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Gigaset GS4

In aller Kürze

Mit dem Gigaset GS4 hat das gleichnamige Unternehmen Gigaset aus Bocholt neben dem bereits von mir vorgestellten Gigaset GS3 ein weiteres Mittelklasse-Smartphone auf den Markt gebracht. Dieses konnte mich im Testzeitraum mit einer sehr guten Verarbeitung, einer soliden Triple-Kamera und einem austauschbaren Akku überzeugen, was wiederum alles zusammen zu einem sehr guten Preis angeboten wird. Das Smartphone unterstützt genauso wie das günstigere GS3 das kabellose Laden des Akkus und die Rechenleistung geht so weit absolut in Ordnung.

Negativ sind mit hier nur wenige Punkte aufgefallen, zum einen sind die Sicherheitspatches nicht gerade die aktuellen und die Kamera schwächelt bei schlechten Lichtverhältnissen ebenso, wie die Makro-Kamera meiner Meinung nach kaum zu gebrauchen ist. Man kann hier jedoch aufgrund der UVP von knapp über 200€ nicht ein Top-Smartphone erwarten und meiner Meinung nach bekommt man hier ein zuverlässiges Gerät für den Alltag, welches mit seinem fairen Preis punkten kann.

Gefällt uns

  • Gute Akku-Leistung
  • scharfes Display
  • Kopfhörerbuchse
  • USB-Typ-C Anschluss
  • kabelloses Laden
  • wechselbarer Akku
  • Dual-SIM und micro-SD-Slot

Gefällt uns weniger

  • etwas schwer
  • Makro-Kamera kaum zu gebrauchen
  • Lautsprecher etwas Höhenbetont
  • keine DRM-Zertifizierung
  • Weitwinkel-/ und Makro-Linse nur mit festem Fokus

Gigaset GS4

Zum Angebot bei

TEIL 1

Bestehend aus „Verpackung/Design/Verarbeitung“ entspricht 25% der Gesamtwertung

Verpackung

Beim Gigaset GS4 handelt es sich anders als beim Gigaset GS3 mal wieder um ein „Made in Germany“ Smartphone, welches im Firmensitz Bocholt in Deutschland zusammengebaut wird. Die Verpackung ist dabei jedoch nicht mehr wie von den bisherigen „Made in Germany“gewohnt aus dem typischen Graswiesen-Material, sondern dieses Mal wie die anderen Verpackungen eine herkömmliche bedruckte Verpackung. Dabei ist Gigaset jedoch der ökologische Fußabdruck weiterhin nicht unwichtig, denn das Material der Verpackung besteht aus recyceltem Material und ist FSC-Zertifiziert. Des Weiteren wurde selbstverständlich weiterhin auf unnötigen Kunststoff-Verpackungsmüll verzichtet. 

Das Smartphone kommt nämlich komplett ohne unnötige Umverpackung daher, es liegt einfach auf einer separaten Ebene, getrennt vom restlichen Zubehör und ist somit perfekt geschützt. Das Netzteil sowie das Handbuch hat man wiederum ohne Umverpackung verpackt und das USB-C Ladekabel kommt anstelle eines Kabelbinders aus Plastik mit einem genauso gut funktionierenden Papierband daher.

Die Verpackung wurde wie von Gigaset gewohnt, rundum mit einige wenige Infos zum Produkt bedruckt. Dabei hat das Unternehmen die gewohnten Farben eingesetzt, neben der Farbe Schwarz darf daher das typische Orange und das Weiß von Gigaset nicht fehlen. Auf der Oberseite hat sich Gigaset für die gewohnte Abbildung des Smartphones entschieden, welches man hier wie üblich von dessen Rückseite betrachtet präsentiert bekommt. Außerdem findet man hier auch wie von den bisherigen Smartphones gewohnt, den Herstellername und die Bezeichnung des neuen Smartphones. An der linken Seite wird wie gewohnt der Name „Gigaset“ präsentiert, während die untere kurze Stirnseite mit einem Aufkleber versehen wurde, welcher wie über die IMEI 1-/2-Nummer, die Seriennummer, den Modellnamen und die Farbe des Smartphones informiert. Bei den neusten Smartphones widmet sich Gigaset an der länglichen rechten Seite einigen der wichtigen Ausstattungsmerkmale des Smartphones, sodass man hier beim Gigaset GS4, wie bereits beim Gigaset GS3 eine grobe Auflistung geboten bekommt. Zu dieser zählen unter anderem die Displaygröße, der verbaute Prozessor, die Kameraauflösung und einige weiter Dinge. Die Rückseite ist dafür wiederum weniger informativ geworden, da Gigaset hier nur einige Zertifikate bezüglich der Verpackung usw. zeigt.

Direkt nachdem öffnen der Verpackung, erblickt man in der obersten Ebene das besagte Gigaset GS4. Bei diesem hat man sich die besagte nicht notwendige Umverpackung spart und lediglich das Display mit einer matten Displayfolie versehen, welche zudem über die einzelnen Hardwareteile informiert bzw. zeigt, wo diese verbaut sind. Daher muss diese, um das Smartphone nutzen zu können, auf jeden Fall entfernt werden, da man sonst nur wenig auf dem Display erkennen kann.

Das restliche Zubehör verbirgt sich unter einem doppelten Boden, der einen noch zuvor, nachdem man das Gigaset GS4 entnommen hat, zum Kauf des Gerätes gratuliert und einen QR-Code beinhaltet, der einem auf die Webseite von Gigaset führt. Seitlich im Boden ist ein kleines Fach, in dem das SIM-Tool in Form eines „G“ versteckt ist und unter dem Boden findet man dann zu guter Letzt noch das restliche Zubehör in Form des üblichen Beipackzettels sowie das 10 Watt Netzteil und das passende USB-A auf USB-C Ladekabel.

(Verpackung: 4 von 5 Punkten)

Design

Das Gigaset GS4 ist mit seiner Größe von 157 x 75 x 9,8 Millimetern ein Smartphone, welcher recht gut in der Hand liegt. Es gibt hier definitiv einige dünnere Smartphone, doch wirklich negativ finde ich des hier beim Gigaset GS4 definitiv nicht. Mit einem Gesamtgewicht von 206 Gramm ist es jedoch ein ordentlicher Brocken, den man hier in der Hand hat. Ok, das mag vielleicht auch dem großen Akku geschuldet sein, aber es lässt sich hier nicht abstreiten, dass es etwas schwerer ausfällt. Bei der Farbauswahl stehen insgesamt zwei Modelle zur Auswahl, eines in Weiß und die Farbe meines Modells in schwarz.

Das 6,3 Zoll Display besitzt wie das Gigaset GS3 eine U-Notch und ebenso wird dieses von einem 2,5D Glas bestens vor Kratzern geschützt. Der Rahmen rund um das Display fällt für diese Preisklasse überraschend schmal aus, hier hat man lediglich am oberen Rand einen Rahmen von ca. 2 mm und unten ca. 5 mm. Als Besonderheit finde ich es interessant, dass man die Rückseite bei Bedarf entfernen kann, um somit den Akku selbst auszutauschen. Den benötigten Akku dafür, bietet Gigaset sogar direkt im Shop an und kostet aktuell gerade einmal 24,99€.

Der SIM-Einschub am Seitenrahmen links oben kann einfach über das im Lieferumfang enthaltenen SIM-Tool entnommen werden und bietet Platz für zwei Nano-SIM-Karten (Dual-SIM) und einen separaten microSD-Slot (für bis zu 512 GB). Anders als bei den großen bekannten Herstellern setzt Gigaset nicht mehr auf eine hervorstehende Kamera, sondern macht die Geräte etwas dicker und verbaut die Kameralinsen bündig, was für mehr Platz für die inneren Komponenten bietet (wie z. B. der Akku usw.) 

Bei der Rückseite setzt Gigaset auf zwei unterschiedliche Materialien, man setzt hier bei der kompletten rückseitigen Fläche auf ein gehärtetes Glas, welches fest mit einem Rahmen aus Kunststoff verbunden wurde. Dieser Kunststoff wurde zu den Rändern wiederum verstärkt abgerundet, was für ein angenehmeres Gefühl sorgt, wenn das Smartphone in den Händen liegt.

Das 6,3 Zoll große Display löst mit einer Auflösung von 2.340 x 1080 Pixeln auf, was umgangssprachlich bei der Pixeldichte von 410 PPI als Full HD + bezeichnet wird. Inmitten der sogenannten Notch befindet sich wie üblich die Frontkamera, welche hier mit insgesamt 13 Megapixel auflöst. Des Weiteren versteck sich hier zwischen dem Display und Rahmen das sehr dezent gehaltenen Lautsprechergitter für die Hörmuschel und ebenso sind hier links davon der Annäherungs- und Umgebungslichtsensor versteckt. 

Bei den Anschlüssen und Bedienelementen hat Gigaset rein von deren Anordnung keine Veränderungen vorgenommen. Der Power-Button befindet sich somit rechts etwas oberhalb von der Mitte des Smartphones, sodass man diesen gut als Rechtshänder mit dem Daumen bzw. als Linkshänder mit dem Zeigefinger erreichen kann. Zudem wurde dieser optisch durch seine roségoldenen Farbe und haptisch durch seine Riffelung direkt etwas von den Knöpfen der Lautstärkewippe hervorgehoben. Letzteres befindet sich direkt über dem Power-Knopf und ist auch hier sehr gut mit den Fingern erreichbar. 

Die Klinkenbuchse hat ihre Position verlagert und ist somit nicht wie z. B. beim Gigaset GS3 an der Oberseite, sondern an der Unterseite links unten untergebracht. Daneben befinden sich dann noch direkt das einzelne Mikro, der USB-C Anschluss und ein Lautsprecher. Möchte man das Gehäuse des Gigaset GS4 abnehmen, um z. B. den Akku auszutauschen, darf man nicht vergessen, zuvor den SIM-Karten-Slot herauszunehmen, denn da dieser bündig mit der Rückschale ist, würde man diese nur mit einem Brechen des Rahmens abbekommen. 

An der Rückseite aus Glas kann man zum einen im unteren Teil den Gigaset Schriftzug mit dem „Made in Germany“ Slogan lesen. Im oberen Abschnitt findet man dann noch zentral den Fingerabdrucksensor, der problemlos auch zusammen mit der Gesichtsentsperrung verwendet werden kann und man kann hier gut erkennen, das Gigaset anstelle von zwei nun drei Kamera-Linsen verbaut hat und direkt daneben den LED-Blitz. 

Zu guter Letzt möchte ich in diesem Abschnitt auch noch etwas genauer auf den verbauten Lautsprecher eingehen, denn dieser ist für einige ebenfalls sehr wichtig. Der Mono-Lautsprecher an der Unterseite bietet wie von Gigaset Smartphones gewohnt ein hohes max. Output, doch im puncto Klangqualität schneidet dieser wie bisher gewohnt auch beim neuesten Gigaset GS4 relativ mau ab. Dieser neigt nämlich bei hoher Lautstärke die Höhen zu sehr zu betonen, sodass der Bass hier sehr untergeht und meiner Meinung nach sogar nahezu komplett verschwindet. Das ist etwas Schade, denn hier hatte ich schon Smartphones im Test, welche mit einem einzelnen Mono-Lautsprecher ein besseres Klangbild abgeliefert hatten. Alternativ kann man dank verbauter Klinkenbuchse jedoch beim Gigaset GS4 weiterhin über einen kabelgebunden Kopfhörer den Ton anhören, auch wenn diese hier nicht enthalten sind oder man hört ganz modern via Bluetooth-Kopfhörer Musik. 

Das verbaute UKW-Radio kann übrigens nur verwendet werden, wenn man kabelgebunden Kopfhörer angeschlossen hat, was ich somit nicht nutze, da ich keine kabelgebunden Kopfhörer mehr habe bzw. verwenden möchte.

(Design: 4 von 5 Punkten)

Verarbeitung

Die Verarbeitung des Gigaset GS4 gefällt mir sehr gut, denn hier stimmt die Haptik voll und ganz. Man kann keine ungleichmäßige Spalte erkennen und nichts knarzt, klappert oder Ähnliches. Somit gibt es hier von meiner Seite her absolut keine Kritik. Für gerade einmal 229€ bekommt man hier ein Smartphone, welches dank der abnehmbaren Rückseite dem Nutzer selbst ermöglicht, den Akku austauschen zu können, sobald dieser defekt sein sollte. Dies spart definitiv Folgekosten, denn z. B. bei Apple kostet der Wechsel nach der Garantie aktuell zischen 55 bis 75€ je nach Smartphone-Modell. Des Weiteren bietet das Gigaset GS4 die Möglichkeit, das Smartphone kabellose via Induktion aufzuladen, ein weiteres nützliches Feature, was bei solch einem Mittelklasse-Smartphone eigentlich nicht üblich ist.

(Verarbeitung: 4,5 von 5 Punkten)

TEIL 2

bestehend aus „Funktion des Produktes“ entspricht 65% der Gesamtwertung

Display6,3 Zoll 2340 x 1080 Pixel (FHD plus), Pixeldichte beträgt 410 ppi
CPUMediaTek Helio P70 Octa-Core MT6771, 64bit, 4x 1,9 GHz 4x 2.1 GHz / GPU: ARM Mali-G72-MP3
RAM4 GB RAM
Speicher64 GB (mit microSD bis zu 512 Gigabyte erweiterbar)
BetriebssystemAndroid™ 10.0 ( Update auf Android 11 IM Quartal 4/21)
Haupt-KameraDual-Kamera: Standardlinse mit 16 MP f/1.8 Blende + 5 MP f/2.2 Blende Weitwinkelkamera + 2 MP f/2.4 Makro-Linse (die beiden letztren haben dabei nur einen fixen Fokus) Mono-LED-Blitz
Front-Kamera13 Megapixel
AnschlüsseUSB-Typ-C-Ladenaschluss, 3.5mm-Klinke
Akkuwechselbarer 4.300 mAh Akku
FarbenSchwarz (meinem Testgerät). Außerdem verfügbar ein Modell in Weiß
KonnektivitätWi-Fi 802.11 a/b/g/n/ac 2,4GHz und 5GHz. Mobilfunknetz bis 4G, Wi-Fi Direct, Bluetooth 5 und A-GPS, Galileo, GPS, Glonass und kabelloses Laden
Abmessungen (LxBxH)157 mm, 75 mm, 9,8 mm
Gewicht206 g
LieferumfangGigaset GS4
SIM-Tool in G-Form
10 Watt-Netzteil
USB-Typ-C-Ladekabel
Bedienungsanleitung
technische Daten des Gigaset GS4

Performance

Als Rechenkern hat Gigaset im GS4 einen 64-Bit CPU aus dem Hause MediTek verbaut, dessen genauere Bezeichnung wie folgt lautet: Mediatek MT6771 (Helio P70). Bei diesem Prozessor handelt es sich um einen aus der oberen Mittelklasse, jedoch ist dieser nicht gerade der jüngste, denn er stammt aus dem Jahr 2019. Dieser CPU besitzt jedoch je Rechenkern, von welcher dieser insgesamt 8 Stück besitzt, eine max. Taktfrequenz von bis zu 2,1 GHz. Unterteilt ist der Prozessor in zwei Cluster, vier ARM Cortex-A73 (2,11 GHz) Performance-Kerne und vier ARM Cortex-A53 (1,99 GHz) Stromspar-Kerne. Beim Arbeitsspeicher greift Gigaset wiederum auf die gewohnten 4 GByte zu, wie man diese auch aus dem Gigaset GS3 kennt, was im Alltag auch absolut ausreichend ist. Schließlich reicht die Rechenleistung problemlos für speicherintensivere Spiele aus und kommt daher nicht ganz so schnell an seine Grenzen wie die schwächeren Gigaset Smartphones.   

Der CPU wird natürlich, wie es sich gehört, von einer integrierten Grafikkarte (GPU) unterstützt, bei der es sich in diesem Fall um die ARM Mali-G72-MP3 mit 900 MHz handelt. Der fest verbaute Speicher besitzt eine Kapazität von 64 GB, von denen dem Nutzer abzüglich dem benötigten Speicher für das System und den Apps knapp 55 GByte zur Verfügung bleiben, was bedeutet, dass 13 % bereits von Werk aus belegt sind. Der Speicher ist von seiner Geschwindigkeit recht solide, aber erreicht logischerweise keine Spitzenwerte. Laut AndroBench erreicht der Speicher beim Schreiben einen Wert von knapp 212 MB/s und beim Lesen rund 287 MB/s. Sollte einem der verfügbare Speicher nicht ausreichen, kann dieser wie bereits erwähnt problemlos mit einem bis zu 512 GByte großen Micro-SD Speicherkarte erweitert werden.

Die bekannten Benchmarktests bezüglich der Leistung des Smartphones habe ich natürlich auch über das Gigaset GS4 laufen lassen und hier kam das Gerät bei Geekbench 5.0 im Single-Core auf einen Wert von 310 und im Multi-Core konnte es 1.436 Punkte erreichen, Bei PCMark Work 2.0 erreichte es eine Performance-Score von 7.795 Punkte, im Storage-Score waren es wiederum 5.155 Punkte. Beim relativ neuen Wildlife-Benchmark von 3DMark, liefert es eine Bildwiederholungsrate von 4,2 FPS und eine Gesamtscore von 702 Punkten ab – was bestätigt, dass es sich hier um ein Smartphone für zum Teil auch etwas anspruchsvollere Anwendungen handelt, doch im Großen und Ganzen bleibt es von der Leistung im Rahmen seiner Preisklasse.

(Performance: 3,5 von 5 Punkten)

Display

Beim Gigaset GS4 hat das Unternehmen wie bereits zu Beginn des Testberichtes erwähnt, ein 6,3 Zoll großes FHD+ Display verbaut. Dabei handelt es sich um ein typisches IPS-Display, welches in diesem Fall eine Auflösung von 2340 x 1080 Pixeln bietet, was wiederum eine Pixeldichte von 410 ppi entspricht. Dies ist z. B. deutlich höher als beim Gigaset GS3 und überraschend hoch für ein Smartphone, das gerade einmal 229€ kostet, meist zahlt man mit dieser Pixeldichte gut das doppelte.

Doch neben der sehr guten Bildschärfe bietet das Gigaset GS4 auch ein gutes Kontrastverhältnis von 1500:1 und die Farben werden sofern man diese im Bildschirm-Farb-Modus in den Einstellungen ändert so dargestellt, dass diese für ein IPS-Display relativ kräftig wirken. Die max. Helligkeit des Displays ist wiederum zulasten der Auflösung doch überraschend geringer, als beim Gigaset GS3, denn das GS4 kommt nur auf ca. 430 cd/m², während das GS3 gut 100 cd/m² mehr erreichen konnte. Das bedeutet dann wiederum soviel, dass man das Display im Alltag gut ablesen kann, doch bei direkter Sonnenstrahlung fällt es wiederum etwas schwer, darauf alles gut auf dem Display ablesen zu können. Der Blickwinkel ist wie bei einem IPS-Display gewohnt so weit in Ordnung. Frontal betrachtet hat man hier ein unverfälschtes Bild, während es bei leicht versetztem Blick etwas dunkler wirkt, allerdings erkennt man alles noch weiterhin gut darauf.

(Display: 4 von 5 Punkten)

Akku

Der Akku im Gigaset GS4 ist 4.300 mAh groß und ohne zusätzliches Werkzeug austauschbar, sollt dieser z. B. defekt sein. Dabei muss man jedoch unbedingt beachten, zuvor den SIM-Karten-Slot mit dem beiliegenden Tool zu entfernen und dann die Rückschale über die kleine Fuge am Rahmen abnehmen. Laut Gigaset soll der verbaute Akku eine Laufzeit von bis zu 350 Stunden im Standby und knapp 25 Stunden Sprechzeit im LTE-Netz ermöglichen. Im Alltag kam ich jedoch problemlos über den ganzen Tag, ohne das Smartphone aufladen zu müssen. Je nachdem, wie sehr man es nutzt, und vor allem was man damit macht, kommt man hier im Schnitt auf bis zu 20 Stunden Laufzeit. 

Erfreulich finde ich auch hier wie bereits beim Gigaset GS3, dass man hier ebenfalls Wireless-Charging mit bis zu 15 Watt unterstützt, was in dieser Preisklasse absolut untypisch ist. Das normale aufladen via Kabel bietet zwar mit dem mitgelieferten Kabel nur 10 Watt, doch man kann es, sofern ein entsprechendes Netzteil vorhanden ist, auch mit bis zu 18 Watt aufladen, was daher eine Schnelllaufladung entspricht. Mit dem mitgelieferten Netzteil von 10 Watt oder alternativ mit 15 Watt über ein kabelloses Ladepad ist der Akku jedoch erst nach gut 2 Stunden voll aufgeladen. Die 15 Watt kabellos sind hier nicht schneller, da hier mehr Energie verloren geht.

(Akku: 4 von 5 Punkten)

Kamera

Beim Gigaset GS4 setzt das Unternehmen aus Bocholt zum ersten Mal auf eine Dreifachkamera, die hierbei vertikal angeordnet wurde. Die Hauptkamera mit 16 Megapixel Auflösung und einer Blende von f/1.8 überrascht hierbei mir scharfen Bildern bei Tageslicht, jedoch fehlt es den Bildern etwas an Lebendigkeit und die Farben entsprechen nicht ganz der Realität. Die zweit Kameralinse ist ein klassisches Weitwinkel-Objektiv, welches mit 5 Megapixel und einer f/2.2 Blende ausgestattet wurde. Diese Linse gefällt mir von der Verzerrung ganz gut, denn hier kann man sich nicht wirklich beschweren, die Bilder sind nur minimal an den Rändern verzerrt, was selbst bei teueren Smartphones kaum vermieden werden kann, daher hat Gigaset hier in diesem Bereich eine gute Linse ausgewählt. Dafür wiederum ist die Blende doch recht gering, den durch das geringe Licht, welches auf den Kamera-Sensor eintrifft, wirken die Bilder beim genaue betrachten doch recht verwaschen und an schärfer fehlt es hier ebenso.

Zu guter Letzt kommt ganz unten die klein Makro-Kamera mit 2 Megapixel f/2.4-Blende zum Einsatz, die meiner Meinung nach nicht wirklich überzeugen kann, hier nimmt die Schärfe nochmals deutlich ab und meiner Meinung nach bietet dieses Makro-Objektiv nicht den gewünschten Mehrwert. Gerade bei Licht im Hintergrund ist es total verschwommen und wenn ich hier das Tele-Objektiv meins iPhon 11 Pro Max nutze, bekomme ich hier ein deutlich schärferes und von den Farben kräftiges Bild geboten. Daher hätte Gigaset hier sich diese Linse vielleicht sparen können und die Weitwinkel-/ oder Hauptkamera noch etwas besser gestalten können. Alle drei Kamera-Linsen haben bei Gegenlicht stärkere Probleme und die entsprechenden Bereiche wirken förmlich ausgebrannt, sprich überbelichtet und der Dynamikbereich geht sehr verloren. Hierbei machte es in meinem Test auch keinen Unterschied, ob ich den HDR-Modus hinzugeschaltet habe, was ich etwas Schade fand. Zudem fand ich es etwas störend, dass sowohl die Weitwinkellinse als auch die Makrolinse nur einen fixen Fokus besitzen, was zu Lasten der Schärfe geht. Dafür wiederum bietet man es zumindest bei der Hauptkamera, welche ich sowieso am meisten an einem Smartphone nutze. 

Die Frontkamera löst wiederum mit 13 Megapixeln auf. Beim Blitzlicht setzt Gigaset wie üblich auf das Aufhellen des Displays, sodass man theoretisch auch im Dunkeln ein Selfie knipsen könnte. Dies geht zwar so weit in Ordnung, doch schöne scharfe Bilder gelingen hier eher weniger. Die Frontkamera ermöglicht bei guten Lichtverhältnissen ordentliche Selfies, doch im Großen und Ganzen gehen hier doch viele Details verloren und mit persönlich fehlt es hier teils etwas an der Dynamik und der Schärfe, denn insgesamt wirken die Bilder verwaschen und werden von einem leichten Rauschen begleitet. 

Videos können mit dem Gigaset GS4 wie bisher bei sämtlichen anderen Gigaset Smartphones lediglich mit maximal 1.080p und 30 fps aufgenommen werden. Die Videos sind zwar für Erinnerungsaufnahmen von den Enkelkindern usw. vielleicht ausreichend, doch der Bildstabilisator ist nicht gerade der Beste, denn hier ruckelt es doch etwas sehr und wirkt einfach nicht ganz so flüssig, wie bei einem etwas teueren Smartphone. Man muss hier jedoch bedenken, in welcher Preisklasse das Gigaset GS4 liegt und für unter 230€ ist dies Kamera im Großen und Ganzen absolut angemessen.

(Kamera: 3 von 5 Punkten)

Software

Auf dem Gigaset GS4 wurde von Werk aus Android 10 installiert, welches mit einigen kleinen Zusatzfunktionen versehen wurde. Zu diesen zählt z. B. die Gestensteuerung, welche eine schnellere Systemsteuerung ermöglichen und um z. B. ein Screenshot zu machen, muss man nur mit drei Finger über das Display streichen usw. Das Gigaset GS4 wird wiederum anders als das Gigaset GS3 im Laufe des 4. Quartal 2021 ein Update auf Android 11 erhalten und wird somit aktuell das einzige Smartphone aus dem Hause Gigaset mit dem neuen Betriebssystem von Android. 

Wie gewohnt verspricht Gigaset hier mindestens einmal im Quartal ein aktuelles Sicherheitsupdate zur Verfügung zu stellen und dies über einen Zeitraum von bis zu 3 Jahre ab Produkt-Lunch. Bei den Sicherheitsupdates ist Gigaset jedoch nicht das schnellste Unternehmen, denn hier kann es gut dreieinhalb Monate dauern, bis das jeweilige Update verfügbar ist. Zum Testzeitpunkt war bei meinem Gigaset GS4 der Stand vom 5. August 2021 aufgespielt.

Was man beim Smartphone beachten sollte, ist, dass Gigaset wie bei allen Smartphones auf eine sogenannte DRM-Zertifizierung verzichtet hat. Somit kann man entsprechend geschützte Inhalte nur in SD-Qualität und nicht in HD betrachtet werden können.

(Software: 4 von 5 Punkten)

TEIL 3

bestehend aus „Preis/Leistung“ entspricht 10% der Gesamtwertung

Beschreibung

Gigaset beschreibt das GS4 als zeitlos und elegant, dem ich so weit zustimmen kann, denn der Rahmen des Displays ist für den Preis sehr schmal und die Glasrückseite wirkt hochwertig. Des Weiteren soll der Akku genug Power für den ganzen Tag über bieten und der Akku kann, wenn dieser defekt sein sollte, ganz einfach selbst ausgetauscht werden. Das Smartphone ist von der Performance für den normalen Alltag absolut ausreichend und vor allem für den geforderten Preis sehr gut ausgestattet.

Preis/Leistung

Das Gigaset GS4 kann man direkt bei Gigaset für 229 EUR inkl. kostenlosem Versand bestellen. Im Preisvergleich ist dieses jedoch bei einigen Händlern bereits je nach Farbe ab 185€ erhältlich.

Das Smartphone ist wie bereits erwähnt, kein Flaggschiff aus dem Hause Gigaset, wobei dies vom Unternehmen auch so nie geplant war, schließlich möchte man die Kunden im Einsteiger-Sektor für sich gewinnen. Das Gigaset GS4 hat jedoch dennoch Argumente, die für das Gerät sprechen, zu denen die für dieses Preissegment untypischen Ausstattungsmerkmale wie z. B. das kabellose aufladen des Akkus, die Möglichkeit, diesen sogar selbst auszutauschen zu können und einige weitere Dinge.

Gigaset GS4

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testr Gesamtwertung

unter Berücksichtigung aller Teilwertungen

 Wir bedanken uns beim Hersteller für die Bereitstellung des Produktes. Zu unseren Grundsätzen

Link zum Hersteller: Gigaset.de

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