JBL Tour One
In aller Kürze
Mit dem JBL Tour One hat JBL neben dem In-Ear Modell, JBL Tour Pro+ TWS, auch ein Over-Ear Modell im Sortiment. Bei diesem Modell setzt JBL ebenfalls den Fokus auf den Business-Sektor und Geschäftsreisende, die damit dank adaptiven Noise-Cancelling ungestört ihre Musik in der Bahn, am Flughafen usw. hören können.
Im Test hat mich der Over-Ear Kopfhörer mit einer sehr guten Verarbeitung, einer langen Akkulaufzeit sowie durch seine klanglichen Eigenschaften und dem guten Noise Cancelling überzeugen können. Bevorzugt man jedoch eine noch etwas bessere Materialanmutung, dann würde ich empfehlen, vielleicht auch mal einen Blick auf dem JBL Club One zu werfen, denn dieser Kopfhörer hat mir im kurzen Hands On und Probehören ebenfalls gut gefallen. Lediglich im Bezug der Sprachqualität und den zusätzlichen Funktionen wie dem smarten Sleeptimer und der Alarmfunktion hat der JBL Tour One seine Nase vorn.
Gefällt uns
- guter Tragekomfort
- sehr gute Akkulaufzeit / Schnellladefunktion
- gutes adaptives Noise Cancelling
- gutes Klangbild
- Umgebungs- und Talkthru-Funktion
- AAC-Support
Gefällt uns weniger
- kein aptX
- Ohrpolster nicht wechselbar
JBL Tour One
TEIL 1
Bestehend aus „Verpackung/Design/Verarbeitung“ entspricht 25% der Gesamtwertung
Verpackung
Beim Verpackungsdesign des JBL Tour One setzt JBL auf das bereits von den bisherigen Kopfhörern gewohnte Design, welches rundum durch Text, Symbole und Bilder ausführlich über das entsprechende Produkt informiert. JBL setzt hier auf eine zweiteilige Verpackung, welche das Unternehmen bisher öfters bei On- und Over-Ear Kopfhörer genutzt hat, sodass man die eigentliche stabile Verpackung in eine bedruckte Umverpackung eingeschoben hat.
Bei den Farben der Verpackung setzt JBL auf die gewohnten weiß/orange und graue Farben, wobei gerade letztgenanntes die dominanteste Farbe bei dieser Kopfhörer-Serie ist. An der Vorderseite der Verpackung präsentiert JBL eine Nahaufnahme einer Ohrmuschel des JBL Tour One. Diese wurde hierbei in hochganz und leicht erhaben ausgeführt, sodass dieser Teil direkt ins Auge sticht. Zudem findet man an der Front selbstverständlich auch das Firmenlogo und seitlich nach unten verlaufend den Produktnamen platziert. Direkt darunter erwähnt JBL dann wie gewohnt die wichtigsten Funktionen des Kopfhörers, zu denen unter anderem das adaptive Noise Cancelling zählt. In der rechten Ecke erfährt man dann noch direkt, dass der Kopfhörer eine max. Akkulaufzeit von bis zu 50 Stunden bietet, was sehr ordentlich ist.




Die schmale rechte Seite zeigt den Kopfhörer nochmals etwas genauer von der Seite betrachtet und zudem informiert JBL hier darüber, dass es eine zugehörige App für iOS und Android gibt. Zu guter Letzt verrät die Rückseite wie gewohnt die meisten Informationen über den Kopfhörer. Hierbei bekommt man unter anderem den JBL Tour One im vollen Gewand zu Gesicht und zudem listete JBL hier wie gewohnt die vier wichtigen Ausstattungsmerkmale des Kopfhörers auf. Zu diesen zählt das adaptive Noise Cancelling mit Smart Ambient-Funktion, der Smart Audio & Video Mode, Hands Free Voice Control und die hochwertige Gesprächsqualität durch die vier Mikrofone usw. Im unteren Bereich informiert JBL zudem darüber, dass ein Case enthalten ist, man auf einen modernen USB-C Anschluss setzt und dass die Akkulaufzeit mit ANC bei 25 Stunden liegt (ohne 50 Stunden).
Zieht man die Hauptverpackung aus der Umverpackung heraus, kann man an deren Deckel-Unterseite die üblichen Skizzen sehen, welche über den Lieferumfang informieren. Im Innren findet man dann viel Schaumstoff, in dessen Zentrum das schön und ausreichend große Case eingesetzt wurde. In dem Case wiederum befindet sich neben dem JBL Tour One auch dessen kompletter Lieferumfang. Der Kopfhörer ist dabei zusammengeklappt und die Ohrmuschel eingedreht, sodass der Kopfhörer möglichst kompakt darin verstaut werden kann, direkt daneben liegen dann auch sicher verstaut, ein AUX-Kabel, ein Flugzeugadapter und das wichtige USB-A auf USB-C Ladekabel, mit welchem man den Akku des Kopfhörers aufladen kann. Unter dem Case findet man zudem noch eine kleine Hülle, in welcher die üblichen Beipackzettel in Form einer Kurzanleitung usw. enthalten sind.
(Verpackung: 4 von 5 Punkten)
Design
Beim JBL Tour One setzt man beim Gehäuse nahezu ausschließlich auf Kunststoff, hierbei hatte ich zwar schon andere Kopfhörer im Test, die etwas mehr hochwertige Materialien geboten haben, aber dennoch macht der JBL Tour One einen wertigen Eindruck. Der Kopfhörer wird wie das In-Ear Modell lediglich in einer Farbe und zwar mattschwarz angeboten. Dazu kommen einige Hochglanz-Akzente an beiden Seiten des Kopfbügels und zum Teil auch an den Ohrmuscheln, welche das Design nochmals leicht eleganter wirken lassen.
Die wichtigen Elemente, welche regelmäßig beansprucht bzw. bewegt werden, sind jedoch aus Metall gefertigt. Zu diesen zählen unter anderem der Verstellmechanismus des Kopfbügels, welcher schön säuberlich einrastet und der innere Kern im Kopfband. Das Kopfband wurde wie die beiden Ohrmuschel mit einem angenehm weichen Material gepolstert, welches dann wiederum mit einem wertig anfühlenden Kunstleder bezogen wurde. Dies trägt somit bei, dass sich der Kopfhörer auch nach langer Zeit sehr angenehm trägt und gefällt mir sehr gut. Jedoch muss man auch hier bedenken, dass man wie es bei Over-Ear Kopfhörern üblicherweise der Fall ist, gerade an heißen Sommertagen sehr unter den Postern schwitzt, daher kann ich diese Kopfhörer auch seltene für den sportlichen Einsatz empfehlen.




An beiden Ohrmuscheln wurde recht dezent das JBL Firmenlogo eingelassen und die Bedien- und Anschlusselemente wurden über beide Ohrmuschel verteilt. Die Ohrmuschel können mithilfe der insgesamt 11 Raster in der Länge angepasst werden, zudem lassen sich die beiden Ohrmuscheln sowohl um etwas mehr als 90° drehen als auch einklappen. Dadurch lässt sich der Kopfhörer bei nicht Gebrauch relativ platzsparend in die mitgelieferte Aufbewahrungstasche verstauen und nimmt eingepackt in einem Rucksack nicht mehr ganz so viel Platz in Anspruch.
(Design: 4 von 5 Punkten)
Verarbeitung
Der JBL Tour One fühlt sich trotz seines Kunststoffgehäuses recht hochwertig an, denn dieser vermittelt keinesfalls einen billigen Eindruck. Die Bügelverstellung rastet sauber ein und die Polster sind wie bereits erwähnt angenehm weich. Gut gefällt mir hier zudem, dass man nicht alle Tasten auf einer Ohrmuschel-Seite untergebracht hat und diese zudem unterschiedlich ausgeführt hat, denn so wird eine Fehlbedienung zuverlässig minimiert. Die Drucktasten haben einen angenehmen Druckpunkt, der zudem nur ein minimales klicken ins Kopfhörer innere überträgt, dies wird jedoch beim Musikhören problemlos überspielt.




JBL setzt beim Bezug der Ohrpolster und bei den Polsterungen des Kopfbands wie oftmals in der Branche üblich nicht auf echtes Leder, sonder auf ein sogenanntes PU-Leder. Dabei handelt es sich um ein Kunstleder Imitat, welches sich sehr weich anfühlt und sehr robust ist. Schade ist hier nur, dass die Ohrpolster nicht wie z. B. bei der Club-Serie ausgetauscht werden können.
(Verarbeitung: 4 von 5 Punkten)
TEIL 2
bestehend aus „Funktion des Produktes“ entspricht 65% der Gesamtwertung
| Kopfhörer-Art | Over-Ear In-Ear Kopfhörer |
|---|---|
| Kategorie | Bluetooth Kopfhörer (Bluetooth 5.0) |
| Farbe | Schwarz |
| Akku | integriert, Lithium-Ionen-Akku Akku Kopfhörer: 50 h (ohne ANC) 25 Stunden (mit ANC) Ladezeit 2 Stunden und Schnellladefunktion (10 Minuten aufladen für 2 Stunden Musikhören). |
| Gewicht | 268 Gramm |
| Material | bis auf die stärker beanspruchten Bauteile (Scharniere und Bügel), komplett Kunststoff |
| Konnektivität | Bluetooth 5.0 Audio-Codec: SBC und AAC. Unterstützte Profile: HFP V1.7, A2DP V1.3, AVRCP V1.6 Multi-Point und Fast Pairing von Google wird unterstützt. |
| Treiber | 40 mm Treiber (links und rechts) |
| Frequenzbereich | 10–40.000 Hz |
| Treiberempfindlichkeit bei 1 kHz/ 1 mW (dB | 95 dB |
| Impedanz (Ohm) | 32 Ohm |
| Lieferumfang | JBL Tour One Kopfhörer 1 x USB-C-Ladekabel 1 x Transportetui 1 x Audiokabel 1 x Flugzeugadapter 1 x Garantie/Warnung 1 x Produkt-Kurzanleitung 1 x Google Assistant Einrichtungsanleitung 1 x Amazon Alexa Einrichtungsanleitung / Sicherheitsblatt |
Tragekomfort
Bezüglich des Tragekomforts habe ich beim JBL Tour One kaum Kritikpunkte gefunden. Die Polster des Kopfbands und die der beiden Ohrmuscheln sind angenehm weich gepolstert, sodass sich der Kopfhörer selbst nach längerem Musikhören absolut bequem trägt. Die Aussparungen für die Ohren sind angenehmem groß, sodass hier kein unangenehmer Druck auf die Ohren entstehen kann.
Die Bügelverstellung und die beweglich gelagerten Ohrmuscheln ermöglicht mit insgesamt 11 Raster eine ausreichende Möglichkeit, den Kopfhörer an die Kopfform anzupassen. Zugleich ist der Anpressdruck sehr angenehm, sodass sich der Druck durch die weichen Poster sehr angenehm rund um die Ohren verteilt.



Mit einem Gesamtgewicht von knapp 268 Gramm gehört der JBL Tour One zwar nicht ganz zu den leichtesten seiner Sorte, aber durch die besagten weichen Polster spürt man dieses etwas höhere Gewicht kaum. Für Brillenträger würde ich die JBL Tour One wie viele andere Over-Ear Kopfhörer weniger empfehlen, denn hier kann zum einen der permanente Druck auf die Brillenbügel etwas unangenehm werden und zudem erreicht man hierdurch kein gutes ANC, da die Kopfhörer dann mit den Polstern nicht mehr sauber auf den Ohren aufliegen. Somit gelangen Geräusche, die man eigentlich nicht beim Musikhören mitbekommen möchte, ungestört ins Gehör, was definitiv nicht gut ist.
Für sportliche Tätigkeit würde ich den Over-Ear Kopfhörer schon allein aufgrund seiner Bauweise weniger empfehlen. Schließlich deckt dieser die Ohren komplett ab und man bekommt kaum noch kühle Luft an die Ohren.
(Tragekomfort: 4 von 5 Punkten)
Bedienung
Beim JBL Tour One setzt JBL auf eine Hybrid-Bedienung, also sowohl auf echte Hardware-Tasten als auch auf eine Touchbedienung. Dabei handelt es sich um einen Schieberegler, drei Tasten und die am linken Ohrhörer versteckte Touch-Bedienung. Die Bedienung ist meiner Meinung nach somit sowohl als Rechts-, aber auch als Linkshänder sehr gut möglich.
Das Einschalten des JBL Tour One erfolgt über den Schieberegler an der rechten Ohrmuschel. Schiebt man diesen von der Ausgangsstellung also bündig zur Mitte hin, wird der Kopfhörer eingeschaltet und verbindet sich automatisch mit dem zuletzt verbundenen Gerät. Ist dies wiederum noch nicht geschehen, dann muss man diesen in den Bluetooth-Pairing-Modus versetzen, was erfolgt, indem man den Schieberegler für wenig Sekunden über die Mittelstellung hinausschiebt und an der Position hält. Danach kann man den Kopfhörer bei Bedarf mit bis zu einem weiteren Gerät koppeln.
Das Koppeln erfolgt am iPhone wie gewohnt und recht einfach direkt über die Bluetooth-Einstellungen. Alternativ und noch einfacher gelingt das Koppeln jedoch dank „Fast Pair“ über alle Smartphones mit Android 6.0 oder höher. Dadurch erfolgt die Kopplung der Kopfhörer nochmals etwas schneller und ist eigentlich genau dasselbe, wie Appel-User es von den AirPods bzw. Beats Kopfhörern kennen, nur eben für alle Google-Devices. Dazu versetzt man den Kopfhörer einfach in den Pairing-Modus und schon bekommt man eine Benachrichtigung, die einen fragt, ob man eine Verbindung mit dem angezeigten Gerät herstellen möchte. Tippt man hier auf Verbinden, wird der Kopfhörer mit dem Smartphone gekoppelt, ohne dass man ins Bluetooth-Menü navigieren muss.



Die Musiksteuerung erfolgt wiederum ganz simpel über die Touch-Oberfläche. Ein einmaliges Antippen hält die aktuell wiedergegeben Musik am gewünschten Punkt an und tippt man die Fläche erneut an, wird dies Musik wieder fortgesetzt. Das doppelte Antippen sorgt dafür, dass man einen Musiktitel in der Playlist vorspringt und in dreimaliges Antippen spielt den zuvor wiedergegeben Punkt erneut ab. Ebenso können eingehende Anrufe durch ein zweifaches Antippen angenommen werden und ebenso abgelehnt werden. Das Mikrofon lässt sich sofern gewünscht durch ein längeres Berühren der Oberfläche abschalten und ebenso wieder aktivieren und wenn gerade keine Musik abgespielt wird, aktiviert man durchs lange Betätigen den am Smartphone integrierten Sprachassistenten.
Etwas unterhalb des Schiebereglers, über welchen man diesen Kopfhörer einschaltet, wurde die Tasten zur Lautstärken-Einstellung untergebracht. Hier finde ich sehr gut, dass JBL hier auf keine Wischgeste wie manch andere Hersteller setzt, denn über echte Tasten funktioniert die Steuerung der Lautstärke deutlich präziser. Direkt nach unten gerichtet findet man hier an der rechten Ohrmuschel dann auch noch die Klinkenbuchse, über welche man den Kopfhörer mit einem älteren Smartphone mit Klinkenbuchse betreiben kann, was jedoch sicherlich die wenigsten machen.
Kommen wir nun noch zur linken Ohrmuschel, wo man nach unten gerichtet den USB-C Anschluss findet, über welchen man den Akku des Kopfhörers aufladen kann. Daneben ist direkt eine Status-LED, welche über den Status des Akkus informiert, wobei man diesen auch via Sprachansage beim Einschalten mitgeteilt bekommt. Die LED zeigt einem jedoch auch den Ladezustand des Akkus an, blinkt die LED rot auf, ist der Akkustand sehr niedrig, während das rote Aufleuchten bedeutete, dass der Akku geladen wird und sobald der Akku voll ist, geht die Status-LED aus. Nun komm ich noch kurz zum Ambiente-Aware Button, über welchen man beim einmaligen Betätigen zwischen ANC An, Ambient Aware und alles Aus wechseln kann, ein zweimaliges tippen, aktiviert wiederum Talkthru und ein langes gedrückt halten aktiviert, sofern in der App aktiviert Amazons Alexa.
Beim Sprachassistenten ist es so, dass dieser in der JBL Headphones App bestimmt werden muss. Hat man sich anschließend mit den Log-in-Daten von Amazon angemeldet, kann man direkt die Fragen stellen. Ich nutze in diesem Fall direkt Siri, was wunderbar klappt und und mir gut gefällt, denn man muss hierbei, während man redet, nicht permanent eine Taste gedrückt halten.
(Bedienung: 4 von 5 Punkten)
Klang
Wie üblich für Over-Ear Kopfhörer setzt JBL beim Tour One auf einen 40 mm Treiber auf jeder Seite. Den Frequenzbereich, welchen diese Treiber abdecken, soll laut JBL bei 10 Hz–40 kHz (passiv) und 10 Hz–22 kHz (aktiv) liegen. Die Impedanz gibt JBL mit 32 Ohm an, sodass hier eine kabelgebunden Musikwiedergabe via Smartphone problemlos möglich ist (sofern euer aktuelles Smartphone noch einen Klinkenanschluss besitzt).
JBL wirbt hier beim Tour One mit einem Hi-Res-zertifizierten Klang, doch hierauf würde ich definitiv keinen allzu großen Wert legen, denn bei der Bluetooth-Wiedergabe ist Hi-Res aufgrund der hohen Bitrate, welche hierfür benötigt wird, keineswegs möglich. Die maximale Lautstärke des JBL Tour One ist absolut ausreichend, sodass dieser Kopfhörer meiner Meinung nach gute Reserven besitzt. Sofern einem hochwertige Audio-Codecs wichtig sind, muss ich beim Tour One zumindest alle Android-User leider weiterhin enttäuschen, denn hier wird nur AAC unterstützt, was Apple-User freuen wird. Alle Android-User müssen sich somit mit dem Standard-Codec SBC zufriedengeben.
Für die reine Musikwiedergabe ist es keineswegs erforderlich, die kostenfreie „JBL Headphones App“ zu installieren. Diese benötigt ihr jedoch auf jeden Fall, wenn ihr Klanganpassungen via 10 stufigem EQ-Regler vornehmen wollt, wichtige Einstellungen wie den gewünschten Sprachassistenten oder Firmware-Updates installieren wollt usw. In meinem Test möchte ich mich bei meiner Bewertung zum Klangbild jedoch auf den von Werk abgestimmten Klang konzentrieren, also genau so, wie es der Hersteller von Werk aus definiert hat und für gut empfunden hat.

Der JBL Club One vermittelt direkt beim ersten Musikhören den typischen Klang, welchen ich von JBL Kopfhörern gewohnt bin. Anders ausgedrückt: Der Kopfhörer hat eine etwas Tiefton verstärkte Klangcharakteristik, wodurch man einen vollen warmen Sound geliefert bekommt. Die Details werden griffig wiedergegeben und sind keineswegs zu feinselig, die Bässe sind hier typisch für JBL im Vordergrund und bieten einen sehr ordentlichen Tiefgang. Die Mitten sind ebenfalls recht präsent, sodass davon auch die Stimmwiedergabe profitiert, denn hier kommt sowohl Gesang als auch die Instrumente wie Gitarren usw. gut zur Geltung. Die Höhen sind auch gut abgestimmt, aber ganz klar muss ich hier natürlich zugeben, dass es sich um keinen audiophilen Kopfhörer handelt. Somit ist JBL hier die Detailwiedergabe insgesamt gut gelungen, aber die Stärken sind hier ganz klar die tiefen Töne, aber dies entspricht auch ganz klar dem Musik-Geschmack der Mehrheit, denn gerade bei den aktuell viel gehörten Musikrichtungen kommt der JBL Tour One sehr gut zur Geltung.
Beim Telefonieren konnte ich meine Gesprächspartner sehr deutlich und klar verstehen und auch meine eigene Stimme wurde hier sehr verständlich für mein Gesprächspartner-/innen übertragen. Lediglich bei einer etwas lauteren Umgebung filtern die Mikros zwar die Störgeräusche absolut zuverlässig heraus, aber zugleich führt dis zu einem leicht hörbaren Hall-Effekt in der Stimme. Überzeugend ist der JBL Tour One dabei jedoch auch im Bereich Latenz, hier gibt es absolut keine Verzögerung zwischen Bild und Ton, aber dies haben in Zeiten von Bluetooth 5.0 eigentlich alle Hersteller in den Griff bekommen.
(Klang: 4 von 5 Punkten)
App
Wie inzwischen zahlreiche Kopfhörer ist auch der JBL Tour One mit der kostenlos von JBL zur Verfügen gestellten App Namens „My Headphones“ kompatible. Diese App steht sowohl für iOS als auch Android Smartphones als kostenloser Download im jeweiligen AppStore bereit. Sofern ihr Firmware-Updates des Kopfhörers durchführen oder persönliche Einstellungen via Equalizer vornehmen möchtet, kann ich nur dazu raten, die App zu installieren, denn hier kann man auch die automatische Abschaltung und zahlreiche weitere nützliche Funktionen einstellen.
Nachdem man die App das erste Mal gestartet hat, wird man sehr verständlich und Schritt für Schritt durch die Einrichtung und das Menü der App navigiert. Zudem finde ich es toll, dass einem alles Wichtige in jedem Einstellungsfenster erklärt wird, sodass man hier recht schnell zurechtkommt. Hat man den Kopfhörer das erste Mal verbunden und alles eingerichtet, landet man nach jedem Start der App auf dem Startbildschirm, auf dem sämtliche kompatiblen Kopfhörer, die man selbst besitzt, angezeigt werden.
Klickt man hier auf den JBL Tour One, landet man in dessen Einstellungsmenü, wo man direkt unter der Abbildung des Kopfhörers dessen restliche Akkulaufzeit in Prozent angezeigt bekommt. Unmittelbar darunter kann man zudem die ANC-Funktion zu- oder abschalten und es gibt die Option der Umgebungsgeräusch-Kontrolle. Über Letzteres kann man direkt die Dinge wie Ambient Aware, TalkThru bestimmen oder man kann den Smart Audio & Video Modus steuern. Mit Letzterem kann man entscheiden, ob man den Audio-Modus für den besten Klang bei Musik oder den Video-Modus für absolut synchronen Ton und Video bevorzugt. Zu guter Letzt ist es hier ganz unten noch möglich, direkt in die EQ-Einstellungen zu navigieren, um hier den Klang noch etwas auf den eigenen Geschmack abzustimmen.
Über das Zahnrad im rechten oberen Bereich gelangt man in ein weiteres Untermenü, in welchem man noch einige weitere, nicht ganz unwichtige Dinge einstellen kann. So kann man hier z. B. bestimmen, ob die Funktionstaste wie voreingestellt dazu dient, denn Sprachassistenten zu aktivieren oder die Umgebungsgeräusche zu steuern. Letzteres wird von Werk aus jedoch über die Touch-Oberfläche gestreut und kann im darauffolgenden Menü bei Bedarf auch auf den Sprachassistenten gestellt werden. Ich persönlich habe hier jedoch beides genau so gelassen, wie es von JBL definiert wurde, denn somit kam ich wunderbar klar. Eine neue Funktion, welche man auch im JBL Tour Pro+ TWS integriert hat, ist „Mein Alarm“. Diese Funktion kann dabei helfen, z. B. während der langen Geschäftsreise entspannter einzuschlafen. Dabei kann man bestimmen, wie lange die Musik gespielt werden soll und wie lange man danach schlafen möchte. Der Clou dabei ist, dass während der Zeit, die man als schlafen definiert hat, die Musik automatisch deaktiviert wird, aber das Noise Cancelling aktiv bleibt, sodass einen die typischen Störgeräusche im Zug nicht stören.
Weitere nützliche Einstellungen sind noch das automatisch Abschalten, sodass man hier einstellen kann, dass der Kopfhörer automatisch nach 15, 30 Minuten oder 1, 2, 3 oder 4 Stunden automatisch abschaltet, sofern dieser im Ruhezustand ist, also mit keiner Quelle verbunden ist. Voice Aware dient dann z. B. dazu, selbst zu kontrollieren, wie stark die Umgebungsgeräusche, wie z. B. die eigene Stimme beim Tragen der Kopfhörer durch diese zu hören sind. Zu guter Letzt würde ich auf jeden Fall dazu raten, den Schieberegler bei „Wiedergabe und Pause“ zu aktivieren, denn dadurch wird die Musik beim Abnehmen der Kopfhörer pausiert und automatisch wieder fortgesetzt, wenn man diese wieder aufsetzt und unter Sprachassistent kann man neben den am Smartphone integrierten Assistenten auch Amazon Alexa nutzen. Selbstverständlich kann man in den Einstellungen auch die Sprachansagen von Englisch auf Deutsch umstellen und auf die Gerätehilfe zugreifen.
App: 4 von 5 Punkten)
Ausstattung
ANC / Umgebung ein-/ausblenden
Beim JBL Tour One setzt man auf echtes adaptives Noise Cancelling, welches jederzeit in Echtzeit die Umgebungsgeräusche über die Mikrofone analysiert und dadurch das Noise Cancelling daran anpasst. Hierfür setzt JBL auf insgesamt vier Mikrofone, davon befinden sich an jeder Ohrmuschel Außenseite je ein Mikrofon, welches für die Sprachaufnahmen zuständig ist und die anderen beiden Mikros, von welchen auch an jeder Seite ein Mikrofon sitzt, sind Beamforming-Mikros, welche für die Unterdrückung von Echos und Umgebungsgeräusche zuständig sind. Das adaptive Noise Cancelling funktioniert hier im Alltagstest erstaunlich gut, sodass der Großteil der Umgebungsgeräusche neutralisiert bzw. zumeist von der Lautstärke reduziert werden. Das Grundrauschen, welches hier bei ANC häufig vorkommt, ist kaum hörbar und gerade Tiefere Töne werden zu 99% zuverlässig neutralisiert.

Das adaptive Noise Cancelling kann zwar nicht manuell in der Intensität die Schieberegler reguliert werden, jedoch kann man in den Einstellungen zwischen „echtes adaptives Noise Cancelling“ und dem „alltäglichen Modus“ wählen. Hier konnte ich im Test auch direkt einen deutlichen Unterschied feststellen, denn das adaptive ANC arbeitet merklich besser, da sich dies der aktuellen Umgebung anpasst und zudem mehr Frequenzen filtert. Daher rate ich eigentlich, sofern gewünscht immer das adaptive ANC zu bevorzugen, welches nur bei absoluter Stille ein recht leises Grundrauschen erzeugt.
Positiv ist hier auch anzumerken, dass beim hinzuschalten von ANC das Klangbild unverändert bleibt, was nicht üblich ist, denn bei vielen Kopfhörern wird mit ANC der Bass deutlich dominanter.
Zubehör
JBL liefert den Tour One in einem stabilen und hochwertigen Aufbewahrungs-Case aus. Dieses sieht optisch recht hübsch aus, da dies mit einer angenehmen Stoffoberfläche versehen wurde. An der Außenseite befindet sich zudem eine praktische Netztasche, in welcher man Dinge verstauen kann und dank der Schlaufe kann das Case problemlos an etwas befestigt werden. Im Inneren findet nicht nur der Kopfhörer im eingeklappten und eingedrehten Zustand Platz, sondern auch der komplette Zubehör (Ladekabel, Klinkenkabel und Flugzeugadapter).
(Ausstattung 4 von 5 Punkten)
Bluetooth
JBL setzt beim Tour One auf das zeitgemäße Bluetooth 5.0, was in diesem Fall jedoch kein aptX zulässt, sondern nur den herkömmlichen Audio-Codec SBC mit einer niedrigeren Bitrate und AAC, einen hochwertigeren Codec, welcher von Apple-Devices unterstützt wird. Die Bluetooth-Reichweite liegt bei knapp 12 bis 15 Metern, sodass ihr das Smartphone problemlos im Zimmer lassen könnt ohne das die Verbindung verloren geht.
Der JBL Tour One bietet die Möglichkeit einer sogenannten Multi-Point-Verbindung. Dies ist vor allem für Leute, die gerne mehrere Geräte gleichzeitig bzw. nebenher Nutzen von Vorteil. Dies gelingt dadurch, dass sich der Kopfhörer mit zwei Geräten gleichzeitig verbinden kann. Schaut ihr z. B. auf dem iPad ein Video und erhaltet zufällig einen Anruf auf dem Smartphone, wird in diesem Fall automatisch die Musik pausiert und das Telefonat über das Smartphone geführt, da Telefonate immer bevorzugt behandelt werden. Wollt ihr z. B. von der Musikwiedergabe vom iPad zum iPhone wechseln, genügt es, auf dem iPad die Musik zu pausieren und am iPhone auf Play zu drücken. Voraussetzung ist hier jedoch, dass man zuvor bereits beide Geräte per Bluetooth mit dem JBL Tour One gekoppelt hat.
(Bluetooth: 4,5 von 5 Punkten)
Akkulaufzeit
Beim JBL Tour One verspricht JBL eine Akkulaufzeit von bis zu 25 Stunden mit aktiviertem ANC. Ohne ANC wiederum hält der Akku sogar doppelt solange durch, sodass somit max. 50 h möglich sind. Dies ist so weit sehr gut, sodass der Lithium-Ionen-Akku (3,7 V DC, 920 mAh) genug Reserven bietet um für langen Musikgenuss zu sorgen.
Die angegebene Laufzeit hängt natürlich von zwei Faktoren ab, zum einen, wie hoch ihr die Lautstärke eingestellt habt und ob ihr ANC nutzt oder nicht. Im Großen und Ganzen kam ich zusammengerechnet auf knapp 27 Stunden Akkulaufzeit mit aktiviertem adaptiven ANC und einer etwas leicht angehobenen Lautstärke, also ganz leicht über den Mittelwert.
Sobald der Akku des Kopfhörers leer sein sollte, dauert es für eine komplette Aufladung knapp 2 Stunden. Zudem hat JBL auch noch eine Schnellladefunktion integriert, sodass der Akku von 0 % bereits nach 10 Minuten wieder für knapp 2 Stunden Musikwiedergabe aufgeladen ist. Wie bei vielen anderen Kopfhörern aus dem Hause JBL ist es auch beim JBL Tour One leider so, dass man diesen währenden des Auflade-Vorgangs nicht zum Musikhören nutzen kann.
(Akkulaufzeit: 4,5 von 5 Punkten)
TEIL 3
bestehend aus „Preis/Leistung“ entspricht 10% der Gesamtwertung
Beschreibung
Der JBL Tour One überzeugt unter anderem mit seiner guten Verarbeitung und dem Klang, der sich nur geringe Schwächen leistet. Des Weiteren ist das echte adaptive ANC überraschend gut und Bluetooth-Multipoint erwies sich im Alltag als sehr nützlich. Das automatische Pausieren und fortsetzen der Musik ist für mich im Alltag zudem ein hoher Komfortgewinn, der zum Teil selbst in teueren Modellen nicht immer mit an Bord ist. Negativ würde ich lediglich den fehlenden aptX-Codec werten und das man im Sommer schnell dazu neigt, unter den Ohrpolstern aus Kunstleder zu schwitzen, was jedoch bei zahlreichen anderen Over-Ear Kopfhörern auch der Fall ist.
Preis/Leistung
Der JBL Tour One kann im Test gut überzeugen. Das ANC ist gut, aber kommt dennoch nicht ganz an das vom Sony WH-1000XM4 ran, den ich inzwischen auch häufig nutze. Der Funktionsumfang beim JBL Tour One ist gut und klanglich hat mir dieser gut gefallen. Inzwischen ist der Kopfhörer, welcher zum Start mit 299€ angepriesen wurde, auch kräftig im Preis gefallen und kostet nur noch knapp unter 199€, was diesen Kopfhörer so auch nochmals deutlich interessanter macht. Für die UVP von 299€€ hatte es der Kopfhörer nämlich schwerer, da hier der Sony WH-1000XM4 mit aktuell 259€ der nochmals etwas besser Kopfhörer war.
JBL Tour One
testr Gesamtwertung
unter Berücksichtigung aller Teilwertungen

Wir bedanken uns beim Hersteller für die Bereitstellung des Produktes. Zu unseren Grundsätzen
Link zum Hersteller: https://de.jbl.com



























