Beats Powerbeats Pro

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Kopfhörer-ArtTrue-Wireless In-Ear Kopfhörer
KategorieBluetooth Kopfhörer (Bluetooth 5) mit Apple H1 Chip
FarbeSchwarz
Akkuintegriert, Lithium-Polymer-Akku
Akku Ohrhörer: 9 h
Akku Ladecase: 15 h
Gesamt somit: 24 h
Gewicht 130 g (Ohrhörer und Ladebox)
21 g (beide Ohrhörer)
109 g (Ladebox)
MaterialKunststoff (Ohrhörer und Ladecase)
KonnektivitätBluetooth 5.0 Klasse:1 (Apple H1 Chip)
LieferumfangBeats Powerbeats Pro True Wireless Kopfhörer (2 Stk.)
Silikonaufsätze: XS, S, M (an Kopfhörern befestigt), L
Ladebox
Lightning auf USB-A Ladekabel
Kurzanleitung
Beats-Aufkleber
Garantiekarte

Tragekomfort

Da Beats die Powerbeats Pro mit den bereits mehrfach erwähnten anpassbaren Ohrbügeln ausgestattet hat, besitzen diese einen sehr sicheren halt. Zum Anlegen benötigt man jedoch unter Umständen gerade am Anfang vielleicht beide Hände, da man damit den Silikonbügel leichter um das Ohr führen kann. Nach einiger Übung sollte das Ganze jedoch auch ganz gut mit nur einer Hand vonstattengehen.

Nach dem anlegen sollte man diese dennoch leicht wie von anderen Ohrhörern gewohnt, leicht in den Ohrkanal drücken. Die Betonung liegt hier joch auf „leicht“ nicht fest. Schließlich soll das Ganze nicht wehtun, sondern es soll nur der typische Unterdruck-Effekt der beim Andrücken der Silikon-Ohrtips erzeugt wird stattfinden. Macht man dies nämlich nicht, dann stimmt das Klangbild unter Umständen nicht richtig. Nach dem Einsetzen und „leichten“ festdrücken, halten die Powerbeats Pro wirklich bombenfest. Egal wie ich den Kopf hin und her geschüttelt habe, die Ohrhörer bewegen sich null.

Beats liefert bei den Powerbeats Pro insgesamt vier verschiedene Silikon-Aufsätze in der Größe XS; S; M und L mit, von denen ein paar bereits montiert wurde, und zwar das Paar in der Größe M. Genau dies war auch das Paar, was bei mir für den besten halt und zugleich Klang gesorgt hat. Aufgrund der Ausführung mit Ohrbügel, kann es natürlich für Brillenträger zu Problemen kommen, da die Brille dann auf den Bügel aufliegt. Mit meiner Sonnenbrille hatte ich hierbei jedoch keinerlei Probleme. Das lässt sich jedoch nicht verallgemeinern, denn ob es euch stört, liegt zum einen an eurem Schmerz- bzw. Störempfinden, denn dieses ist bei jedem anders. Außerdem spielt es auch eine Rolle, wie die Brillenbügel eurer Brille ausgeführt sind.

(Tragekomfort: 4,5 von 5 Punkten)

Bedienung

Kommen wir nun noch kurz zur Bedienung zurück, denn diese kann bei einigen True Wireless In-Ears, da die Bedienung direkt über diese und nicht über eine Fernbedienung erfolgt, teilweise sehr störend sein. Das liegt daran, das hier manche Hersteller auf eine Touch-Steuerung und machen wiederum auf physische Tasten setzten, die aber teilweise stärker gedrückt werden müssen. Oftmals empfinden einige daher das Betätigen der Tasten als störend, da man sich dadurch ungewollt, den True Wireless In-Ear fester ins Ohr drückt. Bei einer Touch-Steuerung wiederum kommt es häufig dazu, dass man sich die Ganzen befehle durch antippen und streichen, nicht alle merken kann und es gelegentlich zudem zu Fehleingaben kommt.

Bei den Powerbeats Pro kommt anders als bei den Apple Airpods keine Touch-Bedienung zum Einsatz, sondern eine, über einfach Tasten. Das Besondere bei den Powerbeats Pro ist jedoch, dass hier die Knöpfe an beiden Seiten, also an jedem In-Ear dieselben sind und somit auch dieselben Funktionen ausführen. Somit kann man ohne Probleme nur einen In-Ear nutzen und den anderen im Case belassen.

Um einen oder beide Ohrhörer einzuschalten, genügt es wie gewohnt, die True Wireless Ohrhörer einfach aus dem Case zu nehmen. Wie man diese mit dem Smartphone verbindet, verrate ich euch unter dem Punkt „Bluetooth“ doch soviel sei gesagt, als Apple-Device Nutzer, ist es wie von Beats und Apple Kopfhörern gewohnt total einfach. Zum Ausschalten der Powerbeats Pro genügt es wiederum, diese einfach wieder in das Ladecase einzusetzen.

An jedem Ohrhörer der Powerbeats Pro gibt es zwei Bedienelemente. Zum einen den runde Knopf mit dem Beats-Logo, welcher mehrere Funktionen ausführt und die längliche Lautstärke-Wippe. Bei dieser Wippe senkt man durch das Betätigen der Taste in der Richtung des Beats-Logo die Musiklautstärke ab und am anderen Ende wird diese erhöht. Sobald man die Lautstärke an einem In-Ear Kopfhörer verändert, wird diese natürlich automatisch auch beim anderen geregelt.

Nun zum Beats-Logo (Knopf) betätigt man dieses einmal, dann wird die Musik angehalten oder gestartet. Ebenfalls kann man hier jedoch auch problemlos die Musik steuern, indem man nämlich das Logo zweimal drückt, springt man zum nächsten Titel in der Playlist und beim dreimaligen Betätigen einen Titel zurück. 

Mithilfe der beiden Tasten mit dem Beats-Logo, kann man natürlich auch Anrufe annehmen. Somit genügt es, die Taste bei einem eingehenden Anruf einmal zu betätigen und ein erneutes betätigen am Ende eures Telefonats führt dazu, dass der Anruf beendet wird. Sollte wiederum, während man telefoniert ein weiterer Anruf eingehen, dann kann man den ersten anhalten, indem man das Beats-Logo einmal betätigt. Während zwei Anrufe aktiv sind, kann man durch das Einmalige betätigen der Taste, zwischen den Telefongesprächen hin- und her wechseln. Einen eingehenden Anruf kann man ablehnen, indem man die Beats-Taste für eine Sekunde gedrückt hält. 

Neben den eben genanten Remote-Tasten verfügen die Powerbeats Pro über eine Sensorunterstütze Wiedergabe. Diese sorgt dafür, dass nach dem Entnehmen der Powerbeats Pro automatisch die Musik pausiert wird und sobald man diese wieder einsetzt, automatisch weitergespielt wird. Diese Einstellung kann man sofern nicht gewünscht, in den iOS Bluetooth-Einstellungen jederzeit deaktivieren. Diese „Ohrenerkennung“ funktioniert ausgesprochen gut und gefällt mir sehr gut, da diese nicht nur für einen großen Komfortgewinn sorgt, sondern auch dabei hilft, Akkukapazität einzusparen. Ein weiteres Highlight welches man z. B. auch von den Apple AirPods kennt, ist die „Hey Siri-Funktion“. Diese ist besonders beim Sport nützlich und wenn man das Smartphone nicht im selben Raum daheim liegen hat. Dadurch kann man nämlich ohne die Hände vom Trainingsgerät nehmen zu müssen, durch die Aussprache der zwei Wörter auf Siri zugreifen und dieser mitteilen, man möchte die Lautstärke erhöhen oder vieles mehr. Alternativ kann man jedoch jederzeit auch über die Beats-Taste zugreifen, indem man diese solange gedrückt hält, bis das gewohnte Siri-Signal ertönt.

(Bedienung: 4,5 von 5 Punkten)

Klang

Informationen zu der verbauten Treibergröße und welche Frequenzen usw. wiedergegeben werden können, gibt Beats wie gewohnt nicht an. Daher kann ich nur so viel sagen, Beats verspricht bei den Powerbeats Pro einen Top-Sound für Top-Workouts. Doch ist dem auch so? Das zeigt mir wie gewohnt der Klangcheck. Das Klangbild der Beats Powerbeats Pro ist vollmundig und sehr harmonisch. Das Bassfundament ist wie für Sportkopfhörer dennoch druckvoll und besitzt einen kräftig zupackenden Tiefgang. Letzteres ist jedoch nicht zu dominant, sodass hier die Mitten oder gar die Höhen überspielt werden. Teilweise konnte ich jedoch feststellen, dass die Powerbeats Pro beim Tiefgang etwas an ihrem knackigen Klangcharakter verlieren und die Höhen ebenfalls etwas an Detailreichtum verlieren. Dennoch gefällt mir das Klangbild sehr gut, da diese zum einen mit ihrem sehr hohen Output genug Lautstärkereserven bieten und für den Sportlichen-Einsatz perfekt geeignet sind, da das druckvolle Klangbild einem absolut beim Sport zur Motivation hilft.

Was die Sprachverständlichkeit der Powerbeats Pro angeht, kann ich soviel sagen, dass diese gut ist. Man kann zwar gut direkt über die Powertest Pro telefonieren, jedoch kommt die eigene Stimme beim Gesprächspartner etwas dazu leise an. Das kann gut an der Ausrichtung der Mikrofone liegen, doch was mir auffiel, dass Problem wird bei einer ruhigen Umgebung nahezu neutralisiert.

Was die Latenz angeht, also die Verzögerung zwischen Ton und Bild beim Ansehen von YouTube Videos usw. können die Powerbeats Pro überzeugen. Dies liegt an dem Apple H1 Chip, welcher für eine schnelle und sehr stabile Verbindung der Geräte sorgt.

(Klang: 4,5 von 5 Punkten)

Ausstattung

Akku & Ladecase

Beats gibt die Akkulaufzeit der Powerbeats Pro mit bis zu 9 Stunden an. Dies ist trotz der Bauweise eine sehr gute Laufzeit, was nicht nur dem verbauten Akku, sondern ebenfalls dem sparsamen Apple H1 Chip zu Schulden ist. Bei meinem Alltagstest kam ich zusammengerechnet jedoch sogar auf meiner gewählten Lautstärke auf knapp über 10 Stunden. 

Sobald der Akku der Powerbeats Pro In-Ears leer ist, können diese jederzeit im mitgelieferten Transportcase aufgeladen werden. Dies ermöglicht bei vollem Akku der In-Ear Kopfhörer und Ladecase eine gesamte Laufzeit von gut 24 Stunden oder je nach eingestellter Lautstärke sogar etwas mehr. Praktisch ist die integrierte Fast-Fuel-Technologie (Schnellladefunktion), diese ermöglicht es nämlich, dass wenn man vergessen hat die leeren Powerbeats Pro zurück ins Transportcase zurückzulegen, diese innerhalb von 5 Minuten für etwas mehr, als eine Stunde Musikwiedergabe aufzuladen. Um das Ladecase wiederum komplett aufzuladen, benötigt es knapp eine Stunde und 20 Minuten.

Nutzer eines iOS-Device haben zwei Möglichkeit sich über den Akkustand der In-Ears und des Ladecase zu informieren. Öffnet man das Ladecase z. B. erscheint das typische Pop-up-Fenster, welches über die verbleibenden Kapazitäten der einzelnen Komponenten informiert. Außerdem könnt ihr den Akku natürlich jederzeit über das Batterien-Widget einsehen.

Bluetooth & Signalqualität

Bei den Powerbeats Pro hat der von Apple neu entwickelte H1 Chip Einzug erhalten. Dieser soll nochmals für eine deutlich stabilere und schnellere Verbindung der Geräte sorgen. Dadurch erfolgt das Koppeln mit allen aktuellen Apple-Devices auf denen auch das neuste iOS-Betriebssystem läuft sehr einfach.

 Nun zur Verbindung der Powerbeats Pro, als iOS-Device Benutzer ist das ganze Total easy. Hier reicht es, das Case, indem die beiden Powerbeats Pro eingelegt sind, nah an das Gerät zu halten, mit denen man diese verbinden möchte. Anschließend klappt man das Case auf und automatisch erscheint ein Pop-Up-Fenster am Smartphone. Dieses zeigt die Kopfhörer mit dem Case an und man wird gefragt, ob man die Kopfhörer verbinden möchte. Sobald man nun auf „Verbinden“ tippt, sind die Kopfhörer mit dem iOS-Device gekoppelt. Das praktische hierbei ist, dass ihr die Kopfhörer nicht mit euren weiteren Apple-Geräten koppeln müsst. Automatisch werden diese euch auch bei den anderen Geräten in den Bluetooth-Einstellungen angezeigt und ihr könnt innerhalb weniger Sekunden bei der Wiedergabe zwischen den einzelnen Geräten wechseln.

Seid ihr Nutzer eines Android-Smartphones oder Tablet, könnt ihr die Powerbeats Pro natürlich ebenfalls nutzen, denn auch mit diesen Geräten sind die Powerbeats Pro kompatible. Dabei ist der Kopplungsvorgang jedoch etwas „aufwendiger“, aber keineswegs komplizierter als bei einer herkömmlichen Bluetooth-Verbindung. Um die Powerbeats Pro mit eurem Android-Smartphone zu koppeln, müssen beide Ohrhörer im magnetischen Ladecase eingelegt sein. Anschließend betätigt man den kleinen Pairing-Knopf, der sich in der Innenseite der Ladeschale befindet. Daraufhin sollte die LED an der Vorderseite aufblinken. Nun wie gewohnt in die Bluetooth-Einstellungen eures Gerätes gehen und aus der Liste die Powerbeats Pro suchen, darauf klicken und schon koppeln sich beide Geräte miteinander.

Die Reichweite der Powerbeats Pro ist überraschend hoch. Apple gibt an einen Bluetooth-Chip (Bluetooth 5.0) der Klasse 1 verbaut zu haben und dies merkt man auch. Bisher hatte ich noch keine True Wireless Kopfhörer in meinem Test, die solch eine große Bluetooth-Reichweite bieten konnten. In Räumlichkeiten mit zwei dickeren Beton-Wänden fing die Musik erst ab ca. 30 Metern an zu stocken, im freien Feld sind wiederum bis zu 50 Metern kein Problem.

(Ausstattung: 4,5 von 5 Punkten)

Der Testbericht ist in drei Teile unterteilt, klicke dich hier durch:

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