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Schlagwort: Audio

Panasonic RZ-S500W

In aller Kürze

Mit den RZ-S300W brachte Panasonic bereits ein normales True Wireless In-Ear Kopfhörer Modell auf den Markt, jedoch war dies nicht das Einzige, denn zusätzlich stellte man zur selben Zeit auch ein weiteres Modell mit zusätzlichem Noise-Cancelling vor. Dabei handelt es sich um das gut 50€ teurere Modell Panasonic RZ-S500W.

Da in den RZ-S500W eine aufwendigere Technologie sowie ein größerer Treiber und ein etwas größerer Akku verbaut wurde, sind beide Ohrhörer nicht nur etwas größer, sondern auch mit 7 g je Ohrhörer knapp 3 g schwerer. Dennoch wird man hier ebenfalls wie bei den RZ-S300W mit einem bequemen Tragekomfort belohnt und einem sicheren Halt. Im Klang schneiden diese vor allem beim Bass sehr gut ab, die Höhen und Mitten können jedoch mit dem EQ angepasst werden. Jedoch kommt hier dasselbe Lade-Case wie bei den Panasonic RZ-S300W zum Einsatz und daher ist dies zwar kompakt gehalten, doch die Verarbeitung bzw. Materialanmutung könnte hier deutlich besser sein.

Gefällt uns

  • sehr leichte Ohrhörer
  • bequemer Tragekomfort
  • Schnellladefunktion
  • USB-C Anschluss
  • lange Akkulaufzeit
  • Interaktionsmodus und NC

Gefällt uns weniger

  • Verarbeitung des Ladecase
  • Klang etwas Bassbetont
  • Sprachqualität

Panasonic RZ-S500W

Zum Angebot bei

TEIL 1

Bestehend aus „Verpackung/Design/Verarbeitung“ entspricht 25% der Gesamtwertung

Verpackung

Bei der Verpackung setzt Panasonic bis auf einige andere Aufdrucke auf die exakt selbe Faltschachtel wie bei den Panasonic RZ-S300W, die zum Großteil im schwarz/weißen Look gehalten ist. Daher kann ich auch hier nicht wirklich eine Hauptseite festlegen, denn auf einer Seite setzt man auf eine große Abbildung der Ohrhörer und bei der anderen auf ein transparentes Sichtfenster.

An der „Vorderseite“, die mit einer Abbildung der beiden True-Wireless In-Ears versehen wurde, verläuft ganz unten der weiße Panasonic-Schriftzug auf einem schwarzen Hintergrund. Etwas darüber befindet sich eine kleine App-Kachel, die über die mit den Kopfhörern kompatible App „ Panasonic Audio-Connect“ informiert. Direkt darunter steht außerdem noch dezent die Modellbezeichnung „RZ-S500W“. Im blauen Streifen, der von oben nach unter verläuft, erwähnt Panasonic einige besondere Ausstattungsmerkmale, die hier als Symbol, aber weiter verlaufend auf der linken Verpackungsseite auch in Textform erklären, was damit jeweils gemeint ist. Dazu zählen die Dinge wie die Akkulaufzeit, Schnellladefunktion, IPX 4 Schutzklasse usw., auf was ich Schritt für Schritt noch genauer im Verlaufe des Testberichtes eingehen werde.

Wo wir gerade auf der linken Seite angekommen sind, hier listet Panasonic unter anderem den Lieferumfang an Zubehör auf, sprich Ohranpassstücke, Ladekabel usw. Darüber zeigt das Unternehmen eine Abbildung von einem der beiden Ohrhörer, der dabei mit einer Art Röntgenblick gezeigt wird. Dabei möchte man zum einen auf die wichtigsten Merkmale: Treibergröße, Mikrofon und Touch-Sensor eingehen und zeigt zudem, wo diese Teile verbaut sind.

Die rechte Seite zeigt wenige Informationen bzw. nicht viel Neues. Panasonic informiert hier lediglich noch mal über die verfügbare App und das diese selbstverständlich sowohl für iOS als auch für Android verfügbar ist. Außerdem geht man hier kurz auf die Spezifikationen ein, zu denen hier jedoch lediglich das Bluetooth in der Version 5.0 gehört und die unterstützten Audio-Codec: SBC und AAC.     

Nun zur letzten Seite der mit dem bereits erwähnten Sichtfenster. Durch dieses sieht man ein Teil des Innenlebens der Verpackung bzw. die beiden Ohrhörer und den Großteil des Ladecase, welche hier in einem grauen Schaumstoff eingesetzt wurden. Ansonsten erblickt man hier einige Information in einer abgespeckt Version der gegenüberliegenden Seite, mehr nicht.

Im Inneren der Verpackung hat man sich leider etwas weniger Mühe gegeben. Hier hat man sich für einen Zwischenteiler entscheiden, welcher den überraschend groß ausfallenden Teil an Beschreibungen, Sicherheitshinweise usw. vom restlichen Teil trennt. Soweit auch vollkommen ok. Jedoch ist der restliche Teil, sprich die beiden Ohrhörer und das Ladecase in einem Schaumstoffeinsatz eingesetzt, der sich wiederum in einem Blistereinschub befindet. Der restliche Lieferumfang wiederum ist fast schon lieblos in einzelnen Tüten unter diesem eingeschoben. Dazu zählen die verschiedenen Ohrtips in der Größe XS; S und L (M ist bereits auf den Ohrhörer) und das 50 cm lange USB-A auf USB-C Ladekabel.

(Verpackung: 3 von 5 Punkten)

Design

In-Ear Kopfhörer

Auf das Design bzw. das Gehäuse der RZ-S500W muss ich eigentlich nicht sonderlich groß eingehen, denn diese sind nahezu identisch mit den von mir bereits getesteten Panasonic RZ-S300W

Die beiden Ohrhörer sind rein optisch sehr absolut ähnlich zu ihren kleinen Brüdern. Lediglich aufgrund der verbauten Technik Noise-Cancelling usw. fallen diese wie bereits erwähnt etwas größer aus und wiegen gut 3 Gramm mehr, also 7 Gramm pro In-Ear. Neben dem von mir getesteten schwarzen Modell gibt es die Ohrhörer auch noch in einem schlichten Weiß, das Mint-Modell von den RZ-S300W gibt es hier nicht.

Das Design ist wie bei den Panasonic RZ-S300W soweit sehr schlicht gehalten. Das komplett schwarz-matt gehaltene Gehäuse wird lediglich von einem gelochten, nicht ganz rundum verlaufenden silberner Kunststoffring aufgelockert, in dem unter anderem die Mikros für das ANC verbaut wurde und zugleich die Touch-Oberfläche umfass. Von kompakten In-Ear Kopfhörern kann man hier nicht mehr ganz klar reden, denn diese fallen eher etwas Klobier aus, besitzen jedoch auf einiges an verbauter Technologie, die eben ihren Platz benötigt.

Bereits bei den Panasonic RZ-S300W hat es mich ein wenig überrascht, dass man das Firmen-Branding nicht direkt sichtbar platziert hat, sondern dies lediglich dezent seitlich nahe dem Gehörkanal platziert hat. So ziemlich alle andere Hersteller machen die anders und platzieren das Firmenlogo direkt auf die Außenseite, in diesem Fall auf die Touch-Oberfläche.

Innerhalb des silbernen Kunststoffrings mit den vielen kleinen Öffnungen befindet sich eine kleine Status-LED, die z. B. über den Ladezustand informiert und zudem wurden hier auch einige der insgesamt sechs Hochleistungs-MEMS-Mikrofone verbaut. Diese Mikros werden jedoch nicht nur für die Dual Hybrid Noise Cancelling-Technologie genutzt, sondern auch zum Telefonieren, damit Umgebungsgeräusche herausgefiltert werden und für den Interaktionsmodus, der die Umgebungsgeräusche auf Wunsch zum Gehör durchlässt.

Am inneren Teil der In-Ears, befindet sich der typische kurze und leicht geschwungene Treiber-Kanal und die üblichen Ladekontakte, über welche die In-Ears selbstverständlich im Ladecase aufgeladen werden können. Einen festen Master uns Slave In-Ear gibt es bei Panasonic nicht, hier setzt das Unternehmen auf eine separate Signalübertragung zu beiden In-Ears. Dies bedeutet, dass beide das Audio-Signal übermittelt bekommen, sodass problemlos der linke oder der rechte Ohrhörer auch alleine verwendet werden kann.

Ladecase

Das Ladecase entspricht nicht nur optisch, sondern auch von der Größe absolut dem der Panasonic RZ-S300W. Daher ist selbstverständlich auch hier mein Eindruck identisch, das Case ist zwar sehr weich, doch dafür kommt hier ein voll Kunststoff Case zum Einsatz, dessen Materialanmutung meiner Meinung nach weniger hochwertig wirkt. Hier wirken, wie ich bereits im Testbericht zu den Panasonic RZ-S300W bemängeln konnte, andere voll aus Kunststoff gefertigt Lade-Cases deutlich robuster und hochwertiger.

Viel gibt es am 73 x 30 x 39 mm (L x T x H) großen Case nicht zu sehen, denn dieses ist genauso wie die In-Ears selbst sehr schlicht gehalten. Das Auffälligste ist hier lediglich der eingelassene Panasonic-Schriftzug der Deckel-Oberseite. Ansonsten gibt es an der Front lediglich eine längliche Griffmulde, in der zudem drei weiße LEDs eingebracht wurden. Beim Aufklappen des Deckels leuchten diese auf und informieren direkt über die Rest-Akkukapazität des Lade-Case. 

Beim Ladeanschluss setzt Panasonic glücklicherweise auf einen modernen USB-C Anschluss, nicht wie noch manch andere Kopfhörer Hersteller auf Micro-USB. Der Ladeanschluss zum aufladen des Akkus befindet sich schlicht an der Rückseite, direkt unterhalb des Scharniers des Case. Der Deckel wird anders wie in den meisten Fällen nicht magnetisch geschlossen gehalten, sondern einfach durch einen zuverlässigen Scharnier, was hier sehr gut funktioniert. Die Ohrhörer selbst werden in ihren beiden Plätzen wiederum sicher von einem Magnetischen-System gehalten, sodass hier selbst beim geöffneten Case, wenn man dies über Kopf hält, nichts herausfallen kann.

(Design: 3,5 von 5 Punkten)

Verarbeitung

Die Verarbeitung vom Ladecase und der beiden In-Ear Kopfhörer ist zwar gut, aber als hochwertige In-Ear Kopfhörer kann ich diese leider dennoch nicht bezeichnen. Hier haben mir viele andere Kopfhörer und deren Case leider dann doch noch mehr überzeugen können. Das Gehäuse der In-Ears wurde wie bei fast allen In-Ear Ohrhörern aus mehren Teilen zusammengebaut, welche jedoch alle einen sehr sauberen Übergang zueinander haben, sodass man hier keine scharfe Kanten oder Ähnliches feststellen kann.

Das Ladecase kann mich leider weniger überzeugen, hier hätte man meiner Meinung nach etwas mehr den Fokus drauf setzten könne, damit dieses nicht nur schöner, sondern auch hochwertiger aussieht und sich auch so anfühlt. Dies bedeutet jetzt nicht, dass es absolut schlecht verarbeitet ist, sondern es gibt einige Punkte, die man meiner Meinung nach definitiv anders bzw. schöner hätte lösen können. Dazu zählt z. B. der Hauptteil des Case, der rundherum außen verläuft, dieser besitzt an den Rundungen vier Linien, die darauf deuten, dass die Spritzgussform „billiger“ hergestellt wurde oder dieser Teil des Cases aus vier Teilen gefertigt wurde. Ich gehe jedoch vom erstgenannten Fall aus, doch hier hätte ich mir eine optisch schönere Ausführung ohne diese kleinen Linien gewünscht. Auch insgesamt macht das Case beim Anfassen keinen wertigen Eindruck, dies muss an dem verwendeten Kunststoff und dessen leicht raue Oberfläche liegen. Hier setzten andere wie z. B. Cambridge beim Melomania 1 auch auf Kunststoff, doch dieser wirkt einfach deutlich hochwertiger. 

Keine Angst, die Beschreibung der Verarbeitung vom Case klingt wahrscheinlich viel schlimmer, als diese ist und wird vermutlich nicht jeden stören, doch ich möchte darauf dennoch hinweisen, da es natürlich auch besser gehen würde. Durchaus praktisch ist wiederum der IPX4 Schutz der Ohrhörer (nicht beim Ladecase), dieser schützt diese gegen allseitiges Spritzwasser, was bedeutet, dass diese gegen Schweiß und z. B. einem Regenschauer geschützt sind.

(Verarbeitung: 3,5 von 5 Punkten)

TEIL 2

bestehend aus „Funktion des Produktes“ entspricht 65% der Gesamtwertung

Kopfhörer-ArtTrue-Wireless In-Ear Kopfhörer
KategorieBluetooth Kopfhörer mit Noise Cancelling (Bluetooth 5.0)
FarbeSchwarz, weitere Farben: Weiß
Akkuintegriert, Lithium-Polymer-Akku
Akku : 6,5 h (AAC); 6 h (SBC)
Gesamtlaufzeit: 19,5 h (AAC); 19 h (SBC)
Gewicht 59 g (Ohrhörer und Ladebox)
14 g (beide Ohrhörer)
45 g (Ladebox)
MaterialOhrhörer und Ladecase aus Kunststoff
KonnektivitätBluetooth 5.0 Audio-Codec: SBC und AAC. Unterstützte Profile: A2DP, AVRCP, HSP, HFP
TreiberDynamische Treiber mit einer Größe von 8 mm (links und rechts)
Frequenzbereich20 Hz–20 kHz
Treiberempfindlichkeit bei 1 kHz/ 1 mW (dBkeine Angaben vom Hersteller
Impedanz (Ohm)keine Angaben vom Hersteller
LieferumfangPanasonic RZ-S500W True Wireless In-Ear Kopfhörer
Ladecase
USB-C-Ladekabel: Ca. 0,5 m
Ohr-Passstücke: XS/S/M/L/XL (M aufgesetzt)
Technische Daten der Panasonic RZ-S500W

Tragekomfort

Nachdem man aus den fünf unterschiedlich großen mitgelieferten Ohranpassstücken die richtige Größe gefunden hat, wird man mit einer sehr guten passiven Isolierung der Umgebungsgeräusche und einem sicheren sitzt belohnt. Mit knapp 7 Gramm pro Ohrhörer gehören die Panasonic RZ-S500W mit zu den leichteren In-Ear Ohrhörer, auch wenn hier die kleinen Brüder die RZ-S300W mit 4 Gramm nochmals gut 3 Gramm pro Ohrhörer leichter sind. Die In-Ear stehen eingesetzt ins Ohr doch etwas mehr heraus als ihre kleineren Brüder (Schrek Ohren) und daher können diese bei Mützenträger auf Dauer etwas stören, da hier je nach Mütze deutliche Druckbeschwerden entstehen können. 

(Tragekomfort: 4 von 5 Punkten)

Bedienung

Panasonic setzt bei den RZ-S500W wie bei den RZ-S300W auf eine reine Bedienung via Touch, daher besitzt weder das Case noch die Ohrhörer eine physische Taste. Solch eine Touch-Bedienung birgt jedoch sowohl Vor- als auch Nachteile mit sich und ist daher nicht bei jedem gern gesehen.

Bei der Erkennung von Befehlen, die durch unterschiedlich langes und häufiges Tippen ausgeführt werden, kommt es nämlich gelegentlich und vor allem am Anfang, bis man den Dreh raus hat zu falschen erkennen bzw. ausführen der Funktionen. Dies geschieht vor allem dann, wenn viele Gesten auf einen Ohrhörer gelegt sind und zudem untereinander sehr ähnlich sind. Zudem funktioniert das Ganze mit nassen Händen ebenso wenig wie im Winter mit Handschuhen. Dafür wiederum drückt man sich die Ohrhörer nicht wie bei normalen Tasten tiefer in den Ohrkanal, da bei Touch ein sanftes Tippen ausreicht und zudem sieht das Design so meist schöner aus.

Das erste Pairing der Panasonic RZ-S500W erfolgt automatisch, indem man die Ohrhörer aus dem Case entnimmt. Doch davor sollte man erst einmal die Ohrhörer ins Case Einsetzen und dieses mit dem beiliegenden Ladekabel komplett aufladen, den Panasonic lädt dies bei der Auslieferung nicht voll auf, da dies den Akku schaden würde. Sobald alles voll aufgeladen ist, werden einem die Ohrhörer beim Entnehmen aus dem Case automatisch in den Bluetooth-Einstellungen angezeigt und man kann diese wie gewohnt mit dem Smartphone koppeln. Möchte man die Panasonic RZ-S500W wiederum mit einem anderen Gerät koppeln, muss man zuvor die Verbindung zum aktuellen Gerät trennen, denn eine sogenannt Mulitpoint-Verbindung mit mehren Geräten auf einmal geht hier leider nicht. Um die In-Ear Kopfhörer erneut in den Pairing-Modus zu versetzten, muss man die beiden Ohrhörer ins Case einsetzen und innerhalb von drei Sekunden nach deren entnehme aus dem Case die beiden Touch-Oberflächen für 7 Sekunden gedrückt halten. Das Ausschalten erfolgt wie bei allen True Wireless In-Ears völlig automatisch, sobald man diese wieder ins Case einlegt. Alternativ kann man jedoch in der App auch die automatische Abschaltung aktivieren, doch ich persönlich würde die Ohrhörer immer im Case aufbewahren, damit diese nicht verloren gehen, auch wenn dies auf Dauer natürlich nicht so gut für den Akku ist.

Die meisten Funktionen werden über den linken Ohrhörer ausgeführt, daher sorgt ein einmaliges Tippen dafür, dass die Musik pausiert wird, bis man erneut auf die Außenfläche des linke In-Ear tippt. Ein dreimaliges schnelles Tippen erhöht wiederum die Lautstärke und ein zweimaliges senkt diese ab. Dadurch ist es leider nicht möglich, die Lautstärke schnell in mehreren Stufen zu verändern, sondern man müsste jedes Mal erneut den Befehl aufführen. Hält man den Finger 2 Sekunden auf dem linken In-Ear, dann kann man dem im Smartphone integrierten Sprachassistenten aktiveren oder auch auf Amazon Alexa, welchen man in der Panasonic App einrichten kann, dazu später mehr.

Mit dem rechten In-Ear kann man wiederum die Musik steuern, dies bedeutet, dass zweimal antippen, den nächsten Titel spielt und dreimal hintereinander den vorherigen Titel. Hält man die Touch-Oberfläche zwei Sekunden berührt, schaltet dies die Umgebungsgeräusche hinzu, aktiviert das Noise Cancelling oder deaktiviert diese Funktionen wieder.  Anrufe können über beide Seite angenommen werden, einfach während ein Anruf eingeht eine der beiden Seiten antippen und möchte man gerade nicht Telefonieren oder einfach nur auflegen, dann einfach zwei Sekunden berührt halten.  

Möchte man nur einen der In-Ears benutzen, egal ob nur rechts oder links, ist dies wie bereits erwähnt möglich. Jedoch muss man dann beachten, dass bei der Steuerung auch nur dessen Funktionen bereitstehen. Dies heißt soviel, dass wenn ihr den linken In-Ear nutzt, ihr nicht zum nächsten Titel springen könnt und andersrum mit dem rechten nicht die Lautstärke regulieren könnt, geschweige den die Musik pausieren. Daher muss man in diesem Fall meistens öfters das Smartphone zur Hand nehmen. 

Die Bedienung über die Touch-Oberfläche funktioniert soweit sehr gut und besitzt lediglich eine Verzögerung von knapp einer Sekunde. Mit beiden In-Ears kann man alle notwendigen Funktionen direkt ohne das Smartphone steuern, was mir sehr wichtig ist. Was mir jedoch manchmal gefehlt hat, ist eine Sperrung der Touch-Oberfläche, denn schon beim Einsetzen der Ohrhörer oder sofern man diese nur leicht in den Ohrkanal nachjustieren möchte, führt man direkt ungewollt einen Befehl aus.

(Bedienung: 4 von 5 Punkten)

Klang

Panasonic macht bei den RZ-S500W keine genauen angeben, wie diese klanglich abgestimmt sind, daher hab ich mir das Ganze für euch wie bei jedem Test genauer angehört. Doch fassen wir zuerst kurz die technischen Daten zusammen: Neben dem Akku, der in jedem der beiden Ohrhörer den größten Anteil im Gehäuse einnimmt, befindet sich darin noch je ein 8 mm Neodym-Treiber (2 mm größer als bei den RZ-S300W), die auf beiden Seiten einen gewöhnlichen Frequenzgang von 20 Hz – 20.000 Hz ausgeben. 

Bei den Audio-Codecs setzt Panasonic nicht nur auf das Standardformat SBC, sondern zur Freude aller Apple-User auch auf den hochwertigen Audio-Code AAC, welche von allen iOS-Devices unterstützt wird. Somit wir einem hierbei eine verbesserter bzw. verlustfreie Bluetooth-Musikwiedergabe ermöglicht.

Das Klangbild der Panasonic RZ-S500W klingt, ohne diese in der App anzupassen, leicht bassbetont, was an den größeren Treibern liegt, welche ein größeres Volumen bzw. mehr Power besitzen. Der Bassbereich des beiden dynamischen 8 mm großen Treiber ist kräftig und sehr gut definiert. Diese kommen hier beim richtigen Sitz der Ohrhörer gut zur Geltung, ohne dass diese die anderen Frequenzen (Höhen und Mitten) überspielen bzw. sich in den Vordergrund stellen. Hier profitiert das Klangbild vor allem von bassintensiven Musikrichtungen, aber auch Rock und Pop Songs profitieren von dieser Klangabstimmung.  

Es fällt mir jedoch auch auf, dass die Mitten und Höhen dennoch etwas Dominanter sein könnten, diese halten sich hier leider etwas mehr im Hintergrund, sind jedoch hörbar. Schlecht klingen die Panasonic RZ-S500W keinesfalls, diese sind lediglich für audiophile Musikliebhaber weniger geeignet.

Die Sprachverständlichkeit beim Telefonieren ist gut, aber definitiv nicht hervorragend. Ich konnte dabei während dem reden meine Gesprächspartner hervorragend verstehen, soweit auch nichts Überraschendes, doch mein Gegenüber verstand mich eher nur gut. Das liegt daran, dass die verbauten Mikrofone zur Rauschunterdrückung der Umgebungsgeräusche währenddessen verwendet werden. Dadurch versucht die Elektronik diese Geräusche zu eliminieren, was jedoch auch dazu führt, dass eure gesprochenen Worte abgehackt dem Gesprächspartner übermittelt werden. Diesen Effekt hat man am stärksten, wen die Umgebung etwas lauter ist oder wenn es an dem Tag sehr windig ist.

Was die Latenz angeht, diese ist nur minimal, wenn man ganz genau hinhört erkennbar, dabei muss man sich jedoch sehr stark drauf konzentrieren, wie ich das im Test immer mache. Doch wenn man direkt ein Video über YouTube oder einen Film auf Netflix und Co. anschaut, merkt ihr dabei definitiv keine Verzögerung zwischen Bild und Ton.

Beim Noise Cancelling spricht Panasonic von einer marktführenden Technologie, welche in meinem Test sehr gut funktioniert hat. Man setzt hier auf das sogenannte Dual Hybrid Noise Cancelling (Feedforward- und Feedback Noise Cancelling). Dabei nehmen die außen an den Ohrhörern und innen zum Ohrkanal gerichteten Mikrofone Geräusche auf und löschen diese mit einem entsprechenden Gegensignal aus. Das Ergebnis ist eine deutlich effektiveres Voice Cancelling, als wen die Mikrofone nur außen angebracht wären. Somit werden vorbeifahrende Motorengeräusche von Autos und LKWs sehr gut herausgefiltert, genau so gut wie das nervende Geräusch in der Stadtbahn und U-Bahn usw. Die Intensität des Noise Cancelling kann zwar in der App reguliert werden, doch zwischen niedrig und hoch kann ich persönlich hier nur einen sehr geringen Unterscheid feststellen.

(Klang: 4 von 5 Punkten)

App

Panasonic stellt für die eigenen True Wireless In-Ear Ohrhörer eine passende App kostenlos zur Verfügung. Diese App hört auf den Namen „Panasonic Audio Connect“ und steht sowohl für iOS als auch Android Smartphones kostenlos im jeweiligen AppStore zum Download bereit.

Diese App ist jedoch wie bei vielen anderen Herstellern nicht unbedingt zwingend erforderlich, da die Kopfhörer auch ohne diese problemlos genutzt werden könnten. Wer jedoch Firmware-Updates (stand bei mir direkt eins zur Verfügung) oder persönliche Einstellungen via 5-Band-Equalizer vornehmen möchtet und den Amazons Alexa als Sprachassistent nutzen will, kommt um die App nicht drumherum.

Startet man die App das erste Mal, wird man sehr einfach Schritt für Schritt durch die Einrichtung bzw. die erste Verbindung mit den Kopfhörern geführt und kann einige Funktionen der App direkt aktivieren, was man jedoch auch problemlos später noch in den Einstellungen machen kann. Wichtig ist hier nur, dass man die Sprache auf Deutsch stellt, damit die Status-Ansagen der Kopfhörer auf deutsch sind.

Beim Startbildschirm werdet ihr beim ersten Start der App speziell informiert, dass man direkt über das obere Symbol Alexa als Sprachassistenten einrichten kann. Sollte euch jedoch Google oder Siri lieber sein, müsst ihr nichts weiter tun, denn diese erreicht ihr einfach so über die Kopfhörer. Ansonsten sieht man hier im Startbildschirm direkt die beiden Panasonic RZ-S500W Kopfhörer und zudem wird einem hier der Akkustand des linken und rechten In-Ear getrennt gezeigt. Des Weiteren erfährt man über diese Seite direkt, welcher Klangmodus gewählt ist. Tippt man auf das Symbol darunter, kann man zwischen vordefinierten Klanganpassungen wählen, oder man erstellt sich ein eigenes mithilfe eines 5-Band Equalizer. Das Gute dabei ist, die selbst eingestellte Klanganpassung wird sogar abgespeichert und ist somit immer aktiv. Im weiteren Symbol darunter wird angezeigt, ob die Umgebungsgeräusche aktuell durchgelassen werden, das Hybrid Noise Cancelling aktiv ist oder nicht. Da ich meine Panasonic RZ-S500W direkt mit meinem iPhone 11 Pro MAX verbunden habe, zeigt es mir oben link direkt unter dem Namen automatisch AAC an, da am iPhone dieser Audio-Codec unterstütz wird. Hat man ein Android Smartphone, steht hier natürlich SBC.

Durch das Symbol oben rechts mit dem abgebildeten Schraubenschlüssel gelangt man ins Einstellungsmenü, bei dem man alle wichtigen Einstellungen der In-Ear vornehmen kann. Hier angelangt, kann man zum einen direkt auf die Online-Bedienungsanleitung zugreifen, sofern man was nachsehen möchte, aber die Anleitung gerade nicht findet oder unterwegs ist. Ansonsten zählen hier zu den wichtigsten Einstellungen die automatische Abschaltung, welche hier mit: Aus 5, 10, 30 oder 60 Minuten bestimmt werden kann. Ob man die Klangqualität (AAC-Codec) oder Konnektivität (Codec SBC) priorisieren möchte. Zu guter Letzt ist auch die Finden-Funktion nützlich, denn damit kann man den Standort der Ohrhörer auf einer Karte einsehen oder zusätzlich einen Signalton abspielen, damit dieser einem eventuell bei der suche helfen kann, diese wieder zu finden.

(App: 3,5 von 5 Punkten)

Ausstattung

Akkulaufzeit

In jedem der Panasonic RZ-S500W In-Ears hat Panasonic einen 85 mAh Lithium-Polymer Akku verbaut und somit ein genau 30 mAh größerer Akku als bei den kleineren RZ-S300W. Dies liegt wie bereits eingangs erwähnt daran, dass der größere Treiber und die zusätzliche Dual Hybrid Noise Cancelling-Technologie mehr Strom verbraucht, daher muss man diesen liefern, indem man einen größeren Akku verbaut. Der größere Akku soll laut Panasonic eine max. Laufzeit im AAC-Codec Betrieb von ca. 6,5 Stunden ermöglichen, wenn zusätzlich Noise-Cancelling aktiv ist. Ist diese deaktiviert, resultiert natürlich eine etwas längere Laufzeit. Der Akku im Ladecase ist wiederum exakt derselbe wie bei den RZ-S300W und daher handelt es sich hier ebenfalls um einen 800 mAh Akku, der es ermöglicht, die Ohrhörer zwei Mal voll aufzuladen und man somit eine max. Laufzeit von bis zu 19,5 Stunden erreichen kann.

Im Alltag lieferten bei mir die Akkus der Ohrhörer bei etwas 75 % der maximalen Lautstärke eine Laufzeit von knapp über 5,5 bis 6 Stunden, was soweit zwar nicht ganz der angegeben Wert ist, doch ausreichend sollte dieser allemal sein. 

Für spontane Einsätze, wenn man z. B. eine Runde Radfahren möchte, jedoch vergessen hat, die Kopfhörer aufzuladen, besteht die Möglichkeit, auf die integrierte Schnellladefunktion zuzugreifen. Diese ermöglicht es, die beiden Ohrhörer innerhalb von nur 15 Minuten für gut 1 Stunden und 10 Minuten wieder mit Energie zu versorgen. Möchte man die beiden Ohrhörer wiederum komplett aufladen, muss man knapp 2 Stunden warten und beim Ladecase, welches übrigens via USB-C aufgeladen wird, dauert es gut 2,5 Stunden und lädt man alles auf einmal auf muss man fast 4 Stunden warten.

Bluetooth & Signalqualität

Panasonic setzt bei den RZ-S500W auf den neuen Bluetooth 5 Chip. Dieser liefert in meinem Test eine sehr stabile Verbindung sowohl zu iOS- als auch Android-Geräten. Die Verbindung zwischen Smartphone und In-Ears erfolgt wie bei eigentlich sämtlichen True Wireless Kopfhörer automatisch bei der Entnahme aus dem Ladecase. Sobald man die beiden Ohrhörer zum ersten Mal aus dem Transportcase nimmt, befinden diese sich automatisch im Pairing-Modus und können daher wie bei Bluetooth-Kopfhörer üblich, direkt über die Einstellungen mit dem Smartphone verbunden werden. 

Möchte man die beiden Ohrhörer wie bereits eingangs meines Berichtes erwähnt mit einem weiteren Gerät koppeln, muss man zuvor erst einmal die aktuelle Verbindung trennen und dann die beiden Ohrhörer ins Case einsetzten. Anschließend direkt die beiden Ohrhörer entnehmen und schnell innerhalb von 3 Sekunden die beiden Touch-Oberflächen für 7 Senkungen gedrückt halten. Anschließend können die Ohrhörer mit dem nächsten Gerät gekoppelt werden.

Kommen wir nun zur Bluetooth-Reichweite hier bin ich von der max. Reichweite sehr überrascht, denn diese ist zum einen sehr stabil und im Freien war hier ohne Hindernis erst nach knapp über 33 Meter Schluss. Im Haus oder der Wohnung ist die Reichweite ebenfalls gut, denn hier war es selbst im nächsten Stock noch problemlos möglich, ohne Aussetzer Musik weiter zuhören.

(Ausstattung: 4 von 5 Punkten)

TEIL 3

bestehend aus „Preis/Leistung“ entspricht 10% der Gesamtwertung

Beschreibung

Mit den ersten True Wireless In-Ears mit Noise Cancelling, den Panasonic RZ-S500W liefert Panasonic ein recht gutes Produkt ab. Von einer marktführenden Geräuschunterdrückung kann man hier zwar nicht reden, doch diese leistet dennoch eine sehr gute Arbeit ab, die zum Preis der In-Ear Kopfhörer mich persönlich positiv überrascht. Fans von moderner und elektronischer Musik werden mit den Panasonic RZ-S500W ihren Spaß haben, ein der kräftige Bass kommt hier besonders gut zur Geltung. Die Mitten und Höhen sind jedoch nicht ganz zu präsent, können jedoch jederzeit im Equalizer angehoben werden, dass diese ebenfalls etwas mehr in den Vordergrund rutschen. 

Preis/Leistung

Die UVP der RZ-S500W hat Panasonic mit 180€ festgesetzt. Online sind diese jedoch inzwischen teilweise für 125€ inkl. Versand erhältlich, was die Kopfhörer noch interessanter macht.  

Für diesen Preis bekommt man sehr gute True Wireless In-Ear Kopfhörer, welche zwar klanglich definitiv nicht High-End sind, aber dennoch in einigen Punkten überzeugen können. Dazu zählt z. B. der sehr leichte Tragekomfort, das für unter 180€ Noise Cancelling mit an Bord ist, die lange Akkulaufzeit und die äußert geringe Latenz. Zudem hat Panasonic an alle Bedienungsfunktion gedacht und somit kann man sämtliche Funktionen direkt über die Ohrhörer steuern und bei Bedarf auch problemlos jeden der Ohrhörer alleine nutzen kann. 

Panasonic RZ-S500W

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testr Gesamtwertung

unter Berücksichtigung aller Teilwertungen

 Wir bedanken uns beim Hersteller für die Bereitstellung des Produktes. Zu unseren Grundsätzen

Link zum Hersteller: https://www.panasonic.com/de/

Sennheiser CX 400BT True Wireless

In aller Kürze

Mit dem Sennheiser CX 400BT True Wireless geht der Hersteller interessante Wege. Während der Klang für einen True Wireless Kopfhörer exzellent ist und dem des Vorbilds (Sennheiser MOMENTUM True Wireless 2) entspricht, wurde an anderen Stellen bewusst gespart. Man versucht so den Preis zu drücken und die Kopfhörer einem breiteren Publikum schmackhaft zu machen. Der Plan könnte aufgehen..

Gefällt uns

  • sehr guter Klang
  • gute Bedienung & konfiguierbarkeit
  • USB-C
  • stabile verbindung

Gefällt uns weniger

  • kein IPX-Rating
  • klobiges Design

Sennheiser CX 400BT True Wireless

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TEIL 1

Bestehend aus „Verpackung/Design/Verarbeitung“ entspricht 25% der Gesamtwertung

Verpackung

Die Sennheiser CX 400BT True Wireless werden in der für Sennheiser typischen Blau-weißen Verpackung geliefert, die ich schlicht und gelungen finde. Die True-Wireless Ohrhörer werden prominent auf der Vorderseite präsentiert. Zusätzlich listet die Vorderseite die wichtigsten Funktionen der True Wireless Kopfhörer auf. präsentieren sich auf der Vorderseite. Die Rückseite hält mehrsprachige Informationen zu Funktionen bereit, während  auf der einen Verpackungsseite auf die Konnektivität- und auf der anderen auf die Apps aufmerksam gemacht wird.

Hebt man die die Verpackungsoberseite an, sitzen die Ohrhörer und das Ladecase in einer Kunststoffschale drinnen. Unmittelbar unter dem Transportcase üblichen Beigaben, wie Bedienungsanleitungen und ein Ladekabel (USB-C).

(Verpackung: 4 von 5 Punkten)

Design

Bei den Sennheiser CX 400BT True Wireless handelt es sich wie schon bei den getesteten – komplett kabellose In-Ear Kopfhörer, auch True-Wireless-Earphones genannt.

Verglichen mit dem Vorbild, den Sennheiser MOMENTUM True Wireless 2, sind die Sennheiser CX 400BT True Wireless wesentlich eckiger in ihrer Form. Erwähnt werden muss, dass zusätzlich zu dem hier getesteten schwarzen Modell, demnächst auch Weiße zum Verkauf angeboten werden.

Durch das eckige Design wirken die True-Wireless Kopfhörer relativ klobig, doch auch hier setzt man auf ein geschwungenes Ohrkanaldesign, das eingesetzt im Ohr, die Größe etwas abmildert. Gut gefällt mir, dass auch die Sennheiser CX 400BT True Wireless richtig eingesetzt, sehr angenehm und fest im Ohr sitzen. In Kombination mit den wechselbaren Silikon-Ohrtips in verschiedenen Größen sind die komplett kabellosen Kopfhörer für viele Ohrtypen geeignet. Mit je 6g sind pro Seite sind sie weder Federgewichte noch Leichgewichte.

Auffällig sind sie aber schon muss man sagen, bedingt durch die Form stehen sie dann doch etwas aus dem Ohr. Das gefällt nicht jedem.

Auf der Rückseite der Ohrhörer befindet sich eine Touch-Oberfläche in welche auch das Sennheiser Logo zu sehen ist. Die Touch-Oberflächen sind allerdings poliert/glänzend weswegen sie förmlich nach Fingerabdrücken rufen. Dennoch können die Sennheiser CX 400BT True Wireless so eine gezielte und zuverlässige Steuerung.

Wie bei allen True-Wireless Kopfhörern üblich kommen auch die CX 400BT mit einem zugehörigen Transport- bzw. Ladecase daher.

Dieses ist rechteckig und leicht abgerundet. Sollte man keine Skinny-Jeans tragen, so ist das Ladecase durchaus Hosentaschenkompatibel, aber schon grenzwertig meiner Meinung nach.Um die Kopfhörer zu laden und sicher zu transportieren, rasten di e Ohrhörer mittels Magneten im Ladecase ein. Rückseitig befindet sich ein USB-C Anschluss der zum Aufladen verwendet wird. Daneben befindet sich weiters eine Status LED, die auf Knopfdruck den Rest-Akkustand zeigt.

(Design: 3,5 von 5 Punkten)

Verarbeitung

Ein Ohrhörer wiegt 6g. Das ist kein Leichtgewicht in seiner Klasse. Richtig im Ohr eingesetzt fällt dies aber auch bei längerem Tragen nicht negativ auf. Prinzipiell merkt man schon, dass bei der Verarbeitung gespart wurde, gefühlt handelt es sich auch nicht um den besten Kunststoff, aber das ist nur eine Mutmaßung

Das Ladecase ist mit etwa 40g relativ leicht, fühlt sich aber auch nicht allzu hochwertig an. Das beginnt beim Kunststoff, der verglichen mit dem Sennheiser MOMENTUM True Wireless 2, sich wesentlich billiger greift. Aber auch der Deckelmechanismus wirkt wesentlich schlechter verarbeitet.

Die Magnete sind stark genug und halten die Ohrhörer sicher in dem Ladecase.

Die Kritik ist aber auf hohem Niveau und im Vergleich zu dem fast doppelt so teuren Pendant zu sehen. Grundsätzlich ist die Verarbeitung überdurchschnittlich – das darf man aber auch durchaus von einem Premiumanbieter erwarten.

(Verarbeitung: 4 von 5 Punkten)

TEIL 2

bestehend aus „Funktion des Produktes“ entspricht 65% der Gesamtwertung

ArtTrue-Wireless In-Ear Kopfhörer
KategorieBluetooth Kopfhörer
FarbeSchwarz
Akkuintegriert, Lithium-Polymer-Akku
Akku Ohrhörer: bis 7h
inkl. Ladecase: 20h
Gewicht6 g (je Ohrhörer)
37 g (Ladebox)
MaterialKunststoff
KonnektivitätBluetooth 5.1, Klasse 1
unterstützte Profile: A2DP, AVRCP, HSP, HFP
Codec: SBC, AAC, aptX™
LautsprechertypSennheiser 7mm dynamische Treiber
Frequenzbereich5 Hz bis 21 kHz (Ohrhörer)
100 Hz bis 10 kHz (Mikrofon)
Klirrfaktor bei 1kHz<0,08% (1kHz / 94dB)
Lieferumfang1x Sennheiser CX 400BT True Wireless
1x Silikon-Ohradapter-Sets (XS/S/M/L)
1x Transport- und Ladecase
1x USB-C Ladekabel
1x Bedienungsanleitung
Technische Daten des Sennheiser CX 400BT True Wireless

Tragekomfort

Der Tragekomfort ist bei den True-Wireless-Earphones Kopfhörern eines der Hauptargumente. Keine störenden Kabel, keine Kabelgeräusche, kein verheddertes Kabel. Einsetzen und die Freiheit genießen.

Wie bereits im Punkt Design beschrieben setzt man die Ohrhörer mit einer Drehbewegung in das Ohr ein um guten Sitz zu gewährleisten. Hat man dies gemacht und auch die passenden Silikon Ohr-Tips gewählt sitzen die Sennheiser CX 400BT True Wireless fest und sicher.

Bei mir sitzen die Sennheiser fest im Ohr. Schnell auf die Straßenbahn oder U-Bahn eilen ist drin, für Sport sind sie allerdings nicht gemacht. Das erkennt unter anderem auch an dem fehlenden IPX Rating

(Tragekomfort: 4 von 5 Punkten)

Klang

Auch wenn der Klang sehr subjektiv ist kann man durchaus die Spreu vom Weizen trennen. Sennheiser gehört hier zu den Herstellern mit Anspruch auf einen guten Klang.

Beim Klang geht der Hersteller bei ihrem günstigeren True-Wireless Modell keine Kompromisse ein den dieser ist mit dem Premium-Pendant ident. Der gleiche Frequenzgang von 5 Hz bis 21 kHz und die selben dynamischen 7mm Treiber sorgen für einen sehr ausgewogen, neutralen und sauberen Klang. Der Bass ist auch hier ziemlich druckvoll und präzise. Der Sennheiser CX 400BT True Wireless zeigt sich als Allround-Hör-Talent und beschränkt sich nicht auf ein Genre. Die Mitten warm, aber klingen detailliert und klar –  hier profitieren Stimmen und Instrumente. Die Höhen fallen absolut klar und detailliert aus und bleiben stets angenehm, sodass auch höhenlastige Produktionen länger hörbar sind ohne zu nerven. Die dynamischen Treiber liefern exzellente Arbeit und verstehen es bei vorhandenem Druck dennoch sehr präzise zu wiedergeben und auch eine räumliche Trennung zu erreichen.

Auch hier ist es möglich den Klang mittels App zu personalisieren. Die integrierten Mikrofone sind durchschnittlich, eignen sich aber in windstillen Umgebungen gut zum Telefonieren.

(Klang: 4,5 von 5 Punkten)

Ausstattung

Akku & Ladecase

Die Kopfhörer liefern Power für 7h Stunden Musikgenuss – so der Hersteller. In meinen Tests bei moderaten Lautstärken bin ich stets auf etwas über 5 Stunden gekommen.

Das Ladecase bietet weitere 13 Stunden, was etwas befremdlich ist, da dies keinen zwei „vollständigen“ Ladungen der einzelnen Ohrhörer führt. Zusammen kommen sie auf eine Laufzeit von 20h, was durchschnittlich ist

Apropos Aufladen: Das Ladecase der Sennheiser CX 400BT True Wireless wird mittels mitgeliefertem USB-C Kabel aufgeladen.

Bluetooth & Signalqualität

Die Einrichtung der Bluetooth Verbindung ist für User innerhalb weniger Sekunden erledigt und erfordert keiner besonderen Kenntnisse. Während ein Ohrhörer eine direkte Verbindung mit dem Abspielgerät eingeht, verbinden sich die beiden Kopfhörer untereinander noch zusätzlich um so Stereo geschaltet zu sein.

Die Sennheiser CX 400BT True Wireless setzen nun auf Bluetooth 5.1 und auch jetzt ist die Bleutooth-Verbindung als hervorragend zu bezeichnen. Im Alltag – unterwegs, in öffentlichen Verkehrsmitteln oder im Büro – gab es keinerlei Probleme mit Verbindungsabbrüchen oder Aussetzern. In der Wohnung ist es überhaupt kein Problem, sein Smartphone liegen zu lassen um kurz in die Küche zu gehen – die Verbindung blieb stabil. Lediglich wenn viele Wände dazwischen kommen, kommt es  – irgendwie logisch – zu einem Verbindungsabbruch.

App

Die Sennheiser CX 400BT True Wireless kommen mit einer passenden App, die es erlaubt diverse Einstellungen vorzunehmen. Die App „Sennheiser Smart Control“ steht sowohl für iOS Geräte, als auch für Android Geräte zum kostenlosen Download bereit.

Sennheiser Smart Control
Preis: Kostenlos
Sennheiser Smart Control
Preis: Kostenlos

Die Smart Control-App ermöglicht einerseits eine Klangpersonalisierung mittels EQ, sie zeigt aber auch den genauen Ladezustand beider Ohrhörer.

In der App lassen sich auch Firmware Updates vornehmen, die allerdings bis zu 50 Minuten dauern können. Das erscheint mir extrem lange. Bei den zwei Firmware-Updates die ich bis dato durchführte, hat es dann aber doch nicht so lange gedauert.

Weitere Funktionen ist die Smart-Pause-Funktionalität die automatisch die Musik pausiert, wenn man einen Ohrhörer aus dem Ohr nimmt.

Die Smart Control App erlaubt auch die Steuerung, nach eigenem Belieben zu konfigurieren. Das funktioniert auch sehr gut.

(Ausstattung: 4 von 5 Punkten)

TEIL 3

bestehend aus „Preis/Leistung“ entspricht 10% der Gesamtwertung

Beschreibung

Mit den Sennheiser CX 400BT True Wireless möchte der Hersteller eine größeres Publikum ansprechen und bietet ein attraktives Gesamtpaket an. Premiumklang mit Kompromissen an anderen Stellen, so könnte man die True-Wireless Kopfhörer beschreiben.

Preis/Leistung

Den UVP stetzt man mit 199 EUR fest. Realistisch gesehen bekommt man vielerorts die Kopfhörer bereits um 50 EUR günstiger.

Die Idee könnte aufgehen. Günstiger verglichen mit dem Premium-Model, gleicher Klang, Touch-Bedienung, Firmware Updates, smarte App – mit Abstrichen in Funktionen wie Noise-Canceling, einem IPX Rating und auch in Sachen Design/Verarbeitung.

Während sie mich nicht 100% Überzeugen können hinsichtlich Design, halte ich die CX 400BT True Wireless für ein gelungenes Gesamtpaket

Sennheiser CX 400BT True Wireless

Zum Angebot bei

testr Gesamtwertung

unter Berücksichtigung aller Teilwertungen

 Wir bedanken uns beim Hersteller für die Bereitstellung des Produktes. Zu unseren Grundsätzen

Link zum Hersteller: https://de-at.sennheiser.com/

Teufel Radio 3SIXTY 2020

In aller Kürze

Mit der 2. Generation des Radio 3SIXTY hat Teufel eine überarbeitete Version des durchaus beliebten Radios auf den Mark gebracht. Dabei gehören zu den primären Veränderungen das neu hochauflösende Farbdisplay, dass diese nun noch mehr Musikquellen empfangen kann und auch via „Sprache“ gesteuert werden kann. Zu guter Letzt gibt es das Teufel Radio 3SIXTY nun nicht mehr only in Black, sonder mit der 2. Generation nun auch in einem weißen Engelsgewand. Das Klangbild bleibt weitestgehend unverändert und kann hierbei erneut absolut überzeugen.

Gefällt uns

  • sehr guter Klang
  • tolles Farbdisplay
  • viele Zuspiel-Quellen
  • tolles Design

Gefällt uns weniger

  • Bass von Werk aus etwas dominant

Teufel Radio 3SIXTY

Zum Angebot bei

TEIL 1

Bestehend aus „Verpackung/Design/Verarbeitung“ entspricht 25% der Gesamtwertung

Verpackung

Die 2. Generation des Teufel Radio 3SIXTY kommt in einer fast indischen Verpackung daher. Kein Wunder, schließlich sind sich die beiden Geräte rein äußerlich und somit auch von den Abmessungen absolut identisch. Dennoch gibt es einige kleine Veränderungen an der Beschriftung der Verpackung, denn neben den üblichen Aufdrucken wie dem Teufel-Logo, dem Namen des Produktes und einigen technischen Daten, sehen wir hier neu zum einen das „Works with Alexa“ Logo und nun auch die neue Farbauswahl weiß. Schließlich gibt es den neuen Teufel Radio 3SIXTY nun wie bereits erwähnt auch in einem reinen Weiß.

Im Inneren der Verpackung ist wiederum „fast“ alles wie von der 1. Generation gewohnt. Daher ist auch hier das Radio in einer Folie eingepackt und wird für den sicheren Transport links und rechts jeweils von einer Schaumstoffpolsterung in der Mitte des Kartons fixiert. Im Hohlraum zwischen dem Radio 3SIXTY sowie der Verpackung liegt zudem noch eine Bedienungsanleitung inkl. der neuen flachen und äußerst kompakten Fernbedienung bei. Das bisher bekannte Netzteil inkl. EU-Stecker befindet sich wiederum erneut sicher verstaut in einem Bereich in der Schaumstoffpolsterung.

(Verpackung: 3 von 5 Punkten)

Design

Rein äußerlich betrachtet ist die neue 2020-er Version der Teufel Radio 3SIXTY kaum von der Vorgänger-Version zu Unterscheiden. Der einzige Unterschied fällt erst nach dem Einschalten an, denn dabei erblickt man das neue verbesserte und farbige Display. 

Das Radio misst weiterhin die identischen Maße von 28 x 16 x 17,5 cm (B x H x T) und kann somit wunderbar auf die Kücheninsel in der offenen Küche, dem Schlafzimmer oder einfach im Hobbyraum für Geburtstage aufgestellt werden. Der Transport gestaltet sich soweit nicht schwer, denn das Radio 3SIXTY wiegt weiterhin 2,5 KG und benötigt am aufgestellten Ort lediglich eine freie Steckdose in der Umgebung.

Das Gehäuse des Radio 3SIXTY besteht weiterhin aus einem sehr stabilen und soweit schönen ABS-Kunststoff, der hierbei komplett schwarzmatt daher kommt. Die große Auffälligkeit ist dabei jedoch die Oberseite, welche komplette mit Stoff bespannt wurde. Die Technik, die sich hier versteckt, gibt dem Radio auch direkt seinen eigentlichen Namen. Teufel setzt hier nämlich auf ein Kunststoff-Käfig, welcher nicht nur die beiden nach oben ausgerichteten Treiber schützt. Sondern auch mit zwei speziellen „Kegel“ über den Treibern versehen wurde, welche den Klang in einem sehr guten 360°Radius abstrahlen. Sodass Teufel dem Radio den Namen Radio 3SIXTY gegeben hat. Jedoch setzt man nicht nur auf zwei Treiber an der Oberseite, sondern zusätzlich noch auf einen 90 mm Tieftöner auf der Unterseite, der als Downfire-Subwoofer arbeitet und mit einem großen Bassreflexkanal ausgestattet ist. 

Die Front, an dem nicht nur das neue Display, sondern auch sämtliche Bedienelemente angeordnet sind, nimmt zum Großteil eine Hochglanz-Acrylglasplatte ein, welche bündig in das matte ABS-Kunststoffgehäuse eingelassen wurde. Betrachtet man die Front, stechen direkt die zwei großen Drehregler ins Auge, von denen der linke zur Lautstärkeregulierung und der rechte zur Menü-Navigation dient. Direkt zwischen diesen Drehreglern befindet sich das neue Farbdisplay und rechts von diesem die Menü- und Back-Taste.  

Da Teufel das Radio 3SIXTY wie bereits die erste Generation mit einer sehr großen Anzahl an Funktionen versehen hat, braucht man dafür auch einige Knöpfe, denn man möchte ja möglichst alles direkt am Gerät steuern. Diese Tasten sind direkt unterhalb des Acrylglas in einer Reihe untergebracht. Hierbei ist die Bedienung am Gerät nahezu identisch zum Teufel Radio 3SIXTY der 1. Generation. Neu ist jedoch, dass es inzwischen auch eine App zur Steuerung des Radios gibt, die zum Testzeitpunkt, als ich die 1. Generation getestete hatte, noch nicht verfügbar war. Außerdem legt Teufel bei der 2. Generation inzwischen auch eine kompakte Fernbedienung bei, mit der das Radio ebenfalls von der Entfernung aus gestreut werden kann.   

Auf der Rückseite des Teufel Radio 3SIXTY findet man neben dem Anschluss für das Netzteil einen USB-Port und eine Klinkenbuchse. Außerdem ist hier weiterhin die schwarze Teleskopantenne untergebracht, welche eingefahren 16 cm und ausgefahren maximal 76 cm lang ist. Der USB-Anschluss kann übrigens als Ladebuchse genutzt werden, um z. B. das Smartphone, Tablet usw. mit bis zu 1,5 Ampere aufzuladen.

(Design: 4,5 von 5 Punkten)

Verarbeitung

Die Verarbeitung des Teufel Radio 3SIXTY ist wie bereits beim Vorgängermodell aus einem sehr guten Niveau. Beim Gehäuse wurde erneut komplett auf ABS-Kunststoff gesetzt, der somit auch hier für einen sehr robusten und zudem hochwertigen Eindruck sorgt. 

Die Hochglanz-Acrylglas-Oberfläche an der Front ist natürlich sehr schön, zugleich jedoch auch leider sehr anfällig gegenüber Fingerabdrücke. Da man das Radio im Normalfall jedoch nur über die Knöpfe und Drehregler bedient und kein Touch-Display verbaut ist, sollte dies nicht stören. Die vier an dem Radio 3SIXTY montierten Antirutsch-Elemente kann ich nur loben, denn diese machen ihren Job sehr zuverlässig. Selbst bei voll aufgedrehter Lautstärke bleibt das Radio an Ort und Stelle stehen.

(Verarbeitung: 4,5 von 5 Punkten)

TEIL 2

bestehend aus „Funktion des Produktes“ entspricht 65% der Gesamtwertung

Lautsprecher Anzahl3 (2x nach oben abstrahlend und ein Downfire-Subwoofer )
Treiber-Durchmesser2 x 50mm ; 1 x 90mm
Gesamtausgangsleistung (RMS)30 Watt
Gehäuse MaterialKunststoff/ Stoff
AnschlussmöglichkeitenAUX; Klinkenbuchsen-Eingang 3,5 mm; Bluetooth 4.0; Kombinierbar mit Google Home‌; USB 2.0; WLAN
KonnektivitätDAB+, Internet-Radio, FM-Radio, RDS, Spotify Connect; Amazon Music
Maße/Gewicht16 x 28 x 17,5 cm (TxBxH)/ 2,5 Kilogramm
LieferumfangTeufel Radio 3sixty
Netzteil
Fernbedienung
Anleitung
Technische Daten der Teufel Radio 3SIXTY

Inbetriebnahme

Teufel Remote
Preis: Kostenlos
Teufel Remote
Preis: Wird angekündigt

Teufel hat das Radio 3SIXTY wie bereits erwähnt, mit vielen Funktionen ausgestattet, darunter unter andere auch WLAN, welches für Internet Radio, Spotify Connect usw. benötigt wird. Daher erfordert es direkt nach dem Einschalten des Radio 3SIXTY eine kleine Einrichtung. Dies kann hier wahlweise direkt am Radio erfolgen oder über die kostenlose Teufel Remote App.

Für welche Einrichtung ihr euch entscheidet, ist völlig egal, beides ist einfach und bietet exakt dasselbe Ergebnis. Ich würde jedoch im Normalfall zur Einrichtung via App raten, denn dann kann man das Radio direkt darüber steuern und die Verbindung mit eurem WLAN ist ebenfalls noch etwas Einfacher. In der App wird man genauso wie bei der Einrichtung über das Radio 3SIXTY Schritt für Schritt geführt, sodass es hierbei zu kleinen Problemen kommen sollte.

(Inbetriebnahme: 4,5 von 5 Punkten)

Bedienung

Die 1. Generation des Teufel Radio 3SIXTY konnte man zu Beginn nur über das Gerät selbst bedienen, erst etwas später stellte Teufel dann eine App zur Verfügung, sodass man die ganzen Funktionen auch auswählen kann, ohne dass man jedes Mal zum Radio laufen muss. 

Egal, für welche Bedienung ihr euch entscheidet, habt ihr exakt dieselben Funktionen zur Verfügung. Die Bedienung direkt am Gerät habe ich bereits im Testbericht zum Radio 3SIXTY der 1. Generation erklärt, daher konzentriere ich mich hier dieses Mal auf die zwei neuen Möglichkeiten, und zwar via Fernbedienung und App.

Über die sehr flache, via Knopfzelle betriebene Fernbedienung kann man alle wichtigen Funktionen des Radios steuern. Egal ob man die Lautstärke regulieren möchte, zum nächsten Titel springen will oder die Quelle wechseln möchte, alles kein Problem. Außerdem kann man auf dieselben vier Favoriten wie direkt am Radio zugreifen, welche man mit den Lieblingsradiosendern belegt und dann direkt mit nur einem einzigen Tastendruck auswählt. 

Mit der Teufel Remote App kann ebenfalls wie bereits angedeutet alles sehr einfach steuern. Direkt nach dem Einrichten kann auf der Startseite ganz unten die Lautstärke reguliert werden. Über das Untermenü „Quelle“ oben links kann man direkt auf die 9 zur Verfügung stehenden Wiedergabequellen zugreifen und im rechten oberen Zahnradsymbol können die Einstellungen des Radios eingestellt werden wie z. B. der Sleep-Timer, Equalizer, Sprache usw.

(Bedienung: 4,5 von 5 Punkten)

Funktionen

DAB+ / FM-Radio / Web-Radio

Das Teufel Radio 3SIXTY unterstützt insgesamt drei Radio-Quellen: 

  • Klassisches analoges FM Radio
  • Digital Radio (DAB+)
  • Web-Radio

Dabei ist das Web-Radio die beste Wahl, denn damit könnt ihr Radio-Sender aus ganz Deutschland empfangen und dies in hervorragender Qualität. Im Test funktionierte das Web-Radio ohne Probleme und ich konnte meine Lieblingssender auf Anhieb direkt über die App oder auch über das Display am Radio heraussuchen bzw. finden. Habt ihr eure Sender gefunden, würde ich dazu raten, diese direkt auf die Favoriten-Tasten zu legen, dies spart euch nämlich in Zukunft die lange Suche und somit auch viel Zeit, denn glaubt mir, es gibt extrem viele Radiosender im Web.

Alternativ kann man neben dem Web-Radio wie bereits angedeutet auch auf das klassische Radio oder Digital-Radio zugreifen. Hierbei ist der Empfang jedoch vor allem beim Digital-Radio abhängig davon, wo ihr wohnt, denn in der ländlichen Region ist dieser Teil mehr oder weniger Bescheiden, während man in den Städten sehr guten Empfang hat. Dank der langen Antenne schlägt sich das Teufel Radio 3SIXTY dennoch gut in ländlichen Regionen, doch zaubern kann dieses dennoch nicht, und so werdet ihr hier auf dem Land nicht alle Sender empfangen. Zu guter Letzt ist der Standard FM-Radio sehr zuverlässig und bietet selbst in der ländlichen Region einen sehr guten Empfang. 

Digitale Empfangsquellen

Neben den oben genannten Empfangsquellen für Radiosender könnt ihr über das Radio 3SIXTY noch zahlreiche weitere Quellen verwenden, um eure Lieblingsmusik direkt über das Radio anzuhören. Dazu gehören unter anderem:

  • Musik hören via USB-Stick
  • Spotify Connect
  • Amazon Music
  • Bluetooth
  • AUX-Klinkenbuchse

Somit hat man hier eigentlich die identischen Wiedergabequellen wie beim Radio 3SIXTY der 1. Generation. Die ich bereits im Testbericht zu diesem ausführlich erklärt habe.

Neu ist hingegen die von Teufel geworbene ALEXA Integration, wobei diese nicht so vorhanden ist, wie man es von einem klassischen smarten Speaker gewohnt ist. Dafür fehlen dem Teufel Radio 3SIXTY zum einen die entsprechenden Mikrofone von Amazon und ein entsprechender Prozessor, welcher das ganze verarbeitet. 

Daher benötigt man, sofern man ALEXA auf dem Teufel Radio 3SIXTY haben möchte, einen zusätzlichen Amazon Echo Dot, denn man via Kabel mit dem Radio verbindet. Dadurch könnt ihr dann durch die Aussprache von folgendem Satz „ Alexa gib Song XY auf dem Teufel Radio 3SIXTY wieder“ den gewünschten Song auf dem Radio wiedergeben. Die Tonausgabe des Amazon Echo Dot erfolgt dann direkt über den Teufel Radio 3SIXTY und man kann direkt vor dem Radio mit Alexa reden.

(Funktionen 4,5 von 5)

Klang

Kommen wir nun zu dem interessantesten Teil des Teufel Radio 3SIXTY, dem Klang. Teufel setzt hierbei auf das 2-Wege-System, das bereits in der ersten Generation zum Einsatz kam. Somit setzt sich das Treibersystem aus zwei 50 mm Breitbandlautsprecher (Hochmitteltöner) und ein Tieftöner (Downfire-Subwoofer) zusammen. Zudem ist noch ein nach unten gerichteter Bassreflexkanal verbaut, welcher den Bass noch zusätzlich nach unten drückt. 

Die beiden 50 mm Hochtöner sind wie bereits anfangs erwähnt, nach oben ausgerichtet und mit einem Kegel darüber ausgestattet, damit der Klang gleichmäßig in alle Richtungen verteilt bzw. reflektiert wird. Der 90 mm Subwoofer ist wiederum nach unten gerichtet und soll für eine tiefe und kräftige Basswiedergabe sorgen. Den maximalen Schallpegel gibt Teufel mit 95 dB an, somit steckt in dem kleinen Radio ordentlich Kraft. Die Gesamtausgangsleistung (RMS) liegt wiederum bei 30 Watt.

Soviel zur Theorie der technischen Elemente, die für den Klang im Teufel Radio 3SIXTY zuständig sind, doch wie klingt das ganze in der Hörprobe? Um ehrlich zu sein, der Klang ist extrem gut und sorgt weiterhin dafür, dass man hier eines der klangstärksten Radios in seiner Größe daheim hat.

Beginnen wir bei den Höhen, diese wirken sehr klar und sauber, was soweit überraschend ist, da die Treiber eigentlich nicht direkt zu meinem gerichtet sind, sondern nach oben und von da aus in die Breite reflektiert werden. Der 360-Grad Klang funktioniert hervorragend und sorgt dafür, dass man rund um das Radio ein identisches Klangbild geliefert bekommt. 

Die Mitten sind nicht so eindringlich und außerdem fehlt es diesen etwas an Klangfarbe, doch für Gesang sowie für die Stimmen bei Hörbüchern usw. ist die Abstimmung soweit gut. 

Beim Bass wiederum kann das Teufel Radio 3SIXTY wieder voll überzeugen. Hier sorgt der Tieftöner mit dem Bassreflexkanal für einen schönen und vor allem satten und kräftigen Bass. Klar kann dieser im Tiefgang aufgrund des Volumens und der Treibergröße nicht mit einem großen Lautsprecher mithalten, doch für seine Größe ist es dennoch beachtlich, was man hier geboten bekommt.

Die maximale Lautstärke hat es ebenfalls in sich. Der kompakte Teufel Radio 3SIXTY kann richtig lauf brüllen, ohne dass man dabei Qualitätseinbüßen eingehen muss.

(Klang: 4,5 von 5 Punkten)

TEIL 3

bestehend aus „Preis/Leistung“ entspricht 10% der Gesamtwertung

Beschreibung

Das Teufel Radio 3SIXTY verbindet ein tolles Design mit einer überragenden Technologie. Zudem kann man das Radio nicht nur direkt am Gerät bedienen, sonder auch bequem via App oder der beiliegenden Fernbedienung.  

Ich kann Teufel hier allen versprochenen Aussagen zum Gerät auf der Webseite zustimmen. Mit dem Radio 3SIXTY bietet man einen raumfüllenden 360-Grad-Sound, der zudem mit einer sehr hohen max. Lautstärke Punkten kann. Abgerundet wird das Ganze von zahlreichen Wiedergabequellen, die eigentlich keine Wünsche offenlassen.

Preis/Leistung

Der Preis von 299,99€ (UVP) respektive 292,42 durch die aktuelle in Deutschland geltende Mehrwertsteuersenkung ist der Preis des Teufel Radio 3SIXTY definitiv nicht günstig, jedoch bekommt man hier klanglich und funktionell ein hervorragendes Produkt geliefert. 

Sofern ihr euch überlegt, ein Radio mit FM, DAB+, WLAN, Bluetooth usw. anzuschaffen, dann würde ich euch raten, das Teufel Radio 3SIXTY 2020 auszuprobieren, denn damit erhaltet ihr eine leicht verbesserte Version des schon überzeugenden Vorgängers, welches nun ein klasse Farbdisplay bietet und zudem nun auch in weiß verfügbar ist.

Teufel Radio 3SIXTY

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unter Berücksichtigung aller Teilwertungen

 Wir bedanken uns beim Hersteller für die Bereitstellung des Produktes. Zu unseren Grundsätzen

Link zum Hersteller: https://teufel.de

Jabra Elite Active 75t

In aller Kürze

Die neuen Jabra Elite Active 75t können im Test in vielen Punkten überzeugen. Schließlich hat Jabra hier gegenüber den Jabra Elite 65t an vielen wichtige Punkte Hand angelegt und die neue Generation somit sinnvoll verbessert. Angefangen bei der neuen kompakteren Form der In-Ears und des Lade-Case. Hier ist es Jabra gelungen, beides noch kompakter herzustellen, aber zugleich auch die Akkulaufzeit zu erhöhen. Die gute klangliche Grundabstimmung weiß im Test ebenso gut zu gefallen wie die kostenfrei Sound+ App, die via Klanganpassung noch zusätzliche Individualisierungsmöglichkeiten bietet. Als Letzter wichtiger Pluspunkt bekommen die Kopfhörer ab Ende Oktober 2020 ein gratis ANC-Upgrade via Firmware über die Sound+ App zur Verfügung gestellt. Dies macht die In-Ear Kopfhörer somit für mich noch interessanter.

Gefällt uns

  • guter ausgewogener Klang
  • IP57-Zertifizierung
  • geringes Gewicht (ca. 5,5 Gramm pro In-Ear)
  • AAC-Codec
  • bequemer Sitz

Gefällt uns weniger

  • (noch) ohne ANC
  • Bedienung im Mono-Betrieb eingeschränkt

Jabra Elite Active 75t

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TEIL 1

Bestehend aus „Verpackung/Design/Verarbeitung“ entspricht 25% der Gesamtwertung

Verpackung

Beim Verpackungsdesign ähnelt sich die Verpackung der neuen Jabra Elite Active 75t, nahezu komplett der Verpackung der von mir bereits getesteten Jabra Elite Active 65t. Jabra setzt hierbei wie bei allen Kopfhörern auf die typische grau/gelben Verpackung. Dabei ist es auch so, dass die eigentliche stabile Hauptverpackung in mehrer Umverpackung eingeschoben wurde. Die äußere Umverpackung zeigt dabei wie immer zahlreiche Informationen über das darin befindlich Produkt.

 An der Vorderseite hat Jabra sehr präsent die beiden True Wireless In-Kopfhörer abgebildet. Diese sind dabei von einigen Wassertropfen umgeben, was auf den Schutz nach der Norm IP57 anspielt, somit bieten diese unter anderem einen Schutz gegen Schweiß usw. Was natürlich bei keiner Produktverpackung fehlen darf, ist das Herstellerlogo, welches man hier oben links findet. Der Produktname wiederum verläuft groß am rechten Rand von unten nach oben. Im unteren Abschnitt erwähnt man außerdem ein paar Vorteile und Eigenschaften der Ohrhörer.

Die rechte Seite ziert wie bei dem Vorgängermodell eine Abbildung der beiden Jabra Elite Active 75t Ohrhörer, welche hier zusammen mir dem Lade-Case und den im Lieferumfang enthaltenen Secure-Fitting-Ohrtips präsentiert werden. Außerdem wird damit geworben, dass die In-Ears und das Lade-Case in Kopenhagen, dem Firmen-Hauptsitz entwickelt wurden.

So kommen wir zur meist wichtigen bzw. informativsten Seite einer Produktverpackung die Rückseite. Diese zeigt wie von Jabra gewohnt erneut eine Darstellung der beiden Ohrhörer inkl. Lade-Case. Außerdem wurden hier 6 Merkmale der Kopfhörer aufgelistet, zu denen unter anderem der Hear-Through Modus, 2 Jahre garantierter Schutz gegen Staub und Wasser bis zu 7,5 Stunden Akkulaufzeit (28 Stunden mit aufladen über das Lade-Case) und die Klang-Personalisierung via Equalizer zählen. Letzteres wird durch die kostenlose App Jabra Sound+ ermöglicht, welche den vollen Funktionsumfang der True Wireless Kopfhörer ermöglicht.

Durch das Entfernen zweier Klebestreifen an der Unterseite kann man die Umverpackung nach oben hinweg entfernen. Darunter kommt eine stabile gelbe Verpackung zum Vorschein, in der von rechts eine weitere stabile, graufarbige Kartonage eingeschoben ist. Auf dieser inneren Hauptverpackung ohne Deckel liegt ein Einleger drauf, durch welchen man lediglich die beiden Ohrhörer erblicken kann. Zudem prangt hier in Gelb der Satz „ Welcome to superior Sound“ was auf Deutsch so viel bedeutet wie: Willkommen zum überlegenen Klang.   

Unter dem Einleger befindet sich ein matt beschichteter Einsatz, in dem schön ordentlich im oberen Abschnitt das Lade-Case, mittig die beiden In-Ear Ohrhörer und zu guter Letzt unten eine kleine Faltschachtel eingesetzt wurden. In dieser Schachtel ist neben den üblichen Beschreibungen (Kurzanleitung und einige Warnhinweise) ein USB-C-Ladekabel und die beiden anderen EarGel-Aufsätze.

(Verpackung: 4 von 5 Punkten)

Design

In-Ears

Durch neuste Miniaturisierungstechniken ist es Jabra gelungen, die kleinen Bauteile in den In-Ears noch kleiner zu konstruieren bzw. zu fertigen, sodass man die Elektronik in ein neues, kompakteres Design verpacken konnte.

Das Resultat sind 5,5 Gramm leichte Ohrhörer, die weniger aus dem Ohr hervorstehen und somit insgesamt unauffälliger wirken. Dies liegt vor allem auch daran, dass an beiden Seiten der Steg, in dem das Mikrofon verbaut ist, deutlich kleiner ausfällt. Das Kunststoffgehäuse hat Jabra wieder wie bereits bei dem Vorgängermodell mit einer speziellen mattierten Beschichtung versehen, die für eine sehr gute Griffigkeit sorgt, was sich auch positiv bei der Entnehmen der In-Ears aus dem Case sowie beim Einsetzen ins Ohr auswirkt.

Wie bereits erwähnt, ist der Steg an beiden In-Ears deutlich kleiner geworden und nur noch als kleine, fast spitz zulaufende Form am äußeren Teil des Gehäuses zu sehen. In den kleinen länglichen Öffnungen im blauen Teil des Gehäuses befinden sich wiederum ebenfalls an jeder Seite ein Mikrofon. Diese werden jedoch für die zusätzliche HearThrough-Funktion genutzt. Dabei werden, sofern gewünscht via Knopfdruck die Außengeräusche zum Teil zur Musik beigemischt, sodass man z. B. unterwegs auf den Straßen nicht komplett abgeschirmt ist. 

Das Gehäuse der Jabra Elite Active 75t wurde wie bereits beim Vorgängermodell aus drei Teilen gefertigt. Dem inneren Teil, der unter anderem den Ohrkanal umfasst, welcher leicht geschwungen verläuft, sodass dieser in nahezu sämtliche Ohrkanalöffnungen passt. Der mittlere Teil, in dem zusammen mit dem inneren Teil die komplette Technik (Akku, Sensoren, Treiber usw.) verbaut wurde und der äußere Teil, welcher nicht nur die Mikrofone abdeckt, sondern zugleich auch die Tasten an jedem Ohrhörer an der jeweiligen Position fixiert. Die runde Taste mit dem Jabra Schriftzug, schließt an beiden In-Ears bündig mit dem Gehäuse ab und ermöglicht somit umfangreiches Bedienen über die In-Ears, ohne das man das Smartphone zur Hand nehmen muss.

True Wireless In-Ears werden wie gewöhnlich über das zugehörige Lade-Case aufgeladen, daher befinden sich an beiden In-Ears, an der Innenseite je zwei Golde Ladekontakte. Direkt daneben ist ein kleines rundes Loch, in dem sich an beiden In-Ears der Annäherungssensor befindet. Dieser Sensor ist sehr praktisch, da dieser dafür sorgt, dass die Musik automatisch gestoppt wird, sobald man einen der beiden Ohrhörer aus den Ohren heraus nimmt.

Jabra bietet die Elite Active 75t aktuell in sechs umfangreichen Farben an, sodass für jeden etwas Passendes dabei sein sollte. Zur Auswahl steht neben „Navy“ der Farbe meines Testgeräte auch noch: Titan-Schwarz, Kupfer-Schwarz, Grau, Mint, Sienna. Bei den beiden mehrfarbigen Modellen ist der Knopf nicht schwarz, sondern dann eben Titan- oder Kupfer-farben, bei den anderen vier Geräten, wie auch bei meinem Testgerät, ist dann die komplette Außenseite in einer Farbe gehalten.

Bei den neuen Jabra Elite Active 75t setzt Jabra erneut auf die gleiche Verbindungstechnologie, sodass man die Ohrhörer zwar auch hier problemlos im Mono-Betrieb verwenden kann, jedoch hat man hierbei nicht die freie Wahl, sondern muss den rechten In-Ear immer nutzen. Dies liegt daran, dass nur der rechte Ohrhörer ein Bluetooth-Chip verbaut hat und es sich somit dabei um den sogenannten Master handelt. Der linke In-Ear wiederum baut mit diesem via NFMI (Near Field Magnetic Induktion) eine Verbindung auf und empfängt darüber die Daten mit einer möglichst geringen Verzögerung, die ein Mensch nicht wahrnehmen kann.

Ladecase

Beim Material des Lade-Case setzt Jabra auf exakt dasselbe wie auch bei den In-Ears. Kurz gesagt, das Case hat nicht nur exakt dieselbe Farbe, sondern auch Oberflächenstruktur bzw. in diesem Fall die spezielle gummiartige Beschichtung. Diese sorgt dafür, dass das Case nicht nur robuster gegen Kratzer ist, sondern auch gegen Schweiß, Wasser und Staub geschützt wird.

Das Case fällt mit den Maßen: 62,4 x 36,6 x 27 mm (L x B x T) nochmals etwas kompakter als das von dem Vorgängermodell aus. Dadurch kann man das Case sehr gut in der Hosentasche verstauen, ohne das es hierbei gleich bescheiden Aussehen würde. Trotz das Jabra die Akkukapazität erhöht hat, ist das Gesamtgewicht des Case inkl. der beiden In-Ears von 53 g auf 46 g gesunken. Das ist sehr gut, denn so was ist nicht selbstverständlich, schließlich bringt ein größerer Akku eigentlich auch mehr Gewicht mit sich.

Das Case ist wie viele andere recht unspektakulär gehalten worden. Bis auf den dezent gehaltenen ca. 1 mm tief eingeprägte Jabra Schriftzug gibt es keine weiteren Erkennungsmerkmale, die bei Case direkt auf Jabra deuten würden. Praktisch finde ich im Vergleich zum Vorgänger, dass man das Case nun nicht mehr hinlegen muss, sondern durch den konkav ausgeführten Boden, dies nun direkt auf den Schreibtisch oder Nachttisch abstellen kann. Zudem hat man dadurch den Ladenanschluss bewusst nicht mehr an der Unterseite platziert, sondern nach hinten unterhalb des Scharniers gesetzt. Dabei handelt es sich außerdem um einen modernen USB-C-Anschluss, was ich aufgrund meiner vielen USB-C Geräte sehr schätze. Unmittelbar neben dem Lade-Anschluss befindet sich noch eine kleine LED, welche je nachdem wie diese leuchtet, darauf hinweist, ob der Akku vom Case voll ist, oder noch geladen wird. 

Beim Schließmechanismus hat Jabra ebenfalls nachgebessert. Dieser wird nun nicht mehr durch einen Riegel, der einrastet verschlossen, sondern wie es die meisten Hersteller machen, über praktische Magnete im Case. Diese halten das Case absolut sicher geschlossene, jedoch fehlt mir hier eine kleine Griffmulde, sodass ich beim Öffnen entweder beide Hände nehmen muss oder den unteren Teil vom Case nach unten abstützen muss, wehrend ich den Deckel nach hinten öffnen. Eine weiter Neuerung ist nun, dass auch die beiden In-Ears sicher in ihren Plätzen gehalten werden, was hier natürlich selbstverständlich auch über ausreichend starke Magnete realisiert wird. So kennt man es inzwischen von zahlreichen Herstellern und das System hat sich absolut durchgesetzt.

(Design: 4,5 von 5 Punkten)

Verarbeitung

Die Verarbeitung ist, wie ich es bereits von den bisher getesteten Produkten aus dem Hause Jabra kenne, sehr gut. Alle Bauteile der neuen Jabra Elite Active 75t wurden sehr sauber verarbeitet, sodass es keine unschönen Übergänge gibt, und die Kunststoffbauteile fühlen sich haptisch sehr gut an.  

Da Jabra die Elite Active 75t mit der höheren Schutzklasse IP57 versehen hat, bieten diese nun weiterhin einen sehr guten Staubschutz, jedoch wurde der Schutz gegen Wasser erhöht, sodass diese zeitweise sogar ohne Problem ins Wasser untergetaucht werden können. Zuvor gab es bei den Vorgängern „nur“ einen Schutz gegen Strahlwasser. Daher handelt es sich hier vom Schutz um den perfekten In-Ear Kopfhörer für den Sport, denn auch Schweiß kann den In-Ears kein Schaden zufügen.

(Verarbeitung: 4,5 von 5 Punkten)

TEIL 2

bestehend aus „Funktion des Produktes“ entspricht 65% der Gesamtwertung

Kopfhörer-ArtTrue-Wireless In-Ear Kopfhörer
KategorieBluetooth Kopfhörer (Bluetooth 5)
FarbeNavy (blau), weitere Farbe: Titan-Schwarz, Kupfer-Schwarz, Grau, Mint, Sienna.
Akkuintegriert, Lithium-Polymer-Akku
Akku Ohrhörer: 7,5 h
Gesamt somit: 28 h
Gewicht 46 g (Ohrhörer und Ladebox)
11 g (beide Ohrhörer)
35 g (Ladebox)
MaterialKunststoff (Ohrhörer und Ladecase)
KonnektivitätBluetooth 5.0 mit AAC/ SBC-Audio-Codec
TreiberDynamische Treiber mit einer Größe von 6,0 mm (links und rechts)
Frequenzbereich20 Hz bis 20.000 Hz (Ohrhörer)
LieferumfangJabra Elite Active 75t True Wireless Kopfhörer (2 Stk.)
Silikonaufsätze: S, M (an Kopfhörern befestigt), L
Ladebox
USB-Typ-C-Ladekabel
Benutzerhandbuch
Warnhinweise
Technische Daten der Jabra Elite Active 75t

Tragekomfort

Die kompakteren Maße der Jabra Elite Active 75t sorgen dafür, dass diese deutlich unauffälliger in den Ohren sitzen. Außerdem finde ich das neue Gehäuse auf Dauer angenehmer zu tragen, ohne das man dabei auf den sicheren Halt, welchen man bei den Vorgängern hatte, verzichten muss. Jabra hat das neue Design an Tausenden von Ohren getestet und dies laut eigener Aussage bis zur perfekten Passform ausgearbeitet. Die neue Form gewährleistet im Zusammenspiel mit den verbesserte earGels-Aufsätzen einen sicheren und zugleich bequemen Halt und dies selbst ohne sogenannt Sport-Einsätzen. Damit beim Sport die Ohrhörer da bleiben, wo diese hingehören, wurde die Innenseite mit einer Griffbeschichtung versehen, welche ihren Job sehr gut macht.

Durch das neue Design ist es Jabra erfolgreich gelungen, den Druck auf die Ohren deutlich spürbar zu reduzieren, sodass man die In-Ears nun problemlos über mehrere Stunden tragen kann. Was bei mir beim Vorgängermodell nicht wirklich der Fall war. 

Bei den Elite Active 75t liefert Jabra insgesamt drei verschieden große EerGel Silikon-Aufsätze mit. Dabei handelt es sich wie gewohnt um die Größen: S; M und L, von denen die Mittleren, also M, bereits vormontiert wurden. Damit kann man die Ohrhörer wie gewohnt weitestgehend dem eigenen Ohrkanal anpassen und dafür sorgen, dass man den perfekten Kompromiss zwischen sicherem Halt und bestem Klang erreicht.

Durch die ohrfüllende Form und die richtige Wahl an EarGels-Aufsätzen decken die Jabra Elite Active 75t sehr gut den Ohrkanal ab, was dazu führt, dass die beiden Ohrhörer selbst ohne verbaute ANC-Funktion eine grundsolide Umgebungsreduzierung bieten. Diese ist jedoch natürlich nicht mit einem echten ANC zu vergleichen, doch wie bereits erwähnt wird diese tolle Funktion mit einem Software-Update gegen Ende Oktober kostenlos nachgereicht. 

(Tragekomfort: 4 von 5 Punkten)

Bedienung

Beide Multifunktionstasten an den Jabra Elite Active 75t besitzen einen sehr angenehmen Druckpunkt. Über diese Tasten lassen sich an beiden Seiten unterschiedlich Befehle ausführen, je nachdem wie lange bzw. häufig man die jeweilige Taste betätigt. Sollte man vielleicht mal gerade nicht wissen, welche Taste hier wann und wie welchen Befehl ausführt, wird einem dies auch wunderbar in der App erklärt. Praktisch und für mich persönlich sehr wichtig ist es, dass man alle Befehle direkt über die In-Ears steuern kann, sodass man definitiv das Smartphone in der Hosentasche lassen kann.

Zum Ein- und Ausschalten genügt es wie bei eigentlich allen True Wireless In-Ears, die Ohrhörer einfach in das Ladecase einzusetzen bzw. diese zu entnehmen. Das ist definitiv die einfachere Methode und wird in den meisten Fällen gemacht, denn anschließend sind die In-Ears direkt sicher aufbewahrt und werden direkt aufgeladen. Alternativ kann man zum Ausschalten auch an beiden Ohrhörern die Multifunktionstaste kurz gedrückt halten. Zum Einschalten wiederum dann beide Tasten für ca. 1 Sekunde betätigen.

Nun weiter zur Bedienung, betätigt man die Taste am rechten In-Ear kurz, dann wird die Musik direkt gestartet bzw. wenn diese gerade schon gespielt hat, pausiert. Drückt man dieselbe Taste wiederum, während ein Anruf eingeht, kann man diesen annehmen und später ebenso bequem darüber beenden. Sollte man jedoch gerade nicht ans Telefon rangehen wollen, dann kann man die Taste Zweimals antippen und der eingehende Anruf wird einfach abgewiesen. Sofern man nicht gerade telefoniert, kann man durch Zweimaliges hintereinander Antippen am rechten In-Ear auf den Sprachassistenten zugreifen. Dabei stehen sowohl die integrierten Assistenten wie z. B. bei iOS Devices (Siri) und bei Android-Smartphones (Google Assistant) als auch der zusätzliche Sprachassistent aus dem Hause Amazon (Alexa) zur Verfügung. Zu guter Letzt wir auf der rechten Seite auch die Lautstärke erhöht, dazu die Taste solange betätigt halten, bis die gewünschte Lautstärke erreicht wurde.

Kommen wir zur linken Taste, diese führt ebenfalls mehrer Funktionen aus. Die Lautstärke zu reduzieren erfolgt hier identisch zur rechten Seite, dazu einfach länger die Taste am linken In-Ear betätigen. Die Titel-Auswahl erfolgt ebenfalls hier auf der linken Seite, dazu genügt ein zweimaliges drücken, um einen Musiktitel vorzuspringen und ein dreimaliges, um den eben angespielten Titel erneut wiederzugeben. Drückt man anschließend direkt erneut dreimal die Taste, dann gelangt man zum Musiktitel davor. Zu guter Letzt bedient man hier noch die HearThrough- und Sidetone-Funktion, um HEarThrough zu aktiveren bzw. zu deaktivieren, drückt man die linke Taste einmalig und ein erneutes betätigt, deaktiviert diese wieder. Sidestone wird aktiviert, indem man die linke Taste zweimal antippt, dadurch hört man sofern gewünscht beim Telefonieren die eigene Stimme, damit man vielleicht nicht unnötig laut in der S-Bahn brüllt, da man durch die Isolierung der In-Ears eventuell automatisch und völlig unbewusst lauter redet als normalerweise üblich.

Die Bedienung ist soweit logisch durchdacht aufgebaut und nach kurzer Zeit sollte man sich hier an die Bedienung gewöhnen. Natürlich haben physischen Tasten ein typisches Problem, und zwar, dass man sich durchs betätigen von diesen sich die Ohrhörer leicht ins Ohr drückt, was durchaus unangenehm sein kann. Doch da kommt man als Hersteller nicht anders drumherum, als wenn man dann lieber auf eine Touch-Steuerung zurückgreift, jedoch hat auch diese ihre Nachteile.

(Bedienung: 4 von 5 Punkten)

Klang

Klanglich sollen die Jabra Elite Active 75t keine Wünsche offenlassen, denn nach der kostenfrei zur Verfügung gestellten App „Sound+“ kann man das Klangbild den eigenen Vorlieben anpassen, indem man entweder aus mehreren voreingestellten Soundprofilen seinen Favoriten auswählt oder das Klangbild selbst via 5-Band-Equalizer in der App anpasst, bis die In-Ears genau so klingen, wie man es möchte. Hier bietet Jabra viel Möglichkeiten, sodass man damit klanglich definitiv keinen Kompromiss eingehen muss.  

Bei der Klangbeschreibung konzentriere ich mich persönlich jedoch rein auf das von Werk eingestellte Klangbild. Schließlich bevorzugt hier jeder einen etwas anderen Klang und daher ist es hier meiner Meinung sinnlos, den Klang nach meinen Einstellungen zu beschreiben.

Doch bevor ich euch den Klang der Jabra Elite Active 75t ausführlich beschreiben werde, möchte ich noch kurz einige technische Daten der In-Ears verraten. In jedem der In-Ear sitzt neben einem Akku und einiges an anderer, sehr kleinen Elektronikteilen auch ein 6 mm großer dynamischer Treiber. Diese Treiber decken die reguläre und völlig ausreichende Bandbreite von 20 Hz – 20.000 Hz ab. Bei den hochwertigen Audio-Codecs haben alle Apple-User ein Vorteil, denn die Jabra Elite Active 75t unterstützen wie bereits deren Vorgänger den AAC-Audio-Codec (Advance Audio Coding). Somit haben diese den verlustfreieren und besseren Klang, ganz anders als die Android-User, denn deren aptX-Codec, wird hier leider nicht unterstützt, was jedoch nicht heißt, dass hier die Musik schlecht klingt.

Zunächst möchte ich erwähnen, dass ich beim zuspielen der Musik über mein iPhone, bei dem der AAC-codierte Inhalt übertragen wird, ein dezentes Grundrauschen vorhanden war. Dieses ist jedoch nur bei absoluter Stille wie z. B. daheim zu hören, sobald man unterwegs ist oder Musik wiedergibt, wird dieses vollständig überdeckt.

Von Werk aus hat Jabra den Klang des 6 mm Treiber so abgestimmt, dass dieser einen guten und ausgewogenen Klang wiedergibt. Hier gibt es definitiv keine Kritik zu äußern, denn selbst wenn euch der Bass hier zu mau sein sollte, kann man mit der richtigen EQ-Kurve die Schwächen problemlos anpassen. Ich persönlich habe den Bass via Equalizer etwas angepasst, denn von Werk aus hat es mir hier etwas am Tiefgang gefehlt. Die Mitten sind soweit eindringlich, könnten meiner Meinung nach jedoch auch etwas kräftiger sein, doch auch hier ist es kein Problem, diese Schwäche in der App auszubessern. Zu guter Letzt kann ich die Höhen als sehr detailreich, aber zugleich schön luftig bezeichnen. Diese rundum gut gelungene Abstimmung sorgt zudem dafür, dass die räumliche Bühne sehr weiträumig ist. Außerdem bieten die In-Ears einen ordentlichen maximalen Output, sodass hier genug Reserven verfügbar sein sollten.

Jabra versteht aufgrund der Erfahrung mit Headsets sehr gut, wie man Produkte entwickelt, die eine sehr gute Sprachverständlichkeit bieten. Hierfür hat Jabra seine verbesserte 4-Mikrofontechnologie verbaut, welche störende Hintergrundgeräusche herausfiltern soll. Dies ist hier nicht nur ein Versprechen, sondern gelingt hier erstaunlich gut, selbst in lärmintensiven Bereichen und einer windigen Umgebung kann man ohne große Störungen Anrufe entgegennehmen. Klar, 100 % lässt sich das Windrauschen definitiv nicht herausfiltern, denn hierfür wäre ein anderes Mikrofon mit speziellem Windschutz notwendig.

Dank der Unterstützung von Bluetooth 5.0 bieten die Jabra Elite Active 75t eine stabile und zudem unterbrechungsfreie Verbindung zum Zuspielgerät. Was die Latenz angeht, also die Verzögerung zwischen Ton und Bild beim Ansehen von YouTube Videos usw. kann ich mich definitiv nicht beklagen. Die Verzögerung ist nicht wirklich feststellbar, sodass sich die Ohrhörer perfekt dazu eigenen, darüber Filme und kurze Videos anzusehen.

(Klang: 4,5 von 5 Punkten)

App

Jabra bietet für sämtliche Kopfhörer egal ob In-Ear oder Over-Ear Modelle, eine App Namens „Jabra Sound+“ kostenlos zum Download an. Prinzipiell kann man alle Kopfhörer problemlos auch ohne diese nutzen, doch um die In-Ears mit den vielen tollen und nützlichen Funktionen zu nutzen oder um verfügbare Updates zu installieren, ist die App absolut unerlässlich. Um die App nutzen zu können, ist es nicht nötig, sich zu registrieren oder persönliche Daten anzugeben.

Jabra Sound+
Preis: Kostenlos
Jabra Sound+
Preis: Kostenlos

Zum Einrichten wählt man aus einer Auswahl an kompatiblen Produkten das aus der Liste aus, welches man verbinden möchte. Anschließen wird einem sehr verständlich und Schritt-für-Schritt eine Anleitung gezeigt, die einem dabei hilft, die Ohrhörer in den Pairing-Modus versetzt und einzurichten. Ist dies soweit getan und die In-Ears sind erfolgreich eingerichtet, landet man beim Starten der App immer auf der Startseite mit dem Namen „Headset“.

In diesem Menü kann man direkt ganz oben nicht nur die beiden In-Ears sehen, sondern zudem deren Akkustand in % und auch der vom Lade-Case. Direkt darunter kann man die Einstellungen „Mein Moment, Pendeln oder Fokus auswählen. Dabei sind diese vom Werk aus alle identisch, doch der Clou dabei ist, dass man damit drei Profile erstellen kann, kurz gesagt, man kann z. B. je nach Situation den EQ so einstellen, wie er einem dabei gefällt und dann direkt über die Schaltfläche „Speichern) auf das jeweils zuvor gewählte Profil Speicher. Direkt dazwischen befindet sich der Schieberegler, um den HearThrough-Modus zu aktiveren und anschließend auch in der Intensität zu regeln. Also man kann dann bestimmen, wie sehr die Umgebungsgeräusche durchgelassen werden sollen oder eben nicht. 

Direkt unterhalb des 5-Band Equalizer kann man auch aus fertigen Musik-Voreinstellungen wählen. Daher einfach einmal alles durchprobieren oder wenn nichts dabei sein sollte, einfach selbst sein Profil erstellen. Zu guter Letzt findet man ganz unten noch die bereits bekannte Soundscape-Funktion, mit der man sich verschiedene Klänge wie. Z. B. Regen, Wasserfall usw. in die Kopfhörer übertragen und dabei eventuell entspannen kann. Ob man dies braucht, ist jedoch jedem selbst überlassen. 

Sofern man auf der „Headset-Seite“ ganz oben ist, sieht man rechts ein Zahnrad-Symbol, über welches man ins Einstellungsmenü gelangt. Hier kann man z. B. prüfen, ob es neue Firmware für die In-Ears gibt oder Klangerlebnis-, Anruferlebnis- oder Headset-Unterstützungs- Einstellungen vornehmen.

Beim zweiten Untermenü mit der Bezeichnung „Entdecken“ werden einem ein paar Infos angezeigt z. B. ob es aktuell ein Firmwareupdate für die Kopfhörer gibt, oder man kann die Kopfhörer nach einer Registrierung hier jederzeit orten usw. Unter dem Punkt „Über“ kann man wiederum das Benutzerhandbuch oder die Kurzanleitung einsehen sowie auf technische Informationen zugreifen usw.

(App: 4 von 5 Punkten)

Ausstattung

Akkulaufzeit

Das Lade-Case, in welchem die Ohrhörer aufbewahrt und zudem aufgeladen werden, wurde nochmals etwas kompakter als das der Jabra Elite Active 65t gefertigt. Das Lade-Case passt bei mir problemlos in jede Hosentasche, egal ob Jeans oder Jogginghose. Zwei unterschiedliche LEDs, eine an der Rückseite vom Case und je eine an den beiden In-Ears informieren über den Ladestand der Kopfhörer bzw. vom Case, sodass man immer sehen kann, wenn der Akku aufgeladen werden sollte, sofern man sich die Farben eingeprägt hat.

Bedeutung der Batterieanzeige am Case und an den In-Ears

Das neue Design und die neue Technik vom Case und den beiden In-Ears erhöht die Akkulaufzeit von 5 Stunden (Jabra Elite Active 65t) auf ausreichende 7,5 Stunden am Stück. Durch die zusätzliche Möglichkeit, die Ohrhörer im Case dreimal wieder voll aufzuladen, kommt man dadurch auf eine Akkulaufzeit von max. 28 Stunden. Hiermit kann man deutlich besser leben als mit der doch knapp bemessen Laufzeit der Vorgängers.  

Für eine volle Aufladung des Ladecase benötigt man mit einem zusätzlichen 500 mAh Netzteil knapp 2 Stunden und 20 Minuten. Für diejenigen, die jedoch vergessen haben, die In-Ears aufzuladende und in Kürze ins Fitnessstudio wollen, ist die integrierte Schnellladefunktion sehr praktisch. Dank dieser kann man nämlich innerhalb von 15 Minuten die In-Ears soweit aufladen, dass diese wieder für gut 60 Minuten Audiowiedergabe bereit sind.

Bluetooth & Signalqualität

Jabra setzt bei den Elite Active 75t auf einen aktuellen Bluetooth 5.0 Chip. Dieser liefert in meinem Test eine stabile Verbindung von knapp über 10 Metern. Die Verbindung zwischen Smartphone und In-Ears erfolgt wie bei allen Kopfhörer über die Bluetooth-Einstellungen, doch dass diese euch angezeigt werden, müssen diese erst noch in den Kopplungsmodus versetzt werden. Dabei werden diese eigentlich wie bei sämtlichen True Wireless Kopfhörer automatisch bei der Entnahme aus dem Ladecase, in eben genau diesen Modus versetzt. Hierfür muss man diese dann bei Jabra aus der Verpackung nehmen und ins Case einsetzten und voll aufladen lassen, sobald dies geschehen ist, kann man diese direkt entnehmen und in den Bluetooth-Einstellungen auswählen.  

Möchte man die Jabra In-Ears mit einem weiteren Gerät Koppeln, ist dies problemlos möglich, hierzu kann sich jedes Jabra-Produkt nämlich bis zu 8 verschiedene Geräte merken. Sobald man wiederum ein 9 Geräte damit koppelt, wird das Gerät gelöscht, welches am wenigsten genutzt wurde. Außerdem kann man mit den Jabra Elite Aktiv 75t mit zwei Geräten gleichzeitig eine Bluetooth-Verbindung aufbauen, während wiederum nur ein Gerät zur Musikübertragung genutzt werden kann.

Sofern man ein zusätzliches bluetoothfähiges Gerät mit den Jabra Elite Aktiv 75t koppeln möchte, muss man diese in den Pairing-Modus versetzen. Dazu einfach die beiden In-Ears aus dem Lade-Case entnehmen und direkt an beiden Ohrhörern die Multifunktionstaste für 3 Sekunden gedrückt halten, bis die Status LED blau aufblinkt. Anschließend werden die In-Ears in den Einstellungen angezeigt und können wie gewohnt mit dem jeweiligen Device verbunden werden.

(Ausstattung: 4,5 von 5 Punkten)

TEIL 3

bestehend aus „Preis/Leistung“ entspricht 10% der Gesamtwertung

Beschreibung

Mit den neusten Jabra Elite Active 75t hat Jabra ein sehr gutes paar True Wireless In-Ears im Sortiment, bei denen man genau an den richtigen Stellen nachgebessert hat. Das Ergebnis sind rundum noch überzeugende In-Ear Kopfhörer, welche mit einem sehr guten Funktionsumfang punkten können und bequem im Ohr sitzen. Apropos Funktionsumfang, dieser wird ja, so wie ich bereits angekündigt habe, in den nächsten vier Wochen durch eine zusätzliche ANC-Funktion erweitert. Daher sind die Jabra Elite Aktiv 75t besonders interessant, denn klanglich und von vielen weiteren Punkten konnten diese mich soweit schon sehr überzeugen und Jabra hat hier in vielen Punkten nicht zu viel versprochen.

Preis/Leistung

Die UVP der Jabra Elite Active 75t ist mit 199,99€ festgesetzt. Online sind diese jedoch je nach Farbe aktuell bereits für knapp über 180€ inkl. Versand erhältlich. Nicht gerade wenig Geld, denn ab 150€ kann man inzwischen schon gut klingende True Wireless In-Ear Kopfhörer mit ANC erwarten. Hier bessert Jabra jedoch auch nach und integriert genau diese Funktion, was den Preis meiner Meinung nach mehr rechtfertigt. Die In-Ears überzeugen soweit rundum sehr und auch die App wurde sinnvoll designt und ist sehr übersichtlich gestaltet, trotzt eines üppigen Funktionsumfangs.

Jabra Elite Active 75t

Zum Angebot bei

testr Gesamtwertung

unter Berücksichtigung aller Teilwertungen

 Wir bedanken uns beim Hersteller für die Bereitstellung des Produktes. Zu unseren Grundsätzen

Link zum Hersteller: Jabra.com/de

Teufel Airy True Wireless

In aller Kürze

Mit den Airy True Wireless hat nun auch Teufel die ersten True Wireless In-Ear Kopfhörer auf den Markt gebracht. Diese können soweit mit ihrem geringen Gewicht, dem bequemen Sitz und einem guten Klang punkten. Jedoch gibt es auch ein paar kleine Kritikpunkte, denn Teufel setzt hier zum einen noch auf einen veralteten Micro-USB Anschluss, von dem sich das Unternehmen nun jedoch bald auch immer mehr verabschieden wird. Außerdem bin ich von der Verarbeitung etwas enttäuscht, denn hier wirkt alles etwas zu sehr „billig“, was zum Großteil am verwendeten Kunststoff liegt. Hier gefallen mir nämlich z.B. die rundum verlaufende Seitenfläche am Ladecase weniger, da diese in Hochglanz gehalten wurden, sodass diese extrem anfällig gegenüber Fingerabdrücken sind

Auch wenn sich dies nun sehr negativ anhört, handelt es sich hier technisch gesehen um tolle True Wireless In-Ear Kopfhörer, die zum geforderten Preis eine sehr gute Gesamtakkulaufzeit und einen sehr ordentlichen Klang bieten. 

Gefällt uns

  • sehr leichte Ohrhörer
  • bequemer Tragekomfort
  • Schnellladefunktion
  • lange Akkulaufzeit
  • Solo-Betrieb

Gefällt uns weniger

  • Materialanmutung des Ladecase
  • keine Lautstärkeregulierung
  • Micro-USB

Teufel Airy True Wireless

Zum Angebot bei

TEIL 1

Bestehend aus „Verpackung/Design/Verarbeitung“ entspricht 25% der Gesamtwertung

Verpackung

Beim Design der Verpackung bleibt Teufel sich absolut treu, denn auch die neuen Airy True Wireless werden in der typischen ungebleichten Verpackung ausgeliefert, die mit ein paar wenigen Infos zum Produkt versehen wurde. 

Auffallend ist hier jedoch die kompakte Form, denn bisher hatte ich keine True Wireless Kopfhörer im Test, die in einer solchen kompakten Verpackung geliefert wurden. An der Oberseite erblickt man groß den Teufel Schriftzug und im schwarzen Zierstreifen den Modellnamen „Airy True Wireless“. Auf der kurzen linken Seite prangen lediglich ein paar wenige Informationen zum Unternehmen und über welche Webseiten man zum Teufel Shop gelangt. Die gegenüberliegende Seite verrät die üblichen Details wie die Seriennummer, die Modellfarbe, das Gewicht und die Verpackungsmaße. 

Bei der längeren Seite hinten hat sich Teufel auf den Lieferumfang konzentriert, denn diese wurde hier in mehreren Sprachen aufgelistet. Die direkt gegenüberliegende Seite hat man mit einem großen Aufkleber versehen, der dem Nutzer genau zeigen soll, wie der richtige Sitz der Teufel Airy True Wireless im Ohr sein soll und zu guter Letzt konzentriert man sich an der Unterseite auf einige wichtige Technischen Details der True Wireless In-Ear Kopfhörer, welche auch hier in insgesamt 8 Sprachen übersichtlich aufgelistet wurden.

Beim Öffnen der Verpackung erblickt man in einem neutralen Kartoneinsatz zuallererst das Ladecase. In diesem hat Teufel direkt die beiden Ohrhörer eingesetzt, bei denen man jedoch wie am Aufkleber darüber zu lesen ist, direkt die Schutzfolie der Ladekontakte entfernen muss. Zwischen zwei Hohlräumen des Kartoneinsatzes, befindet sich im linken das Mikro-USB-Ladekabel und rechts die anderen beiden Größen an Ohranpassstücken. Im Boden der Verpackung liegen dann wie immer noch die üblichen Beipackzettel in Form von einer kleinen Kurzanleitung und die üblichen Warnhinweise. 

(Verpackung: 3,5 von 5 Punkten)

Design

In-Ear Kopfhörer

Das Design der Teufel Airy True Wireless ist mehr oder weniger unspektakulär. Man setzt hier nicht auf das typische Knospen-Design, sondern auf das von den Apple AirPods bekannte Design, dass sich aus einer kompakten Knospe und einem Steg, der aus dem Ohr herausragt zusammensetzt. Vorteil ist hier, dass der Hersteller dabei etwas mehr Platz für die Elektronik hat und die Antennen, sowie Mikrofone oftmals besser ausgerichtet werden können als bei In-Ears, die weniger aus dem Ohr herausragen. Der Nachteil wiederum ist, dass diese natürlich deutlich auffälliger aus den Ohren hervorstehen. Schaut man jedoch unterwegs in der Stadt, wie viele Leute die Apple AirPods im Ohr tragen, dann wird diese Trageart definitiv wenig stören. 

Die Teufel Airy True Wireless gehören definitiv zu den leichteren True Wireless auf dem Markt, denn jeder der beiden In-Ears wiegt gerade einmal knapp 5 Gramm. Dieses leichte Gewicht kann man jedoch nur dann erreichen, wenn man beim Gehäuse auf schwere Materialen verzichtet und ausschließlich auf Kunststoff setzt, was Teufel hier auch getan hat. Dies muss jedoch keineswegs negativ sein, denn dies bedeutet nicht, dass diese „billig“ wirken. 

Neben dem von mit getesteten „Night Black“ gibt es die neuen Teufel Airy True Wireless auch in einem schlichten „Silver White“ und einem farbigen Modell „Steel Blue“. Somit sollte für jeden eine passende Farbe erhältlich sein. 

Die Innenseite der In-Ears kommt komplett in einem Mattschwarz daher, während der äussere Teil sich in einem schönen Grauton hält. Der innere Teil der Knospe wurde bewusst etwas oval ausgeführt, sodass die In-Ear Kopfhörer sicher im Ohr gehalten werden. Als kleines Highlight wurde die Lautsprecherabdeckung typisch für Teufel in Rot gehalten, und der Äussere Teil verläuft am Steg zur Mitte hin leicht abgeschrägt. Außerdem befindet sich hier zentral im oberen Teil innerhalb einer dezenten Vertiefung ein eingeprägter Teufel-Schriftzug, der unmittelbar darüber in dem schmalen Loch eine Status-LED enthält. Der Bereich um das Teufel-Logo ist nicht ohne Grund vertieft, denn hierbei handelt es sich zugleich um das Touch-Sensor-Feld, kurz gesagt Teufel setzt bei den Airy True Wireless auf eine reine Touch-Bedienung.

Der Treiberkanal ist typisch kurz und schräg ausgerichtet, sodass dieser beim Einsetzten direkt in den Ohrkanal verläuft. Die üblichen Ladekontakte von True Wireless In-Ears befinden sich wie für diese Art von Ohrhörer üblich, an der Unterseite der Stabantenne. Bei den Teufel Airy True Wireless gibt es keinen festen Master und Slave In-Ear, daher könnt ihr hier problemlos einen der In-Ears alleine nutzen, nachdem ihr diese in den Bluetooth-Einstellungen mit eurem Smartphone verbunden habt.

Ladecase

Genauso wie die In-Ears, kann auch das Ladecase mit einem sehr leichten Gewicht punkten. Um das geringe Gewicht auch hier erreichen zu können, setzt Teufel beim Material rein äusserlich auf Kunststoff. Das Case ist insgesamt sehr schlicht gehalten und setzt sich aus einem matten Kunststoff an der Vorder- und Rückseite zusammen, während der seitliche Rahmen rundum in Hochglanz gewählt wurde. Die Verarbeitung des Kunststoff-Case ist soweit nicht schlecht, jedoch hatte ich bereits einige andere Kunststoff-Cases in der Hand, welche sich hierbei doch deutlich hochwertiger angefühlt hatten.

Viel Besonderes gibt es am 55,3 x 50 x 27,3 mm (B x H x T) großen Case nicht zu sehen, denn dieses ist sehr schlicht gehalten. Am auffälligsten ist hier wohl rein Äusserlich nur der eingelassene Teufel-Schriftzug an der Vorderseite, über den eine kleine schmale Akku Kapazitätsanzeige platziert wurde. Beim Öffnen wird einen dadurch jederzeit die restliche Kapazität des Ladecase angezeigt. Durch die an der Front angebrachte kleine Griffmulde lässt sich das Case wunderbar mit dem Daumen öffnen, sodass man dieses problemlos mit nur einer Hand öffnen kann.

Der Ladeanschluss wurde anders als man es auf anhieb vermuten würde nicht an der Rückseite unterhalb der Modellbezeichnung platziert, sonder am rechten Rahmen. Leider setzt Teufel hier noch auf den veralteten Micro-USB Anschluss, doch hier sollte es bei den Kopfhörern das letzte Modell sein. Ab sofort setzt man in Berlin dann auch auf USB-Typ-C. 

Der Deckel ist durch den Metallscharnier leichtgängig gelagert und rastet in der Endstellung ein, sodass sich das Case nicht ungewollt schließt. Der Deckel wird wie von vielen True Wireless In-Ears magnetisch geschlossen gehalten, genau so wie auch die beiden In-Ears. Somit kann hier selbst beim geöffneten Deckel über Kopf nichts herausfallen.

(Design: 4 von 5 Punkten)

Verarbeitung

Die Materialanmutung der Ohrhörer und vom Case ist zwar gut, aber als besonders hochwertig wirkend, wie ich es von den bisherigen Teufel Produkten gewohnt bin, kann ich beides leider nicht beschreiben. Das Gehäuse der Teufel Airy True Wireless wurde sehr sauber verarbeitet, sodass man hier trotz, dass dieses aus mehreren Teilen gefertigt wurde, keine unschönen Übergänge oder Kanten spürt.

Beim Case kann ich natürlich vor allem wieder einen Punkt kritisieren und zwar, dass Teufel hier immer noch auf Micro-USB setzt, hier wird es dann beim nächsten Produkt allerhöchste Zeit endlich auch auf USB-C umzusteigen, was auch dann wie bereits verraten auch bald soweit ist. Der Scharnier des Case geht sehr leicht und durch das geringe Eigengewicht wirkt dieser auf eine bestimmte Art und Weise „billig“, was auch am Kunststoff liegen kann. Was mich persönlich vielmehr am Case stört ist jedoch, dass man an den Seiten rundherum auf Hochglanz Kunststoff gesetzt hat, während man die Front und Rückseite schön matt gewählt hat. Hier hätte ich mir ein komplett mattes Gehäuse gewünscht, denn bei der glatten Oberfläche sieht man einfach jeden Fingerabdruck und Kratzer. 

So wie ich die Verarbeitung beschrieben habe klingt das ganze jetzt wahrscheinlich für euch wesentlich kritischer, als es dann in Wirklichkeit ist. Schließlich setzt Apple z.B. ebenfalls auf ein komplettes Gehäuse aus Kunststoff und das ist sogar komplett in Hochglanz gehalten. Daher wird diese Kritikpunkte nicht jeden stören, jedoch möchte ich euch dies definitiv nicht verheimlichen, was ich durch den Vergleich mit vielen anderen In-Ears feststellen konnte und hier vermisse oder bemängeln kann.

Im Alltag als sehr praktisch kann sich der IPX5 Schutz der Ohrhörer (nicht beim Case) bewähren. Dies bedeutet, dass die Ohrhörer auch problemlos bei einem Regenschauer getragen werden können, da diese einen Schutz gegen Strahlwasser (Düse) aus beliebigen Winkel besitzen.

(Verarbeitung: 3,5 von 5 Punkten)

TEIL 2

bestehend aus „Funktion des Produktes“ entspricht 65% der Gesamtwertung

Kopfhörer-ArtTrue-Wireless In-Ear Kopfhörer
KategorieBluetooth Kopfhörer (Bluetooth 5.0)
FarbeNight Black, weitere Farben: Silver White und Steel Blue
Akkuintegriert, Lithium-Polymer-Akku
Akku : 6 h (AAC)
Gesamtlaufzeit: 25 h (AAC)
Gewicht 50 g (Ohrhörer und Ladebox)
10 g (beide Ohrhörer)
40 g (Ladebox)
MaterialOhrhörer und Ladecase aus Kunststoff
KonnektivitätBluetooth 5.0 Audio-Codec: SBC und AAC.
Treiber5,8 mm Linear-HD-Neodym-Treiber (links und rechts)
Frequenzbereich20 Hz–20 kHz
Treiberempfindlichkeit bei 1 kHz/ 1 mW (dB92,5 +/- 3dB
Impedanz (Ohm)32 Ohm
LieferumfangTeufel Airy True Wireless
Ladecase
Micro-USB-Ladekabel
Ohr-Passstücke: S/M/L (M aufgesetzt)
Kurzanleitung und Warnhinweise
Technische Daten der Teufel Airy True Wireless

Tragekomfort

Teufel liefert bei den Airy True Wireless ingesamt drei unterschiedlich große Ohranpassstücken aus Silikon mit. Damit kann man die In-Ears wie es sich gehört, perfekt dem eigenen Ohrkanal anpassen, sodass bei der richtigen Größenwahl zugleich eine hervorragende Isolierung der Umgebungsgeräusche, als auch ein kräftiges Klangbild entstehen sollte. Zudem gewährleisten nur die richtigen Silikon-Ohradapter einen bequemen Sitz im Ohr und einen sicheren halt.

Die In-Ears sitzen keinesfalls unbequem im Ohr und störten mich selbst nach längerer Zeit nicht. Bei manch klobigen In-Ears hatte ich das Problem, dass ich nach einiger Zeit ein leichtes drücken im Ohr spürte, was ich vor allem dann bemerken konnte, wenn ich die In-Ears aus dem Ohr genommen habe. Dies ist hier bei den Teufel Airy True Wireless jedoch definitiv nicht der Fall.

Sollte man Kopfhörer suchen die sich auch für sportliche Aktivitäten eignen, dann würde ich die Teufel Airy True Wireless nur bedingt empfehlen. Sagen wir so, die Ohrhörer eignen sich weniger für hektische Kopfbewegungen, solltet ihr z.B. damit Radfahren wollen oder auf das Laufband gehen, würde ich die In-Ears weniger empfehlen, denn hier muss man je nachdem, wie gut diese bei euch sitzen gelegentlich die Ohrhörer nachjustieren. Bei weniger aktiven Sportarten, bei denen man keine hektischen Bewegungen ausführt, kann ich diese jedoch soweit gut weiterempfehlen, da diese z.B. an der Handelbank oder beim Bankdrücken weniger dazu neigen aus dem Ohr herauszufallen.

(Tragekomfort: 4 von 5 Punkten)

Bedienung

Teufel setzt bei den Airy True Wireless auf eine reine Bedienung via Touch, daher besitzen weder die beiden Ohrhörer, noch das zugehörige Ladecase eine physische Taste. Solch eine Touch-Bedienung birgt jedoch sowohl Vor- als auch Nachteile mit sich und ist daher nicht bei jedem gern gesehen.

Bei der Erkennung von Befehlen, die durch unterschiedlich langes und häufiges Tippen ausgeführt werden, kommt es nämlich gelegentlich und vor allem am Anfang, bis man den Dreh raus hat zu falschen erkennen bzw. ausführen der Funktionen. Dies geschieht vor allem dann, wenn viele Gesten auf einen Ohrhörer gelegt sind und zudem untereinander sehr ähnlich sind. Zudem funktioniert das Ganze mit nassen Händen ebenso wenig wie im Winter mit Handschuhen. Dafür wiederum drückt man sich die Ohrhörer normalerweise nicht wie bei normalen Tasten tiefer in den Ohrkanal, da bei Touch ein sanftes Tippen ausreicht und zudem sieht das Design so meist schöner aus.

Das erste Pairing der Teufel Airy True Wireless erfolgt eigentlich wie bei allen anderen True Wireless Kopfhörern automatisch, indem man die Ohrhörer aus dem Case entnimmt. Doch davor sollte man erst einmal die Folie an den Ladekontakten der Ohrhörer entfernen, damit diese ihren verbauten Akku über das Case aufladen können. Während man die Ohrhörer im Case auflädt, würde ich auch direkt das Ladecase aufladen, damit alle Akkus von sämtlichen Geräten voll aufgeladen sind und die volle Musikwiedergabe ohne lange Pausen dazwischen ermöglichen.

Sobald alles voll aufgeladen ist, werden einem die Ohrhörer beim Entnehmen aus dem Case automatisch in den Bluetooth-Einstellungen angezeigt und man kann diese wie gewohnt mit dem Smartphone koppeln. Sollte man die Kopfhörer mit einem weiteren Gerät koppeln wollen, z.B. zusätzlich zum Smartphone noch mit dem Tablet, muss man an beiden In-Ears direkt das Touch-Bedienfeld für zwei einhalb Sekunden gedrückt halten. Dabei wechseln diese automatisch in den Kopplungsmodus und sind dann für das Tablet ebenfalls in der Bluetooth-Liste sichtbar. Die Teufel Airy True Wireless können sich insgesamt bis zu 7 Geräte merken, dass heißt dass die Verbindung nach dem Einschalten automatisch mit diesen Geräten erfolgt. Dabei verbinden diese sich, sofern alle bereits verbunden Geräte in der Nähe sind, immer mit dem zuerst gekoppelten Gerät, wie bei mir z.B. meinem iPhone. Sollte davon wiederum kein Gerät in der Reichweite sein, wechseln die Ohrhörer nach 60 Sekunden in den Verbindungsmodus, sodass man eines der anderen, zuvor bereits gekoppelte Geräte mit den Ohrhörern verbinden kann. Sollt man die Kopplungsliste löschen und neu anlegen wollen, müssen die Ohrhörer ins Case eingesetzt werden und an beiden In-Ears das Touch-Bedienfeld für 8 Sekunden betätigt werden, anschließend kann die Kopplungsliste neu erstellt werden.

Das Ausschalten erfolgt wie bei allen True Wireless In-Ears völlig automatisch, sobald man diese wieder ins Case einlegt. Alternativ ist ein Timer für den Standby-Modus integriert. Dieser sorgt dafür, dass die In-Ears automatisch nach 15 Minuten ohne Wiedergabe von Musik in den Standby-Modus wechseln, dabei darf man jedoch keine Taste drücken, denn sonst werden diese wieder aktiv, bzw. die Musik wird gestartet, was dein Standby-Modus verhindern kann.

Bei der Bedienung setzt Teufel glücklicherweise auf eine symmetrische Steuerung, dies bedeutet, dass man an beide In-Ears dieselbe Steuerung integriert hat. Dies macht hier auch soweit absolut Sinn, schließlich kann man  somit problemlos auch jeden der beiden Ohrhörer völlig alleine nutzen.

 Kommen wir nun zur Bedienung, welche wie bereits erwähnt auf beiden Seiten absolut identisch ist. Ein einfaches einmaliges berühren sorgt dafür, dass die Musik pausiert wird, bis man erneut auf die Außenfläche tippt. Während der Musikwiedergabe kann man durch zweimaliges Tippen einen Musiktitel vor- und durch dreimaliges antippen einen Musiktitel zurückspringen. Was leider nicht direkt über die Kopfhörer geht, ist die Regulierung der Lautstärke, denn diese muss man hier leider über das Smartphone regulieren, was ich etwas Schade finde, den unterwegs in der Stadt, passe ich die Lautstärke gerne an mein Umfeld an. 

Sollte ein Anruf eingehen, kann man diesen durch ein einmaliges antippen der Aussenfläche annehmen. Möchte man gerade nicht Telefonieren genügt es, das Bedienfeld etwas länger berührt halten, sollte man am Ende des Anrufes auflegen wollen, genügt ein einmaliges kurzes Tippen auf die Touch-Oberfläche und schon ist der Anruf beendet. Sofern ein weiterer Anruf während ihr gerade telefoniert bei euch eingehen sollte, dann könnt ihr durch ein doppeltes Tippen zwischen den Anrufen wechseln und sobald ihr dann den zweiten Anruf aus der Warteschleifen holen wollt, genügt es die Oberfläche lange berührt zu halten.

Die Bedienung über die Touch-Oberfläche funktioniert soweit sehr gut und es kam bei mir nur selten zu Bedienfehler. Doch gerade, wenn man kurz die Ohrhörer nachjustieren möchte, berührt man diese schnell an der Touch-Oberfläche, was dann natürlich ungewollt zum Pausieren der Musik führen kann, was bei mir jedoch selten der Fall war.

(Bedienung: 4 von 5 Punkten)

Klang

Teufel hat in jedem In-Ear einen 5,8 mm großen Linear-HD-Neodym-Treiber verbaut, welcher einen gewöhnlichen Frequenzbereich von 20 – 20.000 Hz abdecken.Bei den Audio-Codecs setzt man nicht nur auf das Standardformat SBC, sondern zur Freude aller Apple-User auch auf den hochwertigen Audio-Code AAC, welcher von allen iOS-Devices unterstützt wird. Somit wird einem hierbei eine verbesserte bzw. verlustfreiere Bluetooth-Musikwiedergabe ermöglicht.

Der Klang, den die Teufel Airy True Wireless mit dem richtigen Sitz im Ohr wiedergeben, ist sehr gut und weitestgehend ausgeglichen. Die Höhen sind angenehm abgestimmt, sodass diese detailreich und sauber wiedergeben werden. Hierbei konnte ich keinerlei S-laute wahrnehmen und ebenso verzerrt der Ton auch nicht im hören Pegel. 

Die Mitten können mit einer eindringlichen Wiedergabe und blühenden Klangfarben punkten, sodass diese bei der Wiedergabe von Instrumenten und Gesang sich voll entfallen. Kurz gesagt, das Klangbild ist ausbalanciert und keineswegs anstrengend. 

Nun zum Bass, bei dem Teufel bisher wie bei vielen Produkten gewohnt, eine sehr gute klangliche Abstimmung abliefert. Der Bass ist gegenüber den Mitten und Höhen minimal angehoben und überzeugt durch seine Stärke. Der Tiefbass reicht sehr tief hinab, sodass dieser sehr voluminös zur Geltung kommt. Das Klangbild gefällt mir einfach sehr gut, knackige und präzise Bässe sind hier garantiert und das alles führt auch zu einem lebendigen Stereobild, sodass die Raumabbildung sehr gut ist und eine gute Tiefen- und Breitenstaffelung erreicht wird.

Teufel hat jeden In-Ear der Airy True Wireless mit einem separaten Mikrofon ausgestattet. Diese Mikrofone wurden beide mit einer Geräusch- und Echounterdrückung ausgestattet, sodass problemlos zum Telefonieren z.B. auch nur ein In-Ear genutzt werden kann. Im Test liefert die Geräuschunterdrückung eine sehr gute Arbeit ab, sodass Störgeräusche weitestgehend effektiv herausgefiltert werden. Die Mikrofonqualität kann ich somit als sehr gut einstufen, da mich meine Gesprächspartner-/innen alle gut und verständlich hören konnten und das auch, wenn ich gerade an einer viel befahrenen Straße unterwegs war oder es an einem Tag etwas windiger war. Hier schein das bereits erwähnte Stieldesign ein großer Vorteil zu sein, denn somit sind die Mikros perfekt zum Mund gerichtet und zudem auch etwas näher dran, als bei einem Knospen-Kopfhörer, bei denen das Mikro oft noch mehr oder weniger im Ohr steckt.  

Was die Latenz angeht, diese ist nur minimal, wenn man ganz genau hinhört erkennbar, dabei muss man sich jedoch sehr stark konzentrieren, wie ich das im Test immer mache. Doch wenn man direkt ein Video über YouTube oder einen Film auf Netflix und Co. anschaut, merkt ihr dabei definitiv keine Verzögerung zwischen Bild und Ton.

(Klang: 3,5 von 5 Punkten)

Ausstattung

Akku & Ladecase

Aufgrund des Stildesigns, hatte Teufel mehr Platz für die Elektronik im Gehäuse. Daher konnte man sich hier im Knospen-Bereich voll und ganz auf die Treiber usw. konzentrieren, während man den Akku vermutlich im Stil-Segment untergebracht hat. Somit war hier in jedem Ohrhörer Platz, für einen 60 mAh Akku, welcher laut Teufel bei mittlerer Lautstärke eine Laufzeit von knapp 6 Stunden ermöglichen soll. Zusammen mit dem zusätzlichen 500mAh Akku im Case, erreicht man  hierbei eine Gesamtlaufzeit von knapp über 25 Stunden, sofern die Lautstärke bei 50% liegt.

Die von Teufel angegeben Akkulaufzeit konnte ich im Test auch sehr gut erreichen, hört man jedoch etwas lauter Musik, dann reduziert sich Laufzeit bei 75 % auf gut viereinhalb bis fünf Stunden und bei 100 % sogar auf knapp dreieinhalb Stunden. 

Für spontane Einsätze, wenn man z. B. eine kleine Radtour machen möchte, jedoch vergessen hat, die Kopfhörer aufzuladen, besteht die Möglichkeit, auf die integrierte Schnellladefunktion zuzugreifen. Diese ermöglicht es, die beiden Ohrhörer innerhalb von nur 15 Minuten für gut eine Stunden Musikwiedergabe, mit Energie zu versorgen. Da bieten andere Hersteller zwar in derselben Zeit eine etwas längere Laufzeit, doch eine Stunde ist besser als gar nichts. Dafür wiederum hat Teufel die Ladegeschwindigkeit allgemein hoch gehalten, denn eine komplette Aufladung der Ohrhörer, dauert nur etwas über zwei Stunden. Bis der Akku des Case vollständig aufgeladen ist, vergehen knapp drei Stunden, doch solltet ihr die In-Ears währenddessen im Case eingesetzt haben, werden natürlich auch diese aufgeladen und die Ladezeit verlängert sich etwas.

Bluetooth & Signalqualität

Teufel hat bei den neuen Airy True Wireless den aktuellsten Bluetooth 5 Chip verbaut. Dieser liefert in meinem Test eine sehr stabile Verbindung sowohl zu iOS- als auch Android-Geräten. Die Verbindung zwischen Smartphone und In-Ears erfolgt wie bei eigentlich sämtlichen True Wireless Kopfhörer automatisch bei der Entnahme aus dem Ladecase. 

Sobald man die beiden Ohrhörer zum ersten Mal aus dem Transportcase nimmt, befinden diese sich automatisch im Pairing-Modus und können daher wie bei Bluetooth-Kopfhörer üblich, direkt über die Einstellungen mit dem Smartphone verbunden werden. 

Ein koppeln mit einem weiteren Gerät ist wie bereits unter Bedienung erwähnt problemlos möglich, denn der Speicher in den Ohrhörern merkt sich die letzten 7 Geräte automatisch. Öffnet man nach dem koppeln das Case, verbinden sich die beiden In-Ear automatisch mit dem zuerst verbunden Geräte, sofern hier das Bluetooth eingeschaltet wurde.

Die max. Bluetooth-Reichweite der Teufe Airy True Wireless ist soweit nicht schlecht. Ich kam bei uns im Haus auf gut 12 Meter, trotz einigen dünneren massiven Wänden und einer dickeren Aussenwand, die vom Alt- in den Neubau führt. Dies ist soweit sehr gut und somit etwas besser, als der Durchschnitt meiner bisher getesteten Kopfhörer. Im Freien ist die Reichweite natürlich dann nochmals deutlich höher, doch wer läuft hier viellicht ausser auf dem eigenen Grundstück gut 30 Meter oder mehr von seinem Smartphone weg? Daher spielt diese Reichweite für mich persönlich keine wichtige Rolle, jedoch sei gesagt, dass man hier gut die 30 Meter erreichen könnte.

(Ausstattung: 4 von 5 Punkten)

TEIL 3

bestehend aus „Preis/Leistung“ entspricht 10% der Gesamtwertung

Beschreibung

Mit den ersten True Wireless In-Ears, den Airy True Wireless liefert Teufel gute Kopfhörer ab, welche jedoch nicht rundum perfekt sind. Da wäre z.B, die etwas kratzanfällige Oberfläche rund um das Ladecase, hier hätte man meiner Meinung nach komplett auf ein mattiertes Design Wert legen sollen. Hinzu kommt hier auch der veraltete Micro-USB Anschluss, wo doch mittlerweile fast alle anderen Hersteller zumindest seid diesem Jahr komplett auf USB-C umgestiegen sind. Bei der Bedienung wiederum finde ich es schade, dass man die Lautstärke nicht direkt über die Ohrhörer verändern kann, sondern dazu jedesmal das Zuspielgerät zur Hand nehmen muss.

Positiv ist Teufel wiederum die Klangabstimmung gelungen, welche die oben genannten Schwächen meiner Meinung nach fast schon wieder komplett neutralisieren. Dies wird dann auch noch von einem sehr guten Tragekomfort und einer stabilen Bluetooth 5.0 Verbindung abgerundet. Somit machen die technischen Details die optischen Mängel wieder gut und sorgen dafür, dass die Teufel Airy True Wireless ein ganz guter Einstieg für Teufel in den True Wireless Markt ist. 

Preis/Leistung

Die UVP der Airy True Wireless hat Teufel mit 150 € festgesetzt, wobei diese sich je nach Land aufgrund der MwSt. Senkung minimal verändert, sodass man hier z.B. in Deutschland von knapp über 146 € sprechen kann. 

Für diesen Preis erhält man technisch und klanglich sehr gute True Wireless Kopfhörer, die trotz der kleineren Kritikpunkte, einige Konkurrenzprodukte problemlos im Schatten stehen lassen. Mehr als 150 € hätten diese jedoch auch nicht kosten dürfen, denn bei diesem Preis fangen dann auch schon gute True-Wireless In-Ears mit ANC an, daher hat sich Teufel hier für einen guten Preis entschieden, bei dem man meiner Meinung nach ein gutes Gesamtpaket geliefert bekommt.

Teufel Airy True Wireless

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testr Gesamtwertung

unter Berücksichtigung aller Teilwertungen

 Wir bedanken uns beim Hersteller für die Bereitstellung des Produktes. Zu unseren Grundsätzen

Link zum Hersteller: https://teufel.de

Panasonic RZ-S300W

In aller Kürze

Mit den RZ-S300W steigt Panasonic dieses Jahr auch in den Markt der True Wireless In-Ear Kopfhörer ein. Bei diesem Modell muss man jedoch gegenüber dem ebenfalls neuen Modell RZ-S500W auf das zusätzliche Noise-Cancelling verzichten. Dafür wieder sind die Ohrhörer kompakter und leichter als die NC-Version, bietet eine längere Akkulaufzeit und sind knapp 50€ günstiger. 

Die Kopfhörer fallen besonders durch ihr sehr geringes Gewicht von nur je 4 g auf, wodurch diese sehr angenehm im Ohr sitzen. Apropos angenehmer halt, dieser ist zudem auch sicher, sodass bei mir selbst beim Joggen keiner der beiden Ohrhörer herausgefallen ist. Im Punkto Klang, der zumindest einer der wichtigsten Punkte bei Kopfhörern ist, wissen diese ebenfalls zu gefallen, das Ergebnis ist ein guter Klang mit einem kräftigen Pegel. Das Lade-Case ist zwar nicht das kompaktestes, stört in der Hosentasche jedoch keineswegs. Bemängeln könnte ich hier lediglich dessen Verarbeitung, denn hier bin ich bezüglich dessen Einfachheit von der Haptik und Wertigkeit etwas enttäuscht.

Gefällt uns

  • sehr leichte Ohrhörer
  • bequemer Tragekomfort
  • Schnellladefunktion
  • USB-C Anschluss
  • lange Akkulaufzeit
  • Interaktionsmodus

Gefällt uns weniger

  • Verarbeitung des Ladecase
  • Klang fehlt es etwas an wärme
  • Sprachqualität

Panasonic RZ-S300W

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TEIL 1

Bestehend aus „Verpackung/Design/Verarbeitung“ entspricht 25% der Gesamtwertung

Verpackung

Bei der Verpackung setzt Panasonic wie zahlreiche andere Hersteller auf eine herkömmliche Faltschachtel, die zum Großteil im schwarz/weißen Look gehalten ist. Eine wirklich Hauptseite würd ich dabei gar nicht festlegen, denn auf einer Seite setzt man auf eine große Abbildung der Ohrhörer und bei der anderen auf ein transparentes Sichtfenster, doch alles der Reihe nach.

An der „Vorderseite“, die mit einer Abbildung der beiden True-Wireless In-Ears versehen wurde, verläuft ganz unten der weiße Panasonic-Schriftzug auf einem schwarzen Hintergrund. Etwas darüber befindet sich eine kleine App-Kachel, die über die mit den Kopfhörer kompatible App informiert. Direkt darunter steht außerdem etwas dezent die Modellbezeichnung „RZ-S300W“. Im blauen Streifen in der linken Ecke erwähnt Panasonic einige besondere Ausstattungsmerkmale, die hier als Symbol, aber weiter verlaufend auf der linken Verpackungsseite auch in Textform erklären, was damit jeweils gemeint ist. Dazu zählen die Dinge wie die Akkulaufzeit, Schnellladefunktion, IPX 4 Schutzklasse usw., auf was ich Schritt für Schritt noch genauer im Verlaufe des Testberichtes eingehen werde.

Wo wir gerade auf der linken Seite angekommen sind, hier wird von Panasonic auch der Lieferumfang an Zubehör, sprich Anpassstücken, Ladekabel usw. aufgelistet. Darüber zeigt das Unternehmen eine Abbildung von einem der beiden Ohrhörer, der dabei mit einer Art Röntgenblick gezeigt wird. Dabei möchte man zum einen auf die wichtigsten Merkmale: Treibergröße, Mikrofon und Touch-Sensor eingehen und zeigt zudem, wo diese Teile verbaut sind. 

Weiter geht es direkt auf der gegenüberliegenden Seite. Hier gibt es wenig Neues, man wird lediglich nochmals über die verfügbare App informiert und dass diese selbstverständlich sowohl für iOS als auch für Android verfügbar ist. Außerdem geht man hier kurz auf die Spezifikationen ein, zu denen hier jedoch lediglich das Bluetooth Version 5.0 gehört und die unterstützten Audio-Codec: SBC und AAC.    

Nun zur letzten Seite der mit dem bereits erwähnten Sichtfenster. Durch dieses sieht man ein Teil des Innenlebens der Verpackung bzw. die beiden Ohrhörer und den Großteil des Ladecase, welche hier in einem grauen Schaumstoff eingesetzt wurden. Ansonsten erblickt man hier einige Information in einer abgespeckt Version der gegenüberliegenden Seite.

Im Inneren der Verpackung hat man sich leider etwas weniger Mühe gegeben. Hier hat man sich für einen Zwischenteiler entscheiden, welcher den überraschend groß ausfallenden Teil an Beschreibungen, Sicherheitshinweise usw. vom restlichen Teil trennt. Soweit auch vollkommen ok. Jedoch ist der restliche Teil, sprich die beiden Ohrhörer und das Ladecase in einem Schaumstoffeinsatz eingesetzt, der sich wiederum in einem Blistereinschub befindet. Der restliche Lieferumfang wiederum ist fast schon lieblos in einzelnen Tüten unter diesem eingeschoben. Dazu zählen die verschiedenen Ohrtips in der Größe XS; S und L (M ist bereits auf den Ohrhörer) und das 50 cm lange USB-A auf USB-C Ladekabel.

(Verpackung: 3 von 5 Punkten)

Design

In-Ear Kopfhörer

Wie bereits eingangs erwähnt, sind die Panasonic RZ-S300W sehr leicht, genauer gesagt wiegt jeder der Ohrhörer nur 4 Gramm, was für mich persönlich die aktuell leichtesten True-Wireless In-Ears sind, die ich getestet habe. Dieses Gewicht wird natürlich nur dann erreicht, wenn man auf schwere Materialien verzichtet, sodass hier wie jedoch meist üblich nur Kunststoff zum Einsatz kommt. Neben dem von mir getesteten schwarzen Modell gibt es die Ohrhörer auch noch in einem schlichten Weiß und einem auffälligeren Mint.

Das Design der Panasonic RZ-S300W ist soweit schlicht. Das komplett schwarze Design lockert lediglich ein gerändelter silberner Kunststoffring auf, der die Touch-Oberfläche umfasst. Die Größe der In-Ear kann man definitiv als klein und kompakter einstufen, auch wenn diese dennoch eingesetzt im Ohr leicht herausstehen. Dennoch gibt es hier In-Ears die deutlich weiter herausstehen wie z. B. die Klipsch T5 True Wireless oder die JBL Tune 120 TWS.

 Überraschend dezent ist das Firmen-Branding nicht direkt sichtbar, denn dieses wurde nicht noch zusätzlich auf die Touch-Oberfläche aufgedruckt, sondern seitlich nahe dem Gehörkanal.  

Innerhalb des silbernen Kunststoffrings befinden sich an beiden In-Ears eine kleine Öffnung bzw. Lücke. Dabei handelt es sich zum einen um eine Status-LED, die z. B. über den Ladezustand informiert und direkt gegenüber jeweils ein Mikrofon, welches beim einsetzten, leicht nach vorne jedoch tendenziell nach oben zeigt. Dieses beiden Mikros werden jedoch nicht nur während man telefoniert genutzt, sondern dienen auch dem Interaktionsmodus, der die Umgebungsgeräusche auf Wunsch zum Gehör durchlässt.

Am inneren Teil der In-Ears, befindet sich der typische kurze und leicht geschwungene Treiber-Kanal und die üblichen Ladekontakte, über welche die In-Ears selbstverständlich im Ladecase aufgeladen werden können. Einen festen Master uns Slave In-Ear gibt es bei Panasonic nicht, hier setzt das Unternehmen auf eine separate Signalübertragung zu beiden In-Ears. Dies bedeutet, dass beide das Audio-Signal übermittelt bekommen, sodass problemlos der linke oder der rechte Ohrhörer auch alleine verwendet werden kann.

Ladecase

Genauso wie die In-Ears, kann auch das Ladecase mit einem sehr leichten Gewicht punkten. Um das geringe Gewicht auch hier erreich zu können, setzt Panasonic beim Material lediglich auf Kunststoff, was man jedoch auch wirklich merkt. Hier wirken andere voll aus Kunststoff gefertigte Cases einfach deutlich robuster und hochwertiger, dazu gehe ich jedoch beim Punkt Verarbeitung nochmals genauer ein. 

Viel gibt es am 73 x 30 x 39 mm (L x T x H) großen Case nicht zu sehen, denn dieses ist genauso wie die In-Ears selbst sehr schlicht gehalten. Das Auffälligste ist hier lediglich der eingelassene Panasonic-Schriftzug auf der Oberseite des Deckels, welcher dabei in Hochglanz gehalten wurde. An der Front gibt es eine längliche Griffmulde, in der zudem drei weiße LEDs eingebracht wurden. Beim Aufklappen des Deckels leuchten diese auf und informieren direkt über die Rest-Akkukapazität des Lade-Case. 

Beim Ladeanschluss setzt Panasonic glücklicherweise auf einen modernen USB-C Anschluss, nicht wie noch manch andere Kopfhörer Hersteller auf Micro-USB. Der Ladeanschluss zum aufladen des Akkus befindet sich schlicht an der Rückseite, direkt unterhalb des Scharniers des Case. Der Deckel wird anders wie in den meisten Fällen nicht magnetisch geschlossen gehalten, sondern einfach durch einen zuverlässigen Scharnier, was hier sehr gut funktioniert. Die Ohrhörer selbst werden in ihren beiden Plätzen wiederum sicher von einem Magnetischen-System gehalten, sodass hier selbst beim geöffneten Case, wenn man dies über Kopf hält, nichts herausfallen kann.

(Design: 3,5 von 5 Punkten)

Verarbeitung

Die Verarbeitung der Ohrhörer und vom Case ist zwar gut, aber als besonders hochwertig wirkend, kann ich beides nicht beschreiben. Bei beiden Ohrhörer passt soweit zwar noch alles, diese hat man ja sowieso meistens im Ohr und ansonsten im Ladecase verstaut. Das Gehäuse der In-Ears wurde wie meistens aus mehren Teilen zusammengebaut, welche jedoch alle einen sehr sauberen Übergang zueinander haben.

Anders sieht es beim Lade-Case aus, hier wirkt das Ganze nicht sonderlich hochwertig. Dies bedeutet jetzt nicht, dass es absolut schlecht verarbeitet ist, sondern es gibt einige Punkte, die man meiner Meinung nach definitiv anders bzw. schöner hätte lösen können. Dazu zählt z. B. der Hauptteil des Case, der rundherum außen verläuft, dieser besitzt an den Rundungen vier Linien, die darauf deuten, dass die Spritzgussform „billiger“ hergestellt wurde oder dieser Teil des Cases aus vier Teilen gefertigt wurde. Ich gehe jedoch vom erstgenannten Fall aus, doch hier hätte ich mir eine optisch schönere Ausführung ohne diese kleinen Linien gewünscht. Auch insgesamt macht das Case beim Anfassen keinen wertigen Eindruck, dies muss an dem verwendeten Kunststoff und dessen leicht rauen Oberfläche liegen. Hier setzten andere wie z. B. Cambridge beim Melomania 1 auch auf Kunststoff, doch dieser wirkt einfach deutlich hochwertiger. 

Keine Angst, die Beschreibung der Verarbeitung vom Case klingt wahrscheinlich viel schlimmer, als diese ist und wird vermutlich nicht jeden stören, doch ich möchte darauf dennoch hinweisen, da es natürlich auch besser gehen würde. Durchaus praktisch ist wiederum der IPX4 Schutz der Ohrhörer (nicht beim Ladecase), dieser schützt diese gegen allseitiges Spritzwasser, was bedeutet, dass diese gegen Schweiß und z. B. einem Regenschauer geschützt sind.

(Verarbeitung: 3,5 von 5 Punkten)

TEIL 2

bestehend aus „Funktion des Produktes“ entspricht 65% der Gesamtwertung

Kopfhörer-ArtTrue-Wireless In-Ear Kopfhörer
KategorieBluetooth Kopfhörer (Bluetooth 5.0)
FarbeSchwarz, weitere Farben: Mint und Weiß
Akkuintegriert, Lithium-Polymer-Akku
Akku : 7,5 h (AAC); 7 h (SBC)
Gesamtlaufzeit: 30 h (AAC); 28 h (SBC)
Gewicht 53 g (Ohrhörer und Ladebox)
8 g (beide Ohrhörer)
45 g (Ladebox)
MaterialOhrhörer und Ladecase aus Kunststoff
KonnektivitätBluetooth 5.0 Audio-Codec: SBC und AAC. Unterstützte Profile: A2DP, AVRCP, HSP, HFP
TreiberDynamische Treiber mit einer Größe von 6 mm (links und rechts)
Frequenzbereich20 Hz–20 kHz
Treiberempfindlichkeit bei 1 kHz/ 1 mW (dBkeine Angaben vom Hersteller
Impedanz (Ohm)keine Angaben vom Hersteller
LieferumfangPanasonic RZ-S300W True Wireless In-Ear Kopfhörer
Ladecase
USB-C-Ladekabel: Ca. 0,5 m
Ohr-Passstücke: XS/S/M/L (M aufgesetzt)
Technische Daten der Panasonic RZ-S300W

Tragekomfort

Die Panasonic RZ-S300W werden mit insgesamt vier unterschiedlich großen Ohranpassstücken angeliefert. Damit kann man dies In-Ears perfekt den eigenen Ohren anpassen, sodass bei der richtigen Wahl eine sehr gute Isolierung der Umgebungsgeräusche erreicht wird. Außerdem erreicht man mit der richtigen Wahl einen bequemen sitzt und sicheren halt, der sich aufgrund des geringen Gewichts der In-Ears auch nach längerer Zeit kaum bemerkbar macht. 

Durch die bereits erwähnte kompaktere Bauweise stehen diese zwar ebenfalls leicht aus dem Ohr hervor, doch das ist hier aktuell nahezu unvermeidbar. Für Mützenträger sind diese In-Ears auch geeignet, denn je nach Mütze sind die dabei entstehenden Druckbeschwerden nur leicht oder sogar gar nicht vorhanden

(Tragekomfort: 4 von 5 Punkten)

Bedienung

Panasonic setzt bei den RZ-S300W auf eine reine Bedienung via Touch, daher besitzt weder das Case noch die Ohrhörer eine physische Taste. Solch eine Touch-Bedienung birgt jedoch sowohl Vor- als auch Nachteile mit sich und ist daher nicht bei jedem gern gesehen.

Bei der Erkennung von Befehlen, die durch unterschiedlich langes und häufiges Tippen ausgeführt werden, kommt es nämlich gelegentlich und vor allem am Anfang, bis man den Dreh raus hat zu falschen erkennen bzw. ausführen der Funktionen. Dies geschieht vor allem dann, wenn viele Gesten auf einen Ohrhörer gelegt sind und zudem untereinander sehr ähnlich sind. Zudem funktioniert das Ganze mit nassen Händen ebenso wenig wie im Winter mit Handschuhen. Dafür wiederum drückt man sich die Ohrhörer nicht wie bei normalen Tasten tiefer in den Ohrkanal, da bei Touch ein sanftes Tippen ausreicht und zudem sieht das Design so meist schöner aus.

Das erste Pairing der Panasonic RZ-S300W erfolgt automatisch, indem man die Ohrhörer aus dem Case entnimmt. Doch davor sollte man erst einmal die Ohrhörer ins Case Einsetzen und dieses mit dem Beiliegen Ladekabel voll aufladen, den Panasonic lädt dies bi der Auslieferung nicht voll. Sobald alles voll aufgeladen ist, werden einem die Ohrhörer beim Entnehmen aus dem Case automatisch in den Bluetooth-Einstellungen angezeigt und man kann diese wie gewohnt mit dem Smartphone koppeln. Möchte man die Panasonic RZ-S300W wiederum mit einem anderen Gerät koppeln, muss man zuvor die Verbindung zum aktuellen Gerät trennen, denn eine sogenannt Mulitpoint-Verbindung mit mehren Geräten auf einmal geht hier leider nicht. Um die In-Ear Kopfhörer erneut in den Pairing-Modus zu versetzten, muss man die beiden Ohrhörer ins Case einsetzen und innerhalb von drei Sekunden nach deren entnehme aus dem Case die beiden Touch-Oberflächen für 7 Sekunden gedrückt halten. Das Ausschalten erfolgt wie bei allen True Wireless In-Ears völlig automatisch, sobald man diese wieder ins Case einlegt. Alternativ kann man jedoch in der App auch die automatische Abschaltung aktivieren, doch ich persönlich würde die Ohrhörer immer im Case aufbewahren, damit diese nicht verloren gehen.

Die meisten Funktionen waren über den linken Ohrhörer ausgeführt, daher sorgt ein einmaliges Tippen dafür, dass die Musik pausiert wird, bis man erneut auf die Außenfläche des linke In-Ear tippt. Ein dreimaliges schnelles Tippen erhöht wiederum die Lautstärke und ein zweimaliges senkt diese ab. Dadurch ist es leider nicht möglich, die Lautstärke schnell in mehreren Stufen zu verändern, sondern man müsste jedes Mal erneut den Befehl aufführen. Hält man den Finger 2 Sekunden auf dem linken In-Ear, dann kann man dem im Smartphone integrierten Sprachassistenten aktiveren oder auch auf Amazon Alexa, welchen man in der Panasonic App einrichten kann, dazu später mehr.

Mit dem rechten In-Ear kann man wiederum die Musik steuern, dies bedeutet, dass zweimal antippen, den nächsten Titel spielt und dreimal hintereinander den vorherigen Titel. Hält man die Touch-Oberfläche zwei Sekunden berührt, schaltet dies die Umgebungsgeräusche hinzu und auf Wunsch wieder weg.

Anrufe können über beide Seite angenommen werden, einfach während ein Anruf eingeht eine der beiden Seiten antippen und möchte man gerade nicht Telefonieren oder einfach nur auflegen, dann einfach zwei Sekunden berührt halten.  

Möchte man nur einen der In-Ears benutzen, egal ob nur rechts oder links, ist dies wie bereits erwähnt möglich. Jedoch muss man dann beachten, dass bei der Steuerung auch nur dessen Funktionen bereitstehen. Dies heißt soviel, dass wenn ihr den linken In-Ear nutzt, ihr nicht zum nächsten Titel springen könnt und andersrum mit dem rechten nicht die Lautstärke regulieren könnt, geschweige den die Musik pausieren. Daher muss man in diesem Fall meistens öfters das Smartphone zur Hand nehmen. 

Die Bedienung über die Touch-Oberfläche funktioniert soweit sehr gut und besitzt lediglich eine Verzögerung von knapp einer Sekunde. Mit beiden In-Ears kann man alle notwendigen Funktionen direkt ohne das Smartphone steuern, was mir sehr wichtig ist. Was mir jedoch manchmal gefehlt hat, ist eine Sperrung der Touch-Oberfläche, denn schon beim Einsetzen der Ohrhörer oder sofern man diese nur leicht in den Ohrkanal nachjustieren möchte, führt man direkt ungewollt einen Befehl aus.

(Bedienung: 4 von 5 Punkten)

Klang

Panasonic macht bei den RZ-S300W keine genauen angeben, wie diese klanglich abgestimmt sind, daher hab ich mir das Ganze für euch wie bei jedem Test genauer angehört. Doch fassen wir zuerst kurz die technischen Daten zusammen: Neben dem Akku, der in jedem der beiden Ohrhörer den größten Anteil im Gehäuse einnimmt, befindet sich darin noch je ein 6 mm Neodym-Treiber, die auf beiden Seiten einen gewöhnlichen Frequenzgang von 20 Hz – 20.000 Hz ausgeben. 

Bei den Audio-Codecs setzt Panasonic nicht nur auf das Standardformat SBC, sondern zur Freude aller Apple-User auch auf den hochwertigen Audio-Code AAC, welche von allen iOS-Devices unterstützt wird. Somit wir einem hierbei eine verbesserter bzw. verlustfreie Bluetooth-Musikwiedergabe ermöglicht.

Das Klangbild der Panasonic RZ-S300W klingt, ohne diese in der App anzupassen, ungewöhnlich nüchtern. Für einen 6 mm Treiber hätte ich einen druckvolleren Bass mit mehr Tiefgang erwartet. Hier scheint das kompakte und kleine Gehäuse, indem weniger Volumen für die Bassentwicklung vorhanden ist, dafür zu sorgen, dass sich der eigentlich wichtige Bass nicht richtig entfalten kann. Typisch für einen Single-Treiber In-Ear Kopfhörer sind auch die Mitten zurückhaltender und weniger griffig. Das Ganze setzt sich so auch bei den Höhen fort, diese sind soweit auch etwas dezenter betont, neigen jedoch bei sehr hoher Lautstärke je nach Musikrichtung dazu, dass diese gelegentlich zu leichten s-Lauten tendieren. Durch diese „schwächen“ bzw. der klanglichen Abstimmung von Werk aus klingen die Panasonic RZ-S300W bei der Musikwiedergabe zwar nicht so stark wie andere von mir bereits getesteten Modelle, doch einige unter euch werden beim Klang wiederum keine Probleme haben, schließlich ist Klang ebenfalls eine Geschmacksache und was mir hier weniger gut gefällt, mögen andere vielleicht. Für mich eigenen sich die Panasonic RZ-S300W vor allem bei der Wiedergabe von Hörbüchern, da mir die Sprachverständlichkeit sehr gut gefällt.

Die Sprachverständlichkeit beim Telefonieren ist gut, aber definitiv nicht hervorragend. Ich konnte dabei während dem reden meine Gesprächspartner hervorragend verstehen, soweit auch nichts Überraschendes, doch mein Gegenüber verstand mich eher nur gut. Das liegt daran, dass die verbauten Mikrofone zur Rauschunterdrückung der Umgebungsgeräusche währenddessen verwendet werden. Dadurch versucht die Elektronik diese Geräusche zu eliminieren, was jedoch auch dazu führt, dass eure gesprochene Worten abgehackt dem Gesprächspartner übermittelt werden. Diesen Effekt hat man am stärksten, wen die Umgebung etwas lauter ist oder wenn es an dem Tag sehr windig ist.

Was die Latenz angeht, diese ist nur minimal, wenn man ganz genau hinhört erkennbar, dabei muss man sich jedoch sehr stark drauf konzentrieren, wie ich das im Test immer mache. Doch wenn man direkt ein Video über YouTube oder einen Film auf Netflix und Co. anschaut, merkt ihr dabei definitiv keine Verzögerung zwischen Bild und Ton.

(Klang: 3,5 von 5 Punkten)

App

Panasonic stellt für die eigenen True Wireless In-Ear Ohrhörer eine passende App kostenlos zur Verfügung. Diese App hört auf den Namen „Panasonic Audio Connect“ und steht sowohl für iOS als auch Android Smartphones kostenlos im jeweiligen AppStore zum Download bereit.

Diese App ist jedoch wie bei vielen anderen Herstellern nicht unbedingt zwingend erforderlich, da die Kopfhörer auch ohne diese problemlos genutzt werden könnten. Wer jedoch Firmware-Updates (stand bei mir direkt eins zur Verfügung) oder persönliche Einstellungen via 5-Band-Equalizer vornehmen möchtet und den Amazons Alexa als Sprachassistent nutzen will, kommt um die App nicht drumherum.

Startet man die App das erste Mal, wird man sehr einfach Schritt für Schritt durch die Einrichtung bzw. die erste Verbindung mit den Kopfhörern geführt und kann einige Funktionen der App direkt aktivieren, was man jedoch auch problemlos später noch in den Einstellungen machen kann. Wichtig ist hier nur, dass man die Sprache auf Deutsch stellt, damit die Status-Ansagen der Kopfhörer auf deutsch sind.

Beim Startbildschirm werdet ihr beim ersten Start der App speziell informiert, dass man direkt über das obere Symbol Alexa als Sprachassistenten einrichten kann. Sollte euch jedoch Google oder Siri lieber sein, müsst ihr nichts weiter tun, denn diese erreicht ihr einfach so über die Kopfhörer. Ansonsten sieht man hier im Startbildschirm direkt die beiden Panasonic RZ-S300W Kopfhörer und zudem wird einem hier der Akkustand des linken und rechten In-Ear getrennt gezeigt. Des Weiteren erfährt man über diese Seite direkt, welcher Klangmodus gewählt ist. Tippt man auf das Symbol darunter, kann man zwischen vordefinierten Klanganpassungen wählen, oder man erstellt sich ein eigenes mithilfe eines 5-Band Equalizer. Das Gute dabei ist, die selbst eingestellte Klanganpassung wird sogar abgespeichert und ist somit immer aktiv. Im weiteren Symbol darunter wird angezeigt, ob die Umgebungsgeräusche aktuell durchgelassen werden oder nicht. Da ich meine Panasonic RZ-S300W direkt mit meinem iPhone X verbunden habe, zeigt es mir oben link direkt unter dem Namen automatisch AAC an, da am iPhone dieser Audio-Codec unterstütz wird. Hat man ein Android Smartphone, steht hier natürlich SBC.

Durch das Symbol oben rechts mit dem abgebildeten Schraubenschlüssel gelangt man ins Einstellungsmenü, bei dem man alle wichtigen Einstellungen der In-Ear vornehmen kann. Hier angelangt, kann man zum einen direkt auf die Online-Bedienungsanleitung zugreifen, sofern man was nachsehen möchte, aber die Anleitung gerade nicht findet oder unterwegs ist. Ansonsten zählen hier zu den wichtigsten Einstellungen die automatische Abschaltung, welche hier mit: Aus 5, 10, 30 oder 60 Minuten bestimmt werden kann. Ob man die Klangqualität (AC-Codec) oder Konnektivität (Codec SBC) priorisieren möchte. Zu guter Letzt ist auch die Finden-Funktion nützlich, denn damit kann man den Standort der Ohrhörer auf einer Karte einsehen oder zusätzlich einen Signalton abspielen, damit dieser einem eventuell bei der suche helfen kann, diese wieder zu finden.

(App: 3,5 von 5 Punkten)

Ausstattung

Akku & Ladecase

In jedem der PanasonicRZ-S300W In-Ears hat Panasonic einen 55 mAh Lithium-Polymer Akku verbaut. Diese sollten laut Panasonic eine max. Laufzeit im AAC-Codec Betrieb von ca. 7,5 Stunden ermöglichen und zusammen mit dem 800 mAh Akku im Case eine mehrmaliges aufladen (Max vier Mal), sodass sogar max. 30 Stunden erreicht werden sollten.  

Im Alltag lieferten bei mir die Akkus der Ohrhörer bei etwas 75 % der maximalen Lautstärke eine Laufzeit von knapp über 6,5 Stunden, was soweit zwar nicht ganz der angegeben Wert ist, doch ausreichend sollte dieser allemal sein. 

Für spontane Einsätze, wenn man z. B. eine Runde Radfahren möchte, jedoch vergessen hat, die Kopfhörer aufzuladen, besteht die Möglichkeit, auf die integrierte Schnellladefunktion zuzugreifen. Diese ermöglicht es, die beiden Ohrhörer innerhalb von nur 15 Minuten für gut 1 Stunden und 30 Minuten wieder mit Energie zu versorgen. Möchte man die beiden Ohrhörer wiederum komplett aufladen, muss man knapp eine Stunde und 20 Minuten warten und beim Ladecase welches übrigens via USB-C aufgeladen wird, dauert es gut dreieinhalb Stunden.

Bluetooth & Signalqualität

Panasonic setzt bei den RZ-S300W auf den neuen Bluetooth 5 Chip. Dieser liefert in meinem Test eine sehr stabile Verbindung sowohl zu iOS- als auch Android-Geräten. Die Verbindung zwischen Smartphone und In-Ears erfolgt wie bei eigentlich sämtlichen True Wireless Kopfhörer automatisch bei der Entnahme aus dem Ladecase. Sobald man die beiden Ohrhörer zum ersten Mal aus dem Transportcase nimmt, befinden diese sich automatisch im Pairing-Modus und können daher wie bei Bluetooth-Kopfhörer üblich, direkt über die Einstellungen mit dem Smartphone verbunden werden. 

Möchte man die beiden Ohrhörer wie bereits eingangs meines Berichtes erwähnt mit einem weiteren Gerät koppeln, muss man zuvor erst einmal die aktuelle Verbindung trennen und dann die beiden Ohrhörer ins Case einsetzten. Anschließend direkt die beiden Ohrhörer entnehmen und schnell innerhalb von 3 Sekunden die beiden Touch-Oberflächen für 7 Senkungen gedrückt halten. Anschließend können die Ohrhörer mit dem nächsten Gerät gekoppelt werden.

Kommen wir nun zur Bluetooth-Reichweite hier bin ich von der max. Reichweite sehr überrascht, denn diese ist zum einen sehr stabil und im Freien war hier ohne Hindernis erst nach knapp über 33 Meter Schluss. Im Haus oder der Wohnung ist die Reichweite ebenfalls gut, denn hier war es selbst im nächsten Stock noch problemlos möglich, ohne Aussetzer Musik weiter zuhören.

(Ausstattung: 4 von 5 Punkten)

TEIL 3

bestehend aus „Preis/Leistung“ entspricht 10% der Gesamtwertung

Beschreibung

Mit den ersten True Wireless In-Ears, den Panasonic RZ-S300W liefert Panasonic gut Kopfhörer ab, die mit einer sehr guten Bluetooth-Reichweite, einer langen Akkulaufzeit und einem sehr geringen Gewicht punkten können. Wer jedoch auf der Suche nach bassbetonten Kopfhörer mit einer warmen Abstimmung ist, sollte lieber zu einem anderen Modell greifen. Doch dies muss definitiv nicht negativ sein, denn der Klang ist nicht schlecht und zudem ist jedem sein Geschmack bzw. Klangeindruck anders.

Preis/Leistung

Die UVP der RZ-S300W hat Panasonic mit 120€ festgesetzt. Online sind diese jedoch inzwischen teilweise für etwas mehr als 90€ inkl. Versand erhältlich.  

Für diesen Preis bekommt man gute True Wireless In-Ear Kopfhörer, welche zwar klanglich definitiv nicht High-End sind, aber dennoch in einigen Punkten gut sind. Dazu zählt z. B. der sehr leichte Tragekomfort, die lange Akkulaufzeit und die äußert geringe Latenz. Zudem hat Panasonic an alle Bedienungsfunktion gedacht und somit kann man sämtliche Funktionen direkt über die Ohrhörer steuern und bei Bedarf auch problemlos jeden der Ohrhörer alleine nutzen. 

Panasonic RZ-S300W

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testr Gesamtwertung

unter Berücksichtigung aller Teilwertungen

 Wir bedanken uns beim Hersteller für die Bereitstellung des Produktes. Zu unseren Grundsätzen

Link zum Hersteller: https://www.panasonic.com/de/

Beats Powerbeats 4

In aller Kürze

Die neuen Beats Powerbeats der 4. Generation, unterscheiden sich zu den bereits getesteten Powerbeats Pro an nur zwei Punkten. Zum einen sind diese mit einem Kabel, welches über den Nacken verläuft miteinander verbunden und somit sind es keine True Wireless Kopfhörer. Macht auch Sinn, sonst währen es ja nahezu dieselben In-Ear Kopfhörer. Des Weiteren ist ein wichtiger Unterschied der Preis, denn die Powerbeats sind gut 100€ billiger was beim Kauf meist einer der wichtigsten Punkte ist. 

Ansonsten liefern die Powerbeats denselben gewohnten Klang der Powerbeats Pro, sowie dieselbe Steuerung und die tolle H1 Apple Chip Technologie, welche eine schnelle und stabile Verbindung zum iPhone bietet.

Gefällt uns

  • Top Tragekomfort
  • Staub- und Wasserbeständig
  • 15h Akkulaufzeit
  • Guter Klang
  • Fast-Fuel-Charge

Gefällt uns weniger

  • keine automatische Trageerkennung

Beats Powerbeats 4

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TEIL 1

Bestehend aus „Verpackung/Design/Verarbeitung“ entspricht 25% der Gesamtwertung

Verpackung

Die Verpackung der Powerbeats ähnelt nahezu komplett der Verpackung von den Powerbeats Pro, da sich beide Produkte auch sehr ähnlich sind. Unterschied ist hier lediglich die Höhe der Verpackung, denn aufgrund dessen, dass bei den Powerbeats das große Ladecase entfällt, konnte Beats bzw. Apple die Verpackung noch etwas kompakter ausführen. 

Die Verpackung ist typisch für Beats sehr robust und wie ich es bereits von Apple Produkte kenne mit wenig Schnickschnack verziert worden. Der Lieferumfang im Inneren lässt wie gewohnt keine Wünsche offen, denn hier hat das Unternehmen nicht nur an alles Wichtige gedacht, sondern das Zubehör zudem sehr ordentlich in der kompakten Verpackung untergebracht. Die eigentliche Hauptverpackung ist dabei von unten in eine Umverpackung geschoben, die ich euch nun etwas ausführlicher beschreiben möchte.

Die Vorderseite der schwarzen Verpackung, ziert an der Front die Abbildung des rechten In-Ear Ohrhörer in der Farbe, in der man sich die Powerbeats ausgesucht hat, was in meinem Fall schwarz ist. Unter der etwas vergrößerten Abbildung des In-Ears, steht in weißer Schrift auch noch der Name der In-Ears und zwar „Powerbeats“. Wie bereits von der Verpackung der Powerbeats Pro gewohnt, prangt auch hier kein auffälliges rotes Beats Logo an der Vorderseite, sondern lediglich ein graues, welches man am Kopfhörer sieht. 

Dafür wiederum ziert das bekannte rote Beats-Logo die rechte und linke Seite der Hülle. Hierbei erwähnt Beats jedoch zu linken wie üblich, vier der wichtigste Merkmale der neusten Powerbeats. Dazu zählt z. B. die Akkulaufzeit von 15 Stunden, dass es sich um schweiß- und wasserresistente Kopfhörer handelt und diese mit anpassbaren Ohrbügeln ausgestattet sind.

Die Rückseite der schwarzen Umverpackung ziert wiederum eine kleine, jedoch komplette Abbildung der Ohrhörer. Des Weiteren wird hier auf die Art der Kopfhörer hingewiesen und dass diese Made for Apple tv, iPhone und iPad gemacht sind, aber auch mit Android-Smartphone und Android-Tablets harmonieren.

Zieht man die Hauptverpackung aus der Umverpackung heraus, erblickt man eine Schachtel, auf deren Oberseite im Zentrum, dezent ein Beats-Logo eingeprägt ist. Nach dem Anheben des Deckels erblickt man direkt die Powerbeats in einer Verpackungszentrierung, welche die Ohrhörer sicher an ihrer Position halten, sodass hier beim Transport ja nichts Hin und Her wackelt. Unter genau diesem Einsatz, hat Beats das restliche Zubehör verstaut. Hierbei handelt es sich um einen weiteren Einsatz aus Kartonage, in welchem neben den üblichen Beats bekannten App-förmigen Beschreibungen und Kurzanleitung auch der bekannte Beats-Aufkleber eingeschoben wurde. Darauf wiederum wird das Lighting-Kabel und die verschieden großen Silikon-Ohrtips sicher an der Position gehalten. Zu guter Letzt ist in der Untersten Ebene der Verpackung noch eine kleine Aufbewahrungstasche mit Kordel.

(Verpackung: 4,5 von 5 Punkten)

Design

Beim Betrachten der neuen Powerbeats fällt mir direkt die sehr hohe Ähnlichkeit zu den Powerbeats Pro auf. Kein Wunder schließlich handelt es sich hierbei um nahezu die identischen Kopfhörer, welche lediglich nicht komplett kabellos ausgeführt sind, sondern mit einem dünnen Nackenkabel miteinander verbunden sind. Dafür wiederum kann man hier auf das große Case von den Powerbeats Pro verzichten, ein Kompromiss, den ich gerne eingehe, da diese zudem gut 100€ günstiger sind.

Durch die sehr große Ähnlichkeit zu den Powerbeats Pro, setzt Beats bzw. Apple auf das bewährte Bügel-Design, was besonders beim Sport für eine hervorragenden und sicheren halt sorgt. Die beiden Bügel sind festsitzend, jedoch flexibel genug, um diese den Ohren anzupassen. Wie bei dem Großteil aller In-Ear Kopfhörer, besteht auch bei den Beats Powerbeats das Gehäuse aus Kunststoff, welcher z. B. bei den Ohrbügeln mit einem zusätzlichen Softmaterial versehen wurde.

Beats bietet die Powerbeats aktuell in drei Farben an, einem weiß, rot und schwarz, wovon Letzteres meinem Testgerät entspricht. Wie es bei In-Ear Kopfhörern mit Nackenkabel üblich ist, steckt auch hier die Elektronik, wie Treiber, Akku, Bluetooth-Modul usw. im Gehäuse der Ohrhörer. Das Silikon-Kabel zwischen beiden Ohrhörern sorgt wiederum dafür, dass die Stromversorgung und die Datenübertragung vom rechten zum linken Ohrhörer unterbrechungsfrei ermöglicht wird. Außerdem ist der praktische Nebeneffekt dabei, dass man die Powerbeats aus dem Ohr nehmen kann und um den Hals hängen lassen kann, sodass diese nicht herunterfallen, sondern um den Nacken bzw. Hals baumeln.

Anders wie bei den Powerbeats Pro, bei denen die Bedienelemente an beiden Ohrhörern egal ob links oder rechts, identisch waren, ist dies bei den normalen Powerbeats nicht der Fall. Bei den True Wireless Kopfhörern war dies der Grund, da man hier auch jederzeit nur einen der beiden Kopfhörern nutzen konnte, was hier bei den Powerbeats wiederum nicht so ist. Daher befindet sich am linken Ohrhörer der kleinere Power Button und am rechten die etwas größere Lautstärkewippe und das Beats-Logo, welches hier ebenfalls als Knopf dient. Auf die ausführliche Bedienung, also welche Taste welche Funktion ausführt, komm ich später unter „Bedienung“ noch mal zurück. 

Am Gehörteil, also da, wo auch die Treiber sitzen, kommt eine nach außen gerichtete längliche Bassreflexöffnung zum Einsatz. Dies war genau so auch schon bei der Powerbeats Pro der Fall. Der bei diesen jedoch verwendete Annäherungssensor in der Innenseite kommt hier jedoch leider nicht mehr zum Einsatz. Der Sensor war bei dem True Wireless Modell dazu da, dass die Musik automatisch pausiert wird, sobald man die Ohrhörer aus dem Ohr nimmt und wieder weiterläuft, sobald man diese eingesetzt hat. Daher ist dies auch mit einer der Gründe, warum die Beats Powerbeats deutlich billiger sind, als die Powerbeats Pro.

(Design: 4 von 5 Punkten)

Verarbeitung

Bei der Verarbeitung der Powerbeats konnte ich keine Mängel feststellen. Alles wirkt hier sehr stabil und robust, sodass die Kopfhörer sicherlich auch einen Sturz aus 1 Meter oder mehr bis auf eventuell wenige Kratzer unbeschadet überstehen würden.

Die Übergänge der einzelnen Kunststoffbauteile bei den Ohrhörern sind hervorragend. Alles ist hier sauber verarbeitet, sodass es hier keine unschönen und störenden Kanten vorhanden sind. Außerdem sind die Powerbeats schweißbeständig und bieten einen Wasserschutz. Diese Aussage sollte man jedoch keinesfalls mit schweißfest und wasserdicht verwechseln, denn dies sind zwei gravierende Unterschiede. Sollte die Kopfhörer mit einer Flüssigkeit in Kontakt kommen, sollte man dies mit einem trockenen und fusselfreien Tuch abwischen. Zu einem Untertauchen oder reinigen unter fließendem Wasser, ist daher absolut abzuraten.

(Verarbeitung: 4 von 5 Punkten)

TEIL 2

bestehend aus „Funktion des Produktes“ entspricht 65% der Gesamtwertung

Kopfhörer-Art In-Ear Kopfhörer mit Nackenkabel
KategorieBluetooth-Kopfhörer (Bluetooth 5) mit Apple H1 Chip
FarbeSchwarz; weitere Farben: Weiß und Rot.
Akkuintegriert, Lithium-Polymer-Akku
Akku Ohrhörer: 15 h
Ladezeit: 1 und 30 Minuten
Schnellladefunktion: 5 Minuten für 1 Stunden Musikwiedergabe.
Gewicht 26 g
MaterialKunststoff
KonnektivitätBluetooth 5.0 Klasse:1 (Apple H1 Chip)
LieferumfangBeats Powerbeats
Silikonaufsätze: XS, S, M (an Kopfhörern befestigt), L
Lightning auf USB-A Ladekabel
Kurzanleitung
Beats-Aufkleber
Garantiekarte

Tragekomfort

Beats liefert bei den Powerbeats insgesamt vier verschiedene Größen an Aufsätzen (Ear-Tips) mit, in der Größe XS; S; M und L mit, von denen ein paar bereits montiert wurde, und zwar das Paar in der Größe „M“. Mit diesen Aufsätzen kann man die Ohrhörer eigentlich an nahezu alle Ohr-Typen bzw. Ohrkanal-Größen anpassen. Außerdem setzt man hier wie bereits erwähnten nicht auf Sport-Einsätze, die sich im inneren des Ohrs verankern, sondern auf anpassbaren Ohrbügel, welche sich hinten um das Ohr legen bzw. daran angepasst werden.

Zum Anlegen benötigt man jedoch unter Umständen gerade am Anfang vielleicht beide Hände, da man damit den Silikonbügel leichter um das Ohr führen kann. Nach einiger Übung sollte das Ganze jedoch auch ganz gut mit nur einer Hand vonstattengehen. Das Nackenkabel wurde von Beats übrigens überarbeitet, dies ist nun nicht mehr flach, wie es bei den Powerbeats 3 der Fall war, sondern rund, was die Reibung deutlich mindert. Kommt jedoch Schweiß dazu, was beim Sport eigentlich nicht ausbleibt, klebt das mit Silikon überzogene Kabel gerne mal am Nacken fest, was dazu führen kann, dass ein kurzer Zug am Kopfhörer bzw. Ohr entsteht.

Nachdem anlegen, sollte man diese dennoch wie von anderen Ohrhörern gewohnt, leicht in den Ohrkanal drücken. Die Betonung liegt hier joch auf „leicht“ nicht fest. Schließlich soll das Ganze nicht wehtun, sondern es soll nur der typische Unterdruck-Effekt entstehen, der beim Andrücken der Silikon-Ohrtips erzeugt wird. Macht man dies nämlich nicht, dann stimmt das Klangbild unter Umständen nicht richtig. Anschließend halten die Powerbeats hervorragend in den Ohren und dies nicht nur beim Laufen, sondern auch beim Sport.

Aufgrund der Ausführung mit Ohrbügel, kann es natürlich für Brillenträger zu Problemen kommen, da die Brille dann auf den Bügel aufliegt. Mit meiner Sonnenbrille beim Radfahren hatte ich hierbei jedoch keinerlei Probleme. Das lässt sich jedoch nicht verallgemeinern, denn ob es euch stört, liegt nämlich zum einen an eurem Schmerz- bzw. Störempfinden, denn dieses ist bei jedem anders. Außerdem spielt es auch eine Rolle, wie die Brillenbügel eurer Brille ausgeführt sind.

(Tragekomfort: 4 von 5 Punkten)

Bedienung

Bei vielen In-Ear Kopfhörern mit einem sogenannten Nackenband erfolgt deren Bedienung meist über eine Drei-Tasten-Fernbedienung, die zwischen dem Kabel hängt. Dabei kenn ich es selbst zu gut, dass dies bei Sport oftmals gegen den Hals klopft und somit ein dumpfes Störgeräusch verursachen kann. Außerdem muss man somit oftmals seitlich am Gesicht rumfuchteln und den richtigen Knopf suchen, der z. B. die Musik pausiert usw. So erfolgte auch die Bedienung an den alten Powerbeats 3, welche eben genau über solch eine kleine Fernbedienung verfügten. 

Bei den neuen Powerbeats 4 hat Beats das Bedienkonzept jedoch komplett überarbeitet und meiner Meinung nach deutlich einfacher bzw. komfortabler. Hier wird nämlich alles direkt über die vorhanden Tasten an den In-Ear Ohrhörer gesteuert. Auf eine Touch-Bedienung wie man es z. B. von den Apple AirPods kennt, hat Beats hier jedoch verzichtet. Jedoch bin ich sowieso eher Fan von echten Hardware-Tasten, denn bei diesen funktioniert die Steuerung meist deutlich präziser, wie die Touch-Gesten.

Um die Powerbeats ein- auszuschalten, muss man die kleine Taste am linken Ohrhörer für eine Sekunde betätigen. Das Koppeln der Kopfhörer mit dem Smartphone ist ebenfalls sehr einfach, doch darauf gehe ich später unter dem Punkt „Bluetooth“ genauer ein. Jedoch mag ich so viel dazu hier verraten, als Apple-Device Nutzer, ist es wie von Beats und Apple Kopfhörern gewohnt, total einfach.

Anders als bei den Powerbeats Pro, ist bei den Powerbeats 4 lediglich das rechte Beats-Logo eine Taste. Betätigt man dieses einmal, dann wird die Musik angehalten oder gestartet. Ebenfalls kann man hierüber jedoch auch problemlos die Musik steuern. Drückt man hier z. B. die Taste zweimal, springt man zum nächsten Titel in der Playlist und beim dreimaligen Betätigen einen Titel zurück.

Mithilfe derselben Taste, kann man jedoch auch eingehende Anrufe annehmen. Somit genügt es, die Taste bei einem eingehenden Anruf einmal zu betätigen und ein erneutes betätigen am Ende eures Telefonats führt dazu, dass der Anruf beendet wird. Sollte wiederum, während man gerade schon telefoniert, ein zweiter Anruf eingehen, kann man den ersten anhalten, indem man das Beats-Logo einmal betätigt. Während zwei Anrufe aktiv sind, kann man durch das einmalige Betätigen der Taste, zwischen den Telefongesprächen hin- und her wechseln. Einen eingehenden Anruf kann man ablehnen, indem man die Beats-Taste für eine Sekunde gedrückt hält.

Mithilfe der länglichen Taste am rechten In-Ear, bei der es sich um die Lautstärke-Wippe handelt, senkt man durch das Betätigen der Taste in der Richtung des Beats-Logo die Musiklautstärke ab und am anderen Ende wird diese erhöht. Neben dem Power-Knopf befindet sich übrigens eine kleine Status-LED, diese informiert durch zwei Farben, wie voll der Akku der In-Ear Kopfhörer noch ist. Weiß bedeutet: Bis zu 15 Stunden Restlaufzeit, Rot weniger als eine Stunde verbleibend und sobald die LED rot blinkt, sollte man diese unbedingt aufladen. Das Aufladen erfolgt hier wie von Apple Devices und Kopfhörer gewohnt über ein Lightning-Kabel, dieser Anschluss befindet sich am rechten Ohrhörer an der Unterseite, neben welchem sich direkt das Mikrofon für die Telefonate befindet.

Die neusten Apple und Beats Kopfhörer unterstützen allesamt die Sprachsteuerung, so auch die neuen Powerbeats der 4. Generation. Diese sogenannte „Hey Siri-Funktion“ welche im Zusammenhang mit iOS-Geräten unterstützt wird, ist besonders beim Sport nützlich und wenn man das Smartphone nicht im selben Raum daheim liegen hat. Dadurch kann man nämlich ohne die Hände vom Trainingsgerät nehmen zu müssen, durch die Aussprache der zwei Wörter auf Siri zugreifen und dieser mitteilen, man möchte die Lautstärke erhöhen oder vieles mehr. Alternativ kann man jedoch jederzeit auch über die Beats-Taste zugreifen, indem man diese solange gedrückt hält, bis das gewohnte Siri-Signal ertönt.

(Bedienung: 4 von 5 Punkten)

Klang

Von Apple bzw. auch von Beats bin ich es bereits gewohnt, dass man bezüglich den genauen klanglichen Spezifikationen keine Angaben macht. Somit wird auch hier nicht verraten, wie groß die verbauten Treiber sind und welche Frequenzen diese wiedergeben können. Doch hierbei handelt es sich um dasselbe Set-up wie bereits in den Powerbeats Pro. Daher wirbt Beats hier auch mit demselben kraftvollen Sound wie auch in dem Familienmitglied den Powerbeats Pro. Ob dies auch wirklich so ist, hab ich natürlich für euch im Klangcheck geprüft.

Vom Klangbild hat Beats hier genau das versprochen, was man geboten bekommt. Die Powerbeats bieten ein kraftvolles Bassfundament mit einem gut zupackenden Tiefgang, wie man es sich von einem Sportkopfhörer wünscht. Wiederum ist der wiedergegebene Bass nicht so aufdringlich bzw. dominant, sodass dabei die Mitten oder gar die Höhen überspielt werden. Da jedoch dasselbe Klang-Set-up wie bereits bei den Powerbeats Pro zum Einsatz kommt, konnte ich auch hier feststellen, dass vor allem im unteren Bereich, also dem Tiefgang teilweise etwas an dem sonst so knackigen Klangcharakter verloren geht und die Höhen und Mitten sich etwas zurückziehen. Jedoch gefällt mir das Klangbild dennoch gut, da die Kopfhörer wie bereits angedeutet perfekt für den Sportsektor abgestimmt wurden. Der Output passt hier nämlich absolut zum Sporteinsatz, denn hier wird eine sehr gute und ausreichende Lautstärkereserve geboten und das Klangbild ist sehr druckvoll, was für viele beim Sport zur Motivation bzw. zum Pushen hilft.

Was die Sprachverständlichkeit der Powerbeats angeht, kann ich soviel sagen, dass diese sehr gut ist. Die beiden verbauten wellenbündelnde Mikrofone am rechten Ohrhörer, sowie die beidseitig verbauten Beschleunigungsmesser mit Bewegungserkennung und Spracherkennung filtern hier sämtliche Hintergrundgeräusche exzellent raus, sodass der Gesprächspartner einen sehr gut versteht. 

Was die Latenz angeht, also die Verzögerung zwischen Ton und Bild beim Ansehen von YouTube Videos usw. können die Powerbeats ebenso überzeugen. Dies liegt an dem Apple H1 Chip, welcher für eine schnelle und sehr stabile Verbindung der Geräte sorgt.

(Klang: 4 von 5 Punkten)

Ausstattung

Akku

Bei der Akkulaufzeit verspricht Beats bis zu 15 Stunden am Stück. Diesen versprochenen Wert kann man auch soweit selbst bei etwas angehobener Lautstärke gut erreichen. Hört man jedoch deutlich lauter Musik, also bei über 75 % der max. Lautstärke, dann reduziert sich der Wert dementsprechend etwas und pendelt sich bei ca. 12 bis 13 Stunden ein. 

Die Ladezeit von null auf hundert wird mit 90 Minuten angegeben, was ich hier mit dem mitgelieferten Ladekabel über meinen Mac auch ziemlich exakt erreichen konnte. Als äußert praktisch, erwies sich bereits bei älteren Beats-Produkten die integrierte Schnellladefunktion – hier „Fast-Fuel“ genannt. Diese ermöglicht es, dass man die Powerbeats innerhalb von 5 Minuten für etwas mehr, als eine Stunde Musikwiedergabe aufladen kann, was ich im Praxistest auch so unterschreiben kann. 

Nutzer eines iOS-Device haben bei Beats Kopfhörern wie gewohnt zwei Möglichkeit sich über den Akkustand der In-Ears zu informieren. Schaltet man die Kopfhörer ein, erscheint das typische Pop-up-Fenster, welches über die verbleibenden Kapazitäten der Powerbeats informiert. Außerdem könnt ihr den Akku natürlich jederzeit über das Batterien-Widget einsehen.

Bluetooth & Signalqualität

In den neuen Powerbeats wurde Apples hauseigener H1 Chip verbaut, der nicht nur eine rasante Verbindung mit Apple-Devices erlaubt, sondern auch ermöglicht, das zwei Beats- oder Apple-Kopfhörer mit nur einem iPad oder iPhone verbunden werden können. Dadurch kann man zusammen mit dem Partner der z. B. über Apple Music verfügt dieselbe Musik hören, bzw. sozusagen unterwegs miteinander teilen.

Die Verbindung zwischen Kopfhörern und iOS-Device, ist wie gewohnt total easy. Hier reicht es, die Powerbeats anzuschalten und nahe an das iPhone oder iPad zu halten, mit dem man die Ohrhörer koppeln möchte. Anschließend erscheint direkt das von Beats- und Apple-Kopfhörern bekannte Pop-Up-Fenster am Smartphone. Dieses zeigt einem direkt die Kopfhörer an und man wird gefragt, ob man die Kopfhörer verbinden möchte. Sobald man nun auf „Verbinden“ tippt, sind die Kopfhörer mit dem iOS-Device gekoppelt und der Akkustand wird direkt angezeigt. Das praktische hierbei ist, dass ihr die Kopfhörer nicht mit euren weiteren Apple-Geräten koppeln müsst. Automatisch werden diese euch nämlich auch bei den anderen Geräten in den Bluetooth-Einstellungen angezeigt und ihr könnt innerhalb weniger Sekunden bei der Wiedergabe zwischen den einzelnen Geräten wechseln.

Seid ihr Nutzer eines Android-Smartphones oder Tablet, könnt ihr die Powerbeats natürlich ebenfalls nutzen, denn auch mit diesen Geräten sind die Kopfhörer kompatible. Dabei ist der Kopplungsvorgang jedoch etwas „aufwendiger“, aber keineswegs komplizierter als bei einer herkömmlichen Bluetooth-Verbindung. Um die neuen Powerbeats mit eurem Android-Smartphone zu koppeln, müssen diese selbstverständlich eingeschaltet sein. Sodass diese sich automatisch im Verbindungsmodus befinden. Nun wie gewohnt in die Bluetooth-Einstellungen eures Gerätes gehen und aus der Liste die Powerbeats suchen, darauf klicken und schon koppeln sich beide Geräte miteinander.

Die Reichweite der Powerbeats ist wie bei dem Pro-Modell sehr hoch. Apple gibt an einen Bluetooth-Chip (Bluetooth 5.0) der Klasse 1 verbaut zu haben und dies merkt man auch. In Räumlichkeiten mit zwei dickeren Beton-Wänden fing die Musik erst ab ca. 30 Metern an zu stocken, im freien Feld sind wiederum bis zu 50 Metern kein Problem.

(Ausstattung: 4,5 von 5 Punkten)

TEIL 3

bestehend aus „Preis/Leistung“ entspricht 10% der Gesamtwertung

Beschreibung

Mit den neuen Powerbeats der 4. Generation hat Beats die Sport-Kopfhörer sinnvoll überarbeitet. Die Ähnlichkeit zu den bereits getesteten Powerbeats Pro sieht man nicht nur, sondern man spürt und hört es auch in vielen Bereichen. Jedoch können dies nicht nur beim Sport getragen werden, sondern eigenen sich auch perfekt für den Alltag. Durch das bereits bewährte Design mit den Ohrbügeln halten diese perfekt in den Ohren und sind noch dazu schweiß- und wasserfest, was dafür sorgt, dass diese nicht so leicht kaputt gehen.

Preis/Leistung

Die UVP der Powerbeats hat Beats mit 149,95€ festgesetzt. Somit sind diese genau 100€ billiger als die True Wireless Variante, die Powerbeats Pro. Online sind diese jedoch je nach Farbe aktuell bereits günstiger für knapp unter 120€ inkl. Versand erhältlich und somit noch etwas interessanter.

Für diesen Preis erhält man quasi die bewährten Powerbeats Pro, nur eben für 100€ weniger. Dafür muss man jedoch auf die Freiheit ohne Kabel verzichten und auf die automatische Play-/Pause-Funktion bei der Entnahme der In-Ear Kopfhörer. Von der Verarbeitung und dem Klang entsprechen diese meiner Meinung nach wiederum voll und ganz dem großen Familienmitglied, den Powerbeats Pro.

Beats Powerbeats 4

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testr Gesamtwertung

unter Berücksichtigung aller Teilwertungen

 Wir bedanken uns beim Hersteller für die Bereitstellung des Produktes. Zu unseren Grundsätzen

Link zum Hersteller: beatsbydre.com/de

JBL CLUB 700BT

In aller Kürze

Der neue JBL CLUB 700BT ist einer der drei neuen Kopfhörer der CLUB-Serie. Dieser erweist sich in meinem Test als rundum guter On-Ear Kopfhörer, da dieser sowohl von der Verarbeitung, als auch vom Design und dem Klang positiv Punkten kann. Da auch die neue Kopfhörer-Serie wie z. B. die Kopfhörer der LIVE-Serie mit der JBL Headphones App kompatible sind, kann man hier weitere Einstellungen via Equalizer vornehmen und eventuell verfügbare Firmware-Updates installieren. Mit unter 150 macht man hier nicht viel verkehrt, denn auch der Tragekomfort ist nach mehreren Stunden bequem und die Akkulaufzeit von 50 Stunden sorgt dafür, dass man diesen problemlos auf längeren Reisen mitnehmen kann.

Gefällt uns

  •  Tragekomfort
  •  Akkulaufzeit inkl. Schnelllade-Technologie
  •  geringes Gewicht
  •  Ohrpolster wechselbar

Gefällt uns weniger

  • keine hochwertigen Audio-Codecs
  • Bass Booster neigt zum Übersteuern
  • Grundrauschen bei TalkThru und Ambient Aware
JBL CLUB 700BT

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TEIL 1

Bestehend aus „Verpackung/Design/Verarbeitung“ entspricht 25% der Gesamtwertung

Verpackung

Zwar handelt es sich beim JBL CLUB 700BT um ein Mitglied der neuen CLUB-Serie, doch dennoch blieb sich JBL hier vom Verpackungsdesign absolut treu, denn auch diese Serie ähnelt bei der Verpackung, sehr den bisherigen Kopfhörern.

Somit ist es hier wie häufig bei On-Ear Kopfhörern aus dem Hause JBL gewohnt so, dass die eigentliche stabile Hauptverpackung (schwarz) in eine rundum farbig bedruckte Umverpackung eingeschoben wurde. Diese Umverpackung informiert wie gewohnt über das Produkt und zeigt einige Ansichten von dem darin befindliche Produkt. Auf der Vorderseite erblickt man die üblichen Dinge, das JBL Firmenlogo in der linken oberen Ecke, sowie der Modellname und einige Ausstattungsmerkmale nach unten verlaufen rechts. Dazwischen befindet sich zudem noch eine große Hochglanzabbildung der Ohrmuschel des JBL CLUB 700BT. Zudem wird unten recht auf eine Akkulaufzeit von bis zu 50 Stunden hingewiesen, sowie links, dass der Bluetooth-Kopfhörer mit einer intelligenten AmbientAware-Funktion ausgestattet wurde und neben Bluetooth auch eine Hi-Res-Audio Zertifizierung besitzt.  

Die rechte schmale Seite der Umverpackung zeigt vor einem schwarzen Hintergrund eine der beiden Ohrmuscheln von innen, sodass man darin ein großen Teil des verbauten Treibers sieht. Zudem wird hier unten ganz klein auf die verfügbare App „My JBL Headphones“ hingewiesen. Zu guter Letzt handelt es sich bei der ebenfalls dunkelgrauen Rückseite wieder einmal um die informative Rückseite. Daher präsentiert JBL hier einmal groß von der Seite betrachten den JBL CLUB 700BT, außerdem darf natürlich auch hier weder der Name des Unternehmens „JBL“ noch der, Name des Kopfhörers fehlen. Im linken Bereich listet JBL zudem wie von jedem Kopfhörer gewohnt, einige fürs Unternehmen wichtige Merkmale des Kopfhörers in Textform auf. Unten recht gibt es zudem die Information, dass es eine Schnellladefunktion gibt, sprich 15 Min aufladen reichen für 2 Stunden Musikwiedergabe aus. Des Weitern informiert JBL, dass die Akkulaufzeit wie bereits an der Vorderseite angegeben für 50 h ausreicht und das neben den Sprachassistenten Siri und Bixby, in der App auch Amazons Alexa und der Google Assistant eingerichtet werden können.

Direkt nach dem Durchtrennen der Versiegelung an der Unterseite kann das Innenleben aus der Umverpackung herausgezogen werden. Anschließend wird der Deckel der Verpackung ganz einfach von vorne nach hinten aufgeklappt. Daraufhin erblickt man direkt den JBL CLUB 700BT, welcher in einem schlichten schwarzen Kunststoffeinleger eingelegt wurde. Unter diesem Einleger ist ein kleiner schwarzer Karton versteckt, indem sich das restliche Zubehör befindet. Hierbei handelt es sich zum einen um die gewohnte Kurzanleitung, sowie einige weitere Hinweise. Zudem legt JBL noch einen dünnen Transportbeutel aus einem Neoprenartigen Material bei, sowie ein langes 3,5 auf 2,5 mm Klinken Kabel mit einer Ein-Tasten-Fernbedienung und ein USB-A auf USB-C Ladekabel.

(Verpackung: 4 von 5 Punkten)

Design

Beim neuen JBL CLUB 700BT handelt es sich um den günstigsten Kopfhörer der neuen Serie. Anders als die beiden anderen Modelle handelt es sich hierbei nämlich um das einzige On-Ear Modell der Serie und zudem besitzt dieser kein Noise-Cancelling, was die anderen beiden Modelle wiederum besitzen. Somit handelt es sich hierbei anders als bei den Over-Ear Modellen um einen On-Ear Kopfhörer, der nicht mit seinen weichen Polstern um das Ohr aufliegt, sondern direkt auf dem Ohr. Eigentlich bin ich persönlich kein Fan solcher Ohrhörer, doch die mit Leder bezogenen und mit Memory-Foam sehr weich gepolsterten Ohrpolster sorgen dafür, dass der Kopfhörer auch nach längerer Zeit sehr bequem sitzt. 

Beim Design erkennt man direkt, dass die neuen Premium Kopfhörer der CLUB-Serie allesamt nichtmehr so sehr an die breite Masse gerichtet sind, sondern man mit dem neuen erwachseneren Design versucht, nun auch eben diese Zielgruppe, also die Erwachsenen zu gewinnen. Dies zeigt sich direkt darin, dass man die neue Serie nichtmehr in zahlreiche Farben anbietet, sondern alle nur in einem schlichten Schwarz. Anders wie bisher gewohnt, kommt hierbei auch nichtmehr nur Kunststoff zum Einsatz, sondern auch viel Aluminium, welches für einen edleren Look und für mehr Wertigkeit sorgt.

Sämtliche Teile, die beim Verwenden der On-Ear Kopfhörer täglich beansprucht werden, wurden aus massiven Metall gefertigt. Dies betrifft nicht nur den Federstahl im Inneren der Kopfbands, sonder auch der verstellmechanismus des Kopfbands, sowie die bewegliche Aufhängung der Ohrmuscheln und deren Scharniere zum Einklappen. Das üblicherweise bei modernen Kopfhörern oft versteckte Audiokabel, welches von dem Kopfbügel zur jeweiligen Ohrmuschel verläuft, ist hier deutlich sichtbar, da man sich hier auf das typische Retro-Design festgelegt hat. Wie jedoch von den bisherigen Kopfhörern gewohnt, prangt an beiden Aussenseiten der Ohrmuscheln ein silber-mattes JBL Logo, sowie ein dezentes in Hochglanz auf der Kunststoffoberseite des Kopfbügels und der Name der Serie an beiden Enden des Bügels.

Die metallische Kopf-Bügelverstellung verfügt über insgesamt 24 gut einrastende Raster, zudem lassen sich die beiden Ohrmuscheln sowohl um ca. 20° drehen, als auch einklappen. Dadurch lässt sich der Kopfhörer bei nicht Gebrauch relativ platzsparend in die mitgelieferte ungepolsterte Aufbewahrungstasche verstauen und nimmt eingepackt in einem Rucksack nicht mehr ganz so viel Platz in Anspruch.

(Design: 4 von 5 Punkten)

Verarbeitung

Die Verarbeitung des neuen JBL CLUB 700BT kann soweit sehr überzeugen. Hier stimmen sowohl die einzelnen Spaltmaße, als auch von der Materialqualität. Der Kunststoff wirkt keineswegs billig und die Polsterung des Kopfbügels aus Leder punkten bei der Verarbeitung. Außerdem wurden die häufig bei vielen Kopfhörern verwendeten Klapp- und Drehscharniere nicht aus Kunststoff, sondern aus langlebigem Metall gefertigt. Die beiden Ohrpolster sind beim JBL CLUB 700BT über einen Steckmechanismus befestigt und können somit bei Bedarf jederzeit durch neue ersetzt werden. Sollt man hier Ersatz benötigen, sollte man sich am besten direkt an den JBL Support wenden, denn aktuell werden diese noch nicht direkt im Shop als Ersatzteil angeboten. 

Bei den Bedienelementen setzt JBL ausschließlich auf konventionelle Drucktasten, keine Touch-Bedienung. Dies halte ich auch soweit für kein Nachteil bei einem On-Ear Kopfhörer, sondern gefällt mir persönlich deutlich besser. Von Kopfhörern mit Touch-Bedienfeldern bin ich weniger überzeugt, da es hier oft zu einem Falschen ansprechen kommt, da die Befehle teils ähnlich sind und somit die Bedienung oftmals mehr erschwert, als erleichtert wird. Natürlich erzeugt das Suchen der Tasten um die Hörmuscheln für die typischen Reibegeräusche, die sich in das Innere der Kopfhörer übertragen, doch beim Musikhören mit normaler Lautstärke stört dies keineswegs.

(Verarbeitung: 4 von 5 Punkten)

TEIL 2

bestehend aus „Funktion des Produktes“ entspricht 65% der Gesamtwertung

Kopfhörer-ArtOn-Ear-Kopfhörer
KategorieOn-Ear-Kopfhörer mit Bluetooth 5.0
FarbeSchwarz
AkkulaufzeitLaufzeit Bluetooth®… bis zu 50 Std.
Schnellladefunktion integriert: 15 min = 2 h Musikwiedergabe.
Gewicht 283 Gramm
MaterialHochflexibler Kunststoff und Aluminium
TreiberJeweils links und rechts ein 40 mm dynamic Treiber
Bluetooth5.0
FrequenzgangFrequenzbereich (passiv)16 Hz – 40 kHz
Frequenzbereich (aktiv)16 Hz – 22 kHz
Lieferumfang1x JBL CLUB 700BT On-Ear-Kopfhörer
1x Klinkenkabel mit Mikrofon
1x USB-C Ladekabel
Kurzanleitungen
Transporttasche
Technische Daten des JBL CLUB 700BT

Tragekomfort

Da es sich beim JBL CLUB 700BT um einen On-Ear Kopfhörer handelt, ist der Tragekomfort sehr von den eigenen Vorlieben abhängig. On-Ear Kopfhörer liegen mit ihrem Anpressdruck nämlich nicht um die Ohren herum auf, sondern direkt auf dem Ohr. Das On-Ear Kopfhörer nicht jedem gefallen liegt unter anderem daran, dass diese oftmals dafür bekannt sind, dass ein zu hoher Anpressdruck auf eine unbequeme bzw. zu geringe Polsterung der Ohrpolster treffen. Dadurch resultiert häufig ein unangenehmer Druck auf die Ohren, was dazu führt, dass diese Art der Kopfhörer für viele als unbequem abgestempelt wird.  

Ein On-Ear Kopfhörer kommt typischerweise mit einer dünneren Polsterung, als ein Over-Ear Kopfhörer aus. Dies liegt daran, dass ein On-Ear Kopfhörer nicht den Höhenunterschied zwischen dem Kopf und dem Ohr ausgleiche muss. Somit kann man eigentlich klar aussagen, dass ein On-Ear Kopfhörer beim Transport etwas komfortabler ist, da dieser meist auch etwas leichter ist. Beim JBL CLUB 700BT sind dies z.B. knapp 280 Gramm was gut 100 Gram weniger ist, als bei den beiden Over-Ear Kopfhörern der CLUB-Serie ist. Dank insgesamt 24 Raster bei der Verstellung des Kopfbands, können die On-Ear Kopfhörer an viele Kopfgrößen angepasst werden, sodass diese sowohl kleineren, als auch größeren Köpfen problemlos passen sollten.

Durch die sehr angenehm weichen Polster, sind die neuen JBL CLUB 700BT auch für Brillenträger geeignet. Als ich z.b. an sonnigen Tagen häufig mit einer Sonnenbrille unterwegs war und die Kopfhörer dabei aufhatte, hatte ich kein unangenehmes drücken auf den Brillenbügel. Für sportlich Aktivitäten im Sportstudio sind die Ohrhörer ebenfalls nutzbar, denn dank einem Lederbezug lassen diese sich einfach wieder reinigen. Natürlich schwitzt man hier Bauartbedingt etwas unter den Ohren, doch dies ist bei den zahlreichen anderen On-Ear Kopfhörern nicht anders.

(Tragekomfort: 4 von 5 Punkten)

Bedienung

Am neuen JBL CLUB 700BT gibt es an jeder Seite jeweils vier Tasten. Diese Trennung voneinander gefällt mir sehr gut, denn somit wird gut vermieden, dass man durch die vielen ähnlichen Tasten durcheinander kommt. An der Rechten Seite gibt es neben einem USB-C Anschluss eine einzelne Taste, um den zusätzlichen Bass Boost hinaufzuschalten, dadurch wird der Bass besonders hervorgehoben, was bei Bassbetonten Tracks für noch mehr Spaß sorgen soll. Darüber befinden sich drei nah beinander platzierte Tasten, bei denen die mittlere Taste für ein besseres ertasten mit einem erhaben Punkt versehe wurde. Mit dieser mittleren Taste kann die Musik pausiert werden oder man kann diese darüber wieder fortsetzt. Außerdem kann man darüber eigehende Anrufe annehmen und beenden und durch 2 Sekunden gedrückt halten den Anruf ablehnen. Zudem ist es auch möglich dass man hierüber auf Bixby oder Siri zugreift, indem man dieselbe Taste zweimal hintereinander betätigt. Über die beiden anderen Tasten daneben, welche jeweils mit einem Plus und Minus versehen sind, kann kann logischerweise die Lautstärke verändern oder durch 2 Sekunden gedrückt halten eine Titel vor- bzw. zurückspringen.

An der linken Seite findet die 2,5 mm Klinke ihren Platz, über die man bei Bedarf den Kopfhörer auch problemlos kabelgebunden betreiben kann. Darüber befindet sich die Ambient Aware / Talkthru-Taste, mit dieser kann man diese Funktion aktiveren bzw. deaktivieren. Der Wechsel von TalkThru und Ambient Aware erfolgt jedoch über die App, und nicht wie gewohnt über die Tasten, daher ist das Ganze hier etwas umständlicher gehalten, dazu aber später mehr. Sofern man den Kopfhörer mit einem neuen oder weiteren Device wechseln möchte, dann gibt es daneben die separate Bluetooth-Taste, mit der man ganz einfach das Bluetooth-Pairing starten kann. Zu guter Letzt ist direkt daneben der Power-Button, über den der Kopfhörer Ein-/ und Ausgeschaltet wird.

Eine weitere versteckte Taste gibt es auf der Linken Seite noch, denn die Aussenseite mit dem JBL Logo dient links auch als Bedienelement. Hierüber kann man durch einmaliges drücken auf den Google Assistant oder Alexa zugreifen. Beide Assistenten müssen jedoch zuvor erst noch in der App eingerichtet werden.

(Bedienung: 4 von 5 Punkten)

Klang

JBL setzt beim On-Ear Kopfhörer CLUB 700BT auf die typische Treibergröße von 40 mm. Dabei handelt es sich wie meist üblich um dynamische Treiber, bzw. in diesem Fall sogar Graphentreiber. Vorteil von diesem Material ist dessen unglaublich hohe Steifigkeit, die bei den schnellen Bewegung, um aus Luft einen Ton zu erzeugen benötigt wird. Bei Graphen-Membran wir nicht der herkömmliche Lautsprecherhohlraum benötigt, sodass trotz kleinerem Platzbedarf ein besserer Sound erreicht wird.  

Den Frequenzbereich, welchen diese Treiber abdecken, soll laut JBL aktiv bei 16-22.00 Hertz und passiv bei 16-40.00 Hertz liegen. Somit zeigt sich schon, dass die Graphen-Treiber hier einen verbesserten Frequenzgang wiedergeben. Die Impedanz gibt JBL mit 32 Ohm an, sodass hier problemlos eine kabelgebunden Musikwiedergabe via Smartphone möglich ist (sofern euer aktuelles Smartphone noch einen Klinkenanschluss besitzt).

Bei der Treiberempfindlichkeit (Schalldruckpegel) schneidet der CLUB 700BT mit 93 dB ganz gut ab. Er ist zwar klar nicht der lauteste Kopfhörer auf dem Markt, jedoch dennoch mehr als ausreichend laut, um auf Dauer für Gehörschäden sorgen zu können. Zwar fehlen erneut bei den neuen Kopfhörer der CLUB-Serie die bekannten hochwertigen Audio-Codecs wie z.B. aptX  (Android) bzw. AAC (Apple), dafür wiederum haben diese eine Hi-Res Sound Zertifizierung. Diese Zertifizierung hat JBL erreicht, da im Test des JAS (Japan Audio Society) eine Frequenzgang von über 40 kHz erreicht wurde. Um diesen verlustfreien Klang jedoch erreich zu können muss die Wiedergabequelle stimmen, an einem iPhone oder Android Smartphone bei dem ihr dem Kopfhörer mit dem Standardformat via Apple Music und Co. zuspielt, werdet ihr diese Qualität nicht erreichen.

Für die reine Musikwiedergabe ist es nicht erforderlich, die JBL Headphones App zu installieren. Diese benötigt ihr lediglich, wenn ihr Klanganpassungen via EQ-Regler vornehmen oder die Firmware des Kopfhörers updaten wollt. In meinem Test möchte ich mich bei meiner Klang-Bewertung jedoch, auf den von Werk abgestimmten Klang konzentrieren.

Von der klanglichen Abstimmung von Werk aus, klingt der JBL CLUB 700BT sehr universal ausgerichtet und verfügt über ein fülliges Klangbild, mit druckvollen Bässen und detailreichen Höhen. Das Bassfundament klingst insgesamt sauber und ist energiereich, auch wenn für mich gerade im im HipHop und Elektronikbereich noch etwas mehr Tiefgang vorhanden sein könnte. Sämtliche Kopfhörer der CLUB-Serie besitzen auf der rechten Seite eine Taste, über welche man die Bass Boost-Funktion hinzuschalten kann, die daraufhin den Tieftonbereich des Bass auf Knopfdruck verstärkt. Allerdings ist deren nutzen nur Beschränkt empfehlenswert, da diese Funktion meiner Meinung nach sehr zum Übersteuern neigt.

Gegenüber dem Bass sind die Mitten wie häufig in diesem Preissegment eher etwas zurückhaltenderer, jedoch besitzen die Mitten einen leichten warmen Klang, sodass sich Stimmen und Gesang sich sehr lebendig anhört. Zu guter Letzt besitzen die Höhen eine klare und luftige Wiedergabe, wobei im hochfrequenten Bereich doch schneller die grenzen erreicht werden.

Bei der neuen JBL CLUB-Serie setzt JBL auf eine sogenannte Dual-Mikrofon-Technologie, wodurch Umgebungsgeräusche während des Anrufs weitestgehend unterdrückt werden. Hier merkt man direkt deren Unterschied zu einigen anderen On-/Over-Ear Kopfhörern von JBL, bei denen diese Technologie noch nicht verwendet wurde. Meine Gesprächspartner/-innen konnte ich wie gewohnt sehr deutlich und klar verstehen und auch meine Stimme wurde klar und deutlich übertragen. Bei der Latenz wiederum kann ich soweit wie von den letzten neuen Kopfhörer aus dem Hause JBL nichts kritisieren. Seit JBL auf Bluetooth 5.0 setzt, hat man die anfänglichen Probleme mit der Latenz im Griff und daher werden die am Smartphone abgespielte Filme und der wiedergegebene Ton der Kopfhörer, absolut synchron wiedergegeben (getestet mit einem iPhone X).

(Klang: 4 von 5 Punkten)

Ausstattung

Zubehör

Bei dem On-Ear Kopfhörer CLUB 700BT liefert JBL lediglich einen dünnen Transportbeutel mit. Darin lässt sich der Kopfhörer jedoch sehr gut und platzsparend verstauen. Zudem wird der Kopfhörer darin ausreichend vor Beschädigungen in Form von Kratzern geschützt. Bei den beiden teuereren Over-Ear Kopfhörern wird jedoch ein größeres Hardcase mitgeliefert, sodass dieses zwar mehr Platz im Koffer oder Rocksack einnimmt, jedoch dafür einen noch besseren Schutz bieten. Bei allen Kopfhörer der CLUB-Serie können die Ohrmuscheln eingeklappt werden, dadurch sind diese nochmals deutlich kompakter und nehmen nochmals weniger Platz weg.

(Ausstattung: 3 von 5 Punkten)

App

Wie bereits bei den Kopfhörern der LIVE-Serie, bietet JBL auch für die neue CLUB-Serie die bereits bekannte App Namens „My Headphones“ an. Diese App steht sowohl für iOS, als auch Android Smartphones als kostenloser Download im jeweiligen AppStore bereit.

JBL Headphones
Preis: Kostenlos
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Da es sich um dieselbe App wie bei den anderen Kopfhörern handelt, ist es auch hier unerlässlich diese zu installieren, wenn ihr Firmware-Updates des Kopfhörers durchführen, oder persönliche Einstellungen via Equalizer vornehmen möchtet. Denn nur über die App habt ihr den vollen Funktionsumfang und könnt auch nur dann zwischen TalkThru und AmbientAware wechseln.

Startet man die App das erste Mal, wird man sehr einfach Schritt für Schritt durch die Einrichtung und das Menü navigiert. Zudem wird einem in jedem Einstellungsfenster alles ganz gut erklärt. Ist dies soweit durchgeführt, landet man nach jedem Start der App auf dem Startbildschirm, auf dem sämtliche kompatiblen Kopfhörer die man selbst besitzt angezeigt werden. Zumindest sofern diese angeschaltet sind und man diese vorher mit dem Smartphone via Bluetooth gekoppelt hat.

Wählt man hier den JBL CLUB 700BT aus, landet man in dessen Einstellungsmenü, wo man direkt unter der Abbildung des Kopfhörers, dessen restliche Akkulaufzeit in Prozent angezeigt bekommt. Diese wird hier jedoch lediglich in 10 Prozent Schritten angezeigt. 

Im Bereich ganz unten kann man wie gewohnt verschiedenen Klanganpassungen per Equalizer vornehmen und diese abzuspeichern oder aus voreingestellten Presets zu wählen. Darüber hinaus bietet das mit der CLUB-Serie integrierte „Stage+“ die Möglichkeit, auf Klangprofile der bekannten DJ´s wie Armin van Buuren, Nicky Romero, Sunnery James, Tigerlily und Ryan Marciano zu wählen. Hier kam es je nach gewählten Preset und der wiedergebetenen Musik zum selben Problem wie beim Bass-Booster, nämlich dazu, dass der Bass sehr zum übersteuern neigte.

Über das Zahnrad im rechten oberen Bereich gelangt man in wie von der LIVE-Serie gewohnt, ein weiteres Untermenü. In diesem kann man die automatische Abschaltung bei 10 Minuten ohne Musikwiedergabe Aktiveren bzw. Deaktivieren und die Assistenten einrichten, oder auf die Gerätehilfe zugreifen. Vielmehr Wichtiges gibt es hier in der App jedoch nicht zu sehen.

(App: 3,5 von 5 Punkten)

Koppeln und Reichweite

JBL setzt beim CLUB 700BT auf das neuere Bluetooth 5.0, was in diesem Fall jedoch weiterhin wie bereits angedeutet kein aptX und AAC unterstützt. Daher unterstützt dieses Modell lediglich den SBC-Audio-Codec mit einer niedrigeren Bitrate. Die Bluetooth-Reichweite beträgt laut JBL bis zu 30 Metern, doch diese Reichweite bezieht sich im Outdoor-Einsatz und wird auch nur dann erreicht, wenn die Antennen der beiden Geräte ideal zueinander gerichtet sind. Da man jedoch an beiden Geräten keine sichtbare Antenne sieht, wie z.b. bei den alten WLAN-Routern, ist es eher dem Zufall überlassen, dass ihr diese Reichweite erreichen werdet. Im Test kämm ich im Aussenbreich ohne Hindernisse dazwischen, auf gut 25 Meter, Indoor also im Haus lag die Reichweite wie meist üblich bei ca. 13 bis 16 Metern, was soweit ein guter bzw. ausreichender Wert ist.

JBL bietet bei der CLUB-Serie wie von bereits anderen Kopfhörern bekannt, die Möglichkeit einer sogenannten Multi-Point-Verbindung. Dies ist vor allem für Leute interessant, die gerne mehrere Geräte gleichzeitig bzw. nebenher nutzen. Dies gelingt dadurch, dass sich der JBL CLUB 700BT mit zwei Geräten gleichzeitig verbinden kann. Schaut ihr z. B. auf dem iPad ein Video und erhaltet zufällig einen Anruf, wird in diesem Fall automatisch die Musik pausiert und das Telefonat über das Smartphone geführt, da Telefonate immer bevorzugt behandelt werden. Wollt ihr z. B. von der Musikwiedergabe vom iPad zum iPhone wechseln, genügt es, auf dem iPad die Musik zu pausieren und am iPhone auf Play zu drücken. Voraussetzung ist hier jedoch, dass man zuvor bereits beide Geräte per Bluetooth mit dem JBL CLUB 700BT gekoppelt hat. 

(Koppeln und Reichweite: 4 von 5 Punkten)

Akku

Beim CLUB 700BT verspricht JBL eine Akkulaufzeit von bis zu 50 Stunden. Dies ist soweit  ein hervorragender Wert, welcher dafür sorgt, dass ihr die Kopfhörer sehr lange verwenden könnt, ohne  diese jedesmal gleich wieder aufladen zu müssen.

Beim verbauten Akku handelt es sich um einen Lithium-Ionen-Polymer-Akku (3,7 V DC, 610 mAh). Die angegebene Laufzeit hängt natürlich sehr davon ab, wie hoch ihr die Lautstärke eingestellt habt. Im Großen und Ganzen kam ich zusammengerechnet zwar nicht auf die 50 Stunden, doch die von mir erreichten 46 Stunden sind dennoch absolut ausreichend.

Sobald der Akku des Kopfhörers leer sein sollte, dauert es für eine komplette Aufladung knapp 2 Stunden. Zudem hat JBL auch noch eine Schnellladefunktion integriert, sodass der Akku von 0 % bereits nach 15 Minuten, wieder für knapp 2 Stunden Musikwiedergabe aufgeladen ist. Wie bei vielen anderen Kopfhörern ist es auch beim JBL CLUB 700BT so, dass man diesen leider währenden des Auflade-Vorgangs nicht zum Musikhören nutzen kann.

(Akku: 4,5 von 5 Punkten)

TEIL 3

bestehend aus „Preis/Leistung“ entspricht 10% der Gesamtwertung

Beschreibung

Das neue erwachsenere Design der JBL CLUB-Serie gefällt mir persönlich sehr gut. Der JBL CLUB 700BT kann mich persönlich z.B. bei der Verarbeitung überzeugen, denn sowohl das Leder, als auch die Kunststoffteile fühlen sich hochwertig an. JBL wirbt den CLUB 700BT als On-Ear Kopfhörer an, der professionelle Sound-Qualität und Sound-Leistung bieten soll. Der Klang ist soweit ausgewogen und gut, klar sind die Mitten zurückhaltender als der präsente Bass, doch dies ist häufig der Fall. Nicht zu gebrauchen ist meiner Meinung nach wiederum der Bass-Boost, denn dieser führt zu einer übermässigen Bassbetonung, die zu sehr zum Übersteuern neigt.

Preis/Leistung

Der JBL CLUB 700BT kann im Test mit einem guten Tragekomfort und Akkulaufzeit überzeugen. Auch des Design und die Verarbeitung ist soweit sehr gut. Preislich hat JBL die UVP mit 149 € festgesetzt, da dieser noch relativ neu auf dem Markt ist, bekommt man diesen online nicht viel günstiger denn auch hier werden aktuell knapp unter 146€ fällig. Für diesen Preis bekommt man einen gut klingenden Kopfhörer, bei dem jedoch leider weiterhin nicht auf die Unterstützung von hochwertigen Audio-Codecs gesetzt wird.

JBL CLUB 700BT

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testr Gesamtwertung

unter Berücksichtigung aller Teilwertungen

 Wir bedanken uns beim Hersteller für die Bereitstellung des Produktes. Zu unseren Grundsätzen

Link zum Hersteller: de.jbl.com

JBL Live 300TWS

In aller Kürze

Bei den neuen JBL LIVE 300TWS handelt es sich um interessante True Wireless In-Ear Ohrhörer, die sowohl mit einem angenehmen Klang, also auch technischen Highlights überzeugen können. Direkt die erfreulichste Neuerung, endlich gibt es auch aus dem Hause JBL ein TWS-Kopfhörer mit einer USB-C Ladebuchse, darauf hatte ich nämlich schon länger gewartet. Außerdem mit an Bord, die kostenfreie App, mit einem guten Mehrwert, sodass man die Kopfhörer klanglich noch etwas mehr den eigenen Vorlieben anpassen kann. Der halt in den Ohren gefällt mir gut, jedoch sind diese aufgrund der etwas klobigeren Bauweise nicht wirklich für kleinere Ohren geeignet. Außerdem werden leider immer noch keine hochwertigen Audio-Codecs unterstützt, sodass man sich hier erneut nur mit dem Standardformat SBC zufrieden geben muss.

Gefällt uns

  • kräftige Bässe
  • bequemer Tragekomfort
  • Schnellladefunktion
  • USB-C Anschluss
  • Ambient-Aware- und TalkThru-Funktion

Gefällt uns weniger

  • Erkennung der Wischgesten teils ungenau
  • keine hochwertigen Audio-Codecs

JBL Live 300TWS

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TEIL 1

Bestehend aus „Verpackung/Design/Verarbeitung“ entspricht 25% der Gesamtwertung

Verpackung

Das Verpackungsdesign bei JBL bleibt weiterhin unverändert und somit werden auch die neue JBL Live 300TWS  in einer rundum bedruckten und sehr kompakten Verpackung ausgeliefert. Die gewohnten Farben von JBL haben selbstverständlich auch hier wieder Einzug erhalten und so zieren diese wie gewohnt die weiß, graue und orangenen Grundfarben. 

Auf der Vorderseite befinden sich wie gewohnt eine große Abbildung der beiden Ohrhörer, zusammen mit dem gewohnten Herstellerlogo, welches in der oberen Ecke prangt. Außerdem verläuft wie gewohnt entlang der langen Seite die Produktbezeichnung und einige Merkmale des Produktes. Zudem informiert JBL hier über die Gesamt- und einzelne Akkulaufzeit, sowie auf die Unterstützung von der Sprachassistenten (Google Assistant und Alexa). An der rechten langen Seite wird hierzu noch auf einige Anwendungsbeispiele der Sprachassistenten hingewiesen und es wird eine kleine Übersicht des Lieferumfangs gezeigt.  

Nun zur häufig wichtigen Seite jedes Produktes, da diese in der Regel mit den meisten Informationen versehen ist. Neben den üblichen Abbildungen, dem JBL-Logo und den Namen der True Wireless In-Ears, ist hier eine Abbildung der beiden In-Ears zusammen mit dem Ladecase zu sehen. Direkt darüber ist zudem ein längliches Sichtfenster eingebracht, durch welches man die äußere Seite der beiden Ohrhörer in der Verpackung sehen kann. Außerdem beschreibt JBL hier unterhalb der Abbildung einige wichtige Merkmale der JBL Live 300TWS Ohrhörer in mehreren Sprachen.

Nach der entnehme des Innenlebens der Verpackung an der Unterseite, kann man die komplett schwarze Verpackung nach oben hinweg aufklappen. Darunter folgen einige Informationen, welche sich auf die Touch-Bedienung der beiden Ohrhörer und dem ersten Koppeln mit dem Smartphone beziehen. Im unteren Drittel der Verpackung befindet sich unter der kurzen Beschreibung ein kleiner Schaumstoffeinsatz, bei dessen entnehme man direkt das Ladecase entnehmen kann. Im oberen Abschnitt folgen in dem Einleger mit der „Funktionsbeschreibung“ die üblichen Beipackzettel (Sicherheitshinweise und Bedienungsanleitungen). Darunter befindet sich im oberen Abschnitt ein kleiner Karton, in dem die beiden bereits von hinten gesehenen Ohrhörer eingesetzt sind und dazwischen befindet sich in einer weiteren Kartonage der restliche Zubehör. Hierbei handelt es sich zum einen um das neue USB-A auf USB-C Ladekabel sowie den Ohrtips und Sporteinsätze.

(Verpackung: 4 von 5 Punkten)

Design

In-Ear Kopfhörer

Bei den neusten JBL Live 300TWS handelt es sich definitiv um etwas klobigere In-Ear Kopfhörer, welche den von mir bereits getesteten JBL Reflect Flow von der Größe sehr ähnlich sind. Daher stehen auch diese, nachdem einsetzten bzw. eindrehen in das Ohr etwas mehr hervor wie manch andere Ohrhörer. Doch so gewaltig ist es dann natürlich auch wieder nicht und wären diese deutlich kleiner, dann müsste man sicherlich in einigen Punkte wie z. B. beim Klang und dem Akku deutliche Abstriche machen. Beim Tragen einer Strickmütze, welche über die Ohren geht, kann ich die Ohrhörer jedoch weniger empfehlen, denn hier kann unter Umständen ein erhöhter Druck auf den Ohren entstehen. Doch dies gilt in diesem Fall nicht nur für die JBL Live 300TWS, sondern für so ziemlich alle True Wireless In-Ear Kopfhörer auf dem Markt.  

So wie es bei eigentlich fast allen In-Ear Kopfhörern der Fall ist, bestehen auch die neuen JBL Live 300TWS zum Großteil aus Kunststoff. Dabei setzt sich das Gehäuse natürlich wieder aus mehreren Elementen zusammen und gefällt mir durch die farbliche Kombination grau, schwarz sehr gut. Typisch für JBL wurde die Außenseite, welche nach dem einsetzen ins Ohr, immer noch sichtbar bleibt und zugleich als Touch-Bedienoberfläche dient, mit dem gewohnten Firmenlogo versehen. Zudem wurde hier für einen optischen Akzent ein Mokka farbebener Ring rundum angebracht, welcher sehr gut mit dem restlichen Gehäuse harmoniert. An der Seite des Gehäuses befinden sich an beiden Ohrhörern ein Mikrofon, welches beim tragen leicht nach hinten gerichtet ist. Dieses wird nicht für Noise-Cancelling genutzt, sondern dient der TalkTruh/Ambient Aware-Funktion, welche JBL in diesem TWS-Modell integriert hat. Am rechten Ohrhörer wiederum befindet sich zudem noch ein weiteres Mikrofon, welches nach vorne in Richtung des Mundes gerichtet ist. Dieses dient somit als einziges Mikrofon bei Telefonaten und somit muss auch dieser Kopfhörer immer genutzt werden, während der linke bei Bedarf auch im Case verbleiben kann.  

Um für einen besseren Halt zu sorgen, wurde hier auf die zusätzlichen, sogenannten stabilisierende Ohrpassstücke in denGrößen: XS; S; M und L, gesetzt, bei denen es sich quasi um Ear-Hocks (Sport-Einsätze) handelt. Diese sollen im Alltag für einen sicheren Halt sorgen, was auch soweit gut erreicht wird, vorausgesetzt, man nutzt die richtige Kombi aus Ohrtips und „Ear-Hocks“. Im inneren Teil, also der, welcher selbstverständlich später im Ohr sitzt, befindet sich der kurze, leicht geschwungene Treiber-Kanal und die üblichen drei goldenen Ladekontakte, über welche die In-Ears selbstverständlich im Ladecase aufgeladen werden können. Eine Neuerung gibt es hier auch zu sehen, denn neben dem Treiber-Kanal, ziemlich mittig des Ohrhörers befindet sich ein kleiner Sensor, welche erkennen kann, ob man diese Ohrhörer trägt oder nicht. Sofern in der App aktiviert, wird dadurch bei der Entnahme der Ohrhörer automatisch die Musik pausiert und beim einsetzten wieder fortgesetzt. Diese Funktion ist jedoch nicht komplett neu erfunden, sondern wird bereits von mehreren Herstellern wie z. B. Apple schon seit Längerem genutzt.

JBL bietet den Live 300TWS sowohl in dem von mir getesteten Schwarz, als auch in einem farbigeren Modell in Blau, sowie einer weißen Variante an. Wie bereits angedeutet, handelt es sich auch bei den JBL Live 300TWS beim rechte Ohrhörer um den Master (Bluetooth-Empfänger) welcher somit immer verwendet werden muss. Der Linke wiederum bekommt das empfangene Signal mit geringster Verzögerung vom rechten Ohrhörer zugesendet und könnte daher falls gewünscht auch im Ladecase verbleiben.

Ladecase

Das Ladecase besteht optisch auf jeden Fall aus demselben Kunststoff wie die Ohrhörer. Schließlich hat JBL die Farbe des Case so gewählt, dass diese mit den beiden Ohrhörern perfekt übereinstimmt. Das es sich hierbei um ein Case von JBL Kopfhörern handelt, erkennt man lediglich am JBL-Logo an der Vorderseite, denn ansonsten ist dieses sehr schlicht gehalten.

Ganz klar gehört das Ladecase mit den Maßen: 70 x 30 x 50 mm (L x T x H) nicht wirklich zu den kompaktesten, denn hier ist z. B. das Case der Cambridge Melomania 1 deutlich kompakter, doch das es auch um einiges größer geht, zeigt Beats bei den Powerbeats Pro. Sofern ihr nicht gerade eine enge Röhrenjeans tragt, lässt sich das Case somit problemlos in der Hosentasche verstauen und als Frau passt dieser ohne großartig Platz wegzunehmen sicherlich noch in die Handtasche hinein.

Der Ladeanschluss des Ladecase befindet sich dieses Mal wieder an der Unterseite und sehr erfreulich ist, dass es sich dieses Mal, zum ersten mal um einen USB-C Ladeanschluss handelt. Nettes Feature ist hier die leuchtende Status LED rund um den Ladeanschluss, welche über den aktuellen Ladezustand des Cases usw. informiert. Weiterhin gibt es im inneren eine LED, welche über den aktuellen Zustand der Ohrhörer hinweist und davor befindet sich ein manueller Pairing-Kopf. Ein magnetischer Verschluss hält den Deckel des Case ebenso sicher verschlossen, wie die Magnete, welche die beiden Ohrhörer sicher an ihrer Position halten. 

(Design: 4 von 5 Punkten)

Verarbeitung

Zwar gefallen mir die beiden Ohrhörer sehr gut von der Verarbeitung, doch beim Ladecase sieht dies wiederum etwas anders aus. Hier hat man meiner Meinung nach die Griffmulde zu klein gewählt, sodass man damit das Case bzw. dessen Deckel nicht wirklich mit nur einer Hand aufbekommt. Dies ist jedoch kein großer Kritikpunkt, denn mit zwei Händen geht dies problemlos und bei vielen anderen Cases ist dies ebenso der Fall. Weitaus störender finden ich für den Preis die Lagerung des Deckels, denn dieser hat eine etwas zu hohes Spiel, sodass dieser sowohl offen, als auch geschlossen hin und her klappern kann. Dies ist zwar im Alltag nicht störend, doch angesichts des Preises von gut 150€ bekommen das einige anderen Anbieter mit günstigeren True Wireless Kopfhörern besser hin.  

Ansonsten sind die Übergänge der einzelnen Kunststoffelemente sehr gut verarbeitet und es gibt keine störenden Kanten an den Ohrhörern oder am Ladecase. Da es sich hierbei um Schweiß- und wasserabweisende (IPX5) True Wireless In-Ear Ohrhörer handelt, können diese probelos bei jedem Wetter und bei sogar beim Sport getragen werden.

(Verarbeitung: 4 von 5 Punkten)

TEIL 2

bestehend aus „Funktion des Produktes“ entspricht 65% der Gesamtwertung

Kopfhörer-ArtTrue-Wireless In-Ear Kopfhörer
KategorieBluetooth Kopfhörer (Bluetooth 5.0)
FarbeSchwarz, weitere Farben: Blau und Weiß
Akkuintegriert, Lithium-Polymer-Akku
Akku Ohrhörer: 6 h
Akku Ladecase: 14 h
Gesamt somit: 20 h
Gewicht 78 (Ohrhörer und Ladebox)
12 g (beide Ohrhörer)
66 g (Ladebox)
MaterialOhrhörer und Ladecase aus Kunststoff
KonnektivitätBluetooth 5.0 Audio-Codec: SBC. Unterstützte Profile: A2DP 1.3, AVRCP 1.5, HFP 1.6
TreiberDynamische Treiber mit einer Größe von 5,6 mm (links und rechts)
Frequenzbereich20 Hz–20 kHz
Treiberempfindlichkeit bei 1 kHz/ 1 mW (dB95 dB
Impedanz (Ohm)16 Ohm
LieferumfangJBL LIVE 300TWS Ohrhörer
Ohrstöpsel in den Größen S, M und L
Stabilisierende Ohrpassstücke in den Größen XS, S, M und L
USB-C-Ladekabel
Ladebox
1 x Garantieschein/Warnungshinweise
1 x Kurzanleitung/Sicherheitsdatenblatt
Technische Daten der JBL Live 300TWS

Tragekomfort

Da das Gehäuse der JBL Live 300TWS wie bereits erwähnt, etwas größer als der Eingang des Ohrkanals ist, müssen diese aus diesem Grund und den zusätzlichen Sport-Einsätzen in das Ohr eingedreht werden. Dies bedeutet, dass man die beiden Ohrhörer während des einsetzten leicht ins Ohr drücken und kurz nach hinten und wieder nach vorne eindrehen muss. Dadurch legt sich die „Schlaufe“ des Sport-Einsatzes in die Ohrmuschel-Windung, was zusammen mit den normalen Ohrtips für einen sehr sicheren halt sorgt.

  JBL liefert bei den Live 300TWS insgesamt drei verschieden große Silikon-Aufsätze in den Größen S; M und L mit. Damit kann man die Ohrhörer weitestgehend dem eigenen Ohrkanal anpassen. Des Weitern liegen zudem noch vier verschieden große stabilisierende Ohrpassstücke in den Größen XS; S; M; und L bei, die für den zusätzlichen sicheren halt bei zahlreichen Bewegungen im Alltag und bei Sport sorgen sollen.  

Auch wenn man anfangs bei den ersten Versuchen des Einsetzen der In-Ears etwas Probleme hat, bzw. etwas Zeit braucht, sofern man dies noch nicht von denen Ohrhörern davor gewohnt ist, dann ist das Ergebnis einfach top. Schließlich halten diese mit der richtigen Wahl an Ohrtips und Ear-Hooks sehr bequem und sicher in den Ohren, sodass man damit sogar zahlreiche sportliche Übungen absolvieren kann, ohne angst zu haben, dass man einen davon verliert. Die Flügelkonstruktion gefällt mir ganz gut, denn diese sorgt für eine leichte Entlastung des Gehörgangs und zudem sitzen die knapp 6 Gramm leichten In-Ears somit auch nach längerer Zeit bequem im Ohr, ohne dass Druckbeschwerden entstehen. Probleme gibt es hier wie bereits unter Design erwähnt lediglich beim Tragen von Mützen, die über die Ohren gehen. Diese können mit ihrem Bund nämlich zu hohen Druck auf die Ohrhörer ausüben, was somit sehr unangenehm werden kann, da die Ohrhörer dafür etwas zu weit aus den Ohren hervorstehen. Dieses Problem hat man jedoch bei vielen In-Ear Kopfhörern.

(Tragekomfort: 4 von 5 Punkten)

Bedienung

Bei den neuen True Wireless In-Ear Kopfhörern Live 300TWS hat JBL sich komplett gegen eine Tastenbedienung entschieden. Somit setzt das Unternehmen hier auf eine beidseitige Touch-Bedienung, welche sowohl Vor-, als auch Nachteile hat. 

Problem ist hier die Erkennung der unterschiedlichen Befehle, gerade wenn viele Gesten auf einen Ohrhörer gelegt sind und sehr ähnlich sind, ist es hier kaum zu vermeiden, dass es häufig zu Fehlern bei der Erkennung kommt. Zudem funktioniert das Ganze mit Handschuhen im Winter nicht wirklich. Dafür wiederum drückt man sich die Ohrhörer durch den Verzicht auf echte Tasten nicht ständig tiefer in den Gehörgang, was unangenehm werden kann. Die Meinungen über eine Touch-Bedienung gehen daher immer auseinander, die einen finden diese gut, die anderen weniger, sodass dies am Ende die eigene Entscheidung bleibt, was einem persönlich eher zusagt.

Kommen wir nun zur Bedienung, bzw. zuerst einmal dem Einschalten. Hierzu gibt es bei den Live 300TWS nur eine Möglichkeit, und zwar diese in das Case einzulegen. Bei Modellen mit Tasten war es auch möglich, diese Mithilfe dieser anzuschalten, doch dies geht hier leider nicht, da auf Touch gesetzt wurde. Setzt man beide Ohrhörer wieder in das Ladecase ein, dann werden diese beim Zuklappen automatisch ausgeschaltet.

Bei True-Wireless In-Ears ist es meist üblich, dass einer der beiden Ohrhörer als ein sogenannter „Master“ und der andere als „Slave“ Gerät fungiert. Dies ist auch hier bei den JBL Live 300TWS der Fall, sodass es sich beim rechten Ohrhörer um den Master handelt, also quasi um den Daten-Empfänger und somit der Kopfhörer, der sich direkt mit dem Smartphone verbindet und die Musik via Bluetooth übertragen bekommt. Der andere wiederum, der Slave in diesem Fall der Linke, empfängt die Daten lediglich vom Master und kann sich daher nicht direkt mit dem Smartphone verbinden. Somit kann man wie bei JBL üblich, den rechten In-Ear quasi komplett alleine nutzen, da dieser sowohl Musik empfangen kann, als auch ein Mikrofon verbaut hat und den linken nur zusammen.

Zurück zur Bedienung über die Touch-Gesten. Berührt man die äußere Fläche des rechten In-Ear einmal, dann wird die Musik, sofern diese eingeschaltet sind, direkt gestartet. Ein erneutes einmaliges Antippen pausiert wiederum die Musikwiedergabe. Sollte während dem man Musik hört ein Anruf eingehen, dann kann man diesen annehmen, indem man die Oberfläche zweimal hintereinander antippt. Das Auflegen erfolgt bei Anrufende auf demselben Weg und während die Musik wiedergegeben wird, gelangt man durch das zweimalige Antippen zum nächsten Musiktitel. Um einen Titel zurückzuspringen kann bzw. muss die Touch-Oberfläche dreimal hintereinander angetippt werden und sollte man auf den Sprachassistenten auf dem Smartphone (Siri oder Bixby) zugreifen wollen, dann muss man die Oberfläche zwei Sekunden gedrückt halten.

Die Lautstärke wird ebenfalls über den rechten Ohrhörer geregelt, jedoch dieses Mal nicht durch tippen, sondern durch ein nach vorne oder nach hinten Wischen. Nach vorne bedeutet in diesem Fall lauter und andersrum dementsprechend leiser. Dies ist zwar soweit gut gedacht, doch gerade bei dieser Steuerung, die ich am meisten verwende, kommt es am häufigsten zu Fehlbedienungen, daher ist dies etwas Schade und man hätte dies vielleicht auf Die Linke Seite verlagert sollen.

Links gibt es von Werk aus lediglich die Möglichkeit, durch eine Wischgeste zwischen der TalkThrue und Ambiente Aware Funktion zu wechseln und durch Einmaliges antippen, auf den eventuell über die App eingerichteten Google Assistant oder Alexa zugreifen.

Sämtliche Tippbefehle erfolgen soweit präzise und werden gut erkannt, doch bei den Wischgesten kommt es durch die kleine Oberfläche wie bereits erwähnt schnell zu Fehlern. Hier muss man drauf achten, dass diese Bewegung schnell und in einem Zug geschieht, ansonsten werden diese nicht als Wischgeste, sondern als einfach Berührung erkannt.

(Bedienung: 3,5 von 5 Punkten)

Klang

JBL verspricht hier bei den Live 300TWS wieder einmal den typischen JBL Signatur Sound. Dieser soll in diesem Fall dafür sorgen, das in diesem Fall trotz kleiner Größe, dennoch eine riesige Leistung geboten wird mit dem Sound, den man von JBL erwartet. Doch ist dem in diesem Fall auch so, oder handelt es sich hier nur um eine Marketingaussage? Bevor ich dies beantworte, betrachten wir doch erst einmal zusammen die technischen Daten etwas genauer.

In jedem der In-Ear sitzt neben einem Akku und einiges an anderer kleiner Elektronikteile, auch ein 5,6 mm großer dynamischer Treiber. Soweit nichts besonders, denn dieser gibt einen gewöhnlichen Frequenzgang von 20 Hz – 20.000 Hz aus, was zum Klang nur soviel aussagt, dass dieser ausgewogen mit einer leichten Bassbetonung abgestimmt wurde. Wie bei sämtlichen anderen True Wireless In-Ear Kopfhörern verzichtet JBL auch hier weiterhin auf die Unterstützung eines hochwertigen Audio-Codes. Schließlich wird auch bei diesem Modell weder aptX für (Android), noch AAC für (iOS) unterstützt. Somit steht lediglich das Standardformat SBC zur Verfügung, doch reicht dieses hier aus?

Die JBL Live 300TWS bieten einen kraftvollen Output, der zudem mit einer energiereichen Basswiedergabe Punkten kann. Selbst im Tiefbassbereich zeigen die Ohrhörer keine Schwächen, sodass bei sehr basslastigen Musikstücken der Bass dennoch präzise bleibt, ohne im Tiefbassbereich ins wummern zu geraten. Das Bassfundament kann somit kräftig zupacken, ist aber zugleich nicht übertrieben betont, sodass es gegenüber dem restlichen Klangbild zu sehr dominant wäre.  

Die Höhen sind ebenfalls präsent, welche soweit mit einer sauberen und einer luftigen Wiedergabe Punkten können. Jedoch neigen die Höhen bei sehr hohen Tonlagen dazu, etwas zu übersteuern (verzerren), was sich durch leichtere s-Laute bemerkbar macht. Die Stimmwiedergabe der Mitten ist soweit natürlich und lebendig, doch insgesamt gehören die Mitten eher gesagt zu den schwächen, denn diese sind hier etwas zu sehr zurückhaltend. Jedoch handelt es sich hierbei ja nur um ein 1-Treiber Modell, wo es schwierig wird, ein Klangbild zu generieren, welches in allen Bereichen überzeugend klingt.

Beim JBL Live 300TWS zeigt JBL jedoch wie bereits beim Reflect Flow mal wieder, dass es nicht unbedingt notwendig ist, dass Kopfhörer die hochwertigen Audiocodecs wie z. B. AAC und aptX usw. unterstützen müssen. Schließlich sind diese klanglich nicht schwächer als einige Modelle, die eben genau diese hochwertigeren Audio-Codecs unterstützten.

Die Sprachverständlichkeit der Kopfhörer ist soweit ausgesprochen gut. Klar gelingt es den verbauten Mikros, welche es versuchen, die Umgebungsgeräusche etwas zu minimieren nicht ganz, alles um einen herum während Telefonaten zu neutralisieren. Daher hört der Gesprächspartner z. B. gelegentlich ein vorbeifahrendes Auto oder einen Zug. Dies ist jedoch bei vielen anderen In-Ear Kopfhörern auch der Fall und daher kein Kritikpunkt, es lässt sich Technologie bedingt aktuell kaum vermeiden. Bei Telefonaten wird übrigens der Stereomodus unterstützt. Das heißt, dass während dem Telefonieren beiden In-Ears den Ton wiedergeben, was ich persönlich deutlich besser finde, als bei einer Mono-Wiedergabe. Die beiden Funktionen TalkThru und Ambient Aware, können während Telefonaten nicht genutzt werden, was jedoch durchaus Sinn macht. Schließlich werden die dafür genutzten Mikros für die Reduzierung der Umgebungsgeräusche genutzt und würden zudem den Ton zum Gehör durchlassen, was bei der Verständlichkeit nur für ein durcheinander sorgen würde.

Was die Latenz angeht, also die Verzögerung zwischen Ton und Bild beim Ansehen von YouTube Videos usw. können die JBL Live 300TWS überzeugen. Hier hatte JBL anfangs mit Bluetooth 4.2 noch Probleme, doch seit das Unternehmen auf den Bluetooth 5.0 Chip umgestellt hat, passt die Latenz sehr gut.

(Klang: 4 von 5 Punkten)

App

Da die JBL Live 3000TWS, zur LIVE-Serie gehört, gibt es hier wie bei allen LIVE-Kopfhörern eine  kostenlose App Namens „My Headphones“. Diese App steht sowohl für iOS, als auch Android Smartphones als kostenloser Download im jeweiligen AppStore bereit.

Diese App ist jedoch nicht unbedingt zwingend erforderlich, da die Kopfhörer auch ohne diese problemlos genutzt werden könnten. Wer jedoch Firmware-Updates (stand bei mir direkt eins zur Verfügung), oder persönliche Einstellungen via Equalizer vornehmen möchtet und den Google Assistant bzw. Amazon Alexa als Sprachassistent nutzen will, kommt um die App nicht drumherum.

Startet man die App das erste Mal, wird man sehr einfach Schritt für Schritt durch die Einrichtung und das Menü navigiert. Zudem wird einem in jedem Einstellungsfenster alles ganz gut erklärt. Ist dies soweit durchgeführt, landet man nach jedem Start der App auf dem Startbildschirm, auf dem sämtliche kompatiblen Kopfhörer die man selbst besitzt angezeigt werden. Zumindest sofern diese angeschaltet sind und man diese vorher mit dem Smartphone via Bluetooth gekoppelt hat.

Klickt man hier auf den JBL LIVE 300TWS, landet man in dessen Einstellungsmenü, wo man direkt unter der Abbildung des Kopfhörers, dessen restliche Akkulaufzeit in Prozent angezeigt bekommt. Unmittelbar darunter kann man zudem die Ambient Aware und TalkThru-Funktion zu- oder abschalten. Außerdem kann man hier die Gestenfunktion bzw. die Belegung der Wischfunktionen bestimmen, bzw. anwählen. Schade ist hier jedoch, dass man links nur wählen kann ob beim nach vorne Wischen TalkThru- oder AmbientAware aktiviert werden soll und rechts, ob man durch vor und zurück wischen die Lautstärke regulieren möchte, mehr nicht.

Ganz unten am Rand im grauen Bereich gelangt man durch das Antippen in die EQ-Einstellungen. Hier kann man dann zwischen drei voreingestellten Klangprofilen wählen oder es kann ein eigenes Klangprofil erstellt werden. Zurück auf Untermenü der JBL Live 300TWS, kann man durch das Antippen des Zahnrads im rechten oberen Bereich in ein weiteres Untermenü navigieren. In diesem kann man die automatische Abschaltung bei 10 Minuten ohne Musikwiedergabe Aktiveren bzw. Deaktivieren, ebenso die automatische Wiedergabe und Pause Funktion regulieren. Zudem kann man hier sofern beim Beginn nicht gemacht, die Sprach-Assistenten Google oder Alexa einrichten, oder auf die Gerätehilfe zugreifen.

Als praktisch empfinde ich die neue „Finde meine Ohrhörer“ Funktion. Durch diese kann man an den Öhren einen lauten Signalton abgeben lassen, falls man diese z. B. ausnahmsweise nicht ins Case eingesetzt hat und sucht, oder während des Sports einen verloren hat. In diesem Menü kann man den jeweiligen Ohrhörer auswählen und dieser gibt dann solange den Ton wieder, bis der Akku leer sein sollte oder man diesen erneut auswählt. Achtung! Diese Funktion bitte nie benutzen, wenn ihr die Ohrhörer im Ohr habt, das kann nämlich für starke Schäden im Gehör sorgen.

(App: 3,5 von 5 Punkten)

Ausstattung

Akku & Ladecase

Für die Energieversorgung der JBL Live 300TWS, hat JBL in jedem Ohrhörer einen 55 mAh Lithium-Ionen-Akku verbaut, welche zudem eine Schnellladefunktion besitzen. Diese 55 mAh Akkus ermöglichen laut JBL eine Akkulaufzeit von bis zu 6 Stunden am Stück. Sobald der Akku der JBL Live 300TWS In-Ears leer ist, können diese jederzeit in dem mitgelieferten Transportcase aufgeladen werden. Diese ermöglicht mit insgesamt 450 mAh eine gesamte Akkulaufzeit von bis zu 20 Stunden. 

Im Alltag lieferten bei mir die Akkus der Ohrhörer bei etwas 70 % der maximalen Lautstärke eine Laufzeit von knapp über 5 Stunden, was soweit zwar kein Spitzenwert ist, aber für den Großteil aller User absolut ausreichend sein sollte. Im Ladecase, in dem die Ohrhörer üblicherweise aufbewahrt und zudem aufgeladen werden, können diese bei vollgeladenem Akku fast drei Mal wieder komplett aufgeladen werden, sodass man dadurch fast an die angegebenen 20 Stunden herankommt. 

Für spontane Einsätze, wenn man z. B. eine Runde Radfahren möchte, jedoch vergessen hat die Kopfhörer aufzuladen, besteht die Möglichkeit, auf die integrierte Schnellladefunktion zuzugreifen. Durch diese ermöglicht es JBL, die beiden Ohrhörer innerhalb von nur 10 Minuten für gut 50 Minuten wieder mit Energie zu versorgen. Möchte man die beiden Ohrhörer wiederum komplett aufladen, vergehet knapp eine Stunde und 40 Minuten, was auf das Ladecase ebenso zutrifft. Das Aufladen erfolgt hier übrigens erstmals bei JBL über USB-C. Ein entsprechendes Ladekabel USB-A auf USB-C liegt dem Lieferumfang bei.

Bluetooth & Signalqualität

Beim JBL Live 300TWS setzt JBL auf den neuen Bluetooth 5 Chip. Dieser liefert in meinem Test wie bereits beim Reflect Flow eine stabile Verbindung sowohl zu iOS-, als auch Android-Geräten. Die Verbindung zwischen Smartphone und In-Ears erfolgt wie bei eigentlich sämtlichen True Wireless Kopfhörer, automatisch bei der Entnahme aus dem Ladecase. Sobald man die beiden Ohrhörer zum ersten Mal aus dem Transportcase nimmt, befinden diese sich automatisch im Pairing-Modus und können daher wie bei Bluetooth-Kopfhörer üblich direkt über die Einstellungen mit dem Smartphone verbunden werden. 

Möchte man die beiden Ohrhörer wiederum mit einem neuen Gerät verbinden, muss man beide Ohrhörer ins Ladecase einsetzen und den kleinen Knopf zwischen diesen beiden, im Ladecase für 5 Sekunden gedrückt halten. Anschließend werden diese zurückgesetzt und man kann wie gewohnt zu den Bluetooth-Einstellungen im Smartphone navigieren und wählt hier den Kopfhörer „JBL Live 300 TWS“ aus.

Im Praxistest bieten die JBL Live 300TWS zwischen Kopfhörer und Smartphone (bei mir ein iPhone X) eine sehr stabile und gute Reichweite von bis zu 30 Metern im Freien, ohne Hindernisse. Im Haus wiederum hängt die Reichweite von euren Wänden und Decken ab. Schließlich reduzieren massive dicke Wände und Decken die Reichweite des Funksignals deutlich mehr, als z. B. dünnere. Daher kann man hier grob gesagt von einer Indoor-Reichweite von ca. 9 Metern reden, was ein guter Wert ist.

(Ausstattung: 4 von 5 Punkten)

TEIL 3

bestehend aus „Preis/Leistung“ entspricht 10% der Gesamtwertung

Beschreibung

Mit den neuen Live 300TWS liefert JBL ein gutes True Wireless In-Ear Kopfhörer Modell ab. Diese können mit einigen kleineren Neuerungen wie z. B. die neue „Finde meine Ohrhörer-Funktion“, dem endlich verbauten USB-C Anschluss usw punkten. Doch wichtig ist natürlich auch der Klang und der Tragekomfort und genau hier schneiden die JBL Live 300TWS soweit ebenfalls sehr gut ab. Beim Tragekomfort ist es natürlich sehr wichtig, dass ihr die richtigen Einsätze wählt und diese dann ins Ohr eindreht. Einfach rein drücken geht hier nicht, denn dann wird es nur unangenehm und der halt ist zudem bescheiden. Der Klang ist zwar nicht der allerbeste, den ich bisher von In-Ear Kopfhörer gehört habe, doch für 150€ ist dieser absolut in Ordnung. Die Schutzklasse IPX5 sorgt zudem dafür, dass man die Ohrhörer auch beim Sport nutzen kann, denn somit sind diese gegen Spritzwasser und Schweiß geschützt.

Preis/Leistung

Die UVP der Live 300TWS hat JBL mit 149€ festgesetzt. Online sind diese jedoch inzwischen teilweise für etwas unter 135€ inkl. Versand erhältlich.  

Für diesen Preis bekommt man sehr gute True Wireless Kopfhörer, welche zwar klanglich zwar definitiv nicht High-End sind, aber dennoch rundum mit einem guten Gesamtpaket überzeugen können. Der Tragekomfort ist sehr gut, die Sprachqualität bei Telefonaten auch und die Latenz ist sehr gering. Zudem hat JBL nun endlich an alle Bedienungsfunktion gedacht und somit kann man nun sämtliche Funktionen direkt über die Ohrhörer steuern.

JBL Live 300TWS

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testr Gesamtwertung

unter Berücksichtigung aller Teilwertungen

 Wir bedanken uns beim Hersteller für die Bereitstellung des Produktes. Zu unseren Grundsätzen

Link zum Hersteller: https://de.jbl.com

Soundcore Spirit Dot 2

In aller Kürze

Die True Wireless Kopfhörer Soundcore Spirit Dot 2 sind zeitgleich mit den ebenfalls von uns getesteten Spirit X2 veröffentlicht worden. Anker vermarktet auch diese Kopfhörer als Sportkopfhörer. Gut gefällt der kompakte Formfaktor und der sichere Halt durch die AirWings. Ein gewisses Grundrauschen ist bemerkbar, die Spirit Dot 2 machen aber eine gute Figur insbesondere bei Basslastigen Liedern.

Gefällt uns

  • Bluetooth 5.0
  • IPX7
  • klein & leicht
  • USB-C Anschluss
  • Schnellladefunktion

Gefällt uns weniger

  • Grundrauschen vorhanden

Soundcore Spirit Dot 2

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TEIL 1

Bestehend aus „Verpackung/Design/Verarbeitung“ entspricht 25% der Gesamtwertung

Verpackung

Die Vorderseite zeigt den Soundcore Spirit Dot 2 im Einsatz und wird eindrucksvoll in Szene gesetzt. Hier wird ein Mann gezeigt der offensichtlich gerade Sport betreibt begleitet von dem „EPIC BASS“ Schriftzug. Weitere Merkmale wie die Schweißbeständigkeit etc. werden aufgelistet. Seitlich wird nochmal auf die Wasserbeständigkeit durch IPX7 verweisen, während die andere Verpackungsseite einen Meilenstein der Marke Soundcore zeigt: über 10 Millionen Menschen sollen bereits Soundcore Kopfhörer nutzen! Die Rückseite listet schön aufbereitet die wichtigsten Features und Funktionen in verschiedenen Sprachen und den Inhalt der Verpackung.

In der Verpackung findet man schließlich das Ladecase mit den Soundcore Spirit Dot 2 und ersatz-Ohrstöpsel und Earwings.

(Verpackung: 4 von 5 Punkten)

Design

In-Ear Kopfhörer

Das Design der Soundcore Spirit Dot 2 ist verglichen mit Spirit X2 sehr klein und unauffällig. Der Hersteller setzt hier auf ein Knopfdesign und jeder Ohrhörer hat etwa 6 Gramm. Mit Silikon Eartips in Kombination mit sogenannten AirWings – ebenfalls aus Silikon – die für einen sicheren Halt sorgen sollen. 

Zum Steuern der Sportkopfhörer wird auf keine physischen Tasten gesetzt, sondern auf eine berührungsempfindliche Oberfläche. Dies wird durch und in Bereich des metallischen Logos auf den Ohrhörern ermöglicht.  Auch zu finden ist eine kleine Status-LED, sowie ein Mikrofon je Ohrhörer.

Ladecase

Das zugehörige Transport- bzw. Ladecase ist aus dunkelgrauem, schimmerndem Kunststoff mit den Maßen 79 x 44,5 x 28,5 mm. Durch die kompakte Größe kann es auch leicht in der Hosentasche transportiert werden.

Der Deckel lässt sich mittels Schiebemechanismus öffnen, was mir sehr gut gefällt und auch leicht von Hand geht. Die Konstruktion ist hierbei aber ausreichend solide, sodass man keine Angst haben muss, dass der Deckel abfällt oder sich gar von selbst öffnet, hat aber im geschlossenen Zustand durchaus ein Spiel. Unter dem Deckel sind 3 Status LEDs die für den Akkustand anzeigen. Auf der Rückseite ist der USB-C Anschluss zum Aufladen des Cases welcher durch eine Gummikappe verdeckt wird.

Die Soundcore Spirit Dot 2 zwei werden durch vergoldete Kontakte im Case geladen und magnetisch an Ort und Stelle gehalten.

(Design: 4 von 5 Punkten)

Verarbeitung

Die Verarbeitungsqualität der Soundcore Spirit Dot 2 ist im Großen und Ganzen ziemlich gut.

Die Kopfhörer sind sehr klein und gut verarbeitet, hier gibt es nichts zu kritisieren. Sucht man einen Kritikpunkt könnte man sagen, dass die austauschbaren Silikonaufsätze vielleicht hier und da nicht optimal verarbeitet sind. Allerdings sind diese dann auch im Ohr und nicht sichtbar.

Durch die schimmernde dunkelgraue Oberfläche der Soundcore Spirit Dot sind die Ohrhörer wie auch das Ladecase weniger empfindlich gegenüber Fingerabdrücken, verglichen mit der Soft-Touch-Oberfläche der Spirit X2. Das finde ich deutlich angenehmer. Der Deckel des Ladecase hat im geschlossenen Zustand deutlich ein Spiel ist aber nicht weiter schlimm wie ich finde.

(Verarbeitung: 4 von 5 Punkten)

TEIL 2

bestehend aus „Funktion des Produktes“ entspricht 65% der Gesamtwertung

Kopfhörer-ArtTrue-Wireless In-Ear Kopfhörer
KategorieBluetooth Kopfhörer (Bluetooth 5.0)
FarbeSchwarz
Akkuintegriert, Lithium-Polymer-Akku
Akku Ohrhörer: 5,5 h
Gesamt somit: 66 h
Gewicht je 6 g, inkl. Case 63 g
MaterialOhrhörer und Ladecase aus Kunststoff
KonnektivitätBluetooth 5.0 Audio-Codec: SBC und AAC
Treiberdynamisch
LieferumfangSoundcore Spirit Dot 2
Ladecase
USB-Typ-C zu USB-A Ladekabel
Eartips + AirWings in versch. Größen
Bedeinungsanleitungen etc.
Technische Daten des Soundcore Spirit Dot 2

Tragekomfort

Wie zuvor bereits besprochen, setzen die Soundcore Spirit Dot 2 auf ein In-Ear Knopfdesign und sitzen so ziemlich eben im Ohr. Das Tragegefühl ist erstaunlich angenehm, was wohl durch das geringe Gewicht von 6 Gramm pro Seite begünstigt wird. Gut gefällt mir auch, dass die von mir anfangs kritisch betrachte „AirWings“ sehr zum komfortablen Tragen beitragen und für sicheren Sitz sorgen.

Ich empfehle allerdings unbedingt verschiedene EarTips und Airwings auszuprobieren, damit der beste Halt für Dein Ohr gefunden werden kann. Wird dies gemacht sind diese auch sehr taugliche Sportkopfhörer. Ich habe auch diese zum Laufen verwendet und bin überaus zufrieden mit dem Halt. Allerdings muss man natürlich sagen, dass dies von Ohr zu Ohr unterschiedlich ausfallen kann und bei den zuvor getesteten Spirit X2 ein zusätzlicher Halt durch den Ohrumliegenden Bügel gewährleistet ist.

(Tragekomfort: 4 von 5 Punkten)

Klang

Die Soundcore Spirit Dot 2 werden mit starken Bässen beworben, denen sie in der Tat gerecht werden. Für diese kleine Baugröße ist das durchaus beachtlich. Wer wie ich gerne HipHop hört bei sportlichen Aktivitäten wird definitiv auf seine Kosten kommen. Allerdings ist ein gewisses Grundrauschen der Ohrhörer bemerkbar.

Weiters ist anzumerken, dass die Sportkopfhörer im Vergleich zu ihrem großen Bruder Spirit X lediglich über einen SBC und AAC Codec verfügt. Das ist okay, besitzt man ein iPhone. Android Nutzer werden wohl aptX vermissen.

Die Höhen und Mitten sind klar, es fehlt aber an Detailtreue. Alles in allem sind es gute Kopfhörer für Sport, in ruhigen Umgebungen und ruhigen Titeln, wird man keine große Freude haben. Fairerweise muss man die Preisklasse ebenso beachten, wie auch die Ausrichtung der Kopfhörer für Sport.

Die eingebauten Mikrofone erlauben ebenso Telefonate. Dies funktioniert soweit ganz gut, klingt aber etwas blechern.

(Klang: 3,5 von 5 Punkten)

Ausstattung

Akku & Ladecase

Anker gibt für die Soundcore Spirit Dot 2 eine Laufzeit von 5,5 Stunden pro Ladung an. Das Ladecase liefert weitere zwei Ladungen, sodass insgesamt 16 Stunden möglich sind. In meinen Tests komme ich recht nah an die Angaben des Herstellers.

Besonders gut gefällt mir hier die integrierte Schnellladefunktion, die mit einer 10-minütigen Ladezeit auf 1 Stunde Laufzeit kommt.

IPX7

Wie es sich für einen Sportkopfhörer gehört sind die Soundcore Spirit Dot 2 Wasser und gegen Staub geschützt. Mit dem Standard ist es möglich, dass die Kopfhörer bis zu einer Tiefe von 1m, 30 min unbeschadet überstehen können.

 Bluetooth & Signalqualität

Die Einrichtung der Bluetooth Verbindung ist für User innerhalb weniger Sekunden erledigt und erfordert keiner besonderen Kenntnisse.

Der Hersteller setzt auf Bluetooth 5.0 was für eine sehr stabile Verbindung sorgt. Das Smartphone mal liegen lassen, um auf einem anderen Gerät eine Übung zu machen, oder die Wasserflasche nachzufüllen führte zu keinem Abbruch der Verbindung. Mit einer Smartwatch mit Musikfunktion ist dieser Punkt sogar nicht mal von Relevanz.

(Ausstattung: 4 von 5 Punkten)

TEIL 3

bestehend aus „Preis/Leistung“ entspricht 10% der Gesamtwertung

Beschreibung

Der Hersteller bewirbt die Soundcore Spirit Dot 2 als kleine, gut zu tragende Sportkopfhörer mit ordentlichem Bass. Besonders Wert legt der Soundcore, darauf, dass es gelungen ist die Kopfhörer um 20% kleiner zu machen.

Ebenfalls ist man stolz auf die sogenannten Zero-Pressure AirWings. Ich kann diese Punkte bestätigen, die Kopfhörer sind angenehm leicht und kompakt und die AirWings verrichten wirklich einen sehr guten Dienst, wenn es darum geht einen sicheren, aber dennoch druckreifen Halt zu gewährleisten.

Preis/Leistung

Der Hersteller ruft einen UVP von 79,99 EUR für die Soundcore Spirit Dot 2 aus was ich durchaus für fair empfinde, für die Leistung, die geboten wird. Es handelt sich um wirklich gut zu tragende True-Wireless Sportkopfhörer.

Soundcore Spirit Dot 2

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unter Berücksichtigung aller Teilwertungen

 Wir bedanken uns beim Hersteller für die Bereitstellung des Produktes. Zu unseren Grundsätzen

Link zum Hersteller: soundcore.com

Soundcore Spirit X2

In aller Kürze

Die True Wireless Kopfhörer der Anker Tochter sind unübersehbar Sportkopfhörer. Das sieht man den Soundcore Spirit X2 an und hört es auch. Sport macht richtig Spaß damit, für den ruhigen Hörer ist es dann doch etwas zu Basslastig. Obwohl ich kein großer Fan dieser Bauform bin, haben sie definitiv ihre Berechtigung: Sie halten bombenfest! Zusätzlich sind sie vor Wasser, Schweiß und Staub geschützt.

Gefällt uns

  • Bluetooth 5.0
  • sicherer Halt & Sporttauglichkeit
  • Schnellladefunktion
  • USB-C Anschluss
  • AAC & aptX
  • IP68

Gefällt uns weniger

  • rel. großes Case
  • „Bass Booster“ dumpft Klang

Soundcore Spirit X2

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TEIL 1

Bestehend aus „Verpackung/Design/Verarbeitung“ entspricht 25% der Gesamtwertung

Verpackung

Die Vorderseite zeigt den Soundcore Spirit X2 im Einsatz und wird eindrucksvoll in Szene gesetzt. Hier sieht man einen von Sport schweißgebadeten Mann, dessen Kopf sich über die Vorderseite bis zur Seite der Verpackung ragt. „EPIC BASS“, EXTREME DURABILITY“ und  „SWEAT GUARD“ sind nur einige Merkmale die ins Auge stechen und direkt SportlerInnen ansprechen. Sehr schönes Detail: Die Vorderklappe ist magnetisch befestigt und lässt sich aufklappen. Aufgeklappt sehen wir nochmal eine Bewerbung des Basses dieser True-Wireless Kopfhörer und hinter einer durchsichtigen Abdeckung die Soundcore Spirit X2 sowie das Ladecase.

Die Rückseite listet schön aufbereitet die wichtigsten Features und Funktionen in verschiedenen Sprachen und den Inhalt der Verpackung. Alles in allem eine sehr gelungene und einprägsame Verpackung wie ich finde.

(Verpackung: 4,5 von 5 Punkten)

Design

In-Ear Kopfhörer

Das Design der Soundcore Spirit X2 ist wahrlich nicht als unauffällig zu bezeichnen aber durchaus dem vorrangigen Verwendungszweck entsprechend gestaltet. Dieser dient nämlich dem Sport. Die einzelnen Ohrhörer besitzen einen Ohrbügel  der um das Ohr herum gelegt wird und so einerseitz für sicheren Halt  sorgt aber auch Druckentlastend wirken kann. Die sogenannten EarWings sind Silikonaufsätze die es in verschiedenen Größen gibt und die IM Ohr für sicheren Halt Sorgen sollen.

Die Kombination ergibt dann das relativ auffällige und teilweise an alte Hörgeräte erinnernde Design. Für Freunde von physischen Tasten hat diese Bauform natürlich einen Vorteil: Platz. So besitzen beide Kopfhörer über Bedientasten mit denen die Lautstärke, Play-Pause aber auch der Sprachassistent bemüht werden kann.

Was die Farben angeht geht man keine Experimente ein. Dunkle Grautöne dominieren und werden durch silberne Akzente unterstrichen, das gefällt mir persönlich gut.

Ladecase

Das zugehörige Transport- bzw. Ladecase ist vergleichsweise groß, aber natürlich der Bauform der Soundcore Spirit X2 geschuldet. Es ist komplett in einer Softtouch-Oberfläche gehalten, die leider Minikratzer und Fingerabdrücke anzieht und ziemlich schnell „benutzt“ aussieht. Auf der Oberseite befindet sich das Soundcore Logo während einer Leiste aus hellem grau die Ober- und Unterseite trennt.

Vorne ist hier auch eine Kerbe eingelassen, wodurch sich das Case einfach öffnen lässt. Apropos Kerbe, hier sind auch 3 LEDs integriert, die den Rest-Akkustand der Ladeschale entweder beim Öffnen oder per Knopfdruck visualisieren. Auf der Rückseite befindet sich unter einer Abdeckung der USB-C Ladeanschluss. Gut gefällt mir, dass in der Ladeschale Magneten die Kopfhörer einrasten. Auch der Deckel wird Mithilfe von Magneten festgehalten. Nicht zu leicht- nicht zu fest genau richtig.

(Design: 3,5 von 5 Punkten)

Verarbeitung

Die Verarbeitungsqualität der Soundcore Spirit X2 ist im Großen und Ganzen gut.  Wenn man ganz genau hinsieht kann man hier und da den Kleber durchschimmern sehen, aber die Spaltmaße etc. sind in Ordnung.

Was mich leider persönlich etwas stört ist diese gummierte Soft-Touch-Oberfläche. Sie schaut gut aus, fühlt sich auch wirklich gut an, ist aber empfindlich und sieht sehr schnell verschmutzt und beansprucht aus. Dies gilt sowohl für das Ladecase als auch für die einzelnen Ohrhörer.

(Verarbeitung: 3,5 von 5 Punkten)

TEIL 2

bestehend aus „Funktion des Produktes“ entspricht 65% der Gesamtwertung

Kopfhörer-ArtTrue-Wireless In-Ear Kopfhörer
KategorieBluetooth Kopfhörer (Bluetooth 5.0)
FarbeSchwarz
Akkuintegriert, Lithium-Polymer-Akku
Akku Ohrhörer: 9 h
Akku Ladecase: 27 h
Gesamt somit: 36 h
Gewicht je 11 g, inkl. Case 102 g
MaterialOhrhörer und Ladecase aus Kunststoff
KonnektivitätBluetooth 5.0 Audio-Codec: SBC, AAC und aptX
Treiberdynamisch 12-mm-Treiber + Akkustikkammer
Frequenzbereich20 Hz–20 kHz
LieferumfangSoundcore Spirit X2
Ladecase
USB-Typ-C zu USB-A Ladekabel
Eartips + EarWings in versch. Größen
Bedeinungsanleitungen etc.
Technische Daten des Soundcore Spirit X2

Tragekomfort

Über die Optik der Soundcore Spirit X2 wurde bereits gesprochen, nicht die Kleinsten, nicht die unauffälligsten aber sie sitzen wirklich sicher in den Ohren. Zum Einsatz sind die Sport Kopfhörer mehrmals im Fitnesscenter gekommen, egal ob am Laufband oder regulären Übungen – der Sitz war und blieb sicher und Fest.

Nach 1,5h hatte ich dann schon ein Druckgefühl im Ohr zu beklagen. Ein Blick in die Verpackung liefert weiterhin die Option auf individuelle Anpassung des Sitzes der Kopfhörer. Bei fünf verschiedenen Größen der Eartips und drei verschiedenen EarWings finden wohl die Meisten eine passende Größe für einen sicheren Halt.

(Tragekomfort: 4 von 5 Punkten)

Klang

Die Soundcore Spirit X2 beherbergen 12mm Treiber und eine zusätzliche Akkustikkammer für den Bass. Sie schöpfen also das Potential der Bauweise aus. Der Klang ist wie immer sehr subjektiv. Hier muss man auch in Betracht ziehen um was für einen Kopfhörer es sich handelt, nämlich einen Sportkopfhörer. Diese sind naturgemäß basslastiger als andere Kopfhörer, so auch beim Soundcore Spirit X2. Die True Wireless Kopfhörer besitzen einen „Bass-Boost“ der die Basswiedergabe auf Knopfdruck (Gedrückthalten der Play-Taste) aktivieren und deaktivieren kann. Dadurch wird die ohnehin ordentliche Bassleistung nochmal eine Spur erhöht, dies geht allerdings auf Kosten der restlichen Klangqualität, der dann dumpfer wird.

Trotz der (gewollten) Basslastigkeit – die ich allerdings als nicht zu penetrant empfand Stichwort: Beats – sind die Mitten ziemlich detailliert und die Höhen klar. Auch bei außersportlichen Aktivitäten kann man also gerne die Soundcore Spirit X2 zur Beschallung nutzen, da sie wirklich nicht schlecht klingen.

Die Bassbooster Funktion überzeugt mich nicht zur Gänze. Hier kommt es wohl auf den gewählten Song an. Aber überwiegt der Lyrics-Anteil verglichen mit dem Beat-Anteil klingen sie merklich dumpf und das überzeugt mich persönlich nicht allzu sehr.

Obwohl die Soundcore Spirit X2 kein ANC nutzen, kommt die sogenannte CVC-Technik zum Einsatz. Hierbei versuchen die Kopfhörer mit den integrierten Mikrofonen ungewünschte Geräusche herauszufiltern. Dies kann ich insofern bestätigen, dass dadurch eine ziemlich gute Sprachqualität bei Telefonaten ermöglicht wurde, was nicht zwangsläufig dem Haupteinsatzbereich von Sportkopfhörern entspricht und umso positiver ist.

(Klang: 4 von 5 Punkten)

Ausstattung

Akku & Ladecase

Der Hersteller gibt eine Akkulaufzeit von bis zu 9 Stunden an. Dadurch, dass ich die Kopfhörer explizit für Sport genutzt habe ich die Sportkopfhörer nie länger als 2-3 Stunden angehabt. Dies stellt natürlich überhaupt kein Problem dar. Testweise habe ich sie dann einmal weiterlaufen lassen und bin bei drei-viertel Lautstärke auf knapp über 7 Stunden gekommen. Dies ist zwar weniger als die Angegebenen 9 Stunden, aber die Lautstärke war auch relativ hoch eingestellt muss man fairerweise sagen.

In einem Realszenario hat man die Spirit X2 wohl nicht so lange am Stück im Ohr. Die zugehörige Ladeschale bietet weitere 3 volle Aufladungen, sodass ordentlich Power hat, um längerfristig Musik genießen zu können.

Besonders gut gefällt mir hier die integrierte Schnellladefunktion, die mit einer 10-minütigen Ladezeit auf 2 Stunden Laufzeit kommt.

IP68

Wie es sich für einen Sportkopfhörer gehört sind die Soundcore Spirit X2 nach dem IP68 Standard gegen Wasser und Staub geschützt. Eine spezielle Beschichtung schützt zudem vor Schweiß, somit sind die True-Wireless-Kopfhörer auch für intensive Trainingssessions parat.

 Bluetooth & Signalqualität

Die Einrichtung der Bluetooth Verbindung ist für User innerhalb weniger Sekunden erledigt und erfordert keiner besonderen Kenntnisse.

Der Hersteller setzt auf Bluetooth 5.0 was für eine sehr stabile Verbindung sorgt. Das Smartphone mal liegen lassen, um auf einem anderen Gerät eine Übung zu machen, oder die Wasserflasche nachzufüllen führte zu keinem Abbruch der Verbindung. Mit einer Smartwatch mit Musikfunktion ist dieser Punkt sogar nicht mal von Relevanz.

(Ausstattung: 4 von 5 Punkten)

TEIL 3

bestehend aus „Preis/Leistung“ entspricht 10% der Gesamtwertung

Beschreibung

Besondere Betonung legt der Hersteller auf den Bass der Soundcore Spirit X2 und die Sporttauglichkeit der Kopfhörer.

Auf jeden Fall wurde hier gute Arbeit geleistet. Mit dem Bass hat man nicht zu wenig versprochen und definitiv einen Kopfhörer mit Wumms vorgestellt.

Preis/Leistung

Der Hersteller ruft einen UVP von 119,99 EUR für die Spirit X2 aus Für den Klang, die Laufzeit und den omnipräsenten und doch motivierenden Bass ein fairer Preis wie ich finde. Verglichen mit Beats ist man hier beispielsweise 50% günstiger.

Soundcore Spirit X2

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testr Gesamtwertung

unter Berücksichtigung aller Teilwertungen

 Wir bedanken uns beim Hersteller für die Bereitstellung des Produktes. Zu unseren Grundsätzen

Link zum Hersteller: soundcore.com

JBL Tune 220TWS

In aller Kürze

Mit den JBL Tune 220TWS präsentiert das bekannte Audio-Unternehmen JBL ein komplett anderes paar True-Wireless In-Ear Kopfhörer, wie man es bisher von dem Unternehmen gewohnt ist. Das Resultat sind leichte Ohrhörer, welche den Apple AirPods vom Grunddesign etwas ähnlich sind und daher den ähnlichen, sehr druckunempfindlichen Tragekomfort bieten. Klanglich schneiden diese zwar nicht mit einer perfekten Klangabstimmung ab, doch für den geforderten Preis erhält man durchaus guter True-Wireless Kopfhörer. Leider muss man hier jedoch auf eine Lautstärkeregelung direkt an den Ohrhörern verzichten, genau so wie auf eine lange Akkulaufzeit, denn bereits nach spätestens 3 Stunden ist leider Schluss.

Gefällt uns

  • sehr leicht
  • angenehmer Tragekomfort
  • gute Sprachwiedergabe

Gefällt uns weniger

  • keine genaue Akkuanzeige
  • sehr geringe Akkulaufzeit (<3h)
  • keine hochwertigen Audio-Codecs

JBL Tune 220TWS

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TEIL 1

Bestehend aus „Verpackung/Design/Verarbeitung“ entspricht 25% der Gesamtwertung

Verpackung

Bei der Verpackung sämtlicher True Wireless Ohrhörer bleibt JBL sich selbst absolut treu. Somit werden auch die neuen JBL Tune 220TWS in der üblichen, sehr kompakten, jedoch ausreichend stabilen Verpackung ausgeliefert. Diese wurde natürlich dementsprechend, wie ich es von JBL gewohnt bin, rundum bunt bedruckt bzw. mit verschiedenen Infos über die In-Ear Kopfhörer versehen. 

Die Vorderseite der Verpackung zieren die üblichen Aufdrucke, die JBL bei eigentlich allen Kopfhörer verwendet. Dazu zählen unter anderem der Name des Unternehmens und der des Produktes sowie ein Bild der beiden True Wireless Ohrhörer. Letzteres hat hier wie die beiden seitlichen Verpackungsseiten dieselbe Farbe, wie man die Ohrhörer gewählt hat.

Direkt unterhalb der Modellbezeichnung der Kopfhörer werden die für JBL wichtigsten Merkmale der Kopfhörer erwähnt und wie üblich informiert JBL unten rechts über die Gesamtakkulaufzeit, sowie die reine Laufzeit der Ohrhörer von bis zu 19 h bzw. 3 Stunden mit einer vollen Aufladung.

Die schmale rechte Seite zeigt die beiden Ohrhörer und geht auf die Bedienung ein, bzw. zeigt genau, welche der beiden Tasten, welchen Befehl ausführt. Darunter wird zudem noch erwähnt, dass eine Steuerung mit der eigenen Stimme möglich ist, und der Lieferumfang wird hier in Form von kleinen Skizzen aufgelistet.

Zu guter Letzt konzentriert sich JBL auf der Rückseite wie zahlreiche andere Unternehmen um die wichtigsten Ausstattungsmerkmale. Somit weißt das Unternehmen hier auf den typischen JBL Pure Bass Sound hin, dass die Ohrhörer mit Universal-Ohranpassstücken versehen sind und eine echte Stereotelefonie möglich ist. Als kleine Besonderheit wird hier das Ladecase der Ohrhörer durch ein transparentes Sichtfenster dargestellt und direkt darunter ist eine Ablichtung der Ohrhörer, die im Ladecase eingesetzt sind zu sehen. 

Nach dem Durchtrennen des Klebestreifens an der Unterseite kann man das komplette Innenleben der Verpackung an der Unterseite herausziehen. Dabei kommt ein transparenter Kunststoffeinsatz zum Vorschein, in dem man an der Oberseite direkt das Ladecase, sowie die beiden Ohrhörer herausnehmen kann. Darunter wiederum befindet sich das typische orangefarbene Micro-USB-Ladekabel, sowie die üblichen Beschreibungen in einer kleinen Mappe.

(Verpackung: 3,5 von 5 Punkten)

Design

JBL hat bereits mehrer True Wireless In-Ear Kopfhörer vorgestellt, doch bisher waren es alle knopfförmige Modelle, die direkte bzw. nahezu komplett in der Ohrmuschel und dem Gehörgang eingesetzt wurden. Mit den neuen JBL Tune 220TWS geht JBL zum erstmals einen anderen Weg, denn hierbei handelt es sich um deutlich luftigere Kopfhörer, welche nur zum Teil im Ohrhörer sitzen, der Rest ragt als Art Stäbchen aus dem Ohr heraus. Diese Art der In-Ear Kopfhörer kennt man bestens vom kalifornischen Unternehmen Apple.

Explizit um Sport-In-Ear Kopfhörer handelt es sich bei den JBL Tune 220TWS nicht, den JBL wirbt diese selbst nicht als solches. Doch einen angenehmen und sicheren halt bieten die Ohrhörer überraschenderweise dennoch, dazu aber später mehr. Mit den JBL Tune 220TWS möchte man nun mal ein ideales Konkurrenzprodukt zu den beliebten Apple AirPods im Sortiment haben, doch gelingt JBL dies mit den Tune 220TWS? Dies erfahrt ihr im Laufe des Tests. 

In-Ear Kopfhörer

Bei den JBL Tune 220TWS handelt es sich um die typischen In-Ear Kopfhörern, die sich aus einer Knospe und einem länglichen Stil zusammensetzten. Dabei sitzt die typische „Knospe“ im Ohr und der längliche Stil ragt wie üblich aus dem Ohr heraus. Daher handelt es sich hierbei um die typischen Ohrhörer, die man direkt erkennt und sich nur unter einer Mütze oder langen Haaren verstecken lassen. 

Anders wie man es von den bisherigen Kopfhörern von JBL gewohnt ist, setzt man hier auf eine Universalgröße. Somit sollen die Ohrhörer durch die anatomisch geformte Ohrknospe quasi perfekt in jedem Ohr halten, ohne das man hierfür wie sonst gewohnt erst mal die richtigen Ohranpassstücke herausfinden muss. Hierbei geht das Unternehmen jedoch einen Kompromiss ein, denn ohne die sonst üblich verwendeten Ohranpassstücke aus Silikon usw. kann natürlich die ansonsten bei klassischen In-Ears gegebene Isolationseigenschaft keineswegs erreicht werden.

Das Gehäuse der In-Ears besteht in dieser Preisklasse natürlich aus dem am häufigsten genutzten Material, einem Kunststoff. Die „Knospe“ ähnelt ziemlich den der Apple Airpods, lediglich der Treiberausgang ist bei den JBL Tune 220TWS noch etwas mehr geschwungener ausgelegt. Der Stiel-Teil ist von der Länge absolut gleich zum Apple Pedant, lediglich die Ausführung ist etwas klobiger ausgeführt. Der Kopfhörer setzt sich natürlich nicht aus einem Außenteil zusammen, sondern aus mehrer teils verschiedenfarbigen Teilen. So lockert mein Testmodell in Blau ein silberner Übergang von Knospe zu Stiel auf und auch beim Stiel kommen zwei unterschiedliche türkis/blaue Kunststoffe zum Einsatz. Neben dem blauen (türkisfarbenen) Modell der Tune 220TWS gibt es auch noch ein schlichtes Schwarz und Weiß, sowie ein an Frauen gerichtetes Pink/Rose.

Am rechten Ohrhörer und auch nur an diesem, befindet sich am unteren Ende neben den drei Ladekontakten ein weiteres Loch, in dem sich das Mikrofon für Telefonie und Sprachsteuerung versteckt. Somit ist auch direkt klar, dass falls man z. B. zur Sicherheit beim Radfahren nur einen Ohrhörer nutzen möchte, unbedingt den rechten verwenden muss. Schließlich besitzt nur dieser das verbaute Mikro, und auch nur dieser kann eine direkte Bluetooth-Verbindung zum Smartphone eingehen. Somit dient der rechte Ohrhörer als sogenannter Master und der linke „nur“ als Slave, also dieser empfängt das Signal verzögerungsfrei vom rechten Ohrhörer.  

Ladecase

Das Ladecase besteht wie die In-Ear, aus Kunststoff. Dabei hat JBL dieses wie immer farblich an die gewählte Farbe der True Wireless Ohrhörer angepasst. Somit ist das Case bei meinem Testgerät in einem matten türkisfarbenen Farbton gehalten. Wobei hier auch zwei verschiedenen Farbtöne gewählt wurde (Deckel etwas dunkler als der Rest). Wie für JBL üblich, darf natürlich an der Vorderseite der immer verwendete, leicht in den Kunststoff eingelassene JBL Schriftzug fehlen.  

Das Case ist mit den Maßen: 55 x 50 x 30 mm (L x B x H) durchaus handlich und lässt sich somit gut in der Hosentasche verstauen. An der Unterseite des Ladecase befindet sich direkt zentral ein Micro-USB Anschluss, über den logischerweise das Case mit Strom versorgt wird. Eine Anzeige, die über den Akkustand der Ohrhörer bzw. über den des Ladecase informiert, gibt es an der Außenseite nicht. Diese hat JBL nämlich dieses Mal im Inneren des Case und direkt an den Ohrhörern integriert. So zeigten drei einzelne LEDs zwischen den beiden Ohrhörern den aktuellen Zustand vom Case und die kleinen LED am hintern Lautsprechergitter den, der Ohrhörer.

Ein Magnetverschluss, welcher das Case verschlossen hält, sorgt dafür, dass auch beim sehr starken schütteln über Kopf, nichts herausfällt. Aber auch wenn der Deckel offen ist und man das Case schüttelt, werden beide Ohrhörer dank der magnetischen Sicherung problemlos an ihrer Position gehalten. Apropos offen, das Öffnen des Case wurde sehr gut gelöst, denn dieses lässt sich problemlos mit nur einer Hand öffnen, was mir persönlich sehr gut gefällt. 

(Design: 4 von 5 Punkten)

Verarbeitung

Die Verarbeitung der JBL Tune 220 ist im Allgemeinen solide, jedoch erkennt man wie bereits erwähnt direkt, dass hierbei das Gehäuse aus mehreren einzelnen Kunststoffteilen zusammengefügt wurde. Dies ist bei den Huawei FreeBuds 3 zwar auch der Fall, jedoch keineswegs so direkt zu erkennen. 

Beide Ohrhörer sind außen mit einer kleinen länglichen Taste versehen. Diese bietet haptisch zwar einen guten Druckpunkt, doch auf einer Seite ist bei mir die Taste etwas schwammiger gelagert. Nachteil einer solchen Physischen-Taste gegenüber eine Touch-Bedienung ist jedoch wie üblich, dass man sich die Kopfhörer etwas gegen bzw. in den Gehörgang drückt. Zudem überträgt sich das Klacken der Taste teilweise störend auf den Musik-Genuss.

Das leicht rundlich ausgeführte Kunststoff-Case ist mit einer sogenannten Soft-Touch-Oberfläche versehen, welches wie die Kopfhörer selbst, ebenfalls matt gehalten wurde. Negativ an dieser matten Soft-Touch-Oberfläche ist jedoch, dass diese je nach gewählter Farbe sehr anfällig gegenüber Fingerabdrücke ist. Somit sammelten sich bei mir bereits nach einem Tag sehr viele Abdrücke rund um das Ladecase, welche schnell durch leicht fettige Finger entstehen können.

(Verarbeitung: 3,5 von 5 Punkten)

TEIL 2

bestehend aus „Funktion des Produktes“ entspricht 65% der Gesamtwertung

Kopfhörer-ArtTrue-Wireless In-Ear Kopfhörer
KategorieBluetooth Kopfhörer (Bluetooth 5.0)
FarbeBlau, weitere Farben: Schwarz, Weiß und Pink/Rosa
Akkuintegriert, Lithium-Polymer-Akku
Akku Ohrhörer: 3 h
Akku Ladecase: 16 h
Gesamt somit: 19 h
Gewicht 57 g (Ohrhörer und Ladebox)
11 g (beide Ohrhörer)
46 g (Ladebox)
MaterialOhrhörer und Ladecase aus Kunststoff
KonnektivitätBluetooth 5.0 Audio-Codec: SBC. Unterstützte Profile: A2DP 1.3, AVRCP 1.5, HFP 1.6
TreiberDynamische Treiber mit einer Größe von 12,5 mm (links und rechts)
Frequenzbereich20 Hz–20 kHz
Treiberempfindlichkeit bei 1 kHz/ 1 mW (dB105 dB
Impedanz (Ohm)32 Ohm
LieferumfangJBL TUNE 220TWS Ohrhörer
Micro-USB-Ladekabel
Ladebox
1 x Garantieschein/Warnungshinweise
1 x Kurzanleitung/Sicherheitsdatenblatt
Technische Daten der JBL Tune 220TWS

Tragekomfort

Dadurch das die JBL Tune 220TWS nicht wie die meisten üblichen In-Ear Kopfhörer klobig ausgelegt sind und somit nicht in den Ohrkanal eingedreht werden müssen, sind diese unheimlich luftig und angenehm vom Tragekomfort. Somit stören die Kopfhörer einem selbst nach längerem Musikhören nicht, was unter anderem auch an deren geringem Gewicht von knapp 5 Gramm pro Ohrhörer liegt.

Überraschenderweise halten die JBL Tune 220 TWS sogar ganz gut in den Ohren, sodass man diese z. B. trotz das JBL diese nicht als Sport-Kopfhörer wirbt, für normale nicht sonderlich hektische Sportarten tragen könnte. 

(Tragekomfort: 4,5 von 5 Punkten)

Bedienung

Über die beiden Taste an den beiden Ohrhörern kann man je nachdem, wie oft man die jeweilige Taste drückt, verschiedene Befehle ausführen. Drückt man die kleine längliche Taste am rechten Ohrhörer einmalig, dann wird die Musik direkt gestartet, ein erneutes Betätigen pausiert diese wiederum. Drückt man die Taste bei einem eingehenden Anruf, kann man diesen annehmen und später auch so beenden. Möchte man wiederum auf den im Smartphone integrierten Sprachassistenten zugreifen, dann sollte man dieselbe Taste zweimal hintereinander drücken. Hier stehen einem dann am iPhone, Siri und bei allen Android-Nutzern der Google Assistant oder Bixby (bei Samsung) zur Seite.

Die Taste am linken Ohrhörer wiederum bietet nur eine Funktion, und zwar der Musiktitel Auswahl. Betätigt man den Knopf z. B. einmal, dann überspringt man das gerade abgespielte Lied und gelangt zum nächsten Track. Durch das zweimalige hintereinander Betätigen wiederum, gelangt man zum zuvor wiedergegebenen Musiktitel. 

Somit haben die JBL Tune 220 TWS bei der Bedienung zwei wichtige Nachteile. Zum einen kann man hier nicht direkt über die Ohrhörer die Musiklautstärke erhöhen. Somit muss man hierzu, entweder unnötigerweise das Smartphone zur Hand nahmen, oder dies durch den Sprachassistenten regulieren. Des Weiteren ist es für mich sinnlos hier bei den Tune 220 TWS nur einen, sprich den rechten Ohrhörer zu nutzen. Das Problem hierbei ist nämlich, dass man über den Rechten alleine nicht den Musiktitel überspringen kann. Dies ist für mich persönlich sehr ärgerlich und bei der Bedienung ein großer Minus Punkt.

(Bedienung: 2,5 von 5 Punkten)

Klang

Je Ohrhörer hat JBL bei den Tune 220TWS einen 12,5 mm Treiber verbaut. Diese bieten beim richtigen sitzt im Ohr, einen überraschend druckvollen Bass, der jedoch leider etwas Unpräzise ist. Dies liegt aber zum Großteil an der Art der Ohrhörer, denn aufgrund des luftigeren Sitzes und den fehlende Silikon-Ohranpassstücken, können diese nicht den richtigen kernigen Bass wie besser isolierende Ohrhörer bieten. Somit ist zwar ein energiereicher Bass vorhanden, doch diesem mangelt es meiner Meinung nach zu sehr am Tiefgang. Daher kann ich dem Slogan „Pure Bass“der auf der Vorderseite der Verpackung prangt nicht wirklich zu 100 % zustimmen, denn der Bass ist nicht wirklich kräftig und voluminös, sondern eher etwas unsauber und und im Tiefbassbereich zu mager aufgestellt.

Bei den Mitten, sowie den Höhen bin ich bei den JBL Tune 220TWS ebenfalls etwas enttäuscht. Die Höhen kann man zwar durch den Equalizer, der in den Einstellungen jedes Smartphones zu finden ist etwas verbessern, doch von Werk aus sind die Höhen zwar Präsent vorhanden, jedoch neigen diese bei höheren Pegeln schnell die teilweise nervigen sehr scharfe S-Laute zu erzeugen. Zu den Stärken der JBL Tune 220TWS gehören wiederum der Gesang bzw. die Stimmen, diese werden nämlich eindringlich griffig wiedergegeben. Um das richtige Klangbild der JBL Tune 220TWs zu erhalten, muss man jedoch auf jeden Fall darauf achten, dass diese nicht zu locker im Ohr sitzen und der leicht geschwungenen Treiberausgang leicht in den Gehörgang reicht. Passt dies nämlich nicht, dann beeinflusst das den Klang auch hier ohne Silikonaufsätze sehr.

Die Sprachverständlichkeit der Kopfhörer ist wiederum überraschend gut, was auch an der Stereo-Telefonie liegt. Klar gelingt es dem einzelnen verbauten Mikro weniger gut, die Umgebungsgeräusche an lauteren Umgebungen wie z. B. an der Straße oder in der Stadt zu minimieren, doch an einem stilleren Ort konnte sowohl ich als auch mein Gesprächspartner mich laut genug und deutlich hören. Auf Nachfrage erwähnte mein Testgesprächspartner lediglich, dass meine Stimme ein leichter Hall begleitete, was bei der Verständlichkeit jedoch keine Probleme verursacht.

Was die Latenz angeht, sind die Ohrhörer gut fürs Video und Filme ansehen geeignet. Die Verzögerung zwischen Ton und Bild ist beim Ansehen von YouTube Videos usw. sehr gering, sodass ich hier nur sehr minimale Verzögerungen feststellen konnte.

(Klang: 3,5 von 5 Punkten)

Ausstattung

Akku & Ladecase

Für die Energieversorgung der beiden JBL Tune 220TWS, hat JBL in jedem Ohrhörer einen kleinen 22 mAh Lithium-Ionen-Akku verbaut. Dieser Akku ist natürlich nicht besonders groß und somit fällt die Akkulaufzeit mit max. 3 Stunden am Stück eher gering aus. Wer von euch mehr Laufzeit braucht, sollte definitiv zu einem anderen Modell greifen, denn je nach gewählter Lautstärke liegt die Laufzeit sogar eher nur bei knapp über 2 Stunden. Dies ist dann noch sehr wenig, da es hier z. B. beim auf dem Weg ins Sportstudio und den anschließenden Work-outs doch knapp wird.

 Da die Kopfhörer im Case nicht nur aufbewahrt werden könne, sondern automatisch wieder aufgeladen werden, ist es wichtig, diese hier drin zu verstauen. Das Etui bietet eine zusätzliche Laufzeit von bis zu 16 Stunden (ca. 5 einhalb Mal aufladen) für jeden Ohrhörer. Dafür sorgt der 410 mAh große Akku, welcher gut 2 Stunden benötigt, bis dieser wieder voll aufgeladen wurde. Das Aufladen der Akkus in den Ohrhörer wiederum dauerte im Test von komplett leer auf voll knapp eineinhalb Stunden.

Bluetooth & Signalqualität

Im rechten Ohrhörer der JBL Tune 220TWS ist ein zeitgemässer Bluetooth 5.0 Chip verbaut. Dieser sorgt für eine sichere und stabile Verbindung zwischen Ohrhörer und Smartphone. Der linke Ohrhörer wiederum ist auf den recht angewiesen, da dieser nur eine direkte Verbindung mit dem rechten Ohrhörer eingehen kann und nicht direkt mit dem Smartphone. 

Die Einrichtung bzw. das Koppeln der Ohrhörer mit dem Smartphone gestaltet sich wie üblich sehr einfach. Die Ohrhörer versetzen sich nämlich beim Einlegen in das Case und der anschließenden Direkten entnehme, automatisch in den Pairing-Modus. Anschließend können diese wie alle Bluetooth-Geräte direkt über das entsprechende Einstellungsmenü am Smartphone miteinander verbunden werden. Die Übertragungsreichweite des Bluetooth Chip beträgt im Schnitt knapp 9 Meter, was indoor je nach Hausgegebenheiten etwas variieren kann.

Möchte man die beiden Ohrhörer wiederum mit einem weiteren Gerät verbinden wie z. B. dem neuen Smartphone, muss man zuerst die aktive Verbindung zum eventuell bereits verbundenen Gerät trennen. Anschließend die beiden Ohrhörer in das Case einsetzen und dann den rechten wieder herausholen und direkt die Taste am Ohrhörer für 10 Sekunden gedrückt halten. Daraufhin sind die Ohrhörer bereit, sich mit dem neuen Gerät zu verbinden.

(Ausstattung: 3,5 von 5 Punkten)

TEIL 3

bestehend aus „Preis/Leistung“ entspricht 10% der Gesamtwertung

Beschreibung

Mit den neuen JBL Tune 220TWS bringt JBL vom Design für das Unternehmen völlig neue True Wireless Kopfhörer auf den Markt. Diese überzeugen mit ihrem sehr guten, lockeren, aber dennoch sicheren Tragekomfort.  

Jedoch wirbt JBL diese auch mit dem Satz: Der Sound endet nie und JBL pure Bass. Hier bin ich von beiden Aussagen weniger überzeugt. Zum einem endet der Sound nämlich nach spätestens 3 Stunden, denn daraufhin müssen diese wieder für über eine Stunde im Ladecase verstaut werden. Zudem kann JBL das mit dem Bass eigentlich besser. Hier bei den Tune 220TWS ist dieser aufgrund der Bauweise jedoch nicht so gut, wie man es ansonsten vom Unternehmen kennt.

Preis/Leistung

Die UVP des Tune 220TWS hat JBL mit 99,99€ festgesetzt. Online sind diese jedoch aktuell für 79,00€ inkl. Versand erhältlich.  

Der große Pluspunkt welcher für die JBL Tune 220TWS spricht, ist deren angenehm leichtes Gewicht und der lockerere Tragekomfort, welcher somit auch für diejenigen geeignet ist, die empfindlich auf Druck in den Ohren reagieren. Klanglich richten diese sich weniger an Genres wie Hip-Hop und Co., sondern vielmehr an die, die von Stimmen profitieren wie z. B. Hörbücher. Der größte Kritikpunkt für mich ist hierbei jedoch die Akkulaufzeit, denn die Akkulaufzeit von etwas über 2 Stunden ist einfach zu wenig.

JBL Tune 220TWS

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testr Gesamtwertung

unter Berücksichtigung aller Teilwertungen

 Wir bedanken uns beim Hersteller für die Bereitstellung des Produktes. Zu unseren Grundsätzen

Link zum Hersteller: https://de.jbl.com