng ist. Das Case lässt sich dank zwei Magnetverschlüssen sehr angenehm öffnen und schließen.
(Ausstattung: 4 von 5 Punkten)
Koppeln und Reichweite
Die Verbindung zwischen dem Marshall Mid A.N.C. und dem Abspielgerät, in meinem Fall das Apple iPhone X erfolgt über Bluetooth, wer wie bereits erwähnt ein Smartphone mit einem Android Betriebssystem besitzt, kann dank dem aptX-Standard seine Musik in CD-Qualität wiedergeben. Die Reichweite der Bluetooth-Verbindung gibt Marshall mit 10 Metern an, ich erreichte jedoch eine etwas höhere Reichweite. Im Indoor-Einsatz kam ich mit zwei etwas dickeren Beton-Wänden auf eine Reichweite von ca. 15 Metern. Im freien Feld sind bis zu 20 Metern kein Problem, was deutlich mehr Freiheit im Alltag bietet. Sobald ich die Kopfhörer angeschaltet habe, hat sich dieser mit meinem iPhone automatisch verbunden.
(Koppeln und Reichweite: 4 von 5 Punkten)
Akku
Die Akkulaufzeit gibt Marshall wie bereits erwähnt mit 20 Stunden bei eingeschaltetem Bluetooth und ANC an. Falls der Akku leer sein sollte, kann dieser mit dem mitgelieferten micro-USB-Ladekabel aufgeladen werden. Eine volle Akkuaufladung dauert knapp 3 Stunden. Bei abgeschaltetem ANC und einer Wiedergabe über Bluetooth hält der Akku knapp 20 Stunden durch. Das klingt nach ganz guten Werten.
Doch wie sieht es in der Praxis aus? Diese Werte entsprechen fast auch den praktischen Werten. Auf dem Weg zur Arbeit hörte ich täglich knapp eine Stunde Musik und dies über einen Zeitraum von knapp 2 Wochen. In dieser Zeit machte der Kopfhörer nicht schlapp.
Erwähnen möchte ich jedoch noch, dass das ANC ca. eine halbe, Stunde bevor der Akku leer geht, nicht mehr zugeschaltet werden kann.
(Akku: 4 von 5 Punkten)
TEIL 3
bestehend aus „Preis/Leistung“ entspricht 10% der Gesamtwertung
Beschreibung
Marshall wirbt den Mid A.N.C. vor allem mit dem Active Noise-Cancelling, einer Laufzeit von bis zu 20 Stunden (mit ANC) und dem dem Bluetooth aptX an. Ich kann diesen Angaben soweit zustimmen. Die Laufzeit kommt ziemlich an den von Marshall angegebenen Wert heran. Das Noise-Cancelling gehört zwar nicht zu den besten, aber sorgt dennoch dafür, dass man sich fast komplett ungestört auf die Musik konzentrieren kann. Der Klang, sowie das Design gefällt mir beides sehr gut.
Preis/Leistung
Beim Mid A.N.C. handelt es sich um den ersten Active Noise-Cancelling Kopfhörer aus dem Hause Marshall. Das ANC arbeitet wie bereits erwähnt ganz gut, aber für einen Preis von 269,00€ (UVP) gibt es einige Kopfhörer, die noch ein etwas besseres ANC bieten und vom Klang ebenfalls noch besser abgestimmt sind. Dennoch erhält man mit dem Marshall Mid A.N.C. einen schönen und guten On-Ear Kopfhörer mit Noise-Cancelling, welcher vom Design an die legendären Marshall Gitarrenverstärker erinnert.
testr Gesamtwertung
unter Berücksichtigung aller Teilwertungen
Wir bedanken uns beim Hersteller für die Bereitstellung des Produktes. Zu unseren Grundsätzen
Libratone wurde 2009 als kleines Start-up von drei dänischen Designern, die einen gemeinsamen Traum hatten gegründet. Gemeinsam hatten die drei vor, Lautsprecher für Musikhörer des 21. Jahrhunderts zu entwickeln. Ihnen war klar, dass Ihnen das nur gelingt, wenn Sie Produkte entwerfen, die ohne lästigen Kabelsalat auskommen. So entwickelten die drei Designer ihren ersten drahtlosen Lautsprecher, der mit seinem kraftvollen Sound und skandinavischen Design überzeugen konnte.
Auf das Symbol „Die Nachtigall“ kam das Unternehmen durch das berühmte Werk des dänischen Autors Hans Christian Andersen, dessen Märchen die Idee verkörpert den Klang zu befreien, wie Libratone durch seine Produkte. Der Name Libratone erklärt sich auch sehr einfach, dieser ist aus zwei englischen Wörtern zusammengesetzt, „libration“(Befreiung) und „tone“(Ton), was genau sich Libratone auch zum Ziel gesetzt hat, nämlich den Klang zu befreien.
Vor Kurzem hat Libratone die neuste Generation ihrer In-Ears auf den Markt gebracht. Dabei handelt es sich um die Libratone TRACK+, welche nun nicht mehr wie die Q-Adapt In-Ear kabelgebunden sind, sonder per Bluetooth mit dem Abspielgerät verbunden werden. Zudem wurde die Trageart überarbeitet und Noise-Cancelling (City Mix II) ist ebenfalls wieder mit an Bord. Doch nun zu der wichtigsten Frage bei einem Kopfhörer: Wie ist der Klang? Ich habe für euch den TRACK+ Kopfhörer in der Farbe Stormy Black näher unter die Lupe genommen. Wie er im Test abgeschnitten haben, das erfahrt Ihr in diesem Testbericht.
TEIL 1
Bestehend aus „Verpackung/Design/Verarbeitung“ entspricht 25% der Gesamtwertung
Verpackung
Die Verpackung ist überwiegend in Weiß gehalten. Die eigentliche stabile Hauptverpackung ist in eine bedruckte Umverpackung geschoben. Direkt auf der Vorderseite wird der Ohrhörer komplett dargestellt. Zudem sehen wir hier den Namen des Herstellers, der In-Ears und das es sich um Noise-Cancelling In-Ears handelt. Die Rückseite zeigt uns links die im Nacken-Kabel integrierte Fernbedienung, sowie die wichtigsten technischen Daten. So lesen wir hier unter anderem, dass der Libratone TRACK+ eine Akkulaufzeit von bis zu 8 Stunden, Premium Sound bieten soll und auch nach der Norm IPX4 schweißresistent ist. Des Weiteren lesen wir hier einige Infos zum Hersteller und das der In-Ear Ohrhörer Bluetooth besitzt. Zu guter Letzt ist auf der linken und rechten Seite der Verpackungshülle noch das Logo (Nachtigall) des Unternehmens abgebildet.
Ziehen wir die Hauptverpackung aus der weißen Hülle heraus, kommt eine stabile schwarze Klappschachtel zum Vorschein, welche durch einen Magnetverschluss verschlossen wird.
Klappen wir den Deckel auf, findet man den Libratone TRACK+ an einem festen Platz in einem Schaumstoff-Einsatz untergebracht. Dies sieht sehr ordentlich aus, zieht man den den Schaumstoff-Einsatz an einer Lasche heraus, befindet sich darunter noch eine kleine Aussparung mit Deckel, unter welcher ein Micro-USB Ladekabel und die kleinen Kurzanleitungen untergebracht sind. In dem Fach daneben befinden sich in einer kleinen Verpackung die Ohrtips und die beiden Sport-Einsätze.
Zum Lieferumfang der Ohtips gehören ganze vier Paar Ohrgummis (ein Paar ist bereits montiert). Zur Auswahl bei den Ohrtips stehen: Drei Paar Silikon Tips in verschiednen Größen und die bereits erwähnten Sport-Ohrtips.
(Verpackung: 4 von 5 Punkten)
Design
Beim Libratone Track+ handelt es sich um einen kabellosen Kopfhörer mit Nackenbügel. Der flexible Kunststoff-Bügel ist mit 3×5 mm sehr dünn gehalten. Der flexible Teil mündet in 10×5 mm dicke Enden, welche aus Aluminium hergestellt sind. Von hier aus verläuft zu jedem Ohrhörer ein ca. 3 mm dickes Kunststoff-Kabel. Bei den verwendeten Materialien stimmt die Haptik, denn zum einen sind die In-Ears dadurch schweißresistent und zudem mit nur 26 Gramm ausgesprochen leicht. In den beiden Aluminium-Elementen ist der Großteil der Technik verbaut.
So befindet sich unterhalb des rechten Ohrhörer, sämtliche Steuerelemente in einer 3-Tasten-Fernbedienung, die sich beim Tragen auf Halshöhe befindet. Auch der integrierte Akku kann hier durch einen Micro-USB-Anschluss aufgeladen werden. In dem linken Aluminium-Element, welches mit „LIBRATONE“ beschriftet ist, ist nicht nur der Akku verbaut, sondern auch der Ein-/Ausschaltknopf.
Die Ohrstöpsel baumeln an Kabeln, die direkt vom Bügel kommen und haben eine fixe Länge von ca. 19 cm. Dies ist eine hervorragende Länge, beim Tragen eines T-Shirts und auch im Winter mit einem Pullover und Jacke reicht die Länge problemlos aus. Zwar gibt es keine Magnethalterung, welche die Ohrstecker bei Nichtgebrauch zusammenhalten, jedoch habe ich dies nicht vermisst, da die In-Ears dank ihrer Kunststoff-Oberfläche auch ohne diese am Nacken halten.Praktisch ist auch das man den Track+ bei Nichtgebrauch quasi zusammenknüllen kann und in die Hosentasche verstauen kann. Nimmt man in wieder aus der Hosentasche raus, dann springt dieser wieder in die Ausgangsposition zurück. So sollen laut Libratone auch Kabelbrücke vermieden werden und ein verknoten der Kabel ist unmöglich.
Die komplette Steuerung ist wie bereits erwähnt über die 3-Tasten-Fernbedienung möglich. So kann man z.B. an einem iPhone die Musik pausieren (mittlere runde Taste) oder Lauter/Leiser stellen (+ und – Tasten), aber auch die Sprachsteuerung Siri kann hier durch längeres Drücken der mittleren Taste aktiviert werden. Bei zweimaligen Drücken des mittleren Knopfes springt man einen Titel vor und bei dreimaligen Drücken zurück. Jeweils ein kleines Mikrofon an beiden Aluminium-Endstücken ist ebenfalls eingebaut, um Telefonate zu ermöglichen. Das Design des Libratone TRACK+ In-Ear-Kopfhörer gefällt mir ausgesprochen gut. Die Materialien harmonieren perfekt miteinander und das schlichte Design gefällt mir ausgesprochen gut.
(Design: 4,5 von 5 Punkten)
Verarbeitung
Die Verarbeitung und Materialwahl stellt mich beim Libratone Track+ absolut zufrieden. Hier gibt es kaum etwas zu bemängeln. Das Gehäuse der Ohrstöpsel aus Aluminium wirkt sehr hochwertig. Auch das Kabel und das Nackenband machen einen sehr stabilen sowie bruchsicheren Eindruck. Lediglich beim Lade-Anschluss hätte man zum aktuellen USB-C Anschluss greifen können und nicht zum alten Micro-USB-Anschluss.
Das Gewicht ist mit genau 26g inklusive Ohrstöpsel sehr angenehm leicht. An den Ohren ist bauartbedingt kaum ein Gewicht zu spüren, da der schwerste Teil des Kopfhörers auf dem Nacken liegt. Somit trägt sich der Libratone Track+ sehr angenehm und stören auch nach längeren Tragezeiten nicht.
(Verarbeitung: 4,5 von 5 Punkten)
TEIL 2
bestehend aus „Funktion des Produktes“ entspricht 65% der Gesamtwertung
Kopfhörer-Art
In-Ear-Ohrhörer
Kategorie
In-Ear-Ohrhörer mit Noise-Cancelling und Bluetooth 4.1 aptX
Farbe
Stormy Black (weitere Farben: Cloudy White)
Akkulaufzeit
bis zu 8 Stunden
Gewicht
26 Gramm
Material
Spritzwasser- und Schweißresistenter Kunststoff
Treiber
Jeweils links und rechts ein 11,8mm-Dynamikmembran
Schalldruck
105 db
Frequenzgang
20 – 20.000 Hz
Lieferumfang
1x Libratone Track+ 4 paar Silikon Ohrtips Passstücke 1 paar Silikon Sport-Ohreinsätze Micro-USB-Ladekabel Beschreibung
Technische Daten des Libratone Track+
Tragekomfort
Die Ausführung mit Nackenbügel hat mehrer Vorteile. So lastet das Gewicht nicht an den Ohren, sonder verteilt sich gleichmäßig über den Nacken. Zudem kann man problemlos einen oder beide Ohrstöpsel entfernen und baumeln lassen, ohne das der Libratone Track+ herunterfällt. In dem Fall, dass beide In-Ears nicht gebraucht werden, können diese einfach hängen gelassen werden.
Als Sportkopfhörer kann ich den Libratone Track+ ebenfalls empfehlen, da dieser zum einen schweißresistent ist und zudem mit den Sporteinsätzen für einen noch besseren halt versehen werden kann. Bei meinen sportlichen Aktivitäten wie z. B. Radfahren oder Joggen störte mich der Nackenbügel nicht. Dies liegt unter anderem auch an dem sehr geringen Gewicht und dem angenehmen Tragegefühl. Die Sporteinsätze brauchte ich nicht, da bei mir persönlich die In-Ears schon so bombenfest gehalten haben. Ich konnte meinen Kopf schnell hin und her schütteln, ohne das einer der In-Ears sich löste geschweige den heraus fiel. Eine Kabelzusammenführung, wie ich diese von den meisten anderen In-Ears kenne, gibt es beim Libratone TRACK+ nicht, vermisst habe ich diese aber auch nicht, da mich beim Sport nichts störte und auch keine negativen Geräusche durch die Kabel entstanden sind.
(Tragekomfort: 4 von 5 Punkten)
Klang
Den Klang, den die Libratone Track+ wiedergeben, würde ich persönlich als sehr ausgewogen neutral beschreiben. Die beiden verbauten 11,8 mm Dynamik-Treiber geben Höhen sehr klar wieder, auch wenn es ein wenig an Detailreichtum fehlt. Das selbst gilt auch für die Mitten, diese klingen ebenfalls neutral und keineswegs dominant, was dazu führt, dass der Gesang und die Stimmen dennoch gut dargestellt werden. Der Libratone Track+ ist definitiv nicht bassbetont, zwar könnte meiner Meinung nach der Bass noch etwas tiefer sein, aber das ist Geschmacksache. Der Klang kann per Equalizer in der App etwas angepasst werden, dazu stehen drei EQ-Einstellungen zur Auswahl: neutral, extra Bass und verbesserte Höhen.
ine besondere Funktion des Libratone Track+ ist die Geräuschunterdrückung. Diese – bei Libratone „City Mix Noise Guard“ getaufte Funktionalität – weiß zu beeindrucken, denn diese ist nun zusätzlich adaptiv.
Die Geräuschunterdrückung ist beim Libratone Track+ entweder manuell oder adaptiv (automatisch) regelbar. Im adaptiven Modus (City Mix Smart), verändert der Track+ über die App und je nach Bewegungsgeschwindigkeit, stufenlos die Intensität des Noise-Cancelling. Dies funktioniert nach dem Update auf die aktuelle Software Version „76“ überraschend gut. Möchte man die Intensität des City Mix lieber selbst steuern, kann dies in vier Stufen direkt in der App einstellen. Das Ganze geht jedoch auch über den Ein-/Ausschaltknopf, betätigen wir diesen nach dem einschalten des Track+ nur kurz, wechseln wir zwischen den vier Modi der Geräuschunterdrückung durch. Ein für jeden Modus unterschiedliches Klickgeräusch macht es einfach, genau zu wissen, in welcher Stufe man sich aktuell befindet. Insgesamt lässt sich das City Mix (Noise-Canceling) wie bereits erwähnt in vier Stufen einstellen.
Stufe 1: In dieser Stufe werden die Umgebungsgeräusche nicht reduziert, sondern mit +6 db zu euren Ohren durchgelassen.
Stufe 2: Entspricht der niedrigsten Noise-Cancelling Stufe und Filter 0 db, was ideal für Windgeräusche ist.
Stufe 3: In dieser Stufe werden die Umgebungsgeräusche um -12 db reduziert. Es werden ein Großteil der Geräusche in der Umgebung weggefiltert, wie z. B. das Heranfahren eines Zuges im U-Bahnhof.
Stufe 4: Es werden die Umgebungsgeräusche um -20 db reduziert. Damit könnt ihr fast komplett ohne Störgeräusche in eure Musik eintauchen. Dieses Level ist auf keinem Fall im Stadtverkehr mit dem Fahrrad zu empfehlen.
Auch das Telefonieren, mit den Libratone Track+ funktionierte ohne Probleme. Bei Telefongesprächen werden die beiden Mikrofone, die auch für die Geräuschunterdrückung genutzt werden verwendet. In mehrer Telefonaten mit den In-Ears in verschiedenen Umgebungen und Situationen, hat sich keiner meiner Gesprächspartner über Probleme beschwert. Meine Stimme wurde weder verzerrt, noch störten Umgebungsgeräusche von vorbeifahrenden Autos usw. Beim Ansehen von Videos und Filmen konnte ich zudem keine Verzögerungen feststellen.
(Klang: 4 von 5 Punkten)
Ausstattung
Akku
Libratone gibt beim Track+ eine Akkulaufzeit von bis zu 8 Stunden an. Diese Laufzeit hängt jedoch zum einen von eurem eingestellten Noise-Cancelling Level ab, sowie von der eingestellten Lautstärke. Ich kam bei meinem Test auf eine Laufzeit von knapp 6 einhalb Stunden, was zwar jetzt nicht nach extrem viel klingt, aber da ich eigentlich immer Noise-Cancelling aktiv hatte und auf 75% der maximal Lautstärke Musik hörte, finde ich, geht diese Laufzeit in Ordnung. Ratsam ist es, die automatische Abschaltung bei Nichtnutzen der In-Ears von einer Stunde auf eine kürzere Zeit einzustellen, somit verlängert sich die Laufzeit, in der ihr Musik hören könnt. Sobald ihr wieder Musik hören wollt, wacht der Track+ automatisch aus der Schlaffunktion auf. Positiv ist auch die Ladezeit, denn bereits nach 1 Stunde ist der Akku wieder voll aufgeladen.
Bluetooth
NFC für Android Smartphones ist leider nicht an Bord, daher muss man die Einrichtung der Bluetooth-Verbindung wie gewohnt über die Bluetooth-Einstellungen vornehmen. Dies ist jedoch sehr schnell erledigt und erfordert keine besonderen Kenntnisse. Beim ersten Einschalten befinden sich die Libratone Track+ automatisch im Pairing-Modus, sollte dies nicht der Fall sein, dann einfach 5 Sekunden lange im ausgeschaltetem Zustand den Ein-/Ausschaltknopf gedrückt halten. Ein schnelles Aufblinken der Status-LED bestätig, dass der Track+ sich nun im Pairing-Modus befindet. Nun nur noch in den Bluetooth-Einstellungen die In-Ears suchen und schon ist das ganze in knapp einer Minute verbunden.
In den Räumlichkeiten war die Reichweite mit zwei dickeren Beton-Wänden auf ca. 10 Metern begrenzt. Im freien Feld sind bis zu 12 Metern kein Problem. Sobald ich die Kopfhörer angeschaltet habe, hat sich dieser mit meinem iPhone automatisch verbunden.
Zubehör
Leider kommt der Libratone Track+ ohne Aufbewahrungstasche daher, somit muss dieser entweder in der Verpackung verstauen oder irgendwo hingelegt werden. Unterwegs kann man diese sofern dabei, einfach in eine Handtasche oder in einem Rucksack verstauen. Es ist jedoch auch problemlos möglich, die In-Ears einfach zusammenzuknüllen und in die Hosentasche zu stecken. Nimmt man diese wieder raus, springen diese wie bereits erwähnt wieder in ihre Ausgangsform zurück.
Im Lieferumfang befinden sich wie bereits erwähnt vier paar Ohrstöpsel und zwei Sport-Einsätze. Die wechselbaren Ohrstöpsel sind wichtig um den Kopfhörer für die eigenen Ohren anzupassen. Die Sporteinsätze würde ich sicherheitshalber bei allen sportlichen Tätigkeiten nutzen, denn damit halten die In-Ears zusätzlich sehr gut und in Ohren.
(Ausstattung: 4 von 5 Punkten)
TEIL 3
bestehend aus „Preis/Leistung“ entspricht 10% der Gesamtwertung
Beschreibung
Libratone wirbt den Track+ mit seinem Active Noise Cancelling (4-Stufig), dem schweiß- und Spritzwassergeschützen Design und als perfekter Begleiter für einen aktiven Lebensstil an. Ich kann dem ganzen auch soweit zustimmen, dass Noise-Cancelling hat mir am Track+ sehr gut gefallen, aber auch die Möglichkeit diesen als Sport-In-Ear Kopfhörer nutzen zu können hat mir sehr gut gefallen. Durch das schlichte Design kann man die In-Ears aber auch problemlos im Alltag tragen. Des Weiteren ist die Verarbeitung und Materialwahl hervorragend. Sowohl das Aluminium und der Kunststoff sind schweißresistent und garantieren so eine lange Tragfähigkeit.
Preis/Leistung
Die UVP des Libratone Track+von 199€ ist zwar nicht gerade günstig, doch dafür bekommt man einen schönen und gut verarbeiteten In-Ear, welcher zudem mit Noise-Cancelling ausgestattet ist. Des Weiteren konnte mich der Track+ klanglich, trotzt kleinen Schwächen, überzeugen. Ich kann den Track+ denjenigen empfehlen, die auf der suche nach einem In-Ear Kopfhörer mit Noise-Cancelling sind, welche sich nicht nur eignen, um diese in der Freizeit zu tragen, sondern auch beim Sport.
testr Gesamtwertung
unter Berücksichtigung aller Teilwertungen
Wir bedanken uns beim Hersteller für die Bereitstellung des Produktes. Zu unseren Grundsätzen
Ultrasone wurde 1991 mit Sitz im bayrischen Tutzing von Florian M. König gegründet. Neben Kopfhörer für professionelle Anwender wie z.B. Tontechniker fertigt das Unternehmen auch klassische HiFi-Kopfhörer an. Mit hochpreisigen Modellen, aus Materialien wie Zebrano-Holz, Ruthenium- und Palladiumbeschichtungen spricht das Unternehmen vor allem die Zielgruppe HiFi-Enthusiasten an.
Ultrasone hat über 60 Patenten erfolgreich angemeldet und forscht ständig weiter. So setzt das Unternehmen auf eine natürliche Klang-Signatur, welche die Aufnahmen so widerspiegelt, wie diese vom Künstler erdacht wurde. Zudem kommt jeder Kopfhörer mit der sogenannten „S-Logic“ Technologie daher, bei dem es sich um das technische Herzstück der Ultrasone-Kopfhörer handelt. Dessen Vorteil beschrieb ich euch jedoch später unter dem Punkt Klang etwas genauer.
Heute möchte ich euch ein Kopfhörer-Modell aus der Performance Serie vorstellen. Es handelt sich dabei um den Ultrasone Performance 880 in der Bundle Edition. Dabei handelt es sich um einen Over-Ear Kopfhörer mit titanbeschichteten 40 mm Schallwandler, welche zudem mit dem „SIRIUS“ Bluetooth-Adapter daher kommt. Doch kann des Ultrasone Performance 880 Bundle im Test überzeugen? Das erfahrt ihr in meinem Testbericht.
TEIL 1
Bestehend aus „Verpackung/Design/Verarbeitung“ entspricht 25% der Gesamtwertung
Verpackung
Die schlichte Verpackung ist überwiegend in Grau/Rot gehalten. Es handelt sich dabei um eine sehr stabile Kartonage.
Auf der Vorderseite ist der Kopfhörer komplett inkl. Klinke-Kabel zu sehen. Des Weiteren ist das Logo des Herstellers, der Name „Performance 880“ aufgedruckt, sowie ein gelber Aufkleber aufgeklebt, auf dem „Sirius Bluetooth Adapter inside“ steht. Unten rechts sieht man zudem ein Logo, welches uns „Innovation from Bravia zeigt. Auf der Rückseite sehen wir erneut den Namen des Herstellers und des Produktes. Des Weiteren sind hier einige der wichtigsten Funktionen und der Lieferumfang aufgelistet. Zudem erfahren wir, dass der Ultrasone Performance 880 dank patentiertem S-Logic einen natürlichen, räumlichen Klang bieten soll. Auf der linken Seite ist erneut der Kopfhörer von der Seite betrachtet dargestellt.
Entfernen wir den Deckel der Verpackung, kommt direkt das Transportetui zum Vorschein. In diesem befindet sich der Ultrasone Performance 880 inkl. angebrachtem SIRIUS Bluetooth-Adapter. Zum Schutz befindet sich zwischen den Ohrmuscheln ein Stück Schaumstoff. Entnehmen wir das Transportetui und den doppelten Boden, finden wir darunter den kompletten Zubehör. Dabei handelt es sich um ein etwa 3 m langes Kabel mit einem vergoldetem 3,5 mm-Klinkenstecker (ideal für den Studio- und Heimanlagen-Einsatz), aber es gibt auch ein 1,2 m langes Kabel, welches mit einem integrierten Mikrofon und einer Kabel-Fernbedienung ausgestattet ist (ideal für den mobilen Einsatz). Weiterhin im Paket enthalten ist ein vergoldeter 6,3 mm-Schraubadapter und ein Ohrpolster-Set aus Velours-Memory-Foam. Zudem befindet sich in der Verpackung noch eine Anleitung zum Kopfhörer.
(Verpackung: 4 von 5 Punkten)
Design
Ultrasone setzt beim Performance 880 auf einen Wechsel aus matten und hochglänzenden Elementen. So ist der Kopfbügel sowie die Ohrmuscheln zum Großteil aus mattschwarzem Kunststoff gefertigt. Lediglich die Ohrmuscheln sind ca. zur Hälfte im oberen Teil mit einer Blende aus Metall versehen. An den Bügelseiten prangt prominent das Logo von Ultrasone inkl. Schriftzug.
Eigentlich handelt es sich beim Ultrasone Performance 880 um einen rein kabelgebunden Kopfhörer. Doch seit 2017 bietet Ultrasone die Performance-Serie auch als Bundle an, bei dem der Hersteller seinen „SERIUS“ Bluetooth-Adapter beilegt. Somit ist dieser dann auch kabellos mit Musik bespielbar. An der linken Ohrmuschel verfügt der Performance 880 über eine 2,5 mm Klinkenbuchse, in die eines der beiden mitgelieferten Kabel oder eben der erwähnte „SIRIUS“ Adapter eingesteckt wird. An diesem Befinden sich auch sämtliche Bedienelemente, die hier unterschiedlich gestaltet sind, um zu verhindern, dass man versehentlich die falsche Taste betätigt.
Bei den Tasten handelt es sich um die wichtigsten, so finden wir direkt neben einem kleinen Mikrofon den runden Ein-/Ausschaltknopf mit einer integrierten Status-LED, diesen drückt man zum Ein-/ bzw. Ausschalten für ca. 5 Sekunden. Direkt daneben ist der Play/Pause Knopf und die Tasten um die Lautstärke zu erhöhen oder zu senken. Durch längeres Drücken der Lautstärke-Tasten springen wir einen Titel vor oder zurück. Die Ohrmuscheln lassen sich etwas mehr als 90 Grad nach innen drehen, ein zusammenklappen ist leider nicht möglich.
Doch der Adapter dient nicht nur zur Steuerung und zur Bluetooth Verbindung, sondern auch der Akku ist in diesem integriert. Dazu aber später unter dem Punkt Akku mehr.
(Design: 4 von 5 Punkten)
Verarbeitung
Das Erscheinungsbild des Ultrasone Performance 880 Bundes gefällt mir sehr gut. Die Verarbeitung lässt kaum Kritik zu, der Materialmix aus Metal und dem optisch hochwertig wirkenden Kunststoff vermittelt eine sehr gute Haptik. Zwar lässt sich der Kopfhörer wie bereits erwähnt nicht zusammenklappen, dank den drehbaren Ohrmuschel wird er jedoch relativ Flach und lässt sich somit sehr gut in die beiliegende Neoprentasche verstauen.
Ich muss jedoch zugeben, als ich den Ultrasone Performance 880 das erste Mal in den Händen gehalten habe, hatte ich durch das geringe Gewicht nicht das Gefühl, einen teuren Kopfhörer in den Händen zu halten. Das bedeutet jedoch nicht, dass er billig wirkt, die Verarbeitung der unterschiedlichen Materialien ist sehr gut. Die Ohrpolster, sowie die Innenseite des Kopfbandes sind sehr angenehm weich.
(Verarbeitung: 4 von 5 Punkten)
TEIL 2
bestehend aus „Funktion des Produktes“ entspricht 65% der Gesamtwertung
Jeweils links und rechts ein 40-mm titanbeschichteter Wandler, betrieben durch je einen Neodym-Magneten
Akkulaufzeit
Akkulaufzeit bis zu 8 Stunden im Bluetooth Betrieb
Bluetooth
4.0 ; aptX (Cd-Klangqualität für Android Smartphones)
Frequenzbereich
7 – 35.000 Hz
Impedanz
32 Ohm
Lieferumfang
1x Ultrasone Performance 880 1x SIRIUS Bluetooth-Adapter 1x Transporttasche aus Neopren 1x ca. 3 m gerades Kabel mit vergoldetem abgewinkeltem 3,5 mm Klinkenstecker 1x ca. 1,2 m gerades Kabel mit Mikrofon und Fernbedienung mit 3,5 mm vergoldetem und gewinkeltem Stecker 1 Paar Kunstleder – Memoryeffekt 1 Paar Velour-Ohrpolster 1x Ladekabel Bedienungsanleitung
Technische Daten des Ultrasone Performance Bundle
Tragekomfort
Das Gewicht des Ultrasone Performance 880 Bundle beträgt 284 g mit Adapter und ohne 274 g. Somit gehört er zu den mittelschweren Over-Ear-Kopfhörern auf dem Markt. Die Ohrpolster aus „Proteinleder“ ein hochwertiges Kunstleder, welche mit Memory-Foam gefüttert sind, sind angenehm weich und umschließen die Ohren sehr gut. Es liegen jedoch auch zwei Velours-Ohrpolster bei, die ein noch besseres Tragegefühl bieten sollen, jedoch dürften diese nicht ganz so gut isolieren. Der Wechsel gestaltet sich leider nicht so einfach, denn die Ohrpolster sind mit dem Treibergehäuse verklebt. Das einstellbare Kopfband ist sehr weich gepolstert und kann beim Tragekomfort positiv überzeugen.
Bei Brillenträgern dürfte der Tragekomfort aufgrund des deutlich höheren Anpressdruckes leiden. Daher werden diese nach einiger Zeit merken, dass die Kopfhörer trotz den weichen Polstern etwas stärker auf die Brillenbügel drücken. Durch die Gelenke, welches die Ohrmuscheln mit dem Bügel verbinden und der verstellbaren Bügelverstellung aus Aluminium passt sich der Kopfhörer jeder Kopfform an.
(Tragekomfort: 4 von 5 Punkten)
Klang
Dank einer Ausgangsimpedanz von 32 Ohm kommt der Ultrasone Performance 880 mit quasi jedem Abspielgerät klar. Daher kann er auch an mobilen Geräten mit einer hohen Maximallautstärke überzeugen. Für die Lautstärke ist der Kennschalldruckpegel genauso wichtig wie die Impadenz. Diese liegt beim Ultrasone bei geringen 94 dB und fällt daher ebenfalls positiv aus.
Beim Performance 880 hat Ultrasone links und rechts jeweils einen 40-mm titanbeschichteten Wandler mit je einem Neodom-Magnet verbaut. Diese sitzen in der Hörmuschel nicht mittig, sondern sich nach unter versetzt, was klanglich für deutlich mehr Räumlichkeit sorgen soll. Die Technik wird von Ultrasone S-Logic genannt, dabei tritt der Schall aus dem Kopfhörer nicht direkt in den Gehörgang ein, sondern gelangt über mehrere Reflexionen in das Innenohr. Doch wie ist das Klangbild? Insgesamt ist es sehr ausgeglichen. Der Bass wird sehr tief und druckvoll wiedergegeben ohne dabei zu übersteuern. Erst bei sehr hoher Lautstärke konnte ich eine leichte Verzerrung der Töne feststellen.
Dass es sich bei Performance 880 um einen Kopfhörer handelt, welcher auch für das Studio geeignet sein soll, merkt man auch an Mitten und Höhen, diese werden klar und unverfälscht ohne Überzeichnungen wiedergegeben.
Ich habe in meinem Test Genres wie Elektro, Rock, Metal und Pop wiedergeben und muss sagen, dass das Ultrasone Performance 880 Bundle bei all diesen Genres sehr gute Arbeit leistet.
(Klang: 4,5 von 5 Punkten)
Ausstattung
Dank der weichen und sehr gut sitzenden Ohrpolstern ist die Dämmung der Umgebungsgeräusche auch ohne ANC ausgesprochen gut. Dazu trägt auch der etwas höhere Anpressdruck bei. Dieser wird jedoch nicht jedem gefallen, nach gut einer Stunde tragen, musste ich den Ultrasone Performance 880 absetzen, da meine Ohren frische Luft brauchten.
Transportetui
Der Ultrasone Performance 880 kommen in einer großen Neopren-Tasche daher, in welche der Kopfhörer perfekt hineinpasst. Es passt jedoch auch der weitere Zubehör, welcher im Lieferumfang enthalten ist problemlos in die Tasche.
Der Reißverschluss des Etuis lässt sich sehr angenehm öffnen und es lässt sich bei Verschmutzung sehr gut reinigen.
(Ausstattung: 4 von 5 Punkten)
Koppeln & Reichweite
Die Verbindung zwischen dem Ultrasone Performance 880 Bundle Kopfhörer und dem Abspielgerät, in meinem Fall das Apple iPhone X erfolgt über Bluetooth. In den Räumlichkeiten war die Reichweite mit zwei Wänden aus Rigips auf ca. 10 Metern begrenzt. Im freien Feld sind bis zu 12 Metern kein Problem. Sobald ich die Kopfhörer angeschaltet habe, hat sich dieser mit meinem iPhone automatisch verbunden. Leider ist jedoch nur die Kopplung mit einem Gerät gleichzeitig möglich, als ich z.B. den Kopfhörer am iPhone nutzen wollte, diesen aber zuvor mit meinem iPad Pro gekoppelt hatte, wunderte ich mich erst, warum kein Ton kommt. Als ich dann die Verbindung mit dem iPad getrennt habe, speilte er problemlos die Musik am iPhone.
(Koppeln & Reichweite: 3,5 von 5 Punkten)
Akku
Wie bereits anfangs erwähnt, befindet sich der Akku nicht in den Ohrmuscheln des Kopfhörers, sondern in dem kleinen und nur 12 g schweren SIRIUS-Adapter. Ultrasone gibt eine Laufzeit von 8 bis 12 Stunden an, und die Ladezeit beträgt lediglich 1 Stunde. Das klingt nach sehr guten Werten. Aber wie sieht es in der Praxis aus? Diese Werte spiegelten sich auch im Praxistest wieder. Aufgeladen wird der Adapter übrigens nicht per micro-USB-Kabel, sondern mit einem Klinke auf USB Kabel.
(Akku: 4 von 5 Punkten)
TEIL 3
bestehend aus „Preis/Leistung“ entspricht 10% der Gesamtwertung
Beschreibung
Ultrasone wirbt beim Performance 880 Bundle vor allem mit einem ausgewogenen Klangbild und der präzisen, detaillierten Abbildung, welche Musiker wie auch Musikhörer erfreuen soll. Ich kann diesen Punkten soweit zustimmen, klanglich gehört den Ultrasone Performance 880 zu dem aktuell besten Kopfhörer seiner Klasse. Dank dem SIRIUS-Adapter kann er zudem per Bluetooth mit Musik bespielt werden und bietet eine ausreichend lange Akkulaufzeit.
Preis/Leistung
Das Design, der Klang und die Verarbeitung konnten mich beim Ultrasone Performance 880 Bundle sehr überzeugen. Zwar besteht der Kopfhörer, sowie der Adapter fast nur aus Kunststoff, doch dafür hat dieser ein geringes Gewicht und bietet ein sehr gutes räumliches Klangbild. Für einen Preis von 469,00€ (UVP) erhält man den Performance 880 inkl. dem 139€ teuren SIRIUS Bluetooth Adapter, falls man auf Bluetooth verzichten kann, dann werden für das Modell ohne den Adapter 379€ fällig.
testr Gesamtwertung
unter Berücksichtigung aller Teilwertungen
Wir bedanken uns beim Hersteller für die Bereitstellung des Produktes. Zu unseren Grundsätzen
Die US-amerikanische Firma JBL wurde 1946 in Los Angeles unter dem Namen Lansing Sound Inc. von James Bullough Lansing gegründet. Zuvor arbeitete er bis zu seinem Ausscheiden bei Altec Lansing, da es aber wegen dem Namen Lansing als Produktname einen Rechtsstreit gab, änderte man letztendlich den Namen in James B. Lansing Sound Inc. Daraus lässt sich auch der aktuelle Firmenname JBL ableiten.
Nach dem Suizid von James B. Lansing, übernahm 1949 William Thomas bis zum Jahre 1969 die Geschäftsführung und rettete es aus den finanziellen Schwierigkeiten. Da er jedoch aus privaten Gründen nicht mehr in der Lage war, die Firma weiter zu leiten, fand man mit Dr. Sydney Harman schnell einen idealen Käufer. Seit dem gehört JBL zur Harman-International-Group, zu der unter anderem auch AKG und Harman/Kardon gehören. JBL stellt neben Auto-Lautsprecher auch Heim-Audio und Kopfhörer her.
Aus der letzten genannten Produktkategorie möchte ich euch heute ein Produkt vorstellen. Es handelt sich dabei um den JBL Everest Elite 750 NC, ein Bluetooth Over-Ear Kopfhörer mit adaptiven Noise-Cancelling, bei dem es sich um den aktuell teuersten Ovear-Ear Kopfhörer des amerikanischen Herstellers handelt. Doch kann der JBL Everest Elite 750 NC im Test überzeugen? Das erfahrt ihr in meinem Testbericht.
TEIL 1
Bestehend aus „Verpackung/Design/Verarbeitung“ entspricht 25% der Gesamtwertung
Verpackung
Die Verpackung ist überwiegend in Weiß/Orange gehalten. Die eigentliche stabile Hauptverpackung ist in eine bedruckte Umverpackung geschoben.
Auf der oberen Seite der zum Großteil weißen Verpackung, ist die linke Ohrmuschel des Kopfhörer zu sehen. Des Weiteren ist das Logo des Herstellers, der Name „EVEREST ELITE 750 NC“ aufgedruckt und das es sich um einen kabellosen Bluetooth Kopfhörer mit adaptiven Noise Cancelling handelt. Für das zuletzt genannte steht auch die Bezeichnung im Namen „NC“ (ANC). Auf der Rückseite ist der Everest Elite 750 NC komplett dargestellt, zudem sehen wir hier erneut den Namen des Herstellers und des Produktes. Des Weiteren sind hier drei besondere Funktionen erwähnt, über die wir neben dem bereits erwähnten ANC auch erfahren, dass man den Kopfhörer über die App ganz einfach updaten und den Klang per Equalizer anpassen kann. Betrachten wir die linke Seite, dann sehen wir auch hier einige der wichtigsten Funktionen mit Symbolen und Text erklärt. So erfahren wir hier unter anderem, dass diese für den Transport dreh- und faltbar sind und eine Laufzeit von 15 Stunden (mit aktiviertem ANC) bieten. Zudem sehen wir die Wiedergabe-Frequenz, das die Dynamic Treiber 40mm groß sind und was im Lieferumfang alles enthalten ist. Auf der Unterseite sind noch einige Infos zum Hersteller zu lesen.
Entnehmen wir die schwarze Hauptverpackung aus der Hülle, und klappen diese nach oben auf, kommt direkt das Transportetui zum Vorschein. In diesem ist neben dem kompletten Zubehör (Ladekabel, Flugzeugadapter und Klinke-Kabel) auch der JBL Everest Elite 750 NC Kopfhörer untergebracht. Zudem befindet sich in der Verpackung noch eine kleine Anleitung zum Kopfhörer.
(Verpackung: 3,5 von 5 Punkten)
Design
Der JBL Everest Elite 750 NC ist in den Farben Silber und Gunmetal erhältlich. Auffallend sind die relativ großen Ohrmuscheln, die mit einem großen JBL-Logo versehen sind. Lediglich die silbernen Bedienknöpfe, die Bügelenden aus Aluminium und die JBL Logos auf den Ohrmuscheln unterbrechen das sonst nur silbergraue Design, was mir sehr gut gefällt.
Während an der linken Ohrmuschel nur die Anschlussmöglichkeit für das mitgelieferte Klinke-Kabel (3,5mm) vorhanden ist, finden wir auf der rechten Seite neben dem micro-USB Anschluss zahlreiche weitere Bedienelemente. Es handelt sich dabei um 6 Tasten, für die man anfangs etwas länger braucht, um sich an die einzelnen Positionen und Funktionen zu gewöhnen.
Hier finden wir am Rand auf der Höhe des JBL Logos den Ein-/Ausschaltschieber. Diesen schiebt man zum Ein-/ bzw. Ausschalten einfach für ca. zwei Sekunden nach oben. Direkt links neben der Ladebuchse befinden sich die drei Tasten um die Musikwiedergabe zu stoppen und die Lautstärke zu erhöhen oder zu senken. Durch längeres Drücken der Lautstärke-Tasten springen wir einen Titel vor oder zurück. Der Play-/ und Pause Button dient zudem zur Anrufannahme und zum Aufruf des Sprachassistenten am Smartphone.
Neben der Ladebuchse gibt es noch zwei weitere Knöpfe, so findet man direkt daneben die Taste um das Bluetooth-Pairing zu starten und eine weitere Taste ist über die App mit zwei zur Auswahl stehenden Funktionen programmierbar. Standardmässig ist diese mit Noise-Cancelling An- bzw. Ausschalten belegt, kann aber auch zum Wechseln zwischen den Noise Cancelling Modi´s genutzt werden.
An der Rückseite jeder Ohrmuschel befindet sich jeweils ein Mikrofon. Auf eine Touch-Oberfläche, wie sie inzwischen viele andere Anbieter bei ihren Kopfhörern anbieten hat JBL verzichtet. Die Ohrmuscheln lassen sich etwas mehr als 90 Grad nach innen drehen und zudem sind diese auch klappbar, wodurch sie sich sehr leicht in das Transportetui verstauen lassen.
(Design: 3,5 von 5 Punkten)
Verarbeitung
Auf den ersten Blick sind an der Verarbeitung keine Mängel festzustellen. Das Gehäuse wurde zum Großteil aus Kunststoff gefertigt, dennoch wirken die Kopfhörer sehr stabil und robust, sodass diesen auch ein etwas gröberer Umgang nicht viel anhaben kann.
Die Oberfläche fühlt sich sehr edel und hochwertig an und auch der metallverstärkte 12-stufige Verstellmechanismus des Kopfhörerbügel kann mich überzeugen. Leider bin ich mit der Belegung der Tasten nicht so zufrieden, zu oft habe ich in meinem Test die falsche Taste betätigt, da sich diese ziemlich ähnlich anfühlen. Hätte man diese eventuell auf beide Ohrmuscheln verteilt, hätte man dieses Problem vermeiden können. Die Ohrpolster wiederum kann ich absolut loben, diese sind sehr angenehme groß, sodass die Ohren komplett umschlossen werden. In der Innseite ist zudem ein großes „R und L“ im Stoffeinsatz zu sehen, sodass man sofort erkennt wie er getragen werden sollte.
(Verarbeitung: 4 von 5 Punkten)
TEIL 2
bestehend aus „Funktion des Produktes“ entspricht 65% der Gesamtwertung
Kopfhörer-Art
Over-Ear-Kopfhörer
Kategorie
Adaptiver Noise-Cancelling-Kopfhörer mit Bluetooth
Farbe
Silber
Gewicht
280 Gramm
Material
Kunststoff
Treiber
Jeweils links und rechts ein 40-mm-Dynamic-Membran
Akkulaufzeit
Akkulaufzeit bis zu 15 Stunden im Bluetooth und ANC Betrieb
Lieferumfang
JBL Everest Elite 750 NC Over-Ear-Kopfhörer Transportetui mit Zubehörbeutel Flugzeugadapter Micro-USB-Ladekabel 3,5 mm Klinke-Kabel
Technische Daten des JBL Everest Elite 750 NC
Tragekomfort
Mit knapp 280 Gramm gehört der JBL Everest Elite 750 NC zu den mittelschweren Over-Ear-Kopfhörern auf dem Markt. Die Ohrpolster sind angenehm weich und umschließen die Ohren sehr gut. Das einstellbare Kopfband ist zwar nicht so dick gepolstert wie bei anderen Kopfhörer die ich bereits getestet habe, kann aber beim Tragekomfort dennoch positiv überzeugen. Bei Brillenträgern dürfte der Tragekomfort aufgrund des etwas höheren Anpressdruckes etwas leiden. Daher werden diese nach einiger Zeit merken, dass die Kopfhörer trotz den weichen Polstern etwas stärker auf die Brillenbügel drücken.
ANC wird jedoch auch bei Brillenträger nicht schwächer. Dies liegt daran, dass die Polster so weich sind und der Anpressdruck so hoch, dass die Ohrmuscheln dennoch sauber auffliegen. Durch das Gelenk, welches die Ohrmuscheln mit dem Bügel verbindet, passt sich der JBL Everest Elite 750 NC quasi an alle Kopf- und Ohrenformen bestens an.
(Tragekomfort: 4 von 5 Punkten)
Klang
Klanglich kann ich ganz klar sagen, dass der Bassbereich beim JBL Everest Elite 750 NC besonders hervorgehoben wird. Dieser ist eigentlich vor allem bei Rock- und Popmusik von Vorteil. Doch leider ist dieser stark angehobene Bass bei Genres wie Hip-Hop und R`n`B von großem Nachteil, denn mir ist aufgefallen, je mehr Tiefbass im Musikstück vorkommt je stärker nimmt man ein unangenehmes Wummern der beiden 40mm-Treiber wahr. Dies fällt vor allem ab einer Lautstärkeeinstellung von über 75% auf.
Abhilfe schafft hier die App „ My JBL Headphones“ erhältlich für iOS und Android. Hier kann man nämlich dank dem Equalizer, der die Feinabstimmung mit 10 Bänder zulässt diese Bassbetonung reduzieren und als Nutzerprofil absichern. Das Bassproblem wird zwar nicht komplett behoben, doch das Wummern der Treiber wird reduziert.
Beim Everest Elite 750 NC hat JBL links und rechts jeweils einen dynamischen 40-mm Treiber verbaut. Diese sorgen wie bereits erwähnt für einen kräftigen Bass, welcher bei hoher Lautstärke jedoch zu einem Wummern bzw. einer Verzerrung der Töne führt. Ansonsten liefert der JBL Everest Elite 750 NC eine gute Detailauflösung in den mittleren Tönen und klare Höhen.
Der JBL Everest Elite 750 NC bietet wie bereits sein Vorgänger der Elite 700 eine „TruNote Auto Sound Calibration“, womit sich der Klang jedem Träger individuell anpassen soll. Startet man in der App die TruNote Einmessung, dann sendet der Everest 750 NC verschiedene Testtöne zur Ohrmuschel, welche von hier reflektiert werden und von den im Everest verbauten Mikrofonen erfasst werden. Das ganze klingt zwar ganz toll, aber nach der Einmessung konnte ich persönlich nur kleine Unterschiede feststellen, sodass der Kopfhörer anschließend etwas präziser Klang, mehr aber nicht. Abschalten lässt sich diese TruNote Funktion für einen Vergleich jedoch nicht.
Klanglich ist es ein großer Unterschied, ob ihr Noise Cancelling ein- bzw. ausgeschaltet habt. Der übertönte wummernde Bass tritt nur bei aktiviertem ANC auf. Deaktiviert man dies, dann hört man kurz die Ansage „Noice Cancelling Off“ und das Klangbild geht von einer mittleren Betonung auf ein deutlich flacheres Klangbild über. Zwar ist das Wummern besser, aber der Bass fehlt so sehr, dass es sich viel zu blechern anhört. Dasselbe gilt auch für den Kabelbetrieb.
Die Maximallautstärke des JBL Everest Elite 750 NC ist sehr gut, dies liegt vor allem an der geringeren Nennimpadenz von 16 Ohm. Bei aktiviertem Noise Cancelling hört man beim Aufsetzen der Kopfhörer ohne Wiedergabe von Musik oder nur leiser Wiedergabe ein leises rauschen und surren, was sich jedoch sehr in Grenzen hält. Bei alttäglicher Nutzung hört man dies eigentlich kaum, da man Musik normalerweise lauter hört und somit dieses Grundrauschen übertönt wird.
(Klang: 2,5 von 5 Punkten)
Ausstattung
Dank der weichen und sehr gut sitzenden Ohrpolstern ist die Dämmung der Umgebungsgeräusche schon ohne ANC ganz gut. Aber das Adaptive Noise Cancelling reduziert die Außengeräusche nochmals deutlich. Das verwendete ANC filtert bei den Umgebungsgeräuschen sehr gut das Bass heraus, so hat man während der Zugfahrt oder im Flugzeug eine deutlich ruhigere Atmosphäre und kann sich viel besser auf die Musik konzentrieren.
In der bereits erwähnten App kann man das Noise Cancelling in vier Stufen einstellen. Mit drei Stufen davon kann man bestimmen, wie viel der Umgebungsgeräusche durchgelassen werden soll. Schaltet man die Funktion aus, werden die Umgebungsgeräusche weitestgehend eliminiert.
Neben der sehr guten Bluetooth-Reichweite, konnte mich auch die Akkulaufzeit von bis zu 19 Stunden überzeugen. Diese ist jedoch abhängig, auf welche Lautstärke ihr den Everest Elite 750 NC eingestellt habt und ob ihr diesen per Bluetooth, ANC usw. betreibt. Aber selbst wenn man nur auf eine Laufzeit von ca. 13 Stunden bei eingeschaltetem ANC und 75% Lautstärke kommt, ist dies mehr als ausreichend. Leider kann man den Akku nicht selbst wechseln.
Transportetui
Der JBL Everest Elite 750 NC kommen in einem sehr gut verarbeiteten und hochwertigen Transportetui, in welche der Kopfhörer perfekt hineinpasst. In einem weiteren Etui im inneren, welches per Klettverschluss an der Innenseite befestigt ist, sind das mitgelieferte Micro-USB-Ladekabel, der Flugzeugadapter und das Klinke-Kabel verstaut.
Der Reißverschluss des Etuis lässt sich sehr angenehm öffnen und es lässt sich bei Verschmutzung sehr gut reinigen.
(Ausstattung: 4 von 5 Punkten)
Koppeln & Reichweite
Die Verbindung zwischen dem JBL Everest Elite 750 NC Kopfhörer und dem Abspielgerät, in meinem Fall das Apple iPhone X erfolgt über Bluetooth 4.0. In den Räumlichkeiten war die Reichweite mit zwei Wänden aus Rigips auf ca. 13 Metern begrenzt. Im freien Feld sind bis zu 16 Metern kein Problem, was deutlich mehr Freiheit im Alltag bietet. Sobald ich die Kopfhörer angeschaltet habe, hat sich dieser mit meinem iPhone automatisch verbunden.
(Koppeln und Reichweite: 4 von 5 Punkten)
Akku
Wie bereits erwähnt, kann die Akkulaufzeit des JBL Everest Elite 750 NC durchaus überzeugen. Die Laufzeit gibt JBL mit 15 Stunden bei eingeschaltetem Bluetooth und ANC an. Falls der Akku leer sein sollte, dauert es knapp 3 Stunden, bis dieser wieder voll aufgeladen ist. Bei abgeschaltetem ANC und einer Wiedergabe über Bluetooth hält der Akku knapp 20 Stunden durch. Das sind klingt nach ganz guten Werten.
Aber wie sieht es in der Praxis aus? Diese Werte spiegelten sich auch im Praxistest wieder. Auf dem Weg zur Arbeit hörte ich täglich knapp eine Stunde Musik und dies über einen Zeitraum von knapp 3 Wochen. Danach hatte ich trotz eingeschaltetem ANC immer noch knapp 10% Akku laut der JBL App. Die Lautstärke der Musik hatte ich dabei bei ungefähr 70%.
(Akku: 4 von 5 Punkten)
TEIL 3
bestehend aus „Preis/Leistung“ entspricht 10% der Gesamtwertung
Beschreibung
JBL wirbt beim Everest Elite 750 NC vor allem mit einem legendären JBL Pro Audio-Sound, einer Laufzeit von bis zu 20 Stunden und dem Adaptiven Noise-Cancelling. Ich kann nicht allen Angaben die JBL macht zustimmen. Die Laufzeit kommt zwar mit 19 Stunden ohne aktivem ANC sehr nah an die angegeben 20 Stunden ran, aber beim Audio-Sound kann man nicht wirklich von legendär reden. Er ist von Haus aus einfach zu bassbetont, sodass man ein starkes Verzerren und Wummern wahrnimmt. Ohne zugeschaltetes ANC ist der Klang wiederum noch schlechter, da dieser dann blechern klingt. Abhilfe schafft hier nur, in der App den Equalizer zu verstellen oder das JBL ein Update bereitstellt, welches dieses Problem behebt. Denn ansonsten bin ich mit dem JBL Everest Elite 750 NC zufrieden. Das Noise-Cancelling arbeitet sehr gut und kann in vier Stufen geregelt werden.
Preis/Leistung
Zwar konnte mich der JBL Everest Elite 750 NC von dem Design, der Verarbeitung und dem gut arbeiteten ANC überzeugen, doch leider enttäuschte er gerade am wichtigsten Kriterium eines Kopfhörers dem Klang. Für einen Preis von 299,00€ (UVP) erwartet man einen sehr guten Klang, doch selbst mit der Veränderung im Equalizer wird dies nur minimal besser.
testr Gesamtwertung
unter Berücksichtigung aller Teilwertungen
Wir bedanken uns beim Hersteller für die Bereitstellung des Produktes. Zu unseren Grundsätzen
Lautsprecher Teufel GmbH wurde 1980 in Berlin von Peter Tschimmel gegründet. Teufel fertigt HiFi-Komponenten wie Kopfhörer und Lautsprecher. Bekannt ist die Firma als Hersteller kompletter Audiosystem-Komponenten, wie z.B. kompletten Heimkino-Systemen. Der eine oder andere von euch hat sich sicherlich schon einmal gefragt, warum kein Elektronikfachmarkt Teufel Produkte im Sortiment besitzt. Das liegt daran, das Teufel Produkte im mittleren Preissegment einzuordnen sind. Um die günstigen Preise zu ermöglichen, bietet das Unternehmen ihre Produkte ausschließlich als Direktversender über den eigenen Online-Shop an.
Teufel ist bekannt für seine vielen Produkte im Audio-Bereich, sei es Kopfhörer, Soundbars oder Heimkino-Anlagen. Es gibt ziemlich alles bei Teufel für den HiFi-Bereich. Seit 2018 hat Teufel erstmals ein Radio im Sortiment, welches auf den Namen Radio 3sixty hört. Es handelt sich dabei jedoch nicht nur um ein normales Radio, denn mit an Bord sind FM, DAB+, DLNA, Bluetooth und Spotify Connect. Zudem hat das Radio nicht ohne Grund den Namen 3sixty (360) bekommen, denn dieser bezieht sich auf den Klang. Durch eine raffinierte Technik spielt der Teufel Radio 3sixty ein 360°-Klangbild ab. Das klingt doch alles interessant, doch kann das Teufel Radio 3sixty im Test überzeugen? Dies erfahrt ihr im folgenden Testbericht.
TEIL 1
Bestehend aus „Verpackung/Design/Verarbeitung“ entspricht 25% der Gesamtwertung
Verpackung
Das Teufel Radio 3sixty kommt wie eigentlich alle größeren Geräte aus dem Hause Teufel in einem sehr einfachen und schlichten Karton daher. Auf dem unter anderem das Teufel Logo, der Name des Produktes und einige technische Daten in schwarzer Farbe aufgedruckt sind.
Auf der Oberseite, sowie der linken Seite, ist groß „Teufel“ aufgedruckt. Zentral auf der Vorderseite ist der Name „Radio 3sixty“ zu lesen. Zu guter letzt befinden sich auf der rechten Seite und der Rückseite noch einige Infos von dem Hersteller, sowie das Gewicht, die Farbe und die Abmessungen des Radio aufgedruckt.
Öffnet man die Verpackung, sehen wir direkt links und rechts eine Schaumstoffpolsterung, welche den Radio 3sixty zentral in der Mitte fixiert und somit sicher beim Transport schützt. Zudem befindet sich der Radio in einer transparenten Kunststofffolie. Im Hohlraum zwischen dem Teufel Radio 3sixty und der Verpackung liegt noch eine Bedienungsanleitung bei, ein Netzteil befindet sich sicher in einem der Schaumstoffpolsterungen verpackt.
(Verpackung: 3 von 5 Punkten)
Design
Beim Design setzt Teufel auf ein modernes und hübsches Design. Das Gehäuse welches eine Quader-Form besitzt ist 28cm breit, 17,5cm hoch und 16cm tief. Damit kann das 2,5 Kg leichte Radio ohne Probleme z.B. in der Küche oder auch im Schlafzimmer auf dem Nachtisch platziert werden.
Das Gehäuse des Radio 3sixty besteht aus einem sehr stabilen ABS-Kunststoff, welches schwarzmatt daher kommt. Lediglich der obere Teil ist mit Stoff bespannt. Unter diesem befindet sich ein Kunststoff-Käfig (Gitter), welcher die beiden nach oben ausgerichteten Treiber schützt. Damit der von Teufel geworbene 360°-Sound entsteht, haben sich die Produktentwickler von Teufel etwas besonderes einfallen lassen. So sind direkt über den beiden 50mm Hochmitteltöner jeweils ein Kegel platziert, sodass der Ton der Töner in alle Richtungen gleichmässig verteilt werden soll. Ob dies auch so gut klappt, verrate ich euch unter dem Punkt „Klang“. Neben diesen beiden Breitbandlautsprechern hat Teufel in dem Radio 3sixty noch einen 90mm Tieftöner (Downfire-Subwoofer) und einen großen Bassreflexkanal verbaut. Diese befinden sich beide an der Unterseite zwischen den mit roten Antirutschgummis versehenen vier Füßen.
Die Front nimmt zum Großteil eine Hochglanz-Acrylglasplatte ein, welche bündig in das matte ABS-Kunststoffgehäuse eingelassen ist. An der Front befinden sich sämtliche Bedienelement, von denen direkt die zwei großen Drehregler für die Lautstärke und der Menü-Navigation auffallen. Direkt zwischen diesen Drehreglern befindet sich das dimmbare Monochrome-Display und rechts davon die Menü- und Back-Taste.
Da Teufel das Radio 3sixty mit einer großen Anzahl an Funktionen versehen hat, braucht man dafür auch einige Knöpfe, denn man möchte ja möglichst alles direkt am Gerät steuern. Diese Tasten sind direkt unterhalb des Acrylglases in einer Reihe untergebracht. Die einzelnen Funktionen erkläre ich euch unter dem Punkt „Bedienung“ genauer.
Schauen wir uns die Rückseite des Teufel Radio 3sixty an, so sehen wir hier direkt eine schwarze Teleskopantenne, welche eingefahren 16cm und ausgefahren maximal 76cm lang ist. Direkt unterhalb der Antennenbefestigung befindet sich neben dem Anschluss für das Netzteil, noch ein USB-Anschluss und ein Klinkenstecker. Der USB-Anschluss dient als Ladebuchse, um z.B. das Smartphone, Tablet usw. mit bis zu 1,5 Ampere aufzuladen. Zudem befinden sich auf der Rückseite noch ein Teufel-Aufkleber mit der Seriennummer und den Namen des Radio, sowie das dieses Bluetooth und Spotify Connect Ready ist.
(Design: 4,5 von 5 Punkten)
Verarbeitung
Das Gehäuse des Teufel Radio 3sixty wurde aus ABS-Kunststoff gefertigt und macht einen sehr robusten und zudem hochwertigen Eindruck. An der Verarbeitung hab ich nur wenige Kritikpunkte feststellen können, lediglich das Hochglanz Acrylglas ist natürlich anfällig gegen Fingerabdrücke, aber im Normalfall bedient man es ja nur über die Knöpfe und berührt dieses somit selten. Was ich mir für eine eventuelle 2.Generation des Radio 3sixty wünschen würde, wäre die Integration eines Akkus, damit man den Radio auch komplett kabellos überall verwenden könnte.
Das verbaute Display gehört definitiv nicht zu den schönsten, ist aber von der Funktionalität vollkommen ausreichend, was mich persönlich nicht stört. Die an dem Teufel Radio 3sixty montierten Antirutsch-Elemente kann ich nur loben, denn diese machen ihren Job sehr zuverlässig. Selbst bei voll aufgedrehter Lautstärke bleibt des Radio an Ort und Stelle stehen.
(Verarbeitung: 4 von 5 Punkten)
TEIL 2
bestehend aus „Funktion des Produktes“ entspricht 65% der Gesamtwertung
Lautsprecher Anzahl
3 (2x nach oben abstrahlend und ein Downfire-Subwoofer )
Treiber-Durchmesser
2 x 50mm ; 1 x 90mm
Gesamtausgangsleistung (RMS)
30 Watt
Gehäuse Material
Kunststoff/ Stoff
Anschlussmöglichkeiten
3.5mm Klinke, Stromanschluss, USB 2.0, Bluetooth (aptX)
Nachdem man das Radio 3sixty das erste mal einschaltet, wird man direkt gefragt, ob man den Einrichtungsassistent starten möchte. Mithilfe des rechten Drehreglers wählen wir „Ja“ aus und bestätigen dies mit dem drücken des Reglers. Anschließen wird man gefragt ob man das 12 oder 24 Stundenformat angezeigt bekommen möchte und wählt anschließend aus, ob die Uhr über DAB+, FM oder über das Internet aktualisiert werden soll. Nun beginnt die Einrichtung des Netzwerks. Dazu muss man zuerst die WLAN-Region auswählen und schon beginnt der Suchlauf nach verfügbaren Netzwerken. Anschließend einfach das eigene WLAN-Netz auswählen und entweder das Passwort umständlich über den Drehregler eingeben, oder über die WPS-Taste (Funktion) sofern an eurem Router vorhanden. Nach wenigen Sekunden solltet ihr die Meldung „Verbindung erfolgreich“ auf dem Display angezeigt bekommen und schon ist die Einrichtung beendet.
(Inbetriebnahme: 4 von 5 Punkten)
Bedienung
Die Bedienung erfolgt nun zum größten Teil über die beiden Drehregler und die einzelnen Tasten direkt am Radio. Eine Fernbedienung oder eine App, über welche man das Radio steuern kann gibt es nicht.
Dies mag zwar in der heutigen Zeit etwas altbacken sein, aber es funktioniert wunderbar und es ist auch mal schön ein Gerät ohne das man ein Smartphone benötigt zu bedienen. Die Knöpfe lassen sich sehr fein drehen und haben allesamt einen sehr angenehmen Druckpunkt. Der Lautstärke-Regler dient wie es der Name schon vermuten lässt zur Änderung der Lautstärke und beim Drücken wird die Musik pausiert (nur bei Bluetooth, Spotify usw.).
Die untere Leiste mit den vielen Köpfen beherbergt weitere Funktionen. Angefangen ganz Links, hier haben wir direkt den roten Ein-/Ausschaltknopf. Mit der „Source“ Taste daneben kann man zwischen den Wiedergabequellen (FM-Radio, DAB+, Internet Radio, AUX und Bluetooth) wechseln. Die Taste direkt daneben dient dazu, den Paring-Modus (Bluetooth) zu starten. Dazwischen befinden sich die Tasten von 1- 5, diese können wie bereits bei den Teufel One Geräten mit euren Favoriten (Radiosender usw.) belegt werden. Mit den drei Tasten ganz rechts kann man den Wecker stellen und einen Titel vor bzw. zurückspringen.
(Bedienung: 4 von 5 Punkten)
Funktionen
DAB+ UND FM-RADIO
Das Teufel Radio 3sixty unterstützt nicht nur das klassische analoge FM-UKW-Radio, sondern auch das neue DAB+. Im Menü oder direkt über die „Source“ Taste könnt ihr wie bereits erwähnt zwischen den Wiedergabequellen wechseln. Wählt man das erste mal FM Radio oder DAB+ aus, startet automatisch der Sendersuchlauf. Wichtig ist dabei, dass man vor dem Suchlauf die Antenne ausklappt und auseinander zieht, denn nur so können viele Sender gefunden werden. Ich würde sofern eurer Lieblingssender in DAB+ ausstrahlt immer dies auswählen, die Vorteile gegenüber FM sind, das DAB+ zusätzliche Infos wie z.B. den Sendernamen, Titel und den Interpret des aktuellen Songs auf dem Display anzeigt. Aber der wichtigste Unterschied ist die Klangqualität, denn diese ist in CD-Qualität und somit ist nicht das typische FM-UKW Rauschen zu hören. Dank den 5 Favoriten Tasten, könnt ihr eure Lieblingssender egal ob FM oder DAB+ auf diese legen. Der Empfang ist bei DAB+ und FM-UKW Radio sehr gut, ich konnte sehr viele Radiosender beim Suchlauf finden.
WEB-RADIO
Zu Beginn der Einrichtung hat man das Teufel Radio 3sixty mit dem WLAN verbunden, dies hat auch einen wichtigen Grund, so können darüber nicht nur Updates geladen werden, sondern auch Web-Radio kann man damit empfangen. Teufel setzt dabei auf das Radioportal Frontier Silicon Internet, hierüber können nicht nur Radiosender, sondern auch Podcasts empfangen werden, die Voraussetzung hierfür ist jedoch eine Internetverbindung. Im Web-Radio wird einem eine große Liste an verfügbaren Radio-Stationen unterteilt in Genres (Pop, Rock, Jazz usw.) angezeigt.
Man kann hier auch Sender bzw. Podcasts suchen, doch dies ist aufgrund der sehr vielen Sender mit einem langen scrollen verbunden. Hier empfiehlt es sich auf jeden Fall, dass ihr eure Lieblingssender (sofern gefunden) auf die 5 Favoriten Tasten legt, damit ihr nicht jedesmal ewig nach eurem Sender suchen müsst.
SPOTIFY CONNECT
Für all diejenigen unter euch, die einen Spotify Premium Account besitzen, ist natürlich auch Spotify Connect eine sehr praktische Sache. Damit verbindet man sich direkt über das Radio 3sixty mit seinem Account und kann somit direkt von hier die Musik steuern und wiedergeben. Somit spart man sich die Kopplung des Smartphones und des Radio 3sixty über Bluetooth. Voraussetzung ist jedoch wie bereits erwähnt ein Premium Account bei Spotify und das Radio 3sixty muss mit dem Internet verbunden sein.
BLUETOOTH
Falls ihr keinen Spotify Premium Account habt, oder Apple Musik und Co. nutzt, dann könnt ihr die Musik auch direkt über Bluetooth wiedergeben. Die Kopplung geht sehr flott und einfach von statten. Die Bluetooth-Verbindung ist dabei bis auf knapp 12 Metern ohne Unterbrechungen möglich. Android Nutzer dürfen sich freuen, denn wie viele andere Teufel-Geräte unterstützt auch das Radio 3sixty „aptX“. Durch dieses Audiocodierverfahren von Qualcomm, ist mit Android-Geräten eine kabellose Wiedergabe in CD-Qualität möglich. Das AAC-Format auf welches Apple bei seinen iOS-Geräten setzt, wird leider nicht unterstützt, somit muss man hier mit einer etwas geringeren Qualität leben.
AUX UND USB
Auf der Rückseite des Radio 3sixty wurden wie bereits erwähnt ein AUX- und USB-Anschluss von Teufel untergebracht. Man kann somit einfach ein beliebiges Abspielgerät via 3,5mm-Klinkenstecker an das Radio klemmen oder direkt von einem angeschlossenen USB-Stick bzw. einer USB-Festplatte Musik wiedergeben. Über USB-Playback werden die Formate WAV, FLAC, MP3, AAC und WMA unterstützt.
WECKER
Der Teufel Radio 3sixty kann dank einer Wecker-Funktion auch wunderbar im Schlafzimmer genutzt werden. Man kann in der Wecker-Einstellung bis zu zwei Weckzeiten speichern und dabei festlegen, ob dieser für alle Wochentage, nur die Werktage oder nur fürs Wochenende aktiviert möchte. Wecken lassen könnt ihr euch mit Musik, zur Auswahl stehen Internet-Radio, DAB+ oder FM-UKW (mit Sender-Auswahl) und Spotify Connect, sowie ein herkömmlicher Weckton.
EINSCHLAF-FUNKTION (SNOOZE)
An Bord des Radio 3sixty ist nicht nur ein Wecker, sondern auch eine Einschlaf-Funktion (Schlummern). Damit kann man einstellen, dass sich das Radio nach einer vorgegeben Zeit automatisch ausschaltet. Dabei stehen 15, 30, 45 oder 60 Minuten zu Auswahl, eine freie Zeitangabe gibt es leider nicht.
Leider versteckt sich diese Option etwas in den Systemeinstellungen und ist daher etwas umständlich zu finden. Einen Schnellzugriff über die Quelle-Taste oder ähnliches gibt es leider nicht.
(Funktionen: 4,5 von 5 Punkten)
Klang
Kommen wir nun zu dem interessantesten Teil des Teufel Radio 3sixty, dem Klang. Teufel setzt hierbei auf ein 2-Wege-System, bei dem zwei Breitbandlautsprecher (Hochmitteltöner) und ein Tieftöner (Downfire-Subwoofer) eingesetzt wird. Zudem ist noch ein nach unten gerichteter Bassreflexkanal verbaut, welcher den Bass noch zusätzlich nach unten drückt. Wie anfangs bereits erwähnt, sind die beiden 50mm Hochmitteltöner nach oben ausgerichtet und mit einem Kegel darüber versehen, damit der Klang gleichmassig in alle Richtungen verteilt wird. Der 90mm Subwoofer ist nach unten gerichtet und soll für eine tiefe und kräftige Musikwiedergabe sorgen. Den maximalen Schallpegel gibt Teufel mit 95 dB an, somit steckt in dem kleinen Radio ordentlich Kraft. Die Gesamtausgangsleistung (RMS) liegt bei 30 Watt.
Quelle: Teufel
Soviel zu den unterschiedlichen Elementen die für den Klang sorgen sollen. Doch wie ist dieser und bietet der Radio 3sixty wirklich einen echten 360°-Klang? Ich habe den Teufel Radio 3sixty nun knapp über zwei Monat in Betrieb und dabei verschiedene Musikgenres angehört.
Der Klang, der von dem Radio 3sixty wiedergegeben wird, ist für ein Radio sehr gut, er befindet sich ganz klar auf dem Niveau einer kleinen Stereo-Anlage. Die Höhen werden sehr sauber und klar wiedergegeben. Auch wenn ich ganz klar sagen muss, dass Teufel den Radio 3sixty von Grund auf etwas wärmer abgestimmt hat. So sind der Bass und die tieferen Mitten definitiv dominanter gegenüber den hohen Tönen. Der Bass und die etwas tieferen Töne können bei diesem kleinen Gehäuse durch ihren vollen und kräftigen Tiefgang überzeugen.
Der beworbene 360°-Klang des Teufel Radio 3sixty kann wirklich überzeugen, es macht keinen Unterschied ob man sich vor oder hinter dem Radio befindet. Die maximale Lautstärke ist sehr beeindruckend, mann kann damit sehr gut einen großen Raum beschallen. Im Vergleich zum aktuellen Teufel One, klingt der Teufel Radio 3sixty durch die Anzahl an mehreren Tönern sogar etwas besser.
(Klang: 4,5 von 5 Punkten)
TEIL 3
bestehend aus „Preis/Leistung“ entspricht 10% der Gesamtwertung
Beschreibung
Der Hersteller bewirbt den Teufel Radio 3sixty als kompaktes Digitalradio mit leistungsstarkem 360-Grad-Sound und umfangreichen Features.
Ich kann diesen Punkten absolut zustimmen. Die maximal Lautstärke ist sehr hoch und zudem kann der 360-Grad-Sound dank Dynamore absolut überzeugen. Mit dem Teufel Radio 3sixty könnt ihr problemlos eine kleine Stereo-Anlage ersetzen. Man kann damit eine große Anzahl an Quellen wiedergeben und dank dem tollen Design macht es in jedem Raum eine gute Figur.
Preis/Leistung
Der Preis von 279,99€ (UVP) ist zwar für ein Radio etwas hoch, doch dafür bekommt man meiner Meinung nach klanglich und funktionell den aktuell besten Radio auf dem Markt. Lediglich eine Integration eines Akkus für eine eventuelle zweite Version wäre von mir persönlich ein Wunsch, damit ich das Radio auch komplett ohne Kabel nutzen könnte.
Sofern ihr euch überlegt ein Radio mit FM, DAB+, WLAN, Bluetooth usw. anzuschaffen, dann würde ich euch raten das Teufel Radio 3sixty auszuprobieren, bei Nichtgefallen könnt ihr dieses problemlos innerhalb von 8 Wochen zurücksenden.
testr Gesamtwertung
unter Berücksichtigung aller Teilwertungen
Wir bedanken uns beim Hersteller für die Bereitstellung des Produktes. Zu unseren Grundsätzen
Ring wurde mit Sitz in Santa Monica, Kalifornien im Jahr 2012 von Jamie Siminoff gegründet, hier befindet sich auch die Hauptzentrale. Im Jahr 2013 stellte der Firmengründer sein erste Version der intelligenten Türklingel bei der Sendung „ Shark Tank“ vor, diese hatte noch den Namen „Doorbot“. Damals wollte keiner der Sharks ihn unterstützen und so startete er ein Crowdfounding-Projekt, bei dem insgesamt 364.000 US-Dollar zusammen kamen. Das Ziel lag ursprünglich bei 250.000 US-Dollar. Bekannt wurde das Unternehmen Ring vor allem durch seine intelligente Türklingel „Ring Video Doorbell,“ mit der man direkt per Smartphone nicht nur die Person vor der Haustüre sehen, sondern auch mit ihr sprechen kann.
Inzwischen gibt es neben weiteren Ausführungen der intelligenten Türklingel auch seit dem Jahr 2017 mit der Floodlight und Spotlight Cam zwei Sicherheitskameras. Am 27. Februar 2018 gab Amazon die vollständige Übernahme von Ring für eine Summe von 1.000.000.000 US-Dollar bekannt. Somit ist Ring nun ein 100%iges Tochterunternehmen von Amazon.
Ring hat mit der Video Doorbell 2 die nächste Generation ihrer Intelligenten Türklingel vorgestellt. Diese wurde zwar nur minimal am Design angepasst, jedoch bietet diese unter anderem eine Auflösung von 1080p, was für eine Videoüberwachung deutlich besser ist. Ich habe mir für euch die Ring Video Doorbell 2 genauer angeschaut. Ob die Ring Video Doorbell 2 im Test überzeugen konnte, erfahrt ihr in folgenden Testbericht.
TEIL 1
Bestehend aus „Verpackung/Design/Verarbeitung“ entspricht 25% der Gesamtwertung
Verpackung
Die Ring Video Doorbell 2 kommt in einer modernen und kompakten Verpackung daher. Die eigentliche stabile Verpackung ist in eine Umverpackung geschoben, welche mit einigen wichtigen Infos zum Produkt versehen ist. Insgesamt macht die Verpackung einen sehr stabilen und hochwertigen Eindruck.
Die Vorderseite ziert neben dem Aufdruck der Ring Video Doorbell 2 noch den Namen des Unternehmens „Ring“ und ein paar wichtige Infos zum Produkt. So sehen wir hier unter anderem, dass die Ring Video Doorbell 2 einen Full-HD Auflösung und Zweiwege-Gespräche, einen Bewegungssensor und einen wechselbaren Akku besitzt. Die linke Seite ist mit einer kleinen Angabe zur Entstehung des Unternehmen bedruckt. Schauen wir uns die rechte Seite an, sehen wir hier die Ring Video Doorbell 2 an einen Tür montiert und zudem sind hier weitere Funktionen des Produktes beschrieben. Die Rückseite ziert eine von vorne dargestellte Ring Video Doorbell 2 mit sämtlichen Funktionen und den wichtigsten technischen Daten. Zum einen sehen wir, dass diese über eine Auflösung von 1080p verfügt, Wasserfest ist, eine Nachtsicht bietet, Zweiwege-Gespräche ermöglicht und eine einfache Inbetriebnahme bietet.
Zudem erfährt man hier, dass es eine iOS und Android App gibt, über die man von überall und jederzeit auf die Live-View-Ansicht der Ring Video Doorbell 2 zugreifen kann. Aber auch über einen Windows Desktop PC ist das problemlos möglich. Auf der Unterseite stehen noch einige Infos zum Unternehmen, der Lieferumfang und die technischen Spezifikationen (Maße, Garantie usw.).
Entfernen wir die Hauptverpackung aus der Hülle und öffnen den Deckel, sehen wir auf der linken Seite direkt die Ring Video Doorbell 2 in einem Kunststoffeinsatz. Rechts daneben befindet sich ein blauer Umschlag, welcher mit „Say Hello to Ring“ beschriftet ist. In diesem Umschlag befinden sich sämtliche Kurzanleitungen (in mehreren Sprachen) und ein Aufkleber. Dieser weißt darauf hin, dass man den Bereich, indem dieser angebracht ist rund um die Uhr von Ring überwacht wird.
Entnehmen wir die Türklingel, befindet sich darunter direkt der Akku, eine graue Frontabdeckung, der Montagerahmen inkl. Schrauben und Montageanleitung. Da in einigen Haushalten eine gerade Montage der Türklingel keinen Sinn macht, legt Ring noch zwei weiter Montageplatten bei. Damit kann man die smarte Türklingel entweder schräg zur Seite oder nach unten geneigt anbringen. Schrauben und passende Dübel für die Montage der Klingel sind ebenso dabei wie ein Schraubendreher, Betonbohrer, eine kleine Wasserwaage und weitere Montagemittel um die Ring Video Doorbell 2 direkt mit der Stromversorgung der alten Türklingel zu versorgen. Da die Doorbell 2 jedoch auch einfach per Akku betrieben werden kann, ist die Stromversorgung über die eventuell vorhandene Türklingelverkabelung nicht zwingend erforderlich. Zudem befindet sich im Lieferumfang noch ein Ladekabel um den Akku aufzuladen.
(Verpackung: 4,5 von 5 Punkten)
Design
Im Vergleich zu den meisten herkömmlichen Türklingeln handelt es sich bei der Ring Video Doorbell 2 um einen relativ großen Klotz. Dies ist auf keinem Fall negativ, die Türklingel fällt durch ihre Größe und das Design aber direkt einem Besucher der an der Haustüre steht auf. Ring hat der Video Doorbell 2 eine rechteckige-Form gegeben, ihre Maße betragen 128 x 63 x 27 mm (H x B x T). Mit ihrem Gewicht ohne Akku von 115 Gramm (inkl. Akku 235 Gramm) und ihrem Gehäuse aus Kunststoff macht die Ring Video Doorbell 2 durchaus einen sehr stabilen Eindruck.
Direkt an der Vorderseite nimmt ca. 1/3 eine schwarze Hochglanz-Kunststofffläche ein. Hier befinden sich neben der Kameralinse auch sämtliche Sensoren wie z.b. die Bewegungssensoren, die beiden IR-LEDs, sowie das Mikrofon. Leider ist diese Oberfläche etwas empfindlich gegen Fingerabdrücke und Kratzer, somit wirkt diese nicht ganz so hochwertig wie der Rest des Gehäuses. Ring legt der Video Doorbell 2 gleich zwei Frontabdeckungen bei (Silber und Schwarz). Diese Blende überdeckt die unteren zwei Drittel des Gehäuses. Hier befindet sich in der Mitte der Klingelknopf und auf der rechten und linken Seite jeweils mehrere Schlitze, durch welche man die Lautsprecher hört. Entfernen wir die Frontabdeckung wird auch klar, warum die Ring Video Doorbell 2 relativ dick ausfällt. Hier befindet sich der große Akku der Türklingel.
Auf der linken und rechten Seite sieht man bei entfernter Frontabdeckung, die verbauten Lautsprecher und rechts oben den Setup-Knopf und die Elektronik des Ring-Tasters in der Mitte.
(Design: 4 von 5 Punkten)
Verarbeitung
An der Verarbeitung gibt es kaum etwas zu bemängeln. Das Gehäuse selbst ist zwar aus Kunststoff hergestellt, hierdurch wirkt die Video Doorbell 2 von Ring nicht ganz so hochwertig, wie aus Aluminum/Glas gefertigt. Dennoch gibt Ring an, dass diese wetterbeständig sein sollte. Ob dies aber wirklich der Fall ist, kann ich nach über einem Monat Testzeit leider noch nicht sagen. Da sich der Kunstoff aber sehr hochwertig anfühlt, denke ich das sie auch rauem Wetter auf sehr lange Zeit standhält. Zudem werden sämtliche Bereiche, an den Wasser bzw. Feuchtigkeit eindringen kann durch Dichtungen geschützt.
Die Video Doorbell 2 kann wie Ring angibt sehr einfach montiert werden. Zum einen wird diese mit vier Schrauben an der
(Verarbeitung: 4 von 5 Punkten)
TEIL 2
bestehend aus „Funktion des Produktes“ entspricht 65% der Gesamtwertung
Klingel-Art
Intelligente Türklingel (Akkubetrieben oder Kabelgebunden)
Auflösung
Full-HD (1080p)
Weitwinkel
160°
Abmessungen
12,83cm x 6,35cm x 2,74cm
Zoom
nur digital
Material
Kunststoff
Konnektivität
WLAN 802.11 b/g/n; 2,4 GHz
Funktionen
Bewegungserkennung, IR-Beleuchtung, integriertes Mikrofon und Lautsprecher, per App steuerbar (Android & iOS)
Betriebsbedienung
Temperatur: -20°C bis 48°C; Wetterbeständig
Lieferumfang
Ring Video Doorbell 2 Schnellwechsel-Akku Nickelsatinierte und venezianische Blenden Adapterstück Installationssatz für Winkel und Ecken Bedienungsanleitung Sicherheitsaufkleber Installationswerkzeuge und Schrauben
Technische Daten des Teufel Radio 3sixty
Einrichtung & Konfiguration
Zuerst fängt man mit der Montage der Video Doorbell 2 an. Hier kann ich Ring sehr Loben, denn sie liefern für alle Anschlussmöglichkeiten den passenden Zubehör mit. Wie bereits erwähnt sind im Lieferumfang verschiedene Montageplatten, Schrauben und Dübel dabei, aber auch eine kleine Wasserwaage, ein Bohrer und sogar die Klemmverbinder, eine Diode und ein Widerstand sind enthalten.
Möchtet ihr vor die Ring Video Doorbell 2 nur über den Akku betreiben, gestaltet sich die Installation am einfachsten. Dazu wird zuerst die gewünschte bzw. benötigte Montageplatte an die Wand verschraubt. Darauf setzt man dann das Ring Gehäuse (die Frontabdeckung davor entfernen) und befestigt diese auf der Montageplatte mit vier Schrauben. Danach den vollgeladenen Akku in das Gehäuse einsetzen, die Frontabdeckung anbringen und ebenfalls mit einer Schraube von unten anbringen.
Wer von euch jedoch die Ring Video Doorbell 2 nicht nur über den Akku betreiben möchte, sondern diese an die alte Türklingel-Verdrahtung anschließen möchte sollte auf jeden Fall die Anleitung ausführlich lesen. Wie diese dann angeschlossen wird, hängt von mehreren Faktoren ab. Zum einen ist ein klassischer Kingeltrafo mit Wechselstrom zwingend erforderlich. Sofern ihr einen mechanischen Gong habt, wird die Ring Video Doorbell 2 einfach mit den beiliegenden Kabeln und Verbindungsstücken angeschlossen. Hat man wiederum einen elektronischen Gong im Haus, so muss man die mitgelieferte Diode zusätzlich anklemmen. Sollte wiederum gar kein Gong vorhanden sein, muss man den Widerstand mit anbringen. Sofern man Handwerklich begabt ist und sich etwas mit Elektronik auskennt ist das ganze dank Anleitungen kein Problem. Wer sich jedoch mit der Elektronik nicht auskennt, sollte es von einem Fachmann (Elektriker) durchführen lassen, oder sich doch für die Variante mit dem reinen Akkubetrieb entscheiden.
Kommen wir nun zu der Einrichtung über die App. Um die Ring Video Doorbell 2 nutzen zu können, muss diese zuerst einmal eingerichtet und konfiguriert werden. Dazu benötigt man die kostenlose Ring App (erhältlich für iOS und Android).
Sobald die App geladen ist, könnt ihr diese wie gewohnt starten. Leider kommt man bei Ring nicht um das erstellen eines Benutzeraccounts herum. Dabei muss der Vor-/Zuname, die Telefonnummer und das Land angegeben werden. Zudem muss man zustimmen, dass die Daten ausserhalb der EU gespeichert werden dürfen. Klickt man auf „Weiter,“ muss man zudem noch die E-Mail-Adresse und ein selbst festgelegtes Passwort eingeben. Im nächsten Schritt darf man entscheiden, ob die App bzw. Ring die Rechte erhält auf die Ortungsdienste, verbietet man dies, verliert man einige Funktionen.
Nun muss man durch drücken des Setup-Knopfes die Ring Video Doorbell 2 in den Einrichtungsmodus versetzen. Das Kreisen des Lichtes auf der Vorderseite bestätigt, dass sich die Türklingel im gewünschten Modus befindet. Nun muss man die Türklingel noch mit dem WLAN verbinden. Dazu muss man sich zuerst in den WLAN-Einstellungen im Smartphone mit dem Ring… verbinden (bei … handelt es sich um die letzten 6 Ziffern der MAC-ID. Sobald man sich mit dem Einrichtungs-WLAN verbunden hat, geht man zurück in die App und diese sucht automatisch nach verfügbaren WLAN-Netzwerken in der Nähe. Nun das eigene WLAN aussuchen und dessen Passwort eingeben, schon ist die Einrichtung fast erledigt. Die Ring Video Doorbell 2 verbindet sich nun mit eurem WLAN-Netz und lädt die aktuellste Firmware herunter. Die Einrichtung ist wirklich sehr einfach und ist in ca. 5-7 Minuten erledigt.
(Einrichtung & Konfiguration: 4 von 5 Punkten)
Funktionsumfang
Das Herzstück der Ring Video Doorbell 2 ist der Kamera-Sensor, welcher eine Full HD (1080p) Auflösung bietet, was für eine Türklingel mit Kamera absolut ausreichend ist.
Ein möglichst weiter Blickwinkel ist auch bei der intelligenten Türklingel von Ring wichtig, denn so erkennt man möglichst viel und kann auch mehrer Leute vor der Türklingel gut sehen. Dies ist bei der Ring Video Doorbell 2 auch der Fall, denn diese besitzt einen 160° Blickwinkel.
Neben der Full-HD Kamera verfügt die Ring Video Doorbell 2 auch über einen automatischen Nachtsicht-Modus. Zudem sind Bewegungssensoren, ein Lautsprecher und ein Mikrofon ebenfalls mit an Bord. Die Bewegungssensoren sind in mehreren Zonen einstellbar, so kann man z.B. verhindern, dass man ständig durch eine Katze die durch den Sensor erkannt wird eine Push Benachrichtigung erhält.
Drückt jemand den Knopf an der Klingel, bekommt man innerhalb weniger Sekunden eine Push-Benachrichtigung auf dem Smartphone. Hier kann man dann sehen wer vor der Tür steht und falls gewünscht eine Live-Videoübertragung starten. Da die Video Doorbell 2 zudem über ein 2-Wege Audio-System verfügt, können sowohl Sprachansagen durch den verbauten Lautsprecher ausgegeben werden und dem Mikrofon empfangen werden. Daher kann man die Person vor der Haustüre nicht nur Live sehen, sondern auch mit dieser reden.
Seit kurzem ist es möglich für die Ring Video Doorbell 2 ein Solarladegerät zu erwerben, welches hinter die Video Doorbell 2 geschraubt wird. Ring gibt an, dass bereits wenige Stunden Sonnenschein am Tag ausreichen würden, um den Akku dauerhaft mit Strom zu versorgen. Daher sollte man an der Haustüre einen von der Sonne gut erreichbaren Standort haben, sonst macht das Solarmodul für 59€ keinen Sinn.
Als weiteres extra ist ein Chime/ Chime Pro erhältlich. Dabei handelt es sich um ein Gerät welches wie ein Repeater aussieht und in eine beliebige Steckdose gesteckt werden kann. Der Chime erweitert zum einen das WLAN-Signal und sorgt zudem dafür, dass man die Klingel im ganzen Haus hört. Betätigt jemand die Klingeltaste an der Ring Video Doorbell 2, ertönt am Chime Pro kurz danach der Gong. Dabei kann man in den Einstellungen nicht nur den Klingelton ändern, sondern zudem die Lautstärke festlegen. Des Weiteren kann man hier bequem in den “Bitte nicht stören-Modus schalten. Dieser Modus ist vor allem dann ratsam, wenn man seine Ruhe haben möchte.
Beim Chime für 35€ handelt es sich nur um einen elektronischen Gong. Für den Chime Pro welcher zudem die oben erwähnten Funktionen beherrscht werden 59€ fällig.
Einstellungen an der Ring Video Doorbell 2 erfolgen ausschließlich über die App. Diese ist relativ einfach aufgebaut und daher auch leicht zu bedienen. Beim Öffnen der App befindet man sich direkt im Dashboard, hier werden einem direkt die registrierten Geräte und sämtliche Ereignisse (Bewegungen vor der Ring Doorbell 2 usw.) angezeigt. Durch das Symbol mit den drei Strichen oben links erscheint eine Menü-Übersicht. Durch tippen auf den Menüpunkt „Devices“ gelangt man in die Übersicht der bereits eingerichteten Geräte, so werden bei mir die Video Doorbell 2 und der Chime Pro angezeigt. Wählt man nun eines der beiden Geräte z.B. die Türklingel aus, kommt man in deren Untermenü. Hier sehen wir oben rechts direkt die restliche Akkukapazität und kann bequem die Ring-Alarme (Klingelton) und Bewegungsalarme aktivieren/deaktivieren. Zudem kann man hier den Gerätestatus einsehen und direkt die Bewegungszonen einstellen. Der Bewegungsmelder lässt sich sehr genau innerhalb von 9 Metern einstellen, man kann direkt festlegen in welchen Zonen dieser reagieren soll und zudem bestimmen an welchen Tagen/Uhrzeiten er aktiviert sein soll.
Des Weiteren können wir den Klingelton und dessen Lautstärke bestimmen. Zudem lässt sich in der „Live-Ansicht-Einstellungen“ die permanente Live-Ansicht aktiveren. Damit kann man auch ohne das eine Person die Klingel betätigt, jederzeit auch von unterwegs auf die Kamera zugreifen. Zudem können weitere Personen eingeladen werden, welche ebenfalls Zugriff auf die Ring Video Doorbell 2 erhalten.
Beim dritten Menüpunkt handelt es sich um History, hier werden einem ebenfalls die letzen Ereignisse welche die Video Doorbell 2 registriert hat angezeigt. Der vierte Menüpunkt befasst sich mit den Einstellungen, hier könnt ihr eure Adresse, sowie die E-Mail Adresse ändern. Der nächste Menüpunkt „ Add a Device“ dient dazu weitere Ring Geräte einzurichten. Anschließend könnt ihr unten noch eure Accountdaten ändern, zur „Hilfe“ gelangen oder euch ausloggen.
Die Übertragung des Live-Bildes ist ca. 1-2 Sekunden zeitversetzt. Dies hängt natürlich auch von der Internetgeschwindigkeit ab. Greift man z.B. von unterwegs aus auf die Ring Video Doorbell 2 zu, dauert es etwas länger bis das Live-Bild erscheint. Aber dennoch geht diese Zeit meiner Meinung nach vollkommen in Ordnung.
Die Möglichkeit, über den verbauten Lautsprecher mit der Person davor zu kommunizieren ist eine feine Sache, da diese durch das verbaute Mikrofon sogar mit einem reden kann. Zudem kann ich die Push-Benachrichtigungsinformationen loben, diese arbeiten sehr schnell. Sobald die Kamera eine Bewegung erkennt, oder jemand an der Tür geklingelt hat, erhält man eine Push-Benachrichtigung auf das Smartphone. Etwas negativ ist, dass die App nicht 100% übersetzt wurde. Oftmals sind die Texte in englischer und deutscher Sprecher vermischt.
(Software: 4 von 5 Punkten)
Ton-/Videoqualität
Die Bildqualität der Ring Video Doorbell kann dank Full-HD Auflösung (1080p) positiv überraschen. Zudem ist die Kamera-Linse mit einem 160° Weitwinkel ausgestattet, damit erkennt man auch ohne Probleme mehrer Personen vor der Haustüre.
Die Video Doorbell 2 besitzt wie bereits erwähnt einen Bewegungssensor, dieser kann in der Empfindlichkeit in mehreren Zonen bzw. Reichweite eingestellt werden. Solltet ihr aktiviert haben, dass die App euch Push-Benachrichtigungen sendet, sobald diese Bewegungen registriert hat, kann es sein, dass ihr die Empfindlichkeit verringern müsst. Anfangs kann es nämlich vorkommen, das selbst eine vorbei streunende Katze vom Bewegungsmelder erkannt wird.
Sobald jemand klingelt, könnt ihr mit dem grünen Telefonhörer-Knopf eine Verbindung herstellen und somit mit der Person vor der Tür sprechen. Die Audio-Qualität ist dabei ausreichend. Es reicht absolut aus sich miteinander zu verständigen.
Live-Ansicht am Tag
Live Ansicht bei Nacht
Da es auch öfters mal vorkommt, dass Abends bzw. Nachts jemand klingelt, ist die Ring Video Doorbell 2 mit vier IR-LEDs ausgestattet. Diese sorgen dafür, dass man auch bei Dunkelheit relativ viel auf dem Live-Video erkennt. Damit kann sich die Video Doorbell 2 jeder Lichtsituation anpassen und man sieht eigentlich immer alles was vor der Haustür geschieht. Hat man jedoch aktuell eine Live-Verbindung gestartet und schaltet nun im Aussenbereich das Licht an, dann wird man nicht viel erkennen. Das liegt daran, das Ring die Belichtungssituation (Wechsel von Nachtsicht auf normale Sicht) erst wieder ändert, wenn man die Live-Übertragung beendet.
(Bild-/ Videoqualität: 4 von 5 Punkten)
TEIL 3
bestehend aus „Preis/Leistung“ entspricht 10% der Gesamtwertung
Beschreibung
Die technischen Daten entsprechen der Realität. Ring wirbt die Video Doorbell 2 unter anderem mit den Sätzen „Überwachen Sie Ihr Zuhause von überall aus“ und “Intelligente Sicherheit für jedes Zuhause“. Diesen Aussagen kann ich soweit auch absolut zustimmen, sobald die verbauten Bewegungssensoren eine Bewegung registrieren, erhält man eine Push-Benachrichtigung auf das Smartphone. Somit kann man sofort von unterwegs aus nachsehen, was gerade geschehen ist.
Die Integration des wiederaufladbaren Akkus ist eine feine Sache, dieser hält laut Hersteller je nach Aktivität zwischen 6-8 Monaten durch. Wer sich einen zweiten Akku-Pack für 25€ kauft, kann diesen in kurzer Zeit ersetzen und hat somit einen Dauerbetrieb über die beiden Akkus. Zudem kann man die Klingel direkt mit der alten Türklingelverdrahtung anschließen und somit den Akku darüber permanent mit Strom versorgen. Weiterhin ist das Solarpanel sehr praktisch, welches günstig separat erworben werden kann, denn somit spart man sich das Aufladen des Akkus per Ladekabel und die dafür nötigen Stromkosten.
Preis/Leistung
Mit einer UVP von 199 € ist die Ring Video Doorbell 2 eine gute Alternative zu den herkömmlichen Türklingeln. Empfehlenswert ist diese für all diejenigen, die auf der Suche nach einer Klingel mit Videoüberwachung mit Gegensprechanlagen-Funktion sind. Der Weitwinkel liegt bei 160° und deckt damit ein großes Blickfeld ab. Größter Kritikpunkt ist nur, der Registrierung-Zwang und die kostenpflichtigen Cloud-Funktionen. Nur durch diese erhält man den vollen Funktionsumfang inkl. Diebstahlversicherung für die jedoch jährlich 100€ zusätzlich fällig werden. Zudem ist nicht jeder positiv zu einer Cloud eingestellt und daher ist die Ring Video Doorbell 2 nur für Leute geeignet, denen diese Kritikpunkte nichts ausmachen. Man erhält hier eine interessante Türklingel mit Kamera, die eine sehr gute Bildqualität inkl. Nachtsicht-Modus liefert.
Die Abo-Kosten:
testr Gesamtwertung
unter Berücksichtigung aller Teilwertungen
Wir bedanken uns beim Hersteller für die Bereitstellung des Produktes. Zu unseren Grundsätzen
Reolink wurde mit Sitz in Hong Kong (China) 2009 gegründet, hier befindet sich auch die Hauptzentrale. Das Unternehmen hat sich auf die Entwicklung und Herstellung von innovativen & intelligenten Überwachungsprodukten und Sicherheitslösungen für Privat- und Geschäftskunden spezialisiert. Das Unternehmen agiert international und ist bereits in über 200 Ländern und Regionen vertreten.
Neben Indoor-Kameras für das Smart Home, PoE/WLAN Kameras/NVR für den Gewerbebereich bietet das Unternehmen auch kabellose Überwachungskameras an. Zu diesen zählt die einfach zu installierende und per Akku oder mit Solarenergie betriebene Argus Serie.
Reolink hat mit der Argus 2 die zweite Generation ihrer Überwachungskamera vorgestellt. Diese wurde gegenüber dem Vorgänger in einigen Punkten verbessert. Diese hat nun keine Batterien mehr verbaut, sondern einen Akku und kann mithilfe des zusätzlich kaufbaren Solarpanel bequem per Sonnenlicht aufgeladen werden. Ich haben mir für euch die Reolink Argus 2 genauer angeschaut, ob sich der Kauf der neuen Version lohnt? Dies erfahrt ihr in folgenden Testbericht.
TEIL 1
Bestehend aus „Verpackung/Design/Verarbeitung“ entspricht 25% der Gesamtwertung
Verpackung
Die schwarze Verpackung ist sehr schlicht gestaltet, auf die wichtigste Angaben reduziert. Die Vorderseite ziert neben dem Aufdruck der Reolink Argus 2 noch den Namen des Unternehmens Reolink und ein paar wenige Infos zur Kamera. Auf der oberen und unteren Stirnseite sehen wir den Namen Reolink und „Reolink.com“. Die linke Seite ist mit den wichtigsten technischen Daten zur Reolink Argus 2 bedruckt. Zum einen sehen wir, dass diese über eine Auflösung von 1080p verfügt, Wasserfest, 100% kabellos ist und einen Nachtsicht-Modus bietet.
Auf der rechten Seite erfährt man, dass es eine iOS und Android App gibt, über die man von überall und jederzeit auf die Live View Ansicht der Reolink Argus 2 zugreifen kann. Auf der Rückseite stehen noch einige Infos zum Unternehmen.
Öffnen wir die Verpackung, dann kommt ein kleiner schwarzer Umschlag zum Vorschein, welche mit „ Be Prepared Be Reolink“ beschriftet ist. In dieser Mappe befinden sich sämtliche Kurzanleitungen, Bohrschablonen und ein Aufkleber. Dieser weißt darauf hin, dass man den Bereich, indem dieser angebracht ist rund um die Uhr überwacht wird.
Entnehmen wir die Mappe, befindet sich darunter direkt die Reolink Argus 2 inkl. Halbkugel-Magnethalter. Die Argus 2 ist hier sicher in einen Kunststoffeinsatz eingelassen und zusätzlich durch eine Schutzfolie geschützt. Unter der Kamera ist eine weitere Ebene in der sich in den dafür vorgesehenen Aussparungen der restliche Zubehör befindet. Es handelt sich hierbei um den Akku, Stativ-Wandhalter inkl. Klettverschluss, Gummischutzhülle inkl. Seilstück, Schrauben + Dübeln zur Befestigung der Kamera, Micro-USB-Ladekabel, sowie eine Nadel zum Zurücksetzen der Argus 2.
(Verpackung: 4 von 5 Punkten)
Design
Reolink hat der Argus 2 eine Ovale-Form gegeben, ihre Maße betragen 119 x 65 x 59 mm (H x B x T). Mit ihrem Gewicht inkl. Akku von 240 Gramm (inkl. Halbkugel-Magnethalter 350 Gramm) und ihrem Gehäuse aus Kunststoff macht die Argus 2 einen sehr stabilen Eindruck. Neben der Kamera selbst, ist auch das Gehäuse des Akkus und dem Kugel-Magnethalter aus weißem Kunststoff gefertigt. Direkt an der Vorderseite ist eine große schwarze Abdeckung zu sehen. Hier befindet sich neben der Kameralinse auch der Tageslichtsensor und die IR-LEDs sind ebenfalls um die Kameralinse platziert. Direkt unter der Kamera-Linse ist eine Status-LED und das Mikrofon untergebracht. Die Status-LED zeigt durch blaues Leuchten eine erfolgreiche Verbindung und durch rotes Aufleuchten eine fehlende Verbindung an. Hinter der gräulichen Abdeckung zwischen der Kamera-Linse und Mikrofon befindet sich der PIR-Bewegungsmelder. Auf der rechten Seite der Argus 2 ist unter einer Silikonabdeckung der Reset-Knopf, welcher mit der mitgelieferten Nadel (SIM-Tool) betätigt werden muss. Direkt über diesem befindet sich noch ein MicroSD-Fach, in den eine bis zu 64GB große Speicherkarte eingesetzt werden kann.
Auf der Rückseite ist das Einschubfach für den Akku, dieser wird ganz einfach von oben eigesetzt und bis nach unten geschoben bis dieser einrastet. Auf der Rückseite des Akkus befindet sich unter einer Silikonkappe der micro-USB Anschluss um den Akku entweder per Ladekabel aufzuladen, oder das separat erhältliche Solarpanel direkt daran anzuschließen. Ich rate euch die 29€ für das Solarpanel zu investieren, den genauen Grund bzw. dessen Vorteile nenne ich euch unter dem Abschnitt „Akku“.
Insgesamt ist die Kamera sehr kompakt gehalten und kann dank dem großen Zubehör an verschieden Halterungen so ziemlich überall im Aussenbereich angebracht werden. Aber auch als Indoor-Kamera wäre die Reolink Argus 2 ohne Probleme nutzbar.
(Design: 4 von 5 Punkten)
Verarbeitung
An der Verarbeitung gibt es kaum etwas zu bemängeln. Das Gehäuse selbst ist zwar aus Kunststoff hergestellt, hierdurch wirkt die Argus 2 nicht ganz so hochwertig, wie aus Aluminum gefertigt. Doch dafür ist sie sehr leicht und das ist bei einer kabellosen Kamera, die man an die Aussenwand montieren möchte sehr wichtig. Wie sich der Kunstoff bei längerem Ausseneinsatz in der Kälte, bei häufigem Regen und viel direkter Sonneneinstrahlung verhält, kann ich nach über einem Monat Testzeit leider noch nicht sagen. Da sich der Kunstoff aber sehr hochwertig anfühlt, denke ich das diese auch rauem Wetter auf sehr lange Zeit standhält. Zudem schützt die kleine Silikonhülle das Gehäuse der Reolink Argus 2 zusätzlich vor natürlichen Einflüssen.
Die Reolink Argus 2 kann zwar sehr einfach an die Halter montiert werden, aber auch genau so einfach wieder entfernt werden. Dies hat den Nachteil, dass eventuell ein Einbrecher die Kamera beim entdecken demontiert bzw. stiehlt und somit auch das Beweisvideo weg wäre, da die Reolink Argus 2 diese nur lokal auf die SD-Speicherkarte absichert. Eine Cloud gibt es nicht, was wiederum auf den Betracht der Datensicherheit einen Pluspunkt bietet. Zur Sicherheit hätte ich mir zumindest eine Sicherung über eine Madenschraube oder ähnliches vor Diebstahl gewünscht.
(Verarbeitung: 3,5 von 5 Punkten)
TEIL 2
bestehend aus „Funktion des Produktes“ entspricht 65% der Gesamtwertung
Kamera-Art
kabellose Überwachungskamera
Auflösung
1920×1080 (15fps) (720/1080p)
Weitwinkel
130° (diagonal)
Lichtempfindlichkeit
0 Lux (IR)
Zoom
nur digital
Material
Kunststoff
Konnektivität
WLAN 802.11 b/g/n
Funktionen
PIR-Bewegungserkennung, IR-Beleuchtung, integriertes Mikrofon und Lautsprecher, per App steuerbar (Android & iOS)
Um die Reolink Argus 2 nutzen zu können, muss diese zuerst einmal eingerichtet und konfiguriert werden. Dazu benötigt man die kostenlose Reolink App (erhältlich für iOS und Android).
Sobald die App geladen ist, könnt ihr diese wie gewohnt starten. Erfreulicherweise muss man zur Nutzung der App bzw. Kamera kein Konto anlegen, das ist für mich ein großer Pluspunkt, denn bei den vielen Geräten die ich habe bzw. hatte sammeln sich so einige Nutzerkonten an.
Nun kann man direkt mit dem Einrichten der neuen Reolink Argus 2 starten, dazu im ersten Bildschirm auf dem Smartphone das „+“ Symbol klicken und im nächsten Schritt „WLAN-Verbindung“ wählen. Beim Einsetzen das Akkus hört man aus dem Lautsprecher der Kamera eine Ansage, diese deutet darauf, hin das man mit dem nächsten Schritt fortfahren kann. Nun erfolgt die Eingabe von eurem WLAN Passwort und daraufhin müsst ihr den QR-Code, welchen die App aus euren WLAN Informationen erstellt hat in einem Abstand von ca. 20cm vor die Kameralinse halten, bis ihr die Ansage „Scannen erfolgreich“ hört.
Nun ist die Einrichtung fast erledigt. Die Reolink Argus 2 verbindet sich nun mit eurem WLAN Netz, was euch auch in der App mitgeteilt wird. Zum Schluss wird man noch aufgefordert der Argus 2 einen Namen bzw. Standort, ein Passwort geben und schon ist diese Einsatzbereit.
Die Einrichtung ist wirklich sehr einfach und ist in ca. 3 Minuten erledigt. Sobald man die App das erste mal startet, überprüft diese automatisch, ob die Firmware noch aktuell ist. Sollte dies nicht der Fall sein, dann wird diese heruntergeladen. Dies erfolgt nebenher und die Kamera startet nach einer kurzen Installation neu.
(Einrichtung & Konfiguration: 4,5 von 5 Punkten)
Funktionsumfang
Das Herzstück der Reolink Argus 2 ist der SONY 1/2.8“ CMOS Sensor. Dieser ermöglicht eine Full HD (1080p) Auflösung bei max. 15 Bilder pro Sekunde, was für eine Überwachungskamera durchaus ausreicht.
Ein möglichst weiter Blickwinkel ist bei einer Überwachungskamera auch wichtig, denn so kann diese im Outdoor-Einsatz möglichst viel überwachen. Dies ist bei der Reolink Argus auch der Fall, denn diese besitzt einen 130° Blickwinkel.
Neben der Full-HD Kamera verfügt die Argus 2 auch über einen automatischen Nachtsicht-Modus. Zudem ist ein PIR-Bewegungssensor, ein Lautsprecher und ein Mikrofon ebenfalls mit an Bord.
Es handelt sich dabei um ein 2-Wege Audio-System, daher können sowohl Sprachansagen durch den verbauten Lautsprecher ausgegeben werden und dank dem Mikrofon empfangen werden. Daher lässt sich die Kamera auch hervorragend als Babyphone einsetzen.
Möchte man die Reolink Argus 2 mit der Wandhalterung befestigen, muss man diese mit den mitgelieferten Schrauben und Dübeln befestigen, zur Auswahl stehen hier die beiden mitgelieferten Halterungen.
Die Bedienung der Reolink Argus 2 erfolgt ausschließlich über die App. Diese ist relativ einfach aufgebaut und daher auch leicht zu bedienen. Beim Öffnen der App befindet man sich direkt auf der Startseite, hier werden alle mit der App verbunden Kameras mit einem kleinen Vorschaubild angezeigt. Tippt man die Vorschau an, landet man direkt in der Live-View (Live-Bild). Die Startzeit der Live-Ansicht ist sehr gut und wird innerhalb kurzer Zeit angezeigt. In dieser Ansicht könnt ihr durch das Tippen auf das Talk-Symbol mithilfe des verbauten Mikrofons in der Kamera mit der Person vor dieser reden.
Durch das Symbol mit den drei Strichen links oben, gelangt ihr unter anderem direkt zum Reolink Shop, könnt euer Produkt registrieren oder gelangt in die Einstellungen. Die Produktregistrierung rate ich euch gleich durchzuführen, denn so erhaltet ihr die volle Garantie.
In die Einstellung der Reolink Argus 2 gelangt ihr aber nicht nur durch den eben beschriebenen Weg, sondern auch direkt auf der Startseite, indem ihr dort rechts oberhalb der Vorschau auf das kleine Zahnrad-Symbol tippt.
In dem Einstellungs-Menü können sämtliche Einstellungen an der Argus 2 vorgenommen werden. So kann man hier unter anderem die Push-Benachrichtigungen aktivieren bzw. deaktivieren, den Akkustand einsehen oder die Aufnahmequalität einstellen. Alle Einstellungen sind übersichtlich angeordnet und zum Großteil mithilfe eines kurzen Satzes erklärt.
Die Übertragung des Live-Bildes ist ca. 1-2 Sekunden zeitversetzt. Dies hängt natürlich auch von der Internetgeschwindigkeit ab. Aber dennoch geht diese Zeit meiner Meinung nach vollkommen in Ordnung. Die Umschaltung in den Nachtsicht-Modus erfolgt automatisch ebenfalls nach wenigen Sekunden.
Die Möglichkeit, über den verbauten Lautsprecher Kontakt mit der Person in der Nähe der Kamera aufzunehmen ist eine feine Sache, falls man die Kamera im Innenbereich nutzt oder z.B. an der Gartenhütte angebracht hat. Durch das verbaute Mikrofon kann die Person sogar auf die Fragen antworten. So könnte man z.B. direkt über das Smartphone die Person fragen, ob man für das Familienfest schon alles vorhanden ist, oder ob noch etwas fehlt. Zudem kann ich die Push-Benachrichtigungsinformationen loben, diese arbeiten sehr schnell. Sobald die Kamera eine Bewegung erkennt oder vom Akku getrennt wurde, erhält man eine Push-Benachrichtigung auf dem Smartphone.
(Software: 4 von 5 Punkten)
Bild-/Videoqualität
Die Bildqualität des verbauten SONY 1/2.8“ CMOS Sensor ermöglicht wie bereits erwähnt eine maximale Auflösung von Full-HD (1080p). Die Reolink Argus 2 ist mit einem 130° Weitwinkel ausgestattet, es gibt zwar Kameras die noch einen deutlich größeren Winkel anzeigen, aber dieser hat auch seine Nachteile. Wenn der Winkel zu groß ist, eignet sich die Kamera sehr schlecht um im Indoor-Einsatz einen schmalen Gang zu überwachen. Der 130° Winkel eignet sich perfekt um einen große Raum, einen kleineren Garten oder den Hof zur Garage zu überwachen.
Die Argus 2 besitzt wie bereits erwähnt einen PIR-Bewegungssensor, dieser kann in der Empfindlichkeit in drei Stufen eingestellt werden. Zudem kann im PIR-Untermenü festgelegt werden, wie sich die Reolink Argus 2 verhalten soll, wenn diese eine Bewegung erkennt. Hier stehen vier Optionen zu Auswahl, die ihr bei Bedarf alle auf einmal aktivieren könnt.
Die Reolink Argus 2 zeichnet beim erkennen einer Person ein Video auf.
Man bekommt eine Push-Benachrichtigung auf das Smartphone, dass die Kamera eine Bewegung erkannt hat.
Bei der Registrierung einer Bewegung erhaltet ihr eine E-Mail.
Es wird ein Alarm über den internen Lautsprecher ausgegeben.
Neben diesen vier Optionen, könnt ihr zudem einen Zeitplan erstellen, wann der PIR-Sensor aktiv sein soll. Ihr könnte es so einstellen, dass von 6 bis 17 Uhr ein Alarm ausgeben wird und sobald ihr Zuhause seid bzw. bei Nacht nur eine Aufnahme aufgenommen wird.
Für Aufnahmen im dunkeln, besitzt die Argus 2 zusätzliche IR-LEDs. Diese sorgen dafür, dass man auch bei Dunkelheit relativ viel auf dem Video erkennt. Jedoch kann man im Bild den Bereich sehen, der dabei ausgeleuchtet wird und nicht das ganze Bild abdeckt. Ich würde schätzen, das die Argus 2 ca. 6- 7 Meter mit den IR-LEDs ausleuchtet, alles dahinter wird zu dunkel um Personen (Einbrecher) auf der Aufnahme bzw. dem Bild zu erkennen.
Die Aufnahmen welche die Reolink Argus 2 aufzeichnet werden direkt auf der eingesteckten MicroSD-Speicherkarte abgesichert. Eine Cloud wie bei einigen anderen Herstellern wird nicht angeboten bzw. ist daher auch kein Zwang. Dies hat jedoch Vor- und Nachteile. Zum einen werden bei den meisten Anbietern für ihren Cloud-Dienst ein monatlicher bzw. jährlicher Beitrag fällig. Bei der Reolink Argus 2 hingegen muss man sich nur eine 64GB MicroSD-Speicherkarte kaufen, welche inzwischen für wenig Geld erhältlich sind. Ein weiterer Vorteil durch den Verzicht einer Cloud ist aus der Sicht des Datenschutzes, dass die Aufnahmen auf keinem Server irgendwo auf der Welt abgespeichert werden.
Doch die Variante mit der Speicherkarte hat auch Nachteile. Sollte der Einbrecher die Kamera sehen, was Nachts durch die IR-LEDs nicht allzu schwierig ist, kann dieser sofern er leicht an die Reolink Argus 2 rankommt diese ganz einfach samt Speicherkarte und den darauf abgesicherten Beweisen stehlen. Ich würde daher raten, den Alarm den die Kamera abspielen kann in den Einstellungen deaktiviert zu lassen und die Kamera an einen Ort montieren, an den selbst ein Einbrecher nicht so einfach rankommt. Zudem werden die Aufnahmen nicht dauerhaft auf der Speicherkarte abgesichert, sobald diese voll ist, werden die alten Aufnahmen automatisch überschrieben.
(Bild-/ Videoqualität: 3,5 von 5 Punkten)
Akku
Die Reolink Argus 2 wird wie bereits erwähnt über einen Akku mit Strom versorgt. Dieser muss je nachdem, wie aktiv die Kamera war alle 2 bis 4 Monate aufgeladen werden. Dies wäre zwar nicht allzu oft, dennoch muss man dazu jedesmal zur Kamera mit der Leiter hochsteigen und diese entnehmen, um den Akku wieder aufzuladen. Dies geschieht wie bereits erwähnt mit dem Micro-USB Anschluss und dem mitgelieferten Ladekabel.
Reolink hat sich aber noch etwas interessantes einfallen lassen, wie man um dieses Laden alle paar Monate rumkommt. So bietet das Unternehmen ein Solarpanel (19,5 x 13 x 2 cm) an, welches die Argus 2 mit dem nötigen Strom vorsorgt, bzw. den Akku auf Dauer sogar auflädt.
Das Gehäuse des Solarpanels besteht aus einfachem schwarzen Kunststoff, dieser macht aber von der Verarbeitung genauso wie das Polykristalline Panel einen hochwertigen Eindruck. Im Lieferumfang ist hier ebenfalls ein Kugelkopf-Halter dabei, welcher an die Wand mit Schrauben und passenden Dübel (im Lieferumfang dabei) montiert werden kann.
Die Energie welche das Solar-Panel liefert wird mit einem 3,5m langem Micro-USB Ladekabel an die Argus 2 übertragen, dadurch ist man mit dem Ort an dem das Panel angebracht wird deutlich flexibler. So kann man sich einen guten Platz suchen, welcher selbst im Winter genug Sonnenlicht abbekommt. Der Micro-USB-Anschluss am Panel ist mit einer Gummidichtung versehen, sodass diese die Verbindung beider Geräte vor Regen schützt.
Für diejenigen unter euch, welche die Reolink Argus 2 im Außenbereich installieren möchten, rate ich dieses Solar-Panel zu kaufen, denn somit braucht man bei einer guten Positionierung keine weiteren Folgekosten (Strom). Das Panel ladet wie Reolink angibt die Kamera auf, sodass diese selbst im Winter an wenigen sonnigen Tagen aufgeladen wird.
(Akku 5 von 5 Punkten)
TEIL 3
bestehend aus „Preis/Leistung“ entspricht 10% der Gesamtwertung
Beschreibung
Die technischen Daten entsprechen der Realität. Reolink wirbt seine Argus 2 mit dem Satz „ Fernzugriff überall und jederzeit“ und „ akkubetrieben oder solarbetrieben – Geld sparend & umweltschonend“ Diesen Aussagen kann ich soweit auch absolut zustimmen, man wird über Bewegungen welche die Kamera registriert per Push-Benachrichtigung informiert und kann direkt nachsehen was vor Ort geschieht. Zudem kann man jederzeit und von Überall aus auf Live-Ansicht der Argus 2 zugreifen.
Die Integration des wiederaufladbaren Akkus ist eine feine Sache, diese hält je nach Aktivität zwischen 2-4 Monaten durch. Besonders praktisch ist auch das Solarpanel, welches günstig separat erworben werden kann, denn somit spart man sich das Aufladen des Akkus per Ladekabel und die dafür nötigen Stromkosten.
Preis/Leistung
Mit einer UVP von 149,99 € ist die Reolink Argus 2 die komplett kabellos daherkommt und zudem per Solarpanel (29,99€) aufgeladen werden kann, für all diejenigen empfehlenswert, die auf der Suche nach einer Full-HD-Überwachungskamera ohne Cloud-Zwang sind. Der Weitwinkel liegt bei 130° und deckt damit ein großes Blickfeld ab. Größter Kritikpunkt ist nur, dass diese hoch genug montiert werden sollte, das diese nicht so einfach gestohlen werden kann. Man erhält hier eine interessante Überwachungskamera die eine sehr gute Bildqualität inkl. Nachtsicht-Modus liefert.
testr Gesamtwertung
unter Berücksichtigung aller Teilwertungen
Wir bedanken uns beim Hersteller für die Bereitstellung des Produktes. Zu unseren Grundsätzen
High Tech Computer Corporation, besser bekannt unter dem Namen HTC, wurde 1997 von Peter Chou, H.T.Cho und Cher Wang gegründet. Das Unternehmen, dessen Firmensitz sich in Taoyuan (Taiwan) befindet, ist vor allem für seine Mobiltelefone bekannt.
Nachdem HTC im Jahr 2012/13 mit einem starken Umsatzrückgang zu kämpfen hatte, verließen einige leitende Angestellte das Unternehmen. Auch der Mitgründer Peter Chou übergab 2015 seinen Posten als CEO an die Mitgründerin Cher Wang.
Mit dem HTC U12+ bringt der Hersteller sein neuestes Flaggschiff-Smartphone auf den Markt. Diese kommt mit einem berührungsempfindlichen Gehäuse (Edge Sense), vier Kamera-Linsen und einem edlen Design daher. Doch kann das neue HTC U12+ auch im Test überzeugen, das erfahrt ihr in folgendem Testbericht?
TEIL 1
Bestehend aus „Verpackung/Design/Verarbeitung“ entspricht 25% der Gesamtwertung
Verpackung
Die rechteckige Verpackung (Pappschachtel) des HTC U12+ ist sehr schlicht und umweltfreundlich gehalten. Auf der oberen Seite ist lediglich der silberne Schriftzug „htc U12+“ zu lesen.
Auf der Rückseite befindet sich ein großer Aufkleber, auf dem die wichtigsten technischen Daten über das Smartphone zu lesen sind. Neben der Displaygröße und der Speichergröße erfährt man hier auch, das die Pappschachtel aus 98% recyclebarem Material besteht. An der unteren Stirnseite befindet sich erneut ein kleiner Aufkleber, der unter anderem über die IMEI-Nummer, S/N-Nummer, Modellbezeichnung, sowie die Farbe des HTC U12+ informiert.
Bei der Verpackung handelt es sich um eine Box zum Aufklappen. Nach dem Öffnen der Verpackung kommt auf der linken Seite, direkt das HTC U12+ Smartphone, welches mit einer matten Schutzfolie versehen ist zum Vorschein. Die Folie ist unter anderm mit dem Namen des Smartphones und dem Hinweis wie die Sim-Karte bzw. Speicherkarte eingelegt wird, gekennzeichnet. Rechts neben dem Smartphone sind in dafür vorgesehenen Aussparungen das Netzteil, USB-C-Ladekabel und die In-Ear Ohrhörer mit USB-C Anschluss untergebracht. Bei den mitgelieferten In-Ear Kopfhörern mit dem Namen „HTC U Sonic“ handelt es sich nicht um billige Ware, wie sie bei den meisten anderen Hersteller im Lieferumfang enthalten sind, sondern um hochwertige, welche sogar mit Noise-Cancelling (ANC) ausgestattet sind.
Das restliche Zubehör verbirgt sich unter dem Gerät. Entnehmen wir den Einsatz samt Smartphone, befindet sich darunter noch ein transparentes Hartschalen-Case, 2 weitere paar Ohrtips für die In-Ears, das SIM-Tool, die üblichen Beschreibungen und als kleine Beigabe zwei HTC Aufkleber.
(Verpackung: 4 von 5 Punkten)
Design
Beim U12+ handelt es sich um HTC´s Flaggschiff-Smartphone, daher besteht dieses aus hochwertigen Materialien. Die Vorderseite besten aus robustem Corning Gorilla Glass 5 und die Rückseite aus Corning Gorilla Glass 3. Der Rahmen, welcher für Stabilität sorgt und die beiden Seiten miteinander verbindet ist aus Aluminium gefertigt. Die Übergänge der einzelnen Materialien gehen nahtlos ineinander über, ich konnte keine störende Spaltmaße feststellen.
Wie bereits das HTC Desire 12+, kommt auch das HTC U12+ im sogenannten Liquid-Surface-Design daher. Damit ist das Hochglanz-Gehäuse gemeint, welches je nach Lichteinfall die Farbe verändert. Dies erreicht HTC durch mehrere Schichten Glas welche mit kontrastreicher Farbe versehen sind. Das neue HTC U12+ ist in drei Farben erhältlich: Ceramic Black (Schwarz), Flame Red (Rot) und Translucent Blue (Blau). Beim Letzt genannten handelt es sich um die Farbe meines Testgerätes. Diese gefällt mir persönlich sehr gut, denn hier ist der mittlere Teil der Rückseite transparent. So kann man hierdurch z.B. die Oberfläche des Akkus und einige anderen Komponenten zum Teil sehen, während es zum Rand hin zu einem undurchsichtigen Blauton übergeht. Aber auch die anderen Farbvarianten können überzeugen, zwar sind diese in der Mitte nicht durchsichtig, doch je nach Blinkwinkel sind diese mehrfarbig, so erscheint das „Flame Red“ bei einem anderen Blickwinkel nicht mehr Rot, sondern Gold und das Schwarze eher Grau.
Leider hat die hochglänzende Rückseite aus Glas, das gleiche Problem mit Fingerabdrücken wie bei allen anderen Smartphones mit Glasrückseite. Diese sind hier ebenfalls sehr stark ersichtlich und lassen sich nicht wirklich vermeiden. Selbst als ich mit meiner Kamera Bilder von der Rückseite gemacht habe, hatte ich Probleme, die Rückseite komplett sauber abzufotografieren.
Betrachten wir die Front des HTC U12+, fällt direkt das 6,0 Zoll große Display auf, welches mit einem 18:9 Formfaktor daher kommt. Mit den Abmessungen von 156,6 × 73,9 × 9,7 Millimeter (LxBxH) und einem Gewicht von 188 Gramm, gehört es nicht unbedingt zu den leichtesten und dünnsten Smartphones in der Oberklasse. Doch dank dem 18:9 Formfaktor und den relativ schmalen Displayrändern, liegt das HTC U12+ trotz seinem 6,0 Zoll Display insgesamt recht gut in der Hand. Jedoch empfehle ich es in einer Hülle zu benutzen, da es aufgrund der glatten Rückseite ein wenig rutschig ist.
Das HTC U12+ ist das allererste Smartphone, bei dem komplett auf mechanische Tasten verzichtet wurde. Es handelt sich bei den Bedienelementen auf der rechten Seite um die üblichen, diese reagieren jedoch nicht auf Druck, sondern auf Berührung. Ein erfolgreiches betätigen dieser Tasten löst ein haptisches Feedback über einen Vibrationsmotor aus, wie es auch beim iPhone 7 im Touch-ID bzw. Home-Button der Fall ist.
Der Power-Knopf besitzt eine leicht geriffelte Oberfläche und ist dadurch leichter von den gleich großen Lauter/ Leiser Tasten zu unterscheiden. Den SIM- und MicroSD-Slot finden wir auf der linken Seite. Beide Fächer sind mittlerweile wie bei den meisten Android Smartphones zum Standard geworden und in einem kombiniert. Leider handelt es sich beim HTC U12+ um kein „echtes“ Dual-Sim Smartphone, denn ich kann entweder eine SIM-Karten und eine Micro-SD-Speicherkarte gleichzeitig einlegen oder nur zwei Sim-Karten.
An der Unterseite finden wir rechts neben dem USB-C-Anschluss ein größerer Schlitz, hinter dem sich der Lautsprecher befindet und links daneben ein weiterer kleinerer Schlitz. Dabei handelt es sich um das Mikrofon welches für Telefonate genutzt wird. Ein Klinken-Anschluss gibt es nicht, dafür können aber die mitgelieferten In-Ear Kopfhörer per USB-C Kabel angeschlossen werden.
Auf der Rückseite befindet sich mittig im oberen Drittel eine Dual-Kamera. Die Linsen sind nebeneinander angeordnet und schließen bündig mit dem Gehäuse ab. Lediglich ein knapp 0,5mm hoher Rahmen um die Linsen steht hervor, welcher das Kamera-Glas vor Beschädigungen schützt. Direkt neben der Dual-Kamera befindet sich ein weiteres Mikrofon, welches bei Videoaufnahmen genutzt wird und auf der gegenüberliegenden Seite sind der Phasenvergleich-AF und Laser-AF untergebracht.
Ebenfalls auf der Rückseite ungefähr mittig im oberen Drittel, befindet sich noch ein Fingerabdrucksensor, welcher sehr gut erreichbar ist. Außerdem ist dazwischen noch ein Dual-LED-Blitz zu finden. Bei der Frontkamera kommt ebenfalls eine Dual-Kamera zu Einsatz, diese befindet sich links neben der Ohrmuschel, neben der auch der Helligkeitssensor und Annäherungssensor steckt. Die Ohrmuschel wird übrigens auch als zweiter Lautsprecher genutzt, somit bietet das HTC U12+ einen Stereo-Sound.
(Design: 4 von 5 Punkten)
Verarbeitung
Sobald man das HTC U12+ das erste mal in den Händen hält und es einschaltet, fällt einem der relativ schmale Displayrand auf. Dennoch ist es knapp 10 mm länger als das iPhone X, jedoch ist es nicht wirklich größer als sein Vorgänger das HTC U11 mit 5,5 Zoll.
Eine Bedienung mit nur einer Hand ist durch das große 6,0 Zoll Display nach meinem Test nur relativ eingeschränkt möglich. Man kann zwar durch die „Edge Sense“ die Einhandbedienung aktivieren, aber dann wird eben nur der Display-Ausschnitt verkleinert.
Leider nehme ich beim Betätigen der Lauter/Leiser Tasten das haptische Feedback nicht ganz so realistisch war, als beim Power-Button welcher sich darunter befindet. Zudem reicht leider nicht nur eine Berührung aus, sondern ich musste bei den „Tasten“ sogar mehr Druck ausüben als bei herkömmlichen mechanischen. Manchmal war es so, dass ich mit dem Daumen Probleme hatte die Lautstärke gezielt um mehrer Stufen auf einmal zu regulieren.
Ansonsten bin ich mit der Verarbeitung des HTC U12+ sehr zufrieden, es gibt keine ungleichmässige bzw. zu große Spaltmaße und die hochwertig verbauten Materialien können ebenfalls überzeugen.
(Verarbeitung: 4 von 5 Punkten)
TEIL 2
bestehend aus „Funktion des Produktes“ entspricht 65% der Gesamtwertung
Display
6,0 Zoll (18:9 Format) 2880 x 1440 Pixel, Pixeldichte beträgt 537 ppi
Im HTC U12+ werkelt ein Qualcomm Snapdragon 845, welcher mit acht Kernen ausgestattet ist. Es handelt sich dabei um einen 64-bit Prozessor, bei dem 4 Kerne für schwächere Anwendungen mit bis zu 1,8 GHz und 4 mit 2,60 GHz für anspruchsvollere Anwendungen arbeiten. Unterstützt wird der Octa-Core Prozessor von 6 Gigabyte RAM und einem Adreno 630 GPU. Der interne Flash-Speicher mit 64 Gigabyte (Netto ca. 48 Gigabyte) dürfte für die meisten ausreichend bemessen sein, kann aber bei Bedarf zusätzlich mit einer mircoSD-Speicherkarte um bis zu 2 TB erweitert werden. Als Betriebssystem ist Android 8.0 vorinstalliert.
Beim mobilen Internet wird Cat 18 LTE unterstützt, dieses erlaubt einen Downloadgeschwindigkeit von bis zu 1,200 Mbps und 150 Mbps im Upload. Bei der Wi-Fi Unterstützung unterstützt es Wi-Fi 802.11 a/b/g/n/ac im 2,4 & 5-GHz-Band. Bluetooth 5.0 ist ebenfalls mit an Board.
Die Leistung, welche das HTC U12+ bietet ist durch die verbaute Hardware sehr groß. In allen Tests schneidet es hervorragend ab und sichert sich somit einen Platz in der Top 10. Die Leistung reicht somit für so ziemlich alle Anwendungen aus, ob ein grafisch anspruchsvolles Game oder jegliche andere Anwendung, das U12+ kommt nicht so schnell an seine Grenzen. Somit ist die Performance des U12+ für diejenigen unter euch, welche ihr Smartphone lediglich für Mails verfassen, WhatsApp Nachrichten schreiben und im Internet surfen nutzen mehr als ausreichend.
Wie schneidet das HTC U12+ im Benchmark Test ab? Das haben wir natürlich für euch getestet. Die Benchmarks sagen — 254.813 Punkte bei Antut, bei Geekbench 4 kommt es im Singel-Core Test auf 2447 Punkte und beim Multi-Core-Test auf 8959 Punkte.
(Performance: 4,5 von 5 Punkten)
Display
Das 6,0 Zoll große Display besitzt wie bereits erwähnt einen 18:9 Formfaktor, der Screen-to-Body-Ratio Wert liegt bei 80,3%. Dieser Wert gibt an, wieviel der Vorderseite mit einem Display abgedeckt ist. Beim verbauten Display handelt es sich um ein sogenanntes „Super LCD 6“, welches mit 2880×1440 Pixel auflöst. Die Pixeldichte beträgt somit 537 ppi, was für eine sehr scharfe Darstellung sorgt und zudem unterstützt es hiermit eine HDR10 Darstellung. Das Display kann durch seine sehr gute Schwarzwerte und Blickwinkelstabilität überzeugen.
Allerdings ist die maximale Bildschirmhelligkeit für ein Flaggschiff-Smartphone sehr schwach. Hier liefern andere Hersteller deutlich hellere Panels. Im Outdoor-Einsatz hatte ich nicht nur bei direkter Sonneneinstrahlung auf das Display Schwierigkeiten alles zu erkennen. Das Display ist selbst bei max. Helligkeit sehr viel dunkler als das, des iPhone X. Die maximale Helligkeit beim HTC U12+ entspricht ungefähr der halben Helligkeitseinstellung beim iPhone X. Die Spiegelungen des Displays halten sich jedoch im Großen und Ganzen in Grenzen.
(Display: 4 von 5 Punkten)
Akku
Der fest verbaute Akku hat eine Kapazität von 3.500 mAh. Dieser reicht je nach Nutzungsintensität für gut einen Tag aus, mehr aber leider nicht. In dem Testzeitraum hatte ich teilweise über das mobile Datennetz und Abends über das WLAN im Internet gesurft, einige Videos angeschaut, Nachrichten versendet und gelegentlich telefoniert.
Der Akku wird mithilfe eines Quick Charge 3.0 Netzteil aufgeladen. Daher dauert es mit dem 5V 2,5A Netzteil gut 1 Stunde und 20 Minuten, bis der Akku wieder auf 100% aufgeladen ist. Leider wird trotz Glasrückseite keine Wireless-Charging unterstützt.
(Akku: 3,5 von 5 Punkten)
Kamera
Wie bereits erwähnt, gibt es auf der Rückseite eine Dual-Kamera. Diese gilt laut dem französischen Fotospezialisten DxO als die aktuell beste in einem Smartphone verbauten Dual-Kamera. Das zeigte sich auch in meinen Testaufnehmen.
Ausgestattet ist die Dual-Hauptkamera mit einer 12-Megapixel-Linse mit f/1.75-Blende (Sensor-Pixelgröße:1,4μm) und einer 16-Megapixel-Linse mit f/2.6-Blende (Sensor-Pixelgröße: 1,0μm). Durch die beiden unterschiedlichen Brennweiten und deren Auflösungen, kann man ein Fotomotiv um den zweifachen Faktor vergrößern, ohne das es unter Qualitätsverlust leidet. Zudem ist es möglich einen Schärfentiefe-Effekt (Bokeh-Effek) zu erzeugen. Neben einem Dual-LED-Blitz besitzt es auf der Rückseite auch eine Phasenerkennung und Laser-Autofokus.
Die Kamera liefert eine sehr gute Bildschärfe, mit der Farbwiedergabe war ich bei meinen Testaufnahmen sehr zufrieden, auch wenn meiner Meinung nach die Farbe der Bilder etwas zu sehr gesättigt waren. Selbst bei schlechteren Lichtverhältnissen liefert die Hauptkamera im Vergleich zu anderen Smartphones gute Bilder. Dank dem Dual-LED Blitz, sind auch selbst bei Dämmerung bzw. Dunkelheit ansehnliche Bilder möglich, wenn auch hier das Rauschen zunimmt.
Die zweite Linse der Hauptkamera auf der Rückseite bietet zwar mit 16 MP eine höhere Auflösung, besitzt aber eine schlechtere Blende und zudem einen kleineren Bildsensor. Diese Linse dient wie bereits erwähnt für den Porträtmodus und kann einen zweifachen optischen und zehnfachen Digitalzoom ermöglichen. Die zweite Linse kann mich persönlich nicht ganz so überzeugen, selbst bei gutem Tageslicht ist die Bildqualität etwas schlechter, zudem wirken die Farben etwas blass und die Dynamik könnte etwas höher sein, denn hier gehen einige Details verloren.
Bei meinen Testaufnahmen ist mir aufgefallen, dass es der Kamera gelegentlich nicht perfekt gelingt zwischen dem Hintergrund und dem Motiv zu unterscheiden. Dies war jedoch nur sehr selten der Fall, großteils passte es und die erzeugte Unschärfe wirkte keinesfalls künstlich.
Bei der Front-Kamera kommt ebenfalls eine Dual-Kamera zum Einsatz. Hier wurden von HTC zwei 8 Megapixel-Linsen mit einer f/2.6 Blende (Sensor-Pixelgröße: 1,12μm) verbaut. Bei der Frontkamera dient die zweite Linse lediglich für den Porträtmodus (Bokeh-Effekt). Beide Linsen nehmen das Bild mit einem Weitwinkel von 84 Grad auf. Die Aufnahmen mit der Front-Kamera können bei Tageslicht durchaus überzeugen, lediglich der Bokeh-Effekt hat mich hier etwas enttäuscht. Hier gelingt es dem HTC U12+ nicht so gut zwischen den scharfen und unscharfen Bereichen zu unterscheiden. Oftmals war dadurch ein Teil meiner Haare oder Ohren verschwommen. Des Weiteren fängt die Kamera relativ schnell an bei schlechterem Umgebungslicht zu rauschen.
Videos können mit dem HTC U12+ maximal in Ultra HD (4K) und 60 Bilder pro Sekunden aufgenommen werden. Hier ist es etwas ärgerlich, dass bei dieser Auflösung nur maximal 6 Minuten Videomaterial aufgenommen werden können. In Full-HD sind es jedoch ebenfalls maximal 60 FPS. Dank dem optischen Bildstabilisator gelingen die Videos selbst bei etwas zittrigen Händen ohne zu verwackeln. Die Qualität der Videoaufnahmen konnte mich in meinen Testaufnahmen mit der Hauptkamera ebenfalls überzeugen. Bei der Ton-Aufnahme wird nicht nur High-Res-Sound, sondern dank vier verbauten Mikrofone auch 3D-Sound unterstützt. Im Hintergrund der Aufnahme ist jedoch immer ein sehr leichtes Grundrauschen vorhanden.
Bei der Frontkamera können Videos bestenfalls in Full-HD aufgezeichnet werden. Die verbauten Kameras im HTC U12+ konnten mich trotz ein paar Kritikpunkten durchaus überzeugen. Vor allem die Hauptkamera hat mir in meinem Test sehr gut gefallen.
(Kamera: 4 von 5 Punkten)
Software
Das HTC U12+ kommt mit Android 8.0 Oreo als Betriebssystem und dem Google-Sicherheitspatch vom März 2018 daher. Meiner Meinung nach hätte man hier zum jetzigen Zeitpunkt bereits Android 8.1 Oreo und einen aktuelleren Sicherheits-Patch nachliefern können, denn wir haben ja bereits Juli. HTC verpasst seinen Smartphones üblicherweise eine eigene Benutzeroberfläche mit dem Namen „HTC Sense“. Mir persönlich wirkt das Ganze etwas zu viel, es ist eine große Anzahl an vorinstallierten Apps installiert. Dadurch geht einiges an Speicher verloren, denn die Apps, welche vorinstalliert sind, können nicht gelöscht werden.
Der ebenfalls vorinstallierte App „HTC Sense Companion“ informiert über einige Dinge, so kann dieser unter anderem daran erinnern das Smartphone zu laden, zeigt die zurückgelegten Schritte und Kilometer am Tag an und das Wetter. Dies ist zwar eine nette Sache, aber ich persönlich bräuchte diese App nicht unbedingt.
Zu einer der Besonderheiten beim HTC U12+ gehört die sogenannte „Edge Sense“. Dabei handelt es sich um den Rahmen, welcher an der unteren Hälfte auf Tippen, Zusammendrücken und Halten reagiert. Standardmässig führt ein doppeltes Tippen mit dem Daumen auf den Rahmen den anpassbaren Mini-Bildschirm aus. Dadurch kann man das Smartphone bequem mit einer Hand bzw. mit dem Daumen bedienen. Hält man das Smartphone an beiden Seiten, wird ein unnötiges rotieren und dimmen des Bildschirms verhindert. Drückt man das Smartphone wiederum am Rahmen mit etwas mehr Druck zusammen, gelangt man automatisch in die Kamera App. Diese Belegungen können in den Einstellungen bei Bedarf verändert werden.
(Software: 4 von 5 Punkten)
TEIL 3
bestehend aus „Preis/Leistung“ entspricht 10% der Gesamtwertung
Beschreibung
Die online präsentierten Produktbilder des HTC U12+ entsprechen durchaus der Realität. HTC beschreibt das U12+ mit den Sätzen wie: „Komfortable Bedienung – mit nur einer Hand“ oder „Das am besten bewertete Dual-Kamera-Set-up der Branche“.
Diesen Aussagen kann ich soweit auch zustimmen. Dank der „Edge-Sense“ verfügt das HTC U12+ über mehrer nützliche Funktionen, so dass man sehr schnell im Einhandmodus landet, oder direkt die Kamera App startet. Mit der Dual-Kamera auf der Rückseite war ich zufrieden, denn diese konnte mich in meinem Test ebenfalls überzeugen.
Die großen Kritikpunkte, welche ich am HTC U12+ feststellen konnte waren zum einen der schwache Akku und das zu dunkle Display. Ansonsten erhält man mit dem HTC U12+ ein sehr gutes Smartphone.
Preis/Leistung
Die UVP des HTC U12+ ist mit 799 EUR (in D/A) durchaus angemessen. Würde das Display eine deutlich hellere Helligkeit bieten und der Akku etwas länger durchhalten, wäre es zu diesem Preis ein absolut empfehlenswertes Smartphone.
Mit diesen Schwächen sollt man sich vor dem Kauf überlegen, ob einem das zu dunkle Display und die etwas zu kurze Akkulaufzeit ausreicht. Das zu dunkle Display fällt wie bereits erwähnt nur im Outdoor-Einsatz negativ auf.
testr Gesamtwertung
unter Berücksichtigung aller Teilwertungen
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