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Schlagwort: Smartphone

Huawei Mate 20 Pro

Huawei ist ein chinesischer Smartphone-Hersteller, welcher im Jahr 1987 gegründet wurde. Der Hauptsitz des Unternehmens ist in Shenzhen, China und der Geschäftsführer ist Ren Zhengfei, welcher das Unternehmen auch gründete. Neben Endgeräten wie Smartphones, Tablets und Notebooks bietet Huawei auch Dienstleistungen für Netzwerk-Infrastrukturen und Cloud-Computing-Lösungen an.  

Seit 2012 vermarktet das Unternehmen auch hierzulande (D und AT) seine Smartphones. Die aktuell bekanntesten Smartphones aus dem Hause Huawei sind: die G-Serie, Y-Serie, Nova-Serie, P-Serie und die Mate-Serie. Bei der P-/Mate-Serie handelt es sich um Highend-Smartphones und bei den anderen um Mittelklasse-Smartphones. Jedoch bietet Huawei die Highend-Smartphones mittlerweile ebenfalls in drei Modellen an. So gibt es z. B. das aktuelle Mate 20 in der Mate 20 lite, Mate 20 und Mate 20 Pro Ausführung. 

In diesem Testbericht möchte ich euch das am besten ausgestattete Smartphone der Mate 20-Serie genauer vorstellen. Es handelt sich um das Huawei Mate 20 Pro. Dies besitzt ebenfalls wie das Mate 20 eine Leica-Triple-Kamera, bietet jedoch zusätzlich noch ein Fingerabdrucksensor im Display und unterstützt als einziges Gerät der Serie das kabellose Aufladen des Akkus. Wie sich das teuerste Modell der Mate 20-Serie im Test geschlagen hat, erfahrt ihr in folgendem Testbericht.

Hier geht es zu den weiteren Testberichten der Mate-Serie: Huawei Mate 20 & Huawei Mate 20 Lite

TEIL 1

Bestehend aus „Verpackung/Design/Verarbeitung“ entspricht 25% der Gesamtwertung

Verpackung

Von dem äußeren Erscheinungsbild und somit auch vom Design ähnelt die Verpackung des Mate 20 Pro denen der beiden anderen Mate 20-Geräten, dem Mate 20 lite und dem Mate 20. Der Unterschied liegt lediglich im Inneren, denn beim Lieferumfang wurde gegenüber den beiden anderen Geräten einiges geändert. Natürlich ist auf der Außenseite der Verpackung der Name Huawei Mate 20 Pro zu lesen und auf dem Aufkleber auf der Unterseite wird ein kurzer Auszug der technischen Daten von dem Mate 20 Pro erwähnt. Da auch das Mate 20 Pro mit einer Leica-Triple-Kamera ausgestattet ist, prangt auch hier auf der Vorderseite das Leica-Branding.

Entfernt man den Decken der Verpackung, kommt direkt das Huawei Mate 20 Pro zum Vorschein. Auch dieses ist an der Vorder- und Rückseite durch eine Schutzfolie gegen Staub und Kratzern schützt. Um die Entnahme des Smartphones zu erleichtern, befindet sich an der Schutzfolie eine kleine Lasche. Hat man das Smartphone entnommen, kann man an einer Aussparung an der Oberseite den Zwischenboden entnehmen. In dem Zwischenboden bzw. der schwarzen Kartonage, befinden sich neben einer Kurzanleitung in zahlreichen Sprachen, ein Garantieheft und an der Außenseite das SIM-Tool.

Unter der Pappschachtel mit dem gerade erwähnten Zubehör befindet sich noch weiterer Zubehör. Bei dem es sich um ein USB-C Ladekabel, ein 40 Watt Netzteil und einem Ohrhörer Paar mit Fernbedienung und einen USB-C-Anschluss handelt. Zudem legt Huawei dem Mate 20 Pro noch ein USB-C auf Klinke-Adpater bei, damit man auch die eventuell vorhanden Kopfhörer anschließen kann. Schließlich hat sich Huawei beim Mate 20 Pro Modell von der Klinken-Buchse verabschiedet. 

(Verpackung: 3,5 von 5 Punkten)

Design

Das Mate 20 Pro bietet Huawei aktuell in vier Farben an. Neben dem Testgerät von mir, welches die Farbe Twilight hat, gibt es noch die Farben: Blau, Schwarz und Emerald Green. Die Farbe Twilight ist bei den aktuellen Huawei-Geräten sehr beliebt und auch mein persönlicher Favorit. Es handelt sich hierbei um ein mehrfarbiges Gerät. Bei dem die Rückseite je nach Lichteinfall den Farbverlauf verändert. Dies gelingt Huawei durch mehrere Lagen NVMC-Beschichtungen (NVMC=Non-Conductive Vacuum Metalizing) unter der Glasrückseite, welche das einfallende Licht je nach Einfallswinkel unterschiedlich brechen. Dadurch entsteht der Schwarz-Lila-Blaue Farbverlauf. 

Nimmt man das Mate 20 Pro das erste Mal in die Hand, kommt es einem trotzt des 6,39 Zoll großen Display nicht sonderlich groß vor. Für diesen Ersteindruck sorgt unter anderem der sehr schmale Rand, der rund um das Display verläuft. Zum anderen ist das Display durch sein 19,5:9 Format in die Länge gezogen und liegt somit auch in schmaleren Handflächen gut in der Hand. Drittens folgt Huawei bei allen Mate 20-Geräten dem aktuellen Trend und setzt somit auf einen sogenannten „Notch“. Dabei handelt es sich um eine Auskerbung im Display, in dem die Frontkamera integriert ist. Der Notch beim Mate 20 Pro Modell fällt jedoch gegenüber dem Mate 20 deutlich größer aus, was unter anderem daran liegt, dass hier auch die 3D-Depth-Sensing-Camera, ähnlich die des iPhones verbaut ist, welche der Entsperrung des Smartphones via Gesicht dient. In dem Notch ist neben der Frontkamera und der 3D-Depth-Sensing-Camera auch die Hörmuschel, der Umgebungslicht- und Näherungssensor integriert.

Huawei setzt auch beim Pro Modell der Mate 20-Serie auf Glas und Aluminium. Wie bereits beim Mate 20 lite und Mate 20 kommt auf Vorder-/Rückseite Glas zum Einsatz und beim Gehäuse-Rahmen handelt es sich um Aluminium. Der Aluminium-Rahmen hat den Vorteil, dass dieser nicht nur leicht ist, sondern auch für eine hohe Verwindungssteifigkeit sorgt. Für eine hohe Stabilität sorgen beim Mate 20 Pro aber auch die zur Seite abgerundeten Ränder an der Rückseite und an der Vorderseite. Bei Mate 20 Pro setzt Huawei nämlich auch auf ein zu den Seiten abgerundetes Display, wie man es von den „EDGE“ Modellen beim Samsung Galaxy S9 usw. kennt.   

Der Gehäuse-Rahmen an den Seiten fällt durch die Abrundungen sehr schmal aus. Sodass hier lediglich an der rechten Seite für den Einschaltknopf und die Lauter-/Leiser-Tasten Platz vorhanden war. Der SIM-Karten Slot musste aus Platzgründen daher nach unten wandern und befindet sich somit direkt neben der USB-Typ-C Ladebuchse. In den Sim-Karten Slot können entweder zwei Nano-SIM Karten oder eine Nano-SIM und eine NM-card eingesetzt werden. Fall jemand von euch die NM-card nicht kennt, dies ist eine spezielle Speicherkarte, die Huawei zusammen mit der Mate 20-Serie vorgestellt hat. Diese ist so groß wie eine Nano-SIM-Karte und ist somit nicht nur kleiner als eine herkömmliche micro-SD-Speicherkarte, sondern die Kontakte befinden sich komplett auf der Rückseite wie bei einer Sim-Karte. Unterstütz, wird hier maximal eine NM-card bis 256 GB, welche aktuell knapp 49,00€ kostet.

An der Unterseite des Mate 20 Pro findet man zudem links und rechts Außen zwei kleine Löcher. Hinter bzw. unter denen sich links das Mikrofon für Telefonate und rechts ein Lautsprecher befindet. Ein weiterer Lautsprecher versteckt sich hinter der Hörmuschel, somit besitzt das Mate 20 Pro ein Stereo-Lautsprecher Paar, was für einen deutlich lauteren und ausgewogenen Klang gegenüber einem Mono-Lautsprecher sorgt. An der Oberseite gibt es wenig zu entdecken, denn hier befinden sich nur ein weiteres Mikrofon und in der linken Ecke ein kleiner Infrarot-Sensor. Dieser dient dazu, das Smartphone z. B. als Fernbedienung für den Fernseher usw. nutzen zu können. Dies finde ich persönlich eine feine Sache und ich glaube, so etwas hat bisher kein anderer Hersteller verbaut.

Dank dem länglicherem Design, kommt das Mate 20 Pro wie bereits erwähnt kompakter als das Mate 20 daher. Klar kann man bei einem Smartphone über 6 Zoll nicht mehr wirklich von kompakt reden, aber der Trend geht nun mal zu den immer größer werdenden Displays mit immer weniger Rand. Die Abmessungen des Mate 20 Pro betragen: 157,8 x 72,3 x 8,6 mm, dadurch ist das Gerät trotz 0,4 Zoll größerem Display insgesamt kaum größer als das alte Mate 10 Pro geworden. Es ist in der Länge knapp 2,9 mm und in der Dicke 0,6 mm gewachsen, doch dafür ist es insgesamt dank 1,6 mm weniger an der Breite handlicher geworden. 

Fingerabdrücke lassen sich jedoch am Rahmen genauso wenig vermeiden wie auf der Glasrückseite. Der zweite Nachteil diese hochglänzenden bzw. sehr glatten Oberflächen ist die extreme Gleiteigenschaft. Denn durch den abgerundeten Ränder an Vorder- und Rückseite, sowie durch die sehr glatte Oberfläche, neigt das Mate 20 Pro gerade so aus der Hand zu gleiten. Betrachtet man die hochglänzende Glasrückseite, fällt direkt das viereckige knapp 1 mm hervorstehende Plateau auf. In diesem sind die insgesamt drei Kamera-Sensoren und der 4fach‑LED True Tone-LED Blitz untergebracht.

(Design: 5 von 5 Punkten)

Verarbeitung

Sobald ich ein Smartphone ausgepackt habe und die Bilder für den Test gemacht habe, nehme ich dies in die Hand und teste, wie verwindungssteif dieses ist. Das Mate 20 Pro gehört zu den sehr stabilen Geräten. Es lässt sich weder biegen noch Eindrücken oder Ähnliches. Aktuell setzen so ziemlich alle Hersteller bei ihren Smartphones auf Glas und Metall, auch Huawei schafft es, diese beiden Werkstoffe sehr gut miteinander zu kombinieren, sodass man keine unschönen Übergänge oder Kanten spürt. Dank dem Gewicht von fast 190 Gramm liegt das Huawei Mate 20 Pro sehr gut in der Hand, doch durch die glatte Oberfläche rundherum, neigt es gerne dazu aus der Hand zu gleiten. 

Gut gefallen mir die abgerundeten Kanten rund um das Kameramodul, denn diese sorgt für einen angenehmen Übergang der beiden Ebenen. Das Mate 20 Pro ist zudem das einzige Gerät der Mate 20-Serie, welches nach dem IP68-Standard wasserdicht und zudem gegen Staub geschützt ist. Somit kann man problemlos damit für ca. 30 Minuten bis zu einer Wassertiefe von 1,5 m tauchen. Des weiteren Unterstützt es die kabellose Aufladung via QI-Charge.

(Verarbeitung: 5 von 5 Punkten)

TEIL 2

bestehend aus „Funktion des Produktes“ entspricht 65% der Gesamtwertung

Display6,39 Zoll OLED-Panel (19,5:9 Format) 3120 x 1440 Pixel, Pixeldichte beträgt 538 ppi
CPU/GPUHUAWEI Kirin 980 2x 2,6 GHz und 2x 1,92 GHz und 4x 1,8 GHz / Mali G76
RAM6 GB RAM (optional 8 GB)
Speicher128 GB (optional 256 GB)
BetriebssystemAndroid 9.0 “Pie”
Haupt-KameraLeica Triple-Kamera: 40 MP (Weitwinkel-Linse, Blende F / 1.8) + 20 MP (Ultra-Weitwinkel-Linse, Blende F / 2.2 ) + 8 MP (Telefoto, Blende F / 2.4), unterstützt Autofokus (Laserfokus, Phasenfokus, Kontrastfokus), unterstützt AIS (Huawei KI Stabilisierungsmodus)
Front-Kamera24MP f/2.0 Blende
AnschlüsseUSB-Typ-C Anschluss, Infrarot-Sensor (für die Steuerung von TV usw.)
Akku4.200 mAh mit SuperCharge Schnellladefunktion, nicht austauschbar
KonnektivitätWi-Fi 802.11 a/b/g/n/ac, 2,4 und 5 GHz, Mobilfunknetz bis 4G, Bluetooth 5.0 (aptX, aptX HD AAC), NFC, GPS, A-GPS, GLONASS, BeiDou
Abmessungen
(LxBxH)
157,8 mm x 72,3 mm x 8,6 mm
Gewicht189 Gramm
LieferumfangHuawei Mate 20 Pro
USB-Typ-C-Kopfhörer
40 Watt SuperCharge Netzteil
USB-Typ-C-Ladekabel
Werkzeug zum Auswerfen der SIM-Karte
Kurzanleitung
Garantiekarte
USB-Typ-C zu 3,5 mm Kopfhörerbuchsenadapter
Technische Daten des Huawei Mate 20 Pro

Performance

Das aktuell neueste Flaggschiff-Smartphone hat Huawei natürlich mit dem Prozessor aus der eigenen Entwicklung versehen. So werkelt im Inneren des Mate 20 Pro der Kirin 980, der aktuell stärkste Prozessor in Android Smartphones. Dieser Prozessor gehört neben dem A12 Prozessor von Apple aktuell zu den weltweit ersten Prozessoren, die in einer 7nm-Fertigungsverfahren hergestellt wurden. Dank einer künstlichen Intelligenz soll der CPU zudem deutlich schlauer als sein Vorgänger der Kirin 970 sein. Da der neue CPU zudem LTE Cat.21 unterstützt, sind damit theoretisch Download-Raten von bis zu 1,4 GBits/s möglich.

Huawei verspricht mit dem Kirin 980 gegenüber dem Vorgänger im Mate 10 Pro (Kirin 970) eine bessere effizient von 88 % und einer Beschleunigung der Leistung um 134 %. Doch wie sie dies in den Benchmark-Tests und vor allem im Alltag aus, dies habe ich natürlich für euch getestet.

Beim verbauten Prozessor handelt es sich um den gleichen 64-Bit CPU Kirin 980, der auch im Mate 20 zum Einsatz kommt. Dies ist ein Achtkern-Prozessor mit einer Taktfrequenz von bis zu 2,6 GHz. Genauer gesagt takten zwei Cluster mit 2,6 GHz (Cortex 76), zwei weitere mit bis zu 1,92 GHz (Cortex A76) und die vier restlichen für weniger anspruchsvolle Anwendungen mit bis zu 1,8 GHz (Cortex A55). Der CPU wird je nach Modell von 6 GB RAM oder optional 8 GB RAM unterstützt. Im Prozessor ist auch der GPU (Grafikprozessor) Mali G76 MP10 integriert, welcher mit rund 720 MHz taktet.

Schon das normale Mate 20 war bei den Benchmarktests ganz vorne mit dabei. Doch aktuell ist nur ein Gerät vor diesem und zwar das Mate 20 Pro. Es handelt sich somit um ein sehr leistungsstarkes Gerät, welches mit sämtlichen Anwendungen klar kommt und dadurch nicht so schnell aus der Puste kommt. Dies spiegelt sich auch in den Benchmarktest test wieder, denn wie bereits erwähnt liegt es hier auf Platz ein, vor dem Mate 20.

In den von mir durchgeführten Benchmarktests schnitt das Mate 20 wie folgt ab. Bei Antutu konnte es im Test einen Wert von 274.266 erreichen und liegt somit knapp hinter dem Mate 20 Pro. Bei Geekbench 4 kam es beim Single-Core Test auf 3324 und beim Multi-Core Test auf 9774 Punkte. 

Mit 128 GB ist der Flash-Speicher des Huawei Mate 20 Pro ausreichend bemessen. Benötigt man den doppelten Speicher, muss man zum besser ausgestattet Modell greifen, dass 256 GB ROM besitzt und zudem 8 GB RAM. Sollte einem jedoch der verbaute Speicher von 128 GB nicht reichen, kann man den Speicher auch mit einer NM-card um bis zu 256 GB erweitern. Abzüglich des Betriebssystems und der vorinstallierten Software bleiben von den 128 GB knapp 113 GB frei zur Verfügung. Als Betriebssystem ist Android 9.0 Pie vorinstalliert.

(Performance: 5 von 5 Punkten)

Display

Gegenüber dem Vorgänger ist das Display des Mate 20 Pro um 0,39 Zoll größer geworden. Somit ist das OLED-Display 6,39 Zoll groß und somit fast gleich groß wie das Display des Samsung Galaxy Note 9. Gegenüber dem Vorgänger wurde das Gerät jedoch etwas gestreckt, wodurch das Display-Format nun von 18,7:9, beim Mate 20 Pro auf 19,5: 9 verändert wurde. 

Wie bereits beim Mate 10 Pro kommt ein kontraststarkes OLED-Display zum Einsatz. Dieses löst in WQHD+ Auflösung auf, was 1.440 x 3.120 Bildpunkten entspricht. Dadurch ergibt sich eine Pixeldichte von 538 ppi. Die Auflösung des OLED-Display ist sehr hoch, sofern man in den Display-Display-Einstellungen die Auflösung „Smarte Auflösung“ deaktiviert und die Auflösung manuell auf WQHD+ ändert. Huawei hat die Auflösung von Werk aus auf eine Auflösung von Full-HD+ runtergesetzt, damit die Akkulaufzeit verbessert wird. Natürlich reicht die Full-HD+ Auflösung im Alltag aus, denn meiner Meinung nach kann das menschliche Auge sowieso die feinere Abstufung der Pixel nicht erkennen.

Am oberen Rand kommt das Mate 20 Pro mit einem Notch daher. In diesem finden die zahlreichen Sensoren und die Kameras ihren Platz. Auch die Gesichtserkennungs-Kamera ist hier verbaut. Doch im Display des Mate 20 Pro ist zudem auch der Fingerabdruck-Sensor verbaut, so kann man das Smartphone auch direkt über diesen entsperren. Dieser funktioniert in den meisten Fällen sehr gut, doch hin und wieder brauchte ich zwei-bis-drei Versuche, bis sich das Smartphone entsperren wollte. Ob man wirklich beides braucht, also eine Gesichtsentsperrung und ein Fingerabdrucksensor im Display, ist natürlich eine andere Frage, beide Varianten haben ihre Vor-und Nachteile. Aber von meinem iPhone X kann ich persönlich sagen, dass ich die Touch-ID-Funktion null vermisse und absolut zufrieden mit Face-ID bin. 

Mittlerweile kommt eigentlich fast jedes neue Smartphone mit einem Notch daher und man gewöhnt sich echt sehr schnell daran. Woran wiederum nicht nur ich als iPhone User mich gewöhnen musste, waren die abgerundeten Display-Kanten links und rechts. Denn dadurch das die Tastatur auch auf der abgerundeten Fläche erscheint, tippt man anfangs sehr häufig ungewollt einige Tasten am Rand. Man ist schließlich gewohnt das Smartphone am Rand zu halten und daher kommt es, durch den schmalen Rand gelegentlich zu ungewollten eingaben. 

Das Mate 20 Pro bietet zwar ein deutlich höher auflösendes Display als das von meinem iPhone X, ich kann ich jedoch zischen beiden keine bemerkenswerte unterschiede feststellen. Bei unserer Webseite testr.at konnte ich lediglich im Weiß minimale Unterschiede feststellen, die sind aber nur bei direktem Vergleich auffallend. Beide Geräte hat man im Normalfall nicht daheim und daher wird man diesen Unterschied definitiv nicht vermissen. 

Für ein OLED-Panel typisch, besitzt das Display des Mate 20 Pro einen hervorragenden Schwarzwert und kann mit einem hohen Kontrast überzeugen. Die Farben sind sehr strahlend und farbtreu. Zudem kann das Display mit einer sehr hohen Blickwinkelstabilität überzeugen. Selbst wenn man in einem sehr flachen Winkel auf das Display schaut, erkennt man alles ohne Probleme und vor allem ohne das die Farben verblassen.

In den Display Einstellungen kann man die Farbtemperatur des Display manuell änder, oder diese automatisch regulieren lassen. Dabei passt das Mate 20 Pro die Farbtemperatur des Display basierend auf das aktuelle Umgebungslicht an. Diese Funktion ist mir bereits von meinem Mac und iPhone X unter dem Namen „True Tone“ bekannt und gefällt mir beim Mate 20 Pro auch. Eine weitere nützliche Funktion ist die Möglichkeit das blaue Licht aus dem Display herausfiltern zu lassen oder den Notch auszublenden. Möchte man den Notch nicht haben, dann dunkelt das Display den Bereich recht und links neben dem Notch ab, sodass das Mate mit einem gewöhnlichen Rahmen an der Oberseite daher kommt. 

An dem Helligkeitssensor, welcher die automatische Helligkeit des Displays übernimmt, gibt es nichts zu beanstanden. Dieser passt die Leuchtkraft des Displays der schnell und genau auf das aktuelle Umgebungslicht an. Dank der sehr hohen Helligkeit konnte ich selbst im Außeneinsatz alles sehr gut auf dem Display erkennen.

(Display: 4,5 von 5 Punkten)

Akku

Huawei hat im Mate 20 Pro einen fest verbauten Akku mit einer Kapazität von 4.200 mAh verbaut. Dank der sogenannten „Huawei SuperCharge“ Technologie ist der Akku mit dem 40 Watt-Netzteil innerhalb von einer halben Stunde von 0 % auf 70 % aufgeladen. Dies betätigte sich auch in meinem Test, denn zu Beginn war das Smartphone fast komplett leer und mit dem Netzteil war es wirklich rasend schnell aufgeladen. 

Des Weiteren lässt sich das Mate 20 Pro per Qi kabellos aufladen. Huawei verspricht zudem, dass man das Mate 20 Pro über die kabellose Aufladung bis zu 160 % schneller als ein iPhone X aufladen kann. Ich habe das mit dem Ladepad von Huawei getestet und dies hat sich im Test bestätig. Dies liegt aber auch daran, das Apple weniger Watt beim kabellosen Aufladen unterstützt.

 Die große Besonderheit des kabellosen Aufladen beim Huawei Mate 20 Pro ist aber, dass man nicht nur das Mate 20 Pro aufladen kann, sondern auch andere Geräte welche Qi unterstützen mit dem Mate 20 Pro aufladen kann. Dieses Feature nennt Huawei „ Umgekehrtes Laden ohne Label“. Legt man z. B. ein iPhone X mit der Rückseite an die Rückseite des Mate 20 Pro, wird das iPhone X vom Akku des Mate 20 Pro kabellos aufgeladen.

Wie üblich, macht Huawei keine genauen Angaben, wie lange der Akku des Mate 20 Pro durchhält. Nach meinem Testzeitraum von knapp 5 Wochen kann ich jedoch sagen, dass dies Laufzeit problemlos für zwei Tage ausreicht. Je nach Nutzungsintensität variiert diese Laufzeit natürlich sehr. In meinem Testzeitraum habe ich das Gerät eigentlich wie immer für das tägliche Surfen im Internet genutzt, hab im Zug via Bluetooth In-Ear Ohrhörer Musik gehört und einige WhatsApp Nachrichten versendet. Somit habe ich im Großen und Ganze das Gerät auf die Testbedingungen getestet, wie es so ziemlich jeder von euch im Alltag ebenfalls nutzen würde.

(Akku: 5 von 5 Punkten)

Kamera

Mit dem neuen Mate 20 Pro möchte Huawei nicht nur ein Top-Smartphone von der Rechenleistung verkaufen, sondern auch ein Gerät, mit dem man den Kamera-Bereich der Smartphones erobern kann. Dies gelingt sehr gut durch die Leica-Triple-Kamera auf der Rückseite. Anstelle des im P20 Pro verbauten Monochrom-Sensor, setzt man nun auf RGB-Sensoren und ersetzt die Schwarz/Weiß-Kamera gegen eine Ultra-Weitwinkel-Kamera.

Das Standard-Objektiv ist mit einem 40-Megapixel-Sensor ausgestattet und besitzt eine Blende von f/1.8. Zudem findet im Kamera-Modul noch ein 8 MP-Teleobjektiv mit einer Blende f/2.4 und einem optischen Bildstabilisator platz. Zu guter Letzt handelt es sich beim dritten Sensor um einen 20 MP-Kamerasensor, der mit einem Ultra-Weitwinkel-Objektiv versehen ist und eine Blende von f/2.2 besitzt. 

Durch die drei Kamera-Module verfügt das Mate 20 Pro eine auf das Kleinbild umgerechnete Brennweite von 16 bis 80 Millimeter. Somit ist ein bis zu 5-facher Zoom möglich, der jedoch nicht stufenlos regulierbar ist, sondern eben nur durch die drei unterschiedlichen Objektive möglich wird. Da aber jedes Objektiv über unterschiedliche Blenden und Bildwinkel besitzt, variiert die Bildqualität je nach der gerade genutzten Zoom-Stufe sehr. 

Die Kamera-Sensoren befinden sich allesamt in einem viereckigen Plateau auf der Rückseite. Hier sind wie bereits erwähnt, die drei Kamera-Linsen und der True-Tone-LED Blitz untergebracht. Auf der Vorderseite kommt neben der 24 MP Sigle-Kamera mit einer Blende von f/2.0 noch die 3D-Depth-Sensing-Kamera zum Einsatz. Doch wie scheidet die Leica-Triple-Kamera und die Selfie-Kamera im Test ab, dies verrate ich euch nun.

Dank dem KI-Prozessor, erkennt das Mate 20 Pro zum Großteil das zu fotografierende Objekt und weißt dem Nutzer darauf hin. Als ich z. B. Essen oder eine Pflanze fotografieren wollte, erschien über dem Auslöser auf dem Display eine Anzeige, die mich darauf hinwies, dass ich z. B. essen fotografieren möchte. Automatisch verändert es die Einstellungen, um das zu fotografierende Objekt noch besser zur Geltung zu bringen. Ein weiterer Besonderheit der KI ist es, dass diese erkennt, ob das Motiv vor der Linse mit der Weitwinkel-Linse besser fotografierter wäre und weißt mit dem hinweiß „Supermakro“darauf hin. Um diese KI-Funktionen nutzen zu können, muss man diese jedoch in der Kamera-Einstellungen unter dem Punkt „Master KI“ aktiveren. Man kann jedoch jederzeit auch selbst zum Weitwinkel, oder Teleobjektiv wechseln, dabei muss man in der Kameraeinstellung jedoch die Auflösung von 40 Megapixel auf 10 Megapixel reduzieren.

Mir persönlich gefällt bei den Mate 20 Geräten sehr der Pro-Kameramodus. In diesem kann ich nämlich wie bei meiner Spiegelreflexkamera die Parameter wie Weißabgleich, Verschlusszeit und den ISO-Wert manuell selbst bestimmen. Zudem lässt sich im Pro-Modus das RAW-Bildformat aktiveren. Typischerweise benötigen RAW-Bilder jedoch mehr Speicherplatz, lassen sich aber im Nachhinein über Lightroom oder Photoshop besser bearbeiten, da dies wesentlich mehr Informationen wie ein jpg-Bild besitzen.

Auf der Huawei Homepage hat man beim Mate 20 Pro auch von einer verbesserten Makro-Funktion gesprochen. Ich persönlich mache auch mit meiner Spiegelreflexkamera sehr gern Makro-Bilder, daher finde ich es sehr gut, das Huawei hier noch einmal Hand angelegt hat. Gegenüber dem Vorgänger dem Mate 10 Pro kann man nun anstelle von 6,5 cm noch näher an das Motiv ran. Durch die neue Ultra-Weitwinkel-Linse stellt die Kamera sogar bis zu 2,5 cm vor dem Objekt alles scharf ab. Dies zeigte sich auch an einigen meiner Testaufnahmen, hier hat Huawei sehr gute Arbeit geleistet.

Doch Huawei hat beim Mate 20 Pro nicht nur dafür gesorgt, dass man damit bessere Makro Bilder aufnehmen kann. Mit der vielseitigen Leica-Triple-Kamera gelingen sehr schöne Bilder und dank gleich drei verschiedenen Kamera-Linsen, ist der Einsatzbereich sehr groß. Neben einem speziellen Nachtmodus, der dafür sorgt, dass auch bei Nacht rauschärmere Bilder gelingen, kann auch der Porträt-Modus im Test überzeugen. Hier lassen sich zudem einige Filter wie z. B. Buntglas, Bühnenbeleuchtung usw. softwareseitig zuschalten. Mit den Filtern gelingen zwar nette Effekte, aber an den Rändern der Aufnahmen erkennt man hier schwächen. Auch an der Frontkamera können verschiede Filter zugeschaltet werden, doch die Kamera knipst auch ohne diese Filter halbwegs gute Bilder. Mir fehlt bei der Frontkamera die Schärfe, dadurch gehen auch einige Details verloren. 

Bei den Aufnahmen mit dem Mate 20 Pro gefallen mir die kräftigen Farben und die hohe Dynamik fällt ebenfalls direkt auf. Zudem hat man durch die drei verschieden Kamera-Linsen freien Spielraum und kann seiner Kreativität beim Bilder knipsen freien Lauf lassen. Bei meinen Testaufnahmen hat mir besonders der Panorama-Modus gefallen, denn mit diesem gelingt es selbst bei Nacht, eine sehr gute Aufnahmequalität einzufangen, was unter anderem an der Größe des 40-MP Kamerasensors liegt. Dieser fängt sehr viel Licht ein und neigt bei Dunkelheit nicht so schnell zum Rauschen.

Dank dem sogenannten Super HDR knipst das Mate 20 Pro bei einer Aufnahme mehrere Bilder und fügt diese vollautomatisch zu einem Bild zusammen. Dadurch erreicht man eine noch höhere Lichtstärke und eine verbesserte Dynamik. Auf solch ein verfahren greifen jedoch auch Google und Apple mit ihren neusten Smartphones zurück. Ich habe viele meiner Aufnahmen lediglich im 10 MP-Modus gemacht, da ich, damit auch bequem zwischen den Linsen wechseln kann. Selbst mit dieser reduzierten Auflösung waren die Bilder sehr detailreich und konnten mich mit einer guten Farbkraft überzeugen. 

Mit dem Mate 20 Pro können bestenfalls Videos in Ultra-HD (4K) mit 30 Bilder pro Sekunde aufgezeichnet. Daher ist es hier gleich wie das normale Mate 20 ausgestattet. Wer gerne Videos mit 60 Bilder pro Sekunde aufnehmen möchte, muss die Auflösung leider auf Full-HD reduzieren. Die nützliche und gut funktionierende AI-Bildstabilisator steht leider ebenfalls nur in der Full-HD-Auflösung zur Verfügung. Des Weiteren können mit dem Ultraweitwinkelobjekitv Nahaufnahmen ab einer Entfernung von 2,5 cm vom Objekt geknipst werden. Dies dürfte vor allem Fans von Makrofotografie gefallen, denn diese können mit dem Huawei Mate 20 Pro wie bereits erwähnt, sehr nahe Detailbilder aufnehmen. Der Ton, welcher von den verbauten Mikrofonen aufgenommen wird, liefert einen sehr klaren und guten Zwei-Kanal-Ton.  

Die Auflösung der Hauptkamera an der Front beträgt 24 Megapixel mit einer Blende von F/2.0. Die Frontkamera ermöglicht Video aufnahmen in max. Full-HD. Zudem kann man einen Beauty-Modus Aktiveren und HDR ist ebenfalls zuschaltbar. Als Blitz bei Selfie-Aufnahmen dient das Display, der Blitz ist jedoch nur automatisch regelbar oder komplett abschaltbar. Drückt man den Auslöser, leuchtet das Display kurz weiß auf, sodass das Gesicht während der Aufnahmen aufgehellt wird. Die Aufnahmen mit der Fron-Kamera sind ok aber liefern eine weniger gute Bildqualität. Vor allem Bokeh (Portätbilder) wirken etwas verschwommen und man kann einige Abbildungsfehler beim genauen hinsehen erkennen. Bei der Schärfe und dem Dynamikumfang scheidet die Kamera wiederum ganz gut ab.

(Kamera: 4,5 von 5 Punkten)

Software

Beim Betriebssystem setzt Huawei auch beim Mate 20 Pro auf das aktuelle Android 9.0 (Pie) aus dem Hause Google. Zudem hat Huawei es mit der hauseigenen Benutzeroberfläche EMUI 9.0 versehen. 

Mir persönlich gefällt die Benutzeroberfläche von Android 9.0 definitiv besser als das der ganzen Vorgänger. Dies mag daran liegen, dass dieses minimalistischer gestaltet ist und mich persönlich etwas an iOS erinnert. Da ich iPhone Nutzer bin, gefällt mir wahrscheinlich auch aus diesem Grund Android Pie. Die Bedienoberfläche wirkt deutlich aufgeräumter und dadurch übersichtlicher als die früheren Versionen. Beim Sicherheitsupdate handelt es sich leider noch um die Version vom Oktober 2018. 

Die vorinstallierten Apps von Huawei halten sich im Großen und Ganzen in Grenzen. Es sind von Beginn an Google-Anwendungen wie z. B. Gmail, Google Maps, Youtube, Google Fotos usw. installiert. Zudem sind auch noch Apps direkt vom Hersteller Huawei installiert wie z. B. eine Wetter App, ein Kompass, Phone-Clone usw. Diese können jedoch anders als die Google Apps bei Bedarf deinstalliert werden. Mit 128 GB Speicher hat man jedoch sehr viel Speicher zur Verfügung, welcher bei Bedarf zusätzlich noch per NM-card erweitert werden kann. Bei der von mir getesteten 128 GB Version sind knapp 113 GB frei nutzbar, der Rest ist für das System usw. belegt.

Das System läuft dank der großen Rechenleistung auf dem Huawei Mate 20 Pro absolut flüssig und ohne jeglichen Ansatz von Aussetzern. Die Einstellungen sind in 15, bzw. mit der Huawei-ID Einstellung in 16 Untermenüs eingeteilt. Man findet sich dadurch schnell und einfach zurecht und sollte eine Einstellung nicht sofort auffindbar sein, kann diese in der Suchfunktion ganz oben eingegeben werden.Es gibt auch einige nützliche Gestensteuerungen wie z. B. die einfache Screenshot-Funktion. Damit kann man durch Zweimaliges klopfen mit dem Fingerknöchel (Zeigefinger) einen Screenshot erstellen. Es gibt natürlich noch weitere interessante Funktionen, die allesamt mit Text und einem Beispielvideo erklärt werden.

(Software: 4,5 von 5 Punkten)

TEIL 3

bestehend aus „Preis/Leistung“ entspricht 10% der Gesamtwertung

Beschreibung

Huawei wirbt das Mate 20 Pro mit der Leica Triple-Kamera und dem True-Tone-Blitz, dem großen Farbkräftigen und kontraststarken 6,39 Zoll OLED-Display und dem leistungsstarken Akku, sowie dem Kirin 980 CPU an.

Das Mate 20 Pro ist für mich persönlich das beste Smartphone, welches im Jahr 2018 vorgestellt wurde. Es ist nicht nur von der Akkuleistung, sondern auch von der Rechenleistung und der Kamera aktuell eins der besten Geräte auf dem Europäischen markt. Was man kritisieren könnte, wäre eventuell der Preis von 1000€, doch da kosten andere Flaggschiff-Smartphones von anderen Herstellern noch einiges mehr. Klar hat es auch hier und da einige Schwächen, die ich ebenfalls leicht bemängeln konnte. Doch im Großen und Ganzen erhält man hier ein klasse Allround-Smartphone, welches mit zahlreichen besonderen Features daher kommt. Ich bin begeistert, was Huawei alles in das kompakte Gerät gepackt hat.

Preis/Leistung

Die UVP des Mate 20 Pro liegt bei 999 EUR. Doch das im Oktober erschienene Smartphone ist bereits jetzt schon in diversen Online-Shops für knapp unter 900€ erhältlich. Das Mate 20 Pro kann unter anderem mit der sehr guten Akkulaufzeit, dem kontraststarken 6,39 Zoll OLED-Display und der vielseitigen Leica Triple-Kamera überzeugen. Daher ist auch das neue Mate 20 Pro ein würdiger und vor allem ein sinnvolles upgrade gegenüber dem Vorgänger dem Mate 10 Pro. Wer sich daher überlegt vom Mate 10 Pro auf das Mate 20 Pro upzugraden und das nötige Geld hat, kann dies ohne bedenken tun. Aber auch als Nutzer eines anderen Smartphones wird man den Kauf des Mate 20 Pro sicherlich nicht bereuen.

Huawei Mate 20 Pro

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testr Gesamtwertung

unter Berücksichtigung aller Teilwertungen

 Wir bedanken uns beim Hersteller für die Bereitstellung des Produktes. Zu unseren Grundsätzen

Huawei Mate 20

Huawei ist ein chinesischer Smartphone-Hersteller, welcher im Jahr 1987 gegründet wurde. Der Hauptsitz des Unternehmens ist in Shenzhen, China und der Geschäftsführer ist Ren Zhengfei, welcher das Unternehmen auch gründete. Neben Endgeräten wie Smartphones, Tablets und Notebooks bietet Huawei auch Dienstleistungen für Netzwerk-Infrastrukturen und Cloud-Computing-Lösungen an.  

Seit 2012 vermarktet das Unternehmen auch hierzulande (D und AT) seine Smartphones. Die aktuell bekanntesten Smartphones aus dem Hause Huawei sind: die G-Serie, Y-Serie, Nova-Serie, P-Serie und die Mate-Serie. Bei der P-/Mate-Serie handelt es sich um Highend-Smartphones und bei den anderen um Mittelklasse-Smartphones. Jedoch bietet Huawei die Highend-Smartphones mittlerweile ebenfalls in drei Modellen an. So gibt es z. B. das aktuelle Mate 20 in der Mate 20 lite, Mate 20 und Mate 20 Pro Ausführung. 

Vor wenigen Tagen habe ich euch das günstigste Modell der Mate 20-Serie vorgestellt, nämlich das Mate 20 lite. In diesem Testbericht möchte ich euch ein weiteres Gerät vorstellen – das reguläre Huawei Mate 20, welches unter anderem mit einem deutlich schmaleren Notch und einer Leica Triple-Kamera daher kommt. Wie sich das mittlere Modell im Test geschlagen hat, erfahrt ihr in folgendem Testbericht.

Hier geht es zu den weiteren Testberichten der Mate-Serie: Huawei Mate 20 Lite & Huawei Mate 20 Pro

TEIL 1

Bestehend aus „Verpackung/Design/Verarbeitung“ entspricht 25% der Gesamtwertung

Verpackung

Die Verpackung des Huawei Mate 20 und dem Mate 20 lite ähneln sich zum Großteil sehr. Es handelte ich um dieselbe Verpackung, welche ebenfalls mit einem weißen Aufkleber an der Unterseite versehen ist. Dieser Aufkleber ist mit einem kleinen Auszug der technischen Daten zum Produkt bedruckt. Dabei handelt es sich jedoch lediglich um den Namen des Gerätes, die Modellbezeichnung, die Farbe, der ROM (Flash-Speicher) und den RAM (Arbeitsspeicher). Zudem ist hier wie bei fast allen anderen Android-Smartphone Herstellern die IMEI1, IMEI2 und die S/N Nummer zu finden. Des Weiteren ist die obere Stirnseite und Rückseite noch mit einem bzw. zwei Etiketten versehen, auf der in mehreren Sprachen auf den Importeur usw. hingewiesen wird. Ansonsten liest man auf der schwarzen Verpackung an den drei restlichen Seiten in goldener Schrift den Namen des Gerätes „Huawei Mate 20“. Auf der Vorderseite prangt zusätzlich noch der Hinweis, dass das Gerät mit einer Leica Triple-Kamera ausgestattet ist.

Entfernt man den Decken der Verpackung, kommt direkt das Huawei Mate 20 zum Vorschein. Dieses ist auf der Vorder- und Rückseite mit einer transparenten Schutzfolie versehen, welche das Gerät gegen Staub und Kratzern schützt. Um die Entnahme des Smartphones zu erleichtern, befindet sich an der Schutzfolie an der Rückseite eine Art Lasche. Hat man das Smartphone entnommen, kann man an einer Aussparung an der Oberseite den Zwischenboden entnehmen. Dabei handelt es sich um eine schwarze Kartonage, in der sich ein Teil des Lieferumfangs befindet. Schauen wir in die Kartonage hinein, befindet sich darin neben einer Kurzanleitung in zahlreichen Sprachen, ein Garantieheft und an der Außenseite das SIM-Tool.

Unter der Pappschachtel mit dem gerade erwähnten Zubehör befindet sich noch der restliche Zubehör. Bei dem es sich um ein USB-C Ladekabel, ein 22,5 Watt Netzteil und einem Ohrhörer Paar mit Fernbedienung und einen Klinken-Anschluss handelt.

(Verpackung: 3,5 von 5 Punkten)

Design

Huawei bietet das Mate 20 in folgenden drei Farben an: Schwarz, Blau und Twilight. Die Farbe Twilight ist bei den aktuellen Huawei-Geräten sehr beliebt und auch mein persönlicher Favorit. Es handelt sich hierbei um ein mehrfarbiges Gerät. Bei dem die Rückseite je nach Lichteinfall den Farbverlauf verändert. Dies gelingt Huawei durch mehrere Lagen NVMC-Beschichtungen (NVMC=Non-Conductive Vacuum Metalizing) unter der Glasrückseite, welche das einfallende Licht je nach Einfallswinkel unterschiedlich brechen. Dadurch entsteht der Lila/Blau/Türkis-farbene Verlauf. 

Wie schon bei der Huawei P20-Serie und dem von mir bereits vorgestellten Mate 20 lite setzt Huawei auf den sogenannten „Notch“. Eine Auskerbung im Display, in dem die Frontkamera integriert ist. Beim Mate 20 lite hatte ich bereits den kleineren Notch gegenüber dem iPhone X usw. erwähnt, aber von wirklich klein, kann man erst beim Mate 20 reden. Dieser ist tropfenförmig und nimmt dadurch sehr wenig Platz vom Display ein. Der tropfenförmige Notch bietet jedoch so wenig Platz, dass die kleine Hörmuschel darin kein Platz gefunden hat und sich nun zwischen Display und Rahmen versteckt. Das Seitenverhältnis fällt mit 18,7:9 ebenfalls sehr schlank aus und zudem liegt das große, aber nur knapp 188 g schwere Smartphone sehr gut in der Hand.  

Sowohl die Vorder- als auch die Rückseite sind durch eine Glasoberfläche geschützt. Die beiden hälften des Smartphones gehe nahtlos ineinander über und werden von einem hochglanzpolierten Aluminium-Rahmen zusammengehalten. Dieser stabile Rahmen und die Glas Vorder- sowie Rückseite, sorgen für eine sehr hohe Verwindungssteifigkeit, des Mate 20. Fingerabdrücke lassen sich jedoch am Rahmen genauso wenig vermeiden wie auf der Glasrückseite des Huawei Mate 20. Der zweite Nachteil diese hochglänzenden bzw. sehr glatten Oberflächen ist die extreme Gleiteigenschaft. Denn durch den abgerundeten Rahmen und die sehr glatte Oberfläche, neigt das Mate 20 gerade so aus der Hand zu gleiten. Daher rate ich wie eigentlich bei jedem Smartphone zu einer Hülle bzw., einem Case zu greifen, da diese für mehr Griffigkeit sorgen. Dies wiederum hat jedoch den Nachteil, dass man dadurch meistens das eigentlich so tolle Design des Gerätes verdeckt. Leider hat Huawei auch bei Mate 20 wie bereits beim kleinen Bruder dem Mate 20 lite trotz der Glasrückseite auf die Möglichkeit des kabellosen Ladens verzichtet.

Das Mate 20 kommt ebenso wie das „lite“ Modell relativ kompakt daher, wenn man dies bei einem Smartphone mit einem sehr großen 6,53 Zoll Display überhaupt noch behaupten kann. Die Abmessungen betragen: 158,2 x 77,2 x 8,3 mm, dadurch ist das Gerät zwar etwas kleiner von der Länge, aber größer in der Breite und zudem etwas dicker als das kleine lite-Gerät. Das 6,53 Zoll LCD-IPS-Display, welches mit einer Auflösung von 2244 x 1080 Pixeln daher kommt, besitzt zwar nur eine Pixeldichte von 381 ppi (Mate 20 lite: 409 ppi), doch dies fällt im Alltag sicherlich keinem auf. Der Screen-to-Body-Ratio-Wert liegt somit bei knapp 88 %. 

Kommen wir nun zu den Bedienelementen und den verbauten Kameras des Mate 20. Diese sind zum Großteil bei allen drei Geräten gleich, jedoch gibt es beim Mate 20 gegenüber dem Mate 20 lite dennoch ein paar Unterschiede. Zuerst gehe ich jedoch auf die linke Seite des Mate 20 ein. Hier findet in der oberen linken Ecke den SIM-Karten Slot. Hier können entweder zwei Nano-SIM Karten oder eine Nano-SIM und eine NM card eingesetzt werden. Fall jemand von euch die NM card nicht kennt, dies ist eine spezielle Speicherkarte, die Huawei zusammen mit der Mate 20-Serie vorgestellt hat. Diese ist so groß wie eine Nano-SIM-Karte und ist somit nicht nur kleiner als eine herkömmliche micro-SD-Speicherkarte, sondern die Kontakte befinden sich komplett auf der Rückseite wie bei einer Sim-Karte. Unterstütz, wird hier maximal eine NM card bis 256 GB, welche aktuell knapp 49,00€ kostet.

Auf der gegenüberliegenden rechten Seite befindet sich direkt auf Daumenhöhe die Lautstärke-Wippe und darunter der Ein-/Ausschaltknopf. Der Ein-/Ausschaltknopf ist durch die seitliche rote Einfärbung direkt auffallen und durch die zusätzliche Riffelung sehr gut zu ertasten. Beide Bedienelemente erreicht man hier sehr gut mit dem Daumen. An der Oberseite gibt es gegenüber dem Mate 20 lite die ersten Unterschiede, denn hier befinden sich nicht nur zwei der insgesamt vier verbauten Mikrofone, sondern auch die 3,5 mm Klinkenbuchse und in der rechten Seite ein kleiner Infarot-Sensor. Dieser dient dazu, das Smartphone z. B. als Fernbedienung für den Fernseher usw. nutzen zu können. Dies finde ich persönlich eine feine Sache und ich glaube, so etwas hat bisher kein anderer Hersteller verbaut. 

Die restlichen beiden Mikrofone findet man an der Unterseite direkt links und recht neben der USB-C Ladebuchse. Zudem ist rechts unter dem 5 Löchrigen Lochgitter, ein Lautsprecher untergebracht. Glücklicherweise setzt Huawei beim Mate 20 auf ein Stereo-Lautsprecher, denn somit ist nicht nur das Klangbild besser, sondern auch insgesamt etwas lauter. Einer der Lautsprecher befindet sich somit wie eben erwähnt unten rechts und der zweite ist in der Hörmuschel integriert. Was zudem viele freuen dürfte, ist der verbaute Klinken-Anschluss, dadurch muss man nicht mit einem zusätzlichen Adapter arbeiten, sondern kann direkt seine kabelgebundenen Kopfhörer anschließen oder gleich komplett auf Bluetooth Kopfhörer zurückgreifen. Die Klinken-Buchse befindet sich anders als bei Mate 20 lite nicht unten links, sondern oben rechts. Betrachtet man die hochglänzende Glasrückseite, fällt direkt das viereckige knapp 1 mm hervorstehende Plateau auf. In diesem sind die insgesamt drei Kamera-Sensoren und der Dual-LED Blitz untergebracht. Unterhalb der Kamera-Einheit ist auch noch der Fingerabdrucksensor zu finden, welcher sehr gut zu erreichen. 

(Design: 4,5 von 5 Punkten)

Verarbeitung

Wie bereits bei den anderen von uns getesteten Huawei Smartphones, kann auch das Mate 20 mit einer hervorragenden Verarbeitung überzeugen. Die Spalte rund um den Aluminiumrahmen an Vorder- und Rückseite sind rundum gleichmäßig und der Übergang ist ebenfalls kaum zu spüren. Der Aluminium-Rahmen welcher die beiden Glaselemente auf Vorder- und Rückseite zusammenhält, sorgt für eine sehr hohe Stabilität, sodass sich das Gerät selbst mit höherem Kraftaufwand nur sehr minimal verwinden lässt. Schön ist, dass am Gehäuse des Huawei Mate 20 komplett auf den Werkstoff Kunststoff verzichtet wurde. Die abgerundeten Ecken und Kanten harmonieren sehr gut mit den abgerundeten Ecken des Displays.

Leider hat man trotz Glasrückseite auf die Möglichkeit des Kabellosen aufladen verzichtet und zudem sollte man es vermeiden, mit dem Gerät tauchen zu gehen. Das Mate 20 besitzt nämlich nur einen IP53-Schutzgrad und ist somit nur gegen Spritzwasser geschützt.

(Verarbeitung: 4,5 von 5 Punkten)

TEIL 2

bestehend aus „Funktion des Produktes“ entspricht 65% der Gesamtwertung

Display6,53 Zoll IPS-LCD-Panel (18,7:9 Format) 2244 x 1080 Pixel, Pixeldichte beträgt 381 ppi
CPU/GPUHUAWEI Kirin 980 2x 2,6 GHz und 2x 1,92 GHz und 4x 1,8 GHz / Mali G76
RAM4 GB RAM (optional 6 GB)
Speicher128 GB
BetriebssystemAndroid 9.0 “Pie”
Haupt-KameraLeica Triple-Kamera: 12 MP (Weitwinkel-Linse, Blende F / 1.8) + 16 MP (Ultra-Weitwinkel-Linse, Blende F / 2.2 ) + 8 MP (Telefoto, Blende F / 2.4), unterstützt Autofokus (Laserfokus, Phasenfokus, Kontrastfokus), unterstützt AIS (Huawei KI Stabilisierungsmodus)
Front-Kamera24MP f/2.0 Blende
AnschlüsseUSB-Typ-C Anschluss, Klinkenbuchse.
Akku4.000 mAh mit Schnellladefunktion, nicht austauschbar
KonnektivitätWi-Fi 802.11 a/b/g/n/ac, 2,4 und 5 GHz, Mobilfunknetz bis 4G, Bluetooth 5.0 (aptX, aptX HD AAC), NFC, GPS, A-GPS, GLONASS, BeiDou
Abmessungen
(LxBxH)
158,2 mm x 77,2 mm x 8,3 mm
Gewicht188 Gramm
LieferumfangHuawei Mate 20
3,5 mm Headset
Ladegerät
USB-Typ-C-Ladekabel
Kurzanleitung
Werkzeug zum Auswerfen der SIM-Karte
Garantiekarte
Technische Daten des Huawei Mate 20

Performance

Beim Mate 20 handelt es sich, um das Modell zwischen dem leicht abgespeckten Mate 20 lite und dem Flaggschiff-Smartphone Mate 20 Pro. Daher ist es von der Leistung besser als das Mate 20 lite ausgestattet. Bei dem verbauten Prozessor handelt es sich um den 64-Bit CPU Kirin 980. Dies ist ein Achtkern-Prozessor mit einer Taktfrequenz von bis zu 2,6 GHz. Genauer gesagt takten zwei Cluster mit 2,6 GHz (Cortex 76), zwei weitere mit bis zu 1,92 GHz (Cortex A76) und die vier restlichen für weniger anspruchsvolle Anwendungen mit bis zu 1,8 GHz (Cortex A55). Der CPU wird je nach Modell von 4 GB RAM oder optional 6 GB RAM unterstützt. Im Prozessor ist auch der GPU (Grafikprozessor) Mali G76 MP10 integriert, welcher mit rund 720 MHz taktet.

Durch die verbauten Hardware handelt es sich beim Mate 20 um ein sehr gut ausgestattetes Gerät. Die Hardware, welche für die Leistung sorgt, befördert das Mate 20 auf einen der vorderen Ränge in sämtlichen Benchmarktests. Das Mate 20 befindet sich direkt auf Platz zwei hinter dem großen Bruder dem Mate 20 Pro. Somit gehört es aktuell zu den best ausgestattet Smartphones auf dem Markt.

In den von mir durchgeführten Benchmarktests schnitt das Mate 20 wie folgt ab. Bei Antutu konnte es im Test einen Wert von 272.942 erreichen und liegt somit knapp hinter dem Mate 20 Pro. Bei Geekbench 4 kam es beim Single-Core Test auf 3298 und beim Multi-Core Test auf 9653 Punkte.

Der interne Flash-Speicher des Huawei Mate 20 hat eine gut bemessene Größe von 128 GB, eine weitere Variante mit mehr Speicher wird jedoch nicht angeboten. Der interne Speicher lässt sich jedoch per NM-card um bis zu 256 GB erweitern. Abzüglich des Betriebssystems und der vorinstallierten Software bleiben von den 128 GB knapp 112 GB frei zur Verfügung. Als Betriebssystem ist Android 9.0 Pie vorinstalliert.

(Performance: 4,5 von 5 Punkten)

Display

Das im Huawei Mate 20 verbaute Display ist 6,53 Zoll groß. Es handelt sich um ein IPS-Display, welches mit 2244 x 1080 Pixeln auflöst. Die Pixeldichte beträgt somit 381 ppi, was leider nicht ganz so hochauflösend wie beim Vorgänger dem Mate 10 ist. Dennoch ist die Auflösung der Mate 20 ausreichend und man erkennt alles sehr scharf auf dem Display. 

Am Mate 20 gefällt mir persönlich der rundum sehr schmal gehaltene Rand und der sehr klein Notch in dem sich lediglich die 24 MP Front-Kamera befindet. Durch den deutlich schmäleren Rand ist das neue Mate 20 nur minimal größer als dessen Vorgänger. Dabei wurde das Display von 5,9 Zoll (Mate 10) auf 6,53 Zoll (Mate 20) vergrößert. Das Mate 20 ist lediglich 7 mm höher geworden. Die Breite wurde wiederum um 0,6 mm und die Dicke um 0,1 mm reduziert.

Für ein IPS-Panel besitzt das Mate 20 einen überraschend guten Schwarzwert, sodass man fast meinen könnte, dass es sich hierbei um ein OLED-Display handelt. Durch diesen Schwarzwert resultiert verständlicherweise auch ein hoher Kontrastwert. So gefallen mir am Display des Mate 20 sehr die kräftigen und scharf dargestellten Farben. Ein Vorteil des IPS-Panel ist auch die gute Blickwinkelstabilität, selbst beim sehr schrägen betrachten, lässt sich er Inhalt auf dem Display hervorragend ablesen.

Was die maximale Helligkeit des Displays im Mate 20 angeht, kann dies ebenfalls überzeugen. Diese ist deutlich höher als beim kleinen Mate 20 lite und ermöglicht es, dass man die Inhalte auf dem Display auch problemlos im Outdoor-Einsatz ablesen kann.

(Display: 4,5 von 5 Punkten)

Akku

Der fest verbaute Akku im Huawei Mate 20 hat eine Kapazität von 4.000 mAh. Wie lange der Akku halten soll, gibt Huawei zwar nicht an, doch nach meinem Testzeitraum von knapp 4 Wochen kann ich sagen, dass dies Laufzeit locker für einen ganzen Tag ausreicht. Je nach Nutzungsintensität schafft man mit dem Mate 20 sogar bis zu zwei Tage.

 In meinem Testzeitraum habe ich das Gerät eigentlich wie immer für das tägliche Surfen im Internet genutzt, hab im Zug via Bluetooth In-Ear Ohrhörer Musik gehört und einige WhatsApp Nachrichten versendet. Somit habe ich im Großen und Ganze das Gerät auf die Testbedingungen getestet, wie es so ziemlich jeder von euch im Alltag ebenfalls nutzen würde.

Der interne Akku wird Mithilfe des USB-C Anschlusses aufgeladen. Dieser unterstützt die Schnellladefunktion SuperCharge. Dadurch ist der Akku bereits nach 30 Minuten auf 50 % aufgeladen. Für 100 % benötigt das Netzteil knapp 90 Minuten. Eine kabellose Aufladung via Qi-Standard wird auch beim Mate 20 leider nicht unterstützt.

(Akku: 4,5 von 5 Punkten)

Kamera

Eine der vielen Besonderheiten des neuen Mate 20 ist, dass auch hier die Tripple-Kamera ähnlich der P20-Serie zum Einsatz kommt. Jedoch sind die Kamera-Sensoren nicht untereinander angereiht, sondern befinden sich allesamt in einem viereckigen Plateau auf der Rückseite. Hier sind wie bereits erwähnt, die drei Kamera-Linsen und der Dual-LED Blitz untergebracht.Auf der Vorderseite kommt jedoch nur eine Sigle-Kamera und nicht wie bei der lite Version eine Dual-Kamera zum Einsatz. 

Fangen wir jedoch erst wie gewohnt mit der Hauptkamera auf der Rückseite an. Dabei handelt es sich um die Leica-Triple-Hauptkamera, die sich wie folgt zusammensetzt. Einem 12 Megapixel f/1.8 RGB-Sensor mit einem Weitwinkelobjektiv, einem 16 Megapixel -Sensor mit einer Blende von f/2.2 und einem Ultraweitwinkel-Objektiv, sowie ein Teleobjektiv mit einem 8 Megapixel Sensor mit einer f/2.4 Blende. Durch die verschieden Linsen ist ein Zoom von x 0,6; x 1 und ein 2-facher Zoom ohne Verlust der Bildqualität möglich. Die 8 MP-Kamera besitzt zusätzlich einen optischen Bildstabilisator (OIS), der für verwacklungsfrei Aufnahmen sorgen soll. Des Weiteren ist auch der Huawei KI Stabilisierungsmodus (AIS) mit an Bord, welcher für stabilisierte Videoaufnahmen usw. sorgen soll. Durch die drei unterschiedlichen Brennweiten von 17 bis 52 mm ist mit dem Mate 20 eine zweifache optische Vergrößerung möglich. 

Die Bildqualität des Huawei Mate 20 ist bei guten Lichtbedienungen sehr gut. Die Aufnahmen können mit einer hohen Dynamik und mit einer sehr guten Detailschärfe überzeugen. Ebenso können die Farben und die Schärfe überzeugen. Werden die Lichtverhältnisse jedoch schwächer, dann merkt man die etwas schwachen Blende, sodass das Mate 20 hier an seien Grenzen kommt und die Aufnahmen anfangen zu verrauschen. Was mir wie bereits beim Mate 20 lite sehr gut gefällt ist der Profimodus, denn hier kann die Bildqualität noch einmal etwas beeinflusst werden. Schließlich kann man hier Einstellungen unter anderem im Weißabgleich, Belichtungszeit und ISO-Wert vornehmen.

Wie bereits beim Mate 20 lite, bietet Huawei auch beim Mate 20 die „Master AI“ Künstliche Intelligenz-Funktion. Aktiviert man diese in den Kameraeinstellungen, erkennt die Kamera bzw. die Software automatisch das Motiv und wählt passende Szenen oder besser gesagt nimmt Einstellungen vor, damit die Bilder noch besser werden sollen. Dies funktionier zwar noch etwas besser als beim Mate 20 lite, jedoch bin ich auch hier nicht rundum zufrieden. Wie bereits beim Mate 20 lite erhöht die Software meiner Meinung auch hier teilweise bei machen Sezenen zu sehr die Farbsättigung. Daher ist das Ganze ein schönes Gimmick, aber rundum konnte mich diese Funktion auch beim Mate 20 nicht zu 100% überzeugen. Damit auch bei Nacht bzw. schlechteren Lichtverhältnissen guten Bilder gelingen hat Huawei den Nachtmodus in der Kamera Software intrigiert. Dieser sorgt bei Dunkelheit für deutlich bessere Aufnahmen, jedoch erfordert dies eine ruhige Hand, da es bis zur fertigen Aufnahme nach dem Auslöser betätigen, knapp 5 Sekunden dauert.

Mit dem Mate 20 können Videos in maximal UHD (4K) und 30 Bilder pro Sekunde aufgezeichnet werden. Der nützliche AI-Bildstabilisator steht jedoch leider nur in der Full-HD-Auflösung zur Verfügung. Des Weiteren können mit dem Ultraweitwinkelobjekitv Nahaufnahmen ab einer Entfernung von 2,5 cm vom Objekt geknipst werden. Dies dürfte vor allem Fans von Makrofotografie gefallen, denn diese können mit dem Huawei Mate 20 sehr nahe Detailbilder aufnehmen.  

Die Auflösung der Hauptkamera an der Front beträgt 24 Megapixel mit einer Blende von F/2.0. Die Frontkamera ermöglicht Video aufnahmen in max. Full-HD. Zudem kann man einen Beauty-Modus Aktiveren und HDR ist ebenfalls zuschaltbar. Als Blitz bei Selfie-Aufnahmen dient das Display, der Blitz ist jedoch nur automatisch regelbar oder komplett abschaltbar. Drückt man den Auslöser, leuchtet das Display kurz weiß auf, sodass das Gesicht während der Aufnahmen aufgehellt wird.

(Kamera: 4 von 5 Punkten)

Software

Das Huawei Mate 20 wird mit der aktuellen Android 9.0 (Pie) Version ausgeliefert. Mir persönlich gefällt die Benutzeroberfläche von Android 9.0 definitiv besser als das der ganzen Vorgänger. Dies mag daran liegen, dass dieses minimalistischer gestaltet ist und mich persönlich etwas an iOS erinnert. Da ich iPhone Nutzer bin, gefällt mir wahrscheinlich auch aus diesem Grund Android Pie. Huawei hat das Android 9.0 mit der hauseigenen Benutzeroberfläche EMUI in der Version 9.0 versehen. Beim Sicherheitsupdate handelt es sich leider noch um die Version vom Oktober 2018. 

Die EMUI Oberfläche gefällt mir sehr gut. Das System läuft auf dem Huawei Mate 20 absolut flüssig und ohne jeglichen Ansatz von Aussetzern. Die Einstellungen sind in 15, bzw. mit der Huawei-ID Einstellung in 16 Untermenüs eingeteilt. Man findet sich dadurch schnell und einfach zurecht und sollte eine Einstellung nicht sofort auffindbar sein, kann diese in der Suchfunktion ganz oben eingeben werden.

Es gibt auch einige nützliche Gestensteuerungen wie z. B. die einfache Screenshot-Funktion. Damit kann man durch Zweimaliges klopfen mit dem Fingerknöchel (Zeigefinger) einen Screenshot erstellen. Es gibt natürlich noch weitere interessante Funktionen, die allesamt mit Text und einem Beispielvideo erklärt werden.

Von Haus aus, liefert Huawei das Mate 20 mit einigen vorinstallierten Apps aus. So sind bereits die zahlreiche Google Apps wie z. B. Gmail, Google Maps, Youtube, Google Fotos usw. installiert. Zudem sind auch noch Apps direkt vom Hersteller Huawei installiert wie z. B. eine Wetter App, ein Kompass, Phone-Clone usw. Diese können jedoch anders als die Google Apps bei Bedarf deinstalliert werden. Somit hält sich die Bloatware im Großen und Ganzen in Grenzen und man hat mit 128 GB sowieso sehr viel Speicher zur Verfügung, welcher bei Bedarf wie bereits erwähnt noch erweitert werden kann.  

(Software: 4,5 von 5 Punkten)

TEIL 3

bestehend aus „Preis/Leistung“ entspricht 10% der Gesamtwertung

Beschreibung

Huawei wirbt das Mate 20 unter anderem mit der Leica Triple-Kamera und dem Dual-Blitz, dem großen gestochen scharfen Display und dem leistungsstarken Akku an.

Zum Mate 20 kann ich soviel sagen, dass dieses mich überzeugen konnte. Für den angebotenen Preis bekommt man sehr gute Leistungen geboten. Durch die Triple-Kamera, welche zusammen mit Leica entwickelt wurde, ist es möglich, bis zu zweifach an das zu Fotografierende Objekt ranzoomen kann. Zudem ist ein Ultraweitwinkel Objektiv mit an Bord, dies habe Ich sehr zu schätzen gelernt, denn damit bekommt man selbst mit wenig Abstand sehr viel auf ein Bild. 

Die Kamera nimmt durchaus gute Bilder auf, welche bei gutem Licht mit sehr guter Detailtreue und Farben überzeugen können. Zudem sorgte der 4.000 mAh Akku für eine Akkulaufzeit von bis zu 2 Tagen. Ebenso konnte mich auch die Performance überzeugen, denn im Benchmark test liefert das Mate 20 sehr gute Werte ab, sodass es sich lediglich dem großen Bruder dem Mate 20 Pro geschlagen geben muss. 

Das System läuft auf dem Mate 20 durch die gute Leistung sehr flüssig und man kann problemlos auch anspruchsvolle Apps ohne Aussetzer nutzen. Daher kann ich as Gerät in der unter 800€ Preisklasse empfehlen.

Preis/Leistung

Die UVP des Mate 20 liegt bei 799 EUR. Doch das im Oktober erschienene Smartphone ist bereits jetzt schon in diversen Online-Shops für knapp 570€ erhältlich. Das Mate 20 kann unter anderem mit der sehr guten Akkulaufzeit, dem großen und guten Display und der vielseitigen Triple-Kamera überzeugen. Daher ist auch das neue Mate 20 ein würdiger und vor allem ein sinnvolles upgrade gegenüber dem Vorgänger dem Mate 10. Schade ist nur, das kein kabelloses Laden unterstützt wird und das Smarten nicht wasserdicht und staubdicht ist.

HUAWEI MATE 20

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testr Gesamtwertung

unter Berücksichtigung aller Teilwertungen

 Wir bedanken uns beim Hersteller für die Bereitstellung des Produktes. Zu unseren Grundsätzen

Huawei Mate 20 Lite

Huawei ist ein chinesischer Smartphone-Hersteller, welcher im Jahr 1987 gegründet wurde. Der Hauptsitz des Unternehmens ist in Shenzhen, China und der Geschäftsführer ist Ren Zhengfei, welcher das Unternehmen auch gründete. Neben Endgeräten wie Smartphones, Tablets und Notebooks bietet Huawei auch Dienstleistungen für Netzwerk-Infrastrukturen und Cloud-Computing-Lösungen an. Seit 2012 vermarktet das Unternehmen auch hierzulande (D und AT) seine Smartphones. Die aktuell bekanntesten Smartphones aus dem Hause Huawei sind: die G-Serie, Y-Serie, Nova-Serie, P-Serie und die Mate-Serie. Bei der P-/Mate-Serie handelt es sich um Highend-Smartphones und bei den anderen um Mittelklasse-Smartphones. Jedoch bietet Huawei die Highend-Smartphones mittlerweile ebenfalls in drei Modellen an. So gibt es z. B. das aktuelle Mate 20 in der Mate 20 lite, Mate 20 und Mate 20 Pro Ausführung.

Von der Mate-Serie möchte ich euch in diesem Testbericht ein Gerät vorstellen. Es handelt sich um das günstigste der neuen Modellreihe – das Mate 20 Lite:

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Wie das Huawei Mate 20 Lite im Test abgeschnitten hat und ob sich der Kauf lohnt, erfahrt ihr in folgendem Testbericht. Hier geht es zu den weiteren Testberichten der Mate-Serie: Huawei Mate 20 & Huawei Mate 20 Pro

TEIL 1

Bestehend aus „Verpackung/Design/Verarbeitung“ entspricht 25% der Gesamtwertung

Verpackung

Die Verpackung des Huawei Mate 20 lite kommt sehr schlicht daher. Es werden lediglich auf einem weißen Aufkleber ein kleiner Auszug der technischen Daten zum Produkt bekannt gegeben. Dabei handelt es sich jedoch lediglich um den Namen des Gerätes, die Modellbezeichnung, die Farbe, der ROM (Flash-Speicher) und den RAM (Arbeitsspeicher). Zudem ist hier wie bei fast allen anderen Android-Smartphone Herstellern die IMEI1, IMEI2 und die S/N Nummer zu finden. Des Weiteren ist die obere Stirnseite und Rückseite noch mit einem bzw. zwei Etiketten versehen, auf der in mehreren Sprachen auf den Importeur usw. hingewiesen wird. Ansonsten liest man auf der schwarzen Verpackung an den drei restlichen Seiten in goldener Schrift den Namen des Gerätes „Huawei Mate 20 lite“.

Entfernt man den Deckel der Verpackung, kommt direkt das Huawei Mate 20 lite zum Vorschein. Dieses ist in einer matten Schutzfolie verstaut, welche das Gerät gegen Staub und Kratzern schützt. Entnimmt man das Smartphone, kann man an einer Aussparung an der Oberseite den Zwischenboden entnehmen. Dabei handelt es sich um eine schwarze Kartonage, in der sich ein Teil des Zubehörs befindet. Schauen wir in die Kartonage hinein, befindet sich darin neben einer Kurzanleitung in zahlreichen Sprachen, ein Garantieheft, das SIM-Tool und eine schlichte Schutzfolie für das Display, welche man somit leider selbst anbringen muss. Diese hätte Huawei eventuell direkt von Werk aus anbringen können, schließlich gelingt es sicherlich nicht jedem die Folie komplett, ohne Staub Einschlüsse anzubringen, was an einem neuen Gerät einfach blöde ausschaut.  

Unter der Pappschachtel mit dem gerade erwähnten Zubehör befindet sich noch der restliche Zubehör, bei dem es sich um ein USB-C Ladekabel, ein 18 Watt Netzteil und einem normalen schlichten Ohrhörer mit Fernbedienung und Klinken-Anschluss handelt. Bei den Ohrhörer handelt es sich jedoch um ein „billige“ Ausführung mit dünnem Kabel, welches sicherlich je nach Umgang nicht lange hält und zudem sind die Ohrhörer nicht sonderlich bequem, da diese über keine Ohrtips verfügen.

(Verpackung: 3 von 5 Punkten)

Design

Das Huawei Mate 20 Lite ist in drei Farben erhältlich: Schwarz, Saphirblau und Platingold. Seit der P20-Serie setzt auch Huawei auf den sogenannten „Notch“, eine Auskerbung im Display, in der neben der Dual-Frontkamera, auch der Annäherungssensor, die Hörmuschel usw. untergebracht sind. Das gleiche Design beherbergt auch die Huawei Mate 20-Serie. Somit kommt auch das Mate 20 lite mit solch einem Notch im Display daher. Jedoch ist das Mate 20 lite gegenüber anderen Geräten nicht komplett randlos, denn an der Unterseite ist weiterhin ein knapp 7 mm breiter Rand vorhanden. Der Notch reicht etwa genau soweit wie der des iPhone X/X S ins Display, fällt jedoch gut 10 mm schmaler aus. Dies gefällt mir persönlich sehr gut. Das Seitenverhältnis fällt mit 19,5:9 sehr schlank aus und zudem liegt das eigentlich große Smartphone dank dem geringen Gewicht von knapp 172 g sehr gut in der Hand, was aber auch an den leicht abgerundeten Seiten der Rückseite liegt. 

Der Rahmen des Huawei Mate 20 lite, welcher das Display und die Glasrückseite miteinander verbindet, besteht aus einem hochglanzpolierten Aluminium, welches blau lackiert wurde. Dies macht einen sehr hochwertigen Eindruck und sorgt für eine sehr hohe Stabilität des Gerätes. Jedoch ist dieser Rahmen genauso anfällig gegen Fingerabdrücke wie die Glasrückseite, welche beim Huawei Mate 20 lite zum Einsatz kommt. Ein weiterer Nachteil der Rückseite und des hochglänzenden Rahmen´s ist, dass diese Oberflächen sehr rutschig sind und somit gleitet das Gerät gerne aus der Hand. Daher lieber eine Hülle verwenden, welche für mehr Griffigkeit sorgt, jedoch geht dies zulasten des Designs, denn die Hülle verdeckt das eigentlich schöne Design des Gerätes. Trotz der Glasrückseite verzichtet das Unternehmen beim günstigsten Gerät der Mate 20-Serie auf die Möglichkeit des kabellosen Ladens.

Die Abmaße des Huawei Mate 20 lite betragen 160 x 75,3 x 7,6 mm. Dadurch ist es wie bereits erwähnt bei Beachtung der Displaygröße von 6,3 Zoll relativ kompakt gehalten. Das 6,3 Zoll LCD-IPS-Display, welches mit einer Auflösung von 2340 x 1080 Pixeln (Pixeldichte 409 ppi) auflöst, besitzt einen Screen-to-Body-Ratio Wert von knapp 81 %. 

Kommen wir nun zu den Bedienelementen und den verbauten Kameras des Mate 20 lite. Angefangen bei der linken Seite des Geräts, dort finden wir links oben den Dual-SIM-Slot. Hier können entweder zwei Nano-SIM Karten oder eine Nano-SIM und eine Micro-SD Speicherkarte eingesetzt werden. Unterstütz, wird hier eine bis zu 256 GB große Micro-SD Speicherkarte.

Auf der gegenüberliegenden rechten Seite befindet sich direkt auf Daumenhöhe die Lautstärke-Wippe und darunter der Ein-/Ausschaltknopf. Beide Bedienelemente erreicht man hier sehr gut mit dem Daumen. An der Oberseite ist lediglich ein kleines Mikrofon untergebracht. Das zweite Mikrofon, welches nicht nur bei Aufnahmen, sondern auch zum Telefonieren genutzt wird, befindet sich an der unteren rechten Stirnseite direkt zwischen der USB-C Ladebuchse und dem Lautsprecher. Leider gibt es am Mate 20 lite keinen Stereo-Lautsprecher, der Klang geht zwar in Ordnung, aber z. B. beim YouTube-Videos im Querformat betrachten verdeckt man oftmals den Lautsprecher mit der Hand bzw. dem Daumen. Da Huawei beim Mate 20 lite In-Ear Ohrhörer mit Klinken-Anschluss mitliefert, verfügt das Smartphone logischerweise noch über solch einen Anschluss. Diesen finden wir ebenfalls an der Unterseite auf der linken Seite neben der Ladebuchse. 

Auf der hochglänzenden Glasrückseite befindet sich zentral im oberen Drittel, die knapp über 1 mm hervorstehenden Dual-Kamera-Linsen und direkt dazwischen etwas nach links versetzt der LED-Blitz. Unterhalb der beiden Kamera-Linsen ist auch noch der Fingerabdrucksensor, welcher sehr gut zu erreichen ist zu finden. Der Bereich an der Rückseite, an dem sich die Kamera-Linsen und der Fingerabdrucksensor befinden, sind optisch durch das Linear-Muster etwas hervorgehoben. Im unteren Bereich der Rückseite befindet sich noch das Huawei Logo. Das Display des Mate 20 lite ist wie bereits sehr groß und kommt mit einem Notch mit Dual-Kamera usw. daher. Die Glasrückseite fühlt sich sehr gut an, ist jedoch etwas rutschig und leider sehr anfällig gegen Fingerabdrücke.

(Design: 4 von 5 Punkten)

Verarbeitung

Die Verarbeitung des Huawei Mate 20 lite gefällt mir sehr gut. Das Smartphone fühlt sich dank dem Aluminium-Rahmen und der Glasrückseite sehr hochwertig an. Zudem ist es dadurch sehr stabil und somit auch verwindungssteif. Die Übergänge der unterschiedlichen Materialien sind sehr gut verarbeitet und somit konnte ich eine ungleichmäßigen Spaltmaße oder scharfe Kanten feststellen. Schön ist, dass am Gehäuse des Huawei Mate 20 lite komplett auf den Werkstoff Kunststoff verzichtet wurde. Die abgerundeten Ecken und Kanten harmonieren sehr gut mit den abgerundeten Ecken des Displays.

Leider hat man trotz Glasrückseite auf die Möglichkeit des kabellosen aufladen, einen Stereo-Lautsprecher und auf eine IP-Zertifizierung verzichtet. Das bedeutet, das Huawei Mate 20 lite den Kontakt zu Wasser und andern Flüssigkeiten tunlichst vermeiden sollte, da dieses bei Kontakt bzw. eindringen im schlimmsten Fall kaputt gehen würde. Der Klang den Mono-Speaker an der Unterseite geht im Großen und Ganzen zwar in Ordnung, klingt jedoch, da diesem etwas an Volumen fehlt etwas blechern. Jedoch kann diese mit einer akzeptablen Maximallautstärke überzeugen.

(Verarbeitung: 4 von 5 Punkten)

TEIL 2

bestehend aus „Funktion des Produktes“ entspricht 65% der Gesamtwertung

Display6,3 Zoll IPS-LCD-Panel (19,5:9 Format) 2340 x 1080 Pixel, Pixeldichte beträgt 409 ppi
CPU/GPUHUAWEI Kirin 710 4x 2,2 GHz und 4x 1,7 GHz / Mali G51
RAM4 GB RAM
Speicher64 GB
BetriebssystemAndroid 8.1 “Oreo”
Haupt-Kamera20MP+2MP f/1.8 Blende mit LED-Blitz. Mit PDAF und Kontrast-Autofokus.
Front-Kamera24MP+2MP f/2.0 Blende
AnschlüsseUSB-Typ-C Anschluss
Akku3750 mAh ohne Schnellladefunktion, nicht austauschbar
Konnektivität
Wi-Fi 802.11 a/b/g/n/ac, 2,4 und 5 GHz, Mobilfunknetz bis 4G, Bluetooth 4.2 (aptX und aptX HD, NFC, GPS, A-GPS, GLONASS, BeiDou
Abmessungen
(LxBxH)
160 mm x 75,3 mm x 7,6 mm
Gewicht172 Gramm
LieferumfangHUAWEI Mate20 lite
Schnellstart-Anleitung
Ladegerät
Kopfhörer
SIM-Werkzeug
Micro-USB-Kabel
Schutzfolie
Technische Daten des Huawei Mate 20 lite

Performance

Beim Mate 20 lite handelt es sich, wie der Name schon vermuten lässt um die abgespeckt „lite“ Version des Mate 20 bzw. Mate 20 Pro. Daher ist dieses in den meisten Bereichen wie z. B. im Bereich Hardware etwas schwächer ausgestattet. Dennoch muss ich zu der verbauten Hardware ganz klar sagen, dass diese zwar nicht die Beste ist, aber dennoch im Alltag für den Großteil der Nutzer ausreichend ist. 

Bei dem verbauten Prozessor handelt es sich um den 64-Bit CPU Kirin 710, ein Achtkern-Prozessor mit einer Taktfrequenz von bis zu 2,2 GHz. Genauer gesagt Takten vier der Rechenkerne mit maximal 2,2 GHz (Cortex A73) und die anderen vier mit bis zu 1,7 GHz (Cortex A53). Dieser CPU wird von einem 4 GB großen Arbeitsspeicher unterstützt. Im Prozessor ist auch der GPU Mali G51 integriert, welcher mit rund 650 MHz taktet.

Bei der verbauten Hardware handelt es sich somit um ein Gerät der gehobenen Mittelklasse, wodurch sich das Huawei Mate 20 lite für vielerlei Anwendungen eignet. Bei anspruchsvolleren Anwendungen wie z. B. dem Spiel Fortnite wird die Grafikleistung jedoch automatisch reduziert, da dafür die Hardware des Mate 20 lite nicht stark genug ist. Jedoch ist die Rechenpower der Mate 20 lite knapp doppelt so hoch wie die des Vorgänger Mate 10 lite und kann sich daher angesichts des Preises sehen lassen. 

In den von mir durchgeführten Benchmarktests schnitt das Mate 20 lite wie folgt ab. Bei Antutu konnte es im Test einen Wert von 138.178 erreichen und liegt somit knapp hinter dem Honor 8 X. Bei Geekbench 4 kam es beim Single-Core Test auf 1610 und beim Multi-Core Test auf 5579 Punkte.

Der interne Speicher des Huawei Mate 20 lite hat eine Größe von 64 GB, eine weitere Variante mit mehr Speicher und RAM wird nicht angeboten. Der interne Speicher lässt sich jedoch per Micro-SD Speicherkarte um bis zu 256 GB erweitern. Abzüglich des Betriebssystems und der vorinstallierten Software bleiben von den 64 GB knapp 51 GB frei zur Verfügung. Als Betriebssystem ist Android 8.1 Oreo vorinstalliert.

Angesichts des Preises fällt die Ausstattung des Huawei Mate 20 lite ganz gut aus. Bei der verbauten Hardware handelt es sich nicht um die Beste, aber es handelt sich schließlich auch um die günstigste und schwächste ausgestattete Variante der Mate 20-Serie. Die neue Hardware im Mate 20 lite ist ein sinnvolles Upgrade, welche gegenüber dem Vorgängermodell von der Performance fast verdoppelt wurde. 

(Performance: 3,5 von 5 Punkten)

Display

Das Display der Huawei Mate 20 lite kommt wie bereits erwähnt mit einem sehr schmalen Rand daher. Lediglich am unteren Bereich (Kinn) ist dieser knapp 7 mm breit. Dank dem Notch, ist das Mate 20 lite trotz dem vergrößerten Display von 6,3 Zoll (Mate 20 lite) auf 5,9 Zoll (Mate 10 lite), nur knapp 2 mm Höher geworden. Die Breite und die Tiefe fällt lediglich 0,1 mm größer aus und somit ist die minimale Vergrößerung nur im direkten Vergleich zu erkennen.  

Die Display-Auflösung des Huawei Mate 20 lite beträgt 2340 x 1080 Pixel. Die Pixeldichte beträgt somit wie bereits beim Vorgänger 409 ppi, was zwar nur einer Auflösung von FHD+ entspricht. Doch dies geht im Alltag vollkommen in Ordnung und alles wird sehr scharf dargestellt. Man kann hier selbst bei sehr genauen betrachten des Displays weder die einzelnen Bildpunkte sehen, noch Unschärfen feststellen. 

Beim Display setzt Huawei auf ein herkömmliches IPS-Panel. Dieses bietet natürlich nicht so einen hervorragenden Schwarzwert und somit Kontrast wie ein OLED-Display. Dennoch gefällt mir das Display im Indoor-Einsatz sehr gut. Die Farben werden sehr kräftig und scharf dargestellt. Ein Vorteil des IPS-Panel ist auch die gute Blickwinkelstabilität, selbst beim sehr schrägen betrachten, lässt sich er Inhalt auf dem Display hervorragend ablesen.

Die maximale Helligkeit des Displays könnte jedoch definitiv etwas höher sein. Im Indoor-Einsatz hat die etwas geringe Helligkeit keine Nachteile. Geht man jedoch ins Freie, dann hat man vor allem bei stärkerem Sonnenlicht Probleme. Hier kann man dann nur noch sehr schlecht etwas auf dem Display erkennen und zudem trägt auch das sehr spiegelnde Display nicht Positiv zu diesem Problem bei.

(Display: 3,5 von 5 Punkten)

Akku

Der fest verbaute Akku im Huawei Mate 20 lite hat eine Kapazität von 3750 mAh. Diese Kapazität ist gut bemessen, damit kommt das Mate 20 lite bei nutzen im Alltag auf eine anständige Laufzeit von fast zwei Tagen. In meinem Testzeitraum von gut 3 Wochen habe ich das Gerät täglich zum im Internet Surfen genutzt, hab im Zug via Bluetooth In-Ear Ohrhörer Musik gehört und einige WhatsApp Nachrichten versendet. Auf der Arbeit habe ich in den Pausen gesurft und abends, als ich von er Arbeit heimgekommen bin über das heimische WLAN-Netz.

Der interne Akku wird Mithilfe des USB-C Anschlusses aufgeladen. Dieser unterstützt jedoch keine Schnellladefunktion, wodurch der Akku erst nach knapp über 2 Stunden wieder auf 100 % aufgeladen ist. Eine kabellose Aufladung via Qi-Standard wird leider ebenfalls nicht unterstützt.

(Akku: 4 von 5 Punkten)

Kamera

Beim Huawei Mate 20 lite kommt sowohl auf der Rückseite, als auch auf der Vorderseite eine Dual-Kamera zum Einsatz. Fangen wir jedoch erst wie gewohnt mit der Hauptkamera auf der Rückseite an. Huawei setzt hier auf einen eine Hauptkamera mit 20 Megapixeln und einer Blende von f/1,8. Die zweite Kamera bietet zwar lediglich 2 Megapixel, mit einer Blende von ebenfalls f/1.8, da diese jedoch nur für den Bokeh-Effekt (Tiefenschärfe) im Porträt-Modus genutzt wird, reicht diese Auflösung definitiv dafür aus. Ein Zoom ist daher nicht optisch, sondern lediglich digital mit einem entsprechenden Verlust der Bild-Qualität möglich. Einen optischen Bildstabilisator (OIS) besitzt das Mate 20 lite nicht, es ist nur ein elektronischer Stabilisator (EIS) mit an Bord, welcher bei Videoaufnahmen genutzt wird.

Die Bildqualität des Huawei Mate 20 lite ist überraschend gut, doch gegenüber Highend-Smartphones welche mit einer besseren Kamera inkl. Blende ausgestattet sind, erkennt man die Schwächen der Mate 20 lite Kamera. Diese nimmt deutlich weniger Details auf und so verschwimmen Bereiche außerhalb des Fokusbereichs zu sehr. Die aufgenommen Farben und die Schärfe können jedoch überzeugen. Mir gefällt der Profimodus beim Mate 20 lite sehr gut, denn hier kann die Bildqualität noch einmal etwas beeinflusst werden. Schließlich kann man hier Einstellungen unter anderem im Weißabgleich, Belichtungszeit und ISO-Wert vornehmen.

Huawei hat die neue Mate 20-Serie mit der „AI“ Künstliche Intelligenz-Funktion für die Kamera ausgestattet. Aktiviert man diese durch das B etätigen des „AI- Symbols“ im oberen Bereich in der Kamera-App, denn erkennt die Kamera bzw. die Software automatisch das Motiv und wählt passende Szenen oder besser gesagt nimmt Einstellungen vor, damit die Bilder noch besser werden sollen. Dies funktionier teilweise sehr gut, doch gerade bei Pflanzen und beim Himmel erhöht die Software meiner Meinung nach die Farbsättigung zu sehr, dass die Bilder zu unnatürlich wirken. Daher ist das Ganze ein schönes Gimmick, aber rundum konnte mich diese Funktion beim Mate 20 lite nicht überzeugen.

Leider können mit der Hauptkamera auf der Rückseite keine Videos in 4K aufgenommen werden. Hier muss man sich leider mit einer maximalen Auflösung von Full-HD mit 60 fps zufriedengeben. Des Weiteren können auch Videos mit 16-facher Zeitlupe (480 fps) aufgenommen werden, dabei wird die Auflösung jedoch auf 1280 x 720 (720p) reduziert.   

Die Auflösung der Hauptkamera an der Front beträgt 24 Megapixel, die zweite Kameralinse, welche hier ebenfalls für den Tiefeneffekt genutzt wird, löst mit 2 Megapixeln auf. Die Frontkamera ermöglicht Video aufnahmen in max. Full-HD mit 30 Bilder pro Sekunde. Des Weiteren kann man einen Beauty-Modus Aktiveren und HDR ist ebenfalls zuschaltbar. Bei Dunkelheit und umschalten auf die Front-Kamera, schaltet die Kamera-Software automatisch auf den Porträt-Modus und ändert den Rahmen um das Live-Bild von Schwarz auf Weiss. Dadurch wir z. B. das Gesicht automatisch aufgehellt und zudem wird das Display als Blitzlicht genutzt. 

Die Bilder der Frontkamera sehen ganz gut aus, mir gefiel sehr die hohe Detailgenauigkeit gegenüber anderen Frontkameras. Damit die Farben schön auf den Bildern herauskommen, rate ich jedoch den HDR-Modus zu aktiveren. Negativ ist mir aufgefallen, dass man bei Selfies auf den auch die Schultern mit auf dem Bild sind, die Schulter, welche sich näher im Vordergrund befindet, scharf gestellt wird und die zweite verschwommen abgelichtet wird. Dies liegt daran, dass die Kamera bzw. die „KI“ nur die erste Schulter als Körperbestandteil erkennt. Zudem verfälscht das Smartphone bei einigen Bilder mit Blitz sehr die Farben. Die geschieht vor allem bei Aufnahmen, bei dem ich nah am Motiv dran bin.

(Kamera: 3,5 von 5 Punkten)

Software

Auf dem Huawei Mate 20 lite läuft noch Android 8.1 Oreo, welches mit der hauseigenen Benutzeroberfläche EMUI der Version 8.2 versehen ist. Beim Sicherheitsupdate handelt es sich leider noch um die Version vom Juli 2018, daher ist diese nicht ganz so aktuell. Die EMUI Oberfläche gefällt mir sehr gut. Das System läuft auf dem Huawei Mate 20 lite schnell und flüssig. Die Einstellungen sind in 12, bzw. mit der Huawei-ID Einstellung in 13 Untermenüs eingeteilt. Man findet sich dadurch schnell zurecht und sollte man eine Einstellung, die man sucht nicht finden, kann man diese einfach in der Suchfunktion ganz oben eingeben.

 Es gibt auch einige nützliche Gestensteuerungen wie z. B. die einfache Screenshot-Funktion. Damit kann man durch Zweimaliges klopfen mit dem Fingerknöchel (Zeigefinger) einen Screenshot erstellen. Es gibt natürlich noch weitere interessante Funktionen, die allesamt mit Text und einem Beispielvideo erklärt werden. 

(Software: 4 von 5 Punkten)

TEIL 3

bestehend aus „Preis/Leistung“ entspricht 10% der Gesamtwertung

Beschreibung

Huawei wirbt das Mate 20 lite unter anderem als: ihr zuverlässiger Partner für jede Situation, als intelligenter Selfie-Meister und mit einem zuverlässigen Akku.

Das Mate 20 lite ist ein klasse Mittelklasse Smartphone, welches für seinen Preis eine gute Ausstattung besitzt. Es kann logischerweise nicht mit den Flaggschiffen von Apple, Samsung und Co. mithalten, aber dies hat Huawei mit dem Mate 20 lite gar nicht vor, sondern eher mit dem Mate 20 oder dem Pro-Modell. Huawei möchte mit der lite Version des Mate 20, Leute gewinnen, die nicht so viel Geld für ein Smartphone ausgeben wollen.

Das System läuft auf dem Mate 20 lite sehr flüssig und man muss bei alltäglichen Aufgaben keine Abstriche machen. Daher kann ich as Gerät in der unter 400€ Preisklasse empfehlen. Die Akkulaufzeit konnte mich im Test ebenso überzeugen, wie die überraschend gute Frontkamera, welche Bilder mit vielen Details und in sehr guter Qualität aufnimmt.

Preis/Leistung

Die UVP des Mate 20 lite liegt bei 399 EUR. Doch das im September erschienene Smartphone ist bereits jetzt schon in diversen Online-Shops für knapp über 300€ erhältlich. Das Mate 20 lite kann mit einer sehr guten Akkulaufzeit, seinem schönen Display, welches die Farben sehr kräftig darstellt und einer für diese Preisklasse guten Kamera überzeugen. 

Zwar konnte mich persönlich die „Master AI“ nicht so sehr überzeugen, aber angesichts des Preises hat Huawei hier einen würdigen Nachfolger des Mate 10 lite auf den Markt gebracht, welcher von der Leistung doppelt so stark ist. Das Gesamtpaket des Mate 20 lite stimmt für den geforderten Preis aufjeden Fall.

Huawei Mate 20 Lite

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OnePlus 6T

OnePlus  ist ein chinesischer Smartphone-Hersteller, welcher im Dezember 2013 gegründet wurde. Der Hauptsitz des Unternehmens ist in Shenzhen, China und der Geschäftsführer ist der früherer Geschäftsführer von Oppo Electronics, Pete Lau. OnePlus ist ein Teil des großen aus China stammenden BBK-Electronics-Konzers, zu dem auch Hersteller wie Vivo und Oppo gehören. Damit zählt der Konzern zu den fünf größten Smartphone Herstellern weltweit.

Das Motto von OnePlus, welches man auch auf dem OnePlus-Hintergrund des Smartphones sieht, lautet „Never Settle“, was übersetzt bedeutet „ sich niemals niederlassen“, doch im eigentlichen übertragenen Sinn bedeutet es „ sich niemals zufriedenzugeben“. Dies zeigt der Hersteller auch mit seinen Smartphones, denn diese werden auch hierzulande immer beliebter. Das liegt unter anderem daran, dass diese eins sehr gutes Preis-Leistungs-Verhältnis haben. 

Das erste Smartphone des Unternehmens war das OnePlus One, welches am April 2014 vorgestellt wurde. Darauf folgten noch einige weitere Geräte wie z. B. im Jahr 2015 das OnePlus 2 und OnePlus X, das OnePlus 3 Mitte 2016 und ein Jahr darauf das OnePlus 5 und 5T. Anfang des Jahres 2018 stellte das Unternehmen den Nachfolger des OnePlus 5T, das OnePlus 6 vor welches mit einem neun Design, einem Display mit Notch und einer verbesserten Dual-Kamera daher kam. 

Vor einigen Wochen stellte OnePlus nun auch das aktuellste Smartphone vor das OnePlus 6T. Diese wurde gegenüber dem Vorgänger erneut verbessert und verfügt nun über einen Fingerabdrucksensor im Display. 

Dies ist auch genau das Gerät, welches ich euch in nun vorstellen möchte. Mit dem neuen 6T bietet OnePlus ein sehr gut ausgestattetes Smartphone an, welches zwar nicht ganz mit den premium Herstellern mithalten kann, aber dafür zum halben Preis erhältlich ist. Zudem besitzt es einen Fingerabdrucksensor, welcher direkt im Display verbaut ist. Ob dies wirklich so gut funktioniert wie ein Fingerabdrucksensor, welcher auf der Rückseite oder im Home-Button verbaut ist, erfahrt ihr in folgendem Testbericht.

TEIL 1

Bestehend aus „Verpackung/Design/Verarbeitung“ entspricht 25% der Gesamtwertung

Verpackung

Die Verpackung des OnePlus 6T ist komplett in Weiß gehalten. Das verwendete Material fühlt sich sehr angenehm an. Viele Informationen über das Gerät verrät die Verpackung jedoch nicht wirklich.

Auf der Oberseite des Deckels ist in gebürsteter Aluminium Optik eine große „6“ zu sehen und darüber das typische rot-weiße OnePlus Logo, welches noch etwas über die obere Stirnseite verläuft. Betrachten wir die linke Seite, können wir hier den Namen des Smartphones OnePlus 6T lesen und auf der gegenüberliegenden Seite den Satz „Unlock The Speed“. Dieser Satz war übrigens auch das Motto, mit dem das neue OnePlus bei der Vorstellung in New York, am 30. Oktober 2018 vorgestellt wurde.

Bei den wenigen Informationen auf der Rückseite handelt es sich unter anderem um die Farbe des Smartphones, die Speicherkapazität und die Modellbezeichnung. Zudem findet man hier wie bei eigentlich fast jedem Hersteller die S/N-Nummer, IMEI1 und IMEI2 und einige weitere Siegel.

Entfernt man den Deckel der Verpackung, kommt direkt das OnePlus 6T zum Vorschein. Dieses befindet sich sicher eingerastet in einer Kunststoff-Halbschale, welche verhindert, dass das Smartphone in der Verpackung verrutscht. Auf dem Display des Smartphones befindet sich übrigens von Werk aus eine Display-Schutzfolie. Entnimmt man das Smartphone zusammen mit der Fixierung, befindet sich diese auf einer weiteren weißen Pappschachtel. In dieser befindet sich neben einer leicht grau getönten Silikon-Hülle eine weitere Faltschachtel, in der sich einige OnePlus Aufkleber, eine Art Kurzanleitung, eine Broschüre mit Sicherheitsinformationen, das Sim-Tool und eine Visitenkarte befinden.

 In der nächsten Ebene der Verpackung liegt noch ein kleiner Information-Brief bei. Dabei handelt es sich um einen Brief, in dem der Gründer Pete kurz zu Wort kommt und etwas zu OnePlus schreibt, sowie beim Käufer bedankt. Unter diesem Brief befindet sich wiederum noch der restliche Zubehör, bei dem es sich um ein USB-C Ladekabel, ein 20 Watt Netzteil und ein USB-C auf Klinke Adapter handelt. Auf das Beilegen von Kopfhörern hat OnePlus leider verzichtet.

(Verpackung: 3,5 von 5 Punkten)

Design

Das One Plus 6T ist aktuell in drei Farben erhältlich: Mirror Black (hochglänzende, schwarze Rückseite), Midnight Black (matte, schwarze Rückseite) und seit kurzem auch in Thunder Purple (eine Schwarz-purpur- farbene Rückseite). Bei allen drei neuen OnePlus 6T Modellen kommt wie bereits beim Vorgänger eine Glasrückseite zum Einsatz. Dabei wirkt die matte Oberfläche meines Testgerätes wie Aluminium. Hierbei verwendet OnePlus ein spezielles Herstellungsverfahren, bei dem das Glas mit einer milchigen Oberfläche versehen wurde. Diese Oberfläche ist erfreulicherweise gegenüber vielen anderen hochglänzenden Glasrückseiten sehr immun gegen Fingerabdrücke. Dafür ist das Gerät jedoch extrem rutschig und gleitet sehr gerne hin und wieder aus der Hand. Trotz der Glasrückseite verzichtet das Unternehmen jedoch erneut auf die Möglichkeit des kabellosen Ladens. 

Der Rahmen des OnePlus 6T, welcher die Front und die Rückseite miteinander verbindet, besteht aus einem matten Aluminium. Dies macht einen sehr hochwertigen Eindruck und sorgt für eine sehr hohe Stabilität des Gerätes.  

Trotz dem sehr großen Display mit einer Diagonale von 6,41 Zoll ist das OnePlus 6T nichts allzu groß geraten. Dies liegt an den sehr schmalen Rändern rund um das Display, dieser beträgt rundherum nur ca. 1 mm. Lediglich der Notch an der Oberseite, an dem sich die Frontkamera befindet, ragt minimal in das Display. Dieser Tropfenform ähnliche Notch fällt jedoch sehr klein aus und gefällt mit sehr gut. Das Seitenverhältnis fällt mit 19,5:9 sehr schlank aus und zudem liegt das eigentlich sehr große Smartphone dank dem Gewicht von knapp 185 g sehr gut in der Hand, was aber auch an der abgerundeten Seiten der Rückseite liegt. 

Die Maße des OnePlus 6T betragen 157,5 x 74,8 x 8,2 mm. Diese sind, wie bereits erwähnt, bei Beachtung der Displaygröße von 6,41 Zoll relativ kompakt gehalten. Das 6,41 Zoll Optik AMOLED Display welches mit einer Auflösung von 2340 x 1080 Pixeln (Pixeldichte 402 ppi) auflöst, besitzt einen Screen-to-Body-Ratio Wert von knapp 85,6 %. 

Kommen wir nun zu den Bedienelementen und der verbauten Kameras der OnePlus 6T. Angefangen bei der linken Seite des Geräts, dort finden wir die Lautstärke-Wippe und etwas darüber den Dual-SIM-Slot. Hier können jedoch lediglich zwei Nano-SIM Karten eingelegt werden. Eine sonst wie bei vielen anderen Herstellern geboten Möglichkeit eine Micro-SD Speicherkarte einzulegen, um den Speicher zu erweitern gibt es leider nicht. Auf der rechten Seite befindet sich der Ein-/Ausschaltknopf und einige Millimeter darüber befindet sich ein geriffelter Schieberegler. Dieser dient dazu, an der untersten Stellung den Ton und die Vibration zu deaktivieren, in der mittleren nur den Vibrationsalarm und an der obersten Stellung den Ton und die Vibration einzuschalten. Dies finde ich eine sehr gute und nützliche Idee. An der Oberseite befindet sich lediglich ein kleines Mikrofon. Das zweite Mikrofon, welches nicht nur bei Aufnahmen, sondern auch zum Telefonieren genutzt wird, befindet sich an der unteren Stirnseite rechts, neben der USB-C Ladebuchse und dem Lautsprecher. Leider gibt es am OnePlus 6T keinen Stereo-Lautsprecher, der Klang geht zwar in Ordnung, aber man verdeckt beim YouTube-Videos ansehen oftmals den Lautsprecher mit einer Hand.

Auf der Rückseite befindet sich direkt im oberen Drittel die Dual-Kamera und direkt darunter der Dual-LED Blitz. Zudem ist auf der Rückseite noch das OnePlus Logo ersichtlich, sowie der Satz Designed by OnePlus. Das Design des OnePlus 6T gefällt mir sehr gut. Das Display ist sehr groß und kommt mit einem sehr kleinen Notch daher, zudem fühlt sich die matte Glasrückseite hervorragend an und ist nicht so anfällig gegen Fingerabdrücke.

(Design: 4 von 5 Punkten)

Verarbeitung

Die Verarbeitung des OnePlus 6T gefällt mir sehr gut. Das Smartphone fühlt sich rundum sehr hochwertig und stabil an. Des Weiteren sind die Spaltmaße überall schön gleichmaßig und es wurde kein Kunststoff am Gehäuse des Smartphones verwendet. Die abgerundeten Ecken und Kanten des Gehäuses harmonieren sehr gut mit den abgerundeten Ecken des Displays.

Leider hat man immer noch auf eine Qi-Lademöglichkeit, Stereo-Lautsprecher, sowie auf eine IP-Zertifizierung verzichtet. Das bedeutet, das OnePlus 6T ist lediglich wasserabweisend aber keinesfalls wasserdicht. Kommt es also mit viel Wasser in Kontakt, ist es kaputt. Dafür hat man wiederum den Fingerabdrucksensor in das Display integriert, was bisher nur sehr wenige Hersteller anbieten. Wie gut das ganze funktioniert, erkläre ich im Punkt Display etwas genauer. 

(Verarbeitung: 4 von 5 Punkten)

TEIL 2

bestehend aus „Funktion des Produktes“ entspricht 65% der Gesamtwertung

Display6,41 Zoll Optic AMOLED (19,5:9 Format) 2340 x 1080 Pixel, Pixeldichte beträgt 402 ppi
CPU/GPUQualcomm Snapdragon 845 4x 2,8 GHz und 4x 1,8 GHz /Adreno 630
RAM6 GB RAM (Alternativ 8 GB)
Speicher128 GB (Alternativ 256 GB)
BetriebssystemAndroid 9 “Pie”
Haupt-Kamera16MP f/1.7 Blende und Telezoom-Linse mit 20 MP f/1.7 mit Dual-LED-Blitz
Front-Kamera16MP f/2.0 Blende
AnschlüsseUSB-Typ-C Anschluss
Akku3700 mAh mit Schnellladefunktion, nicht austauschbar
Konnektivität
Wi-Fi 802.11a/b/g/n/ac, Mobilfunknetz bis 4G, Wi-Fi Direct, Bluetooth 5, NFC, GPS, A-GPS, GLONASS,BeiDou, Galileo
Abmessungen
(LxBxH)
157,5 mm x 74,8 mm x 8,2 mm
Gewicht185 Gramm
LieferumfangOne Plus 6T
USB-Typ-C Ladekabel
Schnellladegerät
Adapter für Klinkenanschluss
graues Silikoncase
Technische Daten des One Plus 6t

Performance

Die verbaute Hardware im OnePlus 6T kann im Test sehr überzeugen. Bei dem verbauten Prozessor handelt es sich um den 64-Bit CPU Snapdragon 845, ein Achtkern-Prozessor mit einer Taktfrequenz von bis zu 2,8 GHz. Genauer gesagt Takten 4 der Rechenkerne (Kryo 385 Gold) mit maximal 2,8 GHz und die anderen 4 mit bis zu 1,8 GHz (Kryo 385 Silver). Dieser wird je nach Modell bzw. Ausstattungsvariante von einem 6 GByte oder 8 GByte großen Arbeitsspeicher unterstützt. Im Prozessor ist auch der GPU Adreno 630 integriert, welcher mit rund 710 MHz taktet.

Mit dieser top Ausstattung läuft das OnePlus 6T nicht nur im Alltag erstklassig, sondern kann ach bei anspruchsvolleren Anwendungen ohne ruckeln und Aussetzer überzeugen. Dies zeigt sich auch in den Benchmarktests, den auch hier schneidet das OnePlus 6T hervorragend ab. Bei Antutu konnte es im Test einen sehr guten Wert von 297.099 erreichen und bei Geekbench 4 kam es beim Single-Core Test auf 2431 und beim Multi-Core Test auf 9038 Punkte. Somit ist es von der Performance noch einmal besser als der Vorgänger das OnePlus 6 und liegt aktuell auf Platz 2 dicht hinter dem neuen Huawei Mate 20 Pro.

Der interne Speicher des OnePlus 6T hat eine Größe von 128 GByte, es gibt das Smartphone jedoch auch in einer 256 GByte Variante. Das Testgerät von mir besitzt 128 GByte, davon sind abzüglich des Betriebssystems und der vorinstallierten Software 106 GByte frei zur Verfügung. Erweitert werden kann der Speicher jedoch nicht, denn im SIM-Karten Slot finden lediglich zwei Nano-Simkarten Platz und keine Micro-SD-Speicherkarte. Als Betriebssystem ist Android 9.0 Pie (Oxygen OS) vorinstalliert.

Angesichts des Preises fällt die Ausstattung des OnePlus 6T sehr gut aus. Die verbaute Hardware kann im Test überzeugen und das Gerät für knapp über 500€ kann von der Performance sehr gut mit den Top-Smartphones wie dem neuen Huawei Mate 20 Pro mithalten. Dies macht das OnePlus 6T zu einem sehr guten Gerät für sämtliche Anwendungen. 

(Performance: 5 von 5 Punkten)

Display

OnePlus ist es gelungen, das Display des neuen OnePlus 6T gegenüber dem Oneplus 6 von 6,28 Zoll auf 6,41 Zoll zu vergrößern, ohne dabei großartig dessen Formfaktor bzw. Größe zu verändern. Durch das soggenante Fullview-Display im 19,5:9-Format nimmt das Display noch mehr Platz auf der Front ein. Der untere Rand (Kinn) und der Wassertropfen-Notch sind deutlich reduziert worden gegenüber dem Vorgänger, was für ein größeres Display bei nahezu identischen Abmaßen sorgt.

Die Display-Auflösung des OnePlus 6T beträgt 2240 x 1080 Pixel. Die Pixeldichte beträgt somit 402 ppi, was zwar nur einer Auflösung von FHD+ entspricht. Doch dies geht im Alltag vorkommen in Ordnung und alles wird sehr scharf dargestellt. Man kann hier selbst bei sehr genauen betrachten des Displays weder die einzelnen Bildpunkte sehen, noch Unschärfen feststellen. 

Beim Display setzt OnePlus auf ein SuperAMOLED-Display. Dieses hat den Vorteil, dass jeder einzelner Pixel einzeln beleuchtet wird. Somit stellt dieser entweder eine Farbe da und leuchtet, oder wird komplett abgeschaltet. Dadurch ergibt sich zum einen ein hervorragender Schwarzwert, was wiederum ein sehr hoher Kontrast zufolge hat. Für dies sind OLED-Displays auch bekannt. Ein weiterer Vorteil ist die sehr gute Blickwinkelstabilität, selbst beim sehr schrägen betrachten, lässt sich er Inhalt auf dem Display hervorragend ablesen. 

Die maximale Helligkeit des Displays konnte mich im Test zufrieden stellen, diese reicht im Alltag vollkommen aus und kann sich sehen lassen. Jedoch hatte ich bereits einige Smartphones mit helleren Displays im Test. Diese etwas schwächerer maximale Helligkeit des OnePlus 6T bemerkt man vor allem in sehr hellen Umgebungen wie z. B. im Freien bei direktem Sonnenlicht. 

Eine tolle weitere Besonderheit des Displays ist der darin integrierte Fingerabdrucksensor. Beim Anheben des Smartphones oder beim Betätigen des Einschaltknopfes erscheint im unteren Bereich ein grün-Blau leuchtender Butten. Dies ist der im Display integrierte Fingerabdrucksensor. Hat man diese Funktion zu beginn der Einrichtung aktiviert, kann man durch das Auflegen des Fingers das Smartphone entsperren. Das Ganze funktioniert sehr gut und nur minimal langsamer als ein herkömmlicher Fingerabdrucksensor. Wer diese Funktion nicht nutzen möchte, kann das OnePlus 6T auch per Gesichtsentsperrung oder einfach per Muster entsperren.

(Display: 4 von 5 Punkten)

Akku

Der Akku im OnePlus 6T hat eine Kapazität von 3700 mAh. Diese Leistung reicht im Alltag bei moderater Nutzung knapp eineinhalb Tage aus, bis der Akku wieder ans Stromnetz angeschlossen werden muss. In meinem Testzeitraum von gut 3 Wochen habe ich das Gerät täglich zu im Internet Surfen genutzt, hab im Zug via Bluetooth In-Ear Ohrhörer Musik gehört und einige WhatsApp Nachrichten versendet. Dies habe ich bei der Arbeit über das mobile Datennetz gemacht und abends als ich von er Arbeit heimgekommen bin über das heimische WLAN-Netz. Die Akkulaufzeit des OnePlus 6T ist sicherlich nicht die längste, reicht im Alltag vollkommen aus und konnte mich daher zufriedenstellen. 

Der interne Akku wird Mithilfe des USB-C Anschlusses aufgeladen. Dieser unterstützt eine Schnellladefunktion, dadurch ist der Akku in knapp 1 Stunde und 25 Minuten wieder auf 100 % aufgeladen. Eine kabellose Aufladung via Qi-Standard wird leider nicht unterstützt.

(Akku: 4 von 5 Punkten)

Kamera

OnePlus setzt beim neuen 6T wie bereits beim Vorgänger auf eine Dual-Kamera auf der Rückseite. Dabei handelt es sich, laut den eigenen aussagen von OnePlus sogar um das genau identische Kamera Setup wie bereits beim OnePlus 6. 

Fotos knipst das Smartphone mit einer Auflösung von 16 Megapixeln und einer Blende von f/1,7. Der Sensor dieser Linse besitzt eine Pixelgröße von 1.22µm. Die zweite Kameralinse mit 20 Megapixeln, einer Blende von ebenfalls f/1.7 besitzt eine Pixelgröße von 1 µm und dient dazu einen Bokeh-Effekt (Tiefenschärfe) im Porträt-Modus zu erzeugen. Außerdem ist durch die zweite Kameralinse, welche mit einer anderen Brennweite versehen ist ein zweifacher optischer Zoom ohne Verlust möglich.

Die Hauptkamera mit 16 MP verfügt über einen OIS (optischen Bildstabilisator) und zudem über einen elektronischen Bildstabilisator (EIS). One Plus hat beim 6T einen neuen speziellen Nachtmodus eingeführt, der für bessere Aufnahmen bei Dunkelheit bzw. Nachtbildern mit schwächerer Beleuchtung sorgen soll. Bei diesem Modus muss man jedoch das Smartphone ca. 2 Sekunden lange ruhig halten, da dabei die Belichtungszeit etwas erhöht wird. Die Aufnahmen werden in diesem Modus bei ruhigem halten wirklich deutlich besser, wie ohne diesen Modus. Mir gefallen die Aufnahmen der Dual-Kamera auf der Rückseite sehr gut, auch wenn diese nicht ganz mit einigen Flaggschiffen der Konkurrenz mithalten können. Das liegt unter anderem auch an dem etwas zu langsamen Autofokus. Zudem hat die Kamera etwas Probleme mit dem Fotografieren von Blüten mit vielen einzelnen Blütenblätter. Hier erkennt man beim Betrachten der Bilder am PC in voller große oftmals unschöne Kanten. Des Weiteren viel mir vor allem bei Makro Aufnahmen auf, dass die Kamera zu Bildfehlern neigt, dies liegt jedoch an der Software, welche versucht, ein Teil des Bildes nachzuschärfen und dabei die Bilder teilweise unnatürlich verändert. Bei Tageslicht wiederum kann das Gerät in Sachen Schärfe und Details sehr gut mit den Top-Smartphones mithalten.

Mit der Hauptkamera auf der Rückseite können Videos mit maximal 4K mit bis zu 60 Bilder in der Sekunde aufgenommen werden. Bei 1080p sind ebenfalls 60 fps möglich und sogar Super Zeitlupenvideos mit bis zu 240 Fps. Des Weiteren können Videos auch in 720p Auflösung mit 30 fps und in Super-Zeitlupe mit hohen 480 fps aufgenommen werden.   

Die Auflösung der Frontkamera beträgt 16 Megapixel. Der Sensor ist mit einer Blende von f/2.0 ausgestattet und hat eine Pixelgröße von 1.0 µm. Die Frontkamera ermöglicht Video aufnahmen in max- Full-HD mit 30 Bilder pro Sekunde. Des Weiteren sind damit Zeitraffer-Videos möglich und man kann einen Beauty-Modus aktiveren und HDR ist ebenfalls zuschaltbar. Bei Dunkelheit dient das Smartphone-Display als Blitzlicht und erhält somit einigermaßen das Gesicht bei Selfie-Bilder. Die Bilder der Frontkamera sehen ganz gut aus, auch wenn man vor allem bei Selfies öfters den Fokus manuell auf das Gesicht legen muss. Ansonsten beginnt der helle Teil im Hintergrund schnell auszubrennen. 

(Kamera: 3,5 von 5 Punkten)

Software

Auf dem One Plus 6T läuft Android 9 Pie, welches mit der hauseigenen Benutzeroberfläche Oxygen OS versehen ist. OnePlus ist dafür bekannt sehr schnell die aktuellen Updates zur Verfügung zu stellen. Dies bemerkt man auch gleich nach dem ersten Einschalten des OnePlus 6T, denn dies lädt sofort das aktuelle Sicherheit-Sicherheit-Update vom November 2018. Da hängen andere Hersteller oftmals einige Zeit hinterher. 

Das Design der Oxygen OS Oberfläche gefällt mit ausgesprochen gut. Das System ist sehr schnell und man findet sich trotz den vielen Einstellungsmöglichkeiten sehr schnell zurecht. Die praktischen Gestensteuerung erleichtern einem die Bedienung des Smartphones enorm. 

Die vorinstallierten Apps (Bloatware) halten sich beim OnePlus 6T in grenzen, es sind lediglich die hauseigenen Apps wie OnePlus Switch und OnePlus Community vorinstalliert, diese können bei Bedarf jedoch auch beide deinstalliert werden.

(Software: 4,5 von 5 Punkten)

TEIL 3

bestehend aus „Preis/Leistung“ entspricht 10% der Gesamtwertung

Beschreibung

OnePlus wirbt das 6T unter anderem mit dem schnellsten, im Display integrierten, Fingerabdrucksensor eines Smartphones an. Aber auch der neue Nachtfoto-Modus und die sehr schnelle Performance, wird auf der Webseite geworben.

Diesen von OnePlus geworbenen Funktionen kann ich soweit zustimmen. Der Fingerabdrucksensor reagiert überraschend schnell, lediglich bei nassen Händen hat er Probleme, aber dies haben herkömmliche Fingerabdrucksensoren ebenfalls. Die verbaute Hardware (CPU, GPU und RAM) im Inneren des OnePlus 6T gehört aktuell zu den besten, wodurch da Gerät im Benchmark test nur knapp auf Platz zwei landet. Zu guter Letzt kann mich im Test auch der spezielle Nachtfoto-Modus überzeugen, denn dieser sorgt für deutlich bessere Bilder bei Dunkelheit, sofern man das Handy lange genug ruhig in den Händen hält.

Preis/Leistung

Der UVP des OnePlus 6T liegt bei 549 EUR mit 6 GB RAM und 128 GB (in D/A ). Bei 8 GB RAM und 128 GB verlangt der Hersteller 579€ und bei 8 GB RAM, sowie 256 GB werden 629 fällig. Der relativ niedriger Startpreis des OnePlus 6T spricht für das Smartphone. Für ein ähnlich ausgestattetes Smartphone zahlt man bei vielen anderen Herstellern knapp 1000€. Dafür schneidet es wiederum nicht ganz so gut wie die teueren Geräte in der Kamera ab. Des Weiteren besitzt es keinen Stereo-Lautsprecher, sondern ist immer noch mit einem einfachen Mono-Lautsprecher an der Unterseite versehen. Ebenfalls muss man etwas Abstriche in der Gesprächsqualität machen. Das Smartphone versucht nämlich die Umgebungsgeräusche um einen herauszufiltern, doch dabei dämpft es auch die Sprachqualität.

Huawei Mate 20 Lite

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LG Q Stylus

LG wurde 1958, als Tochter der Lucky Chemical Industrial Co., unter dem Namen Goldstar Co. gegründet. Anfangs wurden Radios, Fernseher, Kühlschränke, Waschmaschinen, Klimaanlagen und Staubsauger produziert. Im Jahr 1995 wurde der Firmenname von Goldstar in LG Electronics umbenannt. LG ist die Abkürzung von Lucky GoldStar. Gelegentlich ist auch die Bezeichnung LGe zu finden, wobei hier das e für Electronics steht. Inzwischen gehört der Konzern zu einer der ganz Großen und bietet Produkte aus den Bereichen Informationstechnik, Unterhaltungselektronik, Mobilfunk, Photovoltaik, sowie Haushaltsgeräte an.

Mit dem neuen Smartphone Q Stylus bietet LG eine preisgünstige Alternative zum Samsung Galaxy Note 9 an. Dieses kommt nämlich ebenfalls mit einem integrierten Stylus daher und besitzt ein großes 6,2 Zoll Display. Des Weiteren ist es nur halb so teuer, doch kann das Smartphone mit Stylus zum Preis von 449€ im Test überzeugen? Das erfahrt ihr in folgendem Testbericht.

TEIL 1

Bestehend aus „Verpackung/Design/Verarbeitung“ entspricht 25% der Gesamtwertung

Verpackung

Das LG Q Stylus kommt in der inzwischen gewohnten schlichten schwarzen Verpackung daher. Die Gestaltung ist bis auf wenige Aufdrucke (Modellbezeichnung, Seriennummer, Aufkleber usw.) zum Großteil wieder identisch mit den bisher von mir getesteten Geräten. 

Auf der Oberseite des Deckels ist in Silber der Smartphone Name „Q Stylus“ aufgedruckt. Bei den wenigen Informationen auf der Rückseite handelt es sich wie von LG gewohnt nicht großartig um das eigentliche Produkt, sondern vielmehr über den Hersteller. Schaut man sich den großen Aufkleber an der vorderen Stirnseite an, kann man hier neben der IMEI-Nummer, S/N-Nummer, noch die Modellbezeichnung sowie die Farbe des LG Q Stylus nachlesen. Zu guter Letzt ist an der oberen Stirnseite noch ein klassisches LG Logo zu sehen.

Beim Öffnen der Verpackung kommt als erstes ein schwarzes Reinigungstuch zum Vorschein, welches mit vielen LG-Logos versehen ist. Direkt darunter befindet sich das LG Q Stylus in einer Schutzfolie, die mit einigen wichtigen Ausstattungsmerkmalen des Smartphones bedruckt ist. So kann man darauf lesen, dass es ein 6,2 Zoll FHD+ Full Vison Display besitzt, einen Stylus Pen integriert hat und 3 GB RAM, sowie 32 GB ROM (Speicher). Entnimmt man das Smartphone, befindet sich darunter noch ein Quick Start Guide inkl. SIM-Tool, sowie eine kleine Garantiekarte. Darunter befindet sich wiederum noch der restliche Zubehör, bei dem es sich um ein USB-C Ladekabel und Fast-Charge Netzteil handelt. Das Ladekabel liegt bei meinem Testgerät nicht bei, kauft man sich das LG Q Stylus jedoch im Handel, befindet sich dies ebenfalls in der Verpackung.

(Verpackung: 3 von 5 Punkten)

Design

Beim Design ist LG, was die Front angeht, den letzten Geräten überwiegend treu geblieben. So kennen wir die Front bereits von dem von mir getesteten LG Q6 und LG V30. Mit den Maßen von 160,1 x 77,7 x 8,4 mm fällt das LG Q Stylus relativ groß aus, dies liegt unter anderem an dem großen 6,2 Zoll Display und dem trotzt FullVison bezeichnet dickeren Rand rund um des Display. Das 6,2 Zoll Full HD+ Display welches mit einer Auflösung von 2160 x 1080 Pixeln (Pixeldichte 389 ppi) auflöst, kommt in einem 18:9 Formfaktor daher und besitzt einen Screen-to-Body-Ratio Wert von knapp 80%. 

Der Rahmen des LG Q Stylus besteht aus mattem Aluminium und macht einen hochwertigen Eindruck. Was mir persönlich haptisch nicht ganz so gut gefällt, ist die Rückseite. Hier gibt LG an, dass es sich um eine Metallrückseite mit gewölbten 2.5 D Glas handeln soll. Dies mag zwar stimmen, aber ich persönlich bin davon kein Fan, denn beim abklopfen fühlt dies sich meiner Meinung nach mehr nach Kunststoff an. Zudem weißt diese an meinem noch relativ neuen Testgerät schon einige feine Kratzer auf. Hier gehe ich daher davon aus, dass die Rückseite ohne die Verwendung eines Cases sehr schnell nicht mehr so gut aussehen kann. Doch dies kann ich nach einem Testzeitraum von knapp zwei Wochen nicht beurteilen. Ich kann aber definitiv sagen, dass die Rückseite sehr anfällig für Fingerabdrucke ist. Dies ist jedoch ein allgemeines Problem von Smartphones mit einer Glas-Rückseite. 

Trotzt den abgerundeten Ecken und Kanten, liegt das 178 Gramm schwere LG Q Stylus einfach nicht so handlich in der Hand, was unter anderem an der Breite von 77,7 Millimeter liegt. Hier besitzen andere Smartphones bei einem gleich großen Display einen noch schmaleren Rand und sind dadurch noch einmal etwas schmaler.

Kommen wir zu den Bedienelementen und der verbauten Kameras usw. hier merkt man zum Teil, dass es sich beim LG Q Stylus um ein Mittelklasse-Smartphone handelt. Angefangen bei der linken Seite des Geräts, dort finden wir die Lautstärke Tasten und etwas weiter unterhalb den SIM- und microSD-Slot. Auf der rechten Seite befindet sich der Ein-/Ausschaltknopf und an der obern Stirnseite ein kleines Mikrofon. Das zweite Mikrofon, welches nicht nur bei Aufnahmen, sondern auch zum Telefonieren genutzt wird, befindet sich an der unteren Stirnseite, neben der USB-C Ladebuchse und dem Lautsprecher. Zudem befindet sich neben der Lautsprecheraussparung noch der integrierte Stylus und nahe an der linken Ecke die Klinke-Buchse.

Betrachtet man die Rückseite, dann fällt einem auf, dass hier keine Dual-Kamera, sondern lediglich eine Single-Kameralinse mittig im oberen Bereich des Smartphones verbaut wurde. Direkt darunter in der gleichen Linie befindet sich noch ein LED-Blitz sowie der Fingerabdrucksensor zum Entsperren des LG Q Stylus. Alle Elemente auf der Rückseite sind bündig mit dem Gehäuse, was einen sehr guten optischen Eindruck macht und zudem liegt das LG Q Stylus beim Auflegen auf den Tisch plan auf. Das Design des LG Q Stylus ist zwar kein besonders Highlight, da es ziemlich den bisherigen LG Smartphones ähnelt. Doch das Design kann sich dennoch im Großen und Ganzen sehen lassen.

(Design: 3 von 5 Punkten)

Verarbeitung

Wie unter Design bereits erwähnt, gefällt mit persönlich die Rückseite nicht zu 100 %. Das liegt an der Rückseite, denn diese soll laut den Angaben von LG zwar aus Metall mit gewölbten 2.5 D Glas bestehen. Fühlt sich meiner Meinung nach jedoch eher wie Kunststoff an und ist zudem anfällig gegen Kratzer. Daher kann man hier meiner Meinung nach nicht wie auf der Webseite angegeben von robust reden. Die abgerundeten Ecken und Kanten harmonieren wiederum sehr gut mit den abgerundeten Ecken des Displays.

Das LG Q Stylus ist IP68-zertifiziert und ist somit staubdicht und bietet Schutz vor zeitweiligem Untertauchen bis zu einer maximalen Tiefe von 1 Metern für max. 30 Minuten. Zudem ist das Q Stylus laut den laut den Angaben von LG stoßsicher gemäß dem Mil-STD-810G-Standard geschützt.

Wer von euch nicht weiß, bei was es sich beim Mil-STD-810G handelt hier eine kleine Erklärung. Es handelt sich dabei um eine US-amerikanische technische Militärnorm, die Umwelt-Testbedienungen für militärische Ausrüstung spezifiziert. Das Problem bei dieser Norm ist jedoch, dass dies meiner Meinung nach mehr als Marketing genutzt wird. Grund hierfür ist, dass diese Norm nicht vorgibt, dass die in der Norm erwähnten Tests alle tatsächlich durchgeführt werden und zudem muss das Gerät diese überhaupt gar nicht bestehen. Welche Tests durchgeführt wurden und welche das Gerät bestanden hat, sind lediglich in der Vertragsbestimmung zwischen dem Hersteller und dem Prüfer geregelt.

Fakt ist somit, das LG Q Stylus mag, wie LG angibt gegen Stöße geschützt sein, aber bekommt es den Stoß gegen das Display oder auf die Rückseite, bricht diese genauso wie bei jedem anderen Smartphone. Ansonsten ist die Verarbeitung des LG Q Stylus sehr gut, die Spaltmaße Stimmen und scharfe Kanten oder andere unschönen Dinge konnte ich am Testobjekt nicht feststellen.

(Verarbeitung: 3,5 von 5 Punkten)

TEIL 2

bestehend aus „Funktion des Produktes“ entspricht 65% der Gesamtwertung

Display6,2 Zoll IPS-LCD (18:9 Format) 2160 x 1080 Pixel, Pixeldichte beträgt 389 ppi
CPUMediatek MT6750S 4x 1,5 GHz und 4x 1,0 GHz
RAM3 GB RAM
Speicher32 GB (mit microSD bis zu 2 Terrabyte erweiterbar)
BetriebssystemAndroid 8.1 “Oreo”
Haupt-Kamera16MP f/2.2 Blende mit LED-Blitz
Front-Kamera8MP f/2.2 Blende
AnschlüsseUSB-Typ-C Anschluss; 3,5 mm Kopfhöreranschluss
Akku3300 mAh  mit Schnellladefunktion, nicht austauschbar
KonnektivitätWi-Fi 802.11/b/g/n, Mobilfunknetz bis 4G, Wi-Fi Direct, Bluetooth 4.2, NFC, GPS, A-GPS, GLONASS
Abmessungen (LxBxH)160,1 mm x 77,7 mm x 8,4 mm
Gewicht172 Gramm
LieferumfangLG Q Stylus
Netzteil
USB-TYP-C Ladekabel
Kurzanleitungen
Technische Daten des LG Q Stylus

Performance

Das es sich beim LG Q Stylus und ein Mittelklasse-Smartphone handelt, bemerkt man vor allem am verbauten Prozessor. Es handelt sich dabei um den 64-Bit Octa-Core-Prozessor Mediatek MT6750S aus dem Jahre 2016. Somit ist dies nicht wirklich der aktuellste CPU. Dieser Prozessor verfügt zwar über acht Rechenkerne, davon Takten jedoch die vier im Leistung-Cluster verbauten mit maximal 1,5 GHz und die anderen vier Kerne, welcher für weniger anspruchsvolle Anwendungen genutzt werden und somit im Stromspar-Cluster sitzen mit maximal 1 GHz. Im Prozessor ist auch der GPU ARM Mali-T860 MP2 integriert, welcher mit rund 530 MHz taktet.

Unterstützt wir der Octa-Core-Prozessor von 3 GB RAM Arbeitsspeicher. Der interne Flash-Speicher fällt mit 32 GB (Netto 21 Gigabyte) zwar nicht allzu groß aus, kann bei Bedarf aber mit einer mircoSD-Speicherkarte um bis zu 2 Terabyte erweitert werden. Als Betriebssystem ist Android 8.1 Oreo vorinstalliert.

Angesichts des Preises fällt die Ausstattung des LG Q Stylus etwas dürftig aus. Hier gibt es das ein oder andere günstigere Smartphone, welches dabei z. B. etwas mehr GB Arbeitsspeicher oder sogar 64 GB Flash-Speicher besitzt. Natürlich dürfte die verbaute Hardware für die meisten Interessenten, die ihr Smartphone lediglich zum Mails verfassen, WhatsApp Nachrichten schreiben und im Internet surfen nutzen problemlos ausreichen. Man merkt gelegentlich, dass die Apps teilweise zu besser ausgestatteten Geräten etwas länger zum Starten brauchen und bei grafisch anspruchsvollen Games, kommt es gelegentlich zu rucklern. Doch im Großen und Ganzen läuft das System dennoch flüssig und man kann damit problemlos arbeiten. Beachten sollte man hier auch, dass es sich um ein Mittelklasse-Smartphone handelt und daher nicht mit den über 1000€ teuren Geräten mithalten kann.

Doch nun die Frage, wie schneidet das LG Q Stylus im Benchmark Test ab? Das haben wir für euch natürlich auch getestet. Bei Antut hat das LG Q Stylus 54.188 Punkte erreicht und bei Geekbench 4 kommt es im Singel-Core Test auf 656 Punkte und beim Multi-Core-Test auf 2760 Punkte.

(Performance: 2,5 von 5 Punkten)

Display

Das Display des LG Q Stylus ist wie bereits erwähnt 6,2 Zoll groß. Dies ist einer sehr guter Größe, denn somit bekommt man auf dem Display viele Inhalte angezeigt und zudem lässt es sich damit besser Arbeiten, vor allem im Zusammenspiel mit dem Stylus. Das Display wird von LG als FullVision Display bezeichnet und löst mit 2160 x 1080 Pixeln auf. Die Pixeldichte beträgt somit 389 ppi, was leider nur einer Auflösung von FHD+ entspricht. Dies geht zwar in Ordnung, aber es gibt Geräte aus dem Hause LG, die bei kleiner Display eine deutlich höhere Pixeldichte vorweisen. Somit ist das LG Q Stylus in Sachen Bildschärfe nicht ganz so gut wie ein höher auflösendes Display. Zudem ist die Farbtreue sowie der Kontrast nicht ganz so hoch wie es z. B. bei einem OLED bzw. AMOLED Display wäre, da es sich hierbei lediglich um ein IPS-LCD Display handelt. Im Großen und Ganzen gefällt mir das Display aber dennoch ganz gut.

Die maximale Helligkeit des Displays könnte jedoch definitiv etwas höher sein, denn im Outdoor-Einsatz bei maximaler eingestellter Hintergrundbeleuchtung im Sonnenlicht hatte ich hin und wieder Probleme alles gut auf dem Display zu erkennen. Die Spiegelungen des Displays halten sich in Grenzen und gehen daher in Ordnung. Die Blickwinkelstabilität des LG Q Stylus ist dank dem IPS-LCD Display typischerweise sehr gut.

(Display: 3,5 von 5 Punkten)

AKKU

Der fest integrierte Akku im LG Q Stylus besitzt eine Kapazität von 3.300 mAh. Dieser reicht leider im Normalfall lediglich für einen Tag aus, mehr schafft das Gerät nicht. In meinem Testzeitraum habe ich das Gerät tagsüber auf der Arbeit über das mobile Datennetz genutzt und darüber im Internet gesurft und hin und wieder ein paar Nachrichten versendet sowie Videos angesehen. Abend habe ich dann übers heimische WLAN-Netzt gesurft und muss sagen, dass ich bereits abends das Smartphone ans Ladegerät hängen musst. Klar muss man heutzutage fast jedes Smartphone fast täglich laden, aber bei vergleichsweise gleichem nutzungsverhalten, hat bei mir mein iPhone X locker 1 einhalb Tage durchgehalten. 

Der interne Akku wird Mithilfe des USB-C Anschlusses aufgeladen, dieser unterstützt eine Schnellladefunktion, dadurch ist der Akku in knapp 1 Stunde und 25 Minuten wieder auf 100 % aufgeladen. Eine kabellose Aufladung via Qi-Standard wird leider nicht unterstützt.

(Akku: 4 von 5 Punkten)

Kamera

Auf der Rückseite kommt lediglich eine Single-Kamera mit einer Auflösung von 16 Megapixeln und einer weniger lichtstarken Blende von f/2.2 zum Einsatz. Hier hätte ich mir bei einem Mittelklasse-Smartphone zu diesem Preis definitiv eine Dual-Kamera gewünscht, denn dies bieten andere Hersteller in dieser Preisklasse ebenfalls an. Ein Zoom ist daher mit dem Q Stylus lediglich digital möglich und bei diesem verliert man sehr viel an der Qualität der Bilder. 

Um die volle Auflösung von 16 Megapixel nutzen zu können, müssen die Bilder im 4:3 Format aufgenommen werden, da nur dabei die ganze Größe des Bildsensors genutzt wird. Im 18:9 Formfaktor sieht das ganze vielleicht auf dem Smartphone größer bzw. besser aus, betrachtet man diese an einem großen Monitor am PC, erkennt man aber, dass die Auflösung deutlich kleiner ist. Im 18:9 Formfaktor beträgt die Auflösung nämlich lediglich 11 Megapixel.

Die 16 Megapixel-Kamera auf der Rückseite des LG Q Stylus macht zwar durchaus brauchbare Bilder, aber wirklich überzeugen können diese nicht. Klar für Schnappschüsse gehen diese in Ordnung, aber um damit z. B. Bilder für einen Fotokalender auszudrucken reicht die Qualität leider nicht aus. Leider fehlt es den Bildern etwas an Schärfe, denn vor allem wenn die Umgebung etwas dunkler ist, werden die Bilder schnell verschwommen bzw. verwaschen. Zudem ist in der Kamera kein Bildstabilisator eingebaut, was man vor allem bei Video-Aufnahmen bemerkt, da diese selbst bei einer einigermaßen ruhigen Hand verwackeln. Zudem stellte mich der Autofokus bei Videoaufnahmen nicht 100 % zufrieden, da dieser bei manchen Aufnahmen pulsiert und ständig nachfokusiert. Bei normalen Bilder wiederum arbeitet der Autofokus ausgesprochen schnell und zum Großteil präzise. In dunkleren Lichtverhältnissen lässt, wie bereits erwähnt die Qualität der etwas schwachen Blende von f/2.2 stark nach und das Bildrauschen nimmt zu.

Die Auflösung der Frontkamera beträgt 8 Megapixel und erlaubt Bilder mit Normalenwinkel (82 Grad) zu knipsen. Auf dem Smartphone sehen die Selfies ganz gut aus, wenn man diese jedoch auf dem Computer betrachtet, fällt einem auf, dass diese ein deutliches Rauschen vorweisen und nicht richtig scharf sind. 

Videos können mit dem LG Q Stylus mit maximal 1.080p und 30 fps aufgenommen werden. 4K- Videos sind leider nicht möglich. Mit der Qualität der Testaufnahme bei Sonnenschein war ich durchaus zufrieden. Doch wie bereits erwähnt stellte mich er Autofokus, sowie der fehlende Bildstabilisator nicht zufrieden. Damit sehen die Aufnahmen einfach nicht so schön aus. 

(Kamera: 2,5 von 5 Punkten)

 Software

Das LG Q Stylus kommt mit Android 8.1 Oreo Betriebssystem und dem Google Assistant. LG nutzt beim Q Stylus die typische LG UX Benutzeroberfläche. Diese unterscheidet sich unter anderem vom Einstellungsmenü oder vom Luncher deutlich vom normalen Android-System.

LG nutzt bei seiner Benutzeroberfläche z. B. deutlich abgerundeter Ecken der Apps, welche perfekt zu den abgerundeten Ecken des 6,2 Zoll großen Display passen. Zudem setzt LG beim Luncher nicht auf eine Android typische App-Übersicht, sondern alle Apps sind ähnlich wie bei iOS auf diversen Seiten auf dem Homescreen angeordnet. 

Das Einstellungsmenü ist in vier Untermenüs aufgeteilt (Netz; Töne; Anzeige und Allgemein). Diese Aufteilung gefällt mir persönlich ganz gut, denn so finde ich mich im Einstellungsmenü schnell zurecht. Die vorinstallierten Apps (Bloatware) halten sich beim LG Q Stylus in grenzen, doch Apps wie z. B. LG SmartWorld oder RemoteCall Service hab ich in meinem Test nie benutzt und würde diese somit auch im Alltag nicht gebrauchen. Löschen kann man diese jedoch leider nicht und somit belegen diese unnötig Speicher. Man kann die Apps lediglich in den Einstellungen Ausblenden.

LG hat beim Q Stylus einige Apps zusätzlich installiert, welche speziell für den Stylus-Stift vorgesehen sind. Diese erscheinen am rechten Display Rand, sobald man den Stylus aus dem Gerät zieht. Es handelt sich dabei um die App: Pop Memo, Mahlbuch, Scratch art und QuickMemo+. Entfernt man den Stylus beim ausgeschaltetem Display, öffnet sich direkt die Notiz App, bei der man direkt mit weißer Farbe auf einen schwarzen Hintergrund schreibt. 

(Software: 4,5 von 5 Punkten)

TEIL 3

bestehend aus „Preis/Leistung“ entspricht 10% der Gesamtwertung

Beschreibung

Mit dem Q Stylus bietet LG ein Smartphone mit Stylus zu einem relativ günstigen Preis an. Doch leider konnte das Gerät nicht in allen Bereichen überzeugen. Denn zum einen verspricht LG das damit klare und hochwertige Fotos gelingen. Doch diese schafft man mit dem LG Q Stylus wirklich nur bei perfekten Lichtverhältnissen. Meiner Meinung nach ist es eine gute Kamera, aber es gibt für das Geld definitiv bessere Geräte, bei den man dann aber auf den Stylus verzichten muss. Wer auf der Suche nach einem Smartphone mit großem Display und integrierten Stylus zu einem Preis unter 500€ ist, der kann sich das LG Q Stylus näher ansehen. Dennoch muss ich dazu sagen, dass man sich im Klaren sein muss, dass es sich hierbei um ein Mittelklasse-Smartphone handelt, welches in einigen Bereich nicht so gut überzeugen konnte. Darunter fällt nicht nur die Kamera, sondern auch die Ausstattung wie z. B. der fehlende WLAN-Standard 802.11 ac, kein Stereo-Lautsprecher und dem etwas schwachen Prozessor.

Preis/Leistung

Der UVP des LG Q Stylus liegt bei 449 EUR (in D/A). Das Smartphone ist meiner Meinung nach von der Verarbeitung ein ganz gutes Smartphone. Es ist sehr gut für Business-/ sowie normale Anwender geeignet, die ein Smartphone haben möchten, welches technisch gesehen zwar nicht das beste Smartphone ist, aber eben mit einem Stylus daher kommt. Die verbaute Hardware ist wie bereits erwähnt zwar nicht die Beste, reicht jedoch für viele Nutzer, welche ihr Smartphone lediglich zum Surfen, Telefonieren, Nachrichten schreiben und gelegentliche Schnappschüsse nutzen aus. Das große Display mit dem relativ schmalen Rand kann im Test durchaus überzeugen und die Kamera liefert bei gutem Licht akzeptable Bilder.

testr Gesamtwertung

unter Berücksichtigung aller Teilwertungen

 Wir bedanken uns beim Hersteller für die Bereitstellung des Produktes. Zu unseren Grundsätzen

Link zum Hersteller: https://www.lg.com/de

HTC U12+

In aller Kürze

High Tech Computer Corporation, besser bekannt unter dem Namen HTC, wurde 1997 von Peter Chou, H.T.Cho und Cher Wang gegründet. Das Unternehmen, dessen Firmensitz sich in Taoyuan (Taiwan) befindet, ist vor allem für seine Mobiltelefone bekannt. 

Nachdem HTC im Jahr 2012/13 mit einem starken Umsatzrückgang zu kämpfen hatte, verließen einige leitende Angestellte das Unternehmen. Auch der Mitgründer Peter Chou übergab 2015 seinen Posten als CEO an die Mitgründerin Cher Wang. 

Mit dem HTC U12+ bringt der Hersteller sein neuestes Flaggschiff-Smartphone auf den Markt. Diese kommt mit einem berührungsempfindlichen Gehäuse (Edge Sense), vier Kamera-Linsen und einem edlen Design daher. Doch kann das neue HTC U12+ auch im Test überzeugen, das erfahrt ihr in folgendem Testbericht? 

TEIL 1

Bestehend aus „Verpackung/Design/Verarbeitung“ entspricht 25% der Gesamtwertung

Verpackung

Die rechteckige Verpackung (Pappschachtel) des HTC U12+ ist sehr schlicht und umweltfreundlich gehalten. Auf der oberen Seite ist lediglich der silberne Schriftzug „htc U12+“ zu lesen.

Auf der Rückseite befindet sich ein großer Aufkleber, auf dem die wichtigsten technischen Daten über das Smartphone zu lesen sind. Neben der Displaygröße und der Speichergröße erfährt man hier auch, das die Pappschachtel aus 98% recyclebarem Material besteht. An der unteren Stirnseite befindet sich erneut ein kleiner Aufkleber, der unter anderem über die IMEI-Nummer, S/N-Nummer, Modellbezeichnung, sowie die Farbe des HTC U12+ informiert.

Bei der Verpackung handelt es sich um eine Box zum Aufklappen. Nach dem Öffnen der Verpackung kommt auf der linken Seite, direkt das HTC U12+ Smartphone, welches mit einer matten Schutzfolie versehen ist zum Vorschein. Die Folie ist unter anderm mit dem Namen des Smartphones und dem Hinweis wie die Sim-Karte bzw. Speicherkarte eingelegt wird, gekennzeichnet. Rechts neben dem Smartphone sind in dafür vorgesehenen Aussparungen das Netzteil, USB-C-Ladekabel und die In-Ear Ohrhörer mit USB-C Anschluss untergebracht. Bei den mitgelieferten In-Ear Kopfhörern mit dem Namen „HTC U Sonic“ handelt es sich nicht um billige Ware, wie sie bei den meisten anderen Hersteller im Lieferumfang enthalten sind, sondern um hochwertige, welche sogar mit Noise-Cancelling (ANC) ausgestattet sind. 

Das restliche Zubehör verbirgt sich unter dem Gerät. Entnehmen wir den Einsatz samt Smartphone, befindet sich darunter noch ein transparentes Hartschalen-Case, 2 weitere paar Ohrtips für die In-Ears, das SIM-Tool, die üblichen Beschreibungen und als kleine Beigabe zwei HTC Aufkleber.

(Verpackung: 4 von 5 Punkten)

Design

Beim U12+ handelt es sich um HTC´s Flaggschiff-Smartphone, daher besteht dieses aus hochwertigen Materialien. Die Vorderseite besten aus robustem Corning Gorilla Glass 5 und die Rückseite aus Corning Gorilla Glass 3. Der Rahmen, welcher für Stabilität sorgt und die beiden Seiten miteinander verbindet ist aus Aluminium gefertigt. Die Übergänge der einzelnen Materialien gehen nahtlos ineinander über, ich konnte keine störende Spaltmaße feststellen.

Wie bereits das HTC Desire 12+, kommt auch das HTC U12+ im sogenannten Liquid-Surface-Design daher. Damit ist das Hochglanz-Gehäuse gemeint, welches je nach Lichteinfall die Farbe verändert. Dies erreicht HTC durch mehrere Schichten Glas welche mit kontrastreicher Farbe versehen sind. Das neue HTC U12+ ist in drei Farben erhältlich: Ceramic Black (Schwarz), Flame Red (Rot) und Translucent Blue (Blau). Beim Letzt genannten handelt es sich um die Farbe meines Testgerätes. Diese gefällt mir persönlich sehr gut, denn hier ist der mittlere Teil der Rückseite transparent. So kann man hierdurch z.B. die Oberfläche des Akkus und einige anderen Komponenten zum Teil sehen, während es zum Rand hin zu einem undurchsichtigen Blauton übergeht. Aber auch die anderen Farbvarianten können überzeugen, zwar sind diese in der Mitte nicht durchsichtig, doch je nach Blinkwinkel sind diese mehrfarbig, so erscheint das „Flame Red“ bei einem anderen Blickwinkel nicht mehr Rot, sondern Gold und das Schwarze eher Grau. 

Leider hat die hochglänzende Rückseite aus Glas, das gleiche Problem mit Fingerabdrücken wie bei allen anderen Smartphones mit Glasrückseite. Diese sind hier ebenfalls sehr stark ersichtlich und lassen sich nicht wirklich vermeiden. Selbst als ich mit meiner Kamera Bilder von der Rückseite gemacht habe, hatte ich Probleme, die Rückseite komplett sauber abzufotografieren.

 Betrachten wir die Front des HTC U12+, fällt direkt das 6,0 Zoll große Display auf, welches mit einem 18:9 Formfaktor daher kommt. Mit den Abmessungen von 156,6 × 73,9 × 9,7 Millimeter (LxBxH) und einem Gewicht von 188 Gramm, gehört es nicht unbedingt zu den leichtesten und dünnsten Smartphones in der Oberklasse. Doch dank dem 18:9 Formfaktor und den relativ schmalen Displayrändern, liegt das HTC U12+ trotz seinem 6,0 Zoll Display insgesamt recht gut in der Hand. Jedoch empfehle ich es in einer Hülle zu benutzen, da es aufgrund der glatten Rückseite ein wenig rutschig ist.

Das HTC U12+ ist das allererste Smartphone, bei dem komplett auf mechanische Tasten verzichtet wurde. Es handelt sich bei den Bedienelementen auf der rechten Seite um die üblichen, diese reagieren jedoch nicht auf Druck, sondern auf Berührung. Ein erfolgreiches betätigen dieser Tasten löst ein haptisches Feedback über einen Vibrationsmotor aus, wie es auch beim iPhone 7 im Touch-ID bzw. Home-Button der Fall ist. 

Der Power-Knopf besitzt eine leicht geriffelte Oberfläche und ist dadurch leichter von den gleich großen Lauter/ Leiser Tasten zu unterscheiden. Den SIM- und MicroSD-Slot finden wir auf der linken Seite. Beide Fächer sind mittlerweile wie bei den meisten Android Smartphones zum Standard geworden und in einem kombiniert. Leider handelt es sich beim HTC U12+ um kein „echtes“ Dual-Sim Smartphone, denn ich kann entweder eine SIM-Karten und eine Micro-SD-Speicherkarte gleichzeitig einlegen oder nur zwei Sim-Karten.  

An der Unterseite finden wir rechts neben dem USB-C-Anschluss ein größerer Schlitz, hinter dem sich der Lautsprecher befindet und links  daneben ein weiterer kleinerer Schlitz. Dabei handelt es sich um das Mikrofon welches für Telefonate genutzt wird. Ein Klinken-Anschluss gibt es nicht, dafür können aber die mitgelieferten In-Ear Kopfhörer per USB-C Kabel angeschlossen werden.

Auf der Rückseite befindet sich mittig im oberen Drittel eine Dual-Kamera. Die Linsen sind nebeneinander angeordnet und schließen bündig mit dem Gehäuse ab. Lediglich ein knapp 0,5mm hoher Rahmen um die Linsen steht hervor, welcher das Kamera-Glas vor Beschädigungen schützt. Direkt neben der Dual-Kamera befindet sich ein weiteres Mikrofon, welches bei Videoaufnahmen genutzt wird und auf der gegenüberliegenden Seite sind der Phasenvergleich-AF und Laser-AF untergebracht. 

Ebenfalls auf der Rückseite ungefähr mittig im oberen Drittel, befindet sich noch ein Fingerabdrucksensor, welcher sehr gut erreichbar ist. Außerdem ist dazwischen noch ein Dual-LED-Blitz zu finden. Bei der Frontkamera kommt ebenfalls eine Dual-Kamera zu Einsatz, diese befindet sich links neben der Ohrmuschel, neben der auch der Helligkeitssensor und Annäherungssensor steckt. Die Ohrmuschel wird übrigens auch als zweiter Lautsprecher genutzt, somit bietet das HTC U12+ einen Stereo-Sound.

(Design: 4 von 5 Punkten)

Verarbeitung

Sobald man das HTC U12+ das erste mal in den Händen hält und es einschaltet, fällt einem der relativ schmale Displayrand auf. Dennoch ist es knapp 10 mm länger als das iPhone X, jedoch ist es nicht wirklich größer als sein Vorgänger das HTC U11 mit 5,5 Zoll. 

Eine Bedienung mit nur einer Hand ist durch das große 6,0 Zoll Display nach meinem Test nur relativ eingeschränkt möglich. Man kann zwar durch die „Edge Sense“ die Einhandbedienung aktivieren, aber dann wird eben nur der Display-Ausschnitt verkleinert.

Leider nehme ich beim Betätigen der Lauter/Leiser Tasten das haptische Feedback nicht ganz so realistisch war, als beim Power-Button welcher sich darunter befindet. Zudem reicht leider nicht nur eine Berührung aus, sondern ich musste bei den „Tasten“ sogar mehr Druck ausüben als bei herkömmlichen mechanischen. Manchmal war es so, dass ich mit dem Daumen Probleme hatte die Lautstärke gezielt um mehrer Stufen auf einmal zu regulieren.

Ansonsten bin ich mit der Verarbeitung des HTC U12+ sehr zufrieden, es gibt keine ungleichmässige bzw. zu große Spaltmaße und die hochwertig verbauten Materialien können ebenfalls überzeugen.

(Verarbeitung: 4 von 5 Punkten)

TEIL 2

bestehend aus „Funktion des Produktes“ entspricht 65% der Gesamtwertung

Display6,0 Zoll (18:9 Format) 2880 x 1440 Pixel, Pixeldichte beträgt 537 ppi
CPUQualcomm Snapdragon 845, 64bit, 4x 2.60GHz und 4x 1,8GHz / GPU: Adreno 630
RAM6 GB RAM
Speicher64 GB (mit microSD bis zu 2 TB erweiterbar)
BetriebssystemAndroid 8.0 „Oreo“
Haupt-Kamera12MP f/1.75 Blende, Bokeh-Linse (Tele) mit 16MP f/2.6 Blende; LED-Dual-Blitz
Front-Kamera2×8 Megapixel f/2.6 Blende 84-Grad Weitwinkel
AnschlüsseUSB 3.1 Gen 1, Type-C
Akku3.500 mAh nicht austauschbar
KonnektivitätWi-Fi 802.11 a/b/g/n/ac (2,4 und 5GHz-Band). Mobilfunknetz bis 4G, Wi-Fi Direct, Bluetooth 5, GPS, A-GPS, GLONASS, Galileo, BeiDou, NFC
Abmessungen
(LxBxH)
156,6mm x 73,9mm x 9,7mm
Gewicht188 Gramm
LieferumfangHTC U12+
Netzteil
USB-C-Ladekabel
SIM-Karten Tool
In-Ear Kopfhörer (mit ANC)
Bedienungsanleitung
2x HTC Aufkleber
Technische Daten des HTC U12+

Performance

Im HTC U12+ werkelt ein Qualcomm Snapdragon 845, welcher mit acht Kernen ausgestattet ist. Es handelt sich dabei um einen 64-bit Prozessor, bei dem 4 Kerne für schwächere Anwendungen mit bis zu 1,8 GHz und 4 mit 2,60 GHz für anspruchsvollere Anwendungen arbeiten. Unterstützt wird der Octa-Core Prozessor von 6 Gigabyte RAM und einem Adreno 630 GPU. Der interne Flash-Speicher mit 64 Gigabyte (Netto ca. 48 Gigabyte) dürfte für die meisten ausreichend bemessen sein, kann aber bei Bedarf zusätzlich mit einer mircoSD-Speicherkarte um bis zu 2 TB erweitert werden. Als Betriebssystem ist Android 8.0 vorinstalliert. 

Beim mobilen Internet wird Cat 18 LTE unterstützt, dieses erlaubt einen Downloadgeschwindigkeit von bis zu 1,200 Mbps und 150 Mbps im Upload. Bei der Wi-Fi Unterstützung unterstützt es Wi-Fi 802.11 a/b/g/n/ac im 2,4 & 5-GHz-Band. Bluetooth 5.0 ist ebenfalls mit an Board.

Die Leistung, welche das HTC U12+ bietet ist durch die verbaute Hardware sehr groß. In allen Tests schneidet es hervorragend ab und sichert sich somit einen Platz in der Top 10. Die Leistung reicht somit für so ziemlich alle Anwendungen aus, ob ein grafisch anspruchsvolles Game oder jegliche andere Anwendung, das U12+ kommt nicht so schnell an seine Grenzen. Somit ist die Performance des U12+ für diejenigen unter euch, welche ihr Smartphone lediglich für Mails verfassen, WhatsApp Nachrichten schreiben und im Internet surfen nutzen mehr als ausreichend.

Wie schneidet das HTC U12+ im Benchmark Test ab? Das haben wir natürlich für euch getestet. Die Benchmarks sagen — 254.813 Punkte bei Antut, bei Geekbench 4 kommt es im Singel-Core Test auf 2447 Punkte und beim Multi-Core-Test auf 8959 Punkte.

(Performance: 4,5 von 5 Punkten)

Display

Das 6,0 Zoll große Display besitzt wie bereits erwähnt einen 18:9 Formfaktor, der Screen-to-Body-Ratio Wert liegt bei 80,3%. Dieser Wert gibt an, wieviel der Vorderseite mit einem Display abgedeckt ist. Beim verbauten Display handelt es sich um ein sogenanntes „Super LCD 6“, welches mit 2880×1440 Pixel auflöst. Die Pixeldichte beträgt somit 537 ppi, was für eine sehr scharfe Darstellung sorgt und zudem unterstützt es hiermit eine HDR10 Darstellung. Das Display kann durch seine sehr gute Schwarzwerte und Blickwinkelstabilität überzeugen.

Allerdings ist die maximale Bildschirmhelligkeit für ein Flaggschiff-Smartphone sehr schwach. Hier liefern andere Hersteller deutlich hellere Panels. Im Outdoor-Einsatz hatte ich nicht nur bei direkter Sonneneinstrahlung auf das Display Schwierigkeiten alles zu erkennen. Das Display ist selbst bei max. Helligkeit sehr viel dunkler als das, des iPhone X. Die maximale Helligkeit beim HTC U12+ entspricht ungefähr der halben Helligkeitseinstellung beim iPhone X. Die Spiegelungen des Displays halten sich jedoch im Großen und Ganzen in Grenzen. 

(Display: 4 von 5 Punkten)

Akku

Der fest verbaute Akku hat eine Kapazität von 3.500 mAh. Dieser reicht je nach Nutzungsintensität für gut einen Tag aus, mehr aber leider nicht. In dem Testzeitraum hatte ich teilweise über das mobile Datennetz und Abends über das WLAN im Internet gesurft, einige Videos angeschaut, Nachrichten versendet und gelegentlich telefoniert.

Der Akku wird mithilfe eines Quick Charge 3.0 Netzteil aufgeladen. Daher dauert es mit dem 5V 2,5A Netzteil gut 1 Stunde und 20 Minuten, bis der Akku wieder auf 100% aufgeladen ist. Leider wird trotz Glasrückseite keine Wireless-Charging unterstützt.

(Akku: 3,5 von 5 Punkten)

Kamera

Wie bereits erwähnt, gibt es auf der Rückseite eine Dual-Kamera. Diese gilt laut dem französischen Fotospezialisten DxO als die aktuell beste in einem Smartphone verbauten Dual-Kamera. Das zeigte sich auch in meinen Testaufnehmen.

Ausgestattet ist die Dual-Hauptkamera mit einer 12-Megapixel-Linse mit  f/1.75-Blende (Sensor-Pixelgröße:1,4μm) und einer 16-Megapixel-Linse mit f/2.6-Blende (Sensor-Pixelgröße: 1,0μm). Durch die beiden unterschiedlichen Brennweiten und deren Auflösungen, kann man ein Fotomotiv um den zweifachen Faktor vergrößern, ohne das es unter Qualitätsverlust leidet. Zudem ist es möglich einen Schärfentiefe-Effekt (Bokeh-Effek) zu erzeugen. Neben einem Dual-LED-Blitz besitzt es auf der Rückseite auch eine Phasenerkennung und Laser-Autofokus. 

Die Kamera liefert eine sehr gute Bildschärfe, mit der Farbwiedergabe war ich bei meinen Testaufnahmen sehr zufrieden, auch wenn meiner Meinung nach die Farbe der Bilder etwas zu sehr gesättigt waren. Selbst bei schlechteren Lichtverhältnissen liefert die Hauptkamera im Vergleich zu anderen Smartphones gute Bilder. Dank dem Dual-LED Blitz, sind auch selbst bei Dämmerung bzw. Dunkelheit ansehnliche Bilder möglich, wenn auch hier das Rauschen zunimmt. 

Die zweite Linse der Hauptkamera auf der Rückseite bietet zwar mit 16 MP eine höhere Auflösung, besitzt aber eine schlechtere Blende und zudem einen kleineren Bildsensor. Diese Linse dient wie bereits erwähnt für den Porträtmodus und kann einen zweifachen optischen und zehnfachen Digitalzoom ermöglichen. Die zweite Linse kann mich persönlich nicht ganz so überzeugen, selbst bei gutem Tageslicht ist die Bildqualität etwas schlechter, zudem wirken die Farben etwas blass und die Dynamik könnte etwas höher sein, denn hier gehen einige Details verloren.

Bei meinen Testaufnahmen ist mir aufgefallen, dass es der Kamera gelegentlich nicht perfekt gelingt zwischen dem Hintergrund und dem Motiv zu unterscheiden. Dies war jedoch nur sehr selten der Fall, großteils passte es und die erzeugte Unschärfe wirkte keinesfalls künstlich.

Bei der Front-Kamera kommt ebenfalls eine Dual-Kamera zum Einsatz. Hier wurden von HTC zwei 8 Megapixel-Linsen mit einer f/2.6 Blende (Sensor-Pixelgröße: 1,12μm) verbaut. Bei der Frontkamera dient die zweite Linse lediglich für den Porträtmodus (Bokeh-Effekt). Beide Linsen nehmen das Bild mit einem Weitwinkel von 84 Grad auf. Die Aufnahmen mit der Front-Kamera können bei Tageslicht durchaus überzeugen, lediglich der Bokeh-Effekt hat mich hier etwas enttäuscht. Hier gelingt es dem HTC U12+ nicht so gut zwischen den scharfen und unscharfen Bereichen zu unterscheiden. Oftmals war dadurch ein Teil meiner Haare oder Ohren verschwommen. Des Weiteren fängt die Kamera relativ schnell an bei schlechterem Umgebungslicht zu rauschen.

Videos können mit dem HTC U12+ maximal in Ultra HD (4K) und 60 Bilder pro Sekunden aufgenommen werden. Hier ist es etwas ärgerlich, dass bei dieser Auflösung nur maximal 6 Minuten Videomaterial aufgenommen werden können. In Full-HD sind es jedoch ebenfalls maximal 60 FPS. Dank dem optischen Bildstabilisator gelingen die Videos selbst bei etwas zittrigen Händen ohne zu verwackeln. Die Qualität der Videoaufnahmen konnte mich in meinen Testaufnahmen mit der Hauptkamera ebenfalls überzeugen. Bei der Ton-Aufnahme wird nicht nur High-Res-Sound, sondern dank vier verbauten Mikrofone auch 3D-Sound unterstützt. Im Hintergrund der Aufnahme ist jedoch immer ein sehr leichtes Grundrauschen vorhanden. 

Bei der Frontkamera können Videos bestenfalls in Full-HD aufgezeichnet werden. Die verbauten Kameras im HTC U12+ konnten mich trotz ein paar Kritikpunkten durchaus überzeugen. Vor allem die Hauptkamera hat mir in meinem Test sehr gut gefallen.

(Kamera: 4 von 5 Punkten)

Software

Das HTC U12+ kommt mit Android 8.0 Oreo als Betriebssystem und dem Google-Sicherheitspatch vom März 2018 daher. Meiner Meinung nach hätte man hier zum jetzigen Zeitpunkt bereits Android 8.1 Oreo und einen aktuelleren Sicherheits-Patch nachliefern können, denn wir haben ja bereits Juli. HTC verpasst seinen Smartphones üblicherweise eine eigene Benutzeroberfläche mit dem Namen „HTC Sense“. Mir persönlich wirkt das Ganze etwas zu viel, es ist eine große Anzahl an vorinstallierten Apps installiert. Dadurch geht einiges an Speicher verloren, denn die Apps, welche vorinstalliert sind, können nicht gelöscht werden.

Der ebenfalls vorinstallierte App „HTC Sense Companion“ informiert über einige Dinge, so kann dieser unter anderem daran erinnern das Smartphone zu laden, zeigt die zurückgelegten Schritte und Kilometer am Tag an und das Wetter. Dies ist zwar eine nette Sache, aber ich persönlich bräuchte diese App nicht unbedingt.

Zu einer der Besonderheiten beim HTC U12+ gehört die sogenannte „Edge Sense“. Dabei handelt es sich um den Rahmen, welcher an der unteren Hälfte auf Tippen, Zusammendrücken und Halten reagiert.  Standardmässig führt ein doppeltes Tippen mit dem Daumen auf den Rahmen den anpassbaren Mini-Bildschirm aus. Dadurch kann man das Smartphone bequem mit einer Hand bzw. mit dem Daumen bedienen. Hält man das Smartphone an beiden Seiten, wird ein unnötiges rotieren und dimmen des Bildschirms verhindert. Drückt man das Smartphone wiederum am Rahmen mit etwas mehr Druck zusammen, gelangt man automatisch in die Kamera App. Diese Belegungen können in den Einstellungen bei Bedarf verändert werden.

(Software: 4 von 5 Punkten)

TEIL 3

bestehend aus „Preis/Leistung“ entspricht 10% der Gesamtwertung

Beschreibung

Die online präsentierten Produktbilder des HTC U12+ entsprechen durchaus der Realität. HTC beschreibt das U12+ mit den Sätzen wie: „Komfortable Bedienung – mit nur einer Hand“ oder „Das am besten bewertete Dual-Kamera-Set-up der Branche“. 

Diesen Aussagen kann ich soweit auch zustimmen. Dank der „Edge-Sense“ verfügt das HTC U12+ über mehrer nützliche Funktionen, so dass man sehr schnell im Einhandmodus landet, oder direkt die Kamera App startet. Mit der Dual-Kamera auf der Rückseite war ich zufrieden, denn diese konnte mich in meinem Test ebenfalls überzeugen. 

Die großen Kritikpunkte, welche ich am HTC U12+ feststellen konnte waren zum einen der schwache Akku und das zu dunkle Display. Ansonsten erhält man mit dem HTC U12+ ein sehr gutes Smartphone. 

Preis/Leistung

Die UVP des HTC U12+ ist mit 799 EUR (in D/A) durchaus angemessen. Würde das Display eine deutlich hellere Helligkeit bieten und der Akku etwas länger durchhalten, wäre es zu diesem Preis ein absolut empfehlenswertes Smartphone.

Mit diesen Schwächen sollt man sich vor dem Kauf überlegen, ob einem das zu dunkle Display und die etwas zu kurze Akkulaufzeit ausreicht. Das zu dunkle Display fällt wie bereits erwähnt nur im Outdoor-Einsatz negativ auf.

testr Gesamtwertung

unter Berücksichtigung aller Teilwertungen

 Wir bedanken uns beim Hersteller für die Bereitstellung des Produktes. Zu unseren Grundsätzen

Motorola Moto G6

Motorola Mobility wurde 2011 gegründet. Das Unternehmen, dessen Firmensitz sich in Illinois in den USA befindet entstand nach der Aufspaltung der Motorola Inc. welche bereits 1928 gegründet wurde. Das Unternehmen fertigte bis dahin Handys, Modems und Set-Top-Boxen. 

Im Jahr 2012 kaufte Google Motorola Mobility für 12,5 Milliarden US-Dollar. Doch bereits ein Jahr später wurde der Bereich Motorola Home, in dem Modems und Set-Top-Boxen gefertigt wurden wieder verkauft. Fortan fertigte Motorola Mobile nur noch Handys.

Im Jahr 2014 gab Google bekannt, dass man Motorola Mobility für knapp 3 Milliarden Euro an den chinesischen PC-Hersteller Lenovo verkauft hat. Jedoch blieben sämtliche Patente des Unternehmen Motorola in den Händen von Google.

Die moto Smartphones werden mittlerweile ausschließlich unter der Marke Motorola vermarktet. Daher lautet die korrekte Bezeichnung Motorola moto g6, was bedeutet Motorola (Hersteller) moto (Marke) g6 (Modell). Dasselbe gilt auch für sämtliche anderen Smartphones wie z.B. dem Motorola moto x4, Motorola moto Z2, Motorola moto C.

Die g-Serie ist bekannt für ihr sehr gutes Preis-Leistungs-Verhältnis. Mit dem Smartphone moto g6 bringt der Hersteller sein neuestes Mittelklasse-Smartphone auf den Markt und möchte dieses Image fortführen, doch gelingt es Motorola erneut? Dies erfahrt ihr in folgendem Testbericht. 

TEIL 1

Bestehend aus „Verpackung/Design/Verarbeitung“ entspricht 25% der Gesamtwertung

Verpackung

Die Verpackung des moto g6 ist sehr schön gestaltet. Auf der oberen Seite der in verschieden Grüntönen gehaltenen Verpackung ist das M-Logo inkl. den Namen motorola, sowie der Name des Gerätes in Silber aufgedruckt. Am oberen rechten Rand befindet sich ein pinkfarbener Aufkleber, welcher darüber informiert, dass eine gratis Schutzhülle mit im Lieferumfang enthalten ist. Die Rückseite ist mit den wichtigsten technischen Daten über das Smartphone versehen.

Auf der unteren Seite befindet sich ein großer Aufkleber, der unter anderem über die IMEI-Nummer, P/N-Nummer, Modellbezeichnung, Speichergröße, sowie die Farbe des moto g6 informiert. Auf der rechten Seite ist erneut der Name „moto g6“ in Silber aufgedruckt. Auf der oberen Stirnseite und der rechten Seite ist die Oberfläche der Verpackung grau und schräg gemustert. Zudem befindet sich an der rechten Seite ein Klebestreifen mit einem M-Logo, welcher als Siegel dient.

Bei der Verpackung handelt es sich um eine einfache Box mit Deckel. Nach dem Öffnen der Verpackung kommt direkt das moto g6-Smartphone in der gratis Schutzhülle und mit einer Folie auf dem Display versehen zum Vorschein. Entnimmt man das Smartphone samt Einleger, erkennt man, dass sich das restliche Zubehör unter dem Gerät verbirgt. Beim Lieferumfang gibt es kaum Überraschungen, es ist im wesentlichen alles dabei, was man für den täglichen Smartphone-Einsatz benötigt. USB-C Ladekabel, Schnelllade-Netzteil, SIM-Tool und die üblichen Beschreibungen. Etwas schade finde ich, dass Motorola keine Kopfhörer mitliefert, obwohl das moto g6 mit einer Klinke-Buchse ausgestattet ist. Jedoch ist es für mich nicht schlimm, da ich persönlich sowieso immer separate Bluetooth-Kopfhörer benutze.

(Verpackung: 4 von 5 Punkten)

Design

Das moto g6, folgt dem aktuellen Smartphone-Trend und kommt somit nicht nur mit einem 18:9 Display-Format daher, sondern auch mit einem Hochglanz-Gehäuse. Das Design des moto g6 gefällt mir sehr gut, zudem liegt es dank der etwas stärker abgerundeten Seiten auf der Rückseite sehr angenehm in der Hand. Jedoch empfehle ich es in einer Hülle zu benutzen, da es aufgrund der glatten Rückseite ein wenig rutschig ist. Zudem hat die hochglänzende Rückseite das Problem, welches sich nicht vermeiden lässt, die Rede ist von Fingerabdrücken, denn diese lassen sich ohne Hülle nicht vermeiden. Mir ist auch aufgefallen, dass sich gerade um das Plateau der Kamera sehr gerne Staub sammelt. Selbst als ich mit meiner Kamera Bilder von der Rückseite gemacht habe, hatte ich Probleme, die Rückseite komplett sauber abzufotografieren. 

Das moto g6 besitzt ein 5,7 Zoll großes Display mit einem 18:9 Formfaktor (2:1). Es ist 153,8 × 72,3 × 8,3 Millimeter (LxBxH) und daher zwar kompakter als das moto z2 Force (5,5-Zoll), welches ich bereits getestet habe, aber dennoch ist eine Einhand-Bedienung nur mit wirklich sehr großen Händen möglich. 

Der Rahmen besteht aus Kunststoff, wirkt aber dank einer NCVM-Beschichtung fast so, als wäre dieser aus Aluminium. Die Rückseite des moto g6 ist aus dreidimensionalen Cornig Gorilla Glass 3 gefertigt und macht einen sehr hochwertigen Eindruck. Auch die Vorderseite besteht aus einen widerstandsfähigen Glas. Erhältlich ist das moto g6 in der Farbe Deep Indigo, Black, Blush und Silver. Das 5,7 Zoll große Smartphone bringt 167 Gramm auf die Waage. 

Kommen wir zu den Bedienelementen. Angefangen bei der rechten Seite des Smartphone, hier finden wir oben rechts, die Lautstärke-Wippe und direkt darunter den Ein-/Ausschaltknopf. Dieser besitzt eine geriffelte Oberfläche und ist dadurch sehr gut tastbar. Den SIM- und MicroSD-Slot finden wir auf der oberen rechten Seite. Beide Fächer sind mittlerweile wie bei den meisten Android Smartphones zum Standard geworden und in einem kombiniert. So können beim moto g6 zwei Sim-Karten und eine Micro-SD-Speicherkarte gleichzeitig eingelegt werden.  Ein Fingerabdrucksensor befindet sich direkt im Homebutton auf der Vorderseite integriert. Mit diesem Sensor kann man das Smartphone nicht nur entsperren, sondern auch durch längeres drücken wieder sperren. Bei der Aktivierung in den Einstellungen, kann man darüber aber auch die auf dem Bildschirm dargestellten Android-Taste: Home-, Zurück- und App-Wechsel-Taste ersetzen.

Auf der Rückseite befindet sich ein sehr markantes rundes Plateau. Dieses steht 2mm von der Rückseite hervor, und ist von einer Lünette umgeben, was einiges hermacht. In diesem Plateau sind die Dual-Kameralinsen nebeneinander, ein Dual-LED Blitz unten und ein Phasenvergleich-Autofokus untergebracht. Die Frontkamera befindet sich links neben der Ohrmuschel und auf der rechten Seite gibt es ebenfalls einen LED-Blitz. Als Lautsprecher dient übrigens nur die Ohrmuschel, einen weiteren Lautsprecher gibt es nicht. Zu guter letzt befindet sich rechts unten neben dem Fingerabdrucksensor und direkt auf der Rückseite noch ein Mikrofon. An der Unterseite des Gerätes befindet sich neben dem USB-C Anschluss noch eine 3,5-mm-Klinke.

(Design: 4 von 5 Punkten)

Verarbeitung

Sobald man das moto g6 das erste mal in den Händen hält und es einschaltet, fällt einem der relativ schmale Displayrand auf. Durch das 18:9 Format ist das Smartphone nicht wirklich größer als das moto Z2 Play mit 5,5 Zoll, sondern wie bereits erwähnt, wurden lediglich die Ränder am oberen und unteren Rand wesentlich verschmälert. 

Dennoch ist eine Bedienung mit nur einer Hand durch das 5,7 Zoll große Display, wie bei fast allen aktuellen Geräten nur relativ eingeschränkt möglich. Leider wurde beim moto g6 auf ein wasser- und staubdichtes Gehäuse mit IP-Zertifizierung verzichtet. Jedoch hat man es mit einer wasserabweisenden Nanobeschichtung des Herstellers P2i versehen. Daher verträgt es nur Tropfwasser, mit ihm ins Wasser gehen, solltet ihr definitiv nicht. 

Negativ an der Verarbeitung des moto g6 ist mir aufgefallen, dass der Power-Button etwas zu viel Spiel hat. Dadurch klappert dieser, wenn man das Smartphone schüttelt. Des Weiteren ist die mitgelieferte Hülle nicht gerade schön und zudem fast noch anfälliger gegen Fingerabdrücke, als die Hochglanz-Rückseite des moto g6. Zudem ist die Hülle minimal zu dünn, denn trotz der im Lieferumfang enthaltenen Hülle, steht der Rand des Kamera-Plateau immer noch minimal vor. Ich empfehle euch daher mit dem Kauf des moto g6 gleich eine gut passende Hülle zu kaufen.  

Bis auf die erwähnten Punkte mit der Hülle und dem etwas wackligen Power-Button, bin ich mit der Verarbeitung ansonsten zufrieden. Natürlich wäre ein Stereo-Sound wünschenswert, aber dies bietet bei dem Preis kein Hersteller.

(Verarbeitung: 3,5 von 5 Punkten)

TEIL 2

bestehend aus „Funktion des Produktes“ entspricht 65% der Gesamtwertung

Display
5,7 Zoll (18:9 Format) 2160×1080 Pixel, Pixeldichte beträgt 424 ppi
CPUQualcomm Snapdragon 450 8x 1,8 GHz und Adreno 506 GPU
RAM3 GB RAM
Speicher32 GB (mit microSD bis zu 400 GB Terrabyte erweiterbar)
BetriebssystemAndroid 8.0 Oreo
Haupt-KameraDual-Kamera mit jeweils 12MP f/1.8 Blende, Dual-LED-Blitz, Phasenvergleich-Autofokus
Front-Kamera8MP f/2.0 Blende mit LED Blitz
AnschlüsseUSB-C Anschluss
Akku3.000 mAh nicht austauschbar
KonnektivitätWi-Fi 802.11 a/b/g/n/ac 2,4 GHz + 5 GHz. Mobilfunknetz bis 4G, Wi-Fi Direct, Bluetooth 4.2 und GPS, A-GPS, GLONASS, Beidou , NFC
Abmessungen (LxBxH)153,8 mm x 72,3 mm x 8,3 mm
Gewicht167 Gramm
LieferumfangMoto G6
USB-C Ladekabel
Schnelllade-Netzteil
SIM-Tool
Technische Daten des moto g6

Performance

Im Inneren des moto g6 arbeitet ein Snapdragon 450 Prozessor von Qualcomm. Dabei handelt es sich um einen acht Kern Prozessor, bei dem jeder Kern mit jeweils bis zu 1,8 GHz taktet. Unterstützt wird dieser von einem Adreno 506 GPU und 3 Gigabyte RAM. Zwar ist der interne Flash-Speicher mit 32 Gigabyte (Netto ca. 22,5 Gigabyte) nicht allzu groß bemessen, kann aber bei Bedarf mit einer micro-SD-Speicherkarte um bis zu 128 GB (400 GB gehen ebenfalls) erweitert werden. Als Betriebssystem ist Android 8.0 vorinstalliert.

Beim mobilen Internet wird Cat 4 LTE unterstützt, dieses erlaubt einen Downloadgeschwindigkeit von bis zu 150 Mbps und 50 Mbps im Upload. Bei der Wi-Fi Unterstützung wird folgendes unterstützt 802.11 a/b/g/n im 2,4-GHz/ 5 GHz-Band.

Wie schneidet das moto g6 im Benchmark Test ab? Das haben wir natürlich für euch getestet. Die Benchmarks sagen — 70.681 Punkte bei Antut, bei Geekbench 4 kommt es im Singel-Core Test auf 748 Punkte und beim Multi-Core-Test auf 3934Punkte.

Im Alltag dürfte die Leistung der verbauten Hardware den meisten ausreichen,  Mails verfassen, WhatsApp Nachrichten schreiben und im Internet surfen ist damit kein Problem. Jedoch merkt man die etwas schwächere Leistung bei grafisch anspruchsvollen Games, bei denen es gelegentlich zu rucklern kommen kann. Das ist nicht wirklich anders zu erwarten, denn schließlich handelt es sich beim moto g6 um ein Mittelklasse-Smartphone. Falls dies der Fall sein sollte, einfach die Grafikqualität herunterdrehen, doch dies machen inzwischen die meisten Spiele automatisch.

(Performance: 3,5 von 5 Punkten)

Display

Das IPS-Display des moto g6 ist 5,7 Zoll groß und löst mit (Full-HD) 2160×1080 Pixeln auf. Die Pixeldichte beträgt somit 424 ppi, dies ist für ein Mittelklasse-Smartphone ein sehr guter Wert. In Sachen Farbe, Kontrast und Bildschärfe hat mir das Display des Moto g6 sehr gut gefallen. Mit der Blickwinkelstabilität bin ich ebenfalls zufrieden, erst bei einem relativ flachen Betrachtungswinkel konnte ich ein leichtes verblassen der Farben feststellen.

Die maximale Bildschirmhelligkeit geht für den Alltag in Ordnung, klar könnte diese besser sein, aber ein ablesen im Freien, bei direkter Sonneneinstrahlung ist gut möglich. Zwar benötigte der Umgebungslichtsensor etwas länger um sich an die aktuelle Lichtsituation anzupassen, dafür arbeitete dieser aber sehr zuverlässig. Etwas mehr dagegen störte mich das spiegelnde Display, denn bei direkter Sonneneinstrahlung viel es mir schwer, etwas darauf zu erkennen. Bei etwas stärkerem Druck auf die Mitte des Displays gibt dieses etwas nach, sodass neben dem Finger eine sogenannte „Welle“ erscheint, was aber nicht weiter stört. 

(Display: 4 von 5 Punkten)

Akku

Der fest verbaute Akku hat eine Kapazität von 3.000 mAh. Dieser reicht je nach Nutzungsintensität für bis zu zwei Tag aus. In dem Testzeitraum hatte ich teilweise über das mobile Datennetz und abends über das WLAN im Internet gesurft, einige Videos angeschaut, Nachrichten versendet und gelegentlich telefoniert.

Im Lieferumfang des moto g6 liegt ein Schnellladegerät mit Motorola TurboPower-Ladestandard bei. Daher dauert es mit dem 5V 3,0A (15Watt) Netzteil gut 90 Minuten, bis der Akku wieder auf 100% aufgeladen ist. 50% werden schon nach knapp 30 Minuten erreicht.

(Akku: 4 von 5 Punkten)

Kamera

Wie bereits erwähnt, gibt es auf der Rückseite zwei Hauptkameras. Die primäre Kamera hat eine Auflösung von 12 Megapixel, die sekundäre 5 Megapixel. Die zweite Linse ist lediglich dafür da, den zuschaltbaren Bokeh-Effek zu erzeugen, welcher im Porträt-Modus genutzt wird. Eine Zoom-Linse ist somit nicht verbaut.

Die zusätzlichen von Hörluchs beigelegten „Smart Caps“ in Rot, sind mit einem schlichten Hörluchs-Logo versehen und verleihen den Ohrhörern ein optisches Highlight. Zudem legt Hörluchs noch ein Reinigungstuch bei, mit dem man jederzeit die Kopfhörer reinigen kann und ein

 Die 12 Megapixel Hauptkamera kommt mit einer lichtstarken f/1.8 Blende daher, was bei einem Mittelklasse-Smartphone nicht der Regelfall ist. Diese besitzt neben einem Dual-Tone-LED-Blitz auch einen Phasenvergleich-Autofokus. Im Porträt-Modus, wird automatisch auch die zweite Kamera auf der Rückseite zugeschaltet, um wie bereits erwähnt den Bokeh-Effekt zu erzeugen. Eine feine Sache dabei ist, dass der Bokeh-Effekt über einen Onscreen-Schieberegler reguliert werden kann. Hier solle man die Stärke aber auf keinen Fall übertreiben, denn bei über 50% ist das Bild deutlich unscharf. 

Die Kamera liefert unter anderem durch den automatischen HDR-Modus bei Tageslicht eine sehr gute Bildschärfe. Auch mit der Farbwiedergabe war ich bei meinen Testaufnahmen sehr zufrieden, die Farben sind sehr satt und leuchtend. Doch leider ist die Auslösegeschwindigkeit des moto g6 im Vergleich zu anderen Mittleklasse-Smartphones etwas zu langsam. Dadurch hat man vor allem bei Motiven, welche sich bewegen Probleme, denn oft sind diese verwackelt. Bei etwas schlechteren Lichtverhältnissen bekommt man mit dem moto g6 ebenfalls brauchbare Bilder hin. Der Dual-Tone-LED-Blitz auf der Rückseite sorgt hierbei für eine gute Ausleuchtung und natürliche Farben. 

Die Front-Kamera hat Motorola mit einer 8 Megapixel-Linse ausgestattet, welche Blende verbaut ist, hat Motorola jedoch nicht angegeben, ich gehe jedoch von einer f/2.0 Blende aus. Bei dunklen Umgebungen kann sogar ein LED-Licht als Blitzlicht zugeschaltet werden. Mit der Fotoqualität der Front-Kamera war ich in meinem Test zufrieden, der Beauty-Modus ist keineswegs übertrieben und somit gelingen ganz ordentliche Selfie-Bilder. Videos könnten mit der vorderen Kamera lediglich in Full-HD mit 30 FPS aufgenommen werden. Ein Bildstabilisator gibt es hier jedoch nicht.

Mit der Hauptkamera auf der Rückseite können Videos maximal in Full HD mit bis zu 60 Bilder pro Sekunde aufgenommen werden. Das reicht für den Großteil aus, doch wer sehr viele Videos macht und auf eine gute Bildqualität Wert legt, sollte zu einem anderen Smartphone greifen. In meinen Testaufnahmen könnte ich bei 60 FPS leichte Artefakte feststellen, zudem steht die Bildstabilisierung nur bis 30 Bilder in der Sekunde zur Verfügung. Der Ton wird in Stereo aufgenommen und kann überzeugen.

(Kamera: 4 von 5 Punkten)

Software

Das moto g6 kommt mit Android 8.0 Oreo als Betriebssystem und dem Google-Sicherheitspatch vom März 2018 daher. Die Oberfläche des Betriebssystem entspricht großteils dem reinen Android, daher kommt das moto g6 von Werk aus mit relativ wenig Bloatware. Lediglich Apps wie z.B. LinkedIn, Dolby-Audio-Equlizer und Microsoft Outlook sind vorinstalliert, lassen sich aber leider nicht deinstallieren. 

Es lassen sich teilweise praktische Moto-Gesten aktivieren wie z.B. durch das schütteln des Smartphones geht die Taschenlampe an oder durch zweimaliges drehen des Handgelenkes öffnet automatisch die Kamera-App. Erneutes drehen wechselt von der Hauptkamera zur Frontkamera. Es ist auch möglich den Fingerabdrucksensor zur Navigation zu verwenden, was nach ein wenig Übung sehr gut funktioniert. Diese Möglichkeiten lassen sich alle über die Moto-App verwalten.

(Software: 4,5 von 5 Punkten)

TEIL 3

bestehend aus „Preis/Leistung“ entspricht 10% der Gesamtwertung

Beschreibung

Die online präsentierten Produktbilder des moto g6 entsprechen durchaus der Realität. Motorola beschreibt das Moto G6 mit den Sätzen wie: „Mehr Display. Weniger Rand“ oder „gestochen scharfe Porträts in Studio-Qualität“. Diesen Aussagen kann ich soweit zustimmen. Das Display ist durch den schmäleren Rand  gegenüber dem Vorgänger etwas größer geworden. Man kann zwar bei so einem Gerät nicht mehr wirklich von kompakt reden, aber dennoch geht das moto g6 von der Größe in Ordnung. 

Mit der Kamera bin ich bei dieser Preisklasse sehr zufrieden. Der Porträt -Modus kann per Schieberegler selbst bestimmt werden. Doch zu hoch würde ich diesen nicht einstellen, denn sonst wirkt es zu stark künstlich. Zudem stört mich etwas die zu langsame Zeit, bis die Kamera ausgelöst hat und das Bild abgespeichert ist.

Natürlich muss man sich schon beim Kaufpreis im klaren sein, dass es sich beim moto g6 um ein Mittelklasse-Smartphone handelt. Daher kommt es mit einer schwächeren Leistung als ein Flaggschiff-Smartphones daher. 

Preis/Leistung

Der Preis des moto g6 ist mit 250 EUR (in D/A) sehr gut. Das Gesamtpaket bzw. das Preis-Leistungs-Verhältnis stimmt auf jeden Fall, man bekommt hier gute Hardware und Software für einen guten Preis geboten. Für Leute, die ihr Smartphone lediglich für Bilder machen, Nachrichten schreiben oder im Internet surfen nutzen, für den reicht das Moto g6 auf jeden Fall aus.

testr Gesamtwertung

unter Berücksichtigung aller Teilwertungen

150

 Wir bedanken uns beim Hersteller für die Bereitstellung des Produktes. Zu unseren Grundsätzen

HTC Desire 12+

High Tech Computer Corporation, besser bekannt unter dem Namen HTC, wurde 1997 von Peter Chou, H.T.Cho und Cher Wang gegründet. Das Unternehmen, dessen Firmensitz sich in Taoyuan (Taiwan) befindet, ist vor allem für seine Mobiltelefone bekannt. 

Nachdem HTC im Jahr 2012/13 mit einem starken Umsatzrückgang zu kämpfen hatte, verließen einige leitende Angestellte das Unternehmen. Auch der Mitgründer Peter Chou übergab 2015 seinen Posten als CEO an die Mitgründerin Cher Wang. 

Mit dem HTC Desire 12+ bringt der Hersteller das neuste Gerät aus der Smartphone Serie „Desire“ auf den Markt. Diese kommt mit einem 6-Zoll-Display im 18:9 Formfaktor daher und besitzt das gleiche elegante Design, wie das der U-Smartphones. Doch kann das neue Desire 12+ auch im Test überzeugen, dies erfahrt ihr in folgendem Testbericht? 

TEIL 1

Bestehend aus „Verpackung/Design/Verarbeitung“ entspricht 25% der Gesamtwertung

Verpackung

Die Verpackung des HTC Desire 12+ ist sehr schlicht gehalten. Auf der oberen Seite, hinweg zur rechten Seite ist das Gerät in der gewählten Farbe von hinten abgebildet. Auf der linken Seite sehen wir die beiden aktuell erhältlichen Farben.

Auf der Oberseite sehen wir noch den Namen des Smartphones und auf der Rückseite die wichtigsten technischen Daten über das Smartphone. Zudem befindet sich hier ein großer Aufkleber, der unter anderem über die IMEI-Nummer, S/N-Nummer, Modellbezeichnung, sowie die Farbe des HTC Desire 12+ informiert.

Bei der Verpackung handelt es sich um eine einfache Box mit Deckel. Nach dem Öffnen der Verpackung kommt direkt das HTC Desire 12+ Smartphone, welches mit einer matten Schutzfolie auf dem Display versehen ist, zum Vorschein. Die Folie ist unter anderm mit dem Namen des Smartphones und dem Hinweis wo sich der Power-Button befindet gekennzeichnet. Das restliche Zubehör verbirgt sich in der Box unter dem Gerät. Beim Lieferumfang gibt es wenige Überraschungen, es ist im wesentlichen alles dabei, was man für den täglichen Smartphone-Einsatz benötigt. Ladekabel, Netzteil, SIM-Tool, die üblichen Beschreibungen und als kleine Beigabe zwei HTC Aufkleber. Da das HTC Desire 12+ noch mit einer Klinken-Buchse versehen ist, befinden sich im Lieferumfang ein paar klassische In-Ear Kopfhörer. Leider handelt es sich hierbei um eine sehr billige Ausführung ohne Ohranpassstücke.

(Verpackung: 4 von 5 Punkten)

Design

Das HTC Desire 12+ kommt im sogenannten Liquid-Surface-Design daher. Damit ist das Hochglanz-Gehäuse gemeint, welches je nach Lichteinfall die Farbe verändert. Dieses Design gefällt mir persönlich sehr gut und zudem liegt das Smartphone dank der leicht abgerundeten Kanten auf der Rückseite sehr gut in der Hand. Leider hat die hochglänzende Rückseite ein großes Problem mit Fingerabdrücken, denn diese sieht man darauf sehr stark. Selbst als ich mit meiner Kamera Bilder von der Rückseite gemacht habe, hatte ich Probleme, die Rückseite komplett sauber abzufotografieren.

 Betrachten wir die Front des HTC Desire 12+, fällt direkt das 6,0 Zoll große Display auf, welches mit einem 18:9 Formfaktor daher kommt. Bei dem Gehäuse handelt es sich leider nicht um Aluminium oder Glas, sondern lediglich um Kunststoff. Dennoch füllt sich die Oberfläche hochwertig an, auch wenn ich ganz klar sagen muss, dass die Rückseite dadurch sehr anfällig gegen Kratzer ist. 

Das Design meines Testgerätes in der Farbe „Cool Black“ gefällt mir sehr gut. Erhältlich ist es aber auch noch in den Farben „Warm Silver“ und inzwischen neu in  „Royal Gold“.  

Die Abmessungen des HTC Desire 12+ betragen 158,2 × 76,6 × 8,4 Millimeter (LxBxH) bei einem Gewicht von 156 Gramm. Dank dem 18:9 Formfaktor und den relativ schmalen Displayrändern, liegt das HTC Desire 12+ trotz seinem 6,0 Zoll Display insgesamt recht gut in der Hand. Jedoch empfehle ich es in einer Hülle zu benutzen, da es aufgrund der glatten Rückseite ein wenig rutschig ist.

Kommen wir zu den Bedienelementen. Angefangen bei der rechten Seite des Smartphones, hier finden wir die Lautstärkewippe und direkt darunter den Ein-/Ausschaltknopf. Der Power-Knopf besitzt eine leicht geriffelte Oberfläche und ist dadurch sehr gut tastbar. Den SIM- und MicroSD-Slot finden wir auf der oberen linken Seite. Beide Fächer sind mittlerweile wie bei den meisten Android Smartphones zum Standard geworden und in einem kombiniert. So können beim HTC Desire 12+ zwei Sim-Karten und eine Micro-SD-Speicherkarte gleichzeitig eingelegt werden. 

An der Unterseite finden wir rechts neben dem Micro-USB-Anschluss ein Lautsprechergitter und direkt daneben ein kleineres Loch. Dabei handelt es sich um das Mikrofon welches für Telefonate genutzt wird. Auf der Unterseite links neben dem Micro-USB-Anschluss befindet sich noch der Klinken-Anschluss.

Auf der Rückseite befindet sich in der linken oberen Ecke eine Dual-Kamera. Die Linsen sind nebeneinander angeordnet in einem knapp 0,5mm vorstehenden Plateau. Direkt daneben befindet sich ein Mono-LED-Blitz, was leider aktuell nicht mehr wirklich zeitgemäß ist. Des Weiteren befindet sich auf gleicher Höhe etwa in der Mitte ein weiteres Mikrofon, welches bei Videoaufnahmen genutzt wird. Ebenfalls auf der Rückseite ungefähr mittig im oberen Drittel, befindet sich noch ein Fingerabdrucksensor, welcher sehr gut erreichbar ist. Die Frontkamera befindet sich links neben der Ohrmuschel neben der auch der Helligkeitssensor, Annäherungssensor, die Benachrichtigungs-LED und ein LED-Blitzlicht steckt.

(Design: 3,5 von 5 Punkten)

Verarbeitung

Sobald man das HTC Desire 12+ das erste mal in den Händen hält und es einschaltet, fällt einem der relativ schmale Displayrand auf. Durch das 18:9 Format ist das Smartphone nicht wirklich größer als das HTC U11 mit 5,5 Zoll, sondern wie bereits erwähnt, wurden lediglich die Ränder am oberen und unteren Rand wesentlich verschmälert. 

Eine Bedienung mit nur einer Hand, wie HTC auf der Webseite angibt,  ist durch das große 6,0 Zoll Display nach meinem Test nur relativ eingeschränkt möglich. Die Verarbeitung des HTC Desire 12+ hat ein paar Schwächen, die ich euch natürlich nicht enthalten möchte. So fehlt leider ein Dual-LED Blitz, was sich negativ auf Fotos mit Blitzlicht auswirkt. Darauf gehe ich aber unter dem Punkt Kamera genauer ein.

icherlich kennen einige von euch den Begriff „Bendgate“. Dieser wurde ja durch das iPhone 6 Plus sehr bekannt, dieses ließ sich nämlich trotz Aluminium-Body mit geringem Kraftaufwand verbiegen. Dieses Thema spreche ich an, da das HTC Desire 12+ das gleiche Problem hat, jedoch liegt dies meiner Meinung nach an der Kunststoffrückseite. 

(Verarbeitung: 3 von 5 Punkten)

TEIL 2

bestehend aus „Funktion des Produktes“ entspricht 65% der Gesamtwertung

Display6,0 Zoll (18:9 Format) 1440 x 720 Pixel, Pixeldichte beträgt 268 ppi
CPUQualcommSnapdragon 450, 64bit, 8x 1.80GHz / GPU: Adreno 506
RAM3 GB RAM
Speicher32 GB (mit microSD bis zu 2 TB erweiterbar)
BetriebssystemAndroid 8.0 „Oreo“
Hauptkamera13MP f/2.2 Blende, Bokeh-Linse mit 2MP f/2.4 Blende; LED-Blitz vorne und hinten
Frontkamera8 Megapixel
AnschlüsseMicro-USB-B, 3.5mm-Klinke
Akku2.965 mAh nicht austauschbar
KonnektivitätWi-Fi 802.11 b/g/n. Mobilfunknetz bis 4G, Wi-Fi Direct, Bluetooth 4.2, GPS, GLONASS
Abmessungen (L x B x H)158,2mm x 76,6mm x 8.4mm
Gewicht156 Gramm
LieferumfangHTC Desire 12+
Netzteil
Micro-USB-Kabel
SIM-Karten Tool
In-Ear Kopfhörer
Bedienungsanleitung
2x HTC Aufkleber
Technische Daten des HTC Desire 12+

Performance

Zum Einsatz kommt ein Qualcomm-Prozessor welcher mit acht Kernen ausgestattet ist. Beim verbauten Prozessor handelt es sich um den 64bit Snapdragon 450, jeder der 8 Kerne taktet mit maximal 1,8 GHz . Unterstützt wird der Octa-Core Prozessor von 3 Gigabyte RAM und einem Adreno 506 GPU. Zwar ist der interne Flash-Speicher mit 32 Gigabyte (Netto ca. 20 Gigabyte) nicht allzu groß bemessen, kann aber bei Bedarf mit einer mircoSD-Speicherkarte um bis zu 2 TB erweitert werden. Als Betriebssystem ist Android 8.0 vorinstalliert. 

Beim mobilen Internet wird Cat 4 LTE unterstützt, dieses erlaubt einen Downloadgeschwindigkeit von bis zu 150 Mbps und 50 Mbps im Upload. Bei der Wi-Fi Unterstützung war ich etwas verwundert, denn hier ist die kleine Variante, also das HTC Desire 12 besser ausgestattet. Das Desire 12+ unterstützt 802.11 b/g/n lediglich im 2,4-GHz-Band, das kleiner Desire 12 unterstützt zusätzlich noch das 5-GHz-Band.

Im Alltag dürfte die Leistung der verbauten Hardware den meisten ausreichen, den Mails verfassen, WhatsApp Nachrichten schreiben und im Internet surfen ist damit kein Problem. Jedoch merkt man die etwas schwächere Leistung bei grafisch anspruchsvollen Games, falls es zu rucklern/nachladen kommt, sollte man die Grafikqualität herunterdrehen, doch dies machen inzwischen die meisten Spiele automatisch. Das ist nicht wirklich anders zu erwarten, denn schließlich handelt es sich beim HTC Desire 12+ um ein ein Mittelklasse-Smartphone.

Wie schneidet das HTC Desire 12+ im Benchmark Test ab? Das haben wir natürlich für euch getestet. Die Benchmarks sagen — 70.600 Punkte bei Antut, bei Geekbench 4 kommt es im Singel-Core Test auf 774 Punkte und beim Multi-Core-Test auf 3920 Punkte.

(Performance: 3,5 von 5 Punkten)

Display

Das 6,0 Zoll große Display, besitzt wie bereits erwähnt einen 18:9 Formfaktor, der Screen-to-Body-Ratio Wert liegt bei 76,7%. Dieser Wert gibt an, wieviel der Vorderseite mit einem Display abgedeckt ist. Beim verbauten Display handelt es sich um ein HD+ IPS-Panel, welches mit 1440×720 Pixel auflöst. Die Pixeldichte beträgt somit lediglich 268 ppi, was wirklich nicht mehr zeitgemäß ist, es gibt deutlich schärfere Displays in anderen Mittelklassegeräten. Mit der Blickwinkelstabilität bin ich relativ zufrieden, diese kann aber ganz klar nicht mit OLED-Display mithalten. Betrachtet man das Display leicht schräg, dann konnte ich einen leicht verstärken Blauton wahrnehmen.

Die maximale Bildschirmhelligkeit geht für den Alltag in Ordnung. Im Outdoor-Einsatz bei direkter Sonneneinstrahlung auf das Display, hatte ich jedoch bei maximaler Hintergrundbeleuchtung gelegentlich Probleme, alles zu erkennen. Die Spiegelungen des Displays halten sich jedoch in Grenzen.

(Display: 3,5 von 5 Punkten)

Akku

Der fest verbaute Akku hat eine Kapazität von 2.965 mAh. Dieser reicht je nach Nutzungsintensität für gut einen Tag aus, mehr aber leider nicht. In dem Testzeitraum hatte ich teilweise über das mobile Datennetz und Abends über das WLAN im Internet gesurft, einige Videos angeschaut, Nachrichten versendet und gelegentlich telefoniert.

Leider unterstützt des verbaute Akku keine Schnellladefunktion. Daher dauert es mit dem 5V 1,5A Netzteil gut zwei Stunden, bis der Akku wieder auch 100% aufgeladen ist.

(Akku: 3,5 von 5 Punkten)

Kamera

Wie bereits erwähnt, gibt es auf der Rückseite eine Dual-Kamera. Diese besitzt neben einem LED-Blitz auch einen Phasenvergleich-Autofokus. Ausgestattet ist die Dual-Hauptkamera mit einer 13-Megapixel-Linse mit  f/2.2-Blende und einer 2-Megapixel-Linse mit 2.4-Blende. Die zweite Linse ist lediglich dafür da, den zuschaltbaren Bokeh-Effek zu erzeugen. Eine Zoom-Linse ist somit nicht verbaut. 

Die Kamera liefert eine gute Bildschärfe, auch mit der Farbwiedergabe war ich bei meinen Testaufnahmen sehr zufrieden, selbst bei etwas schlechteren Lichtverhältnissen bekommt man durchaus brauchbare Bilder hin. Jedoch sind die Bilder mit Blitzlicht durch den Mono-Blitz nicht überzeugend. Ein Dual-LED Blitz, welcher über eine zusätzliche gelbliche LED verfügt, macht wesentlich natürlichere Bilder als nur ein weißer Blitz. Diese hinterlassen bei den Bildern oftmals einen leichten Blaustich, wodurch die Menschen oft wie Zombies aussehen. 

Bei meinen Testaufnahmen ist mir aufgefallen, dass es der Kamera bzw.  Software gelegentlich nicht perfekt gelingt, zwischen dem Hintergrund und dem Motiv zu unterscheiden. Großteils passte es jedoch und die erzeugte Unschärfe wirkte keinesfalls künstlich. Teilweise bekam ich durch den Bokeh-Effekt ganz gute Ergebnisse hin.

Die Front-Kamera hat HTC mit einer 8 Megapixel-Linse und einer f/2.0 Blende ausgestattet. Leider war ich mit den Ergebnissen, welche die Selfie-Kamera liefert weniger zufrieden. Bei hellem Licht geht die Bildqualität zwar noch in Ordnung, aber sobald das Licht etwas schlechter wird, nimmt diese trotzt automatisch zugeschaltetem LED-Blitzlicht rapide ab. Die Bilder werden zunehmend unscharf und das Bildrauschen nimmt ebenfalls zu.

Videos können mit dem HTC Desire 12+ nicht mit 4K sondern lediglich in Full-HD (1080p) und 30 fps aufgenommen werden. Das reicht für den Großteil aus, doch wer sehr viel Videos macht und auf eine gute Bildqualität Wert legt, sollte zu einem anderen Smartphone greifen. Bei meinen Testaufnahmen konnte ich zudem feststellen, dass der Autofokus ständig pulsiert (nachfokussiert), dies sieht man sehr gut in folgendem Video.

(Kamera: 3,5 von 5 Punkten)

Software

Das HTC Desire 12+ kommt mit Android 8.0 Oreo als Betriebssystem und dem Google-Sicherheitspatch vom März 2018 daher. HTC verpasst seinen Smartphones üblicherweise eine eigene Benutzeroberfläche mit dem Namen „HTC Sense“. Mir persönlich wirkt das Ganze etwas zu viel, es ist eine große Anzahl an vorinstallierten Apps installiert. Dadurch geht einiges an Speicher verloren, denn die Apps, welche vorinstalliert sind, können nicht gelöscht werden.

Der ebenfalls vorinstallierte App „HTC Sense Companion“ informiert über einige Dinge, so kann dieser unter anderem daran erinnern das Smartphone zu laden, zeigt die zurückgelegten Schritte und Kilometer am Tag an und das Wetter. Dies ist zwar eine nette Sache, aber ich persönlich bräuchte diese App nicht unbedingt.

(Software: 4 von 5 Punkten)

TEIL 3

bestehend aus „Preis/Leistung“ entspricht 10% der Gesamtwertung

Beschreibung

Die online präsentierten Produktbilder des HTC Desire 12+ entsprechen durchaus der Realität. HTC beschreibt das Desire 12+ mit den Sätzen wie: „Großes Display, kompaktes Gerät“ oder „Mache Fotos wie ein Profi“. Diesen Aussagen kann ich nur beendigt zustimmen, denn zwar ist das Display mit 6,0 Zoll sehr groß, da es aber sowohl unten, als auch oben einen Rand besitzt, fällt das HTC Desire 12+ ebenfalls relativ groß aus. Daher kann man meiner Meinung nach hier nicht mehr von kompakt reden. Zudem macht die Kamera zwar gute Bilder, aber nur bei guten Bedienungen. Dafür konnte mich der Bokeh-Modus durchaus überzeugen, denn dieser arbeitet zum Großteil sehr zuverlässig.

Natürlich muss man sich schon beim Kaufpreis im Klaren sein, dass es sich beim HTC Desire 12+ um ein Mittelklasse-Smartphone handelt. Daher kommt es mit einer schwächeren Leistung als ein Flaggschiff-Smartphones daher. Lediglich die Punkte wie z.B. der fehlende Dual-LED Blitz, ein veralteter Mircro-USB Anschluss und das nicht ganz so scharfe Display sind Dinge, die zu meinen großen Kritikpunkten gehören.

Preis/Leistung

Die UVP des HTC Desire 12+ ist mit 249 EUR (in D/A) etwas hoch angesetzt. Die Ausstattung, die man beim HTC Desire 12+ geboten bekommt, ist zwar in Ordnung. Doch dafür besitzt es einige Punkte, mit denen ich bei dem Preis nicht zufrieden bin. Es gibt inzwischen einige andere Mittleklasse-Smartphones, welche teilweise einen besseren Preis oder mehr Ausstattung für das gleiche Geld bieten.

Wer nur besondere Momente in Schnappschüssen festhalten, Nachrichten schreiben oder im Internet stöbert, für den reicht das Desire 12+ dennoch auf jeden Fall aus. Wer vorhat immer die neusten Spiele auf dem Smartphone zu zocken, die mehr Power brauchen, sollte zu einem anderen Gerät greifen.

testr Gesamtwertung

unter Berücksichtigung aller Teilwertungen

 Wir bedanken uns beim Hersteller für die Bereitstellung des Produktes. Zu unseren Grundsätzen

Gigaset GS370 Plus

Die Gigaset Communications GmbH wurde im Oktober 2005, als Tochterunternehmen der Siemens AG gegründet. Damals lautete der Name des Unternehmens noch Siemens Home and Office Communication Devices GmbH & Co. KG. Doch im August 2008 wurde das Unternehmen zu 80,2 Prozent an Arques Industries verkauft und das Unternehmen wurde fortan in Gigaset Communications GmbH umbenannt.

Im Jahr 2013 beschäftigte das Unternehmen in Deutschland 1.039 Mitarbeiter. Jedoch musste man sich im November 2015 von 550 Mitarbeitern trennen. Denn der neue Großaktionär „Pan Sutong“ möchte Gigaset zusätzlich zum Telefonhersteller als Smartphone-Hersteller etablieren und ließ sich im September 2015 bereits die Gigaset-Markenrechte für 29 Millionen Euro übertragen. Dadurch wandern 85% des Umsatzes, welchen Gigaset an dem Verkauf von Smartphones einnimmt, an Pan Sutong.

Ich hatte im letzten Jahr das Gigaset GS270 Plus im Test, welches für Smartphone-Einsteiger trotz einigen Kritikpunkten ein gutes Smartphone war. Inzwischen ist mit dem Gigaset GS370 Plus der Nachfolger auf dem Markt und an diesem wurden einige Kritikpunkte verbessert. Doch kann das Gigaset GS370 Plus dadurch mehr überzeugen? Das erfahrt ihr in diesem Testbericht. 

TEIL 1

Bestehend aus „Verpackung/Design/Verarbeitung“ entspricht 25% der Gesamtwertung

Verpackung

Die Verpackung des Gigaset GS370 Plus ist sehr schlicht gehalten. Bis auf der oberen und unteren Stirnseite, sehen wir auf der weiß/orange gehaltenen Verpackung rundherum ein Gigaset Logo. Lediglich die unteren Stirnseite zeigt den Name des Smartphones und an der oberen Stirnseite befindet sich ein Aufkleber. Dieser informiert unter anderem über die IMEI-Nummer, S/N-Nummer, Modellbezeichnung sowie über die Farbe des Gigaset GS370 Plus.

Auf der Rückseite sind zudem die wichtigsten Informationen zum Smartphone zu sehen. So sehen wir hier unter anderem die Daten zur Kamera, Display-Größe und der Akkukapazität. Zudem sind hier einige wenige Infos zum Hersteller zu finden.

Nach dem Öffnen der Verpackung kommt direkt das Gigaset GS370 Plus-Smartphone in einer dünnen matten Schutzfolie zum Vorschein. Das restliche Zubehör verbirgt sich unter dem Gerät. Beim Lieferumfang gibt es wenig Überraschungen, es ist im Wesentliche alles dabei, was man für den täglichen Smartphone-Einsatz benötigt. So befindet sich im Lieferumfang ein Ladekabel, Netzteil, SIM-Tool, In-Ear Kopfhörer und die üblichen Papierbeilagen. Das Gigaset GS370 Plus befindet sich zusätzlich in einer transparenten Schutzhülle, auf der an der Vorderseite „Gigaset GS370 Plus“ steht.

(Verpackung: 4 von 5 Punkten)

Design

Beim Gehäuse des Gigaset GS370 Plus kommt Aluminium zum Einsatz, dies sorgt dafür, dass es sich deutlich hochwertiger anfühlt, als es noch beim Gigaset GS270 Plus der Fall war. Zudem liegt es durch die leicht abgerundete Rückseite sehr angenehm in der Hand. 

Die Abmessungen des Gigaset GS370 Plus betragen 151 x 72 x 8,2 Millimeter (LxBxH) bei einem Gewicht von knapp 145 Gramm. Für ein 5,7 Zoll Smartphone geht das Gewicht vollkommen in Ordnung. Kommen wir zu den Bedienelementen: Angefangen bei der linken Seite des Geräts, dort finden wir oben links den SIM- und microSD-Karten-Slot. Hier finden bis zu zwei Simkarten und eine MicroSD-Speicherkarte platz. Somit ist es wie bereits der Vorgänger Dual-SIM fähig.

Die Lautstärkewippe und den Power-Knopf aus Aluminium finden wir beiden auf der rechten Seite. Da die drei Knöpfe allesamt gleich groß sind, hat Gigaset dem Power-Knopf eine rote Färbung an der Fase spendiert. Auf der Rückseite befindet sich mittig im oberen Drittel ein Fingerabdrucksensor, dieser ist erneut sehr gut platziert, da er automatisch im Zeigefinger Bereich liegt.

Zudem befindet sich auf der Rückseite im obren linken Eck noch eine Dual-Kamera, die mit 13 Megapixeln auflöst. Die zweite Linse, bei der es sich um eine Weitwinkel-Linse handelt, knipst Bilder mit bis zu 8 MP und einem Winkel von 120°. Direkt rechts neben der Dual-Kamera befindet sich noch ein Dual LED-Blitz, bei dem es sich um einen sogenannten Dual-Tone-Flash handelt. Diese Technik kommt inzwischen in den meisten aktuellen Smartphones zum Einsatz und sorgt für eine bessere Farbwiedergabe bei Bildern mit Blitz.

Oberhalb des Displays ist neben der Frontkamera, welche ebenfalls mit 8MP auflöst, noch eine Benachrichtigungs-LED untergebracht. An der Unterseite finden wir rechts neben dem Micro-USB-Anschluss ein Lautsprechergitter und links daneben das Mikrofon für Telefongespräche. Leider gibt es kein Stereo-Lautsprecher, so muss ich ganz klar sagen, dass der Klang bei normaler Lautstärke ok ist, jedoch im Vergleich zu anderen Smartphones mit Stereo-Lautsprechern etwas blechern klingt und zudem an Bass fehlt.

Leider wurde zwar kein USB-TYP-C Anschluss verbaut, dafür unterstützt der Micro-USB-Anschluss, USB-on-the-go (OTG). Dies bedeutet soviel, dass man mit dem passenden Kabel ein angeschlossenes Gerät mit Strom versorgen kann, dabei dient das Gigaset GS370 Plus als Power-Bank. Zu guter Letzt gibt es an der Oberseite noch eine Klinke-Buchse, um die mitgelieferten Kopfhörer anzuschließen. 

(Design: 3,5 von 5 Punkten)

Verarbeitung

Die Verarbeitung des Gigaset GS370 Plus kann sich absolut sehen lassen. Das Aluminium Gehäuse vermittelt einen sehr hochwertigen Eindruck und gerade die von mir getestet Brilliant Blue-Variante gefällt mir richtig gut. Des Weiteren hat Gigaset beim neuen GS370 Plus endlich eine Dual-Kamera verbaut, dies ist ja inzwischen bei fast allen neuen Smartphones zum Standard geworden. Die Kamera steht jedoch wie bei vielen anderen Smartphones knapp 1mm hervor. Abhilfe schafft hier nur eine Hülle, was ich persönlich sowieso an jedem Smartphone zum Schutz anbringe. Gigaset hat zudem den beim GS270 Plus auf der Rückseite untergebrachten Lautsprecher verlegt. So befindet er sich wie bereits erwähnt beim neuen GS370 Plus nun an der Unterseite. 

Mir ist aufgefallen, dass das Gehäuse etwas anfällig für Fingerabdrücke ist, jedoch stört mich dies in der Praxis kaum, da es bei einer Glas-Rückseite noch schlimmer wäre. 

(Verarbeitung: 4 von 5 Punkten)

TEIL 2

bestehend aus „Funktion des Produktes“ entspricht 65% der Gesamtwertung

Display5,7 Zoll (18:9 Format) 1440 x 720 Pixel, Pixeldichte beträgt 282 ppi
CPUMediatek MT6750T, 64bit, 4x 1.50GHz Cortex-A53 + 4x 1.00GHz Cortex-A53 / GPU:Mali-T860 MP2
RAM4 GB RAM (plus Modell, normales Modell mit 3 GB RAM)
Speicher64 GB (mit microSD bis zu 128 Gigabyte erweiterbar, normales Modell mit 32 GB)
BetriebssystemAndroid 7.0 „Nougat“
Haupt-Kamera13MP f/2.0 Blende, Weitwinkel-Linse mit 8MP (120°); Dual-Tone-LED-Blitz; Frontkamera mit 8 Megapixel (normales Modell mit 5MP)
Front-Kamera8 Megapixel (normales Modell mit 5MP)
AnschlüsseMicro-USB-B, 3.5mm-Klinke
Akku3.000 mAh nicht austauschbar
KonnektivitätWi-Fi 802.11 a/b/g/n. Mobilfunknetz bis 4G, Wi-Fi Direct, Bluetooth 4.1 und GPS, A-GPS, GLONASS, Beido
Abmessungen151mm x 72mm x 8,2mm
Gewicht145 Gramm
LieferumfangGigaset GS370 Plus
Netzteil
Micro-USB-Kabel
SIM-Karten Tool
In-Ear Kopfhörer
Bedienungsanleitung
Technische Daten des Gigaset GS370 Plus

Performance

Beim Antriebskern setzt Gigaset auf einen Prozessor aus dem Hause MediaTek. Es handelt sich dabei um den 64-Bit-Chip MT 6750T Prozessor, welcher mit insgesamt 8 Kernen daher kommt. Davon Takten vier mit bis zu 1,5 GHz und die anderen vier mit maximal 1 GHz. Unterstütz wird dieser von 4 Gigabyte RAM (beim nicht Plus Modell sind es 3 GB RAM). Der interne Falsch-Speicher ist beim normalen Modell mit 32 Gigabyte und bei dem von mir getesteten Plus Modell mit 64 GB für die meisten ausreichend groß bemessen. Kann jedoch bei Bedarf, per microSD-Speicherkarte um bis zu 128 Gigabyte erweitert werden. Als Betriebssystem ist Android 7.0 Nougat vorinstalliert. Ein Update auf Android 8.0 wurde übrigens bereits für das 2. Quartal 2018 angekündigt.

Die Leistung der verbauten Hardware ist für den alltäglichen Nutzen wie Mails verfassen, WhatsApp Nachrichten schreiben und im Internet surfen ausreichend. Aber auch anspruchsvolle Games laufen ohne Aussetzer. Dies liegt unter anderem auch daran, dass die Grafikqualität meistens automatisch etwas heruntergesetzt wird. Dennoch machen die Games auf dem Gigaset GS370 Plus einen sehr guten Eindruck. Man stellt natürlich zu höherpreisigen Android-Smartphones fest, dass die Performance schlechter ist. So konnte ich gelegentlich feststellen, dass die Ladezeiten von Bildern auf Webseiten und die Zeit, bis ein Game spielbereit war, etwas länger dauerte.

Wie schneidet das Gigaset GS370 Plus im Benchmark Test ab? Das haben wir für euch natürlich auch getestet. Das sagen die Benchmarks — 55.638 Punkte bei Antut, bei Geekbench 4 kommt es im Singel-Core Test auf 649 Punkte und beim Multi-Core-Test auf 2603 Punkte.

Der Fingerabdrucksensor auf der Rückseite ist sehr gut zu erreichen, reagiert sehr zuverlässig und meistens sehr schnell. Nur ein paar Mal kam es vor, dass er knapp 2 Sekunden zum Reagieren brauchte, oder den Finger nicht erkannt hatte. Beim zweiten Versuch klappte es aber auf Anhieb.

(Performance: 3 von 5 Punkten)

Display

Das 5,7 Zoll große Display, besitzt einen 18:9 Formfaktor, der Screen-to-Body-Ratio wert liegt bei 77%. Dieser Wert gibt an, wieviel der Vorderseite mit einem Display abgedeckt ist. Beim verbauten Display handelt es sich um ein IPS-Panel, welches leider nur mit 1440 x 720 Pixel auflöst. Die Pixeldichte beträgt somit nur 282 ppi. Dies mag zwar für eine ausreichende scharfe Darstellung auf dem Display reichen, aber im Vergleich zu Smartphones, die mit einer höheren Auflösung bei gleich großem Display daher kommen, merkt man den Unterschied mit dem bloßen Auge.

Die maximale Displayhelligkeit gibt Gigaset mit 400 cd/m2 an und geht für den Alltag in Ordnung. Im Outdoor-Einsatz bei direkter Sonneneinstrahlung auf das Display, hatte ich jedoch selbst bei maximaler Hintergrundbeleuchtung gelegentlich Probleme, alles zu erkennen. Die Spiegelungen des Displays halten sich jedoch zum Großteil in Grenzen. Der Blickwinkel beim IPS-Display des Gigaset GS370 Plus geht großteils in Ordnung, neigt man es jedoch zu sehr, dann sind minimale Farbveränderungen feststellbar. Diese zeigen sich je nach Betrachtungswinkel durch einen Blau-/ und Gelb-Stich.

(Display: 3,5 von 5 Punkten)

Akku

Der fest verbaute Akku hat eine Kapazität von 3.000 mAh, beim GS270 Plus mit 5.000 mAh war dieser zwar deutlich größer, wiederum kann auch der kleinere Akku im Test überzeugen. Bei mir hat der voll aufgeladene Akku bei häufiger Nutzung täglich, in dem ich viel über WhatsApp, E-Mails geschrieben und viel im Internet gesurft habe im Durchschnitt eineinhalb Tage durchgehalten. Was definitiv immer noch ein guter Wert ist, auch wenn es keine zwei Tage mehr sind.

Bei einem Akku ist es auch wichtig, dass der Akku relativ schnell aufgeladen wird. Das ist beim Gigaset GS 370 Plus, auch zum Glück der Fall. Den mit einem 5V 2A Netzteil wird der 3.000 mAh Akku des Gigaset GS 370 plus dank Schnellladefunktion in knapp zweieinhalb Stunden wieder auf 100% aufgeladen.

(Akku: 5 von 5 Punkten)

Kamera

Wie bereits erwähnt, gibt es auf der Rückseite eine Dual-Kamera. Die Auflösung der Hauptkamera auf der Rückseite beträgt 13-Megapixel mit einer Blende von f/2.0. Bei der Weinwinkel-Linse handelt es sich um einen 8-Megapixel Sensor mit einer nicht ganz so lichtstarken Blende von f/2.4. Wird es dunkler, dann kann man den DualTone-LED-Blitz auf der Rückseite zuschalten. Leider ist bei beiden Linsen kein optischer Bildstabilisator verbaut, dies wird lediglich per Software angeboten.

Die Bildschärfe kann sich beim Gigaset GS370 Plus sehen lassen, auch wenn diese an den Rändern etwas nachlässt. Mit der Farbwiedergabe war ich bei meinen Testaufnahmen sehr zufrieden. Für ein Smartphone in dieser Preisklasse macht die Haupt-Kamera echt gute Bilder. Dies gilt jedoch nur bei guten Lichtverhältnissen. Werden diese schlechter, dann nimmt das Bildrauschen deutlich zu und die Aufnahmen werden zum Großteil Unscharf. Der Autofokus (PDAF) arbeitet leider nicht immer optimal.

In der Kamera-App kann man bequem zischen den Kamera-Linsen wechseln. Zudem ist es möglich, durch die beiden Kamera-Linsen einen Bokeh-Effekt (Unschärfe-Effekt) zu erzeugen. Hier kann man selbst festlegen, welcher Bereich im Bild scharf dargestellt werden soll. Leider ist diese Funktion nicht wirklich zu gebrauchen, da zum einen keine Live-Vorschau verfügbar ist und zudem wirkt der Bokeh-Effekt zu gekünstelt.

Die Weitwinkel-Kamera ist durch die Blende von f/2.4 nur bei guten Lichtverhältnissen wirklich brauchbar. Bei Sonnenlicht bekommt man hin und wieder noch brauchbare Bilder hin, aber sobald es dunkler wird, ist das Bild auch hier meistens unscharf und stärker verrauscht.

Die Auflösung der Frontkamera beträgt 8 Megapixeln und geht meiner Meinung nach lediglich für Selfies in Ordnung. Das Bild ist auch hier bei guten Lichtverhältnissen gerade noch brauchbar, nehmen diese ab, dann rauscht es einfach viel zu sehr. Zudem wirken meiner Meinung nach die Farben etwas zu blass.

Videos können mit dem Gigaset GS370 plus mit maximal 1.080p und 30 fps aufgenommen werden. 4K- Videos sind leider nicht möglich. Die Weitwinkel-Linse nimmt nur in 720p und die Front-Kamera sogar nur 480p auf. 

(Kamera: 3 von 5 Punkten)

Software

Das Gigaset GS370 plus kommt mit Android 7.0 Nougat Betriebssystem daher. Der auf unserem Testgerät aktuell installierte Sicherheitspatch ist vom 5. November 2017, dies ist nichtmehr wirklich aktuell. Standardmäßig sind von Gigaset einige Apps wie z.B. eine Hilfe-, und eine Gigaset-entdecken-App (Werbe-App) vorinstalliert, diese können bei Bedarf aber ganz einfach deinstalliert werden.

Es gibt auch einige nützliche Gesten, die das direkte Öffnen von Apps ermöglichen. So kann man in den Einstellungen z.B. einstellen, das man beim Langen drücken des Fingerabdrucksensor die Kamera-App öffnet oder einen Anruf annehmen kann. Des Weiteren hat Gigaset bekannt gegeben, dass das GS370 Plus ein Update auf Android 8.0 Oreo erhalten wird.

(Software: 4 von 5 Punkten)

TEIL 3

bestehend aus „Preis/Leistung“ entspricht 10% der Gesamtwertung

Beschreibung

Die online präsentierten Produktbilder des Gigaset GS370 Plus entsprechen durchaus der Realität. Gigaset beschreibt es mit dem Satz „ Bietet mehr – vom Display bis zu Ausstattung“ . Dies trifft am meisten auf die Dual-Kamera mit Dual-Tone-LED-Blitz und dem 18:9 Display zu. Der Akku wurde zwar auf 3.000 mAh verkleinert, bietet aber dennoch eine relativ lange Laufzeit. 

Kritik hab ich vor allem an der geringen Auflösung des Display und der schlechten Front-Kamera, sowie Weitwinkel-Linse. Wiederum muss man hierbei berücksichtigen, dass es sich beim Gigaset GS370 Plus um ein Mittelklasse-Smartphone handelt. Daher kommt es mit einer schwächeren Leistung als andere Flaggschiff-Smartphones daher. Jedoch kann es in alltäglichen Aufgaben durchaus überzeugen.

Preis/Leistung

Das Gigaset GS 370 ist direkt bei Gigaset ab 279,00 EUR erhältlich. Für das Plus-Model, welches mit mehr RAM und Flash-Speicher und einer 8MP Frontkamera, anstelle einer 5MP daher kommt, werden 299 EUR fällig. Zur Farbauswahl stehen bei der kleinen Variante Jet Black und bei dem Plus-Modell Jet Black und Brilliant Blue zur Auswahl.

Das Gigaset GS370 Plus ist meiner Meinung nach von der Verarbeitung ein ganz gutes Smartphone, welches vor allem für Smartphone- Einsteiger empfehlenswert ist. Auch wenn die verbaute Hardware nicht die Beste ist, reicht diese für viele Nutzer, welche ihr Smartphone lediglich zum surfen, telefonieren, Nachrichten schreiben und gelegentliche Schnappschüsse nutzen vollkommen aus. Das Gesamtpaket des Gigaset GS370 Plus kann bis auf einige Kritikpunkte durchaus überzeugen.

Gigaset GS

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unter Berücksichtigung aller Teilwertungen

 Wir bedanken uns beim Hersteller für die Bereitstellung des Produktes. Zu unseren Grundsätzen

LG V30

LG wurde 1958, als Tochter der Lucky Chemical Industrial Co., unter dem Namen Goldstar Co. gegründet. Anfangs wurden unter anderem Radios, Fernseher, Kühlschränke, Waschmaschinen, Klimaanlagen und Staubsauger produziert. Im Jahr 1995 wurde der Firmenname von Goldstar in LG Electronics umbenannt. LG ist die Abkürzung von Lucky GoldStar. Gelegentlich ist auch die Bezeichnung LGe zu finden, wobei hier das „e“ für Electronics steht. Inzwischen gehört der Konzern zu einer der ganz Großen und bietet Produkte aus den Bereichen Informationstechnik, Unterhaltungselektronik, Mobilfunk, Photovoltaik, sowie Haushaltsgeräte an.

Mit dem Smartphone LG V30 stellte der Hersteller auf der IFA 2017, sein aktuelles High-End Smartphone vor. Diese kommt neben einer Dual-Kamera, einem OLED-Display mit einem 18:9 Format auch noch mit Lautsprecher von B&O daher. Doch wie schlägt sich das neuste Smartphone von LG im Test?

TEIL 1

Bestehend aus „Verpackung/Design/Verarbeitung“ entspricht 25% der Gesamtwertung

Verpackung

Die Verpackung des LG V30 ist wie von LG mittlerweile gewohnt sehr schlicht gehalten. Auf der oberen Seite, der komplett in mattschwarz gehaltenen Verpackung ist das V30 Logo in glänzendem Schwarz aufgedruckt. Bei den wenigen Informationen auf der Rückseite handelt es sich nicht großartig um das eigentliche Produkt, sondern vielmehr über den Hersteller. Auf der rechten Seite befindet sich ein großer Aufkleber, der unter anderem über die IMEI-Nummer, S/N-Nummer, Modellbezeichnung, sowie die Farbe und den Speicher des LG V30 informiert. Auf der oberen Stirnseite ist noch ein klassisches LG Logo zu sehen.

Nach dem Öffnen der Verpackung kommt direkt das LG V30-Smartphone in der üblichen Schutzfolie zum Vorschein. Das restliche Zubehör verbirgt sich unter dem Gerät. Beim Lieferumfang gibt es wenige Überraschungen, es ist im wesentliche alles dabei, was man für den täglichen Smartphone-Einsatz benötigt. Ladekabel, Netzteil, SIM-Tool und die üblichen Beilagen. Die Kopfhörer des dänischen Audio-Spezialisten Bang & Olufsen langen bei uns leider nicht dabei, da es sich hierbei um ein Vorab-Gerät handelt, welches nur mit den nötigsten Zubehör ausgeliefert wurde.

(Verpackung: 3,5 von 5 Punkten)

Design

Betrachten wir die Front des LG V30, fällt direkt das 6 Zoll große Display auf, welches mit einem 18:9 Formfaktor daher kommt. Geschützt wird das Display übrigens von Gorilla Glas 5. Der Rahmen des LG V30, wurde aus Aluminium gefertigt, die Rückseite besteht wie die Front aus Gorilla Glas 5. Die Farbe meines Testgerätes ist Moroccan Blue und gefällt mir ausgesprochen gut. Erhältlich ist es aktuell auch noch in der Farbe Cloud Silver (D-A-CH).

Die Abmessungen des LG V30 betragen 151,7 x 75,4 x 7,3 Millimeter (LxBxH) bei einem Gewicht von knapp 158 Gramm. Dank dem 18:9 Formfaktor, den sehr schmalen Displayrändern, sowie den abgerundeten Kanten auf der Vorder- sowie Rückseite, ist das LG V30 insgesamt recht kompakt und liegt sehr gut in der Hand. Jedoch empfehle ich es in einer Hülle zu nutzen, da es aufgrund der glatten Rückseite ein wenig rutschig ist.

Kommen wir zu den Bedienelementen. Angefangen bei der linken Seite des Smartphone, finden wir hier die Lautstärke-Tasten. Den SIM- und MicroSD-Slot finden wir direkt gegenüber auf der rechten Seite. Beide Fächer sind mittlerweile wie bei den meisten Android Smartphones zum Standard geworden und in einem kombiniert. So können beim LG V30 eine Nano-Sim-Karte und eine Micro-SD-Speicherkarte eingelegt werden. 

An der Unterseite finden wir rechts neben dem USB-C Anschluss ein Lautsprechergitter und links daneben das Mikrofon für Telefongespräche. Leider gibt es kein Stereo-Lautsprecher, so muss ich ganz klar sagen, dass der Klang bei normaler Lautstärke ok ist, aber im Vergleich zu anderen Smartphones mit Stereo-Lautsprechern etwas blechern klingt und zudem an Volumen fehlt. Schauen wir uns die Oberseite an, dann finden wir hier den Klinken-Anschluss und ein weiters Mikrofon. Das finde ich gut, dass LG bei seinem aktuellen High-End Smartphone noch einen Klinken-Anschluss verbaut. Inzwischen lassen diesen nämlich die meisten anderen Anbieter weg.

Auf der Rückseite befindet sich direkt Mittig im oberen Drittel die Dual-Kamera. Die Linsen sind nebeneinander angeordnet in einem knapp 0,5mm vorstehenden Plateau. Direkt daneben befindet sich ein Mono-LED-Blitz und direkt darunter der Laser-Autofokus. Ebenfalls auf der Rückseite, knapp einen Finger breit unter der Dual-Camera, befindet sich noch ein Fingerabdrucksensor, welcher sehr gut erreichbar ist und zudem als An-/Ausschaltknopf wie bereits bei LG G6 genutzt wird. Die Frontkamera befindet sich links neben der Ohrmuschel. Den Licht- und Annäherungssensor finden wir recht davon.

(Design: 4 von 5 Punkten)

Verarbeitung

Sobald man das LG V30 das erste mal in den Händen hält und es einschaltet, fällt einem der sehr schmale Displayrand auf. Er ist natürlich dicker wie z.B. beim iPhone X, Huawei P20 oder beim Asus ZenFone 5, da diese mit. Doch für ein 6,0 Zoll Gerät ist es im Vergleich zu vielen anderen Geräten dennoch handlich, auch wenn es klar ist, dass es durch das 6,0 Zoll Display niemals so handlich sein kann, wie es vergleichsweise mit einem 5,0 Zoll Gerät wäre. Das LG V30 ist IP68-zertifiziert, somit ist es staubdicht und das Untertauchen unter Wasser, bis zu einer tiefe von 1,5 Metern, ist ohne Probleme möglich. Achten solltet ihr jedoch, dass dieser Wert bei klarem Wasser getestet wurde. Bei Salzwasser oder ähnlichem verringert sich der Wert.

Laut den Angaben von LG ist es zudem gegen Schläge gemäß dem US-Militärstandard Mil-STD-810G geschützt. Auf diesen würde ich persönlich jedoch nicht so viel achten. Dabei werden nämlich viele verschiedene Test durchgeführt und wenn das Gerät nur einen Test davon bestanden hat, dann darf es mit diesem Standard bezeichnet werden. Daher ist dies viel mehr ein Marketing. Zumal Glas nie unzerstörbar ist und sehr schnell bei einem Aufprall auf den Boden zerbricht.

Zwar habe ich große Hände, doch das 6,0 Zoll Display kann ich mit einer Hand nur relativ eingeschränkt bedienen. Daher ist die Einhand-Bedienung nicht wirklich möglich. Die Verarbeitung des LG V30 kann sich absolut sehen lassen, auch die Wertigkeit, kann dank dem Aluminiumrahmen, sowie der Vorderseite und Rückseite aus Glas überzeugen. Leider hat man zwar eine Dual-Kamera verbaut, aber keinen Dual-LED Blitz, was sich negativ auf Fotos mit Blitzlicht auswirkt.

(Verarbeitung: 4,5 von 5 Punkten)

TEIL 2

bestehend aus „Funktion des Produktes“ entspricht 65% der Gesamtwertung

Display6,0 Zoll FullVision QHD OLED (18:9 Format) 2880×1440 Pixel Pixel, Pixeldichte beträgt 538 ppi
CPUQualcomm Snapdragon 835 (4x 2,45 GHz und 4x 1,8 GHz Adreno 540 GPU
RAM4 GB LPDDR4x RAM
Speicher64 GB (mit microSD bis zu 2TB erweiterbar)
BetriebssystemAndroid 7.1.2 „Nougat“
Haupt-KameraDual-Kamera Hauptkamera 16MP f/1,6 , Weitwinkelkamera (120°) 13 MP f/1,9, LED Blitz Laser-Autofokus, optischer Bildstabilisator und Phasenvergleich-Autofokus
Front-Kamera5MP f/2.2 Blende (Wahlweise 82° oder 90°)
AnschlüsseUSB-C Anschluss
Akku3300 mAh nicht austauschbar, unterstützt Quick-Charge 3.0 und Wireless Charging
KonnektivitätWi-Fi 802.11 a/b/g/n/ac. Mobilfunknetz bis 4G, Wi-Fi Direct, Bluetooth 5.0 und A-GPS, GLONASS
Abmessungen (LxBxH)151,7 x 75,4 x 7,3 mm
Gewicht158 Gramm
LieferumfangLG V30
Netzteil
USB-C Ladekabel
Reinigungstuch (bei unserem Testgerät nicht dabei)
B&O In-Ear Kopfhörer (bei unserem Testgerät nicht dabei)
Sim-Tool
Beschreibungen
Technische Daten des LG V30

Performance

Zum Einsatz kommt ein Snapdragon 835 Prozessor aus dem Hause Qualcomm, welcher mit acht Rechen-Kernen und mit dem integrierten GPU Adreno 540 bestückt ist. Davon sind vier Kerne für anspruchsvollere Aufgaben und die anderen vier Kerne für die etwas weniger rechenintensive Aufgaben zuständig. Beim verbauten Snapdragon 835, Takten die stärkeren Kerne mit 2,45 GHz und die schwächeren mit 1,8 GHz. Unterstützt wird der Octa-Core Prozessor von 4 Gigabyte großen LPDDR4x Arbeitsspeicher. Der interne Flash-Speicher ist mit 64 Gigabyte (Netto ca. 49 Gigabyte) für die meisten groß genug, kann aber bei Bedarf mit einer mircoSD-Speicherkarte um bis zu 2TB erweitert werden. Als Betriebssystem ist Android 7.1.2 vorinstalliert. Android 8.0 bzw. 8.1 ist bereits angekündigt und sollte gegen Sommer 2018 erscheinen.

Die Benchmark Test, die ich am LG V30 durchlaufen lies, zeigen zwar keine Spitzenwerte, dennoch kann die Leistung überzeugen. Gegenüber dem LG G6 wurde die Prozessorleistung deutlich erhöht. Die Grafikleistung für welche der Aderno 540 sorgt ist sehr gut.

In der alltäglichen Bedienung erledigt das LG V30 seine Aufgaben sehr schnell. Multitasking-Arbeiten und anspruchsvollere Apps wie z.B grafisch anspruchsvolle Games, laufen sehr flüssig und ohne ruckeln. Alltägliche Aufgaben wie z.B. Mails verfassen, WhatsApp Nachrichten schreiben und im Internet surfen ist damit also kein Problem.

Wie schneidet das ASUS ZenFone Max Plus im Benchmark Test ab? Das haben wir natürlich für euch getestet. Die Benchmarks sagen — 171.049 Punkte bei Antut, bei Geekbench 4 kommt es im Singel-Core Test auf 1913 Punkte und beim Multi-Core-Test auf 6262 Punkte.

(Performance: 4,5 von 5 Punkten)

Display

Das 6,0 Zoll große Display, besitzt wie bereits erwähnt einen 18:9 Formfaktor, der Screen-to-Body-Ratio wert liegt bei knapp 81,2%. Dieser Wert gibt an, wieviel der Vorderseite mit einem Display abgedeckt ist. Beim verbauten Display handelt es sich um ein FullVision OLED-Display, welches mit 2880×1440 Pixel auflöst. Die Pixeldichte beträgt somit 537 ppi. In Sachen Farbe, Kontrast und Bildschärfe ist es sehr gut, sofern man es direkt von vorne betrachtet. Schaut man jedoch bereits leicht von der Seite auf das Display, nimmt man eine Blaustich war. Dies ist leider nicht so toll, denn bei anderen OLED-Displays ist dieses Problem nicht der Fall.

Die maximale Bildschirmhelligkeit geht für den Alltag in Ordnung. Im Outdoor-Einsatz bei direkter Sonneneinstrahlung auf das Display, hatte ich selbst bei direkter sonne auf das Display bei maximaler Hintergrundbeleuchtung kaum Probleme, alles zu erkennen. Die Spiegelungen des Displays halten sich ebenfalls in Grenzen.

(Display: 4 von 5 Punkten)

Akku

Der fest verbaute Akku hat eine Kapazität von 3.300 mAh und konnte im Test überzeugen. Durch das sparsame OLED-Panel braucht das LG V30 im Durchschnitt weniger Strom als z.B. das LG G6. Für etwa eine bis zwei Tage je nach nutzen, reicht der Akku auf jeden Fall aus, was absolut in Ordnung ist. In meinem Testzeitraum hatte ich teilweise über das mobile Datennetz und Abends über das WLAN im Internet gesurft, einige Videos angeschaut, Nachrichten versendet und gelegentlich telefoniert.

Natürlich ist nicht nur die Akkulaufzeit wichtig, sondern auch wie schnell der Akku wieder aufgeladen ist, wenn dieser wieder leer sein sollte. Beim LG V30 geht dies dank Quick Charge 3.0 sowie Wireless Charging (Qi) sehr schnell. Den mit einem 9V 1,8A Netzteil wird der 3.300 mAh Akku in knapp 110 Minuten wieder auf 100% aufgeladen. 50% ist bereits nach knapp einer halben Stunde voll.

(Akku: 4 von 5 Punkten)

Kamera

Wie bereits erwähnt, gibt es auf der Rückseite eine Dual-Kamera. Bei der Standardlinse handelt es sich um eine 16-Megapixel-Kamera mit einer f/1.6-Blende. Diese ist zudem mit einem optischen Bildstabilisator, einem Phasenvergleich-Autofokus und Laser-AF ausgestattet. Bei der zweiten Linse der Dual-Kamera handelt es sich um ein Sensor, welcher mit 13-Megapixel auflöst, eine Blende von f/1,9 besitzt und mit einem 120-Grad-Weitwinkelobjektiv versehen ist. Auch diese ist nun mit einem optischen Bildstabilisator versehen, was bei den LG Smartphones davor nicht der Fall war. Zwischen den beiden Kamera-Linsen auf der Rückseite kann man frei wechseln und diese einzeln verwenden. Daher werden nicht beide gleichzeitig für ein Bild genutzt um etwa einen Bokeh-Effek zu erzeugen oder ähnliches.

Beim LG V30 kommen gegenüber den Vorgängern nicht Kunststofflinsen zum Einsatz, sondern welche aus Glas, was unter anderem für die verbesserte Lichtdurchlässigkeit sorgt. Doch leider wurde der Bildsensor beider Linsen verkleinert, sodass trotz der größeren Blendenöffnung nicht wirklich bessere Bilder möglich sind. Dennoch muss ich die Kamera auch bei etwas schlechteren Lichtverhältnissen loben, sie macht zum Großteil scharfe Bilder, welche nur sehr gering rauschen und zudem sehr detailreich sind.

Aufnahmen bei guten Lichtbedienungen sind hervorragend. Die Bilder sind scharf, aber nichtmehr so wie es beim LG G6 der Fall war. Die Farben sind sehr kräftig und werden nicht verfälscht. Leider dauert es mir persönlich etwas zu lange, bis ein Foto im HDR-Modus aufgenommen wurde, es vergeht ungefähr eine bis zwei Sekunden. Das bekommen andere Hersteller deutlich besser hin. Leider hat mich auch der Blitz etwas enttäuscht, so leuchtet dieser nicht das komplette Bild aus und zudem werden die Farben etwas verfälscht. Dies hat mir beim G6 besser gefallen, da hier ein Dual-Tone Blitz verbaut war.

Die Front-Kamera hat LG mit einer 5 Megapixel-Kamera und f/2.2 Blende ausgestattet. Es handelt sich dabei um eine Kamera die Selfies wahlweise mit einem 82° oder 90° aufnehmen kann. Videos können mit der Frontkamera maximal in Full-HD aufgenommen werden, was auch ausreicht. Leider sind die Bilder oftmals etwas überbelichtet, sodass bei stärkerem Licht schnell die Konturen verloren gehen. Ansonsten ist die Front-Kamera zwar nicht die beste, aber für den Normalgebrauch gehen die meisten Aufnahmen in Ordnung.

Besonderen Wert hat LG auf die Videofunktion gelegt. So ist es unter anderem möglich, eine bewegenden Zoom auszuführen oder Farbprofile selbst einzustellen. Beim bewegenden Zoom führt das LG V30 einen leichten digital Zoom aus, und wechselt z.B. angefangen beim Weitwinkel Objektiv automatisch mit einem leichten Versatz auf die Standard-Linse. Es gibt im Kamera Menü sehr viele Funktionen, die ich in meinem Testzeitraum gar nicht alle ausprobieren konnte. Diese sind teilweise auch etwas weniger sinnvoll zu bedienen, dennoch gefällt es mir, dass es so viele Möglichkeiten gibt.

Die Bildstabilisierung arbeitet hervorragend. Es ist bei Aufnahmen die man leicht zittrig ausgeführt hat überhaupt kein Ruckeln festzustellen. Leider gibt es hier ein kleines Problem, wer die Bildstabilisierung nutzen möchte, kann nicht in UHD und Full-HD mit 60fps aufnehmen. Das finde ich sehr Schade. Dennoch bin ich mit der Video-Funktion des LG V30 sehr zufrieden und mit einiger Übung, gelingen damit sehr gute Aufnahmen.

(Kamera: 4 von 5 Punkten)

Software

Das LG V30 kommt mit Android 7.1.2 Nougat als Betriebssystem daher.  Dies ist ärgerlich, denn Android 8.0 Oreo ist nun bereits seit längerem erhältlich und auf einem High-End Smartphone sollte dies schon längst erhältlich sein. Was mich aber zudem Stört ist der letzte Sicherheitspatch, denn dieser ist vom September 2017. Das war in dem Monat als das LG V30 vorgestellt wurde. Somit ist seitdem keine Sicherheitsupdate mehr erschienen. Im Internet habe ich jedoch gelesen, dass es ein Sicherheitspatch vom Januar 2018 geben soll, doch irgendwie wurde dieser mit nicht per OTA oder im LG Bridge Programm angezeigt.

Seit ich das LG G5 getestet habe, hat sich bei der Software wenig getan. Das Design ist typisch für LG und kommt mit den bekannten App-Symbolen und Animationen daher. Die Bloatware die vorinstalliert ist hält sich in Genzen.

(Software: 3,5 von 5 Punkten)

TEIL 3

bestehend aus „Preis/Leistung“ entspricht 10% der Gesamtwertung

Beschreibung

Die online präsentierten Produktbilder des LG V30 entsprechen durchaus der Realität. LG wirb es unter anderem mit dem großen Full-Vison Display und der neuen Kamera mit noch größerer Blende an. Das Design und die Verarbeitung sind hervorragend, aber leider hat das OLED-Display bei schrägem betrachten einen leichten Blaustich. Zudem  ist die Kamera zwar von der Blende besser, aber dafür wurde der Bildsensor verkleinert. Für das Marketing hat man dadurch zwar einen guten Zahlen-Wert, aber bedingt durch den kleineren Sensors bringt das nicht wirklich viel.  

Schön ist wiederum zu sehen, dass LG beim V30 trotz dem dünnen Gehäuse einen Klinkenanschluss verbaut hat. Dies zeigt wieder einmal, dass auch andere Hersteller, wenn diese es wollten einen Klinkenanschluss in ihren Smartphones integrieren könnten.

Preis/Leistung

Die unverbindliche Preisempfehlung des LG V30 lag beim Marktstart bei 899 EUR (in D/A), doch inzwischen ist es für knapp 500€ erhältlich. Die Ausstattung, die Verarbeitung und das Design, die man beim LG V30 geboten bekommt ist in Ordnung. Das große 6 Zoll OLED-Display gefällt mir trotz dem etwas kleinen Betrachtungswinkel (Blaustich) sehr gut. Die Farben sind einfach super und es ist bei Netflix sogar möglich HDR Qualität wiederzugeben. 

Die Kamera ist nicht schlecht, vor allem bei guten Lichtverhältnissen konnte sie mich sehr überzeugen. Bei dunkleren Aufnahmen merkt man jedoch ein paar Schwächen, was für die meisten Leute die einfach nur Bilder mit dem Smartphone machen wollen mehr, wie ausreicht. Leider muss ich den Klang etwas kritisieren, der einfach durch den Mono-Lautsprecher blechern klingt. Ansonsten ist das Smartphone aber ein sehr gutes Gerät.

testr Gesamtwertung

unter Berücksichtigung aller Teilwertungen

 Wir bedanken uns beim Hersteller für die Bereitstellung des Produktes. Zu unseren Grundsätzen

Asus ZenFone Max Plus

ASUSTeK Computer Inc., besser bekannt unter dem Namen ASUS, wurde 1989 von den vier ehemaligen Acer-Mitarbeitern TH Tung, Ted Hsu, Wayne Hsieh und MT Liao, ursprünglich als Acertek gegründet. Das Unternehmen, dessen Firmensitz sich in Taipeh (Taiwan) befindet, bietet unter anderem Netbooks, Desktops, Monitore, WLAN-Router, Mainboards und Mobiltelefone an. Nach den Verkaufszahlen aus dem Jahre 2015 gehörte ASUS zu dem viertgrößten PC-Hersteller weltweit. Heute möchten wir euch ein Produkt aus dem Bereich Mobiltelefone vorstellen.

Mit dem ASUS ZenFone Max Plus bringt der Hersteller das neuste Gerät aus der Smartphone Serie „ZenFone Max“ auf den Markt. Diese Smartphone-Reihe bietet dank ihrem großen Akku eine sehr lange Akkulaufzeit. Doch mit dem neuen ZenFone Max Plus hat ASUS die Reihe dem aktuellen Display-Formfaktor angepasst. So kommt dieses mit einem 18:9 Display-Format daher und besitzt nun ein 5,7 Zoll großes Display. Doch kann das neue ZenFone Max Plus auch im Test überzeugen, dies erfahrt ihr in folgendem Testbericht? 

TEIL 1

Bestehend aus „Verpackung/Design/Verarbeitung“ entspricht 25% der Gesamtwertung

Verpackung

Die Verpackung des ASUS ZenFone Max Plus ist sehr schlicht gehalten. Auf der oberen Seite, hinweg zur rechten Seite ist das Gerät einmal von vorne und von hinten abgebildet. Diese liegen beide so übereinander, dass sie ein Herz bilden, wie es auch im neuen Slogan von ASUS bei seinen Smartphones zu sehen ist. Diese sehen wir auf der linken Seite der Verpackung und lautet „ WE (Love) PHOTO“ . Die Verpackung ist übrigens in dem gleichen Farbton gehalten, wie der des ZenFone Max Plus. 

Auf der Vorderseite sehen wir noch den Namen des Smartphones und auf der Rückseite einige Infos zum Unternehmen usw. Zudem befindet sich hier ein großer Aufkleber, der unter anderem über die IMEI-Nummer, P/N-Nummer, Modellbezeichnung, Speichergröße, sowie die Farbe des ASUS ZenFone Max informiert.

Bei der Verpackung handelt es sich um eine Schiebebox, welche in eine Hülle geschoben ist. Nach dem Öffnen der Verpackung kommt direkt das ASUS ZenFone Max-Smartphone in der üblichen Schutzfolie zum Vorschein. Das restliche Zubehör verbirgt sich unter dem Gerät. Beim Lieferumfang gibt es wenige Überraschungen, es ist im wesentlichen alles dabei, was man für den täglichen Smartphone-Einsatz benötigt. Ladekabel, Netzteil, SIM-Tool und die üblichen Beschreibungen.

Nachfolgend ein kurzes Unboxing Video:

Ein mittlerweile immer seltenes mitgeliefertes Zubehör ist auch dabei, es handelt sich um klassische Kopfhörer. Diese werden in Form von In-Ears ebenfalls inkl. drei Paar Ohranpassstücke mitgeliefert. Zudem befindet sich im Lieferumfang noch ein nützliches Zubehör, was ich so von keinem weiteren Hersteller kenne. Die rede ist von dem USB-Power-Adapter. Damit ist es möglich mit dem internen Akku des ZenFone Max Plus ein weiteres Smartphone aufzuladen. Dabei dient das ZenFone quasi als Powerbank.

(Verpackung: 3,5 von 5 Punkten)

Design

Betrachten wir die Front des ASUS ZenFone Max Plus, fällt direkt das 5,7 Zoll große Display auf, welches mit einem 18:9 Formfaktor daher kommt. Bei dem Gehäuse des ZenFone Max Plus handelt es sich um ein Aluminiumgehäuse. Das Design meines Testgerätes in der Farbe Sunlight Gold ist sehr unauffällig gehalten. Erhältlich ist es aber auch noch in zwei weiteren Farben, Deepsea Black und Azure Silver.  

Die Abmessungen des ASUS ZenFone Max Plus betragen 152,6 × 73 × 8,8 Millimeter (LxBxH) bei einem Gewicht von knapp 160 Gramm. Dank dem 18:9 Formfaktor und den relativ schmalen Displayrändern, ist das ASUS ZenFone Max insgesamt recht kompakt und liegt sehr gut in der Hand. Jedoch empfehle ich es in einer Hülle zu nutzen, da es aufgrund der glatten Rückseite ein wenig rutschig ist.

Kommen wir zu den Bedienelementen. Angefangen bei der rechten Seite des Smartphone, finden wir die Lautstärkewippe und direkt darunter den Ein-/Ausschaltknopf. Diese besitzt eine geriffelte Oberfläche und sind dadurch sehr gut tastbar. Den SIM- und MicroSD-Slot finden wir auf der oberen linken Seite. Beide Fächer sind mittlerweile wie bei den meisten Android Smartphones zum Standard geworden und in einem kombiniert. So können beim ASUS ZenFone Max Plus zwei Sim-Karten und eine Micro-SD-Speicherkarte gleichzeitig eingelegt werden. 

An der Unterseite finden wir je links und rechts neben dem Micro-USB-Anschluss ein Lautsprechergitter. Dabei handelt es sich aber nicht um ein Stereo-Paar, dies soll nur der Optik dienen wie z.B. beim iPhone. So befindet sich links das Mikrofon und rechts der Lautsprecher. Schauen wir uns die Oberseite an, dann finden wir hier den Klinken-Anschluss und ein weiters Mikrofon.

Auf der Rückseite befindet sich am linken oberen Eck eine Dual-Kamera. Die Linsen sind nebeneinander angeordnet in einem knapp 1mm vorstehenden Plateau. Direkt daneben befindet sich ein Mono-LED-Blitz, was leider aktuell nicht mehr wirklich zeitgemäß ist. Ebenfalls auf der Rückseite ungefähr mittig im oberen Drittel, befindet sich noch ein Fingerabdrucksensor, welcher sehr gut erreichbar ist. Die Frontkamera befindet sich links neben der Ohrmuschel.

(Design: 3 von 5 Punkten)

Verarbeitung

Sobald man das ASUS ZenFone Max Plus das erste mal in den Händen hält und es einschaltet, fällt einem der relativ schmale Displayrand auf. Er ist natürlich dicker wie z.B. beim iPhone X, Huawei P20 oder beim Asus ZenFone 5. Doch diese sind auch einiges teurer. Durch das 18:9 Format ist das Smartphone nicht wirklich größer als das Asus Zenfone 4, sondern wie bereits erwähnt, wurden lediglich die Ränder am oberen und unteren Rand wesentlich verschmälert. 

Zwar habe ich große Hände, doch das 5,7 Zoll Display kann ich mit einer Hand nur relativ eingeschränkt bedienen. Daher ist die Einhand-Bedienung nicht wirklich möglich. Die Verarbeitung des ASUS ZenFone Max Plus kann sich durchaus sehen lassen, auch die Wertigkeit, kann dank dem Aluminiumgehäuse überzeugen. Leider hat man zwar eine Dual-Kamera verbaut, aber keinen Dual-LED Blitz, was sich negativ auf Fotos mit Blitzlicht auswirkt. Darauf gehe ich aber unter dem Punkt Kamera genauer ein.

(Verarbeitung: 4 von 5 Punkten)

TEIL 2

bestehend aus „Funktion des Produktes“ entspricht 65% der Gesamtwertung

Display5,7 Zoll (18:9 Format) 2160 x 1080 Pixel, Pixeldichte beträgt 423 ppi
CPUMediatek MT6750T, 64bit, 4x 1.50GHz Cortex-A53 + 4x 1.00GHz Cortex-A53 / GPU:Mali-T860 MP2
RAM3 GB RAM
Speicher32 GB (mit microSD bis zu 256 Gigabyte erweiterbar)
BetriebssystemAndroid 7.0 „Nougat“
Haupt-KameraDual-Kamera, Hauptkamera mit 16.0MP, f/2.0, Phasenvergleich-Autofokus, LED-Blitz. Zweite Kamera-Linse mit 8.0MP, Weitwinkelobjektiv; Videos in Full-HD (1080p) bei 30fps
Front-Kamera8.0MP, f/2.0
AnschlüsseMicro-USB-B, 3.5mm-Klinke
Akku4130 mAh nicht austauschbar
KonnektivitätWi-Fi 802.11 b/g/n. Mobilfunknetz bis 4G, Wi-Fi Direct, Bluetooth 4.0 und GPS, A-GPS, GLONASS
Abmessungen (LxBxH)152.6mm x 73mm x 8.8mm
Gewicht160 Gramm
LieferumfangZenFone Max Plus
ASUS Kopfhörer mit Mikrofon
Micro-USB Kabel
SIM-Tool
USB Power Adapter (Ladegerät)
Dokumentation (Anleitung, Garantiekarte)
Technische Daten des ASUS ZenFone Max Plus

Performance

Zum Einsatz kommt ein Mediatek-Prozessor welcher mit acht Kernen ausgestattet ist. Davon sind vier Kerne für anspruchsvollere Aufgaben und die anderen vier Kerne für die weniger rechenintensive Aufgaben zuständig. Beim verbauten Prozessor handelt es sich um den MT6750T, davon Takten die stärkeren Kerne mit 1,5 GHz und die schwächeren mit 1GHz. Unterstützt wird der Octa-Core Prozessor von 3 Gigabyte RAM. Zwar ist der interne Flash-Speicher mit 32 Gigabyte (Netto ca. 20 Gigabyte) nicht allzu groß bemessen, kann aber bei Bedarf mit einer mircoSD-Speicherkarte um bis zu 256 GB erweitert werden. Als Betriebssystem ist Android 7.0 vorinstalliert.

Im Alltag dürfte die Leistung der verbauten Hardware den meisten ausreichen, den Mails verfassen, WhatsApp Nachrichten schreiben und im Internet surfen ist damit kein Problem. Jedoch merkt man die etwas schwächere Leistung bei grafisch anspruchsvollen Games, denn diese ruckeln hin und wieder mal. Dies ist auch nicht wirklich anders zu erwarten, denn schließlich handelt es sich beim ASUS ZenFone Max Plus um ein ein Mittelklasse-Smartphone.

Wie schneidet das ASUS ZenFone Max Plus im Benchmark Test ab? Das haben wir natürlich für euch getestet. Die Benchmarks sagen — 55.406 Punkte bei Antut, bei Geekbench 4 kommt es im Singel-Core Test auf 603 Punkte und beim Multi-Core-Test auf 2533 Punkte.

(Performance: 3 von 5 Punkten)

Display

Das 5,7 Zoll große Display, besitzt wie bereits erwähnt einen 18:9 Formfaktor, der Screen-to-Body-Ratio wert liegt bei 80%. Dieser Wert gibt an, wieviel der Vorderseite mit einem Display abgedeckt ist. Beim verbauten Display handelt es sich um ein IPS-Panel, welches mit 2160×1080 Pixel auflöst. Die Pixeldichte beträgt somit 423 ppi. In Sachen Farbe, Kontrast und Bildschärfe ist es zwar etwas schwächer als z.B. ein Amoled Display, dennoch kann das Display des ZenFone Max Plus durchaus überzeugen.

Die maximale Bildschirmhelligkeit geht für den Alltag in Ordnung. Im Outdoor-Einsatz bei direkter Sonneneinstrahlung auf das Display, hatte ich jedoch bei maximaler Hintergrundbeleuchtung gelegentlich Probleme, alles zu erkennen. Die Spiegelungen des Displays halten sich jedoch in Grenzen. 

(Display: 4 von 5 Punkten)

Akku

Der fest verbaute Akku hat eine Kapazität von stolzen 4.130 mAh und konnte im Test überzeugen. Durch die große Akkuleistung braucht man sich eigentlich keine Sorgen machen, dass man vor dem Ende des Tages einen leeren Akku hat. Ich konnte das ASUS ZenFone Max Plus gut zwei Tag lang verwenden, bis ich es wieder aufladen musste. In dem Testzeitraum hatte ich teilweise über das mobile Datennetz und Abends über das WLAN im Internet gesurft, einige Videos angeschaut, Nachrichten versendet und gelegentlich telefoniert.

Bei so einem großen Akku ist es auch wichtig, dass der Akku wieder schnell aufgeladen wird. Das ist beim ASUS ZenFone Max Plus, auch zum Glück der Fall. Den mit einem 5V 2A Netzteil wird der 4.130 mAh Akku in knapp drei Stunden wieder auf 100% aufgeladen.

Ein tolle Idee ist der mitgelieferte USB-Power-Adapter über den ich ein weiteres Gerät wie z.B. ein Smartphone über das ZenFone Max Plus aufladen kann.

(Akku: 5 von 5 Punkten)

Kamera

Wie bereits erwähnt, gibt es auf der Rückseite eine Dual-Kamera. Bei der Standardlinse handelt es sich um eine 16-Megapixel-Kamera mit einer f/2.0-Blende. Diese ist zudem mit einem elektronischen Bildstabilisator und einem Phasenerkennungs-Autofokus ausgestattet. Bei der zweiten Linse der Dual-Kamera handelt es sich um ein Sensor, welcher mit 8-Megapixeln auflöst und mit einem 120-Grad-Weitwinkelobjektiv versehen ist. Zwischen den beiden Kamera-Linsen auf der Rückseite kann man frei wechseln und diese einzeln verwenden. Daher werden nicht beide gleichzeitig für ein Bild genutzt um etwa einen Bokeh-Effek zu erzeugen oder ähnliches.

Das mit dem Dual-Kamera Prinzip, bei dem man zwischen beiden Linsen wechseln kann, ist eine tolle Idee. Man kann in der Kamera-App ganz einfach zwischen den Kamera-Linsen wechseln und somit mehr Bildinhalt aufnehmen, was besonders bei großen Objekten wie Gebäuden von Vorteil ist. Doch leider kann dies in der Praxis nicht so ganz überzeugen.

Die Hauptkamera liefert eine gute Bildschärfe, auch mit der Farbwiedergabe war ich bei meinen Testaufnahmen sehr zufrieden, selbst bei etwas schlechteren Lichtverhältnissen. Jedoch sind die Bilder mit Blitzlicht durch den Mono-Blitz nicht überzeugend. Ein Dual-LED Blitz, welcher eine zusätzliche gelbliche LED besitzt macht wesentlich natürlichere Bilder als nur ein weißer Blitz. Diese hinterlassen bei den Bilder oftmals einen leichten Blaustich, wodurch die Menschen oft wie Zombies aussehen. 

Was mich in der Praxis wesentlich mehr gestört hat, war die Weitwinkel-Kamera. Diese knipst deutlich unschärfere Bilder, die zudem an Kontrast verlieren und einfach blasser wirken wie die Bilder, die ich mit der Hauptkamera aufgenommen habe. Es ist zwar toll, wenn man mehr Bildinhalt auf ein Foto bekommt, doch wenn darunter die Qualität deutlich leidet, dann macht es wenig Sinn. Für Schnappschüsse sind die Bilder der Weitwinkel-Kamera zwar brauchbar aber für Vergrößerungen  auf keinen Fall. 

Die Front-Kamera hat ASUS mit einer 8 Megapixel-Kamera und f/2.0 Blende ausgestattet. Es handelt sich dabei um eine Kamera die mit einem 85-Grad-Weitwinkelobjektiv versehen ist. Leider war ich mit den Ergebnissen, welche die Selfie-Kamera liefert weniger zufrieden. Bei hellem Licht geht die Bildqualität zwar noch in Ordnung, aber sobald das Licht etwas schlechter wird, nimmt diese rapide ab. Die Bilder werden zunehmend unscharf und das Bildrauschen nimmt ebenfalls zu.

Videos können mit dem ASUS ZenFone Max Plus nicht mit 4K sondern nur Full-HD und 30 fps aufgenommen werden. Das reicht für den Großteil aus, doch wer sehr viel Videos macht und auf eine gute Bildqualität Wert legt, sollte zu einem anderen Smartphone greifen.

(Kamera: 3,5 von 5 Punkten)

Software

Das ASUS ZenFone Max Plus kommt mit Android 7.0 Nougat als Betriebssystem daher. Asus verpasst seinen Smartphones eine große Anzahl an vorinstallierten Apps. Dadurch geht einiges an Speicher verloren, denn die Apps welche vorinstalliert sind, können nicht gelöscht werden. Es ist auch möglich, das ASUS ZenFone Max Plus per Gesicht zu entsperren, dies funktioniert bei gutem Licht überraschend gut. Sobald die Lichtverhältnisse aber schlechter sind, oder man einen Schal und Mütze trägt, klappt es kaum noch. Ist auch kein Wunder, denn ein spezieller Sensor, welcher wie bei Apple das Gesicht scannt ist nicht verbaut.

(Software: 4 von 5 Punkten)

TEIL 3

bestehend aus „Preis/Leistung“ entspricht 10% der Gesamtwertung

Beschreibung

Die online präsentierten Produktbilder des ASUS ZenFone Max Plus entsprechen durchaus der Realität. ASUS beschreibt es als echtes Ausdauer-Paket. Das trifft vor allem auf den 4.130 mAh Akku zu, der für eine lange Laufzeit sorgt. Beachten sollte man jedoch, das dieser bedingt durch seine Größe für eine volle Aufladung trotz Schnellladefunktion bis zu 3 Stunden in Anspruch nimmt.

Natürlich muss man sich schon beim Kaufpreis im klaren sein, dass es sich beim ASUS ZenFone Max Plus um ein Mittelklasse-Smartphone handelt. Daher kommt es mit einer schwächeren Leistung als ein Flaggschiff-Smartphones daher. Jedoch konnte mich das Smartphone durchaus überzeugen. Lediglich die Punkte wie z.B. der fehlende Dual-LED Blitz, ein veralteter Mircro-USB Anschluss und die qualitativ schlechten Bilder mit der Weitwinkel-Kamera auf der Rückseite sind Dinge, die zu meinen großen Kritikpunkten gehören. Dafür gefällt mir wiederum das 5,7 Zoll große Full-View Display sehr gut.

Preis/Leistung

Der Preis des ASUS ZenFone Max Plus ist mit 299 EUR (in D/A) angemessen. Die Ausstattung, die man beim ZenFone Max Plus geboten bekommt ist in Ordnung. Klar könnte es immer mehr sein, wie z.B. ein Dual-LED Blitz. Doch dafür bekommt man ein großes Display in einem relativ kleinen Gehäuse und einen sehr großen Akku. Genau mit diesen beiden besondern Merkmalen wurde das neue ZenFone Max Plus auch von ASUS angepriesen. 

Wer ein besser ausgestattetes Smartphone speziell von ASUS haben möchte, muss auf das neue ZenFone 5/5Z warten. Ansonsten muss sich jeder selbst überlegen, wie er das Smartphone im Alltag anwenden möchte. Wer nur besondere Momente in Schnappschüssen festhalten, Nachrichten schreiben oder im Internet stöbert, für den reicht das ZenFone Max Plus auf jeden Fall aus. Wer vorhat immer die neusten Spiele auf dem Smartphone zu zocken, die mehr Power brauchen, sollte zu einem anderen Gerät greifen.

testr Gesamtwertung

unter Berücksichtigung aller Teilwertungen

 Wir bedanken uns beim Hersteller für die Bereitstellung des Produktes. Zu unseren Grundsätzen

Motorola Moto Z2 Force Edition

Motorola Mobility wurde 2011, gegründet. Das Unternehmen, dessen Firmensitz sich in Illinois in den USA befindet entstand nach der Aufspaltung der Motorola Inc. welche bereits 1928 gegründet wurde. Das Unternehmen fertigte bis dahin Handys, Modems und Set-Top-Boxen. 

Im Jahr 2012 kaufte Google Motorola Mobility für 12,5 Milliarden US-Dollar. Doch bereits ein Jahr später wurde der Bereich Motorola Home, in dem Modems und Set-Top-Boxen gefertigt wurden, verkauft. Fortan fertigte Motorola Mobile nur noch Handys.

Im Jahr 2014 gab Google bekannt, dass man Motorola Mobility für knapp 3 Milliarden Euro an den chinesischen PC-Hersteller Lenovo verkauft hat. Jedoch blieben sämtliche Patente des Unternehmen Motorola in den Händen von Google.

Die moto Smartphones werden mittlerweile ausschließlich unter der Marke Motorola vermarktet. Daher lautet die korrekte Bezeichnung Motorola moto Z2 Force Edition. Motorola (Hersteller) moto (Marke) z2 Force Edition (Modell). Dasselbe gilt auch für sämtliche anderen Smartphones wie z.B. dem Motorola moto x4, Motorola moto g5s, Motorola moto C.

Mit dem Smartphone Moto Z2 Force bringt der Hersteller sein neustes Flagschiff-Smartphone auf den Markt. Dieses kommt als Besonderheit mit einem bruchfesten Display daher. Zudem kann man sogenannte Moto-Mods kaufen, mit denen man verschiedene Funktionen erweitern kann. Das ganze klingt nicht schlecht, doch wie schlägt sich das Smartphone im Test? 

TEIL 1

Bestehend aus „Verpackung/Design/Verarbeitung“ entspricht 25% der Gesamtwertung

Verpackung

Die Verpackung des Moto Z2 Force ist sehr schlicht gehalten. Auf der oberen Seite der komplett in rot gehaltenen Verpackung ist das M-Logo, sowie der Name des Gerätes in Silber aufgedruckt. Zudem sieht man, dass dieses mit den Moto-Mods kompatible ist. Bei den wenigen Informationen auf der Rückseite handelt es sich nicht großartig um das eigentliche Produkt, sondern vielmehr über den Hersteller. 

Auf der unteren Seite befindet sich ein großer Aufkleber, der unter anderem über die IMEI-Nummer, P/N-Nummer, Modellbezeichnung, Speichergröße, sowie die Farbe des Moto Z2 Force informiert. Auf der rechten Seite ist erneut der Name „moto Z2 FORCE“ in Silber aufgedruckt. Auf der oberen Stirnseite ist die Oberfläche der Verpackung schräg gestreift. Zudem befindet sich hier ein Klebestreifen mit einem M-Logo, welcher als Siegel dient.

Bei der Verpackung handelt es sich um eine Schiebebox. Nach dem Öffnen der Verpackung kommt direkt das Moto Z2 Force-Smartphone in der üblichen Schutzfolie zum Vorschein. Am unteren Bereich befindet sich eine Lasche, womit sich das Moto Z2 Force sehr leicht aus der Verpackung entnähmen lässt. Das restliche Zubehör verbirgt sich unter dem Gerät. Beim Lieferumfang gibt es wenig Überraschungen, es ist im wesentlichen alles dabei, was man für den täglichen Smartphone-Einsatz benötigt. Ladekabel, Netzteil, SIM-Tool und die üblichen Beschreibungen. Da das Moto Z2 Force ohne Klinke-Buchse ausgestattet ist, befinden sich keine Kopfhörer im Lieferumfang. Dafür aber ein Klinke auf USB-C Adapter. Das erwähnte Sim-Tool und die Beschreibungen befinden sich in einer roten Faltschachtel, auf der das Smartphone aufliegt. 

(Verpackung: 4 von 5 Punkten)

Design

Betrachten wir die Front des Moto Z2 Force, wird sofort klar, dass man hier nicht dem Trend des randlosen Displays folgt. Es besitzt ein 5,5 Zoll großes Display mit einem 16:9 Formfaktor. Die große Besonderheit mit dem das Moto Z2 Force auch extra angepriesen wird, ist der Schutz des Displays. Dieses soll laut den Angaben des Herstellers nicht brechen oder springen wenn es z.B. auf den Boden fällt. Diesen Schutz, der von Motorola bzw. Lenovo Shatterschield genant wird, besteht aus einer speziellen Folie, die übrigens austauschbar ist. Auf diese Folie gehe ich später noch einmal genauer ein. 

Da beim Moto Z2 Force das Display 5,5 Zoll groß ist, aber die Display-Ränder relativ dick sind, ist das Smartphone deutlich größer als Smartphones mit einem gleich großen Display im 18:9 Formfaktor. Die Maße betragen 155,8 × 76 × 5,99 Millimeter (LxBxH) und daher ist es nicht wirklich kompakt.

Da es sich bei dem Moto Z2 Force um ein Moto-Mods kompatibles Smartphone handelt, ähnelt die Rückseite sehr den restlichen Moto Geräten. Hier befindet sich im unteren Bereich der Magnetanschluss, welcher das jeweilige Mod sicher hält. Über die Pins um den Anschluss werden die jeweiligen Mods mit Strom versorgt. Das Gehäuse besteht komplett aus Aluminium. Am Rahmen hat dieses eine glatte und auf der Rückseite eine gebürstete Oberfläche. Erhältlich ist das Moto Z2 Force bisher nur in der Farbe Schwarz, ob später noch weitere Farben folgen, ist noch nicht bekannt. Das 5,5 Zoll große Smartphone bringt 143 Gramm auf die Waage. Leider liegt es nicht so gut in den Händen wie ich es von einigen anderen Smartphones kenne. Dies liegt daran, dass sowohl die Front, als auch die Rückseite, nicht am Rand abgerundet sind. Zudem ist es ohne Moto-Mod mit knapp 6 mm einfach sehr dünn. Für mich persönlich ist es sogar das dünnste Smartphone, welches ich bisher in meinen Händen gehalten habe.

Kommen wir zu den Bedienelementen. Angefangen bei der rechten Seite des Smartphone, hier finden wir die Lautstärke-Tasten und direkt darunter den Ein-/Ausschaltknopf. Dieser besitzt eine geriffelte Oberfläche und ist dadurch sehr gut von den gleich großen glatten Lautstärke-Tasten zu unterscheiden. Den SIM- und MicroSD-Slot finden wir auf der oberen rechten Seite. Beide Fächer sind mittlerweile wie bei den meisten Android Smartphones zum Standard geworden und in einem kombiniert. So können auch bei Moto Z2 Force entweder zwei oder eine Sim-Karten und eine Micro-SD-Speicherkarte eingelegt werden. Ein Fingerabdrucksensor befindet sich direkt im Homebutton auf der Vorderseite integriert.

Auf der Rückseite befindet sich ein sehr markantes rundes Plateau. Dieses steht 2mm von der Rückseite hervor. In diesem sind die Dual-Kameralinsen nebeneinander, ein Dual-LED Blitz unten und ein Laser-Autofokus untergebracht. Die Frontkamera befindet sich links neben der Ohrmuschel und auf der rechten Seite gibt es sogar einen Dual-LED Blitz. Als Lautsprecher dient übrigens nur die Ohrmuschel, einen weiteren Lautsprecher gibt es nicht. Zu guter letzt befindet sich an der Unterseite jeweils vorne und direkt auf der Rückseite noch ein Mikrofon und einen USB-C Anschluss. Das Design des Moto Z2 Force ist Geschmacksache, ohne das mitgelieferte Kevlar Shell gefällt es mir nicht so gut, da die Kamera einfach zu weit hervorsteht. Bringe ich das Kevlar Shell an, ist die Rückseite bündig und ich muss sagen dann gefällt es mir persönlich wesentlich besser. 

(Design: 3 von 5 Punkten)

Verarbeitung

Sobald man des Moto Z2 Force anschaltet, fällt einem direkt der relativ dicke Rand am oberen und vor allem an dem unteren Rand auf. Durch das große 5,5 Zoll Display und die breiten Ränder ist das Smartphone relativ groß und somit weniger für kleine Hände geeignet. Selbst mit meinen relativ großen Händen habe ich Probleme die obere linke Ecke des Displays mit nur einer Hand zu erreichen. Daher ist die Einhand-Bedienung nicht wirklich möglich.

Das Moto Z2 Force besitzt lediglich eine wasserabweisende Nanobeschichtung. Daher verträgt es nur Tropfwasser, mit ihm ins Wasser gehen, solltet ihr definitiv nicht. Dafür erhaltet ihr ein bruchsicheres Display. Wie bereits erwähnt kommt dafür eine austauschbare Folie zum Einsatz. Diese befindet sich wiederum auf einer Kunststoffschicht, direkt darunter zwei Touchscreen-Folien. 

Es gibt jedoch zwei Nachteile an dieser Folie. Zum einen ist diese, damit sie beim Aufprall nicht zerbricht, deutlich weicher als das Display-Glas vielen anderen Smartphones. Aus diesem Grund verkratzt die Folie wesentlich schneller als ein Display welches z.B. mit Gorilla Glas geschützt ist. Dazu reicht es schon leicht z.B. mit einem Schlüssel darauf zu klopfen. Zudem ähnelt die Folie von der Dicke her, sehr an eine Panzerglasfolie, nur ist diese wesentlich scharfkantiger. Fährt man mit dem Finger z.B am Displayrand oder zwischen dem Fingerabdrucksensor entlang, bemerkt man diese deutlich.

Bis auf die erwähnten Punkte mit der Folie und die hervorstehende Kamera auf der Rückseite, bin ich mit der Verarbeitung ansonsten zufrieden.

(Verarbeitung: 3,5 von 5 Punkten)

TEIL 2

bestehend aus „Funktion des Produktes“ entspricht 65% der Gesamtwertung

Display5,5 Zoll (16:9 Format) 2560 x 1440 Pixel, Pixeldichte beträgt 535 ppi
CPUQualcomm Snapdragon 835 8x 2,35 GHz und Adreno 540 GPU
RAM6 GB RAM
Speicher64 GB (mit microSD bis zu 2 Terrabyte erweiterbar)
BetriebssystemAndroid 7.1.1 „Nougat“ / seit Anfang Februar Android 8.0 „Oreo“ erhältlich
Haupt-KameraDual-Kamera mit jeweils 12MP f/2.0 Blende, Dual-LED Blitz Laser-Autofokus
Front-Kamera5MP f/2.2 Blende mit Dual-LED Blitz
AnschlüsseUSB-C Anschluss
Akku2730 mAh nicht austauschbar
KonnektivitätWi-Fi 802.11 a/b/g/n/ac 2,4 GHz + 5 GHz mit MIMO. Mobilfunknetz bis 4G, Wi-Fi Direct, Bluetooth 4.2 (nach Android 8.0 Update Bluetooth 5) und GPS, A-GPS, GLONASS, Beidou
Abmessungen (LxBxH)155,8 mm x 76 mm x 5,99 mm
Gewicht143 Gramm
Technische Daten des Moto Z2 Force

Performance

Zum Einsatz kommt ein Snapdragon 835 Prozessor von Qualcomm. Dabei handelt es sich um einen acht Kern Prozessor, bei dem jeder Kern mit jeweils bis zu 2,35 GHz getastet wird. Unterstützt wird dieser von einem Adreno 540 GPU und stolzen 6 Gigabyte RAM. Der fest verbaute interne Flash-Speicher dürfte für die meisten Menschen mit 64 Gigabyte ausreichend sein. Bei Bedarf kann dieser aber jederzeit mit einer mircoSD-Speicherkarte um bis zu 2 Terabyte erweitert werden. Als Betriebssystem ist Android 7.1.1 vorinstalliert. Ein Update für Android 8.0 Oreo steht inzwischen auch zur Verfügung.

Im Alltag reicht die Leistung der verbauten Hardware den meisten von euch aus. Dank dem guten Prozessor und der Entscheidung dem Moto Z2 Force gleich 6GB RAM zu spendieren, machen auch anspruchsvolle Apps keine Probleme. Das ganze System läuft flüssig und ohne Aussetzer.

Wer von euch sowieso nur WhatsApp Nachrichten schreibt, hin und wieder mal eine Mail verfasst ,oder wie die meisten im Internet surft braucht sich bei der Hardware sowieso keine Sorgen machen. Der Prozessor und Co. könnten viel mehr, als ihr es mit dem Moto Z2 aktuell machen könnt. 

Wie schneidet das Moto Z2 Force im Benchmark Test ab? Das haben wir natürlich für euch getestet. Die Benchmarks sagen — 201.382 Punkte bei Antut, bei Geekbench 4 kommt es im Singel-Core Test auf 1920 Punkte und beim Multi-Core-Test auf 6735 Punkte.

(Performance: 4,5 von 5 Punkten)

Display

Das 5,5 Zoll große Quad-HD-Display, kommt wie bereits erwähnt mit einem breiten Rahmen an der Ober- und Unterseite daher. Es handelt sich dabei um ein POLED- Display, welches mit 2560 x 1440 Pixeln auflöst. Die Pixeldichte beträgt somit 535 ppi. In Sachen Farbe, Kontrast und Bildschärfe ist das Panel des Moto Z2 Force hervorragend.

Die maximale Bildschirmhelligkeit geht für den Alltag in Ordnung. Im Outdoor-Einsatz bei direkter Sonneneinstrahlung auf das Display hatte ich jedoch bei maximaler Hintergrundbeleuchtung gelegentlich Probleme, auf dem Display etwas zu erkennen. Die Spiegelungen des Displays halten sich zudem sehr in Grenzen. 

(Display: 4 von 5 Punkten)

Akku

Der fest verbaute Akku hat eine Kapazität von 2.730 mAh. Dies klingt zwar nicht nach besonders viel Leistung, es gibt einige Smartphones die mehr Power haben.

Das Durchhaltevermögen des Akkus kann sich dennoch sehen lassen. Ich konnte das Moto Z2 Force gut einen Tag lang verwenden, bis ich es wieder aufladen musste. In dem Testzeitraum hatte ich teilweise über das mobile Datennetz und Abends über das WLAN im Internet gesurft, einige Videos angeschaut, Nachrichten versendet und gelegentlich telefoniert. Per passenden Moto-Mod kann die Akkulaufzeit übrigens vergrößert werden. Jedoch muss dieses separat für knapp 50€ erworben werden.

Der Grund des relativ kleinen Akkus liegt an dem dünnen Gehäuse. Auch dieses hat seinen Grund, denn wäre das Moto Z2 Force z.B. mit einem deutlich größeren Akku ausgestattet, wäre es vielleicht 9 mm dick. Schließt man nun noch einen dicken Moto-Mod an, wird das Gerät einfach zu dick und total unhandlich.

 Wenn der Akku des Moto Z2 Force zu Neige gehen sollte, dann kann dieser dank der Ladefunktion Quick Charge, schnell wieder aufgeladen werden. Es dauert weniger als 2 Stunden, bis der Akku wieder voll aufgeladen ist.

(Akku: 3,5 von 5 Punkten)

Kamera

Wie bereits erwähnt, gibt es auf der Rückseite eine Dual-Kamera. Beide Sensoren der Dual-Kamera lösen mit 13-Megapixel auf und verfügen über eine Blende von f/2.0. Hierbei handelt es sich nicht etwa um eine Standard-Linse und eine Weitwinkel-Linse, sondern um eine mit einem RGB-und eine mit Schwarzweiß-Sensor. Diese beiden Bilder der Linsen werden dann durch eine Software zu einem Gesamtbild zusammengesetzt. Dies soll für detailreiche Aufnahmen auch bei schlechten Lichtverhältnissen sorgen. Zudem ist das Moto Z2 Force mit einem Laser-Autofokus und Dual-Tone-LED-Blitz ausgestattet.

Von der Kamera des Moto Z2 Force bin ich angesichts des Preises ein wenig enttäuscht. Ich hätte einfach besser Aufnahmen erwartet. Für viele gehen die Bilder, welche das Smartphone macht in Ordnung, aber es gibt einfach einige andere Smartphones die deutlich bessere Bilder machen.

Die Bildschärfe ist im großen und ganzen gut. Jedoch nimmt diese an den Rändern ab. Mit der Farbwiedergabe war ich bei meinen Testaufnahmen wiederum zufrieden. Schwächen zeigt das Moto Z2 sehr deutlich bei schlechteren Lichtverhältnissen. Schuld daran ist die mittlerweile unterdurchschnittliche Blende von f/2.0. Das Rauschen nimmt bei Dämmerung deutlich zu. 

Es gibt zwar eine Moto-Mod mit dem Namen „True Zoom“ welches mit einem größeren Blitz und einem echten Zoom ausgestattet ist. Dieses hat aber mit 300€ einen stolzen Preis und man landet zusammen mit dem Moto Z2 Force schon bei rund 1100 €. 

Das Moto Z2 Force beherrscht auch Fotos mit Tiefeneffekt (Bokeh), wie man es von Spiegelreflexkameras kennt. Dabei musste ich im Test jedoch feststellen, dass hierbei Konturen nicht immer 100% erkannt werden. Somit ist oft der Rand des Objektes im Vordergrund unscharf dargestellt.

An der 5 Megapixel-Kamera auf der Front mit einer Blende von f/2.2 gibt es als positives zu erwähnen, dass diese dank dem extra Dual-Blitz auch bei Dunkelheit gute Bilder macht. Einige Hersteller greifen hier zu dem Trick das Display aufzuhellen. Der Blitz am Moto Z2 Force ist aber um einiges heller. Die Bildqualität der Frontkamera ist nicht schlecht, wiederum auch nichts besonderes. Hier gibt es bessere Smartphones, aber die kosten etwas mehr. 

Videos können mit dem Moto Z2 Force mit maximal 4K und 30 fps aufgenommen werden. Bei Full-HD (1080p) sind es 60 fps und bei 720p immerhin 120 fps. Das reicht für den Großteil aus, doch wer sehr viel Bilder macht und auf eine gute Bildqualität Wert legt, sollte zu einem anderen Smartphone greifen.

(Kamera: 3,5 von 5 Punkten)

 Software

Das Moto Z2 Force kommt mit Android 7.1.1 Nougat als Betriebssystem  daher. Ein Update auf Android 8.0 Oreo wird seit A nfang Februar 2018 angeboten. Da es sich bei unserem Gerät jedoch um ein Testgerät handelt, darf ich nicht einfach so die Software Updaten.

Das Moto Z2 Force kommt mit nur wenigen eigenen Moto Apps daher. Es lassen sich teilweise praktische Moto-Gesten aktivieren wie z.B. durch das schütteln des Smartphones geht die Taschenlampe an oder durch zweimaliges drehen des Handgelenkes öffnet automatisch die Kamera App. Erneutes drehen wechselt von der Hauptkamera zur Frontkamera. Es ist auch möglich den Fingerabdrucksensor zur Navigation zu verwenden, aber dies ist teilweise etwas verwirrend und führt immer wieder mal zu Fehleingaben. Googles künstliche Intelligenz „Google Assistent“ ist übrigens ebenfalls mit an Bord.

(Software: 4,5 von 5 Punkten)

TEIL 3

bestehend aus „Preis/Leistung“ entspricht 10% der Gesamtwertung

Beschreibung

Das Moto Z2 Force wird auf der Webseite als Motorolas (Lenovos) innovativstes Smartphone aller Zeit angepriesen. Dem kann ich nur bedingt zustimmen. Das Display mag zwar bruchsicherer als das von anderen Hersteller sein, dafür verkratzt es wesentlich leichter, da es sich hierbei nur um eine spezielle Folie auf einer Kunststoffschicht handelt.

Zudem finde ich das Design ohne die angebrachte Hülle auf der Rückseite nicht so schön. Die 2mm vorstehende Dual-Kamera auf der Rückseite gefällt mir nicht wirklich. 

Dafür ist die Leistung des Moto Z2 Force sehr stark und die Kamera macht bei guten Lichtverhältnissen durchaus gute Bilder. Bei schlechteren enttäuscht diese wiederum.

Das es nur einen Lautsprecher gibt, welcher in der Ohrmuschel integriert ist, erscheint ungewohnt. Aber wenigstens ist dieser nach vorne gerichtet und hat eine gute maximal Lautstärke. Bei hoher Lautstärke klingt dieser wiederum etwas blechern.

Mit der Akkulaufzeit war ich sehr zufrieden, sollte er aber mal doch vor Ende des Tages knapp werden, dann kann er in wenigen Minuten für mehrere Stunden aufgeladen werden.

Preis/Leistung

Der Preis des Moto Z2 Force ist mit 799 EUR (in D/A) nicht gerade niedrig. Es gibt zwar mittlerweile wesentlich teurere Smartphones, aber bei diesen bekommt man auch noch etwas mehr geboten. Wiederum muss sich jeder selbst überlegen wie er das Smartphone im Alltag anwenden möchte. Wer nur für sich selbst Bilder macht, Nachrichten schreibt oder im Internet surft, für den reicht das Moto Z2 Force auf jeden Fall aus. Vor allem mit Spielen und Apps die mehr Power brauchen ist das Moto Z2 nicht überfordert.  

Das Moto Z2 Force ist meiner Meinung nach von der Verarbeitung ein ganz gutes Smartphone. Das Display ist mit 5,5 Zoll ausreichend groß, aber durch die breiten Ränder ist es kaum möglich dieses mit einer Hand zu bedienen und für Frauenhände einfach zu groß.

testr Gesamtwertung

unter Berücksichtigung aller Teilwertungen

 Wir bedanken uns beim Hersteller für die Bereitstellung des Produktes. Zu unseren Grundsätzen