Google Pixel Watch 2
In aller Kürze
Mit der Google Pixel Watch 2 schickt der wohl bekannteste Suchmaschinen-Anbieter den Nachfolger der aus dem Jahr 2022 erschienen Pixel Watch auf den Markt. Einige haben diese zusammen zum Marktstart beim Bestellen des Google Pixel 8 Pro als kostenlose Zugabe erhalten, aber natürlich kann diese auch einfach so im Shop erworben werden. Ich habe die neue Smartwatch genau unter die Lupe genommen und soviel schon mal direkt erwähnt, auf den ersten Blick hat sich rein äußerlich wenig verändert. Das Design ist sehr gut gewählt, denn optisch geht hier das 41 mm große runde Display nahtlos dank des im Armband integrierten Bajonettverschluss in selbes über. Da Google schon vor einiger Zeit Fitbit aufgekauft hat, ist die Uhr bezüglich der Aufzeichnung der Fitnessdaten sehr gut aufgestellt, sodass auch hier alles gut funktioniert. Zu guter Letzt wurde auch der Prozessor aufgewertet, was sich mit einer höheren Leistung zeigt und zudem arbeitet dieser effizienter, was zugleich dafür sorgt, dass eine längere Akkulaufzeit erreicht wird.
Gefällt uns
- gute Akkulaufzeit
- scharfes AMOLED-Display
- flüssiges Betriebssystem
- schönes Design
- gut verarbeitet
- schnelles Aufladen
Gefällt uns weniger
- Glas ist empfindlich gegen Kratzer
- Lautsprecher könnte besser sein
- Display hat einen breiten Rand
Google Watch 2
TEIL 1
Bestehend aus „Verpackung/Design/Verarbeitung“ entspricht 25% der Gesamtwertung
Verpackung
Die Verpackung ist wie von den Produkten aus dem Hause Google gewohnt weitestgehend schlicht gehalten. So liefert Google die Pixel Watch 2 in einer typischen weißen Verpackung aus, die lediglich einige wenige Details zur Smartwatch verraten.
Angefangen an der Vorderseite, hier präsentiert Google das bekannte bunte „G“ Firmenlogo und darunter steht dann auch direkt der Produktname „Pixel Watch 2“. Unmittelbar darunter folgt dann direkt auch eine Abbildung der Google Pixel Watch 2, die hier fast komplett dargestellt wird. Da die Google Pixel Watch 2 wie der Vorgänger mit der Technologie von Fitbit ausgestattet wurde, finde man hier unten rechts den entsprechenden Hinweis in Form von „with Fitbit“. Rechts und linkt von der Umverpackung findet man lediglich ein Google-Logo und den Hinweis, dass auf der Uhr Wear OS by Google läuft.




Betrachtet man die Rückseite, findet man hier zum einen die Info über die Gehäusefarbe der Google Pixel Watch 2, sowie deren enthaltenes Sportarmband und direkt darunter folgt dann noch eine Auflistung des überschaubaren Lieferumfangs in mehreren Sprach übersetzt. Hierbei erwähnt Google unter anderem auch die Anforderungen für die erfolgreiche Nutzung wie z. B. ein Konto bei Google und zudem gibt es hier die Info darüber, dass im Lieferumfang ein Armband für einen Handgelenksumfang von 130 bis 175 mm und ein weiteres für den Umfang von 165 bis 210 mm enthalten ist.
Zieht man die stabile Verpackung aus der eben beschriebenen Umverpackung heraus, hält man eine simple Verpackung in der Hand, bei welcher der Deckel ganz einfach nach links aufgeklappt wird. Dabei erblickt man dann die Google Pixel Watch mit einer Schutzfolie auf dem Display in Zentrum, sicher verpackt und rechts sowie links das zugehörige Zubehör. An der rechten Seite ist wie an dem kleinen „Blitz Symbol“ schon erahnen kann, dass Ladekabel enthalten, bei dem es sich aber nicht wie z. B. bei Apple um ein induktives Laden handelt, sondern der Strom wird durch insgesamt vier Pins und den Kontakten an der Google Pixel Watch an den Akku übertragen. Im linken Bereich hat Google dann ein zusätzliches Armband integriert, sodass sollte das bereits von Werk aus angelegte Band zu klein sein, auf das hier größere wechseln kann.
(Verpackung: 4 von 5 Punkten)
Design
Die Google Pixel Watch 2 gibt es exakt wie beim Vorgänger lediglich mit einem Gehäusedurchmesser von 41 mm. Dies ist zwar für ein zierliches Handgelenk einer Frau sicherlich ideal, aber gerade an einem größeren Handgelenk eines Mannes wirkt die Smartwatch hier leider oftmals etwas klein. Beim Gehäuse der Smartwatch setzt Google bei der neuen Version auf zu 100 % recyceltes Aluminium, zuvor war dies bei der ersten Generation noch zu 80 % recyceltes Edelstahl. Unter anderem durch diese Veränderung konnte Google das größte Gewicht einsparen und die Smartwatch um 5 Gramm leichter machen, sodass diese nun auf 31 Gramm (ohne Armband) kommt. Bei dem im Lieferumfang enthaltenden Armband handelt es sich um ein Fluorelastomer Band mit einer angenehm anfühlenden Soft-Touch-Beschichtung, genau so, wie man dies auch aus dem Hause Apple bei der Einsteigervariante der Apple Watch kennt.
Google bietet die Pixel Watch 2 in insgesamt vier Farbvarianten an, bei denen sich zum einen die Armband-Farben und auch zum Teil die des Gehäuses unterscheiden. Das Gehäuse selbst gibt es neben einem klassischen Silber (poliertes Silver) auch noch in einem Champagner Gold und dem Matt Schwarz, wovon letzteres genau der Farbe meines Testgeräts entspricht. Bei den Farben der Armbänder ist man bei der schwarzen und goldenen Version gebunden, lediglich bei der silbernen Smartwatch kann man dann noch zwischen blau und beige wählen. Möchte man wiederum eine andere Farbe oder Material des Armbandes haben, muss man sich dieses zusätzlich erwerben, wofür je nach Material zwischen 49 € und 209 € fällig werden.
Neben der Auswahl an unterschiedlichen Farben kann man bei der Google Pixel Watch 2 auch noch zwischen einer Bluetooth/Wi-Fi-Variante und einem LTE-Modle wählen. Somit könnte man mit letzterem die Smartwatch eigenständig mit dem Internet verbinden, anstelle ständig an das verknüpfte Smartphone gebunden zu sein.
Vom Design betrachtet erkennt man, wie ich es bereits erwähnt habe, auf den ersten Blick keinen großen Unterschied zwischen der Google Pixel Watch 2 und der 1. Generation. Das Display ähnelt erneut durch dessen gebogene Glasfront (Displayrand) an einen geschliffenen schwarzen Stein. Es handelt sich hierbei um ein 3D Corning Gorilla Glas der 5 Generation, welches vom Hersteller „Corning“ dem wohl bekanntesten Glashersteller im Bereich Smartphone, Smartwatch und vielen weiteren Bereichen stammt.
Das Fluorelastomer-Band trägt sich im Alltag angenehm und dank der ebenfalls abgerundeten Rückseite schmiegt sich die Uhr gut ans Handgelenk. Diejenigen, die bereits im besitzt der ersten Generation waren und hierfür zusätzliche Armbänder erworben haben, müssen sich keine neue kaufen, denn dank identischem Bajonettverschluss und gleicher Breite, passen die bisherigen Bänder auch an die neue Google Pixel Watch 2.



Google hat hier bei der Pixel Watch 2 ein 1,18 Zoll großes OLED-Display verbaut, welches 384 384 Pixel darstellt. Somit kommt man hier auf eine Pixeldichte von 320 ppi, was somit fast so scharf wie bei einer Apple Watch (326 ppi) ist. Schade finde ich wiederum, dass Google bei der neuen Smartwatch nicht mehr das Qi-Laden unterstützt, sondern nur noch die mit dem mitgelieferten Ladekabel. Dies liegt daran, dass hier kein induktives Aufladen mehr möglich ist, da man vermutlich aufgrund der neu gestalteten Rückseite zwar weiterhin auf eine magnetische Verbindung bzw. Zentrierung setzt, aber der Strom wird über vier Pins an den Akku übertragen. Dadurch soll laut Google aber auch eine deutlich schnellere Aufladung des Akkus möglich sein, daher musste man diesen Kompromiss eingehen.
Bei der Bedienung der Smartwatch setzt Google wie üblich in der Branche direkt auf das Tippen- und Wischen am Display. Rechts am Gehäuserand findet man dann noch eine Korne, die feiner ins Gehäuse integriert wurde und ein gutes Bedienen ermöglicht. Die Taste darüber ist meiner Meinung nach jedoch aufgrund deren engen Positionierung nicht ganz so präzise zu erreichen. Weitere Details zu den Tasten und der Bedienung folgen dann wie gewohnt im Abschnitt Bedienung.
Seit der Google Pixel Watch der 1. Generation hat sich bei der Verfügbarkeit der Armbänder einiges getan und so muss man nicht zwingend zum Original greifen, sondern es gibt inzwischen auch zahlreiche Armbänder von Drittanbietern. Der Wechsel des Armbandes ist im Grunde nicht schwer, sofern einem klar ist, wie es funktioniert, denn auf Anhieb hat man die Uhr in der Hand und findet hier keinen Verriegelungsbolzen oder ähnliches und rätselt hier etwas. Zum Wechseln drückt man einfach den kleinen, fast schon unauffälligen Knopf neben dem Armband und zieht dieses in Richtung des Knopfes, da dieses dabei entriegelt wird und aus dem Bajonettverschluss entnommen werden kann. Das Einsetzen eines neuen Bandes ist dann auch einfach dazu alles in umgekehrter Reihenfolge erledigen, nur dass ihr den Knopf nicht drücken müsst, denn dieser rastet am Schluss einfach ein und sichert das eingesetzte Band.
Am Gehäuse der Smartwatch findet man übrigens unterhalb der Krone noch eine kleine runde Öffnung, hier hat Google das Mikrofon für Telefonate, den Sprachassistenten usw. integriert, während auf der gegenüberliegenden linken Seite der längliche Lautsprecher sitzt. Die Rückseite bzw. Unterseite der Smartwatch wurde ebenfalls verändert, da hier nun zusätzliche Sensoren dazugekommen sind. Neu ist hier nämlich die Messung der Hauttemperatur, sowie der Sensor zur Messung der Hautleitfähigkeit (CEDA), womit sich Veränderungen im Schweiß feststellen lassen und so erkennt die Google Pixel Watch 2 ob ihr gerade Strass habt.
(Design: 4 von 5 Punkten)
Verarbeitung
Die Google Pixel Watch 2 würde ich als solide und hochwertig verarbeitet bezeichnen. Das Gehäuse, Display und das Armband fühlen sich hochwertig, langlebig und gut an. Das Gewicht ist mit 55 Gramm inkl. Armband noch absolut in Ordnung und zudem gibt es eine nach IP68 zertifizierten Schutz, sodass die Smartwatch gegenüber Staubpartikeln geschützt und wasserbeständig ist. Hier erwähnt Google im Kleingedruckten auch die Wasserbeständigkeit von 5 ATM. Dies bedeutet, dass diese zwar den Druck von einer Tiefe von 50 Metern standhalten würde, aber ist eben nur wasserbeständig und nicht wasserdicht. Somit ist das Schwimmen an der Oberfläche zwar möglich, genauso wie das Duschen was der Uhr ebenso nichts ausmacht, wie ein Regenschauer, aber Tauchen sollte man damit nicht.



Das Displayglas soll die Smartwatch bzw. das Display schützen, aber Kratzer bleiben hier im Alltag definitiv nicht aus, hier würde nur eine teure Panzerglasfolie helfen oder man lebt eben damit, dass im täglichen Gebrauch nicht vollkommen ausgeschlossen ist, dass die Google Pixel Watch 2 ohne Kratzer bleibt.
(Verarbeitung: 4 von 5 Punkten)
TEIL 2
bestehend aus „Funktion des Produktes“ entspricht 65% der Gesamtwertung
| Art der Uhr | Smartwatch mit Herzfrequenzsensor, Wi-Fi, (optional 4G LTE und UMTS), |
|---|---|
| Display | 1,18 Zoll AMOLED 384 384 Pixel, 320 PPi (Always-On-Display) |
| Touch-Display | ja |
| Wasserfestigkeit | 5 Bar/50 m, IP68 |
| Sensoren | Kompass Höhenmesser Rot- und Infrarotsensoren zur Überwachung der Sauerstoffsättigung (SpO2) Mit EKG-App kompatible elektrische Mehrzwecksensoren Optischer Mehrwege-Herzfrequenzsensor 3-Achsen-Beschleunigungsmesser Gyroskop Umgebungslichtsensor Elektrischer Sensor zur Messung der Hautleitfähigkeit (cEDA) für das Tracking von Körperreaktionen Hauttemperatursensor Barometer Magnetometer |
| Material | Gehäuse: 100 % recyceltes Aluminium, Sportarmband: Fluorelastomer mit Soft-Touch-Beschichtung |
| Konnektivität | Bluetooth® 5.0 NFC GPS, GLONASS, BeiDou, Galileo, Quasi-Zenith Satellite Wi-Fi 802.11 b/g/n 2,4 GHz |
| Größe/Gewicht | 41 mm (runde Form) / 55 Gramm (mit Armband) |
| CPU/RAM | Qualcomm 5100 Cortex M33 Coprozessor |
| Akkulaufzeit | 1 bis 2 Tage |
| Kompatible | ab Android 9.0 oder höher |
| Betriebssystem | Wear OS by Google |
| Lieferumfang | Google Pixel Watch 2 Sportarmband (klein und groß) USB-C-Schnellladekabel Kurzanleitung |
Tragekomfort
Bei der Google Pixel Watch 2 handelt es sich um eine elegante und schöne Smartwatch, die sehr gut im Alltag, aber auch problemlos bei sportlichen Aktivitäten getragen werden kann. Für den sportlichen Einsatz sollte man aber das im Lieferumfang enthalten Armband nutzen oder eines der im Zubehör erhältlichen aus dem recycelten Garn, aber auf keinem Fall das Leder oder eines der Gliederarmbänder (Metall). Dies sollte aber so weit selbsterklärend sein, denn Leder würde auf Dauer vom Schweiß optisch nicht mehr schön aussehen und die Metall-Bänder wären einfach zu unbequem und schwer.
Der Tragekomfort der Google Pixel Watch 2 ist wie bereits erwähnt ganz gut, für schmälere Handgelenke nutzt man das bereits angelegte Armband, welches für einen Umfang von 130 bis 175 Millimeter geeignet ist. Als Mann, wo man eher ein dickeres Handgelenk hat, muss man wahrscheinlich in den meisten Fällen eher das größere Armband anlegen, denn dieses ist für einen Umfang von 165 bis 210 Millimeter ausgelegt. Die Smartwatch schmiegt sich so weit gut ans Handgelenk an und nach kürzester Gewöhnungszeit hat man sich hier an den anfangs etwas spürbaren Druck gewöhnt.


Da die Pixel Watch 2 wie zahlreiche anderen Smartwatches unter anderem auch den Puls misst, sollte diese hierfür nicht zu locker sitzen, denn sonst kann der Herzfrequenzsensor den Puls nicht präzise oder gar nicht erfassen. Durch den strammeren Sitz sammelt sich wie üblich dann unter der Smartwatch der Schweiß bzw. hier drunter kann die Luft nicht wirklich zirkulieren. Dies ist jedoch völlig normal und liegt daran, dass die Smartwatch wie bei allen anderen Herstellern mit der Rückseite so dicht auf der Haut aufliegt. Dies ist eben absolut normal und daher kein Kritikpunkt.
(Tragekomfort: 4 von 5 Punkten)
Einrichtung & Bedienung
Google setzt bei der hauseigenen Smartwatch logischerweise auf das eigene Betriebssystem für Smartwatches und zwar Wear OS. Die Einrichtung ist dabei wie von Google gewohnt schnell und einfach erledigt, da man hier Schritt für Schritt durch diese geführt wird. Hierbei ist für die erfolgreiche Verbindung ein kompatibles Android-Smartphone mit dem Betriebssystem Android 9.0 oder höher vorausgesetzt. iPhone Nutzer können die Smartwatch nicht mit ihrem Smartphone verbinden, da es hier die dafür notwendige Google Pixel Watch App nicht gibt, die Wear OS by Google App kann diese nämlich nicht finden.






Für die Einrichtung lädt man die Google Pixel Watch 2 zuvor erst einmal komplett auf und schon kann die Einrichtung Schritt für Schritt wie am Smartphone beschrieben durchgeführt werden. Diese ist wie bereits erwähnt recht einfach gehalten, aber für mich war hier etwas störend, dass man um die sportlichen Aktivitäten übersichtlich erfassen bzw. dargestellt bekommen zu können auch noch die Fitbit App installieren muss. Das Google aber Fitbit aufgekauft hat und somit auch eine bereits umfangreiche Fitness App mit erworben hat, ist es irgendwie auch selbsterklärend, dass man diese nutzt und nicht extra noch alles neu in der eh schon sehr umfangreichen Google Pixel Watch App integrieren möchte.






Nachdem man die Google Pixel Watch 2 eingerichtet hat, gelangt man bei jedem Starten der App logischerweise direkt auf deren Startseite. Hier werden einem wie schon zuvor erwähnt zahlreiche Untermenüs geboten, aber der Reihe nach. Direkt oben wird euch dabei die Smartwatch mit dem aktuell gewählten Zifferblatt angezeigt und darunter sieht man, ob die Smartwatch mit dem Smartphone verbunden ist, sowie den aktuellen Akkustand in einzelnen Prozent-Schritten. Darunter folgt dann der Direktzugriff für die Zifferblattauswahl und die der Ansichten. Hierbei kann man aus zahlreichen Zifferblättern ein passendes Auswahlen und dies verändern, egal ob von der Darstellung oder einfach nur die Farbe der Elemente, es gibt viele Möglichkeiten. Bei Ansichten kann man bestimmen, welche Funktionen man beim Wischen von rechts nach links oder anders herum angezeigt bekommen möchte und die Reihenfolge kann auch bestimmt werden. Darunter folgen dann zahlreiche weitere Untermenüs mit verschiedenen Einstellungsmöglichkeiten.






Dabei kann man z. B. bestimmen, über was man eine Benachrichtigung erhalten möchte, während bei Punkt Google alles bezüglich der Google-Dienste (Google Pay, Google Assistant usw.) bestimmt werden kann. Im Menü Play Store kann man zusätzliche Apps auf die Smartwatch installieren und bei Smartwatch-Einstellungen kann man die Ausrichtung ändern und Einstellungen am Display und den Gesten vornehmen. Dabei kann festgelegt werden, wie lange das Display beleuchtet sein soll, ob das Always-On Display aktiv sein soll oder nicht und für diejenigen, die schlechter sehen, diese können auch die Darstellung der Schrift anpassen, also vergrößern usw. Zu guter Letzt folgen noch Sicherheit & Notfall-Einstellungen wo man die Benachrichtigungen für Notfallkontakte vornehmen kann und man kann Systemdaten usw. einsehen. Alles andere ist weniger interessant.
Bedienung über die Smartwatch
Benachrichtigungen kann man direkt über die Smartwatch lesen, wen man von unten nach oben über das Display wischt. Durch die sogenannten Tiles (Widgets) also direkt Verknüpfungen zu den wichtigsten Funktionen wie gelaufene Schritte, Schnellstart für das aufzeichnen einer sportlichen Aktivität, Schlaf, Kalender usw. wechselt man, indem man von links nach rechts oder anders herum wischt. Wischt man mit dem Finger von oben nach unten, dann erscheinen die Schnelleinstellungen. Hier kann man den Flugmodus, Schlafmodus, die Helligkeit des Displays und einige weitere Dinge direkt per Schnellzugriff aktivieren bzw. verändern.


Drückt man die Krone einmal, gelangt man direkt zu App-Übersicht und beim zweimaligen Drücken wird direkt das Google Wallet geöffnet. Über die Taste oberhalb der Krone greift man durch einmaliges Drücken auf die zuletzt benutzten Apps zu und drückt man diese zweimal hintereinander, dann kann man mit dem Google Assistant reden.






(Einrichtung & Bedienung: 4 von 5 Punkten)
Display
Beim verbauten Display handelt es sich wie bereits anfangs erwähnt, um ein OLED-Display mit einer Bildschirmdiagonale von 1,18 Zoll. Die Auflösung beträgt hervorragende 384 x 384 Pixel, was einer Bildschärfe von 320 ppi entspricht. Somit kann man als Träger der Smartwatch keinerlei einzelne Pixel auf dem Display erkennen. Ich persönlich finde das Display im Vergleich zur Konkurrenz schon etwas klein, denn gerade als Mann hätte ich mir hier eine 45 mm Version oder mehr gewünscht. Leider umgibt das Display am gewölbten Bereich ein breiter Rahmen, welchen die Konkurrenz deutlich schmaler bekommen hat, aber Google kaschiert dies sehr gut durch das Betriebssystem, da diese auf einen schwarzen Hintergrund ausgelegt ist. Selten verlaufen hier die Menüs bis an den Rand, sodass dies intelligent durch das OLED-Dispaly kaschiert wird und im Alltag nicht störend auffällt. Dennoch bekommen es eben Samsung und Apple deutlich besser hin und daher hätte ich mir den breiten Rand etwas dezenter gewünscht, aber im Alltag ist es eben wie erwähnt selten störend.
Typisch für ein OLED-Display bietet dies hervorragend Schwarzwerte, denn schwarz ist hier auch kräftiges Schwarz, was eben dazu beiträgt, dass der breitere Rahmen kaum im Alltag stört. Ebenso überzeugen auch die Kontrastwerte und man bekommt hier kräftige Farben geboten. Genauso ist die Google Pixel Watch 2 auch bezüglich der Blickwinkelstabilität hervorragend, denn selbst bei einem flachen Blickwinkel beeinflusst dies das Display kaum bis nur minimal.


Google hat in der Pixel Watch 2 auch einen zeitgemäßen Umgebungslichtsensor verbaut, sodass die Helligkeit automatisch dem Umgebungslicht angepasst wird. Lediglich bei direkter Sonnenstrahlung reicht die max. Helligkeit nicht ganz aus. Daher muss man in diesen Fällen hin und wieder vielleicht die Hand zum Schattenspenden nutzen, um die Inhalte auf dem Display besser erkennen zu können. Dies ist jedoch bei allen anderen Geräten bzw. Smartwatches ebenso der Fall und daher kein reines Problem von Google. Die maximale Helligkeit liegt übrigens bei 1.000 Nits (sofern man den Sonnenmodus aktiv lässt) dies ist ein guter, aber dennoch kein Spitzenwert, denn hier erreicht z.B. die Apple Watch Series 9 inzwischen gut die doppelte Helligkeit. Das Always-On Display ist natürlich wie von Google gewohnt mit an Bord und so bleibt das Display abgedunkelt immer aktiv und wird wieder auf die nötige Helligkeit erhöht, wenn man auf die Uhr blickt bzw. das Handgelenk zu sich dreht, um auf die Uhr zu schauen. Dies reduziert natürlich die max. Akkulaufzeit aber wenn nicht gewünscht kann die Funktion problemlos deaktiviert werden.
(Display: 4 von 5 Punkten)
Funktionen
Gegenüber dem Vorgänger hat Google dem Prozessor ein Update spendiert, was jedoch bei einer neuen Generation auch durchaus zu erwarten war. Somit werkelt hier fortan ein Snapdragon Wear 5100 aus dem Hause Qualcomm, welcher der Smartwatch im Vergleich zum Vorgängermodell deutlich mehr Power mit gleichzeitiger Energieeffizienz bietet. Der Prozessor sorgt für ein flüssiges System, sodass hier keine Aussetzer oder Ähnliches im Alltag feststellbar war. Unterstützt wird der Prozessor von einem 2 Gigabyte großen Arbeitsspeicher, welcher dafür sorgt, dass die Apps im Hintergrund ohne Probleme werkeln können. Beim Speicher hat man das ganze auf 32 Gigabyte erhöht, was für eine Smartwatch absolut ausreichend ist, sodass man genug Apps, Musik usw. direkt auf die Smartwatch laden kann.
Bei den verbauten Sensoren hat sich auch eine getan gegenüber der 1. Generation. Neben einem Höhenmesser, Kompass, Barometer, Manometer und Gyroskop für die Navigation usw. ist natürlich auch ein SpO2-Sensor (Rot- und Infrarotsensor) mit an Bord, welcher die Sauerstoffsättigung erfasst. Der optische Mehrzweck-Herzfrequenzsensor erfasst den Puls und benachrichtig zudem, wenn die Herzfrequenz über den Tag hinweg ungewöhnlich hoch oder niedrig ist. Natürlich wird auch das EKG über die installierte App ermöglicht, und der 3-Achsen Beschleunigungssensor dient unter anderem dazu, zu erkennen, wann ihr auf die Smartwatch schauen möchtet.
Neu sind hier der verbaute Hauttemperatursensor, wie es z. B. auch bei der Apple Watch Series 9 der Fall ist. Damit kann man im Falle der Google Pixel Watch 2 nach dreimaligen Tragen der Smartwatch im Schlafzyklus Veränderungen bei der Hauttemperatur erfassen. Außerdem ist nun auch ein elektronischer Sensor zur Messung der Hautleitfähigkeit (CEDA) verbaut. Dieser erfasst Veränderungen in eurem Schweiß und dies wertet die Uhr bzw. Software aus und informiert euch, dass dieser erkannt hat, dass ihr eventuell aktuell körperlichen Stress habt.
Dank der Integration von FitBit stehen euch bei der Auswahl an Trainingsarten, welche ihr mit der Google Pixel Watch 2 erfassen könnt unzählige (rund 40 Stück) zur Verfügung, sodass hier neben allen üblichen Sportarten auch zahlreiche besondere Sportarten zur verfügung stehen. Praktisch finde ich hier die automatische Trainingserkennung, sodass man beim spazier gehen automatisch auch kurzer Zeit gefragt wird, ob man die Aktivität erfassen möchte, dies funktionier soweit ganz gut, aber dies ist inzwischen nichts außergewöhnliches mehr, denn Apple bietet diese Funktion ebenfalls schon lange an. Diese Funktion des automatischen Workout-Tracking funktioniert aktuell bei folgenden Sportarten: Laufen, Rennen, Spazieren, Biken, Spinnig, Rudern und bei Ellipsetrainer. Alle anderen Sportarten müssen daher manuell vor dem Training gestartet werden und ebenso müssen diese dann auch pausiert und am Ende angehalten werden, was bei den oben genannten Sportarten weitestgehend automatisch erfolgt.
Die Herzfrequenz wird durch die Google Pixel Watch 2 permanent gemessen, also kontinuierlich, sodass man diesen jederzeit einsehen kann. Das GPS-Modul, welches in der Google Pixel Watch 2 verbaut ist, ist großteils sehr exakt, lediglich gelegentlich ist es etwas unpräzise. Dies mag dran liegen, dass Google hier noch nicht auf einen Multibandempfänger wie z. B. Garmin bei einigen Smartwatches setzt, aber keine Panik im Alltag ist das GPS mehr als ausreichend genau für euch.
Praktisch finde ich, dass die Google Pixel Watch 2 den am Smartphone hinterlegten Schlaf- und Bitte-nicht-stören-Modus übernimmt, sodass hierbei die Uhr ebenfalls z. B. in den Schlafmodus versetzt wird. Somit wird z.B. das Display automatisch in dieser Zeit abgedunkelt. Die Google Pixel Watch 2 beherrscht das Schlaftracking sehr gut, dies ist aber auch kein Wunder, denn dies war bereits eine Stärke von Fitbit, welche Google mit übernommen hat. Durch die neuen Sensoren erfasst die Smartwatch nun auch den Schlaf noch umfangreicher, sodass euch unter anderem der Schlafindex, sowie zahlreiche Informationen zur Qualität euerer Nachtruhe angezeigt werden. Dabei wird erfasst, wie lange man geschlafen hat und dabei im Leicht-, Tiefschlaf war und die REM-Phasen werden auch ermittelt. Dies erfolgt automatisch, ohne das ihr wie erwähnt in den Schlafmodus wechseln müsst, denn die Smartwatch erkennt dies automatisch.
(Funktionen 4,5 von 5)
Akku
Der Akku der Google Pixel Watch 2 wurde gegenüber dem Vorgängermodell erhöht. Statt 294 mAh sind nun 306 mAh verbaut. Trotz gleich großem Gehäuse ist Google der verbau eines größeren Akkus gelungen, weil man nicht mehr die Qi-Spule verbauen musste. Schließlich verzichtet Google hier auf das kontaktlose Laden, sondern setzt wie bereits erwähnt auf das Laden mit magnetischem Ladedock, aber der Strom wird über insgesamt vier Pins übertragen.
Für einige wird dies zwar negativ sein, da dies irgendwie auch ein Rückschritt ist, aber dennoch bringt diese Veränderung auch Vorteile mit sich. Bei einer kontaktlosen Aufladung entsteht bei der Smartwatch mehr Wärme und so ist die Ladegeschwindigkeit geringer. Beim Aufladen über die Pins ist dies anders, denn hierbei entsteht weniger Wärme und somit ist ein schnelleres Aufladen möglich. Von rund 20 Prozent auf 90 Prozent lädt die Smartwatch nun in knapp 30 Minuten, während eine volle Aufladung von 0 auf 100 Prozent rund 75 Minuten dauert.


Im Alltag war ich mit der Akkulaufzeit sehr zufrieden, denn mit gewöhnlichem Gebrauch über den Tag hinweg, sowie aktivem Schlaf-Tracking ergab sich eine Laufzeit von rund einem Tag. Deaktiviert man hier dann noch das Always-on-Display, welches ich persönlich nicht unbedingt benötige, verlängert sich die Laufzeit noch um ein paar Stunden, sodass man gut eineinhalb Tage erreichen kann. Sehr gute Werte für eine Smartwatch und somit vollkommen in Ordnung.
(Akku: 4,5 von 5 Punkten)
TEIL 3
bestehend aus „Preis/Leistung“ entspricht 10% der Gesamtwertung
Beschreibung
Mit der Google Pixel Watch 2 hat Google einiges verbessert, was bei der 1. Generation noch gefehlt hat. Ein zeitgemäßer Prozessor und Arbeitsspeicher sorgen für ein flüssiges System, sowie ein zügiges Starten der Apps. Ebenso hat Google bei den Sensoren Hand angelegt und auch diese nicht nur verbessert, sondern auch neue Sensoren in Form einen Schweißsensor und Hauttemperatursensor verbaut. Für alle, die viel Wert auf das Tracking von ihrem Schlaf legen, gibt es ebenfalls Positives zu berichten, denn auch dies funktioniert hier sehr zuverlässig. Das Betriebssystem Wear OS läuft inzwischen sehr gut und wenn man hier bedenkt, dass es erst Googles zweiter versucht ist, haben diese gegenüber Apple und Samsung gut aufgeholt und sind nun sozusagen gleichauf mit jenen. Die Ränder um das Display sind jedoch weiterhin leider dick, hier hätte ich mir einen schmälern Rand gewünscht, sodass das Display größer ist und zudem wäre in der 3. Generation auch eine 45 mm Variante oder auch etwas größer sinnvoll.
Preis/Leistung
Die UVP der Google Watch 2 hat das Unternehmen zum Marktstart mit 399 € festgesetzt. Bevorzugt man die LTE-Variante, muss man wiederum 449 € in die Hand nehmen, beides für die Leistung soweit in Ordnung. Aktuell ist die Pixel Watch 2, wenn man diese in der Ausführung meines Testgeräts nimmt, sogar schon deutlich reduziert und für rund 250€ verfügbar einen top Preis, wenn man eine Smartwatch haben möchte und Android User ist. Für Apple User ist natürlich weiterhin die Apple Watch die beste Smartwatch, aber gerade für Android User wurde die neue Google Pixel Watch 2 sehr interessant und gefällt mir optisch sowie vom Funktionsumfang sehr gut.
Google Watch 2
testr Gesamtwertung
unter Berücksichtigung aller Teilwertungen

Wir bedanken uns beim Hersteller für die Bereitstellung des Produktes. Zu unseren Grundsätzen
Link zum Hersteller: google.at










