Jabra Elite 85t

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Kopfhörer-ArtTrue-Wireless In-Ear Kopfhörer
KategorieBluetooth Kopfhörer (Bluetooth 5.1)
FarbeTitanium Black, weitere Farbe: Schwarz, Kupfer-Schwarz, Gold-Beige, Grau.
Akkuintegriert, Lithium-Polymer-Akku
Akku Ohrhörer: 5,5 h mit ANC
Akku Ohrhörer: 7 H ohne ANC
Gesamtlaufzeit mit aufladen: 25 h mit ANC
Gesamtlaufzeit mit aufladen: 31 h mit ohne ANC
Gewicht ca. 59 g (Ohrhörer und Ladebox)
14 g (beide Ohrhörer)
45,1 g (Ladebox)
MaterialKunststoff (Ohrhörer und Ladecase)
KonnektivitätBluetooth 5.1 mit AAC/ SBC-Audio-Codec
TreiberDynamische Treiber mit einer Größe von 12,0 mm (links und rechts)
Frequenzbereich20 Hz bis 20.000 Hz (Ohrhörer)
LieferumfangJabra Elite 85t True Wireless Kopfhörer (2 Stk.)
Silikonaufsätze: S, M (an Kopfhörern befestigt), L
Ladebox
USB-Typ-C-Ladekabel
Warnhinweise
Technische Daten der Jabra Elite 85t

Tragekomfort

Da sowohl die Ausgangsöffnung der Treiber, als auch die Silikon-EarGels eine neue Form erhalten haben, hat sich beim Tragekomfort etwas getan. Die Ohranpassstücke sind nun nicht mehr rund sondern oval, was dazu führen soll, dass eine noch bessere Abschottung von den Umgebungsgeräuschen selbst ohne ANC erreicht wird. Sofern hier bei euch die Öffnung eueres Ohrkanals passen sollte, also sodass ihr mit einem der neuen EarGels zurechtkommt, dann wird das versprochene Feature auch gut erreicht. Sollte man jedoch aufgrund der Abstufung der unterschiedlich großen EarGels das Problem haben, dass die eine Sorte zu klein, aber die andere dann wiederum zu groß ist, dann wird dies dazu führen, dass die In-Ears unter Umständen nach einiger Zeit aus den Ohren herauswanden, was zu einem häufigeren nachjustieren führen wird. Bei mir hat soweit jedoch alles gut gepasst, jedoch wäre ich hier als Hersteller vielleicht Nummer sicher gegangen und hätte anstellen drei Größen zur Sicherheit noch eine feinere Abstufung mit 5 oder 6 Aufsätzen mitgeliefert. 

Der Tragekomfort war bei mir jedoch wie bereits erwähnt sehr angenehm und dies auch nach einem längeren Zeitraum. Man bekommt hier erneut einen sicheren Halt geboten, an dem ich persönlich nichts auszusetzen habe. Jabra hat das neue Design erneut wie das Vorgängermodell an Tausenden von Ohren getestet und dies laut eigener Aussage bis zur perfekten Passform ausgearbeitet.

Bei den Elite 85t liefert Jabra insgesamt drei verschieden große EerGel Silikon-Aufsätze mit. Dabei handelt es sich wie gewohnt um die Größen: S; M und L, von denen die Mittleren bereits vormontiert wurden. Mit diesen kann man die Ohrhörer wie gewohnt weitestgehend dem eigenen Ohrkanal anpassen und dafür sorgen, dass man den perfekten Kompromiss zwischen sicherem Halt und bestem Klang erreicht.

Durch die ohrfüllende Form und die richtige Wahl an EarGels-Aufsätzen decken die Jabra Elite Active 85t sehr gut den Ohrkanal ab, was dazu führt, dass wie bereits erwähnt auch ohne die aktivierte ANC-Funktion eine sehr gute Umgebungsreduzierung erreicht wird. Mit ANC wird das ganze natürlich nochmals deutlich besser, mehr dazu verrate ich jedoch im weiteren Verlauf des Testberichts.

(Tragekomfort: 4,5 von 5 Punkten)

Bedienung

Beide Multifunktionstasten an den Jabra Elite 85t besitzen einen sehr angenehmen Druckpunkt. Über diese Tasten lassen sich an beiden Seiten unterschiedliche Befehle ausführen, je nachdem wie lange bzw. häufig man die jeweilige Taste betätigt. Sollte man vielleicht mal gerade nicht wissen, welche Taste hier wann und wie genau welchen Befehl ausführt, wird einem dies auch wunderbar in der App erklärt, auf die ich im weiteren Verlauf des Testberichtes noch genauer eingehen werde. Praktisch und für mich persönlich sehr wichtig ist es, dass man alle Befehle direkt über die In-Ears steuern kann, sodass man definitiv das Smartphone in der Hosentasche lassen kann, was leider bei vielen In-Ears immer noch nicht der Fall ist.

Zum Ein- und Ausschalten genügt es wie bei eigentlich allen True Wireless In-Ears, die Ohrhörer einfach aus dem Ladecase zu entnehmen und am Ende wieder genau darin einzusetzen. Das ist definitiv die einfachere Methode und wird in den meisten Fällen gemacht, denn anschließend sind die In-Ears direkt sicher aufbewahrt und werden zudem automatisch wieder voll aufgeladen. Alternativ kann man zum Ausschalten auch an beiden Ohrhörern die Multifunktionstaste kurz gedrückt halten. Zum Einschalten wiederum dann beide Tasten (Rechts und Links zugleich) für ca. 1 Sekunde betätigen.

Kommen wir nun zur restlichen Bedienung der Jabra Elite 85t, die von Werk aus wie folgt eingestellt wurde, jedoch in der kostenlosen Jabra „Sound+“ App über MyControls auch komplett neu zugewiesen werden kann. Drückt man die Taste am rechten In-Ear kurz, dann wird die Musik direkt gestartet bzw. bei Bedarf ebenso auch wieder pausiert. Hält man dieselbe Taste wiederum länger gedrückt, dann erhöht man die Lautstärke solange, wie man diese betätigt. Beim doppelten Tippen hintereinander kann man wiederum, während man nicht telefoniert, denn Sprachassistenten aktiveren (Siri, Google Assistant usw.)

Über die Taste am linken In-Ear, kann man anders als beim rechten In-Ear durchs Betätigen und gedrückt Halten die Lautstärke so lange reduzieren, bis einem diese in der jeweiligen Situation passt. Außerdem steuert man darüber die Titel-Auswahl, sodass man beim zweimaligen Drücken um einen Musiktitel vorspringt und beim dreimaligen Antippen den eben abgespielten Titel erneut wiedergibt bzw. beim erneuten dreifachen Drücken einen Titel davor abspielt. Zu guter Letzt kann man beim einmaligen Betätigen der linken Taste zwischen HearThrough, ANC und ANC off wählen. 

Neben der Steuerung der Musik und des ANC usw. kann man direkt über die Jabra Elite 85t auch Anrufe durchführen, was hier ebenfalls hervorragend funktioniert. Dabei ist es bis auf die Regulierung der Lautstärke absolut egal, ob ihr die folgenden Befehle am rechten oder linken In-Ear ausführt. Die Lautstärke des Telefonats wird wiederum wie bei der Musiklautstärke am rechten In-Ear erhöht und links reduziert. Drückt man bei einem eingehenden Anruf eine der beiden Tasten einmal kurz, dann wird der Anruf angenommen, beim zweimaligen Bestätigen beendet man diesen oder nimmt den eingehenden Anruf nicht an. Nachdem man angerufen hat oder wurde, kann man das Mikrofon Stumm-/Lautschalten, wenn man eine der Tasten einmal kurz drückt.

Die Bedienung ist soweit sehr durchdacht aufgebaut und nach kurzer Zeit sollte man sich hier an die Bedienung gewöhnen bzw. kann dieses auf Wunsch, wie bereits angedeutet in der App anders belegen. Natürlich haben physischen Tasten ein typisches Problem, und zwar, dass man sich durchs Betätigen von diesen sich die Ohrhörer leicht ins Ohr hinein drückt, was durchaus unangenehm sein kann. Doch da kommt man als Hersteller nicht anders drumherum, als wenn man dann lieber auf eine Touch-Steuerung zurückgreift, jedoch hat auch diese ihre Nachteile, denn damit kommt es sehr häufig zu Fehleingaben usw.

(Bedienung: 4 von 5 Punkten)

Klang

Klanglich bieten auch die neuen Jabra Elite 85t  eine sehr gute Punktladung ab, denn durch die kostenfrei zur Verfügung gestellte App „Sound+“ kann man das Klangbild den eigenen Vorlieben anpassen, indem man entweder aus mehreren voreingestellten Soundprofilen seinen Favoriten auswählt oder das Klangbild selbst via 5-Band-Equalizer in der App anpasst, bis die In-Ears genau so klingen, wie man es möchte. Hier bietet Jabra viel Möglichkeiten, sodass man damit klanglich definitiv keinen Kompromiss eingehen muss.  

Bei der Klangbeschreibung konzentriere ich mich jedoch trotz den umfangreichen Einstellungsmöglichkeiten wie gewohnt auf das Klangbild, wie dies der Hersteller von Werk aus abgestimmt hat. Schließlich bevorzugt hier meiner Erfahrung nach jeder einen etwas anderen Klang und daher ist es hier mehr oder weniger sinnlos, den Klang nach meinen Einstellungen zu beschreiben.

Kommen wir jedoch, bevor ich den Klang beschreibe noch kurz zu den technischen Daten, denn hier hat sich einiges getan. In jedem der In-Ears steckt nämlich unter anderem ein doppelt so großer dynamischer Treiber, also wurden diese gegenüber dem Vorgänger von 6 mm auf 12 mm vergrößert. Den Frequenzbereich, den diese wiederum abdecken, bleibt weiterhin unverändert bei 20 Hz – 20 kHz. Bei den hochwertigen Audio-Codecs haben alle Apple-User ein Vorteil, denn die Jabra Elite 85t unterstützen wie bereits deren Vorgänger den AAC-Audio-Codec (Advance Audio Coding). Somit haben diese den verlustfreieren und besseren Klang, ganz anders als die Android-User, denn deren aptX-Codec wird hier leider nicht unterstützt, was jedoch nicht heißt, dass hier die Musik schlecht klingt.

Das Klangbild der Jabra Elite 85t gefällt mir direkt nach dem ersten Probehören soweit sehr gut. Es gibt zwar hier und da ein paar kleine Schwächen, diese lassen sich jedoch schnell und einfach über den EQ fast komplett neutralisieren. Der Bass bietet einen sehr voluminösen Tiefgang, der druckvoll und knackig wiedergegeben wird. Dieser ist aber auch zugleich keineswegs aufdringlich oder zu sehr im Vordergrund. Die Mitten sind ebenfalls gut abgestimmt und punkten mit eindringlichen und raumfüllenden Tönen. Lediglich die Höhen schwächen bei der Abstimmung von Werk etwas, denn diese wirken leicht vernebelt, über den besagten Equalizer kann man diese jedoch etwas anheben, sodass dies weitestgehend gut abgestimmt klingt. Die räumliche Wiedergabe ist absolut gegeben und punktet wie bei den Vorgängern mit einer guten Tiefen- und Breitenstaffelung. Außerdem bieten die In-Ears weiterhin einen ordentlichen maximalen Output, sodass hier genug Reserven verfügbar sein sollten.

Erneut zeigt Jabra, dass man nicht nur gut Kopfhörer bauen kann, sondern vor allem auch für die guten Headsets mit Mikrofonen bekannt ist. Somit sorgen in den Jabra Elite 85t je In-Ear gleich drei Mikrofone für ein störungsfreies und verständliches telefonieren. Dabei filtern die Mikros die aus den Umgebungsgeräuschen anfallende Störgeräusche wie Auto- und LKW-Motoren heraus und lassen zugleich die eigene Stimme durch, sodass hierbei eine wunderbares Telefonat geboten wird, was man leider von wenigen In-Ears geboten bekommt. Außerdem gefällt mir auch hier wieder die bereits von den Jabra Elite Active 75t bekannte „Sidestone-Funktion“ sehr, denn diese sorgt dafür, dass ich während Telefonaten meine eigene Stimme im Ohr hören kann. Somit passiert es hier nicht, dass ich versehentlich zu laut in der Stadtbahn rede und es wird somit insgesamt für ein natürlicheres Telefonieren gesorgt. 

Dank dem neusten Bluetooth 5.1 bieten die Jabra Elite 85t eine absolut geringe Latenz beim ansehen von Videos mit Ton, also damit meine ich die Verzögerung zwischen Ton und Bild beim Ansehen von YouTube Videos usw. Die Verzögerung ist absolut nicht feststellbar, sodass sich die Ohrhörer perfekt dazu eigenen, darüber Filme und Videos anzusehen.

(Klang: 4,5 von 5 Punkten)

App

Jabra bietet für sämtliche Kopfhörer egal ob In-Ear oder Over-Ear Modelle, eine App Namens „Jabra Sound+“ kostenlos zum Download an. Prinzipiell könnte man sämtliche Kopfhörer auch unabhängig von dieser verwenden, doch mit der App wird vieles deutlich besser, da man zahlreiche Einstellungsmerkmale zur Verfügung gestellt bekommt. Egal ob es um das ändern der Tastenbelegung geht, darum das ANC zu regulieren oder die individuelle Klanganpassungen vorzunehmen, das alles und noch viel mehr wird einem hier umfangreich angeboten. Außerdem könnt ihr nur so die neusten Firmwareupdates installieren und werdet über die neusten Funktionen informiert. 

‎Jabra Sound+
Preis: Kostenlos
Jabra Sound+
Preis: Kostenlos

Zum Einrichten wählt man aus einer Auswahl an kompatiblen Produkten das aus der Liste aus, welches man verbinden möchte, in meinem Fall sind es die Jabra Elite 85t. Anschließen wird einem sehr verständlich und Schritt-für-Schritt eine Anleitung gezeigt, die einem dabei hilft, die Ohrhörer in den Pairing-Modus versetzt und daraufhin einzurichten. Ist dies soweit getan und die In-Ears sind erfolgreich eingerichtet, landet man beim Starten der App immer auf der Startseite mit dem Namen „Headset“.

In diesem Menü kann man direkt ganz oben nicht nur die beiden In-Ears sehen, sondern zudem auch den Akkustand der beiden In-Ears und den des Ladecase in einzelnen Prozent-Schritten einsehen. Das bedeutet, dass euch hier der Akkustand der In-Ears zwar zusammen angezeigt wird, jedoch nicht wie häufig angewendet in 10 % Schritten, sondern in genaueren 1 % Schritten. Unmittelbar darunter kann man die Einstellungen „Mein Moment, Pendeln oder Fokus auswählen. Dabei sind diese vom Werk aus alle identisch, doch der Clou dabei ist, dass man damit drei Profile erstellen kann, kurz gesagt, man kann z. B. je nach Situation den EQ so einstellen, wie er einem dabei gefällt und dann direkt über die Schaltfläche „Speichern“ auf das jeweils zuvor gewählte Profil absichern. Direkt dazwischen befindet sich der Schieberegler, um den ANC- und HearThrough-Modus zu aktiveren und anschließend auch in der Intensität in je fünf Stufen zu regeln. Also man kann dann bestimmen, wie sehr die Umgebungsgeräusche durchgelassen werden sollen oder eben nicht. 

Direkt darunter wiederum folgt der 5-Band Equalizer, bei dem man wahlweise auch aus fertigen Musik-Voreinstellungen wählen kann. Daher einfach einmal alles durchprobieren oder wenn nichts dabei sein sollte, einfach selbst sein Profil erstellen. Zu guter Letzt findet man ganz unten noch die bereits bekannte Soundscape-Funktion, mit der man sich verschiedene Klänge wie. Z. B. Regen, Wasserfall usw. in die Kopfhörer übertragen und dabei eventuell entspannen kann. Ob man dies braucht, ist jedoch jedem selbst überlassen. 

Sofern man auf der „Headset-Seite“ ganz oben ist, sieht man rechts ein Zahnrad-Symbol, über welches man ins Einstellungsmenü gelangt. Hier kann man z. B. prüfen, ob es eine neue Firmware für die In-Ears gibt oder Klangerlebnis-, Anruferlebnis- oder Headset-Unterstützungs-Einstellungen vornehmen.

Beim zweiten Untermenü mit der Bezeichnung „Entdecken“ werden einem ein paar Infos angezeigt z. B. ob es aktuell ein Firmwareupdate für die Kopfhörer gibt, oder man kann die Kopfhörer nach einer Registrierung hier jederzeit orten usw. Unter dem Punkt „Über“ kann man wiederum das Benutzerhandbuch oder die Kurzanleitung einsehen sowie auf technische Informationen zugreifen usw.

(App: 4,5 von 5 Punkten)

Ausstattung

ANC / HearThrough

Jabra hat bei den Elite 85t ein Advance ANC integriert, welches eine Fünf Stufen Regulierung zulässt, die jedoch bei maximaler Stufe nicht komplett alles herausfiltert, wie es z. B. bei dem Testvideo von Jabra demonstriert wird. Das neutralisieren von tiefen Frequenzen funktioniert hierbei jedoch sehr gut, sodass die tiefen Motorengeräusche, welche man beim Laufen, am Straßenrand täglich hört, nahezu komplett verschwinden. Bei Geräuschen, die im mittleren oder hohen Frequenzgang liegen, haben die In-Ears jedoch teils Probleme, denn diese gelangen ein wenig ins Gehör hinein. Dennoch wird hier ein gutes und solides Advance ANC geboten, welches jedoch eben „nur gut und solide“ und nicht als perfekt oder exzellent bezeichnet werden kann. Beim verwendeten ANC gefällt mir jedoch sehr gut, dass hierbei ein sehr geringes Grundrauschen herrscht. Hier hatte ich schon viele andere ANC Kopfhörer im Test, die ein deutlich lauteres Grundrauschen geboten hatte, daher hat Jabra hier gute Arbeit geleistet. 

Anders als Advance ANC arbeitet wiederum das HearThrough umgekehrt. Dabei handelt es sich um einen sogenannten Transparenzmodus, bei dem über die an der Außenseite angebrachten Mikrofone an den beiden In-Ears in fünf Stufen reguliert werden kann, wie sehr die Umgebungsgeräusche zu euren Ohren durchgelassen werden. Dabei werden diese umso stärker durchgelassen, je höher ihr die Stufe in der Sound+ App eingestellt habt. Hierbei wird jedoch umso höher wie ihr die Stufe wählt, auch zugleich das Rauschen erhöht, was bei dieser Technologie jedoch bei allen In-Ears vorkommt, egal von welche Hersteller diese sind.

Akkulaufzeit

Das Lade-Case der Jabra Elite 85t fällt etwas größer aus als das beim Vorgängermodell, den Jabra Elite 75t. Dies war hier auch erforderlich, schließlich erfordert das Advance ANC mit mehr Mikros auch zugleich mehr Stromreserven. Das Ladecase passt jedoch weiterhin problemlos in jede Hosentasche, egal ob Jeans oder Jogginghose. Beim Öffnen des Ladecase wird einem durch die einzelne LED an der Vorderseite direkt der Akku des Ladecase angezeigt, der Status bzw. Akkustand der In-Ears wird ebenfalls durch die jeweilige LED an den beiden In-Ears angezeigt. Dabei steht eine grüne LED für einen vollen Akku, gelb für halb voll und rot für einen niedrigen Akku, sodass man die In-Ears bzw. das Case bald aufladen sollte.

Die Akkulaufzeit variiert je nachdem ob ANC aktiv oder deaktiviert ist. Hat man ANC an, dann beträgt die Laufzeit bis zu 5,5 Stunden, ohne ANC sind es wiederum gute 7 Stunden. Anschließend kann man die In-Ears bis zu dreimal wieder voll aufladen, sodass man hier beim Verwenden mit ANC auf max. 25 Stunden und ohne ANC auf 31 Stunden kommt. Die von Jabra angegebene Laufzeit konnte ich im Test auch ganz gut erreichen und lag im Schnitt je nachdem, wie man die Kopfhörer bezüglich der Lautstärke usw. nutzt bei einer sehr guten Gesamtakkulaufzeit. 

Das volle Aufladen des Ladecase dauert mit einem 500mAh Netzteil, welches jedoch nicht im Lieferumfang enthalten ist, knapp 3 Stunden. Da Jabra hier jedoch direkt auch eine Wireless-Charging-Technologie integriert hat, kann man das Ladecase auch auf einem entsprechenden Wireless-Charger aufladen, bei dem jedoch eine Ladedauer von 3,5 Stunden notwendig wird. Weiterhin hat Jabra eine Schnellladefunktion integriert, die dafür sorgt, dass die In-Ears im Ladecase bereits nach 15 Minuten Ladezeit für einen Musikhörgenuss von 60 Minuten aufgeladen werden.

Bluetooth & Signalqualität

Jabra setzt bei den Elite 85t auf das neuste Bluetooth 5.1. Dabei wird stets eine problemlose und stabile Verbindung zwischen Zuspielgerät und den In-Ears geboten.

Die Verbindung zwischen Smartphone und In-Ears erfolgt wie bei allen Kopfhörer über die Bluetooth-Einstellungen, doch dass diese in den Einstellungen angezeigt werden, müssen diese erst noch in den Kopplungsmodus versetzt werden. Dabei werden diese eigentlich wie bei sämtlichen True Wireless Kopfhörer automatisch bei der Entnahme aus dem Ladecase in genau diesen Modus versetzt. Hierfür muss man diese dann bei Jabra aus der Verpackung nehmen und ins Case einsetzen und erstmal voll aufladen lassen. Sobald dies geschehen ist, kann man diese direkt entnehmen und in den Bluetooth-Einstellungen auswählen.  

Möchte man die Jabra In-Ears mit einem weiteren Gerät koppeln, ist dies problemlos möglich, hierzu kann sich jedes Jabra-Produkt nämlich weiterhin bis zu 8 verschiedene Geräte merken. Sobald man wiederum ein neuntes Gerät damit koppelt, wird das Gerät gelöscht, welches am wenigsten verwendet wurde. Außerdem können die Jabra Elite 85t eine Multipoint-Verbindung eingehen was bedeutet, dass diese mit zwei Geräten gleichzeitig eine Bluetooth-Verbindung aufbauen können, während wiederum nur ein Gerät zur Musikübertragung genutzt werden kann.

Sofern man ein zusätzliches bluetoothfähiges Gerät mit den Jabra Elite 85t koppeln möchte, muss man diese zuvor in den Pairing-Modus versetzen. Dazu nimmt man ganz einfach beide In-Ears aus dem Lade-Case und betätigt direkt an beiden Ohrhörern die Multifunktionstaste für 3 Sekunden, bis die Status LED blau aufblinkt. Anschließend werden die In-Ears in den Einstellungen angezeigt und können wie gewohnt mit dem jeweiligen Device verbunden werden.

(Ausstattung: 4,5 von 5 Punkten)

Der Testbericht ist in drei Teile unterteilt, klicke dich hier durch:

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