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Schlagwort: Smartphone

Gigaset GS270 plus

Die Gigaset Communications GmbH wurde im Oktober 2005, als Tochterunternehmen der Siemens AG gegründet. Damals lautete der Name des Unternehmens noch Siemens Home and Office Communication Devices GmbH & Co. KG. Doch im August 2008 wurde das Unternehmen zu 80,2 Prozent an Arques Industries verkauft und das Unternehmen wurde fortan in Gigaset Communications GmbH umbenannt.

Im Jahr 2013 beschäftigte das Unternehmen in Deutschland 1.039 Mitarbeiter. Jedoch musste man sich im November 2015 von 550 Mitarbeitern trennen. Denn der neue Großaktionär „Pan Sutong“ möchte Gigaset zusätzlich zum Telefonhersteller als Smartphonehersteller etablieren und ließ sich im September 2015 bereits die Gigaset-Markenrechte für 29 Millionen Euro  übertragen. Dadurch wandern 85% des Umsatzes, welchen Gigaset an dem Verkauf von Smartphones einnimmt, an Pan Sutong übertragen.

Das erste Smartphone der GS-Familie von Gigaset war das GS160, nur knapp ein halbes Jahr später kam das Gigaset GS170 auf den Markt. Schon wenige Monate später gegen Anfang August 2017 stellte das Unternehmen das Gigaset GS270 und Gigaset 270 plus vor. Das Gigaset GS270 und das GS 270 plus Modell kommen mit einem gewaltigen Akku daher und dies zu einem sehr günstigen Preis, doch kann das Gerät im Test überzeugen? Wir haben und für euch das Gigaset GS270 plus genauer angeschaut.

TEIL 1

Bestehend aus „Verpackung/Design/Verarbeitung“ entspricht 25% der Gesamtwertung

Verpackung

Die Verpackung des Gigaset ist sehr schlicht gehalten. Auf der oberen Seite der weiß/orange gehaltenen Verpackung ist das Gigaset GS270 plus von vorne und hinten samt Namen gut dargestellt. Bis auf der oberen Stirnseite, sehen wir rundherum ein Gigaset Logo. An der erwähnten Stirnseite befindet sich ein Aufkleber, der unter anderem über die IMEI-Nummer, S/N-Nummer, Modellbezeichnung sowie die Farbe des Gigaset GS270 plus informiert.

Auf der Rückseite sind zudem die wichtigsten Informationen zum Smartphone zu sehen. So sehen wir hier unter anderem die Daten zur Kamera, Display Größe und der Akkukapazität. Zudem ist der Lieferumfang samt kleinen Bildern dargestellt und einige wenige Infos zum Hersteller sind hier ebenfalls zu finden.

Nach dem Öffnen der Verpackung kommt direkt das Gigaset GS270 plus-Smartphone in einer dünnen matten Schutzfolie zum Vorschein. Das restliche Zubehör verbirgt sich unter dem Gerät. Beim Lieferumfang gibt es wenig Überraschungen, es ist im Wesentliche alles dabei, was man für den täglichen Smartphoneeinsatz benötigt. So befindet sich im Lieferumfang ein Ladekabel, Netzteil, SIM-Tool, In-Ear Kopfhörer und die üblichen Papierbeilagen. Zudem ist als kleines Extra eine dünne graue Silikonhülle mit dabei. Das Display ist mit einer Schutzfolie versehen, welche über sämtliche Anschlüsse, Sensoren und Bedienungselemente informiert.

(Verpackung: 4 von 5 Punkten)

Design

Beim Gehäuse des Gigaset GS270 plus kommt kein Alu zum Einsatz, sondern lediglich ein hochwertiger Kunststoff mit einem Metallic-Effekt-Finisch. Daher sieht es auf den ersten Blick zwar nach einem Aluminium Body aus, ist es aber wie erwähnt nicht. Das merkt man auch schnell, wenn man es in den Händen hält, denn es wirkt durch die Optik zwar wertig, aber dieser Eindruck verfällt dann relativ schnell.

Das 5,2 Zoll große Smartphone bringt 160 Gramm auf die Waage und liegt wie bereits erwähnt sehr gut in der Hand. Dazu trägt die leicht abgerundete Rückseite bei. Kommen wir zu den Bedienelementen: Da merkt man schnell, dass es sich um ein Mittelklasse-Smartphone handelt. Angefangen bei der linken Seite des Geräts, dort finden wir oben links den SIM- und microSD-Slot. Hier finden entweder zwei Simkarten für einen Dualsim-Eisnatz Platz oder eine Simkarte und eine MicroSD-Speicherkarte.

Die Lautstärkewippe und den Power Knopf aus Aluminium finden wir beiden auf der rechten Seite. Super ist, das Gigaset bei dem Preis des Smartphones sogar einen Fingerabdrucksensor auf der Rückseite untergebracht hat, der übrigens sehr gut platziert ist und automatisch im Zeigefinger Bereich liegt.

Zudem befindet sich auf der Rückseite noch eine Single Kamera-Linse die mit 13 Megapixeln auflöst und direkt darunter ein LED-Blitz, sowie der meiner Meinung nach schlecht platzierte Lautsprecher im unteren Bereich. Zu guter Letzt befindet sich an der Unterseite noch das Mikrofon, ein etwas veralteter USB-Typ-B Anschluss und an der Oberseite noch eine Klinke-Buchse. Das Design des Gigaset GS270 plus ist meiner Meinung nach kein besonders Highlight.

(Design: 2,5 von 5 Punkten)

Verarbeitung

Die Verarbeitung des Gigaset Gs270 plus kann sich absolut sehen lassen, was ich aufgrund des Plastik Gehäuses im Bezug zur Wertigkeit nicht wirklich behaupten kann. Des Weiteren hat Gigaset bei diesem Modell auf eine immer mehr beliebte Dual-Kamera verzichtet. Auch das die Kamera Linse durch die Abrundung der oberen Ecke minimal vorsteht, ist zwar kein störender Punkt, aber das hätte man etwas anders lösen können.

Auch das der einzige Lautsprecher auf der Rückseite platziert wurde, was vor allem blöd ist, wenn das Gigaset auf der Rückseite liegt, mindert diesen Eindruck. Dafür muss ich sehr loben, dass hier ein Fingerabdruck Sensor untergebracht ist, denn diesen möchte ich heutzutage an keinem Smartphone mehr missen. Man muss natürlich auch den UVP Preis des Gigaset GS270/plus berücksichtigen und sich im klaren Sein, dass man hier kein Oberklassen-Smartphone mit Glas oder Aluminium Rückseite erhalten kann.

(Verarbeitung: 3,5 von 5 Punkten)

TEIL 2

bestehend aus „Funktion des Produktes“ entspricht 65% der Gesamtwertung

Display5,2 Zoll 1920 x 1080 Pixel, Pixeldichte beträgt 424 ppi
CPUMTK 6750T Octa-Core 8x 1,5 GHz
RAM3 GB RAM (plus Modell, normales Modell mit 2 GB RAM)
Speicher32 GB (mit microSD bis zu 128 Gigabyte erweiterbar, normales Modell mit 16 GB)
BetriebssystemAndroid 7.0 “Nougat”
Kamera13MP f/2.2 Blende mit LED-Blitz; Frontkamera mit 5 Megapixel
AnschlüsseMicro-USB Anschluss; 3,5 mm Kopfhöreranschluss
Akku5.000 mAh nicht austauschbar
KonnektivitätWi-Fi 802.11/b/g/n, Mobilfunknetz bis 4G, Wi-Fi Direct, Bluetooth 4.0 und GPS, A-GPS, GLONASS
Abmessungen (LxBxH) / Gewicht149,5 mm x 74 mm x 8,95 mm / Gewicht: 160 Gramm
LieferumfangGigaset GS270 plus
Netzteil
Micro-USB-Kabel
SIM-Karten Tool
Silikon Hülle
In-Ear Kopfhörer
Bedienungsanleitung
Technische Daten des Gigaset GS270 plus

Performance

Zum Einsatz kommt ein MTK 6750T Prozessor, bei dem es sich um einen Octa-Core-Prozessor von MediaTek handelt. Dieser Acht-Kern Prozessor taktet mit jeweils 1,5 GHz. Unterstütz wir dieser von drei Gigabyte RAM (beim nicht plus Modell sind es zwei GB RAM). Zwar ist der interne Flash-Speicher mit 32 Gigabyte (beim normalen Modell 16 GB) nicht allzu groß bemessen, kann bei Bedarf aber mit einer mircoSD-Speicherkarte um bis zu 128 Gigabyte erweitert werden. Als Betriebssystem ist Android 7.0 Nougat vorinstalliert.

Im Alltag ist die Leistung der verbauten Hardware für den alltäglichen Nutzen wie Mails verfassen, WhatsApp Nachrichten schreiben und im Internet surfen ausreichend. Aber auch anspruchsvolle Games laufen ohne Aussetzer. Zudem läuft das System sehr flüssig ohne Anzeichen von nervigen Aussetzern oder Ähnlichem. Man stellt natürlich zu höherpreisigen Android-Smartphones fest, dass die Performance schlechter ist. Jedoch hatte ich nie den Eindruck, dass das Gigaset GS270 plus hängen würde oder zu langsam ist.

Der Fingerabdrucksensor auf der Rückseite ist sehr gut zu erreichen, reagiert sehr zuverlässig und meistens sehr schnell, nur wenige Male kam es vor, dass er knapp 2 Sekunden zum Reagieren brauchte.

(Performance: 3 von 5 Punkten)

Display

Bei dem Display des Gigaset GS270 plus handelt es sich um ein 5,2 Zoll großes IPS Full-HD In-Cell Display. Dieses löst mit 1920 x 1080 Pixeln auf. Die Pixeldichte beträgt somit 424 ppi. Die maximale Displayhelligkeit gibt Gigaset mit 450 cd/m2 an, was gerade bei Sonnenlicht etwas zu wenig ist und ich dadurch im Freien mit Sonnenlicht im Rücken nicht immer alles gut auf dem Display erkennen konnte. Jedoch ist es für die meisten alltäglichen Situationen ausreichend. In Sachen Farbe, Kontrast und Bildschärfe kann das Display des Gigaset GS270 plus durchaus überzeugen.

(Display: 3 von 5 Punkten)

Akku

Der fest verbaute Akku hat eine Kapazität von stolzen 5.000 mAh und konnte im Test überzeugen. Denn durch den riesigen Akku braucht man sich eigentlich keine Sorgen machen, dass man vor dem Ende des Tages einen leeren Akku hat. Bei mir hat der voll aufgeladen Akku bei häufiger Nutzung täglich, in dem ich viel über Whats App, E-Mails geschrieben und viel im Internet gesurft habe im Durchschnitt zwei Tage durchgehalten. Da können sich einige andere Hersteller ein Beispiel nehmen, den diese haben zum Großteil einen wesentlich kleineren Akku.

Wie bereits erwähnt, kann sich das Durchhaltevermögen des Akkus absolut sehen lassen. Ich konnte das Gigaset GS270 plus gut zwei Tage verwenden, bis ich es wieder aufladen musste. In dem Testzeitraum hatte ich teilweise über das mobile Datennetz und zu Hause über das heimische WLAN im Internet gesurft, einige Videos angeschaut, Nachrichten versendet und gelegentlich telefoniert.

Bei so einem großen Akku ist es auch wichtig, dass der Akku relativ schnell geladen wird. Das ist beim Gigaset GS 270 plus, auch zum Glück der Fall. Den mit einem 5V 2A Netzteil wird der 5.000 mAh Akku des Gigaset Gs270 plus in knapp 4 Stunden wieder auf 100% aufgeladen.

(Akku: 5 von 5 Punkten)

Kamera

Wie bereits erwähnt, gibt es auf der Rückseite keine Dual-Kamera, obwohl diese nun auch immer mehr bei Mittelklasse-Smartphones zum Einsatz kommt. Die Auflösung der Hauptkamera auf der Rückseite beträgt 13-Megapixel mit einer nicht so lichtstarken Blende von f/2.2 und einem LED Blitz. Die Bildschärfe kann sich beim Gigaset GS270 plus sehen lassen, auch wenn diese an den Rändern deutlich nachlässt. Mit der Farbwiedergabe war ich bei meinen Testaufnahmen sehr zufrieden. Für ein Smartphone in dieser Preislage macht die Kamera echt überraschend gute Bilder.

An der 13 Megapixel-Kamera gibt es in puncto Bildqualität nur wenig zu meckern. Bei Tageslicht schießt das Gigaset GS 270 plus relativ gute Bilder, diesen fehlt es leider etwas an Tiefenschärfe und an Kontrast. Dennoch bin ich mit der Kamera auf der Rückseite unter anderem auch auf den Betracht des Preises des Smartphones durchaus zufrieden. In dunkleren Lichtverhältnissen lässt die Qualität jedoch vor allem wegen der Blende von f/2.2 stark ab und das Bildrauschen nimmt zu.

Die Auflösung der Frontkamera beträgt 5 Megapixeln und geht in der Bildqualität in Ordnung. Aber auch hier muss man bei schlechteren Lichtverhältnissen mit stärkerem Bildrauschen rechnen.

Videos können mit dem Gigaset Gs270 plus mit maximal 1.080p und 30 fps aufgenommen werden. 4K- Videos sind leider nicht möglich. Mit der Qualität der Testaufnahme bei Sonnenschein war ich durchaus zufrieden. Auch hier ist die Farbdarstellung ganz gut.

(Kamera: 3 von 5 Punkten)

 Software

Das Gigaset Gs270 plus kommt mit Android 7.0 Nougat Betriebssystem daher. Standardmäßig sind von Gigaset einige Apps wie z.B. eine Wetter-, Tanken- und ein T-Online-App vorinstalliert, diese können bei Bedarf aber ganz einfach deinstalliert werden.

Es gibt auch einige nützliche Gesten, die das direkte Öffnen von Apps bei ausgeschaltetem Display ermöglichen. Zudem kann man in den Einstellungen auch einstellen, das man beim Langen drücken des Fingerabdrucksensor die Kamera-App öffnet oder einen Anruf annehmen kann. Dies sind nützliche Features, die ihr in den Einstellungen festlegen könnt.

Des Weiteren hat Gigaset bekannt gegeben, dass das GS270 Plus ein Update auf Android 8.0 Oreo erhalten wird.

(Software: 4 von 5 Punkten)

TEIL 3

bestehend aus „Preis/Leistung“ entspricht 10% der Gesamtwertung

Beschreibung

Die online präsentierten Produktbilder des Gigaset GS270 plus entsprechen durchaus der Realität. Gigaset beschreibt es als leistungsstarkes Power-Paket. Das trifft vor allem auf den 5.000 mAh Akku zu, der für eine lange Laufzeit sorgt. Jedoch braucht dieser bedingt durch seine Größe für eine volle Aufladung trotzt Schnellladefunktion bis zu 4 Stunden, bis er wieder voll aufgeladen ist.

Natürlich muss man sich schon beim Kaufpreis im klaren sein, dass es sich bei Gigaset GS270 plus um ein Mittelklasse-Smartphone handelt. Daher kommt es mit einer schwächeren Leistung als andere Flaggschiff-Smartphones daher. Jedoch kann mich das Smartphone durchaus überzeugen. Lediglich die Punkte wie z.B. die fehlende Dual-Kamera und den fehl platzierte Lautsprecher sind Dinge, die ich zu meinen großen Kritikpunkten gehören.

Preis/Leistung

Das Gigaset GS 270 ist direkt bei Gigaset ab 199 EUR erhältlich. Für das plus Model, welches mit mehr RAM und Flash-Speicher daher kommt werden 229 EUR fällig. Aktuell gibt es bei Gigaset zudem ein Booklet Case und ein Handyschutzbrief von Gigaset dazu, welcher einen 3-monatigen Vollschutz ohne Selbstbeteiligung enthält.

Das Gigaset GS270 plus ist meiner Meinung nach von der Verarbeitung ein ganz gutes Smartphone. Es ist ein absolut klasse Smartphone für Einsteiger. Auch wenn die verbaute Hardware nicht die Best ist, reicht diese für viele Nutzer, welche ihr Smartphone lediglich zum surfen, telefonieren, Nachrichten schreiben und gelegentliche Schnappschüsse nutzen vollkommen aus. Das Gesamtpaket des Gigaset GS270 plus kann bis auf einige Kritikpunkte durchaus überzeugen.

testr Gesamtwertung

unter Berücksichtigung aller Teilwertungen

 Wir bedanken uns beim Hersteller für die Bereitstellung des Produktes. Zu unseren Grundsätzen

LG Q6

LG wurde 1958, als Tochter der Lucky Chemical Industrial Co., unter dem Namen Goldstar Co. gegründet. Anfangs wurden Radios, Fernseher, Kühlschränke, Waschmaschinen, Klimaanlagen und Staubsauger produziert. Im Jahr 1995 wurde der Firmenname von Goldstar in LG Electronics umbenannt. LG ist die Abkürzung von Lucky GoldStar. Gelegentlich ist auch die Bezeichnung LGe zu finden, wobei hier das e für Electronics steht. Inzwischen gehört der Konzern zu einer der ganz Großen und bietet Produkte aus den Bereichen Informationstechnik, Unterhaltungselektronik, Mobilfunk, Photovoltaik, sowie Haushaltsgeräte an.

Mit dem Smartphone LG Q6 bringt der Hersteller eine etwas abgespeckte Version des LG G6, welches wir bereits für euch getestet haben auf den Markt. Dabei handelt es sich preislich gesehen um ein Mittelklasse-Smartphone, welches mit einem Displayformat von 18:9 wie das G6 daher kommt. Doch wie schlägt sich das Mittelklasse-Smartphone im Test?

TEIL 1

Bestehend aus „Verpackung/Design/Verarbeitung“ entspricht 25% der Gesamtwertung

Verpackung

Die Verpackung des LG Q6 ist sehr schlicht gehalten. Auf der oberen Seite der komplett in schwarz gehaltenen Verpackung ist das Q6 Logo in Silber aufgedruckt. Bei den wenigen Informationen auf der Rückseite handelt es sich nicht großartig um das eigentliche Produkt, sondern vielmehr über den Hersteller. Auf der rechten Seite befindet sich ein großer Aufkleber, der unter anderem über die IMEI-Nummer, S/N-Nummer, Modellbezeichnung sowie die Farbe des LG Q6 informiert. Auf der linken Seite ist der Slogan „Life´s Good When You Play More“ aufgedruckt. Mit dem auch das LG G6 angepriesen wurde. Auf der oberen Stirnseite ist noch ein klassisches LG Logo zu sehen.

Nach dem Öffnen der Verpackung kommt direkt das LG Q6-Smartphone in der üblichen Schutzfolie zum Vorschein. Das restliche Zubehör verbirgt sich unter dem Gerät. Beim Lieferumfang gibt es wenig Überraschungen, es ist im Wesentliche alles dabei, was man für den täglichen Smartphone-Einsatz benötigt. Ladekabel, Netzteil, SIM-Tool, Kopfhörer und die üblichen Papier-Beilagen.

(Verpackung: 3,5 von 5 Punkten)

Design

Auf dem ersten Blick sieht das LG Q6 zumindest von der Frontseite direkt aus wie das LG G6. Das liegt vor allem an dem 5,5 Zoll großen Display, welches mit einem 18:9 Formfaktor daher kommt. Geschützt wird das Display übrigens von Gorilla Glas 3. Dank dem 18:9 Displayformfaktor und den sehr schmalen Displayrändern, ist das LG Q6 insgesamt recht kompakt und liegt sehr gut in der Hand.

Das es sich wie bereits erwähnt um eine abgespeckte Version des LG G6 handelt, merkt man vor allem auf der Rückseite. Denn das Gehäuse besteht nicht aus Glas oder Aluminium, sondern aus  Plastik, welches wesentlich kratzanfälliger ist. Unser Testmodel in Ice Platinum hat mir persönlich aber dennoch auf Anhieb gut gefallen. Das 5,5 Zoll große Smartphone bringt 149 Gramm auf die Waage und liegt wie bereits erwähnt sehr gut in der Hand. Dazu trägt die leicht abgerundete Rückseite bei.

Kommen wir zu den Bedienelementen. Da merkt man teilweise sehr, dass es sich um ein Mittelklasse-Smartphone handelt. Angefangen bei der linken Seite des Geräts, dort finden wir die Lautstärkewippe und etwas weiter unterhalb den SIM- und microSD-Slot. Anders als bei LG G6 besitzt das LG Q6 keinen Fingerabdrucksensor und so wurde der Power-Button auf die rechte Seite platziert.

Auf der Rückseite befindet sich neben einer Kamera-Linse noch ein LED-Blitz sowie der meiner Meinung nach schlecht platzierte Lautsprecher im unteren Bereich. Dazu unter dem Punkt Verarbeitung mehr. Zu guter Letzt befindet sich an der Unterseite noch das Mikrofon, ein veralteter USB-Typ-B Anschluss und eine Klinke-Buchse. Das Design des LG Q6 ist meiner Meinung nach kein besonders Highlight.

(Design: 2,5 von 5 Punkten)

Verarbeitung

Sobald man des LG Q6 anschaltet, fällt einem der relativ schmale Rand rund um das Display auf. Durch das 18:9 Format ist das Display somit nicht breiter, sondern nur etwas länger als bei einem Display im 16:9 Format und lässt sich somit zumindest mit meinen durchaus großen Händen, weiterhin überall gut erreichen. Das LG Q6 ist IP52-zertifiziert und verträgt somit lediglich groben Dreck und Tropfwasser. Also damit ins Wasser gehen, solltet ihr definitiv nicht. Laut den Angaben von LG ist es zudem gegen Schläge gemäß Mil-STD-810G geschützt.

Die Verarbeitung des abgespeckten LG Q6 kann sich durchaus sehen lassen, ganz im Gegenteil zum Eindruck der Wertigkeit. Was hauptsächlich an der Rückseite liegt, denn hier wurde wie bereits erwähnt auf die Verwendung von Glas verzichtet und lieber mit Kunststoff gearbeitet. Des Weiteren hat LG auf der Rückseite auf eine Dual-Kamera und den Fingerabdrucksensor, der auch als Power-Button diente, verzichtet. Auch das der einzige Lautsprecher auf der Rückseite platziert wurde, was vor allem blöd ist, wenn das LG Q6 auf der Rückseite liegt, mindert diesen Eindruck.

(Verarbeitung: 3,5 von 5 Punkten)

TEIL 2

bestehend aus „Funktion des Produktes“ entspricht 65% der Gesamtwertung

Display5,5 Zoll (18:9 Format) 2160 x 1080 Pixel, Pixeldichte beträgt 442 ppi
CPUQualcomm Snapdragon 435 8x 1,4 GHz
RAM3 GB RAM
Speicher32 GB (mit microSD bis zu 2 Terrabyte erweiterbar)
BetriebssystemAndroid 7.1.1 “Nougat”
Haupt-Kamera13MP f/2.2 Blende mit LED-Blitz
Front-Kamera5MP f/2.2 Blende
AnschlüsseUSB-Typ-B Anschluss; 3,5 mm Kopfhöreranschluss
Akku3000 mAh nicht austauschbar
KonnektivitätWi-Fi 802.11/b/g/n, Mobilfunknetz bis 4G, Wi-Fi Direct, Bluetooth 4.2 und GPS, A-GPS, GLONASS
Abmessungen
(LxBxH)
142,5 mm x 69,3 mm x 8,1 mm
Gewicht149 Gramm
Technische Daten des LG Q6

Performance

Zum Einsatz kommt ein Snapdragon 430 Prozessor von Qualcomm. Zwar verfügt dieser über acht Kern, jedoch Takten diese nur mit jeweils 1,4 GHz. Unterstütz wird dieser von drei Gigabyte RAM. Zwar ist der interne Flash-Speicher mit 32 Gigabyte (Netto 20 Gigabyte) nicht allzu groß bemessen, kann bei Bedarf aber mit einer mircoSD-Speicherkarte um bis zu 2 Terabyte erweitert werden. Als Betriebssystem ist Android 7.1.1 vorinstalliert.

Im Alltag dürfte die Leistung der verbauten Hardware den meisten ausreichen, den Mails verfassen, WhatsApp Nachrichten schreiben und im Internet surfen ist damit kein Problem. Jedoch merkt man die etwas schwächere Leistung bei grafisch anspruchsvollen Games, denn diese ruckeln hin und wieder mal. Dies ist auch nicht wirklich anders zu erwarten, denn schließlich handelt es sich wie LG selbst es bezeichnet nur um ein Mittelklasse-Smartphone.

Wie schneidet das LG Q6 im Benchmark Test ab? Dies haben wir für euch natürlich auch getestet. Hier das Ergebnis der Benchmark-Tests — 34.364 Punkte bei Antutu, bei Geekbench 4 kommt es im Singel-Core Test auf 508 Punkte und beim Multi-Core-Test auf 2075 Punkte. Damit liegt es nach diesem Test von der Leistung ungefähr bei einem Nokia 5.

(Performance: 2,5 von 5 Punkten)

Display

Das 5,5 Zoll große Display, das von LG als FullVision Full-HD+ Display bezeichnet wird, löst mit 2160 x 1080 Pixeln auf. Die Pixeldichte beträgt somit 442ppi. Zum Vergleich beim LG G6 ist es ein 5,7 Zoll Display mit einer Pixeldichte von 564 ppi. In Sachen Farbe, Kontrast und Bildschärfe ist es zwar etwas schwächer als das LG G6, dennoch kann das Display des LG Q6 überzeugen.

Leider ist die maximale Bildschirmhelligkeit etwas zu gering. So hatte ich im Outdoor-Einsatz bei maximaler Hintergrundbeleuchtung im Sonnenlicht meine Probleme, etwas auf dem Display zu erkennen. Mir persönlich hat das Display auf etwas zu stark gespiegelt, was das Ganze zusätzliche erschwerte.

(Display: 3,5 von 5 Punkten)

Akku

Der fest verbaute Akku hat eine Kapazität von 3.000 mAh und konnte im Test überzeugen. Denn das Durchhaltevermögen des Akkus kann sich durchaus sehen lassen. Ich konnte das LG Q6 gut einen Tage verwenden, bis ich es wieder aufladen musste. In dem Testzeitraum hatte ich teilweise über das mobile Datennetz und abends über WLAN im Internet gesurft, einige Videos angeschaut, Nachrichten versendet und gelegentlich telefoniert. Leider fehlt dem LG Q6, die schnell Ladefunktion Quick Charge, daher dauert das Aufladen wesentlich länger. Es dauerte knapp 2 einhalb Stunden, bis der Akku wieder voll aufgeladen war.

(Akku: 3 von 5 Punkten)

Kamera

Wie bereits erwähnt, gibt es auf der Rückseite keine Dual-Kamera, obwohl diese nun auch immer mehr bei Mittelklasse-Smartphones zum Einsatz kommt. Die Auflösung der Hauptkamera auf der Rückseite beträgt 13-Megapixel mit einer nicht so lichtstarken Blende von f/2.2.
Die Bildschärfe kann sich sehen lassen, auch wenn diese an den Rändern nachlässt. Mit der Farbwiedergabe war ich bei meinen Testaufnahmen sehr zufrieden.

Um mit der maximalen Auflösung von 13 Megapixeln Bilder aufzunehmen, müsst ihr jedoch unbedingt in den 4:3 Aufnahme-Modus wechseln, denn sonst werden die Bilder im 18:9 Format geknipst. Dies sieht zwar auf dem Display des LG Q6 sehr gut aus, jedoch macht dies beim Ausdrucken Probleme, da dies kein übliches Format für Fotos ist.

An der 13 Megapixel-Kamera gibt es in puncto Bildqualität nur wenig zu meckern. Bei Tageslicht schießt das LG Q6 gute Bilder, diesen fehlt leider etwas an Tiefenschärfe und an Kontrast. Dennoch bin ich mit der Kamera auf der Rückseite durchaus zufrieden. In dunkleren Lichtverhältnissen lässt die Qualität jedoch vor allem wegen der Blende von f/2.2 stark ab und das Bildrauschen nimmt zu.

Die Auflösung der Frontkamera beträgt 5 Megapixeln und erlaubt Bilder mit Normalen- (82 Grad) und Weitwinkel (100 Grad) zu knipsen. Damit sind vor allem Selfies mit mehreren Freunden kein Problem mehr. Auf dem Smartphone sehen die Selfies ganz gut aus, wenn man diese jedoch auf dem Computer betrachtet, fällt einem auf, dass diese deutliches Rauschen vorweisen und nicht richtig scharf sind.

Videos können mit dem LG Q6 mit maximal 1.080p und 30 fps aufgenommen werden. 4K- Videos sind leider nicht möglich. Mit der Qualität der Testaufnahme bei Sonnenschein war ich durchaus zufrieden. Auch hier ist die Farbdarstellung ganz gut.

(Kamera: 3 von 5 Punkten)

Software

Das LG Q6 kommt mit Android 7.1.1 Nougat Betriebssystem, welchem LG seine Nutzeroberfläche LG UX verpasst. Den Homescreen Launcher hat das Unternehmen sinnvoll optimiert. So ist z. B. der App-Drawer von Werk aus vorhanden, zudem passen sich die App-Icons, die geladen werden, automatisch an das Design der LG UX Oberfläche an. Der Umfang an vorinstallierten Apps hält sich zum Glück gering. Zwar sind einige Apps von LG vorinstalliert, diese sind aber durchaus interessant und bieten nützliche Funktionen. Googles künstliche Intelligenz „Google Assistent“ ist übrigens ebenfalls mit an Bord.

(Software: 4,5 von 5 Punkten)

TEIL 3

bestehend aus „Preis/Leistung“ entspricht 10% der Gesamtwertung

Beschreibung

Die online präsentierten Produktbilder des LG Q6 entsprechen durchaus der Realität. Man muss natürlich zur Kenntnis nehmen, dass es sich hierbei um ein Mittelklasse-Smartphone handeln soll. Daher kommt es mit einer etwas schwächeren Leistung als das Flaggschiff LG G6 oder das LG V30 daher.
Einige Punkte wie z.B. die fehlende Dual-Kamera, den Fingerabdrucksensor und den fehl platzierten Lautsprecher sind einige der Dinge, die ich bemängeln kann. Auch die Ladezeit ist mit 2 einhalb Stunden nicht gerade kurz, wenigsten da hätte LG eine Schnellladefunktion integrieren können.

Preis/Leistung

Der Preis des LG Q6 war bei der Markteinführung 349 EUR (in D/A). Das ist gut 400 Euro günstiger als das LG G6, welches Anfang des Jahres erschienen ist. Dafür muss man wie bereits erwähnt aber auch auf einige Funktionen verzichten. Inzwischen ist das Smartphone seit einigen Wochen auf den Markt und je nach Farbe für knapp 250 EUR verfügbar. Dieser Preis entspricht eher dem, was geboten wird, denn für den veranschlagten UVP von 349 Euro würde man bessere Alternativen bekommen.

Das LG Q6 ist meiner Meinung nach ein gutes Smartphone. Es ist sehr gut für Smartphone Einsteiger geeignet. Auch wenn die verbaute Hardware nicht die Beste ist, reicht diese für viele Nutzer, welche ihr Smartphone lediglich zum Surfen, Telefonieren, Nachrichten schreiben und gelegentliche Schnappschüsse nutzen, vollkommen aus. Das große Display mit dem relativ schmalen Rand kann im Test durchaus überzeugen und auch die Kamera liefert akzeptable Bilder.

testr Gesamtwertung

unter Berücksichtigung aller Teilwertungen

 Wir bedanken uns beim Hersteller für die Bereitstellung des Produktes. Zu unseren Grundsätzen

Huawei P10

Huawei ist ein 1987 gegründeter Telekommunikationsausrüster mit Sitz im chinesischen Shenzhen. Das Ziel war, ein chinesisches Telekommunikationsunternehmen zu schaffen, welches mit ausländischen Wettbewerbern konkurrieren konnte.
Der erste Durchbruch erfolgte nach 6 Jahren (i. J. 1993) mit dem C&C08-Vermittlungssystem, dem damals leistungsstärksten sein Art in China. Schwerpunkt des Unternehmens ist die Entwicklung und Herstellung von Geräten der Kommunikationstechnik. Dazu gehören zum Beispiel Mobilfunk (UMTS, GSM, GPRS,), aber auch xDSL, optische Netzwerke und Endgeräte.
Mittlerweile beschäftigt der Konzern rund 170.000 Mitarbeiter.

In diesem Test geht es um das Huawei P10 – nicht vor allzu langer Zeit, durften wir auch die Lite-Version des P10 testen und sind deshalb sehr gespannt, wie die etwas teurere, aber Hardwaretechnisch besseres Smartphone abschneidet.

TEIL 1

Bestehend aus „Verpackung/Design/Verarbeitung“ entspricht 25% der Gesamtwertung

Verpackung

Die durchaus einfallsreich designte Verpackung beinhaltet beinahe keine Informationen über das Produkt.

Lediglich die Modellreihe und das ein Leica Dualkamera verbaut wurde. Etwas Farbe hätte der Verpackung sicherlich nicht geschadet. Gerade bei der Lite-Version war die Farbmischung sehr ansprechend und hinterließ bereits beim Auspacken einen guten Ersteindruck. Das Öffnen gelingt durch aufklappen der in der Mitte getrennten Oberfläche. Zum Vorschein kommt direkt das Huawei P10 Smartphone, dessen Zubehöre und Papierbeilagen sich direkt darunter verbergen. Das Ladekabel mit dem Netzteil, sowie die Kopfhörer sind in einer weiteren Kartonage gut geschützt.

(Verpackung: 2,5 von 5 Punkten)

Design

Mit den stark abgerundeten Kanten, erinnert das Design an die Konkurrenz Apples Iphone und weicht gegenüber den Vorgängern vom Design her etwas ab. Aber keinesfalls negativ. Die Antennen sind ebenso ähnlich an den Seiten angebracht und stechen nicht direkt heraus.
Erhältliche Farben des Huawei P10: mattschwarz, Silber, Gold und Blau. Die Frontfarbe beim silbernen und goldigen Huawei P10 ist weiß. Beim schwarzen und blaue ist die Front hingegen Schwarz gehalten. Das mattschwarze Design ist für Fingerabdrücke überhaupt nicht anfällig im Gegensatz zu Silber und Gold. Das blaue Design hat eine etwas andere Oberflächenbeschichtung, wirkt etwas matt, was es aber nicht ist. Durch die Beschichtung ähnelt es nach den 3D Bildern bei Lichteinfall. Sieht gut aus und macht ebenso was her. Auf der Rückseite befindet sich das Huawei Logo zentriert. Oben rechts, neben der Kamera wird durch den Schriftzug „Leica“ ersichtlich, welche Kamera verbaut wurde.

(Design: 4 von 5 Punkten)

Verarbeitung

An der Verarbeitung gibt es kaum etwas auszusetzen. Sofern man kann nicht kleine Hände hat, lässt sich das Huawei P10 mit einer Hand sehr gut bedienen.

Auch wenn die Rückseite etwas angeraut ist, besteht immer noch eine erhöhte Gefahr, dass das Handy aus den Händen rutscht. Das Gehäuse ist zum großem Teil spaltenfrei. Die Übergänge vom Aluminiumrahmen zum Display laufen schön über.

Die Positionierung der Funktionstasten…

…sowie die Druckpunkte sind ebenfalls gut gelungen.

(Verarbeitung: 4 von 5 Punkten)

TEIL 2

bestehend aus „Funktion des Produktes“ entspricht 65% der Gesamtwertung

Display5,11 Zoll IPS-LCD, 1.920 x 1.080 Pixel (432 PPI)
CPUKirin 960 Octa-Core, 4 x 2,4 GHz (Cortex A73), 4 x 1,8 GHz (Cortex A53)
GPUMali-G71
RAM4 GB RAM
Speicher64 GB (max. auf 2 TB erweiterbar)
SensorenBeschleunigungssensor, Gyroskop, Lichtsensor, Annäherungssensor, Kompass, Fingerabdrucksensor (vorne)
BetriebssystemAndroid 7 mit EMUI 5.1 Oberfläche
Haupt-Kamera20 MP Monochrome + 12 MP RGB Leica Dual Kamera, F2.2
Front-Kamera8MP f/1.9 Blende
Akku3200 mAh Li-Ionen; QuickCharge-Funktion
KonnektivitätWLAN nach 802.11ac-Standard; LTE; Bluetooth 4.2; NFC; USB 2.0; Glonass; BDS und GPS
Abmessungen (HxBxT)145,3 x 69,3 x 6,98 Millimeter
Gewicht145 Gramm
Technische Daten des Huawei P10

Performance

Im P10 darf der Kirin 960-Prozessor mit einer ordentlichen Grafikeinheit arbeiten. Wischereien im Menüpunkt reagieren pfeilschnell. Auch wenn mehrere Apps gleichzeitig laufen, macht sich der Prozessor bemerkbar und leistet gute Arbeit. Wechsel zwischen rechenintensiven Apps machen sich mit kurzen Aussetzer etwas bemerkbar. Da es sich aber nur um sehr kurze Verzögerungen handelt, ist es keineswegs dramatisch.

Rechenintensive Spiele wie „Asphalt: Nitro“ oder „Marvel: Contest of Champions“ funktionieren tadellos.

(Performance: 4,5 von 5 Punkten)

Display

Das 5,1 Zoll großes Display löst mit 1.920 x 1.080 Pixel auf mit einer Pixeldichte von 431 ppi. Die maximale Helligkeit des Displays hätte etwas größer ausfallen dürfen, so wie bei den meisten Smartphones vom Hersteller.

Nicht gleich erschrecken: Das Huawei P10 ist aber ein Magnet für Fingerabdrücke. Generell wird im Werk das Display mit einer Schutzschicht bedeckt. Huawei hat sowohl bei P10 als auch bei der Plus-Variante nur eine reduzierte Displayschutzschicht benützt, aber mit gutem Grund. Das Glas wurde auch über den Fingerabdrucksensor mit einer kleinen Vertiefung überzogen und damit alles tadellos funktioniert, wurde die Schutzschicht reduziert.

Da der Schutz, wie auch bei anderen Herstellern sich mit der Zeit löst, sollte das keine Probleme darstellen. Der Hersteller selbst reagierte nach vielen Fragen mit folgenden Worten: „Es ist kein Fehler – sondern ein Feature“, welche wir von testr.at bestätigen können.

(Display: 4 von 5 Punkten)

Akku

Im Huawei P10 wurde ein 3200 mAh Akku verbaut. Gerade Heavy-User werden sich da etwas schwertun und sollten Reserven mit an Bord haben. Bei gemäßigter Nutzung mit versenden von Nachrichten, Musik hören, Bedarf am Ende des Tages dringend eine Auszeit für das Aufladen. Gerade bei Spieleapps sieht man wie die Prozentanzeige wie sie sich rasant in den roten Bereich wendet.

Allerdings gibt es eine Schnellladefunktion. Das Huawei P10 lädt mit dem beigelegten Super Charge Netzteil von 1-100% in knapp zwei Stunden.

(Akku: 3,5 von 5 Punkten)

Kamera

Der Hersteller Huawei legt immer wieder viel Wert auf Kamera. So wurde hier zwei gleiche 28mm Objektive mit f/2.2 Blende sowie je einem Farb- und einem Monochrom-Bildsensor eingebaut, welche in Zusammenarbeit mit Leica entwickelt wurde. Der Farbsensor löst mit 12 Megapixeln und der Monochromsensor mit 20 Megapixeln auf. Die maximal mögliche Bildauflösung orientiert sich am Monochrom-Sensor, Farb- und Schwarz-Weiß-Aufnahmen können also mit bis zu 20 Megapixel aufgenommen werden.

Farbaufnahmen gelingen dem Huawei P10 sehr gut. Die Farbwiedergabe ist nicht zu aufdringlich. Der automatische Weißabgleich verrichtet seine Arbeit zuverlässig und gibt den Aufnahmen einen natürlichen Ton. Der Automatik-Modus ist gerade für Kameralaien ideal. Die Belichtungsmessung ist bei Tageslicht grandios und mit einer Berührung im Sucher kann der Fokus nach Belieben nachjustiert oder auch manuell bestimmt werden. Im Dunkeln allerdings schwächelt der Automatik-Modus. Zuerst regelt das Smartphone den ISO-Wert auf bis zu 3200 hoch, bevor die Belichtungszeigt verlängert wird. Hier empfiehlt es sich auf ein Stativ zurückzugreifen, da die Ergebnisse dadurch auch fast immer besser sind. Die Fokussierung bei Farbaufnahmen ist Blitzschnell, bei Schwarz-Weiß-Fotos arbeitet sie aber deutlich merkbar langsamer.

Das Huawei P10 kann auch bei recht knappen Abständen noch scharfstellen, wodurch
Makroaufnahmen ebenfalls sehr gut gelingen. Das Dualcam-System produziert dabei einen künstlichen, aber doch ansehnlichen Tiefenunschärfe-Effekt (Bokeh). Wer eine Spiegelreflex-Kamera bei sich hat, mit einem entsprechenden Objektiv, wird dennoch lieber auf seine Spiegelreflex-Kamera zurückgreifen.

(Kamera: 4 von 5 Punkten)

Ausstattung

Das Huawei P10 kann in zweierlei Ausführungen erworben werden: 32 und 64GB-Variante. Eine Erweiterung ist per microSD-Karte möglich. Der Arbeitsspeicher belegt sich mit 4 GB-RAM. Der gängige Standard beim Kommunikationsarsenal ist wie zu erwarten abgedeckt. LTE, WLAN nach 802.11ac-Standard, Bluetooth 4.2 und NFC sind mit an Bord. Wie bereits erwähnt, gibt es eine Fast-Carge-Funktion.

(Ausstattung: 3,5 von 5 Punkten)

TEIL 3

bestehend aus „Preis/Leistung“ entspricht 10% der Gesamtwertung

Beschreibung

Die online präsentierten Produktbilder des Huawei P10 entsprechen durchaus der Realität. Man muss natürlich zur Kenntnis nehmen, dass alle online angegebenen Daten lediglich heoretische Labor-Bestleistungen darstellen und es in der Praxis doch abweichen kann. Allerdings bedient sich nicht nur Huawei der durchaus erlaubten Marketingmaßnahmen.

Etwas kritisieren muss man aber dennoch die Schnellladefunktion. Zwei Stunden könnten potentielle Käufer dann doch etwas enttäuschen.

Preis/Leistung

Leistungstechnisch hält das Huawei P10 zwar nicht mit der absoluten Spitze mit, allerdings setzt der Hersteller die UVP von 599€ etwas niedriger im Vergleich mit Apples und Samsungs Flagschiff. In unserem Praxittest erwies sich der Edel-Chinese als leistungsstarker Smartphone mit vielen Extras und guter Ausdauer. Ich bin davon überzeugt, dass man dem Huawei P10 gutem Gewissens eine Chance geben darf.

testr Gesamtwertung

unter Berücksichtigung aller Teilwertungen

 Wir bedanken uns beim Hersteller für die Bereitstellung des Produktes. Zu unseren Grundsätzen

Honor 9

Honor ist die sozusagen die Untermarke von Huawei und ist seit 2013 auch auf deutschem und österreichischem Markt, sowie in manch anderen europäischen Ländern vertreten. Die Zielgruppe sind junge Menschen, mit einem um das Internet herum zentrierten Leben.

Gerade das attraktive Preis-Leistungs-Verhältnis spricht Jugendliche sehr an, da auch gerade diese, wie etwa Schüler oftmals knapp bei Kasse sind. Der Vorgänger Honor 8 war ein guter Erfolg – wie sich der neue flagship schlägt, erfahrt ihr in unserem Praxistest.

TEIL 1

Bestehend aus „Verpackung/Design/Verarbeitung“ entspricht 25% der Gesamtwertung

Verpackung

Die Verpackung ist sehr schlicht gehalten. Komplett in Weiß mit Schraffierungen aus kleinen Punkten lassen es dennoch nicht völlig langweilig aussehen. Auf der oberen Seite wird mit der silbernen Zahl „9“ das Modell deutlich gemacht. Knapp darunter in kleiner Schrift „Honor 9“. Auf der unteren Seite sind lediglich kurze Herstellerangaben.

Das Innenleben der Verpackung ist mit dem vor kurzem erst getesteten Huawei P10 Lite sehr ähnlich. Es befindet sich darin eine weitere Verpackung, welche das Gehäuse der eigentlichen Verpackung nicht auffüllt, sondern sich noch ein Spalt befindet, wo auch dann das Honor 9 zum Vorschein kommt. Bei der weiteren Verpackung befindet sich das Ladekabel, Kopfhörer der Firma Monster und zu meiner Überraschung eine Schutzhülle aus Hartkunststoff.

(Verpackung: 3,5 von 5 Punkten)

Design

Ich persönlich finde das Design des Honor 9 gut gelungen, wie auch sehr ansprechend. Die Kanten sind schön abgerundet. Die vier Antennenstreifen, welche sich jeweils zwei oben auf den Seiten und zwei auf der unteren Seite befinden, gut positioniert und sind wenig erkennbar. Das Highlight des Honor 9 ist die Rückseite. Bei Lichteinfällen bricht sich das Licht durch mehreren Schichten in schöne Streifen und langen Linien, welches für ein ansehnliches und lustiges Spiel sorgt.

(Design: 4 von 5 Punkten)

Verarbeitung

Tadellose Verarbeitung wünscht sich heutzutage jeder Kunde, egal ob Mittelklasse oder Top-Model. Exzellente Materialverarbeitung lassen nichts zu wünschen übrig. Das Honor 9 kommt mit einem Aluminiumrahmen und Glasrückseite. Die Spaltmaße sind äußerst gering und das Smartphone wirkt sehr wertig. Das mehrfach beschichtete Glas punktet punkto Design aber nur sehr kurz. Hautberührungen sorgen schnell für unvermeidliche Fingerabdrücke, in dessen Folge das Glas in kürzester Zeit vollgeschmiert wird.

Achtung beim Ablegen des Honor 9 auf rutschigen Oberflächen mit Gefälle. Durch das Glas, kann das Smartphone sehr schnell mal wegrutschen. Es sei denn, man benützt die sich im Lieferumfang befindliche Schutzhülle.

(Verarbeitung: 4 von 5 Punkten)

TEIL 2

bestehend aus „Funktion des Produktes“ entspricht 65% der Gesamtwertung

Display5,15 Zoll IPS-LCD, 1920 x 1080 Pixel (428 ppi)
CPUHiSilicon Kirin 960 8-Kern Prozessor (4x 2,4 GHz & 4x 1,8 Gigahertz)
GPUMali G71 MP8
RAM4 GB RAM
Speicher64 GB (max. auf 256 GB erweiterbar)
BesonderheitHybrid-Slot für zweite SIM-Karte oder microSD
BetriebssystemAndroid 7 mit EMUI 5.1 Oberfläche
Haupt-Kamera12MP f/2.2 Blende & 20-Megapixel-Monochrom-Linse Dual LED Blitz & Hybrid Autofokus
Front-Kamera8MP f/2.0 Blende
AnschlüsseUSB-C Anschluss; 3,5 mm Kopfhöreranschluss
Akku3200 mAh mit QuickCharge-Funktion; nicht austauschbar
KonnektivitätWi-Fi 802.11/b/g/n/ac, Mobilfunknetz bis 4G, Wi-Fi Direct, Bluetooth 4.2 und GPS, A-GPS, GLONASS, BDSS
Abmessungen (HxBxT)147,3 x 70,9 x 7,45 Millimeter
Gewicht155 Gramm
Technische Daten des Honor 9

Performance

Wie bereits erwähnt ähnelt das Honor 9 dem P10 sehr. Die Leistung wurde bei dem Honor 9 auch nicht drastisch gesenkt. Wie im P10 steckt auch hier ein acht-Kern-Prozessor (4×2,4 Gigahertz und 4×1,8 Gigahertz), Typ Kirin 960. Zusammen mit den 4 Gigabyte Arbeitsspeicher arbeitet das Smartphone mit ordentlich Leistung. Mit der auf Android 7.0 basierenden und mit EMUI 5.1 Oberfläche sind Verzögerungen oder Ruckler sowohl bei App-Starts, auch als bei Spielen nicht immer ein Fremdwort. Das Spiel „Marvel Contest of Champions“ lief zwar flüssig, aber bei mehreren und schnellen Touchberührungen reagierte das Smartphone nicht immer einwandfrei. Bei anderen rechenintensiven Spielen wie zum Beispiel „Real Racing 3“ oder „Asphalt Nitro“ war dies aber nicht der Fall und das Problem tritt lediglich nur bei MCOC auf.

Die Speicherkapazität beläuft sich auf 64 Gigabyte. Letztendlich bleiben aber gut 48 Gigabyte zur Verfügung. Mit Hilfe einer microSD-Karte lässt das Honor 9 Speicher sich auf bis zu 256 Gigabyte erweitern.

(Performance: 4 von 5 Punkten)

Display

Das 5,15 Zoll Display löst in FULL-HD (1920×1080 Pixel) auf. Die aktuell beste Display-Technik ist es zwar nicht, dennoch eine sehr clevere Entscheidung seitens Honor, denn eine Pixeldichte von 432 ppi ist für das menschliche Auge bereits so scharf, dass man keine einzelnen Pixel erkennen kann. Dadurch profitiert der Akku erheblich. Das Display bietet zudem leuchtkräftige Farben und ist genügend hell. Der Touchscreen arbeitet präzise und zügig. Fehler waren wie bereits erwähnt nur im Spiel „MCOC“

(Display: 3,5 von 5 Punkten)

Akku

Der Hersteller hat beim Honor 9 einen 3200 mAh Akku verbaut. Im Praxis-Test hielt er bei normaler Nutzung (kurze Telefonate, SMS – kein surfen) 2 Tage ohne Ladeverlangen durch.

Bei intensiver Nutzung mit Musik, Surfen, Telefonie waren es bei 14 Stunden schluss. Intensive Nutzung von Spielen kam ich auf „nur“ 7 Stunden, wobei das im Verhältnis zu anderen Smartphones durchaus normal ist.
Im Ultra-Modus (dazu unten mehr) hatte ich nach 3 Tagen noch 62% Akku.

(Akku: 4 von 5 Punkten)

Kamera

Auf der Rückseite kommt eine Dual-Kamera (12 Megapixel-RGB- und 20-Megapixel-Monochrom-Linse) zum Einsatz. Hybrid-Zoom, Blendenmodus und der Monochrom-Modus sind mit an Bord, sowie der Profi-Modus für noch mehr Einstellungen. Bei hellem Tag gelingt es Honor 9 ohne Profi-Modus gute Ergebnisse zu erzielen, bei dunkler Umgebung kann dieser Modus doch sehr hilfreich sein. Bei dunkler Umgebung ist das typische Bildrauschen erkennbar.

Die Frontkamera ist für Selfie-Liebhaber sicher interessant, immerhin knipst sie mit 8 Megapixeln. Zudem verfügt sie über eine f/2.0 Blende, welche damit Lichtstärker ist als die Rückkamera mit f/2.2 Blende.

Nun normal Modus und Profi-Modus. Rechte Seite ist Profi-Modus, kaum ein Unterschied zu bemerken, wobei das erste etwas überbelichtet wurde.

Frontkamera – Selfies:

Frontcam-Selfie

(Kamera: 3,5 von 5 Punkten)

Funktionen & Ausstattung

Mit FastCharge kommt Freude auf. In 1,5 Stunden ist das Smartphone vollständig aufgeladen.
Erfreulicherweise ist eine Dual-Sim Option möglich, jedoch muss dann auf eine Speicherkarte verzichtet werden. Taschen-Modus (verhindert die selbstständige Bedienung in der Hosen- oder Handtasche) sowie Handschuh-Modus sind ebenso mit an Bord. Weiters gibt es zwei Stromspar-Modi: Zum einen der normale Sparmodus (Begrenzt App-Aktivitäten im Hintergrund, deaktiviert automatische Synchronisierung von Emails und Systemsounds und reduziert visuelle Effekte) und zum anderen der Ultra-Modus bei dem lediglich ausgewählte Apps und Einstellungen noch funktionieren.

Der Fingerabdruck-Sensor befindet sich nun auf der Vorderseite und ist im Home-Button integriert. Zudem arbeitet dieser sehr präzise und verlässlich. Mit einem Wisch nach unten über den Bildschirm gelangt man zu den wichtigsten Einstellungen.

(Funktionen & Ausstattung: 4 von 5 Punkten)

TEIL 3

bestehend aus „Preis/Leistung“ entspricht 10% der Gesamtwertung

Beschreibung

Honor 9 wurde vom Hersteller mit iPhone 7 Plus (Kamera) und Samsung Galaxy S8 (Schnelligkeit) verglichen. Wir von testr.at machen zwar keine direkten Vergleiche, dennoch können wir unbesorgt sagen, dass sich die Fotoqualität und Geschwindigkeit sehen lassen kann. Ich persönlich besitze ein iPhone 7 und überlege mir gar persönlich auf das Honor 9 zu wechseln.

Honor’s Aussage, dass dieses Smartphone gerade für junge Menschen konzipiert wurde, kann ich bestätigen. Gerade im Fotobereich mit den Einstellungsmöglichkeiten oder klang-technisch ist es für Jugendliche sehr Interessant.

Preis/Leistung

Honor hat nicht zufiel versprochen – flott, präzise und qualitativ.

Wir kennen bereits das P10 von Huawei, dessen Test auch in Kürze folgen wird. Ähnlichkeiten mit Honor 9 haben wir schon festgestellt. Daher können wir auch sagen, dass das Preis/Leistungsverhältnis von Honor 9 grandios ist. Mit einem UVP von 429€ ist das Smartphone um 200€ günstiger als das P10, so kann man das Honor 9 auch ein verkapptes P10 nennen.

Der Hersteller peilt mit dem Honor 9 besonders junge Menschen, wie Schüler, Studenten etc. an und bietet somit ein faieres Preis-Leistungs-Verhältnis.

testr Gesamtwertung

unter Berücksichtigung aller Teilwertungen

 Wir bedanken uns beim Hersteller für die Bereitstellung des Produktes. Zu unseren Grundsätzen

Huawei P10 Lite

Huawei ist ein 1987 gegründeter Telekommunikationsausrüster mit Sitz im chinesischen Shenzhen. Das Ziel war, ein chinesisches Telekommunikationsunternehmen zu schaffen, welches mit ausländischen Wettbewerbern konkurrieren könnte.
Der erste Durchbruch erfolgte nach 6 Jahren (i. J. 1993) mit dem C&C08-Vermittlungssystem, dem damals leistungsstärksten sein Art in China. Schwerpunkt des Unternehmens ist die Entwicklung und Herstellung von Geräten der Kommunikationstechnik. Dazu gehören zum Beispiel Mobilfunk (UMTS, GSM, GPRS,), aber auch xDSL, optische Netzwerke und Endgeräte. Mittlerweile beschäftigt der Konzern rund 170.000 Mitarbeiter. In diesem Test beschäftigen wir uns mit der Lite-Version des Huawei P10 – eine günstigere und abgespeckte Variante des P10. Generell ist die Lite-Reihe sehr beliebt und ein Bestseller. Ob auch das Huawei P10 Lite die Tradition noch weiterführen kann, erfahrt ihr weiter unten.

TEIL 1

Bestehend aus „Verpackung/Design/Verarbeitung“ entspricht 25% der Gesamtwertung

Verpackung

Der Verpackungskarton kommt ziemlich einfach daher. Es werden keine Informationen über das Produkt bekannt gegeben. Es sind lediglich das Logo und die Schriftzüge mit „Huawei Design“ und „Huawei PX Lite“ zu sehen.

Vollkommen ausreichend, da man sich die Informationen über das Produkt generell auch im Vorhinein holt. Die Farbenmischung des Streifens auf der Oberseite von Rot zu Blau macht optisch einiges her. Der Deckel abgenommen, staunt man erstmal. In der Verpackung sind zwei Fächer. Im oberen Fach befindet sich eine weitere Verpackung, worin sich das Papierkram befindet. Im unteren erneut eine Verpackung, in der sich die Kopfhörer und Ladegerät befindet. Sehr interessant und kreativ fand ich, dass zwischen den beiden Verpackungen ein Spalt bildet, wo das Smartphone hineingeschoben wurde. Durch die anderen Verpackungen wird das Huawei P10 Lite optimal geschützt.

(Verpackung: 4 von 5 Punkten)

Design

Die Lite-Variante ist in vier Farben erhältlich: Midnight Black, Sapphire Blue, Pearl White, Platinum Gold. Das Design ist generell durchaus gut gelungen. Die Antennen sind an den Seiten angebracht und daher auch wenig sichtbar.

Unten auf der Vorderseite ist der Markenname zulesen, wie auch auf der Rückseite. Das man aber auf das Huawei Logo verzichtet hat, finde ich etwas schade. Die Größe ist ebenfalls gut gelungen. Mit einer Länge von 14,65 und einer Breite von 7,2 Zentimetern liegt das Huawei P10 Lite wie angegossen in der Hand. In seiner Preisklasse bis 350€ ist das P10 Lite zudem auch eines der dünnsten Smartphone auf dem Markt.

(Design: 4 von 5 Punkten)

Verarbeitung

Während das normale P10 aus einem Guss ist, setzte Huawei bei der diesjährigen lite-variante auf Aluminiumrahmen und die Rückseite ist mit einer Glasplatte vorgesehen. Leider ist die Glasplatte für Fingerabdrücke und Kratzer anfällig. Das Huawei P10 Lite wirkt dadurch jedoch keineswegs billig. Die Funktionstasten für Lautstärkeregler und Sperre, sind auf der selben Seite angebracht.

Da hätte ich mir gewünscht, dass diese getrennt gewesen wären, da ich doch ab und an mal gerne die falsche Taste getätigt habe.

(Verarbeitung: 4 von 5 Punkten)

TEIL 2

bestehend aus „Funktion des Produktes“ entspricht 65% der Gesamtwertung

Performance

Bei der Lite-Variante wurde ein Mittelklasse-Prozessor verbaut. Statt dem schnellen Kirin 960 sitzt bei P10 Lite „nur“ Kirin 658 fest. Wenn das Smartphone nicht an ihre Leistungsgrenze gezwungen wird, sollte in der Realität auch kaum ein Unterschied festzustellen sein. Wischereien im Menüpunkt funktioniert sehr zügig. Rennspiele wie „Asphalt-Nitro“ packt das Smartphone ohne Probleme, jedoch bei sehr rechenintensiven Spielen wie „Marvel Champions of Contest“ macht sich der solide Mittelklasse-Prozessor bemerkbar. Nicht immer, aber öfters wird man von Ruckeln und Verzögerungen genervt, wobei das Huawei P10 Lite auch nicht aufs Gaming ausgesetzt ist.
Wer nicht auf Spiele setzt, wird mit der Leistung sehr zufrieden sein.

(Performance: 4 von 5 Punkten)

Display

Mit einem 5,2 Zoll großen Display, welche auch in Full-HD auflöst, kommt große Freude auf. Es wurde zudem ein IPS-Panel verbaut, die Blickwinkelstabilität ist sehr hoch und zufriedenstellend.
Die Displayanzeige lässt das Huawei P10 Lite ausreichend hell erscheinen. In den Einstellungen kann die Farbtemperatur nach Belieben geändert werden. Dynamische Einstellungsmöglichkeiten gibt es jedoch nicht. Ähnlich wie bei anderen Herstellern, besitzt auch das P10 Lite einen „Nachtmodus“, wodurch die Farbtemperatur kalt wird und die Augen schont. Viele Besonderheiten gibt es zwar nicht, aber die Interessenten werden bei dieser Mittelpreisklasse auch nicht danach suchen.

(Display: 4 von 5 Punkten)

Akku

Der 3000 mAh Akku macht sich durchaus positiv bemerkbar. Die Werte sind ordentlich, wenn auch nicht perfekt. Im Langzeit-Test wurde nur telefoniert. Mit über 10 Gesprächsstunden zeigte die Anzeige immer noch 13 Prozent an. Bei einem intensiven Spieletest überlebte der Akku etwa neun Stunden. Bei einem durchschnittlichen Gebrauch mit etwas Surfen musste das Huawei P10 Lite alle zwei Tage aufgeladen werden. Beim Laden kommt aber auch Freude auf. Mit direkten Vergleichen zu anderen Smartphones mit höheren Preisklassen war ich mit dieser Leistung vollkommen zufrieden, wie auch etwas überrascht.

(Akku: 4,5 von 5 Punkten)

Kamera

Aus Preisgründen, wie auch aus hierarchischen Gründen verzichtet Huawei auf Leica-Kamera, so muss man auf Leica-Zauber verzichten. Jedoch leistet die hintere Kamera mit 12-Megapixel-Linse mit f/2.2-Blende gute Arbeit. Fotos mit angenehmer Farbumgebungen und guten Kontrasten ist ein Klacks für die Kamera. Der Sensor arbeitet selbst ohne Unterstützung von natürlichem Licht scharf. Die Schärfe kann jedoch aber zu den Seiten nachlassen und das trotz HDR. Bei Tageslicht gelingen sehr gute Bilder. Makroaufnahmen sind ebenso zufriedenstellend, wenn auch das Bokeh etwas zu ausgeprägt ist. Die Farben werden gut wiedergegeben – mit LED-Blitz übersteuert das Ganze jedoch etwas.

Videos sind in bis zu FULL-HD aufgenommen werden. Die Bildqualität sowie Tonaufnahme sind ausreichend, was aber mehr vermisst wird, ist der Bildstabilisator.

Vorderseite: hier kommt eine 8-Megapixel-Kamera zum Einsatz. Das Bild ist für eine Vorderkamera akzeptabel, jedoch wird das Licht allerdings vermehrt zum Faktor. Dadurch zeigt sich eine Neigung zum Bildrauschen erkenntlich.

(Kamera: 3 von 5 Punkten)

Funktionen & Ausstattung

Das P10 Lite ist mit der Schnellladetechnik Huawei FastCharge ausgestattet. Von 0 auf 100 schaffte ich es in knapp über einer Stunde. Bei einer halbstündigen Ladezeit bei Zeitmangel, bekommt man gut 50% aufgeladen, was natürlich nur Vorteile mit sich bringt. Aber Achtung: der Ladestecker ist ein Micro-USB Typ-B. Die C-Standard Stecker passen hier leider nicht rein. Der Fingerabdrucksensor auf der Rückseite arbeitet verlässlich, präzise und zügig.

Im Smartphone kommt die Benutzeroberfläche EMUI 5.1 zum Einsatz, welche auf Android 7.0 basiert. Sehr gut gefallen einige nützliche Features des Software-Pakets – man bekommt die Möglichkeit per App-Twin, KontenApps zu klonen und gleichzeitig zu verwendet. Die geklonten Apps werden mit einem zusätzlichen Icon gekennzeichnet. Beim Telefonieren war sowohl der Sender, wie auch der Empfänger zufrieden. Die Verbindungsmöglichkeiten des Huawei P10 Lite: LTE, NFC, USB-OTG, HSPA (+), DLNA, Bluetooth, WLAN und kabellose Displayübertragung.

(Funktionen & Ausstattung: 4 von 5 Punkten)

TEIL 3

bestehend aus „Preis/Leistung“ entspricht 10% der Gesamtwertung

Beschreibung

Die Speicherkapazität wird mit 32 GB angegeben, was zwar der Realität entspricht, aber Nutzbar sind es dann doch „nur“ 22 GB. Werden vorinstallierte Apps gelöscht, die nicht von Nutzen sind, erweitert sich zwar der Speicher, aber nicht um Welten. Verzichtet man jedoch auf eine zweite Sim-Karte, kann dieser Slot mit einer Speicherkarte ersetzt werden. So kann der Speicher dementsprechend auch erweitert werden. Dass Menüpunkte in wenigen Schritten erreichbar sind, wird weitgehend gehalten.

Preis/Leistung

Die Fähigkeiten des Huawei P10 Lite rechtfertigen womöglich den Preis. Schade dennoch, dass Huawei hierbei die 300€ Grenze bei Mittelklasse-Smartphones überschritten hat. Man bekommt allerdings ein durchaus gutes Smartphone für eine UVP von 349€. Alternativen finden sich jedoch zu hauf. Gerade wo die Zweitmarke Honor selbst im Weg steht.
Ich als jahrelanger Apple-Fan bin von Huawei wirklich positiv überrascht.

testr Gesamtwertung

unter Berücksichtigung aller Teilwertungen

 Wir bedanken uns beim Hersteller für die Bereitstellung des Produktes. Zu unseren Grundsätzen

LG G6

LG wurde 1958, als Tochter der Lucky Chemical Industrial Co., unter dem Namen Goldstar Co. gegründet. Anfangs wurden Radios, Fernseher, Kühlschränke, Waschmaschinen, Klimaanlagen und Staubsauger produziert. Im Jahr 1995 wurde der Firmenname von Goldstar in LG Electronics umbenannt. LG ist die Abkürzung von Lucky GoldStar. Gelegentlich ist auch die Bezeichnung LGe zu finden, wobei hier das e für Electronics steht. Inzwischen gehört der Konzern zu einer der ganz Großen und bietet Produkte aus den Bereichen Informationstechnik, Unterhaltungselektronik, Mobilfunk, Photovoltaik, sowie Haushaltsgeräte an. Mit dem Smartphone-Flaggschiff LG G6, das seit April 2017 auf dem Markt ist, versucht der Hersteller, mit dem neuen 5,7 Zoll großen Display, dass mit einem sehr schmalen Rand daher kommt zu überzeugen. Zudem stehen sowohl die Kamera und der Fingerabdrucksensor auf der Rückseite nichtmehr vom Gehäuse hervor. Die restliche Hardware stammt wiederum aus dem vergangenen Jahr, reicht das trotzdem, um sich gegen die Konkurrenz zu behaupten?

TEIL 1

Bestehend aus „Verpackung/Design/Verarbeitung“ entspricht 25% der Gesamtwertung

Verpackung

Die Verpackung des LG G6 ist sehr schlicht gehalten. Auf der oberen Seite der komplett in schwarz gehaltenen Verpackung ist das G6 Logo in Silber aufgedruckt. Bei den wenigen Informationen auf der Rückseite handelt es sich nicht großartig um das eigentliche Produkt, sondern vielmehr über den Hersteller. Auf der rechten Seite befindet sich ein großer Aufkleber, der unter anderem über die IMEI-Nummer, S/N-Nummer, Modellbezeichnung sowie die Farbe des LG G6 informiert. Auf der linken Seite ist der Slogan „Life´s Good When You Play More“ aufgedruckt. Mit dem übrigens bereits das LG G5 angepriesen wurde. Auf der oberen Stirnseite ist noch ein klassisches LG Logo zu sehen.

Nach dem Öffnen der Verpackung kommt direkt das LG G6-Smartphone in der üblichen Schutzfolie zum Vorschein. Das restliche Zubehör verbirgt sich unter dem Gerät. Beim Lieferumfang gibt es wenig Überraschungen, es ist im Wesentliche alles dabei, was man für den täglichen Smartphone-Einsatz benötigt. Ladekabel, Netzteil, SIM-Tool und die üblichen Papier-Beilagen.

Nun fragt Ihr euch sicherlich, fehlt da nicht noch etwas – ja genau da fehlt etwas, wir haben eine frühe Version des LG G6 zum Testen erhalten. Wenn Ihr euch das LG G6 kaufen solltet, sind natürlich die In-Ear-Kopfhörer und ein Reinigungstuch mit im Lieferumfang dabei.

(Verpackung: 3,5 von 5 Punkten)

Design

Mit dem G6 hat sich LG von der Idee des Magic-Slot verabschiedet um sich voll und ganz auf das Smartphone zu konzentrieren. So wurde die erhabene Bauweise der Kamera und des Fingerabdrucksensors entfernt. Dadurch sieht das neue LG Flaggschiff insgesamt stylisher aus. Was direkt nach dem Auspacken ins Auge fällt, ist das 5,7 Zoll große Display, welches mit einem 18:9 Formfaktor daher kommt. Geschützt wird das Display übrigens von Gorilla Glas 3. Das LG G6 besitzt zwar ein größeres Display als sein Vorgänger, jedoch ist es dank dem neuen Display-Formfaktor, kleiner als dieser. Das LG G6 sieht mit seinem matten Aluminiumrahmen und die Rückseite, die aus Gorilla Glas 5 besteht, sehr edel aus. Unser Testmodel in Ice Platinum hat mir auf Anhieb sehr gut gefallen. Das 5,7 Zoll große Smartphone bringt 163 Gramm auf die Waage und liegt sehr gut in der Hand. Dazu trägt die leicht abgerundete Rückseite bei.

LG hat die Positionen der mechanischen Knöpfe beim LG G6 wie bereits beim LG G5 gewählt. So ist auf der linken Seite des Geräts die Lautstärkewippe und direkt in der Zeigefingerreichweite der Power-Button auf der Rückseite, direkt unterhalb der beiden Kamera Linsen zu finden. In diesem ist ebenfalls der Fingerabdrucksensor integriert. Wie bereits erwähnt hat sich LG von der erhabenen Bauweise der beiden rückseitig verbauten Kamera Linsen verabschiedet. Nun sind diese und der Fingerabdrucksensor planeben in dem edlen Gehäuse eingelassen.

Der Akku des LG G6 ist dadurch, dass es nichtmehr modular aufgebaut ist, nichtmehr entfernbar. Zu guter Letzt gibt es auf der rechten Seite den SIM- und microSD-Slot, dieser schließt bündig mit dem Gehäuse ab. Das Design des LG G6 kann mich wirklich rundum überzeugen.

(Design: 4,5 von 5 Punkten)

Verarbeitung

Der Homebutton ist wie bei Samsungs Galaxy S8 auf der Rückseite platziert. Aber zum Glück hat diesen LG wesentlich durchdachter und ergonomischer unter der Kamera platziert. Sobald man des LG G6 anschaltet, fällt einem der schmale Rand rund um das Display auf. Durch das 18:9 Format ist das Display somit nicht breiter, sondern nur etwas länger als beim Vorgänger geworden und lässt sich somit zumindest mit meinen durchaus großen Händen, weiterhin überall gut erreichen. Das LG G6 ist IP68-zertifiziert und verträgt somit ein bis zu 30-minütiges Untertauchen, in einer Tiefe von bis zu 1,5 Metern in normales Wasser. Laut Angaben von LG ist es zudem gegen Schläge gemäß Mil-STD-810G geschützt.

Die Antennen-Durchlässe sind im Gegenzug zum Vorgängermodell nun wesentlich ansehnlicher im Aluminium Rahmen untergebracht. In der Verarbeitung hat LG auf die Punkte, die mir im Vorgänger aufgefallen sind, reagiert und diese beseitigt. Rundum konnte mich die Verarbeitung des neuen LG G6 voll überzeugen, die wenigen Tasten die vorhanden sind haben einen angenehmen Druckpunkt und die Glas-Rückseite schützt das Smartphone vor Kratzern. Jedoch ist diese dadurch logischerweise anfälliger für Fingerabdrücke. Beim Platinum Modell fallen diese, jedoch anders als beim schwarzen Modell so gut wie gar nicht auf.

(Verarbeitung: 4,5 von 5 Punkten)

TEIL 2

bestehend aus „Funktion des Produktes“ entspricht 65% der Gesamtwertung

Performance

Zum Einsatz kommt der aus dem Jahr 2016 stammende Snapdragon 821 Prozessor von Qualcomm. LG wollte nicht auf den Snapdragon 835 warten, da dieser unter anderem den Markstart um ein paar Monate verschoben hätte und dieser auch Auswirkungen auf die Akkuleistung hätte. Denn der aktuelle Top-Prozessor Snapdragon 835 verfügt über acht statt vier Prozessorkerne. Der Arbeitsspeicher wurde gegenüber dem Vorgänger nicht erhöht und bleibt somit bei 4 Gigabyte RAM.

Das Gleiche gilt auch für den internen Flash-Speicher, dieser ist zwar mit 32 Gigabyte (Netto 20 Gigabyte) nicht allzu groß bemessen, kann bei Bedarf aber mit einer mircoSD-Speicherkarte um bis zu 2 Terabyte erweitert werden. Im Benchmark Test schneidet das LG G6 wegen dem alten Prozessor-Chip zwar schlechter ab, als wenn ein Snapdragon 835 verbaut wäre. Aber im normalen Alltagseinsatz fällt dies einem nicht auf.

m Praxistest kann mich das LG G6 positiv überraschen. Bei den alltäglichen Aufgaben glänzt das Smartphone ohne jegliche Einschränkungen und auch aktuelle Spiele laufen ohne Aussetzer. Auch könnt ich keine Ruckler feststellen und die Ladezeit sind erfreulich kurz. Die Nutzeroberfläche läuft flüssig ab, auch wenn man z.B. einen 360-Grad Live Hintergrund verwendet.

Wo man eventuell eine Leistungsschwäche feststellen kann, ist nach dem erstellen eines 360-Grad Panorama Bildes. Möchte man dieses anschließend in der Galerie betrachten, muss man sich auf eine etwas längere Wartezeit einstellen, bis das Bild komplett betrachtet werden kann.

(Performance: 4 von 5 Punkten)

Display

Das 5,7 Zoll große Display, das von LG als FullVision QHD+ In-Cell Display bezeichnet wird, löst mit 2880 x 1440 Pixeln auf. Die Pixeldichte beträgt somit beachtliche 564 ppi! In Sachen Farbe, Kontrast und Bildschärfe braucht sich das G6 dank HDR10 & Dolby Vision nicht vor der Konkurrenz verstecken. Denn beide tragen für intensivere Farben und ein verbesserten Kontrast bei. Die sehr gute Qualität des QHD+ -Display beeindruckt das Auge. Die von LG genannte Komfortansicht dürfen Android-Nutzer auch als Nachtmodus und iOS-Nutzer als Nightshift kennen. Diese Funktion reduziert den Anteil des blauen Lichtes, wodurch sich die Augen vor allem nachts weniger anstrengen müssen.

Bei der Bildschirmhelligkeit kann das Display des LG G6 ebenfalls überzeugen, im Outdoor-Einsatz bei Maximaler Hintergrundbeleuchtung ist noch relativ viel auf dem Bildschirm zu erkennen. Auch beim Fotografieren mit direkter Sonneneinstrahlung ist die Leistung des Displays angemessen. Das Spiegeln der Glas-Oberfläche ist im Vergleich des Vorgängers jedoch deutlich reduziert worden.

(Display: 4,5 von 5 Punkten)

Akku

Damit das LG G6 wasserdicht sein kann, mussten die Koreaner den 3.300 mAh Akku fest verbauen. Das Durchhaltevermögen des Akkus kann sich durchaus sehen lassen. Ich konnte das LG G6 gut 2 Tage verwenden, bis ich es wieder aufladen musste. In dem Testzeitraum hatte ich teilweise über das mobile Datennetz und abends über Wlan im Internet gesurft, einige Videos angeschaut und telefoniert. LG hat dem G6 die schnell Ladefunktion Quick Charge 3.0 verpasst. In einer halben Stunde ist der Akku auf etwa 43% aufgeladen, für die volle Aufladung dauert es knapp eine Stunde und 15 Minuten. Übrigens hat LG im G6 eine Heatpipe aus Kupfer verbaut, welche die entstehende Hitze ableiten soll. Zudem wurden alle wärmeerzeugende Bauteile so weit wie möglich voneinander verbaut.

(Akku: 4 von 5 Punkten)

Kamera

Auf der Rückseite befinden sich wie bereits beim Vorgänger zwei Kamera Linsen. Die Auflösung der beiden Linsen hat LG jedoch verändert. So sitzt auf der Rückseite eine 13-Megapixel-Kamera mit 1.8er-Blende und eine Weitwinkel Linse mit ebenfalls 13 Megapixeln, die aber einen Bildwinkel bis 125 Grad aufnimmt. Zwar wurde die Auflösung der Hauptkamera im Vergleich zum Vorgänger um 3 Megapixel reduziert, jedoch sind 13 Megapixeln ausreichend genug, um damit gute Bilder zu machen, was man ja auch am iPhone mit 12-Megapixeln feststellen kann. Was mir beim Bilder auf den Laptop übertragen aufgefallen ist, ist die Auflösung der Bilder die je nach gewählten Aufnahme-Format variiert. So erhält man bei dem Bildschrim-Format von 18:9 eine Auflösung von 8,6 Megapixel, bei 16:9 sind es 9,7 Megapixel. Die volle Auflösung von 13 Megapixeln bekommt man nur im 4:3 Format. Im Praxistest konnte die Dual-Kamera dennoch überzeugen.

Die Software der Kamera bietet wie beim Vorgänger viele manuelle Einstellmöglichkeiten, die Spiegelreflexkamera-Nutzer gut vertraut sind. Aber auch die automatischen Einstellungen funktionieren zuverlässig, HDR, Panorama, Bild-in-Bild und sogar 360-Grad Bilder bieten alle Funktionen, die für gute Bilder prozessieren können. An der 13 Megapixel-Kamera gibt es in puncto Bildqualität wenig zu meckern. Bei Tageslicht schießt das LG G5 kontrastreiche und scharfe Bilder. In dunkleren Lichtverhältnissen lässt die Qualität jedoch ein Stück nach und das Bildrauschen nimmt etwas zu.

Die Ultraweitwinkel Linse mit 13 Megapixeln kann in Sachen Bildqualität ebenfalls überzeugen. Beachten werden sollte hier jedoch, das LG die zweite Kamera Linse für Weitwinkelbilder nutzt und nicht wie Apple oder Huawei für einen Telezoom mit Bokeh-Effekt. Die Auflösung der Frontkamera wurde überraschend auf 5 Megapixeln reduziert, jedoch bin ich mit der Qualität der Aufnahmen trotzdem zufrieden und die Bilder sind meiner Meinung nach sogar besser, als beim Vorgänger mit 8 Megapixel.

Dies zeigt mal wieder, dass mehr Megapixel nicht automatisch bessere Bilder bedeutet. Der Autofokus arbeitet übrigens wie auch bei der rückseitigen Dual-Kamera sehr zuverlässig. Die Frontkamera erlaubt Bilder mit Normalen- (82 Grad) und Weitwinkel (100 Grad), jedoch reicht hierfür anders als auf der Rückseite nur eine Linse aus. Die Weitwinkel Funktion der Frontkamera ist vor allem bei einem Gruppen-Selfie mit mehreren Personen sinnvoll. Das Kamera-Trio des LG G6 kann im großen Ganzen überzeugen. Besonders die Weitwinkel Linse und die gute Bildschärfe hat mir besonders gut gefallen.

4K Video-Aufnahmen sind für das LG G6 ebenfalls kein Problem. Jedoch nimmt man beim schwenken währenden der Aufnahmen verstärkt Bildunschärfen wahr. Abhilfe Schaft dabei nur eine Aufnahme mit einer höheren Framerate also 60 Bilder in der Sekunde, was jedoch nur in Full-HD möglich ist und wiederum bedeutet, dass die Bildschärfe abnimmt.

(Kamera: 4,5 von 5 Punkten)

Software

Das LG G6 kommt mit Android 7.0 Nougat Betriebssystem, welchem LG seine Nutzeroberfläche LG UX verpasst. Den Homescreen Launcher hat das Unternehmen sinnvoll optimiert. So ist z. B. der App-Drawer von Werk aus vorhanden, zudem passen sich die App-Icons, die geladen werden, automatisch an das Design der LG UX Oberfläche an. Der Umfang an vorinstallierten Apps hält sich zum Glück gering. Zwar sind einige Apps von LG vorinstalliert, diese sind aber durchaus interessant und bieten nützliche Funktionen. Googles künstliche Intelligenz „Google Assistent“ ist übrigens ebenfalls mit an Bord.

(Software: 4,5 von 5 Punkten)

TEIL 3

bestehend aus „Preis/Leistung“ entspricht 10% der Gesamtwertung

Beschreibung

Die Beschreibungen und Produktbilder sind realitätsgetreu und sind nicht aus der Luft gegriffen.LG´s Aussagen wie „The Big Screen That Fits In Your Hand“, treffen bei dem LG G6 vollkommen zu. Das neue Flaggschiff kommt mit einem größeren Display als sein Vorgänger daher, ist aber durch den schmäleren Displayrand dennoch etwas schmäler als dieser.

Preis/Leistung

Der Preis des LG G6 war bei der Markteinführung stolze 749 EUR (in D/A). Das ist meiner Meinung nach von der verbauten Hardware wie der ältere Prozessor und nur 4 GB Arbeitsreicher etwas zu hoch angesetzt. Inzwischen ist das Smartphone seit einigen Wochen auf den Markt und je nach Farbe für knapp 580 EUR verfügbar. Dies ist dann wiederum ein Preis bei dem das LG G6 in meinen Augen durchaus interessant ist. Farben stehen folgende zur Auswahl: Mystik White, Astro Black und Ice Platinum.

Das LG ist meiner Meinung nach von der Verarbeitung und vom Design ein Top-Smartphone. Dem Großteil aller Smartphone Nutzer reicht die Leistung ausreichend aus, auch wenn diese nicht die Beste ist. Die Kombination aus einem großen und sehr guten Display, einer ordentlichen Akku-Laufzeiten und einer überzeugenden Kamera samt Weitwinkelfunktion bilden ein gutes Fundament.

testr Gesamtwertung

unter Berücksichtigung aller Teilwertungen

 Wir bedanken uns beim Hersteller für die Bereitstellung des Produktes. Zu unseren Grundsätzen

LG G5 & Cam-Modul

LG wurde 1958, als Tochter der Lucky Chemical Industrial Co., unter dem Namen Goldstar Co. gegründet. Anfangs wurden Radios, Fernseher, Kühlschränke, Waschmaschinen, Klimaanlagen und Staubsauger produziert. Im Jahr 1995 wurde der Firmenname von Goldstar in LG Electronics umbenannt. LG ist die Abkürzung von Lucky GoldStar. Gelegentlich ist auch die Bezeichnung LGe zu finden, wobei hier das e für Electronics steht. Inzwischen gehört der Konzern zu einer der ganz Großen und bietet Produkte aus den Bereichen Informationstechnik, Unterhaltungselektronik, Mobilfunk, Photovoltaik, sowie Haushaltsgeräte an.

Mit dem Smartphone-Flaggschiff LG G5, das seit April 2016 auf dem Markt ist versucht der Hersteller gleich auf zwei Wegen Käufer von sich zu überzeugen: Einerseits besitzt das Smartphone zwei Rückkameras, eine normale, sowie eine für Weitwinkel-Aufnahmen. Zweitens versteht sich das LG G5 als modulare Revolution, denn es kann ganz einfach durch verschiedene Module erweitert werden.

TEIL 1

Bestehend aus „Verpackung/Design/Verarbeitung“ entspricht 25% der Gesamtwertung

Verpackung

Der Ersteindruck der Verpackung des LG G5 verrät schon gleich die Besonderheit des Smartphones. Das Design des Kartons ist hübsch, er ist kompakt und wirkt durch das G5 Logo recht elegant. Der limettengrüne Karton wird zu 3/4 verdeckt durch eine weiße Hülle. Durch das Herausziehen kommt auf dem limettengrünen Karton der Aufdruck des Akku-Moduls zum Vorschein, dies ist sehr nett gemacht.

Nach dem Aufklappen des Innenkartons kommt direkt das LG G5-Smartphone in der üblichen Schutzfolie zum Vorschein. Das restliche Zubehör verbirgt sich unter dem Gerät. Beim Lieferumfang gibt wenig Überraschungen, es ist im Wesentliche alles dabei, was man für den täglichen Smartphone-Einsatz benötigt. Ladekabel, Netzteil, SIM-Tool, Passend In-Ear Kopfhörer und die üblichen Papier-Beilagen.

(Verpackung: 4 von 5 Punkten)

Design

LG hat in der Vergangenheit schon gezeigt, dass sie Mut zu Neuem haben. Dies haben die Südkoreander bereits mit dem Vorgänger des G5 und einer Lederrückseite bewiesen. Bei dem neuen Flaggschiff hingegen handelt es sich um ein Aluminium-Unibody. Von diesem war ich von der ersten Minute an begeistert. Das 5,3 Zoll große Smartphone bringt 159 Gramm auf die Waage und liegt sehr gut in der Hand. Dazu trägt die leicht abgerundete Rückseite bei.

LG hat die mechanischen Knöpfe auf das Wesentlichste reduziert. So ist auf der linken Seite des Geräts die Lautstärkewippe und direkt in der Zeigefingerreichweite der Power-Button auf der Rückseite direkt unterhalb der beiden Kamera Linsen zu finden. In diesem ist ebenfalls der Fingerabdrucksensor integriert. Etwas seltsam ist die erhabene Bauweise der beiden rückseitig verbauten Kamera Linsen, denn diese unterbrechen das sonst so elegante Design. Da das LG G5 wie schon erwähnt durch Module erweitert werden kann, ist es möglich das komplette Akku-Modul zu entnehmen. Der Knopf dazu befindet sich unten links am Gerät.

Zu guter Letzt gibt es auf der rechten Seite den SIM- und microSD-Slot, dieser schließt bündig mit dem Gehäuse ab. Im Gegenzug zum Kamera Design, gefällt mir das Display das nach oben Abgerundet ist, sehr. Dies lässt das Smartphone edel aussehen. Das Design ist kein Meisterwerk, aber dennoch kann sich das LG G5 sehen lassen.

(Design: 3,5 von 5 Punkten)

Verarbeitung

Die verchromte Umlaufkante wird an vier Punkten von etwas unschönen Plastik unterbrochen, was ein wenig wie ein Produktionsfehler wirkt. Es handelt sich hierbei um die notwendigen Antennen-Durchlässe.
Das Smartphone liegt sehr gut in der Hand und an der Verarbeitung ist bis auf den erwähnten Punkt nichts zu beanstanden.

(Verarbeitung: 4 von 5 Punkten)

TEIL 2

bestehend aus „Funktion des Produktes“ entspricht 65% der Gesamtwertung

Performance

Zum Einsatz kommt der Snapdragon 820 Prozessor von Qualcomm. Die 4 Gigabyte RAM gehören mittlerweile schon zum Standard,
der interne Flash-Speicher von 32 Gigabyte , kann bei Bedarf mit einer mircoSD-Speicherkarte um bis zu 2 Terabyte erweitert werden.Geekbench zeigt, dass das LG-Smartphone zwar nicht an der Spitze der Android Smartphones liegt, aber dennoch sehr gut im vorderen Bereich mit von der Partie ist.

In Praxistest ist diese Power deutlich spürbar. Bei den alltäglichen Aufgaben glänzt das Smartphone ohne jegliche Einschränkungen und auch aktuelle Spiele laufen ohne Aussetzer. Ruckeln oder längere Ladezeiten sind erfreulicherweise nicht vorzufinden.

(Performance: 4 von 5 Punkten)

Display

Das 5,3 Zoll große Display, das mit der IPS Quantum Dot-Technologie ausgestattet ist, löst mit 2560 x 1440 Pixeln auf. Die Pixeldichte beträgt somit beachtliche 554 ppi! In Sachen Farbe, Kontrast und Bildschärfe braucht sich das G5 nicht vor der Konkurrenz verstecken. Die sehr gute Qualität des QHD-Display beeindruckt das Auge. Bei der Bildschirmhelligkeit kann das Display ebenfalls überzeugen, im Outdoor-Einsatz bei Maximal-Hintergrundbeleuchtung ist noch relativ viel auf dem Bildschirm zu erkennen. Auch beim Fotografieren mit direkter Sonneneinstrahlung ist die Leistung des IPS-Panels angemessen . Ein deutliches Spiegeln der Glas-Oberfläche lässt sich jedoch auch hier weder vermeiden noch leugnen.

(Display: 4 von 5 Punkten)

Akku

In dem LG G5 sitzt ein 2.800 mAh größer Akku, was ein wenig hinter der aktuellen Premium-Konkurrenz liegt. Im Test macht sich dies besonders bei voller Display-Helligkeit und aktiviertem Always-On-Display bemerkbar. Am Ende eines normalen Nutzungstages von etwa 8 Stunden, in dem wir über das mobile Datennetz surften, Videos schauen und telefonieren waren am Ende noch ca. 26 Prozent Akku übrig. Das ist zwar keine beachtliche Laufzeit, doch hat LG hat dem G5 die Quick Charge Technologie verpasst. In nur 2 Stunden ist der Akku wieder vollständig geladen. Durch die moduliere Bauweise kann der Akku bequem gegen einen anderen getauscht werden. Das ist ein willkommenes Feature.

(Akku: 4 von 5 Punkten)

KAMERA

Auf der Rückseite befinden sich zwei Kamera Linsen.

Die 16-Megapixel-Kamera mit 1.8er Blende und eine Weitwinkel Linse mit 8 Megapixeln, die einen Bildwinkel bis 135 Grad aufnimmt. Im Praxistest konnte die Doppelt-Kamera durchaus überzeugen. Die Software der Kamera bietet viele manuelle Einstellmöglichkeiten, die Spiegelreflexkamera-Nutzer gut vertraut sind. Aber auch die automatische Einstellungen funktionieren zuverlässig, HDR, Panorama und Bild-in-Bild bieten alle Funktionen, die für gute Bilder prozessieren können. An der 16 Megapixel-Kamera gibt es in puncto Bildqualität wenig zu meckern. Bei Tageslicht schießt das LG G5 kontrastreiche und scharfe Bilder. In dunkleren Lichtverhältnissen lässt die Qualität jedoch ein Stück nach und das Bildrauschen nimmt etwas zu. Die Ultraweitwinkel Linse mit 8 Megapixeln kann in Sachen Bildqualität nicht ganz so gut überzeugen, aber dennoch sind damit gute brauchbare Schnappschüsse möglich. Die Frontkamera, die mit 8 Megapixeln auflöst, verfügt über einen zuverlässigen Autofokus und die Bilder sind in guter Qualität. Für Selfies allemal ausreichend. Das Kamera-Trio des LG G5 kann im großen Ganzen überzeugen. Besonders die Weitwinkel Linse hat uns besonders gut gefallen.

(Kamera: 4 von 5 Punkten)

Modularer Aufbau (Funktion)

LG war so nett und hat uns auch ein CAM-Plus Modul für den Test zur Verfügung gestellt.

Das Modul wiegt 55 Gramm und stellt einige zusätzliche Tasten zur Verfügung. Besonders praktisch ist die zusätzliche Akku-Leistung, die das Modul integriert hat. Im Inneren befindet sich ein 1.200 mAh Akku, der die Gesamtkapazität auf 4.000 mAh erhöht. Die Entladung der beiden Akku findet gleichzeitig statt, mit einem Verhältnis von ca. 2:1, sodass der Akku des CAM-Plus Modul etwas früher leer sein wird als der des LG G5. Mithilfe des kleinen Schieber kann die Kamera direkt aus dem Standby gestartet werden. Der kleinere Auslöser startet direkt die Videoaufnahme, direkt daneben der etwas größere ist zweistufig und kann Fotos fokussieren beziehungsweise schießen. Das Zoomrad auf der Ecke ermöglicht das stufenlose Zoomen der Kamera, wozu der Digitalzoom genutzt wird. Zoomt der Nutzer nun weiter hinaus, schaltet das Smartphone automatisch auf die Weitwinkelkamera um.

(Funktion: 4 von 5 Punkten)

Software

Das LG G5 kommt mit Android 6.0.1 Betriebssystem. Diesen Monat sollt das Smartphone aber bereits ein Update für Android 7.0 erhalten.
Die Nutzeroberfläche lässt die Wahl, ob alle Apps auf dem Homescreen zu finden sind oder wie gewohnt im App Drawer verstaut sind. Das System erstrahlt zum Vorgänger in überarbeitetem und leichterem Design und vermittelt so einen eleganten Eindruck.

(Software: 4,5 von 5 Punkten)

TEIL 3

bestehend aus „Preis/Leistung“ entspricht 10% der Gesamtwertung

Beschreibung

Die Beschreibungen und Produktbilder sind realitätsgetreu und sind nicht aus der Luft gegriffen.
LG´s Aussagen wie „Weltweit erstes Smartphone mit Unibody-Metallgehäuse und modularem Aufbau“, treffen bei dem LG G5 zumindest teilweise zu. Die vielen Module und Zubehörgeräte funktionieren dank des „LG Friends Manager“ problemlos.

Preis/Leistung

Der Preis des LG G5 war bei der Markteinführung 699 EUR (in D/A). Inzwischen ist das Smartphone einige Monate auf den Markt und je nach Farbe für knapp 400 EUR verfügbar. Farben stehen folgende zur Auswahl: Silber, Titan, Pink oder Gold.

LG hat sich mit dem G5 dieses Jahr einiges einfallen lassen, um Käufer zu überzeugen. In unseren Augen ist dies LG gelungen, das koreanische Unternehmen hat ein gelungenes Gesamtpaket geschaffen. Die Kombination aus einem guten Display, ordentlichen Akku-Laufzeiten und einer guten Kamera samt Weitwinkelfunktion bilden ein gutes Fundament. Das Design gefällt uns sehr gut und die modulare Seite des LG G5 bietet einen tollen Ansatz mit durchaus spannenden Zusatzkomponenten.

testr Gesamtwertung

unter Berücksichtigung aller Teilwertungen

 Wir bedanken uns beim Hersteller für die Bereitstellung des Produktes. Zu unseren Grundsätzen

Apple iPhone 7

Der angebissene Apfel. Jeder kennt ihn. Seit Jahren nun ist Apple die wertvollste Marke der Welt und eines der bekanntesten Elektronikkonzerne der Welt – eine beispiellose Erfolgsstory.
1976 in Kalifornien gegründet wurde mit dem von Hand gebauten Apple I ein großer Erfolg gefeiert. Prompt folgte das Nachfolgemodell Apple II und entwickelte sich zu einem Verkaufsschlager. In den 1980er Jahren folgte mit „Lisa“ und „Macintosh“ die Einführung einer grafischen Oberfläche und der Maus. 2001 erschien dann der erste iPod und erweiterte Apples Geschäftsfeld auf einen neuen Produktbereich. Über die Jahre wurde der iPod auch dank geschicktem Marketing zum Kult und wohl beliebtesten MP3 Player überhaupt. Darauf folgend wurde 2003 der iTunes Store eröffnet und war eines der ersten kommerziellen Musik- und Film-Downloadportale.

2007 wurde das Zugpferd des Unternehmens vorgestellt – das iPhone. Es war wohl das erste massentaugliche Smartphone mit lediglich einem Touchscreen zur Bedienung. Das Konzept ging auf und fortan dominierte die Herstellung und Entwicklung von Touchscreen-Smartphones allerlei Hersteller die Verkaufscharts. Bis heute sind über 1.000.000.000 (in Worten: eine Milliarde!) iPhones über die Ladentheke gegangen. Mit der Einführung des AppStore 2008 wurde mit der Zeit der wohl weltgrößte Vertriebsweg für digitalen Content erschaffen. 2010 wurde das iPad vorgestellt ein 9,7“ großes Tablet und wurde von den Medien im Vorab als Flop betrachtet, wurde aber dennoch zum Erfolg.

Das getestete iPhone 7 ist nun die aktuellste Generation der Apple Smartphones und wurde am 07.September 2016 vorgestellt. Der Verkaufsstart war am 16. September 2016.

TEIL 1

Bestehend aus „Verpackung/Design/Verarbeitung“ entspricht 25% der Gesamtwertung

Verpackung

Apple war seit je her bekannt, wenn es darum geht schlichte, aber sehr ansprechende Verpackungen zu kreieren. Das hat sich auch beim iPhone 7 nicht geändert. Auf der Vorderseite ziert ein geprägter Druck der Rückseite des iPhone 7, in realer Größe, das Cover. Seitlich begnügt man sich jeweils mit dem Schriftzug „iPhone“.
Die Rückseite zeigt die Speichergröße des Smartphones, listet den Packungsinhalt in englischer, deutscher und niederländischer Sprache. Weiter unten werden die Seriennummer und IMEI-Nummer des Smartphones aufgelistet.
Das Auspacken bereitet einem Technikliebhaber Apple typisch viel Freude. Dieses Jahr gibt es eine Besonderheit. So ist nach dem Öffnen des Deckels zum ersten Mal nicht direkt das iPhone zu sehen, sondern eine kleine Kartonage mit Beschreibungs- und Installationskärtchen inklusive dem „SIM-Tool“. Darunter befindet sich schließlich das iPhone 7. Entnimmt man dieses sieht man schließlich den Ladestecker die neuen Earpods mit Lightning-Stecker ein kleines Adapterkabel, 3,5mm Klinke zu Lightning sowie das Ladekabel an sich.

Was etwas schade ist: Apple verzichtet auf ein „Transportcase“ bei den neuen Earpods. Diese sind nicht mehr, wie von vorhergehenden Generationen bekannt, in einem Hardcase verpackt, sondern begnügen sich mit einer einfachen Pappverpackung. Auf dieser ist ebenfalls das besagte Adapterkabel angebracht.

Generell wird man das Gefühl nicht los, dass Apple dieses Jahr etwas an der Verpackungsqualität gespart hat und hier Kostenoptimierung betrieben hat. Aber das ist Jammern auf hohem Niveau.

(Verpackung: 4,5 von 5 Punkten)

Design

Apple veröffentlichte iPhones bis dato im „tick-tock“-Rhythmus, soll heißen: auf ein komplett neues Design, folgte im nächsten Jahr ein sogenanntes S-Modell. Das letztjährige Modell war ein S-Modell, weswegen eigentlich ein großes Redesign hätte stattfinden müssen. Eigentlich. Form und die Abmessungen sind identisch geblieben, das iPhone 7 führt eine schlichtere und stimmigere Rückseite ein. Die Antennenlinien sind jetzt nur noch oben und unten sehr dezent angebracht.
Die Kamera ist nun etwas größer und stimmiger in das Design eingebettet. Sie ragt zwar immer noch über das Gehäuse wirkt aber nicht mehr wie ein Fremdkörper, das ist durchaus schön gelöst. Das getestete Modell hat eines von zwei neuen Farben und nennt sich schlicht und einfach: „Schwarz“. Bei der zweiten Farbe handelt es sich um ein hochglanzpoliertes Schwarz und nennt sich: „Diamant-Schwarz“. Das „Schwarz“ ist hingegen matt und wirklich sehr edel. Das Apple Logo ist ebenfalls schwarz poliert und sieht noch einen Tick edler aus als das reine Edelstahl-Logo vom letzten Jahr.Besonders gut gefällt mir hierbei die passende Einfärbung der Antennenlinien aus Kunststoff. Somit sind diese kaum wahrnehmbar und wirken wirklich stimmig. Übrigens: Für die neuen Farben musste das „Space Grau“ weichen.

Das iPhone 6 – Space Grau im Vergleich zum neuen iPhone 7 – Schwarz:

An der der Vorderseite hat sich nicht viel geändert, die Front-Kamera ist gefühlt etwas größer, selbes gilt für die Ohrhöreröffnung. An der Unterseite bemerkt man, dass der Kopfhöreranschluss fehlt. Stattdessen ist ebenfalls ein Grill eingebohrt. Rein optisch wirkt das symmetriebedingt schön, stößt allerdings medial auch auf große Kritik.

Apple hat es geschafft mit marginalen Änderungen ein noch schöneres Design zu schaffen, als es ohnehin schon war.

(Design: 5 von 5 Punkten)

Verarbeitung

An der Verarbeitung gibt es Apple typisch nichts auszusetzen. Ein Unibodygehäuse aus Aluminium 7000, das nahtlos in das Gehäuse eingelassene Display mit den abgerundeten Kanten. Unregelmäßigkeiten am Gehäuse oder unsaubere Bohrungen sucht man vergeblich. Sehr edel und haptisch eine gelungene Materialkombination.

Eine willkommene Erneuerung: Das iPhone 7 ist wasserdicht. Die Smartphones sind nach IP67 staub- und wasserdicht. Ein Ausrutscher in die Badewanne sollte dem iPhone nichts ausmachen

(Verarbeitung: 5 von 5 Punkten)

TEIL 2

bestehend aus „Funktion des Produktes“ entspricht 65% der Gesamtwertung

Performance

Das neue iPhone 7 wird von Apples neuem „A10 Fusion“-Prozessor angefeuert. Das ist der erste von Apple designte QuadCore-Prozessor und setzt sich aus zwei High-Performance Chips, sowie zwei schwächere Chips zusammen. Während die starken für rechenintensive Aufgaben genutzt werden sind die schwächeren Kerne für simple Tasks wie beispielsweise Mails abrufen etc. gedacht.

Apple gibt an, dass der neue A10 eine 40% bessere CPU Performance und eine doppelt so hohe Grafikleistung an den Tag legt, verglichen mit seinem Vorgänger den A9.

Geekbench-Resultate bezeugen in der Tat diesen, sehr beachtlichen, Leistungssprung. So lässt das neue iPhone 7 alle Smartphone Konkurrenten was Rechenpower geht im Schatten. Sogar das Apple eigene iPad Pro hat keine Chance.

(Performance 5 von 5 Punkten)

Display

Auch das Display wurde überarbeitet. Das als RETINA Display bekannte IPS-LC Display wurde weiter verbessert. Während die Auflösung gleich bleibt, wurde die Helligkeit auf 625 Cancela/m² und somit um 25% erhöht. Das Kontrastverhältnis bleibt bei 1300:1.

Weiters handelt es sich um Wide-Gamut-Display welches den P3 Farbraum abdeckt und so noch natürlichere und lebendigere Wiedergabe ermöglicht. Vorteile zum Vorgänger-Display machen sich auch bei direkter Sonneneinstrahlung bemerkbar.

Technologiebedingt hat das iPhone im direkten Vergleich zu Konkurrenten relativ große Balken rund ums Display herum. Deshalb ist ein nahezu randloses Display wie beim Konkurrenten Samsung nicht möglich. Der naturgetreuen und fantastischen Darstellung tut das selbstverständlich keinen Abstrich.

(Display: 4,5 von 5 Punkten)

Akku

In dem iPhone 7 sitzt nun mit 1.960 mAh ein größerer Energiespender als im Vorjahresmodell. Apple verspricht trotz hellerem Display und neuem Prozessor längere Standby-Zeiten und längere Nutzungsdauer der Smartphones. Gefühlt versorgt der Akku das Gerät länger mit der nötigen Energie. Allerdings kann man als aktiver Smartphone Nutzer auch mit diesem Akku kaum mehr als ein Tag an Laufzeit erwarten.

Beim Ladegerät setzt Apple weiterhin auf ein 5 Watt Ladegerät. Wer ein 12 Watt Ladegerät des größeren Bruders iPad hat, kann sich beim iPhone auf deutlich schnellere Ladezeiten freuen.
Obwohl der Akku im Vergleich zu Konkurrenzgeräten eine ähnliche Laufzeit aufweist, wäre es wünschenswert, würde man das iPhone 1 mm dicker machen, aber dadurch mehr Akkuleistung herauskitzeln.

(Akku: 4 von 5 Punkten)

Kameras

Auf der Rückseite setzt Apple auf eine rundumerneuerte Kamera. Während die Auflösung mit 12 Megapixel gleich bleibt, ist alles andere neu.
So hat die neue Hauptkamera einen eingebauten optischen Bildstabilisator, besteht nun aus einer aus sechs Elementen bestehenden Linse und einen f/1.8-Blende. Hinzu gesellt sich ein LED-Blitz der nun aus 4 einzelnen LEDs besteht und doppelt so hell ist wie der Vorgänger.

Mit der neuen Hauptkamera gelingen sehr Detailreiche und natürliche Fotos. Gerade bei Tageslicht sind die Fotos wahnsinnig gut. Auch Low-Light aufnahmen wurden deutlich verbessert, haben aber aufgrund der baubedingten kleinen Linse ihre Limitierungen. Besonders erfreulich dürfte für Smartphone-Foto-Enthusiasten sein, dass nun auch das Abspeichern der Bilder im Verlustfreien RAW Format möglich sind und somit einer weiteren Bearbeitung der Weg geebnet wird.

Ebenfalls verbessert wurde die Frontkamera, welche sehr gerne für Selfies genutzt wird. Statt mit 5 Megapixeln löst diese nun mit 7 Megapixeln aus. Die f/2.2-Blende ist dieselbe wie beim Vorgänger geblieben. Diese ist bei Nahaufnahmen ebenfalls einen Tick schärfer geworden.

Mit der Hauptkamera sind Videos mit 4K (30fps), 1080p (60fps) und Slo-Mo Aufnahmen mit 720p (240fps) möglich. Besonders Full-HD Videos mit 60 fps sehen dank hoher Farbtreue, guter Schärfe und einer geringen Verzeichnung aus al würden sie von einer professionellen Kamera stammen. Absolut klasse. Nicht umsonst ist das iPhone generell die beliebteste Kamera der Welt.

(Kameras: 5 von 5 Punkten)

Funktionen: 3D-Touch, Home-Button& Stereolautsprecher

Wie auch beim Vorgänger besitzt das iPhone 7 sogenanntes 3D-Touch. Die Technik dahinter beruht auf einer zusätzlichen Sensorschicht des Displays welches den lokalen Druck misst und mit dem Controller des Displays kombiniert. Hinzukommt die Messung der Stärke des Drucks, daher der Name „3D“, da nicht nur die Fläche gemessen wird sondern auch die „Eindrücktiefe“. Begleitet wird das von der neuen Taptic-Engine, die bei jeder 3D-Touch Aktion ein spürbares Feedback mittels dosierter Vibrationen abgibt. Was wie eine Spielerei klingt, ist dank guter Softwareintegration die wohl Innovativste Neuerung seit es Touchscreens gibt. Waren Aktionen auf dem Touchscreen bisher lediglich auf der Fläche möglich ermöglicht die neue Technik eine komplett neue Ebene der Interaktion. Man darf gespannt sein, was in Zukunft damit möglich sein wird.

Was viele Leute, besonders in meinem Bekanntenkreis freuen wird: Der Home-Button ist kein Button mehr. Soll heißen, er ist nicht mehr mechanisch, sondern sitzt fest. Oft wurde kritisiert, dass der mechanische Button des iPhones sehr Fehleranfällig ist. So haben Bekannte präventiv bereits mit „Assistive-Touch“ gearbeitet um den Home-Button zu schonen. Auch jetzt sitzt der Fingerprint-Reader, das sogenannte TouchID auf dem Home Button. Und lässt sich wie gewohnt nutzen. Um bei diesem festgebauten Knopf dennoch nicht auf haptisches Feedbackverzichten zu müssen hat Apple die aus den Trackpads von Mac bekannte ForceTouch Technologie eingebaut. Diese erzeugt punktgenaue Vibration und simuliert so einen Klick. Das funktioniert erstaunlich gut, wirkt aber anfangs etwas befremdlich.

Ebenfalls neu ist ein zweiter Lautsprecher am iPhone um echten Stereo-Sound wiedergeben zu können. Während der eine wie gehabt unten am Gerät sitzt, ist der neue im Ohrhörer versteckt. Die Lautsprecherqualität hat sich nicht geändert, sie ist nach wie vor für Smartphone Verhältnisse ordentlich. Sehr wohl hat sich aber die maximale Lautsprecher Lautstärke erhöht, gefühlt doppelt so laut wie bisher.

(Funktionen: 4,5 von 5 Punkten)

Software

Mit iOS 10 poliert Apple das Betriebssystem seines Smartphones noch weiter auf. Auf komplett neues Look & Feel wird verzichtet, kleinere optische sowie technische Verbesserungen runden das Update ab. Unter anderem wird nun 3D-Touch besser genutzt. Siri ist nun schlauer und versteht sich endlich auch mit Drittanbieter Apps.

Der Lockscreen ist nun neu aufgebaut, das Control-Center ist nun (endlich) funktioneller und, sinnvoller aufgebaut. Eine ausgebaute Messaging App, die für meine Verhältnisse aktuell mehr Spielerei als nutzen beinhaltet, aber gerade durch den eigenen AppStore enormes Potenzial für sinnvolle Applikationen bietet. Die ganzen Sticker, Zeichnungen und Animationen sind für mich eher ein Grund die Applikation nicht zu nutzen, auch wenn Apple das als Top Feature bewirbt. Völlig kindlicher Kram.

Trotz aller Kritik, besonders aus dem Android-Lager, bleibt iOS ein grundsolides, sehr performantes System. Natürlich muss man mit gewissen Einschränkungen leben, da das System geschlossen ist. Allerdings ist es dadurch auch nicht fragmentiert und Gefahren ausgesetzt, die andere Systeme sind.
Was man Apple jedoch vorwerfen kann ist, dass sie nicht immer gleich auf den Kunden hören und sich gerne Zeit lassen. Und dennoch kann ich mich wiederholen, dass dieses System von Grund auf performant ist und sich absolut nahtlos mit anderen Apple Geräten versteht.

(Software: 4,5 von 5 Punkten)

TEIL 3

bestehend aus „Preis/Leistung“ entspricht 10% der Gesamtwertung

Beschreibung

Die Beschreibungen und Produktbilder sind realitätsgetreu und sind nicht aus der Luft gegriffen.
Apples Aussagen wie „das beste iPhone aller Zeiten“, sind mit einem Schmunzeln nicht ganz ernst zu nehmen. Schließlich ist es nur konsequent, wenn das aktuellste Modele besser dasteht als das Alte. Zu Recht werden Funktionen wie beispielsweise LTE näher erklärt und dass diese nur nutzbar sind, wenn es der Mobilfunkvertrag erlaubt. Allerdings sollte man den NFC Chip nicht als solchen bewerben, wenn er nicht als solcher nutzbar ist (lediglich für ApplePay).

Preis/Leistung

Gegenüber dem Vorgängermodell ist der Preis wieder etwas gestiegen. Das Apple iPhone 7 ist ab 759 EUR (in D/A) mit 32GB internem Speicher erhältlich. Für das 128GB Modell werden 869 EUR verlangt, für das 256GB Modell gar 979 EUR. Dass diese Preise für ein Smartphone ungeheure Summen darstellen, steht nicht zur Debatte. Denn trotz Marketing- und Entwicklungsausgaben, sitzt Apple auf sehr viel Netto-Gewinn pro verkauftem iPhone.

Es ist wohl eine Frage die man sich selbst stellen muss ob dieses viele Geld mit dem eigenen Gewissen vereinbar bar ist. Ich für meinen Fall sehe in dem iPhone nicht nur ein Handy, es ist ein mobiler Computer, mit dem man heutzutage alles macht. Ein täglicher Begleiter, der in vielen alltäglichen Situationen das Leben erleichtert. Die Apple typische exzellente Verarbeitung, lässt nichts zu wünschen übrig. Auch das Design wirkt schlicht aber doch sehr elegant. Für mich als Technikliebhaber lohnt sich der Kauf definitiv. Apple Produkten kann man ebenfalls anrechnen, dass sie im Vergleich zu anderen Marken einen deutlich geringeren Wertverlust erfahren. So ist der Wiederverkaufswert dieser Geräte relativ hoch was den Kaufpreis etwas kompensiert.

testr Gesamtwertung

unter Berücksichtigung aller Teilwertungen

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