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Schlagwort: Smartphone

Google Pixel 10 Pro XL

In aller Kürze

Das Google Pixel 10 Pro XL stellt eine konsequente Weiterentwicklung des Pixel 9 Pro XL dar und optimiert dieses an strategisch wichtigen Stellen. Der neu integrierte Tensor-G5-Prozessor ermöglicht eine signifikante Leistungssteigerung sowie verbesserte KI-Funktionen.  Darüber hinaus zeichnet sich das Display durch erhöhte Helligkeit aus, während der vergrößerte Akku eine längere Akkulaufzeit gewährleistet.  Erwähnenswert sind zudem die Einführung des Qi2-Magnet-Ladens sowie die Implementierung modernster Konnektivitätstechnologien.  Obwohl keine umfassenden Design- oder Kamerainnovationen vorgenommen wurden, konzentriert sich Google auf gezielte Optimierungen in den Bereichen Software und KI. Im Rahmen dieses Tests verrate ich euch, ob diese evolutionären Verbesserungen ein substanzielles Upgrade rechtfertigen und ob sich der Kauf lohnt. 

Gefällt uns

  • gute Kamera mit KI-Funktionen
  • Updates über bis zu 7 Jahre
  • gutes OLED-Display mit QHD, 120 Hz und starker Helligkeit
  • Hochwertige Verarbeitung
  • Stabile, intuitive Software ohne Bloatware
  • gute Akkulaufzeit

Gefällt uns weniger

  • Ladegeschwindigkeit nicht marktführend
  • KI-Features in manchen Regionen eingeschränkt
  • Kein radikaler Hardware-Sprung gegenüber Pixel 9 Pro XL

Google Pixel 10 Pro XL

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TEIL 1

Bestehend aus „Verpackung/Design/Verarbeitung“ entspricht 25% der Gesamtwertung

Verpackung

Beim Unboxing des Google Pixel 10 Pro XL fällt mir die konsequente Fortführung der Verpackungsphilosophie des Vorgängermodells, des Pixel 9 Pro XL, auf. Die äußere Verpackung präsentiert sich auf den ersten Blick als schlicht, elegant und funktional, im Einklang mit der Designlinie der Pixel-Reihe. Eine klare Beschriftung, eine reduzierte Gestaltung und ein hochwertiges, aufgeräumtes Erscheinungsbild.

Das Innere des Geräts präsentiert sich in identischer Gestaltung wie beim Vorgängermodell. Das Smartphone ist sicher in einer präzise gefertigten Formschale untergebracht, die optimalen Schutz vor Stößen und Verrutschen gewährleistet. Kabel und Zubehör sind übersichtlich und sauber getrennt verstaut. Dieses Konzept bietet somit ein vertrautes Unboxing-Erlebnis für Nutzer, die bereits mit einem Pixel-Modell der Vorgängerversion vertraut sind.

Lieferumfang des Pixel 10 Pro XL:

Das Smartphone ist sicher und zentral positioniert. Ein SIM-Eject-Tool ermöglicht das einfache Einsetzen der SIM-Karte. Ein USB-C-auf-USB-C-Kabel ist für das Laden und die Datenübertragung vorgesehen. Eine Kurzanleitung und Sicherheitshinweise sind ebenfalls enthalten. Wie bereits beim Pixel 9 Pro XL und anderen Smartphone-Herstellern, darunter Apple, wird im Lieferumfang jedoch kein Netzteil und keine Kopfhörer mitgeliefert. 

(Verpackung: 4,5 von 5 Punkten)

Design

Das Google Pixel 10 Pro XL setzt die etablierte Pixel-Designsprache fort und bewahrt die klare, reduzierte Formensprache. Eine deutliche Ähnlichkeit zum Pixel 9 Pro XL ist auf den ersten Blick erkennbar. Die prägende horizontale Kamera-Leiste auf der Rückseite bleibt ein wesentliches Designelement und gewährleistet einen hohen Wiedererkennungswert.

Das Google Pixel 10 Pro XL zählt zu den größeren Premium-Smartphones auf dem Markt. Mit seinen Abmessungen von 162,8 × 76,6 × 8,5 mm präsentiert es sich insbesondere in der Breite und Höhe als markantes Gerät und entspricht möglicherweise nicht den Präferenzen von Nutzern, die Wert auf kompakte Formate legen.

Mit einem Gewicht von circa 232 Gramm ist das Gerät deutlich schwerer als viele andere Flaggschiffe. Dieses erhöhte Gewicht resultiert einerseits aus dem großformatigen Display, dem leistungsstarken Akku und der robusten Konstruktion, vermittelt jedoch gleichzeitig ein Gefühl von Wertigkeit und Stabilität in der Handhabung.

Die Rückseite des Geräts ist aus mattiertem Glas gefertigt, welches eine hochwertige Haptik vermittelt und die Anfälligkeit für Fingerabdrücke signifikant reduziert. Der Aluminiumrahmen ist präzise verarbeitet, leicht abgerundet und integriert sich nahtlos in das Gesamtdesign. Die Übergänge zwischen Glas und Rahmen sind makellos ausgeführt, was den Premium-Charakter des Geräts unterstreicht.

Die Vorderseite des Geräts wird von einem großflächigen, nahezu randlosen Display dominiert, das durch äußerst schmale Einfassungen besticht. Die zentrale Punch-Hole-Kamera ist dezent integriert und beeinträchtigt die alltägliche Nutzung nicht.  Insgesamt präsentiert sich das Gerät als modern, aufgeräumt und funktional, ohne verspielte Akzente oder auffällige Experimente.

Aufgrund seiner Abmessungen und seines Gewichts bietet das Pixel 10 Pro XL zwar eine solide Haptik, jedoch ist die Einhandbedienung für Nutzer mit kleineren Händen möglicherweise eingeschränkt. Die IP68-Zertifizierung gewährleistet jedoch einen umfassenden Schutz vor Staub und Wasser und erhöht somit die Alltagstauglichkeit des Geräts.

(Design: 5 von 5 Punkten)

Verarbeitung

Die Verarbeitungsqualität des Pixel 10 Pro XL entspricht Premium-Standards. Google kombiniert eine Glasrückseite mit einem Aluminiumrahmen, wobei die Übergänge makellos ausgeführt sind und die Spaltmaße umlaufend gleichmäßig sind. Das mattierte Glas vermittelt ein hochwertiges Haptikgefühl und ist relativ unempfindlich gegenüber Fingerabdrücken, während der Aluminium-Rahmen für Stabilität und ein solides Handling sorgt.

Die Tasten für Lautstärke und Power sind präzise integriert, weisen keine Spiel auf und verfügen über einen definierten Druckpunkt. Die Kamera-Leiste ist fest mit dem Gehäuse verbunden und wirkt robust.

Ein wesentlicher Aspekt der Verarbeitungsqualität stellt die IP68-Zertifizierung dar, die das Pixel 10 Pro XL staub- und wasserdicht macht.  Dadurch ist das Gerät im täglichen Gebrauch gegen Spritzwasser, Regen oder kurzzeitiges Eintauchen geschützt, was die Alltagstauglichkeit erheblich erhöht.

(Verarbeitung: 5 von 5 Punkten)

TEIL 2

bestehend aus „Funktion des Produktes“ entspricht 65% der Gesamtwertung

Display6,8 Zoll (171 mm) Super Actua-Display, 1344 × 2992 LTPO OLED bei 486 ppi, Smooth Display (1–120 Hz), bis zu 2.200 cd/m² (HDR) und bis zu 3.300 cd/m² (Spitzenhelligkeit), Kontrastverhältnis: > 2.000.000:1
CPUGoogle Tensor G5
Titan M2-Sicherheitschip
RAM16 GB RAM
Speicher256 GB; alternativ auch 512 GB1 und 1 TB mit Zoned UFS verfügbar
BetriebssystemAndroid 16
Haupt-Kamera50 MP 1/1,3 Zoll Weitwinkelkamera mit Octa PDa (ƒ/1,68 Blende, OIS) 
48‑MP-Ultraweitwinkelkamera mit Quad PD und Autofokus (ƒ/1.7 Blende) (Sensor: 1/2,55 Zoll)
548-MP-Kamera mit Teleobjektiv, Quad PD und optischer Bildstabilisierung ( ƒ/2.8 Blende, 5-facher optischer Zoom Bildsensorgröße: 1/2,55 Zoll
Ultra Chroma Kamera mit 1,5 Mio. Spektralkanal- Sensor
Front-Kamera42‑MP-Selfiekamera mit Dual PD und Autofokus
Blende: ƒ/2.2
103°-Ultraweitwinkel-Sichtfeld
AnschlüsseUSB-Typ-C-Ladenaschluss
Akku5.200 mAh
Schnellladefunktion – bis zu 70 % in etwa 30 Min. mit einem 45-W-USB-C®-PPS-Ladegerät oder höher (separat erhältlich)
Kabelloses Laden mit Pixelsnap (Qi2-zertifiziert) mit bis zu 25 Watt
FarbenObsidian (meinem Testgerät). Außerdem verfügbar: Porcelain, Jade und Moonstone
KonnektivitätWi-Fi 7 (802.11be) mit 2,4 GHz, 5 GHz, 6 GHz, 2×2-MIMO
Bluetooth® V6 mit Antennen-Diversität für optimierte Qualität und Verbindung
NFC
Google Cast
Ultrabreitband-Chip für präzise Entfernungsbestimmung und Orientierung im Raum
Dualband GNSS GPS, GLONASS, Galileo, Beidou, QZSS, NavIC
Thread-Netzwerktechnologie
Abmessungen (H x B x T)162,8 mm (Höhe) × 76,6 mm (Breite) × 8,5 mm (Tiefe)
Gewicht232 g
LieferumfangGoogle Pixel 10 Pro XL
1-m-Verbindungskabel von USB-C auf USB-C (USB 2.0)
SIM-Tool
technische Daten des Google Pixel 10 Pro XL

Performance

Im Bereich Performance präsentiert sich das Pixel 10 Pro XL mit einer insgesamt robusten und alltagstauglichen Leistung, die die Anforderungen der meisten Nutzer übertrifft und eine reibungslose Ausführung von Aktivitäten wie Internetsurfen, Nutzung sozialer Medien und anspruchsvollen Aufgaben gewährleistet. 

Das Google Pixel 10 Pro XL setzt auf den speziell für Pixel-Geräte entwickelten Google Tensor G5 Prozessor. Dieser Chip ist ein maßgeschneidertes System-on-Chip (SoC), das CPU‑, GPU‑ und KI‑Leistung optimal kombiniert. Die Architektur fokussiert sich auf KI‑gestützte Funktionen, wie Kameraverarbeitung, Sprachsteuerung und smarte Systemoptimierungen, während gleichzeitig der Energieverbrauch effizient gehalten wird. Dank des Tensor G5 arbeitet das Gerät in Kombination mit bis zu 16 GB RAM sehr flüssig. Apps starten schnell, Multitasking funktioniert problemlos und selbst größere Anwendungen oder komplexe Aufgaben werden zügig verarbeitet. 

Dank der engen Integration von Hardware und Android‑Software profitiert das Pixel 10 Pro XL von einer ausgezeichneten Optimierung, die in zahlreichen Alltagssituationen für ein reibungsloses Benutzererlebnis sorgt, selbst bei gleichzeitiger Ausführung mehrerer Anwendungen im Hintergrund.

Das Gerät demonstriert im Gaming-Bereich eine solide Performance. Titel aus dem Google Play Store werden in der Regel mit hohen Grafikeinstellungen flüssig wiedergegeben, wobei Ruckler nur selten auftreten. Bei besonders grafikintensiven Spielen können unter Dauerbelastung jedoch vereinzelt Frame-Einbußen oder geringfügige Temperaturschwankungen verzeichnet werden, was in dieser Geräteklasse nicht ungewöhnlich ist.

Die integrierte Mali-G78 GPU im Tensor G5 ermöglicht flüssige Bildwiederholraten bei grafisch anspruchsvollen Spielen.Titel mit hohen Detailstufen laufen meist ohne spürbare Ruckler, und das 120-Hz-Display zeigt Inhalte besonders flüssig. Im normalen Alltag verhält sich das Pixel 10 Pro XL angenehm kühl. Unter längerer Volllast, beispielsweise bei intensiven Spielen oder Benchmark-Tests, steigen die Temperaturen zwar spürbar an, erreichen jedoch keine unangenehme Temperatur oder beeinträchtigen die Nutzung in irgendeiner Weise.

Das Pixel 10 Pro XL bietet Speicherkapazitäten von 256 GB, 512 GB und 1 TB, um den unterschiedlichen Anforderungen von Nutzern gerecht zu werden, von der allgemeinen Nutzung bis hin zur intensiven Arbeit mit Medien und Fotos. Für Anwender, die eine umfangreiche Speicherung hochauflösender Fotos, Videos oder großer Anwendungen benötigen, empfiehlt sich die Investition in eine größere Speichervariante.

Im Google Pixel 10 Pro XL wird erstmals in der Pixel-Reihe der moderne UFS 4.0-Speicher implementiert. Dieser Nachfolger des UFS 3.1-Standards zeichnet sich durch deutlich erhöhte Datenraten und eine verbesserte Effizienz aus, was sich in einer spürbaren Leistungssteigerung im täglichen Gebrauch widerspiegelt. Gemäß den technischen Spezifikationen kann UFS 4.0 eine sequenzielle Lesegeschwindigkeit von bis zu 4.200 Megabyte pro Sekunde und eine sequenzielle Schreibgeschwindigkeit von bis zu 2.800 Megabyte pro Sekunde erreichen. Der schnellere Speicher erweist sich insbesondere beim Öffnen umfangreicher Anwendungen oder beim Wechsel zwischen zahlreichen Anwendungen als vorteilhaft.

Erste Messungen im Rahmen der Praxis bzw. entsprechender Benchmarktests zeigen, dass der tatsächliche Durchsatz nicht immer vollständig die theoretischen Maximalwerte erreicht und im Vergleich zu zahlreichen Mitbewerbern unterhalb der Spitzenwerte anderer UFS-4.0-Geräte liegen kann.

Im Rahmen der durchgeführten Tests erzielte das Google Pixel 10 Pro XL mit dem integrierten Tensor G5 Prozessor eine bemerkenswert solide und alltagstaugliche Leistung. Im AnTuTu Benchmark erreichte das Gerät eine Punktzahl von etwa 907292, was eine deutliche Steigerung gegenüber dem Vorgängermodell Pixel 9 Pro XL darstellt. Auch die Ergebnisse des Geekbench Benchmarks bestätigen die hohe Leistungsfähigkeit der CPU:  Die Single-Core-Leistung beträgt circa 2.283 Punkte, die Multi-Core-Leistung rund 5.135 Punkte. Diese Werte gewährleisten ein flüssiges Nutzererlebnis beim Starten von Anwendungen, beim Multitasking und bei der Nutzung KI-gestützter Funktionen.

Die integrierte Mali-G78 GPU bietet eine stabile Grafikleistung, sodass Spiele auch bei hohen Einstellungen größtenteils flüssig dargestellt werden.  Obwohl absolute Spitzenwerte im Vergleich zu anderen High-End-Chips nicht erreicht werden, ist die Leistung für den alltäglichen Gebrauch, Multimedia-Anwendungen und Gaming vollkommen ausreichend.  Insgesamt überzeugt das Pixel 10 Pro XL mit einer stabilen und zuverlässigen Performance, die den Anforderungen eines modernen Premium-Smartphones gerecht wird.

(Performance: 4,5 von 5 Punkten)

Display

Das Google Pixel 10 Pro XL verfügt über ein 6,7-Zoll-OLED-Display mit QHD+ Auflösung und einer Pixeldichte von 526 ppi, wodurch Inhalte mit hoher Schärfe und Detailtreue dargestellt werden. Im Vergleich zum Vorgängermodell Pixel 9 Pro XL ist die Displaygröße nahezu identisch, die Auflösung wurde geringfügig angepasst, die Pixeldichte verbleibt auf einem Premium-Niveau.

Besonders hervorzuheben ist die Helligkeit des Displays. Mit einer typischen Helligkeit von bis zu 1.300 nits und einer Spitzenhelligkeit von über 3.300 nits bei HDR-Inhalten übertrifft das Pixel 10 Pro XL seinen Vorgänger geringfügig, was die Lesbarkeit unter direkter Sonneneinstrahlung verbessert. Das OLED-Panel zeichnet sich durch nahezu unendlichen Kontrast, tiefes Schwarz und eine präzise, lebendige Farbdarstellung aus, die HDR10+ unterstützt.

Die Bildwiederholrate von 120 Hz gewährleistet flüssige Animationen, Scrollbewegungen und ein besonders angenehmes Spielerlebnis. Die Adaptive LTPO-Technologie trägt zur Energieeinsparung bei.  Zusätzliche Vorteile umfassen Gorilla Glass Victus 2, eine sehr gute Blickwinkelstabilität und ein Always-on-Display zur schnellen Informationsbereitstellung. 

(Display: 4,5 von 5 Punkten)

Akku

Das Google Pixel 10 Pro XL ist mit einem 5.200 mAh Akku ausgestattet, welcher im Vergleich zum Vorgängermodell Pixel 9 Pro XL eine geringfügige Kapazitätssteigerung aufweist und eine zuverlässige Energieversorgung im täglichen Gebrauch gewährleistet. Bei moderater Nutzung ermöglicht das Gerät eine vollständige Tagesnutzung, in einigen Fällen sogar eine zweitägige Nutzung bei sparsamer Handhabung. Im pemanenten Video schauen erzielte das Gerät eine Laufzeit von über 15 Stunden, während die aktive Displayzeit typischerweise 6 Stunden oder mehr beträgt, abhängig von der individuellen Nutzung.

Das Pixel 10 Pro XL unterstützt das 45 W kabelgebundene Schnellladen, wodurch der Akku in circa 30 Minuten auf etwa 70 % geladen und die volle Kapazität nach etwa 70 bis 100 Minuten erreicht wird.  Zusätzlich ist das kabellose Qi2-Magnetladen mit einer Leistung von 25 W möglich, was eine schnellere Ladezeit im Vergleich zu zahlreichen Vorgängermodellen ermöglicht. Es ist jedoch zu beachten, dass Google kein passendes Ladegerät im Lieferumfang des Geräts enthält, sodass für die Erreichung der maximalen Ladeleistung ein kompatibles Netzteil erforderlich ist.

Die neueste Generation des Pixel-Smartphones unterstützt, wie bereits das Vorgängermodell, die Funktion des Reverse Charging (umgekehrtes Laden). Diese ermöglicht es dem Gerät, andere Geräte, beispielsweise Kopfhörer, Smartwatches oder ein zweites Smartphone, drahtlos über den integrierten Qi2-Magnetstandard aufzuladen. In der Praxis erweist sich die Funktion des Reverse Charging als zuverlässig, jedoch mit moderater Ladegeschwindigkeit, typischerweise im Bereich von 5 bis 10 Watt. Diese Leistung ist für kleinere Geräte ausreichend, jedoch nicht für das schnelle Laden eines Smartphones geeignet. Die Funktion erweist sich insbesondere in Alltagssituationen als nützlich, in denen keine Steckdose verfügbar ist und andere Geräte kurzfristig Energie benötigen.

(Akku: 4,5 von 5 Punkten)

Konnektivität

Das Google Pixel 10 Pro XL zeichnet sich durch eine zeitgemäße und umfassende Konnektivitätsausstattung aus.  Es unterstützt den WLAN-Standard 6E, welcher im täglichen Gebrauch hohe Übertragungsgeschwindigkeiten, stabile Verbindungen und geringe Latenzen gewährleistet, insbesondere in stark ausgelasteten Netzwerken.  Darüber hinaus wird eine Kompatibilität mit älteren WLAN-Standards sichergestellt.

Im Bereich der Mobilfunkkommunikation bietet das Smartphone 5G-Unterstützung für schnelle Datenverbindungen sowie 4G/LTE für eine zuverlässige Netzabdeckung in Regionen ohne 5G-Infrastruktur.  Telefonie, mobile Datennutzung und Streaming-Dienste funktionieren im Testbetrieb stabil und ohne nennenswerte Auffälligkeiten.

Zur präzisen Standortbestimmung nutzt das Pixel 10 Pro XL mehrere Satellitensysteme, darunter GPS, GLONASS, Galileo und BeiDou.  Die Ortungsfunktion arbeitet sowohl bei der Navigation als auch bei der Nutzung von Fitness- und Standortdiensten schnell und präzise.  Ergänzt wird die Ausstattung durch Bluetooth 5.3 für stabile Verbindungen zu Peripheriegeräten sowie NFC für kontaktloses Bezahlen.

(Konnektivität: 4,5 von 5 Punkten)

Kamera

Die beiden neuen Google Pixel 9 Pro Modelle verwenden dieselben Kameras, sodass kein Unterschied wie bei Apple zwischen dem normalen Pro und dem Max Modell gemacht wird. In dem großen Kamera-Plateau sind an der Rückseite insgesamt drei Kameras montiert. Wie bei der vorherigen Generation besteht das Setup aus der Hauptkamera, einer Zoom-Kamera und einer Ultraweitwinkel-Kamera. Die Ultraweitwinkelkamera durchläuft einige Anpassungen: So weist sie nun eine f/1,7-Blende statt der bisherigen f/1,95 auf und ist damit lichtstärker. Gleichzeitig verkleinert sich jedoch der Bildsensor. Gut finde ich auf jeden Fall, dass die Zoomkamera nun einen Autofokus erhalten hat.

Kamera Aufbau

Das Google Pixel 10 Pro XL verfügt über ein hochwertiges Triple-Kamera-System, bestehend aus einem 50-Megapixel-Hauptsensor (1/1,3 Zoll, Blende f/1,7, optische Bildstabilisierung), einem 48-Megapixel-Ultraweitwinkelobjektiv (Blende f/1,7) und einem 48-Megapixel-Teleobjektiv (Blende f/2,8) mit 5-fachem optischem Zoom.

Im Rahmen der Testphase erzielte die Kamera unter Tageslichtbedingungen hervorragende Ergebnisse, gekennzeichnet durch hohe Detailtreue, einen natürlichen Dynamikumfang und präzise Farbwiedergabe. Das Ultraweitwinkelobjektiv lieferte ebenfalls detailreiche Aufnahmen, während das Teleobjektiv für mittlere Zoomstufen optimal geeignet ist, bei maximaler Zoomstufe jedoch leichte Detailverluste aufweist.  Bei schlechten Lichtverhältnissen überzeugt die Kamera durch die Kombination aus optischer Bildstabilisierung und Software-Optimierung, die zu kontrolliertem Rauschen und brauchbaren Ergebnissen führt. Die umfangreiche Pixel-Software umfasst Funktionen wie Porträtmodus, Astrofotografie, Nachtmodus, Pro-Controls sowie KI-gestützte Features wie „Top Shot“.

Die Videoaufnahmequalität erreicht bis zu 8K bei 30 Bildern pro Sekunde. Tageslichtaufnahmen sind gut belichtet, zeichnen sich durch natürliche Farbwiedergabe aus und bieten eine zuverlässige Bildstabilisierung.  Auch Ultraweitwinkel-Videoaufnahmen sind möglich, wobei die Detailtreue bei sehr geringen Lichtverhältnissen abnimmt.

Frontkamera

Die Frontkamera des Google Pixel 10 Pro XL verfügt über eine Auflösung von 42 Megapixeln bei einer Blende von f/2.2 und bietet einen weiten Bildwinkel, der Selfies, Videotelefonie und Gruppenaufnahmen komfortabel ermöglicht.

Im Test erzielte die Frontkamera sehr scharfe und detailreiche Fotos mit natürlichen Farben. Hauttöne wirken authentisch, die Dynamik ist gut, und auch bei leichtem Gegenlicht gelingt eine ansprechende Belichtung dank der integrierten HDR-Funktion. Der Porträtmodus arbeitet zuverlässig und trennt das Motiv sauber vom Hintergrund, selbst in komplexeren Szenen.

Bei Videoaufnahmen überzeugt die Frontkamera ebenfalls. Die Aufnahmen sind stabil und flüssig, selbst bei Bewegung. Die Belichtung passt sich dynamisch an, die Farben wirken realistisch, und die Kamera unterstützt zudem 4K-Videoaufnahmen, was sie für Vlogs, Videochats oder Content-Produktion zu einem praxistauglichen Werkzeug macht.

(Kamera: 4,5 von 5 Punkten)

Software

Das Google Pixel 10 Pro XL wird mit Android 16 ausgeliefert und präsentiert sich mit einer sauberen, aufgeräumten Oberfläche, die frei von Bloatware ist. Das Betriebssystem zeichnet sich durch Stabilität, Flüssigkeit und Reaktionsschnelligkeit aus. Animationen laufen geschmeidig und Multitasking-Funktionen funktionieren zuverlässig. Google gewährleistet die langfristige Aktualität und Sicherheit des Geräts durch regelmäßige Pixel-Drops, die neue Funktionen einführen, sowie durch monatliche Sicherheitsupdates.

Ein wesentlicher Vorteil des Pixel 10 Pro XL ist die langfristige Update-Politik. Das Gerät erhält bis zu sieben Jahre Updates, einschließlich neuer Android-Versionen, Sicherheitspatches und neuer Funktionen. Diese Politik gewährleistet Zukunftssicherheit und macht das Gerät besonders attraktiv für Nutzer, die ihr Smartphone über mehrere Jahre hinweg nutzen möchten.

Besondere Softwarefunktionen wie Material 3 Design, Live-Übersetzungen, erweiterte KI-Assistenz und intelligente Kamerahilfen runden das System ab. Im Test zeigt sich die Software als verlässlich, intuitiv und zukunftssicher. Dies macht das Pixel 10 Pro XL zu einem der rundum stärksten Smartphones in Bezug auf Systemsoftware.

Ein wesentliches Merkmal des Google Pixel 10 Pro XL stellt die KI-gestützte Kamerasoftware dar, welche die Qualität von Fotos und Videos signifikant optimiert.  Funktionen wie der Kamera-Coach bieten wertvolle Anleitungen zur Bildkomposition und Lichtgestaltung, während die Funktion „Beste Aufnahme“ automatisch das technisch optimale Bild aus einer Reihe von Aufnahmen selektiert. Der KI-gestützte Pro-Resolution-Zoom erweitert den optischen 5-fach-Zoom auf digitale Weiten, ohne einen substanziellen Detailverlust zu verursachen.  Die Real Tone-Technologie gewährleistet die Darstellung natürlicher Hauttöne unter allen Lichtverhältnissen.  Auch die Videoaufnahme profitiert von der KI-Integration, die zu stabilisierten Clips, verbesserten Details und einer optimierten Belichtung führt.

In Deutschland, Österreich und der Schweiz sind die meisten dieser KI-gestützten Kamerafunktionen vollständig nutzbar. Einige cloudbasierte Zusatzfunktionen, die weltweit beworben werden, stehen hier jedoch teilweise nicht zur Verfügung, beispielsweise bestimmte erweiterte Assistenz-Tools.

(Software: 5 von 5 Punkten)

1,2075

TEIL 3

bestehend aus „Preis/Leistung“ entspricht 10% der Gesamtwertung

Beschreibung

Das Pixel 10 Pro XL präsentiert sich als ein umfassend leistungsfähiges Premium-Smartphone. Display, Kamera, Software und Akku entsprechen den von Google kommunizierten Erwartungen. Eingeschränkte Verfügbarkeit regionaler KI-Features sowie eine geringfügig reduzierte Ladegeschwindigkeit beeinträchtigen den positiven Gesamteindruck nur marginal.  Das Pixel 10 Pro XL erfüllt somit die von Google formulierten Versprechen hinsichtlich Leistung, Zukunftssicherheit und Alltagstauglichkeit. 

Das Pixel 10 Pro XL stellt einen würdigen und sinnvollen Nachfolger des Pixel 9 Pro XL dar. Es zeichnet sich nicht durch einen radikalen Neuanfang aus, sondern vielmehr durch eine konsequente und durchdachte Weiterentwicklung, die in nahezu allen relevanten Bereichen: Display, Performance, Kamera-Software, Akku-Features und Update-Support, sichtbare Verbesserungen bietet. Genau dieses Zusammenspiel aus Evolution statt Revolution macht es zu einer attraktiven Upgrade-Option für alle Anwender, die Wert auf eine ausgereifte, zukunftssichere und intelligente Smartphone-Erfahrung legen.

Die Entscheidung, ob sich ein Upgrade vom Pixel 9 Pro XL auf das Pixel 10 Pro XL lohnt, ist stark von den individuellen Präferenzen hinsichtlich der Smartphone-Funktionalitäten abhängig. Der Test zeigt, dass das Pixel 10 Pro XL zwar keinen revolutionären Fortschritt darstellt, jedoch ein solider, sinnvoller und in mehreren Bereichen verbesserter Nachfolger ist.

Preis/Leistung

Das Pixel 10 Pro XL stellt ein attraktives Preis-Leistungs-Verhältnis dar, insbesondere für Anwender, die Wert auf langfristige Software-Updates, eine hochwertige Kamera, KI-gestützte Funktionen und ein erstklassiges Display legen. Für Besitzer des Pixel 9 Pro XL empfiehlt sich ein Upgrade vor allem dann, wenn diese Verbesserungen aktiv genutzt werden sollen. Für Einsteiger oder Anwender des Pixel 9 Pro XL, die mit ihrem aktuellen Gerät zufrieden sind, könnte der Preis jedoch als hoch empfunden werden, da sich das Gerät an Premium-Nutzer richtet.

Google Pixel 10 Pro XL

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testr Gesamtwertung

unter Berücksichtigung aller Teilwertungen

 Wir bedanken uns beim Hersteller für die Bereitstellung des Produktes. Zu unseren Grundsätzen

Huawei Pura 80 Ultra

In aller Kürze

Mit dem Pura 80 Ultra setzt Huawei erneut Maßstäbe in seiner Premium-Smartphone-Reihe und demonstriert erneut seine Kompetenz in der Entwicklung eigener Smartphones mit einem herausragenden Kamera-Setup. Der Schwerpunkt liegt auf erstklassiger Fotografie, was sich bereits im Design widerspiegelt. Auf der Rückseite befindet sich das meiner Meinung nach derzeit wuchtigste und am stärksten hervorstechende Kamera-Plateau.  Das Huawei Pura 80 Ultra besticht durch seine hochwertige Verarbeitung und eine Reihe weiterer innovativer Technologien. Gleichzeitig muss sich das Gerät den bekannten Einschränkungen durch den fehlenden Zugriff auf Google-Dienste stellen. Ob das Gesamtpaket dennoch überzeugt, zeigt dieser ausführliche Test.

Gefällt uns

  • Hohe Akkulaufzeit und schnelle Ladezeiten
  • Herausragende Kamera-Qualität
  • Sehr gutes Display
  • Hochwertige Verarbeitung

Gefällt uns weniger

  • Software-Ökosystem und fehlende Dienste schmälern den Alltagskomfort
  • Prozessor/Performance nicht auf Top-Niveau
  • Hoher Kaufpreis
  • kein 5G

Huawei Pura 80 Ultra

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TEIL 1

Bestehend aus „Verpackung/Design/Verarbeitung“ entspricht 25% der Gesamtwertung

Verpackung

Das Huawei Pura 80 Ultra wird in einer hochwertig verarbeiteten und stabilen Verkaufsverpackung ausgeliefert, die dem Premium-Anspruch des Geräts gerecht wird. Die Umverpackung ist besonders ansprechend gestaltet und entspricht dem Kamera-Plateu, auf dem der Name des Smartphones in diesem erhebenden Zentrum aufgedruckt ist. Nach dem Entfernen der Umverpackung kommt die etwas schlichtere, aber dennoch stabile Box zum Vorschein, welche ebenfalls das neue „Pura“-Branding dezent auf der Oberseite trägt. Nach dem Entfernen des Deckels der Verpackung wird zunächst das neue Smarten präsentiert. Unter diesem befindet sich, geschützt durch einen stabilen Einleger, das Zubehör. 

Im Lieferumfang befinden sich:

  • das Huawei Pura 80 Ultra
  • ein USB-C-Ladekabel
  • ein leistungsstarkes 100 Watt Schnelllade-Netzteil
  • ein SIM-Tool
  • eine Schutzhülle im passenden Puro Design
  • Kurzanleitungen und Garantieunterlagen

Es ist hervorzuheben, dass Huawei im Gegensatz zu zahlreichen Wettbewerbern weiterhin ein Ladegerät im Lieferumfang des Geräts inkludiert, wodurch die volle Schnellladefunktion ohne zusätzliche Kosten realisiert werden kann. Die Verpackung vermittelt bereits beim Auspacken einen wertigen Eindruck und unterstreicht den Premium-Charakter des Geräts.

(Verpackung: 4,5 von 5 Punkten)

Design

Das Huawei Pura 80 Ultra zeichnet sich durch ein markantes und selbstbewusstes Design aus, das seine Positionierung als Premium-Flaggschiff des Unternehmens Huawei unterstreicht. Ein zentrales Gestaltungselement stellt das großflächige, geometrisch gestaltete Kameramodul auf der Rückseite dar. Dieses dient nicht nur funktionalen Zwecken, sondern wird bewusst als visuelles Highlight eingesetzt, um den Fokus des Geräts auf die Kamera-Technologie zu lenken.

Die Rückseite des Geräts wird maßgeblich von einem prominenten Kameramodul geprägt. Dieses befindet sich zentral im oberen Bereich und ragt deutlich über die Gehäuselinie hinaus. Das Modul integriert die Hauptkamera, die Ultraweitwinkelkamera, ein Dual-Tele-System mit zwei optischen Zoomstufen, diverse Sensoren sowie einen LED-Blitz.

Das Kameramodul wurde nicht ausschließlich funktional, sondern bewusst als Designmerkmal konzipiert, um dem Gerät einen hohen Wiedererkennungswert zu verleihen. Dies führt jedoch dazu, dass das Smartphone ohne Schutzhülle auf einer ebenen Oberfläche deutlich aufschaukelt. Die Verwendung einer Schutzhülle reduziert dieses Problem zwar, neutralisiert es jedoch nicht vollständig. 

Die Rückseite des Geräts ist aus hochglänzendem Glas gefertigt, welches eine hochwertige Optik vermittelt, jedoch Fingerabdrücke stark anzieht. In Kombination mit dem eleganten Aluminiumrahmen, welcher das Display und die Glasrückseite einfasst, entsteht ein harmonischer Gesamteindruck. Die leicht abgerundeten Kanten gewährleisten trotz der beachtlichen Gerätegröße eine angenehme Handhabung, ohne dabei an Modernität zu verlieren. Huawei hat die Bedienelemente strategisch am Gerät verteilt, sodass sich die Lautstärkewippe und Power-Taste auf der rechten Seite befinden, beide gut erreichbar und mit einem klaren Druckpunkt ausgestattet. Die linke Seite ist frei von Bedienelementen, was das Design ruhiger wirken lässt. An der Unterseite ist zentral der USB-C-Anschluss positioniert, rechts befindet sich das Lautsprechergitter, links das Mikrofon sowie der SIM-Kartenschacht. An der Oberseite befinden sich ein weiteres Mikrofon und weitere Öffnungen für Lautsprecher bzw. Sensorik. Die Platzierung ist klassisch und ergonomisch sinnvoll gewählt, auch bei einhändiger Nutzung.

Das 6,8-Zoll-Display nimmt die Front des Geräts nahezu vollständig ein.  Schmale Ränder und leicht abgerundete Kanten verleihen dem Gerät ein zeitgemäßes Design. Die Frontkamera ist diskret in einer kleinen zentralen Punch-Hole-Aussparung im oberen Displaybereich integriert und fällt im täglichen Gebrauch kaum auf. Unter dem Display befindet sich ein optischer Fingerabdrucksensor, der unsichtbar integriert ist und zur optischen Aufgeräumtheit der Front beiträgt.

Mit Abmessungen von 163 × 76 × 8,3 Millimetern zählt das Gerät zu den größeren Modellen seiner Kategorie. Das Gewicht von etwa 230 Gramm ist deutlich wahrnehmbar, liegt jedoch im erwartbaren Bereich für ein Smartphone mit Glasgehäuse, Metallrahmen, leistungsstarkem Akku und umfangreichem Kamerasystem.

Das Huawei Pura 80 Ultra ist in zwei Farbvarianten erhältlich. Dazu gehört eine schwarze Version mit goldfarbenen Kamerarändern, welche die Objektive durch goldene Akzente hervorheben, sowie eine reine Gold-Variante (mein Testgerät), die den luxuriösen Charakter des Geräts unterstreicht.

(Design: 4 von 5 Punkten)

Verarbeitung

Das Huawei Pura 80 Ultra zeichnet sich durch eine Verarbeitung auf durchgehendem Oberklasse-Niveau aus.  Die Kombination aus hochwertigem Aluminiumrahmen und widerstandsfähigem Glas verleiht dem Gerät ein äußerst robustes und langlebiges Erscheinungsbild.

Die Spaltmaße sind gleichmäßig, die Übergänge präzise ausgeführt und sämtliche Bedienelemente sind fest mit einem klar definierten Druckpunkt integriert. Es wirkt nichts locker oder minderwertig verarbeitet. Das Huawei Pura 80 Ultra verfügt über die Zertifizierungen IP68 und IP69.  Während die IP68-Zertifizierung Schutz vor Staub und dauerhaftem Untertauchen gewährleistet, ergänzt die IP69-Zertifizierung die Widerstandsfähigkeit des Geräts gegen Wasser unter hohem Druck.  Somit zählt das Huawei Pura 80 Ultra zu den besonders robusten Premium-Smartphones seiner Klasse. Das Display sowie die Rückseite des Geräts sind mit Kunlun Glass 2 ausgestattet, welches eine erhöhte Widerstandsfähigkeit gegen Stürze und Kratzer gewährleistet.

Das Huawei Pura 80 Ultra, mit einem Gewicht von etwa 230 Gramm, ist zwar kein besonders leichtes Gerät, doch angesichts der hochwertigen Materialien, des großzügigen Akkus und des komplexen Kamerasystems erscheint dieses Gewicht angemessen. Insgesamt vermittelt das Pura 80 Ultra einen sehr hochwertigen Eindruck und erfüllt die Erwartungen an ein modernes Premium-Smartphone ohne erkennbare Verarbeitungsmängel.

(Verarbeitung: 5 von 5 Punkten)

TEIL 2

bestehend aus „Funktion des Produktes“ entspricht 65% der Gesamtwertung

Display6,8 Zoll 2.848 × 1.276 Pixel pOLED bei 460 ppi
LTPO OLED, 1–120 Hz adaptive hochdynamische Bildwiederholfrequenzen, 1.440 Hz hochfrequentes PWM-Dimming, bis zu 300 Hz Touch-Sampling-Rate
CPUKirin 9020, Octa-core
RAM16 GB RAM
Speicher512 GB
BetriebssystemEMUI 15.0
Haupt-Kamera50 MP 1 Zoll Ultra Lighting HDR-Kamera (f1.6~f4.0 Blende, OIS) 
40 MP Ultraweitwinkel-Kamera (f2.2 Blende)
50 MP Teleobjektivkamera (3,7-facher optischer Zoom, f2.4, Sensor-Verschiebung OIS)
12,5 MP Teleobjektivkamera (9,4-facher optischer Zoom, F3.6, Sensor-Verschiebung OIS)
Ultra Chroma Kamera mit 1,5 Mio. Spektralkanal- Sensor
Front-Kamera13 MP Selfie-Kamera (Weitwinkel, f2.0, Autofokus)
AnschlüsseUSB-Typ-C-Ladenaschluss
Akku5.170 mAh mAh
Schnelles kabelloses Laden
FarbenPrestige Gold (meinem Testgerät). Außerdem verfügbar: Golden Black
KonnektivitätW2,4 GHz und 5 GHz
IEEE 802.11a/b/g/n/ac/ax/be, 2 ×2 MIMO, EHT160, 8 Spatial-stream Sounding MU-MIMO.
Bluetooth® 5.2, unterstützt BLE, SBC, AAC, LDAC und L2HC.
NFC
GPS (L1 + L5 Dual band)/AGPS/GLONASS/BeiDou (B1I + B1C + B2a + B2b Quadband)/GALILEO (E1 + E5a + E5b Triband)/QZSS (L1 + L5 Dualband)/NavIC
Abmessungen (H x B x T)163 mm (Höhe) × 76,1 mm (Breite) × 8,3 mm (Tiefe)
Gewicht233,5 g
LieferumfangHUAWEI Pura 80 Ultra
Ladegerät
USB-C-Kabel
Monogramm-Case
Schnellstartanleitung
SIM-Tool
Garantiekarte
technische Daten des Huawei Pura 80 Ultra

Performance

Das Huawei Pura 80 Ultra wird von Huaweis eigenem Kirin-Prozessor angetrieben, der je nach Variante bis zu 16 GB Arbeitsspeicher unterstützt. Im alltäglichen Gebrauch präsentiert sich das System durchweg flüssig. Anwendungen starten zügig, Multitasking verläuft zuverlässig und selbst anspruchsvollere Programme laufen stabil.

Für gängige Anwendungsfälle wie Internetnutzung, Social-Media-Interaktion, Streaming-Dienste oder Bildbearbeitung verfügt das Smartphone über eine beträchtliche Leistungsreserve. Animationen werden flüssig dargestellt, Eingaben werden zeitnah verarbeitet und das System bleibt auch bei längerer Nutzung reaktionsschnell.

Im Vergleich zu den aktuellsten High-End-Prozessoren der Konkurrenz erreicht der Kirin-Prozessor nicht die absolute Spitzenleistung. Bei grafikintensiven Anwendungen oder unter dauerhafter hoher Last ist die Performance zwar solide, jedoch nicht führend, sodass gegebenenfalls eine Reduzierung der Grafikeinstellungen erforderlich sein kann. 

Im täglichen Einsatz überzeugt das Smartphone mit einer außergewöhnlich hohen Systemgeschwindigkeit. Animationen werden flüssig dargestellt, Eingaben werden ohne Verzögerung verarbeitet und der Wechsel zwischen Anwendungen erfolgt zügig und ohne Unterbrechungen. In Kombination mit dem 120-Hz-Display entsteht ein insgesamt sehr reaktionsschnelles Nutzungserlebnis.

Die Performance des Huawei Pura 80 Ultra befindet sich auf einem Niveau, das der Oberklasse entspricht. Obwohl die absolute Spitzenleistung in Benchmark-Tests nicht im primären Fokus steht, überzeugt das Gerät durch eine konstante Performance, eine hohe Energieeffizienz und eine ausgezeichnete Alltagstauglichkeit. Für die Zielgruppe eines Premium-Smartphones mit Schwerpunkt Kamera ist die gebotene Leistung vollkommen adäquat. Anbei ein paar Screenshots der standardisierten Benchmark-Tests, die ich durchgeführt habe. Diese bestätigen die zuverlässige Leistung des Huawei Pura 80 Ultra.

Das ausgeglichene Thermomanagement des Geräts ist hervorzuheben. Unter Last erwärmt es sich lediglich moderat, sodass spürbares Throttling im alltäglichen Gebrauch kaum auftritt. Die Leistungsabstimmung ist insgesamt klar auf Stabilität und Effizienz ausgerichtet und entspricht dem Gesamtkonzept des Pura 80 Ultra.

(Performance: 3,5 von 5 Punkten)

Display

Das Huawei Pura 80 Ultra verfügt über ein 6,8 Zoll großes LTPO-OLED-Display, welches eine adaptive Bildwiederholrate von 1 bis 120 Hertz unterstützt. Diese Technologie gewährleistet eine flüssige Darstellung von Inhalten, während die Bildrate dynamisch an den jeweiligen Anwendungsfall angepasst wird, um die Energieeffizienz zu optimieren.

Die hohe Auflösung gewährleistet eine außergewöhnlich scharfe Darstellung, wodurch Texte und Bilder klar und detailreich erscheinen. Farben werden kräftig, jedoch gleichzeitig natürlich wiedergegeben, und die Kontraste fallen dank der OLED-Technologie sehr hoch aus. Auch bei direkter Sonneneinstrahlung bleibt das Display dank seiner hohen Spitzenhelligkeit gut ablesbar.

Die Eingabenerkennung erfolgt mit hoher Präzision, während Scrollen und Animationen stets flüssig ablaufen. Die leicht gewölbten Displayränder integrieren sich harmonisch in das Design, ohne die Bedienung signifikant zu beeinträchtigen. Insgesamt gehört das Display des Pura 80 Ultra zur Spitzenklasse aktueller Smartphone-Panels und überzeugt im täglichen Gebrauch durch hohe Qualität und Zuverlässigkeit.

(Display: 5 von 5 Punkten)

Akku

Das Huawei Pura 80 Ultra verfügt über einen leistungsstarken Akku, der im täglichen Gebrauch eine zufriedenstellende bis gute Akkulaufzeit gewährleistet. Bei typischer Nutzung, die Surfen, Messaging, Social Media, Streaming und gelegentliche Kameranutzung umfasst, erreicht das Smartphone problemlos einen vollen Tag ohne Aufladen. Bei moderater Nutzung sind entsprechen längere Akkulaufzeiten realisierbar.

Das Enegriemanagment des Geräts agiert effizient, wobei insbesondere das adaptive Display und die sorgfältig optimierte Software zu einem ausgewogenen Energieverbrauch beitragen. Im Vergleich zu den ausdauerstärksten Geräten seiner Klasse erzielt das Pura 80 Ultra zwar keine Spitzenwerte, positioniert sich jedoch deutlich im oberen Mittelfeld.

Ein wesentlicher Vorteil des Pura 80 Ultra stellt die außergewöhnlich hohe Ladegeschwindigkeit dar. Durch die Implementierung kabelgebundener Schnellladetechnologie wird eine zügige Wiederherstellung der Akkukapazität gewährleistet. Darüber hinaus wird kabelloses Laden auf einem hohen Leistungsniveau unterstützt.  Insgesamt präsentiert sich das Pura 80 Ultra als ein Gerät, das eine überzeugende Synergie aus alltagstauglicher Akkulaufzeit und äußerst schnellem Aufladen bietet und somit den Komfort im täglichen Gebrauch signifikant erhöht. 

Der Akku des Huawei Pura 80 Ultra kann mittels Kabelanschluss in einer Zeitspanne von etwa 40 bis 45 Minuten vollständig aufgeladen werden. Nach einer Ladezeit von lediglich 15 Minuten wird eine Akkukapazität von ungefähr 50 Prozent erreicht. Die kabellose Aufladung erfolgt langsamer und ist, wie üblich, mit Energieverlusten verbunden, sodass eine vollständige Aufladung knapp über eine Stunde in Anspruch nimmt.

Das Huawei Pura 80 Ultra verfügt über die Funktion des Reverse Chargings, welche die Energieversorgung anderer Geräte, wie beispielsweise Kopfhörer, Smartwatches oder Smartphones, ermöglicht. Diese Funktion unterstützt sowohl kabelgebundenes als auch kabelloses Reverse Charging.  In der Praxis erweist sich die Funktion insbesondere als Notlösung für Zubehör als nützlich. Die Ladegeschwindigkeit ist hierbei jedoch begrenzt. Dennoch stellt diese Zusatzfunktion im täglichen Gebrauch eine sinnvolle Ergänzung dar.

(Akku: 4 von 5 Punkten)

Konnektivität

Das Huawei Pura 80 Ultra ist mit WLAN 6 ausgestattet, jedoch nicht mit dem 6-GHz-Band (WLAN 6E).  Infolgedessen ist der Zugang zu den besonders störungsarmen 6-GHz-Frequenzen nicht gegeben, welche insbesondere in dicht besiedelten Netzwerken Vorteile hinsichtlich Geschwindigkeit und Stabilität bieten. Obwohl WLAN 6 in der Praxis weiterhin eine ausreichende Leistung erbringt, stellt das fehlende 6-GHz-Band im Premium-Segment einen Ausstattungsnachteil dar.

Ein wesentlicher Kritikpunkt im Ausstattungsumfang des Huawei Pura 80 Ultra stellt das Fehlen eines 5G-Modems dar. Das Mobiltelefon unterstützt ausschließlich 4G/LTE-Verbindungen, was angesichts der Premium-Preisklasse und der ansonsten sehr guten Hardware als nachteilig zu bewerten ist. Obwohl LTE-Verbindungen im täglichen Gebrauch weiterhin eine hohe Geschwindigkeit und Stabilität bieten, stellt das Fehlen von 5G-Technologie einen signifikanten Nachteil hinsichtlich Zukunftssicherheit, maximaler Datenraten und Netzkapazität im Vergleich zu vergleichbaren Flaggschiffmodellen dar.

Das Global Positioning System (GPS) des Huawei Pura 80 Ultra zeichnet sich durch eine hohe Geschwindigkeit und Zuverlässigkeit aus. Die Positionsbestimmung erfolgt zeitnah, die Genauigkeit ist im täglichen Gebrauch, sowohl im Automobilverkehr als auch im Fußgängerbereich, zufriedenstellend.  Auch in dicht bebauten Gebieten bleibt die Ortung stabil. Insgesamt sind keine Auffälligkeiten oder Schwächen festzustellen, sodass sich das Gerät hervorragend für Navigationsanwendungen und ortsbasierte Dienste eignet.

(Konnektivität: 3 von 5 Punkten)

Kamera

Das Huawei Pura 80 Ultra zeichnet sich durch seine außergewöhnlichen fotografischen Fähigkeiten aus und positioniert sich damit in der Spitzenklasse der aktuellen Mobiltelefone. Im Zentrum des Kamerasystems befindet sich eine 50-Megapixel-Hauptkamera mit einem großzügigen 1-Zoll-Sensor und einer variablen Blende (f/1.6–f/4.0). Diese Kombination ermöglicht eine herausragende Bildqualität, insbesondere bei schlechten Lichtverhältnissen, mit hoher Detailtreue, einem breiten Dynamikumfang und einer natürlichen Farbwiedergabe.  Die integrierte optische Bildstabilisierung gewährleistet zudem stets verwacklungsfreie Aufnahmen.

Huawei integriert eine 40-Megapixel-Ultraweitwinkelkamera mit einer Blende von f/2.2. Diese Kamera ist insbesondere für die Aufnahme von Landschaften, architektonischen Strukturen und Gruppenporträts konzipiert. Die Bildqualität bleibt auch an den Randbereichen des Bildes vergleichsweise hoch, Verzerrungen werden effektiv korrigiert. Die Farbwiedergabe der Ultraweitwinkelkamera harmoniert nahtlos mit dem Gesamtsystem.

Das Pura 80 Ultra besticht durch ein ausgeklügeltes Tele-Zoomsystem. Huawei implementiert ein mechanisch bewegliches Prismensystem, welches zwei optische Zoomstufen über einen Sensor ermöglicht. Dies bedeutet, dass in einer Kameralinse ein 3,7-facher optischer Zoom (50 Megapixel, Blende f/2,4) für mittlere Distanzen und Porträts sowie ein 9,4-facher optischer Zoom (12,5 Megapixel, Blende f/3,6) für weit entfernte Motive zum Einsatz kommt. Der Umschaltvorgang erfolgt mechanisch und hörbar, da hierbei die Linsen bzw. Blenden bewegt werden. 

Beide Kameras sind optisch stabilisiert. Das System liefert in der Praxis detailreiche Zoomaufnahmen mit hoher Schärfe und exakter Farbwiedergabe. Auch bei höheren Zoomstufen bleiben die Ergebnisse bemerkenswert klar, bevor der digitale Zoom aktiviert wird. Insgesamt deckt das Kamerasystem einen außergewöhnlich großen Brennweitenbereich ab und bietet somit eine bemerkenswerte Flexibilität.

Das Pura 80 Ultra überzeugt bei Videoaufnahmen durch eine bemerkenswerte Bildqualität, die durch eine exzellente Stabilisierung und einen zuverlässigen Autofokus unterstützt wird. Bewegungen werden flüssig ausgeglichen, wodurch eine hohe Detailtreue gewährleistet ist. Die Gesamtqualität der Videoaufnahmen ist sehr gut, erreicht jedoch nicht ganz das Niveau der Spitzenmodelle der Video-Spezialisten.

Die 13-Megapixel-Frontkamera ist mit einer Weitwinkeloptik ausgestattet, die über einen Autofokus und eine Blende von f/2.0 verfügt. Sie ermöglicht die Aufnahme scharfer Selfies mit natürlicher Farbwiedergabe und eignet sich somit hervorragend für Videoanrufe sowie die Erstellung von Inhalten für soziale Medien. Die Leistung der Kamera ist solide, jedoch nicht außergewöhnlich.

(Kamera: 5 von 5 Punkten)

Software

Das Huawei Pura 80 Ultra operiert auf der aktuellen Version von EMUI. Die Benutzeroberfläche zeichnet sich durch ein aufgeräumtes, modernes und optisch hochwertiges Design aus. Animationen sind flüssig, Menüs logisch strukturiert und die Systemstabilität ist insgesamt sehr hoch.

Huawei bietet eine Vielzahl an Personalisierungsoptionen, darunter flexible Always-on-Display-Designs, umfangreiche Design-Themes sowie intelligente Systemfunktionen wie Multi-Window, schwebende Fenster und erweiterte Gestensteuerung.  Auch in Bezug auf Datenschutz- und Sicherheitsfunktionen präsentiert sich das System ausgereift.

Huawei-Geräte sind ab Werk mit einer Reihe von proprietären Anwendungen ausgestattet, darunter AppGallery, ein Browser, Cloud-Dienste sowie Anwendungen zur Gesundheits- und Geräteverwaltung. Die Anzahl der vorinstallierten Anwendungen ist moderat und wirkt nicht überladen. Ein Großteil dieser Anwendungen kann deaktiviert oder entfernt werden.

Im täglichen Einsatz zeichnet sich die Software durch eine außergewöhnlich hohe Systemgeschwindigkeit aus. Menüs öffnen sich ohne jegliche Verzögerung, Animationen laufen flüssig ab und auch bei intensivem Multitasking bleibt das System stabil. Die Benutzeroberfläche ist sorgfältig optimiert und interagiert zuverlässig mit der Hardware, was sich in kurzen Ladezeiten und einer insgesamt reaktionsschnellen Bedienung widerspiegelt.

Obwohl das App-Ökosystem bekannte Einschränkungen aufweist, präsentiert sich die Software technisch ausgereift und performant. Besonders hervorzuheben ist, dass das System auch bei längerer Nutzung keine signifikanten Leistungseinbußen verzeichnet und einen durchgehend flüssigen Gesamteindruck vermittelt.

Huawei garantiert für das Pura 80 Ultra eine langfristige Software-Unterstützung von bis zu fünf Jahren.  Im Rahmen dieses Zeitraums werden regelmäßige Sicherheitsupdates sowie Systemoptimierungen zur Verfügung gestellt. Damit entspricht Huawei den aktuellen Anforderungen an eine nachhaltige Gerätenutzung und positioniert das Pura 80 Ultra auch softwareseitig als langlebiges Premium-Smartphone.

(Software: 3,5 von 5 Punkten)

TEIL 3

bestehend aus „Preis/Leistung“ entspricht 10% der Gesamtwertung

Beschreibung

Das Huawei Pura 80 Ultra stellt ein Premium-Smartphone dar, welches sich durch seine herausragende Fotografie-Leistung auszeichnet. Das ausgeklügelte Kamerasystem, bestehend aus einem großflächigen Sensor, einer variablen Blende und einem innovativen Tele-Zoom, hebt sich deutlich von der Konkurrenz ab und ermöglicht exzellente fotografische Ergebnisse. Des Weiteren überzeugt das Gerät mit einem hellen OLED-Display, einer hochwertigen Verarbeitung, einem hohen Schutzstandard (IP68/IP69) sowie extrem schnellen Ladezeiten.

Die Performance im Alltag ist flüssig und zuverlässig, erreicht jedoch nicht ganz das Niveau der derzeit leistungsstärksten Flaggschiffe. Der größte Kritikpunkt bleibt jedoch die Software-Situation ohne Google-Dienste, welche den Nutzungskomfort spürbar beeinträchtigen kann.

Zusammenfassend richtet sich das Huawei Pura 80 Ultra primär an Nutzer, die Kameraqualität und Premium-Hardware priorisieren und bereit sind, bei Software und Konnektivität Kompromisse einzugehen. Für Fotografie-Enthusiasten stellt es eines der spannendsten Smartphones am Markt dar.

Preis/Leistung

Huawei hat die unverbindliche Preisempfehlung (UVP) für das Huawei Pura 80 Ultra auf 1.499 € festgelegt. Derzeit ist das Smartphone jedoch direkt beim Hersteller für 1.399 € erhältlich. Darüber hinaus bietet Huawei einen 8% Rabattcoupon an, wodurch der Preis auf unter 1.290 € reduziert wird.  

Das Huawei Pura 80 Ultra präsentiert sich mit einer beeindruckenden Kameraausstattung und Premium-Hardware, welche den hohen Preis teilweise rechtfertigen. Im Gesamtkontext bleibt das Preis-Leistungs-Verhältnis jedoch ambivalent. Für Anwender, die Fotografie und Displayqualität in den Vordergrund stellen, bietet sich ein äußerst attraktives Gesamtpaket. Wer hingegen ein umfassend ausgewogenes Flaggschiff mit uneingeschränktem Software-Ökosystem erwartet, findet unter Umständen bei der Konkurrenz ein günstigeres Verhältnis von Preis und Leistung.

Huawei Pura 80 Ultra

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testr Gesamtwertung

unter Berücksichtigung aller Teilwertungen

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Google Pixel 9a

In aller Kürze

Neben den Standardversionen des Google Pixel 9, der Pro/XL-Variante und dem Pro Fold hat Google zu Beginn des Jahres auch das Mittelklassemodell Google Pixel 9a vorgestellt. Optisch überzeugt es auf den ersten Blick, da Google auf den üblichen Kamerabuckel verzichtet. Das Resultat ist ein minimal dickeres Smartphone, das flach auf dem Tisch liegt und das ohne Schutzhülle.

Preislich startet das Pixel 9a bei 500 €, was zeigt, dass ein solides Smartphone nicht teuer sein muss. Die Kameraqualität erreicht zwar nicht das Niveau des Google Pixel 9 Pro XL, ist jedoch für die meisten Nutzer völlig ausreichend. Neben Standardaufnahmen bietet das Google Pixel 9a auch gute Weitwinkel- und Makro-Aufnahmen.

Im Alltag läuft das System flüssig. Lediglich bei besonders rechenintensiven Apps zeigen sich leichte Leistungseinbußen. Insgesamt erhält man ein leistungsstarkes Smartphone zu einem fairen Preis. Für detaillierte Informationen empfehle ich den vollständigen Testbericht.

Gefällt uns

  • Gute Akku-Leistung
  • gutes Kamera-Setup
  • sehr gutes OLED-Display
  • Updates für 7 Jahre
  • gute Akkulaufzeit
  • Dual-SIM
  • viele KI-Funktionen

Gefällt uns weniger

  • Kamera bietet kein optischen Zoom
  • Ladegeschwindigkeit des Akkus könnte besser sein
  • Rückseite aus Kunststoff

Google Pixel 9a

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TEIL 1

Bestehend aus „Verpackung/Design/Verarbeitung“ entspricht 25% der Gesamtwertung

Verpackung

Das Google Pixel 9a wird, ähnlich wie das Pixel 9 Pro XL, in einer flachen Verpackung geliefert. Dies ermöglicht Google, ähnlich wie Apple, Platz zu sparen, da kein Netzteil mehr beiliegt. So passen beim Versand aus China oder Vietnam mehr Geräte auf einen Träger, was Kosten reduziert.

Die Verpackung ist schlicht und informativ gestaltet. Auf der Vorderseite ist das Gerät von hinten abgebildet, die Rückseite zeigt den Lieferumfang in mehreren Sprachen. Nach dem Entfernen der Versiegelungsstreifen lässt sich die recycelte, ungebleichte Hauptverpackung herausziehen.

Im Inneren gibt es keine Kunststoffteile. Das Pixel 9a befindet sich in einer Papiertüte, auf eine Displayfolie wurde verzichtet. Unter dem Smartphone liegen Beipackzettel in einer Papiermappe sowie das SIM-Tool. Das USB-C-Ladekabel ist ordentlich aufgerollt und sicher verstaut.

(Verpackung: 4,5 von 5 Punkten)

Design

Das Pixel 9a kommt gegenüber dessen Vorgänger rundum überarbeitet daher. Auffällig ist dabei das Kamera-Setup auf der Rückseite, denn anders als bisher von den Pixel-Smartphones und auch von zahlreicher Konkurrenz gewohnt, verzichtet man auf die markante, erhabene Kamera. Diese ist nun fast bündig und steht nur etwas unter 1mm hervor, was wirklich sehr gering ist. 

Das Google Pixel 9a ist nur wenige Millimeter größer als sein Vorgänger, aber weiterhin nur 8,9 mm dick. Das nun mit einem 6,3 Zoll großen ausgestattete Smartphone ist somit 154,7 x 73,3 groß und exakt 8,9 Millimeter dick. Obwohl das Pixel 9a exakt wie das Pixel 9 Pro ein 6,3 Zoll Display besitzt, ist das 9a minimal größer, da es einen dickeren Rand um sein Display hat.  

Die Rückseite des Google Pixel 9a ist schlicht gehalten, neben der Kameraeinheit finden wir hier daneben noch ein Kamerablitz, sowie ein dezentes Google Logo in Form eines „G“. Beim Material setzt Google wiederum weder auf Aluminium, noch auf Glas, sondern auf günstigen Kunststoff, das finde ich angesichts des Preises etwas schade, auch wenn ich klar sagen muss, dass man es durch das matte Finnisch nicht direkt spürt. Klar es ist weniger anfällig zu springen, wenn es runterfällt aber, für ein Smartphone ab 550€ ist es wie erwähnt schade. Neben meinem Testgerät in der Farbe Porcelain, einem Creme-Farbton, gibt es noch Obsidian (Schwarz), Iris (Hellblau) und Penny (Pink). Der Rahmen des Google Pixel 9a besteht dann wiederum exakt wie auch bei der Pro-Version aus Aluminium. Der Aluminiumrahmen sorgt dafür, dass das Smartphone gut in der Hand liegt, da dieser mit Abrundungen an Vorder- und Rückseite versehen wurde. Rechts befinden sich die einzigen beiden Tasten: der kleinere Power-Button und darunter die doppelt so lange Lautstärke-Taste. An der Oberseite befindet sich zudem ein Mikrofon für Stereo-Aufnahmen, ebenso wie an der unteren Stirnseite neben der USB-C-Buchse. Außerdem finde man hier rechts davon noch den länglichen Lautsprecher, sowie links aussen den SIM-Karten-Einschub. 

Wie bei jedem Smartphone ist die Vorderseite mit einem Display versehen, bei welchen man die Hörmuschel nahezu unsichtbar im Displayrand versteckt ist. Die Hörmuschel dient dabei mit es inzwischen zeitgemäß ist, als Stereo-Lautsprecher, was für einen besseren Klang beim Musikhören usw. dient. Die Frontkamera verwendet eine In-Display-Kamera. Dies bedeutet, dass im Vergleich zu einer Notch nur ein schwarzer Punkt auf dem Display erscheint. Dadurch werden weniger Bildpunkte entfernt, im Gegensatz zur deutlich größeren Notch, die mehr Bildpunkte beeinträchtigt.

(Design: 4,5 von 5 Punkten)

Verarbeitung

Das Google Pixel 9a hat eine gute Verarbeitung. Die Vorderseite ist mit Corning Gorilla Glas 3 geschützt, und die Rückseite aus mattem Kunststoff fühlt sich hochwertig an, obwohl Fingerabdrücke nicht vollständig vermieden werden können. Der Aluminiumrahmen geht nahtlos in die Vorder- und Rückseite über, und die gleichmäßigen Spaltmaße sorgen für ein angenehmes Gefühl ohne spürbare Kanten.

Das Pixel 9a ist IP68 zertifiziert, was es staub- und wasserresistent macht. Es kann bis zu 30 Minuten in Wasser bis zu 1,5 Meter Tiefe eintauchen, ohne Schaden zu nehmen, und ist vollständig gegen Staub geschützt. Der Schutz kann jedoch mit der Zeit nachlassen, und die Wasserbeständigkeit gilt nur für Süßwasser. 

(Verarbeitung: 4,5 von 5 Punkten)

TEIL 2

bestehend aus „Funktion des Produktes“ entspricht 65% der Gesamtwertung

Display6,3 Zoll 1080 × 2424 Pixel pOLED bei 422,2 ppi
Smooth Display (60–120 Hz)
CPUGoogle Tensor G4
Titan M2-Sicherheitschip
RAM8 GB RAM
Speicher128 GB / 256 GB
BetriebssystemAndroid 15
Haupt-KameraWeitwinkelkamera
48-MP-Weitwinkelkamera mit Quad PD Dual Pixel mit optischer Bildstabilisierung und Closed-Loop-Autofokus
Blende: ƒ/1,7
Sichtfeld: 82°
Bildsensorgröße: 1/2″
Bis zu 8-facher Super-Resolution-Zoom
Optische und elektronische Bildstabilisierung

Ultraweitwinkelkamera
13-MP-Ultraweitwinkelkamera
Blende: ƒ/2,2
Sichtfeld: 120°
Bildsensorgröße: 1/3,1″
Front-Kamera13-MP-Selfie-Kamera mit Dual PD und Autofokus
Blende: ƒ/2,2
Sichtfeld: 96°-Ultraweitwinkel
AnschlüsseUSB-Typ-C-Ladenaschluss
Akku5.100 mAh
Schnelles kabelloses Laden
FarbenPorcelain (meinem Testgerät). Außerdem verfügbar: Obsidian, Iris und Peony
KonnektivitätWi-Fi 6E mit 2,4 GHz + 5 GHz + 6 GHz, 2×2 MIMO
Bluetooth® V5.3 mit Antennen-Diversität für optimierte Qualität und Verbindung
NFC
Google Cast
Dual-Band-GNSS
GPS, GLONASS, Galileo, Beidou, QZSS, NavIC
Abmessungen (H x B x T)154,7 mm (Höhe) × 73,3 mm (Breite) × 8,9 mm (Tiefe)
Gewicht185,9 g
LieferumfangGoogle Pixel 9a
USB-Typ-C-Ladekabel
SIM-Tool
Kurzanleitungen
technische Daten des Google Pixel 9a

Performance

Das Google Pixel 9a verwendet den gleichen G4 CPU-Sensor wie die Pro-Version. Im Pixel 9 Pro XL war ich enttäuscht, da die Leistung im Vergleich zum Vorgänger kaum verbessert wurde, was Benchmarks bestätigen. Beim Pixel 9a passt die Leistung besser, da es ein Mittelklasse-Smartphone ist, aber hier zeigt sich, wo Google gespart hat. Obwohl das System im Alltag reibungslos läuft, ruckelt es bei hohen Rechenanforderungen. Der Prozessor kann nicht mit der Konkurrenz mithalten, was zu erwarten war, aber ich hätte mir mehr gewünscht, vielleicht in der nächsten Generation. Komplexe Spiele aus dem Appstore sind auf dem Pixel 9a nicht empfehlenswert. Für Gamer wäre ein anderes Smartphone, wie das iPhone 16, das fast doppelte Leistung bietet, eine bessere Wahl.

Das Google Pixel 9a wird von der integrierten GPU Mali-G715 MP7 und 8 GB RAM unterstützt, wobei der Arbeitsspeicher der einzige Unterschied zur Pro-Version ist. Für die meisten Nutzer, die surfen, Fotos machen oder telefonieren, funktioniert das Gerät einwandfrei. Die Leistung reicht für alltägliche Aufgaben aus, jedoch nicht für anspruchsvolle Spiele. Das Pixel 9a ist in zwei Speichergrößen erhältlich: 128 GB und 256 GB. Der Speicher ist nicht erweiterbar, und von den 128 GB bleiben nur etwa 104 GB frei. Die Lesegeschwindigkeit beträgt unter 1700 MB/s und die Schreibgeschwindigkeit 800 MB/s, was im Vergleich zu anderen Herstellern langsam ist. Im Alltag ist dies jedoch nicht auffällig, aber für diejenigen, die auf Speichergeschwindigkeit achten, ist es wichtig. 

Ich habe die üblichen Benchmarktests für das Google Pixel 9a durchgeführt. Es erzielte 1712 Punkte im Single-Core und 3902 im Multi-Core bei Geekbench 6.0. Bei PCMark Work 3.0 erreichte es 12.484 Punkte im Performance-Score und 29.301 im Storage-Score 2.0. Im 3DMark Wildlife-Benchmark erzielte es 48,2 FPS und 8050 Gesamtscore. Das Pixel 9a ist ein solides Mittelklasse-Smartphone für den Alltag, aber keine Flaggschiff-Leistung ist zu erwarten. 

(Performance: 4 von 5 Punkten)

Display

Das Google Pixel 9a hat ein 6,3 Zoll großes OLED-Display mit breiteren Rändern als die Pro-Version. Es bietet eine dynamische Frequenzanpassung von 60 bis 120 Hertz für längere Akkulaufzeit oder flüssige Darstellung und unterstützt HDR10+. Mit einer FullHD+-Auflösung von 1.080 x 2.424 Pixeln erreicht es eine Pixeldichte von 422,2 ppi. Für seine Preisklasse sind die Displaywerte sehr gut, mit einer HDR-Helligkeit von 1.800 cd/m3 und einer Spitzenhelligkeit von 2.700 cd/m2, die sowohl drinnen als auch draußen ausreichend hell sind.

Das Google Pixel 9 Pro XL beeindruckt mit einem OLED-Panel, das eine Bildschärfe und ein Kontrastverhältnis von 1.000.000:1 bietet. Dies ermöglicht kräftige Farben und tiefes Schwarz, typisch für OLED-Technologie, da die LEDs selbstleuchtend sind und vollständig abgeschaltet werden können. Das Display ist aus jedem Blickwinkel scharf und farbtreu. 

(Display: 4 von 5 Punkten)

Akku

Google hat im Pixel 9a einen 5.100mAh-Akku integriert, der überraschenderweise größer ist als der des Pixel 9 Pro XL. Dies, zusammen mit der effizienten Tensor-CPU, sorgt für eine gute Akkulaufzeit. Im Alltag reicht der Akku problemlos für einen Tag, mit 30 bis 33% Restkapazität. Die Akkulaufzeit variiert jedoch je nach Nutzung: Bei leichtem Surfen, Fotografieren und Telefonieren hält er länger als bei intensiver Kamera- und Navigationsnutzung, da der G4-Prozessor-Sensor mehr Strom benötigt. 

Google verwendet USB-C-Kabel zum Aufladen seiner Smartphones mit einer maximalen Leistung von 23 Watt. Der Akku erreicht nach etwa 28 Minuten 50 % und benötigt von 0 % knapp 90 Minuten, um vollständig aufzuladen. 

Kabelloses Aufladen ist möglich, jedoch mit einer Leistung von nur 7,5 Watt über ein Qi-Ladepad, was langsamer ist als ein 5 Watt Ladegerät. Reverse Charging ist nur bei den Pro Modellen verfügbar, sodass das Pixel 9a keine anderen Geräte oder Qi-fähige Telefone aufladen kann.

(Akku: 4,5 von 5 Punkten)

Kamera

Google setzt bei der Mittelklasse-Serie weiterhin auf ein anderes Kameradesign als bei den Pro-Modellen. Dank der geringeren Bautiefe der neuen Sensoren sind die Kameralinsen fast bündig mit dem Gehäuse. Es werden zwei Kamerasensoren verwendet, wobei die Hauptkamera im Vergleich zum Vorgängermodell deutlich verbessert wurde. Der neue 48-Megapixel-Sensor mit 1/2 Zoll Größe ersetzt den bisherigen 64-Megapixel-Sensor mit 1/1,73 Zoll. Trotz der geringeren Megapixelzahl verspricht Google bessere Bilder als beim Pixel 8a, da eine f/1,7-Blende anstelle der f/1,89-Blende verwendet wird, was eine höhere Lichtstärke bietet. 

Kamera Aufbau

Hauptkamera: 58 Megapixel, 1/2 Zoll, f/1.7, Autofokus, OIS

Ultraweitwinkel-Kamera: 13 Megapixel, 1/3,1 Zoll, f/2.2, 120°

Selfie-Kamera: 13 Megapixel, f/2.2, 96° Weitwinkel

Die Rückkamera des Pixel 8a bleibt unverändert und bietet keinen Autofokus. Google hat jedoch die minimale Fokusdistanz auf 5 cm gesenkt, sodass Makrofotos aus nächster Nähe aufgenommen werden können. Ein spezieller Makro-Modus, wie beim Pixel 9 Pro XL, ist nicht verfügbar, aber durch Annäherung an das Motiv kann man es scharf fokussieren. 

Tagsüber schießt das Google Pixel 9a mit seiner Hauptkamera sehr gute Fotos. Ehrlich gesagt spürt man hier gar nicht, dass es sich hier um ein schlechteres Setup wie bei den anderen Smartphones aus dem Hause Google handelt. Der große farbliche Dynamikumfang gefällt mir hier sehr gut, wirkt aber nicht unnatürlich und bieten tolle Details. Wie gewohnt bekommt man auch hier beim Pixel 9a lebhafte aufnahmen hin die im Test sehr überzeugen können. 

Das Google Pixel 9a bietet bei schlechten Lichtverhältnissen gute Leistungen, insbesondere im Nachtmodus, der für hervorragende Fotos sorgt. Die Software von Google zeigt sich im Unterschied zwischen Display und endgültiger Aufnahme. Die Ultraweitwinkelkamera ist bei Dunkelheit jedoch weniger überzeugend, und der Zoom ist auf zweifache Vergrößerung beschränkt, wobei die Bildqualität bei digitalem Zoom schnell abnimmt.

Im Portraitmodus gelingen euch mit der rückseitigen Kamera gute Aufnahmen, bei denen der Vordergrund, wie z.B. die abgebildete Person, deutlich vom Hintergrund abgehoben wird. Obwohl die Aufnahmen eines iPhone 15 Pro Max im Vergleich besser sind, sind die Bilder hier keineswegs schlecht – es könnte jedoch noch besser sein. 

Frontkamera

 Die Frontkamera hat eine Auflösung von 13 Megapixeln und liefert qualitativ hochwertige Selfies mit natürlichen Farben und gutem Detailreichtum. Mit einem Aufnahmewinkel von 96° können problemlos Gruppenfotos aufgenommen werden. Obwohl die Kamera im Pixel 9 XL Pro überlegen ist, ist sie für Schnappschüsse ausreichend, und ich nutze sie hauptsächlich für Videotelefonie. 

Das Google Pixel 9a ermöglicht 4K-Videoaufnahmen mit der Hauptkamera bei bis zu 60 fps und mit der Frontkamera bei maximal 30 fps. Der Kamerawechsel ist schnell, jedoch bietet nur die Hauptkamera Bildstabilisierung.

(Kamera: 4 von 5 Punkten)

Software

Das Google Pixel 9a wird mit Android 15 ausgeliefert hat aber direkt zur Veröffentlichung das Update auf Android 16 erhalten. Google garantiert, dass für das neue Smartphone über einen Zeitraum von 7 Jahren System- und Sicherheitsupdates bereitgestellt werden. Das finde ich persönlich gut, da ältere Geräte bei Android-Devices oft schnell vergessen werden.

Das Pixel-Smartphone ist ein Android-Gerät mit weniger Anpassungsoptionen als andere Android-Smartphones, da Google den Schwerpunkt auf KI-Funktionen legt. Käufer bekommen zum Beispiel den Google-eigenen Chatbot Gemini für ein Jahr kostenlos dazu. Obwohl er kontinuierlich weiterentwickelt wird, lässt er sich bereits mit zahlreichen Google-Anwendungen integrieren. Gemini kann für euch nicht nur zahlreiche Fragen beantworten, sondern auch YouTube-Videos zusammenfassen und spezifische Fragen klären. Solche Funktionen überraschen mich, da Google in diesem Bereich mit Gemini bereits einen Wettbewerbsvorteil hat. Außerdem könnt ihr Gemini, ähnlich wie Siri, einen Timer oder Wecker einstellen lassen usw. 

Mit der Kamera sind zudem unterhaltsame KI-Funktionen möglich, wie das nachträglich Einfügen einer weiteren Person in ein Bild sowie die Erstellung von KI-generierten Bildern ohne Menschen. Letzteres ist jedoch momentan in Deutschland noch nicht anwendbar. 

(Software: 5 von 5 Punkten)

TEIL 3

bestehend aus „Preis/Leistung“ entspricht 10% der Gesamtwertung

Beschreibung

Das Google Pixel 9a beweist, dass ein hochwertiges Smartphone nicht über 1.000€ kosten muss. Für etwas mehr als 500€ bietet es eine solide Ausstattung und zuverlässige Alltagsbegleitung. 

Die Kamera erreicht nicht die Qualität des Google Pixel 9 Pro, bietet aber dennoch brauchbare Aufnahmen in verschiedenen Modi. Bei Nacht zeigt sich ihre Schwäche, aber das Smartphone bleibt ohne Hülle stabil auf dem Tisch, da die Kamera fast bündig ist. Insgesamt ist es ein sehr gutes Mittelklasse-Smartphone, welches man sehr gerne nutzt, wenn man mit den Kompromissen einverstanden ist.  

Preis/Leistung

Das Unternehmen hat die UVP für das Google Pixel 9a auf 549 € festgelegt, während Google die 128 GB Variante bereits für 499 € anbietet. Das 256 GB Modell kostet nun 599 € statt 649 €. Für die Leistung und Verarbeitung ist dies ein guter Preis, da das Smartphone eine beeindruckende Akkulaufzeit und Kamera bietet.

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unter Berücksichtigung aller Teilwertungen

 Wir bedanken uns beim Hersteller für die Bereitstellung des Produktes. Zu unseren Grundsätzen

Link zum Hersteller:

Google Pixel 9 Pro XL

In aller Kürze

Der Suchmaschinen-Riese Google hat die Google Pixel 9-Serie als neuestes Smartphone-Lineup präsentiert. Zusätzlich zum regulären Google Pixel 9 gibt es erneut eine Pro-Serie, diesmal sogar mit einem XL-Modell und einem Pixel 9 Pro Fold, ähnlich wie beim Pixel 8. Hier im Test präsentiere ich euch das neue Google Pixel 9 Pro XL, das im Vergleich zum Vorgänger dem normalen 8 Pro entspricht.

Die Kamera ist nach wie vor eines der Highlights der Google Pixel Pro Smartphones, aber auch das Display und die aktuellen Kommunikationsstandards überzeugen im Test. Es gibt jedoch auch einige Kritikpunkte, wie beispielsweise den Basis-Speicher von 128 GB, der heutzutage nicht mehr zeitgemäß ist. Man hätte hier wie bei Apple direkt mit 256 GB beginnen sollen. Der Speicher ist zudem ein UFS 3.1, dessen Nachfolger hingegen deutlich schneller wäre. Nun aber genug geplaudert, den Rest könnt ihr im Testbericht ausführlich nachlesen. 

Gefällt uns

  • Gute Akku-Leistung
  • gut abgestimmtes Kamera-Setup
  • helles und scharfes OLED-Dipslay
  • Updates für 7 Jahre
  • kabelloses Laden (inkl. Reverse Wireless Charging)
  • Dual-SIM
  • viele KI-Funktionen

Gefällt uns weniger

  • Nicht gerade den besten CPU
  • aktuell nicht alle KI-Funktionen in DACH verfügbar

Google Pixel 9 Pro XL

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Bestehend aus „Verpackung/Design/Verarbeitung“ entspricht 25% der Gesamtwertung

Verpackung

Das Google Pixel 9 Pro Xl wird von Google in einer flachen Verpackung geliefert. Google macht hier denselben Schritt wie etwa Apple: Da man mittlerweile bei Smartphones kein Netzteil mehr mitliefert, kann man dadurch Platz in der Verpackung sparen und diese deutlich flacher gestalten. Dies hat auch den Vorteil, dass beim Versand der Ware aus China bzw. teilweise auch aus Vietnam deutlich mehr Smartphones auf einen Verpackungsträger passen, was dem Hersteller Geld spart. 

Google gibt sich bei der Verpackung in Bezug auf Informationen und Ähnliches sehr zurückhaltend. Vor dem Kauf kann man sich auf der Homepage ausführlich über die technischen Daten informieren, wodurch die Verpackung einfach und schlicht gestaltet werden konnte. Beim Google Pixel 9 Pro Xl ist die stabile Verpackung in eine Papierhülle eingeschoben. Die Vorderseite zeigt nur das Gerät von hinten, während die Rückseite in mehreren Sprachen kurz den Lieferumfang beschreibt. Wenn die zwei Streifen an der Rückseite entfernt wurden, kann die Hauptverpackung durch die Seite herausgeschossen werden. So erhält man eine ungebleichte, recycelte Verpackung, die nur dezent bedruckt ist. 

Google hat den Deckel der Verpackung lediglich mit einer Skizze des Smartphones versehen, welche die Smartphone-Rückseite darstellen soll. An der langen rechten und linken Seite ist wiederum nur „Google Pixel 9 Pro Xl“ zu lesen.  Wenn man nun den Deckel der Verpackung abnimmt, erscheint sofort das Google Pixel 9 Pro XL. Dabei gefällt mir besonders gut, dass vollständig auf Kunststoff verzichtet wurde. Google hat das Smartphone anstelle einer Kunststoffhülle in eine Papiertüte verpackt und auf eine unnötige Displayfolie verzichtet. Das mitgelieferte USB-C-Ladekabel liegt unter dem Smartphone, während Google die üblichen Beipackzettel in einer kleinen Mappe im Deckel verstaut hat. 

(Verpackung: 4,5 von 5 Punkten)

Design

Bevor ich nun detailliert auf das Design eingehe, möchte ich euch zunächst darüber informieren, was es mit der XL-Bezeichnung auf sich hat, die ich zu Beginn in der Zusammenfassung kurz erwähnt habe. 

Bei einem Blick auf die technischen Daten der Smartphones wird sofort deutlich, dass das Google Pixel 9 Pro XL im Vergleich zum Vorgängermodell kein größeres Smartphone ist. Technisch gesehen ist das Google Pixel 9 Pro XL der Nachfolger des Pixel 8 Pro, während das normale Google Pixel 9 Pro eine kleinere Variante ist. Das Google Pixel 9 Pro hat die gleiche Größe wie das normale Pixel 9, bietet jedoch die bessere Ausstattung der Pro-Smartphones. Im allgemeinen heißt das, dass die Abmessungen des Google Pixel 9 Pro XL 162,8 x 76,6 x 8,5 Millimeter betragen und es somit geringfügig länger ist als mein derzeitiges Apple iPhone 15 Pro Max. 

Das Grunddesign des Google Pixel 9 Pro XL ähnelt dem seines Vorgängers, sodass wir weiterhin den Kamera-Balken an der Rückseite vorfinden. Allerdings gibt es dabei eine deutliche Änderung: Der Balken reicht nun nicht mehr vollständig bis zum Rand, sondern endet einige Millimeter davor und wurde abgerundet. Es ist zudem sofort zu erkennen, dass die Kameraeinheit deutlich vorsteht – ohne Hülle beträgt der Abstand etwa 3 mm, was schon erheblich ist. Wie gewohnt werde ich die Kamera-Einheit mit ihren einzelnen Linsen, Sensoren etc. dann ausführlich im Abschnitt zur Kamera erläutern.  

Ansonsten gibt es auf der Rückseite nicht viel zu sehen; dort befindet sich lediglich ein typisches Google-Logo in Form eines „G“. Des Weiteren kann die seidenmatte Glasrückseite in der persönlichen Farbwahl begutachtet werden. Es können Porcelain, Rose Quartz, Obsidian und Hazel ausgewählt werden. Die letztgenannte Farbe entspricht meinem Testgerät und gefällt mir ausgezeichnet, aber auch die anderen verfügbaren Farben sind großartig. 

Das Google Pixel 9 Pro XL wird von einem Aluminiumrahmen umgeben, der durch seine Abrundungen an Vorder- und Rückseite einen perfekten Übergang schafft. Dadurch liegt das Smartphone auch optimal in der Hand. Rechts befinden sich die einzigen beiden Tasten: der kleinere Power-Button und darunter die doppelt so lange Lautstärke-Taste. An der Oberseite befindet sich zudem ein Mikrofon für Stereo-Aufnahmen, ebenso wie an der unteren Stirnseite neben der USB-C-Buchse. Wie gewohnt sitzt dann links davon der Lautsprecher.  

Wie bei jedem Smartphone ist die Vorderseite mit einem Display versehen, das beim Google Pixel 9 Pro XL einen sehr dezenten Rand aufweist – dem aktuellen Trend entsprechend. Wie alle Premium-Hersteller hat man die Hörmuschel, die gleichzeitig als Stereo-Lautsprecher dient, in ihren aktuellen Smartphones versteckt. Die Hörmuschel ist unauffällig zwischen Rahmen und Display platziert und nur bei genauem Hinsehen sichtbar. Die Frontkamera verwendet eine In-Display-Kamera. Dies bedeutet, dass im Vergleich zu einer Notch nur ein schwarzer Punkt auf dem Display erscheint. Dadurch werden weniger Bildpunkte entfernt, im Gegensatz zur deutlich größeren Notch, die mehr Bildpunkte beeinträchtigt. 

(Design: 5 von 5 Punkten)

Verarbeitung

Das Google Pixel 9 Pro XL weist eine hervorragende Verarbeitung auf. Die Vorder- und die Rückseite sind jeweils mit einem Corning Gorilla Glas Vitus 2 geschützt. Vorne ist es spiegelnd poliert, hinten matt – dies sorgt für eine tolle Optik. Obwohl auf der Rückseite Fingerabdrücke hierbei nicht gänzlich zu vermeiden sind, ist es dennoch besser als bei einer Hochglanzoberfläche. Der Rahmen ausAluminium, der das Google Pixel 9 Pro XL umschließt, geht ohne Unterbrechung und sehr sanft in die beiden Glasoberflächen über. Die gleichmäßigen kleinen Spaltmaße sorgen dafür, dass keine störenden Kanten oder Ähnliches spürbar sind – insgesamt also eine hervorragende Arbeit. 

Das Google Pixel 9 Pro XL ist dank IP68 staub- und wasserresistent. Dank der Abdichtung des Gehäuses kann das Google Pixel 9 Pro XL für bis zu 30 Minuten in Wasser eintauchen, was bis zu einer Tiefe von 1,5 Metern reicht, ohne Schaden zu nehmen. Es schützt zudem vollständig gegen das Eindringen von Staub. Wie immer bei einer solchen Zertifizierung gilt jedoch, dass der Schutz begrenzt ist und mit der Abnutzung sowie im Alter nachlassen kann. Daher sollte man das Ganze mit Vorsicht betrachten, zudem bezieht sich die Angabe zur Wasserbeständigkeit auf Süßwasser; im Meer ist der Wert deutlich geringer. 

(Verarbeitung: 5 von 5 Punkten)

TEIL 2

bestehend aus „Funktion des Produktes“ entspricht 65% der Gesamtwertung

Display6,8 Zoll 1344 × 2992 Pixel LTPO-OLED bei 486 ppi
Smooth Display (1–120 Hz)
CPUGoogle Tensor G4
Titan M2-Sicherheitschip
RAM16 GB RAM
Speicher128 GB / 256 GB / 512 GB / 1 TB
BetriebssystemAndroid 15 (Update kam Ende 2024)
Haupt-KameraWeitwinkelkamera
50-MP-Weitwinkelkamera mit Octa PD
Blende: ƒ/1,68
Sichtfeld: 82°
Bildsensorgröße: 1/1,31″

Ultraweitwinkelkamera
48-MP-Ultraweitwinkelkamera mit Quad PD und Autofokus
Blende: ƒ/1,7
Sichtfeld: 123°13
Bildsensorgröße: 1/2,55″

Teleobjektiv
48-MP-Kamera mit Teleobjektiv und Quad PD
Blende: ƒ/2,8
Sichtfeld: 22°13
5-facher optischer Zoom
Bis zu 30-facher Super-Resolution-Zoom13
Bildsensorgröße: 1/2,55″
Front-Kamera42-MP-Selfie-Kamera mit Dual PD und Autofokus
Blende: ƒ/2,2
Sichtfeld: 103°-Ultraweitwinkel
AnschlüsseUSB-Typ-C-Ladenaschluss
Akku5.060 mAh
Schnelles kabelloses Laden
Reverse Charging
FarbenHazel (meinem Testgerät). Außerdem verfügbar: Porcelain, Rose Quartz, Obsidian
KonnektivitätWi-Fi 7 (802.11be) mit 2,4 GHz + 5 GHz + 6 GHz, 2×2+2×2 MIMO
Bluetooth® V5.3 mit zwei Antennen für optimierte Qualität und Verbindung
NFC
Google Cast
Ultrabreitband-Chip für präzise Entfernungsbestimmung und räumliche Wahrnehmung
Dual-Band-GNSS
GPS, GLONASS, Galileo, Beidou, QZSS, NavIC
Abmessungen (H x B x T)162,8 mm (Höhe) × 76,6 mm (Breite) × 8,5 mm (Tiefe)
Gewicht221 g
LieferumfangGoogle Pixel 9 XL Pro
USB-Typ-C-Ladekabel
Kurzanleitungen
technische Daten des Google Pixel 9 XL Pro

Performance

Mit einer neuen Smartphone-Generation geht üblicherweise auch ein neuer Prozessor einher, und so ist es auch bei Google. Das Google Pixel 9 Pro XL ist mit dem Sensor G4-Prozessor ausgestattet. Allerdings bin ich diesbezüglich etwas enttäuscht, da bei einem Blick auf die technischen Daten des CPU bereits offensichtlich ist, dass keine Leistungssteigerung zu verzeichnen ist – dies wurde auch in den Benchmarktests deutlich. 

Obwohl das System im Alltagsbetrieb reibungslos und ohne Unterbrechungen funktioniert, zeigt das Google Pixel 9 Pro XL bei Anforderungen an die Rechenleistung ein Ruckeln. Der Prozessor kann mit der Konkurrenz nicht mithalten, und das, obwohl das Smartphone einen hohen Preis aufweist. Komplizierte Spiele aus dem Appstore machen hier definitiv keinen Spaß. Wenn ihr gerne auf dem Smartphone zockt, greift lieber zu einem anderem Smartphone. Selbst wenn es mit einem anderen System arbeitet, bietet ein iPhone 16 beispielsweise nahezu die doppelte Leistung.

Zusätzlich wird der CPU von der integrierten GPU Mali-G715 MP7 und einem Arbeitsspeicher von 16 GB unterstützt. Nicht falsch verstehen: Das Google Pixel funktioniert für die meisten Nutzer, die damit surfen, Fotos machen, telefonieren usw., einwandfrei und ohne Aussetzer. Die Rechenleistung ist für die meisten alltäglichen Tätigkeiten, die der Großteil von uns damit ausführt, vollkommen ausreichend. Nur im Falle von „anspruchsvollen Spielen“ läuft es damit nicht wirklich so, wie man es erwartet.

Google bietet eine große Auswahl an Speichergrößen. Die Speicherkapazitäten beginnen bei 128 GB, was ich heutzutage für zu gering halte. Darüber hinaus gibt es noch 256 GB, 512 GB und 1 TB. Wie auch bei den vorherigen Google-Modelle kann der Speicher nicht erweitert werden, sodass von den 128 GB aus Werk nur knapp 108 GB frei bleiben. Daher sollte man hier sorgfältiger abwägen und sich nicht vom günstigen Preis blenden lassen. Zwar kostet das Google Pixel 9 XL weniger als die Konkurrenz, aber es bietet auch oft weniger Speicher. Da wir nun beim Thema Speicher angekommen sind: Dieser bietet eine Lesegeschwindigkeit von 1900 MB/s und eine Schreibgeschwindigkeit von 1200 MB/s. Das geht auch nicht gerade schnell, zumal andere Hersteller wie Apple und Samsung schnelleren Speicher verwenden. Aber auch hier gilt: Im Alltag ist dies nicht negativ auffällig, doch für jene, die auf diese Aspekte Wert legen, ist es von großer Bedeutung. Daher erwähne ich es. 

DDie bekannten Benchmarktests zur Leistung des Smartphones habe ich wie gewohnt durchgeführt. Das Google Pixel 9 Pro XL erzielte bei Geekbench 6.0 einen Wert von 1.301 im Single-Core und 3.516 Punkte im Multi-Core. Bei PCMark erreichte es einen Performance-Score von 11.620 Punkten, und im Storage-Score 2.0 lag der Wert bei 28.017 Punkten. Beim Wildlife-Extreme-Benchmark von 3DMark erreicht es eine Bildwiederholungsrate von 15,91 FPS und einen Gesamtscore von 2.657 Punkten. Im Wildlife-Extreme-Stress-Test sind es im besten Durchlauf-Score 2.648 und im niedrigsten 1.584. Dies bestätigt, dass es sich zwar um ein solides Smartphone für den Alltag handelt, aber vom CPU usw. der Konkurrenz leider deutlich hinterherhinkt. 

(Performance: 4,5 von 5 Punkten)

Display

Das Pixel 9 Pro XL von Google verfügt über ein OLED-Display mit einer Diagonale von 6,8 Zoll. Dies ermöglicht eine dynamische Frequenzanpassung von 1 bis 120 Hertz, je nach Inhalt, um entweder eine längere Akkulaufzeit oder eine flüssige Darstellung zu gewährleisten. HDR10+ ist ebenfalls enthalten, ebenso eine 2K-Auflösung von 1.344 x 2.002 Pixeln, was bei der gegebenen Displaygröße eine Pixeldichte von 486 ppi ergibt. Bislang sind alle Werte exzellent und auch die maximale Helligkeit erweist sich im täglichen Gebrauch als hervorragend, da das Pixel 9 Pro XL sowohl drinnen als auch draußen eine ausreichend hohe Helligkeit bietet.

Das Google Pixel 9 Pro XL bietet neben seiner hervorragenden Bildschärfe dank des verwendeten OLED-Panels ein hohes Kontrastverhältnis von 2.000.000:1. Dies sorgt für kräftige Farben und ein tiefes Schwarz, wie es bei OLED-Technologie üblich ist, da die LEDs selbstleuchtend sind und vollständig abgeschaltet werden können. Insgesamt handelt es sich um ein hervorragendes Display, welches Google hier eingesetzt hat: Unabhängig davon, ob man direkt oder aus einem flachen Winkel auf das Display blickt, bleiben die Farben unverändert und alles ist scharf zu sehen. 

(Display: 4,5 von 5 Punkten)

Akku

Im Pixel 9 XL Pro XL hat Google einen Akku mit einer Kapazität von 5.060 mAh integriert. Das ist überaus ordentlich und zeigt sich im Alltag als sehr vorteilhaft, da es zusammen mit dem effizienteren Tensor-CPU zu einer guten Akkulaufzeit führt. Der Akku hat im Test problemlos für einen ganzen Tag gereicht, sodass ich noch etwa 25 bis 30% Restkapazität hatte. Allerdings gilt wie immer bei akkubetriebenen Geräten zu beachten, dass es entscheidend ist, was ihr damit macht: Wenn ihr nur im Internet surft, Bilder macht und gelegentlich telefoniert, reicht die Akkulaufzeit deutlich länger aus als bei intensiver Nutzung der Kamera, wie zum Beispiel vielen Aufnahmen im Urlaub, und der Navigation. Der Grund dafür ist, dass der hier eingesetzte G4-Prozessor-Sensor in seiner Leistungsfähigkeit begrenzt ist und somit an seine Grenzen stößt und mehr Strom benötigt. 

In Bezug auf die Ladetechnik setzt Google zum einen auf das Aufladen mit einem USB-C-Kabel, über das das Smartphone mit 27 Watt geladen wird. Der Akku erreicht nach etwa 28 Minuten einen Ladezustand von 50 %. Um ihn auf 100 % zu bringen, benötigt es wiederum von 0% knapp anderthalb Stunden. 

Auch kabelloses Aufladen ist selbstverständlich möglich. Bei Verwendung eines Qi-Ladepads beträgt die Ladeleistung jedoch maximal 22 Watt, während sie über den kostenintensiven Pixel-Stand bis zu 23 Watt beträgt. Auch die neue Generation unterstützt, wie das Vorgängermodell bereits, das Reverse Charging. Damit ist es möglich, andere Geräte, Qi-fähige Telefone oder Zubehör aufzuladen. Hierzu gehören beispielsweise auch die Pixel Buds.

(Akku: 4,5 von 5 Punkten)

Kamera

Die beiden neuen Google Pixel 9 Pro Modelle verwenden dieselben Kameras, sodass kein Unterschied wie bei Apple zwischen dem normalen Pro und dem Max Modell gemacht wird. In dem großen Kamera-Plateau sind an der Rückseite insgesamt drei Kameras montiert. Wie bei der vorherigen Generation besteht das Setup aus der Hauptkamera, einer Zoom-Kamera und einer Ultraweitwinkel-Kamera. Die Ultraweitwinkelkamera durchläuft einige Anpassungen: So weist sie nun eine f/1,7-Blende statt der bisherigen f/1,95 auf und ist damit lichtstärker. Gleichzeitig verkleinert sich jedoch der Bildsensor. Gut finde ich auf jeden Fall, dass die Zoomkamera nun einen Autofokus erhalten hat.

Kamera Aufbau

Hauptkamera: 50 Megapixel, 1/1,31 Zoll, f/1.68, Autofokus, OIS

Ultraweitwinkel: 48 Megapixel, 1/2,55 Zoll, f/1.7, 123°, OIS, Autofokus

Telefoto: 48 Megapixel, 1/2,55 Zoll, f/2.8, 5x Zoom, OIS, Autofokus Selfie-Kamera: 42 Megapixel, f/2.2, Autofokus

Tagsüber schießt das Google Pixel 9 Pro XL mit seiner Hauptkamera erstklassige Fotos. Diese zeichnen sich durch ihre Farben aus, die keineswegs künstlich wirken, sondern durch ihre natürliche Darstellung bestechen. Auch der Dynamikumfang ist gut, und die Bilder weisen eine Fülle von Details auf und sind lebhaft. Wie bei Tageslicht gefällt mir die Kamera auch bei ungünstigeren Lichtverhältnissen. Auch hier bestechen die Bilder durch eine gute Ausleuchtung, Detailreichtum und ansprechende Farben. Nur die Ränder der Bilder haben eine leichte Neigung zu einer dunkleren Färbung, und hier lässt die Kamera etwas an Schärfe vermissen; dies liegt jedoch alles noch im idealen Bereich. Nachtaufnahmen kann Google, wie viele andere Smartphones auch, machen. Allerdings hellt die Software diese Aufnahmen so sehr auf, dass sie nicht mehr ganz natürlich aussieht.

Die Ultraweitwinkelkamera liefert sowohl bei Tageslicht als auch nachts zufriedenstellende Ergebnisse. Details werden ausgezeichnet erfasst, und auch die Kamera überzeugt mit einer guten Schärfe. Die Farben gefallen mir ebenso wie bei der Hauptkamera, und daher ermöglicht auch diese großartige Bilder. Je nach Tageslicht sind minimale Abstriche bezüglich der Dynamik vorhanden, aber die Bilder im Test überzeugen dennoch sehr gut. 

Abschließend kommt der Telezoom mit seinem 5-fachen Zoom. Bei Tageslicht entstehen hier sehr solide und qualitativ hochwertige Aufnahmen. Die Farben wirken natürlich, und auch der Kontrast gefällt mir gut. Ländlich geht die Schärfe bei höherem Zoom etwas verloren, aber das ist wirklich nur Meckern auf hohem Niveau. Selbst bei Dunkelheit liefert die Kamera gut brauchbare Aufnahmen, die mich mit ihren großartigen Farben und dem Detailreichtum überzeugen. 

Im Portraitmodus gelingen euch mit der rückseitigen Kamera gute Aufnahmen, bei denen der Vordergrund, wie z.B. die abgebildete Person, deutlich vom Hintergrund abgehoben wird. Obwohl die Aufnahmen eines iPhone 15 Pro Max im Vergleich besser sind, sind die Bilder hier keineswegs schlecht – es könnte jedoch noch besser sein. 

Frontkamera

Die Auflösung der Frontkamera beträgt 42 Megapixel. Diese Kamera erzeugt qualitativ hochwertige Selfies mit natürlichen Farbtönen und einer ansprechenden Dynamik. Die Software wählt die automatische Belichtung gut aus, was zu lebendigen Farben führt, die im Test überzeugen können. Der weite Aufnahmewinkel ermöglicht es, auch ohne Weiteres eine Gruppe von mehreren Personenzahl zu fotografieren.   Allerdings habe ich gelegentlich bemerkt, dass die Software die Bilder doch etwas zu stark nachschärfte, was sich auch negativ auf die Dynamik auswirkt. Insgesamt ist die Selfie-Kamera zufriedenstellend, aber mein iPhone liefert in diesem Bereich noch etwas bessere Ergebnisse. 

Das Google Pixel 9 Pro XL kann mit allen Kamerasensoren 4K-Videos mit bis zu 60 fps aufnehmen. Sowohl die Zoom- als auch die Hauptkamera ermöglichen 8K-Aufnahmen bei einer Frequenz von 30 Bildern/s. Der Wechsel zwischen den Kameras erfolgt im Handumdrehen, und alle Kameras bieten zudem eine ausgezeichnete Bildstabilisierung. Neu ist, dass alle Kameras über einen Autofokus verfügen, der schnell und präzise arbeitet. Selten ist es notwendig, einzugreifen und den Fokus manuell zu setzen. Wie bei den Bildern bin ich auch hier von der Dynamik und der Farbgebung überzeugt. 

(Kamera: 4,5 von 5 Punkten)

Software

Das Google Pixel 9 XL wird mit Android 14 ausgeliefert und ist, wie nicht anders zu erwarten, eines der ersten Smartphones, das das Update auf Android 15 erhält. Google garantiert, dass für das neue Smartphone über einen Zeitraum von 7 Jahren System- und Sicherheitsupdates bereitgestellt werden. Das finde ich persönlich gut, da ältere Geräte bei Android-Devices oft schnell vergessen werden.

Das Pixel-Smartphone ist ein Android-Gerät mit weniger Anpassungsoptionen als andere Android-Smartphones, da Google den Schwerpunkt auf KI-Funktionen legt. Käufer bekommen zum Beispiel den Google-eigenen Chatbot Gemini für ein Jahr kostenlos dazu. Obwohl er kontinuierlich weiterentwickelt wird, lässt er sich bereits mit zahlreichen Google-Anwendungen integrieren. Gemini kann für euch nicht nur zahlreiche Fragen beantworten, sondern auch YouTube-Videos zusammenfassen und spezifische Fragen klären. Solche Funktionen überraschen mich, da Google in diesem Bereich mit Gemini bereits einen Wettbewerbsvorteil hat. Außerdem könnt ihr Gemini, ähnlich wie Siri, einen Timer oder Wecker einstellen lassen usw. 

Mit der Kamera sind zudem unterhaltsame KI-Funktionen möglich, wie das nachträglich Einfügen einer weiteren Person in ein Bild sowie die Erstellung von KI-generierten Bildern ohne Menschen. Das ist jedoch momentan in Deutschland noch nicht anwendbar. 

(Software: 4 von 5 Punkten)

TEIL 3

bestehend aus „Preis/Leistung“ entspricht 10% der Gesamtwertung

Beschreibung

Google hat der Pixel-Serie mit dem Google Pixel 9 Pro XL einen würdigen Nachfolger beschert. Das Smartphone überzeugt mich neben dem nochmals besseren Design auch mit einer hervorragenden Verarbeitungsqualität. Google hat hier nicht übertrieben: Für das Geld erhält man ein tolles Display, ein überzeugendes Kamera-Setup und eine gute Akkulaufzeit. 

Dennoch zeigt das Gerät Schwächen, insbesondere in der Gaming-Performance. Für den Alltag ist es völlig ausreichend, aber für diejenigen, die gerne auf dem Smartphone spielen, wird es nicht ausreichen, da der Prozessor für den verlangten Preis leider nicht der beste ist. Auch hat dies einen etwas negativen Einfluss auf die Akkulaufzeit: Wenn ihr viel spielt oder Apps nutzt, die hohe Rechenleistung benötigen, entleert sich der Akku schneller. Die Kameras sind zwar nicht die besten, aber auch nicht schlecht und somit immer noch weit vorne mit dabei. Insgesamt ein solides Smartphone, welches mir ganz gut gefällt. 

Preis/Leistung

Das Unternehmen hat die unverbindliche Preisempfehlung (UVP) für das Google Pixel 9 Pro XL auf beachtliche 1.199 € festgelegt. Das entspricht dem Gerät mit 128 Gigabyte. Für diejenigen, die mehr Speicherplatz benötigen, sind Varianten mit 256 GB (1.299 €) und 512 GB (1.429 €) und je nach Farbe auch mit 1 TB für (1.689€) verfügbar. Wie bereits angesprochen handelt es sich dabei um einen hohen Preis, dessen Betrag gerade in Bezug auf die Speichervariante und den Prozessor etwas übertrieben wirkt. Ob sich der Kauf wirklich lohnt, muss letztendlich jeder für sich selbst entscheiden. Wenn man viele grafisch anspruchsvolle Spiele spielt, ist das Pixel 9 Pro XL möglicherweise nicht die beste Wahl für ein Smartphone. Für alle anderen, die ihr Smartphone zum Telefonieren, Surfen, Filme Anschauen und Musikhören verwenden, ist das Gerät jedoch völlig in Ordnung. Wie bereits angesprochen, erhält man hier zudem ein hervorragendes Display sowie ein gutes Kamera-Setup. 

Google Pixel 9 Pro XL

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testr Gesamtwertung

unter Berücksichtigung aller Teilwertungen

 Wir bedanken uns beim Hersteller für die Bereitstellung des Produktes. Zu unseren Grundsätzen

Link zum Hersteller:

Gigaset GS5

In aller Kürze

Mit dem Gigaset GS5 reiht sich nun auch der Nachfolger des von mir bereits getesteten Gigaset GS4 und GS3 ein. Dieses gruppiert sich wie die anderen beiden Smartphones mehr oder weniger in die Mittelklasse ein und kostet mit 299 € nicht allzu viel Geld. Anders als bei GS4 kommt hier beim GS5 eine herkömmliche Dual-Kamera zum Einsatz und erneut setzt das Unternehmen hier auf ein Modell mit austauschbarem Akku. Des Weiteren wird neben dem kabellosen Laden auch ein sogenannter Triple-Slot geboten, sodass neben zwei SIM-Karten auch noch direkt eine Speicherkarte an der Rückseite unter der Rückschale eingesetzt werden können.

Negativ ist hierbei jedoch die Hardware, welche angesichts des Preises natürlich nicht mit einer überragenden Rechenleistung überzeugen kann. Zudem schwächelt auch hier die Kamera bei schlechteren Lichtverhältnissen, aber beides sollte einem ganz klar sein, wenn das Smartphone nur 299 € kostet.   

Gefällt uns

  • Gute Akku-Leistung
  • scharfes Display
  • Kopfhörerbuchse
  • USB-Typ-C Anschluss
  • kabelloses Laden
  • wechselbarer Akku
  • Dual-SIM und micro-SD-Slot

Gefällt uns weniger

  • Mono-Lautsprecher etwas Höhenbetont
  • keine DRM-Zertifizierung
  • Weitwinkel-Linse nur mit festem Fokus

Gigaset GS5

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TEIL 1

Bestehend aus „Verpackung/Design/Verarbeitung“ entspricht 25% der Gesamtwertung

Verpackung

Beim Gigaset GS5 handelt es sich erneut um ein sogenanntes „Made in Germany“ Smartphone. Eigentlich ist es jedoch wie die anderen „Made in Germany“ Smartphone mehr Assembled in Germany, denn im Firmensitz Bocholt werden die Smartphones von Mitarbeitern, welche von Robotern unterstützt werden, lediglich noch zusammengebaut und verpackt. Die Bauteile werden wie üblich in China hergestellt. 

Von der kurzzeitig verwendeten Verpackung aus dem Graswiesen-Material, welches deutlich recycelter wirkte, hat sich das Unternehmen nun wieder vollkommen verabschiedet und setzt wieder auf eine FSC-Zertifizierte aber herkömmlich bedruckte Verpackung. Des Weiteren wurde in der Verpackung selbst selbstverständlich weiterhin auf unnötigen Kunststoff-Verpackungsmüll verzichtet, was ich so weit gut finde. 

Die Verpackung wurde wie von Gigaset gewohnt, rundum mit einige wenige Infos zum Produkt versehen. Dabei setzt Gigaset auf die gewohnten Farben Orange, Schwarz und Weiß, also genau so, wie man es hier gewohnt ist. Auf der Oberseite sieht man hierbei wie gewohnt eine Abbildung des Smartphones, welches hier von der Rückseite betrachtet dargestellt wird. Des Weiteren stehen hier natürlich auch der Herstellername sowie die Modellbezeichnung „GS5“. 

Unten an der schmalen Stirnseite befindet sich dann der wie üblich an dieser Stelle angebrachte Aufkleber, auf welchen die IMEI 1-/2-Nummer, die Seriennummer, den Modellnamen, Farbe und der Arbeitsspeicher abzulesen sind. An der länglichen rechten Seite erwähnt Gigaset die fürs Unternehmen wichtigsten Ausstattungsmerkmale, zu denen unter anderem das 6,3 Zoll große Full HD+ Display mit V-Notch, die Dual-Kamera mit 48 Megapixel, der 4.500 mAh große wechselbare Akku zählen. Die obere Stirnseite informiert kurz darüber, dass es sich hier um ein „Made in Germany“ Gerät handelt, während man auf der Rückseite eher einige Zertifikate erwähn, mehr nicht.

Direkt nachdem Öffnen der Verpackung, erblickt man in der obersten Ebene das besagte Gigaset GS5. Bei diesem hat man sich die besagte notwendige Umverpackung gespart und lediglich das Display mit einer matten Displayfolie versehen. Diese wurde beschriftet, sodass man über die wichtigen Hardwareteile informiert bzw. zeigt, wo diese verbaut sind. Daher muss diese, um das Smartphone nutzen zu können, auf jeden Fall entfernt werden, da man sonst nur wenig bis nichts auf dem Display erkennen kann.

Das restliche Zubehör verbirgt sich unter einem doppelten Boden, der einen noch zuvor zum Kauf des Gerätes gratuliert und einen QR-Code beinhaltet, der einem auf die Webseite von Gigaset führt. Ein SIM-Tool, welches gewöhnlich in der Verpackung vorhanden ist, gibt es hier bei Gigaset GS5 nicht, da dies hier nicht benötigt wird. Schließlich werden die SIM-Karten und eine Speicherkarte einfach bei entfernter Rückschale an den entsprechenden Steckplätzen an den Seiten eingeschoben. Dafür kommt ein kleiner weißer Karton zum Vorschein, in dem Gigaset den Akku verpackt hat, dieser muss dann eben noch eingesetzt werden, dafür muss einfach die Rückschale entfernt werden. Ein Netzteil liefert Gigaset hier bei dem Modell nicht mehr mit, sodass man in der Verpackung nur noch ein USB-A auf USB-C Ladekabel und sowie eine kleine Kurzanleitung und Info zum idealen Aufladen des Akkus.

(Verpackung: 4 von 5 Punkten)

Design

Das Gigaset GS5 liegt mit 157,5 x 75 x 10,4 Millimetern und den abgerundeten Kanten ganz gut in der Hand. Es ist jedoch zugleich mit exakt 213 Gramm zum einen nicht so dünn und leicht wie teurere und hochwertige Smartphones. Das hohe Gewicht liegt hier unter anderem auch an dem großen Akku, denn dieser ist mit 4.500 mAh nochmals um einiges größer als z. B. bei dem aktuellen iPhone 15. Bei der Farbauswahl stehen insgesamt zwei Modelle zur Auswahl eines in Titanium Grey (Farbe meines Testgeräts) und Light Purple.

Verbaut ist ein 6,3 Zoll Full-HD+ Display mit einer V-Notch (Aussparung im oberen Bereich). In dieser V-Notch befindet sich die Kamera und der Lautsprecher fürs Ohr. Beim Material des Displays kommt wie bereits von den beiden Vorgängermodellen gewohnt ein sogenanntes 2,5D Glas zum Einsatz, welches gehärtet ist und so vor Kratzern schützt und mit einer schmutzabweisenden Oberfläche bzw. Beschichtung versehen wurde. Der Displayrahmen wurde für die Preisklasse unter 300€ überdurchschnittlich schmal gehalten, lediglich am oberen Rand ist diese knapp 2 mm und unten ca. 5 mm breit. Weiterhin setzt Gigaset hier auf eine abnehmbare Rückschale, was für den Kunden sehr positiv ist, denn so kann der Akku ganz einfach selbst ausgewechselt werden. Sollte man hier einen Ersatz-Akku benötigen, kann dieser direkt im Online-Shop von Gigaset für faire 24,99 € bestellt werden. 

Die Rückschale, welche direkt hinter dem Display anschließt, besteht aus einem hochglänzenden Kunststoff und macht soweit einen guten Eindruck. Hierbei gibt es rundum wenig zu sehen, lediglich an der Unterseite zentral in der Mitte befindet sich der USB-C Anschluss, über welche der Akku via Kabel aufgeladen werden kann. Rechts davon befinden sich mehrere runde Öffnungen, hinter welchen der Lautsprecher sitzt, während links davon nur eine kleine Öffnung vorhanden ist, unter der sich das Mikrofon für Telefonate befindet. Sofern man noch kabelgebunden Kopfhörer nutzen möchte, besitzt das Gigaset GS5 sogar noch weiterhin eine Klinkenbuchse, diese findet man ebenso an der unteren Seite ganz links. 

An der rechten Seite gibt es dann insgesamt drei Knöpfe, einer davon ist der rot hervorgehobenen und haptisch durch seine Riffelung gut zu ertastende Power-Button. Direkt darüber hat Gigaset wiederum wie gewohnt die beiden zusammengelegten Lautstärketasten platziert, über welche man jederzeit gut mit den Fingern die Lautstärke anpassen kann. 

Um eine SIM-Karte oder Speicherkarte einzusetzen, muss hier bei Gigaset GS5 die Rückschale abgenommen werden, da alle drei Slots nicht anders zugänglich sind. Hierfür hat Gigaset wenn man das GS5 von vorne betrachtet, unten  rechts eine kleine Auskerbung für den Fingernagel eingelassen, sodass die Schale einfacher von der Rückseite abgenommen werden kann. Ganz so einfach ist es nicht, aber im Großen und Ganzen bekommt man die Rückschale mit etwas Geduld gut ab. Unterstützt werden hier wie inzwischen gewohnt neben zwei Nano-SIM-Karten (Dual-SIM) auch weiterhin eine zusätzliche microSD-Speicherkarte (bis zu 512 GB). 

Lobenswert finde ich die Rückseite, denn genau wie bei den Vorgängermodellen, dem GS3 und GS4 sind die Kameralinsen eben mit der Rückseite eingelassen, sodass diese geschützt sind bzw. beim auf den Tisch legen nichts hin und her wackelt. Dies liegt daran, dass Gigaset das Smartphone insgesamt etwas dicker gemacht hat, sodass im Inneren die ganze Hardware, der große Akku hineingepasst hat und die Rückschale somit bündig mit der Dualkamera endet. 

An der Rückseite ist am unteren Teil übrigens ein Gigaset-Schriftzug mit dem „Made in Germany“ Slogan lesen. Im oberen Abschnitt findet man dann noch zentral den Fingerabdrucksensor, der problemlos auch zusammen mit der Gesichtsentsperrung verwendet werden kann. Oben links wurden die beiden Kamera-Linsen zusammen mit dem daneben befindliche LED-Blitz platziert. 

Leider setzt Gigaset auch hier bei diesem Modell nur auch einen Mono-Lautsprecher an der Unterseite, der obere Hörer wird nicht für Stereo verwendet. Dies ist schade, denn der Klang ist hier insgesamt recht dumpf und gerade bei hoher Lautstärke übersteuert der Klang schnell. Fürs zwischendurch kürzere Clips ansehen oder auch Spielen mag das ausreichend sein, aber laut Musikhören macht darüber genauso wenig Spaß, wie einen kompletten Film darüber anzusehen. Hier muss man sich dann schon einen separaten Bluetooth-Lautsprecher oder Kopfhörer zur Hand nehmen, die mit einem deutlich ausgewogeneren und kräftigeren Klang sorgen.

(Design: 4 von 5 Punkten)

Verarbeitung

Die Verarbeitung des Gigaset GS5 gefällt mir so weit gut, denn die Haptik passt hier für den Preis auf jeden Fall und ebenso bekommt man hier gleichmäßige Spaltmaße geboten. Durch die abnehmbare Rückseite besteht leider kein Schutz gegen Wasser, sodass dies eindringen könnte und für einen Schaden sorgen kann. Die Tasten an den Seiten besitzen einen knackigen Druckpunkt und sitzen gut in der Rückschale, lediglich die Power-Taste wackelt ganz minimal hin und her, dies hält sich jedoch absolut in Grenzen. Gut finde ich wiederum, dass man den Akku bei einem Defekt einfach selbst austauschen kann und zudem ist dieser vom Preis nicht teuer. 

Die Ränder um das Display sind zwar nicht gerade die schmalsten, aber angesichts des geforderten Preis absolut in Ordnung. Zudem liegt das Gigaset GS5 so weit gut in der Hand, jedoch ist es mit 213 Gramm nicht gerade als Leichtgewicht zu bezeichnen, wenn man es hier mit anderen Geräten in dieser Größe vergleicht. Lobenswert finde ich dann noch die Möglichkeit des kabellosen Ladens via Qi, was in dieser Preisklasse für gewöhnlich nicht üblich ist.

(Verarbeitung: 4,5 von 5 Punkten)

TEIL 2

bestehend aus „Funktion des Produktes“ entspricht 65% der Gesamtwertung

Display6,3 Zoll 2340 x 1080 Pixel (FHD plus), Pixeldichte beträgt 410 ppi
CPUMediaTek Helio G85, 64bit, 2x 2,0 GHz 6x 1.8 GHz / GPU: ARM Mali-G52 MP2
RAM4 GB RAM
Speicher128 GB (mit microSD bis zu 512 Gigabyte erweiterbar)
BetriebssystemAndroid 13 (seit September 2023)
Haupt-KameraDual-Kamera: 48 MP Hauptkamera + 8 MP Ultraweitwinkel- & Makrokamera | Blende: F1.8 / F2.2 | Mono-LED Blitz (die Ultraweitwinkel-Kamera hat nur einen fixen Fokus)
Front-Kamera16 Megapixel Blende: F2.0
AnschlüsseUSB-Typ-C-Ladenaschluss, 3.5mm-Klinke
Akkuwechselbarer 4.500 mAh Akku
FarbenTitanium Grey (meinem Testgerät). Außerdem verfügbar ein Modell in Light Purple
KonnektivitätWi-Fi 802.11 a/b/g/n/ac 2,4 & 5GHz. Mobilfunknetz bis 4G, Wi-Fi Direct, Bluetooth 5 und A-GPS | Galileo | GPS | Glonass | Beidou und kabelloses Laden
Abmessungen (H x B x T)157,5 mm | 75 mm | 10,4 mm
Gewicht213 g
LieferumfangGigaset GS5
USB-Typ-C-Ladekabel
Akku
Bedienungsanleitung
technische Daten des Gigaset GS5

Performance

Bezüglich der Rechenleistung ist inzwischen bekannt, dass die Smartphones aus dem Hause Gigaset nicht gerade die Modelle mit enormer Leistung sind. Mit einem MediaTek Helio G85 hat im Gigaset GS5 ein 64-Bit Octa-Core-CPU Einzug erhalten, bei dem sich um ein Mittelklasseprozessor jedoch Tendenz Richtung der oberen Klasse handelt. Hier könnt ihr ungefähr eine Leistung wie bei einem Xiaomi Remi 12C erwarten, aber eher ein kleines Stückchen schlechter. Der jüngste ist der Prozessor auf keinen Fall mehr, denn dieser wurde bereits im 2. Quartal 2020 erstmals vorgestellt und ist somit mehr oder weniger schon wieder etwas in die Jahre gekommen. 

Der Prozessor besitzt jedoch insgesamt 8 Rechenkern, von welchen 2 Stück mit bis zu 2,0 GHz (ARM Cortex-A75 und 6 Stück takten mit bis zu 1,8 GHz (ARM Cortex-A55). Daher dienen zwei davon mehr oder weniger als Rechenkerne und die anderen vier aus Stromspar-Kerne die für weniger anspruchsvolle Aufgaben verwendet werden. Beim Arbeitsspeicher greift Gigaset wiederum auf die gewohnten 4 GByte zu, wie man diese auch aus dem Gigaset GS3 und GS4 kennt. 

Der Rechenkern und Arbeitsspeicher sorgen im Zusammenspiel dafür, dass das Gigaset GS5 im Alltag großteils sehr stabil und flüssig läuft. Doch gerade beim schnellen Scrollen bei Google usw. bemerkt man doch ein leichtes Ruckeln, was hier auch an dem Grafikprozessor (GPU) ARM Mali-G52 MP2 liegt, denn dieser ist nicht wirklich als flott zu bezeichnen. 

 Der fest verbaute Speicher wurde auf 128 GB aufgestockt und kann problemlos mit einer Micro-SD Speicherkarte um bis zu 512 GB erweitert werden. Abzüglich des für das inzwischen dafür verfügbare Android 13, bleiben von dem Speicher von 128 GB ganze 109,1 GB frei zur Verfügung. Der Speicher ist von seiner Geschwindigkeit wie von Gigaset Smartphones gewohnt recht solide, aber erreicht logischerweise keine Spitzenwerte.

Die bekannten Benchmarktests bezüglich der Leistung des Smartphones habe ich natürlich wie bisher gewohnt ebenfalls durchlaufen lassen und so kam das Gigaset Gs5 bei Geekbench 6.0 im Single-Core auf einen Wert von 408 und im Multi-Core konnte es 1.319 Punkte erreichen, Bei PCMark Work 3.0 erreichte es eine Performance-Score von 8.452 Punkte, im Storage-Score 2.0 waren es wiederum 6.944Punkte. Beim relativ neuen Wildlife-Benchmark von 3DMark, liefert es eine Bildwiederholungsrate von 4,38 FPS und eine Gesamtscore von 731 Punkten ab – was bestätigt, dass es sich hier um ein Smartphone für zum Teil auch etwas anspruchsvollere Anwendungen handelt, doch im Großen und Ganzen bleibt es wie gewohnt von der Leistung im Rahmen seiner Preisklasse.

(Performance: 3,5 von 5 Punkten)

Display

Das Gegaste GS5 wurde mit einem 6,3 Zoll großen FHD+ auflösenden IPS-Display ausgestattet. Dieses löst mit den von Gigaset gewohnten 2340 x 1080 Pixeln auf, was bedeutet, dass die Pixeldichte bei 410 ppi liegt. Dies sorgt für eine sehr gute Bildschärfe in dieser Preisklasse, sodass man mit dem Auge keine einzelnen Pixel erkennen kann.

Neben der sehr guten Bildschärfe bietet das Gigaset GS5 wie auch bereits das GS4 ein gutes Kontrastverhältnis von 1500:1 und die Farben überzeugen mit kräftigen Farben. Mir persönlich ist hier jedoch ein etwas dominanter Blaustich vorhanden, sodass ein Testbild im direkten Vergleich auf meinem iPhone betrachtet, beim Gigaset GS5 etwas kühler wirkt. Die Schwarzwerte können natürlich nicht mit denen eines OLED-Panels mithalten, sind aber für diese Preisklasse absolut in Ordnung. Die Bildwiederholrate liegt bei den üblichen 60 Hertz, mehr wäre in dieser Preisklasse auch absolut ungewöhnlich.

Die max. Helligkeit des Displays ist etwas besser als beim Gigaset GS4 und beträgt bis zu 450 cd/m². Dies ist aber ein Wert, denn man bei dem Gerät selten erreicht, dennoch kann man das Display im Alltag gut ablesen. Bei direkter Sonnenstrahlung fällt es jedoch wiederum etwas schwer, etwas auf dem Display zu erkennen, hier muss man sich dann schon ein schattigeren Platz suchen. Der Blickwinkel ist wie bei einem IPS-Display gewohnt so weit in Ordnung. Frontal betrachtet hat man hier ein unverfälschtes Bild, während es bei leicht versetztem Blick etwas dunkler wirkt, allerdings erkennt man alles noch weiterhin gut darauf.

(Display: 4 von 5 Punkten)

Akku

Die Kapazität des Akkus im Gigaset GS5 beträgt 4.500 mAh. Dieser kann ohne zusätzliches Werkzeug ausgetauscht werden, sollte dieser z. B. verschließen sein. Als Besonderheit wirbt Gigaset damit, dass beim GS5 voreingestellt ist, dass dieses beim Stand von 90 Prozent automatisch das Aufladen stoppt. Dies soll laut dem Beipackzettel den Akku schonen, denn zu häufiges überladen sorgt dafür, dass dieser schneller verschleißt.

Laut Gigaset soll der verbaute Akku eine Laufzeit von bis zu 350 Stunden im Stand-by und knapp 30 Stunden Sprechzeit im 3G-Netz ermöglichen (LTE eher 25 Stunden). Im Alltagstest kommt man mit einem vollen Akku über den Tag, aber spätestens am Abend muss es wie jedes andere Smartphone wieder aufgeladen werden.

Erfreulich finde ich auch hier wie bereits beim Gigaset GS3 und GS4, dass man hier ebenfalls Wireless-Charging mit bis zu 15 Watt unterstützt, was in dieser Preisklasse eigentlich untypisch ist. Das normale Aufladen via Kabel bietet zwar mit dem mitgelieferten Kabel nur 10 Watt, doch man kann es, sofern ein entsprechendes Netzteil vorhanden ist, auch mit bis zu 18 Watt aufladen. Eine volle Aufladung braucht dennoch ihre Zeit von gut 2 Stunden, nicht gerade schnell, aber absolut ausreichend. 

(Akku: 4 von 5 Punkten)

Kamera

Beim Gigaset GS5 setzt das Unternehmen auf eine gewöhnliche Dual-Kamera an der Rückseite. Diese setzt sich aus einer 48 Megapixel Hauptkamera mit einer Blende von f/1.8 und einem Weitwinkelobjektiv mit 8 Megapixel und f/2.2 Blende zusammen. Bei der Hauptkamera ist ein Phasenvergleich-Autofokus verbaut und ebenso findet man hier noch einen LED-Blitz, welcher bei schlechten Licht für eine bessere Belichtung sorgen soll. 

Die Hauptkamera kann theoretisch wie oben erwähnt mit 48 Megapixel Bilder aufnehmen, doch von Werk aus sind hier nur 12 Megapixel aktiv. Dies muss in den Einstellungen der Kamera unter Auflösung hochgesetzt werden. Dabei muss man jedoch beachten 48 Megapixel brauchen deutlich mehr Speicher als die 12 Megapixel. Bei 48 MP ist ein Bild stolze 20 MByte groß, was jedoch aufgrund des Speichers von 128 GB, der sogar noch erweiterbar ist, kein Problem sein sollte.

Bei gutem Tageslicht gelingen mit der Hauptkamera sehr solide Bilder mit vielen Details und einer natürlichen Farbtreu.Im direkten Vergleich konnte ich zwischen dem 48 Megapixel und 12 Megapixel Modus keinen Unterschied erkennen, lediglich beim hinein zommen und am Laptop anschauen, stellt man eben den Unterschied bezüglich der vierfachen Pixel bzw. Details ganz klar fest. Gigaset bietet in den Einstellungen auch einen Porträtmodus, jedoch ist dieser nicht wirklich zu gebrauchen, da hier der Bokeh-Effekt kaum bis gar nicht erkennbar ist, schließlich nutzt Gigaset hier keine zusätzliche Kameralinse. Ebenso hat in vielen Smartphones der Nachtmodus Einzug erhalten, so auch beim Gigaset GS 5, jedoch ist auch dieser nicht wirklich gut. Dieser soll logischerweise dafür sorgen, dass bei Dunkelheit bzw. schwachen Licht durch längere Belichtung bessere Aufnahmen gelingen sollen, aber eben dies gelingt hier kaum, denn das Bild ist sehr stark von Bildrauschen verunstaltet.

Die zweit Kameralinse, bei dem es sich wie bereits erwähnt um ein typisches Weitwinkel-Objektiv handelt, ist bezüglich des Detailreichtums und der Bildschärfe weitaus nicht so gut wie die Hauptkamera. Bezüglich der Verzerrungen ist die Linse ganz gut, denn Verzerrungen, die häufig an den Rändern auftreten, halten sich hier weitestgehend im Rahmen. Die 8 Megapixel-Kamera eignet sich besonders für Makroaufnahmen, denn damit kommt man deutlich näher an das Objekt ran, jedoch fokussiert der vorhandene Autofokus immer wieder gerne den Hintergrund scharf anstelle des Objektes, welches man Fotografier möchte. Hier hilft dann nur das manuelle Setzen des Fokus, dann gelingen die Aufnahmen gut. 

Die Frontkamera löst mit 16 Megapixeln auf. Beim Blitzlicht setzt Gigaset wie üblich auf das Aufhellen des Displays, sodass man theoretisch auch im Dunkeln ein Selfie knipsen könnte. Jedoch sind diese nicht wirklich gut, aber bei Tageslicht bekommt man mit der Selfiekamera wiederum gute und scharfe Bilder hin. Hier erkennt man beim genauen Betrachten jedoch leichte Artefakte und Fehler, aber diese halten sich weitestgehend in Grenzen. Die Dynamik könnte hier jedoch noch etwas besser sein und zudem gehen hier in den Bildern ein wenig die Details verloren. 

Videos können mit dem Gigaset GS5 anstelle wie bisher gewohnt nicht nur in Full-HD, sondern in Quad HD also 1440p (2560 x 1440) aufgezeichnet werden. Die Videos sind zwar bezüglich der Qualität für Objekte, wichtige Ereignisse usw. ausreichend, aber mir persönlich fehlt hier ganz klar der Bildstabilisator, denn hat man hier keine ruhige Hand oder bewegt sich etwas zu ruckartig, dann sind die Aufnahmen absolut nicht zu gebrauchen, da diese total verwackelt sind. Bei der Frontkamera sind max. Aufnahmen mit Full-HD also 1920 x 1080 Pixel möglich, sodass die Kamera für Videoanrufe gut zu gebrauchen ist, für viel mehr nutzt man diese sowieso nicht.

(Kamera: 3,5 von 5 Punkten)

Software

Auf dem Gigaset GS5 wurde von Werk aus Android 11 installiert, doch inzwischen hat es dann auch letztes Jahr Android 12 und vor kurzem auch das Update auf Android 13 erhalten. Gigaset hält das System weitestgehend neutral, sodass man hier ein fast schon unverändertes Android geboten bekommt und kaum unnötige Bloatware vorhanden ist. Der Sicherheitspatch ist aktuell vom August 2023, also nicht gerade das neuste, aber so wie ich es von Gigaset kenne, reicht man jedes Quartal, also alle drei Monate ein neues Sicherheitsupdate ein.  

Gigaset bietet als besonders extra weiterhin die Gestensteuerung, welche eine schnellere Systemsteuerung ermöglichen und um z. B. ein Screenshot zu machen, muss man nur auswählen, das man einen virtuellen Button am rechten Displayrand gedrückt hält. Dazu muss man jedoch im Einstellungsmenü unter Gestenmodus zuvor noch „Smart Touch“ aktivieren, sodass der virtuelle Button erscheint. 

Was man beim Smartphone beachten sollte, ist, dass Gigaset wie bei allen Smartphones auf eine sogenannte DRM-Zertifizierung verzichtet hat. Somit kann man entsprechend geschützte Inhalte nur in SD-Qualität und nicht in HD betrachtet werden können.

(Software: 4 von 5 Punkten)

TEIL 3

bestehend aus „Preis/Leistung“ entspricht 10% der Gesamtwertung

Beschreibung

Gigaset beschreibt auch das GS5 wie dessen Vorgängermodell als zeitlos und elegant. Hierbei kann ich soweit zustimmen, das Design ist jetzt keineswegs so, dass einem das Gerät direkt ins Auge fällt, aber es ist eben schlicht und somit zeitlos, wirkt aber nicht billig. Der Akku, welcher einfach austauschbar ist, soll genug Leistung haben, sodass man über den ganzen Tag kommt, was sich im Test bei mir auch so bestätigt hat. Das Smartphone ist von der Performance kein Premium-Gerät, aber für den normalen Alltag absolut ausreichend und vor allem für den geforderten Preis sehr gut.

Preis/Leistung

Das Gigaset GS5 kann man direkt bei Gigaset für 299 EUR inkl. kostenlosem Versand bestellen. Im Preisvergleich ist dieses jedoch bei einigen Händlern bereits je nach Farbe etwas unter 170 € erhältlich.

Das Smartphone ist wie bereits erwähnt, kein Flaggschiff aus dem Hause Gigaset, ganz so, wie ich es bisher von den Geräten des Unternehmens gewohnt bin. Dies hat Gigaset auch nie geplant, schließlich möchte man die Kunden im Einsteiger-Sektor für sich gewinnen und nicht mit Apple, Samsung und Co. mithalten. Das Gigaset GS5 hat auf jeden Fall einige Argumente, die für das Gerät sprechen, zu denen die für dieses Preissegment untypischen Ausstattungsmerkmale wie z. B. das kabellose aufladen des Akkus, die Möglichkeit, diesen sogar selbst auszutauschen zu können zählen.

Gigaset GS5

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testr Gesamtwertung

unter Berücksichtigung aller Teilwertungen

 Wir bedanken uns beim Hersteller für die Bereitstellung des Produktes. Zu unseren Grundsätzen

Link zum Hersteller: Gigaset.de

Huawei Nova 9

In aller Kürze

Mit dem Huawei Nova 9 hat der einstige große Smartphone Hersteller aus China ein neues Mittelklasse-Smartphone vorgestellt. Durch die US-Sanktionen gegen das Unternehmen läuft es jedoch gerade im Smartphone-Sektor nicht mehr so rund wie gewohnt, denn man musste hier sowohl auf die Google-Dienste (Android usw.) verzichten und zudem unterstützen die neuen Geräte nicht das 5G-Netzwerk. 

Von der Verarbeitung und der Ausstattung kann das Mittelklasse-Gerät jedoch dennoch überzeugen, denn man bekommt hier in dieser Preisklasse ein gebogenes OLED-Display geboten und eine gute Quad-Cam. Negativ ist hier jedoch vor allem der bereits erwähnte Punkt bezüglich der Google-Dienste, denn gerade wenn man einen großen Umfang an Apps gewohnt ist und daher auf Android nicht verzichten möchte bzw. kann, ist das Smartphone leider weniger für euch geeignet. Die Einschränkungen sind hierdurch doch recht hoch und somit ist die angepeilte UVP nicht wirklich gerechtfertigt.

Gefällt uns

  • scharfes OLED-Display
  • USB-Typ-C Anschluss
  • 66 Watt Netzteil
  • Dual-SIM und micro-SD-Slot
  • gute Haupt- und Selfie-Kamera
  • gut Verarbeitet

Gefällt uns weniger

  • Makro-Kamera kaum zu gebrauchen
  • nur Mono-Lautsprecher
  • kein 5G
  • keine Google Dienste
  • immer noch wenige Apps

Huawei Nova 9

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TEIL 1

Bestehend aus „Verpackung/Design/Verarbeitung“ entspricht 25% der Gesamtwertung

Verpackung

Die Verpackung des Huawei Nova 9 entspricht im Großen und Ganze dem, was ich bereits von den früheren Huawei Smartphones gewohnt bin, eine schlichte weiße Verpackung, die mit wenigen Informationen zum Produkt versehen wurde. Direkt auf der Oberseite und an den beiden langen Seiten findet man dabei den Namen des neuen Smartphones „Huawei Nova 9“ und im unteren Abschnitt erwähnt Huawei wie inzwischen gewohnt den hauseigenen AppStore „AppGallery“. Schließlich gibt es hier nicht nur kein Android mehr, sondern auch kein Google PlayStore mehr. Zu guter Letzt ist im oberen Bereich noch eine Art Logo zu sehen, welches „nova“ bedeutet und in dieser Form auch noch direkt am Smartphone zu sehen ist, dazu aber später mehr Details.

Unmittelbar nachdem man den Deckel der Verpackung abgehoben hat, kann man auch schon das neue Huawei Nova 9 erblicken bzw. nicht ganz, denn es wird noch durch eine Papierfolie umhüllt, die das Smartphone wie die frühere Kunststofffolie schützen soll. Schön zu sehen, dass auch Huawei das Thema Nachhaltigkeit nicht egal ist und hier eine gute Alternative zur unnötigen Kunststoffverpackung gefunden hat. Unter dem Einleger mit dem Smartphone findet man dann noch eine Schachtel, in der sich wie üblich das SIM-Tool und die kostenlose transparente Silikon-Hülle befinden. In der untersten Ebene der Verpackung verstecken sich dann zu guter Letzt noch die beiden wichtigen Elemente für die Stromversorgung, nämlich das 66 Watt SuperCharge-Netzteil und das USB-A auf USB-C Ladekabel.

(Verpackung: 4 von 5 Punkten)

Design

Das Huawei Nova 9 ist gerade in dem von mir getesteten Starry Blue ein sehr schönes Gerät, so wie man es von Huawei gewohnt ist, denn es überzeugt mit dem sehr schönen Farbverlauf an der Rückseite. Die zweite Farbe Black ist hingegen recht schlicht gehalten, sodass dieses Gerät in einem recht schlichten, glänzenden schwarz daher kommt ohne die schönen Farbverläufe.

Betrachtet man das Huawei Nova 9 und das Honor 50, dann fällt hier direkt eine sehr hohe Ähnlichkeit auf, denn beide Geräte sind sich hier rein äußerlich bis auf die Farbe sehr ähnlich. Das ist so weit zwar etwas komisch, da sich Honor eigentlich inzwischen komplett von einstiegen Mutterkonzern losgelöst hat und einen eigenen Weg geht. Schließlich darf Honor noch all dass in ihre Smartphones integrieren, was Huawei nicht mehr darf, denn Huawei wurde hier durch die Sanktionen sehr eingeschränkt. Doch in diesem Testbericht geht es um das Huawei Nova 9, sollte euch das Nova 9 jedoch aufgrund der Kritikpunkte im weiteren Verlauf des Tests nicht zusagen, währe das Honor 50 definitiv eine Alternative.

Das Huawei Nova 9 liegt trotz seiner Größe 160 mm x 73,7 mm x 7,77 mm (H x B x T) recht gut in der Hand, was unter anderem auch an dem geringen Gewicht von 175 g liegt, was man dadurch erreichen konnte, dass die Rückseite nicht aus Glas, sondern Kunststoff gefertigt wurde. An den langen Rändern hin ist sowohl das Display, als auch die Rückseite des Smartphones stärker abgerundet, sodass hier fast schon ein nahtloser Übergang in den sehr schmalen Rahmen übergeht. An den Stirnseiten oben und unten fällt die Rundung dezenter aus und zudem ist das Smartphone hier an den Seiten abgeflacht. Die Vorderseite zeigt im eingeschalteten Zustand die Front-Kamera, welche hier klassisch im Punch-Hole Design integriert wurde. Somit hat man hier im Zentrum immer einen blinden Bereich, der von der Kamera Überdeckt wird. Der Rahmen rund um das Display ist sehr dezent gehalten und absolut gleichmäßig. Hier hat man dann auch wie inzwischen üblich den kleinen und sehr kompakten Annäherungssensor und den Helligkeitssensor verbaut. Die Anordnung der Tasten ist eigentlich ebenso wie ich es von Huawei inzwischen gewohnt bin, sodass man am rechten schmalen Rand gerade noch so die Lautstärkewippe und den Power-Button verbaut hat und an der Unterseite findet man neben dem USB-C Ladenschluss das Einschubfach, in welches sich ein Dual-SIM-Slot befindet. Somit setzt Huawei hier nur auf echte SIM-Karten und keine eSIM und der Speicher kann ebenso nicht erweitert werden.

Auf der Rückseite ist es definitiv die große Kamera-Einheit, welche direkt ins Auge fällt. Hier setzt man auf zwei kreisförmige Einheiten, die durch das Plateau miteinander verbunden sind. Im oberen Kreis, welcher von einem silbernen Ring umgeben ist, findet man die große Hauptkamera und in der Einheit darunter sind dann noch die restlichen drei Linsen der Quad-Cam untergebracht und der LED-Blitz. Die Kamera-Einheit steht knapp über 2 mm vom Gehäuse hervor, daher macht es hier auf jeden Fall Sinn, sich direkt eine Hülle mit zu kaufen, sofern einem die gratis Hülle nicht gefallen sollte, denen sonst wippt das Smartphone auf dem Tisch doch sehr hin und her beim Tippen und zudem wird es dadurch deutlich besser geschützt. Im unteren Bereich des Nova 9 erblickt man dann das bereits von der Verpackung bekannte „nova-Logo“ auch hier noch einmal und direkt darunter prangt noch der Herstellername Huawei.

(Design: 4 von 5 Punkten)

Verarbeitung

Die Verarbeitung des Huawei Nova 9 ist dem Unternehmen ganz gut gelungen. Das Smartphone ist vom Gewicht recht leicht, doch dies ist vor allem dadurch erreicht worden, dass man hier auf eine Rückseite aus Kunststoff setzt. Diese wurde zwar sehr sauber verarbeitet, sodass ein nahtloser Übergang der einzelnen Materialien erreicht wurde, aber für ein Smartphone zum Preis von 500€ hätte man auch Glas erwarten können.

Schade finde ich auch das Huawei hier auf eine spezielle Zertifizierung, die nachweißt, dass das Smartphone gegen Wasser oder Staub geschützt wird verzichtet hat. Den in der heutigen Zeit bieten dies in der Preisklasse von 500€ sehr viele Hersteller. Ebenso bin ich hier doch etwas enttäuscht, dass man nur auf einen Mono-Lautsprecher setzt, dieser reicht zwar für die meisten Dinge problemlos aus, aber vom Volumen und dem Klangbild hätte es hier nicht geschadet, auf ein Stereo-Lautsprecher (Hörmuschel und Lautsprecher an Unterseite) zu setzen. Auf eine Klinkenbuchse wurde logischerweise verzichtet, diese wird man im noch aktuellen Jahr 2021 nur noch bei wenigen Smartphone-Herstellern sehen.

(Verarbeitung: 4 von 5 Punkten)

TEIL 2

bestehend aus „Funktion des Produktes“ entspricht 65% der Gesamtwertung

Display6,57 Zoll 2340 x 1080 Pixel (FHD plus), Pixeldichte beträgt 389 ppi
CPUQualcomm Snapdragon™ 778G 4G, 64bit, Octa-core, 4 x Cortex-A78@2,42 GHz + 4 x Cortex-A55@1,8 GHz / GPU: Adreno™ 642L
RAM8 GB RAM
Speicher128 GB (nicht erweiterbar)
Betriebssystemeine sehr veränderte Version von Android™ 11.0 mit EMUI 12 ( ohne Google-Dienste)
Haupt-KameraQuad-Kamera:
50 MP Ultra Vision Kamera (f/1.9 Blende) 
8 MP Ultraweitwinkel-Kamera (f/2.2-Blende) 
2 MP Tiefenkamera (f/2.4-Blende) 
2 MP Makrokamera (f/2.4-Blende)
Phasenfokus, Kontrastfokus, AIS, Digitaler Zoom
Videos mit bis zu 3.840 x 2.160 Pixel, unterstützt 720p@960fps Videos in Ultrazeitlupe
Front-Kamera32-MP-Porträt-Kamera (f/2.0-Blende)
Videos mit bis zu 3.840 x 2.160 Pixel, 720p@240fps Videos in Ultrazeitlupe
AnschlüsseUSB-Typ-C-Ladenaschluss
Akkufest verbauter 4.300 mAh Akku
FarbenStarry Blue (meinem Testgerät). Außerdem verfügbar ein Modell in Black
KonnektivitätWi-Fi 802.11 a/b/g/n/ac/ax 2,4GHz und 5GHz. Mobilfunknetz bis 4G, Wi-Fi Direct, Bluetooth 5.2 und A-GPS, Galileo, GPS, Glonass, BeiDou.
Abmessungen (LxBxH)160 mm, 73,7 mm, 7,77 mm
Gewicht175 g
LieferumfangHuawei Nova 9
SIM-Tool
66 Watt-Netzteil
USB-Typ-C-Ladekabel
transparente Kunststoff-Schutzhülle
technische Daten des Huawei Nova 9

Performance

Im Huawei Nova 9 werkelt ein Qualcomm Snapdragon 778G 4G CPU, dies ist ein zeitgemäßer Octa-Core Prozessor, der jedoch nur das LTE-Netzwerk unterstützt, da Huawei die 5G Technologie untersagt wurde. Also alle Prozessoren, die Huawei in den eigenen Smartphones verbaut bzw. geliefert bekommt, dürfen nur 4G Prozessoren sein. Der CPU setzt sich aus zwei Clustern zusammen, davon sind es 4 x Cortex A78 Einheiten, die jeweils mit max. 2,42 GHz Taken und 4 weitere Cortex A55 Kerne, die mit 1,8 GHz Takten. Beim fest integrierten GPU (Grafikeinheit) handelt es sich um den Adreno 642L, der für eine gute Grafikleistung sorgt und auch wichtig ist, damit das Display seine 120 Hz Bildwiederholrate erreicht. Der Arbeitsspeicher ist mit 8GB RAM groß bemessen und sorgt dafür, dass das System insgesamt sehr flüssig und ohne Aussetzer arbeitet. 

Das Huawei Nova 9 gibt es nur in eine Speicherausführung und zwar mit einem 128 GB großen und fest verbauten UFS 3.0 Speicher. Somit hat Huawei hier auf einen schnellen Speicher gesetzt, der sowohl beim Lesen, als auch beim Schreiben von Dateien sehr schnell ist. Erweitert werden kann der Speicher hier jedoch anders als ich es bisher von Huawei gewohnt bin leider nicht, somit sollte man sich vor dem Kauf im Klaren sein, ob einem die 128 GB am Ende ausreichen oder nicht. Von den 128 GB stehen euch zu Beginn übrigens knapp 109 GB frei zur Verfügung.

Die Rechenleistung des Snapdragon 778G 4G ist sehr gut und für das Mittelklasse-Smartphone auch absolut ordentlich. Somit laufen darauf alle Anwendungen und fast alle Spiele flüssig. Lediglich bei Asphalt 9 wird die Grafikleistung automatisch etwas reduziert, da hier das Gerät dann doch aufgrund der vielen Details und Berechnungen an seine Grenzen kommt. Die hohe 120 Hz Bildwiederholrate wiederum macht sich bim scrollen im Alltag positiv bemerkbar, aber beim Zocken wiederum macht sich dies weniger bemerkbar, denn leider unterstützen die Games dies aktuell kaum.

So viel zum textlichen Teil der Performance, doch schauen wir uns doch noch einige Zahlen an, welche meine Einschätzung der Rechenleistung größtenteils Belegen. Bei Geekbench 5.0 konnte das Huawei Nova 9 einen Wert von 781 im Single-Core und 2.985 im Multi-Core erreichen und bei PCMark kam es auf eine Score von 9.665

(Performance: 4 von 5 Punkten)

Display

Beim Display setzt Huawei auf ein 6,57 Zoll großes OLED-Display im 20:9-Format. Die Bildwiederholrate liegt bei den bereits erwähnten 120 Hz und die Auflösung bei einer erweiterten Full-HD-Auflösung (FHD+) genauer gesagt bei 2.340 x 1.080 Pixel. Dies zusammen ergibt ein gestochen scharfes Display das mit kräftigen Farben und hervorragenden schwarzwerten (Kontrast) punkten kann. Die Pixeldichte liegt zwar etwas unter den Flaggschiffen von Huawei und anderen Herstellern, kann sich mit 389 ppi aber noch absolut sehen lassen und ist keineswegs schlecht.

Die max. Displayhelligkeit fällt im Schnitt mit knapp 660 cd/m² (Candela pro Quadratmeter) recht gut aus, hier gibt es zwar Geräte mit einem noch helleren OLED-Display, aber selbst bei direkter Sonnenstrahlung kann man hier noch etwas auf dem Display erkennen. Die Blickwinkelstabilität ist, wie ich es von einem OLED-Panel gewohnt bin, sehr gut, sodass man selbst bei einem äußerst flachen Betrachtungswinkel alles gut ablesen kann. Lediglich der stark gebogene Bereich an den länglichen Rändern wird z. B. beim flachem betrachten von der Seite her deutlich heller beleuchtet als die Oberfläche des Displays. Doch dies ist wiederum bei solch einem Curved-Display typisch, der beste Betrachtungswinkel für eine gleichmäßige Ausleuchtung ist dementsprechend frontal. Beim betrachten von Filmen direkt über das Huawei Nova 9 kann das Ganze zu Beginn etwas störend wirken, denn die Wölbung des Displays führt meiner Meinung nach zu einer leichten Vermehrung, an die man sich definitiv erst gewöhnen muss.

Der Fingerabdrucksensor wurde direkt in das Display integriert und reagiert recht zuverlässig. Schade finde ich hier nur, dass man diesen definitiv zu weit unten platziert hat. Einige Zentimeter weiter oben hätten mir hier definitiv besser gefallen.

(Display: 4,5 von 5 Punkten)

Akku

Das Huawei Nova 9 verfügt über einen 4.300 mAh Akku. Dies ist kein überdimensional großer Akku, aber er kann sich immer noch gut sehen lassen. Schließlich versorgt dieser das Smartphone bei normaler Nutzung problemlos über den Tag mit Strom. Ein Ausdauermonster ist das Huawei Nova 9 daher zwar nicht, aber sollte einem unter dem Tag der Akku dennoch einmal leer gehen, ist der Akku dank des 66 Watt Netzteil sehr schnell wieder voll aufgeladen. 

Nach gerade mal knapp 40 Minuten ist der Akku von 0 auf 100 % aufgeladen, das ist wahnsinnig schnell und selbst wenn man mal vergessen hat, den Akku in der Nacht aufzuladen, ist der Akku nach gut 18 Minuten zu 60 % aufgeladen. Das ist wirklich schnell, aber selbstverständlich bedeutet dieses schnell laden auch, dass der Akku darunter leidet und somit auch schneller an seine Verschleißgrenze kommt. Das kabellose aufladen wie Qi unterstützt das Huawei Nova 9 leider nicht, daher muss man das Smartphone immer mit einem Ladekabel aufladen.

(Akku: 4 von 5 Punkten)

Kamera

Kommen wir nun zu einem der auffälligsten Bauteile des Huawei Nova 9 der Quad-Cam auf der Rückseite. Diese setzt sich aus folgenden einzelnen Sensoren zusammen:

1.Die Hauptlinse, welche als Ultra Vision Kamera bezeichnet wird, mit einem 50-Megapixel-Sensor und einer Blende von f/1.9 ausgestattet wurde.

2. Eine Ultra-Weitwinkel-Kamera mit 8 Megapixel f/2.2.

3. Die Tiefen-Kamera (Bokeh-Effekt), welche mit 2 Megapixel auflöst und eine Blende von f/2.4 besitzt.

4. Die Letzte ist dann noch eine 2 Megapixel-Makro-Kamera ebenfalls mit einer Blende von f/2.4.

Bei der Hauptkamera mit 50 Megapixel und der Blende von f/1.9 setzt Huawei auf einen kleinen Trick, damit die Bilder von ihrer Beleuchtung noch dynamischer wirken. Man lässt hier je vier Pixel zu einem Fusionieren sodass diese zusammen mehr Licht einfangen und im Endeffekt somit die Bilder nicht mit einer Auflösung von 50 MP sondern 12,5 Megapixel geknipst werden. Die hier inzwischen immer von Huawei eingesetzte KI sorgt dabei für eine sehr gute Bildoptimierung sodass die Bilder zudem von den Farben recht kräftig wirken. Außerdem setzt Huawei hier nicht mehr auf einen üblichen Sensor mit RGGB-Farbfilterspektrum, sondern auf einen RYYB-Farbfilter, welcher ebenfalls für bis zu 40 % mehr Lichteinfall in den Sensor sorgen soll.

Hierbei gefällt mir die Kamera mit ihrer Farbwiedergabe sehr gut, den selbst bei dunkleren Aufnahmen, wie es z. B. oftmals im Nachtmodus der Fall ist, ist die Farbwiedergabe der Bilder überraschend hoch. Die Bilder wirken fast immer sehr kontrastreich, rauschen nicht und insgesamt wirkt alles lebendig, genau so, wie es sein soll. Nachteil an dem Ganzen ist wiederum, dass es für diese Kamera-Linse keinen optischen, sondern nur einen digitalen Zoom gibt. Zoomt man mehr als auf die zweifache Vergrößerung, sind die Bilder wirklich nicht mehr zu gebrauchen. 

Die Ultraweitwinkel-Kamera schneidet im Bezug auf die Details nicht mehr ganz so gut ab wie die Hauptkamera. Hier wirken zudem die Farben deutlich blasser und insgesamt fehlt es den Bildern etwas an Qualität. Die beiden restlichen Kameras, also die Makro-Linse, würde ich als solche nicht wirklich bezeichnen, denn hierfür sind die 2 Megapixel einfach viel zu wenig und daher die Bilder für mich absolut nicht brauchbar. Daher hätte man diese Linse auch getrost weglassen können, denn einen Mehrwert bringt das Ganze nicht, es liest sich halt auf dem Papier besser, wenn hier eine Quad-Cam anstelle eine Tripple-Cam erwähnt wird. Die Tiefen-Kamera sorgt für ein Bokeh, was so weit gut ist, aber das bekommen andere Hersteller mit ihren Smartphones ebenso gut bzw. zum Teil auch noch deutlich besser hin.

  • Hauptkamera 1-fach vergrößert
  • 2-fach vergrößert
  • 10-fach vergrößert

Die Frontkamera für Selfies, Videotelefonie usw. löst mit max. 32 Megapixeln auf und besitzt ein f/2.0 Blende. Die Bilder fallen mir hier mit einer guten Schärfe und sehen so weit auch recht natürlich aus. Hier gibt es von mir wenig Kritik, den für Schnappschüsse, Videotelefonieren ist die Kamera bestens geeignet.

Die Hauptkamera ermöglicht Videoaufnahmen mit bis zu 4K bei max. 30 Bilder in der Sekunde, alternativ kann man die Auflösung auch reduzieren und kommt so auf 60 fps. Möchte man wiederum auf die Ultrazeitlupe zugreifen, wird die Auflösung auf 720p reduziert, dafür erreicht man hier dann jedoch auch 960 fps. Die Frontkamera wiederum kann ebenfalls mit einer 4K Aufnahme punkten, aber bei Ultrazeitlupe sind hier bei 720p nur 240 fps möglich. Bei der Hauptkamera setzt Huawei beim Nova 9 übrigens auf einen elektronische Bildstabilisator (AIS) dieser arbeitet im Alltag sehr gut und hilft gut dabei, das die Aufnahmen nicht verwackeln, indem der Stabilisator die vielleicht etwas unruhige Hand ausgleicht.

(Kamera: 3,5 von 5 Punkten)

Software

Auf dem Huawei Nova 9 läuft eine von Huawei angepasste Version von Android 11 mit der neuen Benutzeroberfläche EMUI 12. Auf das komplett eigen entwickelte Betriebssystem HarmonyOS hat man hier jedoch leider verzichtet. Kann jedoch in einiger Zeit wie für andere Smartphones nachgereicht werden. Beim Sicherheitspatch ist die Version vom November installiert, sodass dieser noch halbwegs aktuell ist. 

Google-Dienste sind für Smartphones aus dem Hause Hauwei weiterhin absolut tabu. Man arbeitet hier zwar daran, das Angebot an Apps über die Huawei AppGallery kontinuierlich zu erweitern, aber das Ganze benötigt eben seine Zeit und im Vergleich zum GooglePlay Store fehlen hier noch sehr viel Apps. Gerade für mich fehlten hier die wichtigen Apps wie Facebook, Netflix, Youtube usw. Ebenso sind die für mich beliebten Banking-Apps hier noch immer eine sehr große Mangelware und fehlen ebenso. 

Huawei bietet jedoch die Möglichkeit, einige Apps über Webseiten herunterzuladen, indem man in der Suchmaschine der AppGallery nach Quellen für die APK-Dateien sucht, was dazu führt, dass man einige Apps durch diesen Umweg installieren kann. Der Nachteil ist wiederum, dass dies dann auf das eigene Risiko erfolgt und die Apps nicht automatisch mit dem neusten Update versehen werden. Die meisten aus Amerika stammenden Apps wie Netflix und Co. bekommt ihr so jedoch trotzdem nicht auf das Huawei Nova 9 installiert. 

Somit bleibt die Software durch die doch recht großen Einschränkungen das größte Manko an den neuen Huawei-Geräten. Klar versucht Huawei hier viel, um diese möglichst schnell zu beseitigen, aber zaubern kann das Unternehmen leider dann auch wieder nicht.

(Software: 4 von 5 Punkten)

TEIL 3

bestehend aus „Preis/Leistung“ entspricht 10% der Gesamtwertung

Beschreibung

Mit dem Huawei Nova 9 hat man zwar ein tolles Smartphone designt, das in puncto Verarbeitung und Optik ein sehr gutes Gerät ist, doch ebenso hat dieses leider auch schwächen. Zu den Stärken zählen das sehr scharfe und farbenfrohe Curved-Display mit OLED-Panel und die Haupt- und Selfie-Kamera Punkten ebenfalls mit sehr guten Aufnahmen. 

Doch gerade das, was für viele wichtig ist, da enttäuscht das Huawei Nova 9 leider wie alle die Huawei-Geräte, denn es fehlt dem Gerät an der Fülle von Apps, die man als Android-User nicht vermissen möchte. Die Einbußen, die man hier eingehen muss, sind im Alltag einfach zu große, da man auf viele Apps leider verzichten muss und wer 5G nutzen möchte, muss hier ebenfalls drauf verzichten und kann nur 4G (LTE) nutzen. Dies ist sehr schade, denn ansonsten wäre das Gerät sehr gut, aber so ist es leider Angesichtes der UVP zu überteuert.

Preis/Leistung

Das Huawei Nova 9 kann man direkt bei Huawei für 449 EUR inkl. kostenlosem Versand bestellen, da es aktuell 50€ Rabatt gibt. Im Preisvergleich ist dieses jedoch bei einigen Händlern bereits je nach Farbe ab 399,60€ erhältlich, was jedoch leider immer noch recht viel Geld ist, wenn man auf die Einschränkungen nicht verzichten möchte. 

Sehr Schade, denn das Smartphone hätte mit Google-Diensten sicherlich wieder sehr gut abgeschnitten, aber so ist das Smartphone nur für echte Huawei-Fans gedacht, welche die Marke weiterhin lieben und auf die Apps, die hier nicht angeboten werden, verzichten können.

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 Wir bedanken uns beim Hersteller für die Bereitstellung des Produktes. Zu unseren Grundsätzen

Link zum Hersteller: https://consumer.huawei.com/de/

Gigaset GS4

In aller Kürze

Mit dem Gigaset GS4 hat das gleichnamige Unternehmen Gigaset aus Bocholt neben dem bereits von mir vorgestellten Gigaset GS3 ein weiteres Mittelklasse-Smartphone auf den Markt gebracht. Dieses konnte mich im Testzeitraum mit einer sehr guten Verarbeitung, einer soliden Triple-Kamera und einem austauschbaren Akku überzeugen, was wiederum alles zusammen zu einem sehr guten Preis angeboten wird. Das Smartphone unterstützt genauso wie das günstigere GS3 das kabellose Laden des Akkus und die Rechenleistung geht so weit absolut in Ordnung.

Negativ sind mit hier nur wenige Punkte aufgefallen, zum einen sind die Sicherheitspatches nicht gerade die aktuellen und die Kamera schwächelt bei schlechten Lichtverhältnissen ebenso, wie die Makro-Kamera meiner Meinung nach kaum zu gebrauchen ist. Man kann hier jedoch aufgrund der UVP von knapp über 200€ nicht ein Top-Smartphone erwarten und meiner Meinung nach bekommt man hier ein zuverlässiges Gerät für den Alltag, welches mit seinem fairen Preis punkten kann.

Gefällt uns

  • Gute Akku-Leistung
  • scharfes Display
  • Kopfhörerbuchse
  • USB-Typ-C Anschluss
  • kabelloses Laden
  • wechselbarer Akku
  • Dual-SIM und micro-SD-Slot

Gefällt uns weniger

  • etwas schwer
  • Makro-Kamera kaum zu gebrauchen
  • Lautsprecher etwas Höhenbetont
  • keine DRM-Zertifizierung
  • Weitwinkel-/ und Makro-Linse nur mit festem Fokus

Gigaset GS4

Zum Angebot bei

TEIL 1

Bestehend aus „Verpackung/Design/Verarbeitung“ entspricht 25% der Gesamtwertung

Verpackung

Beim Gigaset GS4 handelt es sich anders als beim Gigaset GS3 mal wieder um ein „Made in Germany“ Smartphone, welches im Firmensitz Bocholt in Deutschland zusammengebaut wird. Die Verpackung ist dabei jedoch nicht mehr wie von den bisherigen „Made in Germany“gewohnt aus dem typischen Graswiesen-Material, sondern dieses Mal wie die anderen Verpackungen eine herkömmliche bedruckte Verpackung. Dabei ist Gigaset jedoch der ökologische Fußabdruck weiterhin nicht unwichtig, denn das Material der Verpackung besteht aus recyceltem Material und ist FSC-Zertifiziert. Des Weiteren wurde selbstverständlich weiterhin auf unnötigen Kunststoff-Verpackungsmüll verzichtet. 

Das Smartphone kommt nämlich komplett ohne unnötige Umverpackung daher, es liegt einfach auf einer separaten Ebene, getrennt vom restlichen Zubehör und ist somit perfekt geschützt. Das Netzteil sowie das Handbuch hat man wiederum ohne Umverpackung verpackt und das USB-C Ladekabel kommt anstelle eines Kabelbinders aus Plastik mit einem genauso gut funktionierenden Papierband daher.

Die Verpackung wurde wie von Gigaset gewohnt, rundum mit einige wenige Infos zum Produkt bedruckt. Dabei hat das Unternehmen die gewohnten Farben eingesetzt, neben der Farbe Schwarz darf daher das typische Orange und das Weiß von Gigaset nicht fehlen. Auf der Oberseite hat sich Gigaset für die gewohnte Abbildung des Smartphones entschieden, welches man hier wie üblich von dessen Rückseite betrachtet präsentiert bekommt. Außerdem findet man hier auch wie von den bisherigen Smartphones gewohnt, den Herstellername und die Bezeichnung des neuen Smartphones. An der linken Seite wird wie gewohnt der Name „Gigaset“ präsentiert, während die untere kurze Stirnseite mit einem Aufkleber versehen wurde, welcher wie über die IMEI 1-/2-Nummer, die Seriennummer, den Modellnamen und die Farbe des Smartphones informiert. Bei den neusten Smartphones widmet sich Gigaset an der länglichen rechten Seite einigen der wichtigen Ausstattungsmerkmale des Smartphones, sodass man hier beim Gigaset GS4, wie bereits beim Gigaset GS3 eine grobe Auflistung geboten bekommt. Zu dieser zählen unter anderem die Displaygröße, der verbaute Prozessor, die Kameraauflösung und einige weiter Dinge. Die Rückseite ist dafür wiederum weniger informativ geworden, da Gigaset hier nur einige Zertifikate bezüglich der Verpackung usw. zeigt.

Direkt nachdem öffnen der Verpackung, erblickt man in der obersten Ebene das besagte Gigaset GS4. Bei diesem hat man sich die besagte nicht notwendige Umverpackung spart und lediglich das Display mit einer matten Displayfolie versehen, welche zudem über die einzelnen Hardwareteile informiert bzw. zeigt, wo diese verbaut sind. Daher muss diese, um das Smartphone nutzen zu können, auf jeden Fall entfernt werden, da man sonst nur wenig auf dem Display erkennen kann.

Das restliche Zubehör verbirgt sich unter einem doppelten Boden, der einen noch zuvor, nachdem man das Gigaset GS4 entnommen hat, zum Kauf des Gerätes gratuliert und einen QR-Code beinhaltet, der einem auf die Webseite von Gigaset führt. Seitlich im Boden ist ein kleines Fach, in dem das SIM-Tool in Form eines „G“ versteckt ist und unter dem Boden findet man dann zu guter Letzt noch das restliche Zubehör in Form des üblichen Beipackzettels sowie das 10 Watt Netzteil und das passende USB-A auf USB-C Ladekabel.

(Verpackung: 4 von 5 Punkten)

Design

Das Gigaset GS4 ist mit seiner Größe von 157 x 75 x 9,8 Millimetern ein Smartphone, welcher recht gut in der Hand liegt. Es gibt hier definitiv einige dünnere Smartphone, doch wirklich negativ finde ich des hier beim Gigaset GS4 definitiv nicht. Mit einem Gesamtgewicht von 206 Gramm ist es jedoch ein ordentlicher Brocken, den man hier in der Hand hat. Ok, das mag vielleicht auch dem großen Akku geschuldet sein, aber es lässt sich hier nicht abstreiten, dass es etwas schwerer ausfällt. Bei der Farbauswahl stehen insgesamt zwei Modelle zur Auswahl, eines in Weiß und die Farbe meines Modells in schwarz.

Das 6,3 Zoll Display besitzt wie das Gigaset GS3 eine U-Notch und ebenso wird dieses von einem 2,5D Glas bestens vor Kratzern geschützt. Der Rahmen rund um das Display fällt für diese Preisklasse überraschend schmal aus, hier hat man lediglich am oberen Rand einen Rahmen von ca. 2 mm und unten ca. 5 mm. Als Besonderheit finde ich es interessant, dass man die Rückseite bei Bedarf entfernen kann, um somit den Akku selbst auszutauschen. Den benötigten Akku dafür, bietet Gigaset sogar direkt im Shop an und kostet aktuell gerade einmal 24,99€.

Der SIM-Einschub am Seitenrahmen links oben kann einfach über das im Lieferumfang enthaltenen SIM-Tool entnommen werden und bietet Platz für zwei Nano-SIM-Karten (Dual-SIM) und einen separaten microSD-Slot (für bis zu 512 GB). Anders als bei den großen bekannten Herstellern setzt Gigaset nicht mehr auf eine hervorstehende Kamera, sondern macht die Geräte etwas dicker und verbaut die Kameralinsen bündig, was für mehr Platz für die inneren Komponenten bietet (wie z. B. der Akku usw.) 

Bei der Rückseite setzt Gigaset auf zwei unterschiedliche Materialien, man setzt hier bei der kompletten rückseitigen Fläche auf ein gehärtetes Glas, welches fest mit einem Rahmen aus Kunststoff verbunden wurde. Dieser Kunststoff wurde zu den Rändern wiederum verstärkt abgerundet, was für ein angenehmeres Gefühl sorgt, wenn das Smartphone in den Händen liegt.

Das 6,3 Zoll große Display löst mit einer Auflösung von 2.340 x 1080 Pixeln auf, was umgangssprachlich bei der Pixeldichte von 410 PPI als Full HD + bezeichnet wird. Inmitten der sogenannten Notch befindet sich wie üblich die Frontkamera, welche hier mit insgesamt 13 Megapixel auflöst. Des Weiteren versteck sich hier zwischen dem Display und Rahmen das sehr dezent gehaltenen Lautsprechergitter für die Hörmuschel und ebenso sind hier links davon der Annäherungs- und Umgebungslichtsensor versteckt. 

Bei den Anschlüssen und Bedienelementen hat Gigaset rein von deren Anordnung keine Veränderungen vorgenommen. Der Power-Button befindet sich somit rechts etwas oberhalb von der Mitte des Smartphones, sodass man diesen gut als Rechtshänder mit dem Daumen bzw. als Linkshänder mit dem Zeigefinger erreichen kann. Zudem wurde dieser optisch durch seine roségoldenen Farbe und haptisch durch seine Riffelung direkt etwas von den Knöpfen der Lautstärkewippe hervorgehoben. Letzteres befindet sich direkt über dem Power-Knopf und ist auch hier sehr gut mit den Fingern erreichbar. 

Die Klinkenbuchse hat ihre Position verlagert und ist somit nicht wie z. B. beim Gigaset GS3 an der Oberseite, sondern an der Unterseite links unten untergebracht. Daneben befinden sich dann noch direkt das einzelne Mikro, der USB-C Anschluss und ein Lautsprecher. Möchte man das Gehäuse des Gigaset GS4 abnehmen, um z. B. den Akku auszutauschen, darf man nicht vergessen, zuvor den SIM-Karten-Slot herauszunehmen, denn da dieser bündig mit der Rückschale ist, würde man diese nur mit einem Brechen des Rahmens abbekommen. 

An der Rückseite aus Glas kann man zum einen im unteren Teil den Gigaset Schriftzug mit dem „Made in Germany“ Slogan lesen. Im oberen Abschnitt findet man dann noch zentral den Fingerabdrucksensor, der problemlos auch zusammen mit der Gesichtsentsperrung verwendet werden kann und man kann hier gut erkennen, das Gigaset anstelle von zwei nun drei Kamera-Linsen verbaut hat und direkt daneben den LED-Blitz. 

Zu guter Letzt möchte ich in diesem Abschnitt auch noch etwas genauer auf den verbauten Lautsprecher eingehen, denn dieser ist für einige ebenfalls sehr wichtig. Der Mono-Lautsprecher an der Unterseite bietet wie von Gigaset Smartphones gewohnt ein hohes max. Output, doch im puncto Klangqualität schneidet dieser wie bisher gewohnt auch beim neuesten Gigaset GS4 relativ mau ab. Dieser neigt nämlich bei hoher Lautstärke die Höhen zu sehr zu betonen, sodass der Bass hier sehr untergeht und meiner Meinung nach sogar nahezu komplett verschwindet. Das ist etwas Schade, denn hier hatte ich schon Smartphones im Test, welche mit einem einzelnen Mono-Lautsprecher ein besseres Klangbild abgeliefert hatten. Alternativ kann man dank verbauter Klinkenbuchse jedoch beim Gigaset GS4 weiterhin über einen kabelgebunden Kopfhörer den Ton anhören, auch wenn diese hier nicht enthalten sind oder man hört ganz modern via Bluetooth-Kopfhörer Musik. 

Das verbaute UKW-Radio kann übrigens nur verwendet werden, wenn man kabelgebunden Kopfhörer angeschlossen hat, was ich somit nicht nutze, da ich keine kabelgebunden Kopfhörer mehr habe bzw. verwenden möchte.

(Design: 4 von 5 Punkten)

Verarbeitung

Die Verarbeitung des Gigaset GS4 gefällt mir sehr gut, denn hier stimmt die Haptik voll und ganz. Man kann keine ungleichmäßige Spalte erkennen und nichts knarzt, klappert oder Ähnliches. Somit gibt es hier von meiner Seite her absolut keine Kritik. Für gerade einmal 229€ bekommt man hier ein Smartphone, welches dank der abnehmbaren Rückseite dem Nutzer selbst ermöglicht, den Akku austauschen zu können, sobald dieser defekt sein sollte. Dies spart definitiv Folgekosten, denn z. B. bei Apple kostet der Wechsel nach der Garantie aktuell zischen 55 bis 75€ je nach Smartphone-Modell. Des Weiteren bietet das Gigaset GS4 die Möglichkeit, das Smartphone kabellose via Induktion aufzuladen, ein weiteres nützliches Feature, was bei solch einem Mittelklasse-Smartphone eigentlich nicht üblich ist.

(Verarbeitung: 4,5 von 5 Punkten)

TEIL 2

bestehend aus „Funktion des Produktes“ entspricht 65% der Gesamtwertung

Display6,3 Zoll 2340 x 1080 Pixel (FHD plus), Pixeldichte beträgt 410 ppi
CPUMediaTek Helio P70 Octa-Core MT6771, 64bit, 4x 1,9 GHz 4x 2.1 GHz / GPU: ARM Mali-G72-MP3
RAM4 GB RAM
Speicher64 GB (mit microSD bis zu 512 Gigabyte erweiterbar)
BetriebssystemAndroid™ 10.0 ( Update auf Android 11 IM Quartal 4/21)
Haupt-KameraDual-Kamera: Standardlinse mit 16 MP f/1.8 Blende + 5 MP f/2.2 Blende Weitwinkelkamera + 2 MP f/2.4 Makro-Linse (die beiden letztren haben dabei nur einen fixen Fokus) Mono-LED-Blitz
Front-Kamera13 Megapixel
AnschlüsseUSB-Typ-C-Ladenaschluss, 3.5mm-Klinke
Akkuwechselbarer 4.300 mAh Akku
FarbenSchwarz (meinem Testgerät). Außerdem verfügbar ein Modell in Weiß
KonnektivitätWi-Fi 802.11 a/b/g/n/ac 2,4GHz und 5GHz. Mobilfunknetz bis 4G, Wi-Fi Direct, Bluetooth 5 und A-GPS, Galileo, GPS, Glonass und kabelloses Laden
Abmessungen (LxBxH)157 mm, 75 mm, 9,8 mm
Gewicht206 g
LieferumfangGigaset GS4
SIM-Tool in G-Form
10 Watt-Netzteil
USB-Typ-C-Ladekabel
Bedienungsanleitung
technische Daten des Gigaset GS4

Performance

Als Rechenkern hat Gigaset im GS4 einen 64-Bit CPU aus dem Hause MediTek verbaut, dessen genauere Bezeichnung wie folgt lautet: Mediatek MT6771 (Helio P70). Bei diesem Prozessor handelt es sich um einen aus der oberen Mittelklasse, jedoch ist dieser nicht gerade der jüngste, denn er stammt aus dem Jahr 2019. Dieser CPU besitzt jedoch je Rechenkern, von welcher dieser insgesamt 8 Stück besitzt, eine max. Taktfrequenz von bis zu 2,1 GHz. Unterteilt ist der Prozessor in zwei Cluster, vier ARM Cortex-A73 (2,11 GHz) Performance-Kerne und vier ARM Cortex-A53 (1,99 GHz) Stromspar-Kerne. Beim Arbeitsspeicher greift Gigaset wiederum auf die gewohnten 4 GByte zu, wie man diese auch aus dem Gigaset GS3 kennt, was im Alltag auch absolut ausreichend ist. Schließlich reicht die Rechenleistung problemlos für speicherintensivere Spiele aus und kommt daher nicht ganz so schnell an seine Grenzen wie die schwächeren Gigaset Smartphones.   

Der CPU wird natürlich, wie es sich gehört, von einer integrierten Grafikkarte (GPU) unterstützt, bei der es sich in diesem Fall um die ARM Mali-G72-MP3 mit 900 MHz handelt. Der fest verbaute Speicher besitzt eine Kapazität von 64 GB, von denen dem Nutzer abzüglich dem benötigten Speicher für das System und den Apps knapp 55 GByte zur Verfügung bleiben, was bedeutet, dass 13 % bereits von Werk aus belegt sind. Der Speicher ist von seiner Geschwindigkeit recht solide, aber erreicht logischerweise keine Spitzenwerte. Laut AndroBench erreicht der Speicher beim Schreiben einen Wert von knapp 212 MB/s und beim Lesen rund 287 MB/s. Sollte einem der verfügbare Speicher nicht ausreichen, kann dieser wie bereits erwähnt problemlos mit einem bis zu 512 GByte großen Micro-SD Speicherkarte erweitert werden.

Die bekannten Benchmarktests bezüglich der Leistung des Smartphones habe ich natürlich auch über das Gigaset GS4 laufen lassen und hier kam das Gerät bei Geekbench 5.0 im Single-Core auf einen Wert von 310 und im Multi-Core konnte es 1.436 Punkte erreichen, Bei PCMark Work 2.0 erreichte es eine Performance-Score von 7.795 Punkte, im Storage-Score waren es wiederum 5.155 Punkte. Beim relativ neuen Wildlife-Benchmark von 3DMark, liefert es eine Bildwiederholungsrate von 4,2 FPS und eine Gesamtscore von 702 Punkten ab – was bestätigt, dass es sich hier um ein Smartphone für zum Teil auch etwas anspruchsvollere Anwendungen handelt, doch im Großen und Ganzen bleibt es von der Leistung im Rahmen seiner Preisklasse.

(Performance: 3,5 von 5 Punkten)

Display

Beim Gigaset GS4 hat das Unternehmen wie bereits zu Beginn des Testberichtes erwähnt, ein 6,3 Zoll großes FHD+ Display verbaut. Dabei handelt es sich um ein typisches IPS-Display, welches in diesem Fall eine Auflösung von 2340 x 1080 Pixeln bietet, was wiederum eine Pixeldichte von 410 ppi entspricht. Dies ist z. B. deutlich höher als beim Gigaset GS3 und überraschend hoch für ein Smartphone, das gerade einmal 229€ kostet, meist zahlt man mit dieser Pixeldichte gut das doppelte.

Doch neben der sehr guten Bildschärfe bietet das Gigaset GS4 auch ein gutes Kontrastverhältnis von 1500:1 und die Farben werden sofern man diese im Bildschirm-Farb-Modus in den Einstellungen ändert so dargestellt, dass diese für ein IPS-Display relativ kräftig wirken. Die max. Helligkeit des Displays ist wiederum zulasten der Auflösung doch überraschend geringer, als beim Gigaset GS3, denn das GS4 kommt nur auf ca. 430 cd/m², während das GS3 gut 100 cd/m² mehr erreichen konnte. Das bedeutet dann wiederum soviel, dass man das Display im Alltag gut ablesen kann, doch bei direkter Sonnenstrahlung fällt es wiederum etwas schwer, darauf alles gut auf dem Display ablesen zu können. Der Blickwinkel ist wie bei einem IPS-Display gewohnt so weit in Ordnung. Frontal betrachtet hat man hier ein unverfälschtes Bild, während es bei leicht versetztem Blick etwas dunkler wirkt, allerdings erkennt man alles noch weiterhin gut darauf.

(Display: 4 von 5 Punkten)

Akku

Der Akku im Gigaset GS4 ist 4.300 mAh groß und ohne zusätzliches Werkzeug austauschbar, sollt dieser z. B. defekt sein. Dabei muss man jedoch unbedingt beachten, zuvor den SIM-Karten-Slot mit dem beiliegenden Tool zu entfernen und dann die Rückschale über die kleine Fuge am Rahmen abnehmen. Laut Gigaset soll der verbaute Akku eine Laufzeit von bis zu 350 Stunden im Standby und knapp 25 Stunden Sprechzeit im LTE-Netz ermöglichen. Im Alltag kam ich jedoch problemlos über den ganzen Tag, ohne das Smartphone aufladen zu müssen. Je nachdem, wie sehr man es nutzt, und vor allem was man damit macht, kommt man hier im Schnitt auf bis zu 20 Stunden Laufzeit. 

Erfreulich finde ich auch hier wie bereits beim Gigaset GS3, dass man hier ebenfalls Wireless-Charging mit bis zu 15 Watt unterstützt, was in dieser Preisklasse absolut untypisch ist. Das normale aufladen via Kabel bietet zwar mit dem mitgelieferten Kabel nur 10 Watt, doch man kann es, sofern ein entsprechendes Netzteil vorhanden ist, auch mit bis zu 18 Watt aufladen, was daher eine Schnelllaufladung entspricht. Mit dem mitgelieferten Netzteil von 10 Watt oder alternativ mit 15 Watt über ein kabelloses Ladepad ist der Akku jedoch erst nach gut 2 Stunden voll aufgeladen. Die 15 Watt kabellos sind hier nicht schneller, da hier mehr Energie verloren geht.

(Akku: 4 von 5 Punkten)

Kamera

Beim Gigaset GS4 setzt das Unternehmen aus Bocholt zum ersten Mal auf eine Dreifachkamera, die hierbei vertikal angeordnet wurde. Die Hauptkamera mit 16 Megapixel Auflösung und einer Blende von f/1.8 überrascht hierbei mir scharfen Bildern bei Tageslicht, jedoch fehlt es den Bildern etwas an Lebendigkeit und die Farben entsprechen nicht ganz der Realität. Die zweit Kameralinse ist ein klassisches Weitwinkel-Objektiv, welches mit 5 Megapixel und einer f/2.2 Blende ausgestattet wurde. Diese Linse gefällt mir von der Verzerrung ganz gut, denn hier kann man sich nicht wirklich beschweren, die Bilder sind nur minimal an den Rändern verzerrt, was selbst bei teueren Smartphones kaum vermieden werden kann, daher hat Gigaset hier in diesem Bereich eine gute Linse ausgewählt. Dafür wiederum ist die Blende doch recht gering, den durch das geringe Licht, welches auf den Kamera-Sensor eintrifft, wirken die Bilder beim genaue betrachten doch recht verwaschen und an schärfer fehlt es hier ebenso.

Zu guter Letzt kommt ganz unten die klein Makro-Kamera mit 2 Megapixel f/2.4-Blende zum Einsatz, die meiner Meinung nach nicht wirklich überzeugen kann, hier nimmt die Schärfe nochmals deutlich ab und meiner Meinung nach bietet dieses Makro-Objektiv nicht den gewünschten Mehrwert. Gerade bei Licht im Hintergrund ist es total verschwommen und wenn ich hier das Tele-Objektiv meins iPhon 11 Pro Max nutze, bekomme ich hier ein deutlich schärferes und von den Farben kräftiges Bild geboten. Daher hätte Gigaset hier sich diese Linse vielleicht sparen können und die Weitwinkel-/ oder Hauptkamera noch etwas besser gestalten können. Alle drei Kamera-Linsen haben bei Gegenlicht stärkere Probleme und die entsprechenden Bereiche wirken förmlich ausgebrannt, sprich überbelichtet und der Dynamikbereich geht sehr verloren. Hierbei machte es in meinem Test auch keinen Unterschied, ob ich den HDR-Modus hinzugeschaltet habe, was ich etwas Schade fand. Zudem fand ich es etwas störend, dass sowohl die Weitwinkellinse als auch die Makrolinse nur einen fixen Fokus besitzen, was zu Lasten der Schärfe geht. Dafür wiederum bietet man es zumindest bei der Hauptkamera, welche ich sowieso am meisten an einem Smartphone nutze. 

Die Frontkamera löst wiederum mit 13 Megapixeln auf. Beim Blitzlicht setzt Gigaset wie üblich auf das Aufhellen des Displays, sodass man theoretisch auch im Dunkeln ein Selfie knipsen könnte. Dies geht zwar so weit in Ordnung, doch schöne scharfe Bilder gelingen hier eher weniger. Die Frontkamera ermöglicht bei guten Lichtverhältnissen ordentliche Selfies, doch im Großen und Ganzen gehen hier doch viele Details verloren und mit persönlich fehlt es hier teils etwas an der Dynamik und der Schärfe, denn insgesamt wirken die Bilder verwaschen und werden von einem leichten Rauschen begleitet. 

Videos können mit dem Gigaset GS4 wie bisher bei sämtlichen anderen Gigaset Smartphones lediglich mit maximal 1.080p und 30 fps aufgenommen werden. Die Videos sind zwar für Erinnerungsaufnahmen von den Enkelkindern usw. vielleicht ausreichend, doch der Bildstabilisator ist nicht gerade der Beste, denn hier ruckelt es doch etwas sehr und wirkt einfach nicht ganz so flüssig, wie bei einem etwas teueren Smartphone. Man muss hier jedoch bedenken, in welcher Preisklasse das Gigaset GS4 liegt und für unter 230€ ist dies Kamera im Großen und Ganzen absolut angemessen.

(Kamera: 3 von 5 Punkten)

Software

Auf dem Gigaset GS4 wurde von Werk aus Android 10 installiert, welches mit einigen kleinen Zusatzfunktionen versehen wurde. Zu diesen zählt z. B. die Gestensteuerung, welche eine schnellere Systemsteuerung ermöglichen und um z. B. ein Screenshot zu machen, muss man nur mit drei Finger über das Display streichen usw. Das Gigaset GS4 wird wiederum anders als das Gigaset GS3 im Laufe des 4. Quartal 2021 ein Update auf Android 11 erhalten und wird somit aktuell das einzige Smartphone aus dem Hause Gigaset mit dem neuen Betriebssystem von Android. 

Wie gewohnt verspricht Gigaset hier mindestens einmal im Quartal ein aktuelles Sicherheitsupdate zur Verfügung zu stellen und dies über einen Zeitraum von bis zu 3 Jahre ab Produkt-Lunch. Bei den Sicherheitsupdates ist Gigaset jedoch nicht das schnellste Unternehmen, denn hier kann es gut dreieinhalb Monate dauern, bis das jeweilige Update verfügbar ist. Zum Testzeitpunkt war bei meinem Gigaset GS4 der Stand vom 5. August 2021 aufgespielt.

Was man beim Smartphone beachten sollte, ist, dass Gigaset wie bei allen Smartphones auf eine sogenannte DRM-Zertifizierung verzichtet hat. Somit kann man entsprechend geschützte Inhalte nur in SD-Qualität und nicht in HD betrachtet werden können.

(Software: 4 von 5 Punkten)

TEIL 3

bestehend aus „Preis/Leistung“ entspricht 10% der Gesamtwertung

Beschreibung

Gigaset beschreibt das GS4 als zeitlos und elegant, dem ich so weit zustimmen kann, denn der Rahmen des Displays ist für den Preis sehr schmal und die Glasrückseite wirkt hochwertig. Des Weiteren soll der Akku genug Power für den ganzen Tag über bieten und der Akku kann, wenn dieser defekt sein sollte, ganz einfach selbst ausgetauscht werden. Das Smartphone ist von der Performance für den normalen Alltag absolut ausreichend und vor allem für den geforderten Preis sehr gut ausgestattet.

Preis/Leistung

Das Gigaset GS4 kann man direkt bei Gigaset für 229 EUR inkl. kostenlosem Versand bestellen. Im Preisvergleich ist dieses jedoch bei einigen Händlern bereits je nach Farbe ab 185€ erhältlich.

Das Smartphone ist wie bereits erwähnt, kein Flaggschiff aus dem Hause Gigaset, wobei dies vom Unternehmen auch so nie geplant war, schließlich möchte man die Kunden im Einsteiger-Sektor für sich gewinnen. Das Gigaset GS4 hat jedoch dennoch Argumente, die für das Gerät sprechen, zu denen die für dieses Preissegment untypischen Ausstattungsmerkmale wie z. B. das kabellose aufladen des Akkus, die Möglichkeit, diesen sogar selbst auszutauschen zu können und einige weitere Dinge.

Gigaset GS4

Zum Angebot bei

testr Gesamtwertung

unter Berücksichtigung aller Teilwertungen

 Wir bedanken uns beim Hersteller für die Bereitstellung des Produktes. Zu unseren Grundsätzen

Link zum Hersteller: Gigaset.de

Gigaset GS3

In aller Kürze

Mit dem Gigaset GS3 hat das gleichnamige Unternehmen Gigaset aus Bocholt ein neues Smartphone zum sehr niedrigen Preis auf den Markt gebracht. Diese wurde soweit gut ausgestattet und besitzt einige Funktionen, die man so teils kaum noch in anderen Smartphones findet. Dazu zählt z. B. die wechselbare Rückseite, die bei einem defekt einfach ausgetauscht werden kann, genauso wie der entnehmbare Akku. Überraschend für mich ist es, dass man hier sogar die Möglichkeit hat, das Smartphone kabellos aufzuladen. Außerdem war ich im Test sehr mit der guten Akkulaufzeit zufrieden, welche sich ebenso sehen lassen kann wie das helle IPS-Display. Letzteres löst jedoch lediglich mit 720p (HD+) auf, dies konnte man sich soweit bei dem Preis jedoch eigentlich schon denken. Enttäuscht war ich jedoch von dem etwas hängenden System, genauso wie von dem etwas schwachen Lautsprecher und die mangelnde Bildqualität der Dual-Kamera.

Gefällt uns

  • Gute Akku-Leistung
  • helles Display
  • Kopfhörerbuchse
  • USB-Typ-C Anschluss
  • kabelloses Laden
  • wechselbarer Akku
  • Dual-SIM und micro-SD-Slot

Gefällt uns weniger

  • schwache Hardware
  • mäßige Foto- und Videoqualität
  • Lautsprecher fehlt Volumen
  • langsamer Speicher

Gigaset GS3

Zum Angebot bei

TEIL 1

Bestehend aus „Verpackung/Design/Verarbeitung“ entspricht 25% der Gesamtwertung

Verpackung

Beim Gigaset GS3 handelt es sich um kein „Made in Germany“ Smartphone, daher wird dieses von Gigaset auch nicht in der von den in Deutschland zusammengebauten Smartphones gewohnten ökologischen Verpackung ausgeliefert. Jedoch hat sich Gigaset hier dennoch Gedanken gemacht und setzt auf eine Verpackung aus recyceltem Material und im Inneren wurde hier vorbildlich komplett auf unnötigen Kunststoff-Verpackungsmüll verzichtet. 

Das Smartphone und die Rückschale hat man hier nämlich in Papier anstelle von Kunststofffolien verpackt. Das Netzteil sowie das Handbuch hat man wiederum ohne Umverpackung verpackt und das USB-C Ladekabel kommt anstelle eines Kabelbinders aus Plastik mit einem genauso gut funktionierenden Papierband daher.

Die Verpackung wurde wie von Gigaset gewohnt, rundum mit einige wenige Infos zum Produkt bedruckt. Dabei hat das Unternehmen die gewohnten Farben eingesetzt, neben der Farbe Schwarz darf daher das typische Orange und das Weiß von Gigaset nicht fehlen. Auf der Oberseite hat sich Gigaset für eine Abbildung des Smartphones entschieden, hier sieht man dieses von der Rückseite betrachtet, etwas kleiner als das Original. Außerdem findet man hier auch den Herstellername und die Bezeichnung des neuen Smartphones. An der linken Seite wird wie gewohnt der Name „Gigaset“ präsentiert, während die untere kurze Stirnseite mit einem Aufkleber versehen wurde, welcher wie üblich über die IMEI 1-/2-Nummer, die Seriennummer, den Modellnamen und die Farbe des Smartphones informiert. Neu ist bei dieser Generation von Smartphones, dass man an der länglichen rechten Seite einige der wichtigen Ausstattungsmerkmale des Smartphones erwähnt. Dazu zählen unter anderem die Displaygröße, der verbaute Prozessor, die Kameraauflösung usw. Die Rückseite ist weniger informativ geworden, da Gigaset hier nur einige Zertifikate bezüglich der Verpackung usw. zeigt.

Direkt nachdem öffnen der Verpackung, erblickt man in der obersten Ebene das Gigaset GS3. Dieses wurde hierbei in eine Papiertüte eingeschoben und damit das Display geschützt wird, hat man dies mit einer matten Displayfolie versehen, welche zudem über die einzelnen Hardwareteile informiert bzw. zeigt, wo diese verbaut sind. Daher muss diese, um das Smartphone nutzen zu können, auf jeden Fall entfernt werden, da man sonst nur wenig auf dem Display erkennen kann.

Das restliche Zubehör verbirgt sich unter einem doppelten Boden, der einen noch zuvor, nachdem man das Gigaset GS3 entnommen hat, zum Kauf des Gerätes gratuliert und einen QR-Code beinhaltet, der einem auf die Webseite von Gigaset führt. Unter dem Boden kommt eine weitere Papiertüte zum Vorschein, in welcher sich die Rückschale befindet. Diese kann, wenn man den Trennstreifen von dem bereits im Smartphone eingesetzt Akku entfernt hat, an der Rückseite angebracht werden. Unter der Rückschale befinden sich dann noch die üblichen Beipackzettel sowie das 10 Watt Netzteil und das passende USB-A auf USB-C Ladekabel.

(Verpackung: 4 von 5 Punkten)

Design

Die Front des Gigaset GS3 nimmt das vom Kunststoffgehäuse hervorstehenden Display ein. Dabei handelt es sich um ein Display mit U-Notch, welches von einem kratzfesten 2,5D-Glas geschützt wird. Der Rahmen um das Display ist an den Seiten angenehm schmal, fällt jedoch an der Oberseite mit knapp 3 mm und an der Unterseite mit knapp 18 mm breiter aus. Hier kann man an der Unterseite definitiv nicht von einem schmalen Displayrahmen reden. Die Rückseite lässt sich einfach abnehmen und ermöglicht so den Zugriff auf den wechselbaren Akku, die beiden Nano-Slots und den separaten microSD-Slot. Das Gigaset GS3 bzw. dessen Rückschale wird in insgesamt fünf Farben angeboten, welche nach Bedarf für gerade einmal 3,99 zzgl. Versand noch separat erworben werden können. Zur Auswahl stehen hier neben Graphite Grey, was meinem Testgerät entspricht, auch noch Racing Red, Classy Rosegold, Arctic Blue und Oceanic Petrol. Inzwischen leider kaum noch der Fall: Die Dual-Kamera samt LED-Blitzt schließen bündig mit der Rückschale ab. 

Damit das Smartphone trotz dessen Größe kompakt in der Hand liegt, hat Gigaset die Rückschale stärker abgerundet, dadurch würde ich das Gerät schon etwas in Richtung Handschmeichler bezeichnen. Das Display ist 6,1 Zoll groß, löst mit einer HD+ Auflösung auf und besitzt wie bereits erwähnt, eine Tropfen Notch (U-Notch). Im Zentrum der sogenannten U-Notch befindet sich die mit 8 Megapixel auflösenden Frontkamera, über der zudem eine schmale längliche Hörmuschel untergebracht ist. Der Annäherungs- und Umgebungslichtsensor befindet sich direkt rechts davon im schmaleren Displayrahmen integriert.

 Trotz des 6,1 Zoll großen Displays ist das Gigaset GS3 mit den Maßen 156 x 74 x 9,5 mm noch als „kompakt“ einzustufen und bringt mit knapp 172 Gramm ein angenehmes Gesamtgewicht auf die Waage. Bei den Anschlüssen und Bedienelementen gibt es soweit keine Veränderungen, hierbei findet man alles genau an dem Platz, wie man es von den bisherigen Gigaset Smartphones gewohnt ist. Der Power-Button befindet sich somit rechts etwas oberhalb von der Mitte des Smartphones, sodass man diesen gut als Rechtshänder mit dem Daumen bzw. als Linkshänder mit dem Zeigefinger erreichen kann. Damit man diesen Knopf auch direkt erkennt, hat Gigaset diesen in einem auffälligen rot gehalten. Direkte darüber befinden sich die Lauter-/ Leiser-Tasten, die zwar hierbei wie eine Lautstärkewippe aussehen, aber in Wirklichkeit zwei einzelne Tasten sind. An der oberen Stirnseite bietet das Gigaset GS3 eine Klinkenbuchse, die kaum noch bei Smartphones zum Einsatz kommt und an der Unterseite sitzt zwischen dem Lautsprecher und dem Mikrofon der USB-C Anschluss, um den Akku aufzuladen. Entfernt man die Rückschale mithilfe der beiden Einkerbungen an der Unterseite, erblickt man das Innenleben des Gigaset GS3. Wirft man jedoch zuvor noch einen Blick in die Innenseite der Kunststoffschale, sieht man hier wunderbar die Induktionsspule, die hier eingebracht wurde und durch die beiden Kontakte an der Unterseite den Strom in den Akku übertragen. 

Im Inneren, also unter der Rückschale, findet man dann zum einen den sehr großflächigen Akku und darüber den Micro-SD Slot. Hier kann man bei Bedarf den Speicher um bis zu 512 GB erweitern, sofern der interne 64 GB große Speicher nicht ausreichend sein sollte. An der rechten Ecke oben sind zudem noch zwei Steckplätze vorhanden, die es ermöglichen, zugleich zwei Nano-SIM Karten einzusetzen. Zu guter Letzt kann man hier natürlich auch die bereits durch die Rückschale sichtbare Dual-Kamera, den LED-Blitzt und den Fingerabdrucksensor sehen. 

Wie gewohnt möchte ich hier noch etwas näher auf den verbauten Lautsprecher eingehen, denn dieser ist für einige ebenfalls sehr wichtig. Der Mono-Lautsprecher bietet zwar eine gute max. Lautstärke, sodass man damit gut in einer etwas lauteren Umgebung zusammen einen Film ansehen könnte, doch im puncto Klangqualität schneidet dieser eher mau ab. So ist beim Klang nicht viel Bass vorhanden und das Klangbild ist nicht so breit, wie wenn ein Stereo-Lautsprecher verbaut wäre. Alternativ kann man dank verbauter Klinkenbuchse jedoch beim Gigaset GS3 weiterhin über einen kabelgebunden Kopfhörer den Ton anhören oder natürlich auch via Bluetooth.

(Design: 3,5 von 5 Punkten)

Verarbeitung

Die Verarbeitung des Gigaset GS3 ist wie bei den bisher von mir getesteten Gigaset Smartphones sehr solide, sodass es von meiner Seite her hier keinen Anlass für Kritik gibt. Für gerade einmal 179€ bekommt man hier ein Smartphone, welches dank der abnehmbaren Rückseite ermöglicht, dass jederzeit der Akku ausgetauscht werden kann, sodass man den leeren Akku nicht erst aufladen muss, sondern direkt einen Ersatzakku einsetzen könnte. Zudem bietet das Smartphone die Möglichkeit, es kabellos aufzuladen und das Display ist ausreichend hell.

(Verarbeitung: 4 von 5 Punkten)

TEIL 2

bestehend aus „Funktion des Produktes“ entspricht 65% der Gesamtwertung

Display6,1 Zoll 1560 x 720 Pixel (HD plus), Pixeldichte beträgt 283 ppi
CPUMediaTek Helio A25 Octa-Core MT6762D, 64bit, 4x 1,5 GHz 4x 1.8 GHz / GPU: PowerVR GE8320
RAM4 GB RAM
Speicher64 GB (mit microSD bis zu 512 Gigabyte erweiterbar)
BetriebssystemPure Android™ 10.0 (kein Update auf Android 11)
Haupt-KameraDual-Kamera: Standardlinse mit 13 MP f/2.0 Blende und 8 MP Weitwinkelkamera, Mono-LED-Blitz
Front-Kamera8 Megapixel
AnschlüsseUSB-Typ-C-Ladenaschluss, 3.5mm-Klinke
Akkuwechselbarer 4.000 mAh Akku
FarbenGraphite Grey (meinem Testgerät). Außerdem verfügbar Racing Red, Classy Rosegold, Arctic Blue und Oceanic Petrol.
KonnektivitätWi-Fi 802.11 a/b/g/n/ac 2,4GHz und 5GHz. Mobilfunknetz bis 4G, Wi-Fi Direct, Bluetooth 5 und A-GPS, Galileo, GPS, Glonass und kabelloses Laden
Abmessungen (LxBxH)156 mm x 74 mm x 9,5 mm
Gewicht172 g
LieferumfangGigaset GS3
Rückschale in der Farbe, die man gewählt hat
Wechselbarer 4.000 mAh Akku
10 Watt-Netzteil
USB-Typ-C-Ladekabel
Bedienungsanleitung
technische Daten des Gigaset GS3

Performance

Das Gigaset GS3 wird von einem 64-Bit CPU aus dem Hause MediTek angetrieben, genauer gesagt von dem Mediatek Helio P25 SoC. Bei diesem Prozessor handelt es sich, wie man schon anhand des Preises des Gerätes vermuten kann, um einen Einsteiger-Prozessor, der von 4 GB RAM unterstützt wird. Es handelt sich hierbei zwar um einen acht Kern Prozessor, jedoch takten hier vier der Rechenkerne mit lediglich 1,5 GHz und die anderen vier mit max. 1,8 GHz. Diese Leistung ist nicht gerade hoch, sodass sich die geringe Power schon im Alltag ohne große Beanspruchung mit kleinen Aussetzern und Hängern bemerkbar macht. Daher kann man mit diesem Smartphone keine grafisch anspruchsvollen Titel spielen, sondern lediglich einfache Games mit niedrigen Ansprüchen. Was mir im Testzeitraum jedoch auffiel, das Gigaset GS3 bleibt sowohl im Alltag als auch in den Benchmark Tests überraschend kühl. Da hier andere Smartphones extrem an wärme entwickeln und das schwächere Gigaset GS3 nicht, muss dies unter anderem daran liegen, dass der CPU keine sonderlich hohe Rechenleistung vorweist. 

Der CPU wird natürlich, wie es sich gehört, von einer integrierten Grafikkarte (GPU) unterstützt, bei der es sich in diesem Fall um die PowerVR GE8320 handelt. Dies ist eine Mittelklasse-Grafikakte, von der man ebenso nicht allzu viel erwarten sollte, da diese lediglich mit 0,65 GHz taktet. Der fest verbaute eMMC-Speicher mit 64 GB ist logischerweise nicht der schnellste, aber im Zusammenspiel mit dem Prozessor ein zu erwartendes Gesamtpaket. Sollte man mehr Speicher benötigen, kann dieser bei diesem Modell mit einer zusätzlichen Micro-SD-Speicherkarte um bis zu 512 GB erweitern. Hierbei werden jedoch keinen schnellen Speicherkarten unterstützt, sondern lediglich eine UHS-I Speicherkarte, die natürlich langsamer als eine UHS-II ist.

Laut AndroBench erreicht der interne Speicher beim Schreiben einen Wert von knapp 203 MB/s und beim Lesen fast 267 MB/s, daher schneidet das Gerät sowohl beim Lesen als auch beim Schreiben solide ab, aber eben nicht gut bzw. sehr gut. Der Flash-Speicher von 64 GB ist gut bemessen und von den 64 GB sind 15 % für das System und die vorinstallierten Apps reserviert. Somit bleiben dem Nutzer am Ende knapp 54 GB frei zur Verfügung.

Die bekannten Benchmark Tests habe ich natürlich auch über das Gigaset GS3 laufen lassen und hier kam das Gerät bei Geekbench 5.0 im Single-Core auf einen Wert von 136 und im Multi-Core konnte es 847 Punkte erreichen, bei PCMark für Android kam es auf eine Score von 4415.

(Performance: 2,5 von 5 Punkten)

Display

Beim Gigaset GS3 hat man ein 6,1 Zoll großes HD+ Display verbaut. Dieses IPS-Display löst mit einer Auflösung von 1560 x 720 Pixeln auf, was einer Pixeldichte von 283 ppi entspricht. Als gestochen scharf kann man das Smartphone somit nicht bezeichnen, denn im direkten Vergleich mit dem Gigaset GS290 fallen hier teils sogar leichte Pixelstrukturen auf.  

Das hier verbaute IPS-Display ist jedoch überraschend hell, was man in dieser Preisklasse unter 200€ selten bis gar nicht sieht. Hier beträgt die Helligkeit des Displays im Schnitt 586 cd/m². Was deutlich heller als die bisherigen Smartphones von Gigaset ist und an einem sonnigen Tag von Vorteil sein kann, auch wenn die max. Helligkeit natürlich nicht an ein aktuelles Smartphone von Apple oder Samsung herankommt.

(Display: 4 von 5 Punkten)

Akku

Der Akku im Gigaset GS3 ist 4.000 mAh groß und wechselbar. Dieser soll laut den technischen Daten für eine Akkulaufzeit von bis zu 360 Stunden im Standby halten und knapp 24 Stunden Sprechzeit im LTE-Netz ermöglichen. Im Alltagstest hielt bei mir der Akku gut 24 Stunden durch, anschließend musste ich diesen wieder aufladen. Dabei habe ich gelegentlich telefoniert, hin und wieder im Internet gestöbert und zwischendurch kleine Games gespielt. Die Akkulaufzeit hat mir hier soweit gut gefallen und ist wie erwähnt für einen ganzen Tag ausreichend.

Das Aufladen via Kabel dauert trotz eines kleinen 10 Watt-Netzteil nur etwas über 2 Stunden. Hierbei setzt man inzwischen bei allen neuen Geräten auf einen USB-C Anschluss, beim induktiven aufladen dauert es etwas länger, bis der Akku komplett aufgeladen wurde.

(Akku: 4 von 5 Punkten)

Kamera

Beim Gigaset GS3 handelt es sich definitiv um ein Einsteiger-Smartphone, was man vor allem an der Kamera bemerkt. Hierbei kommt zwar auf der Rückseite eine Dual-Kamera zum Einsatz, jedoch können alle Kameralinsen nicht wirklich von der Bildqualität überzeugen, egal ob die Standard-Linse oder die Weitwinkel-Linse. 

Die Rückseite Dual-Kamera setzt sich aus eine 13 Megapixel Linse mit einer Blende von f/2.0 und der 8 MP Weitwinkel-Linse mir f/2.2  zusammen und wird bei schlechtem Licht von einem LED-Blitz unterstützt. Bei normalen „guten“ Lichtbedienungen gelingen hier auf dem Smartphone betrachtet vielleicht gute Bilder, doch macht man hier im direkten Vergleich mit einem wirklich guten Smartphone Bilder, merkt man einen gewaltigen Unterschied. Die Bilder des Gigaset GS3 sind somit zwar für Schnappschüsse vielleicht ok, aber für mehr nicht wirklich zu gebrauchen. Gerade bei einem Bild mit Gegenlicht und hellem Hintergrund fehlt es sehr an Schärfe und die Dynamik leidet ebenfalls sehr darunter. Legt man viel Wert auf eine gute Kamera, sollte man daher lieber zu einem anderen Smartphone greifen.

Die Frontkamera löst mit lediglich 8 MP auf. Beim Blitzlicht setzt Gigaset hier wie üblich auf das Aufhellen des Displays, sodass man theoretisch auch im Dunkeln ein Selfie knipsen könnte. Dies geht zwar soweit in Ordnung, doch schöne Bilder gelingen hier eher weniger. Die Frontkamera ermöglicht bei guten Lichtverhältnissen ordentliche Selfies, doch im Großen und Ganzen gehen hier doch viele Details verloren und mit persönlich fehlt es hier teils etwas an der Dynamik und der Schärfe.

Videos können mit dem Gigaset GS3 wie bisher bei sämtlichen anderen Gigaset Smartphones lediglich mit maximal 1.080p und 30 fps aufgenommen werden. 4K-Videos werden daher ebenso wenig unterstützt wie Slow-Motion aufnahmen.

(Kamera: 2,5 von 5 Punkten)

Software

Auf dem Gigaset GS3 wurde eine nahezu pure Version des Android 10 installiert, welches jedoch mit einigen kleinen Zusatzfunktionen versehen wurde. Zu diesen zählt z. B. die Gestensteuerung, welche eine schnellere Systemsteuerung ermöglichen und um z. B. ein Screenshot zu machen, muss man nur mit drei Finger über das Display streichen usw. Ein Update auf Android 11 wird das Gigaset GS3 jedoch definitiv nicht erhalten, Gigaset wird hier lediglich quartalsweise Sicherheitsupdates zur Verfügung stellen und die über ein Zeitraum von 2 Jahren. Bei diesen Sicherheitsupdates ist Gigaset jedoch nicht das schnellste Unternehmen, denn hier kann es gut dreieinhalb Monate dauern, bis das jeweilige Update verfügbar ist. Zum Testzeitpunkt war bei meinem Gigaset GS3 der Stand vom 5. März 2021 aufgespielt.

Was man beim Smartphone beachten sollte, ist, dass dieses keine sogenannte DRM-Zertifizierung besitzt. Somit kann man entsprechend geschützte Inhalte, sprich Videos nur in SD-Qualität streamen, mehr nicht. Das System läuft aufgrund der geringen Leistung hin und wieder nicht wirklich flüssig, daher ist es hier auch vollkommen klar, dass es kein Update auf Android 11 geben wird.

(Software: 4 von 5 Punkten)

TEIL 3

bestehend aus „Preis/Leistung“ entspricht 10% der Gesamtwertung

Beschreibung

Gigaset beschreibt das GS3 als ein Smartphone, welches voll Power für jeden Tag bietet und wirbt mit dem Nachhaltigkeitsaspekt, dass der Akku einfach selbst gewechselt werden kann. Das Smartphone ist definitiv ein Eissteiger-Gerät, doch trotz, dass dieses einige Schwächen besitzt, hat es mich im Test in einigen Bereichen und aufgrund seines geringen Preises mit einigen ungewöhnlichen Funktionen überrascht. Zu diesen gehört z. B. das dieses Smartphone per Wireless Charging aufgeladen werden kann, was eigentlich bei diesem Preis sehr selten vorkommt und das Display punktet mit einer hohen Helligkeit, auch wenn selbiges wiederum leider nicht so scharf ist.

Preis/Leistung

Das Gigaset GS3 kann man direkt bei Gigaset für 179 EUR inkl. kostenlosem Versand bestellen. Im Preisvergleich ist dieses jedoch bei einigen Händlern bereits je nach Farbe ab 147€ erhältlich.

Das Smartphone ist wie bereits erwähnt, kein Flaggschiff aus dem Hause Gigaset, wobei dies vom Unternehmen auch so nie geplant war, schließlich möchte man die Kunden im Einsteiger-Sektor für sich gewinnen. Das Gigaset GS3 hat hier und da Argumente, die für das Gerät sprechen, doch ebenso sprechen auch einige gegen dieses Smartphone. Am Ende muss hier jeder für sich entscheiden, ob einem dieses Gerät 179€ wert ist oder man gleich etwas mehr Geld in die Hand nimmt und zum besser ausgestatteten Gigaset GS4 greift oder einem anderen Smartphone. Günstig ist das GS3 definitiv, doch wer Wert auf mein flüssiges System und eine gute Kamera legt, dem Rate ich hiervon ab. 

Gigaset GS3

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testr Gesamtwertung

unter Berücksichtigung aller Teilwertungen

 Wir bedanken uns beim Hersteller für die Bereitstellung des Produktes. Zu unseren Grundsätzen

Link zum Hersteller: Gigaset.de

Google Pixel 4a 5G

In aller Kürze

Mit den letzten Pixel-Phones wollte Google noch mit Smartphones punkten, die mit der Flaggschiff-Konkurrenz mithalten konnten. Dies gelang Google mehr oder weniger nur bedingt und die Smartphones waren preislich eher im oberen Bereich angesiedelt. Hier geht Google unter anderem mit dem neuen Google Pixel 4a 5G einen neuen Weg, denn das Smartphone kostet nur 499€, kann jedoch dennoch zu diesem Preis mit einer guten Ausstattung überzeugen.

Gefällt uns

  • gutes OLED-Display
  • handliches Gerät
  • hochwertige Verarbeitung
  • tolles Design
  • schneller Fingerabdrucksensor

Gefällt uns weniger

  • kabelloses Laden wird nicht Unterstützt
  • keine Speichererweiterung
Google Pixel 4a 5G

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TEIL 1

Bestehend aus „Verpackung/Design/Verarbeitung“ entspricht 25% der Gesamtwertung

Verpackung

Die Verpackung des Google Pixel 4a 5G ist zum Vorgänger, dem Pixel 4 sehr ähnlich. Wie für Google gewohnt, ist die Verpackung komplett in Weiß gehalten und zeigt an der Front einen Ausschnitt des Pixel 4a 5G. Außerdem wird hier ganz oben wie gewohnt das aktuelle bunte Google-Logo in Form eines „G“ dargestellt. Darunter prangt der Name des Smartphones „Pixel 4a“ und ein kleines 5G-Logo, schließlich unterstützen die beiden „teueren“ Google Smartphones das neue 5G-Netz. Zu guter Letzt ziert die Rückseite lediglich der bekannte Hashtag #teampixel und die Unterseite zeigt neben dem Lieferumfang die Farbe des Smartphones, die Speicherkapazität und die Modellbezeichnung. Zudem findet man hier natürlich auch die IMEI-1-Nummer usw.

Nach dem Abnehmen des Deckels kommt direkt das Google Pixel 4a 5G in einer Folie verpackt zum Vorschein. Dieses wird hier von einem recycelbaren Zellulose-Material sicher an seiner Position gehalten. Darunter wiederum befindet sich eine Kurzanleitung sowie das kleine SIM-Tool. Nachdem entnehmen von diesen Beipackzetteln kommt im Boden noch das USB-Typ-C Ladekabel, ein USB-A auf USB-Typ-C Adapter sowie ein 18 Watt Netzteil mit dem entsprechenden USB-Typ-C Lade-Anschluss zum Vorschein. Kopfhörer wiederum liefert Google beim Pixel 4a 5G wie bereits bei den Vorgängergeräten leider nicht mit aus.

(Verpackung: 4 von 5 Punkten)

Design

Das neue Google Pixel 4a 5G kommt gegenüber dem Pixel 4 etwas schlichter daher kein Wunder, schließlich kostet das Smartphone bei gleicher Speicherausstattung auch ca. 300€ weniger. Bei der Farbauswahl ist der Name Programm, denn „Just Black“ ist die einzige Farbe, in der Google, das neue Pixel 4a 5G anbietet.  

Beim Gehäuse setzt man bei dem Preis von unter 500€ nicht auf Aluminium/Edelstahl und Glas, sondern auf Kunststoff. Was im Premium-Sektor ein absolutes No-Go ist, erweist dich hier beim Google Pixel 4a 5G definitiv als sehr gute Wahl. Schließlich bietet dieses Material den Vorteil, dass der Empfang von Grund auf etwas besser ist, schließlich kommt man auch ohne die Antennenunterbrechungen im Rahmen aus und beim Gerät zerbricht nicht gleich die Rückseite, wenn das Smartphone auf den Boden fällt. Dank der zusätzlichen matt-seidigen Oberflächenstruktur fühlt sich das Google Pixel 4a 5G außerdem sehr gut in den Händen an und besitzt eine tolle Haptik. Das Smartphone ist deutlich weniger rutschig als der Großteil der bekannten Smartphones mit einer Vorder- und Rückseite aus Glas und fühlt sich durch die Rundungen zu den Seiten hin richtig gut an. Ein weiterer toller Nebeneffekt des matten Kunststoffes ist es, dass das leidige Thema mit den vielen Fingerabdrücken auf der Rückseite ebenfalls der Vergangenheit angehören, lediglich bei fettigen Fingern sieht dann natürlich auch die matte Oberfläche nicht mehr ganz so hübsch aus. 

Das Google Pixel 4 war eigentlich schon kompakt gehalten, doch das Pixel 4a 5G besitzt ein nochmals größeres Display von 6,2 Zoll, sodass das Smartphone einige Millimeter größer wurde. Das Pixel 4a 5G misst somit 153,9 x 74 x 8,2 Millimeter und ist somit exakt so dick wie das Pixel 4, jedoch etwas breiter und länger. In der Hosentasche fällt das Google Pixel 4a 5G jedoch deutlich weniger auf als mein aktuelles Apple iPhone 11 Pro Max, sodass hier Fans von „kleineren“ Smartphones ihre Freude haben würden, wenn man dies z. B. mit den nochmals deutlich größeren Smartphones von Samsung und Co. vergleicht. 

Das OLED-Display des Google Pixel 4a 5G misst eine Bildschirmdiagonale von 6,2 Zoll. Sehr schön finde ich, dass sich Google nun wieder von dem sehr breiten Displayrahmen an der Oberseite verabschiedet hat, denn dies sah in der Zeit in der nahezu alles neuen Smartphones mit einer Notch und ansonsten „fast“ Rahmenlosen Display daher kamen schon etwas komisch aus. Doch der Nachteil daran ist, dass man sich von den Sensoren, die hier noch im Pixel 4 verbaut waren, verabschiedet hat. Somit setzt Google hier jetzt auf die sogenannte „Punch hole Kamera“ eine kleine runde Frontkamera im linken Displayrand. Zudem sind im schmalen oberen Rahmen noch die Hörmuschel und der Annäherungs- und Helligkeitssensor verbaut.   

Anders als beim Google Pixel 4 kommt beim neuen Pixel 4a 5G wieder ein Fingerabdrucksensor zum Einsatz. Die Möglichkeit der Entsperrung via Face-Unlock gibt es hier leider nicht mehr, da man diese entsprechenden Sensoren dafür nicht mehr verbaut hat. Der Fingerabdrucksensor ist an der Rückseite und sehr gut erreichbar, zudem geht dieser nahtlos in das Kunststoffgehäuse über.

Beim Pixel 4a 5G hat Google wie bereits beim Vorgängermodell alle physische Tasten auf der rechten Seite angeordnet. Hier gibt es einen kleinen, weiß hervorgehobenen Power-Button und eine doppelt so große schwarze Lautstärke-Wippe. Beide Tasten lassen sich als Rechtshänder mit dem Daumen sehr gut bedienen, jedoch haben auch Linkshänder mit dem Zeige- und oder Mittelfinger keinerlei Einschränkungen. An der oberen Stirnseite hat neben dem bereits vom Vorgänger bekannten kleinen Mikrofon nun auch wieder eine 3,5 mm Klinkenbuchse den Einzug erhalten, welche beim Vorgängermodell bereits gestrichen war.  

Einen Dual-SIM-Karten-Slot gibt es jedoch auch beim neuen Pixel 4a 5G nicht. Google hat hier lediglich an der linken Seite einen Nano-SIM-Karten-Schacht verbaut, der somit lediglich Platz für eine kleine Nano-SIM-Karte bietet, mehr nicht. Wer auf zwei Netze angewiesen ist, muss auf die integrierte e-SIM-Karte zugreifen, sofern euer Anbieter diese Funktion anbietet. Außerdem hat man somit beim Pixel 4a 5G leider erneut nicht die Möglichkeit, den Speicher via Micro-SD-Karte zu erweitern. Jedoch sollten die zur Verfügung gestellten 128 GB Speicher für die meisten mehr als Ausreichend sein.

Wie bereits bei den Vorgängermodellen kommt natürlich auch beim neuen Pixel 4a ein Stereo-Lautsprecher zum Einsatz. Hierfür wird zum einen klassisch auf den Lautsprecher unten rechts neben dem USB-Typ-C Anschluss gesetzt und als zweiter die Hörmuschel. Der Klang ist soweit in Ordnung und ist fürs Zocken und Videos anschauen absolut ausreichend. Hier konnte mich das Google Pixel 4a 5G mit einem hohen klanglichen Volumen und einer hohen maximalen Lautstärke überraschen. Bei der max. Lautstärke jedoch neigt das Gerät dazu, das Klangbild etwas zu sehr zu verzerren.

Die Rückseite ist soweit sehr dezent gehalten. Das auffälligste Merkmal der schwarzen Rückseite ist das quadratische Plateau in der linken oberen Ecke des Smartphones. Hier versteckt sich die Kameraeinheit, auf welche ich später im Verlaufe des Testberichts noch näher eingehen werde. Das Google Logo prangt hier sehr dezent im unteren Drittel in einem dunkelgrauen Farbton und fällt erst bei näherer Betrachtung genau auf.

(Design: 4 von 5 Punkten)

Verarbeitung

Die Verarbeitung des Google Pixel 4a 5G ist für den Preis absolut angemessen. Die Tasten besitzen einen angenehmen Druckpunkt, jedoch klappert die Lautstärkewippe minimal, wenn man das Smartphone hin und her schüttelt. Im Alltag merkt man hiervon jedoch eigentlich nicht wirklich etwas, außerdem wird dieses Problem mit einem Case von Google oder einer anderen Hülle neutralisiert. 

Das Soft-Touch-Polycarbonat-Unibody-Gehäuse verleiht dem Smartphone einen modernen und zudem hochwertigen Gesamteindruck, der in Kombination mit dem Corning® Gorilla® Glass 3 an der Vorderseite abgerundet wird. Dafür wiederum muss man auf die IP68-Zertifzierung verzichten, die noch beim Pixel 4 zum Einsatz kam, doch dies kann man sich angesichts des Gehäuses und des Preises vom Gerät eigentlich schon denken, dass man hier ein paar Abstriche machen muss.

(Verarbeitung: 3,5 von 5 Punkten)

TEIL 2

bestehend aus „Funktion des Produktes“ entspricht 65% der Gesamtwertung

Display6,2 Zoll großes OLED-Display (19,5:9 Format) 1.080 x 2.340 Pixel, Pixeldichte beträgt 413 ppi
CPU/GPUQualcomm Snapdragon 765G: 1x 2,4 GHz, 1x 2,2 GHz und 4x 1,8 GHz /Adreno 620
RAM6 GB RAM
Speicher128 GB (nicht erweiterbar)
BetriebssystemAndroid 11
Haupt-Kamera12,2 MP f/1.7 Blende; Erfassungswinkel: 77°; 1,4 μm Pixelgröße, 16-MP-Ultraweitwinkelobjektiv; Blende: ƒ/2.2; 1,0 μm Pixelgröße; Erfassungswinkel: 107° mit Dual-LED-Blitz
Frontkamera8 MP Blende: ƒ/2.0; 1,12 μm Pixelgröße; Erfassungswinkel: 83°
AnschlüsseUSB-Typ-C Anschluss und 3,5 mm Klinkenbuchse
Akku3.885 mAh; Schnellladefunktion mit 18 Watt
KonnektivitätWLAN 2,4 GHz + 5 GHz, 802.11 a/b/g/n/ac, 2×2 MIMO, Mobilfunknetz bis 5G, Bluetooth® 5.0 + LE, A2DP (HD-Codecs: AptX, AptX HD, LDAC, AAC). NFC, GPS, GLONASS, Galileo, QZSS, BeiDou; Google Cast.
Abmessungen
(LxBxT)
153,9 x 74 x 8,2 mm
Gewicht168 Gramm
LieferumfangGoogle Pixel 4a 5G
USB-C-Netzteil (18 W)
1-m-Kabel, USB-C auf USB-C (USB 2.0)
Kurzanleitung
Quick-Switch-Adapter
SIM-Tool
Technische Daten Google Pixel 4a 5G

Performance

Als Herzstück werkelt im Google Pixel 4a 5G ein Snapdragon 765G von Qualcomm, derselbe Achtkern-SoC wie im ebenfalls neuen Google Pixel 5. Dabei handelt es sich, wie die Zahlen schon vermuten lassen, um einen soliden Mittelklassen-Prozessor, der für den Großteil aller Alltagsaufgaben locker ausreichen sollte.

Der Snapdragon 765G wurde wie der im Pixel 4 verbaute Snapdragon 855 im 7 nm-Verfahren hergestellt und ebenso handelt es sich hier um einen 64-Bit CPU. Der CPU beinhaltet wie bereits erwähnt acht Kerne (Karo 475), welche hier auf zwei sogenannte Cluster aufgeteilt wurden. Einmal gibt es den ARM Cortex-A76 der mit bis zu 2,4 GHz taktet und einen Gold-Kern mit bis zu 2,2 GHz. Die restlichen sechs Kerne des CPU basieren auf die A55 Architektur und takten mit bis zu 1,8 GHz. Beim Arbeitsspeicher bietet Google „lediglich“ 6 Gigabyte an, bei Google Pixel 5 sind es jedoch 8 GB. Wie üblich wird der Qualcomm Snapdragon 765G noch von seinem integrierten GPU unterstützt. In diesem Fall handelt es sich dabei um den Adreno 620.

Beim internen Speicher stehen lediglich 128 GB zur Auswahl, was jedoch ausreichend bemessen sein sollte. Dieser Speicher basiert auf den älteren UFS 2.1 Standard und nicht auf den neuen UFS 3.0. Dennoch erreicht das Smartphone beim Lesen und Schreiben von Dateien gut Werte. 

Laut AndroBench erreicht der verbaute Speicher im Google Pixel 4 a 5G direkt nach dem Neustart eine Lesegeschwindigkeit von bis zu 977 MB/s und beim Schreiben ein Schnitt von 228 MB/s. Daher ist der Speicher zwar definitiv langsamer als der neue UFS 3.0 Standard, doch gerade beim Systemstart ist das Google Pixel 4a 5G sehr schnell und schneller einsatzbereit als viele andere Smartphones.

Das Google Pixel 4a 5G ist mit seiner Hardware ausreichend bestückt, sodass das Mittelklasse-Smartphone im Alltag ausreichend Power bietet. Das Betriebssystem läuft soweit flüssig, ohne Anzeichen von Aussetzern und wie bereits erwähnt, startet das System rasant schnell. Jedoch konnte ich bei Google Pixel 4a 5G ebenfalls wie bereits beim Pixel 4 feststellen, dass die Bilder, die man nach dem knipsen direkt betrachten möchte, zuerst kurz nachgearbeitet werden müssen. Bei den von mir durchzogenen Benchmarktests schneidet das neue Google Pixel 4a 5G wie folgt ab: Bei Geekbench 5 konnte es im Test einen guten Wert von 591 Punkte im Single-Core und 1.623 im Multi-Score erreichen. Bei 3D Mark betrug die Gesamtscore 1.427 Punkte und die Bildwiederholrate betrug im Schnitt bei 8.50.

(Performance: 3,5 von 5 Punkten)

Display

Das OLED-Display des Google Pixel 4a 5G löst mit einer Auflösung von 2.340 x 1.080 Pixeln auf, was bei dem eingesetzten 6,2 Zoll großen Display für eine hohe und ausreichend scharfe Pixeldichte von 413 ppi sorgt. Auf dem Display sieht man mit Sicherheit alles ausreichend scharf und mir kann hier definitiv keiner sagen, dass er oder sie bei diesem Gerät einen der Pixel mit bloßem Auge erkennen kann.

Typisch für ein OLED-Display kann dieses im Test mit kräftigen Farben und dem typischen Kontrastwerten und einem tiefschwarzen Display überzeugen. Dies liegt daran, da bei OLED-Displays jeder der Pixel einzeln abgeschaltet werden kann. Durch diesen hohen Schwarzwert erhält man auf dem Display kräftige Farben, die mit einer guten Leuchtkraft überzeugen können. Ebenso resultiert dadurch auch das hervorragende Kontrastverhältnis von OLED-Displays von 100.000:1, was nahezu unendlich entspricht.

Praktisch beim Google Pixel 4a 5G ist wie bereits bei den Vorgängermodellen das Always-on-Display, was jedoch von Werk aus nicht aktiviert ist. Um diese Funktion zu aktivieren, muss man in die Einstellungen -> Display -> Erweitert -> Sperrbildschirm und hier dann Zeit und Informationen immer anzeigen aktivieren. Dies reduziert jedoch selbstverständlich die Akkulaufzeit, jedoch hat dies nun auch wieder keine allzu große Auswirkung darauf. Bei der Bildwiederholungsrate bietet das Google Pixel 4a 5G nur 60 Hz, was beim geforderten Preis des Smartphones jedoch eigentlich klar sein sollte. Möchte man ein 90 Hz Display, dann muss man zum Google Pixel 5 greifen.

Normalerweise hat fast jeder den automatisch regulierenden Display-Helligkeitssensor aktiviert, der das Display auf eine durchschnittliche Helligkeit von 670 cd/m² auffällt. Dabei wird das Display schön gleichmäßig ausgeleuchtet, also ohne dass z. B. die Ränder schwächer aufgehellt werden, was jedoch bei einem OLED-Display sowieso kaum vorkommt. Deaktiviert man den Umgebungslichtsensor, wird die Helligkeit auf max. 440 cd/m² reduziert.

Wer gerne Face-Unlock nutzt, den muss ich beim neuen Google Pixel 4a enttäuschen, denn diese Funktion gibt es hier nicht mehr, da der entsprechende Sensor nicht mehr verbaut wurde. Doch da der Fingerabdrucksensor an der Rückseite rasant schnell reagiert und das Gerät zuverlässig entsperrt, ist dies nicht wirklich schlimm und zudem ist es in der aktuellen COVID-19-Zeit besser unterwegs, ein Smartphone mit Fingerabdrucksensor zu besitzen, den sonst muss man wie ich bei meinem iPhone 11 Pro jedes Mal den Code zum Entsperren eingeben.

(Display: 4 von 5 Punkten)

Akku

Im Gegensatz zum Pixel 4 kommt beim neuen Google Pixel 4a 5G ein gut 1.000 mAh größerer Akku zum Einsatz. Somit ist dieser nun 3.885 mAh groß und bietet eine Ausreichend lange Akkulaufzeit für den Tagesverlauf. Somit hält der Akku beim normalen Einsatz im Alltag problemlos für einen, wenn nicht sogar für zwei Tage am Stück durch, ohne dass man das Smartphone wieder aufladen muss. 

Aufgeladen wird der Akku des Google Pixel 4a 5G über das mitgelieferte 18 Watt Netzteil und dem USB-C Ladekabel. Für eine volle Aufladung von 0 auf 100 % benötigt man damit knapp 2 Stunden, was völlig in Ordnung ist. Ein kontaktloses Aufladen via Qi- Ladegerät gibt es beim Pixel 4a 5G jedoch nicht, denn dafür fehlt dem Smartphone die benötigte Spule – dies gibt es nur beim Google Pixel 5.

(Akku: 4 von 5 Punkten)

Kamera

Die Dual-Kamera des Pixel 4a 5G ist exakt dieselbe wie im ebenfalls neuen Pixel 5. Das Kamera-Setup besteht aus dem Sony IMX363 Hauptsensor, der bereits im Pixel 4 zum Einsatz kam. Der mit 12,2 Megapixel auflösenden Sensor mit einer Pixelgröße von 1,4 µm und einer Blende von f/1.7 bietet außerdem einen Erfassungswinkel von 77°, sowie einen Zwei-Phasen-Autofokus und eine optische sowie elektronische Bildstabilisierung. Die zweite Kameralinse, bei der es sich um ein Ultraweitwinkelobjektiv handelt, löst mit 16 Megapixeln auf, bietet eine 1,0 µm große Pixelgröße, eine Blende von f/2.2 und deckt einen Blickwinkel von 107° ab.

Bei gutem Tageslicht knipst das Pixel 4a 5G sehr gute Fotos mit natürlichen Farben und einer guten Dynamik. Bei schlechten Lichtverhältnissen wie z. B. in der Abenddämmerung erkennt die Kamera Software dies automatisch und wechselt in den Nachtmodus, der auch beim Pixel 4a 5G mit sehr guten Bilder punkten kann. Auf ein Teleobjektiv wurde zwar verzichtet, jedoch hat Google hier sauber an der Software der Kamera gearbeitet, sodass man den fehlenden Sensor gut kompensieren kann und selbst bei einem 4- bis 5-fachen Zoom gute brauchbare Bilder entstehen können.

Neu ist, dass man in der Software schnell mit den virtuellen Bedienelementen zwischen dem 0,6 Zoom (Ultraweitwinkel-Linse) und dem Standardzoom 1x und einem 2x Zoom wechseln kann. Möchte man jedoch noch weiter, also bis max. 6-fach an das Objekt heranzoomen, erfolgt dies mit einer simples Pinch-to-Zoom Geste. Das heißt, dass man einfach durch die typische Zoomgeste mit zwei Finger (Daumen und Zeigefinger) den stufenlosen Zoom nutzen kann. Tippt man auf das Bild bzw. das Motiv erscheinen im Rechten Bereich weitere Einstellungen, mit denen man via Schieberegler z. B. die Helligkeit manuell regulieren oder die AF/AE sperre setzen kann.  

Die Frontkamera löst mit 8 Megapixeln auf, bei einem 1,22 µm großen Sensor sowie eine Blende von f/2.0, was somit von den technischen Daten der Kamera aus dem Pixel 4 entspricht. Lediglich der Betrachtungswinkel ist von 90° auf 83° gesunken, was vermutlich an der neuen Punch-Hole-Kamera liegen muss, welche zudem nun nicht mittig, sondern am Rand positioniert wurde. Diese kann im Test ebenfalls mit einer guten Bildqualität punkten und überzeugt mich mit der neuen Porträtbeleuchtung. Damit kann man im Nachgang noch eine Lichtquelle einfügen, um die fotografierte Person bzw. deren Gesicht ins perfekte Licht zu rücken.

Im punkto Videoaufnahmen hat Google ebenfalls für eine Verbesserung gesorgt, erstmals in einem Google Pixel Smartphone sind nämlich nun 4K Aufnahmen mit 60 fps möglich. Der Video-Stabilisator arbeitet sehr sauber, sodass die Aufnahmen ohne großes Verwackeln gelingen. Bei Zeitlupenvideos sind nun ebenfalls Aufnahmen mit 1080p (Full-HD) möglich mit 120 fps und 240 fps. Mir persönlich gefällt der automatische Folgefokus sehr gut, welcher sowohl bei Fotos als auch bei Videos genutzt wird.

(Kamera: 4 von 5 Punkten)

 Software

Das Google Pixel 4a 5G liefert Google natürlich mit dem neusten Android 11 aus. Dabei handelt es sich um die Android Pure Version, was soviel bedeutet, dass diese schlank gehalten ist und ohne Bloatware daher kommt. Somit verzichtet Google darauf von Werk aus darauf, dass Smartphone mir Apps von Drittanbietern und sonstigen Werbe-Apps wie „“Bild usw. Sehr gut ist, dass Google bei sämtlichen Smartphones verspricht, dass Betriebssystem- und Sicherheitsupdates für mindestens 3 Jahre für das jeweilige Gerät bereitgestellt werden. Dabei gilt jedoch natürlich nicht das Kaufdatum, sondern der Marktstart des Smartphones, welcher beim Google Pixel 4a 5G Mitte Oktober 2020 war. 

Neuerungen von Android 11 ist unter anderem, dass Android Auto nun kabellos funktioniert. Die neue Multitasking-Funktion „Bubbles, welche den Nutzer ermöglicht, direkt auf Nachrichten zu antworten, ohne dafür zwischen den Apps zu switchen. Außerdem können nun auch hier Bildschirminhalte ohne zusätzliche App aufgezeichnet werden uvw.

(Software: 4,5 von 5 Punkten)

TEIL 3

bestehend aus „Preis/Leistung“ entspricht 10% der Gesamtwertung

Beschreibung

Mit dem neuen Google Pixel 4a 5G hat Google eine günstigere Variante des Google Pixel 5 auf den Markt gebracht, welches mit einem sehr guten Preis-Leistungs-Verhältnis überzeugen kann. In diesem „günstigen“ Modell steckt derselbe Prozessor und die gleiche Dual-Kamera wie beim fast 150€ teueren Google Pixel 5. Jedoch bietet das Pixel 4a 5G sogar noch eine 3,5 mm Klinkenbuchse, die das Pixel 5 nicht besitzt. Das Gerät überzeugt mit einer guten Ausstattung und tollen Verarbeitung.

Preis/Leistung

Die UVP des Google Pixel 4a 5G liegt bei 499 in Deutschland und Österreich, jedoch ist das Smartphone zumindest in Deutschland noch mindestens bis zum Ende des Jahres bereits für 486,42 EUR erhältlich aufgrund er aktuellen MwSt. von 19 % auf 16 %.

Hierfür bekommt man meiner Meinung nach ein Smartphone, in dem ein flotter und alltagstauglicher Mittelklasseprozessor werkelt, eine überraschend gute Kamera sowie ein Akku, der lange durchhält. Verzichten muss man hingegen auf ein 90 Hz-Display, das kabellose Laden und die Zertifizierung zum Schutz hegen Staub und Wasser.

Google Pixel 4a 5G

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unter Berücksichtigung aller Teilwertungen

 Wir bedanken uns beim Hersteller für die Bereitstellung des Produktes. Zu unseren Grundsätzen

Link zum Hersteller: store.google.com/de

Huawei P40 Pro+

In aller Kürze

Das Huawei P40 Pro+ wurde im März zwar zusammen mit den Huawei P40 und dem P40 Pro vorgestellt, doch anders wie bei den beiden anderen Modellen, musste man hier einige Monate länger warten. Doch das Warten hat nun ein Ende, denn das Huawei P40 Pro Plus ist ab sofort verfügbar, doch lohnt der Kauf sich? Ein zusätzliches Plus Modell hat bei jedem Hersteller ein größeres Display oder eine besser Ausstattung, oftmals sogar beides. Bei Huawei hat das P40 Pro Plus jedoch dasselbe Display, bessere ausgestattet bezieht sich hier lediglich auf das neue Teleobjektiv in der Kamera, welches einen bis zu 100-fachen Digitalzoom erlaubt, die neu Keramikrückseite und der doppelte Speicher.  Jedoch verlangt Huawei hierfür auch 400€ mehr, was für ein Smartphone ohne Google-Dienste ein sehr hoher Preis ist, zumal meiner Meinung nach das normale Huawei P40 Pro für die meistens absolut ausreichend ausgestattet sein dürfte.

Gefällt uns

  • überragende Kamera
  • überzeugendes Design + Verarbeitung
  • rundum überzeugende Hardware

Gefällt uns weniger

  • keine Dienste von Google und noch wenig Apps verfügbar

Huawei P40 Pro Plus

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TEIL 1

Bestehend aus „Verpackung/Design/Verarbeitung“ entspricht 25% der Gesamtwertung

Verpackung

Die Verpackung des Huawei P40 Pro Plus ist soweit absolut identisch zum normalen P40 Pro, schließlich handelt es sich hierbei auch um nahezu das identische Produkt. Daher gibt es auch hier wieder die typischen weiße Verpackung, welche lediglich rundherum mit goldenen Schriftsegmenten in Form des Firmenlogos bzw. mit dem Namen des Produktes versehen wurde. Hierbei darf natürlich ebenfalls nicht der Hinweis auf die Zusammenarbeit bei der Kamera mit Leica fehlen und der Hinweis auf den neuen Huawei „App Store“ alternative, Namens AppGallery.  

Im Inneren der Verpackung verbirgt sich direkt auf der obersten Ebene auf einem stabilen Einlegeboden das neue Huawei P40 Pro Plus, welches zum zusätzlichem Schutz in eine Kunststofffolie eingepackt wurde. Unter diesem wiederum, befindet sich eine Kartonage, in der man eigentlich die üblichen Beschreibungen vorfindet, doch diese waren beim Testgerät nicht dabei. An der Oberseite dieser Kartonage ist jedoch in einem Halter das wichtige SIM-Karten-Auswurfwerkzeug befestigt, ohne dies müsst ihr den SIM-Schacht nämlich mit einer Büroklammer öffnen. Zu guter Letzt findet man im untersten Teil der Verpackung noch das USB-C Ladekabel, ein 40 Watt Schnelllade-Netzteil und In-Ear Kopfhörer mit einem USB-C Anschluss.

(Verpackung: 3,5 von 5 Punkten)

Design

Bereits das Huawei P40 Pro (Testbericht) konnte mich vor kurzem vom Design sehr überzeugen. Dem ist es beim neuen Huawei P40 Plus ebenso, denn dieses unterscheidet sich hierbei nur minimal. Rein Optisch liegt der Unterschiede der beiden Modellen nämlich nur bei der Kameraeinheit auf der Rückseite, denn hier ist eine zusätzliche Tele-Linse hinzugekommen und die Anordnung der Sensoren wurde ebenfalls etwas verändert. Der zweite Unterschied liegt am gewählten Material der Rückseite, denn anders als beim Huawei P40 Pro mit Glasrückseite, gibt es beim Huawei P40 Pro Plus eine Rückseite, die mit einer Nano Beschichtung aus Keramik versehen wurde. Hierbei gibt es nun auch keine matten Modelle mehr, sondern ausschließlich zwei Modelle mit einem Hochglanz-Finish und zwar Schwarz und Weiß. Letzteres entspricht dabei auch genau meinem Testgerät. 

Große Vorteile bringt die aktuell noch selten eingesetzte Rückseite aus Keramik beim Smartphones wenig. Die Rückseite fühlt sich im direkten Vergleich mit dem Huawei P40 Pro minimal kühler an. Jedoch gibt es keine besondere Eigenschaften die von der Funktion für das Material sprechen, im Gegenteil, der Werkstoff ist durch das Hochglanz-Finish anfälligere gegenüber Fettfingern und zudem spröder, sowie etwas schwerer.

Der Rest wiederum bleibt wie bereits erwähnt absolut gleich gegenüber dem P40 Pro. Beim Display hat man auch hier die stark abgerundeten Rändern zu den langen Seiten hin gewählt und hat zudem auch die Displayränder im oberen und unteren Bereich mit der wichtigen Rundung versehen. Dies ist soweit ein wichtiges Detail, sodass man beim wischen von oben nach unten nicht über eine störende Kante stößt, sondern nahezu schmeichelhaft über das Display gleitet. In der linken oberen Ecke findet ebenfalls die Punchhole-Notch ihren Platz, welche auch hier deutlich sichtbar und meiner Meinung nach schon etwas Aufdringlich wirkt.

Das dominante Leica-Hauptkamera-Plateau nimmt mit insgesamt 5 einzelnen Kamerasensoren und dem verbauten LED-Blitz eine stolze Fläche von von 46 x 25 mm ein und ist daher etwas größer als die Kamera-Einheit des P40 Pro. Beim Display handelt es sich um genau dasselbe, welches auch im Huawei P40 Pro verbaut wurde, nämlich ein 6,58 Zoll (16,7 cm) OLED-Display. Mit knapp 226 Gramm ist das neue Huawei P40 Pro Plus nochmals etwas schwerer als das P40 Pro, was an einigen leichten Veränderungen gegenüber dem alten Modell liegen muss.

(Design: 4,5 von 5 Punkten)

Verarbeitung

Bereits beim Huawei P40 Pro konnte ich bei der Verarbeitung nicht wirklich etwas beanstanden, und da das P40 Pro Plus nahezu identisch aussieht und bis auf das andere Material der Rückseite identisch ist, gibt es auch hier keine Kritik.

Daher haben wir auch hier die zusätzliche abgerundete Ober- und Unterseite des Displays, welche sich beim täglichen nutzen sehr positiv bemerkbar macht. Die Finger gleiten beim ausführen sämtlicher Wischgesten über das Display deutlich angenehmer vom Rahmen aus, über das Display. Die IP68-Schutzklasse gehört beim Pro Modell jedes Huawei Gerät inzwischen auch zum Standard und so ist auch das P40 Pro Plus nicht nur gegen Spritzwasser, sonder auch gegen Staub und zeitweises Untertauschen ins Wasser geschützt. Genauer gesagt bis zu 1,5 Metern für max. 30 Minuten.

(Verarbeitung: 5 von 5 Punkten)

TEIL 2

bestehend aus „Funktion des Produktes“ entspricht 65% der Gesamtwertung

Display6,58 Zoll 2.640 x 1.200 Pixel (Full HD+), Pixeldichte beträgt 441 ppi
CPU/ GPU / NPUHUAWEI Kirin 990 5G, 64bit, Octa-Core-Prozessor
2 x 2,86 GHz basierend auf Cortex-A76 + 2 x 2,36 GHz basierend auf Cortex-A76 + 4 x 1,95 GHz basierend auf Cortex-A55 / GPU: 16-Core Mali-G76 / NPU: Dual Big Core + Tiny Core NPUs (Neural-network Processing Unit)
RAM8 GB RAM
Speicher512 GB (mit NM-Karte, bis zu weitere 256 GB erweiterbar)
BetriebssystemEMUI 10.1 (basiert auf AndroidTM 10)
Haupt-KameraUltra Vision Leica 4-fach Kamera:
50 MP Ultra Vision Kamera (Weitwinkel, f/1.9 Blende, OIS) + 40 MP Ultraweitwinkel Kamera (f/1.8 Blende) + SuperZoom Kamera (10x optischer Zoom, f/4.4 Blende, OIS) + 8 MP Teleobjektiv Kamera (3x optischer Zoom, f/2.4 Blende, OIS) + 3D-Tiefensensor
Fokus: Octa PD-Autofokus
Bildstabilisierung: OIS / AIS
Zoom: Digitaler, Optischer Zoom, Hybrid Zoom, Zoom
Bildauflösung: Unterstützt bis zu 8.192 x 6.144 Pixel
Videoauflösung: Unterstützt bis zu 3.840 x 2.160 Pixel
Videoaufnahmen: Unterstützt 4K (3.840 x 2.160 Pixel) 60fps Videoaufnahmen
Front-Kamera32 MP Selfie Kamera (f/2.2 Blende) + Tiefensensor*
Autofokus Modus
Bildauflösung: bis zu 6.528 x 4.896 Pixel
Videoauflösung: bis zu 3.840 x 2.160 Pixel
Videoaufnahmen: Unterstützt 4K (3.840 x 2.160 Pixel) 60fps Videoaufnahmen
*Tiefensensor unterstützt zusätzlich Face Unlock
AnschlüsseUSB-Typ-C-Ladenaschluss
Akku4.200 mAh; fest verbaut
FarbenWhite Ceramic, weitere Farben: Black Ceramic.
Konnektivität802.11a/b/g/n/ac/ax, 2 × 2 MIMO, HE160, 1024 QAM, MU-MIMO. Mobilfunknetz bis 5G, Wi-Fi Direct, Bluetooth 5.1: Unterstützt BLE, SBC, AAC, LDAC.
GPS (L1 + L5 Dualband), AGPS, Glonass, BeiDou (B1I + B1C + B2a Tri-Band), Galileo 
(E1 + E5a Dualband). QZSS (L1 + L5 Dualband), NavIC. NFC und kabelloses Laden
Abmessungen (LxBxH)158,2 mm mm x 72,6 mm x 9 mm
Gewicht226 g
LieferumfangHuawei P40 Pro Plus 
40 Watt Netzteil
USB-Typ-C-Kabel 
USB-Typ-C-Kopfhörer
Kurzanleitung 
SIM-Karten-Auswurfwerkzeug 
Garantiekarte 
Technische Daten des Huawei P40 Pro Plus

Performance

Der größte Unterschied im Inneren des Huawei P40 Pro Plus, ist der 512 GB große Speicher statt 256 GB. Außerdem setzt Huawei hier erneut auf die Möglichkeit zwei Nano-SIM-Karten in den SIM-Schacht einzulegen oder alternativ einen Nano-SIM und eine Huawei NM-Speicherkarte (max. 256GB). Das man beim Huawei P40 Pro Plus eine NM-Speicherkarte zur Speichererweiterung benötigt bezweifle ich jedoch eher, denn bei über einem halben Terabyte Speicher ist dies wohl für die meisten Nutzer eher nicht notwenig. Auf die Möglichkeit einer eSIM zu nutzen, hat Huawei hier bei Spitzenmodell jedoch verzichtet, warum man dies beim P40 Pro anbietet, jedoch hier beim gut 400 teueren Modell nicht, ist mir jedoch ein Rätsel.

Der Rest der Hardware des Huawei P40 Pro Plus ist jedoch wie gehabt identisch zum „normalen“ P40 Pro. Somit bietet das neue Plus-Modell aus dem Hause Huawei alles, was auch das P40 Pro Modell zu bieten hat, wobei man dies beim Pro Modell deutlich günstiger geboten bekommt. Beim CPU kommt daher auch hier der Kirin 990 5G  Prozessor zum Einsatz, der nicht nur ein 5G-Modem besitzt, sondern nochmals eine etwas höhere Taktfrequenz wie der normale Kirin 990 CPU. Zudem wird dieser vom integrierten GPU Mali-G76 MP16 und einem 8GB großen Arbeitsspeicher unterstützt. Hier hätte man sich vielleicht gegenüber dem normalen Pro-Modell mehr RAM wünschen können, schließlich bieten hier einige andere Android-Smartphones mehr Reserven, doch ausreichend sind die 8GB dennoch auf lange Sicht.

Da es sich auch hier beim internen Speicher um einen UFS 3.0 Speicher handelt, ist dieser dementsprechend sehr schnell, was sich auch in meinem Leistungstest zeigt. Laut AndroBench erreicht dieser nämlich beim Schreiben einen Wert von knapp 1060 MB/s und beim Lesen stolze 1746 MB/s. Somit ist der Speicher hier sowohl beim Schreiben, als auch beim Lesen wirklich rasant schnell, was beim P40 Pro nicht der Fall war, denn dieses war beim Schreiben noch deutlich langsamer. Daher scheint es hier so, dass der 512GB Speicher deutlich schneller ist, also der halb so große 256GB Speicher. Von den 512GB stehen euch zu Beginn übrigens knapp 493GB frei zur Verfügung.

Die Rechenleistung des Kirin 990 5G ist sehr schnell und somit gehört dieser zu den aktuell schnellsten Prozessoren, doch mit den High-End CPUs von Qualcomm und Apple kann dieser nicht ganz mithalten. Beim zocken zeigt der ARM Mali-G76 MP16 eine sehr gute Grafik-Performance, sodass alle verfügbaren Spiele problemlos und flüssig auf dem Smartphone laufen. Die 90 Hz Bildwiederholrate wiederum macht sich zumindest beim zocken weniger bemerkbar als gedacht, denn leider unterstützen die Games dies kaum.

Soviel zum textlichen Teil der Performance, doch schauen wir uns doch noch eine zahlen an, welche meine Einschätzung der Rechenleistung größtenteils Belegen. Bei Geekbench 5.0 konnte das Huawei P40 Pro Plus einen Wert von 756 im Single-Core und 2.939 im Multi-Core erreichen und bei PCMark kam es auf eine Score von 9480.

(Performance: 4,5 von 5 Punkten)

Display

Beim Display hat sich soweit nichts verändert. Daher verwendet Huawei beim P40 Pro Plus genau dasselbe OLED-Display wie beim P40 Pro: 6,58 Zoll (16,71 cm), mit einer FullHD-Auflösung (FHD+), genauer gesagt 2.640 x 1.200 Pixel. Die Bildschärfe beträgt somit ebenfalls 441 ppi, was zwar ebenfalls kein Spitzenwert ist, doch ausreichend ist es allemal. Kritiker können hier neben der „geringeren“ Auflösung eventuell auch das 90Hz Display bemängeln, schließlich bieten einige anderen Hersteller inzwischen 120 Hz, doch dieses ist meiner Meinung hier ebenfalls absolut ausreichend. Weitere Informationen zum verbauten Display könnt ihr hier im Test des Huawei P40 Pro nachlesen.

(Display: 4 von 5 Punkten)

Akku

Beim verbauten Akku gibt es bei der Leistung keinen Unterschied zum bereits getesteten Huawei P40 Pro, somit kommt auch hier ein Akku mit 4.200 mAh zum Einsatz. Jedoch hat Huawei hier bei Schnellladetechnologie Verbesserungen vorgenommen, sodass zwar beim Aufladen per Kabel weiterhin mit 40 Watt aufgeladen werden kann, kabellos jedoch sind in der Theorie nun ebenfalls 40 Watt möglich. Zuvor waren des hier noch max. 27 Watt, um diese Ladegeschwindigkeit von 40 Watt zu erreichen ist jedoch ein spezielles Lüfter gekühltes Lade-Pad nötig, welches es zum aktuellen Zeitpunkt noch nicht auf dem Markt gibt, daher bringt diese Verbesserung zum aktuellen Zeitpunkt noch keine Vorteile.

Durch die gute Software, die gut mit der verbauen Hardware zusammenarbeitet, ist Huawei ein gutes Energiemanagement gelungen, sodass die Akkulaufzeit des Huawei P40 Pro Plus den Großteil aller Nutzer problemlos über zwei Tage bringen kann, nutzt man das Smartphone jedoch häufiger, also schaut darüber unterwegs Filme an, oder spielt viele Games, dann kommt man natürlich über ein tägliches aufladen nicht hinweg. Wie bereits bei den Vorgängermodellen ist es auch hier möglich ein anderes Qi-fähiges Gerät aufzuladen, dazu zählt z.B. auch eine elektrische Zahnbürste usw.

(Akku: 4 von 5 Punkten)

Kamera

Der Größte Unterschied den die potenziellen Käufer beim Kauf des Huawei P40 Pro Plus gegenüber dem normalen P40 Pro haben, ist der überarbeitete Kameraaufbau. Geblieben sind die Hauptlinse mit einem 50 Megapixel Sensor, aus dem Hause Sony (IMX700), die mit einer Blende von f/1.9  ausgestattet wurde und die Weitwinkellamera mit 40 Megapixel f/1.8, bei der es sich ebenfalls um einen Sensor von Sony handelt (IMX650 Exmor RS). Das beim Huawei P40 Pro noch verwendete 12 Megapixel f/3.4 Teleobjektiv (5-fache Vergrößerung) wurde jedoch durch zwei neue Telelinsen ersetzt. Beide neu Linse knipsen Bilder mit 8 Megapixel, bieten dafür aber einmal eine 3-fache und eine üppige 10-fache optische Vergrößerung (Festbrennweite). Beide sind wie die anderen Linsen mit einem OIS (optischen Bildstabilisator) ausgestattet, jedoch bieten diese einmal eine Blende von f/2.4 bei der 3-fach Zoom-Linse und f/4.4 bei der Super Zoom Kamera mit einer 10-fachen Vergrößerung. Weiterhin Einzug hat auch der bereits vom P40 Pro bekannte 3D-Tiefensensor (ToF-Sensor) an der Kamera-Rückseite erhalten.

Natürlich ist auch hier wieder die Sensor-Größe der neue Hauptkamera beachtlich, denn mit 1/1,28 Zoll ist dieser aktuell der große jemals verbaute Sensor in einem Smartphone und somit auch größer, als der im Samsung S20 Ultra. Mit 50 Megapixel hat das Huawei natürlich weniger als halb soviel Pixel wie das Samsung S20 Ultra, doch mehr Pixel auf einem kleineren Sensor bedeutet meist auch gleichzeitig eine schlechtere Lichtempfindlichkeit.

Beim optischen Zoom kann das Huawei P40 Pro Plus durch die Zahlreichen gut ausgetüftelten Kameralinse sehr überzeugen. Hier hat man zusammen mit Leica eine ordentliche Arbeit gemacht, sodass das neue Flaggschiff mal wieder absolut überzeugen kann. Durch den neuen Kameraaufbau ist nun sogar ein 20-facher Hybrid Zoom möglich, der soweit ebenfalls noch überzeugen kann. Anstelle von einem 50-fach Digitalzoom sind jetzt zwar sogar 100-fach möglich, doch hier kann Huawei selbst durch den Kameraspezialisten Leica nicht zaubern und so nimmt natürlich die Fotoqualität beim hohen Digitalzoom rapide ab. Dennoch ist es wieder mal erstaunlich, wie nah man so mit dem Smartphone an ein eigentlich weit entferntes Objekt zoomen kann.

Die aufgenommen Bilder mit der Kamera des Huawei P40 Pro Plus können mit einer sehr guten Bildschärfe und einer überzeugenden Bilddynamik überzeugen, zugleich gibt es aufgrund der max. Offblende bei ausreichendem Licht sehr rauscharme Bilder. Je nachdem welche Linse bzw. welchen Zoom man im Nachtmodus wählt, können die Bilder sehr gut werden, oder eher weniger zufriedenstellend sein. Hier ist es daher so, dass Linse mit einem größeren Zoom wie z. B. die 10-fachen Vergrößerung aufgrund ihrer schlechteren Blende weniger überzeugen können, wobei die Hauptkamera das extreme Gegenteil ist. Wie es für Huawei typisch ist, hat man durch die AI-Funktion, also die künstliche Intelligenz von Werk aus eine erhöhte Farbsättigung gewählt, sodass die Farben auf den Bildern des Smartphones teils deutlich bunter sind, wie es in der Realität ist. Deaktiviert man diese Funktion, wirken die Farben zwar realer, doch zugleich verlieren die Bilder an Qualität. Bis auf den Zoom sind die Kamera des Huawei P40 Pro Plus identisch zum P40 Pro, daher gibt es hier bei den Aufnahmen von Videos keine Unterschiede und auch die 32 Megapixel Frontkamera ist absolut identisch. Daher könnt ihr die genauen Details der Frontkamera und Videoauflösungen in diesem Test zum Huawei P40 Pro nachlesen.

(Kamera: 5 von 5 Punkten)

Software

Wie bereits beim Huawei P40 Pro, kommt auch das Flaggschiff Huawei P40 Pro Plus ohne den Zugriff auf die üblichen Google-Dienste daher. Grund hierfür sind die strengen Sanktionen der USA auf Huawei, da man dem Unternehmen unter anderem Spionage beschuldigt. Daher darf kein amerikanisches Unternehmen mehr an Huawei Teile und Software liefern. Da Android jedoch eine frei verfügbare Software ist, darf Huawei diese wie gewohnt mit der eigenen EMUI Oberfläche nutzen, aber die gewohnten Google-Dienste dürfen bei sämtlichen neue Huawei Smartphones nicht mehr installiert sein. Ob dieses Verbot irgendwann wieder aufgehoben wird, z. B. wenn ein neuer Präsident in Amerika gewählt wird, ist aktuell nicht zu sagen, könnte aber durchaus möglich sein.

Über einige Umwege (neue Anleitung gibt es hier) könne zwar einige Google Dienste auf den Huawei Geräten wie auch beim P40 Pro Plus installiert werden, doch dies habe ich nicht getestet, da es sich erstens um ein Leihgerät handelt und zweites ich im Test ein Gerät immer so teste, wie es der Hersteller auf den markt bringt. Dennoch möchte ich euch darauf hinweisen, dass es eine Möglichkeit gibt Google-Dienste nutzen zu können. Huawei arbeitet seit dem Verbot an einer Alternative zum Google PlaySore, der sogenannten App Gallery. Diese bietet zwar aktuell noch lang nicht die App Auswahl wie von den alten Huawei Smartphones gewohnt, doch Huawei arbeitet hier sehr stark daran. Gegenüber vor gut einem halben Jahr hat sich hier nämlich viel getan, sodass immer wieder neu Apps und Dienste von Werk aus dazukommen, die eine ganz gute Alternative sind.

Klar fehlen Huawei hier immer noch einige Apps, die man bisher vom mit Google-Dienste unterstütze Smartphone kennt, doch hier ist sehr gut, dass man die Apps nun über die App Gallery herunterladen kann, bzw. von dort aus z.B. zur Webseite von Facebook und Whats App gelangen kann, um von hier direkt die .APK Datei (Dateienformat für Hauwei Smartphones ) herunterzuladen, und die App aufs Smartphone laden und nutzen zu können. Jedoch kommt man aktuell noch nicht drumherum, auf 3. Anbieter Seiten wie https://www.apkmirror.com/ oder https://apkpure.com/de/ zuzugreifen, um den gewohnten App Umfang wie beim Smartphone zuvor gewohnt zu erhalten. 

Auf dem neue Huawei P40 Pro Plus läuft aktuell ebenfalls Android 10 bei dem Huawei die eigenen Nutzeroberfläche EMUI 10.1 aufspielt hat. Beim Sicherheitspatch handelt es sich aktuell noch um den vom Mai, jedoch wird diesen Monat, sprich Juli noch ein Patch erscheinen, da man versprochen hat, alle 3 Monate ein Update bereitzustellen. Eine noch etwas ausführlichere Beschreibung zur Software könnt ihr zum nahezu identischen Huawei P40 Pro Testbericht nachlesen.

(Software: 2,5 von 5 Punkten)

TEIL 3

bestehend aus „Preis/Leistung“ entspricht 10% der Gesamtwertung

Beschreibung

Beim Huawei P40 Pro Plus handelt es sich um ein Smartphone, das in vielen Bereichen überzeugen kann. Ein sehr gutes Display, modernes Design und eine sehr gute Verarbeitung und auch technisch ist es absolut überdurchschnittliche ausgestattet.

Jedoch gibt es das bereits erwähnte größte Manko, was man auch beim kaum weniger gut ausgestattet Huawei P40 Pro hat, und zwar die fehlenden Google Apps. Dadurch ist das Smartphone für normale Leute nicht die erste Wahl, Huawei App Gallery wird zwar immer wieder durch neue Apps erweitert, doch bis zum Umfang wie beim Google PlayStore dauert es noch lange. Dennoch tut Huawei viel dafür dieses starke Defizit auszumerzen, denn man merkt selbst, dass die Sanktionen der USA sehr große Auswirkungen auf die Verkaufszahlen der sonst so sehr beliebten Smartphones haben.

Preis/Leistung

Die UVP des Huawei P40 Pro Plus hatte das Unternehmen zum Marktstart mit stolzen 1.399€ festgesetzt. Dies sorgt meiner Meinung nach jedoch neben der Google-Dienste Geschichte für ein weiteres großes Problem. Schließlich bekommt man auch beim ebenfalls neuen Huawei P40 Pro für mehr als 400 € weniger eine sehr ähnliche Ausstattung geboten, die den meisten problemlos mehrere Jahre ausreichend dürfte. 

Hier für ein fast identisches Gerät stolzer 600€ (aktueller Verkaufspreis des P40 Pro) mehr zu verlangen ist meiner Meinung nach jedoch etwas fatal, schließlich wäre mir persönlich dies das Geld nicht wert, zumal man hier nur eine noch bessere Kamera im Zoombereich erhält. Diesen Preis kann auch die neue kabellose Schnellladefunktion die man aktuell sowieso noch nicht voll nutzen kann und die Keramikrückseite nicht neutralisieren. Daher würde ich persönlich dazu raten, dass man sofern einem das Problem mit den Google-Diensten nicht stört lieber zum Huawei P40 Pro greifen soll, denn dabei erhält man ein hervorragend ausgestaltetes Smartphone. Aber keine Frage, technisch gesehen, ist auch das neue Huawei P40 Pro Plus ein sehr gutes Gerät, daher schneidet es im Test auch gut ab, doch zum Kauf kann ich zu diesem Preis leider weniger raten.

Huawei P40 Pro Plus

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testr Gesamtwertung

unter Berücksichtigung aller Teilwertungen

 Wir bedanken uns beim Hersteller für die Bereitstellung des Produktes. Zu unseren Grundsätzen

Link zum Hersteller: Huawei.com/de

Huawei P40 Pro

In aller Kürze

Bei der Hardware des Huawei P40 Pro hat Huawei definitiv nicht gespart. Eine hervorragende Kamera, ein tolles Design und eine sehr gute Verarbeitung, dabei zeigt das Unternehmen wieder mal sein können. Doch ein Nachteil hat das Ganze, und zwar der neue Huawei Mobile Service anstelle von Google´s Android. Dieser setzt sich aus mehreren Diensten zusammen darunter auch App Gallery, die Huawei alternative zum Google Play Store. Hier gibt es leider noch nicht den vollen Umfang ans Apps wie von den bisherigen Huawei-Geräten gewohnt war, doch was für einige ein absolutes No-Go sein dürfte, wird manch anderen vielleicht freuen bzw. nichts ausmachen. Wer beim Smartphone viel Wert auf eine überragende Kamera und auch sonst eine rundum überzeugende Hardware sucht, kommt beim Huawei P40 Pro voll auf seine Kosten. Ist man jedoch auf zahlreiche Apps angewiesen, oder gar auf die bisher gewohnten Google-Dienste, sollte man eher zu einem anderen Smartphone greifen.

Gefällt uns

  • überragende Kamera
  • überzeugendes Design + Verarbeitung
  • rundum überzeugende Hardware

Gefällt uns weniger

  • keine Dienste von Google und noch wenig Apps verfügbar

Huawei P40 Pro

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TEIL 1

Bestehend aus „Verpackung/Design/Verarbeitung“ entspricht 25% der Gesamtwertung

Verpackung

Wie ich es bereits von den bisher getesteten Huawei Smartphones gewohnt bin, wurde mir auch das neue Huawei P40 Pro in einer typischen weißen Verpackung geliefert, welche lediglich rundherum mit goldenen Schriftsegmenten in Form des Firmenlogos bzw. dem Namen des Produktes versehen wurde. Hierbei darf natürlich auf die Zusammenarbeit bei der Kamera mit Leica nicht fehlen und der hinweiß auf die neuen Huawei „App Store“ alternative, Namens AppGallery.  

Im Inneren der Verpackung verbirgt sich direkt auf der Oberseite das Huawei P40 Pro, welches zum Schutz in eine Kunststofffolie eingepackt ist. Unter diesem wiederum, befindet sich eine Kartonage, in der man ein transparentes Kunststoff-Case zusammen mit den üblichen Beschreibungen findet. Letzteres war bei meinem Testgerät jedoch aufgrund eines Leihgeräts nicht mit dabei. Zu guter Letzt findet man im untersten Teil der Verpackung noch das USB-C-Ladekabel, ein 40 Watt Schnelllade-Netzteil und In-Ear Kopfhörer mit einem USB-C Anschluss.

(Verpackung: 3,5 von 5 Punkten)

Design

Schon bei dem Vorgängermodell zeigte Huawei, das man viel Wert auf ein edles und vor allem ein rundum überzeugendes Design legt. Keine Frage, die Qualität des Huawei P40 Pro ist absolut überzeugend.

Erneut setzt man hier auf die stark abgerundeten Ränder zu den langen Seiten hin und hat nun auch noch den Displayrand im oberen und unteren Bereich eine wichtige Rundung verpasst. Dies ist soweit ein wichtiges Detail, sodass man beim wischen von oben nach unten, nicht wie zuvor über eine störende Kante stößt, sondern nahezu schmeichelhaft über das Display gleitet. Spätestens nach dem Anschalten des Displays erkennt man hier einen wichtigen Unterschied, denn wo Huawei beim P30 Pro noch auf ein Tropfen-Notch setzte, ist es nun beim P40 Pro ein sogenannte Punchhole-Notch. Dieser sitzt hier jedoch deutlich sichtbarer und meiner Meinung nach schon etwas aufdringlich in der oberen linken Ecke des Displays. 

Am Edelstahlrahmen sowie der Anordnung der Anschlüsse und Bedientasten, hat sich gegenüber dem Huawei P30 Pro ansonsten kaum was verändert. Das man im Jahre 2020 auf eine herkömmliche analoge Klinkenbuchse und Benachrichtigung-LED verzichtet ist soweit nichts Neues, denn dies ist bei allen anderen Herstellern ebenfalls der Fall. An der Rückseite kommt zumindest bei meinem Testgerät in „Ice White“ und dem schwarzen Modell die gewohnte hochglänzende Glasoberfläche zum Einsatz. Diese gefällt mir bei meinem Testgerät zwar sehr gut, da sich hier der Farbverlauf je nach Lichteinfall in sehr schöne Regenbogenfarben verändert, doch beide hochglänzende Modelle sind extrem anfällig gegenüber Fingerabdrücken. Hier sorgt jedoch eine Hülle, welche die meiste sowieso verwenden werden für Abhilfe. Jedoch gefallen mir persönlich die matten Modelle in Silber und Gold deutlich besser, wobei das goldene nur in Deutschland und somit zumindest aktuell nicht in Österreich erhältlich ist. 

SSehr dominant ist die neue Leica-Quad-Kamera auf der Rückseite im oberen linken Bereich. Dieses Kamera-Plateau nimmt eine stolze Fläche von 45 x 24 mm ein. Dadurch, dass dieses Plateau gut 2 mm aus dem Gehäuse hervorsteht, muss man zumindest ohne eine Hülle, beim Nutzen auf dem Tisch usw. ein stärkeres wippen in Kauf nehmen, was hierbei dann natürlich stören wird, doch dieses Problem hat man ja aktuell bei sämtlichen Smartphone-Herstellern.    

Schauen wir uns nun wie gewohnt, das Smartphone rundum etwas genauer an. Die Front nimmt ein großes Display mit einer Diagonale von 6,58 Zoll (16,7 cm) ein. In der linken Ecke, also innerhalb der länglichen Punchhole-Notch, befindet sich neben der mit 32 Megapixel auflösenden Frontkamera, auch die IR-Tiefenkamera die beide zusammenarbeiten und somit für beeindruckenden Selfie Aufnahmen mit natürlichem Bokeh-Effekt sorgen sollen. Zwischen den beiden Kamera-Sensoren sitzt jedoch auch der Face-Unlock Sensor, der neben dem im Display integrierten Fingerabdrucksensor für die Sicherheit sorgen soll. Face-Unlock arbeitet jedoch nicht wie bei Apple mit eine biometrischen 3-D-Abgleich, sondern lediglich 2D. Über eine Ohrmuschel verfügt das Huawei P40 Pro übrigens nicht, hierfür setzt man wie bereits beim P30 Pro, auf die Huawei Akustik-Display-Technologie. Dabei wird der obere Teil des OLED-Displays, bei dem sozusagen die neue Technologie sitzt, zum Lautsprecher gemacht. Dies gelingt Huawei dadurch, dass man das Display minimal zum Schwingen bringt und somit zur Klangübertragung gebracht wird. Das ganze kennt der ein oder andere auch von den Sony OLED-Fernseher, denn diese besitzen ebenfalls soggenante Aktuatoren, welche das Bild bzw. das Display zum Vibrieren bringen, um den Klang zu übertragen. Die Huawei Technologie funktioniert hier soweit absolut gut, ohne dass man sagen könnte, dass diese schlechter oder besser als eine herkömmliche Hörmuschel klingt. Das Vibrieren des Schalls merkt man übrigens nicht und wird nur beim Telefonieren genutzt. Bei der Musikwiedergabe und YouTube Videos ansehen, wird nämlich leider nur der Mono-Lautsprecher an der Unterseite genutzt.

Durch das sehr große Display kann man das Huawei P40 Pro nicht mehr wirklich als kompakt einstufen, schließlich ist es 158,2 x 72,6 x 8,95 mm (H x B x T) groß und wiegt knapp 209 Gramm. Bei den seitlichen Anschlüssen und Bedienelementen gibt es wie bereits erwähnt keine großen Veränderungen gegenüber dem Huawei P30 Pro.

Sämtliche Bedientasten befinden sich wie von Huawei gewohnt auf der rechten Seite des Smartphones. Dabei handelt es sich zum einen um den kleineren Power-Button und die doppelt so lange Lautstärkewippe. Beide Tasten sind hier bei der Bedienung problemlos als Rechtshänder mit dem Daumen und auch als Linkshänder mit den Zeige- und Mittelfinger erreichbar. 

 An der Unterseite befinden sich neben dem zentral angeordneten USB-C Ladeanschluss, wie üblich rechts der Lautsprecher und links das kleine Mikrofon für Telefonate usw. Außerdem hat sich Huawei aus Platzgründen und zum Großteil wegen den starken Abrundungen der langen Seiten dafür entschieden, hier auch den Hybrid-SIM Slot an der Unterseite zu verbauen. Dies bedeutet, dass man in diesen neben einer Nano-SIM-Karte auch eine Nano-Memory-Card (max. 256 GB) von Huawei einsetzten, kann. Außerdem ist es beim Huawei P40 Pro auch möglich, eine eSIM zu nutzen. Zu guter Letzt findet man an der oberen Stirnseite neben einem weiteren Mikrofon für Video-Aufnahmen, auch noch den von Huawei schon länger genutzten kleinen Infrarotsensor, der sich zum Bedienen verschiedener Geräte nutzen lässt, wie z.B. euer Fernseher usw.

Zum Schluss noch zur Rückseite bzw. der hier befindlichen sehr auffälligen Kamera-Einheit. Hier findet man stolze vier Kamera-Linsen und einen Dual-LED-Blitz, welches alles zusammen eines der Hauptmerkmale des Huawei P40 Pro bilden. Schließlich wissen alle Smartphones-Freaks, dass sich das Unternehmen bei der P-Serie immer auf den Fokus Fotos spezialisiert.

(Design: 4,5 von 5 Punkten)

Verarbeitung

Bei der Verarbeitung des neuen Huawei P40 Pro gibt es nichts zu beanstanden. Gegenüber dem Huawei P30 Pro hat man hier nochmals auf kleine Details wert gelegt, die den täglichen Bedienkomfort nochmals entscheidend verbessern. 

Die abgerundete Ober- und Unterseite des Displays z. B. nimmt man zwar nur, als kleine Veränderung war, doch im täglichen Nutzen merkt man hier direkt den deutlich flüssigeren Bedienkomfort. Schließlich gleitet der Daumen und andere Finger bei den häufig genutzten Wischgesten wesentlich angenehmer vom Rahmen über das Display. Auch sonst konnte mich Huawei beim P40 Pro mal wieder mit einer tadellosen Verarbeitung überzeugen, sodass das Curved Overflow Display an allen Ränder quasi nahtlos in den Rahmen übergeht. Die IP68-Schutzklasse gehört beim Pro Modell jedes Huawei Gerät inzwischen auch zum Standard und so ist auch das P40 Pro nicht nur gegen Spritzwasser, sonder auch gegen Staub und zeitweises Untertauchen ins Wasser geschützt ist. Genauer gesagt bis zu 1,5 Metern für max. 30 Minuten.

(Verarbeitung: 4,5 von 5 Punkten)

TEIL 2

bestehend aus „Funktion des Produktes“ entspricht 65% der Gesamtwertung

Display6,58 Zoll 2.640 x 1.200 Pixel (Full HD+), Pixeldichte beträgt 441 ppi
CPU/ GPU / NPUHUAWEI Kirin 990 5G, 64bit, Octa-Core-Prozessor
2 x 2,86 GHz basierend auf Cortex-A76 + 2 x 2,36 GHz basierend auf Cortex-A76 + 4 x 1,95 GHz basierend auf Cortex-A55 / GPU: 16-Core Mali-G76 / NPU: Dual Big Core + Tiny Core NPUs (Neural-network Processing Unit)
RAM8 GB RAM
Speicher256 GB (mit NM-Karte, bis zu weitere 256 GB erweiterbar)
BetriebssystemEMUI 10.1 (basiert auf AndroidTM 10)
Haupt-KameraUltra Vision Leica 4-fach Kamera:
50 MP Ultra Vision Kamera (Weitwinkel, f/1.9 Blende, OIS) + 40 MP Ultraweitwinkel Kamera (f/1.8 Blende) + 12 MP SuperSensing Teleobjektiv Kamera (f/3.4 Blende, OIS) + 3D-Tiefensensor
Fokus: Octa PD-Autofokus
Bildstabilisierung: OIS / AIS
Zoom: Digitaler, Optischer Zoom, Hybrid Zoom, Zoom
Bildauflösung: Unterstützt bis zu 8.192 x 6.144 Pixel
Videoauflösung: Unterstützt bis zu 3.840 x 2.160 Pixel
Videoaufnahmen: Unterstützt 4K (3.840 x 2.160 Pixel) 60fps Videoaufnahmen
Front-Kamera32 MP Selfie Kamera (f/2.2 Blende) + Tiefensensor*
Autofokus Modus
Bildauflösung: bis zu 6.528 x 4.896 Pixel
Videoauflösung: bis zu 3.840 x 2.160 Pixel
Videoaufnahmen: Unterstützt 4K (3.840 x 2.160 Pixel) 60fps Videoaufnahmen
*Tiefensensor unterstützt zusätzlich Face Unlock
AnschlüsseUSB-Typ-C-Ladenaschluss
Akku4.200 mAh; fest verbaut
FarbenIce White, weitere Farben: Schwarz, Silver Frost und Blush Gold (letzteres aktuell nur und Deutschland)
Konnektivität802.11a/b/g/n/ac/ax, 2 × 2 MIMO, HE160, 1024 QAM, MU-MIMO. Mobilfunknetz bis 5G, Wi-Fi Direct, Bluetooth 5.1: Unterstützt BLE, SBC, AAC, LDAC.
GPS (L1 + L5 Dualband), AGPS, Glonass, BeiDou (B1I + B1C + B2a Tri-Band), Galileo 
(E1 + E5a Dualband). QZSS (L1 + L5 Dualband), NavIC. NFC und kabelloses Laden
Abmessungen (LxBxH)158,2 mm mm x 72,6 mm x 8,5 mm
Gewicht209 g
LieferumfangHuawei P40 Pro 
40 Watt Netzteil
USB-Typ-C-Kabel 
USB-Typ-C-Kopfhörer
Kurzanleitung 
SIM-Karten-Auswurfwerkzeug 
Garantiekarte 
Technische Daten des Huawei P40 Pro

Performance

Im Huawei P40 Pro kommt der eigens entwickelte Kirin 990 5G zum Einsatz, der nicht nur ein 5G-Modem besitzt, sondern nochmals eine etwas höhere Taktfrequenz wie der normale Kirin 990 CPU. Dabei handelt es sich um einen Octa-Core Prozessor, welcher eine ordentliche Leistung aufweisen kann. Von den insgesamt 8 Rechenkernen, leisten 2 bis zu 2,86 GHz (Cortex-A76), zwei weitere 2,36 GHz (ebenfalls Cortex-A76), dabei handelt es sich um die Performance Cluster und die restlichen vier, die sogenannten Stromspar Cluster, max. 1,95 GHz (Cortex-A55). Unterstützt wird der Prozessor von dem GPU Mali-G76 MP16 und einem 8 GB großen Arbeitsspeicher.

Beim verbauten Speicher steht nur ein Modell zur Auswahl, und zwar eines mit 256 GB. Damit hat man jedoch mehr als ausreichend Speicher zur Verfügung, auf dem man viele hochauflösende Bilder und Videos speichern kann. Da es sich hierbei zudem um denen modernen UFS 3.0 Speicher handelt, ist dieser zudem auch noch sowohl beim Schreiben, als auch beim Lesen rasend schnell. Sollten die 256 GB nicht ausreichen, kann man den Speicher jederzeit noch um das doppelte erweitern. Doch Vorsicht, hierbei darf man keine herkömmliche Micro-SD-Speicherkarte kaufen, denn diese passt nicht. Huawei setzt nämlich schon seit einigen Generation auf das selbst entwickelte NM-Card-Format, eine etwas andere Speicherkarte, die sehr einer Nano-SIM-Karte ähnlich sieht.

Das der UFS 3.0 Speicher sehr schnell ist, zeigt sich soweit auch im Leistungstest. Laut AndroBench erreicht dieser nämlich beim Schreiben einen Wert von knapp 400 MB/s und beim Lesen stolze 1794 MB/s. Hier ist der Speicher beim Schreiben, zwar anders als ich es erwartet habe nicht der schnellste, doch immer noch ausreichend rasant und kann beim Lesen mit einem hervorragenden Wert punkten. Von den 256 GB stehen euch zu Beginn übrigens knapp 240 GB frei zur Verfügung.

Die Rechenleistung des Kirin 990 5G ist sehr schnell und somit gehört dieser zu den aktuell schnellsten Prozessoren. Jedoch kann dieser mit den High-End CPUs von Qualcomm und Apple nicht ganz mithalten. Beim Zocken zeigt der ARM Mali-G76 MP16 eine sehr gute Grafik-Performance, sodass alle verfügbaren Spiele problemlos und flüssig auf dem Smartphone laufen. Die 90 Hz Bildwiederholrate wiederum macht sich zumindest beim Zocken weniger bemerkbar als gedacht, denn leider unterstützen die Games dies kaum.

So viel zum textlichen Teil der Performance, doch schauen wir uns doch noch einige Zahlen an, welche meine Einschätzung der Rechenleistung größtenteils Belegen. Bei Geekbench 5.0 konnte das Huawei P40 Pro einen Wert von 757 im Single-Core und 2.995 im Multi-Core erreichen und bei PCMark kam es auf eine Score von 9721.

(Performance: 4,5 von 5 Punkten)

Display

Beim bereits erwähnte 6,58 Zoll (16,71 cm) große Display, handelt es sich um ein OLED-Panel, welches eine 90 Hz Bildwiederholrate besitzt und mit einer erweiterten Full-HD-Auflösung (FHD+), genauer gesagt 2.640 x 1.200 Pixel auflöst. Dies ergibt eine Pixelschärfe von knapp 441 ppi, was für eine ausreichend scharfe Darstellung am Display sorgt. 

Die max. Displayhelligkeit fällt jedoch mit im Schnitt 570 cd/m² (Candela pro Quadratmeter) etwas mager aus, hier schneiden Samsungs AMOLED-Displays nochmals um einiges besser ab. Wer jedoch den verbauten Umgebungslichtsensor verwendet, muss mit einer noch etwas geringeren max. Helligkeit rechnen.

Die Blickwinkelstabilität ist wie ich es von einem OLED-Panel gewohnt bin sehr gut, sodass man selbst bei einem äußerst flachen Betrachtungswinkel alles gut erleben kann. Lediglich der gebogene Bereich an den länglichen Rändern wird z. B. beim flachem betrachten von der Seite deutlich heller beleuchtet als die Oberfläche des Displays. Doch dies ist wiederum bei solch einem Curved-Display typisch, der beste Betrachtungswinkel für eine gleichmäßige Ausleuchtung ist dementsprechend frontal.

(Display: 4 von 5 Punkten)

Akku

Das Huawei P40 Pro verfügt über einen 4.200 mAh Akku. Dies ist soweit kein kleiner Akku, doch es gibt aktuell dennoch Geräte, die einen noch größeren Akku besitzen. Jedoch bringt ein größerer Akku nicht immer was, denn viel wichtiger als eine reine Kapazität, ist die Energieeffizienz des Smartphones. Saugt nämlich die Hardware oder Software den Akku schneller leer, hat dies deutlich mehr Auswirkungen auf die Laufzeit.

Huawei ist die Software beim P40 Pro sehr gut gelungen, sodass das Smartphone eine sehr lange Standby-Laufzeit bietet. Im Praxistest, bei dem ich das Smartphone unterschiedlich den Tag über genutzt habe, was sich aus surfen im Web, durchs Twitter und Facebook scrollen und einigen Videos ansehen zusammensetzt, kam ich auf gut 8 bis 9 Stunden. Dies ist definitiv kein schlechter Wert, doch es gibt durchaus Smartphone-Modelle, die hier noch eine Schippe drauflegen. 

 Das Aufladen erfolgt mit bis zu 40 Watt, das passende Netzteil inkl. Ladekabel legt Huawei dem Lieferumfang bei. Durch dieses kabelgebundene Ladegerät ist der 4.200 mAh Akku innerhalb von knapp eineinhalb Stunden wieder voll aufgeladen. Kabelloses Aufladen funktioniert jedoch ebenso, dafür wird max. 27 Watt unterstützt. Um diese passende Ladegeschwindigkeit zu erreichen, ist es jedoch erforderlich z. B. den Wireless Huawei Super Charger separat zu kaufen. Wie bereits bei den Vorgängermodellen ist es auch hier möglich, ein anderes Gerät kabellos aufzuladen, dazu zählt z. B. auch eine elektrische Zahnbürste von Oral-B usw.

(Akku: 4 von 5 Punkten)

Kamera

Eines der Hauptmerkmale des Huawei P40 Pro ist die Kamera auf der Rückseite. Hier zeigt Huawei schon seit einigen Generationen eine überragende Hardware und trumpft von Generation zu Generation mit immer wieder neuer überzeugender Hardware auf. 

Die Kamera setzt sich aus vier einzelnen Sensoren zusammen:

  1. Die Hauptlinse, einem 50 Megapixel Sensor, aus dem Hause Sony (IMX700), der mit einer Blende von f/1.9 ausgestattet wurde.
  2. Eine Weitwinkellamera mit 40 Megapixel f/1.8, bei der es sich ebenfalls um einen Sensor von Sony handelt (IMX650 Exmor RS)
  3. Die Telelinse, von Huawei auch SuperSensing Teleobjektiv Kamera genannt, welche mit 12 Megapixel auflöst f/3.4
  4. 3D-Tiefensensor (ToF-Sensor)

Beachtlich ist die Sensor-Größe der neuen Hauptkamera, denn mit 1/1,28 Zoll ist dieser aktuell der größte jemals verbaute Sensor in einem Smartphone und somit auch größer als der im Samsung S20 Ultra. Mit 50 Megapixel hat das Huawei natürlich weniger als halb soviel Pixel wie das Samsung S20 Ultra, doch mehr Pixel auf einem kleineren Sensor bedeutet meist auch gleichzeitig eine schlechtere Lichtempfindlichkeit. Somit zeigt sich auch bei Testaufnahmen, dass dem Huawei P40 Pro selbst bei wenig Licht beeindruckende Bilder gelingen. Hier hat die Konkurrenz aktuell mal wieder ganz klar das nachsehen.

Erneut setzt Huawei beim Zoom auf eine optische 5-fache Vergrößerung, was dem Unternehmen durch die bereits im P30 Pro bewährte Periskoplinse gelingt. Zugleich wird auch ein ebenso qualitativ guter 10-fach Hybrid Zoom, und eine bis zu 50-fache Vergrößerung via Digitalzoom ermöglicht. Beim Digitalzoom nimmt die Qualität jedoch deutlich ab, doch dennoch ist es wieder einmal erstaunlich, wie nah man so mit dem Smartphone an ein eigentlich weit entferntes Objekt zoomen kann. Bei maximaler Vergrößerung empfiehlt sich übrigens eine ruhige Hand, die man sicherheitshalber stütz, denn hier verwackelt man schnell, zumindest musste ich mich etwas dran gewöhnen das Ziel, das ich fotografieren wollte mittig im Bild zu knipsen. Für mich hat das Ganze schon etwas, als würde man mit einem Zielfernrohr ein Ziel fixieren. Alle Linsen besitzen übrigens einen optischen Bildstabilisator, was ebenso wie der AIS (AI Image Stabilisation) dennoch trotz maximaler Vergrößerung für stabile Bilder sorgen sollen.

Die Primäre-Linse für Videos ist beim Huawei P40 Pro, die 40 MP Ultraweitwinkel Kamera. Durch den ausreichend scharf auflösenden 40 Megapixel Sensor und die max. Blende f/1.8, gelingen mit dieser Kamera auch bei schwachen Lichtverhältnissen hervorragende aufnahmen. Da hiermit nicht nur gerne Bilder geknipst werden, sondern wie bereits erwähnt auch Videos aufgenommen werden, ermöglicht Huawei hier, eine max. Auflösung von 4K (UHD) mit bis zu 60 Fps (Bilder pro Sekunde). Damit die Videos nicht nur vom Bild gut aussehen, sondern auch verwacklungsfrei sind, werden diese vom Bildstabilisator sehr gut stabilisiert. Während einer Video-Aufnahme kann man übrigens stufenlos bis zur zehnfachen Vergrößerung zoomen, sodass man sehr nah an das Objekt herankommt. Dank den vielen qualitativ überzeugenden Mikros am Smartphone, wird der Ton ebenfalls sehr natürlich aufgenommen, wenn jedoch auch etwas Schade ist, dass dies lediglich im monoton erfolgt. 

Die Frontkamera beim Huawei P40 Pro liefert mit 32 MP und einer Blende von f/2.2 Blende ein gutes Gesamtpaket. Endlich setzt Huawei auch hier auf keinen Fixfokus mehr, sondern einen Autofokus. Somit passt sich die Scharfstellung der Linse automatisch zur Entfernung an. Durch die sogenannte Pixel-Binning Funktion, wird wie bei der Hauptkamera dafür gesorgt, dass mehrer Pixel zu einem größerem zusammengefasst werden. Das Ergebnis ist ein noch besseres Bild bei schlechten Lichtverhältnissen, dafür jedoch muss man bei der Auflösung, also den Megapixel abstriche machen, denn diese werden z. B. bei der 50 MP Linse auf der Rückseite auf 12,5 Megapixel reduziert. 

Die Kamera an der Font zeichnet Videos ebenfalls mit max. 4K und 60 Bilder pro Sekunde auf. Die Ergebnisse mit der Selfie-Kamera gefallen mir soweit ganz gut, die Farben sind im Großen und Ganzen sehr natürlich. Jedoch gehen mir teilweise zu sehr die Details verloren, doch dennoch handelt es sich hier um ein sehr gutes Kamera-Set-up.

(Kamera: 4,5 von 5 Punkten)

Software

Mittlerweile sollte jedem bekannt sein, dass die neusten Huawei-Geräte keinen Zugriff mehr auf Dienste von Google erhalten. Da Android jedoch eine frei verfügbare Software ist, darf Huawei diese wie gewohnt mit der eigenen EMUI Oberfläche nutzen, aber die gewohnten Google-Dienste dürfen bei sämtlichen neue Huawei Smartphones nicht mehr installiert sein. Ob dieses Verbot irgendwann wieder aufgehoben wird, z. B. wenn ein neuer Präsident in Amerika gewählt wird, ist aktuell nicht zu sagen, könnte aber durchaus möglich sein.

Über einige Umwege (Anleitung gibt es hier) könne zwar einige Google Dienste auf den Huawei-Geräten wie auch beim P40 Pro installiert werden, dies ist jedoch zum einen nicht gerade einfach und läuft nicht wirklich stabil. Ob man dies dann persönlich riskieren und machen will, muss jeder selbst entscheiden. Huawei arbeitet seit dem Verbot an einer Alternative zum Google PlaySore, der sogenannten App Gallery. Diese bietet zwar aktuell noch lang nicht die App Auswahl wie von den alten Huawei Smartphones gewohnt, doch Huawei arbeitet hier sehr stark daran, schließlich hat sich hier gegenüber etwa vor einem halben Jahr viel getan.  

Leider fehlen im Huawei AppStore immer noch einige der sehr beliebten Apps, die viele Nutzer auf ihrem bisherigen Android Smartphone problemlos installiert hatten. Erfreulich ist jedoch, dass einige Anbieter wie z. B. Facebook und ganz wichtig WhatsApp, einen Link zur App Download direkt auf der eignen Webseite anbieten. Doch um weitestgehend den gewohnten Umfang an Apps wie beim Smartphone zuvor, zu erhalten, kommt man nicht drumherum auf 3. Anbieter Seiten wie  https://www.apkmirror.com/ oder https://apkpure.com/de/ zuzugreifen.

 Dennoch ist natürlich nicht ausgeschlossen, dass man gelegentlich wieder an den Punkt kommt, wo man eventuell eine App die man gerne haben möchte, aktuell nicht auf das Smartphone geladen bekommt. Dazu zählen z. B. einige unbekannte Spiele, sowie zahlreiche Banking-Apps, und der Smarthome Bereich ist ebenfalls noch etwas schwach ausgebaut. Da zu den Google Dienste auch Google Maps gehört, fehlt dies hier auf dem Smartphone ebenso. Jedoch setzt Huawei hier beispielsweise auf HERE WeGo, was soweit auch sehr gut auf dem Gerät läuft.

Das Android 10 bei dem Huawei die eigene Nutzeroberfläche EMUI 10.1 aufspielt, gefällt mir soweit sehr gut. Hier hat Huawei gegenüber den Vorgängerversionen nochmals deutlich Hand angelegt, um immer mehr unabhängig von den Google-Diensten zu werden. Somit gehöret zu den neuen Apps der eigens entwickelte Videochat-Dienst Namens „MeeTime“ (wird in Kürze via Update nachgereicht) als Google Duo alternative, der Unterhaltungen in max. 1080p ermöglicht und die bereits bekannte Huawei Share-Funktion, mit der man wie bei Apples AirDrop, einen schnellen Datentransfer unter sämtlichen Huawei Geräten ermöglicht.

Neue Gesten welche die Bedienung unter anderem z. B. bei Scrollen im Web erleichtern sollen oder berührungslos einen Screenshot erstellen sollen gibt es zwar seit neusten auch. Jedoch funktioniert dies im Alltag wie bei zahlreichen anderen Smartphone-Anbietern nur bedingt und daher nutze ich diese Gesten eher weniger. Da zu den Google-Diensten auch der Google Assistant gehört, arbeitet Huawei auch hier an einer alternative Namens Celia, diese soll im Laufe des Jahres erscheinen. Den hauseigenen Musikdienst Huawei Music gibt es schon, welcher für Käufer des neue Huawei P40 Pro für die ersten 3 Monate kostenfrei ist. 

Bezüglich Software-Updates und Sicherheitspatches müsst ich euch keine Sorgen machen. Da das System weiterhin auf Android basiert, werden regelmassig Software-Updates von Huawei bereitgestellt und Sicherheitspatches gibt es alle 3 Monate.

(Software: 2,5 von 5 Punkten)

TEIL 3

bestehend aus „Preis/Leistung“ entspricht 10% der Gesamtwertung

Beschreibung

Mit dem Huawei P40 Pro verspricht das Unternehmen natürlich wieder einmal ein neues Fotowunder. Dies ist Huawei auch wider sehr gut gelungen, denn der neue sehr große Sensor im Standard-Objektiv überzeugt im Test ebenso, wie die weiteren Kameralinsen. 

Beim Design redet Huawei von einem „neuen Design“, doch wirklich rundum neu ist dies nicht. Auffallend ist natürlich die deutlich größere Kamera-Einheit an der Rückseite, welche wie bei vielen neuen Premium-Smartphones einen großen Teil der Smartphone-Rückseite einnimmt. Beim alltäglichen bedienen macht sich jedoch eine kleine nicht direkt auffallende Änderung bemerkbar, gemeint sind die rundum abgerundeten Displayränder, diese sorgen nämlich bei sämtlichen Wischgesten über das Display, für ein überraschend flüssigeres Gleiten der Finger. 

Die Performance überzeugt trotz „nur“ 8 GB RAM sehr gut und der Speicher von 256 GB sollte jedem problemlos ausreichen. Jedoch gibt es das bereits erwähnte größte Manko, und zwar die fehlenden Google-Apps. Dadurch ist das Smartphone für normale Leute nicht die erste Wahl, Huawei App Gallery wird zwar immer wieder durch neue Apps erweitert, doch bis zum Umfang wie beim Google PlayStore dauert es noch lange. Dennoch tut Huawei viel dafür dieses starke Defizit auszumerzen, denn man merkt selbst, dass die Sanktionen der USA sehr große Auswirkungen auf die Verkaufszahlen der sonst so sehr beliebten Smartphones hat.

Preis/Leistung

Die UVP des Huawei P40 Pro hatte das Unternehmen zum Marktstart mit 999€ festgesetzt. Ein eigentlich sehr guter Preis für ein Flaggschiff-Smartphone, im Vergleich zur Konkurrenz von Samsung, Apple und Co. Jedoch haben hier viele misstrauen aufgrund der bisher gewohnten, aber nun fehlenden Google-Diensten.

Inzwischen ist das Huawei P40 Pro für knapp 720€ erhältlich, was es preislich zwar noch attraktiver macht, doch das misstrauen der fehlenden Google Dienste besteht weiterhin.

Die Hardware ist für diesen Preis sehr gut und mehr als ausreichend. Bezüglich der fehlenden Google-Diensten ist es sehr abhängig, wie sehr ihr auf diese angewiesen seid. Nutzt ihr ein Smartphone nur zum gelegentlichen Surfen, Nachrichten via WhatsApp und Co. verfassen, dann bekommt ihr hier ein klasse Smartphone mit einer der besten Kameras auf dem Markt. Doch gehört ihr zu denen, die viele verschiedene Apps auf dem Smartphone nutzen und viel via SmartHome und Online-Banking macht, dann kann ich das Huawei P40 Pro aktuell leider weniger empfehlen.

Huawei P40 Pro

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testr Gesamtwertung

unter Berücksichtigung aller Teilwertungen

 Wir bedanken uns beim Hersteller für die Bereitstellung des Produktes. Zu unseren Grundsätzen

Link zum Hersteller: Huawei.com/de

Gigaset GS290

In aller Kürze

Mit dem neuen Gigaset GS290 hat das Unternehmen Gigaset aus Bocholt das neuste „Flaggschiff“ Made in Germany vorgestellt. Dabei handelt es sich um das bisher schönste und Leistungsstärkste Gerät des Unternehmens. Jedoch hat auch diese einige Schwächen. So besitzt dieses ein eher als Mittelklasse einzustufenden Prozessor, sowie eine mehr oder weniger mittelmäßige Kamera. Zu den Stärken zählen wiederum der große Akku mit Schnellladefunktion, kabelloses Laden und sogar NFC. Zwar setzt Gigaset beim Gehäuse auf Kunststoff, doch dies fällt einen auf den ersten Blick nicht auf, da die Verarbeitung des Smartphones sehr gut ist. 

Gefällt uns

  • Gute Akku-Leistung
  • schönes Design + Verarbeitung
  • Kopfhörerbuchse
  • USB-Typ-C Anschluss
  • NFC und kabelloses Laden

Gefällt uns weniger

  • schwache Hardware
  • mäßige Foto- und Videoqualität
  • keine Kopfhörer im Lieferumfang

Gigaset GS290

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TEIL 1

Bestehend aus „Verpackung/Design/Verarbeitung“ entspricht 25% der Gesamtwertung

Verpackung

Bei der Verpackung des Gigaset GS290 bleibt das Unternehmen der neuen ökologischen Verpackung treu, die bereits mit dem Gigaset GS195 zum Einsatz kam treu. Bei dieser Verpackung ist dem Unternehmen das Thema Nachhaltigkeit sehr wichtig, sodass man sich nicht nur bei deren Verpackung komplett von Kunststoff distanziert hat, sondern diese zudem aus einem recyclingfähigen Material hergestellt hat. Diese Verpackung mag vielleicht nicht ganz so schön aussehen, wie man es von anderen Produkten kennt, doch die Idee dahinter gefällt mir sehr gut. 

Die Verpackung wurde nämlich auf Basis einer zellstoffbasierten Verpackung aus Graspapier gefertigt. Diese setzt sich aus Altpapier und 30 % schnell wachsenden Grasfasern zusammen. Dabei wird das „Heu“ von heimischen Wiesen aus Deutschland geliefert. Ebenso spart man sich die zusätzlichen Kabelbinder und Folien (bis auf die, auf dem Display) und ersetzt diese z. B. beim Kabel, durch ein Papierband. Smartphone und Netzteil, werden komplett ohne zusätzliche Umverpackung geliefert. So genug zur neun umweltbewussten Verpackung, auch wenn dies ein wichtiges Thema der heutigen Zeit ist. Doch schauen wird uns nun den Rest der Verpackung etwas genauer an. 

Die Verpackung wurde natürlich bedruckt, um einige wenige Infos zum Produkt schon von außen zu verraten. Dabei hat das Unternehmen die gewohnten Farben eingesetzt, neben der Farbe Schwarz, darf daher das typische Gigaset-Orange nicht fehlen. Auf der Oberseite hat sich Gigaset für einen Aufdruck im 1:1 Maßstab, der Konturen des Smartphones inkl. Displayrahmen entschieden. Im Zentrum davon erblickt man dann sinnbildlich für die Darstellung des Displays, den Herstellernamen, die Modellbezeichnung und das „Made in Germany“ Logo. An sämtlichen Seiten wiederum, wird wie ich es bereits von den vergangenen Gigaset-Smartphones kenne, im Zentrum der Name „Gigaset“ präsentiert. Wovon jedoch die obere Stirnseite mit einem Aufkleber versehen wurde, welcher wie üblich über die IMEI 1-/2-Nummer, die Seriennummer, den Modellnamen und dessen Farbe informiert.

An der Rückseite hat sich das Team der Verpackungsentwicklung für dasselbe Gestaltungskonzept wie bereits an der Front entschieden. So wird einem hier die Rückseite des Smartphones ebenfalls im Maßstab 1:1 dargestellt. Dabei sieht man hier neben den äußeren Konturen des Gigaset GS290 auch die Dual-Kamera inkl. Blitz und den Fingerabdrucksensor. Im Zentrum des dabei dargestellten Smartphones erwähnt Gigaset außerdem wie gewohnt einige technische Ausstattungsmerkmale in Text- und Symbol-Form. Außerdem gibt Gigaset hier einige Infos zum Unternehmen und der Materialzusammensetzung der neuen Verpackung bekannt. Direkt nachdem man die Verpackung geöffnet hat, erblickt man in der obersten Ebene das Gigaset GS290. Dieses wurde hierbei lediglich zum Schutz des Displays mit einer matten Displayfolie versehen, welche zudem über die einzelnen Hardwareteile informiert, bzw. zeigt, wo diese verbaut sind. Daher muss diese um das Smartphone nutzen zu können auf jeden Fall entfernt werden, da man sonst nur wenig auf dem Display erkennen kann.

Das restliche Zubehör verbirgt sich unter einem Trennboden, der einen noch zuvor, nachdem man das Gigaset GS290 entnommen hat, über die Zusammensetzung und umweltfreundlichen Vorteile der Verpackung informiert. Seitlich im Trennboden befindet ist an der Aussparung, welche durch eine orangefarbene Kennzeichnung markiert ist, das SIM-Tool, mit dem man später den SIM-Schacht des Smartphones öffnen kann. Unter dem Trennboden wiederum, findet man eine überraschend „umfangreiche“ Bedienungsanleitung in mehreren Sprachen, gefertigt aus 100 % recycelten Papier, welche in einer transparenten Schutzhülle fürs Smartphone eingelegt ist, ein USB-Typ-C Ladekabel und ein 18 Watt Netzteil.

(Verpackung: 4,5 von 5 Punkten)

Design

Ich habe bereits einige Smartphones aus dem Hause Gigaset getestet und kann daher auf jeden Fall so viel sagen, dass das Gigaset GS290 das bisher schönste und modernste Smartphone des Unternehmens ist.

An der Front setzt Gigaset auf ein nahezu vollflächiges Display, welches lediglich einen knapp 3 mm Rand an der Ober- und Unterseite besitzt. Die Frontkamera wiederum, wurde in einer so genanten Tropfen-Notch integriert, was typisch für Smartphones aus dem Jahre 2019 war. Der Rahmen wiederum, der auf dem ersten Blick, wie Edelstahl aussieht, wurde „nur“ aus hochglänzendem Kunststoff gefertigt. Hier ist Gigaset der Edelstahl-Look sehr gut gelungen, denn bis auf die Robustheit und dem Gewicht, stellt man hier keinerlei Unterschied fest. Haptisch fühl sich das Gerät hier ebenfalls sehr gut an, denn es ist, wenn man draußen war nicht so kalt wie ein Smartphone mit einem echten Edelstahlrahmen.

Die Rückseite, die es je nach Farbauswahl in Weiß (mein Testgerät) oder auch in Schwarz gibt, besitzt zwar eine Glas Optik, doch hierbei handelt es sich ebenfalls um einen Kunststoff. Dies stellt man hier auch nur dann fest, wenn man auf die Rückseite klopft, oder die Temperatur mit einem Smartphone mit Glasrückseite vergleicht. Ansonsten ist Gigaset die optische Limitierung hervorragend gelungen.

Beim neusten Gigaset GS290 ist es leider immer noch der Fall, dass das verbaute Display weiterhin nicht in den Smartphone-Rahmen integriert wurde, sondern vielmehr aufgesetzt wurde. Dies dürfte jedoch nach dem anbringen eines Cases definitiv nicht mehr stören bzw. auffallen. Die weiße Version schimmert je nach Lichteinfall in einem schönen Regenbogen-Effekt, was man sonst auch von manchen Smartphones mit weißer Glasrückseite kennt. Damit das Smartphone trotz einer ordentlichen Größe kompakt in der Hand liegt, hat Gigaset die langen Seiten des Smartphones an der Kunststoffrückseite stärker abgerundet, dadurch würde ich das Gerät schon gut als Handschmeichler bezeichnen.

Schauen wir und das Smartphone rundum etwas genauer an. Die Front nimmt ein großes 6,3 Zoll Display ein, welches wie bereits erwähnt, mit einer Tropfen Notch (V-Notch) versehen wurde und in einer Auflösung von Full HD auflöst. Im Zentrum der sogenannten V-Notch befindet sich die mit 16 Megapixel auflösenden Frontkamera, über der zudem eine schmale längliche Hörmuschel untergebracht ist. Der Annäherungs- und Umgebungslichtsensor befindet sich etwas links davon im schmaleren Displayrahmen platziert, was man gut an der kleinen Aussparung der vormontierten Display-Schutzfolie erkennen kann. 

 Trotz des relativ großen Displays ist das Gigaset GS290 mit den Maßen 157 x 75,1 x 9,6 mm noch als „kompakt“ einzustufen und bringt mit knapp 190 Gramm ein angenehmes Gesamtgewicht auf die Waage. Bei den seitlichen Anschlüssen und Bedienelementen gibt es soweit keine Veränderungen bei der Anordnung. Der Power-Button befindet sich wie von Gigaset gewohnt rechts etwas oberhalb von der Mitte des Smartphones, sodass man diesen gut als Rechtshänder mit dem Daumen erreichen kann. Direkte darüber befinden sich dieses Mal jedoch keine getrennten Lautstärketasten, sondern wieder wie es schon bei einigen Vorgängern der Fall war, eine einfache Lautstärkewippe. Den SIM-Karten und Micro-SD-Slot findet man bei diesem Modell wie gewohnt direkt auf der linken Seite im oberen Bereich.Hier kann man entweder zwei Nano-SIM-Karten (Dual-SIM) zeitgleich einlegen, oder eine Nano-SIM zusammen mit einer Micro-SD-Speicherkarte, um den internen Speicher um bis zu 256 GB zu erweitern. Zu guter Letzt findet man an der Unterseite, zentral einen modernen zeitgemäßen USB-Typ-C Anschluss zum Aufladen, welcher rechts von einem Mikrofon (für Telefonate) und der 3,5 mm Klinkenbuchse umgeben ist und links von dem Mono-Lautsprecher.

Auf der Rückseite befindet sich eine längliche Dual-Kamera mit einem LED-Blitz, der zwischen den beiden Kamera-Linsen sitzt und ein leicht ovaler Fingerabdrucksensor. Versteckt unter der Kunststoffrückseite befindet sich neben einem NFC-Modul auch eine Induktionsspule, sodass man das Gigaset GS290 als erstes Smartphone aus dem Hause Gigaset kabellos über ein Induktionsladegerät laden kann. 

Wie gewohnt, möchte ich auch noch etwas näher auf den verbauten Lautsprecher eingehen, denn dieser ist für einige ebenfalls sehr wichtig. Der Mono-Lautsprecher bietet zwar eine gute max. Lautstärke, sodass man damit gut in einer etwas lauteren Umgebung zusammen einen Film ansehen könnte, doch im puncto Klangqualität schneidet dieser eher mau ab. So ist beim Klang nicht viel Bass vorhanden und das Klangbild ist nicht so breit, wie wenn ein Stereo-Lautsprecher verbaut wäre. Alternativ kann man dank verbauter Klinkenbuchse jedoch beim Gigaset GS290 weiterhin über einen kabelgebunden Kopfhörer den Ton anhören oder natürlich auch via Bluetooth.

(Design: 4,5 von 5 Punkten)

Verarbeitung

Die Verarbeitung des Gigaset GS290 ist wie bei den bisher getesteten Gigaset Smartphones sehr gut. Für den Preis von 269€ bekommt man hier ein modern aussehendes Smartphone, welches zwar dieses mal nicht mit einer Glasrückseite und einem Edelstahlrahmen ausgestattet wurde, doch dennoch kann es mit der Materialwahl und Verarbeitung gut überzeugen. Kunststoff hat nämlich zumindest an der Rückseite den Vorteil, dass dieser je nach Aufprall nicht so schnell zerbricht wie eine Rückseite aus Glas.

Die Tasten an den Seiten wurden natürlich wie der Rahmen lediglich aus Kunststoff hergestellt, jedoch besitzen diese einen sehr guten Druckpunkt und sind zudem weder schwimmend noch klappernd eingebaut.

(Verarbeitung: 4,5 von 5 Punkten)

TEIL 2

bestehend aus „Funktion des Produktes“ entspricht 65% der Gesamtwertung

Display6,3 Zoll (19,5:9 Format) 2340 x 1080 Pixel (Full HD plus), Pixeldichte beträgt 409 ppi
CPUMediaTek Helio P23 Octa-Core MT6763, 64bit, 4x 2,30 GHz 4x 1.65 GHz / GPU: ARM Mali-G71 MP2
RAM4 GB RAM
Speicher64 GB (mit microSD bis zu 256 Gigabyte erweiterbar)
BetriebssystemPure Android™ 9.0 Pie (Update auf Android 10 geplant)
Haupt-KameraDual-Kamera: 16 MP f/2.0 Blende und 2 MP für Bokeh-Effekt, Mono-LED-Blitz
Front-Kamera16 Megapixel
AnschlüsseUSB-Typ-C-Ladenaschluss, 3.5mm-Klinke
Akku4.700 mAh; fest verbaut
FarbenPearl White
KonnektivitätWi-Fi 802.11 a/b/g/n 2,4GHz und 5GHz. Mobilfunknetz bis 4G, Wi-Fi Direct, Bluetooth 5 und GPS, A-GPS, GLONASS, NFC und kabelloses Laden
Abmessungen (LxBxH)157 mm x 75,1 mm x 9,65 mm
Gewicht190 g
LieferumfangGigaset GS290
18 Watt-Netzteil
transparente Hülle
USB-Typ-C-Ladekabel
SIM-Tool
Bedienungsanleitung

Performance

Das Gigaset GS290 wird von einem 64-Bit CPU aus dem Hause MediTek angetrieben genauer gesagt von dem Mediatek MT6763V Helio P23 SoC. Dabei handelt es sich zwar um keinen schlechten Prozessor, doch High-End ist dieser definitiv auch nicht, sondern eher sagen wir als Mittelklasse einzustufen. Dieser Prozessor ist leider nicht gerade der neuste, sondern stammt aus dem Jahr 2017. Es handelt sich jedoch um einen Octa-Core( 8-Kern) Prozessor, der im sogenannten 16 nm Verfahren hergestellt wurde. Bei der Taktrate, laufen von den insgesamt 8-Kernen, vier mit jeweils bis zu 1,65 GHz (Stromspar Cluster) und die anderen vier mit bis zu 2,3 GHz (Performance Cluster). Unterstützt wird der CPU wie üblich von einer integrierten Grafikkarte (GPU) bei der es sich in diesem Fall um den ARM Mali-G71 MP2 mit 2 Kernen handelt, welche mit je 770 MHz takten. Unterstützt wird der CPU zudem von einem 4 GB großen Arbeitsspeicher, der für einen flüssigen Systembetrieb sorgen soll. 

Beim verbauten Flash-Speicher hat man den Speicher auf zeitgemäße 64 GB erweitert, was für die meisten die ein gutes Mittelklasse-Smartphone suchen, absolut ausreichend sein sollte. Sollte man jedoch mehr Speicher brauchen, dann kann dieser natürlich wie gewohnt mit einer zusätzlichen Micro-SD-Speicherkarte um bis zu 256 GB erweitern.

Der Speicher des Gigaset GS290 gehört zwar nicht zu der schnellsten Sorte, doch für ein Mittelklasse-Smartphone, ist dieser mehr als ausreichend schnell. Laut AndroBench erreicht der interne Speicher beim Schreiben einen Wert von knapp 193 MB/s und beim Lesen fast 279 MB/s, daher schneidet das Gerät sowohl beim Lesen, als auch beim Schreiben besser ab, als die bisherigen Smartphones von Gigaset. Der Flash-Speicher von 64 GB ist wie bereits erwähnt gut bemessen und von den 64 GB stehen einem knapp 53 GB frei zur Verfügung.

Wie ich bereits erwähnt habe, handelt es sich beim verbauten CPU nicht um den Besten, doch die verbaute Leistung reicht für alle alltäglichen Arbeiten und für eine flüssige Systemperformance aus. Besonders anspruchsvolle Spiele laufen auf dem Gigaset GS290 zwar auch, doch damit hier ein flüssiges Spielvergnügen gewährleistet werden kann, wird die Grafik bzw. die Darstellung der Details etwas reduziert. Die verbaut Hardware (CPU, GPU und 4 GB RAM) sorgt zwar für eine gute Leitung, doch gegenüber der Konkurrenz gibt es hier für unter 300€ noch einige Smartphones mit einer etwas stärkeren Rechenleistung.

So viel zu den technischen Daten und meiner Einschätzung der Rechenleistung in meinem Alltagstest. Doch einige legen hier natürlich Wert auf die Zahlen einiger Benchmark Tests und daher schauen wir uns diese wie gewohnt ebenfalls an. Bei Geekbench 5.0 konnte das Gigaset GS290 einen Wert von 152 im Single-Core und 876 im Multi-Core erreichen und bei PCMark for Android kam es auf eine Score von 5064.

(Performance: 3,5 von 5 Punkten)

Display

Beim Gigaset GS290 hat man ein 6,3 Zoll großes Full HD+ Display verbaut. Dieses IPS-Display löst mit einer Auflösung von 2340 x 1080 Pixeln auf, daher auch die zusätzliche Bezeichnung „+“. Dies ergibt eine Pixelschärfe von knapp 409 ppi, was somit für ein Mittelklasse-Smartphone überraschend gut ist.

Die Helligkeit liegt wie beim Gigaset GS195 bei durchschnittlich knapp 430 cd/m². Dies ist zwar eine gute max. Helligkeit, doch hier muss man an einem sonnigen Tag teils mit Einschränkungen leben, da hierfür das Display dann doch etwas zu dunkel ist. Jedoch geht es für ein Mittelklasse-Smartphone durchaus in Ordnung und liegt eigentlich sogar über dem Durchschnitt in dieser Preisklasse. 

(Display: 3,5 von 5 Punkten)

Akku

Beim fest verbauten Akku im Gigaset GS290 handelt es sich um einen 4.700 mAh Lithium Polymer Akku. Das ist natürlich für ein Smartphone dieser Preisklasse ein wahres Kraftpaket, was dafür sorgt, dass man in der Praxis eine lange Akkulaufzeit erreicht. Trotz des großen Akkus ist das Gigaset GS290 jedoch kein schweres bzw. dickes Gerät, dem man den großen Akku direkt ansehen würde.

 Die Akkulaufzeit des Gigaset GS290 ist zwar sehr gut, sodass man damit gut zwei Tage ohne aufladen zurechtkommt, doch ich konnte feststellen, dass das Energiemanagement nicht ganz so gut gelöst ist. Dies muss an der verbauten Hardware liegen, die angesichts der Leistung, weitaus nicht so energiesparend ist, wie die technisch deutlich leistungsstärkeren Prozessoren. Somit gibt es durchaus Konkurrenten, die trotz einem etwas kleineren Akku gleich lange oder sogar länger durchhalten können.

Der Akku im Gigaset GS290 ist sehr groß, daher dauert es trotz einer Schnellladefunktion (18 Watt) knapp 3 Stunden, bis der Akku von 0 auf 100 % aufgeladen wurde. Das Gigaset GS290 ist übrigens das erste Smarten aus Bocholt, welches nicht nur via USB-Typ-C Ladekabel geladen werden kann, sondern auch kabellos.

(Akku: 4,5 von 5 Punkten)

Kamera

Die Dual-Kamera auf der Rückseite des Gigaset GS290 setzt sich aus einem 16 MP f/2.0 und einem 2 Megapixel Sensor zusammen, wobei Letzteres lediglich für den Bokeh-Effekt (Tiefenschärfe) genutzt wird. Somit hat man hier auf der Rückseite zwar optisch wie bei anderen Geräten mit einer Dual-Kamera, zwei Kamera-Linsen, doch davon kann man effektiv nur eine nutzen, sprich die 16 Megapixel-Linse.

Die Hauptkamera auf der Rückseite ist zwar nicht schlecht, doch was mich persönlich etwas störte, war der nicht immer richtig gesetzte Autofokus und dessen teils etwas träge Scharfstellung. Klar wir reden hier von einem Mittelklasse-Smartphone, doch hier hatte ich schon im Fokus schnellere Geräte in dieser Preisklasse im Test. 

Bei normalen „guten“ Lichtbedienungen gelingen einem mit dem Gigaset GS290 durchaus gute Bilder. Sprich, die Kamera eignet sich gut, um teilweise auch im leichten Schatten oder indoor Bilder zu knipsen. Die Farben sind im großen und ganze ok, haben jedoch einen von Werk aus erhöhten Sättigungswert, sodass Farben auf dem Display etwas kräftiger wirken, wie diese es in natura sind.

Aufgrund der Blende und einigen weiteren Faktoren, schneidet die Kamera im Low-Light Bereich etwas schwächer ab, doch um einige Schnappschüsse zu knipsen reicht die Kamera dennoch aus. Klar nimmt hier das Rauschen zu und die Kamera kann hier nicht mit den High-End Smartphones mithalten, doch für unter 300€ ist es eine gute brauchbare Kamera. Was ich jedoch teilweise bei manchen Aufnahmen durchaus vermisst habe, war die Funktion „Auto-HDR“, diese ist nämlich besonders bei gemischten Lichtverhältnissen bei denen zugleich Sonne aber auch Schatten im Bild sind von Vorteil. Es gibt zwar einen HDR-Modus im Kamera-Menü, doch diesen muss man beim Gigaset GS290 jedes Mal manuell anwählen, was in der Praxis einfach oftmals zu umständlich ist.

Die Frontkamera löst ebenfalls mit maximal 16 MP auf. Beim Blitzlicht setzt Gigaset hier wie üblich auf das Aufhellen des Displays, sodass man theoretisch auch im Dunkeln ein Selfie knipsen könnte. Dies geht zwar soweit in Ordnung, doch schöne Bilder gelingen hier eher weniger. Die Frontkamera ermöglicht bei guten Lichtverhältnissen ordentliche Selfies, doch im Großen und Ganzen gehen hier einige Details verloren und mit persönlich fehlt es hier teils etwas an der Dynamik und der Detailschärfe.

Videos können mit dem Gigaset GS290 wie bisher bei sämtlichen anderen Gigaset Smartphones lediglich mit maximal 1.080p und 30 fps aufgenommen werden. 4K-Videos werden daher ebenso wenig unterstützt, wie Slow-Motion aufnahmen.

(Kamera: 3 von 5 Punkten)

Software

Auf dem Gigaset GS290 hat das Unternehmen Android 9 Pie vorinstalliert. Leider hat es Gigaset bei der Aktualität der Sicherheitspatch nicht so eilig, da auf meinem Testgerät noch immer die Version vom 5. Oktober 2019 läuft. Laut eigener Aussage soll jedoch viermal im Jahr, sprich jedes Quartal ein Sicherheitspatch zur Verfügung gestellt werden, daher sollte hier demnächst eine neue Version bereitgestellt werden. Außerdem hat man vor, dass man für das Gigaset GS290 Android 10 ausrollt, was in den nächsten Monaten soweit sein sollte.

Was man beim Smartphone beachten sollte, ist, dass dieses keine sogenannte DRM-Zertifizierung besitzt. Somit kann man entsprechend geschützte Inhalte, sprich Videos nur in SD-Qualität streamen mehr nicht. Positiv wiederum ist das verbaute NFC, Bluetooth 5.0 und einige weitere Kleinigkeiten. Das System läuft weitergehend flüssig, wie es dann später mit Android 10 aussieht, ist eine andere Sache, die sich dann zeigen wird.

(Software: 4 von 5 Punkten)

TEIL 3

bestehend aus „Preis/Leistung“ entspricht 10% der Gesamtwertung

Beschreibung

Gigaset beschreibt das GS290 als Smartphone der Businessclass zum easy Preis: Ihr Smartphone für grenzenlose Mobilität. Das Smartphone eignet sich sicherlich für Geschäftsleute bzw. Chefs, die auf der Suche nach einem „günstigen“ Smartphone mit einem runden stimmigen Gesamtpaket sind. Klar, privat werden diese Person eventuell je nach eigenen Vorlieben ein leistungsstärkeres Gerät nehmen, doch auch für normale Endverbraucher ist das Gerät für unter 300€ nicht schlecht.

Das Design ist sehr schön und es fällt auf dem ersten Blick nicht auf, dass es sich hier rundum (bis auf das Display) um Kunststoff handelt. Technisch gesehen ist die Hardware zwar nur mittelmäßig, doch dafür bekommt man eine kabellose Ladefunktion, was in dieser Preisklasse eigentlich selten der Fall ist.

Preis/Leistung

Das Gigaset GS290 kann man direkt bei Gigaset für 269,00 EUR inkl. kostenlosem Versand bestellen. Im Preisvergleich ist dieses jedoch bereits je nach Farbe sogar unter 250€ bei einigen online Shops erhältlich.

Das Smartphone ist wie bereits erwähnt das bisher modernste und schönste aus dem Hause Gigaset. Allerdings hat auch dieses seine Schwächen. Zu diesen zählt unter anderem die Kamera, denn trotz einer sichtbaren Dual-Kamera kann man davon in Wirklichkeit nur eine frei verwenden und zudem ist diese, was den Fokus angeht nicht die treffsicherste und schnellste Kamera. Hier gibt es in dieser Preisklasse stärkere Konkurrenz. 

Zu den Stärken zählen wiederum der 4.700 mAh Akku, der für eine Akkulaufzeit von gut zwei Tagen sorgt und das schicke Design. Außerdem kann die Verarbeitung sehr überzeugen und man hat hier kabelloses Laden und NFC an Bord, was in dieser Preisklasse sehr selten der Fall ist. Zu guter Letzt handelt es sich beim Gigaset GS290 wiederum um ein „Made in Germany“ Smartphone, was im Bezug auf Ersatzteile sicherlich von Vorteil sein kann, da man diese in Deutschland im Werk lagert.

Gigaset GS290

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testr Gesamtwertung

unter Berücksichtigung aller Teilwertungen

 Wir bedanken uns beim Hersteller für die Bereitstellung des Produktes. Zu unseren Grundsätzen

Link zum Hersteller: Gigaset.de