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Schlagwort: Audio

Beats Solo³ Wireless

Beats Electronics LLC wurde 2006 in Santa Monica (Kalifornien, USA) von Jimmy Irvine und dem Rapper Dr. Dre gegründet. Seit 2014 gehört Beats Electronics zu Apple, was sich nicht nur an dem auf der Produktverpackung aufgedruckten Namen bemerkbar macht.

Das Unternehmen Beats Electronics ist vor allem mit Kopfhörer und Lautsprechern der Eigenmarke Beats by Dr. Dre bekannt geworden, stellte jedoch auch Lautsprecher für HP und HTC her. Typischerweise optimiert Beats seine Kopfhörer und Lautsprecher besonders für die Wiedergabe von Bässen, was ein einzigartiges Klangbild erzeugt.

Nachdem uns die Powerbeats 3 Wireless bereits sehr gut gefallen haben, wollten wir auch den großen Bruder, die Solo 3 Wireless ganz genau unter die Lupe nehmen. Dieser Kopfhörer ist für uns eine Überraschung in vielerlei Hinsicht.

TEIL 1

Bestehend aus „Verpackung/Design/Verarbeitung“ entspricht 25% der Gesamtwertung

Verpackung

Die großen Beats kommen in einer recht schlichten Schachtel, auf der man den Kopfhörer bereits von allen Seiten aufgedruckt sieht. Die Schiebepackung ist vor allem weiß, die Box darunter wurde komplett in schwarz gehalten. Schon hier setzt man auf Farbkontraste, die in ähnlicher Form auch am Kopfhörer wiederzufinden sind.
Hebt man den Deckel des Kartons an, lädt Beats in schwarzen Lettern mit dem Text „CHANGE THE WAY YOU HEAR SOUND“, dazu ein die neuen Kopfhörer zu testen.

Legt man nun erwartungsvoll die Pappabdeckung beiseite, bekommt man nicht den Kopfhörer, sondern nur eine schwarze Stoffhülle mit rotem Beats-Logo zu sehen. Nun kann man entweder die Transporthülle mit dem Kopfhörer einpacken und lospilgern, oder man öffnet ganz aufgeregt den Reisverschluss der sich daran befindet.

Nach diesem Prozess zeigt sich endlich das, worauf man sich schon die ganze Zeit gefreut hat – die Beats Solo 3 Wireless.
Hat sich der Puls wieder beruhigt findet man eine Etage tiefer noch einige Papieranleitungen, Beats Aufkleber und neben einem Karabiner auch ein MicroUSB Kabel.

(Verpackung: 4 von 5 Punkten)

Design

Die On-Ear-Kopfhörer punkten mit schlichtem, modernem Design. Neben der goldenen Edition bieten auch die Farben Violett und Roségold einen schönen Kontrast durch weiße Elemente am Kopfhörer. Die Farbakzente gehen bis ins Detail, nicht nur die Polsterung und die Innenseite des Bügels sind in weiß gehalten, sondern auch die flexible Verbindung zwischen Gehäuse und „Ohrmuschel“. Hier wird mit Schlichtheit ein schöner Kontrast erzeugt. Die 5 übrigen Farbvarianten wirken dagegen etwas langweilig, da sie vollkommen in einer Farbe gehalten sind. Die „Beats“ Logos werden jeweils durch Hochglanzoptik hervorgehoben, fallen somit trotz gleicher Farbe ins Auge.

Lade- und Aux-Anschluss sind auf der Unterseite der Hörmuscheln angebracht und somit leicht zu erreichen. Wer die Verkabelung auf die Spitze treiben möchte kann auch Laden und gleichzeitig Musik über das Audiokabel hören. Obwohl dies bei einem Bluetooth-Kopfhörer nicht gerade Sinn ergibt, sowohl technisch als auch durch die Positionierung ist es möglich.
Die Bedientasten sind im Bügel, direkt an den Ohren versteckt und lassen sich auch durch ihre Größe leicht und intuitiv bedienen.
Zudem wurde dem Kopfhörer ein separater Ein-/Ausschalter spendiert, der zwar einfach, aber nicht versehentlich gedrückt werden kann, was unabsichtliches Ausschalten effektiv verhindert.

Da die Bügel klappbar sind lässt sich die Größe des Geräts schnell reduzieren und der Kopfhörer im mitgelieferten Transportcase optimal verstauen.

(Design: 4 von 5 Punkten)

Verarbeitung

Auf den ersten Blick sind die Beats Solo 3 Wireless solide gefertigt. Der Kopfhörer besteht komplett aus Hartplastik und ist am Kopf und an den Ohrmuscheln mit weichen Materialien ausgestattet. Es fühlt sich dennoch nicht sonderlich stabil an. Vor allem durch die klappbaren Arme wirkt alles etwas wackelig. Die hohe Flexibilität ist bei diesem Kopfhörer zwar sehr positiv anzumerken, man kann sich jedoch leider nicht sicher sein, was das Material aushält und wann es nachgibt. Das Hartplastik ist zudem leider recht empfindlich für Kratzer.
Auch an den Scharnieren sind nach wenigen Wochen bereits Abnutzungsspuren erkennbar.
Der weiche Stoff an den Ohrmuscheln erinnert vor allem vom Aussehen an Leder, fühlt sich aber an wie Gummi. Stoff und Nähte wirken stabil und überstehen auch kräftiges Ziehen und Drücken. Der weiche Stoff über den Treibern sollte bei alltäglicher Behandlung ebenfalls keinerlei Probleme bereiten. Der Gummi, der den Bogen am Kopf polstert, scheint gut verarbeitet. Dieser verschmutzt zwar leicht, lässt sich aber auch gut wieder reinigen.

Zusammengefasst sind wir von der Verarbeitung etwas enttäuscht. Nach den sehr gut verarbeiteten Powerbeats waren die Erwartungen hoch, vor allem bei der Stabilität.

(Verarbeitung: 2,5 von 5 Punkten)

TEIL 2

bestehend aus „Funktion des Produktes“ entspricht 65% der Gesamtwertung

Tragekomfort

Bezüglich des Tragekomforts kann ich nur von meiner Erfahrung als Brillenträger berichten. Generell sitzt der Kopfhörer sehr angenehm auf den Ohren und drückt nicht besonders stark. Nach rund 2 Stunden Nutzungsdauer musste ich die Solo3 Wireless jedoch immer absetzen, da der Druck auf den Ohren dann doch zu stark wurde. Beim Serien-schauen hat mich das mitunter wirklich gestört. Wichtig ist hier auch zu erwähnen, dass der Anpressdruck variabel ist.

Der Kopfhörer verfügt über längenverstellbare Bügel, die sich gleichzeitig auf den Druck auswirken der auf die Ohren einwirkt. Bei Menschen mit einem eher längeren Kopf ist der Anpressdruck daher höher als bei Menschen mit eher kleinem Kopf. Insgesamt gibt es 8 Stufen auf beiden Seiten.

(Tragekomfort: 3 von 5 Punkten)

Klang

Beats ist trotz der Preise nicht für High-End Klang bekannt, dank der üblicherweise kräftigen Bässe aber dennoch, vor allem bei jungen Menschen sehr beliebt. Mit den Beats Solo 3 Wireless ist jedoch Schluss mit kräftigem Bass. Man erhält zwar keine Blechdose, doch es fehlt der typische Beats Klang, den wir bereits bei den neuen Powerbeats³ vermisst haben. Der Klang passt somit zwar nicht mehr zur Marke Beats, ist jedoch klar Kopfhörern mittlerer Preisklasse zuzuordnen. Auch bei hoher Lautstärke kommt es nicht zu Verzerrungen.

Nutzt man das mitgelieferte Audiokabel bekommt man mehr Lautstärke, ab einer bestimmten Lautstärke werden die Höhen unschön und die Bässe klappern. Über Bluetooth ist die Maximallautstärke in Verbindung mit Apple Geräten leider recht niedrig. Für alle anderen Geräte gibt es zwei Lautstärkeregler, einmal am Kopfhörer und zusätzlich am Smartphone oder Tablet. Damit sind generell auch höhere Lautstärken möglich, die wie über das Kabel jedoch blechern klingen können. Wer gerne besonders laut Musik hört wird bei den Solo 3 Wireless schnell an die Grenzen stoßen.

Beats schafft es auch mit diesem Kopfhörer die von Bluetooth bekannte Verzögerung vollkommen auszumerzen. Es ist zwar nicht bestätigt, wir könnten uns jedoch vorstellen, dass der W1 Chip hier seinen Beitrag leistet. Videos und Filme kann man so wunderbar ansehen.
Telefonieren wird für beide Gesprächspartner zu einem Genuss. Mehrfach wurde ich bei langen Telefonaten auf die gute Klangqualität angesprochen, gerade für Bluetooth-Kopfhörer ist das nicht selbstverständlich, darf in dieser Preiskategorie jedoch erwartet werden.

(Klang: 2,5 von 5 Punkten)

Ausstattung

Die Ausstattung der Solo 3 kann sich sehen lassen. Verbaut wurde Bluetooth Class 1, welches ungeahnte Reichweite ermöglichen soll. Zudem sind der neue Apple W1 Chip und ein besonders leistungsfähiger Akku an Bord.

W1 Chip

Wie die neuen Powerbeats, wurde auch den Beats Solo 3 Wireless der W1 Chip von Apple spendiert. Dieser soll eine Art NFC (die jedoch auf Bluetooth basiert), besseren Klang als reines Bluetooth und eine deutlich höhere Reichweite bieten und den Stromverbrauch reduzieren.

Koppeln

Mit aktuellen Apple Geräten funktioniert das schnelle Verbinden, wie man es von NFC kennt. Man hält den Kopfhörer im Pairing-Modus nahe an sein iPhone oder die Apple Watch und schon fragt das Gerät, ob man sich mit dem Kopfhörer verbinden möchte. Wie auch beim kleinen Bruder wird der Kopfhörer nach dem ersten Verbinden mit dem eigenen Namen „beschrieben“, so waren es bei mir „Beats Solo 3 von Dominik“. Auch wenn man den Namen zurücksetzt, nach dem nächsten Verbinden ändert sich dieser wieder automatisch. Man muss hier also mit dem vorgegebenen Namen auskommen und kann diesen nicht weiter personalisieren.

Der Kopfhörer lässt sich fortan auf allen Apple Geräten, die mit der gleichen Apple ID verbunden sind, nutzen. Möchte man nach dem Verbinden mit dem iPhone am iPad Musik abspielen, startet man dort die Wiedergabe und kann anschließend die Beats als Wiedergabegerät auswählen. Sofort verbinden sich iPad und Kopfhörer und es kann losgehen.
Der Kopfhörer verbindet sich immer mit dem letzten Abspielgerät, bzw. falls dies nicht verfügbar ist – mit dem iPhone. Erneut verbinden ist nicht nötig. Will man den Solo 3 Wireless z.B. mit einem Android-Gerät koppeln, hält man den Powerbutton gedrückt bis die Statusleuchte blinkt und kann sein Gerät anschließend in den Bluetooth-Einstellungen, wie gewohnt verbinden.

Reichweite

In der Wohnung gab es auch bei 10m Entfernung und mehreren Wänden keinerlei Probleme, also haben wir uns für den Extremtest nach draußen begeben.
Der Reichweitenrekord lag bei unglaublichen 55 Metern, allerdings nur solange der Kopfhörer nicht auf dem Kopf sitzt und die linke Seite zum iPhone oder iPad zeigt. Setzt man die Beats in dieser Position auf sind es nur noch 40m. Dreht man sich ein Stück, so dass man in Richtung des iPhones blickt reduziert sich die Reichweite wiederum auf 20m. Wer sich weiter gegen den Uhrzeigersinn dreht darf maximal 6m entfernt sein.

Hier nochmal als Übersicht:

Maximale Reichweite: 55m
Linke Ohrmuschel zum iPhone: 40m
Blick zum iPhone: 20m
Rechte Ohrmuschel zum iPhone: 6m

Von 55m, sowie 40m kann man in jedem Fall begeistert sein, man darf sich nur nicht drehen, was im Alltag etwas problematisch werden dürfte.
Vermutlich sitzt die Antenne in der linken Ohrmuschel. Schade dass der Empfang nicht rundum 360° gewährleistet ist.
Positiv zu bemerken ist jedoch, dass die kurzen 6m auch durch Wände noch immer voll verfügbar sind. Offiziell wird keine Reichweite angegeben, dennoch würden wir zumindest 10m erwarten, gerade wenn man bedenkt, dass selbst die kleinen Powerbeats 3 Wireless ca. 10m erreichen.

Akku

Die Akkulaufzeit wird mit 40h angegeben, was für uns schwierig zu überprüfen ist. In unserem Test waren wir in jedem Fall von der Akkulaufzeit begeistert, der Ladevorgang ist ebenfalls schnell, so dass man in 5min sogar etwas mehr Ladung als für 3h nachtanken kann. Für uns ist diese grandiose Akkuperformance in jedem Fall ein großer Pluspunkt.
Versucht man jedoch die Reichweite auszureizen und entfernt sich 10m vom Smartphone oder Computer schaltet sich der Kopfhörer nach spätestens einer Stunde aus. Ganz ohne Vorwarnung verbraucht das Gerät in rund einer Stunde den gesamten Akku. In der Wohnung hatten wir das Problem nie, es fiel uns nur bei unserem Reichweitentest im Freien auf. Leider gibt es vom Kopfhörer bei geringem Akku keinerlei Hinweis, man muss gerade bei wechselnder Reichweite den Akkuzustand etwas im Auge behalten.

Transporthülle

Die Transporthülle aus Stoff ist robust und schützt den Kopfhörer dadurch sehr gut. Es wird auf stabilen Stoff gesetzt, jedoch nicht auf harte Elemente, so dass ein unglücklicher Sturz durchaus zu Schäden führen könnte.

Der Reisverschluss ist leider etwas kurz gehalten, man muss den eingeklappten Kopfhörer schon etwas in die Hülle hineinfummeln, was aber nicht sonderlich schwierig ist.

Zubehör

Neben der bereits erwähnten Transporthülle befinden sich auch ein microUSB-Kabel, ein Audiokabel und ein Karabiner im Lieferumfang. Das microUSB-Kabel benötigt man logischerweise zum Aufladen des Kopfhörers. Mit dem Karabiner lässt sich die Transporttasche beispielsweise am Rücksack befestigen. Über das Audiokabel kann man aus dem Bluetooth-Kopfhörer eine kabelgebundene Variante machen, in diesem Fall wird der Akku nicht belastet, außerdem bleibt Bluetooth ausgeschaltet. Im Kabel befindet sich zudem eine Fernbedienung um die Musik zu steuern. Man fragt sich hier zunächst wozu das ganze gut sein soll, eigentlich steuert man alles direkt an der Ohrmuschel… sobald man jedoch das Kabel einsteckt, sind sämtliche integrierten Bedienelemente tot, vermutlich um den Akku zu schonen. Ob Steve Jobs das seinerzeit wohl zugelassen hätte?

Der Spaß geht weiter, denn als iPhone 7 Nutzer hat man vom Audiokabel nichts, da es sich um einen 3,5mm Klinkenanschluss handelt, der bei Apples aktuellem Smartphone bekanntlich fehlt. Aus unserer Sicht folgt die Marke Beats, die zu Apple gehört, nicht dem Vorbild des Mutterkonzerns. Es wäre nur konsequent gewesen rein auf Bluetooth zu setzen. Der Ladeanschluss ist passend zu diesem Ausbruch aus dem System weder Lightning noch USB C, sondern Micro-USB. Apple Fans brauchen ab sofort 3 verschiedene Kabel: Lightning(iOS Geräte), USB C (Macbook) und nun auch noch MicroUSB. Was das Unternehmen sich dabei wohl gedacht hat?

Wertung Ausstattung

Nicht nur das neue Kopplungssystem mit dem W1 Chip ist ein echter Mehrwert, auch die nahezu endlose Akkulaufzeit. Zwar sind bis zu 55m Reichweite möglich, mehr als 6m sind jedoch leider nicht alltagstauglich, auch was den Akkuverbrauch angeht. Zubehör und Anschlüsse passen nicht zu Apples neuem Wireless Trend, sind aber dennoch sinnvoll. Die Abschaltung der integrierten Tasten bei Nutzung des Audiokabels passt ebenfalls nicht zu dem was man von Beats und Apple gewohnt ist. Über aktives Noise Canceling verfügt der Kopfhörer leider nicht.

Die Ausstattung ist in vielen Punkten inkonsequent und bietet Überraschungen, gerade Akku und W1 Chip bieten aber auch echten Mehrwert, wir vergeben daher 3,5 Punkte.

(Ausstattung: 3,5 von 5 Punkten)

TEIL 3

bestehend aus „Preis/Leistung“ entspricht 10% der Gesamtwertung

Beschreibung

Sieht man die Werbung, fragt man sich zunächst ob 40h Akkulaufzeit tatsächlich möglich sind, zusätzlich soll dank FastFuel schnelles Aufladen möglich sein. Die Werbung wird von Sprüchen wie „keine Kabel“ und „preisverdächtiger Klang“ (frei übersetzt) dominiert. In der Praxis sind die Kopfhörer tatsächlich kabellos und bieten auch nahezu unendliche Akkuleistung, den preisverdächtigen Klang vermissen wir jedoch etwas. Hier verspricht die Werbung zu viel. Der Klang ist nicht schlecht, überrascht in dieser Preisklasse jedoch auch nicht.

Preis/Leistung

Akkulaufzeit und Design sind sehr gut und können positiv überraschen. Klang und Verarbeitung überraschen allerdings eher negativ. Die Reichweite hinterlässt bei uns gemischte Gefühle.
Zu einem Preis bis 200€ könnte man einen solchen Kopfhörer in jedem Fall empfehlen, für satte 299,95€ UVP erwarten wir jedoch deutlich mehr. Wer den Kopfhörer haben möchte, muss den Namenszuschlag beim Preis in Kauf nehmen, erhält dafür zwar keinen überragenden Sound, aber sicherlich ein nettes Gesamtpaket.

testr Gesamtwertung

unter Berücksichtigung aller Teilwertungen

 Wir bedanken uns beim Hersteller für die Bereitstellung des Produktes. Zu unseren Grundsätzen

Bowers & Wilkins P7 Wireless

Im  Sommer 2016 wurde auch dem Bowers & Wilkins P7 das Kabel abgeschnitten, somit folgt das P7 Wireless, neben anderen Produkten des Herstellers, einem Trend, den sicher auch die Vorstellung des iPhone 7 ohne Kopfhörerbuchse, beflügelt hat: kabellose Kopfhörer.

Bowers & Wilkins ist einer der bekanntesten und renommiertesten Hersteller von Mittel- bis Hochpreislautsprechern, gerade auch wegen der generellen Beliebtheit von englischem Hi-Fi. B&W entwickelte und produzierte seit der Gründung 1966 viele eigenständige Lautsprecher und technische Details wie die Nautilus, die bekannte 800 Serie oder ihre On-Top Diamantkalotten. Mit der stetigen Erweiterung der Produktpalette seit 2007 erlangte die Marke bei einer breiten Masse Bekanntheit. Dabei sind der Zeppelin, das erste Car Audio System von B&W eingesetzt bei Jaguar und 2010 dann der erste Kopfhörer P5 wichtige Produkte.

TEIL 1

Bestehend aus „Verpackung/Design/Verarbeitung“ entspricht 25% der Gesamtwertung

Verpackung

Die Verpackung ist sehr schlicht gehalten und versteht es dennoch eine gewisse Exklusivität auszustrahlen. Gewisse Ähnlichkeiten zu anderen Markenprodukten sind nicht von der Hand zu weisen. Vorder- und Rückseite werden von schönen Detailaufnahmen des Geräts dominiert. Der mit bedrucktem Papier beschichtete Karton und das überzogene Kunststoff-Inlett wirken für die Klasse passend und sind solide.

Nach dem Durchtrennen des runden Siegels, kann die obere Kartonhälfte von der unteren getrennt werden. Die untere Schale ist schräg gehalten und der Kopfhörer liegt in der mit Textil beschichteten Schale. Nach dem herausziehen dieser, durch das integrierte Band, kann die gut verarbeitete Aufbewahrungstasche samt Zubehör entnommen werden. In der Tasche befindet sich ein kleines Plastiksäckchen mit dem USB-Ladekabel und dem Audiokabel für den kabelgebundenen Betrieb, sollte mal der Akku zu Neige gehen. Die Aufbewahrungstasche aus Leder dient als Schutzhülle und wird über die eingenähten Magneten einfach verschlossen.

(Verpackung: 5 von 5 Punkten)

Design

Design und Funktion ist bei diesem Kopfhörer auf hohem Niveau. Das Aluminium, der Chrom und das weiche, schwarze Leder sind optisch, wie auch haptisch, gefühlvoll kombiniert.

Die Bluetooth-Bedientaste befindet sich unten am rechten Hörer. Die Bedienelemente für Lautstärke, Stopp bzw. Play am Rand des rechten Hörers. Die einzigen Kunststoffoberflächen sind die schmalen Ringe an der äußeren Seite der Hörmuscheln, welche kaum auffallen. Vom Rand weg nach innen, wurde auch schwarzes Leder verwendet. Zum Ohr hin ist es perforiert – dieser Teil hält magnetisch, ist also abnehmbar und wird ebenso einfach wieder am Kopfhörer befestigt. Die Außenseite der Hörer besteht ebenfalls aus Leder und zur Aufnahme hin aus Aluminium, wo der Chrombügel mit dem internen Verbindungskabel befestigt ist. Im oberen Bereich des Bügels sind die Chromstreben wieder mit dem feinen Leder bespannt, welches um eine sehr angenehme Polsterung verarbeitet wurde.

Auffällig schön ist die Verbindung der zwei Gelenke, welche vom oberen Drehgelenk zum unteren Gelenk verlaufen. Umgesetzt wurde dies mit zwei Chromstreben, die mit verschiedenen Radien zwischen den Gelenken verlaufen. Das Einzige, was man vielleicht bemängeln könnte ist, dass der Kopfhörer wirklich sehr groß ist. An sich nicht ungewöhnlich für einen Over-Ear Kopfhörer, doch das recht eckige Design (viele Hersteller setzen auf rundes oder ovales Design), lässt den Kopfhörer noch massiver aussehen.

(Design: 4 von 5 Punkten)

Verarbeitung

An der Verarbeitung gibt es im Grunde wenig auszusetzen. Das Gewicht passt sehr gut zu der Größe, trotz der integrierten Elektronik und des Akkus. Vermutlich resultiert dies aus der durchdachten Konstruktion mit den feinen Streben und dem kompakten Gehäuse der Ohrhörer und den hochwertigen Materialien.

Wirklich angenehm und bestimmend für die Haptik ist das schön verarbeitete schwarze Leder. Etwa zwei Drittel der Oberflächen sind damit bespannt. Es hat einen matten Schimmer und ist angenehm weich. Auch wer sich nicht für Leder begeistern kann, wird sich damit anfreunden können. Hier stimmt die Qualität.

Kleiner Kritikpunkt ist, dass der Kopfhörer im zusammengefalteten Zustand etwas wackelig ist, das hätte man bestimmt besser lösen können.

(Verarbeitung: 4,5 von 5 Punkten)

TEIL 2

bestehend aus „Funktion des Produktes“ entspricht 65% der Gesamtwertung

Der B&W P7 Wireless hat für die eigentliche Schallwandlung 40 mm Treiber verbaut und setzt auf Nylon bedampfte Membranen, B&W setzt hier ebenfalls CCAW-Schwingspulen ein.

Durch das Bluetooth 4.1 Class 2 Modul werden die aktuellen Standards wie auch aptX unterstützt. Am Kopfhörer gibt es zusätzlich eine 2,5mm (auf 3,5mm für das Gerät) Klinkenbuchse und einen Mini USB Anschluss.

Tragekomfort

Der P7 Wireless ist von den Dimensionen gesehen recht wuchtig, hat 327 Gramm, was zunächst viel klingt, aber wie schon beschrieben keine Probleme beim Tragen erzeugt. Die bei einem Over-Ear Kopfhörer wichtige Ohrpolsterung, ist hervorragend gelungen, auch der Bügel ist beim längeren Tragen fein und drückt nicht. Die zwei Gelenke an den Streben funktionieren einwandfrei und haben die Drehpunkte an den richtigen Stellen.

(Tragekomfort: 5 von 5 Punkten)

Funktionen

Die Hauptfunktion des P7 Wireless ist die hochwertige und komfortable Wiedergabe von Musik. Diese Funktion erfüllt er einfach und stressfrei mit hoher Qualität.

Die Einrichtung der Bluetooth Verbindung ist für Konsumenten die täglich mit einem Smartphone, Laptop usw. arbeiten völlig intuitiv herzustellen und erfordert keine besonderen Kenntnisse. Eingeschaltet wird mittel seitlicher Betätigung des Hauptschalters an der Unterseite des rechten Ohrhörers. Durch das 2 Sekunden lange drücken wird wie bei anderen Bluetooth Geräten die Kopplung initiiert. Solange sich Handy und der Kopfhörer im selben Raum befinden ist die Bluetooth-Verbindung sehr gut, kommen Wände dazwischen, oder wirklich großen Entfernungen, reißt die Verbindung ab. Auch bei einem eingehenden Anruf am Handy greift man automatisch auf die mittlere Bedientaste, zwischen den Volume Tasten. Auch das Weiterschalten der Lieder über einen Doppelklick funktioniert einwandfrei. Alle zurzeit wichtigen Standards wie aptX, AAC, SBC werden unterstützt. Für das Telefonieren gibt es zwei Mikrofone mit einer Unterstützung des CVC2 Standards. Durch den Einsatz des Herstellers dieser Technologien wird dem Konsumenten eine hohe Klangqualität bei Musik und hohe Sprachverständlichkeit beim Telefonieren einfach ermöglicht. Was hier evtl. fehlt ist eine Aktive Geräuschunterdrückung, wurde aber aufgrund der Klangqualität absichtlich weggelassen.

Das Aufladen des integrierten Akkus (370mAh) mit einer angegebenen Laufzeit von 17 Stunden, erfolgt über die seitliche Mini USB Buchse, über welche auch die Firmware aktualisiert werden kann. Die Laufzeit von 17h kann beim leisen Hören sogar übertroffen werden.

Für den Fall, dass einmal der Akku leer ist, wird das mitgelieferte Klinkenkabel verwendet. Um dies einzustecken muss das Linke Ohrpolster abgenommen und die Buchse leicht ausgedreht werden. Das Einstecken und Einklappen der Buchse geht einfach, lediglich das Ausstecken erfordert etwas Feingefühl.

(Funktionen: 4,5 von 5 Punkten)

Klang

Klanglich erfüllt der P7 Wireless alles was man sich von einer englischen Hi-Fi Größe erwartet.

Der Klang übertrumpft den ebenfalls getesteten P5 Wireless und sogar das kabelgebundene Pendant P7. Das Ist faszinierend wie auch ungewöhnlich. Hat aber eine einfache Erklärung. Bei der Kabelgebundenen Version greift der Verstärker im Benutzen Endgerät, zumeist also Smartphones. Bei der kabellosen Version greift der interne Verstärker im Kopfhörer. Das Ergebnis kann sich hören lassen. Wir kennen aktuell keinen Kopfhörer der besser und natürlicher klingt. Wow!

Getestet wurde hier mit einem MacBook Pro, einem iPhone 7,  sowie einem Samsung Galaxy Note 4. Das iPhone unterstützt den aptX-Standard nicht, aber auch aber auch ohne diesen Codec spielt der Kopfhörer sehr gut. Klanglich konnte zum Samsung Galaxy Note 4, welcher besagten Codec unterstützt, kein unterschied festgestellt werden.  Der Klang ist angenehm und ausgewogen über den gesamten Frequenzbereich. Bässe sind genau dann hörbar und druckvoll wenn es das Musikstück vorgibt, die Höhen sind unaufdringlich und klar, die Mitten sind ebenso fein und sauber. Wenn an den klanglichen Eigenschaften etwas kritisiert werden könnte, ist es das Fehlen einer leichten Brillanz die High End Produkte gerne haben, was wiederum aber für viele den entspannten Klangcharakter kann. Hier auffallend ist die von großen Hi-Fi-Anlagen bekannte Unaufdringlichkeit der Musik, auch bei hohen Lautstärken. Auch die Räumlichkeit und Detailwiedergabe ist wirklich erstaunlich. Gerade bei den Klangeigenschaften wird beim einem B&W Kopfhörer für 399 Euro einiges erwartet, das aber auch klar erfüllt wird.

(Klang: 5 von 5 Punkten)

TEIL 3

bestehend aus „Preis/Leistung“ entspricht 10% der Gesamtwertung

Beschreibung

Sowohl die Bilder im Internet, als auch die Beschreibung und die versprochene Haptik des P7 Wireless stimmen und runden den guten Gesamteindruck positiv ab. Er fühlt sich gut an, hat einen feinen Klang und die Bedienung erinnert in ihrer Einfachheit an Apple, ohne das ein Kabel stört.

Preis/Leistung

Bowers & Wilkins Wireless P7 Wireless ist ein hochwertiger kabelloser Kopfhörer der genau das gut kann was er soll, Musik hochwertig wiedergeben. Die eingebaute Elektronik erlaubt es dabei ohne Kompromisse den modernen Komfort eines Headsets und einer Wireless-Verbindung zu nutzen. Auch der hohe Tragekomfort, die guten Materialien und die feine Technik rechtfertigen den relativ hohen Preis.

Der beste Klang der uns bisher unter die Hände gekommen ist rechtfertigen die veranschlagten 399 Euro definitiv. Wer gerne Musik unterwegs mit viel Qualität und Komfort genießt, wird viel Freude damit haben.

testr Gesamtwertung

unter Berücksichtigung aller Teilwertungen

 Wir bedanken uns beim Hersteller für die Bereitstellung des Produktes. Zu unseren Grundsätzen

Beats Powerbeats³ Wireless

Beats Electronics LLC wurde 2006 in Santa Monica (Kalifornien, USA) von Jimmy Irvine und dem Rapper Dr. Dre gegründet. Seit 2014 gehört Beats Electronics zu Apple, was sich nicht nur an dem auf der Produktverpackung aufgedruckten Namen bemerkbar macht. 

Das Unternehmen Beats Electronics ist vor allem mit Kopfhörer und Lautsprechern der Eigenmarke Beats by Dr. Dre bekannt geworden, stellte jedoch auch Lautsprecher für HP und HTC her. Typischerweise optimiert Beats seine Kopfhörer und Lautsprecher besonders für die Wiedergabe von Bässen, was ein einzigartiges Klangbild erzeugt.

Nach dem Erfolg der 2014 vorgestellten Powerbeats 2 Wireless, einem In-Ear Bluetooth-Kopfhörer, der Dank einem Ohrbügel auch für Sportler geeignet war, präsentiert uns Apple 2016 einen auf Apple-Nutzer abgestimmten Nachfolger. Apple verbaut seinen neuen W1 Chip und verspricht neben 12h Akkulaufzeit und verbesserter Klangqualität auch schnelleres Verbinden mit Apple-Geräten.

Wir wollten wissen, ob die neuen Powerbeats³ Wireless durch den Einfluss von Apple wirklich besser geworden sind als der Vorgänger, der zwar 2014 erst kurz nach der Übernahme auf den Markt kam, aber noch ohne Apple-Einfluss entwickelt wurde.

TEIL 1

Bestehend aus „Verpackung/Design/Verarbeitung“ entspricht 25% der Gesamtwertung

Verpackung

Als Verpackung wurde wieder ein stabiler Karton mit einem durchsichtigen Plastikdeckel gewählt. Für In-Ear-Kopfhörer ist die Verpackung ziemlich groß, jedoch auch stabiler als bei der Konkurrenz. Das Design ist modern und schlicht: Man sieht durch den Deckel direkt auf die Kopfhörer, Aufdrucke auf dem Karton informieren über Spezifikationen und über die Zusammenarbeit mit dem Sportler LeBron James.

Der Plastikdeckel ist zwar völlig im Karton versenkt, durch eine kleine überstehende Lasche aus stabiler Folie lässt dieser sich jedoch problemlos öffnen. Der Kopfhörer ist in einer Kartonhalterung versenkt, so ist er für den Transport auch perfekt geschützt. Hebt man diese Halterung hoch zeigt sich eine weiter Kartonhalterung, die auf der Oberseite die wechselbaren Ohrstöpsel, im Inneren einige Anleitungen und Aufkleber, sowie auf der Unterseite eine Transportbox und das Ladekabel hält.

Aufgrund dieser deutlichen Verbesserung und der generell sehr schön gestalteten Verpackung vergeben wir volle Punktzahl. Im Vergleich zum Vorgänger unterscheidet sich die Verpackung von außen zunächst vor allem dadurch dass im Kleingedruckten als Hersteller nun Apple anstelle von Beats Electronics angegeben ist. Sobald man den Deckel hebt zeigt sich jedoch bereits das neue Innenleben der Verpackung. Die Kartonhalterung für den Kopfhörer wurde verbessert und wirkt robuster, zudem lassen die Innenteile sich deutlich leichter herausnehmen. Bei den Powerbeats 2 Wireless war das Auseinandernehmen der Verpackung immer mit Geduld und etwas Geschick verbunden. Die wechselbaren Ohrstöpsel haben ebenfalls eine neue wiederverwendbare Verpackung erhalten, wodurch diese nach dem auspacken nicht mehr in der Verpackung herumfliegen.

(Verpackung: 5 von 5 Punkten)

Design

Die Powerbeats³ Wireless sind wie die Verpackung schlicht und modern designed. Am linken Ohrhörer befinden sich ein Ladeanschluss, der Ein/Aus-Schalter und eine kleine Status-LED. Der rechte Ohrhörer ist dagegen völlig frei von Bedienelementen. Im Flachkabel, das die beiden Ohrhörer miteinander verbindet, befindet sich eine kleine Fernbedienung mit der sich nicht nur die Musik pausieren oder vorspulen lässt, auch die Sprachsteuerung Siri kann hier aktiviert werden. Ein kleines Mikrofon ist ebenfalls eingebaut, um Telefonate zu ermöglichen. Für den Sport gibt es einen kleinen Kabelclip, womit das Kabel festgezogen werden kann, damit es nicht stören.

Wie auch beim Vorgänger sind die Tasten intuitiv auffindbar, die Fernbedienung ist nun jedoch nicht mehr gummiert, sondern aus Hartplastik, wodurch sie deutlich besser bedienbar ist und nicht mehr so leicht schmutzig wird. Gleiches gilt für das flexible Verbindungskabel, das zwar weiterhin aus einem gummiartigen Material besteht, jedoch eine glatte Oberfläche aufweist.

Die neuen Powerbeats³ sind in 5 verschiedenen Farben erhältlich. Bis auf die weiße Version sind die Bügel und das Verbindungskabel zwischen den beiden Kopfhörern immer in schwarz oder grau gehalten, lediglich das Gehäuse in dem Akku und Klangtreiber versteckt sind, ist der jeweiligen Farbe angepasst. Die weiße Version ist komplett in weiß gehalten. Hat man die Kopfhörer im Ohr sieht man die Farbe jedoch nur noch am Beats Logo.

Der Vorgänger war mit vier neuen, durch Apple hinzugefügten Farben, in insgesamt neun Farben erhältlich. Jedoch war, anders als beim neuen Modell, fast das gesamte Gerät in der jeweiligen Farbe gehalten. Die Farben beim Vorgänger waren sehr kräftig, daher war es bis zur Einführung der neuen Farben schwer sich hier für eine angenehme Farbe zu entscheiden. Die vier neuen an die Apple Watch angelehnten Farben waren deutlich dezenter, von der Gestaltung her jedoch identisch zu den vorherigen.

Insgesamt gefällt mir die neue Farbpalette und die kleinen Verbesserung sehr gut. Vor allem die neue Farbe „Shock Yellow“, die wir im Test hatten, ist sehr knallig und wirkt sportlich. Da die Kopfhörer jedoch vor allem schwarz sind müssen wir hier Punkte abziehen, eine Mischung aus dem neuen und alten Farbdesign wäre schöner gewesen.

(Design: 4 von 5 Punkten)

Verarbeitung

Die Verarbeitung stellt uns deutlich mehr zufrieden als beim Vorgänger. Vor allem die fehlende Gummierung von Kabel und Fernbedienung ist ein deutlicher Fortschritt. Beim Vorgänger waren diese Teile bereits nach wenigen Tagen Nutzung stark verschmutzt und nach einigen Monaten fing das Material an sich zu zerlegen. Die Powerbeats 2 Wireless wurden mir aus diesem Grund sogar auf Garantie getauscht. Beim aktuellen Modell dürfte dies nicht mehr passieren.

Generell ist die Verarbeitung nun auf einem sehr hohen Niveau. Auch Stürze aus Kopfhöhe überleben die Kopfhörer ohne Beschädigung.

(Verarbeitung: 4,5 von 5 Punkten)

TEIL 2

bestehend aus „Funktion des Produktes“ entspricht 65% der Gesamtwertung

TRAGEKOMFORT

Mit nur 24g gehörten schon die Powerbeats 2 Wireless zu den leichtesten In-Ears auf dem Markt. Trotz verbesserter Akkulaufzeit und dem neuen W1 Chip hat sich das Gewicht nicht verändert. Durch dieses geringe Gewicht drücken die Kopfhörer nicht und halten durch den Ohrbügel dennoch sicher in den Ohren. Es werden wieder 8 verschiedene Ohrstöpsel mitgeliefert, sodass man die Kopfhörer auf die eigenen Ohren anpassen kann. Zudem ist der Bügel den man sich hinters Ohr klemmt flexibel, für maximalen Halt. Auch mit Brille stört der Bügel kein bisschen.

So angenehm der Bügel auch sein mag – Kopfhörer ohne Bügel sind dennoch bequemer.

Das Verbindungskabel ist ausreichend lang, kann mit dem Kabelclip jedoch auch zusammengezogen werden. Man kann je nach Vorliebe das Kabel im Nacken oder am Hals tragen. Beim Telefonieren empfiehlt es sich eher das Kabel am Hals zu tragen, da das Mikrofon sich so näher am Mund befindet. Zum Sport ist es angenehmer das Kabel im Nacken zu haben, da es dort nicht stört.

Im Vergleich zum Vorgänger sind die Kopfhörer minimal größer geworden, was selbst im direkten Vergleich kaum erkennbar ist. Dennoch ist dieser Unterschied spürbar, die Powerbeats³ fühlen sich nun noch besser und leichter an und auch die Ohrstöpsel passen, zumindest bei mir. noch etwas besser. Beim Vorgänger habe ich mehrere Tage gebraucht um die richtigen Ohrstöpsel zu finden, da keiner wirklich perfekt passte. Beim Nachfolger war diese Eingewöhnungsphase nach wenigen Minuten abgeschlossen.

(Tragekomfort: 4 von 5 Punkten)

Klang

Die Powerbeats³ bieten wie der Name schon vermuten lässt, kraftvolle Klänge. Meist klingen In-Ear-Kopfhörer eher klapprig und mindern den Musikgenuss. Mit diesen macht Musik endlich auch mit In-Ear-Kopfhörern richtig Spaß. Die kleinen Powerbeats³ Wireless bieten einen sehr klaren, aber dennoch kräftigen Klang. Selbst hohe Lautstärken geben sie kompromisslos wieder. Dank Noise-Cancelling werden Umgebungsgeräusche so weit reduziert, dass man kaum noch etwas von der Umwelt wahrnimmt. Steigt man von günstigen In-Ear-Kopfhörern auf die Powerbeats³ Wireless um ist dies vor allem draußen zunächst sehr ungewohnt, man hat tatsächlich das Gefühl die Musik kommt aus einem großen Kopfhörer der die Ohren komplett bedeckt. 

Im Vergleich zu den Powerbeats 2 Wireless bieten die neuen Powerbeats³ Wireless einen besonders klaren Klang, dies geht jedoch zulasten der Bassleistung. Wer die Powerbeats 2 Wireless kennt und ebenso starke Bässe erwartet wird bei der neuen Version enttäuscht sein, im Vergleich zu anderen In-Ear-Kopfhörern sind die Bässe dennoch deutlich stärker vertreten.

Telefonieren war mit den Powerbeats 2 Wireless noch nicht gut möglich, die Verbindung wurde immer wieder schlecht, so dass der Gesprächspartner oft kaum noch etwas verstehen konnte, mit den neuenPowerbeats³ ist dieser Zustand vorbei. Die Gesprächspartner konnten im Test keinen Unterschied zwischen den Kopfhörer und dem iPhone 7 hören. Hier hat Apple kräftig nachgelegt.

Es ist nun sogar problemlos möglich Videos und Filme mit den Kopfhörern anzuschauen. Im test konnten wir keine spürbare Verzögerung feststellen, beim Vorgänger hingegen war noch eine leichte Verzögerung hörbar.

Wegen deutlich reduzierter Bässe müssen wir Punkte abziehen, der generell verbesserte Klang und die gute Qualität des Mikrofons können diesen Verlust leider nicht völlig ausgleichen.

(Klang: 3,5 von 5 Punkten)

Ausstattung

Bei der Ausstattung können die Powerbeats³Wireless kräftig punkten. Schnelles Verbinden, Noise Cancelling, verbesserte Bluetooth-Reichweite und 12h Akkulaufzeit, all das verspricht Apple.

Für so kleine und leichte In-Ear-Kopfhörer klingt das unglaublich, bei uns müssen die Kopfhörer sich dem Härtetest stellen.

W1 Chip

Der W1 Chip soll eine Art NFC (die jedoch auf Bluetooth basiert), besseren Klang als reines Bluetooth und eine deutlich höhere Reichweite bieten und den Stromverbrauch reduzieren.

Koppeln

Mit aktuellen Apple Geräten funktioniert das schnelle Verbinden, wie man es von NFC kennt. Man hält den Kopfhörer nahe an sein iPhone oder die Apple Watch und schon fragt das Gerät ob man sich mit dem Kopfhörer verbinden möchte. Sobald man auf Verbinden tippt wird auch der Name des Kopfhörers automatisch geändert. So heißt das Gerät dann nicht mehr „Powerbeats³“, sondern in meinem Fall „Dominiks Powerbeats³“. Auch wenn man den Namen zurücksetzt, nach dem nächsten Verbinden ändert sich dieser wieder automatisch. Man muss hier also mit dem vorgegebenen Namen auskommen und kann diesen nicht weiter personalisieren.

Leider funktioniert das Ganze nicht mit allem Apple Geräten. Es werden auch einige ältere Modelle, wie das iPhone 5 unterstützt, das iPad Air 2 allerdings nicht. Zwar wird auch hier der Name des Geräts automatisch geändert, aber man muss den Kopfhörer wie bisher im Bluetooth Menü auswählen. Ob die neuen iPads und MacBooks die Funktion unterstützen, konnten wir leider nicht testen.

Die neue Funktion macht sich besondern beim häufigen Wechseln des Geräts bemerkbar. Ich nutze die Powerbeats³ gerne sowohl am iPhone als auch am iPad, das Wechseln ist so deutlich leichter möglich, auch wenn mein iPad Air 2 die neue Funktion leider noch nicht unterstützt.

Im Gegensatz zu NFC funktionierte diese neue Bluetooth-Technik in unserem Test jedoch auf bis zu 2m Entfernung (NFC ist auf wenige cm begrenzt).

Reichweite

Apple hat nicht zu viel versprochen, die Reichweite ist mit rund 20m sogar mehr als doppelt so hoch wie beim Vorgänger. Gerade zuhause war die Reichweite mit dem Vorgänger oft knapp, mit mehreren Wänden schaffen die Powerbeats 2 Wireless bei uns etwa 6-8m, auf freiem Feld sind bis zu 10m möglich, mit dem neuen W1 Chip sind auch durch Wände über 10m Reichweite kein Problem, was deutlich mehr Freiheit im Alltag bietet. Man legt das Handy einfach ab und kann sich frei durch die ganze Wohnung bewegen. Diese Reichweite ist auch mit den meisten Smartphones und Tablets anderer Hersteller, sowie mit älteren iOS-Geräten möglich.

Akku

Die Akkulaufzeit gibt Apple mit 12h an, dabei wird eine Ladezeit von maximal 1h angegeben. Innerhalb von 5 min soll man genug Ladung für 1h Musikgenuss erhalten. 

Es scheint unglaublich, aber in der Praxis sind diese Werte noch besser. Im Test konnten die Powerbeats³ Wireless etwas mehr als 12h Musik abspielen, beim Telefonieren reduziert sich die Laufzeit jedoch auf etwa 8 Stunden. 5 min Ladezeit reichen aus, um für etwa 70min Musikgenuss gewappnet zu sein. Vollgeladen ist der Akku nach rund 55 min. 

Im Test wurde ein handelsübliches 10W Ladegerät genutzt.

Nicht nur im Vergleich zum Vorgänger ist dies eine ordentliche Leistung. Aktuell kennen wir keinen anderen In-Ear-Kopfhörer, der einen derart kräftigen Akku mit an Bord hat.

Transporthülle

Eine kleine Transporthülle wird ebenfalls mitgeliefert. Der Kopfhörer passt gut hinein, je nachdem wie man ihn verpackt kann jedoch ein Teil des Kabels herausrutschen. Außerdem verschmutzt die Hülle zu leicht.

Beim Vorgänger hatte diese Hülle noch einen Reißverschluss und war durch Hartschalen deutlich stabiler. Die neue, weiche Gummihülle ist daher eher als Rückschritt zu sehen.

Zubehör

Neben der bereits erwähnten Transporthülle befinden sich auch ein microUSB-Kabel, sowie insgesamt 8 Ohrstöpsel in der Packung. Das Kabel ist qualitativ gut, aber nichts besonderes. Die wechselbaren Ohrstöpsel sind wichtig um den Kopfhörer für die eigenen Ohren anzupassen. Diese sind sehr gut zusammengestellt.

Wertung Ausstattung

Apple kann alle Versprechen einlösen und sogar übertreffen. Noise-Cancelling und der Akku sind erstaunlich stark. Die mit dem W1 Chip neu eingeführte schnelle Verbindungsfunktion ist leider nicht für alle iOS Geräte verfügbar, Android Geräte bleiben vollkommen außen vor. 

Die Transporthülle ist schlechter geworden als beim Vorgänger, das restliche Zubehör blieb jedoch gleich gut. 

Alles in allem bieten die Powerbeats³ Wireless gehobene Ausstattung, die ihresgleichen sucht, aber nicht von jedem in vollem Maße ausgenutzt werden kann. Deshalb und aufgrund der schlechteren Transporthülle können wir leider nicht volle Punktzahl vergeben.

(Ausstattung: 4 von 5 Punkten)

TEIL 3

bestehend aus „Preis/Leistung“ entspricht 10% der Gesamtwertung

Beschreibung

Apple wirbt vor allem mit der enormen Akkulaufzeit von 12 Stunden und dem neuen „FastFuel“-Feature, welches mit 5min Ladezeit eine Akkulaufzeit von 1h ermöglichen soll. Daneben verspricht Apple mit dem neuen W1 Chip zusätzliche Funktionen und eine verbesserte Reichweite.

Nahezu in allen Bereichen übertreffen die Powerbeats³ Wireless diese Versprechungen, doch das schnelle Verbinden mit dem W1 Chip funktioniert leider noch nicht mit allem Geräten.

Preis/Leistung

Der Preis hat sich gegenüber dem Vorgänger nicht geändert, auch die Powerbeats³ Wireless kosten 199,95€ (UVP). Gerade für In-Ear-Kopfhörer ist dieser Preis ungewöhnlich hoch, zu dem man jedoch eine ganze Menge Funktionen und hohe Qualität bekommt. Die Powerbeats³ Wireless sind nicht nur zum Sport sehr gut geeignet, sondern auch überall im Alltag.

testr Gesamtwertung

unter Berücksichtigung aller Teilwertungen

 Wir bedanken uns beim Hersteller für die Bereitstellung des Produktes. Zu unseren Grundsätzen

Bose QuietComfort 35

Bose Corporation wurde 1964 von Amar G. Bose gegründet. Bose fertigt HIFI-Komponenten wie Kopfhörer, Lautsprecher und Verstärker. Bekannt ist die Firma als Hersteller kompletter Audiosysteme Komponenten wie beispielsweise kompletten Heimkino-Systemen. Bose fertigt für das Hochpreissegment, ähnlich wie Bang & Olufsen, Bowers & Wilkins. Zudem beliefert das Unternehmen die NASA, unter anderem wurden im Space-Shuttle Bose-Lautsprecher eingesetzt.

Der kabelgebundene Vorgänger QC25 Kopfhörer mit Noise Cancelling war ein großer Erfolg. Doch nun hat Bose den Puls der Zeit getroffen und den ersten Bluetooth Kopfhörer mit Noise Cancelling aus dem Hause Bose auf den Markt gebracht. Kann er auch überzeugen? – Bei der QC25 war noch einiges an Luft nach oben.

TEIL 1

Bestehend aus „Verpackung/Design/Verarbeitung“ entspricht 25% der Gesamtwertung

Verpackung

Schiebeverpackungen muss man mögen. Jedes Mal das Gefühl, die Innenverpackung rutscht aus der Hand, dem ist aber nicht so. Die Verpackung wurde wirklich sehr schlicht gehalten. Die Kopfhörer selbst werden leider zu wenig präsentiert, wobei eigentlich nur der rechte Ohrhörer auf der gesamten Verpackung gezeigt wird. Auf der vorderen Seite ist der rechte Ohrhörer auf dem das Bose Logo heraussticht. Mit einer Beschreibung über Noise Cancelling, Wireless und natürlich dem Produktnamen muss sich die vordere Seite zufriedengeben.

An beiden Seiten wurde „Bose“ zentriert aufgedruckt, sonst nur Leere. Auf der Rückseite befinden sich weitere Bilder des QC35, leider wieder nur der rechte Ohrhörer, vielleicht auch deshalb, weil alle Bedientasten an diesem angebracht sind. Dazu noch kurze Beschreibung in einigen Sprachen über die technischen Daten und für mehr Infos der Link zur Hauptseite des Produktes. Ist die Schiebeverpackung erstmal entfernt, erscheint das Transportetui, worin sich die QC35 befindet und sich sicher verstauen lässt. Bestens geschützt ist der Kopfhörer auf alle Fälle.

(Verpackung: 3,5 von 5 Punkten)

Design

Der schwarz-matte Kopfhörer kommt in edlem Design daher. Der Bose QC35 wurde dezent gestaltet und macht einen „erwachsenen“ Eindruck. Der Schieberegler für das Ein-Aus- und Bluetooth-Funktion ist am rechten Ohrhörer positioniert und mit 3 weiteren Tasten an der Seite – wie von Bose üblich – werden Anrufe, Wiedergabe und Lautstärke gesteuert.

Die an den Seiten der Ohrhörer angebrachten Logos, ragen etwa ein Millimeter heraus und stechen mit einer leich glänzenden Oberfläche hervor. Alles in allem ein sehr einfach, aber doch edel gestaltetes Design.

(Design: 4 von 5 Punkten)

Verarbeitung

Die Verarbeitung der Verbindungsstücke sind Bose-typisch grandios, ebenso die Materialverarbeitung.

Das Gehäuse wirkt zwar sehr zerbrechlich und billig, besteht aber aus glasfaserverstärktem Kunststoff und würde mehreren Landungen am Boden ohne jegliche Probleme Stand halten. Die obere Seite des Kopfbügels besteht aus weichem Bezugsmaterial Alcantara. Die Ohrpolster werden aus Kunstleder gefertigt. Das Einzige was mir Kopfschmerzen bereitet, ist der Schieberegler für das Ein-Ausschalten. Auch dieser besteht aus Plastik und ist im Gehäuse „eingeklickt“, was wiederum bedeutet, dass bei einer Landung am Boden dieser durchaus auch ausrasten könnte.

(Verarbeitung: 4 von 5 Punkten)

TEIL 2

bestehend aus „Funktion des Produktes“ entspricht 65% der Gesamtwertung

Tragekomfort

Mit knapp über 300 Gramm gehört dieser Kopfhörer zwar nicht in die Kategorie „leicht“, aber Bose schafft es den Anpressdruck so niedrig zu halten, dass das Gewicht am Kopf schnell wieder vergessen wird. Die Ohrpolster verfügen über eine Silikonschicht zur passiven Lärmreduzierung.

Die Ohrhörer lassen sich nach knapp mehr als 90 Grad drehen und können sich so an alle Kopf- und Ohrenformen bestens anpassen. Die Polsterungen sind angenehm weich und umschließen die Ohren sehr gut. Auch bei Brillenträgern gibt es bezüglich Tragekomfort keinerlei Probleme, jedoch wird der Noise Cancelling etwas schwächer, da die Ohrhörer nicht mehr komplett aufliegen. Die Veränderungen sind aber dennoch sehr niedrig und nicht dramatisch. Bei warmen Temperaturen bekommt man ein warmes Gefühl an den Ohren, was sich aber wohl oder übel nicht vermeiden lässt.

(Tragekomfort: 5 von 5 Punkten)

Klang

Klanglich hat mich der Bose QC35 doch etwas positiv überrascht. Der Fokus liegt natürlich auf Noise Cancelling und das hat man beim Vorgängermodell deutlich am Klang gemerkt. Die Bässe sind druckvoll, die Mitten detailreich und die Höhen brillant, allerdings kann sich das durch eine andere Musikrichtung wieder schnell ändern. Pop von Adele oder Enrique Iglesias „Somebody’s Me“, Danity Kane „Damaged“ funktionieren wie oben beschrieben sehr gut. Auch bei Rap und Hip-Hop liefert der QC35 ein ausgewogenes Klangbild, die Bässe kommen prägnant und voll, so wie es die Musik vorgibt. Bei rockigeren Nummern, in meinem Fall von Nickelback und Muse, tut sich der QC35 etwas schwer. Die Bässe wirken etwas gedämpft, die Höhen glänzen, aber die Frequenzbereiche sind wiederum zu mittenlastig. Neu ist zudem die Klangkorrektur bei leisem Hören, so werden bei leisem Musikhören die Höhen und Bässe leicht angehoben, da das menschliche Gehör bei leisem hören diese Frequenzen auch deutlich leiser wahrnimmt. Die Sprachwiedergabe ist außerdem ausgezeichnet. Alles in allem klingt der QC35 sehr dynamisch ohne gleich aufdringlich zu wirken.

(Klang: 4 von 5 Punkten)

Ausstattung

Gegenüber dem Vorgängermodell QC25 wurde bei der QC35 ein integrierter Akku verbaut. Das hat einen Nachteil aber mehrere Vorteile. Der Nachteil besteht darin, dass der Akku von einem Benutzer nicht selbst austauschbar ist. Positiv zu erwähnen ist jedoch, dass mit USB-Anschluss geladen wird, welche man heutzutage fast überall findet. Bei Reisen müssen auch keine Batterien mitgeschleppt werden, wie bei der QC25. Der Hersteller gibt rund 20 Stunden Akkulaufzeit an, im Praxistest kamen wir sogar bei „normaler“ Lautstärke auf 26 Stunden. Bose verspricht sogar bis zu 40 Stunden Laufzeit ohne Bluetooth-Verbindung, wir kamen auf knappe 38 Stunden, was ebenfalls positiv überraschte. Der Akkustand kann auch – in dem man den Ein-Ausschieberegler nach rechts schiebt – abgefragt werden. Beim Einschalten gibt der Q35 auch den Stand des Akkus bekannt und auch die damit verbundenen Geräte. Der Kopfhörer kann mit maximal zwei Geräten gleichzeitig verbunden werden. Test Bluetooth-Reichweite: ohne jegliche Hindernisse war ab 22 Metern Schluss, mit Rigipswänden knappe 12 Meter.

Nicht nur das Produkt selbst muss überzeugen, auch eine gute Ausstattung gehört zum Gesamtpaket.

Mit einem schwarzen Transportetui wird das Headset sicher geschützt. Ein 1,2 Meter von 3,5mm auf 2,5mm Klinkenkabel, sowie USB-Kabel (30,5cm) bieten schon mal eine große Möglichkeit, den QC35 mit vielerlei von Audiogeräten zu verbinden. Der Kopfhörer kann mit dem Abspielgerät per Bluetooth 4.0 mit aptX, NFC oder Kabel verbunden werden. Sehr positiv fand ich auch den Flugzeugadapter, die im Transportetui in eine separate Aussparung eingeklickt werden kann und somit nicht verloren gehen kann. Auf der Rückseite des Etuis ist ein Stoff bis zur Hälfte angebracht, um kleine Sachen zu verstauen, wie zum Beispiel ein kleines Notizbuch. Dasselbe, nur etwas kleiner auf in der inneren Seite für das verstauen der Kabel.

Noise-Cancelling

Das eigentliche Hauptaugenmerk ist die Geräuscheunterdrückung. Mit jeweils zwei Mikrofonen pro Hörerseite werden die Umgebungsgeräusche aufgenommen und ein Gegensignal erzeugt, so werden die entsprechenden Frequenzen praktisch auf null gebracht und es herrscht Ruhe. Das funktioniert bei monotonen, tiefen Frequenzen erheblich gut. Das Rattern des Zuges oder das Rauschen des Flugzeugs werden vollständig ausgeblendet. Sirenen, Pfeifen, Piepsen und normale Stimmen werden zwar nicht ganz „ausgelöscht“, werden aber durchaus sehr gut gedämpft. Aber Vorsicht, nicht jeder verträgt die Noise-Cancelling-Technik, so empfehlen wir vor dem Kauf eine Probe des QC35. Das Telefonieren funktioniert ausgesprochen gut. Mit zwei weiteren Mikrofonen erzielt der Hersteller eine Richtwirkung und damit eine bessere Sprachverständlichkeit. Der Tonempfänger nimmt auch keine Umgebungsgeräusche wahr.

(Ausstattung: 5 von 5 Punkten)

App

Neu hinzugekommen mit der Q35 ist die Verbindung mit Bose Connect App. Darin lassen sich die verbundenen Geräte verwalten. Man kann aber auch dem Kopfhörer einen individuellen Namen geben. Sehr gut finde ich die Möglichkeit einen Timer für das automatische Abschalten des Kopfhörers einzustellen. Man vergisst doch gerne mal beim Ablegen des QC35 den Ein- und Ausschieberegler zu benützen, aber auch beim Einschlafen eine sehr nützliche Funktion. Die Sprachansage kann zudem mit der App auf Englisch oder Deutsch umgestellt werden.

(App: 4 von 5 Punkten)

TEIL 3

bestehend aus „Preis/Leistung“ entspricht 10% der Gesamtwertung

Beschreibung

Bose’s Aussage, dass der QC35 der beste Kopfhörer in ihrem Hause ist, kann ich so unterschreiben. Nur dass man völlig ungestört bleibt wegen der exzellenten Lärmreduzierung, kann ich so nicht ganz bestätigen. Monotone, tiefe Frequenzen werden nahezu komplett ausgeblendet. Stimmen, Piepsen oder Ähnliches sind zwar hörbar, werden aber durchaus sehr gut gedämpft.

Preis/Leistung

Wie schon erwähnt, fertigt Bose für das Hochpreissegment, so waren die Kopfhörer nie billig und da ist der QC35 mit seiner UVP von 380€ auch keine Ausnahme. Die Verarbeitung mit Plastik lässt dennoch etwas zu wünschen übrig. Ein sehr ausgewogenes Klangbild liefert Musikgenuss pur. Der Fokus – Geräuscheunterdrückung – funktioniert erstaunlich gut und rechtfertigt womöglich den stolzen Preis „für“ viel Reisende mit Flug oder Bahn.

testr Gesamtwertung

unter Berücksichtigung aller Teilwertungen

 Wir bedanken uns beim Hersteller für die Bereitstellung des Produktes. Zu unseren Grundsätzen

InLine woodOn-Ear Kopfhörer

Die Intos Electronic AG mit Sitz in Gießen ist Hersteller und Distributor für EDV-Zubehör mit Fokus auf Kabel und richtet sich mit ihrem Angebot an Fachhändler, Systemhäuser und Industriekunden. Ihre Eigenmarke InLine umfasst 4.000, das Gesamtsortiment über 6.000 Produkte, die in einer Verfügbarkeit von 95 % vorliegen. Vorstandsvorsitzender Wolfgang Isenberg gründete das 80 Mitarbeiter beschäftigende Unternehmen 1991 und führte InLine 2003 ein. InLine stellt in seiner Produkt-Reihe „woodline“ Gadgets mit Körpern oder Details aus Echtholz vor: Bluetooth- / Induktionslautsprecher, Powerbanks, Stylus oder Kopfhörer mit Applikationen aus echtem Walnussholz.

TEIL 1

Bestehend aus „Verpackung/Design/Verarbeitung“ entspricht 25% der Gesamtwertung

Verpackung

Die Verpackung ist voll mit Informationen beschmückt. Auf der vorderen Seite sind kurze technische, aber auch Werbeinformationen aufgedruckt. Auf der Rückseite die technischen Daten. An der linken Seite werden die sechs Gadgets der woodline Reihe kurz vorgestellt.
Speziell bei der woodline-Serie legt der Hersteller sehr viel Wert auf Umwelt. Und nach dem Motto Natur werden auch die Verpackungen dementsprechend hergestellt, nämlich aus Recyclingkarton.

Auf Plastik wird weitestgehend verzichtet. Ein kleines Schaufenster aus Plastik ist lediglich das einzige Kunststoff. Auch begegnet man im Inneren ausschließlich mit Pappkarton. Die Kopfhörer liegen in einer passgenauen Ausstanzung von übereinander gestapelten Kartons und sind bestens geschützt. Auch wurde in der Mitte ausgespart – das Kabel für die Ohrhörer, sowie eine Textiltasche befindet sich in diesem kleinen „Fach“.

(Verpackung: 4 von 5 Punkten)

Design

Wäre die Eigenmarke auf den beiden Ohrhörern nicht aufgedruckt, könnte man meinen, das Headset wäre ein Designerstück. Hat meiner Meinung nach durchaus was von Bang&Olufsen. Die Walnussholz Applikationen auf der Rückseite der Ohrmuscheln mit der Kombination der polierten, glänzenden Aluminiumrahmen machen ganz schön was her. Die Gehäuse der abnehmbaren Klinkenstecker sind ebenso aus echtem Walnussholz…

…und passen sich hervorragend dem Gesamtbild an.

(Design: 4,5 von 5 Punkten)

Verarbeitung

Auch hier wird so gut es geht auf Plastik verzichtet. Wie bereits erwähnt, besteht der Rahmen aus Aluminium.

Durch den recht dünnen Aluminiumrahmen kann es vorkommen, dass bei unvorsichtiger Handhabung der Rahmen verzogen werden kann. Während dem testen überprüften wir die Widerstandsfähigkeit des Rahmens mit wenig Kraft und ohne Gewalt und es ließ sich leicht verbiegen. Die Ohrpolster sind angenehm weich und reduzieren den Druck der Ohrmuscheln deutlich, trotz des hohen Anpressdrucks. Die Textilummantelung des Kabels wirkt hochwertig, ist aber recht dünn und daher sehr verletzungsanfällig. Die Länge des Kabels ist ausreichend – ohne Probleme kann ein MP3-Player oder Smartphone im Rucksack, Hosentasche usw. verstaut werden.

(Verarbeitung: 2,5 von 5 Punkten)

TEIL 2

bestehend aus „Funktion des Produktes“ entspricht 65% der Gesamtwertung

Funktion des Produktes

Ein Bedienelement mit integriertem Mikrofon ist am Kabel angebracht – so können ankommende Telefonanrufe entgegengenommen oder die Musik stumm geschalten werden. Was etwas schade ist, dass man damit die Lautstärke nicht regulieren kann, so muss jedes Mal wieder zum Hauptgerät gegriffen werden. Der Rahmen lässt sich einfach und problemlos verstellen, sitzt auch bei einer eingestellten Position fest. Eigentlich sind es ON-Ear Kopfhörer, jedoch sind die Ohrpolster so groß, dass sie ungewollt zum Over-Ear Kopfhörer werden. Die Ohrhörer liegen erst auf den Ohren auf und durch den hohen Anpressdruck drängen sich die Ohrpolster aber nach außen und umschließen anschließend die Ohren.

(Funktion des Produktes: 3 von 5 Punkten)

Klang

Es ist schwierig den Sound genau zu beurteilen, da jeder Mensch eine andere Wahrnehmung hat. Was uns aber beim Test auffiel und unsere Meinung repräsentiert:
Es wurden viele Arten von Songs getestet. Lieder von Adele als POP, Nickelback als ROCK, RNB’s, Rap, Hiphop, Filmmusik, Jazz und noch vieles mehr. In der Rock Kategorie ist der Sound wirklich sehr gut und gefiel uns am besten. Songs mit starken Bässen konnten leider nicht immer überzeugen. Der Bass ist ziemlich abgerundet und eher als „stumpf“ zu bezeichnen. Die Höhen und Mitten sind sehr gut aufeinander abgestimmt, könnten sich aber vom Bass etwas lösen. Die maximale Lautstärke ist durchaus ausreichend – getestet wurde das Headset mit einem Iphone 6s und MacBook Pro.

(Klang: 3 von 5 Punkten)

TEIL 3

bestehend aus „Preis/Leistung“ entspricht 10% der Gesamtwertung

Beschreibung

„MUSIKGENUSS PUR! Die Materialqualität, deren Verarbeitung und das harmonische Klangbild entführen Sie in eine Welt kräftiger Bässe & kristallklarer Höhen.“, so der Hersteller. Angesichts des Preises und im Vergleich dafür, können wir unbesorgt und mit gutem Gewissen sagen, dass die Angaben zum großen Teil der Wahrheit entsprechen. Noch besser wäre, wenn man auch das Design beim Marketing hervorstechen lassen würde. Denn jedes einzelne dieser On-Ear Hörer ist ein Unikat – vielleicht ungewollt, aber jedes Holz ist anders. On-Ear Kopfhörer sind ja auch eigentlich nicht im Fokus, daher ist es dennoch ein recht gut gelungenes, dazu noch sehr gut aussehendes Headset.

Preis/Leistung

In der 80€ Preisklasse erfüllt das Headset seinen Zweck sehr gut und erfüllt so manche Erwartungen. Allerdings gibt es kleine Kritikpunkte, die ohne großen Aufwand reduziert werden könnten. Bei einer Anschaffung muss man sich auch im Klaren sein, dass dieses Headset klanglich nicht mit bekannten Marken wie Bose, Sennheiser oder B&W verglichen werden kann, wobei auch diese in einer ganz anderen Preisklasse sind.

testr Gesamtwertung

unter Berücksichtigung aller Teilwertungen

 Wir bedanken uns beim Hersteller für die Bereitstellung des Produktes. Zu unseren Grundsätzen

Bowers & Wilkins P5 Wireless

Der hochwertige Wireless Kopfhörer Bowers & Wilkins P5 Wireless ist seit Mitte letzten Jahres erhältlich. Bowers & Wilkins ist einer der bekanntesten und renommiertesten Hersteller von Mittel- bis Hochpreislautsprechern, gerade auch wegen der generellen Beliebtheit von englischem Hi-Fi. B&W entwickelte und produzierte seit der Gründung 1966 viele eigenständige Lautsprecher und technische Details wie die Nautilus, die bekannte 800 Serie oder ihre On-Top Diamantkalotten. Mit der stetigen Erweiterung der Produktpalette seit 2007 erlangte die Marke bei einer breiten Masse Bekanntheit. Dabei sind der Zeppelin, das erste Car Audio System von B&W eingesetzt bei Jaguar und 2010 dann der erste Kopfhörer P5 wichtige Produkte.

TEIL 1

Bestehend aus „Verpackung/Design/Verarbeitung“ entspricht 25% der Gesamtwertung

Verpackung

Die Verpackung ist klassisch gestaltet und erinnert ein wenig an andere hochwertige Konkurrenzprodukte. Vorder- und Rückseite werden von schönen Detailaufnahmen des Geräts dominiert. Der mit bedrucktem Papier beschichtete Karton und das überzogene Kunststoff-Inlett wirken für die Klasse passend und sind solide. Nach dem Durchtrennen des runden Sigels kann die obere Kartonhälfte von der unteren getrennt werden. In der unteren Schale liegt der Kopfhörer in der mit einem Textil beschichteten Schale. Nach dem herausziehen der Schale, was durch das integrierte Band angenehm funktioniert, kann die gut verarbeitete Aufbewahrungstasche mit dem Zubehör entnommen werden. In der Tasche befindet sich ein kleines Plastiksäckchen mit dem USB-Ladekabel und dem Audiokabel für den Betrieb ohne Akku, bzw. ohne Bluetooth-Gerät. Weiters befindet sich ein kleines Info- und ein Sicherheitsbuch in der Hülle. Die Textiltasche dient als Schutzhülle und wird über die eingenähten Magneten simpel geschlossen. 

(Verpackung: 4 von 5 Punkten)

Design

Design und Funktion ist beim Bowers & Wilkins P5 Wireless ist auf hohem Niveau. Das Aluminium, der Chrom und weiche schwarze Leder sind gefühlvoll kombiniert. Die Bluetooth-Bedientaste befindet sich am rechten Hörer unten, die Bedienelemente für Lautstärke, Stop bzw. Play am Rand des rechten Hörers. Die einzigen Kunststoffoberflächen sind die schmalen Ringe an der äußeren Seite der Hörmuscheln, welche kaum auffallen. Vom Rand weg nach innen wurde auch schwarzes Leder verwendet, zum Ohr hin ist es perforiert, dieser Teil ist auch abnehmbar und wird über Magneten einfach wieder am KH befestigt. Die Außenseite der Hörer besteht auch aus Leder und zur Aufnahme hin aus Aluminium, wo der Chrombügel mit dem internen Verbindungskabel befestigt ist. Im oberen Bereich des Bügels sind die Chromstreben wieder mit dem feinen Leder bespannt, welches um eine sehr angenehme Polsterung verarbeitet wurde.
Auffällig schön ist die Verbindung der zwei Gelenke, welche vom oberen Drehgelenk zum unteren Gelenk verläuft. Umgesetzt wurde dies mit zwei Chromstreben, die mit verschiedenen Radien zwischen den Gelenken verlaufen. 

(Design: 4 von 5 Punkten)

Verarbeitung

Grundsätzlich ist der Kopfhörer sehr gut verarbeitet. Das Gewicht passt sehr gut zu der Größe, trotz der integrierten Elektronik und des Akkus. Vermutlich resultiert dies aus der durchdachten Konstruktion mit den feinen Streben und dem kompakten Gehäuse der Ohrhörer und den hochwertigen Materialien.
Das einzige auffällige war die polierte Phase am Alu Teil des KH-Gehäuse mit integriertem Bowers & Wilkins Schriftzug, an einer Seite waren hier zwei kleine Macken sichtbar.
Wirklich angenehm und bestimmend für die Haptik ist das schön verarbeitete schwarze Leder. Etwa zwei Drittel der Oberflächen sind damit bespannt. Es hat einen matten Schimmer und ist angenehm weich. Auch wer kein Freund von Leder ist, wird sich nicht daran stören.

(Verarbeitung: 4,5 von 5 Punkten)

TEIL 2

bestehend aus „Funktion des Produktes“ entspricht 65% der Gesamtwertung

Der B&W P5 hat für die eigentliche Schallwandlung 40 mm Chassis verbaut, welche mit Nylon beschichtet sind. Durch Bluetooth 4.1 als neusten möglichen Standard werden die aktuellen Standards wie auch aptX unterstützt, weiters gibt es ein am Kopfhörer eine 2,5mm (auf 3,5mm für das Gerät) Klinkenbuchse und einen Mini USB Anschluss.

Tragekomfort

Der Bowers & Wilkins P5 Wireless hat etwas mehr als 200 Gramm, was etwas viel klingt, aber wie schon beschrieben keine Probleme beim Tragen erzeugt. Die bei einem Kopfhörer wichtige Ohrpolsterung, gerade bei On-Ear Systemen ist hervorragend gelungen, auch der Bügel ist beim längeren Tragen fein und drückt nicht. Die zwei Gelenke an den Streben funktionieren einwandfrei und haben die Drehpunkte an den richtigen Stellen.

(Tragekomfort: 5 von 5 Punkten)

Funktionen

Die Hauptfunktion des Bowers & Wilkins P5 Wireless ist die hochwertige und komfortable Wiedergabe von Musik. Diese Funktion erfüllt er einfach und stressfrei mit hoher Qualität.

Die Einrichtung der Bluetooth Verbindung ist für Konsumenten die täglich mit einem Smartphone, Laptop usw. arbeiten völlig intuitiv herzustellen und erfordert keine besonderen Kenntnisse. Eingeschaltet wird mittel seitlicher Betätigung des Hauptschalters an der Unterseite des rechten Ohrhörers. Durch das 2 Sekunden lange drücken wird wie bei anderen Bluetooth Geräten die Verbindung hergestellt. Solange sich Handy und der Kopfhörer im selben Raum befinden ist der Bluetooth Empfang sehr gut, einzig beim weitergehen in andere Räume, oder bei wirklich großen Entfernungen reißt die Verbindung ab. Auch bei einem eingehenden Anruf am Handy greift man automatisch auf die mittlere Bedientaste, zwischen den Volume Tasten. Auch das weiterschalten der Lieder über einen Doppelklick funktioniert einwandfrei. Alle zurzeit wichtigen Standards wie aptX, AAC, SBC werden unterstützt. Für das Telefonieren gibt es zwei Mikrofone mit einer Unterstützung des CVC2 Standards. Durch den Einsatz des Herstellers dieser Technologien wird dem Konsumenten eine hohe Klangqualität bei Musik und hohe Sprachverständlichkeit beim Telefonieren einfach ermöglicht. Was hier evtl. fehlt ist eine Aktive Geräuschunterdrückung, wurde aber aufgrund der Klangqualität absichtlich weggelassen. Das Aufladen des integrierten Akkus mit einer angegebenen Laufzeit von 17 Stunden, erfolgt über die seitliche Mini USB Buchse, über welche auch die Firmware aktualisiert werden kann. Die Laufzeit von 17h kann beim leisen Hören sogar übertroffen werden. Für den Fall, dass einmal der Akku leer ist, wird das mitgelieferte Klinkenkabel verwendet. Um dies einzustecken muss das Linke Ohrpolster abgenommen und die Buchse leicht ausgedreht werden. Das Einstecken und Einklappen der Buchse geht einfach, lediglich das Ausstecken erfordert etwas Feingefühl.

(Funktion: 4,5 von 5 Punkten)

Klang

Klanglich erfüllt der Bowers & Wilkins P5 Wireless alles was man sich von einer englischen Hi-Fi Größe erwartet. Getestet wurde hier mit einem MacBook Air und einem IPhone 5s, leider unterstützt das IPhone aptX nicht, aber auch aber auch ohne diesen Codec spielt der Kopfhörer sehr gut. Der Klang ist angenehm und ausgewogen über den gesamten Frequenzbereich. Bässe sind genau dann hörbar und druckvoll wenn es das Musikstück vorgibt, die Höhen sind unaufdringlich und klar, die Mitten sind ebenso fein und sauber. Wenn an den klanglichen Eigenschaften etwas kritisiert werden könnte, ist es das Fehlen einer leichten Brillanz die High End Produkte gerne haben, was wiederum aber für viele den entspannten Klangcharakter kann. Hier auffallend ist die von großen Hi-Fi-Anlagen bekannte Unaufdringlichkeit der Musik, auch bei hohen Lautstärken. Auch die Räumlichkeit und Detailwiedergabe ist wirklich erstaunlich. Gerade bei den Klangeigenschaften wird beim einem B&W Kopfhörer für 399 Euro einiges erwartet, das aber auch klar erfüllt wird. 

(Klang: 5 von 5 Punkten)

TEIL 3

bestehend aus „Preis/Leistung“ entspricht 10% der Gesamtwertung

Beschreibung

Sowohl die Bilder im Internet, als auch die Beschreibung und die versprochene Haptik des P5 stimmen und runden den guten Gesamteindruck positiv ab. Er fühlt sich gut an, hat einen feinen Klang und die Bedienung erinnert in ihrer Einfachheit an Apple, ohne das ein Kabel stört.

Preis/Leistung

Bowers & Wilkins P5 Wireless ist ein hochwertiger, kabelloser Kopfhörer der genau das gut kann was er soll- Musik hochwertig wiedergeben. Die eingebaute Elektronik erlaubt es dabei ohne Kompromisse den modernen Komfort eines Headsets und einer Wireless-Verbindung zu nutzen. Auch der hohe Tragekomfort, die guten Materialien und die feine Technik rechtfertigen den relativ hohen Preis. 399 Euro sind natürlich für einen „Bluetooth Kopfhörer“ viel Geld, aber wer gerne Musik unterwegs mit viel Qualität und Komfort genießt, wird viel Freude damit haben.

testr Gesamtwertung

unter Berücksichtigung aller Teilwertungen

 Wir bedanken uns beim Hersteller für die Bereitstellung des Produktes. Zu unseren Grundsätzen

Plantronics BackBeat SENSE

Plantronics ist eines der weltweit führenden Unternehmen für Kommunikationslösungen im professionellen und im Consumer-Bereich. Plantronics-Produkte werden nicht nur in allen amerikanischen Fortune-100-Unternehmen genutzt, sondern insbesondere auch in geschäftskritischen Umgebungen eingesetzt, wie z.B. in der Flugsicherung, in Notrufzentralen und an der New Yorker Börse. Das kalifornische Unternehmen hat in den vergangenen Jahren zunehmend damit begonnen den Lifestyle-Sektor für sich zu entdecken. Neben dem durchaus erfolgreichen Over-Ear Kopfhörer BackBeat PRO und dem kabellosem Sportkopfhörer BackBeat FIT hat der Hersteller auf der IFA einen neuen On-Ear Kopfhörer vorgestellt: den Plantronics BackBeat SENSE.

TEIL 1

Bestehend aus „Verpackung/Design/Verarbeitung“ entspricht 25% der Gesamtwertung

Verpackung

Die Verpackung ist sehr elegant gestaltet und auf das wesentlichste reduziert. Der Kopfhörer wird prominent auf der Vorderseite hervorgehoben dazu ein paar Key-Facts über den Kopfhörer, das wars. Die Rückseite beinhaltet alle weiteren Informationen und Spezifikationen zum Kopfhörer.

Besonders schön gestaltet ist die Innenseite der Verpackung. Da hat sich Plantronics durchaus Mühe gegeben um hier ein Gefühl von Exklusivität zu schaffen.

Die Verpackung verzichtet gänzlich auf Plastiktüten oder anderen Kunststoff. Das ist vorbildlich und umwelttechnisch durchweg positiv zu sehen. Einmal Ausgepackt, ist der Lieferumfang überschaubar. Neben dem On-Ear Kopfhörer befindet sich in der Verpackung noch ein etwas steifes, hellgraues Sleeve für den Transport. In diesem wiederum befindet sich eine kleine Bedienungsanleitung und ein USB-Kabel zum Aufladen der Wireless-Ohrhörer. Dem Kopfhörer liegt zudem ein Kabel mit Fernbedienung bei, sodass sich dieser auch Musik von nicht Bluetooth fähigen Geräten abspielen kann. Das Sleeve selber ist zwar eine nette Beigabe, allerdings lässt sich der Kopfhörer durch die etwas zu kurz geratenen Reißverschlüsse nur schwer verstauen und wieder entnehmen, das ist etwas schade.

(Verpackung : 4 von 5 Punkten)

Design

Ein langweiliges Design kann man Plantronics bei dem BackBeat SENSE wahrlich nicht vorwerfen. Der weiße Kopfhörer besticht mit braunen Lederelementen und schaut so wirklich sehr schön aus.

An den Seiten befinden sich Buttons zur Steuerung. Während die linke Gehäuseseite für die Musiksteuerung zuständig ist kann man mit dem Button auf der rechten Seite Anrufe annehmen. Die Ohrmuscheln und der Kopfbügel sind gepolstert. Ein eingestanztes L und ein R kennzeichnen einerseits die richtige Seite der Ohrmuscheln und lassen andererseits auch den Ton durch.Der Bügel federt sehr gut und lässt sich stufenlos verstellen und sorgt so für hohen Tragekomfort.

 (Design: 5 von 5 Punkten)

Verarbeitung

Das Erste was an diesem On-Ear Kopfhörer auffällt ist das geringe Gewicht. Dieses wird unter anderem dadurch erreicht, dass der BackBeats SENSE fast ausschließlich aus Kunststoff gefertigt ist eine Ausnahme stellt der verstellbare Metallbügel dar, der zur Stabilität beitragen soll. Die Buttons an den Gehäuseseiten sind leicht gummiert, lassen sich gut ertasten und haben auch einen guten Druckpunkt. Was mir leider weniger gut gefällt ist die Lautstärkeregelung, welche durch eine Drehbewegung, die Lautstärke stufenlos auf- bzw. abdreht. Eigentlich nett gelöst ist das Problem, dass eben dieser Schalter etwas wackelig ist. Schüttelt man beispielweise den Kopf, ist das definitiv zu hören. Im Idealfall sollte hier nichts klappern oder wackeln. Die Polsterung der Ohrmuscheln und des Bügels sind zwar angenehm, wirken jedoch sehr dünn und billig. Das spricht nicht für eine lange Lebensdauer. Das Kupfergitter rund um die Bedientasten weißt an einigen Stellen, Innen, türkisgrüne Kupferablagerungen. Auch das sollte nicht sein, tut der Audioausgabe aber natürlich keinen Abbruch.

(Verarbeitung: 3 von 5 Punkten)

TEIL 2

bestehend aus „Funktion des Produktes“ entspricht 65% der Gesamtwertung

Der Plantronics BackBeat SENSE wird durch dynamische 32mm-Lautsprecher gesteuert und hat einen Frequenzbereich von 20 Hz bis 20 kHz. Der Kopfhörer unterstützt die Codecs A2DP und AptX (Bluetooth 4.0 + EDR). Weiters wird HD Voice für qualitativ hochwertige Telefonate unterstützt.

Tragekomfort

Mit seinen rund 140 Gramm ist der BackBeat SENSE von Plantronics ein Leichtgewicht. Das ist praktisch, da auch bei längerem Hören kein beschwerendes Gefühl beklagt werden kann. Das Kopfband passt sich automatisch an und drückt nicht. Generell lässt sich sagen, dass der Kopfhörer vergleichsweise relativ klein ist. Sie liegen angenehm auf den Ohren, aber das Kunstleder mit dem Schaum vermittelt kein hochwertiges Gefühl. In der Preisklasse, in der der Kopfhörer jedoch vermarktet wird geht das absolut in Ordnung.

(Tragekomfort: 3,5 von 5 Punkten)

Funktionen & Bluetooth

Der SENSE-Kopfhörer kommt mit einer Reihe sehr interessanter Funktionen. Zum einen wäre da die Multi-Point Technologie zu erwähnen. Diese ermöglicht, dass der Kopfhörer gleichzeitig mit zwei kompatiblen Bluetooth-Geräten gleichzeitig verbunden und ebenso einfach zwischen ihnen gewechselt werden kann. Ferner wird mit einer Verbindungsreichweite von bis zu 100 m geworben. Obwohl ich die genaue Reichweite nicht abgemessen habe, kann ich bestätigen, dass hier wirklich eine sehr hohe Reichweite ohne Aussetzer möglich ist. Natürlich sieht es anders aus, wenn man sich in einem mehrstöckigen Haus befindet und das Smartphone und den Kopfhörer eine oder mehrere Betonwände trennen, denn da sinkt die Reichweite selbstredend deutlich.

Der BackBeat SENSE verfügt über einen Sensor, der erkennt ob der Kopfhörer aufgesetzt ist oder abgenommen wurde. So pausiert die Musik beim Abnehmen und setzt beim Wiederaufsetzen des Kopfhörers automatisch und nahtlos die Musik fort. Ebenfalls können so Anrufe automatisch angenommen oder auch beendet werden. Ein nützliches Feature, welches ich als regelmäßiger Zugfahrer zu schätzen gelernt habe. Kommt mal wieder der Kontrolleur wird der Kopfhörer abgenommen und die Filmmusik/Musik pausiert und beim erneuten Aufsetzen fortgesetzt. Dies klappte auch sehr gut. Während das Pausieren ausnahmslos immer funktionierte, gab es beim automatischen (Wieder-)Abspielen hin und wieder Probleme. Auffällig oft in Kombination mit der Spotify-App auf dem iPhone.

Der leichte On-Ear-Kopfhörer verfügt ebenfalls über zwei Mikrofone, welche zum Telefonieren genutzt werden können, aber auch mit „Open-Mic“-Funktion beworben werden. Mit diesen sollen Hintergrundgeräusche eliminiert werden können. Von echtem Noise-Canceling will ich hier nicht reden, das leistet der BackBeat SENSE schlichtweg nicht. Interessanter ist da die Möglichkeit per Knopfdruck Außengeräusche durch den Kopfhörer zu hören. Dafür wird die Musik gestoppt und durch die beiden Mikrofone leiten die Umgebungsgeräusche direkt ans Ohr weiter.

Die Akkulaufzeit ist für ein so leichtes Gerät durchaus beachtlich. Die Herstellerangabe von 18 Stunden konnte ich bei meinen Tests durchaus erreichen, gar übertrumpfen. Das ist durchaus beachtlich. Es muss aber erwähnt werden, dass nicht bei voller Lautstärke gehört wurde.

(Funktionen & Bluetooth: 4 von 5 Punkten)

Sound

Die Beurteilung des Sounds ist immer etwas Subjektives. Beim Plantronics BackBeat SENSE kann man von klaren Höhen sprechen, die Mitten kommen ganz gut natürlich rüber. Einzig der Bass kann mich nicht wirklich überzeugen. Dass dieser Bauartbedingt nicht sehr satt sein kann ist verständlich, jedoch wirkt er generell meiner Ansicht nach etwas blass. Am Sound selber kann man mittels Equalizer etwa am Smartphone etwas werkeln. Natürlich ist das nur Feintuning. Als Lifestyle Produkt macht der Kopfhörer Klangtechnisch durchaus eine gute Figur.

(Sound: 3,5 von 5 Punkten)

TEIL 3

bestehend aus „Preis/Leistung“ entspricht 10% der Gesamtwertung

Beschreibung

Die online präsentierten Produktbilder des Plantronics BackBeat SENSE entsprechen durchaus der Realität. Was man in den Händen hält ist ein durchwegs schön designter On-Ear-Kopfhörer mit schönen Farben. Was man vielleicht etwas kritisieren könnte ist, dass mit Noise-Canceling geworben wird und dies durch zwei Mikrophone für klare Gespräche sorgen soll. Unter dieser Funktion kann sich ein potentieller Käufer etwas Anderes erwarten. Richtiges Noise-Canceling, beherrscht der Kopfhörer nämlich nicht.

Preis/Leistung

Der BackBeat SENSE ist ein wirklich guter On-Ear Kopfhörer mit vielen – nützlichen –  Funktionen. Die unverbindliche Preisempfehlung von 179 € ist der Kopfhörer für den gebotenen Leistungsumfang definitiv Wert. Man bekommt guten Sound kombiniert mit schönem Design. Alleine der Bass hat nicht sehr überzeugen können. Auf alle Fälle lohnt sich vor dem Kauf ein Preisvergleich, so gibt es den SENSE bereits 60 € unter der Preisempfehlung zu Kaufen.

testr Gesamtwertung

unter Berücksichtigung aller Teilwertungen

 Wir bedanken uns beim Hersteller für die Bereitstellung des Produktes. Zu unseren Grundsätzen

Sonos Play:5

Mit der neuen 3. Generation des Eve Thermo, hat Eve Home dem beliebten smarte Heizkörperthermostat für Apple-User ein Update verpasst. Da es sich nur an Apple-User richtet, ist es für Android-User, welche nicht vorhaben das System zu wechseln, definitiv uninteressant. Doch umso mehr dürfen sich iPhone-Besitzer freuen, denn für diese ist es ein absolut praktische HomeKit Tool. Das tolle ist nämlich, dass man nicht wie bei allen anderen Thermostate eine zusätzliche Bridge benötigt, denn Eve Thermo kommuniziert direkt via Home-Kit bzw. Bluetooth mit euren Apple-Devices. Das Thermostat überzeugt mit einer tollen Optik, sowie einem wertigen Gehäuse. Doch eine kleine Schwäche gibt es, und zwar die Reichweite, denn diese ist in diesem Fall nicht besonders groß. Somit sollten vor allem Hausbesitzer gleich dran denken und die Eve Extend mit kaufen, denn diese erhöht die Bluetooth-Reichweite enorm und sollte den größten Kritikpunkt, die Reichweite ausmerzen.

TEIL 1

Bestehend aus „Verpackung/Design/Verarbeitung“ entspricht 25% der Gesamtwertung

Verpackung

Schon beim Auspacken fasziniert die sehr bunte aber geniale Verpackung des Sonos. Um zum Inhalt zu gelangen werden jeweils links und rechts zwei Klips eingedrückt, somit lässt sich der Deckel öffnen. Eine nette Spielerei, die gerade beim Transport mittels Tragegriff durchaus ihre Berechtigung hat und eine zusätzliche Absicherung bietet. Auch das Innenleben der Verpackung wirkt durchdacht und nicht allzubillig. Das Unboxing-Erlebnis erinnert etwas an Apple. Kein Wunder beide Firmen haben einen Designanspruch und produzieren wunderschöne Geräte.

(Verpackung : 5 von 5 Punkten)

Design

Wirkte die alte Version vor 6 Jahren noch frisch, passte dieses nicht mehr in die, mit der Play:3, angeschnittenen Designlinie. Das neue Design ist allerdings deutlich abgerundeter und ist viel puristischerer Natur. Es wirkt modern aber doch zeitloser als die alte Version des Multiroom-Lautsprechers. Der neue Play:5 ist so konzipiert, dass er sowohl stehend, als auch liegend positioniert werden kann. Aufgebrachte, kleine Gummifüße schützen die Oberflächen vor Kratzern.

bwohl in der Höhe kleiner, hat das Volumen etwas zugenommen, da Sonos im Gerät mehr Komponenten verbaut. Neben dem in diesem Test gezeigten mattweißen Modell gibt es noch die mattschwarze Variante, beide jeweils mit einem graphitfarbenen Lautsprechergrill. Besonders in der weißen Variante wirkt dieser Kontrast sehr besonders und spannend.

(Design: 5 von 5 Punkten)

Verarbeitung

Eine kleine Besonderheit ist das mittig positionierte SONOS Logo welches in allen Aufstellungsrichtungen lesbar ist. Das Logo hat ebenso hunderte Mikroperforationen um die Ton-Wiedergabe nicht zu beeinflussen. Sonos selber hebt besonders hervor, dass der Lautsprechergrill über 60.000 einzelnen Bohrungen hat um eine perfekte Wiedergabe von Musik zu garantieren.  Eine neue Touch-Oberfläche ersetzt mechanische Tasten. Die ganze matt-weiße Oberfläche ist wie aus einem Guss und wirkt – obwohl aus Kunststoff –  absolut hochwertig. Ein Handschmeichler. Die Verarbeitung ist erstklassig, da gibt es nichts zu bemängeln.

(Verarbeitung: 5 von 5 Punkten)

TEIL 2

bestehend aus „Funktion des Produktes“ entspricht 65% der Gesamtwertung

Funktion

Schon bei der Installation beginnt die Vorfreude. Kinderleicht innerhalb weniger Minuten eingerichtet. Weder Technikaffinität noch besondere Fähigkeiten werden hier gefordert. Mit meinem iPhone und der Sonos-App, die es im AppStore kostenlos zum Herunterladen gibt, ist man im Nu fertig. Die größte Anstrengung war in meinem Fall einen geeigneten Standort und noch wichtiger eine leere Steckdose zu finden. Anstecken, die Sonos-App öffnen und den Anweisungen folgen. So simpel, so gut.

Allerdings habe ich mich bei der Einrichtung auch etwas geärgert. So unterstützt dieses aktuelle High-End Gerät, weder die 5 GHz-Frequenz, noch die neueren Funktechnologien, wie 802.11n oder 802.11ac. Gefunkt wird lediglich mit 802.11b/g und 2,4 GHz. Das hat mich schon etwas geärgert, da ich kein einziges Gerät im Haushalt habe, welches auf 802.11b/g besteht. Und auch nur ein Gerät mit dieser älteren Funktechnik senkt die gesamte Performance des WLANs. Das hätte Sonos definitiv besser machen können und auch müssen. Des Problems Lösung heißt hier Sonos BOOST (bzw. Sonos BRIDGE) mit denen es sehr wohl möglich ist in der 5 GHz Frequenz zu streamen – „Vermindern Sie WLAN-Interferenzen“. Klar, zusätzliches Geld durch Zubehör, wenn man mit dem aktuellen Setup nicht leben kann.

Im Inneren des 6 kg schweren Play:5 verbaut Sonos sechs vollkommen neu Entwickelte Lautsprecher bestehend aus drei Mittel- und drei Hochtönern.

Eine weitere Neuigkeit ist die verbesserte Feuchtigkeitsbeständigkeit – soll heißen: will man auch im Badezimmer nicht auf Musik und Radio verzichten, kann man das mit dem neuen Play:5 nun machen. Wasserdicht ist er hingegen nicht. Ein gemeinsames Bad ist demnach keinesfalls zu empfehlen.

An der Oberfläche des Gerätes selber befinden sich lediglich die wichtigsten Funktionen. Will man die Musik lauter oder leiser stellen, tippt man nach links oder nach rechts, will man pausieren oder das Lied abspielen tippt man auf die, mit dem Logo bündige, Mitte. Um den Song zu wechseln wischt man entweder nach rechts oder nach links. Die Tipp- und Wisch-Aktionen werden durch Signaltöne bestätigt. In stehender Position, passt sich auch die Bedienungsoberfläche des Lautsprechers automatisch an. So ist dann beispielsweise „lauter“ oben und „leiser“ unten.

Hinten am Gerät findet man ein perfekt mit dem Gehäuse abschließendes Stromkabel, eine Ethernet-Netzwerkbuchse, ein analoger 3,5mm Audio-Eingang und ein Connect-Knopf der jedoch lediglich bei der Einrichtung zum Einsatz kommt. Was wiederum etwas ärgerlich ist, ist die Tatsache, dass es sich bei dem Audioeingang um keinen Digitalen handelt. Es fehlt auch – trotz ganz klarer iPhone Orientierung – offizielle AirPlay-Unterstützung. Weiters stört mich persönlich als Spotify-Abonnent das Fehlen der Spotify-Connect-Unterstützung. Das das theoretisch im Bereich des Möglichen liegt, zeigt Sonos schließlich mit Google Play Music.

Klang

Hier liegen wahrlich die Stärken dieses Gerätes. Die drei Mitteltöner kümmern sich um weiche Mitten und kräftige Tiefen.

Es wurden viele Musikrichtungen für diesen Test probegehört. Basslastige Lieder wie zum Beispiel „The Hills“ von The Weeknd werden bei hoher Lautstärke zu einer Belastungsprobe für die Nachbarsbeziehung, sind aber sehr satt und toll anzuhören. Ruhige Lieder wie zum Beispiel „I See Fire“ von Ed Sheeran oder auch rockige Lieder beispielsweise „Highway to Hell“ von AC/DC liefern allesamt einen überzeugenden und klaren Sound. Auch die Höhen werden präzise und klar abgespielt.

Eine tolle Möglichkeit um den Sound noch weiter zu verbessern ist ein weiterer Play:5 im Stereopaar-Zusammenschluss.

Trueplay

Mit Trueplay hat Sonos seiner App eine Funktion spendiert, die es erlaubt, ihre Lautsprecher zu kalibrieren – der akustischen Beschaffenheit der Umgebung anzupassen. Dazu wird das Mikrofon eines iPhones zum Einfangen eines Impulstons – welchen der Lautsprecher etwa eine Minute lang aussendet – verwendet. Durch das auf- und abwedeln des iPhones im Zimmer analysiert die Software das akustische Raumprofil und passt daraufhin vollautomatisch Anpassungen am Soundprofil vor. Die Funktion ist optional und kann an und ausgeschaltet werden – ein Versuch ist demnach durchaus empfehlenswert. Je nach Platzierung des Speakers im Raum können so dramatische Sound-Verbesserungen wahrgenommen werden.

TEIL 3

bestehend aus „Preis/Leistung“ entspricht 10% der Gesamtwertung

Beschreibung

Die Online-Beschreibungen der bekanntesten Online-Shops für den Sonos Play:5 entsprechen größten Teils der Wahrheit in Marketing-Deutsch. Auch die Bilder zeigen das Produkt so, wie es später auf dem Tisch steht, keine Übertriebenen Farben, keine übertriebenen Produktabmessungen. Was mir allerdings etwas fehlt ist die Auflistung Wireless-Konnektivität. Nur auf der Herstellerhomepage wird in einem kurzen Satz erwähnt, dass der Sonos mit einem 802.11b/g-Router mit 2,4 GHz funktioniert.

Preis/Leistung

Mit einer UVP von 579 € ist der Sonos Play:5 definitiv kein Schnäppchen, das ist durchaus ein Manko. Will man in den Genuss eines Stereo-Paares kommen, muss man stolze 1.158 € ausgeben. Doch Sonos steht für Qualität und die Anschaffung ist von bleibendem Wert. Eine Anschaffung die man wohl wenige Male im Leben macht. Im Hinblick auf die dauerhafte Weiterentwicklung der Software und gelegentlichen Softwareupdates relativiert sich der hohe Anschaffungspreis.

testr Gesamtwertung

unter Berücksichtigung aller Teilwertungen

 Wir bedanken uns beim Hersteller für die Bereitstellung des Produktes. Zu unseren Grundsätzen