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Schlagwort: Smartphone

Gigaset GS195

In aller Kürze

Mit dem Gigaset GS195 hat das Unternehmen aus Bocholt ein neues „Made in Germany“ Smartphones im Sortiment. Dieses gefällt mir von der Optik sehr gut und macht einen sehr hochwertigen Eindruck. Auch beim großen Display mit Notch, kann das Gigaset GS195 Punkten. Im Alltag macht die verbaute Hardware sicherlich einen guten Job, doch für 199 € sind 2 GB RAM und 32 GB Speicher einfach etwas mager bemessen. Des Weiteren schnitt die Kamera nicht sonderlich gut ab, was zum Teil an den übersättigten Farben und dem zu stark rauschenden Bildern bei schlechten Lichtverhältnissen lag.

Gefällt uns

  • Gute Akku-Leistung
  • gutes Design + Verarbeitung
  • Kopfhörerbuchse
  • USB-Typ-C Anschluss

Gefällt uns weniger

  • schwache Hardware
  • mäßige Foto- und Videoqualität
  • keine Kopfhörer im Lieferumfang

Gigaset GS195

Zum Angebot bei

TEIL 1

Bestehend aus „Verpackung/Design/Verarbeitung“ entspricht 25% der Gesamtwertung

Verpackung

Mit dem neuen Gigaset GS195 hat das Unternehmen erneut das Design der Verpackung überarbeitet. Bei dieser neuen Verpackung erkennt man direkt, dass für Gigaset Nachhaltigkeit ein wichtig Thema ist. Dies zeigt einem nämlich zum einen das Material, aus dem diese hergestellt wurde und dass man mit dem nun 3 Smartphone „Made in Germany“ komplett auf Plastik beim Verpacken verzichtet hat. Optisch mag die Verpackung für einige sicherlich nicht so „schön“ aussehen, wie die gebleichten und beschichteten Verpackungen der großen Hersteller. Doch für die Umwelt ist es ein richtiger Schritt. 

Die Verpackung wurde nämlich erstmals auf Basis einer zellstoffbasierten Verpackung aus Graspapier gefertigt. Diese setzt sich aus Altpapier und 30 % schnell wachsenden Grasfasern zusammen. Dabei wird das „Heu“ von heimischen Wiesen aus Deutschland geliefert. Ebenso spart man sich die zusätzlichen Kabelbinder und Folien (bis auf die, auf dem Display) und ersetzt diese z. B. beim Kabel, durch ein Papierband. Smartphone und Netzteil, werden komplett ohne zusätzliche Umverpackung geliefert.

So genug zur neun umweltbewussten Verpackung, auch wenn dies ein wichtiges Thema der heutigen Zeit ist. Doch schauen wird uns nun den Rest der Verpackung etwas genauer an. 

Bei der Wahl der Verpackungsfarben, bleibt Gigaset sich weiterhin treu und so setzt man auch hier auf einige orangenen und schwarzen Farbakzente. Der Verpackungsaufbau ähnelt dem des Gigaset GS110 großteils, somit wird diese ebenfalls von rechts nach links, wie bei einem herkömmlichen Versandkarton geöffnet. Auf der Oberseite hat sich Gigaset für den einen Aufdruck im 1:1 Maßstab, der Konturen des Smartphones inkl. Displayrahmen entschieden. Im Zentrum davon erblickt man dann sinnbildlich für die Darstellung des Displays, den Herstellernamen, die Modellbezeichnung und das „Made in Germany“ Logo. An den Stirnseiten wird wie gewohnt rundherum im Zentrum der Name „Gigaset“ präsentiert. Wovon jedoch die obere Stirnseite mit einem Aufkleber versehen wurde, welcher wie üblich über die IMEI 1-/2-Nummer, die Seriennummer, den Modellnamen und dessen Farbe informiert.

Das Design-Konzept der Front hat das Team der Verpackungsentwicklung (Gestaltung) ebenfalls auf der Rückseite integriert. So wird einem hier die Rückseite der Smartphones ebenfalls im Maßstab 1:1 dargestellt. Dabei sieht man hier neben den äußeren Konturen des Gigaset GS195 auch die Dual-Kamera und den Fingerabdrucksensor. Im Zentrum des dabei dargestellten Smartphones erwähnt Gigaset außerdem wie gewohnt einige technische Ausstattungsmerkmale in Text- und Symbol-Form. Außerdem bekommt man hier einige Informationen zum Unternehmen und der Materialzusammensetzung der neuen Verpackung. 

Nach dem Öffnen der Verpackung kommt auf der Oberseite direkt das Gigaset GS195 zum Vorschein. Dabei bekommt man zugleich das erste und einzige Plastik-Element zu Gesicht, und zwar die Display-Schutzfolie. Diese muss jedoch entfernt werden, da diese zum einen matt ist und nur zum Schutz des Displays beim Transport dient. Zugleich informiert dies jedoch auch über die einzelnen Hardwareteile, bzw. zeigt, wo diese verbaut sind.

Das restliche Zubehör verbirgt sich unter einem Trennboden, der erneut über die Zusammensetzung und umweltfreundlichen Vorteile der Verpackung informiert. Unter dem Trennboden versteckt sich eine überraschend „umfangreiche“ Bedienungsanleitung in mehreren Sprachen, gefertigt aus 100 % recycelten Papier, ein USB-Typ-C Ladekabel und ein 10 Watt Netzteil. Das SIM-Tool wiederum welches zum Öffnen des SIM- und Micro-SD-Schacht benötigt wird, befindet sich seitlich in den Trennboden.

(Verpackung: 4,5 von 5 Punkten)

Design

Beim neuen Gigaset GS195 hat Gigaset das Design seiner „Mittelklasse-Smartphones“ deutlich verändert. Wo man bei den bisherigen Smartphones noch auf ein komplettes Aluminium-Gehäuse oder zum Teil auch auf Kunststoff gesetzt hat, kommt nun sowohl an Vorder- als auch auf der Rückseite kratzresistentes 2.5d Glas zum Einsatz. Wer zwar den Begriff 2.5d schon einmal gehört hat, aber bisher nicht wusste, was diese Bezeichnung bedeutet, bekommt hier eine kurze Info meinerseits. Es handelt sich dabei um ein Glas, was zu den Rändern leicht abgerundet ist. Also so wie z. B. bei Apple Smartphones und allen anderen moderneren Smartphones. Diese Rundung sollte man aber nicht mit dem sogenannten Infinity Display aus dem Hause Samsung verwechseln, denn dies ist mehr oder weniger ein 3d Glas (Curved).

Das Display ziert eine Notch, welche der Größe nach, der von den aktuellen Apple iPhone Modellen sehr ähnelt. Hier versteckt sich neben der Hörmuschel, die 8MP Front-Kamera, ein LED-Blitz und der kleine runde Annäherungssensor, sowie Helligkeitssensor. Im unteren Bereich ist der Rahmen mit 13 mm jedoch weiterhin deutlich breiter gehalten. Was etwas Schade ist, denn hier sind keinerlei Sensoren oder ähnliches integriert. Das verbaute Display wirkt weiterhin bei den Gigaset Smartphones nicht in den Aluminium-Rahmen integriert, sondern vielmehr aufgesetzt. Dies dürfte jedoch nach dem anbringen eines Cases definitiv nicht mehr stören. Der Rahmen der die Vorder- und Rückseite fest zusammenhält, besteht wie gewohnt aus Aluminium. Dieser ist bei meinem Testgerät in der Farbe Dark Purple eloxiert, jedoch gibt es auch noch ein schlichteres Modell in einem sogenannten Titanium Grey. Beide Farbvarianten sind hier unter der Glasrückseite mit einem Metallic-Finish versehen.

Aufgrund des 6,18 Zoll Display, dem zusätzlichen Glas und den größeren Akku, kommt das 156,1 x 76,1 x 8,4 mm große Smartphone auf ein Gewicht von knapp 180 Gramm. Dennoch liegt es aufgrund des bereits erwähnten 2.5d Glas ausgesprochen gut in der Hand. Bei den seitlichen Anschlüssen und Bedienelementen gibt es soweit keine Veränderungen bei der Anordnung. Somit findet man wie gewohnt zur rechten, die beiden getrennten Lautstärketasten und etwas darunter versetzt ein gleichgroßer Einschaltknopf. Dieser ist geriffelt ausgeführt, sodass man diesen direkt beim Vorbeistreifen mit dem Finger erkennt. Der SIM-Karten und Micro-SD-Slot findet man bei diesem Modell wieder direkt auf der linken Seite im oberen Bereich. Hier kann man neben zwei Nano-SIM-Karten (Dual-SIM) zeitgleich auch noch eine Micro-SD-Speicherkarte einlegen, um den internen Speicher um bis zu 256 GB zu erweitern.

An der oberen Stirnseite hat Gigaset lediglich die Klinkenbuchse platziert, sodass sofern man noch kabelgebunden Kopfhörer nutzt, diese hierüber anschließen kann. Dieser Anschluss wird ja inzwischen immer seltener verbaut, somit wird es hier sicherlich noch einige freuen, dass zumindest Gigaset den Anschluss noch verbaut. Zu guter Letzt findet man an der Unterseite, zentral einen modernen zeitgemäßen USB-Typ-C Anschluss zum Aufladen, welcher rechts von einem Mono-Lautsprecher und links von einem Mikrofon (für Telefonate) umgeben ist. Die Löcher, welche hier links und rechts neben dem Lade-Anschluss eingebracht sind, gelten dabei nur der Optik bzw. der Symmetrie. Schließlich handelt es sich beim Mikrofon lediglich um ein kleines Loch. 

Die Rückseite kann man soweit eigentlich als unspektakulär bezeichnen. Es ist eben eine große glänzende Glasrückseite, welche ein Gigaset Logo ziert. Auf Wunsch kann diese aber zudem mit einem Aufpreis von 5€ mit max. 26 Zeichen lasergraviert werden. Der Fingerabdrucksensor wurde wie üblich, gut erreichbar im oberen drittel integriert. Lediglich die Dual-Kamera samt LED-Blitz wurde quasi in die linke obere Ecke hineingequetscht, als hätte man sonst keinen Platz gehabt. Doch da dies viele andere Hersteller auch nicht viel besser machen, ist dieser Punkt ein häufiger Fall.

Nun möchte ich wie gewohnt, noch einige Wörter zum Mono-Lautsprecher sagen. Dieser ist von der maximalen Lautstärke zwar gut, doch wie immer, sollte man auch hier beim Gigaset GS195, klangliche keine Wunder erwarten. Musikhören im Bad, ist damit zwar gut möglich, aber einen Film über Netflix, oder ein Video über Youtube anschauen würd ich persönlich meistens mit Kopfhörer bevorzugen. Der Klang ist nämlich was den Tiefgang, also den Bassbereich angeht sehr mager aufgestellt. Hier hören sich Explosionen nicht tief genug an und daher fehlt es hier an Kraft.

Der USB-Typ-C-Ladeanschluss an der Unterseite unterstützt weiterhin wie die bisherigen Gigaset Smartphones die USB-on-the-go (OTG) Funktion. Dies bedeutet, dass man mit dem passenden Kabel ein angeschlossenes Gerät mit Strom versorgen kann. Dabei dient das Gigaset GS195 wie bereits dessen Vorgänger, als Art Power-Bank.

(Design: 4 von 5 Punkten)

Verarbeitung

Die Verarbeitung des Gigaset GS195 ist wie bereits angedeutet sehr gut. Vor allem angesichts des Preises von unter 200€ kann man sich hier, keinesfalls beklagen. Schließlich bekommt man hier ein modernes Smartphone mit einer Notch, einem großen Display und kratzunempfindlichen Glasrückseite. Doch ein Nachteil hat natürlich die hochglänzende Glasrückseite, denn dadurch sieht man auf der Rückseite ohne eine Hülle, quasi jeden Fingerabdruck.

Bei den Tasten setzt das Unternehmen zwar leider auf Kunststoff, jedoch besitzen diese einen sehr guten Druckpunkt und sind zudem verwicklungsfrei eingebaut. Bei der Notch handelt es sich zwar um keinen kleinere Tropfen-Notch, doch dafür wurden hier einige Sensoren und sonstige Hardware-Elemente verbaut. Das die Kamera auf der Rückseite, knapp 1 mm vorsteht, möchte ich zwar anmerken, doch da es aktuell kein anderer Hersteller besser macht, gilt dies nicht wirklich  als Kritikpunkt.

(Verarbeitung: 4 von 5 Punkten)

TEIL 2

bestehend aus „Funktion des Produktes“ entspricht 65% der Gesamtwertung

Display6,18 Zoll (19:9 Format) 2246 x 1080 Pixel (Full HD plus), Pixeldichte beträgt 404 ppi
CPUSpreadtrum SC9863A Octa-Core, 64bit, 4x 1.60 GHz 4x 1.20 GHz Cortex-A55 / GPU: IMG8322
RAM2 GB RAM
BetriebssystemPure Android™ 9.0 Pie
Haupt-Kamera Dual-Kamera: 13 MP f/2.0 Blende und 5 MP für Bokeh-Effekt, Mono-LED-Blitz.
Front-Kamera8 Megapixel; mit LED-Blitz
AnschlüsseUSB-Typ-C-Ladenaschluss, 3.5mm-Klinke
Akku4000 mAh fest verbaut
FarbenDark Purple; weitere Farben: Titanium Grey
KonnektivitätWi-Fi 802.11 b/g/n 2,4 GHz. Mobilfunknetz bis 4G, Wi-Fi Direct, Bluetooth 4.2 und GPS, A-GPS, GLONASS
Abmessungen156,1 mm x 76,1 mm x 8,4 mm
Gewicht180 Gram
LieferumfangGigaset GS195
10 Watt-Netzteil
USB-Typ-C-Ladekabel
Bedienungsanleitung

Performance

Betrachtet man die technischen Daten des Gigaset Gs195, dann zeigen diese einem zwar einige positive, aber zugleich auch negative Ausstattungsdetails. Eines der weniger Positiven ist z. B. der Prozessor. Dieser stammt weder von Qualcomm noch von MediaTek, sondern von einem hierzulande weniger bekannten Unternehmen Namens „Unisoc“. Von diesem Hersteller verbaute Gigaset übrigens bereits bei dem von mir getesteten Gigaset GS110 Prozessoren und wenn man die technischen Daten beider Geräte vergleicht, stellt man fest, dass es sogar derselbe CPU ist.

Die genaue Bezeichnung des CPU im Gigaset GS195 lautet: Spreadtrum SC9863A. Dies ist ein Octa-Core (8-Kern) Prozessor, welcher Anfang 2019 vorgestellt wurde. Dieser ARM-SoC welchen Unisoc im Sortiment hat, verwendet die Cortex-A55-Technologie. Bei der Taktrate, laufen von den insgesamt 8-Kernen, vier mit jeweils 1,2 GHz und die anderen vier mit bis zu 1,6 GHz. Zwar handelt es sich hier um ein 64-Bit CPU, jedoch wurde dieser im 28 nm Verfahren hergestellt. Andere Hersteller wie Samsung, Qualcomm und Huawei stellen ihre CPU´s bereits im deutlich besseren 7-Nanometer-Verfahren her. Wie bereits im Gigaset GS110 wird der verbaute CPU, vom selben IMG8322 GPU unterstützt. Leistungstechnisch macht hier nur der doppelte Arbeitsspeicher von 2 GB einen Unterschied aus. Jedoch ist auch dies nicht wirklich zeitgemäß.

Beim verbauten Flash-Speicher hat man den Speicher auf 32 GB erweitert, was für die meisten Ausreichend sein dürfte. Entsprechend der Kamera-Auflösung usw. fallen daher logischerweise, sowieso nicht so riesige Dateien an. Natürlich wäre mehr Speicher immer gut, doch dafür kann man diesen mit einer zusätzlichen Micro-SD Speicherkarte um bis zu 256 GB erweitern. Daher sollte es vom Speicher hier definitiv kein Problem geben, eher wird es beim Prozessor oder dem Arbeitsspeicher kritisch. 

Beim Gigaset GS195 sollte man soweit keinen rasanten Speicher erwarten, schließlich sind wir auch nicht bei einem High-End Smartphone, sondern bei einem Einsteiger- bis maximal mittelmäßigen Mittelklasse Smartphone. Daher handelt es sich auch hier wie bereits beim Gigaset GS110 um ein ideales Gerät die Eltern oder die Ureltern, die ihr Smartphone nur gelegentlich für Anrufe nutzen und hin und wieder via WhatsApp Nachrichten senden möchten. Schließlich reicht hierbei die Geschwindigkeit des Gerätes problemlos aus. Beim Gigaset GS195 handelt es sich lediglich um das Minimal besser ausgestattete Gerät, welches von der Optik deutlich modernerer als das GS110 gehalten ist.

 Laut AndroBench erreicht der interne Speicher beim Schreiben einen Wert von knapp 85 MB/s und beim Lesen fast 98 MB/s, daher schneidet das Gerät hier wie bereits angedeutet eher mittelmäßig ab. Gut finde ich wiederum, dass von dem intern verbauten 32 GB Speicher, das Android Pure 9 System wenig Platz beansprucht. Das liegt auch daran, dass das Gerät mit sehr wenig Bloatware daher kommt. Somit stehen dem Käufer von 32 GB knapp 26 GB frei zur Verfügung, welche wie bereits erwähnt via Micro-SD-Speicherkarte erweitert werden können.

Schon die technischen Daten des Gigaset GS195 zeigten mir ganz klar, dass ich hier bei der Performance, was den Bereich Spiele angeht, nicht besonders viel erwarten sollte. Normale Anwendungen starten recht flott, doch anspruchsvolle Games, kann man hier eigentlich vergessen. Daher hab ich die besonders anspruchsvollen Spiele auch gar nicht erst installiert. Das ist ja soweit auch ok, denn schließlich wird sich dies jeder von euch soweit eigentlich denken können, dass dieses Einsteiger-Smartphone nicht dafür ausgelegt ist.

Der verbaute CPU, GPU und 2 GB RAM ist dafür einfach zu schwach auf der Brust. Somit laufen auf dem Gigaset GS195 lediglich Spiele, bei denen sich die grafischen Leistungen und Animationen in Grenzen halten. So viel zu den technischen Daten und meiner Einschätzung der Rechenleistung in meinem Alltagstest. Doch einige legen hier natürlich Wert auf die Zahlen einiger Benchmark Tests und daher schauen wir uns diese wie gewohnt ebenfalls an. Bei Antutu konnte das Gigaset GS280 einen Wert von 94.802 erreichen und bei PCMark for Android kam es auf eine Score von 4446.

(Performance: 2,5 von 5 Punkten)

Display

Gigaset verbaut in das GS195 ein 6,18 Zoll IPS-LCD-Display, mit einer Auflösung von 2246 x 1080 Pixeln. Dies ergibt eine Pixelschärfe von knapp 403 ppi, was somit für ein Mittelklasse-Smartphone überraschend gut ist.

Die Helligkeit ist mit knapp 450 cd/m² zwar nicht die beste, geht aber im Alltag absolut in Ordnung. Somit ist die Helligkeit wie üblich im Indoor-Einsatz und im Schatten gut, doch bei direkter Sonneneinstrahlung hat man beim Ablesen durchaus seine Probleme. 

Dass es sich beim verbauten Display jedoch um kein allzu hochwertiges handelt, fällt mir insbesondere beim Betrachten einer weißen Seite auf. Diese besitzt hierbei nämlich einen deutlichen Grünstich, welcher im Alltag vielleicht nicht stören mag, doch dennoch hat dieser auch auf die farbliche Darstellung einen Einfluss. Außerdem ist die Ausleuchtung des Displays eher ungleichmäßig verteilt, was anderen Herstellern in dieser Preisklasse teils besser hinbekommen.

(Display: 3,5 von 5 Punkten)

Akku

Beim fest verbauten Akku im Gigaset GS195 handelt es sich um einen 4.000 mAh Lithium Polymer Akku. Dieser fällt somit wie von Gigaset gewohnt, zumindest von den technischen Daten betrachtet, ausreichend bemessen aus. Schließlich handelt es sich ihr um eine eher schwache Hardware, doch anders als erwartet, hält der Akku max. zwei Tage bei normaler Nutzungsintensität aus. Dies liegt daran, dass eine „billige“ Ausstattung, leider wie so häufig, zwar weniger Energie benötigen mag, doch angesichts der Leistung, ist diese Hardware weitaus nicht so energiesparend wie die technisch deutlich leistungsstärkeren Prozessoren.

Etwas verblüfft war ich von Gigaset´s Angabe, dass der Akku eine Schnellladefunktion besitzen soll. Eine volle Aufladung dauert nämlich mit dem mitgelieferten Netzteil, welches eine Ladeleistung von 10 Watt bietet, stolze 3 Stunden, was wohl kaum als schnell zu bezeichnen ist. Dafür setzt das Unternehmen jedoch sowie es aussieht zukünftig bei allen neuen Geräten auf einen USB-Typ-C Ladeanschluss.

(Akku: 4,5 von 5 Punkten)

Kamera

Bei der Hauptkamera am Gigaset GS195, handelt es sich um eine klassische Dual-Kamera. Diese setzt sich aus einem 13 MP f/2.0 und 5 Megapixel Sensor zusammen, wobei Letzteres lediglich für den Bokeh-Effekt (Tiefenschärfe) genutzt wird. Somit hat man hier auf der Rückseite zwar optisch wie bei anderen Geräten mit einer Dual-Kamera, zwei Kamera-Linsen, doch davon kann man effektiv nur eine nutzen, sprich die 13 Megapixel-Linse.

Während meiner Testaufnahmen stellte ich zum einen Fest, dass der Phasenvergleich-Autofokus, etwas träge arbeitet. Daher eignet sich die verwendete Kamera weniger dazu, um sportliche Bilder aufzunehmen, oder Bilder vom Kind. Schließlich wird man damit den richtigen Zeitpunkt der idealen Aufnahme verpassen, da bis der Fokus scharf gestellt ist der süße oder schöne Moment schon vorbei sein kann. 

Bei normalen Lichtbedienungen, also im Sommer, wo es lange hell ist und die Sonne scheint, sind die Aufnahmen, die mit dem Gigaset GS195 gelingen durchaus verwendbar. Wer diese Aufnahmen jedoch zuhause oder im lokal auf Fotopapier ausdrucken möchte, wird merken, dass sich bei der Vergrößerung schnell Unschärfen zeigen. Außerdem sind die Bilder teilweise etwas überbelichtet, doch mit der aktivierten automatischen HDR-Funktion bessert sich dieser Effekt etwas. Doch genau Letzteres führt zum Teil zu einer verstärkten Sättigung der Farben, sodass diese nicht mehr ganz so viel mit den natürlichen Farben der Umgebung zu tun haben. Für die schwache abendliche Beleuchtung taugt die Kamera des Gigaset GS195, unter anderem durch den fehlenden optischen Bildstabilisator, nicht wirklich. Hier verlieren die Bilder sehr schnell an Details und Schärfe, sodass die Fotos in meinen Augen zu sehr verrauschen und kaum brauchbar sind. 

Die Frontkamera löst mit maximal 8 MP auf. Beim Blitzlicht setzt Gigaset hier nicht auf das Aufhellen des Displays, sondern auf einen Mono-LED-Blitz, wie übrigens auch auf der Rückseite. Die Bildschärfe der Selfie-Kamera mag zwar ok sein, doch bei der Dynamik ist diese sehr enttäuschend. HDR-Aufnahmen würde ich hierbei nicht empfehlen, denn dabei entstehen total unnatürliche Bilder, die den Hintergrund abdunkeln, aber zeitgleich einen weißen Rahmen um die Person erzeugen. Ebenso sollte man den Manuel regelbaren Bokeh-Effekt sowohl an der Haupt-, als auch bei der Frontkamera nicht überstrapazieren, dabei erzeugt die Kamera nämlich schnell einige Bildfehler.

Videos können mit dem Gigaset GS195 wie bisher bei sämtlichen anderen Gigaset Smartphones lediglich mit maximal 1.080p und 30 fps aufgenommen werden. 4K-Videos werden daher ebenso wenig unterstützt, wie Slow-Motion aufnahmen.

(Kamera: 2,5 von 5 Punkten)

Software

Auf dem Gigaset GS195 hat das Unternehmen Android 9 in der Pure-Edition vorinstalliert. Dabei handelt es sich um eine reine (pure) Version des Android 9. Der auf meinem Testgerät installierte Sicherheitspatch stammt vom 5. Dezember 2019 und ist daher zumindest zum Zeitpunkt meines Tests „noch“ sehr aktuell.

Android 9 in der reinen Version, kommt kaum mit sogenannter Bloatware daher. Daher verbraucht das System wie bereits erwähnt nicht so viel Speicher. Neben den üblichen Apps wie Google Chrome, Kalender, Rechner usw. sind auch Google Apps wie YouTube, Gmail, Google Fotos und Google Maps vorinstalliert. Jedoch werden einem hier auch zeitgemäße Funktionen wie z.B Eye comfort, unter dem Menüpunkt Display angeboten. Dabei handelt es sich um die durchaus für mich sinnvolle Blaulichtfilter-Funktion, welche dafür sorgt, dass das Display auch abends angenehm bzw. schonenden für die Augen angesehen werden kann, da dabei das blaue Licht in Weißtönen reduziert wird.

(Software: 3,5 von 5 Punkten)

TEIL 3

bestehend aus „Preis/Leistung“ entspricht 10% der Gesamtwertung

Beschreibung

Gigaset beschreibt das GS195 als Smartphone für alle, die beim Design und der Funktionalität keine Abstriche machen wollen. Beim Design gehe ich hier voll und ganz mit Gigaset mit, denn dieses gefällt mir dank der modernen Front mit einer Notch und der Glasrückseite sehr gut. Auch das Gigaset die Umwelt sehr wichtig ist und das Gerät mit einer umweltfreundlichen Verpackung ausliefert, welches zudem beides in Deutschland produziert wird, gefällt mir sehr gut. Doch bei der Aussage „Funktionalität“, trennen sich die Meinungen, denn hier hat es kleine aber auch zum Teil größere Schwächen. Zu diesen zählen unter anderem die Kamera, welche bei dunkler Umgebung kaum zu gebrauchen ist, der langsame Speicher und das allgemein etwas leistungsschwache Gerät, welches schneller mal etwas wärmer werden kann. 

Preis/Leistung

Das Gigaset GS195 kann man direkt bei Gigaset für 199,00 EUR inkl. kostenlosem Versand bestellen. Im Preisvergleich ist dieses jedoch bereits für knapp 160€ bei einigen online Shops erhältlich.

Das Smartphone ist angesichts des Preises von knapp unter 200€ nicht schlecht, doch leider ist hier die Konkurrenz aus Fernost ebenfalls sehr stark aufgestellt. Sodass man hier zum Teil für nur wenige Euro mehr, ein deutlich besseres Smartphone erhält. Wem das Gerät jedoch von der Leistung ausreicht, da man dies nur zum gelegentlich telefonieren usw. nutz und ein Smartphone kaufen möchte, welches zumindest noch bzw. wieder in Deutschland zusammengebaut wird, kann hier eventuell ein gutes Gerät kaufen. Doch bedenke sollte man, das Gigaset vor Kurzem das neue Gigaset GS290 vorgestellt hat, welches technisch besser aufgestellt ist und zudem „nur“ 70€ mehr kostet. Dieses versuche ich für euch natürlich direkt als Testgerät zu besorgen. 

Gigaset GS195

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testr Gesamtwertung

unter Berücksichtigung aller Teilwertungen

 Wir bedanken uns beim Hersteller für die Bereitstellung des Produktes. Zu unseren Grundsätzen

Link zum Hersteller: Gigaset.de

TP-Link Neffos X20

In aller Kürze

Mit dem Neffos X20 hat Tp-Link ein gutes Einsteiger-Smartphone, mit einem schönen Design und einer sehr guten Akkulaufzeit im Sortiment. Ebenso muss man weder auf einen Dual-SIM + Micro-SD-Schacht verzichten, noch auf eine 3,5 mm Klinkenbuchse. Außerdem sind Bluetooth 5.0, sowie aptX HD mit an Bord, was in dieser Preisklasse zur absoluten Seltenheit gehört. Zu den Schwächen gehören jedoch das nicht so helle Display, die schwache Systemgeschwindigkeit und die eher mittelmäßige Kamera.

Gefällt uns

  • Akkulaufzeit
  •  Bluetooth 5.0
  •  aptX HD
  •  tolles Design
  •  Dual-SIM und Micro-SD

Gefällt uns weniger

  • schwache Systemperformance
  • Display-Helligkeit
  • mäßige Kamera
NEFFOS X20

Zum Angebot bei

TEIL 1

Bestehend aus „Verpackung/Design/Verarbeitung“ entspricht 25% der Gesamtwertung

Verpackung

Neffos bzw. TP-Link, das Unternehmen, welches eigentlich hinter dem Smartphone Hersteller Neffos steckt, liefert das X20 in einer schlichten, Weiß gebleichten Verpackung aus. Diese Verpackung wurde mit einigen farblichen Akzenten und Informationen bedruckt. Die Verpackung ist wie bei Smartphones üblich zweiteilig ausgeführt. Dies bedeutet, es gibt ein Unterteil, über welches der Deckel komplett gestülpt wurde.

Die Grundfarbe der Verpackung, entsprechen den Grundfarben des Logos vom Unternehmen Neffos und zwar Weiß und Lila. Auf der Oberseite, also dem Deckel, wird man wie üblich über den Namen des Unternehmens und des Produktes informiert. Zudem ist hier eine hochglänzende Abbildung des Neffos X20 zu sehen, bei dem es sich einmal um die komplette Vorderseite und einen schmalen Bereich der Rückseite handelt. Die linke Seite behält neben dem Unternehmens-Namen noch vier Merkmale des Neffos X20 bereit. Zu diesen zählt, das 6,26 Zoll Display, die 13 MP+ 5 MP AI-Dual-Kamera, der große 4.100 mAh Akku und die AI-Face Unlock Funktion. Die Unterseite der Verpackung, welche lediglich in Weiß gehalten wurde, wirkt im Vergleich zu den restlichen Seiten der Verpackung fast schon langweilig. Hier zieren nämlich lediglich drei unterschiedlich große Aufkleber die gebleicht Seite, welche auf die technischen Daten bzw. Ausstattung des Smartphones hinweisen. Den bei Android-Smartphones häufig verwendeten Aufkleber, der mit der S/N-, IMEI1- und IMEI2-Nummer usw. versehen ist, findet man hier an der unteren Stirnseite.

Nach dem Abnehmen des Deckels kommt nicht direkt das Neffos X20 zum Vorschein, sondern eine größere Faltschachtel. In dieser befindet sich unter anderem das SIM-Toll, eine Display-Schutzfolie und die üblichen Beschreibungen (Kurzanleitung, Sicherheitsinformationen usw.). Darunter wiederum versteckt sich dann das wichtigste Gerät, um welches sich hier im Test dreht, das Neffos X20. Dieses ist hier von einer bunten Folie mit den Besonderheiten auf der Vorderseite und einer transparenten Folie auf der Rückseite versehen. Unter einem dünnen weißen Einlegeboden, welchen man durch ein Loch sehr leicht entnehmen kann, versteckt sich zu guter Letzt noch das weiße Micro-USB-Ladekabel und das kompakte 10 Watt Netzteil. Trotz verbauter Klinkenbuchse legt Neffos hier jedoch keine Kopfhörer mit in den Lieferumfang bei.

(Verpackung: 3,5 von 5 Punkten)

Design

Das Neffos X20 besitzt die typische Designsprache, welche dem Trend der Android Smartphones des Jahres 2019 entspricht. Hochglänzende Rückseite, Dual-Kamera und eine tropfenförmige Notch im Display. 

Erhältlich ist das Smartphone in insgesamt vier Farben, einem klassischen Schwarz und für diejenigen die es etwas bunter mögen in einem Blau, Rot und dem mehrfarbigen Aurora Purple. Bei allen vier Modellen ist die Rückseite hochglänzend und der Rahmen matt ausgeführt. Es mag zwar aussehen, als wäre der Rahmen aus Aluminium gefertigt, doch dem ist nicht so, es handelt sich hier lediglich um einen Kunststoffrahmen. Dasselbe gilt auch für die Rückseite, welche zwar auf dem ersten Blick nach Glas aussieht, aber ebenfalls aus einem Kunststoff hergestellt wurde. In dieser Preisklasse unter 150€ hätte ich das aber ehrlich gesagt auch nicht anders erwartet und geht daher soweit absolut in Ordnung.

Die hochglänzende Rückseite hat hier jedoch zwei kleine Nachteile die sich jedoch umgehen lassen. Zu den Nachteilen gehören, die hohe Empfindlichkeit gegenüber Fingerabdrücken und diese aufgrund der Ausführung aus Kunststoff sehr leicht verkratzen. Mit dem Verwenden einer simplen und günstigen Hülle kann man diese beiden Nachteile jedoch problemlos umgehen bzw. vermeiden.

Als kompakt kann ich das Neffos X20 nicht wirklich beschreiben, was aber dem große 6,26 Zoll großen Display zu Schulden ist. Daher muss man hier natürlich diesen Kompromiss aufgrund dessen Größen-Faktor eingehen. Hat man kleinere Hände, kann es hier nämlich zum Problem kommen, dass man das Neffos X20 nicht mehr mit nur einer Hand halten kann. Schließlich ist das Gerät 159,7 x 77,3 x 8,55 mm groß und daher nochmals deutlich größer als z. B. mein iPhone X.

Das Display ist trotz einer kleinen Tropfen-Notch, in welcher sich die Frontkamera befindet, rundum von einem Display-Rahmen umgeben. Dieser fällt an der Oberseite und den beiden langen Seiten gleichmäßig aus. Lediglich an der Unterseite ist das sogenannte „Kinn“ etwas breiter gestaltet, da hier zudem der Name „Neffos“ prangt.

Über der kleinen Tropfen-Notch, befindet sich das sehr schmale Lautsprechergitter, bei dem es sich um eine klassische Hörmuschel, die zum Telefonieren genutzt wird, handelt. Einen zweiten Lautsprecher, der als Stereo-Lautsprecher genutzt wird, bitte das Neffos X20 daher nicht. Direkt neben der Hörmuschel versteckt sich im schmalen Display-Rahmen der Annäherungssensor sowie der Helligkeitssensor, welche dazu dienen, das Display z. B. beim Telefonieren abzuschalten und die Helligkeit des Displays automatisch der aktuellen Umgebungsbeleuchtung anzupassen.

An der großen Kunststoffrückseite findet man an der linken oberen Ecke eine längliche schwarze Kamera-Einheit. In dieser länglichen und untereinander angeordneten Einheit, befinden sich neben zwei verschiedenen Kamera-Sensoren, ein Dual-LED-Blitz. Dieses sogenannte Kamera-Plateau steht minimal vom restlichen Gehäuse hervor. Wenige Millimeter neben dem gerade erwähnten Kamera-Plateau, befindet sich ein Fingerabdrucksensor, welcher zur sicheren Entsprechung des Smartphones genutzt wird. Zwar gibt es auch die Möglichkeit das Neffos X20 via Gesicht zu entsperren. Da hierfür jedoch keine besonderen Sensoren, sondern lediglich die normale Front-Kamera genutzt wird, ist dies nicht wirklich sicher. 

Beim Neffos X20 hat das Entwicklerteam, wie bei vielen Android-Smartphones, alle physische Tasten an der rechten Seite angeordnet. Hier gibt es einen kleinen weniger vorstehenden Power-Button und eine ca. doppelt so große Lautstärke-Wippe. Je nach der Größe eurer Hand könnt ihr hier die beiden Tasten als Rechtshänder gut mit dem Daumen erreichen. Jedoch sollte es hier auch für Linkshänder keine Probleme geben, um die beiden Tasten mit dem Zeige- oder Mittelfinger zu erreichen.

An der oberen Stirnseite wurde von Neffos die inzwischen immer seltener verbaute Klinkenbuchse platziert. Wer daher einen kabelgebunden Kopfhörer besitzt und diesen bevorzug, kann diesen hieran problemlos anschließen. Den SIM-Schacht, hat man hier wie oft bei Android-Smartphones in der linken oberen Ecke versteckt. Hierbei handelt es sich um einen 3-Fach Schacht. Das bedeutet, dass hier gleichzeitig zwei Nano-SIM´s und eine Micro-SD-Karte eingeschoben werden können. Daher kann man hierüber jederzeit den internen Speicher mit einer zusätzlichen bis zu 128 GB großen Micro-SD-Speicherkarte erweitern. 

Die untere Stirnseite beherbergt neben dem zentral positionierten Micro-USB-Anschluss zur rechten, einen Lautsprecher und zur linken ein Mikrofon. Letzteres wird hierbei wie üblich für sämtliche Telefonate und Sprachnachrichten genutzt. Der verbauten Mono-Lautsprecher ist für diese Preisklasse absolut in Ordnung. Es fehlt zwar etwas an Bass, doch da hatte ich bereits schlechtere Geräte im Test. Bei sehr hoher Lautstärke neigt der verbaute Lautsprecher jedoch wie so häufig zum starkem verzerren.

(Design: 4 von 5 Punkten)

Verarbeitung

Für den geforderten Preis kann das Neffos X20 mit einer guten Verarbeitung überzeugen. Klar muss man hier Abstriche bei dem verwendeten Materialien hinnehmen, doch wir reden hier auch von einem Smartphone mit einer UVP von unter 150€. Da ist der Einsatz von einem Kunststoff-Gehäuse soweit keine Seltenheit. 

Dass man hier auch auf eine IPX-Zertifizierung gegen Wasser und ein Stereo-Lautsprecherpaar verzichten muss, sollt einem daher ebenfalls vor dem Kauf klar sein. Die Übergänge der verschiedenen Materialien, ist sehr gut, sodass hier beim Zusammenbauen auf gleichmäßige Spalte geachtet wurde.

(Verarbeitung: 3.5 von 5 Punkten)

TEIL 2

bestehend aus „Funktion des Produktes“ entspricht 65% der Gesamtwertung

Display6.26 Zoll großes, IPS-Display (19:9 Format) 1520 x 720 Pixel, Pixeldichte beträgt 269 ppi
CPU/GPUMediaTek MTK MT6761: 4×2.0GHz / IMG GE8300 660Mhz
RAM2 GB RAM
Speicher32 GB (via Mirco-SD um weitere 128 GB erweiterbar)
BetriebssystemAndroid 9 Pie
Haupt-KameraDual Kamera: 13 MP+5 MP f/2.8, PDAF, Doppelblitzlicht
Front-Kamera8 MP
AnschlüsseMicro-USB Anschluss
Akku4.100 mAh
KonnektivitätWi-Fi 2,4 GHz + 5 GHz 802.11 a/b/g/n/ac, Mobilfunknetz bis 4G, Bluetooth 5.0 (HD codecs: AptX, AptX HD). GPS, A-GPS, GLONASS, Galileo.
Abmessungen (LxBxH)159.7 mm x 77.3 mm x 8.55 mm
Gewicht171 Gramm
LieferumfangNeffos X20
Micro-USB Ladekabel
10 Watt Netzteil
Kurzanleitung
Displayfolie
Schnellstartanleitung
Garantiehinweis
Sicherheitshinweis
SIM-Tool

Performance

Das Neffos X20 wird von einem Helios A22 CPU (MTK MT6761) aus dem Hause MediaTek angetrieben. Das es sich hierbei um einen schwächeren SoC handelt, macht sich nicht nur in den Benchmark-Test, sondern auch im Alltag durchaus bemerkbar.  

Beim MTK MT6761 handelt es sich zwar um einen 64-Bit CPU, doch dieser wurde zum einen noch im 16 nm-Verfahren hergestellt und besitzt lediglich vier Rechenkerne. Davon tacktet alle vier verbauten Cortex-A53 Kerne mit max. 2,0 GHz. Ebenso wie der CPU, ist auch der 2 GB RAM etwas knapp bemessen, dieser sorgt zusammen mit dem CPU und dem GPU IMG GE8300 mit 660 mHz für zu wenig Leistung. Daher hat das Neffos X20 schon im normalen Alltag immer wieder kleine Aussetzer, welche sich schon beim Entsperren via Muster-Code und der zeitlichen Verzögerung beim betätigen von Apps zeigt. Daher braucht man hier erst gar nicht damit rechnen, dass aufwendigere 3D-Games auf dem Smartphone flüssig laufen werden.

  Beim internen Speicher steht lediglich 32 Gigabyte zur Auswahl. Beim Lesen und Schreiben von Dateien erreicht das Neffox X20 akzeptable Werte. Hier schneidet das Neffos X20 laut AndroBench wie folgt ab, bei der Lesegeschwindigkeit bis zu 257 MB/s und beim Schreiben knapp 85 MB/s. Daher ist das Smartphone vom Speicher gesehen zwar nicht langsam, aber natürlich auch keinesfalls als schnell oder rasant zu beschreiben.

Beim Neffos X20 gibt es wie bereits erwähnt lediglich ein Modell mit einem 32 GB eMMC Flash-Speicher. Von diesen 32 GB stehen abzüglich der vorinstallierten Apps und dem Betriebssystem knapp 25 GB frei zur Verfügung. Wem dieser Speicher zu knapp sein sollte, kann dank des Micro-SD-Schacht den Speicher um bis zu zusätzlichen 128 GB erweitern. Bei Antutu konnte das Neffos X20 einen Wert von 75.856 erreichen. Somit befindet sich das Neffos X20 von der Rechenleistung ungefähr etwas über dem Redmi 4X.

(Performance: 2,5 von 5 Punkten)

Display

Das Display des Neffos X20 ist mit 6,26 Zoll definitiv nicht klein bemessen. Schließlich entspricht dies einer Bildschirmdiagonale von 15,90 cm. Beim verbauten Display handelt es sich um ein oft verwendetes IPS-Display, welches eine maximale Auflösung in HD+ bietet, sprich 1520 x 720 Pixel. Dies entspricht einer Pixeldichte von 269 ppi, was im Alltag absolut ausreichend ist.

Das Display bietet soweit eine gute Helligkeit, welche für die meisten Momente im Alltag problemlos ausreichen dürfte. Lediglich im Außeneinsatz bei einem sonnigen Tag kommt das Display etwas zu schnell an die Grenzen, da hier zum einen das Display sehr spiegelt und die Helligkeit mit durchschnittlich 450 cd/m² etwas zu knapp ist. Im Bereich Kontrast und der Farbwiedergabe zeigt das Display ein wenig Schwächen, sodass hier jetzt zwar keine Farbverfälschungen stattfinden, aber die Farben dennoch nicht ganz so sättigend und neutral dargestellt werden. Was mir bei meinem Testgerät jedoch auch aufgefallen ist, sind einige Pixelfehler. Diese fallen im Alltag zwar nicht störend auf, doch sieht man diese erst einmal, dann stören diese doch irgendwie. 

(Display: 3 von 5 Punkten)

Akku

Der Akku des Neffos X20 ist mit 4.100 mAh soweit gut bemessen. Klar verbraucht das 6,26 Zoll große IPS-Display je nach eingestellter Helligkeit viel Strom, doch dennoch bietet der verbaute Akku genug Reserven. Aber auch die anderen Sensoren, Chips usw. laufen natürlich nicht ohne Strom, doch im Großen und Ganzen sollte man damit problemlos über den Tag, wenn nicht sogar über zwei kommen. Dies hängt natürlich wie immer davon ab, wie sehr ihr das Smartphone verwendet und was ihr damit den Tag über treibt.

(Akku: 4 von 5 Punkten)

Kamera

Beim Neffos X20 kommt zwar eine Dual-Kamera zum Einsatz, doch diese bietet weder einen Telezoom noch Ultraweitwinkel. Die zusätzliche zweite Linse dient neben der Standard-Linse lediglich dazu, die Tiefeninformationen zu sammeln, was dem Bokeh (Portrait-Modus) dient.

Beim Standard-Zoom handelt es sich um einen mit 13 Megapixel auflösenden Sensor, mit einer nicht wirklich lichtstarken Blende von f/2.8. Die zweite Kameralinse für den Bokeh löst mit 5 Megapixeln auf und nutz vermutlich dieselbe Blende. Die Kamera wird als sogenannte AI-Kamera beworben, was bedeutet, dass diese einige Motive automatisch erkennt und so z. B. die eingestellten Parameter automatisch verändert. Somit erkennt die Kamera z. B. wenn man eine Landschaft, oder etwas Personen usw. fotografiert. 

Der Zoom beim Neffos X20 erfolgt über ein simples Pinch-to-Zoom. Das heißt, dass man einfach durch die typische Zoom Geste via zwei Finger den digitalen Zoom nutzen kann. Hier nimmt dann natürlich die Qualität ab, da es sich um keinen echten optischen Zoom handelt, sondern um einen digitalen. Eine durchaus praktische Funktion ist das mit einem Finger nach oben wischen, dadurch kann man ganz einfach zwischen der Front- und Haupt-Kamera wechseln. Neben der AI-Funktion, stehen auch ein automatischer HDR-Modus und automatischer Blitz zur Auswahl. Beides kann hier jedoch nicht zusammen aktiviert werden.

Die Frontkamera löst mit 8 Megapixeln auf, und bietet eine Blende von f/2.0. Mit beiden Kamera-Setups erreicht man bei guter Beleuchtung, gute Bilder. Klar können dies nicht mit den Bildern eines iPhone 11 Pro, Huawei P30 Pro oder anderen Flaggschiffen vergleichen, doch angesichts des Preises, ist die Kamera solide. Das Zuschalten der künstlichen Intelligenz ist nicht immer von Vorteil, ist die Beleuchtung nämlich schlecht, möchte die Software das Bild aufhellen, was dann zu einem starken Rauschen führt.

Im punkto Videoaufnahmen sind mit dem Neffos X20 Aufnahmen mit einer maximalen Auflösung von Full-HD möglich, allerdings nur mit max. 30 Bilder pro Sekunde. Bei der Frontkamera sind max. 720p bei ebenfalls 30 Bilder pro Sekunde möglich.

(Kamera: 3 von 5 Punkten)

 Software

Neffos liefert das X20 mit Android 9.0 (Android P) aus. Das Sicherheitsupdate entspricht bei meinem Testgerät dem Stand vom 5. April 2019, was wirklich nicht mehr aktuell ist. Daher kann man hier klar sehen, dass es keine regelmäßigen Updates geben wird. Ein Update auf Android 10 wird es daher mit großer Wahrscheinlichkeit nicht geben, da die verbaute Hardware dafür sicherlich zu schwach wäre. Schließlich hängt das System ja aktuell bei Android 9 schon teilweise. 

 Das Einstellungsmenü ist in mehrer Untermenüs (20 Stück) unterteilt und daher zwar umfangreich, aber dennoch weitestgehend übersichtlich aufgebaut. Findet man z. B. einen Einstellungspunkt zum Display, den man gerade sucht nicht, kann man diesen direkt oben in der Suche eingeben und es werden einem alle Punkte mit „Display“ angezeigt.

Die Bloatware (vorinstallierte Apps) ist beim Neffos X20 umfangreich. So hat das Unternehmen hier zahlreiche Google-Apps, aber auch Spiele und Programme wie Clean Master usw. installiert. Diese Apps kann man jedoch weitestgehend deinstallieren, sodass man dadurch mehr Speicher für Bilder usw. frei hat.

(Software: 4 von 5 Punkten)

TEIL 3

bestehend aus „Preis/Leistung“ entspricht 10% der Gesamtwertung

Beschreibung

Beim Neffos X20 handelt es sich um ein klassisches Einsteiger-Smartphone, welches mir vom Design und der langen Akkulaufzeit gefällt. Außerdem bietet es noch eine 3,5 mm Klinkenbuchse und sehr überraschend in diesem Preissegment ein Bluetooth 5.0 Chip mit aptX-HD Unterstützung. 

Die Kamera wiederum liefert nur mäßige Bildqualität, welche zwar für Schnappschüsse, die man auf Instagram oder Facebook hochlädt, ausreicht, aber bei schlechten Lichtverhältnissen stößt man mit dem Kamera-Set-up schnell an die Grenzen. Außerdem bietet das Display für den Außeneinsatz ein zu schwaches Display, das zudem spiegelt und die Performance des Smartphones ist alles andere als rasant.

Preis/Leistung

Die UVP des Google Pixel 4 liegt bei 749 EUR mit 6 GB RAM und 64 GB Speicher (in D/A). Mit einem Speicher von 128 GB werden 849 € fällig und beim XL Modell beginnt der Preis mit 64 GB bei 899 und endet mit 999€ bei 128 GB. Hier sind die Preise gegenüber den Vorjahresmodellen zwar gefallen, doch im Vergleich zu Konkurrenz ist der Preis nicht günstig.

Ich persönlich vermisse hier für den geforderten Preis einen stärkeren Akku im kleineren Pixel 4, sowie eine dritte Kameralinse (Ultraweitwinkel). Dennoch ist die Kamera soweit gut und kann überzeugen, was das Google Pixel 4 soweit dennoch zu einem guten Android Smartphone macht, mehr aber auch nicht. Schließlich gibt es hier deutlich besserer Smartphones, welche fürs gleiche Geld mehr Leistung bieten können.

NEFFOS X20

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testr Gesamtwertung

unter Berücksichtigung aller Teilwertungen

 Wir bedanken uns beim Hersteller für die Bereitstellung des Produktes. Zu unseren Grundsätzen

Link zum Hersteller: neffos.de

Google Pixel 4

In aller Kürze

Google hat vor einigen Wochen das neue Google Pixel 4 vorgestellt. Dieses kann mich mit seinem guten 90 Hz OLED-Display, der neuen Kamera-Performance, und der schönen Verarbeitung überzeugen. Jedoch gibt es ebenso einige Punkte, die mich im Test enttäuscht haben. Dazu zählen unter anderem der deutlich zu klein Akku, das Display mit dem nicht mehr zeitgemäßen breiten Rand und der nicht erweiterbare Speicher. Von daher ist das Google Pixel 4 ein konkurrenzfähiges Gerät, jedoch keinesfalls das beste Android basierende Device auf dem Markt.

Gefällt uns

  • gutes OLED-Display (90Hz)
  •  gutes Kamerasetup
  •  hochwertige Verarbeitung
  • tolles Design
  • schnelle Gesichtsentperrung

Gefällt uns weniger

  • zu kleiner Akku bei zu hohem Verbrauch
  • Radar-Sensor aktuell nicht ausgereizt
  • keine Speichererweiterung
  • Display-Helligkeit und Design
Google Pixel 4

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TEIL 1

Bestehend aus „Verpackung/Design/Verarbeitung“ entspricht 25% der Gesamtwertung

Verpackung

Das Google Pixel 4 kommt in einer schlichten zweiteiligen weißen Verpackung daher. Deren Design mich sehr an die Nest-Produkte erinnert. Dies ist soweit auch kein Wunder, schließlich sind Nest und Google inzwischen ein Unternehmen.

Auf der Oberseite der Verpackung wird das aktuelle bunte Google Logo in Form eines „G“ dargestellt. Direkt darunter ist der Name des Smartphones „Pixel 4“ zu lesen und eine große Abbildung des Smartphones. Das abgebildete Gerät hat dabei die Farbe, in welches man dieses bestellt bzw. gekauft hat. An der rechten Seite präsentiert Google das Pixel 4 von der Seite abfotografiert, sodass man hier unter anderem die beiden Tasten gezeigt bekommt. Die Ober- sowie linke Seite wiederum zeigt einem lediglich erneut die Google Logos. Zu guter Letzt ziert die Rückseite eine schöne Ablichtung des Smartphones, mit dem Hashtag „Teampixel“ und die Unterseite zeigt neben dem Lieferumfang, die Farbe des Smartphones, die Speicherkapazität und die Modellbezeichnung. Zudem findet man hier natürlich auch die IMEI1-Nummer usw.

Nach dem Abnehmen des Deckels kommt direkt das Google Pixel 4 in einer Folie verpackt, zum Vorschein. Dieses wird hier von einem recycelbaren Zellulose-Material sicher an seiner Position gehalten. Darunter wieder befindet sich eine kleine Kartonage, in welcher neben dem SIM-Tool, wie üblich auch eine Kurzanleitung und ein Garantieheft verpackt wurde. In der untersten Ebene hat Google im oberen Bereich das USB-Typ-C Ladekabel und ein USB-A auf USB-Typ-C Adapter eingepackt. Zudem befindet sich in der kleinen Kartonage mit dem grau abgebildeten Blitz, das 18 Watt Netzteil mit dem entsprechenden USB-Typ-C Lade-Anschluss. Kopfhörer liefert Google beim Pixel 4 leider nicht mit aus.

(Verpackung: 4 von 5 Punkten)

Design

Google setzt beim neuen Pixel 4 auf ein schlichtes, aber zugleich elegantes Design. Das von mir getestete Google Pixel 4 kommt in der limitierten Farbe „Oh so Orange“ (ja, so heißt diese Farbe wirklich) daher. Zudem gibt es das Pixel 4 noch in der Farbe „Just Black“ und Clearly White.

Bei allen Modellen kommt ein Aluminium-Rahmen zum Einsatz, die Rückseite ist wiederum wie auch das Displayglas, aus hochwertigem Gorilla Glas 5 gefertigt. Den Aluminium Rahmen hat Google mit einer mattschwarzen Beschichtung versehen, welche mir soweit sehr gut gefällt. Oft stört mich hier bei Hochglanz polierten und Beschichteten Rahmen, dass diese ständig voller Fingerabdrücke sind und durch ihre glatte Oberfläche sehr gerne aus der Hand gleiten. Ebenso froh war ich, dass Google sich auch bei der Glasrückseite für eine matte Ausführung entschieden hat. Diese kommt jedoch nur beim orangenen und weißen Modell zum Einsatz. Beim schwarzen Smartphone ist die Rückseite weiterhin in Hochglanz-Optik ausgeführt. Eigentlich bin ich schon immer ein großer Fan von schwarzen Smartphones. Doch beim Pixel 4 find ich persönlich das matte Weiß und sogar das limitierte orangene Gerät deutlich interessanter. Beim Power-Button unterscheiden sich die Geräte je nach Farbauswahl ebenfalls, wählt man Schwarz, dann ist dieser weiß und bei orange und weiß, ist dieser wiederum orange (hautfarben).

Das Google Pixel 4 liegt wirklich sehr gut in der Hand, sodass ich es wahrlich als richtigen Handschmeichler bezeichnen würde. Das liegt daran, da das kleine Google Pixel 4 mit seinem 5,7 Zoll großen OLED-Display genau die richtige Größe (147,1 x 68,8 x 82 Millimeter) bietet. Durch diese Abmaße kann man als Nutzer das Smartphone problemlos mit einer Hand halten und problemlos bedienen. . 

Der leicht abgerundete Rahmen aus Aluminium erzeugt eine sehr harmonische Übergangsfläche zur Glasrückseite, sowie dem Display. Die beiden Glassegmente sind dabei zu den Rändern minimal abgerundet. Dies sorgt in Verbindung mit der rutschhemmenden organischen Oberfläche am Rahmen und Glas für ein sicheren griff. Das tolle an der weißen und orangenen Farbvariante ist die wirklich sehr gut anfühlende, fast schon als weich zu bezeichnende matte Glasrückseite. Dies fiel mir direkt nach dem Auspacken des Google Pixel 4 ins Auge und hat mir dabei sehr gut gefallenen, auch wenn diese definitiv etwas rutschiger ist, als der Rahmen. . 

Neben dem Google Pixel 4 gibt es noch ein „XL“ Modell. Bei diesem handelt es sich lediglich um ein größeres Gerät, mit mehr Akkukapazität und einem größeren Display (6,2 Zoll). Dieses ist genauso dick, wie das kleine Pixel 4, nimmt jedoch in der Länge 160,4 mm und in der Breite 75,1 mm ein. Dadurch ist dieses nicht mehr ganz so kompakt wie der kleine Bruder, schließlich ist es zugleich mit 193 g knapp 31 g schwerer.

Das Google Pixel 4 unterstützt das Qi-zertifizierte kabellose Laden. Daher kann man das Smartphone durch das einfach auflegen auf ein entsprechendes Ladegerät, aufladen. Hierzu legt man dieses natürlich mit der Rückseite auf das Pad, da die Ladespule am Google Pixel 4 wie üblich auf der Rückseite verbaut ist.

Das OLED-Display des Google Pixel 4 misst eine Bildschirmdiagonale von 5,7 Zoll. Etwas ungewohnt war für mich die breite Stirn an der Oberseite, womit ich den breiteren „Display-Rahmen meine. In den Zeiten, wo fast alle Hersteller auf eine kleine Tropfen-Notch usw. setzen, ist dies ungewöhnlich. Doch diese hat definitiv ihren Grund, weil hier nämlich nicht nur eine Frontkamera und Hörmuschel verbaut wurden, sondern zahlreiche weitere interessante Sensoren auf engstem Raum. Damit ist der breite Rand am Ende zum Großteil eine Geschmacksache und ob ihr von den zusätzlichen Funktionen, gebrauch macht.

 Einen Fingerabdrucksensor gibt es beim Google Pixel 4 nicht. Hier setzt man wie beim iPhone voll und ganz auf die Entsprechung via Gesicht. Dank der sogenannten „Motion Sense“ erkennt das Smartphone, wenn man danach greift, und aktiviert automatisch das Display. Danach genügt ein Blick zum Pixel 4 und schon ist das Smartphone in rasanter Geschwindigkeit entsperrt.

Beim Pixel 4 hat Google sämtliche physische Tasten auf der rechten Seite angeordnet. Hier gibt es einen kleinen farbigen Power-Button und eine doppelt so große Lautstärke-Wippe. Beide Tasten lassen sich als Rechtshänder mit dem Daumen sehr gut bedienen, jedoch haben auch Linkshänder mit dem Zeige- und oder Mittelfinger keinerlei Einschränkungen. An der oberen Stirnseite befindet sich lediglich ein kleines Loch, in dem sich eines der vielen Mikrofone versteckt. Einen Dual-SIM-Karten-Slot gibt es beim neuen Pixel 4 nicht. Google hat hier lediglich an der linken Seite einen Nano-SIM-Karten-Schacht verbaut, der somit lediglich Platz für eine kleine Nano-SIM-Karte bietet. Wer auf zwei Netze angewiesen ist, muss auf die integrierte e-SIM-Karte zugreifen, sofern euer Anbieter diese Funktion anbietet. Außerdem hat man somit beim Pixel 4 leider nicht die Möglichkeit den Speicher via Micro-SD-Karte zu erweitern. Von daher sollt man sich vor dem Kauf genau entscheiden, ob man 64 GB oder doch gleich 128 GB benötigt.

Wie bereits bei den Vorgängermodellen, kommt natürlich auch beim neuen Pixel 4 ein Stereo-Lautsprecher zum Einsatz. Hierfür wir zum einen klassisch der Lautsprecher unter rechts neben dem USB-Typ-C Anschluss genutzt und als zweiter die Hörmuschel. Der Klang ist soweit in Ordnung und ist fürs Games Spielen und Videos anschauen absolut ausreichend. Hier konnte mich das Google Pixel mit einem hohen klanglichen Volumen und einer hohen maximalen Lautstärke überraschen. Bei der max. Lautstärke jedoch neigt das Gerät sehr, das Klangbild zu stark zu verzerren.

Die Rückseite ist soweit sehr dezent gehalten. Bei dem von mir getesteten Modell handelt es sich, wie Google angibt um eine Sonderedition, welche etwas „Bunter“ daher kommt. Regulär sind es wie z. B. beim XL Modell lediglich das Schwarze und weiße Modell. Das auffälligste Merkmal an der Rückseite ist selbst auf dem orangenen Modell zweifelsohne das quadratische Plateau in der linken oberen Ecke des Smartphones. Hier versteckt sich die Kameraeinheit, auf welche ich später im Verlaufe des Testberichts noch näher eingehen werde.

(Design: 4,5 von 5 Punkten)

Verarbeitung

Die Verarbeitung des Google Pixel 4 kann ich im Großen und Ganzen als gut bezeichnen. Dennoch hab ich hier ein paar kleine Kritikpunkte zu bemängeln. Zum einen Klappern nämlich die beiden Tasten an der rechten Seite etwas, sobald man das Smartphones in der Hand schüttelt. Mit einem Case von Google oder einer anderen Hülle ist dieses Problem jedoch neutralisiert. Doch dies war noch nicht alles, weiter geht es nämlich beim Power-Button. Dessen Farbe hebt sich beim Organen Modell von der Gehäusefarbe ab. Google hat hier nämlich nicht dieselbe Farbe gewählt, sondern eher einen Hautton, statt der orangenen Rückseite.

Der Aluminiumrahmen mit seiner matten schwarzen Hybridbeschichtung und das Corning® Gorilla® Glass 5 an Vorder-, sowie Rückseite sorgen für ein angenehmes Gefühl in der Hand. Auch die IP68-Zertifzierung sorgt für ein staubabweisendes und wasserbeständiges Gehäuse. Dank der Unterstützung des kabellosen laden via Qi, ist es möglich, das Google Pixel 4 mit einem Ladestrom von maximal 11 Watt aufzuladen. Daher ist dies deutlich schneller als z. B. beim Pixel 3, bei dem max. 5 Watt möglich waren.

(Verarbeitung: 4 von 5 Punkten)

TEIL 2

bestehend aus „Funktion des Produktes“ entspricht 65% der Gesamtwertung

Display5,7 Zoll großes, flexibles OLED-Display (19:9 Format) 1.080 x 2.280 Pixel, Pixeldichte beträgt 444 ppi
CPU/GPUQualcomm Snapdragon 855: 1x 2,84 GHz, 3x 2,42 GHz und 4x 1,8 GHz /Adreno 640
RAM6 GB RAM
Speicher64 GB (Alternativ auch mit 128 GB verfügbar)
BetriebssystemAndroid 10
Haupt-Kamera12,2 MP f/1.7 Blende, Tele-Linse mit 16 MP f/2.4  mit Dual-LED-Blitz
Frontkamera8MP f/2.0 Blende; Erfassungswinkel: 90°
AnschlüsseUSB-Typ-C Anschluss
Akku2.800 mAh; Schnellladefunktion mit 18 Watt, Qi-zertifiziertes kabelloses Laden
KonnektivitätWi-Fi 2,4 GHz + 5 GHz 802.11 a/b/g/n/ac 2×2 MIMO, Mobilfunknetz bis 4G, Bluetooth 5.0 + LE (HD codecs: AptX, AptX HD, LDAC). NFC, GPS, A-GPS, GLONASS, BeiDou, Galileo, Google Cast.
Abmessungen
(LxBxH)
147,1 mm x 68,8 mm x 8,2 mm
Gewicht162 Gramm
LieferumfangGoogle Pixel 4
USB-Typ-C Ladekabel
18 Watt Schnellladegerät
Kurzanleitung
USB-Typ-C auf USB-A Adapter
Sicherheitsinformationen und Garantiekarte
SIM-Tool

Performance

Google setzt beim neuen Smartphone auf den bereits vom OnePlus 7 Pro bekannten Qualcomm Snapdragon 855 SoC. Diesen Prozessor hatte Qualcomm bereits zum Jahresbeginn vorgestellt, im Sommer 2019 wiederum hatte dieser CPU, ein kleines Update in Form des minimal Besseren, Snapdragon 855+ erhalten. Auch wenn hier der Unterschied zwischen den beiden CPU´s nur minimal ist, hätte Google bei seinem neusten Flaggschiff-Smartphone auf den neueren Prozessor setzen können. 

 Beim Snapdragon 855 handelt es sich um einen modernen 64-Bit CPU, welcher im 7 nm-Verfahren hergestellt wurde und mit insgesamt acht Rechenkernen bestückt ist. Davon tacktet ein Kern mit 2,84 GHz (Kryo 485 / Cortex-A76), drei mit 2,42 GHz (Kryo 485 / Cortex-A76) und die restlichen vier mit bis zu 1,80 GHz (Kyro 485 / Cortex A55). Beim Arbeitsspeicher bietet Google lediglich 6 Gigabyte an. Dies ist natürlich im Vergleich zu dem mit bis zu 12 Gigabyte bestückten, Smartphones aus dem Hause OnePlus wenig, aber ausreichend. Schließlich läuft das neue Android 10 soweit absolut flüssig.

Wie üblich wird der Qualcomm Snapdragon 855 noch von seinem integrierten GPU unterstützt. In diesem Fall handelt es sich dabei um den Adreno 640. Google hat jedoch noch zwei neue Chips integriert, zum einen ein sogenannter Titan-M-Sicherheitschip und ein Pixel Neural Core. Beim Titan M-Sicherheitschip handelt es sich, wie diesen Bezeichnung schon vermuten lässt um einen Chip, der die Nutzerdaten des Besitzers vom Google Pixel 4 vor Dritten schützt, indem dieser diese nicht ohne Erlaubnis freigibt. Der Neural Core kümmert sich soweit um die künstliche Intelligenz, womit es ermöglicht wird, mithilfe der neuen Audiorecorder-App den gesprochenen Text direkt auf dem Smartphone, in Textform umzuwandeln. Außerdem unterstütz dieser direkte Befehle zur Steuerung des Smartphones, wobei bei beiden Anwendungsbeispielen keine Internetverbindung vorhanden sein muss. Ein Nachteil hat das Ganze jedoch noch, die Funktionen sind aktuell nur auf Englisch möglich und werden im Laufe der Zeit freigeschaltet. 

Beim internen Speicher stehen 64 GB und 128 GB zur Auswahl. Beide basieren in diesem Fall auf den älteren UFS 2.1 Standard und nicht auf den neuen UFS 3.0. Dennoch erreicht das Smartphone beim Lesen und Schreiben von Dateien gut Werte. Laut AndroBench erreicht der verbaute Speicher im Google Pixel 4 direkt nach dem Neustart eine Lesegeschwindigkeit von bis zu 648 MB/s und beim Schreiben fast 245 MB/s. Daher ist der Speicher zwar definitiv langsamer als der neue UFS 3.0 Standard, doch gerade beim Systemstart ist das Google Pixel 4 rasant schnell.

Das Google Pixel 4 ist mit seiner Hardware ausreichend bestückt. Google hätte hier zwar wie bereits angedeutet auf den etwas besseren CPU und Speicher-Standard greifen können, doch das Betriebssystem läuft soweit flüssig, ohne Anzeichen von Aussetzern. Lediglich beim knipsen von Bildern musste ich beim Direkten betrachten etwas Warten, da die Software das Bild noch einmal nachbearbeitet. Bei den von mir durchzogenen Benchmarktests schneidet das neue Google Pixel 4 wie folgt ab: Bei Antutu konnte es im Test, einen sehr guten Wert von 399.797 erreichen und liegt somit knapp vor dem Samsung Galaxy S10+.

Mein Testgerät des Google Pixel 4 besitzt, wie bereits erwähnt einen Speicher von 64 Gigabyte. Von diesem sind abzüglich des Betriebssystems und den vorinstallierten Apps noch knapp 50 Gigabyte frei zur Verfügung. Der Speicher kann jedoch nicht erweitert werden, daher sollten all diejenigen unter euch, die wissen, dass sie viel Bilder, Videos und Musik auf dem Gerät abspeichern, lieber direkt zum größeren Modell mit 128 Gigabyte greifen.

(Performance: 4 von 5 Punkten)

Display

Der Hauptunterschied vom Pixel 4 und Pixel 4 XL ist zum einen der Akku und zum anderen das Display. Bei meinem Testgerät, dem Google Pixel 4 misst die Displaydiagonale des OLED-Touchscreens eine Diagonale von 5,7 Zoll und bietet eine Auflösung von max. FHD+. Die Bildschirmauflösung liegt bei 1.080 x 2.280, was einer Darstellung von insgesamt 2.462.400 Pixel entspricht und einer Pixeldichte von 444ppi. Beim etwas größeren Google Pixel 4 XL entspricht die Pixeldichte aufgrund der höheren QHD-Auflösung, bei 537 ppi, was nochmals etwas schärfer ist. Doch selbst beim kleineren Pixel 4 erkennt ihr mit Sicherheit alles sehr scharf, da mit hier definitiv keiner sagen kann, dass er bei diesem Gerät einen der Pixel mit bloßem Auge erkennen kann.

Das OLED-Display kann im Test mit kräftigen Farben und dem typischen tiefschwarz überzeugen. Dies liegt daran, da bei OLED-Displays jeder der Pixel einzeln abgeschaltet werden kann. Durch diesen hohen Schwarzwert erhält man auf dem Display kräftige Farben, die mit einer guten Leuchtkraft überzeugen können. Ebenso resultiert dadurch auch das hervorragende Kontrastverhältnis von 100.000:1, was nahezu unendlich entspricht.

Weiterhin bietet das Google Pixel 4 wie bereits dessen Vorgängern ein Always-on-Display und als Neuerung die neue höherer Bildwiederholungsrate von 90 Hz. Dies gehört aktuell noch zur Seltenheit, schließlich unterstützen die meisten aktuellen Smartphones lediglich einen Support mit bis zu 60 Hz. Die Erhöhung der Bildwiederholungsrate hat zufolge, dass das Display Bewegungen deutlich flüssiger darstellt. Dies ist vor allem beim Spielen und Scrollen von Texten von Vorteil. Beachten sollte man hier jedoch, dass die 90 Hz zu einem deutlich höherem Akku verbrauch führen und diese sowieso nur bei einer Displayhelligkeit von über 75 % unterstützt werden. Ist das Display manuell oder auch automatisch niedriger eingestellt, dann reduziert das Google Pixel 4 die Frequenz automatisch auf die herkömmlichen 60 Hz.

Bei der maximalen Helligkeit des OLED-Displays schneidet das Google Pixel leider nicht so gut ab. Hier reichen knapp über 450 cd/m² definitiv nicht aus, um das Display auch bei direkter Sonneneinstrahlung ablesen zu können. Im Indoor-Bereich und im Schatten reich es jedoch problemlos aus. Der Screen-to-Body-Ratio Wert ist beim neuen Google Pixel 4 definitiv nicht hoch, was an der breiten „Stirn“ an der Oberseite des Displays liegt. Das man hier jedoch nicht auf einen schmäleren Rand, oder gar eine Notch setzt, hat definitiv seinen Grund.

Google hat hier in der breiteren Fläche nämlich nicht nur eine einfach Frontkamera, eine Hörmuschel mit integriertem Lautsprecher und die üblichen Sensoren verbaut, sondern eine große Anzahl weitere Sensoren. Aufgrund des schwarzen Rahmens sieht man diese nicht direkt. Zum einen gehören dazu viele Sensoren, welche zu einem echten 3-D-Verfahren des Face-Unlocks führen. Der verbaute Radar-Sensor z. B. erkenn schon die zum Smartphone nähernde Hand und aktiviert das Display direkt. Nimmt man dieses in die Hand, wird das Smartphone beim Blick auf das Display direkt entsperrt, sodass man kaum noch den gewohnten Sperrbildschirm registriert. Beim Entsperren des Google Pixel 4 und Pixel 4XL gibt es aktuell jedoch noch ein Problem, sodass dieses auch bei geschlossen Augen entriegelt wird. Das führt dazu, dass man z. B. das Smartphone ganz einfach entsperren kann, wenn man das Smartphone vor das Gesicht des schlafenden Besitzers hält. Dies sollte so eigentlich nicht sein und Google hat hier bereits ein Update versprochen, welches unter anderem dieses Problem ausmerzen soll.

Der neu verbaute Radar-Sensor hat jedoch auch noch eine weitere Funktion, und zwar dient dieser der Gestensteuerung Namens „Motion Sense“. Diese Funktion kann beim Aktivieren z. B. dazu genutzt werden, um einen Musiktitel zu überspringen, indem man ganz einfach mit der Hand über das Display von rechts nach links wischt. Klingelt der Wecker oder es geht gerade ein Anruf am Smartphone ein, dann kann man diesen ebenfalls durch das einfach wischen über das Display deaktivieren, bzw. ablehnen. Dieser Sensor ist von der Technik, bzw. seinem Funktionsumfang sehr spannend, doch aktuell bietet die „Motion Sense“ noch zu wenige Funktionen. Hier wird Google jedoch sicherlich noch weiter an zusätzlichen Funktionen arbeiten. 

(Display: 4 von 5 Punkten)

Akku

Ein großer Schwachpunkt beim Google Pixel 4 ist der verbaute Akku. Dieser ist mit lediglich 2.800 mAh einfach zu gering bemessen. Dies bestätigt sich auch in meinem Alltagstest, hier konnte ich im Vergleich zu vielen bisher von mir getesteten Android-Geräten keine vernünftige Akkulaufzeit erreichen. Hier wird es beim alltäglichen Gebrauch einfach knapp, sodass der Akku bei mir nicht einmal für einen ganzen Tag ausgereicht hat.

Natürlich hängt die Akkulaufzeit auch beim Google Pixel 4 sehr davon ab, wie ihr das Smartphone nutzt. Dazu zähle unter anderem die Displayhelligkeit, wie oft die 90 Hz Bildwiederholungsrate genutzt wird usw. Wer viele dieser Funktionen nur dafür deaktiviert, damit er eine möglichst lange Akkulaufzeit erreicht, soll das tun. Doch ich persönlich lasse in meinem Test die Funktionen, die von Werk aktiviert sind aktiv und dann verbraucht das Gerät eben mehr Strom. Beim Pixel 4 hat Google jedoch viele Funktionen und Sensoren integriert, die permanent Strom verbrauchen und dafür ist der verbaute Akku zumindest im kleineren Pixel 4 einfach nicht stark genug, sodass man das Gerät definitiv am späten Abend wieder aufladen muss. Beim Google Pixel 4 XL wiederum ist der Akku mit 3.700 mAh deutlich größer und sollte dementsprechend länger durchhalten. Da ich das XL Modell jedoch nicht bei mir zum Testen habe, kann ich dies soweit offiziell nicht bestätigen.

(Akku: 3 von 5 Punkten)

Kamera

Beim neuen Pixel 4 setzt Google erstmals auf ein komplett neues Kamera-Setup. Hier kommt anders wie bei den bisherigen Modellen nicht nur eine Single-Kamera zum Einsatz, sondern ein Dual-Kamera-Setup. Dieses Setup ist zusammen mit einem Dual-LED-Blitz und dem Spektral- und Flickersensor in dem quadratischen Plateau auf der Rückseite integriert. Während die Konkurrenz inzwischen auf eine Normal- Tele und Weitwinkellinse setzen, handelt es sich beim Pixel 4 lediglich um eine Normale- und Telelinse.

Beim Hauptsensor der „Normalen“ Linse handelt es sich um ein mit 12,2 Megapixel auflösenden Sensor mit einer Pixelgröße von 1,4 µm und einer Blende von f/1.7. Die zweite Kameralinse löst mit 16 Megapixeln auf, bietet 1,0 µm große Pixel und eine Blende von f/2.4. Letztere Linse ermöglicht eine 1,8-fache Vergrößerung per Festbrennweite, via sogenannter Hybridvergrößerung ist jedoch eine 3-fache und eine bis zu 8-fache Vergrößerung mit dem sogenannten Super Resolution Zoom möglich. Beide Kameralinsen sind sowohl optisch, als auch elektronisch bildstabilisiert. 

Normalerweise bin ich es in der Kamera-App gewohnt, dass man hier ganz einfach via virtuellen Bedienelementen zwischen den beiden Brennweiten bzw. dem Zoom wechseln kann. Dies ist beim Pixel 4 jedoch nicht der Fall, Google setzt hier auf ein simples Pinch-to-Zoom. Das heißt, dass man einfach durch die typische Zoom Geste via zwei Finger den stufenlosen Zoom nutzen kann. Alternativ genügt es aber auch kurz auf das Bild bzw. das Motiv zu tippen, woraufhin im unteren Bereich der Zoom-Balken, sowie rechts die Helligkeit und HDR-Intensität reguliert werden können.  

Die Frontkamera löst mit 8 Megapixeln auf, bei einem 1,22 µm großen Sensor, sowie eine Blende von f/2.0. Der Erfassungswinkel bzw. Aufnahmewinkel liegt hier bei 90°. Die Aufnahmen der Frontkamera weißen soweit eine gute Qualität und Bilddynamik auf. Auch der zugeschaltete Portraitmodus arbeitet zuverlässig und das Bokeh ist weich, ohne dabei überzogen künstlich zu wirken. Leider bekommt der Nutzer das Bokeh nicht live in der Kamera-App vor der Aufnahme angezeigt, sondern erst nach dem Auslösen des Fotos. Dafür wiederum bekommt man vor dem Knipsen das zugeschaltete HDR direkt in der Live-Ansicht angezeigt, da Google nun auf die sogenannte Live-HDR+ Funktion setzt. Was mir bei der Frontkamera ebenfalls etwas fehlt, ist ein Autofokus, hier setz Google nämlich lediglich auf einen Fixfokus.

Nun zurück zur Hauptkamera, wie schneidet diese im Test ab? Auf den ersten Blick können die Aufnahmen zumindest auf dem Smartphone als Vollbild betrachtet mit einer scharfen Darstellung mit blühenden Farben und einer tollen Dynamik überzeugen. Bei der vergrößerten Darstellung auf dem PC oder Notebook sieht es natürlich etwas anders aus, was aber unter anderem an den geringen Megapixel liegt. Zoomt man nämlich in das Bild z. B. zum Bearbeiten, dann wird das Bild logischerweise deutlich schneller grobkörniger als bei einer Kamera mit doppelt so viel Megapixeln.

Was beim zoomen in das Bild vor der Aufnahme auffällt, ist dass beim genauen Hinsehen ab einem Zoom von über 1,8-fach eine Farbänderung stattfindet. Dies liegt an dem vollautomatischen wechseln von der einen zur anderen Kameralinse, die beide eine unterschiedliche Blende und Sensor Größe besitzen. Bei der Tele-Linse z. B. wird das Bild von den Farben merklich wärmer als beim Standard-Zoom. Ansonsten kann mich die Hauptkamera mit einem guten Weißabgleich, und einer natürlichen Farbwiedergabe überzeugen. Ebenso erstaunlich ist es für mich, wie gut der 8-fach Hybrid-Zoom funktioniert. Die vergrößerten fotografierten Objekte werden schnell fokussiert und überraschend scharf dargestellt, hier leistet die Software soweit ordentliche Arbeit, denn diese schärft das ganze Bild gut nach. Was beim Betrachten direkt nach dem Auslösen jedoch zu leichten Wartezeiten führt.

Im punkto Videoaufnahmen hat Google soweit gegenüber dem Vorgängermodell nichts verändert. Aufnahmen sind hier mit einer maximalen Auflösung von 4K möglich, allerdings weiterhin nur mit max. 30 Bilder pro Sekunde. Hier hätte ich mir persönlich zumindest 60 fps gewünscht. Dafür arbeitet jedoch der Stabilisator sehr sauber, sodass die Aufnahmen ohne große verwackler gelingen. Diejenigen unter euch, die auf Zeitlupenvideos stehen, müssen entweder die Auflösung auf Full-HD (1080p) reduzieren, sodass diese mit max. 120 fps aufgenommen werden oder bei Super Zeitlupe (240 fps), die Auflösung auf 720p reduzieren. Mir persönlich gefällt der automatische Folgefokus sehr gut, welcher sowohl bei Fotos, als auch bei Videos genutzt wird.

(Kamera: 4 von 5 Punkten)

 Software

Das Google Pixel 4 liefert Google natürlich mit dem neusten Android 10 aus. Diese Version liefert unter anderem den neuen Dark-Mode und neue Wischgesten. Diese neue Gesten erinnern mich persönlich sehr an die Bedienung meines iPhone X, denn diese sind weitestgehend identisch. Hat man nämlich eine App auf und möchte diese verlassen, dann genügt ein einfaches Fingerwisch von unten am Displayrand nach oben. Zieht man den Finger wiederum nur bis zur Mitte und hält diesen kurz bis zum leichten Vibrieren des Smartphones an diesem Punkt, dann erscheinen alle bisher geöffneten Apps. Diese kann man anschließend durch das nach oben wischen, ganz einfach via TaskSwitcher schließen. Die bisher typischen Android-Tasten gehören beim Google Pixel 4 definitiv der Vergangenheit an, können auf Wunsch jedoch in den Einstellungen jederzeit wieder im Displayrand eingeblendet werden.

Google verspricht beim Pixel 4, dass dieses für mindestens 3 Jahre ab der Aufnahme in den Google US-Store Betriebssystem- und Sicherheitsupdates kostenlos erhält. Zudem werden diese deutlich schneller zur Verfügung gestellt, da Google seine eigenen Smartphones natürlich möglichst schnell mit neusten Funktionen und Sicherheitspatches versorgen möchte. Die Bloatware (vorinstallierte Apps) halten sich weitestgehend in Grenzen. Google hat hier nämlich lediglich die üblichen hauseigenen Apps wie z. B. YT Music, Play Filme, Google Maps, Google Drive usw. vorinstalliert.

(Software: 4,5 von 5 Punkten)

TEIL 3

bestehend aus „Preis/Leistung“ entspricht 10% der Gesamtwertung

Beschreibung

Mit dem neuen Pixel 4 hat Google sein neustes Smartphone vorgestellt. Dieses kommt soweit mit einigen interessanten Neuerungen und Funktionen daher. Jedoch kann mich persönlich zum aktuellen Zeitpunkt die neue Radar Gestensteuerung Namens „Motion Sense“ noch nicht 100 % überzeugen, da der Funktionsumfang noch sehr beschränkt ist. Enttäuscht hat mich ebenfalls der „kleine“ Akku, dieser ist für die Anzahl an Sensoren und sonstiger Technik einfach zu knapp bemessen. Vom Design/Verarbeitung, der guten Kamera und dem OLED-Display kann es mich wiederum soweit überzeugen.

Preis/Leistung

Die UVP des Google Pixel 4 liegt bei 749 EUR mit 6 GB RAM und 64 GB Speicher (in D/A). Mit einem Speicher von 128 GB werden 849 € fällig und beim XL Modell beginnt der Preis mit 64 GB bei 899 und endet mit 999€ bei 128 GB. Hier sind die Preise gegenüber den Vorjahresmodellen zwar gefallen, doch im Vergleich zu Konkurrenz ist der Preis nicht günstig.

Ich persönlich vermisse hier für den geforderten Preis einen stärkeren Akku im kleineren Pixel 4, sowie eine dritte Kameralinse (Ultraweitwinkel). Dennoch ist die Kamera soweit gut und kann überzeugen, was das Google Pixel 4 soweit dennoch zu einem guten Android Smartphone macht, mehr aber auch nicht. Schließlich gibt es hier deutlich besserer Smartphones, welche fürs gleiche Geld mehr Leistung bieten können.

Google Pixel 4

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testr Gesamtwertung

unter Berücksichtigung aller Teilwertungen

 Wir bedanken uns beim Hersteller für die Bereitstellung des Produktes. Zu unseren Grundsätzen

Link zum Hersteller: store.google.com/de

Gigaset GS110

In aller Kürze

Das Gigaset GS110 ist für den Preis von unter 120€ ein gutes Einsteiger-Smartphone. Dieses kann unter anderem mit einem 3.000 mAh Akku überzeugen, welcher sehr einfach ausgetauscht werden kann. Die Verarbeitung und das Design ist für den Preis ebenso gut. Lediglich die etwas schlechte Kamera und der RAM könnte besser sein, denn diese sind leider heutzutage keinesfalls mehr zeitgemäß.

Gefällt uns

  • Gute Akku-Leistung
  • Wechselakku
  • modernes Design und gute Verarbeitung
  • Kopfhörerbuchse
  • USB-Typ-C Anschluss

Gefällt uns weniger

  • Gering Auflösendes Display
  • mäßige Foto- und Videoqualität
  • keine Kopfhörer im Lieferumfang
  • teils langsame Performance
Gigaset GS110

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TEIL 1

Bestehend aus „Verpackung/Design/Verarbeitung“ entspricht 25% der Gesamtwertung

Verpackung

Farblich bleibt Gigaset den Farben des Logos treu, denn die VFarblich bleibt Gigaset den Farben des Logos treu, denn die Verpackung kommt ebenfalls in den typischen orange/weißen Farben daher. Die Verpackung selbst ist jedoch wie beim Gigaset GS280 anders, als die der ganzen anderen Smartphone-Hersteller. Diese schütz das Smartphone zwar ebenfalls sehr gut, ähnelt vom Material und dem Öffnungskonzept jedoch dem eines üblichen Versandkartons. Es handelt sich hierbei nämlich um eine weiße 1. welligen Kartonage, welche an der Außenseite mit einigen technische Daten und Bilder des Gerätes bedruckt wurde. 

Bevor wir uns den Inhalt näher anschauen, betrachten wir zuvor die Verpackung. Die Oberseite zieren wie üblich den Namen des Herstellers „Gigaset“ und die Modellbezeichnung „GS110“. Des Weiteren ist es hier bei Gigaset noch üblich, das Smartphone von der Vorder- und Rückseite betrachtet abzubilden. An den Stirnseiten wird wie gewohnt rundherum im Zentrum der Name „Gigaset“ präsentiert. An der oberen Stirnseite ist wiederum ein Aufkleber über dieses Logo geklebt, welcher wie üblich über die IMEI 1-/2-Nummer, die Seriennummer, das Smartphone-Modell und dessen Farbe informiert.

Die Rückseite hält wie von Gigaset bereits gewohnt, einen kleinen Auszug der wichtigsten Ausstattungsmerkmale des Smartphones bereit. Daher erfährt man hier z. B., dass es sich um ein 6,1 Zoll Display mit V-Notch (Tropfen-Notch) handelt, es mit Android 9 Pie (Go Edition) bestückt ist und neben einem wechselbaren 3.000 mAh Akku auch noch einen 8-Kern Prozessor besitzt usw. 

Wie bereits vom Gigaset GS280 gewohnt, wird auch das neue GS110 nicht mehr in einer zweiteiligen Verpackung geliefert, sondern in einer einteiligen, welche von rechts nach links aufgeklappt wird. Hat man diese geöffnet, erblickt man das Gigaset GS110 in einer matten Folie verpackt, welches zudem mit einer Displayschutzfolie versehen wurde. Diese Displayfolie ist ebenfalls mit dem Namen des Smartphones bedruckt und informiert über sämtliche Bedienelemente und Anschlüsse am Gerät.

Das restliche Zubehör verbirgt sich unter einem simplen Trennboden. Dabei handelt es sich um den 3.8 V 3.000 mAh Akku mit 11,4 Wh und die separate Kunststoffrückseite des Smartphones, welche nach dem einlegen des Akkus angebracht werden muss. Zudem liegt darunter noch eine Bedienungsanleitung aus 100 % Recycelten Papier, ein USB-Typ-C Ladekabel und ein 10 Watt Netzteil.

Ein SIM-Tool braucht man im Falle des GS110 nicht, da die SIM-Karte seitlich bei geöffneter Rückseite eingeschoben wird. Was wiederum dieses Mal gegenüber den anderen Geräten fehlt, ist ein In-Ear Kopfhörer Paar. Diese hätte Gigaset wie gewohnt trotz des niedrigen Preises beilegen können, auch wenn diese wie üblich nicht besonders gut sind. Doch der Anspruch der Leute von so günstigen Smartphones ist nicht so hoch, daher würden prinzipiell diese „billigen“ Kopfhörer problemlos ausreichen.

(Verpackung: 3,5 von 5 Punkten)

Design

Beim Gigaset GS110, hat das Unternehmen gegenüber den bisherigen Smartphones, die ich vom Unternehmen getestet habe einiges geändert. Zum ersten Mal setzt man nämlich beim Display nicht mehr auf einen breiten Balken an der Unter- und Oberseite, sondern hat den Displayrahmen an der Oberseite durch einen deutlich schmäleren Rahmen mit einer Tropfen-Notch (V-Notch) versehen. In dieser kleinen Aussparung befinden sich mittig die kleine Selfie-Kamera und die Hörmuschel.

Ebenso wieder neu aufgelegt hat Gigaset bei diesem Einsteiger-Smartphone die abnehmbare Rückschale und der daraus resultierende wechselbare Akku. Dies finde ich in der heutigen Zeit schon besonders, denn mittlerweile kommen eigentlich soweit mir bekannt ist alle Smartphone mit einem Unibody-Gehäuse daher, bei denen dies eben nicht möglich ist. Daher bekommt man hier mit nur wenig Kraftaufwand die Rückseite entfernt und kann den Akku völlig einfach wie bei den meisten ersten Smartphones wechseln. 

Klar hat die Rückseite, welche man wechseln kann auch Nachteile, denn diese kann somit nicht aus Glas oder Aluminium bestehen. Daher handelt es sich hierbei wie bei den ersten Smartphones von Samsung und Co. um eine Kunststoffschale. Ebenso muss man hier in diesem Fall auf einen Fingerabdrucksensor verzichten, denn diese wäre hier auf der Rückseite unmöglich zu integrieren. Daher hat man sich hier auf das altbekannte Entsperrmuster oder alternativ einer Gesichtsentsperrung festgelegt. Um es vorneweg zu nehmen, kann ich hier jedoch klar sagen, dass diese definitiv nicht so gut und genau wie z. B. Face-ID von Apple ist. 

Von den Abmessungen ist das Gigaset GS110 aufgrund des größeren Displays etwas länger und breiter geworden, wenn man dies mit dem GS280 vergleicht. Wiederum hat es in der breite ein paar Millimeter abgenommen und ist mit 154 Gramm eines der leichtesten Smartphones aus dem Hause Gigaset. Das Display wiederum ist deutlich gewachsen und gehört beim Gigaset GS110 mit 6,1 Zoll zum größten Display, welches das Unternehmen bisher bei seinen Smartphones verbaut hat.

Die neue Smartphone-Generation hat Gigaset nun endlich auch dem aktuellen Trend der ganzen anderen Hersteller angepasst. Somit kommt wie bereits erwähnt die neue Serie mit einer Notch daher. Beim GS110 ist es in diesem Fall ein Tropfen-Notch. Im unteren Bereich ist der Rand (Kinn) zwar verschmälert geworden, jedoch wenn man bedenkt, dass hier nicht verbaut ist, ist dieser mit den knapp 7 mm immer noch relativ breit. Das 6,1 Zoll große Display ergibt bei dessen Form ein 19,5:9 Format, also ist es etwas mehr als doppelt so hoch wie breit. 

Bei der Anordnung der Tasten gibt es gegenüber dem von mir getesteten Gigaset GS280 keinen großen Veränderungen. Daher ist an der rechten Seite wie gewohnt die Lauter-/Leiser Wippe und nur wenige Millimeter darunter der leicht geriffelte Power-Knopf untergebracht. Der SIM-Karten und micro-SD-Slot findet man hier beim GS110 jedoch nicht wie gewohnt links, sondern nun unter der abnehmbaren Polycarbonat-Rückschale. Hier kann man von hinten betrachtet die beiden SIM-Karten oben links in zwei getrennte Steckplätze einsetzen und bei Bedarf den internen Speicher mit einer Micro-SD-Speicherkarte um bis zu 256 GB erweitern. Dieser Steckplatz befindet sich unmittelbar oberhalb des Akkus und ist entsprechend gekennzeichnet. 

Weiterhin hat Gigaset an seinen Smartphones einen AUX-Anschluss verbaut. Damit kann man bei Bedarf weiterhin ein Kopfhörer via Kabel anschließen, sofern man diesen hat, denn Gigaset legt diesen beim GS110 wie bereits erwähnt nicht mit in die Verpackung. An der Unterseite findet man zentral einen modernen zeitgemäßen USB-Typ-C Anschluss zum Aufladen, welcher rechts von einem Mono-Lautsprecher und links von einem Mikrofon (für Telefonate) umgeben ist. Die Löcher welche hier in der Rückschale links neben dem Lade-Anschluss eingebracht sind, gelten dabei nur der Optik, denn diese haben hier wie man bei entfernt Rückseite sehen kann keinerlei Funktion. Das Mikrofon ist nämlich hinter dem kleineren Loch ganz links außen. 

An der Rückseite ist in der oberen linken Ecke ein Single-Kameramodul verbaut. Dabei handelt es sich um eine mit 8 Megapixeln auflösende Kamera mit einer Blende von f/2.8, welche angesichts des Preises nicht anders zu erwarten, von einem Mono-LED-Blitz bei schwachem Licht unterstützt wird. Bei der Frontkamera, welche wie bereits erwähnt in der Notch verbaut ist, setzt Gigaset auf eine 5 Megapixel Linse mit ebenfalls einer Blende von f/2.8. Über der Kameralinse ist wie üblich dann noch eine schmale Hörmuschel und daneben einem Annäherungssensor untergebracht. Dieser dient wie üblich dazu, das Display abzuschalten, sobald man das Smartphones ans Ohr hält. Zudem ist hier direkt daneben auch der Lichtsensor untergebracht, welcher wie üblich die Helligkeit des Displays, automatisch der aktuellen Lichtsituation anpasst.

Nun möchte ich noch kurz zum Mono-Lautsprecher eingehen. Dieser ist von der maximalen Lautstärke zwar laut genug, doch klangliche Wunder solltet ihr hier nicht erwarten. Musikhören im Bad, ist damit zwar gut möglich, aber einen Film über Netflix oder ein Video über Youtube anschauen würd ich persönlich meistens mit Kopfhörer bevorzugen. Der Klang ist nämlich was den Tiefgang, also den Bassbereich angeht sehr mager aufgestellt. Hier hören sich Explosionen nicht tief genug an und daher fehlt es hier an Kraft.

Der USB-Typ-C-Ladeanschluss an der Unterseite unterstützt weiterhin wie die bisherigen Gigaset Smartphones die USB-on-the-go (OTG) Funktion. Dies bedeutet, dass man mit dem passenden Kabel ein angeschlossenes Gerät mit Strom versorgen kann. Dabei dient das Gigaset GS110 wie bereits dessen Vorgänger, als Power-Bank.

(Design: 3,5 von 5 Punkten)

Verarbeitung

Die Verarbeitung des Gigaset GS110 ist gut. Die Rückseite besteht aus Kunststoff und nicht wie bisher bei den anderen Gigaset Smartphones aus Aluminium. Doch dies hat bei diesem Modell seinen Grund, denn hier wollte man ein Smartphone auf den Markt bringen, welches für Einsteiger geeignet ist und den Vorteil mit sich bringt, dass man den Akku durch die Polycarbonat-Rückseite einfach austauschen kann. Dies hat eben den Grund, dass man beim GS110 den Eindruck hat, dass dieses nicht ganz so wertig wäre, wie dessen Vorgängergeräte. Doch diesen Kompromiss musste man dafür eben eingehen.

Ansonsten kann das Gerät neben einem guten Druckpunkt bei den Tasten ebenso mit einem modernen USB-Typ-C-Anschluss überzeugen. Des Weiteren ist für diese Preisklasse das Display mit 6,1 Zoll und einem Tropfen-Notch sehr positiv. Doch was mir wiederum weniger gefällt, ist das vom Rahmen vorstehende Display. Fällt einem nämlich das Smartphone aus der Hand, knallt dieses mit großer Wahrscheinlichkeit so auf den Boden, dass dabei ordentlich das Display kaputt geht. Klar, dies passiert auch bei den teuereren Geräten, doch hier ist die Wahrscheinlichkeit meiner Meinung nach noch höher. Schließlich steht der Rahmen der Polycarbonat-Rückseite ca. 2 mm zurück und würde beim Herunterfallen sowieso wegfallen. 

Die Kamera auf der Rückseite ist jedoch wie bereits bei den Vorgängergeräten etwas zu weit oben platziert worden. Von daher steht das Modul durch die abgerundeten Kanten rundherum, im oberen Bereich etwas mehr (ca. 1,0 mm) hervor. Im restlichen Bereich steht die Kameralinse bzw. das Glas und der Kunststoff – Rahmen darum knapp 0,5 mm hervor. Wer von euch vorhat sein Smartphone, sowieso immer in einer Schutzhülle zu verwenden, muss sich über diese Eigenschaft keine Gedanken machen. Zumal bei vielen anderen Herstellern die Kamera sogar bis zu 2 mm hervorsteht.

(Verarbeitung: 3,5 von 5 Punkten)

TEIL 2

bestehend aus „Funktion des Produktes“ entspricht 65% der Gesamtwertung

Display5,7 Zoll (19,5:9 Format) 1200 x 600 Pixel, Pixeldichte beträgt 233 ppi
CPUSpreadtrum SC9863A Octa-Core, 64bit, 4x 1.60 GHz 4x 1.20 GHz Cortex-A55 / GPU: IMG8322
RAM1 GB RAM
Speicher16 GB (mit microSD bis zu 256 Gigabyte erweiterbar)
BetriebssystemAndroid 9.0 „Pie“ Go
Haupt-Kamera8MP f/2.8 Blende; Mono-LED-Blitz.
Frontkamera5 Megapixel; mit LED-Blitz
AnschlüsseUSB-Typ-C-Ladenaschluss, 3.5mm-Klinke
Akku3.000 mAh; wechselbar
Konnektivität
Wi-Fi 802.11 b/g/n 2,4 GHz. Mobilfunknetz bis 4G, Wi-Fi Direct, Bluetooth 4.2 und GPS, A-GPS, GLONASS
Abmessungen
(LxBxH)
155 mm x 73,1 mm x 9,7 mm
Gewicht154 Gramm
LieferumfangGigaset GS110
10 Watt-Netzteil
USB-Typ-C-Ladekabel
3.000 mAh Akku
Polycarbonat-Rückseite
Bedienungsanleitung

Performance

Gleich vorneweg kann ich beim Gigaset GS110 klar sagen, dass es sich hier nicht um ein Smartphone mit top CPU, GPU, RAM usw. handelt. Dennoch laufen die Standard Anwendungen und Games mit geringeren Anforderungen problemlos. 

Beim Gigaset GS110 setzt das Unternehmen auf einen Spreadtrum SC9863A Octa-Core (8-Kern) Prozessor. Dieser CPU kommt von dem Unternehmen Unisoc, welches bisher eher unbekannt war, da es Chipsätze lediglich für die „billigen“ Smartphones hergestellt hat. Mit dem neuen Anfang 2019 vorgestellten SC9863A, hat man jedoch einen achtkernigen ARM-SoC im Sortiment, der die Cortex-A55-Technologie verwendet. Von den insgesamt 8-Kernen, takten vier mit jeweils 1,2 und die vier anderen mit bis zu 1,6 GHz. Zwar handelt es sich hier um einen 64-Bit CPU, jedoch wurde dieser weiterhin im 28 nm Verfahren hergestellt. Andere Hersteller wie Samsung, Qualcomm und Huawei stellen ihre CPU´s bereits im deutlich besseren 7-Nanometer-Verfahren her. Der Prozessor im Gigaset GS110 wird von einem IMG8322 GPU und einem etwas mager bemessenen 1 GB RAM unterstützt. Hier hätte man wirklich mehr als 1 GB integrieren können, den das ist absolut nicht mehr zeitgemäß, egal ob es sich hier um ein Einsteigergerät handelt oder dieses für Android 9 Go ausreichend ist. Somit kann einem hier klar sein, dass es für dieses Gerät sicherlich keine Updates auf das nächste Android (Android 10 Go) geben wird.

Beim internen Flash-Speicher dürften die 16 GB wiederum für die meisten ausreichen. Klar ist dies nicht besonders viel, doch ihr müsst hier bedenken, das Smartphone ist kein Mittelklasse-Gerät, geschweige denn ein Oberklassen-Smartphone. Es handelt sich um ein Gerät, welches ihr z. B. euren Eltern oder Großeltern kauft. Zudem lässt sich der Speicher mit einer Micro-SD-Speicherkarte, die inzwischen ganz günstig erhältlich sind um bis zu 256 GB erweitern. Daher sollte es vom Speicher definitiv kein Problem geben, eher wird es beim Prozessor oder dem Arbeitsspeicher kritisch. 

Dass man beim verbauten Speicher keinen rasanten Speicher erwarten kann, sollte einem hier beim Gigaset GS110 natürlich eigentliche ebenfalls logisch sein. Für Mama, Papa oder Oma und Opa, die einfach nur ein Smartphone zum Anrufen, via WhatsApp schreiben und gelegentlich Bilder machen benötigen, reicht diese Geschwindigkeit auch problemlos aus. Für alle anderen natürlich nicht, aber ihr kauft euch dann auch ein Gerät, das nicht nur 110€ kostet, sondern meistens 300€ oder sogar einiges mehr (über 1100€). Laut AndroBench erreicht der interne Speicher beim Schreiben 57 MB/s und beim Lesen 61 MB/s, daher reden wir hier im Vergleich zu den bisherigen Gigaset-Geräten wirklich nicht von einem schnellen Smartphone, bezogen auf den Speicher. Erfreulich ist wiederum, das Android Go hier von den 16 GB Speicher wenig wegnimmt. Das System nimmt knapp über 4 GB ein und die vorinstallierten Android-Apps weitere 2 GB. Somit bleiben einem selbst etwas mehr als 9 GB frei zur Verfügung, welche wie bereits erwähnt via Micro-SD-Speicherkarte erweitert werden können.

Die meisten nicht besonders anspruchsvollen Apps laufen auf dem Gigaset GS110 ohne Probleme. Also könnt ihr hier problemlos hin und wieder eure Mails lesen/beantworten, WhatsApp installieren und mit euren Freunden und Verwandten kommunizieren, aber auch im Internet surfen sollte im Alltag auf den meisten Seiten kein Problem darstellen. Ich habe im Test verschiedene Webseiten mit mehren Bilder usw. besucht und dabei kam es zu keinen Aussetzern oder Abstürzen. Lediglich bei besonders anspruchsvollen Apps wie Instagram, Facebook oder bei der App „Antut“ musste ich feststellen, dass vor allem beim Starten, der geringe Arbeitsspeicher Probleme bereitet. Dies wirkte sich soweit aus, dass die App langsam startet oder teils sogar abstürzt. 

Schon die technischen Daten des Gigaset GS110 zeigten mir ganz klar, dass ich hier bei der Performance, was den Bereich Spiele angeht, nicht besonders viel erwarten sollte. Daher hab ich die besonders anspruchsvollen Spiele auch gar nicht erst installiert. Das ist ja soweit auch ok, denn schließlich wird sich dies jeder von euch soweit eigentlich denken können, dass dieses Einsteiger-Smartphone nicht dafür ausgelegt ist.

Der verbaute CPU, RAM und GPU wäre dafür einfach nicht stark genug. Somit laufen auf dem Gigaset GS110 lediglich Spiele wie z. B. Gardenscapes usw, also solche, welche sich sowohl bei der grafischen Leistung, als auch bei den Animationen in Grenzen halten. Leider kann ich euch zu diesem Smartphone ausnahmsweise keine Werte zu den Benchmarktests mitteilen, denn Geekbench konnte ich darauf nicht installieren, und Antutu hängte sich immer wieder auf. Das Scrollen durch die verschiedenen Webseiten läuft weitestgehend flüssig. Lediglich wenn viele Bilder und andere Animationen auf der Webseite integriert sind, merkt man hier ein leichtes ruckeln.

(Performance: 2,5 von 5 Punkten)

Display

Beim Display setzt Gigaset wie bereits angedeutet auf ein großes 6,1 Zoll große IPS-Display. Dieses ist zwar eine gute Neuerung, denn bisher hatten die Gigaset Geräte immer einen deutlichen breiten Rand an der Ober- und Unterseite. Jedoch kann das Display in anderen Punkten dennoch nicht wirklich überzeugen. Dies liegt daran, dass dieses zum einen lediglich mit 1.200 x 600 Pixeln auflöst, was einer Pixeldichte von 233 ppi entspricht. Somit ist die Auflösung deutlich geringer als bei den bisherigen Gigaset-Smartphones und trotz des geringen Preises nicht wirklich zeitgemäß. Man erkennt hier z. B. beim Betrachten der Notch teils einzelne Pixel. 

 Der Formfaktor des Gigaset GS110 liegt nun bei einem Wert von 19,5:9 und der Screen-to-Body-Ratio steigt von bisher unter 80 % dank schmäleren Rändern auf 85 %. Dieser Wert gibt an, wie viel der Vorderseite mit einem Display abgedeckt ist. Die max. Helligkeit des IPS-Display, welches bis zu 5 Touchpoints registrieren kann, liegt bei geringen 400 cd/m2. Daher sind wir hier beim Gigaset GS110 wieder bei einem etwas dunkleren Display. Hier bieten einige andere Hersteller zum Teil noch etwas hellere Helligkeiten, was vor allem im Alltag im Freien Vorteile bietet.

Im Indoor-Einsatz und im Schatten wiederum macht die etwas geringe Helligkeit nichts aus. Dieses Manko sollte einem beim kauf natürlich bewusst sein, schließlich kauft man hier ein Gerät, das knapp über 100€ kostet. Ansonsten ist das Display angesichts des Preises ganz gut, die Farben werden kräftig genug dargestellt und der Kontrast geht soweit ebenfalls in Ordnung. Hier darf man eben keine große Wunder erwarten, daher sind auch die üblichen Farbverläufe zu erkennen, wenn man auf das Display von der Seite blickt. Diese machen sich mit einem leichten Blau-/ und Gelb-Stich bemerkbar.

(Display: 3,5 von 5 Punkten)

Akku

Der Akku im Gigaset GS110 ist 3.000 mAh groß und als Besonderheit wie bereits erwähnt wechselbar. Dieser ist zwar nicht ganz so groß wie bei einigen anderen Gigaset Smartphones (GS280 usw.), doch im Vergleich zu vielen anderen Smartphones immer noch verhältnismäßig groß. Zudem ist der Akku-Verbrauch dank der abgespeckten Android 9 Go, sowie der schwächeren Hardware sehr gering. Dabei wirkt sich der etwas schwächere CPU/GPU, RAM und das geringer auflösende Display positiv auf den Alltagstest aus. Schließlich kann man hier gegenüber der Konkurrenz, mit einer deutlich längeren Laufzeit rechnen. 

Nutzt man das Gigaset GS110 im normalen täglichen Gebrauch lediglich zum Webbrowsing, WhatsApp-Nachrichten verfassen und hin und wieder ein Foto knipsen, dann packt das Gerät problemlos zwei Tage oder bei weniger nutzen sogar fast drei Tage. Spielt man wiederum häufig mit dem Smartphone verschiedene Games, dann reicht der Akku je nach Intensität nur bis zum Abend. Sobald der Akku am Abend oder auch über den Tag leer sein sollte, dann wird dieser via USB-Typ-C Ladekabel und dem 10 Watt Netzteil wieder mit Strom versorgt. Bis der Akku voll aufgeladen ist, vergehen knapp 3 Stunden.

(Akku: 4,5 von 5 Punkten)

Kamera

Gigaset hat beim GS110 lediglich eine Hauptkamera mit 8 Megapixeln und einer Blende von f/2.8 verbaut. Auf den Bildern mag es eventuell auf den ersten Blick so aussehen, als wäre wie beim iPhone X eine Dual-Kamera verbaut, doch dem ist nicht so. Unter der Single-Kamera ist nämlich lediglich ein Mono-LED Blitz verbaut. Die 8MP sind meiner Meinung nach selbst bei einem Smartphone in dieser Preisklasse zu gering, denn diese befindet sich ungefähr auf dem Niveau einer guten Frontkamera.

Bei meinen Testaufnahmen stellte ich fest, dass der Autofokus sehr langsam arbeitet. Dies ist soweit ärgerlich, denn wenn man das Gigaset GS110 z. B. seinen Eltern schenkt und diese Bilder von ihren Enkeln machen wollen, werden diese oftmals keine guten Bilder machen können. Möchte man besondere Momente festhalten, dann ist ein schneller Autofokus wichtig, doch genau die gelingt mit dem Gigaset GS110 leider nicht. Ebenso kann man die Bilder bei schlechten Lichtverhältnissen absolut vergessen. Diese sind total verrauscht und somit völlig ohne Details und Schärfe, was daran liegt, dass keinerlei Bildstabilisator verbaut wurden. Daher verwackeln die Bilder besonders bei schlechten Lichtverhältnissen zu sehr. Doch selbst bei guten Lichtverhältnissen sind die Bilder nicht scharf genug und Details gehen total verloren. Ebenso ist die Dynamik sehr schwach, sodass  z.B. der Himmel zu sehr überbelichtet wird. 

Die Frontkamera löst mit maximal noch geringeren 5 MP auf. Damit gelingen im Großen und Ganzen bei gutem Licht brauchbare Aufnehmen. Jedoch hat die Frontkamera etwas zu sehr Probleme, die verschiedenen Helligkeitsstufen zu erkennen, sodass es bei den Fotos dazu kommt, dass vor allem der dunkle Bereich sehr gleich aussieht. Was zur Folge hat, dass man hier keine wirklichen Kanten und Details mehr wahrnehmen kann.

Videos können mit dem Gigaset GS110 wie bisher bei sämtlichen anderen Gigaset Smartphones lediglich mit maximal 1.080p und 30 fps aufgenommen werden. 4K-Videos werden daher ebenso wenig unterstützt wie Slow-Motion aufnahmen.

(Kamera: 2,5 von 5 Punkten)

 Software

Auf dem Gigaset GS100 ist Android 9 Go installiert. Dabei handelt es sich um eine abgespeckt Version der regulären Android 9 -Version, welche dadurch auch auf leistungsschwächeren Geräten flüssig läuft. Der auf meinem Testgerät installierte Sicherheitspatch stammt vom Juli 2019 und ist daher auch nicht mehr wirklich der aktuellste. 

Durch den Einsatz von Android 9 Go, hält sich die Menge an sogenannter Bloat-Ware in Grenzen. Neben den üblichen Apps wie Google Chrome, Kalender, Rechner usw. sind auch Google Apps wie Google Go, YouTube, Gmail, Google Assistant Go und Google Maps Go vorinstalliert. Android Go hat nicht nur den Vorteil, dass dies auch leistungsschwächeren Geräten flüssiger läuft, sondern auch, dass das System weniger Speicher verbraucht. Somit stehen dem Nutzer von verbauten Flash-Speicher mehr Speicherplatz zur Verfügung.

Das System startet aufgrund der etwas schwächeren Ausstattung nicht gerade schnell, hält sich jedoch im Vergleich zu iOS-Devices und manch anderen Android-Smartphones auf einem ähnlichen Niveau.

(Software: 3,5 von 5 Punkten)

TEIL 3

bestehend aus „Preis/Leistung“ entspricht 10% der Gesamtwertung

Beschreibung

Beim Gigaset GS110 handelt es sich, wie Gigaset es selbst bezeichnet um ein Einsteiger-Smartphone. Daher kann man hier angesichts eines Preises von knapp über 100€ mit keinen hochwertigeren Materialien wie z. B. Glas oder einem Aluminium bzw. Edelstahlrahmen rechnen. Dennoch liefert Gigaset hier für diesen Preis ein gut Verarbeitetes und modernes Smartphone. 

Das Android 9 Pie Go Betriebssystem arbeitet trotz niedriger Rechenpower zuverlässig und ohne größere Aussetzer. Ebenso kann das Smartphone mit einem aktuellen USB-Typ-C Ladeanschluss überzeugen und der wechselbare Akku sorgt ebenfalls für einige Vorteile. 

Preis/Leistung

Das Gigaset GS110 kann man direkt bei Gigaset für 119,00 EUR bestellen. Wer das Gerät jedoch bei Amazon bestellt, erhält für denselben Preis zusätzlich noch eine gratis 32 GB Micro-SD-Speicherkarte inkl. Adapter dazu.

Das Gigaset GS110 richtet sich an die Zielgruppe der Smartphone-Einsteiger. Möchte man z. B. den Eltern oder sogar Großeltern den einstig in die Welt der Smartphones ermöglichen, wäre das GS110 eine gute Wahl. Es handelt sich dabei zwar nicht um das beste Smartphone, doch angesichts des Preises von unter 120€ ist es Preis-Leistungstechnisch gesehen kein schlechtes Gerät. Schließlich gibt es viele Leute, die ihr Smartphone lediglich dazu nutzen, damit diese erreichbar sind und diese gelegentlich Bilder machen können.   

Gehört ihr zu denjenigen, bei denen dies der Fall ist, bzw. sind eure Eltern dies, dann ist das Gigaset GS110 das richtige Smartphone, wenn man keine 200€ oder sogar mehr für ein Gerät ausgeben möchte. Die einzigen Mankos des GS110 waren bei mir im Test das etwas zu dunkle und schlecht auflösende Display, sowie die schwache Kamera. Ansonsten kann es unter anderem mit einem einfach zu wechselnden Akku und einer guten Verarbeitung überzeugen. 

Gigaset GS110

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testr Gesamtwertung

unter Berücksichtigung aller Teilwertungen

 Wir bedanken uns beim Hersteller für die Bereitstellung des Produktes. Zu unseren Grundsätzen

Link zum Hersteller: Gigaset.de

Gigaset GS280

Die einzelnen Komponenten von Smartphones sämtlicher Hersteller, werden im asiatischen Markt hergestellt und zudem findet auch hier die Endmontage der Geräte statt. Anschließend werden diese dann über den ganzen Kontinent verteilt und zu den Zuliefern und Endkunden geliefert. So ist dies bei den Komponenten auch bei Gigaset der Fall, doch mit dem GS280 hat das Unternehmen aus Bocholt bereits das zweite Smartphone auf den Markt gebracht, welches man in der Tat im eigenen Werk zusammenbaut. Somit werden die neuen Geräte mit dem früher oft bekannten Satz „Made in Germany“ geworben.

Das neue Gigaset GS280 ist als Nachfolger des eigentlichen Gigaset GS270 Plus anzusehen, da es ebenfalls eine Single-Kamera besitzt und auf den ersten Blick ähnlich ausschaut. Jedoch hat man dieses in einigen Bereichen verbessert. Vor allem der sehr große Akku mit 5.000 mAh klingt sehr vielversprechend. Doch kann das neue Gigaset GS280 mit dem größeren Akku, einem neuen Display und seinem Prozessor im Test überzeugen? Das erfahrt ihr in diesem Testbericht. 

 Gigaset GS280

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Bestehend aus „Verpackung/Design/Verarbeitung“ entspricht 25% der Gesamtwertung

Verpackung

Bei den bisher von mir getesteten Gigaset-Smartphones, ähnelten die Verpackungen von der Materialwahl und Verarbeitung sehr dem Mainstream, also dem Großteil alles Smartphone-Verpackungen. Schließlich werden so gut wie alle Verpackungen der Smartphone-Hersteller, in China hergestellt und auf nahezu identischer weiße hergestellt und bedruckt.

Bei der Verpackung des GS280 ist dies jedoch anders, denn die Verpackung wird ebenso wie die Bedienungsanleitung und die Endmontage des Smartphones in Deutschland hergestellt bzw. erledigt. Somit kommt die Verpackung zwar in dem üblichen weiß/orangenen Design daher, jedoch unterscheidet sich die Verpackung von den bisherigen asiatischen Geräten. Es handelt sich um eine Weiße typisch für Versandkarton genutzte 1. wellige Kartonage, welche an den Außenseite mit einigen Infos und technischen Daten bedruckt wurde.

Die Oberseite zieren wie üblich der Name des Herstellers „Gigaset“ und die Modellbezeichnung „GS280“. Des Weiteren ist hier bei Gigaset üblich noch das Smartphone von der Vorder- und Rückseite abgebildet. Zu guter Letzt prangt im unteren linken Rand noch der Satz „ Made in Germany“, denn wie bereits erwähnt, wurde das Gerät in Bocholt zusammengeschraubt. An den Seiten der Verpackung prangt rundum lediglich das Gigaset Logo. An der oberen Stirnseite ist darüber wiederum ein Aufkleber geklebt, der wie üblich über die IMEI 1-/2-Nummer, die Seriennummer, das Smartphone-Modell und dessen Farbe informiert.

Auf der Rückseite sind wie von Gigaset üblich und schon von den anderen getesteten Geräten bekannt, die wichtigsten Informationen zum Smartphone mit Bildern und Text aufgelistet. Somit erfährt man hier anhand der kleinen Bilder, die Daten zur Display-Größe und dessen Format, Akku-Größe, Kamera-Auflösungen, und dem vorinstallierten Betriebssystem. Im Text darunter werden zudem noch zahlreiche weitere technische Merkmale aufgelistet.

Anders wie von anderen Herstellern und Gigaset gewohnt, handelt es sich hier nicht um eine zweiteilige Verpackung, welche nach oben hinweg geöffnet wird, sondern von rechts nach links aufgeklappt wird. Anschließend erblickt man nach dem Öffnen, direkt das Gigaset GS280 Smartphone in einer dünnen transparenten Schutzfolie, welches zudem mit einer Displayschutzfolie versehen wurde. Das restliche Zubehör verbirgt sich unter dem Gerät. Beim Lieferumfang gibt es einige Neuerungen, denn nun setzt auch Gigaset bei seinen Smartphones auf den aktuellen USB-Typ-C-Ladeanschluss. Daher befindet sich logischerweise auch ein USB-Typ-C-Ladekabel im Lieferumfang. Zudem legt man wie üblich in dem Mittelklasse-Preissektor von Smartphones noch ein 18 Watt Netzteil, ein SIM-Tool, In-Ear Kopfhörer mit Silikontips und 1-Tasten Fernbedienung bei, sowie  und die üblichen Papierbeilagen.

(Verpackung: 3,5 von 5 Punkten)

Design

Beim Gigaset GS280 handelt es sich um ein klassisches Smartphone, bei dem der Hersteller der bisherigen Designsprache absolut treu geblieben ist. Somit bleibt man auch hier der Materialwahl, beim Gehäuse usw. treu und folgt nicht dem aktuellen Trend, der hochglänzenden Glasrückseiten von den bekannten Hersteller wie Huawei, OnePlus, Apple und Co. Beim Gehäuse des GS280 setzt Gigaset auf eine Mischung aus Aluminium und Kunststoff. Zwar besteht die Rückseite, also das etwas größere eingelassene Element auf dem sich auch der Fingerabdrucksensor befindet aus Aluminium. Doch der Rahmen wiederum wurde aus einem Kunststoff gefertigt. 

Von den Abmessungen ist das Gigaset GS280 etwas größer als das GS270/Plus und daher 152,6 mm x 73,7 mm x 92 mm groß. Im Vergleich, beim Gigaset GS270/Plus betrugen die Maße noch 149,5 x 74 x 8,95 Millimeter (L x B x H). Jedoch war hier auch kein 5,7 Zoll Display verbaut, sondern lediglich 5,2 Zoll. Das Gewicht fällt mit knapp 175 g (selbst nachgewogen) noch gut aus, jedoch ist z. B. das Gigaset GS370 Plus bei gleicher Displaygröße und ähnlichen Abmaßen knapp 30 Gramm leichter.

Der Rand um das Display fällt für die Verhältnisse im Jahre 2019, bei dem der Trend selbst bei Mittelklasse-Smartphones immer mehr richtigen Notch und einem nahezu randlosen Display geht, relativ breit aus. An den seitlichen Rändern ist dieser knapp 2 mm dick, am oberen Rand 10 mm, sowie unten knapp 12 mm breit. Das 5,7 Zoll Display besitzt ein 18:9 Format, daher ist es in der Höhe doppelt so hoch wie in der Breite. 

Der Fingerabdrucksensor ist wie bei bisher allen Gigaset Smartphones nicht an der Vorderseite im Displayrand, sondern zentral im oberen Drittel auf der Rückseite integriert. Dieser lässt sich daher sehr gut sowohl als Rechtshänder, als auch Linkshänder mit dem Zeigefinger erreichen. Betrachten wir nun noch die restlichen Bedienelemente, Kameramodule usw. 

Bei diesen bleibt Gigaset der bisherigen Anordnung wie der Designsprache ebenfalls treu. Daher findet man wie gewohnt an der rechten Seite die beiden getrennten Lauter-/Leiser-Tasten und wenige Millimeter darunter den geriffelten Power-Knopf. Die Knöpfe sind hier allesamt gleich groß, daher hat Gigaset eben diesen Power-Knopf etwas weiter nach unten gesetzt und zur haptischen Unterscheidung geriffelt ausgeführt. An der linken Seite des Geräts findet man wie gewohnt im oberen Drittel den SIM- und microSD-Karten-Slot. Dabei handelt es sich um den von Gigaset bisher oft genutzten 3-Fach Einschub, welcher nicht nur Platz für zwei SIM-Karten bietet, sondern zudem noch für eine MicroSD-Speicherkarte (max. 256 GB).

An der Rückseite ist in der oberen linken Ecke ein Single-Kameramodul verbaut. Dabei handelt es sich um eine mit 16 Megapixeln auflösende Kamera, welche von einem zweifarbigen LED-Blitz bei dunklen Aufnahmen unterstützt wird (kaltes und warmes Licht). Dieser Blitz soll für eine natürlichere Farbwiedergabe bei Bildern mit Blitzlicht sorgen, da es früher bei Smartphones mit lediglich einem weißen LED-Blitz oftmals zu unnatürlichen Hauttönen gekommen ist. Dieser zweifarbige Blitz gehört mittlerweile jedoch schon zum Standard bei fast allen Herstellern und ist somit keine große Besonderheit mehr.

Direkt über dem Display, befindet sich im Rand mittig, die Hörmuschel. Diese wird lediglich zum Telefonieren genutzt und fungiert daher nicht als zusätzlicher Stereo-Lautsprecher. Rechts neben der Hörmuschel befindet sich der Annäherungssensor, dieser dient dazu, dass Display auszuschalten, sobald man das Smartphones an Ohr hält. Zudem ist hier auch der Lichtsensor untergebracht, welcher wie üblich die Helligkeit des Displays, automatisch der aktuellen Lichtsituation anpasst. Links neben der Hörmuschel wiederum ist wie gewohnt die Front-Kamera verstaut, welche in diesem Fall mit 13 Megapixeln auflöst. Auf die genaueren Werte, sowie Qualität der Kamerabilder, gehe ich wie gewohnt unter dem Punkt „Kamera“ genauer ein.

Zum Ersten mal verwendet Gigaset die aktuelle USB- Schnittstelle USB-Typ-C, zum Aufladen des Smartphones. Dies ist sehr gut, denn im Jahre 2019 sollten eigentlich alle Hersteller auf diesen Anschluss setzen, damit man endlich einen einheitlichen Standard bei den neuen Geräten erreicht, der zudem einfacher in der Handhabung (beidseitiges einstecken) und schneller in der Übertragung ist. Links und rechts neben dem USB-Typ-C Lade-Anschluss befindet sich jeweils ein Lautsprechergitter. Unter dem sich links das Mikrofon für Telefongespräche und rechts der normale Mono-Lautsprecher versteckt. Wie bereits erwähnt und in dieser Preisklasse nicht anders zu erwarten, gibt es kein Stereo-Lautsprecher an Bord des Gigaset GS280. Dennoch ist der Mono-Lautsprecher als klanglich klar einzustufen und von der Lautstärke, ist dieser ebenfalls laut genug, um damit z. B. während dem duschen Musik zu hören. Im Tiefgang, also dem Bassbereich, fehlt es dem GS280 jedoch etwas zu sehr, sodass der Lautsprecher zwar zur Wiedergabe von Klingeltönen, Youtube-Videos reicht, aber für Filme definitiv weniger. Die Hörmuschel im oberen Bereich ist klanglich wiederum sehr gut, hier gefällt mir sehr, die maximal Lautstärke und die klare Sprachverständlichkeit.

Der USB-Typ-C-Ladeanschluss an der Unterseite unterstützt USB-on-the-go (OTG). Dies bedeutet soviel, dass man mit dem passenden Kabel ein angeschlossenes Gerät mit Strom versorgen kann. Dabei dient das Gigaset GS280 wie bereits dessen Vorgänger, als Power-Bank. Zu guter Letzt gibt es an der Oberseite des Smartphones noch eine 3,5 mm Klinke-Buchse, um die mitgelieferten oder andere Kopfhörer anzuschließen. 

(Design: 3,5 von 5 Punkten)

Verarbeitung

Mit der Verarbeitung des „Made in Germany“ Gigaset GS280 bin ich persönlich soweit sehr zufrieden. Die Rückseite aus Aluminium und der Kunststoffrahmen harmonieren sehr gut miteinander. Sodass man hier kaum einen Unterschied feststellen kann. Auf dem ersten Blick sieht beides hier nach Aluminium aus, erst mit dem Abfahren mit dem Fingernagel stellt man einen Unterschied fest. Bei meinen Aufnahmen via. Kamera fällt der Unterschied jedoch überraschenderweise deutlich mehr auf, wie es in Wirklichkeit ist. Dies muss vermutlich an der Nahaufnahme und dem Lichteinfall liegen.

Die Kamera auf der Rückseite ist jedoch wie bereits bei den Vorgängergeräten soweit oben platziert worden, sodass das Modul durch die abgerundete Kante rundherum, im oberen Bereich etwas mehr hervorsteht. Im restlichen Bereich steht die Kameralinse bzw. das Glas und der Chrom-Schutzring darum knapp 0,5 mm hervor. Wer von euch sein Smartphone jedoch so wie ich vorhat, sowieso immer in einer Schutzhülle zu verwenden, muss sich über diese Eigenschaft keine Gedanken machen. Zumal bei vielen anderen Herstellern die Kamera sogar bis zu 2 mm hervorsteht.

(Verarbeitung: 4 von 5 Punkten)

TEIL 2

bestehend aus „Funktion des Produktes“ entspricht 65% der Gesamtwertung

Display5,7 Zoll (18:9 Format) 2160 x 1080 Pixel (Full HD plus), Pixeldichte beträgt 423 ppi
CPUQualcomm Octa-Core, Snapdragon430, 64bit, 8x 1.40 GHz Cortex-A53 / GPU: Adreno 505
RAM3 GB
Speicher
32 GB (mit microSD bis zu 256 Gigabyte erweiterbar)
BetriebssystemAndroid 8.1 „Oreo“
KameraHaupt-Kamera: 16MP f/2.0 Blende; Dual-Tone-LED-Blitz
Front-Kamera: 13 Megapixel
AnschlüsseUSB-Typ-C-Ladenaschluss, 3.5mm-Klinke
Akku5.000 mAh nicht austauschbar
KonnektivitätWi-Fi 802.11 a/b/g/n/ac 2,4 &5 GHz. Mobilfunknetz bis 4G, Wi-Fi Direct, Bluetooth 4.2 und GPS, A-GPS, GLONASS, Beido
Abmessungen (LxBxH)152,6 mm x 73,7 mm x 9,2 mm
Gewicht174 Gramm
LieferumfangGigaset GS280
18 Watt-Netzteil
USB-Typ-C-Ladekabel
SIM-Karten Tool
In-Ear Kopfhörer
Bedienungsanleitung

Performance

Gigaset setzt beim GS280 auf den Mittelklasse CPU Snapdragon 430 aus dem Hause Qualcomm. Dieser Prozessor wurde bereits im Februar 2016 vorgestellt und ist daher nicht mehr gerade der jüngste. Dieser kommt mit insgesamt acht A53-Kernen daher, welche jeweils mit maximal 1,4 GHz getaktet werden. Zwar handelt es sich um einen 64-Bit CPU, jedoch wurde dieser im 28 nm Verfahren hergestellt. Unterstützt wird der Prozessor von einem 3 GByte großen RAM und einem GPU (Grafikchip) Adreno 505. Beim Speicher stehen für den geforderten Preis akzeptable 32 GByte zur Verfügung. Wer mehr benötigt, kann in den SIM-Karten-Slot eine micro-SD-Speicherkarte mit einer Größe von max. 256 GByte einsetzen.

Beim internen 32 GByte Speicher handelt es sich um einen älteren. Daher erreicht dieser bei der Lese und Schreibgeschwindigkeit keine überraschend hohe Werte, doch dies kann man sich angesichts des Preises denken. Zudem reicht die Geschwindigkeit für die Zielgruppe der Gigaset-Geräte, welche keine allzu großen Werte auf ein rasant schnelles Smartphone legt problemlos aus. Laut AndroBench erreicht der interne Speicher beim Schreiben fast 106 MB/s und beim Lesen 290 MB/s.

Für die Alltäglichen aufgaben wie z. B. Mails verfassen, WhatsApp Nachrichten schreiben und im Internet surfen, ist die Leistung des Mittelklasse-Prozessors absolut ausreichend. Bei aufwendigen 3D-Games kommt das Gigaset GS280 jedoch logischerweise an seine Rechenleistung, denn dafür ist der verbaute CPU, RAM und GPU einfach zu schwach bestückt. Hier muss man dann eben mit einem weniger flüssigen Spiel leben und die grafischen Details sind natürlich ebenfalls heruntergesetzt. Normale nicht allzu anspruchsvolle Games laufen jedoch ohne Probleme.

So viel zu den technischen Daten und meiner Einschätzung der Rechenleistung in meinem Alltagstest. Doch einige legen hier natürlich Wert auf die Zahlen einiger Benchmark Test  und daher schauen wir uns diese wie gewohnt ebenfalls an. 

Bei Antutu konnte das Gigaset GS280 einen Wert von 59.997 erreichen und bei Geekbench 4 kam es im Singel-Core Test auf 683 Punkte und beim Multi-Core-Test auf 2620 Punkte. Somit ist es technisch gesehen etwas besser als das Gigaset GS370 Plus. Bei meinem Testgerät mit 32 GByte Speicher waren übrigens von Werk aus knapp 26 GByte frei zur Verfügung.

(Performance: 3 von 5 Punkten)

Display

Beim Display setzt Gigaset wie bereits eingangs erwähnt auf ein 5,7 Zoll große IPS-Display, mit einer Auflösung von 2.160 x 1.080 Pixeln und einer Pixeldichte von 423 ppi. Dies entspricht einer Auflösung von, Full-HD+ und ist daher deutlich schärfer als bei den bisherigen von mir getesteten Smartphones aus dem Hause Gigaset. Der Formfaktor liegt weiterhin bei einem Wert von 18:9 und der Screen-to-Body-Ratio wert liegt bei 74,8 %. Dieser Wert gibt an, wie viel der Vorderseite mit einem Display abgedeckt ist.

Die maximale Helligkeit des Displays wurde zwar von 400 cd/m2 (Gigaset GS370 Plus) auf 450 cd/m2 verbessert. Doch dies ist immer noch kein allzu hoher Wert im Vergleich zu einigen anderen Mittelklasse-Smartphones. Im Alltag reicht die Helligkeit zwar im Indoor-Einsatz und im Schatten aus, geht man jedoch ins direkte Licht, wird einem einfach bewusst, wie gering die Helligkeit dennoch ist. Hier wird es sehr schnell etwas schwieriger, alles vernünftig auf dem Display zu erkennen, da zudem das Display im Freien etwas zu sehr spiegelt.

Die dargestellten Farben des IPS-Panel kann ich als sehr ordentlich bezeichnen und die Farben sind ausreichend kräftig dargestellt. Der Kontrast ist ebenfalls ok, kann jedoch logischerweise nicht mit einem OLED-Display mithalten. Die Blickwinkelstabilität ist wiederum ebenfalls gut, neigt man das Gerät jedoch zu sehr, dann sind minimale Farbveränderungen feststellbar. Diese zeigen sich je nach Betrachtungswinkel durch einen leichten blau-/ und Gelb-Stich.

(Display: 3,5 von 5 Punkten)

Akku

Im Gigaset Gs280 hat man nun wieder den großen 5.000 mAh Akku verbaut. Zwischenzeitlich hat Gigaset in den Geräten nämlich auch kleinere Akkus mit 3.000 mAh Akku verbaut. Mit 5.000 mAh gehört das GS280 zu den sehr gut ausgestatteten Geräten, schließlich haben die meisten Geräte eine Akkukapazität zischen 3.000 – 4.200 mAh. Alles was darüber liegt, kommt eher selten vor.

Das Besondere beim Gigaset GS280 ist jedoch, dass man diesem die hohe Akkuleistung weder beim Ansehen, noch beim in der Hand halten, anmerkt. Daher ist es zwar dick, aber nicht auffällig dick, sodass es sofort logisch wäre, dass hier ein 5.000 mAh Akku verbaut wäre. Des Weiteren ist es vom Gewicht nicht sonderlich schwerer als andere Geräte.

Doch wie lange hält der Akku im Alltag zeitlich gesehen durch, dies habe ich natürlich ebenfalls getestet. Im kam mit einer vollen Aufladung gut drei Tage aus, ehe ich das Gerät wieder via USB-Typ-C Ladekabel und dem 18 Watt Netzteil aufladen musste. Dank Schnellladefunktion, ist das Gerät trotz des riesigen Akkus in knapp zweieinhalb Stunden wieder auf 100 % aufgeladen.

(Akku: 5 von 5 Punkten)

Kamera

Beim Gigaset GS280 wurde lediglich eine Hauptkamera mit 16 Megapixeln und einer Blende von f/2.0 verbaut. Wäre hier eine Dual-Kamera erwartet, muss ich leider enttäuschen, denn diese gibt es hier leider nicht. Die Auflösung der Kamera mit 16 Megapixeln ist überraschend hoch, den bei sonstigen Geräten in dieser Preisklasse setzen die Hersteller sonst oftmals auf 12 oder 13 Megapixeln. Die Blende von f/2.0 wiederum, ist für die heutige Zeit, in der es bereits Kameras mit f/1.6 usw. gibt, eher als schwächer einzustufen.

Neben der Hauptkamera befindet sich noch ein DualTone-LED-Blitz, welcher je nach Helligkeit automatisch zugeschaltet wird, oder auch einfach manuell zugeschaltet werden kann. Als Fokus ist ein Phase-Detection-Autofokus (PDAF) integriert, welcher durch Phasenvergleich die richtige Objektivposition errechnet. Leider ist bei der Hauptkamera erneut kein optischer Bildstabilisator verbaut. Hier ist nämlich lediglich ein elektronischer Bildstabilisator (EIS) integriert.

Schon alleine die Blende der Kamera sagt für mich persönlich aus, dass es sich hierbei wohl eher um eine Kameralinse handelt, welche ihre „stärken“ beim schönen (sonnigen) und hellen Tagen zeigt. Doch natürlich zeigt sich die Qualität der Bilder erst bei einigen Testaufnahmen bei verschiedenen Helligkeiten und Motiven. Wie üblich habe ich die Bilder im Standard-Modus geknipst, da die meisten dies im Regelfall ebenfalls so machen werden. 

Die Bilder können mich bei gutem Licht mit sehr guten Farben und einer zufriedenstellenden Bildschärfe, sowie Dynamik überzeugen. Jedoch variiert diese Qualität etwas, sodass ich nach einigen geknipsten Bildern festgestellt habe, dass wenn die Software der Kamera, HDR zuschaltet, die Bilder am besten sind. Da ich jedoch den Automatik-Modus, so wie dieser von Werk aus eingestellt ist, genutzt habe, hat diesen die Kamera bzw. die Software automatisch aktiviert oder eben nicht. 

Bei Tageslicht sind die Bilder somit mit aktiviertem HDR besser als ohne HDR, da dadurch die sonst etwas schlechtere Dynamik der Fotos deutlich aufgewertet wird. Ein sonst gelegentlich vorkommender Effekt, wie man diesen z. B. von den ersten Smartphones mit HDR kennt, bei denen das Bild sehr überarbeitet wirkt, entsteht dabei jedoch glücklicherweise nicht.

Das aktiveren des HDR-Modus bringt jedoch einen minimalen Nachteil mit sich, mit dem ich persönlich jedoch aufgrund der deutlich besseren Bilder leben kann. Man muss das Smartphone nämlich etwas länger, als ohne ruhig halten, da ansonsten die Bilder durch den fehlenden optischen Bildstabilisator verwackelt aufgenommen werden. Bei schlechtem Licht schneidet das Gigaset GS280 zwar ganz gut ab, aber zu den stärken gehört der Lowlight-Bereich definitiv nicht.

Die Frontkamera löst mit maximal 13 MP auf. Damit gelingen im Großen und Ganzen bei gutem Licht brauchbare Aufnehmen. Jedoch hat die Frontkamera etwas zu sehr Probleme, die verschiedenen Helligkeitsstufen zu erkennen, sodass es bei den Fotos dazu kommt, dass vor allem der dunkle Bereich sehr gleich aussieht. Was zur Folge hat, dass man hier keine wirklichen Kanten und Details mehr wahrnehmen kann.

Videos können mit dem Gigaset GS280 mit maximal 1.080p und 30 fps aufgenommen werden. 4K-Videos werden daher ebenso wenig unterstützt wie Slow-Motion aufnahmen.

(Kamera: 3 von 5 Punkten)

Software

Das GS280 liefert Gigaset mit Android Oreo in der Version 8.1 zum Kunden. Der auf meinem Testgerät installierte Sicherheitspatch stammt vom Februar 2019 und ist daher auch nicht mehr wirklich der aktuellste. 

Wie bereits bei den bisher von mir getestet Gigaset Smartphones, halten sich die bereits vorinstallierten Apps in Grenzen. Standardmäßig sind hier Apps wie z. B. eine Hilfe-, und eine Gigaset-entdecken-App (Werbe-App) vorinstalliert. Diese können bei Bedarf aber ganz einfach deinstalliert werden.

Wer unter euch vorhat, mit dem Gigaset GS280 Filme unterwegs via Netflix oder Amazon Prime zu streamen, muss ich jedoch vorwarnen. Trotz Full-HD+ Auflösung, wird nämlich keine Wiedergabe von Full-HD Inhalten unterstützt. Hier muss man sich aufgrund der fehlenden DRM Widevine L1 Zertifizierung mit einer niedrigeren Auflösung zurecht geben, den mit der L3 Zertifizierung ist dies leider nicht möglich.

Das System startet aufgrund der etwas schwächeren Ausstattung nicht gerade schnell, hält sich jedoch im Vergleich zu iOS-Devices und manch anderen Android-Smartphones auf einem ähnlichen Niveau.

(Software: 4 von 5 Punkten)

TEIL 3

bestehend aus „Preis/Leistung“ entspricht 10% der Gesamtwertung

Beschreibung

Das Gigaset GS280 ist definitiv kein Smartphone für High-End-Nutzer. Doch dies hat das Unternehmen auch gar nicht behauptet, denn selbst spricht Gigaset hier von: Ausgezeichneter Funktionalität und Qualität für preisbewusste Kunden. 

Die Zielgruppe von Gigaset liegt somit bewusst bei den normalen Nutzern, oder auch solchen, wo älter bzw. im höheren Alter auf der Suche nach dem ersten Smartphone sind.

Für genau diejenigen, welche auf der Suche nach einem schlichte, aber robusten Smartphone sind. Welches einen Akku bietet, den man nicht jeden Abend, sondern problemlos auch mal erst nach drei Tagen wieder aufladen muss. Aber ebenso eventuell noch Wert auf ein „Made in Germany“ Produkt legt, für den ist das Gigaset GS280 genau die richtige Wahl.

Die Auflösung ist für den Mittelklasse-Bereich absolut ausreichend und die Ausstattung kommt problemlos mit WhatsApp, Facebook und Co. klar.

Preis/Leistung

Das Gigaset GS280 ist direkt bei Gigaset ab 249,00 EUR erhältlich. Ein besser ausgestattetes Plus-Model gibt es dieses Mal nicht. Ebenso gibt es das Gerät aktuell nur in der Farbe Coffee Brown, weitere Farbvarianten sind momentan nicht geplant.

Das Gigaset GS280 ist meiner Meinung nach nicht nur vom Akku ein sehr gutes Gerät, sondern auch die Verarbeitung, dass man bei diesem Gerät auf USB-TYP-C gesetzt hat gefällt mir ausgesprochen gut. Daher ist das Gerät trotz der etwas älteren Ausstattung, gerade für Smartphone-Einsteiger empfehlenswert. Schließlich möchte gerade die älteren typischen deutschen und österreichischen Bürger, welche sich dazu entscheiden, in die Welt der Smartphones einzusteigen, nicht unbedingt zu einem Gerät aus China und Co. greifen. Sondern setzten hier sicherlich viel lieber auf ein „Made in Germany“ Gerät. Wer ein Smartphone lediglich zum surfen, telefonieren, Nachrichten schreiben und gelegentliche Schnappschüsse nutzen möchte, für denjenigen reicht das neue Gigaset GS280 definitiv aus.

Gigaset GS280

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testr Gesamtwertung

unter Berücksichtigung aller Teilwertungen

 Wir bedanken uns beim Hersteller für die Bereitstellung des Produktes. Zu unseren Grundsätzen

Link zum Hersteller: Gigaset.de

OnePlus 7 Pro

Vor Kurzem hat das Unternehmen OnePlus sein neustes Smartphone bzw. die neusten Smartphones vorgestellt. Zum ersten Mal hat man somit gleich zwei Geräte vorgestellt. Das kleinere und günstiger OnePlus 7, welches weiterhin mit Tropfen-Notch daher kommt und das neue Premium Gerät, das OnePlus 7 Pro mit einer sogenannten Pop-up Kamera.

Ich habe mir für euch das neue Premium Smartphone OnePlus 7 Pro näher angeschaut. Dieses kommt mit einer sehr guten Ausstattung und der gewohnten schnellen Software daher. Ob sich der Kauf des ab 709€ (UVP) erhältliche Gerät lohnt erfahrt ihr in folgendem Testbericht. 

ONEPLUS 7 PRO

Zum Angebot bei

TEIL 1

Bestehend aus „Verpackung/Design/Verarbeitung“ entspricht 25% der Gesamtwertung

Verpackung

Bei der Verpackung bleibt OnePlus seinem Design sehr treu. Daher kommt auch das neue OnePlus 7 Pro in einer fast komplett in Weiß gehaltenen Verpackung daher. Diese ist wie üblich mit einer sehr angenehmen Beschichtung versehen. Auch beim neuen Smartphone verrät die Verpackung recht wenig über das Gerät, doch wer möchte hier schon eine mit zahlreichen technischen Daten bedruckte Verpackung haben.

Auf dem Deckel der Verpackung ist dieses Mal nicht die Zahl 6, sondern logischerweise die „7“ zu sehen. Diese steht nämlich, wie soll es auch anders sein, für das OnePlus 7. Diese große Zahl ist etwas vertieft im Deckel eingelassen und mit einer gebürsteten Aluminium Optik versehen. Direkt neben der großen Zahl ist etwas kleiner und schon fast unscheinbar der Schriftzug „PRO“ eingeprägt. Darüber ist im oberen Zentrum das typische rote OnePlus Firmenlogo abgebildet.

  Betrachtet man die linke Seite, kann man hier den Namen des Smartphones OnePlus 7 Pro lesen und auf der gegenüberliegenden Seite den Satz „Go Beyond Speed“. Dieser Satz war dieses Jahr das Motto, mit dem das neue OnePlus 7 Pro in London am 14. Mai 2019 vorgestellt wurde.

Die rote Unterseite der Verpackung ziert wie bei vielen anderen Smartphone-Herstellern der typische Aufkleber. Dieser ist mit den Informationen zur Farbe des Smartphones, die Speicherkapazität und die Modellbezeichnung bedruckt. Zudem findet man hier natürlich auch die S/N-Nummer, IMEI1 und IMEI2 und einige weitere Siegel.

Entfernt man den Decken der Verpackung, kommt eine rote Kartonage zum Vorschein. In dieser befindet sich neben einer transparenten Hülle, der typische Information-Brief, bei dem sich der Gründer Pete bedankt und kurz etwas zu OnePlus schreibt. Des Weiteren liegen hier noch einige OnePlus Aufkleber, eine Art Kurzanleitung, eine Broschüre mit Sicherheitsinformationen, das Sim-Tool und eine Visitenkarte bei.

Unter dieser roten Kartonage liegt das OnePlus 7 Pro sicher zentriert und somit geschützt in der Verpackung. Zum zusätzlichen Schutz ist das Gerät noch in einer matten Folie verpackt. Diese Folie hält jedoch auch einige Informationen bekannt. Genauer gesagt, findet man diese auf der Rückseite. Dort wird einem mitgeteilt das der NFC-Sensor unterhalb der Kamera platziert wurde und wie die SIM-Karte eingelegt wird. 

Unter dem Smartphone verbirgt sich noch der restliche Zubehör, bei dem es sich um ein rotes USB-Typ-C Ladekabel und ein 30 Watt Netzteil handelt. Ein USB-Typ-C auf Klinke-Adapter, legt das Unternehmen ebenso wenig wie In-Ear Kopfhörer bei.

(Verpackung: 4 von 5 Punkten)

Design

Während es sich bei dem „normalen“ OnePlus 7 im Prinzip um eine aufgefrischte Version des OnePlus 6 T handel. Hat das Unternehmen mit dem OnePlus 7 Pro ein nahezu komplett neues Gerät vorgestellt. Das neue OnePlus 7 Pro ist aktuell in drei Farben erhältlich: Mirror Gray (hochglänzende dunkelgraue Rückseite), Almond (hochglänzende Beige Rückseite) und die Farbe meines Testgerätes Nebula Blue. Hierbei handelt es sich um eine von oben beginnend dunkelblau Farbe, welche nach unten hinweg in einen helleren Blauton übergeht. Bei allen neun Geräten setzt OnePlus wieder auf eine Glasrückseite, welche je nach Modell hochglänzenden oder mit einem matten Finnisch versehen wurde.

Bei Letzteren (auch mein Testgerät) verwendet OnePlus erneut ein spezielles Herstellungsverfahren, bei dem das Glas mit einer milchigen Oberfläche versehen wurde. Diese Oberfläche gefällt mit persönlich sehr gut, denn diese Oberfläche ist nicht nur leichter zu fotografieren, sondern auch deutlich immuner gegen Fingerabdrücke. Hier sind hochglänzende Geräte der ganzen anderen Hersteller, sowie die beiden anderen OnePlus 7 Pro Geräte, die auf hochglänzenden Glasrückseiten setzen deutlich anfälliger. Doch das ganze hat auch einen Nachteil, so neigt meiner Meinung nach das Gerät sehr, aus der Hand zu gleiten. Dies wird jedoch zudem durch die Abgerundete langen Seiten an Vorder-, sowie Rückseite verstärkt. Wie bereits beim OnePlus 6T und dessen Vorgänger verzichtet das Unternehmen trotz des Einsatzes einer Glasrückseite auf die Möglichkeit des kabellosen Ladens. 

Genau wie die meisten anderen Smartphone-Hersteller besteht der Rahmen des OnePlus 7 Pro aus Aluminium, welcher mit einer dickeren hochglänzenden Lackierung versehen wurde. Dieser Rahmen hält wie bei aktuell sämtlichen Smartphones mit Glas Vorder- und Rückseite beide hälften sicher zusammen und sorgt zudem für eine hohe Stabilität. 

Beim OnePlus 7 Pro handelt es sich um das bisher größte Smartphone des Unternehmens. Wer hier wie z. B. ich der Meinung ist, ein aktuelles iPhone XS Max mit 6,5 Zoll oder das Huawei P30 Pro mit 6,47 Zoll sei zu groß, für denjenigen ist das neu OnePlus 7 Pro sicherlich zu groß. Schließlich wurde dies mit einem 6,67 Zoll großen Display ausgestattet. Dies sind in cm stolze 19,64 cm und somit gehört es aktuell zu den größten Smartphones, welche im Jahr 2019 auf den Europäischen-Markt gekommen ist. 

Durch das große Display ist das OnePlus 7 Pro auf ein großes Gerät gewachsen, was sich mit den Abmessungen von: 162.6 mm x 75.9 mm x 8.8 mm selbst für Leute (Männer) mit großen Händen nicht wirklich mit einer Hand bedienen lässt. Jedoch ist der Display Rand rund um das Display wirklich sehr schmal gehalten. An den langen Seiten links und rechts ist dieser lediglich 1 mm und an der Ober- und Unterseite beträgt dieser knapp 2 mm. Wie man nun auf den Bildern sehen kann, ist nicht nur das Display zu den Rändern abgerundet, sondern man hat dem OnePlus 7 Pro eine Besonderheit spendiert, welche so aktuell in wenigen Smartphones verbaut wurde.

Damit meine ich das Display, welches komplett ohne dicken Rahmen und ohne eine Notch, welche einige bei den aktuellen Smartphones stört, bestückt wurde. Durch die fehlende Frontkamera, welch bei herkömmlichen Smartphone wie z. B. auch beim normalen OnePlus 7 im Notch oder Display verbaut ist. Musste natürlich eine Alternative her, an der man die Frontkamera unterbringen konnte und genau hier, hat sich OnePlus für die sogenannte Pop-Up Kamera entschieden. Diese ist im Gehäuse versteckt und fährt nur dann aus, wenn man einen Videoanruf startet, im Kamera-Modus auf die Frontkamera wechselt oder die Entsperrung via Gesicht nutzt

Das Seitenverhältnis der 6,67 Zoll großen Fluid AMOLED Display liegt bei einem aktuell beliebten Seitenverhältnis von 19,5:9. Dadurch ist das Display mehr in der Höhe gewachsen, anstellen in die Breite. Auf die Waage bringt das OnePlus 7 Pro ein Gewicht von immerhin 206 Gramm. Dies ist zwar ein paar Gramm schwerer als z. B. das Huawei P30 Pro, jedoch 2 Gramm leichter als das etwas kleinere iPhone XS Max. 

Der Fingerabdrucksensor ist wie bereits beim Vorgänger dem OnePlus 6T im unteren Viertel des AMOLED-Display verbaut. Hebt man das Smartphone an, oder tippe auf das Display, leuchtet im entsprechenden Teil ein grüner Kreis mit den sogenannten Papillarlinien auf. Der Screen Unlock wurde gegenüber dem OnePlus 6T noch einmal verbessert und so arbeitet diese bis zu 38 % schneller.

Schauen wir uns nun noch die restlichen Bedienelemente und Kameramodule an. Schließlich hat sich hier bei der Anordnung zum Teil ebenfalls etwas verändert. Gleich geblieben ist die Lautstärke-Wippe, welche man wie bereits beim Vorgänger an der linken Seite findet. Der Dual-SIM-Karten-Slot hatte an der linken Seite, aufgrund des schmalen Rahmens keinen Platz mehr. Daher ist dieser nun an die linke Unterseite, direkt neben dem Mikrofon für Telefonate, dem USB-Typ-C-Anschluss und dem Lautsprecher (rechts Außen) gewandert. Hier können jedoch erneut nur zwei Nano-SIM Karten eingelegt werden und keine Micro-SD Speicherkarte. Daher sollte man sich vor dem Kauf genau Entscheiden, wie viel Speicher man benötigt, denn ein späteres erweitern via Speicherkarte ist daher nicht möglich. 

Den Powerbutton hat OnePlus leicht nach oben versetzt platziert, dieser ist jedoch sehr gut, für Rechtshänder mit dem Daumen und Linkshänder mit dem Zeigefinger zu erreichen. Nur weniger Millimeter darüber ist der beliebte „Alert Slider“ zum Festlegen der Benachrichtigungen platziert. Dies ist unter den Android-Smartphones ein Alleinstellungsmerkmal für OnePlus, denn kein anderer Hersteller setzt auf dieses doch so praktische Bedienelement. Schließlich kann man den Regler einfach in drei Stufen verschieben und dabei ganz einfach bestimmen ob das Gerät stumm, lautlos mit Vibration oder mit Ton und Vibration über Anrufe und Benachrichtigungen Informieren soll.   

Zu guter Letzt ist an der Oberseite links noch die eingefahren Pop-Up Kamera zu erkennen und ein weiteres Mikrofon, welches bei Videos für den Stereoklang genutzt wird usw. Viele OnePlus Fans dürfte es freuen, denn endlich gibt es das erste Smartphone mit dem lang ersehnten Stereo-Lautsprecher. Davon befindet sich der eine im unteren rechten Bereich des Smartphones und der zweite, ist wie bei vielen anderen Geräten in der Hörmuschel integriert. Der Klang ist dadurch vor allem beim Spielen von Games und Videos anschauen von Vorteil. Zusammen mit Dolby Atmos wird hier ein sehr zufriedenstellendes Klangbild erzeugt, welches qualitativ gut gelungen ist. Lediglich der Bass fehlt etwas, doch dies ist bei den anderen Smartphones von Apple, Huawei, Samsung und Co. auch nicht merklich besser. Hier kann man aufgrund des schmalen Gehäuses der Geräte keine Wunder erwarten. Für die Beschallung während des duschen reicht das OnePlus 7 Pro jedenfalls vollkommen aus. 

Im oberen Drittel der Rückseite befindet sich die neue Triple-Kamera, welche knapp 2 mm hervorsteht und direkt darunter befindet sich der Dual-LED-Blitz. Zudem ist wie bei OnePlus üblich das Firmenlogo im Zentrum und im unteren Drittel der Schriftzug OnePlus abgebildet.

(Design: 4,5 von 5 Punkten)

Verarbeitung

OnePlus hat das neue 7 Pro sehr hochwertig verarbeitet. So fühlt sich das Smartphone durch die abgerundete Vorder- und Rückseite, sowie der besonderen matten Glasoberfläche sehr gut an. Zum Schutz setzt OnePlus auf 3D Corning® Gorilla® Glass, dass wie eben erwähnt für einen guten Sitz in der Hand, abgerundet ist.

Die beiden Glassegmente gehen quasi nahtlos in den farbliche verlaufenden Aluminiumrahmen über. Des Weiteren sind die Spaltmaße überall schön gleichmassig und es wurde kein Kunststoff am Gehäuse des Smartphones verwendet. 

Die Abrundungen und die glatten Glasoberflächen, vor allem die Rückseite haben jedoch einen Nachteil, und zwar sind diese etwas rutschig. So sollte man das Smartphone „nackt“ ohne Hülle oder Case immer sicher im Griff haben. Oder man kauft sich eine der schönen Hüllen von OnePlus, welche zwar die schöne Rückseite bedecken, jedoch erhöhen diese den Grip und den Schutz bei einem Sturz.

Zwar hat OnePlus auch beim neuen OnePlus 7 Pro auf das Aufladen des Akkus via Qi-Lademöglichkeit verzichtet, doch dafür besitzt es nun wie bereits erwähnt ein Stereo-Lautsprecher. Eine IP-Zertifizierung, welche nachweißt, dass das OnePlus 7 Pro gegen Staub und Wasser geschützt ist, gibt es zwar erneut nicht, doch laut OnePlus solle es dennoch staub- und wasserfest sein. Laut eigenen Aussagen hat man sich hier lediglich die teueren Kosten für entsprechenden Test gespart, was jedoch nicht bedeutet, dass es nicht wie andere Smartphones mit entsprechenden Dichtungen geschützt sei. Somit sollte das OnePlus 7 Pro ein Wasserdampf vom heißen Duschen genauso gut überstehen wie ein Regenschauer oder ein versehentliches Wasserglas, welches über das Gerät geschüttet wurde. Man sollte hier jedoch beachten, dass zwar versprochen wird, dass das Gerät wasserdicht und staubgeschützt sei. Doch ausdrücklich weißt man auch drauf hin, dass man dennoch für Schäden die durch Wasser entstehen, keine Garantie übernehmen werde.

(Verarbeitung: 4 von 5 Punkten)

TEIL 2

bestehend aus „Funktion des Produktes“ entspricht 65% der Gesamtwertung

Display6,67 Zoll, Fluid AMOLED (19,5:9 Format) 3120 x 1440 Pixel, Pixeldichte beträgt 516 ppi
CPUQualcomm Snapdragon 855: 1x 2,84 GHz, 3x 2,42 GHz und 4x 1,8 GHz /Adreno 640
RAM12 GB RAM (Alternativ auch mit 6 und 8GB erhältlich)
Speicher256 GB (Alternativ auch mit 128 GB verfügbar)
BetriebssystemAndroid 9 “Pie”
Haupt-Kamera48MP f/1.6 Blende, Telezoom-Linse mit 8 MP f/2.4  und Ultra-Weitwinkel-Linse mit 16 MP f/2.2 mit Dual-LED-Blitz
Front-Kamera16MP f/2.0 Blende
AnschlüsseUSB-Typ-C Anschluss
Akku4.000 mAh Warp Charge 30 Fast Charging (5V/6A), fest verbaut
KonnektivitätWi-Fi 802.11a/b/g/n/ac MIMO, Mobilfunknetz bis 4G, Wi-Fi Direct, Bluetooth 5 mit aptX & aptX HD & LDAC & AAC Unterstützung. NFC, GPS, A-GPS, GLONASS, BeiDou, Galileo
Abmessungen (LxBxH)162.6×75.9×8.8mm
Gewicht206 Gramm
LieferumfangOne Plus 7 Pro
USB-Typ-C Ladekabel
30 Watt Schnellladegerät
Kurzanleitung
Willkommensbrief
Sicherheitsinformationen und Garantiekarte
Sticker-Set
SIM-Tool
graues Silikoncase
Technische Daten des OnePlus 7 Pro

Performance

OnePlus setzt auf den aktuellsten Snapdragon 855 SoC vom Unternehmen Qualcomm. Beim Nachfolger des Snapdragon 845 handelt es sich ebenfalls um einen 64-Bit CPU, welcher im 7 nm-Verfahren hergestellt wurde und mit insgesamt acht Rechenkernen bestückt ist. Davon tacktet ein Kern mit 2,84 GHz (Kryo 485 / Cortex-A76), drei mit 2,42 GHz (Kryo 485 / Cortex-A76) und die restlichen vier mit bis zu 1,80 GHz (Kyro 485 / Cortex A55). Je nach gewählter Ausstattungsvariante besitzt das OnePlus 7 Pro 6, 8 oder sogar 12 GByte RAM sowie wahlweise 128 oder 256 GByte Speicher. Im Prozessor ist wie üblich auch ein GPU integriert, in diesem Fall der Adreno 640.

Der interne Speicher, der sich bei meinem Testgerät auf 256 GByte beläuft (alternativ 128 GByte), basiert auf den neuen UFS 3.0 Standard. Dadurch erreicht das OnePlus 7 Pro deutlich schnellere Geschwindigkeiten beim Lesen und Schreiben von Dateien. Laut AndroBench erreicht der neue Speicher-Standard im OnePlus 7 Pro direkt nach dem Neustart eine Lesegeschwindigkeit von bis zu 1.500 MB/s und beim Schreiben fast 390 MB/s. Somit ist der neue Speicher beim Lesen von Daten fast doppelt so schnell wie der alte UFS 2.1 Standard.

Durch die hohe Leistung des OnePlus 7 Pro (vor allem die meines Testgerätes mit 256 GByte Speicher und 12 GByte RAM), läuft das Gerät mit den alltäglichen Aufgaben absolut flüssig. So hat es mit dem täglichen Verfassen von Mails und Nachrichten über WhatsApp, dem Streamen von Filmen über Netflix und Amazon, sowie dem Surfen im Web null Probleme. Genauso, wie mit rechenintensiven 3D-Games. Hierfür hat OnePlus um den Turbo-Takt des CPU länger auszunutzen sich etwas einfallen lassen. Bei der Kühlung des Systems setzt man auf eine Flüssigkeitskühlung, welche jedoch laut den Benchmarks keinen allzu großen Leistungsvorteil bringt, hier sorgt vielmehr der UFS 3-0 Speicher für einen positiven Leistungsschub.

Die hohe Leistung des OnePlus 7 Pro bestätigt sich auch in den von mir durchzogenen Benchmarktests. Bei Antutu konnte es im Test einen sehr guten Wert von 372.597 erreichen und bei Geekbench 4 kam es beim Single-Core Test auf 3.512 und beim Multi-Core Test auf 11.030 Punkte. Somit sichert sich das neu OnePlus 7 Pro einen der ganz vorderen Plätze, mit einem guten Vorsprung zum Samsung Galaxy S10+ und Co.

Das Testgerät von mir besitzt wie bereits erwähnt einen 256 GByte großen UFS 3.0 Speicher. Von diesem sind knapp 215 GByte, abzüglich des Betriebssystems und der vorinstallierten Software frei zur Verfügung. Erweitert werden kann der Speicher jedoch nicht, denn im SIM-Karten Slot finden lediglich zwei Nano-Simkarten platz und keine Micro-SD-Speicherkarte.

(Performance: 5 von 5 Punkten)

Display

Ein besonderes Highlight des OnePlus 7 Pro ist das sogenannte „Fluid AMOLED“ Display, welches komplett ohne Notch auskommt. Dieses bietet eine Bildschirmdiagonale von 6,67 Zoll und löst mit 3.120 x 1.440 Pixeln auf. Bei einer Darstellung von insgesamt 4.492.800  Pixeln entspricht dies einer hervorragenden Pixeldichte von 515 ppi. Was übrigens einer Auflösung in QHD+ entspricht.

Durch die wirklich sehr schmalen Ränder um das Display und dem Verlagern der Frontkamera in den Pop-Up Slider, gelingt es OnePlus, einen sehenswerten Screen-to-Body-Ratio Wert von knapp 93,22 % zu erreichen.

Gegenüber dem Vorgänger dem OnePlus 6 T hat sich hier nicht nur bei der Größe des Displays einiges getan, sondern auch bei der Auflösung. Somit kann es dank dem noch schärfer auflösenden AMOLED-Display mit einer sehr natürlichen Farbwiedergabe und dem für OLED-Panels typischen hervorragenden Kontrastverhältnis überzeugen. Der Kontrast ist hier nahezu unendlich hoch und so ist schwarz auf dem Display auch wirklich schwarz, da bei OLED-Displays jeder einzelne Pixel abgeschaltet werden kann. Durch diesen hohen Schwarzwert erhält man auf dem Display kräftige Farben, die mit einer guten Leuchtkraft überzeugen können. In den Einstellungen—> Display kann man verschiednen Einstellungen bei der Darstellung vornehmen und zudem aus zwei voreingestellte Einstellungsprofile wählen. Zu Auswahl stehen hier Lebendig (für kräftige leuchtende Farbe) und Natürlich (für realistische neutrale Farben). 

Doch das neue Display im OnePlus 7 Pro besitzt noch ein weiteres wichtiges Merkmal, welches erst beim in den Händen Halten auffällt. Die Rede ist von der erhöhten Bildwiederholungsrate von 90 Hz. Herkömmliche Display wie z. B. das im alten OnePlus 6T waren noch mit 60 Hz ausgestattet. Die Erhöhung der Bildwiederholrate hat zufolge, dass das Display Bewegungen deutlich flüssiger darstellt. Dies ist vor allem beim Spielen (Vorausgesetzt das jeweilige Game unterstützt 90 Hz) von Vorteil und hier deutlich sichtbar. Jedoch fällt es auch beim Scrollen durch die Bildergalerie usw. auf. Wer daher runter euch immer wieder mal gerne das Smartphone zum Zocken von grafisch anspruchsvollen Games nutzen möchte, dem dürfte das tolle AMOLED-Display von der Darstellung und auch dank der 90 Hz Bildwiederholungsfrequenz, sowie der HDR 10+ Unterstützung gefallen.

Die maximale Helligkeit des OnePlus 7 Pro kann im Alltagstest sehr überzeugen. Diese liegt bei einem durchschnittlichen Wert von 584 cd/m² und somit schlägt sich das Display bereits mit etwa mittlerer Helligkeit im Freien beeindrucken. Bei max. Helligkeit erkennt man selbst bei einem sonnigen Tag alles gut auf dem Display. Vorausgesetzt man schauen direkt frontal auf das Display und nicht schräg, denn beim Schrägen betrachten können eventuelle Spiegelungen das ganze etwas negativ beeinträchtigen.  

Wie bereist beim OnePlus 6T sitzt der Fingerabdrucksensor wieder direkt im unteren Drittel des Displays. Laut OnePlus hat man jedoch das System verbessert und somit den Fingerabdrucksensor im Display vergrößert. Damit soll das Gerät nach dem Auflegen auf den Sensor in nur 0,21 Sekunden entsperrt werden und der Sensor soll bis zu 38 % schneller arbeiten. Somit arbeitet der Fingerabdrucksensor im Display quasi genauso schnell wie ein herkömmlicher Sensor am Gehäuse. Dabei muss man jedoch beachten, dass man die grün-blaue Markierung, welche beim Anheben des Smartphones oder beim Betätigen des Einschaltknopfes erscheint, ziemlich zentral trieft. Dies mag zwar wie bei mir, selbst am Anfang immer wieder mal nicht funktionieren, aber nach einer gewissen (kurzen) Gewöhnungszeit, hat man sich genau dran gewähnt, wie man den Sensor berühren muss und schon geht es wie erwähnt sehr flott.

(Display: 4,5 von 5 Punkten)

Akku

Die Zeiten von wechselbaren Akkus bei Android-Smartphones ist schon seid längerer Zeit vorbei. Daher ist es wichtig, dass das entsprechende Smartphone ein lange Akkulaufzeit (großer Akku) bietet, der jedoch aufgrund seiner große nicht mehrer Stunden zum Laden benötigt, sondern möglichst schnell wieder volle aufgeladen ist.

Beim OnePlus 7 Pro hat das Unternehmen einen 4.000 mAh Akku eingebaut,. Dieser unterstützt zwar nich das kabellose Aufladen via Qi-Standard, jedoch „Warp Charge“ mit bis zu 30 Watt. Laut der Aussage von Pete Lau, hat man aus einem entscheidenden Grund auf das kabellose Laden erneut verzichtet. Man hält von dem langsamen Aufladen via Ladepad nichts, da dies zu ineffektiv sei und man mit der „ Warp Charge“ Technologie mit stolzen 30 Watt das Smartphone deutlich schneller wieder auflädt. Dies bestätigt sich auch in meinem Test, nach bereits 20 Minuten am original Netzteil und Ladekabel hängen, war der Akku von 0 auf 50 % aufgeladen. Bis dieser anschließend voll aufgeladen war, vergingen etwas weniger als 70 Minuten.

Bei der Akkulaufzeit hängt es natürlich wie immer von eurem nutzungsverhalten aus. Wer das OnePlus 7 Pro jedoch am Tag normal benutzt, für WhatsApp Nachrichten verfassen, einige Mails lesen und schreiben, sowie im Internet surft, kann das Gerät locker zwei Tage nutzen, ohne es aufzuladen. Aber auch wenn man es an einem Tag mal intensiver nutzt, und damit zockt usw., kommt man damit sicherlich über den Tag hinweg, bis man es in der Nacht wieder aufladen kann.

(Akku: 4 von 5 Punkten)

Kamera

Beim neuen 7 Pro setzt OnePlus auf eine komplett neue Kamera. Zum ersten Mal kommt eine Triple-Kamera mit drei unterschiedlichen Brennweiten zum Einsatz. Diese sollen einen verlustfreien 3-fachen optischen Zoom ermöglichen (in echt nur 2,2-fach) und die Frontkamera ist nun an der Oberseite ausfahrbar, sodass beim Display keine Notch mehr stört. 

Bei der Hauptkamera handelt es sich um den 0.8 µm großen IMX586 Sensor aus dem Hause Sony, welcher mit 48 Megapixeln auflöst und eine f/1.6 Blende besitzt. Die Auflösung wird jedoch in den Standardeinstellungen auf ein 12-Megapixel-Bild verrechnet. Dies bedeutet, dass bei diesem Vorgang immer vier Pixel zu einem kombiniert werden. Dies hat den Vorteil, dass dabei deutlich mehr Details eingefangen werden und die Bilder heller sind. Damit die Fotos möglichst verwacklungsfrei aufgenommen werden könne, ist in der 48 MP-Linse ein OIS (optischer Bildstabilisator) integriert. Die 12 Megapixel aufnahmen reichen, wie man in meiner Bildergalerie sehen kann auch vollkommen aus. Wer dennoch lieber die vollen 48 Megapixel des Sensors nutzen möchte, kann einfach in den Kamera-Einstellungen zum Pro-Modus wechseln. 

Bei den beiden anderen Kamera-Linsen handelt es sich um die Tele-Linse (1.0 µm) mit 8 Megapixeln f/2.4 (OIS) und einer Weitwinkel-Linse (117°, OIS) mit 16 Megapixeln f/2.2. 

Mit der Hauptkamera bin ich mit der Standard-Einstellung, bei der mit 12 MP Bilder geknipst werden soweit sehr zufrieden. Bisher war die Kamera der OnePlus Gerät zwar nicht schlecht, jedoch konnte diese kaum mit den guten Kameras von Samsung, Apple und Huawei mithalten. Dies ist nun zumindest bei der Hauptkamera gelungen, denn hier ist OnePlus auf Augenhöhe mit den teils teureren Geräten. Die Bilder können mit kräftigen Farben und einer sehr guten Detailtreue überzeugen. Auch im Low-Light Bereich schneidet die Kameralinse aufgrund der f/1.6 Blende gut ab.

Mit den Fotos der Tele-Linse war ich bei meinen Testaufnahmen bei einem hellen sonnigen Tag ebenfalls zufrieden. Sind jedoch die Lichtbedienungen schlechter, dann nimmt die Qualität der Bilder aufgrund der geringeren Blende deutlich ab. Die dritte Kamera, mit dem Ultraweitwinkel-Sensor bietet ein sehr gutes Sichtfeld von 117°. Somit können problemlos mehrer Menschen auf ein Bild festgehalten werden, aber auch Bauobjekte, die sehr groß sind passen so, ohne Panorama-Aufnahme auf ein Bild. Lediglich von der Farbdarstellung der Weitwinkel-Kamera war ich etwas enttäuscht, denn die Bilder wirken im Vergleich zum Originalmotiv deutlich blasser. Der Nachtmodus wiederum ist ebenfalls etwas enttäuschend, denn in einer Testaufnahme konnte ich keinen großen Unterschied zwischen Nachtmodus und ohne Nachmodus feststellen.

Wie bereits beim Vorgängermodell dem OnePlus 6 T können Videos mit der Hauptkamera in 4K mit bis zu 60 Bilder in der Sekunde aufgenommen werden. Jedoch ist bei 60 fps der optische Bildstabilisator deaktiviert, denn dieser kann nur bei 4K mit 30 Bilder in der Sekunden genutzt werden. Weiterhin können Super Zeitlupenvideos mit 240 fps bei 1080p (Full-HD) und 480 fps bei 720p aufgenommen werden. Der Autofokus reagiert bei Videos sehr präzise und auch die automatisch Belichtungseinstellung reagiert auf Lichtänderungen sehr schnell und genau. 

Kommen wir nun zu der neuen Pop-Up-Kamera. Diese fährt beim Aktiveren schnell aus dem Gehäuse heraus. Dabei ist diese nur leicht bei genauem Hinhören zu hören. Sollte einem das Gerät aus der Hand rutschen, erkennen entsprechende Sensoren dies und sorgen dafür, dass die Kamera blitzschnell einfährt, sodass bei einem Sturz zumindest diese nicht kaputt geht. Laut OnePlus soll der Mechanismus der Pop-Up-Kamera für bis zu 300.000-maliges Ein-und Ausfahren halten.  

Beim Sensor der Frontkamera handelt es sich um den 1.0 µm großen Sony IMX471 Sensor, welche mit 16 Megapixeln auflöst und mit einer Blende f/2.0 ausgestattet ist. Einen separaten Blitz besitzt die Frontkamera nicht, wird jedoch einer zum Aufhellen benötigt, wird wie bei vielen anderen Herstellern das Display weiß aufgehellt und somit als Blitz genutzt. Einen OIS (optischen Bildstabilisator gibt es hier natürlich nicht, hier muss man sich mit einem elektronischen Stabilisator zufriedengeben, genau so, wie mit deinem Fixfokus. Bei der Frontkamera sollte man bis auf den Mechanismus, wie diese aus- und einfährt keine allzu großen Wunder erwarten. In dunkleren Bereichen bei Bildern mangelt es etwas an der Dynamik und zudem neigt der Hintergrund, etwas an schärfe zu verlieren. Ansonsten gelingen bei einem guten sonnigen Tag gute Bilder, die mit einer neutralen Farbdarstellung und Schärfe Punkten können.

(Kamera: 4 von 5 Punkten)

Software

Aktuell läuft auf dem OnePlus 7 Pro Android 9 Pie, welches wie üblich für das Unternehmen mit der hauseigenen Benutzeroberfläche Oxygen OS, Stand: 9.5.8 versehen ist. Das Sicherheit-Update ist vom Mai 2019. OnePlus ist dafür bekannt, dass man mit der Community zusammenarbeitet und vorschlage sammelt und davon immer wieder gerne welche in das System mit integriert. So wurden auch im neuen OnePlus 7 Pro einige neue Funktionen integriert. Dazu gehört z. B. das Entfernen der herkömmliche Benachrichtigungs-LED, welche nun durch das kurz aufleuchten des Displayrandes ersetzt wurde. Zudem können Gamer nun den Inhalt auf dem Display und den Ton aufnehmen, um damit Gaming-Videos zu erstellen. Diese kann man bei Bedarf zudem mit einem Mikrofon kommentieren.

Das System gefällt mir soweit sehr gut. Vor allem mit der Hochfahrzeit bin ich sehr zufrieden, denn hier ist es in kürzester Zeit einsatzbereit. Das Design der Oxygen OS Oberfläche gefällt mit ausgesprochen gut. Das System ist sehr schnell und man findet sich trotz vieler Einstellungsmöglichkeiten sehr schnell zurecht.

Die vorinstallierten Apps (Bloatware) halten sich beim OnePlus 7 Pro in grenzen, es sind lediglich die hauseigenen Apps wie OnePlus Switch, OnePlus Community, Dateienmanager, Wetter und Netflix vorinstalliert. Leider lässt sich z. B. Netflix nur ausblenden und nicht deinstallieren, dadurch wird für manch einer, unnötiger Speicher belegt. Doch egal ob 128 oder 256 GB dürfte dies paar MB von Netflix kaum einem etwas ausmachen.

(Software: 4,5 von 5 Punkten)

TEIL 3

bestehend aus „Preis/Leistung“ entspricht 10% der Gesamtwertung

Beschreibung

Mit dem neuen OnePlus 7 Pro möchte OnePlus in der oberen Liga unter den Smartphones mitspiele. Somit präsentiert das Unternehmen ein sehr gut ausgestattetes Gerät, welches rundum erneuert wurde. 

Besonders Highlights sind das hoch auflösende 90 Hz Fluid AMOLED Display, welches 6,67 Zoll groß ist und mit 3.120 x 1.440 Pixeln auflöst. Auch die Rechenleistung kann nicht nur im Alltag, sondern auch bei sämtlichen Games und sonstigen rechenintensiven Anwendungen überzeugen. Mit dem neuen Qualcomm Snapdragon 855 und bis zu 12 GB RAM, sowie 128 bzw. 256 GB Speicher, ist das Gerät aktuell Top bestückt. Auch der neu sehr schnell UFS 3.0 Speicher sorgt für einen rasant schnellen internen Speicher. 

Preis/Leistung

Der UVP des OnePlus 7 Pro liegt bei 709 EUR mit 6 GB RAM und 128 GB (in D/A ). Bei 8 GB RAM und 256 GB verlangt der Hersteller 759€ und bei 12 GB RAM, sowie 256 GB werden 829 fällig. Beachten sollte man, dass nicht jede Farbe in allen Speichergrößen erhältlich ist.

Auch wenn einige sicherlich das fehlende Wireless Charging oder die fehlende Klinkenbuchse vermissen werden, ist das neue OnePlus 7 Pro preislich im Vergleich zur Konkurrenz sehr interessant, da es selbst in der teuersten Variante noch einiges unter 1.000€ kostet. OnePlus hat mit dem 7 Pro ein nahezu komplett neu entwickeltes (designtes) Smartphone auf den Markt gebracht, welches in zahlreichen Bereichen optimiert und verbessert wurde. Daher ist es ein absolut würdiger Nachfolger und konnte mich im Test soweit sehr überzeugen. 

ONEPLUS 7 PRO

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testr Gesamtwertung

unter Berücksichtigung aller Teilwertungen

 Wir bedanken uns beim Hersteller für die Bereitstellung des Produktes. Zu unseren Grundsätzen

Link zum Hersteller: OnePlus.com

Huawei P30 Pro

Huawei ist ein chinesischer Smartphone-Hersteller, welcher im Jahr 1987 gegründet wurde. Der Hauptsitz des Unternehmens ist in Shenzhen, China und der Geschäftsführer ist Ren Zhengfei, welcher das Unternehmen auch gründete. Neben Endgeräten wie Smartphones, Tablets und Notebooks bietet Huawei auch Dienstleistungen für Netzwerk-Infrastrukturen und Cloud-Computing-Lösungen an.  

Seit 2012 vermarktet das Unternehmen auch hierzulande (D und AT) seine Smartphones. Die aktuell bekanntesten Smartphones aus dem Hause Huawei sind: die G-Serie, Y-Serie, Nova-Serie, P-Serie und die Mate-Serie. Bei der P-/Mate-Serie handelt es sich um Highend-Smartphones und bei den anderen um Mittelklasse-Smartphones.

In den letzten Tagen habe ich euch bereits das Huawei P30 und P30 lite in einzelnen Testberichten näher vorgestellt. Da es natürlich auch hier wieder ein zusätzliches Pro-Modell gibt, darf dazu natürlich der Testbericht nicht fehlen. Wie das neue Topmodell des chinesischen Unternehmens im Test abschneidet und ob das angebliche Foto-Wunder mit seiner Quad-Kamera überzeugen kann, erfahrt ihr in folgendem Testbericht.

Huawei P30 Pro

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TEIL 1

Bestehend aus „Verpackung/Design/Verarbeitung“ entspricht 25% der Gesamtwertung

Verpackung

Wie bereits die Verpackung des Huawei P30 lite und Huawei P30, kommt auch das Huawei P30 Pro in einer weißen Verpackung daher.

Die Verpackung ist mit wenigen Infos bedruckt. Lediglich auf der Oberseite und den beiden langen seitlichen Flächen ist der Name des Smartphones „Huawei P30 Pro“ in goldener Schrift zu lesen. Zudem prangt auf der Ober- und den Stirnseiten, das bekannte Huawei Firmenlogo. Zudem wird auf der Oberseite noch erwähnt, dass eine Leica Quad-Kamera verbaut ist. Der weiße Aufkleber an der unteren Stirnseite enthält einen kurzen Auszug der technischen Daten zum Produkt. Dabei handelt es sich wie üblich um den Namen des in der Verpackung befindlichen Gerätes, die Modellbezeichnung, die Farbe, sowie den ROM (Flash-Speicher und den RAM (Arbeitsspeicher).

Nach dem Anheben des Deckels kommt direkt das Huawei P30 Pro zu Vorschein. Dieses befindet sich zentriert in einer dünnen Kartonage und damit es vor Kratzern und Staub Geschütz wird, wurde das Display mit einer Folie versehen und das Smartphone befindet sich zudem in einer Schutzfolie. Unter dem dünnen Einleger befindet sich eine weiße Kartonage, an der das SIM-Tool angeheftet ist und sich im Inneren eine Kurzanleitung und das Garantieheft in zahlreichen Sprachen befindet.

Unter der Pappschachtel befindet sich zudem noch weiterer Zubehör. Bei diesem handelt es sich wie üblich um ein USB-C Ladekabel, und ein 40 Watt starkes Netzteil. Als kleines Bonus legt Huawei trotz fehlenden Klinkenanschluss noch In-Ear Ohrhörer mit einer Drei-Tasten-Fernbedienung und USB-Typ-C-Anschluss bei. Daher kann man die Ohrhörer direkt an dem USB-C Anschluss am Smartphone, ganz ohne extra Adapter betreiben. Die Ohrhörer besitzen keine Ohrtips und lassen sich somit nur bedingt dem eigenen Ohrkanal anpassen. Bei den meisten Nutzern dürfte diese zwar dennoch halten, bieten jedoch kaum eine Reduzierung der Umgebungsgeräusche. 

(Verpackung: 3,5 von 5 Punkten)

Design

Das P30 Pro bietet Huawei aktuell in insgesamt vier Farben an. Neben den drei Farben, in denen auch das Huawei P30 erhältlich ist, gibt es noch die neu Farbe Amber Sunrise. Dabei handelt es sich um einen Farbverlauf je nach Lichteinfall von Rot zu Orange. Weiterhin gibt es jedoch wie bereits erwähnt die Farbe „Black“ ein einfarbiges schwarzes hochglänzendes Gerät und Aurora ein blaues Gerät, welches nach oben hinweg in einen helleren Blauton, bis ins türkis übergeht. Zu guter Letzt ist es natürlich auch noch in der Farbe meines Testgeräts erhältlich, und zwar Breathing Crystal, bei dem die Rückseite je nach Lichteinfall ein Violetten und nach oben hinweg in einen hellblauen bis weißen Farbton übergeht. 

Beim Design setzt Huawei zum Teil auf einen ähnlichen Look, wie es bereits beim Mate 20 Pro der Fall war. So sind nämlich auch beim neuen Huawei P30 Pro, die seitlichen Ränder des OLED-Displays abgerundet und auch die Glasrückseite weißt dieselben Wölbung vor. Dadurch liegt das eigentlich von der Display-Diagonale große Gerät relativ kompakt in der Hand. Jedoch bin ich von diesen abgerundeten Displayrändern in Kombination mit den ebenfalls abgerundeten Glasrückseiten kein allzu großer Fan. Meiner Meinung nach leidet nämlich darunter die Griffigkeit, wodurch das Gerät sehr gerne dazu neigt aus der Hand zu gleiten. Daher rate ich auch hier wie so oft, das Smartphone in eine griffigere Schutzhülle zu stecken. Klar geht dadurch unter Umständen das edle Design verloren, doch nichts ist ärgerlicher, als wenn das Smartphone auf den Boden fällt uns das Glas zerbricht.    

Betrachtet man die Vorderseite, fällt gegenüber den beiden anderen P30 Geräten natürlich direkt ein Unterschied auf, nämlich die gerade erwähnte, an den langen Seiten abgerundete Displayränder. Ansonsten sind sich die Geräte allesamt sehr ähnlich, da auch das Huawei P30 Pro mit einer Tropfen-Notch, in welcher die Kamera versteckt verstaut wurde und es besitzt einen knapp 4 mm hohen Rand unter dem Display (Kinn) und 2 mm umlaufend um das Display.

Der Gehäuserahmen aus Aluminium fällt aufgrund der Abrundungen der Vorder- und Rückseite mit knapp 2 mm sehr schmal aus. An der Oberen- und Untere-Stirnseite ist dieser jedoch so breit wie das Smartphone, abgeflacht und mit einer Fase versehen. Dadurch, dass der Rahmen an den langen Seiten so schmal gestaltet wurde, finde hier lediglich der Einschaltknopf und die Lautstärkewippe an der rechten Seite ihren Platz. An der Oberseite des Huawei P30 Pro gibt es ebenso wenig zu entdecken. Hier befinden sich zwischen den beiden Aussparungen für die Antennen, ein Mikrofon, welches bei Video-Aufnahmen genutzt wird und ein kleiner Infrarot-Sensor, welchen man bereits von dem Huawei Mate 20 Pro kennt. Dieser dient dazu, das Smartphone z. B. als Fernbedienung für den Fernseher usw. nutzen zu können. 

An der Unterseite findet man zwischen zwei weiteren Aussparungen für die Antennen den USB-Typ-C Ladenschluss. Rechts daneben ist unter den fünf Löchern der Mono-Lautsprecher versteckt und links daneben das Mikrofon, welches für Telefonate genutzt wird. Zu guter Letzt ist direkt neben dem Mikrofon der SIM-Karten Slot untergebracht. In den Sim-Karten Slot können entweder zwei Nano-SIM Karten oder eine Nano-SIM und eine NM-card eingesetzt werden. Fall jemand von euch die NM-card nicht kennt, dies ist eine spezielle Speicherkarte, die Huawei zusammen mit der Mate 20-Serie vorgestellt hat. Diese ist so groß wie eine Nano-SIM-Karte und ist somit nicht nur kleiner als eine herkömmliche Micro-SD-Speicherkarte, sondern die Kontakte befinden sich komplett auf der Rückseite wie bei einer Sim-Karte. Unterstütz, wird hier maximal eine NM-card bis 256 GB, aktuell kosten 128GB knapp 49,00€.

Betrachtet man sich die Bilder der Vorderseite des Huawei P30 Pro, fragt sich sicherlich der ein oder andere unter euch, wo Huawei hier die Hörmuschel versteckt hat. Dies kann man ganz einfach beantworten, es gibt keine Hörmuschel und somit auch keinen Lautsprecher-Membran. Damit man jedoch mit dem Smartphone telefonieren, bzw. den Gesprächspartner verstehen kann, setzt Huawei auf die sogenannte Huawei Akustik-Display-Technologie. Dabei wird der obere Teil des OLED-Displays zum Lautsprecher gemacht. Was ganz einfach über ein Modul auf der Innenseite des Displays gelingt. Das Display wird dabei zum Schwingen und somit zur Klangübertragung gebracht. Das ganze kennt der ein oder andere auch von den Sony OLED-Fernseher, denn diese besitzen ebenfalls soggenante Aktuatoren, welche das Bild bzw. das Display zum vibrieren bringen, um den Klang zu übertragen.Die Huawei Technologie funktioniert hier sehr gut, ohne dass man sagen könnte, dass diese schlechter oder besser als ein herkömmliche Hörmuschel klingen. Das Vibrieren des Schalls merkt man übrigens nicht und wird nur beim Telefonieren genutzt. Bei der Musikwiedergabe und Youtube Videos ansehen, wird lediglich der Mono-Lautsprecher an der Unterseite genutzt. Der Klang des Mono-Lautsprechers ist meiner Meinung nach deutlich besser als beim Huawei Mate 20 Pro, aber immer noch nicht so gut, wie ein Stereo-Paar von anderen Geräten.

Das Huawei P30 Pro hat eine sehr längliche Form, und ist somit noch einmal deutlich kompakter als z. B. die P20-Serie und das Mate 20 Pro. Man kann zwar von einem Smartphone mit einem Display von über 6 Zoll nicht mehr wirklich von kompakt reden, doch dennoch wollen viele solch ein großes Display. Mit einem 6,47 Zoll große Display ist das Huawei P30 Pro deutlich größer als das, vom Vorgängermodell dem Huawei P20 Pro und dem Mate 20 Pro. Dennoch ist es kaum größer und hat folgende Abmessungen: 158 x 73,4 x 8,41 mm (L x B x T) bei einem Gewicht von knapp 192 Gramm.

Zwar fehlt auch dem Huawei P30 Pro eine Benachrichtigung-LED, welche sicherlich einige von euch vermissen werden. Doch dafür hat man via Update die Anzeige auf dem Always On Display erweitert. So können hier, sofern ihr dies unter Einstellungen -> Startbildschirm & Hintergrund -> Anzeige stets aktiv einschaltet, neben Uhrzeit, dem Datum und Akku-Stand auch Benachrichtigungen sämtlicher Drittanbieter angezeigt werden. Dies finde ich persönlich deutlich besser als eine ständig blinkende LED. Der Annäherungs- und Helligkeitssensor befindet sich wie bereits beim P30 lite und P30 an der Oberseite, im schmalen Rand oben rechts. 

Neben der Front-Kamera in der Tropfen-Notch vorne, befinden sich beim Huawei P30 Pro eine Quad-Kamera von dem Kamera-Unternehmen Leica an der Rückseite. Dieses Modul befindet sich wie bei allen anderen Smartphones der neuen P30-Serie an der linken oberen Ecke. Dieses längliche Kamera-Plateau, in welchem sich eine Tripple-Kamera befindet, steht wie bei aktuell fast allen Herstellen knapp 2 mm hervor. Das vierte Objektiv befindet sich separat neben dem hervorstehenden Kamera-Plateau und schließt ebenso, wie der Dual-Tone LED-Blitz darüber, bündig mit der Glasrückseite ab. Unterhalb des Blitzes ist noch der (Laserfokus, Phasenfokus, Kontrastfokus und das von Huawei immer genutzte Branding zu sehen.

(Design: 4,5 von 5 Punkten)

Verarbeitung

An der Verarbeitung des Huawei P30 Pro gibt es nichts zu beanstanden. Die Übergänge zwischen dem Aluminiumrahmen und den beiden Glasseiten geht nahtlos über und somit könnte man vom Tasten fast meinen, dass es aus einem Stück bestehen würde. Der Aluminiumrahmen trägt zudem neben den beiden stabilen Glasseiten bei, dass das Huawei P30 Pro absolut steif ist und sich somit selbst mit etwas höheren Kraftaufwand mit der Hand nicht verbiegen lässt.

Des Weiteren ist das Huawei P30 Pro das einzige Smartphone der neuen P30-Serie, welches nach IP68 vollständig gegen Staub und gegen längeres Untertauchen ins Wasser geschützt ist. Doch hier betont Huawei, dass dieser Schutz nicht dauerhaft ist, da Gummidichtungen nun mal altern und somit spröder werden können. Das finde ich persönlich gut, dass man das extra erwähnt. Schließlich sollte man dies unbedingt beachten, weil es bei jedem Gerät, welches angegeben wird, gegen Staub und Wasser geschützt zu sein, der Fall ist, auch wenn es einzelnen Hersteller vielleicht nicht erwähnen. 

Leider hat man auch beim Pro Modell des Huawei P30 auf ein Stereo-Lautsprecher-Paar verzichtet. Der Klang den Mono-Speaker an der Unterseite ist zwar meiner Meinung nach klanglich noch einmal deutlich besser als der des Huawei Mate 20 Pro. Doch dennoch hört er sich gegen einen Stereo-Lautsprecher immer noch etwas schlechter an.

(Verarbeitung: 4,5 von 5 Punkten)

TEIL 2

bestehend aus „Funktion des Produktes“ entspricht 65% der Gesamtwertung

Display6,47 Zoll OLED-Panel (19,5:9 Format) Auflösung 2.340x 1.080 Pixel (FHD+), Pixeldichte beträgt 398 ppi
CPU/GPUHUAWEI Kirin 980 2 x Cortex-A76 mit 2,6 GHz + 2 x Cortex-A76 mit 1,92 GHz + 4 x Cortex-A55 mit 1,8 GHz / Mali G76
RAM8 GB RAM (in Österreich gibt es zudem eine 6 GB Variante)
Speicher256 GB (zudem gibt es jedoch in D/AT, eine 128 GB Variante
BetriebssystemAndroid 9 „Pie“
Haupt-KameraQuad-Kamera von Leica:40 MP (Weitwinkelobjektiv, Blende f/1.6, OIS) + 20 MP (Ultraweitwinkelobjektiv, Blende f/2.2) + 8 MP (Teleobjektiv, Blende f/3.4, OIS) Die Time-of-Flight(TOF)-Kamera von HUAWEI unterstützt sowohl den Autofokus (Laserfokus, Phasenfokus, Kontrastfokus) als auch AIS (AI Image Stabilization), den Bildstabilisator mit künstlicher Intelligenz von HUAWEI.
Front-Kamera32 MP f/2.0 Blende; Digital-Zooom
AnschlüsseUSB-Typ-C Anschluss
Akku3.200 mAh mit Schnellladefunktion, nicht austauschbar
KonnektivitätWi-Fi 802.11 a/b/g/n/ac, 2,4 und 5 GHz, Mobilfunknetz bis 4G, Bluetooth 5.0 (BLE, SBC, AAC, aptX, aptX HD, LDAC HD und HWA Audio, NFC, GPS, A-GPS, GLONASS, BeiDou, USB-TYP-C Generation 3.1.
Abmessungen (LxBxH)158 mm x 73,4 mm x 8,41 mm
Gewicht192 Gramm
LieferumfangHUAWEI P30 Pro
Schnellstart-Anleitung
Ladegerät 40 Watt
Kopfhörer (In-Ear) mit USB-Typ-C-Anschluss
SIM-Werkzeug
USB-Typ C Ladekabel
Technische Daten des Huawei P30 Pro

Performance

Im Inneren des Huawei P30 Pro werkelt der aktuellen Octa-Core-Chip Kirin 980, wie er im Huawei P30 und Mate 20 Pro verbaut wurde. Auch wenn inzwischen vielen bekannt sein dürfte, dass Huawei bei der P-Serie die meisten Neuerungen, im Design und der Kamera vornimmt, muss sich die Serie definitiv nicht vor der Mate-Serie verstecken. So wird der CPU zusätzlich von stolzen 8 GB RAM unterstützt.

Beim Kirin 980 CPU, handelt es sich um einen 64-Bit CPU, der mit 8-Kernen bestückt ist. Davon sind die einzelnen Rechenkerne in unterschiedliche Leistungen unterteilt. Somit takten die zwei stärksten mit maximal 2,6 GHz (Cortex A76), zwei weitere mit 1,92 GHz und die anderen vier mit bis zu 1,8 GHz (Cortex A55). Wie üblich ist im Prozessor auch der GPU Mali G76 integriert, welcher mit bis zu 720 MHz taktet.

Zwar ist das Huawei P30 Pro aktuell leistungstechnisch nicht das beste Smartphone auf dem Markt, doch die Software auf dem P30 Pro läuft sehr stabil und ohne Verzögerung. Des Weitern laufen auch anspruchsvollen Games mit den höchsten Grafikeinstellungen ohne Ruckeln und Aussetzern.   

In den Benchmarktest schneidet das Huawei P30 Pro gegenüber dem Mate 20 Pro noch einmal etwas besser ab, da Huawei hier unter anderem den RAM-Speicher um 2 GB erhöht hat. Bei dem Wert habe ich wie üblich den Test bis zu 4-mal durchlaufen lassen und den Mittelwert per Screenshot festgehalten. Zudem habe ich dies im normalen Standard-Modus gemessen und nicht in dem speziellen Leistungsmodus, denn in der Regel, werden die meisten unter euch nicht immer den Leistungsmodus extra für anspruchsvollere Anwendungen aktiveren. Schließlich verschlechtert diese die Akkulaufzeit um einige Stunden. 

Das Huawei P30 Pro erreichte bei den Tests folgende Werte: Bei Antutu konnte es im Test 311.675 erreichen und bei Geekbench 4 kam es beim Single-Core Test auf 3345 und beim Multi-Core Test auf 9944 Punkte.

In Deutschland gibt es lediglich aktuell zwei Modelle, beide mit 8 GB RAM, jedoch einmal mit 128 GB und eines mit 256 GB Flash-Speicher. In Österreich wiederum sind es drei Modelle, denn hier wird jeweils ein 128 GB Modell mit 6 GB und eines mit 8 GB RAM angeboten und eines wie mein Testgerät mit 8 GB RAM und 256 GB ROM Flash-Speicher. Die zusätzliche 512 GB Variante wird jedoch sowohl in Deutschland als auch Österreich aktuell nicht angeboten. 

Mit beiden Modell-Varianten, egal ob 128 oder 256 GB hat man aufjeden Fall genug Speicher für sehr viele Apps, Bilder und Videos. Laut AndroBench erreicht das Huawei P30 Pro direkt nach dem Neustart beim Lesen von Daten vom integrierten Speicher 910 MByts/s und beim Schreiben sind es 230 MByte/s. Sollten einem jedoch der fest integrierte Speicher nicht ausreichen, kann man in den SIM-Karten-Slot zusätzlich zur Nano-SIM-Karte eine Nano-Memory-Card um bis zu 256 GB einlegen und somit den Speicher problemlos erweitern. Der Speicher ist hier jedoch aktuell etwas teurer. So wird z. B. für ein 128 NM-Card aktuell Preise ab 47,90€ verlangt. Abzüglich des Betriebssystems und den bereits vorinstallierten Apps bleiben von den 256 GB knapp 240 GB frei zur Verfügung.

(Performance: 4,5 von 5 Punkten)

Display

Die Noch in Tropfen-Form fällt deutlich kleiner aus, als es noch beim Mate 20 Pro der Fall war. Hier hat Huawei jedoch auch nur noch die mit 32-MP auflösenden Frontkamera untergebracht. Somit hat man sich hier bewusst aufgrund des großen Displays, gegen die vom Huawei Mate 20 Pro verwendete 3D-Gesichtserkennung entschieden. Daher ist zwar weiterhin das Entsperren via Gesicht möglich, jedoch ist dies bei Weitem nicht mehr so sicher, wie z. B. mit dem Fingerabdruck. Diesen Sensor hat das Unternehmen jedoch nicht an der Rück- oder Unterseite integriert, sondern wie bereits beim P30 Pro, direkt in das Display. 

Das OLED-Panel besitzt eine Bildschirmdiagonale von 6,47 Zoll und ist, daher deutlich gegenüber dem, des P20 Pro (6,1 Zoll) gewachsen. Die Maße des Smartphones haben sich jedoch nur um wenige Millimeter verändert. Das Huawei P30 Pro ist daher lediglich 3 mm höher, 0,61 mm dicker, aber 0,5 mm schmaler geworden. Das schlanke Seitenverhältnis von 19,5:9 sorgt dafür, dass das 6,47 Zoll große Smartphone dank dem Gewicht von knapp 192 g sehr gut in der Hand liegt. Der Screen to Body Ratio Wert liegt bei einem hohen Wert von über 88 %.

Die Auflösung des Displays ist ein Punkt, bei dem die Meinungen auseinandergehen. Schließlich löste es nicht wie das Mate 20 Pro mit einer WQHD+ Auflösung (3.120 x 1.440 Pixeln) auf, sondern „lediglich“ mit Full-HD+ (2.340 x 1.080). Hier meinen einige, dass diese Auflösung zu gering sei, doch seien wir mal ehrlich, beim Huawei P30 Pro ist ein 6,47 Zoll Display verbaut, welches insgesamt mit 2.527.200 Bildpunkte daher kommt. Klar liegt die Pixeldichte somit unter 400 ppi (398 ppi), doch seien wir mal ehrlich, das ist doch eigentlich für den Großteil unter uns absolut ausreichend.

Klar könnte jetzt jemand meinen, für ein so teures Smartphone möchte ich aber ein hochauflösenderes Display haben, doch meiner Meinung nach ist die FHD+ Auflösung absolut ausreichend. Man würde zudem nur beim direkten Vergleich mit einem anderen Gerät, welches ebenfalls ein OLED-Panel besitzt, aber höher auflöst, einen Unterschied erkennen. Zudem konnte ich persönlich beim Test des Mate 20 Pro keinen Unterschied feststellen, als ich von der Standard-Auflösung in Full-HD+ auf die WQHD+ Auflösung gewechselt habe. Daher ist die Full-HD-Auflösung meiner Meinung nach völlig ausreichend, zumal die höhere Auflösung sich bei dem 6,47 Zoll großen OLED-Panel sowieso negativ auf die Akkulaufzeit ausgewirkt hätte. 

Das OLED-Display, welches Huawei im P30 Pro verbaut hat, ist im direkten Vergleich bei aktiviertem Umgebungslichtsensor etwas heller als das, vom Huawei P30. So erreicht es eine durchschnittliche Helligkeit von 600 Candela pro Quadratmeter. Wird die Helligkeit manuell geregelt, also der Helligkeitssensor deaktiviert, dann fällt die Helligkeit etwa geringer aus. Das OLED-Display des neuen Huawei P30 Pro ist übrigens etwas heller als das vom P20 Pro.

Die maximale Helligkeit reicht somit problemlos aus, um die Inhalte, welche auf dem Display dargestellt werden auch an einem sonnigen Tag im Freien gut abzulesen zu können. Bei sehr schrägem Betrachtungswinkel fallen jedoch schnell Spiegelungen von den Objekten in der Umgebung auf, welche die Ablesbarkeit je nach Einfallswinkel etwas erschweren können.

Für ein OLED-Bildschirm typisch, besitzt dieses ein perfektes Kontrastverhältnis (quasi unendlich) und ein ebenso von den IPS-LCD-Displays unerreichbaren Schwarzwert. Dadurch werden die unterschiedlichen Farben sehr gut voneinander abgehoben und durch die einzeln abgeschalteten Pixel, erreicht man einen perfekten Schwarzton. Die Farben sind dabei sehr farbtreu und wirken durch den hohen Kontrast sehr kräftig und blühend.

Die Blickwinkelstabilität des OLED-Displays im Huawei P30 Pro ist ebenfalls sehr gut. Aus sämtlichen Richtungen betrachtet ist der Inhalt, der auf dem Display dargestellt wird gut lesbar. Lediglich bei einem sehr flachen Betrachtungswinkel konnte ich einen minimalen blauen Effekt feststellen. Ich persönlich bin weniger ein Fan der abgerundeten Displayränder. Dadurch leidet nämlich nicht nur die Griffigkeit des Gerätes, sondern auch beim seitlichen Betrachten ist der Inhalt am Rand, durch einen schwarzen Schatten etwas schwieriger ablesbar. Zudem stört mich dieser bei der Bedienung, denn oft wollte ich z. B. ins Bild zoomen und wunderte mich, warum das Smartphone nicht reagiert, bis ich kurz darauf feststellte, dass durch das quer halten mehrere meiner Finger automatisch auf dem Display landeten.Dadurch kam es bei mir öfters auch beim Videos ansehen zu fehl eingaben usw.   

(Display: 4,5 von 5 Punkten)

Akku

Bei der Akkulaufzeit kann das Huawei P30 Pro absolut überzeugen. Dem Smartphone steht zur Stromversorgung ein 4.200 mAh Akku zur Verfügung. 

Im Alltagstest zeigt sich auch hier wieder wie bereit beim Huawei P30, dass es für die Akkulaufzeit unter anderem sinnvoll war, die Auflösung geringer zu halten. Bei weniger Nutzung dürfte der Akku bei einigen problemlos bis zu zwei Tage durchhalten. Wer öfters auf das Smartphone schaut, Nachrichte versendet und darüber Musik hört, sollte locker einen Tag bzw. sogar eineinhalb Tage mit einer vollen Akkuladung aushalten.  

Das Huawei P30 Pro ist das einzige Gerät der neuen P-Serie, bei der nicht nur das Wireless Charging (max. 15 Watt), sondern auch Reverse Wireless Charging (bekannt vom Mate 20 Pro) unterstützt wird. Somit kann man das Smartphone nicht nur per Qi-Ladestation komplett ohne Kabel aufladen (dauert jedoch länger als via Kabel) sondern man kann auch ein anderes Smartphone, welches kabelloses Laden unterstützt mit Strom versorgen. Jedoch sollte man auch hier beachten, dass das andere Gerät lediglich mit bis zu 2,5 Watt geladen wird und somit das Aufladen nur sehr langsam stattfindet. 

Sobald der Akku des Huawei P30 Pro leer sein sollte, kann dieser nicht nur via Qi-Ladestation aufgeladen werden, sondern auch deutlich schneller via Ladekabel. Dank dem in der Verpackung beiliegenden 40 Netzteil und dem USB-Typ-C Ladekabel, ist der Akku rasend schnell, aufgeladen. In nicht einmal einer Stunde ist es nämlich schon so weit und der Akku ist wieder von 0 % auf 100 % aufgeladen. Nach bereits einer halben Stunde sind es dank Schnellladefunktion knapp 71 %.

(Akku: 4,5 von 5 Punkten)

Kamera

Die neue Leica Quad-Kamera auf der Rückseite setzt sich aus insgesamt vier Linsen zusammen. Die Hauptkamera mit 40 Megapixeln (Brennweite 27 mm, f1.6 Blende, einem 1/1,7“ Sensor, RYYG-Filter, sowie OIS und max. ISO 409.600) OIS= optischer Bildstabilisator. Einer 20 Megapixel Ultra-Weitwinkel-Linse mit einer 16 mm Brennweite und einer Blende von f2.2 (inkl. Makrofunktion). Des Weitern gibt es noch ein 8 Megapixel Teleobjektiv mit einer 125 mm Brennweite f3.4 (Unterstützt zudem einen fünffach optischen Zoom und zehnfacher Hybrid-Zoom, sowie maximal 50x-Digital-Zoom) und ist ebenfalls mit einem OIS ausgestattet. Zu guter Letzt findet man als vierte Linse noch die ToF-Kamera: Ein Sensor zur genauen Tiefenmessung, welcher unter anderem den Bokeh-Effekt deutlich verbessert und die Genauigkeit von Augmented Reality-Inhalten.

Durch diese große Anzahl an verschiednen Brennweiten, sowie optischen-, Hybrid- und Digitalen-Zooms bietet das Huawei P30 Pro einen bisher unglaublich hohen Brennweitenbereich und somit gehört die Kamera des Smartphones aktuell zu der flexibelsten auf den Markt.

Doch neben der Vielzahl an verschiednen Linse, besitzt das Huawei P30 Pro eine weitere Besonderheit, welche auch im normalen P30 zum Einsatz kommt. Damit meine ich den hervorragenden Low-Light-Sektor, bei dem das Huawei P30 Pro hervorragend abschneidet. Dies gelingt durch den soggenanten Super-Spectrum-Sensor, bei dem es sich im eigentlichen Sinne um einen typischen Bildsensor handelt. Doch damit die Lichtempfindlichkeit direkt im Sensor erhöht wird, tauscht Huawei bzw. Leica den in anderen Kameras verbauten RGB-Sensor (Red, Green, Blue) gegen einen RYB-Sensor (RED, Yellow, Blue) um. Damit soll der Sensor bis 40 % mehr Licht einfangen, was vor allem ein großer Vorteil bei Aufnahmen ist, bei den wenig Licht vorhanden ist.

Die Lowlight-Fähigkeit des Huawei P30 Pro ist etwas, was ich bisher von noch keinem anderen Smartphone kenne. Selbst wenn es abends nur eine schwache Beleuchtung einer Straßenlaterne gibt, ist die Ausleuchtung des Bildes deutlich heller, als wie man dieses mit dem menschlichen Auge erkennt. Dabei können die Bilder im Nachtmodus nicht nur mir einer guten Helligkeit, sondern auch mit einem verhältnismäßig guten Kontrast und Detailreichtum überraschen. Hier haben andere Hersteller aktuell im Direktvergleich bei selben Bedienungen absolut das nachsehen. Für die Nachtaufnahme ist es jedoch erforderlich, dass man das Smartphone für ein gutes Ergebnis 5 Sekunden möglichst ruhig hält, was eigentlich ganz gut in meinen Test funktioniert hat.

Die Hauptkamera welche mit einem Bildstabilisator ausgestattet ist, kann bei meinen Testaufnahme mit einer sehr guten Dynamik und Detailreichtum überzeugen. Aktiviert man zudem die von Huawei inzwischen bekannte „AI-Funktion“ erkennt die Kamera automatisch das Motiv, wie z.B. Blauer Himmel, Makroaufnahme, Weitwinkel usw. wechselt dabei teilweise automatisch die Kameralinse und passt die Einstellungen soweit an, sodass man beim Auslösen der Kamera ein Bild erhält, welches ein sehr gutes Ergebnis zeigt. Hier passt die Software automatisch die Farben usw. an, sodass Bilder mit ihren kräftigen Farben überzeugen können. Nachteil ist hier zwar, dass beim aktivieren der „AI“ die Bilder nicht mehr in 40 MP, sondern in „nur“ 10 MP aufgenommen werden. Jedoch muss ich hier das „nur“ betonen, denn dies reicht völlig aus und die Ergebnisse der Bilder mit 10 MP können mich persönlich absolut überzeugen.

Unterhalb der Hauptkamera, bei der es sich um die mittlere Kameralinse im Plateau handelt, befindet sich eine weitere raffinierte Besonderheit: die Periskop-Kamera (Teleskop-Kamera). Mit dieser Kameralinse gelingt es Huawei trotz dem kompakten Smartphone-Gehäuse, eine große optische Zoomfunktion (5-fach optischen Zoom, 10-fach Hybrid-Zoom und bis zu 50-fach Digital-Zoom) zu integrieren, ohne das die Bildqualität darunter leidet. Doch wie gelingt dem Unternehmen dies? Das Licht (Motiv) vor dem Smartphone trifft auf ein Prisma, welches dieses in einem 90-Grad-Winkel zu dem Bildsensor weiterleitet (reflektiert). Zwischen der 90-Grad Strecke befinden sich zudem noch die fünf Tele-Linsen, durch welche der Tele-Zoom ermöglicht wird und somit das Motiv sehr groß vergrößert wird.

Die Blende des Teleobjektivs liegt bei f/3.4, was sich jetzt zwar nicht so gut anhört, doch keine Angst, bei einer Tele-Linse mit solch einem Zoom, ist das noch in einem ganz guten Bereich. Da es bei solch einer hohen Vergrößerung (Zoom) schwierig wird, Verwackler zu vermeiden, hat Huawei nicht nur einen elektronischen (AIS), sondern auch einen optischen Stabilisator (OIS) verbaut. Die Aufnahmen der Tele-Linse sehen sowohl bei fünffacher, als auch zehnfacher Vergrößerung sehr gut aus und können mit einer guten Schärfe überzeugen. Bei der 50-fachen Vergrößerung bzw. alles, was über den 10-fachen Hybrid-Zoom geht, ist weniger verwendbar. Schließlich wird hier ein Digitalzoom genutzt, bei dem man mit einem Verlust der Bildqualität leben muss. Hier nimmt daher das Rauschen usw. deutlich zu.

Direkt über der Hauptkamera ist die mit 20 MP auflösende Weitwinkel-Kamera platziert. Damit können Fotos mit einem großen Weitwinkel aufgenommen werden, was z.B, in Innenräumen, aber auch bei Gebäudefotografie von Vorteil sein kann. Zudem wird diese Linse auch bei Makro-Aufnahmen genutzt, da diese eine Naheinstellgrenze von gerade einmal 2,5 cm besitzt. Daher kann man bei Blumen und allen weiteren Motiven extrem nah heran und die Kamera stellt immer noch automatisch das Bild scharf.

Die vierte Kamera-Linse (ToF-Sensor) befindet sich rechts neben dem Kamera-Plateau. Dieser Sensor leuchtet einen nicht sichtbaren Lichtimpuls aus, und berechnet anschließend automatisch die Zeit, welche das Licht benötigt, um wieder zurück zum Sensor zu gelangen. Dabei misst dieser Sensor in einigen Millisekunden die Entfernung zu sämtlichen Objekten im Erfassungsbereich des Sensors, was zum einen für einen sehr guten Bokeh im Porträtmodus sorgt, für Augmented Reality (AR) genutzt werden kann und auch zum Vermessen von Objekten. In folgender Bildergalerie könnt ihr euch selbst von der Quad-Kamera des Huawei P30 Pro überzeugen. In meinen Testbildern zeigt sich jedoch schon, dass das Smartphone aktuell nicht umsonst auf dem 1. Platz im DXOMARK Mobile Test befindet. Schließlich ist die Kamera nicht nur absolut vielseitig verwendbar, sondern kann dabei auch von der Qualität der Bilder absolut überzeugen.

(Kamera: 5 von 5 Punkten)

 Software

Aktuell ist auf allen neuen Huawei Geräten das Google-Betriebssystem Android 9 Pie vorinstalliert. Darüber legt das Unternehmen wie üblich die Benutzeroberfläche, EMUI. In diesem Fall mit dem neusten Update vor wenigen Tagen in der Version 9.1.0. Mit dem Update im Juni hat man nicht nur die Fotoqualität verbessert (Farben sind etwas natürlicher), sondern hat auch gleich den Sicherheitspatch vom Mai 2019 installiert. Daher ist hier soweit alles auf dem neusten Stand.

Die EMUI Oberfläche orientiert sich sehr an der Oberfläche des reinen Android 9 Pie. Im Hauptbildschirm erkennt man zwar keinen allzu großen Unterschied zu den ganzen anderen Android-Smartphones, doch geht man in das Einstellungsmenü, dann kommt hier eine gute Strukturierung in die einzelnen Untermenüs zum Vorschein. Diese gefällt mir ganz gut und erinnert mich wie ich bereits in den Mate 20 Testberichten erwähnt habe etwas an iOS. Dank den gut beschriebenen Beschriftungen unter den einzelnen Menüpunkten, findet man in der Regel selbst als Neuling schell das, was man sucht. Sollte man jedoch eine Funktion nicht auf anhieb finden, kann man diese ganz einfach in der Suchfunktion ganz oben eingeben.

Dank dem 8 GB RAM Arbeitsspeicher läuft das System absolut flüssig, ohne ruckeln. Mein Hauptkritikpunkt bei der Software des Huawei P30 Pro ist, das selbst Problem wie es bereits beim P30 lite und dem normalen P30 der Fall ist. Auch hier sind beim Huawei P30 Pro sehr viel Apps von dem Funktionsumfang doppelt vorinstalliert. Es gibt nämlich neben dem Web Browser Google Chrom, auch noch den eigenen Huawei Web Browser. Aber auch die Möglichkeit, um Bilder und Fotos anzusehen, kann über dreierlei Apps erfolgen. Entweder über Galerie, Google Fotos und Video. Weiter geht es bei E-Mails, den hier gibt es neben der E-mail App, noch Gmail. Die doppelten Apps kommen daher zustande, dass Huawei neben den eigenen Apps auch noch die von Google installiert bzw. muss, da diese das System zur Verfügung stellen. Die Bloatware von Huawei (Apps die nicht gelöscht werden können) halten sich im Großen und Ganzen in Grenzen. Die vorinstallierten Apps wie z.B. booking.com und Facebook lassen sich bei Bedarf problemlos deinstallieren. Andere Apps wiederum lassen sich zum Teil nur ausblenden.

(Software: 4,5 von 5 Punkten)

TEIL 3

bestehend aus „Preis/Leistung“ entspricht 10% der Gesamtwertung

Beschreibung

Das neue Huawei P30 Pro beschreibt das Unternehmen selbst als „Das Fotowunder“. Hier steht auch wie typisch für die P-Serie (P steht hier für Photo) die Kamera im Mittelpunkt. Mit der Leica Quad-Kamera ist Huawei beim P30 Pro eine absolut überzeugendes Kamera-Setup gelungen. Nicht umsonst wirbt Huawei auch auf der Produktseite des Huawei P30 Pro zu 70 % fast nur mit deren tollen Funktionen und Eigenschaften. 

Zudem bekommt man hier ein gutes ein OLED-Display geboten, welches mit der Auflösung in FHD+ vollkommen ausreichend ist. Des Weitern ist es nach IP68 gegen Staub und Wasser gut geschützt und somit für jedes Abenteuer (bis auf das Herunterfallen auf den Boden) bestens geschützt.

Preis/Leistung

Huawei P30 Pro

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testr Gesamtwertung

unter Berücksichtigung aller Teilwertungen

 Wir bedanken uns beim Hersteller für die Bereitstellung des Produktes. Zu unseren Grundsätzen

Huawei P30

Huawei ist ein chinesischer Smartphone-Hersteller, welcher im Jahr 1987 gegründet wurde. Der Hauptsitz des Unternehmens ist in Shenzhen, China und der Geschäftsführer ist Ren Zhengfei, welcher das Unternehmen auch gründete. Neben Endgeräten wie Smartphones, Tablets und Notebooks bietet Huawei auch Dienstleistungen für Netzwerk-Infrastrukturen und Cloud-Computing-Lösungen an.  

Seit 2012 vermarktet das Unternehmen auch hierzulande (D und AT) seine Smartphones. Die aktuell bekanntesten Smartphones aus dem Hause Huawei sind: die G-Serie, Y-Serie, Nova-Serie, P-Serie und die Mate-Serie. Bei der P-/Mate-Serie handelt es sich um Highend-Smartphones und bei den anderen um Mittelklasse-Smartphones.

Vor wenigen Tagen habe ich euch bereits mit dem Huawei P30 lite das günstigste Gerät der neuen P30-Serie vorgestellt. Nun möchte ich euch ein weiteres Gerät vorstellen, nämlich das Huawei P30, welches mit einer noch besser bestückten Leica-Triple-Kamera ausgestattet ist und nach IP53 geschützt ist. Wie sich das Huawei P30 im Test geschlagen hat, erfahrt ihr in folgendem Testbericht.

Huawei P30

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TEIL 1

Bestehend aus „Verpackung/Design/Verarbeitung“ entspricht 25% der Gesamtwertung

Verpackung

Die Verpackungen der neuen Huawei P30-Geräten ähnelt sich bis auf deren Größe und der Beschriftung kaum voneinander. Somit kommt auch das Huawei P30 in einer weißen Verpackung daher, welche lediglich etwas breiter und länger ist. Ebenso steht an der Oberseite und den beiden langen Seiten, wie gewohnt in goldener Schrift der Name des Smartphones und das Huawei-Logo ist hier ebenfalls zu sehen. Der weiße Aufkleber an der unteren Stirnseite enthält einen kurzen Auszug der technischen Daten zum Produkt. Dabei handelt es sich wie üblich um den Namen des in der Verpackung befindlichen Gerätes, die Modellbezeichnung, die Farbe, sowie den ROM (Flash-Speicher und den RAM (Arbeitsspeicher). Auf der Vorderseite prangt im unteren Bereich zudem noch der Hinweis, dass das Huawei P30 mit einer Leica Triple-Kamera ausgestattet wurde.

Direkt nach dem Anheben des Deckels kann man das neue Huawei P30 erblicken. Dieses befindet sich wie üblich in einer Schutzfolie und zudem ist das Display ebenfalls mit einer dünnen Display-Schutzfolie versehen. Unter dem dünnen Einleger befindet sich eine weiße Kartonage, an der das SIM-Tool angeheftet ist und sich im Inneren eine Kurzanleitung in zahlreichen Sprachen und das Garantieheft befindet.

Unter der Pappschachtel befindet sich zudem noch weiterer Zubehör. Bei diesem handelt es sich um ein USB-C Ladekabel, ein 22,5 Watt Netzteil und einem In-Ear-Ohrhörer mit Fernbedienung und Klinken-Anschluss. Bei den Ohrhörer handelt es sich zwar um eine etwas besser Ausführung, als beim P30 lite, doch dennoch sind diese nichts besonderes. So sind nämlich wie bei Apple keine Ohrtips dabei, von daher isolieren die Ohrhörer weniger und halten nicht bei jedem Ohrkanal.

(Verpackung: 3 von 5 Punkten)

Design

Das P30 ist zum Teil in anderen Farben als das P30 lite erhältlich. Neben dem Breathing Crystal, welches der Farbe meines Testgerätes entspricht, gibt es noch das mehrfarbige Aurora und das einfarbige Black. Bei der Farbe Black handelt es sich um ein einfarbiges, hochglänzende Geräte. Beim Aurora um ein blaues Gerät, welches nach oben hinweg in einen helleren Blauton, bis ins türkis übergeht. Bei meiner Breathing Crystal Gerät wiederum ist es je nach Lichteinfall ein Violett, welches nach oben hinweg in einen hellblauen bis weißen Farbton übergeht. Von der Vorderseite fällt auf den ersten Blick kein Unterschied zum günstigeren P30 lite auf. Hier ist lediglich am unteren „Kinn“ ein Unterschied zu erkennen, denn beim P30 ist dieses mit 2 mm halb so breit.

Diejenigen unter euch, welche sich von dem Trend der immer größer werdenden Smartphones genervt fühlen, denen wird das Huawei P30 sicherlich von der Größe gut gefallen. Dank der kleinen runden Tropfen-Noch, in der die Frontkamera untergebracht ist. Hat das P30 trotz eines 6,1 Zoll großen Display ein kompaktes Gehäuse. Mit den Abmessungen von 149,1 x 71,36 x 7,57 mm ist das P30 nicht nur einige Millimeter kleiner und somit kompakter wie das P30 lite, sondern nur minimal größer als das 5,8 Zoll große Huawei P20.  

Über der bereits erwähnten Tropfen-Notch, befindet sich die schmale aber sehr länglich gehaltene Hörmuschel. Andres als beim günstigeren P30 lite, gibt es hier jedoch keine Benachrichtigung-LED. Daher werden diese hier sicherlich einige vermissen. Jedoch musste diese eventuell entfallen, da mit dieser nicht der Schutz gegen Spritzwasser gewährleistet werden könnte. Der Annäherungs- und Helligkeitssensor befindet sich wie bereits beim P30 lite an der Oberseite, im schmalen Rand oben rechts. 

Das angenehm schlanke Seitenverhältnis von 19,5:9 sorgt dafür, dass das 6,1 Zoll große Smartphone dank dem geringen Gewicht von knapp 165 g sehr gut in der Hand liegt. Damit das Gerät möglichst kompakt gehalten wird, muss der Rand um das Display möglichst schmal gehalten werden. Dies ist Huawei beim P30 gut gelungen und so hat man den Wert von 80 % beim P20 auf 85 % (P30) verbessert. Dies gelang Huawei vor allem durch das Integrieren des Fingerabdrucksensors im Display und nicht mehr an den unteren Rand des Smartphones.

Der Rahmen des Huawei P30, welcher die Vorder- und Rückseite zusammenhält, wurde aus Aluminium hergestellt, welchen man mit einer hochglanzpolierten Lackschicht versehen hat. Dies macht soweit ein stabilen und sehr hochwertigen Eindruck, jedoch leidet der Rahmen und die Rückseite, wie alle anderen hochglänzende Oberflächen sehr unter dem Problem Fingerabdrücke. 

Soweit grob zum Design. Doch nun schauen wir uns wie üblich noch genauer die Bedienelemente und die Kameras des neuen Huawei P30 an. Wer hier denkt, die Anordnung der Hardware-Tasten und Einschubfächern sei bei allen Geräten gleich, täuscht sich, denn bei P30 ist z. B, der SIM-Karten-Slot nicht an der Oberseite, sondern an der linken langen Seite. Hier können zwar wie gewohnt bis zu zwei SIM-Karten auf einmal eingesetzt werden, doch wer sich lieber für die Variante mit einer SIM-Karte und einer Speicherkarte entscheidet, sollte deren Format beachten. Beim P30 und P30 Pro (Ausnahme P30 lite) setzt Huawei nämlich nicht auf den herkömmlichen MicroSD-Karten-Slot, sondern auf die Hauseigene „Nano Memory Card“ (kurz NM-Card). Diese wurden mit den Mate 20-Modellen vorgestellt und finden seither in den normalen und Pro-Geräten ihren Einsatz. Der Speicher lässt sich beim P30 aktuell um bis zu 256 GB erweitern. Somit hätte man insgesamt knapp 384 GB Speicherplatz zur verfügung (abzüglich System und vorinstallierte Apps).

An der oberen abgeflachten Stirnseite findet man bis auf die normalen Antennenstreifen, lediglich ein kleines Mikrofon, welches bei Video-Aufnahmen für eine Stereo-Klang Aufnahme sorgt. Auf der rechten Seite befindet sich wie bei vielen anderen Smartphones, die Lautstärke-Wippe und darunter der mit einem roten Markierungsstreifen versehene Ein-/ Ausschaltknopf. Beide Bedienelemente erreicht man hier sowohl als Rechtshänder mit dem Daumen und als Linkshänder mit dem Zeige- oder auch Mittelfinger ohne Probleme. Die Unterseite beherbergt ebenfalls keine besonderen Überraschungen, hier ist zum einen direkt links neben der USB-C Ladebuchse, wie üblich das zweite Mikrofon zu finden, welches zum Telefonieren und bei Aufnahmen genutzt wird. Rechts neben dem Lade-Anschluss ist unter den fünf Löchern ihm Rahmen der Lautsprecher und auf der Seite gegenüber neben dem Sprach-Mikro die Klinkenbuchse, um kabelgebunden Kopfhörer an das Huawei P30 anzuschließen. 

Wer nun hofft, dass wenigsten beim Huawei P30 ein Stereo-Lautsprecher verbaut ist, muss ich leider enttäuschen, denn dieser hat leider in keinem einzigen der neuen P30-Modellen Einzug erhalten. Das finde ich persönlich vor allem im P30 Pro, aber auch hier im normalen P30-Gerät etwas enttäuschend. Der Solo-Lautsprecher im Huawei P30 ist nicht schlecht, doch gerade bei hohen Tönen neigt dieser, etwas blechern zu klingen. Ansonsten kann dieser mich mit der max. Lautstärke positiv überraschen.

Neben der Front-Kamera in der Tropen-Noch an der Front, befinden sich beim Huawei P30 eine Triple-Kamera von dem Kamera-Unternehmen Leica an der Rückseite. Das Kameramodul befindet sich bei allen Geräten der neuen P30-Serie an der linken oberen Ecke. Dieses längliche Kamera-Plateau, in welchem sich eine Tripple-Kamera befindet, steht wie bei aktuell fast allen Herstellen knapp 2 mm hervor. Gegenüber dem günstigeren P30 lite besitzt das P30 einen Dual-LED-Blitz, der direkt unterhalb der letzten Kamera-Linse sitzt. Unterhalb des Blitzes ist noch der (Laserfokus, Phasenfokus, Kontrastfokus und das von Huawei immer genutzte Branding zu sehen. Hier erwähnt man direkt die Triple-Kamera und weißt auf die Auflösung, sowie Brennweiten hin. Im unteren Bereich der Rückseite befindet sich zudem noch das Huawei Logo.

(Design: 4,5 von 5 Punkten)

Verarbeitung

Bei der Verarbeitung kann mit das Huawei P30 sehr überzeugen. Man erhält hier ein gut verarbeitetes Smartphone, welches mit einem stabilen Aluminium-Rahmen und einer versteifenden Glasrückseite daher kommt. Daher schneidet das Huawei P30 in meinem Test, bei dem ich die Verwindungssteifigkeit teste hervorragend ab.

Das Huawei P30 wurde nicht nach IP68 vollständig gegen Staub und gegen das dauerndes Untertauchen ins Wasser geschützt. Sondern lediglich gemäß IP53, gegen Staub und Fremdkörper, sowie Spritzwasser. Dieser Schutz reicht meiner Meinung nach aber ebenso gut aus. Zudem hat man wie bereits erwähnt auf ein Stereo-Lautsprecher-Paar verzichtet. Der Klang den Mono-Speaker an der Unterseite geht im Großen und Ganzen zwar in Ordnung, klingt jedoch, bei hohen Tönen wie erwähnt schnell etwas blechern.

(Verarbeitung: 4,5 von 5 Punkten)

TEIL 2

bestehend aus „Funktion des Produktes“ entspricht 65% der Gesamtwertung

Display6,1 Zoll OLED-Panel (19,5:9 Format) Auflösung 2.340x 1.080 Pixel (FHD+), Pixeldichte beträgt 422 ppi
CPU/GPUHUAWEI Kirin 980 2 x Cortex-A76 mit 2,6 GHz + 2 x Cortex-A76 mit 1,92 GHz + 4 x Cortex-A55 mit 1,8 GHz / Mali G76
RAM6 GB RAM
Speicher128 GB
BetriebssystemAndroid 9 „Pie“
Haupt-KameraTriple-Kamera von Leica:40 MP (Weitwinkelobjektiv, Blende f/1.8) + 16 MP (Ultraweitwinkelobjektiv, Blende f/2.2) + 8 MP (Teleobjektiv, Blende f/2.4, OIS), unterstützt Autofokus (Laserfokus, Phasenfokus, Kontrastfokus), unterstützt AIS (HUAWEI KI Foto-Stabilisierung / Bildstabilisator mit künstlicher Intelligenz)
Front-Kamera32 MP f/2.0 Blende; Digital-Zooom
AnschlüsseUSB-Typ-C Anschluss
KonnektivitätWi-Fi 802.11 a/b/g/n/ac, 2,4 und 5 GHz, Mobilfunknetz bis 4G, Bluetooth 5.0 (BLE, SBC, AAC, aptX, aptX HD, LDAC HD und HWA Audio, NFC, GPS, A-GPS, GLONASS, BeiDou
Abmessungen (LxBxH)149,1 mm x 71,36 mm x 7,57 mm
Gewicht156 Gramm
LieferumfangHUAWEI P30
Schnellstart-Anleitung
Ladegerät 22,5 Watt
Kopfhörer (In-Ear)
SIM-Werkzeug
USB-Typ C Ladekabel
Schutzfolie

Performance

Beim Prozessor handelt es um den gleichen CPU, wie er auch im Huawei Mate 20 zum Einsatz kommt. Dennoch erhält man beim Huawei P30 ein etwas Leistungsstärkeres Gerät, da der Arbeitsspeicher erhöht wurde.  

Beim Prozessor handelt es sich genauer gesagt um den von Huawei selbst entwickelten 64-Bit CPU Kirin 980. Dies ist ein Achtkern-Prozessor mit einer Taktfrequenz von bis zu 2,6 GHz. Genauer gesagt Takten zwei der Rechenkerne mit maximal 2,6 GHz (Cortex A76), zwei weitere mit 1,92 GHz und die anderen vier mit bis zu 1,8 GHz (Cortex A55). Dem CPU stehen insgesamt 6 GB RAM zur Verfügung. Wie üblich ist im Prozessor auch der GPU Mali G76 integriert, welcher mit bis zu 720 MHz taktet.

Durch diese Ausstattung gehört das Huawei P30 aktuell zu der Oberklasse und hat selbst mit grafisch anspruchsvollen Games keine Probleme. Daher läuft natürlich das System im Alltag sehr flüssig, ohne ruckeln usw. Von der Leistung liegt das Huawei P30 knapp vor dem von mir bereits getesteten Huawei Mate 20, jedoch hinter den neuen Samsung Galaxy S10 Geräten.

Wie bei den Smartphones die ich bisher getestet habe üblich, habe ich natürlich auch die beiden bekanntesten Tools zum Ermitteln der Leistungsfähigkeit auf dem Huawei P30 durchlaufen lassen. Diese Werte habe ich jedoch im normalen Standard-Modus gemessen und nicht in dem speziellen Leistungsmodus, denn in der Regel, werden die meisten unter euch nicht immer den Leistungsmodus extra für anspruchsvollere Anwendungen aktiveren. Schließlich verschlechtert diese die Akkulaufzeit deutlich. Das Huawei P30 Schnitt dabei wie folgt ab: Bei Antutu konnte es im Test einen Wert von 311.957 erreichen und bei Geekbench 4 kam es beim Single-Core Test auf 3.339 und beim Multi-Core Test auf 9.914 Punkte.

Hierzulande wird beim Flash-Speicher lediglich eine 128 Gigabyte Speichervariante angeboten. In anderen Ländern jedoch stehen auch 64 GB und 256 GB zu Auswahl. Dennoch ist das Huawei P30 mit 128 GB ein gut ausgestattetes Smartphone, dessen Speicher den meisten lange ausreichen wird. Laut AndroBench erreicht das Huawei P30 direkt nach dem Neustart beim Lesen von Daten vom integrierten Speicher 902 MByts/s und beim Schreiben sind es 180 MByte/s. Sollte man jedoch aufgrund vieler Apps, Bilder und Videos mehr Speicher benötigen, dann kann man in den SIM-Karten-Slot zusätzlich zur Nano-SIM-Karte eine Nano-Memory-Card um bis zu 256 GB einlegen und somit den Speicher problemlos erweitern. Der Speicher ist hier jedoch aktuell etwas teurer. So wird z. B. für ein 128 NM-Card aktuell Preise ab 47,90€ verlangt. Abzüglich des Betriebssystems und den bereits vorinstallierten Apps bleiben von den 128 GB knapp 113 GB frei zur Verfügung.

Für knapp 750€ erhält man mit dem Huawei P30 ein gut ausgestattetes Smartphone. Dieses kommt mit dem aktuellen Oberklasse-Prozessor dem Kirin 980 daher. Die nächste Generation, bzw. dessen Nachfolger, welcher vermutlich auf den Namen Kirin 985 hören wird, kommt frühestens im Herbst, beim Huawei Mate 30 zu Einsatz.

(Performance: 4,5 von 5 Punkten)

Display

Zum Ersten mal verbaut Huawei nun auch in einem normalen, also einem „nicht“ Pro-Modell ein OLED-Display. Dieses ist wie bereits erwähnt 6,1 Zoll groß und somit zwar einiges größer, als beim Huawei P20 (5,8 Zoll), doch dennoch sind die beiden Geräte von den Abmessungen fast identisch groß. Das Huawei P30 ist daher ebenfalls 149,1 mm hoch und lediglich 0.56 mm Breiter und sogar 0,08 mm dünner geworden.

Zwar sehen einige die Auflösung des Huawei P30 als zu gering an. Doch ich muss persönlich ganz klar sagen, dass die Bildschirmauflösung welche einer Full HD+ Auflösung (Full-High-Defination+) entspricht, völlig ausreicht. In Zahlen reden wir hier von 2340 x 1080 Pixel, was bei einem 6,1 Zoll Display insgesamt 2.527.200 Bildpunkte und eine Pixeldichte von 422 ppi entspricht.

Daher bietet das Huawei P30 zwar auf dem Papier keine so knackig scharfe QHD+ Auflösung wie z. B. das Mate 20 Pro. Dennoch reicht diese Auflösung meiner Meinung nach problemlos aus. Selbst beim genauen Betrachten erkennt man auch hier bei der FHD+ Auflösung keine einzigen Pixel. Der Unterschied der Auflösung fällt nur auf, wenn man zwei Geräte mit völlig unterschiedlicher Auflösung nebeneinander legt. Zudem hätte die höhere Auflösung einen negativen Einfluss auf die Akkulaufzeit. 

Das OLED-Display, welches im Huawei P30 zum Einsatz kommt, bietet eine durchschnittliche Helligkeit von 562 Candela pro Quadratmeter (bei aktiviertem Helligkeitssensor). Ist der Helligkeitssensor deaktiviert, dann fällt die Helligkeit etwa geringer aus. Zwar ist das Huawei P30 nicht mehr ganz so hell wie das P20, doch dennoch liegt die max. Helligkeit des Displays im oberen Bereich der OLED-Displays. Somit reicht die Helligkeit problemlos aus, um die Inhalte, welche auf dem Display dargestellt werden auch an einem sonnigen Tag im Freien gut abzulesen zu können. Bei sehr schrägem Betrachtungswinkel fallen jedoch schnell Spiegelungen von den Objekten in der Umgebung auf, welche die Ablesbarkeit je nach Einfallswinkel etwas erschweren können.

Für ein OLED-Bildschirm typisch, besitzt dieses ein perfektes Kontrastverhältnis und ein ebenso von den IPS-LCD-Displays unerreichbaren Schwarzwert. Dadurch werden die unterschiedlichen Farben sehr gut voneinander abgehoben und durch die einzeln abgeschalteten Pixel, erreicht man einen perfekten Schwarzton. Die Farben sind dabei sehr farbtreu und wirken durch den hohen Kontrast sehr kräftig und blühend.

Die Blickwinkelstabilität des OLED-Displays im Huawei P30 erlaubt es, das man Bilder auf dem Display auch in einem steilen Winkel problemlos betrachten kann, ohne dass hier dir Farben verfälscht oder Inhalte verzerrt werden. Bei einem weißen Testbild, viel mir jedoch auf, dass das Display je nach Betrachtungswinkel zu einem leichten Grünstich neigt, doch dies ist bei OLED-Panels häufiger der Fall. 

Im Display des Huawei P30 ist zudem auch der Fingerabdruck-Sensor verbaut, so kann man das Smartphone auch direkt über diesen entsperren. Dieser funktioniert in den meisten Fällen zuverlässig, doch hin und wieder brauchte ich zwei-bis-drei Versuche, bis sich das Smartphone entsperren wollte.

(Display: 4,5 von 5 Punkten)

Akku

Das Huawei P30 ist wie bereits Eingangs des Testberichtes erwähnt, relativ kompakt gehalten. Diese Kompaktheit fordert jedoch einen negativen Tribut, denn so fällt der Akku mit knapp 3.650 mAh auf den ersten Blick etwas klein aus. Schließlich sind OLED-Panels dafür bekannt, dass diese zum Großteil Stromhungriger als ein IPS-LCD-Panel sind.

Im Alltagstest zeigt sich bei mir jedoch, dass es für die Akkulaufzeit unter anderem sinnvoll war, die Auflösung geringer zu halten. Nach einer normalen Nutzungsintensität, wie ein Smartphone die meisten Nutzer im Alltag nutzen, kam ich gut über den Tag. Klar sollte hier einem jedoch sein, dass man es in der Nacht wie eigentlich fast jedes Smartphones wieder an die Steckdose zum Laden hängen muss, denn sonst wird es am Folgetag mit dem Akku knapp.  

Leider muss man bei Huawei P30 auf die Möglichkeit des Wireless Charging verzichten. Denn Huawei hat hier trotz Glasrückseite keine Induktionsspule verbaut. Jedoch gibt es vom Hersteller ein separat erhältliches Case, welches diese Funktion nachrüstet, dafür werden jedoch knapp 80 € fällig.

Ist der Akku leer, wird dieser, sofern man das erwähnte Case nicht besitzt mit dem in der Verpackung beiliegenden 5 Volt/4,5 Ampere 22,5 Watt) Netzteil und dem USB-Typ-C Ladekabel aufgeladen. Dank der Schnellladefunktion war bei mir das Huawei P30 nach 30 Minuten auf knapp über 50 % aufgeladen. Bis der Akku voll aufgeladen wurde, vergingen knapp 94 Minuten. Somit benötigt man für eine komplette Akku-Aufladung knapp eineinhalb Stunden. 

(Akku: 4 von 5 Punkten)

Kamera

Beim Huawei P30 kommt eine zusammen mit Leica entwickelte Triple-Kamera zum Einsatz. Dabei handelt es sich um eines der besonderen Highlights des neue P30 Gerätes. Der Kameraaufbau besteht aus einer Weitwinkellinse mit 40 MP und einer f/1.8-Blende, einem 16-Megapixel-Ultra-Weitwinkelobjektiv f/2.2 und einem 8-Megapixel-Tele-Objektiv mit f/2.4. Dabei gilt jedoch zu beachten, dass nicht alle Sensoren mit einem Bildstabilisator ausgestattet sind, sondern lediglich das 8 MP-Tele-Objektiv. Dies ist bei diesem Objektiv auch absolut nötig, denn damit gelingt mit dem Huawei P30 ein bis zu 3-facher Zoom zum Motiv. Dennoch ist es hier ratsam, dass man eine ruhige Hand hat, denn sonst verwackeln die Aufnahmen sehr gerne durch den großen Zoom.  

Bei meinem Test gelangen an einem leicht sonnigen Tag sehr gute Bilder. Selbst beim optischen Zoomen, gelangen auch mit den etwas Lichtschwächeren Sensoren gute Aufnahmen, bei denen ich jedoch an der Rändern leichte Unschärfen erkennen konnte. Sehr zufrieden war ich mit den Nahaufnahmen, denn wer von euch Makrobilder liebt, hat mit dem Huawei P30 die Chance deutlich näher ans Motiv ranzugehen, als mit dem P30 lite. Hier stellt das P30 selbst aus sehr geringer Entfernung das Bild scharf, bei der das P30 lite aufgrund der schlechteren Naheinstellung nicht mehr scharf stellen kann. 

Eine weitere Besonderheit gegenüber der günstigeren lite-Version des P30 ist der Nacht-Modus. Hier kann man mit dem Huawei P30 im Low-Light-Sektor deutlich mehr herausholen. Dies liegt an dem neuen sogenannten Super-Spectrum-Sensor, bei dem es sich im eigentlichen Sinne um einen typischen Bildsensor handelt. Doch damit die Lichtempfindlichkeit direkt im Sensor erhöht wird, tauscht Huawei bzw. Leica den in anderen Kameras verbauten RGB-Sensor (Red, Green, Blue) gegen einen RYB-Sensor (RED, Yellow, Blue) um. Damit soll der Sensor bis 40 % mehr Licht einfangen, was vor allem ein großer Vorteil bei Aufnahmen ist, bei den wenig Licht vorhanden ist.

 In den Testbildern, die ich im Testzeitraum gemacht habe, erkennt man eine Aufnahme, wie diese direkt in der Live-Ansicht auf dem Display aussieht und als Nächstes, wie ich das Bild mit der automatischen Einstellung im Nacht-Modus ohne weitere Bearbeitung geknipst habe. Hier erkennt man, obwohl es kaum Licht im Raum gibt, Farben und selbst die Strukturen sind gut erkennbar. Man könnte hier meinen, dass es irgendwo eine versteckte Lichtquelle gab, doch dem war definitiv nicht so.

Zwar kann man gegenüber der lite-Version, beim P30 auch mit aktiviertem „AI“ die vollen 40 Megapixel der Standard-Kamera nutzen. Jedoch muss man auch hier, um den Zoom nutzen zu können, die Auflösung in das 4:3 Format mit 10 MP reduzieren. Zudem konnte ich in den Einstellungen der Auflösung anfangs ewig nicht, die 16 MP auswählen, bis ich herausgefunden habe, dass ich bei den Kamera-Einstellungen unter dem Punkt „Mehr“ die Funktion Super-Makro auswählen musste.

Gut überlegen sollte man sich, ob man den bereits erwähnten „AI-Modus“, nutzen möchte oder nicht. Damit holt man in den meisten Fällen deutlich mehr aus den Bildern heraus. Schließlich erkennt die KI bzw. die Software automatisch das Motiv und wählt passende Szenen oder besser gesagt nimmt Einstellungen vor, damit die Bilder noch besser werden. 

Meiner Meinung nach wird im KI-Modus jedoch weiterhin die Farbsättigung via Software zu sehr erhöht, sodass die Bilder zu unnatürlich wirken. Zudem kann es dabei schnell vorkommen, dass zwei direkt hintereinander geknipste Bilder bei selben Bedienungen deutlich unterschiedlich aufgenommen werden. Schnell ist daher das eine Bild deutlich dunkler als das andere oder von der Farbe wesentlich intensiver gesättigt. Da dieses unnatürlich vielen gefällt und die meisten ihre Bilder sowieso via Instagram usw. bearbeiten, ist dies natürlich für diejenigen eine praktische Funktion. Ich persönlich bin jedoch eher der Fan von natürlichen ungeschönten bzw. nur minimal bearbeiteten Bildern. Wozu ich absolut raten kann, ist die KI-Funktion beim Fotografieren von Lebensmitteln zu deaktivieren. Hier ist die Farbsättigung nämlich oftmals einfach viel zu übertrieben.

Die Hauptkamera ermöglicht es Nutzern, auch bei der Videofunktion die AI-Funktion für verbesserte Aufnahmen anzuwenden. Zudem sorgt der integrierte Bildstabilisator dafür, dass kleine Verwackler während der Aufnahme ausgeglichen werden und der 3-fache optische Zoom ermöglicht ein verlustfreien Zoom zum Motiv. Man kann zwar auch einen 5-fachen Hybrid-Zoom nutzen, doch dieser sorgt aufgrund der Kombination aus optischem und digitalem Zoom für einen Verlust der Bildqualität. Rein Digital ist es sogar möglich, bis zu 30-fach das Bild zu vergrößern, aber hier kommen kaum brauchbare Bilder oder Videos zustande.

Videos zeichnet das Huawei P30  je nach Einstellung in 720p, 1080p und 4K UHD auf. Jedoch stehen 60-fps nur ab einer Auflösung von 1080p (Full-HD) zur Auswahl, beim 4K sind es max. 30 fps. Während den Videos ist es problemlos möglich, zwischen den verschieden Kameralinsen zu wechseln, beim zoomen stellte ich jedoch fest, dass man auch hier beim langsamen Zoomen ins Bild, sehr den Wechsel zischen den einzelnen Kamera-Linsen feststellen kann.

An der Front steht ein Sensor mit einer maximalen Auflösung von 32 MP und einer Blende von f/2.0 zur Verfügung. Hiermit lassen sich nicht nur Bilder mit einem Bokeh-Effekt aufnehmen, sondern auch mit dem HDR-Modus. Der Beauty-Effekt, ist zum Glück von Huawei aus direkt auf 0 gestellt. Wer diesen dennoch gerne nutz, kann diesen in der unteren rechten Ecke einstellen. Mit der Frontkamera gelingen auch bei etwas schlechter Lichtverhältnissen durch den relativ lichtintensiven Sensor scharfe und detailreiche Selfies.

Die Frontkamera ermöglicht ebenfalls wie beim günstigeren Huawei P30 lite Video-Aufnahmen in max. Full-HD mit 30 Bilder pro Sekunde. Bei Dunkelheit und umschalten auf die Front-Kamera, schaltet die Kamera-Software automatisch auf der Porträt-Modus und ändert den Rahmen um das Live-Bild von Schwarz auf Weiss. Dadurch wir z. B. das Gesicht automatisch aufgehellt und zudem wird das Display als Blitzlicht genutzt.

(Kamera: 4 von 5 Punkten)

 Software

Aktuell ist auf allen neuen Huawei Geräten das Google-Betriebssystem Android 9 Pie vorinstalliert. Darüber legt das Unternehmen wie üblich die Benutzeroberfläche, EMUI. In diesem Fall mit dem neusten Update vor wenigen Tagen in der Version 9.1.0. Mit dem Update im Juni hat man nicht nur die Fotoqualität verbessert (Farben sind etwas natürlicher), sondern hat auch gleich den Sicherheitspatch vom Mai 2019 installiert. Daher ist hier soweit alles auf dem neusten Stand.

Die EMUI Oberfläche orientiert sich sehr an der reinen Android Oberfläche. Im Hauptbildschirm erkennt man zwar keinen allzu großen Unterschied zu den ganzen anderen Android-Smartphones, doch geht man in das Einstellungsmenü, dann kommt hier eine gute Strukturierung in die einzelnen Untermenüs zum Vorschein. Diese gefällt mir ganz gut und erinnert mich wie ich bereits in den Mate 20 Testberichten erwähnt habe etwas an iOS. Dank den gut beschriebenen Beschriftungen unter den einzelnen Menüpunkten, findet man in der Regel selbst als Neuling schell das, was man sucht. Sollte man jedoch eine Funktion nicht auf anhieb finden, kann man diese ganz Einfach in der Suchfunktion ganz oben eingeben.

Dank dem 6 GB RAM Arbeitsspeicher läuft das System ausgesprochen flüssig und ohne ruckeln. Mein Hauptkritikpunkt bei der Software des Huawei P30 ist, das selbst Problem wie bereits beim P30 lite. Auch hier sind beim P30 sehr viel Apps von dem Funktionsumfang doppelt vorinstalliert. So habe ich z. B. um Aufnahmen (Fotos und Videos) die ich mit der Kamera gemacht habe drei Möglichkeiten diese anzusehen. Entweder über Galerie, Google Fotos und Video. Weiter geht es bei E-Mails, den hier gibt es neben der E-mail App noch Gmail. Die doppelten Apps kommen daher zustande, dass Huawei neben den eigenen Apps auch noch die von Google installiert bzw. muss, da diese das System zur Verfügung stellen. Die Bloatware von Huawei (Apps die nicht gelöscht werden können) halten sich im Großen und Ganzen in Grenzen. Die vorinstallierten Apps wie z.B. booking.com und Facebook lassen sich bei Bedarf problemlos deinstallieren.

(Software: 4,5 von 5 Punkten)

TEIL 3

bestehend aus „Preis/Leistung“ entspricht 10% der Gesamtwertung

Beschreibung

Beim neuen Huawei P30 kommt zum ersten Mal in einem nicht Pro-Modell ein OLED-Display zum Einsatz. Ebenso besitzt es eine hochwertige Leica-Triple-Kamera, mit der sehr gute Bilder gelingen zudem ist ein verlustfreier 3-facher Zoom möglich. 

Wer daher bei einem Smartphone dringen ein OLED-Display haben möchte, jedoch ebenso nicht allzu große Abstriche bei der Kamera machen möchte, sollte sich eventuell das neue Huawei P30 genauer anschauen. Die Kamera konnte mich in meinem Test durchaus überzeugen. Lediglich im Vergleich zum Huawei P30 Pro zieht diese klar und logischerweise den kürzeren. Dennoch ist die Kamera wie bereits erwähnt sehr gut und ermöglicht einen 3-fachen Zoom komplett ohne Verlust der Bildqualität.

Preis/Leistung

Die UVP des P30 liegt bei 749 EUR, was zwar definitiv kein niedriger Preis ist, aber es gibt schließlich auch doppelt so teuere Smartphones, daher ist der geforderte Preis soweit gut. Jedoch ist das Huawei P30 , welches seit Ende März 2019 erhältlich ist, seid kurzem schon für knapp 500€ bzw. Teilweise auch noch etwas günstiger erhältlich. 

Beim Huawei P30 gefällt mir neben der bereits erwähnten Triple-Kamera, das kompakte Format, trotz des 6,1 Zoll großen OLED-Display. Man muss hier jedoch aufgrund des günstigeren Preises einige kleine Abstriche gegenüber dem Pro-Modell machen. Wer sich eventuell überlegt ein neues Smartphone zu kaufen und wenn es ein Huawei Gerät sein soll, sollte man neben dem Huawei P30 eventuell noch das Huawei Mate 20 Pro in Betracht ziehen, denn dieses bietet gegenüber dem P30 z. B. noch die Wireless-Charging Funktion und eine höhere Display-Auflösung.

Huawei P30

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testr Gesamtwertung

unter Berücksichtigung aller Teilwertungen

 Wir bedanken uns beim Hersteller für die Bereitstellung des Produktes. Zu unseren Grundsätzen

Huawei P30 lite

Huawei ist ein chinesischer Smartphone-Hersteller, welcher im Jahr 1987 gegründet wurde. Der Hauptsitz des Unternehmens ist in Shenzhen, China und der Geschäftsführer ist Ren Zhengfei, welcher das Unternehmen auch gründete. Neben Endgeräten wie Smartphones, Tablets und Notebooks bietet Huawei auch Dienstleistungen für Netzwerk-Infrastrukturen und Cloud-Computing-Lösungen an.  

Seit 2012 vermarktet das Unternehmen auch hierzulande (D und AT) seine Smartphones. Die aktuell bekanntesten Smartphones aus dem Hause Huawei sind: die G-Serie, Y-Serie, Nova-Serie, P-Serie und die Mate-Serie. Bei der P-/Mate-Serie handelt es sich um Highend-Smartphones und bei den anderen um Mittelklasse-Smartphones.

Heute möchte ich euch das günstigste Gerät der neuen Huawei P30 Serie vorstellen, das P30 lite. Das lite Modell der neuen Serie ist deutlich günstiger als das Pro Modell, hört sich aber auf dem Papier nach einem treuen Alltagsbegleiter an. Doch ist dem wirklich so und lohnt sich der Kauf, oder gibt es bessere Alternativen? Das verrate ich euch in folgendem Testbericht, denn ich habe das Huawei P30 lite nun einige Wochen getestet.

HUAWEI P30 LITE

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TEIL 1

Bestehend aus „Verpackung/Design/Verarbeitung“ entspricht 25% der Gesamtwertung

Verpackung

Wie in den letzten Jahren üblich, liefert Huawei seine Smartphones in einer schlichte, mit wenigen Informationen bedruckten Verpackung aus. Gegenüber der von mir bereits getesteten Mate 20-Serie ist die Verpackung jedoch dieses Mal nicht schwarz, sondern weiß.

 Die Verpackung ist wie bereits erwähnt, mit keinen technischen Daten zum P30 lite versehen. Lediglich auf der Oberseite und den beiden langen Seiten, steht wie gewohnt in goldener Schrift der Name des Smartphones und das Huawei-Logo ist hier ebenfalls zu sehen.

Hebt man den Deckel der Verpackung an, erblickt man direkt das Huawei P30 lite, welches sich in einer Schutzhülle befindet. Zudem ist es von Werk aus mit einer Schutzfolie rundum versehen, doch diese war bei meinem Testgerät bereits von einem anderen Tester entfernt worden. Entnimmt man das Smartphone, kann man an einer Aussparung an der Oberseite den Zwischenboden entnehmen. Dabei handelt es sich um eine weiße Kartonage, in der das SIM-Tool angeheftet ist und sich im Inneren eine Kurzanleitung in zahlreichen Sprachen und das Garantieheft befindet. Eine dünne Schutzfolie, welche für den Schutz des Displays dient, ist dieses Mal bereits von Huawei angebracht worden.

Unter der Pappschachtel mit dem gerade erwähnten Zubehör befindet sich noch der restliche Zubehör. Bei diesem handelt es sich um ein USB-C Ladekabel, ein 18 Watt Netzteil und einem In-Ear-Ohrhörer mit Fernbedienung und Klinken-Anschluss. Bei den Ohrhörer handelt es sich jedoch um eine „billige“ Ausführung, die auf Dauer nicht besonders bequem sind, da diese über keine Ohrtips verfügen.

(Verpackung: 3 von 5 Punkten)

Design

Das neue Huawei P30 lite ist aktuell in drei Farben erhältlich: Peacocks Blue, Pearl White und Midnight Black. Bei dem Weißen und Schwarzen Model handelt es sich um einfarbige, hochglänzende Geräte. Beim Peacocks Blue, ist es ein Lila-Farbton, der nach oben hinweg zu einem türkis-farbigen Farbton übergeht. Auf der Vorderseite kommt es wie mittlerweile alle Smartphones mit einer kleinen runden Notch daher. Dabei handelt es sich um die typische Aussparung im Display, in die Frontkamera untergebracht ist. Direkt darüber befindet sich die sehr schmale aber längliche Hörmuschel und eine darin integrierte Status-LED. Der Annäherungs- und Helligkeitssensor befindet sich ebenfalls an der Oberseite, im schmalen Rand oben rechts. 

 Die Notch ist aufgrund, dass man hier nun nur noch auf eine Single-Kamera anstelle einer Dual-Kamera setzt sehr klein gehalten. Daher wird diese auch sehr gerne Tropfen-Notch genannt. Das Seitenverhältnis fällt mit 19,3:9 angenehm schlank aus und zudem liegt das eigentlich 6,15 Zoll große Smartphone dank dem geringen Gewicht von knapp 159 g sehr gut in der Hand. Der Rahmen des Huawei P30 lite, welcher die Vorder- und Rückseite zusammenhält, wurde aus Aluminium hergestellt, welchen man mit einer hochglanzpolierten Lackschicht versehen hat. Dies macht soweit ein stabilen und sehr hochwertigen Eindruck, jedoch leidet der Rahmen wie alle anderen hochglänzende Oberflächen sehr unter dem Problem Fingerabdrücke. 

Zwar mag es auf dem ersten Blick so aussehen, als würde die Rückseite des Huawei P30 lite aus Glas bestehen, doch dies bleibt nur den beiden anderen P30-Geräten enthalten. Beim Lite-Modell setzt Huawei nämlich auf eine hochglänzende Kunststoffoberfläche, welche mit einer Fett abweisenden Schicht versehen wurde. 

Mit der Größe von 152,9 x 72,7 x 7,4 mm ist das Huawei P30 lite etwas kleiner und somit handlicher als das Mate 20 lite. Beim Display muss man lediglich auf 0,15 Zoll verzichtet und somit bietet das Huawei P30 lite „nur“ ein 6,15 Zoll Display (beim Mate 20 lite) waren es 6,3 Zoll. Bei dem 6,15 Zoll Display handelt es sich um ein IPS-LCD-Display, welches mit einer Auflösung von 2312 x 1080 Pixeln (Pixeldichte 415 ppi) auflöst. Durch den schmalen Rand an der Unterseite und der kleinen Tropfen-Notch, kommt das neue Huawei P30 lite auf einen Screen-to-Body-Ratio-Wert von knapp 90 %.

Soweit zum Design des Huawei P30 lite, kommen wir zu den Bedienelementen, denn diese hat Hauwei etwas anders angeordnet wie bei den bisherigen Geräten. Die Linke Seite ist hier nämlich komplett frei von jeglichen Hardware-Tasten und Einschubfächern. Der SIM-Karten-Slot befindet sich nun nämlich an der flachen oberen Stirnseite. Hier können wie gewohnt entweder zwei Nano-SIM Karten oder eine Nano-SIM und eine bis zu 512 GB große Micro-SD Speicherkarte eingesetzt werden. Doch diese werden aufgrund des großen internen Speichers von 128 GB nur wenige unter euch gebrauchen.

Auf der gegenüberliegenden rechten Seite befindet sich wie bereits bei allen Huawei Geräten, die Lautstärke-Wippe und darunter der Ein-/ Ausschaltknopf. Beide Bedienelemente erreicht man hier sowohl als Rechts- und als Linkshänder problemlos. An der Oberseite ist übrigen noch ein kleines Mikrofon untergebracht, welche z. B. beim Video aufnehmen genutzt wird. Das zweite Mikrofon, welches nicht nur bei Aufnahmen, sondern auch zum Telefonieren genutzt wird, befindet sich an der unteren abgeflachten Fläche, direkt zwischen der USB-C Ladebuchse und dem Lautsprecher. 

Da leider nicht mal das teure Huawei P30 Pro einen Stereo-Lautsprecher besitzt, sucht man diesen natürlich selbstverständlich auch am lite-Gerät vergeblich. So ist der verbaute Lautsprecher zwar im Allgemeinen in Ordnung, jedoch merkt man den großen Unterschied, wenn man es mit einem Smartphone vergleicht, welche solch einen besitzt. Hier kommt es vor allem durch das große Display bei mir gelegentlich beim Video-Clips via YouTube ansehen, dazu, dass wenn ich diese wie gewohnt im Querformat betrachte, oftmals den Lautsprecher mit der Hand bzw. dem Daumen verdecke. Da Huawei beim P30 lite wie bereits erwähnt, im Lieferumfang Kopfhörer mit einem Klinken-Anschluss mitliefert, verfügt das Smartphone logischerweise noch über solch einen Anschluss. Diesen finden wir ebenfalls an der Unterseite auf der linken Seite neben der Ladebuchse.

Auf der hochglänzenden Kunststoffrückseite befindet sich wie üblich die Kamera. Diese ist beim P30 lite jedoch nicht mittig, sonder von hinten betrachtet in der linken oberen Ecke platziert. Das Kamera-Plateau, in welchem sich eine Tripple-Kamera befindet, steht wie bei aktuell fast allen Herstellen knapp 2 mm hervor. Der LED-Blitz ist jedoch nicht in dieser erhabenen Stelle untergebracht, sondern befindet sich direkt unterhalb. Ungefähr zentral zwischen letzter Kamera-Linse und dem LED-Blitz, befindet sich zentral nach rechts versetzt der Fingerabdrucksensor. Dieser hätte nach meinem Empfinden jedoch etwas weiter nach unten gerückt gehört. Unterhalb des Blitzes ist noch das von Huawei immer genutzte Branding zu sehen. Hier erwähnt man direkt die Triple-Kamera und weißt auf die Auflösung, sowie Brennweiten hin. Im unteren Bereich der Rückseite befindet sich zudem noch das Huawei Logo.

(Design: 3,5 von 5 Punkten)

Verarbeitung

Bei der Verarbeitung kann Huawei mit dem neuen P30 lite im Großen und Ganzen überzeugen. Einen kleinen Unterschied der Spaltmaße konnte ich jedoch an der Rückseite zum Rahmen feststellen. Hier spürt man einen leichten Versatz der Kunststoffrückseite zum Rahmen. Da ich jedoch davon ausgehe, dass es zum einen nur wenige von euch stören wir und noch dazu die meisten unter Euch das Smartphone sowieso in einer Hülle verwenden, ist dieser Mängelpunkt absehbar. Jedoch gefällt mir ebenfalls nicht so gut der Rahmen des Kamera-Plateaus, dieser ist sehr scharfkantig und daher hätte man sich hier für eine abgerundete Ausführung entscheiden sollen.

Trotz, dass Huawei beim P30 lite auf eine Kombination von einem Aluminium-Rahmen und Kunststoffrückseite setzt, ist das Gerät sehr verwindungssteif. Des Weitern fühlt sich die Kunststoffoberfläche sehr angenehm an und hat zudem den Vorteil, dass diese beim herunterfallen nicht so leicht zerbricht. Dafür ist dieser Logischweise ohne Case deutlich anfälliger gegen Kratzer. Auf ein Stereo-Lautsprecher-Paar und auf eine IP-Zertifizierung, welche das Smartphone vor Staub und Wasser schützt, hat Huawei beim Lite-Modell verzichtet. Der Klang den Mono-Speaker an der Unterseite geht im Großen und Ganzen zwar in Ordnung, klingt jedoch, da diesem etwas an Volumen fehlt etwas blechern. Jedoch kann diese mit einer guten Maximallautstärke überzeugen.

(Verarbeitung: 3,5 von 5 Punkten)

TEIL 2

bestehend aus „Funktion des Produktes“ entspricht 65% der Gesamtwertung

Display6,15 Zoll IPS-LCD-Panel (19,3:9 Format) 2.312x 1.080 Pixel, Pixeldichte beträgt 415 ppi
CPU/GPUHUAWEI Kirin 710 4x 2,2 GHz und 4x 1,7 GHz / Mali G51
RAM4 GB RAM
Speicher128 GB
BetriebssystemAndroid 9 „Pie“
Haupt-Kamera48 MP Weitwinkelobjektiv, f/1.8 Blende; 8 MP Ultraweitwinkelobjektiv und 2 MP Bokeh-Objektiv mit LED-Blitz. Mit Autofokus und Digital-Zoom.
Front-Kamera24MP f/2.0 Blende; Digital-Zoom
AnschlüsseUSB-Typ-C Anschluss
Akku3340 mAh mit Schnellladefunktion, nicht austauschbar
KonnektivitätWi-Fi 802.11 a/b/g/n/ac, 2,4 und 5 GHz, Mobilfunknetz bis 4G, Bluetooth 4.2 (aptX und aptX HD, NFC, GPS, A-GPS, GLONASS, BeiDou
Abmessungen (LxBxH)152,9 mm x 72,7 mm x 7,4 mm
Gewicht159 Gramm
LieferumfangHUAWEI P30 lite
Schnellstart-Anleitung
Ladegerät 18 Watt
Kopfhörer (In-Ear)
SIM-Werkzeug
USB-Typ C Ladekabel
Schutzfolie
Technische Daten des Huawei P30 lite

Performance

Der Beiname verrät schon, dass es sich beim Huawei P30 lite um eine abgespeckte Version der P30 Serie handelt. Logischerweise kann daher das P30 lite, nicht mit den beiden anderen Geräten der P30-Serie mithalten. Doch dies ist man sich vor dem Kauf eigentlich schon bewusst. Beim Prozessor handelt es sich nämlich um denselben, wie er bereits im Huawei Mate 20 lite verbaut wurde. Dennoch hat man hier ein zum Teil besser ausgestattetes Gerät, was hier verbessert wurde, verrate ich euch unter anderem in diesem Abschnitt.

Der verbauten CPU (Prozessor) ist der von Huawei selbst entwickelte 64-Bit CPU Kirin 710. Dabei handelt es sich um einen Achtkern-Prozessor mit einer Taktfrequenz von bis zu 2,2 GHz. Genauer gesagt Takten vier der Rechenkerne mit maximal 2,2 GHz (Cortex A73) und die anderen vier mit bis zu 1,7 GHz (Cortex A53). Dem CPU stehen insgesamt 4 GB RAM zur Verfügung. Wie üblich ist im Prozessor auch der GPU Mali G51 integriert, welcher mit bis zu 650 MHz taktet.

Das System läuft im Alltagsbetrieb bei normalen, nicht allzu anspruchsvolle Anwendungen schnell und ohne Ruckeln. Nur sehr selten konnte ich minimale Verzögerungen feststellen. Dies merkt man z. B. wenn man gerade viele Apps geöffnet hat oder die leichte Verzögerung, bis die Tastatur nach dem Aufrufen erscheint. Im Klaren sollte man sich beim Huawei P30 lite natürlich sein, dass man mit diesem Smartphone nur einfache Programme bzw. Spiele ausführen kann. Bei anspruchsvolleren Anwendungen wie z. B. dem rechenintensiv Spiele muss man somit die Grafikeinstellungen runter regeln und somit auf Details, die Konturenglättung usw. verzichten.Von der Leistung liegt das Huawei P30 lite knapp hinter dem von mir bereits getesteten Huawei Mate 20 lite, jedoch knapp vor dem Huawei P Smart 2019.

Wie bei jedem Smartphone welches ich teste, habe ich natürlich auch beim Huawei P30 lite einige Benchmarktests durchgeführt. Dabei schnitt das neue P 30 lite wie folgt ab: Bei Antutu konnte es im Test einen Wert von 129.585 erreichen und bei Geekbench 4 kam es beim Single-Core Test auf 1540 und beim Multi-Core Test auf 5445 Punkte.

Mit einem internen Flash-Speicher von 128 GB ist das Huawei P30 lite für ein Einsteiger- bis Mittelklasse-Smartphone sehr gut bestückt. Hier ist bei vielen anderen Herstellern bereits bei max. 64 GB Ende. Laut AndroBench erreicht das Huawei P30 lite direkt nach dem Neustart beim Lesen von Daten vom integrierten Speicher 277 MByts/s und beim Schreiben sind es 152 MByte/s. Sollte man aufgrund vieler Apps, Bilder und Videos mehr Speicher benötigen, dann kann man in den SIM-Karten-Slot zusätzlich zur Nano-SIM-Karte eine Micro-SD Speicherkarte um bis zu 512 GB einlegen und somit den Speicher problemlos erweitern. Abzüglich des Betriebssystems und den bereits vorinstallierten Apps bleiben von den 128 GB knapp 105 GB frei zur Verfügung.


Für den geforderten Preis ist die Ausstattung des P30 lite ganz gut. Klar handelt es sich hier nicht um die beste Hardware, aber für ein „lite“ Gerät, ist der Prozessor und der interne Speicher sehr gut bemessen. Die neue Generation des Prozessors für Mittelklasse-Smartphones, welcher auf den Namen Kirin 720 hört, wird frühestens gegen Mitte des Jahres (Juli) erwartet.

(Performance: 3,5 von 5 Punkten)

Display

Das IPS-LCD Display beim Huawei P30 lite besitzt wie bereits erwähnt eine Diagonale von 6,15 Zoll, was knapp 16 cm entspricht. Beim Vorgänger dem Huawei P20 lite war es noch ein 5,84 Zoll Display. Trotz des neuen größeren Displays ist das neue P30 lite nur minimal größer geworden. Dies liegt unter anderem an dem noch einmal deutlich schmaleren unteren Bereich am Display. Dieser ist nun knapp 4 mm breit. Somit ist das P30 lite nur knapp 0,5 mm Höher, 0,16 mm breiter und 0,12 dicker geworden.

Die Bildschirmauflösung entspricht einer Full HD+ Auflösung (Full-High-Defination+), was in Zahlen 2312 x 1080 Pixel entspricht. Daher kommt man beim 6,15 Zoll großen Display auf insgesamt 2.496.960 Bildpunkte und eine Pixeldichte von 415 ppi. Das ist zwar weniger als bei dem ein oder anderen Smartphone, denn diese kommen teils mit einer etwas höheren Pixeldichte und somit einem etwas schärfer Display daher. Im Alltag dürften die meisten unter euch jedoch keinen Unterschied feststellen. Somit kann man auch hier ganz klar beim sehr genauen betrachten des Displays weder die einzelnen Bildpunkte sehen, noch Unschärfen feststellen.

Wie bereits erwähnt kommt beim P30 lite nur kein OLED-Display zum Einsatz, was man sich jedoch in dieser Preisklasse denken kann. Hier setzen nämlich so gut wie alle Hersteller auf ein IPS-Panel, was keinesfalls schlecht ist. Ein IPS-Display bietet zwar keinen so hohen Schwarzwert und somit Kontrast, wie ein OLED-Display. Dennoch gefällt mir das Display sowohl im Indoor-, als auch Outdoor-Einsatz ganz gut. Die Farben werden sehr gut und mit angenehmer Schärfe dargestellt. Lediglich im Outdoor-Einsatz könnte die max. Bildschirmhelligkeit nich etwas höher sein, denn diese liegt bei max. 456 Candela pro Quadratmeter. Klar gibt es hier noch hellere Kandidaten, doch es gibt ebenso auch zahlreiche schlechtere.

Die hohe Blickwinkelstabilität des Displays stellt mich ebenfalls sehr zufrieden. Hier kann ich selbst beim sehr Schrägen betrachten, problemlos den Inhalt auf dem Display ablesen. Übrigens ein kleiner Tipp, diejenigen unter euch, die kein Fan von dem Notch sind, diese kann man in den Einstellungen unter: Anzeige/ weitere Anzeigeeinstellungen/ Notch ausblenden.

(Display: 3,5 von 5 Punkten)

Akku

Huawei hat dem P30 lite einen 3.340 mAh großen Akku spendiert. Dieser ist somit zwar deutlich keiner als bei den beiden anderen P30-Geräten, dafür wiederum besitzt es zum einen ein kleineres Display. Zum anderen kommt das IPS-Display mit deutlich weniger Strom als das OLED-Display, wie es im P30 Pro zum Einsatz kommt aus.

Ich habe in meinem Alltagstest oft mit der Kamera Bilder aufgenommen, gelegentlich während der Zugfahrt kurze Spiele gespielt und immer wieder mal war ich im Netz unterwegs. Anschließend hatte ich immer noch gut 35 % Akku-Ladung übrig. Somit muss man zwar das Smartphone am Abend laden, damit man sicher durch den nächsten Tag kommt. Aber selbst wenn man es nicht am Abend laden kann, sollte die Akkulaufzeit ausreichen, sodass die meisten Anwender je nach Nutzungsverhalten problemlos 1,5 bis 2 Tage das P30 lite am Stück nutzten können.

Ist der Akku leer, wird dieser mit dem in der Verpackung beiliegenden 9 Volt/2 Ampere (18 Watt) Netzteil und dem USB-Typ-C Ladekabel aufgeladen. Dank der Schnellladefunktion war bei mir das Huawei P30 lite nach 30 Minuten auf 35 % aufgeladen. Bis der Akku voll aufgeladen wurde, vergingen knapp 110 Minuten. Somit benötigt man für eine komplette Akku-Aufladung nicht einmal 2 Stunden. 

(Akku: 4,5 von 5 Punkten)

Kamera

Das Huawei P30 lite ist das erste Mittelklasse-Smartphone, welches der Konzern mit einer Triple-Kamera auf der Rückseite ausgestattet hat. Bisher war dies lediglich den teuren Geräten vorbehalten. Die Hauptkamera setzt sich somit aus einem 48-Megapixel-Weitwinkel (f/1.8 Blende), einem 8-Megapixel-Ultra-Weitwinkel- und einem 2-Megapixel-Bokeh-Objektiv zusammen. Ob bei den beiden anderen Objektiven ebenfalls eine f/1.8 Blende zum Einsatz kommt, gibt Huawei leider nicht an. 

Um die 48 Megapixel nutzen zu können, muss man jedoch den „AI-Modus“ die künstliche Intelligenz ausschalten. Zudem ist mit 48 Megapixel kein Zoom möglich. Um den vorhanden zweifachen Zoom der mit dem Huawei P30 lite möglich ist nutzen zu können, muss man entweder den AI-Modus aktivieren oder oben rechts im Zahnrad die Auflösung auf 12 MP reduzieren. Diese 12 MP-Auflösung wird jedoch eigentlich ebenfalls über den 48-MP Hauptsensor erstellt. Hierfür wird lediglich die Auflösung von 8.000 x 6.000 Pixel auf 4.000 x 3.000 reduziert und somit entspricht dies einem digitalen Zoom und nicht einem optischen Zoom. Jedoch ermöglicht die Möglichkeit des zweifachen Zooms dennoch die Möglichkeit für besondere Bilder.

Leider besitzt das Huawei P30 lite wie bereits das Mate 20 lite keinen optischen Bildstabilisator (OIS) sondern lediglich einen elektronischer Stabilisator (EIS), welcher bei Videoaufnahmen genutzt wird.

Bei gutem Licht gelingen mit dem Huawei P30 lite ganz gute Bilder, jedoch gelingt dies inzwischen den meisten Mittelklasse-Smartphones sehr gut. Den Unterschied stellt man dann in der Regel am stärksten bei schlechteren Lichtverhältnissen fest. So merkt man vor allem bei Aufnahmen in der Nacht mit Straßenbeleuchtung, dass dabei weniger Details und eine geringere Schärfe vorhanden sind. 

Aktivere man den bereist erwähnten „AI-Modus“, reduziert sich zwar die Auflösung von 48 MP auf 12 MP, doch ehrlich gesagt reichen die 12 Megapixel, welche standardmäßig eingestellt sind völlig aus. Somit kann man in den meisten fällen die „KI“ aktiveren, denn damit holt man in den meisten Fällen mehr aus den Bildern heraus. Im KI-Modus erkennt die Software automatisch das Motiv und wählt passende Szenen oder besser gesagt nimmt Einstellungen vor, damit die Bilder noch besser werden vor. Daher werden hier die Farben, der Kontrast und die Belichtung automatisch geregelt bzw. angepasst. Insgesamt kann die Kamera 22 verschiedne Kategorien wie z. B. essen, Pflanzen usw. erkennen. Das Ergebnis sind ein kräftiger Grünton in den Blättern der Bäume und Pflanzen und ein schöner blauer Himmel. 

Meiner Meinung nach wird im KI-Modus jedoch weiterhin die Farbsättigung via Software zu sehr erhöht, sodass die Bilder zu unnatürlich wirken. Da dieses unnatürlich vielen gefällt und die meisten ihre Bilder sowieso via Instagram usw. bearbeiten, ist dies natürlich für diejenigen eine praktische Funktion. Wozu ich absolut raten kann, ist die KI-Funktion beim Fotografieren von Lebensmitteln zu deaktivieren. Hier ist die Farbsättigung nämlich oftmals einfach viel zu übertrieben.

Videos können mit der Hauptkamera nicht in 4K aufgenommen werden. Hier muss man sich mit einer maximalen Auflösung von Full-HD mit 60 fps zufriedengeben. Zudem können Videos mit einer 16-facher Zeitlupe (480 fps) aufgenommen werden, dabei gilt jedoch zu beachten, dass die Auflösung auf 1280 x 720 (720p) reduziert wird. Beim Zoomen während der Aufnahme ist mir aufgefallen, dass man hier sehr stark den Wechsel zwischen den Objektiven bemerkt. Dies bekommen machen anderen Hersteller deutlich besser hin. Nicht nur die Hauptkamera kann Fotos mit Bokeh-Effekt aufnehmen, sondern auch die mit 24-Megapixel f/2.0 Blende auflösende Frontkamera ermöglicht diese Art von Selfie-Aufnahmen. Ich persönlich bin jedoch kein Fan von dem Standard eingestellten Beauty-Effekt, daher rate ich persönlich dazu, diesen abzuschalten. Ansonsten gelingen mit der Selfie-Kamera ganz gute und zufrieden stellende Aufnahmen.

Die Frontkamera ermöglicht Video-Aufnahmen in max. Full-HD mit 30 Bilder pro Sekunde. Bei Dunkelheit und umschalten auf die Front-Kamera, schaltet die Kamera-Software automatisch auf der Porträt-Modus und ändert den Rahmen um das Live-Bild von Schwarz auf Weiss. Dadurch wir z. B. das Gesicht automatisch aufgehellt und zudem wird das Display als Blitzlicht genutzt.

(Kamera: 3,5 von 5 Punkten)

 Software

Huawei hat das P30 lite mit dem Google-Betriebssystem Android 9 Pie ausgestattet. Darüber legt das Unternehmen wie üblich die Benutzeroberfläche EMUI. In diesem Fall in der Version 9.0.1. Beim Sicherheitspatch handelt es sich leider noch um die Version vom März 2019, daher ist dieser nicht ganz so aktuell.

Die EMUI Oberfläche gefällt mir wie bei den bisher von mir getesteten Huawei-Devices sehr gut. Das System läuft dank dem 4 GB RAM Arbeitsspeicher schnell und ohne ruckeln. Mein Hauptkritikpunkt bei der Software des Huawei P30 lite ist, dass hier sehr viele Apps von dem Funktionsumfang doppelt vorinstalliert sind. So habe ich z. B. um Aufnahmen (Fotos und Videos) die ich mit der Kamera gemacht habe drei Möglichkeiten diese anzusehen. Entweder über Galerie, Google Fotos und Video. Weiter geht es bei E-Mails, den hier gibt es neben der E-mail App noch Gmail. Die doppelten Apps kommen daher zustande, dass Huawei neben den eigenen Apps auch noch die von Google installiert bzw. muss, da diese das System zur Verfügung stellen. Die Bloatware von Huawei (Apps die nicht gelöscht werden können) halten sich im Großen und Ganzen in Grenzen. Daher lassen sich die meisten der vorinstallierten Apps deinstallieren. 

Beim Huawei P30 lite ist das Einstellungsmenü und insgesamt 15 Untermenüs eingeteilt. Hier hab ich inzwischen das Gefühl, als würden hier immer mehr Untermenüs dazu kommen, denn beim Mate 20 lite waren es immerhin noch 12 Menüpunkte. Wer bereits schon einmal ein Huawei Smartphone sein eigenen nennen konnte, wird sich hier weiterhin gut zurechtfinden. Alle anderen, die bisher ein anderes Android Smartphone oder iPhone besaßen, werden sich jedoch auch nach einigen Tagen problemlos mit dem System auskennen und sich schnell zurechtfinden. Sollte man zufällig mal eine Einstellung, die man sucht nicht finden, kann man diese einfach in der Suchfunktion ganz oben eingeben. Weiterhin gibt es wie bisher von den anderen von mir getesteten Huawei Geräten bekannt einige nützliche Gestensteuerungen wie z. B. die einfache Screenshot-Funktion. Damit kann man durch das Streichen mit drei Fingern von oben nach unten über das Display einen Screenshot erstellen. Es gibt natürlich noch weitere interessante Funktionen, die allesamt mit Text und einem Beispielvideo erklärt werden.

(Software: 4 von 5 Punkten)

TEIL 3

bestehend aus „Preis/Leistung“ entspricht 10% der Gesamtwertung

Beschreibung

Beim Huawei P30 lite handelt es sich um ein gut ausgestattetes Mittelklasse-Smartphone. Bisher war eine Triple-Kamera nur den teuren Geräten vorbehalten, so haben es hier einige der Mitbewerber in derselben Preisklasse etwas schwerer mitzuhalten. 

Wiederum gibt es in dieser Preisklasse auch Smartphones, die zwar nicht über ein Weitwinkel-Objektiv und mit keinem Zoom ausgestattet sind, dafür jedoch ein OLED-Display besitzen. Hier muss man sich daher entscheiden, ob es unbedingt OLED sein muss, oder lieber die etwas vielseitiger einsetzbare Kamera. 

Das Display und der Akku des Huawei P30 lite kann in meinem Test durchaus positiv überzeugen und auch mit der Kamera gelingen bei normalen Tageslicht, ganz gute Bilder. Lediglich bei schlechten Lichtverhältnissen scheidet es schlechter ab und beachten sollte man, dass zwar mit einem ultimativen Zoom geworben wird, dieser jedoch eigentlich Digital über das 48 MP Kameramodul stattfindet. 

Preis/Leistung

Die UVP des P30 lite liegt bei 369 EUR. Doch das seit Mai 2019 erhältliche Mittelklasse-Smartphone ist bereits für weniger Geld kaufbar.

Das Huawei P30 lite kann vor allem mit einer sehr guten Akkulaufzeit, einem guten IPS-Display, welches mit kräftigen Farben und einer hohen max. Helligkeit daher kommt überzeugen und auch die Triple-Kamera kann in dieser Preisklasse positiv überzeugen. Des Weiteren bekommt man hier ein größeres Display in einem nur sehr minimal größeren Gerät als beim Vorgänger dem Huawei P20 lite. Für mich persönlich ist das P30 lite daher ein würdiger Nachfolger.

HUAWEI P30 LITE

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Link zum Hersteller: Huawei.com/de

HTC Desire 12s

1997 wurde von Peter Chou, H.T.Cho und Cher Wang die High Tech Computer Corporation, besser bekannt unter dem Namen HTC, gegründet. Das Unternehmen, dessen Firmensitz sich in Taoyuan (Taiwan) befindet, ist vor allem für seine Mobiltelefone bekannt.

Aufgrund des starken Umsatzrückgangs im Jahr 2012/2013 den HTC zu verkraften hatte, verließen einige leitende Angestellte das Unternehmen, darunter auch der Mitgründer Peter Chou welcher 2015 seinen Posten als CEO an die Mitgründerin Cher Wang übergab. 

Mit dem HTC Desire 12s bringt HTC ein neues Einsteiger-Smartphone auf den Markt und ergänzt damit die „Desire“ Familie. 

Das Desire 12s kommt mit einem 5,7-Zoll-Display im 18:9 Format und besticht durch eine doch sehr unkonventionelle Optik. Kann das neue Desire 12s jedoch auch im Test überzeugen?

HTC Desire 12s

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TEIL 1

Bestehend aus „Verpackung/Design/Verarbeitung“ entspricht 25% der Gesamtwertung

Verpackung

Die Verpackung des HTC Desire 12s ist eine schlicht gehaltene rechteckige Box. Auf der Grundseite ist mittig das Smartphone von hinten zu sehen, welches leicht nach rechts eingedreht ist. Die grauen, dünnen Linien, die das HTC auf der Rückseite des Geräts zieren, werden auch auf der Verpackung aufgegriffen. Die linke Seite der Verpackung zeigt Abbildungen der derzeit erhältlichen Farben Charcoal Black (wie mein Testgerät) und Crystal Silver. 

Auf der Oberseite der Verpackung befindet sich der Name des Smartphones, während die Rückseite die wichtigsten Spezifikationen über das Gerät zeigt. Die Unterseite verfügt über einen großen Aufkleber, der unter anderem über die IMEI-Nummer, S/N-Nummer, Modellbezeichnung, sowie die Farbe des HTC Desire 12s informiert.

Nach Öffnen des Deckels kommt direkt das HTC Desire 12s Smartphone, welches mit einer matten Schutzfolie auf dem Display versehen ist zum Vorschein. Die Folie ist unter anderem mit dem Namen des Smartphones und einem Hinweis auf den Ort des Power-Buttons gekennzeichnet. 

Das Zubehör des Smartphones verbirgt sich in der Box unter dem Gerät. Beim Lieferumfang gibt es wenige Überraschungen, es ist im Wesentlichen alles dabei, was man für den täglichen Smartphone-Einsatz benötigt: Ladekabel, Netzteil, SIM-Tool und die üblichen Beschreibungen. 

Da das HTC Desire 12s mit einer Klinken-Buchse versehen ist, befinden sich im Lieferumfang zudem klassische In-Ear Kopfhörer. Bei diesen handelt es sich leider um eine sehr billige Ausführung ohne Ohranpassungsstücke (Ohrtips).

(Verpackung: 4 von 5 Punkten)

Design

Die Abmessungen des HTC Desire 12s betragen 154,2 × 72,7 × 8,3 Millimeter (L x B x H) bei einem Gewicht von 150 Gramm. Das schlichte Design der Verpackung, spiegelt jenes des Smartphones wieder. Die Front des HTC Desire 12s umfasst ein 5,7 Zoll großes Display im 18:9-Format das von einer dicken Stirn (oberer Rand) und einem ziemlichen dicken Kinn( unterer Rand) eingefasst ist. Zudem sind die äußeren Ränder sehr breit. Diese Optik ist heutzutage verhältnismäßig unüblich, sodass das Smartphone etwas veraltet wirkt.

Auf der Rückseite des HTC Desire 12s findet man das sogenannte Dual-Finish-Design, welches von HTC erstmals beim U12life eingesetzt wurde. Dieses Design beschreibt die Hochglanz Optik im oberen Drittel und die geriffelte 3D-Oberfläche in den unteren zwei Dritteln des Smartphones. Durch diese erwähnte Oberfläche erhält man eine verbesserte Haptik, sodass das Smartphone selbst mit abgerundeten Kanten gut in der Hand liegt.Durch die hochglänzende Rückseite sind jedoch Fingerabdrücke sehr stark sichtbar und somit kaum vermeidbar. 

Bedienelemente

An der Oberseite des Smartphones befinden sich links oben die Frontkamera und ein Mono-LED Blitz auf der rechten Seite. Dazwischen ist die typische Ohrmuschel untergebracht. Betrachtet man die Rückseite, ist hier im oberen Drittel in der Mitte ein knapp 0,6 mm vorstehendes Plateau ersichtlich. Darin ist neben der Hauptkamera ein Mono-LED Blitz untergebracht. Unter der Hauptkamera befindet sich ein Fingerabdrucksensor, der sehr gut mit dem Zeigefinger zu erreichen ist. 

Die obere linke Seite des HTCs umfasst den SIM- und MicroSD-Slot. Beide Fächer sind mittlerweile wie bei den meisten Android-Smartphones zum Standard geworden und in einem kombiniert. So können beim HTC Desire 12s entweder zwei Nano SIM-Karten oder eine Nano SIM-Karte und eine microSD-Speicherkarte gleichzeitig eingelegt werden. Direkt unterhalb des Slots befindet sich die Lautstärkewippe und gegenüber auf der rechten Seite des Smartphones, ist der Ein-/Ausschaltknopf platziert. 

An der oberen Seite des HTC Desire 12s befindet sich lediglich rechts oben der Klinken-Anschluss um z. B. einen kabelgebundenen Kopfhörer anzuschließen.Zu guter Letzt, findet man an der Unterseite neben dem mittig platzierten Micro-USB-Anschluss, ein Mikrofon zur linken und zur rechten ein Lautsprechergitter, unter dem der Mono-Lautsprecher verbaut ist.

(Design: 3,5 von 5 Punkten)

Verarbeitung

Das Gehäuse des HTC Desire 12s besteht leider nur aus Kunststoff und fühlt sich daher weniger hochwertig an. Zudem ist es dadurch deutlich anfälliger gegen Kratzer, als wenn dieses aus Aluminium oder Glas bestehen würde. Dennoch liegt das Gerät dank den abgerundeten Rändern an der Rückseite sehr gut in der Hand. Etwas enttäuschend, aber in dieser Preisklasse nicht anders zu erwarten, sind zudem die Knöpfe, denn diese wurden ebenfalls aus Kunststoff gefertigt. 

Loben wiederum kann ich, dass das Smartphone trotz des 5,7 Zoll Displays gut mit einer Hand bedienbar ist. Die einzelnen Bedienelemente verfügen über einen guten Druckpunkt. Das hier keine Dual-Kamera, True-Tone Blitz und Stereo-Lautsprecher verbaut ist, sollte einem in der Preisklasse von 150€ definitiv klar sein. Irgendwo muss man schließlich abstriche machen. 

(Verarbeitung: 3 von 5 Punkten)

TEIL 2

bestehend aus „Funktion des Produktes“ entspricht 65% der Gesamtwertung

Display5, 7 Zoll (18:9 Format) 720 x 1.440 Pixel, Pixeldichte beträgt 282 ppi
CPU/GPUQualcomm Snapdragon 435 Octa-Core, 4x 1.4 GHz und 4x 1.1 GHz ARM Cortex-A53, 64-Bit / GPU Adreno 505
RAM3 GB RAM
Speicher32 GB (mit microSD bis zu 2 TB erweiterbar)
BetriebssystemAndroid 8.1 „Oreo“ mit HTC-Sense UI Benutzeroberfläche
Haupt-Kamera13 MP f/2,0 Blende, Mono LED Blitz
Front-Kamera13 MP f/2,2 Blende, Mono LED Blitz
Anschlüsse3,5 mm Stereo-Audioanschluss, Micro-USB
Akku3.075 mAh nicht austauschbar
KonnektivitätWi-Fi 802.11 b/g/n (2,4 GHz-Band) Mobilfunknetz bis 4G, Wi-Fi Direct, Bluetooth 4.2, GPS, A-GPS, GLONASS, NFC
Abmessungen (LxBxH)154,2 x 72,7 x 8,3 mm
Gewicht150 Gramm
LieferumfangHTC Desire 12 s
Netzteil
Micro USB – Kabel
SIM – Karten Tool
In – Ear Kopfhörer
Bedienungsanleitung
Technische Daten des HTC Desire 12s

Performance

Das HTC Desire 12 s verfügt über einen Qualcomm Snapdragon 435 Prozessor, welcher mit insgesamt Acht Rechenkernen ausgestattet ist. Von diesen Kernen takten vier mit 1,4 GHz, die verbliebenen vier mit bis zu 1,1 GHz. Der Octa-Core Prozessor wird von 3 Gigabyte RAM und einem Adreno 505 GPU unterstützt. Der interne Flash-Speicher ist mit 32 Gigabyte (Netto knapp 20 Gigabyte) nicht allzu groß bemessen, kann aber bei Bedarf mit einer mircoSD-Speicherkarte um bis zu 2 TB erweitert werden. Als Betriebssystem ist Android 8.1 mit der HTC Sense UI vorinstalliert.

Beim mobilen Internet wird Cat 6 LTE unterstützt, dieses erlaubt eine Downloadgeschwindigkeit von bis zu 301,5 Mbps und 51 Mbps im Upload. Die Wi-Fi Unterstützung beträgt 802.11 b/g/n, jedoch lediglich im 2,4-GHz-Band.

Das Smartphone ist für den Alltag vollkommen ausreichend: Mails verfassen, WhatsApp Nachrichten schreiben und im Internet surfen stellen kein Problem dar. Die schwächere Leistung des Geräts macht sich jedoch bei anspruchsvolleren Games bemerkbar, da die Spiele nur mit rucklern laufen und nur mit eingeschränkter bzw. reduzierter Grafikqualität spielbar sind. 

Das HTC Desire 12s wurde auch dem Benchmark Test unterzogen: Die Benchmarks sagen — 46213 Punkte bei Antut, bei Geekbench 4 kommt es im Single-Core Test auf 548 Punkte und beim Multi-Core-Test auf 1705 Punkte.

(Performance: 2,5 von 5 Punkten)

Display

Das 5,7 Zoll große Display, besitzt wie bereits erwähnt, einen 18:9 Formfaktor. Der Screen-to-Body-Ratio Wert liegt bei 75,03% (dieser Wert gibt an, wie viel der Vorderseite mit einem Display abgedeckt ist). Beim verbauten Display handelt es sich um ein HD+ IPS-Panel, welches mit insgesamt 1440×720 Pixel auflöst. Die Pixeldichte beträgt lediglich 282 ppi, was leider nicht mehr zeitgemäß ist. 

Die Blickwinkelstabilität ist relativ zufriedenstellend, kann aber ganz klar nicht mit OLED-Display mithalten. Die maximale Bildschirmhelligkeit ist für den Alltag ausreichend. Im Outdoor-Einsatz bei direkter Sonneneinstrahlung auf das Display, gibt es jedoch bei maximaler Hintergrundbeleuchtung gelegentlich Probleme, alles zu erkennen. Die Spiegelungen des Displays halten sich jedoch in Grenzen.

(Display: 3 von 5 Punkten)

Akku

Der fest verbaute Akku hat eine Kapazität von 3.075 mAh. Dieser reicht je nach Nutzungsintensität für gut einen Tag aus, leider jedoch nicht wirklich für mehr. Der verbaute Akku unterstützt keine Schnellladefunktion. Daher dauert es mit dem 5 V 1 A Netzteil ca. vier Stunden, bis der Akku wieder zu 100 % aufgeladen ist. Zudem setzt HTC hier auf einen veralteten Micro-USB-Anschluss, anstelle eines aktuellen USB-Typ-C Anschluss.

(Akku: 2,5 von 5 Punkten)

Kamera

Die Kamera auf der Rückseite des Smartphones verfügt über eine 13 Megapixel Linse mit einer f/2,0 Blende. Ein Mono-LED Blitz ist ebenso vorhanden.

Die Kamera liefert eine gute Bildschärfe, auch die Farbwiedergabe war bei Testaufnahmen selbst bei etwas schlechteren Lichtverhältnissen zufriedenstellend. Ebenso verfügt die Kamera über eine softwareseitige Panoramaaufnahme Funktion welche es ermöglicht größere Gebäude oder andere Objekte, einfacher aufzunehmen. 

Die Front-Kamera verfügt über eine 13 Megapixel-Linse und eine f/2.2 Blende. Die Bilder der Selfie-Kamera sind jedoch enttäuschend schlecht. Sowohl innen als auch außen entsteht ein hohes Rauschen im Bild, ebenso war die Schärfe der Bilder mehr als enttäuschend.  

Videos können mit dem HTC Desire 12s nicht mit 4K, sondern lediglich in Full-HD (1080p) und 30 fps aufgenommen werden, dies reicht für den Großteil der Aufnahmen jedoch aus.

(Kamera: 2,5 von 5 Punkten)

Software

Das HTC Desire 12s besitzt als Betriebssoftware Android 8.1 Oreo. Vermutlich wird es keine Aktualisierungsmöglichkeit auf Android 9.0 geben, da dafür das System meiner Meinung nach nicht flüssig genug laufen würde.   

HTC verpasst seinen Smartphones üblicherweise eine eigene Benutzeroberfläche mit dem Namen „HTC Sense“, daher ist auch das Desire 12s mit der HTC Sense UI ausgestattet. Aufgrund dieser vorinstallierten Benutzeroberfläche verfügt das Smartphone über eine große Anzahl von Apps, wodurch leider ein Großteil des Speichers verloren geht, da diese Apps zum Großteil nicht deinstalliert werden können.

(Software: 4 von 5 Punkten)

TEIL 3

bestehend aus „Preis/Leistung“ entspricht 10% der Gesamtwertung

Beschreibung

Die online präsentierten Produktbilder des HTC Desire 12s entsprechen durchaus der Realität. 

HTC beschreibt das Desire 12s mit Sätzen wie: „Zwei 13-Megapixel-Kameras auf der Vorder- und Rückseite liefern Dir neue Lieblingsbilder. Und mit seiner präzisen und geschmeidigen Leistung wird Dich das HTC Desire 12s sicher begeistern. “ 

Die Rückkamera erzeugt zwar verhältnismäßig gute Bilder, jedoch lässt die Front-Kamera sehr zu wünschen übrig, was leider sehr enttäuschend ist.Auch die Leistung des Smartphones ist leider nicht die Beste. Zu den größten Kritikpunkten meinerseits gehören z. B. der fehlende Dual-LED Blitz, der veraltete Mircro-USB Anschluss und der knapp bemessen Speicherplatz. Für die Kategorie der Einsteiger-Smartphones ist die Leistung für den Alltag dennoch ausreichend.

Preis/Leistung

Zum Markstart des HTC Desire 12s wird laut HTC eine UVP von 130 – 140€ erwartet. Die Ausstattung, die man für diesen Preis beim HTC Desire 12s geboten bekommt, ist für den geforderten Preis ganz gut. Jedoch muss man am Ende selbst entscheiden, ob einem dieses Smartphone ausreicht oder ob man lieber ein anderes Smartphone mit einer besseren Ausstattung haben möchte. Dafür wäre dieses wiederum dann logischerweise teuerer.Wer nur besondere Momente in Schnappschüssen festhalten, Nachrichten schreiben oder im Internet surfen möchte, für den reicht das HTC Desire 12s dennoch auf jeden Fall aus. Wer höhere Ansprüche hat oder gerne anspruchsvolle Spiele spielen möchte, sollte nach einem anderen Gerät ausschau halten.

HTC Desire 12s

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Huawei P Smart 2019

Huawei ist ein chinesischer Smartphone-Hersteller, welcher im Jahr 1987 gegründet wurde. Der Hauptsitz des Unternehmens ist in Shenzhen, China und der Geschäftsführer ist Ren Zhengfei, welcher das Unternehmen auch gründete. Neben Endgeräten wie Smartphones, Tablets und Notebooks bietet Huawei auch Dienstleistungen für Netzwerk-Infrastrukturen und Cloud-Computing-Lösungen an.  

Seit 2012 vermarktet das Unternehmen auch hierzulande (D und AT) seine Smartphones. Die aktuell bekanntesten Smartphones aus dem Hause Huawei sind: die G-Serie, Y-Serie, Nova-Serie, P-Serie und die Mate-Serie. Bei der P-/Mate-Serie handelt es sich um Highend-Smartphones und bei den anderen um Mittelklasse-Smartphones. 

Zum Ende des Jahres 2018 hat Huawei das neue P Smart 2019 vorgestellt, welches der Nachfolger des P Smart+ ist. Bei diesem handelt es sich um ein Mittelklasse-Smartphone, welches vom Design den aktuellen Geräten (Mate-Serie) angepasst wurde. So hat das P Smart 2019 ein 6,21-Zoll großes Display erhalten, welches nahezu ohne Rand und somit lediglich mit einem Tropfen-Notch daher kommt. Auf der Rückseite kommt eine AI unterstützte Dual-Kamera zum Einsatz, sowie ein Fingerabdrucksensor. Ob das neue Mittelklasse Smartphone im Test überzeugen konnte, erfahrt ihr in folgendem Testbericht.

TEIL 1

Bestehend aus „Verpackung/Design/Verarbeitung“ entspricht 25% der Gesamtwertung

Verpackung

Die Verpackung des Huawei P Smart 2019 ist vom Design im Großen und Ganzen dem der Mate 20 Geräte sehr ähnlich. Jedoch hat sich Huawei hierbei nicht für eine schwarze, sondern eine weiße Verpackung entschieden. Diese ist mit einigen Schriftzügen in goldener Farbe und Aufklebern versehen. So ist der Deckel der weißen Verpackung in der Mitte mit dem Namen des Gerätes „Huawei P Smart“ versehen. Des Weitern ist im oberen Bereich das Firmenlogo und im unteren Bereich das Jahr 2019 zu lesen. Auf der rechten und linken Seite kann man ebenfalls den Namen des Mittelklasse Smartphone, welches das Jahr der Erscheinung in seinem Namen trägt (2019) lesen. 

An der unteren Stirnseite befindet sich ein großer Aufkleber, auf dem ein kleiner Auszug der technischen Daten zum Produkt bekannt gegeben werden. Dabei handelt es sich jedoch lediglich um den Namen des Gerätes, die Modellbezeichnung, die Farbe, der ROM (Flash-Speicher) und den RAM (Arbeitsspeicher). Zudem ist hier wie bei fast allen anderen Android-Smartphone Herstellern die IMEI-1, IMEI-2 und die S/N Nummer zu finden. Des Weiteren ist die obere Stirnseite und Rückseite noch mit einem bzw. zwei Etiketten versehen, auf denen in mehreren Sprachen auf den Importeur usw. hingewiesen wird.

Entfernt man den Deckel der Verpackung, kommt direkt das Huawei P Smart 2019 zum Vorschein. Dieses ist in einer transparenten Schutzfolie verstaut, welche das Smartphone vor Kratzern und Staub schützen soll. Von Werk aus ist die Vorderseite mit einer dünnen Schutzfolie versehen, so ist das Display gut gegen Kratzer geschützt. Wer sich noch einen besseren Schutz wünscht, muss hier zu den etwas dicker auftragenden Panzerglasfolien greifen. Die Rückseite ist ebenfalls mit einer Schutzfolie versehen, die zugleich zeigt, welche SIM-Karten in das Smartphone hineinpassen und wie diese eingelegt werden. Die Folie auf der Rückseite sollte man aus optischen Gründen jedoch entfernen.

Entnimmt man das Huawei P Smart 2019 aus der Verpackung, kann man an einer Aussparung an der Oberseite den Zwischenboden entnehmen. Dabei handelt es sich um eine weiße Kartonage, in der sich ein Teil des Zubehörs befindet. Schauen wir in die Kartonage hinein, findet man darin neben einer Kurzanleitung in zahlreichen Sprachen, ein Garantieheft und das Sim-Tool. Unter der eben erwähnten Kartonage befindet sich noch weiterer Zubehör. Hierbei handelt es sich um ein Micro-USB Ladekabel (Leider kein USB-C und das im Jahr 2019), ein 10 Watt Netzteil und einem schlichten Ohrhörerpaar mit Fernbedienung und Klinken-Anschluss. Die Ohrhörer sind jedoch leider optisch billig ausgeführt, was sich schon an dem dünnen Kabel zeigt. Diese hält sicherlich je nach Umgang nicht lange und zudem sind die Ohrhörer nicht sonderlich bequem, da diese über keine Ohrtips, zum Anpassen an den eigenen Ohrkanal verfügen.

(Verpackung: 3,5 von 5 Punkten)

Design

Huawei bietet das P Smart 2019 aktuell in der Farbe Midnight Black und Aurora Blue an. Das Gehäuse des Mittelklasse-Smartphone besteht nicht aus Aluminium oder einer harten Glasschicht, sondern aus Polymethylmethacrylat (besser bekannt als Acrylglas). Das Acrylglas-Gehäuse ist zu den Rändern hin abgerundet, sodass man lediglich an der Vorderseite zwischen dem Gehäuserand und dem Display einen Materialübergang hat. Durch diese abgerundeten Ränder liegt das P Smart 2019 sehr gut in der Hand.

Beim 2019-er Modell des P Smart, setzt Huawei auf ein größeres 6,21 Zoll Display, welches mit einem soggenanten „Tropfen-Notch“, eine Auskerbung im oberen Bereich des Displays, in der die Frontkamera und der Annäherungssensor untergebracht sind, besitzt. Für die Hörmuschel usw. war in dem sehr kleinen Notch jedoch kein Platz und so befindet sich die Hörmuschel in einer schmalen länglichen Auskerbung am oberen Displayrand, direkt zwischen dem Rahmen.

Das Display des P Smart 2019 ist jedoch trotz Notch nicht komplett randlos, denn an der Unterseite befindet sich ein knapp 7 mm breiter Rand. In diesem versteckt sich leicht aus der Mitte nach rechts versetz der Lichtsensor. Dieser übernimmt die Regelung der automatischen Display Helligkeit. Der Notch beim P Smart 2019 gefällt mir persönlich sehr gut, denn dieser ist wirklich sehr klein und dies ist für mich die aktuell beste Lösung in Verbindung mit einem Notch. Diese Art von Notch bietet jedoch leider keinen Paltz für eine echte Gesichtsentsperrungs-Kamera, so kann man am P Smart 2019 zwar Face-Unlock nutzen, doch diese arbeitet nicht so zuverlässig wie bei Apple oder dem Mate 20 Pro. Das Seitenverhältnis fällt mit 19,5:9 sehr schlank aus, dadurch liegt das eigentlich vom Display betrachtet große Smartphone sehr gut in der Hand. Dazu trägt auch das geringe Gewicht von knapp 160 Gramm und die abgerundete Rückseite bei. 

Wie bereits erwähnt, kommt das P Smart 2019 quasi ohne sichtbaren Rahmen daher, da die Rückseite und die Ränder aus einem Teil bestehen. Dies macht zwar keinen so hochwertigen Eindruck als z.B, wenn die Rückseite aus Glas oder Metall gefertigt wären. Jedoch macht das P Smart 2019 trotzdem einen sehr stabilen und gut verarbeiteten Eindruck. 

Die Rückseite meines Testgerätes in der Farbe Aurora Blue ist mehrfarbig. So besitzt dieses im oberen Bereich eine türkisene Farbe und verläuft von oben nach unten in einem dunkleren Blauton. Die Oberfläche ist hochglänzend, was natürlich gut ausschaut, jedoch wie ich immer gerne erwähne, auch einen Nachteil hat, denn auf diesen glänzenden Oberflächen sieht man einfach jeden Fingerabdruck. Trotz der glatten Oberfläche bin ich jedoch überrascht, dass das P Smart 2019 gut in der Hand liegt und nicht so rutschig ist wie z. B. ein Mate 20 Pro mit einer Glasrückseite. Dennoch muss man auch hier aufpassen, denn trotz der etwas besseren Griffigkeit gleitet so ein Smartphone gerne mal aus der Hand. Daher lieber eine Hülle verwenden, welche die Griffigkeit noch etwas mehr erhöht und für einen etwas besseren Schutz vor Kratzern usw. sorgt.

Die Abmaße des Huawei P Smart 2019 betragen 155,2 x 73,4 x 7,95 mm. Dadurch ist es wie bereits erwähnt bei Beachtung der Displaygröße von 6,21 Zoll relativ kompakt gehalten. Das 6,21 Zoll LCD-IPS-Display, welches mit einer Auflösung von 2340 x 1080 Pixeln (Pixeldichte 415 ppi) auflöst, besitzt einen Screen-to-Body-Ratio Wert von knapp 89 %. 

Gehen wir nun auf die Bedienelemente und den verbauten Kameras des P Smart 2019 ein. Betrachtet man die rechte Seite, findet man hier in der oberen hälfte die Lautstärke-Wippen und direkt darunter den Ein-/Ausschaltknopf, welche aus dem gleichen Kunststoff wie das Gehäuse gefertigt sind. Die linke Seite gegenüber dagegen ist komplett frei von Bedienelementen. An der oberen Stirnseite befindet sich nicht nur ein Mikrofon, welches für Videos usw. genutzt wird, sondern auch den Dual-SIM-Slot findet man direkt daneben. Hier können entweder zwei Nano-SIM Karten oder eine Nano-SIM und eine Micro-SD Speicherkarte eingesetzt werden. Unterstütz, wird hier eine bis zu 512 GB große Micro-SD Speicherkarte.

Zu guter Letzt findet man zentral in der Mitte unten die Ladebuchse. Hierbei handelt es sich jedoch leider um keinen USB-Typ-C Anschluss, sondern um einen alten Micro-USB-Anschluss. Rechts daneben befinden sich 5 Löcher, hinter denen sich der Mono-Lautsprecher versteckt. Einen weiteren Lautsprecher, welcher einen Stereo-Sound ermöglicht, gibt es hier leider nicht, doch dies ist in dieser Preisklasse auch nicht anders zu erwarten. Neben der Ladebuchse ist noch ein kleines Loch zu sehen, bei dem es sich um das Mikrofon für Telefonate handelt und eine Klinken-Buchse findet daneben ebenfalls Platz.

Auf der Rückseite befindet sich zum einen zentral im oberen Drittel der Fingerabdrucksensor. 

Links am Rand befindet sich ein Mono-LED-Blitz und direkt darüber die minimal ca. 0,5 mm vorstehende Dual-Kamera. Unterhalb des LED-Blitzes prangt zusätzlich noch der AI-Camera Schriftzug, welcher darauf hindeutet, dass die Kamera mit einer KI ausgestattet ist und somit Motive erkennen kann. Dazu gehe ich jedoch unter Kamera näher ein. Etwas weiter unten in der linken unteren Ecke befindet sich zudem noch das Huawei Logo.

(Design: 3,5 von 5 Punkten)

Verarbeitung

Die Verarbeitung des Huawei P Smart 2019 gefällt mir wieder sehr gut. Die Spaltmaße zwischen dem Display und der Rückseite bzw. dem Rahmen ist absolut gleichmäßig und das Smartphone füllt sich rundum sehr gut an. Trotz das das Gehäuse nicht aus Glas oder Metall besteht, ist das Gerät absolut stabil und verwindungssteif. Zwar wurde beim P Smart 2019 keine Glasrückseite verwendet, aber angesichts des Preises ist dies auch kein Wunder, denn Glas kommt bei dieser Preisklasse selten vor. Die Rückseite ist leider anfällig für Kratzer, denn das Acrylglasgehäuse ist nicht besonders hart. Wiederum gefallen mir die abgerundeten Ecken und Kanten sehr gut, denn diese harmonieren sehr gut mit den abgerundeten Ecken des Displays.

Etwas Schade finde ich persönlich, dass Huawei bei einem 2019-er Smartphone noch zum Micro-USB Anschluss greift, anstelle von USB-C. Klar handelt es sich hier um ein günstiges Smartphone in der Mittelklasse, doch für den Preis wäre es dennoch sicherlich kein finanzielles Problem geworden, USB-Typ-C zu integrieren. Das kein Stereo-Lautsprecher und auf eine IP-Zertifizierung verzichtet wurde, kann man sich bei dem Preis wiederum denken. Das bedeutet, das Huawei P Smart 2019 den Kontakt zu Wasser und andern Flüssigkeiten tunlichst vermeiden sollte, da dieses bei Kontakt bzw. eindringen im schlimmsten Fall kaputt gehen würde. Der Klang des Mono-Speaker an der Unterseite geht im Großen und Ganzen zwar in Ordnung, klingt jedoch, da diesem etwas an Volumen fehlt etwas blechern.

(Verarbeitung: 3,5 von 5 Punkten)

TEIL 2

bestehend aus „Funktion des Produktes“ entspricht 65% der Gesamtwertung

Display
6,21 Zoll IPS-LCD-Panel (19,5:9 Format) 2340 x 1080 Pixel, Pixeldichte beträgt 415 ppi
CPU/GPUHUAWEI Kirin 710 4x 2,2 GHz und 4x 1,7 GHz / Mali G51
RAM3 GB RAM
Speicher64 GB (optional 32 GB)
BetriebssystemAndroid 9.0 „Pie“
Haupt-KameraDual-Kamera: 13 MP, Blende F / 1.8) + 2 MP (Porträtmodus, Blende F / 1.8 ) (Phase-Detection Autofocus)
Front-Kamera16 MP und ein Modell mit 8 MP
AnschlüsseMikro-USB-Anschluss
Akku3.400 mAh mit Schnellladefunktion, nicht austauschbar
KonnektivitätWi-Fi 802.11 a/b/g/n/ac, 2,4 und 5 GHz, Mobilfunknetz bis 4G, Bluetooth 4.2 , NFC, GPS, A-GPS, GLONASS, BeiDou
Abmessungen
(LxBxH)
155,2 mm x 73,4 mm x 7.95 mm
Gewicht160 Gramm
Lieferumfang Huawei P Smart 2019
Micro-USB-Ladekabel
10 Watt Netzteil
Kopfhörer
SIM-Tool
Beschreibung

Performance

Da es sich beim Huawei P Smart 2019 um ein Mittelklasse-Smartphone bzw. auch ein gutes Einsteiger-Smartphone handelt, ist dieses im Bereich Hardware verständlicherweise etwas schwächer ausgestattet wie z.B, ein Mate 20 oder ein Mate 20 Pro. Daher gehört die verbaute Hardware definitiv nicht zur Besten, aber für denn Alltag reicht diese für den Großteil aller Otto-Normal-Nutzern vollkommen aus. 

Huawei stattet sämtliche Smartphones mit einem selbst entwickelten Prozessor aus. So ist dies auch beim neuen P Smart 2019 der Fall. Bei dem verbauten Prozessor handelt es sich um den 64-Bit CPU Kirin 710, welcher z. B. auch in dem von mir getesteten Mate 20 Lite verbaut wurde. Beim Kirin 710 handelt es sich um einen Achtkern-Prozessor mit einer Taktfrequenz von bis zu 2,2 GHz. Genauer gesagt Takten vier der Rechenkerne mit maximal 2,2 GHz (Cortex A 73) und die anderen vier mit bis zu 1,7 GHz (Cortex A 53). Dieser CPU wird von einem 3 GB großen Arbeitsspeicher unterstützt. Im Prozessor ist auch der GPU Mali G 51 MP4 integriert, welcher mit rund 650 MHz taktet.

Bei der verbauten Hardware handelt es sich somit um ein Gerät der etwas gehobenen Mittelklasse. Dies zeigt sich auch im Alltag, denn das System läuft absolut flüssig und auch Webseiten usw. werden schnell geladen. So eigene sich das Gerät für vielerlei Anwendungen, bei anspruchsvolleren Games wie z. B. Fortnite wird die Grafikleistung jedoch automatisch reduziert, da dafür die Hardware des Huawei P Smart 2019 nicht stark genug ist. Von der Rechenpower ist das neue 2019-er P Smart gut 30 % besser als die des Vorgängers dem P Smart+. 

In den von mir durchgeführten Benchmarktests schnitt das P Smart 2019 wie folgt ab. Bei Antutu konnte es im Test einen Wert von 124.549 erreichen und liegt somit knapp hinter dem Huawei Mate 20 Lite. Bei Geekbench 4 kam es beim Single-Core Test auf 1503 und beim Multi-Core Test auf 5063 Punkte.

Der interne eMMC-Flashspeicher im Huawei P Smart 2019 bietet insgesamt 64 GB Speicherplatz, von dem knapp 55 GB frei zur Verfügung steht. Der rest ist reserviert für das Betriebssystem usw. Es gibt auch eine kleinere Variante mit nur 32 GB, doch der RAM von 3 GB bleibt bei allen Modellen gleich groß. Der interne Speicher lässt sich übrigens, falls dieser knapp werden sollte, per Micro-SD Speicherkarte um bis zu 512 GB erweitern. Dabei ist jedoch zu beachten, dass auf einer Micro-SD-Speicherkarte nur eigene Daten gesichert werden können. Somit ist es nicht möglich, die Speicherkarte zu einem internen Speicher umzuformulieren oder Apps auf diese SD-Karte abzuspeichern.

Betrachtet man den günstigen Startpreis des P Smart 2019, kann die Hardware des Smartphones durchaus überzeugen. Diese gehört zwar nicht zu der Top Hardware, aber schließlich handelt es sich um ein Mittelklasse-Smartphone im günstigeren Preissegment. Somit geht das Ergebnis in den Benchmarktest in Betracht auf den Preis durchaus in Ordnung. 

(Performance: 3 von 5 Punkten)

Display

Beim Display des Huawei P Smart 2019 handelt es sich wie bereits erwähnt um ein 6,21 Zoll großes IPS- Panel. Dieses kommt mit einem sehr schmalen Rand daher, welcher lediglich am unteren Bereich (Kinn) mit knapp 7 mm etwas breiter ausfällt. Dies liegt daran, dass hier zum Teil die Sensoren, welche eigentlich im oberen Displayrand oder in einem größeren Notch verstaut sind, unterbracht, wurden. Durch den neuen Tropfen Notch, ist das Display gegenüber dem Vorgänger dem P Smart+ zwar nicht größer geworden, aber dafür ist der Screen-to-Body-Ratio Wert besser geworden. Zudem fällt das Huawei P Smart 2019 fast überall etwas kleiner aus, sodass es minimal handlicher ist. So ist das neu P Smart 2019 2,4 mm in der Länge und 1,7 mm in der Breite geschrumpft. Lediglich in der Tiefe (Dicke) ist es 0,35 mm dicker geworden. 

Die Display-Auflösung des Bildschirms beträgt 2340 x 1080 Pixel. Die Pixeldichte beträgt somit knapp 416 ppi, was somit minimal schärfer als beim Mate 10 Lite ist. Dies fällt jedoch im Alltag kaum auf. Die Auflösung stört im Alltag kein bisschen, sodass alles sehr scharf dargestellt wird. Man kann hier selbst bei sehr genauen betrachten des Displays weder die einzelnen Bildpunkte sehen, noch Unschärfen feststellen. 

Beim Display setzt Huawei auf ein herkömmliches IPS-Panel. Dieses bietet natürlich nicht so einen hervorragenden Schwarzwert (Kontrast) wie ein OLED-Display. Dennoch gefällt mir das Display im Indoor-Einsatz sehr gut. Die Farben werden sehr kräftig und scharf dargestellt. Das IPS-Panel des P Smart 2019 bietet eine sehr gute Blickwinkelstabilität. Aus nahezu jedem Blickwinkel betrachtet, lassen sich die Inhalte des Panels gut ablesen, ohne das hierbei die Farben verfälscht werden.

Die maximale Bildschirmhelligkeit ist leider nicht mehr so hoch wie beim Vorgänger dem P Smart+. Dennoch reicht die Helligkeit des Displays aus, um die Inhalte auf dem Smartphone auch an helleren Tagen gut ablesen zu können. In direktem Sonnenlicht zeigt sich jedoch die Schwäche der fehlenden maximalen Helligkeit, denn hier wird es zunehmend schwerer die Inhalte auf dem Display zu erkennen. Dazu trägt auch das Spiegeln von Objekten in der Umgebung bei, denn diese reflektieren sich teils sehr im Display. 

(Display: 3,5 von 5 Punkten)

Akku

Der fest verbaute Akku im Huawei P Smart 2019 bietet eine Kapazität von 3.400 mAh. Damit kommt man mit dem Smartphone gut über den Tag hinaus und muss dieses erst am Folgetag wieder an die Steckdose hängen. In meinem Testzeitraum von fast 3 Wochen habe ich das Gerät täglich zum im Internet Surfen genutzt, hab im Zug via Bluetooth In-Ear Ohrhörer Musik gehört und einige WhatsApp Nachrichten versendet. Auf der Arbeit habe ich in den Pausen gesurft und am Abend, als ich von der Arbeit heimgekommen bin über das heimische WLAN-Netz. Dies Laufzeit geht im Großen und Ganzen für das Mittelklasse-Smartphone in Ordnung und bringt einen wie bereits erwähnt gut über den Tag. Dies hängt natürlich sehr von der Nutzung ab und so kann die Laufzeit von Anwender zu Anwender unterschiedlich sein.

Leider hat Huawei beim P Smart 2019 kein USB-Typ-C Anschluss verbaut, sondern einen alten Micro-USB Anschluss. Dies finde ich persönlich bei einem Smartphone, welches im Jahr 2019 auf den Markt gekommen ist etwas Schade. Dafür wiederum liefert Huawei das P Smart 2019 mit einem 10-Watt Schnellladegerät aus und so ist der 3.400 mAh Akku in eineinhalb Stunden wieder von 0 % auf 100 % aufgeladen. 

(Akku: 4 von 5 Punkten)

Kamera

Huawei hat das P Smart 2019 mit einer Dual-Kamera auf der Rückseite ausgestattet. Die Hauptkamera der beiden Sensoren löst mit 13 Megapixeln auf und besitzt eine Blende von f/1,8. Die Auflösung der zweiten Kamera bietet zwar lediglich 2 Megapixel, mit einer Blende von ebenfalls f/1.8, da diese jedoch nur für den Bokeh-Effekt (Tiefenschärfe) im Porträt-Modus genutzt wird, reicht diese Auflösung definitiv dafür aus. Da keine Telezoom-Linse verbaut wurde, ist mit dem P Smart 2019 kein optischer Zoom, sondern lediglich ein digitaler Zoom mit einem entsprechenden Verlust der Bild-Qualität möglich. Leider besitzt das P Smart 2019 weder einen optischen Bildstabilisator (OIS), noch ein elektronischer Stabilisator (EIS), welcher für verwicklungsfreie Videoaufnahmen sorgen würde. Dies finde ich selbst bei einem Mittelklasse-Smartphone etwas Schade. Man hätte wenigstens einen EIS wie im Mate 20 Lite verbauen können.

Mit der Hauptkamera gelingen durchaus brauchbare Aufnahmen, doch dabei müssen die Lichtbedienungen gut sein. Klar ist, dass einem schon bei Berücksichtigung des Preises klar sein sollte, dass das neue P Smart 2019 ein Mittelklasse-Smartphone ist, welches mit einer schwächeren Kamera daher kommt und nicht mit den aktuellen Mate- und P-Serien mithalten kann.

Bei meinen Testaufnahmen konnte ich feststellen, das die Hauptkamera Probleme hat, wenn im Motiv größere Helligkeitsunterschiede vorkommen. Dadurch wird z. B. bei einem Bild bei dem ein helles Objekt, mit einem schattigen Bereich abfotografiert wird der schattige Bereich zu dunkel, sodass hier kaum noch Details zu erkennen sind. Jedoch konnte ich bei meinen Testbildern feststellen, dass selbst an einem eher grauen Tag mit trübem Wetter durchaus gute Bilder gelingen. Diese sind jedoch von der Farbe etwas unnatürlicher, sodass hier z.B, die Farben der Wiese auf den Bildern ein kräftiges Grün vorweisen, wie dies eigentlich in echt der Fall war. 

Bei den Aufnahmen mit dem Huawei P Smart 2019 rate ich jedoch ab, den Digitalzoom zu nutzen, da mit diesem schnell das Rauschen zunimmt und der Zoom zudem zu einer hohen Körnung des Bildes führt. Dadurch sind die Bilder mit Digitalzoom nicht wirklich brauchbar. Der Profimodus der bereits bei der von mir getesteten Mate-Serie ebenfalls vorhanden war, gefällt mir wiederum sehr gut, denn hier kann die Bildqualität noch einmal etwas beeinflusst werden. Schließlich kann man hier Einstellungen unter anderem im Weißabgleich, Belichtungszeit und ISO-Wert vornehmen.

Huawei hat das neue P Smart 2019 mit der „AI“ Künstliche Intelligenz-Funktion für die Kamera ausgestattet. Aktiviert man diese durch das Betätigen des „AI- Symbols“ im oberen Bereich in der Kamera-App, denn erkennt die Kamera bzw. die Software automatisch das Motiv und wählt passende Szenen oder besser gesagt nimmt Einstellungen vor, damit die Bilder noch besser werden sollen. Dies funktionier teilweise sehr gut, doch gerade bei Pflanzen und beim Himmel erhöht die Software meiner Meinung nach die Farbsättigung zu extrem, dass die Bilder zu unnatürlich wirken. Daher ist das Ganze ein schönes Gimmick, aber rundum konnte mich diese Funktion beim P Smart 2019 nicht überzeugen.

  • ohne Tiefenschärfe
  • mit Tiefenschärfe
  • ohne Tiefenschärfe
  • mit Tiefenschärfe
  • mit Tiefenschärfe
  • ohne Tiefenschärfe
  • ohne Beautymodus
  • mit Beautymodus Level 5

Leider können mit der Hauptkamera auf der Rückseite keine Videos in 4K aufgenommen werden. Hier muss man sich leider mit einer maximalen Auflösung von Full-HD mit 60 fps zufriedengeben.

Die Auflösung der Hauptkamera an der Front beträgt 8 Megapixel, diese ermöglicht Video aufnahmen in max. Full-HD mit 30 Bilder pro Sekunde. Des Weiteren kann man einen Beauty-Modus aktiveren, HDR Unterstützung bietet das P Smart 2019 leider nicht. Bei Dunkelheit und umschalten auf die Front-Kamera, schaltet die Kamera-Software automatisch auf der Porträt-Modus und ändert den Rahmen um das Live-Bild von Schwarz auf Weiss. Dadurch wir z. B. das Gesicht automatisch aufgehellt und zudem wird das Display als Blitzlicht genutzt. 

Die Bilder der 8 Megapixel Frontkamera sehen ganz gut aus, damit gelingen bei gutem Licht brauchbare Aufnahmen. Die Detailgenauigkeit geht zwar etwas verloren, aber dies gelingt anderen Anbietern in dieser Preisklasse ebenfalls nicht viel besser. Die Farben bei den Aufnahmen gefallen mir wiederum sehr gut und weder natürlich wiedergegeben. Typischerweise verfälscht auch das P Smart 2019 wie viele anderen Smartphones im mittleren Preissegment, bei einigen Bildern mit Blitz sehr die Farben. Die passierte vor allem bei Aufnahmen, bei dem ich nah am Motiv dran war.

(Kamera: 3 von 5 Punkten)

Software

Auf dem Huawei P Smart 2019 läuft das aktuelle Android 9 Pie, welches wie immer bei Huawei mit der hauseigenen Benutzeroberfläche EMUI der Version 9.0.1 versehen ist. Beim Sicherheitsupdate handelt es sich leider noch um die Version vom November 2018, daher ist diese nicht ganz so aktuell. 

Die hauseigene EMUI Benutzeroberfläche gefällt mir zusammen mit Android 9.0 sehr gut. Die Oberfläche ist minimalistischer gegenüber den Vorgängern gestaltet und erinnert mich persönlich etwas an iOS von Apple. Das Betriebssystem läuft ohne Probleme und daher ohne Ruckeln und Aussetzer auf dem P Smart 2019. Die Einstellungen sind in 15, bzw. mit der Huawei-ID Einstellung in 16 Untermenüs eingeteilt. Man findet sich dadurch schnell zurecht und sollte man die gewünschte Einstellung, die man sucht nicht finden, kann man diese einfach in der Suchfunktion ganz oben eingeben. Es gibt auch einige nützliche Gestensteuerungen wie z. B. die einfache Screenshot-Funktion. Damit kann man durch das Streichen mit drei Fingern von oben nach unten über das Display, einen Screenshot erstellen.

Von Haus aus, liefert Huawei das P Smart 2019 mit einigen vorinstallierten Apps aus. So sind bereits die zahlreiche Google Apps wie z. B. Gmail, Google Maps, Youtube, Google Fotos usw. installiert. Zudem sind auch noch Apps direkt vom Hersteller Huawei installiert wie z. B. eine Wetter App, ein Kompass, Phone-Clone usw. Diese können jedoch anders als die Google Apps bei Bedarf deinstalliert werden. Somit hält sich die Bloatware im Großen und Ganzen in Grenzen und man hat von den 64 GB Speicher insgesamt 55 GB frei zur Verfügung. Dieser kann natürlich mit einer Micro-SD Speicherkarte problemlos erweitert werden.

(Software: 4 von 5 Punkten)

TEIL 3

bestehend aus „Preis/Leistung“ entspricht 10% der Gesamtwertung

Beschreibung

Huawei wirbt das P Smart 2019 unter anderem mit dem 6,21 Zoll großen Dewdrop-Display, dem 3D-Unibody, den Kirin 710- CPU und einem leistungsstarken 3.400 mAh Akku.

So zeigt sich das neue Huawei P Smart 2019 als rundum verbessertes Modell gegenüber dem Vorgängermodell dem P Smart+. So bietet dies nicht nur ein größeres Display, sondern auch mehr Speicher und einen stärkeren CPU (Prozessor). Durch das neue Design mit Tropfen-Notch, richtete sich das Smartphone nicht nur an die Jugend, sondern preislich auch an diejenigen, die ein Smartphone zum günstigen Preis suchen.

Die Leistung und Ausstattung sollte für die meisten Käufer, die ein Smartphone zum günstigeren Preis suchen problemlos ausreichen. Die Kamera gehört zwar nicht zu den besten, aber anhand meiner Testaufnahmen kann ich sagen, dass man, damit bei gutem Licht durchaus gute und brauchbare Bilder hinbekommt. Diese dürften den meisten die kein Wert auf die beste Qualität bei Fotos legen, locker ausreichen. Klar muss einem auch sein, dass anhand der schwächeren Leistung die neusten anspruchsvollen Games nur gedrosselt gespielt werden können. Dies dürfte einem aber bei dem Preis des P Smart 2019 sicherlich klar sein.

Preis/Leistung

Die UVP des P Smart 2019 liegt bei 299 EUR. Doch das erst vor Kurzem erschienene Smartphone ist bereits jetzt schon in diversen Online-Shops für knapp über 240 Euro erhältlich. Das P Smart 2019 bietet ein sehr gutes Preis Leistung Verhältnis. So kann es mit einer Akkulaufzeit, die für einen Tag ausreicht und einem 6,21 Zoll großen FullView Display überzeugen, welches lediglich mit einem schmalen Rand und einem Tropfen-Notch daher kommt.

Etwas enttäuscht war ich jedoch von dem Anschluss, denn hier hätte man lieber auf den USB-Typ-C Anschluss setzten sollen und nicht auf einen veraltetet Micro-USB Anschluss. Angesichts des Preises hat Huawei hier jedoch einen würdigen Nachfolger des P Smart+ auf den Markt gebracht, welcher zum Großteil rundum verbessert wurde.

Huawei P Smart

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testr Gesamtwertung

unter Berücksichtigung aller Teilwertungen

 Wir bedanken uns beim Hersteller für die Bereitstellung des Produktes. Zu unseren Grundsätzen

BQ Aquaris X2 Pro

BQ ist ein Markenname des Unternehmen Mundo Reader S.L. welches seinen Sitz in Madrid, Spanien hat. BQ fertigt neben Smartphones und Tablets auch 3D-Drucker und Lern-Roboter. Die ersten E-Book-Reader kamen zu Weihnachten im Jahr 2009 unter der damaligen Marke „booq“ auf den spanischen Markt. Mit diesen war das Unternehmen erfolgreich und stieg 2010 in den Tablet-Markt ein und änderte zeitgleich den Namen auf BQ um. Damit wollte das Unternehmen symbolisieren, das es nicht nur Bücher und E-Book-Reader verkauft. Im Jahre 2011 und 2012 wuchs die Marke immer mehr und wurde in Spanien sehr erfolgreich, sodass BQ in dem Heimatland zur zweithäufigsten verkauften Marke für E-Reader und Tablets wurde.

Im Frühjahr 2013 erschien mit dem Aquaris das erste Smartphone aus dem Hause BQ und bereits ein Jahr später wurde das BQ Aquaris E5 das in Spanien meistverkaufte Smartphone ohne Vertragsanbindung. Inzwischen gibt es von BQ verschiedene Smartphone Serien, zu diesen gehören die Aquaris E-Serie, M-Serie U-Serie und die X-Serie.

In dem heutigen Testbericht möchte ich euch das BQ Aquaris X2 Pro vorstellen, welches im Sommer 2018 vorgestellt wurde. Beim Aquaris X2 Pro handelt es sich um ein Mittelklasse-Smartphone, welches mit einer Dual-Hauptkamera ausgestattet ist und auf dem Android One als Betriebssystem läuft. Es handelt sich dabei zwar um das best ausgestattete Modell aus dem Hause BQ, doch im Flaggschiff-Markt möchten die Spanier damit nicht mitmischen. Wie sich das BQ Aquaris X2 Pro im Alltag schlägt und wie gut es in den Benchmark und Kamera-Test abschneidet, das erfahrt ihr in folgendem Testbericht.

TEIL 1

Bestehend aus „Verpackung/Design/Verarbeitung“ entspricht 25% der Gesamtwertung

Verpackung

Die weiße Verpackung des BQ Aquaris X2 Pro überzeugt mit einem tollen, aber dennoch schlicht gehalten Design. Die Verpackung ist anders, als es mittlerweile einige der großen Smartphone Hersteller machen, mit deutlich mehr technischen Daten zum Gerät versehen. 

Es handelt sich hierbei um eine zweiteilige Verpackung. Diese besteht aus zwei einzelnen weißen Elementen (Deckel und Boden) und einem Zwischenelement aus schwarzer Kartonage. Die schwarze Kartonage ist jedoch fest mit dem Unterteil verklebt und sticht im geschlossenen Zustand mit einem Spalt von knapp 3 mm rundum hervor. Dies lockert das Design der Verpackung sehr auf und gefällt mir sehr gut.

Auf der Oberseite der Verpackung erblickt man direkt das große „X“ welches für die Serie des Smartphones steht. Zudem steht direkt in grauer Schrift darunter der Name des Smartphones und das dieses mit Android One als Betriebssystem ausgestattet wurde. Darüber wird man aber auch an der linken und rechten unteren hälfte der Verpackung informiert, denn auch hier prangt der Android One Schriftzug. An der rechter unter Ecke, sowie der linken unter Kante sieht man dezent das BQ-Logo und der längliche Aufkleber, der von der linken Seite zur Mitte des Deckels verläuft, informiert zum einen über die Farbe des Gerätes und den Flash-Speicher, sowie der RAM (Arbeitsspeicher). 

Auf der Rückseite liest man die wichtigsten technischen Daten des Smartphones, sieht verschiedene Siegel und wird über den Hersteller BQ informiert. So wünsche ich mir dies eigentlich von jedem Hersteller. Man erfährt hier unter anderem, dass das BQ Aquaris X2 Pro ein 5,65 Zoll FHD-Display, eine Dual-Kamera und Stereo-Sound besitzt, aber auch Quick Charge 4+ wird beim Aufladen des Akkus unterstützt. Natürlich verrät die Rückseite noch über weitere Ausstattungsmerkmale des Smartphones, doch diese möchte ich euch nicht alle unter dem Punkt „Verpackung“ auflisten. 

Entfernt man den Decken der Verpackung, kommt direkt das BQ Aquaris X2 Pro zum Vorschein. Dieses befindet sich normalerweise in einer Schutzfolie, welches das Gerät vor Kratzern schützen soll. Doch da es sich bei meinem Gerät um ein Testgerät handelt, wurde diese Folie bereits entfernt. Das Smartphone welches ihr erhaltet, lässt sich dann ganz einfach an der Lasche an der Oberseite der Folie aus der Verpackung herausziehen. Ist das Smartphone aus der Verpackung entnommen, kann man an einer weiteren Lasche an der Oberseite den Zwischenboden entnehmen. In dem Zwischenboden bzw. der schwarzen Kartonage, befinden sich im inneren neben dem Garantieheft in mehren Sprachen auch das SIM-Tool.

Unter der Pappschachtel befindet sich noch weiterer Zubehör. Dieser ist in zwei Bereich eingeteilt und mit einem kleinen Symbol versehen, sodass man gleich erkennt, worunter sich was befindet. Im unteren Fach versteckt sich somit das 18 Watt Qualcomm Quick Charge 3.0 Netzteil, und im oberen Fach das USB-C Ladekabel. Kopfhörer legt BQ dem Aquaris X2 Pro nicht bei, dies finde ich aber gar nicht so schlimm, denn zum einen halte ich von den mitgelieferten Kopfhörern von Mittelklasse-Smartphones selten etwas, da diese nicht sonderlich Klingen und zudem habe ich meine Lieblingskopfhörer, die ich gerne an jedem Gerät nutze.

(Verpackung: 4 von 5 Punkten)

Design

BQ bietet das Aquaris X2 Pro aktuell in drei Farben an. Neben dem Testgerät von mir, welches die Farbe Schwarz hat, gibt es noch die Farben: Silber und Weiß.

Das BQ Aquaris X2 Pro kommt in einer schlichten Designsprache daher. Dadurch fällt es nicht direkt wie z. B. ein Mate 20 in der Farbe Twilight auf, aber beim Design kann man sicherlich nicht von langweilig reden. Das Smartphone wurde für die heutige Zeit typisch hauptsächlich aus Glas und Aluminium gefertigt. So ist nicht nur das Display durch Glas gegen Kratzer geschützt, sondern auch die Rückseite. Nur kurz erwähnt, beim BQ Aquaris X2 kommt auf der Rückseite hingegen lediglich Kunststoff zum Einsatz. Das Aquaris X2 Pro besitzt ein Display mit einer Bildschirmdiagonale von 5,65, was sicherlich einige freuen dürfte, denn nicht jeder ist ein Fan von Smartphones mit einem Display über 6 Zoll. Daher ist das BQ Aquaris vor allem für Leute ein interessantes Gerät, die ein „kompaktes“ Gerät mit Android suchen. Kompakt setze ich hier nur in Anführungszeichen, da es für die heutige Zeit kompakt ist. Vor einigen Jahren war ein 4 Zoll Display aufwärts noch groß, und nun ist erst bei 6 Zoll und größer die Rede von groß. 

Die Rückseite ist zu den Seiten leicht abgerundet, sodass das Gerät gut in der Handfläche liegt. Für diejenigen die kein Fan eines Notch sind, werden sich beim BQ Aquaris freuen, denn diesen sucht man hier vergebens. Dennoch fallen die Ränder des Aquaris X2 Pro angenehm schmal aus und sind lediglich an den Seiten 1,5 mm und oben und unten 10 mm breit. Das Display kommt in dem klassischen 18:9 oder wie auch genannt, einem 2:1 Formfaktor daher. Trotz des Randes im unteren Bereich, hat BQ hier keine Sensor-Tasten integriert, sondern auf direkt Touch-Tasten im Display.

Betrachtet man die Vorderseite, fallen einem im Oberen Bereich des Displayrands, die Hörmuschel, die Frontkamera und direkt daneben ein LED-Blitz auf. Ganz untypisch für ein Mittelklasse-Smartphone ist hier, das es sich bei der Hörmuschel auch gleichzeitig um ein Lautsprecher handelt, der zusammen mit dem Lautsprecher an der Unterseite rechts unter ein Stereo-Sound erzeugt. Dies muss ich BQ auf jeden Fall positiv anrechnen, denn dies bietet kaum ein anderer Hersteller in der Preisklasse unter 400€. Wenn wir schon bei der Unterseite sind, schauen wir uns diese genauer an. Hier setzt man nämlich noch auf den 3,5 mm Klinken-Anschluss und erfreulicherweise auf den aktuellen USB-Typ-C Anschluss zum Aufladen des Akkus. Dabei handelt es sich sogar um die Version 3.1. Zwischen USB-C und Klinke-Buchse versteckt sich noch ein kleines Mikrofon, welches unter anderem für Telefonate verwendet wird. Ein weiteres Mikro, das für Aufnahmen von Videos genutzt wird, befindet sich an der Oberseite. Neben der Hörmuschel, Kamera und den LED-Blitz findet man hinter dem Rahmen am Displayrand natürlich auch noch den Umgebungslichtsensor, Annäherungssensor usw. 

Die Frontkamera wird lediglich für Selfies genutzt, somit ist eine Gesichtsentsperrung nicht mit an Bord. Dafür kann das BQ Aquaris X2 Pro klassisch über ein Entsperrungsmuster oder den Fingerabdrucksensor entsperrt werden. Der Sensor hierfür befindet sich direkt auf Zeigefingerhöhe auf der Rückseite des Smartphones. Hier ist zudem wie beim iPhone X eine Dual-Kamera in einem länglichen Plateau untergebracht, welches knapp 1 mm hervorsteht und durch Glas geschützt wird. Etwas unterhalb des Kamera-Moduls befindet sich der Dual-True-Tone Blitz.

Betrachtet man die rechte Seite des Aquaris X2 Pro, ist hier wie bei eigentlich fast jedem Android-Smartphone die Power-Taste und die Lauter-/Leiser-Wippe untergebracht. Beide Tasten bestehen hier ebenfalls aus Aluminium und besitzen einen angenehmen Druckpunkt. Auf der linken Seite gegenüber versteckt sich zu guter Letzt noch der SIM-Karten Slot. In den Sim-Karten Slot können entweder zwei Nano-SIM Karten oder eine Nano-SIM und eine micro-SD Speicherkarte mit einer maximalen Kapazität von 256 GB eingesetzt werden.

Die Abmessungen des BQ Aquaris betragen übrigens: 150,7 x 72,3 x 8,35 mm, dadurch ist das Gerät wie bereits erwähnt „kompakt“ gehalten und wiegt knapp 168 Gramm. Leider lassen sich an der Glasrückseite kaum Fingerabdrücke vermeiden. Dies ist eben einer der großen Nachteile einer hochglänzenden Glasoberfläche. Der zweite Nachteil, dass ein Smartphone mit Glasrückseite gerne aus den Händen gleitet, hat das BQ Aquaris X2 Pro zwar auch, doch durch die etwas rauere Oberfläche des Aluminium-Rahmens, hält sich dies in Grenzen. Vollkommen Abhilfe schafft hier jedoch typischerweise nur ein Smartphone-Case.

(Design: 3,5 von 5 Punkten)

Verarbeitung

Bei der Verarbeitung des Aquaris X2 Pro hat der spanische Hersteller BQ akzeptable Arbeit geleistet. Das Smartphone kann im Großen und Ganzen mit einer guten Verarbeitung Punkten. Die zu den Rändern gebogenen Glasrückseite geht mit einem leichten Absatz in den Metallrahmen über, doch dies ist so gewollt und rundum auf der Rückseite gleichmäßig. Die Antennen-Aussparungen welche an mehren Stellen durch die schwarzen Unterbrechungen im Aluminium-Rahmen ersichtlich sind, stehen jedoch leider unterschiedlich hervor. So sind bei meinem Testgerät die beiden Antennenstreifen an der rechten oberen Ecke leicht spürbar vorstehend. Die anderen wiederum sind bündig mit dem Rahmen. Des Weitern ist zwischen den Antennenstreifen recht und links im Gegenlicht ein leichter Spalt sichtbar. Klopft man leicht gegen das Display oder an der Rückseite im Bereich der rechten Tasten, hört man zudem ein leichtes klappern. Dies kommt von der Lauter/Leiser Wippe, denn diese hat ein wenig zu viel Spielraum. Diese Punkte stören jedoch kaum und wenn man das Gerät wie eigentlich die meisten Nutzer in einem Case verwendet, sieht man diese Streifen sowieso nicht mehr. 

Loben kann ich die hohe Stetigkeit des Gerätes, denn das Gerät lässt sich selbst mit höherem Kraftaufwand mit den Händen nicht verwinden. Hier hat BQ gute Arbeit geleistet und einen stabilen Aluminiumrahmen verbaut und diesen durch die abgerundeten Ränder an der Rückseite zusätzlich verstärkt.

(Verarbeitung: 3,5 von 5 Punkten)

TEIL 2

bestehend aus „Funktion des Produktes“ entspricht 65% der Gesamtwertung

Display5,65 Zoll IPS LTPS LCD-Panel (18:9 Format) 2160 x 1080 Pixel, Pixeldichte beträgt 428 ppi
CPU/GPUQualcomm Snapdragon 660 4 x 2,20 GHz (Kyro 260 Gold) und 4 x 1,84 GHz (Kyro 260 Silver) / Adreno 512 mit 650 MHz
RAM4 GB RAM (optional 6 GB)
Speicher64 GB (optional 128 GB)
BetriebssystemAndroid 8.1.0 “Oreo”
Haupt-KameraDual-Kamera 12 MP f/1,8 (Sensorgröße 1.29 μm Pixel) und 5 MP Linse für Bokeh-Effekt. Dual-Tone LED-Blitz und Autofokus mit Phasenerkennung, sowie elektronischer Bildstabilisator. Videos in max. 4K (30 FPS) Full-HD (30 und 60 FPS)
Front-Kamera8 MP f/2.0 Blende (Sensorgröße 1.12 μm Pixel)
AnschlüsseUSB-Typ-C Anschluss, 3,5 mm Klinkenbuchse.
Akku3.100 mAh mit mit Quick Charge 4+ Unterstützung, nicht austauschbar
KonnektivitätWi-Fi 802.11 b/g/n/ac, 2,4 und 5 GHz, Mobilfunknetz bis 4G, Bluetooth 5.0, NFC, GPS, GLONASS, GALILEO
Abmessungen
(LxBxH)
150,7 mm x 72,3 mm x 8,35 mm
Gewicht168 Gramm
LieferumfangAquaris X2 Pro
USB 2.0 Typ-C auf USB-Kabel
Qualcomm® Quick Charge™ 3.0 Adapter
Unterlagen

Performance

Beim BQ Aquaris handelt es sich um kein Flaggschiff-Smartphone, mit der neusten Hardware, sondern um ein solid ausgestattetes Smartphone, welches zu der etwas besser ausgestatteten Mittelklasse gehört. Im Inneren des BQ Aquaris X2 Pro werkelt der Snapdragon 660 aus dem Hause Qualcomm. Dabei handelt es sich um einem 8-Kern Prozessor, der mit bis zu 2,20 kHz taktet. Gefertigt wurde der 64-Bit CPU im 14 nm-Fertigungsverfahren.

 Von den 8-Kernen Takten vier mit den besagten 2,20 GHz (Kyro 260 Gold) und die anderen vier mit bis zu 1,84 GHz (Kyro 260 Silver). Der CPU wird je nach Modell von 4 GB RAM oder optional 6 GB RAM unterstützt. Im Prozessor ist auch der GPU (Grafikprozessor) Adreno 512 integriert, welcher mit rund 650 MHz taktet.

Das System läuft für die in ein Mittelklasse-Smartphone verbauten Hardware sehr gut und läuft somit ohne längere Ladezeiten und Aussetzer. Lediglich bei aufwendigen 3D-Games hat das Aquaris X2 Pro seine schwächen. Hier kann man bei einigen Games nicht auf der höchsten Grafikeinstellung zocken und muss gegebenenfalls mit etwas längeren Ladezeiten rechnen. Doch beim kauf des BQ Aquaris X2 Pro weiß man, dass man kein Flaggschiff-Smartphone für unter 400€ erhält und ist sich dem somit im Normalfall bewusst. In den Benchmark-Test zeigt sich das Aquaris X2 Pro etwas hinter dem LG G6, aber einen Platz und somit ganz knapp vor dem Nokia 7 Plus. Dieses kam ebenfalls im etwa gleichen Zeitraum wie das BQ Aquaris X2 Pro auf den Markt und ist preislich und von der Ausstattung als dessen Konkurrenz zu sehen. Im Bereich Leistung bzw. Benchmark kann ich somit sagen, hat das Aquaris X2 die Nase knapp vorne.

In den von mir durchgeführten Benchmarktests schnitt das BQ Aquaris X2 Pro wie folgt ab. Bei Antutu konnte es im Test einen Wert von 143.242 erreichen und liegt somit wie bereits erwähnt knapp von dem Nokia 7 Plus. Bei Geekbench 4 kam es beim Single-Core Test auf 1645 und beim Multi-Core Test auf 5432 Punkte. 

Mit 64 GB ist der Flash-Speicher des BQ Aquaris X2 Pro ausreichend bemessen und dürfte für einige Bilder, Spiele und andere Anwendungen Platz bieten. Benötigt man den doppelten Speicher, muss man zum besser Ausgestatten silbernen Modell greifen. Dieses besitzt nicht nur 128 GB ROM, sondern auch 6 GB RAM. Sollte einem der verbaute Speicher von 64 GB nicht reichen und man möchte nicht mehr Geld fürs Smartphone ausgeben bzw. man braucht keine 6 GB RAM, dann kann man den Speicher auch mit einer Micro-SD Speicherkarte um bis zu 256 GB erweitern. Abzüglich des Betriebssystems und der vorinstallierten Software bleiben von den 64 GB knapp 52 GB frei zur Verfügung. Als Betriebssystem ist Android 8.1 (Android One) vorinstalliert.

(Performance: 3,5 von 5 Punkten)

Display

Beim Aquaris X2 Pro hat BQ ein 5,56 Zoll großes IPS LTPS-LCD Display verbaut. Dieser kommt wie bereits anfangs erwähnt in einem 18:9 Formfaktor daher und Besitz eine FHD+ Auflösung von 2160 x 1080 Pixel. Dies wiederum entspricht bei einem 5,65 Zoll großen Display einer Pixeldichte von 428 ppi. Diese Pixeldichte ist für ein Smartphone-Display dieser Größe total ausreichend und sorgt dafür, dass Inhalte sehr scharf dargestellt werden.

Die maximale Helligkeit des IPS-Display gibt BQ mit 650 cd/m2 an. Diese konnte ich zwar leider nicht genau nachmessen, aber mit einigen meiner vorhanden Smartphones vergleichen. Die Helligkeit des Displays im Aquaris X2 Pro ist sehr hoch, sodass dieser selbst bei Sonnenlicht guten ablesbar ist. Zudem kann das Display mit einer sehr hohen Blickwinkelstabilität überzeugen. Selbst wenn man in einem sehr flachen Winkel auf das Display schaut, erkennt man alles ohne Probleme und vor allem ohne das die Farben verblassen. Stören könnte hier lediglich das etwas zu sehr spiegelnde Displayglas. Der Schwarzwert ist nicht so hoch wie bei einem OLED-Display, doch der Kontrast im Display gefällt mit gut, auch wenn ich hier schon Testgeräte gehabt habe, die mit noch einem besseren Kontrastverhältnis daher kamen. Diese waren dafür jedoch teurer, daher geht das Display des BQ Aquaris X2 Pro für den Preis unter 400 € absolut in Ordnung.

In den Display Einstellungen kann man adaptive Helligkeit aktivieren. Hierbei passt der Helligkeitssensor die Helligkeit des Displays automatisch an das Umgebungslicht an. Eine weitere nützliche Funktion ist die Möglichkeit das blaue Licht aus dem Display herausfiltern zu lassen, dabei wird das Display gelb eingefärbt. Dadurch soll sich das Display bei schwachem Licht angenehmer ablesen lassen und wirkt beim Einschlafen nicht störend. Diese Funktion bieten unter anderem auch Hersteller wie Apple und Hauwei unter anderen Namen an.

(Display: 3,5 von 5 Punkten)

Akku

Im Aquaris X2 Pro hat BQ einen Akku mit einer Kapazität von 3.100 mAh verbaut. Mithilfe des mitgelieferten Quick Charge 3.0 Netzteil, ist der integrierte Akku in knapp 1 Stunde und 40 Minuten wieder voll aufgeladen. Da das Smartphone jedoch auch QuickCharge 4+ unterstützt, gelingt die Aufladung mit solch einem Netzteil noch etwas schneller. Da ich solch eines jedoch nicht bei mir zuhause habe, konnte ich dies nicht testen. Eine kabellose Aufladung wird trotz Glasrückseite nicht angeboten, dies ist jedoch auch nicht verwunderlich, denn kabelloses aufladen ist in der Smartphone-Branche unter 400 nicht üblich.

BQ macht wie immer mehr Smartphone-Hersteller keine genauen Zeitangaben, wie lange der Akku durchhalten soll. Nach meinem Testzeitraum von knapp 4 Wochen kann ich jedoch sagen, dass dies Laufzeit problemlos für einen Tag ausreicht. Je nach Nutzungsintensität variiert diese Laufzeit natürlich wie immer sehr. In meinem Testzeitraum habe ich das Gerät eigentlich wie immer für das tägliche Surfen im Internet genutzt, hab im Zug via Bluetooth In-Ear Ohrhörer Musik gehört und einige WhatsApp Nachrichten versendet. Somit habe ich im Großen und Ganze das Gerät auf die Testbedingungen getestet, wie es so ziemlich jeder von euch im Alltag ebenfalls nutzen würde. Die Akkulaufzeit gehört nicht zu der besten, ist aber auf keinen Fall schlecht und gehört auf tendenziell zu den besseren Geräten.

(Akku: 4 von 5 Punkten)

Kamera

 Beim BQ Aquaris X2 Pro kommt eine Frontkamera mit 8 Megapixeln und einer Blende von f/2,0 zum Einsatz. Diese verfügt über einen 1.12 μm Pixel großen Sensor von Samsung (S5K4H7) und einen Fixfokus. Auf der Rückseite setzt BQ auf eine Dual-Kamera von der beide Kamera-Sensoren aus dem Hause Samsung stammen. So ist zum einen der S5K2L8 mit 12 Megapixel f/1,8 (1.29 μm Pixel großen Sensor) und der S5K5E8 mit 5 Megapixeln für den Porträt-Effekt verbaut.

Die Aufnehmen, die mit der Hauptkamera des BQ Aquaris X2 Pro bei Tageslicht aufgenommen werden, gefallen mir ziemlich gut. Die zweite Kamera Linse wird anders als beim iPhone nicht als Telezoom-Linse genutzt, sondern dient wie erwähnt lediglich dazu, um Aufnahmen mit Bokeh-Effekt aufzunehmen. Mir gefällt der Tiefenschärfe-Effekt bei der Hauptkamera des Aquaris X2 Pro ganz gut, denn dieser ist weicher wie bei manchen anderen vergleichbaren Kameras und wirkt dadurch natürlicher. Selbst bei schattigen Aufnahmen wo etwas weniger Licht hinkommt, fängt die f/1.8 Blende starke Hauptkamera mit ihrem Sensor genug Licht ein, um auch hier eine angemessene Abbildungsleistung zu bieten. Bei den Aufnahmen ist der Detailgrad überraschend hoch und das Bild wirkt keineswegs unnatürlich, sodass die Farben sehr neutral und nicht künstlich wirken. Bei Nacht nimmt die Qualität der Bilder jedoch sehr ab, sodass die Bilder zu sehr verrauscht sind. Der Autofokus arbeitet wiederum sehr präzise und schnell genug.

  • Bild in Bewegung
  • Nahaufnahme
  • mit Bokeh
  • ohne Bokeh

Neben dem HDR Modus, den man übrigens permanent aktiveren, deaktivieren oder auf automatisch schalten kann. Gibt es auch einen Blitz den man Ein, Aus und auf automatisch schalten kann. Dank HDR knipst das BQ Aquaris X2 Pro bei einer Aufnahme mehrere Bilder und fügt diese vollautomatisch zu einem Bild zusammen. Dadurch erreicht man eine noch höhere Lichtstärke und eine verbesserte Dynamik.

Videos kann man mit der Hauptkamera des BQ Aquaris X2 Pro mit maximal Ultra-HD (4K) mit 30 Bilder pro Sekunde aufzeichnen. Wer wiederum gerne Videos mit 60 Bilder pro Sekunde aufnehmen möchte, muss die Auflösung leider auf Full-HD reduzieren. In dieser Auflösung stehen nämlich 30 FPS und 60 FPS zur Verfügung. Die Aufnahmen können mit einer guten Qualität überzeugen und auch der elektronische Bildstabilisator sorgt dafür, dass verwacklungsfreie Aufnahmen selbst bei etwas zittrigen Händen gelingen. Lediglich bei kurzen Bewegungen hintereinander stößt der Bildstabilisator an seine Grenzen, denn damit kommt er weniger gut klar. Es sind auch Zeitraffervideos möglich, doch diese sind lediglich in 1.080p (Full-HD) möglich. Der Ton, welcher von den verbauten Mikrofonen aufgenommen wird, liefert einen klaren und guten Zwei-Kanal-Ton. 

Die 8 Megapixel Frontkamera ermöglicht Video aufnahmen in max. Full-HD mit 30 FPS. Dieser werden wiederum nicht stabilisiert und somit eigene sich die Frontkamera weniger für Video-Aufnahmen. Man kann in den Einstellungen neben dem Beauty-Modus auch HDR aktiveren. Als Blitz bei Selfie-Aufnahmen dient ein separater LED-Blitz, welcher sich neben der Kameralinse befindet. Die Aufnahmen mit der Front-Kamera sind ok aber liefern eine weniger gute Bildqualität. Vor allem wer gerne den Bokeh-Effekt nutz, sollte hier nicht übertreiben. Dieser kann in vier Stufen geregelt werden und neigt bei zu hoher Stufe, die Bildqualität zu verschlechtere. Auf hoher Stufe wirken diese zu sehr verschwommen und man kann einige Abbildungsfehler erkennen.

(Kamera: 3 von 5 Punkten)

Software

Beim Betriebssystem setzt BQ auf Android One in der Version 8.1.0 aus dem Hause Google. Mit dem Betriebssystem Android One verspricht BQ, dass man für das Smartphone Softwareupdates für 3 Jahre (falls leistungsmäßig möglich bzw. sinnvoll) und Sicherheitsupdates auf neuere Version für mindestens 2 Jahre, spätestens alle 2 Monate zur Verfügung zu stellen. Diese Zeit bezieht sich jedoch ab dem Marktstart des BQ Aquaris X2 Pro und startete somit am Mai 2018. 

Der Vorteil von Android One ist zum einen, dass es sich dabei um die reine Android Version handelt. Diese ist somit vom Hersteller des Smartphones nicht verändert, denn viele Hersteller wie Hauwei usw. versehen die jeweilige Android Version noch mit der hauseigenen Benutzeroberfläche. Dadurch dauert es jedoch teilweise je nach Hersteller etwas länger, bis dieser seine Version des Android Systems für das jeweilige Smartphone frei gibt. Android 9.0 Pie ist zwar schon auf vielen Top-Handys vorinstalliert, doch auf dem BQ Aquaris X2 Pro läuft leider aktuell immer noch Android 8.1. Ein Update auf Android 9.0 Pie dürfte für das Aquaris X2 zwar sicher sein, doch wann dies veröffentlich wird, ist leider noch nicht bekannt. 

Die vorinstallierten Apps auf dem BQ Aquaris X2 Pro halten sich im Großen und Ganzen in Grenzen. Es sind von Beginn an für Android One typisch die Google-Anwendungen wie z. B. Gmail, Google Maps, Youtube, Google Fotos, Google Pay usw. installiert. Ansonsten ist das System unangerührt und kommt lediglich mit einer BQ App daher. Diese heißt BQ On und dabei handelt es sich lediglich um die Möglichkeit, das Gerät gegen eine einmalige Gebühr gegen Schäden zu versichern.

Mit 64 GB Speicher hat man auf dem Aquaris X2 Pro für ein Mittelklasse-Smartphone ausreichend Speicher zur Verfügung, welcher bei Bedarf zusätzlich noch per micro-SD Speicherkarte um bis zu 256 GB erweitert werden kann. Bei der von mir getesteten 64 GB Version sind knapp 52 GB frei nutzbar, der Rest ist für das System usw. belegt.

Das System läuft auf dem BQ Aquaris X2 Pro zum Großteil dank der Leistung flüssig und ohne Aussetzern. Das System kommt mit dem Android typischen App-Drawer daher. Hier hat man die typische Übersicht der Apps, welche alle auf dem Smartphone installiert sind. Die Vorteile des Android One System sieht man gleich in den Einstellungen unter dem Punkt „Über das Telefon“ hier sieht man nämlich, das unter Stand des Sicherheitsupdates Dezember 2018 steht und somit dieser ziemlich aktuell ist. Hier sind ander Hersteller oftmals hinterher und sind jetzt noch bei einem Stand von Oktober 2018 usw.

(Software: 4 von 5 Punkten)

TEIL 3

bestehend aus „Preis/Leistung“ entspricht 10% der Gesamtwertung

Beschreibung

BQ wirbt das Aquaris X2 Pro mit seinem Glas und Metall Design, bei dem laut der Aussage des Herstellers die beiden Materialien nahtlos ineinander verschmelzen. Dem ist jedoch nicht wirklich so, denn andere Hersteller bekommen hier einen deutlich besseren und kaum spürbaren Übergang hin. Bei BQ ist dies durch den Absatz leider nicht wirklich der Fall, doch das Design ist auf keinem Fall schlecht und passt zu heutigen Zeit sehr gut.

Des Weiteren erwähnt BQ das 650 Niets helle Display. Dieses hat mich im Test positiv überzeugen können, denn es ist wirklich ausgesprochen hell und zudem überzeugt es mit einer sehr hohen Blickwinkelstabilität. Die Hauptkamera und die Selfie-Cam können bei guten Lichtverhältnissen ebenfalls positiv überzeugen, doch nimmt das Licht ab, wird auch die Qualität der Aufnahmen schlechter. Hier kann das BQ Aquaris X2 Pro im Bereich Low-Light einfach nicht voll überzeugen, was nur wenigen Herstellern in dieser Preisklasse gelingt.

Preis/Leistung

Die UVP des BQ Aquaris X2 Pro liegt bei 399 EUR. Doch das im Mai 2018 erschienene Smartphone ist bereits jetzt schon bei BQ direkt für 329,90 im Angebot. Somit ist das Aquaris X2 Pro preislich attraktiver geworden. Denn für die UVP von fast 400€ hätte man bessere Alternativen gehabt.

Überzeugen konnte mich beim Aquaris X2 Pro unter anderem, das für ein Mittelklasse Gerät sehr helle Display und die Kamera bei guten Lichtverhältnissen. Enttäuscht war ich jedoch von Netzteil, den hier liefert man ein Quick Charge 3.0 Ladegerät mit, obwohl das Gerät extra mit QuickCharge 4+ angepriesen wird. Daher muss man sich für die schnellere Ladegeschwindigkeit zusätzlich ein separates Netzteil besorgen. Enttäuscht wäre ich zudem etwas von der Verarbeitung, denn hier war ich ein wenig von der klappernden Lauter/Leiser-Wippe, der Kante auf der Rückseite und den ungleichmäßigen Spaltmaßen zwischen den Antennenstreben enttäuscht. 

BQ Aquaris X2 Pro

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unter Berücksichtigung aller Teilwertungen

 Wir bedanken uns beim Hersteller für die Bereitstellung des Produktes. Zu unseren Grundsätzen