Gigaset GS4

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Display6,3 Zoll 2340 x 1080 Pixel (FHD plus), Pixeldichte beträgt 410 ppi
CPUMediaTek Helio P70 Octa-Core MT6771, 64bit, 4x 1,9 GHz 4x 2.1 GHz / GPU: ARM Mali-G72-MP3
RAM4 GB RAM
Speicher64 GB (mit microSD bis zu 512 Gigabyte erweiterbar)
BetriebssystemAndroid™ 10.0 ( Update auf Android 11 IM Quartal 4/21)
Haupt-KameraDual-Kamera: Standardlinse mit 16 MP f/1.8 Blende + 5 MP f/2.2 Blende Weitwinkelkamera + 2 MP f/2.4 Makro-Linse (die beiden letztren haben dabei nur einen fixen Fokus) Mono-LED-Blitz
Front-Kamera13 Megapixel
AnschlüsseUSB-Typ-C-Ladenaschluss, 3.5mm-Klinke
Akkuwechselbarer 4.300 mAh Akku
FarbenSchwarz (meinem Testgerät). Außerdem verfügbar ein Modell in Weiß
KonnektivitätWi-Fi 802.11 a/b/g/n/ac 2,4GHz und 5GHz. Mobilfunknetz bis 4G, Wi-Fi Direct, Bluetooth 5 und A-GPS, Galileo, GPS, Glonass und kabelloses Laden
Abmessungen (LxBxH)157 mm, 75 mm, 9,8 mm
Gewicht206 g
LieferumfangGigaset GS4
SIM-Tool in G-Form
10 Watt-Netzteil
USB-Typ-C-Ladekabel
Bedienungsanleitung
technische Daten des Gigaset GS4

Performance

Als Rechenkern hat Gigaset im GS4 einen 64-Bit CPU aus dem Hause MediTek verbaut, dessen genauere Bezeichnung wie folgt lautet: Mediatek MT6771 (Helio P70). Bei diesem Prozessor handelt es sich um einen aus der oberen Mittelklasse, jedoch ist dieser nicht gerade der jüngste, denn er stammt aus dem Jahr 2019. Dieser CPU besitzt jedoch je Rechenkern, von welcher dieser insgesamt 8 Stück besitzt, eine max. Taktfrequenz von bis zu 2,1 GHz. Unterteilt ist der Prozessor in zwei Cluster, vier ARM Cortex-A73 (2,11 GHz) Performance-Kerne und vier ARM Cortex-A53 (1,99 GHz) Stromspar-Kerne. Beim Arbeitsspeicher greift Gigaset wiederum auf die gewohnten 4 GByte zu, wie man diese auch aus dem Gigaset GS3 kennt, was im Alltag auch absolut ausreichend ist. Schließlich reicht die Rechenleistung problemlos für speicherintensivere Spiele aus und kommt daher nicht ganz so schnell an seine Grenzen wie die schwächeren Gigaset Smartphones.   

Der CPU wird natürlich, wie es sich gehört, von einer integrierten Grafikkarte (GPU) unterstützt, bei der es sich in diesem Fall um die ARM Mali-G72-MP3 mit 900 MHz handelt. Der fest verbaute Speicher besitzt eine Kapazität von 64 GB, von denen dem Nutzer abzüglich dem benötigten Speicher für das System und den Apps knapp 55 GByte zur Verfügung bleiben, was bedeutet, dass 13 % bereits von Werk aus belegt sind. Der Speicher ist von seiner Geschwindigkeit recht solide, aber erreicht logischerweise keine Spitzenwerte. Laut AndroBench erreicht der Speicher beim Schreiben einen Wert von knapp 212 MB/s und beim Lesen rund 287 MB/s. Sollte einem der verfügbare Speicher nicht ausreichen, kann dieser wie bereits erwähnt problemlos mit einem bis zu 512 GByte großen Micro-SD Speicherkarte erweitert werden.

Die bekannten Benchmarktests bezüglich der Leistung des Smartphones habe ich natürlich auch über das Gigaset GS4 laufen lassen und hier kam das Gerät bei Geekbench 5.0 im Single-Core auf einen Wert von 310 und im Multi-Core konnte es 1.436 Punkte erreichen, Bei PCMark Work 2.0 erreichte es eine Performance-Score von 7.795 Punkte, im Storage-Score waren es wiederum 5.155 Punkte. Beim relativ neuen Wildlife-Benchmark von 3DMark, liefert es eine Bildwiederholungsrate von 4,2 FPS und eine Gesamtscore von 702 Punkten ab – was bestätigt, dass es sich hier um ein Smartphone für zum Teil auch etwas anspruchsvollere Anwendungen handelt, doch im Großen und Ganzen bleibt es von der Leistung im Rahmen seiner Preisklasse.

(Performance: 3,5 von 5 Punkten)

Display

Beim Gigaset GS4 hat das Unternehmen wie bereits zu Beginn des Testberichtes erwähnt, ein 6,3 Zoll großes FHD+ Display verbaut. Dabei handelt es sich um ein typisches IPS-Display, welches in diesem Fall eine Auflösung von 2340 x 1080 Pixeln bietet, was wiederum eine Pixeldichte von 410 ppi entspricht. Dies ist z. B. deutlich höher als beim Gigaset GS3 und überraschend hoch für ein Smartphone, das gerade einmal 229€ kostet, meist zahlt man mit dieser Pixeldichte gut das doppelte.

Doch neben der sehr guten Bildschärfe bietet das Gigaset GS4 auch ein gutes Kontrastverhältnis von 1500:1 und die Farben werden sofern man diese im Bildschirm-Farb-Modus in den Einstellungen ändert so dargestellt, dass diese für ein IPS-Display relativ kräftig wirken. Die max. Helligkeit des Displays ist wiederum zulasten der Auflösung doch überraschend geringer, als beim Gigaset GS3, denn das GS4 kommt nur auf ca. 430 cd/m², während das GS3 gut 100 cd/m² mehr erreichen konnte. Das bedeutet dann wiederum soviel, dass man das Display im Alltag gut ablesen kann, doch bei direkter Sonnenstrahlung fällt es wiederum etwas schwer, darauf alles gut auf dem Display ablesen zu können. Der Blickwinkel ist wie bei einem IPS-Display gewohnt so weit in Ordnung. Frontal betrachtet hat man hier ein unverfälschtes Bild, während es bei leicht versetztem Blick etwas dunkler wirkt, allerdings erkennt man alles noch weiterhin gut darauf.

(Display: 4 von 5 Punkten)

Akku

Der Akku im Gigaset GS4 ist 4.300 mAh groß und ohne zusätzliches Werkzeug austauschbar, sollt dieser z. B. defekt sein. Dabei muss man jedoch unbedingt beachten, zuvor den SIM-Karten-Slot mit dem beiliegenden Tool zu entfernen und dann die Rückschale über die kleine Fuge am Rahmen abnehmen. Laut Gigaset soll der verbaute Akku eine Laufzeit von bis zu 350 Stunden im Standby und knapp 25 Stunden Sprechzeit im LTE-Netz ermöglichen. Im Alltag kam ich jedoch problemlos über den ganzen Tag, ohne das Smartphone aufladen zu müssen. Je nachdem, wie sehr man es nutzt, und vor allem was man damit macht, kommt man hier im Schnitt auf bis zu 20 Stunden Laufzeit. 

Erfreulich finde ich auch hier wie bereits beim Gigaset GS3, dass man hier ebenfalls Wireless-Charging mit bis zu 15 Watt unterstützt, was in dieser Preisklasse absolut untypisch ist. Das normale aufladen via Kabel bietet zwar mit dem mitgelieferten Kabel nur 10 Watt, doch man kann es, sofern ein entsprechendes Netzteil vorhanden ist, auch mit bis zu 18 Watt aufladen, was daher eine Schnelllaufladung entspricht. Mit dem mitgelieferten Netzteil von 10 Watt oder alternativ mit 15 Watt über ein kabelloses Ladepad ist der Akku jedoch erst nach gut 2 Stunden voll aufgeladen. Die 15 Watt kabellos sind hier nicht schneller, da hier mehr Energie verloren geht.

(Akku: 4 von 5 Punkten)

Kamera

Beim Gigaset GS4 setzt das Unternehmen aus Bocholt zum ersten Mal auf eine Dreifachkamera, die hierbei vertikal angeordnet wurde. Die Hauptkamera mit 16 Megapixel Auflösung und einer Blende von f/1.8 überrascht hierbei mir scharfen Bildern bei Tageslicht, jedoch fehlt es den Bildern etwas an Lebendigkeit und die Farben entsprechen nicht ganz der Realität. Die zweit Kameralinse ist ein klassisches Weitwinkel-Objektiv, welches mit 5 Megapixel und einer f/2.2 Blende ausgestattet wurde. Diese Linse gefällt mir von der Verzerrung ganz gut, denn hier kann man sich nicht wirklich beschweren, die Bilder sind nur minimal an den Rändern verzerrt, was selbst bei teueren Smartphones kaum vermieden werden kann, daher hat Gigaset hier in diesem Bereich eine gute Linse ausgewählt. Dafür wiederum ist die Blende doch recht gering, den durch das geringe Licht, welches auf den Kamera-Sensor eintrifft, wirken die Bilder beim genaue betrachten doch recht verwaschen und an schärfer fehlt es hier ebenso.

Zu guter Letzt kommt ganz unten die klein Makro-Kamera mit 2 Megapixel f/2.4-Blende zum Einsatz, die meiner Meinung nach nicht wirklich überzeugen kann, hier nimmt die Schärfe nochmals deutlich ab und meiner Meinung nach bietet dieses Makro-Objektiv nicht den gewünschten Mehrwert. Gerade bei Licht im Hintergrund ist es total verschwommen und wenn ich hier das Tele-Objektiv meins iPhon 11 Pro Max nutze, bekomme ich hier ein deutlich schärferes und von den Farben kräftiges Bild geboten. Daher hätte Gigaset hier sich diese Linse vielleicht sparen können und die Weitwinkel-/ oder Hauptkamera noch etwas besser gestalten können. Alle drei Kamera-Linsen haben bei Gegenlicht stärkere Probleme und die entsprechenden Bereiche wirken förmlich ausgebrannt, sprich überbelichtet und der Dynamikbereich geht sehr verloren. Hierbei machte es in meinem Test auch keinen Unterschied, ob ich den HDR-Modus hinzugeschaltet habe, was ich etwas Schade fand. Zudem fand ich es etwas störend, dass sowohl die Weitwinkellinse als auch die Makrolinse nur einen fixen Fokus besitzen, was zu Lasten der Schärfe geht. Dafür wiederum bietet man es zumindest bei der Hauptkamera, welche ich sowieso am meisten an einem Smartphone nutze. 

Die Frontkamera löst wiederum mit 13 Megapixeln auf. Beim Blitzlicht setzt Gigaset wie üblich auf das Aufhellen des Displays, sodass man theoretisch auch im Dunkeln ein Selfie knipsen könnte. Dies geht zwar so weit in Ordnung, doch schöne scharfe Bilder gelingen hier eher weniger. Die Frontkamera ermöglicht bei guten Lichtverhältnissen ordentliche Selfies, doch im Großen und Ganzen gehen hier doch viele Details verloren und mit persönlich fehlt es hier teils etwas an der Dynamik und der Schärfe, denn insgesamt wirken die Bilder verwaschen und werden von einem leichten Rauschen begleitet. 

Videos können mit dem Gigaset GS4 wie bisher bei sämtlichen anderen Gigaset Smartphones lediglich mit maximal 1.080p und 30 fps aufgenommen werden. Die Videos sind zwar für Erinnerungsaufnahmen von den Enkelkindern usw. vielleicht ausreichend, doch der Bildstabilisator ist nicht gerade der Beste, denn hier ruckelt es doch etwas sehr und wirkt einfach nicht ganz so flüssig, wie bei einem etwas teueren Smartphone. Man muss hier jedoch bedenken, in welcher Preisklasse das Gigaset GS4 liegt und für unter 230€ ist dies Kamera im Großen und Ganzen absolut angemessen.

(Kamera: 3 von 5 Punkten)

Software

Auf dem Gigaset GS4 wurde von Werk aus Android 10 installiert, welches mit einigen kleinen Zusatzfunktionen versehen wurde. Zu diesen zählt z. B. die Gestensteuerung, welche eine schnellere Systemsteuerung ermöglichen und um z. B. ein Screenshot zu machen, muss man nur mit drei Finger über das Display streichen usw. Das Gigaset GS4 wird wiederum anders als das Gigaset GS3 im Laufe des 4. Quartal 2021 ein Update auf Android 11 erhalten und wird somit aktuell das einzige Smartphone aus dem Hause Gigaset mit dem neuen Betriebssystem von Android. 

Wie gewohnt verspricht Gigaset hier mindestens einmal im Quartal ein aktuelles Sicherheitsupdate zur Verfügung zu stellen und dies über einen Zeitraum von bis zu 3 Jahre ab Produkt-Lunch. Bei den Sicherheitsupdates ist Gigaset jedoch nicht das schnellste Unternehmen, denn hier kann es gut dreieinhalb Monate dauern, bis das jeweilige Update verfügbar ist. Zum Testzeitpunkt war bei meinem Gigaset GS4 der Stand vom 5. August 2021 aufgespielt.

Was man beim Smartphone beachten sollte, ist, dass Gigaset wie bei allen Smartphones auf eine sogenannte DRM-Zertifizierung verzichtet hat. Somit kann man entsprechend geschützte Inhalte nur in SD-Qualität und nicht in HD betrachtet werden können.

(Software: 4 von 5 Punkten)

Der Testbericht ist in drei Teile unterteilt, klicke dich hier durch:

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