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Beats Solo³ Wireless

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bestehend aus „Funktion des Produktes“ entspricht 65% der Gesamtwertung

Tragekomfort

Bezüglich des Tragekomforts kann ich nur von meiner Erfahrung als Brillenträger berichten. Generell sitzt der Kopfhörer sehr angenehm auf den Ohren und drückt nicht besonders stark. Nach rund 2 Stunden Nutzungsdauer musste ich die Solo3 Wireless jedoch immer absetzen, da der Druck auf den Ohren dann doch zu stark wurde. Beim Serien-schauen hat mich das mitunter wirklich gestört. Wichtig ist hier auch zu erwähnen, dass der Anpressdruck variabel ist.

Der Kopfhörer verfügt über längenverstellbare Bügel, die sich gleichzeitig auf den Druck auswirken der auf die Ohren einwirkt. Bei Menschen mit einem eher längeren Kopf ist der Anpressdruck daher höher als bei Menschen mit eher kleinem Kopf. Insgesamt gibt es 8 Stufen auf beiden Seiten.

(Tragekomfort: 3 von 5 Punkten)

Klang

Beats ist trotz der Preise nicht für High-End Klang bekannt, dank der üblicherweise kräftigen Bässe aber dennoch, vor allem bei jungen Menschen sehr beliebt. Mit den Beats Solo 3 Wireless ist jedoch Schluss mit kräftigem Bass. Man erhält zwar keine Blechdose, doch es fehlt der typische Beats Klang, den wir bereits bei den neuen Powerbeats³ vermisst haben. Der Klang passt somit zwar nicht mehr zur Marke Beats, ist jedoch klar Kopfhörern mittlerer Preisklasse zuzuordnen. Auch bei hoher Lautstärke kommt es nicht zu Verzerrungen.

Nutzt man das mitgelieferte Audiokabel bekommt man mehr Lautstärke, ab einer bestimmten Lautstärke werden die Höhen unschön und die Bässe klappern. Über Bluetooth ist die Maximallautstärke in Verbindung mit Apple Geräten leider recht niedrig. Für alle anderen Geräte gibt es zwei Lautstärkeregler, einmal am Kopfhörer und zusätzlich am Smartphone oder Tablet. Damit sind generell auch höhere Lautstärken möglich, die wie über das Kabel jedoch blechern klingen können. Wer gerne besonders laut Musik hört wird bei den Solo 3 Wireless schnell an die Grenzen stoßen.

Beats schafft es auch mit diesem Kopfhörer die von Bluetooth bekannte Verzögerung vollkommen auszumerzen. Es ist zwar nicht bestätigt, wir könnten uns jedoch vorstellen, dass der W1 Chip hier seinen Beitrag leistet. Videos und Filme kann man so wunderbar ansehen.
Telefonieren wird für beide Gesprächspartner zu einem Genuss. Mehrfach wurde ich bei langen Telefonaten auf die gute Klangqualität angesprochen, gerade für Bluetooth-Kopfhörer ist das nicht selbstverständlich, darf in dieser Preiskategorie jedoch erwartet werden.

(Klang: 2,5 von 5 Punkten)

Ausstattung

Die Ausstattung der Solo 3 kann sich sehen lassen. Verbaut wurde Bluetooth Class 1, welches ungeahnte Reichweite ermöglichen soll. Zudem sind der neue Apple W1 Chip und ein besonders leistungsfähiger Akku an Bord.

W1 Chip

Wie die neuen Powerbeats, wurde auch den Beats Solo 3 Wireless der W1 Chip von Apple spendiert. Dieser soll eine Art NFC (die jedoch auf Bluetooth basiert), besseren Klang als reines Bluetooth und eine deutlich höhere Reichweite bieten und den Stromverbrauch reduzieren.

Koppeln

Mit aktuellen Apple Geräten funktioniert das schnelle Verbinden, wie man es von NFC kennt. Man hält den Kopfhörer im Pairing-Modus nahe an sein iPhone oder die Apple Watch und schon fragt das Gerät, ob man sich mit dem Kopfhörer verbinden möchte. Wie auch beim kleinen Bruder wird der Kopfhörer nach dem ersten Verbinden mit dem eigenen Namen „beschrieben“, so waren es bei mir „Beats Solo 3 von Dominik“. Auch wenn man den Namen zurücksetzt, nach dem nächsten Verbinden ändert sich dieser wieder automatisch. Man muss hier also mit dem vorgegebenen Namen auskommen und kann diesen nicht weiter personalisieren.

Der Kopfhörer lässt sich fortan auf allen Apple Geräten, die mit der gleichen Apple ID verbunden sind, nutzen. Möchte man nach dem Verbinden mit dem iPhone am iPad Musik abspielen, startet man dort die Wiedergabe und kann anschließend die Beats als Wiedergabegerät auswählen. Sofort verbinden sich iPad und Kopfhörer und es kann losgehen.
Der Kopfhörer verbindet sich immer mit dem letzten Abspielgerät, bzw. falls dies nicht verfügbar ist – mit dem iPhone. Erneut verbinden ist nicht nötig. Will man den Solo 3 Wireless z.B. mit einem Android-Gerät koppeln, hält man den Powerbutton gedrückt bis die Statusleuchte blinkt und kann sein Gerät anschließend in den Bluetooth-Einstellungen, wie gewohnt verbinden.

Reichweite

In der Wohnung gab es auch bei 10m Entfernung und mehreren Wänden keinerlei Probleme, also haben wir uns für den Extremtest nach draußen begeben.
Der Reichweitenrekord lag bei unglaublichen 55 Metern, allerdings nur solange der Kopfhörer nicht auf dem Kopf sitzt und die linke Seite zum iPhone oder iPad zeigt. Setzt man die Beats in dieser Position auf sind es nur noch 40m. Dreht man sich ein Stück, so dass man in Richtung des iPhones blickt reduziert sich die Reichweite wiederum auf 20m. Wer sich weiter gegen den Uhrzeigersinn dreht darf maximal 6m entfernt sein.

Hier nochmal als Übersicht:

Maximale Reichweite: 55m
Linke Ohrmuschel zum iPhone: 40m
Blick zum iPhone: 20m
Rechte Ohrmuschel zum iPhone: 6m

Von 55m, sowie 40m kann man in jedem Fall begeistert sein, man darf sich nur nicht drehen, was im Alltag etwas problematisch werden dürfte.
Vermutlich sitzt die Antenne in der linken Ohrmuschel. Schade dass der Empfang nicht rundum 360° gewährleistet ist.
Positiv zu bemerken ist jedoch, dass die kurzen 6m auch durch Wände noch immer voll verfügbar sind. Offiziell wird keine Reichweite angegeben, dennoch würden wir zumindest 10m erwarten, gerade wenn man bedenkt, dass selbst die kleinen Powerbeats 3 Wireless ca. 10m erreichen.

Akku

Die Akkulaufzeit wird mit 40h angegeben, was für uns schwierig zu überprüfen ist. In unserem Test waren wir in jedem Fall von der Akkulaufzeit begeistert, der Ladevorgang ist ebenfalls schnell, so dass man in 5min sogar etwas mehr Ladung als für 3h nachtanken kann. Für uns ist diese grandiose Akkuperformance in jedem Fall ein großer Pluspunkt.
Versucht man jedoch die Reichweite auszureizen und entfernt sich 10m vom Smartphone oder Computer schaltet sich der Kopfhörer nach spätestens einer Stunde aus. Ganz ohne Vorwarnung verbraucht das Gerät in rund einer Stunde den gesamten Akku. In der Wohnung hatten wir das Problem nie, es fiel uns nur bei unserem Reichweitentest im Freien auf. Leider gibt es vom Kopfhörer bei geringem Akku keinerlei Hinweis, man muss gerade bei wechselnder Reichweite den Akkuzustand etwas im Auge behalten.

Transporthülle

Die Transporthülle aus Stoff ist robust und schützt den Kopfhörer dadurch sehr gut. Es wird auf stabilen Stoff gesetzt, jedoch nicht auf harte Elemente, so dass ein unglücklicher Sturz durchaus zu Schäden führen könnte.

Der Reisverschluss ist leider etwas kurz gehalten, man muss den eingeklappten Kopfhörer schon etwas in die Hülle hineinfummeln, was aber nicht sonderlich schwierig ist.

Zubehör

Neben der bereits erwähnten Transporthülle befinden sich auch ein microUSB-Kabel, ein Audiokabel und ein Karabiner im Lieferumfang. Das microUSB-Kabel benötigt man logischerweise zum Aufladen des Kopfhörers. Mit dem Karabiner lässt sich die Transporttasche beispielsweise am Rücksack befestigen. Über das Audiokabel kann man aus dem Bluetooth-Kopfhörer eine kabelgebundene Variante machen, in diesem Fall wird der Akku nicht belastet, außerdem bleibt Bluetooth ausgeschaltet. Im Kabel befindet sich zudem eine Fernbedienung um die Musik zu steuern. Man fragt sich hier zunächst wozu das ganze gut sein soll, eigentlich steuert man alles direkt an der Ohrmuschel… sobald man jedoch das Kabel einsteckt, sind sämtliche integrierten Bedienelemente tot, vermutlich um den Akku zu schonen. Ob Steve Jobs das seinerzeit wohl zugelassen hätte?

Der Spaß geht weiter, denn als iPhone 7 Nutzer hat man vom Audiokabel nichts, da es sich um einen 3,5mm Klinkenanschluss handelt, der bei Apples aktuellem Smartphone bekanntlich fehlt. Aus unserer Sicht folgt die Marke Beats, die zu Apple gehört, nicht dem Vorbild des Mutterkonzerns. Es wäre nur konsequent gewesen rein auf Bluetooth zu setzen. Der Ladeanschluss ist passend zu diesem Ausbruch aus dem System weder Lightning noch USB C, sondern Micro-USB. Apple Fans brauchen ab sofort 3 verschiedene Kabel: Lightning(iOS Geräte), USB C (Macbook) und nun auch noch MicroUSB. Was das Unternehmen sich dabei wohl gedacht hat?

Wertung Ausstattung

Nicht nur das neue Kopplungssystem mit dem W1 Chip ist ein echter Mehrwert, auch die nahezu endlose Akkulaufzeit. Zwar sind bis zu 55m Reichweite möglich, mehr als 6m sind jedoch leider nicht alltagstauglich, auch was den Akkuverbrauch angeht. Zubehör und Anschlüsse passen nicht zu Apples neuem Wireless Trend, sind aber dennoch sinnvoll. Die Abschaltung der integrierten Tasten bei Nutzung des Audiokabels passt ebenfalls nicht zu dem was man von Beats und Apple gewohnt ist. Über aktives Noise Canceling verfügt der Kopfhörer leider nicht.

Die Ausstattung ist in vielen Punkten inkonsequent und bietet Überraschungen, gerade Akku und W1 Chip bieten aber auch echten Mehrwert, wir vergeben daher 3,5 Punkte.

(Ausstattung: 3,5 von 5 Punkten)

Der Testbericht ist in drei Teile unterteilt, klicke dich hier durch:

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